&3iSS*sä FÜRSTENBERGISCHES URKUNDENBUCH. FÜRSTENBEKGISCHES URKUNDENBUCH. SAMMLUNG DEß QUELLEN ZUR GESCHICHTE DES HAUSES FÜßSTENBERG UND SEINER LANDE IN SCHWABEN. HERAUSGEGEBEN TON DEM FÜRSTLICHEN ARCHIVE IN DONAUESCHINGEN. VII. BAND. TÜBINGEN. IN COMMISSION DER H. LAUPP'SCHEN BUCHHANDLUNG. 1891. FÜESTENBEEGISCHES URKUNDENBUCH VII. BAND. ÜUELLEN ZUR GESCHICHTE DER FÜRSTENBERGISCHEN LANDE IN SCHWABEN VOM JAHRE 1470—1509. HEBAUSGEGEBEN VON DEM FÜRSTLICHEN ARCHIVE DT DONAÜESCHINGEN. SasSIeIi /^COiA/ V-t^Lr fZ?3-W?0 TÜBINGEN. IN COMMISSION DER H. LAUPP'SCHEN BUCHHANDLUNG. 1891. W&W§W§mm mffl&M* WXsm illilllll I !ilMH8! H »«Käs Mit diesem Bande ist der im Vorworte zum 5. Bande angekündigte landesgeschichtliche Teil des Fürstenbergischen Urkundenbuch.es und damit die auf Befehl Seiner Durchlaucht des Fürsten Karl Egon zu Fürstenberg entstandene Sammlung der mittelalterlichen Quellen zur Geschichte des fürstlichen Hauses Fürstenberg und seiner Lande in Schwaben (s. Band I, Vorwort S. V.) überhaupt vollendet. Bei der Bearbeitung dieses Urkundenbuches hat das fürstliche Archiv von allen Seiten bereitwillige und erspriessliche Beihilfe erhalten; an dieser Stelle sei darum nochmals allen Förderern des Werkes, insbesondere den Archiven und Bibliotheken Süddeutschlauds, Oesterreichs und der Schweiz aufrichtiger Dank ausgesprochen! Donaueschingen 21. Februar 1891. Dr. F. L. Baumami, f. Archivar. HB ^m 1470—150.9. 1. Wolf acher Stadtbuch*). [Blatt 4:] b ) Anno domini millesimo quadringentesimo septuagesimo die sancti Jo- hannis Crysostimi [Ja«. 27] decretus est iste über consilii et ciuitatis opidi Wolfach per sculteturn et consules oppidi praeclicti et exarando ceptns per manus Nicolai Renner arcium bacealarii, tempore illo scribe cinitatis eiusdemque rectoris scolarum. Anno °) domini [14]78 am mitwochen nach Vrbani [Mai 27] sein für vnns in gericlit kommen Hain- rich Rütter von Touchingen, vnnser mitburger, mit sampt Lorenczen Scherer von Gengenbach, siner tochter man, vnd Margretlien, sinem elichen wibe. Des genanten Eütters tochter vnd die genanten zway elicbe ge- mechtig haben da in gericht vff vnd übergeben ale [?] verfangenschafft, die inen zugehört hat von irer mütter vnd swiger seligen vff dem huß des genanten Heinrich Eütters, ires vatters vnd sweher, das da ain halb stost an des Franczen hoffstat, annderhalb an des Battegocz huß, darvmb er ine fünf gülden also gegeben vnd also bar bezalt hat, vnd sie haben sich da verzigen kein ansprach mer darnach zu haben, in massen sie des mit mundt vnd handt vffgeben haben vor offem gericht, doch mit solchem gedinge, ob sach were, das der genant Hainrich Rütter, ir vatter vnd sweher, on ein wib plibe vnd von todes wegen abginge, solten ine solche ir vffgeben an iren vetterlichen erbteil vnd an der vervangenschafft hienach kein schaden bringen, doch mit vorbehaltnusse der ander kind, ob ir mer weren, das ir yedem, dem nicht so vil worden were, ig- lichem zu vor an werden solt vnd hienach zu glichem tail kommen. Des sein gezewgen wir Schultheiß vnd rätte zu Wolfach, mit namen Bnrckart Snider, Schultheiß, vnd die richter Adam Becham, Hanns Renner, Anndres Snider, Claus Algker, Veit Slosser, Hanns Gerolczegker d ). [4t] Item nota: Item ein yeglicher torbeschliesser der sol die Schlüssel zum thor in gütter bewa- rung haben vnd die nit nachtz in der stuben laussen hangen, sunder die py imme haben vnd ouch kein frömbden laussen sehen vnd zum heymlichisten halten, als er kan vnd mag, ouch kein wibsbild mit vm- laussen geen noch das thor vff vnd zu laussen beschliessen vnd das selber tun, es wer dann sach, das einer nit anheymisch were, so sol er die ainem anndern des rätts beuelhen vnd keinem wibsbild, knecht oder maytt laussen noch beuelhen, vnd er sol ouch keinen vß oder in py der nacht laussen, es were dann der Schultheis oder einer des räts daby. Item nota: Ein Schultheis, burgermeister vnd ratte haben vereint uff ein nuws mit Wernher Göczen, dem Schlosser, als von der zittglogken wegen vff dem dum, nach dem vnd er sich vormals vor einem ratte begeben hat, das er der sin lebtag warten vnd die richten wolle vnd die halten on schaden der stat. Vnd für sölich Wartung vnd haltung sol man ime alle jär jerlichen geben vff sin zit fünfczehen Schilling pfenning Rappen ^, als lang er zu Wolfach ist oder py leben zu Wolfach sin wonung hat, vnd sol die ouch on a) Die erst nach 1509 hinzugekommenen Einträge und Aenderungen sind nicht berücksichtigt, b) Bl. 1—3 enthält einen deutschen Kirchenkalender. c) Alle 1470—1509 gemachten Zusätze sind durch kleineren Druck kenntlich gemacht. d) Weitere Einträge über Rechtsgeschäfte von Privaten, die an verschiedenen Stellen nach 1470 und vor 1509 eingesetzt wurden, sind, weil ohne allgemeinere Bedeutung, hier weggelassen. VH ! iJäKffijHfSjh '■■-■-■■■'<■••■' . ■ /ii-i i ,t.& 2 1470-1509. schaden der stat halten also, ob icht daran zerpreche, das sol er on der statt schaden wandeln vnd daran machen, es sie, wie das körne, on als geuerde. Actum 3a feria post Conuersionem Pauly [Jan. 36] anno domini etc. 79. [5| Nota der seger halben, wie man es halten solle: Item Hanns von Geroczegk, Wernher Göcz, Michel Düttel vnd Heinrich Eütter haben besehen das wasser der segen halben, in massen sie durch ein rat darüber geben sind, vnd haben also gemacht, das der Huber sülle das loch zwyschen der nüwen briitsch vnd dem obersten grundböm zu machen vnd zu baydersytten dem grundtbom glich machen. Item by der obern brütsch by dem obern grundtbom zwischen wasser da haben wir ein pfal geschlagen, der hat zway löchlin, vnd wenn der grab vnd die grossen segen offen sind vnd das wasser volkomenlich an die zway löcher gät, so sol man den graben offenn laussen, wenn aber der grab zu ist vnd das wasser dennochten an die löcher gät, so sol man den graben zu laussen vnd stilhalten mit der segen, und der Francz sol nichtz daran uffbrechen, wenn der Hüber nit gesegen mag mit dem wasser. Item vnd die brüttsch zwischen dem obersten grundtbom vnd den vndersten brütsch sol sechczig schlich lang sin, die er also in büw halten sol. Actum im [14]79 jär. Nota es ist zewissen, das durch schulthaissen, burgermaister vnd rät angesehen ist mit sampt dem kylchern, das man sol das groß bett, so man von alter her gehapt hat vnd von vnnsern vorfaren ange- haben vnd uff yedes hußgesind gelegt got dem almechtigen vnd der iunckfrowen Marien, allem himelschem her zu lob und eren, vns armen sunder zu beschuczung vnd behütung vnser stat, Hb vnd gut, das man sö- lich groß bett halten sol allwegen vnd ewigclichen in zehen jaren ain mal, vnd ist also uff diese jarczal uff bat dato das gebett angelegt vnd gehalten worden, gescheen am dornstag nach dem sontag Cantate [Mai 31.] anno domini etc. 95, vnd sol uff yedes huß gelegt werden tusend Pater Noster vnd souil Aue Maria, vnd sol mer ein dacht gemacht werden, darczu man fünfczehen pfundt wachs kouffen vnd geben sol, daruß man ain kerczen machen sol, die got dem almechtigen zu lob gebränt sol werden in vnnser pfarkyrchen. [6] Wie die kriecht schweren sollen. Zu erst der schriber: Item ein statt schriber sol schweren einen eyd also, das er eim Schultheißen vnd raut gehorsam sin wöll in gerichten vnd raten, zu tagen vnd wahin man in bruchte, vnd vor an vnnßerm gnedigen hern vnd der statt Wolfach getrüw vnd hold ze synd, yren schaden zu wennden vnd yren nutz ze iürdern; onch soll er schwern, allen syneu leptagen, wa er ymmer hyn kompt, all heimlich rät ze verswygen , ouch der glocken, stürm vnd anderm gelüt, das die statt antrifft, gewertig ze sind als ein ander burger, deßglichen ob er mit eynichen in vnnßers gnedigen hern [gebiet] ychzit ze schaffen gewunn, den sol er an den orten by recht bliben laussen, da er seßhafft ist, vnd yne nit wyter fürnemmen. Item er soll schweren, dem armen als dem rycheu getrüwlich ze schribend, was ym ze schriben kompt, einen yeden nach siner besten verstentnüß versorgen on all geuerde. Item er sol schweren, kein falschen brief zu machen, vnerlich, verlümbdet, böß geschafften mit falscheit vßgeen zu laussen. Item er söl schweren, konntschafften, die ym fürkommen, vff das getrüwlichst nach der waren gerechtigkeit zd schryben vnd gentzlich nichtz daryn ze stecken, das eynichem schaden oder nutz bring, dann das die bloß warheit ist. Item er sol ouch sweren: würd ymm von einem rat beuolhen, kontschafften oder etwas anders in gericht oder raut vff ze schriben, ouch zugsbrief oder vrteilbrief, ee dann sie versigelt vnd lutbar werden, in geheym zu halten vnd nicht zu. offnen. Item er sol 1470—1509. 3 ouch schweren, kein brieff zu versigelnd mit des mutz insigel, dann der von einem raut erkannt vnd dem raut, do es zimlich ist, ir sigel gelt würt. Item er sol ouch schweren: was am fryem marckt vmgeschlagen, dauon ymm sollich gelt vberantwürt würdt, getrüwlichen sollich gefrönt vnd vmbgschlagen gut zu verschriben, dauon gantz nichtz weder in wechseis noch annder form ymm zu vorstand ze tond, sonn- der getrüwlich, was da erobert wurt. eim raut zu zit, so sich gepürn würt, zu verrechnen vnd darzulegen. [6 T ] Item ein schriber sol ouch schweren, wann sich fügt, so man die sturen anlegt, ein gemeyner trüwer schriber zu sind dem armen als dem riehen vnd dheynem burger sin sachen bessern oder bösern, sonnder was erkennt würd von den stürern, getrüwlich vff ze schriben on all geuerd. Item ein schriber sol ouch schweren, wan sich gepurt in einer sach clag vnd antwurt vffzeschriben, das er flyssig, vffmerekig vnd getrüw sin wbll, nieman zu lieb noch laid schriben, zügeben noch enndren, sonnder alle ding nach zimlicher form daby bliben laussen wbll, als es geredt vnd in recht verhandelt würdt on all geuerd. Item er sol ouch schweren, nichtz in der statt buch zeschriben, es werd yn dann von eim raut ge- heyssen vnd mit vrteil erkennt, on geuerd. [7] Eins schribers Ion: Item zu voran so ist der schriber fry stürens, fronens, hüt vnd wacht, wann er annders die schul dartzu halt, die gewonlich einem schriber zu dem ampt geluhen wurt, vad in der statt huß sytzt. Item ein schryber hat von der statt von einer yeglicher stür 10 ß ^ Straßburger, das ist jars ein pfunt Straßburger zu beyden sturen. Item der raut soll all weg zu Wichnechten eim schriber geben einen gülden in ein gut jar, darvmb er dem raut mit sendbriefen vnd vngeuarlich, was ein rat antrifft in rech- nungen vnd sollichen jarlichen geschrifften, gehorsam vnd gewertig syn sol. Item wer aber sach, das ein statt oder ein raut mereklicher, versigelter, eehafter geschrifften von einem schriber zu nemmen notturfftig würd, das sol doch von eim raut gegen dem schriber nach gepürlicheit erkennt werden. Item eins schribers ge- satzter Ion ist von einem zugsbrief gen Fryburg 5 ß Straßburger, vnd wann einer den zug geschwert, als recht ist, so ist man dem schriber sinen Ion schuldig, der zug geschech oder nitt, wann annders die vrtailen vffzeiehnett werden. Item eins schribers gesatzter Ion ist von einem schlechten vrteilbrieff, do clag vnd antwurt nit vffgeschriben würt, 5 ß ^ Straßburger. Item mer ist ein gesatzter Ion des schribers, wann einer zu Wolfach abstirpt vnd nach sinem tod vff sin verlaussen gut ver- potten vnd vmb geschlagen wurt, von einem pfunt, das gelößt würt, 4 ^ Straßburger; dar vmb sol er am marckt warten vnd vffschriben, ouch ob ym sollich gelt ynzenemmen beuolhen würt, rechnung darvmb tun. Item ein verkündung, so man einem zu recht verkündt, die do vß gät von dem stab, giltet gewonlich sechs 1470—1509. pfenning, mit des schultheissen insigel versigelt. Was verbriefte gült vnd anndre ligende gütter vmbgeslagen wirt vnd hüser, sol man im von 2 # geben 2 <9t Straßburger, deßglichen dem stattknecht ouch geben werden sol. [8 T ] Der schülmaister sol schweren einen eyd zu gott vnd den heiigen, vnsern gnedigen herren vnd der statt getrüw vnd hold ze sin, yren nutz zu werben vnd yren schaden zu warnen, den lüten ire kind getrüwlich ze vnderwysen zu leren vnd zu versehen nach siner besten verstentnüß, deßglichen des chors vnd der kirchen zu warten, wann sich das gepürt vnd sin sol, getrüwlich on all geuerd. Eins Schulmeisters Ion: Item ein schiümaister, wann der sitzt in der statt huß der schule, so sitzt er frye aller ding halp sture, hut, wacht, fron- nens vnd reysens. Item ein Schulmeister hat von der statt allweg zu Wihenechten fallende einen guldin, dar vmb sol yn ein burgermeister vßrichten, dar vmb er all tag ein Salue singen sol. Item ein Schulmeister hat von einem yeden knaben, der do heymsch oder hie verdingt ist vnd das almüsen mit heyscht, 2 1 | 2 ß ^ Straßburger all Fronvasten zu. Ion, vnd von einem frömden armen schüler, der das almüsen nympt, halben Ion. [9] Item ein Schulmeister mag ouch niitt ym dingen laussen vnd von eim mynder nemmen, darnach ein yeder ist etc. Item mer hat ein Schulmeister von einem yeden knaben ein mauß wins zu sant Martins tag martina- lia vngeuarlich. Item mer sol ein yeder knab zu Vnnser Frowen tag der Liehtmeß haben ein erber liecht, vngeuarlich by einem halben vierling wachs; die nympt der Schulmeister, so bald die proceß vmb die kirchen beschicht. Item ein Schulmeister hat von einem yeden frömden bitter, ouch von den gebetten, so hie in der kirchen, in der capellen oder by sanct Jacoben gehalten oder genommen werden, zu den selben er ein responsorium singen sol, 6 Straßburger $\. Item von Vnnser Frowen gebett in der Vasten sol ym ein kircherr geben ein Schilling Sträßburger $[ . Item von des heiigen geists gepett sol ym ouch werden vom kircherren ein Schilling Straßburger $, . Item von eym yeden brütwing sol eim Schulmeister werden ein Schilling haller oder vier Sträßburger ^, dar vmb ein Schulmeister sol helfen das ampt singen. [9 V ] Ein Schultheis: Item ein Schultheis würd gesetzt von vnnserm gnedigen herren, der sol schweren in gericht vnd raut, wie er des entscheiden würt. [10] Die gefell des schultheissen amptz: Item ein Schultheiß sitzt frye stur, hüt, wacht, fronens vnd reysens. Item ein Schultheiß hett vallen von yeder stüre ein pfunt Straußburger ^j. Item ein Schultheiß hett vallen, wann einer mit dem stab behept vnd gefront würt, 2 ß $\ Sträßburger, die gibt der, der do ver- Mrt am rechten. Item ein Schultheiß het von einer yeden frönung 2 ß /5i Sträßburger, wann einer vff eins tod verpotten hat, wie vil dero sind, die da verbietend, so menger dann, wann mann das gelt deß vmbslags vßteilt, bezalt würt, so dick 1470—1509. 5 sol dem schultheissen sin fronung werden; w511icher aber da nit bezalt würt, von der selben frönung wärt ouch dem schultheissen nichtz. Item was von eim schultheissen vnd raut verbotten würt, das von eynichem geprochen vnd der selb gepfent vmb das verpott, so gehört dem schultheissen der dritteil vnd der statt die zwenteil deß vnrechten. [10 T ] Der burger ayd: Ain jeder, der ain burger zu Wolfach werden will, derglich ain burgers süne soll sweren, vnsern gnedigen herren von Fürstenberg N. für sin gichtigen herren zu haben, im vnd der statt Wolfach getrüw vnd holdt zu sindt, siner gnaden nütz vnd der statt nütz zu förderen, schaden zu wenden, gehorsam vnd gewärtig zu sind, wie von alter harkomen ist, on all geverde etc. [11] Das ist der dienstknecht vnd bywoner ayde: Ain jeder dienstknecht oder by- woner swert vnserem gnedigen herrn vnd der statt, im nutz vnd fromen zu fürdern, schaden zu warnen, bot vnd verbot zu haltend, der stürm glocken zu ze loffen vnd, was sy von der oberkeit oder bürgeren be- schaiden werden, gehorsam zu sindt vnd das best zu thünd. Was ouch ir ieder hie zu Wolfach zu schaffen hat oder gewint, dar vmb sol er recht geben vnd nemen zu Wolfach vnd kain anhangend sach mit im hün- weg ziehen. Wann ouch ainer nit mer hie sin oder wönen will, so soll er zum schnlthaissen oder sim stat- halter, dem daz empfolhen ist, gon vnd den ayd wider vffgeben mit münd vnd handt vngefarlichen. Es soll ouch kain maister kain knecht vber acht tag nit halten, sonder den fürn schulthaissen bringen, mym herrn vnd der statt zu sweren by penn 1 SA, daz der maister besseren soll. Ist erkennt diß gebot zu halten. [ll v ] Ein büttcl: Item ein büttel sol schweren einen eyd zu gott vnd den heiligen, vnnserm gnedigen herren, einem schultheissen vnd raut getrtiw vnd hold ze sind, irem schaden zu warnend vnd iren frommen zu werbend nach sinem besten vermögen. Item er sol schweren, was er sieht oder hört, das wider vnsern gnedigen hern, schultheissen, raut oder die gemeyn statt sige oder schaden bringen möcht, das sol er fürbringen vnd rügen. Item er sol ouch schweren, vnnserm gnedigen herren, eim schultheissen vnd raut gehorsam vnd gewertig ze sind. Item er sol schweren, die wacht getruwlich ze gepieten dem armen als dem rychen vnd dheinen vorteil darinn ze suchen. Item er sol schweren, am vmbschlag einem yeden getrüw ze sind, dem armen als dem rychen, vnd daruß ze bringen ungeuär- lich, was er daruß bringen mög. Item ein büttel sol ouch die graben der statt in ougen vnd guter sorg haben, ymm sommer wasser ynkern, wann sie sin notturfftig sind, vnd ymm wynter die yß vffhöwen, als sich gepürt. Item er sol des rüßners warten vnd den, so vast er mag, rumen vnd sin lügen, ouch im winter das yß vf- slahen, vnd wann es not ist, so sol man im froner zügeben. Item ein büttel sol ouch die wacht allweg vmb vesper zit ein stund vor oder nach gepieten vngeuär- lichen. Item wenn einer nit anheymsch ist vnd die wacht an yn kompt, den selben mag der büttel furgon desselben mals vnd hie nach, wann der selb wider kompt, die wacht wider erfolgen. [12] Item wenn groß schenckinen vnd groß ürttinen sind, so sol ein statknecht da sin vnd der helfen warten mit inschencken vnd rechnen. Item 10 ß <§ gibt man dem büttel von anschniden allen win, den man hie uß schenckt, vnd sol allen win anschniden, ee dann man den inlegt, dartzü er berüfft soll werden. [12 T ] Durch vnsers gnedigen herrn anwalt, schulthaisen vnd gantzen rätt der stat Wolfach ist erkennt zu verpietten alle lustlich spil, wetten vnd andre nüw oder alt erdachte spil, weder mit karten noch r H ! I 1111111$$! HsöKfiftiiaSlH 1 BUK TT HB lliiil &. I «*? '■m&Bi 1SUNHI m 5S*ätsä5s»»2 6 1470—1509. würfeln in kainem huß in der stat noch vorstat weder tag noch nacht nit zu pruhen noch zu üben, vßge- nomen im brett, karnöfelis oder quentzlichs, das ist erlopt vngeuarlich zu brachen. Aber wer andere spil tun wil, der sol es offenlichen vff dem räthuß triben vnd sust nienan by pen 1 #, die der spiler, ouch der, so in sim huß andere spil triben last, verfeit, so offt das geprochen wirt. Es sol ouch der Stubenknecht nach dem, so glogk aylfe geslagen hait, nit mer vif dem räthuß spilen laussen noch nit liecht, win noch brot geben, es were dann, das gest oder erber frembd lütt mächen wulten; denen sol es nit gestat werden, dann durch ain schulthaissen oder sins Verwesers sonderlich erloben. [13] Ein stuben kriecht. [14] Ein torhüte r. [14 T ] Ein yeder h i r t. [15] Die sturen legt man a 1 s o a ). [15 T ] Die stürleger. Item wann die stürleger vff das rauthuß kommend, die stür anzelegend, so sollend sie vor allen dingen globen vnd schweren einen eyd zu gott vnd den heiigen, yetlicher nach siner besten verstentnüß, einem yeden sin stür anzelegen nach sinen gewynnen, nach sinen gewerben, nach sinem vffgang oder abgang, dem riehen als dem armen, dem find als dem fründ, nieman zu lieb noch zu leyd, nicht angesehen früntschafft, vintschafft, miet noch gab, gunst noch lieby, dann allein die gerechtigkeit. Vnd obe einer sin vrteil geben hett in siner anlegung, bedunckt in dann eins andern erkantnüß besser sin, so mag er sin erteylung ablaussen vnd dem selben siner erkantnüß volg tun. Item daby ist erkennt vnd ge- ordnett, wann die stür gelegt würt, so sol der büttel mit dem schriber die stur von huß ze huß rüffen. Vnd wann die gerüfft würt, so sollend die burgermeister vier die nechsten Sonnentag nach einander die stür verkünden laussen den büttel in der kirchen, vnd vff der stuben sollend die burgermeister warten, wöl- licher da die stür am letsten Sonnentag nit gipt, der verfellt das dritteil mer den burgern on all gnad. [16] Die würt: Item man sol alle jär nach den wirten schicken vnd die fragen, ob sie schencken wollen, wollicher dann züseit, der sol ein jar win schencken vnd nit on win sin, einen irrete dann konnt- liche eehaffty, das ein rät erkennen möcht, das gnüg wer, wollicher das nit hielt, der würt gestrafft gegen b ) vnßerm gnedigen herren vmb 7 ß vnd der statt vmb 7 ß, das ist für 7 ß 5 ß Straßburger 3\. Item es sol ouch kein würt dhein vasß vfftün, er sol vorhin holen die winerlouber vnd die den win versuchen laussen, wie im denn dieselben den win erlouben, also sol er in vß schencken, die wyl ein maß im vaß ist, welher das nit tut, verfellt 7 ß ^. Wollicher würt aber meynte, die erlober soltend im die win türer erloben, vnd möcht daby nit beston, so mögend die erlober in fragen, was ine der win angestünd, by dem eide, bedunckt dann die erlober, das der win des geltz wert sye, so mögend sie im den türer erlouben. Item wann ouch ein würt ein win erlöpt würt, so sol er den frömden vnd heimschen geben vnd offenlich schencken by 7 ß. Item ein würt möcht wol haben Elsasser, Blppys, Ziterwan oder ander derglich win, die selben win habend nit bann. Item kein würt sol dheinem vnder eim som wins geben, den er nit vervmbgelt. Item kein burger sol nieman kein win geben vngeuarlich vnder einem söm. Item zu den messen mag ein yeder burger win schencken, all die wil die fryheit werott, wann die fryheit vßgät, so sol er versiahen vnd nit dest minder der statt den wyn gantz vervmbgelten. [16 v ] Item eß sol dhayn wurt dhayn win inlegen, er sol vor den stattknecht holen vnd der dz vmbgelt vorhin mitt im anschnide(n), by pen 5 ß ^). Nota, es ist erkannt, durch schulthaissen vnd rät erkannt, das burgermaister in dryen oder vier wochen das vngelt samlen sollen, wenn es inen am allergelegensten, die haben macht by dem aid zu gebietten, uff die stuben ze kommen vnd nit darab, dann mit barer bezalung des vngeltz, vnd es sol ouch kain burgermaister macht haben ze erloben haym ze gän. Item sy mügen nach marezal des vngeltz nachlaussen von 10 ß 2 ^, von 1 U 4 $ vnd von 30 ß 6 ^. [17] Brotbecken. Item die brotbecken sollend vnder einander bestellen, das die statt allweg brot hab vnd nit mangel sye, wann das vberfaren würt, so sollend sie allweg ir yeder vmb 7 ß gestraft werden. Sie sollend ouch zu yeden wyssen becken pfenning wert vnd helbling wert bachen by 7 ß ^. Sy sollend kein brott verkouffen noch enweg geben, es syen dann die beschower darob gewesen vnd das besehen haben, vnd sollen ein beseher holen, vnd den sy holen, der soltz den andern sagen, sol geschehen a) Alles leer gelassen. b) gegen — statt ist ausgestrichen. I 1470—1509. 7 in der wochen am zinstag ze nacht vnd am sambstag ze nacht oder am morgendigs fru. Were aber sach, das sie sehen, das sy myßbüchen, mügen die beseher von ine selbs tun in der wochen. Sy sollen das semlin besunder bachen vnd bölly ouch besunder. Sye sollen in das rugken brott in zwen Schilling werdt pfennwert machen. Sye sollen in ein wyßbeck Schilling werd sollen sie haller werdt bachen. Sy sollen zwen tag in der wochen vailhaben vnder der loben, nemmlichen am mitwochen vnd am sambstag, vnd am sunntag mögen sy wol vor der brngken vailhaben, nach mittag süllen sie vnder der loben vailhaben, pen 2 ß ^j, vnd sust alle feyertag ouch solcher maß. Item ouch so ist erkennt, das die wirt 2 ß 3\ wert wyß- brot mögen kouffen vmb die frembden an der mitwochen vnd nit mer. [18] Metzger. Item die metzger sollend kein fleisch höwen, si sollend das vorhin besehen laussen by 7 ß >Sj. Item das ryntfleisch sollend sie geben 1 Tt vmb drye helbling, es sye dann gar gut geniest ochsen, mögen sie geben 4 # vmb süben rappen oder 3 h Straßburger 1 S vnd sust das gemein gut fleisch nach der beseher erlobung. Item schwynin fleisch durch schlagen, was vnder 16 ß ^ koufft würt, 1 U vmb 2 ^ Straßburger. Hammen vnd reuß sollend sie sonnders höwen, 1 $ vmb 1 $ Straßburger. Item den specke sollend sie geben, der gut ist, vmb 3 ^ Rappen. Item ein pfundt gütz kalb- fleisch vmb 2 ^ Straßburger von einem kalb, der uß lanndt (V), vnd das annder kalbfleisch nach der beseher erlöbnuß, vnd süllen keins verhöwen vnbesehen by 7 ß $, darnach aber das best 4 & vmb 7 ,S>, darnach 1 U vmb 3 h, es möcht so schwach sin, so gab man es vmb 1 ^, alles nach der czulouff vnd der beseher erlobung. [19] Der schwur h a 1 p: Item es ist seh wem verbotten vnd by den eiden empfolhen, die schwerer zu rügen. Wellicher ein freuein schwur tut, der bessert sechs pfenning on gnad. Einer möcht ouch so ein grossen schwur tön, er würd in das kefy geleit vnd darnach gestrafft nach der burger erkautnüß. [20] Wider rechnung der burger: Item eins yeden jars, wann die burgermeister widerrechnen wollend, so sol man anfangs zwen nüw burgermeister setzen, die selben sollend by handgebenden trüwen an eidsstatt globen vnd versprechen, vnßerm gnedigen herren vnd der statt getrüwlich zu. dienend, vnd ze tond, was inen beuolhen wiirt. [22] Ein Ordnung deß fürs anno etc. [14]85 t0 : Item des ersten ist gepotten an 10 U ■§, das ein yeder mann oder frow, in wöllichs huß dann das für vßgaut, das für zürn ersten beschryen sol, wer das nit tut, der bessert die bedacht frefel vngewegert. Item darnach sollend alle menschen, die das hörnd vnd vermögend, anfangs zülouffen mit kübeln vnd eymern by dem eyde. Item anfangs sollend die nachpurn, die das haben, zuber vnd buttynen vß iren hüser tun, das man die pruch vnd wasser daryn trag. Item es sol niemans vßtragen noch flöhen, es brynn dann im dritten huß an vnd by imm, das ist verbotten den mannen an zehen pfunt ^ vnd den frowen an drü pfund $. Item wann es, dauor vns got verhüten wolle, in der statt brynnt, so sollend die in der vorstatt, mann vnd fröwen, zülouffen vnd nieman daheym ver- blyben, dann vngeuarlich by einem huß ein mensch, do es notturfft ist. Deßglichen sol ouch geschehen, wann es in der vorstatt brynnt, von denen in der stat ouch gehalten werden. Item von stund an, so für vßgaut, so sol ein amptman oder burgermeyster botten obenan vnd vndenan vßsenden gen Hussen vnd in die Wolfach, das man vns zu hilf komm, vnd wolhem das beuolhen würt, der sols by dem eid tun. [22 v ] Item darnach sol man zu leytren vnd zu fürhocken louffen vnd die anfangs zum für tragen, bedarf man ir, das mans pruchen könd. Item zu dem obern tor sollend zu louffen der torhüter, der torbeschliesser vnd Huber Lawlin. Zürn nidern tor sollend louffen der torhüter, torbeschliesser vnd Conrat Behem. Item die statt sol haben zwo zwyfach leitren, die nit vnder 24 schuch lang sin sollend, die selben vnd annder der statt leytren sollend vnder der louben ob den metzbencken lygen, vnd sol keiner dhein leytren dadannen nemmen noch lechnen by 1 & $. Item wöllicher der ist, der eygen eymer hat, werden ymm die selben in fürs ■^4'-/ r ■ &SS ü ■H |S ffi%$$&$i 111 fr9*si lgjijgi%ff jS|«T3lg^| £&lü ^JM^^^f «SB 1 bShW! «SäBel^i ü H &»n*ffl*TO Üü ü 1 gWPtfJaBt; ÄEaraöw PI DJ •iggES» ll «Stasi jH aSsöS PJSmxS B DB n«^ SttäSrol .?: _ 11 ■ 1 - ^M ■Qn IppflgS I$8$f?8 '.•■«• W$m is*¥s¥ ifl was Wt$&&i£ H -■'-.■'■ I ■■ b m ■ *. ■■ WM | Wi^lmm 8 1470—1509. nöten verloren, so sol ym die statt ander eymer geben oder aber die bezaln a ). Item fürhacken vnder der laben sin sollen. [31] Nachgeschriben artigkel sint durch vnsern gnedigen hern, schult- haiß, rat vnd gemaind züWolfachver willigt, gesetztvndzü halten zugelassen, mergklich clagen, so bißhar geweseii sindt, damit abzustellen etc. Des ersten von gichtiger schulden wegen, wo clag fürn schulthaiß oder stabhalter kompt, soll der stabhalter fragen, ob ainer der schulden gichtig sige, sagt dann der gl8biger ja, so soll in der stab gebietten b ), den clager in acht tagen zu bezaln mit gelt, pfänden oder sust, damit der cleger vnclagbar gemacht werde. Beschicht das nit vnd kompt verrer clag furn stab, so soll der schulthais den stätknecht dem frömden vmb ain 3\ lihen vnd dem haimschen nach der stat recht, der soll mit dem cleger in des Schuldners hußwonung gon, er sig dahaimen oder nit, so soll der stätknecht verpfeuden den cleger mit pfänden, die gelts wert sigen, wölliche pfand sollen acht tag still ligen, vnd werden die nit gelöst, also das dem cleger nit ain benugen in der zit beschehen ist, so soll der stätknecht schuldig sin vff die nechst mitwoch nach den 14 tagen die gegeben pfandt vmbzüschlahen straks, vnd mag ainer die schuld vß gegeben pfänden nit lösen, soll der stattknecht vff stündt hinder sich gon vnd mer pfandt hollen für vnd für, biß er dem Schuldner sin gelt löst. Hett aber ainer nit varende pfand vnd dz man ligendt gut in pfands wiß angriffen müst, dz soll man vmbschlahen dry vierzehen tag nach der stat recht. Wo aber ainer aim gast der schulden logenbar were, dem soll in gast wiß gericht werden, vnd so aber ainer aim burger logenbar were, sol im der stab gebieten, dem cleger by penn 2 ß, vff den nechsten rechttag der clag zu warten, vnd darf witter nit fürgebieten. [31 v ] Als vnser gnediger herr den frefel gemiltert hat, der bißhar swärer vnd grosser gewesen, ist jetzt gesetzt: Wöllicher frefelich sin tegen, waffen oder gewert vßzugt, bessert vnserm gnedigen hern 3 % A vnd der stat 3 ß /Sj 1 helbling vnd 1 seckel Straßburger. Wöllicher blüttend wunden schlecht, bessert 3 Ü 3 ß 1 h Straßburger. Wöllicher mit hebeln, stecken, schittern, stainen oder derglich gevarlich schlecht, es geb lemi wunden oder nit, stat vf erkantniß des ge- richts, nach dem die sach ist. Wöllicher sich freffellich stalte in sin messer, waffen oder gewere frefellich griffe, das man ain heben müst oder hübe, bessert vnserm gnedigen hern 5 ß, 1 ß der statt Straßburger. Wöllicher aim in sin har viel freffellich oder mit fünsten aim straich gebe, besser vnserm gnedigen hern 5 ß vnd 1 ß der statt Straßburger. Wöllicher den ander freffellich liegen haist, besert (sie) 3 ß Straßburger der stat. Todschleg, sweer frefel, die standt nach erkantniß ains gerichts zu Wolfach. Wöllicher vff dem rauthuß in den vier muren obgemelter maß frefelt, der bessert in allen stücken zwifache büß vnd penn. In sölüchen frefeln allen, wer die bricht vnd verfeit, der ist die schuldig vnserem gnedigen hern vnd der stat zu bezalen, aber darinn ist dem vnd den selben frefleren öwigklich zugelassen das widerrecht, das bißhar nit gewesen ist, nämlich also, wo ainer vermaint, das er zum frefel getrengt oder gevrsäeht were, mag er mit recht vff sin widertail triben vnd wider in pringen nach erkanntniß des gerichts zu Wolfach. [32] Item als zwen mann im rüggericht bißher ain bidermann vbersagen möchten, hat vnser gnediger herr die rüggericht fünf jar vff ain versuchen angestelt, damit dann alle vnrecht haimschen vnd frömden zu frischer tatt dennocht gestrafft werden etc. anno vff Winnachten im 1504 [1503 Dez. 25.]. Ist gesetzt, wo vffrüren, frefel, hader oder vnzuchten vff dem rathuß in der statt, vorstatt, inn wirtshüseren oder sust an andern enden tags oder nachts vfferstünden oder beschehen, soll der stattknecht, wirt ald hußmann, so daby sint, oder ob dero dehainer da were, ander, die es horten, [die] vnserem gnedigen hern vnd der statt gesworen hetten, die sollen söllich vffrüren stillen, als verr sy mögen etc. Beschehe aber darvber mit waffen, geweeren oder worten freffel, so soll ain jeder schuldig sin, der gesworn hat, vnserem heren vnd der statt friden zu machen, vnd sol dann der stattknecht, Stubenknecht, thorhütter, der wirt oder der, in des huß es beschicht oder sollich freflungen begangen weren, by iren ayden, vnserem gnedigen hern vnd der statt gesworn, schuldig vnd verpünden sin, söllich beschehen hader vnd freffel dem schulthaiß fürzübringen vnd an- züzögen, der sol vnd mag dann vnserm gnedigen hern vnd der statt ire frefel vnd verbot suchen vnd nach erkantniß des gerichts zö Wolfach straffen vngeuarlichen etc. a) Dieser Satz ist erst nach 1500 beigesetzt. b) Am Rande von anderer Hand: an 2 ß Strassburger. 1470—1509. 9 [269] Der visch Ordnung"): Nach erkanntnüß s ehulthai ssen vnd räts zu Wolfach ist diß hienach bestympt Ordnung des vischkouffs halb uffgesetzt, beschlossen vnd verbotten an 7 ß hie furo, wie hernach volgt, zu halten: Zu dem ersten sol niemant kain visch verkouffen, denn am vischbanck, vnd pfund vnd mesß also zu geben, wie hernach stat, doch so hond lächs, äle, krebs, niffolcken, newnnegken kain ban am gelt, vnd ist alles Eappen. Zu dem andern sollen die visch von Ostern vntz zu Sant Gallen tag nit anders verkoufft vnd geben werden denn 1 maß yttel selbling vmb 14 ^, ein maß ytel grundlen vmb 1 ß $, ein maß grundlen vnd groppen vnder einander vmb 10 $. Zum dritten 1 maß grundlen, groppen vnd wyßvisch vnder einander doch sollen der grundvisch der merer teil sin, vmb 8 ^ vnd ein maß wißvisch vmb 6 ^. Hernach volget, wie man die grossen visch verkouffen sol: item ain pfundt vorhener, barben, äsch, schnottvisch vnd ander glatt- visch 1 pfundt vmb 4 ^ vnd sust schüppvisch 1 & vmb 3 ^. Item von sant Gallen tag widervmb bys uff Ostern 1 maß ytel selbling vmb 16 \ ain maß ytel grundlen vmb 14 ^ vnd vnder ainander vmb 1 ß ^ vnd yttel groppen vmb 1 ß ^ vnd grundlen vnd groppen vnd wyßvisch vnder ainander vmb 10 4 vnd yttel wyßvisch vmb 8 <9i. Item die grossen visch ain pfund glat visch vmb 5 $, schupp visch vmb 4 ^. [269 T ] Item man sol ouch allwegen die visch am vischbanck teilen, nit das ainem werd vnd dem annder nit, dwil sie uff ainer gemeiner almendt gevangen werden. Item es sollen ouch die visch nit thürer geben werden noch verkoufft werden, dann in massen, wie oben geschriben stat, vmb des willen, das aim visch werd vnd dem andern nit, vnd ouch gesetzt ist, welcher das nit halten vnd verachten ist, es sy der köuffer oder verkouffer, bessert zwifach, aber er mags wol neher geben. Welcher die vischbot bricht vnd türer koufft am banck, dann die Ordnung ist, sol ouch vmb das gesetzt bott gestrafft werden, Satzung 7 ß ^ Straßburger. [274] Der burger zinß vnd gefeil, das sie innemen sollen: Banckzinß yeder brotbeck gibt 3 ß Strasburger; yeder schuchmacher gibt 18 ^ Str.; yeder lädergerber gibt 18 4 Str.; yeder metzger gibt 3 ß Str. Den hoffstatzinß: Der Renner gibt vom bomgarten vnd wier 3 ß Str.; die mat vorm Giphen gibt järlich 10 ß Str. ongeuarlichen, wie man die verlyhen mag; der Satler gibt järlich 1 gülden von siner fryung; die öldrott gibt 2 ß Str.; das moß gibt 15 ß Str.; das Pumelsgut, die wild waid, gibt den burgern landach vnd zehenden vnd gibt die landach uff aller burger almend vom soster körn 8 $i Str. vnd ain söster haber 4 ^ Str.; 2 guldin die schul vom hußfürer, dwil schul nit darinn ist. Item Jacob Baumer git jars 6 /3) Str. von seinem bachoffen in der Punckengassen. so lang im den ein raut da laßt ston. [276] Die zinß: Hanns Renner gibt 8 ß Str. von der matten vorm Giphen, ist der burger, item gibt mer 3 ß vom Steffelßbach vnd vom wyerly; Cristoferus Schultheiß 3 ß von dem obern Steffelßbach; item 1 ß Str. gat von Schärtlinshuß, das Jacob Wynnat inn hat; Gassen Hennsy gibt 3 ß Str. von den reben am Herehten; Margreth Artzatty gibt järlichen 8 ß, dwil Petter Harstaller lept. [276 T ] Anno domini etc. [14]88 am frytag nach Anthony [Jan. 18.} ist ingezeich- nat der hoffst atzins, inin a s sen hernach geschriben stat, ist geschehen durch ein schult heissen vnd ratte. In der vorstatt: Item der Heinrich Dröwly gibt von sinem garten by der vndern miili vnd das schürly, ist etwan ein gancze hoffstat gewesen, gibt 5'/a h. Item bruder Virichs huß, das yeczundt der kylchherr inn hat, gibt 3 h. Item Hanns vom Perg 3 h. Item Claus Beham von einem garten am kilchoff 6 h. Item Wernher Göcz von einem garten hinderm Gerolczecker hinüber gibt 3 h. Reimbolt Mügken vnder gart, das sind vierdhalb hoffstatten, 12 h. Item Reimbolcz ober gart vnd der keller hinüber, sint zwo gancz hoffstatten, 12 h. Item Reimboltz gart wider wasser vnd das huß am wasser, 2 hoffstatten, 12 h. Hanns Massers gart, der Parner genant, by der Ellenden Herberg gibt 6 h. Wernher Götzen gart by der Ellenden Herberg wider wasser gibt 6 h. Des Benczlins vnd Messerschmids gart hinuberwerds gibt 6 h. Gerolczegkers gart ob dem Reimbolten 6 h. Petterman von sinem huß 6 h. Bürckly Byller 3 h. Hanns Pfaw 3 h. Jörg Haffner 3 h. Glogkners huß 6 h. Gerolczegkers huß 6 h. Moschinen huß 4 h. Jacob Öler 3 h vnd von sinem krutgarten vor Funckengassen ouch 3 h. Jörg Schül- I ■ . •■ ■ ,'*-:;■ I ■■*!■'". ' MB I ■ \ ■ H| I I 9S£ynF§P flSSs §g$I§i 19HBHh| ■ ■ ■■ ISillliii i . ■■■ mmm3SwMm3 . 1 a) Von Bl. 33 bis BL 269 ist die Handschrift mit Ausnahme weniger erst nach 1509 eingeschriebener Nachträge ganz leer. VII 2 üsÜlli Wm um iilllilili mtii iinurvi * I ■•■•&' Im P • $, | 10 1470—1509. meister 4 h. Berchtolt Eüchly 3 h. Conrat Wygant 3 h. Schmidtenclaus in Funckengassen 3 h. [277] Berchtolt Lemp von beyden sinen hüsern an ein annder 1 ß h. Johannes Dorner Schulmeister 9 h. Jacob Lärmund 3 h. Cünrat Diettrich 6 h. Her Casper Vißlers huß 6 h. Pauly Armbroster 9 h. Hüt- macher 3 h. Glogkenmacher 6 h. Enndres Köczel 1 ß h. Margrethen huß 9 h. Cünrat Beham 6 h. Der marstal vnd holczpflecz 6 h. Claus Recken huß 3 h. Noc vom huß vnd garten 6 h. Hanns Hasser 3 h. Zymmerman 3 h. Löschysen 3 h. Der gart ob im 3 h. Hanns Kugeler 6 h. Hanns Murer 3 h. Schallerin huß 3 h. Pfistery 3 h. Heinrich Juden hüßly 3 h. Der Beharay schür 2 h. Mar- grethen nüw huß 3 h. Wilhelm Juden hus 3 h. Petter Goß 6 h. [277»] Cunrat Wernher 6 h. Wilhelm Juden annder huß 6 h. Adam Beham 18 h. Jörg Sägenser 6 h. Schultheis vnd Cristoferus sin sun von iren hüsern an einander 6 h. Trntman Kügeler 9 h. Hennsly Ganther 3 h. Jacob Alcker 3 h. Her Ludwigs huß, das her Jörgen gewesen ist, 3 h. Erhart Fryttsche 6 h. Der hundsstal uff der höf- stat 5'/2 h. Her Mclaus Benners huß 57» h. Oswalt Swarcz 3 h. Gorius Weber 6 h. vnd von sinem garten 3 li. Burck Schryer 3 h. Die zwo hofstatten an einander, zwayen fründen zustand, geben 6 h., die sind nach gelaussen. Wilhelm Weber 3 h. Zuck 3 h. Der von Wickten huß 6 b., wollen sie nit mer geben. Michel Düttel 3 h. Füchterin huß 3 h. Das steinhuß an her Caspers pfründt gehörig 3 h., vermaint ouch nit. Hanns Benner vnd sin mutter 6 h. Mathis Schmid 6 h. Heincz Kügeler vom alten huß 6 h. f278] Heincz Kügeler vom steinhuß, da er yeczo ist, 9 h. Symma Biller vnd Huber 6 h. Hanns Walther 6 h. Benedict Büchler 6 h. Heinrich Böser 6 h. Her Balthaser Schärer 6 h. Sodhafen 9 h. Cromer 6 h. Heincz Slosser 6 h. Heinrich Schmid 6 h. Schultheis 6 li. Lenczy Craczers huß 9 h. Cunrat Zugken huß 6 lt. Cünrat Mayer 3 h. Fryenhennsys huß 3 It. Truttman Kügeler 5 lt. Cünly Biller 3 h. Hennsy Benczlins huß 3 h. Craczers schür 3 h. Item man sol das insammeln an sant Johanns awbend. Die garten vorm thor, [die] hofstat gewesen sind: Adam Beham von 2 betten 6 h. am tlior wider berg. Hainrich Schmid 2 bett 6 h. Cunrat Beham von 1 bet 3 h. Hainrich Zymerman von 1 bett 3 h. Andreß Snider l'/s bett 47a h. Heinrich Roser 1 bett 3 h. Altschultheiß 1 bet 3 h. Michel Düttel 1 bett 3 h. Der Schriber 1 bett 3 h. Her Casper Vißler 3 h. 1 bet. Trntman Kügeler 6 h. 2 bett. Berchtolt Küfer 6 h. 2 bett. Summa 1 U 2'/2 ß Straußburger ^,. Nota, es ist erkant des hofstatzins halb, das burgermaister den hoffstattzins sollen laussen ain mal vmbgän zu samein, vnd am nechsten suntag darvor sollen sie laussen verkünden zuvor, vnd alßdann wer den nit gibt im vmbgang, alßdann sollen sy laussen uff den nechsten suntag gebietten in der kylchen an 2 /t alle, die schuldig syen, das sie das uff bringen uff die Stuben, wer das nit gibt uff den selben tag, so sollen sie on alle gnad sie laussen pfenden, vnd in welchem huß lütt sind, die sollend den hoffstatzins geben, vnd burgermaister haben sye nit ze liben noch nochzelaussen. [279] Nota, die Ordnung ist gemacht uff sant Appolinentag [Febr. 9.] im [14]82. durch schultheissen vnd rätt. Item ist gemacht also, das niemant in den weiden noch vff dem almeud in vnnserm ban vnd gebiet keinerley holcz höwen sol, nemmlich aychen, dännen, krießbomy vnd erlin holcz, das man erlangen vnd zum pruch genützen mag zu verbuwen, ouch woe windtfäll oder legerholcz wäre in den wälden, das sol ouch niemant uff howen 6n erlobnüsse, das zum gepuw gedienen möcht, es sol ouch keiner kein alten affterslag, ongeverlich die wipfell, noch prennholcz von einem verlegen stock uffhowen ön erlobnüsse, vnd was ainer wil haben, es sy zum buwe oder ander Sachen vß der almend, wie vor geschriben stat, das sol er ton mit wissen burgermeister, vnd der sol das einem banwart vor sagen vnd der sol zu den burgermeistern gan vnd inn sagen, wirt imen das also erlobt durch inn oder ein rät, so sol er dem knecht geben, inmassen von alter herkomen ist von einem stock, woe aber einer das nit thet vnd dicz verbott verachtet, den sol ein banwart pfenden vmb 7 ß ^ vnd 5 ß geben ön alle gnade, davon sol dem banwarter gevallen 272 ß 3i vnd der stat die ander 27* ß ^, aber sust ful prennholcz, abgeuallens, das zu nichtem gedienen mag vnd uff dem bodem ligt, mag ein yeder wol intragen für fewrholcz. Item waß von erlen stet in weiden, ist nit verbotten. Item ein banwart sol ouch hütten aller vnnser alben vnd daruff pfenden vmb die schaden, die man vnns daruff thüt, es sy vmb wunn, weyde oder vff dem wasser oder uff dem lande in obgeschribner maß ön gnäde gepfendt vnd gehalten, werd ouch dem banwart, wie 1470—1509. 11 vor von den 5 ß 3i sin teil, vnd den burger ir teil gegeben sol werden. Item ein banwart sol ouch hätten vnnser bömgarten vnd annderer vnnser garten, woe einem schaden geschieht, darvmb zu pfenden einen yeden, der schaden thüt, vmb 2 ß ^ on gnäd, es sy an obs, an zybeln vnd an allem dem, das darinn wachset, dem armen als dem riehen, vnd sol alwegen dem banwart das halbteil der pen werden vnd den burger dz ander teyl, ouch an zünen, an hegen oder ainer über dz sin füre oder was schaden er thüt etc., vnd uff allen güttern, die zu der stat genossen werden, sy sien eigen oder nit, sol er behütten vnd pfende,n, wie ob stat. [278 b ] Weiher der wer, der nit visch an marekt dregt zu verkouffen oder die frembden lütten zu kouffen gibt, enweg zu dragen, oder das ainer an frembdt endt dregt zu verkouffen, dy dann uff vnnser almend gevangen werden, wol mag einer einem frömbden uff dem marck ouch geben zu kouffen, wie einem anderm burger, doch das es nit mit geverd geschech, welcher das überfert, sol gebüßt werden mit 7 ß 4 a )- Es sol kainer die visch thürer geben, dann gebotten ist. Man sol sy ouch nit den lntten heym dragen. Item man sol kein segen wenden, denn am füraubend, so man fürawbend gelüt hat, eß wer denn, das einer bnwet. Vischet ein frembder, dier nit hieher gehört vnd hoch noch nyder dienet, uff vnnser almendt, den sol man ouch biessen mit 7 ß ^, wol wenn einer ein essen visch on geuerd vieng, sölt nit also gepüst werden, stat zu gnaden gen den burgern. Welcher wendinen macht, der sol die uffbrechen, ee das die sunn am morgen in bach kompt, vnd sol den abweg vffbrechen vnd rümmen by 7 ß ^. Item vnder der brugken vnd dannen abhin vnd inn segen sol man den abweg offenn laussen by 7 ß $, in giissinen vnd yßgengen zu winterzitt sol einer vngefert sin, doch alsbald einer mag, sol er den ufftün. Item ob die buren uff vnnser almend füren, die denn nit hieher gehorten in stat, mit viech vff vnnser almend oder vnnsern güttern waydetten, solten vmb 3 $ gepfendt werden, doch solt dem banwart sin 27a ß A werden. Er sol ouch vff der heiligen güttern vnd uff allen güttern, die her in die stat gehören vnd genossen werden, pfennden, wie oben geschriben stat, in allen dingen. Item gens, hüner vnd alles das väch, das hie schaden thüt, sol man büssen, nemmlichen die genß vnd hüner vmb 2 ß $, woe aber ander väch, es were roß, kügen, süw, geyß, wie das nammen hat, zu schaden gieng, es were uff den güttern oder almend, vnd nit vnder oder für den liierten geslagen wurde, der solt vmb 2 ß $ gepfendt werden, were aber sach, das einem hierten ein kü oder ander väch endrunne vnd zu schaden gieng, sol vmb 2 ,3) gepfendt werden, vnd man sol des hierten inred hören, es verlasset denn ein hiert vnd nit recht hüttet, der sol die büß geben. Item man sol die genß beschrotten, vnd wo der banwart oder der, dem do schad beschicht, eyn ganß oder nennen erschlecht, sol man lösen eyn ganß für 8 $i vnd eyn nennen 5 $i, oder er sol sie selbs gessen, an 7 ß gebotten. Item woe einer schaden thät, an welchen stucken das geschech, by der nacht, der sol das gegen dem banwart mit dem doppel büssen, vnd derselbig stat in strauff gegen vnserm gnedigen heren. Item woe kind schaden thünd, sollend die alten vmb gepfendt werden, vnd er sol ein Wortzeichen nemen. [279 v ] Item es ist ouch gemacht, wer uff der allmend rütten wöll, der sol das lechnen von den burgermeistern vnd mit irem wissen rütten, vnd er säy oder nit, so sol er sin zinß den burgermeistern geben, welher on wissen das thüt, der sol das büssen mit 7 ß $ on gnäde. Item nota, es ist uff disen obgenanten tag [1485 Febr. 9.] geordnet vnd gemacht durch schul theissen vnd ein ganezen rat, grossem vnd deinen, der stür halben also: Wenn man die stür angelegt hat vnd die berüfft ist worden durch die knecht, so sollen hienach die burgermeister vff den nechsten suntag darnach die stür besitzen vnd vier suntag nach einander ön verhynderung der stür warten vnd besitzen, ouch die laussen uff ein yeden suntag die laussen in der kilchen verkünden durch den knecht, vnd welcher der ist, er sy rieh oder arm, fröw oder man, der sin stür nit gibt uff den ersten, öch nit uff den andern, noch uff den dritten vnd ouch uff den vierden suntag nit geben hat, so sollen die burgermeister oder stürmeister am gütemtag von stund an nach dem vierden suntag denselbigen, der sin stür nit geben hat, heyssen geben, die stür vnd den dritteil mer, so er zu stür gibt, ön allen abgang vnd inn des selben tags pfenden vnd die selben von stund an ander nechsten mit- wochen verkouffen vnd vinbslaken laussen, vnd ob yemant da were, der solchem nit nachkomen wölt oder sin stür nit zu geben hat, den sol man heissen von stund an vß der stat heissen ziechen. Ob aber die a) Am Rande steht hier von derselben Hand: den verköuffer vnd köffer glicher straff. 2* HHHH ■■v^f*«*?*^ 1 BS ' I J fBjliW WB m I ■Hfl slisiliiiillllil ' "SB ■■■■I raHi -1 ■Hm BBHh B9 iÖffi äyjmigtt flnalii ■B i • : m '. ■■■■'" ■■ ■" ■ I ..... . . i '.■'• .-■:■■ • " . fJSJäj ... . '^^S^^ß 12 1470-1509. burgermeister das nit thetten vnd eins verschonen wölten, so sollend sy gepfendt werden vmb den dritteil ir stüre, vnd es sol niemant verschönt hyerinn werden etc. [280] Dise Ordnung des gerichtz ist gemacht anno domini etc. [14]79 quarta feria post Walpurgis. [Mai 5.]: Des ersten sollen die richter by der gehorsamy zum gericht komen, inmassen sy des bi iren ayden zu tünd verpflicht sind, wenn sie hören lütten, es sy zum ratte oder gericht, also das ein yeder alsbald da verhanden sye, vnd ob sich einer sümet vnd nit da were, ee dann das stund- glaß vßgienge, der sölt zii pen veruallen sin 6 /S), vnd ob der Schultheis ouch nit gegenwertig were, zu rechter zit nit körne vnd nidersesßi, so das stundglaß vsgangen were, so sölte ein burgermeister da nyder siezen vnd fragen, was er schuldig wer, vnd der sölt ouch 6 ^ veruallen sin, ine irret denn heren oder libsnött, deßglichen einer des rechten. Item man sol das gericht am morgen fru, nach dem als man daran gelütt hat, besiezen im summer vncz vff die zehen vnd im winter vncz uff die aylfen vnd nit lenger, vnd ist ettwas not, das mag man hienach nach irem geuallen ußrichten. Item so einer ein clag zu einem thüt vor gericht vnd gibt kein vßclag dem cleger oder antwurt ime nit, der sol ouch geben 6 ^ a ), gibt er imen aber ein vßclag, die sol er denn dry wochen halten, vnd so die dry wochen vß sind, so mag er ine pfennden vnd hienach mit solchen pfänden tun, wie von alter herkomen ist, oder antwurt imen, so ist einer nichtz schuldig an der pen. Es sol ouch keiner ein vßclag übers jär laussen stän, bestät sie über das jär, so sol sie nichtz mer gelten. Item die cläger vnd antwurter, sy sien frembdt oder nit, die süllen ouch komen vnd warten des gerichtz, wie die burger py solcher pen 6 ^. Item ein gast plibt by sinem gastrecht, wie von alter herkommen ist, vnd er sol ouch solcher mässen warten vnd zu gericht komen, wie oben geschriben stät, als ein annder insessiger burger. Item ob einer kome, der gefrönt were oder im sust fürbotten were vnd jener nit gegenwürtig were, der ine gefrönt het oder fürbotten het vnd diser also einen fürsprechen genommen vnd hett laussen fragen, diser were nit gegenwertig, der ine gefrönt oder fürbotten hett, wie er es fürbas halten solt, daruff sölt der selbig nach der frag, als er nit gegenwürtig were vnd komen were zu rechter zit, wie obstat, 6 $ veruallen sin. [280 T ] Ouch herwidervmbe, wenn diser nit zum gericht komen wer, der gefrönt ist oder dem fürbotten were vnd doch diser gegenwertig were vnd fürsprechen neme vnd derglichen ließ fragen, er were da vnd wartet aber diser, dem er fürbotten oder den er gefrönt hett, were nit da vnd der selbig were ouch 6 3\. Item wirt einer gefrönt vnd kompt zum rechten vnd einer vrteil, sol er ouch 6 <§ geben inmassen wie hernach b ) geschriben stät. Item so zwen mit einander für gericht kommen, wenn die clag vnd antwurt genügsamelichen verhört vnd zu einer vrteil gesetzt ist, dann so sol ir yeder 6 ,3) vfflegen, ee sölich vrteil vßgat, vnd welcher denn verlüret oder vnrecht hat, der sol sin 6 /Sj laussen ligen vnd welcher recht hat, der mag sins wider vffheben vnd die annder vrteil, die sust gend, bestandt zu den richtern. Item vnd diß alles, wie oben griffen ist durch gerichtz Ordnung mit verwilligung, gunst vnd wissen vnnsers gnedigen herren, grauffe Heinrichen von Furstenberg etc. vnd durch schultheissen, burgermeister vnd ratte geschehen vnd also gemacht, das söllich gelt gesammelt sol werden in ein gemeinen büssen, vnd wen man die büssen uff thüt, sollen die zwölf des alten räts die summ vnder einander teylen mitsampt dem schultheissen, der ouch als vil daran haben sol, als ir einer, vnuerhindert allermenigclichen, also das inen darin niemant sol ichtzit tragen noch irrung thün, vnd hat vnnser gnädiger herr darinn angesehen, das das gericht dester statlicher vnd ordenlichen gehalten werd, ouch sie dester baß des gerichtz warten vnd besiezen syen zu rechter zitt. Actum, ut supra. [281] Mer von der st üben: Item wenn sich begibt, das man hieoben zeren vnd man die tisch dartüt, so sollen die da zeren wellen, mit einander zeren, vnd der Stubenknecht sol nieman kein sonders machn besonnder den spylern vber die obenvrten, kern aber etwan ein schiffherr mit synen flösser- knechten vnd wöltend ein sonder vrten zeren, die mag der Stubenknecht ynen darlegen vnd rechnen in- sonders. Item von der liehter wegen sol es also gehalten werden, das der knecht ein lieht an die sül setze vnd nicht vber die 9 brennen lauß, es were dann zu erlichen däntzen, oder so erlich herschafft hie wer. Wann sust zerung hieoben ist on schenckynen, so sol der knecht das lieht in die vrten rechnen vnd der burger liecht nit bruchen. Item wann man hieoben schenckt, so sol der knecht nach der vrten ein lieht a) Am Rande von etwas jüngerer Hand: 2 ß Straßburger. b) Zuerst stand: vor. 1470-1509. 13 oder zwey, was dann not ist, vff den tischen sten laussen, vntz die lüt hinweg kommen, vnd dann die vbrigen liehter den burgern gehalten. Item vber das spil sol der knecht kein schänden noch vnschlittliecht geben, sonnder ancken, es were dann der herschafft. Item wann die jungen gesellen sonnder tentz hieoben haben wollen, so sollen sie eigen lieht haben vnd der burger Hecht nicht brachen. Item es ist ouch erkennt, wöllicher vff der stuben dem knecht ein karten zerryßt oder verwust oder zürn venster vßwürft, ee dann sie bezalt wer, vnd darüber enweg gät vnd dem Stubenknecht nit bezalt, der verfellt ön gnad 7 ß ^. Item es ist ouch erkent worden, wan das holtz zu der stuben kumpt, so sol es der stubenknecht hawen vnd versehen in den ofen an der burger kosten. Item es ist ouch erkent worden, wo eyn glaß an fenstern adder sunst an trinckgeschirren zerbrech, so sol es der stubenknecht furbringen eym Schultheißen adder den burger meistern, das es bezalt werde. Item es ist ouch erkent worden, so der knecht das Hecht an die sül hat gesetzt, das den burgern gehört vnd zart ymant schlaftrunck, waß da zu vorgelt gefeit, daß sol den burgern heym vallen, es wer dann, das er sin eigen Hecht brachte, aber wie vil darnach slafftrunck ge- scheen, die sol yni der knecht lassen bezalen, das er getruw daran bestän, doch sol er der burger Hecht nit darzu bruchen. [281 v ] Nota die Ordnung eins stubenknechtz, was sin haltung sin sol mit allen Sachen, wie hernach geschriben stat: Item des ersten ist geordent vnd gemacht durch schultheissen vnd rätte, das ein stubenknecht sol schweren den burgern, das ir redlich uffhaben, getruw vnd gewer sin, mit den rechnungen redlich vmbgän, vnd die fröw sol des ouch globen, vnd wenn sy also rechnen wollen vnd uffschencken vnd annders win vnd brot holen, sollen sie thün mit wissen der burgermeister, oder so ir einer nit hie wer, mit der zwölfer einem, vnd ist daß vorbröt sin. Item man gibt imen holcz von sant Michels») tag hyncz uff sant Walpurgen tag. Item sie sollen win vnd brott holen zum besten vnd sollen wirt vnd brottbecken allwegen bezalen, damit den burgern darvmb kein nachred geschehe. Item man gibt imen ein sester salcz, das sol er brachen zu der burger notturft vnd nucz vnd nicht zu sinem nucz. Item man gibt ouch uff die schenckingen Hecht, das sol er ouch nicht über spil liehen noch geben noch zu sinem eigen nucz bruchen, vnd gibt imen ouch Hecht darzwischen, inmassen er vnderricht wirt. Item man gibt imen ouch uff einer yeden grosse schenckin ein maß wins vnd uff ein yeden sunntag, so grosse vrten wären, ouch ein maß wins, so aber nit groß schenckin oder dein yerten sind, sol man ymen nichts geben. Item sy sollen alwegen win holen öngeuerd vnd uff kein vrteil zu sinem nucz, damit imen vil überplibe vnd wenn ine bedunckt, das er geholet hab yeder person Vs maß wins, sol er nit mer holen, ist aber gebrust an win, sol er zürn burgermeister oder in abwesen eins burgermeister zu einem zwölfer einem gan vnd vorsehen, ob man mer win holen soll oder nit, vnd was er also in dem geheissen wirt, sol er tun. Item wenn man über stür oder rechnungen kochet, so sol er das kouffen mit wissen der burgermeister, vnd was uberplibt, das sol er wisen vnd darlegen den burgermeister vnd sol das alles wider rechnen vor inen, darvmb gibt man ime 2 ß 3i. Item wer ein hochzit uff der stuben hat vnd selber essen heruff dregt, dem sol man das sin wider uffheben laussen vnd nit zu sinem nucz nemen, darvmb gibt man b ) ime 2 ß 3i vnd sol imen ouch zu essen geben mitsampt sinem gesind, vnd zu welher hochzit man hieoben ist, sol man ein zwehel geben uff die stuben, man esse oder taneze hieoben. Item diß alles der stuben halben stat zu schultheissen vnd rät zu mynder oder meren nach irem geuallen. [282] Item nota, was einem büttel züstät, vnd was er tun vnd laussen sol, was man ime gibt: Des ersten gibt man einem pittel inmassen, wie hernach geschriben steet: Item 4 ^j von dem stab einer fronung. Item 10 ß 3i vom vngelt. Item 10 ß $i von einer yeden stüre. Item von einem yeden vom wasser herab im Gyphen, was her in das kilchsper gehört, ein leyb prott vnd kein fürbot. Item vnd alle die vß dem Langenbach vnd im Ubelbach, die geben 1 keß vnd 1 layb ze jars vnd kein furbot. Item die am wasser uffhin geben ouch, einer ein leyb brots, was her gen kylchen gat, vnd kein fürbott. Item yedes huß hie in der stat vnd in der vorstat, dz ein gantze wacht thüt, gibt 2 layb brots oder 3 A Straßburger dafür. Item welcher ein halbe wacht thüt, es sy frow oder man, der gibt 1 layb oder 3 helbling, vnd gibt keiner sust nichtz zu fürbietten. Item wenn die frön hervmb gät, in der a) Ursprünglich Martins. b) Von anderer gleichzeitiger Hand verändert: der brütgäm. WBBBBm ■ ■ ■ - mikK iHH&s&ra* S^ü mm ** '- •" ■ ■ ■ ■ l Mi ■ am ■b ^m ■MM BHBbb 14 1470—1509. a) Das folgende alles ist ausgestrichen. 1) Auf der inneren Seite des Vorderdeckels stellen folgende Angaben, von denen die drei letztem 1515, die erste etwas später eingetragen wurde: Anno etc. [1]485 galt ain sester körn zu Wolf ach 9 Bap- pen ^j, ain som weins o'A ß Eappen ,5). — Item des selben jars am donstag nach der Liechtmess [Febr. 3.] verbrunen drü hüser in der Hindern Gassen, des frümessers vnd sunst zwey. — An st. Michels tag [Sept. 29.] ist gewesen der groß wind anno etc. 88. — An st. Andris tag [Nov. 30.] in der nacht im 90. iar starb der wolgeborn her, her Heinrich graue zu Furstenberg, landtgraue in der Bare vnd her zu Husen etc. — Am Newen Jars abend zwischen ailfen vnd zwelfen zu mitternacht starb vff dem schloß Ortenberg der wolgeborn her, her Wolfgang graff zu Furstenberg, landgraff in der Bare, oberster hanptman vnnsers hern, kaysers Maxemiliani etc., vnnser gnediger her, anno etc. im 10. [1509 Dez. 31.] 2) c. 1470 a ). Wolfacher Floss- und Zollordnung: Item wenn man mit den schiffherren zu Wolfach rechnot vmbgeend frön so hat er ein frön, vnd in der gemein frön hat einer nichtz, so yederman fronet. Item er hawt ouch ze jars in huß mit der htit vnd wacht. Item yeder püttel siezt aller ding fry, stiir vnd wacht. Item 4 ^ gibt man im vom vmbslag von 1 S'^, Item 5 ß A von einer dum losung. Item ein frombder gibt ein Pfenning vnd 1 ^ zu pfenden. Item ein frombder gibt 2 ^ dem püttel, so er ein ein recht lert, ein heimischer gibt nichtz. Item 1 3\ von einer frönung, so einer stirbt, so man vermeint, einer müg nit bezalen. Item 4 ß ^ gibt man einem pittel von einem zugsbrieff, gen Fryburg zu tragen. Item 1 ß ^ gibt man dem pittel für 1 mil wegs über feld zu gan, so einer ein geswornen botten pruchen wölt. [282 v ] Item ein püttel sol die greben in hüt halten vnd der warten zum allerbesten imm winter mit ysen vnd löcher howen vnd imm sumer mit wasser in vnd vßzülaussen. Item vnd sol den rüßner in eren halten mit wasser vnd rümen, als. vast er mag, vnd was er nit mag thün, so sol man imm darezü froner geben, die imm helfen, vnd sol ouch des warten. Item ein püttel sol die wacht gebietten vrab vesperzit, ongeuerlichen ein stundt vor oder nauch. Item wenn er einem gepüt zu wachen oder fronen, so einer nit anheymisch ist, so sol er imen deßmals fürgan, nachdem vnd sich das begebe, vnd sol das hernach erfolgen, wenn einer wider anheymisch ist. Item [wenn] einer ein frönen oder pfenden wil, so so[l] er nit von stund an vff inn vallen, sunder er sol das best darezü reden, ob er das gewenden vnd zum besten bringen möcht, damit es vnder- standen wurde, vnd ob er des damit nit vnderstan möcht in gütte, so sölt er ein pfenden oder frönen. Item er sol ouch einem torwarten sin hüt oder wacht inbi'ingen, des sol er im pfandt von einem brengen (sie), der imen denn solichs nit geben wil, vnd er mag solich sin pfandt wol vmb brot oder win einem wirt oder brottbecken versetzen vmb sin Ion. Item were es sach, das ein stat ze schicken hett oder fröner hett, das sol der büttel als gebietten vnd was ouch vnnserem gnedigen herren züstät. Item ein püttel sol sweren ein gelerten ayde vnnserem gnedigen herren vnd einer stat, vnnsers gnedigen herren geheiß, einem ampt- man, burgermeister vnd ratte trüw vnd gewer zu sinde, iren frummen zu werben vnd iren schaden zu wenden, vnd ob er ichtz höret, das wider vnnseren gnedigen herren, einen rät oder wider ein gantze stat were vnd die andreffe, sölichs fürbrengen vnd zum getrüwlichesten rügen wölt, ouch heymlich rätt zu ver- swygen ewigelichen, die wacht vnd frön zu gebietten vnd alles das tun wölt, was man ine von vnnsers gnedigen herren wegen vnd eins rats wegen ze tünd hiese, dz dann gepürlichen were, vnd ime vmbschlachen einem tun wölt als dem anndern, dem armen als dem riehen, on als geverde. [283J Item a ) es ist ouch gemacht vnd geordent, das ein yeder burger vff yeder mesß win schencken mag vnd den lütten zu essen geben vnd seezen mag, die wil die mesß vnd fryheit wert, vnd alsbald die fryheit vß ist, so sollen die selben, die geschenckt haben, ir vaß züschlachen vnd ob ichts in dem vaß überplibe, das sol er nit dest minder der stat vervngelten. Item vnd die stat sol behalten ir stattrecht mit allen Sachen des banwins halben, vnnd wenn ein rat banwin schenckt, so sollen alle zapfen zügeslagen werden. Item es sol ouch kein burger dem anndern noch keinem knecht an ein kerbenholcz win geben, es were denn sach, das einer einem siechen mentschen gebe oder ein fründ den anndern mit einer maß wins oder zweyer vereret, so einer ein frömbden gast hett vnd nit über zwo maß. 1470-1509. 15 den floßzol, so würt dise Ordnung gehalten: Item als inenig floß eynr gefürt hat, so zwcht man im an jedem eins ah. Darnach gebend 11 floß zu Wolfach zu zoll 1 ß $. vnd zu Husen jedes 4 ^. Wölichs aber in gastzwyse gat, do gyt ein jeglich floß zu Wolfach 3 helbling vnd zu Husen 1 ß £\. Item so wer- dent 30 stuck für ein floß geczelt. Vnd wenn myn herr holcz nimpt, so gytt er für dry drom, die anders gut synd, 1 fl., für einen 3Vs ß $i vnd 10 /S; davon ze schnyden zu borten, für ein helbling 2 ß ^, für ein stuck holcz 8, 9 oder 10 3i, darnach es gut [ist] . . . . c ). Item von isen vnd stahel von 1 Jt ouch 4 3i. Item gremper vff dem marckt von eyger, käsen vnd ancken gend von yedem it ouch 4 ^, on das sie am weg tragend, dauon gend sie nützt. Item 1 sclüb saltz vnd 1 sack saltz yeglichs 1 3\. Item wurt ein ross verkoufft vff dem marckt von zwein, die fremd vnd gest sind, gitt jeglicher 4 ^. Item ein rind, das verkoufft wirt, git 1 di vnd ein schwin ouch 1 ,3). Item ein ochsenhut git 1 ^ vnd zwo klein hüt ouch 1 $i, die verkoufft werdent. Item hanf gitt ein centner 2 ^. Item do einr kalbfel verkoufft vnd 1 Ji loßt, gibt 4 ,-S). Item von sckauflvelen ouch pfundtzol. Item ein floßholtz gibt 1 $. Item ein son win gyt 1 A- Item ein wagen, der win fürt vmb Ion, gyt 4 ^. Item ein karren niitt win, der für vß fert, gibt 2 <§. Item ein roß, das geladen herin gaut, git 1 ,3) vnd hinwidervß ouch 1 ^). Item ein sönroß, das für gaut, 1 $. Item welher ein söm wins ledt, gibt 2 $. Item die von Husen gend halben zol. Item die gepuren im kirchspei, der gibt jeglicher jars zwen küß, vßgenomen die Vnnser Frowen sind vnd der kirchen. Item die anndern suß jeglichß 1 käß. Item ein ffilin 2 3\, das verkoufft wiirt vnd für gät, 1 ^. Item ein kalb, ein geiß 1 h. Item vier kelber, die man durchfürt, 2 3i. Item von eim tück 6 A, wenn nü zwo ein darab verschnitten werden. Item 1 halb tüch 3 3 t . Item 1 bowlin tüch 4 ^. Item weih käß hcrin fürend zu verkouffen, gibt 1 S 44 die es aber in husern machend vnd nützt . . . d ). Geschrieben von Michel Schryber auf einem Blatte, eingeheftet in dessen Kinmgthaler Oeconomieprotokoll von Uli ff. 3 , S. 19—20. WMMmmmm HMHa 11 MMM 3? nh iß ■ S a) Auf demselben Blatte stehen zwei von 1470 und 1472 datierte Rechnungsverinerke. b) Wenig später ist hier beigesetzt: „das iber 10 gestvz hat", „gyt ein floß zu Wolfach zu zoll 3 helbling". c) Hier ist etwa ein Absatz weggeschnitten. d) Der Schluss ist weggerissen. 3) Dieses Protokoll (also benannt im 18. Jhdt.) ist in der Hauptsache ein Bechnungsbiich über die Einnahmen und Ausgaben des Grafen Heinrich von Fürstenberg im Kinsigthäl. Angelegt ist es 1447 von Michel Schryber, der auf dem ersten Blatte chronikalische Angaben beigefügt hat (gedruckt III, 275 — 76). um von der Art des damaligen Bechnungsivesens Belege zu bringen, biete ich hier eine Auswahl von bemerkenswertem Einträgen Schrybers: (8) „Gerechnot mit Georg malern von Offemburg uff der hl. Dryer Konig tag im 53 jar [1453 Jan. 6.], vnd blibt der benant vnser gnädiger her meister Georgen schuldig aller sach vff den tag 2 fl. vnd 7 ß <$, vnd ist im sin arbeit noch nit angeschlagen, die er getan hat gen Heidelberg vnd gen Straßburg, vmb das sol myns hern guad mit im vberkommen, by der rech- nung was myns hern gnad selbs. — Gerechnot mit Georgen malern von Offemburg am sonntag vor Con- uersio Pauli [ Jan. 22.] im 58 jär, vnd blibt der benant vnser genediger herr dem selben meister Georgen aller sach schuldig vff den tag 3 8' /Si, daby was myn herr selbs. — (14) Item myn herr hat mir geben 8 fl. an der Vffart Vnßers Hern [Mai 15.) vff rechnung im 55 jar, vnd daran was mir min herr 2 fl. schuldig, gab ich vß zu Ettlingen vnd vff der vart heruff. — (21) Item gerechnot mit Michel Danbach, goltschmid zu Straßburg, am sonntag vor Pfingsten [Mai 18.] im 55 jar, vnd blybt im myns herren gnad aller sach [schuldig] vff den tag 27 fl., vnd den goltschmid, so myns herren gnaden das silbrin geschirr gemacht hat, so[l] Michel goltschmid vßrichten. — (23) Gerechnot mit Micheln Danbach, goltschmid zu Straßburg, an sonntag vor sant Martins tag [Nov. 7.] im 56 jar, vnd ist im verrechnot alle gemacht vnd was im von silber vnd an golt geben ist vnd 8 fl. von Michel Schribers vnd l'/i fl. von Heinszen Kochs wegen, vnd blibt im myns herren gnad also aller sach schuldig vff den tag 29 Vs fl-, daby was myns herren gnad selbs, daran geben 4 marck vnd 4 lot vergültz Silbers vff den obgenanten tag. — (91) Item die vier wachter sind gedingt zu Wyhennächten vff das 57 jar, vnd git man ir jedem zu Ion 4 fl. vnd 1 fl. für schuch, 4 ein wyß tuchs zu hosen, 5 ein graws Vilingers zu rocken vnd 5 ein zwülchß oder gelt dafür. Item den ' ■ .■ - mm mHHhH 9 i n j i i Wm HHHH| '^x' EBHBHD09H9 91 fl , ■■ ■' j ■ . : ■ ■'.'■■ V" i ■^■^■H HS ■ . ■ ■ . ffffit. fsStSKSm IIFiiiiiiil ■ liiillPii llllliig ■Sri ^iittfiiK m 16 1470. zweyen fischern git man jars, einein 6 fl., hoffcleyder als anderm gesinde, 5 eilen graw Vilingers tuch zu winterrocken, 4 eilen wyß tuchs zu hosen, 2 par schuch vnd 8 blecze. — (95) Item der harrnascher ist bestelt vif ein nuwes an zynstag nacli Halbvasten [März 6.] im 59 jar, vnd synd all alt Sachen abe, vnd sol im myns herren gnad herrberg geben im stätlin zu Husen vnd 4 füder holcz daryn schaffen vnd sol in darinnen fryen für stwr, wacht vnd frondienst, vnd sol der harrnascher synen tisch haben im schloß, als vor. Darvber sol der harrnascher alles harrnaschs, so in myns herren huß ist, warten vnd versehen nach notturft, ouch zu allen myns herren geschafften bereytt syn zu aller zytt on allen fürzng, vnd was der harrnascher zu den harrnaschen allen brucht, negel, leder, smergel oder anders, sol im myns herren gnad bezaln nach billichen dingen, ouch sol im myn herr syne hoffcleider geben, als vor. — (99) Claus Scherer ist gedingt vmb 7 fl. vnd hat angevangen zu Ostern [Apr. 13.] im 60 jar, hat daran 1 fl. für ein schwert, hat mer 1 fl., gab im myn herr an sampstag vor Conuersio Pauli [Jan. 24.] im 61 jar, mer sol im myn herr gelten 1 fl. von des bildschniczers wegen. — (112) Item Peter Pforrer vnd syn hnßfraw synd gedinget vnserm gnedigen herren vff den hofe, vnd sie sollen alle werck vnserm gnedigen herren ton, ouch iren eigenen costen haben selb dritt mit einer magt, die des vihes bittet vnd der frawen hilft melcken, fütern vnd annders, des da nott ist, darumb sol inen vnser gnediger herr jars geben für Ion des geltz vnd tüchs 10 fl. vnd was sich der magt zu Ion gebürt vnd für den costen 12 fiertel korns, 2 swyn, so die in dem stall ein zyt geligen vnd erspickt werden, vnd ein magere küg zum meygen mag er lassen vff der weyd gan, als lang er wil, mer 3 sester gersten, 2 sester errbissen, 1 sester müsmel, das vird eyge vnd salczes gnüg zu essen vnd ir jedem ein par schüch. Zil vff sant Michels tag. Diß geding ist gescheen an zynstag vor Michaelis [Sept. 24.] 71". 1410, Jan. 31. 2, Diebolt Herr zu Hohengeroltzecke leiht Thiebolt von Gippichen und Martin von Blumeecke, Geschwägern „in einer gemeinschafft, einer lutzel, der ander vil" zu Mannlehen nachstehende Stücke, die ihr Vater und „schweger", der alte Albrecht von Gippichen sei., von seinen Altvordern zu Lehen gehabt hat, nämlich den Zehnten, den Halbtheil der Zinse und 10 Juch Acker zu Eschow, 3 Juch Acker vor dem Vrenberg, 3 Mannsmatten, gen. die Elmat, 6 Juch Acker vor denselben, das halbe Wasser, gen. die Kintz, den halben Zins vom Acker und von der Matte, welche die Marnerin hat, die halben Zinse in Mderhoffen, 8 Juch Acker unter der Stadt Haßlach, gen. der Brügel, einen Acker, gen. der Kampfacker, eine Mühle unter der gen. Stadt, die jährlich 2 ti, 5 ß ^ minder, gibt, 9^ ß 3\ Zins aus Clausen von Villingen Baumgarten, 1 ß aus Albrecht des Seillers Baumgarten, 5 ß ^ aus Lüp- frides Haus, 1 Jauchert 1 Viertel Acker in Mderhoffen, 6 ^ von einem Garten in Mderhoffen, die halbe Burg zu Gippichen und des Rappen und des Vichters Gut, 6 ß 3\ Stroßburger Vorzins aus Hennis und Bertzins sei. Gütern in dem Grunde, des Schurczers Gut im Hnserbach mit Gericht, Fällen und „tawen" und aller Gewalt- ■ same zu besetzen und zu entsetzen, 10 ß Gelds im Langenbach, die auch zu dem halben Hause Gippichen gehören (und zwar von des Schniders Gut, das Pelsenberck Sspiiiiiliiii^ 1470. 17 baut, 1 ß $i, von des Schlicharts Gut in Vbelbach 1 ß ^, von der Waltherinen Gut 2 ß r9j, von des Knellen Gut 2 ß, von des Wißhors Gut 2 ß, von des Reckin Gut Iß," von des Meigers Gut 1 ß), der von Liechtenfelß Zehntlein zu Haßlach, klein und gross, im .Kegbach 2 Güter, den Hof, der Swegenbach, das Lehen, das Claus Marschack (sie) sei. gehabt hat, nämlich den Hof gen. zu dem Oden Burn (sie) im Huserbach, der jährlich 10 ß ^j Stroßburger, 2 Viertel „fißehabern", 2 Hühner zinst und zum Drittel mit Fällen, Gericht und „täwen" liegt, des Rechbachs Gut im Huserbach, das 16 ß ^ Straßburger zinst und auch zum Drittel mit Fällen, Gericht und „täwen" liegt. Geben uff mitwuch vor Vnser lieben Frowen dag nest vor der Liechtmeß 1470. Das Siegel des Ausstellers beschädigt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1471 st. Virichs tag [Juli 4.] verheisst Diebolt von Gippichen, Edelknecht, der etwas Einrede in die Verschreibung, welche Ludwig Kelbelin, Schultheiss zu Haselach, von seinem Vater sei. und von ihm selbst hat, zu haben gemeint hat, denselben bei dieser Verschreibung fortan ungeirrt bleiben zu lassen, nachdem ihm Kelbelin darum 10 Ellen „rot lünsch" Tuch, eine für 1 fl., gegeben hat. Wenn er oder seine Erben von Kelbelin oder seinen Erben diese Verschreibung einlösen, so sind die 10 fl. wieder zurückzuerstatten. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (24 mm D., IV A 2, im Schilde undeutliche Figur, Umschrift unleserlich) und dem beschädigten seines guten Freundes Jos Münch von Eosenberg (25 mm D., IV A 2). Donaueschingen. 2) 1476 frytag nach Letare [Märe 29.~\ verkauft Thiebolt von Gyppich Junker Tiebolten, Herren zu Hohengeroltzecke und zu Bolchen, sein Gut und seine Gerechtigkeit mit der Losung im Memelsbach auf der Schneyt und am Schyberg, wie das von der Herrschaft Geroltzecke an seine Vordem gekommen ist, für 12 fl. Eh. Das Or. siegelte der Aussteller und der feste Syfrit Pfowe von Eyetberg. Geroldseckisches Kopialbuch 15. Jhdt. Bl. 182. Karlsruhe. T *). 3) 1479 st. Marie Magdalenen abend [Juli 21.] empfängt Diepolt von Gippich von Georg Lemp zu Wolfach 9 fl. Eh., die er auf die Wiederlösungssumme der von seinem Vater Albrecht sei. an die Gebrüder Jörg und Berchtold die Lempen verpfändeten Burgmatte zu Gippich, gen. die Müllmatten, schlägt. Pap. Kop. 16. Jhdt., beglaubigt von Johann Sali, Notarius und Stadtschreiber zu Wolfach. Donaueschingen. T. 4) 1480 dornstag nach Vnser lieben Frauwen tag der Liechtmesse [Febr. 3.] setzen Jacob von Bern, Schultheiss zu Zell, Hanns von Eeckenbach, Conrat von Felsenberg, Bernhart Oselberger von Falcken- bühel, Mclaus Amlung von Baden und Michel Spiser, Schreiber zu Husen, nachdem etliche Beredungen zwischen Martin von Blümeneck und dessen ehelicher Gemahlin Adelheit von Berenbach des Widems halb, das ein Teil dem andern zubringen soll, geschehen, aber bisher nicht vollzogen sind, mit Wissen Jacob Münchs von Eosemberg und seiner Schwester Luden, der Kinder der vorgen. Adelheiten, dieses Widems halb fest: Die gen. Kinder von Eosemberg versichern ihrer Mutter vom verlassenen Gute ihrer Grossmutter Annen von Bern sei. jährlich zu rechter Ehesteuer zu Martin von Blümeneck von 400 fl. Hauptsumme, die als solche Ehesteuer bestimmt sind, 20 fl. Eh. auf 19 ß $, 2 Viertel Haber, 2 „ernhünr", 1 Fastnachthenne, 1 Tagdienst, halben Zehnten, Drittel und Fälle von Jacob Schnyders Gut im Breytenbach, 2g^, 2 Viertel Haber, 4 Erntehühner, 2 Fastnachthennen, 2 Frondienste, Drittel und Fälle von Hamen Glöckners *) lieber die Bezeichnung der einzelnen Urkunden mit M, B, 8, T vgl. die Vorbemerkung im 6. Bande. VII 3 ■^^^H if^. ^H ■■'.*■' "■' ■■■■■■■1 Wmmmm . - .:':■. ' ■' ■ ■' ..... ^^^^^^^^^ j m ■ HB ü . - jsWJbW j : ■H ■ ' ■. : ffln .... ■::■ ' j ■WAWfll ■ ■ ' - ffirerar :"^-'^.',::ri.;V : :r"^ : u^' L HM ' ■. ,; ■■■■■ '■ . ^H 1 BMWW / ; ■an ■■■■■ ■■■ HU ■■■ ■H HM EBB ■Hg I § I ■VAVI „.üiiki.«.;'' 18 1470. Gut im Hüserbach, 9 ß &, 1 Fastnachthenne, 1 Tagdienst, Drittel und Fälle von Jacob Verzefelds Gut im Hüserbach, 32 ß 4 ^ von 3 Gütern im Gechbach, die lialbeii Klein- und Grosszehnten, Drittel und Fälle geben, 1 S^ von Fritzen Hense Gütern zu Eschouw, 8 ß Imi Nüsse und 18 /Sf „ze frischlingen" und dem Leutpriester zu Rogkenbüren 47» <5) für den Heuzehnten gehen, um 100 tt 3> Landswährung. Perg. Or. (die Siegel der Junker Wilhalm Gremlich zu Hasenwyler und Melchiors Bigklin, Stadtammanns zu Marchdorf, fehlen). Donaueschingen. 3) 1491 mentag nach st. Gallen tag [OM. 17.] verkauft Peter Mayer von Lellwangen Bernharten Kupferschmid und Lourentzen Oschwalt, Pflegern, und Michel Becken, Meister des hl. Geistspitals zu Vberlingen, um 14 $ ,9; Vberlinger Währung sein eigenes Haus zu Lellwang, das er auf des gen. Spitals eigener Hofstatt erbaut hat. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Junkers Hanns Beckembach, Vogts zum Hailgemberg, (IV. C, 30 mm D., Wappen bekannt; . . . hcma . uou . redienbauj.) Ueberlingen, Spitalarchiv. 4) 1493 mentag nach Aller Hayligen tag [Nov. 4.] klagt vor dem Landgerichte zu Büren (Landrichter Hanns Tyringer) Herr Hanns Scharpff, Pfister zu Salmenschwyler, wider Gebliart Hornstain, dass dieser von seinem Gut zu Lällwangen, das er vom Kloster hat, wider Recht Holz verkauft habe. Das Gericht erkennt, dass des Hornstains Gut deshalb dem Kloster heimfallen solle. Perg. Or. mit dem Siegel des Landgerichts (wie Abb. VI, No. 66). Karlsruhe a ). S. a) Derselbe Hof wurde vom Kloster 1497 an Peter Wausenberg gegeben. Auch dieser verkaufte Holz, hielt die Aecker und das Haus nicht in Stand und veräusserte einzelne Aecker. Deshalb wurde derselbe auf Klage Hainrieh Kürmnaigers, Pfisterherrn zu Salmenswil, 1500 mitwoch vor st. Mathis tag [Febr. 18.] von dem Landgericht zu Bürren (Martin Keller von Frickingen Landrichter) des Hofes verwiesen. Perg. Or. mit dem Siegel des Landgerichts (wie Abb. VI, No. 66). Karlsruhe. S. 1470, März 12. 4, Peter Schenck, Vogt zu Sigmaringen, schreibt Pfleger, Dekan und Kapitel des Gotteshauses Ainsidlen: die Armenleute von Hilpoltswilr und Höwenrütty, die in des 3* HSWil B i BnHnB 1 ■ V ■■■ ■ I ■ ' ■■■ ' I I ■H IMflM Rh ■■■■■■■■ ; : *i ■■ ■■■■■■ ■■ .--.■ -■ k wmwmm iapap_i_iap| rafltanHBH mHBBSMBSm Pjbrb B hHbHB HB H Q^a^H^^HgB H KflBiif-D >«* ■■■■■■1 ^ra raff. I I ] ■ / 20 1470. Grafen Jörgen Schirm sind, haben ihm vorgebracht, Einsiedeln habe sie verkauft und es werde ihnen zugemutet, anders als bisher zu schwören; wiewohl sie lieber des Gotteshauses Einsiedeln wären, wollen sie doch nach Herkommen schwören. Auf ihre Bitte bittet der Vogt namens seines Herrn das Gotteshaus, diese Leute zu behalten oder doch nur so, wie sie von Alter herkommen sind, zu verkaufen. Will das Gotteshaus daran kein Genügen haben, so erbieten sich die Leute Rechts vor Graf Eberhard von Sunnemberg, Freiherrn Wernher von Zymmern und Johannsen Truchsessen, Ritter, des Reiches Landvogt in Swaben, oder vor Bürgermeister und Rat zu Costentz oder Pfullendorf, damit diese erkennen, was sie nach Herkommen schuldig seien. Datum vff mentag nach Inuocauit anno etc. 70. Pap. Kop. Eavensburg, Stadtarchiv. 1) Diese Kopie sandte das Gotteshaus Ainsiedeln vff zinstag nach Judica [Apr. 10.] 1470 an die Stadt Eauenspurg, bedauert hiebei den Widerstand dieser Leute und erklärt, es werde, wenn auch ungerne, vor Bürgermeister und Eat zu Costentz mit ihnen zu „früntlicher vnderrichtung" vorkommen. Eauenspurg solle, wenn ihm der Tag verkündet werde, eine Botschaft mit der Kopie des Kaufbriefes dorthin senden. Pap. Or. mit einem unter Papier zum Verschlusse aufgedrückten, unkenntlichen Sekretsiegel. Eavensburg. 2) 1470 zinstag vor st. Symon und Judas tag [OM. 23.] klagt vor Bürgermeister und Eat der Stadt Costenntz Conrat von Eechberg als Pfleger des Gotteshauses U. 1. Fr. zu den Ainsideln, dass sich die Armenleute in den Gemeinden zu Hilpoltswiler und Howenrütin geweigert haben, den von Eauenspurg, an die das Gotteshaus mit Erlaubnis des Bischofs von Costentz sein Gut „ennend Sew" verkauft habe, den Eid zu leisten, den sie früher dem Gotteshaus geleistet hätten. Petter Schenck, Vogt zu Sigmaringen, Hanns Pfiffer, Vogt zu Hiltboltswiler, Conratt Schmelhenmayer, Claus Brenn, Herman Vogelsang, Conratt Eoman, und Hanns Pfiffer, die Vertreter der Gemeinden, antworten „sy waren fry gotzhuslütt vnd ettlich burger gesin vnd haben sich ain tail gütz willens an das gotz hus als fry gotzhüs lüt gehiilt", sie hoffen, dass der Kauf keinen Fortgang nehmen werde, „dann sy also wyter, dannbillich sy, verkoft vnd in aigenschaft zogen" wären. Conrat von Eechberg entgegnet, die Gemeinden seien „mit lütt vnd gut, gericht, zwing vnd benn" des Gotteshauses, denn es hätte dieselben lange Zeit innegehabt, genutzt, „gevellet vnd gelesset," wie andere Gotteshausleute. Die Vertreter der Gemeinden leugnen das; es hätten auch die Frauen von Wald an den Gerichten einen Teil, den sie von den Pfullendorfern gekauft hätten, und den andern Teil an den Gerichten, Zwingen und Bannen habe Graf Jerg von Werdemberg, denen sie auch mit Steuern, Diensten und andern Sachen als freie Gotteshausleute „verhaft" seien. Ihre Verpflichtungen beständen darin, dass die von Hiltpoltswiler dem Gotteshaus jährlich 7 # ,-9) und die von Howenrütin 77» <& $i gäben; „vnd wenn ainer abganng, so werde dem gotzhus der vall, vnd hab och das gotzhus vmb vngenossami der wib vnd mannen zu strauffen, vnd nit wyter syen sy inen schuldig". Es geschähen auch oftmals Käufe unter ihnen „vmb aigen erb vnd erkoft oder ander gütter" für 2, 3 oder 400 fl. „Wa och by inen zwen gebrüder waren, da ainer des gotzhus vnd der ander nit, vnd sturb der, der des gotzhus wer, so möcht sin brüder in nit erben, er war dann des genoß; aber zwen brüder, so an das gotzhus gehorten, möchten wol ain andern erben". Der von Eechberg erwiedert, die Gemeinden gäben auch dem Gotteshaus Hühner, „das doch ain billich antzaigen geb vff ain aigenschaft"; „wie die frowen von Wald vnd gräff Jörg gericht in den dörfern haben, lauß er ain red sin, aber das gotzhus habe daselbs jargericht, herbstgericht vnd mayengericht, rieht och daselbs vmb alles das, so zu richten sy, och vmb erb vnd vmb aigen". Darauf entgegnen die Vertreter der Gemeinden, sie hätten nie Hühner gegeben, und was die Gerichte betreffe, so habe das Gotteshaus, wenn 1470. 2] zwischen den Meiern der Zinsgüter halb Irrungen wären, ein Gericht zu besetzen; „das sy aber dem gotz- hus icht wyter schuldig syen zu raisen oder anders halb, oder das sy sy zu manen haben, das syen sy nit"; „vnd wyter zu uerstend, wollen sy nit bergen, wie ir vordem an das gotzhus komen syn: so habend wiland die grauen von Rordorf seligen ir vordem an das gotzhus als fry gotzhuslütt ergeben vnd sich zuo halten als fry gottshuslüt; es syen och sidher ettlich by inen anderswa burger geweßen, die haben sich och gütz willens, vmb das sy destfryer wem, an das gotzhus ergeben, vnd doch in dhainer aigenschaft; nu mainec die herren sy zu uerkoffen für aigen, vnd das sy das swern sollen, wer vnbillich, dann sy wären nit aigen, haben och nicht wyter gesworn, dann für fluchtsami vnd och vmb das sy nit in die stett zugen, wol vff dem land mugen sy ziechen, war sy wellen" ; es sei ihnen auch vom Gotteshaus vormals zugesagt worden, dass man sie ohne ihre Einwilligung nicht verkaufe; „wa der koiffurgang haben sölt, so wären sy doch mit lib vnd gütt ir". Der von Eech- berg erwiedert, „es war lantlöffig, wa ainer ain vellen, lassen, och vmb vngenossami strauffen möcht, das der hünr dartzü gab vnd das ain aigenschaft begriff; nu der hünr halb möcht wol sin, das die ettwann nit geantwurt wären, sonnder hetten sy die ainem vogt gelassen, vmb das er dester bas zu den armen lütten sech vnd von im beschirmbt würden, vnd das och wytlöffige halb ainem arm man zu swer war, ain hün oder mer zu den Ainsideln zu antwurten, deshalb in ir gerechtikaitt der hünr halb nicht ver- schinen war; vnd als sy ains zusagens halb haben gemeldt, des syen sy inen nit bekanntlich; sy haben och nicht wyter, dann all ir gerechtikaitt vnd verkoft nach innehält ains rodeis, das by inen ain offnung sy". Zum Schluss reden die Vertreter der Gemeinden, sie würden, wenn sie in den Kauf mit ihrem Eid willigten, „mercklich red" von ihren 2 Obern empfangen; wenn es aber anders nicht sein könnte, und sie von dem Gotteshaus, dem sie allerdings lieber angehörten, ihrer Eide, „was sy inen dann bisher lutt irs aids syen schuldig geweßen," entlassen würden, wollten sie den von Rauenspurg auch schwören und hofften ihnen weiter nichts schuldig zu sein. Es wird erkannt, dass die Gemeinden, wenn sie ihres Eides entlassen würden, dann denen von Rauenspurg schwören sollten, in gleicher Weise wie sie vormals dem Gotteshaus geschworen haben. Perg. Or. mit dem stark beschädigten Siegel der Stadt Costantz. Donaueschingen. T. 3) 1471 sonntag Letare Halbvasten [März 24.] verkaufen Anna Pfifferin, Hannsen Pfiffers sei. von Hörüte Witwe, und ihre ehelichen Söhne Virich und Jerg, die Pfiffer, um 24 fl. Eh. an Symon Megerli zu Hörüte des Rüdeis Gut daselbst für ein rechtes, lediges Ainsidlergüt, das jährlich 15 ß £\ Landeswährung und 4 Scheffel Veesen Rauenspurger Mass als Vogtrecht an das Schloss zum Hailigenberg, 17 ß A Bodenzins an das Gotteshaus zu den Ainsideln und 1 Scheffel Haber und 2 Viertel Veesen Pfnllendorfer Mass „wisatkorns" in den Kelnhof zu Hörüte zinst a ). Perg. Or. mit dem Siegel Conrat Bischoffs, Vogts zum Hailigenberg, angehängt unbeschadet der „landtgraffschaft zum Hailigenberg" (wie Abbild. No. 6). Donaueschingen. a) Die Hälfte dieses Simon Megerli'schen Gutes, von dem die andere damals Hannsen Baggenlin gehörte, verkaufte Hans Mägerlin, gen. Zächy, von Hewruty mit Genehmigung der Stadt Rauenspurg 1500 vff dornstag nach st. Symon vnd Judas der hl. zwelffbotten tag [Okt. SQ.] an Hans Bächeier von Niderwyler um 47 ft 10 ß $i Landeswährung. Dagegen kaufte von letzterem Adam Smelmmayer dessen Kelnhofgütlein zu Nidrawyler [und versprach der Stadt Rauenspurg deshalb am mitwoch vor st. Jörgen tag [Apr. 21] 1501, dasselbe nur an Genössige des Kelnhofs zu Höwrüti zu verkaufen oder es seinen Kindern um den Kaufpreis von 70 U h, wie er es erworben, zu überlassen. Hans Bächeier war vorher Leibeigener des Klosters Weingarten gewesen und wurde 1499 monntag nach Mitteruasten [März 11.] j_-egen Hans Segk von Lenngenwyler von der Stadt Rauenspurg eingewechselt.; hiebei verzichtete Segk auf alle seine Rechte als Genosse des Kelnhofs Hewrutin. Perg. Or. Donaueschingen. 4) 1487 frittag vor st. Virichs tag [Juni 29.] schwört Virich Kretz von Höwrüti, den Bürgermeister und Rat der Stadt Rauenspurg zu ihrem Keller in Höwrüti gesetzt und dem sie darum ihren Kelnhof allda zu niessen gegeben haben, denselben in allen rechtlichen Sachen gewärtig und gehorsam zu sein, ihren und der Stadt Nutzen zu fördern und Schaden zu wenden, die Rechte des Kelnhofs zu handhaben, Zins und Geld ihnen jährlich zu ihren sichern Händen zu antworten, den Kelnhof an Häusern, Hölzern und 22 1470. I 1 Feldern zu bessern und in gutem Bau zu halten und auf ihre Abkündigung mit Weib und Kindern ohne alle Ansprache wegen etwaigen Zimmerns und Bauens abzuziehen, doch sollen in diesem Falle auch ihm die 2 U -5) werden, die einem jeden abgesetzten Keller zu geben sind. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Junkers Anndressen von Croaria. Donaueschingen. 5) 1490 mentag vor st. Johanns tag Bapptiste [Juni 31.] sitzt Hans Pfiffer, Keller zu Hiltpolts- wiler, auf Befehl von Bürgermeister und Rat der Stadt Rauenspurg als Stableiter im Kelnhofe zu Howrüti mit den Genössigen desselben zu Gericht und bei ihm Hanns Schnider, Kaufmann zu Wald, Vogt der Herren von Werdemberg, die dieses Kelnhofs Vogtherren sind, um ihn und die Rechtsprecher anstatt der Vogtherren zu beschirmen. Auf Ansuchen der Rauensburger Bevollmächtigten Jacob Hensler, des Rats zu Rauenspurg, und Petter Schnitzers, Vogts zu Zustdorf, vorgebracht durch ihren Fürsprechen Bastion Schnabel, wird auf Grund des Kelnhofrodels zu Recht erkannt, dass des Kelnhofs Höwruti Wälder vom Keller daselbst zu bannen und von diesem da Gebot und Verbot zu thun sei. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln Petter Spätten, des Rauenspurger Vogts zu Schmalnegg, und des Hannsen Boscher, Vogts zum Hailigenberg (s. Abb. No. 27), die für Pfiffer und Schnider, die beiden Vorsitzenden, welche auf Gerichtsurteil an die Urkunde ihre Siegel hängen sollten aber keine haben, siegeln. Donaueschingen. 6) 1508 sambstag nach st. Vrbans tag [Mai 37.] verspricht Jacob Gächlin, Keller zu Hoüruti, dem Bürgermeister und Rat der Stadt Rauenspurg, die Herren des Kelnhofs zu Hoüruti, zum notwendig gewordenen Neubau desselben "aus ihren Waldungen zu Züstorf an ihm angewiesenen Stellen 2 Blocktannen zu Stubendüllen und Thüren zu hauen und auf seine Kosten hinzuführen erlaubt und dazu 20 $ $i ihrer Stadtwährung gegeben haben, auf seine Kosten ohne allen Schaden der Stadt in diesem Sommer an des alten Kelnhofs statt ein neues, wohlgemachtes Maierhaus ungefähr in Form, Mass und Weite, wie Hansen Rösslers Haus zu Züstorf, zu bauen. Will ihn die Stadt nicht länger als Keller daselbst belassen oder stirbt er, so gehört ohne alle Ansprache von seiner und seiner Erben Seite das neue Haus der Stadt zu eigen. Perg. Or. mit dem Siegel des Junkers Hans Hinderofen, Beiwohners zu Rauenspurg. Donaueschingen. 5, Leibeigenschaft. I l m\ i 1) 1470 zinstag nach dem hl. Ostran tag [Apr. 34.] geben Hanns Günther und Barbara Struben, „recht elich gemacht", in der Kürnach gesessen, welche ein Gut zu Verenbach erkauft und dorthin ziehen wollen, Abt Heinrichen zu Sant Jörgen, der ihnen sonst den Abzug nicht gestatten will, „ain bekantnüsse", dass sie und alle ihre Kinder seinem Gotteshause mit Leibeigenschaft zugehören und sich diesem nicht entfremden, sondern die Äbte zu St. Jörgen „für gichtig herren" haben werden. Perg. Or. mit dem Siegel des Grafen Egen zu Fürstemberg (abgebildet III, No. 519). Karlsruhe. 2) 1471 st. Siluesters tag [1470, Dez. 31.] bekundet Cünrat Bücker, des Junkers Hainrick von Rechberg von Hochenrechberg, Herrn zu Schwartzenberg, Vogt zu Glotter, dass vor ihm im Gericht Burck- hart Rytzer, Elsbethen Rytzerin ehelicher Sohn von Glotter, geöffnet habe, wie ihn Graf Egen von Fürstenberg als Leibeigenen beansprucht und ihn in Gelübde genommen habe, nur mit seiner oder seiner Amtleute Gunst von ihm zu kommen, es sei denn, dass seine Mutter schwöre, sie sei nicht der Herren von Fursten- berg, in diesem Falle solle er ledig sein; darauf habe die Mutter Burckharts vor ihm im Gericht geschworen, sie sei keines Herrn von Furstenberg, sondern gehöre dem Gotteshause zu Sant Jörgen. Pap. Or. mit dem vorne aufgedrückten, unkenntlichen Siegel Claus Ammanns, Vogts zu Schwartzenberg, (der Aussteller hat kein eigenes). Karlsruhe. 3) 1471 mendag vor dem hl. Palmtag [Apr. 1.] gelobt Agnes Schottin, Hannsen Hübers sei. Witwe, welche Graf Heinrich zu Fürstenberg, nachdem er sich ihres und ihres Hauswirts verlassenen Gutes der Eigenschaft und „ettwas verschulter saehen" halb unterzogen hatte, der Eigenschaft ledig gezählt und welcher er laut seiner „quittanczien" freien Abzug gegönnt hat, sich mit dem Teile des verlassenen Gutes ihres Hauswirts zu begnügen, den ihr der Graf gelassen hat, und an den andern Teil, den der Graf behalten, p 1470. 23 keine Forderung zu erheben. Perg. Or. (das Siegel des Junkers Cünrat Stoll von Stouffenberg fehlt). Donaueschingen. 4) 1472 mentag nach st. Franciscen tag [Okt. 5.] entlässt Graf Hainrich zu Fürstemberg, der mit Abt Hainrichen zu Sant Georien wegen der zwischen ihnen streitigen fünf Geschwister, der Kinder Conrat Eytzers und der Bryden Schräyerin sei., dahin übereingekommen ist, dass dem Abte und seinem Gotteshause Baltasar Ritzer von Hertzigenwilr zu Pfaffenwiler und Greth Ritzer, Bureken Cleinhannsen von Kilchdorf eheliche Hausfrau, und ihre Kinder, dagegen ihm Cläwin Ritzer von Hertzigenwilr, Eisin Ritzer, Clausen Kystlers Weib in der Ordnen, und ihre Kinder allein zugehören und endlich Endlin Ritzer, Conrat Bintzen- stocks in der Linach eheliche Hausfrau, beiden Teilen gemein sein soll, die an St. Georgen überwiesenen Geschwister aller Pflichten und verzichtet gegen dieses Gotteshaus auf alle seine Rechte an denselben. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (abgebildet Bd. III, No. 221). Karlsruhe. 5) 1473 samstag nach dem hl. Pfinstag [Juni 12.'] ergiebt sich Jost Hädrich ab der Wurtzheid, dessen Frau Vrsel Haldenstetterin von Zell am Vndersee mit zwei andern Frauen oder „fräwenbilden" um merkliche, an Leib und Leben mit Recht zu strafende Verschuldung willen Graf Heinrich zu Fürstenberg zu Haselach im Kintzigentall im Gefängnis gehabt, aber auf Bitten seiner „Frauen" und anderer erberer Leute auf eine ziemliche Strafe und Urfehde ledig gelassen hat, deshalb freien Willens eidlich mit Frau und Kindern in die Leibeigenschaft der Herrschaft Fürstenberg. Er wird dieser Herrschaft Feinde Feind sein und, wenn ihn Graf Heinrich „im zu dienst ze komen oder ze ryten" mahnt, dies thun, wenn anders er nicht „vorhin bestelt oder sust verpflicht" ist. Seine Frau gelobt ebenso der gen. Herrschaft leibeigen zu bleiben. Perg. Or. (die Siegel des Junkers Thoman Freiherrn von Valckenstein und Herrn Bilgrins von Höudorf, Ritters, fehlen). Donaueschingen. 6) 1476 frytag vor Reminiscere [März 8.] ergiebt Hanns Löhli von Rordorf seine Ehefrau Ännlin Rülats, die des Gotteshauses zu Stain Leibeigene gewesen ist, nachdem er sie und seine Kinder von diesem Gotteshaus mit barem Geld erkauft, st. Martin zu Meßkirch als Leibherrn und Junker Hannswernher von Zimmern als Vogtherrn. Annli Rülats übernimmt alle daraus sich ergebende Verpflichtungen. Perg. Or. mit den Siegeln des Mathis Löwlin von Meßkirch (25 mm D., IV A 2, im Schilde 2 übereinander gelegte Pflanzen; t £ . mattjis . öri . lonuin) und des Hanns Strölin, Altstadtammanns und jetzt Spitalpflegers zu Meßkirch (25 mm D., IV A 2, im Schilde 3 Pfähle; £ . tjatta . proltn). Donaueschingen. T. 7) 1476 mitwoch vor dem hl. Pfingsttag [Mai 29.] bekundet Marx Hägker von Meßkirch, Junker Hannswernhers von Zimern Vogtmann und st. Martins Leibeigener, dass er Weib und Kinder „mit aigen- schaft irer liber nachbringen" will bis zum nächsten st. Martins tag a ). Perg. Or. mit den Siegeln Löwlins und Strölins wie an No. 5, 6. Donaueschingen. T. a) 1476 frytag vor dem hl. Pfingsttag [Mai 31.] ergiebt Hanns Hägker von Meßkirch seine Ehefrau Ännlin Metzgerin von Wauggerßhouen, die frei gewesen, und seine Kinder in gleicher Weise an gen. Junker und an st. Martin. Perg. Or. mit den Siegeln wie an 5, 6. Donaueschingen. T. 8) 1477 frytag vor Oculi [März 7.] ergiebt sich Hanns Haine, Caspar Hainis von Meßkirch ehelicher Sohn, da sein Vater sich mit seiner Mutter ehelich vermählte, während er des Himmelsfürsten st. Ciriacs zu Bietingen Leibeigener und Junker Wernhers, Freiherrn, Vogts zu Bregents, Vogtmann gewesen und jetzt deshalb „ain abtrag" zu thun aufgefordert wurde, um seines Vaters „vngenosame" abzutragen, in gleicher Weise an gen. Himmelsfürsten und gen. Junker. Perg. Or. mit den Siegeln des Mathis Löwlin (stark beschädigt) und des Jacob Wiglin, Altstadtammanns zu Meßkirch, (28 mm D., IV A 2, im Schilde eine Lilie; t £ . [acobi • . • • nrfgltn). Donaueschingen. T - 9) 1477 sampstag vor Oculi [März 8.] ergiebt Martin Hägker, der junge, von Meßkirch seine eheliche Hausfrau Ännlin Müllerin von Zußtdorf, nachdem er wegen der Heirat mit derselben, einer Freien, nicht bestraft ist, seinem Stande gemäss an die Leibeigenen von st. Martin zu Meßkirch und die Vogtleute seines Herrn Hannßwernher von Zimmern. Perg. Or. mit den Siegeln, wie an "No. 5, 6. Donaueschingen. T. - :t w>sK 24 1470. 10) 1477 frytag vor st. Hattheus tag [Sept. 19.] ergiebt Hainrich Büchsenmaister von Meßkircb, Hannsen Büchsenmaisters ehelicher Sohn, Agathen Jägerin von Sigmaringen, seine eheliche Hausfrau, eine Freie, seinem Stande gemäss an die Leibeigenen von st. Martin zu Meßkirch und die Vogtleute seines Herrn Hannßwernher von Zimmern. Agatha Jägerin übernimmt ausdrücklich alle daraus sich ergebenden Verpflichtungen. Perg. Or. mit den Siegeln, wie an No. 5, 6. Donaueschingen. T. 11) 1480 mittwoch vor st. Johanns Baptisten tag [Juni 21.] beurkundet zu Vrach Eberhart Graf zu Wirteinberg, dass sein Hofgericht in dem Streite zwischen Jörg von Gundelflngen, Freien, und Hansen Trnchsessen von Bichißhusen, Ritter, ob Älla Wenntzin von Merstetten des letztern Leibeigene sei oder nicht, zu Gunsten der letztern erkannt habe. (Aus der umfangreichen Urkunde erhellt, dass die Leibeigenen ihrem Herrn jährlich ein Huhn zu geben hatten, dass Alla Wenzin dies gethan, aber nicht zu wissen behauptet habe, ob sie das von ihrem Lehen oder von ihrem Leibe schuldig gewesen sei. Auch sagt die Urkunde, dass nach gemeinem Landbranche das Kind der Mutter, nicht dem Vater nachfolge). Perg. Or., in Buchform, (das Siegel des Ausstellers bis auf kleine Stücke abgefallen). Donaueschingen. 12) 1480 zinstag nach st. Gallen tag [Olct. 17.] ergiebt sich Hanß Meßner von Hochmessingen, sesshaft zu Tanhan, der bisher seiner Leibeigenschaft halber unansprächig und frei gewesen, Jörgen Abt des Gotteshauses Sant Jörgen aus sonderer Neigung seines Gemütes mit Leibeigenschaft. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Junkers Cunraten von Valkenstain, genannt von Ramstain. Karlsruhe. 13) 1481 niendag vor st. Martins tag [Nov. 5.] übertragen Schultheiss, Bürgermeister und Rat der Stadt Vilingen, welche im Streite zwischen dem Abte Jörg zu St. Jörgen und dem Grafen Egen zu Fürsten- berg um Brida Rüterin aus der Kürnach zu Schiedsrichtern genommen wurden, die Entscheidung Hansen Egenshammer, Altbürgermeister, Hannsen Herman, Bürgermeister, und Ludwig Rotbletzen, Schultheiss, zu Vilingen als gütlichen Tädingsleuten, bei denen auf des Abtes Seite Hug Swenninger, genannt Bär, und Hanns Verenbach und auf des Grafen Seite Hanns von Franckfurt und Hanns Butz, alle vier Ratsfreunde von Vilingen, stehen. Der Abt hatte Brida Ruterin mit ihren Kindern als Leibeigene seines Gotteshauses beansprucht, weil er es so in den Urbarbüchern gefanden habe; dies hatte der Graf widersprochen, weil dieselbe unangefochten ob 30—40 Jahren hinter seinem Vater und jetzt hinter ihm gesessen sei, also länger, denn Stadt- oder Landrecht ist. Die Tädingsleute entscheiden : Brida Ruterin ist mit ihren Kindern und Kindeskindern dem Grafen Egen leibeigen, dagegen wird Ennly Engeischmann von Asan, Hainrich Kolers eheliche Hausfrau, jetzt zu Münchwiler gesessen, mit ihren Kindern und Kindeskindern Leibeigene des Gotteshauses St. Jörgen. Perg. Or. mit den Siegeln der drei Tädingsleute. Donaueschingen. 14) 1482 st. Matheus tag [Sept. 31.] versprechen Michel Dold aus dem Langenbach und Katerin Wyßherin, seine Hausfrau, welche des Gotteshauses Sant Jörgen Leibeigene ist, da dieses Klosters Abt Jörg auf Bitte Hainrichs Grafen zu Fürstenberg der Frau gestattet hat, ihr Wesen und Wohnung unter diesem Grafen in Langenbach bei gedachtem ihrem Hauswirte zu haben, dass ihre Kinder, falls sie durch Schickung Gottes solche bei einander überkommen, und ihr, der Frau, eigener Leib dem Gotteshause zu allen Rechten verbunden sind, wie wenn sie im Gericht Sant Jörgen oder an andern Orten hinter dem Gotteshause sässen. Perg. Or. mit dem Siegel des Grafen Heinrich (abgebildet Band III, No. 221). Karlsruhe. 15) 1484 mentag nach st. Jacobs tag, des meren zwölfbotten, [Juli 26.] ergiebt Anna Schiderly mit Willen ihres Mannes Jacob Stüli sich und alle ihre Kinder mit Leib und Gut Frau Vrsela Vögtin von o Brastberg, Äbtissin zu Lindow, und dem Junker Vlrichen von Helmstorf als einem nachjagenden Vogte dieses Gotteshauses zu leibeigen. Perg. Or. mit dem unkenntlichen Siegel des Junkers Jos Rudolf auf Härsperg. München, Reichsarchiv. 16) 1487 st. Dyonisius tag [Okt. 9.] giebt Hainrich Graf zu Furstenberg Georien Abt zu Sant Jörgen Anna des Schmids von Verenbach Tochter, jetzt Petter Wyßhars in der Kurnach eheliche Hausfrau, mit allen ihren Kindern, „die sy got der herr berat", um Anna des Schertzingers Tochter, jetzt des Gneckis zu Bregen eheliche Hausfrau, und deren Kinder. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (abgebildet Bd. III, No. 221). Karlsruhe. 1470. 25 17) 1489. „Michel Satz von Rockaburn hat ain vngenossami und daran geben 1 gülden zu der straff und sol sin wib vom Hailigenberg hernach bringen in tusch mit Conrad Schetzl wib von Obersickingen, die ist min". Aufzeichnung des Constanzer Domprobsts Thomas von Cilli; Zeitschrift für Gesch. des Oberrheins 19, 71. 18) 1506 st. Sebastions tag [Jan. 20.] giebt "Wolfganng Graf zu Furstenberg Eberharten Bletzen von Rottenstain, Abt zu Sant Georyen, seinem lieben Herrn und Gevatter, seine leibeigene Frau Anna Eschämerin von Mundelfmgen, Hans Josen zu Grüningen Witwe, mit allen ihren Kindern gegen Anna Pfister, Eckmans Frau zu Frydenwilr, und alle ihre Kinder. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Ausstellers. Karlsruhe. WO, Mai 7. 6. Eberhart Graf zu Sonnenberg, Truchsess zu Waltpurg, ist zwischen Annen Gräfin zu Thüwingen, geb. von Lupfen, und Graf Sigmund von Lupfen als gemeiner Mann mit Conratten Schnewlin von Crantzriöw und Petern von Bürren zu Mengen als Zusätzen der erstem, ihm beigegeben von ihrem Klagführer, ihrem Sohne Graf Conrat von Thüwingen, und mit Herrn Jacob Trapp, Kitter, Erbhofmeister zu Tyrol, und Hanns Virich von Stoffeln, den Zusätzen des Grafen Sigmund von Lupfen, in der „meren" Katstube zu Mengen zum Rechten gesessen. Es klagte Graf Connratt namens seiner Mutter durch seinen Fürsprechen Berchtolt Schulthaissen von Hüffingen, Graf Sigmund solle gütlich oder rechtlich angewiesen werden, ihr den bisher trotz ihrer wiederholten Forderung vorenthaltenen Erbteil von ihrem kinderlos gestorbenen Bruder Hainrich auszufolgen. Graf Sigmund entgegnete durch seinen Fürsprech Hanns Scher, er sei dazu nicht verpflichtet, denn er sei, damals noch nicht zu seinen Tagen gekommen, bei der Erbteilung mit seinen Brüdern Eberhart, Hanns und Hainrich nach dem Tode seines Vaters Hanns, mit seinem Bruder Hainrich „zusamen geteilt" worden und habe mit demselben ob 30 Jahren bis zu dessen Tode ihren Besitz ohne Einrede gemeinsam besessen. Berchtolt Schulthaiß erwiederte: mit dieser Gemeinschaft habe es nicht den Fug, wie Graf Sigmund wolle, denn es sei wohl kundig, wie Graf Hainrich und Sigmund mit ihrem Gute in etlichen Kriegen sich gebalten, wie man da den einen angegriffen, den andern unbekümmert gelassen habe, auch hätten beide ihren „aigen costen« gehabt und ihre Sachen sonders gehandelt. Graf Sigmund liess darauf reden: „sich hab zu zitten begeben der krieg halb, das graue Hainrich sälig in geschefft komen vnd sich in krieg begeben habe, do das ir frund innen wurden, die haben sölichs vnderstanden zu fürkomen vnd daby gemerckt, "das die ding so wytt komen sigen, das graue Hainrich sälig des kriegs nit hab mögen absin, so haben sy weg gesucht, damit sy vmb das ir nit gar kamen, vnd souil ' dauon geredt, das besser were vß Höwen kriegen dann vß den dörfern, vnd damit vn Hra ■HHHHIHBB^I 26 1470. geordnet, das der ain das name, der ander ain anders, das sy dann mainten nauch gestalt ir sach das wager sin, ob das ain verderpt wurd, das inen dannocht das ander blibe, sige aber in taylungswyß uit bescheen, inen sige onch zu zytten die herschafft Höwen angewonnen vnd inen darnoch in gemainsehaft wider worden vnd das allwege in gemainsehaft mitt ainander gehabt, die armenlütt, gen Höwen gehören, haben inen ouch baiden in gemein geschworen". Es sei zwar wahr, dass sie, wie er jetzt noch habe, zwei Küchen, eine zu Höwen, eine zu Enngen, gehabt haben, dieselben seien aber beiden gänzlich gemeinsam gewesen, auch finde man manchen Ammann, der 2 oder 3 Küchen habe. Graf Sigmund Hess darauf die von den beiden Ausstellern und Conratt Berenlaupp Schnewlin von Zeringen und Ludwig Küchlin besiegelte Urkunde von 1436 st. Lucien tag [Dez. 13.] verlesen, in der Graf Conrat von Thüwingen, Herr zu Liechtnegk, und Annlin seine Gemahlin, des Grafen Jo- hannsen sei. von Lupfen Tochter, bekennen, von ihrem Bruder Eberhart für sich und seine Brüder die bei dem Ehevertrage gen. Frau von ihrem Vater für Heimsteuer und väterliches und mütterliches Erbe ausgesetzten 2000 fl. Rh. bar erhalten zu haben, und in der Annlin auf ihr väterliches und mütterliches Erbe und alle andere Erbschaft ihren Brüdern gegenüber auf ewig „biß an ain ledigen ahligen anfall" verzichtet hat. Darauf liess Graf Conratt erwiedern: jeder der beiden habe eigene Vögte, Amtleute und Knechte gehabt, das lasse er aber wie ihr Verhalten im Kriege und die trotzdem fortdauernde Gemeinschaft derselben bestehen, der vorgelesene Brief aber sei lediglich eine Quittung seiner Mutter um ihre Heimsteuer, und der darin angezogene Verzicht sei kraftlos, denn eine Frau müsse „vor ainem besessen gericht" bevogtet werden und da den Verzicht thun mit Willen ihres Vogtes, Fürsprechen und Ratgeber und, sei sie verheiratet, auch mit Willen ihres Mannes, das sei bei seiner Mutter nie geschehen, und „sige die verziehung siner mütter nit wissend". Nach weitern Reden beider Teile, in denen dieselben ihre Behauptungen aufrecht halten, namentlich Graf Connrat wiederholt die Gemeinschaft der beiden Brüder läugnet und Graf Sigmund erklärt, er könne seine Aussagen „vestnen als ain graue des richs" und er hoffe, es werde im Recht erkannt werden, „diewil so- licher gemainsehaft zwüschen brudern, ouch wittern sippen in diesem lande also gehalten, landßgewonhait vnd recht ist, der da in leben blipt vnd den andern tail vberlepte, als da ist bescheen, das derselbig das besessen gemaingütt als alle für sin aigen gutt besessen vnd behalten hat, so solle graue Sigmund ouch by sölichem sinem inhabenden gütt bliben vnd das gemain recht vnd des lands gebruche an im nit geendert werden", nahmen die Zusätze ein „bedencken", wie sie es sich gleich zu Anfang ausbedungen hatten. Am Samstag nach st. Erhartstag [Jan. 13.] 1470 1470. 27 ssW- entscbieclen die lupfischen Zusätze schriftlich auf Grund der vorgenannten Quittung: Graf Sigmund solle der Klage seiner Schwester müssig stehen, wenn er schwöre, also mit seinem Bruder „in der gemainschaft gesessen" zu sein; die Zusätze der Gräfin Anna aber entschieden schriftlich am Montag nach st. Valentinstag [Febr. 19.] 1470, weil „wipplich adelsgeschlecht quittierung erblichs anvals nit vff im haben", und die Gräfin einen Verzicht ihrerseits nach Ordnung des Rechten in Abrede stellt, dass geschehen solle, was recht ist, wenn Graf Sigmund binnen 6 Wochen und 3 Tagen rechtsgenügend vorbringe, „das die gemainschaft, ouch die quittierung erblichs anvals nauch Ordnung des rechten, ouch des gemainen landßbruch vnd gewon- hait bescheen vnd zugangen sig"; thue er das nicht, sondern schwöre Gräfin Anna, dass es der Quittung halb nur so, wie vorgesagt ist, stehe, so solle sie zum Erbe ihres Bruders Hainrich gelassen werden. Heute erklärt Graf Eberhard von Sonnenberg, wieder zu Mengen in der „meren" Eatstube, in Gegenwart Haidenrichs, des Anwalts der Gräfin Anna, und Rudolfs von Memerswil, des Anwalts des Grafen Sigmund, das Urteil der Zusätze der Gräfin für das gerechtere. Jeder Teil bekommt einen Urteilsbrief. Geben an mentag nauch dem sontag, als man in der hl. kirchen singt Mi- sericordia Domini, 1470. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Karlsruhe. 1) Mit diesem Urteil war dieser Streit nicht erledigt, er kam vor den Kaiser, der mit dem Urteile das Hofgericht zu Kotweil betraute, dasselbe aber schob die Sache 1478 Zinstag nach Quasimodogeniti [März 31.] wieder dem Kaiser selbst zu. Perg. Or. mit dem Hofgerichtssiegel, Karlsruhe. Das Ende des Streites ist nicht bekannt. 1470, Juni 13. 7 Vogt und Richter am Kirchengericht zu Wolfach bekennen, dass vor ihnen im Gerichte heute ' Conrat Götz zu Hagenbüch gegen Georgen Lempen, einen Bürger zu Wolfach, geklagt hat, derselbe habe etliches Vieh auf dem Hofe zu den Schmitten und überfahre ihn damit zu Hagenbüch, obwohl er weder Haus noch Hof, weder Feuer noch Rauch da habe; er solle ihn nicht weiter überfahren oder da haushäblich werden. Der Beklagte antwortet: er habe ein eigenes Gut zu Hagenbuch, von dem er nur seinen Herrn von Fürstenberg den Zehnten pflichtig sei und könne also „sollich sin gut geniessen für sich selb wyt oder nach", er fahre mit seinem Vieh auch nirgends hin, ausser wo er Fug und Recht habe. Der Kläger entgegnet : es sei von Alters herkommen, dass einer auf dem Gute sitzen und da Feuer und Raucb haben solle, thue das der Beklagte, so soll er das Gut niessen, sonst aber nicht. Darauf erwiedert der letztere, er sei allein Herr des Gütleins, denn dessen Eigenschaft und Lehenschaft sei sein, deshalb könne er es nutzen, wie er wolle. Das einstimmige Urteil lautet: der Beklagte und seine Erben mögen zu allen Zeiten „mit souil vyhes in die hutsollin gen Hagenbüch varen, als sie dann vff dem selben gütlin gewinnen möchten«. Geben vff mittwoch in der hl. Pfingstwochen 1470. Das Siegel des Frühmessers Conrat zu Wolfach (s. Abb. No. 7). Perg. Or. Donaueschingen. £ÜuSÜf$ 28 1470. 1470, Juni 27. 8, Jacob von Göberg und Hans Küch von Fiirstemberg vergleichen Hannsülrichen von Almßhofen zur Nüwenburg mit der Gemeinde Munelflngen wegen seiner Wiese, gen. die Bietwis, hinter Berg im Munel- finger Bann also: Jeder Teil trägt seine Kosten selbst. Die von Munelflngen bannen jedes Jahr fortan diese Wiese, wie ihre Wiesen, an st. Jörgen tag, dürfen „die nit uff brechen, noch in schaden tun, vntz die gehöwet wirdt, vnd s511en vnd mögen vor st. Jörgen tag vnd achttag nach st. Margarethen tag oder, ob die wyse vor vnd er gehowet wäre, die waiden daruff etzen, brachen vnd nießen als ander ir waiden". Dagegen soll der Besitzer der Wiese dieselbe „vermachen" und sie jährlich acht Tage vor oder nach st. Margarethen Tag geheut und geräumt haben, wenn ihn daran nicht Ungewitter oder andere ehaftige Ursachen hindern a ). Geben an mittwochen vor st. Peters und st. Pauls der hl. zw&lfbotten tag 1470. Die Siegel der Aussteller zerbröckelt, die Hannsülrichen Schellenberg (angehängt für die von Munelflngen) fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. von Almshofen und Berchtolds von a) Diese von ihm lehenbare Wiese erlaubt Graf Heinrich von Fürstenberg 1496 Georgen von Almens- hofen zu verkaufen. Schellenbcrg. Repertorium dos 16. Jhdts. Donaueschingen. 1) In dem 1520 angelegten Jahrzeitenbuch von Mundelfingen (Perg. Or. Mundelfingen, Pfarrei) ist von erster Hand auf dem ersten Blatte bemerkt: „Notandum est, quod isti sunt fundatores huius parrochi- alis ecclesie in Mundelfingen: Herr Petter von Grünburg, ain ritter, Hanns von Grünburg, Burckhard von Grünburg, Petter von Grünburg, frouw Katherina von Grünburg, frouw Luckhart von Grünburg , Johannes Grünburger, ain priester, Joannes Grünburger, ain bairfüsser gewessen, Hugo Grünburger, junckher Wernher vnd Burckhardus Grünburger etc.". 2) 1484 st. Ousßwalds tag {Aug. 5.] sitzt Domman Im Hof, gen. Welti, Vogt zu Munnelfingen, im Namen Conrats von Schellenberg, Ritters, und Junker Burckharts von Schellenberg, Gebrüder, zu Hü- fingen, in seinem Haus öffentlich zu Gericht. Es klagt Herr Domman Potzar, Kirchherr zu Munnelfingen, gegen den erbern Hainrich Almßhofer von Vnnedingen wegen 8 ß 21 h. Vogtrecht aus dessen Gut zu Munnelfingen. Nach Hin- und Herrede legt letzterer den Kautbrief um sein Gut, gen. Güntherngut, vor, während der vom Pfarrer vorgelegte Rodel von dem sog. „Rischen gut" sprach. Dem Kläger wird aufgetragen Kundschaft darzulegen, dass die 8 ß 21 h. jemals aus diesem Gut gegangen seien, widrigenfalls er mit seiner Klage abzuweisen sei. Dieses Urteil wird dem Verklagten ausgefertigt a ). Perg. Or. mit dem Siegel des Ritters Conrat von Schellenberg zu Hüfingen (wie Abb. No. 13). Donaueschingen. T. a) 1491 mitwoch vor st. Philips und Jacobs tag [Apr. 27.] klagt vor demselben Richter Herr Thoman, Kirchherr zu Mundelfingen, gegen Heyne Herman zu Undendingen wegen 6 ß 21 h., 2 Hühner Vogtrechts aus dem eben genannten Günteringut, wird aber mit seiner Klage wieder abgewiesen. Perg. Or. mit dem Siegel des Ritters Cunrat von Schellenberg (wie Abb. No. 13). Donaueschingen. T. 3) 1492 mitwuch nach st. Bartholomeus tag [Aug. 29.] empfängt Connratt von Schellennberg zu Hüffingen, Ritter, von Abt Gotthart zu St. Gallen der Berner Zehnten zu Mundelfingen a ). Perg. Or. mit dem eingenähten Siegel des Ausstellers. St. Gallen. a) Denselben Zehnten empfängt derselbe wieder 1505 mitwuch vor der Vffart Christi, vnsers behalters, [Apr. 30.] auf Vnser Frowenberg vom Fürsten Franciscen, Abt zu St. Gallen. Perg. Or. mit dem zerbrochenen Siegel desselben. Donaueschingen. — 1490 mitwoch nach Liechtmeß [Febr. 3.] verkaufen derselbe und sein Bruder Burckhard an Margreth Franklin von Vilingen 5 fl. Zins aus ihrem eigenen Drittel des grossen Kornzehntens zu Mundelfingen. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. 1470. 29 4) 1503 st. Fabions vnd Sebastions tag [Jan. 20.] verkauft Enndly Äschenmar zu Mundelfingen Cünradten, Ritter, und Junker Burckharten von Schellennberg, Gebrüdern, zu Hüffingen des Aschenmars Gut zu Mundelfingen, bestehend aus vielen einzeln aufgeführten Stücken a ), zusammen 35 V> Jauchert Äcker in den drei Eschen (dem obern und untern und dem zu Talbach aus), 23'A Mannsmad „bunten" und Wiesen und Hölzern in Bachteltzhalden ennend dem wasserfal, in Ow, in Raindellen ob dem Bad, und dem Holze Rötrain in Randellen, um 110 fl. Hiffinger Währung. Das Gut, das ihr Mann Cünradt Äschenmar sei. von Brumßin gekauft hat, ist freieigen, doch gehen daraus 3 fi. Zins, ablösbar mit 60 fl. Hauptgut, dem Sckult- heissen und Rate zu Fürstenberg. Die Verkäuferin giebt alle Briefe über das Gut, die sie hat, den Käufern, weitere sich noch findende liefert sie denselben auch aus, widrigenfalls sie ihnen nicht schaden sollen. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel des Junkers Jörg von Reckenbach, Amtmanns der Grafschaft Fürstenberg (34 mm D., IV C). Donaueschingen. a) Von den hier genannten Flurnamen sind erwähnenswert: an Lebren, an st. Lorentzen bild, des Tüffels Loch, hinderm Turn; als angrenzend genannt sind der Frauen von Fridenwyler Güter, Vnser Frowen Wiese, der Heiligen von Aschach Äcker, der gemeine Espach, st. Margreten Wiese. 5) 1504 m&ntag in octaua Pfiugstfürtagen [Juni 3.] verkaufen Othmaur und Hanns Wyslocker, Gebrüder, zu Mundelfingen, Josen Wättingen und Jacoben Kramer zu Vnnendingen ihre Güter zu Mundelfingen (nämlich einzeln aufgezählte Stücke»), zusammen 16'/« Jauchert Äcker, 9V* Mannsmad Wiesen und 3 Gärten), die mit Ausnahme des Zehntens freieigen sind, um 99 fl. Rh. unter Vorbehalt des Rückkaufs. Perg. Or. mit dem Siegel des Junkers Burckhart von Schellenberg (wie an No. 33, 23). Donaueschingen. a) Von den Flurnamen sind zu nennen: im Winloch, im Byfanng, an Schalmengraben; als angrenzend sind erwähnt: Ritter Conrads von Schellenberg Gut, Vnser Frowen Wiese, des Heiligen Wiese, der Frauen von Fridenwyler Wiese, des Frühmessers Haus. i HH H 1470, Juli. 5. 9, Thiebolt, Gangolf und Walther, Gebrüder, Herrn zu Hohengeroltzegk, teilen ihren Besitz. Gangolf bekommt u. a. Schenckenzell, Romberg, die Kastvogtei zu Wittichen und die Losung der Pfandschaft Loßburg und Wittendorf zu Swaben. Geben vff donrstag nechst nach st. Virichs, des hl. bischofis tag, 1470. Die Siegel der 3 Brüder, Jörigen von Bach, des altern, Anndresen Röders, Hannsen von Bronnbach, Peter Bauers, gen. Geban, und Wilhelmen Landegks , ihrer Amtleute, die diese Teilung beschliessen geholfen haben, eingebunden. Perg. Or. Karlsruhe. 1) 1427 fritag vor st. Vrbans tag [Mai 23.] vergleichen zu Wittichen Heinrich und Jorge von Geroltzeke, Gebrüder, Herren zu Sultze, ihrem Vetter Walther, Herrn zu Geroltzecke, mit dessen Söhnen Diebolt Walthern und Heinrichen dahin, dass Walther den Söhnen die Feste Schenckenzell einräumen und dazu alle Jahr 40 ff 1,, seinen Teil des Zehntens zu Wittendorf, 10 Viertel Korn, 10 Viertel Haber und die Wiese, die gen Schenckenzell an das Schloss gehört, geben soll. Die Söhne können auch für sich fischen, während im übrigen der Vater an den Wässern und allem Eigentum an den Dörfern zu Schenckenzell, Rumberg oder Reinhorczowe, nichts ausgenommen, dem Gute zu Swaben, zu Mortenowe, diesseits oder jenseits des Rheins ungeirrt bleiben soll. Heinrich Herr von Geroltzecke soll um alles bis dahin Vorgefallene gerichtet und geschlichtet sein. Wenn der Vater mit Tod abgeht, ist die Übereinkunft kraftlos. Das Or. ■HHB ^fiV ■ V" ■-^'■ ..... £fffsK%vl 1 HBB BB BBBBBBBj '$')£%"W'l HB llfr'*© ™ SB HB] HggJ »SB ^A&^j 1 $" BBBBBJ '■$Ü HHI '%:% 1HHI BBBl i^M nm w^KBKEKBEKKKRMM 30 1470. siegelten die Tädigungsleute und die 3 Brüder Diebolt, Walther und Heinrich. Transsumpt in einem Notariatsinstrument von 1434, Jan. 30. Perg. Or. Karlsruhe. T. 2) 1428 mitwoch nach Francisci [Okt. 6.] meldet Burkart Humel von Stouffemberg, Kitter, Herrn Adam Biffen, Ammeister zu Straßburg, dass er, als er von ihm geschieden, Junker Heinrich von Geroltz- ecke und den andern geschrieben, aber nur von jenem mündlich in Ettenheim Antwort erhalten habe; derselbe wolle sich mit 5 Pferden, unter den nur ein „knab" sein soll, bestellen lassen und der Stadt Straßburg sein Schloss Schenkenzell öffnen, dahin solle die Stadt ihm 2 Schützen auf ihren Kosten hinthun und ihm 40 fl. zu „enthaltgelt" und 3 Armbrüste und auf die 5 Pferde 2 fl. täglich geben, solange er der Stadt Diener sei, er meine das wohl zu verdienen, solange der Krieg währe, sein Schloss sei gar wohl wider die Feinde der Stadt zu gebrauchen, da ihr viele Schwaben widersagt haben, und besonder gegen den Markgrafen; derselbe habe auch mit Jerg von Neüweneck geredet, auch der wolle mit 6 Pferden „selbfünft ge- wapent vnd einen knaben" um 2 fl. täglich sich bestellen lassen und seinen Anteil an den Schlössern Nu- weneck und Isenburg öifnen, derselbe habe das Jahr über 6 Hengste am Barren und sei zumal wohl gerüstet; er, Heinrich, und Jörg wollten den Markgrafen bei Pfortzheim und Liebenzell von ihren Schlössern aus „vast vmb triben" und auch der Stadt andere Feinde zu Swaben schädigen. Humel glaubt, dass diese zwei der Stadt, wenn der Krieg „anders ützit harren" sollte, nützlich sein werden. Pap. Or., das rückwärts aufgedrückte Siegel abgefallen. Strassburg, Stadtarchiv. 3) 1435 samstag nach st. Mauritien tag [Sept. 24.] legen Hanns Landecke, Hans von Geroltzecke, Bastard, und Herman Binman die Zwistigkeiten zwischen Junker Diebolt und Junker Hans, Gebrüdern, Herrn zu' Geroltzecke, gütlich bei. Junker Diebolt nimmt u. a. zu Teilern an ihren noch ungeteilten Gütern, darunter Schenckenzell und Bümberg, Egenolfen von Walstein, Schultheiss zu Gengenbach, und Heinrich Wagner und Junker Hans den Abt von Ettenheimmünster und Hans Landecken, diese sollen mit ganzer Vollmacht binnen zwei Monaten teilen. Die beiden Junker einen sich bis dahin auch über den Burgfrieden zu Schenckenzell und machen aus, wieviel Knechte jeder da nach Notdurft haben solle, werden sie nicht eins, so entscheiden auch darüber die 4 gen. Teiler. Perg. Or. mit den eingebundenen Siegeln der beiden Geroldsecker und der Tädigungsleute. Karlsruhe. 4) 1457 mentag vor dem hochzit Allerheiligen [Okt. 31.] vereinigen Balthasar von Wartemberg, gen. von Wildenstein, Adam von Wyntertur und Hug Sturm die Brüder Jerg, Domherr und Sänger des Mehrerstiftes zu Straßburg, und Junker Thyebolt, Herren zu der Hohen Geroltzeck, dahin, dass Jerg u. a. sein väterliches und mütterliches Erbe an der Herrschaft zu Geroltzeck und jenseits des Bheins, insbesondere auch Schenckenzell und Rümberg seinem Bruder Thyebolt übergiebt. Perg. Or. mit den nicht gut erhaltenen Siegeln der beiden Brüder und der Tädigungsleute. Karlsruhe. T. 5) 1474 st. Michels tag [Sept. 29.] setzt Gangolf Herr zu Hohengeroltzeck und zu Schenckezell Hansen von Beckenbach, gen Schenckezell in sein Schloss als seinen Burgvogt, das Schloss zu behüten und nach Notdurft auf eigene Kosten und mit eigenem Gesinde nach seinem Vermögen zu versehen. Derselbe soll in seiner Kost ein reisiges Pferd zu seinem, des Ausstellers, Dienst gewärtig halten; reitet derselbe aber in seinem Dienste, so hat er den Burgvogt und das Pferd zu verköstigen. Darum giebt er demselben den Sitz des Schlosses mit den 3 Matten, gen. Brugel, Leynmatt und Remlißlehen, und allen andern Grundstücken, Wim und Waide, Holzrecht und Burgwasser, ferner alle Schultern, Eier, Hennen und Hühner, die zu Reynartsowe, in dem Kaltbrunnen und zu Schenckezell fallen, alle bisher gebräuchlichen, zu dem Schlosse gehörigen Frondienste und noch jährlich 8 fl. Eh., 2 Hofkleider für seinen Leib, wie andern seinen Dienern, und 10 Malter Roggen von der Kastenvogtei zu Wickten. Dagegen hat ihm Hans Reckenbach in seinem Schlosse zu Schenckezell Stallung, Heu und Stroh zu geben und allen, die er, der Aussteller, dahin ordnet, ein Mahl für 10 h., „einen rennen ein tag für 8 h., vnd dem selben rennen nit schuldig sin win zu geben". Wollen der Aussteller oder die seinen zwischen dem Mahle oder vor oder nach demselben „zeren", so soll der Vogt ihnen die Maas Wein geben, „wie sy in biß in das schloß ansteet". Diese Anstellung gilt auf ein Jahr und wenn er, der Aussteller, sich nicht ehelich verändert, auf 2 Jahre. Jeder Teil soll ein Vierteljahr vor abkündigen. Mmmt der Burgvogt in des Ausstellers Diensten Schaden, so hat er diesen ^^m 1470. 31 1 ■- ■ ■ ■ zu ersetzen und bei der Abkündigung ein etwaiges Guthaben desselben zu bezahlen. Wird der Wein merklich teurer, „dan der gemeyn lowf ist", so soll dem Burgvogte an jedem Mahle 1 ^ mehr gegeben werden. Wenn er zu Kriegszeiten einen Zusatz in das Schloss legt, so soll das ohne Kosten und Schaden des Vogtes geschehen. Sind in dem Schlosse Wächter nötig, so sollen die armen Leute da wachen, wie bisher Gewohnheit war. Pap. Or., das Siegel des Ausstellers abgefallen, Donaueschingen. 6) 1475 mittwoch vor st. Medardus tag [Juni 7.] vergleichen Aubrecht von Sünchingen, Vogt zu Oberndorf, Gemeiner, Wilhelm von Landegk, Schultheiss zu Gengenbach, und Jörg Schedell zu Offenburg, Zusätze des Junkers Ganngolf, Freiherrn zu Hochenngeroltzegk, und Hanns Wolflin, Keller zu Hornberg, und Hainrich Eckhart, Schultheiss zu Dornhan, Zusätze des Abtes Jörg von'Alperspach, diesen Abt und gen. Junker, welche ihre Streitigkeiten nach langen Bemühungen der Schiedsleute denselben zur Entscheidung heimgestellt haben, also: 1) Von dem Gute des gen. Gotteshauses, auf dem Cnnradt Gissler sei. durch den Tod abgegangen ist, hat der von Geroltzegk einen Fall genommen und verlangt, dass der Maier dieses Gutes ihm mit Gelübden, Eiden, Geboten und Verboten und sonst wie andere zu Schennckenzell gehorsam und gewärtig sein solle, wogegen der Abt Einsprache erhob, weil laut seiner vorgelegten Briefe dieses Gut „von ainer freyen hannd" käuflich an sein Gotteshans gekommen sei. Es wird entschieden, dass der Abt bei diesem Gute an Eigenschaft, Zinsen, Gülten, „rächfällen", Gerichten und Rechten wie bisher bleiben soll, dass der Herrschaft Geroltzeck von diesem Gute kein Fall gebührt, und dass der Maier vor Kuebach ihr mit Gerichtsgang und Frondiensten gehorsam und gewärtig sein soll, wie ein anderer Ammann zu Schencken- zell; doch soll dieser Entscheid der gen. Herrschaft an der Obrigkeit und beiden Teilen an ihrer Gerechtigkeit anderer Güter halb unschädlich sein. 2) Von vier „armman", ob der Wüste gesessen, hat der Abt gemeint, sie sollen wie bisher seinem Gotteshause dienen, wie die von Rienhartzow, wogegen der von Geroltzeck einwandte, dies sei nur „inn schirms weis vnd nit auß gerechtigkait" zugelassen, weshalb man es abkündigen könne. Es wird entschieden, weil diese vier „arm man" der Herrschaft Geroltzegk mit allen Obrigkeiten zustehen und in deren Zwingen, Bannen und Herrlichkeit gesessen sind, sollen sie derselben bleiben und dem gen. Gotteshause nicht mehr, wie eine Zeit lang geschehen, zu dienen schuldig sein. 3) Der Abt hat geroeint, dass, was der Güter seines Gotteshauses halb zu Kaltbrunnen „gehanndelt, gericht oder uffgebenn" werde, vor seines Gotteshauses Gericht und Stab geschehen solle, wogegen der von Geroltzeck solche Sachen vor seinen Stab und sein Gericht ziehen wollte. Es wird entschieden, der letztere solle dieser Güter halb bei Zwing, Bann und Obrigkeit, der Abt bei dem hergebrachten Gerichte über dieselben bleiben. 4) Der Abt hat geklagt, dass die Buchler zu Schenckennzell und etliche „mit innen darzu gewanndt" zugesagt hätten, wegen ihrer für Jacob Knebel übernommenen Bürgschaft einen Brief aufzurichten, wogegen der von Geroltzegk einwandte, dieselben seien dazu ohne seine Erlaubnis nicht berechtigt gewesen, weil sie ihm „gewant" seien. Es wird entschieden, dass sie die Verschreibung nicht aufzurichten haben, wenn ihnen „sollich verschreibung nit verlesen vnnd fürgelegt" worden sei, denn der von Geroltzeck habe, da sie ihm zustünden, das Becht, ihnen solches abzuschlagen, da aber Knebel noch unter dem Abte wohnhaft sei, sei ihm sein „furnemen" gegen diesen vorbehalten. Pap. Kop. von 1559 (das Orig. war damals zu Geroldseck). Donaueschingen. 7) 1481 sampstag von Philippe vnd Jacobe tag [Apr. 38.] beweist Gangolf Herr zu Hohengeroltzegk und Schenckenzell seiner Gemahlin Kungod 5000 fl., nämlich 2000 fl. Rh., die ihr ihr Vater Hug, Graf zu Montfort und Herr zu Rottenfels, zur Heimsteuer gegeben, 2000 fl. Widerlegung und 1000 fl. Morgengabe auf Rychßhouen, Hochfelden und Schenckenzell. Er setzt zu Bürgen Jacoben Grafen zu Morß und Sarwerd und Herrn zu Lore, Heinrichen Grafen von Zweinbrück, Herrn zu Bitsch, und Trüprechten Herrn zu Stouffen. Einlager in Vilingen oder Rotwil. Perg. Or., die Siegel des Ausstellers, der 3 Bürgen und Diebolts Herrn zu Hohengeroltzeck, Bruders des Ausstellers, fehlen. Karlsruhe. T. 8) 1494 raöntag nauch st. Anndres tag [Dez. 1.] verkaufen Ganngolf Herr zu Hohengeroltzeck und Schennckenzell und Küngund Frau zu Hohengeroltzeck, geb. Gräfin von Montfort, um 270 fl. Rh. um merklicher anliegender Notdurft willen, dem Abte Jeronimus, dem Prior und dem Konvent zu Alperspach ihre Fischwasser zu Schennckenzell, nämlich das Wasser, das im Th5ß anfängt, gen. die Alperspach , und ihr ganzes Burgwasser mit den „bybächlin", die darein rinnen. Wer in diesen Fischwassern frevelt, wird von ^^^^^^H m ■ ■ • ■ ■ £ ■ I : i - ■ * 1 32 1470. ihnen gestraft, muss aber dennoch dem Kloster Wandel thun. Da diese Wasser „verwidemt" sind, werden sie bis st. Johanns tag zu Sunnwendin ihrer Brüder und Schwäger Willbriefe beibringen. Die Wiederlosung bleibt jedes Jahr auf st. Anndres tag oder 14 Tage vor und nach diesem Tage mit 270 fl. Rh. vorbehalten. Perg. Or. mit den nicht gut erhaltenen Siegeln der Aussteller. Stuttgart. 