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Vollständiges Verzeichnis der von der Firma F. A. Brockhaus in Leipzig seit ihrer Gründung durch Friedrich Arnold Brockhaus im Jahre 1805 bis zu dessen hundertjährigem Geburtstage im Jahre 1872 verlegten Werke : in chronologischer Folge mit biographischen und literarhistorischen Notizen
Entstehung
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1817.

XII. 2 Seiten Titel, 2 unpaginirte SeitenInhalts-Verzeichniss dieses Heftsund Seite 613660.

4. Preis : 5 Tlilr. 10 Ngr.

Die einzelnen Nummern mit dem Titel:

geiziger Sunftblatt, inSbefonbere für ST^eatcr imb ÜKnfif.

Nach demAusführlichen Plane des Leipziger Kunstblattes, welcher in derBeilage zu Nr. 16 enthalten ist, sollte dasKunstblatt im Gegensatz zu denverschiedenen, auch das Kunstgebiet in ihren Bereich ziehenden Unterhaltungs-blättern eine ausschliesslich der Kunst gewidmete, rein ästhetische Zeitschriftsein, welche ihre Aufmerksamkeit hauptsächlich der Ausbildung der Kunsttheorie,derKunstkritik und Geschichte der Kunst überhaupt zuwendet und ihre Zweckedurch Abhandlungen, Beurtheilungen, Schilderungen, Berichte, interessanteNotizen und Mittheilungen aller Art zu erreichen sucht. Die erste Nummerdes Blattes erschien am 26. Aug. 1817, am Eröffnungstage des neuen leipzigerTheaters. Die Herausgabe war Professor J. Amad. Wendt in Leipzig über-tragen. Obgleich das Blatt viele bedeutende Kunsthistoriker und Kunsttheoretikerzu seinen Mitarbeitern zählte, kam es doch nicht zu Kraft und Blüte. Die ursprüng-liche Auflage von 650 sank nach und nach auf 300 herab. Der Verleger schriebunterm 22. Sept. 1818:Das Blatt wird aus Mangel an Absatz nicht fortgesetztwerden.. Die letzte Nummer (Nr. 162) trägt das Datum: 15. Oct. 1818, undenthält am Schlüsse die lakonische Nachricht an das Publikum:Mit diesemStücke und Hefte ist das Kunstblatt geschlossen. Müllner sagt in seiner ab-sprechenden Weise in einem Briefe an Brockhaus (19. Nov. 1818):Das Horo-skop des Kunstblattes war eben nicht schwer zu stellen. Das Publikum hört nichtgern über die Kunst Collegia, und wer nicht unterhält, redet in Zeitschriftenvergebens, was er auch immer Gutes sagen möge. Die ersten Nummern desLeipziger Kunstblatt enthalten nicht uninteressante Beiträge zur Geschichtedes Theaterwesens in Leipzig.

Laut Anzeige erschienen wöchentlich drei Nummern, welche in Leipzig aniTage des Erscheinens bei Friedrich Hofmeister ausgegeben und den leipzigerAbonnenten gegen eine geringe Vergütung in das Haus gebracht wurden. ImWege des Buchhandels wurde es blos in Monatsheften durch F. A. Brockhausversandt.

Der Herausgeber, Johann Amadeus Wendt, geh. 29. Sept. 1783, seit 1810Professor der Philosophie erst zu Leipzig, dann (seit 1829) zu Göttingen, gest.daselbst 15. Oct. 1836, hat sieh als Aesthetiker und Kunstkritiker bekanntgemacht.

Otto Heinrich Graf von Loeben.

Dîofcngarten. Sichtungen »cn 0. ©rafeit hon Soeben. (Srfter 2T)ei(.¿toeiter ©íjeií. Sittenburg unb Seipjig: 21. 33rocfijaug. 1817.

I. 6 Seiten Schmuz-, Haupt- und Specialtitel und 306 Seiten.

II. 6 Seiten Schmuz-, Haupt- und Specialtitel, 2 unpaginirte SeitenPrologdes Dichters, 2 unpaginirte SeitenPersonen, und Seite 5312.

8. Preis: 3 Thlr. 10 Ngr.

Aue dem zweiten Theile ist besonders abgedruckt :

(Scpf)aiu8 unb ißrocri& (Sin romcmtifdj*mufi!alifcfyc8 ©tarnet bou 0. §. ©rafeitbon Soeben. SUtenbnrg unb Seipjig: $. 21. 23rodljau8. 1817.

8. 2 Seiten Titel, 2 unpaginirte SeitenProlog des Dichters, 2 SeitenSchmuztitel, 2 unpaginirte SeitenPersonen und Seite 5130.Preis : 20 Ngr.

DerKosengarten enthält ausserCephalus und Procris noch Erzählungenin Prosa und Versen.

Otto Heineich Graf von Loeben (als Schriftsteller bekannt unter den Pseudo-nymen Isidorus Orientalis und Kukuk Waldbruder), geh. zu Dresden 18. Aug. 1786,gest. daselbst 3. April 1825.