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Vollständiges Verzeichnis der von der Firma F. A. Brockhaus in Leipzig seit ihrer Gründung durch Friedrich Arnold Brockhaus im Jahre 1805 bis zu dessen hundertjährigem Geburtstage im Jahre 1872 verlegten Werke : in chronologischer Folge mit biographischen und literarhistorischen Notizen
Entstehung
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1820.

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8. 4 Seiten Titel, 2 unpaginirte SeitenVorwort, Seite VIIXVI, 4 un-paginirte Seiten Sakontala oder der verhängnisvolle Ring undPer-sonen, Seite 5190 und 2 unpaginirte SeitenDruckfehler. Preis:1 Thlr. 10 Ngr.

Kalidasa, der ausgezeichnetste Kunstdichter der Inder, scheint gegen Endedes 1. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung am Ilofe des Königs Nikramfulityagelebt zu haben. Das DramaSakontala ist die schönste unter seinen Dich-tungen und wurde deshalb auch schon frühzeitig (1789) von Jones ins Englischeübertragen. Aus der englischen Übersetzung stammen die deutschen Bearbei-tungen von Forster (1790) und Herder (1803), welche wiederum Gerhard Vor-gelegen haben. In neuerer Zeit wurde Kalidasas Stück unter anderm auch vonEdm. Lobedanz (Leipzig 1854, 2. Aufl. 1860, 3. Aufi. 1867, 8.) deutsch bearbeitet.

Christoph Wilhelm Leonhard Gerhard, geb. zu Weimar 29. Nov. 1780,war anfänglich Kaufmann zu Leipzig, erhielt vom Herzog von Sachsen-Meiningenden Titel als Legationsrath und starb 2. Oot. 1858 auf der Reise zu Heidelberg.Er war ein begabter und vielseitig gebildeter Mann, der sich literarisch durcheine Reihe poetischer Arbeiten und Uebertragungen bekannt gemacht hat.

Wilhelm Körte.

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8. 4 Seiten Titel, Seite VXII und 478 Seiten. Preis: 2 Thlr. 7'/ 2 Ngr.

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12. 4 Seiten Titel und 140 Seiten. Preis: 17% Ngr.

Im Jahre 1819 hatte J. II. Voss unter dem TitelWie ward Fritz Stolbcrgein Unfreier? Beantwortet von J. II. Voss in Paulus ZeitschriftSophronizon(Jahrgang 1819, Heft 3; auch besonders abgedruckt, Frankfurt 1819, 8.) einendenkwürdigen Aufsatz veröffentlicht, welcher zunächst zwar nur den 1800 er-folgten Uebertritt seines ehemaligen Freundes Stolberg zur katholischen Kirchebeleuchten sollte, aber zugleich auch in die damals die Geister bewegendenKämpfe gegen die hierarchischen und aristokratischen Bestrebungen eingriff und des-halb zu einer ungemein lebhaft geführten Fehde, dem sogenannten Voss-Stolberg-schen Streit, Veranlassung bot. Stolberg, der inzwischen starb (5. Dec. 1819), ver-teidigte sich zunächst in der Schrift:Friedrich Leopold Grafen zu Stolberg kurzeAbfertigung der langen Schmähschrift des Herrn Ilofraths Voss wider ihn. Nachdem Tode des Verfassers vollendet von dem Bruder herausgegeben. Nebsteinem Vorwort des Herrn Pfarrdechant Kellermann in Münster (Hamburg 1820,8.). Fast gleichzeitig veröffentlichte F. A. Krummacher denBriefwechsel zwischenAsmus und seinem Vetter bei Gelegenheit des Buches Sophronizon und WieI' ritz Stolberg ein Unfreier ward? (Essen 1820, 8.). Eine Beurtheilung dieserdrei Schriften lieferte Wilhelm Körte in der oben verzeichneten Schrift, welchein einemVordruck dem Publikum mitgetheilt ward, bevor sie imHermes,Stück 6, Seite 272308, ihrem eigentlichen Bestimmungsorte, zum Abdruck ge-langte. Letzterer hat mancherlei Zusätze und Berichtigungen erhalten. NeuerStoff wurde dem Streite zugeführt durch eine zweite Schrift von J. II. Voss:Bestätigung der Stoibergischen Umtriebe nebst einem Anhang über persönliche