1410, Juli 23. Villach. 10. Kaiser Friedrich leiht den Gebrüdern Rudolf und Alwig, Grafen von Sulz, als Reichslehen, das durch den Abgang der von Krennckingen heimgefallen ist, ein Drittel des Beheimhofes zu Mdern Mettingen. Chmel, Regesta Friedrichs IV, No. 6084. 1) 1433 frytag noch st. Bartholomeus tag [Aug. 28.] gelten Hans von Krenckingen, gen. von Wissenburg, Freiherr, zu Roggenbach, Hauptschuldner, und Thürung von Arburg, Freiherr, zu Schencken- burg, Mitschuldner, Hamman von Offtringen 11 fl. Rh. Zins, zahlbar auf st. Gallen Tag, der mit 220 fl. Rh. erkauft und widerkäufig ist. Unterpfand ist u. a. des Hauptschuldners 6. Teil des Zehntens zu Ranspach, Mettingen und Loningen. Zu Bürgen geben sie Ilanman von Rüßegg, ihren Schwager, Cunratcn und Hans Wilhelm von Frydingen zu Crägen, Gevetter. Einlager in Waltzhüt. Das Or. siegelten die Aussteller und Bürgen. Güntersthaler Kopialbuch des 15. Jhdts. (No. 27). Karlsruhe. 2) 1500 dornstag vor st. Katherinen tag [Nov. 19.] geloben Liennhardus Gouch, Leutpriester zu Mattingen, Hanns Steger vff der Badstuben, Hans Steger, der Wirt, beide Gebrüder, Heintz Hertzog, Heini Fry und Hans Brüll, alle von Nidermättingen , und Clewy Vlly von Obermättingen, denen Graf Rudolf zu Sultz erlaubt hat, zwei Höfe zu Nidernmattingen an Jacoben Küwyer zu Hallow gegen 5 Mut Kernen Gilt um 60 fl. Rh. wiederkäufig zu versetzen, den Grafen deshalb schadlos zu halten. Perg. Or., das Siegel Gregorius Vogts, Schultheissen zu Waltßhut, fehlt. Karlsruhe. 3) 1506 freytag nach st. Martins tag [Nov. 13.] verkaufen Wilhelm und Alwig, Gebrüder, Grafen zu Sultz, als Hauptverkäufer und die Vögte, geschworenen Richter und ganze Gemeinden der 3 Dörfer Ober- und Nidermättingen und Obereckingen, in der Landgrafschaft Stuelingen hohen Oberkeit gelegen, als Mitverkäufer unter Vorbehalt des Rückkaufs bei Vsjähriger. Kündigungsfrist für 2000 fl. Costantzer Münze (der fl. zu 15 Batzen derselben Währung gerechnet) dem festen Jeronimusen Yfflinger zu Schaffhausen einen jährlich auf st. Martins tag in Schaffhausen oder 7s Meile Wegs davon im Umkreis zu entrichtenden Zins von 100 fl. aus den genannten, der Hauptverkäufer eigenen Dörfern. Einlager der Verkäufer nebst 2 reisigen Knechten und 2 Pferden und seitens der 3 Gemeinden je durch den Vogt und einen Geschworenen vom Gericht in Schaffhausen. Das Or. siegelten die Hauptverkäufer mit ihrem „gemein an- erbohren insigell" und Wilhelm von Kubach, Obervogt zu Nükilch im Cleggöw und Bürger zu Schaffhusen. Pap. Kop. 17. Jhdt. Donaueschingen. T. 1470, Aug. 31. Gratz. \\ t Kaiser Friderich verleiht in Anbetracht der Dienste Caspars von Clingenberg dem Schultheissen, dem Rat und der Gemeinde der Stadt Meringen, die Casparn gehört, folgendes Wappen: „einen Schilde geteilet in drew teile, zu oberst vber zwirch der dritte teile zwo leisten, die oberst swartz vnd die vnder weis, vnd das "*""' ' •"" 1470. 33 vnder merer teile des Schilds plaw, darinne ein halbs morenpilde an füss vnd arme in weis becleidet vnd auf seinem hawbte ein gelb oder goldfarbe crone, als danne dieselben wappen vnd cleinette in der mitte diß gegenwärtigen vnsers keyserlichen briefs geinalet vnd mit färben eigentlicher ausgestrichen sind")", und gebietet allen Reichsangehörigen und „kinngen der wappen, erhalden, perseuanden", Meringen hieran nicht zu beirren, „vnschedlich doch andern, die villeicht der gemelten wappen vnd cleinetten geleich fürten an iren wappen vnd rechten". Geben zu Gretz am freytag vor st. Gilgen tag 1470. Das kais. Siegel. Perg. Or. beschädigt. Möhringen, Stadtarchiv. a) Das Wappen ist in der Urkunde wirklich abgebildet. T. 1) 1343 feria quarta ante Purificationem [Jan. 29.] leiht Abt Eberhart von Eeichenau Grethen der Synniginun von Tuttlingen die Wiese zu Meringen bei Bibrach aufhin und einen Acker und Garten bei dieser Stadt, was alles ihr Wirt Eberhart von Buch sei. von ihm zu Lehen gehabt hat. Beichenauer Lehenbuch 638 f 1, S. 696. Karlsruhe. 2) 1343 feria quarta post Andree [Bez. 3.] leiht Abt Eberhart von Eeichenau Herrn Peter von Marcholfingen U. Fr. Altar zu Meringen in der Leutkirche. Beichenauer Lehenbuch 638 f 1, S. 696. Karlsruhe. 3) 1351 gestattet Abt Eberhart von Beichenau dem erbern Knechte Wernher von Tettingen, seines Gotteshauses Dienstmann, anstatt seines Sohnes Burekart, der ehelichen Wirtin des letztern Sidannun, Herrn Götfrid des Müllers von Zürich Tochter, 10 Mark Gilt aus dem ihm verpfändeten Kelnhof zu Meringen um 100 M. S. Costentzer Gewäges Widerlegung und 40 M. S. Morgengabe zu Leibgeding zu versetzen. Das Or. siegelten der Abt und Wernher von Tettingen. Beichenauer Lehenbuch 638 « S. 461—462. Karlsruhe. 4) [1353 — 63] versetzen Abt Eberhart von Beichenau und sein Konvent Hainrich Märstetter von Battolfszell und Cünrat Vochentzen, seinem Schwäher, denen sie 56 U <§ Costentzer schulden, dafür alle Fälle, Erbe und Gelasse, die ihnen von ihres Gotteshauses Leuten zu Meringen, Ebringen, Singen, Lüggringen und in der H6ri werden. Ohne Datum. Beichenauer Lehenbuch 638 e S. 463—464. Karlsruhe. 5) 1470 montag nach st. Matheus tag [Sept. 24.] gestattet Kaiser Fridrich zu Gretz Casparn von Clingenberg, in der ihm und seinen Vordem erblich zugehörigen Stadt Meringen den bisher an st. Andreas Tag abgehaltenen Jahrmarkt auf Montag nach st. Bemigius Tag und den Wochenmarkt vom Samstag auf den Montag zu verlegen, und verleiht ihm ausserdem in dieser Stadt einen neuen Jahrmarkt auf Montag vor st. Johannis Tag Baptisten. Strafe 40 Mark Gold. Eeicksregistraturbücher Band B, S. 182. Wien. Daraus Chmel, Eegesten des Kaisers Friedrichs IV, No. 6113. 6) 1472 6 a ante Palmarum [März 20.] leiht Abt Johannes von Beichenau Jacoben von Göberg als Mann- und Frauenlehen zu Meringen: 1 Hube, die in des Leders Gut gehört und die jährlich 3 Malter Haber, 1 Mut Boggen, 3 Hühner und 12 Eier giltet, 1 Hube, die 4Va Malter Haber und 5'/2 Viertel Eoggen giltet, die Hälfte des Holzes Berhald mit Äckern und Feld und des Holzes Berwol, den Laienzehnten, aus dem jährlich an Aller Heiligen Altar daselbst 18 Malter Korn und 1 Mut Erbsen gehen, 1 Gut, das 10 Malter Korn, 1 Gut, das 7 Malter Korn und 1 Gut, das 5 Malter Korn giltet, 1 Hube, die 3'/2 Malter Korn zinst, und 1 Malter Boggen, das vor Jahren Hans von Sunthusen zu Meringen von Peter Stryten von Ymendingen Mutter erkauft hat, aus einem Gute zu Meringen, das je 2 Malter Eoggen und Haber giltet a ). Beichenauer Lehenbuch 638 d Bl. 179. Karlsruhe. a) Diese Stücke empfängt nach Abgang Jacobs von Göberg sein Sohn Hans von Göwberg, an den dieselben erblich gefallen sind, 2 a ante Palmarum [März 34.] 1488. Derselbe giebt dafür 2 fl. A. a. 0. VII 5 ®mmm vm—m^m wmmm^^mm 34 1470. 7) 1475 frytag vor Letare Mitvasten [Märe 3.] verkauft JSrig Begkemback zu Gießingen Ludwig Botpletzen, Schultheissen zu Villingen, um 100 fl. Eh. 7 fl. auf Martini fälligen Zins aus der Steuer zu Heringen, die laut des auf st. Anthonien Tag [Jan. 17.] 1451 besiegelten Zinsbriefes mit 140 fl. Eh. abzulösen stehen, und aus denen er 2 fl. ablösbaren Vorzins Heinrich Kellers sei. Kindern verkauft hat. Die Einlösung dieser 2 fl. Vorzins, den der Käufer von den 7 fl. zum voraus diesen Kindern zu geben hat, behält der Verkäufer für sich und seine Erben. Perg. Or. mit den zerbröckelten Siegeln des Ausstellers und Jacobs von Valckenstain. Donaueschingen. 8) 1476 2 a Pentecosten [Juni 3.] leiht Abt Johannes von Eeichenau ein Gut zu Heringen , das 4 Malter Eoggen, 3 Malter Haber und 2 Hühner giltet, den Halbteil des Vogtzehendens und eine Wiese, unten in Bechin gelegen, zu Meringen nach dem Abgang Steffans Liden, Hanssen Bockschays, Lidens Tochtermanne, seinem Vogte zu Meringen a ). Eeichenauer Lehenbuch 638 a Bl. 179. Karlsruhe. a) Abt Martin von Eeichenau leiht diese Stücke 1492 st. Thomans aubent appostoli [Dez. 20.] Hannsen Bockscheis, Vogt zu Möringen, seinem Gotteshausmanne, und zugleich demselben für ihn und als Träger Berch- tolts von Sonthußen das Holz und Feld, gen. Berhalden, bei Möringen, wie das ihm ganz heimgefallen ist; 1501 montags nach st. Marxtag [Apr. 26.] leiht derselbe diese Stücke nach Abgang des Hans Bockschais dessen Sohne Connrat. A. a. 0. 638 b Bl. 129. 9) 1476 sampstag post Assumptionis Marie [Aug. 17.] ersucht Wernher von Zimbern, Vogt zu Bregentz, Graf Johannes von Sultz, des hl. Eeiches Hofrichter zu Botwilr, auf Bitten seines Oheims Caspar von Clingenberg und des Vogts, der Eichter und der Gemeinde zu Meringen, die von Meringen , welche er etlicher Zuspräche halb auf dem Hofgerichte anklagen und „inschriben" lassen hat, aus dem Achtbuche des Hofgerichts zu „delieren". Zimm. Kopialbuch II, 276. 10) 1487 mentag nach Letare zer Mitteruasten [März 26.] verkauft Caspar von Klingenberg , der e jüngere, Herrn Gallo Ohem, Priester und Caplan zu Eatolffszelle, und Nesa Schiner, dessen Mutter, für 12 fl. Eh. 1 Malter Kernen Zeller Mass auf Martini in Eadolfzell zu reichendes Leibgeding aus seinem Eigengut zu Meringen, genannt der Techant Hoff, den jetzt Hanns Lütin zu Meringen baut. Nach beider Tod geht das Leibgeding jährlich an den st. Anthonienaltar zu Meringen, oder, wenn daran eine Pfründe gestiftet wird, an dessen Kaplan. Gallus und Nesa vermachen nämlich das Leibgeding dem Anthoniusaltar und bestimmen, dass der Kaplan des Altars, wenn eine Pfründe errichtet ist, um alle Frohnfasten ihrer gedenken, jährlich eine Seelenmesse lesen und sie in seinem Gebet treulichst haben soll. Perg. Or., die Siegel des Ausstellers und des Hanß Boxscheiß, Vogts zu Meringen, abgefallen. Möhringen, Pfarrregistratur; abgedruckt in den Schriften des Vereins für Gesch. des Bodensee's I, 127—129. S. 11) 1487 mentag vor st. Virichs tag [Juli 2.] verkaufen Anna von Göberg, geb. von Eyschach, Jacobs von Göberg sei. Witwe, und ihre Söhne Jörg und Hans von Göberg in Beisein Büfen von Eyschach, ihres Bruders und Vetters, und Hansen von Lupfen, ihres Schwagers und Vetters, an Caspar von Klingenberg, den Jüngern, um 140 fl. ihre 2 Teile des Faißtenzehntens zu Meringen, dessen dritter Teil den Erben Eberlis von Eyschach, ihres Schwagers und Vetters, gehört, wie dieselben Jacob von Göberg sei. von Hans von Sunthusen sei. geerbt und als Lehen von ihrem gnädigen Herrn von Ow innegehabt hat. Der Inhaber dieser zwei Teile muss aus ihnen dem Kaplane des Allerheiligenaltars in der Leutkirche zu Meringen 4 Malter Veesen, 4 Malter Haber und 4 Malter Eoggen Meringer Mass und „souil ärbs, wie sich dann von ainem mutt die zwen tau gepuren vnd ziehen", zu Vorzins geben a ). Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel der Ausstellerin (26 mm D., IV A 2), die Eüfs von Eyschach zu Lüpfridingen und Hansen von Lupfen zu Schauffhusen, angehängt für Jörg und Hans von Göberg, fehlen. Donaueschingen. a) Auch das obgen. Drittel dieses Zehntens, aus dem dem gen. Kaplane je 2 Malter Veesen, Haber und Roggen und 1 Drittel Mut Erbsen zu Vorzins gehen, verkaufen 1488 donrstag vor st. Sixsts tag [Juli 31.] Hans und Eberly von Rischach, Gebrüder, von der Nüwenhewen an Caspar von Clingenberg, den Jüngern, um 70 fl. Perg. Or., die Siegel des Hans von Rischach und Rudolfs von Memmerßwiler, angehängt für seinen lieben und guten Freund Eberly von Rischach, fehlen. Donaueschingen. — Den ganzen Laienzehnten, der nunmehr an gen. 1470. 35 Kaplan 18 Malter Korn und 1 Mut Erbsen zu guten hatte, lieh Abt Martin von Reichenau 1503 st. Anna tag [Juli 36,] Bernharten von Clingenberg und 1506 st. Lainpertus tag [Sept. 17.] Hanns Hainrich von Klingenberg. 2 Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 12) 1493 frytag vor st. Verena tag [Äug. 30.] geben Anna von Göberg, geb. von Ryschach, Jacobs von Göberg Witwe, und ihre Söhne Jörg, Hans und Jacob Casparn von Klingenberg, dem jungem, alle ihre Lehenschaften und Gerechtigkeiten an den zwei von ihrem Schwager Hans von Sunthusen an sie gefallenen Pfründen in der Pfarrkirche zu Heringen, nämlich an der Pfründe des Allerheiligenaltars, die Herr Marti Boxscheiss bei den fünfzig Jahren, und der Pfründe des Altars der 11000 Jungfrauen, die Herr Alexander Mußkay bei den vierzig Jahren innegehabt hat, um 680 iL, wovon er jährlich auf Vnser lieben Frowen tag Natiuitatis 34 fl. zinsen sollte; da aber die Verkäufer Wernhart Härdrer von Rotwil 280 fl. schulden, so treten sie letzterem aus diesem Zinse 14 fi. ab, so dass Caspar von Klingenberg ihnen nur mehr 400 fl. Hauptgut und 20 fl. Zins schuldet. Perg. Or. mit den unkenntlichen Siegeln der Verkäuferin und ihrer Söhne Hans und Jörg, Cünrats von Ryschacli und Hansen von Almshouen zu Ymendingen, angehängt für ihren Vetter Jacob von Göberg. Donaueschingen. M. 13) 1494 dornstags nach dem Ostertag [Apr. 3.] nimmt Abt Martin von Eeichenau von Hannsen von Lupfen zu Schaufhnßen die 2 Güter, gen. der Kupferschmid Höfe, zu Möringen, von denen das eine 4 Malter Veesen, 3 Malter Roggen, 3 Malter Haber Möringer Mass, 5 Hühner und V* Eier, das andere 4 Malter Roggen, 3 Malter Haber Möringer Mass, 4 Hühner und 7* Eier giltet, auf und leiht sie auf dessen Bitten Martin Metzger von Möringen. Reichenauer Lehenbuch 638 b Bl. 129 T . Karlsruhe. O Q 14) 1495 st. Virichs aubent [Juli 3.] leiht Sigmund Graf zu Lupfen Clausen Schellemberg von Heringen der Rennynger Gut daselbst, das derselbe selbst baut, als Mannlehen von seiner Landgrafschaft Stülingen. Perg. Or., das Siegel des Grafen Hainrich von Lupfen, Bruders des Ausstellers, angehängt, weil letzterer das seine nicht hat, fehlt. Donaueschingen. 15) 1504 mitwoch nach Vnser Frowen tag Natiuitatis [Sept. 11.] vergleicht Fritz Jacob von An- wyl, Ritter, Hofmeister, als freundlicher Untertädiger Sigmund Crützer, Doctor, Dompropst zu Costantz, wegen der der Dompropstei anhängigen Herrschaft Contzenberg, mit Bernharten von Clingenberg, seinem Schwager, den Bürgern der Stadt Heringen und der Gemeinde Eslingen wegen Gericht, Zwing, Bann, Trieb und Tratt also: In Gegenwart der Parteien oder ihrer Anwälte werden Harksteine, die fortan ewig unverändert bleiben, auf dem Tannbüchel bei dem Bildstock, auf dem Weschbechlin, oben auf der Halden vor dem Schlosse Contzenberg und auf dem Ougstäle, der „anzaigung gebe biß an die saul, so am weg, daruff man von Wormlingen gen Heringen wandlet, stat", gesetzt. Gericht, Zwing, Bann, Trieb und Tratt von diesen Harksteinen Contzenberg wärts gehört dieser Herrschaft, auf der entgegengesetzten Seite aber den von Clingenberg, Heringen und Eslingen, doch soll diese Ausmarkung beiden Parteien sonst an ihrem Grund und Boden, es sei Holz, Feld oder anderes in solcher Hark gelegen, unnachteilig sein. Der Herrschaft Contzenberg bleibt auch vorbehalten das „eschlin", das zwischen obgen. Bildstock und dem Weschbechlin am Wege gen Eslingen wärts gelegen ist, so dass die von Heringen und Eslingen mit ihrem Vieh nicht darauf treiben dürfen. Beide Teile geloben diesen Entscheid fest zu halten. Das Orig. siegelten der Schiedsmann, der Dompropst und Bernhart von Clingenberg. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschiugen. 16) 1507, Juni 9. Constanz. „Bernharten von Klingenberg hat den pann vber das plut zu richten in der stat Möringen, so von vnns vnd dem heiligen reiche zu lehen rüret, durch seinen offen besigelten brief aufgesand vnd diemutigklichen gebeten, den Hanns Heinrichen von Klingenberg zuuerleyhen gnedigk- lichen geruchten. Ist geschehen in „forma generali". Reichsregistraturbücher Band TT. Bl. 78 v . Wien. 1470, Sept. 1. 12. Hanns Wernher von Zymern, Frei, Herr zu Meßkirch, verzichtet gegen Hainrich Müller von Gorhain, sesshaft zu Meßkirch, der vom Augustinergotteshause zu 5* 5ä£S 36 1470. Costentz ein Haus zu Meßkirch bei dem Zitplomen Thor gekauft hat, auf sein bisher geübtes Recht, dass man in diesem Hause ohne seinen Kosten jeden, den er oder seine Amptleute dahin schickten, „legen" solle, auf Bitten des Käufers und Verkäufers um Gottes willen, „denn es an dem obgemelten koffe ettwas irtung brechte". Versigelt an samstag vor Vnser lieben Frowen tag Natiuitatis 1470. Dem Orig. war das Siegel des Vaters des Ausstellers (brestenlialb des seinigen) aufgedrückt. Zimm. Kopialbuch II, 249. 1) 1471 mentag vor st. Martins tag [Nov. 4.] zählt Hans Wernlier von Zymern Hansen Hainyn von Meßkirch, den in seinem Namen Cünrat Södorfer vor Ammann und Gericht daselbst mit Recht „von meczgens wegen" fürgenommen, und der, dazu verurteilt, hat schwören müssen, „furo nymer mer offenlich zu banck ze metzgent", dieses Eides los, da sein früherer Befehl an gen. Ammann und Gericht, dass sie, sowie einer vor ihnen um Sachen beklagt werde, „die im sinen glimpf berüren oder guten lewmden argwenig machen", diese Sache stets an ihn selbst weisen sollen, in diesem Falle nicht beachtet worden, und weil der Ammann Hainyn bei seiner Eidleistung mit Rücksicht auf diesen Befehl vorgehalten hat, er solle obigen Eides ledig sein, wenn er, der Aussteller, ihn davon ledig zähle. Das Original siegelte Wernher von Zymern, Vogt zu Pregentz. Zimm. Kopialbuch II, 256. 2) 1474 zinstag vor st. Hylarien tag [Jan. 11.] vergleicht Wernher von Zymern a ), Freiherr, Vogt zu Bregentz, Herrn Johanns Mogker, Kirchherrn zu Meßkirch, und Jacob Wiglin daselbst über einen Scheffel Kernen jährlicher Gült, der letzterem aus dem Widum zu Rordorf, sowie den Immenzehnten, der dem Kirchherrn aus Diebolt Müsats Garten, an dessen Haus zu Rordorf gelegen, zusteht, nach Anhörung Hannsen Stenglins von Thalhain und Diebolten Müsats dahin, dass dem Kirchherrn der genannte Immenzehnten und Jacob Wiglin der Scheffel Kernen aus dem Widum jährlich verabfolgt werden solle. Perg. Or. mit den Siegeln des Ausstellers (wie Abb. VI, No. 52), Mathis Löwlins zu Mesßkirch (26 mm D., IV A 2, im Schilde 2 Pflanzen; f 8. mat\}is . Jöct . loroltn), welcher auf Bitten des Johannes Mogker, und Hannsen Sträwlins, Stadtammanns zu Meßkirch t) (25 mm D., IV A 2, im Schilde 3 unten verkürzte Pfähle; auf gewundenem Bande: f 8 . hcrns ftrmt) . . . ), welcher auf Bitten des Jacob Wiglin siegelt. Donaueschingen. T. a) Ueber dessen Bauthätigkeit und Aufenthalt in Meskirch, Stiftung des dortigen Spitales 1476 und Sorge für Kirchenzucht und über ein Fastnachtspiel in Meskirch s. Zimmerische Chronik I, 441, 444, 457—59, 461. b) Diese Stadt selbst besass 1505 ein grosses und ein Sekretsiegel, s. Abbild. No. 46 u. 47; beachtenswert sind die deutschen Umschriften derselben. 3) 1482 zinstag vor des hl. Crütz tag Exaltacionis ze herpst [Sept. 10.] belehnt Johanns Wernher von Zymbern Hannsen Riettmüller, Conrat Rietmüllers Sohn von Bibrach, mit der mittlem Mühle zu Meßkirch in der Stadt, mit einem Garten vor dem Angerthor zwischen Hans Tütlingers und der von Salmens- wiler Garten, den Virich Haini innegehabt hat, und der gegen einen zu Vnser lieben Frauen an Sattelknechts Wiese gelegenen Garten zu dieser Mühle ertauscht wurde, mit der Wiese, gen. das Gütenstainetli, im Tolentale unter Biechtlinger a ) Äcker als Erblehen. Er lässt ihm auch das Bächlein, das vom Obern Thor den Graben abgeht, wie bisher, nutzen, wogegen er auch einen jeden Messerschmid zu Meßkirch, wie bisher, schleifen lassen muss. Der Mühleninhaber muss halb auf st. Johans Tag zu Sünwenden und halb auf Weihnachten 12 U h. Zins und 2 ß h. Weglöse, dann auf Weihnachten 1 Viertel Eier und 4 Hühner geben, 1 Tag in „winterernd" und 1 Tag in „haberernd garben", 'h Fuder Wein von Vberlingen holen, jedes zweite Jahr einen Hund ziehen und ausserdem von nun an an Martini noch 1 Malter Kernen zu Zins geben. Der Erschatz beträgt 1 fl. Hält der Inhaber die Mühle nicht so in gutem Baue, dass sie die Zinsen geben kann, so ist sie heimgefallen. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Donaueschingen. a) Ueber den Streit zwischen Wernher von Zimmern und dem Kloster Petershausen wegen des Vogtrechtes zu Bichtlingen 1482 s. Zimmerische Chronik I, 404. 1470. 37 4) 1492 freitag vor Hittfasten [März 30.\ vergleicht Georg Graf zu Werdenberg und zum Hailigenberg die Stadt Mösskürch und Claus Spik, den Müller zu Trettenfurt, folgenderweise: 1) Den Espan und das Gärtlein hinten an der Mühle, wie das jetzt zu der Mühle gemarket ist, soll Claus Spik einzäunen und nutzen, der übrige Teil des Espans aber soll ein Espan bleiben, wollen ihn die Mösskurcher bannen, so sollen sie ihn verzäunen, damit Claus Spiks Vieh in ihm nicht schaden könne. 2) Was oberhalb der Marke gegen den Rain liegt, gehört dem Rain und Acker oder Weg zu, soweit die Marken gesetzt sind, und Claus Spik soll ob den Marken in dem Rain nicht mehr graben, noch auf den Rain und Acker Stein, Holz oder anderes legen, was aber unterhalb der Marken der Mühle und dem zur Mühle führenden Wege zu liegt, das mag Claus Spik nutzen. 3) Claus Spik soll in Zukunft nur 12 Haupt gehörntes Vieh haben, und das mag er treiben und weiden, wo die Mösskurcher mit ihren Herden oder Schmalvieh hintreiben lassen; doch soll er es mit Aus- und Einfahren den Mösskurcher Hirten gleich halten, die Weiden, welche den von Mößkürch verbannen oder offen sind, sollen auch ihm verbannen oder offen sein, er mag auch Pferde zu seinem „buw" gebrauchen und die wie bisher mit den Mösskurcher Pferden weiden lassen. 4) Des Friedens und der Einigkeit halber soll Claus Spik in Zukunft nach Mösskürch gerichtbar und gehorsam sein, wie andere Hindersassen, und von seiner fahrenden Habe, von der Gerechtigkeit, die er auf der Mühle hat, und von anderem Gut, das er nicht in der Steuer von Mösskürch liegen hat, nicht mehr Steuer und Wachtgeld entrichten als jährlich 13 ß $, was er aber an liegenden Gütern gegenwärtig in der Steuer Mösskürch hat oder hinfüro darin erwirbt, das soll er versteuern wie ein anderer Hintersass zu Mösskürch. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. T. 5) 1496 fritag nach st. Vrbans tag [Mai 3?.] empfangen Vit Hafner von Mösskürch und Margreth Bölserin von Laitz, seine Hausfrau, ein in der Kirche st. Martin zu Mösskürch gehöriges Widumgut, das vormals Virich Haini, Cünrat Kürsners Tochtermann, zu Lehen hatte, von den Heiligenpflegern Hans Schwartz- wälder und Hans Meyer. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Mathis Löblins (wie No. 12, 2), das Hain- rich Wäbers, Pfarrers zu Bütingen und Stiftsherrn zu Mößkürch fehlt. Donaueschingen. T. 1470, Sept. 13. 13, Josniclaß Graf zu Zoller, Sigmundt Graf von Lupfen, und Conrad Graf von Tübingen, vergleichen Ruodolfen von Memerßwilr, seine Schwester Ottilien und deren Gemahl Anthonien Kassmeyer mit Pettern von Emingen und seines Bruders sei. Söhnen Ruodolfen und Conradten von Emingen und Bürgermeister und Rat der Stadt Engen: 1) Der Kirchensatz, der grosse und kleine Zehnten, die Widemhöfe und alles, das die Eminger zu Emingen von dem Namen und Stamm von Zoller zu Lehen gehabt haben, soll zu Ruodolfs von Memerßwilr, seiner Schwester und deren Gemahl Hand und Gewalt kommen. 2) Die Eminger Peter, Ruodolf und Conradt sollen Conradten Spretter bei der Pfründe zu Emingen, wie ihm die von Petter Eminger, Ruodolfen von Memerßwilr und dessen Schwester verliehen ist, bleiben lassen und dazu thun, dass Pfaff Petter Eminger von seiner Forderung, die er zu der Pfründe hat, absteht. 3) Die gen. Eminger und die von Engen sollen alle Briefe, die von dem Kirchensatz zu Emingen sprechen, zu Ruodolfs von Memerßwilr, seiner Schwester und deren Gemahls Händen bringen; finden sich in Zukunft nicht übergebene Briefe, so sind dieselben kraftlos. 4) Ruodolf und Ottilie von H 38 1470. Memerßwilr und der letzteren Gemahl sollen Pettern, Kuodolfen und Conradten den Enringern jährlich auf st. Martins Tag zu rechtem Leibgeding 21 Malter Korn, halb Veesen und halb Haber, Engener Mass verabfolgen; stirbt einer der Empfangsberechtigten, so geht allemal ein Drittel von dem Leibgeding ab; in Jahren, wo Misswachs oder Hagel eintrifft, kann für jedes Malter, wie dannzumal zu Engen Marktpreis ist, Geld gezahlt werden. 5) 140 fl. Rh. Hauptgut, das Petter von Emingen von etlichen von Ballingen zu 7 fl. Eh. Zins aufgenommen, und um die er den von Engen, die Mitschuldner geworden, die Zehnten zu Zylen und den kleinen Zehnten zu Emingen als Unterpfand verschrieben hat, übernehmen Ruodolf und Ottilie von Memerßwile und Anthonius Kasmeyer; dieselben sollen darüber auf Verlangen den Balingern Briefe geben, auch die von Engen auf Begehren ihrer Bürgschaft ledig lassen, ferner 8 fl., die die von Engen an ausstehenden Zinsen wegen Petters von Emingen den Balingern noch zu geben schuldig sind, den von Engen bezahlen. 6) Aller Unwille, der zwischen den Parteien und auch Grafen Heinrich von Lupfen der Sache halber entstanden ist, ist tot und ab. Geben zu Engen vff dornstag nach Vnser Frauen tag, als sy wardt geboren, 1470. Das Or. siegelten die 3 Tädingsleute. Lupf. Kopialbücher III, 1 S. 1. Donaueschingen. T. 1) 1483 dunerstag nach st. Martis tag [Nov. 13.~\ bekennt Hans von Wyssenberg, „mittelfrey", über Graf Sigmund von Lupfen mit Unwahrheit verbreitet zu haben, dass derselbe ihm den Zehnten und anderes zu Emingen vff Ecken gesperrt und das von ihm zugesagte Geleite nicht gehalten habe. Er hat dadurch diesen Grafen in eine Fehde mit den Grafen Bernhard und Hans, Gebrüdern, von Helfenstain und andern, deren Namen in ihren darüber an Graf Sigmund ausgegangenen Briefen stehen, verwickelt. Deshalb hat ihn Graf Sigmund in die Acht des Hofgerichts Bottweil gebracht und darauf im Gerichte zu Oberndorf gefangen nehmen lassen, um ihn dort laut der goldenen Bulle, der königlichen und des Reichs Reformation zu rechtfertigen, was ihm an Leib und Leben zu schwer geworden wäre. Derselbe giebt ihn aber jetzt auf Bitten Albrechts von Sunchiugen, Vogts, und des Bürgermeisters und Rats zu Oberndorf wieder frei, worauf er schwört, diese Fehde abzustellen und darüber bis künftigen Sonntag Invocavit [1484, März 7.] besiegelte Urkunde beizubringen. Das Or. siegelte der Aussteller, Albrecht von Sun- chingen, Vogt zu Oberndorf, und Jörg von Linstetten. Lupf. Kopialbücher I, 10, Bl. 204—207. Donaueschingen. 2) 1485 fritag vor st. Philipps und st. Jacobs tag [Apr. 29.~] erlaubt Jos Niclas Graf zu Zolr Rudolf von Memerschwyl und Anthoniuß Mayer , dessen Schwager, nachdem ihn dieselben durch Johannsen Bischof zu Ougspurg, seinen Schwager, und Jörgen und Hugen, Grafen zu Werdemberg und zum Hailgen- berg, seine Schwäger, oft darum haben bitten lassen, der Pröpstin und dem Konvent zu Vntzkouen den Kirchensatz, die Widemhöfe und den großen und kleinen Zehnten zu Emingen vff Egg, wie das alles von ihm und seiner Grafschaft Zolr Lehen ist, zu verkaufen a ), und verzichtet auf Eigenschaft und Lehenschaft darüber b ). Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. R. a) Mitwoch nach des hl. Crutz tag im Mayen [Mai 4.] 1485 geschah der Kauf (Kaufsunime 1450 fl. Rh.). Perg. Or. mit den Siegeln Rudolfs von Memmerswyl (28 mm D., IV A 2, im Schilde 2 Büffel-Hörner; iS.ruobolft . von-mzmtx f in lj l), und des festen Hanns Ruh von Wineden (27 mm D., IV C, Schild unkenntlich, Helmzier ein Adlerflug; f. lj an n s . rndj), angehängt für Ottilya von Memmerswyl; das des Anthonius Mayer fehlt, Do- 1470. 39 nauesohingen. — b) Dafür geloben Rudolf von Memerswyl und Antboni Mayer 1485 mitwocb nach st. Gangolfs tag [Mai 13.] binnen 2 Jahren dem Grafen Josniclas ein anderes Gut im Werte von ungefähr 80(Tfl., auf das ersterer seine Tochter Annen von Pleningen mit 300 fl. Zugold bewidmen darf, zu Leben aufzutragen, Perg. Or.. mit den schlecht erhaltenen Siegeln der Aussteller und Wilhelm Gremlichs, Karlsruhe. — 1487 st. Hilaryen tag [Jan. 13.] überweist Rfidolf von Memerswyl von 800 fl. Rh., die ihm das Kloster Vntzkoven von der Kaufsumme noch schuldet, 300 fl. mit 15 fl. Zins daraus seinem Tochtermanne Doctor Dietrich von Pleningen. Perg. Or. mit den Siegeln den Ausstellers (29 mm D., IV C, Wappen und Helmzier 2 Büffelhörner, das Wappen r. gewandt, oben und unten in den Schriftrand greifend; S . ruobolff . ron . memerfdjroüer) und Viridis von Jungingen J27 mm D., IV C, Schild geviertet, Helmzier 2 Büffelhörner mit Pfeilen besteckt, Schrift auf Spruchband: noridj vi. jungingen). Donaueschingen. — 1496 donnerstag nach st. Jacobs tag [Juli 28.] spricht Eytel Friderich Graf zu Zollern Ruodolfen von Memmerßwile, der für 800 fl. Rh. Güter auftragen sollte, es aber nicht konnte, von dieser Verpflichtung frei, da sein vorgen. Schwiegersobn und Eitel Hanns von Plieningen, Gebrüder, für denselben seinen, des Grafen, Anspruch befriedigt haben. Dafür übergiebt Ruodolf seine Forderung an das Kloster Vnntzkouen seinem Tochtermanne 1496 dornstag nach Laurentie [Aug. 11.]. Lupf. Kopialbücher III, 1 S. 28'— 30. Donaueschingen. 3) 1490 st. Vrbans tag [Mai 25.~\ sitzt Bentz Besserer, Vogt zu Einigen, anstatt Graf Sigmundts zu Lupfen, des altern, zu Emmingen vff Eggen zu Gericht. Vor ihm fertigt Eberlin Gnirß, gen. Bryden, den an seinen Vetter Jacob Gnirß geschehenen Verkauf eines Drittels am grossen Kelnhof zu Emingen, mit seinem Fürsprechen Carlin Löflin, gen. Järgen. Das Or. siegelte der Vogt. Kopeyenbucli von St. Bla- sien 16. Jhdt. S. 414. St. Paul in Kärnthen. S. 4) 1492 mentag vor st. Johannß tag Siinwenden [Juni 18.] vergleichen Sigmund Graf zu Lupfen, der ältere, und Wilhalm von Nünegk, Vogt zu Tuttlingenn, Hauptmann des Teils am Nacker und Schwartz- wald der Gesellschaft st. Jörgen Schilds im Lande Schwaben, die Stadt Tuttlingen mit dem Dorfe Emmingen wegen Zwing und Bann, Wun und Weide also: sie setzen Marken „bey dem Stainny Krutz by dem Lantgraben, do der von Meringenn bann anstosst, das ist die erst marck, vß dem erstenn herab inn ainen brunnen inn der Lanngenn Wiß bey ainer stainny marck, vf dem selben inn den dritten bey dem bächlin, do der stig von Emingenn gen Ayclibälden gaut auch bey ainer stainny marck, vß dem selbenn des Härreser tall ab biß liinuß inn die marck vnnd dan hinvber inn den Lantgraben im Tuttlinger täll". Über diese Marken hat kein Teil zu Weid zu treiben das Recht. Die von Emingen haben die von Tuttlingen im Härrasertall mit Weide und Vielitrieb ungeirrt zu lassen, doch darf ein Eminger, der im Lüptinger Thal Bosse gehalten hat, das Thal hinauf reiten, oder wenn einer Rosse in das Lüptinger Thal „schlähenn" will, darf er das Härreserthal „schlecht hinab riten", hat sonst aber mit Weide und Viehtrieb darin nichts zu thun. Dieser Entscheid berührt die Güter, die jeder Teil in des andern Zwingen und Bannen hat, nicht. Perg. Or., die Siegel der Aussteller fehlen. Karlsruhe. 5) 1493 sampstags nach dem hl. Ostertag [Apr. 13.] leiht Abt Martin von Reichenau Jörig Kuten von Rattolffzell als Träger Elßbethen, weiland Stoffels von Möringen ehelicher Tochter, 1 Gut zu Emingen vf den Eggen, das 6 Malter Korn, 5 Hühner und 60 Eier giltet, 1 Weingarten, aus dem 6 Eimer Wein dem Kloster Amptenhusen zu Zins gehen, 1 Gut und einen Acker zu Alentspach a ). Reichenauer Lehen- buch 638 », Bl. 220. Karlsruhe. a) Derselbe leiht diese Stücke, die er von Jörgen Kutten aufnimmt, dem festen Hainrieb Grünenberg zu Costentz als Träger der vorgen. Elsbethen von Möringen, seines Gemahels, 1498 mitwocb nacb Margrethe [Juli 18.] und nacb Abgang Hainrieb Grünenbergs Clausen Im Stainbuß zu Costentz als Träger derselben Frau 1505 Bern- bardi [Aug. 20.]. A. a. O. 6) 1494 erneuern Vogt und Richter zu Emyngen vff Egken das Verzeichnis der Garben, welche ihr Bannwart zu beziehen hat. Es sind 35 Garbenpflichtige, die teils ganze, teils halbe, teils Drittel- und Viertelgarben Veesen und Haber geben; im ganzen bekommt der Bannwart 6 Viertel Veesen, 3 Viertel Haber, 26'/e Habergarben und 38 Veesengarben. Perg. Or. in Heftform. Emmingen, Gemeinderegistratur. 7) 1506 mitwocb. nach st. Michels tag [Sept. 30.] entscheidet Hanns von Karpfen, Vogt zu Tütt- 40 1470. lingen, zwischen der Pröpstin und gemeinen Konventfrauen des Gotteshauses zu Vnntzkofen und Daniel Martin, Schultheissen zu Tuttlingen, auf die Klage des letztern, dass die vorgen. Frauen „vff der Langenwis liinder Höwid, zum tail in Tüttlinger vnd zum tail in Eminger zwingen vnd bennen gelegen", das vergangene Jahr den in seinen Zehnten gehörigen Heuzehnten, welchen er und seine Vordem länger, denn zu Recht genug wäre, ruhig genossen, durch ihre Knechte in ihren Zehnten gen Emingen haben einsammeln lassen, weshalb er Ersatz forderte und begehrte, ihn fortan daran ungeirrt zu lassen, auf beider Parteien Wollen gütlich also: jeder Teil trägt seinen Schaden und Kosten selbst; Daniel Martin geniesst diesen Zehnten wie bisher, von gen. Frauen ungeirrt; dieser Vertrag soll jedoch denselben an ihrem Zehnten von 12 Jauchert Äcker im Tüttlinger Thal und in Tüttlinger Zwingen und Bannen, die Claus Kuderlin, Dorothea Gnürsin und Hanns Klain bauen, keinen Nachteil bringen. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 8) 1507 monntag nach dem Palmetag, den 29. tag des monats Merzen, verkaufen mit Willen des Grafen Heinrich zu Lupfen Vogt, Richter und ganze Gemeinden der Dörfer Emyngen und Hattingen vff den Eggen, Wäleschingen und Ehingen in dem Hegow, alle vier in der Herrschaft Höwen, unter Vorbehalt des Rückkaufs für 500 fl. Rh. der Priorin xind den Konventsfrauen des Gotteshauses zu st. Petter zu Co- stenntz einen jährlich auf Unser Frauen Tag der Verkündung in der Fasten zu entrichtenden Zins von 25 fl. Rh. aus des Dorfs Hattingen AUmend, dem Holze, gen. Sperwerholz, das an Imendinger Zwing und Banne, anderseits an das Kilchtal stosst und aus dem Holze Hattla, das an Hattlashalden und an das Oberrieth stosst, aus des Dorfs Weleschingen Allmend und Holz auf dem Berg, das an die von Wyl und an der von Weleschingen Güter stosst, und aus dem Holz, gen. Kriesselow, das in der Weleschinger Lehengüter Zwing und Bannen liegt, endlich aus der Gemeinden Emingen und Ehingen gemeinen Marken, Allmenden, Hölzern, Wun und Weide und Gütern. Geiselschaft von 2, 3 oder 4 erbern Männern aus jeder Gemeinde in Costenntz. Perg. Or., die Siegel des Grafen und der Junker Hanns Schlupf zu Zimmerholz, Pangrat von Stoffeln und Martin von Fridingen zu Hohenkrayen fehlen. Donaueschingen. T. 9) 1509 zinstag nach st. Georgen tag [Apr. 24.] verkauft Johannes Speck, Vicarius der Pfarrei zu Emmingen, dem Kloster Intzkofeu namens der Pfarrkirche zu Emmingen sein eigenes Haus nebst Hof- raite auf dem Platz vor der Pfarrkirche, das er auf dem von der Gemeinde der Pfarre geschenkten a ) Boden erbaut hat, für 58 fi. Rh. mit der Bedingung, dass das Haus eine Zugehör der Kirche bleiben solle. Das Or. siegelte der ehrwürdige und hochgelehrte Herr Johann Schlupf, der heiligen Schrift Lehrer, Kirchherr zu Ueberlingen. Lupf. Kopialbücher IH, 1 S. 37. Donaueschingen. T. a) Dies geschah 1507 montag nach Jubilate [Apr. 26.]. Pap. Kop. 17. Jhdt. Donaueschingen. 1470, Sept. 24. "• Johannes Prediger, Kaplan des Altares seiner gnädigen Herrschaft von Zymern in der Pfarrkirche zu Meßkirch, leiht den Hof zu Schnerckingen, gen. der Herrschaft von Zymern Altarhof, mit Willen Hans Wernhers von Zimmern als Kastenvogts seines Altars, Cünrat Vischern von Schnerckingen zu Erblehen gegen einen Zins von 18 /S /Sj, 1 "Viertel Eier, 4 Hühnern, je 2 Malter Veesen und Haber Meßkircher Währung und Mass. Auch hat Vischer seine 4 eigenen Jauchart Äcker, nämlich 2 auf Gremiichs Äcker, 1 am Appach und 1 in Haratstöcken und V 2 Mannsmad Wiese in HaratstScken, alles zu Schnerckingen, in diesen Lehenhof zu ergeben. Geben am mentag nach Mathtei vnd Mauricii 1470. Das Or. siegelte Wernher von Zymern, Frei. Zimm. Kopialbuch II, 250. 1470. 41 1) [1344] st. Januarien tag [Sept. 19.] leiht Abt Eberhart von Reichenau zu Costentz das Gut zu Schnärkingen, das ihm Hans der Wiilflinger aufgab, und das vor diesem H. von Cappelle, Bürger zu Pfulen- dorf, gehabt hatte, Margreten von Emingen und ihren Schwestern Güten, Adelhait, Kathrinen und Vrenun gemeinlich „ze niessend, als ob si man syen". Reichenauer Lehenbuch 638 f 1 S. 656. Karlsruhe. 2) 1454 fritag vor Letare [Märe 29.] geloben Hainrich Gremiich, Bürgermeister, und Hainrich Hergsen, Altbürgermeister, beide Pfleger des hl. Geists und Spitals zu Pfullendorf, für sich und ihre Nachkommen an der Pflege, Hansen Keller, gen. Römer, zu Schnerchingen, ihres Spitals Hintersassen, der Junker Wernhern von Zymer, Frei, auf ihre Bitte 24 fl. Rh. wegen der in des Spitales Gut gehörigen Öhmdwiesen gegeben hat, und dessen Erben diese 24 fl. zu zahlen, sowie er oder sie von diesem Gute kommen und bis zur Bezahlung den Zins nicht zu steigern. Perg. Or. mit dem zerbrochenen Siegel des Spitals. Pfullendorf. 1470, Nov. 23. 15. Peter, Jos und Alexius, Jörgen Bebens Söhne, Bürger zu Sulgen, empfangen von Graf Jeorig zum Werdemberg und zum Hailigenberg ein Gut zu Lympbach auf dem Homberg. Geben vff frytag vor st. Katherinen tag anno etc. 70 a ). Heiligenberger Lehenurbar von 1461, S. 73. Donaueschingen. a) Dieses Lehen empfängt Jos Behan für sich und als Träger seines Bruders Alexius und Hannsen seines Brudersohnes 1473 Mittwoch nach Inuocauit [März 10.]. Zwei Dritteile des Lehens empfängt Jos Behan für sich allein, nachdem er auch den Teil seines Bruders AlexiuB geerbt hat, und zwar für Söhne und Töchter, 1478 Montag nach st. Gallen Tag [Okt. 19.], das letzte Drittel aber empfängt Hanns Joch ab dem Honberg, an den es von des Kerlers Stiefsohn von Sulgen gekommen, 1491 Montag in Pfingstfeiertagen [Mai 23.]. a. a. 0. S. 73. Dieses Drittel empfangen Hanns Joch wieder 1501 Samstag vor Reminiscere [März 6.], Virich Tannacher von Limpach und Hanns Spät von der Schönmülin als Träger der Barbara Schligin, Hannsen Jochen sei. Witwe, 1502 Zinstag vor st. Othmars Tag [Nov. 15.], Virich Funck von Wipenswyler 1503 Donnerstag vor st. Martins Tag [Nov. 9.] und 1509 Samstag nach Viti [Juni 16.]. Donaueschingen, Heiligenberger Lehenurbar von 1500, S. 70. Die andern zwei Drittel empfängt Jos Behenn von Rauenspurg 1501 Montag nach Reminiscere [März 8.]. 1508 Donnerstag nach Nicolai [Dez. 7.] belehnt Josen Behan Graf Johanns von Werdemberg auch mit einem Drittel am Hause, Gärtlein und an der Hofstatt, das er von vorgen. Virich Funck mit Genehmigung des Grafen Hawg von Werdemberg vordem gekauft hatte, a. a. O. S. 112. 1) 1473 st. Petters und st. Pauls aubend [Juni 28.] empfängt Lienhart Tannacher von Lymbach von der Mutter und dem Konvent des Hauses St. Gallen bei Vberlingen deren Hof zu Limbach zu Erblehen um 1 Malter Veesen, 1 % 4 ß $ Vberlinger Mass und Währung, 100 Eier und 2 Herbsthühner Jahreszins. Bauliche Aenderungen muss der Lehensmann auf seine Kosten vornehmen lassen. Perg. Or. mit dem eingenähten Siegel des Hailigenberger Vogts Conrat Bischof. Karlsruhe. 2) 1491 sambstag vor Viti und Modesti [Juni 11.] empfängt Michel Vischer von Winterbach zu Mannlehen von Graf Jeorig zu Werdemberg und zum Hailigenberg den Hof zu Lympach auf dem Honberg bei der Burg, den Wilhelm Strebel Stoffel Betzen zu Bibrach „mit ainer siner tochter" mit Genehmigung des Lehenherrn gegeben und den Stoffel Betz an ihn verkauft hat a ). Heiligenberger Lehenurbar von 1461, S. 63. Donaueschingen. a) Diesen Hof empfängt Michels Sohn Jacob Vischer von Winterbach für sich und als Träger seines Bruders Virich von Graf Johannsen zu Werdenberg und zum Hailigenberg 1509 Montag nach Symonis et Jude apostolorum [OU. 29.]. Perg. Or., das Siegel des Junkers Hanns von Mulfingen zu Sigmaringen fehlt. Donaueschingen. VII 6 sy? 42 1471. 1471. 16. ' Weistum der Herrschaft Hewen und der Stadt Engen. Item so sinddas die recht, herkonien und gewonhait, [die] in der her r schaft Heu wen, ouch in der statt Engen, auch in der vorstatt vnd Leder gass&n bey Zymerholtzer brunnen ain jeder herr hatt: Item des ersten die sprachhüser bey des kirchherren hof auf der mur, wie man die verlyhen mag, vnd soll dieselbigen hüser, als man in den pfarhof gät, nicht vnsubers heraus schütten vnd kain mistlegy da haben. — Item es seind auch alle hofstatt in der statt vnd vor der statt ains herren, darauf nie- man setzen noch buwen soll, inmachen zu kruttgärten oder sonst innzünen, mist- leginen oder sekweinstigen darauf setzen one erlaubung des herren, es sey dann deß mit einem herren vberkomen oder das sellich hofstatt sein oder seiner altuorderen gewesen sey vnd die verzeinst hab, die mag er wider behuscn. — Item es soll auch nieman kein mistlegin in der statt haben , es sey denn, das es im von alter her ausgemarkt sey vnd zu sehn haus oder scheur von alter her. Welchey (sie) auch nit mistlegen haben in der statt, die sollend es auf den berg füeren in die gruben, vnd git ain grub jerlich 1 ß /5|. — Item ain herr hatt auch alle massen vnd meß in der statt vnd herrschaft zu meren vnd mindern vnd auch darinn zu erlauben vnd zu verbieten, als das von alter her komen ist. — Item es schickt auch ain her all Eschermittwoch in die mülinen sein hofgesind, die besehent denn imme vnd fiertel, vnd muß inen den ain jeder inüller von jedem viertel 1 ß ^ geben, oder sey mü- gent das ane den würt füren vnd durer vertrinken, wie dann das von alter her ist kumen. — Item wenn die weinwegen fiirfarent, so mügent des herren burgknecht zuo inen schicken vmb ain quart wein zu versuchen. Wo inen aber die wagenlüt söllichs nit vergunnen woltend, so mügendt sey inen ain vorroß nemmen vnd das an ain würt setzen vmb ain quart wein vnd auch nit durer, wie dann das von alter gewonhait vnd herbracht ist. Diß haist burgkhuttwein. — Item man lat auch ausser der statt kain val od[er] vaßnachthuhn niemant geben, die person sey, weß sey well, gaistlicher oder weltlicher herren, den dem herren, der da herr ist. — Item ain herr nimpt von jedermann val vnd lauß da, ob er wil, es sey denn ain jungk- frow, die nit außgestürt sey, der nimpt man kain bett oder bettgewand, hatt sey aber freund oder geschwistergit vnd von dennen getaut vnd besonder kost vnd roch, so nimpt man von ir, als ob sie vermannt wer. — Item kain herr nimpt auch zu val in der statt dise stuck: bantzer, armbrost, harnasch, vnd waß zu der wer '" '■''■'■■' "" ; ■■■'■■'■' ,: .■' ■:■■-.■■■ v ■■.''.- :■-.'■ .' - 1471. 43 gehört. — Item ain lierr mag auch alle jar im jar, wenn er will, bannwein schenken, allwegen zwen oder dreyer pfening dürer ain maß geben, denn in die würt gend, vnd wenn er bann wein schenkt, so soll niemant in der statt schenken, biß das er außkumpt, als dann von alter her komen vnd des herren recht ist. — Item in der herrschaft mag mein Herr lauß vnd val nemmen, wenn die lüt ain ander nit nach gehörent vnd nit baide des herren seind. — Item ainer, der auß der herrschaft zühen will vnd nit des herren ist, so mag ain herr den abzug nemmen, vnd wenn ainer des herren ist, so mag kainer anß der statt, noch auß der herrschaft ziehen, denn mit des herren erlaubnuß. — Item ist, das ainer oder ainy in der herrschaft stirbt, die nit leiberben habent vnd von ir vatter vnd mutter vnd von ir geschwüster- git außgestürt sind vnd ir aigen für vnd roch habend, so erbt sey der herr für all ander frund, er well denn gnad thun. — Item ob ayner oder ainy der gutten lüt werdent vnd nit leiberben habend, habend sey dann souil, das sy die pfrundt kaufen mügent zu Engen auf dem berg, waß denn vbrigs ist, es sey varende hab oder ligende guetter, erbt auch der herr. — Item ains herren aigen lüt sollend aim herren vnd seinen erben schweren truwe vnd warhait, sein nutz zu fürdern vnd sein schaden zu wenden, gehorsam vnd gewertig zu sein, als frum aigen lüt irem hals- herren zu thun schuldig und pflichtig seind. Auch so sollend die hindersassen sölliches auch schweren iren nachjagenden herren an iren gerechtigkaiten on schaden vnd ains herren aigen leüt mit rechten nit anders noch weiter ersuchen noch vmbtreiben, dann an den enden, da dann dieselben ains herren aigen leut gesessen seind. — Item des ersten soll man ain vogt setzen vnd dem vogt empfelhen, aim herren die gült einziehen zu den zeiten, vnd sey dann gefallen wurd, vnd aim herren die ant- wurten oder dem söllichs einzunemmen entpfolhen wurd, vnd ob der vogt an söl- lichem innziehen sümig wurd, so soll ain herre söllichs zu im suchen vnd von im haben. Auch so soll der vogt fräuel vnd vnzuchen offembaren vnd die innzyehen. Auch so sollend die geburen dem vogt ains herren bott vnd geschäften halb gehorsam sein bey dem ayd, so sie dann aim herren geschworen habent, wo sie aber söllichs vberfüren vnd sich wider in satzten, so sollend die andern beym ayd dem vogt hilflich sein, den vngehorsamen zu straufen. — Item es soll auch ain jeglicher gebur seinen sun vnd dochtran darzue halten, das sie nit mannent, noch weibent ausserhalb der herrschaft Hewen, noch ausserhalb dienen lassen, dann söllichs seye inen von aim herren oder seinen amptleuten erlaupt, deß soll ain amptman von inen geluptnuß nemmen. Were es aber sach, das ainer auf diß mal sün oder dochtran hette, die ausserhalb der herrschaft Hewen dientend oder sunst außlüt, die ains herren warend, soll ain jeglicher dieselben bey seim ayd angeben vnd offenbaren. — 44 1471. Item es soll niemand aim herren die höltzer wüsten an 3 S <^. — Item welchem kundt vnd ze wissen darumb ist, der soll helfen ains herren höltzer zn vndergan vnd die außmarken, deßgleichen mit dem zehenden, den ackern vnd anderm, das aim herren zugehört. — Item welcher auch ain tagwan vbersitzt, verfeilt 3 ß ^, vnd mit dem karren 5 ß ^, in irre dann eehafte not. — Söllichs alles obgeschriben sollend sie ze thund verbunden sein bey dem ayd, so sey dann geschworen habend. Lupf. Kopialbücher III, 2 S. 8—12. Stuttgart. 1471, Febr. 6. 17. Hanns Gunthalm, des Grafen Jeörigen zu Werdemberg und zum Hailigenberg zu Buren Amtmann, sitzt daselbst zu Gericht. Vor ihm in verbannenem Gerichte klagt Jeörig Brock, Pitantzer zu Salmens- wiler, von wegen seines Gotteshauses zu Hannsen Rochli, Banntli Haller, Peter Steffan und Hanns Rißer, alle von Büren, welche etliche seinem Gotteshause mit Eigenschaft und ihm in sein Amt gehörende Güter zu Lehen innehaben, sie hätten, als sie jetzt die Frucht „gehaimset vnd ingezogen", von ihm gefordert, ihnen von „ainer juchart ackers, so die frucht darab gemeet, nach der lanntgarb so vil schnittergelts zu geben, als ob solich fruchte uff der berürten güttere äckker abgeschnitten worden were", man solle die Maier rechtlich weisen, dass ihrer jeder von einer Jauchert Acker, so sie gemäht oder geschnitten wird, „nach antzal, so vil sich das gepüret vnd alhie lanndtlöfig vnd gewonhait were", nehme. Die Beklagten erwiedern, sie hätten nur soviel Schnittergeld verlangt, als herkömmlich sei und ihnen vormals gegeben worden. Dies stellt der Kläger in Abrede. Das Urteil lautet nach Antrag des Klägers. Gegeben vff st. Dorothea der hl. junckfrowen vnd martrerin tag 1471. Das Siegel Conrat Bischofs, Vogts zum Hailigenberg, eingenäht. Perg. Or. Karlsruhe. 1) 1479 mitwoch nach dem hl. Crütztag zu Mayen [Mai 5.] empfängt Anna Humelerin, Doman Humeis sei. Witwe, von Hansen Cluser, Kaplan zu "Überlingen, auf dessen Lebenszeit seiner Pfründe Hof zu Buren, wogegen sie das Gut mit seinen Gebäuden auf ihre Kosten in wesentlichen Ehren zu halten hat. Wird dasselbe in Kriegsläufen oder „von aygnem für oder von dem hymmel herab" verbrannt, so hat sie dasselbe auf ihre Kosten aufzubauen; hat sie das gethan und will sie Cluser darauf „vsser erberer billicher vrsache" vom Hofe treiben, so entscheidet ein von beiden Teilen gleich besetztes Schiedsgericht, was ihr Cluser für den Neubau geben soll. Jährlich zahlt sie auf st. Martins Tag zu Zins gen Überlingen 4 Malter Veesen, 3 Malter Haber, 1 Viertel Erbsen Vberlinger Mass, 1 U 4 ß $. und von der Wiese am Togerbach noch 15 ß 3x, 4 Herbsthühner und 1 Viertel Eier. Solange sie das Gut in Ehren hält, darf Cluser sie nicht vertreiben oder mit dem Zinse steigern. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Rudolfs von Baden, Komthurs zu st. Johanns zu Vberlingen. Karlsruhe. 2) 1481 zinstag vor des hl. Crütz tag, als das erhöht ward, [Sept. IL] sitzt Hanns Tyringer, Frei, Landrichter in der Grafschaft zum Hayligenberg, anstatt des Grafen Jergen zu Werdemberg und zum Hayligenberg zu Büren nach Gewohnheit an des hl. Reiches Strasse öffentlich zu Gericht. Vor ihm klagt Gebhart Mürer, Konventherr zu Salmenswyler und Verweser der Kapelle in der Egk, die in der Ehre der hl. Jungfrau st. Katherina geweiht ist, gegen Peter Pfister von Büren, dass derselbe ein Gut, das an diese Kapelle mit Eigenschaft gehöre und ihr jährlich zinse und durch Hanns Haines Tod heimgefallen sei, in Besitz genommen habe; bestreite das Peter Pfister, so solle man einen pergamentenen Brief verlesen, der klar beweise, dass das Gut in die Egk als eigen gegeben worden. Pfister erwiedert, er begehre am Zinse 1471. 45 dem Kläger nicht Abbruch zu thun, aber das Gut habe ihm Hanns Haine sei. während seines Lebens bei guter Zeit und Vernunft geordnet, damit er ihn sein Lebtag mit Essen und Trinken nach Notdurft versehe, er besitze es auch länger, denn Stadt- und Landsrecht ausweisen, und habe es nie empfangen. Auch habe es vor viel Jahren Speklin, ohne es je zu empfangen, innegehabt und sei von niemand je gefordert worden es zu empfangen. Das Gericht lässt Gebharts Brief „tütschen" und verlesen. Das Urteil lautet, dass das Gut der Kapelle heimgefallen sei, „nachdem vnd Peter Pfister nit anders dann wort dar thüge". Beide Teile bekommen auf ihr Verlangen einen Brief darüber. Perg. Or. mit dem eingenähten Siegel des Landgerichts. Karlsruhe. 3) 1490 mentag vor st. Marien Magdalenen tag [Juli 19.] verkaufen Georius Euch, Leutpriester zu Wildorf, Hanns Lotter von Büren, Cünrat Caspar von Altenbüren und Vlrich Korherr von Wildorf, alle vier st. Petters Pfarrkirchen zu Wildorf Pfleger, dem Abte Johannsen und dem Konvente des Klosters Sal- manswiler ihrer Kirche Zehnten zu Büren und Altenbüren, in der Pfarr Wildorf gelegen, um 50 & $, Lands- e Währung. Diese Zehnten zu Büren liegen im Almental, zu Bintzwangen, ob Stokach enent dem bach by den burcken in Altenbürer esch, in Bacher esch, im Büttach, am Lanngenriet, zu Stegen, an der Langendenlör, im Furtacker; die zu Altenbüren am Kirchsteg, im Swartzacker, am Swartzbrunnen, an der Lümgrüb, am Kirchstig, an der Herstraß, an Zunhalden, in Oberow, in Kinderwisen, an der Lünttal, an der Staig, auf dem Bosenberg, am Lanngenacker a ). Perg. Or. mit dem eingenähten Siegel Hannsen Boschers, Vogts zum Hailgenberg. Karlsruhe. a) Das gen. Kloster tauschte 1476 mentag vor st. Laurentzen tag [Aug. 5.] vom Spitale zu Überlingen auch dessen grossen und Meinen Zehnten zu Biirren unter dem Hailigenberg mit Scheuer und Behausung zu Bürren gegen seinen Zehnten zu Disendorf ein. Perg. Or. mit dem eingenähten Siegel der Stadt Überlingen. Karlsruhe. 4) 1491 mentag nach des hl. Crütz tag im Mayen [Mai 9.] empfängt Claus Lämeller von Büren von Jergen Rüchen, Leutpriester zu Wyldorf, zu Widdumlehen den Widdumhof zu Büren, den vormals Thoman Lienhart und davor Hanns Findtenkern innegehabt haben, mit Ausnahme von 2 Jauchart im Vnndern Esch gegen Wyldorf und bei 2 Jauchart enhalb Bachs, mit denen der Leutpriester nach seinem Gefallen verfahren mag. Er hat den Widdumhof in guten Ehren, unverwüstet, unzerteilt, unversetzt zu halten, wie bei solchen Gütern Gewohnheit ist. Dem Leutpriester hat er jährlich zu Zins und Landgrabkorn 8 Tage vor oder nach st. Martins Tag 6 Malter Veesen, 3 Malter Haber wohlbereitetes, „geryttrot" Korn Vberlinger Mass, 1 <& 5 ß ,Sj Landswährung, 6 Hühner und 100 Eier gen Wyldorf in dessen Haus zu geben. Von allen Früchten des Hofs giebt er demselben alle Kleinzehnten, nur nicht den Heuzehnten. Sobald er ausgedroschen hat, hat er gen Wyldorf 60 Garben Stroh, „halb wintri vnd halb habrin" zu geben; hat der Leutpriester ein Boss, so muss er, wenn derselbe gen Büren kommt, auf dessen Bitte dem Bosse Stallung und Heu geben. Auch wenn er, was nicht sein soll, einen oder mehrere Äcker ungebaut lässt, muss er dennoch alles vorgenannte dem Leutpriester leisten. Derselbe hat das Vorkaufsrecht um 5 ß A näher, denn ein anderer; will er es nicht, so muss der Käufer ihm doch genehm sein. Zu Gewähren setzt der Lehensmann seinen Bruder Hannsen Lämeller, Bartlame Fyeln, Hannsen Schüchmacher von Vndersig- gingen. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Hansen von Eeckenbach, Vogts zum Hayligenberg (IV C, 29 mm D., Umschrift auf Band am Bande des Siegelfelds; S . joljara . non . mkmbaüj). Karlsruhe. 5) 1503 mittwoch nach der hl. Dryer Künig tag [Jan. 11.] empfängt Hanns Schüchmacher von Bürren als Lehenträger Gebharts, Peters, Hannsen und Jörigen der Nunnenmacher, Gebrüder, von Graf Hawg zu Werdenberg und zum Hailigenberg ein Haus, Hofstatt und Garten bei einander zu Bürren"). Heiligenberger Lehenurbar von 1500 Bl. 67. Donaueschingen. a) 1509 Samstag vor Ulrici [Juni 29] empfängt derselbe als Träger für Peter und Hanns die Nunnenmacher, Gebrüder, dieselben Stücke von Graf Johanns zu Werdenberg. a. a. 0. Bl. 67. 6) 1508 donrstag vor Letare [Märe 30.] empfängt Mathis Wilhelm von Bürn von Michel Airtolf MSÜ.!ii.Lto.- ;, ;;,; ; 46 1471. von Wildorf, Barthlome Hensel von Bürn und Conrad Casparn von Altenbüren, st. Peters Pfarrkirchen zu Wildorf Pflegern, zu Erbzinslehen dieser Kirche Hofstatt zu Büren, gen. der Mülinen Hofstatt, die an die Landstrasse gen Lestetten, unten an die Obere Wiese und nebenzu an Hannsen Schüchmachers Gut, das er vom Spital "Überlingen zu Lehen hat, stösst. Die Pfleger haben das Vorkaufsrecht „vmb 5 ß 3i nächer, dann der kouff geganngen were". Zu Zins hat er auf st. Martins Tag alle Jahre 10 ß /5j Landswährung zu geben. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Sixten von Husen, Vogts zum Hailgenberg. Karlsruhe. Urfehden. Jg t 1) 1471 frytag vor Letare zu Halbvasten [März 22.]. Urfehde des Hanns Schürer, Wachter- knechts auf dem Schlosse zu Husen im Kinczigental, der wegen etwas eigenwilligen, freventlichen Vornehmens in das Gefängnis des Grafen Heinrich zu Fürstenberg gekommen ist. Er schwört, seine Lebtage „in der herrschaft" zu bleiben. Pap. Or. mit dem aufgedrückten Siegel des Junkers Cunratten von Velsen- berg (s. Abb. No. 8). Donaueschingen. 2) 1473 frytag vor dem hl. Palmtag [Apr. 9.]. Urfehde Wilhalm Lüpps von Eresingen, der wegen etlicher freventlicher Händel in das Gefängnis des Grafen Heinrich zu Pürstenberg in Wolfach gekommen und auf Bitten der Leute seines Handwerks freigelassen worden ist. Pap. Or. mit dem unkenntlichen, unter Papier aufgedrückten Siegel des Junkers Gangolf, Herrn zu Hohengeroltzeck. Donaueschingen. 3) 1473 Ostermendag [Apr. 19.]. Urfehde des Heinrich Wyß aus dem Niderlande, der in des Grafen Heinrich zu Fürstenberg Gefängnis zu Husen gekommen ist, weil er einem im Simonswald Armbrust und Winde gestohlen hat. Er schwört, nimmermehr gegen seine Herren von Pürstenberg und Stouffen und die ihrigen zu thun. Pap. Or. mit dem unter Papier aufgedrückten Siegel der Stadt Husen (wie Abb. No. 9). Donaueschingen. 4) 1473 dunrstag vor dem Meytag [Apr. 29.]. Urfehde des Hanns Pantleon, des jungen, aus dem Eynbach, der „durch Verachtung cristenlicher gehorsamy myner bicht vnd anndere freuelliche dröwwort wyder mynen eyde zetond" in das Gefängnis des Grafen Heinrich zu Fürstenberg gekommen ist. Verfehlt er sich gegen diese Urfehde, so hat er auf Mahnung des Grafen oder seiner Erben sich im Schlosse Husen zu stellen und kommt ohne Genehmigung derselben nicht mehr daraus. Zu Bürgen giebt er seinen Vater und seine Schwäger Hannsen Dolenbach und Hansen Priestern im Vischerbach. Pap. Or. mit dem vorne aufgedrückten Siegel der Stadt Husen (wie Abb. No. 9). Donaueschingen. 5) 1473 zinstag vor st. Margrethen tag [Juli 13.]. Urfehde Endlin der Bemmelerin, die in das Gefängnis des Grafen Hainrich zu Fürstenberg gekommen ist, weil sie zu Brülingen auf Fronleichnamstag, während man da „frönampt inn der kirchen vsserthalb der statt begangen hat", in Hannsen Rentzen Hau s, als alles in der Kirchen und niemand zu Hause war, mit einem Nachschlüssel einen Trog aufgeschlossen und einen Rock genommen hat. Sie wird entlassen auf Bitten ihres Ehemannes und ihrer Kinder und auf Tädigung des Amtmanns ihres Leibherrn, des Grafen Egen zu Fürstenberg. Sie schwört, in der Herrschaft Fürstenberg zu bleiben und nicht mehr gen Brülingen zu kommen. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Junkers Hansen von Eekenbach, das des Junkers Hansen von Fürstenberg fehlt. Donaueschingen. 6) 1473 samstag vor st. Lucyen tag [Bez. 11.]. Urfehde des Hanns Gügenhein, Tuchers zu Straßburg, der wegen merklichen Misshandels in seinem Gewerbe auf dem letzten St. Gallen-Jahrmarkt zu Wolfach in das Gefängnis des Grafen Heinrich zu Fürstenberg gekommen und auf Bitten seiner Hausfrau und anderer ehrbarer Leute freigegeben worden ist. Perg. Or., das Siegel der Stadt Wolfach fehlt. Donaueschingen. 7) 1476 st. Sixts tag [Aug. ff.]. Urfehde Michel Mestlins von Steinach, den der allmächtige Gott „mit sunder siecher kranckheit" angegriffen, dem Graf Heinrich zu Fürstenberg zu seinem väterlichen und mütterlichen Erbe mit Recht geholfen, und der durch gen. Grafen in gefängliche Haftung genommen worden, weil er gen. Erbe mit etwas Eigenwillen zu gebrauchen unterstanden hat. Er schwört Leib und Gut ohne Erlaubnis des Grafen und seiner Erben aus der Herrschaft Fürstenberg nicht zu entfremden, sondern davon in dieser 1471. 47 Herrschaft seine „schlechte zimliche nottdurff zu gemessen und das übrige nach seinem Tode dahin fallen zu lassen, wohin es gehört. Perg. Or., das Siegel der Stadt Haselach fehlt. Donaueschingen. 8) 1476 freytag vor st. Katherinen tag [Nov. 22.]. Urfehde Hainrich Schmeltzlins von Wyl. Derselbe war ins Gefängnis gekommen, weil er auf den vorhergegangenen st. Martins tag nach Engen mit seiner „wat" auf den Markt und ohne Abtragung des Zolls wieder von dannen gefahren war. Auf Vermittlung des Virich von Rümlang, Ritters, Junkers Itelhanßen von Stoffelin, Junkers Viten von Asch und Junkers Martin von Starkenberg, sowie Hanßen Müllers, Schultheissen, und Cünratten Hochfüly, Bürgermeisters zu Engen, wird die Sache dahin beigelegt, dass er dem Grafen Sigmund von Lupfen an den nächsten Weihnachten 2 Tücher im Wert von 10 fl. oder 10 fl. bar geben soll und ebenso auf Weihnachten übers Jahr; er setzt zu Gülten Lienharden Ostwald und Claußen Schnider, beide Bürger zu Engen. Das Or. siegelten Bitter Virich von Eümlang und Junker Vit von Asch. Lupf. Kopialbücher I, 10 Bl. 202. Do- uaueschingen. T. 9) 1477 mentag nach st. Othmars tag [Nov. 17.]. Urfehde Peter Verenbachs von Hubertzhouen, der in das Gefängnis des Grafen Heinrich zu Pürstenberg in Brülingen gekommen ist, weil er sich weigerte, der Stadt Brünlingen, obwohl er in „iren gerichten vnd sturen" gesessen ist, zu huldigen, und weil er gegen Herman Prenndlin, Schultheissen daselbst, der ihm seinen Hof zu Hubertzhouen geliehen hat, eine Eechtfertigung hinter des Grafen Heinrich und seiner Amtleute Rücken vorzunehmen sich unterstanden hat, obschon jeder, der in dieses Grafen Gerichten gehört, Eecht und Tädigung in dessen Gerichten vorzunehmen eidlich verbunden ist. Er schwört, bis zu st. Thomas Tag den Hof zu Hubertzhouen zu räumen und nicht mehr in des Grafen Gerichten zu wohnen. Perg. Or. mit den Siegeln des Ritters Conrat von Schellemberg (s. Abb. No. 13) und der Stadt Hüfingen (s. Abb. No. 14). Donaueschingen. 10) 1478 mitwoch vor st. Vits tag [Juni 10.]. Urfehde Claus Schobharts von Hof von dem Be- hammer Wald, gen. Metzger, derzeit zu Brülingen sesshaft, welcher durch Unordnung seines ehelichen Standes und freventlicher Drohung halber in das Gefängnis des Grafen Hainrich zu Fürstenberg in Brülingen gekommen ist. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Hüffingen (wie Abb. No. 14). Donaueschingen. 11) 1483 dunrstag nach des hl. Crütz tag Exaltationis [Sept. 18.]. Urfehde des Jörg Gaißer, Kesslers von Krailsheim, der in das Gefängnis des Grafen Hainrich zu Fürstenberg gekommen ist, weil er einem Leibeigenen desselben in der Obern Wolfach sein eheliches Weib entführt und Geld, „hiß" und anderes mitgenommen hat. Er schwört, aus dem Kintzigental zu ziehen und von des Grafen Gebiet eine Meile weit ferne zu bleiben. Pap. Or. mit dem unter Papier aufgedrückten Siegel der Stadt Husen (wie IV, No. 18). Donaueschingen. 12) 1485 st. Ziriaux tag [Aug. 8.]. Urfehde Toman Ammans von Tonoweschingen, der seinen dem Ritter Diebolt von Hasperg leibeigenen Schwäher in etwas Misshandel vom Leben zum Tode gebracht, darüber mit dem Landgrafen und den Verwandten ein freundliches Auskommen getroffen, von Junker Diebolt von Hasperg gefangen gelegt und auf Vermittlung der Ritter Conrat von Schellemberg und Hanns Schulthais, sowie von Schultheiss und Richtern zu Furstemberg von den von Hasperg zu Tonoweschingen freigelassen worden ist. Er schwört, die Leute der von Hasperg, mit denen er etwas jetzt zu schaffen habe, mit dem Landgericht im Bare vorzunehmen und keine Wohnung zu Tonoweschingen mehr zu haben, „dann schlecht on sumnüß durch ze gend". Perg. Or. mit den nicht gut erhaltenen Siegeln der beiden vorgen. Vermittler und der Stadt Fürstenberg (wie Abb. VI, No. 58). Donaueschingen. 13) 1486 frytag nach Exaudi [Mai 12.]. Urfehde Antonius Fotlenders, des Sohnes des Arztes von Wildbaden, seiner ehelichen Hausfrau Elß Knöpflerin und seiner Söhne Jacob und Anteni, des jungen. Dieselben waren in das Gefängnis der Grafen Hainrich, des jungen, und Wolfgangs, Gebrüder, Grafen zu Furstemberg, gekommen: der Vater, weil er den Geboten der Grafen und ihrer Amtleute nicht gehorsam gewesen, das, was er den Grafen, als er die Badstube zu Löfflngen kaufte, zugesagt hatte, nicht gehalten, sich aus christlicher Ordnung gezogen, indem er dieses Jahr nicht beichtete, und die Schimpfreden seines Sohnes Jacob gegen die von Löfingen bestätigte; seine Hausfrau, weil sie gedroht hatte, wenn die von Löffingen nicht anders wollen, so wollen sie ihnen eines Tages thun, dass sie die Hände über dem Haupte U . : . CSV" ' *-•« - ' ■-'7"» '",»■>■*' r 48 1471. zusammenschlagen; der Sohn Jacob, weil er gesagt hatte, die von Löffingen seien meineidige Bösewichter an seinem Vater; der Sohn Anteni, weil er den Geboten der gen. Grafen und ihrer Amtleute nicht gehorsam gewesen war. Sie bekennen, dass sie von den von Löffingen nichts, denn liebes und gutes wissen, und geloben die über ihre Zehrung, über „briefscosf und sonst aufgelaufene Kosten zu ersetzen. Perg. Or. mit den nicht gut erhaltenen Siegeln der Ritter Conrat von Schellemberg (wie Abb. No. 13) und Hanns Schulthaissen. Donaueschingen. 14) 1486 dunrstag nach den hl. Pfingsten [Mai 18.]. Urfehde Baltisar Cantzlers von Ogspurg, der in des Grafen Hainrich zu Fürstenberg, des altern, Gefängnis gen Husen um ungehorsamer, freventlicher Worte und verschuldeter Sachen willen gekommen ist. Er ergiebt sich dem Grafen als leibeigen und wird auch, wenn er solche bekommen sollte, sein Weib und seine Kinder demselben leibeigen machen. Pap. Or. mit dem unter Papier aufgedrückten Siegel der Stadt Husen (wie IV, No. 18). Donaueschingen. 15) 1489 mentag nach der Pfaffen Vasnacht [Mars 2]. Urfehde Petter Besserers von Munder- kingen, der in das Gefängnis Herrn Cunrats, Ritters, und Junker Burckharts, Gebrüder, von Schellenberg zu Huffingen wegen Schwörens, obwohl das Gott und dann der gemeine Bund im Lande Schwaben bei Leib und Leben verboten hat, gekommen ist. Es wird, obwohl er dadurch Leib und Leben verwirkt hat, freigelassen wegen der grossen Bitte, die „frowen vnd manneß namen" für ihn gethan haben. Perg. Or., das Siegel Junkers Jörgen von Almshoffen zu der Nüwenburg fehlt. Donaueschingen. 16) 1489 fritag vor Inuocauit [Mars 6.]. Urfehde der Gebrüder Hanns und Conrat der Schotten und ihres Vaters Rudolf Schott, die in der Grafen Hainrich und Wolfgang zu Fürstemberg Gefängnis gekommen sind, weil sie denselben und ihren Amtleuten ungehorsam gewesen, die letztern zu schlagen sich unterstanden und gebotenen Frieden und anderes gelobtes Versprechen nicht gehalten haben. Sie schwören, ohne Erlaubnis der gen. Grafen in keinen Krieg zu ziehen oder sonst deren Lande zu verlassen. Perg. Or. mit den Siegeln der Junker Burckhart von Schellemberg (wie an No. 33, 23) und Jörg von Reckembach (wie Abb. No. 25). Donaueschingen. 17) 1490 frytag nach st. Othmars tag [Nov. 19.]. Urfehde Vlin Wisers von Nidereggingen, der auf Samstag nächstvergangen am Jahrmarkt einem Biedermann im Kaufhause zu Schauffhusen seinen Haber gestohlen und verkauft hat, darüber in das Gefängnis von Bürgermeister und Rat zu Schauffhusen gekommen ist und nach Recht Leib und Leben zum Stricke verwirkt hat, aber auf Bitte des Grafen Sigmund zu Lupfen, des altern, und seines Sohnes Hainrich zu Trost seiner Hausfrau und unerzogener Kinder und um Gottes, seiner würdigen Mutter, und alles himmlischen Heeres willen freigelassen worden ist. Perg. Or., die Siegel des Junkers Adames Cron zu Herblingen und Erhart Dornhains von Rotwyl fehlen. Nürnberg, german. Museum. 18) 1490 st. Lucyen tag [Des. 13.]. Urfehde des Martin Küffer zu Husen, der in des Grafen Heinrich zu Furstenberg Gefängnis zu Husen und Haßlach gekommen ist, weil er ohne Befehl seines gnädigen Herrn sei. eigenmächtig einem fremden Gesellen einen langen Degen genommen und denselben das Land hat verschwören lassen, das ihm von seiner Schwester heimlich zugeschobene, merkliche Gut seines Herrn sei. verbraucht und ohne dessen Wissen aus seinem Kasten zu Husen Korn und anderes genommen, auch sonst viel Mutwillen, Zwang und Drang mit geistlichen und weltlichen getrieben, aber auf Fürbitten der Bürger zu Husen und Haßlach und anderer seiner guten Freunde freigelassen worden ist. Er schwört, gen. Grafen und seinem Bruder als Erben seines Herrn sei. im kommenden Monat alles, was er ihnen und ihren Amtleuten schuldig ist, „mit rechung" zu bezahlen, seine andern Gläubiger zu befriedigen und sich nicht vor Ausführung dessen von seinem Herrn zu verziehen a ). Perg. Or. mit den Siegeln der Junker Martin von Blümnegk (wie Abb. No. 10) und Jacob Münichen von Rosenberg (wie Abb. No. 19). Do- naueschingen. a) Auch, von Claus und von Stoffel Kufer von Wolfacb, die sich ähnliches zu Schulden haben kommen lassen, liegen 2 von den vorgen. Junkern gesiegelte Urfehden von 1490 Samstag nach st. Lucyen Tag [Des. 18.] und Donnerstag vor dem hl. Weihnachttag [Dez. 23.] vor. Perg. Or. Donaueschingen. H SaßSFSsSSElwg 1471. 49 19) 1491 st. Vitus abent [Juni 14.]. Urfehde der Irmel Müllerin von Fürstenterg, Hennen Rudis sei. von Engen eheliche Wirtin, die in Sigmundts Grafen zu Lupfen, des altern, Gefängnis gekommen, aber auf Verwenden der Gräfin Elisabeth zu Fürstenberg, ihres Bruders Bernhard, Grafen zu Solms, und Hain- richs und Wolfgangs, Gebrüder, Grafen zu Fürstenberg, freigelassen worden ist. Das Or. siegelten die Junker Wilhelm Jeger, gen. Spät, und Martin von Starckenberg. Lupf. Kopialbücher I, 10 Bl. 225. Donaueschingen, rp 20) 1492 sampstag nach Conuersio Pauli [Jan. 28.]. Urfehde des Virich Heiny von der Halben- mil, der in des Grafen Wolfgang von Fürstenberg Gefängnis gekommen ist, weil er von Conrat Mayer zu Wolfach und seiner ehelichen Hausfrauen, „als die in todemklicher kranckhait vnd vnwissenhait irer Vernunft gelegen vnd mit allen sacermenten vß disem zit hingericht waren", ausgesagt hatte, er habe ihnen 20 fl. geliehen und noch keinen Heller davon bekommen, was sich, als dieselben wieder gesund wurden, als unwahr herausstellte. Er ergiebt sich dem gen. Grafen als leibeigen. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln der Junker Cünradt von Velsenberg (wie Abb. No. 8), Martin von Blumnegk (wie Abb. No. 10) und Jacob Münich von Eosenberg (wie Abb. No. 19). Donaueschingen. 21) 1495 frytag vor Mathei [Sept. 18.]. Urfehde des Hanns Binder von der Nüwenkusen vff Egk, der in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Furstenberg in Wolfach gekommen, weil er sein eheliches Weib vor etlichen Jahren verlassen und mit einer andern Frau im Lande herumgezogen ist, wodurch auf ihn „ein lümb gewachsen, dieselben ouch geelichet zu haben". Er schwört, fortan seinem ehelichen Weibe das beste zu thun. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Wolfach (abgebildet II, 536). Donaueschingen. 22) 1496 donncrstag nach st. Bartholomeus tag [Aug. 25.]. Urfehde des Moysse Judt, Bürgers zu Engen, gegen Hainrich Grafen zu Lupfen „nach judischer Ordnung vnd Satzung vff den 10 gebotten gottes vnd den 5 büchern Moysy". Übertritt er seinen Eid, so will er ein „verurtailter, verzalter, erloßer vnd mainaider Judt haißen vnd sin". Zeugen: Junker Bentz Bessrer, Vogt, und Johannes Rössler, Schreiber, auch Haim Jud zu Stockach, Löwman Judt zu Ach und Süsskindt Judt zu Engen. Das Or. siegelten die Junker Eberhard von Rischach, der jüngere, und Martin von Starckenberg. Lupf. Kopialbücher I, 10 Bl. 250. Donaueschingen. T. 23) 1497 mitwoch nach Asumpcionis Marie [Aug. 16.]. Urfehde Jacob Schablins von Bachen, der sein eheliches Weib zu Brülingen sitzen gelassen, der mit Agthen Spathelfin von Vilingen, Jacob Troschers zu Sulgen ehelichem Weibe, gegen sein gegebenes Versprechen herumgezogen und dieselbe „in diensten gegen gaistlichen vnd weltlichen" für sein eheliches Weib ausgegeben hat, und den deshalb Jacob Tröscher vor dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg „in recht geworfen vnd angefallen" hat. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Wolfach (abgebildet JJ, 536). Donaueschingen. 24) 1497 frytag nach Franciscus [Okt. 6.]. Urfehde Hannsen Kochs von Winanan. Derselbe hat aus einem Hofe im Tieffenbach zu Oberwolfach, den sein Vorfahre um 22 fl. gekauft, und den er mit aller Zugehörde um 31 fl. nach Thalsrecht an Hans Vollenschmid wieder verkauft hat, bei Nacht und Nebel mit seinem Knechte 13 zahme, junge, „berhafte" Bäume ausgegraben und auf einen Hof, den er später gekauft hat, versetzt. Als Vollenschmid ihn und den Knecht deshalb vor Vogt und Gericht zu Oberwolfach mit Recht vorgenommen, hat der Knecht gestanden, er aber hat sich zum Eide gegen den Knecht erboten. Da aber der Augenschein gegen ihn entschied, wurde der Knecht freigesprochen und er selbst von den Amtleuten des Grafen Wolfgang zu Furstenberg gefangen gesetzt. Aus Mitleid mit seiner schwachen Hausfrau wird er freigegeben, nachdem er vor 7 ehrbaren Mannen und dem Gerichte seine That eingestanden hat. Das Original siegelten Junker Conradt von Velsenberg und die Stadt Husen. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. 25) 1499 Aller lieben Selen tag [Nov. 2.]. Urfehde Hannsen Morlocks, der Zeit vff der Gremina gut zu St. Ruma gesessen, der in des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg Gefängnis gekommen ist, weil er dem Weibe des fürstenbergischen Leibeigenen Mathis Hansen zur Halben[milj, die mit Ruman Waltzen durchgehen wollte, zur Flucht verholfen, sie behauset und ihr ihr Gut gen Ripoltzow geführt hat. Er schwört, VII 7 .BN©»«»» 9e*5 ■ . , ■" BS SS : 88 50 1471. v. lebenslang weder seinen Leib noch sein Gut aus der Herrschaft Fürstenberg zu entfremden. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Wolfach (wie II, No. 536). Donaueschingen. 26) 1499 Vnser lieben Frowen tag Conncepcionis [Dez. 8.]. Urfehde Hannsen Vegers aus dem Künczgen- thal, der in des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg Gefängnis zu Wolfach gekommen ist, weil er bei Nacht und Nehel Hansen Schulern aus seinem Hause 3 Käse nehmen helfen und sie gegessen, 2 Hasen, was verboten, gefangen und verzehrt, Ulrich Heiny, der mit Recht getötet ist, zu rächen gedroht und „gepott vmb die freuein" verachtet hat. Er schwört, aus des gen. Grafen Herrschaft weder Leib noch Gut zu entfremden, dem Grafen Abtrag zu thun oder sich in Monats Frist gen Wolfach zu stellen und die Stadt nicht mehr zu verlassen, bis er die Frevel bezahlt und dem Forstmeister für die Hasen das Strafgeld erlegt hat. Pap. Or. mit dem unter Papier aufgedrückten Siegel der Stadt Wolfach (wie II, No. 536). Donaueschingen. 27) 1500 zinstag nach st. Lourencien tag [Aug. 11.]. Urfehde Erhart Richtlins, Metzgers , von Wolfach, der im vergangenen Jahre das von seinem Vater sei. zu Wolfach ererbte Burgrecht „by regierung" des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg angenommen und gethan hat, wie andere Bürger daselbst, aber über das unangesagt und mit Hinterlassung von Schulden davongeritten und deshalb, als er wiederkam, von den Amtleuten des gen. Grafen gefangen gesetzt worden ist a ). Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Wolfach (wie H, No. 536). Donaueschingen. a) Aus gleichem Grunde kam in das Gefängnis Steffan Nesseli von Werstetten, Bürger zu Wolf ach; er schwor Urfehde 1500 Mittwoch nach st. Michels Tag [Sept. 30.]. Perg. Or., das Siegel der Stadt Wolfach fehlt. Donaueschingen. 28) 1501 st. Steffans tag [1500, Bes. 26.]. Urfehde Stoffel Schniders, der in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg gekommen ist, weil er „dem Erharts Classen ain wamasch vnd ain swartzen Lünschen rock, siner mütter ain grawen vnderrock, ain vndergippen, ouch der magt ain gippen vnd der Priesterin ain mantel vnd der dochter ain oberrock" bei Nacht und Nebel gestohlen und den Juden zu Waltkirch um 2 fl. und 5'/» Bollenbatzen versetzt hat. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Husen (wie IV, No. 18). Donaueschingen. 29) 1501 Vnnser lieben Frowen aubend zur Liechtmys [Febr. 1.]. Urfehde Conratten Schägers von Bergfelden im Mülbach, der in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Furstemberg gekommen ist, weil er gedroht hatte, einem ein Haus zu verbrennen. Er schwört, von Stunde an auszugehen und keine Nacht da zu liegen, wo er vor gelegen war, sondern stracks über den Rin zu ziehen und nicht mehr herüber in das Land Swaben zu kommen. Perg. Or. mit den nicht gut erhaltenen Siegeln des Junkers Jörg Stähelin von Stogkburg zu Sindelstain (s. Abb. No. 41) und Clewy Henslers, Bürgers zu Furstemberg. Donaueschingen. 30) 1501 zinstag nach Quasimodogeniti [Apr. 30.]. Urfehde Hansen Brünharts, der zu Wolfach in das Gefängnis gekommen ist, und dem des Grafen Wolfgang zu Furstemberg Amtleute „rechtlich straff angeleit" haben wollten, weil er den Leuten bei Nacht und Nebel Rüben, Birnen, Äpfel und Fische aus der Bürger Gräben gestohlen hat. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Wolfach (wie II, No. 536). Donaueschingen. 31) 1501 mendag nach st. Virichs tag [Juli 5.]. Urfehde Hannsen Schüchmachers zu Wolfach, der in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg gekommen ist, weil er Hanns Dollenbachen, der ein „verirrter, krancker mensch" war und ihm mit andern um täglichen Lohn an Leib und Gut zu bewahren befohlen wurde, 2 fl. aus seinem Säckel und ausserdem seinen Nachbarn Leder, Sohlen, Eisen, Kalb, Fell, Fische, Brot, Häringe und anders laut eines „verzichtzedels" gestohlen hat, aber durch Edel und Unedel um seines schwangern ehelichen Weibes und seiner kleinen Kinder willen dem Grafen „abgebetten" worden ist. Er schwört, in 14 Tagen über den Rin zu ziehen und nicht mehr herüber zu kommen. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Wolfach (wie II, No. 536). Donaueschingen. 32) 1502 danderstag nach st. Lucia tag [Des. 15.]. Urfehde der Engellin Mayerin, die in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Furstemberg gekommen ist, weil sie einer frommen Ehefrau ihren Mann aus ungeordneter Liebe im Lande herumgeführt und sich in vielen Händeln argwöhnig und ungebührlich gehalten hat. Sie schwört, über den Rin zu gehen und lebenslang nicht mehr herüber zu kommen. ..;.;■■••..-.■' ■■HhIHI 1471. 51 Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Junkers Willhalm Lipp, Schultheissen zu Friburg im Brissgöw. Donaueschingen. 33) 1501 dornstag nach der Alten Vaßnacht [Febr. 29.]. Urfehde Caspar Schonabühels von Willer vß der H6re, der in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg gekommen ist, weil er bei Lebzeiten seines ehelichen Weibes zu Hiltzingen der Magdalena von Thana verheissen hat, sie als sein Eheweib an der Kanzel verkünden zu lassen, und dieselbe zu Kirchen hat führen wollen. Perg. Or. mit den nicht gut erhaltenen Siegeln Conraten Dierbergs (IV C, im Schilde Tier (Hirschkuh) r. schreitend, Helmzier Tierrumpf) und Clewin Henßlers, zweier Bürger zu Fürstenberg. Donaueschingen. 34) 1505 donerstag nach Circumcisionis [Jan. 2.]. Urfehde Martin Glungs von Bela, der in das Gefängnis des Eitters Conradt und des Junkers Burgkhardt von Schellenberg, Gebrüder, gekommen ist, weil er gegen seinen Herrn von Schellenberg, der ihn beschuldigte, er sei zu Munelfingen wegen eines Frevels gerügt worden, freventlich geredet, das sei nicht wahr, er wolle gern den sehen, der das rede, und als er darüber gefangen wurde, gegen gen. Herrn, als ob er ihm wider Recht thun wolle, das Eecht freventlich angerufen, „wüeblutt" und „morttyo" geschrien, alle Bürger zu Hilfe gerufen, denen, die ihn fiengen, Bache angedroht und gerne einen Aufruhr, durch den seine Herren gegen die armen Leute in Widerwärtigkeit gekommen wären, gemacht hätte. Er wird freigelassen auf Bitten geistlicher und weltlicher Leute, insbesondere seiner „frowen", die eines Kindes schwanger ist. Perg. Or., das Sekret der Stadt Prülingen fehlt. Donaueschingen. 35) 1505 mendag nach st. Vits tag [Juni 16.]. Urfehde Paulin Schüppelgarts von Berneck, der bei Nacht und Nebel Michel Swartzhansen, Müller zu Berneck, seinem Stiefvater, 2 Rosse, etliche zinnerne Kanten, Schüsseln und Plunder gestohlen, deshalb in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Furstenberg zu Husen gekommen und zum Tode mit dem Stricke verurteilt, aber auf Bitten vieler ehrbarer, geistlicher und weltlicher, edler und unedler Leute begnadigt worden ist. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Husen (wie IV, No. 18). Donaueschingen. 36) 1505 st. Marien Magtalenen abend [Juli 21.]. Urfehde Jörg Henslers von Peterskiich vß dem Tal im Algow, der in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Fürstemberg gekommen ist, weil er mit einem über den gelobten Frieden zertragen worden ist. Zu „pennal" giebt er die nächsten vier Fronfasten nach einander 4 fl. und bezahlt alle Kosten. Perg. Or., das Siegel Conraten Türbergers von Fürstenberg fehlt. Donaueschingen. 37) 1505 freytag nach st. Moricyen tag [Sept. 26.]. Urfehde Baltasser Bitterlins von Endermet- tingen, der in des Grafen Sigmunden zu Lupfen, Rom. Kön. Majestät Rats und obersten Feldhauptmanns, Gefängnis gekommen ist, weil er zu Stüelingen in den Schlossgraben, über alle Zwing und „gäffe" bei finsterer Nacht in die Ringmauer gestiegen, daselbst heimliche Wacht gehalten und von der Ringmauer daselbst „fromde vnd zum tal gestolne klaider vnd gewer hingetragen" habe. Das Or. siegelte Gregoriuß Autenriett, gen. Vogt, Altschultheiss zu Waltzhut. Lupf. Kopialbücher I, 10 Bl. 265. Donaueschingen. T. 38) 1505 mendag nach st. Michels tag [Okt. 6.]. Urfehde Bernharten Millers von Offenburg, der in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg in Husen gekommen ist, weil er, vom Merteil seiner „malgenossen" beschuldigt, dass er ihnen das ihrige „in bachen vnd mallen" nicht wiedergebe, zugestehen musste, dass er nicht jedem besonders gebacken, sondern gutes und schwaches Korn zusammengeschüttet und dann jedem nach seinem Willen gegeben habe. Er giebt für sich und seine Kinder des Grafen eigene Bannmühle, die ihm derselbe zu Husen geliehen hatte, mit Rückgabe seines Lehenbriefes zurück. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln der Junker Cünradten von Velsenberg (wie Abb. No. 8) und Bartholome R6blin. Donaueschingen. 39) 1506 vff den hl. Weynächt abendt 1500 und anfang des sechsten jahres [1505, Bez. 24.]. Urfehde Hennslin Englers, gen. von Sumerow, von Hundwill in Appazel erborn und zu Welladingen am Vor- waldt in der Landgrai'schaft Stüelingen wohnend, der in des Grafen Sigmunden zu Lupfen Gefängnis wegen vielerlei Diebstähle gekommen, aber durch Verwenden der Gräfin Clementine von Lupfen, geb. Gräfin von Mündfort, und der Jungfrau Agnieß, Gräfin von Lupfen, wieder daraus entlassen worden ist. Das Or. siegelte 7 * «SP mm^^m 52 1471. Junker Gangolf Trüllerey, Vogt zu Neunkilch im Cleggow. Lupf. Kopialbücher I, 10 Bl. 273 v . Douau- eschingen. T. 40) 1506 Aschennmichi [Febr. 35.]. Urfehde Lorentzi Boschers im Tieffeubach, der „vßer Verachtung aydsbott" und anderer Ungehorsame halb in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg zu Husen gekommen ist. Er schwört, aller Herren von Fürstenberg leibeigener Mann zu sein und alles zu halten, was ein solcher seinem Halsherrn schuldig ist, in 14 Tagen zu zahlen, was der Schreiber und Vogt ihm berechnen, Habe und Vieh nicht zu verändern, ausser dieser Bezahlung „atzgelt, thurnlösin, schriblon vnd sigelcosten" in 8 Tagen auszurichten, auf seinem „säßgüt", auf dem er das Haus elendiglich niederfallen Hess, in Jahresfrist ein neues zu bauen oder das Gut zu verkaufen oder mit einem, der dem Grafen und seinen Amtleuten gefällig ist, zu besetzen. Perg. Or., das Siegel der Stadt Husen fehlt. Do- naueschingen. 41) 1506 Vincula Petery [Aug. 1.]. Urfehde Bartholomeus Högöwers von Rauenspurg, der in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg gekommen ist, weil er „wurtzen, saffren. imber, zhninit, negelin vnd ander spetzerey fayl tragen vnd die für kouffmans gütt geben" hat. Perg. Or. mit den schlecht erhaltenen Siegeln des Nyclauß Henßler, Bürgers zu Furstenberg, und Bernhart Zürnen, Stadtschreibers zu Gysingen (25 mm D., IV A 2, im Schilde r. sehender Ochsenkopf, Umschrift unleserlich). Donaueschingen. 42) 1506 mentag vor Oschwaldi [Aug. 5.]. Urfehde Jacob Röttenbaohers von Sumpforren, der in des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare, Gefängnis gekommen ist, weil er einem armen fremden Manne, der bei Pforren im Schnee abgestorben und verdorben ist, ein Paar Hosen, ein Weidmesser und ertlich Geld letzten Winter genommen hat. Er wird alle aus seiner Gefangenschaft erwachsene Unkosten ersetzen und seinen Brüdern Michel und Matheus Röttenbacher, Matheus Schwencken, seinem Schwager, zu Pforren und Hansen Maiger, dem jungen, zu Sumpfforren, die gelobt haben, den Amtleuten des gen. Grafen auf Martini 5 fl. für das von ihm genommene Gut zu zahlen, diese Summe zurückgeben. Perg. Or. mit dem schlecht erhaltenen Siegel Clewy Henßlers, Bürgers zu Furstenberg, das seines Mitbürgers Cunrat Dierberg fehlt. Donaueschingen. 43) 1506 zinßtag nach st. Michels tag [Okt. 6.]. Urfehde Michel Clügs von Horw, der zu Husen und im Kuntzigenthal eine Zeit wohnhaft gewesen und in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg gekommen ist, weil er „der hl. frowen sancti (sie) Anna bild zu Husen in der pfarkirchen gelt, werck" und auch andern Personen merklich gestohlen hat, und der vom Gerichte, das mit Richtern aus den drei Städten Husen, Wolfach und Haßlach besetzt war, zum Tode mit dem Stricke verurteilt worden, aber auf Bitten seiner gnädigen Frau von Fürstenberg, von edeln, geistlichen und viel ehrbaren Leuten zu Husen seiner Ehefrau, die der Zeit ein Kindbetterin gewesen, zu Ehren, und seinen armen, unerzogenen Kindern zu Liebe am Leben gelassen worden ist. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Husen (wie Abb. IV, No. 18). Donaueschingen. 44) 1507 montag vor st. Michels tag [Sept. 27.]. Urfehde Conraten Mennys von Engen, der in des Grafen Hainrich zu Lupfen Gefängnis gekommen ist, weil er sich Drohungen gegen den Grafen wegen vermeintlicher Beeinträchtigungen erlaubt hat. Er setzt zu Bürgen Hainrichen Menny, Priester, seinen Herrn und Vater, Conratt Menny, den Jüngern, seinen Bruder, Hainrich Silbrer, Schultheissen zu Engen, Wilhelm Schürhaimer, gen. Plitzger, Bürger und des Rats daselbst, seinen Schwager, Peter Andres von Aldendorf, den Jüngern, zu Newenhußen, Haini Muster, Gori und Johannes die Sesser, Gebrüder, Matthias Schutz und Conrat Pürlin, sämtlich Bürger zu Engen, die sich mit je 10 fl. Rh. für ihn verbürgen. Das Or. siegelten für den Aussteller Junker Hannß Schlupf zu Zimmerholtz, für die Bürgen die Junker Joß von Rischach zu Ach und Conrat Schlupf zu Büttelbrunnen. Lupf. Kopialbücher I, 10 Bl. 280. Donaueschingen. T. 45) 1507 mitwoch nach st. Andreas tag [Bes. 1.]. Urfehde Hanßen Döbelins, gen. Schnider, von Allenspach, wohnhaft zu Engen, der ins Gefängnis gekommen ist, weil er ein „Angnus Dei vnd ein seidin binden", die ihm als Messner zu Engen anvertraut waren, ferner Junker Joßen von Rischach zu Ach einen „gutschen teppich" und 6 zinnerne Teller gestohlen hat. Das Or. siegelten die Junker Hannß Schlupf zu Zimmerholtz und Conratt Schlupf zu Büttelbrunnen. Lupf. Kopialbücher I, 10 Bl. 285. Donaueschingen. T. KS&B&^i 1471. 53 46) 1508 zinstag vor Vrbani [Mai 23.}. Urfehde Hainy Vischers von Winter thur, der in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg „vß mercklicher, größer verlümbdung" gekommen ist. Er schwört, gegen denselben und gegen Graf Sigmund von Lupfen nimmermehr zu sein. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln Conraten Dierbergers (s. Abb. No. 52) und Clewy Henßlers (24 mm D, IV A 2, im Schilde r. Thurm, 1. aufgerichtete Pflugschar, Umschrift unleserlich). Donaueschingen. 47) 1509 frytag nach st. Jacobs tag [Juli 27.]. Urfehde Hannßen Zieglers, gen. Junghans, der in das Gefängnis des Grafen Wolfgang zu Fürstemberg um etliche Diebstähle und andere ungeschickte Händel gekommen, aber durch die an seine gnädige Frau von Fiirstemberg von seinen Eltern, Geschwistern und vielen andern gerichtete Bitte freigelassen worden ist. Dafür ergeben sich derselbe, sein Vater Hanß Ziegler, der alte, von der Alten Sunthusen, seine Mutter Margarett, seine Geschwister Hanß zu Brünlingen, Michel und Petter zu Tunoweschingen, Margarett und Vrsula, die alle „aygen sind vnd nicht gichtig, noch nachuolgend herren haben", dem gen. Grafen als leibeigen. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Junkers Hainrich von Buch (wie Abb. No. 44), das der Stadt Gysingen fehlt. Donaueschingen. y Fürstenbergische Korrespondenzen. 19, 1) 1471 st. Marx tag [Apr. 25.] ersucht zu Wolfach Heinrich Graf zu Fürstenberg Bürgermeister und Rat zu Vberlingen, den Knecht Conrat Schnyder zu Schilltegk, dessen Kinder, insbesondere sein Sohn, der ihm „in gar sunderm willen bevolhen vnd für anndere knecht zu gebrachen ist" hinter ihm ihre Wohnung haben, auf Anrufen dieser Kinder gegen eine ziemliche Urfehde ledig zu lassen, „angesehen das er dise ding vngeuarlich one alles arg gehandelt hat", wie sie von andern klärlicher vernehmen werden. Pap. Or. mit unkenntlichem, zum Verschlusse unter Papier aufgedrücktem Siegel. Überlingen, Stadtarchiv. 2) 1474 sampstag nach Aller Hailigen tag [Nov. 5.) antwortet Conrat Graf zu Fürstenberg den Bürgermeistern und Räten der Städtevereinigung am Bodensee, (welche wegen ihres Bundesgenossen, eines Bürgers von Lindow, dem etwas vom seinigen genommen worden, und der dazu in sein Schloss zu „ant- wurten" gehalten sein solle, ihn gebeten haben, den Knecht Symon Mayer, gen. Büb, wenn er in sein Schloss komme und das Schatzgeld dahin „geantwurt" werde, diesen Knecht und das Geld zu Recht zu handhaben), er habe ab dieser Missethat ganz Missfallen, kenne aber den Knecht nicht; erfährt er, dass dieses oder dergleichen unter ihm oder in seinem Schlosse geschehe, so wird er sich gegen die betreffenden so halten, dass sie und alle Ehrbarkeit finden sollen, dass er solche Buberei unter ihm ungern gestatte und lieber mit ihnen und andern seinen guten Freunden Freundschaft halten wolle. Pap. Or. mit unkenntlichem, unter Papier rückwärts zum Verschlusse aufgedrücktem Siegel. Überlingen, Stadtarchiv. 3) 1476 suntag vor st. Peters tag Kathedra [Febr. 18.] schreibt Conrat Graf zu Fürstenberg an Bürgermeister und Rat zu Schauffhusen: „Als am nehsten durch etlicher vnnser herren hotten, vnnser fründe, • vnd üch by üch ain beredung der büberye vnd röberye halb beredt, begriffen vnd vnns zugeschickt ist, die wir gesehen haben, geualt vnns, die letzen vffzürichten, die rygk zu verwerfen vnd zu uergraben , wa des not ist, vnd wir bericht werden, ouch zu beuelhen den wirten, argwenig lüte, würfelleger, huren- fürer, gögler vnd sölich lüte nit zu husen noch zu herbergen, vnd wä man sölicher roberye vnd büberye gewar wurd oder herfüre, den getrüwlich nachzüilen, zu in zu gryffen, mit den zu handeln, als sich gebürt, das wir an der ardt vmb vnns nit vngeton lausen wollen. Es möcht aber jeman vnder vnns allen vindt- schafft haben oder gewinnen, den Zugriffe beschee, nome genomen oder hingetriben wurde, das wir vnns darin verbinden könnden, sind wir zu diesem mal nit in willen ze tünde, noch zu jeman zu verbinden, hilf oder bystand zetünde usser verpflichte, sind ouch bysherr nie annders willens gewesen, dann wer getrüwlich. zu vnns setzte, hilf oder bystand geton hette, tat oder tun wurde, das wir in sölicher maß wider- vmb täten vnd noch tun wölten, als wir vnns zu vnnsern herren fründen vnd üch ouch versehen vnd in dem getrüwen sin wollen". Pap. Or. mit dem zum Verschlusse rückwärts aufgedrückten Petschaft des Ausstellers. Schaffhausen, Staatsarchiv. MJHW^igfrSftBaaiai&fa 54 1471. I 4)1476 dnnrstag vor st. Laurentien tag [Aug. 8.] antwortet Egen Graf zu Fürstenberg Bürgermeister und Rat zu Schäfhusen, auf deren Schreiben wegen des bei ihnen dienenden Balthassar Vischers, der von ihm etwas Sold „der rais halb hinab gein Nüss" fordert, er habe demselben nichts versprochen, „des er vßlige", und meine, dass derselbe ihm verbunden sein solle. Meint derselbe aber doch eine Forderung an ihn zu haben, so will er vor ihnen Recht nehmen und geben. Ist jener damit zufrieden, so mögen die Adressaten einen Tag ansetzen und zu Austrag verhelfen. Pap. Or. mit dem zum Verschlusse rückwärts unter Papier aufgedrückten Siegel des Ausstellers. Schaffhausen, Staatsarchiv. 5) 1478 samstag vor Johannis Baptiste [Juni 20.] schreibt zu Wolfach Heinrich Graf zu Fürstenberg an Meister und Rat zu Straßburg: An ihn langt eine ernstliche Bitte von einer betrübten Frau, die ihr Ehemann Bernhart Wurtz, ein Straßburger Bürger, mit etwas Härtigkeit von sich vertrieben haben soll, ihrerseits, wie sie sich hoch erbietet, ohne Schuld. Da er alle seine Tage geneigt war und ist „den lieben frowen in iren nötten hilflich vnd forderlich ze synd, deßglichen ein jeder biderwer man schuldig", so bittet er Bürgermeister und Rat, diese Frau zur Verantwortung kommen zu lassen, ihr hiezu „ein ge- rümpt zitt" zuzuschreiben und das beste in ihren Sachen zu reden, damit die Frau finde, sie habe seine Bitte genossen. Er erbietet sich zu Gegenseitigkeit und will gütige, unverlangte Antwort. Pap. Or. mit unkenntlichem, zum Verschlusse rückwärts unter Papier aufgedrücktem Siegel. Straßburg, Stadtarchiv. 6) 1489 sambßtag nach Mathei [Sept. 26.] schreiben Bürgermeister und Rat zu Villingen den Grafen Hainrich und Wolfgang zu Furstenberg, Gebrüdern: Vor kurzem sei Agnes Balga, Conrat Bosingers Hausfrau, ihre Bürgerin, auf der Heimfahrt von Baden mit dem Rosse und ihrer Habe durch die Leute des Grafen in deren Gefängnis gebracht worden, weil sie „neyßwas" ihrer Mutter sei. Hab und Gut aus der Grafschaft entfremdet haben solle; es dünke sie das unbillig, weil die Frau ihre Handlung verantworten kann und der Handel ihrethalben keine Missethat an sich ist. Es werde der Frau gedroht, peinliche Marter ihr zuzufügen, die Grafen sollen das, weil sie sich erbieten, die Frau ihnen zu Recht stellen, verhindern, andernfalls müssten sie das „sinen werdt laßen haben". Sie begehren, dass die Frau mit ihrer Habe ohne Entgeltnis und ohne Verzug freigelassen werde in Ansehung der Pflicht, mit der sie auf beiden Seiten „dem großen punt" verbunden sind. Pap. Or., das zum Verschlusse rückwärts aufgedrückte Siegel abgefallen. Donaneschingen. 7) 1495 zinßtag nach Crucis Exaltationis [Sept. 15.] schreiben Bürgermeister und Rat zu Villingen dem Grafen Wolfgang zu Fiirstenberg: ihre Botschaft, welche ihm jüngst berichtet hat, wie sie zu Handhabung des Eigentums ihrer Herrschaft Osterrich und ihres Pfandes, dem sie nichts entziehen lassen dürfen, etliches Vieh auf der von Grüningen Zwingen und Bannen und deren „verbannen, vertrüwten vhtwaid" haben pfänden lassen, habe, als er darauf auch „ain anmütung vnnd erbieten gethon" habe, „ain bedangk vff ain hindersichbringen genomen". Infolge dessen antworten sie selbst nunmehr: da ihnen nicht zusteht nach Inhalt ihres Pfandbriefes, sich „ainiger gerechtigkait, innhabens oder gwer" entsetzen zu lassen, weil das ihnen bei ihrer Herrschaft zu merklichem Nachteil gereichen möchte, so werden sie mit Rat ihrer Obrigkeit ihm fürter Antwort geben und „das angefanngt recht da zwüschen nit dester minder vben". Pap. Or., das zum Verschluss rückwärts aufgedrückte Siegel der Stadt Villingen abgefallen. Donaueschingen. 8) 1495 mittwoch nach Exaltationis Crucis [Sept. 16.] meldet Caspar Freiherr zu Mersperg und Befort, oberster Hauptmann und Landvogt, seinem Schwager, Graf Wolfgangen zu Furstenberg: die von Villingen haben ihm amtlich den Streit zwischen ihnen von wegen der von Grüningen, deren Dorf K. Mt. Eigentum und ihr Pfand sei, und ihm von wegen der von Obervffhein mitgeteilt. Er wird den von Villingen, um weitern Kosten und Unwillen zu verhüten, nahe legen, dass sie die gepfändeten Kühe gütlich bis auf einen gütlichen Verhörtag herausgeben, und dass diese Kühe den von Grüningen wieder zugestellt werden sollen, wenn dieser Tag ohne Erfolg bleibe. Er setzt diesen Tag an gen Enßishein vor sich und K. Mt. Räte, die dann da bei ihm sein werden, auf Montag vor st. Gallen tag [Okt. 12.]. Pap. Or., das rückwärts zum Verschluss aufgedrückte Siegel abgefallen. Donaueschingen. 9) In diesem Streite wurde von Vogt und Richtern zu Kliengen ein Urteil gefällt, gegen das der Vogt von Obervffhaim an den König appellierte. Dieser verwies denn auch an Mittwoch nach Letare 1471. 55 Halbvasten [März 16.\ 1496 zu Schwebischen Werd den Streit zur endgültigen Entscheidung an Conrat von Schellemberg zu Hüfingen, Eitter, als k. Zommissarius, der an Montag nach st. Verenen Tag [Sept. 4.] 1497 die Parteien zu Hüfingen auf dem Rathaus vernahm, an Donnerstag vor st. Michels Tag [Sept. £8.] 1497 die Parteien „an das end, so sich solher spann haltet", erforderte, umsonst sie da gütlich zu vereinigen suchte und deshalb an diesem Tage zu Recht sprach, dass „onangesehen angefochten attemptata oder neuwerungen" die von Grueningen die angefochtene Weide ebenso, wie sie vor dem Urteil zu Klienga gethan haben, nutzen sollen. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (IV C, 28 mm D, bekannt). Donaueschingen. 10) 1503 fritag nach Tome [Bez. 22J\ schreibt Caspar Freiherr von Mörsperg an seinen Schwäher, Graf Wolfen zu Furstenberg: „Mich bericht vnser beder sfin Hanß Jocob, wie ir uch gantz gericht vud geschickt haben zu ritten an den hoff zu minem gnedigsten hern, ertzhertzog Villipsen von Österich vnd Burgundy, dorab ich gut gefallen hab in hoffnung, ir an dem end er dinen vnd er hollen werden, dor durch ewer nam vnd stam in vffgang vnd ewer hertzliebe gemahel, min frow swiger, vnd ewer kind dor mit ouch mit grossen froyden, nutz vnd eren vnd wir alle mit uch erfrowet vnd dor von trost vnd hilf enpfohen werden, dorzu ich vil gligz wünsch, sollich ewer hinfart mit froyden vnd in obgemelter wiß zu folbringen, mit begeren von dem Almachtigen, uch mit froyden vnd gesuntheit wider vm an hemsch zu ewer hertz lieben gemahel vnd kinden vnd zu vnß allen verfiegen wel. Dormit so wellen miner lieben frowen vnd swiger befellen vnd sagen, waß ir in ewerm vßbeliben züston wird, dorin ich ir hilfiichen oder schießlichen sin mag, daz uch vnd ir zu eren vnd nutz dienen mag, daz sy mir daz alle mol verkund vnd zu wissen thün wel, sol sy mich alzit gutz willenß vnd bereit finden, vnd wünsch uch dormit miner lieben frowen swiger vnd allen ewern kinden vnd in sunderß vnser lieben tochter ein künftig seilig vnd gut nwer jor". Pap. Or. Donaueschingen. 11) 1509 fritags nach Oculi [Märe 16.] ersucht zu Wartemberg Wolfganng Graf zu Fiirstemberg Bürgermeister und Rat zu Vberlingen, seinen Diener Hainrich von Buch über das bei ihnen verwahrte Erbe Bernhardts von Hornstain sei., wegen dessen mit dem Verstorbenen sehr nahe verwandten Hausfrau gütlich zu verhören und demselben den Erbfall auszufolgen. Pap. Or. mit unkenntlichem, zum Verschlusse unter Papier rückwärts aufgedrücktem Siegel. Überlingen, Stadtarchiv. 1471, Mai 6. 20, Virich Schmid von Gysingen verkauft Caspar Schonner und Hannsen Wül, den Heiligenpflegern zu Gütmatingen, anstatt der Heiligen daselbst eine rechteigene Mannsmad Wiese zu Gossingen in Hymlinger Bann, gelegen an Graf Conrats zu Fürstenberg Wiese, die an die Tonöw stösst, um I6V2 U h. Fürstem- berger Währung. Geben an mentag nach des hl. Crütz tag im Mayen, als es funden ward, 1471. Das Siegel der Stadt Gysingen fehlt. Perg. Or. Gutmadingen, Pfarrregistratur. 1411, Aug. 7. 21. Johanns Abt zu Salmenswyler und Jörig Graf zu Werdemberg und zum Hayligenberg einigen sich über mehrere Streitpunkte, wegen deren sie zu Costeutz vor etlichen des Rats zu gütlichen Tagen gewesen, aber alda nicht verglichen worden sind, nunmehr zu Salmenswyler, wie folgt: 1) Der Abt giebt Graf Jörigen, seinen 56 1471. Erben und Nachkommen an der Herrschaft Sigmariugeu jährlich auf st. Martinstag 41 # h. Landeswährung, die zu Ostrach jeweils gang und gäbe ist, eine Summe, um die Ostrach Unterpfand sein soll, wogegen der Herr von Sigmaringen den Abt und seinen Kaufmann und Pfleger zu Ostrach der Hundsiege und Gastung zu Ostrach halb nicht weiter bekümmern darf. — 2) Zu Ostrach und Tichtenhusen, das in das Gericht dorthin gehört, desgleichen zu Leuettswiler, Magenbuch und Lußhain soll der Abt „der nidern gerichten halb, nemlich zu holtz vnd velde an sölhen enden allen beliben", allein ausgenommen „vsserhalb den ettern zu holtz vnd velde" mag der Herr von Sigmaringen die fliessenden Wunden büssen. — 3) Der Abt soll bei den niedern Gerichten zu Burkwyler, „als wyt der krays des etters vsserhalb des bads gemecht ist, mittsampt den fliessenden wunden ouch beliben vnd dartzu in dem bad die tafern vnd vaylenköf haben". — 4) Zu Ochsembach, Hänennest, Frödem- berg, Speck und Mettenbüch soll der Abt bei den niedern Gerichten daselbst „innerhalb in den ettern vnd vsserhalb zu holtz vnd veld" bleiben, doch sollen die fliessenden Wunden ausserhalb der Etter in Holz und Feld daselbst Graf Jörigen und seinen Nachkommen an der Grafschaft zum Heiligemberg zustehen. — 5) Wegen Überackerns, Übermähens, Überschneidens u. s. w. bleibt es bei dem Vertrag des Meisters Conrat Lüllin, desgleichen wegen der 4 Hundsleginen zu Burkwyler, Vrnow, Tepfenhart und Adelsrütin bei der Tädigung Eggens von Rischach. — 6) Von der Sache des Ammanns zu Owingen ist der Graf auf des Abts Bitte gütlich gestanden. Geben an mittwochen nach st. Oswalts tag 1471. Das beschädigte Siegel des Abts von Salmenswyler und das des Grafen Jörig (wie Abb. VI, No. 65). Perg. Or. Donaueschingen. T. 1) 1471 mittwoch nach st. Oswalts tag [Aug. 7.] treffen dieselben, welche wegen des vor dem Gotteshause Salmenswiler beschehenen Frevels und wegen des Etters daselbst, wegen Holzhauens zu Rig- o genswiler, des Bachtobeis zu Vldingen, wegen der Hölzer, des Triebs und Tratts und des Bachs zu Bos- hasel, wegen Holzhauens im Bötzenhard, wegen des Holzes zu Galkrütin, wegen Triebs und Trattes zu Hard und Bötzenhard, wegen der Ah und des Bachs zu Vrnow, und wegen des Gerichts zum Hof in der Vyseln vor etlichen des Rats zu Costentz gewesen, aber doch nicht vereint worden sind, zu Salmenswiler das Übereinkommen, wegen des ersten Punktes Jörigen Truchsässen zu Waltpurg als Gemeinen mit „gelichem züsatz" und wegen der andern Punkte Clasen Wältin, Vogt zu Vttendorf, als Gemeinen mit „gelichem Zusatz" enscheiden zu lassen. Perg. Or. mit den beiden Siegeln (wie vor). Donaueschingen. T. 2) 1484 der hl. Vnschuldigen Kindlein tag [1483, Dez. 28.] vergleicht zu Salmansweile Johanns Bischof zu Augspurg den Abt Johannsen zu Salmansweile mit den Gebrüdern Georg und Virich zu Wer- demberg xind zum Heiligemberg, wie folgt: 1) Wegen des Etters des Gotteshauses Salmansweile soll es bei den Vereinbarungen des Leichtembergers und Nellemburgers bleiben. — 2) Wegen Booshasel, welches das Kloster laut eines vom Abte vorgelegten Kaufbriefes mit Zwingen, Bannen und Taferne gekauft hat, während die Grafen ihre innhabende und langhergebrachte Gewere der Taferne, Dienste und des Vogtrechtes daselbst geltend machen, bleibt das Gotteshaus bei dem Inhalte des Kaufbriefs, doch soll den Grafen von 1471. 57 den Gütern daselbst jährlich 1 Malter Haber zu Vogtrecht gegeben werden und die Fischenz in der Ach zustehen. — 3) Des Triebes, „köß -vnd eckers" halb im Hard, Bötzenhard vnd Newfrer Holtz bleibt es fortan bei dem frühern Vertrag „mit verbieten, abschlahen, schitten vnd vflesen"; fortan mögen die von Bewren vnd Altenpewren „solich trib, köß vnd eckere" mit den andern Gotteshausleuten brauchen, aber nur mit ihren Schweinen, die sie auf ihren Gütern haben, nicht mit fremden. — 4) Mit dem Weinzehnten aus den Neusätzen zu Althein wird es furo gehalten, wie es vor mit den Korn- vnd Weinzehenden aus den alten Aeckern und Weingärten gehalten und vertädingt wurde. — 5) Beide Parteien teilen gleich mit einander die streitigen Zehenden zu Lästett aus dem Weingarten am Eynnental, aus der Jauchert vor dem Newsatz, aus st. Peters Acker und aus dem Acker an Prugk, ebenso den Zehnten an der Egk und unter den Egkbüchen aus allen Aeckern, die jetzt gereutet sind oder in künftigen Zeiten gereutet werden. — 6) Die Zehnten aus den Reutinen zu Buflang gehören furo in den Zehnten zu Frickingen, da dieselben Beutinen in dieser Pfarrei liegen. — 7) Wegen der eigenen Güter des Gotteshauses in den Gerichten der Herrschaft zum Heiligenberg, mit denen die Armenleute von dem Abte belehnt werden, die aber trotzdem keine Erblehen sind, rechtfertigen diese Armenleute in Erbschaftssachen einander vor dem Stab und Sidel- gericht zu Salmansweiler; zu solchem Eechten zu kommen wird den betreffenden durch die Amtleute der Herrschaft zum Heiligenberg ohne Weigerung, nachdem dies von ihnen verlangt wurde, verkündet. Perg. Or. mit den Siegeln des Abtes und Konventes zu Salem, des Grafen Jörig (wie Abb. VI, No. 65) und des Grafen Virich (wie Abb. No. 32). Donaueschingen. T. 3) 1498 dornstag vor Natiuitatis Marie [Sept. 6.] vergleichen Hanns Pfrünt, Stadtammann zu o Büchorn, Gemeiner, Virich Scharer von Ochsenbach und Gebhart Widmar von Frickingen, Zusätze des Abtes Johanns von Salmaswiler (vertreten durch seinen Grosskeller Rudolf Dümgell), und Cünrat Metzger zum Hailgenberg und Hanns Ruf von Frickingen, Zusätze des Grafen Virich zum Werdenberg und zum Hailgen- berg (vertreten durch Hanns Boscher, seinen Vogt zum Hailgenberg) diesen Abt und Grafen also : von dem Walde Seppental, dem Walde beim Mühlwege gen Aichbüg, dem Walde Huwenstain, dem bei den Obern Wiesen an des Tänlers öspach, dem in Birka am Wege gen Pfulndorf gehört der obere Teil der Grafschaft Hailgennberg, der untere dem Salemer Hofe Fässenriet als freies Eigen; auf Kosten beider Teile werden in jedem Walde „geformlich stainimarcken" gesetzt. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Gemeinen. Donaueschingen. 4) 1502 monntag nach st. Wits tag [Juni 20.] vergleichen Cristoff Herr zu Lympurg, des hl. Römischen Reichs Erbschenk, Semperfrey, Vogt zu Nellemburg, und Jörg von Wernwag zu Mulhain als gebetene Schiedsleute zu Costenntz Hawgen, Johannsen, Cristoffen und Felixen, Gevetter und Gebrüder, Grafen zu Werdemberg und zu Hailigennberg, mit dem Abte Johanns von Salmanswilr: 1) Die Inhaber der Grafschaft Heiligenberg sind berechtigt, alle dem Gotteshaus Salmanswyler zugehörigen, in ihren Gerichten, Zwingen und Bannen gesessenen Eigenleute, und ebenso der Abt alle den Grafen gehörigen, in seines Gotteshauses Gerichten, Zwingen und Bannen gesessenen Eigenleute zu Reisen und Reissteuern heranzuziehen. — 2) Die Herrn zum Heiligenberg begeben sich ihres bisherigen Rechtes, von ihren Eigenleuten zu Bermatingen den Halbteil der Frevel, „daselbs verfallen", die den niedern Gerichten zu strafen zustehen, zu beziehen, fortan bezieht diese der Abt ganz. — 3) Der Wälder halb zu Yllwanngen, wovon Abt und Konvent meinen, dass die Herren von Werdemberg „vsser söllichen wälden vnd höltzern, die dem gotzhawß in ire hoff daselbs zu Yllwanngen zügehörenn sollen, vil vßzurytten gegeben haben", wogegen die Herren von Werdemberg „vermainen, waz vnd wie vil sie vßzureytten gegeben, inen zügehörig syge", weisen die Schiedsleute die Parteien an Fridrichen von Danncklswyller als Obmann und je 2 von jeder Partei aufgestellte Zusätzen zu unbedingtem Rechten. ■— 4) Da ein älterer Streit „holtzhawens halb zu Riggerswyller, so die von Frickingen abgehawen", in dem auf einen Gemeinen „mit gleichem züsatz" kompromittiert war, nicht ausgetragen ist, weil der Gemeine inzwischen mit Tod abgieng, wird Hanns Pfronnt, Bürgermeister zu Büchorn, als Obmann bestimmt. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln der Schiedsleute, des Grafen Hawg zu Werdemberg (wie Abb. No. 31), des Abtes und Konvents von Salem. Donaueschingen. T. 5) 1509 zinstag vor st. Andreas tag [Nov. 27.] vergleichen Abt Johanns zu Bebenhusen, Conradt von Schellemberg zu Hüfingen und Wolfgang von Honburg zu Krüchenwyß, beide Ritter, auf dem Rathause VII 8 ESSeHS 58 1471. zu Pfullendorf die Grafen Johanns und Cristoff zu Werdemberg und zum Hailigenberg, Gebrüder, mit dem Abte Jobanns zu Salmanswiler: 1) Der Abt verlangte, dass an Stelle des Gemeinen, dem infolge des durch den Schenken Cristoff von Lympurg gemachten Vertrages die Entscheidung „mit glichem zusatz" wegen eines Holzes bei Yllwangen übertragen wurde, den aber der Tod an der Vollendung der schier bis zum „rechtsatz" gediehenen Eechtfertigung gehindert hat, ein anderer Gemeiner bestimmt werde; dagegen wandten die beiden Grafen ein, es seien wegen des Todes des Gemeinen viel Kosten vergebens aufgelaufen, da sie zudem im Besitz dieses Waldes seien, sei es unnötig, diese Rechtfertigung zu vollenden, der Abt solle sie bei ihrem Besitze bleiben lassen. Es wird bestimmt, dass beide Teile und die Besitzer ihrer Güter, was sie in dem Walde gereutet und jetzt innehaben, behalten, dass der Wald in zwei Teile geteilt werde, dass die beiden Parteien darum losen, und dass jede ihren Teil fortan als freies, eigenes Gut, jedoch den niedern Gerichten der Grafen unschädlich, innehaben solle. 2) Da auch der Gemeine, dem durch einen Vertrag desselben Schenken der Entscheid wegen eines Holzes zu Rickartzwyler mit gleichem Zusätze übertragen wurde, die Sache bis zum „rechtsatz" gebracht hat, aber vor Eröffnung des Urteils gestorben ist, verlangte der Abt von Salem die Ernennung eines neuen Obmanns; die Grafen stimmten bei, dass dieser Handel von neuem gerechtfertigt werde, obwohl sie und die ihrigen zu Prickingen im Besitze dieses Waldes seien. Es wird bestimmt, dass „solher hindergang vnd vffrichtung des nüwen anlaß" bis Lichtmess geschehen soll. 3) Den Illmensee, von dem der Abt von Salem laut Brief und Siegel die Hälfte für sein Gotteshaus beanspruchte, während die Grafen behaupteten, der Bach, der oben in den See und unten aus ihm laufe, sei seit unvordenklichen Zeiten für die Untermarke gehalten worden, soll jeder Teil „zu sinem tail, wie die vndermarke das anzaigt", dem andern ohne Nachteil, wie von Alters her, brauchen und sich da gegen den andern nachbarlich halten. 4) Der durch Meister Conrat Lulliu und Genossen gemachte Vertrag wegen der tragenden Bäume, den der Abt auf die Grafschaften Heiligenberg und Sigmaringen ausdehnen wollte, gilt nur in der erstem „allenthalben ob den Bergen vnd vnder den Bergen", in der Grafschaft Sigmaringen aber hat jeder Gotteshausmann, der einen tragenden Baum abhauen will, sich an den werdenbergischen Porstmeister zu wenden, dieser soll dann 2 vom Gerichte und 2 von der Gemeinde des betreffenden Ortes verordnen, und nur wenn diese es für nutzbringender erkennen, darf der Gotteshausmann den Baum abhauen, muss aber dem Forstmeister von jedem solchen Baume 1 ß ^ geben. 5) Die unehelichen Kinder, welche nach Ansicht des Abtes der Mutter zufolge des gemeinen kaiserlichen Rechts nachfolgen sollten, während die Grafen behaupteten, sie seien in deren Besitz als Landgrafen so lange, „das gnug zum rechten sye", gewesen, gehören, wenn ihre Mutter dem Gotteshause zustand, und sie in dessen Gerichten, Zwingen und Bannen sitzen und sterben, dem Abte, dagegen den Grafen, auch wenn ihre Mutter dem Gotteshause zugehörte, sowie sie in den Grafschaften Hailigenberg und Sigmaringen ausserhalb der Gerichte des Gotteshauses leben. 6) Die Untermarke der Fischenz zu Vnder Vldingen bleibt bei den zwei an der Stelle, wo vordem der vom Wasser weggerissene Steg gestanden war, gegen einander errichteten Marksteinen, der neue am Wasser weiter oben gebaute Steg ist keine Untermarke, sondern dient nur „zu notdurft des gangs", doch möglichst ohne Schaden der anliegenden Güter. 7) Die Grafen wollten dem Abte wehren, seine hinter ihnen sitzenden Eigenleute „an sin sidelgericht in dem gotshus Salem zu gepruchen", obwohl er denselben die hinter ihm sitzenden ihrigen „an ire gericht verfolgen" lasse; dieselben behaupteten, sie hätten dazu guten Fug, es sei ein grosser Unterschied zwischen ihrem Landgericht und dem Sidelgericht zu Salem. Fortan besetzt der Abt seine Sidel- und andern Gerichte allein mit den, die hinter ihm in seinen Gerichten sitzen, ebenso thun die Grafen mit Besetzung ihres Landgerichts und ihrer andern Gerichte. 8) Ein neu gewählter Heiligenpfleger zu Wildorf thut fortan dem Amtmanne des Herrn, unter dem er sitzt, Eidspflicht; der Abt und die Grafen sorgen, dass die Schuldner den Heiligen bezahlen, gegen diese Schuldner wird es „mit gepott" laut eines frühern Vertrages zwischen dem Abte und den Grafen gehalten. 9) Die Grafen behaupteten, dass die von Büren, welche trotz eines Vertrags in den Wäldern des Abtes etlich Holz gehauen haben, das zu gemeinem Nutzen „als zu letzinen vnd werynen" und also auch zum Schirme des Abtes und der seinigen gethan und deshalb damit nicht gegen den Vertrag gehandelt hätten; fortan darf solches Holzhauen nicht mehr beschehen, sondern muss es bei dem Vertrage Hanns Virichs von Stoffel ^H 1471. 59 bleiben. 10) Die Grafen klagten, der Abt verbiete den seinigen bei dem Eide, einander ausserhalb des Sidelgerichts vor einem fremden Gerichte, um was immer es sei, zu verklagen, und verbiete denselben Todschlag und Fehde bei 10 ß ^ Strafe, alles wider die hohe Obrigkeit ihrer Grafschaft Hailigenberg. Der Abt entgegnete, diese Verbote seien, wenn sie erlassen worden seien, ohne sein Wissen geschehen; übrigens seien er und sein Gotteshaus im Gebrauche „sollicher stattuten" länger, denn jemand verdenken möge, gewesen, auch schaden sie den werdenbergischen hohen Gerichten nicht, weil „sollich gebott mit benantlichen worten beschehen den hohen gerichten der grafschaft zum Hailigenberg in allweg vnschadlich". Fortan muss der Abt bei dem Gerichtsverbote alle Malefizhändel ausnehmen und die zwei „stattut" wegen Todschlag und Fehde für immer abthun. 11) Die niedern Gerichte über die vier Güter zu Hettelstaynwyler, welche dem Stifte St. Johanns zu Costentz, dem Gotteshause Petershusen und der Sammlung zu Merspurg zinsen, mit Gebot und Verbot und aller Zugehörde gehören dem Abte von Salem. 12) Fliessende Wunden hat der Abt innerhalb der Etter aller im Lichtenberger Vertrage genannten und in andern Verträgen ihm also eingeräumten Ortschaften, dann innerhalb der Etter zu Bermattingen, Mettelstainwyler, Ober- und Vnterbosshasel zu strafen, in allen andern Salemer Orten und Gütern in den Grafschaften Hailigenberg und Sigmaringen aber, und zwar innerhalb und ausserhalb der Etter, steht dieses Eecht den Grafen zu. 13) Die Grafen klagten, dass der Abt und die seinen ihre Amtleute zu deren grossen Kosten gegen einen Vertrag, der bestimme, wie jeder Teil sich in Einziehung der Schulden gegen des andern Armenleute halten solle, vor dem geistlichen Gerichte zu Costentz verklagt haben, wogegen der Abt behauptete, er habe dies, weil er keine Bezahlung, obwohl er die Heiligenberger Amtleute laut dieses Vertrages angerufen habe, erhalten konnte, mit Wissen dieser Amtleute gethan. Fortan bleibt es bei den der Schulden halb aufgerichteten Verträge und haben beide Teile ihren Amtleuten zu befehlen, diesen Verträgen nachzukommen, damit ihnen beiden ohne weitere Kosten die Schulden bezahlt werden. 14) Den Rüpach bei Salem, in dem der Abt nach Ansicht der Grafen ohne Fug zu fischen verboten habe, weil man ihm dadurch seine Wiesen „vndertrybe", soll man „in den bennen" meiden, aber „vor vnd nach den bennen" mag mau ihn unverhindert vom Abte „pruchen". 15) Der Abt giebt wie von Alters her den Grafen oder ihren Amtleuten zu Ostrach und Lußhain die Vogtgarben. 16) Die Grafen wollten unter Widerspruch des Abtes als des Gerichtsherrn zu Ostrach bisher die fliessenden Wunden ausserhalb der Etter zu Ostrach und andern Dörfern und Weilern, die gen Ostrach mit „raysen, raisstüren vnd nachylen" gehören, zu Ostrach berechten, also dass in solchen Fällen ihr Amtmann den Gerichtsstab in Händen habe und das Gericht besetze; dieses Recht wird ihnen nunmehr zugesprochen. 17) Wenn der werdenbergische Amtmann in Ostrach den „harnasch" beschaut und Musterung hält, soll er den Salemer Amtmann bei sich haben, damit er eines jeden Vermögen kennen lerne und jedem desto besser „harnasch vnd gewer vffzulegen" wisse. 18) Der werdenbergische Amtmann darf „zu ylender notdurft, damit yeder mit harnasch vnd gewer zu lauffen sol", die „ainung" mit 3 Zeichen läuten, in Händeln aber, die nicht so „ylends" sind, hat er es dem Salemer Amtmanne zu verkünden, der nach dem Herkommen dann die „ainung" mit 2 Zeichen läuten soll. 19) Die Grafen klagten, dass der „koufman" zu Ostrach gegen das Herkommen die von Ostrach und den dazu gehörigen Orten hindern wolle, einen übelthätigen Mann daselbst gefangen nehmen und gen Sigmaringen führen zu helfen, obwohl sie Vogtherren daselbst seien, und die gen. Leute ihnen „zu raysen, rayssturen vnd nachylen" gehorsam sein sollen. Fortan haben diese Leute dies zu thun, man muss ihnen aber in jedem Falle dann in Sigmaringen ziemlich Essen und Trinken geben. Die Artikel 16—19 dürfen dem Abte im übrigen an den niedern Gerichten und allen andern Rechten zu Ostrach keinen Schaden gebären. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln Conrads von Schellenberg (s. Abb. No. 53), Wolfgangs von Honburg, der Grafen Johanns (wie Abb. No. 37) und Cristoff zu Werdemberg (wie Abb. No. 38), des Abtes Johanns und des Klosters Salem. Donaueschingen. 8* 60 1471. 1471, Aug. 7. Regensburg. 22. Kaiser Fridrich bestätigt Wernher und Gotfrid, Gebrüdern, und des erstem Sohn Hanns Wernher von Zymern, welche vorbringen, dass sie trotz der ihnen von ihm und dem hl. Reiche verliehenen Freiheiten mannigfach beschwert, und dass sie und die ihrigen insbesondere mit fremden und ausländischen Gerichten vorgenommen werden, die hohen Gerichte in deren Städten Meßkirch und Oberndorf mit dem Blutbanne, wie sie die von seinen Vorfahren am Reiche redlich erworben haben, um deren ihm, dem hl. Reiche und dem Hause Osterreich geleisteten Dienste willen und befreit sie und die ihrigen in allen Sachen, die Leib und Gut und Treue berühren, vom Hofgerichte zu Rotwil, andern Hof- und Land- und sonstigen Gerichten tt ). Datum zu Regenspurg am mittwochen vor st. Laurentien tag 1471. Am Or. Meng das kais. Majestätssiegel. Reichsregistraturbüclier Bd. S Bl. 42, daraus Chmel, Eegesta Friderici IV, S. 621, No. 6386. a) Über diese Belehnung und das Herkommen der Zimmern, ohne Belehnung den Blutbann zu üben, s. Zimmerische Chronik I, 409. 1471, Sept. 16. 23 # Bischof Ruprecht zu Straßburg gestattet dem Grafen Heinrich zu Fürstenberg, mit ihm zum halben Teil das Silberwerk zu Weiler ob Haßlach, genannt der Richberg, so lange er lebe, zu nutzen. 1471 am montag vor st. Mathei tag. Eintrag in einem alten Eepertorium über die Kinzigthaler Bergwerkssachen, Donaueschingen. 1471, Sept. 25. 24, Jörig von Gundelfingen, Freiherr, giebt seiner Gemahlin Waltpurg, des Grafen / Eberhart zu Kirchberg Tochter, die ihm 2000 fi. Rh. Heimsteuer zugebracht hat, ebenfalls 2000 fl. Rh. Widerlegung und 1000 fl. Morgengabe und weist ihr die ganze Summe von 5000 fl. auf seine Hälfte der Burg und des Dorfes Miffarn an. Stirbt er vor seiner Frau mit oder ohne aus der Ehe erzielte Kinder, so hat sie von der Widerlegung und Heimsteuer den Messbrauch; „verschafft" sie die Morgengabe nicht, so fällt diese nach ihrem Abgang an des Mannes nächste Erben. Stirbt die Frau vor ihm ohne Leibeserben, so hat er von den 2000 fl. Heimsteuer den Messbrauch. Sind sie beide mit Tod abgegangen, so fallen Heimsteuer und Wider- 1471. 61 legung an ihrer jeglichs nächste Erben. Für den Fall, dass die Frau in den Witwenstand gerät und sich wieder verheiraten will, können die etwaigen Kinder bei dreimonatlicher Kündigung mit 290 fl. Zins die angewiesenen Güter, desgleichen 190 fl. Zins mit 3000 fl. Hauptgut ablösen. Der Frau fällt zu all ihr Kleinod, Gewand, Gebäude und was zu ihrem Leib gehört samt dem Halbteil aller fahrenden Habe und des Hausgerätes, ausgenommen Pfandschaft, Barschaft, verbriefte Schulden, Reisige, Pferde, Harnisch und was zu der Schlosswehre gehört. Verheiratet sich die Frau wieder, so sollen die Kinder 2. Ehe mit ihren Kindern 1. Ehe in gleicherweise die 2000 fl. ihrer Heimsteuer mitsamt der von ihrem ersten Manne ererbten fahrenden Habe erben. Der Aussteller setzt zu Gewähren und Mitschuldnern Jörigen Grafen zu Werdemberg und zum Hailigenberg, seinen Oheim, und Erharten von Gundel- fingen, seinen Bruder, Ludwig Spätten zu Zwyfalten und Jörigen von Hörtenstain zu Grüningen. Leistung in Rüdlingen oder Ehingen a ). Geben an mittwochen vor st. Michels des hl. ertzengels tag 1471. Die Siegel des Ausstellers und der 4 Gewähren fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. T. a) Fast ganz sind die vorgehenden Bestimmungen in dem 1506 dornstag nach st. Simon und Judas tag / {Okt. 29.] zu Buchau im Stifte abgeschlossenen Ehevertrag Schweygkharts von Gundelfingen mit Elizabeth, der Tochter des Grafen Haug von Monntfort und Rottennfels, wiederholt. Der Braut werden 2000 fl. Rh. Heimsteuer., ebensoviel Widerlegung~und"10ÖÖ fl. Morgengabe auf des Bräutigams Hälfte von Schloss und Dorf Newfra versichert. Perg. Or. mit den Siegeln des Ehestifters Philips, Grafen zu Kirchperg, des Vaters der Braut, und des Bräutigams (s. Abb. No. 51). Donaueschingen. 1) 1394 donrstag nach st. Jacobs tag [Juli 29.] verzichtet Cünradus Lemlin, Pfarrer zu Nüfron, gegen Frau Annun von Künsegg, Äbtissin zu Büchowe, und das Kapitel daselbst auf den Zehnten eines Ackers „ennott dem Ruhen Lowe vnd zwüschot den Stokken", eines Ländleins „öch ennott dem Ruhen Lowe" und eines Ackers am Holtzstetter Weg, nachdem vor Herrn Ludwigen von Hornstain in dessen Feste zu Nüfron eine Kundschaft verhört ist, nach der der Zehent der gen. Ländereien gen Ertingen in den grossen Zehenten lind nicht an die Pfarrpfründe gen Nüfron gehört. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln Otten Rüds, Kirchherren zu Kantzach und derzeit Leutpriesters zu Sulgun, und des Hans Myly, Kirchherren zu Fulgenstatt. Marchthal. T. 2) 1441 frytag nach st. Niclas tag [Dez. '■'■. BäiWiäs IS 1472. 77 Cezilien, Johans von Almslioffen ehelicher Wirtin, zu einem rechten „gemacht" zu machen. Fällt derselbe an diese Frau, so soll sie ihn innehaben, als ob sie ein Mann und Lehensgenosse wäre. Reichenauer Lehenbuch 638 s S. 50. Karlsruhe. 6) [13]59 sabbato ante Michahelem [Sept. 38.'] bewilligt Abt Eberhart von Reichenau als Lehensherr, dass Johanns und Berchtold von Blumenberg zu Tünneschingen ihrer Schwester Cecilien, Johanns von Almeshofen ehelicher Wirtin, für 60 M. S. Schaufhnser Gewicht Heimsteuer das Vogtrecht und das „bantün" zu Tünneschingen versetzen. Dieselbe bezieht davon jährlich 40 Scheffel Kernen, 40 Scheffel Haber und 5 8/5), was aber darüber fällt, bekommen ihre beiden Brüder. Die letztern können das Pfand halb oder ganz einlösen; thun sie das nach st. Walpurgen Tag, so gehört der Nutzen des betreffenden Jahres der Pfandinhaberin. Verweigert sie die Lösung, so sollen erstere das Geld in die Münze zu Schaffhausen legen und ihr das ankündigen, damit ist dann die Lösung geschehen. Reichenauer Lehenbuch 638 « S. 51—53. Karlsruhe. 7) [Vor 1382, s. VI, 19, 4 "]. „Wir lihen etc. Burekarten Mangolten von Hüffmgen den zeheuden, den man nempt Schorppen zehenden ze Tüneschingen, der siner vettern was, der von vns lehen ist. Datum die sabbati post Epiphaniam Domini". Eeichenauer Lehenbuch 638 b, S. 50. Karlsruhe. 8) 1456 st. Lucien tag [Dez. 13.] verkaufen Sigmund vom Stain, Ritter, Hofmeister, Vit Blatz, gen. Sifrit, Vogt zu Thunoeschingen, Hanns Reckenbach, Hanns Hindersich, Hanns Gotsäbent, Lienhart Clewy, Hanns und Clewy Vischer, Gebrüder, Claus Käfer, der junge, Clewy Amann, gen. C15si, Lienhart Gasser, Hayni Barer, Mathis Nieuergalt und Hanns Warmer, alle zwölf des geschworenen Gerichts zu Thü- noweschingen, und ganze „gepursami" daselbst Michel Hugen, Bürger zu Vilingen, für 208 fl. Rh. unter Vorbehalt des Rückkaufs einen auf st. Gallen Tag zu Vilingen zu entrichtenden Zins von 16 Malter Veesen Vilinger Mass. Sie setzen zum Mitschuldner Bertholt von Schellemberg, Ritter. Einlager in Villingen. Perg. Or., die Siegel Sigmunds vom Stain, Bertholts vom Schellemberg, Hainrichs und Hanns Virichs von Almshouen zu der Nuwenburg, sowie der Junker Hanns von Burgberg und Brun von Kürnegk und des Junkers Laurentz Arnolt, Bürgermeisters von Vilingen, welche drei für die Gemeinde siegeln, fehlen. Donaueschingen. T. 9) 1472 [Juni 20.]. „Nouerint uniuersi et singuli, quod altare in ecclesia Thonaweschingensi ad latus dexterum dedicatum est in honorem ss. Sigismundi et Ruodolfl regum anno 1472 sabatho ante Nati- uitatem s. Joannis Baptistae, cuius dedicatio est et erit singulis annis dominica proxima post Natiuitatem s. Joannis Baptistae". Eintrag zum 24. Juni in dem 1601 geschriebenen Jahrzeitenbuch der Pfarrei Donaueschingen a ). a) Dieses Jahrzeitenbuch erwähnt zum 21. März auch einen für sich und seine Gemahlin von Oschwald von "Wildenstain mit zwei Wiesflecken und einem Acker zu Thonaweschingen gestifteten Jahrtag; 1438 gab die Zinsen dieses Jahrtags Reckenbach. Am 1. Okt. sodann ist der Jahrtag des Geschlechtes von Habsberg, der heute noch gehalten wird, mit Angabe der einzelnen Familienglieder eingetragen, zu diesem Jahrtag gab 1488 Junker Virich von Habsperg der Kirche Thonaweschingen einen Kelch und ein Messgewand mit aller Zugehör und 8ff b. 10) 1472 st. Michels aubend [Sept. 28.] empfängt Hainrich von Randeck, Ritter, den grossen Zehnten zu Tünoweschingen, von dem Sigmund vom Stain, Ritter, den achten Teil innehat, von Abt Johans in der Rychenowe als Träger seines Vetters Burekart von Randeck zu Lehen"). Perg. Or. mit dem zerbröckelten Siegel des Ausstellers. Karlsruhe. a) In gleicher Weise empfängt von gen. Abte diesen Zehnten für gen. Burkart, den Sohn seines Bruders Rudolf, Hanns von Randegg, Ritter, 1477 donstag vor st. Martins tag [Nov. 6.]