1830.
255
Çiftorifdjeô STafcíjcníntcb. SSegviinbct ten ?Ç r i e b v i d) ton 9? a inner. Jpevauö*gegeben ton SB. $. 9fielji. fünfte goige. (Srfter Saíjvgang. |<§5igiiet.Jgeizig: Si. Svocfijanö. 1871.
8. 4 Seiten Titel, Seite V—XII, 2 unpaginirte Seiten „Inhalt“, 413 Seitenund 1 unpaginirte Seite „Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig“.Preis: 2 Tlilr.
Inhalt: F.lsässische Cultnrstudien. Von W. II. Riehl. — Carlo FilangieriFürst von Satriano. Autobiographisches und Commentar. Von Alf. von Reu-ni ont. — Das Project einer süddeutschen Republik im Jahre 1S00. Von K.Tlulr. Ileigel. — Jean Froissart und seine Zeit. Streiflichter auf das Literatur-und Gesellschaftsleben des spätem Mittelalters von G. Weber. — Der Weissagungs-glaube und das Prophetenthum in der christlichen Zeit. Von J. Jos. Ign. vonDöllinger. •— Hölderlin, der Dichter des Pantheismus. Von Adf. Wilbrandt.
¿weiter Safyrgang. |©ignct.] Seidig: §. 21. Srocftjau«. 1872.
8. 4 Seiten Titel, Seite V—X, 2 unpaginirte Seiten „Inhalt“ und 374Seiten. Preis : 2 Tlilr.
Inhalt: König Maximilian II. von Baiern. Aus der Erinnerung gezeichnetvon W. II. Riehl. — Die Marquise du Deffand. Ein Sittenbild aus dem 18. Jahr-hundert von Hs. Prutz. — Leben und Wirken des Teufels. Von Ed. Ivo Hoff.
— Zur Geschichte der französischen Colonien in Deutschland. Von W. Stricker.
— Die Eroberung der Stadt Münster im Jahre 1535. Eine Untersuchung vonC.. A.. Cornelius. — Erinnerungen an Rudolf Köpke. Von W. vonGiese-brecht. •— Pfalzgräfin Maria. Ein Frauenleben aus der Reformationszeit. VonA. Kluckhohn.
Bei der Begründung des „Historischen Taschenbuch“ schwebten dem Heraus-geber und der Verlagshandlung die historischen Taschenbücher vor, welche Ilor-mayr seit 1811 unter dem Titel „Historisches Taschenbuch für die vaterländischeGeschichte“ herausgab und die mit vielem Beifall aufgenommen worden waren.In der Vorrede zu dem ersten Bande heisst es: „Da dieselben indessen nur derGeschichte des österreichischen Kaiserthums gewidmet waren und erst vomJahre 1831 an auch die Geschichte Baierns in ihr Bereich ziehen wollten, soschien es möglich und erlaubt, Darstellungen aus allen Theilen der Weltgeschichtefür ein zweites historisches Taschenbuch zu sammeln und dem Publikum vorzulegen.“
Von diesem „Historischen Taschenbuch“, das sich unter den für die Geschichtebestimmten periodischen Schriften einen hervorragenden Platz gesichert hat,sind 1830—60 vier Folgen, eine jede zu zehn Jahrgängen, erschienen; im Jahre1871 begann eine fünfte Folge, deren Leitung, an Stelle Ilaumer’s, W. II.Riehl in München übernommen hat. Derselbe sagt über den einzuhaltendenPlan im Vorwort: „Das Taschenbuch hat von Anbeginn den jungen Wissens-zweig der Culturgeschichte mit Vorliebe gepflegt und die Fülle und Mannich-faltigkeit der cuiturgeschichtlichen Beiträge gab ihm zuletzt mehr und mehrsein auszeichnendes Gepräge. Anf diesem Wege wollen wir weiter gehen. Dabeifasse ich die Culturgeschichte freilich nicht in jenem engsten Sinne einer Dar-stellung der blossen Privatalterthiimer vergangener Zeiten. Sie erscheint mirvielmehr als die Geschichte der Gesammtgesittung der Völker, wie sich dieselbein Kunst, Literatur und Wissenschaft, im wirtschaftlichen, socialen undpolitischen Leben und dazu allerdings auch in den Privataltcrthümern aus-spricht.“ Das „Historische Taschenbuch“ soll nicht ausscldiessend blos cuitur-geschichtlichen Beiträgen geöffnet sein, aber als Organ für jene modernstenZweige geschichtlicher Forschung und Darstellung seinen selbständigen, unter-scheidenden Charakter im Kreise der übrigen historischen Zeitschriften behaupten.Ohne den Boden der Geschichte zu verlassen, soll es denn auch gerade aufdiesem W'ege den treibenden lebendigen Culturinteressen der Gegenwart immernäher rücken. Gleichzeitig auch soll sich das Unternehmen nicht blos die Theil-nahme der gelehrten Kreise zu bewahren, sondern auch im höhern Grade alsbisher die Tlieilnahme des gebildeten Publikums zu gewinnen suchen.
Das „Historische Taschenbuch“ begann und wuchs nicht blos unter LeitungFriedrich von Raumer’s, sondern derselbe förderte das Unternehmen auch,namentlich in den frühem Jahrgängen, durch viele werthvollc Beiträge. Denacht ersten Bänden der Ersten Folge ist jo ein Porträt einer historischen Persön-lichkeit, dem neunten Bande der Zweiten Folge ein Porträt Raumer’s beigegeben.