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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Jork von Wartenburg.

Rechtmäßig von dem regierenden König Georg I.,aus demHauseHannover, verliehen führte denTitelals Herzog von D. neben jenem: Ernst August,Bruder des Königs, Fürstbischof von Osnabrück, seit1716, st. 1728; dann seit 1760 Eduard August,Bruder des Königs Georg III., st. 1767, u. endlichFriedrich (Frederick), der zwciteSohn des KönigsGeorg III., geb. 16. Aug. 1763 n. schon 1764 zumBischof vonÖsnabrück bestimmt. Erbegab sich nachBerlin, um unter Friedrichs II. Augen seine militä-rischeBildnng zu beenden; wurde 1784 zum Herzogvon N- u. Albany u. Grafen von Ulster ernannt u.lehrte 1787 nach England zurück, wo er sich an denVerhandlungen imObsrhanse betheiligte. 1789 be-stand er ein Duell mit dem Obersten Lennox. 1791ging er wieder nach Preußen, wo er sich mitFriede-rike, einer Tochter des KönigsFriedrichWilhelmII.,vermählte (sie st. 1820 nach kinderloser Ehe). InLein Kriege gegen Frankreich ernannte ihn sein Va-ter 1793 zum Chef der brit. Armee in den Nieder-landen, welche mit dem österr. Heere unter dem Prin-zen von Koburg zusammenstieß. Nach der Erober-ung von Valenciennes wurde der Herzog zur Bela-gerung von Dünkirchen abgeschickt, aber 8. Sept.1793 von Honchard bei Hondschoote geschlagen, zoger sich nach Tonrnay n. später nach Antwerpen zu-rück, von wo er sich 1794 hinter die Maas, späterhinter den Rhein, die Weser u. die Elbe zurückzog,und dann sein Heer nach England einschiffte. Trotzdieser Unsälle ernannte ihn der König 1795 zumFeldmarschall n. Oberbefehlshaber der brit. Armeeund übertrug ihm 1799 die Leitung der Expeditionnach Holland, welche nach den Niederlagen bei Ber-gen u. Alkmaar mit der Capitnlation von Alkmaar18. Oct. 1799 kläglich endete. Nach seiner Rückkehrnach England verlor er 1802 sein Bisthum Osna-brück, welches säcnlarisirt wurde, erhielt aber alsEntschädigung dafür eine Jahresrente von 24,000Pfd.St., wozu noch eine Apanage von 18,000 Psd.kam. Durch sein Verhältnis; zu Mistreß Clarke kamer in unangenehme Conflicte, indem diese, von ihmverlassen, dem Oberst Wardle Mittheilungen überdie großen Veruntreuungen in der Kriegsverwalt-ung machte, worauf Wardle den Herzog Jan. 1809vor dem Unterhause dennucirte u. dieses durch eineCommission die Sache untersuchen ließ. Obgleichnun das Hans das Nichtschuldig über den Herzogaussprach, so sah sich derselbe doch veranlaßt, imMärz 1809 seine Stelle als Oberbefehlshaber nie-derzulegen. 1811 erhielt er vom Prinz Regentenvon Neuem den Oberbefehl über die britische Land-armee u. machte nun mehrere zweckmäßige Einricht-ungen in derArmee; an den parlamentarischen Ver-handlungen des Oberhauses nahm er nur danuAn-lheil, wenn über die Emancipation der Katholikendebattirt wurde, u. zeigte sich stets, bes. in der Sitz-ung von 1826, als ein Gegner derselben. Er st. 5.Jan. 1827. Ihm ist in London in der Nähe St.Jamespark einDenkmal nachArt derVendoniesänlegesetzt worden, aus dessen Spitze sein Standbild inErz steht. Steuer.

