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13 15. f Fridericus Romanorum rex discreto viro Wlnmanno civi Lindowiensi officium monetae in5 . May. Lindow, quod pro 30 marcis argenti a Chunrado Holie obligatum fuit, absolvit, pro quinqua-ginta marcis oppignorat. Dat. in Constancia.
6. May.
Ludwig der römische König und Rudolph Herzog in Baiern werden durch H. den Truch-sess von Chüllental, Albr. den Judemann Ludwigs obersten Marschall ze Baiern, Heinrich vonGumpenberg, Albr. den Rindsmaul, dann von Rudolphs Seite durch Heinrich den Preisinger vonWolntsach , Hermann von Rorbach, Dietrich von Parsberch, Heinrich v. Wildenstein und Lieb-hart von Nansheim als Obmann folgendermassen versöhnet : sollen sie gut Freund seyn und
fürbas brüderlich leben; soll H. Rudolph zu München oder Nürnberg, wo es Ludwig gefällig,alle Lehen die er vom Reiche hat von K. Ludwig empfangen ; soll Heinrich der Salier undalle beiderseits gefangenen ledig seyn; sollen beide Brüder in ihre Treue, Eide und Bündenehmen alle ihre Edelleute, Dienstmann, Städte, Diener; H. Rudolph verzichtet auf die BurgWeinheim und Reichenstein für rechtes Eigen gen den Bischof von Mainz ; II. Piudolph wil-liget in den von seinem Bruder dem Bischof v. Mainz gemachten Satz mit der Burg Linden-vels ; König Ludwig soll der Herzogin von Baiern lYIechtild die Uebcrtiurung an Weinheiniund an dem Satz Lindenvels widerlegen auf gemeinem seinen oder seines Bruders Gut; H.Rudolph soll die Briefe von dem König von Böhmen und dem Bischof v. Trier und dein Pil-ser Kreis binnen 4 Wochen seinem Bruder übergeben ; König Ludwig mag seines gemeinenGuts versetzen und anwerden, aber seinem Bruder es vor widerlegen ; dessen soll auch H. Rud,befugt seyn; ihren Dienern im Lande mögen sie um Geld, mit Ausnahme von Burgen, Städtenund Märkten versetzen was sie wollen ohne Widerlegung; H. Rudolph soll der Königin ihre Wi-derlegung nicht anwerden oder versetzen ohne ihren Willen ; und desgleichen König Ludwiggegeii die H. Mechtild befolgen ; König Ludwig soll seinem Bruder 2000 Maik Silber die sieauf Floss und Parkstein haben widerlegen auf des Reichs Gut das sie beide innhaben , oderimViztumamt Lengenvelt, und auf geschehene Widerlegung Parchstein eingeantwortet erhalten;beide sollen über halben Theil ihres Landes ze Baiern und Rhein ohne des andern Willennichts anwerden oder versetzen; miteinander ihre Vesten mit Leuten in ihrem Lande besetzen;und miteinander Viztume setzen und nehmen, und diese sollen ihnen beiden schwören; wennKönig Ludwig im Lande ze Baiern oder ze Rhein ist, soll er allen den Gewalt haben wiesein Bruder, one dass dieser lebenslänglich alle Lehen, Kirchensätze und Bann verleiht; wasKönig Ludwig bei dem Reiche gewinnt daran hat H. Rudolph keinen Theil; die Pflege ihrerVettern soll unter den Brüdern gemeinschaftlich seyn; Albrecht der Judman oberster Marschallin Baiern und seine Erben sollen von keinem Theil an dem Marschallamt geirret werden ;König Ludwig soll Heinrich dem Wildensteiner Kellheim wieder einantworten und in Nutzund Gewähr setzen; desgleichen Hiltpranten von Chainer die Burg Gernn, Heinrich dem Prei-singer Räutervogtei, dem Nolhhaft die Burg Waldaw halb; alle Zölle und Geleit zu dem Grü.nenwald sollen ab seyn; Herzog Rudolph soll dem König mit Leib und Gut beholfen seyn;wer von ihnen die Tading überführe, gegen denselben sollen Alle im Lande dem Andern be-holfen seyn. Geben ze München, (c. Sig ) Fischers kl. Schriften S. 583.