. Perg. Or. mit dem unkenntlichen Siegel des Ausstellers. Karlsruhe. 11) 1473 zinßtag nach st. Martins tag [Nov. 16.] sitzt Graf Johanns von Sultz, Hofrichter zu Rotwil, auf des Königs Hof zu Rotwil zu Gerichte. Vor ihm fertigen Martin von Nünegk und seine Frau Margreth, geb. von Höwdorf, letztere durch den von ihr gewählten Vogt, ihren Freund Caspern von Clingenberg, den Verkauf von 25 fi. Zins, zahlbar auf Philippi und Jacobi von Schloss und Dorf Tunow- ^H m mmmm 78 1472. / eschingen, den sie und Jan (sie) Martin, Diepolt Pfoste und Hanns von Nünegk, Martins Brüder, von Herrn Sigmund vom Stain für 500 fi. mit Zustimmung des Abtes Friderich in der Richenow, von dem Schloss und Dorf Lehen sind, erkauft hatten, für denselben Preis an Hainrich Schappel, Urteilsprecher des genannten Hofgerichts. Auf dem Zins war Margreth laut eines vom Hofgerichte besiegelten „bewyßbrieffs" für ihr Wittum und ihre Morgengabe bewiesen; dafür wird sie jetzt auf andern nicht genannte Güten bewiesen. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln des Hofgerichts zu Rotwil, Martins von Neuneck, Margrethen von Höwdorf und Caspars von Clingenberg. Donaueschingen. S. 12) 1476 Nov. 3. giebt Junker Conrat vom Stein von Steineck um Kompletzeit im Schlosse zu Tünoweschingen in der untern Stuben vor Conradus Bücklin, Schulmeister und Stadtschreiber zu Brülingen, öffentlichem Notare von kais. Gewalt, und vor den erbetenen Zeugen Ortolf Yntaler von Nüwneck, gen. Örtlin, Stoffel Flugvff von Bellingen und Martin Bück von Hüfingen Herrn Sigmunden vom Stain, Ritter, seinem Vetter, der ihm und seinen Kindern viel Freundschaft und Gutes gethan , für dessen Lebenszeit zu Leibgeding, beginnend mit kommendem Johannis Baptisten Tag, 30 & h. Vilinger Währung, zahlbar jährlich halb auf gen. Tag, halb auf der hl. Drei König Tag. Darüber stellt der vorgen. Notar ein Instrument aus. Perg. Or. Villingen, Stadtarchiv. 13) 1477 5 a post Jeorii [Apr. 24.] leiht Abt Johannes von Reichenau die Vogtei des Dorfes Tünoweschingen mit Leut und Gut, des Schulthaissen Zehntlein, das Kelleramt und ein Achtel am grossen Zehnten daselbst Buppelin von Honburg als Träger seiner Schwester Fronicken, geb. von Honburg, Sigmunds vom Stain, Ritters, sei. Witwe, deren Heimsteuer, Widerlegung und Morgengabe auf diese Stücke verwiesen sind. Reichenauer Lehenbuch 638 d Bl. 195. Karlsruhe. 14) 1478 donrstag vor Letare [Febr. 26.] sitzt Graf Johanns von Sultz, Hofrichter zu Rotwil, daselbst auf dem Hofe zu Gericht. Hainrich Schappel, Urteilsprecher des Hofgerichts, eröffnet durch seinen Fürsprechen, er habe auf dem letzten Hofgerichte am Zinstag nach Inuocauit [Febr. 10.~] zu Veronica von Fridingen, geb. von Honburg, wegen der 25 fi. Zins aus Tünoweschingen und Zugehör. den er von seinem Schwager Martin von Nünegk gekauft habe, geklagt, und es sei damals erkannt worden, dass er und die Beklagte heute ihre Briefe vorlegen sollen. Er lässt deshalb seinen Kaufbrief hören und verlangt, das Gericht solle die Beklagte, welche ihres frühern Mannes Sigmvnd vom Stain, Ritters, sei. Güter und darunter sein Unterpfand Tünoweschingen inne habe, anweisen, ihm für seine verstorbenen Bürgen um gen. Zins, nämlich Burekart von Honburg, Ritter, und „noch ainen", laut seines Briefes andere zu geben und ihm Schaden und Kosten zu ersetzen, oder zu ihr mit Anleite richten. Die Beklagte antwortet durch ihren Fürsprechen, sie habe dem Kläger keine Bürgen zu ersetzen, denn sie sei ihres Gemahls sei. Erbin nicht und habe mit seinen Schulden nichts zu thun, sondern habe Tünoweschingen nur inne, weil ihr Gemahl sei. ihre Heimsteuer, Widerlegung und Morgengabe laut ihres vor dem Hofgerichte mit Recht gegebenen Briefes, den sie verlesen lässt, ausdrücklich darauf bewiesen habe, und sie „vmb ir bewist gut" noch nicht ausgerichtet sei. Schappel hält seine Klage aufrecht, weil die Beklagte sein Unterpfand innehabe und darum dem Erben gleich geachtet werde. Es wird einstimmig erkannt, dass dieselbe Schappel keine Bürgen zu ersetzen habe, wenn sie schwöre, ihren Gemahl nicht beerbt und von dessen Gut nichts erbweise innezuhaben. Sie will das thun, Schappel erlässt ihr aber den Eid. Perg. Or. mit dem Hofgerichtssiegel. Donaueschingen. 15) 1478 sampstag vor st. Symon vnd Judas tag [OM. 24.] bewilligt Johanns Abt des Gotteshauses Richenowe auf Anbringen der Ratsbotschaft der Stadt Vilingen, dass diese Stadt den Kelnhof zu Tünoweschingen, der für den alten Pfandschilling von 130 M. S. von Lorentz Arnolten sei., Bürgers zu Vilingen, und dessen ehelicher Hausfrau Katherina Sterrin sei. Erben käuflich an die Stadt gekommen, innehabe. Arnolt hatte ihn laut der alten Pfandbriefe und des Verwilligungsbriefes von Abt Fridrich sei. vom Gotteshause Richenowe inne. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. R. 16) 1479 mentags nach st. Jörgen tag [Apr. 26.] verkaufen Hainrich, Hanns Virich und Jörg von Almshouen zu der Nuwenburg, Gebrüder, unter Vorbehalt des Wiederkaufs Symon Bentzingen, dem Tücher, Bürger zu Vilingen, um 657 fi. Rh. folgende jährlich auf st. Martinstag fällige Zinsen und Güten: 18 Malter Kernen Nidinger Mass von dem Kelnhof zu Thunoweschingen, 12 Malter Veesen Nidinger Mass von dem «• ilSllSaiill^:!! 1472. 79 Kirchensatze daselbst, 9 Malter Haber Nidinger Mass und 9 & h. Vilinger Währung von dem Vogtreehte daselbst und 3 Malter Veesen von dem Banntum daselbst. Hanns von Nüwnegk, Vogt zu Eichenwiler, und seine Gemahlin Anna, geb. von Almshouen, Schwager und Schwester der Verkäufer, geben ihre Zustimmung. Perg. Or. mit den Siegeln Hainrichs (s. Abb. N. 18), Hans Virichs (28 mm D„ IV C, wie gewöhnlich, Helmzier unkenntlich, oben in zwei Hirschhörner ausgehend; f . hanra . vi ........) und Jörgs von Almshouen (26 mm D., IV A 2, wie sonst; * ferg * doh * cthnaljoffen), Conrat von Schellemberg, Ritters, (wie Abb. No. 13), und Burekarts von Schellemberg (stark beschädigt), Gebrüder, Hainrichs von Almshouen zu Ymadingen (wie Abb. VI, No. 69), Vetters der Verkäufer, Hannsen von Nüwnegk, der sein Siegel für sich und seine Gemahlin Anna von Almshouen, als deren „elidier mann und wissenthafter vogt" angehängt (beschädigt) und der von den beiden letztgenannten, da Anna von Almshouen „aigens insigels nit bruchet" zu Sieglern erbetenen Hans von Beckenbach, Vogtes zu Hornberg (wie Abb. VI, No. 71) und Hainrich Schappels, ihres Oheims. Donaueschingen. E. 17) 1479 fritag vor Vnsers Herrn Fronlichnams tag \Juni 4.] leiht Johanns Abt zu Richenowe auf Bitte der Frau Fronicken von Fridingen, geb. von Honburg, Sigmunds vom Stain, Bitters, sei. Witwe, jetzt Hanns Thürings von Fridingen ehelicher Frau, und ihres Bruders und Lehenträgers Burckhart von Honburg, Hans von Stoffeln, Freiherrn, zu Justingen, die ihm von gen. Frau verkaufte Vogtei des Dorfs Thonoweschingen mit Leuten und Gütern, dem Sclmltheissenzehntlein, dem Kelleramte und einem Achtel des grossen Zehntens daselbst. Perg. Or. mit dem Siegel der Abtei Richenowe. Donaueschingen. R. 18) 1479 zinstag nach Vnnsers Herren Fronlichnamstag [Juni 15.] sitzt Tegennhart von Gündel- fingen, Frei, im Namen des Grafen Johannsen von Sultz, Hofrichters zu Rotwil, daselbst zu Gericht. Frau Fronick von Fridingen, geb. von Homburg, Gemahlin Hannsen von Fridingen, verzichtet gerichtlich, mit dem ihr zum Vogte gegebenen Cünrat Vfflinger, Urteilsprecher des Hofgerichtes, unter Genehmigung ihres anwesenden Gemahls auf alle ihre Rechte an Tunoweschingen, Schloss und Dorf, Ob- und Vndervffen und Killtdorf, den Dörfern, und auf die Rechte, „so sy allhie vff dem hofe zu Rotwil vff ain belüttung da- ruff, wie recht ist, erlanngt" hat, zu Gunsten Hansen von Stoffeln, Freien, und Cünrats und Hainrichs vom Stain von Clingenstain. Perg. Or., die Siegel fehlen. Donaueschingen. R. 19) 1482 sambstag vor Vocem Jocunditatis [Mai 11.] verkaufen Hanns von Stoffel, Freiherr, zu Justingen, Cünrat und Hainrich vom Stain von Klingenstain, Gebrüder, Barbaren von Hapsperg , geb. von Knöringen, Diepolts von Hapsperg, Ritters, Gemahlin, um 7500 fl. Rh. ihr Schloss und Dorf Tunoweschingen mit „dem wäg, den graben vnnd dem vrsprung", 4 Mannsmad Garten, 6 Mannsmad Wiesen, gen. die Hoffwiß, und 16 Mannsmad „wißmads", die zu demselben Schlosse gehörigen Dörfer Oberuffhain und Vnder- auffhain; ferner zu Tunoweschingen des Müllers Gut, das 17 Malter Mühlkorn, 1 % h., 12 Hühner, 1 Viertel Eier und 1 Fastnachthenne giltet, 12 Bäume umsonst sägt und umsonst malt, Lentzen Sifrids Gut, das 20 U h. vom „obern wasser" giltet und nach dem Willen des Inhabers dieses Wassers alle Woche zwei Dienste thut oder für einen Dienst 15 3\ giebt, ferner 30 ß Vogtrecht vom Kelhof, 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne [vom Kelhof?], Hansen Stöuben Gut, das 20 Viertel Veesen, 10 Viertel Haber und 3 Viertel Haber zu „banmutt", 2 Scheffel Holzhaber, 5 ß Vogtrecht und 1 Fastnachthenne, Lienhart Zieglers Gut, das 6 Scheffel 6 Viertel Veesen, 2 Scheffel Holzhaber, 12 /ff 6 h Vogtrecht und 1 Fastnachthenne, des Fritzen Gut, das 5 Scheffel Veesen, 10 Viertel Haber und 3 Viertel Haber „für ain banmtit", 2 Scheffel Holzhaber, 5 ß h. und 1 Fastnachthenne, Henßlin Mnrerlis Gut, das 15 ß h. Vogtrecht, 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, Hannsen Hindersichs Gut, das 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, Haini Millers Gut, das 1 Fastnachthenne, Hannsen Webers Gut, das 1 Fastnachthenne, Hannsen Clösins Gut, das 1 Malter 7 Viertel Veesen, 2 Scheffel Holzhaber, 10 ß h. Vogtrecht, 3 Imi Veesen und 1 Fastnachthenne, Hannsen Eberlins Gut, das 6 ß 3 h. Vogtrecht, 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, der Borin Gut, das 15 ß Vogtrecht, 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, Hainrich Bontzen Gut, das 14 Viertel Veesen, 6 Viertel Haber „für zwen banmutt", 11 ß Vogtrecht, 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, Hansen Vischers Gut, das 2 # Vogtrecht von „kelnwolf" (sie), 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, Thoman Warmen Gut, das 2 Scheffel Holzhaber, 6 Viertel Haber zu „banmutt", 47s ß h. -' EflHI ■•.■* mmm§ m BWSW. äffiäSj« wtiBm ■ ^ t ........ yfW&^l^m 80 1472. Vogtrecht und 1 Fastnachthenne, Thoman Ammans Gut, das 15 $ Vogtrecht, 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, Haintzen Vögten Gut, das 20 Viertel Veesen, 10 Viertel Haber, 3 Viertel [Haber] „für ain banmutt", 2 Scheffel Holzhaber, 15 ß Vogtrecht und 1 Fastnachthenne, Hainrich Vischers Gut, das 2 Scheffel Holzhaber, 3 Viertel Haber „banmutt", 10 ß h. Vogtrecht und 1 Fastnachthenne giltet, Haimi Gassers Gut, das 18 $ h. vom „vnderem wasser" giebt und alle Wochen einen Dienst thut oder dafür 13 ^j nach dem Willen des Inhabers des Wassers giebt und 4 Vi fl. von der Schmiechen, 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne giltet, Lienhart Gassrers Gut, das 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, Hannsen Vischers, Claras Sohns, Gut, das 11 Viertel Veesen, 2 Scheffel Holzhaber, 10 ß h. Vogtrecht und 1 Fastnachthenne, Fridrich Kefers Gut, das 5 ß h. Vogtrecht, 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, des Zonen Gut, das 15 ß und 1 Fastnachthenne, Hannsen Zieglers Gut, das 13'/a ,8 3 h, [Vogtrecht], 2 Scheffel Holzhaber, 3 Hühner und 1 Fastnachthenne, Martin Bächlins Gut, das 15 ß Vogtrecht, 3 Viertel Haber „für ain banmutt", 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, Keller Warm Gut, das 2 Scheffel Holzhaber, 22 St\ 1 h. Vogtrecht, 1 Huhn und 1 Fastnachthenne, Lienhart Clösins Gut, das 5 Scheffel Veesen, 10 Viertel Haber, 3 Viertel Haber „für ain banmutt", 2 Scheffel Holzhaber, 4 Viertel Veesen, 16 ß 3 h. Vogtrecht, 15 ^ und 1 Fastnachthenne, des alten Webers Gut, das 27s Viertel Veesen, 1 Viertel Haber und 2 Scheffel Holzhaber, 15 h. Vogtrecht und 1 Fastnachthenne, des Pfyffers Gut, das 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, Cünrat Rüffen Gut, das 1 Fastnachthenne, Cünrat Webers Gut, das 1 Fastnachthenne, Reckenbachs Gut, das 5 Viertel Veesen, 2 (9 h., 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, Thyssen Nievergalts Gut, das 5 ß h. Vogtrecht, 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, Hannsen Fritzen Gut, das 3 ß 3 h. Vogtrecht, 4 Viertel Veesen und 1 Fastnachthenne, das „bantampt", das 2 Malter Veesen, des Schmids Gut, das 2 Viertel Veesen, 1 fl. von der Schmitten, 2 Hühner und 1 Fastnachthenne, des Baders Gut, das 6 #, 4 Hühner, 1 Viertel Eier und 1 Fastnachthenne giltet, des Wirts Haus und Gut, das 2 fl. zinst, 5 ß h. Vogtrecht vom Widemgut, die ein Pfarrer giebt, den grossen Zehnten, des Schult- haißen Zehnten und das Ungelt und die Pflicht der Armenleute, den zum Schlosse gehörigen Bau ohne Kosten des Schlossherrn zu bauen, säen, schneiden und in das Schloss antworten; ferner zu Vnderauffhain Hannsen Sailers Gut, das 12 & vom Wasser zu Vnder- und Oberauffhain giltet, 8 Dienste thut oder nach dem Willen des Wasserinhabers für einen Dienst 3 ß h. giebt und ausserdem 8 Malter minder 2 Viertel Veesen, 2 Vi Malter Haber, 16 ß h. Vogtrecht, 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne giltet, Hannsen Holden Gut, das VI» Malter, 2 Viertel und 3 Imi Veesen, 2 Scheffel Holzhaber, I6V2 ß und 1 Fastnachthenne, des Kefers Gut, das 5 Malter 2'/2 Viertel Veesen, 4 Scheffel Holzhaber, 2 # minder 3 h. und 1 Fastnachthenne, Hannsen Francken Gut, das 2 Malter Veesen, 2 Scheffel Haber und 16 ß h. giltet; ferner zu Oberauffen Jörgen Sailers Gut, das 22 Viertel 1 Imi Veesen, 3 Viertel Haber „banmutt", 2 Scheffel Holzhaber, 6 ß Vogtrecht und 1 Fastnachthenne, Mathyssen Büchers Gut, das 4 Malter Veesen, 1 Sh., 2 Scheffel Holzhaber und 1 Fastnachthenne, des Thuln Wiß Gut, das 2 Malter 13 Viertel Veesen, 2 Scheffel Holzhaber, 14 ß h. und 1 Fastnachthenne, Haini Voglers Gut, das 3 Malter 3 Vi Viertel Veesen, 6 Viertel Haber, 2 Scheffel Holzhaber, 18 3^ und 1 Fastnachthenne, des Ludis Gut, das 7 Scheffel Veesen, 5 Scheffel Haber, 3 ß h. Vogtrecht und 1 Fastnachthenne giltet; endlich 50 'S, h. Steuer aus den 3 Dörfern zusammen, und alle Rechte an Leuten, an Burg, an Burgstall, an Zwingen und Bannen, grossen und kleinen Frefeln, Diensten, Gelassen, Häusern, Hofraiten, Holz und Feld, Wun und Weide, an Besetzung und Entsetzung der Ämter, Ehehaften und allen andern Zugehörden, wie das den Verkäufern von Hanns Türing von Fridingen und seiner Gemahlin Fronica, geb. von Honburg, eingegeben ist. Die Vogtei des Dorfes Tunoweschingen mit Leuten und Gütern, des Schulthaissen Zehntlein, das Kelleramt und ein Achtel des grossen Zehntens daselbst ist Lehen von Abt Johannsen von Rychenowe, die Dörfer Oberauffhain und Vnderauffhain rühren von den Herrn von Hewen zu Lehen, alles übrige ist freieigen. Einlager in Bibrach oder Ehingen; sie „laisten daselbs gewonlich gyselschafft ye zwaymal ains tags zu uailem kouff vnuerdingt a )". Perg. Or. mit den Siegeln der Verkäufer, Wilhalms von Stadion, Ritters, Hannsen von Wernow, Ytel Löwen und Wilhalm Löwen. Donaueschingen. a) Dieser Kauf wird vor dem Hofgericht Rotwil gerichtlich gefertigt 1482 donrstag vor dem hl. Pfingstag [Mai 23.]. Perg. Or. mit den Siegeln des Hofgerichts und der drei Verkäufer. Donaueschingen. — Abt Johanns von Richenowe leiht oben gen. Reichenauer Lehen zu Thunoweschingen Dieppold von Habsperg als Träger seiner Gemahlin Barbara 1482 dornstag vor st. Petronellen tag [Mai 30.]. Donaueschingen. 1472. 81 20) 1482 mentag nach st. Viridis tag [Juli 8.] bekennt Dieppold von Habsperg, Ritter, dass der Kelnhof zu Thunoweschingen, den er von Bürgermeister und Rat der Stadt Vilingen und diese von Lau- rentz Arnolts sei. Erben in Pfandschillingsweise an sich gebracht haben, ebenso wie der Kelnhof zu Brü- lingen, der auch in diesen Pfandschilling gehört, vom Gotteshause Richenowe, dem das Eigentum daran zusteht, jederzeit um 130 M. S. wiedergelöst werden kann. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel des Ausstellers (IV C). Karlsruhe. R. 21) 1482 zinstag vor st. Margarethen tag [Juli 9.] bekennen Vogt, Richter, „gepursamy" und Gemeinde zu Thunoweschingen, die in den Kelnhof daselbst gehören, dass Schultheiss, Bürgermeister und Rat der Stadt Vilingen ihnen die 110 g h. Vilinger Währung, die sie denselben am Kaufe des gen. Kelnhofes zu Steuer gegeben haben, wieder bezahlt haben. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel Conrats von Schellenberg, Ritters, zu Hüfingen (29 mm D., IV C). Donaueschingen. 22) 1483 mittwoch vor st. Vrbans tag [Mai 21.] verkaufen Vogt, Richter, „gepursamy" und die Gemeinde des Dorfs zu Thunoweschingen mit Einwilligung ihres Herren Thiebolt von Habsperg, Ritters, unter Vorbehalt des Rückkaufs für 50 fl. Rh. der Priorin und dem Konvent der Dominikanerinnen in der Vettersammlung zu Vilingen 4 Malter Veesen Vilinger Mass Zins, der auf st. Gallentag zu entrichten ist. Einlager (durch 2 Gemeindemitglieder) in Vilingen. Perg. Or., die Siegel Thiebolts von Habsperg und des Ritters Conrat von Schelleinberg fehlen. Donaueschingen. T. 23) 1483 st. Verenen tag [Sept. 1.] tritt Barbara von Habsperg, geb. von Knöringen, ihrem Gemahl Diepold von Habsperg, Ritter, Tünoweschingen, Schloss und Dorf, und Ober- und Vndervffen ab, nachdem sie diese Güter von den von Stoffeln und vom Stain von Klingenstain erkauft hat, die armen Leute daselbst ihr und ihrem Gemahl als ihrem Träger und Vogt gehuldigt haben, und seither ihr Gemahl sie um 70 fl. Gilt auf Thunoweschingen, Schloss und Dorf, „verwist" hat, „also dwyl vnd mir nit zimpt zu regiern, ouch nit wil noch mag regiern vnd sunst minen lebtag nach notdurft gnüg uerwyszt vnd uersorgt bin, damit mich wol benügt, so hab ich soliche grousse sorg, müg vnd arbait ab mir geladen". Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln der Ausstellerin (29 mm D., IV A. 2 r. Schild mit Balken, 1. ein Ring; .....hell : non : Unertngenn * ) und der Gebrüder Conrat von Schellenberg, Ritters (wie Abb. No. 13) und Burckhart von Schellenberg zu Hüfingen (26 mm D., IV A 2, Schellenberger Wappen Ä -f- bornjart + roit + frhtllEnberg). Donaueschingen. R. 24) 1483 st. Lucyen tag [Bes. 13.] verkauft Clowi Hensler, Bürger zu Fürstenberg, Diepolt von Habsperg, Ritter, zu Thunoweschingen um 20 fl. Rh. den Halbteil eines Gutes zu Tünoweschingen, das ihm und Johannes Küchen sei. Weib gehört und das Clowi Warm baut. Dieser Halbteil giltet 6 Mut Veesen und 10 Viertel Haber. Perg. Or. mit den schlecht erhaltenen Siegeln des Junkers Burckhart von Schellenberg zu Hüfingen und Clowi Beringers, Bürgers zu Hüfingen. Donaueschingen. R. 25) 1486 suntag nach st. Bartimes tag [Aug. 27.] verspi-icht Vtz von Habsperg, den Erzherzog Sigmund zu Osterrich gegen 100 fl. Rh. jährliches, widerrufliches Dienstgeld als Diener aufgenommen hat, demselben von Haus aus mit Knechten und Pferden wohlgerüstet wider männiglich zu dienen und sich in allen Geschäften desselben auf sein oder seiner Hauptleute Erfordern brauchen zu lassen; braucht ihn derselbe, so hält er ihn mit Futter und Mahl, wie seine andern Diener; erleidet er gegen die Feinde Schaden, so hat der Erzherzog ihm denselben, wenn sie darüber nicht gütlich sich abfinden, nach Erkenntnis seiner Räte zu ersetzen. Er macht auch sein Schloss Tunaeschingen zum offenen Hause des Erzherzogs wieder männiglich, aber auf dessen Kosten. Pap. Or. mit dem aufgedrückten, unkenntlichen Siegel Hans Erhardts von Rynach, Ritters. Karlsruhe. 26) 1486 menntag nach st. Gallen tag [Okt. 23.] verkaufen Virich und Diepoldt von Hasperg, Gebrüder, zu Thunoweschingen als Hauptschuldner und Vogt, Gericht „gepursamy" und Gemeinde daselbst VII 11 Wsssmm MmS&s 82 1472. als Mitgilten unter Vorbehalt des Rückkaufs für 747 fl. Rh. Symon Benntzingen, Bürger zu Villingen, einen auf st. Gallentag zu entrichtenden, von den Almßhouern herrührenden Zins von 37'/2 fl. Rh. aus der Hauptschuldner Vogtrecht zu Thunoweschingen und den zugehörigen Nutzen, das sind 18 Malter Kernen Nydinger Mass, die aus dem Kelnhof zu Thunoweschingen, 12 Malter Veesen Nydinger Mass, die aus dem Kirchensatz, 9 Malter Haber Nydinger Mass und 9 & h. Villinger Währung, die aus dem Vogtrecht, und 3 Malter Veesen, die aus dem „banthün" daselbst gehen, und aus dem ganzen Dorfe Thunoweschingen mit Ausnahme der Zinsen und Güten, die der Frau Barbara von Habsperg, geb. von Absperg, Virichs von Hasperg ehelicher Gemahlin, zur Heimsteuer, Morgengabe und Widerlegung verschrieben sind. Da das Dorf Thunoweschingen Lehen von dem Herrn von Ow ist, so wollen die Hauptverkäufer dessen Willebrief beibringen. Einlager (seitens der Gemeinde mit dem Vogt zu Eschingen und 3 Mannen vom Gericht oder der Gemeinde) zu Villingen. Perg. Or., die Siegel der beiden Hauptschuldner und des Grafen Hainrich zu Fiirstemberg, des jungem, und des Ritters Conrat von Schellenberg, fehlen. Donaueschingen. T. 27) 1487 dornstag vor dem hl. Palmtag [Apr. 5.] leiht Johanns Abt von Richenow Vlrichen von Habsperg die Vogtei, das Schultheissenzehntlein, das Kelleramt und ein Achtel des grossen Zehntens zu Thunoweschingen. Perg. Or., das Siegel der Abtei Richenow fehlt. Donaueschingen. R. 28) 1487 mentag vor st. Niclaus tag [Dez. 3.] verkauft Symon Benntzing, der Tucher, Bürger zu Villingen, Junker Vlrichen von Habsperg zu Thunoweschingen um 657 fl. Rh. seine Zinsen und Güten von dem Kelnhof, dem Kirchensatz, dem Banntum, Leuten und Gütern zu Tünoweschingen, wie er dieselben von den Junkern Hainrich, Hans Vlrich und Jörig von Almszhouen, Gebrüdern, erkauft hat. Ausser der Kaufsumme hat Junker Vlrich bezahlt 90 Gulden Rhein, „für vszstellig versessen zins lut ains Vertrags zu Fryburg bescheen". Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln Hanns Hermans, Bürgermeisters, und Ludwig Rotpletzen, Schultheissen zu Villingen. Donaueschingen. R. 29) 1487 samßtag vor st. Thomas tag [Dez. 15.~] vereint Conrat von Schellenberg, Ritter, als Obmann mit gleichem Zusatz von den Räten, welche Erzherzog Sigmund zu Osterich in dieses, seiner Gnaden „vsserland" gesandt, Schultheiss, Bürgermeister, Rat und Gemeinde der Stadt Vilingen mit Vlrich von Habsperg zu Thonoweschingen, dessen Fischer zu Thonoweschingen nach Ansicht der Vilinger das Wasser, gen. die Prigen, ob-und unterhalb desselben Dorfs „wyter überfachten, dann von alter harkomen", gütlich wie folgt: „Ain jeglicher vischer, so ye [ze] zyten die zwein wäg, nämlich den Ryßwäg vnd den wäg gegen des Frytzen huß vber inn hat", . . . soll daselbst, nämlich „in jedem wäg zway fach gliech gegen ainander machen, so daß dieselben gerad enmitten 8 schlich von ainander vnd fry offen stände", so dass diese Weite weder mit „flügeln, ryß noch andern dingen" verlegt oder versetzt werde; außerhalb dieser wäg sollen die Fischer unter- und oberhalb Thonoweschingen kein „fach oder hagken" machen über den Halbteil der Priga; wenn das Wasser abnimmt und ein „grieß" legt, sind sie nicht schuldig die „fach oder hagken" abzunehmen oder zu kürzen, „alles mit der beschaidenhait, das alweg das vnder und nider fach oder der spitz des nidern hagken von dem nehsten fach darob oder von dem anfang, da der nechst ober hagk anhebt, fünftzig gmayner mans schryt von ainander sye". Perg. Or. mit den schlecht erhaltenen Siegeln Conrats von Schellenberg (30 mm D., IV C), der Stadt Villingen (Sekretsiegel) und Virichs von Habsperg zu Thonoweschingen (IV C). Villingen, Stadtarchiv. R. 30) 1488 mentag nach Othmari [Nov. 17.] schreiben Bürgermeister und Rat zu Villingen Hannsen von Rögkembach, Obervogt der Landgrafschaft im Bare, dass sie auf sein Schreiben ihren Beisassen Mathis Kühtier „gerechtuertiget" haben, derselbe behaupte, kein Mensch könne mit der Wahrheit reden, dass er zu Eschingen je mit dem Würfel gespielt habe, er sei aber dabei gewesen, als der Ber, Otmar Schreyer und der Payer mit einander „den pass gespilt, aber das Othmar, der yetz nit anheimsch ist, valsch würfel dargelegt oder sich der gebruht hab, des wiss er ine vnschuldig vß dem grund, dann Othmar allen sinen behelf vff den würfeln allain such mit sigel metzenn, der müg er sich vff die zyt ouch gebruht haben". Pap. Or. mit dem schlecht erhaltenen, zum Verschlusse unter Papier rückwärts aufgedrückten Siegel der Stadt Villingen. Donaueschingen. 31) 1488 st. Thomas abend [Dez. 20.] verweisen Hainrich und Jörig von Almßhouen, Gebrüder, 1472. 83 welche ein Gut, das Röckemback zu Thunoweschingen innehat, für eigen verkauft haben, ohne zu wissen, dass ihre Vordem dem Dekan und gemeinen Kapitel zu Villingen 1 Malter Ewiggeld zu einer Gottesgabe aus demselben verordnet hatten, dieses auf Martini fällige Ewiggeld gen. Dekan und Kapitel auf des Sckulthayßen Gut zu Baha, mit Verwilligung der Frau Rychgarten von Ryschach, die in Kraft ihres Wittums die Niessung dieses Gutes hat. Perg. Or., die Siegel Hainrichs und Jörgs von Almshofen und Hannsen Rotpletz, ehelichen Wirts der vorgen. Rychgart von Ryschach fehlen. Freiburg, erzbischöfliches Archiv. 32) 1491 dornstag vor st. Johanns tag Baptisten [Juni 23.] verkauft Burckhart von Ranndegk, Ritter, zu Hallsperg, seinem Vetter Hannsen von Landow, Ritter, Pfleger zu Rötenberg, um 650 fl. Rh. den großen und kleinen Zehnten zu Tönaschingen, gen. der Randegker Zehnten, Lehen vom Gottshaus Rychenow a ). Perg. Or. mit den Siegeln Hainrichs von Ranndegk, Ritters, zu Stoffen, und Balthassers von Ranndegk, Hofmeisters, der Vetter des Ausstellers; das Siegel des letztern fehlt. Donaueschingen. R. • ■ a) Abt Martin von Reiehenau leiht diesen Zehnten dem Käufer, der dafür 4 fl. zahlt, 1496 sontags Palmarum [März 27.]; er erlaubt demselben auch, nachdem er ihm die Rücklösung in 10 Jahren verbrieft hat, diesen Zehnten an Hainrich von Schellenberg zu Kuslegk um 1000 fl. und 50 fl. Zins zu versetzen. Reichenauer Lehenbuch 638 d Bl. 255. Karlsruhe. 33) 1496 sambstag nach der hl. Dry Küng tag [Jan. 9.] verkaufen Vogt, Richter und Gemeinde zu Thonoweschingen um 30 fl. Rh. an Michel Velenschmid, Kaplan zu Vilingen, 2 Malter 6 Viertel „ge- ryttoroter" Veesen Vilinger Mass Zins aus ihres Dorfes Wiese, gen. der Howweg, „streckt von der Hocken Strauss bys vff die Schmyhen". Sie können vom Zinse jährlich ablösen 15 fl. Hauptgut und 1 Malter 3 Viertel Veesen Zins oder soviel, als ihnen zu Zeiten möglich ist a ). Perg. Or. mit dem Siegel des Grafen Hainrich zu Fürstenberg (wie IV. No. 64). Donaueschingen. a) Diesen Zins und dazu 1 Malter Veesen Zins, den ihm Hans Wurm von Thunoweschingen auf st. Gallen Tag zu geben hatte, verkauft der gen. Kaplan 1499 dornstag vor der hl. Dry Konig tag [Jan. 3.] dem Spitale Vilingen um 39 fl. Landeswährung. Perg. Or. mit dem Sekret der Stadt Vilingen. Villingen, Spitalarchiv. 34) 1499 niontag nach Innocauit, der alten Fastnaht, [Febr. 18.] verkaufen Vögte, Richter und Gemeinden der Dörfer Thunoweschingen, Vnnder- und Ober-Vffhain in der Landgrafschaft Bare mit Einwilligung des Grafen Hainrich zu Fiirstemberg unter Vorbehalt des Rückkaufs der Priorin und den Konventsfrauen in der Vettersammlung zu Villingen für 80 fl. Rh. 4 fl. Rh. jährlich an Iuvocavit zu entrichtenden Zins aus dem Dorf Thunoweschingen. Einlager mit je 2 Mitgliedern des Gerichts in Villingen. Perg. Or., das Siegel des Grafen Hainrich fehlt. Donaueschingen. T. 35) 1499 dornstag nach st. Martins tag [Nov. 14.] verkauft Wolfgang Graf von Furstenberg um 75 & h. Furstenberger Währung an Jörg Scherer zu Tonoweschingen seine daselbst gelegene, freieigene Badstube mit all den Rechten, wie er sie „vmb Habspurger" erkauft hat; die Donaueschinger sollen das nötige Bauholz zu der Badstube führen, ihr Inhaber ist von allen Herrendiensten, von „stur vnd raysung" frei, er giebt jährlich dem Grafen 4 Hühner und 1 Viertel Eier und an die St. Katherinenkaplanei-Pfründe 1 & 8 ß h. Perg. Or. mit dem zerbrochenen Siegel des Grafen Friedrich von Fürstenberg (f 1617), das also erst lange nach der Ausstellung der Urkunde an diese gehängt wurde. Donaueschingen. M. 36) 1506 zinstag nach st. Bartholomeus tag [Aug. 25.] gelobt Hanns von Landow zu Blumberg, Ritter, Vogt zu Wolckenberg, dem Abt Martin von Reichenowe, seinen Zehnten zu Thoneschingen, der von demselben und seinem Gotteshause zu Lehen rührt, (samt dem Schlosse und Städtlein Blumberg und dem zu Blumberg gehörenden Dorfe Rietheschingen, was nicht von Reichenowe Lehen ist) Conraten Parter, Bürgermeister zu Schafhusen, und N., seiner ehelichen Hausfrau, um 1300 fl. Rh. Hauptgut und 65 fl. Zins davon auf die nächsten 10 Jahre zu versetzen bewilligt hat, diesen Zehnten innerhalb dieser Frist wieder zu lösen. Das Or. siegelte der Aussteller. Kopialbuch des 16. Jahrhdts.: Spenn und Irrungen zwischen Domstift Constanz und Landgrafschaft Fürstenberg, Bl. 2 y . Donaueschingen. R. 11* SPIIbE : Jt&&££ 84 1472. 37) 1509 dönstag nach Vyti vnd Modesti [Juni 21.) sitzt Michel Fritschin, Vogt zu Pforen, daselbst an gewöhnlicher Gerichtsstätte im Namen des Grafen Wolfgang zu Fürstennberg zu Gericht. Bernhart Gödescher, gen. Maler, von Vilingen und Augustin Kaißer, Vogt zu Grieningen, klagen als Anwälte des Rates zu Vilingen gegen Vogt und Gemeinde zu Thonoweschingen, die durch Jacob Ziegler, Vogt, und Lienhart Hindersich vertreten sind, dass dieselben einen Acker im Eschinger Feld beim Eschelbronnen, der dem Rate zu Vilingen und dem Heiligen zu Grieningen gehöre, kürzlich in Anspruch genommen haben. Die Anwälte der von Thonoweschingen antworten, sie hätten ein „wiest glend" am Muschelbrunnen, und aus Mangel an Feld hätten sie verboten, dass jemand dort baue, der nicht Brief oder „lütt", denen zu Recht genug sei, darüber, dass es sein sei, habe; trotzdem habe Jacob Limperger den Acker daselbst gebaut und gesagt, er sei ihm von den Heiligenpflegern zu Grieningen geliehen, da aber der Acker in ihren Zwingen und Bannen liege und sie ihn länger, denn Stadt- und Landrecht und Menschengedächtnis innegehabt, so hätten sie Limberger gen Thonoweschingen zum Rechten verkündet und ihm den Zins von diesem Acker zurückbehalten. Nach Verhör der Zeugen lautet das Urteil, dass der Kläger den Acker gewonnen habe. Auf Ersuchen desselben und auf seine Kosten wird der Gerichtsbrief ausgefertigt a ). Perg. Or. mit dem Siegel des Junkers Hainrich von Buch, Burgvogts zu Thonoweschingen (wie Abb. No. 44). Villingen, Spitalarchiv. a) Die von Thonoweschingen appellierten gegen dieses Urteil auf dem Landtage zu Fürsternberg an der Staig 1509 mentag nach Galli [Okt. 22.]. Auf dem Landgerichte zu Gyßingen vor dem Oberthor aber 1509 mentag nach Othmari [Nov. 19.] wurde ihre Appellation verworfen, weil sie dieselbe nicht auf dem ersten nach dem Urteile des Gerichts zu Pforen stattfindenden Landtage eingelegt hatten. Perg. Or. mit dem Siegel des Landgerichts in Bare (wie Abb. IV, No. 322, Anm. 1). Villingen, Spitalarchiv. I 1472, Aug. 26. 34. Bürgermeister und Rat zu Vberlingen begehren ernstlich vom Junker Ytel- hannsen von Stoffeln, der nächst vergangener Tage mit andern seinen Anhängern ihren gnädigen Herrn von Costentz an den seinen zu Teggenhusen angegriffen und „mit nome" geschädigt und bei diesem Angriffe zu ihrem nicht kleinfügen Befremden ihren leibeigenen Mann Mathias Grunterhalm a ) mit Vieh und Habe weggefühlt hat, diesen Leibeigenen ohne Verzug und Entgeltnis ledig zu geben und ihm sein Vieh und seine Habe ohne Minderung zurückzustellen. Sie begehren schriftliche Antwort bei ihrem Boten. Geben an mittwoch nach Bartholomei apostoli anno dni etc. 72. Überlingen, Stadtarchiv. Pap. gleichzeitige Kop. a) Nicht sicher zu lesen. 1) Italhanns von Stoffeln antwortet donstag nach st. Bartholomeus tag [Aug. 27.) anno 72 ablehnend, denn die von Vberlingen wissen wohl, dass „das gericht, zwing vnd benn zu Teckenhusen dem bischoff von Costentz zugehört vnd sy beschlüst mit tür vnd nagel", weshalb er ihnen und ihrem armen Manne nichts wiederzukehren schuldig sei. Wollen sie ihn weiter ersuchen, wird er ihnen an gleichem, billigen Ende Rede stehen. Pap. Or., das zum Verschlusse rückwärts aufgedrückte Siegel abgefallen. Überlingen, Stadtarchiv. ^ SsSl 1472. 85 WJIMlg 2) 1506 frytag vor Inuocauit [Febr. 27.] leihen Hug und Cristoff, Grafen zu Werdemberg und zum Hailigenberg, Gevetter, zu „marcktrechtgüt" und Erblehen Hannsen Fiessinger, dem jungen, zu Ellennfurt ihr Gütlein daselbst, das Bronhaus, der Glaser, vormals baute. Er darf sein Eecht daran einem, der dem Gütlein tauglich und ihnen annehmlich ist, veräussern, hat dasselbe an Dach, Gemach und Zäunen in guten Ehren, die Äcker, Wiesen und Gärten in „gutem, zytigem buw mayerlich, ongewüst vnd onntzertrennt« zu halten, insbesondere darf er das dazu gehörige Holz nicht wüsten, nichts daraus verkaufen, sondern nur zu notdürftigem Hausbrauch und zu Zäunen sich daraus beholzen; zu Zins hat er 18 ß $, 3 Scheffel Veesen, 3 Scheffel Haber Vberlinger Währung und Mass, 50 Eier und 16 Hühner gen Hailigenberg in das Schloss zu rechter Zeit zu ihrer Amtleute Händen zu liefern. Bei einer Veränderung giebt der abziehende die Hälfte dieses Zinses zu Weglöse und der aufziehende die andere zu „erdsehatz". Da das Gütlein in der Pfandschaft Deckennhawsen liegt, so soll diese Belehnung dem Herrn von Costenntz, von dem diese Pfandschaft rührt, bei etwaiger Ablösung derselben unschädlich sein. Perg. Or., die Siegel der Aussteller fehlen. Donaueschingen. 3) 1508 montag vor Mathei [Sept. 18.] sitzt Martin Keller von Prickingen, Freilandrichter in der Grafschaft Hayligenberg, zu Puren bei dem Dorf an offner, freier Königsstrasse zu Gericht. Es klagt Caspar Neil, Kaplan zu Vberlingen, zu Walpurgen Hägnin von Teggenhusen: dieselbe sitze ohne sein Erlauben auf einem Gute seiner Pfründe zu Teggenhusen, weshalb er vermeine, sie sollte ihm das räumen. Die Beklagte erwiedert mit ihrem Vogte Jörgen KrutlSffel, ihr und ihrem Manne sei dies Gut, das jener Pfründe zinsbar sei, geliehen, sie sei davon nichts schuldig und halte es in wesentlichen Ehren und gutem Baue. Neil läugnet, das Gut ihr geliehen zu haben. Nachdem derselbe nach Form und Ordnung priesterlicher Würde dies beschworen hat, wird erkannt, die Beklagte müsse auf künftigen Walpurgstag nach altem „bruch vnd herkomen" der gen. Grafschaft abziehen. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Landgerichts (wie Abb. VI, No. 66). Karlsruhe. 1472, Sept. 7. 35, Hanns Höpplin, Bürger zu Sulgen, empfängt den Hof zu Egenwiler als Mann- und Frauenlehen vom Grafen zum Heiligenberg. Actum vff Vnnser lieben Frowen aubend, als sy geborn ward, anno etc. 72. Heiligenberger Lehenurbar von 1461, S. 72. Donaueschingen. 1) Diesen Hof empfängt 1485 Freitag vor st. Thomas Tag [Bez. 16.] Hanns Vester zu Mengen als Träger der Vrsula Naberin, Hansen Höplins Witwe und Erbin, 1486 Mittwoch nach Jeori [Apr. 26.] Wilhelm von Payer, der diese Witwe geheiratet hatte, und 1501 Samstag nach st. Jörigen Tag [Apr. 24.] wieder Wilhelm von Payer. A. a. 0. S. 72 und Heiligenberger Lehenurbar von 1500, S. 68. Donaueschingen. 1472, Dez. 1. 36. Hannß von Bubenhofen, Landhofmeister Graf Eberharts von Würtenberg, empfängt von Graf Sigmund von Lupfen als Lehen von der Landgrafschaft Stuelingen Valckenstain die Feste an der Thunaw, die obere Burg, und das Burgstall daselbst, gen. die untere Burg, Vmnow den Hof und eine Fischenz an der Thunaw. §&? t'&mMßk | H Bf -it' BBfl mm. WM ü&« 86 1472. An zinstag nach Andreae apostoli 1472. Lupf. Saalbuch von 1399/1463 S. 5. Donaueschingen. 1412, Dez. 7. 37. Sigmund und Johanns Grafen von Lupfen, Gebrüder, antworten dem Herzoge e Sigmund zu Osterrich, der ihnen geschrieben hat, dass sie ihm wegen der Forderung Herrn Peters von Hewen, betreffend die Herrschaft Hewen, Unterricht geben sollen, einer von ihnen habe sich hiezu persönlich zu ihm verfügen wollen, da sich jetzt aber „ettwas mercklicher handlung" zwischen ihnen und Graf Eberharten zu Wirtem- berg begeben hat, weshalb sie nicht von ihren Schlössern kommen können, so wollen sie, „wann die ding notdurftigklich zu berichten in geschafft nit sind zu bescheen", seinen Räten, die jetzt „hieuor" sind, und mit den sie auch dieser Dinge halber etwas geredet haben und die von ihren Geschäften wissen, deshalb Unterricht geben. Trotzdem will einer von ihnen, sobald ihre gen. Geschäfte es erlauben, dass sie von ihren Schlössern kommen können, zu ihm , ' wenn er es begehrt, sich verfügen und so gründlich sie es können, ihm berichten. Geben am mentag nach st. Niclaus tag [14]72. Das unter Papier rückwärts zum Verschlusse aufgedrückte Siegel unkenntlich. Pap. Or. Donaueschingen. 1) 1475 Vnser lieben Frowen abent Natiuitatis [Sept. 7.] schreiben die Räte der Städte und Länder der Eidgenossen dem Herzoge Sigmund zu Osterrich: In der Sache des Freiherrn Petter von Hewen war auf vergangenen st. Verenen Tag [Sept. 1.] gen Zürich ein gütlicher Tag angesetzt, den aber, ohne einen andern zu setzen, des Herzogs Räte Balthasar von Liechtenstein, Hiltprand Rasp und Niclaus Bücher abgekündigt haben, weil ihnen merkliche Geschäfte des Herzogs zugefallen seien, und weil „och ein sterben von regiernng wegen der pestilentz ze Zürich were". Dennoch hat der von Hewen diesen Tag besucht, und sie sind der Ansicht, dass „wo die gütlicheit furgenomen vnd gebracht", die Sache beigelegt wäre, das aber wäre ihnen viel lieber gewesen, denn die rechtlich zu handeln. Da der von Hewen den Austrag der Sache länger nicht erwarten zu können meint, hat er sie angerufen, ihm laut der Richtung zwischen dem Herzoge und den Eidgenossen zu Recht zu helfen, und dem können sie, da er ihr Landsasse und Bürger ist, mit Fug und Glimpf nicht absein. Deshalb fordern sie des von Hewen wegen von dem Herzog, dass er laut dieses Berichtes dem von Hewen ohne allen Verzug zu Recht vor ihren Freunden von Costenntz, vor den die Sache schon vor dem Züricher Tage gewesen ist, zu Recht sei. Thut er das, so soll er es ihnen schriftlich bei diesem Boten zu wissen thun, damit sie den von Hewen auch gen Costentz laden können, und keine Partei von der andern in unnütze Kosten und Schaden gebracht werde. Pap. Or., das zum Verschlusse rückwärts aufgedrückte Sekret der Stadt Zürich abgefallen. Karlsruhe. 2) \1475, Nov.]. Instruktion für die österreichischen Gesandten zum Constanzer Tage. Memorial von wegen Peters von Hewen: Ir sullent an dem hinabreytten schicken zu graf Sigmunden von Luphen, den zu ew beschaiden vnd von vnnsern wegen mit im reden, Peter von Hewen tu vordrang an vns, als mmm 1472. 87 im die wissend sei. Nu haben wir menigermal mit im dauon red haben lassen, nachdem wir dennoch wol mugen versteen, im vnd seinen prüdem souil vnd mer, dan vns, daran gelegen ist. Nu sey vns bisher nit vil vnderrichtung bescheen des hanndels, so er vnd seine prüder, auch vordem mit den von Hewen getan haben, deshalben wir maynen, sy von der verschreibung der losung gangen sein, vnd des aygentlicher vnderrichtung von im begeren, als er vns auch zügeschribenn hat, er etwas, das für vns vnd sy sey, funden hab. Vnd so ir vnderrichtung emphangen habt, sollet ir in mitsampt graf Rudolfen von Sultz, Bilgri von Rischach oder ander, so ir an der art findet vnd ew gut beduncken, gen Costentz zu dem tag orden vnd inen beuelh geben, daz sy daselbs mit dem von Hewen oder der Aidtgnossen potschafft, ob die da sein werden, reden: wir heten gern von vnnser seiten vnnser rete vnd sunnder die der Sachen mer bericht möchten sein, geschickt, so sey vns solich sach vnnd notdurft furgeuallen vnnser reitten halb zu der kaiserlichen maiestat, auch ewr, daz ir den tag zu ersteen nit erharren mögent, sunder hinabreyten werdent, sein wir an zweyfel, so sy, auch der von Hewen bedenckenn vnnser anligen, so sey doch solich sachen vnd krieg nit vnnser, sunder des heiligen Reichs vnd gemainer Teutscher nation, deshalben vns billichen solich teg verschoben werden auf ain geräumbte zeit, daz ir, wo das mit fug sein mag, versuchen snllet mit allem vleiz, so wir vns aber nit haben wellen Verzugs halb mercken lassen, haben wir dennoch geschickt vnd wellen der sachen gern red mit im haben lassen, so verr im das gemaint sey, dann wir seiner vordrang nit aigentlich wissen haben, vnd darnach gründen auf ainen andrenn gütlichen tag an ein gelegen ende. Vnd so er nü sein vordrang würde anziehen, wir solten im sein brief bestetten etc., der ir abgeschrifft habt, solich vordrang nem vns frömbd, dann ain yeder vernüfftiger möcht versteen, das des nit nott, auch nit ain soliche sach wer. Hab er von vnns oder vnnserm herrn vnd vater loblicher gedechtnuss icht brief oder sigel, sein wir noch als ain frümer fürst also ansehen, daz wir die gehalden haben, wellen die füran auch, wie sich gepürt, halden, vermain er vns in krafft derselben verschreibung icht anzuuorderen, lösung oder annders, wellen wir im gepürlich aiitwürt geben, der bestettung oder solich brief zu geben sein wir nit schuldig, vermainen auch, sein brief, so er von vnnsern vordem hat, besagen vns des nit etc., wurde dann icht deshalb mittel fürgenomen, sullen sy an vns gelangen lassen vnd zuuorab vleyß haben, damit die sachen verrer geschoben vnd an ain ander end gezogen werden. Wurde er dann gründen, wir sullen die von Costenntz bitten, sullet ir sagen, des sey nit nott, wie oben angezaigt ist, wir haben auch vor zügeschriben, vns nach ynnhalt der bericht gebürlich zu halden, daz wir auch tun wellen etc., vnd sullet vleizz haben, die sachen also mit füg aufzühalden, mag das aber nit seyn, so sullet ir sagen, wenn wir von dem von Hewen ynnhalt der bericht angesucht werden, wellen wir weytter gepürlich antwürt geben, wie ir des in vnnserm rat bericht seyt. Sunder dem von Luphen sagen, sich vleiss zu gebrauchen, dann, so wir in vnnser verschreybung sehen, vinden wir, daz wir vns wol mügen verantwurten, deshalbenn er villich vleizz thü, solich vordrang ob vns vnd im zu richten, wie ir das auch bericht seyt. Pap. gleichzeitige Kop. Karlsruhe. 3) [1475, nach Nov. 20]. Handelung vnd abscheide vff dem tag zu Costenz zwischen vnnserm gnedigen herrn von Österreich vnd des von Hewen gehalten: Item am montag nach st. Elßbethen tag [Nov. 20] sind Bilgrin von RyschachL, Jacob von Emps vnd ich kommen gein Costenntz in des vonü Hewen sach vnnd haben vnns gefügt zu den von Zürich vnnd Schwytzli, die von gemeiner Eidgnossenn wegen zu demselben tag geuertigt warn, vnnd inn zu erkennen gegeben: Mein gnediger herr von Osterreich sy der mainung vnnd des willens gewest, sine treffenliche rate von seiner seiten zu solichem tage gein Costenntz zu sennden nit allein in der, sunnder auch in andern merklichenn henndeln vnnd sachenn, so hab aber die kaiserlich maiestat mit eilender schrifft sein fürstlich gnad bewegt, zu seinen kaiserlichen gnaden gein Lanndshüt zu kommen, daselbsthin hab sin fürstlich gnad die rate, den solich sachen am maisten bekannt wem, gebrauchen vnnd mitnemmen müssenn, deßhalben der gegenwertig tag nit stattlich habe mögen besucht werden, so sy auch sin gnad der mainung, die kaiserliche maiestat vnnd annder fürsten vmb hilf wider den hertzogen von Bnrguni, den feind Teutscher nation, anzulangen, vnnd darumb so beger sin gnad, das sy solhen tag auf ein gerawmte zeit erstreckenn, so woll sin gnad wider zu anndern gerawmen tagenn sennden vnnd die billicheit an im nit erwinnen lassen, wü in aber ye wolte vermeint sein ■H 1 ü iliii fTMEi iil Pill liiil mm du iil ■S ■ pyü üü -^MSalii? vUu 88 1472. von des von Hewen wegen ettwas zu hanndeln, so woltenn wir gerne des von Hewen clag verneinen vnnd dagegen thün, was dann unnsern halben möglichen were etc. mit den vnnd anndern Worten. Dagegen haben der Eidgnossen botschafft gesagt, der von Hewen sy inn also verwannt, das inn gebüre zu fordern, das im eintweder durch gütlich oder rechtlich wege der austrag vnnd die enntschaft siner sachenn wider- fare vnnd in ouch bißhere minen gnedigen herrenn, hertzog Sigmund, zu gefallenn aufgehaltenn, vnd darurab so sy ir rate, das man die sach verhöre, so wolten sy sieh dann nach der verhörung als glich vnndertaidinger gar treulich haltenn vnd erzeigenn vnnd versuchenn, ob man die hinlegen möchte. Also hat der von Hewen in bywesen des apptz zu Sannt Gallenn vnnd annder seiner bystennder geclagt, wie das sin eitern, herr Petter vnnd Wolff von Hewenn, hertzog Lewtpolden von Österreich loblicher gedechtnuß die herrschafft verpfenndt und versetzt hettenn vmb ein summ guldin nach lawt der brief deßhalben außgangen, gegen solcher versatzung hett hertzog Lewtpold sich verschriben vnnd verpflichtt für sich und sine erben, denselben von Hewen oder irn erben vinb solich summ dieselb herrschafft wider zu losenn zugeben nach lawt eins briefs, den liesse er verhörn vnnd des innhalt begriff die nachuolgend mainung: „Wir Lewtpold bekennen, nachdem wir die herrschafft Altenhewen, die statt vnnd sloss Engen vnd die bürg Heweneggk von Pettern vnnd Wolfen von Hewen umb 28 000 vnd 8000 (sie) guldin Rinisch verpfendet vnnd zu vnnsern hannden gebracht haben etc., also verbinden und verpflichtenn wir vnns in krafft ditz briefs, das wir vnnd vnnser erben denselben von Hewen vnnd irn erben die gemelt herrschafft Althewen, die statt Engen vnnd die bürg Hewenegg mit der zugehört, wie wir dann die zu vnnsern hannden verpfendet hann, wann sy die mit irem eigenn gut von vnns lösen, die selber besitzen vnnd furter nit mer versetzen wollen, vmb die 28 000 vnnd 800 guldin wider zu losen geben sollenn on widerred vnnd on alles geuerd. Des zu vrkund haben wir vnnser insigel an den brief gehanngen, geben, als man zalt 1300 vnd 98 iar". Vnnd lies daruff reden: Min gnediger herr, hertzog Sigmund von Osterreich hett mit derselben verpfanndung, als er vermeint, vber solich verschribung enndrung vnnd verkerung gethan vnnd den von Lupfen ettwz gerechtigkeit an der herrschafft Hewen gegeben on sin, des von Hewen, verwillignng, vnnd begert, das im min gnediger herr von Osterreich vrkund geben wölt, das dieselb verenndrung im keinen krannck an solicher siner verschribung bringenn solte, vnnd dass sin gnad zu solicher billichen vnnd zimblichen begerung durch die vnndertaidinger gewist wurde. Darczu haben wir geredt, der anuordrung, die der von Hewen gethan, hetten vnnser gnediger herr, hertzog Sigmund, noch auch wir vnns nit versehen, solich sin anuordrung wer auch vor zu tagen nit gelautet, sunnder der von Hewen hett vormaln etlich verschribung von hertzog Fridrichen loblicher gedechtnusß außgangen furgebracht, vnnd begert, das min gnediger herr, hertzog Sigmund, im dieselbenn confirmiren vnd bestetten solt, derselben clag hettenn wir gewartet, wu auch dieselb sin anuordrung widerumb angetzogen vnnd vernewt worden were, so woltenn wir dartzü antwurt vnnd anczaigenn gethan haben, solhermassen, das wir hofftenn, die vnndertaidinger wurden gemerckt hann, das vnnser gnediger herr, hertzog Sigmund, nit schuldig gewest wer einich conflrmacion, noch bestettigung zu thun, vnnd das sy den von Hewen gewisst hetten, von solicher vordrang zu lassen, aber so yetz der von Hewen ein vordrang furgenommen, der min gnediger herr nit gewist hab, vnnd derhalben vnmuglichen gewest sy, das sin gnäd die sinen hett vertigen mögen, so wer vnnser begere, sölichen gütlichen tag vff ein gerawmte zeit zu erstrecken, so woltenn wir vnnserm gnedigen herren, hertzog Sigmunden, die clag vnd auch die innhalt hertzog Lewtpolds selgen brief zu erkennen geben, so dann wurd sin gnad zu tagen sennden vnnd beuelhen solhe clag zuuerantwurten, dann sich möcht vnnd wurd nit erfinden, das min gnediger herr von Osterreich den von Lupfen kein gerechtigkeit, die herren Pettern von Hewen zustünde, gegeben hett. Vff das hat der von Hewen gesagt: die mainung, durch vnns gemeldet, ziehe sich zuuerlengung, als im dann die sach vor lang wyle verzogen worden sy, nw hab er souil auff die sach gelegt, das er solich Verzug nit lennger könnt, noch möcht ge- wartenn, vnnd nachdem min gnediger herr, hertzog Sigmund, geraeinen Eidgnossenn zugeschriben hab, ob die sach vff dem gütlichen tag zu Costenntz nit gütlich hingelegt wurde, das dann der rate zu Costenntz durch siner gnaden rate vmb annemung des rechtens solle gebettenn werden, so woll er die von Costenntz bittenn vnnd getraw, wir werdenn deßglichenn auch thun. Dagegen haben wir gesagt, vnns sey kein andrer beuelh geben, dann zu gütlicher hanndlung vnnd auff die clag, wie dann das durch vnns vor angeczeigt, 1472. 89 vnnd so aber ein ander clag, dann die vor zu tagen gelawtet habe, durch den von Hewen furgelegt sy mit- sampt einem briefe, von hertzog Lewtpolden außgangen, der aller min gnediger herr vor kein wissenn gehabt hab, so gebüre sich dasselb sinen gnadenn furzubringen, das sin gnad wisse dagegen zu notturft zu hanndeln, vnnd so das beschee vnnd man wider zu tagen komme, sy dann min gnediger herr schuldig, vmb solich sprach dem von Hewen gerecht zu werden, so haben wir nit zwifel, sin gnad werd alsdann zu solicher anmüttung solich antwurt geben, der man von sinen gnaden billichen ein benügen habe. Item auf solichs haben der Eidgnossenn bottschafft vnns ein missiue, von vnnserm gnedigen herrn, hertzog Sigmunden außgangen, hörn lassenn, die heltet innen, das sin gnad in zugeschriben hat, das man die von Costenntz bittenn solle, wie annders die sach nit gütlich verfanngen werde etc. vnnd mit vnns in abwesen des von Hewen geredt, sich gebüre, das wir den rate zu Costentz bittenn, dann vnnser gnediger herr hab inn solichs zu thün zugeschriben. Des habenn wir uns widersetzt der vorgeschriben vrsach halben, also haben sy gesagt, sy zwifeln nit, min gnediger herr von Osterrich werde siner gnaden zuschriben, das gemeinen Eidgnossenn bescheen sy nachkummen, vnnd haben daruff furgehaltenn ein mittell vnd geredt, das graue Sigmund gebe dem von Hewen sein dochter zu einem elichen gemahel vnnd das des von Hewen vordrung in derselben hyrat durch zimblich weg gemittelt werde. Dieselb mainung vnd auch den hieuor gesetzten hanndel haben wir graue Sigmunden von Lupfenn, den wir solicher sachen halb mit vnns gein Costenntz gebracht hettenn, zu erkennen geben vnnd mit im geredt, das er gedenck solich vordrung abzunemen, dann min gnediger herr von Osterreich möge in den sachen das recht wol leiden, vnnd darumb dann solich verschribung, die sin gnad den von Lupfen gegeben habe, halte gar nemlich inn, das er den von Lupfen siner gnaden gerechtig- keit an der herrschafft Hewen gegeben hab, vnd vinde sich nindert, das sin gnad den von Hewen ir ablosung vnd gerechtigkeit genommen vnnd dieselb den von Lupfen verschriben habe, vnnd wir hetten mit gutem füg die von Costenntz vmb annemung des rechtens bitten mögen vnnd allain so sy sin vnnd sins brüders geschonet, das aber min gnediger herr von Osterreich solhen sachen in die lenge vor sein möge, könne nit mit fugen bescheen, vnnd darumb so gebüre graue Sigmunden, das er sich also in die sach schick, das min gnediger herr von Osterreich vnuersucht blibe. Durch die vnnd annder anzeigung ist er bewegt vnnd hat zugesagt, er wolle das mitteil der heyrat an sinen bruder, graue Johannsen, bringen vnnd wann min gnediger herr von Osterreich in einen tag setze, sich darczu fügen vnnd geburlicher hanndlung nit wider sin. Vff das haben der Eidgnossenn bottenn sich gemechtiget, das min gnediger herr in der obbestimpten sach einen tag gein Costenntz den Eidgnossenn vor den schiristkomenden Wynachten vnnd das der auch vor Wynachten besucht vnnd gelaistet werd, setzen sol, vnnd an vnns begert, dasselb sinen gnaden zu erkennen geben, sy haben auch daby geredt, sy wollenn sich zu sinen gnaden vngezwiuelt versehenn, sin gnad werde den raten, so zu demselben tag kommen, vff das vordrig zuschriben beuelhen, ob die sach alsdann nit gütlich verfangen werd, die von Costentz vmb annemung des rechtens zu bitten. Item also habenn wir inn gesagt, wir wollenn solichs vnnserm gnedigen herren von Osterreich zu erkennen geben, vnnd nit zwifeln, sin gnad werde sich darinn geburlich haltenn. Ohne Datum. Pap. Or., das unter Papier zum Verschlusse aufgedrückte Petschaft undeutlich. Karlsruhe. 4) 1476 dornstag nach st. Margrethen tag [Juli 18.] vertragen Alwigk Graf zu Sultz, Hainrich Eöst und Hainrich Goldly, Bitter, beide Bürgermeister zu Zürich, Hainrich Hasfurter, Schultheiss zu Lucern, und Diethrich In der Halden, Ammann zu Switz, als Tädingsleute Peter von Hewen und Hylpolt Easp 6 als Vertreter des Herzogs Sigmund zu Osterrich, obwohl der letztere nicht genügsame Vollmacht hatte, um mehr Mühe, Unwillen und Kosten zu vermeiden, auf Hintersichbringen: 1) der Herzog hat laut des von Herzog Fridrich sei. an die Grafen Sigmund und Johannsen von Lupfen ausgegangenen Briefes auf Sonntag nach st. Lorentzen tag [Aug. 11.] seine Botschaft ohne alles Verhindern nach Costenntz zu senden und die Lösung des Schlosses Hewen, der Stadt Engen und des Burgstalls Hewenegk auf des von Hewen Erfordern demselben zu verschaffen. Will aber Graf Sigmund von Lupfen dem von Hewen seine eheliche Tochter vermählen, so hat dieser Graf demselben zu seiner Tochter 3000 fi. Heiratsgut und 12000 fl. für seine Ansprache zu geben und darüber auf dem gen. Tage sich zu erklären. Geschieht dies nicht oder verschafft VII 12 90 1472. der Herzog dem von Hewen auf gen. Tage die Lösung nicht, so muss er durch seine Botschaft die von Costenntz bitten lassen, fürderlich einen rechtlichen Tag vorzunehmen, alles laut des Vertrags des Herzogs mit den Eidgenossen. Pap. Or. mit den unkenntlichen, unter Papier aufgedrückten Siegeln des Grafen Alwig von Sultz und Diethrichs In der Halden. Karlsruhe. 5) 1476 donrstag vor st. Laurencien tag [Aug. <9, Costentz.]. Peter von Hewen hat Herzog Sigmund laut seiner Briefe um Lösung der Herrschaft Hewen ersucht und ihn darum zu Recht vor Bürgermeister und kleinen Rat der Stadt Costentz laut des Berichtes zwischen dem Herzog und gemeiner Eidgenossenschaft erfordert. Da aber diese Herrschaft weiland dem Grafen Johansen von Lupfen von den Vordem des Herzogs Sigmund verpfändet wurde, und da letzterer alle seine Rechte weiland Grafen Hainrich und jetzt Sigmunden und Johansen, Gebrüdern, Grafen zu Lupfen, übergeben hat, vermeinte er, die von Lupfen, die die Herrschaft inne haben, sollten das zu Recht verantworten, er wolle ohne deren Willen das Recht vor den von Costentz nicht annehmen. Darauf wurde von den Räten des Herzogs und den Grafen Sigmund und Johansen zu Lupfen verabredet, der Herzog solle die von Costentz „vmb annemung des rechten inhalt der bericht" bitten, die von Lupfen aber sollen ihn als Anwälte vertreten und auch in ihrem eigenen Namen hierin handeln, doch solle ihnen hiebei der Herzog zu den angesetzten Tagen durch seine Räte Beistand thun. Dazu soll derselbe ihnen „ainen gewalt zu gewin vnd verlust" geben. Erlangt der von Hewen die Lösung, so ist das ohne Bezug auf die 300 fl. Gilt, welche die von Hewen auf dem Pfannhaus zu Hall haben. Pap. Or. mit den unkenntlichen unter Papier unten aufgedrückten Siegeln Hiltprant Rasps und Hainrichs vom Stain, des Jüngern (für die von Lupfen). Karlsruhe. 6) 1476 st. Pelayen tag [Aug. 28.] ersucht Peter von Hewen Bürgermeister und Rat der Stadt Costenntz den Herzog Sigmund gütlich zu unterweisen, die Lösung der Herrschaft Hewen zuzugeben und ihm seine gehabten Kosten abzutragen. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Kop. Karlsruhe a ). T. a) Dieses Stück, ebenso die No. 9—12 stehen in Abschrift in No. 13. 7) 1476 mitwoch vor Vnnser lieben Frauen tag Natiuitatis [Sept. 4.] giebt zu Ynsprügg Herzog Sigmund wegen der Zuspräche Peters von Hewen zu ihm, wegen deren er laut „der bericht" zwischen ihm und den Eidgenossen auf Bürgermeister und Rat zu Costenntz zu Austrag veranlasst ist, Graf Sigmunden von Luphen, seinem Rate, volle Gewalt, ihn vor denselben zu vertreten. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Constanz, Stadtarchiv. 8) 1476 st. Matheus aubent [Sept. 20.] überträgt Graf Sigmund von Luphen, weil er derzeit aus andern merklichen Geschäften diesen Auftrag nicht vollziehen kann, seine vorstehende Vollmacht an Vlrich von Rümlang, Ritter, seinen guten Freund. Perg. Or. ohne Siegel des Ausstellers. Constanz, Stadtarchiv. 9) 1476 zinßtag nach st. Michahelis tag [Okt. 1.] beantragt Vlrich von Rumlang, Ritter, als Anwalt Herzog Sigmunds bei Bürgermeister und Rat der Stadt Costenntz, Peter von Hewen mit seiner Forderung abzuweisen, da er nicht einmal angebe, wer die Pfandstücke übergeben habe, noch auch zu welcher Zeit, aus welchen Ursachen und um welche Summe Geldes dies geschehen sei. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Kop. Karlsruhe. T. 10) 1476 zinßtag vor st. Symons vnd Judas tag [OM. 22.] erwidert Peter von Hewen dem Bürger- o meister und Rat von Costenntz auf die Einwendung Virichs von Rümlang, dass er doch deutlich angegeben, dass seine Vordem Herzog Sigmunds Vordem die Pfandstücke übergeben hätten, und teilt abschriftlich die oben erwähnte Urkunde des Herzogs Lütpold von 1398 Okt. 2. mit. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Kop. Karlsruhe. T. 11) 1476 Aller Hailigen aubend [OM. 31.] teilt Vlrich von Rümlang dem Bürgermeister und Rat von Costenntz abschriftlich die Urkunde von 1418 März 12 mit, in der Wolf von Hewen seine Eigenschaft an Hewen und Engen an Graf Hanns von Lupfen abtritt (VI. 143, 8); 58 Jahre seien seitdem die Lupfen im Besitz gewesen, durch welchen Umstand allein schon „nach vermainung baider geschribnen rechten, och des landsbruch" die angebliche Gerechtigkeit Peters von Hewen erloschen sei; ferner habe Fridrich von ^^?^^^m &&&& ■ ■ ■• ;| - ■■ ■ - iiiiP» 1472. 91 Hewen sei., Herrn Peters Vater, durch sein gewaltsames Vorgehen, um die Herrschaft Hewen und Stadt und Schloss Engen in seine Hand zu bringen, alle seine etwaigen Rechte verwirkt; „verrer so haben sin [Peters] vordem durch sollich obgerürt vnd och ander vrsachen min gnedigen herren von Osterrich von sollicher manschaft vnd lehenschaft, och sinem aigenthüm bracht, damit die gemelt herschaft Hewen vß siner gnaden band in des Richs handen zu leben komen ist, deßhalb der satz, von den von Hewen gegen minem gnedigen herren getön, nit in sinem werd bliben ist, deßglich ich das och von wegen mins gnedigen herren zu sin ziten, so das not wirt, bybringen wil". Das Or. siegelte der Aussteller. T. 12) 1476 donrstag vor st. Martins tag [Nov. 7.] erklärt Peter von Hewen gegen Bürgermeister und Rat der Stadt Costenntz, dass Wolf und Peter von Hewen über die Herrschaften „recht gemainder" gewesen seien, Wolf also solche Hingebung nach gemeinem Recht und Landsbrauch ohne Willen „siner gemainder" zu thun nicht befugt gewesen sei, auch sei Wolf damals ein „offner verschribner achter" und deshalb zu Rechtsgeschäften unfähig, ausserdem ohne Vernunft gewesen, denn wenn er vernünftig gewesen wäre, so hätte er die Eigenschaft einer solchen Herrschaft, die auf 80000 fl. geschätzt werde, nicht um 400 fl. bar und 70 fl. Leibgeding hergegeben, „das doch, wann es beschehen, wider das recht were, sagende, wenn ain ding mer denn des halben tails näher verkouft wirdet, dann es wert ist, das es dann ain vnto- genlicher, vnbestentlicher kouff sye"; ferner sei die Herrschaft damals, wie auch jetzt noch, Lehen von Osterrich gewesen, also sei diese Hingabe, da sie ohne Genehmigung des Lehensherrn beschehen sei, kraftlos; da ferner Herzog Sigmunds Vordem die Herrschaft Graf Johannsen von Lupfen pfandweise übergeben hätten, so lege Sigmunds Anwalt den von Lupfen unbillig irgend eine Gewere der Herrschaft wider ihn zu, „dann nach dem rechten dhain gewer wider dhain pfandschaft niemer sin sol noch mag"; was sodann die 58 Jahre angehe, die die von Lupfen im Besitz der Herrschaft gewesen seien, so teile er den Urteilbrief Herzog Albrechts von 1446 April 26 (VI, 219, 26) mit, aus dem erhelle, dass seinem Vater und Vetter die Lösung der Herrschaften mit Urteil und Recht zuerkannt sei; dieser Urteilsbrief mache auch den Einwand zu nichte, dass Fridrich von Hewen durch sein gewaltsames Vorgehen seine Rechtsame von selbst verwirkt habe; „hertzog Albrecht were wol der hohen Vernunft gewesen , nach dem der vnd ander hendel für sin fürstlich gnad gnügsamlich in recht tragen sind, vnd hette minen vatter darüber sollich losung nit zükennt". Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Kop. Karlsruhe. T. 13) 1476 donrstag nach st. Martins tag [Nov. 14.~] erwidert darauf Virich von Rümlang gegen Bürgermeister und Rat von Costenntz: die Übergabe Wolfs von Hewen sei mit Gunst, Rat und Wissen seiner Freunde, d. h. Peters Vorfahren, geschehen, da der „gemainder" Wolfs, sein Bruder Peter, damals bereits gestorben gewesen sei, „daby vwer wyßhait wol verstät, was das im rechten vff im trag, so ain gemainder abgät vnd solliche gemainschaft durch desselben erben oder nachkomen nit ernüwert wirdet, als och die nach herren Peters tod von sinen nachkomen nit ernüwert worden ist, demnach des stugks halb verrer berichtung die notdurft nit haischt"; die Übergabe sei ferner in offenem Landgericht in Gegenwart des Landgrafen und anderer geschehen, wobei die Freunde Wolfs, also Peters Vordem, die Acht Wolfen nicht vorgeworfen hätten, „vß dem vwer wißhait vermergkt, das sollich anziehen der aucht dhainen fürgang haben sol"; was den Wert der Herrschaft von 80000 fl. betreffe, so sei sie stark belastet gewesen, denn sie hatte damals dem Ruhen zu Costenntz 66 E h, dem Wiertzinger 22 $ h., dem Schappenler von Rotwil 40 fl. halb Hungrisch, halb Rinisch, der Schlupfln 5 Malter Veesen, dem von Rischach 15 Tt h. und 15 Malter dreierlei Korns und 5 Malter Korn, dem Abt von st. Jörgen 8 Malter Korn und 1 & h., der Hewerin in der Sammlung 3 Malter Korn ohne andere Schulden und Zinsen, die die von Lupfen laut ihrer Schuldbriefe für die von Hewen bezahlt haben, zu zinsen gehabt, dazu war von den von Hewen dem Grafen Johans von Tengen das Dorf Mowenhaim verpfändet, den von H6dorf das Dorf Volkartzhusen verkauft und auch das Dorf Emingen versetzt worden, auch haben jetzt noch viele andere Stücke und Zehnten der Herrschaft Edle und Unedle noch inne, zu dem allem sei der Pfandschilling 28800 fl. und noch dazu 4000 fl., um die Herr Peter von Hewen noch Zins an der Etsch einnehme; zur Entgegnung gegen die angebliche österreichische Lehenschaft der Herrschaft teilt Virich von Rümlang die Abschrift der Urkunde des Kaisers Sigmund von 1437, Juli 22 (VI, 136, 3 a ) mit. Den Herren von Lupfen sei ferner die 12* 3s$pSjE$ mm "JCSt EMS W5I 92 1472. rechtliche Gewere namentlich aus dem „gemecht" des Junkers Wolf, und durch kaiserliche Verleihung, Bestätigung und Confirmierung erwachsen; Eümlang teilt auch eine Abschrift des Urteils des Herzogs Albrechts von 1445, April 19 (VI, 219, 14) mit, in deren letztem Artikel es klar heisse, „das der sümig tail dem gehorsamen tail alle sin zusprach, vordrang vnd gerechtikait solle veruallen sin; nu als ich vernym, so sye sollichen sprach durch die von Hewen nit nachkomen, sidmaln min herren von Lupfen nach mainung des spruchs dozemal vnd hüttbytag in die digkgemelten herschaft nit ingesetzt, ouch inen wandel vmb die ertailten scheden, als dann vwer wißhait das in den vrtailbriefen befunden hat, bezalung vnd abtragung nit geschehen ist, daby och vwer wyßhait vß den Worten des ingeleggten spruchs, wenn die betrachtet werden , befindt aigenlich, das dhain losung hern Peters von Hewen vordem von minen herren von Lupfen inn ze tun ertailt ist, sonder minen gnedigen herren von Osterrich zugesprochen, deßselben spruchs der angezognen losung min gnediger her von Osterrich vnd min herren von Lupfen mittenander gentzlich vnd gnedenclich betragen sind, vnd dwyl nu nach inhalt des datum der vrtailen, die do wyßt anno etc. im 46., min herren von Lupfen bis vff yetz vß sollichem louff der jaren vnd obgerürter vrsachen nach dem rechten vnd landsbrach ain nüwe gewere der aigenschaft vnd besitzung ouch erwachsen ist, so vermergt vwer wißhait sollich des yetz gerürten herrn Peters von Hewen sach vngegröndt im rechten zu sin". Pap. Or. mit dem Siegel Virichs von Eümlang. Karlsruhe. T. 14) 1476 mittwuch vor st. Katherinen tag [Nov. 20.] erwidert Peter von Hewen gegen Bürgermeister und Rat zu Costenntz auf die Schrift Virichs von Eiimlang vom 14. Nov., in dem er seine frühern Aufstellungen wiederholt und namentlich aber die Übergabe Wolfs von Hewen als kraftlos hinstellt»). Pap. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (s. Abb. No. 12). Karlsruhe. T. a) Der Umschlag trägt die Aufschrift: „Ist geanfrwurt vff donrstag vor Thome apostoli [Dez. 19] anno etc. 76 in gegenwirtikait Georyen Engelis vnd Conrat WolgemSts vnd des stattsckribers". 15) 1476 sant Cünrats tag [Nov. 26.] schreibt Virich von Eiimlang an Bürgermeister und Eat der Stadt Costentz, es sei dem Wirt „zum Guldin Schaff" zu Costentz auf letzten Donnerstag [Nov. 21.] eine vierte Nachrede zugeschickt worden, die er (Virich) am Samstag [Nov. 23.] bekommen habe, er wisse nicht, ob er dieselbe anzunehmen und weiter darauf einzugehen habe, „angesehen das sich die zyt der dryer monatt nach inhalt der bericht vff die mittwoch, als herrn Peters geschrift datum gestelt ist, nach ge- mainer raytung enndet"; werde dem Kläger aber die 4. Nachrede zugelassen, so müsse auch ihm verstattet sein, darauf zu antworten. Pap. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Karlsruhe. T. 16) 1476 mittwoch nach st. Katherinen tag [Nov. 27-] meldet aus Costentz Sigmund Graf von Lupfen dem Herzoge Sigmund, er habe seine von ihm erhaltene Vollmacht Ulrichen von Eümlang, Eitter, aus den Ursachen, die er seinen Eäten entdeckt habe, gegeben. Nichtsdestoweniger haben er, der von Eümlang und Dr. Virich Molitoris mit andern Vernünftigen in der Sache gehandelt, worüber er ihm die in der Sache aufgelaufenen Schriften hiemit zusendet, „vnd das also in das recht gelegt vnd den rechtsatz gethon". Wenn die Sachen seinet- und der Eäte halb „nit so vernünfticlich gehandelt sigen", so liege es daran, dass er die Eäte des Herzogs, die er auf dessen Schreiben erfordert habe, nicht habe „gehaben haben mögen". Nun hat Peter von Hewen, nachdem er, der Graf, seinen „rechtsatz gethon" hat, eine 4. „geschrifftliche red" gethan „vber die dry monat", was nach seiner Ansicht und der anderer, die bei ihm sind, der Bericht nicht zugiebt. Trotzdem besorgt er, er werde noch eine 4. Nachrede thun müssen, wozu es Not sein werde, weitere Briefe in das Eecht zu legen, namentlich einen königlichen, von dem er ihm eine Copie zuschickt, der nach seiner und trefflicher Leute Ansicht „in recht nit vbel erschiessen" wird und den er bisher ohne Befehl des Herzogs in Eecht nicht einlegen wollte. Der Herzog soll die Eäte „darvber setzen", ihm dann bei dem Boten schreiben, wie er und der von Eümlang sich in der Sache fürter halten sollen, und ihm die Briefe, in denen gegen Herzog Fridrich sei. Bischof Hainrich und Fridrich von Hewen sei. sich verschrieben haben sollen, dass die Lösung dem Herzoge und nicht ihnen zustehe, und anderes zweckdienliche, nach dem der Herzog vormals auch zu suchen befohlen habe, schicken. Als er den von Costentz auf vergangenen Mittwoch vor st. Katherinen Tag [Nov. 20.] „die ding vbergeantwurt vnd lisllswfaKS« shHhsh 1472. 93 den rechtsatz gethon" hat, so haben sie, wie auch vor andern Räten des Herzogs geschehen, geantwortet, sie wollten, weil sie vom Herzoge keinen „Versprechungsbrief", wie das der Bericht zugebe, hätten, in der Sache nicht weiter handeln, deshalb soll derselbe ihnen diesen Brief ohne Verzug zusenden. Pap. Or., das rückwärts zum Verschlusse aufgedrückte Siegel des Ausstellers fast ganz abgefallen. Karlsruhe. 17) 1476 mittwoch vor st. Thomas tag [Bez. 18.] antwortet Virich von Rümlang auf diese 4. Nachrede und kommt zu dem Schlussergebnis: „Demnach zu beschluss miner sach so wil ich alles das yetzümal ouch gemeldet vnd geäffret han, so ich dann in minen vorreden, ouch yetz zu. vslöschung der vordrang hern Peters gethon hab, in hofnung, uwer wishait sehe an die vngründ herrn Peters, ouch die vbergebung von Jungkherrn Wolfen von Hewen, mit rät, gunst vnd wissen siner fründeu gethon, die ouch in ainem offnen, verbannen lantgerickt mit ainer vrtail bestet worden, ouch zu vrkund der warhait mit des lant- gerichts vnd andrer erberer edeln lüten insigel becreftiget ist, dartzü von künigklicher vnd kaiserlicher macht min herren von Lupfen bestet, geaignet vnd bevestiget vnd vber söllichs die landsgewer, die nach geschribnem vnd landsrechten allain zu. aiguen an ir selbs gnüg ist, erwachsen, daby ouch der gunst vnd will miner gnedigen herschaft von Osterrich mit dem obgemelten vbergeben rniu herren von Lupfen ouch geschehen, vs dem also uwer fürsichtikait beuindet, das das fundament, darvff her Peter sin vordrang gesetzt hat, ab vnd vsgelöscht ist". Pap. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Karlsruhe. T. 18) 1477 dornstag vor st. Vallentins tag [Febr. 13.] urteilen Bürgermeister und Räte der Stadt Costenntz, dass der Lösungsbrief, den Herzog Lütbolt von Osterrich sei. Petters von Hewen Vordem gegeben habe , in kraft bleiben und Herzog Sigmund von Osterrich Pettern von Hewen der Lösung „bekanntlich" sein und derselben nach Inhalt der Lösungsbriefe Folge geben solle. Perg. Or., das Siegel der Stadt Costenntz fehlt. Donaueschingen. T. 19) 1477 eritag nach st. Pangratzien tag [Mai 13.] verzichtet zu Inspruck Peter von Hewen, der auf das für ihn entscheidende Urteil von Bürgermeister und kleinem Rate zu Costentz, den Herzog Sigmund „von wegen der scheden weytter furtzunemen" Willens war, auf alle Ansprache, weil ihn derselbe wegen der Lösung, des Schadens und jeglicher Ansprache „gantz ausgericht vnd betzalt vnd benugig gemacht hat"; der Verzicht ist aber an den 300 fi. Gilt aus dem Pfannhause zu Hall unschädlich 11 ). Vom Siegel ist keine Rede. Pap. gleichzeitige Kop. Karlsruhe. a) 1478 pfintag (sie) vor dem hl. Weinachtag [Dez. 22.] stellen derselbe und sein Bruder H linrich, Domherr zu Straspürgk, dem Erzherzoge Sigmund den gleichen Verzicht aus. Perg. Or. mit den nicht gut erhaltenen Siegeln der Aussteller. Karlsruhe. 20) 1477 hl. Auffart abend [Mai 14.] Innsbruck. Herzog Sigmund hat, um alle Sachen zwischen ihm und den Grafen Sigmund und Hannsen, Gebrüdern, von Luphen einer- und Peter von Hewen, der auf das Costentzer Urteil hin wegen seiner vermeintlichen Schäden gegen ihn weiter „teg gesucht" hat, anderseits auf ewige Zeiten hinzulegen, mit Zuthun der Botschaft der Eidgenossen nichts fruchtbareres betrachten können, denn den Abschluss einer Heirat. Deshalb hat er mit Vollmacht des Grafen Hannsen von Luphen und mit Einwilligung des Grafen Sigmund und Peters von Hewen vorgenommen, dass Graf Sigmund Petern von Hewen seine eheliche Tochter Agnes zu einem ehelichen Gemahl verpflichten und dazu 8000 fl. Rh. Heiratgut geben oder dasselbe mit Zinsen nach landläufiger Gewohnheit versichern, und dass der von Hewen ebenso mit der Widerlage und Morgengabe thun solle. Damit sollen alle Ansprüche des letztern zu ihm, dem Herzog, und den von Luphen auf die Herrschaft Hewen samt allen ergangenen Urteilen und Händeln aufgehoben sein; auch sind alle betreffenden Briefe der von Luphen einzuhändigen, wenn später aber noch ein solcher sich vorfinden sollte, so ist derselbe tot und ab. Diese Richtung ist dem von Hewen an den 300 fl. Jahreszins, den er anf seinem, des Herzogs, Pfannhaus zu Hall hat, unschädlich. Um diesen Beschluss auszuführen, sollen beide Teile fürderlich mit ihren Freunden zusammenkommen und einander mit Briefen nach Notdurft versorgen. Sind sie dabei irgendwie streitig, so steht die Entscheidung bei den Freunden und Untertädingern beider Teile. Dieser Brief wird dreifach ausgefertigt. Pap. Or. mit den rückwärts aufgedrückten Siegeln des Herzogs, eines Grafen von Luphen (30 mm D., IV C.; graf . . . tomtt. be. lnp . . • |iol) SU MIM 94 1472. und Hannsen Waldmans, angehängt für den von Hewen auf Bitten der Zeugen Conrad von Cham, Stadtschreibers zu Zürich, und Hannsen Lantz zu Liebenfels. Karlsruhe. 21) Sigmund Erzherzog zu Osterreich weist Graf Sigmunden von Lupfen, seinem Eat, nachdem dieser seine Tochter Petern von Hewen verheiratet hat, 3000 fl. Hauptgut, verzinslich mit 150 fl. Rh. auf st. Georgentag, auf sein Pfannhaus zu Hall im Jhnthall an. Dieses Hauptgut wird aber nur solange verzinst, als die 18000 Dukaten, die Graf Sigmundt und sein Bruder, Graf Johannes von Lupfen, auf diesem Pfannhaus, auf dem Zoll am Lueg und auf dem Zeller-Amt zu Tyrol haben, nicht abgelöst sind. Sterben Peter von Hewen und seine Hausfrau ohne eheliche Leibeserben, so fällt der gen. Zins heim, ohne dass die 18000 Dukaten davon berührt werden. Die Schlösser Hewen, Hewenegk und die Stadt Engen stehen ihm, dem Herzoge, offen; kommt die Lehenschaft der Herrschaft wiederum vom Kaiser an den Herzog und sein Haus, so empfangen die von Lupfen dieselbe wieder von den Fürsten von Österreich, wie das vormals die von Hewen gethan haben. Pap. vidimierte Kop. des 17. Jhdts. (Datum fehlt). Donaueschingen. T. 22) 1477 monntag nach st. Jacobs tag [Juli 28.~\ verheissen Graf Sigmund und Graf Johanns, Gebrüder, Grafen von Lupfen, Selbstschuldner, und Vogt Gaudencz von Matsch, Graf zu Kirchberg, und Sigmund von Brandis, Freiherr, zu Mäyenfeld, Mitschuldner, die Petern von Hewen, Freiherrn, zu der Hohentruns, ihrem Tochtermann, Schwager und Oheim, und Fräulein Agnesen, Gräfin von Lupfen, seinem ehelichen Gemahl, ihrer Tochter und Muhme, 8000 fl. Eh. dieses Landes Währung Ehe- und Heimsteuer schulden, denselben auf kommende Lichtmess 200 fl. und dann jährlich 14 Tage vor oder nach Lichtmess in Costentz oder Eatolfszell, wo dieselben wollen, 400 fl. Zins. Zu Pfand setzen sie 12000 Dukaten Hauptgut und 600 Dukaten Zins, die sie bei Herzog Sigmund zu Österlich haben und, wenn dieses Hauptgut abgelöst wird, dieses selbst, das dann nach Übereinkommen aller von Lupfen und Hewen angelegt werden soll. Einlager in Costentz oder Zell. Perg. Or. mit den Siegeln der Mitschuldner, die der Hauptschuldner fehlen. Karlsruhe. W2, Dez. 10. Dompropst, Dekan und gemeine Kapitelherren der hohen Stift des Doms U. 1. Fr. zu Costentz leihen Hannsen Ehinger von Brugfeld einen Hof daselbst als Erblehen. Der Hof giebt zu Erschatz 6 fl. Rh. und zinst auf Martini zu rechtem Hubgelde gen Überlingen in die Hand der Amtleute der Lehensherrn je 10 Scheffel Kernen, Roggen und Haber Überlinger Mass, 15 ß 3i dieser Stadt Währung, 8 Hühner und 1 Viertel Eier. Geben an dem nahsten dornstag nach st. Niclas tag des hl. byschoffs 1472. Das Sekretsiegel des Kapitels Constanz. Perg. Or. Karlsruhe. 1) 1498 Samstag nach st. Anndres tag [Bes. 1.] des hl. zwolfboten wurden mit diesem Hofe Wal- pürg und Margreth, Hansen Ehingers Kinder und Erben, belehnt. Perg. Or. (mit dem beschädigten Sekret des gen. Kapitels). Karlsruhe. 2) 1504 Vnnsers lieben Herren Fronlichams abend [Juni 5.] empfängt Jacob Ziegler von Brugg- felden von Abt Johanns und dem Konvente des Gotteshauses Salmanswiler zu Erblehen deren Gut zu Bruggfelden, wie das vormals sein Vater Thys Ziegler als Erblehen innegehabt hat, gegen 3 Malter Veesen, IV» Malter Haber und 13 ß ^ Vberlinger Mass und Währung auf st. Martins Tag fälligen und 1 Viertel Eier und 2 Herbsthühner zu ihrer gewöhnlichen Zeit fälligen, im Kloster abzuliefernden Jahreszins, er bekommt aber von denselben jährlich aus ihren Hölzern „karrfeil" Brennholz, darf das aber nur da hauen, wohin ihn ihr Bannwart weist. Die Lehensherrn haben das Vorkaufsrecht um 1 fl. Rh. näher, denn ein anderer. Die Weglöse beträgt 1 fl. Rh. von dem Abfahrenden, er sei tot oder lebendig, der Handlohn von dem neuen Empfänger ebenso 1 fl. Rh. Auch wenn ein neuer Abt eingesetzt wird, ist die Belehnung zu erneuern und 1 fl. Rh. zu geben. In Streitfällen mit denselben als den Geistlichen des Lehens wegen hat ■'- . ,- ■...'■■..-..■* w mävm l ■■ 1473. 95 der Lehenmann vor ihrem ordentlichen Richter und in solchen mit Weltlichen wegen des Lehens von ihrem Stabe und Sidelgericht zu Salmanswiler Eecht zu nehmen und zu gehen. Perg. Or., das Siegel Hainrichen Baders, Vogts zu Hohenbodmen, fehlt. Karlsruhe. 1473, Febr. 8. 39. Sigmund Abt zu Gengenbach belehnt Jörig von Stauffenberg mit der Maierei des Fischwassers zu Steinach, welche dessen Vater Hans Erhart Bock von Stauffenberg sei. von ihm und seinem Gotteshause zu Lehen gehabt, in Gemeinschaft mit seinem Bruder, Herrn Fridrich von Stauffenberg, als Mannlehen. Geben vff mentag nehst vor st. Scolastice 1473. Das Siegel des Ausstellers beschädigt. Perg. Or. Donaueschingen. E. 1) 1508 st. Andres obent [Nov. 29.] empfängt Friderich Hünch von Eosenberg vom Abte Phi- lipsen, Prior und Konvent zu Gengembach als Lehensträger des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg die „meyeri" und das Fischwasser in des Grafen Dorf Steinach, wie er das mit Genehmigung des Klosters von Eüdolf von Blumneck erkauft hat. Perg. Or. mit dem zerbrochenen Siegel des Ausstellers. Karlsruhe. 1473, März 9. 40. Hanns Virich von Almßhofen von der Nuwenburg empfängt drei Teile des Zehntens zu Äsen als Mannlehen von der Herrschaft von Zymern. Geben vff zinstag nach dem sunttag Invocauit 1473. Das Siegel des Ausstellers (30 mm D., IV C.) beschädigt. Perg. Or. Karlsruhe. 1) 1490 zinstag nach st. Valentins tag [Febr. 16.] empfängt Hanns Oswalt, Bürger zu Engen, von Junker Gottfrid von Zimern, Freiherren, „als von der ober hand" zu Mannlehen den halben Teil des grossen und kleinen Zehntens zu Äsen in der Baur, der vormals von Junker Jörgen von Almeshouen „als der nider hand" Hansen Egeßhamer von Vilingen geliehen war und den er jetzt von letzterm erkauft hat. Perg. Or. mit dem plattgedrückten Siegel des Ausstellers. Karlsruhe. 2) 1492 st. Vrbans tag [Mai 25.~] leiht Jörg von Almeshofen zu der Nuwenburg, Virichs von Al- meßhofen Sohn, der den von Hanns Egnshamer, Altbürgermeister zu Vilingen, an Hannsen Oswalt, Bürger zu Engen, verkauften, von ihm zu Lehen gehenden halben Gross- und Kleinzehnten zu Äsen in der Bare gen. Oswalt nicht zu Mannlehen leihen wollte, demselben diesen Zehnten, nachdem er an seiner Freunde Eat gefunden, dass er von Eechts wegen demselben diesen Zehnten zu leihen schuldig sei, und Conrat von Schellenberg, Eitter, dem des Ausstellers Freundschaft in die Sache zu reden befohlen, ihn und Hansen Oswalt verglichen hat. Der letztere empfängt das Lehen für sich und als Träger von Lienhart und Barthlome Oswalt, Gebrüdern. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel des Ausstellers (23 mm D., IV C). Karlsruhe. 3) 1500 montag nach st. Viridis tag [Juli 6.] verkaufen Bernhart von Klingenberg, Selbstschuldner, und Marti von Fridingen zu Hohenkreyen, Mitgilte. Eüffen von Eyschach zu Wurmlingen um HH !»» i*S*3»ra »* 96 1473. 100 fl. 5 fl. Zins aus des Selbstschuldners eigenem Hof, gen. Hans Mässlis Hof, zu Asa in der Bär, der jährlich 7 Malter beider Korn Villinger Mass giltet, zahlbar auf st. Jacobs Tag zu Wurmlingen. Einlager in Stockach oder Eätolfzelle. Perg. Or. mit den schlecht erhaltenen Siegeln der Aussteller. Donaueschingen. 4) 1505 zinßtag nach st. Matbys tag [Febr. 35.] verkauft Hainrich Keller von Villingen, sesshaft zu Stutgarten, welcher mit seiner Schwester Clara, ehelicher Hausfrau des festen Hannß Michel Lutz zu Rotweyl, nach Absterben ihres Vaters Hainrich Keller sei., 14 U h. Cost. auf st. Walpurgen Tag fällige, mit 280 $ h. ablösbare Gilt aus dem Dorf, Leuten und Gütern zu Asa, der Priorin und den Konventfrauen in der Vettersammlung zu Villingen Predigerordens ererbt hat, seine Hälfte dieser Gilt um 84 fl. Eh. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln des Ausstellers und Hansen Starcks, Schultheissen zu Villingen. Donaueschingen. M. 5) 1505 zinstag nach st. Martins tag [Nov. 18.] verkaufen unter Vorbehalt des Kückkaufs Vogt, Richter und Gemeinde des Dorfs zu Asa mitEinwilligung Wolfgangs G rafen zu Fürstemberg und des Junkers Jörgen von Rogkenbach, Obervogts der Landgrafschaft Fürstemberg, für 20 fl. Rh. Jacob Maygenbergen, Altbürgermeister und Jörgen Maygenbergen, Gebrüdern, beiden Bürger und des Rats zu Villingen, 1 fl. Rh. jährlichen Zinses, an die Kaplanei und den Altar im Spital zu Villingen an st. Martinstag zu liefern, aus ihrer eigenen Allmend, gen. „der Milweg, gelegen vnderm droff, stost oberhalb an die brugk vnd vndan an Schenberg". Perg. Or. mit dem unkenntlichen Siegel des Grafen Wolfgang und dem stark beschädigten Jörgs von Rogkenbach. Villingen, Spitalarchiv. T. 1413, Juli 21. Badenbaden. 41. Kaiser Friedrich bestätigt dem Kloster Wittichen den Schutz- und Freiheitsbrief König Sigmunds (VI, 68, 4) und bestätigt, da Walther zu Geroltzegg, weiland des Klosters Schirmherr, mit Tod abgegangen ist und das Kloster denselben Schirm nun Diepholden und Gangolphen Herren zu Geroltzegg übertragen hat, von denen Gangolph ihn gegenwärtig inne hat, den letzteren als Schirmherrn des Klosters. Wer das Kloster an seinen Freiheiten kränkt, hat 20 Mark lötiges Gold, halb in die k. Kammer, halb an das Kloster zu büssen. Geben zu Mderbaden am mittwochen nach st. Margarethae tag 1473. Das Original trug das kaiserliche Majestätssiegel. Transsumpt König Maximilians von 1500, das wieder nur in einem Transsumpt Kaiser Karls VI. von 1712 erhalten ist. Donaueschingen. R. 1) 1500 mitwoch vor st. Larentii [Aug. 5.] bevollmächtigen Gangolf Herr zu Hohenngeroltzegk und Küngund Frau daselbst, geb. Gräfin zu Montfort, welche die Kastvogtei Wickten mit ihrem Schlosse Schenckenzell dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, ihrem Vetter, verkauft haben, ihren Diener Jörg von Schneitt, gen. Grafen oder seine Anwälte, da sie das aus andern merklichen Geschäften nicht selbst thun können, in die Kastvogtei einzuweisen und die Zuverwandten und Knechte dieses Gotteshauses ihrer Gelübde und Verpflichtungen zu Gunsten des neuen Herrn zu entlassen. Pap. Or., die aufgedrückten Wachssiegel der Aussteller abgefallen. Donaueschingen. T. 2) 1501 fritag nach Sebastiani [Jan. 33.] begehrt nochmals Hanns von Reckenbach, Vogt zu Husen im Kintzigtal, von der Meisterin, Priorin und dem Konvent zu Wittichen, welche in einem Briefe an Andres Schubern die von einer Rotwiler Ratsbotschaft vorgeschlagene und von ihm auf Hintersichbringen angenommenen „früntlichen mitel" abgeschlagen haben, dass sie fürderhin seinem gnädigen Herrn gehorsam seien, auch ihren Knechten, die in seines Herrn hohen und niedern Gerichten, Zwingen und Bannen „täglich ir wonung 1473. 97 haben" befehlen, seiner Gnaden und dem Gotteshaus ihre gebührende Pflicht zu thun; wenn dies nicht geschieht, wird er jeden der Knechte seinem frühern Gebote gemäss um 3 & strafen oder sie binnen 8 Tagen aus dem Gebiete seines Herrn ausweisen. Pap. Kop. Donaueschingen. T. 3) 1501 mitwoch noch Conversio st. Pauli [Jan. 27.~] antworten dieselben, dass die Herren von Geroltzeck nie Kastenvögte oder Stifter ihres Gotteshauses gewesen seien, weshalb auch Graf Wolfgang die Kastenvogtei nicht von ihnen gekauft haben könne. Pap. Or. mit dem zum Verschluss unter Papier aufgedrückten Siegel (s. Abb. No. 40). Donaueschingen. T. 4) 1501 sampstag vor Vnser lieben Frowen tag der Liechtmeß [Jan. 30.] schreibt die Meisterin zu Wichtichen dem gen. Amtmann, sie habe in der Sache nur Gottes Ehre und des Gotteshauses Nutzen im Auge, sie wolle gern von ihrem Posten abtreten, wenn die Sache dadurch geregelt werde. Pap. Or. mit Siegel wie vor. Donaueschingen. T. 1473, Aug. 21. Strassburg. 42. Kaiser Friderich bestätigt die von den Gebrüdern Jorig, Virich und Hawg, Grafen zu Werdemberg, eingegangene (transsumierte) Erbeinigung von 1473, montag nach st. Jacobs, des hl. zwelfpoten, tag [Juli 26.]. Darnach beerben sich die Brüder, falls einer ohne eheliche Söhne, die von „grafynen oder frynen" geboren sind, stirbt, gegenseitig, bez. in männlicher Nachkommenschaft; Töchter, „die man in die weit setzen vnd zu eelichem statte fügen vnd geben wolte" , erhalten zur Heimsteuer 2000 fl. Rh., und „weihe man vnder inen geistlich machen wolte", 50 fl. Rh. jährlich als Leibgeding angewiesen; dafür sollen sie dann auf alle weitere Ansprüche, wenn sie zu ihren Tagen kommen, vor dem Hofgericht zu Rotwil oder vor welchem Landgericht „ire vettern oder elich süne" wollen, verzichten, widrigenfalls sie gänzlich ihrer Ansprüche verlustig gehen. Sterben die 3 Brüder, ohne eheliche ebenbürtige Söhne weltlichen Standes zu hinterlassen, so folgen die etwaigen geistlichen Söhne, die nicht Priester sind und wieder weltlich werden wollen, in der Erbschaft, sind sie aber Priester und wollen nicht wieder weltlich werden, so sollen sie mit den Töchtern die Erbschaft in gleicher Weise teilen. Geben zu Straspurg am samstag vor st. Bartholomeus, des hl. zwelfpotten, tag 1473. Das Siegel des Ausstellers (Heffner No. 111, Eücksiegel No. 109) an geflochtenen roten Seidenschnüren. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1) 1494 mentag nach st. Jörgen tag [Apr. 28.] gehen Johanns, Cristoffel und Felix, Gebrüder, Grafen zu Werdemberg und zum Hailigenberge, eine mit der von 1473 Juli 26. übereinstimmende Erbeinigung ein a ). Perg. Or. mit den Siegeln (rot) der drei Aussteller, deren Stempel offenbar von demselben Meister gleichzeitig geschnitten wurden: 1) 50 mm D., IV C, Schild geviertet, 1 u. 4 Werdenberg, 2 u. 3 Heiligenberg, darauf r. der Werdenberger, 1. der Heiligenberger Helm; 55 . fotjara . graf . jn . wz'bzb's u . ju lj£- Ugenperg. 2) wie 1, (s. Abb. No. 28). 3) wie 1; 2> . feite . graf . ju , rai-Wgi. j» heUgenperg. Donaueschingen. T. a) König Maximilian bestätigt dieselbe 1495 Mai 14 zu Worms. Perg. Or. mit dem kleinen k. Siegel. Donaueschingen. VII 13 HM m - -,i ■' ■ ,. HMH ■«■HP i«SSis»«H»S n ■HB I MB 9hB E ! Wmmm B mmsm ä3ffiK ig 98 1473. 1473, Dez. 9. 43t Bürgermeister und Rat zu Pfullendorf entscheiden zwischen Jörigen Grafen zu Werdemberg und zum Hailgenberg und Bürgermeister und Rat von Vberlingen, dass die niederen Gerichte, Zwinge und Banne zu Bruntzhusen dem Grafen Jörigen als Grafen und Herrn zum Hailgenberg, die zu Affoltorberg und Egk denen von Vberlingen zugehören sollen. Geben am dornstag nauch st. Nyclauß, deß hl. byschoffs, tag 1473. Das Siegel der Stadt Pfullendorf. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1413, Dez. 16. 44. Josniclaus Graf zu Zollr vergleicht Graf Eberhart zu Wirtemperg und seinen Schwager Jörygen, Grafen zu Werdemberg und zum Helgenberg, wegen der von Mälcbingen auf Grund der darüber begriffenen „notel" , welche unter anderm aus- weisst, dass die von Mälchingen der Brandschatzung halb dem Tüfel von Wylma- dingen, dem Hölderlin von Pfullingen und Peter Schmid von Ringingen vor Bürgermeister und Rat zu Rotemburg Rechtens sein sollen, also gütlich: Die von Malchingen sollen mit den 3 vorgen. Männern wegen der Brandschatzung bis st. Hy- laryen Tag Rechnung thun und was von derselben noch unbezahlt ist, mitsamt 40 # h. Schaden, darauf die Bürgschaft der Brandschatzung ergangen ist, bis [nvocavit ausrichten. Hanns Nollhart, der junge, und der Bältz, sein Schwestermann, die Singer Hannsen von Vndingen vom Leben zum Tode gebracht haben, haben laut der Abrede zu Wyngarten zu dessen Seelenheil 40 Messen lesen lassen und sind mit 60 Mannen, deren jeder eine \ 8> schwere Kerze trägt, während jeder der beiden selbst 1 U schwere Kerze hat, zu Opfer gegangen und haben ein 5' hohes, 3' breites Kreuz machen lassen, dann mit 20 $ h. einen Jahrtag für Hanns Singer gestiftet und dessen Freunden 20 fl. gegeben; sie haben noch, der eine zu Vnser lieben Frowen gen Ach, der andere zu den Aynsidelen binnen Jahresfrist zu gehen. Noll und Bältz und die Freunde Singer Hannsen geloben, bei diesem Vergleiche zu bleiben. Geben vff donnstag nach st. Lucyen tag 1473. Das schlecht erhaltene Siegel des Ausstellers (rot). Perg. Or. Wien. 1) 1477 dornstag nach dem hl. Ostertag [Apr. 10.] empfängt Conrat Vlin, Bürgermeister zu Eut- lingen, von Graf Eberhart von Wirtemberg zu Mannlehen 2 Höfe in Meldungen a ). Perg. Or. Stuttgart. ■I ■^^^M^" 1473. 99 a) Dieselben Höfe empfangen Vlrich Vlin von Trochtelfingen 1479 montag nach st. Sebastionatag [Jan. 25.] und wieder 1481 st. Bartholomeus tag [Aug. 24.] und 1485 st. Lucyen tag [Bes. 13.], dessen Schwager Conrat Wernher von Trochtelfingen 1497 frytag nach st. Brharts tag [Jan. 13.] und Vlrich Vlin als Träger der Kinder Conrat Wernhers 1501 zinstags nach Pelagii [et] Augustini [Aug. 31.]. Perg. 5 Or. Stuttgart. 2) 1482. „Von. Friderichen von Ow von Zimmern bekäme graf Eberhard, der jüngere, [von Wirtenberg] das schloss Meldungen mit den wisen und gärten, auch dem holz, trib und tratt und was dazu gehört. Auf dieses bewilligten ihme auch graf Georg, graf Hug und Graf Ulrich, Gebrüder, Grafen zu Werdenberg und zum Hailigenberg, dass er etliche haüßer zu Steinhülwen und Melchingen zimmern und machen, auch etliche guter dazu kaufen möge, welchs er von ihnen zu danck angenommen und dagegen für sich und seine erben versprochen, dass er sich weder zu Steinhülwen, noch Melchingen ainichs gebotts oder verbotts wolle anmassen; auch wann die ietzt gekaufte guter wider in andere händ kommen, sollen sie wider bürgerlicher bschwerden underworfen sein, außgenommen das steinhauß zu Steinhülwen und das schloss zu Melchingen, die sollen ewiglich, in wessen hand sie seyen, frey und unbeschwert seyn und bleiben". Steinhofer, neue Wirtenberg. Chronik III, 361. a) Graf Eberhard von Wirtenberg, der jüngere, verweilte 1483 vorübergehend zu Steinhülwen, „da er als auf einem jagdhauß gute gelegenheit zu allerley weidwerck gehabt". A. a. 0. III, 391. — Die beiden Jagdhäuser zu Steinhülwen und Melchingen bekam derselbe 1485 Freytag vor st. Georgen Tag [Apr. 22.] im Stuttgarter Vertrage mit Graf Eberhard, dem altern, von Wirtenberg zugeschieden, aber mit der Last, nichts davon versetzen oder verkaufen und die Unterthanen nicht über das Herkommen beschweren zu dürfen. A. a. 0. III, 426. 3) 1500 Nov. 14. verkauft zu Trochtelfingen Hugo Graf zu Werdemperg und zum Hailigenberg für 400 fl. Eh. Laurenz Wameren, Bürger zu Vrach, einen jährlich auf st. Martinstag in Vrach oder 3 Meilen Wegs im Umkreis von Trochtelfingen zu entrichtenden Zins von 20 fl. Rh. aus seinem freieigenen Dorfe Melchingen auf der Albe. Er setzt Schultheiss, Gericht und Gemeinde des gen. Dorfes zu Mitverkäufern, die mit 2, 3 oder 4 Mitgliedern des Gerichts oder der Gemeinde zum Einlager in Vrach, Reutlingen oder Tüwingen sich verpflichten. Der Wiederkauf mit halbjähriger Kündigungsfrist wird vorbehalten. Das Or. siegelten der Verkäufer und auf Bitten der Mitverkäufer die Stadt Trochtelfingen. Pap. Kop. 17. Jhdt. Donaueschingen. T. 1474—91. Constanz. 45. Otto episcopus Constantiensis, cum castrum Rüdolfi comitis de Werdemberg zum Hailigemberg nuncupatum notabili distantia et via montosa ab ecclesia par- rochiali situm sit, propter quod eidem et aliis in ipso Castro existentibus necessitatis tempore propter sacramentorum carentiam facile pericula et incommoda evenire pos- sunt, eiusdem comitis iustis desideriis inclinatus ordinat, ut in capella dicti castri consecrata divinissimum eucharistiae sacramentum sub reverentia tarnen et honore debito et lumine ardente perpetuo teneatur, quo instante necessitate hi, qui in castro erunt, per capellanum provideri possunt sine tarnen praeiudicio ecclesiae parrochialis. Datum in aula nostra Constantiensi. Das Orig. siegelte der Aussteller. Constanzer Kopialbücher C 1448, Bl. 120 v . Karlsruhe. 1) 1487 Dez. 10. Daniel episcopus Bellinensis, Ottonis episcopi Constantiensis in pontificalibus 13* 1 ^^■■■■■VHI - m : m ■ ; m ■ | '.' )> . . Sä tm ' • ■' .'■■.- ■ ■Bi ■^■■1 frei»» llillil %%&££ , BraNHS mm% ■HHH ■MBH fiSi£:.0': HB. HB i: » t'/'^'-'i'- 7-**'■'itv I .-';.* ^H I ääsB 100 1474. vicarius generalis, cum capellam in Castro Vlrici comitis de Werdemberg zum Hailgenberg vulgariter nun- cupato reconciliaverit et in eadem de novo altare iuxta cancellos elevatum in honore beatae Mariae vir- ginis, Barbarae, Katherinae, Dorotheae, Margarethae, Agnetis, Helenae reginae, Genofevae, Appoloniae vir- ginum et martyrium (sie) Vrsulae cum sodalibus, Ottiliae virginis, Kunigundis viduae, Mariae Magdalenae, Johannis Baptistae, Johannis Ewangelistae et Bernhardini confessoris, cuius anniversarium dedicationis diem annis singulis dominica proxima post festum st. Barbarae celebrandam statuit, et altare in testudine inferius in honore beatae Mariae virginis et Annae matris eiusdem, Felicis papae et martyris, Andreae apostoli, Vlrici episcopi, Erasmi pontificis et martyris, Pantaleonis martyris, Achacci martyris, Adriani martyris, Eu- staebii martyris, Anthonii confessoris, Leonhardi conl'essoris, Cristofferi martyris, Gereonis martyris, Martini pontificis, Nicolai pontificis, Wolfgangi pontificis, Heronimi presbyteri, Quirini martyris, Eucliarii pontificis, Erbardi pontificis, Valentini martyris, Egidii confessoris, Sebastiani martyris, Blasii pontificis et martyris, Viti martyris, Dyonisii martyris, Hainrici confessoris, Karoli confessoris, Conradi pontificis et omnium sanc- torum, cuius anniversarium dedicationis diem singulis annis dominica die post festum Felicis papae et martyris celebrandum statuit, consecraverit, omnibus vere poenitentibus confessis et contritis, qui in tarn capellae quam altarium sanetorum patronorum ac eorundem dedicationis festivitatibus ad eandem confluxerint vota sua inibi persolvendo et pro fabrica seu ornamentis capellae et altarium manus porrexerint adiutrices, qua- draginta dies indulgentiarum de iniunetis eis poenitentiis relaxat. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Donauescbingen. T. 2) 1488 Dez. 7. idem vicarius generalis altare aliud in eadem capella iuxta cancellos de novo fundatum in honore sanetae Crucis, beatae Mariae virginis, Annae matris eiusdem, Barbarae, Katherinae, Dorotheae, Agathae, Margaretae, Agnetis, Appoloniae, Pinnosae, Genouefae, Vrsulae et eiusdem sodalium, virginum et martyrum, Otiliae, Waltpurgis, Coronae virginum, Helenae, Kunigundis, Elisabeth, Mariae Magdalenae, Johannis Baptistae, Marci et Johannis ewangelistarum, Andreae apostoli, Trium Eegum, Felicis papae et martyris et sociorum eius, Stephani prothomartyris, Dyonisii et sociorum eins, Gereonis et sociorum eius, Eustachii et sociorum eius, Erasmi episcopi et martyris, Blasii, Cristofferi, Valentini, Pabinai et Sebastiani, Adriani, Panthaleonis, Achatii, Viti, Florencii, Georii, Trutperti martyrum, Vdalrici, Martini, Nicolai, Wolfgangi, Erbardi, Conradi, Euperti episcoporum, Anthonii, Bernhardini, Hugonis, Hainrici, Karoli, Oswaldi, confessorum, et omnium sanetorum consecrat, cuius annuum dedicationis diem in dominica proxima post festum st. Barbarae celebrandum statuit, et omnibus ad capellam et altaria eiusdem sub conditionibus praefatis confluen- tibus 40 dies indulgentiarum relaxat. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Donaueschingen. T. 3) 1498 samstag nauch Luce [Okt. 20.] teilen Jörg und Haug, Grafen zu Werdenberg und Heiligenberg, Gebrüder, der Stadt Überlingen mit, sie hätten „ettlich stuck Borschacher gstains" bestellt und würden solche durch ihren Werkmeister in Überlingen in Empfang nehmen lassen. Sie bitten um einen „zug" aus dem „buwzug" der Stadt. Zeitschrift für Gesch. des Oberrheins 25, 211. 1474, Jan. 14. An Hainrich Vleckhin, Frei, Landrichter in Baar, beurkundet, dass Heinrich und Jörg von Almshofen ihrem Bruder Hans Ulrich vollen Gewalt gegeben haben, in allen ihren unzerteilten Gütern Faktor und Verwalter zu sein. 1474 freitag nach Hilarientag. Eintrag in einem Neunecker Eepertorium (Sigmaringen, f. Domänenarchiv), mitgeteilt von Oberlehrer Locher in Sigmaringen. 1) Dasselbe Eepertorium verzeichnet auch folgende, jetzt verschollene Urkunden: a) 1489 st. Gallen- 3474. 101 abend [Okt. 15.]. Heinrich von Almshofen widerruft sein früher vor dem Landgericht in der Baar aufgerichtetes Gemächt, worin seine Schwester Anna, die Ehefrau des Hans von Neuneck, zu wenig bedacht war, und vermacht derselben hiemit auf seinen Todesfall die eine Hälfte seines Guts und die andere Hälfte seinem Bruder Georg. — b) 1489 Zinstag nach st. Andreastag [Bes. 1.]. Heinrich von Almshofen übergiebt vor dem Hofgericht zu Rotweil seiner Schwester Anna und deren Gemahl Hans von Neuneok, Vogt zu Balingen, sein Gut, wofür sie ihn sein Lebtag in Essen, Trinken, Kleidern und aller Notdurft erhalten sollen. — c) 1509 Zinstag nach Invocavit [Febr. 27.]. Graf Erhart von Neuenbürg beurkundet, dass Georg von Almshofen auf den ihm von seinem Bruder Heinrich vermachten Gutsanteil zu Gunsten seiner Schwestersöhne Rienhard, Wildhans und Hans Oßwald von Neuneck verzichte, da diese ihm dafür jährlich 10 fl. und seines Bruders Ulrich sei. Tochter Helena von Almshofen, Klosterfrau zu Heiligkreuzthal, jährlich 8 fl., je lebenslang, als Leibgeding zu geben versprochen haben. — Alles nach Mitteilung des Oberlehrers Locher. 2) 1475 montag vor st. Viczs und Modesten tag [Juni 12.] vergleichen Sygmund vom Stain, G Bitter, Jörg von Artzingen, Hainrich von Almshouen zu Ymmendingen und Jacob von Göwberg Hainrichen, Hanns Vlrichen und Jörgen von Almshouen zur Nüwenburge, Gebrüder, ihre sonder lieben Freunde und Magen: Nimmt Hannsulrich „ain wibe nach siner gepürde" , so sollen ihm die beiden andern Brüder das Schloss der Nüwenburg mit ihrem „byfang" und ihren Zugehörden, die Mühle daselbst und die Tagwan- dienste vom Dorfe Bachen „zu bruchen vnd niessen zu allen iren ziten", wie dann das alles ihr Vater Hanns Virich von Almshouen sei. inne gehabt hat, voraus werden lassen. Stirbt Hanns Virich ohne Leibeserben, so fallen Schloss, Mühle und Tagwandienste an seine Brüder heim. Hinterlässt er Leibeserben , so sollen diese und nach ihnen wieder ihre Leibeserben die vorausgegebenen Stücke wie Hanns Virich nutzen. Stirbt dessen Stamm aus, so fallen diese Stücke an Hainrich und Jörg von Almshouen oder an ihre rechten Erben. Wenn Hanns Virich von Almshouen „ain gebürlich wib" nimmt, und die drei Brüder nicht bei einander bleiben wollen, so sollen sie all ihr väterliches Erbe nach Abzug der jenem vorausgegebenen o Stücke gleichheitlich unter sich teilen. Bleiben aber die Brüder, ob nun Hanns Virich heiratet oder nicht, ungeteilt bei einander, so soll derselbe alles väterliche Gut ohne Einsprache seiner Brüder verwalten, doch darf ohne Genehmigung sämtlicher Brüder nichts davon veräussert werden. Solange Hainrich und Jörg „irem brüdere vngetailt in siner coste sygend", hat letzterer jedem von ihnen jährlich 10 fl. für Zehrung, Gewand und Schuhe zu geben. Perg. Or. mit Bruchstücken der Siegel Sygmunds vom Stain (wie Abb. VI, No. 60), Hainrichs von Almshouen zu Ymmendingen (wie Abb. VI, No. 69) und Jacobs von Göwberg, angehängt für sich und Jörgen von Artzingen „gebrechen halb sins sigels". Donaueschingen. 3) „Darnach hat die Nüwburg mit ir zügehörd Reinhart von Nünegk an statt sin vnd siner br&der im 1489. jar als erkofft vmb ir swäger. Darnach hat Hannß von Almßhoffen die an sich gekoflt vnd empfangen vnd sin sune Philips von Almßhoffen die vmb 1600 fl. vngeuarlich her Conradten von Schellenberg zu koffen gegeben". Fürstenberg. Lehenurbar von 1508 a ), Bl. 65 T . Donaueschingen. a) Dasselbe legte Andres Kötz an dem Tage, da er 35 Jahre im fürstenbergischen Dienste stand, nämlich auf st. Bartholomes Abend [Aug. 23.] 1508 auf Grund der altern Lehenreverse und eigener Kenntnis an. 1474, Mai 20. *'-Wro& temerario ausu continuo celebrare et Corpora decedentium. non verentur sepelire, mox in ecclesia parrochiali Villingen et aliis locis et ecclesiis, de quibus videtur expedire, campana maiori ad praedicationem populo faciendam pulsata subditis suis utriusque sexus inbibeant, ne de eaetero ecclesiam Jobannitarum pro divinis audi- endis minime accedant nee cum illis decedentium corpora sepeliant, donec illi abso- lutionem rite consequi meruerint. Datum in aula nostra Constantiensi 1474 die vicesima mensis May, indic- tione septima. Das Pontiflcalsiegel des Ausstellers stark beschädigt 0. Perg. Or. Villingen, Pfründearcliiv, 1) Am untern Bande steht: Con. Armbroster subscripsit. Auf der Rückseite ist angegeben, dass die obige Verkündigung „in ecclesia s. Johannis infra septa oppidi praefati infra summi officii solempnia convocatis parrochianis" geschehen sei durch Mathyas Seltenbrunner, adiutor in Vilingen, und dass derselbe sogleich nach dem Frühstücke durch Vdalricus Krug und Adam Scriptoris eine Kopie dieses Mandates „nomine reorutn preinsertorum" habe anfertigen und kollationieren lassen. 1474, Juni 7. 48. Jörg Lingk, gen. Brendlin, und seine Ehefrau Anna, Hainrich Brendlins sei. Tochter, von Imen- dingen verkaufen den Pflegern der Pfarrkirche zu Küchen im Tal für Hfl. Rh. ein Drittel eines Gutes, gen. der Steppach Gut, zu Hüntschingen, das durch Erbschaft an sie gekommen ist. Geben vff zinßtag v......Fronlichnamstag 1474. Die Siegel der Junker Hannsen von.....und Hainrichs von Buch, beide zu Gysingen, fehlen. Perg. Or. (beschädigt). Kirchen, Pfarrregistratur. T. 1) 1490 frytag nach st. Lucyen tag [Des. 17.] verkauft Hainrich von Buch, der ältere, zu Gysingen um 100 fl. Rh. an Hanns Herman, Hansen von Franckfurt und Jacob Gütxellen, alle drei Bürger und des Rats zu Villingen, die Vögte der ehelichen Kinder Hainrich Kellers sei., 5 fl. Rh. Zins, den ihm Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Fürstenperg,. auf st. Martins Tag jährlich von der Fischenz zu Hüntschingen in der Tonow gegeben haben. Die Verschreibung der Grafen (s. IV, 102) lautet zwar auf 6 fl. Zins aus 120 fl. Haivptgut, gilt aber nur noch für 5 fl., weil die Grafen den sechsten mit 20 fl. abgelöst haben. Perg. Or. mit Bruchstücken der Siegel des Ausstellers und Jacobs von Valckenstain. Donaueschingen. I 1474, Aug. 10. Innsbruck. 49. Schreiben des Herzogs Sigmund von Oesterreich über Wiederherstellung des Herzogtums Schwaben. Allerdurcbleuchtigister fürst, gnediger, lieber herr vnd vetter! Mein gehorsam, willig, vndertenig dinst sein ewrn kaiserlichen gnaden alltzeit zuuor. Als mir 1475. 103 ewr k. Mt. ietz von wegen der grauen im Sunckgew vnd Swaben geschriben hat, hab ich vernomen vnd füg ewr k. Mt. zu wissen, daz die von Tierstain vnd Tübingen mein lanndtleut im Sunckgew vnd Brisgew sein, auch in allen sacben sich halten vnd mitleiden haben müssen, als aunder mein lanndtleut vnd vndertanen. Dann marggraf Rudolf von Hachberg vnd die grefen von Werdemberg, Sultz, Kirchperg vnd Luphen haben phantschaften von vnserm haws Osterreich, doch so gehörn die von Sultz von wegen Pollingen vnd die von Luphen von wegen Hewen in mein lanndtgraffschaft Nellemburg, deshalben sy mir auch mer verwant vnd verpunden sein, wiewol sy sich ie zu Zeiten nicht als annder darein gehörig vermainen zu halten, deshalben not ist, mit ernst in ir furnemen zu sehen, damit sy mir ttin, als annder in die bemelt mein lanndtgraffschaft vnd annder vnder vnser haws Osterreich gehörend. Aber Zolr, Fürstenberg vnd Montfort halten sich iren graffschaft halben ettwas eusserlichen, dann allein, souil sy mir mit rat vnd dinst, darumb ich in prouison gib, als sy dann vnd ir vordem meinem vater vnd hertzog Albrecbten löblicher gedechtnus auch verpblicht sind gewesen, wann sy vermainen, an mittel vnder das heilig Römisch Reich zu gehören, darumb not wer, daz ewr k. Mt. wegen gedecht, damit sy mir vnd vnserm haws Osterreich mer verpunden wurden, vnd hab fürgenomen, ob das ynndert fug gehaben möchte vnd ewr k. Mt. geuellig vnd retlich sein deuchte, daz ewr gnad mir das hertzogtum in Swaben mit seiner zuge- börung in lehensweis verlihen hette, dadurch sy vnd ettlich freyherrn vnserm haws Osterreich mer gehorsam - sein müsten vnd verpunden wem, bin ich an allen zweifl, das grossen nutz, gehorsam vnd aufheben bringen möchte, doch setz ich das alles zu ewr k. Mt., mich vnd vnser haws Osterreich nach dem pessten gnediklichen hierinn zuuerseheu. Geben zu Insprugk an sand Laurentzen tag anno domini etc. 74. Sigmund hertzog zu Osterreich etc. Pap. gleichzeitige Kop. in Mscr. 17. Bl. 38 T . Wien 1 ). 1) Die Aufschrift lautet: Herzog Sigmunds von Ostreich sendbrief, wie vnd welich gräfen in Swaben vnd Sunkgew an das haws Ostreich gehörn. 1475. 50. In dioecesi Constantiensi et in custodia Lacus 1475 monasteriolum in Hausach prope sacellum s. Sixti donatum fuit nobis a comite de Fürstenberg ordinique et provinciae hoc anno incorporatum authoritate apostolica in capitulo generali SSäSäüäK celebrato Vrbini ad instaritiam et solicitationem fratris Georgii Summer, sacrosanctae theologiae doctoris ac lectoris Argentinensis ac custodia Alsatiae. Müller Berard P. Fr., Chronicon Franciscanorum provinciae Argentinensis II, 175 (Mscr. in der "Wurzburg. Universitätsbibliothek). 1) 1475 Juni 8. Eomae Angelus Penestrinus episcopus Bartholoineus tituli s. Cleinentis, Philippus tituli ss. Petri et Marcellini, Baptista tituli s. Anastasiae, Stephanus tituli s. Adriani, Ausias tituli s. Vi- talis, Johannesbaptista tituli s. Balbine, Antonius tituli s. Viti, Theodorus tituli s. Theodori et Johannes tituli s. Angli, Eomanae ecclesiae presbyteri et diaconi, cardinales, oninibus Christi fidelibus vere poeniten- tibus et confessis, qui capellam s. Sixti in loco Fratrum Minorum prope Husen in s. Sixti, s. Francisci, s. Odelrici, s. Mariae Magdalenae et ipsius capellae dedicationis festivitatum diebus a primis vesperis usque ad secundas inclusive visitant et ad augmentationem librorum, calicum, luminarium et aliorum ornamen- toruin ecclesiasticorum eiusdem et ad eius reparationem et conservationem manus adiutrices porrigunt, in perpetuum 100 dies de invinctis eis poenitentiis relaxant ad supplicationem fratris Henrici Kerrer, ordinis Minorum provincialis ministri provinciae Argentinensis. Perg. Or., die Siegel der Aussteller fehlen. Donaueschingen. 2) 1480 feria sexta post festum Omnium Sanctorum [Nov. 5.] Vilingae Hainricus, ordinis Minorum provinciae Superioris Alamaniae minister et servus, confratres confraternitatis s. Francisci, Sixti, Vdalrici et Wolfgangi loci s. Sixti prope Husen utriusque sexus, devotionis eorundem sinceritatem attendens, quam ad suum sacruin ordinem eos gerere veridica fratrum relatione cognovit, et dignum putans et divinae vo- luntati acceptabile, eos ab ipso ordine praerogativam sentire spiritualium gratiarum, ad religionis suae suffragia omnia in vita recipit et in morte eis plenam missarum, orationum, praedicationum, vigiliarum, ieiuniorum, castigationum, suffragiorum et omnium aliorum bonorum spiritualium, quae per fratres suos et sorores ordinis s. Clarae per dictam provinciam Superioris Alamaniae ubilibet constitutos operari digna- bitur dementia salvatoris, participationem concedit, addens, ut, cum obitus alicuius eorundem in provinciali capitulo nuntiatum fuerit, idem fiat pro eo officium, quod pro fratribus suis et sororibus ordinis s. Clarae annuatim ex more fieri est consuetum. Perg. Or., vom Siegel des Ausstellers (in italienischer Art befestigt) ist ein Bruchstück erhalten. Donaueschingen. 3) 1480 st. Martins tag [Nov. 11.] giebt Martin von Blümenecke um 5 fl. Gelds ab der Stadt Husen seinem Schwager Hannßen von Liechtenfels und seiner Schwester Ennelin von Blumenecke 1 $ 7 Stroßburger Münze 2 Viertel Haber, einen halben Zehnten und 3 Hühner Zins auf dem Gute, gen. der Gerels- pach, das Hennßlin W51felin besitzt, 5Va fl. Gelds auf dem Gute, gen. das Himelrich, das Peter Schwob nutzt, und dazu 50 fl. bar. Perg. Or. mit dem schlecht erhaltenen Siegel des Ausstellers (wie Abb. No. 10). Donaueschingen. 4) 1499 st. Matbis tag [Febr. J34.~] verkaufen Wolfgang Graf zu Fürstenberg, Verkäufer, und der Schultheiss, die Zwölf des Rats und Gerichts und die Gemeinde der Stadt zu Husen, Mitverkäufer, für 500 fl. Rh. Micheln Botzheim, Schaffner in der Pflege Ortemberg, und Rosa Ditzingerin, seiner ehelichen Hausfrau, auf st. Mathias tag zu Offenburg oder Oberkirchen zu entrichtenden Zins von 25 fl. Rh. aus den liegenden Gütern des freieigenen Hofes des Grafen zu Husen, vor Einbach gelegen , den derselbe zu Zeiten selbst gebaut, jetzt aber um 50 fl. Zins seinen Bürgern zu Husen geliehen hat, und dazu aus der Stadt Husen Steuern, Zinsen, Diensten und Zöllen. Einlager seitens des Grafen durch 2 reisige Knechte mit 2 reisigen Pferden und seitens der Stadt durch 2 Mitglieder des Rats und Gerichts und 2 der Gemeinde in Offenburg oder Oberkirchen. Das Recht des Wiederkaufs bei 2 monatlicher Kündigungsfrist wird vorbehalten. Perg. Or., die Siegel des Verkäufers und der Stadt Husen fehlen. Donaueschingen. T. 5) 1505 zinstag nach st. Johanns Baptisten tag [Juli 1.] verkauft Graf Wolfgang zu Fürstem- berg unter Vorbehalt des Rückkaufs für 40 fl. Rh. den Heiligenpflegern der Kirche st. Moritzen zu Husen einen auf st. Martinstag zu Husen zu entrichtenden Zins von 2 fl. Rh. (den fl. zu IOV2 ß ^ Strassburger) ■ ■-■■- ■■■SkW ■ 1 -H3 . 1475. 105 aus seinem Hof im Huserbach, gen. Jörig Semmrigs Hof. Perg. Oi\, die Siegel des Ausstellers, Jörgs, von Eeckenbacb, Vogts in Bare, und Martins von Blümneck, Vogts im Kintzigtbal, fehlen. Donauescbingen. T. 6) 1506 mitwoch nach st. Mathys tag [Febr. 25.] verkauft Graf Wolfgang zu Fürstenberg Micheln Binyman, Kaplan, Alexander Glockner und Jacob Geroltzegker, Pflegern der Pfründe st. Erharts Altars in der Kapelle zu Wolfach, für 640 fl. Rh. unter Vorbehalt des Rückkaufs vom Inhaber und den Pflegern dieses Altares, zu welchen stets 2 Ratsmitglieder von Wolfach genommen werden müssen, einen auf st. Ma- thystag zu entrichtenden Zins von 32 fl. Rh. (oder für jeden fl. 10Va ß Strassburger Währung) aus seinem Hof zu Hasen vor Einbach gelegen. Die 640 fl. rühren von einer Ablösung durch Cristoff Markgrafen zu Baden her; Graf Wolfgang hat mit 500 fl. von dieser Summe den an Micheln Botzheim 1499, Febr. 24. verkauften Zins zurückgekauft. Im übrigen giebt Graf Wolfgang den Käufern die Sicherheit, wie es der Hauptbrief Michel Botzheims, der dieser Urkunde transfigiert wird a ), ausweist. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Donaueschingen. T. a) Scheint nie geschehen zu sein. 7) 1508 st. Andres aubendt [Nov. 29.] verkaufen Wolfgang Graf zu Fürstenberg und Elisabecht, seine eheliche Gemahlin, um den Kauf von Burckharten von Reckenbach bezahlen zu können, an die Pfleger der Kirche st. Moricien und Jörgen zu Husen, Caspar Rösch und Bernhart Haser um 40 fl. Rh. einen auf st. Martinstag zu entrichtenden Zins von 2 fl. Rh. aus ihrem Häuslein, dem Baumgarten mit dem Weier- lein und aller Zubehör „vnder der statt Husen stossend an die landtstraß vnd an der Heiligen matten da der kirchweg durch gaf. Perg. Or., die Siegel der beiden Aussteller fehlen. Donaueschingen. T. 1415, März 25. 51. Georius Abt zu St. Görgen in dem Swartzwald giebt der Meisterin und dem Konvent des ihm in geistlichen und weltlichen Sachen untergebenen Klosters zu Frydenwiler folgende Klosterregeln: „So setzen vnd gebieten wir üch allen vnd yeder besondrer by der hl. gehorsamy, dz ir den hl. gotzdienst, bayde nachtz vnd tags, ordenlich vnd loblichen volbringen mit singen vnd och mit lesen nach inhalt der hl. regel st. Benedicten, vnd das sich üwer dhaine dauon zieche, sy müg es denn uon alter oder kranckhait wegen nit getön; vnd welche vnder den zyten usser dem chor gienge oder ayncherlay zitt uersumpte one besonnder vrlob der maystrin oder in irem abweßen der priorin, vnd welche dz über füre, so offt es denn beschähe, so mängmal sol sy uor tisch sitzen vnd das büssen. Wir setzen vnd gebietten vch allen by der hl. gehorsamy, dz üwer dhaine kain aygenschafft nit hab weder haimlich noch offenlich one vnßer wyssen vnd vrlob; by welcher frowen aber dar über aygenschafft oder aygen gütt funclen wurde, es were vil oder wenig, nach irem tode ongeuarlich, die sol man begraben vsserthalb gewychtem mit dem gütt, dz dann by ir funden wirt, vnd sol sy vnd das gütt dem ewigen fluch vnd uerdampnusse enpfelhen, also och st. Gregorius ainem sinem münch tett, by dem gütt funden wart nach sinem tod, den begrub er an dz velde mit dem gütt vnd sprach: „Din gütt sige mit dir in der ewigen verdampnüsse". Were aber, dz üwer maisterschafft geantwurt vnd beuolhen wurde zittlich gütt VII 14 mm 106 1475. von üch frowen, uon demselben glitt sol doch die person, dero dann das gütt gewesen ist, besorgt werden nach notturft ongeuärlich. Wir gebietten üch och by der hl. gehorsamy, dz üwer kaine der ander nütz stele, es sy lützel oder vil, dann by welcher dz funden wurde, oder welche des übersagt wurde, dieselben büß behalten wir vns selbs. Wir setzen vnd gebieten ouch üch, frow maystrin, by gehorsamy, kainer kain vrlob ze geben vsser dem closter ze faren oder ze ryten, denn in dem jär ainest zu iren erbornen frünnden, vnd ouch nit lenger vss sige denn vierzehen tag, vnd sol ouch dieselb ain alt erber frowen, die ir denn die maistrin zugitt. mit ir nemmen, vnd als mengen tag aini über das zyl, so ir dann erlobt ist, vss ist on vnser sunder vrlob, als mengen tag und bys an vnser gnäd sol sy uor tisch büssen vnd sitzen. Wir gebieten vch ouch, dz üwer kaini gen Baden far on vnser sonnder vrlob; welche diser stuck zwayer ains vberfert, die baß behalten wir vns selber; vnd welche frow also ussfert oder gautt, die sol iren orden tragen offenn- lich vnd onuerborgen, vnd welche aber den orden hinlegte, die tön wir in den bann in diser geschrift, vnd sol sy nieman darumb absoluieren denn wir. Item weihe frow one vrlob der maystrin oder dez priors frauenlich usser dem closter für oder gieng, die selbig frow sol vnderligen der pen des kerchers vntz an vnser wider- rüffen vnd gnäd. Item wir wollen vnd gebietten ouch üch by der hl. gehorsamy allen denen, die amptzfrowen yetzo vnder üch sind oder hernach gesetzt werdent, üwer ämpter gehorsamklich vnd ordenlich tügen vnd demitttiklichen tragen, vnd üwer kaini dz, so ir dann enpholhen ist, nit uff sag oder gebe vnd des müssig sige, denn mit der maystrinen gunst, wyssen vnd willen. Vnd weihe aber dz fräuenlichen überfüre, die selb sol aller gotzdienst berobet vnd entzetzet sin, vnd sol man ir ouch kain pfründ geben, als lang vntz sy ir schuld vnd vngehorsamy erkennt vnd gebtisset. Wir gebietten üch och by der hl. gehorsamy, dz üwer kaini, sy syg iung oder alt, oder wie die genannt sye, die rätt vnd die haimlichkait, die dann in ainem capittel gehandelt vnd beschlossen werdent, gegen kainem menschen weder gaistlichem noch weltlichem nit offne noch sage noch dhains wegs ussbringe; von welcher aber söllichs fürkäme, dz sy die haimlichkait des cappittels vssbrechte, die sollen ir für bennig halten, vntz sy darumb uon vns absoluiert wirt vnd gebessert, vnd sol darzu fürohin niemer mer in kainen rautt noch cappittel kommen vnd gon bys an vnser oder vnser nachkommen gnaud vnd widerrüffen. Wir wollen vnd gebietten üch och in kraft der hl. gehorsamy, dz ir üwer ordenlich schwygen vnd si- lencium in dem chor, uff dem dormentorio, in dem refenter vnd crützgang haltend, vnd kaini an den vier benanten stetten by der andren weder sitz noch stand mit ir zu reden one vrlob der maistrin oder wem sy das in irem abwesen enpfilcht, 1475. 107 desglichen och mit andern lüten, sy sigen gaistlich oder weltlich, es sige dann ain schlecht zymlich grüssen vnd enpfahen ains gastes, dz müg sy wol ton mit kurtzen Worten vnd damit fürgon, also mügen ir vch och mit ain andern halten, doch zymlich vnd mit lützel geschraigs vnd stillem gesprech. Wir gebietten üch och by der hl. gehorsamy, dz ir den reuentar haltend vnd zu tisch lesend vnd üwer schwygen den tisch vsshaltend nach inhalt der hl. regel vnsers hl. vatters st. Benedicten, vnd nach dem tisch mit dem Miserere in den chor züchtenklich gangend. Wir wollen vnd gebieten och üch, dz ir üwer meridig uff dem dormentor haltend, als dann uon alter ordenlicher gewonnhait harkommen ist. Wir wollen vnd gebieten üch och by der hl. gehorsamy, dz üwer dhaine kain gast, er sig gaistlich oder weltlich, friinnd oder müg, in das reuentar setzind vnd im essen gebend weder zum ymbis noch zum nachtmal. Ir sollen och all mit ainander, iung vnd alt, al tag morgens vnd aubentz in dem reuentar essen, es were denn sach, daz aine nit starck were, oder dz aine ain fründ zu ainem gast hette, die mag essen mit im in der siechstuben, doch dz söllichs beschäbe mit vrlob der maistrin vnd sunst nitt. Welche aber der zwayer stuck dhains überfüre, die sol man büssen in der grossen büss on den kercher vntz an vnser gnaud. Wir ordnen vnd gebieten üch by der hl. gehorsamy, dz ir üch schlecht, ordenlich vnd gaistlich mit gewand, gehüll vnd geschüch haltend vnd ziehend, als dz von alter här an üch kommen ist; by welcher aber andres vnd vn- ordenlich gewand, gehüll oder geschüch funden wurde, so gebieten wir d&r maistrin vnd der priorin by gehorsamy, dz sy dz uon denselben zu iren handen nemmen vnd das bys uff vnser zukunft by inen behaltind vnd sy darzu in die grossen büss setzend, als lang vntz sy ir schuld bekenne. Wir verbietten üch och by der hl. gehorsamy alle täntz vnd ander vngaistlich geselschaften, vnd welche da tantzet, es sye dann, dz man ain gaistliche hochzit hab in dem closter, also dz man ain kind intüge oder anlege, derselben sol gebotten werden von ainer maistrin oder in irem abweßen der priorin vff dz schlauffhuß viertag, vnd sol nit in den crützgang noch anderswahin zu den lüten gon oder kain gmainsamy mit in haben. Wir setzen vnd gebieten üch by der hl. gehorsamy, üwer künschait vnd statikait zu halten an allen guten dingen, vnd och üwer person [in] üwer wanndel stett vnd Werbung mydent, die sich zu vnkünschait oder kainem argem ziechen, wann welche dz überfüre vnd ainchen vn- erber wandel mit den lüten hette, die sol die maistrin strauffen, nach dem vnd sy bedunckt, dz sy uerschult hab vnd gott antwurten wolle; darumb wer och sach, dz aine, da gott vor sye, begriffen wurde in dem closter oder anderswa der vnluter- kait vnd dz kuntlich were, die sol man in ainen kercher legen vntz an vnßer gnad. Wir gebietten üch och by der hl. gehorsamy, dz üwer kaini vnder port oder vnder ander 14* §33 iiiiil $fti m ■ sbe sü mm mm ■ I il $Ü£ 18 m 108 1475. türen gang vor der Tertzy vnd nach der Complett, es beschähe denn mit der mai- strin besonnder vrlob ; welche aber dz überfüre, die sol ain tag vor tisch büssen vnd besseren. Wir gebieten ouch üch by der hl. gehorsamy, dz ir demütig syen vnd üwer maistrin zucht vnd eer erbietind vnd gehorsam syen ir vnd iren gebotten nach innhalt der hl. regel, deßglichen der priorin vnd den prior als wenig als die maistrin nit widerredint, wenn sy eine strauff, es sy ze cappittel oder anderswa mit kamen zornigen noch andern scheltworten; welche aber dz überfüre vnd der maistrin nit gehorsam were ir gebotten, die sol vnderligen regenlicher zucht vnd strauff des kerchers vntz an vnser gnaud. Wir verbietten üch och by der hl. gehorsamy, dz üwer kaine der anderen ützit vffheb oder zured, welcherlay dz weri, dz ir dann an ir eer giennge, sy müg es denn in cappitel vff sy wysen oder war machen, vnd wer es sach, dz sy söllichs nit vff sy war machen möcht, so sol sy ze glicher wyße an der andern statt, als ob sy dez schuldig wery, ston vnd für sy büssen vnd besseren. Wir verbietten üch och by gehorsamy, dz üwer kaini zu der andren wider ir maister- schafft vnd conuendt ützit glöbe noch schwere, vnd üwer kaine der andren bystande, es syge ze cappittel oder anderswa, wider ir maisterschaft, vnd das och kaini die andren beschelti mit haissen zornigen worten, vnd och kaini die andren frauenlich angriff, stoss noch schlach, vnd dz kaini der andren uffheb sachen, die sy gebüst hab; welche der kains überfert, die sol in die grossen büß gön vnd darin büssen vntz an vnser gnad. Wir gebietten och ainer maistrin, priorin vnd sup- priorinen, dz sy zwo frowen vnder irem conuendt zu ine nemmen vnd alwent zu der fronvasten an allen stetten, wo es denn sy allernotturftigest dunckt, gangint vnd den frowen ire hass vnd claider beschowin, vnd wz sy also vngewonlicher claider findent, die sollend sy zu iren handen nemmen, wie dann obgeschriben statt; vnd weihe sich da widersatzti, die sol in die grossen büß gon bys an vnnser gnad. Wir verbietten vch och by gehorsamy alle offen hochzitten vnd geuatterschaft; weihe aber dz überfüre, die sol och gon in die grossen büß vntz an vnnser gnaud. Vnd also gebietten wir üch frow die (sie) maistrin vnd gemainem couendt alle stuck vnd ge- bott, so dann an disem brieff geschriben stönd, ze halten, vnd uon welcher aber fürkemi vnd gehört wurde, die sich da wider satzti, die sollen ir all für bennig und vngehorsam halten, vntz sy darumb uon vns gebessert vnd absoluiert wirt, vnd sollend och ir, welchi denn maistrin ist, vnd der prior dise gebott all fronuasten in üwerm capitel verkünden vmb das, ob sich kaini darinn übersehen hette, dz och die nach diß brieffs wysung darumb gebüst wurde, wo sy es vorhin nit gebüst hette. Geben in vnßerm gotzhuß zu St. Jörgen, vff dem Schwartzwald gelegen, vff den hl. aubent ze Ostren, den man nempt Vigilia Pasce, 1475. M 1475. 109 Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. T. 1415, Mai 18 oder Juni 22. 52, Diebolt von Gippich verschreibt seinem Schwager Martin von Blumenecke, der sein Bürge gegen den festen Steffan Mollenkopf, den altern, um 12 ü. geworden ist, für den Fall, dass er diese 12 fl. nicht auf kommende Alte Vastnacht heimzahle und deshalb Martin dieselben zu erlegen habe, zu rechtem Eigen alle seine Gerechtigkeit an der „zarg" zu Schuellingen und das Anfallrecht an dem Hause, das Curat Stoll von Stouffemberg laut seines Vertrages mit ihm und Martin „vff den wiger" zu Schnellingen bauen und lebenslang geniessen darf, und das mit dem Weiher nach dessen Tode an ihn und Martin fallen soll. Geben vff den nehsten dornstag noch st. Adolfs tag 1475. Das Siegel des festen Lüpp Meigers von Oberkirch, angehängt „gebresten halp" des Siegels des Ausstellers, beschädigt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1356 freitag nach st. Stephans tag [Dez. 30.] befiehlt zu Mettze Kaiser Karl dem Meister und Eate zu Strasburg auf Klagen Heinczen von Schovmburg, gen. der Burggraue, dass ihn Heinrich von Snellingen, ihr Mitbürger, an etlichen Eeichslehen wider Eecht hindere, denselben davon abzuhalten und von ihm Recht zu nehmen um alle Sachen, „domit er zu im ze sprechen hat, wenn er im recht halden wil vmb sulche lehen an vnserm keyßerlichen hofe, da man vber sulche sachen billich richten sol". Pap. Or., das rückwärts aufgedrückte kais. Siegel fast ganz abgefallen. Strassburg, Stadtarchiv. 2) 1390 st. Sebastians tag [Jan. 20.] bekennt Hanman Vege, ein Edelknecht, dass Junker Geori, Herr zu Geroltzegke, von dem er gefordert hatte, dass er ihm in zwei Monaten 411 fl. von Steselins, Hans- mans sei. Tochter von Snellingen wegen, seiner Muhme, deren wissenhafter Vogt und Salman er ist, geben solle, ihm bewiesen hat, dass er mit Hansman sei. übereingekommen, ihm oder seinen Erben sein Lebtag lang 20 fl. Zins davon zu geben und während dessen an keinen Wiederkauf gebunden zu sein; ist aber Georg gestorben, so kann Steselin, an die diese Summe erblich gekommen ist, oder ihre Erben seine Erben zur Ablösung mahnen. Diese Kundschaft hat Vege fürbass dem Eitter Hanman von Keppenbach und Heinrich Zünden, Kirchherrn zu Kentzingen, des vorgen. Kindes nächsten Muttermagen, und Herrn Berchtolten von Snellingen, dessen nächstem Vatermagen, zu wissen gethan. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln des Ausstellers, Hanmans von Keppenbach, des Kirchherrn Zünd und Berchtolds von Snellingen. Karlsruhe. 