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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Wardein Wärme.

Mineralien untersucht; so: M ü n z w a rd e i n, B e r g -Wardein.

Wardein. Stadt, so v. w. Großwardein.

Wardö (Vardö), Stadt im norweg. Anrte Finn-marken, die östlichste Stadt Norwegens, aus der gleich -nam. kleinen Insel im N. des Warangersjords ge-legen, mit der kleinen Festung Wardöhuus (Vardö-hunsl, der nördlichsten in Europa.

Wardö, eine kleine der zu Finnland gehörigenAlandsinseln, östl. von der Hanptinsel Aland.

Wardour Castle, Landsitz bei Salisbury in derengl. Grafschaft Will; dabei die Trümmer eines al-!ten Schlosses, welches zur Zeit Cromwells von derWittwe des LordsArundcl (dessen Familie der Land-sitz noch jetzt gehört) mit25 Mann gegen 1300 MannParlamcnlssoldaten vertheidigt wurde.

Ware, Marktstadt in der engl. Grafschaft Hert-ford oder Herts, am schifsbaren Lea (mit Brücke),Eisenbahnstation Lateinische Schule,zahlreicheMalz-darrcn, Bierbrauereien, Ziegelbrennereien, Handelmit Mehl u. Malz; 1871: 4017 Ew.

Wareham, Stadt in der engl. Grafschaft Dorset,aus einer Anhöhe zwischen den Mündungen desFroome und Piddle in den Poolehafen des Canals(La Manche), Eisenbahnstation; Hasen, Küstenhan-del; 1871: 2536 Ew. W. sendet ein Mitglied insUnterhaus.

Waren, Stadt im Mecklenburg. Kreise des Groß-herzogthums Mecklenburg-Schwerin, aufeinerLand-enge zwischen dem nordöstl. Busen des Müritz-Sees(dem Herren-See) u. dem See Tiefwaren; Gymna-sium; großeBierbranerei, Glockengießerei, Fischerei,Schifffahrt, Handel mit Getreide u. Fischen; Frei-maurerloge: Friedrich Franz zur Wahrheit; 1875:5852 Ew. W., das zuerst 1282 erwähnt wird,war ehemals stark befestigt und besaß eine fürstlicheBurg. 13471425 war es Residenz einer Linieder Herren zu Werls u. Fürsten zu Wenden und istseit1436mecklenburgisch.JmDreißigjährigenKriegewurde es fast ganz verwüstet.

Warendorf, 1) Kreis im preuß. Negbez. Mun-ster, zu beiden Seiten der Ems; 559,s^lcm (10,^HW) mit (1875) 27,822 Ew. 2) Kreisstadt darin,an der Ems; Amtsgericht, Gymnasium, höhcre Töch-terschule, Krankenhaus,Landgestük, bedeutende Ma-schinenwebereifürBaumwollenstoffe,Laudwirthschast,Garnison (Kürassiere); Freimaurerloge: SchützendesThor; 1875: 4761 Ew. W. wird urkundlich be-reits 851 als Pharendorpe erwähnt, erhielt um1200 durch Bischof Hermann II. Stadtrechte, nahm1533 die Reformation an und wurde später in dieMedertäuferunruhcnhineingezogen. Im l6.Jahrh.war es Quartierstadt der Hansa. Von den ehema-ligen Festungswerken steht nur noch der BcntheimerThurm. H- Berns.

Wargla, I) große Oase im südl.Algier (Afrika),mit zahlreichen artesischen Brunnen, die aber fastalle ein lauwarmes ungesundes Wasser liefern, vonBergen durchzogen, liefert Datteln rc. Berühmt sindLederarbeiten des Landes; das Klima ist sehr unge-sund. 2) Hauptort hier, früher Sitz eines Sultans,dessen Palast in Trümmern liegt, vonMauern um-geben; dis Bewohner leiden viel unter klimatischenFiebern rc. Hanpthandelsplatz im siidl. Algier.

Worin, Stadt NN mecklenbnrgisch-schwerinischenFürstenthum Schwerin, zwischen dem Mariner- und

Glam-See; ScheinesDomanialamtes; 1875: 174;Ew. Die Burg W., deren letzte Überreste I83jbeseitigt wurden, war 1284 gegründet worden undeine Nebenresidenz der Bischöfe von Schwerin.

