180S.
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‘ August Ludwig Cueistian von Massenbach, gob. 1758 zu Schmalkalden inThüringen, gest. 27. Nov. 1827 auf seinem Gute Bialokoscz bei Pinne in Preussiseh-Polen, war in dem verhängnissvolleu Jahre 1806 Goneralquartiermeister des FürstenHohenlohe, der ihm volles Vertrauen schenkte und ihm die eigentliche Führungseines Corps ganz allein überliess. Obgleich ein Mann von Geist und Thätigkeit,war er doch dieser Stellung nicht gewachsen und veranlasste durch seine Dispo-sitionen die Unglücksfälle der preussischen Armee, wie unter anderm die Capi-tulation von Prenzlau. Nachdem die deshalb gegen ihn eingeleitete Untersuchungniedergeschlagen worden, ging er nach Würtemberg und veröffentlichte, um sichgegen seine zahlreichen Gegner zu vertheidigen, mehre Schriften über den Feldzugvon 180G, sowie bald darauf die „Memoiren zur Geschichte des preussischen Staatsunter der Regierung Friedrich Wilhelm II. und Friedrich Wilhelm III.“ unddie „Historischen Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Verfalls des preussischenStaats seit 1794“ (s. S. 11 u. 12).
In allen seinen Werken aus dieser und der folgenden Zeit Hess sich Massenbachzu rücksichtslosen Angriffen auf die leitenden Persönlichkeiten im preussischenStaate hinreissen. Als er 1817 an den von ihm in seinen Schriften persönlichtief gekränkten König Friedrich Wilhelm eine schamlose Forderung stellte, warder in Würtemberg auf Requisition Preusscns verhaftet, nach Küstrin gebracht undkriegsrechtlich zu einer vierzehnjährigen Festungsstrafe verurtheilt. 1820 wurdeer nach Glatz gebracht, aber 1826 durch Cabinetsordre des Königs begnadigt.Eine Würdigung der militärischen und politischen Thätigkeit Massenbaeh’s findetsich in den Memoiren des Generallieutenants von der Marwitz („Aus dem Nach-lasse Friedr. Aug. Ludwig von der Marwitz’s“, Bd. 1, Berlin 1851).
Adam Gottlob Oehlenschläger.
füttabbiit ober bie Söunberiampe. (Sin bramatqd)eé @ebici;t in jtoet ©pieieit boitülbaut Ocljíenfdjíagcr. Slmfterbatn, SintfD mtb 3itbuftrie®ßom)>toir. 1808.8. Preis: 2 Thlr. 15 Ngr., auf geglättetem Schweizer-Velinpapier 4 Thlr.
Siiabbin, ober: £>ie SBuuberíampe. ®ramatijcf>eë ®ebid)t bou Deí)ícnfd;íager.dtcue berkfferte Sïitfïage in jloei Steilen. Grfter STljeti. SDiit einem Suffer.3'ocüer 2J)eii. SOfit einem Tupfer. Seidig: 21. Srodtjaub. 1820.
I. 2 Seiten Titel, Seite V—XVI, 295 Seiten und Titelkupfer.
II. 4 Seiten Titel, Seite 5 — 350 und Titelkupfer: Noureddin, Aladdin undGuiñare, gez. von Opiz, gest. von Rosmäsler jr.
8. Preis: 4 Thlr.
Adam Gottlob Oehlenschlager, geb. 14. Nov. 1779 auf dem Schlosse Frederiks-borg bei Kopenhagen, seit 1810 Professor der Aesthètik an der kopenhagenerUniversität, seit 1839 wirklicher Etatsrath, gest. 20. Jan. 1850 zu Kopenhagen.Er ist einer der berühmtesten Dichter der Dänen, der fast alle seine Werke zu-gleich auch in deutscher Sprache veröffentlichte. Das dramatische Gedicht„Aladdin“ war seine erste poetische Arbeit von Bedeutung ; das dänische Originalerschien bereits im Juli 1805 im zweiten Bande (S. 75 fg.) seiner „ißoetibfe ©frifter"(2 Bde., Kopenhagen 1805, 8.) u. d. T. : „Sitabbiu eller ben forunberiige Cambe.St Cbftfpit.“ In der deutschen Sammlung von Oehlenschläger’s „Schriften“ (18 Bde.,Breslau 1829—30, 16.) bildet das Werk den dritten und vierten Band, in derdänischen (,,©igter»aerfer og ißrofaisfe ©frifter“, 24 Bde., Kopenhagen 1851—52, 8.'hingegen den fünften Band.
Johann Albert Heinrich Reimarus.
Le Commerce. Par J. A. H. Reimarus, Dr. en Médecine, Professeurde Physique, etc., à Hambourg. A Amsterdam, Bureau d’Arts et deLittérature, Warmoesstraat, n°. 2. A Paris, chez Treuttel et Würtz,Libraires, Rue de Lille, n°. 17. 1808.
8. 4 Seiten Titel und Seite 5—32. Preis: 8 Ngr.
Der Titel des deutschen Originals lautet: „Der Kaufmann“ (Hamburg, FriedrichPerthes, 1808).