3) 1429 die Puriflcationis Marie [Febr. 2.] schreibt Priderich von Schnellingen an Meister und Eat zu Straßburg: vormals hat er geschrieben, dass Markgraf Bernhart zu Baden, dessen Mann und Diener er ist, von ihm begehrt habe, ihm gegen sie sein Helfer zu werden, er hat deshalb in diesem Briefe von ihnen, da er ihnen auch etwas verbunden ist, begehrt, ihm glaubliche Abschrift seiner „verbuntnuß" zu schicken, damit er sich darnach richten und bei Ehren und Glimpf bestehen könne, sie hätten ihm geantwortet, er werde wohl wissen, zu was er sich gegen sie verbunden habe, als er zu Einowe gefangen lag und seine Herrn und Freunde für ihn gebeten haben, deshalb seien sie nicht gebunden, ihm eine Abschrift seiner „verbuntniß" zu senden. Er bittet sie jetzt nochmals, da er nach seinem Wissen ihnen zu nichts anderm verbunden sei, als dass er nichts gegen sie thun solle, es sei denn, dass ihn „ein vintschafft by ■^llllllii ■ H i ■ : .. .■ 110 1476. einem fürsten oder herrn vngeuerlich hergriff", dessen Diener er „vormals" sei, dem möge er helfen, um eine Abschrift seiner „verbüntniß" bei diesem Boten; geschieht das nicht, so muss er seiner Herrn und Freunde Eat haben, wie er sich hierin gegen Strasburg verhalten solle. Pap. Or. mit dem unkenntlichen, unter Papier unten aufgedrückten Siegel. Strassburg, Stadtarchiv. 4) 1473 st. Thomas tag [Dez. 21.~\ vergleichen sich Diebolt von Gippichen und Martin von Blumen - ecke mit Claus Müller von Schnellingen dahin, dass letzterer „dich" und Mühle zu Schnelliugen auf seine Kosten baut und dass er, wenn der Deich gebaut ist und die Mühle geht, nach Belieben und zu jeder Zeit auf der beiden Gerechtigkeit in der Kinczigen auf dem Deich und dem Mühlenwehr fischen darf; er muss aber den beiden die Hälfte der Fische abliefern, es seien „lesch" oder andere Fische. Wenn die beiden oder ihre Erben an Claus oder seine Erben 40 fl. Eh. geben, so muss er dafür zu Martini 2 fb A Stroß- burger Währung zinsen; es sind dann aber die beiden schuldig „den dich mit buw ze behaben zu dem halben tail", ohne dass dieses der Fischenz des Müllers Eintrag thut. Auf Deich und Mühlen wehr darf niemand etwas bauen, was dem Müller schaden könnte. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln der beiden Aussteller (Martins von Blumenecke s. Abb. No. 10) und des Junkers Diebolt, Herren zu Hohen Geroltzecke. Donaueschingen. S. 5) 1481 mitwoch vor st. Michels tag [Sept. 26.] versöhnt sich Phlips von Schouwemburg mit Martin von Blümenecke wegen des Schnellinger Wassers, das oben an Curat Stollen von Stouffemberg Wasser, 'unten an Steinacher Wasser stösst. Der Schiedsrichter Paulus Buinan, Schultheiss zu Haselach, entscheidet, dass Philps dieses Wasser halb niessen soll; nur den „dich, der das wasser treit vff die müly gon Schnellingen", nützt Martin von Blümenecke zum voraus. Dem erstem wird der obere Teil des Wassers zugeteilt, der „hebt an ob vnd an dem stein, der do lit zwüschen Jacob München von Rosenbergs vnd Mathis Mercklin reben vnd gegen dem diebturn zu Haselach vnd got bicz an Curat Stollen wasser", Martin von Blümenecke aber der untere Teil, der „hebt an an Steinacher wasser vnd got bicz zu dem genanten stein vnd dem diebturn zu Haselach". Beide Teile geben ihre Ansprüche an die Hälfte des andern auf. Perg. Or., das Siegel Phlips von Schouwemburg fehlt. Donaueschingen. S. 6) 1494 fritag nach st. Jacobs tag [Aug. 1.] versprechen Paulus Hüber und Cristin, seine eheliche Hausfrau, ihrem lieben Junker Martin von Blümegk, der ihnen die Mühlhofstatt zu Schnellingen verkauft hat, ohne Kosten und Schaden desselben und seiner Erben auf dieser Hofstatt eine Mühle zu bauen und „tych vnd wür" zu machen. Sie dürfen, um den Bau in Ehren zu halten, mit Wissen des Junkers und seiner Erben in deren Wäldern Holz hauen. Als Zins geben sie jährlich 1 fl., 1 Fastnachthenne und 1 Frohndienst; diesen Zins darf der Junker nicht steigern. Wenn sie, was ihnen der Junker erlaubt, am Deich oder im Wuhr fischen, fällt die Hälfte des Ertrags an den Junker. Halten sie den Vertrag in einem Punkte nicht, so kann der Junker die Mühle wieder an sich ziehen. Perg. Or. mit dem Siegel Hannsen von Eeckenbach (29 mm D., IV C, im Schild eine Recke, Helmzier ein Reckenkopf, Umschrift auf Band: f . fotmna . utm . riikenbanj), das Conrats von Velsenberg fehlt. Donaueschingen. S. 7) 1500 zinstag nach Reminiscere [März 17.] empfängt Jörg Stoll von Stouffenberg von Graf Wolfgang zu Furstenberg zu Mannlehen seinen Teil an Gerichten, Rechten, Leuten und Gütern zu Schnellingen, Eschow und Wyler, wie das von Conrat Stollen, seinem Vetter, an seinen Vater Caspar Stollen sei. gefallen ist. Fürstenberg. Lehenurbar S. 41. Donaueschingen. 1416, Juni 27. 53 ■ Die Gemeinden Furstenberg und Neidingen vergleichen sich durch ihre „ai- ninger" Burkhart Dierberger, Vogt zu Fürstenberg, Conrad Henßler und Virich Wolf (namens der erstem) und Conradt N. und Hanß Meyer (namens der von Neidingen) über Weide und Bann also: „Deß ersten, alß die von Fürstenberg clagen, die von 1476. 111 Neidingen legen die wißen nit bey gueter zeit in bann, seind sy darumb geaint, dz sy allwegen die wißen, so sy in ihren gemeinen bannen haben, in ban legen vnd verbannen sollen, dz die am fierten tag nach dem Maytag im bann ligen vnd verbannen seyen. Es sollen auch die von Neidingen den bann an Goßbünten vnd an den egerdeu am ersten auffthuen zu meyen vnd darnach wen der esch am Peyerwißen mit winterkhorn gebauwen ist, so soll derselbig esch darauff auffgethon werden vnd auff die Vnderstuden ligen, aber die haber an demselben esch, so sollen beede theil sich ainen, wie sy den esch auffthuen wollen, wan aber die brachen da ligen, so soll man vnderstuden auffthuen nach den wisen an Goßbünten vnd an den egerdten. Die von Fürstenberg sollen ihr vichweid im Hugsthaal vnd die von Neidingen auff Langbreit, als lang es beeden theilen eben ist, so sollen dan die von Fürstenberg ihr vichbann vnder Studen haben, wie von altem herkhommen, vnd ob sy wollen, so sollen sy die von Neidingen bitten vmb die Rorwißen zuem vichbann, daß bitt inen die von Neidingen nit versagen sollen vnd sollen daß bitt allwegen thuen eines ieg- lichen jahrs, wan sy daß haben wollen , vnd sollen die vichban halten mit bannen vnd allen dingen, wie von alter herkhommen ist. Item so sollen dan die von Neidingen ihr vichweid haben auff Aggten vnd auffDorbolt, wan die brachen anligen, wie von alter herkhommen ist, vnd ander ihr vichbann zuem Wildenmühlin vnd ennent der Thonauw, wie von altem hero. Die von Neidingen sollen auch einen banwart bestellen vnd den gehn Fürstenberg schickken, der soll da schweren zu bannen, als vormahls, gefiele der aber denen von Fürstenberg nit, so sollen sy ihne widerumb abbin schickhen, vnd sollen die von Neidingen einen anderen bestellen zum treuw- lichsten, mehten sy aber nit einen bannwart bekhommen, der am beeden seiten fueg- lich were, so sollen doch die von Neidingen bestellen, dz es gebannen werde nach beeden fleckhen nothurft zu treuwlichsten, vnd die von Fürstenberg sollen auff der Lenge bannen, dz ihnen der von Neidingen banwart nit da verbunden sein soll zu bannen. Item wan die von JSeidingen die bann auffthuen, so sollen sy am abent, so am morgen der bann offen sein soll, gehn Fürstenberg verkhunden, vnd soll dan derselb aufgethone bann abents vnd morgenß offen sein. Item der von Neidingen vnd Fürstenberg ochsen sollen nit mehr in die esch gehn, dan so abgeschniten würt, so sollen dan beeder theil ochsen vnd brauchrosß 5 oder 6 tag vor hurten vnd härteren darein gehn, vnd die tag soll khein ander vich darein gehn. Item wan die von Neidingen einem herren zu ackher fahren, so sollen sy durch den aufgethonen esch vnd nicht durch den gebanten esch fahren mit ihren ochsen. Item die von Neidingen sollen auch khein khalb, noch lamb in die Leimgrueben, noch in den Saigeren Brunnen, noch solche allment schlagen, sy sollen auch die allment sauber 112 1476. halten, die reißburden nit darin lassen ligen, vnd wer mit graben oder anderen daß wasßer auf die allment richten will, der soll daß wider darauß richten, vnd sollen die von Fürstenberg daß ober brückhlin vnd die von Neidingen die anderen machen. Vnd dan von deß holtzes wegen auff der Lenge ennent der strass gegen den von Hondingen auff meinen herren vnd der von Hondingen ban, daß steht zu meines herren gnaden, waß er ihnen gunnen will. Vnd alle andern Sachen sollen zu beeden seiten gehalten werden, alß die vormahls gehalten seind worden. Item die von Fürstenberg sollen khein rosß im esch haben, dan die sy brauchen vnd mit auff- fuehren wollen, vngefahrlich. So sollen die von Neidingen ihre rosß nit im esch haben noch halten, alß vormahls, vnd sollen ihre rosß an die kharren binden vnd nit sy außgebinden, alles alldieweil die esch verbannen seind. Die von Fürstenberg vnd Neidingen sollen auch die rosß nit ledig lassen lauffen durch die esch vnd sollen dem allem nachkhommen getreuwlich vnd vngefahrlich". Geben am donnerstag nehst nach s. Joannis Baptistae tag 147Q. Das Or. siegelte Graf Conrad zu Fürstenberg. Pap. Kop. 17. Jhdt. Donaueschingen. 1) 1473 mendag nach Judica [Apr. 5.] sitzt Hainrich Vlkin, Schultheiss zu Fürstemberg, daselbst an gewöhnlicher Gerichtsstatt öffentlich zu Gerichte. Vor ihm und dem Gerichte erscheinen Hainrich Wolf, zugenannt Fines, von Fürstemberg und Cläwin Giger von Hiltzingen, der Jäger, „baidenthalb gegen ain- ander verfürsprechet, wie recht ist". Wolf klagt gegen seinen „gegenschwäger" Cl&win: nach dem Tode ihrer Schwieger sei deren verlassenes Gut unter ihnen geteilt worden, jedoch sei ein Drittel desselben „von empfelhs wegen der obern hinder ayn schulthaißen zu Fürstemberg als zu gmaynen handen vff jars frist gelait zu warten, ob ieman käme, der eß anspreche oder nit", als dieses in Jahr und Tag nicht geschehen, sei es ihm als rechtem Erben ausgehändigt worden nach Inhalt etlicher Eödel, in denen es von Stück zu Stück beschrieben stand; aus diesen Rodeln finde er auch, dass Clowins Weib sei. 7Vs U h. von seiner Schwieger geliehen bekommen habe, die noch nicht bezahlt seien, Clowin solle ihm und seiner ehelichen Hausfrau diese Schuld zu zahlen gerichtlich angewiesen werden. CISwin antwortet: er wisse nichts von dieser Schuld, dazu seien er und sein Schwager Hainrich wegen etlicher Späne vor kurzem vor Gericht und dann in Güte auf Cl&win Martin von Hayndingen gekommen, der sie um alle Späne und vergangene Sachen verglichen habe, deshalb sei er jenem nichts schuldig. Hainrich erwiedert, jene Kichtung habe seine jetzige Forderung nicht berührt, denn damals habe man von dieser Schuld noch nichts gewusst. CISwin verlangt, wenn es nötig wäre, Clöwin Martin als den Tädigungsmann zu verhören. Dieses geschieht. Das Urteil lautet, dass Hainrich Wolf von seinem Schwager nichts mehr zu fordern habe. Darüber bekommt C16win Giger auf seine Bitte Urkunde und Brief. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Fürstemberg. Villingen, Spitalarchiv. 1476, Aug. 24. 54, Ytelhanns von Stoffeln, an dessen Bruder Hainrich von Stoffeln ihr Vater Hanns o Virich vergangener Zeit Schlatt am Randen mit Leut und Gut, Vogtei, Gericht, Zwing und Bann und aller Zugehörde laut eines dem letztern vom Lehensherrn, Grafen ^ ^H v-.'.'^Ä- 1 , I^HIHHIH^^III^H iiiililisl 1476. 113 Hainrich von Fürstemberg erteilten Lehenbriefs übergeben hat, bewilligt diese Übergabe, weil sein Bruder Hainrich ihm eine Schuld von 300 fl. nachgelassen hat, und verzichtet auf alle seine Rechte an Schlatt. Geben vff st. Bartholomeus tag 1476. Das Siegel des Ausstellers beschädigt; das seines Vetters Hainrich von Randegk fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1489 Juli 6. verurteilt der Constanzer Generalvikar den Pleban Johannes Weher in Büßlingen, der über seine Pflicht, in Schlatt bestimmten Gottesdienst zu halten, mit dem Abte von Petershausen, tam- quam domino temporali villae Schlatt, und den dortigen Einwohnern Streit bekommen hat, zur genauen Beobachtung der Bestimmungen von 1330 (s. V, 410) ; der Pleban appelliert dagegen sofort an den erzbischöflichen Stuhl zu Mainz. Perg. Or., das Siegel fehlt. Binningen. 2) 1499 Oculi [Märe 3.] danken Vogt, Richter und Gemeinde zu Büningen und Schlatt der Priorin und dem Konvente des Klosters Sant Angneßen zu Schaffhusen, welche mit Erfolg für sie gebeten haben, dass man ihrer schone und nicht brenne. Da sie aber mit ihrem Vieh nicht heim dürfen und sich von den jetzt „daraffter" laufenden Buben hart besorgen, bitten sie, die Frauen möchten in Betracht der Gilt, welche sie an Zehnten und anderm bei ihnen haben, einen Rat zu Schaffhusen bitten, ihnen Sicherheit zu schaffen, damit sie mit ihrem Vieh heimziehen, ihre Güter bauen und ihnen ihre Zehnten und Zinse, wie von Alters her, reichen können. Sie ersuchen um geschriebene Antwort durch den Überbringer dieses ihres Schreibens. Pap. Or., das zum Verschlusse rückwärts aufgedrückte Siegel fehlt. Schaffhausen, Staatsarchiv. 3) 1500 zinstag nach dem sonntag Reminiscere in der Vasten [Märe 17.] empfängt Panngratz von Stoffeln von Graf Wolfganng zu Fürstenberg zu Mannlehen von der Grafschaft Fürstemberg das Dorf Schlatt am Rannden mit allen Ehehaften und Zugehörden. Fürstenbergisches Lehenurbar von 1436, Bl. 12. Donaueschingen. 1416, Nov. 8. 55 § Heinrich Graf zu Fürstenberg und Thiebolt Herr zu Hohengeroltzegg und Bolcheyin vereinbaren: Kein Teil soll dem andern seine Edlen, verpflichteten Diener, Lehensmannen, Amtleute und Hofgesinde in seinen Gebieten „behefften" noch bekümmern, auch Fremden solches nicht gestatten, ohne wenigstens den Betreffenden zu warnen. Klagesachen der Untergebenen sollen vor des Herren Gericht, darin der Beklagte gesessen, ausgetragen werden, ausgenommen Sachen, die die hohen Gerichte angehen. Zwistigkeiten, welche Hoheitsrechte angehen, wollen die Herren vor Schultheiss, Meister und Rat zu Offenburg austragen, und soll der Aufgeforderte innerhalb eines Monats dem andern zu Offenburg zu Recht stehen. Zollverletzungen durch Untergebene werden von den Gerichten des Herrn, der geschädigt ist, abgeurteilt und gestraft, es werde ihm dann von dem andern Herren „aberbetten oder sust abgelegt". Keiner der Vertragsherren soll des andern Feinde wissentlich in seinem Gebiet unterhalten, und ob ihre Oberherren etwa Streitigkeiten mit einander bekämen, das soll ihrer Freundschaft und Vereinigung keinen Eintrag thun. VII 15 BgSwESääSj 114 1476. 1477. Geben an frytag vor st. Martins, des hl. bischoffs, tag 1476. Die Siegel des Grafen Heinrich (wie Abb. Bd. III, No. 221) und Thiebolts von Geroldseck. Perg. Or. Karlsruhe. T. 1416, Nov. 11. Freiburg. 56. An gen. Tage zwischen 8 und 9 Uhr zu Friburg ime Prißgöwe, in Müntz- gassen, im Hause des Gotteshauses St. Peter, in dessen vordem Stube, in Gegenwart des Abtes Peter von St. Peter und vor dem kais. Notar Conradus Pistoris von Ebingen, Clericus, zu Friburg wohnend, verzichtet Vrsula von Schellenberg, Kloster- und Konventfrau zu Amptenhusen „vf dem Swartzwald", welche gesunden Leibs und Sinnes erklärt, sie sei aus merklichen, redlichen Ursachen „beweckt" worden, sich aus dem gen. Kloster zu thun und um mehreren Friedens wegen in ein anderes zu gehen, und habe gen. Abt Peter gebeten, ihr hierzu vom Abte Jörgen zu St. Jörgen auf dem Swartzwald als ihrem Obern „licentiam" zu erwerben, auf ihre Pfründe zu Amptenhusen, nachdem gen. Abt Jörg ihr die Licenz zu geben Abt Petern verheissen habe, wenn sie also Verzicht leiste. Zugezogene Zeugen sind Michel Seckler von Nürenberg und Jörg Tsenlin von Eßpach. Bescheen zu Friburg ime Prißgöwe an orten vnd enden etc. wie oben ge- schriben stät. Perg. Notarsinstrument mit Notarszeichen, Karlsruhe. 1411, Febr. 1. 57. Bürgermeister und Rat zu Pfullendorf versprechen Bürgermeister und Rat der Stadt Costentz, welche auf ihre Bitte zwischen Abt und Konvent zu Salmenschwiler einer- und ihren armen Leuten zu Waltpürren anderseits in den Spänen wegen des Badbrunnens zu Burckwiler einen Rechtstag gesetzt haben, sie wegen des Spruches von sich und den ihrigen von Waltpürren aus „vngenidet, vngehasset vnd gantz vnengolten vnd ane schaden" zu lassen. Geben am fritag nauch st. Agaten tag 1477. Das unter Papier unten aufgedrückte Sekretsiegel von Pfullendorf unkenntlich. Pap. Or. Konstanz, Stadtarchiv. 1) 1373 fritag nach st. Hylarien tag [Jan. 14.] bekunden Abt Berchtolt, Lehrer der göttlichen Kunst, und der Konvent zu Salmanswiler, von denen Hans Rufli, Bürger zu Phullendorf, für sein und seiner Vordem Seelenheil an die Pitanz in ihrem Gotteshause ihre drei Güter zu Mettenbüch gekauft hat, dass sie L .:.-3'?*i imSt^r%ii! 1477. 115 dessen Jahrzeit nach seinem Tode in ihrem Gotteshause mit einer Vigil und Seelmesse, wie andere Jahrzeiten gewöhnlich in demselben gefeiert werden, begehen sollen. Thun sie es nicht, so fällt der Nutzen des betr. Jahres an das Spital zu Phullendorf. Sie dürfen die Güter in keiner Weise veräussern, sondern müssen sie ewig an ihre Pitanz dienen lassen, es wäre denn, dass so grosse Not ihrem Gotteshause anliege, oder die Veräusserung sichtbar so grossen Nutzen bringe, dass es besser gethan denn vermieden sei, in diesem Falle dürfen sie es mit Willen des gen. Spitals thun, müssen aber dann ihren Konvent dieser Jahrzeit wegen auf andere Güter verweisen. Perg. Or. mit den stark beschädigten Siegeln der Aussteller. Pfullendorf. 2) 1477 mentag nach st. Agathen tag [Febr. 10.] vergleichen Bürgermeister und Eat der Stadt Costentz Abt Johanns zu Salmenswiler, mit Ammann, Meier und Insassen des Dorfes Waltpüren, die durch Petter Vogelsang, Ammann zu Waltpüren, mit Vollmacht des Bürgermeisters und Stadtschreibers zu Pfullendorf vertreten sind. Der Abt klagt, dass er und sein Gotteshaus einen Brunnen zu Bürckwiler, der auf Klostergrund liegt, haben, derselbe werde aber von den Einwohnern von Waltpüren benützt. Die von Waltpüren antworten, sie hätten seit Menschengedächtnis den Brunnen benützt, bis Abt Ludwig sei. sie daran gehindert habe, vor 18 Jahren sei deshalb durch Meister Conrat Lulli, Lehrer beider Rechte, und Ludwig Bibracher, Bürgermeister zu Überlingen, entschieden worden, dass der Brunnen vom Gotteshause Salmenswilr benutzt werden solle, und dass von diesem ein Badhaus darzu gebaut werden dürfe; der „kener" und der Fluss dürfe aber auch von den Waltpürern benutzt werden, dieselben dürfen aber kein Badhaus errichten. Der Abt entgegnet, der Weg zum Wasser führe über seines Klosters Wiese, wogegen die Waltpürer einwenden, dass über diese erst jüngst von Salmenswilr erworbene Wiese ein Kirchsteig führe. Es wird entschieden, dass die Waltpürer nicht aus dem Brunnen, wohl aber aus dessen Abfluss schöpfen dürfen"). Perg. Or. mit dem eingenähten Siegel der Stadt Costentz. Karlsruhe. S. a) Mit diesem Spruche endete der Streit nicht, weil das Kloster Salem sich darüber beschwerte, dass die Waldbeurer dennoch aus dem Brunnen selbst schöpfen, und weil diese jenem vorhielten, es habe im Brunnen mehrere Häuser erbaut. Das Kloster brachte die Sache vor das Hofgericht Rotweil, das auf Verlangen der Stadt Pfullendorf dieselbe aber 1477 zinßtag nach st. Michels tag [Sept. 30] an den Constanzer Rat verwies. Der letztere erkannte zinstag vor Letare [Febr. 24.] 1478, dass es bei seinem Entscheide von 1477 zu verbleiben habe. Perg. 2 Or. Karlsruhe. 3) 1501 samßtag vor st. Virichs tag [Juli 3.] vergleicht sich Peter Scherer von Ochsenbach, Virich Schärers sei. ehelicher Sohn, der in den Salmenschwyler Hof zu Pfullenndorf aus seinem eigenen Gütlein zu Ochsenbach ob der Linden bei der Zuben 1 Vierling Wachs geben soll und darüber mit Cünrat Trosthammer, Pfleger dieses Hofes, in Streit geraten, weil er nach Ausweisung etlicher seiner Briefe nur 6 Lot Wachs schuldig zu sein vermeinte, mit demselben dahin, dass er fortan von seinem Gütlein 1 Vierling Wachs demselben giebt. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Jacob Suters, alten Bürgermeisters zu Pfullendorf. Karlsruhe. 4) 1504 Palmabend [Märe 30.] verkauft Hanns Eystin von Burckwyler dem Abte Johanns und dem Konvente zu Salmenswiler sein eigenes Haus und Hofreite mit dem Gärtlein in einem Infang zu Burckwyler, einerseits an dieses Gotteshauses Gut, anderseits am „gesselin" gelegen, aus dem dem Kloster Salmenswilr bisher 6 A Bodenzins gegangen sind, und das sonst ganz frei ist, um 20 # ^ Landeswährung Perg. Or. mit dem Siegel Hannsen Payers, alten Bürgermeisters zu Pfullendorf. Karlsruhe. 1477, März 14. 58, Jacob von Sax, dem Graf Jos Niclaus zu Zollr Schenckenberg geliehen hat, und der deshalb mit Jacob Humel von Stoffemberg wegen dessen Weibes in Recht gestanden und von den Lehensmannen des gen. Grafen dahin, dass ihm Jacob Humel 15* m-tmvvii ilM?iaiF K 116 1477. 100 fl. Hauptschuld und 5 fl. Zins daraus auf das Lehen Schenckenberg verschreiben solle, vertädingt worden ist, giebt, nachdem Humel dieser Bedingung nicht nachgekommen, seine Ansprache zu dieser Schuld und zum Lehen gen. Grafen, der ihn in den Deutschen Orden gethan und mit Pferden, Harnisch, Zehrung und anderer Notdurft ausgestattet hat. Geben vff fryttag nächst vor dem sonndag Letare 1477. Die Siegel des Grafen Sygmund zu Hohemberg und Wilhelms von Baldeck, angehängt auf Bitten des Ausstellers, der kein Siegel hat, beschädigt. Perg. Or. Karlsruhe. 1) 1471 st. Virichs tag [Juli 4.~] vermitteln Schultheiss Berchtolt Wiglis, Bürgermeister und Rat der Stadt Mülhain an der Tünouw zwischen Junker Jacob Humel von Stoffenberg einer- und den Vögten und der Gebauersame des Dorfes Luptingen anderseits. Ersterer klagt, dass die von Luptingen ihm an Zwing und Bann und seinem Gute zu Zilen, das ihm gen Schenckenberg gehöre, Hindernis und Drang thäten, wogegen jene antworten, „sy hetten die von Emingen pfendt vff ierem innehabenden gut lenger, dann jeman verdencken m&cht". Nachdem die Schiedsleute von dem Streitgegenstande Augenschein genommen haben, entscheiden sie: „dez ersten sollen beyd parthyen gon an der Kellernen wyß an den brunnen vnder der Aich, vsser dem selben brunnen durch die Härdern den geredsten ab in den Grauwen Brunnen, vsser dem Grauwen Brunnen in des Wirtz müli, vsser der müli den wasserval ab bis in das tal vnd das tal ab bis in den wasserual, der herab gaut von Dancktzbrunnen vnd den selben wasserual vff vntz in Dancktz brunnen, vsser Dancktz brunnen gerad hinuff, da eß baid parthyen nemmend zu der Hohen Bircken, von der Hohen Bircken den geredsten wider in der Kellerinen wiß in den brunnen vnder der Aich, vnd sol also zwischen den ob genanten mareken die waid gemain sin, doch dem oder denen, so dann holtz, äcker, wißen vnd aigne gut da hetten, an ier gerechtikait vnd aigenschafft vnschadlich". Ausserhalb dieser Marken gegen Luptingen wärts gehört die Weide den von Luptingen, gegen Zilen wärts Jacob Humel. Perg. Or., das Siegel der Stadt Mülhain fehlt. Karlsruhe. 2) 1483 st. Barbaren tag [Des. 4.] urteilen Fridrich von Wyttingen als Lehensrichter und andere Lehensmannen des Grafen Joß Niclaus zu Zollr in Sachen des Grafen gegen Hanns von Nüneck als bevollmächtigten Anwalt Annen von Ow, seiner ehelichen Hausfrau, wegen des Lehens Schenckenberg: dem letzteren wird Frist von 6 Wochen und 3 Tagen gegeben, um beizubringen, dass das Lehen in Jahresfrist und nach Lehensrecht erfordert sei. Perg. Or. mit dem Siegel Fridrichs von Wyttingen. Karlsruhe. R. 3) 1488 montag nach Vnser lieben Frowen tag Assumptionis [Aug. 18.] empfängt Hannß von Nüneck zu Schilteck, nachdem nach Abgang des Grafen Josniclanß zu Zollr sei. die Verleihung der Mannlehen der Grafschaft Zollr an Graf Ytelfritzen zu Zollr „als den eisten weltlichen" gefallen ist, von demselben als Träger seiner Hausfrau Anna von Nüneck, geb. von Ow, das Lehen Schenkenberg, welches vordem Graf Josniclauß Hansen von Ow zu Wachendorf als Träger dieser Frau Anna geliehen. Stirbt seine Hausfrau Anna ohne eheliche, männliche Leibeserben und fällt das Lehen dann „uff ir erben", oder verkaufen sie beide, wozu sie der Lehenbrief berechtigt, dasselbe, so ist jeweils das Lehen mit einem Edel- manne wieder zu „vermannen". Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Karlsruhe. 4) 1498 . . . . a ) nach Pfingsten [Juni 3.] nimmt Abt Martin von Reichenau von Tanyel Martin und Peter Remin, den Vögten der Kinder Hansen Martins sei. zu Tuttlingen, das Gütlein zu Zila vndern Eggen, das dieselben an Hansen Lofflin und Jacob Gniersen zu Emingen vf Egen verkauft haben, auf und leiht es diesen Käufern zu gemeinen Händen. Reichenauer Lehenbuch 638 b ) Bl. 265. Karlsruhe. a) Leergelassen. ^^^H WBmma - ■■ m. I^H ■4BHJ1H 11 1477. 117 2477, J/arz 27. 59. Hanns von Sultz, gen. Harm, empfängt von Markgraf Cristoff zu Baden als dem ältesten Markgrafen zu Baden für ihn und seinen Bruder, Markgraf Albrecht, zu Mannlehen die Güter „obenen" im Buchorn und in dem Windenbach, 9'| 2 Lehen dann zu Breytebenot, gen. am Steyn, 4 Lehen, die von der Markgrafschaft Hochberg zu Lehen rühren, von Fridrichen von Buchorn dem Markgrafen Karl, Cristoffs Vater sei. verfallen sind und von diesem an Hannsens Vater sei. und dann an ihn gekommen sind, mit Gericht, Zwingen und Bannen, Dritteil und Fällen und aller andern Zugehör a ). Geben vf mentag nach dem sontag Letare 1477. Das zerbrochene Siegel Burckharts von Ryschach, Hofmeisters des Lehensherrn (der Empfänger hat dieser Zeit keines). Perg. Or. Donaueschingen. a) 1500, Samstag nach U. H. Auffahrtstag [Mai 30] empfängt diese Lehen der gleichnamige Sohn de3 obigen Lehensmanns von demselben Lehensherrn. Kop. in einem Kopialbuch des 16. Jhdts. über Mühlenbach, Hofstetten und Breitebnet. Donaueschingen. 1) 1406 mitwuch noch st. Bartholomeus dage [Aug. 25.] bekundet Wilhelm erwählter, bestätigter Bischof zu Sträzburg, dass wegen der „nome", die vor Zeiten in der Milenbach, als er und der Markgraf zu Baden mit einander zu thun hatten, geschehen ist, und in der Eudolf von Snellingen durch die seinigen (des Bischofs Leute) Schaden erlitten zu haben meint, sein guter Freund Martin von Harmersbach ihm gesagt habe, gen. Rudolf bringe ihn deshalb in grossen Schaden; da das ihn befremdet, bezeugt er, dass Rudolf dieser Nome wegen mit ihm gütlich übereingekommen und vollständig begnügt ist, und zwar schon lange Zeit, ehe er gen. Martin zu Schaden brachte. Er spricht, so hoch er das billig sprechen soll, aus, dass dieser Sache wegen Rudolf weder mit Martin noch sonst mit einem der seinigen zu schaffen habe. Pap. Or. mit dem unkenntlichen unten unter Papier aufgedrückten Siegel des Bischofs. Strasshurg, Stadtarchiv. 2) 1470 mitwoch vor Vnsers Herren Fronlychnams tag [Juni 20.~] empfängt Jacob Hubschman als Träger der Kinder des Hans Sturm, Hugen Sturms sei. Sohnes, von Junker Tiebolten, Herrn zu Hohen- geroltzecke, den Zehnten zu Hofstetten, den Hanns von Ramstein sei. vor Zeiten gehabt hat, und den im Lutschutter, den vor Zeiten Tom Byhel sei. gehabt hat. Das Or. siegelte der Aussteller. Geroldsecker Kopialbuch Bl. 67 v . Karlsruhe. 3) 1481 zinstag vor Vnser liehen Frowen tag der Liechtmeß [Jan. 30.] leiht Heinrich Graf zu Furstenberg Paulus Buwman, Schultheissen zu Haßlach, wegen seiner nützlichen Dienste auf Lebenszeit das Wasser „gen. der Hoffstetter bache" mit Zubehör. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (wie III, No. 221). Karlsruhe. T. 1477, Aug. 8. 60. Hans Wehrner Herr von Zimern, Freiherr zu Mösskürch, leiht Hans Mercken, dem Schäfer von Leibertingen, die Weintaferne daselbst zu Erblehen. Derselbe muss „ein guet new würtz hauß vnd herberg machen, die rigel mauren und mit ziegel dechen" und von der Taferne jährlich acht Tage vor oder nach st. Martins Tag 3 fi. Rh. oder 3 Scheiben Salz zu Taferngeld gen Mösskürch in seine oder seiner Amtleute «k Hand geben. Er, der Lehensherr, giebt demselben auch „die alte stelle, so zue der taffern gehören und die Jerg Pfeiffer innegehabt hat, dann das Holz und die Ziegel, Kalk und Dachziegel zum Neubau. Geben vff freytag vor st. Lorenzen, des hl. martyrer, tag 1477. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Kop. 18. Jhdt. Donaueschingen. 1411, Dez. 2. Gmunden. 61. Kaiser Fridrich, der berichtet wird, dass sein Vorfahre am Reiche, Kaiser Sigmund, die Schlösser Hewen und Hewnegk mit der Stadt Engen und andern Gütern, die von ihm und seinem löblichen Hause Osterreich zu Lehen rühren, diesem Hause entzogen und dem Eeiche zugewandt hat, und dass die Grafen Sigmund und Johanns, Gebrüder, Grafen zu Lupfen, obwohl Kaiser Sigmund diese Lehen dem gen. Hause selbst wiederum zugefügt hat, dieselben dennoch als Lehen vom Reiche innegehabt und nicht vom Hause Osterreich empfangen haben, befiehlt diesen Grafen, diese Lehen fortan von Herzog Sigmund zu Österreich zn empfangen, und sagt sie der Pflicht, mit der sie wegen derselben dem Reiche verbunden sind, ledig. Geben zu Gmunden am anndern tag des monads Decembris 1477 etc. Auf dem Orig. war rückwärts das kais. Siegel aufgedrückt. Perg. Vidimus des Abtes Alexius von Wüten (mit dessen nicht gut erhaltenem Siegel) von 1477 st. Lucien tag [Bez. 13.]. Karlsruhe. 1) Graf Sigmund von Lupfen, der mit dem Herzoge Sigmund zu Österreich in Ysprugk „ain abredung ettwas gelts halben", das ihm zur Heirat Peters von Hewen zu geben ist, gethan, und der dagegen dem Herzoge zugesagt hat, die ihm von demselben geeignete Herrschaft Hewen so, wie die von Hewen sie vom Hause Osterrich zu Lehen gehabt, wieder zu Lehen zu empfangen, so ferne der Herzog das am Kaiser „abtrug", und man ihn und die seinen in dieser Herrschaft bei ihren hergebrachten Freiheiten belasse, erklärt sich zum Lehensempfang, wenn der Kaiser das bewilligt haben wird, bereit, soferne der Herzog ihm „söllich verschribung, wie obstet, vfzerichten verschaff, denn ihm und den seinigen geschehe in der gen. Herrschaft merklich Irrung und Abbruch, was, wie er hofft, ohne Wissen und Empfehlung des Herzogs geschehe. Er bittet ihn, seinen Amtleuten zu Nellemburg zu befehlen, ihn und die seinigen bei ihren Freiheiten bleiben zu lassen, und will, wenn der Herzog über seine Eechte nicht berichtet sei, ihm oder seinen Käten jetzt oder wenn dies dem Herzoge füglich ist, darüber so gründlich berichten, dass derselbe glauben werde, er, der Graf, habe gegen ihn keinerlei Neuerung und Abbruch vorgenommen, Datum fehlt. Vom Siegel ist keine Rede. Pap. gleichzeitige Kop. Karlsruhe. 2) Trotz wiederholter Beschwerden des Herzogs Sigmund, trotz einer Verhandlung des Grafen Sigmund mit den herzoglichen Räten zu Innsbruck 1486, trotz wiederholter kaiserlicher Mahnungen em- püengen die Grafen diese Lehen doch nicht von diesem Herzoge. Noch 1489 Dez. 10. befahl zu Lyntz König Maximilian dem Grafen Sigmund von Lupfen, dieselben binnen 6 Wochen und 3 Tagen von der Übergabe dieses seines Befehles an von dem Erzherzoge Sigmund zu empfangen. Pap. Or., das rückwärts aufgedrückte Siegel zum Teil abgefallen. Karlsruhe. 3) Herzog Sigmund zu Österreich, der dem Kaiser Fridrich glaublich berichtet hat, dass das Schloss und die Herrschaft Hewen, die Stadt Engen und Hewenegkh, was alles Graf Hanns und Sigmund von >'rv-r';--.^'^.^'i.' ; ' 1478. 119 Luphen, Gebrüder, seine Bäte und etliche ihrer Vordem vo m Reic he zu Lehen empfangen haben, sein Eigentum seien und vom Hause Österreich zu Lehen rühren, belehnt, nachdem der Kaiser darauf die Lehenschaft „abgestelt" und den von Luphen durch seinen offenen Brief befohlen hat, diese Herrschaft vom Herzoge und seinem Hause zu Lehen zu nehmen, damit dem Grafen Sigmund, der deshalb zu ihm gekommen ist, für ihn und als Lehensträger seines Bruders, doch bleiben ihm Schloss und Stadt Engen offenes Haus wider männiglich. Datum fehlt. Vom Siegel ist keine Rede. Pap. Konzept. Karlsruhe. 1478. 62i „Dienstreuers auf ertzhertzog Sigmunden von herrn Thoman von Falckhenstain, freyherrn, mit offnung des schloss Haidburg gegen zwayhundert gülden ratsolds. — Von desselben gemahel, frawen Ama- ley, geporn von Weinsperg, die auf das schloss Haidburg verwisen ist, ain bewilligung vmb gemelte offnung, wiewol das haws Osterreich sonnst auch offnung daselbs hat, 1478". Einträge im Repertorium (16. Jhdt.) des Schatzarchivs 2, 872. Innsbruck. 1478, Apr. 11. 63. Gangolf Herr zu Hohengeroltzeck und Schenckenzell, der Romberg mit etlichen Wildbännen für 1000 fl. Rh. a ) versetzt hat, vereinigt sich mit seinem Bruder Tiebolt, die Versetzung in den nächsten 2 Jahren wiederum zu ledigen. Datum vff samßtag nehst vor dem sonndag Jubilate 1478. Das Or. siegelte der Aussteller. Geroldseckisches Kopialbuch 15. Jhdt. S. 133. Karlsruhe. a) S. IH, 592. T. 1) 1489 fryttag vor Wynat [Bez. 18.] löst Melcher von Schouwenburg Gericht und Gemeinde zu Romberg von dem ihm geleisteten Eide. Pap. Or. mit dem unkenntlichen, vorne unter Papier aufgedrückten Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. T. 2) 1492 zinstag vor Winnachten [Dez. 18.]. Das ist der buwcosten, den min gne- digerherr, grafWolf, vffbegervnd schriben mins herren von Gerolzegsver- buwen vnd vßgeben hat zu Romberg am huß vnd schüren anno im 91. v n d 92. i a r e n der minder zall: Item 15 ß Straßburger hat Jacob Armbroster verrechnot vff dem rinthus verdeckt. Darnach an der brück verbuwen des ersten dem Golters Hansen 16 kr. von howen holtz dazu. Item Bartlin Vegern 2 ß Straßburger zu furlon vom selben hültz. Item 6 ß Straßburger zu fürlon vnd howen Jörg Armbroster zu der brücken. Item 6 ß Straßburger vm ancken vnd 6 ß Straßburger vmb körn, 1 ß vmb gersten, 9 4 vmb kaß vnd 3 ß vm küchenspiß der zit dem brunnenmacher für lut vnd zimerman verbracht, alles zu der brücken, aber 6 $ vmb käs. Item 4 ß Straßburger dem vogt von holtz howen, hat er daran verdient in sim costen. Item 2 ß Henslin Vegern zu der brücken von holtz zu howen Straßburger. Item 2 ß Straßburger von holtz zu fürn Paulin Halde. Item 4 ß Straßburger dem Luckler geben von schindlenholtz zu furn. Item 1 ß dem Dibelfüß von aim trom zu schinden. Item 1 ß Conrat Armbroster von holtz zu fürn. Item Mathis Bentzen 3 ß Straßburger, hat er geholfen schindeln segen. Item vßgeben dem schindelmacher von 14200 schindeln zu machen vnd zu decken 3 fl. 8 ß Rappen züsamen verrechnot. Item 2 ß vnd 14 ^ Straßburger aber dem Tibelfüs vmb ain trom, vnd kes inen geben. Item 120 1478. 11 700 nagel zürn tach, costen 3 fl. minder 9 ^ Straßburger. Item den schindelmacher vnd sin knecht hat der vogt in sim costen geätzt 32 tag, ist im 13 ß Straßburger für gerechnot. Item 2 ß dem vogt für 2 tag zu Ion in sim costen alt nagel vßzüziehen vnd ander arbait. Item es hat gewercket der zimerman, zu Haßlach gesessen, am schlos Eomberg, Thoman Engeller, 17 tag, sin Ion des tags 14 $, tut 1 ti minder 4 ,S| Straßburger. Item 26 kr. Henslin Bechlin vmb brot, ouch im ersten zu der brocken vnd dem brun- nen verbrucht. Item vßgeben 5 ß Rappen dem brunnenmacher von Wolfach zu Ion. Summa 17 fl. 4 /5^ Straßburger. Das alles hat der vogt Jacob Armbroster vff sin ayd verrechnot vnd angeben vff zinstag vor Winnachten im 92. Daby wz iuncker Cünlin von Gerolzegk, der lantvogt, schriber Mattern Schlosser vnd ander erber lut. Pap. Or. Donaueschingen. T. 3) 1495 mentag nach st. Michels tag [Okt. 5.] verzichten Baltisar und Martin Engelhart zugleich im Namen ihres Bruders Hans, der nicht inländig ist, auf ihres Vetters Adern Engelharts hinterlassenes Sässgut in den Bechen. Sie hatten Ansprüche zu demselben erhoben, weil es ein Mannlehen wäre. Dagegen behauptete Wolfgang Graf zu Fürstenberg, dass ihm das Gut in Pfandesweise mit der Herrschaft Romberg gleich, wie andere Zinsgüter derselben von der Herrschaft Gerolzegk verschrieben sei, und dass Junker Gangolf von Gerolzegk ihm mitgeteilt habe, er wisse nicht, ob es ein Mannlehen wäre. Dazu forderte Endlin Zanglerin, Witwe Adern Engelharts und jetzt Jörgen Schrempen Hausfrau, da ihr verstorbener Mann kein eheliches Kind hinterlassen, nach gemeinem Landesbrauch und Recht das Gut als ihr Erbe. Von Graf Wolfgang wurden die Gebrüder an die Gerichte, da der Erbfall geschehen und die Güter liegen, oder vor sein Mannlehen-Gericht, wie das Herzog Eberhart zu Wirtemberg und Junker Burckhart von Ehingen, dessen Leibeigene sie waren, von ihm begehrt hatten, gewiesen, und ein Tag angesetzt. Da sie aber hier auf keinen Erfolg hoffen, weil sie ihre Ansicht, dass das Gut ein Mannlehen sei, nicht mit Brief oder Schein belegen können, so verzichten sie für 16 fl. Rh., die ihnen von Jörg Schremp und seiner Hausfrau Endlin ausgezahlt wurden, auf das Gut. Der Anteil des abwesenden Hans an dieser Summe wird bei Junker Burckhart von Ehingen hinterlegt. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Wolfach, abgebildet II, 536. Donaueschingen. T. 4) 1495 sampstag vor st. Martins tag [Nov. 7.] leiht Wolfganng Graf zu Fürstenberg Jörg Schrempen und Anna Zanglerin, seiner Hausfrau, die Güter in den Bechen samt dem zugehörigen Wasser gegen einen auf st. Martinstag fälligen Zins von 10 ß Strassburger Münze, 2 Erntehühnern, 1 Fastnachthenne, einem Drittel und einem guten Fall, so oft es vorkommt, und 5 ß 3\ Strassburger vom Fischwasser. Ausserdem müssen die Beliehenen dem Inhaber der Herrschaft Romberg „dienen höh vnd nider", wie andere Eingesessene dieser Herrschaft. Perg. Or., das Siegel in der Urkunde nicht erwähnt) fehlt. Donaueschingen. T. 5) 1505 zinstag nach st. Baptisten tag [Juli 1.] verkauft Wolfganng Graf zu Fürstemberg unter Vorbehalt des Rückkaufs für 30 fl. Rh. den Heiligenpflegern st. Ciliaxen in der Pfarrkirche zu Schappach einen auf st. Martinstag zu entrichtenden Zins von l>/ 2 fl. oder für jeden fl. 10V» ß ^ Strasspurger Währung aus der Herrschaft Romberg und Schappach. Perg. Or., die Siegel des Ausstellers, Jörgen von Reckenbach, Vogts in Bare, und Martins von Blümneck, Vogts im Zintzigental, fehlen. Donaueschingen. T. 1418, Mai 18. ;.ui . 64. Virich Abt zu St. Gallen, Rudolf Graf zu Sultz, Josniclauß Graf zu Zollr, Wernher von Zymern, Freiherr, Jörig von Absperg, Ritter, und Hanns Lanntz von Lyebenfels vergleichen Jörig Grafen zu Werdenberg und zum Haylgenberg und seine Geschwister mit Peter von Hewen, Freiherrn, und seinen Geschwistern: Graf Jörig und seine Geschwister bleiben bei dem Haylgenberg und allem, was ihr Vater, Graf Johanns von Werdenberg, und seine Brüder sei. von Graf Hugen und seiner Gemahlin ili- IHHHSBC MBH 1478. 121 Angnes, Gräfin zu Werdenberg und zum Haylgenbevg, geb. von Abensperg, sei. geerbt haben; werden sie von den Geschwistern Peters von Hewen, die mit diesem die nächsten Erben des gen. Grafen Hug zu sein vermeinten, darum weiter angelangt, so soll sie Peter, der vor den Vermittlern auf dieses Erbe verzichtet, darum vertreten, und dafür soll alles, was derselbe und seine Brüder haben oder noch bekommen, Pfand sein. Dafür verschreiben Graf Joryg und seine Brüder 3000 fl. Rb. und von je 20 fl. dieser Hauptsumme 1 fl. Zins, bis sie die Summe ganz oder mit 1000 fl. je 50 fl. Zins ablösen, sie geben demselben auch alle Briefe, Rodel, Register und Urbare über das Gut des Grafen Hug sei., das er und sein Bruder innehaben, alle Briefe, die den von Hewen gehören und ihnen selbst nicht dienen, und die „ver- sorgniss" um die 3000 fl. binnen zwei Monaten. Die von Graf Johannsen sei. gegen die von Hewen erlangten Rechte sind fortan tot. Fortan sind beide Teile einander gute Freunde. Geben vff mentag vor Corporis Christi 1478. Die Siegel des Abtes Virich (zerbrochen), der Grafen Rudolf zu Sultz und Josniclaus zu Zollr, Wemhers von Zymern (wie Abb. VI, No. 52), der beiden andern Vermittler, des Grafen Joryg von Werdenberg (wie Abb. VI, No. 65) und Peters von Hewen (wie Abb. No. 12). Donaueschingen. 1) 1478 an st. Vrbans tag [Mai 25.] geben Jörg, Virich und Hug, Gebrüder, Grafen zu Wer- demberg und zum Hailigenberg, dem festen Ortolf von H6dorf dafür, dass er auf ihre Bitten um 3000 fl. Rh. Hauptgut und 150 fl. jährlichen Zins in Mitschuldners Weise gegangen ist und sich mit ihnen verschrieben hat, einen Schadlosbrief. I'erg. Or. mit den Siegeln der Grafen Jörg (wie Abb. VI, No. 65), Virichs (s. Abb. No. 15) und des Grafen Hug (rot) (s. Abb. No. 16). Donaueschingen. R. 2) 1483 sambstag vor st. Mathyas tag [Febr. 22.} sagen zu Nüwenburg Hainrich von Hewan, Domherr zu Straßburg, und Peter von Hewan, Freie, Gebrüder, die Grafen Jörg, Virich und Hug zu Wer- demberg und zum Hailigenberg ihrer Schuld ledig, nachdem dieselben sie um die 150 fl. Zins, die mit 3000 fl. Hauptgut wiederkäufig sind, auf ihr Schloss und Städtlein Jungnow laut eines versiegelten Briefs versorgt, sie aber Zins und Hauptgut samt dem Hauptbriefe dem Gotteshause St. Gallen übergeben haben. Von den Siegeln ist das Hainrichs von Hewen erhalten (s. Abb. No. 20). Perg. Or. Donaueschingen. R. 1418, Juni 9. Rotweü. ß5 # Anno domini 1478, mense Junii, die nona, hora nona, indictione IL, in opido Rotwil in domo Berchtoldi Egen protonotarii, eodem et, Conrado Schüttloch procu- ratore syndico dominarum in Rotenmünster testibus praesentibus, Conradus Nöpper- lin, procurator in Bibraco, et Ludewicus Linck procuratorio nomine Johannis ab- batis in Salem ex una et magister Jacobus Mall, licentiatus in decretis, decanus in Vilingen, ex altera parte, de domo ad plebanatum in opido Verenbach construenda sie per pacis zelatores concordantur, lite inter eos de hac domo satis diu existente: VH 16 m 122 1478. Magister Jacobus singulis annis monasterio dicto de ecclesia parrochiali in Veren- bach 20 U h. solvit, de quibus creverunt in restantiis 30 % solvendae, quas dudum solvisse debuisset. Pro habitatione rectoris ecclesiae eonstruenda, quam idem con- struere deberet, pro 29 fl. rhen. domum satis competentem comparavit, ad cuius solutionem summae idem quolibet anno 4 aureos dandos se et haeredes suos obno- xios constituit. Domus comparata ad eeclesiam praenominatam perpetuo ad habi- tationem rectorum spectat. Abbas Jacobo, ut haec commodius faciat, summam 30 # h. antedictam ex gratia remittit et de 4 aureis praedictis annuatim duos florenos dabit, donec summa comparationis domus persoluta erit. Perg. Notariatsinstrument des Johannes de Entringen, „artium et medicine doctor, commissarius causarum matrimonialium in et circa opidum Rotwil generalis publicusque Sacra imperiali auctoritate no- tarius", mit Notarszeichen. Karlsruhe. 1) 1504 st. Katherinen Abend [Nov. 24.] starb Meister Hans Hattenberger von Lüttkurck, Pfarrherr zu Verenbach. Er gab zu seinem und seiner Eltern Seelgeräte zu einem Pfarrhof sein eigenes Haus zu Verenbach, am Langenbacher Thor und anderseits am Mühlenteich gelegen, und 1 Gärtlein hinter diesem Hause. Eintrag im Nekrolog der Stadtpfarrei Vohrenbach (16. Jhdt.) S. 8 a ). a) Nach einem weiteren Eintrage in diesem Nekrolog (S. 28) stiftete derselbe noch einen weitern Jahrtag für sich mit einer Wiese unter der „schliffmule", oben an den Weg, unten an die Breg stossend. 2) [Vor 1509]. „Zue wißen, daß durch den wollgebornen, gnedigen hern, graue Wolfen, woJl- seelliger gedechtnuß, gemeinem stättlin [Vohrenbach] 2 jarmarckt geschenckht lauth darumb gebenden brieff vnd sigell, wie sie sollen gehapt vnd gehalten sollen werden". Notiz des 16. Jhdts. Donaueschingen. 1418, Juni 12. 66. Conrat Graf zu Fürstenberg schreibt dem Herzog Sigmund von Osterrich: wiewohl er und seine Vordem ob 100 Jahren und länger die Grafschaft Fürstem- berg mit ihren Herrlichkeiten, Wildbännen, Geleiten und andern Zugehörden innegehabt, kaiserliche Bestätigung „daruflf erobert", deren Gewere und Nutzen ohne Irrung und Eintrag „vnd besunder grauf Hansen von Tengen halb von Nifratz fürt vntzit in den Mayerbach bi Engen" mit Geleite, hohen und niedern Gerichten und anderm besessen habe, und wiewohl er sich vor dem Herzoge oder dessen Räten zum Beweise hiefür mit Urkunden und Kundschaften erboten habe und noch erbiete, so bedünke ihn doch, dass des Herzogs Räte ihn seines Eigentums und seiner Gewere .entsetzen wollen. Er bittet, ihn bei seinem Eigentume und seiner Gewere bleiben au lassen. Geben an fritag nest nach Bonifacie anno etc. 78. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. 1478. 123 1) Zum Beweise seiner Eechte von St. Josen- und Nifranfurt bis gen Engen in den Meyerbach Hess Graf Conrat durch seinen Amtmann Burkart Dierberger und seinen Landschreiber Silvester Dier- berger von Hainrich von Almßhofen zu Imadingen, von Cläwi Sipolt, gen. Marschalk, von Gisingen und von vielen Bürgern und Bauern zu Aitlingen, Blommenfeld, Engen, Hemmendal, Luipferdingen, Merißhusen, Rieteschingen, Sckaffhusen und Wällaschingen im April, Mai und Juni 1478 schriftliche Kundschaften sich ausstellen, deren im f. Archive 27 vorhanden sind. Diese Kundschafteirbesagen,"dass die Grafschaft Fürstenberg bis gen Tengen in das Dorf, von Tengen bis in den Ort, wo die Linde steht, und von da an den W-eg~~gen Lütpfridingen am Bühel, auf dem vormals „ain lantgericht gestanden", und bis in den Mayerbach zu Engen reiche, dass die Grafen von Fürstenberg über das_B]j ftt_am Ballenberg und zu Tengen am Dorf in der Gassen wirklich gerichtet haben, dass ihre Gerichtsbarkeit bis gen Husen am Ballenberg, Bücheregk und an Rotlüben vorbei Engen wärts reiche, dass dieselben bis in den Mayerbach und einmal namentlich die von Costens von dem Mayerbach bis gen Friburg im Brißgow an den Graben geleiteten, dass sie zweimal den Galgen zu Tengen umgehauen haben, dass sie das Jagdrecht an Stainroren und Tenger Eck besitzen, dass Leipferdingen in ihrer Grafschaft liege, dass ihre Amtleute zu Leipferdingen Mass und Viertel besehen und ihre Platzmeister auf den Kirchweihen zu Leipferdingen den „platz besetzt" haben, dass die von Leipferdingen sich mit dem Landgericht zu Fürstenberg gegen andere fremde Gerichte beholfen haben und von diesem Landgerichte vorgenommen und gestraft wurden in den Sachen, „so dann in diejantgraufechafften gehören", dass endlich Eberlin von Beischach eine Frau Vrsell Keller von Stetten unter der „Nüwen H6wen" gefangen genommen und gen Fürstenberg dem Grafen Conrat übergeben habe, der sie als „hätzgen" habe verbrennen lassen. 2) 1484 zinstag nach Beminiscere {März 16.] antworten Hainrich und Cunradt, Gevetter, Grafen zu Fürstenberg, Bürgermeister und Rat zu Vilingen wegen des von den Vilingern im Brigental erlegten Wildschweines, sie wollen auf ihre Bitte, die sich auf gute Nachbarschaft berufe, „sollich furnemen", obwohl sie damit sehr unbillig gehandelt hätten, diesmal in gutem ruhen lassen, begehren aber, dass sie die ihrigen anhalten, forthin kein Hochwild mehr auf ihren Jagden zu erlegen, denn das könnten sie nicht dulden. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. 3) 1488 fritag nach st. Othmars tag [Nov. 21.} beurkundet zu Ensisheim Ludwig von Maßmunster, Statthalter, dass vor ihm und den zu Ennsißhein öffentlich zu Recht sitzenden Räten des Erzherzogs Sigmund zu Österreich Petter, Abt zu St. Peter, Fridrich Rot, Propst zu Ölemberg, Annshelm von Massmünster, Bartholomee vom Huß, Ritter, Hans von Hirtzbach, Diebolt von Pfirdt, Hubmeister, Jacob von Eptingen, Hans Lutz, Kirchherr zu Logelhin, Jörig Burggraff und Wilhelm von Liechtenfels, Abt Jörig zu St. Jörigen gegen die Stadt "Villingen Klage erhob, dass dieselbe ihm Eintrag gethan in der Bestrafung seines Maiers zu Beckhoffen, der einen Frevel begangen habe. Beckhoffen sei vor Zeiten ein Dorf gewesen, habe Zwing und Bann gehabt, und ein Abt zu St. Jörigen habe dort um Eigen und Erb und alle Sachen zu richten, denn allein über das, was das Blut berührt, habe ein Landgraf zu richten. Dagegen erklärt die Villinger Botschaft: Frevel, die ausserhalb des Etters des Dinghofes zu Beckhoffen, innerhalb und gegen Kiengen zu begangen werden, gehören in die Herrschaft Waremburg, die sie von Österreich pfandweise an sich gebracht haben. Es wird erkannt, dass der Abt von St. Jörigen die bessere Kundschaft habe, und dass ihm deshalb der Frevel zugehören solle. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt fast ganz. Karlsruhe. R- 4) 1491 mentag nach Aller Heyligen tag [Nov. 7.] schicken Bürgermeister und Rat zu Villingen dem Grafen Wolfgang zu Fürstemberg einen Hirsch, den am vergangenen Sonntag in ihrem Weiher zunächst vor der Stadt eine merkliche Anzahl von Leuten aus der Stadt, Frauen und Mannspersonen, zu ihrem Bedauern erlegt haben, weil dieses erlegte Wild „lut des Übertrags" ihm als Landgrafen zugehört, und bitten, diese Handlung nicht in argem aufzunehmen 11 ). Pap. Or., das zum Verschlusse rückwärts aufgedrückte Siegel der Stadt Villingen fehlt. Donaueschingen. a) Mitwoch vor Martini [Nov. 9.] schenkt denselben Graf Wolfgang diesen Hirsch, weil sie durch die 16* SSSfiFmmfäs cäfSsäaiSöfl 1 m& rl&fp ■mm 124 1478. Übersendung desselben sein Recht anerkennen, sie sollen gute Gesellschaft mit einander haben und den Hirsch essen. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. 5) 1507 samstag nach st. Sebastians tag [Jan. 23.} gelobt Hanns Hainrich von Clingennberg zu Meringen, dem Graf Wolfgang zu Fürstennberg, wie dessen Vorfahren seinen Vordem, auf Widerruf erlaubt hat an der Ainödin, am Pfaffenbracht, am Hattinger Berg, am Orenberg, am Koppenhann und am Sytinger Berg Waidwerk zu treiben, dieses im Namen desselben und der Grafschaft Fürstennberg zu üben. Perg. Or. mit dem plattgedrückten Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 1478, Okt. 17. g^ Abt Virich zu St. Gallen leiht Hansen von Hüfingen, gen. Schulthaiß, zu Müntzingen, Ritter, Berchtolts sei. Sohne, ein Viertel des Kornzehntens und die Hälfte des kleinen Zehntens zu Pforen in der Bar, welche Lehen an denselben nach dem Tode seines Bruders Hainrich gefallen sind. Geben an sambstag nach st. Gallen tag 1478 a ). St. Galler Lehenbuch von 1462/80 Bl. 191. St. Gallen. a) 1502 dornstag vor st. Dyonisius tag [Okt. 6 ] empfängt Lux von Rischach, Obervogt der Grafschaft Pürstenberg, von Abt Gotthart zu St. Gallen ein Viertel des grossen und die Hälfte des kleinen Zehntens zu Pforen, den er von Hans von Hüffingen, gen. Schulthaiß, Ritter, Vogt zu Brülingen, erkauft hat. Perg. Or. mit dem eingenähten Siegel des Ausstellers. St. Gallen. 1) 1430 an der hl. Zenhentusent Ritter tag [Juni 22.] verkauft Johans von Tannegg, sesshaft zu Basel, seinen von seiner Herrschaft von Fürstenberg lehenbaren Zehnten zu Pforren, der ihm von seinem Vetter Peter von Tannegg gegeben ist, um 18 fl. Rh. an den Altar U. 1. Fr. in der Kirche zu Pforren. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. Das Siegel des Grafen Egen von Fürstenberg, angehängt, „wan der obgenant zenhent hinder im gelegen ist", fehlt. 2) 1502 mentag st. Anthonyen tag [Jan. 17.] geloben Clauß Hüber, der Müller von Mulhusen, dem Graf Wolfgang zu Fürstenberg erlaubt hat, die Mühle zu Pforren zu kaufen, und sein Mitgült Cünrat Huber von Nuwenhusen 7 l h fl. Zins, die aus derselben für 150 fl. Hauptgut Hansen Trülleray gehen und um die sich Graf Hainrich zu Fürstenberg sei. als Hauptgülte verschrieben hatte, jährlich ohne Schaden des Grafen Wolfgang zu geben und binnen 3 Jahren das Hauptgut abzulösen. Die Mühle zinst 15 Malter Mühlkorn, 4 Hühner, 1 Viertel Eier dem Gotteshause Amptenhusen und gen. Grafen 1 Viertel Senf, ist aber sonst freieigen. Perg. Or. mit dem unkenntlichen Siegel des Junkers Hans Schlupff zu Ach. Donaueschingen. 3) 1502 mentag nach Letare [März 7.] verkauft Hans Küch, Landschreiber zu Fürstenberg, Lucassen von Rischach, Obervogt der Landgrafschaft Furstenberg, für 36 fl. Rh. sein Gut zu Pforren, das fünfthalb Malter zinst. Davon gehen ab 1 Malter Veesen ablösbaren Zinses an Berchtolt Müller von Furstenberg und 7 Viertel an U. 1. Fr. Pfründe zu Pforren. Das Gut ist Lehen „dochtoren als knaben" von Wolfgang Grafen zu Furstenberg. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (s. Abb. No. 43), das des Lehensherrn fehlt. Donaueschingen. M. 1478, Dez. 15. €8. Hanns Wernher von Zymuiern, Frei, Herr zu Messkirch, meldet dem gemäss der zwischen Pabst und Kaiser des Bistums zu Costenze halb getroffenen Vereinigung einmütig gesetzten Vikar des bischöflichen Stuhls zu Costenntz, dass er der zu Ehren ■ ^H^^^^^^H^^B^^H .,, \ ^ . w .-•■>! ^ WbM w^wa^^^^^^^^mm mmn ^^^^^^^■^^^H 1478. 125 st. Martins und st. Ciriacs geweihten Pfarrkirche zu Biettingen, welche bisher „dehain bestattgite nutzung noch geschöpfteß corpus" gehabt hat, seiner Eltern, Gemahlin, Vordem und Nachkommen und aller christgläubigen Seelen zu Hilfe als „corpus" gegeben habe die grossen Zehnten zu Biettingen und Althain, die in gemeinen Jahren bei 24 Malter Korn thun, und die kleinen Zehnten an diesen beiden Orten, die in gemeinen Jahren 1 £ h. thun, ferner J [ 2 Fuder Wein mit 160 # h. ablösige Gilt, zu gemeinen Jahren 7 # und 10 ß h. ertragend, und dazu zu Praesenz 20 ti h., jährlich im ganzen also in gemeinen Jahren 63 & 3 ß 4 h. Messkircher „werschafft", ein Einkommen, von dem der Pfarrer jedoch jährlich „an die presentz deß stifftes zu Mesßkirch" 2 "a h. auf st. Martins Tag zu geben hat, ferner nicht angeschlagen „daß opfer, die jarzitt vnnd wz im von der stole würt, deßglich annder söllich zu- uallig güllten", und ein Haus mit Garten zu Messkirch am Graben an der Stadtmauer gelegen, von dem jährlich 10 ß h. Hofstattzins gehen. Dagegen muss der Pfarrer die gen. Kirche persönlich nach Ordnung versehen, seinen Sitz in Messkirch haben und zu ewigen Zeiten alltäglich, falls er nicht in seiner eigenen Pfarrkirche Gottesdienst vollbringt, mit dem Pfarrer, dessen Helfern und andern Kaplänen zu Mesßkirch in der Pfarrkirche nach der Non über der Herrschaft von Zymmern Grab mit dem Kreuz und dem „roch" gehen. und darob ein Placebo oder den Psalmen Miserere mit Vers und Collecten, die dazu gehören, sprechen, alle Samstage mit den gen. Priestern nach der Complet um die Kirche zu Meßkirch mit dem Kreuz gehen und allen christgläubigen Seelen zu Hilfe ein Responsorium singen und ein Placebo vor dem Beinhause sprechen, die sieben Zeiten und das Fronamt der hl. Messe in der Pfarrkirche Mesßkirch helfen singen, wenn er seiner eigenen Pfarre halb dabei sein kann, allen jetzigen oder zur Mehrung des Gottesdienstes von der Herrschaft Zymmern in Zukunft zu treffenden Ordnungen gehorsam sein und die Messbücher, andere Bücher, Messgewänder, andere Gotteszierden und Güter der Kirche Biettingen sauber in Ehren halten und dieselben mehren helfen. So oft derselbe ohne Grund die Mette zu Mesßkirch versäumt, muss er 2 ^, und so oft er eine andere Zeit oder das Fronamt daselbst versäumt, jedesmal 1 ^ von den 20 $ h. Praesenz zahlen. Hans Wernher bittet den Vikar um Bestätigung dieser Stiftung a ), zu der Hainrich Weber, Pfarrer zu Biettingen, seine Zustimmung ausdrücklich versichert. Geben uff zinstag nach st. Luden der lieben junckfrowen tag 1478. Die Siegel des Ausstellers (s. Abb. No. 17) und des Hathyß Löwlin von Mesßkirch, angehängt, weil Pfarrer Weber kein eigenes gebraucht, beschädigt (25 mm D., IV A 2, im Schilde 2 gekreuzte Greifen- füsse, die Krallen nach oben gekehrt, Umschrift unleserlich). Perg. Or. Donaueschingen. a) Dieselbe gab der Vikar in conventu Predicatorum extra muros Constancie 1478, die 21. Decembris. 126 1479. Perg. Or. (in modo transfixi mit der Stiftungsurkunde verbunden) mit dem Constanzer Vikariatssiegel. nauesehingen. Do- 1) 1342 ze ingandem Abrellen [Apr. l.~\ verzichtet zu Meskilch Walther der Truchsess von Ror- dorf auf das Vogtrecht, das er „zu Chünzen Gisink, zinser zu der kilchen zu Butingen," hat, um 30 ß 3i Kostentzer Münze, die ihm derselbe giebt. Zeugen: Herr Chünrat der degan, Kirchherr zu Butingen, Herr Hainrich der Tächinger, Kirchherr zu Dietershouen, Hainz der Phister, Eberli der Krämer, Chünz Zitblüm, Bürger zu Meskilch a ). Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Sigmaringen, f. Domänenarchiv. a) 1343 Vnser Fröwen äbent zu der Liehmisse [Febr. 1.] verzichtet Herr Chünrat Kugler, Kirchherr zu Butingen, auf alle Ansprache an Chfinz Gising, Zinser „gen Butingen", nachdem sich derselbe mit ihm verglichen hat „vmb sin vngenossin vnd vmb sinen val, vnd vierzig iär hette er mir sinen zinse geriht", und nachdem er ihm für das alles zusammen 1 f ^ Kostenzer Münze gegeben hat. Zeugen: Herr Walther der Truchsess, Herr Vir. der Marder, Zitblum. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt, a. a. 0. 2) 1482 Nuwenjarstag [Jan. 1.] verkauft Hauß von H6dorf von Almütt Hainrichen von Randegk um 66 fl. Rh. den Hof zu Biettingen, der ihm von Ortolf und Casper von Hödorf, Gevettern, zu Waltsperg, seinen Vettern, versetzt ist, und der je 2'/2 Malter Veesen und Haber, 1 ft 5 ß ^, 12 Hühner, 2 Viertel Eier, 2 Herbsthennen giltet a ). Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln des Ausstellers und seines Vetters Hans Mathis von Hödorf. Sigmaringen, f. Domänenarchiv. a) Diesen Hof verkaufte Hainrich von Ranndegk, Ritter, an Jacob Wiglin, Bürger zu Mesßkilch, um 100 fl. Rh. 1484, frytag vor Vnser lieben Frowen Himelfarttag [Aug. 13.]. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt, das seines Vetters Hainrich von Stoffeln beschädigt, a. a. 0; Von Wiglin kam der Hof erblich an seinen Schwager Hanns Vischer, den Ortolf von Heudorf entsetzte; als dies Heinrich von Randegg durch Viseber vernahm, nahm er Ortolf vor dem Hauptmann des Bundes in Schwaben vor, dennoch verklagte denselben Hans Vischer vor dem Landgerichte im Hegew, das dornstag nach st. Gangolfs tag 1495 [Mai 14.] ihn verurteilte, den Kläger in den Besitz des Hofes zu setzen, wogegen aber sein Vertreter Cunrat Stornier an den Kaiser appellierte. Perg. Or. mit dem roten Siegel des gen. Landgerichts, a. a. 0. 1498 mittwoch nach Inuocauit [März 7.] entschied zu V bedingen Hanns Jacob von Bödmen, Ritter, k. Hauptmann als k. Kommissarius, dass von dem Urteile des Landgerichts übel appelliert worden sei und dass dieses wohl geurteilt habe. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel des Ausstellers, a. a. 0. 1419, Apr. 19. 69 t Cünradus Gab, Lerer der Rechte, Offieial zu Costentz und Kirchherr zu Sul- gen, erklärt als erbetener Schiedsrichter zwischen Ammann, Maiern und Insassen zu Wyldorf und Altenbürren den zu Gunsten der Wyldorfer ergangenen Spruch Hannsen Sedars, Vogts zu Ramsperg, wegen Trieb und Tratt für nichtig, weil die Parteien über dessen Auslegung nicht einig waren, und bestimmt nach genommenem Augenschein und Vernehmung der Parteien als Marker zwischen den letztern: „die allererst marck stat an dem Lochacker vff dem alten Hollweg vnnd gat in die aych inn dem Hollweg, vnnd ist die selb aych die annder marck, dadannen schnürrichty hinab in die grossen aych inn dem Spitz als inn die dritten marck vnnd von derselben grossen aych in sannt Martins acker von Frickingen, der dann an dem end die vierd vnd letst marck ist". Bis zu diesen Marken dürfen die von Altenbürren von ihrem Dorfe her mit ihrem Vieh Tratt haben und treiben und nicht weiter. iiK3lii 1479. 127 Die von Wyldorf dürfen mit ihrem Vieh zu der von Altenbürren Vieh über diese Lachen hinüber bis an den Fridhag treiben und mögen da eine gemeine Tratt haben. Wenn die von Altenbürren je im dritten Jahre, in dem die Äcker an den Enden mit Früchten beladen sind, zu ihrer jetzt bestimmten Viehweide keinen Weg haben, so sollen sie ob st. Martins Acker 20 Schritt breit gegen den Rain, wie das jetzt auch verlacht und vermarkt ist, einen Weg haben, doch müssen sie da gestracks das Vieh treiben und dürfen da nichts fretzen. Dieser Spruch soll der Gerechtigkeit des Klosters Salmanswiler am Boden unscbädlich sein. Geben vff möntag nächst vor st. Jörgen des hl. ritters vnnd martrers tag 1479. Das Siegel des Ausstellers eingenäht. Perg. Or. Karlsruhe. 1419, Apr. 26. 70i Ortolf von Höwdorf zu Waltsperg verkauft seinem Vetter Caspar von Höw- dorf von Boll um 300 fl. Rh. unter Vorbehalt des Rückkaufs das alte Schloß Waltsperg halb, den großen Baumgarten und Krautgarten halb, am Weiher X L die Mühle am Weiher halb, den Brüll, den der Müller hat, halb, doch da 2 148 1481. will, er oder seine Nachkommen den Kaplan zu einem Neubau derselben nicht drängen wird, sondern der Kaplan da wieder einen Garten haben mag. Geben vff zinstag vor Vnnsers Herren Fronlichnamstag 1481. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Karlsruhe. 1) 1330 Sonnentag vor st. Thomans tvlt [Dez. 16.] verkauft zu Phullendorf Burchart Ebli, sess- hafter Bürger daselbst, um 75 S A Costenzer an Cünrat Brvning und Hainrich Eüfen, sesshafte Bürger daselbst, ein Gut zu Geggingen, seine Zehnten und Zinse daselbst von mehreren Gütern der Mühle und einzelnen Stücken, die alle genannt werden, alles als Zinslehen von Rychenowe, das davon jährlich 7a j£ Wachs bezieht. Mit ihm haben an des Königs Strasse seine Kinder auf diese Güter verzichtet. Zeugen: Herr o Hainrich vom Homberch, Herr Herman Grämlich, Ritter, H. Grämlich, Kirchherr zu Lintz, Vir. Grämlich, sein Bruder, Frid. Grämlich, der ältere, C. der Selnhouer, H. der Hüter, Eber, von Bvnigen, Groß Hetzel, C. Hetzel, Ber. Hetzel, Gebrüder, Wernher Ortliep. Perg. Or. mit dem eingenähten Siegel der Stadt Phullendorf. Sigmaringen, f. Domänenarchiv. 2) [1344] feria quinta . . . leiht Abt Eberhart von Eeichenau Bur Guggen, Johannsen dem Lützler, Johansen Grüninger von Pfulendorf und ihren Erben, Töchtern wie Knaben, gemeinlich der Bollerinen Gut zu Geggingen a ). Reichenauer Lehenbuch 638 f/1 S. 656. Karlsruhe. a) An gleichem Tage leiht derselbe Wäninges Gut zu Geggingen dem vorgen. Grüninger; a. a. 0. 656. 3) [13]49 die sabbati beate Marie [Aug. 15.~] leiht zu Sandegk Abt Eberhart von Reichenau Bentzen von Ablach a ) des Zellers sei. von Meßkilch Gütlein mit Hofstatt zu Geggingen, jedoch unter Wahrung der seinem Gotteshause daraus zu reichenden Gilt. Reichenauer Lehenbuch 638 f/2 S. 672. Karlsruhe. a) Derselbe Abt leiht demselben Manne das Gut zu Geggingen, das er mit Kathrin Ritterwinin von Meßkilch gemein gehabt hat, [1349] mentag vor st. Verenen tag [Aug. 31.J. a. a. 0. S. 671. 4) 1383 montag vor st. Gregorien tag [März 5.] verkaufen in ihrem Kloster zu Costentz Bruder Gotfrid Prior und der Konvent an dem Ryn, Prediger Ordens, Cünrat dem Mambürrer, Bürger zu Phullendorf, ihr Gut zu Geggingen, das ihnen Schwester Gut die Rufln, „ain swöster in vnser herberg ze Phullendorf", vor Bürgermeister und Rat zu Phullendorf in ihres Konventbruders Winman Hand als Seelgeräte gegeben hat, für freieigen um 20 # ^ Cost. Perg. Or. mit dem Siegel des Konvents. Pfullendorf. 5) 1401 ze ingändem Brachot [Juni 1.] bekennt Bencz Haini, Bürger zu Phullendorf, dem Junk- frau Anna die Trullikoferin von Schaffhusen aus gutem Willen und aus Freundschaft zu seinem lieben Herrn und Oheim, Herrn Burkart Mayger sei., einen Hof zu Geggingen unter der Bedingung, dass er und seine Kindeskinder den Hof als ihr eigen Gut innehaben und in keiner Weise verkaufen, versetzen oder verkleinern dürfen, gegeben hat, dass, wenn diese Bedingung nicht gehalten werde, oder wenn sein Stamm absterbe, der Hof an st. Lienhartkapelle vor dem Oberthor zu Phullendorf an einen Kaplan, der dieselbe versieht und besingt, falle. Perg. Or., das Siegel der Stadt Phullendorf fehlt. Pfullendorf. 6) 1437 sambstag vor Oculi [März 2.~\ bekennt Burk Vischer, der alte, von Geggingen, Bürger zu Pfullendorf, dass er Hainrichen Sellnhofer, Bürger zu Pfullendorf, ohne alles Wiederkaufen und Ablösen zum voraus 18 3\ Landeswährung, 2 Scheffel Haber und das eine Jahr 1 Viertel Kernen, das andere 1 Viertel Bohnen, alles wohl bereitet, auf Martini in Pfullendorf von seinem Gut zu Geggingen schuldig ist und das schon lange Zeit „gesüllt haben" sollte. Perg. Or. mit dem schlecht erhaltenen Siegel des Junkers Hainrich Gremiich, Stadtammanns zu Pfullendorf. Pfullendorf. 7) [c. 1472.] nimmt Abt Johannes von Reichenau der Müllerin Gut zu Geggingen, das an seines Gotteshauses „firmang" jährlich 2 ß ^ zinst, von Hansen Schollen auf und leiht es Caspar Hippen von Geggingen a ). Reichenauer Lehenbuch 638 d Bl. 180. Karlsruhe. ffl&SBBs&g&BUBHSmB '•'■>, ' m am/U 1481. 149 a) 1476 fritag post Invocauit [März 8.] leiht derselbe den Halbteil des Vinossenhofs zu Geggingen Hain- richen Keller und den andern Halbteil dieses Hofes Vlricben "Waltzen. An demselben Tage leibt er zu Geggingen ein anderes „Ower gut" Hansen Wättenrfittin, der es von Hansen Kellers Weib erkauft hat, ferner Schiggüis Gut daselbst Martin Widmer. a. a. 0. Die Hälfte des Vinossenhofs leiht derselbe 1485 ante Thome [wann?] Classen Hippen als Träger der Magdalenen Hippin, an die dieselbe von ihrem ehelichen Manne Hainrich Keller gefallen ist, und 1488, 6. ante Penthecosten [Mai 23.] Vrichen Waltz, der sie gekauft hat. a. a. 0. Bl. 211 v. _ 1485 leiht derselbe Classen Hippen das Hippengut zu Geggingen, das er als rechtes Owergut von Vrich Waltz gekauft hat; er erlaubt demselben 1490 zinstag vor Aller Heilgen tag [Okt. 26.] auf dieses Gut von Hans Rapp zu Laicz 20 fl. unter Bedingung der Ablösung in 8 Jahren aufzunehmen, a. a. 0. Bl. 211 ». 1485 leiht er je eine Hube daselbst auch Hansen Schlegel und Hansen Hagen, a. a. 0. 1481, Nov. 16. 85. Sigmund und Johanns, Gebrüder, Grafen von Lupfen, verkaufen unter Vorbehalt des Rückkaufs für 300 fl. Rh. dem Kirchherrn und gemeinen Kaplänen der Stadt Rottweil zum hl. Kreuz einen auf st. Martinstag in Rottweil zu zahlenden Zins von 15 fl. Rh. aus Graf Johannsen eigener Jahrsteuev in Stadt und Dorf zu Stüelingen, die jährlich 21 fl. beträgt*). Einlager in Rottweil. Geben an st. Othmars tag 1481. Das Or. siegelten die Verkäufer. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. T. a) 1501 des hl. Crutztag als es funden ward [Mai 3.] verkaufen Kirchherr und Kapläne der Kreuzkirche zu Rottweil diesen Zins für 300 fl. Rh. an Junker Bernhardt Reinharten zu Esslingen, Junker Virich Bletzen von Rotenstein zu Villingen und Jungfrau Magdalenen Fryburgerin zu Esslingen. Das Or., welches der vorigen Urkunde transfigiert wurde, siegelten die Verkäufer mit ihrem „gemain insigel". Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. T. 1) 1312 mitwoch vor st. Andres tage [Nov. 29.} geben auf der Burg zu Stüelingen die Brüder Eberhard und Hug von Lupfen, Landgrafen zu Stüelingen, dem Kloster Allerheiligen als Seelgeräte ein Land von der Aichstuden bis an die Wideme, 50 Klafter lang und 4 Klafter breit, und ein Land von des Gotteshauses Gut bis zu dem Berhtolds des Wahters, 20 Klafter lang und 4 Klafter breit, zu einem Wuhr der Mühle in dem Aigen „umbe ain güg ze "Wizen in dem dorfe, da mitte uns du vorgenanden gueter sint widerlät". Urkundenregister für den Kanton Schaffhausen No. 352. 2) 1495 mitwoch nach st. Michels tag [Sept. 30.] sitzt Hanns Schmidt, Freilandrichter zu Stullingen, daselbst am Graben bei dem Niderthor an offener, freier Reichsstrasse zu Gericht. Vor ihm fertigt Frau Anna Höwdorferin und ihr Ehegemahl, Junker Burckhart von Höwdorf zu Stüllingen, an Junker Lucas von Kyschach, den Anwalt, „des er schin zögt", des Junkers Eberhart von Ryschach, des jungen, seines Vetters, den um 40 fl. geschehenen Verkauf von 2 fl. auf st. Martins Tag fälligen, ablösbaren Zins aus ihrem Hause mit Hof und Hofraite zu Stüllingen im Städtlein, an der Stadtmauer im Winkel neben des Ronen Haus, und aus den dazu gehörigen Gärten und Bunten vor der Stadt neben und hinter dem Hause, wie sie das alles von Egidio Wächtern, Vogt zu Bondorf, erkauft haben, an genannten Eberlin von Ryschach, den jungen. Aus dem Hause gehen bereits 1 % Pfeffer dem Grafen auf das Schloss, 5 fl. Geld gen. Egidio Wächtern, 18 ß h. Unser Frauen zu Stüllingen, der gewöhnliche Zehnten und Wächterlohn. Zum Bürgen setzen die Verkäufer Junker Wilhelmen von Griessen zu Waldshüt. »Die Verkäuferin begiebt sich „der fryheit, damit wyplich geschlecht für mannspersonen von wyland kayßer Phelegiano gefrygt und mmmmmm ^^^ m dl BS k, , *^ t n i TrT*r*W i V >i wl iiif 150 1481. begäbet ist". Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln des Landgerichts (s. Abb. No. 30), des Verkäufers und des Bürgen. Donaueschingen. 3) 1488 montag nach des hl. Creutz tag seiner Findung [Mai 5.] verkaufen Sigmund Graf zu Lupfen, der ältere, und sein Sohn Hainrich unter Vorbehalt des Eückkaufs für 200 fl. Eh. Hannßen Feys- lein von Hallauw 10 fl. Eh. an st. Waltpurgen Tag gen Hallauw oder im Umkreis von 2 Meilen darum zu zahlenden Zins aus ihren Korn- und Heuzehnten der Stadt und des Dorfes Stüellingen. Sie setzen Vogt, Eäte, Eichter, Geschworene und die ganzen Gemeinden der Stadt und des Dorfs Stüellingen und des Dorfs Eberfingen zu Mitschuldnern. Einlager in Neunkirch oder Schäflhaußen. Das Or. siegelten die Grafen und statt der Gemeinden Virich von Eumlanng, Eitter. Lupf. Kopialb. IX, 1 Bl. 328 T . Donau - eschingen. T. 4) 1494 mentag nach st. Vyts tag [Juni 16.] sitzt Hanns Schmid, Freilandrichter zu Stüllingen, daselbst am Graben bei dem Niderthor zu Gericht. Es wird der Verkauf der Mühle zu Stüllingen im a Dorf am Armbach durch Annli Schnider von Winterthur, Michel des Müllers zu Stüllingen sei. Witwe, an Conrat Bachmann von Winterthur um 60 fl. Eh. landgerichtlich gefertigt. Perg. Or., das Siegel des Landgerichts fehlt. Donaueschingen. 5) 1502 st. Johansen Baptisten abend [Juni 23.] sitzt derselbe Landrichter an derselben Malstätte zu Gericht. Es wird der Verkauf der obern und untern Mühle zu Stülingen im Dorf, welche Graf Hainrich von Lupfen Michael Ernst von Kouffbüren 1490 zinstag vor st. Gallen tag [OM. 12.] als Erblehen um 50 Mut Mühlkorn Schäffhuser Mass, 1 Schwein, das 2 Sh. wert ist, oder dafür 2 ft h. bar, 13 Hühner und 200 Eier Jahreszins geliehen hatte, durch Conrat Bachman von Oberwyntherthur an Michahel Bürger von Wygeltingen um 70 fl. Eh. landgerichtlich gefertigt. Perg. Or., das Siegel des Landgerichts fehlt. Donaueschingen. 1481, Nov. 16. 86. Sigmund und Johanns, Gebrüder, Grafen zu Lupfen, verkaufen Elisabethen Häppin, Heinrichs Schulthaißen sei. von Villingen ehelicher Wirtin, 40 fl. Rh. Vorzins aus Graf Sigmunds Dorf Bargen in der Herrschaft Hewen bei Engen und aus Graf Johannsen Kornzehnten zu Schwäyningen in der Grafschaft Stuelingen, der zu gemeinen Jahren „bey hundert stuck" thut, um 800 fl. Eh. Zu Gewähren setzen sie Vogt, Richter und Gemeinde ihres Dorfes Wellenschingen. Einlager in Villingen oder in eine andere 3 Meilen von Engen gelegene Stadt. Geben an st. Othmars tag 1481. Das Original siegelten die Aussteller und für die von Wellenschingen, welche eigenes Insiegel nicht gebrauchen, die festen Conradt von Aßmanstetten und Euodolf Eminger. Lupf. Kopialbücher VI, 51—58. Stuttgart. 1) 1485 dornstag nach Letare [Mars 17.] verkauft Johanns Graf zu Lupfen unter Vorbehalt des Eückkaufs Jacob Spätten, dem Brotbäcker, Bürger zu Villingen, für 100 fl. Eh. einen am Palmtag zu zahlenden Zins von 5 fl. Eh. aus seinem Dorf Schwaningen. Er setzt Vogt, Eichter und ganze Gemeinde dieses Dorfes zu Mitschuldnern. Einlager in Villingen. Das Or. siegelten der Graf Johanns und die Gemeinde Bonndorf. Lupf. Kopialbücher IX, 1 Bl. 382 T . Donaueschingen. T. 2) 1500 st. Othmers tag [Nov. 16.] verkaufen Sigmund und Heinrich, Grafen zu Lupfen, für 460 fl. Rh. Heinrich Keller, Bürger zu Villingen, einen Jahrzins von 23 fl. Eh. aus Graf Heinrichs Dorf Bargen nebst ganzer Zubehör und Graf Sigmunds Kornzehnten zu Schwaningen, der in gemeinen Jahren 1481. „bei 100 stuck" thnt. Das Or. siegelten die beiden Aussteller. Lupf. Kopialbücher II, Bl. 98 *. eschingen. T 151 Donau- 1481, Nov. 17. Bregenz. 87. Erzherzog Sigmund zu Osterreich leiht Jörgen von Gundlfingen das Burgstall Habsperg bei Rudiingen an der Albe, das dessen Erbe und Lehen vom Hause Osterreich nach Jorgens Angabe ist, obwohl dasselbe weder von seinem Vater, Herzog Fridrich, noch ihm empfangen wurde und deshalb heim gefallen ist. Wird daselbst wieder eine Feste erbaut, so ist dieselbe des Erzherzogs offenes Haus wider männiglich, jedoch auf seine Kosten. Geben zu Bregentz an sambstag nach st. Martinstag 1481. Das Siegel des Ausstellers nicht gut erhalten. Perg. Or. Donaueschmgen. 1) 1483 zinstag vor st. Vits tag [Juni 10.] schreibt Jörg von Gundelfingen, Freiherr, dem Erzherzog Sigmund zu Osterrich, er habe vor einiger Zeit von ihm zu Bregentz mit Vorlage der Briefe in seiner Kanzlei das Burgstall Hapsperg zu Lehen zu empfangen begehrt und als ihm das zugelassen wurde, seinen Vetter Hainrich von Stoffeln beauftragt, das in seinem Namen zu thun. Da derselbe, der an ihn geschrieben laut beigelegter Kopie (ist 1483, Jan. 11.), „vsser landt geschaiden" und da er selbst „diser sterbendenn 16ff halb" nicht persönlich zum Erzherzoge kommen kann, bittet er denselben, er möge seinen Hauptmann za Eottempurg, Herrn Hanns Jacoben von Bödmen, beauftragen, dass er „die verpflicht" und was er sonst dieses Lehens wegen thun müsse, in seinem Namen von ihm annehme. Er bittet um schriftliche Antwort durch diesen Boten. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. 2) 1483 zinstag vor st. Vitz tag [Juni 10.] sendet Jörg von Gundelfingen den vorstehenden Brief an den Erzherzog und einen Brief Hainrichs von Stoffeln, Freiherrn, an ihn selbst von 1483 fritag nach st. Erhartz tag [Jan. 10.] aus Insprugk, in dem dieser ihm mitteilt, er habe den Lehenbrief um 8 fl. gelöst, an Sigmund von Nideggk, der ja weiss, dass er in Beisein seines Vetters sei., Herrn Jorigen Truch- sessen, vor etlichen Zeiten zu Costentz des gen. Lehens halb „red gehapt" habe. Er habe dann in Bregentz seinen Lehenbrief, von dem er eine Kopie beigelegt, in des Erzherzogs Kanzlei dem Schreiber Hell- gruber, der auch Befehl hat, ihm einen neuen anzufertigen, übergeben; zur Lösung dieses neuen Lehenbriefs habe er seinem Vetter Hainrich von Stoffeln das Geld gegeben, und dieser habe es auch bezahlt. Er bittet nun Sigmund von Nideggk, beim Erzherzog zu bewirken, dass er eine endgültige schriftliche Antwort bei diesem seinen Boten erhalte. Gleiches habe er auch an seinen Vetter Ludwig von Brandis geschrieben, damit der Bote, wann er ihn, Sigmund, nicht treffe, doch von diesem „gefördert" werde. Er bitte um schriftliche Antwort durch seinen Boten. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. 3) 1483 fritag vor st. Johanns tag zu Sonnwenden [Juni 20.] willfahrt der Erzherzog der Bitte des Lehensmanns zu Hall im Intall und sendet an den Vertreter desselben, Hanns Jacoben von Bödmen, seinen Hauptmann der Herrschaft Hohemberg, den in seiner Kanzlei gewesenen Lehensbrief. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. 4) 1483 st. Bartholomeus tag [Aug. 24.] ersucht Hans Jacob von Bödmen Jörg von Gundelfingen, den er um „die lehenbrieff, wie das sin soll, zu vertigen" nach Stuttgart bestellt hat, zu ihm gen Rottem- burg zu kommen, weil er selbst wegen der Geschäfte seines Herrn nicht nach Stuttgart kommen kann. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. 5) 1490 freitag nach Letare [März 26.] belehnt zu Ynnsprugg König Maximilian, da ihm sein uBSBpBKp m 152 1481. 1482. Vetter, Erzherzog Sigmund zu Österreich, aus besonderer Neigung und angesippter Freundschaft die Regierung aller seiner inneren und vorderen Lande übergeben, Bernhardt von Pewrn als Lehenträger Stefans und Sweikarts, der hinterlassenen Söhne weiland Jörgen von Gundelfingen, mit dem Burgstall Habsperg bei Ruedlingen an der Albe, das diese von ihrem Vater ererbt haben. Perg. Or. mit dem zerbröckelten Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. R. 1481, Nov. 24. Constanz. 88. Vicarius Ottonis episcopi Constantiensis in spiritualibus generalis pro parte magistrae et conventus monasterii in Wittheyn eruditus, Johannem Glockner ple- banum ecclesiae parrochialis in Rossberg ab ecclesia sua sine rationabili causa et absque licentia ordinarii recessisse et continuo absentare, eunderu ante se non coni- parentem ab ecclesia praefata amovet et dicto monasterio, patrono ecclesiae, alium plebanum praesentandi ad eandem libertatem concedit. Datum Constantie 1481 die vicesima quarta mensis Nouembris, indictione decima quarta. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Orig. Donaueschingen. 1) 1501, Juli 14. Balthazar episcopus Troyanus, Hugonis episcopi Constantiensis in pontificalibus vicarius generalis, in villa Rossberg ecclesiam parrochialem in honore sanctorum Egidii confessoris et Vr- sule sodaliumque eius cum cimiterio reconciliat, statuens, ut eiusdem ecclesiae dedicationis anniversarium in festo s. Georgii singulis annis celebretur, deinceps in villa Kaltbronnen capellam praefatae ecclesiae an- nexam in honore beatissimae virginis Mariae et s. Sebastiani de novo cum uno altari consecrat, statuens ut eiusdem dedicationis anniversarium proxima dominica ante Assumptionis beatae virginis Mariae peragatur. Omnibus vere poenitentibus et confessis, qui in festis dedicationis ecclesiae et capellae et altarium earundem et patronorum ad easdem confluunt et pro fabricis seu ornamentis earundem manus porrigunt adjutrices, 40 dies indulgentiarum de iniunctis eis poenitentiis relaxat. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 1482, Jan. 20. 89. Bärbel, Witwe, von Horenberg leiht 2 Lehen in Doppeler hoff, deren jedes jährlich 1 ti /5j Straßburger, 6 Sester Haber, 2 „ernhüner", 1 Fastnachthenne, Dritteil und Fälle und 2 „frontäwen" giebt, ferner vff Ruter ein Lehen, das 18 ß ^ Straßburger, 4 Sester Haber, 2 „ernhüner", 1 Fastnachthenne, 2 „frontawen", Dritteil und Fälle giebt, und ein Viertel eines Lehens vff Ruter, das 22 ^ Straßburger giltet, alle diese Stücke im Welschenstainach gelegen, Jacob München von Rosenberg, sesshaft zu Haselach im Kinczigentall, zu Mannlehen, nachdem derselbe sie bisher, wie ehedem sein Vater Joß Münch von Rosenberg sei. „in widemes wise" genossen hat. Geben vff den nehsten sondag noch st. Anthonigen tag 1482. Das Siegel der Ausstellerin beschädigt. Perg. Or. Donaueschingen. ■■■■ Ina iü "'■"'■ .':..■•. .::.,::. ....■, 1482. 153 1) 1494 mendag nach st. Paulus tag siner bekerung [Jan. 27.] eignet diese Ludwig von Horn- berg Jocob Münchs von Eosenberg sei. Söhnen Hans Jost und Friderich Munich, Gebrüdern, um ihrer und ihres Vaters treuen Dienste wegen in Form eines Kaufes (die Kaufsumme nicht genannt). Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt, das seines Schwagers, des festen Hansen Stange, unkenntlich. Donaueschingen. MB WBBm 1482, März 13. 90. Wegen der Späne, welche Jerg, Virich und Hug, Gebrüder, Grafen zu Werdenberg und zum Hailigenberg, zu ^Erzherzog Sigmund zu Osterrich wegen der Grafschaften Nellemburg, Sigmaringen und zum Hayligenberg und wegen der Landvogtei Obernswäben zu haben vermeinen, haben sich die gen. Grafen begnügt, diese Späne durch Graf Oswalt zu Tierstain, des Erzherzogs Landvogt in Elsass, und durch des Erzherzogs Räte, die derselbe von Hof dazu heraus verordnet, gütlich oder rechtlich entscheiden zu lassen. Kein Teil darf dem andern das Recht gefährlich verziehen, sondern bis kommenden st. Johannis Tag Sunwenndi soll der Streit, „souil das recht erlydet vnd zugibt", geendet sein. Der Erzherzog soll den Grafen von Werdem- berg wegen dieses Anlasses gen Hayligenberg in den nächsten drei Wochen zu- oder abschreiben. Datum vff mittwochen nechst nach dem sonntag Oculi [14]82. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. 1) Vermutlich infolge dieses Anschlages Hessen zu Buchhorn die Grafen von Werdenberg durch Cünrat Bischoff und Jerg Varer eine Menge Aussagen von Zeugen aus Eriskirch, Buchhorn, Bitzenhofen, Heppach, Wechseltsweiler, Gannenweiler, Ailingen, Immenstaad, Bammleshofen, Kluftern, Stadel, Ober- und Untertheuringen, Fischbach, Unterraderach, Hagnau und Ittenhausen vor dem Stadtgerichte Buchhorn 1482 an st. Marcis Tag [Apr. 25.~\ und Mittwoch nach des hl. Kreuz Tag im Maien [Mai 8.] aufnehmen. (Pap. gleichzeitige Kopien. Donaueschingen). Nach diesen Aussagen hatte die Grafschaft Heiligenberg die hohen Gerichte, den Forst und den Wildbann brs^än~die~"Schussen, nach einer Aussage: vom Bodensee in in die Schüssen, die Schüssen aufwärts bis Altenbrugk, von da gen Byenbach in den Burgstock, von da gen Tymenlachen und von da gen Riethusen in den Stockbrunnen, nach einer andern : von Eriskirch bis gen Ravensburg „in ain staine hopt". Bis an die Schüssen hat auch der Heiligenberger Nonnenmacher verschnitten und haben der Grafen Anwälte Masse, Mühlen und Tafernen verliehen, geschaut und gepfächt. Auch die niedern Gerichte zu Heflkofen, an der Visel, zu Alberskirch, Wechseltsweiler, Zogenweiler, Theu- ringen und Fischbach gehörten gen Heiligenberg, erst vor 4—6 Jahren begannen die Eingriffe der Landvogtei in diese Eechte a ).._. a) Mit diesen Aussagen stimmt im wesentlichen überein die undatierte Klagbeschwerde des Grafen Jörg von Werdenberg gegen des Landvogts, des Truchsässen Hans, neue Einträge zu Waltenwiler, Hefigkofen, in der Theuringer Ach, zu Fischbach, Wechseltsweiler, Zogenweiler, Ringenweiler, Horgenzell und an derselben Art „uff den Hausseggen". Diese Beschwerde wird deshalb aus gleicher Zeit stammen. Mon. Habsburgica I, 3 S. 216—218. / 2) Der Streit war 1482 schon lange entbrannt, denn bereits 1466_ suchte die Gesellschaft st. Georgenschilds zwischen dem Grafen Jörg von Werdenberg und dem Landvogt, die wegen Bestrafung des VII 20 "■■.■'■■'■■'- ■■-:■■■ 154 1482. X Müllers im Tobel, bei dem des erstem Vogt bei der Miih.lenscb.au in seiner Grafschaft Heiligenberg falsches Mass gefunden hatte, haderten, zu vermitteln, s. Burgermeister Cod. dipl. equestris I, 1455—57. Nach dem Eepertorium des Schatzarchives zu Innsbruck 4, 422 sodann besass dieses Archiv ehedem „ain kaiserliche commission an bischof Ortlieb von Chur etc. in disen Sachen zu hanndlen: Landvogtey contra Werdenberg von wegen der obrigkait zwischen der Rottach, auch der Turinger Ach, dessgleichen dem Lippach untz in den Podensee und der Schüssen und von der Schüssen untz gen Riethausen in den Stockhprunnen, 1475" a ). a) Diese Urkunde und ebenso „ain grosser sack, darynn ligt der process zwischen der Lanndtvogtey zu Swaben unnd der grafschafft Hailigenberg unnd annder Schriften, dieselben spän berüerend, ab anno 1483 usque 1500" sind jetzt verschollen; diese Stücke gehörten nach Mitteilung des Archivsekretärs Dr. Redlich in Innsbruck zu den Archivalien, welche vor 100 Jahren von Innsbruck an die damalige vorderösterreichische Regierung in Freiburg ausgeliefert wurden. 3) 1482 Sept. 25. befiehlt zu Wienn Kaiser Friedrich Albigen Grafen zu Sultz, Sigmunden Grafen zu Lupfen und dem Bürgermeister und Rate der Stadt Costenntz, da ihm Georg, Virich und Hawg, Gebrüder, Grafen zu Werdemberg, haben vorbringen lassen, dass ihnen an ihren hohen zu der Grafschaft Heiligenperg gehörenden Gerichten Irrung beschehe, und dass sie darüber zum Gebrauche in künftiger Zeit etliche Zeugnisse nötig hätten, aber besorgten, dass die dazu nötigen Personen, die zum Teil mit Alter und Blödigkeit des Leibs beladen, mit Tod abgehen oder ausser Landes ziehen und also keine Kundschaft mehr geben können, auf der gen. Grafen oder ihrer Anwälte Begehren alle ihnen hiezu benannten Personen rechtlich vor sich zu heischen, über deren Kundschaften unter ihrem Insiegel glaubliche Urkunden zu geben und solche, die sich Kundschaft zu geben sperren, dazu zu zwingen. Pap. Or., das rückwärts aufgedrückte kais. Sekret grösstenteils abgefallen. Innsbruck. 4) 1483 mittwoch nach Hylary [Jan. 15.] werden Erzherzog Sigmund zu Osterrich _und Hanns Truchsess zu Waltpurg als Landvogt einer- und die Grafen Jörg, Virich und Hug zu Werdemberg und zum Hailgenberg, Gebrüder, anderseits, die auf Graf Oßwald zu Thierstain „veranlast" waren, durch des Erzherzogs Räte dahin vereint, dass sie, da dieser „anläß aber verschinen vnd ab" ist, vor Bürgermeister und kleinen Rat zu Costentz zu rechtlichem Austrage kommen und dieselben bitten sollen, in 14 Tagen Tag anzusetzen, auf dem die Parteien mit voller Gewaltsame und ihrem Beweismateriale erscheinen werden. Kop. im Constanzer Urteile von 1484, Aug. 30. 5) 1483 Apr. 6. bevollmächtigt Kaiser Pridrich zu der Nüwenstatt Bürgermeister und Räte zu Costentz, den Handel der vorgen. Parteien in seinem Namen gütlich oder rechtlich zu entscheiden. Kop. im nachfolgenden Constanzer Urteile von 1484, Aug. 30. 6) 1483 samstag, st. Larentzen aubend [Aug. 5.]. Klage der Grafen von Werdenoerg: Den fürsichtigen, wisen burgermaister vnd rate der statt Costentz embietten wir^förg vnd Vlrich^gebriidere, grauen zu Werdemberg vnd zum Hailgenberg, vnnsern günstigen grüs zuvor. JÜieben vnd gütten fründ! Nachdem wir gegen her Hannsen truchsäsen, lantvogt etc. vf sinen ingelegten gewalt, von dem durchlüch- tigen fürsten vnd herren, hern Sigmunden, ertzhertzogen zu Osterrich etc., vnnserm gnädigen hern vßge- gangen, durch vch als kaiserlich comissary\vff üwer tagsatzung betädinget sind, das wir die clag, so wir von vnnser vnd vnnsers brüders, graff Hujatn von Werdenbergs, wegen vff die commissyon, von der kaiserlichen mayestät an vch vßgegangen, für vch in nämlicher zitt schrifftlich bringen vnd vberantwurten sollen, wie dann söllichs üwer abschidzedel zu erkennen gitt, damit dann an vns kain mangel gesechen werd, so haben wir vnnser clag in vier stuck schrifftlich gestelt, die luttet von wort zu wort also: wiewol wir vnd vnnser brüder, graue Hug, die jjräjlschafft Hailgenberg vonjL em ha iigen rieh zu lehen hand mitt aller irer herlichaitt, lantgerichten, hochen vnd nidern gerichtenj och vörsten, wildpennen vnd anndern anhengen, die in ain gräffschafft dienen vnd gehören, vnd die och von vnnserm lieben herren vnd vatter säligen also vff vnns ererpt hand vnd komen ist, deßhalben wir dann billichen vngeiert vnd vnuerhindert daby beliben sölten, so hat doch her Hanns truchsäß alsÄantuog^_yndergtanden, vnns darinne zu belaidigen vnd zu verhindern vnd darin zu griffen vnbillicher wise, och vnerfolgt vnd vnerlangt rechtens. Nämlich vnd des (jßj^ VU&&J* CfeSaM HB ■HB WM '■'■■■■*> 1482. 155 ersten, so hat er gegriffen in die selb vnnser gräffschafft Hailgenberg vnd darinn geb üst tqdschlag, vnd nämlich an~vnnser hindersässen Hannsen Rüttner von Heuikouen, die Haiigen zu Adeltzrüty etc., och annder derglichen stuck, die hochen gericht berürende, das wir vmb kürtzrung willen vermiden, vnd sich an demselben vnbillichen gebrach nitt benügeHTäsen, sonnder ettlich vnnser amptlüt, den Widmar, Walder, Springer vnd annder gefangen vnd gedrungen, hinfür vnnsern empfelh in söllichen Sachen zu vermiden. Zum ann=_. äexn so hat er vnns ingriff geton in die ni dern ge richt, in vnnser gräffschafft Hailgenberg gehörn, nämlich zu Wechssetschwiler, Zogenwiler, Ringgenwiler, Wolckartschwiler, Wilhelmskirch, Albertzkirch, Heuikouen, Ober vnd Vnder Thüringen, Schnetzenhusen, zu Vischbach vnd anndern dörfern vnd höuen, in der vorge- melten gräffschafft gelegen, vnns von alter zügehörig, vnd mitt gewalt vnderstanden, die selben nidern gericht im gebottmässig zu machen vnd für sich zu rechtuertigen zu ziechen. Zum dritten so hat er fürge- nomen zu griffen in vnnser först vnd wildpenn von der Schüssen biß in die Rottach, in den Lippach vnd anndre end, daselbs das vederspil abgenomen, das voglen vnd anndere klain waidwerck, in den vorst gehörig, erlopt vnd verlihen. Zürn vierden so hat er ettlichen lütten, in vnnser gräffschafft zürn Hailgenberg gesessen, mitt sinen gebotten gedrungen vnd bewegt, das sy vogtrecht vnd vogtgült, die sy lang wil vnd zitt vnnsern vordem vnd vnns järlichen geraicht vnd geben, vnns abgekündt vnd vorgehalten band vnd vnns die noch vorhalten, nämlich der müller zu Rottach, Gebhart zu Gattenhouen, Petter Schiig zu Heuikonen, Schmitten zu Gaicken etc. Vnd wann aber wir vff die pflicht^ damit wir von der gräffscliafft Hailge nberg wegen zu dem haiigen Rieh verbundenn, schuldig vnd pflichtig sind, die ehaff t vnd heiiichaitt, zu der selben gräffschafft gehörig, getruwlichen zu hanthaben vnd in wesen zu behalten, so getrüwen wir, üwer wißhaitt als kaiserlich commissary werden zu recht erkennen, das her Hannsen truchsässen als lant- uogt nitt gezimpt hab, söllich ingriff, irung vnd abbrüch zu tun vnnser gräffschafft, vnd das er söllichs kinfür nitt mer tun vnd schuldig sin soll, vnns dasselb zu wandeln, och vnns costen vnd schaden söllicher Sachen erlitten abzulegen vnd zu bezalen, vnd bitten also daruff üwer wißhaitt, söllich clag vnnserm wider- tail züzefügen innhalt des abschids etc. Kop. im Constanzer Urteil von 1484 Aug. 30. 7) 1483 zinstag nach st. Verrenen tag [Sept. 2.]. Antwort des Trüchsessen Hans: Den fürsichtigen, ersamen vnd wisen burgermaister vnd rate der statt Costentz, minen gütten fründen, embütt ich /s Johanns truchsäß zu Waltpurg, mins gnädigisten herren, ertzhertzog Sigmunds zu Osterrich etc. lantuogt in Obern vnd Vndern Schwaben, min früntlich, willig dienst zuvor. Vnd als die gräffen zu Werdemberg vnd zürn Hailgenberg dem abschid nach, von i?ch abgeredt vnd vßgangen, ir clag in geschrifft ingeben vnd die vff vier stuck gegründt vnd gesetzt haben, die mir vff frittag nach sant Larentzen tag [Aug. 15.1 nächst vergangen zügesannt worden ist, sag ich als anwält vnd geston^iitt, das dise gütter, do dann mine vordem vnd ich in namen der Lantuogtye vnd als lantvogt oberkaitt gebracht haben, also in den ober- kaitten vnd grenitzen der gräffschafft Hailgenberg syen gelegen, oder das die herren von Werdenberg in rechtlichem brach söllicher oberkaitt an den orten zu vben syen gewesen, «onnder sag ich, das ob ainem, ^zechen, zwaintzig, drissig, vigrizig- jaren vnd lenger min vordem vnd ich lantuogt vnd in der Lantnogty namen haben mitt gütter gewissne vnd zimlichemingang söllich oberkaitt geübt vnd gebracht also lang, des zu rechtlicher stett vnd lands gewer genüg ist, zu dem syen och söllichs in den grenitzen der genampten Lantuogtye mitt kaiserlichen vnd~Mnglichen brieffen vnd anndem vrkünden gnügsamlich vergriffen, wie dann zu sinen zitten für üwer wißhaitt och dageton werdt, hoff vff söllichs, das ich von der getonen clag der grauen von Werdenberg ledig erkennt vnd absoluiert, och die Lantuogtye by irem brach vnd innhaben beliben solle mit ablegung costen vnd schaden, vnd bitt daruff üwer wißhaitt ernstlich, söllich min ant- wurt minem widertaü züzefügen innhalt des abschids, das begeren ich vmb vch, wa ich mag, früntlich zu verdienen. Kop. im Constanzer Urteil von 1484 Aug. 30. 8) 1483 zinstag nach st. Maricius tag [Sept. 23.']. Werdenbergische Widerrede: Den fürsichtigen, ersamen vnd wysen burgermaister vnd rate der statt Costentz embietten Jörg vnd Virich grauen zu Werdemberg vnd zürn Hailgenberg vnnsern günstlichen grüs zuvor. Lieben vnd guten fründ! Vff mittwochen nach sant Verrenen tag [Sept. 3.] nächstuergangen ist vnns zükomen ain schrifftlich mainung, so Hanns truchsäß zu Waltpurg, ritter vnd lantuogt, vff vnnser gethane clag an üwer wißhaitt hat langen lassen, 20* ($^a{ fovTO». mm 156 1482. X QßüUu- . , orte \c> ®Mte: «^ dem nach vnns innhalt des abschids witter gepurt vnnser widerred geschrifftlich darzütünd, das wir vch aber mitt vberflüssigen Worten nitt beladen, noch dafür angesehen mögen werden, das wir vns schlichen vnd flucht nemen, vch den gegenwirtigen handel lutter fürtzütragen, vnd wie er an im selbs gestalt ist, erkennen zu geben, so tügen wir vnser widerred in mäsen, wie hernach Voigt/ Vnnser clag hat in ir beschlossen vier stuck, die selben alle mitt gar luttern, verstentlichen worten vnd in söllicher gestalt sind dargetonjworden, das on zwiuel, wa die widerparthy deßglichen hett gepflegen vnd das recht nitt lieber durch tunckle antwurt speren, dann den gegenwirtigen handel lutter an den tag legen wollen, üwer wiß- haitt gar licht hett vrtal sprechen vnd vns zu forderlichem vstrag des rechten verhelfen mögen, welchs dann also mag verstanden werden: In dem ersten stuck vnnser clag ist angezogen worden, wie vnns der lantuogt in vnnser gräffschafft Hailgenberg gegriffen vnd darinne todschleg gebüst hab, nämlich an vnnsern hindersäsen Hannsen Rüttner von Heuikofen, den Haiigen von Adeltzrüte vnd andern, item das er vnnser amptlüt, den Widmar, Walder, Springer etc. gefangen hab vnd gedrungen, hinfür vnnser beuelch in söl- lichen sachen nit mer nachzükomen, welches dann geschechen ist in süben oder acht jaren vngefarlich, ^toj^ söllicher zitt wir vnd vnnser vordem zürn Hailgenberg durch die gemelten vnd annder vnnser amptlüt je vnd ye in besaß vnd gebruch gewesen sind, daran vnns der lantuogt ingriff vnd abbrach geton haut vner- uolgt rechtens vß aignem gewalt. /So haben wir dann in dem anndern stuck angezogen, wie vnns der lantuogt in die nidern gericht der vorbestimpten dorfern vnd anndern orten ingriff geton hab vnd sich vnderstanden, im die selben gebottmäsig zu machen, das och geschechen ist vngeuarlich by süben oder acht jaren, vor der selben zitt wir allain vnd vnnser vordem zürn Hailgenberg die an söllichen bestimpten orten geüpt vnd gebracht haben vnd in rüwiger besaß söllichs bruchs der selben nidern gericht je vnd ye gewesen syen, vnd weder der lantuogt, noch sin vatter sich söllicher nidem gericht je gebracht hat. In dem dritten stuck aber ist vnnserthalben angezogen worden, wie vnns der lantuogt gegriffen hab in vnnsern vor st vnd wi ldpjtnn von der Schüssen biß in die Rottach, in den Lippach vnd anndre end etc., welchs dann geschechen ist vngeuarlich by zwayen oder dryen jaren, vor söllicher zitt sich der lantvogt noch sin vordem des vorsts nie angenomen, sin nie in gebruch, vbung, beseß oder innhabung gewesen, sonnder wir vnd vnnser vordem zürn Hailgenberg je vnd ye. So haben wir dann in dem vierden stuck angerürt, wie der lantuogt durch sine gebott »ettlich, in vnnser gräffschafft Hailgenberg sitzent, nämlich müller zu Rottnach, Gebhart zürn Gattenhoff, Pettern Schiigen zu Heuikoffen, Schmiden zu Gaicken etc., bewegt vnd abgetriben hab, das sy vnns die vogtrecht vnd vogtgült, die sy lange zitt vnns vnd vnnsern vordem järlich geraicht haben, jetzo zu geben verhalten vnd speren, das och vngeuarlich by süben oder acht jaren beschechen ist, vnd doch wir von derselben zitt in besaß vnd innhabung gewesen sigen, söllich vogtlütt zu empfachen. So nu die vier stuck in vnnser clag so gar lutter dargeton sind, hett sich wol gezimpt, vnd war das recht vast dardurch gefürdert worden, das der lantuogt lutter antwurt ains jetlichen stucks halben hett geben vnd des ersten stucks halben gesagt hett, ob er todschleg an Hannsen Rüttner, den Haiigen vnd anndern gebüst hett oder nityVnd ob die selben vnnser hindersässen in vnnser gräffschafft wären oder nitt, item ob er vnnser amptlut vorgemelt gefangen vnd gedrungen hett, wie dann angezogen worden - ist, oder nit, vnd des anndern stuckß halben, ob er vnns ingriff in die bestimpten dörfer der nidern gericht halb geton hett oder nitt, vnd ob solliche dörfer in vnnser gräffschafft Hailgenberg gelegen wären oder nitt, vnd ob wir nitt wären vor söllichem ingriff in fbung vnd gebruch des gerichtzzwangs der selben nidern gericht gewesen, vnd des dritten stuckß halben, ob wir aber nitt hetten fry, von dem lantuogt vnd sin vordem vn- geiert, inngehept den vorst von der Schüssen biß in die Rottach, in den Lippach vnd anndern orten der selben gegny, vnd des vierden stuckß halben, ob die bestimpten in dem selben stuck vnns vor sinem verbieten hetten die vogtlüt geben oder nitt, vnd ob er inen es hab verbotten oder nitt, vnd ob sy in vnnser gräffschafft Hailgenberg sitzen oder nit. Wann so der lantuogt so lutre antwurt zu vnnser clag gegeben, so hett niemand mügen gedencken, das er das recht speren, hindern vnd blenden, sonder fürdern vnd vnns baiden parthyen ab der sach helfen wolte, das erjibe r nitt get on hat, sonnder allain gesagt, er_geste nitt,_ das dise gütter, so dann_sinjeordern vnd er in namen der Lantuogty vnd als lantuogt gebrucht haben, in den oberkaitten vnd grenitzen vnnser gräffschafft Hailgenberg sigen gelegen/ vsser welcher antwurt nitt 1482. 157 im 1111111111 111111 .■■ ■ ■ erschint, ob er gestand, das er die angezognen todschleg an den angezaigten personnen vnd anndern ge- büsset vnd die vorgenanten vnnser amptlüt gefangen vnd gedrunngen habe, wie dann deßlialben ist angezogen worden; es erschaint och glich so wenig vss siner antwurt, ob er gestand des ingriffs, in dem anndern stuck angezogen, vnd vnnsers vorgenanten bruchs, vnd ob sölliche dörfer in vnnser gräffschafft ligen; so erschint och nitt, ob er gestand den ingriff des vorsts halb, in dem dritten stuck angerürt, vnd ob er vnd sin vordem ye söllichen vorst inne gehept haben oder sich desselben vor vnderstanden vntz yetz by zwain oder drin jaren vngeuarlich; er gitt och durch sin antwurt nitt zu erkennen, ob er gestand geton haben des vierden stucks halben vnd der angezognen besaß, sölliche vogtgült ingenomen vnd empfangen. Dartzü hat er sin tunckle antwurt gestelt allain vff sich als anwalt, so er doch ouch für sich selbs in dem anlaß, kaiserlichem commission vnd dem rechten verfasset ist. Die wil nu dem also ist, vnd doch das recht lutter vnd nit in tunckeler wiß oder blindung sol geübt, sonnder ain jeglich stuck lutter verjat oder ver- naint werden, damit das recht sinen gebürlichen, fryen gang vngeiert vnd vnuerblendt möge haben, hoffen wir vnd getruwen, üwer wißhait werde den lantuogt gütlich daran wisen, luter antwurt in maß, wie dann oben ist angezaigt worden, nitt allain als anwalt, sonnder och für sich selbs zu geben, wa aber das gütlich nitt wölt verfachen, mitt üwerm rechtlichen spruch erkennen, das er sölliche lutre antwurt ze geben sin selbs halben vnd och als anwalt schuldig sye, begeren och, üwer wißhaitt wolle dem lantuogt vnnser gegenwirtige widerred förderlich zuschicken, das wollen wir vmb üwer wißhaitt beschulden vnd verdienen. Kop. im Constanzer Urteil von 1484, Aug. 30. 9) 1483 frittag vor st. Martins tag [Nov. 7.]. Schlussrede der Grafen von Werdenberg: Den fürsichtigen, ersamen vnd wisen burgermaister vnd rate der statt Costentz embietten wir Jörg vnd Virich, gebrüdere, grauen zu Werdenberg vnd zum Hailgenberg vnnsern günstlichen grüs züvoran. Lieben vnd guten fründ! In dem handel, so zwüschen vnnser an ainem vnd dem lantuogt am anndern tail vor üwer wißhaitt ettwie vil zitt her geübt worden ist und noch vor vch hanget vnentschaiden, ist vnns zürn jüngsten zükomen ain gegenred, so der lantuogt vff vnnser widerred hat an vch langen läsen vnd begert vnns die selben zu v hersenden, die wil vnns aber der abschid, zwüschen vnns, den parthyen, fürgenomen, zügipt, das wir mügen wider söllich gegenred vnnser notdurft in geschrifft wider dartün, so wollen wir das selb geton haben in mässen, wie dann hernach volgt, doch vorfallen dingen so bezügen wir vnns vnd protestieren, dz wir der widerparthy antwurt vnd gegenred annemen, so vil sy für vnns tun vnd nitt annders. Wiewol vnnser clag anrürt ettlich gethät vnd handlungen, so durch den lantuogt begangen sind, wie dann die artickel, mitt lutern worten in der selben clag dargeton, söllich gethät vnd handlungen wol vnd gnüg- samlich zu erkennen geben, dartzü aber die widerparthy mitt nichte so luter antwurt gegeben hat, als sich dann im rechten wol gezimpt hett, wie wir dann vormals in vnnser widerred angezaigt haben vnd daruff gedrungen, damit die widerparthy zu fürdrung der Sachen noch lutter antwurt gegeben hette, das vnns doch die widerparthye nitt hat gediehen wollen lasen, wiewol wir och nitt zwiuels haben, üwer wißhaitt werde rechtlich erkennen, das vnns luter antwurt engegen gen sölte, nicht destminder damit ir darumbe ze sprechen vertragen werdet vnd wir dest förderlicher vßtrag des rechten erlangen mügen, so ist vnnser fürwand also: Wir haben ain clag gefürt wider vnnsern gegentail vnd die selben gesetzt vff vie£. artickel, darwider der gegentail in siner antwurt vnd och gegenred sagt, er gestände nitt A . das die gütter, in vnnser~jVc* clag angezogen, in vnnser gräffschafft zürn Hailgenberg ligen, oder das wir vnd vnnser vordem in recjitTT^Jf q/jl^LJ^^ • lichem gebruch söUjcher oberkaitt an den orten zu vben gewesen sigen, vnd wil damit vnnser clag ver- naint haben, dem nach so hangt alle irtum der gegen wirtigen sache an dem, das wir vnnser clag förbringen oder er wisen, des zürn rechten gnüg sye, dann wenn das selb geschechen ist, wollen wir in vngezwiuelter hoffung sin, üwer wißhaitt werde erkennen, wie dann in dem beschluß vnnser clag von vnnsert wegen ist begert worden. So nu dem also ist, so erbietten wir vnns mit besigelten lehenbrieffen, kuntschafftbrieffen, vnd erbern lüten förtzübringen, wie recht ist vnd der anlaß, zwüschen vns, den parthyen, begriffen, zügipt die nach volgenden artickel vnd begeren dartzü geläsen zu werden, doch vnuerpflicht zu vnnotdurftiger wisung: Zürn ersten, das sich vnnser gräffschafft zürn Hailgenberg grenitzen strecken vnd ziechen gen des richs gräffschafft zu Rauenspurg wertz gen Eiethusen in den brunnen, vsser dem brunnen in Thimenlachen, I sAkER ("•' 3&1 :.¥-*■■; ffisS 158 1482. / vsser Thimenlachen gen Altenbrugg in die Schüssen vnd die Schüssen ab in den Bodensew; zum anndera das die dörfer, hoff, guter, gegny vnd ende, in vnnser clag angezogen, ligen inderthalb der jetz angezaigten grenitzen; zum dritten das her Hanns truchsäß, vnnser gegentail, vnns in sölliche grenitzen vnnser gräff- schafft gegriffen vnd todschleg darinnen gebüset hat, nämlich an vnnsern hindersäsen Hannsen Eüttern von Heuikoffen vnd an den Haiigen zu Adeltzrüte vnd anndern; zürn vierden das vnnser gegentail, der lantuogt, vnnser amptlüt, inderthalb der angezaigten grenitzen gesessen, nämlich den Widmer, Walder, Springer vnd annder gefangen hat vnd gedrungen, hinfür vnnsern empfelh in söllichen emptern zu vermiden; zum fünften das sich der selb lantuogt by süben oder acht jaren vngeuarlich den nächst vergangnen mitt aignem gewalt vnderstanden hat, vnnser nidre gericht im bottmäß jg_zü machen vnd für sich zu rechtuertigen zu ziechen, nämlich zu Wechsetwiler, Zogenwiler, Ringgenwiler, Wolkartsckwiler, Wilhelmskilch, Albertzkilch, Heuikoffen, Ober vnd Vnder Thüringen, Schnetzhusen, Vischbach vnd annder dörfer vnd hoff, alle innerha lb der angezaigten grenitzen vnnser gräffschafft gelegen; zürn sechsten das wir vnd vnnser vordem heren zürn Hailgenberg an den nachstbestimpten orten die nidern. gericht gebrücht, geübt vnd inngehept haben rü- wenclich vnd vngesumpt so lang zitt, der anfang nitt ist in mentschlicher gedächtnus, biß vngefarlich by süben oder acht jaren den nächst vergangnen vnd weder der lantvogt, noch sin vatter, noch annder ir vordem in der Lantuogty vor söllicher zitt sich der gemelten nidern gericht ye gebrücht haben; zum si- benden das der selb lantvogt jetzo by zwain oder dryen jaren den nächsten vergangen vngeuarlich vnns^gegriffen hab in vnnsern vorst vnd wildban von der Schüssen biß in die Rottach, in den Lippach vnd anndre end vnd daselbs das vederspil abgenomen, das voglen vnd ander ciain waidwerck, in den vorst gehörig, erlopt vnd verliehen, vor welker zitt sich weder der lantuogt jetzo, noch sin vordem des vorsts an den gemelten enden je angenomen haben, sigent des och in gebruch, vbung, besaß oder innhabung nie gewesen; zum achtenden das her Hanns truchsäß, der lantuogt, vor ettlichen jaren mengmäl bekennt hat, er neme sich des vorsts an den gemelten enden nit an, red vnns och nitt darin; zürn nünden das der selb lantuogt ertlich, innerhalb der vorgemelten grenitzen in vnnser gräffschafft sitzend, by süben oder acht jaren den nächst vergangnen vngeuarlich bewegt vnd abgetriben hab, das sy vnns die vogtrecht vnd vogtgült verhalten vnd speren, vnd sy vnns doch vnd vnnsern vordem, herren zürn Hailgenberg, vor der selben zitt je vnd ye solliche gült one widerred geraicht haben; zum zechenden das wir sölliche gräffschafft zum Hailgenberg von vnnserm herren vnd vatter ererpt vnd von dem haiigen Römschen Rieh zu lehen empfangen haben mit allem irem zügehören, in dem lehenßbrieff begriffen, das für den letsten artickel. Sölliche stuck oder artickel erbietten wir vnns zu wisen doch vnuerdingt zu vnnotdurftiger wißung vnd wollen hoffen vnd ge- trüwen, wir werden von üwer wißhait dartzü geläsen. Das aber der gegentail zu ainer vermainten gegen- wer fürwendt, wie das die guter, hoff vnd annders in ir clag angezogen in der oberkaitt vnd grenitzen der Lantuogty ligen, dartzü sagen wir so vil: wenn wir im sölliches fürwands gestendig wären, so möchte im doch das'selb in der gegenwirtigen sach kainen behelf bringen, vnd geben das also zu erkennen: ain jeder lantuogt in Schwaben, zu dem das er lantuogt ist, so hat er in des richs_gräffschafft zu Rauenspurg, weihe gräffschafft ir aigen vnd besonnder grenitzen hat, die sich mit nichte so witt streckt, als der Lantuogty grenitzen, dann sölt die Lantuogty nitt witter grifen, denn sölliche gräffschafft, so schrib sich der gegentail vnbillich ain lantuogt in ObenTvnd Vndern Schwaben, nu volgen die hochen gericht, desglichen der vorst vnd nidern gericht nitt der Lantuogty nach, wan sust so hett er allain allen gerichtzzwang vnd wildbann in allem Schwaben, sonnder so volgen sy nach des Richs gräffschafft zu Rauenspurg, so witt die selb gät, reden wir im weder in den gerichtzzwang, noch in den vorst; wölt nu der gegentail mainen, das die angezognen dörfer, hoff, gütter vnd gegny in des Richs gräffschafft zu Rauenspurg lägen, sölte sich das selb mitt nichte erfinden, war aber sin mainung, das sy allain in der Lantuogty lägen vnd nitt in des Richs gräffschafft zu Rauenspurg, so wir im dann desselben gestendig wärenTbrächt es im doch kainen behelf vß vorgemelter vrsach. So dann der gegentail witter zu ainer vermainten gegenwer dargethon hat, wie das er vnd sin vordem lantuogt in der Lantuogty haben ob ainem, zechen vnd zwaintzig, drissig, viertzig jaren vnd lenger mit guter gewißne vnd zimlichem ingang sölliche oberkaitt geübt vnd brucht also lang, das zu rechtlicher stett vnd lands gewer gnüg sye, dartzü ist vnser schloßred also, das sollicher fürwand dem ge- 1482. 159 gentail glich so wol kainen behelf gebern mag in der gegenwärtigen sache, vnd das vß mangerlay grunds : zum ersten das sich söllichs weder sol nooh mag mit warhait erfinden, sonnder das widerspil, als dann wol erschaint vß dem, des wir vnns fürtzübringen erbotten haben; zürn anndern wa dann glich sach war, das der gegentail vnd sin vordem die angezognen oberkaitt vnd herlichaitt an den orten, in vnnser clag vergriffen, viertzig jar rüwenclich gebracht, inngehept vnd geübt hetten, des wir doch mitt nichte gestendig syen, mag sich och nit erfinden, so hett doch sölliches innhaben der widerparthye kain rechtliche gewer geberen mügen denn vß zwayen vrsachen. Die erst ist die, als die gaistlichen recht gar lutter verordnet haben, wie lang ain bischoff, ertzbischoff oder pfarer innhät vnd besitzt die grenitzen vnd march ains anndern bistums, ertzbistums oder pfaren, das im söllichs innhaben vnd besitzen kain gewer, die im rechten verfahe, geberen müge, also ist desglichen der hertzogthümb vnd grafschaft halben in den kaiserlichen rechten angesehen, das ir grenitzen durch kain lenge der zitt sölt geuarlich ersessen werden mögen; so nu dem also ist vnd och die grenitzen vnnser gräffschafft sich also strecken, wie wir dann oben angezaigt haben, wirt schinbarlich verstanden, wo glich die widerparthy die angezognen oberkaitt viertzig jar rüwenclich gebracht vnd inne gehept hette, des sy doch nitt hat, noch dann so hett söllicher viertzigjäriger gebruch so vil nitt verfügen mögen, das ain rechtliche gewer darus geschöpft wäre worden; die ander vr- sach ist: es ist kuntlich vnd wisenlich, das kain gewer vertzogen mag werden, es sy dann sach, das die besitzung gescheche mitt gütter gewißne vnd hab ain zimlichen ingang, das selb aber nitt war beschechen mitt den angezognen oberkaitten, angesehen das so lang zitt herr, der anfang nitt ist in menschlicher ge- dächtnus, ain gemainer vnverborgner lünde gewesen vnd noch ist vnder allen den, die an söllicher gegny gesessen sind vnd noch sitzen oder doch von dem meren tail der selben, das sich vnnser grenitzen vnd be- sonnder des vorsts strecken, wie wir dann oben angezaigt haben, wie möcht dann sin, dass sölliche besitzung mit guter gewißne möcht angehept sin worden vnd viertzig jar hette verharret? Vnd wiewol der gegentail vermaint, sin vnd siner vordem besitzung vnd vbung zu vestnen durch zwen brieff, von loblicher gedächtnus küng Sigmund vßgangen, so sind doch die selben brieff also gestalt, das sy der widerparthy kain beuestigung geben, noch ainicherlay guter gewißne oder zimlichen ingang anzaigen mugen, vnd das vß dem grund: zum ersten ist der erst brieff nitt annders dann ain ladnng, an Jacoben truchsäsen vßge- gangen, die ladungen aber geben kain gerechtikait, sy beuestnen och dhain besitzung, das sy ir geben guten vnd zimlichen ingang. So ist der ander brieff. gantz arckwönig vnd so vast, das im wider vnns vnd in der gegenwirtigen sach gantz dhainen globen sol gegeben werden, welhes wir dann also zu erkennen geben: es ist wisentlich vnd kuntlich, das in den kaiserlichen vnd kuncklichen brieffen die jarzal des kaiser- thümbs vnd kungkrichs darunder gesetzt wirdet, damit der selben brieff falsch vnd argwönikaitt destlutrer an den tag komen müge, demnach wa sölliche jarzal in ain brieff vngerecht gefunden wirt, dem selben brieff wurd kain glob gegeben, sonder für falsch vnd arckwönig gehalten werden, nu ist in söllichem brieff des Römschen Ricks zal gantz falsch, wann es stät also: des Römschen Richs in dem ains vnd viertzigisten, das doch nit gerecht oder war sin mag, angesehen das küng Sigmund, nach dem vnd er zu Römschem küng erweit ist worden, weder viertzig noch drissig jar gelept hat, als dann die kronicken gar luter vßwisen, dartzü wenn sölliche des Römschen Richs jarzal gerecht war, so wäre doch küng Sigmund vor vnd ee zu Römschem küng erweit worden, dann er Hungirscher küng gewesen war, das doch mit warhait nitt beston mag, angesehen das die kronicken luter zu erkennen geben, wie er zu Römschem küng erst erweit sye worden, nach dem und er drüw vnd zwaintzig jar Vngrischer küng gewesen was, deßhalben dann in allen gerechten brieffen, von im als Römschem küng oder kaiser vßgegangen, die jarzal sins Römschen Richs vmb drüw vnd zwaintzig jar minder gefunden wirt, dann des Vngrischen richs zal, als denn och in der dargetonen ladung erschinet, hierumb sölicher brieff billich soll für arckwönig, falsch vnd vntöchtig gehalten werden; dartzü so manglen baid brieff der jarzal von der gepurt Cristy, vnnsers herren, das doch in derlay brieffen gantz argwönig ist; witter so ist och der anuder brieff weder ain fryhaitt, noch derlay brieff, die ainem ettwas gerechtikaitt zubringen möchten, als dann och der dritt brieff glich so wenig zü- gipt oder mag. Vnd zürn letsten, ob wol glich sich wäre, das söllich dargelegt brieff der vorgemelten vr- sache halben nitt falsch vnd argwönig wären, das wir doch nit zügeben, noch dann so möchten söllich brieff K&B 'wäfät'i ä^KS®!!»«® sä93s$ "Sh&fe iSr?ps 160 1482. der widerparthy kain behelf bringen in der gegenwirtigen sach vß dem grund, das in sölichen brieffen nit annders beuolhen war, dann sölliche gericht vnd gewaltsame innzehaben, ze nutzen, niessen vnd schützen, als Jacob truchsäß vnd annder lantuögt vor geton hetten, dardurch war aber nitt erwist vnd fürbrächt, ob oder wie Jacob truchsäß vnd sin vordem sölliche gericht vnd gewaltsame inngehept hetten, das doch nott war, wa die dargelegten brieff der widerparthy etwas erschiessen sölten, vnd nämlich so wir inn kains inn- habens der stuck, in vnser clag angezogen, bekennen oder gestendig syen. Die wil nu dem also ist vnd sich nitt annders mag erfinden, so erschint gar lnter, wa glich war wäre, das der lantuögt vnd sin vordem die gedächten spennigen oberkait viertzig jar gebracht vnd besessen hetten, das doch nitt mag erfunden werden, so wäre doch kain rechtliche gewer daruß erwachsen vnd mochte och der widerparthy in der gegenwirtigen sache kainen behelf bringen. Dem nach so begeren wir, wie vor, nach vnnserm erbietten zügeläsen zu werden zu erwisung vnnser clag, wie wir dann vor angezogen haben, begeren och witter vnnser gegenwirtige schloßred der widerparthy zu schicken vnd vnns förderlich ab der sach zu helfen, das stät vnns mit fruntlichem willen zu beschulden. Kop. im Constanzer Urteil von 1484 Aug. 30. 10) 1483 zinstag vor st. Gallen tag [Okt. 14.]. Gegenrede des Truchsessen: Den fürsichtigen, ersamen vnd wisen burgermaister vnd rate der statt Costentz, minen glitten fründen, embütt ich Johanns truchsäß zu Waltpurg, mins gnadigisten herren, ertzhertzog Sigmunds zu Osterrich etc. lantuögt in Obern vnd Vndern Schwaben etc., min früntlich, willig dienst zuvor. Nach dem vnd die grauen von Werdenberg vnd zürn Hailgenberg ain vermainte clag dargelegt, der grund ich dann zu abnemung der selben clag mitt miner antwurt, so ich geton, vßgelöst hab vnd als witter inred von den selben herren geschechen, mir von üwer wißhait zügesant, ist also diß daruff min gegenred: Vnd als sy beclagen, wie min antwurt dunckel, vnluter vnd zu verlengrung der sach, ouch üwer wißhait zu müge diene, vnd also in ir inred vermainen, das ich schuldig sye, inen vff ir frägstuck, dero eben vil syen by zechen oder viertzechen, antwurt zu geben vnd doch die selben fraugstuck nitt gemäß syen dem anlaß vnd der kaiserlichen commissyon, wann die kaiserlich commissyon innhalt den span des hochen gerichts, ertlicher wildpenn, gejagten vnd anndere herlichaiten halb, vnd da niendert stät, das ich schuldig sye, antwurt zu geben vff ir fragen der vnd anndern halb, ob man inen vogtrecht oder vogtgült geben hab oder nitt oder ob ich todschleg hab gebüst oder nitt, wie dann die oder annder fragen luten, deßhalb frömbd zu hören ist an die cleger, wann die sehent ir clag nitt ge- gründt sin, das sy dann mitt fragen nach irm genauen von dem antwurter ir fürnemen begerten zu erobern, vff söllichs ich nitt hoff schuldig sin antwurt zu iren fragen nach irem geuallen, sonnder gnüg sye, antwurt nach miner notdurft, die dann zu grüntlicher abnemung vnd vßlöschung irer clag tüge, zu geben. Damitt aber üwer wißhaitt erkenn, das min antwurt ir clag gentzlich abtüge vnd vßlösch, gib ich dise vnderrichtung: wann ir clag daruff sich grün dt, wie ich in ir hochen vnd nidern gerichten, vorst vnd wildpennen ir gräffschafft an den orten, so sy dann bestimmen, ingriff mit erzellung ettlicher stucken soll haben geton, vff söllichs in miner antwurt erfunden wirt, das ich nitt geston , das sölliche angezogne guter oder höf in ir gräffschafft vnd oberkaitt ligen oder das sy sollich gerechtikaitt an den orten zu tfben in rechtlichem gebruch syen gewesen, sonnder das sölliche guter, hoff vnd annders, in der clag angezogen, in der oberkaitt vnd grenitzen der Lantuogtye ligen, vnd das ich vnd min vordem als lantuögt des haiigen Eichs in besitz vnd rechtlichem brach, söllich oberkaitt zu vben, gewesen vnd noch syen, vß diser antwurt üwer wißhaitt verston mag, das den herren von Werdenberg dhain gerechtikaitt zu söllicher oberkaitt, sonnder der lantuogty, vnd die wil nu inen dhain gerechtikaitt zu stät, so ist ir clag vngründt, zimet och inen nitt, diß, so dann vsserhalb ir gräffschafft in andern gerichten vnd oberkaitten, als in der Lantuogty, geschechen, zu rechtvertigen etc. Vnd damit aber üwer wißhaitt nach lut des anlaß oder der kaiserlichen commission min ge- rechtikait als anwaltz vnd lantuögt gruntlich verston müge, sag ich zu dem ersten, das die Lantuogty zu Schwaben mittsampt iren grenitzen vnd zircklen vnd besonnder in dem Stockbrunnen zu Eiethusen, da dannen denfiuß ab vntz in die Eottach, die Eottach ab biß in die Türinger Ach ab byß in den Lippach vnd den Lippach ab biß in den Bodensew etc. des haiigen Komischen Eichs aigenthüm vnd min pfand sye. Zu dem anndern, das vor zechen, zwaintzig, drissig, viertzig, fünftzig, sechtzig jaren, ouch lenger dannjeman verdencken mag, min vordem in der Lantuogty, och ich in namen der Landvogty an den vnd anndern orten hoche vnd nidre gericht, •'■:■"•■.''..■■':.' z? h : - ■ MQ 8 38$ 1 1482. 161 oberkaitt vnd herlichaitten besessen, gebracht vnd geübt haben vnd also fürter brachen, Vben vnd besitzen sollen, vnd wan aber in kaiserlichen rechten, och lantzgewonhaitt vnd brach ain zwaintzigjäriger gebrach vnd besitzung, die mitt güttem ingang vnd gewissne geüpt wirt, das die ain rechtliche lantzgewer gebern sol vnd mag, deßhalb die wil ich nitt allain in miner antwvrt von ainer zwaintzigjärigen besitzung, sonn- der von viertzigen, fünftzigen, setzigen vnd lengern jaren hab gesagt. Zu dem dritten zu antzaigung, das söllich min vnd miner vordem besitzung vnd vbung mitt guter gewissne vnd ingangen, wie ich jetz geredt hab, sye gewesen vnd besonnder an den obestimpten orten,' sag ich, das zu zitten, so grauff Hug von Werdenberg, herr zürn Hailgenberg sälig, etlich Zuspruch an den gemelten orten besonnder gegen minein vatter, hern Jacoben truchsäsen säligen, zu haben vermaint hat, das vff söllichs die gemelten gräff Hug [vnd] her Jacob, min vatter sälig, von vnnserm allergnädigisten herren, küng Sigmunden, citiert vnd fürgeuordert sye, vnd alda sölh min vnd miner vordem besitzung, so ob stät, von dem selben Eömschen küng becrefftiget ist, och vif söllichs minein vattern, hern Jacoben säligen, als lantuogt von der selben kuncklichen maiestät ge- botten worden, das er solle von gehaiß wegen desselben küng Sigmunds sölliche gericht vnd gewaltsamy an den obestimpten orten halten vnd die von des haiigen Eichs wegen verwesen, innhaben, nutzen, messen vnd schützen, als er dann vnd sin vordem vormals och geton haben, wie dann das üwer wißhaitt an ertlichen brieffen, so ich zu bestättung des artickels hiemit inleg, werden ir clarlich erfinden a ). Zu dem vierden, das min vordem truchsäsen vnd och annder lantuogt sollich oberkaitten vnd herlichaitten an den orten haben gebracht, wiewol mir söllicher kaiserlicher vnd künglicher beuelch nach, och söllicher min vnd mins vaters säligen besitzung vnd langer gewer halb nitt nott wäre, witter kuntschafft zu legen, nicht destminder, so verr vnd im rechten mir nott würde, diß min kuntschafft zu erstatten, beger ich mich dartzü zu läsen. Zum fünften witter erclärung, das ich an den gemelten orten sölliche oberkaitt vnd herlichait zu brachen vnd zu vben gütten füg gehept vnd noch hab, vnd sich die herren von Werdenberg vnbillich von mir be- clagen, sag ich, die wil söllicher brach vnd besitzung in vbung ist gewesen vnd vss dem loff souil jaren ain lantzgewer ist erwachsen, och von der kuncklichen maiestät söllich besitz in crefften ist angesechen vnd deßhalb von künglicher beuelh zu hanthabung ist gebotten vnd also söllichs vif mich erwachsen, öch vber diß alles mir witter beuelh von vnnserm allergnädigisten herren, kaiser Fridrichen, ist beschechen, der mai- nung, das ich an den obgemelten orten die oberkaitt vnd herlichaitt, wie ich vor daruon geredt hab, von wegen des haiigen Eichs mitt den gerichten, gewaltsamy, oberkaitten vnd gerechtikaitten nach minem besten vermögen hanthaben, schützen vnd schirmen vnd nitt gestatten, das darinne ainich abruch oder ingriff be- scheche, wie dann das in dem kaiserlichen brieff lutter vergriffen ist, den ich zu waurmachung diß artickels hiemit och inleg b ). Ab disem allem üwer wißhaitt abnemen mag, das die herren von Werdenberg in ir clag vngegründt im rechten, sonnder das min antwurt zu vßlöschung ir clag gnügsamlich verfangen ist, vnd das die ort vnd grenitz nitt in der gräffschafft, sonnder in der Lantuogty ligent. Ich bin och nitt gestendig, das sy in rechtlicher besitzung oder vbung mitt oberkaitt, herlichaitten oder annder gewaltsamy je gewesen syen gegen des haiigen Eichs aigenthüm, wiewol sy sich des berümen in ir clag vnd gegenred. Vnd sid- mals nu üwer wißhaitt vß miner antwurt vnd gegenred, och globlichen schin, so ich hab dargelegt, erfindt min antwurt gegründt vnd zu vemichtigung ir clag gnügsamlich zu sin, hoff ich, das ich als anwalt vnd lantuogt in gewer vnd besitzung, wie ich vnd min vordem die gehept haben, billich belib vnd von söllicher clag billich ledig erkent werden mitt ablegung costen vnd schaden, vnd vff üwer letsten tagsatzung werdent vor vch die rechten brieff vnd originalia der coppien, so ich jetz ingelegt hab, vnd ob das nott ist, vor minem widertail dargelegt vnd erzaigt, wie sich gepürt, vnd bitt, sölhe min gegenred wöll üwer wisshaitt miner widerparthy zusenden. Kop. im Constanzer Urteil von 1484 Aug. 30. «sJraes&S a) Hier folgt ein Befehl des Königs Sigmund an den Truchsessen Jacob, gegeben zum Totis, Sonntag nach Kreuzerhöhung, „vnnser riche, des Hungrischen in dem 39., des Römschen im 15. vnd des Bechmischen im 5. jaren [1425 Sept. Id.], auf st. Jörgen Tag zu gütlicher oder rechtlicher Entscheidung gegen Graf Hug von Werdenberg, der etliche in seiner Landvogtei gelegene Gerichte anspricht, an seinen Hof zu kommen, sodann die VI, 190 mitgeteilte Urkunde dieses Königs, die hier datiert ist: „zur Blindenburg an st. Petters tag aduincula, vnnsers riche, des Hungrischen in dem 40., des Römschen in dem 41. vnd des Bechmischen in dem 7. jaren". — VII 21 a&t«M 111111)1 atSSssKEä i3ä£& 162 1482. b) Dieser Befehl, der ausdrücklich die Rottach, die Thüringer Ach und den Lippach als Grenzen der Landvogtei bezeichnet, ist zu der Nuwenstatt 1465 eritag nach st. Vrbans tag [Mai 28.] gegeben. 11) 1483 mitwoch vor Nicolay [Bez. 3]. Schlussrede des Truchsessen: Fürsichtigen, ersamen vnd wisen, sonder guten fründ! Vff die schloßred, so die herren von Werdenberg gethon haben vnd mir üwer- antwurt worden, ist diß min nachred, doch mitt vorbehaltung, ob dhainerlay nüwrung mir vff söllich nachred begegnotte, wil ich mich min nottdurft wider söllichs zu brachen oneverzigen han. Dem nach so repetier ich vnd ernüwren zu vßlöschnng söllicher schloßred min antwurt vnd och min gegenred, so ich vormals hab geton, in mäsen, als ob ich die von wort zu wort wider die widerparthye jetz gebracht bette. Vnd als die herren von Werdenberg vermainen den grund der sach daran zu hangen, wo sy mitt kunt- schafft erwisend, ir vermaint artickel, das sy dann söllich sach billich erobert haben sollen, sag ich vnd protestier mich nitt minder, die wil ich vormals gesagt hab, wie ich vnd min vordem an den vnd anndern orten, so dann in der clag bestimpt sind, vnd als die dann in der Lantuogtye ligend, hoche vnd nidere ge- richt mittsampt anndern oberkaitten ob zechen, zwaintzig, drissig, viertzig, fünftzig jaren etc. besessen, geübt vnd gebracht haben vnd also in rechtlicher gewer gewesen syen, deßhalb ich mich söllichs fürtzü- bringen mit kuntschafft vnd vrkund erbotten vnd mich züzüläsen begert hab, als ich mich des noch beger vnd bezug. Verer so protestier vnd bezüg ich mich och, das sölliche guter dises spans in der Lantuogty vnd irer oberkait syen gelegen vnd noch ligen, sigend och für solliche, die in der Lantuogtye lägen, gehalten, genempt vnd geschätzt von den lüten in der Lantuogtye, och vsserthalb der Lantuogty gesessen, deßglichen von den nachgepuren vnd vmbsassen vnd och von Bömschen künigen vnd kaisern, vnd ob das nott tun, beger ich mich zu kuntschafft vnd vrkund deßhalb zu läsen. Item so ist och das ain gemain wort vnd offner lünd, das die gemelten guter in den grenitzen vnd circkeln der Lantuogty syen gelegen, deßhalb ich mich och fürtzubringen, so vil nott wirdet, erbütt vnd beger mich dar zu läsen. Nu, fürsichtigen, ersamen vnd wisen, gütten frund, mögen ir verston, das die sach an zwayen puncten hanget; der erst als ain sprach in dem gemainen geschribnen rechten ist, wenn der cleger sin clag mit recht gnüg- samlich erwiset, so sol der antwurter on witter fürbringung ledig erzelt werden, deßhalb, wa min gegen- parthy ir clag gnügsamclich nitt wisste, ob dann ich glich wol dhain vrkund ingelegt hett, so solt ich dem obgenanten sprach nach ledig erzelt werden. Zu dem andern puncten, obglich wol der cleger sin clag erwiste, gepürt dem richter zu erkennen, ob der antwurter sin inred och erwiset hab oder nitt, vnd ob dem [sie] cleger vnd der antwurter in glichem fürbringen wären, so sol dennocht vff sölichs der richter den antwurter ee ledig von der clag erkennen, dann verurtailen vnd condemnieren, vnd also vff söllichs, wiewol ich in hoffung bin, das min widerparthy nitt soll, noch müg mit gnügsamlicher kuntschafft vnd vrkund erstatten, nichts destminder so hab ich begert vnd beger noch zu merer sicherhait mins rechten zu söllicher kuntschafft zu läsen, doch vnuerpflicht on nottdurftiger wisung. Vnd als die herren von Werdenberg sagen, wie sich ir gräffschafft zürn Hailgenberg grenitzen strecken vnd ziechen gen des Richs gräffschafft zu Eauens- purg wertz Biethusen in den brunnen, vsser dem bronnen in Thimenlachen, vsser der Thimenlachen gen Altenbruck in die Schüssen vnd die Schüssen ab in den Bodensew, vnd das sölliche guter vnd dörfer in den grenitzen der gräffschafft zürn Hailgenberg ligen sollen etc., das hab ich nit gestanden vnd geston das noch nitt; wol ist das war, das ich todschleg in den obgemelten dörfern gebüset vnd annder «berkaitt geübt hab als ain lantuogt vnd als an den orten, die in die Lantuogty gehören, deßhalb üwer wißhait verstät, das die widerparthy selbs bekent mich in dem gebrach sölliche oberkaitt zu vben gewesen sye, die ich, och mine vordem lantuogt nit allain in siben jaren, als sy sagen, sonnder ob zechen, zwaintzig, drissig, viertzig, fünftzig jaren, das in der gewer also herbracht hon, wie ich dann vormals dauon och geredt hab. Item so geston ich och nitt, das die heren von Werdenberg ainicherlay gericht mitt rechtlicher vbung da haben gebracht, es wäre dann hinder mir vnd minen vordem geschechen mitt gewalt, deßhalb sölliche vbung inen dhain gewer geberen möchten, dartzü obglich die herren von Werdenberg sölich gericht, oberkait, vorst vnd annders geübet vnd gebracht betten vnd och das mit kuntschafft erfunden wäre, als doch ich nitt getruwe, so möcht doch söllich vbung vnd bruch inen dhain gewer noch gerechtikait geberen, angesehen das sy das & . .