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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Wosh — !

Pfalz bis zur Eiuseukimg, durch welche die Eisen-bahnlinieLangmeil-MonsheimderPfälzischenNord-bahueu geführt ist, u. durch welche das W. von demzum Niederrheinischen Gebirgssysteme gehörendenDonnersberge getrenntwird. Dieser ganze nördlicheTheil des W-s hat eine Länge von 128 km, dasganze W. demnach von 226 km. Der innerhalb desElsaß liegende Theil des niederen W-s (über dieHardt, s. d. 1.) bildet im Allgemeinen eine höchstanmnthige Hochfläche, die an der Ostseite, in derenNähe die höchsten Punkte liegen, durch Thalspaltenzerklüftet ist u. nur hier noch einen Gebirgscharakterträgt. Der höchste Punkt hat eine Höhe von 591 m,allein nur wenige Punkte erreichen die Höhe von400 m, die meisten bleiben darunter. Während derAbfall des Niederen W-s nach O. zum Rhein wieder des ganzen Gebirges ziemlich steil ist, geht esim W. allmählich in die Platte von Lothringenüber; diese Platte, in welche die Flußthäler etwa100—150 irr tief einschneiden, hat nur an wenigenStellen eine Höhe von 400 m. Längs dem Ostrandedes W-s breitet sich eine anmnthige Hügellandschaftmit meist von Weinreben bedeckten Hügeln ans, inder so wie überhaupt am östlichen Fuße des ganzenGebirges wohlhabendcDörser u. betriebsame Städteliegen, und welche zn den schönsten Gegenden desDeutschen Reiches gehört. Der größte Theil desW-s ist mit Waldungen (meist aus Nadelhölzernbestehend), in denen Wölfe und Wildschweine nochzahlreich Vorkommen, bedeckt. Die Waldgrenze er-reicht eineHöhe von 1300 m, so daß nur wenige derhöchsten Berge sich über dieselbe erheben; das Ge-treide wird noch bis zur Höhe von 900 in gebaut,der Weinbau aber findet nur bis zur Höhe von 400m statt. Unter den Mineralquellen sind die von Nie-derbronn auf deutscher u. die von Plombiöres ansfranzösischer Seite die wichtigsten. Alle auf dem W.entspringenden Gewässer gehören mit Ausnahmeeiniger Bäche, welche zur Rhone gehen, dem Strom-systeme des Rheins an; die bedeutenderen derselbensind: Doller, Thur, Lauch, Fecht, Weiß, Leber,Brensch, Mossig, Zorn, Zinzcl, Moder, Lauter,Queich, Mosel, Moselotte, Vologne, Menrthe, Ve-zouse, Saar, Glan rc. Über das Obere W. führtzwar noch keine Eisenbahn, allein auf beiden SeitensührenmehrcreEisenbahnlinienweit in dieGebirgs-thäler hinein. Über das Niedere W. führen die Li-nien Straßburg-Avricourt (durch den Paß von Za-bern) n.Hagenau-BeningenderElsaß-LothringischenEisenbahnen u. die Linien Bexbach-Reustadt a.H. u.Landau-Annweiler-Zweibrücken der PsälzischenLud-wigsbahn. Die Bevölkerungbestehtauf der östlichenSeite des Oberen W-s aus Deutschen, auf der west-lichen aus Franzosen; die Sprachgrenze fällt hiervom Elsässer Belchen bis in die Nähe von Münstermit der Landesgrenze zusammen, geht dann auf diedeutsche Seite über und läuft über St. Kreuz imLeberthale zum Donon. Im Niederen W. leben nurDeutsche. In dendeutschenThälern desOberen W-shat sich eine außerordentlich lebhafte Industrie ent-wickelt, namentlich im S. blüht eine großartigeBaumwollenspinnerei u. -Weberei. Vgl. CH. Grad,Lssai sur Is olimab cks I'^Isaes ob ckss Vosgss,Mülhausen 1870; Schriller, JndieVogcsen, Straß-burg 1873; Stieve, Vogesensührer durch Elsaß-Lothringen, ebd. 1873—74. H- Berns.

