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1811.
Ode, eine Elegie im Geiste der Alten oder Neuern, eine mehr oder minder zu-sammenhängende Sonettenreihe, im Geiste Petrarca’s oder Berni’s, A. W. Schlegel’soder Freimund Reimar’s sein.“
Unter den zahlreichen Bewerbungen, welche diese zweite Preisstellung zurFolge hatte, konnte zwar keine den ersten Preis erhalten, doch befanden sichdarunter mehre wohlgelungene Poesien, welche im Jahrgang 1819 zum Abdruckkamen. In demselben Bande veröffentlichte der Verleger auch das Programmüber die poetischen Preisaufgaben für die „Urania“ auf 1820, in welchem erdie Preise auf die poetische Erzählung und die Epistel beschränkte, für letztereäber einen bestimmten Stoff bezeichnete. Unter den Einsendungen, über welcheder Jahrgang 1820 einen motivirten Bericht erstattet, erhielt die „Wunderblume“von Elise Ehrhardt ein Accessit und „Amida’s Thränen“ von K. B. von Miltizeine ehrenvolle Nennung.
Trotz der Anfechtungen, welche Bfockhaus und die Preisrichter (die sogenannten„unbekannten Obern“) in der Journalistik erfuhren, entschloss sich der ersteredoch zu nochmaligen Preisstellungen für die Jahrgänge 1821 und 1822; da die-selben aber misdeutet wurden und überhaupt nicht die gehegten Hoffnungenauf vorzügliche Beiträge für das Taschenbuch erfüllten, sah er sich zur Ein-stellung der Ausschreibungen veranlasst. Im Jahre 1832 kam die Verlagshandlungnoch einmal auf diese Idee zurück, indem sie einen Preis von 50 Louisdor fürdie beste Novelle oder Erzählung ausschrieb, verliess aber diesen Weg sehr baldwieder, da unter den eingesandten 165 Arbeiten auch nicht eine einzige einesPreises würdige sich befand.