-■ 1482. 163 nie rüwenclich gebracht, besessen vnd herbrächt haben, vnd das sy söllichs nie geriiwenclich haben geübt, sonder das inen söllichs von ainem lantuogt gewidert vnd gewert sy, erbüt ich mich diß fürziibringen, so vil mir im rechten nott wirdet, doch nitt mit vberflüsikait, wie ich dann vormals mich die andern artickel och fürziibringen protestiert oder erbotten hab, besonder och angesechen den anlaß vnd die kaiserlichen eommissyon, die yederman züläsen, ouch zügeben sin kuntschafft nach notdurft zu verhören. Item als die heren von Werdenberg erzellen, wie ir vorst vnd wildband von der Schüssen biß in die Rotach, in den Lippach etc. gange, geston ich nit; das aber üwer wißhaitt vermerckt, das die oberkait der Lantuogty, och die Lantuogtye gange vber die Schüssen, damit der herren von Werdenberg sach mit clarlicher anzaigung gebrochen werd, so liget Löwental mit allen den iren enhalb der Schüssen vnd gehört in die Lantuogtye mitt gerichten vnd andern oberkaiten, deßhalb der Lantuogtye von den von Löwental vnd den iren von den gutem, die da ligend als in den grenitzen der obgemelten Lantuogty das vogtrecht zugehört, das man och bißher on widerred veruolgt vnd geben worden ist. Item als die herren von Werdenberg sagen, wie ich menigmäl bekent sol haben, das ich mich des vorsts an den obgemelten orten nit anneme etc., geston ich nit, dartzü als sy reden, wie ich inen spere vogtrecht vnd vogtgült, main ich, wölhe in der Lantuogty sitzen, als dann die angezognen lüt, das die nitt vserthalb der Lantuogty in ander gräffschafften vogtrecht oder vogtgült geben sollen. Item vnd als die herren von Werdenberg sagen, wie ir herr vnd vatter die gräffschafft zum Hailgenberg von dem hailigen Eömschen Eich enpfangen hab, in dem selben lehenbrieff die guter och sollen bestimpt sin, des ich doch nit glob; ob aber söllicher lehenbrieff für üwer wißhait gelegt wurde, wil ich min inred wider den selben brieff vorbehalten han. Verrer als die herren von Werdenberg vermainen, ettwas tailung zu trind in der Lantuogty vnd ain vermainte gräffschafft zu Eauenspurg anziechen etc., waiß ich von kainer gräffschafft zu Eauenspurg zu sagen, dann allain von der Lantuogty, das die ort vnd grenitz also in der Lantuogty ligend, wie ich dann vormals dauon geredt hab. Verer als dann die herren von Werdenberg die vbung, bruch vnd gewer, darinn dann ich vnd min vordem gewesen sigen, anfechten etc., vnd sonder zürn ersten reden die mainung, wie die marcken vnd grenitzen ains bis- tumbs in innhabung vnd besitzung der jaren dhain rechtlich gewer geberen müg, vnd diß also mit den gräffschafften vnd fürstenthümb och also sin, zu dem sag ich, das dis nit gelich sy, wann in den kaiserlichen rechten, so mügend die ort der grenitzen in drissig jaren mit ainem zimlichen bruch ain rechtliche gewer geberen, so rechten wir hie nit vmb ain bistumb, dartzü von der bistumb wegen sagt die gloß offen- lichen in gaistlichen rechten, wiewol die ort diß vßgeschaidnen bistumbs nitt sollend abgewandelt werden, wa aber an den anstössigen orten der bistumb zwiuel war, so möge ain bistum wol mit ainer gewer vnd bruch des andern ort aignen vnd vberkomen. Item vnd als die heren von Werdenberg die gewer vnd bruch min vnd miner vordem anuechten vnd sagen, wie min vordem sölliche vbung vnd gewer mit kainem zimlichen ingang vnd guter gewißne hergebracht haben, sidmals als sy reden, das ain offner lünd in der gegny by den vmbsäsen solle gewesen sin, deßalb die guter vnd der vorst sollend sich strecken in die gräffschafft des Hailgenbergs, söllichs lünden geston ich nitt, sonder sag ich, das ain offner lünd gewesen sig vnd noch, das sölliche guter in den grenitzen der Lantuogty syen gelegen vnd noch ligend, das ich dann, wa nott wirdet, fürbringen mag, wie ich dann vormals och dauon geredt hab. Vnd als witter die heren von Werdenberg die brieff, der coppyen ich ingelegt han vnd och jetz die originalbrieff für üwer wißhait inleg, also anuechten vnd sagen, wie das der erst brieff nitt anders dann ain ladung sy, vnd das die ladungen dhain gerechtikaitt zügeben etc., zu söllichem sag ich, das wol war ist, das durch den ersten brieff gräff Hug sälig für die kuncklichen maiestät geladet sy, das och der selb brieff nit ain schlechte ladung sy, sonder das vnnser her, küng Sigmund löblicher gedachtnus, in der selben ladung bekent mit bekantlichen Worten, das her Jacob salig, min vatter, in besitzung sy der oberkaitt, gericht vnd anders der guter, darumb dann der span vor üwer wißhait hangt, vnd aber kain grosser kuntschafft ist der lantuogtyen, der gräffschafften, der hochen gerichten vnd ander regalia, denn die ain. Eömscher küng oder kaiser tütt, vß dem dann alle gräffschafften, lantuogtyen vnd koche gericht vnd ander regalia fliesend; die wil nu küng Sigmund vrkund gitt der besitzung, vnd die wil also min vatter vnd ich söllichs lenger besessen haben, dann kaiserlich land vnd stett recht ist, sol ich des im rechten billich geniessen. Item als denn der ander 21* yMösl ■ EH . ■ ■ '■as ^H Säässsismsä 164 1482. brieff angefochten wirdet, wie er arckwönig vnd falsch als in dem datum soll sin, wenn es also stand „des Römschen Eichs in dem ain vnd viertzigisten", das doch nitt gerecht oder war sin möchte, angesehen als sy sagen, wie küng Sigmund, nach dem vnd er zu Eömschem küng erweit worden sin solle, weder viertzig, noch drissig jar gelept hab etc., zu söllichem sag ich, das aintweders die herren von Werdenberg die datum nit recht haben besehen, oder das min schriber oder üwer wißhait schriber' in dem datum habe geirt, vnd so verr in dem datum war gejert, so leg ich die originalbrieff in, daritff ich mich lait vnd referier, darinn dann in dem ersten brieff das datum also lutet: „geben zum Totis vff den nächsten sontag nach des haiigen Crütz tag Exeltacionis, vnnser riebe, des Hungrisch in dem nünunddrissigisten, des Römschen in dem fünfzechenden vnd des Bechmischen in dem fünften jaren" vnd des anndern brieff datum lutet also: „geben zur Blindenburg an sant Petters tag aduineula, vnnser riebe, des Hungrischen etc. in dem viertzigisten, des Römschen in dem sechtzebenden vnd des Bechemschen im silbenden jaren etc., an den datum der ori- ginalbrieffen nienen erfunden wirt die mainung des Römschen Richs in dem ain vnd viertzigisten des Römschen Richs etc., wie dann das die gegenparthye dargeton hat; so ist och nitt nott dem Römschen küng oder kaiser, das man in jeglichen brieff schrib die gepurt vnsers heren Jesu Cristy, wan die selb wirdet erlernet vß der jarzal des regiments des küngs oder kaisers, der zu den selben ziten gewesen ist; dartzü och so hat ain jeglicher Römscher küng oder kaiser in siner cantzly ain sonderlichen stilum in dem dato vnd sust brieff zu schriben vnd vßgon zu läsen, demselben stilum zu rechtuertigen gepürt vns als den mindern gelidern nitt; zu dem allem so hat söllicher brieff och ir mainung der innhaltung vnnser herr, kaiser Fridrich, angenomen, och die becrefftiget vnd daruff als Römscher kaiser verharet lut siner kaiserlichen brieff, och aines Instruments, darinn dann etlich kaiserlich brieff ingelibet sind, die ich hiemit och inleg. Zürn letsten so die herren von Werdenberg vermainen, das in den brieffen nit anders beuolhen wäre, dann sölliche gericht vnd gewaltsamy innzuhaben, ze nutzen, ze niessen vnd schützen, als min vatter vnd annder lantuögt vor geton hetten, vnd deßhalb nitt erwiset solle sin, das her Jacob truchsäß vnd sin vordem sölliche gericht vnd gewaltsamy inngehept hetten, wie sy dann das in irer red anziechen, zu sölichem sag ich, das die obgedachten brieff gnügsamlich wisen vnd zu erkennen geben die gewer, besitzung vnd vbung der hochen gericht vnd gewaltsamy mins vatters vnd siner vordem, vnd nichtz destminder zu merer vrkünd söllicher besitzung, och aller miner gerechtikait, wie ich vormals mich derhalb bezügt hab vnd mich zu kuntschafft zu läsen begert, als ich des artickels halb och begeren, doch mit vorbehaltung vberflüsikaitt. Dem allem nach, die wil ich vnd min vordem in besitzung, brach vnd vbung söllicher gericht vnd ober- kaitt gewesen sigen, och sölliche guter in den grenitzen der Lantuogty gelegen syen vnd noch ligen, och dafür gehalten vnd geachtet von menglichem, deßglichen von den vmbsäsen, och das deßhalb ain offner, gemainer h\nd gewesen vnd noch ist, das sölliche guter in die circkel der Lantuogty gehören, wie ich mich denn der vnd annder stuck fürtzübringen mich erbotten hab , angesehen och die küngklichen vnd kaiserlichen brieff, hoff vnd getruw ich, das ich als lantuögt von söllicher clag vnd vordrang ledig erzelt werd vnd by minem innhaben vnd besitzen billich beliben solle mit ablegung costen vnd schaden, bezüg och mich, ob witter nüwes von dem gegentail dargeton wurde, das mir min notdurft dawider vorbehalten sy. Söllich schloßred vberantwurt ich üwer wißhait. Kop. im Constanzer Urteil von 1484 Aug. 30. 12) Gutachten über des Truclisessen Sclüussrede a ): Nachdem vnd ich nit erfinde, das her Hanns trugsess, landtvogt, in syner Schlußrede vil nüwes dargethan habe, so beduncket mich vnnot syn, das man vil wort darwider gebrawehe, doch so war min rat, das vor allen dingen gemeldt wurd, wie das solche schlußred von üch, minen gnedigen herren von Werdenberg, also vnd onch nit anders angenomen wurde, dann so verr si für üch thät vnd diente, so verr aber vnd si wider üch war oder gewenndt möcht werden, so war man yr gar nit gestenndig. Darnach bedeuchte mich guet syn, das geredt wurde, ain solche mainung in der abredung zwischen baiden parthyen, durch die von Costencz besehenen, war lawtter begriffen vnd vß- gedruckt, wo die widerparthye in yrer Schlußrede etwas nüwes fürwanndte, das yr, min herren von Werdenberg, soltet macht han, mündlich darezu vnd darwider czu reden, demnach so sich in solcher Schlußrede erfunde, das sich die widerparthye nüwes gebraweht het, wolte man mit kurezen Worten etwas darezu reden: Des ersten, so die widerparthye vermainte, es solt vß dem gnuegsamlich ersehynen, das die Lanndtvogty 1482. 165 WTOBfWl i§p|3 He vnd yr oberkeit gienge vber die Schüssen, wann L&wental mit allen den yren lagen vber die Schüssen vnd gehörten doch in die lanndtvogty mit gerichten vnd andern oberkeiten etc., darczu redte man so vil, es war offenlich vnd m&chte von der widerparthye mit warheit nit widersprochen werden, das Salmenßwyler lige in der grafschaft zum Hailgenberg vnd Peterßhusen in der grafschaft Neuenbürg, wie wol ain landt- vogt vogtrecht an den enden hab, demnach guet czu verstan ist, wie wol das vogtrecht zu L&wental ainem landtvogt czugehört, das dannoch dasselb kain gnuegsam anczaigen ist des, das L&wental darumb nit lige in der grafschaft zum Hailgenberg, wann das nit widerwertig ist, das ain closter lige in ainer grafschaft vnd der vogtrecht vnd nidem gericht halben anderswohin geh&re, hin entgegen so ist das von alter her ain gemainer lümde vnd ainhellige sag, das nit alain L&wental, sunder ouch Bnchoren lige in der grafschaft czum Hailgenberg, des man sich ouch erbütt czu erwysen mit lüten czusamt dem, das man mit lehen- vnd kundtschaftbriefen gnuegsamlich fürbringen mag, das der gemelten grafschaft marck vnd greniczen sich strecke die Schüssen ab in Bodense, doch vnverpflicht vberflüssiger wysung. Des andern, so die widerparthye das sperren der vogtrecht vnd vogtgülten, in der clag angeczogen, vermaint czu bluemen also, wann si main, welche in der landtvogtye siezen, das die selben nit vsserbalb der landtvogtye in ander graf- schaften vogtrecht oder vogtgült s&llen geben, darczu bedunckt mich czu reden syu, fr&md sye czu h&ren vnd wider das recht vnd alle Vernunft, das ain landtvogt vß synem aignem fürnemen s&lle verbieten vnd sperren üch, minen herren von Werdenberg, vogtrecht vnd vogtgült czu geben von denen, davon yr vnd üwer vordem herren czum Hailgenberg solch vogtrecht vnd vogtgült ob den czehen, czwainzig, dryssig, vierezig, fünftzig, setzig iaren negst vergangen, ja so lange czyt ruwigklich vnd vngesumt enpfangen habet, das der anfang nit ist in menschlicher gedecbtnüß, den gegenwärtigen span alain hindangeseezt, welches verbietens vnd sperrens der landtvogt ouch kainen fueg noch glimpf het, w r enn glych sach war, des man doch nit gestendig ist, das die, von den yr solch vogtgült habt enpfangen, in des rychs grafschaft czu Ba- fenspurg vnd nit in der grafschaft czum Hailgenberg sassen, angesehen, das allenthalben in den grafschafften vil siezen, die nit den grafen solcher grafschafften, sunder andern grafen, herren, prelaten, steten, burgern oder andern vogtgült geben, vnd nämlich in der Landtvogtye, wann begryift die selb Ober- vnd Vnder- Schwaben, als sich dann ain landtvogt thuet schryben, so ligt offenlich am tag, das gar vil darinn siezen, die andern grafen, herren, prelaten, steten vnd burgern vogtgült beczalen, es ist ouch gancz kainem rechten widerwertig, wol ist das dem natürlichen, geschribnen vnd gewondlichem rechten vnd aller vernunft widerwertig, das ain landtvogt an rechtliches ersuechen vß aignem muetwillen vnd fürnemen ainen entseeze ainer so langen gwere. Czu dem dritten , so die widerparthye fürgewendt hat, si wisse von kainer grafschaft czu Bafenspurg czu sagen, s&lchs ist schimpflich czu reden dem, der die Landtvogty so lang inngehept hat, aber das es die gestalt hab, wie in miner herren von Werdenberg schlußred des stucks halben dargethan ist, sol sich durch brief vnd lebendig kundtschaft wol erfinden. Czu dem vierdten, so wyter die widerparthye vermaint, vnderschaid czu machen czwischen den geistlichen vnd keiserlichen rechten, als ob die keiserlichen recht verordnet heten, das ain dryssigiärige besiezung der marck vnd greniczen solten ain rechtliche gwer geberen etc., darczu main ich geredt s&ll werden, das sich solchs nindert in den keiserlichen rechten erfinde, als es sich ouch nit erfindt, sunder so ist in den selben rechten gar guetes anczaigen, das die kuntlichen greniczen vnd marck der herezogtum vnd grafschaften, als dann kundtlich sind vnd erwyset mögen werden die greniczen vnd marck der grafschaft czum Hailgenberg der gstalt, vnd in üwer schlußred dargethan ist, durch kain besiezung oder lenge des bruchs mögen abgestreckt oder gwerlich ersessen werden, darczu ob glych solches anczaigen nit war in den keiserlichen rechten, welches doch gar lawtter ist, so hat es dannoch die gestalt, wenn das ist, das sich ain sach begibt, die in den keiserlichen rechten nit entschiden oder nit lawtter entschiden ist vnd doch lawtter entschiden ist in den geistlichen rechten, so sol man ouch vf dem weltlichen gericht solches geistliches recht halten, wann als der weltlich vnd geistlich gwalt einander sollen hilflich syn vnd ainer den andern händthaben, also ist es ouch angesechen, das ain recht dem andern czu staten kumen s≪ nu hat das geistlich recht gar lawtter verordnet, wie lang ain bischof, erezbischof oder pfarrer innhat vnd besiezt die kuntlichen greniczen vnd marck ains andern bistumbs, erezbistumbs oder pfarr, das solches innhaben vnd besiezen kain gwer, die im rechten verfache, 166 1482. geberen möge, demnach sol ouch das selb geistlich recht vf dem weltlichen gericht gehalten werden der herczogtumb vnd grafschaften halben, nämlich so das kaiserlich recht des glychen thuet anczaigen. Des fünften, so üwer gnad angefochten hat die brief von der widerparthye dargelegt, vnd aber die widerparthye in yrer schlußred angeczogen hat, das nit not sye, das man in ainem yeglichen brief, der von kaiser oder küngen vßgat, schrybe die iarczal von der gebürd Cristi, wann es hab aiu yeder kaiser oder küng ainen besundern stilum etc., darczu czu reden ist, wenn man seche vnd besichtige ander brief, so von küng Sigmunden vßgegangen sind, so erfinde man, das die iarczal von der geburd Cristi alweg darinn ist aigentlich begriffen, vß welcher vnd andern vrsachen vor in der schlußred erczelt lawtter erschynt, das solch brief der widerparthye gar kainen behelf bringen mögen. Czu dem letzten t6rft ich raten, das wyter geredt wurde, wie das uwer genad wolte wider der widerparthye schlußred darlegen, äferen vnd fürwenden für dargelegt, gerepetiert vnd fürgewenndt haben alles das, das üwer gnad vormals hat in der gegenwürtige sache darlegen vnd fürwennden lassen, so vil solche schlußred für üwer genad thue vnd diene, vnd nit anders. Pap. Konzept. Donaueschingen. a) Eingeholt wurde dasselbe von den Grafen von Werdenberg; sein Verfasser ist unbekannt. 13) 1484 menttag nach st. Pelayen tag [Aug. 30.'] sprechen Bürgermeister und Eat zu Costentz auf Grund des Anlasses und der kaiserlichen Kommission, die ihrem Urteilsbriefe inseriert sind, nachdem sie die von den Parteien eingelegte Klage, Antwort, Gegen- und Nachreden, die sie wörtlich wiederholen, gründlich verhört haben, den Grafen Geory und Virich zu Werdemberg und zum Hailgenberg und dem Truch- sessen Hanns, welche persönlich dazu erschienen sind, einhellig zu Recht, dass dieselben vor sie binnen 6 Wochen und 3 Tagen „ir_kuntschafft vnd wes jetweder tail im rechten der sach halb getruwt zu geniesen, es syen lüt oder brieff", bringen sollen und jeder von ihnen dies 4 Tage vorher der Gegenpartei, damit sie sich darnach zu verhalten wisse, anzuzeigen habe. Perg. Or. in Buchform, mit dem stark beschädigten unter Papier auf der letzten Seite aufgedrückten Sekret der Stadt Costentz. Donaueschingen. 14) 1484 zinstag nach st. Franciscus tag [Okt. 5.] befehlen Bürgermeister und Eat zu Costentz als kais. Kommissäre einer Menge namentlich genannter Personen aus dem umstrittenen Bezirke und dessen Umgegend bei einer Pön von 5 II. S. vor ihren bevollmächtigten Boten auf deren Ladung eidlich auszusagen, was sie in dieser Sache wissen 11 ). Das Or. war gesiegelt mit dem Sekret der Stadt Constanz. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. a) Dieser Befehl wird 1484 st. Lucien vnd st. Jos tag [Des. 13.] von derselben kais. Kommission bei einer Pön von 10 M. G. auf alle ausgedehnt, welche von den Parteien oder einer derselben zur Zeugschaft aufgefordert werden. Perg. Or. mit dem schlecht erhaltenen Sekretsiegel der Stadt Constanz. Donaueschingen. Wirklich liegt noch ein Konzept (a. a. 0.) einer sehr namenreichen Liste jener Personen aus der oben gen. Gegend vor, welche die Grafen von Werdenberg Zeugnis geben Hessen und deren Aussagen sie 1485 Montag vor Conversionis Pauli [Jan. 24.] der gen. Stadt zusandten. Auch Johans Truchsess zu Waltpurg liess für sich, wie er am Mittwoch vor Sebastians Tag [Jan. 19.] 1485 den Grafen von Werdenberg schrieb (Pap. Or. a. a. 0.), auf Montag vor Conversionis X Pauli [Jan. 24.] Zeugnisse in Rauensburg, Altdorf und anderswo erheben. Diese Zeugnisse sind jedoch nicht erhalten. Auf Samstag nach Sebastians Tag [Jan. 22.] 1485 meldete Graf Virich von Werdenberg dem Truchsessen, er wolle am Freitag und Samstag nach Pauli Conversionis [Jan. 28 und 29.] noch weitere Kundschaften in Zus- dorf, zum Alten Huß und an andern Enden einnehmen; nach Rauenspurg brauche er dies nicht zu verkünden „lutung der zedel deßhalb von den von Costentz alz kayserlich comissarien vßgangen". Pap. gleichzeitige Kop. a. a. 0. 15) 1485 Philippe vnd Jacobi [Mai 1.] schreibt Johanns Truchsess zu Waltpurg, Landvogt, an Bürgerin eister~und Eat der Stadt Constanz, die Grafen von Werdenberg unterstehen sich, trotzdem sie mit ihm vor ihnen als kais. Kommissarien in Recht liegen, seine Tafernen „an ain hoche, vnzimliche som abzustellen", denn wenn „sollichs ir attemptata nit abgestelt wurd", müsse er, damit er nicht als „ain verachter des rechten" von den kais. Kommissarien angesehen werde, dagegen handeln; „das recht triben vnd dartzu den gewalt herliden" ist ihm etwas zu schwer»). Pap. gleichzeitige Kop. a. a. 0. a) Dem Bürgermeister und Rat von Costenz, welche ihnen dieses Schreiben auf des hl. Kreuzes Tag, als KJS ■ .>.(** Kn MH m 1482. 167 llllllllll . es funden ist, [Mai 3.] zugesandt hatten, antworteten die Grafen von Werdemberg am folgenden Tage, dass sie davon nichts wissen, sollte es aber doch von den ihren geschehen sein , so wollen sie der Kommission zu Ehren und dem Austrage zur Förderung die Sache die Zeit über ruhen lassen. Pap. gleichzeitige Kop. a. a. 0. Daraufhin schrieb der Truchsess dornstag vor dem hl. Pfingstag [Mai 19.] an Bürgermeister und Rat zu Costentz, welche ihm diese Antwort zugesandt hatten: die Grafen und ihre Knechte Ludwigk Vorstmaister und der Nonnenmacher zum Hailigenberg hätten zu Vischbach und anderswo bei 100 & ^ verboten, das landvogtliche Gericht zu Ailingen zu besuchen und bei 40 S ^), dessen Taferne zu Vischbach zu gebrauchen; das seien in anhangendem Rechte doch „attemptaten" und an sich unziemliche Gebote, denn lange vor Beginn der Kommission sei er da „des gerichtz vnd der tafern im bruch gewesen"; es seien auch Attemptata, wenn gegen ihr früheres Verhalten die Eigenleute des Bischofs von Costenntz, des Grafen Virich von Montfort und die Bürger von B.'ichorn, die alle seine Hintersassen sind, ihm nicht mehr gehorsam sein wollen. Wenn diese Gebote und Attemptata von den Grafen und ihren Knechten widerrufen und abgethan werden, so wird er die Kommission „so ernstlich vnnd als vast vmb furderung der rechten, als die grafen gethan haben, bitten". Pap. gleichzeitige Kop. a. a. 0. Über diesen neuen Streitgegenstand Hessen sich die Grafen von Werdenberg von demselben, der ihnen das obige Gutachten ausgefertigt hatte, folgendes undatierte Gutachten verfassen: „Wolgebornen, genedigen herren! In dem rechtlichen hanndel, so üwer gnaden haben mit dem landvogt, ist min rat, wie hernach volget: Des ersten, das üwer gnaden vf den geseczten tag keren für rat als die, die keiseriich commissari sind, vnd begerend in dem angefengten rechten fürczufaren vnd wytter czu procedieren vnd baiden parthyen ab der sache czu helfen. Wurd dann die widerparthye sagen, das nit solt in dem rechten wytter procediert vnd fürgefaren werden, angesechen, das üwer gnaden sich nüwerung czu thun vnderstanden heten im hangenden rechten vnd also wider das recht attemptiert, wo dann die widerparthye solch vermaint attemptata nit wurde specificzieren, so war czu begeren, das sy an- czaigte vnd speczificzierte solch vermaint attemptata, wurd si dann die dermassen anczaigen vnd specificzieren, als geschehen ist in den schrillten, so war fürezuwenden ain solche mainung, wie üwer gnaden nit gesliende, ain- cherlai nüwerung fürgenomen oder im hangendem rechten attemptiert haben, das yr dann gäbend czu erkennen czum ersten also: wenn ainer etwas fürnimt mit den guetern oder stucken, die nit spännig sind vnd dero halben man in dem rechten nit hangt, so ist niemt so vnverstanden, er möge erkennen, das solches fürnemen nit solle noch möge für attemptata gerechnet oder geachtt werden, dann solt das sin, wo ainer vmb ain guet im rechten lag, das er darumb mit anderen sinen vnspännigen guetern nit solt handien vnd verschaffen nach sinem willen vnd notturft, das war doch gancz vnleidelich vnd wider alle recht vnd Vernunft. Nu hab es aber die gstalt, das der gegenwürtig span vnd das angefengt recht vor den von Costentz als keiserlichen commissarien nit sye vmb Vischbach vnd die stuck, damit die widerparthye vermaint üwer gnaden attemptiert haben, wann si ligen vsser- halb des czirckels vnd grenicz, den die widerparthye in yrer gegenred dargethan habe, deshalben erschyne, da3 üwer gnaden nit attemptiert hete, vnd begerten darvf solche gegenred czu verlesen des stucks halben. Czu dem anderen, so hab es die gstalt, wenn sich ainer hallt vnd brawchet sines innhabens vnd handhabet sich by siner besiczung oder widerstanndt thüt dem, der ym irrung oder yntrag thüt an solchem brawch, innhaben vnd besic- zung, sol vnd mag das selb nit für attemptata geachtt werden nach Ordnung der rechten. Nu syen üwer gnaden gewälten her in besiczung vnd brawch gewesen der hochen vnd nideren gericht czu Vischbach, desglychen der tafernen daselb, demnach wol verstanden mag werden, wo glych üwer gnaden czu handthabung üwres brawchs, innhabens vnd besiczung vnd czu widerstanndt der widerparthye, die sich vnderstanden hat, üch von üwer yntrag vnd yrrung czu thun, aincherlai fürgenomen het, das aber das selb nit mochte für attemptata geachtt werden, sunder wo yr geren woltent das recht verlengeren, hetend yr hin entgegen gar gueten fueg, die widerparthye vmb yr attemptata czu rechtfertigen. Darczu wo glych sach war, das üwer gnaden hetend attemptata fürgenomen, das doch nit war, möchte sich ouch nit erfinden, dannoch so wären die von Costencz als keiseriich commissari schuldig im rechten fürczufaren, allediewyl die widerparthye nit thät solche attemptata rechtfertigen vnd begeren, das si wider abgethan wurden, sunst so war es in ains yeglichen gwalt vom rechten czu gan, wenn er wolt, durch das, das er sprach, die widerparthye hete attemptiert, das aber kain recht mag erleiden. Vber das alles so hat es die gstalt, wenn glych üwer gnaden attemptiert heten vnd sich das selb rechtlich erfunden hete, wenn dann üwer gnaden nit dest minder im rechten fürfaren vnd war des schuldig, nu haben sich des üwer gnaden schriftlich gen den von Costencz erboten, wie wol es nit attemptata syen, noch also gehaissen mögen werden, das yr dannoch von fürdrung wegen des rechten stillstan woltend lassen, daran die widerparthye pillich genuegen gehebt solt haben". Pap. Konzept a. a. 0. Über das Ende dieses Zwischenhandels fehlen die Akten. Gleichzeitig mit demselben hatten aber auch die Grafen von Werdenberg über neue Eingriffe der Landvogtei zu klagen; schon Montag vor st. Hilarien Tag [Jan. 10.] 14S5 schrieben die kais. Kommissäre dem Grafen Virich von Werdenberg, sie könnten in dem Handel, den Truchsess Hanns „gegen den Neffen" vorgenommen habe, als Kommissäre nichts thun, denn das sei ein neuer Handel, in dem sie keine Vollmacht haben, und zudem erbiete sich der Truchsess deshalb des Rechtens, der Graf soll darum für sich und seine Brüder in dem Hauptstreite „nach verlaß vnd ab- schidung" dem Rechten nachkommen. Brauche er darin ihren Boten mit ihrer Stadt Schild und Zeichen, Briefe zu n ^ ■ 89 m Hl MB reisig«:: 168 1482. überantworten und Verbote zu thun, so wollen sie ihm darin nicht vorsein. Pap. Or. mit dem zum Verschluss rückwärts unter Papier aufgedrückten Sekret der Stadt Constanz. a. a. 0. Dieser Streit war auch am 31. Dez. 1485 noch nicht beigelegt, denn an diesem Tage [an st. Siluester Tag] schrieb Graf Virich an die Kommissarien, er meine ihnen die Unwahrheit der Handlung des Truchsessen dargethan zu haben, in "Wirklichkeit seien ihr Amtmann Neff und ihre frühern Amtleute vom Vater des Truchsessen Hans und allen Landvögten ganz „vnansprächig" zu He- uikofen sesshaft gewesen, wie sich vor ihnen als kais. Kommissarien wahr erfinden werde, auch habe Neff nur den von den Kommissarien wegen Verhör der werdenbergischen Zeugen ausgegangenen Brief umgetragen und einen auf den von den Kommissarien bestimmten Tag zur Zeugschaft zum Alten Huß zu kommen geladen, und zu diesem Tage sei auch dem Truchsessen verkündet worden; darüber hat der letztere den Neff gefangen genommen und gezwungen zu schwören, nimmer wider ihn und die seinigen zu sein, den beiden Knechten, die ihn gefangen, 1 U 8 ß /S) und dazu „turnlSsy" zu geben. Die Kommissarien sollen den Truchsessen kraft ihrer Vollmacht befehlen, Neff ohne Entgeld ledig zu lassen. Pap. Konzept, a. a. 0. 16) 1485 donrstag nach st. Steffans tag, als er fanden ist [Aug. 4.], melden Bürgermeister und Rat zu Costencz den Grafen Geory, Virich und Hug zu Werdemberg, dass sie den auf Donnerstag nach st. Lau- rentins Tag [Aug. 11.] angesetzten Rechtstag, weil sie mit merklichen andern Sachen beladen sind, und weil, wie sie vernehmen, an diesem Tage der Kaiser in Constanz sein wolle, auf Montag vor st. Bartholo- meus Tag [Aug. 22.~] erstrecken a ). Pap. Or. mit dem unkenntlichen, zum Verschlusse rückwärts aufgedrückten Sekrete der Stadt Costentz. a. a. 0. a) Am 22. Aug. erscheinen die Parteien wirklich vor den Kommissarien „der kuntschaft halb zu laiten", da aber der Truchsess angiebt, Abt Johanns in der Mindern Öw, Lutz von Lanndow, Ritter, Bilgrin von Rischach und Märck von Schellenberg, der alte, „haben im noch nit geseit", so erkennen die Kommissarien: wenn derselbe vor dem Rate zu Costenntz oder Rauenspurg in den nächsten 14 Tagen schwört, dass er seinen besten Fleiss gebraucht und die gen. Zeugen auf ihr, der Kommissarien, Mandat in der Sache auszusagen erfordert habe, und hiezu 3 Tage vorhin den Herrn von Werdenberg verkünde, so soll furo beschehen, was Recht ist. Pap. gleichzeitige Kop. a. a. 0. s 17) 1486 mentag vor st. Viridis Tag [Juli 3.] schreibt Johanns Truchsess zu Waltpurg, Herr zu Truchbnrg, aus Truchburg an Bürgermeister und Rat zu Costentz , er hätte nicht versehen, dass sie ihm auf Donnerstag vor st. Marien Magdalenen Tag [Juli 20.] a ) gegen die Grafen von Werdenberg einen Rechtstag verkündet hätten, denn sie und männiglich und besonders die gen. Grafen wüssten, dass Erzherzog. Sigmund zu Osterrich die Landvogtei von ihm gelöst habe, wesnaUT ihm nicht mehr gebühre der Lantypgtei halb weiter Rechtfertigung zu thun, er wolle aber die Ladung dem Erzherzoge zusenden. Pap. gleichzeitige Kop. a. a. 0. a) 1485 Vnser Frowen abend, als sy geporn ward, [Sept. 7.] setzten die Kommissarien einen Tag auf Montag nach st. Michels Tag [Okt. 3.] an, der nicht zu Stande kam, oder ohne Erfolg verlief. Pap. Or. a. a. 0. 18) 1486 mentag nach st. Conrats tag [Nov. 27J] schreibt aus dem Schlosse auf st. Vitzberg bei Rauenspurg Marquart von Schellenberg zu Sigmundsrw, Ritter, des Erzherzogs Sigmund Verweser der Landy.ogtei, an Bürgermeister und Rat zu Costentz: Auf ihre Erkenntnis haben ihre Leute „die spenn" in dem Streite zwischen seinem Herrn und den Grafen zu Werdenberg besichtigt, wobei „mengerlay niiw- rung glaittes vnd wercken" von seiten der werdenbergischen Vögte und Amtleute ausserhalb geschehen sind; er begehrt, gestützt auf ihr im Anfang des Handels gesprochenes Urteil „jedem tail sin inred in des andern kuntschafft zehaben", dass ihm „sölich kuntschafft vnd zücknuß" mitgeteilt werde, sein Herr wird dann seine Einrede thun a ). Pap. gleichzeitige Kop. a. a. 0. a) Desselben Tags schrieb derselbe dem Grafen Virich von "Werdenberg, er habe die von Costencz in der Landvogtei Geleite und Grenzen zu geleiten sich unterstanden, was, wie er glauben müsse, dem Erzherzoge zu Verachtung und ihm selbst zu "Widerwärtigkeit geschehen sei, wenn der Graf das nicht furo abstelle , müsse er nach seinem Befehle dagegen handeln. Pap. Or. mit unten unter Papier aufgedrücktem, unkenntlichem Siegel a. a. 0. m '.-.&»!«;, ..-.-■',.:• w&Bsm 1482. 169 ■ 91 19) 1486 st. Nicolas abend [Bez. 5.] schreiben Bürgermeister und Rat zu Costentz auf Grund des oben gen. Schreibens des Landvogteiverwesers, von dem sie dem Grafen Virich zu Werdemberg eine Abschrift mitsenden, und „vff innemung der kuntsckafft vnd besichtung der spenn", dass sie als kais. Kommissarien einen Eechtstag auf Zinstag nach st. Hilaryen tag [1487 Jan. 16.] a ) ansetzen. Pap. Or. mit dem unkenntlichen unter Papier zum Verschluss rückwärts aufgedrückten Sekret der Stadt Costentz. a. a. 0. a) Obwohl am Donnerstag nach Erhardi [Jan. 11] 1487 die Grafen Jerg und Virich zu Werdenberg die Kommissarien dringend baten, diesem Tage mit Rücksicht auf „die langen verzüjfTnßher 1 Fürgang zu lassen (Pap. gleichzeitige Kop. a. a. 0.), so fiel derselbe den noch wieder aus, we il der Landvogteiverweser Marquart von Schellen- berg den Kommissarien am Montag nach st. HilarTen" Tag [Jan. 15.] 1487 schrieb, er könne nicht erscheinen, denn sein Herr habe ihm auf diese Zeit wichtige, unaufschiebbare Geschäfte empfohlen, zudem sei ihm die Zeit der Tagsatzung zu kurz, da er „nach den grossen geschäften, so min gnädigister herr jetzen hat, die tagsatzung hininn vnd siner gnaden willen wider heruß nit erlanngen mag". Auch 2 weitere Rechtstage an Mittwoch nach Agathae [Febr. 7.] und Zinstag nach Mariae Annuntiationis [März 27.] 1487 fielen aus, der letztere, weil der Erzherzog aus Innsbrugg Mittwoch nach Invocavit [März 7.] den Kommissarien schrieb, es befremde ihn diese Bestimmung wegen der Kürze der Zeit, und weil „die kuntschafften nach laut der jüngsten vrteil vnnd nach beider teil ver- willigung, auch vf vnnsers anwalts eruordern noch nicht vbergeantwurt sein", er begehre deshalb, dass die Kommissarien diese Kundschaften seinem Anwalte fürderlich überantworten und den Tag auf geraume Zeit erstrecken, damit er ohne Übereilung nach Notdurft Einrede thun könne; thun sie das nicht, so muss er die Sache wieder an den Kaiser gelangen lassen. Pap. gleichzeitige Kop. a. a. 0. Dieselbe Forderung wiederholte zu Innsprugg der Erzherzog hinsichtlich eines auf Hilarii [Jan. 13.] 1488 angesetzten Rechtstages am Samstag vor dem Neuen Jahrs Tag / Dez. 29.] 1487, weil er der Zeit mit merklichen Geschäften beladen sei. Pap. gleichzeitige Kop. a. a. 0. Ja an Freitag nach U. 1. Fr. Tag Annuntiationis [März 28.] bat derselbe den Kaiser, den von Costentz zu befehlen, „yetzumal still zu steen vnd den tag auf ein geraumbte zeit zu schieben, daz sy auch als keyserlich comissarien nach Ordnung der recht vnd nit aus stat geprauchs hanndlen". Pap. Or. mit dem rückwärts zum Verschlusse aufgedrückten Siegel, Innsbruck. Wirklich wurde auch ein auf Montag nach Marci [Apr. 28.] 1488 angesetzter Tag auf Mittwoch darnach [Apr. 30.] verschoben, weil der nunmehrige erzherzogliche Landvogt, Graf Johans von Sonnenberg, am 28. Apr. bei seinem Eide in Vberlingen zu früher Tageszeit sein musste. Am 30. Apr. begehrte dann ctfesgf""Graf, dass man ihm gemäss der frühern Zusage der Parteien und dem Willen des Erzherzogs die verhörten Kundschaften schriftlich übergebe, die Kommissarien entschieden aber, es gebühre ihnen nicht, der Zeugen Sagen hinauszugeben, „wollen die parthyen in die personen der zügen, so dann gesait hand, reden, das sy der namen in sehrifft nemen vnd ir inred gegen den tfin mugen vff den dritten tag des monats Brachat, vnd sölichs beschech oder nit", so soll furo geschehen, was Recht ist. Perg. Or. mit dem zerbrochenen Sekret der Stadt Constanz, a. a. 0. Am 3 Juni 1488 fand ein Rechtstag. statt; Graf Johans begehrte auch da wieder Aufschub, weil die ihm vom Erzhe rzoge z Tlg'gördneten Hanns Jacob von Landau und Dr. Mollitoris noch nicht angekommen seien, wogegen die Grafen von. Werdenberg Einspruch erhoben. Die Kommissarien entschieden: „wir lassen es by iren [der Parteien] zusagen beliben vnnd wollen die sach den verganngen gerichts hanndel, öch die verhörten kunntschafft vnd was sich mit beseehung der spenn begeben hab, für vns nemen, vns vnsern spruch zu geben bedenncken". Perg. Or. mit dem zerbröckelten Sekret der Stadt Constanz, a. a. 0. Die Kommissarien setzten den entscheidenden Rechtstag an auf Zinstag vor Mariae Geburt [Sept. 2.], was sie an st. Afren Tag [Aug. 7.] 1 488 d em Grafen Virich von Werdenberg meldeten; derselbe werfe ihnen mit Unrecht Verschleppung vor; denn die Verzögerung sei nur entstanden wegen ihrer Stadt merklichen, anliegenden Sachen und weil sie eine gute Zeit an den Ratsfreunden, „den der gerichts handel am maisten innig ist", Mangel gehabt haben. Pap. Or. mit dem zum Verschlusse rückwärts aufgedrückten Sekret der Stadt Constanz a. a. 0. 20) 1488 [Sept. J3.]. Constanze r JEndurteil : "Wir burgermaister vnd rautte der statt Costennz tünd kund allermehglickem~mit disem brief in dem rechten zwüschennt dem durchlüchtigisten, hochgepornen fursten vnd herren \_ hern Sigmunden, ertzhertzogen zu Osterrich etc., vnnserm gnädigsten herren, vnnd siner gnaden lanntuogt in Schwaben ains vnd den wolgepornen herren, graue Georyen, Vlrichen vnnd Hugen, grauen |_ zu Werdemberg vnd zum Hailigenberg, gebrüdere, des anndem tails, antreffennt die spj3nn_der_ lanntuogty in Schwaben vnnd die lanntgraffschafft zum Hailigenberg, so dann vff vnns vormals güttlich zu recht ll_ veraint vnnd vnns darnach von dem allerdurchlüchtigisten, großmächtigisten fürsten vnnd herren, hern Fridrichen, Römischen kayser, zu allen zitten merrer des richs, zu Hungern, Dalmacien, Croacyen etc. künig, hertzog zu Osterrich vnnd zu Steir etc., vnnserm allergnädigisten herren, mit siner kayserlichen VII 22 iiiiiiii ^H EOS*-" *^H 'färk Ilflliiil -.^ i ii( V.: t M -.■.■■'■ Ü ; "' V '■-•■' ■' 170 1482. commission zu rechtlichem vßtrag beuolhen ist, dem allem nach wir als die gehorsamen vnns söllichs rechten angenomen, haiden tailen rechttag für vnns gesetzt vnnd zu rechtlichem, glichem vßtrag in, den parthyen, zu baider sitt vergunnt haben, clag vnd antwurt, red vnd widerred vnnd, wes si im rechten getrüwen zu geniessen, vnns in geschrifft inzeanntwurten vnnd zu vbergeben, das ouch von baiden tailen beschechen vnnd vnns sollich clag, anntwurt, widerred vnnd nachred vnnd, wes jede parthy im rechten getriiwt hat zu geniessen, ingeanntwurt ist, daruff wir dann vnnsern spruch geben haben, das baid parthyen ir kunntschafft vnnd, wes jettweder tail im rechten der sach halb getrüwt zu geniessen, es syen lütt oder brieff, für vnns dartün sollen vnnd jettwederm tail sin inred gegen dem anndern darwider behalten sin, alles nach lut vnnser besigelten spruchbrieff, darumb von vnns geben, vnnd demnach ettlich zügen personlich inn der sach zu sagen vnnd kuntschafft zft geben von vnnsern gnadigen herren von Werdemberg für vnns gestelt sind, die wir dann by geschwornen aiden vnnd wie sich gepürt hat, verhört haben. Es sind ouch baider tail zügen ain mercklich zal von vnnsern vnderschriber nach vnnser beuelh mit baider tail wissen vnnd in by- wesen ir amptlütt by geschwornen aiden verhört, vffgeschriben vnnd vnns ingeanntwurt vnnd zu dem ertlicher zügen sag, vor gericht beschechen vnnd besigelt, ouch ingeben. Wir haben ouch vnnser rautzfründ die spenn der lanndtuogty vnnd der gräffschafft zum Hailigenberg von ainem ort an das annder beuolhen zu besechen, das ouch beschechen vnnd der annwalt red vff den spennen daby verhört ist. Vnnd haben also vif das den vorerganngnen gerichtshanndel, ouch baider tail verhörte kuntschafft, brieff, rödel, die be- sichtigung der spenn vnnd die red, daby beschechen, stattlich für vnns genomen vnnd mer tag, dann ain tag, verhört vnnd daruff baiden tailen vnnsern spruch zu geben vff lratt datum diß briefs ainen rechttag .gesetzt, da ouch für vnns personnlich komen sind die wolgeporn herren, graue Virich vnnd graue Hug, / grauen zu Werdemberg, gebrüdere, vnnser gnädig herren, anstatt ir selbs vnnd iren gnaden brüder, graue Georyen, grauen zum Hailigenberg, ouch vnnsers gnädigen herren, vff ain vnnd der vest Bilg rin von Bi- S schach, vnnderlanndtuogt, vnnd der ersam Virich Wuchner als anwalt des vorgenannten ertzhertzog Sigmunds von Osterrich etc., vnnsers gnädigisten herren, vnnd siner gnaden anwält am anndern tail vnnd be- gerten in vnnsern spruch zu geben vnd zu offnen, den wir in geben vnnd eroffnott haben. Also nach ver- . hörung aller sagen, ouch der brieff vnnd rödel, inn das recht gelaitt, ouch nach besichtigung der spenn | vnnd sunder, nachdem vnnd dann vnnser gnädig herren von Werdemberg die merrern vnnd_bessera_kant^- sc hafft ir clag halb haben, so erkennen vnnd sprechen wir als verwilkürt_cichter vnnd als kaiserlich com- missarien zu recht, das vnnser gnädige herren von Werdemberg mit der merrernjrnd bessern kunntschafft_ ^ wol haben furbracht, das sich die gräffschafft zum Hailigenberg mit ir ennden vnnd grenitzen strecke vnnd zieche gen Eietthusen in den brunnen vnnd vsser dem brunnen in Thimenlachen, vsser Thimenlachen gen der Alten Brugg in die Schüssen vnnd die Schüssen ab in den Bodensee, vnnd das die dörfer, so die gräffen von Werdemberg, vnnser gnädig herren, in ir clag anziechen, nämlich Wechsseltschwiler, Zogenwiler, Einggenwiler, Wolkenschwiler, Wilhelmßkilch, Albertzkilch, Hefikouen, Ober- vnnd Vnder-Thüringen, Schnetzhusen vnnd Vischbach in der benannten gräffschafft zum Hailigenberg ligen vnd darin gehören. Dißs vnnsers spruchs die vorgenannten vnnser gnadig herren von Werdemberg, ouch vnnsers gnedigisten herren von Osterrich vnnd siner gnaden launtuogt anwält besigelt brief begerten zu geben, die wir in zu geben erkennt vnnd mit vnnser statt secret anhanngendem insigel besigelt geben haben vnns, vnnser statt vnd vnnsern nachkommen on schaden vff zinstag nach sannt Verenan tag des jars, als man zalt von der gepurt Cristi, vnnsers lieben herren, viertzechenhundert achtzig vnnd acht järe. Perg. Or. mit dem plattgedrückten Siegel der Stadt Constanz, ein sehr kleines Eücksiegel unkenntlich. Donaueschingen. 21) Die Landvogtei anerkannte dieses Urteil nicht als rechtkräftig, sondern beharrte trotzdem im f Besitz des angefochtenen Landstrichs. Die Grafen von Werdenberg wandten sich dagegen an den Schwä- bischen Bund um Abhilfe, welcher auch wirklich bei der Eegierung zu Innsbruck u506 )zu ihren Gunsten // vorstellig wurde. Infolge hievon kam es 1507 zu Verhandlungen zwischen dieser Eegierung einer- und den /'''gen. Grafen und den Bevollmächtigten des Schwäbischen Bundes anderseits, die aber ohne Erfolg verliefen »). a) Leider hat das f. Archiv über diese Vorgänge nur wenige unzusammenhängende, teilweise selbst unverständliche Konzepte und Bruchstücke; Nachforschungen nach solchen in Innsbruck, Karlsruhe und Stuttgart blieben erfolglos. x/ H ■ I i 1482. 171 mfs -Z4S2, il/tirz 7<9. 91. Sigmund und Johanns Gebrüder, Grafen zu Lupfen, und Vogt, Richter und Gemeinde des Dorfs und Fleckens Ehingen , zwischen Enngen der Stadt und Mül- husen dem Dorf im Hegöw gelegen, verkaufen unter Vorbehalt des Rückkaufs für 1000 fl. Rh. Cunratten Mayenbergen, Priester, Kaplan zu Vilingen, und Hainrieb, Jacob und Jörgen Mayenbergen, Gebrüdern, Bürgern zu Vilingen, einen an Letare zu Vilingen oder innerhalb 4 Meilen im Umkreis davon zu zahlenden Zins von 50 fl. Rh. aus des Grafen Sigmund eigenem Dorf und Flecken Ehingen, das an Zehnten ungefähr 60 Malter Korns, an Steuern 20 U h. jährlich trägt, sowie aus den Herbstund Maisteuern des Dorfs Walenschingen im Betrage von 38 g h., des Dorfs Ansel- fingen im Betrage von 28 & h. und allem andern Eigentum der Verkäufer. Einlager in Vilingen oder innerhalb 4 Meilen im Umkreis (seitens der Gemeinde mit so vielen, als gefordert werden). Geben vff mentag nach dem sonntag, als man in der cristenlichen kirchen in dem ampt der hl. messe gesungen hat Letare Jherusalem etc., ze Mittervasten 1482. Die Siegel der Grafen und der Junker Hainrich von Almshouen zu Imendingen und Rudolf Em- mynger fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1) 1457 mentag vor dem hl. Cristtag zu Winhennechten [Den. 20.] bekunden Bürgermeister und Eat zu Engen, dass vor ihrem Gericht (anstatt des Schultheißen Cläs Windspil sitzt der Stadtknecht Haini Hewenegger zu Gericht) Peter Blum mit Einwilligung seines Bruders Hainrich und seines Sohnes Burkart seinen Heuzehnten zu Ehingen dem lieben hl, Steffan daselbst für 50 9> ■ S ■. 174 1482. st. Othilien Pfründe zu der Alten Statt by Villingen vff dem Schwartzwald, welcher diesen Zehnten Michel Schwaningers Vater Hans Schwaninger von Villingen und Anna Schulthaißin, sein eheliches Weib, zu ihrem und ihrer Vordem Seelenheil ergeben haben, gegen 31 fl. und verzichten zugleich auf obigen Zins. Perg. Or. mit den schlecht erhaltenen Siegeln des Abt Virich und des Konvents von St. Gallen. a) Michel Schweninger, Kaplan zu Villingen, verkauft Chonratten Mesner, Bürger zu Vyllingen, um 60 fl. Rh. aus seinem kleinen Zehnten zu Kilchdorf, gen. des Schuldthayssen Zehnten, der bei gemeinen Jahren bei 9 oder 10 Malter thut, 3 fl. Zins 1482 Letare [März 17.]. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. — Derselbe erwirbt diesen Zehnten von obgen. Pfründe wieder durch Tausch und verkauft ihn für freieigen (mit Ausnahme des vorgen. Zinses) an die Kirche Kilchdorf um 40 fl. Rh. 1488 mittwochs vor st. Thomens tag [Dez. 17.]. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. 3) 1483 Martini [Nov. 11.] empfängt Diepolt von Habsperg, Ritter, zu Tuneschingen den Fronhof zu Kilchdorf im Brigenntal bei Villingen mit dem Grütt, dem Schoren und dem Vhrholtz und den zwei Kürnegger Höfen daselbst vom Abte Virich zu St. Gallen, dem diese Lehen Hanns von Stoffeln, Freiherr, und Hainrich und Cünrat vom Stain, Gebrüder, aufgesandt haben. Pap. Auszug des 16. Jhdts. Donaueschingen. 4) 1500 mitwoch vor Valentinen tag [Febr. 12.] vergleichen Conrad von Schellenberg zu Hüf- fingen, Ritter, Obman, und Jacob Mayenberg und Conrat Hüner, beide Bürger zu Villingen, vom Dorfe Clengen hiezu verordnet, und Lentze Seyfrit und Hanß Vischer, beide von Thoneschingen, vom Dorfe Kilchdorf beauftragt, die gen. Dörfer über ihre gemeine Weide und Banngrenze. Die Weidgrenze geht „unden neben dem weg uff dem Hassel in Clenger ban vnd daselbst dannen den Armenberg füruff neben Kirchdorfer hertweg, item von demselben ort hinfürwert byß in den byrenbom, der da statt zwischen Rügers von Clengen und deß Meßmers acker von Brünlingen, und daselbst dannen byß gen Hylben zu den Rigel- äckeren, item von denselben byß in des wysenthall an dem acker, der in die grosse wydom gehört, byß vnder die kryeßböm, und von demselben ende enmitten durch das wysentall hinab byß zu dem brunen, darob sollen sye gemain trencken, item von demselben brunen dem brunengraben nach durchab byß in Dür- haimer ban hin, sover sich Clenghaimer ban strecket". Der Clenger Bann geht „byß an der von Schellenberg braytte an die füren, so daselbst durchab gatt dem zun nach, auch das mur die vier tagwen wyßen hinüber von der egerürten füren nach byß an die wisch, [die] ouch ligt in der von Clengen bann". Das Or. siegelte Graf Wolfgang von Fürstenberg, Conrad von Schellenberg und die Stadt Villingen. Pap. Kop. 17. Jhdt. Donaueschingen. T. 1482, Nov. 4. Sitzenkirch. 94i An gen. Tage und Orte auf dem Sußenhart bekundet auf Ansuchen des Hannß Sund, gen. Jeger, von Stocken, der eröffnete, wie seinem Herrn von Osterreich von Insassen an Forst und andern Herrlichkeiten der Grafschaft Neuenbürg unbilliges begegne, vor dem kais. Notar Johannes Ryß und den erbetenen Zeugen Hanns He- felin, Kirchherrn zu Marzell, Caspar Spon und Cunrat Brucker von Sizenkilch, Cünrat Liptinger, Einwohner zu Susenperg, ehedem Forstmeister zu Neuenbürg, eidlich, dass er den Forst auf Empfehlnis des Grafen Johan von Tengen bei 26 Jahren innegehabt habe, und dass derselbe und die Grafschaft Neuenbürg „anhebet vnd gat gen Costentz über die Einbruck bis vnder den tachtrouff des innern tores f vnd gat also furo den Ein ab vnz gen Stein an den stattgraben vnd aber den Ein ab vnz gan Tiessenhofen bis an die brück vnd aber den Ein ab gon Schaffhausen bis an die 1483. 175 steinen brück in der vorstatt vnd denselben bach uff gon Merishusen bis in den kilchthurm vnd von Merishusen gon Bargen vnd von Bargen in Eberharzbrunen vnd von Eberharzbrunen gon Kümingen in den bach, von Küniingen in Tengerek in das Gewigt, das do lit vor Talingnnar (sie) almend, vnd dafüro gon Lupfertingen in den fürt in die Ettrach bey st. Joß, von dem fürt in die Nuwenhöwen, von der Nuwen- howen gen Emingen in den Tugstein, von dem Tugstein in das Tutlinger thal in ein bild, haisset der Arm, von dem Arm in die Mattsteig, von der Mattsteig in den Dubstig, von dem Dubstig in den Wirtenbuel, usser dem Wirtenbuel gon Grundel- buch in den brunnen by der thorsul, von Grundelbuch gen Buchan in den brunnen bey der linden, vsser der linden gon Worndorf in den brunnen, der do lit in dem dorf, vs dem brunen in den Heizenstein, vß dem Heizenstein gon Vnderkrumen in die kilchen, vsser der kilchen in die Ablach in den Steinenfurt, vß dem Steinenfurt gen Rod in die linden, von Rod in die Swarzen Speck in den Hockenden Stein, lit zwischen Ach vnd Ruschenried, von dem Hockenden Stein gon Olberwiller in den brunnen, von Olberwiler in den Tobelbach, vsser dem Tobelbach gon Bilenfingen in den graben, den man nempt des Keisers graben, vsser des Keisers graben über die Ecken in die linden, die man nempt Uff Lugen by des spitals bölzli, vsser der linden gon Goltpach in die alti mülistat, vsser der mülistat über den See gen Eck in das mulirad vnd denn denselben bach vff vff die landtstrass vnd dieselben landtstrass in gon Costenz wieder über die Rinbruck vnder den tachtrouff". Auf diese Lachen haben ihn die bei 80 Jahren alten Forstmeister Cunrat Kross, Hannß Welti und Hensli Im Hoff gewiesen. Geben, als obstet. Das Or. siegelte der vorgen. Notar. Pap. Kop. von 1780, beglaubigt von der k. k. Oberamtskanzlei Stockach. Karlsruhe. 1) 1500, Juli 2. wird zu Augspurg zwischen König Maximilian und den Grafen Sigmund und Hain- rich zu Lupfen wegen ihrer Streitigkeiten über die Herrlichkeiten und Zugehörden der Landgrafschaft Neuenbürg und Herrschaft Hewn beschlossen, diese Irrung zur Entscheidung vor Ludwig Fergenhansen, Doctor, Propst zu Stugkarten, als gemeinen Obmann, und gleiche Zusätze, deren jede Partei zwei stellt, zu setzen, so dass dieselben innerhalb zweier Monate Tagsatzung halten, damit die Irrung im nächsten halben Jahre darnach erledigt werde. Pap. Or. mit den unkenntlichen, unter Papierstücken vorne aufgedrückten Siegeln des Königs und des Grafen Sigmund von Lupfen (angehängt für ihn und seinen Bruder Hainrich). Donaueschingen. 1483. 95, Hanns von Almßhoffen empfängt ausser den III, 513 genannten Stücken zu Imadingen, Ynadingen, Gütmattingen, Vnderbaldingen, Bachzimern und Muchen bei I 176 1483. Vnadingen folgende von Hainrich von Almßhoffen erkaufte Güter: zu Gütmattingen 3 Güter, die zusammen 4 Malter 6 Mut Veesen, 4 Malter 6 Mut Haber guten, eine Hofstatt, die 7 Viertel Veesen und 2 Hühner giebt, und Caspar Schoners Güter, die 1 Malter Veesen, 6 Viertel Haber, 2 Hühner gelten, zu Gisingen 1 Gut, das 3'| a Malter Veesen, ebensoviel Haber, 4 Hühner giltet, zu Hüntschingen 2 Güter, die zusammen 5 Malter Roggen, 2 Malter 6 Mut Haber und 4 Hühner geben, zu Efingen 1 Gut, das 5 Malter Veesen, 2 Malter Haber, 50 Eier und 4 Hühner giltet, zu Nidingen 1 Wiese, die 6 ß zinst, und zu Zimern 1 Fischwasser, das jährlich 18 # h. giebt, von Graf Hainrich von Furstenberg dem altern a ). Fürstenb. Lehenurbar von 1508, Bl. 78—79. a) Derselbe empfängt diese Stücke alle, die zum Teil sein Grossvater Hainrieb, von Graf Jobannsen von Furstenberg 1442 und sein Vater Hainrich von Graf Hainrieb 1466 empfangen hatte, wieder von Graf Hainrich dem Jüngern [wann?]. 1506 durfte sein Sohn Philipus von Almßhoffen 60 fl. Hauptsumme und 3 fl. Zins auf ein Lehengut zu Gisingen verweisen, musste es aber binnen 10 Jahren lösen, oder der Lehensherr selbst durfte dieses thun. a. a. O. 79. 1) 1472 st. Walpurgen, den Meytag, [Mai 1.] verkaufen Hainrich Jäger, gen. Spett, [zu Ymadingen und Wilhelm Spätt, sein ehelicher Sohn, Ludwig Rotpletzen, Bürger zu Vyllingen, Vogt und Pfleger ihres Vetters Egkh von Ryschach von der Neuwen Sunthusen, 3'/2 S> h. Vyllinger Währung Zins von ihren 6 Malter Roggen Ymendinger Mass auf st. Walpurg Tag fälligen Vogtrechts aus dem Hofe zu Ymmendingen, der dem Gotteshause St. Bläsy zinst, um 70 U h. derselben Währung. Das Or. siegelten die Aussteller und Hainrich von Almshoffen zu Ymadingen. St. Blasien Kopialbuch I. 274—77. Karlsruhe. 2) 1472 st. Martins tag [Nov. 11.'] verkaufen Hainrich von Almshouen zu Imadingen und Vogt, Richter und „gepursamy" des Dorfes Vnadingen unter Vorbehalt des Rückkaufs für 182 fl. Rh. Peter Wylen, dem Tucher, Bürger zu Vilingen, einen auf st. Martins Tag zu zahlenden Zins von 14 Maltern „geriterter" Veesen Vilinger Mass aus Hainrichs von Almshouen Kornzehnten zu Vnadingen, aus dem zum voraus 7 fl. Zins an Angnesen Kellerin, Hannsen Stähelis sei., Bürgers zu Vilingen, eheliche Witwe, und 3'/2 fl. Zins an Hannsen Mayenbergen, Bürger zu Vilingen, und 3V2 Malter Veesen Vilinger Mass Zins an Virichs Bölensmids Sei. Kinder gehen, ferner aus Hainrichs von Almshouen Wiesen, genannt die „Ow", bei 18 Manns- mad, gelegen im Imadinger Bann in dem Bachzimer Thal. Einlager in Vilingen. Perg. Or. (zum Teil o verblasst), die Siegel Hainrichs von Almshouen, Sigmunds vom Stain, Ritters, Hanns Virichs von Almshouen zu der Nüwenburg, Hainrichs Vetter, und der Stadt Brülingen, die für die Gemeinde Vnadingen siegelt, fehlen. Donaueschingen. T. 3) 1473 donrstag nach dem hl. Ostertag [Apr. 22.] meldet Hainrich von Almshofen zu Imendingen dem Bischöfe Hermann zu Costentz, dass er zu seinem und seiner Vordem Seelenheil mit Zuthun anderer erberer Leute, insbesondere Hainrich Jägers, gen. Spät, zu Imendingen, sowie des Vogts, der Richter und der Gemeinde Imendingen als Patron und Leiher der Leutkirche zu Imendingen in derselben auf dem hl. Kreuzaltare zu Ehre der h. Mutter und Magd Maria, des hl. Kreuzes, st. Laurentien, Oswalten und Cassiori eine ewige neue Pfründe und Kaplanei für einen erbern weltlichen Priester gestiftet habe und bittet um Bestätigung derselben. Er behält sich und seinen Erben das Praesentationsrecht. Der Kaplan darf keine andere Pfründe, die er persönlich zu besingen und zu versehen hat, haben, sondern muss auf seiner Kaplanei haushäblich sitzen und alle Wochen am Sonntag, Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag auf gen. Altare Messe lesen oder im Falle einer dringenden Verhinderung durch einen weltlichen Priester lesen lassen. Wenn die Messe an diesen 5 Tagen aus irgend einer redlichen Ursache nicht gelesen werden kann, soll der Kaplan sorgen, 1483. 177 dass dieselbe an den andern zwei Wochentagen gelesen werde. An den 4 Hochzeiten, allen Frauentagen, Aposteltagen, Allerheiligen, Allerseelen und allen gebotenen Feiertagen soll der Kaplan dem Kirchherrn oder Leutpriester zu Imendingen beim Gottesdienste helfen singen und denselben vertreten, wenn er aus gegründeten Ursachen nicht bei der Kirche sein kann. Die Renten, auf die die Pfründe gegründet ist, darf er nicht entfremden. Er darf die Pfründe nicht ohne Genehmigung des Patrons verwechseln oder aufgeben. Er muss beim Empfange der Pfründe schwören, alle diese Punkte zu halten. Die Pfründe ist gestiftet auf zahlreiche (namentlich aufgezählte) Güten und Grundstücke zu Möringen, Küchen, Hüntschingen, Zimmern, Imendingen, Guottmatingen, Tunaweschingen, dem Hofe Stettbüch in Mowenkamer Bann und Büsenhan. Johans von Almshoffen, Kirchherr zu Imendingen, erklärt seine Einwilligung zu dieser Stiftung, ebenso Hainrich Jäger, gen. Spät, zu Imendingen. Das Or. siegelte der Stifter, der Kirchherr von Immendingen und Hainrich Jäger, gen. Spät. Pap. Kop. 17. Jhdt., Freiburg, erzbischöfiiches Archiv. 4) 1474 fritag nach st. Vits tag [Juni 17.} leiht Hainrich Jäger, gen. Spät, von Imendingen Cün- ratten Fröwler seine Mühle zu Imendingen mit der Schutzwiß und der Scheuer vor dem Mühlbrücklein zu Erblehen gegen einen Jahreszina von 20 Malter Mühlkorn und 3 Malter Kernen, wie das die Mühle gewinnt, zahlbar in vier Zielern, je an Fronfasten. Vom kommenden st. Johanns Tag zu Sunwenden an muss der Lehensmann binnen eines Jahres „zwey guet new vnderzüg" an der Mühle machen ohne Kosten des Lehensherrn, auch muss er ohne Kosten des Lehensherrn Mühle, Wuhr, Teich und Räder in redlichen Ehren halten, was der Lehensherr alle Jahre selbst oder durch andere Biederleute besehen mag, veräussern darf er die Mühle an einen, der dem Lehensherrn und den von Imendingen eben ist; verbrennt die Mühle, so hat der Lehensherr ihm nur dann eine nach Erkenntnis ehrbarer Leute zu bestimmende Steuer zu geben, wenn dies von Landskrieg wegen oder „von vnsserm füre" geschah. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln Hansen von Almeshouen, Kirchherrns zu Imendingen, und Hainrichs von Almeshouen (wie Abb. VI, No. 69). Donaueschingen. 5) 1478 zinstags nach dem hl. Pfingstag [Mai 12.] entscheiden Hainrich Humpolt, Jerg Prendtlin, Henßlin Visell, Hannß Keßler, Hainrich Trißger, Peter Schalle, Burckhat Haintz, Thoni Schaller, Conrat Hemmerlin und Henßlin Röb, alle sesshaft zu Immadingen, den Zehntstreit zwischen Abt Cristoff zu St. Pla- sien auf dem Schwartzwaldt und dem Junker Hainrich von Allmißhoffen zu Immadingen also: In den Gütern der Frauen von Fridenwiler und Amptenhaussen, in denen, die zu Junker Hainrichs Speten Schloss gehören, im Kirchengütlein, im Gütlein, das Petter Schalle baut, in dem, das der Kroß baut, in des Streits Gut, in des Beringers Gütlein, in des Gewbergers Gut (mit Ausnahme der Äcker, die in St. Plesins Gut gehören), in der Schaffnerin Äcker auf Tilgen, in den 3 Jauchert Acker auf Enger Staig, die Junker Hainrichs von Allmißhoffen sind, in den 2 Jauchert Acker oberhalb der vorgenannten, die Veit Lorers und ehedem ein Acker gewesen sind, in den c. 8 Jaucherten im Ottenstahl, die zu Hewnegk gehören, und in der 2 Mannsmad grossen Embdtwiß im Grieß, d. i. in diesen Gütern, wie sie jetzt sind, und in allen Teilen, die früher dazu gehört haben, teilt sich der Zehnten zwischen gen. Abte und gen. Junker wegen der Kirche zu Immadingen. Alle andere Güter zu Immadingen im Dorf und im Felde, nämüch Ernliß Gut, alle Güter, die dem Herrn von St. Plesien zinsen, Junker Hainrich Spätten Gut, alle Almenden des Dorfes, alle eigenen Äcker, Wiesen und Hanfgärten, ausgenommen was in des Streits Gut gehört hat, alle eigenen Güter, die zu Junker Hainrichs von Almißhouen Schloss gehören, und alle Hofstätten im Dorfe, die der Kirche und Junker Hainricken zinsen, gehören von der Kirche wegen in des gen. Junkers ganzen Zehnten. Das Or. siegelten die Junker Caspar von KUngenberg und Wilhelm Jeger, gen. Spätt, zu Immadingen. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. 6) 1487 st. Jacobs tag [Juli 25.] verkaufen Anna von Goberg, geb. von Rischach, Witwe, und ihre Söhne J5rg und Hanß Hansen und Hugen von Almßhofen, Gebrüdern, zu Ymendingen ein Wasser zu Ymendingen unter dem Dorf an der Tünow, daran die Käufer das Halbteil haben, für 140 & h. Fürsten- berger Währung. Perg. Or. mit den mehr oder weniger beschädigten Siegeln der Aussteller, Wühalms von Nüneck, Vogts zu Tutlingen, und Jörgen Reckenbachs (s. Abb. No. 25). Donaueschingen. T. 7) 1496 donstag vor dem hl. Pfingsttag [Mai 19.] verkaufen unter Vorbehalt des Rückkaufs Vogt, VII 23 ägMm m 's rü' : ' Wimmmm M . . ,■ 178 1483. Eichter und Gemeinde zu Imendingen mit Einwilligung ihrer Junker, Hanßen von Almßhofen und Wilhalms Jäger, gen. Spät, für 200 fi. Eh. Martin Metzgern von Möringen einen auf den Pflngsttag zu Möringen in der innern Stadt abzuliefernden Jahreszins von 10 fi. Eh. aus ihres Dorfs Almende, nämlich dem Hirtenspitz, dem Pfingst-Espan, dem Bügen, dem Whür-Espan, dem Schalmen-Espan und dem grossen Grund, der Hirtenwiese und dem Herren-Espan und dem Grund zwischen dem Wasser, die insgesamt durchschnittlich jährlich 26 % h. und 60 ß h. ertragen. Einlager (mit 2 Männern, einem aus dem Gericht und einem aus der Gemeinde) in Möringen. Das Or. siegelten die obgenannten Junker. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. T. 8) 1496 montag nach st. Anthonien tag [Jan. 18.] empfängt Hannß von Almshouen zu Imendingen für sich und seinen Bruder Haug zu Mannlehen von Hewen den Kircbensatz zu Imendingen. Lupf. Saalbuch von 1495 Bl. 10 T . Donaueschingen. T. 9) 1500 zinstag nach Eeminiscere [März 17.] empfängt Hans Spatt von Imendingen zu Mannlehen von Graf Wolfganng zu Fürstemberg einen Hof zu Yppingen, der 2-Vs Malter 1 Mut Veesen, 2 Malter Haber, 2 Viertel Bohnen, 4 Hühner, 30 Eier giltet, einen Hof zu Nändingen , der 5 Malter Winterkorn, 3 Malter Haber, 2 Viertel Veesen, 2 Viertel Haber, 4 Hühner, 60 Eier giltet, und den Halbteil des Dorfes Imendingen mit Gericht, Zwing und Bannen, der Töchtern wie Knaben Lehen ist. Er schwört dem Grafen „als ain lehenmayer". Fürstenb. Lehenurbar Bl. 56. Donaueschingen. 10) 1502 st. Agathen tag [Febr. 5.] verkauft Hanns von Almshouen zu Imendingen für 120 fl. Eh. unter Vorbehalt des Eückkaufs Mathys Schyndlern zu der Nuwenstat einen auf Lichtraess zu der Nuwenstat zu entrichtenden Zins von 6 fi. Eh. (oder für 1 fl. 25 Blaphert Eappen Münze) aus Berchtold Schulthaissen Gut, dem Lerinündlinsgut und dem Ayerküchlisgut zu Bachen, und aus seinem Hof zu Imendingen, die insgesamt 8 Malter und 2 Viertel Veesen, 6 Malter und 2 Viertel Haber, 5 Malter Korn, 1 Viertel Eier, 8 Hühner und 1 & h. guten. Einlager in der Nuwenstat oder 1 Meile im Umkreis darum. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Donaueschingen. T. 11) 1504 mitwoch nach Geory [Apr. 24.~\ bitten Hannß von Almeßhofen und Hanns Jäger, gen. Spät, beide zu Immendingen, den Bischof Hüg zu Costenntz die Stiftung einer neuen Kaplanei zur Ehre der Mutter Gottes in der Pfarrkirche zu Immendingen zu bestätigen. Zu dieser Pfründe geben bisher Vnser Frauen Altar Gut zu Eüngen jährlich 1 Malter Veesen und 2 Mut Haber Vilinger Maß; Fätings Gut zu Gütmadingen 17s Malter Veesen und l'/s Malter Haber; ein Gut zu Immendingen 1 Malter Eoggen und 1 Malter Haber; ein anderes Gut daselbst, gen. Imendingers Gut, 3 Mut Eoggen j ein Acker daselbst, 1 Malter Eoggen; ein Haus ebenda 1 g h. und ein Acker ob der Kirche, wenn er genutzt wird, 6 Viertel. Damit aber ein eigener Priester unterhalten werden kann, fügt Hanns Spät zum besten seiner selbst und aller aus seinem Stamm und Geschlecht, die bereits geschieden sind oder künftig scheiden werden, da er keine Leibeserben hat, noch hinzu eine Hofstatt, gen. In der Stat, im Dorf Immendingen mit einer „erlichen" Behausung und aller Zubehör; einen Weingarten, 2 Jauchert gross, zu Sinngen; 6V2 *■'■**■■ iölll 1483, März 6. Tettnang. 96# Virich Graf zu Montfort, Herr zu Tettnang, vergleicht Virich von Helmsdorf wegen seines Gerichts über die Armenleute zu Imenstad im Dorf am See mit Jörg und Ulrich Gebrüdern, Grafen zu Werdenperg und zum Hailigenberg, seinen Schwägern, wegen der hohen Gerichtsbarkeit der Grafschaft zum Hailigenberg: 1) „Weiher ain gütt mer dann ainmal geuarlich mitt wissen versetzt vnd die erst versatzung zu den anndern nit öffnet, so gehört das in die hohen gericht der graffschafft zum Hailigenberg, " 2) „War das annder, es sy man oder frowen, ain boßwicht haist oder an sin er redt vnd vor den amptlütten oder an anndern ennden verdachtz mutz darum verclegt, gehört och in die hochen gericht." 3) „Weiher aim anndern das sein versetzt vnd das mitt wissen vnd geuarlich tut, gehört den hohen gerichten zu." 4) „Weiher den anndern verdachtz müttz fräfenlich vnd mitt vffsätzen tags oder nachtz vsser sinem huß vordert, gehört es den hohen gerichten zfi." 5) „Wenn ainr den anndern hdrduellig macht vnd das mitt fridbrachen oder derglichen vnd merer hanndlung vnd wunden, die lammen gäben, beschalle, gehört es den hohen gerichten zu straffen." 6) „Weiher offen marcken vßzuge, ennderte oder sunst valschte, gehört den hochen gerichten zu". 7) „Weiher gelübt vnd aid nit hielte, gehört den hohen gerichten zu." Gegeben vff dornstag vor dem sonntag Letare ze Mittuasten 1483. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. ü :. T. 1483, Apr. 24. 97, Hug und Virich, Gebrüder, Grafen zu Montfort und Rottenfels, Wernher von Zimmern und Jörg von Gundelfingen, beide Freiherrn, welche in den langjährigen Spänen zwischen dem Bischof und dem hohen Gestift zu Kostentz einer- und den Grafen zu Werdemperg und zum Hailigenperg anderseits über hohe und niedere Gerichte zu Merspurg und Markdorf, die zuletzt auf Bischof Otten zu Costentz, ihren Vetter, und das Gestift daselbst und auf die Grafen Jörg, Virich und Hug zu Werdemperg und zum Hailigenperg, Gebrüder, ihre Schwäger und Oheime, gekommen und in denen sich mancherlei Aufruhr und Irrung mit Totschlägen und anderm zwischen den Parteien und den ihrigen bisher zugetragen, mit Genehmigung der Parteien etliche Tage angesetzt haben, einigen dieselben nunmehr, nachdem der Bischof Hannsen von Ranndeggk und Ludwigen von Helmsdorf, beide Ritter, und 23* W&W' VI ! äS? ■ 1 ■ ■■ ■'■■ ; .. ■ . ' : ■ rassfis nxfcna«;-g 180 1483. die von Werdenperg Eberharten von Rischach von Eichenstem und Konrad Bischof, Vogt zum Hailigenperg, zu ihnen als Zusätze gesetzt haben, mit diesen gütlich also: Bischof und Stift haben in der Stadt Merspurg und in einem genau beschriebenen Bezirke um dieselbe das Malefiz, Hoch- und Niedergericht, Forst- und Wildbann; da der Galgen auf dem Trielberg ausserhalb dieses Bezirkes steht, so sollen auch die Strasse von diesem Bezirke an am Siechhaus hinauf bis zum Galgen und 20 Schritte rings um denselben zu den hohen Gerichten gen Merspurg gehören. Ausserhalb dieses Hochgerichtsbezirkes haben Bischof, Stift und die von Merspurg, soweit deren Trieb und Traft geht, Zwing, Bann, Gebot und Verbot, über Schulden zu richten, über Holz und Feidung zu gebieten mit Frieden zu geben und zu machen, Holz und Feidung zu beschirmen, Steg und Weg zu bessern, „käß" und Äcker zu gebrauchen, „ob aim an den enden sin bärend bomm vnfügclich sin würden, die ab- zehowen", und wie von Alters her in diesem „vssern kraiß" geschworne Untergänger und Bannwarte zu haben; in diesem äussern Kreise aber haben die Grafen von Werdemperg zu richten, wenn jemand den andern „vss aigenem gemütt annders, denn marcktz recht ist, vbermarckte" oder offene Marken und „lachen" ausgrübe, sodann zu richten über „harduäll, fridbräch vnd vliessend wunden, nämlich bain- schrott, bainbruch vnd lämin vnd wunden ains glaichs tief"; besteht Zweifel, ob eine Wunde so tief ist, so gehört die Bestrafung derselben in die Grafschaft zum Hailigenperg, wenn der geschworne Arzt und Scherer zu Merspurg oder der, welcher die Wunde „geartzt" und gesehen hat, sie so tief findet. Der Bischof, das Stift und die von Merspurg haben hinfür in den Dörfern, Weilern und Höfen, die in solchem ihrem Trieb und Tratt und äussern Kreise liegen, in den Ettern die niedern Gerichte, doch unschädlich der hohen Gerichte, Forste und Wildbänne der gen. Grafschaft, zu den hohen Gerichten aber gehören „mort, brannd, diebstal, valsch, notzog, mainaid vnd was zu hutt vnd zu har zu richten statt vnd damitt ainr sin lib vnd leben oder gelider verwürckt hatt". Die Güter, die von Alters her gen Merspurg gesteuert haben, bleiben in dieser Steuer und sollen beim Verkaufe zu Merspurg gefertigt werden. Bischof und Stift haben das Malefiz-, hohe und niedere Gericht, Wildbann und Forst zu Markdorf in der Stadt und in einem genau beschriebenen und mit 4 am Rain gen Bermatingen, an der Letze gen Lainbach, hinter dem Galgenrain gen Gerenberg und hinter dem Galgen unten am Raine gesetzten Marken ausgemarkten Bezirke um dieselbe; auch im Dorfetter zu Wangen, obwohl dieses Dorf nicht in diesem Kreise liegt, haben dieselben alle Gerichte, hohe und niedere, Forst und Gewaltsame. Da die Marke an der Letze diese nicht erreicht, so soll von ihr die Strasse und auf beiden Seiten derselben ein Raum von 40 Schritten und die 1483. 181 Letze in den gen. Bezirk der hohen und niedern Gerichte, Forste und Wildbänne gen Markdorf gehören, doch haben die Grafen von Werdenperg zwischen der Letze und der gen. Marke ausserhalb dieses abgenommenen Raumes die hohen. Gerichte, Porst und Wildbann mit aller Obrigkeit. Sitzen werdenbergische Eigen- oder Erbvogtleute zu Merspurg oder Markdorf oder ziehen solche dahin, so müssen sie auf Anfordern der Grafen und ihrer Vögte und Amtleute ausgewiesen werden; „wa aber sölh lüt nit bekantlich warn, mögen sy die nach des landtz gewonhait besetzen vnd sölh ersatzung sol beschehen vor ainem bischoff zu Costentz oder wem er das be- uilhet, vnd so sy besetzt, sollen sy vsßgetriben vnd nit mer enthalten werden". Frevelt einer aus den beiden Städten ausserhalb der vorgen. Bezirke der hohen und niedern Gerichte, so mag man über ihn deshalb auf dem Landgerichte zu Bürn, das zu gen. Grafschaft gehört, nach Landgerichts Gewohnheit richten. Wenn aber jemand aus diesen Städten und ihren Hochgerichtsbarkeitsbezirken vor dem Landgegerichte belangt wird, so soll der Landrichter denselben, sobald ihm das verkündet wird, an sein eigenes Gericht weisen, ausser derselbe habe sich aller Freiheiten und Rechte verziehen. Diese Richtung soll beiden Parteien an allen ihren Steuern, Diensten, Vogtrechten, „ertagdinst" und andern Güten und Nutzungen, desgleichen „vsserhalb der bericht" an ihren Freiheiten und Gnaden unschädlich sein. Es sind alle Totschläge zu Wangen im Dorf, der Totschlag zu Alienhailigen, alle Urteile des Kaisers, des Hofgerichts Rotwil oder anderer Gerichte, ebenso die Ächtung etlicher aus den beiden Städten durch das Landgericht zu Bürn und aller Unwille gegenseitig tot und ab. Gegeben dornstag nach st. Jörgen des hl. ritters tag 1483. Die Siegel der Grafen Hug und Virich von Montfort, Wernhers von Zimmern (wie Abb. VI, No. 52), Jörgs von Gundelfingen (28 mm D., IV A 2, beschädigt), Hansen von Bandegg, Ludwigs von Helmsdorf (30 mm D., IV C, nicht gut erhalten), Eberharts von Risckach, Conrad Bischofs (wie Abb. No. 6), des Bischofs Otto, der Grafen Jörg (wie Abb. VI, No. 65) und Virich von Werdenberg (beschädigt, wie Abb. No. 32) und des Kapitels Constanz. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1482 dornstag vor Vnser lieben Frawen tag Liechtmeß [Jan. 31.] legen Hug und Virich, Gebrüder, Grafen zu Montfort, den „vffrür", welcher entstanden, weil der Maier zu Allenhailigen den Priester, gen. Herrn Wernher, von Allenhailigen totgeschlagen, weil deshalb ihres Herrn und Vetters von Costentz Amtleute das Gut dieses Maiers eingenommen, und weil darüber ihr Schwager, Graf Jörg von Werdemberg „etwas fümemung durch die sinen getan hatt, deßhalben sich etlich vffrür begeben, dardurch etlich arm lüt erschlagen vnd vom leben zum tod bracht sind", also bei: Kein Teil darf gegen den andern „kainerlay rauch noch vffrür mit der handgetät fürnemen, anders denn mit recht". Graf Vlrich von Montfort und Jörg von Gundelfingen sollen bis Ostern einen gütlichen Tag ansetzen und versuchen, die Sache gütlich beizulegen, ebenso die Sache, „darumb vormalen ain hindergang vff sy bescheen ist". Auch wenn kein Bericht zustandekommt, sollen die beiden vorgen. Vermittler „mit vsßsprechung vnd Setzung der marcken volfarn, '-'•V^ *■ '■: "■■. Hg 1S2 1483. wie denn vormalen vff sy veranlasset vnd betädingt ist". Perg. Or., die Siegel der „vndertädinger" fehlen. Donaueschingen. 2) Laut eines Instruments des Notars Joannes Schlachter verzichtet der Allerheiliger Kaplan Qui- rinus Bonckhofer, gestützt auf eine wörtlich inserierte, ihm vom Papste Alexander 1493, 9. Kai. Augusti [Juli 24.] gegebene Generalvollmacht auf seine Kaplanei in die Hand des Abtes Johannes von Schussen- riet in dessen Kloster zu Gunsten des Probstes Adam von Waldsee und seiner Nachfolger 1507, 1. März, worauf gen. Abt diesen Propst in den leiblichen Besitz der Kaplanei einsetzt. Perg. Or. a ) mit Schlachters Notarszeichen. Karlsruhe. a) Aussen ist auf demselben bemerkt: „postea et dimissum episcopo Constantiensi Hugoni de Landenberg et successoribus". 1483, Mai 2. 98. Graf Johans von Sultz, Hofrichter zu Rotweil, befiehlt dem Urteilsprecher Clauß Schaffner, die Gebrüder Hug und Hanß von Almßhouen, Hainrichs von Almß- houen sei. Söhne, auf das erfolgte Urteil des Hofes zu Rot weil hin auf Vrsulen von Höudorf, geb. Blarerin von Wartensee, und ihres Sohnes ßurckhardts von Höudorf Güter anzuleiten. Geben an des hl. Creutz Abend Inuentionis 1483. Das Or. siegelte das Hofgericht. Lupf. Kopialbücher X, Bl. 212 ▼. Donaueschingen. T. 1) 1483 dornstag nach st. Vits tag [Juni 19.] befiehlt derselbe Hofrichter dem Urteilsprecher Hanß Keller die obgen. Brüder von Almßhouen in nützliche Gewehr dieser Güter, nämlich des Schlosses und Dorfes Nuwenhußen unter Engen, Owelfingen und Hegew mit aller Zubehör, zu setzen a ). Das Or. siegelte das Hofgericht, a. a. 0. Bl. 214. T. a) Am gleichen Tage hatte Clauß Schaffner dem Hofrichter gemeldet, dass die Gebrüder von Almßhouen die Anleite mehr als 6 "Wochen und 3 Tage „unuersprochenlich" besessen hätten. Das Or. siegelte der Aussteller, a. a. 0. Bl. 217. — b) 1484 dornstag vor st. Matthiß tag [Febr. 19.] berichtet Hanß Keller demselben Hofrichter, dass die Gebrüder von Almßhouen die nützliche Gewehr der obgen. Güter mehr als 6 Wochen und 3 Tage „vnuer- sprochenlich" besessen haben. Das Or. siegelte der Aussteller, a. a. 0. Bl. 215 T . T. 2) 1484 dornstag vor st. Mathiaß tag [Febr. 19.] wird von demselben Hofgerichte den gen. Brüdern das uneingeschränkte Eigentumsrecht an Schloss und Dorf Neuwenhausen unter Engen, an Owelfingen und Hägew gerichtlich bestätigt. Das Or. siegelte das Hofgericht a. a. 0. II, 1 Bl. 314. Donaueschingen. T. 3) 1485 st. Othmars tag [Nov. 16.] verkauft Burckhart von Heuwdorf zu Owelfingen dem Grafen Sigmund zu Lupfen den dritten Teil des Schlosses und Dorfes Newenhauß bei Enngen mit aller Gewaltsame, Gerichten, Zwingen, Bannen, Weingärten, Zehnten, Einungen, Freveln, Ungelten, Fällen und Gelassen, Diensten, Leuten und Gütern, Mannschaften, Lehenschaften und allem andern Zubehör») um 1000 fl. Von dieser Summe erhält der Verkäufer 400 fl. Eh. ausbezahlt, 500 fl. Rh. Hauptguts werden ihm angewiesen, und 100 fl., die zu Gunsten Rüedingers Im Timm zu Schaffhausen auf dem Kaufobjekt ruhten, übernimmt nebst dem Zins der Käufer. Das Or. siegelte der Aussteller, Hanns Matheyss von Heuwdorf zu Langen- stain, Bruder des Ausstellers, und Joss von ßeyschach zu Ach. Lupf. Kopialbücher JJ, 1 Bl. 312. Donaueschingen. T. a) Die vielen einzelnen Bestandteile werden einzeln in der Vorlage genannt. ^S^^feiara^ 1483. 183 mmt 4) 1489 montag nach st. Jörgen Tag [Apr. 27.] empfängt Hainrich Sigmundt von Höwdorf zu Owelflngen zu Mannlehen von Hewen 1 Drittel aller Weingilt zu Nuwenhaußen bei Engen, nämlich 1 Drittel der Weingilt vom Zehnten und 1 Drittel von den „taylgärten", ferner 1 Drittel an beiden Trotten und Trottgeschirr und Trottwein, endlich 2 Weingärten daselbst, die er selbst baut, den einen bei der obern Trotte, den andern gen. der Truchsäß. Lupf. Kopialbücher I, 7 Bl. 178. Donaueschingen. 5) 1489 sambstag vor Inuocauit [Mars 7.] verkauft Hanns Matheis von Hewdorf zu Langenstain Peter Andrißen von Altendorf zu Newenhausen um 1554 fl. Eh. seine 2 Drittel an Newenhausen, nämlich ein Drittel des Burgsässes, Burgstalles und Burggrabens, 2 Drittel an Gericht, Zwingen und Bannen, Gebot und Verbot, Bussen, Freveln, Ungerichtet die ganze Weintaferne, 2 Teile a ) an den Eigen- und Vogtleuten, Hintersassen und Beiwohnern, Steuern, Diensten, Schätzungen, Hühnern, Fällen und Gelassen, die zu diesen 2 Dritteln gehörigen Häuser, Güter, Grundstücke, Hölzer, Weingärten, Güten, Zehnten, Lehen und Mannschaften und Kirchensatz, ein Drittel an allem Torkel- und Zehntwein und an beiden Torkeln- das alles kam von seiner Mutter Vrßlen sei. teils an ihn, teils an seinen Bruder Hainrich Sigmund von Hewdorf, dessen Anteil er gegen sein Drittel an Oweltingen eintauschte. Ausgenommen ist vom Kaufe die Leuttenbündt und der Krautgarten am Burgsäss, die untere Wiese hinter der Scheuer, das Halbteil der grossen Ziegelscheuer, das mittlere Drittel des Scharnenholtzes und ein Drittel an Weingärten, Zehntteilen, Torkelwein und beiden Torggeln, was alles noch Hainrich Sigmund von Hewdorf gehört. Das Verkaufte ist Lehen von Graf Sigmund von Lupfen. Für die Kaufsumme übernimmt der Käufer 300 fi. Hauptgut und davon 8 Malter Veesen und 4 fl. Behemisch Zins gegen Heinrich Weingeber zu Vberlingen, 209 fl. und 20 & ,$i Hauptgut gegen Euofen von Eeischach, 300 G h. Hauptgut gegen Conradten Oschwaldt zu Engen, 100 fl. Hauptgut gegen Eutger Im Thurn zu Haselstauden, dies alles laut eines „versorgnusbrieffs 1 ' des Verkäufers, ferner 47 Va U ^ Hauptgut gegen die von Almshofen, 1 Drittel an 2 Som Wein und an 2 Malter Korn zu 31 fi. Hauptgut angeschlagenen Zins gegen den Kaplan zu Newenhausen, 1 Drittel an £ Som Wein zu 12 fl. Hauptgut angeschlagenen Leibdingzins gegen des Verkäufers Schwester, Frau Dor- theen, Konventfrau zu Eottenmünster; den Eest der Kaufsumme bekommt der Verkäufer bar. Das Or. siegelten der Verkäufer und sein Bruder Burckhardt von Hewdorf. Vidinms , ausgestellt vom Landgerichte zu Fürstenberg 1497 mitwoch nach st. Michaelis tag [Okt. 4.], erhalten in Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. a) Die folgenden Stücke sind bis ins einzelnste in der Vorlage aufgeführt. 6) 1490 st. Agathen tag [Febr. 5.] verzichtet Martin von Starckenberg gegen Sigmunden Grafen zu Lupfen auf 38 fl. Eh. Zins aus 760 fl. Eh. Hauptgut und erhält dafür in Leibgedingsweise dessen Drittel des Schlosses und Dorfes Neuwenhausen. Hinterlässt er nach seinem Tode etwas an unbezahlten laufenden Schulden, so sollen dieselben noch aus den Gefällen des laufenden Jahres gedeckt werden. Er verpflichtet sich auch 5 fl. Zins an Ruttiger Im Thurn zu Schaffhausen, ferner 3 fl. 12 ß $. Zins, der von Hans und Hug von Almißhouen an Conradten Oßwaldt, Hansen Bininger, Matheißen Vogler und Hannsen Henßler den Scherer, Bürger zu Engen, gekommen ist, ganz, sowie je ein Drittel an 2 Saum Weingelt an st. Margrethen Kaplan zu Engen und an 2 Saum Weingelt Leibgedingzins an Frau Dorotheen von Hewdorf, Klosterfrau zu Rotenminster, sein Leben lang auszurichten. Das Or. siegelten der Aussteller und Wilhelm Jeger, gen. Spet. Lupf. Kopialbücher H, 1 Bl. 328 T . Donaueschiugen. T. 7) 1491 mitwoch vor Letare [März 9.] gelobt Peter Andreß von Altendorf zu Neuvvenhaußen Sigmunden Grafen zu Lupfen, dem altern, als Lehnsherren seinen Teil zu Neuwenhaußen, der von der Herrschaft Hewen zu Lehen rührt, von den darauf ruhenden Lasten zu befreien und sie dann Junker Hannß Mathißen von Hewdorf zu Langenstain, von dem er sie gekauft hat, zum Unterpfand zu verschreiben. Er will demnach bis st. Martinstag an weiland Hainrich Weingebers von Überlingen Erben 300 fl. Hauptgut und in den nächsten 3 Jahren an Euof von Eeischach und seine Erben 209 fl. und 20 U 3i Hauptgut, an Conradten Oßwaldt und Erben 300 & h. Hauptgut, und an Euttiger Im Thurn zur Haselstuden zu Schaffhausen 100 fl. Hauptgut abtragen. Er setzt seinen Teil von Neuwenhaußen, soweit dessen Wert diese (Ä»£ Summen übersteigt, dem Lehnsherrn zum Unterpfand seines Versprechens. Das Or. siegelte der Aussteller. Lupf. Kopialbücher II, 1 Bl. 331 v . Donaueschingen. T. 8) 1502 st. Mathiß abent [Febr. 23.] bittet Hainrich Dettinger, alt, Bürger zu Rottweyl, der den Mayerhof zu Neuwenhausen im Hegew bei Engen, welcher 4 Malter Kernen, 4 Malter Roggen, 4 Malter Haber, 2 ff h. Costantzer und 12 Herbsthühner giltet, an Martin Metzger von Meringen verkauft und einen Baumgarten zu Rottweil vor dem Fledlißthor seinem Sohn Hainrich übergeben hat, Sigmund Grafen zu Lupfen als Lehnsherren dazu seine Zustimmung zu geben. Das Or. siegelte der Aussteller. Lupf. Kopialbücher II, 1 Bl. 345. Donaueschingen. T. 9) 1503 dornstag nach st. Jacobs tag [Juli 27.] bittet Hainrich Sigmundt von Hewdorf, der etliche Güter, Weingärten, Torkel und Zehnten zu Neuwenhausen an Burckhardten von Reckenback zu Marschalcken- zimbern verkauft hat, denselben Grafen als Lehnsherren, den Käufer mit diesen Stücken zu belehnen. Das Or. siegelte der Aussteller. Lupf. Kopialbücher II, 1 Bl. 346 T . Donaueschingen. T. 1483, Juni 2. 99. Otto Bischof zu Costencz verkauft mit Einwilligung des Domdechanten und gemeinen Kapitels seiner Gestift zu Costencz in Pfandschaftsweise den wohlgeboreneu Jörigen, Vlrichen und Hugen, Grafen zu Werdemberg und zum Hailligenberg, seinen lieben Oheimen, die Dörfer Obrasiggingen und Teggenhusen mit Leuten, Gütern, Gerichten, Zwingen, Bannen, Steuern, Diensten, Zehnten und aller Zugehör um 2000 fl. Rh. Um dieselbe Summe können die zwei Dörfer, nachdem dies ein Jahr vorher in Hailligenberg den Grafen angekündigt worden, jeweils auf Liechtmeß in Costenntz oder Vberlingen wieder eingelöst werden*). Geben vff mentag vor st. Bonifaeius tag 1483. Das Siegel des Kapitels zu Costenncz beschädigt, das des Bischofs fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. R. a) 1483 frytag nach st. Bonifaeius tag [Juni 6.] stellen die Käufer für sich und ihren Bruder, Graf Hugen, dem Bischöfe wegen der verabredeten Wiederlösung einen Revers aus. Perg. Or. mit dem Siegel des Grafen Jörg, (wie Abb. VI, No. 65), das des Grafen Virich fehlt. Donaueschingen. R. 1) 1307 samstag nach st. Hylarien tag [Jan. 14.] nimmt zu Bvekorn Graf Hvg von Werdenberch um der Bürger von Kostenze willen die 2 Schupposen zu Obern Siggingen, welche die Schwestern von Wil, die man jetzt auch nennt von Zovingen, zu Costenze von Wernhern von Raderai um 11 ff ^ Co- stenzer Münze gekauft haben, und die eine Frau, die Gvnthelinin, ohne Recht angesprochen hat, und ebenso die gen. Schwestern in seinen Schirm. Perg. Or. mit dem stark beschädigten Siegel des Ausstellers (wie Abb. V, No. 34). Constanz, Zofingerkloster. 2) 1396 fritag vor st. Johans tag des thoffers [Juni 23.] verkaufen zu Costentz Graf Albrecht von Werdenberg, der jüngere, und Graf Hug von Werdenberg, Gevetter, Herrn zu dem Hailgenberg, Hainrich en Schiltar, Bürger zu Costentz, und seines Bruders .Diethelm sei. Kindern Hans, Hainrich und Diethelm um 300 ff h., die zu Costentz gang und gab sind, ihren Hof zu Yndrasiggingen, gen. die Hüb, als unvogtbares, unsteuerbares und undienstbares Gut. Der Hof giltet 6 Malter Veesen, 4 Malter Haber Vberlinger Mass, 30 ß Jh Cost., 6 Hühner, 1 Viertel Eier. Der Zins ist den Schiltar gen Merspurg oder Vldingen nach deren Willen zu bringen. Zu Bürgen geben die Verkäufer ihren Bruder und Vetter, Graf Rudolf von 1483. 185 Werdenberg. Perg. Or. mit den schlecht erhaltenen Siegeln der Grafen Albrecht (33 mm D., IV B 1, Helmzier Brackenkopf) und Hug (30 mm D., IV C, im Schilde Stiege, der Brackeiikopf ragt oben bis an den Band des Siegels); das des Grafen Budolf fehlt tt ). Pfullendorf. a) Die gerichtliche Fertigung erfolgte 1396 mifrwoch vor st. Johans tag des thoffers [Juni 3t] vor dem Landgerichte zu Schadbuch (Landrichter Johans Staynman von Lälwang, ein Frei). Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln des Landgerichts (34 mm D., IV A 2, im Schilde r. Stiege, 1. Schildbeschläg; f S . IOHA . . . .) und des Grafen Albrecht von "Werdenberg (33 mm D., IV B 1, Helmschmuck Brackenkopf); das des Grafen Hug fehlt. Pfullendorf. 3) 1409 gütemtag vor st. Gallen tag [Olct. 14.] verkaufen diesen Hof zu Pfullendorf Hainrieb. Schiltar, der ältere, und Hainrich Schiltar, der jüngere, weiland Diethalm Schiltars Sohn, beide Bürger zu Costentz, um 170 U ^ Cost. dem Spitale zu Pfullendorf. Gewähren sind die Verkäufer und ihr Freund Cünrat Gremiich zu Zustorf, auch für Diethalm Schiltar, Heinrichs des jungem Bruder, der noch nicht zu seinen Tagen gekommen ist. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des altern Schiltar, die der beiden andern fehlen. Pfullendorf. 4) 1472 mentag vor st. Jörgen tag [Apr. 20.] entscheiden Petter Scharpfer von Lükirch, Hanns Münhart von Nüfra, Hans Göbel und Cünrat Witzig von Vnder Siggingen, dazu von Ammann und Bichtem zu Siggingen bestellt, zwischen Jörg Brock, Pistorherr zu Salmenswilr, und Heintz Joch, der von den ihm geliehenen Gütern zu Siggingen dem Kloster Salmenswilr den Zins nicht bezahlt und sie auch nicht in gutem Zustand erhalten hat. Die Verhandlung war zuerst von Ammann und Bichtem geführt, dann zum Zweck des Augenscheins auf 6 Wochen 3 Tage aufgeschoben. Brock führt jetzt an, es sei altes Becht und Gewohnheit seines Klosters in der Grafschaft zum Hailigenberg, dass wer seinen Zins nicht jährlich entrichte oder das Gut nicht in Ehren und gutem Wesen halte, ohne Widerrede davon ziehen müsse. Dementsprechend lautet das Urteil zu Gunsten des Klosters. Perg. Or. mit dem eingenähten Siegel Hanns Oschwalts, Vogts zu Bermatingen. Karlsrahe. S. o 5) 1472 mentag nach st. Jacobs tag [Juli 27.] vergantet Virich Bainer, geschworner Amtmann zu Siggingen, daselbst auf freier Beichsstrasse Marti Schlegels Schwähers verlassene Habe, insbesondere das Hölzlein, das an seiner Herrn von Vberlingen Holz, gen. Mülholtz, und an die Gemeinde anderseits stösst und durch Bürgschaft Marti Schlegels für seinen Schwäher an die Gant gelegt worden, nach des Dorfes o Siggingen Becht. Das Hölzlein bleibt dem Meistbieter Virich Bechern, Schmid zu Siggingen, um 4 fi. Bh. Perg. Or. mit dem nicht ganz erhaltenen Siegel des Spitals Vberlingen. Überlingen, Spitalarchiv. 6) 1476 der hl. Dryer Küng aubend [Jan. 5.] leiht Bischof Otto von Costanntz Andresen Maschgabe als Träger des Klosters Zouingen in Costantz unter den VI, 75 Anm. 5 genannten Bedingungen ein Gütlein zu Stainbach als Erblehen. Perg. Or. mit dem unkenntlichen Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 7) 1482 sampstag vor Misericordia Domini [Apr. 20.] verkauft Hanns Joch, Bürger zu Vberlingen, Hannsen Jochen, Amtmann zu Bübitschwiler, seinen rechteigenen Hof zu Vndersigingen, aus dem nur 6 Viertel Veesen, ebensoviel Haber und 3 „vierdung" Pfeffer Bürer Mass zu Vogtrecht gehen, um 131 i? ^ Landeswährung. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Hannsen Selmans, Stadtammanns zu Vberlingen. Donaueschingen. 8) 1487, Febr. 20. Daniel episcopus Bellunensis, Ottonis episcopi Constantiensis in pontificalibus vicarius generalis, ecclesiam parrochialem villae Siggingen et illius eimiterium reconciliat et altare dextri lateris in eadem ecclesia de novo consecrat in honore ss. Sebastiani, Johannis apostoli et evangelistae, Ap- poloniae, Barbarae, Martini, Georii, Vrsulae et Agathae; anniversarium dedicationis altaris dominica proxima post festum s. Sebastiani singulis annis celebrandum statuens 40 dies indulgentiarum hoc die in illa ecclesia confiuentibus sub conditionibus notis donat. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel des Ausstellers. Überlingen, Spitalarchiv. 9) 1488 dornstag nach st. Niclauß tag [Den. 11.] verpflichten sich Clemmens Byhlin und Hanns Menißhouen, Pfleger, und Jacob Väßler, Meister des hl. Geistspitals zu "Vberlingen, namens ihres Gottes- VH 24 ■'•'' ■''" • " - : I ''■*■'■ ^^it''jP#MBH Mm Mi Wmm mmt 186 1483. hauses, dem Kloster Bächin von der Hofstatt, die sie zu der ihrem Gotteshause eigenen Weintaferne zu Siggingen gekauft haben , den bisher von derselben dem gen. Kloster zu gebenden Jahreszins, nämlich 12/9-5) und ein Huhn, zu richten. Perg. Or. mit dem zerbrochenen Siegel des Spitals "Überlingen. Donaueschingen. 10) 1490 zinstag vor st. Martins tag [Nov. 9.] sitzt Hanns Tyringer, Freilandrichter in der Grafschaft Hayligenberg, zu Büren zu Gericht. Herr Hanns Staymer, Pfisterherr zu Salmenschwyl, verklagt den Haintz Jouch von Vndersiggingen, dass dieser entgegen den Bestimmungen eines im Landgericht verlesenen, unversehrten, pergamentenen, besiegelten Briefes Zins und Landgarben nicht regelmässig entrichtet habe. Das Urteil lautet, Haintz Jouch habe den Hof zu räumen. Haintz legt Berufung ein an die Grafen von Werdemberg als die obern Richter dieses Landgerichts. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel des Landgerichts. Karlsruhe. 8. 11) 1491 mitwuch nach st. Jacobs tag [Juli 27.] sitzt Hanns Sedar, Stadtamman zu Überlingen, am obern Stadtgericht zu Gericht. Es erscheinen vor ihm der Anwalt des Abts und Pfisterherrn von Sali- o menswiler, Jörig Tantz, als Kläger und Jos Binder von Hailigenperg und Hanns Rollin von Vnder VI- dingen, welche vom Gericht zu Siggingen an das zu "Überlingen gewiesen sind. Jouch zu Siggingen hatte von dem Hof zu Siggingen, der dem Gotteshaus Salem gehört, versessene Güten zu zahlen, ist aber fortgegangen, worauf das Kloster Haft auf seine Güter gelegt hat; in dieser Haft wird es aber von Binder und Rollin gestört. Dagegen sagt Rollin, Jouch schulde ihm 4 gl 4 derselbe habe nach Gerichts Spruch ihm 2 Jauchert Äcker mit dem Samen als Unterpfand geben müssen, und diese habe er vor der gen. Haft selbst in Haft genommen; Binder sagt, für seine Schuld habe er als Unterpfand die Saat auf 2 Jauchert Acker, und es sei von Gerichts wegen auch ihm das eher verhaftet, als die Haft von Salem erfolgte. Es wird entschieden, dass „die versatzung" der Beklagten, da dieselben nicht in Abrede stellen, dass das Gut Eigentum Salems sei, das Kloster an seiner Haft nicht irren solle a ). Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Stadtgerichts Überlingen. Karlsruhe. a) Darauf wandte sich derselbe Klosteranwalt an das Gericht zu Siggingen (Richter Hanns Mäyger im Namen der Pfleger des Heiligen Geists Spital zu Vberlingen) mit der Frage, wie er sich nach dem Spruche von Vberlingen gegen des Jouchen Güter verhalten und sich für des Klosters Güten entschädigen solle. Es wird 1491 mentag vor st Oswalds tag [Aug. 1.] entschieden, dass er das Korn abschneiden und austreschen soll; was aber davon nach Bezahlung der Güten des Klosters übrig bleibe, solle er im Gericht zu Befriedigung etwaiger weiterer Gläubiger liegen lassen. Pap. Or. mit dem aufgedrückten, unkenntlichen Siegel des Spitals zu Überlingen. Karlsruhe. S. 12) 1492 zinstag vor st. Dorotheen tag [Jan. 31.]. Nachdem lange Zeit zwischen dem Domkapitel Costentz und Josen Wigel, rechtem und „perpetuirtem" Vikar und Pfarrverseher der Pfarrkirche zu Vndra- siggingen, wegen des Grosszehnten in diesem Kirchspiele Zwietracht gewesen, haben das Kapitel durch seine Gewalthaber und Anwälte Cünrat Jopen, Pfarrer zu Roggenbiren, und Mölchior Bicklin, Stadtammann zu Marckdorf, und Hansen Rainer, der Dompropstei Ammann zu Roggenbiren, sodann Jos Wigel mit Willen des Bürgermeisters und Rates zu Überlingen als Obervögte des Spitals daselbst, der diese Pfarrei zu verleihen hat, den Streit zu entscheiden Josen Gässler', Cünrat Ruf, Peter Dräger, Gebhart Jörgen, Hansen Päler und Hansen Schüchmacher von Vndrasiggingen als geschwornen „kuntlit" übertragen. Nachdem dieselben Paulin Tuschgern, Amtmann des gen. Spitals, dem die „nidern gerichtz zweng" allda zustehen, geschworen, haben sie einen pergamentenen, besiegelten und unversehrten Kaufbrief über etliche Zehnten , so vor Zeiten gen Battenbrunnen gehörten und jetzt der Pfarrkirche zu Vndrasiggingen gehören, ausgestellt von Niclas Vlmensee, Kirchherr daselbst, 1469 mit einem sehr alten, papiernen „vbergebrodel" vorgenommen, ebenso zwei andere gleichsagende papierne Rodel, die Pfarrer Jop namens des Kapitels als Lehensherrn seiner Pfarrei und Wigel für sich selbst angelegt, „besichtiget und erlernet" und dazu viele Biederleute vernommen. Sie verzeichnen darauf eingehend die zehntpflichtigen Felder und wem dieselben den Zehnten geben; dieselben liegen auf Hagenbuch, im Ösch Aichenstäg, im Ösch Schnait und gehören zumeist dem Spitale ^H P ■■ BKS ■■':■■,'■ 1483. 187 Pfullendorf (ehedem gen Bättenbrunnen), den Schwestern von Bächy, dem Spital Überlingen, dem Kloster Salmenschwiler, den Kirchen zu Vndrasiggingen und zu Eoggenbiren. Von Gewannamen sind zu nennen im Ösch Hagenbuch: vff Now, an Vtzenhofen, im Ösch Aichenstäg: am Hochenstain, Enginger Grund, Engi, im Osch Schnait: zu Rütschwiler, zu der Hörstrauss. Perg. Or. mit dem zerbrochenen Siegel des Dekanats und gemeinen Kapitels Überlingen im Linzsg&w. Karlsruhe. 13) 1492 mentag nach st. Bartholomeus tag [Aug. 27.] sitzt Hanns Tyringer, Freilandrichter in der Grafschaft zum Hayligenberg, zu Büren zu Gericht. Es wird gerichtlich die Stiftung eines ewigen Lichtes in der Pfarrkirche zu Vndersigkingen vor dem hl. würdigen Sakrament durch Waltpurg Bülin, Josen Gäsßlers sei. Witwe, bestätigt. Dieselbe übergiebt dazu dem Pfarrer Jos Wigel und dem Heiligenpfleger Cunrat Stoll von Vndersigkingen eine Eeihe einzeln aufgeführter Grundstücke daselbst. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Landgerichts Hayligenberg. Überlingen, Spitalarchiv. 14) 1499 mentag nach Misericordia Domini [Apr. 15.] verkauft Caspar Pfaw von Wittenhofen Josen Wegelin, Pfarrer, und Conraten Schmid und Hansen Metzgern, allen dreien als Pflegern der Kirche U. 1. Fr. zu Siggingen, seinen Hof zu Wittenhoven um 50 Jt $ Landeswährung. Der Hof zinst jährlich 2 „strichen" Kernen dem Gotteshause Höfen, 1 # 6 /S 6 ,Si der Raytin zu Costenntz; sonst ist er ganz eigen. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel Peter Öhems, Stadtammanns zu Marcktdorf. Überlingen, Spitalarchiv. 15) 1500 montag vor Exaudi [Mai 25.] gelobt Johannes Huber, Priester, den Bürgermeister und Bat der Stadt Vberlingen auf seine Bitte mit der Pfarrei und Pfründe Siggingen, die durch das Absterben des letzten Pfarrers Josen Wigels erledigt war, „vmb gottes, ouch synngens vnd lesens willen" begabt haben, den Nutzen dieser Pfarrei zu fördern und ihren Schaden zu hindern, deren Pfarrhaus und Güter in baulichen Ehren zu halten, die Pfarrei persönlich und nicht durch einen Substituten mit Messelesen und allen andern gestifteten Gottesdiensten nach Ausweisung der Dotation, wie seine Vorfahren, zu versehen und zu Kirchen und Strassen priesterlichen Wesens sich zu befleissen. Wenn er einen dieser Punkte übertritt, insbesondere unpriesterliches Wesen mit Spiel, üppigen Frauen oder sonstwie gebraucht, so verliert er die Pfarrei. Perg. Or., das Siegel Rudolfs von Baden, Johanniterkomturs zu Vberlingen, fehlt"). Überlingen, Stadtarchiv. a) Auf der Rückseite der Urkunde ist noch die notarielle Beglaubigung von Seiten des Notars Johannes Necker, Bürgers zu Vberlingen, beigescbrieben und mit dem Notarszeichen beglaubigt. 16) 1503 st. Bryden abennt [Jan. 31.] verkauft Hanns Wagner zu Sigkingen Herrn Johannsen Huber, Pfarrer, Hannsen Hartmann und Conraten Stollen, den Pflegern der Kirche U. 1. Fr. zu Sigkingen, um 13 h. Landswährung sein Haus und Hofstatt im Dorfe Sigkingen, an der Ach und am Eespach gelegen, als ganz frei. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel Peter Ohems, Stadtammanns zu Marcktdorf. Überlingen, Spitalarchiv. 17) 1505 zinstag nach Jubilate [Apr. 15.] sitzt Martin Keller von Frickingen, Freilandrichter in der Grafschaft zum Hailgenperg, zu Pürren zu Gericht. Es klagen Cunrat Scherer und Hainrich Weber, Dorfmeister und Pfleger zu Obrasiggingen, zu Michel Preynler, derselbe „verfride" sein Gut zu Obrasig- gingen, gen. der Stainempach, und wolle ihre Gemeinde nicht in demselben ihr Vieh weiden lassen, derselbe solle dies thun lassen oder sein Vieh, das er auf diesem Gute auswintert, darauf auch im Sommer weiden lassen und ihre Gemeinde auf ihrer Weide ungeirrt lassen. Preynler antwortet, das Gut sei ein „beslossen gut" und gebe den Grafen Hug und Cristoff zu Werdenberg besonderes Vogtrecht und Schirmgült, so sei es ihm und seinen Vordem geliehen, er und seine Vordem haben auch allwegen Weide und Tratt mit der gen. Gemeinde gebraucht. Das Urteil lautet, Preyner sei der Gemeinde „bey der clag nutz schuldig". Perg. Or. mit dem Siegel des Landgerichts Heiligenberg. Constanz, Zofingerkloster. 18) 1506 sonntag vor st. Jörigen tag [Apr. 19.] vergleichen Gebhart Mathis zu Mennwangen, Virich Kam zu Burenn, Connrat Hagen zu Liechtnegk und Hanns Hofer zu den Hagen auf dem Honberg Priorin und Konvent des Gotteshauses Rugacker mit der Gemeinde der Maierschaft Oberasigkingen, welche streitig gewesen, weil gen. Frauen am Gelände im Katzenmoß unter dem Rain und den Steinenbach den Lauchen 24* WM&tä m ffl&s&h 188 1483. nach hinauf bis an Jouchenlauchen und an Buwmanswis und die Lauch daselbst auf dem Kapf herab wieder in den Steinenbach als in ihrem Eigen Trieb und Tratt allein zu brauchen beanspruchten: dieselben und die gen. Gemeinde haben in diesem Boden vor und nach den „bannen" Trieb und Tratt gemeinsam, wogegen zum Ersätze seines Eigentumsrechtes dem Kloster die Gemeinde auf dem Boden des Holzes am Stainenbach am Berg oder Bain gegen Walwyler hinauf gemeinsam mit ihr Trieb und Tratt einräumt, werden daraus Acker oder Wiesen gemacht, so wird es mit dem Zutrieb vor und nach den „bannen" gehalten, wie bei den vorgen. spännigen Böden. Perg. Or., das Siegel Sixten von Husen, Vogts zum Hailigennberg, fehlt. Karlsruhe. 1483, Juli 29. 100. Cünradus Gab, Lehrer der Rechte, Pfarrer zu Sulgen und Vikar des Hofs zu Costenntz, und Wil- halm Achtwigk, alter Bürgermeister zu Vberlingen, vergleichen zu Salmanswilr den Abt Johannsen daselbst mit der Bauerschaft zu Büren wegen des Zehntens. Der Abt verlangte, dass die von Büren seinem Gotteshause nach Zehntrecht den Zehnten geben sollen, wogegen diese sagen, es sei bei ihnen Herkommen, dass „an jeder juchert ackers mit Winterkorn dry garben vorußgenommen vnd darnach erst hetten anfähen zellen vnd den zehenden gegeben", ebenso haben sie bei jeder Jauchert Acker mit Haber 2 Garben vorausgenommen. Das Urteil lautet, dass die von Büren fortan von einer Jauchert Acker mit Winterkorn 2 Garben, von einer mit Haber 1 Garbe vorausnehmen und dann den Zehnten geben sollen. Beide Teile begehren darüber Urkunde. Geben vnd besehenen vff zinstag nach st. Jacobs tag apostoli 1483.. Die Siegel der Aussteller eingenäht. Perg. Or. Karlsruhe. 1) An demselben Tage entscheiden dieselben auch, dass Hanns Schmid von Büren dem Kloster Salmanswilr von einem Acker zu Lostetten am Hardperg, den Schmid als zehntfrei gekauft haben will, nur die 30. Garbe als Zehnten zu gaben habe. Perg. Or. mit den eingenähten Siegeln derselben. Karlsruhe. 1483, Nov. 12. 101. Vrsula von Sehellemberg, geb. von Ranndegk, wohnhaft zu Marcktdorf, verkauft mit Einwilligung des ehrbaren Conratten von Gmündz zu Marcktdorf, ihres Vogtes in dieser Sache, Hannsen von Landow ihren Teil am Schloss Blumberg, wie derselbe von Elßbethen von Blumberg, geb. von Ranndegk, ihrer Base, und Vrsula von Stain, geb. von Blumberg, deren Tochter sei., erbsweise an sie gefallen ist, um 180 fl. Rh. Geben vf mitwoch nach sannt Martins tag 1483. Die Siegel der Ausstellerin (s. Abb. No. 21) und (an Stelle des Vogtes) Melchior Bicklins, Stattammans zu Marcktdorf. Perg. Or. Donaueschingen. R. 1) 1484 st. Fabian vnd Sebastian tag [Jan. 20.~] verkaufen Lutz von Lanndow zu Lutrach, Hainrich von Ranndegg zu Stouffen und Arnold von Ratperg, alle 3 Ritter, Ludwig von Ratperg, Arnolds Bruder, Caspar, Balthasar und Martin von Ranndegg, Gebrüder, Burckhart von Ranndegg und Hainrich ss^aSxiJSfaH '«■■.;■■'■■.■■:■'.:-■■'•■ ^H^H^H^I^IHJ^H^^^^^^^H äMPs 1483. 1484. 189 von Stoffel, der letztere anstatt seiner Mutter Greth von Stoffel und Ciaren von Ramstain, zweier geb. von Ranndegg, ihrem Sohne und Vetter Hanns von Lanndow um 2425 fl. Rh. ihr Schloss Blumberg mit Leuten, Gütern, Lehenschaften, Dörfern, Gerichten, Zwingen und Bäunen, Fällen, Gelassen, Fischenzen, Weihern, Taferne, Vogteien, Vogtrechten, Ehaften, Kirchensätzen und allen andern Zugehörden, wie das alles in einem pergamentenen, von ihnen mitübergebenen Register a ), das anfängt: „item zürn ersten so geben die armenlut züBlomberg ze stur 15 8 h.", beschrieben ist, und sie es von ihrer Base Elsbeth von Blümberg, geb. von Ranndegg, und deren Tochter Vrsula vom Stain, geb. von Blümberg, ererbt haben, und dazu alle alten Restanzen und Schulden, die auf den Armenleuten bisher ausgestanden sind, alles für rechteigen und unver- kümmert mit Ausnahme von 1000 fl., die sie vorher davon versetzt haben. Sie übergeben dem Käufer auch alle ihre Briefe und „erlangte recht" über Blümberg. Perg. Or. mit dem Siegel Arnolds von Ratperg, dem unkenntlichen einer der beiden Verkäuferinen, dem beschädigten Hainrichs von Stoffeln und dem unkenntlichen eines Randeggers, die übrigen fehlen. Donaueschingen. a) Dasselbe ist nicht erhalten. 2) 1507 dornstag nach st. Thomans tag [Dez. 23.] leihen Abt Gerg, Prior und Konvent des Gotteshauses St. Blasien im Schwartzwald, obwohl alle geistliche und weltliche Lehenschaft ihrem Praelaten allein ohne den Konvent zu leihen zugestanden ist und auch fortan so verliehen werden soll, gemeinsam ihres Gotteshauses eigene, vormals nie verliehene Fischenz in der Wutach, die bisher zu Achdorf genutzet wurde, aufwärts gegen den Kesselwäg an Ewenntinger Wasser, das auch ihrem Gotteshause zugehört, und abwärts bis an Grafen Sigmunds von Lupfen Wasser ob der Brücke zu Grymmeltzhofen bei „den hanf- rßtzin, als das bechlin durch die grossen maten in die Wütach flüsset", Johannsen von Lanndow zu Blümberg, Ritter, des hl. Römischen Reichs Schatzmeister, ihrem besonders guten Freunde, lieben Herrn und Nachbarn, welcher ihrem Gotteshause in anliegenden Sachen bei k. Majestät nützliche Dienste gethan und mit seinen Söhnen so gutwillig zu thun sich erboten hat, dass sie darauf ihr Vertrauen ganz zu denselben stellen, mit einhelligem Kapitelbeschlusse „zu ergetzlikeitt vnd erpietennder diennstbarkeitt" zu Mannlehen „abstygennder linyen sins geblüts", samt Geboten und Verboten, die Fischenz zu beschirmen und dem Rechte, soviel Holz und Band, als zu Reuschen und Körben dieser Fischenz gemäss nötig ist, zu hauen. Sie behalten aber für sich alle andern Frevel und Bussen zu Wasser und zu Land, ebenso den Gebrauch des „mulithyehs" zu Achdorf. Perg. Or. mit Bruchstücken der Siegel des Abtes und Konventes zu St. Bläsien. Donaueschingen. 1483, Nov. 24. JQO Ludwig Nithardt, Stadtammann zu Costantz, sitzt daselbst aus Gewalt des Bischofs Otten zu Co- stantz zu Gericht. In Gerichtsweise überlassen Pongratz Holtzbacher, Wirt zum Gnldinen Hof zu Costantz, und Agnes Aicherin, seine eheliche Hausfrau, 5 fl. Rh. aus des Grafen Sigmunds von Lupfen Schloss Heuwenegg, um den sich anfangs Virich Tennler und Agnesen, seiner ehelichen Hausfrauen, dieser Graf als Hauptschuldner und Hainrich Jerg zu Immendingen und Friderich Äscher von Engen als Mitschuldner verschrieben haben, um 100 fl. Rh. unter Vorbehalt des Wiederkaufs Clausen Gaißberg, Bürger zu Costanz. Geben vff st. Catharinen abend 1483. Das Or. siegelten der Aussteller und Pongratz Holtzbacher. Lupf. Kopialbücher VI, 70—71. Stuttgart. 1484. jao Urbar der Grafen Wolfgang und Heinrich von Fürstenberg. Item vf mentag nach dem sonntag Jubilate honnd myne gnedige herren, graf Hainrich vnd graf Wolfgang, gebruder, grauen zu Fürstenberg, lantgrauen in Bare etc., diß hernach geschriben zins, gult vnd Mä," a^fcse BSmffifi ■ &%8? mSSt SR J I 190 1484. gevell lassen in byweßen der amptlüt verzaichnen, dann es ist gewyß, gend vnd geb vnd gebort inen zu, anno domini 84 vnd by iren aiden gerechtvertigt vnd erfraget. N ü w S t a t: item die von der Nüwen Stat gebend jars ze mayenstür 18 $ ■§ vnd zu kerbststür oucb 18 a^ ^ vnd vallend nit, vnd der zol tut ge- wonlich 30 gülden, vnd velt von müli 15 ß $ oder ain swin, das as gut sig [gehört dem vogt] a ), vnd die wysen im Eglental vnd die vischentz, tut 600 viscb yetzo, vnd all freuein; [ist im gelihen die vischentz vmb 300 gütter zinßvisch, dwil er vogt ist vnd min gnedinge herren wollen, vnd aim vogt gehören 30 ß $i vnd . . . der hoff vnd mit der sengessen dem fogt meyen alle die, so in sinem ampt sitzend.] Die Vier Teller: Item Altweg, Brüehel[spach], Schiltwendi vnd die Welsch Ordna, die geben jars ze herbstür 40 ?t $i vnd ze mayen ze zins 30 $, 3{ vnd vel vnd glas, ouch vaßnachthünr, also wann ainer ain gut verkoft oder darab stirbt, git er ain val, dz best hopt. [Zu yeder stur 45 ü ' ^, von jedem lehen 1 hün, von aim halben lehen 7 2 hun]. Item die vier hoff in der Güta gend jars ze herbst vier U Rappen ^, vel, glas vnd hünr. Item der zol zum Alten Weg was oder tut etwa 2 fl., etwa 3 fl. Item Clewin Kristier von Nüwenstat git jars 1 ^, freuel, vel vnd gles, den zol vnd den kornzehenden, tut zu gemainen jaren nach ains vogts rechnung vnd den buw, tut vff 30 malter"), [item der zehend thut gewonlich by fünftzig maltern zu miner herren tail; ist vß der stür zogen 15 ß $ vom mayerhof vnd 19 ^ von mins herren hus mayenstür, item 15 ß $. vom mayerhoff vnd 2 ß ^ vß der BBBBBBBBBBBBB^BMIIMIBJj^BM ■' vWmmr^ tge^ mm a WM I 1484. 191 herbststür vß mins herren hus]. Item zu Rottenbach 4»/. zu herbstur vnd 4»/ 8 S? zu mayenstür vnd die vischentz, tut 1 guldin yetz, freuel, vel vnd glas, hünr. Item die von W y 1 r gend zu herbstür 3 g vnd zu mayenstür 3^, vel, glas vnd hünr. Item die von Tu i ttiß huß en gend zu herbstür 3 U ^ vnd zu mayenstür 3 U $, vell, glas vnd hünr. Item Sephenhouen gend zu herbstür 4'/ a ß vnd zu mayenstür 47j g $, vell, glas vnd hünr. Item die von R iß elvi n gen gend zu herbstür 5^ vnd zu mayenstür 4'/ 2 tf -^, vel, glas vnd hünr. Summa: an besetzten obgeschriben gewissen gülten on den buw ; zol, freuel vnd annders tut es jars 81 & 10 ß*) Rapen pfenning [vnd thut der zoll zu gemaynen jaren nit vber 1 fl.]. Item 1 guldin vom wasser zu Rottenbaeh [ist vorgeschriben, haut der vogt]. Item der mayerhof zu Loffingen git 2 ti h. opfergelt. Item Hainy Werlis gut zu Wiler git jars, als hoch man das verlihet [hat es vor geben lSh. opfergelt vnd 2b ß ^ stür, hat min herr; gilt 14 ß ^, hand die Werli], Item die Müller gend jars 3 ß ^ vnd gend 18 fiertel [habern], wurt dem vogt. Item 3 ß von den Müllern von Mitein vogtrecht ^). Das sint zins vnd vogtrecht zu Riß elvingenf). Diß nachge- schribenne gült ist vnser vnd wirt aim vogt zu Loffingen, dwil man im dz nit abkendte). Item der Ruch zu Oberhalden ist ouch miner herren libaigen. Item von Rißelfingen gat 20 guldin gon Costentz, item 6 guldin dem Dollenbach, item mer 5 & von Beringen gon Costentz. [Rötembach: gend hennan Wyhenacht vnd Vaßnacht, vall vnd glas, sind zehen hüser, die hennan geben, vnd ist ain hus vnbesetzt, videlicet (?) anno 85]. [Tu tißhusen: sind vier mayer, die tampf vnd rouch haben vnd Wyhennacht- vnd Vaßtnachthennan geben]. [Seppenhouen: sind sechs') mayer, die tampf und rouch haben vnd Wyhenacht- vnd Vaßtnachthennan geben, vnd zwo mülynen]. [Von dem ampt gaut: item 50 fl. den closterfrowen zu Sandt Agnesen vff den mayen, item 6 fl. Ludwig Hübern, item 15 $ 3\ Melchiorn von Valkenstain, item 5 ß $i gen Fridenwyler, item 5 ß ^ im Grunwald, item 5 ß 3\ dem kircher ze Loffingen, item 10 fl. dem Lecherer, item 30 fl. der Hayningerin]. [Gült vnd geuäll zu Gosserswyler: item Burgkhart Winschengk git 4 malter vesan, 2 malter kaber von mins gnedigen herren gut, 2 ß 6 ^, 50 ayer von dem höwzehenden, item Gros Jos git von mins gnedigen herren gut 4 malter vesan vnnd 2 malter habern, 2 ß 6 3i von dem höwzehenden vnd 50 ayer; item Petter Jos git von mins gnedigen herren gut 4 malter vesan, 2 malter habern, 2 ß 6 ^ von dem höwzehenden vnd 50 ayer von dem Grossen Hoff, item Jörg Müller git von sim hoff 2 malter vesan, 1 malter vesan, 15 ^ für den höwzehenden, 25 ayer, item Hayni Hüber git von mins gnedigen herren hoff 2 malter vesan, 1 malter habern, 15 ^ für den höwzehenden, 25 ayer, item Vnnser Frowen gütlin von Boll git 1 mutt kernen, 1 mutt habern, 7 '/» ^ für den höwzehenden vnnd 15 ayer, item Brida Müllerin git von mins gnedigen herren hoff 2 malter vesan, 1 malter habern, 15 $i für den höwzehenden, 25 ayer, item der kornzehend zum halbtayl tut zu gemainen jaren zehen oder 12 malter, item der buw was der tut zu gemainen jaren, 2 jücharten in ain esch, item von der Almenwyß 7'/2 <§ für höwzehenden, freuel, väll vnd Wyhenecht- vnd Vasnachthüner]. [Nota, in vrber ze setzen 2 malter beyder körn, 3 ß $, gilt Lienhart Payer ze Wiler von mins herren gut, item ain zehendlin zu Tutishusen.....]. Gült vnd gevell zu Beringen 1 ): ..... Summa vngeuarlich wann alle diße vorgeschriben gut besetzt vnd an buwendem nutz ligen, so tond die jars an baiderlay körn 98 malter 5 firtel vnd 32 fiertel bonnen. [Davon t) gaut jerlich: item * 2 malter 2 fiertel 3 ymin vesan der kirchen zu Beringen ab dem kellhoff, item * 3 malter minus 7 ymin vesan Schaffhuser meß och der kirchen von Beringen ab dem kellhoff, item 6 * malter 6 fiertel vesan der kirchen von Beringen von dem kelhoff, item * 3 mut vesan den hailigen von Owelfingen von dem kelhoff, item 6 mut vesan vnd 1 malter habern Tolenbachen ab Büris hoff, item* 3 malter vesan Alexius Dubenesten vß der schurr, item 1 fl. dem kirch- herrn zu Mdingen, item 5 fl. Kosman Beringern, item * 5 fl. Dolenbachen, item 1 malter vesan sandt Erharten, item 1 malter dem kirchherrn zu F(ürstenberg ?), item 1 malter dem caplin zu Hayningen; so gent von dem zehenden von Blümberg item 2 malter dem caplon zu Plümberg]. Nütz, gült, stür, guter vnd gevel zu Ha in dingen 1 ). Diß sint aigen lüt, so vns mit iren üben zügehörren, gent vßstür, vnd sol vns das ain vogt zu Hainingen inpringen: item Clewin Suberswartz von Bargen git Vs guldin jars [1 & h., obiit], item Cristan von Eschingen m ) git 5 ß h., item Dieterich von Diesenhouen m ) git 10 ß h., item Frit- schin Gebhart von Stain m ) git 10 ß h., item Ellen Zimerman vnd ire kind m) [daselbs], item Conradt Rüpin m ), HB I W&idfi«? ■ mm MX $ffl 192 1484. item Jacobs frow von Fützen git [15 ß] h. vnd ir tochter 5 ß h., item Vittus Meßner git 10 ß h. [vnd sin dochter 5 ß h.], item Lutz von Futzen git 10 ß h. [obiitj, item der Müller von Achtorf git '/2 guldin [1 & h., git nüntz], [Vit von Aselfingen 5 ß h., betlot vnd bat kind, hat nichtz geben anno 86], Blümberg: item Merckis tochter zu Blümberg 10 ß h., item Conradt Sutters wib git 10 ß h., item Claus Pfaffen wib 5 ß h. [tod]. Summa vßstnr 7 % minus 1 ß. [Item deß Müllerß tochter von Löffingen sitzt zu Opferdingen, 5 ß h.] Nidingen gült, gevel vnd zins: item die von Nidingen geben jars zu stur ze mayen 55") U h. vnd herbst 55 &, doch ist inen jars libung bescheen vnd vff gnad abgelassen 5 & h., item sy gebend jars ze hofstatzins 1 ß 7 ß h., item sy gend nit vel noch geläß, aber all freuein hoch vnd nider; Clewin Mayer git 2 mut vesan von sinem garten [haut Laminit vnd vntzher nichtz geben, ist ze rechtuertigen, gehört dem heiigen von des huses wegen, waß der selb gart des haiigen]; item die vischentz gantz [gilt järlich 40 $ h. °)]; item das waidgelt zu Himlingen gilt gewonlich 12 U h. jars [ist myns gnedigen herren, wie die verlühen wirdt, thüt 6 & h. anno 85] vnd der buw daselbs vf 50 oder 60 malter [ist myns gnedigen herren]; item 6 manßmad wißen in den Bügen an dem Tobwasser; item es vallent ouch 2 füder höw vnd dry genß vß den kelhouen; item der Funck git 1 & 7 ß, 13 fiertel vesan minus 1 imy von der bunt, dem Geren, vnd von aim gütlin, von Antenhusen herrüren [ist dem hailigen zu Nydingen ze kouffen geben vmb 30 fl.] P ). Nütz vnd gült zu Sumpforren: item die von Sumpforren gend jars zu stür zürn mayen 20 & h. vnd zu herbstur 30 3£51s!ct3f2s wirdt iren gnaden zürn sloss Wartemberg gehöwet, by 8 manßmaden; item vßer disem dorf gät järlich gälten: dem gotzhuse zu Sannt Georigen 24 guldin stür järlich vff Martini, von Mäßlin an das kommen; Adam Sntorn zu Vilingen 200 U h. höptgüt, daran im järlich 16 % h. geben werden sollen, vntz sölich höptgüt betzalt wirdt, daran im vff Martini anno domini 1484 syben zins gewert sind *)]. [Aigen vßlüt in das ampt Vnderbaldingen gehörig, geben Vaßtnacbthennan: Hanns Büring zu Efingen, Clöusin Rotwyler zu Oberbaldingen, Magdalena Junglians Bernliarts wib daselbs]. [Zynns vnd zehenden in Oberbal- dingen: der dritthail des korntzehenden halb:r vnd thüt zu gemainen jaren . . . .1) vnd was von dri- sigen zehendet, ouch halb z ) durch vßhin; der ditthail des höwtzehenden vnd hat anno 85 3 ff h. gölten; der zehende vom wüst gelände gar, ob des ichtzit gehöwet wurde, deßglich was von drißigen zehendet, ouch gar; Thoni Bernhart hat der Götzen gütly aa )]. [Aßhain stürn, zins, gült vnd guter vffgeschriben vor vogt, gericht vnd gemainde daselbs vff sännet Laurentzen tag martiris anno domini 1485: die von Aßhain dienent, vallent, gend hönr vnd zu yetweder stür 40 ff h., sind 14 herdtstett anno 1485; Conradt Andres git von Henßlin Conradts hoffstatt 2 mut vesan, 4 hönr; Fridrich Cönler git von des Eüdgers hoffstatt 3 hönr, Anndres Bühler geit von siner hoffstatt ain mut vesan; der houe zu Aßhain vnd Herbergs gütly werden gebuwen vnd gehöwet vnd thüt am buw by 70 malter korns bb ); die von Aßhain geben 12 gensvon dem vyhe, och wyhenacht- vnd vaßtnacbthennan; vnd von aim agker zu Haidenhouen, ist zwo juchart, 2 mut der frucht, so daruff wechst, wenn er in nutz lit, hat Hanns Hirt, der meßner zu Haidenhofen °°). Hienach merck zins, so von obgeschriben gülten järlich gend vnd verschriben sind: Hainrich Kellers erben 14 ff h. von der mayenstür vnd 10 guldin von der herbststür dd ); item 27 guldin zins von der herbststür empfacht järlich Peter Vogt von Emingen; Hainrich Hafnern von Vilingen 3 ort ains guldin järlichs zins haben die von Aßhain vntzher für sich selb geben vnd sagen, in sye zugesagt, min gnedig herren wöllung geben laßen (sie)]. [Ef fingen, so min gnedig herren da haben an nutzung: item der kirchherr zu Ef- fingen sol jars yedem herren von kirchensatz geben 1 lamp vnd 1 fiertel ayer vff Ostren, ouch so min gnedig herren da jhagen, sol das gejhägt in sim huß ligen, vnnd er inen essen vnnd tringken geben, vnnd sollen die puren darzu hündprott geben den hünden]. [Item der müller von Wyler git 5'/2 malter kernen, 1 ff h. vnd '/2 fiertel ayer ee )]. [Item hernach volgt, waß minem hern graff Hainrich an der tailnng zugehört von minem alten hern saugen ff )]. [Nutzung, zins vnd gült zu L en tzkir ch es): item 100 ff 3i Fryburger halb vff Martini vnnd halb vff mayen ; item 2 Eappen ab der kireken 1111 ) zu Lentzkirch; item 4 ff ^j vnd 11 hfinern vnd 20 sexter habern von h&fen von Birchen; item 1 gülden von der segen, item 2 ff ^ ab dem Veltperg, vnd ist der halb berg mins gnedigen herren; item 10") maß angken ab ertlichen guttern vß der Aa; item im dorf der zol angeschlagen für 5 fl.; item 8 ff ^ vom jarzol zu Zarten kk ); item V2 som win von yedem würt taberwin; item 10 ß Rappen von der klainen badstuben vnd dem huß, hat Hans Scherer, vnd 2 ff 5 ß ^ git äch Hanns Scherer von der Sororernwys, ist im zu aim erblehen gelihen; item 3 U -S) git der Koler von der wyß, haist Herrenswendy, vnd 3 ß 3\ von dem bach in der wys; item 16 ß ^ git Dietrichs mad, hat Oschwalt Scherer der vogt; item 3 ff 15 ß 3\ gelten die agker zum schlos, hat Bernhart Schindler; item 6 gülden gend die Schaden vom halben Tüttiß See vnd 10 /? ^j vom wasser in Atzamatten; item 11 ß $ git Karrenhans von aim wasser, genandt der Hasel, vom burgsteg vntz an den bergsteg, me 2 ß von dem Banbach vnd dem Müllerbach; item 11 ß 6 ^ git Hanns Schul von der Hasel vom bergsteg vntz an den löffen; item 2 ß 6 $ git der Gensler vom Vischbach; item 4 ^ ,3) gilt der Schnitpach; item 1 ß ,Sj gilt das Rot Bechly, git Jörg Aulbrecht; item 8 ß ^ git der kürchherr ») von der Vrach von der brugk vntz in die Haslack; item 4 gülden in gold von der Güttach, hat Hainrich Vischer; item 1 U 4 ß ^ von der Hasel vom Herwertzbach vntz an den burgsteg git och Hainrich Vischer, item 32 ß 3\ gilt die Hasel vom Herwertzbach vntz in die Güttach, hat äch Hainrich Vischer; item 30 ß 3\ gilt die Vrach vntz vff Oschwaltz Scherers des vogtz matten; item ain yeder, so trugken machet, jars ain füttertrugken; item all hoch vnd nider Muel, bott vnd verpott gehören mym gnadigen herren, vasnacht- hüner vnd vel, wie zu Lentzkirch der bruch ist. Summa tottalis: item 143 S 4 ß $. on huner, angken, habern, taberwin vnd füttertrugken, fiiuel, val vnd vngericht, sol der vogt intryben. — Von Lentzkirch gant zu zinß hinwegk: item 5 guldin, ll 1 /* ß ^ für 1 guldin, dem spital zu Fryburg vff Martini, tut 2 ff VII 25 lillfe ■ ■ I ißsä ■ 194 1484. IUI i 17 ß 6 ,Si; item 5 guldin den frowen zu Sandt Katherinen zu Fryburg, 11 V« ß ^ für 1 gülden, vff Martini, tut 2 # 17 /9 6 <$i; item 5 gülden 5 ß 3\ der Vögtin zum Wysenhan, och 117s ß <§ für 1 gülden, vff das ingend jar järlich, tut 3 ff 2 ß 6 ,3); item 3 ff ^ sandt Sebastians pfründ vff Sagk vff Martini; item 80 guldin gold herr Dietrich von Blümnegk, rytter, vff Hylary, tond 50 g . Summa tottalis: item 144 ff 9 A- Pap. Or. (gebunden in 4°). Donaueschingen. a) Von den vielen jungem Zusätzen sind die unbedeutenden, z. B. die Namen jüngerer Güterbebauer, weggelassen; die aufgenommenen stehen in [ ]. — b) Diesen Zusatz machte derselbe, der zu obiger Leibeigenliste die Nachträge geschrieben hat. — c) In einer im Urbar des Grafen Conrad [No. 103, 1] eingeschriebenen Art Konzept zu diesem Verzeichnisse über das Löffinger Amt ist am Schlüsse nachgetragen: „anno 85. der zehende zu Löffingen hat gethan 40 malter baider körn, der buw daselbs 15 malter baider körn; anno 84. der zehend 40 malter dasselbig körn, vnd der buw by 15 malter, ist alz geantwurt". — d) Von anderer Hand verändert in 82 ff 2V2 ß. — e) Ist schon von erster Hand ausgestrichen mit der Bemerkung : deest. — f) Dieser Abschnitt wiederholt wörtlich den entsprechenden im Urbar des Grafen Conrad von 1464. — g) Dieser Abschnitt ist wieder aus dem gen. Urbar von 1464 wiederholt. — h) Später verändert in: 5. — i) Wiederholt, aber teilweise in anderer Ordnung, die entsprechenden Angaben im Urbar 103,1. — k) Vom folgenden sind die mit * bezeichneten Sätze durchstrichen, weil abgelöst; diese Ablösung erfolgte ohne Zweifel noch vor 1509. — 1) Wiederholt in etwas anderer Ordnung die betr. Angaben des Urbars 103, 1; ein neuer Zusatz aber lautet: „item so sol den kornzehenden der vogt zu Haindingen (tut nach lof des jars) zu Blümberg vns wie von alter her inpringen". Eine jüngere Hand bemerkt 1484 auch, dass der Kornzehnten zu Haindingen zu gemeinen Jahren thue bei 100 Malter „wann der verluhen würd, vnd darob". — m) Alle diese geben nach jüngerer Bandbemerkung nichts. — n) Hiesa anfangs 60 — 0) Andere Hand: gilt yetz 35 ff. — p) Nach einer Schlussbemerkung von anderer Hand wurde diese Stelle über Nidingen erneuert 1502 frytag nach Sebastioni [Jan. 21.]. — q) Später verändert in 2'/2. — r) Später gestrichen — s) Von etwas jüngerer Hand ist hier beigefügt: „sind wib vnd kind veiwechselt gegen Vrsulen des jungen Berchtold Müllers zu Fürstemberg wib". — t) Hier ist für Einträge je ein Blatt freigelassen. — u) Dieser Absatz ist von dem Schreiber des vorstehenden Leibeigenenverzeichnisses von 1486 nachgetragen. — v) Der Schreiber von 1502 setzte darüber: „der drittail vnd die zwen tail gen Amptenhusen". — w) 1502 ersetzt durch: „auch zwen drittail". — x) Später hinzugefügt (wohl 1502): „ist be- zalt". — y) Für die Zahl ist Raum gelassen. — z) 1502 ersetzt durch: „gar". — aa) 1502 hinzugesetzt: „gilt 2 malter habern". — bb) Eine andere Hand setzte bei: „thut anno 85 24 malter vesan vnd 16 malter habern". — cc) Dieser Satz ist von anderer, gleichzeitiger Hand beigefügt. — dd) Hier fügte die eben genannte gleichzeitige Hand bei: „allweg 61 crützer für yeden guldin". — ee) Später wurde hinzugesetzt: „Item von myns herren graf Hainrichs wegen ist auch souil zfigetailt worden, nemlich 5V2 malter kernen , 1 ff h., '/2 fiertel ayer". — ff) Hier wurden aus dem Urbar des Grafen Heinrich d. ä. von 1488 (No. 127) die Abschnitte über Gutmadingen, Linach, Mühle Weiler, Thal und Jägerin Zehnten zu Amtenhausen, Weidgeld zu Efingen, Kiengen und Beckhofen wörtlich wiederholt. Bei den Angaben über Amtenhausen und Efingen wurde von etwas jüngerer Hand beigesetzt: „dise zway stuck sind von mym gnedigen herren graue Haynrich den frowen zu Amptemhusen Magdalenen, Vrsulen vnnd Anna zu lipding geben". — gg) Dieser Abschnitt ist von demselben, der den betr. über Göschweiler (s. oben) eingeschrieben hat, nachgetragen, also wie dieser frühestens 1491, in welchem Jahre die Herrschaft Lenzkirch fürstenbergisch wurde. — hh) Später verändert in „dem kirchensatz". — ii) Verändert in 5. — kk) Wohl gleichzeitiger Zusatz: „ist yetz Hainrich Hentzlern vmb 7 S ^ verlihen". — 11) Von derselben Hand (?) ersetzt durch: Vischer. — mm) Randbemerkung: „sind abgelöst". 1) 1464/66. Diß vrbarbüch ist mins herren graue Conrats von Fürstemberg vnd ist gemacht, geschriben vnd angeben in dem jar, als man zalt nachCrists geburttusent vierhundert vnd im vier vnd sehszigosten jären. Vnd sind diß nach- geschriben die nütz zu Haindingen. Item vnd haut ainen hof zu Haindingen, darin gehörend zwo schüren vnd die hofraitin mit den gärten, lit an der Kilchstrauß vnd an dem wydem; der esch hinder der . i .■■■".'. i 111 ■,'.;■■■■■■-■■ ül ; ',•'■• ■ ■' : '■ " '.'■■' ' ^^HBOBH 'jsmmbt. 1 1484. 