1820.
141
8. 4 Seiten Titel, 2 unpaginirte Seiten „Vorwort“, Seite VII—XVI, 4 un-paginirte Seiten „ Sakontala oder der verhängnisvolle Ring “ und „Per-sonen“, Seite 5—190 und 2 unpaginirte Seiten „Druckfehler“. Preis:1 Thlr. 10 Ngr.
Kalidasa, der ausgezeichnetste Kunstdichter der Inder, scheint gegen Endedes 1. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung am Ilofe des Königs Nikramfulityagelebt zu haben. Das Drama „Sakontala“ ist die schönste unter seinen Dich-tungen und wurde deshalb auch schon frühzeitig (1789) von Jones ins Englischeübertragen. Aus der englischen Übersetzung stammen die deutschen Bearbei-tungen von Forster (1790) und Herder (1803), welche wiederum Gerhard Vor-gelegen haben. In neuerer Zeit wurde Kalidasa’s Stück unter anderm auch vonEdm. Lobedanz (Leipzig 1854, 2. Aufl. 1860, 3. Aufi. 1867, 8.) deutsch bearbeitet.
Christoph Wilhelm Leonhard Gerhard, geb. zu Weimar 29. Nov. 1780,war anfänglich Kaufmann zu Leipzig, erhielt vom Herzog von Sachsen-Meiningenden Titel als Legationsrath und starb 2. Oot. 1858 auf der Reise zu Heidelberg.Er war ein begabter und vielseitig gebildeter Mann, der sich literarisch durcheine Reihe poetischer Arbeiten und Uebertragungen bekannt gemacht hat.
Wilhelm Körte.
Seien 8. 2Î. 5D?. Sarnotë. 2lu8 ben befielt gebruáten, fo leie auö i;ant>=fdjviftlidjen 9iacf;ritf;tcu bavgcftcHt ben SBüijclm Äörtc. SOÎit einem Sin*fanget entljatteiib bie nngebrndten ^ßoefteit (Savnotë. — „Suum cuique decusposteritas rependit.“ (Cremutius Cordus, in Tac. Annal. IV, 35.) —Veifjgig: $. 21. 5Jrocfi)au8. 1820.
8. 4 Seiten Titel, Seite V—XII und 478 Seiten. Preis: 2 Thlr. 7'/ 2 Ngr.
löcuvtijeitung ber 23ofjtfd;en ©thrift: „2Bie toarb $rij ©tol&crg ein Unfreier?"unb einiger mtbern bantit berluaubten <Sd;riften.
1. „©et; ftet«, and; etfevnb, intgefäifd;t,
Su @o(m boit ¿eut uitb SDÎatxa I
Sîicfjt fd)tau gcfjBfeit, ttoef; gett>âifcf;t
SOÎit tiiclifcf;cv SEofaua!" 5Bof).
|2Iuë bent Oten nod; nid;t ansgegebenen ©tiid bcë Jpevuteë befonberö abge*brudt.*)] 2Imftcrbam, in ber SSerÎagô*@ÿpebitiott beë §crnteë. 1820.(Seidig, in (Sonnniffton in ber ©ucí;í;anbíung 33rodt;aitë.) [*) ©iefeë Ote©did beë Jpernteë tnirb ant 1 fíen DJÎai anëgegeben.]
12. 4 Seiten Titel und 140 Seiten. Preis: 17% Ngr.
Im Jahre 1819 hatte J. II. Voss unter dem Titel „Wie ward Fritz Stolbcrgein Unfreier? Beantwortet von J. II. Voss“ in Paulus’ Zeitschrift „Sophronizon“(Jahrgang 1819, Heft 3; auch besonders abgedruckt, Frankfurt 1819, 8.) einendenkwürdigen Aufsatz veröffentlicht, welcher zunächst zwar nur den 1800 er-folgten Uebertritt seines ehemaligen Freundes Stolberg zur katholischen Kirchebeleuchten sollte, aber zugleich auch in die damals die Geister bewegendenKämpfe gegen die hierarchischen und aristokratischen Bestrebungen eingriff und des-halb zu einer ungemein lebhaft geführten Fehde, dem sogenannten Voss-Stolberg’-schen Streit, Veranlassung bot. Stolberg, der inzwischen starb (5. Dec. 1819), ver-teidigte sich zunächst in der Schrift: „Friedrich Leopold Grafen zu Stolberg kurzeAbfertigung der langen Schmähschrift des Herrn Ilofraths Voss wider ihn. Nachdem Tode des Verfassers vollendet von dem Bruder herausgegeben. Nebsteinem Vorwort des Herrn Pfarrdechant Kellermann in Münster“ (Hamburg 1820,8.). Fast gleichzeitig veröffentlichte F. A. Krummacher den „Briefwechsel zwischenAsmus und seinem Vetter bei Gelegenheit des Buches Sophronizon und WieI' ritz Stolberg ein Unfreier ward?“ (Essen 1820, 8.). Eine Beurtheilung dieserdrei Schriften lieferte Wilhelm Körte in der oben verzeichneten Schrift, welchein einem „Vordruck“ dem Publikum mitgetheilt ward, bevor sie im „Hermes“,Stück 6, Seite 272—308, ihrem eigentlichen Bestimmungsorte, zum Abdruck ge-langte. Letzterer hat mancherlei Zusätze und Berichtigungen erhalten. NeuerStoff wurde dem Streite zugeführt durch eine zweite Schrift von J. II. Voss:„Bestätigung der Stoibergischen Umtriebe nebst einem Anhang über persönliche