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1817.
XII. 2 Seiten Titel, 2 unpaginirte Seiten „Inhalts-Verzeichniss dieses Hefts“und Seite 613—660.
4. Preis : 5 Tlilr. 10 Ngr.
Die einzelnen Nummern mit dem Titel:
geiziger Sunftblatt, inSbefonbere für ST^eatcr imb ÜKnfif.
Nach dem „Ausführlichen Plane des Leipziger Kunstblattes“, welcher in derBeilage zu Nr. 16 enthalten ist, sollte das „Kunstblatt“ im Gegensatz zu denverschiedenen, auch das Kunstgebiet in ihren Bereich ziehenden Unterhaltungs-blättern eine ausschliesslich der Kunst gewidmete, rein ästhetische Zeitschriftsein, welche ihre Aufmerksamkeit hauptsächlich der Ausbildung der Kunsttheorie,der ’Kunstkritik und Geschichte der Kunst überhaupt zuwendet und ihre Zweckedurch Abhandlungen, Beurtheilungen, Schilderungen, Berichte, interessanteNotizen und Mittheilungen aller Art zu erreichen sucht. Die erste Nummerdes Blattes erschien am 26. Aug. 1817, am Eröffnungstage des neuen leipzigerTheaters. Die Herausgabe war Professor J. Amad. Wendt in Leipzig über-tragen. Obgleich das Blatt viele bedeutende Kunsthistoriker und Kunsttheoretikerzu seinen Mitarbeitern zählte, kam es doch nicht zu Kraft und Blüte. Die ursprüng-liche Auflage von 650 sank nach und nach auf 300 herab. Der Verleger schriebunterm 22. Sept. 1818: „Das Blatt wird aus Mangel an Absatz nicht fortgesetztwerden.“. Die letzte Nummer (Nr. 162) trägt das Datum: 15. Oct. 1818, undenthält am Schlüsse die lakonische Nachricht an das Publikum: „Mit diesemStücke und Hefte ist das Kunstblatt geschlossen. “ Müllner sagt in seiner ab-sprechenden Weise in einem Briefe an Brockhaus (19. Nov. 1818): „Das Horo-skop des Kunstblattes war eben nicht schwer zu stellen. Das Publikum hört nichtgern über die Kunst Collegia, und wer nicht unterhält, redet in Zeitschriftenvergebens, was er auch immer Gutes sagen möge.“ Die ersten Nummern des„Leipziger Kunstblatt“ enthalten nicht uninteressante Beiträge zur Geschichtedes Theaterwesens in Leipzig.
Laut Anzeige erschienen wöchentlich drei Nummern, welche in Leipzig aniTage des Erscheinens bei Friedrich Hofmeister ausgegeben und den leipzigerAbonnenten gegen eine geringe Vergütung in das Haus gebracht wurden. ImWege des Buchhandels wurde es blos in Monatsheften durch F. A. Brockhausversandt.
Der Herausgeber, Johann Amadeus Wendt, geh. 29. Sept. 1783, seit 1810Professor der Philosophie erst zu Leipzig, dann (seit 1829) zu Göttingen, gest.daselbst 15. Oct. 1836, hat sieh als Aesthetiker und Kunstkritiker bekanntgemacht.
Otto Heinrich Graf von Loeben.
Dîofcngarten. Sichtungen »cn 0. ©rafeit hon Soeben. (Srfter 2T)ei(.¿toeiter ©íjeií. Sittenburg unb Seipjig: 21. 33rocfijaug. 1817.
I. 6 Seiten Schmuz-, Haupt- und Specialtitel und 306 Seiten.
II. 6 Seiten Schmuz-, Haupt- und Specialtitel, 2 unpaginirte Seiten „Prologdes Dichters“, 2 unpaginirte Seiten „Personen“, und Seite 5—312.
8. Preis: 3 Thlr. 10 Ngr.
Aue dem zweiten Theile ist besonders abgedruckt :
(Scpf)aiu8 unb ißrocri& (Sin romcmtifdj*mufi!alifcfyc8 ©tarnet bou 0. §. ©rafeitbon Soeben. SUtenbnrg unb Seipjig: $. 21. 23rodljau8. 1817.
8. 2 Seiten Titel, 2 unpaginirte Seiten „Prolog des Dichters“, 2 SeitenSchmuztitel, 2 unpaginirte Seiten „Personen“ und Seite 5 —130.Preis : 20 Ngr.
Der „Kosengarten“ enthält ausser „Cephalus und Procris “ noch Erzählungenin Prosa und Versen.
Otto Heineich Graf von Loeben (als Schriftsteller bekannt unter den Pseudo-nymen Isidorus Orientalis und Kukuk Waldbruder), geh. zu Dresden 18. Aug. 1786,gest. daselbst 3. April 1825.