Washington.

Wash, breiter, seichter Busen der Nordsee ander OKüste Englands, zwischen denGrafschaften Lin-coln u. Norfolk, ist geschlossen durch die VorgebirgeGibraltar u. St. Edmunds Spitze, nimmt die OuseWitham u. andere Flüsse auf u. ist mit gefährlichenSandbänken angefüllt.

Wnshburnc, Elihu Benjamin, amerikan.Staatsmann, geb. 23. September 1816inLivac-more (Maine); wurdeAdvocat in Gallen«(Illinois),1853 Congreßmitglied und 1869, nachdem er sichals eifrigen Vertreter der republikanischen Partei er-wiesen, unter Grants Präsidentschaft Staatssekretär, l1870 Gesandter in Paris, wo er während des Krie- ^ges auch verblieb und Schutz den Angehörigen ver-schiedener Nationen bot. 1877 kehrte er nach Ame- 'rika zurück.

Washington, 1) (City of W.), politische Haupt-stadt der Vereinigten Staaten von NAmerika, imDistrict Columbia, am linken Ufer des für Seeschiffevon 4m TiefgangsahrbarenPotomac, zwischen diesemu. dem hier einmündendcn Ostzweig (Last Lranoki

desPotomac,AnfangspunktdesChesapeake--n. Ohio-kanals, Knotenpunkt verschiedener Eisenbahnen, istSitz des Congresses, des Präsidenten u. a. Central-behörden; regelmäßig n. ungeheuer weitläufig an-gelegt (Umfang 22 km) n. nur znm kleineren Theilansgebaut; hat durchgehends rechtwinkelig nach den4 Himmelsgegenden sich schneidende Straßen von21—49 m Breite; außerdem verbinden 6 breiteAvenuen in der Richtung der Diagonalen die untereinander weit entfernten Stadttheile. An den Punkte»,wo sich dieselben mit den Straßen schneiden, sollengroße Plätze angelegt werden. Nenn dieser Avenuenlaufen am Capitol ans, wodurch herrliche Durch-blicke geschaffen sind. Die Straßen von N. nach S.sind nach dem Alphabet, die von O. nach W. ver-laufenden nach Nummern, die Avenuen nach denUnionsstaaten benannt. Die belebteste Straße istdie Pennsylvania Avenue, die, l,g km lang, dasCapitol mit dem Weißen Hause verbindte. Be-merkensw erthe Gebäude: Das Capitol anseinem Hügel, das schönste Gebäude der Union, istim reichsten korinthischen Stil aus Sandsteinqna-dern erbaut u. mit weißem Marmor bekleidet. Esbesteht aus einem Mittelgebäude und 2 vorsprin-genden Flügeln. Je eine 6 m hohe u. entsprechendbreite Treppe führt zn diesen 3 Theilen empor. 5Vcannelirte Rundsäulen schmücken die 229 m langeFa^ade. In den 3 Giebelfeldern sind Hochreliefs an-gebracht, auf einem der Piedestale der Hauptlreppeist eine Statue des Colombo aufgestellt u. über dem -mittleren Theil des Capitols erhebt sich der mit einer -eisernen Kuppel überdachte u. mit einer 6 m hohen ;StatuederFreiheit gekrönte Dom, 93,z m. Die Ro- -tunde ist mit 8 großen Wandgemälden von Trumbull,Powell, Chapman, Weir n. Vanderlyn geschmückt.Bemerkenswerth sind auch die mit Reliefs (entworfenvon Rogers, ausgeführt von v. Miller in München!geschmückten großen Bronzethüren des Hauptein-ganges, sowie die Bronzethüren des Senatsflügels.

Auf der Westseite der Rotunde befindet sich die über300,000 Bde. zählende Congrcßbibliothek. Der ur-sprüngliche Ban wurde 1814 von den Engländernnicdergebrannt, 1818—25 restanrirt u. 1850 durchden Anbau von 2 neuen Flügeln erweitert. Die Um-gebungen des Capitols sind in einen schönen Park