Warmbrunn, Badeort im Kreise Hirschberg desprcnß. Negbez. Liegnitz, zu beiden Seiten des Zackenn. am Fuße der nördlichen Ausläufer des Riescnge-birges, 357 m ü. d. M.; 7 üm von Station Neibnihder Niederschles.-Märk. Eisenbahn; Schloß des Gra-fen Schaffgotsch (178489 erbaut) mit Park, ehe-malige Propstei (in dem Gebäude derselben die gräs-sliche Bibliothek von 60,000 Bänden), sowie eineschöneWaffen- und Mineraliensammlnng, zwei Kirchen,Kurhaus, Krankenanstalt (St. Hcdwigsstift), Thea-ter, Glas- n. Stcinschleifereien, Stein- n. Wappen-schneidercien; 1875: 2998 Einw. W. ist berühmtsowol als klimat. Kurort als auch durch seine in-differenten Thermen von 28 32,z" 14., die sowolzum Baden als zum Trinken benutzt werden. DieHanptbäder sind das Große oder Gräfliche u. dasKleine oderPropstei-Bad n. die Nene Quelle (letztereerst seit 1854 zu Waunen-Bädern in Gebrauch ge-nommen). Der vorwiegende Bestandtheil des Ther-malwassers ist Glaubersalz, dann Soda, Kochsalz,Kieselsäure, Kalkerde rc. (die Neue Quelle enthältauch bes. kohlensaurcs Kali, u. an Gasen enthält esKohlensäure, Stickstoff u. Schwefelwasserstoff. DieQuellen werden als bes. wirksam empfohlen bei Gicht,NhenmatismnS, Lähmungen, Neuralgien, Mercn-rialkrankheiten, alten Bronchial-, Magen- n. Darm-katarrhen, Frauenkrankheiten, chronischen Metallver-gistnngen rc. Die vorzüglich eingerichteten Badean-stalten sind neuerdings durch ein Militärknrhans (fürilOKranke, aus milden Beiträgen errichtct)vermehrtworden. Es bestehen Einrichtungen für Donche- n.Regenbädcr und auch sür eine Molkenknr. Ferner sindauch Bäder mit Zusatz von Malz, Seesalz, Mutter-lauge , Eisen rc. zu haben. Die Zahl der jährlichenBadegäste beträgt 2000 3000. In unmittel-barer Nähe der Weihrichsberg (354 m) und derScholzenbcrg (4l3 in) mit einer der schönsten An-sichten des Hochgebirges. W., ehemals Warmbadgenannt, verdankt seinen Namen Leu warmen Quel-len, welche der Sage nach der Herzog Boleslav IV.um 1175 auf einer Jagd entdeckt haben soll. Be-reits 1180 sollen die Quellen von Kranken benutz!worden sein. 1281 schenkte der Herzog Bernhardvon Schweidnitz W. den Johanniterrittern. Spätergelangte der Ort in den Besitz des jüngeren Gotsche-Schoff (Schaffgotsch), welcher damit von KaiserKarl IV. sür seinen bei der Belagerung von Erfurt(1377) bewiesenen Heldenmnth belehnt wurde, unddessen Nachkommen noch heute W. besitzen. Vg>.Knoblauch, W. u. seine Heilquellen, Warnibr. 1876;Höhne, W. u. seine verbesserten Bäder u. Einrichtnngeu, Glatz 1878. H-

Wärme (hierzu 2 Tafeln) nennt man die ob-jektive Ursache der subjektiven Empfindung, die wirmit dcnWorten heiß, warm, lau, kaltrc. bezeichnen.Da diese Empfindung mit unserem eigenen Zustandevielfach wechselt, so muß die physikalische Untersuch-ung das Wesen der W. erschließen aus den W-wul-ungen, welche die Körper aufeinander ausllben.Diese Wirkungen werden vermittelt theils durchStrahlung im Raum von einem Körper zum ande-sren, theils Lurch Leitung in den Körper selbst von

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