195 kilchen hinab: item by 16 juchart ackers hinder der kilcban zu Hur, lit am dorf vff ;der landtstrauß hinuß vnd hautt ain steltzen, gaitt hinab uff der landtstrauß vnder Vnser Fröwen acker, item ain acker ist by 14 juchart minder oder mer vngenarlichen, vnder dem Siechenhuß vnder der landtstrauß vff der Langenwiß abhin vntz an den Krummen Acker, der der fröwen ab Hof ist, item V« juchart ackers am Kilchberg, streckt an den Kilchbergweg, item ain ackerlin, lit ob den bongärten, streckt uff mins herren großen acker, [git 1 mut körn Hans Rotermünd ")], item ain ackerlin ouch ob den bongarten, ob des pfaffen bongärtlin, das nehst on ains, gilt 3 fl., [hat Cleui Clewin, so es in buw lit], item ain ackerlin am Sisenberg vnder der Hailigen acker, der an das mesenampt gehört, [git 2 fl., lit wüst], item aber ain ackerlin, lit ob der wydam acker; der esch am Letten: item der Mülacker lit ob mins herren brugel, streckt an den Stochbergweg, item ain sätel ist ain anwander, ain morgen, streckt an das holtz, item in Karstal den Grundacker, streckt ouch an den Stochbergweg, item ain acker am Hoflen, item ain acker am Letten, streckt gen der mülin hin in, item ain acker uff mins herren bunt vnder der landtstrauß, streckt an das dorf, item ain anwander vnder dem Waugrain, streckt an den graben ; der esch gen Fürstemberg: item ain acker ob dem bild ob der landtstrauß, streckt an den bühel, item ain juchart zu Horwen vnder dem rain, streckt herin an den bühel, item der Lang Acker von der puren espan uff den wißen hinuß vntz an den Stainigen Furt vnd zum meren tail vnder der landtstrauß, item ain ackerlin lit by den krießbömen ob den wygern, streckt uff die anwander, item ain ackerlin am Sisenberg uff dem Hain ob Reckenbachs gut, [gilt 1 fiertel körn, hat Hans Martin, so es nutz lit], item ain acker an Kutzenhalden by dem galgen; die wysen: item die Langenwiß vnder dem siechenhuß am back abhin vnder mins herren acker, item der brügel vnder dem Mülacker am bach abhin, item die bunt vnder mins herren acker, streckt an das Forstelle, item ain bletz ob dem wyger ob Cläwin Martins wyger, [hat Hans Martin vmb 6 $i] , item ain bletz lit vor Hanns Müllers acker in Öw, [gilt 6 ,Sj], item das holtz, das Nüwban, item der Stochberg, item das Rietwislin in Göttental, das gehört minem herren, [1 mut körn git der Rotermund vff vnd ab]; item das Vogtlehen, da in gehört ain acker hinder Nüwban, haist der Hengacker; item in Norterßtal ob Cläwin Martin am holtz ain acker; item ain brauchjuchart ob Hof; item ain gärtlin streckt an die Zeltengassen; item ain wiß vor mins herren bunt im Vorstelle; item ain wiß zu Bollenbrunnen; item ain wiß in Göttental am Scherer; item ain acker in (Jtental streckt hierin an den Anwander vnd hinuß an die Notäcker; item des Belers hofstatt git 6 fiertel baider körn; item der zehend zu Haindingen an körn vnd höw vnd zu Fürstemberg, was in Haindinger ban gehört vnd zehenden git, vnd zu. Blümberg kornzehenden gehört minem herren, [tut nach eins vogts rechnung vnd dem jar vf]; item die von Haindingen gend zu mayenstür 20 f* h. vnd ze herbstür ouch 20 U h., das staut zu minem herren [vnd der zoll daselbs]; item die von Haindingen, welher wirt sin wil, der gibt ain legenn (sie) ainen halben some win vnd mag ain jär win schengken vnd ist den win veruallen, wenn er die maß vmbkert; item welher pfister an den laden bachet, git järs 4 ß h.; diß sind wysat zu Haindingen: item Cläwin Scherer git von der fröwen ab Hof gut 6 ß 3 h., item Michel Meiß git von der Hailigen gut 7 ß, item die mülin b ) git 3 ß h., item Martin Riser git von der hofstat, da er sitzt, 9 $i, item das gfitlin, das der Würer hatt vnd yetz Matheus Schmid hat, git 9 ^, item der Hailigen hanfgart, der Vlgins was, hinder der Belerin huß git 17 h., item Blüni git 3 ß h. von der hofstatt, da er uff sitzt, [ist Vnser Fröwen ergeben, also das man davon mit zwayen priester vns 1 jartzit haben; gend val, glas, freuel vnd hünr]. Diß sind die zinß vnd nütze zu Beringen vnd ingeschriben an fritag vnd sampstag vor sant Martins tag anno domini 1465, vnd haben die mayer angeben in gegenwürtikait Hannß Küchen, vogt Burgkart Tierbergs vnd des vogts von Beringen: item die Löwin git 9 fiertal vesan zins von der hof- raitin, da si sitzt, vnd der schüpus, so dartzü gehört. Item Hennßlin Müller git ain malter vesan vnd ain malter haber ab des Rubers gut, item Hennßlin Müller git 10 mut vesan, 15 fiertal haber von dem kelnhoue, item Hennßlin Müller git 17 fiertal vesan, 2 1 /* fiertal haber von des Helblingers gut. Item Jacob Dützer git ain mut vesan ab des Dützers schüpus, item Jacob Dützer git 3 malter körn von der Am Rain gut, item Jacob Dützer gibt 13 fiertal vesan vnd 11 fiertal haber von ainem kelnhoue, ist vogtrecht, vnd 15 haller. Item Herman Gebhart git 7 malter körn von des Beringers gut, item Herman Gebhart git 5 mut vesan ab des Sutors gut, item Herman Gebhart git 6 mut 1 fiertal vesan, 11 fiertal haber vnd 15 h. 25* \ 196 1484. I vogtrecht von der Dutzer kelnhof, item Herinan Gebhart git 10 flertal vesan von sins vatters gut. Item Haini Gebhart git 2 malter vesan ab Thomas gut, item Haini Gebhart git 10 flertal vesan von Burgkart Schmids gut. Item der Buman git 6 mut vesan von dem schmidlen vnd dem hirtlen. Item Vlin Lütolt git 11 flertal vesan, 2 flertal minus 1 ymi haber, 4 flertal bona vnd 16 $ ab Wüsten houe, ist vogtrecht, item Vlin Lütolt git 5 mut vesan von sins vatters ainen gut, item Vlin Lütolt git 6 mut vesan von Mangolts gut, item Vlin Lütolt git 10 mut vesan, 15 flertal haber von dem kellhoue, item Vlin Lütolt git ain mut körn ab Mergkis rätin, wenn die an nutz lit. Item Hanns Meiß git 8V2 flertal vesan, ain flertal ain ymi haber vogtrecht von Jungkherr Hainrichs von Almßhouen gut, item Hanns Meiß git ain malter vesan vogtrecht ab Cüntzen gut, ist der von Almßhouen, item Hanns Meiß git 10 flertal vesan von dem gut, da er uff sitzt. Item Haini Hölderlin git 2 malter minus ain flertal vesan vnd 15 flertal haber vogtrecht von der Conrater kellhoue vnd 272 flertal bona vnd 15 h., item Haini Hölderlin git ain mut vesan, ain mut habern ab Hainis Im alten houe bunt, item Haini Hölderlin git 10 flertal vesan, 1 flertal 1 ymi habern vnd 3'A flertal bona vogtrecht ab Regnolts gut, item Haini Hölderlin git 6 mut 3 flertal 1 ymi habern 6 ß h. Cost. vnd 7 flertal bona vogtrecht ab Wüsten houe, het Cläwi Tegen. Item Cristan git von des Müllers gut 17 flertal vesan, 2'/s flertal habern, 3 flertal bona vnd 21 ^, ist vogtrecht. Item der Hüffel git 1 mut vesan ab des Dützers gut oder schüpus. Item ain gut, haist Hagspachs gut, darin gehört die wise in den bunten vnd Hagspachs rütin vnd '/2 juchart zu den Röten, item ain agker lit am Stainen Weg. Item Peter Lannther git 8'/2 flertal vesan, 1 flertal 1 ymi habern, 3'/ 2 flertal bona vnd 3'/2 ß h. von des Fuchs gut, item Peter Lanntherr git 5 mut vesan 1 flertal 1 ymi habern ab dem Fröschenlen, item Peter Lanntherr git 5 mut vesan, 1 flertal habern ab Regnoltz gut. Item Hanns Conrater git 8V2 flertal vesan, 1 flertal 1 ymi habern von des Dächseis gut, item Hanns Conrater git 10 mut vesan, 15 flertal habern von dem kellhof, item Hanns Conrater git 1 mut vesan ab Thomas hoffstatt, item Hanns Conrater git 1 mut vesan von ainer hofstat, gehört in Beltzwiß, item Hanns Conrater git 15 3i von des Herters gut. Item Conrat Schätzlin git 3 malter vesan, 2 malter habern von Buris houe, item Conrat Schätzlin git 5 mut vesan ab Jacobs gut. Item Hanns Büpin git 1 mut körn von dem agker zu den Linden, so er an nutz lit, item Hanns R&pin git 7 fiertel vesan, 1 flertal habern von Kürpenhabers gut, item Hanns Rüpin git 1 mut vesan von siner ana gut. Item der Pfaff git 2 mut vesan von Mörgenlins gut. Item Oschlin Mogk git 2 mut vesan, 2 flertal bona minus 1 ymi, vnd 11 ^ von des Hertzigen gut. Item Hanns Lütold git 5 malter körn von des Bollers houe. Item Clewin Tegen git 10 mut vesan ab des Würers gut, item Clewin Tegen git 6 mut vesan von Fritschis gut vnd 15 ß h. ab sinem tailit, item Clewin Tegen git 5 malter körn von des Bolles hof. Item Märgkin git 5 mut 1 flertal vesan von ßomerlins gut, item Mergkin git 17 flertal vesan vnd 2 malter habern ab des Mägers gut vnd 5 ß h., item Mergkin git 10 mut vesan, 15 flertal habern von dem kellhof, item Mergkin git 6 mut vesan, 1 flertal vnd 2 flertal 1 ymi haber ab des Wurers gut, item Mergkin git 6 mut vesan vnd 6 mut habern von des Vlingers gut. Item die Dinnen gend 5 malter körn von des Kellers hof, item die Dinnen gend 2 malter minus 1 flertal vesan, 15 flertal habern, 2'/2 flertal bona vnd 15 h. von des Bumans kellhof, vnd ist vogtrecht. Item Henni Riipi git 17 flertal vesan, 2'/2 flertal habern, 3 flertal bona, 11 ^ vogtrecht ab des Lonntherren gut, item Henni R&pi git 11 mut vesan vnd 2V2 flertal haber ab Gebhartz gut, item Henni Rupi git 1 mut vesan vnd 1 mut habern von des Te- genlis gut. Item Jos Lentzkilcherr git von dem gut, haißt Beltzwiß, 10 mut vesan, da wirt im der Conrater 1 mut vesan ze hilf von der hofstatt geben, item Jos Lentzkilcherr git 2 mut vesan ab Mangolts gut, item Jos Lentzkilcher git ab Cüni Rftpis gut 2 mut vesan vnd 3 flertal bona, ist vogtrecht. Item ain zehendlin, haißt sant Erharts zehend, gehört minem herren vnd an sant Erharts pfründ gemain. Item 30 tk h. ze Beringen ze stür gewonlich. Item zu Beringen wirt byzol. Item zu Beringen git jeder wirt V» som win ze tafern. Item Vlin Lütolt git 8 ß h. von aim wißlin, lit in Fronwise. Item Hanns Conrater git 6 ß h. von aim wißlin, lit ze Selwisen. Item 6 ß h. von zwain wißbletzlin, ligent Zülligrüt. Diß sind die zins zu Ryselfingen angeschriben an mitwochen vor sant Valentins tag [Febr. 13.] anno domini 1466: item der fronhoff gilt järlich 2V2 malter vesan, 2V 2 malter haberu, het Bentz Bendenier 0), Item der oberhoff gilt 2 malter vesan, 2 malter habern, hett Martin Müller. Item die wydam git zeuogtrecht 6 flertal .■ 1111 1 ■■■'vA?::Ä':K'-'^>'- i :'''A:^*4\^:v, ! ;^ mm&msmm&&£ ^■Hnm lllllll n 1484. 197 kernen, 6 fiertal habern vnd 10 ß h., nett Martin Müller, [ist nit verlyhen]. Item des Myglers gut git zeuogtrecht 2 fiertal kernen, hett Martin Müller. Item ain bunt lit hinder Martin Müllers huß, gilt 10 ^j, hett Marti Müller. Item der mayerhof, der gen Beröw hört, git järclichs zeuogtrecht 3 mutt kernen, 1 malter habern vnd 2 8 h., hett Clawi Steffan, [git Berow yetz]. Item des Hübers gut git zeuogtrecht 2 mutt kernen, 2 mutt habern vnd 1 ü h., hett Cläwin Steffan, [git Berow yetz]. Item der Bickinen gut git zeuogtrecht 1 mutt kernen, 1 mutt habern vnd 8 ß h., hett Clawin Steffan, [git Berow yetz]. Item des Beringers gut git zeuogtrecht 6 fiertal kernen, 6 fiertal habern, 13 ß h. minus 4 h., hett Haini Arnolt. Item der fröwen von Fridenwiler hof git zeuogtrecht 6 fiertal kernen, 6 fiertal habern vnd 15 ß h., hett Haini Arnolt. Item ain schüppus git zeuogtrecht ain mutt kernen, ain mutt habern vnd 20 h., hett Clawin Müller, [ist in sin buw zogen vnd zefragen]. Item des Kochs hüb git zeuogtrecht 6 fiertal kernen, 6 fiertal habern vnd 10 ß h., hett Cläwin Müller, [hat spann, dz mans yetz nit waist, fragen]. Item Snewlins hüb git zeuogtrecht 6 fiertal kernen, 6 fiertal habern vnd 10 ß h., hett Cläwin Müller, [ist vns haimgeuallen]. Item Fuglins hüb git zeuogtrecht 6 fiertal kernen, 6 fiertal habern vnd 10 ß h., hett min herre, [heimge- uallen]. Item der Richinen hüb hett min herre, [ist an dz gut zu Beringen vertuscht]. Item des Pfaffen schüppus hett min herre. Item der hailigen aigen git zeuogtrecht 2 fiertal kernen, hatt ettwenn Haintzli Saltzman. Item dero von Almßhofen kelnhof gitt zeuogtrecht 10 mutt vesan, 6 mutt habern vnd 1 Ti h. t hett Henslin Bentzen. Item der Hübacker ist 3 jüchart, lit an dem Hübstig, vnd gaut der hübstig dar- durch, ist mins herren d). Item ze Wiler: item Bürcklin Brack git 1 Tf h. e ) von ainem gut, ist mins herren, hatt ettwen der Schlüchsamer [hat nach im gehabt Hanns Werlin, ist haimgevallen] vnd git dann 40 zinsuisch von mins herren wasser an der Gouchen vntz an Kayen fürt [sagt der vogt, sye im gelaßen, dwil er vogt sye]. Diß nachgeschriben wirt ainem vogt zu Löffingen: item zu Titüßhusen ain zehendlin, gilt, als es verlihen wirt. Vogtrecht zu Bötenbach: item Henslin Hön git von des spitals gut zeuogtrecht 2 mutt haber vnd 3 ß $. Item Conrat Arnolt git 5 blapphart vnd 1 mutt habern Löffinger meß von hus, hof vnd den gutem, die er von Zirliwagen erkouft haut. Item Mathis Kaiser git 1 mut haber Löffinger meß vnd lö'/a $i von hus, hof vnd sinem gut. Item Hanns Ohara git von des Schnellers gut 5 ß Stäbler vnd 1 mut haber. Item der Müller git 18 /S), 2 fiertal haber von Albrecht Spenglers gut vnd git dann 18 J5\, 2 fiertal haber von des Hön gütlin vnd git dann von Späten gütlin 11 Stäbler vnd 3 ymi habern. Item der Lagk git 21 $ vnd 2V2 fiertal haber von des Frygen gut. [Item die fischentz 1 fl., hat Henßlin Kistler]. Item die Müller von Mittlen gend von der wyse in den Trencken 18 fiertal haber, gehören dem vogt, vnd 3 ß A, gehören minem herren. Item ain mansmad wysen in Seppenhofer ban vff Schlechtwysen zu den vier stain, lit an ainem ort an der Bietwiß, gehört dem vogt. Item Lienhart Schmidt git 2 hünre von sinem huß [zu Oberhusen]. Item ain mansmad wysen zu Löffingen an den Obren Wisen stost an Hanns Gigers wyß vnd an Vnser Fröwen wiß, gehört dem vogt. Item ain mansmad wysen in Löffinger ban in der Selwise stost herab an das bachlin an ain wise, gehört in die wydam. [Dis sind die guter zu Beringen ernuwreten vnd ingeschriben an Gütemtag nehst nach Conceptionis Marie anno domini 1476 vnd haben die mayer angeben in gegenwirtikait Burgkart Tierbergs vogt vnd des vogts von Beringen vnd Hans von Berckins schülmaister zu Fürstenberg] £ j. [Diß sind die zinß vnd nütze zu B e- ringen vnd ingeschriben an donrstag nest nach Viti et Modesti anno domini 1479, vnd haben die mayer angeben in gegenwirtigkait Burgkhart Thierbergs, Siluester Thierbergs, Conrat Schätzlins vogt zu Beringen] s). Pap. Or. (Bruchstück). Donaueschingen. a) Das in Klammer stehende ist von wenig jüngerer Hand beigesetzt. — b) Später verändert in: die vnder mülin. — c) Von jüngerer Hand sind bei den einzelnen Gütern die neuen Bebauer beigeschrieben, diese habe ich weggelassen. — d) Die erwähnte jüngere Hand bemerkt am Schlüsse: „summa one die haimgevallen vnd verloren guter in gelt 5 U 17 ß 4 h„ an kernen 4% malter 2 fiertel, an vesan 4 malter, an habern 8 malter 2 fiertel; hönr . . . lut des vogts sag". — e) Jüngerer Randzusatz der erwähnten Hand: anno 85 dedit (?) 4'ls g h. — f) Diese Erneuerung wurde nie ausgeführt — g) Am Ende dieser ebenfalls nicht vollendeten Erneuerung, welche die einzelnen Güter bis ins einzelnste beschreiben wollte, bemerkte ihr Schreiber: „item miner fröwen von Nypperg sind geschickt ain groß häfftlin costlich vnd 5 häfftlin, sind nit vast groß, vnd ain guldin kettin, brächt ir Heintz WM jffiüNF I WwwmH I ms WMmm 198 1484. Kystlers, des vogts bruder, an dornstag vor sant Valentins tag anno domini 1474, daby was Hanns Kystier, Bürck- hart Tierberg, Hanns Kucb, Heincz vnd Haintz Kystler geuettern". 1484, März 29. J04. Heinrich von Ertzingen übergiebt seinen Söhnen Symon und Pridrich das Schloss und Dorf Offtringen mit Zwing, Bann, Eigenleuten und aller Zugehör und all seine Forderungen an geistliche und weltliche Leute, ausgenommen den Abt von St. Blasien; doch sollen sie von dem, was ihnen aus solchen Forderungen zufällt, dem Vater nach Erkenntnis der Herren Virich, Dietrich und Heinrich , Brüder, von Rümlang und Hug von Hege seinen Teil geben, ihn gegen alle Ansprecher und Schuldner vertreten, ihm ein jährliches Leibding von 15 fl. und 2 Saum Wein zu Offtringen geben und ihn mit Güten und Unterpfändern versorgen. Auch behält er sich selbst u. a. Lösung des Kirchensatzes, des Zehntens und der Schulden zu Tillendorf und Haus und Hof zu Waldshut vor. Die Söhne kommen überein, dass Symon Schloss und Dorf Offtringen bis zum Tod des Vaters besitzen und ihn ausrichten soll in der Weise, wie durch Johannsen Wiler, Oberleutpriester und Kammerer, Hans Imhoff, Schultheissen, und Johannsen Kellner, Stadtschreiber zu Waldshut, gütlich vereinbart ist. Symon von Ertzingen verspricht dies alles zu halten und setzt dafür zu Mitgilten die Gemeinde Offtringen und zu Unterpfand das Schloss und Dorf daselbst. Geben uff mentag nechst nach Mittervasten 1484. Die Siegel Heinrichs von Ertzingen (unkenntlich), Hans Imhoffs, Schultheissen von Waldshut, angehängt für Symon von Ertzingen, und Ulrichs v. Rumlang, angehängt für die Gemeinde Offtringen. Perg. Or. Zürich, Staatsarchiv; mitgeteilt von Staatsarchivar Schweizer daselbst. 1) 1477 monntag vor st. Gallen abendt [Olct. 13.] sitzt Hanns Wäber, Freilandrichter zu Stuel- lingen, zu Guertwile bei der Brücke an der offenen freien Reichsstrasse zu Gericht. Es wird zu Recht erkannt, dass der Prokurator der Margrethen Barterin, gen. Weissin, von Schaffhaußen Hainrich Schneider durch sich selbst als des Landgerichts geschworenen Knecht auf Hainrichs von Ärtzingen Zinse auf der Mühle zu Reuenthal, dessen liegende Güter und Fahrnis zu Oftringen und den Kirchensatz mit der Widern zu Dillendorf Anleite nehmen und dieselbe 6 Wochen und 3 Tage besitzen soll. Das Or. siegelte das Landgericht. Lupf. Kopialbücher IX, 1 Bl. 318. Donaueschingen. T. 2) 1477 monntag [vor oder nach f] st. Lucien tag [Dez. 8 oder 15.] sitzt derselbe Landrichter bei Stüelingen am Richtbrunnen zu Gericht. Vor ihm erscheinen Hainrich von Ertzingen zu Offtringen und Michael Strusz von Schaffhausen als Machtvogt seiner Gemahlin Angnes Wißin und Peters von Aych, ihres Sohnes. Hainrich von Ertzingen, der Margarethen Barterin sei. 450 fl. Rh. schuldete und dieselbe auf 400 fl. und 20 fl. Zins daraus auf die von Hallweil im Khlegköw vertröstete, schuldet den Erben der genannten Margaretha, der vorgen. Angnes und ihrem Sohn Peter noch 50 fl.; dafür verkauft er diesen Erben unter Vorbehalt des Rückkaufs die obere Hälfte seines Fischrechts bei Offtringen an der Wuotach, die oberhalb an der Frauen von Rüedern Wasser und Fischrecht und unterhalb an Offtringer Gasse in die Marken "sUixiS^M-Ms HffiHnHHHHn li HM ^HMHH Sü 1484. 199 stösst, und aus der Eüede Murer 3 V,v''J.,v ; t;v^,„,i ±&§ 1 i486. 211 und subdelegiert zu Richtern seinen Hofrichter Herman von Sachsenhain, Ritter, und seine Räte Ludwig Vergenhanns, Doktor beider Rechte, Propst des Stifts zu Stutgarten, Kanzler, Wernher von Onnßhusen, Doktor der hl. Schrift und geistlicher Rechten, Doktor Jörgen Hartzesser, Doktor Bernhart Schöfferlin, Doktor Niclaus Beltz, Meister Conratten Plenderer, Meister Petter Kraft, Conratten von Ryschach und Johannes Keller. Von den Parteien sind erschienen Graf Jörg zugleich in Vertretung seiner Brüder inhalts zweier versiegelter Gewaltsbriefe, „die aldo nach irer Verlesung für gnügsam zügelaßen warden", und Hanns Wernher von Zymmern. Graf Jörg beschwert sich, dass Hanns Wernher ihm und seinen Brüdern am Gebrauch der hohen Gerichte in der Grafschaft Sigmaringen Abbruch thäte, „nämlich zu Sul- dorf mit berechtigung ains diebstals vnd zu Höwdorf mit berechtigung ains tod- schlags, deßglychen an andern orten vmb Meßkirch, do der von Zymmern vnder- stünde, diejhenen, so malefitz begiengen, zu straffen". Hanns Wernher erwidert, „daz niemand schuldig were verpfendt zu recht zu. komen gegen aim clager, demselben antwort zu geben, vor- vnd eemäls der selbig verpfendt sins entsetzten inn- habends widervmb yngesetzt würde, deßglychen was in hangendem rechten nürungen begegnotten, die solten vor allen dingen wider abgestelt werden", demnach gebe er zu erkennen : wiewohl seine Vorfahren und er die Herrschaft Meßkirch innegehabt und an den zugehörigen Orten die hohen Gerichte mehr denn 40 Jahre und länger als Menschen gedenken geübt hätten, so hätte doch, als sich ein Totschlag ereignet von Gabrieln Sattlern zu Münchkrütz, „vsserthalb Meßkirch gelegen und doch darzu gehörig", und er den Totschläger darum gebüsst hätte, Graf Jörg denselben Gabriel deshalb zu büssen sich unterstanden, „durch welchs fürnemen dann er an sinem bruch vnd vbung turbiert vnd also siner besitzung entsetzt were, dero er in kraft des angezoigten gemainen rechtens vor allen dingen widervmb verhoffte ingesetzt zu werden". Ferner da sich der Totschlag vor dem Vertrag, der unter anderm zugebe, „das baid parthyen irer spenn vff den bestimpten vßtrag also gericht vnd aller vnwill zwüschen inen erwachsen der ding halb tod vnd betragen haissen vnd sin sölt", begeben und nachträglich erst Graf Jörg die Neuerung vorgenommen hätte, so verstände männiglich, dass solches „in hangendem rechten geschehen were vnd würde genennet ain attemptatt, daz vor allen dingen nach Ordnung der recht widervmb reuociert vnd abgestelt werden sölte, vnd vmb kürtzrung willen tatt er daruff rasten, daz er hoffte, nit schuldig zu sind vff des widertails vermainten clage zu antwurten, vor vnd eemals er als spoliatus widervmb yngesetzt vnd sölh fürgenomen attemptatt wider abgestelt, ouch Gabrieln Sattlern obgenant sin verschrybung vnd abtrag", dazu er durch den Grafen von Werdemberg „genött were, wider abgetan vnd heruß 27* m mi ■ - m Sa mmp& ■ ■'■;.■■: ■ esSuS "'- •-'■'- SSI 212 i486. gegeben würd". Graf Jörg lässt darauf erwidern, der von Zymrnern suche nur die Sache zu verzögern, und fordert, dass ihm zunächst auf seine Klage geantwortet werde, wenn dann der Gegenpart noch Beschwerden wider ihn habe, stände er ihm auch zu Diensten. Hanns Wernher entgegnet, seine Klage stehe nicht im Widerspruch mit dem genannten „anlauss, der clarlich vßwyste, daz yedertail dem andern recht vmb recht sin, also wenn ain tail sin gebrechen rechtlich eroffhette, das dann der ander tail die sinen rechtlich ouch hören lasen vnd dann yedertail vff des andern sin antwort geben sollt". Nach mehrfachen Hin- und Herreden erkennen Richter und Räte, dass Jörg von Werdemberg schuldig wäre, „antwurt zu geben vff Hannsen Wernhers von Zymrnern fürbrachte exception, vnd er tatt sölichs oder nit, so sölte furter geschehen, was recht were". Hierauf geht Graf Jörg auf Hanns Wernhers Klage ein und bestreitet ihm, dass er an dem Ort zu Münchskrutz, da der Totschlag geschehen, irgend welche Gerechtigkeit habe, solche Strafen zu vollziehen. Hanns Wernher erbietet sich, seine Behauptung, dass seine Vordem und er zu Meßkirch und in „vssern zwingen vnd bannen darzü gehörig, darin das Münchskrutz gelegen were", die hohen Gerichte im Besitz gehabt, zu beweisen; weiterhin wolle er für jetzt allein darauf bestehen, dass er durch Graf Jörg in seiner Besitzung „gevnrü- wiget, turbiert vnd dero entsetzt were, mit erbiettung, wenn er wider yngesetzt würde, als er hofft mit rechtlicher erkantnus zu geschehen, alsdann sin gegenclag in peti- torio ouch zu tun vnd fürter zu handeln, wie sich nach lütt des anlauß gebürte, darvß erfunden würde, welhem taile die besser vnd grüntlicher gerechtigkait züsten sölte". Graf Jörg erwidert, er und seine Brüder geständen Hanns Wernher keinerlei Gerechtigkeit zu Münchskrutz zu, „damit wölten sie im ouch die entsetzung vernaint haben die hohengericht antreffend" ; er habe vom Kaiser keinen Titel noch Investitur, ohne den niemand den Bann über das Blut und die hohen Gerichte gebrauchen möchte; und „vff das alles vnd zu wytterm bericht irer grüntlichen gerechtigkeit, so- uern der benant von Zyinmern abred wölte sin, daz sie die malefitz vmb das Münchskrutz darhinder vnd daruor gestrafft hetten vnd der hohen gerieht in besitz weren, begerten sie inen erber kuntschaft zu uerhoren". Nach nochmaliger Rede und Gegenrede wird erkannt, „das baidertailen angebotten kuntschaften, wie sie sich dero durch ire redner berömpt hetten, gehört werden sölten, vnd dannocht furo daruff vnd vff baidertailen zu- vnd ynred geschehen, was recht were, vnd sölte sölich verhörung vff der parthyen erfordrung vnd costen durch ain commissarie, von vns darzü verordnet, geschenhen hiezwüschen vnd Pfingsten nechstkünftig; doch ob aincher tail sin kuntschaft in sölicher zytt nit lauten möchte, so solt im damit vß erschaynten vrsachen nit abgestrickt sin die zytt zu erstrecken". mMmmrn ■KKHHMMBSffi&MSI BPfl HnSHSI ffinH yü i486. 213 Actum Stütgarten vff mittwoch nach st. Sebastions tag 14S6. Das Siegel des Ausstellers beschädigt. Perg. Or. Donaueschingen. 1486, März 31. T. Mengen. 114. Georg von Gundelfingen, Freiherr, zu Neufren vergleicht Georgen Grafen zu Werdenberg und zum Hailigenberg mit Bürgermeister und Rat zu Pfullendorf: 1) Ausserhalb der Etter der Dörfer Stadelhofen, Zell mit Zugehör, Kleinstadelhofen, Batten- ruttin und Silvenstal mit dem Gruenwaldt haben die von Pfullendorf in deren Zwingen und Bannen Gebot und Verbot zu Holz und Feld und alle trockenen Frevel zu büssen, doch sind den Grafschaften zum Hailigenberg und Sigmaringen die hohen Gerichte mitsampt den fliessenden Wunden vorbehalten. 2) Übermähen, überackern, überschneiden und überzäunen über offene Marken strafen die Grafen von Werdenberg und zum Hailigenberg. 3) Innerhalb der Etter strafen die von Pfullendorf alle Frevel, die den niedern Gerichten zugehörig sind. 4) In Grienwald hat Pfullendorf Gebot und Verbot, das Holz und die „gehew" zu schirmen und zu bannen und den, der dagegen handelt, in seinem Gericht zu Stadelhofen zu strafen; trockene Frevel oder fliessende Wunden oder anderes den hohen Gerichten Zuständige strafen die Herren von Werdenberg und zum Hailigenberg. 5) Die Binder zu Pfullendorf, welche Reifen oder eichene Taugen zum Handwerksgebrauch und nicht Verkaufs halber hauen, geben jährlich je 2 ß ^ Pfullendorfer Währung; es soll auch sonst niemand Reifen oder Taugen hauen, er sei dann mit dem Forstmeister übereingekommen. Actum zu Mengen auf freytag vor dem sonntag Quasimodogeniti 1486. Siegel nicht erwähnt. Kop. im Heiligenherger Vertragsbuch 18 Jhdt., S. 385. Donaueschingen. T. 1) 1492 dornstag vor Oculi [März 22.) vergleichen Johanns Abt zu Salmanswiler und Hanns Becz, Bürgermeister zu "Überlingen, Jerigen, Vlrichen und Hugen, Gebrüder, Grafen zu Werdemberg und zum Hailgenberg, mit Bürgermeister und Rat zu Pfullendorf. Die letzteren strafen von ihres Spitals wegen in Zukunft ausserhalb der Etter des Dorfes Ylmensew mit dem Weiler Krummbach und dem Hof Liechtnegg und des Dorfes Großstadelhofen mit Klainstadelhofen, Watenrütin, Siluenstal, Gessenmüllin, Furtmüllin und Waltpiiren, so dem Spitale zugehörig und in der Grafschaft zum Hailgenberg gelegen sind, ebenso ausserhalb des Etters des Weilers Zell, der ebenfalls dem Spitale zugehörig und in der Grafschaft Sigmaringen gelegen ist, soweit ihr Zwing und Bann zu Holz und Feld geht, alle trockenen Frevel, und dazu in den Ettern derselben Dörfer, Weiler, Höfe und Mühlen die fiiessenden Wunden und „schlecht frauel", die den niederen Gerichten zugehören, doch werden den Herren von Werdemberg in- und ausserhalb der gen. Orte die hohen Gerichte vorbehalten. Letzteren soll auch in- und ausserhalb der gen. Orte das Übermähen, -ackern, -schneiden, -zäunen, -graben, -hauen oder -reuten über offene Marken, sowie alle fliessenden Wunden ausserhalb der Etter zu Holz und Feld zu strafen zustehen. Auf Bitten der Tädinger verzichten die Grafen ■ ..-:■. 214 1486. auf ihre merkliche Forderung an die von Pfullendorf wegen des Aufruhrs, der vor Jahr und Tag zu Ylmen- sew vor dem Dorf zwischen etlichen Armenleuten derselben und solchen der von Pfullendorf vorgefallen ist; der Handel zwischen den von Pfullendorf und den in diesem Aufruhr beschädigten werdenbergischen Armenleuten steht zu gütlicher oder rechtlicher Entscheidung bei den Tädingern, zu denen hierzu jede Partei noch einen Mann setzt. Die Irrung wegen des Feldes, gen. der Cüntzeli, zwischen den gen. Grafen und den von Pfullendorf wird zur Beilegung einem von den Tädingern gewählten Obmann „mit glichem züsatz" überwiesen. Die von Pfullendorf, welche in den Bächen Rinckenbach und Sterenbach, die in der Grafschaft Sigmaringen liegen, ohne Erlaubnis der gen. Grafen zu deren Schaden fischen und „die erschöpfind vnd ab- grabind", werden sich dieser Dinge „massigen"; dafür werden sich auch die Grafen gegen sie nachbarlich verhalten. Die Späne wegen des Baches zu Ylmensew, der aus einem See in den andern rinnt, und wegen des werdenbergischen Fischers in diesem Dorfe werden die Tädinger mit den Grafen und den von Pfullendorf sobald wie möglich besichtigen und darin nach Verhör der Parteien weiter gütlich handeln. Perg. Or. mit den Siegeln des Abtes (arg beschädigt) und des Hanns Becz. Donaueschingen. T. 2) 1496 mentag des hl. Crütz aubendt [Mai 2.] vertragen sich Bürgermeister und Rat der Stadt Pfullendorf mit Jörgen, Vlrichen und Hawgen, Gebrüdern, Grafen zu Werdemberg und zum Haylgemberg, dahin, dass die Grafen alle der Stadt und des städtischen Spitals Eigenleute, wo die in ihren Gerichten, Zwingen und Bannen gesessen sind, „mit raysen, rayßstüren, Schätzungen, diensten vnd allem dem wie ander ir aygenlütt wol brachen mögen", doch der Stadt und dem Spital vorbehalten Leibessteuern, Vogtrecht, Fastnachthennen, Fälle und alle Gerechtigkeit, „so ain yeder lybsherr zu sinem lybaygen mentschen von der lybaygenschaft wegen hautt". Es sollen auch der Grafen Fischerlehen zu Ylmensoe und die darauf sitzen in Zukunft „raysens, rayßstüren, Schätzungen vnd dienst halb" von Seiten der Stadt freisein, jedoch derselben in andern Dingen „mit bott vnd verbotten" wie ihre andern Hintersassen gehorsam sein. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Pfullendorf. Donaueschingen. T. 1486, Apr. 4. J15 Jacob Kügeller, Bürger zu Wolfach, und Engelin Lempen, seine eheliche Hausfrau, verkaufen Sabinen Vischerin, Hans Wilden sei. Witwe, 4 fl. Rente von der Stadt Dornhain und einen Hof im Übelbach unter dem Vorbehalt des Rückkaufs, des Hofes um 90 fl. Rh. und der Rente um 80 fl. Rh. Geben vff zinstag nächst vor der hl. Dry Nagell tag 1486. Die beschädigten Siegel Jacob Kügellers (26 mm D., IV A 2, Schild gespalten: r. 2, 1 Adler (?), 1. ein Hammer; $ ......) und Jörgen Lempen, seines Schwagers (24 mm D., IV A 2, im Schilde eine Hausmarke; Umschrift unleserlich). Perg. Or. Donaueschingen. T. 1) 1493 mittwoch nach dem hl. Pfingstag [Mai 29.~] bekunden Vogt und Gericht im Kinczigentale, dass vor ihrem „insitzenden, offen, verbannem gericht" Cünrat Pfaw im Vbelbach geklagt, Meisterin und Konvent zu Withchen sollen ihr an seinem Gute liegendes, bis jetzt unbesetztes und unbebautes Gütlein im Vbelbach ihm billig vor andern leihen, da er Anstösser sei und davon thun wolle, was er schuldig sei. Peter Waldacker, Schaffner des gen. Gotteshauses, antwortete als dessen Bevollmächtigter, das Gotteshaus habe dieses Gütlein laut seiner Hauptbriefe ob 230 Jahren innegehabt und dasselbe zu Erb und Eigen, Drittel und Fällen andern verliehen, ohne von jemand darin geirrt zu werden, er hoffe, dass das Gotteshaus dieses sein eigenes Gütlein ungeirrt zu besetzen und zu entsetzen habe. Die Mehrheit des Gerichts erkennt darauf, dass dieses Gut dem Pfawen und seinen Nachkommen als Anstössern vor andern geliehen werden solle, die Minderheit aber, dass das Gotteshaus frei darüber verfügen könne. Auf Anfrage des Vogts erkannte sodann das Gericht einhellig weiter, „dz die minder der merer vrtail schuldig sie zu volgen, der Ssw"' ■ ■ ■■ ■ H HU '-:S»J>a' I n| ■*?■> .'■> ?ü - ! i, H -ct^ ,* I ■Hll^raH 1 i486. 215 wydertail w611iß dan zieclien, wie recht sei". Der Schaffner des Gotteshauses „berüfft sich die vrtel zu ziechen, deß hatt aber der gemelt Cünrat Pfaw inen deß zugs nit gefolget, sonder sich deß verzigen vnd inen den zug ahgekündt vnd doruff vor vnß vogt vnd gericht vnseren frouwen von Wichen ain behalten recht vnd gewonnen vrtel gegeben vnd nachgeloffen". Auf Klage des Schaffners wird Pfaw jetzt zum Ersatz der Unkosten, die der Schaffner wegen des Zuges gehabt hat, verurteilt, obwohl er behauptet, dazu nicht verpflichtet zu sein, „dwil der züg nit vergangen, ouch er in nit veruolgt, sonder abgekündf. Perg. Or., das Siegel Lorentzen Kratzers, Schultheissen zu Wolfach, fehlt. Donaueschingen. 2) 1501 sambstag vor st. Anthonien tag [Jan. 16.] verkaufen Bantlion Hey, Bürger zu Colmar,, Vrsula Vischerin, seine eheliche Hausfrau, und Richtly Vischerin, deren Schwester, für 80 fl. Rh. Hanns Lempen, Bürger zu Wolfach, das ihnen von Sabina Vischerin sei. erblich zugefallene Hofgut, welches oben am Stouffen und Ubelbach gelegen ist, an des Grundlers Gut stösst und in den Tieffenbach zieht; dasselbe ist vor Zeiten käuflich von Hannsen von Berbach an Claus Lemp sei. übergegangen und darnach erblich an Hainrich Lempen und Jacoben Kugeler gefallen. Gleichzeitig quittieren die Verkäufer über den Kauf des Herelspaches, den Jörg Lemp, des gen. Hanns Lempen Vater, von der Sabina Vischerin vormals gekauft und ihr bezahlt hat. Perg. Or. mit den stark beschädigten Siegeln Frantzen Behem, Kilchern zu Wolfach (27 mm D., IV A 1, der Vogel „Behem" mit ausgebreiteten Flügeln, r. gewandt; Umschrift unleserlich), und Johannsen Dorners, Stadtschreibers zu Wolfach (24 mm D., IV A 2, Schild geteilt, im übrigen unkenntlich). Donaueschingen. T. i486, Apr. 18. 116. Hanns und Eberhart von Kischach, Gebrüder, verkaufen ihrem Vetter Johannsen von Rischach, Ritter, ihr Schloss und Burg, die Nüwenhewen, das Dorf Stetten darunter gelegen, mit Leuten, Gütern, Gerichten, Zwingen und Bannen, Zehnten und allen Zugehörden, wie solches von der Herrschaft von Osterrich vor Jahren verpfändet wurde, und dazu den Zehnten zu Stetten, der von der Herrschaft Hewen zu Lehen herrührt a ) und in die gedachte Verpfändung nicht gehörig ist, wie das alles ihr Vater sei. und ihre Vordem bisher innegehabt, um 2300 fl. Rh. Geben an zinstag nechst nach dem sonntag Jubilate 1486. Die Siegel Hannsen von Eischach (unkenntlich), seines Schwagers Itelhannsen von Fridingen zu Kräyen, und der von Eberhart von Rischach erbetenen Siegler: Bilgryns von Rischach zu Stoffeln, des älteren, und Wendeis von Hornstain, seiner Vettern. Perg. Or. Donaueschingen. R. a) Diesen Zehnten leiht Graf Sigmund von Lupfen dem Käufer 1486 st. Vrbans tag [Mai 25.] zu Mannlehen; ebenso 1495 mentag nach st. Michels tag [Okt. 5.] der jüngere Graf Sigmund von Lupfen Perg. 2 Or. mit den zerbröckelten Siegeln der Aussteller. Donaueschingen. 1) 1486 zinstag nach Cantate [Apr. 25.~] bekunden die Gebrüder Hanns, Ritter, Conratt und Lux von Rischach, da Hanns das Schloss, die Nüenhewen, und das Dorf Stetten von ihren Vettern Hannsen und Eberharten von Rischach um 2300 fl. gekauft hat, den Verkäufern, dass, wenn sie alle drei ohne eheliche Erben, „das do knaben mansnomens von Rischach werend", sterben, die Verkäufer oder ihre Erben, „die dann knaben mansnomes vnd stames von Rischach werend", jederzeit das Verkaufte um 1800 fl. Rh. zurückzukaufen berechtigt seien. Perg. Or. mit den stark beschädigten Siegeln der Aussteller. Donaueschingen. T. SS» i Hai TB fefil& SöäS III 216 i486. 2) 1504 Okt. 21. nimmt König Maximilian Hanß von Reyschach. Vogt zu Reichenwiler, mit seinem Schloss Newen Hewen in Hegow in des Keiches und des Hauses Österreich Schutz und Schirm. Er empfiehlt ihn besonders dem Erbschenken des Reiches Cristoff, Herren zu Lymburg, Vogt zu Neuenbürg, und jedem künftigen Vogte daselbst. Perg. Or., das k. Siegel fehlt. Karlsruhe. S. 1486, Mai 25. 117. Sigmund Graf zu Lupfen, der ältere, belehnt Hansen von Mülfingen, Vogt zu Sigmaringen, als Träger der Gebrüder Jörg, Virich und Hug, Grafen zu Werdem- berg und zum Hailigenberg, mit dem von seiner Landgrafschaft Stülingen zu Lehen rührenden Dorfe Stortzingen an der Schmyehen mit dem Kirchensatz, Leuten und Gütern und aller Zubehör, wie das weiland die von Magenbüch, gen. von Stortzingen, und dann die Grafen Johans, Hainrich und Eberhart zu Werde mberg und zum Hailigenberg, Gebrüder sei., von seinen Vordem zu Lehen getragen. Geben an st. Vrbanns tag 1486. Das Siegel des Ausstellers stark beschädigt, (wie Abb. No. 23). Perg. Or. Donaueschingen. E. a) Denselben Träger belehnt 1495 mentag nach st. Michels tag [Okt. 5.] mit diesem Lehen Graf Sigmund von Lupfen. Perg. Or. mit dem fast ganz zerstörten Siegel des Grafen. Donaueschingen. 1) 1419 a ) st. Thomas tag in den hl. Wienähten [Bez. 21.] verkauft Conrat von Magenbüch, Fricken sei. Sohn, den Grafen Hainrich, Hansen, Eberhart und Virich, Gebrüdern, von Werdenberg um 340 fl. Rh. seinen Teil des Dorfes Stortzingen mit Kirchensatz und Kirchenvogtrecht, Leuten, Gütern, Steuern, Zinsen, Diensten, Fischenz, Gericht, Vogtei, Landgarben, Ehaften und aller Zugehör, wie er das von seinem Vetter Wolf von Maugenbüch sei. geerbt hat, als Lehen von Graf Hans von Lupfen. Zu Gewähren setzt er seine Brüder Hans und Frick von Maugenbüch und seinen Vetter Virich von Hornstain. Einlager in Mengen oder Rudiingen. Perg. Or. mit den Siegeln des Ausstellers und der Bürgen. Donaueschingen. a) Die Jahreszahl lautet „viertzehenhundert jär vnd dem nünzehigosten jare", in nünzehigoste ist „zehi" von etwas jüngerer Hand auf Rasur nachgetragen. Statt 1419 las man bisher irrig 1490, obwohl die Schrift und die Siegel der Urkunde diese unverkennbar dem Anfange des 15. Jhdts. zuweisen. i486, Juli 3. 118. Sigmund und Johanns, Gebrüder, Grafen zu Lupfen, Hauptschuldner, und Vogt, Richter und Gemeinde des Dorfes Anseifingen, Mitschuldner, verkaufen dem Gotteshause zu Sant Ciaren in Vilingen unter Vorbehalt des Rückkaufs um 400 8? h. Vilinger Währung 20 # h. derselben Währung Vorzins aus der Hauptschuldner eigenem, unverkümmertem Dorfe Anseifingen. Einlager in Villingen. Geben an st. Virichs des hl. bischofs aubent 1486. Die Siegel der Hauptschuldner und des Junkers Wilhelm Jeger, genannt Spät, angehängt für die Mitschuldner, fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. 1 IHBE m vorne I HÜ iisi H§! H üüü .. ^■HMHBHBH KjaKSsi i486. 217 1) 1491 dornstag nach st. Gallen tag [Okt. 20.'] verkauft Mathiß Linckh, Schultheiß zu Engen, Hannßen Buninger, Bürgern daselbst, als Pfleger der Bruderschaft des Ainhorns zu Wölschingen für 64 fl. Eh. ein Gut zu Anseifingen, das 2 Malter Kernen, 2 Malter Roggen, 2 Malter Haber, 6 ß $, alles Engener Mass und Währung, 4 Hühner und 60 Eier giltet. Zu dem Gut gehört auch ein Heuzehntlein und geht nur der gewöhnliche Zehent davon. Der Kauf wird vor Hannß Weyß, Vogt zu Wölschingen, der anstatt Sigmunds Grafen zu Lupfen, des altern, zu Anseifingen zu Gericht sitzt, gefertigt. Das Or. siegelte Junker Bentz Bessrer, Vogt zu Engen. Lupf. Kopialbücher H, 1 Bl. 424 T . Donaueschingen. T. 1486, Dez. 6. 119. Ytelhanns von Bödmen, Hauptmann, und Hainrich von Randegk, Ritter, vergleichen aus Befehl der Gesellschaft der Vereinung st. Jörgen Schilds in Swäben V lochen von Helmstorf mit der Gebauerschaft zu Imenstad gütlich also: Ylrich von Helmstorf besetzt und entsetzt sein Gericht zu Imenstad mit den seinen, hat Gebot und Verbot und thut im Gerichte alles, was ihm gut und nutz scheint, wie er das als Vogtherr des Gerichts schuldig ist, ohne Eintrag der von Imenstad. Was aber die Gemeinde daselbst, ihre Einung, Trieb und Tratt und andere Ehehaften berührt, behandelt die Gemeinde ohne Eintrag des von Helmstorf. Die Gemeinde leiht fortan die Kirche und Pfründe, jwie sie das gegen Gott verantworten kann und zu thun schuldig ist, ohne Irrung von seiten des von Helmstorf, der ihr darüber einen Brief unverzüglich auszustellen verheisst. Die Gemeinde wählt alle Jahre Heiligen- und Kirchenpfleger, die jährlich Rechnung ablegen. Den Tag der Rechnungsablage haben dieselben dem von Helmstorf anzuzeigen, der einen dazu abordnen kann, welcher aufmerke, dass das Kirchengut der Kirche zu Nutzen versehen und angelegt werde. Häuser, Gärten oder anderes, was auf das Almend gebaut ist oder wird, soll bleiben, die darauf geschlagenen Zinse folgen fortan ewig der Kirche. Virich von Helmstorf mag im Gemeindehause, solange es die Gemeinde in ihren Händen hat, das Gericht halten, wenn sie es aber, woran der von Helmstorf sie nicht hindern darf, veräussert, mag er das Gericht anderswo auf dem seinen halten. Das Beckenamt und andere in den „vnderkouf" gehörigen Stücke besetzen und entsetzen die von Imenstad, alle Nutzungen aus denselben gehören der Kirche. Virich von Helmstorf hat 10 ß ^ Zins, den er ob den 30 Jahren aus der Metzig eingenommen hat, zu seinem Seelenheile der Kirche gegeben, fortan sollen die von Imenstadt die Metzig ebenso wie das Beckenamt besetzen und entsetzen, aller Nutzen aus derselben aber fällt an die Kirche. Kommt eine Sache vor die Richter und Urteilsprecher in das Gericht des von Helmstorf, der sie nicht weise genug sind, sondern deretwegen sie Rats zu pflegen nötig haben, so mögen sie das. wie von Alters herkommen, auf des von Helmstorf VII 28 «Jw«ß ■ Mi 218 1487. Kosten thun. Den Zins von 5 ß /5j, der aus einem Hause den Heiligen wird, giebt fortan Virich von Helmstorf oder wer dieses Haus innehat. Von des „fürbots wegen, fursprechen gelt, des ammans sigil, Verpfandung vnd verhafftung" bleibt es, wie es bisher gehalten wurde, ohne Steigerung. Mit seinem Siegel soll sich Virich von Helmstorf ziemlich und wie es von Alters gewesen ist, halten. Die von Imenstad meinen mit der Öffnung, die der von [Helmstorf hat, beschwert zu sein, deshalb wird eine andere gemacht, zu deren Abfassung die Herren von Werdenberg, der von Helmstorf und die von Vberlingen je von den ihren eine gleiche Anzahl Leute verordnen, damit die armen Leute zu Imenstad desto friedlicher bei einander bleiben mögen. Was die Mehrheit dieser Verordneten in die Öffnung setzen, dabei bleibt es,« bis die neue aber gemacht ist, gilt die alte. Geben vff mitwochen nach st. Barblen, der hl. jungfrowen, tag 1486. Das Siegel der Stadt Vberlingen (angehängt für ihre Leute zu Imenstad) beschädigt, die der Schiedsrichter, Virichs von Helmstorf und Hansen Reckenbachs, Vogts zum Hailigenberg, (angehängt für die Werdenbergischen Leute zu Imenstad) fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. 1) Diesen Vertrag wollte Virich von Helmstorf nicht anerkennen und deshalb nicht siegeln. Darüber kamen die von Imenstad mit ihm in Eechtsstreit vor dem Grafen Virich zu Montfort, Herrn zu Tett- nang, als Hauptmann der Gesellschaft st. Jörgen Schilds zu Schwaben des Teils am Bodensew und im Hegöw. Derselbe verglich beide Teile zu Tettnang gütlich an Mittwoch nach st. Vits tag [Juni 16.] 1490 dahin, dass der von Helmstorf den Vertrag siegeln und aufrichten solle, und dass Irrungen über den Inhalt desselben während der nächsten 6 Jahre, solange der Schwäbische Bund daure, vor dessen Hauptmann und Räte des gen. Teiles, später aber vor Bürgermeister und Rat zu Marchtorf zu endgültiger Entscheidung kommen. Perg. Or. (Siegel des Ausstellers zerbröckelt). Donaueschingen. 1487, Febr. 7. Speier. 120. Kaiser Friedrich bestätigt Hanns Wernhern von Zymern, Freiherrn zu Messkirch, die Freiheit der roten Wachssieglung, womit das Geschlecht von Zymern von des Kaisers Vorfahren begnadet worden, welche es aber einige Zeit nicht gebraucht hat, für ihn und seine männlichen Leibeserben a ). Chmel, Regesta Priderici III. 731, No. 7928. a) Vgl. darüber Zimmerische Chronik I, 482—83. 1487, Apr. 3. Satzungen der St. Waldburgsbruderschaft zu Geisingen. 121. Das sint brieder vnd Schwestern der brüderschafft zw sant Walpurcgkilch. Anno ab incarnacione domini 1470 ist die brüderschafft angefangen zw sand Wal- ;':■■":. ^.; : /' : : ..-■'.: .^;yv;-, ; ; .v^ ;v.\..\vW,^ HhhHI 1487. 219 pürgen kilcheu am dorstag in der fronfasten nechst nach dem haylligen pflngstag [Juni 14.]. — Item der brüderschafft halben Vnnser lieben frawen zu sand Walpurgen kilchen zu Gissingen ist angesehen durch den wolgepornen herren graue Egen, graue zu Furstenberg vnd landgraue in Bare etc., Stifter disser loblicher brüderschafft, auch durch edel vnd vnedel mitsarnpt gaistlichen vnd weltlichen personen, aeins kilch- heren (sie) vnd der haylligenpfleger, ist aein Ordnung furgenomen vnd im allerbesten angefangen, wie hernach folget. Dem ist also: Zu dem allerersten etc., item des ersten: aein jeder bruder oder schwester, der oder sey sich in disse bruderschafft vmb jarlich oder fronfastenzinse verbrudert vnd ingeschriben lassen haben, der oder die sollend solche zinse, yedes sin leptag, vnd ob sin erben wollend, nach sinem tod vnd abgan geben, vnd sol sin oder ir zu ewigen zeytten gedacht werden mit aller der guthaytt, so dan in der gantzen brüderschafft gesicht gen gott"). Zu dem andren: ain yeder priester, bruder oder swester disser bruderschafft, der oder die zaichen tragen wollend, mugend in yeder ain silberin zaichen machen lassen, vnd sollend solche zaichen nach ieres iedryn tod vnd abgan an die bruderschafft gefallen, solche gefallen zayehen ainß yeden abgangen oder gestorben bruder oder schwester erben woll lössen mügen mit so fil geltz, als das dan woll wert ist, vnd mugend solch zayehen och woll tragen etc. Item ain yeder priester, der sich in disse bruderschafft verbünden vnd verpflicht hat, der sol verbunden vnd verpfücht sin zu ainer yeder fronfasten am dorstag zu komen vnd mes zu haben, so fert er das gesicken (sie) kan vnd thon mag, got dem herren zu lob vnd der jünckfraw magt Maria vnd allem himlischen heir zu eren vnd den armen seilen zu. trost vnd zu hillfetc. Item ain yeder priester, der also dan herkompt vnd meß hatt, er sy in der bruderschafft oder nitt, dem sol man das mall geben vnd darzü acht pfenige zu presentz etc. Item welcher priester in der bruderschafft ist, er kom oder nit zuo der fronfasten, der sol nach yeder fronfasten, so er dan darzü gesickt ist, got dem herren zu lob vnd zu eren vnd allen brudern vnd Schwestern, sey seyent lebending oder dot, zu trost vnd zu hilf ain mes lessen oder ain vigil singen. Item ain yeder weltlicher oder gaistlicher bruder oder schwester one die priester zu yeder fronfasten sollend got dem herren zu lob vnd allen sinen mitbrudern vnd Schwestern, sy seyent lebending oder tod, zu trost vnd zu hilf verbunden vnd verpflicht sin zu betten fünf Paternoster vnd so fil Aue Maria oder zu betten frumen. Item ain yeder bruder oder schwester disser bruderschaft mit tod abgangen vnd nit mer in leben wer, so bald als dan das den priestern der bruderschafft verkünt wurt, so sol ain yeder priester, der das vernimpt, alsdan, so bald er die weyll hat vnd darzü gesickt ist vnd daz gethon mag, got zu lob vnd der seilen zu trost ain vigili lessen. Item ain 28* 220 1487. yeder brnder oder Schwester, alsbald der oder dy irs mitbruder oder Schwester tod vnd abgan vernimpt oder vernomen haben, sollend got zu lob vnd der selben seilen zu trost vnd zu hilf fünf Pater noster vnd söuil Aue Maria verplicht (sie) sin schuldig zu betten oder frtimen zu betten. Item ain yeder priester, der in disser loblicher bruderschafft ist vnd herkompt meß zu haben in der fronfasten, der sol in siner pfarkilchen uor der fronfasten am sonentag an der kantzell verkünden, ob ye- mandß vnder sinen vnderthonen wer, der auch in der bruderschafft wer, der abgangen vnd gestorben wer uß dissem zytt geschayden, das dan der selbig priester den selbigen sinen mitbruder ald Schwester in geschrifft mit im pracht, alsdan so sol der kilchherr zu Gissingen den selbigen bruder oder Schwester verkünden an der bruderschafft, das dan der selbigen seilen geschee uon aeinem yeden bruder oder Schwester, daz man im pflichtig vnd schuldig ist zu thon. Item des selben geliehen sol auch ain yeder weltlicher bruder oder Schwester fars vnd frag haben, ob ye- mandtß uß disser zytt geschaiden ald gerückt wer etc., wer dan die werend, dy solch bruder ald Schwester wisten, die seyent schuldig das den pflegern ald dem bruder verkünden, das dan die solch abgeschaiden bruder ald Schwester an der kantzel verkünt werden vmb des willen, das solch guthaytt geschee den lieben seilen nach mit meß haben, vigilij lessen, mitt betten vnd almussen geben etc. Item diß Ordnung ist angenomen im allerbesten, nach dem vnd die stat Gissingen verprünnen ist, in dem jar, als man zalt nach Cristi gepurt vnnsers lieben herren 1487 jar auff zinstag vor dem Palmtag [Apr. 3.]. Auch so sind verprunen die rodell vnd ander rodell disser cappellen Vnnser lieben Frawen zu sand Walpurgen kilchen vnd der loblichen bruderschafft daselbs etc. Ist widervmb renouiert worden durch günst, wissen vnd willen der heren vnd des obervogts, schulthayß, richter vnd gantzer ge- mainde gemaintlichen, auch mitt andren bruder, gaistlicher vnd weltlicher personen, edel vnd vnedel, zu Gissing bestetig auff dorstag in der fronfasten an sand Thomas abend vor dem haylligen tag zu Weyennachten [Dez. 20.]. — Vnd sind dis hernach geschriben bruder vnd Schwester, so jarlich fronfasten leibting vnd zinse geben vnd sich in habend lassen schriben auff die obgenanten Ordnung vnd bestetigüng. Auch so sol aller der seilen gedacht werden auff ain yetliche fronfasten, dy in disser bruderschafft sind, sey seyent lebending oder tod, auch sey seyent yetz zu mall in geschriben ald nicht, der namen vnd all ir forfarend namen, dy man yetz zu mall nicht wayst vnd man doch die geren wissen wolt zu nenen vnd zu lessen als ander ingeschriben bruder vnd schwester, dan allain got der herr waist aller ir namen woll, vnd durch dy guthaytt, so dan an aeiner yetlichen fronfasten gesicht mit meß haben, vigily zu singen vnd lessen, betten vnd almussen geben, gott dem heren zu .'■■'' ■'.■''■'' ■■ '.■-■■' I ISl! §üsÜ :/': : ■';■•;■ v--\;- ■HHiKH&HHBi -'';';^.^v ; , ^. ,; :- : .. ; '^-..y./ür^. . ■ ■HSNHHHBBNHI ■Hl 1488. 225 rack, 1, 485—87. 493 ff. - Ebendort I, 419—20 steht auch ein Bericht über die Verheerung der Herrschaft Mes- kirch durch Hans von Fridingen 1478. 1) 1488 Jan. 28. befiehlt zu Insprug Kaiser Friderrich Bürgermeister, Rat und Gemeinde zu Mös- kirch, die gen. Grafen insgesamt oder jeden besonders von seinet- und des Reiches wegen bei sich einzulassen und ihnen zu huldigen. Er hat die gen. Grafen beauftragt, sich der Person und der Güter des Hanns Wörnher von Zimbern, der den Kaiser bei Sigmunden, Erzherzogen zu Osterreich, verdächtigt und sich des crimen laesae maiestatis schuldig gemacht, zu versichern, und entledigt die Bewohner von Möskirch ihrer dem Hanns Wörnher geleisteten Eide a ). Zimmerische Chronik ed. Barack 1, 514. T. a) 1488 mentag nach Inuocauit [Febr. 25.] schreiben diese Grafen ihrem Oheim Götfriden von Zymbern, sie vertrauten zu ihm, dass er bei denen von Messkirch thätig sein -würde, dass letztere dem kaiserlichen Mandat nachkämen; am gleichen Tage ermahnen sie die von Messkirch, sie bis zur nächsten Mittwochen zu Nacht einzulassen und ihnen zu huldigen. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. T. 2) 1488 Mai 16. giebt zu Ach Kaiser Fridrich, der vormals den gen. Grafen befohlen hat, die Herrschaft Meßkirchen mit Schloss und Stadt, mit Altheim, Houdorf, Rordorf, Lubertingen, Schmerckingen (sie), Ober- und Vnnderwichtlingen, Göggingen, Ablach, Trettenfurt der Mühle, Wäggershofen und Rutti, mit der Vogtei über Suldorf, Rod und Alberwiler, mit der Pfandschaft Gutenstein, mit dem Vogtrecht der Kirche Menngen und allen Zugehörden, wie das alles die von Zymern bisher innegehabt, die Weingilt vom Zehnten zu "Überlingen, die der Landkomtur aus der Mayenaw dem von Zymern jährlich zu geben schuldig ist, die demselben bisher ebenfalls schuldigen Zinse und Güten auf gemeiner Stadt Vberlingen, den Weingarten zu Sipplingen, gen. der Stoll, den vierten Teil des mindern Gerichts zu Rast, endlich Oberndorf mit Zugehör nach Möglichkeit zu seinen und des hl. Reichs Händen einzunehmen, das alles denselben frei zu Händen, doch ihm und dem Reiche die Obrigkeit und dem Hause Österreich die Losung der Stadt Oberndorf vorbehalten. Am Orig. hieng das kais. Siegel. Reichsregistraturbücher Bd. T Bl. 48. Wien. 1488. a) Der entsprechende Revers der Werdenberger datiert von fritag nechst vor st. Vrbans tag [Mai 23.] Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln der 3 Aussteller. Wien. 3) 1488 bestätigt in der keyserlichen Mayestat Velde zu Safftingen in Flanndern am dritten tag des moneds Augasti König Maximilian auf Bitten der gen. Grafen und in Ansehung der Dienste, die sie der kaiserlichen Majestät, ihm und dem Reiche geleistet, und besonders der Dienste, die Hanns und Cristoff, Gebrüder, Grafen zu Werdenberg, des Grafen Georgen zu Werdenberg Söhne, ihm in seinem Kriege wider die von Pruck, Gennt und ihre Anhänger in Flandern mit Leib und Gut erwiesen haben und noch erweisen, obige Übertragung seines Vaters unter Androhung einer Strafe von 50 M. G. gegen jederman, der dem entgegen die Grafen irren wird. Die Strafe soll halb dem Reiche, halb den Grafen zu Werdenberg gezahlt werden. Das königl. Siegel fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1488. 127. Urbar des Grafen Heinrich des altern von Fürstenberg*). Gült vnd zyns in Bare vnd vff dem Obern Swartzwalde, wie die mym gne- digengraff Hainrich zu Furstenberg etc. dem eitern zügetailt, ouch sustzü- g euallen sy nt, ernüwert, g erechtuert igt vnd gichtig gemachet an jedem end vnd vff den ayd von den vndervögten erfraget anno domini 1488 etc. Item an Fürstenberg dem stätlin, dem lantgericht daselbs, den hohen gerichten vnd wilbennen haben wir vn- sern tail nach wysung der taillungsbrieffen etc. Item* an Wartemberg haben wir vns vorbehalten VH 29 ■m ■■Mm 226 1488. den walt, genannt Vnderhöltzer *, (W) mer die wisen zu Engelsbraittin, den Nassen Brügel vnd was hie disent der Zotten lit vnd emd git, mer vier mansraad wysen zu Gossingen in den Bügen, mer den Boltz- acker, ist ouch vnser b ). (H) Item* die mülli zu Wylr vnder Wartemberg git vns jars blosses korns 5'/s malter, 1 S h. vnd ain halb flertel ayer*. (H) Item zu Yppingen sollen wir hon 10 ß h. hofstat- zins, ist etlich jar nit inpracht °). Amptenhusen: item zu Amptenhusen am closter haben wir die halb gewaltsame vnd castvogty, davon gevallet vns jerlichs 13 malter zu hundas, (H) mer* 7 malter körn von dem tale vnd der Jegerin zehenden, mer 6 S h. waidgelt von Eflngen vnd sust alle andere oberkeit*. (W) E fingen: item der kirchensatz zu Efingen zum heiligen Crütz, mit aller oberkeit vnd züuerlyhen ist vnnser halb, vnd zu erkantnus sol vns ein kircher, so wir lyhen, jars vff die Ostern ain lamp vnd ain fiertal ayer geben vnd vnßer vettern als vyl; ouch wann wir da jagen, sol das gejäg by im ligen vnd die burschafft dz hündbrot geben. (W) Oberbaldingen: item zu Oberbaldingen der Götzen zway gütlin zum halbteil gebend vns zway malter 1 mut körn; mer lit ain acker daselbs, so der an nutz lit, git sundern zins, ist halb vnser, stat zu ains vogts rechüng d ), wz dz tut. (W) Emingen vor Wald: dz höh gericht; item daselbs ist vnser die vogty halben, vnd gend sy vns allain 24 gülden zu flaischstür, item die vaßnachthennen zum teil; item wz nit vnser aigen von lüten da ist, vallet nit, wz aber lüt vnser aigen sint, die vallen. (W) Haiden honen: item daselbs sint hohe vnd nidere gericht vns zugehörig, vnd sitzend vns zu allen diensten, gevällen vnd rechten; item am herbst gend sy zu stür vnd waidgelt 10 S h.; item die zwen tau des clainen zehenden vnd höwzehenden tut gewonlich by 2 S h., etwa me, etwa minder; item die zwen tail des grossen zehenden daselbs siut vnser; item sy buwen vns nach irm vermügen; item vns gevelt 1 mut vesan von der hofstat, da das ziegelhuß vf stat; item Henßlin von Haidenhouen 2 hünr vß siner hofstat; item die Wysin ouch 2 hünr vß ir hofstat; sust gend sy ouch lmnr, als vil ir ist e ). Sunthusen: item zu Sunthusen ist das hochgericht vnd was darvon gevallet vnser gantz; item an den nidern gerichten hat vnser herr von Wirtemberg die halb gewaltsame, vnd ist der ander halbtail vnser; item die von Sunthusen gend vns zu herbstür 11 S h., item 2'/ 2 S h. zu höwzins; item 1 guldin stür git der Costenzer f ), item 2 gülden stür Bürck vnd Henßlin Bücken, item 1 S h. Hans Knecht Cünradt stür ß); item sy buwend vns ain gütlin, tut der buw gewonlich by 6 malter; item die von Sunthusen gend vns jerlichs 6 flertel bonen zu zins; item Henßlin Bück git 5 flertel vesan von siner hofstat; item 3 schöffel vesan git Conradt Pfaff ab eim gütlin; item vnd sind in 9 husern daselbs die lut vnser, die sitzend zu allen rechten, dienend, vallend vnd gend hünr. Item h ) 5 ß git die badstub jars; item 2 flertel habern Burck Bück vogtrecht; item 2 flertel habern von Jacob Hansmann vogtrecht; item die von Sunthusen gend ayer 90; item Jacob Floch git von myns gnedigen herren gut 5 malter baider körn. (W) Pforren: item zu Pforren ist alle oberkeitt, hohe vnd nidere gericht, groß vnnd ciain freuel vnser vnd sitzend die lut daselbs vns zu allen rechten, dienend, vallend vnd gend hünr; item sy gend zu mayenstür 55 S h. vnd zu herbstür 65 S h., darvß gat aim caplon 2 S vnd den Barfüsen 1 S l ) k ); item ain flertel senf vallet vns von der müli daselbs, item die vnder vyschentz vnd der Marbach, item die ober vischentz, wz die tond, stat zu ains vogts rechnung : ); item sy buwen vns alle jar, tut gewonlich by . . m ) malter beider körn. (H) Gütmattingen*: item die von Gütmattingen sitzen zu allen rechten, vnd ist alle oberkeit, hohe vnd nidere gericht daselbs vnser, ouch ciain vnd groß freuel, dienend, vallend vnd gend hünr; item sy gend jars zu maienstür 16 S h., mer zu herbstür 16 S h., mer zu flaischstür 10 guldin, mer 6 flrtel körn von des Hailers gütlin daselbs zins; mer 3 malter zins ab aim gütlin daselbs ist vnser, das buwen sy vns vnd meyen vns die wisen, vnd wir[t] vns das körn vnd hSw in vnser schlos Pforren geantwurt; vß dem gütlin ist aim kirchherren jars ouch alweg zu zins gangen 6 mut beider körn, sollich 6 mut körn hond wir mit im geschlaicht vnd den kirchherren verwysen, die an andern nachgeschriben vnsern zinsen inzenemmen, nämlich ain malter körn ab aim gütli zu Gisingen, buwt Petter Costentzer, mer 6 flrtel ab Hans Wülen hofstat zu Gütmattingen n ), mer 2 flrtel ab Hans Byters hoffstat daselbs * o). (W) Brulingen*: item Brülingen an der stat ist aller aigenschafft, herlicheit, hohe vnd nidere gericht vnser vnd wz davon gevallet; item sy gend zu beiden sturen jars 24 S h. p); item 6 S hofstatzins, ver- mainen der büttel, der Schultheiß vnd die rat, inen sol 30 ß nach altem herkummen davon werden; item ^■■■■■^■■■■■■■■■■■■1 1488. 227 ■ sy sollen dienen vnd gehorsam sin, wie ander ouch buwen, vnd der selb buw tut by 30 malter; item 1 ti h. von dem bechlin, das von Kurnberg herab lofft * i) • item 1 gütlin lit zu Wultertingen *), zinst vns 6 malter ') gon Brulingen; item der brügel zu Hubertschhoue n sol jar geben 30 ß h., wirt jetzt gon Brülingen in vnser huß gehöwet. (W) Deckingen: item zu Deckingen hohe vnd nidere gericht, wz davon fallet; item wann ain hußmann da stirbt, so nieman wir das best hopt vych vnd dz best häs zu val vnd wann ain frow stirbt, ouch dz best has, wie dann von alter härkommen; item sy sitzen zu allen rechten vnd ge- rechtikeiten vnd buwen oder gend körn dafür; item sy gebend jars zu stur 60 ti h., des gat vns jars in 17 ti 16 h., das vberig gehört den von Landegk, doch ist es ablSsig; mer gend sy 8 ff h. zu flaischstür; mer gend sy jars 23 ti h. zu stur vnd zins von Walthusen vnd der Öden Kirchen, mer 1 guldin von dem brugel zu Walthusen, so wir den nit selb nutzend; [mer 3 ti h. vom hof zu Kurnburg, genant der Großhoue 1 ), mer 2i/« ti h. von Ramstains hof zu Kurnburg; item") 8 ß vom zehendlin zu Kurnburg; item 1 ti vom bechlin zu Kurnburg; mer by ainer manßmad wiß lit zwischend der vychwaid, wirt aim vogt gunt zenutzen T )]; mer 2 ti h. gend die beid mayer zu Misteibrunen gesessen, mer* 1 guldin von höwzehenden zu Kurnburg oder als hoch man den lihet, so vnß der nit selb gesamelt wirt; mer 2 gülden gend die von Wylr w ) von der waid zu Kurnburg *. Gütter körn: item Hans Götz git von des Recken seligen gut 12 firtel vesan, 6 fiertel habern vnd 2 flrtel von der hofstat, da das huß vff stat, item Michel Geiser git von sim huß vnd hofstat 6 fiertel vesan, item des Francken gut, das er von vnns innhat, git 6 mut vesan, 3 mut habern, 30 eyer vnd 2 hünr, item Jörg Büttel git 40 eyer ab Vnnser Frowen von Mundelfingen gut. Das ist vogtrecht: item Michel Geiser git jerlich 5 mut vesan, 10 firtel habern vnd 6 ß minus 3 h. vogtrecht ab der frowen von Fridenwylr hof vnd gut; item Petter Hert git vom dinghoff jerlich 22 firtel vesan, 11 firtel habern vnd 1 ti 6 ß h. zu vogtrecht; item Conradt Wirt git jerlichs 3 mut vesan, 6 firtel habern vogtrecht ab aim gut, ist der frowen zu Frydenwylr; item der Franck git jars 9 firtel vesan, 4V 2 firtel habern vnd 1 ti h. vogtrecht von des gotzhus Sant Bläsis hof vnd gütte; item der Rieh git jars 18 firtel vesan, 9 firtel habern, 2 ti minus 8 h. vogtrecht von des gotzhuß zu Sant Bläsis hofe, git jetzt Hans Hölderlin; item Haini Brunner git järlich 6 firtel vesan vnd 3 firtel habern vogtrecht ab ainem gut, dz da gehört an die frümeß zu Furstenberg; summa des vogtrechtnütz an Korn 8 malter 2'/ 2 firtel, gelt 4V« ti 13 h. Item der müller zu Gugkenmüllin git jerlichs 3 malter mülin- korn von der mullin mit irer zügekSrd. Item ain yedes geseß zu Deckingen git jars ain winnachthün vnd 1 vaßnachthennen. Summa on den gülden vom brugel 65 ti 2 ß 5 h. Wultertingen ist vnnser mit aller oberkait vnd gerechtikeit, vnd sitzend vns zu allen rechten; item sy gend zu mayenstur 7 ti h. vnd zu herbstür 16 ti h. x ); mer gevallet vns alda 6 malter korns vnd 13 ß h. vogtrecht; mer von aim hanfgarten alda 4 ß h. y ); mer ist der höw- vnd groß kornzehend im ban daselbs gantz vnser, darvß gend wir aim priester ain corpus z ); mer die vyschentz daselbs tut aa ) 5 ß bb ); item nach Rüdin Häßlins tod vallet vns der Allbach l <=) daselbs ouch wider haim; der hof zu Sindeis tain git 2 '/ 2 ti h. jars zu zins; [item ain gutlin lit zu Wultertingen, ist vnser vnd jetzt verlyhen dem mayer zu Vberbecken jars vmb 2'/, malter beider korn dd ), ist inn wiger geben zu widerlegen biß an etliche stuk, such vor ee ). (W) Item die von Tan heim sitzend zu allen rechten vnd gerechtikeitten vnd geben zu mayenstur 4 ti vnd zu herbstür 10 ti h. (W) Item* der hof zu H er tzo gen wylr git jars 13 ti h*. (W) Item die von Verenbach gend jars vns 40 ff) guldin zu beiden sturen, 16 ff) zu mayen vnd 24 zu herbst, davon * geben wir 20 guldin gen Costentz zu zins vf Martini *; mer gend sy vnns 2 ff ) # h. hofstatzins jars g 8 ); mer gend sy vns allain guldin jars vom Schonower wasser vnd* 50 visch, es git ouch me 50 vysch gon Wartemberg vnd kain gelt * bh ). (W) Item die im Langenback gend vnns zu mayenstur lOVa ti h. vnd zu herbstür 15 % h., dienent, vallend vnd gend hünr"). (W) Item die in der Schönowe gend zu mayenstur 25 U Stebler vnd zu herbstür 25 ti Stebler ik ), dienet, vallend") vnd gend hünr, davon gat 2 ft h. ™") an ain jarzit gon Verenbach. (H) Item* die in der Lyn ach gebend zu mayenstur 17 ti Stebler vnd zu herbstür 23 ti Stebler, dienent, vallend vnd gend hünr nQ ), davon gond 7Va guldin gen Rotwil zürn Heiligen Crütz zins, sint ablössig, mer 3 ß aim vogt daselbs, mer gat darvß Vnser Frowen zu Bregen 10 ß ^ *. (H) Der * zoll zu der N ü w e n Furstenberg ist halb vnser, tut zu gemainen jaren by 14 ti h., davon gat 1 ti h. 29* il ffl&m x •■■■'■■■■■ i' :■' ■■.'''.■-■■-■■...'.:."'-■.■'■■-■■-■■ ■ ■■■■nPHMnil^HBHHHH 228 1488. an ain jarzit in die Vrach, mer 10 /9 h. gen Tbanheim*; (W) das sclilos zu Nuwenfürstenberg vnd das tal zu Bregen ist vnser zum tail, darinn vallend vns 250 durer visch von der vischentz, so git die wyß zu Bregen am wasser lg'h. 00 ). (W) Jacob Hohen hofe hat yetz der Tufner in der Schön owe, sol den buwen, besetzen vnd in öwig zit alweg jars 1 gülden geen zu stur, vnd wann man bit oder schatzgelt git, sol er alweg von dem hof ouch 1 guldin geben. Herman Girers gut vnd galten: item der zehend zu W y 1 e r- spach vnd kirchensatz ist vnser, als hoch wir das verlyhen, geben wir dem priester, der das versieht, 20 malter vnd 2 fiertel erbsen, das vberig ist vnser, tut by 30 malter vnd ain malter erbsen; mer gilt vns der mayerhof jars 10 malter baider körn, 1 viertel ayer vnd 4 hünr; item der kelnhoff daselbspp) vnd die Owe git vns dirzit jars 15 malter, 4 hünr, ain fiertel ayer. (H) Die * von C1 e n g e n solten jars geben von den holtzern 1 malter erbsen; item vff disen nachgeschriben ackern vnd stucken zu Clengen vnd Beckenhouen gelegen nimpt myn gnediger her den zehenden vnd gehört sinen gnaden zu, so die guter an nutz ligen; Clengen: item 1 '/a juchart vf Herweg, haist der Bog zu Clengen, item ab 2 jücharten, haisent die Bogen, hat Virich Strub oder Haini Maister in der frowen gut im Bickencloster zu Clengen, item '/« jüchert treit vf Hans Eberlis halden, höret in dero von Diesenhouen gut, dz Burgolf Schnider zu Clengen innhat, item mer 2 jücharten ligend zwischend den wegen mit ainem bletzlin, lit ob den wegen hin vff ob dem hag, hört darzü vnd hört ouch in dero von Disenhouen gut, hat Burckwolf Schnider zu Clengen; Beckhofen: item 6 juchart der Ger hinder schür, item 4 jüchart vnder Hainburg am bach, item 1 juchart vnden am Karrenwege, item 1 acker lit am Stöcklin, treit vf die Hungerhalden, vnden vff den Geren *ii). Perg. Or. Donaueschingen. a) Als die Brüder Wolfgang und Heinrich den nachverzeichneten Besitz ihres Oheims Heinrich unter sich teilten, wurde in diesem Urbar durch W oder H am Rande bemerkt, welchem Bruder der betreffende Besitz zugefallen sei. Ich setze an den Anfang des betreffenden Satzes, um dieses zu bezeichnen, ebenso W oder H. Fehlt dieses, dann fehlt es auch im Originale. — Die im folgenden angegebenen Zusätze und Änderungen stammen aus der Zeit nach dieser Teilung, ebenso das Ausstreichen vieler Sätze; die ausgestrichenen Sätze bezeichne ich mit * an ihrem Anfang und Ende. — b) In einem Urbar, das über seinen Besitz in der Bare und auf dem Obern Swartzwald Graf Heinrich d. ä. zu Ostern 1479 anlegen Hess, von dem noch 1 Blatt vorhanden ist und das sonst fast wörtlich mit dem obigen übereinstimmt, lautet der Abschnitt über Warteraberg: „item Wartemberg schlos vnd berg mit ackern, matten vnd der waid in Hungerslachen, im Grund vnd zu Gerütt, das alles ist vnser vnd vnserm vettern, graue Egen, gegönt zeniessen nach lut der vbertreg, so wir gegen einander haben etc., darinn wir vns den walt, genant Höltzer, vnnder Wartemberg vnd dartzü die wysen zu Engelsbrayty, den Nassen Brul vnd was hie disent der Kötten lyt vnd emd gyt, mer vir mansmad wysen zu Gossingen in den Bügen haben vorbehalten etc.". Eine jüngere Hand fügte noch bei: „item mer den Boltzacker, ist vnnser". — c) Jüngerer Zusatz: „sind die von Yp- pingen nit gestendig". — d) Urbar von 1479: „statt zu eins vogts verlyhung". — e) Jüngerer Zusatz: „denck der Wüsten acker". — fi Hier wurde später zugesetzt: „item 1 ! tt der Miller". — g) Später eingeschoben: „item 10 ß stür von des Costentzers tochterman". — h) Das folgende bis — baider Korn sind jüngere Zusätze. — i) Das Urbar vnn 1479 sagt deutlicher: „von der herbststür gend 2 U an Vnnser Prowen pfrund vnd 1 # h. den Bar- füssen zu Vilingen an ein jarzit". — k)Im Urbar von 1488 hat hier eine jüngere Hand beigesetzt: „vnnd aym dorf- vogt der halbtayl siner stür, die anndern stür ze samlen". — 1) Dafür setzte eine jüngere Hand: „item die ober vischenz tut 9 E vf den herbst, item die vnder vischentz git 13 U vf den Maytag, item der Margbach wirt zum schloß gebrucht". — m) Für die Zahl ist Raum gelassen. — n) Später ist zugesetzt: „genant Haylers gütlin". — o) Dieser Satz von „vß dem gutlin" an ist im Urbar von 1479 jüngerer Zusatz. — p) Später beigesetzt: „vnd 15 ß". — q) Später beigesetzt: „gitt nichtz; item 1 gutlin ouch daselbß, ist ledig worden vom Hölderlin". — r) Später verändert in: „in Brulinger ban, kompt von Wultertingen her". — s) Diese Zahl ist auf Rasur später eingeschrieben. — t) Hier wurde später eingeschoben: „item die waid zu Kurnburg für 2 gülden, item 1 gülden fürn howzehen- den". — u) Von da an bis „zenutzen" jüngerer Nachtrag. — v) Alles von „mer 3 U h." bis hieher fasste ein späterer Schreiber (auch Anm. t einschliessend) zusammen: „für dz alles git Alge 7 gülden 8 ß vnd den buw- zehenden grosen". — w) Später verändert in: „die von Vnadingen, gend jetzt nü 1 E Rappen". — x) Späterer Zusatz: „dz sol ernuwert werden". — y) Späterer Zusatz: „ist dem pryor geben vnd widerleit". — z) Später zugesetzt: „git 12 malter [der] dryer körn vnd 2 fiertel bonen, 2 erbsen". — aa) Später verändert in 6. — bb) Später zugesetzt: „ist dem pryoll vf gnad vmb 3 8". — cc) Dieser Name ist auf freigelassenem Räume später einge- :'':j:.„.- ■.. 1111 : .'.;; ; ; : ' :-;. : :ü ;,:: ■■:■>■' 11111111 HHSfflH|S(PKw SP ■^^HHBHMHI 1488. 229 schrieben. — dd) Späterer Zusatz. — ee) Noch jüngerer Zusatz. — ff) Später umgeändert in 41, 17, 4. — gg) Später hinzugefügt: „vf Thomanstag vor Winnachten". — hh) Später zugesetzt: „der zinß alweg vff den Maytag, gehört in Schönovrer ampt, 12 ß $ für 1 fl.\ — ii) Später beigesetzt: „minß herren graf Hainrichs tail darzS vn- beswort mit zinsen, tut ouch souil, summa 51 ff". — kk) 50 ff Stebler thun nach jüngerer Randbemerkung 40 fi. — 11) Vallend ist, wohl von erster Hand, ausgestrichen. — mm) Später umgeändert in: 2 ff Stebler. — nn) Später zugesetzt: „mer 9 ß $ für 50 visch". — oo) Späterer Zusatz: „git dz zwifach. Item dz vngelt inzübringen". — pp) Später verändert in: „zu Swenningen, 12«. — qqi Am Schlüsse ist später zugesetzt: „item mer gaut vß den sturen Pforen vnd Güthmathingen funftzig guldin dem Wyenman, burger zu Rottwyl, sol min gnediger herr, graf Hainrieb, vßrichten". 1) Über den Besitz des Grafen Heinrich im Kinzigthal schrieb Michel Schryber zwischen 1450 und 1460 eine Art Urbar in das sog. Kinzigthaler Oekonomieprotokoll (S. 203 ff) ein, das aber im wesentlichen von dem unten folgenden Urbar des Grafen Wolfgang von 1493 wiederholt wird. 1488, März 4. 128. Virich von Rumlang, Ritter, verkauft dem Grafen Hainrichen zu Lupfen die Dörfer, Weiler und Höfe Eschingen, Swertzach, Wylmadingen, Horhain und Lütes- löw, alles im Wutental gelegen, und den Weiler Endermettingen mit dem Vogtrechte zu Lönyngen dabei, in der Grafschaft Stulingen gelegen, mit allen Ehaften, Eigenleuten, Vogtleuten, Hintersassen, Rechten und Zugehörden laut eines pergamentenen von Virich besiegelten Urbarbuches a ), das dem Käufer mit übergeben wird, um 595 fl. Rh. Hauptgut und 120 ff h., 30 Mut Kernen und 11 Malter Haber Schaff- huser Mass und Währung Leibgedingzins. Geben am zinstag nach dem sontag, alß man in der hl. christenlichen kirchen singet Reminiscere, 1488. Das Or. siegelten der Aussteller, sein lieber Bruder Hainrich von Rumlang und sein guter Freund Wilhelm von Griessen. Zeitschrift für Gesch. des Oberrheins 22, 142 und Pap. Kop. 17. Jhdt. Donaueschingen. a) Scheint verschollen zu sein. 1) [1313] Aus dem Habsburgischen Urbar: Ze a ) Ryedern ist ein hübe, du der herschaft eigen ist, du giltet ze zinse 3 mütt kernen, 6 vierteil roggen, 4 miit habern, ein swin, das 10 ß 4 wert sin sol, 2 herbist- vnd ein vasnachthün vnd 50 eyger. — Ze Horheim der meigerhof vnd der zehende, die der herschaft eigen sint, geltent ze zinse 13 müt kernen, 6 vierteil roggen, 16 mut habern, 4 swin, der ieglichs 5 ß wert sin sol Schafhuser, ein rintfleisch, das 10 ß wert sin sol, ein lamb, das 2 ß wert sin sol, 150 eiger, vnd ieder man ein vasnahthün. Da ist och ein vischentz, du der herschaft eigen ist, du. giltet wol ein iar den andern ze helfenne 1 ff ^ Schafhuser, vnd noch danne darvber sol man der herschaft von der selben wischentze zu drin hochzitten in dem iare tun drü dienst mit vischen. Die lüte desselben houes, die och eigen sint, hant gegeben in gemeinen iaren ze stüre bi dem meisten 4 ff $i Schafhuser, bi dem minsten 3 ff. Die herschaft hat vber den hof twing vnd ban, vnd von des houes wegen vber das dorf ze Horhein den halben teil twinges vnd bannes. — Ze Mettingen ist ein hof vnd zwo schüppüzen; der schüppüsen einii vnd der hof eigen sint des gotzhus von Rinowe vnd du ander schüppüs des gotzhus von Ryedern. Derselbe hof vnd dieselben zwo schüppüsan geltent ierlichs ze vogtrehte 3 müt kernen, 3 schaf, der ieglichs ^^^^^^^^m Wm mm ■ -■'.-■''.■■■■■■ I J ■ 230 1488. wert sin sol 2 ^ ^ Schafhuser, vnd ieder man ein vasnahthün. Die lüte, die dasselbe gut buwent, hant gegeben in gemeinen iaren ze vogtstüre bi dem meisten 4 $ vnd 2 ß Schafhuser, zem minsten 32 ß Schafhuser. Vber dieselben lüte hat du herschaft twing vnd bau. — Der hof ze Reite, der der herschaft eigen ist, der giltet ze zinse 7 müt kernen, 8 müt habern, 4 swin, der ieglichs 5 ß wert sin sol, vnd ieder man ein vasnahthün. Die lüte, die denselben hof buwent, hant gegeben in gemeinen iaren ze stüre bi dem meisten 28 ß ^ Schafhuser, bi dem minsten 1 &. Du herschaft hat vber dieselben lüte twing vnd ban. Da ist och ein holtz, von dem ist etzwenne worden von ackere der herschaft 19 müt habern, etheschwenne 2 müt, eteschwenne nichtz. — Ze Loningen ist ein hof, der der herschaft eigen ist, der giltet ze zinse 4 müt kernen, 4 müt habern, ein swin, das 16 ß ^ Schafhuser wert sin sol, ein schaf, das 2 ß wert sin sol, 100 eiger, vnd ieder man ein vasnahthün. Die lüte, die den hof buwent, hant gegeben in gemeinen iaren ze sture bi dem meisten 18 ß, bi dem minsten 10 ß. Da sint och 3 houe vnd ein schüppüs, die eigen sint des gotzhns ze Berowe, da git der h6uen ieglicher ze vogtrehte einen mütt kernen vnd ein lamp, das 2 ß wert sin sol. Du schüppüs git aber einen halben mütt kernen vnd ein halb lamp, das eins ß wert sin sol; ez git och ieder man ein vasnachthün. Die lüte, die die vorgenanten dri houe vnd die schüppüz buwent, hant in gemeinen iaren gegeben ze vogtstüre bi dem meisten 4 ?? vnd 6 ß Schafhuser, bi dem minsten 3 ft vnd 8 ß ,3). Du herschaft hat twing vnd ban vber die vorgenanten lüte allesamet. Handschrift No. 691 BI. 29—30. Donaueschingen, f. Hofbibliothek, daraus Bibliothek des Litterar. Vereins zu Stuttgart, Band 19, S. 61—63. T. a) Alle nacbgenannten Orte gehören nach diesem Urbar zur Burg und in das Amt Chrenkingen. 2) 1480 freytag nach Vnsers Herren Auffertag [Mai 12.] verkaufen vor Bürgermeister und Rat zu Schaffhaußen für 55 fl. Rh. unter Vorbehalt des Rückkaufs deren Bürger Hannß Best und seine Frau Anna, letztere mit ihrem Vogte Hainrich Schalgk, Hannßen Murbach, Bürger zu Schaffhaußen, einen auf st. Martinstag fälligen Zins von 2 3 /4 fl. aus der Fischenz in der Wuta zu Horhain. Das Or. siegelten die Stadt und Hainrich Schalck. Lupf. Kopialbücher IX, 1 BI. 54 T . Donaueschingen. T. 3) 1481 mittwoch vor st. Thomas tag [Bez. 19.] wird auf dem Landtage bei Stulingen am Richtbrunnen (Hanns Wäber Freilandrichter) der Verkauf des 6. Teiles des Zehntens im Wütach- und Stainachtal, nämlich zu Oschingen, Swertza, Horhan, Wulmadingen, Ranßbach, Mettyngen und Lönyngen, durch Elyßabeth von Wysempurg an Junker Georyen von Ertzingen und dessen eheliche Frau Vrssullen, geb. von H5uwdorf, um 220 fl. gerichtlich gefertigt. Dieser Teil, den nach einem vor dem Landgericht verlesenen Briefe von 1433 Freitag nach st. Bartholomeus Tag [Aug. 28.] Johans von Krengkingen, gen. von Wyßempurg, Freiherr zu Rogkempach, um 220 fl. an Hamann von Oftryngen versetzt hatte, war erblich an die Verkäuferin gekommen a ). Perg. Or. mit, den beschädigten Siegeln des Landgerichts und Hansen Wanners, des Vogts der Verkäuferin. Karlsruhe. a) 1495 dunstag vor st. Bartholomes tag [Aug. 20.] verkaufen diesen Teil Junker Wilhalm von Griessen und Frau Appolonia, geb. von Ertzingen, seine eheliche Gemahlin, um 180 fl. Rh. an das Kloster Beraw vor dem Landgericht im Cleggöw, das zu Kaisserstul vor der Brücke gehalten wurde. Perg. Or. mit dem etwas plattgedrückten Siegel dieses Landgerichts. Karlsruhe. 4) 1494 dornstag nach st. Margarethen tag [Juli 17.] verkaufen Sigmund Graf zu Lupfen, Hauptgülte, und sein Bruder Hainrich, Mitgülte, unter Vorbehalt des Wiederkaufs um 500 fl. Rh. an den Kirchherrn und die Kapläne der Praesenz U. 1. Fr. Münsters zu Fryburg im Bryßgöuw 25 fl. Rh. Zins, zahlbar auf st. Margarethen Tag in Friburg, aus ihrer Herrschaft im Wütthental mit den Dörfern Oschingen, Swertzach, Wulmadingen und Horhan und dem Weiler Lütheslouw. Zu Bürgen setzen sie Stadt und Dorf Stulingen mit der ganzen Gemeinde dieser ihnen eigenen beiden Flecken. Einlager in Fryburg. Perg. Or. mit den Siegeln des Hauptgülten (platt gedrückt), des Mitgülten (rot, zerbrochen) und dem Martins von Stargkenberg, Vogts der Landgrafschaft Stalingen, angehängt für die Bürgen, die derzeit kein Siegel haben 111 11111 ,::::iv,h^^; ? «BSP» 8BS HBHH 1488. 231 (30 mm D., IV C, Schild (Tartsche) dreimal gespalten, Helinzier Flügel mit einem Pfahle; S . martttt nott. ftarxbemberg). Donaueschingen. 5) 1495 mittwoch nach st. Michels tag [Sept. 30] wird vor dem Landgerichte Stülingen der Verkauf von 7 U minder 5 ß h. und 15 Viertel Veesen Vogtrecht aus dem Hofe zu Lutischlöw durch Marx Näf, Bürger zu Waltzhut, der dasselbe von seinem Mitbürger Heinrich Bock geerbt hat, an Hansen Tollen von Ach, Propst und Schaffner zu Berow, um 140 Ü h. gerichtlich gefertigt. Perg. Or. mit zerbrochenem Laudgerichtssiegel. Karlsruhe. 6) 1497 monntag nach st. Johanns Baptisten tag [Juni 26.] verkaufen Sigmund Graf zu Lupfen, Selbstverkäufer, und Schultheiß, Rat, Richter und Gemeinde zu Stüellingen, Mitverkäufer, unter Vorbehalt des Rückkaufs für 400 fi. Rh. Hannßen Armbroster zu Sehaffhaußen einen auf st. Johanns des Täufers Tag gen Sehaffhaußen zu entrichtenden Zins von 20 fl. Rh. von des Grafen Fischenzen und Wasserzinsen an der Wutach von Dietfurt herab bis in die Grenze unter Wulmatingen „an ein stuckh wassers, so dan vormals der spennd zu Sehaffhaußen vmb 2 fi. järlichs zeinß verschriben ist", die 41 U h. Schaffhauser Währung gelten, von seinem Vogtrecht zu Ramspach, das 6'A Mut Kernen und 3 & h. giltet, und von 4'/2 Malter Haber Hofstat.tzins des Dorfes Schwaningen. Einlager in Sehaffhaußen. Das Or. siegelten der Graf und die Stadt Stüellingen a ). Lupf. Kopialbücher IX, 1 Bl. 401 T . Donaueschingen. T. a) Dieselbe gebrauchte damals das No. 34 abgebildete Siegel, dessen Stempel sie heute noch besitzt. Nach 1488, März 4. 129. Dienstordnung für Obervogt, Keller, Koch, Jäger, Wächter und Karrer auf Schloss Stühlingen. Hienach volgt meins gnedigen herrn beuelch vnd Ordnung, wie sich ein oberuogt in vndausserhalb demschlossStüelingen mi.t sampt der graueschaft derselben zugehörden halten soll: Item des ersten soll er zu den thoren getreuwen vleis vnd guet vffsehen haben, das die zu allen malen ordenlich versorgt, zu- vnd vffgeschlossen werden. Vnd insonders sollen die thor gegen der nacht bey tag, auch gegen dem morgen zu ziemlicher zeit zu- vnd vffgeschlossen werden, vnd der vogt allwegen, so er anheimsch ist, selbs dabey sein, vnd so er nit anheimsch wer, ainem andern, vnd in bedungkt geschickt darzu sein, beuelhen. Er soll auch zu der wacht vffsehen vnd sorg haben , das in solchem nichts versaumpt werd. Er soll auch der nacht vnd zu andern notdürftigen zeiten vffmerken vnd bestellen, das mit feirern vnd liechtern gut sorg gebrucht werd. Darzu soll er sein wandel haben in die kuche, in den keller, zu dem kornkasten, zu dem margstall etc., ob er indert ungeschickt oder schedliche ding sehe, solliche abzustellen vnd zu bewenden. Er soll auch die knecht insonders bey der nacht, souil der sein mag, bey dem schloss behalten vnd hiebey geschribne vnd vnge- schribne ding getreuwlich, auch nutzlich verwalten, verordnen vnd schaffen nach seinem guet beduncken vngeuarlich. Er soll auch die knecht im schloss vnd sonst sm^m _ .ÜS&B» "■■"'- V&&M 232 1488. auch zu friden halten, damit der burgfrid nit veracht, noch gebrochen werd, vnd den knechten nit gestatten, vngewonlich boeß schwur zu thun. Vnd ob dem schloss einich mengel oder scheden an gebauwen, tach, gemach oder muren, auch sonst andern dingen zuwachsen wurd, das er zu fürkomen nit verwisste, soll er solchs an vnsern gnedigen herren bey gueter zeit langen lassen. Sodann soll er zu den ge- richten, es seyen land-, statt- oder dorfgericht, vffmerken haben, ordnen vnd verschaffen, das gebott vnd verbott, auch die billicheit gehandhabt vnd niemand recht- loß gelassen vnd das vm*echt gestrauft werd, vnd solchs nit nachlassen deweders durch mietgaben, noch von ander Sachen wegen. Er soll auch zu allen monaten vnd jetlichs monats insonders vff die ampter reyten, da frag haben vnd nachfragen lassen, ob ichts mangels oder schädlichs verbanden sey, das abzustellen, vnd darinnen handeln nach billicheit, wie sich in jedem handel geburt. Er soll auch in allen vnd jeden dorfsgerichten bey der hochen buesen inhalt vnsers gnedigen herren freyheiten vom Heyligen Reich, Römischen keysern vnd konigen, das niemand hinfür offne jargericht nit habe noch halte, dann in beywesen vnsers gnedigen herren, des landgrauen, obersten amptman zu Stuelingen. Es soll auch vnsers gnedigen herren wiltbann vnd gefreyten vorst nit inbruch, auch seiner gnaden sollen nit abbruch geschehen lassen nach seinem getreuwen vermögen, vnd ob im an dero ainem oder mer ainich beschwerd vber sein vermögen zustehn wurd, solches bei gueter zeit an vnsern guedigen herren langen lassen. Er soll auch all vnd jetlich gülten, so von herren Vlrichen von Rumlang, ouch Wilhelmen von Grießhein herlangen, vß dem Wutental*) vnd dem ambt Birchendorf verschriben seind, vßrichten vnd bezalen mit denselbigen zinsen vnd nutzungen, so daselbs geuallen, vnd mit dem wintefer zu Oschingen ein Ordnung fürnemen, wie von alter vormals auch gebraucht ist. Der vogt soll auch vnser gnedigen frauwen dienstlich bewaren mit zuvallenden gescheften, verfallen jerlichen zinsen, vnd ob von derselbigen wegen pottschaft beschechen oder manbrief geschickt wurden, keins wegs nit vnruewigen noch beschweren, sonder solchs aber das nit fürkomen mag an vnsern gnedigen herren, oder ob sie außlendig wer, an seiner gnaden brueder langen lassen. Der vogt soll auch mit dem vogt zu Bonndorf darob vnd daran sein, daz die zehen pfund jerlichs zeins von den houen Ebnit vnd Hornberg vff sant Martins tag gefallent ingezogen vnd dem decan des capittels zu Stuelingen fünf guldin dauon geantwurt werden vnd sonst kain endrung nit mit solchem zeins beschehen. Er soll auch erkonnen, welcher vogt, richter oder vrteil- sprecher nit geschickt oder taugenlich zue gebrauchen, wer die selbigen zu endern vnd mit andern erstatten. Er soll auch gedenken, das all vogt all vnd jedlich besetzt vnd zufallent nutzungen, es seyen zeinß, freuel, väll, gebott vnd verfallen KSsBa 1488. 233 verbott, nichts ausgenommen, inziehent, im vberantwurtent, nichts aussen lassen. Er soll auch mit allen vögten vff das vrbar reyten vnd darnach meinem gnedigen herrn daruff ein lautere rechnung thun vnd insonders vfzeichnen all vnd jedlich zoll, fäll, glaess, freuel, steüren, beuw, zehenden, vischwasser, haißteil vnd dürre visch, verkauft holz. Der vogt soll sich zu malen, so daz die zeitlich notturft erheischt, gen Külassingen verfuegen, alda zu der behausung zu Roßnegk, den güetern, zum reben- baw vnd allen andern daselbst besiechtigung thun vnd die notturft zu geschehen verschaffen. Item der kirchen vnd pfrunden halb soll der vogt verordnen, das die gotz- heuser vnzergenklich gehalten, mit liecht vnd ander gezierden gefürdert, auch der gotzdienst mit meßlesen vnd andern christenlichen Ordnungen vollbracht werden vnd dem gemeinen volk, den vnderthonen, auch den lieben seelen geschech, souil vnd sein soll, auch von jettlichs gottshaus pfleger rayttung vnd rechnung nemmen. Ynd soll zu jedem vmbgelt, auch zu jedem zoll ein beschloßne buechs haben, darüber niemand, denn sich selbs kommen lassen oder wemmer solches beuilcht. Der vogt soll auch all vnd jetlich brief, so vnserm gnedigen herren zu schloß zugeschickt werden, em- pfahen, vffbrechen vnd ir inhaltung vernemmen, vnd ob das ettlicher mal not sein würdte, die sein gnaden zuschicken, vnd ob er zun zeiten nitt anheimsch sein, be- uehlen, das ein anderer in seinem abwesen solch brief entpfieng, vntz er wider anheimsch wurd. Er soll auch vff jedem jargericht frag haben nach eigen leüten, so vßlendig sein, mannen, weiben, jungen vnd alten, auch die in geschrift nemmen. Der vogt soll auch allen vögten bey iren ayden beuehlen, im obgemelt aigen leüt verzeichnet vnd vffgeschriben zu bringen, wo die im land seyen, vnd solches on Verzug zu geschehen in einem quattember. Er soll auch sampt dem keller beschehen (sie) vnd schicken, das man alwegen am morgen vmb die neunten stund vnd zu nacht vmb die viere ess. Vnd wann vnser gnediger herr vnd gnedige frauw vber tisch sitzen, sollen die thor zugespert vnd niemandtz weder ein noch auß gelassen werden ohne ir gnaden beuelch. Der vogt soll zu dem kornkasten vffsehens haben vnd zu allen vier wochen mit dem keller vmb sein innemmen vnd außgeben , es sey in die mülle, margstall, vsserdem hauß, hunden, abreiten, in zwey gleich formige büecher schreiben vnd summieren. Item vnd was im hauß, in der kuche mit diensten, hand- werkern vnd anderm verbrucht werd, vnser gnediger herr oder gnedige frauw seyen anheimsch oder nit, vffgezeichnet vnd, wie obstaut, gesummiert werden. Er soll auch einen bauwmeister vsserhalb dem schloß haben, die agger vnd wisen bauwen vnd darin die notturft zugeschechen verschaffen, deßgleichen einem den bauw zue Eschingen beuelchen vnd obberüerter massen vnd zum besten damit handien lassen. Er soll auch darob vnd daran sein, damit vom keller, jegern, Wächtern diß nach- VII 30 Mj MlffiWH 234 1488. volgend Ordnungen bey iren ayden gehalten werden. Des kellers Ordnung vnd beuelch: Item deß ersten soll er die thor im beywesen des oberamptmanns gegen der nacht vnd dem tag bey zimblicher tagzeit zu vnd vff schluessen. Vnd darob vnd daran sein, damit der karrer sein geschiecht des tags zu früer zeit tueg, bey tag außsetz vnd, so dick er inn oder ausfehrt, das mittel thor widerumb nach im beschlossen vnd vffgethon werd. Item ob er an Wächtern oder andern mangel funde, daruff er zum treuwlichisten sehen vnd sorg hab, soll er solch dem vogt anzeigen, damit die mengel abgestellt werden. Er soll auch zu allen zeiten vffsehen, das mit fügen guet sorg mit für vnd liechtern gebraucht werd. Vnd ob er sched- liche ding in dem keller, kuche, korncasten, in der mülle, in der sennscheur oder wo er das sehe, soll er solchs an vnsern gnedigen herren oder den obristen amptman zu Stuelingen solches abzustellen vnd zu bewenden anzuezeigen. Er soll auch weder körn, habern noch nichts vßgeben, wann mit des vogts wissen vnd willen. Vnd so er in die müle thuet, soll er dabey sein, das körn helfen rendeln vnd, so es gemahlen wird, in melcasten messen, dem vogt anzeigen, was er auß dem hauß geben vnd am malen widerumb darein entpfaugen habe. Item vnd souil er dann bachen ist, soll er dem vogt anzeigen vnd jeden schütz brot vffschreiben. Er soll auch zeinßhennen, ayer, dürr visch, schmaltz innemmen, dem vogt anzeigen vnd was er also schmaltz innimpt, die geschir fechten, all monat dem vogt verreiten vnd summieren. Er soll auch besehen, das man morgens vmb die neunten stund vnd zu nacht vmb die viere eß. Vnd so vnser gnediger herr vnd gnedige frauw vber tisch sitzen, soll er be- schlüessen, die Schlüssel minem gnedigen herren vberantwurten vnd, die weyl ir gnaden essen, niemand weder in noch auß lassen ohn ir gnaden beuelch. Vnd so vnser gnediger herr vnd gnedige frauw geessen haben, soll er bereit sein, damit die reisigen vnd nach tisch auch essen, die essen darsetzen vnd fürderlich vfheben, vnd mit dem wein nit gewden, sonder rechte, zimbliche Ordnung damit halten. Item er soll auch an morgen nach sanct Gallen tag biß sanct Georgen tag vmb die sibend vnd nach sanct Jergen tag biß sanct Gallen tag vmb die fünften stund die morgen- suppen an werchtagen vnd nit zu gebannen tagen vnd souil weins darzu geben, damit je drey an zweyen bechern im vberantwurt gehaben mögen (sie) vnd nit mer. Er soll auch den abendtrungg vmb die zwey im tag vnd den abendtrungg, so man gefietert hat vnd die thor beschlossen seünt, vnd vor nit geben, als vil der gesellen seünt, das jedem ein becherli mit wein vnd nit darüber werden möge. Vnd ob sich einer der morgensupp, abend- oder schlauftrungg vnd beider imbis vsserthalb vnsers gnedigen herren oder gnedigen frawen geschefft oder gehaiß versumpfe, den soll man nichts geben, aber sonst sich nach gestalt seines geschefft gebürlich darin halten. mm ISilTfö K8H Ä H 1 ■ j 'l Ä-lik»* « ',Ä\.ta,iiu« i »r^Ms i: : -' fifl 1488. 235 Er soll auch niemand in keller, so nit darein gehört, kommen lassen, keinem darin weder essen noch trinken geben. Vnd soll keinem buben im ker zue trinken gestatten, wo aber ainer je so freuel wer, das thät, soll er in dorumb strafen. Er soll auch ohne des vogts wissen vnd willen nit von dem schloß gehen. Er vnd der bauwmeister sollen auch dweders wisen noch acker verleyhen ohne des oberuogts wissen noch willen. Keller: Er soll vff drew reisige pferd der nacht vnd tag zwey viertel habern geben vnd vff zwey reißroß zwo necht vnd zwen tag zwey viertel habern geben. Item so die bauren fronend, soll er inen ein suppen vnd zimb- lich brot darzu geben. So man aber schneiden oder heu wen oder meyen ist, soll er innen ein gemüß vnd zimblich brot darzu geben. Vnd so man zu acker goht, soll er vff jeden zug ein brot vnd nit mehr geben. Item vnd so der jeger nit an- heimsch wer, soll er doran sein, damit den hunden zue essen geben vnd versehen werden. Koch: Item den burgfriden zu halten, meins gnedigen herren nutz zu fürdern vnd schaden zu wenden, sein gnaden vnd meiner gnedigen frauwen oder dem vogt gehorsam zu sein, die kuche vnd alles, das im darein an üsch, fleisch, angken, gewurtz, auch schissel, kessi, pfannen zum treuwlichisten versehen, versorgen, das zimlich brauchen vnd außteilen vnd was er in der kuchi mangel hat oder haben würdt, das nach seiner verstendnus zuuorkommen bey gueter zeit anzubringen vnd zu erfordern. D er jeger Ordnung vnd beuelch: Item wann vfitragen ist, so soll der jeger oder sein knecht den hetz- vnd vogelhunden zu essen geben vnd sie darnach in den vorhof treiben, das thor zusperren vnd dauor sein, damit kein hund, wann man eß, in die stuben kommen, sy seyen klein oder groß, noch keinen, wann man isset, zu halten gestatten, sonder außtreiben. Wächter: Sollen schweren meines gnedigen herren nutz zu fürderen vnd schaden zu wenden, getreuwlich zu wachen, zu rechten zeiten vffstehn vnd nidergehn vnd besonder des thors zu warten, niemand frembder ohne wissen oder willen meins gnedigen herren oder gnedigen frauwen ald des vogts einzulassen, nach notturft holtz zu hauwen vnd sonst was ir gnaden oder der vogt ald keller oder die, denen es von ir gnaden wegen entpfolhen wurdet, schafft, getreuwlich vnd erbarlich zu thun, vnd ob sie jendert ichzit hörten oder sehen nachts oder tags, so schädlich wer im veld, vff dem schloß oder sonst, das meines gnedigen herren, seiner gnaden gemahel, ob die da weren, oder dem vogt ald verweser oder in allen gestrags zu sagen vnd nichts verschweigen. Item sie sollen auch einandern zu rechter zeit wegken, vnd der den wegkt, soll nit ab der maur gehn vnd keiner mit dem andern keinen hader anfachen. Item morgens vnd abends, so dick sie erkennen not sein, zu allen feürern vnd ofen zu luegen, deß- gleichen wo sie gedenken liechter bey gesten oder andern gestanden vnd ir vfsehen 30* § ü fflm HB ffö W' .anaBfi;;.*..;- äSSS 236 1488. haben, damit sie das nach notturft versehen. Karrer: Soll schweren meines gnedigen herren nutz zu fürdern, schaden zu wenden, der pferd getreuwlich vnd mit guetem rat zu warten vnd damit zu fahren, vnd waz im vberantwurt würdet, wider zu zeigen, vnd was daran verlohren würdet, soll er bezalen, wer aber daz ichtzit brech, soll er die stuck zeigen, were auch sach, das er an einem morgen zu fuet- tern vffstiend, ee ander gesund, soll er den stall getreuwlich besehen vnd vfflosen, ob er in oder ausserhalb des schloß ichtzit innen wurdt, zu sagen , die liechter zu bewahren vnd sonst mit den pferden vnd geschierr getreuwlich zu karren vnd zu schonen. Er soll auch kein nacht von den pferden ald ausserhalb des schloß ohne erlaubt sein vnd, ob sich ettwan begeb, leüt einzulassen, bey dem thor zu sein vnd sonst alles das zu thun, was einem karrer zugehört vnd mit im geschafft wurdet, vnd den burgfriden zu halten getreuwlich vnd vngefarlich. Lupf. Kopialbücher IX, 2. 156—166 ■>). Stuttgart. a) Die Rumlangischen Güter im Wutachthal wurden 1488, März 4. von den Grafen von Sulz erworben ; s. Zeitschrift für Gesch. des Oberrheins 22, 142 und oben No. 128. — b) Diese Dienstordnung ist Teil eines um 14S6 angelegten Urbars, sie kann nicht vor dem 4. März 1488 entstanden sein, weil die in ihr erwähnten Rumlanger Güter im Wutachthal, wie eben gesagt, erst an diesem Tage von den Grafen von Lupfen erworben wurden. 1488, Mai 14. 130. Weistum von Ach im Linzgau. Anno domini 1488 vf mitwoch nach Pancracii haben die erwirdigen herren dechan vnd gemain cappittel des hohen stifft Costentz mayengericht vnd samlung lassen halten irer aigenlüt halb, zu Ach by Lintz in den kelnhoff gehörig, da selbs ir gerechtikait vnd harkommen ernüwert vnd erfunden, als hernach begriffen stat: Item die selben herren mögen, als dick vnd vil inen noturft ist, ir aigen lüt, die in den selben iren kelnhoff gehören, zesammen berüffen. Item wen die hoffiunger also zesammen beruft werden, sollen die herren inen zu essen vnd trincken geben zini- lich vnd vngeuarlich. Item ain yeglich aigenman sol geben ain vastnachthün. Item deßglich ain witwe, die in den kelnhoff gehurt vnd selb hußrouch haltet, gibt ouch ain fasnachthün. Item welher ain kintbetterin haut, der sol ain hennen geben dem amptman, der als denn die hennen glich erwürgen vnd wider vber die schwell in das huß werfen sol. Item weihe tochter vß dem kelnhoff mannet, die ist der gutter dannathin ewig beroubt, dero erbloß, noch sol an den gutem ewig nicht me haben. Item welher ain vngenoß wib, die nit in den kelnhoff gehörig wäre, nummer (sie), deßselben gut nach sinem tod sollen die herren behalten vnd nemen den dritt a ) tail jk»SKw ! -, ■ ■.: i'nwii'il ■ESKSäaS -- i tBbI ; :;/ ;^^^S 1488. 237 vnd die erben zway a ) tail vnd b ) der keller sin gerechtikaitt b ). Item wenn ain nientsch, dz aigen ist, mit tod an erben abgat, das in kelnboff haut gehört, es sy wib oder man, vnd aigen gut für sich selbs inngehebt haut vnd verlaß, das mögen nach sinem abgang die herren erben an allem, das es gehebt hat, vnd bliben dem keller sine recht. Item ob aber ain aigen kelnhufüger man ledig blib vnd also abgieng, der aigen gut vnd ouch geschwistergit oder geschwistergit kind verließ, dauon gehört den herren ir val vnd laß, vnd sol die bessrung desselben hagstoltzen alsdenn ston zu ainem vogt zu Simmeringen vnd ainem keller zu Ach. Item ob aber ain aigen man also abgieng, er verlaß kind oder nit, so nemmen die herren das best houpt, so er ver- laußt, zu val vnd wie er zu kilchen vnd strauß by leben gangen ist, nimpt sin gut der keller für sinen klenen val. Item von ainer aberstorbenen kelnhoffrowen nemmen die herren zu val das best houpt der kieen vnd nimpt ouch der keller ir klai- dung, vie sy ze kilchen vnd strauß gieng. Item wen aberstorben man oder wyb kind verlaßen, so sol ain kind die andren von den verlaßen guter, die sy von den herren hand, vßloßen vnd kouffen, damit die guter vnzertailt bliben mögen. Item . ob aber die kind der tailung nit könden oder möchten verainigen, nemlich welher alain die selben guter solt besitzen, so mögen die herren haben die wal, vß inen darzü ze nemen ain kind mit der vögten hilff, das die guter vnzertailt inhab vnd besitz. Item weihe aber dem nit nachkommen wölten, den selben mögen die herren die guter zu iren handen ziehen vnd für wemm sy wollen vnd nach irem geuallen verlihen. Item es sol ouch nieman die selben, so in den kelnhoff gehören, innhaben, er sy denn deren vehig vnd genoß. Item es sol auch kainer sitzen vnd recht sprechen vmb aigen gut, er syg denn in den kelnhof gehörig. Item alle die, so in den kelnhoff gehörig vnd zu iren tagen kommen sind, sollen geloben vnd schweren als aigen gotzhußlut vnsern herren vom cappittel ob bestimmt vnd den herren von Werdenberg als ainem vogtherren. — Des kelnhoffs gerech tikait: Item ain yeck- lich huß sol ain mentschen schicken dem keller ze höwen vnd schniden, damit das man vber sine guter mög weg han ze faren, den selben ain keller zwayer pfenning minder geben sol, denn sunst gewonlich sin sol. Item zu Winächten sol ain keller geben ainem yecklichen huß ain fart holtz, doch ainer kintbetterin zwo fert. Item die gutter in kelhoff gehörig söllent von niemant, der die inhaut, weder mit ver- kouffen noch versetzen oder in aingen weg beschwert werden, denn mit erlöben vnd willen miner herren vom cappittel *). Item es sol och ain ieder in kelhoff gehörig schuldig sin, wo er wiste oder erfierre frowen oder man , tochdren oder knäben in kelhoff gehorrig, die nit huldinge getan höttind, by sinem ayd ainem keller angeben oder zu wyssen tun, damit er die wysse zu hanthabint. Item in disen dingen ist H m^aSB^S^S^'fßSSm 238 1488. den herren von Werdenberg als den vogtherren ir herlichhait vnd gerechtikaitt vor behalten. Perg. Or. Donaueschingen. a) Von anderer Hand auf Rasur eingeschrieben. — h) vnd—gerechtikaitt von derselben andern Hand beigesetzt. 1) Dieser Satz ist, wie die folgenden, von dem Schreiber beigesetzt, der auch die bisher schon erwähnten Änderungen angebracht hat. Derselbe kann nicht vor dem 17. Juni 1488 entstanden sein, denn an diesem Tage [zinstag nechst nach st. Vits tag] entschied das unter dem Vorsitz des Hans Bosch, des domkapitelschen Amtmanns, in Ach tagende Kelnhofgericht auf Antrag der domkapitelschen Pfleger, der durch den Junker Hannsen von Mülfinen, Vogt zu Sigmaringen, gestellt wurde, dass kein Kelhofgutsinhaber sein Gut ohne Willen des Domstiftes verändern oder beschweren dürfe. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Eberharts von Rüschach zu Lintz. Donaueschingen. 1488, Juni 8. 131« Jörg, Virich und Hug, Gebrüder, Grafen zu Werdemberg und zum Hailgenberg, welche vormals Bürgermeister und Rat zu Vberlingen angegangen haben, dass deren Kaplan Ludwig Blüm ihren Hinder- sassen Conrat Mayer zu Sentenhart bei seinem Lehen und Gut, wie ihm das von dem Kupferschmid, dem Bürger von Vberlingen, geliehen ist, weiter unversucht lasse, begehren von denselben, sie sollen, weil jetzt dieser Kaplan den ihrigen mit geistlichem Gerichte zu Costentz vorgenommen hat, obwohl der Hof in ihren Gerichten, Zwingen und Bannen liegt, und obwohl sie demselben Priester Recht gegen den ihrigen nicht versagt haben,-bewirken, dass der Kaplan solch geistlich Gericht abstelle. Hat derselbe Ansprüche zu dem ihrigen, so wollen sie ihm in den Gerichten, in denen ihr Hindersass sitze, fürderlich Recht ergehen lassen. Sie begehren schriftliche Antwort, wiewohl sie meinen, dass ihrem Ansinnen laut ihrer Einung billig widerfahren werden soll. Datum sontag Medardi [14]88. Das zum Verschlusse rückwärts aufgedrückte Siegel fehlt. Pap. Or. Überlingen, Stadtarchiv. Bai 1488, Aug. 21. 132. Hainrich Graf zu Furstenberg, der ältere, giebt Hainrichen Mayer zu Gut- matingen, der in seinem, des Grafen, Boden und Eigentum zu Gutmatingen 264 ü. r die da über Mensehengedächtnis verborgen gewesen waren, gefunden und ihm als- seinem natürlichen Herrn und als Landgrafen eingeantwortet hat, davon, damit er seine ihm leibeigenen Kinder desto bass erziehen möge, 163 fl. als Geschenk zurück. An dunrstag vor Bartholomee 1488. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Konzept. Donaueschingen. 1) Comes Egon de Fürstenberg a ) dimidiam curiam annuatim 3 modios speltarum et 3 modios ■HB 1488. 239 avenae solventem [übif] pro anniversario suo in Güttemtingen cum 4 missis celebrando contulit. Erwähnt in ■dem um 14C0 angelegten Jahrzeitenbnch der Pfarrei Gutmadingen. a) Wie III, 389 nahelegt, ist hier ohne Zweifel der 1449 verstorbene Graf d. N. gemeint. 2) 1470 zinßtag vor Vnnsers Herren Fronlichnamstag [Juni 19.] wird vor dem Hofgerichte zu Rotwil der Verkauf des dritten Teils am grossen und kleinen Zehnten zu Gutmatingen um 300 fl. Rh durch Dietrich Bletz, Bürger und des Rats der Stadt Rotwil, an die Priorin und Konventfrauen zu Nidingen vf Hof, als deren Vertreter vor dem Hofgerichte Hanns Euch, Schreiber zu Fürstemberg, erschienen ist, gerichtlich gefertigt. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln des Hofgerichts und des Verkäufers. Donaueschingen. 3) 1473 Allerhailigentag [Nov. 1.] ersucht Conrat Abt des Gotteshauses Allerhailigen zu Schaffhusen, der erst „nacht" spät von Baden gekommen ist und darum nicht, wie sich gebührt, den auf morgen Zinstag zu Gutmatingen wegen etlicher Güter seines Gotteshauses angesetzten Gerichtstag besuchen kann, Grafen Hainrich zu Fürstenberg als „die Oberhand des gerichtz", dem Gerichte jedermanns Rechten unschädlich „vffschla*« zu geben und ihm einen andern Tag zu verkünden. Pap. Or. mit dem zum Verschluss rückwärts "aufgedrückten unkenntlichen Siegel desselben. Donaueschingen. 4) 1474 donstag nach dem hl. Ostertag [Apr. 14.] verkaufen Abt Conrat und der Eonvent des Gotteshauses Allerhailigen zu Schaffhusen Clewin Hewer und Conrat Langen als Pflegern der Kirche zu Gutmatingen für 160 fl. Rh. alle ihre Güter und Gerechtigkeiten daselbst. Perg. Or., die Siegel des Abtes und Eonventes fehlen. Donaueschingen. m 5) 1481 frittag vor dem Maeytag [Apr. 27.] lassen sich die Gutmadinger Heiligenpfleger Egelher, der alte, und Henslin Maeyrs vor ihrem Dorfgerichte (Richter Hainrich Eoller, Vogt daselbst,° von wegen des Grafen Hainrich zu Fürstenberg und Herrn im Eintzgerthall) mit Willen des Obervogts Peter Vogt von Emingen und des Kirchherrn zu Güttemtingen, Herrn Conrad Henne, Hansen Sohn von Zimerholtz, und der ganzen Gemeinde ermächtigen, einen neuen Rodel über den Besitz und das Einkommen ihrer Kirche aufzustellen. Da der Kirchherr „ein gaistlich man« ist, muss er sich vor dem Gericht, um seine Einwilligung rechtgültig geben zu können, durch einen Muntmann Hans Münczer vertreten lassen. Der Rodel selbst ist nicht vollständig erhalten. Perg. Or. (von Siegelung nichts erwähnt). Donaueschingen. 6) 1504 zinstag nach st. Jörgen tag [Apr. 30.] giebt Hanns von Almshoffen zu Ymendingen zu Trost seiner und seiner Vordem Seelen und um Fürbittung seiner Versäumnis guter Werke und ans besonderer Zuversicht zu der hl. Frau und Mutter st. Anna, der Gebärerin der Mutter unsers „behalterß" Christi Jesu, bei gesundem Leib und vernünftigen Sinnen an die Kerze, die zu Nidingen vff Hoff im Kloster in dem zu Ehren der Jungfrau Maria und st. Annen, ihrer Gebärerin, geweihten Chore „zu brinnenn ange- fengt ist" , seine eigene Hofstatt zu Gütmadingen im Dorf, die an das „almen" stösst und ihm 1 Mutt Veesen zinst. Perg. Or., für das Siegel des Ausstellers hängt an das Philipps von Almshofen (s. Abb. No. 45). Donaueschingen. 7) An demselben Tage giebt derselbe der Priorin und den Konventfrauen bei Nidingen vff Hoff für die Pfründe, die er wegen Aufnahme seiner Tochter Magdalenen von Almshoffen, Konventfrauen bei denselben, schuldig gewesen, 2 Malter Veesen und Haber, 2 Hühner und 60 Eier Zins von dem Gute zu Gutmatingen, von dem vormals schon 2 Malter Korn zu einer Jahrzeit von seinen Vordem von Almshoffenn an dasselbe Kloster gegeben sind. Perg. Or., für das Siegel des Ausstellers hängt an das Philipps von Almshofen (wie Abb. No. 45.). Donaueschingen. 1488, Sept. 29. 133. Hanns Brüsch, Bürger zu Pfullendorf, verkauft Jörigen, Vlrichen und Hugen, Gebrüdern, Grafen zu Werdemberg und zum Hayligenberg, „vmb vnd für eettlich 240 1488. fräffel vnd Verachtung, die er wider ir gnäd vnd ir gnaden landtgericht der grauff- schafft Hayligberg begangen", seinen Gerichtstab und das niedere Gericht zu Sehwäb- lishußen mit Zwingen, Bannen, Geboten und Verboten, allen Bussen und Strafen und aller Zugehör. Geben vff st. Michels des hl. ertzengels tag 1488. Die Siegel des Ausstellers und seines Vetters Jacob Hemling, alten Bürgermeisters zu Pfullen- dorf, fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. R. 1) 1365 zinstag nach Vnser Frowen tag zu der Liehtmiss [Febr. 4.] verkauft zu Pfullendorf Jo- hans von Swaindorf, Bürger zu Pfullendorf, halb an Ital, Hans und Wernher die Gossen, Gebrüder, halb an ihre Schwester Verenen, alle Bürger zu Phullendorf, seinen Hof zu Brünshusen für freieigen um 222 U h. Perg. Or., die Siegel des Ausstellers und der Stadt Phullendorf fehlen. Pfullendorf. 2) 1389 donrstag nach st. Valentinus tag [Febr. 18.] verheisst zu Phullendorf Cünrat SchSnherr, der alte, Bürger zu Phullendorf, Ammann und Rat daselbst, dass er und seine Erben Katherinli, Cünrats Schönherrs, seines Vettern sei., Tochter, zu einem gleichen Halbteile der Nutzen des Zehntens und des Gütleins Brünshusen, das er und gen. Vetter von den Grafen von Montfort zu Lehen gehabt haben, fördern werden. Kommt Katherinli zu ihren Tagen, so wird er mit gen. Halbteile thun, was ihn Ammann und Rat zu Phullendorf weisen; stirbt sie vorher, so bringt ihm und seinen Erben dieses Gelübde keinen Schaden. Perg. Or., die Siegel Cünrats Grämlich, Ammanns zu Phullendorf, und Cünrat Grämlichs, weiland Hansen Grämlichs Sohns, fehlen. Pfullendorf. 3) 1493 Palmaubent [Mars 30.] nimmt Abt Martin von Reichenau von Hanns Ludwig Gremiich von Kruchenwiß einen halben Hof zu Sweblißhußen und das Gut zu Brunßhußen, das vor Zeiten Conrat Gremiichs gewesen, auf und leiht diese Stücke Wolfgangen von Honburg a ). Reichenauer Lehenbuch 63 8 b Bl. 211. Karlsruhe. a) Er vergönnt demselben, als dieser verhiess, die Güter binnen 8 Jahren wiederzulösen, sie der Priesterschaft der Presentz zu Mengen um 120 'S, h. Hauptgut und 6 ^ h. Zins zu versetzen, sambstags vor Allerhailligen- tag [Okt. 29.] 1496. a. a. 0. 1488, Nov. 17. 134« Caspar von Sunthußen und sein Sohn Jörig verkaufen unter Vorbehalt des Rückkaufs Elizabeth Spätin, Hayne Francken sei. Witwe, Bürgerin zu Villingen, für 100 fl. Rh. einen auf st. Martinstag zu entrichtenden Zins von 5 fl. Rh. aus ihrem eigenen Halbteil des grossen Zehenten zu Sunthußen, der in gemeinen Jahren 30 Malter tragt, sowie des kleinen Zehenten daselbst. Mit den 100 fl. Rh. haben die Verkäufer 9 Malter Gilt, die mit Einwilligung ihres Sohnes und Bruders Dietrich an Billingen, den Messerschmid zu Villingen, verkauft waren, abgelöst. Geben vff mentag nehst nach st. Ottmars tag 1488. Die Siegel der Verkäufer und des vesten Conrat Stehelin, Bürgermeisters zu Villingen, sind nicht mehr vorhanden. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1) 1356 st. Lucien tag [Dez. 13.] leiht zu Costenntz Eberhart, Abt von Reichenau, dem zu Co- stenntz in seines Schreibers Haus der freie Fridrich von Wartemberg für sich und seinen Bruder Oswalt mm II apüS ■■ 1489. 241 ihre gemeinsam besessenen Reiclienauer Lehen, nämlich Vogtei und Maieramt zu Tuttlingen, Grundstücke und Fischenzen im Tuttlinger Banne mit den dazu gehörigen Leuten, die Dörfer Effingen, Baldingen und Sunthusen mit Leuten und Gütern, den Hof Geptenhusen, den Kirchensatz und die Laienzehnten zu Nen- dingen und die Lehen, welche sie in Tuttlingen und in den gen. Dörfern leihen, aufgegeben hat, diese Lehen den gen. Brüdern von Wartenberg, dem Freien Aulbrechten von Stüßlingen, dem Kitter Hainrich von Blümenberg, des Karpfen ist, dem Kitter Egloff und Cünrat und Hainrich von Stüßlingen zu rechter Gemeinde. Reiclienauer Lehenbuch 638 f 2 S. 842—844. Karlsruhe. 2) 1498 mittwuchen nach st. Gallen tag [Okt. 17.] verkauft Dietrich von Sundthuwsen zu der Alten Sundthuwsen unter Vorbehalt des Rückkaufs für 100 fi. Rh. Agnesen Rötin, Melchior Bodmers Prokurators zu Rotwyl sei. Witwe, einen auf st. Gallentag in Rotwyl, Vilingen oder Tuttlingen zu entrichtenden Zins von 5 fl. Rh. aus seiner Hälfte des grossen Zehnten zu Sundthuwsen, seinem Zehnten, gen. der Sundthuwser Zehent, und seinem Teil des Zehnten, gen. der Herrenzehent zu Effingen, sämtlich in der Bär gelegen. Es tragen der Zehnt zu Sundthuwsen zu gemeinen Jahren 45 Malter und die Zehnten zu Effingen 24 Malter Vilinger Masses; daraus gehen Herrn Cünraten Mayenberg zu Vilingen 5 fl., dem Spital zu Vilingen 5 fl. und 5 Malter Korn und Jergen Mayenberg 6 Malter Veesen Zins. Perg. Or., die Siegel des Ausstellers und Caspar Renntzen und Johanns Stainpachs, zweier Urteilsprecher des Hofgerichts Rotwyl, fehlen. Donaueschingen. T. 3) 1500 mentag vor st. Johanns Baptisten tag \Juni 22.] verkauft Dietrich von Sunthußen von der Alten Sunthußen für 72 fl. Rh. Hannßen Dubenest zu Fürstennberg unter Vorbehalt des Rückkaufs einen auf st. Johanns Baptisten tag zu Fürstennberg zu entrichtenden Zins von 3 fl. Rh. und 12 Bcchem- schen aus dem Halbteil des grossen Zehnten zu Sundthußen, der in gemeinen Jahren 40 Malter Kornfrüchte trägt und von dem zunächst 5 Malter Korn und 5 fl. Rh. an das Spital zu Vilingen und 5 fl. Rh. Jahreszins an Herrn Conraten Maygenberger gehen. Perg. Or., die Siegel des Ausstellers und Jörgen von Reckennbach, Obervogts der Grafschaft Fürstenberg, fehlen. Donaueschingen. T. »Sa mm I ■ M ! 111 &££ 1489, März 21. Innsbruck. 135. Kaiser Friderich setzt zu Förder ung des Rechts aus kaiserlicher Machtvollkommenheit, „das nu fürbaßhin in ewig zeitt der wolgebornen, vnnser vnd des reichs lieben getrewen Georgen, Vlrichen vnd Hawgen, gebrudern, grauen zu Wer- demberg, richter, so zu einer yeden zeitt an irem lanndgericht zum Heiligen Berge nydergesessen ist vnd in seinen notdürften oder anndern vngeuerlichen vrsachen aufsteet, widenmirj-nydersitzen vnd ferrer denselben tag vnd, soferr die notdurft der henndel vnd sachen, so zu einer yeden zeitt zufallen, eruordern wurde, den anndern vnd darnach den dritten tag im rechten hanndeln, richten, volfaren vnd procediren sollen vnd mögen von allermenigclich vnuerhindert, vnd sol sy daran einich Statut, herkomen oder gewonnheit, ob die bißher an dem gemelten irem lanndgericht gebraucht weren, nit irren noch verhindern in kein weise". Geben zu Ynnsprugk am 21. tag des monets Marcy 1489. Das kais. Siegel (beschrieben bei Heffner S. 29, No. 140) rot mit rückwärts eingedrücktem unkenntlichem Gegensiegel. Perg. Or. Donaueschingen. vn 3i m$s& m Ü3S& s®&m 242 1489. ■1 i 1) 1475 mittwoch vor st. Johanns Baptisten [Juni 21.] sitzt Hanns Twringer, Freilandricliter in der Grafschaft zum Hailigenberg, zu Burren an des hl. Eeiches Strasse zu Landgericht. Die Botschaft des Priors und Konventes zu Wingarten eröffnet, sie sei auf dem niedern Gerichte zu Wittenhonen mit einem Urteile wegen eines Gutes zu Altmanshusen, gen. Hennisgüt, das ihren Herren zugehören solle, beschwert worden und habe deshalb an das Landgericht als „das oberst gericht" appelliert. Sie lässt etliche Briefe verlesen, die unter anderm melden, dass den Herren von Wingarten jährlich 1 tt $i Costentzer Münze und 2 Herbsthühner aus diesem Gute gehen. Dagegen erwidert Ann Ayerbacherin, sie hoffe, dass die Herrn von Wingarten an dem betreffenden Gute nur die vorgelesene Gerechtigkeit haben, sonst sei sie von Vater und Mutter dieses Gutes nächster Erbe. Das einhellige Urteil lautet, dass dieselbe „zu dem gütt als zu irm vätterlichen erb stän" und den Herrn von Wingarten oder dem, der die vorgelesenen Briefe innhabe, den vorgen. Zins geben solle. Perg. Or. mit dem Siegel des Landgerichts (wie Abb. VI, No. 66). (Mitgeteilt von Archivsekretär Dr. Schneider.) Stuttgart. 2) 1492 montag vor dem hl. Vffarttag [Mai 28.] befiehlt Graf Johanns von Sultz, Hofrichter zu Eotwil, namens des Kaisers Bürgermeister, Rat und Gemeinde zu Rauenspurg, Ammann und Rat der March- dorf, die auf dem Hofe zu Rotwil auf Klage des Landrichters und der Urteilsprecher des Landgerichts zu Büren in die Acht des Hofes zu Rotwil gethan sind und über die den Klägern „vorbietbrief" erteilt wurden, weder in ihrer Stadt, noch in ihren Zwingen, Bannen und Gebieten zu enthalten, ihnen da nicht zu essen und trinken zu geben und keine Gemeinsame mit ihnen zu haben. Perg. Or. mit dem unter Papier rückwärts aufgedrückten Hofgerichtssiegel. Ravensburg. 3) 1501 montag nach Inuocauit [Mars 1.] bekundet Martin Keller von Frickingen, Freilandrichter in der Grafschaft zum Hailigennberg, dass Haintz Schiig und Jörg Kröler, Vögte zu Wyler, anstatt der Ritter Jörg von Rechberg und Hanns von Lanndöw vor ihm und offenem Landgericht zu Bürren auf Klage Hainrichen Vogts, Bürgers zu Marchdorf, in die Acht gethan und in des Landgerichts Achtbuch für offene Ächter verschrieben sind. Perg. Or. mit dem beschädigten rückwärts aufgedrückten Siegel des Landgerichts. Karlsruhe. 4) 1502 Dez. 8. geloben Ammann und Gemeinde des Dorfes Zustdorf (ausgenommen Lienhart Ryser, Thyas Hurael und Thoman und Lienhart die Scherer, die von ihnen gewichen und abgetreten sind) vor dem königlichen Notar Melchior Flamm von Rauenspurg und den Zeugen Hanns Hägg und Hanns Al- göwer, Laien von Rauenspurg, auf der hintern grössern Lauben im Schlosse Zustdorf die von ihnen ihrem Ammann Steffan Häggen am dornstag nach st. Nicolaus tag [Dez. 8.] 1502 gegebene und heute auf ihre Bitten von Vlrich Wochner, Landrichter auf Lütkircher Haid, und Virich Klotzen besiegelte Vollmacht, berührend den Totschlag an Jacob Olpsen, wegen dessen auf Klage von Jacobs Bruder Brosy Olps von Haidbremen ein sie beschwerendes Urteil vom Landgericht zu Büren in der Grafschaft Hailigenberg ergangen, zu halten. Der Ammann wird bevollmächtigt, die Appellation gegen dieses Urteil rechtlich auszuführen. Perg. Or. Notarsinstrument mit dem Zeichen des vorgen. Notars. Ravensburg. 5) 1504 Juni 15. hebt zu Ynnsprugkh König Maximilian, welchem die Grafen Hawg, Johanns, Cristoff und Felix zu Werdemberg und zum Hailigenberg vorgebracht haben, dass sie Jörg Kreier wegen eines „noms" oder Frevels, an zwei Armenmannen in ihren Hohen und niedern Gerichten begangen, und dessen Gemeinschafter Hannsen Kellner nach ihren Freiheiten und dem alten._Gehrauche^ihrer Grafschaft zum Hailigenberg in die Acht des Landgerichts dieser Grafschaft gebracht haben, dass aber. Hanns von Lanndaw, königlicher Rat, dem diese beide „verwandt" sind, wegen seiner Freiheit, nach der seine Diener und Amtleute um Händel, die Ehre, Schuld, Habe und Güter betreffen, vor ihn gewiesen werden sollen, dieselben abgefordert, diese Sache vor das königliche Kammergericht gezogen und mit dem königlichen „camerprocurator fiscal" um den in seiner Freiheit genannten Poenfall Ladung gegen ihren Vogt Hannsen Boscher sei., den Landrichter und die Urteilsprecher dieses Landgerichts „mitsampt der inhibicion" ausgebracht hat, auf Beschwerde dieser Grafen diese Inhibition auf und befiehlt, da er nicht gewillt ist, dass durch die Hansen von Lanndaw erteilte Freiheit anderer Gerechtigkeit genommen werde, den gen. Landrichter und Urteilsprechern, gegen die beiden offenen Ächter auf Erfordern der Grafen oder ihrer Amtleute nach mM i WS 1489. 243 Landgerichts Brauch rechtlich vorzugehen, nachdem das Kammergericht diese Sache an sie zurückgewiesen hat. Am Or. hieng das kön. Siegel. Perg. Vidimus der Stadt Überlingen von 1504 U. 1. Fr. Abend ihrer Himmelfahrt [Aug. 14.] mit plattgedrücktem Sekretsiegel. Donaueschingen. 6) 1505 Sept. 30. protestiert die Eatsbotschaft von Eauenspurg zu Büren dem Dorfe, zu der Grafschaft „Werdenberg" gehörig, im Wirtshause in der obern gewöhnlichen Landgerichtsstube vor dem Landrichter und den Urteilsprechern, die da zu Landgericht sassen, und vor dem Junker Görgen von Sunthain, Vogt zum Hailgenberg, gegen die gerichtliche Verhandlung ihres Hintersassen Hannß Struß von Zustdorf, der dadurch, dass er „ainen kirchweg" auf und in dem seinen ohne Erlaubnis dieses Vogtes verschlagen habe, vor diesem Landgerichte vorgenommen worden sei, denn diese Sache sei eine rein bürgerliche, über die die Stadt Eauenspurg vor ihrem Stab und Gericht zu Zustdorf richten lasse. Perg. Or., Instrument des Notars Johannes Schlechter von Frowenfeld, Schulmeisters zu Eauenspurg. Eavensburg. 7) 1508 Juli 6. giebt zu Oberwesell am Eeyn Kaiser Maximilian den Grafen Johanns, Cristoff und Felix zu Werdennberg und Heylignberg, Gebrüdern, da vom Landgerichte der Grafschaft zum Heylignperg, vor dem ihre Vögte die, welche in dieser Grafschaft gesessen und „mutwillig fräfenlich henndl, gwalltsam vnd gepot begangen", darum beklagen, obwohl dasselbe jedem nach Herkommen der Grafschaft Eecht erteilt, dennoch in Maleflzsachen und um_geringe Sachen an den Kaiser und das Kammergericht appelliert werde, die Gnade, dass fortan von demselben nur noch in Sachen von über 50 fl. Eh. Wert geappeliert werden dürfe, und dass der Appellant vor dem Landgericht schwören müsse, er thue das nicht um der Widerpartei ihr Eecht zu verhindern, sondern um seine Gerechtigkeit zu schirmen , er werde sechs Monate nach Empfang der Urteilsbriefe appellieren und wenn er auch da verurteilt werde, der Gegenpartei den daraus erwachsenden Kosten und Schaden ersetzen. Wer dies verletzt, hat 20 M. G., halb in des Eeiches Kammer, halb an die gen. Grafen, zu zahlen. Perg. Or. mit dem kais. Siegel (Heffner, Taf. XIX No. 125). Donaueschingen. v ■ im». ■ . i 1489, Mai 5. 136. Götfrid von Zymbern, Frei, Herr zu Meßkirch, leiht Hansen Gremlichen zu Menningen die Burg und den Burghof daselbst, sowie die Dörfer Meningen und Lütißhofen zu Mannlehen mit der Bedingung, dass die Burg sein und seiner Erben offenes Haus sein und als solches von ihnen empfangen werden soll a ). Geben an zinstag nach dem sontag Misericordia Domini 1489. Die Siegel des Ausstellers (s. Abb. No. 26). Perg. Or. Donaueschingen. T. a) Dieses Lehen leiht Johanns Wernher von Zymbern 1509 mentag nach st. Franciscus tag [Okt. 8.] Hannsen Gremiich zu Mennyngen. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (wie Abb. No. 17). a. a. 0. T. 1) 1482 dornstag vor Vnnser lieben Frowen tag der Liechtmesse [Jan. 31.] verkauft Siluester Haldner von Meßkirch Stoffeln Wyh von Kapel um 95 fl. Eh., für jeden Gulden 60 kr. Landeswährung gerechnet, seine Mühle zu Menningen im Dorfe, die er von Elizabeth Schällin zu Pfullendorf erkauft hat und aus der 5 U 10 ß h. Landeswährung, 1 Viertel Eier und 4 Hühner dem Gotteshause Wald, von dem sie Erblehen ist, und 2 Imi Kernen dem Messner zu Menningen ewigen Zins gehen. Alle andern J ahre soll der Inhaber der Mühle der Herrschaft von Zymmern einen Jagdhund ziehen und Fron- und Tagdienste Hansen Gremiich zu Meningen thun. Perg. Or. mit den eingenähten Siegeln Jacob Wyglins, Stadtammanns zu Meßkirch, und Caspar Hainins, sesshaft daselbst. Sigmaringen, f. Domänenarchiv. 2) 1508 frytag nach st. Vrbans tag [Mai 26.] schlichten Walther Eickennbach, Burgermeister, 31* 1 • P«5 ■s$ 244 1489. Hannß Payer, alter Burgermeister, und Hannß Styeslin, des Rates zu Pfullendorf, den Streit zwischen Graf Cristof zu Werdemberg und zum Hayligemberg als regierendem Herrn der Herrschaft Sigmaringen und den Heiligenpflegern zu Laytz anstatt U. 1. Fr. daselbst einer- und den Brüdern Hanß Wernher, Gödtfryd und Wilhalm Wernher von Zimbern, Freien und Herren zu Heßktirch, anderseits wegen des grossen und kleinen Zehntens zu Mäningen und Lytißhofen; derselbe wird denen von Zimbern als Eigen zugesprochen, doch sollen davon 7 Malter Veesen und 4 Malter Haber als ewige Gilt an U. 1. Fr. Pflege zu Laytz geliefert werden. Perg. Or. mit den Siegeln Cristofs Grafen zu Werdemberg (wie Abb. No. 38), Hanß Wernhers Freiherrn zu Zimbern (wie Abb. No. 17), und Walther Rickennbachs. Donaueschingen. R. 1489, Okt. 10. 137. Wilhalm von Nuneck, Vogt zu Tuttlingen, vergleicht Thomman von Cyli, Dompropstzu Costentz, mit Cünraten, Ritter, und Burekarten, Gebrüdern, von Schellen- berg wegen der Vogtrechte des Kelnhofes zu Bela: die von Schellenberg sollen von allen besetzten Höfen, Hüben, Schuppossen und Gütern zu Bela ihr herkömmliches Vogtrecht nehmen; von den wüst liegenden Gütern aber mögen sie soviel Vogtrecht nehmen, als ihnen davon erfolgen mag, und sollen den Dompropst darum nicht weiter bekümmern. Der Dompropst hat das Recht, wann er will, diese Höfe, Hüben, Schuppossen und Güter zu besetzen und in gutes Wesen zu bringen; geschieht das, so bezieht er davon seine jährlichen Zinse und seine andere Gerechtigkeit und ebenso die von Schellenberg ihr Vogtrecht. Kann der Dompropst mehr denn das Vogtrecht „darvß bringen", so soll ihm das auch „haimfallen" ohne Irrung der von Schellenberg. Geben vff samstag vor st. Gallen tag 1489. Die beschädigten Siegel des Ausstellers, des Dompropsts, des Kapitels Constanz und Conrats von Schellenberg (IV C, 30 mm D.). Perg. Or. Karlsruhe. 1) 1483 fritag nach st. Gallen tag [Okt. 17.] sitzt Conrat Scherer, Schultheiss zu Hüfingen, daselbst im Namen des Ritters Conrat von Schellemberg und dessen Bruders Burekart zu Gericht. Hanns Tierberg klagt, ein Gut zu Beihain, das er von seiner Gemahlin ererbt habe, werde von den Kienasten nicht mehr gebaut, diese sollen ihn, da er dadurch Wiesen oder Äcker aus diesem Gute verlieren könne, daran ungeirrt lassen. Hanns Kienast, Schultheiss zu der Nüwenstatt, antwortet als Vogt und Träger der Kienastin und ihrer Söhne von Beihain, seiner Vetter, dieses Gut haben als ererbtes Gut von Mutter Seite her länger denn Stadt- und Landrecht die Kienasten innegehabt und davon dem Tierberg 272 & Zins gegeben, solange sie den Zins geben, soll sie der Kläger ungeirrt lassen. Die Mehrheit der Richter entscheidet, dass, da Tierberg „nit anders darlegte dann worte", das Gut den Kienasten bleibe, und dass dieselben davon den gen. Zins dem geben sollen, welchem er zugehört. Perg. Or. mit dem plattgedrückten Siegel der Stadt Hüfingen. Donaueschingen. a) 1492 mentag nach Cantate [Mai 21.] verkaufen dieses Gut, das der Keünasch, gen. Schlegel, um den gen. Zins baut, als freieigen Hannß Dierberg, der alte, und sein Sohn Siluester um 30 fl. an st Erharts Altar in der Kapelle zu Fürstenberg. Perg. Or. mit dem Siegel des Grafen Hainrich zu Füratenberg (wie IV, 64). Do- nauesebingen. J! I smw ^gwH^fcBBSMHa .'...:• Ji: 1489. 1490. 245 2) 1486 donstag nach st. Georigen tag [Apr. 27.] leiht zu Constentz der oben gen. Dompropst Hannsen Schumpp, dem Jüngern, seinen Kelnhof zu Bella für ihn und seine Nachkommen in Zinslehensweise um 5 Malter Veesen Ratolfzeller Mass auf st. Martins Tag fälligen Zins und 3 Fastnachthennen, zahlbar in Eatolfzell. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 3) 1489 frytag nach dem hl. Pfinstag [Juni 12.] erlaubt zu Stutgarten Eberhart Graf zu Wirtem- berg als Lehensherr auf Bitten des Ritters Conraten von Schellemberg, dass Margarethe Vtznach, Burekarten Schellembergs von Monelflngen Hausfrau, des Wollers Gütlein zu Bela, das 3'/2 Malter Korn zinst und von der Herrschaft Valckenstain herrührt, an das st. Jörgen-Gotteshaus zu Monelflngen verordnet; das Gütlein soll aber auch in Zukunft „vermannet" werden; er leiht es jetzt in Trägerweise dem Hennßlin Contzen von Monelflngen. Perg. Or. iniü dem beschädigten Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. T. 4) 1501 dornßtag nach st. Bartholomeus tag [Aug. 26.] verkauft Agatha Sutorin, Bürgerin zu Villingen, Hannsen Välin, dem reisigen Knechte, der dem Komtur zu Villingen dient , um 100 fi. Eh. 5 fi. Rh. auf st. Bartholomeus Tag fälligen Zins aus den 22 1 /» fi. Gilt, die ihr alle Jahre von Ritter Conraten und Junker Burgkharten von Schellenperg, Gebrüdern , als Hauptgilten und von Schultheiss und Rat zu Hüf- flngen als Mitgilten aus den Dörfern Beihain und Hußen laut eines Zinsbriefs, den sie hiemit als Unterpfand hinterlegt, fallen. Perg. Or. mit dem Sekret der Stadt Villingen. Villingen, Pfründearchiv. 1489, Nov. 9. 138. Ambrosius Elps zu Haidpremen, dem Abt Caspar von Wingarten für sich, Ursula Rischin, sein eheliches Weib, und das jüngste eheliche Kind, das sie hinterlassen, auf aller 3 Lebtage seines Gotteshauses eigenes Gut zu Haidtpremen, das vormals Peter Elps, sein Vater sei., innegehabt hat, verliehen hat, erklärt, da~s sie alle drei das Gut in Hubersweise ihr Lebtag lang innehaben, in guten Ehren halten, dasselbe nicht „schlaitzen", noch etwas davon verkaufen oder versetzen, auf st. Martins Tag in dem Gotteshause zu Zins und Hubgeld 1 t£ 5 ß ,$, 10 Scheffel beiderlei Korn, alles Rauenspurger Währung und Mass, bezahlen, dazu 6 Hühner, 1 Fastnachthenne und 60 Eier zu rechter Zeit geben und auch, wenn sonst „naiswas" daraus gehen sollte, dieses entrichten werden. Werden sie einer dieser Bestimmungen nicht gerecht, so ist das Gut heimgefallen, ebenso wenn eines von ihnen „vß der vngenossame zu der hl. e griffet" oder sich sonst dem Gotteshause mit Leib und Gut entfremdet. Sie sollen auch, solange sie das Gut innehaben, zu des Gotteshauses eigenen Hölzern, die nicht in ihr Gut gehören, getreulich sehen und dieselben „verhüten"; wenn der Abt und seine Nachkommen für sich oder ihre Güter Holz hinter ihnen zu hauen bedürfen, sollen sie dieselben daran nicht irren. Wird das Gut bei ihrem Leben oder nach ihrem Tode dem Gotteshause ledig, so sollen sie das lassen „mit drittail vnd höwrichty" nach Landes Sitte. Haben sie etwas auf das Gut gelegt oder verbaut, so ist ihnen das Gotteshaus keinen Ersatz der Kosten oder Arbeit schuldig. Geben am montag vor st. Martins tag 1489. Das Siegel des Junkers Fridrich Humpis von Pfaffenwiller beschädigt. Perg. Or. Donaueschingen. 1490, Jan. 8. 