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Inhalt: Uranie. Novelle von Alx. Freiherr von Sternberg. — Der Scheintrügt. Erzählung von Fr. Dingelstedt. — Ein armes Mädchen. Erzählungvon der Verfasserin der Jenny und Clementine (Fanny Lew aid). — Die Sängerin.Novelle von Willi elm Marteil (K. II. W. von Pochhammer). — Sträflinge.Dorfgeschichte von Brtli. Auerbach.
Uventia. ¿tafcfieiilhtd) auf bad 3al)r 1847. 9îcue $cíge. 9îeimter 3aí)rgang.SDÎit beut -©tibniffe 33evtí)aíb 2(ttevbad)’ê. Seidig: g* 2(. 33rotíí)aud. 1847.
8. 4 Seiten Titel, 2 unpaginirte Seiten „Inhalt,“ 446 Seiten, 2 unpaginirteSeiten „Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig“ und Bildniss BertholdAuerbach’s, gem. von Hühner, gest. von Teichel.
Preis: 2 Thlr. 15 Ngr.
Inhalt: Sibylle. Novelle von Alx. Freiherr von Sternberg. — Interlaken.Novelle von Therese (von Lützow). — Imagina. Novelle von K. Gutzkow. —Die Tochter der Bicarrées. Lebensbild aus Louisiana von F. Gerstäcker. —Die Frau Professorin. Erzählung von Brth. Auerbach.
Urania. SîafcfjeiiiMcf) auf bad 3¡aí)v 1848. licite $oígc. ^eí)iiter 3aí)rgang.üDíit bent Siíbiiiffe fjriebrid) bou 9;aumer’d. lieif'jig: §. 21. fflroá^aitd. 1848.8. 4 Seiten Titel, 4 unpaginirte Seiten „Inhalt“, 488 Seiten und BildnissFriedrich von ltaumer’s, gern, von Begas, gest. von Teichel.
Preis: 2 Thlr. 15 Ngr.
Inhalt: Sigismund. Novelle von Therese (von Lützow). — Die Flucht nachAmerika. Novelle von Wilibald Alexis (G. W. II. Häring). — Die Schwester.Novelle von Levin Schücking. — Marie Kemy. Eine Criminalgeschichte vonWilhelm Martell (K. II. W. von Pochhammer).
Die „Urania“ erschien zum ersten mal für das Jahr 1810 und entwickelte sich,wie in der „Vorerinnerung“ gesagt ist, aus dem „Taschenbuch der Hebe undFreundschaft“, welches bereits seit 1801 unter Leitung der Frau JohanneKaroline Wilhelmine Uthe- Spazier zu Frankfurt a. M. erschienen war undauch neben der „Urania“ bis 1841 (seit 1814 unter der Kedaction von StephanSchütze) alljährlich hcrauskam. Die ersten Jahrgänge der „Urania“ (bis 1812)wurden von der genannten Ilofräthin Spazier geleitet; in der Folge wurdedieselbe, wie Brockhaus in seinen Briefen sagt, von diesem „unter der Boihülfekunstsinniger Personen, die er an sich zu fesseln wusste“, herausgegeben.
Nach Goedeke’s Urtheil waren die „Urania“ und das „Frauentaschenbuch“ (dasseit 1815 zu Nürnberg bei Schräg erschien) die besten und gehaltreichsten Taschen-bücher .ihrer Zeit. Mehre der vorzüglichsten Dichtungen aus der nachclassischenZeit gelangten in demselben zuerst zur Veröffentlichung; unter den Mitarbeiternfinden sich die Namen fast aller berühmten Dichter und Schriftsteller jener Pe-riode unserer nationalen Literatur.
Anregend für das poetische Schaffen haben besonders die Preisaufgaben ge-wirkt, welche der Verleger in Verbindung mit der Redaction wiederholt aus-schrieb. Die erste Ausschreibung erfolgte im April 1816 und findet sich imVorwort zum Jahrgange 1817 abgedruckt. Diese Bekanntmachung ist ein Docu-ment, welches nicht nur für den Literarhistoriker Interesse hat, sondern auchgleichzeitig das Streben des Unternehmers und Leiters trefflich charakterisirt.Sie lautete wörtlich :'
„Jedem Freunde der deutschen Poesie wird sich die Bemerkung aufdringen,dass wir bei einer Menge von Dichtern doch wenige Gedichte besitzen, die,zwischen den grossem epischen und dramatischen Darstellungen und den kleinenlyrischen Gattungen die Mitte haltend, durch das Interesse eines reichhaltigenStoffs sowol, als durch den Reiz einer gediegenen Kunstform zu stets wieder-holtem Genüsse cinladen, und statt flüchtig und gleichsam spurlos vorüberzugehen,den Verstand und das Gemüth auf gleiche Weise befriedigen. Diese Wahrheithat sich mir zunächst bei näherer Ansicht unserer Taschenbücher und Musen-almanache dargeboten, in denen wir Lieder, Sonette, Oden, Elegien, Romanzenu. s. w. in Ueberfluss finden, welche allerdings, insofern sie von wahrem poetischenLeben durchdrungen sind, ihren eigenthümlichen Werth behaupten; dagegenfehlt es fast ganz an gehaltvollen Gedichten von grösserm Umfang, und wir haben,abgesehen von einzelnen hinreichend bekannten Meisterwerken, in dei bezeichnetenArt in Vergleich mit der englischen und französischen Literatur verhältnissmässig