?)vrk von Wartenbnrg, Hans David Lud-wig, Graf, preuß. Feldmarschall, geb. 26. Sept.1759 in Potsdam, nach der Faniilientraditiou anseiner engl. Familie, welche zur Zeit der Stuartsnach Schweden ausgewandert, unter Karl XII. in

Pommern sich ansässig gemacht u. das Gut Gutkowgekauft hatte; nach anderen Angaben nannte sich dieFamilie, welche dem kleinen kassubischen Adel ange-hörte, Jarckcn, u. war Sj-s Großvater, JohannesJarcken, Prediger inRowe beiStolpe; I-sVateraber, David Jonathan von Jork, diente alspreuß. Hauptmann im Siebenjährigen Kriege; nocheine Angabe aber bezeichnet D. als den natürlichen,späterlegitimirtenSohndes preuß. Lieutenants v.I).,dessen Familie in Hinierpommern ansässig war. S).trat 1772 als Junker in das preuß. Regiment vonLuck, wurde 1777 Lieutenant, aber 1780 wegen In-subordination cassirt, worauf er nach abgebüßter ein-jähriger Festungshaft 1781 in holländische Dienstetrat. Hier machte er als Compagniechef im Schwei-zerregiment Meuron die Feldzüge in Ostindien 1783bis 1784 mit. Zurllckgekehrt nach Holland, fand erdieses in Parteien zerklüftet, erhielt von der Parteider Patrioten eineOberstlieutenantsstelle angeboten,die er aber ausschlug. Er nahm seinen Abschied u.wandte sich wieder nach Preußen, wo er 1786 alsCapitän in dem neuerrichtetenFüsilierbataillon Plüs-kow angestellt wurde. 1792 zum Major befördert,machte er 1794 den Feldzug in Polen mit n. zeich-nete sich hier bes. in der Schlacht beiSzekoczin ans.1797 ward ihm das Commando eines FUsilierbatail-lons in Johannisbnrg, 1799 das eines Fußjäger-regiments übertragen, und hier erwarb er sich ganzbesondere Verdienste durch die Einführung derSchlltzentaktik, entsprechend der neueren Kriegführ-ung. 1800 avancirte er zum Oberstlieutenant, 1803zum Obersten, 1805 zum Brigadier bei dem Fuß-jägsrregiment. 1806 führte er erst dieAvant-, danndie Arrieregarde im Corps des Herzogs von Wei-mar , deckte dessen Elbübergang nach den unglückli-chen Schlachten von Jena und Anerstädt durch dasmusterhaft geleitete Gefecht bei Altenzaun 26. Oct.1806 u. jagte 1. Nov. ein franz. Chasseurrezimentmit einem Bataillon in die Flucht. Auf dem weite-ren Rückzüge, nachdem der Herzog das Commandoniedergelegt, führte er die Arrieregarde des Blücher-scheu Corps, wurde in Lübeck verwundet u. gefangenund erst Febr. 1807 gleichzeitig mit Blücher ansge-wechselt. Zur preuß. Armee znrückgekehrt, wurde erin Königsberg zum Generalmajor befördert, n. sollteErzieher des Kronprinzen werden, welche Stellunger jedoch ablehnte. Nach dem Frieden von Tilsitward er Commandant von Memel n. der Reserve,Ende 1808 Commandeur der westpreußischen Bri-gade. 1810 erhielt er die Generalinspection über dieleichte Infanterie, in welcher Stellung er die takti-schen Körper so ansbildete u. belebte, wie sie dem-nächst der Krieg bewähren sollte, und wurde 1811Generalgonverneur derProvinzPreußen. 1812 zoger als Generallieutenant und zweiter Commandantmit dem preuß. Hilsscorps unter Grawert, welcheszu dem Macdonaldschen Corps gehörte, gegen Ruß-land, übernahm, nachdem General Grawert imAug.1812 wegen Kränklichkeit das Corps verlassen hatte,das Commando über dasselbe, u. rettete den für dieBelagerung Rigas bestimmten, von den Russen an-gegriffenen franz. Artilleriepark. Als nach Vernicht-ung der franz. Armee, Dec. 1812, auch das Mac-donaldsche Armeecorps den Rückzug antrat, erhieltU. die Führung der Nachhut, welche aus 14 Batail-lonen n. 8 Escadronen Preußen bestand, schloß aber,

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PirrerL Univrrlal-ConversationL-Lexikoii. 8. Aufl. xvm. Band.