139. Sigmund Graf zu Lupfen, der ältere, Hauptgilte, und Hainrich von Stofflen, Hanns Vogt zu Rattolfszell, der ältere, und Schultheiß, Bürgermeister und Rat der Stadt Engen im Hegaw, Mitgilten, verkaufen Peter Mößlein, Bürger zu Costantz, um 800 fl. Rh. 40 fi. Zins aus des Hauptgilten Kornzehnten, Herbststeuer und MH ,,.;:.„,',;,;SUSI £ '>;A|?t: 246 1490. Kelnhof zu Honnstetten und aus dessen Herbststeuer im Altendorf bei Engen. Einlager in Costantz. Geben vff st. Erbartes tag des bl. biscbofs 1490. Das Or. siegelten die Aussteller. Lupf. Kopialbücher VI, 96—104. Stuttgart. 1) 1350 frytag nach st. Michels tag [Okt. l.~] geloben zu Meskilch Äbtissin Gerhilt zu Wald und ihr Konvent die Güten dreier Güter zu Hünstetten, welche ihnen Engela, Berhtolts sei. von H5dorf eheliche Wirtin, zu dessen Seelenheile gegeben hat, an dessen Jahrzeit „in daz reuenter" dem Konvente um Fische zu geben, widrigenfalls der Zins in dem betreffenden Jahre an das Almosen st. Nyclaus Kirche zu Überlingen fällt. Zeugen : Mähtilt und Agatha die Truchsessinen von Meskilch und Katherina Stukkin, Klosterfrauen zu Wald. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Äbtissinnensiegel von Wald. Überlingen, Stadtarchiv. 2) 1493 fritags post Valentini [Febr. 15.] leiht Abt Martin von Eeichenau Virich Keller für ihn und seine Geschwister des Knoden Gütlein zu Honstetten, das hievor 5 Viertel Kernen Stainer Mass, 5 p ^ Costentzer Währung, 1 Herbsthuhn und 30 Eier gegolten hat a ). fieichenauer Lehenbuch 638 b Bl. 190. Karlsruhe. a) Nach dessen Abgang leiht Abt Martin dieses Gütlein Hannsen Keller, gen. Müller, für ihn und seine Geschwister 1501 zinßtags ante Symonis et Jude [Okt. 36.]. a. a. 0. 1490, Jan. 13. 140. Otto Bischof zu Costenntz entscheidet den Streit des Abtes Georien zu Zwi- falten und seines Gotteshauses mit seinem Vetter Erhart von Gundelfingen, Freien, und den seinen von Hayingen. Der Abt vermeinte als Besitzer des Schlosses Eren- fels „vß ainer dienstbarlichen gerechtikait" „ain fichtribe vnd zufart vf die von Hayingen in iren vchtat vnd allenthalben bis an die statt ze haben", und forderte, dass der gen. von Gundelfingen ihm für die wegen dieser Zufahrt geschehenen Pfändung des Viehes Bekerung thue und dazu den erlittenen Schaden ersetze, dass das Schutzembüch dem Schlosse Erenfels zugehöre und dass die von Hayingen, die darin Holz geschlagen und Pfand zu geben verweigert haben, von dem von Gundelfingen gewiesen werden, ihm und seinem Gotteshause diesen Schaden zu ersetzen, dass die von Hayingen „mit irem hertfiche" sein Gotteshaus auf den ihm von Erenfels wegen zugehörigen Weiden nicht mehr ohne Becht „vbertriben" noch dass dieselben auf seines Gotteshauses Eigentum zu Vainhusen „mit schaufen, vmb lone angenommen, tryben", und klagte ferner, dass sie im Thale von Erenfels herauf bis an den Marderfelsen, desgleichen an der Lindthalden bis an des Schmidshaldlin Äcker gemacht haben, da doch dort Grund und Boden ihm von Erenfels wegen gehört, und dass sie einen Acker im Schwaiftale, der ebenso zu Erenfels gehört und lange als Hanf- 1490. 247 garten bebaut war, „yngenommen" haben. Der Streit war früher schon vor dem Grafen Eberharten zu Wirtemberg, dem altern, und seinen Eäten, und dann vor Conraten vom Berge als gemeinem Obmann mit gleichem Zusätze in rechtlicher Übung. Jetzt bestimmt der Bischof, dem die Parteien vergönnt haben, mit etlichen seinen Räten gütlich und unverbunden zu tädigen, „was vom würe des Nuwen Wyers dem weg nach, der da dannen von Wimpßen herüber am Hundsrugken hinuf gen Hayingen dienet, bis zu ennde baider Lindthalden von ainem marckstain vnd marck- sule in die andern, von vnsern lieben, besondern Conrat Spaten und Brunen von Hertenstaiu, die bi disem vertrage gewesen sind, vf vnser begere vnd baider par- thyen verwilligung gesetzt, zu der lincken hande gegen dem schloß Erenfels werts lyt, vnd denn aber den marcken vnd marckstainen nach vberzwerch vnder des Schmids- haldlin hinabe in dz tale, das ob Erenfelser Wisen heruf zücht, vnd das selb tale am Rain vf die lincken hande hinabe bis vf die jetztgenanten wisen vnd ob der selben wisen aber den marcken vnd marckstainen nach hinvber bis in den wege, da die vberzwerhin der selben wisen sich endet, vnd den selben wege an der wisen das tale hinabe bis zu ainem marckstain, der da stet oberhalb dem schloß Erenfels am weg bi ainem felsen an ainem bildstock, vnd daselbs hinuf hinden an dem schloß hinabe au das wasser, dasselb alles mit zwinge, bane, holtz, felde, tratt, wunne vnd waide sol dem schloß Erenfels vnd dem gotshuse Zwifalten von sinen wegen in ewig zyte zugehören". Alles andere, das der Abt angesprochen hat, und über das in diesem A r ertrage nicht besonders entschieden wird, samt dem obgen. Acker im Schwaiftale und den zwei Hölzern im Schützembüch und dem Kugelbere gehört dem von Gundelfingen und den seinen von Hayingen mit Zwing, Bann, Holz, Feld, Tratt, Wunn, Weide, Obrigkeit und Herrlichkeit; dieselben dürfen auch mit ihrem Vieh durch das ihrige über das Wasser ob Erenfels treiben und darin tränken nach ihrer Notdurft. Im übrigen soll jeder Teil in seinen Zwingen und Bannen vom andern unangefochten bleiben. Hie von Hayingen dürfen die Tratt „vf das Vainhusen" wie bisher „mit schauffen vnd hertfiche, so sy mit iren gemainen hirten behutent", fürohin brauchen, dürfen aber die nicht verleihen, noch „ainig schwaige daruf schla- hen" laut der früher darüber gegebenen und noch vorhandenen Briefe. Der Unwille, der zwischen den Parteien .etlicher Worte wegen, die sie im Rechten dieser Späne halb mündlich und schriftlich geübt haben, entstanden ist, samt allen Gerichtshändeln ist tot und ab. Beide Teile geloben, diesen Vertrag zu halten. Gegeben vff st. Hilaryen tag 1490. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. Donaueschingen. g '■ ■ . ■ m I H Hl SSSj 11 1) 1318 zinstag vor st. Mathias tag [Febr. 21.~\ vergleichen sich Cvnrat von Gundelvingen, Ritter, und sein Bruder Degenhart wegen des Kirchensatzes zu Haigingen, wegen dessen Missheilung zwischen ihnen gewesen: sie haben mit Rat ihrer Freunde diese Kirche einem „gemainen man" geliehen, kommen sie nach dessen Tode nicht über einen „gemainen man" überein, so sollen sie die Einsetzung eines solchen dreien ihrer Freunde überlassen; ihre Kinder erben ihr Recht an diesem Kirchensatze; will Degenhart seinen Anteil an demselben einem seiner Freunde vermachen, so darf ihn Cvnrat daran nicht irren; will einer seinen Teil veräussern, so hat der andere das Vorkaufsrecht. Zeugen: Graf Cvnrat von Warstain und sein Bruder, Graf Götfrit, Herr Cvnrat von Tierberk, Ritter, Herr Swigker von Gundeiuingen, Ritter, Cvnrat von Tierberk und Hainrich von Stöfelen, Cvnrat der Strobel und Hainrich von Haigingen, Berhtolt, sein Bruder, Wernher der Stadtammann, Eberli Knobloch und Cvnrat, sein Bruder, Hainrich der Kaiser, Burkart Appli und Wernher, sein Bruder, Hainrich der Blezzer und Abreht, sein Bruder. Perg. Or., die Siegel der Aussteller fehlen. Donaueschingen. 2) 1493 zinßtag nach (?) st. Hilarien tag [Jan. 151\ vertauschen Abt Jerg und der Konvent des Gotteshauses Zwyfalten dem Junker Erhart von Gundelfingen, Freiherrn, als Gerhaben der Söhne seines Bruders Jerg sei., der Junker Steffan und Schweygcker von Gundelfingen, gegen deren Vogtei und Güter zu Dürrenwaldstetten bei Yttenhusen ihre Höfe, Zinsen und Güter zu Hayngen in der Stadt und den Teil von „dem Vainhusen", der gegen Haynngen wärts untermarket und versteint ist. Alle die Vogtei dieser Güter zu Haynngen und Vainhusen betreffenden Briefe sind fortan kraftlos. Die von Haynngen haben mit ihrem Vieh nebst denen von Sonnderbuch und Wiltzingen auf dem ganzen Vainhusen, wie bisher, Trieb und Tratt. Des Gotteshauses Zinser und Eigenleute zu Haynngen bleiben in dem bisherigen Verhältnis. Den Zehnten aus „dem Vainhusen", der von Alters her gen Haynngen gehört, hat sich Junker Erhart in dem Tausch vorbehalten. Perg. Or. mit den Siegeln der beiden Aussteller. Donaueschingen. T. 1490, März 26. 141. Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Fürstenberg, vergleichen sich mit Abt Eberhart zu Sandt Plasy auf dem Schwartzwald: 1) Des Klosters Sandt Plasy Maierhof zu Löffingen war etliche Jahre nicht besetzt, weil der Maier durch die jährliche Herbst- und Maiensteuer sich beschwert hielt. Dieser Steuer wegen soll es nach Angabe eines frühern Briefes, der im übrigen jetzt tot erklärt wird, gehalten werden, in dem beredet ist, dass die Pfleger des Klosters auf st. Martins Tag 2 fl. in Gold oder dafür soviel Münze, als der Gulden jeweils gilt, und auf den Maitag 1 fl. jährlich den „stürmaygern" zu Löffingen zu geben haben; geschieht dies nicht, so sollen die „stürmayer" den Amtmann oder den „hoffmayer" des Klosters pfänden und mit dem Pfände nach der Gewohnheit der Stadt Löffingen verfahren. Weitere Steuer giebt der Maierhof nicht, doch hat der jeweilige Hof- maier von all seinem andern Gute Steuer zu geben und der Herrschaft und der Stadt Thorhut, Wacht und Dienst zu thun, wie ein anderer Löffinger. 2) Die 15 ß ^ Fryburger Münze, die von Alters her jährlich vom Gotteshause St. Pläsy der Herrschaft Fürstenberg zu Opfergeld gegeben wurden, hat der Abt fortan zwischen Martini und Weihnachten dem fürstenbergischen Vogte zu Löffingen geben zu 3 ik mm 1490. 249 lassen. 3) Der Abt zu St. Pläsy ist mit dem, was er zu Löffingeu hat, von Alters her Bürger daselbst und hat zu Burgrecht jährlich den Bürgern 10 ß ^ Fryburger Münze gegeben, dieses Burgrecht hat er fortan acht Tage vor oder nach Martini gen Löffingen zu geben; dagegen haben die Bürger des Klosters Güter in Löffingen und dessen Amtleute zu schirmen und ihnen Recht vor ihnen ergehen zu lassen, wie einem Bürger, der in der Stadt sitzt; der Abt und sein Amtmann dürfen keinen Bürger wegen Schulden oder Zins vor einem Gerichte bekümmern, sondern der Amtmann des Klosters muss mit dem zu Löffingen zuerst zu dem Schuldner gehen und von demselben „vßrichtung" fordern; der Amtmann zu Löffingen kaun aber dem Schuldner bis zu einem Monat Frist gewähren, zahlt der Schuldner innerhalb dieser Frist nicht, so soll der Amtmann von ihm „pfand geben, wie dann der kirchen zu Löffingen recht ist". Geben vff frytag vor dem suntag Judica 1490. Die Siegel der beiden Aussteller (wie IV, No. 64). Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1483, Juni 3. Komae Oliverivs Sabinensis, Marcus Penestinus (sie), Jobannes Albanensis, epis- copi, Pliilibertus tituli ss. Johannis et Pauli, Jobannes tituli s. Marcelli, Gabriel tituli ss. Sergii et Bachi, Petrus tituli s. Nicolai inter ymagines, presbyteri, Franciscus s. Eustachii, Franciscus s. Mariae Novae et Johannes s. Mariae in Aquiro, diaconi Romanae ecclesiae cardinales, omnibus, qui parrochialem ecclesiam s. Michaelis opidi Loefiingen dictis diebus visitaverint et ad reparationem eiusdem, ad quam Jobannes Bischoff, decretornm doctor ipsiusque ecclesiae rector, specialem gerit devotionem, et ad alia opera manus porrexerint adiutrices, 100 dies de invinetis eis penitentiis relaxant. Perg. Or., die Siegel der Aussteller fehlen. Freiburg, erzbischöniches Archiv*). a) Einen weitem Ablassbrief gab der Kirche Löffingen 1501, März 1. der Kardinallegat Raimund zu Braunschweig auf Bitten seines Referendarius Georgius Bartholomei, alias Pridawer. Perg. Or. mit sehr schönen Miniaturen, a. a. O. 2) Die Stadt Lefnngen und die zu ihrem Amte gehörigen Dörfer bewilligten in unbekanntem Jahre dem Grafen Conrat von Furstenberg (gestorben 24. Apr. 1484) auf dessen Begehren freiwillig von jedem Saum Wein 5 Plaphart Ungeld auf 4 Jahre. Baumann, Akten zur Geschichte des Bauernkriegs aus Oberschwaben 212. 3) 1493 st. Gallen abend [Okt. 15.] empfängt Cünrat Arnollt zu Löffmgen von Abt Georgius zu St. Blesy auf dem Swartzwald dieses Gotteshauses Maierhof zu Löffingen auf 9 Jahre. Er soll denselben nach seinem Vermögen mit Dach und „gemacht stallung" hauen, damit des Gotteshauses Müller und Knechte Ställe und Herberg haben, jedem Knechte des Gotteshauses, der im Geschäfte desselben ist, '/» Mass Wein gegen Bezahlung über ein Mahl geben, alle Zinse und Güten, die dem Gotteshause gehören und ihm eingeantwortet werden, empfangen und wieder ausgeben und jährlich auf Martini von diesem Hofe je 4 Malter Veesen, Haber und Roggen, Züricher Mass, und vom Garten am Hause, der Vogt Wegelis gewesen, 4 ß Stehler geben. Er unterwirft sich einer etwaigen vom Abte oder dessen Amtleuten festzustellenden Strafe. Damit er desto fieissiger am Hofe bauen könne, lässt ihm der Abt jährlich 4 Malter Roggen zu Bausteuer nach. Dem Vogtherrn wird er alle Steuern, Vogtrecht und „oberkeif ausrichten. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel des Hanns Bletz, gen. Frankfurt, Schultheissen zu Villingen. Karlsruhe. VH . 32 250 1490. 4) 1494 zinstag nach st. Zebaschyens tag [Jan. 21.] verkauft Hainrich Arnolt von Löfiingen, Hainrich Arnolts von Riselfingen sei. Sohn, der Meisterin und den Konventfrauen des Gotteshauses Friden- willer im Schwarzwald um 26 fl. Rh. im Löffinger Bann 2 Juchart Acker im Stättbach, 1 Juchart Brache vffem Gstirli 1 Juchart hinter dem Kalchofen, 2 Juchart im obern Kumyt oberra Gescherschwiller Weg, 1 Manns- mad Wiesen an Bargan, desgl. an 2 Stücken by den Fuchslöchern, 'h Mannsmad Wiesen an Langenhalden beim brügkly, 2 Mannsmad vff Schlechtwysen, 1V> Mannsmad vff Schartwisen, und im Willer Bann 1 Mannsmad Wiesen „nach bym brünnen"; alle diese Stücke sind mit Ausnahme von 2 ß Rappenpfennige, die dem Gotteshause St. Plesy daraus gehen, zehnten- und steuerfrei. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Löffingen (wie Abb. IV, No. 64. Umschrift: f S' BVRGENSIVN . DE . LOEFFINGEN). Donaueschingen. R. 5) 1504 freitag vor dem hl. Pfingsttag [Mai 24.] verkaufen den III, 295 genannten aus Löffingen und Röthenbach gehenden Zins von 6 fl. Rh. Ludwig Huber, Bürger zu Freyburg, und Verena Sehenin, seine eheliche Hausfrau, um 108 fl. Rh. an die Karthause auf st. Johans Baptisten Berg oberhalb Fryburg im Brisgaw gelegen. Pap., beglaubigte Kop. von 1655. Donaueschingen. 1490, Apr. 13. 142. Lorentz Kratzer, Schultheiss zu Wolfach, übergiebt als Zugelt und Heiratgut seiner lieben Tochter Margreth Schömeni Andres Kotzen zu Wolfach seine 4 eigenen Höfe vf der Gruob, wie sie vordem Conrad Schöuman und Jacob, dessen Sohn sei., sein Schwager und Vorfahr, besessen haben. Er entbindet die darauf gesessenen 4 Meier ihrer Eide, dieselben schwören dem „ehegemechit" „der gueter recht zu halten vnd zu thund als fromm leut, ouch der sturmglock vnd dem geschrey nachzuyln". Geben vff den Osterzinstag 1490. Das Or. siegelte der Junker Martin von Blumneck. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. T. 1) 1491 Osterzinstag [Apr. 5.] bewilligt Andres Kötz, dass von den Gütern vff der Grub drei Höfe zu zweien zusammengelegt werden, und überlässt den vierten Teil des grossen und kleinen Zehntens daselbst dem Heiligen Niclaus im Kürnbach a ). Perg. Or. mit den Siegeln des Ausstellers (26 mm D., IV A 2, unkenntlich) und Jörg Lempen (28 nun D., IV A 2, Schild gespalten, im übrigen unkenntlich; 2> . \tvg . Ump) und Hainrich Rosers (26 mm D., unkenntlich; Sigüluni .... rfxh rofer) des Rats zu Wolfach. Donaueschingen. R. a) 1508 zinstag vor Vdalrici [Juni 27.] regelt Kötz, dem diese Zusammenziehung nachteilig geworden war und dem das Gericht zu Kurnbach das Recht, seine Lehen mit zwei oder drei Maiern zu besetzen, zuerkannte, mit den Maiern, nachdem er die Zusammenziehung bestehen zu lassen bewilligt hatte, die Leistungen derselben neu. Den vierten Teil des grossen und kleinen Zehntens lässt er der Kirche im Kurnbach, damit man ihr desto bass einen Priester bestellen könne. Perg. Or., das Siegel der Stadt Wolfach fehlt. Donaueschingen. 1490, Apr. 18. Constanz. 143. Vicarius Ottonis episcopi Constantiensis plebano in Wolfach concedit facul- tatem muros ecclesiae suae pro ipsius ampliatione et reformatione infringendi et cum fenestris, tectis et parietibus et aliis opportunis aedificiis reparandi et coemeterium ■'■..■.,-■■::■■■:.., '■ .■■-•. , *> 1490. 251 eiusdem ecclesiae ampliandi et ampliatum consecrandi. Si ecclesia tota vel eius maior pars diruta fuerit, plebanus faciet, ut illa debite reconsecretur, alioquin si parietes eiusdem successive reparati fuerint, aqua exorcitata re concilietur, antequam in ipsa celebret, et prohibebit, ne quid sacrati profanis usibus applicetur, sed ma- teries murorum antiquorum et terra effossa terrae sacratae dicti coemeterii ad- iungatur vel in aquam fluentem mittatur. Datum Constantie [14]90, die 18 mensis Aprilis, indictione octaua. Das unter rautenförmigem Papierstück rückwärts aufgedrückte Siegel unkenntlich. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1472 dornstag nach Aller Haiigen tag [Nov. 5.] erkennen Schultheiss und die Zwölf des Gerichts zu Husen im Kintzigentale in der Streitsache zwischen Hanns Heinrich und Trutman Kügeller, Gebrüdern, Jacob Kügeller, deren Vetter, und Gertrat Kügellerin, Trutmann Kügellers sei. Witwe, einer- und Clausen und Panlin den Alekern, Gebrüdern, und Conraten Dietrich, sämtlich Bürgern zu Wolfach, andererseits, weil dieselben nach etlichen Rechtstagen zu Wolfach an sie gewiesen wurden, da die Güter, darum sie spänig und irrig waren, unter ihrem Stabe seien und vor ihnen „berechtigot" werden sollten, weil dieselben zu den Gütern, gen. „Vff dem hofe" zu Wolfach unter der Stadt gehörten und sich über den Berg „die wand hinab zu tal an das wasser, das den Herlinspach herußloufft", hinzögen. Den Kügellern, welche auf diesen Gütern „gerut vnd geseyget" hatten, war von den Alckern und Conrat Dietrich mit dem Gerichtsstab zu Wolfach verboten worden, „den weg den Herlinspach hinuß mit dem yren zu faren"; sie forderten jedoch für ihre Güter dem Wasserlauf nach heraus an die gemeine Strasse Weg und Steg. Die Beklagten antworteten, die Güter, worüber die Kügeller den Weg forderten, seien ihr eigen, es gehe nur ein Fusssteig darüber ; die Kügeller sollten zu ihren Gütern, die ja zu dem Hofe und nicht zu dem Herlinspach gehörten, über den Hof hinüber den Weg nehmen. Als man beider Teile Kundschaft gehört hatte, entschied sich „lest" die Mehrheit dafür, die Alcker und Conrat Dietrich müssten den Kügellern zu billigen Zeiten zu den Früchten der Güter Weg und Steg geben, „ye das vorder gut dem hindern, als zu Husen recht wer". Die Minderheit war hingegen dafür, „man soll die guter niessen, wie die zu der statt vor hundert oder zweyenhundert jären genossen weren". Auf die weitere Frage des Schultheissen ward als billig erkannt, dass die Minderheit der Mehrheit folgen sollte, „sie wölten sie dann ziehen, als recht wer". „Also ward die minder vrteil von den Alckern vnd Conrath Dietrich getzogen nach vnnsers gerichtz recht vnd herkommen für die vr- teilsprecher gen Haßlach. Do ward von den selben von Haslach der meren vrteil zu recht geuolgt. Nach dem allem Hessen die parthyen vor vns zu recht setzen, zu wollicher zit man weg und steg geben sölt. Do ward aber mit gemeyner vrteil erkennt, man sölt jede frucht, wie die genempt wer, niessen zu ir zit; doch wer sach, ob die Kügeller körn oder habern füren wöltend vnd dannoch höw oder ämde uff dem velde stünde, so solten sie es den Alckern vnd Conrath Dietrich by guter zit verkünden, ynen do weg zu geben. Deßglichen wann sie holtz da herußfüren wollen, das sollen sie tun nach ingenutzter frucht zwüschen st. Michels vnd dem nechst künftigen st. Georgen tagen vngenarlich". Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Husen (s. Abb. No. 9). Donaueschingen. T. 2) 1472 frytag nach st. Martins tag [Nov. 13.1 verkaufen Schultheiss und Rat zu Wolfach unter Vorbehalt des Rückkaufs für 100 fl. Rh. Werlin Noppern, Bürger zu Hornberg, und seiner ehelichen Gemahlin einen auf st. Martinstag in Hornberg zu entrichtenden Zins von 5 fl. Rh. aus der städtischen Steuer. Einlager durch 2 Mitglieder des Rates in Hornberg oder Schiltach. Graf Heinrich zu Fürstenberg giebt seine Zustimmung zu dem Verkauf. Perg. Or'., die Siegel der Stadt Wolfach und des Grafen fehlen. Donaueschingen. T. 3) 1478 Mai 15. Constantiae Georius Winterstetter, utriusque iuris licentiatus, canonicus ecclesiae Constantiensis, in executionem concordiae inter Sixtum papam quartum et Fridericum Romanorum impera- 32* vVB 1 MS laHUir ^m ■■■ llfl 252 1490. torem vicarius sedis episcopalis Constantiensis in spiritualibus specialiter deputatus, fundationein confrater- nitatis sutorum et pistorum in Wolfach in honorem ss. Crispini et Crispiniani factae de consensu plebani et aliorum, quorum interest, approbat et omnibus, qui temporibus in literis fundationis expressis ad missam et divinum officium confluunt, confessis et contritis 40 dies indulgentiarum relaxat et plebano in Wolfach mandat, ut hoc 8 dies, antequam huiusmodi officium celebratur, in ambone publicet. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Donaueschingen. 4) 1479 sambstag vor Aller Heyligen tag [OM. 50.] verheisst Jacob Löschyßen, Bürger zu Wolfach, der 10 fl. Rh. Landeswährung wegen, die er Pauls Wilden, Kirchherrn zu Wolfach, um eine Hofstatt seines Hauses schuldig geworden, und die letzterer an die Bruderschaft „in sant Lorenczen kylchen zu allen fronvasten durch die priesterschaft begangen" geschenkt hat, den Pflegern dieser Bruderschaft, Pauls Wilden und Wernhern Göczen, auf Martini Va fl. Gilt aus seinem Haus und Hofraite gegenüber der Schule zu Wolfach zu geben. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Wolfach (wie II, 536). Donaueschingen. 5) 1482 mitwoch nach st. Margrethen tag [Juli 17.1 verkaufen Awberly Schörnly zu Wolfach und seine eheliche Wirtin Barbara für 200 fl. Eh. Hannsen Vngelter, dem Maler, Bürger zu Wolfach, ihr Haus nebst Hofraite und Garten zu Wolfach in der Vorstadt, das hinten hinaus bis an den Graben geht und aus dem nur der Hofstattzins an den gnädigen Herrn zu geben ist. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Wolfach (wie II, 536). Donaueschingen. T. 6) 1487 mendag nach st. Bartholomens tag [Aug. 27-1 meldet Hainrich Graf zu Furstenberg, der ältere, Clausen Bechlin aus der Altenwolfach, wider den ihm auf dem Hofgerichte Eotwil ein „bybringen" erteilt ist, dass er solche Kundschaft in der Oberwolfach auf Mittwoch vor Natiuitatis Marie [Sept. 5.], am folgenden Tage zu Wolfach, am Samstag darnach zu Husen, am Montag darauf zu Schenckenzell und am folgenden Zinstag zu Dornheim einnehmen werde. Derselbe möge, wenn er wolle, dazu erscheinen; er giebt ihm zu diesen Verhören und zu allen Rechtstagen freies Geleite. Pap. Konzept, das Or. siegelte der Aussteller. Donaueschingen. 7) 1488 ziußtag nach st. Hylarien tag [Jan. 15.] meldet Hanns Way, weiland ein Urteilsprecher des Hofgerichtes zu Rottwil, dem Grafen Allwig von Sultz, Hofrichter, dass er den Grafen Hainrich zu Furstenberg auf die Güter Bechlis, nämlich auf 2 fl. Geld mit dem Hauptgute und versessenem Zinse aus Virich Strickers Güter zu Eschow, auf 'k fl. Geld samt Hauptgut und versessenem Zins von Symon Seger zu Hawsenn, auf 40 U h-, die ihm die Frauen von Wicktenn schulden, auf 7 fl. Schuld und das Vieh , das Bechlin bei Hannsen Edelmann in Kaltenbronn hat, auf IOV2 fl. Schuld auf Clausen Meders Haus zu Wolfach, auf Bechlins Häuser, Höfe, Gärten, Äcker, Wiesen zu Wolfach am Wolfennberg, auf das Vieh, das man demselben bei Hannsen Coler im Wyler ob Allperspach schuldig ist, auf das Vieh, das derselbe bei seinem Bruder Anndres Bechlin im Ybelbach hat, und auf seine Kleider, Kleinode, Barschaft und alles, was er hat oder noch bekommt, angeleitet habe; Graf Hainrich habe die Anleite 6 Wochen, 3 Tage und länger unwidersprochen und bei guten Gerichten besessen. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 8) 1488 mitwoch nach Circumcisionem Domini [Jan. 2-] verkauft Nicolaus Renner, Kirchherr zu Haslach und derzeit Pfleger der priesterlichen Bruderschaft zu Wolfach, Oswalden Graufen von Fryburg, zu Haslach wohnhaft, um 10 fl. Rh. 1 fl. Leibgeding ans allen Zinsen und Renten seiner Bruderschaft. Mit der Kaufsumme hat er IV2 fl. Gilt von Michel Stumpfen, Schulmeister zu Haslach, seiner Bruderschaft erkauft. Perg. Or., die Siegel des Ausstellers und des Burckardus Krencklin, Kirchherrn zu Wolfach und Mitbruders gen. Bruderschaft, fehlen. Donaueschingen. 9) 1503 zinstag vorm Palmtag [Apr. 4.]. Hanns Roser, der in der Vorstadt zu Wolfach an Thoman Goczen sei. von Hagenbüch einen Totschlag begangen hat und im Gefängnisse gelegen ist, bis G8cz verschied, wurde darauf auf Anrufen der Söhne und des Bruders des Erschlagenen von den Anwälten des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg in der Stadt Wolfach vor ein von Husen und Haßlach besetztes peinliches Gericht gestellt, das über ihn bis zu Ende der Sache, wie es sich nach Landsrecht und Gewohnheit gebührt, richtete. Da aber edle und unedle, geistliche und weltliche und alle Umständer des Gerichtes die Anwälte des gen. Grafen und der Erschlagenen Freundschaft gebeten haben, in dieser Sache „abtrag vnd *s T ■» ^ 1490. 253 * fr vV besserung zu nemen", ist heute auf Betreiben Jacobs von Grebern, des Rats zu Wolfach, und anderer ehrbarer Leute der Handel mit Willen der gen. Freundschaft also geschlichtet worden: Hans Roser rauss „zu verbesseren des todgeslagen seel" 30 Messen in der Pfarrkirche zu Wolfach „uff zwen oder dry tag hie- zwischend vnd Pfingsten" lesen lassen, dabei soll er eine halbpfündige Wachskerze in der Hand zu Opfer tragen und 29 Männer bei sich haben, deren jeder ein einen Vierling schweres „wässeliecht" zu Opfer trägt, und es sonst in der Kirche halten, wie Gewohnheit ist, „seelgrecht" und alle Kosten der Kirche zahlen und „ain ewig gedechtnüß", eine Messe, in Jahresfrist in der Kirche zu Husen oder Wolfach, wo die Freundschaft dies haben will, stiften. Er muss ein gehauenes Steinkreuz, das 3 Schuh hoch über dem Boden ist, um Hagenbuch setzen, wohin ihn die Freundschaft weist. Er muss in diesem Jahre 3 Wallfahrten thun, eine dahin, „da Römisch gnad ist", und sich da absolvieren lassen, eine gen Ainsidel und eine auch zu Vnser lieben Frowen und von allen drei Orten „schin, das solichs volbi'acht ist", mitbringen. Er muss alle Kosten, die über Göczens Pflege durch sein Gefängnis und das Gericht erwachsen sind, zahlen, „auch die fünf väl, so Thoman G6cz seligen gezogen von den herschafften siner gatter vnd zu lösen verwilligt sind vmb fünfzehen gülden", mit dieser Summe sofort ledig machen und dem Knaben Jacob GSczen in Monatsfrist 6 fl. geben, worauf er demselben und niemanden von der Freundschaft weiter zu antworten hat. Dem Grafen hat er für seine Strafe und seinen Frevel zu Abtrag bis kommenden st. Johanns Tag Sonnwenden 35 fl. zu geben und, wie er freiwillig vor Gericht zugestanden hat, dessen Leibeigener solange zu bleiben, bis er demselben mit besserm Rechte abgedrungen wird. Darauf schwört er, dies zu thun, und ebenso verbürgen sich für ihn seine Brüder Heilenhart Roser, Kirchherr zu Schappach, in die Hand des Kirchherrn zu Wolfach und Martin Roser „an stab" und geloben die vorgen. Schulden zu bezahlen, wogegen ihnen Hans Roser all sein Gut vor dem Stadtgericht Wolfach aufgiebt. Es wird endlich erkannt, dass, da er Leib und Leben mit dem Gute rette, dessen Brüder an seinem Gute „habens halb sin sollen". Perg. Or., das Siegel der Stadt Wolfach fehlt. Donaueschingen. 10) 1507 st. Steffans tag [1506 Bes. 26] gelobt Wolfgang Graf zu Fürstenberg, dem auf seine Bitte Schultheiss, Bürger und Gemeinde zu Wolfach 13 fl. „künglich mayestet zu hilfgelt in Hungerland" geschenkt haben, denselben, dass dies ihren Freiheiten, Rechten und Herkommen keinen Schaden bringen solle. Das Or. trug das aufgedrückte Siegel des Ausstellers. Gleichzeitige Kop. im Wolfacher Stadtbuche Bl. 35. Wolfach. R. 1490, Mai 24. 144. Pfaff Marcus Marckin, Leutpriester zu Nidingen , wird durch Hainrich und Wolfgang, Gebrüder, Grafen zu Fürstenberg, mit der Priorin und den Konventfrauen des Gotteshauses vff Hoff, dem die Pfarrkirche zu Nidingen im Dorfe inkorporiert ist, und denen kraft dieser Inkorporation und althergebrachter Gerechtigkeit „ain yeder lütpriester, so vff der vermelten pfrond mit tod abgaut vnnd erstürbet, zu erben zu staut", dieses Erbfalls halber also vertragen, dass er oder seine Erben den Frauen auf kommenden st. Gallen Tag für diese Gerechtigkeit 24 fl. Rh. bezahlen sollen, wogegen dann alle seine Verlassenschaft seinen rechten Erben zufällt. Auch sollen er oder seine Erben dem gen. Gotteshause das Haus, in dem er jetzt haus- häblich ist, und das zur Pfründe gehört, „mit tach, gemach vnnd allen nodturftigen gebüen in eren behalten vnd inen das in söllicher mauß mit tachen vnd gemachen zu iren henden antwurten". Dieser Vertrag gilt für seine Nachfolger nicht. T ^HH «HB 254 1490. Geben am rnentag nach vnseres lieben herren Cristi Vffart tag 1490. Das Siegel des Grafen Hainrich von Fürstenberg zerbrochen. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1502 zinstag nach Misericordia Domini [Apr. 12.~\ verkaufen Michel Bendtlin und Hans Lomynit als Pfleger st. Andressen zu Nidingen Hansen Fuchsen, gen. Kremer, von Marchdorf und dessen ehelicher Hausfrau Eua Haffnernen, jetzt wohnhaft zu Nidingen, um 9 fl. Eh. st. Andressen Haus, Hof, Hofraite, Garten und Zugehör als rechteigen. Den Frauen auf Hof gehen von der Hofstatt, auf der das Haus steht, jährlich 4 Viertel Veesen, st. Andressen vom Garten 6 Viertel Veesen; ausserdem gehen darab Steuer, Zehnten und andere Herrenrechte, wie von andern Häusern und Gütern. Perg. Or., das Siegel Petter Albrechts, gen. Vogt, von Nydingen fehlt. Neidingen, Pfarrregistratur. 2) 1503 zinstag nach Misericordia Domini [Mai £.] vergleichen Johanns Küch, Landschreiber in Bare, Obmann, Alexius Rösch, gen. Dubenest, Altschultheiss, und Berchtold Müller von Fürstemberg, Conrat Metzger, Altschultheiss, und Hainrich Brendlin von Gisingen, Zusätze, im Auftrage des Junkers Jörgen von Reckenbach, Obervogts der Grafschaft Fürstemberg, Priorin und Konvent vff Hoff bei Nidingen mit Vogt, Richtern und Maiern des Dorfes Nidingen also: Die Frauen sind das vergangene Jahr das „holl malter" dem Hirten des Dorfes zu geben nicht schuldig, weil sie damals „ir fülhin nit für den hirten, sonder vnnder die ross vff bewilgung geschlagen", sie sind dazu aber verpflichtet und ebenso zur Abgabe eines Paares Schuhe an den „knaben", wenn sie die Füllen für den Hirten oder sonst auf die Weide schlagen. Die Frauen, welche den Hirtenlohn für die Schweine, nämlich 1 Malter Veesen, zu hoch befunden haben und meinten, sie haben viele Schafe, aber wenig Schweine und geben von einem Schweine nur 4 h., (wogegen die Meier einwandten, jenes sei bei ihnen Brauch, sie könnten auch sonst keinen Hirten behalten, „dann die schaff wollen inen nit bliben") haben fortan dem Hirten des Jahres 1 Malter körn zu geben, der Hirt muss aber die Sauen auf dem Hofe holen und „ob der ptister im taig vnd geschafften war zu bachen , davon er nit komen kond", sollen der Hirt oder seine Ehehalten die Schweine ausschlagen und am Abend wieder „haim vff den weg schyben". Die Frauen müssen fortan, wenn sie Güter, die in der Steuer des Dorfes begriffen sind, an sich ziehen, davon ziemlicher Mass Steuer geben. Jede der Frauen, denen mit ihren Amtleuten die Maier vorwarfen, sie „berürend mer, wann inen zugelaussen ist", darf 3 Jauchert Acker bauen und nutzen, „vnnd der wißen der zieche halb soll in guter maynung verrer ditzmäls nit nächgefragt werden". Fortan haben die Maier, die bisher von einem Kalbe 1 h. für Zehnten gegeben haben, was die Frauen zu wenig finden, 1 ^ zu geben , weil im Mehrteil der Flecken um Nidingen ebensoviel gegeben wird. Die Frauen, denen die Maier vorwarfen, dass sie nicht über 50 Haupt Vieh oder 2—3 mehr haben sollen, aber über 70 Haupt haben, dürfen nach dem Entscheide des Grafen Hainrich von Fürstemberg sei. auf die gemeine Weide, auf die die von Nidingen treiben, ihren „herter" 60 Haupt „vngeuarlich dryer mer oder minder" fahren lassen. Dieser Entscheid soll der Herrschaft Fürstemberg und beiden Teilen an ihren Rechten unschädlich sein. Perg. Or. mit dem Siegel Johanns Kuch (wie Abb. No. 43) und dem Hainrichs von Buch zu Gißingen (s. Abb. No. 44). Donaueschingen. ■ 1490, Juli 21. Buchau. 145. Margreth Äbtissin zu Bückow, geb. von Werdemberg, leiht auf Bitten des Abtes Johans zu Salmenswiler das Gut zu Hannennest bei Frödernberg, nachdem Wolf von Heckelbach gestorben ist, Bernharten von Bürren als Lehensträger des Gotteshauses Salmenswilr. I 1490. 255 Geben vff vnnser pfaltz vff zinstag nach st. Jacobs tag apostoli 1490. Das Siegel der Abtei Buchau fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1490, Aug. 2. 146. Der Vogt und die Zwölf des Kirchengerichts „by dem wasser vff, in das kilch- spell gen Wolfach" gehörig, sitzen zu Gericht. Hans Fuchs eröffnet, dass er seine eigenen, ganz freien Güter, „zu den Gassen vnd vndern Löwen gelegen, gen. das fry gute, stossend oberhalb an den Löwenbach, vnden an Lienharts vor Sultzbach gütter, streckend vber sich an Elblisperger gütter vnd in den Hegbach, besitz an der Kint- zigen ab vnd vff, als wit die gütter gond", Syfrit Wilden zu den Löwen um 140 fl. verkauft habe; er ersucht um die gerichtliche Fertigung, da die Güter in dem Gerichtszwang dieses Gerichtes und in des Grafen Hainrich zu Fürstenberg Obrigkeit gelegen sind. Es wird erkannt, dass der Verkäufer die Güter „mit aim grünen zwige, dem minsten zins vnd sinem münd vnd hande" aus seiner Gewalt in des Käufers Hände geben solle. Das thut Haus Fuchs. Geben vff mendag vor st. Oswalds tag 1490. Die unkenntlichen Siegel des Junkers Conradt von Velsenberg und Hansen Benners, Schultheissen zu Wolfach. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1) 1490 zinstag vor Martini [Nov. 9.] verkauft Syfrid Wild für 100 fl. Rh. unter Vorbehalt des Eückkaufs Anndres Kotzen, Kanzler seines gnädigen Herrn zu Wolfach, und Margreth Schömenny, dessen Ehefrau, 5 fl. Eh. Zins aus seinem Gute zu dem untern Löwen und zu den Gassen. Von dem Zins sollen 3 fl. auf st. Martinstag und 2 fl. auf den Maitag in gutem Golde, oder für jeden fl. lO'/s ß <§ Strassburger, nach Wolfach oder im Umkreis von 4 Meilen davon bezahlt werden. Einlager in Wolfach, Schiltach oder Alperspach. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Wolfach (wie II, 536), angehängt auf Bitten des Ausstellers, des Vogtes und der Richter im Kintzigental. Donaueschingen. T. 2) 1495 hl. Dryer künig abent [Jan. 5.] verkauft Jacob Panner, gen. Geybel, Vogt zu Kürnburg, Andres Kotzen, Schreiber zu Wolfach, sein Gut zu den Löwen unter Schiltach in der Herrschaft Schencken- zell gelegen, das der Syfrit besitzt, und das halbe dazu gehörende „lehenlin", das der Bomer im Sultzbach innhat, ferner den halben Zehnten im Thal zu Sultzbach unter Husen; der Käufer muss jedoch noch die Einwilligung des Lehnsherren, des Herren von Gerolzegk, beibringen. Die Kaufsumme ist nicht genannt. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (27 mm D., IV C, im Schilde, der etwas nach r. geneigt ist, ein Hahnenrumpf, darauf der halb r. gewandte Helm mit fliegenden, stark ausgeschnittenen Decken; Helmzier Hahnenrumpf; auf fliegendem Bande: Sacob batter). Donaueschingen. T. 3) 1500 st. Agthtentag [Febr. 5.] leiht nach Abgang seines Bruders Diepolt sei. Gangolf Herr zu Hochengeroltzeck und Schennckennzell die vorgen. Güter, von denen das Gut zu den Löwen 18 ß ^ Strassburger Münze, und das Bomersche Lehen 6 ß 3{ zinst, Andres Kotzen zu Wolfach. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Donaueschingen. T. 4) 1500 st. Larencien abend [Aug. 9.] eignet Gangolf, Herr zu Hochenngeroltzeck obige Güter dem Andres Kätz. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. T. 1 256 149a 5) 1497 mentag vor Exaltacionis Crucis [Sept. 11.] beurkunden Vogt und Richter vor Kintzgen, dass Hans Ygel als Anwalt des Klosters Wittichen vor ihnen in verbannenem Gerichte vorgebracht hat, dass sein Kloster Berchtold Friderich, Amtmann zu Schenckenzell, und dessen ehelicher Hausfrauen Mar- gretten um 30 fl. Eh., um eine Wiese, ob Kurssen brück und unter der Strasse am Bache, und um das kleine Wieslein, das auf den Diirenhoff gehört, auf beider Lebenszeit für jede Woche 6 Leib Brot unter der Bedingung, dass deren Abgabe ende, sowie der Käufer nach dem Tode seiner Frau gen Wittichen auf den Hof komme und da seine gekaufte Pfründe zu geniessen anfange, verkauft habe und dass des Käufers Söhne Hans Friderich, gen. Großhans, und Junghanns und jener selbst namens seiner noch „vnmüntbaren" Kinder vor Gericht auf die gen. Wiese verzichtet haben. Perg. Or., das Siegel des Junkers Jörg von Schnait sollte, weil die Aussteller kein eigenes gebrauchen, anhangen, in Wahrheit hängt aber ein Siegel des 17. Jhdts., dessen mit Antiqua geschriebene Umschrift nicht lesbar ist, an der Urkunde. Donaueschingen. 6) 1501 st. Martiß tag [Nov. 11.] verpflichtet sich Sifrit Wild zu den Obern Löwen, Andres Kotzen zu Wolfach von dem Hofe, auf dem er sitzt, 18 ß ^ Strassburger, 1 Fastnachthenne und V. Zehnten jährlich zu St. Martinstag, sowie Dritteile und Fälle zu geben. Dieser Zins geht sein anderes, unter diesem Hofe gelegenes Gut, das eigenen ablösbaren Zins giebt und für sich selbst verschrieben ist, nichts an. Perg. Or. mit dem Siegel des Junkers Jörgen von Schnait. Donaueschingen. T. 7) Am gleichen Tage verkauft Sifrit Wild Andreß Kotzen den halben Zehnten aus den 2 halben Lehen unter seinem Sässgut, die Freien Güter gen., deren eines er von Herzog Eeynbolten von Urßlingen, das andere von dem Herrn von Geroltzegk und den von Gippichen gekauft hat, um 10 fl. Rh. unter Vorbehalt des Lösungsrechtes. Die Lösung kann zwischen st. Martißtag und Lichtmess erfolgen, nachdem der ganze verfallene Zehnten abgeliefert ist. Perg. Or., die Siegel der Junker Hanns von Emerßhoffen und Jörg von Schnait fehlen. Donaueschingen. T - 8) 1509 zinstag nach Maytag [Mai 8.] verkauft derselbe demselben, dem er schon für 100 fl. 5 fl. Zins und den halben Zehnten aus seinen Gütern, dessen andere Hälfte seiner gnädigen Herrschafft von Furstenberg zugehört, verkauft hat, einen weiteren Zins von 1 fl. fällig auf den Maitag für 20 fl. Hauptgut unter Vorbehalt des Wiederkaufs. Perg. Or. mit dem Siegel der Stadt Wolfach (wie II, 536). Dorn naueschingen. 9) 1508 dornstags post Puriflcationis Marie [Febr. 3.] erlaubt brieflich Graf Wolfgang von Fürstenberg dem Andres Kötz 2 Höfe vff der Grub zu kaufen, behält sich selbst aber deren Wiederlösung vor. Pap. Or. Donaueschingen. 1490, Sept. 6. 147. Eberhart Bletz von Rotastain, Prior zu Ripoltzow, verleiht mit Wissen Hain- richs Grafen zu Fürstenberg, des altern, seines Gotteshauses Herrn und Kastenvogts, gegen einen auf st. Johannstag zur Sonnenwende zu entrichtenden Zins von 1 fl. an Gold oder Strassburger Währung und ] | 4 fl. derselben Währung Hansen Masten von Bayersbrün zum Gewerb des Harzens des Gotteshauses Wälder, „alle die im Kintzgilin gelegen sint, mer ain stuck wald im Kastelbach, gat vom Fürenbechlin, als es in den Kastelbach gat, die Kastelhalde für sich vff vnd ob dem Kastelstain hin biß hin hinder an das Kastelbechlin vnd den alten weg vff biß an das Turecklin, da die gotzhußweld inn Kastelbach herab ziehend; deßglich nü die fachten, die im Kastelbach stond, biß her für an den hindern wyger, die da ruch und nit gut zu howend sint, dermaß die ruhen föchten am Hütterich vmb den weg biß herab an den Hütterich brunen". I 1490. 257 "Was „der agst schaden brecht", soll Hans Mast nit erbrechen, sonst aber mag er die „weld, stuck vnd ort hinenthin buwen, brechen vnd hartzen". Geben an mendag vor Nativitatis Marie 1490. Die Siegel des Ausstellers und des Grafen von Fürstenberg fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1) 1471 donnerstag vor Simonis vnd Judae [Okt. 24.] leiht Johann Münzer, Prior zu Rippelzaw, vor Vogt und Gericht zu Eippelzaw ein Ödgut auf Kubach, das den Zins nicht aufgebracht hatte, Hanßen Bühler gegen einen auf st. Martinstag fälligen Zins von 2 fi. Eh., 3 Malter Haber und dem halben Zehnten. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. T. 1490, Nov. 8. 148. Haintz Foltz von Ostrach, Petter Marck und Petter Bosch von Galckrüty, Petter Lattner von Wangen und Hanns Steffan von Jekouffen wollen dem Mangel einer ewigen Frühmesse in Ostrach abhelfen, damit sie und andere Pfarrangehörige vor der Arbeit dem Gottesdienst beiwohnen können; da das an Gaben und Almosen zu Ostrach Zusammengebrachte zur Errichtung der Pfründe nicht genügt, so giebt Johanns Abt des Gotteshauses Salmanswiler, dem die Pfarre Ostrach als Lehen- und als Grundherrn zusteht, und mit dessen Rat und Hilfe jene 5 gehandelt haben, für sie auf Bitten der Gemeinde den TL 1. Fr. Pfarrkirche zu Ostrach gehörigen Hof zu Wangen, den Hanns Bart jetzt baut und davon 7 Scheffel Haber, 14 Viertel Roggen und 14 ß $\ giltet, zu der Frühmesspfründe. Die 5 Aussteller müssen versprechen, in 10 Jahren den Hof wieder frei zu machen und ebensoviel Güten für die Pfründe zu beschaffen; dazu sind die 5 und jeder einzeln verpflichtet. Geben vff mentag vor st. Martins tag 1490. Die Siegel von Hanns Vogelsang, Bürgermeister, und Jacob Suter , Altbürgermeister, zu Pfullen- dorf eingenäht. Perg. Or. Karlsruhe. S. 1) 1389 zinstag vor st. Vitus tag [Juni 8.] verkauft Hans Heinerli, Bürger zu Phullendorf, Elsbethen der Härtwiginen und Katherinen ihrer Schwester Hartwigs Gut zu Wangen für frei ledig, ausser dass davon jährlich ein Viertel Haber und ein Herbsthuhn gen Küngsegg an die Feste gehen, um 14 ^ ^ Cost. Perg. Or. mit dem Siegel Cünrat Gremlicbs, Ammanns zu Phullendorf (der Aussteller hat keines). Pfullendorf. 2) 1408 mitwoch vor st. Mathias tag [Febr. 22.] verkauft dasselbe Gut Hans Brüsch, Bürger zu Pfullendorf, dem Spitale daselbst um 26 ff ^i, die ihm Katherin Münchin, Pfründnerin in diesem Spital, von ihrem eigenen Gut anstatt des Spitals giebt. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Burkart Lücz- lers, Bürgers zu Pfullendorf. Pfullendorf. VII . 33 258 u ^- 1491, Febr. 21. 149. Jacob und Erhardt, Gebrüder, Grafen von Neuenbürg, Herren zu Thengen, Hauptgilten, und Vogt, Eichter und Gemeinde des Dorfes Mowenheim, Mitgilten, verkaufen Martin Swarzen, Waffenschmied, Bürger zu Villingen, um 200 fl. Eh. 10 fl. Eh. ablösigen Jahreszins aus der Hauptgilten grossen und kleinen Zornzehnten zu Mowenheim. Einlager in Villingen. Geben vff mentag negst nach dem sontag Inuocauit, der alten Faßnacht. Das Or. siegelten die Hauptgilten und für die Gemeinde Mowenheim Junker Hannß von Eyschach. Pap. Kop. 17. Jhdt. Donaueschingen. 1491, Febr. 25. 150. Vlrich von Helmßdorf verkauft Vlrichen Grafen zu Montfort und zu Tett- nang das Gericht zu Imenstad am See, genannt die "Vogtei, mit Gerichten, Diensten, Tafernen, Fastnachthiihnern und allen Gewohnheiten als Lehen von Sigmund Graf / zu Lupfen, dem altern, für 425 fl. Rh., „so in disem land zu Swaben gütt, gänng vnd gab sind" a ). Geben vff frytag nach st. Mathis des hailigen zwelfbotten tag 1491. Die Siegel des Ausstellers (27 mm D., IV C, im Schilde zwei gegen einander gekehrte Einhornköpfe, Helm mit fliegender Decke, Helmzier Einhornkopf; Umschrift auf Band unleserlich) und seines Schwagers, des festen Jacoben Nagel (im Schild ein rechtes Ober- und rechtes Untereck, Helmzier 2 Büffel- hörner, sonst beschädigt). Perg. Or. Donaueschingen. S. a) 1491 fritag nach st. Nicolaus tag [Bez. 9.] leiht diese Vogtei Graf Sigmund zu Lupfen, der ältere, Heinrichen von Arnsperg, Vogt zu Tettnang, als Träger des Grafen Vlrich von Montfort zu Mannlehen. Perg. Or., das Siegel fehlt Karlsruhe. — 1495 montag nach st. Michels tag [Okt. 5.] leibt Graf Sigmund von Lupfen diese Vogtei demselben Vogte als Träger des Grafen Vlrich von Montfort, des Jüngern. Perg. Or., das Siegel fehlt, a. a. 0. 1) 1310 mäntag nach dem Palmtage [Ajor. 13.] bekundet zu Costentz Graf Evdolf von Hohen- berch, dass Herr Cvnrat von Hermenstorf, Eitter, an seine Hand den Grund und das darauf stehende Holz bei Hermenstorf, gen. im Wasach, das er von ihm zu Lehen hatte, und das an der Herren von Wingarten und an Cvnrates Strölis, Bürgers von Costentz, Holz und „niderwert" an den Bodensee stösst, aufgegeben habe, und giebt auf dessen Bitte um Gottes Willen die Eigenschaft dieses Holzes den Pflegern und dem Hause des hl. Geistspitals der Dürftigen zu Costentz a ). Perg. Or. mit Eeitersiegel des Ausstellers. Konstanz, Spitalarchiv. a) Dieses Holz verkauft Cvnrat von Hermenstorf 1311 st. Nicolaus tac [Bes. 6 ] Hainrich an der Hvbe, des hl. Geistes Spitals zu Kostenze Meister, Bartholome dem Ammann, Hainrich Goldast und Hainrich In der bunde, des Spitals Pflegern, um 30 M. S. Kostenzer Gewäges. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt, a. a. 0. 2) 1352 st. Johans abend des thoffers [Juni 23.] empfangen Herman und Cünrat Vokken, Gebrüder, Claus Morsel und Cuni Ime Hof von Imenstad von Herrn Burkarten von St. Gallen, Kaplan zu st. Georyen Altar unter der Kanzel in U. Fr. Münster zu Costentz, und von Herrn Hainrich von Teppingen (sie), Kaplan von Aller Heiligen Altar, und von der neuen Brüderschaft im gen. Münster den Hof zu V I W'ß* HS 1491. 259 Kniebach, gen. Albrechtes Hof von Regnoltswile, zu Erbzinslehen um 4 Malter 2 Viertel Veesen Costentzer Mass, 1 & 1 ß $ Cost. auf st. Martins Tag in Costentz fälligen Jahreszins. Herman und Cünrat Vokken versetzen den gen. Herrn „zainem vrsatz« über 'A des Hofes ihr Haus und ihre Hofraite zu Immenstad, Claus der Morsel für sein Drittel des Zimmermannes Gut daselbst, aus dem ihm 6 ß /5; Cost. Zins geht, und Cunrat Ime Hof für sein Drittel einen Acker in Bibrugg. Wer von seinem Drittel acht Tag nach dem Ziele noch nicht Zins gegeben hat, hat 1 ß ,Sj zu Busse zu zahlen. Dem, der nach 12 Jahren sein Drittel gebessert und nicht gebösert und ehrlich Zins gegeben hat, wird sein „vrsatz" frei; im andern Falle fällt das betr. Drittel heim. Das Or. siegelte Junker Cünrat von Hermenstorf, Vogt über die gen. Güter. Perg. Vidimus des Constanzer Officials von 1409. Karlsruhe. 3) 1473 st. Laurenczen aubend [Aug. 3.] stiften Amann, Bichter, Gericht und Gemeinde des Dorfes Ymenstad und ihr Kirchherr zum Heil ihrer Seelen in st. Josen Kirchen daselbst am Altar „vff der lingken abseyt gelegen" eine Pfründe, die sie dotieren mit einem Haus, Hofstätte und Hofraite zu Ymenstad an dem Werd, 5 Stück Reben an der Rütin, 1 Baumgarten in Kobolcz Bund, 272 Mannsmad Wiesen zu Vorst, 1 ff.6 ß $ Landeswährung Zins von 3 Häusern, 1 Tc /5; Zins von einem Haus an dem Werd bei dem Rathaus, 1 ft $i und 1 Eimer Wein Zins von einem Weingarten an dem untern Hersperg, den Virich von Helmsdorf zur Begehung seines, seiner Gattin Osanna von Schinow und seiner Vorfahren Jahrtages an st. Se- bastions Abend gegeben hat, 1 U 6 ß /S| Zins vom Rathause zu Imenstad, 1 U 1 ß /5; Zins von 2 Rebstücken an dem Hörn, 10/9/5; Zins von einem Haus, 10'/2 ß /5j Zins von 2 Rebstücken hinter seinem Haus zu Knyebach, 3/9/5; Zins von einer Wiese zu Vorst, 2 ß ,5; Zins von einem Rebstück in dem Vorsten, 8 /5; von einem Garten am untern Hersperg, 1/9/5; von (jnem Acker zu Vorst, 4 ß 2 ^ und Vi Eimer Wein Zins von einem Acker, gen. der Brendler, „an dem See gadel", 5/9/5; von 2 Rebstücken, 2 Eimer Wein und 7 ß /5; für einen Jahrtag, 1 Eimer Wein von einein Garten am untern Hersperg, 3 Eimer Wein von mehreren Rebstücken daselbst, Vi Eimer Wein von einem Weingarten am untern Hörn, Vi Eimer Wein ab dem Vorster, 1 Eimer Wein von Reben an der Rüttin, 1 Eimer von Rebstücken am Sumerberg, 1 Eimer 7 Viertel Wein von einem Weingarten an der Rütin, 'h Eimer von einem Rebstück auf den Halben, 1/2 Eimer von einem Hause, 2'/ s Viertel von einem Garten zu Helmsdorf, 1 Eimer Wein von einem Rebstück an der Rütin, 1 h Eimer von einem Rebstück auf den Haiden, wofür eine Seelmesse zu lesen ist, 1 Eimer von 4 Rebstücken zu Happenwyler, »/2 Eimer Wein von einem Neusatz, '/i Eimer von einem Rebstück an der Rüttin. Der Inhaber der gestifteten Frühmesse soll dem Leutpriester von Ymenstad bei dem Gottesdienst, auch beim Beichthören und Spenden der Sakramente helfen. Die Praesentation erfolgt durch die Gemeinde. Der Pfründer muss in der Woche 4 Messen so früh lesen, dass die Leute noch zur rechten Zeit zur Arbeit kommen a ). Die Urkunde soll nach dem Texte von Cünrat Bischoff, Vogt zum Hailgenberg, und Hanns Vischer, Amann zu Ymenstad, gesiegelt sein, es sind aber Einschnitte für 4 Siegel vorhanden, die jetzt fehlen. Perg. Or. Immenstad, Pfarrarchiv. S. a) Bischof Hermann von Constanz bestätigt diese Stiftung 1474 Jan. 5. Perg. Or., das Siegel fehlt, a. a. 0. S. 4) „Im 1474. jar waart der erst stain an diesen thurm gelait am nästen tag nach st. Marx tag" [Apr. 26.]. Inschrift im Kirchturme zu Immenstaad, s. Staiger, Meersburg 219. 5) 1474 st. Dyonisius tag [Okt. 9.] vermacht Hans Dafenner, Frühmesser zu Ymenstad, all sein Hab und Gut der Kirche st. Josen zu Ymenstad unter der Bedingung, dass er, wenn er erkranke, auf seine Kosten wöchentlich nur 2 Ämter halten zu lassen habe. Das Or. siegelten Claus Wälthin, Vogt zu Ytten- dorf, und Jacob Murns, Amann zu Ymenstad. Perg. Or. Immenstad, Pfarrarchiv. S. 6) 1481 zinstag vor st. Michels tag [Sept. 25.] empfangen der Amann, die 24 und die Gemeinde zu Imenstad von Abt Johanns und dem Konvent von Salmanswilr zu Erblehen bei 14 oder 16 Jauchart Gut und Feld, wie das denn jetzt „vnderzeichnet" ist, zwischen des Klosters Hof Kirchperg und dem Flecken Imenstad, mit dem zugehörigen Graben, worauf sie Reben bauen sollen. Als Bodenzins ist zu zahlen 18 Eimer guten Weines, dazu der Zehnt zu liefern „in den törgeln, da man dann druckt vnder der rynnen". Die Gemeinde übernimmt für die ersten 20 Jahre die Währschaft des Zinses und Zehntens. Die Gemeinde soll, wenn sie von den Reben verleiht oder verkauft, den Amtleuten des Klosters die Namen der Käufer und 33* M OfeSw, ÜT^H iH H 260 1491. Mieter angeben und dazu sagen, wieviel Zins jeder zu geben hat, damit die Amtleute das in ihre Rodel und Bücher schreiben. Die Gemeinde darf von diesen Reben nur so kleine Stücke verkaufen, dass der Zins davon */> Eimer beträgt. Perg. Or. mit den eingenähten Siegeln des Junkers Virich von Helmstorf und des Lienhart Wintersulg, Vogt zu Vttendorf. Karlsruhe. S. 7) 1486 mentag nach st. Johanns tag des töffers [Juni 26.] empfangen Jörg Sly, Bartleme Schmid, Ülin Jopp, Jörg Vaszier, Jörg Schmid, gen. Müy, zu Immenstad von Hannsen Genner mehrere mit Ausnahme des dem Junker Josen Rudolfen schuldigen Grundbodenzinses freieigene Neusätze an dem Hohenberg, von denen die einzelnen jedem von ihnen überwiesenen Anteile untermarkt sind, auf dass sie dieselben zu Weingarten machen. Jörg Sckly giebt von seinem Teil 1 Eimer Wein, erstmals nach Ablauf von 3 Jahren, Bartleme Schmid 2V2 Viertel und nach 3 Jahren l 1 /» Eimer; Vlin Jopp ~'h Eimer Wein, Jörg Vaszier 1 Eimer Wein, Jörg Schmid 1 Eimer Wein, die 3 letzten zahlen den Zins sofort. Als Zins ist zu geben der Vorlauf von dem neuen Weine, den Gott in den Weingärten wachsen lässt, „in dem torckel zu Imen- stad vnder der rennen vß vollem rennvasß" in des Empfängers auf seine Kosten und Gefahr zu lieferndes Geschirr. Die Lehensleute haben die Weingärten in baulichen Ehren zu halten und dürfen dieselben nicht teilen oder sonst zu Nachteil Genners verändern. Perg. Or. mit dem eingenähten Siegel des Claus Fricken, Amanns zu Imenstad, von Gewalt des Junkers Virich von Helmbstorf und von wegen seines Amtes angehängt. Karlsruhe. S. 8) 1486 Okt. 23. erscheint zu Engen im Högöw im Rathause in der gemeinen grossen Stuben vor offenem, von Graf Sigmund zu Lupfen auf Ansinnen Virichs von Helmstorf angesetztem Lehentage vor den Zeugen Rudolf von Wülflingen und Cünrat von Rischach und dem kais. Notar Johans Sifrid von "Überlingen, einem „gewichten", Bernhart Kupfersmid, des kleinen Rats zu Überlingen, als Bevollmächtigter dieser Stadt laut eines vom Notar öffentlich verlesenen mit dem Sekret dieser Stadt besiegelten Gewaltsbriefes vom Montag vor st. Simon und Judas Tag [Okt. 23.] 1486, um der Stadt Hintersassen in der Stadt Gericht zu Riedt bei Ymenstad gegen die Klage des vorgen. von Helmsdorf zu vertreten. Derselbe protestiert, dass dieser von der Stadt ihren Hintersassen gewährte Beistand ihren Gerechtigkeiten und Obrigkeit Eintrag thue. Perg. Or. Notarsinstrument mit dem Zeichen des gen. Notars. Karlsruhe. 9) 1488 Okt. 3. Johannes abbas monasterii Petridomus extra muros Constantiensis, iudex et con- servator iurium et bonorum ordinis beatae Mariae virginis Theutoniconum auctoritate apostolica subdepu- tatus, Wolfgango de Clingenberg commendatore balinatus Minoris Burgundie et Ellsatie generali conque- rente, quod, quamquam incolae villae Ymenstadt de vineis decimam solvere debentes in districtu villae suae vindemiarum tempore uvas de vineis suis provenientes in torculari ipsius premere debent, haec consuetudo in desuetudinem venit, plebano villae praefatae mandat, ut sub poena canonica incolas moneat, ut uvas in vineis suis collectas in dicto torculari premere studeant. Perg. Or., das rückwärts aufgedrückte Sekretsiegel des Ausstellers fehlt. Karlsruhe. 10) 1492 Inuocauit [Märe 11.] verkauft Jos Möchlin von Ymenstad der Pfarrkirche st. Josen zu Ymenstad (Cünrat Mayer Rechner, Cünrat Bock und Hans Bastler Pfleger) seine Badstube, Haus und Hof- raite mit 2 Badkesseln, 2 Wasserstanden und 1 Hafen in dem Ofen, darzu alle „brätten, die im huß sind, die syend gnütt oder vngnütt", für 80 fl. Rh. Von dem Haus geht als Bodenzins 7 ß h. an die Pfarrkirche. Perg. Or., das Siegel Josen Drächsels, Amanns zu Ymenstad des Grafen Virich zu Montfort, Herr zuTött- nang und zu Ymenstad, fehlt. Immenstaad, Pfarrarchiv. S. 11) 1494 samstag vor Inuocauit [Febr. 15.~\ verkauft Hanns Vlin zu Ymenstad für 5 U <3| der neu gegründeten Messe in der Pfarrkirche st. Jos zu Ymenstad an dem Altar bei der Thür, der zu Ehren st. Theodolus, st. Vit und st. Othilga geweiht ist, 1 Eimer Vorlauf Ymenstader Aichung zu Zins von 2 Rebstücken zu Ymenstad am Summerberg, in der Vikarie Fass zu liefern. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Clösen Stöben, Amanns des Grafen Virich von Montfort, Herrn zu Töttnang, in seiner Gnaden Gericht Ymenstad. Immenstaad, Pfarrarchiv. S. 12) 1494 mentag nach st. Gallen tag [Okt. 20.] sitzen Hanns Jacob von Bödmen, der jüngere, Ritter, Hauptmann, Jorig Graf zu Werdemberg und zum Heilligenberg, Hainrich Abt zu Schussenried, * 1491. 261 Hanns von Ryschach zu Nüwen Höwen, Ritter, und Caspar von Randegk, geordnete Räte der Gesellschaft st. Jörigen Schilds des Teils im Hegöw und am Bodensee, aus Kraft ihrer Einung in des hl. Reiches Stadt "Überlingen auf dem Rathaus in der neuen Stuben zu Gericht. Vor ihnen eröffnet der Fürstin Amalyen, Äbtissin U. 1. Fr. zu Lindow, vollmächtiger Anwalt, ihres Gotteshauses Ammann Clauß Hanns durch seinen Fürsprechen Caspar Netzer, Prokurator des Hofes zu Costenntz, er habe auf letztem Quatembergerichte zu Radolfszelle anstatt seiner gnädigen Frau Virich von Helmstorf beklagt, dass er gegen Gewohnheit und seinen Revers von 1467, der verlesen wird, des Gotteshauses arme Leute in der Vogtei zu Ymmenstaad mit Geboten und Auflegung etlichen Reisgeldes beschwere, und zu Urteil erlangt, dass seine gnädige Frau, weil der Beklagte „sich nit gnügsamlich erschaint haut", den ersten Tag erstanden habe und dass jenem auf das nächste Quatembergericht laut der Bundeseinung der andere Rechtstag verkündet werden solle. Auf diesen Tag sei er, der Anwalt, jetzt auf Ladung des Hauptmanns erschienen, der Beklagte aber weder in Person noch durch Vertreter, es gelte jetzt, was die Artikel der Bundeseinung des Gehorsams und des Ungehorsams halb ausdrücken. Das Urteil lautet: die Frau von Lindow hat laut der Einung auf des Beklagten Contumaz ihre Klage und dazu die der beiden Gerichte halb aufgelaufenen Kosten behalten. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Hauptmanns. München, Reichsarchiv. 13) 1497 mittwoch in der Pfingstwochen [Mai 17.] entscheiden Hans Tubing, Vogt zu Vttendorf, 5 Männer von Hagnow, 3 von Merspurg und Paulus Viol von Vttendorf als Schiedsleute zwischen den von Kippenhusen und den von Imenstad über Wun und Weide, Trieb und Tratt mit Zustimmung der Amtmänner der Herren von Salem und Wingarten, die etlicher Höfe zu Küppenhusen Lehenherren sind: Die von Imenstad mögen ihre Herden, die sie gegen den untern Hersperg gen Kirchperg hin treiben, mit Trieb und Tratt, Wunn und Weide, innerhalb folgender Marken treiben: „von Hersperg herus vntz zu dem grossen Lochertenstain, so zu Kirchperg neben der lantsträs im acker leit, von dem selben stain gredis herüber innerthalb den zylen vnd marken in die wisz zu Ellensün zu der mark, so im spitz in der wyß gen Kirchperg wertz stät, von derselben mark in der wiß vnderm rain vnd ackern hin vmb vntz zürn brunnen, vom brunnen vntz zu end der wiß an die mark, so im spitz bi Rottenörd stat an dem weg, so von Imenstad gen Fränckenbach gät, von der selben mark gredis hinuff vntz zum Hohenstain vnd vom Hohenstain gredis hinuff zu der marck, so by dem zyligen großen stain an Haintzen Strässers praicken stat, vnd von der selben mark gegen den reben hinüber an den hag vnd zu der mark, so im spitz an reben stat, von der selben mark hinuf an das egk am Kupferberg vnnd daselbst an der alten sträß hinab vntz zu der marck, so daniden stat bi den andern zwain marken, so die sträß usschaiden, vnd von der selben marck entzwerchs hin vmb zu ainer andern marck vnd nit hinvmb vff Rudolfs acker, sonder allain zu der marck, so in dem füßweg stat vff dem graben, vnd nitt darüber, vnd dauon gredis hin in den winkel gen reben am Hersperg vnd vß dem winkel die sträß hin in zwischen dem bifang vnd den reben vnd nit in den bifang". Die von Küppenhusen mögen mit ihren Herden und ihrem Vieh „hinden von Küppenhusen herumb zwischen dem Hohenberg vnd der Rudolfen reben vff Imenstader trat ob den nüwsätzen, vnd bi sant Wolfgang heruß faren vnd halten vnd ir wunn vnd waid gepruchen, nutzen vnd niessen vntz vff Vlj Knechts acker vnd vf die trat entzwischen den nüwsäczen vnd dem Mülbach vnd also hinab entzwischen dem Mülbach vnd dem Hard vnd nit in das Hard, ouch nach innhalt der marcken, so nach ain andern am Hard, dero aine oben am spitz an des Grimen acker, aine an der mittle vnd aine zu vnderst am see stat". Perg. Or., das Siegel des Vttendorfer Vogtes fehlt. Immenstaad, Pfarrarchiv. S. 14) 1500 dornstag nach des hl. Crütz tag, als es funden ward, [Mai 7.} verkauft Virich Graf zu Montfort, Herr zu Tettnang, Wolfgangen von Clingenberg, Landkomtur der BaHeT^Elsass und Burgund Deutschen Ordens, seinem Oheim, und dem Haus in der Maynow für 1200 fl. Rh. und 10 Ä A Landeswährung die Vogtei zu Imenstad, wie sie sein Vater sei. als Lehen von Graf Sigmund zu Lupfen von Virich von Helmßdoff gekauft hat, dazu 169 Personen, jung und alt, Mann und Frauen , in- und ausserhalb des genannten Gerichtes wohnend, nach Inhalt eines hiemit übergebenen versiegelten Registers a ), ferner 10 ß ^ jährlichen Zins von Steffen Rüppen~von Ymenstad. Alle Leute, die dem Verkäufer mit Eigenschaft oder Kastvogtei zustehen, die jetzt in ehgenanntem Gericht sitzen und in vorgen. Register nicht benannt sind mm >■ 99 3$ Hl t3**S wSK ■ Jura U J : fB3 m s Haag» 262 1491. oder die künftig hineinziehen, stehen dem Hause Maynow mit dem Niedergerichtszwang zu. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. S. a) Nach demselben (Perg. Or) waren es 181 Personen. — b) Der Verkäufer entlässt diese Leute schon 1500 mentag nach des hl. Crtitz tag, alß es funden ward, [Mai 4.] ihres Eides und verweist sie an den Käufer. Perg. Or. mit dessen beschädigtem Siegel. Karlsruhe. — 1500 mentag nach st. Virichs tag [Juli 6.] leiht die Vogtei Imenstad Graf Sigmund zu Lupfen Vlrichen von Helmstorf als Träger des Käufers und ebenso 1504 samstag vor Cantate [Mai 4.] Petter von Helmstorf. Perg. 2 Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel desselben. Karlsruhe. — Dem Träger überlässt dafür der Landkomtur 1500 montag nach st. Ulrichs tag [Juli 6.] die Hälfte eines Weihers zu Immenstaad, dessen andere Hälfte derselbe schon besass. Roth von Schreckenstain, Mainau 271. 15) 1504 dornstag vor Vnser lieben Frowen tag Natiuitatis [Sept. 5.] belehnt Amalye von Eischach, Äbtissin zu Lindaw, Petter von Helmßdorf mit der Vogtei über die Lindauer Gotteshausleute zu Ymmen- stad. Perg. Or. mit dem plattgedrückten Siegel der Ausstellerin. Karlsruhe. 16) 1505 Martini [Nov. 11.] verpflichten sich die Heiligenpfleger der Pfarrkirche zu Ymenstad, jährlich das Gedächtnis Meister Corneliusen Binders zu Ymenstad und seiner Gattin Frena Rihy mit Vi- gilie, Seelenamt und 2 gesprochenen Messen zu begehen und am selben Tag armen Leuten für 18 ^) Brot zu reichen. Dagegen giebt Cornelius der Kirche sein Haus und Hofraite; doch bleibt ihm und seiner Gattin die Nutzniessung dieses Hauses auf Lebenszeit, ausser wenn die Pfleger ihnen ein neues Haus „vber den tobel an den kulehoff" bauen. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Junkers Cünrat Rudolf von Hersperg. Immenstaad, Pfarrarchiv. S. 1491, März 14. Linz. J5J f Kaiser Fridrich erlaubt Endresen Grafen zu Sonnenberg das Schloss Wildenstein, das Hanns Wernher von Zymern gewesen und das ihm mit dessen Leib und Gut um seine merkliche schwere Misshandlung, an ihm begangen, verfallen ist, an sich zu kaufen a ). Datum Linncz am 14. tag Merczen anno etc. 91 etc. Am Or. hieng das kais. Siegel. Reichsregistraturbücher Bd. V, Bl. 61 T . a) Über die sonnenbergische Inhabung von Wildenstain vgl. die Zimmerische Chronik I, 541—44. 1) 1424 samstag nach st. Peterstag ad Vincula [Aug. 5.] vergleicht Pfalzgraf Ludwig seinen Bruder, Herzog Otten, mit den von Rotwil: die letztern behalten die Hälfte des Schlosses Wildenstein mit aller Zugehör, sie sei verpfändet oder nicht, und geben dafür seinem Bruder bis zum Sonntag vor U. 1. Fr. Tag Nativitatis [Sept. 3] zu Wiltperg 1300 fl. Rh., zu denen er, der Vermittler , demselben noch weitere 200 fl. zahlt. Daraufhin sind Herzog Ott und die seinigen mit den von Rotwil und den ihrigen wegen dieser „sach und geschieht" und was sich in ihr an Brand, Name, Totschlag und anderm zugetragen hat, versöhnt. Die Gefangenen werden in den nächsten acht Tagen auf eine alte Urfehde freigelassen. Unbezahlte Schätzung und Brandschatzung wird nicht mehr gegeben, etwaige Bürgen dafür werden in den nächsten acht Tagen losgesagt. Ruckgaber, Gesch. von Rottweil II, 2 S. 146—147. 2) 1494 dornstag nauch st. Waltpurgen tag [Mai 8.] bekennt Sixt von Huwsenn, von dem Grafen Anndres zu Sonnemberg für ein Jahr als Burgvogt auf dessen Schloß Wildenstain bestellt worden zu sein. Er soll das Schloss persönlich besitzen, auf seine Kosten einen Tagwächter auf dem Turm, einen Nachtwächter und einen Jägerknecht halten und ohne seines Herren Wissen das Schloss niemandem überantworten. S^Hai 1491. 263 Die Zubehör wie auch, die fahrende Habe kann er nutzen, und giebt ihm der Herr ausserdem nach Ablauf des Jahres 100 fl. Rh. Vierteljährliche Kündigung des Vertrages wird beiderseits vorbehalten. Pap. Or. mit dem aufgedrückten Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. T. 3) Über Bauten an der Feste Wildenstein s. Zimmerische Chronik I, 457, 482. — Ebendort I, 484 wird auch die Verleihung des Wildensteiner Wappens an die von Zimmern besprochen. 1491, Apr. 14. 152. Weistum von Immenstaad. Zu wissen, als dann bißher ettlieh vergangen zyt irrung vnd spenn zwischen o Vlrichen von Helmsstorf von wegen des gerichtz zu Tmenstad im zugehörig vnd ainer gemaind daselbs zu Ymenstad gewesen vnd gehalten haben, darvmb sy mit vnd gegen ainandern inhalt zwayer vertrag geaint vnd geriebt sein, lut der brieff darüber gemacht, so baid tail haben a ), wann nun der wolgeporne herr, her Virich grawe zu Montfort, her zu Tettnang, hoptman etc., söllich obgemelt Virich von Helmstorf ge- richt, genant die vogty, mit siner zugehörd inhalt des koffbrieffs erkofft hatt, vnd aber in der obgemelten vertrag ainem steet, das ain ander vnd nüwe Satzung vn d offnung zu Ymenstad gemacht vnd von den dryen gerichtzherren vnd obern yedem darzu geben werden solle sölliche Satzung vnd offnung in künftig zyt zu beliben zu setzen, ordnen vnd zu machen, wie daz am komeulichisten sig, och darneben an andern enden gehalten werden, vff das der obgemelt min gnediger her, grauff Virich von Montfort etc., ouch min gnedige herren von Werdenberg, deßglichen min herren von Vberlingen ir botschaft vff heutt dato ditz abschids gen Ymenstad in das dorf geschickt, die da ditz nachgemelte offnung, Ordnung vnd Satzung gemacht vnd vff- geschriben haben, wie die von aitickel zu artickel hernach geschähen stand, welche Ordnung yedem gerichtzherren nicht mer, noch wytter zugipt vnd bindt, dann daz söllich maynung im in sin geriehte zusteen sol, dann souil vnd der gemain zä. handeln vnd zu walten zugelassen ist: Zu erst mügen ain gemaind zu. Ymenstad in den dreyen tailen obvermelter gericht ain dorfmeister vnd vier vnd zwaintzig zu im er- wellen, ordnen vnd setzen, die selbigen dann hiertenmaister vnd alle ander eehafft, das gemain dorf mit zinen, stegen, wegen vnd ander derglich ordnen vnd vssrichten mügen, darzu sy ain gemainen knecht, der gemaind zugehörig, verordnen vnd bestellen mügen, nämlich so sol der selb knecht vff das jar vss dem gericht, das ander jar vss disem, zum dritten vss dem dritten gericht sein, vnd also für vnd für, so er hür vss dem gericht ist, sol er fürther vss dem andern sein, das sol nach vnd nach gehalten werden; doch so sol der selb ir knecht vmb obuermelt iro sachen der gemaind zustand vnd nit höher pott thün, dann vmb 3 ß ^, vnd nit darüber. So .'■■'' ■.'■"■''•-:'■.■■'■■'" . ; ---:. . - sÄ" 1 264 1491. auch söllich vier vnd zwaintzig mitsampt dem dorfmaister von obvermelten sachen, in zugehörig, zusamen küinen wellen, sollen sy ain gloggen darzu zu lewtten verordnen vnd nit durch den knecht verkünden lawssen; der selb kriecht sol ouch kain stab in siner hand tragen; sölher knecht ouch, vsß welchem tail der ist, sol ains yeden iars der dryen tail der gerichte amptlüte globen vnd swern, nit höher noch ander mainung, dann obstett, zu pieten vnd handeln, auch den gemainen nutz zu fürdern dem riehen alß dem armen vngeuarlich etc. — Zum andern sollen sy ouch kain gern ain d zusamen belütten noch besamein lassen ausser obbestimpter dryer ge- richtzherren vnd obern amptleut vergüusten vnd verwilligen, dann allain vmb die eehäfft, dem gemainen dorf zugehörig, wie obstett. — Zum dritten so sol nyemandt in das dorf Tmenstad ziehen vnd darin hußhablich sein, dann mit des herren oder obern amptleut verwilligen, in des tails gerichtz er ziechen will; wölher daz vber- sehe, ist dem hailigen verfallen 1 ü ^. — Zum vierdten so sol kainer zu Ymen- stad nyemand frembder, der im dorf nit gewonnt hat, behußung geben one des amptmans des gerichtz, darin yeder sitzt, verwilligung, oder er ist der kilchen verfallen 1 Ji 3\. — Zum fünften so soll kayner zu Tmenstad kainen frembden, vner- kanten menschen lennger, dann dry necht aber one erloben des amptmans beherbergen, oder er ist verfallen der kirchen 1 U d\. — War vngewonlich schwur thet, man ald wib, so dick daz beschicht, in welchem tail gericht daz ist, verfallen der kirchen 6 3\, doch so mechten die schwur also sein, der oberkait wer vnd ist ir straff gegen den selben, alß sich gepurt, vorbehalten. — Wölher der ist, der in die ancht kumpt vnd verpotten wiert, der sol von stund an vß den dryen tailen der gericht gan, in welchem tail er aber sichtig wirt, so dick ist er in dem selben tail verfallen 3 # di vnd alle die, so gemainlich vnd sonderlich, wer dardurch zu schaden kam, davon zu entheben vnd auch in der gericht kains kümen, er bringe dann vor vrkund mit dem sigel versigelt, damit er in die aucht verkenndt ist. — Item wer vff pfand spilt oder setzt, darzu pfand oder licht vff pfannd, die vff spil gehören, welher der stücke ains beschicht, der ist verfallen 3 ^ ^. — Item welher auch vff dings bait oder vff zill spilt oder vff glüpt ald ayd, nichtz vssgenomen, dann allain vmb bargelt, der ist verfallen 1 U ^. — Item wer in sinem huß vnd hoffraitin vnerlopt spilen lat, es sy listlins, becken oder derglichen, der ist verfallen 1 £ ^}, es beschehe dann vngeuarlich vmb 1 erützer oder darvnder. — Item wer auch lest spilen an ainem sampstag oder sunst an ainer hailigen nacht, von ainem Aue Maria zu dem andern, der ist verfallen 1 # 3\. — Item es sol niemant an ainem bannen viraubend, nachdem vnd vesper verlüttet wirdet, biß morgen nach dem ampt nit spilen karten, keglen, bossen, noch dhainerlay spil thün, wer daz thatt ^m 1491. 265 oder in dem seinen vergönnt, ist verfallen 1 s( ^ — Item welcher zu Ymenstad ainem andern seinen mitsässen daselbs sein lohen beswerte, ist verfallen 3 fi $\. — Item es sol ain wiert an ainem fuder win nit mer dann 2 !i ^ oder 5 ß ^ minder oder mer vngefarlich gewynnen, welcher daz vberfur, ist verfallen 1 # ^j. — Item ob zwo personen ain andern die hailige ee verhießen vnd der ain tail der sach vß- trag zu geben verzüg thet, so sol der ander tail zd dem amptman gawn des ge- richtz, in dem sein widertheil sitzt, vnd mit im verschaffen auch ain zyt, darin er der sach end geben sol, es würd dann vngefarlich mit recht verzogen bestymen, wo er aber sölichs in der zyt nit thät, so ist er ferfallen 1 ti ^. — Item wenn ain gewachsner mentsch den andern haist liegen, ists ain man gegen dem andern, 9 ß ^, ain frow gegen der andern, 5 ß 3\. — Item welcher mensch dem andern fluchet daz vallend vbel, der ist verfallen 10 ß ^. — Item welcher aim schuldig ist vnd darvmb mit gericht oder nach Ordnung verpfenndt wiert, der sol in vssrichten mit gelt oder sunst, dann kumpt darnach der gerichtsknecht von des clegers wegen vnd vordert pfand vnd gipt im die nit, so er die wol hat, so ist er verfallen 3 £ ^. — Item welcher zu Ymenstad in der dryer gerichte aim sitzet vnd aim schuldig ist vnd weder pfenng noch pfandt hat, dem sol man vß dem gericht bieten, wo er dem nit nachkompt, so ist er verfallen 1 tt 3\. — Item wer vff der gassen oder strawß mit gespannem armbrost, er hab ain pfil oder boltzen vffgeschlagen oder nit, ett- wern fräuenlich zu beschedigen lofft, ist verfallen 3 # d\. — Item wann ainer den andern sein mitsässen gegen ainem herren oder vogt ald amptman verclagt, vnd sich erfindt, daz er im vnrecht thät, der ist an siner statt verfallen 3 S ^. — Item welcher zu Ymenstad ain tochter an iren eren geschent vnd sy versucht vnd sy darnach nit zu der ee haben will, der ist verfallen 6 S ^), — Item was fräuel in den dryen gerichten ir yedem vsserhalb der obgeschribnen artickeln ainem beschicht, so hat jeder her desselben gerichtz macht, söllich fräuel nach siner gestalt vnd ge- legenhait zu straffen. — Item daz die herren der dryer gericht oder ir yeder in- sonnder in dem sinen macht vnd gwalt haben sollen, obgeschriben Ordnung vnd Satzung vber kurtz oder lang zyt abzuthun, mindern oder meren. — Vnd in welchem obberürter dryer gerichte ainem der artickel ainer, so vorstat, beschicht, darin sol die büss daby begriffen gefallen. — Doch hierin in allen vorgemelten artickeln, stucken vnd puncten yedem herren vnd obern vorgemelter gericht an aller oberkayt, der grawfschaft Hailigenberg an den hohen gerichten vnd sunst auch nidern gerichten vnd gerechtigkaiten, ouch allen vorgenden richtungen vnd verschribungen, insonder zwischen minem gnedigen herren von Werdenberg vnd Vlrichen von Helmß- torf, deßglichen zwischen Vlrichen von Helmßtorf vnd der gemaind zu Ymenstad VII 34 I ■ 266 1491. I, gemacht, in allweg gantz vnuergriffen vnd vnsehedlich, auch sunst in allweg ge- trewlich vnd gantz vngefarlich etc. — Vnd söllich maynung sol an yeden gerichtz- herrepi vnd -obern gebracht werden, sich darin zu bedencken vnd die vff kurtz für- genomen tagsatzung zu sagen oder sein willen sunst zu erkennen geben. Actum dornstag nach Quasimodogeniti 1491. Pap. Kop. 15. Jhdt. Karlsruhe. a) S. oben No. 119. T. 1) Die ältere Satzung von Immenstaad ist in einer undatierten, dem 15. Jhdt. angehörenden Kopie (Pap., Donaueschingen) erhalten, sie lautet: Ich Ludwig von Helmstorf, ritter, vogt zu Ymenstad, bekenne offennlich mit diser geschrifft vnd brief vud tun kunt allermengklich, das ich hän angesehen, bedächt vnd für mich genommen, das der fursatz götlicher wißhait gebüt vnd geschribne recht, das das wisent vnd sagent, das alle lüt schuldig vnd gebunden sint gemainen nutz vnd frommen zefürdren vnd den schaden des gemainen gutes zewenden. Darumb vnd och vmb das, das die lüt, man vnd wib, jung vnd alt, zu Ymenstad dester bas beliben vnd beston mugen, so han ich gar.......mit gunst vnd willen ainer gantzen gemaind mit gutem fürsatz, och mit wolbedachtem sinne vnd müt gott dem almechtigen zu lob, dem yetzgenanten dorf ze nutz vnd zefromen vnd ze friden vnd ze guten gemach ain Satzung vnd Ordnung gemacht inkrafft vnd macht diser geschrifft, die stäteklich vnd vesteklich in aller der wise vnd mäße, alß hienach geschriben staut, zu halten vnd zu tünd vngeuärde, vnd die ist also: Zu dem ersten so soll nie- mant in das dorf ziechen vnd darinn hußhablig sin, denn mit aines amman, der von mir oder minen nach- komen gesetzt wirt, wissen vnd eiiobung; war aber das nit hielt vnd on erlobung aines ammas in das dorf zuge, der ist verfallen zu pen 1 g A, und gehört dasselb gelt zu der kilchen zu Ymenstad. ■— Zu dem andern so soll nieman dem andren behusung gen vnd mitsonder dem, der vor nit in dem dorf gewonet haut, dann mit aines ammes erlobung; war das nit hielt, der ist och verfallen ze pen der kilchen 1 & 3\. ■ — Zu dem dritten, so soll niemand kainen frömden, vnerkanten menschen lenger beherbergen, dan dry necht, dann mit vrlob aines ammes; war das nit hielt, der ist verfallen der kilchen 1 ^4 — Item wer vngewonlich schwur tatt, es wäre man ald wib, wie dick vnd vil das geschieht, der ist verfallen 6 ^ der kilchen. — Item welher der ist, der sin mitsässen fürnempt vnd ladet vff fremde gericht, der selb ist verfallen 3 8. ^ vnd dartzü allen schaden ablegen, darumb so soll nieman solichs schaffen, das ainer den andren fürnemm in clages wiß, noch suß in dehain ander wiß, denn mit dem gericht zu Ymenstad. — Item war och dem andren zuspricht vmb gut, es sy ligentz ald varrentz, oder vmb gehaiss, der soll sölich züsprich erfordrin mit recht daselbs in jars frist, welher aber das übersäche, so ist im der, dem er zusprechen will, by söm- licher ansprach nüt mer schuldig ze antwürten, es war den sach, das er nit by land war gewesen, dartzü welher das also verachtotin vnd das nit hielt, der ist verfallen 1 S^|. — Item welher ain gut mer dann ainest versetzt vnd die ersten versatzung nit offnott, der ist verfallen zu büsß 5 & ,3). — Item welher och versetzt, daz sin nit ist, der ist verfallen 6 & ^). — Item welher der ist, der in die aucht kompt, der soll von stunden gän vss dem gericht, war daz nit [tätt, als dick] man in darnacht in dem gericht sichtig wirt, so dick ist er verfallen 3^4 vnd dartzü die von Ymenstad gemainlich vnd iegklichen besonder von allem schaden entryhen, ob yeman zu schaden dauon komen war, vnd in das dorf nit mer komen, er bringe dann ain versigloten brieff von dem insigel, da mit er in die aucht verkünt ist, daz er vss dem auchtbüch geschriben syge, vnd das alles also tun, nach dem vnd er von dem dorf verbotten wirt. — Item wer vff pfand spilet, ald er setz pfand, oder er lieh vff pfand, ald er spill vff pfand, die vff spil gehört, welhes er vnder disen stuken ains ald mer tut, der ist verfallen 3 <& S\. — Item wer och vff dings ald baitt spilt oder vff zill oder vff gelüpt ald aid, nüttes vssgenommen, den allain bar gelt vff dem tisch, wer dise stuk nit halt vnd Übersicht, der ist verfallen zu penn 3 & ^. — Item war erlobet in sinem huß vnd hofraity spylen ön ^m 1491. 267 des ammen erloben, der ist verfallen 1 U 3f. — Item wer och laut spylen an ainer samstagen nacht ald sust an ainer andren haiigen nacht von ainem Aue Maria zu dem andren, der ist verfallen 1 S> ^. — Item welher der ist, der ainem andren mitsässen zu Ymenstad sine lehen beswert, der ist verfallen 3 S ^, — Item wen zwo personenn anander die haiigen ee verhaissen vnd der ain tail denn sachen nit ain vss- trag geben will, so soll der ander tail zu dem amman gän vnd im sölichs sagen, darnach so soll der am- man mit dem selben vngeliorsammen schaffenn, das er denen Sachen der ee ainen vsstrag geb entzwischen dem zill, so er im setzt, vnd wa er das nit entätt, so ist er verfallen zu pen 1 St4 — Item es soll ain wirt nit mer gewinnen an ainem füder win, denn 2 U 3>, 5 ß 3\ minder ald mer, an geuärd; welher das nit halt, ist verfallen 1 Ä ^. — Item wen ain gewachsen mensch, es syge man ald wib, haisset liegen, ist verfallen 5 ß ,3). — Item welches mensch dem andren fluchet den bösen fluch das fallent übel , ist verfallen 10/9 $,. — Item welher mann den andren haisset ainen boß wicht, ist verfallen 1 S 4 — Item wa ain mensch, man ald wib, dem andren an sin er redt, ist och verfallen 3 ft ,5). — Item es sol nieman ann ainem bannen fürabent, nach dem vnd man vesper verlütt, biß mornentz nach dem ampt nit spilen karten, noch küglen ald bossen, noch dehainerlay spill verbringen, wer aber das tut, er gewinn ald hab verlorn, ouch wer es nach der zitt lautt in sinem huß ald hoffrayte volbringen, der ist verfallen 5 ß ,5). — Item es soll nieman dehain auffentür vssgeben zu keglen an ains vogtz gunst vnd willen; wer aber das tut, der ist verfallen 10/9 3i. — Item welher ahn schuldig ist vnd darumb mit gericht verpfent wirt, der soll inn vssrichten mit yelt ald süss, dann kompt der kleger darnach vnd vordret pfand, vnd gist im die nit, so du die woll haust, so bist verfallen zu penn 3 $ <§. — Item wer zu Ymenstad sitzet in den selben gerichten vnd ainem schuldig wirt vnd deweder pfand noch Pfenning haut, dem soll man vss dem gericht bietten, vnd wa er dem nit nachkompt, so ist verfallen zu penn 1 S 4 — Item wer aim andren nacht ald tag für sin huß loffet vnd in dar vss mutet in schalk ald zorns wiß mit gewäffnoter hand ald an gewaffnot band vnd inn misshandelt süss mit Worten, der ist verfallen zu pen 3 ft ^|. — Item wer vfif der gassen oder Strauß loffet mit gespannem armbrost, er hab ain pfill oder boltz vffgeschlagen ald nit, der ist verfallen 3^4 — Item wen ainer den andren gegen ainem vogt ald heren oder amman verclagt, vnd es sich erfint, das er im vnrecht tütt, so soll er an sin statt verfallen sin 6 ?* ,3;. —■ Item wenn ain man den andren hertfellig macht, ist verfallen 3 & 3i, wa aber ain frow die andren frowen hertfellig macht, ist verfallen 3 U h. — Item wer ainen aid schwert oder sust lobet mit der hand vnd das nit halt, ist verfallen 6 U ^/. — Item welher der ist, der ain tochter ald wittwann zu Ymanstad in den gerichten versucht vnd sy geschendt ann iren eren vnd sy darnacht nit will hän zu der haiigen ee, der ist verfallen zu pen 6 S 4 —Item welher den andren überert ald -grabett oder -schnidet, es sy an acker ald ann wisen, der ist verfallen 3 "tk 3\. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. 1491, Nov. 5. Lindau. J53 t Amalya, Äbtissin zu Lindovv, belehnt Hainrich von Randegk, Ritter, mit der Vogtei zu Rieteschingen, wie dieselbe seine Vordem von ihrem Gotteshaus als Mannlehen gehabt haben. Geben zu Lindow vff vnser pfallentz an sant Lienhartz abent 1491. Das Siegel der Ausstellerin beschädigt. Perg. Or. Donüuesckingen. R 1) 1475 st. Gregorien abendt [März IL] verkauft Hannß von Fürstenberg Hainrichen Pauren von Riedteschingen sein rechteigenes Gut zu Riedteschingen, gen. der (sie) Waibelhuob, das ö 1 ^ Mut Veesen und 4 ß h. giltet, um 60 fl. Rh. Das Or. siegelten der Aussteller und Burckhart Dierberger, Vogt zu Fürstenberg. Pap. Kop. 17. Jhdt. Donaueschingen. 34* ^^^^H M HH 268 1491. 2) 1482 montag vor dem Maytag [Apr. 29.'] bitten Hermanus Vbelherr, Pfarrer, Cunradt Müller und Michel Ginther, Kirchenpfleger, Eudolf Paur, Vogt, und ganze Gemeinde des Dorfs Eiedeschingen den Bischof Ott zu Costanz um Bestätigung der Stiftung einer Messpfründe, die sie zu Ehren U. 1. Fr., st. Martins und st. Agathen in ihrer Kirche aus den Renten und Güten dieser Kirche nebst andern Zinsen und Gütern unter der Bedingung, dass diese Pfründe zu ewigen Zeiten eine geistliche Pfründe heisse und sei, dass das ius patronatus derselben dem Junker Hainrich von Eandeck zu Stauffen zustehe, dass ihr Kaplan jeden Sonntag, Montag, Mittwoch oder Dienstag und alle gebotenen Feiertage an seinem Altar, und zu 14 Tagen am Samstag zu Stettbach Messe zu halten verbunden sei, errichtet haben. Im einzelnen (aber nicht ohne vom Kopisten freigelassene Lücken) werden dann die Zinsen aufgezählt, mit denen die Pfründe dotiert wird; dieselben gehen aus Eiedeschingen, Aitlingen, Schaifhausen, Thengen, Watterdingen, Leiipfertingen und Anseifingen. Das Or. siegelten der Pfarrer und der Herr von Eandeck, Eitter. Pap. Kop. (nicht ohne Lücken) 16. JMt. Donaueschingen. T. 3) 1488 st. Steffans tag [1487 Dez. 26.~] schreibt Hainrich von Eanndegk, Eitter, der Äbtissin zu Lindow: „Mir haltend für die von Eietteschingen, wie sy in fil dingen gefryet sygend; nun habend sy mir der selbigen fryhait bißher noch dhain kuntschaift braucht, danne babirin briefif, denen ich dhainen glöben kan geben. Nun bin ich der, der gar vngern vor an üch, uwer gotzhuß, dar zu die armen lütt zu Eietteschingen in ir fryhait weit griffen vnd nitt da by laussen beliben, vnd damit dhain vnwill zwüschend üch, mir vnd den armen lütten vff erstund, so ist min beger vnd gar min flissig pitt an üch, ir mir so gnädig wellind sin vnd mich die selbigen fryhait wellind laussen hören, damit ich die armen lütt künd dar nach halten vnd daby laussen beliben. Ouch so hautt Hainy Schmids sun zu Eschingen ain vngenossam wib ge- numen, die ist nun der closterfrowen von Diessenhouen; hab ich vif Hainy Schmids pitt so fil darinne gehandlet, daß mir die selbigen frowen von Diessenhouen mir die nachgeben haind mit sölichem geding, ob es zu fal kam, daß sy sölichs von üch ouch wartend sin vnd inen deß ain geschrifft geben, daß inen nichtz dar inn tragen werd, vnd beger vmb min schriben üwer verschriben antwurt by dem botten". Pap. Or., das zum Verschlusse rückwärts aufgedrückte Siegel abgefallen. Donaueschingen. M. 4) Um 1490. Instruktion der Äbtissin von Lindau (für ihren Keller zu Eiedeschingen oder für den Vogt Hainrich von Bandegg?). Item Hanns Keller zu Eiedeschingen hat ain huß gebuwen nit vff kelnhofgüt oder vff gotzhusgüt, sonder vff ander gütter. Item min gnädige fraw vermaindt, die gotzhuß lüt sollen buwen vff gotzhußgütter vnd nit vff ander gütter. Hans Ygel. Item ettlich land gotzhuß gutter ligen vnd buwen ander gütter, die nit gotzhuß gütter sind. Item Lentz Nieß, ist iungkher Bilgriß a ), hat ain gut; inn ist gotzhußgüt, vnd sine kind sind her Hansen von Landow, lit vngebuwen, ob man das- selb gut im oder andern lihen wolle, also hatt iungkher Bilgrin in miner gnedigen frowen ergeben, sol im das lihen, der so hinab kompt vnd ainen ochssen zu ainem erschatz geben, der sol hulden vnd sweren. Andreß Schaigers swiger ist tod, ist den fal schuldig. Michel Maiger, Gallus Hemerlin, Marti Schmid, denen sol man lihen, oder sie müssen die guter ligen lassen. Das Busch bur hüld vnd schwer (sie). Item weihen den grossen tail des kelnhoffs innhat, mag min gnedigen frow wol darzü halten, daß si ire hüser daruff setzen müssen. Vnd welher gotzhußman husen wöll, der sol vff gotzhuß gütter buwen. Item Hans Keller wolt Marti sinem brüder lihen des gotzhuß gut, der wolt zway hüser daruff setzen, souer sy ains werden möchten. Item Hanns Keller, der innen dienet zu Gißlingen, lat die guter wüst ligen vnd git die nit vff, da sol er lügen, dz die verlihen vnd versehen werde. Wellten ettlich an 30 oder 40 gülden vff- nemen, souer denn das torf oder aitlich tail noch notdurft darhinder gon vnd sich gegen gnädigen frowen verschriben wölten, die guter, so darhinder gesetzt wurden, widerumb in vier oder fünf iarn leßen, wölt min gnädige frow dar in verwilligen. Item welle ire hüser nit vff kelnhoff gut buwte, mit denen solt er reden, min gnädige frow werd inen die guter nemen. Weihe gotzhuß guter vngebuwen ligen Hessen vnd ander guter buwen, mit denen treffenlich reden vnd bieten, damüt si gotzhuß guter buwten oder aber die mit dem eid vffgeben, wie von alter her komen ist". Pap. Or. Donaueschingen. S. a) Von Keiscliach. ■1 IjSp'&IjSfi!?« SP 7, M 1491. 269 5) 1492 zinstag in der Osterwochen [Apr. 24.] schreibt Hainrich von Ranndegk, Ritter, Amalyen von Rischach, Äbtissin zu Lindow: Herr Hannß von Landow, der derzeit Seliloss Blümberg, zu dem auch der Kirchensatz zu Rietteschingen gehört, innehat, hat zu Rom erlangt, dass alle von Rietteschingen, was nie gewesen, von allen ihren Gütern Zehnten geben sollen, dies bringt den Armenleuten und wohl auch der Äbtissin und ihm grosse Beschwerung. Da er nicht selbst zu ihr kommen kann, weil er sich rüsten muss, „vif yetz samstag zu rittend", bittet er die Äbtissin, wegen der Armenleute in ihren Briefen und Freiheiten nachsehen zu lassen, ob man da nichts finde, das dafür spreche, dass dieselben keinen Zehnten geben, oder wenn sich nichts findet, der Gelehrten Rat, wie die Armenleute sich dieses Zehntens erwehren können, einzuholen und ihm bei diesem seinem Boten darüber Auskunft zu erteilen, damit er die armen Leute anweisen kann, wie sie sich in dieser Sache halten sollen a ). Pap. Or. mit dem unkenntlichen, unter Papier rückwärts zum Verschlusse aufgedrückten Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. a) Aus zwei Schreiben Bilgrys von Rischach vom Zinstag vor st. Anthonyen Tag [Jan. 15.J und an U. 1 Fr. Ahend zu Lichtmess [Febr. 1.] 1493 an genannte Äbtissin, seine Tochter, ergiebt sich, dass derselbe vergeblich Hans von Landau zu bewegen suchte, von dieser Zehnterhebung abzustehen. Pap. 2 Or. Donaueschingen. 6) 1495 ultima Marcii in civitate sua imperiali Wormacensi Maximilianus rex memor servitiorum, quae consiliarius suus Johannes de Landow ipsi et imperio constanter in dies impendit, et fidei sinceritatis, cultus et observantiae, qua eiusdem progenitores imperium domumque Austriae officiose reveriti sunt, Alexandrum papam hortatur, ut eidem nobilitate eiusdem, quam conservare dignum est, considerata decimas nonnullorum praediorum in parrochia Rieteschingen, quae adhuc nulli decimas persolverunt, de novo concedat et episcopum Augustensem bullarum deleget executorem, qui parrochianos ad praestandas decimas compellit. Innocentius VIII. iam precibus dicti Johannis, qui ipsi insinuavit, se et maiores suos ex comitum sanguine ortos in bonis temporalibus adeo imminutos esse, ut nunc condecentem statum maiorum minime valeat sustentare, inclina- tus et ecclesiam parrochialem Rieteschingen de iure patronatus eiusdem esse attendens has decimas pro con- servatione familiae et nominis de Landow eidem et haeredibus eius donavit, sed antequam concessio effectum sortita est, carnem ex humanis solvit. Johannes de Landow promittit, se pro perceptione harum decimarum ecclesiam parrochialem praefatam in aedificiis et ornatibus, plebanum in integro statu victus et amictus conservaturum esse, prout episcopus Augustensis arbitrabitur a ). Wien. Reichsregistratnrbücher Bd. JJ Bl. 269. a) Das Stift Lindau bat den Papst 1492 Juli 7, diese Zehnten dem von Landau nicht zu verleihen. Pap., gleichzeitige Kop. Donaueschingen. Da auf der Rückseite dieser Kopie steht: „concessum, vt petitur", so hatte das Stift damals Erfolg. 7) 1497 st. Johanß vnd Pauls tag [Juni 26.]. Vor Hanns Scheller von Rietheschingen, der auf Befehl Rudolfs Puren, Vogts daselbst, anstatt Hainrichs von Randegk zu Langenstein, Ritters, im Dorf an gewöhnlicher Gerichtsstätte zu Gericht sass, hatte Hans Haps gegen Junker Lux von Rischach und etliche Amtleute als Bevollmächtigte des Gotteshauses zu Lindow geklagt, dass sie ihm die von seinem Vetter Clewin Rytter hinterlassenen Kelnhöfe und Güter widerrechtlich vorenthielten, da er doch der nächste Erbe sei. Die Beklagten antworteten, dass der Kläger nicht des Gotteshauses eigen sei, es sei aber des Gotteshauses und des Dorfes Gebrauch, dass nur Eigenleute des Gotteshauses dessen Höfe und Güter besitzen sollten, und liessen, um das zu erhärten, 2 Freiheitbriefe von Römischen Königen verlesen. Hans Haps ererwiderte , die betreffenden Güter seien dem Gotteshaus nicht heimgesprochen, und begehrte darüber Kundschaft zu verhören. Nach mehrfacher Hin- und Herrede wurde erkannt, dass beiden Teilen erbere Leute gehört werden sollen. Dies geschieht nunmehr, nachdem des Gotteshauses Eigenleute unter diesen Zeugen ihres Eids entlassen waren. Der Vogt Pur sagt, er habe von seinen Eltern gehört, wenn ein Kelnhof oder Erbgut des Gotteshauses durch Tod ledig werde, und man keinen Erben, der des Gotteshauses eigen sei, wisse, so sollen der Äbtissin Amtleute Hainrichs von Randegk Amtleute anrufen, dass sie ihnen alle Gotteshauseigenleute zu Rieteschingen sammeln, die Hofjünger auf die Kelnhöfe berufen und auf dem Kelnhof dreimal fragen, ob ein Erbe da sei, oder ob ein erbberechtigtes Kind in der Wiege liege; finde die 270 1491. Äbtissin einen Erben, der den Hof nicht wolle, so könne sie ihn mit Recht dazu vor den Hofjüngern zwingen; linde sich aber kein Erbe, so sei ihr der Hof heimgefallen; nur Eigenleute hätten des Gotteshauses Höfe und Güter besessen. Ebenso sagen Conrat Meyer, Vit Beder und Ttel Günther. Haintzly Junchamer, Conrat Muller und Hans Süsser fügen hinzu, dass ein Gotteshausmensch einem andern Gotteshausmenschen sein Gut „machen müg vnd sunst yeman". Thoman Nyß sagt, er sei bei 21 Jahren zu Eieteschingen gewesen und habe von den altern Kellern gehört, „wann es nit dry maul vff dem hoff verrufft würd, das es des hoffs schaden were". Die Urteilsprecher erkennen , „das sy die fryheytten by iren krefften laussen beliben, vnd wenn vff dem hoff zu dryen mäln verrufft werd vnd die kundtschaffter ir sag mit geschwornem ayd vestnend, das es syg, wie sy gesagt heben, wann dann der vrteyl gelept werd, laussen sy die kundtschaffter dem gotzhus Lindow wol gesagt heben". Die dreimalige Umfrage wird gehalten und die Kundschafter beschwören ihre Aussagen. Perg. Or. mit dem Siegel Hainrichs von Randegk. Donaueschingen. T. 1491, Nov. 12. 154. Hainrieh Graf zu Fürstenberg, der von seinen besonders lieben und guten Freunden Diethrich, Ritter, und Rudolf von Plümbnegk für sie und für ihrer Brüder Jörg und Bernhart von Blumpnegk sei. Kinder die Herrschaft Lentzkirch gekauft hat, räumt denselben und den gen. Kindern das Vorkaufsrecht an dieser Herrschaft ein. Geben an sampstag nach st. Martins tag 1491. Das Siegel des Ausstellers in ungefärbter Wachsschüssel (abgebildet IV, 64). Perg. Or. Villingen, Spitalarchiv. 1) Nach den Artikeln der Lenzkircher von 1525 (s. Saumann, Akten zur Geschichte des Bauernkriegs aus Oberschwaben 209 — 11) gelobten die Grafen von Fürstenberg beim Ankaufe von Lenzkirch die Rechte der Unterthanen nach dem Herkommen zu beachten. Die Lenzkircher behaupteten, damals freien Abzug besessen zu haben, ebenso freie Jagd auf alles Wild; nur vom Hochwilde hätten sie dem Herrn die vier Läufe, vom Bären den rechten Tatzen, von der Sau den Kopf gegeben. Zu Steuer hätten sie nur 30 & h. Schaffhauser Währung bezahlt. — Auch die Bauern von Göschweiler , die mit Lenzkirch an die Grafen von Fürstenberg verkauft, aber von diesen bald darauf (das Jahr ist unbekannt) an Jörg von Reckenbach veräussert wurden, behaupteten 1525 (Baumann a. a. 0. 225 — 26), sie hätten 1491 den Edel- leuten von Blumneck jährlich nur 1 Jauchert und 1 Vierling Acker über Sommer und Winter gebaut, sonst nicht gefrohndet, auch keine Fassnacht- und Weihnachthühner gegeben und ihnen nicht weiter, denn dass sie zu Nacht wieder heimkommen konnten, „gerayset", dazu hätten diese Edelleute mit ihrem Vieh nicht auf des Dorfes Weide, Zwing und Banne fahren dürfen. 2) 1477 donnerstag vor Allerheiligentag [Okt. 30.] entscheidet Conradt von Schellenberg zu Hüf- fingen, Ritter, mit Hanß Jacoben von Falckenstein als Schiedsmann Dietrichs, Ritters, Jergs, Bernhardts und Rudolfs von Bluraennegg, Gebrüder, und mit Wilhelm von Neinnegg, Vogt zu Tuttlingen, als Schiedsmann Gätzen von Liechtenberg, Komturs des Johannitterhauses Villingen, dass das Ebnet 8 Mannsmad, die Schleipfen 2 Mannsmad, die Niderwies 3 Mannsmad, der Boden 6, des Suterswies 3, nnd die Furtwies 3 Mannsmad betragend in den Kirchensatz zu Lentzkirch gehören und dem gen. Johanniterhause bleiben, dass aber dafür nach Abgang des jetzigen Leutpriesters zu Lentzkirch dessen Nachfolger den Herren von Blumennegg auf st. Martinstag 2 & ^ Freiburger Münze zu geben habe. Das Or. siegelten die Schiedsleute. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. T. 3) 1482 samstag vor st. Martis tag [Nov. 9.] gestatten die Gebrüder Hansdietrich von Blümenegk, Ritter, Jerg, Rudolf und Bernhart von Blümenegk, welche mit Virich Keck von Grauenhusen wegen der 1492. 271 Lehenschaft der Weiherstatt zu Lenczkilch, in Lochern gelegen, gütlich laut zweier Briefe, von denen den einen sie, den andern Virich Keck in Händen hat, übereingekommen sind, demselben, welcher ohne ihren Schaden und Kosten den Weiher „vsmachen" sollte , aber diesen begonnenen Bau aus Not nicht vollenden kann, nachdem sie den ihnen von ihm angebotenen Weiher nicht kaufen wollen, zu demselben Wernher Geltrechinger, Bürger zu Walczhüt, und Hansen Fünffinger zu Lüffemberg zu Gemeindern zu nehmen. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Hansdietrichs von Blümenegk (26 mm D., IV C; £ , tjctn . fctetridj . vn . bluom . . .). Donaueschingen. o 4) 1492 mentag nauch st. Othmars tag [Nov. 19.] nehmen Virich Keck und seine Ehewirtin Mar- greth Kiewin Wernher Geltrechinger und Hansen Fünffinger zu Gemeindern an ihrer Hälfte des vorgen. Weihers, den sie laut des mit den von Blumnegk geschlossenen Vertrags innerhalb 9 Jahren hätten „vsmachen" sollen, von dem laut dieses Vertrags die eine Hälfte den Lehensherrn, die andere ihnen zugehöre. Perg. Or. mit dem Siegel Hansen Imhoffs, Schultheissen zu Waldshut (Bruchstück), das Rudolfs Kündigs, Propsts zu Grauenhusen, fehlt. Donaueschingen. 5) 1506 donrstag vor st. Valentins tag [Febr. 12.] übergiebt Balthasar Irmi, Bürger zu Basel, Cünraten Waltkirch, Altbürgermeister zu Schaffhusen, seinem Schwager, seine Rechte am Weiher zu Lentz- kirch, in Lochern gelegen, wie den Wernher Geltrachinger sei. innegehabt hat, wie der von diesem an dessen Tochtermann Caspar von Arx und von diesem, seinem Vetter, an ihn, Irmi, gekommen und wie den die von Blümneck zu machen geliehen haben, mit „der besatzung der yetzigen visch", dem Ein- und Ausflusse des Wassers und aller Ehehafte. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln des Ausstellers und Michel Meigers, Bürgers und des Rats zu Basel. Donaueschingen. 6) 1508 des hl. Cruz tag Inventionis [Mai 3.~] verkaufen Wolfgang Graf zu Fürstenberg, Hauptverkäufer, und Hanns Imer von Gülgenberg, Ritter, und Rudolf von Blumneck, Mitverkäufer, unter Vorbehalt des Rückkaufes für 400 fl. Rh. Ludwigen von Andlow, Ritter, 20 fl. Rh. (oder 25 ß h. für 1 fl. gerechnet) Zins, zahlbar auf den hl. Kreuztag Inventionis, aus des Hauptverkäufers Herrschaft Lentzkilch. Einlager in Ensisheim, Friburg oder Thann. Das Or. siegelten die Aussteller. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. T. 7) Nach der Klage der Lenzkircher von 1525 (Baumann, Akten zur Gesch. des Bauernkriegs aus Oberschwaben 210) entzog Graf Wolf von Fürstenberg denselben ein Feld im Satfelt und verlieh es eigenmächtig Jörgen von Reckenbach. Auch an andern Orten, namentlich auf dem Honfurst habe ihnen die Herrschaft Holz, Feld, Wun und Weide entzogen (a. a. 0. 209). 1492, Jan. 13. 155i Martinus Abt zu Peterhusen leiht Cünli und Claus den Grosen, Gebrüdern, zu Judenberg ihren Hof daselbst auf ihre beiden Leiber gegen einen Zins von 19 ß <5(, 4 Herbsthühnern, 3 Faßnachthennen und gegen „die landgarb, das dritail von aller frucht". Er hat aber selbst „den driten schniter" zu stellen, wenn er diese Frucht sammelt, und den ganzen Zins selbst auf st. Martins Tag in sein Haus gen Überlingen zu führen. Das Kloster hat den Vorkauf und darf dabei 5 ß ^ weniger geben, als andere Leute, und bezieht bei jeder Veränderung des Lehenmannes oder Abtes 2 fl. Rh. Ehrschatz. Das Gut darf fortan ohne Genehmigung des Abtes nicht weiter geteilt werden. Geben an st. Hillarien tag 1492. Das Siegel des Ausstellers zerbrochen. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1507 samstag nach st. Gallen tag [Okt. 23.] verkaufen Claus Gros zu dem Judthattennberg nnd Vrsula, seine eheliche Hausfrau, Johann Bletzen von Rotenstain, Domdekan , Clausen Im Stainhus und Hannsen Labharten, zweien des Rats zu Costenntz, als von ordentlicher Obrigkeit verordneten Regenten ^im^Sai^H@i^teäBgPHi« : 272 1492. des Gotteshauses Petershusen ihr Haus zum Judthattenberg an der Hergassen, das sie auf des gen. Klosters Boden erbaut, und das mit ihrem ganzen Hof demselben ehrschatzig und Zinslehen ist und dem Vogtherrn nach Herkommen Vogtrecht giebt, um 15 Malter, nämlich 3 '/s Viertel Veesen, 9 Malter und 9 Viertel Haber und 1 Malter Hocken und um 3 Viertel Erbsen, 2 8f 5 ß 4 /Sj Vberlinger Münze und Mass, 1 Faßnachthenne und 4 Herbsthühner, was alles sie bereits bekommen haben, unter der Bedingung, dass sie beide lebenslänglich darin wohnen dürfen und dass dieser Kauf dem von Abt Martin 1492 ausgestellten Lehenbrief unschädlich sein soll. Perg. Or. mit dem nur teilweise erhaltenen Siegel Bastion Nüwkomens, des Hauses Maynow Amtmanns zu Vberlingen. Donaueschingen. 1492, Febr. 4. 156. Martinus Abt, Prior und Konvent des Gotteshauses Peterhusen zu Costentz vor der Stadt an der Einbrug verkaufen Bürgermeister, Rat und gemeiner Stadt Rauenspurg ihren eigenen Hof, gen. in der Ow, in der Pfarr Zustorf, der Josen Knörlin und seinem Weibe Margreta auf ihre Lebenszeit verliehen ist und aus dem dieselben ihnen zu Hubgilt gegeben haben 6 Scheffel Veesen, 4 Scheffel Haber, 4 Herbsthühner, 1 Fastnachthuhn und 5 ß ty Heugeld und Wilhelm Gremiich zu Hasenwiler 1 Scheffel Korn, 2 ß ^ und 1 Fastnachthun zu Vogtrecht geben, um 350 g h. Rauenspurger Währung. Geben am samstag nach Vnser lieben frawen Liechtmißtag 1492. Die Siegel des Abtes und des Klosters Peterhusen nicht gut erhalten. Perg. Or. Stuttgart. 1492, Febr. 21. Überlingen. J57 Hanns Ortlieb von Walwylr, dem Meisterin und Konventfrauen zu Vberlingen des Gotteshauses Santgallen ihr Gütlein zu Walwylr, das Hanns Waltenhuser frei aufgegeben hat, zu Erblehen verliehen haben, gelobt, auf dasselbe eine ehrbare Behausung ohne deren Kosten zu bauen und ihnen auf st. Martins Tag 3 Scheffel Veesen, 2 Scheffel Haber, 16 ß ^ Vberlinger Mass und Währung, 2 Herbsthühner und 50 Eier in Vberlingen zu Zins zu geben. Geben vff zinßtag negst vor st. Mathiß des hl. zwelfpoten tag 1492. Das Siegel des Junkers Josen Zan, Bürgers, und des Rats zu Vberlingen, eingenäht. Perg. Or. Karlsruhe. 1492, März 5. Innsbruck. 158. Zwischen dem Römischen Könige und Hainrich und Wolfgang, Gebrüdern, Grafen zu Fürstenberg, ist wegen der Stadt Prünlingen durch treffliche Räte, die S. M. insonders dazu verordnet, folgende Abrede getroffen worden: Graf Hainrich hat S. M. zu Gefallen zugesagt, sich der Eigenschaft der Stadt auf den Brief Erzherzog Sigmunds zu entschlagen und der Lösung derselben um 1800 fl. gegen Überantwortung des Pfandschillings, soviel ihn zu seinem Teile berührt, stattzugeben, auch bei seinem Bruder, weil weder dieser persönlich, noch ein Bevollmächtigter desselben erschienen, allen Fleiss anzuwenden, dass auch dieser, wie der Graf alle 1492. 273 Zuversicht hat, darein willige, dass die Stadt an Österreich abgetreten und die Unter- thanen ihrer Gelübde ledig gelassen werden. Darum ist ein Tag in Villingen angesetzt auf nächsten Sonntag Judica [Apr. 8.], wo K. M. durch ihre Räte und Anwälte, und die von Fürstenberg sammentlich oder mit voller Gewaltsam zur Vollziehung dieser Abrede erscheinen sollen. „Vnd als sich etwas irrung halten von wegen etlicher innwoner zu Prünlingen, so obgemelt grafen vermainen, inen mit aigenschaft zugehörn, vnd sy auszuziehen manen haben, sollen auf bemeltem angesetzten tag vleiss ankert werden, sölh spenn guetlich hinzulegen oder aber ains rechtlichen vnd fürderlichen austragen verainen; in mittler zeit sollen auch die grafen, noch nie- mend von irn wegen nichts vnfrüntlichs gegen . . Prünlingen, irn sanndpotten vnd andern . . . furnemen, damit sy bey dem gelait, inen von vns gegeben, beleiben". Besehenen zu Innsprugg an montag nach dem suntag Estomichi anno etc. 92. Pap. Spaltzettel. Karlsruhe. R. 1) 1483 st. Hilarien tag [Jan. 13.] giebt Graf Sigmund zu Lupfen Ludwig Güten zu Mannlehen das nach dem Tode des Hanns Lack von Hüflngen zu Rötembach heimgefallene, in den Burgstall Tällingen gehörige Gut zu Brülingen am Kairain, gen. des Langen Gut, welches l'/s Malter Veesen und l'/s Malter Haber samt dem Heu- und Kornzehnten, der von 30 Garben und Schochen Heu eine Garbe und einen Schochen beträgt, giltet. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Donaueschingen. 2) 1487 6. ante Quasimodogeniti [Apr. 20.] leiht Abt Johannes von Eeichenau Berchtolden Stähelin von Stockburg den Kellhof zu Brülingen mit den zwei Teilen des grossen und kleinen Zehntens daselbst für ihn und als Träger seiner ehelichen Hausfrau Fröniken und seiner Kinder Hans Barthlome und Beatrix. Stähelin giebt für den Lehenbrief IV2 fl. Reichenauer Lehenbuch 638 d Bl. 194. Karlsruhe. a) Der Kellhof ist das jetzige Gasthaus zum Rössle. — b) 1493 Vnser lieben Frowen aubent der Liecht- messe [Febr. l.J leiht demselben Abt Martin von Reichenau diesen Kellhof samt den beiden Zehntteilen, und ebenso wieder nach Verlust seines Briefes 1505 dornstags nach Letare [März 6.] und 1506 Thome appostoli [Dez. 21.] nach Abgang desselben Hanns Bartholome Stehelin von Stockburg. a. a. 0. 638 b Bl. 141. 3) 1490 frytag vor st. Johans tag Sünwenden [Juni i8.] verkauft Hannß Gräff von Fryburg Hansen Gyren und Peter Sprüngen I6V2 fi. Gilt, ablösbar mit 330 fl., die mit andern Güten erblich an ihn gekommen ist, und die die von Lentzkilch ab dem Hofe zu Brünlingen jährlich zinsen, um 330 fi., von denen er Jörg Volherpts Witwe 123 "a gewährt hat. Perg. Or. mit dem zerbrochenen Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. 4) „Pfleg und ambtrevers auf kunig Maximilian von herrn Hannsen von Hüflngen, genannt Schult- liais, umb die vogthei zu Prünlingen on sold, doch mag er in seinen österreichischen sesslehen frei sitzen und soll im sein gewondlich diennstgelt bleiben. 1492". Schatzarchiv-Repertorium II. 637. Innsbruck, Statthalterei-Archiv. 5) 1492 fritag vor der Alten Faschtnacht [März 2.~] verkaufen Hainni Aldinger und Cünratt Walte zu Hüffingen der Füchsinen Gut, zu Brünlingen in den Bannen und zu Walthusen gelegen, das Peter Sailer zu Brünlingen baut, Bürklin dem Wirt, dem jungen, Schultheissen zu Brünlingen, um 35 "a h. Costentzer Münze. Perg. Or., die Siegel Chünrats von Schellenberg, Ritters, und der Stadt Brünlingen fehlen. Bräunungen. 6) 1492 erichtag nach Estomichi [März 6.] gestattet König Maximilian zu Ynsprugk Bürgermeister, VII 35 274 1492. Eat und Gemeinde seiner Stadt Prünlingen, nachdem dieselben aus unterthäniger Liebe und Neigung, so sie zu ihm und seinem Hause Osterreich tragen, sich gegen ihn erboten, eine Geldsumme darzugeben, damit sie wiederum zu ihm und seinem Hause gelöst werden, aber solches Geld jetzt selber nicht bezahlen können, 1000 fl. Eh., aber nur zu diesem Zwecke aufzunehmen. Als Transsumpt enthalten in der folgenden Urkunde. E. 7) 1492 mittwoch vor Vnser lieben Frowen Verkündung tag [März 21i\ verkaufen unter Berufung auf die vorstehende Urkunde Schultheiß, Eat, Bürger und Gemeinde der Stadt Brünlingen in Bar an Mag- dalen Schoublin, Jerg Sniders sei. Witwe, zum Krepß zu Friburg gesessen, für 70 8> 3i Friburger Währung 3Vs $ > Bl. 114. 2) 1483 montag vor st. Leo tag [Apr. 7.] verkauft Johanß Graf von Lupfen für 300 fl. Rh. Annelen Hugin, Sigmund Kellers sei. Witwe zu Villingen, 15 fl. Rh. Zins von seinem Dorf Bonndorf und seinem Weiler Niderwangen unfern von Dyllendorf, die zu gemeinen Jahren ob 30 Stück Zins und Gilt an Korn und Geld tragen. Das Or. siegelte der Aussteller. Lupf. Kopialbücher II Bl. 201 v . Donaueschingen. T. 1493. jßo Urbar des Grafen Wolf gang von Fürstenberg. Anno domini 1493 ist diß buch durch mich Andres, schribern, angefangen züuerschriben alle vnd jede zins, gälten, zoll vnd geuell, so sinem innhalt anhangend vnd dem wolgebornen herren, herren graf Wolfgan ngen zu Für st en- berg, in der taillung mit syner gnaden brüder zügefallenn, sydhar ouch er- kofft, vff disen tag alles gewiß, gab, gichtig, richtig, vnd ouch damit was sin gnad ouch an gälten fänden hat vndjars von banden hinweg zu geben schuldig, wie dann das alles durch die amptlut vnd mich gerecht uertigt vnd am im selbs ist. Des ersten in der Bare vnd vff dem Swartzwalde: Item an Furstenberg stat vnd schlos, dem lantgericht, hohen gerichten vnd wilbennen hat sin gnad tail nach wisung der tailbriefen sampt den lehen. Item die wysen an der Kötten, die wysen zu Gosingen vnd der Boltzacker wirt gon Pforren genutzet zürn huß mit höw vnd emd, ouch der Naßbr&gel. Item vff den dryen clostern sin gerechtikait lut des taillungbriefs, mer insonnders von Amptenhusen geuallend vns alle jar 13 malter habern zu hundas. Item den kirchensatz zu Efingen zürn Hailigen crätz zu verlyhen vnd mit aller oberkait ist vnser halb, vnd des zu erkanntnnß sol vns der selb kirchher jars vff Ostern alweg ain lamp in kächin antwurten vnd ain viertail ayer geben vnd graf Hainrichen eben souil, ouch wann wir alda jagen, sol das gejäg by dem kirchhern ligen vnd die burschafft das hundbrot geben. Zu Ob er baldigen: item zu Oberbaldingen der Götzen zway gütlin ziim halbentail , gehend jars 2 malter 1 mät körn; mer lit ain acker alda, so der an nutz lit, git er ain sundern zins, stat zu ains vogts rechnung. E min gen vor Wald mit hohen gerichten vnd Strafsachen, wz vber drä pfund tut, ist vnser; das selb dorf gantz das git vnns am herbst 24 fl. zu stär, item die vaßnachthennen , vnd was lät alda vnser lib- aigen sint oder vns als lantgrafen zügehören, die hond wir, so sy mit tod abgond , zu vallen. Wylers- pach, vom Gyrer harrüren: item der kirchensatz, widern vnd zehenden groß vnd ciain zu Wylrspach VII 36 t&m Ub&S 282 1493. im etter allenthalb, nützit vßgenommens, ist vnnser, als hock wir den verlyhen mögen etc., ouch die hünr vom zehenden, davon geben wir aim priester, der die armenlüt versieht, 20 malter baiderlay, zway tiertel erbsen, 2 fiertel bonnen vnd allen clainen zehenden; der vberschatz ist vnser, tut zu gemainen jaren by 30 malter mer vnd minder on geuerd vnd ain malter erbsen in die kuchin; mer gilt vns der mayerhoff da- selbs 10 malter baider körn, ain viertel ajer vnd vier hünr. Swenningen im dorf: item der kelnkof zu Sweningen vnd die Ow daselbs geben vnns jars vbern vorzins, so darvß des Dichtlers von Rotwil gelassen kinden gat, des 13 malter ist, darnach gevalt vns jars 12 malter, vnd wann die kind absterben, so gevalt der vorzins als ain recht manlehen der grafschafft Furstenberg wider in ir handt. H a i d e n- hofen a ). — Sunthusen a ). — Pforren"). — Deckingen a ). — Wülter dingen a ). Tan- haim: item vber das closterlin gantze castvogty vnd im dörflin hohe vnd nidere geriebt vnd alle recht; item sy gebend zu mayenstür 4 "u h. vnd zu herbststur 10 u h., dienend, vallend vnd gend hünr. Hert- zogenwylr: item der hoff vnd alle oberkait zu Hertzogenwylr, item der mayer git vnns jetzt jars davon 13 ß h. vnd sol vns wz die nüw schür costet, gelten. Verenbach: item die von Verenbach höh vnd nider gerichte, die gend vns zu beiden sturen 41 fi., nämlich 17 fi. zu niayen vnd 24 fl. zu herbst, mer 4 % h. zu hofstatzins jars vf sant Thomans tag vor Winnachten, mer 4 fi. jars vom Schonower wasser vnd 100 visch. Langenbach: item Langenbach dz tal, beid tail, mit höh vnd nider gerichten gantz fry aigen, vnd wz darvß verschriben were, sol myn her graf Hainrich vß der Lynach richten; item sy gend zu mayenstür 21 & h. vnd zu herbststür 30 &' h. vnd vallend, dienende vnd geben hünr. Schönowe: item Schönow mit hob vnd nider gerichten ganntz, die gebend zu mayenstür 25 & Stehler vnd zu herbstür ouch 25 U Stehler, tut zusammen 40 fl., ye 1272 ß für 1 fl. zu zeln, dienend, vallend vnd gend hünr; davon gat 2 U Stäbler, macht 40 blappart, an ain jarzit gon Verenbache; mer git vns Jackly Hohen hoff, den der Tufner innhat, in 6wig zit alweg jars 1 fl. zins vnd wan man bit oder schatzgelt leit, sol man alweg 1 fi. vom hof geben. Nüw Fürstenberg: item das schlos zu Nüwenfurstenberg mit siner zü- gehorde vnd das tal Bregen mit hohen vnd nidern gerichten sampt dem vngelt, vnd wz daselbs zu Bregen gevalt, ist gemain, vnd git vns der vyscher zu vnserm tail 250 durer vysch, ouch gropendienst vnd von der wyß, so zum wasser hört, 1 li h. Summa: maystür jars vff 89 fi. 7 ß 4 h., summa an herbstür jars vff 230 fl. 4 h., item so all besetzt sturen vnd gelt zins on abzug der vogtlon vnd 5 fi jarzit- gelt, wie vorstat, so tond die beyd sturen vberhopt summa 323 fl. 1 8> 5 ß h. Item die stat B r ii 1 i n g e n ist von der k. Mt. vß mins gnedigen herren, graf Wolfgangs, tail gelöst, do hat er vom selben gelt sim brüder, mim gnedigen herren, graf Hainrich etc., 1100 fl. gelihen, damit dem Vfflinger ain swere korngült abzulösen, darvnib hat sin gnad zugesagt vnd vf sich geladen 1000 fl. hoptgüt vnd 50 fl. zins jars dem Winman gon Rotwil für myn gnedigen herren zu zinsen vnd zu bezaln, mer 100 fl. hoptgüt vnd 5 fl. zins Aubrecht Beschaiden zu Rotwil, sollichs dann ab Emingen, Pforren, Gütmattingeu vnd Haidenhoffen vor gangen, das sol er ab sim landt verschriben vnd richten jars on mins herren vnd der sin costen vnd schaden etc. Mer sid der taillung hat min gnedig herr, graf Wolfgang, sim brüder, mym gnedigen herren graf Hainrich, bewilligt 1600 fl. oder mer lut der brief zu lehnen vff Verenbach mit siner zügehörd vnd 400 fl. zu Rotwil vnd sich mit sim brüder verschriben vnuerschaidenlich; söllich gelt ist am koff zu To- noweschingen geben, do er in das Vngerland wolt, vnd ist min gnedig herr, graf Hainrich, schuldig, zins vnd hoptgüt vßzürichten on vnsern schaden, derglich vmb 600 fl. hoptgüt gegem Trülinger von Schaff- husen; vmb dz alles soll er mym gnedigen herren vertigung vnd schadlosbrief geben, dann mins gnedigen herren tail vnd land, wie vorstat, gantz vf disen tag, vßgenommen die jarzit, zinßfry, ist ouch vßgenommen was ab Teckingen gat. (2. Im Kinzigthal) b ). Rippoltzow: item castvogty vber das closter zu Ri- poltzow vnd höh vnd nider gericht sint vnser mit aller gewaltsami; item Mentelis gut git 3 ß $ [°) hat der Peyer jetzt inn, doch wo ainer dz buwen vnd besitzen wolt, sol ers von handt gen]; item 6 ß Gaberiels gut; item das gut im Richenbach 12 ß ,Sj; item Mathis Kienasts gut git 1 $ 3t, 2 ernhüner, 1 vaßnacht- hennen; item Claus Schöchlins gut git 9 ß 3i, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen; item Weldlis gut git 11 ß ^ vnd 1 vaßnachthennen [vnd 2 hunr]; item Hans vor Sebach 1 $.<$, 2 ernhüner, 1 vaßnachthennen; item Wigant im Sebach git lg ^,1 vaßnachthennen [vnd 2 hunrj; item Jacob Pfawen gut 1 fl. zins; item 1493. 283 Andres Spinners gut 2 fl. zins; item des Fegers gut mit Schomans gütlin 9 ß 3 ^ [mer 2 ß sint bißher gon Romberg gangen]; item des Welckers gut 1 u 6 ß, 2 ernhünr vnd 1 vaßnachthennen; item das bad- lms git 14 ß minus 3 ^ zins vnd 50 visch vom wasser; [item 6 ß Hanns Härder von Wüstengrien]; item wo vaßnachthennen stond, die selben gütter gend vns drittail, vell vnd alle recht; item 3 fl. git Petter Drick von Bayersbrunn von hartzweiden vß den weiden im daselbs verlächnet, davon lat min gnediger herr Hainrich Juden sin leben lang 1 fl. fallen; item so sint die vberigen weld ouch wol zuuerlyken jars vmb [2 1 / 2 fl- vnd 2'/a fl. zoll zu erb vnd aigen der agst vnd lotbom onschadlich Jacob vor Seebach, Ga- beriel, Diebolt Schremp vnd Hans Härder vnd sond des brief nemen]; item 150 durer visch git Hainrich Weldlin von wasser [hat der vogt vmb 200 visch 10 jar anno 1507 oder 2 fl.]; item 60 zollvisch der Wy- gant vom Seebachwasser [oder 1 fl. dafür]; item stocklow von floßholtz in herrenwelden zu howen, tut jars, darnach man die bracht, sol 1 vogt verrechnen; item Claus vnd Conradt Schöchlins, ouch Bechtold "Wunderers gütter git ir jeder aim pryor 14 ß 3i, tut 4 fl., vnd vns dz vberig, ist von im mit 80 fl. zu losen, [dann vall, dritel vnd frefel darvff vor sint behalten]; [item sy sint des hartzzols halb vberkommen, dz sy mögen mit wissen vnsers vogts dz fber Eck vß füren, sollen sy von jedem zentner 4 3\ Rappen zoll vnd ob sy es dz wasser für Wolfach, Husen vnd Haßlach ab füren, sollen sy by dem zoll ouch pliben, an allen zollen nun 4 ^ zu geben]; [frefel, bot vnd verbot]. Romberge r herschafft jetzt dem selben vogt bevolhen; item Claus Bückeller am Schmitzberg git 1 Tt 5 ß Straßburger, 2 hünr, 1 hennen, drittel vnd vell; item Marx Spitz 1 u 1 ß Straßburger ,3), 2 hünr, 1 hennen, dritel vnd väll; item ila- this Schump 1 & 5 /S Straßburger, 2 hünr, 1 hennen, dritel, väll; item Conradt Veger von zweyen güttern 36 ß Straßburger $, 4 hünr, 2 vaßnachthennen, drittel vnd zwen väll; item Onimus Rautgeb git 1 91 4 ß Straßburger ,5;, 2 hünr, 1 vaßnachthennen, drittel, väll; item 2 ß git der Spinners jars von des Vegers gütlin; [item Henslin Weidin git frongelt]; item Grien Michel git 1 U 3 ß, 2 hünr, 1 hennen, dritel, vell; [Henslin Veger von Hailigen gut git 2 ß frongelt]; item die bünd git 1 ß ^ zins jars; item Virich Schrotweck 13 ß Straßburger, 2 hünr, 1 hennen, dritel, väll; item Paulin Halder von sin vnd des Kellers gütlin 14/9 Straßburger, [git 1 val]; item des Pfawen gütlin 7'h ß, drittel, väll; item die Friderichin vf der Grub git 17 ß Straßburger 3i ; item Claus Koch 17 ß Straßburger, 2 hünr, 1 hennen, drittel, väll; item Henslin Bertschlis hof 1 $, 2 hünr, 1 hennen, dritel, väl; item Cünradt Armbroster 1 tf, 2 hünr, 1 hennen, dritel, väll; item der Tibelfüs git von sim gütlin, der segen vnd dem tisch sampt dem waldgüt . . 9> 5 ß Straßburger ^, 1 hennen, dritäl, väll; item Jacob Armbroster, vogt, 12 ß, 1 hennen, 2 hünr, dritel, väll item Jörg Armbroster 1 8f 8 ß, 2 hünr, 1 hennen, drittel, väll; item Jacob Veger 13 ß Straßburger ^ item Engelhart git jars 10 ß $i, mer 5 ß ,3) für 50 dürer vischen, 2 hünr, 1 vaßnachthennen, drittel, välle item all vorgeschriben mayer oder die gütter git jedes jars 2 ß Straßburger 3( für frondienst vnd git Henslin Vegers gut ouch frongelt, [tut 40 ß 3{] ; item der Schappach das wasser gilt 1 fl. 1 ort jars, mer der Schömbach waid vnd wasser '/» A-; item das ander vyschwasser, die Wolfach, ist verlihen vmb 7 fl. 3 ß Straßburger; item die hartzweld zu Romberg sint verlyhen zu erb hinweg Grien Micheln vmb 2 fl. 2 ß jars, [tond jetzt 3 fl. zinß vnd zoll]; zürn schlos gehörig: item die Waldmat gilt jars 4Va ß & [vnd Schonbachwaid vnd burgwaid 4 ß, vnd 6 ^ gond vß dem garten], item der nöwwachs vnd garten vmb dz schloß stat zu ains vogts rechung, wie ers jars verlyhet, item der acker by dem rinthuß ist züuerlyhen, item die Rintmat git gewonlich 2 fl. 1 ort, item vom bomgarten gewonlich 11 ß <$, item von der waid V« fl. gewonlich; item stocklow von wälden stat zu ains vogts rechung, wonn 1 flosholtz git 18 ^ Straßburger vnd 1 bodentröm 18 3f, item der kirchensatz zu Schappach gehört darinn; item drittel, väll vnd frefel zu ains vogts rechung; [item denck den Schappachzinß inzüschriben 1 fl. jars vnd 1 huß darinn zu buwen]; summa dem vogt zu Romberg on dz, so zum schloß hört, vnd on stocklow vnd on all ander väll, sonder dz besetzt ist, tut 25 U 17 ß minus 3 h. vnd an. hünren 26, an vaßnachthennen 14; [item der Hegbach schaidt die zwo herschafften Romberg vnd Schenckenzell, vnd wz hie disent vntz zu end vß ist gelegen, es sig weld oder gütter, gehört gen Romberg]. Zins vnd gült im tal zu Ober Wolf ach: item die Wygermatten nutzet ain herr selb; item der Wygergrund wirt etwa verlyhen [vmb 6 ß]; item die Brügelmat ist ouch vnser, gilt 5 fl. jars, [ist Rechtlawen verschriben worden die Brügelmat]; item die 36* ^^^^^^1 284 1493. müli'n vnder der bürg zinst jars von ir vnd iren zügehorden güttern 5 ß $i Straßburger vnd 2 caponnen; item der hof am Botschenwag hat dirzit Jörg vnd Henslin Bayer gemain, git jars 2 fö ^ Straßburger vnd 2 kappon, zehenden aim kirchhern; item den andern hoff am Botschenwag hat Henslin Bayer allain vnd git jars 13 ß, 2 ernhünr vnd 1 vaßnachthennen, zehenden aim kirchhern; item Brnnhart im Loch git jars von sim gut 16 ß $, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen, 2 schultern vnd halben zehenden; item die Brüschin von Brümsis hof 3 gf, 2 hünr, 1 vaßnachthennen vnd halben zehenden; item der Nieß ob der Matten kompt von Bomberg her vnd git jars 27s ß frongelt, 1 fiertel habern, 2 hünr, 1 hennen, der ander zinß ist gon Schappach versetzt, zehenden aim kirchhern; item Jacob Büheler kompt ouch von Eomberg har vnd git jars 2'/a ß frongelt, 1 fiertel habern, 2 hünr, 1 hennen, der ander zinß ist gen Schapp cli der k'rchen versetzt, zehenden aim kirchhern. — Fronbach: item Andres Feist, genannt Schultheiß, im Fronbach git von sinen güttern vnd der widern 13 ß \ 4'/a sester habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden vns; item Jacob Pflümler hinder der kirchen git von sinen güttern 13 ß ^,2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd zebenden aim kirchhern, item Conradt Winter git jars von sin güttern vnd dem, so wir vmb \nsern schriber kofft, 14 ß Straßburger, 1 fiertel wishaber, 4 ernhünr', 2 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, 4 frontag vnd 2 väll; item Hanns Burgbach git von sim gut im Fronbach 1 S4 2 fiertel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, git dann mer vom gut zu endt Fronbach, das im gegündt \ad gelihen ist mit allen rechten vnder sin tach zu niessen, 1 u <$i, 2 fiertel habern, 2 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden vnd 2 väll, git mer 1 ß von der müllin zins [vnd git 2 schultern]; item der hoff by der kirchen, den Jörg Bayer besitzt, ist versetzt der kirchen, den hat ain herr macht wider zu lösen, zinst jar 13 ß 3i, 4 hünr, 2 vaßnachthennen, mer 2 ß widemzins, item hüni', drittel \nd väll gont vns inn, aber dz gelt nit lut ir bnef, zehenden aim kirchhern; item Conradt Fürners hoff ist nach sin abgang der herschafft ouch wider haimfällig vnd gilt jars 15 ß, 2 hünr, 1 hennen, drittel vnd vell; item Hanns Schüchmacher git von sinen güttern jars 1 % 1 ß 3\ Straßburger, lOVs sester habern, 2 hünr, 1 vaßnachthennen vnd halben zehenden; item Henslin Kobers hof git jars 1 Jt minus ö'/s <$, l0i/ 2 sester habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen, gantzen zehenden; item Steffan Vos git von sim halben lehen jars 13 ß .$, 1 f"*tl wishaber, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, git mer 3 ß ^, 1 sester habern vom acker hinder sim huß d ); item mer hat Steffan Vos dz burglehen zu erb lut ains briefs vnd git davon 2 fl., 1 firtl habern, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Schnider Hainrichs zway halbe lehen geben jars 1 . . . °) ß ^, 13 sester habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, hört Steffan Voseu ouch zu; item Conradt Seebacher git von sim gut 1 ü 7 ß ^, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen, ganz zehenden; item Berenbachs gut am Grien git 1 ff 5 ß 3i, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen, gantz zehenden; item Claus Heim am Grien git 1 g 6 ß 3i, 2 fi"tl habern, 2 hunr, 1 hennen vnd gantz zehenden; item Jacob Tob git jars von sim gut 1 8? 6 ß $i , 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Tob Hansen gut git jar 1 2t 6 ß 3\, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden, mer 1 zinse von siner müllin tut 1 ß ^ [vf gnad, mag der her andern]; item Michel Danbachs gütter gend 32 ß ^, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden. — Inn Gelb ach: item der meyer von sim gut im Gelbach git vns 1 $ 6 ß \ 2 hünr, 1 hennen vnd gantz zehenden; item der Brüder, der zimerman, git vns vom gütlin, dz er von vns hat, 14 ß 3\, 2 ernhünr vnd 1 vaßnachthennen, gantzen zehenden vnd von des pryols gütern halben zehenden, [mer 8 ß von Marti Rulis guter]; item Martin Bülins guter alle gend 3 fl. 3 ß, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Claus Bruders zu end Gelbach gütter gend jars 1 ff 7 ß ^, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, git mer von der müllin zinß 1 ß ^. Hervßwider: item Michel Schnider git jars lf&6ßj9i, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthenn, gantz zehenden; item Andres Spynners hof git jars 1 & 6 ß ^, 2 firtl habern, 2 Schulter, 2 ernhünr, 1 vaßnachthenn vnd halben zehenden; item Henslin Romming git jars 1 f£ 6 ß ,3;, 2 firtl habern, 2 schultern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd halben zehenden, git mer von aim lehengüt, genannt Stollen lehen, 1 f? 6 ß ^, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden von dem gut vnd 2 fäll; item Mathis Meyer git von des Bühelers gut jars 1 öf 6 ß, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 hennen vnd gantzen zehenden; item Jacob Wyß git jars 1 ff 6 /9 /5), 2 firtl wißhaber, 1493. 