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1816.
Ferdinand Alexander Reichs-Burgrafen und Grafen zu Dohna-Schlobittenetc., s. unter dem Jahre 1833.
Süssmilch, F. A. August Wilhelm von Trosky’s Leben und Wirken für dieNiederlausitz etc., s. unter dem Jahre 1833.
Lüttwitz, Freih. von. Biographie des königl. preuss. Staatsministers Freiherruvon Sohuckmann, s. unter dem Jahre 1835.
Böttiger, K. W. Karl August Böttiger, königl. sächs. Hofrath, Oberinspectorder königl. Alterthumsmuseen zu Dresden etc., s. unter dem Jahre 1837.
Den Plan zur Herausgabe der „Zeitgenossen“, eines Werks von bleibendemWerthe, fasste Friedrich Arnold Brockhaus nach Herstellung des allgemeinenFriedens 1815. Die erste Anregung dazu empfing er durch Schlichtegroll’s „Nekrologder Deutschen“, welcher 1806 den Stürmen der Zeit erliegen musste; allein dieIdee desselben wurde von ihm in erweitertem Umfange und unter der Einwirkungganz anderer, weit günstigerer Verhältnisse aufgefasst. Denn in den „Zeit-genossen“ sollten „nicht blos Verstorbene, sondern auch Lebende vor ihremZeitalter nach allen ihren Beziehungen auf dasselbe geschildert werden; nichtblos Gelehrte und Künstler, auch Juristen, Staatsmänner und Helden treten hierin einem getreuen Widerscheine ihres öffentlichen Lebens vor dem grossemPublikum auf“. Während der „Nekrolog“ nur Deutsche schilderte, sollten die„Zeitgenossen“ auch Lebensbeschreibungen von Ausländern bringen. Brockhausselbst motivirt den Beginn seines Unternehmens mit den Worten : „Es lag nahe,Männer, welche im Sturme der mächtigsten Zeitbewegungen untergingen oderwelche die Stürme mit mächtiger Hand beschworen und leiteten, in einem Ehren-tempel zu vereinigen, der ihr Andenken erhält und ihre Thaten mit Freimüthigkeitwürdigt.“ Ferner sagt er: „Das Verdienst des Privatlebens kann nicht überdie Aufnahme unter diese Zeitgenossen entscheiden, sondern nur das öffentlicheLeben und die Stellung der handelnden Individuen zur Welt und Menschheitüberhaupt gibt den Ausschlag darüber, auf wen die Aufmerksamkeit des Zeit-alters geleitet und über wen das öffentliche Urtheil berichtigt werden soll.“Nach den Grundsätzen seines Unternehmens sollte „überall die höchste historischeGlaubwürdigkeit erstrebt werden“, und „das Ganze ein zuverlässiger Beitragzur Zeitgeschichte sein“.
Von Anfang an war Brockhaus die eigentliche Seele des Unternehmens,namentlich war er bemüht, für dasselbe die tüchtigsten Mitarbeiter zu gewinnen.Die Herausgabe übertrug er dem Professor Friedrich August Koethe (s. S. 12)in Jena, der in der Vorrede sich eingehend über den Plan und Geist des Unter-nehmens aussprach, aber schon 1818 mit dem achten Hefte (Schluss des zweitenBandes ) zurücktrat. Hierauf übernahm Brockhaus selbst die unmittelbare Leitung,bis er dieselbe, 1822, von geschäftlichen Arbeiten allzu sehr beansprucht, an den alsRechtsgelehrten und Geschichtschreiber bekannten Dr. Friedrich Matthias Gott-fried Cramer (geb. 5. Nov. 1779 zu Quedlinburg, gest. 14. Aug. 1836 zu Halber-stadt) übertrug. Letzterer war schon im vierzehnten Hefte als Mitarbeiter der„Zeitgenossen“ eingetreten und führte sich als Herausgeber in einem Vorwort zudem zweiten Hefte des zweiten Bandes der Neuen (zweiten) Reihe ein. Die Re-daction der Dritten Reihe wurde von Prof. Hasse in Leipzig (s. oben S. 67) besorgt.
Ursprünglich beabsichtigte Brockhaus nur ausführlichere und in sich abge-schlossene Biographien und Charakteristiken zu bringen. Aber schon im drittenHefte entschloss er sich zur Beifügung einer besondern Rubrik von kürzernMittheilungen, unter der Aufschrift „Andeutungen zu Biographien und Charak-teristiken der Zeitgenossen“, welche auch in den folgenden Heften bis zumSchlüsse des dritten Bandes regelmässig wiederkehrten. Später, im ersten Heftedes fünften Bandes, folgen zum Schluss „Kleinere biographische Aufsätze undCharakterskizzen“. Im Verlauf der zweiten Reihe erscheinen nur einmal, amSchlüsse des zweiten Heftes des dritten Bandes „Kleinere biographische Aufsätze“.Eine reichere Gliederung zeigt die dritte Reihe, in welcher fast jedes Heft in vierAbtheilungen: Biographie und Charakteristiken, biographische Andeutungen, Mis-cellen und Anekdoten und biographische Literatur, zerfällt. Einer jeden Reiheist ein sorgfältig gearbeitetes alphabetisches Repertorium beigegeben..
. dem Werke sind folgende ausführlichere Biographien, enthalten :
[Erste Reihe.] Bd. I, Abtli. 1: Franz L, Kaiser von Oesterreich. VonT—Z. — C. J. Fox und W". Pitt von F. Ch. A. Hasse.
Abth. 2: Karl Theodor Körner von Amad. Wendt. — Carl Wilhelm Ferdinandund Friedrich Wilhelm Herzoge von Braunschweig. Dargestellt von ***. —