285 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Benedigt git jars von siin gut 16 ß ^ vnd halben zehenden, hat etwa 1 ff 2 ß vnd hünr gölten; item Henslin Rober, genannt Henslin Muller, git von sin guter 1 ff 7 ß \ 2 firtl habern, 2 ernhunr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden, mer von der müllin, so er abgon lassen hat, 1 ß oder 1 kappon; item Adern Barho git von sinen güttern 1 ff 15 ß 9 ^i, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden, git mer von der müllin 1 ß ^; item Jacob Kolrs gütter alle gend 2 U minus \ ß \2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Groß Hanns git von synen güttern 32 ß \ 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Mathis Boßler git 1 ff 3 ß $, 2 ernhünr, 1 vaßnachthenn vnd gantz zehenden vnd vom gütli zwüschend im vnd Groshansen nu halben zehenden, [mer 7 ß, 1 firtl habern von dem funden firtl gätz, git 1 vall]; item Hanns Bechlins gütter gend 2 ff minder 3 ß ^, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthenn vnd gantz zehenden, mer von Hederichs gütli halben zehenden; item Hanns Wißhar git 15 ß A, 2 ernhunr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Michel Büheler git 16 ß \ 1 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Claus Switzer git 16 ß $, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Hanns Gürat von sin güttern git 15 ß ^ , 1 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Jacob zun Schmitten git 1 ff A, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden vom Dollenbach herab werts; item Lentz Friderich git 1 ff, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen; item Hanns Schottenkopf im Tieffenbach git von sin güttern im Tieffenbach 1 ff ^, 2 ernhünr vnd 1 vaßnachthennen; item Hanns Mayer oder sin sun Erhart Mayer im Tieffenbach git 1 ff ,-Sj, 2 ernhunr vnd 1 vaßnachthennen, sind bißher sim vatter dem alten frondienst vnd hünr vf gnaden gestanden , aber der süne sol dz geben, wann es an inn valt; item 1 ß git die Friderichin vff der Grub von aim acker zu zinß jars. — Swartzenbruch: item Jörg Zimerman git 2 ff, 2 firtl wishaber, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Jacob Kistler git 1 ff 8'/ s P \ 2 firtl habern, 2 ernhünr vnd 1 vaßnachthennen; item Jacob Heintzmann im Tollenbach git 1 ff 4 ß ^, 1 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen, mer zins von siner nüwen mülli, tut 1 ß ty. — Rangen: item Hans Tanbach zu end Rangen git 32 ß ^ , 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Petter Barho git 2 ff ^), 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Jörg Winter git 1 ff 6 ß ty, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 faßnachthennen vnd gantz zehenden; item Hanns Wamescher 1 ff 6^ ^, 1 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthenn vnd gantzen zehenden; item Henßlin Wiß git 1 ff 6 ß $i, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Conradt Bruder git 1 $ ^, zwey ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Jacob Hansman im Kurtzenbach git 10 ß ,S) von Hümels gut vnd 1 ß h. von der harg; item Claus Oswalds, genannt Ochlins, gütter gend vns jars mit der gült, so wir vnßerm schriber abkofft, 2 ff ^ minder 6 3\, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen, väll vnd gantz zehenden, git mer 1 ß A vnd 1 kappon von der müllin; item Hanns Bodnot git 10 ß $i vnd von des Wackers gut im Kurtzenbach vnß gantzen zehenden vnd von den andern güttern allen git er vns halben zehenden; item Mattenhanns von sinen güttern 37'/2 ß $i, lO 1 /* sester habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Hanns Koller git 1 ff minder 6-^,1 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden. — Vtzenbach: item Erhart vor Vtzenbach git 1 ff 6 ß ^, 2 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Paulin Wisen gut git 1 ff 6 ß 3i, 2 ernhünr, 2 firtl habern, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Hanns Bentz von sinem gütlin 6V2 ß, 37a sester habern; item Andres Schach git 18 ß ^, 1 firtl haber, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Claus Nock git 1 ff 3 ß 4, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Steffan Spynners gütter gend 1 ff 3i , 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Hanns Fritsch git 1 ff .-5), 1 firtl habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden vnd hat die guter zu end Vtzenbach, den Gnepner vnd die andere gütter alle innhalt ains briefs, git mer zu zinß von der müllin jars 1 ß /S(. — Dise vorgeschriben gütter allen ligend zu drittel, vallen zu allen rechten, vnd ist dz gelt alles Straßburger münß. Summa an besetzten zinsen [mit des Furners gut vnd on den Burgbach tut 82 ff mer 17 ß 9 £\ Straßburger], summa an zinlihabern [72 firtl 1 sester], summa an schultern [4 schultern], summa an caponnen [5], summa an ernhunr [132], summa an vaßnachthennen [67], summa: der groß körn- 286 1493. zehend tut vber des priesters corpus gewonlich ob 150 firtl gütz; die vysclivvasser mit dem Bangen tond jars, als hoch man die verlyht, ob 1300 vischen; denck der schultern: nach der alten wysung sol jeder schultern gen, wz er vff sim gut zucht, [hat min her dem tal geschenckt frywillig, damit sy im dester williger syen zu holtzen; item all schnlterzinß , ouch all fron vntz an dz howen vnd emden ist der tall- mengin in Ober Wolfach angestelt vßgenomen zum jagen, dafür das sy fronholtz geben sollen in dz hnß gon Wolfach, ain jeder nach zimlichheit, so im vffgeleit wirt; item wann sy nit koltz gend, so ist der gütter recht, das jeder hoff zu fron schuldig ist: item 1 tag zu meygen, item 1 tag zu howen, item 1 tag zu schniden, item 1 tag zu hacken oder ruteu]. [Item wann man die byweg vber die Ecken varen lat vnd das crütz vff tut, wirt dise Ordnung der zolle halben gehalten zu Ober Wolfach, Bomberg vnd Ripoltzow: wöllicher die Ecken varen will oder vert, er sig fromd oder haimsch, vnd kofft gut oder vailgüt das land hervff oder abhin fürt, das für die dry minß gnedigen herren zoll der lantstraß nach gon solt, der sols verzollen, als ob er es der lantstraß nach fürte, die wil ainer den nechsten varen will oder zu varen be- gert: item 2 ß vom wagen geladen, item 1 karren 1 ß ^ , item 4 $\ 1 geladen roß, dz vber ruck treit, was ainer sust vber ruck treit, soll zollen, wie an zollen, item käs, schmaltz, ayer, hanf vnd derglich sol nit da vber getragen noch gefürt werden, sonder by verlierung des gebots 3 # an mergkt getragen werden, item 4 ^ git ain roß, dz zu mergkt gefürt wirt oder verkofft ist, item 2 ^ ain rint, dz verkoft wirt, dz rinthoff- vichist, item 1 swin 1 ^, dz da vber getriben wirt, item 1 kalb 1 $\ vber die Ecken hinvß, item 2 ^ von jeder ochsenhüt, so da vber gefiert wirt, 1 kühut 1 -S( vnd 2 ciain hüt 1 $i, item 1 glaßtrager 2 gleser oder 2 ^, item 2 ,5) ain cramer, der da vber intreit, item die brenten win oder zilbelsat tragen, 1 ^, ye darnach sy vil tragen f )]. Vogty im Kintzigental, so jetzt ain vogt sol inpringen: item Hainrichs vorm Berg gütter gend jars 1 # 8 ß $i, 2 firtl habern, 4 ernhünr, 2 vaßnachthennen, 2 val vnd den grosen zehenden gantz, [dz gut stost an der pfrund des mitelalters lehen]; item der Gisler vor Kübach git jars 5 ß h., 4 sester wishaber, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd zehenden von allen sin güttern hie disent dem Kübach, [stost au des abpt von Alperspach guter am Kübachen]; — Vorderlangenbach: item das gut, dz Rechclaw inn hands hat, gelten 1 U ^, 2 firtl habern, 2 schultern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden, ist Bechclawen lut ains briefs gefritt vnd in diß summ nit jetzt geleit worden, [ist lehen von der herschafft, ist wider im 1501. jar kofft, sol zinß geben 10 ß Straßburger, 1 firtl habern, 2 hunr, 1 hennen, gantz zehenden vnd 11 ß an 1 jarzit; item Bernhart Beck git vom fiertlin gütz, dz in sim gut ligt, 5 ß Straßburger, 4 sester habern, dritel vnd väll, sitzt sust hinder sant Lorencyen mit hünr vnd zinsen]; item Michel Becken gütter gebend jars 30 ß S\ , 20 sester habern, 4 ernhünr, 2 vaßnachthennen, 2 schulterns) vnd halben zehenden, [der ander hört der frügmeß]; item Hans Becken gütter geben 1 ft *$, 2 firtl haber, 2 schultern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, git mer 15 h ) ß ^, 10 h ) sester habern, 2 schulter, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen von des alten Groß Hansen gütter vnd gantzen zehenden k) vnd git von des Müllers gütlin halben zehenden; item Stoffel Brüchen hoff vnd gütter geben jars 2 'S, ^, 4 viertel habern, 2 schultern, 4 ernhünr, 2 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden von 5 fierteln lehengüttern, da- rvß') gat aim kirchhern zu Wolfach 3 fl. geltz an ain jarzit von der herren wegen; item Bartlin Treyers hoff git 1 # /S), 2 fiertel habern, 2 schultern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item der Schott im Vbelbach git 15 ß ty von des Schlichens gütlin vnd gantzen zehenden. Item alle, die da sitzend im tall zu Vbelbach, die gendt vns halben zehenden aller fruchten, nämlich des Brunharts, Wolf- henslins, Capittels, Pryols, Wißhars Henslis, Eeplins, Wisshars vff dem Berg vnd des Bechlins guter. Item so gebend alle, die im Oberlangenbach vff vnd vf sitzend, der herschafft Fürstenberg vor vß vnd ab halben zehenden nach altem harkommen vnd vahet in Henslin Vaisten hof vnd gütter an etc.; mer hat die herschafft den andern halben tail am zehenden von der herschafft Geroltzeck mit Bomberg gepfändet, damit sy jetzt im Oberlangenbach all gantzen zehenden schuldig sint. Item dis sint zins im Oberlangbach zu Eomberg gehörig: item Henslin Veist git 1 ff,' $, 1 fiertel habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd 2 ß ,-S) frongelt k ); item Hanns Nock git 1 Ä 4, 1 fiertel habern, 2 hunr, 1 vaßnachthennen vnd 2 ß 3i frongelt, darvß wz vnserm schriber 8 ß, der habern, die 3 hunr vnd körn vom zehenden verschriben, hond wir an vns gelöst lut der brief; item Jacob Nocken gütter, darab dz huß verbrunnen, Wg$MMm%m iSKH&f-.x-y*! 1493. 287 git 1 G, 1 fiertel liabem, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd 2 ß frongelt; item Adam Veist git 1 ff A, 1 fiertel habern, 2 hiinr, 1 vaßnachthennen vnd 2 ß ^ frongelt; item Nocken Bentzen gut 1 fl., 1 fierteli) habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd 2 ,9 frongelt; item Jacob Veist 1 fl., 6 sester habern, 2 hünr, 1 vaßnachthennen vnd 2 ß frongelt, vnd ist alles Straßburger münß, [gantz zehenden von dem gut vnd von frügmessers gut V« zehenden, ist dz gut zu endt Langenbach]. — Zins vnd gült zu Sant Eumann zu Romberg gehörig: item Andres Heßlichs hof 1 fl. . . . m ) habern, 2 hünr, 1 vaßnachthennen vnd 2 ß frongelt u ), [git sant Ruma zehenden]; item Güthenslins hof 1 ff, 6 sester habern, 2 hünr, 1 vaßnachthennen vnd 2 ß frongelt, [zehenden sant Ruma]; item Waltzen im Gippichen erben von aim gütliu 4 ß, 3 sester habern, [1 hün], i/ 2 hennen vnd fron davon 2 ß, hat Hans zun Bircken, mer von etlichen guter im Loch dem obern gut zütailt 2'h ß Straßburger, [zehenden sant Ruma, wz hie disen der Eck lit]; item das gütlin im Loch, dz des Grinners was, 2 1 h. ß ^ vnd '/a hennen, 2 ß frongelt, so es behüst ist, [zehenden sant Ruma]; item des Edelmans hoff vff Elblinsperg git jars 2 fl., 1 fiertel habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd 2 ß frongelt, [sant Ruman zehenden]; item Gaberiel git 2 11., 1 fiertel habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd 2 ß zu frongelt, [zehen sant Ruman]; item Ludman Veisten hof git 15 ß, 1 fiertel habern, 2 hünr, 1 vaßnachthennen vnd 2 ß frougelt, [dem haiigen zehenden]; item Lienhart Schelhamer°) IOV2 ß Straßburger vnd 2 ß frongelt, dz ander hört dem hailigen; ist alles Straßburger 3\. Item was ouch von herrenwalden vallet: stocklöw vnd anders, item freuel, bot, verbot. Item die vorgeschriben gütter ligend alle zu drittel, zu vällen vnd zu allen rechten. Item Hermaus hof zun Linden gehört ouch darin, git 2 ß 3i frongelt oder die frondienst vnd ist drittailig vnd valiig, der zins gat sant Ruman zu, ist 30 ß S\, stat zu lösen mit 28 U $ Straßburger, wann die herschafft will. — Summa an besetzter nutzung an gelt: 20 ff 5 ß 8 3i Straßburger, [gat 2 ß am mesner ab p)] , summa an zinßhabern: 26 fiertel habern, summa an schulter: 10 im Vorder Langenbach, summa an ernh&nren: 39, summa an vaßnachthennen: 21, [hie vor stat, wie zehend im Langenbach vnd Vblbach gat; mer 4 ß h. velt mym herren im Hegbach von der treyer gütter hie disent in der herschafft Romberg gelegen; frag nach versessen zinß, wirt jetzt gon Schencken- zell gesamelt]. — Item das ist der zehend, so der herschafft Fürstenberg zu stat im Kintzigental by dem wasser vf: item Hainrichs vor Berg guter gend gantzen zehenden, item des Kellers gütter halben zehenden, item des Löwen gütter halben zehenden, item Herman zu Linden guter halben zehenden, item Lentz Kratzers hof vor Gippichen halben zehenden, dz der Haini gewest ist, [hat brieff funden vnd dar- geleit von der herschafft Furstenberg, dz im der zehenden groß vnd ciain züstat], item des Volmers hof halben zehenden, item Hansen gut zürn Burgstal, genannt Brüstlis gut, da dz hus vff stat, git gantzen zehenden, [item Adern Fuchs hoff git gantzen zehenden mym hern], item der hoff vor Sultzbach, der Lienhart Murers wz, git gantzen zehenden, item Berchtold Bomer im Sultzbach halben zehenden. Zins 1) vnd gült zu Wolf ach zu der stat gehörig: item die von Wolfach gend für ir almend, holtz, wasser, veld, gütter, zwing, bann vnd wz sy hond, jars zu stür 20 marck Silbers, dz ist inen lut ir brief zu gelt angeschlagen, dz sy zum Mayttag 60 fl. vnd vff den sannt Martins tag ouch 60 fl. geben sollend; item der halb hofstatzinß tut etwz by 1 fl.; item der ladhoff gilt jars 1 ff pfeffer; item aller kornzeheud im Burg- ban zu Wolfach ganntz [ob vnd vnder der stat vnd vorm Langenbach]; item höw vnd ciain zehend ab der Zünj; item der zehend vff des Kratzers hof, [ist im der howzehenden geaignet furn statgraben by minß hern huß]; item kornmeß vnd saltzbüttinen tond, als hoch man dz lihet, [hant burger inn]; item die obern- müllin git vns alle wochen 2 sester körn, sol der drittel weiß sin, tut 17 fiertel 2 sester vnd wann min herr die vndermüllj nit zu besetzen vindt, sollen die von Wolfach die vmb irn zins nemmen, sy gend ouch vß der müllin 1 swin, des 1 8 Straßburger ^ wol wert, [ir zill in der Karwochen]; item die vndermüllin git vns all wochen 1 sester korns, des sol der drittel weyß sin, tut 8 1 /-' fiertel, 1 sester vnd darzü 1 swine, dz 1 ff ^j Straßburger wert sig, alle jar, vnd ist sin zill vf den Maytag; item all frefeln, bot vnd verbot. — Floszoll vom holtz vff dem wasser: item ain jedes flosholtz git zu Wolfach zu zoll 3 helbling, item zu Husen 3 ^ zol, der ain burger zu Wolfach ist, item zu Haßlach git yedes gestör 2 $ vnd gat dz erst gestör vornen am floszol fry; item wollichs flos aber von aim gast, der nit ain burger ist, zu Wolfach gefürt wirt, da git ain gast zu Wolfach vom flos 3 helbling Straßburger vnd zu Husen am zoll 1 ß ^ Straß- Lwl WW^SÄ^'' ■ ES? VuVY 2S8 1493. burger vnd zu Haßlach von aim gestör 3 -5) S1raßbr v ger zoll, deßgllch ist ain burger zu Wolfach, was in gastwiß gat oder gefürt wirt, glich wie ain gast vnd wie obstat, da köff oder verköff bescheen, ouch zu zollen schuldig; item wann man mit den schifflierren rechnot, als menig flos ain burger fürt, das vber 10 gestör hat, so lant man im ain flosholtz zu Wolfach vnd Husen fry gon vnd ain vorder gestör zu Haß- lach, vnd dz mag ain herr aim vßman ouch ton, ob er will; dagegen sollen die burger aim herren buw- holtz zu sinen buwen zu koffen geben vmb die summ, wie nachstatt: item 3 gut dröm für 1 fl. vnd 10 $i von aim trom zu schniden, dz wirt von aim trom 37s ß <$i vnd der schniterlon, item 2 ß ^ für 1 helb- ling, für 1 stuck holtz 8, 9 oder 10 3\, darnach es gut ist, item so werden 32 stuck holtz für 1 vlos ge- rechnot, vnd wo es die 17 oder 18 stuck zum lesten ergrifft, die gend nütz, aber wann es vber 18 stuck an der zal git, es sig lutzel oder vil, so sol dz ain flos sin vnd dafür gezelt werden, item 1 60 [vnd 70] schuchiger bom git 1 ß $ r ) an den dryen zollen, item 1 50 schüchiger bomm 8 /3) 3 ), item 40 schüchiger bom 4 $i, item raiffen , müßlen, velgen vnd derglich oblast zollet vom füder vnd alle koffmanschatz, so sust vff den flössen gefürt wirt, sol jedes syn besonndern zoll geben, item von raiffen vom wagen 16 /5; an den dry zollen, von Stangen an allen dry zollen 2 ß 100. [Dz wirt ain zollzedel, wie die zoller den zoll vndern torn vnd in der stat nemmen sollen vnßres gnedigen hern zu Wolfach: item hüng vnd wachß, als für vil ainer 'S, A wert verkofft oder pfünd löst, für jedes U 4 £> Rappen; item ysin, stahel, wz des von den fremden verkofft wirt, git den pfundtzoll, von jedem $ 4 ^ Eappen; item derglich geben grempler von ancken, käß, ayer, hanf, flachß vnd derglich pfundzoll, wz sy kofft handt; item kofft ainer hanf vmb ain burger zu Wolfach, der selb köffer git vom 1 zentner zürn thor hinvß 2 A zoll, kofft aber ainer vmb 1 fremden, der git 4 ^ vom pfundzoll, item ain jede schib oder sack saltz, das verkofft wirt in der statt zu Wolfach, git ir jedes 1 3i zoll, wirt es aber für vßgef&rt vnd nit verkofft, so git der wagen sin zoll ; item wirt ain roß verkofft zu Wolfach vff dem merckt von zweyen fremden, die gest sindt, git jeder 4 3\ zoll, aber ist nun der ain fremd vnd der ander 1 bürger, so git der fremd 4 $\ zoll; item ain rindt, das verkofft wirt, oder 1 swin zu Wolfach git ir jedes 1 3\ zoll, vnd ob ainer ain gantze swaig für trib , der soll zimlich gehalten werden; item 1 ochsenhüt, so verkofft wirt, git 1 ^j vnd sust zwo ciain hüt gendt 1 /S) zoll, ir yede 1 helbling; item kalbvel gent pfundzoll, schaffvel ouch pfundzoll; item so fremder mann holtz vnder der brücken zu Wolfach verkofft, git der fremdt vom floßholtz, dz sint 32 stuck, 1 ,$ zoll vnd von 12 drömen ouch 1 A zä zoll; item kofft ain fremder ain son win oder mer zu Wolfach, so git er vom som 1 S\ zoll, zu wöllichem tor er hinvß gefürt wirt; item 1 wagen, der win vmb Ion fürt, git 4 ^ zoll; item 1 karren mit win, der für vß vert, 2 .3,; item 1 roß, dz geladen harine gat, git 1 3\ zoll, vnd, so es geladen wider hinvß gat, 1 -Sj zoll; item 1 sonroß, das fürgat, git 1 <3i zoll; item wöllicher 1 som win ledt, git 1 ^j zoll; item die von Husen gent hie zu Wolfach halben zoll; item die buren, die im kirch- spell zu Wolfach sitzend, git jeder jars 2 käß zu zoll, vßgenommen die Vnser lieben Frowen vnd der kirchen sint, dero yeder git nun 1 käß; item 1 fulhin, das hie verkofft wirt, git 2 $\ vnd 1 fulhin oder vail roß, dz hie für gat, 1 ^ ; item 1 kalb oder gaiß, dz verkofft wirt, 1 helbling vnd jedes kalb, dz fir gefiel t wirt, git ouch 1 helbling; item barchat tücher, so die fremden hie verkoffen, git pfnndzoll, vnd wz sy für füren, git 1 tüch 1 helbling; item ain frömder, der hye tüch verkofft, git pfundzoll, vnd dz man fir fürt, git 1 tüch 1 ^j, doch vngeuarlichen; item die fremden, so käß harinn verkoffen, gebend pfundzoll, aber die käß in iren büssern selbs machen, gend nütz; sunst kofmanschafft, die vor vnd nach nit ver- schriben ist, git zoll, wann ainer ain ft last, der git 3 ^i ; item kofft ainer vmb ain burger zu Wolfach tüch, leder, ysen, stahel oder andere pfening wert, das das pfünd nit hergryffen mag, dz git nichts, wz aber den guldin vber dz ?t ergrifft, sol vom guldin 1 ^ genommen werden, damit so ist es von mym gnecHgen herren gegen burger zimlich gehalten, wz by inen gehofft vnd genomen wirt; item 100 segossen git 8 /5; Eappen, item ICO sicheln 4 $i ; item 1 sester zibelnsommen git 4 5); item 1 thunn hering 4 ^; item 1 fremder lebküchler, wz der hie verkofft, git pfundtzoll; item 1 glaßtrager git 1 glaß oder 1 ^ Eappen; item 1 fremder kromer, der treit, git 1 ^, der da fürt, git ouch sin zoll; item der gebrenten win treit, git 1 helbling oder 1 ^, darnach er treit, fürt er den, so git er wagen- oder roßzoll vber ruck; item 1 füder raiffen, sint 48 wellen, 4 ^, ain wagen, 24 wellen, 2 ^; item spießstangen 100 8 ^ Eappen; Pp 1493. 289 keß, ancken, zwillich vff flössen geffirt, wz fremden lüten zugehört, alles pfundzoll; item win, körn, zinß, rintmietten oder wz dem burger zügefürt wirt, git kein zoll, aber becken vnd wirt gendt zoll]. [Die gütter vff dem hoff im 1509 sint verlihen von mir Andres, schribern, wie hienach statt: item dz huß vff dem hoff on die schüren mit der hoffraitin gilt jars vff Mitvasten 2 fi., mag man hoher lihen vnd wider annemmen, wann min herr will; item ain bletz ligt vnder vnd ob Gechbacher matten, stost an wald, so hoch er das mit wesserung hinvff niessen mag, ist Scherhenfoli gelihen jars vmb 1/2 fl. vnd sol er dz vffton vnd riimen zu ainer matten, wolt im min herr dz ee nemmen, dann 15 jar verschinen weren, so soll im billicher cost abgelegt werden; item das Hasenveld mit siner zügehörd, so wyt dz zu matten vff beid siten gemacht werden mag, ist Ludwig Eappen verlihen 10 jar jars vmb 20 fl., min gnediger herr wolt es dann selb zu banden nemmen; derglich ist Hainrich Lawer dz Stainveldt ouch 10 jar gelihen zu niessen, so wyt er dz mag gernmmen gegen wassern vnd gassen, jars vmb 15 fl., min herr wölt es dann selb nützen; item die hoffmat ist verlihen 15 jar Jacob Hertwigen vnd Claus Miliern mitsampt dem wüsten veld siner zü- gehörde wider berg hinvff, so wit sy es pflügen vnd gevaren mögen, dz sollen sy zu höwwachß machen vnd mim hern davon jars 7 1 /* fl. zu zinß geben; item der Wolfacker vnd die waid vnd äcker am berg allenthalben ist verlihen dem Berenbach 10 jar jars vmb 2 fl.; item Hegermatten die vordem äcker biß am Einbach ab vnd ab vnd dz wüst veld hinvber zwerch den lachen nach ab vnd ab sint gelihen Diebolt Täschern vnd Hans Masten vffzüthund vnd zu buwen mit waid vnd äcker 15 jar jars vmb 6 fl., vnd ob min gnediger herr, ee dann die jar verschynen, dz in sin handt nemmen wölt, soll er inen ain jarzinß, nämlich 6 fl., fir dz sy es gerümpt vnd vfftonn handt, nachlassen; item Claus Flotter hat dz stücklin ob den zweyen biß an des Sweudimaus metlin zu rümen vnd zu niessen jars vmb 11 ß Straßburger vnd sol dz 15 jar niessen, min herr wolt es dann selbs niessen; item das Oberveld hat der Schultheiß 15 jar vmb 2 fl., so wyt es begrifft, hervß gegen der almenndt kinder sich an des hindern hoffs gütter vnd vff den Watrain, vnd dz zu verzünen mag er stecken vnd gerten in mins herren weiden howen, vnd wann min gnediger herr will, mag er dz an sich nemmen; item alle rüthöltzer zürn hoff gehörig sindt vorbehalten vnserm gnedigen hern vnd nit verlihen worden: summa 55 fl. 3 ß Straßburger]. Zins vnd gult zu Husen in der stat vnd zu der herschafft gehörig: item die von Husen gend jars zu herbst 30 fl. zu stür, vnd sint vnser da all frefeln vnd hohe bot vnd die nidere zürn tail, vßgenommen die den burger nachgelosen sint; item höw, körn vnd was in grosen vnd klainen zehenden gehört, ob der stat gantz, [gilt der ciain zehenden im 9 3 2 fl. 1 ß Straßburger, der groß wirt gesamelt sampt dem how, vnd der howzehenden git 1 tagwan 6 /S|]; item jars von jeder hofstat 4 3\, tut vngeuarlich by aim fl.; [item 5 ß Straßburger git Swendiman von sim mätlin, so lang min her will, sol min herr, wann er die annem, im 2 fl. geben lut 1 brieffs]; item Hainrich Lawers vnd Sigmund Behems kelr gend 1 ß ^, beide tail; item die müllin git vns jars 12 firtl körn vnd 4 firtl waysen vnd 1 gut swin oder dorfür 1 S ^, vnd wann ain herr zu Husen sitzt, vergeben mallen; item der Dütlin mat, genannt Rüstlis mat, git 3V2 ß ,-S), mer 3 ß ^ von den langen ackern, genannt die Vnder vnd Ober Grübe; item der acker vf der höhe, den Ludwig Rapp innhat, git 6 ^, [stost vornen an die lantstraß vnd oben an die gütter zun Aychen]; item Jacob Rapp hat zwen tail des Pfiffers gütter im Annenbach, gibt davon 3 ß 4 A, drittel vnd väll; item Claus Rapp hat den andern tail Pfiffers gütter [im Annabach], git davon 20 \ drittel vnd väll; item Sigmund Behem git von Annenbacher gut 12 ß ^1 , sint drittailig vnd valiig; item Hainrich Lawer git von sinen guter 4 ß ^, vnd ist der wyger, so er innhat, auch drittailig vnd välbar; item Jörg Metzger git von sinen güttern ob Husen, genannt Annenbacher vnd Gengenbacher gütter vnd äcker, darin gehört ouch Tieffmat, 10 ß 3i, drittel vnd väll, [git 1 ß minder, ist vf den hof zun Eychen geleit]; item Rudolf Schnider vnd Jacob Hertwig gend von iren güttern, [das sint 2 tagwen maten vnd die langen äcker], 5Vs> ß 4 A; item Virich Wolflin git 5 ß von der Ofenmatten vnd 1 ß von Hagenbachs grund, mer 11 ^ git Henslin Wolflin der alt von iren guter ob Husen, [sint 2 acker]; item 15 A Hainrich Lawer von sym tail an Rüßlis matten; item 15 ^ Andres Lawers erben vom andern tail der selben matten; item Paulis tagwon vorm Annenbach mag ain her lyhen, hat etwa 10 ß gölten, tut yetzt [6 ß dem Schultheis]; item die guter zu den Aychen gend 30 ß, drittel vnd väll, [mer 1 ß von Jerg Metzgers koften guter vß Annanbacher guter, davon git er dritel vnd vall]; item VII 37 290 1493. der hof vor Einbach nützet min herr selb, gilt, so man den verübt, ob 40 fl., [gilt jetzt 55 fl. 3 ß Straßburger]; item der Hinderhoff, baide tail gend jars 6 fl., 2 vaßnachthennen vnd 9 sester igelsch biren, so inen die wachsen, vnd sollen sy die bom nit abgon lan, [des git Hanns Mast 36 ß, 1 henna, dritel vnd väll, 5 sester biren, so die wachsen, item Lang Jacob 1 ff 6V» ß, 1 henna, dritel, vel vnd 4 sester biren, so die wachsen, stossen an Pforrersperg]; item Thoman Götz zu Hagenbüch git jars 13 ß ^, 1 flertl habern vnd 3 hünr von sinen güttern, [dritel vnd vell, stossen an Vnser Frawen vnd der frugmesß gutter], mer git er jars 2 flrtl habern von dem berg ob der Liechtmatten; item Jörg Lemp git ouch jars 2 fiertl habern vom selben berg; item Matheus Gatterer git 3 ß $ von Burgenmatt vnd 1 kappon vom krütgarten vorm Vnderntor, mer 1 kappon vom acker [am Siechenhuß]; item die Brügelmatt nutzet min her selbs, so mann die lyht, gilt sy IOV2 oder 11 fl. zinß; item die matt vor gilt jetzt jars 5 fl. vnd ist wol etwas höher zu bringen; item schlos vnd was darzü gehört sampt holtzer vnd veld im Diegerspach; [item Bernhart Haser git von 1 bletz 16 ß Straß burger, gat hernach an 1508]; item der Eychberg vnderm Gächbach mit siner zügehord, holtz vnd veld vnd dz äcker alda ist vnser, wün vnd wayd hond wir den von Husen geben; [item Va fl. git Sixt vom matenbletz am Eichberg]; item der hoff zu Sant Martin git vnns von allem dem, so vff sim hoffe hiedisent dem Vyscherbacli wechst, es sig körn, habern, höw oder anders, gantzen zehenden; item 7Va ff Straßburger ,3) git Jacob Hertwig vom [obern] vyschwasser, [mer vom mitelwasser tut 5 ff, hat Sixt Wagner, mer 5 ff vom vndern wasser hat Vlrich Stricker]. Der zoll vff dem land, so im statlin gevalt, wie man den sol nemmen: item 1 lantwagen git 1 ß ^, vnd wollicher lutzel fürte, dz nit 1 last were, soll 1 zoller ansehen vmb 1 ,3), 2 oder 3 nach billicheit; item fürte aber ainer andere war, dann win, es were bly, hanf oder ander zentnergüt, so git ainer von jedem zentner 4 ,3) zoll, doch so ainer swartzen hanf fürte, git 1 zentner nun 2 ^ zoll, vnd so ainer zentnergüt verzollet, so git er nit wagenzoll; item 4 ,3) ain winkar, vnd treit er zentnergüt, zollet er, wievorstatt; item der wagen vnd karren, so die körn tragen, git 1 jedes flrtl 1 ^ zoll; item wirdet wüllin oder barchettücher fürge- fürt, git ain jedes vngeschnitten tüch 1 ,5) [zoll, vnd so ainer vil fürte, hat der zoller macht, gnad darinn zu tond; item 1 schib saltz vnd 1 sack saltz git jedes 1 ^ zoll; item 100 Begossen git 9 ^ vnd 100 sicheln 4 ,Sj]; item 1 thun hering, 811, hüng vnd was inn thünen gefürt wirt, git ain jede thunn 4 ^; fürt ainer ochsen- oder kfighüt, git jede hüt 1 ^, darinn mag ain zoller gnad tonn; fürt ainer bernsche oder andere vell, git 1 tutzet oder 1 vierling 4 ,Sj; [item ain jedes somroß, dz win treit, git 2 <5j vnd wann ainer vber 3 roß tribt, lat man im ain roß on zol gon; item 2 3> git ain jedes roß, dz vberruck treit, wz dz ist, es trüge dann zentnergüt, dz hat sin sonder zol, wie obstatt; item 1 roß, dz vail ist vnd zu merckt fürgat, git 1 -3) zoll; item l 1 / 2 3i gend die von Gütach vnd Hornberg zoll von aim geladen roß, da ainer sust 2 ^ git; item wollicher in der statt stür zu Husen sitzt, der git zu Husen kain zoll vnd git zu Haßlach nun Va zoll; item die von Wolfach gent nü »/ 2 zoll zu Husen, derglich gent die von Husen nun '/2 zoll zu Wolfach; item 1 stuck Zwillich 1 $, dz verkofft ist; item küg, ochsen, swyn, geißvich vnd alles, dz hie fürtriben wirt von vich, git 1 hopt 1 helbling; item 4 ^ git 1 sester zibelnsat, der gefürt oder tragen wirt; item 1 kremer von aim karren nun 2 ,3), vnd treit er dem kromer, git er 1 3t, von brentem win 1 ^, 1 glaßtrager 1 ^j; item 12 schinen ysen 1 ,3), 1 zentner ysen vnd stahel 4 $i, wo aber ainer ain zentner oder mer fürte, git der zentner 4 -3; zoll; item 4^1 füder raiffen zoll, sint 24 wellen; item 100 langer spieß git 8 3i zoll; in allen stucken 1 zentner 4 ^ zoll; rinden zollen wie raiffen, der wagen 4 /3)]. Zins im Braittenbach: item Conradt Massers gutter gend jars 1 ff 7 1 / 2 ß $1, 2 fiertl habern, 4 ernhünr vnd 2 vaßnachthennen, [gantzen zehenden, dritel vnd vall]; item Eüllin Küffer git 1 ff ^, 1 fiertl habern, 2 ernhünr vnd 1 vaßnachthennen, [gantz zehenden, dritel vnd vel]; item Hanns Brügmel git 1 ff 5 ß ,3) vnd 1 ff A vonn dem Vlennspach, gend drittel vnd 1 väll, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Pfiffer Petter hat das oberest gut, gitt jars 1 U 3 ß 3\, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, [drittel vnd vall, stost oben vff Ecken]; [item dz gut im Braitenbach, dz Martin von Blumnegk ist, git Va zehenden]. Summa: stat Husen mit dem Hynderen Hoffe vnd dem Braitenbach on vischwasser, vnsern hof vnd Brügelmatten tut an geld jars 33 ff 6 *) ß 9 <3f, an körn 12 flrtl vnd 4 flrtl waisen, an habern 8 firtl vnd 2 kapponnen, an ernhünr 13, an vaßnachthennen 5. [Vogty zu Einbach]. mm 1493. 291 Zins im H u s e r b a c h j item Vlricli Wölflin git I8V2 ß ,3,, 1 firtel habem, 2 hünr, [drittel vnd vall]; item Henslin Wölflin vff dem Bühel git 10 ß äi, 2 lophünr"); item Jacob Vtzenveld vom Vndern Bühel 4 ß ^; item Hanns Zoller vff dem Limppach git von Rotnnnds guter 2 fl. 9 ^, 1 firtl habern, 2 hünr, 1 vaß- nachthennen, [dritel vnd vall vnd gantzen zehenden]; item Cleinhenslin Wölflin git 1 & 8 ß /S), 2 ernhünr vnd 1 vaßnachthennen, [dritel, väl vnd gantzen zehenden]; item der Sennwig git 2 & 6V2 ß $, 4 firtel habern, 6 hünr vnd 1 vaßnachthennen, [dritel vnd 2 väll, gantzen zehenden]; item Jörg Wölflin git 12 ß, 4 hünr, 1 vaßnachthennen, [dritel, vall vnd gantzen zehenden]; item Jörg VU im Huserbach git vns von allen sinen güttern 1 E 6 ß <$, 2 firtl habern, 2 kappon, 1 ernhün, 1 vaßnachthenn, dritel vnd 2 fäl, [gantz zehenden], vß obgenielter summ gat vns vnd Gebharten von Bern in vnser gemain zins 2 £ 4 ,5); item Claus Vll git von allen sinen güttern 13 ß ^, 1 firtl habern, 2 kappon, 1 vaßnachthennen, drittel vnd von dryen gütlin 2 väll [vnd gantzen zehenden]; item Hannman Glockner git vns jars von vnserm aigen gut 4 ß, drittel vnd väll, mer von andern gemainen güttern 16 ß ^, 20 ayer vnd 1 vaßnachthennen, vß der summ gehört Gebharten von Bern der drittaile, [gantzen zehenden]; item das ober gut im Huserbach hat Henslin Eblin, git 3 fl., 1 firtl habern, 4 ernhünr, 1 vaßnachthennen, 1 val vnd halben zehenden, also ist im dz gelihen in ewigkait Int 1 versigelten brief im geben. Zin3 im E i n b a c h: item die mulli im Eymbach git 5 ß, 1 hünr, [1 hennen], 2 fiertel körn vnd ain fiertel habern; item Hans Heym git 2 darnach dero vil sind, item das vischwasser tut jedem herren zu sim tail 250 visch vnd 2$ fl., dz ist baiden hern 10 fl., sol die gemain burschafft jetzt geben [Hiß für 1 fl.]; item so mennig hußgesäß zu Bracht ist, als menig hün gevalt jedem hern vnd tünd diser 294 1493. zit vff 62 hünr vngeuärlich vnd wann der herr die hünr nit will nemmeu, git man 4 ^ für ains, tut an gelt 31 ß ,S) jedem herren; item wilbänn, glait, höh vnd nider frefelen sint gemain bot vnd verbot baider herren; item frondienst nach win zu varen, zu raisen vnd all ander gerechtikait sint sy schuldig; item so volgent hernach die guter, darvß die vorgeschriben stür gat, wer die besitzt vnd was jedes gut zum würf git, biß die summ gevalt im ainpt zu Brecht x ). Zins, giilt vnd gevell im ampt Millenbach mit sinen zugehörigen teller: item der Giger im Büchorn git von dryen lehengütter im Kolbenhoff 30 ß \ 2 nennen vnd gantzen zehenden, mer dz wir vnserm schriber vff bemelten güttern abkoft 2 ß bodemzins, 2 firtel wißhaber, 3 hünr, 2 tagdienst vnd drittel vnd väll, git mer 21 ^ an gemainen zinßen von Martin von Blüm- negk harrüren, sint Gippicher gütter; item Jacob Zenlin vnd Andres Tusch im Büchorn hondt des Vischers gütter, davon gend sy 3 ff 4 ß 3\ , 4 firtl habern, 4 ernhünr, 2 vaßnachthennen, sint vier lehen, gend gantzen zehenden; item Erhart Lawer vnd Henslin Becherer hand des Butzen lehengüts vnd sust | lehen, gend davon 1 ff 4 ß, 2 firtl habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, hat Aubrecht jetz das lehen; item Cünradt Becherer vnd sin mütter hant 1\ lehen, davon gebend sy 1 ff 4 ß 3\, geben mer 6 ß, 13 sester wißhaber, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item der Burckharts stall ist verlihen vmb 10 ß ,Sj vnd gantzen zehenden dem Zibnach vnd Löffer, vnd ist ir zil vß, mag man höher lyhen, wann mann will, [git mer 4 ß, stat jetz still]. Gürtny: item Conradt Löffer vnd Erhart Schertzinger hand 4 lehen in der Gürtny minder ains vierteis, gend davon 2 ff 9 ^, 2^ fiertel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, hat etwann 3 ff 9 \ 4 firtl habern vnd die hünr ton gantz, [hat 1 ff nach vf sich genomen zu gend]; item Henßlin Zibnach in der Gürtny git von sinen güttern vnd von des Meders gut 2 fj'3 .-5), 2| firtl habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Claus Bein und Casper Vix hond 3 lehen minder £ vierteis, davon gebend sy 2 U 6 ß <5j, 3 firtel habern, 6 hünr, 2 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Claus Dirolt hat 2 lehen, die gebend 32 ß «J|-, 2 fiertel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item des Gerharts hof sint 4 lehen, gend 3 ff 3 ß, 4 fiertel minder 3 vierling habern, 6 hünr, 2 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Hanns Frech hat ain lehen, git 16 ß <$, 1 fiertel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, git mer 4 ß von wüsten güttern. Diettental: item Mathis Stapfer hat 2 lehen im Diettental, davon git er 32 ß <$, 2 firtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd git mer 4 ß 3i von wüsten güttern vnd gantz zehenden; item Mathis Stapffer, sin sun, hat 2 lehen minder 1 fiertel vom Buschatzen, davon git er 30/1 minder 8 3i, 2 firtel habern minder 7 vierling, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Jörg Krommer im Diettental hat 2 lehen minder ^ viertel, davon git er 30 ß 3\, 2 fiertel habern minder 3| vierling, 3 ernhünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Wernher Zenlin im Diettental hat 3 lehen minder 1 firtl, gebend 2 ff 4 jö ^, 3 firtel habern minder 7 vierling, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden. Vnnderpfoß: item Henslin Hilprant hat 3 lehen, git davon 2 ff 2 ß ^ , 3 firtl habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, vnd noch vber etlich jar lut ains briefs, so sy hand, sollen sy 6 ß hinzugeben, [ist zil vß]; item Diebolt Hilprannt hat ain lehen im Loch, git jars davon 8ß ^ vnd gantzen zehenden, hat etwa alle recht ton, stat vff gnad. Oberpfoß: item Claus Dürhaber git 1 ff 4 ß /Sj, lj firtl habern von aim gut in Oberpfoß, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Jacob Gerhart zur Obern Pfoß git von sinen 1£ lehengüttern 1 ff 4 ß 3(, lj firtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden. Zürn Burgstall: item Thomman Jacob git von ainem gut daselbs, ist ain lehen, 16 ß ^, 1 firtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, git mer 6 ß Straßburger von Hollen lehen vnd an baiden orten gantzen zehenden, git mer von güttern 8 ß ^ Straßburger; item Büdolfs Hanns vf Flachenberg daselbs 2 lehen dry firtel gütz hond zu zins geben 2j ff 1 ß ^, 3 firtel 6 sester habern minder 1 vierling, 4 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, ist im zu buwstür 10 jar alle jar 2 fi. geliben, hat angefangen vff Martini im 93, [hat Michel Keller zu lehen vmb 3 fl. sin lebenlang, darzü habern, hünr, dritel, vell, zehenden vnd alle recht, vnd wann er nit mer ist, mag ain herr den alten zinß vordem]; item Hanns Nüwmayer hat 2 lehen vnd ainen zwölftaile, davon git er 33 ß minus 4 ^j, 2 firtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden; item Hainrich Cromer vnd Cristman sin sun hand 1 lehen, git 16 ß /5(, 1 firtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, geben mer 2 ß von der rütmatten, mer 11111 $m m 1493. 295 8ß ^i von Pfoser gittern, 3J sester habern vnd gantzen zehenden; item Mathis Becherer hat 2 lehen minus 1 firtl, git davon 1 g 8 ß ,5,, 2 firtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, git mer 6 ß von den guter, so im der Cromer geben hat; item Steffan Becherer git von zway lehen 18 ß &, 10£ sester haber, hat etwa vollen zins geton, git mer 6 ß % ouch von des Kromers gutter vnd gantzen zehenden. Diß sint rütlehen vns zugehörig: item Claus Wyt hat ain lehen im Gehüpf vnd sust andere gutter mer, davon git er 2 fl., 1 firtl habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, git mer 15 /5 'S), 1 firtl habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen von den gutter im Berenbach vnd Büchern, git mer von der Balghaimerin guter 3 ß mynder 3£ $ vnd 1 firtel habern, darinn ist 1 helbling lehengelt vervast, [darvß hört dem Härmen 6 ß iS) geltz im Büchorn], hon ich dem vogt bevolhen nit mer zu geben; item der Rebegk oben im Windenbach git von den selben güttern 16 ß $, 1 firtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, [vermaint er, im sollen 2 ß $ gelibt syn >')], git auch gantzen zehenden, git mer 2 ß ^ von dem Platzberg vnd gantz zehenden; item der Schüllersperg ist verlyhen dem Stültzen vmb 4 fl., 2\ firtel 1 vier- ling habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Hanns Rem git 1 ?* 4 ß ^), lO^- sester habern von 3 lehen in der Grübe, git mer 2 ß ^ von Heigerlis gut vnd 1 firtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, git mer 2 ß /Sj von aim acker vnd von dem allem gantzen zehenden; item Swaphenny git 6 ß von dem Schächtlj vnd gantzen zehenden; item die müllin zu Millenbach git vns jarlich 9 ß A- Das sint gülten im Hagspach: item Hanns Brünßbach git 17 ß 4 3\, 1 firtel vnd 1 vierling habern, 3 hunr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden ; item Martin Thürolt git von synen güttern 17 ß 4 ^, ain firtel vnd ain vierling habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, git mer 1 firtl habern vnd 1 cappon von der matten vor Hagspach, lit ouch zu allen rechten; item Claus Wyt im Hagspach git 16jß^), 1 firtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Stain Cristen 1 U 4 ß ^, 10^ sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item Henslin Flach git 16 ß 3\, 1 firtl habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden [vnd sol zu tragen Staincristen 5 ß , 2 sester habern an irm zinß, biß kind zu iren tagen kommen, damit git yedes gut 1 & 1 ß\ ; item Stain Cristen z ) git 26 ß $, li firtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehenden; item ain gütlin nüst Michel Mayer vf dem Dochtermansberg, git 4 ß ^ vnd gantzen zehenden, [hond Virich Büschatz und Cleinclaus zu allen rechten empfangen, gend vell, dritel vnd alle recht]; item Cunradt Mayer git von den güttern vf Egharts- berg vnd vff dem Flachenberg 2i , 3 firtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantzen zehendci, git mer 2 ß 9 ^ von Hayni Flachen gütli. Gülten im Berenbach vnd Büchorn, ist ain pfandschafft: item Jörg Senwig git 1 $ 6 ß $ , 12 sester 1 vierling habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden, git mer 5 ^j lehengelt sampt dem grosen vnd klainen [halben] zehenden, gehört der herschafft Furstenberg durch das gantz tal i zu vnd ist nit pfand; item Hanns Keller 1 # 6 ß fk, 9 sester habern, 3 hünr, 1£ vastnachthennen, gantz zehenden, git mer 7 aa ) ^ lehengelt; item Hanns Flotter git 30 ß 3i, lli sester habern, 3 hünr, 2 vaßnachthennen vnd gantz zehenden, git mer 7 ^ zu lehengelt; item Adern Sweybach git 1 # 8 ß ^, 10£ sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, gantz zehenden, git mer 8 ^ lehengelt; item Hanns Bernhart git 1 Jt 4 ß ^, 10£ sester habern, 3 hünr, 1| vaßnachthennen vnd gantzen zehenden, git mer 6 ^ zu lehengelt; item Oswald Zenlin git von allen sinen güttern 30 ß <$, 15 sester 1 vierling habern, 4 hünr, 2| vaßnachthennen vnd gantz zehenden, git mer 9 bb ) di lehengelts; item Hanns Stehellin git 1 U 8 ß ,-S), 12 sester 1 vierling habern, 1| vaßnachthennen vnd 3 hunr, gantz zehenden, git mer 7 ^ zu lehengelt; item Bernhart Brünßbach git 1 ti 8 ß $, 12 sester 1 vierling habern, 3 hünr, 1£ vaßnachthennen vnd gantz zehenden, git mer 7 ^ lehengelts; item Petter Knüftlins hof git 34 ß ,5), 2 firtel habern, 4 hunr, 2 vaßnachthennen, gantzen zehenden, git mer 8J A zu lehengelt; item Henslin Rüst git 17 ß /$i,*l firtel habern, 2 hünr, 1 vaßnachthennen, gantzen zehenden, git mer zu lehengelt jars 4A 1 örtli, jaret sich zum helbling; item Hanns Hilprand vnd Schnider gutli git 17/1 -Sj, 1 firtel habern, 2 hunr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden, git mer 4^1 örteli lehengelt, jaret sich zum helbling; item Swapp zun Buchor git 1 # 8 ß .$, 11} sester habern, 4 hünr, 2 vaßnachthennen, gantz zehenden, git mer 4/1 vom Oden Windenbach, Graffengut genannt, vnd zehenden, git mer 7 ^ lehengelt, git mer 11 3\ zins in dero von Gippich gutter; item dero jeder, so lehengelt git, sol 1 gartenpfenning ouch 296 1493. jars geben, tut 1 ß ^. Dise gutter sint wider Ledig a igen der herschafft Furstenberg: item Jörg Isiman git 9 ß $, 9 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthenn, dritel, vell, gantz zehenden; item Vicken Cüntz git 6 ß £>, 8 sester haber, 3 hünr, 1 vaßnachthennen vnd gantz zehenden, dritel, vall; item Jörg Brünßbach git 14 ß 4 ^, 10£ sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, dritel, väll, gantz zehenden; item Hanns Störich git 2 firtel haber, 2 c0 ) hünr, 1 vaßnachthennen, git mer 4 ß <5|, 8^ sester haber, 2 hünr, 1 vaßnachthennen, drittel, väll vnd gantz zehenden; item Petter Glockner git 1 firtel wißhaber, 2 00 ) ern- hunr, 1 vaßnachthennen, mer 6 $, git mer 4 ß ,3), 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen, dritel, vall vnd gantz zehenden. Dz sint die gutter, so wir denen von Gippich vnd Martin von Bliimnegk abkoft: item Ciintz Vetter git jars 2 8? 2 firtel habern, 2 ernhünr, 1 vaßnachthennen, git mer 7 ß ^ von des Wolfs lehen oder gut, [git der Birer die selben 1 ß 3^, hat jetzt dz behüset]; item Diebolt Hilbrants gut vnden im Windenbach git 18 dd ) ß ^ 1 firtel habern, 2 hünr, 1 vaßnachthennen, [ist im gelibt], git mer 3 ad) ß von aim gütlin, lit öde, ist ^ lehen, [ist im gelibt vff gnad]; item der Glatterer git von Cüntzlis im Bnrggraben güttern 16 ß 5ii WS» 1493. 299 die 10 jar verschinen, zinst er dz wieder; item 1 fl. Jacob Otman jars; item 4i/ 2 ß git Mathis Schilling jars; item 7 ß git ouch Hans Machenberg von des Gutters stuck; item 3 ß Jacob Spilmann; item im Aichenbach vnd Stricker sint etlich berg vnd rüthöltzer, die ouch mym gnedigen hern zügehören vnd noch nit verlyhen sint 89 ). [Ainzollzedel zu Haßlach ist gemachet, wie der vnserm gnedigen herren zugehört, ouch wz der statt z&statt, geschriben in bywesen Juncker Hansen von Reckenbachs, vnsers gnedigen hern, graff Wolfganngs, obervogt, ouch Andres Kotzen, schribers, Paulus Buwmann , schulthais, vnd der gantz raut, datum vff mitwoch vor Bartholomei [Aug. 19.'] anno etc. 1500 jare: item 1 lantwagen, der win oder körn treit, git 1 ß 3t zoll, item 1 karch 6 3i, weren es aber nit gantz lest, soll ain zoller nach billicheit minder nemmen, das ist gemain, trüg aber 1 wagen oder ain karch zentnergüt oder anders dz mer zoll geb dann wagenzoll, so hört der statt ir tail wagen- oder karchzoll, vnd ist der überschätz vom zentnergüt, das es witter git, gantz vnsers gnedigen herren; item ain jeder zentner , das zentnergüt oder kofmansschatz ist, git der zentner 4 /Sj vnßrem gnedigen hern, vnd wo man zentnerzol nimpt, ist man vnßrem gnedigen hern sin tail wagenzoll nit pflichtig, sonder ist sin gnad den bürgern vß dem zentnerzoll ir tail wagen- oder karchzoll zu geben schuldig, wie obstatt; item 1 tüch, das für gefürt wirt, git jedes vugeschnitten tüch 1 ^ zoll, es sig wüllin oder barchet tu eher, vnd 1 stuck Zwillich git 2 ,Sj, ist gemain; item 2 3\ git ain jedes roß, dz vberruck treit ain last, trüg es aber minder, so soll der zoller gnad ton, trüg es aber zentnergüt, dz gehört vnßrem gnedigen herren vnd der statt ir zoll, nämlich vom roß 1 £i; item 1 schib saltz, 1 sack saltz, das fürgat, git jedes 1 ^ zoll, wirt es aber zu Haßlach verkofft, git es pfundzoll vnd '/2 wagenzoll vnßrem gnedigen hern vom wagen, karch oder roß, darvff dz gut gefürt ist, wie vorstatt; item 100 segossen 8 ^ vnd 100 sicheln 4 3i, ist gemain; item 1 thün hering, oll, hung vnd derglich, wz in thünn gefürt wirt, git 1 thun 4 ^ , ist gemain; item ochsenküt, küghüt jede 1 ^, fürt ainer aber vill, so mag 1 zoller gnad ton, ist gemain; item bernsche oder kalbvell git 1 vierling 4 ^, dz fürgat, ist gemain; item 1 roß, dz zu Haßlach fürgat, kofft ist oder verkofft wirt, git 4 ,flj, ist gemain; item 1 jedes rinderhafft hoptvich, derglich geiß, swin vnd kelber git jedes hopt 1 4, gemain; item 4 ^ 1 sester zilbellensamen, der gefürt oder tragen wirt, gemain; item 2 ^ git 1 kromer vom karch, treit er, git er 1 ,3), vnd 1 roß 1 ^, derglich mit brenten win, ist gemain; item 1 ß ysin, der fürgat, git 1 ^, ist es 1 zentner, der git 4 ^; item 4^1 füder raiffen, dz vf 1 wagen fürgat, gemain; item 100 langer spißstangen 8 3\, gemain; ander ding, dz fürgat, als gemain; item was vff dem wasser für gefürt wirt, holtz oder anders, git vnnserm gnedigen hern gantzen zoll, vnd hat die statt gar nichts daran, dagegen was zu Haßlach kofft oder verkofft wirt, git 1 jeder, souil ainer pfundt löst, vom pfundt 4 ^ zoll, dz ist ouch der statt allain vnd hat vnser gnediger herr nichts daran, vßgenommen vidi git nit pfundzoll; es were dann sach, dz kofmans gut vff wegen, kerchen oder rossen furgieng vnd zu Haßlach verkofft wurde, dz die statt den pfündzoll neme, da gehört vnserm gnedigen hern vß dem selben pfundzoll sin antail wagen-, karch- oder roßzoll, wie vor inen im zentnergüt ouch züstatt; item wz roß zu Haßlach verkofft werden, git 1 hopt 4 ,3) flr pfundzoll, ist der statt, derglich 1 hopt vich sust 2 $, derglich 1 swin, 1 gayß, 1 kalb, jedes 1 <3j; item stellgelt ist der statt allain von allen erömern vnd denen, die vail hondt, git 1 standt nach der statt willen; was in die statt vff fremden wegen, kerchen oder rossen gefürt wirt, das man wider verkoffen will, git bruckzoll, ist der statt allain]. Gült vnd gevel zu Bollenbach: item die von Bollenbach gebend vns jerlich zu beiden sturen 14 $b ^ Straßburger; item yedes huß daselbs git vnns jars 2 hünr, sint der huser [15]; item 18 ^ git Claus Meyer von der Sümerhalden; item 4 ß git Wilhelm Keck jars vom garten by sim huß; item 2 ß 3 ^ git Jörg Dorn von sim huß vnd hof; item 9 ^ der Mathis vom nebendtail; item 2 kappon git Heintzler ab der Schießhalden von aim stuck reben; item zu Bollenbach all frefeln, hohe vnd nidere bot sint vnser. Stür vnd gült zu Stainach im dorf: item die von Stainach gebend vns jars zu beiden sturen [51] U ^, [velt 19 vff den Mayen, dz ander vf Martini]; item mer ist daselbs dz vngelt vnser, tut ain jar mer dann dz ander, [geben von yeder omen zwo maß, was dann der win gilt zu yeder zit]; item all frefeln, das soll ain vogt verrechnen; item der hoff zu Dacht- bach ist vnser aigen zu besetzen vnd entsetzen, git vns jars 30 ß Ü\, 2 firtel habern, 1 ernhün, 1 vaß- nachthennen, [ist dem vogt zu Bollenbach zügeschriben in sin ampt]; item Claus Syfrits huß zu Dachtbach 38* Paii 300 1493. stat vff vns zu beschliessen mit allen Sachen vnd git 1 ernhün vnd 1 vaßnachthennen, [ist dem vogt zu Bollenbach zügeschriben in sin ampt]; item der hoff zu Swendi ist von vnns lehen vnd haben den verlyhen jars vmb 4 H A, 1 ernhün vnd 1 vaßnachthennen vnd 2 ß vom wasser vorm hoff [hört inn vogty Stainach]; item der Venschenberg ist verlyhen jarß vmb 15 ß «V, 1 flrtel habern, 1 ernhün vnd 1 vaßnachthennen, [ist denen von Bollenbach vmb 1 8f -Si gelihen vnd inen zügeschribentt)]; item wir mainen, diewil die gütter vnser aigen vnd vnß zu erblehen vnd allen rechten züuerlihen züstond, sy sollen vns drittel vnd väll als andere vnsere erblehengütter geben, die darob, darhinder vnd darneben ligen; item jedes huß zu Stainach git vns jars ain ernhün vnd 1 vaßnachthennen, summa 50 hünr vnd vf 50 hennen. [An das blat gehört inzüschriben das wasser zu Stainach vnd etterzinß, wz dann vmb Küdolfen von Blümnegk gekofft ist lüt siner brieff. Vf u ") sontag nach sant Johanns tag [Juni 25.] im 1508 handt vogt vnd gericht zu Stainach by iren ayden diß vischerzinß angeben: item des ersten, dz ain jeder vischer jars zu zinß git 3 ß 3\ Straßburger vnd den driten visch inn wendinen die ersten nacht, für die wendvisch, so man die nit nimpt, git ouch ain jeder vischer 1 ß ^j Straßburger, summa by 7 U A; item kofft ainer ain erbwasser zway oder dri, git er von jedem erbwasser 3 ß 3\, vnd so vil lüt die erbwasser empfiengen, gendt sy so vil zinß ir jeder, stürben oder kernen aber zwey oder dry erbwasser ziisamen in ains mans handt, so blibt es in aim zinß, biß es wider zertailt wirt etc.; item der züg halb dafür gendt die vischer alle jar 1 $ ^ Straßburger, oder der herr mag die züg selbs thün, so dick vnd vil dem wasserherren gelegen ist], vnd die 7-2 lechß hören dem wasserherren. Item des walds halben gendt sy zu Stainach im kirchspei Techiman vor Martini jars ain alt swin 1 ^ Straßburger vnd ain jung swyn 1 helbling, wann es vbern driten tag da- rinn gangen ist, tut etwann jars by 1 fi. oder zwen, stat vf rechung 1 vogts, vnd noch sant Martins tag von yedem alten swin 1 h. vnd die jungen nützt; item alle gebot im wasser vnd wald stondt dem wasser- hern zu gegen den haimschen 2 ß, gegem vßman 5 ß <$ , sint waldaynungen, sagen zürn lesten, idie 2 ß hören inen zu]. Gült vnd zinß zu Welschenstainach: item Mathis Schüsselin vnd Michel Kellerer gend von irem hof 31 ß ^, l'/ 2 flrtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthenn vnd 2 tagdienst, geben mer von Weberlawlins gut 15 ß, 3 hünr, 1 vaßnachthenn vnd 37s sester habern von dem gut vnd gend mer 2 sester walthaber, geben mer 107a ß ^, 2 sester habern gemain zinß; item Henslin Linck vnd Marthin Schnider gend 5 ß 3\ vnd 20 $\ clains zins, 2 flrtel 2 sester habern, 6 hünr, 2 vaßnachthennen, drittel vnd väll, mer von der Gippicher gütter gend sy jars 2'/-> Tt 6 3\, 4 sester habern; item Hanns Fritsch git 15 ß /5), 6 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthenn, drittel vnd väll; item Henßlin Hünsch git 10 ß, solt 3 ß me syn, stand vff gnad, 2 flrtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthenn, drittel vnd väll, git mer 372 sester habern vom hindern gütlin, git mer von aim vnbehusten gut 15 ß ^, 5 sester habern, vnd wann ain huß darvf kern, geb er 4 hünr, git mer 32'/s ß ^i, 2 sester habern minus 1 vierling von Gipicher guter; item die hald vornen am Lorenberg, stost vnden an Birtenspach, git 4 ß 3i vf gnad, solt mer syn; item Ludwig Krieß- bom git von sim gut 1 Tt 3i, 8 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, drittel vnd väll, git mer 27a ß <§, 2 sester minus 1 fierling haber von Gippicher gütter [vnd dz er mer git, volgt hernach vß Keßlers gut]; item Hanns Rüsch git 1 ^5j?4 872 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, drittel vnd väll; item Galliman Schüßelin git 17 ß $, 10 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthenn, dritel vnd väll; item die gütter vff Gaißberg gend jars 30 ß 8 ^, sint vnbesetzt, mer 9 sester habern, drittel vnd väll; item Claus Cleslin im Birtenspach git von sin guter 1 8f 3Vs ß [minus 3] ,Sj, 1 flertel habern, drittel vnd väll, daran sol im Mathis Cleincleßlin w) im dritten jar vß sinen guter 1 sester habern am flrtel habern zutragen, git mer 3 hünr vnd 1 vaßnachthennen; item Mathis Cleinclaus TV ) git 1 Tt minus 9 A, 6 sester habern, 3 hünr vnd 1 vaßnachthenn, drittel vnd väll; item Lentzi Cleinclaus vv ) git 11 ß 3\, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, 5 sester habern, drittel vnd väll, [sol 3 3\ zutragen Clauß Cleßlin]; item Cünradt Melhart git 6 ß 4 ^ vnd 3 sester habern, git mer 8 ww ) ß ^, 3 sester habern von Frimmen güttern, git mer \ 1&.1. ß \ 1372 \ 17 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, dritel vnd väll von der Gippicher gütter; item das Joßlin von Wylr git 34 ß $i, 9 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthenn, drittel vnd val; item Mercklin Himelspach git 1 j£ 3 ß 3i, 8 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, drittel vnd väll, vnd vberdiß jar sol er gantzen zins geben, git mer von Bomharts gut 15 ß ty, 1 flrtel habern, 2 hünr, diewil dz vnbesetzt ist, dritel vnd väll, X Sm&f' 1493. 301 git mer 10 ß ^ vnd 1 firtel habein von Gipicher gütter; item 9 ,3, Jacob Schüsselin vni Hans Cleinclaus von der Hüb, hat etwa me tond, gend davon dritell vnd väll; item 18 ^ git Conradt Schnider vom obern Berenspach, sint sine jars (sie) vß, mag man höher lyhen. Jägerzins: item 2 lehen haisen Gerfen, gend 2 ß, dritel vnd väll; item 2 ß $ von zwey gütter im Oberhof, hond der Zoller vnd Weber; item 1 ß ^ Dem- chers lehen, hat Zollerhans vnd Cleßli; item 3 ß ^ gütter in Hugers hof, hond Cleslis Clas vnd Conradt Heihart; item 1 ß A git Furnann, hat Conradt Heihart; item 3 ß ^ Stürtzen dry lehen, hond Henßlin Hilpprand vnd Jörg Fritsch, sint drittailig vnd vällig; item 10 ^ von des Hübschers lehen, hat Hans Melhart; item 27> ß <$ git Jößlin von Bachmans lehen vnd aim gut darnebend; item 10 ^ von Bütters lehen git Mercklin Himelspach; item 3 ß 4 A in Vogts hoff von vier lehen, hond Bernhart vnd Merckli Himelspach; item 5 A Henslin Hünsch von des Bürers lehen; summa jäggerzins 1 ff minus 1 ^. Item Hanns Roser git 1 U \ 8 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen von der widern, drittel vnd väll • item 2 ß git der Vlspach by der kirchen, drittel vnd väll, 3 hünr vnd 1 vaßnachthennen; item Bernhart Bom- gart git 10 ß ,9j vom Wygergütli vnd 3 ß A vom Rebgütlin; item Lawlin Bomgart git von allen sinen guttern 36 ß \ 1 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, dritel vnd vell, sint im am gelt 10 ß geliben noch zway jar, anno im 96 jar git er vol zinß, git mer 2 cappon von der müllin; item Henßlin Meyer git von sin gütter 35 ß $, 16 sester habern, 6 hünr, 2 vaßnachthennen, drittel vnd väll, das hat min herr ouch, wann er will, zu merern; item Hanns Bomgart gitt 16 ß ,5), 6'As sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen von sin vnd des Kriechen gütlin, drittel vnd väll; item Conradt .Schnider von sirn gut 15 ß 3\, 6V2 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, drittel vnd väll; item Michel Nothald git 15 ß ^, 1 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, drittel vnd väll; item Henslin Melhart git 1 ff $i, 8 sester haber, 3 hünr, 1 vaßnachthenn, dritel vnd väll, git mer 18 ß 10 ^ von der Gippicher gut vnd 6 sester habern; item Pantlion Wetzel vnd sin tochterman Jacob Schusellin von aim vnbehusten gut, [genannt Keßlers] 15 ß <§, drittel vnd väll. Dz sint ytel Gippicher guter, so stond etlich hievor vnd sint erkofft mit allen rechten: item Hanns Cleinclaus vnd Jacob Schüsselin hond 2 seßgütter, gend jars 3'/ 2 ff 18 ^ Straßburger, 4 firtel habern, 6 hünr, 3 vaßnachthennen, dritel vnd väl; item die Rüßin git 5 ß 3 ,5), 2 sester minus 1 vieiiing habern; item Marx Himelspach git 1 ff 1 ß 9 A, 8 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, drittel vnd väll; item Jacob Pfaw git 1 ff 1 ß 9 3\ , 8 sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthenn, drittel vnd väll; item Hanns Swap git 1 ff 5 ß, 2 firtel habern. 3 hünr, 1 vaßnachthennen, dritel vnd väll; item Fritschenhans git 7 ß minder 4 ^ vnd sol dem Swab obgenannt an sim haber zu stur kommen; item der Löhener an der Schnait git 14 ß ^, 2 kapponn vnd 1 vaßnachthenn; item Bernhart Bongart git 1 U 5), 2 firtel habern, 3 hünr, 1 vaßnachthenn, dritel vnd väll; item Henßlin Melhart git jetzt 15 ß A, 1 firtel habern, 3 hünr vnd 1 vaßnachthenn, dritel vnd väll; item Henßlin Hilprandt vnd Jörg Fritsch hond 3 seßgütter, gend davon 27<* ff 5 ß A, 4 firtel habern minder 1 sester, 6 hünr, 2 hennen, dritel vnd väll; item Hanns Bomgarts gut git 2 ff 21 ^j, 247* sester habern, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, dritel vnd väll, daran ist sim nachkommen 5 ß, 6V2 sester habern 5 jar geliben, hat im 93 jar angestanden ; item Petter Zoller git 30 ß 8 $i, 18 sester habern, 5 hünr vnd 1 hon darzü von der müllin; item Henßlin Weber git 1 ff 4 ß ^, 2 firtel habern vnd 1 sester walthaber, 3 hünr, 1 vaßnachthennen, dritel vnd väll. Summa an gelt on dz, so gelibt ist vnd in fünf jaren angat, tut [51 ff 12J ß], summa an habern [50 firtel 4| sester], an hünr [112 hünr], an hennen [37], an capunnen [4]. Hernach volgent ander nütz, so ain vogt verrechnot: item der gantz kornzehend vnser tail tut by 100 firtel korns vnd dann etlichen clainen zehenden, der ouch mym gnedigen hern zühort; item der obszehend gantz vnd 1 zehend- hün von jedem gut wirt aim priester gundt, diß langet von Santjohansern har: item der zehend vnder der kirchen git zu winkoffgelt 4 ß, item 2 ß der zehend im Wildenspach vnd 2 ß der zehend im Berenspach; item dz fischwasser tut jars 2 fi., hat Mathis Schusellin empfangen, vnd dz mann, wann myn her oder die amptlüt in dz tal kommen, darinn vischen mag, [vnd an winköffen wirt der vogt die zerung, so mann zehenden liht, vßrichten, so man im den zülast]; item ain jeder, der im tal sitzt, er sig wes herren er wöll, der git 1 sester habern vnd 1 hünr zu waltrecht, vnd sint diser zit der selben lüt 11 oder mer, stat zu ains vogts rechnung; item alle bott, verbot, frefel, väll vnd vnrecht. Schirmhaber vnd schirmgelt: item 1 firtel habern Hans Rosser, item 1 firtel habern Arbogast Hasenjager, item 1 firtel Bernhart SHI 3aS» 302 1493. Brosammer, item 2 ß Hans Külman, item 2 £ Hanns Wernher, item 2 /? Henslin Müller, item Conradt Walter 1 ß $, item Claus Heinricher 2 ß $, item 2 /? Bartschnider; item Mathis Tatterer 2 /? 4, item 1 /9 ^j Hans Wernher im Gletner, item 2 ß ^ Mathis Wyt, summa 16 /S vnd 3 firtel habern [gelt ist abton]. [Item vom Liechtenvels tont sin zinß 8£ U 9 ß 9 3\ Straßburger, an körn by 2 fiertel, an habern 7 fiertel 3 sester, an hünr 16, an capponn 7. Darvß gat 5 fl. geltz zinß Cunradt Kelblin, mer 2 fl. Andres Kotzen lut irer brief vff Martini im 1506, sindt abgelöst]. Nutz im Kintzigental. Summa, so kain zol, vyschwasser, ander zinß in küchin, sunder nü besetzt gülten im Kintzigental on Swaben angeschlagen werden, zu gemainem loff, ouch on väll vnd vnrecht tut ob 1050 fl. jars; summa an besetztem körn, des der dritel waiß ist, 88 firtel 3i sester vnd ist mulizinß, mer 5 swyn; an wißhabern besetzt zinses 319 firtel 2\ sester; an zehenden vnd büwen vngefarlich by 1000 firtel; item an ern- vnd zinshünren 828 hünr; an vaßnachthennen 343 hennen; an capponn 63£; an ayern 630 vnd 3 käs vnd etlich schultern. [Vrkund zu Schenckenzell vmb zwing vnd bann: vahet an wider Bottenbacher, stoßt in eym stein, hatt 1 crutz, daruß durch ein weldlin, heißt Pfifferd, hinvffwertz vff den Martinsperg vbern Segelbrunnen, da dann an Frölinbergwald, vbern Birgwaldstutz vbern alten Brantstig hinvß durch den Kurnbacher waldt, hinvß am dorf der schneschleypfe nach biß vff den Brantstig fürab an Senger halden fürvß an Haymlichs wald, vber Haymlichs wald biß an stutz an acker, genant Jößlis acker, darnach in Willenburger burgstall, da dannen schelws harine an Leinbach, darnach fürab biß in Kegbach, den Keg- bach hervß biß an den Herrenbrügel soll der Kegbach ein lachen herab zwüschend den brügeln ain runß hon biß in Küntzigen zum Hotzenwag, das ist die herrlicheit Schenckenzellisch , vnd ob im Kegbach fluß ein vnrecht oder todschlag beschehe, viel er herüber, so rieht Geroltzeck, velt einer vff die ander sytten, so rieht Wirtenberg vß Schiltach, velt er enmitten enn runß, so richten beyde teyl gemeyn, alda der Kegbach in Küntzigen gat, teylt sich die herrschafft enmitten durch die Küntzigen ab vnd ab biß inn Grossen Stein by dem Burgstall fürvß, hindurchs ab inn Gippicher burgstall, da dannen in Langenbacher almendt. Witter vrkundt zu Schenckenzell: Item der burgfriden vahet an ein keppellin im Brachen Stein, vnd gat schelws harvmb ob Claus Swartz huß, ob Lienhart Bühellers huß an Eisten acker, furor vom Kistenacker inn bühell inn Füchten vnd inn Echselstain in Gigers letzin, herüber vff den brügel inn Wassergraben, darnach in die Rothalden, vß dem in des kirchei'rn wisen in das Dugenbrünlin, daruß zwüschend der widern hindurch inn Grinerstein vnd schelwes für vß in des Glücks grund, hinder Bühellers huß, vnd furter in Barharts wang, der schelwin nach in des Eestenberg vnd schelws herüber in Galgenbühell, dann die steig vff vom Ranck in dz burgstall vnd schelws hinders Simons huß in dz kappelin wider; in dem zirg hatt jeder zu vischen mit den henden on gezeug ein essen visch, souil er gessen mag er ine eins rechters oder wirtshuß tragen vnd essen, aber er soll die nit verkouffen vnd sturb einer, der kein valier es wolt derselb dem herren vallen sein roß oder besthopt, so er by im hett, doch soll der kircherr vnd meßmer vor darab vßgericht werden, vnd welcher darinn, sitzt, git nit drittel noch väll. Item vff den Meytag soll man das veld verbannen, welcher inn burgfriden zyehen will, soll ouch nit dritteylen, doch soll er iar vnd tag sitzen pliben vnd vorhin, ee er verkofft, ain behusung im burgfriden haben oder drittailen. Item dry offne iargericht sollen gehalten werden, vnd kern ein frembd man darzü, der eim schuldig were, den mag er im den vogt heyssen behalten, so er im der schuld bekanntlich were. Item der banmülin halb soll also gehalten werden, das der müller den veren holen soll vnd mag souil zu lone nemen, als der multzer ist; einer möcht ouch selbs malen, soll im der müller die bereiten, sollen im die vnderthalb den ecken fronen stein vnd gruntbom in einer halben mill, vnd soll man den müller lassen vischen ob vnd vnder der mülin, so wyt er mit der'bulen werfen mag, vnd soll der müller nur 1 roß vnd 1 fülhin vff der almend haben, ouch der kircherr ein roß vnd sunst nyemand. Das ist der eyde, so ein jeder von Schenckenzell vff st. Sebastions [Jan. 20.] im 150 3. ior geschworen hatt vnd furor allweg schwerren sollen: Item ir all von Schenckenzell werden mit handtgebender truw globen vnd daruff eyde mit vffgehapten banden vnd gelerten worten liplich zu gott vnd den heyigen schweren vnserem gnedigen herren graff Wolfgangen zu Fürstenberg vnd synen erben truw vnd warheit, für ewerm rechten gichtigen herren zu haben vnd halten, iren nutz zu fürderen vnd schaden zu warnen, ?5Fa«fRSOT lü äSS llslilllll Uli Mm® 1493. 303 ouch yetzt im graff Wolfgangen vnd seinen amptlütten, so das empfolhen wirt, gehorsam vnd gewertig zu sindt, bott vnd verbott zu halten vnd alles das zu thund, so from erber lüt irer Herrschaft schuldig sint, der eygen man für eygen, vogtman als vogtman, der hinderst als hindersass, vnd ein yeder in sinem rechten, wie von alter har ist komen, truwlich vnd on all geuerde. Also bittend sy, das inen gott helf vnd all heyigen. Das hond sy, wie obstat, geschworen zu halten vif obgemelten tag, nämlich die personen, so hienach stott: Martin Gißler git 5 ß h. zinß von Loners gut vnd git für fron 1 fi; des schwerens halb meint er hSr gon Alperspach, vnd ist doch vogtbar vnd gerichtbar gon Schenckenzell; Großhanns 2 S h. 21 ß zinß vnd drittel vnd va.ll, für fron 16 ß; Bernhart Schreck git 3|- S minder 3 ^, mer 2 ß vom bechlin, 2 hünr, 1 schulter, 20 eyer, 1 malter habern, drittel vnd väll vnd 14 ß für fron. Item 22 h. der Vaist vom gutlin vff Kübach vnd ist gerichtbar gon Schenckenzell von der gütter zu Holtzenhuser wegen. Symon von Burgbach git ierlich 14 ß h. zinß, 10 ß für fron. Jerg Huß git 1 ft 5 ß, vnd 8 ß vom Kürn- bacher wald, 2 hünr, 3 sester haber, 1 schulter, 10 eyger vnd 12 ß für fron vnd 1 vall vom walt obge- melt Int sins briefs, mer 15 ß zinß für segen; Hanns Küll 3 ß für fron vom hüßlin am bach; der Roß von der widern 10 ß für fron. Jacob Römer im Loch git iars 2£ S, zinß, 2 hünr, 1 malter habern, 20 eyer, 1 schulter, drittel vnd väll vnd 10 ß für fron. Frölinsperg. Hanns Schöblin git 37| ß zinß, 1 malter habern, 2 hünr vnd 12 ß für fron, Jacob Günteller vff Fröwlinsperg git 2$ S minder 4 h., 8 sester habern, 1 schulter, 20 eyer, 2 hünr, dritteil vnd vall vnd 13 ß für fron, mer 9 ß h. von Hasenwaldt. Item Lien- hart Küll vff Fröwlinsperg git 36|9h., 1 malter habern, 2 hünr, 15 eyer, dritteil vnd väll, frag nach der schulter, vnd 12 ß für fron, mer git er 1\ <§ vom Pfifferaweldlin. Item der Tering vff Fr&wlinsperg git 1 S 5 ß minder 2 h., 4 sester habern, 1 schulter, 2 hünr, 10 eyer, driteil vnd väll vnd 10 ß für fron, mer 7£ 3i vom Pflfferweldlin. Item Hanß Büheller git 2J. S minder 4 h., 8 sester habern, 2 hünr, 20 eyer, 1 schulter, dritteil vnd vall vnd für fron 15 ß h. Item Heintz Buheler git von aller seiner gütter 4 U 2 ß, 12 sester haber, 4 hünr, 30 eyer, 2 schulter, dritteil vnd 2 fall vnd für fron 1 S h. Item Jacob Heintz 1 fl. ierlichs zinß für alle recht vnd 10 ß für fron. Bastion Gallenbach git 10 ß für fron. Der Grülich von suner huß vnd der oberen ow 1 S vnd 6 ß von ketschen vnd 12 ß für fron. Henßlin Müller, die mülin git 2| S 2 ß h. vnd 12 ß für fron. Keßlerin hüßlin am Werdt 2 fs fron; Martiniin 9 ß von sim gut zinß vnd 10 ß für fron. Claus Schenck 1\ ß 2, hünr vnd 10 ß für fron. Lienhart Imhoff git 12 ß vnd für fron 11 ß. Claus Rütter git vß Bunderwiß 10 ß vnd 1 val vnd 10 ß für fron. Hans Erliberger git 2j U minder 4 h., 8 sester habern, 2 hünr, 1 schulter, 20 eyger, dritteil vnd väll vnd 11 ß für fron. Bech- tolt Bur git vom Vosenlehen 1 U 3| ß, 3 sester habern, 1 hünr, 10 eyer, 1 schulter, dritteil vnd väll, mer vom Seßgut 1 S 5 ß minder 2 h., 3 sester haber, 1 hünr vnd für fron nütz, diewil er vogt ist. Steffan Im Dürenhoff git 3 S minder 1 ß, 8 sester haber, 20 eyer, 2 hünr, 1 schulter, dritteil vnd väll vnd 13 ß für fron. Item Hüpschhenßlin vff Kübach git 13 ß für fron. Der Eckenbühel vff Kübach git 2j S, 8 sester habern, 3 hünr, 20 eyer, 1 schulter, dritteil vnd väll vnd 13 ß für fron, item 3 ß von dem müllacker vom Eselbach hat Henßlin Buheler, git für fron 10 ß. Petter Büheller git 1 S 5 ß minder 2 h., 3 sester habern, 1 hün, 10 eyer, dritteil vnd väll vnd 10 ß für fron. Langhanns vff dem Sußlsperg 2\ S 2 ß, 8 sester haber, 20 eyer, 1 schulter, dritteil vnd vall vnd 10 ß h. für fron. Claus Schwartz git 13 ß für fron. Item 6 ß zinß git der kirchherr vom Brügelbach; item 6 ß zinß gend die von Wittichen ouch vom Brügelbach. Kaltbrunn: Lux Grüber git 1 S 2\ ß, 3 sester haber, 1 hün, 10 eyer, 1 schulter vnd vell vnd 10 ß für fron. Hanns Friderich vorm Tal git 2 S 2£ ß, 3 sester habern, 1 schulter, 1 hün, 10 eyger vnd vall vnd 10 ß für fron, das Merxlin vorm Tall 10 ß für fron. Benedict Zimerman der vndermeyger im Kaltbrunnen git 1 S 2| ß, 3 sester haber, 1 schulter, 1 hün, 10 eyger vnd väll vnd 10 ß für fron. Benedict Wygant im Kaltbrunn git 2 ß 5 ß, 1 malter haber, 2 hünr, 20 eyger, 1 schulter vnd väll vnd 12 ß für frongelt. Conrat Miller git 1 • König Maximilian leiht Georig, Virich undHaug, Gebrüdern, Grafen zu Werdemberg und zum Heiligenberg, Grafschaft und Schloss Heiligemberg mit Leuten, Gütern und ihren Grenzen, die er aus dem Lehensbriefe Kaiser Sigmunds [VI, 195,10] wörtlich widerholt, Landsassen, freien Leuten, Vogtrechten, hohen und niedern Gerichten, dem Blutbann und dem Rechte, denselben den Amtleuten weiter zu leihen, Landgerichten, Forsten, Wildbännen, Vogelweiden, Fischenzen, Geleiten, Zöllen, Märkten und aller andern Zugehör, wie das zuletzt Graf Georg als der älteste für sich und seine gen. Brüder von Kaiser Friderich empfangen hat. Graf Haug hat ihm persönlich Gelübde und Eid gethan, seine Brüder Georg und Virich sollen dies bis st. Bartholomes Tag dem Abte zu Weingarten thun. Geben in vnnser vnd des hl. reichs statt Worms am zwelften tag des monets May 1495. r^gigp 318 1495. Das königliche Siegel (Heffner 19, 125). Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1495 Mai 18 bestätigt zu "Worms König Maximilian den gen. Grafen das Privileg seines Vaters von 1459 (VI, 84, 2") und alle ihre andern Privilegien. Perg. Or. mit dem kön. Siegel (Heffner No. 125). Donaueschingen. 1495, Mai 12. Worms. 175, König Maximilian leiht Georgen, Vlrichen und Haugen, Gebrüdern, Grafen y zu Werdenberg und zum Heiligenberg, das Burgstadel zu Salmandingen mit dem Zehnten, allen Leuten, Hechten, Nutzen und Zugehörungen in dem Dorfe daselbst und gestattet ihnen, da eine neue Mühle mit einem überschlächtigen Rade von neuem zu bauen. Graf Haug hat Gelübde und Eid gethan, seine Brüder sollen es dem Abte zu Weingarten bis st. Bartholmes Tag thun. Geben zu Worms am 12. tag des monets May anno domini etc. 95 etc. Reichsregistraturbücher Bd. X Bl. 506 T . Wien. 1) 1507 zinstag vor st. Michels tag [Sept. 28.] giebt Petter Schwelher von Strausberg seiner Base Fronick von Nuneck, geb. Epellin, Witwe, die in der L. Fr. Kapelle zu Eingingen eine an allen Samstagen stattfindende Seelmesse stiften will und auf dem Kornbühel bei Salmendingen zu Ehren der hl. Anna eine Stiftung begonnen hat, das Schamertal ob dem Dorf Kyller auf dem Schamerberg für eine dieser Stiftungen. Perg. Or. mit dem stark beschädigten Siegel des Ausstellers. Eingingen, Gemeinderegistratur. S. 1495, Okt. 15. 176. Vor dem Notar Johannes Stenngili von Rauenspurg, Schreiber zu Zwyfalten dem Kloster, einem Laien, giebt Junker Erhart von Gundelfingen, Freiherr, zu Nüfren im Schloss dem Junker Auberli Truchsäss zu Bichishusen und dem Knechte Enn- derli infolge eines königlichen Mandates, in dem die königliche Majestät den Handel zwischen dem Herzog Jerg von Bayer und jenen vor sich gefordert und deshalb einen Tag angesetzt hat, die Erlaubnis, das Schloss Nufren zu verlassen. Zeugen: Bartlme Schmid, Kirchherr zu Nüfren, Junker Renhart Spatt zu Schiltzpurg und Johannes Hagili, gen. Stoll, Schreiber und Verseher des Schlosses Nüfren. 1495 am dornstag, der da was vnd ist der fünftzehend tag des andern herbstmonotz. Das Zeichen des Notars. Perg. Or. Donaueschingen. T. m Säwsg mm m m ■ ■ H I HH : ;: : .' "■■■'■' ■mm mjr 1496. 319 1496, März 1. 177. Wolfgang von Clingenberg, Landkomtur Teutschen Ordens der Bailei in Elsäss und Burgundi, und die Grafen Georig, Virich und Hawg zu Werdemberg und zum Hailigenberg, Gebrüder, vergleichen sich also: Alle Strafen, Gebote und Verbote, „so den nydern gerichten zu Almansdorf züsteen", in und ausserhalb des Etters gehören dem Landkomtur oder dem Komtur in der Maynaw; Sacben aber, die die hoben Gerichte betreffen (nämlich was Ehre, Leib und Leben berührt oder wenn einer dem andern Marken oder „lässinen" verrückt oder den andern nächtlicher Weile „vber- eert, vbersneitt ald vbermeet") stehen daselbst den Inhabern der Grafschaft Hailigenberg zu strafen zu. Jeder Inhaber dieser Grafschaft soll fortan den Landkomtur oder den Komtur in der Maynaw „der berenden bäwm" halb zu Almanßdorf mit Strafen und Bussen ungeirrt lassen. Alle niedergerichtlichen Strafen, Gebote und Verbote zu Lewtpertzrewtin in- und ausserhalb des Etters stehen samt der Strafe „vmb die fliessenden wunden" dem Landkomtur oder dem Komtur in der Maynaw zu, dagegen alle hochgerichtlichen Frevel (es sind dieselben, wie in Almanßdorf) in und ausserhalb des Etters daselbst den Inhabern der gen. Grafschaft. Die Frevel zu Pfrongen im Dorfetter mit Ausnahme deren, welche Ehre, Leib und Leben berühren , hat der Landkomtur oder der Komtur zu Altschawsen zu strafen, auch sollen der Landkomtur oder seine Amtleute hinfuro Holz, Wun und Weide nach dem Herkommen dieses Dorfes verbannen und verbieten; dagegen stehen alle Strafen, Gebote und Verbote ausserhalb des Pfrungener Dorfetters den Inhabern gen. Grafschaft zu. Fortan haben diese Inhaber der „berenden" Bäume halb zu Lewtpertzrewtin und Pfrongen in den Dorfettern nichts zu strafen; wenn aber ein Armmann berende Bäume ausserhalb dieser Dorfetter abhauen will, so soll er es dem Ammann seines Dorfes zuvor ankündigen, welcher dann mit dem Forstmeister zu Hailigenberg und dreien vom Gerichte des Dorfes finden soll, ob die Bäume besser abgehauen werden als stehen bleiben; geschieht das, so hat der Armmann dem Forstmeister davon nichts zu geben, haut derselbe aber solche Bäume, ohne sie vorher besichtigen zu lassen, ab, so wird er gestraft und die Busse fällt halb an den Forstmeister, halb an den Gerichtsherrn. Des Landkomturs Armenleute, die inj gen. Grafschaft sesshaft sind, dürfen ihre Pferde, „denen sy außwerfen lassen wollen", dazu aus der Grafschaft führen, wohin es ihnen am besten passt, sie dürfen aber keinen fremden Meister an ihren Orten brauchen oder in die Grafschaft führen ohne Erlaubnis des vorgen. Forstmeisters. Die Heiligenberger Leibeigenen, welche in des Landkomturs Gerichten gesessen sind, wurden gedrungen, dem Gerichts- und dem Leibherrn zu m 320 1496. dienen, jetzt wird bestimmt, dass Eigenleute, „wölichs herrn die seyen", dem Herrn, in dessen Gericht sie sitzen, wie seine andern Hindersassen raisen und dienen müssen, nicht auch ihrem Leibherrn, dem jedoch diese Bestimmung an seiner Gerechtigkeit, Fällen, Gelassen, Leibsteuern und Fastnachtbennen bei diesen Eigenleuten unschädlich ist. Gegeben auff zynnßtag nach dem sonntag Reminiscere in der Vasten 1496. Die Siegel der vier Aussteller nicht gut erhalten (das des Grafen Georig wie Abb. VI, No. 65, des Grafen Hawg s. Abb. No. 31 und des Grafen Virich mit Eücksiegel s. Abb. No. 32 und 33). Perg. Or. Donaueschingen. 1496, Apr. 25. 178t Peter Andreß von Altendorf zu Neuwenhausen leiht im Namen Martins von Starckenberg als Inhabers eines Drittels und von seiner selbst wegen als Inhabers der andern 2 Drittel von Neuwenhausen Conradten Fulb als Pfleger U. L. Fr. Kirche zu Wölschingen 3 8f h. Ewiggeld aus einem Weingarten am Mötzengraben und 1 Malter Veesen Ewiggeld aus einem Gut zu Büttelbrunnen, gen. der Eossberg a ). Geben an st. Marx tag 1496. Das Or. siegelte der Aussteller. Lupf. Kopialb. IE, 1 S. 428 T . Donaueschingen. T. a) Den Verkauf dieses Zinses aus dem Gute zu Büttelbrunnen an diese Kirche gestattete derselbe Hansen Zetler, gen. Houße, Bürger zu Engen, 1492 dornstag nach st. Paulis tag Conuersionis [Jan. 26.] A. a. 0. Bl. 427 T . 1) 1498 monntag nach Invocavit [Mars 5.] entscheidet Petter Schneider, Schultheiss des Grafen Hainrich von Lupfen, den Streit zwischen Wernher dem Ziegler zu Büttelbrunnen und Johannes Rössler, des gen. Grafen Vogt und Amtmann. Der Ziegler behauptet, er habe die Ziegelhütte zu Bittelbrunnen von Meister Micheln sei., dem Ziegler, erkauft, nun solle der Graf dieselbe an sich ziehen. Dagegen sagt der Amtmann: die Hütte gehöre dem Grafen und sei dessen Zinsgut; Wernher habe die Hütte seinem Sohne gegeben, der sei aber jetzt in den Krieg gelaufen und habe die Hütte schutzlos gelassen, die deshalb an den Herrn zurückgefallen sei. Es wird entschieden, Wernher solle selbst die Hütte als Erblehen behalten. Am Or. hieng das Siegel der Stadt Engen. Kopeyenbuch von St. Blasien, 16. Jhdt., S. 341. St. Paul in Kärnthen. S. 1496, Mai 17. a i^q Hans Bül empfängt nach dem Tode seines gleichnamigen Vaters von Bürgermeister und Rat zu ' Vberlingen ihren Hof zu Kriewangen unter den VI, 253, 2 genannten Bedingungen. Ausserdem hat er, da ihm Schaden mit der Brunst zugestanden ist, auf seine Kosten auf der Hofstätte Haus und Scheuer von neuem zu zimmern, wozu ihm die von Vberlingen Holz aus ihren Wäldern, namentlich zu Dachschindeln, und eiserne Nägel, um das Dach aufschlagen zu können, und 20 fl. Rh. aus ihrer Stadt Seckel, damit er beide Bauten desto stattlicher ausführen möge, geben werden; bringt er beide Bauten auf einmal nicht fertig, so soll er dieses Jahr das Haus, das folgende die Scheuer bauen. '"•■'■>■.'■..<"■■■ aam ■ ■ ■ ■ .>-.>:_.-. !^J.j-,. > !\r.vPjlf5t.:T; M ■••■■.•■•••-...•:■. üb 1496. 321 Besiegelt auf zynnstag vor dem hl. Pfingsttag 1496. Das Siegel Lienhart Engelschmans fehlt. Perg. Or. Karlsruhe. 1) 1352 fritag nach st. Johans tag ze Sünyeten [Juni 29.} verkauft Haintz der Frig, Bürger zu Vberlingen seine zwei Zehnten zu Sengberg und zu Haslach IL Fr. und ihren Pflegern an die Kirche gen Bettenbrunnen an das Licht und an den Bau dieser Kirche um 20 Tb 3\ Costentzer Münze. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Donaueschingen. 1496, Juli. 5. Ig0 ( Hartman Abt zu Wingarten vergleicht Marcus Stücklin, Propst, und Berchtolt Allwigk, Jacob Rüff und Jörg Mayer, Chorherren zu Bettenbrunnen, mit ihrem Mit- chorherrn Niclausen Wältin, der letztere wird aus Gnaden „der chur und des cap- pitels" erledigt; der Nutzen der Chorherrenpfründe bleibt ihm, aber mit Ausnahme der Gefälle von der Cur; hat er einen Titel, eine Cur zu versehen, erlangt, so soll er wiederum zugelassen werden, wie ein anderer Chorherr zu Bettenbrunn ; seine Pfründe soll er mit Messehalten, Singen und Lesen zu allen Zeiten nach Laut und Ausweisung der Statuten versehen. Geben am zinstag nach st. Virichs des hl. byschoffs tag 1496. Das Or. siegelte der Aussteller. Hess, Prodromus mon. Guelph. 210. T. 1496, Dez. 17. 181. Genisius Sehättzlin, gen. Lüttold, von Rüttbier in gen verkauft um 15 fl. Hannsen Engasser von Fürstenberg als Pfleger der Pfründe st. Erharts-Kaplanei in der Kapelle daselbst ein Malter Veesen Zins, das ihm von seinem Schwager Petter Moser als Mitgift seiner Frau zugefallen ist, aus dem Fronhof zu Niderbaldingen, der dem Gotteshaus Fridenwilr gehört. Geben am samstag vor st. Thomas tag appostoli 1496. Das Siegel der Stadt Fürstenberg unkenntlich. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1) 1504 mentag vor st. Jergen tag [Apr. 22.] geben Meisterin und Konvent zu Fridennwiler und Benedicktus Wächter, Schaffner daselbst, durch einen vor dem Landgericht der Landgrafschaft in Bare aufgerichteten Tausch der Priorin und dem Konvent zu Nydingen vff Hoffe unter Fürstemberg ein Gütlein zu Sumpforen, das 1 Malter Veesen, 3 Mut Haber zinst, ein Gut zu Nyderbaldingenn, das 2 Malter Veesen, 6 Mut Haber und 60 Eier zinst und aus dem sie eine Hofstatt und „ain brauch juchart" zunächst an dem Fronhof genommen und an diesen um Zins geliehen haben, gegen ein Gut zu Düttishusen, gen. des Bracken Gut, das 1 Malter Veesen, 1 Malter Haber Löfflnger Mass, 24 Viertel für 1 Malter zu rechnen, zinst, und ein Gut zu Hüffingen im Bann, das 2 Malter Veesen, 1 Malter Haber, 2 Hühner, 5 ß h. zinst und dem von Schellenberg 5 ß h. Vogtrecht giebt. Die vertauschten Güter sind alle rechteigen. Die ausständigen Zinse aus denselben zieht der Schaffner des Klosters, dem sie bisher gehört haben, ein. Perg. Or. mit dem Siegel des Klosters Fridennwiler, (wie Abb. VI, No. 62). Donaueschingen. VII 41 322 1497- 1497, Mai 2. 182. Jörg und Hawg Grafen zu Werdemberg und zum Heiligenberg stiften auf den Altar in der Kapelle in ihrem Dorfe Stainhülb zu Ehren der Muttergottes und des hl. Pangratyus eine ewige Frühmesse. Sie begaben dieselbe mit dem Zehnthof zu Stainhülb, wie er von Graf Eberharten zu Würtenberg, dem altern, erkauft ist"), 1 & 10 ß h. Zins von 2 Wiesen zu Trochtelfingen am Grössenberg, ebenso mit vielen kleinen Renten von Wiesen daselbst, von einem Garten, von einem Wieslein „in der Schrayen", zu Stainhülw gelegen, und einem Haus mit Hofraite zu Stainhülb. Das Präsentationsrecht haben die Grafen von Werdenberg. Die Verpflichtungen des Kaplans und sein Verhältnis zum Ortspfarrer in Trochtelfingen werden näher bestimmt b ). Geben auff zinstag vor dem sonntag Exaudi 1497. Die Siegel der Aussteller fehlen. Perg. Or. Sigmaringen, Staatsarchiv. S. a) Dies geschah 1492 um 170 fl. Rh., s. Steinhofer, neue wirfc. Chronik III, 530. — Diesen Kauf bestätigte 1502 st. Lorencius tag [Aug. 10.] zu Vrach Herzog Virich von Wirtemherg; damals war der Hof als Erblehen an Hanns Gast verliehen. Perg. Or. ohne Siegel. Sigmaringen , Staatsarchiv. — b) Der Constanzer Generalvikar bestätigt diese Stiftung 1497 die 18. Maii. Perg. Or., das Siegel fehlt. Trochtelfingen, Pfarrarchiv. 1) 1493 iibergiebt Graf Eberhart, der ältere, von Wirtenberg, dem Papst Sixtus IV. erlaubt hat, in seinem Lande, wo er den grossen Zehnten hat, die Neubrüche an geistliche Orte zu verwenden, dem neuen Stifte zu St. Peter im Schönbuch, gen. zum Einsidel, die jetzigen und künftigen Neubrüche zu Stein- lmlwen; sollte aber die Pfarrei Steinhülwen an Einkommen so schwach werden, dass sie von den Neubrüchen Hilfe bedarf, so bestimmen der Abt zu Bebenhusen und der Prior zu Güterstein, wieviel von diesen Neubrüchen dem Pfarrer zu geben sei. Steinhofer, neue wirtenberg. Chronik III, 535. 2) 1505 freytag nach st. Bartholomeus tag [Aug. 29.] verkauft Graf Cristoff zu Werdemberg und zum Hailigenberg Ludwig Haffner, Pfarrer zu Mägrichingen, 10 fl. Rh. Zins, wofür er sein Holz und Feld Wettißhusen in Steinhilber Zwing und Bann zum Unterpfand setzt, um 200 fl. Hauptgut. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Trochtelfingen, Pfarrarchiv. E. 1497, Juni 12. 183. Sixt und Merck von Husen, Gebrüder, teilen, nachdem ihnen ihre Brüder, Meister Cristoffel und Erhart, ihren Teil übergeben haben, ihren Besitz. Sixt erhält u. a. Lägein das Burgstall, Schowenberg das Burgstall a ) und „das burgstall enhalb der Thonow" und Nydingen das Dorf, Merck aber u. a. Schmyhen das Burgstall mit der Mühlstatt. Geben vff mäntag vor st. Vyts tag 1497. ; H I [ BK ' "'■.. H ■9 HHlam 1497. 323 Die Siegel der Aussteller, ihres Schwagers Michel von Fryberg, ihres Oheims Melchior von Tierberg von der Wilden Tierberg und ihres guten Freunds und Nachbars Ortolf von Hödorf. Perg. Or. Langenstein. a) Wohl die Ruine auf den Schaufelsen zwischen Neidingen und Falkenstein. 1497, Juli 27. Sigmaringen. 184. Bruder Rudolf Graf zu Werdenberg, Meister des Johanniterordens in Deutsehen Landen, vermittelt unter seinen Brüdern Jörig, Virich und Hawg, Grafen zu Werdenberg und zum Hailigenberg, die Güterteilung. Die Herrschaften Hailigenberg, Sigmeringen und Trochtelfingen tragen zu gemeinen Jahren insgesamt 5290 fi. Rh., nämlich Hailigenberg 2200 fi. Rh., Sigmeringen 2100 fi. Rh. und Trochtelfingen 990 fl. Rh., so dass jedem der 3 Brüder 1763 fl. 10 ß h. gebühren; an Zinsen gehen aber ab insgesamt 1379 fl. 1 Ort Iß 4 h., wovon Hailigenberg 702 fi. 1 Ort 2 ] | 2 ß h., Sigmariugen 676 fl. 1 Ort 2 1 | ä ß h. zu bezahlen hat; es bleiben also noch von Hailigenberg 194 fl. 1 g h. und von Sigmeringen 125 fi. 13 ß 9 h. an das Amt Trochtelfingen zu entrichten, damit jedem der Brüder gleiches zu Teil wird. Graf Virich soll Sitz und Wohnung zum Hailigenberg haben und die Grafschaft regieren, doch wenn Händel vorfallen, die des Reichs Landvogtei in Schwaben, Neuenbürg, Bischof oder Stift zu Costentz, Salmenswyler, den Landkomtur, oder die Städte Rauenspurg, Costentz, Vberlingen oder die Obrigkeit und Herrlichkeit der Grafschaft Hailigenberg betreffen, so soll er mit Graf Jörigen und Graf Hugen_ Wissen und Willen handeln. Graf Jörig und Graf Hug sollen ihren Sitz und Wohnung zu Sigmeringen und Trochtelfingen haben und diese Herrschaften und Ämter regieren, und auf Verlangen soll Graf Virich ihnen darin Beistand thun. Die 3 Brüder sollen die Grafschaften und Herrschaften unverändert in dem Zustande, wie sie sie überkommen haben, an ihre nächsten ehelichen männlichen Leibeserben fallen lassen. Kommt einer in Not, so sollen die andern Brüder entweder mit Geld aufbringen oder in anderer Weise mithelfen, widrigenfalls der betreffende allein vorgehen kann. Graf Jörig als der älteste vergiebt die geistlichen und weltlichen Lehen, doch mit der Bedingung, dass die ersteren nur an erbere, taugliche Priester, die den andern Brüdern nicht widerwärtig sind, geliehen werden. Graf Vlrichen wird gestattet, seinem natürlichen Sohn Felix ein Leibgeding von 50 fl. Rh. zu verschreiben, jedoch können die beiden andern Brüder das jederzeit mit 500 fl. ablösen. Was jede Herrschaft der andern an Beistand leistet, geschieht auf Kosten derjenigen, die den Beistand begehrt. Steuern, Reisgeld und andere vom [Schwäbischen] Bunde verursachten «^Kosten trägt jede Herrschaft nach Verhältnis. Die von ihrem Schwager von Abens- perg sei. herrührenden 2000 fl. suchen die drei Brüder auf gemeine Kosten einzu- 41* t I 324 1497. bringen, gelingt dies, so erhält jeder derselben seinen Anteil. Ebenso halten sich dieselben brüderlich hinsichtlich der Nutzung, wenn der „span der Landtuogty erobert vnd zu iren handen gebracht" wird. Mößkirch und Oberndorf bleiben ihnen so, wie sie ihnen vom Kaiser und König übergeben sind, gemein, doch verwaltet und vertritt Graf Hug allein diese beiden Ämter gegen alle Stände, und zwar wenn es Not ist, aus dem gemeinen Gute dieser Ämter, aber mit Wissen und Willen der beiden andern Brüder. Geben zii Sigmeringen auff dornstag nauch st. Jacobs des hl. zwölfbotten tag 1497. Die Siegel des Grafen Rudolf (s. Abb. No. 35), des Grafen Jorig (wie Abb. VI, 65), des Grafen Vlrich (wie Abb. No. 32) mit Rücksiegel von einem Ringpetschaft (wie Abb. No. 33) und des Grafen Hug (wie Abb. No. 31). Perg. Or. Donauescbingen. T. 1497, Aug. 16. Innsbruck. 185. König Maximilian giebt als Lehnsherr der st. Gallenkirche zu Bichisshawsen den Erben des Aberlin Truchsässen von Bichisshawsen sei. die Erlaubnis, die von dem Erblasser daselbst gestiftete ewige Messe aufzurichten, und verleiht ihnen das Pa- tronat derselben. Geben zu Innsprugg an mitwoch nach Vnnser lieben Frawen tag Assump- tionis 1497. Das Siegel des Ausstellers (beschädigt, Heffner 19, 126). Perg. Or. Donauescbingen. T. 1) 1498 sonntag nach st. Othmars tag [Nov. 18.] stiften Hanns Truchsess von Bichislmsenn, Ritter, seine eheliche Hausfrau Barbara Truchsessiu, geb. von Halfingen, und ihrer beider Sohn Albrecht zum Heile ihrer, wie Annen Truchsässin, geb. vom Stain, Albrechts Hausfrauen, und aller ihrer Vordem und Nachkommen Seelen und aller der Seelen, deren Leibern und Gütern gen. Albrecht Leid zugefügt hat, nach urkundlicher Bewilligung König Maximilians als Eigentümers der Pfaudschaft Hochengundelfingen, in die die St. Gallen-Pfarrkirche zu Bichishusen gehört, und auch mit Willen Vlrich Diemers, Pfarrers dieser Kirche, an dem Mittelaltar derselben, den sie von neuem gebaut und zur Ehre U. 1. Fr. und st. Jörgen als Patrons, „ouck vil anders hailigthumbs" haben weihen lassen, eine ewige Messe. Sie begaben dieselbe mit ihren Zinsen und Gütern, die zum Schloss Hündersingen erkauft sind, dem Hof Hövvdorf und ihrem Hof zu Apfelstetten; die Güten insgesamt belaufen sich auf jährlich 37 fl. „nach herren gült angeschlagen". Der Priester, dem die Pfründe verliehen wird, soll am Sonntag eine Messe und dazu in der Woche noch 3 Messen in der Pfarrkirche oder auf Begehren auf dem Schloss Bichishusen lesen, und zwar am Montag von allen gläubigen Seelen, am Freitag von Unsers Herren Leiden, am Samstag von U. 1. Fr., wofern nicht auf diese Tage sonst ein Fest fällt, das nach der Kirchenordnung billigerweise vorgeht. Ferner soll der Kaplan keine Messe ausserhalb der Pfarrkirche oder dem Schloss Bichishusen übernehmen, „dann vngeuer- lich ainem nachpür zu ainer begrept oder jarzit", und auch dann nur an den Tagen , wo er nicht zu lesen i »■'■ ' p HP EHH HHMH ^^H 1497. 325 verpflichtet ist; kann er an seinen Pflichttagen nicht lesen, dann muss er die Messe durch einen andern halten lassen oder dieselbe nachholen, damit alle Wochen die 3 Messen gelesen werden, „souern er vff die selb zitt nit in der pfründ oder des lehenherren geschafften gewesen ist, daran der lehenherre by siner ge- wissne in nit irren soll, es wer dann in der pfründ nütz oder des lehenherren geschafften, daran im sin ere oder annder Sachen gelegen weren". Ferner hat der Kaplan dem Kirchherrn an allen 4 Hochzeiten, an allen Tagen U. 1. Fr. und der Zwölfboten, und an Allerheiligen und Allerseelen Beistand zu leisten beim Frohnamt und den Vespern mit Singen, Lesen u. a., und besonders soll er demselben an allen Samstagnächten die Vesper helfen singen und nacli derselben über der Herrschaften von Bichishusen Gräbern räuchern und ein Placebo beten. Ferner soll der Kaplan zu jeder Frohnfasten selbstsechst Priestern des Stifters, der Stifterin und aller jener, deren in der Stiftung gedacht ist, Jahrtag begehen, am Donnerstag am Morgen mit einer langen gesungenen Vigilie, mit einem gesungenen Amt von U. 1. Fr., mit einem gesungenen Seelamt und 4 gesprochenen Seelmessen und darnach mit einer gesprochenen Seelvesper ob den Gräbern, fällt aber auf den Donnerstag ein „hochzitlicher" Tag, so soll die Jahrzeit am nächsten Tag darnach, da kein Fest begangen wird, gehalten werden. Ferner soll der Kaplan alle Jahr einmal selbst- viert Priestern an st. Lucastag den Jahrtag des Stifters, und am Donnerstag in der Palmwochen (sie) den Jahrtag der Stifterin und aller Vorfahren und Nachkommen des Ehepaares begehen , jeden Jahrtag mit einer langen gesungenen Vigilie, mit einem gesungenen Amt von U. 1. Fr., mit einem gesungenen Seelamt und zwei gesprochenen Seelmessen und darnach mit einer gesprochenen Seelvesper ob dem Grabe. Bei einer jeden Jahrzeit soll der Priester, der die Seelenmesse singt, sich nach dem Offertorium gegen das Volk wenden und die Menschen, die der Messe beiwohnen, ermahnen ihm Gott für die Stifter dieser Pfründe, für alle ihre Vorfahren und für alle gläubigen Seelen bitten zu helfen und ein Pater Noster, und ein Aue Maria für das Volk zu beten. Der Kaplan soll seinem Dechant versprechen, alle diese Punkte zu halten, die Pfründe in eigener Person zu besitzen und durch keinen andern versehen zu lassen, sie auch nicht zu verwechseln oder einem andern aufzugeben, ausser mit Wissen des Lehensherren, und Haus und Hofreite in gutem Stande zu halten ohne der Herrschaft von Bichishusen Kosten. Der Kaplan soll von einem erbern züchtigen Wesen sein und, wenn er offenbar ein Kebsweib bei sich halten sollte, oder sonst von einem unehrbaren Wesen mit Spielen, „ludern" oder anderm wäre, so soll der Dechant auf Anrufen des Lehnsherren ihn davon abzustehen mahnen; beharrt aber jener darin, so soll ihn der Dechant nach Costentz schicken, von wo er seine Absolution bringen soll, und so lange er sie nicht bringt, soll man ihm die Güten vorenthalten, und davon sollen die Pfleger der Kirche einen andern Priester, der unterdes die Messen gelesen hat, lohnen. Wenn der Kaplan blind, krank oder bettlägerig wird, so dass er selbst keine Messe lesen kann, so soll er sorgen, dass jeden Montag eine Seelen-Messe gelesen werde und „was in sin gewissne her inn mer wyset", thun. Die Verleihung und Praesentation zu der Pfründe behält sich der Stifter für sich und den ältesten weltlichen Standes, der die Herrschaft Bichishusen innehat, vor. Schliesslich wird Bischof Hug zu Costentz ersucht, diese Stiftung zu bestätigen a ). Perg. Or. mit den Siegeln der Truch- sässin Barbara (29 mm D., IV A 2, Schild unkenntlich; . barbten . non . tjalfttuje.), und Wolfen vom Berg, gen. Mayser, ihres Vetters, als eines Pflegers ihrer verlassenen Hab und Kinder, „die wyl die vorgen. Hanns Truchsäss von Bichishusen, Kitter, min eelicher gemahel, vnd Albrecht Truchsäs von Bichishusen, min eelicher sone säligen, baid stiffter, mit tod vergangen, ee sölich new gestifft caplony vf gericht vnd bestätt worden ist". Donaueschingeu. T. a) 149S die 22. Noueinbris vicarius Hugonis episcopi Constantiensis in spiritualibus generalis antedietam perpetuae missae fundationem approbat. Perg. Or, der vorigen Urkunde transfigierfc, das Siegel des Ausstellers fehlt. T. 2) 1501 frytag nach st. Viridis tag [Juli 9.] schlichtet Görg Abt zu Zwyfalten auf Aufforderung des Königs Maximilian gemäss einem transsumierten Schreiben desselben aus Inssprugk von 1501, Mai 20. den Streit zwischen Barbara Truchsässin von Bichishuwsen namens der Kinder ihres Sohnes Alprecht, vertreten durch Hanns Spaten zu Echstetten, Ritter, als ihr und der Kinder Vormund und Anwalt, und Adam ■r ■ i 326 1497. vom Stain zu Gundelfingen wegen ihres väterlichen Erbgutes: 1) Jährlich soll von der ganzen Gemeinde zu Bichishusen der eine der Heiligenpfleger daselbst und von der ganzen Gemeinde zu Gundelnngen der andere gewählt werden, „onangesechen si sigen Adam vom Stains oder an die herschafft Hochengundel- fingen verwandt". 2) Die Amtmänner zu Bichishusen und Gundelnngen geben jährlich den Wahltag des Messners zu Bichishusen bekannt, an diesem Tage wählen die Leute aus beiden Gemeinden mit dem Pfarrer zu Bichishuwsen den Messner. 3) Den Predigtstnhl in der Pfarrkirche zu Bichishuwsen, der dem Adam vom Stain nicht an einem passenden Ort steht, setzt man an einen andern, den Truchsässen wie den vom Stain genehmen Ort. 4) Adam vom Stain will dem Altar in der Pfarrkirche, „dwyl er von sin vordem geordnet sig", eine Tafel und anderes gebührliches Ornament machen lassen. 5) Wegen der Almenden, die Adam vom Stain in Nutzen haben soll, soll, wofern die Frau Barbara Forderung daran hat, alsbald ein gebührlicher und gleicher „vnndergang" ergehen. 6) Die Kirchthüre, an der der vom Stain Stuhl gesetzt ist, soll vermauert bleiben und auch der Stuhl soll dort bleiben; wenn nötig, soll man an einem andern tauglichen Ende der Kirche eine Thüre oder ein Luftloch brechen. 7) Den Hirten zu Gundelnngen wählt die dortige Gemeinde mit Mehrheit; Adam vom Stain und jeder Inhaber von Hochengundelfingen oder ihre Amtleute mögen auch dabei eine Stimme haben; der Hirt soll das Vieh auf dem Schloss holen und austreiben, wie von Alters her. 8) Von einer Gilt von 9 V« fl. und 9 Scheffeln Haber an die gen. Kinder wird Adam vom Stain freigesprochen. 9) Wegen des Heiligenpflegers und Ammanns, die Adam vom Stain geschlagen hat, haben beide Teile die Erledigung dem Schiedsmann überlassen , und wollen darin beide Parteien gegen einander ausserhalb Rechtens nichts vornehmen. 10) Die Schuld von 30 fl., um die Adams Vater sei. gegen die gen. Kinder verschrieben ist, anerkennt Adam, da er „sins vatters säligen brieff vnd sigl höre vnd seche". 11) Betreffend das Verbot, das in der Kirche zu Bichishuwsen durch Adams Amtmann geschehen sein soll, sagt Adam, er habe kein Verbot thun, sondern nur eine Botschaft „werben" wollen, er begehre weder in der Kirche zu Bichishuwsen, noch im Dorfe zu gebieten oder zu verbieten. 12) Für den Frevel, den ein Hirte Adams zu Dürnstetten begangen hat, soll der Hirte den gen. Kindern 1 fl. geben oder aber ihnen zu Dürnstetten deshalb zu Eecht stehen. 13) Im Streite zwischen Adam vom Stain und dem Pfarrer zu Bichishuwsen wegen etlicher Zehnten am Berg zu Gundelnngen und der Messe auf dem Schlosse daselbst mag jeder sein Recht an den Orten, da es sich gebührt, suchen. Perg. Or. mit dem unkenntlichen Siegel des Ausstellers mit kleinem, rechteckigem Rücksiegel. Donaueschingen. T. 3) 1503 monntag nach st. Martins tag [Nov. 33.] übernehmen Jörig From von Bichisshüsen und Cünrat Miiler von Gundelfiugen, Pfleger der st. Gallenkirche zu Bichisshüsen, für 100 fl. Rh. gegenüber Barbara Truchsässin, geb. von Hailfingen, die Verpflichtung, ein ewiges Licht in ihrer Pfarrkirche in einer Ampel ob dem Grabe ihres Gemahls Hannsen Truchsässen von Bichisshüsen, Ritters, sei. zu brennen und dazu 2 Priestern zu Messen auf dem Mittelaltare und auf dem Frauenaltare auf der rechten Seite Wein, Brot und Leuchter zu liefern, wie Herr Hanns Truchsäss das bei Lebzeiten verordnet hat. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Junkers Jörg von Werenwag. Donaueschingen. T. 4) 1507 montag nach st. Jörgen tag [Apr. 26.\ bestimmen Virich Volckmayer, Pfarrer, Virich Diemer, Peter Klainhaintz, beide Kapläne, Jörg From von Bichishusen und Erhart Koch von Gundelfiugen, Pfleger der st. Gallenpfarrkirche zu Bichishusen, in betreff der von Barbara Truchsässin sei., geb. von Hailfingen, gestifteten 4 ewigen Jahrtage, nachdem Junker Cunrat Spätt zu Vndermarchtal als des jungen Albrecht Truchsässen zu Bichishusen Gerhab und Vormund diese Stiftung mit 100 fl. Rh. mit Willen Junker Adams vom Stain vom Klingenstain zu Nidergundelfingen als Lehnsherren der Pfarrkirche vollzogen hat: Der Pfarrer verkündet jedesmal am nächstvorhergehenden Sonntag von der Kanzel die Jahrzeit und schreibt die Namen der Seelen in das Seelbuch; die Jahrtage werden begangen auf Montag nach Quasimodogeniti und an den Frohnfasten Pentecostes, Crucis Exaltatio und Lucie, und zwar am Morgen mit einer grossen gesungenen Vigilie, „der meren letzgen", darnach mit einem gesungenen Seelamt und einem gesungenen Amt von U. 1. Fr.; darnach wird über dem Grabe ein Placebo oder Seelvesper mit Kollekten gesprochen, geräuchert und Weihwasser gesprengt. Dafür geben die Pfleger auf jeden Jahrtag zu Praesenz dem Pfarrer 2 Behmisch und jedem Kaplan 4 Kreuzer und dem Mesner 2 Kreuzer. Der Pfarrer und die Kapläne singen HS asss .L''"'■.;" ■■;■'• 1497. 327 alle Samstage und in der Fasten alle Tage nach der Vesper ein Salve Regina und räuchern dazu alle Samstage nach der Vesper mit einem Miserere und gewöhnlicher Kollekt vor dem Sakrament und ob dem Grabe der Stifterin. Dafür geben die Pfleger jedes Jahr jeglichem der 3 Priester 15 Behmisch und dem Mesner 6 Behmisch; letzterer soll alle Versäumnisse der Priester aufzeichnen und den Pflegern angeben, die dann für jedes Versäumnis 2 ^j abziehen; desgleichen sollen die Priester auf den Mesner achten und diesem für Vernachlässigung seiner Verpflichtungen 3 ^ abgezogen werden. Was hiernach an den 5 fl. jährlichen Zinses übrig bleibt, soll der Kirche bleiben, wofür sie zu allen Jahrtagen und Salve Kerzen liefern muss. Perg. Or. mit dem zerbröckelten Siegel Junker Adams vom Stain, die der Junker Cünrat Hasen, Stadtammanns, und Hansen Vesern, Bürgermeisters zu Mundrichingen, fehlen. Donaueschingen. T. 1497, Aug. 21. 186. Johanns Abt zu Salmanswiler als Gemeiner im Streite zwischen Abt Heiyen zu Kunigsbronnen und Hannsen Müller, Pfarrer zu Rörenbach, Marcus Sticklin, Propst zu Bettenbronnen, als Zusatz dieses Pfarrers und Jacob Suter, Bürgermeister zu Pfullendorf, als Zusatz des Abtes von Kunigsbronnen, entscheiden den Streit wegen des Zehntens auf Äckern zu Vnnderrechnow gütlich: der Zehnten daselbst von der Herrenwiese hinauf den Marken nach, welche die Acker Hannsen Webers und Martin Bombers scheiden, bis an den Wald und an diesem hin bis an die Strasse zwischen beiden Eschen und dann bis wieder an die Herrenwiese von allen Äckern, die jetzt offen und nicht verwachsen sind, bleibt dem Abte zu Kunigsbronnen kraft der seinem Gotteshause gehörigen Pfarrei Pfullendorf, wird aber in dem gen. Bezirke „gerät vnd gestocket", so gehört der Zehnten aus diesen Feldern dem gen. Pfarrer. Der letztere hatte nämlich geklagt, dass die dem Abte zehntbaren Felder daselbst, die nur bei 10 oder 11 Jaucherten gewesen seien, durch Rodung gewachsen seien. Geben vff mentag nach st. Bernharts tag 1497. Die Siegel des Propstes von Bettenbronnen (s. Abb. No. 36) und Jacob Suters, das des Abts von Salem fehlt. Perg. Or. Karlsruhe. 1) 1501 mitwoch vor Corporis Christi {Juni 9.] empfängt Jörig Karg von Rehnow zu Mannlehen vom Grafen Hawg von Werdemberg den Halbteil des Ackers zu Rehnow, genannt der How, ungefähr bei 20 Jauchert an einander, dessen andere Hälfte sein Bruder Hannß Karg innehat, und den sie von ihrem Vater Michel Karg geerbt haben"). Heiligenberger Lehenurbar von 1500, Bl. 124. Donaueschingen. a) Dieses Lehen empfängt Vlrich Karg von Rehnow 1503 Mittwoch nach Dreikönig [Jan. IL] und wieder 1509 Donnerstag vor Oculi [März 8.]. A. a. 0. Bl. 124. - Die andere Hälfte empfängt Hannß Karg 1501 Mittwoch vor Corporia Christi [Juni 9.] und 1509 Donnerstag vor Oculi [März 8.]. A. a. 0. Bl. 125. 1497, Okt. 3. Abschied eines schwäbischen Grafentages zu Ulm. 187. Die grauen vnnd freyenn, so auff dem tag zu Vlni gewesen sind am zinstag nauch sanct Michels tag anno etc. 97: Der gmain houptmann, graue Wolfganng von Öttingenn, vnnd graue Joachim von Öttingen durch ir schrifft, graff Philip von Kirchberg personnlich, graue Hawg von OB 328 1497. i Monntfort au statt sin vnnd sins bruders, graue Hanns von Sonnennberg, graue Hawg von Werdennberg an statt siner prüder, vnd sol graue Wolfganngen von Fürstennberg, graue Hainrichen von Lüpfen vnnd Gündelfingen zuschicken. — Item von erst ist gerautschlagt, nauchdem von der kön. Mt. vnnd den churfürsten, fursten vnnd stenuden deß rychs ain fürnemen zu Wormbs beschennhen ist, ain gmain friden vnnd das camergericht im rych zu halten vnnd daruff den gmainen pfenning zu geben, wie dann das der abschied zu Wormbs innhalt, nauchdem sollich fürnemen durch die obbestimpten grauen vnnd freyenn zu Worms ouch zugesagt ist, vnnd yetz aber sie durch die kön. Mt. vnnd die stennd deß rychs gein Fryburg vff den reychßtag ermannt werden vnnd ouch den gmainen pfenning gein Franckfurt zu legenn , das die obbestimptenn grauen vnnd freyen zwen vß inen dahin verordnen mit vollem gewalt vnnd laussen sagen, wie die henndel zu Worms fürgenomen vnd beschlossen sind, wie sie das da zugesagt haben, wa dem nachganngen vnnd volzogenn werd, sind sie noch willig dem lawt irs züsagenns nachzükomenn. Zu dem anndern, alß die kon. Mt. eruordert den gmainen pfening gein Franckfurt zu erlegen, daruff ir anntwurt, wie sie das zugesagt habenn, dem sind sie willig nachzükomenn, nauchdem aber so menigerlay manndat von der kön. Mt. komenn sind, so haben sie nit gewisßt, wie sie sich darinn halten sölten, was aber durch die stennd deß rychs da beschlossenn werd, dem wollen sie och leben alß gehorsam grauen vnnd fryen deß hailigen rychs. Item darauff ist ouch gerautschlagt, das man zwen grauen soll schicken vff den tag gein Fryburg mit vollem gewalt, da mit den stennden deß rychs zu hanndeln, vnd was da durch die kön. Mt. vnnd die churfürsten, fürsten vnnd stennd deß rychs fürgenomen vnnd beschlossen würt, dem wollen sie nachkomen vnnd leben alß gehorsam grauen vnnd fryen deß hailigen rychs. Item was beswerung die grauen vnnd fryen haben, die sollen sie auffschryben laussen vnnd den zwayen geben an die kön. Mt. vnnd die versamlung zu bringen. Item den zwayen grauen sol yedem vff 5 pfardt zerung geben werdenn, auff ain pfardt die wochen 2 guldin, tut ain monet vff 5 pfardt 30 guldin. Item auff söllich rautschlagenn soll ahn yeden grauen vnnd fryen zugeschickt werden vnd vff . . tag enntlich sin antwurt wissenn laussen, was im darinn geuällig sig vnnd ob er den zwain gewalt geben wolle. Item die zwen grauen sind gerautschlagt: graue Wolfganng von Ottingen vnnd graue Hawg von Werdennberg. Item auf frittag vor sanct Vrßlenn tag [Okt. 20.] hie zu Vlm zu sind. Pap. Kop. Donaueschingen 1 ). 1) Diese Kop. sendet laut beiliegendem Begleitschreiben Graf Hug zu "Werdennberg an demselben Tage [Okt. 3.] noch an Graf Wolfganng von Fürstennberg, der seine Meinung über diesen Abschied auf fritag vor st. Vrßlen Tag [Okt. 20.} zu Vlm äussern solle. Pap. Or. Donaueschingen. ■ms ^^^ta WWsm 1498. 329 1498, Juni 11. 188./^ J ° ri S und Haw o Grafen zu Werdenberg und zum Hailigenberg, Brüder, bestimmen mit Genehmigung ihres Bruders Virich: Johanns, Cristoff und Felix, die Söhne des Grafen Jörig, sind ihre Erben in all ihrem Besitze. Einer von ihnen, den Vater und Oheime dazu bestimmen, soll sich standesgemäss verheiraten. Dieser soll allein die Regierung, jedoch nach dem Rat seiner Brüder führen und die Ämter mit guten Amtleuten, denen er regelmässig ihren Gehalt zahlen soll, damit keine Schulden auflaufen, besetzen. In gleicher Weise sorgt derselbe, dass alle Leibgedinge und Zinse zeitig bezahlt werden. Alle Kosten der Regierung, was auf Reisen, Botschaften, Gastungen für die .Nachbarn, an Bündnisse und Gesellschaften zuzahlen ist, Kriegskosten, Reparaturen der Schlösser und Häuser, sollen von dem gemeinschaftlichen Gut gezahlt werden. Jeden Bruder, der ohne Dienst einheimisch ist, soll der regierende Bruder bei sich mit Speisung und Notdurft aufnehmen, ihm i Pferde halten, seine Knechte besolden und kleiden und ihm jährlich 100 fl. Rh. /"geben. Der Regierende soll auch keinen Krieg oder Fehde anfangen ohne seiner Brüder Wissen und Willen. Alle Jahre zwischen Ostern und Pfingsten sollen alle Vögte und Amtleute ihre Rechnungen einreichen, und soll eine Hauptrechnung aufgestellt werden, damit der Regierende mit seiner Brüder Rat über Verlust oder Gewinn verfüge. Ist einer der Brüder im Dienst, so soll der Regierende ihm nach Massgabe seiner Stellung einen Zuschuss geben. Der Regierende hat in Sigmaringen seinen Sitz. Der älteste Bruder soll alle geistlichen und weltlichen Lehen vergeben, jedoch mit Rat seiner Brüder, und der Schreiber des regierenden Bruders soll das in das Urbar eintragen. Alle Lehen, die vom Reiche u. s. w. gehen, nehmen die Brüder als Gesamtlehen. Erhält der regierende Bruder keine männliche Nachkommen, so soll sich der~andere, nötigenfalls auch der dritte verehelichen; die Herrschaft bleibt aber beim regierenden Bruder. Nach dem Tode des regierenden Bruders folgt der nächste, ihm der dritte. Auf sie folgen dann als gemeinschaftliche Besitzer alle männliche Nachkommen der 3 Brüder, nur die im geistlichen Stand bekommen lediglich ein Leibgeding von 100 fl. und die Töchter zu Aussteuer 2000 fl. oder, wenn sie in den geistlichen Stand treten, ein Leibgeding von 50 fl. Hinterlassen die Brüder nur eheliche Töchter, so erben diese alles, was nicht Pfand oder Lehen ist, mit einander. Alle Kleinode und das Silbergeschirr soll unverändert beim Stamme bleiben. Von den Herrschaften und Grafschaften darf nichts verkauft, verschenkt oder verpfändet werden, gerät jedoch einer der Brüder in Gefangenschaft, oder werden ihre Schlösser vn 42 » • j PI ■ g 880 1498. 1499. und Dörfer verbrannt, so kann der Regierende mit Zustimmung seiner Brüder Schulden aufnehmen. Die Grafen Johanns, Cristof und Felix versprechen diesen Vertrag zu halten. Geben auf möntag nechst vor st. Veits des hl. marterers tag 1498. Die Siegel der Grafen Jörg (beschädigt, wie Abb. VI, 65), und Johannes (rot, s. Abb. No. 37), Christoph (rot, s. Abb. No. 38 a ) und Felix (s. Abb. No. 39 a ), das des Grafen Hug fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. S. a) Diese Siegel haben die Jahreszahl 1500, obwohl sie schon 1498 in Gebrauch waren, die Grafen Christoph und Felis haben also ihre Siegelstempel mit Rücksicht auf den baldigen Anfang eines neuen Jahrhunderts vorausdatieren lassen. 1498, Aug. 4. 189. Graf Wolfgang von Fürstenberg, Selbstverkäufer, und Vogt, Gericht und Gemeinde des Thals zu Obernwolfach a ), Mitverkäufer, verkaufen unter Vorbehalt des Rückkaufs für 300 fl. Eh. der Meisterin, Priorin und dem Konvent zu Wittichen einen auf st. Johannstag zu Sunwenden zu entrichtenden Zins von 15 fl. Rh. aus dem Thal zu Oberwolfach. Einlager in Schiltach oder Gengenbach. Geben vff samstag vor st. Oswald tag 1498. Das Or. siegelten Graf Wolfgaug und die Gemeinde Oberwolfach. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. a) Dieses Thal führte im 15. Jhdt. ein eigenes Siegel (Abbild. No. 24), 1487, Febr. 6. Band IV, No. 72 hängt. T. z. B. an der Urkunde von 1499. 1QQ Graf Heinrich von Fürstenberg kauft von Hanß Mayer eine Scheuer zu Riedtböringen um 15 fl. Eintrag in einem Blumberger Repertorium von c. 1600. Donaueschingen. 1) [13]40 st. Vits tag [Juni 15.] leiht ze Owe Abt Eberhart von Reichenau dem erbern Knechte Cünrat von Beringen für ihn und seine Schwestern Elsbeth, Margret und Adelheit zu rechter Gemeinde den Zehnten zu Beringen, den ihr Vater Hans sei. von Beringen und ihre Vordem an sie gebracht haben, Suckenhof, Tengerhof und Mädershof zu Beringen, einen Hof zu Tünoweschingen, die Güter zu Beringen, die Iremburg baut, und die Wälder Hagena, Berchaim und Magendal bei Beringen und giebt den Schwestern zu dem Lehen Mannrecht. Reichenauer Lehenbuch 638 s S. 639. Karlsruhe. 2) [13]59 st. Agnesa tag [Jan. 21.] erlaubt Abt Eberhart von Reichenau Rüdger von Beringen zu Beringen, seiner ehelichen Wirtin Margreth von Imendingen 4 Scheffel Kernen, ebensoviel Haber und 10 ß Si Brisger Gilt von dem von ihm lehenbaren Hofe vffen Kilchberg für 6 M. S. Heimsteuer zu versetzen. Reichenauer Lehenbuch 638 f 2 S. 45. Karlsruhe. 3) An gleichem Tage erlaubt derselbe als Lehensherr demselben, seiner Frau für 5 M. S. Schauff- huser Gewicht Morgengabe 4 Scheffel Kernen und ebensoviel Haber Nidinger Mass vom Zehnten zu Beringen, gen. des Beringers Zehnten, und für 26 M. S. Wiederlegung 10 Scheffel Kernen und ebensoviel Haber Nidinger Mass und 30 alte ^ Gilt von des Tengers, des Mäders Hof und dem auf Kilchberg zu versetzen. A. a. 0. S. 45. 1499. 331 4) 1359 in medio Maio genehmigt Abt Eberhart von Eeichenau, dass Cünrat von Beringen seinen von ihm lehenbaren Zehnten zu Eietberingen seinem Oheim Fridrich von Aitlingen und Friderichen von Aitlingen, Hainrichen sei. Sohn, „an abnütz" um 15 M. S. versetzt. A. a. 0. S. 34. 5) 1500 st. Hyllarien tag [Jan. 13.] übergiebt Hans von Almßhouen zu Ymendingen Annastassia von Almßhouen, Konventfrau vff Hoffe bei Nidingen, seiner Schwester, zu rechtem Eigen seinen Teil des Zehntens zu Eietberingen, den sein Vater sei. ihr als Leibgeding lebenslang verschrieben hat, mit der Bedingung, dass nach ihrem Tode Magdalena von Almßhouen, seine Tochter, und Bärbel von Eegkenbach, seiner Schwester Tochter, diesen Zehnten lebenslänglich gemessen sollen und nach denselben ebenso fort und fort seine und seiner Schwester Kinder und Kindeskinder, die dort ins Kloster treten; wenn aber keine des Geschlechts mehr im Gotteshause ist, mag Annastassia von Almßhouen den Zehnten zu ihrer Jahrzeit dem Kloster übergeben. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers zerbrochen. Donaueschingen. 1499, Jan. 29. 191. Jörig Graf zu Werdemberg und zum Hailigenberg |bekundet, dass in den Spännen zwischen dem Dorfe Vilßingen und der Gebauerschaft Vntzkouen über Trieb, Tratt und Weidgang in der Schlichten, dem Speck und dem Wylerholtz sein Sohn Cristoff als sein Kommissarius entschieden habe: die von Yntzkhouen sollen mit „irm hertuich" die von Vilsingen 1 an Trieb und Tratt in der Schlichtin, der Speck und dem Wylerholtz ungeirrt lassen, dürfen aber mit ihrem Zugvieh über den „öspan" an der Schlichtin hin unten durch das Wylerholtz hinaus --gen Kalchbrunnen einen Triebweg haben, doch darin nicht „halten". Geben auf zinstag vor Vnser lieben Frawen tag Purificationis 1499. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Sigmaringen, Staatsarchiv. 1499, Febr. 20—Juli 22. jQ9 Zur Geschichte des Schweizerkrieges. 1) 1499 mitwoch vor Mathie [Febr. 20.] schreiben Schultheiss und Eat zu Wil im Turgöw an Bürgermeister und Eat zu Schafhusen, sie haben vergangenen Montag einen armen Knecht, namens Hans Hemerli, von Dinngen bei Überlingen mit dem Eade richten lassen, welcher unter vielen andern argen Stücken bekannte, er sei von den Vögten der Herren vom Hailigenberg her in die Eidgenossenschaft gesandt, „zu loßen vnd eruaren der mären", und wann die Eidgenossen auszögen, sie „dahinden" an Stadt und Land mit Brand zu beschädigen; dazu seien ausserdem noch hergesandt Virich Kessler, der eine weisse Hose, schwarzen Hut und schwarzes Haar habe, eine lange Person sei und „ain kesselzüg" trage, Jäggli Howenstain von Wysenburg, der eine schwarzes „schotelt" Haar und „getailt hosen" habe, und Cüntz Stürtz, der Becker, dem ein Eoss in das Maul gebissen habe. Schafhusen solle das auch andern Nachbarn melden. Pap. Or., das zum Verschlusse rückwärts aufgedrückte Siegel fehlt. Schaffhausen, Staatsarchiv. 2) 1499 donnstag vor Eeminiscere [Febr. 21.]. Die Grafen Wolfgang zu Fürstennberg und Heinrich zu Lupfen an ihren Vetter und Bruder, Graf Sigmund zu Lupfen: „Also wellest wissenn, das die Eidtgnossen 42* I 1 m ■ I 332 1499. II ime Hegew vff 10 000 mann starckg vmbziechenn vnd herschen vnd ein mercklichenn, verderplichenn schaden zu fügen, vnnd ist die sag, das sy sich alher für Enngenn legem, das wir erwarten wellenn. Vnnd sind vff gestern vnnd hütt wir vff 3000 zu roß vnnd füß starckg gewessen vnnd gerattslagt vnnd vns veraint, die lutt widerumh hinder sich inn die leger gen Hufmgenn, Meringenn, Tuttlingenn vnd Mulhainn zu legen, bis der züzug vnnd der huff gar samen kompt, als wir [hoffen] noch inn dry oder vier tagen zum lenngsten geschehenn werd, alsdann mit macht züzeziechenn vnnd dann vnns vnnderston mit inen schlachenn, vnnd haben by vnns den raysigen zng behaltenn vnnd 300 buchssennschutzen vnd 100 knecht mit spiessenn vnnd hellbartten vnnd wellennd also der belegerung wartten. Item sy sind yetz bis vff Stußlingen getzogen vnnd das dorff ingenomen vnnd habennd verprenndt Ranndegk, Eamshain, Eülassingen, Arlo vnnd Nyder- hennen (sie), ouch din schloß Eoßnegk vnnd Haylsperg aingenomen vnnd Haylsperg verprennt, vnnd haben sorgen , das sy Eoßneckg, ouch die annderen dörffer alle am abziechenn ouch uerprennen werden. Es ist ouch by vnns hie graff Niclaus von Salm vnd graff Anndres von Sonnenberg vnnd sunst vil gutter ritter vnnd knecht, vnnd sind dine purenn von Eüllassingen, do sy das dorf haben sechenn prennen, über das sy Haine Schnygelin by ime zu belibenn by er vnnd eyd ermant hatt, vß dem schloß von ime geflochenn vnnd inn mit sampt sinem wib vnd kindern ainig gelossenn, hat er sich vff stundt haruber gen Engen verfügt vnnd solichs gesagt im knecht züzegebenn, das ich, graff Heinrich, vff die nacht ze thund in willen was vnnd inn vff stund an wider hinüber gefertigett, also do er hinüber kommen ist bis an den grabenn, habenn sy das in genomen gehept vnnd ir fennly dorinn vsgesteckgt, also ist er abgetretten vnd vor nacht wider alher komen". Pap. gleichzeitige Kop. Innsbruck. 3) 1499 donstag nach Inuocauit [Febr. 21.] in der achteden stund vor mittag. Conrat von Schellenberg, Eitter, an Graf Sigmund zu Lupfen, Hauptmann: „Als ich euch gestern geschribenn hab, wie wir züsamen ziechenn vnnd wellennd vnndersten, mit den Eidgnossenn zu schlachenn, vnnd haben ein hüpschenn züg vnnd huffen knecht züsamen geprocht, yedoch sind wir rattig wordenn, das wir still steen wellenn ditzmals, dann wir sind inn nitt gnüg machtig, wann sy ligen mit hers krafft ime Hegow vnnd prennen allennthalbenn vnd ziechen darinn mächtiglich vmb, auch haben sy by acht dorfern vnd euch Eüllasingen verprenndt vnd Eoßneckg ingenomen. Deßhalb vnnser meinung ist, ditzmals sy nitt zu slachenn, dann soltennd wir ein vnnmöglichs vffnemen vnnd ettwa vil knecht verlierenn, mögennd ir vnd wir all ermessenn, was schad dem lannd Swabenn doruß enndtsteen wurd. Darumb so wollennd vff vnd gerüst sin, wann euch bedücht nott sin, vnnd ir wytter eruordert werdenn, vff sin vnnd vnnd vnns zu ziechenn. Ouch so wellenn mit einem huffenn vnd euwer katzbeigen mit inen ettwas furnemen mit prennen, roben vnd ann- derem, domit sy ouch benöttigt werden, vnnd mich lassenn wissenn, wie es by euch da nyden stannd, wör euch züziech, wie mechtig vnnd was ir hanndlenn, vnnd ir wellen dös pest thün. Wir ziechennd zu vnnd habenn ime fursatz, mit ratt zu hanndlenn, vnnd sechenn inn die sach, dann die sach wil erbermlich sin". Pap. gleichzeitige Kop. Innsbruck. 4) 1499 zinßtag nach dem hl. Palmtag [März 26.~] verkaufen Vogt und Gemeinde des Dorfes Haydenhouen in der Landgrafschaft Bare aus obliegender Notdurft, besonders wegen der jetzt schwebenden Kriegsläufe mit Willen des Grafen Wolfgang zu Furstemberg um 50 fl. Eh. dem Priester Erhart Koub zu Villingen an seine Pfründe in der Alten Statt im Beinhause, gen. die Neue Pfründe, 2 l fr fl. Eh. Landeswährung Zins, zahlbar auf st. Martins Tag in Villingen, aus ihres Dorfes Zwing und Bann, Äckern, Matten, Holz, Wasser, Wun und Almenden. Einlager in Villingen a ). Perg. Or. mit dem Siegel des Grafen Wolfgang (wie IV, 64). Villingen, Pfründearchiv. a) An demselben Tage geben Vogt und „gepursamy" zu Sunthusen, die der Herrschaft Furstemberg zugehört, den von Haidenhouen, die ihnen mit Willen des Grafen Wolfgang obige 50 fl., deren sie in den jetzt schwebenden Kriegsläufen notdürftig sind, überlassen haben, dafür einen Schadlosbrief. Perg. Or. mit dem Siegel des Grafen Wolfgang (wie IV, 64). Villingen, Pfründearchiv. 5) „Vff den hailigen Karfrytag [März 29.'] anno etc. 99 hat Jörg Frigk von Frigkinen, zwüschend Walpurg vnd Schlier ob Eauenspurg gelegen, geschworen, wyder mym gnädigen herren vnd dem Pundt krclgfKJ&ä! mmmmm 1499. 333 WsliS«!«! nymer mer ze sind, vnd ain alt vrfähd geschworen ze halten. — Vff die Ostermitwoch [Apr. 5.] anno, ut supra, hand Jacob Thomann von Veitkirch vnnd Hans Holtzriger von Elsäßzabern ain alt vrfähd gesworen, in disem krieg wyder min gnedigen herren vnd den Pundt nit zu sind". Einträge am Schlüsse des fürsten- bergischen Urbars von 1484 [No. 103]. Donaueschingen. 6) 1499, Juli 9. Luxem. Auf dem eidgenössischen Tage klagt Junker Martin von Starkenberg: als er Stühlingen den Eidgenossen übergeben habe, sei ihm zugesagt worden, man werde ihn mit Leib und Gut ohne Entgelt abziehen lassen, aber die Eidgenössischen haben ihm Hab und Gut entwehrt so dass er mit Frau und Kindern in Not gerate. Beschluss: man soll mit dem Abt von St. Gallen reden dass er ihm um der Eidgenossen willen eine Pflegschaft gebe, auf dem nächsten Tage aber soll man antworten wie man ihm das gegen die Zusage entfremdete Gut ersetzen solle, ob aus der Loskaufsumme des von Baldegg, ob aus Brandschätzen oder wie a ). Amtliche Sammlung der altern Eidgenöss. Abschiede III, 1 S. 621. a) Zu Schaffhausen beschlossen die Eidgenossen am 5. Aug. 1499, dem von Starkenberg 200 fl. zu geben aus den 1000 fl., die Hans von Baldegg zu Schatzgeld geben solle. A. a. O. 628. Am 7. Okt. aber beschlossen dieselben zu Zürich, zu Gunsten des von Starckenberg bei den Herren von Lupfen durch die von Zürich sich zu verwenden, dass er zu seinen unter ihnen liegenden Gütern wieder komme. A. a. O. 637. 7) Aus der Beschreibung des Schweizerhriegs von Felix Mays von Zürich; Abschrift in Schult- heiss, Gonstanzer Collectaneen (Handschrift im Constanzer Stadtarchive) Band II: [S. I86V2] Vnd wurdent uff die Jungen Fasnacht [1499, Febr. 26.] zu rath [die Eidgenossen], das Zürich, Bern, Fryburg vnd Soloturn ouch mit ainander in das Hegöw vff der fynden ertrych zugend vnd denselben, den Hegöwern, den vorzug liessend, als sy desselben vor dick /begert hatten , nämlich Stülingen vnd Hültzingen hatten hie vor vil stoltzer vbermütiger wort getriben. [S. 188]. Vff mentag in der andern Fastwuchen [März 4.], do zugend die Aidgenossen mit zwayen hülfen vnder Stouffen vnd Höwen hin, wüstend vnd branten, was sy funden, bys an die stat Engen, vnd als sy etwa mengen tag ire fynd gesucht vnd doch niemand finden mochten, darzu das wetter so kalt vnd ruch, das sy in dem feld nit mochten bliben, sy schickten in das Oberland, ob sy irrer hilf notturftig. [S. I88V2]. In disem zug haben die Aidgnossen in dem Hegöw vil guts gewannen vnd dargegen gar keinen schaden empfangen, dan das ettlich kistenfeger erstochen wurden, vnd sind dis die schlöss, so gewunnen vnd verbrant wurdent: Roseneg, Randeg, Halsperg, Honburg, Fri- dingen, Stouffen, Worblingen, Nüwenhusen, Oberstad vnd das wygerhuß zu Stüslingen, ouch die dörfer Eamsen, Rulisingen, Gütmatingen, Singen, Stüslingen, Hültzingen, Witertingen, Welschingen, Siechten vnd vil ander dörfer vnd hoff, die alle geplündert vnd merrtheil verbrant wurdent; beschach inen alles vrnb irre frechen, mutwilligen reden wegen, so sy gegen die Aidgenossen gebracht hatten. Das Dorf Nüwenhusen was aines, hiess Peter Andress von Altendorf, der was ain guter redner an dem Kamergericht, der hat Jacoben Mötelin vil widerdrieß gethon, derselbig gab den knechten etwas gelts, das sy im dasselbig dorf liessend verbrennen vnd das schloss, damit der gedacht Peter Andress wüste, das er es gethon. [S. 189]. Hie zwüschen a ) samleten sich die Schwäbschen gar treffenlich an dem Kyn vff vnd nider; es kamen gen Waltzhut 2500, gen Tungen 2100, gen Stülingen 300, das die Aidgnossen als bald gewar wurdent. [S. 189 V»]. Des Pundts oberster houptman was grauf Sigmund von Lupfen. [S. 192Vi]. An dem zinstag vor dem Palmtag [März 19.] besamleten sich zu Bulach, Eglisow vnd Keyserstül by 1500 gütter, redlicher knechten von Zürich, vss der graffschaft Baden, vnd ettlich von Schaffhusen kamen ouch zu inen, die zugend den nechsten gen Nünkilch, das was des bischoffs von Costentz; das namen sy in, die nun inen güt- willigklich schwürend, [S. 193] vnd zugend morndes da dannen in ir guten Ordnung vber die Wüten vff den Schwartzwald, verbranten fünf dörfer, namen ain mergklichen roub, zugend wider gen Hallow, lagend da vber nacht. Vnd desselben tages was graff Sigmund von Lupfen vnd herr Dietrich von Blumeneg mit ainem mechtigen zug vff der straß, Nünkilch inzenemen, als aber er vernam, das die Aidgnossen da warend, zugend sy widerumb ah, daruff besatzten dise knecht die statt vnd das dorf vnd zugend mit irem roub wider haim. [S. 194]. Es hatten die von Hallow all ir gut in den kilchhoff geflöchnet, da der von Zürich etwa vil by inen in zusatz lagend, dan sy ie von den iren nit wychen woltend. Also vff den leisten tag ■mm 1 - 1 334 1499. IUI in Osterfirtagen [Apr. 2.] zugend die fynd von Tungen vnd Stullingen vnd allenthalben ab dem Schwartz- wald ob 7000 man stark bis gen Hallow, da sy sieb, versteckten vnd machten ain zoch, die raytztend die von Hallow vnd nament damit die flucht, vnd als sy inen nach wolten ylen, do brach der gantz zug zu ross vnd fuß vff, stachend vnd schlagend so fest vff sy, das sy kum mit grosser nott in den kilchhoff ent- runnen, vnd als sie sich besamleten, da waren ire aller by 250 man. Vnder des fiel der gantz ziig ze ross vnd fuß in das dorf, branten es vnd flengen darmit an zu schiessen vnd den kilchhoff ze stürmen, wan sy allen züg mit inen dahin bracht hatten, vnd als die von Zürich vnd Hallow das ersahend, forchten sy (waren nit nach notturft versehen) den kilchhoff ze behalten, wurden ains 50 man in dem kilchhoff ze lassen zu der wer, die vberigen weiten den feind angriffen. Also luffen sy vss dem kirchhoff, schlügen vnd stachend so manlich an die lantzknecht vnd schussen die vberigen so fast vss dem kilchhoff in den reysigen züg, daß sy annengen hinder sich ze trucken, damit kam ain gantze flucht vnder sy, vnd ward die nott so groß, dasß sy den grendel im dorf zu baiden siten vss dem herd (?) trucktend , vnd wurden inen ob 30 an der naehyll erstochen vnd erschossen. So verlurend die von Zürich 3 vnd die von Hallow 8 man vnd behubend also mit gwalt den kilchhoff. Demnach wurden die von Hallow vnd die von Nünkilch teglich angefochten von den Schwabschen rittern, dan an disen baiden orten vber 500 man nit lagend, deßhalb täglich der stürm hinder sich an den Ryn, byswilen an die Glatt vnd gen Zürich gieng, vnd machtend iren nachpuren Schaffhusen, Eglisow vnd Bulach vil vnrüw. [S. 1947a]. Als das heilig österlich zyt verschien, beschriben die von Zürich gemeyne Aydgnossen vff ainen tag in ir statt, daß sy ze rath wurden, wie sy den sachen thun wolten. Also entschlussend sy sich aber ain zug ze thun vnd die graffen von Suite vnd den von Stullingen ze straffen vmb die vntrüw, so sy an den von Zürich begangen hatten, vnd solten disen zug verbringen Zürych, Bern, Lucern, Zug vnd Fryburg mit irren panern vnd gantzer macht, wan die andern im Oberland warend; die von Soloturn solten dahaim bliben das land verhüten. Also zugend die von Zürich vss am dunstag [Apr. IL], als die von Costentz niderlegt wurden. [S. 199 V»]. Vnder dem zugend die Aydgnossen mit ire paner vnd macht gen Stulingen, graff Sigmunden von Lupfen der guten nachpurschaft ze dancken, dan er vormals zu Schaffhusen vnd änderst wa vil vnützer wort gebracht hatt. Aber als man kam, war er von den sinen gewichen; also von stund an gabend sy das schloss vnd stettlin vff, die man baide blundert. Nun hatten die Aydgnossen zugesagt, das stettle nit zu verbrennen, aber da man sich des minst versach, da ward es sampt dem schloss mit für angestossen vnd in grund verbrent. Also halten die Aydgnossen nachfrag, wer das gethan hette, da fand sich, das ettlich von Hallow vnd ire nechste nachpuren, die sy vormals ouch verbrent vnd an lyb vnd gut geschediget, gethon hattend, das nun den Aidgenossen fast laid was. Aber man kunnt in den löuffen nünt deren zu suchen, [sie] , den sy angentz vss dem feld wichen, die es gethon, so stunden sy nit den Aydgenossen zu, sunder dem bischoff von Costentz zu versprechen. Also zugend die Aydgenosssen zu Stullingen ab vnd lägertend sich den nechsten für Blumenfeld, das gar ain vest, werlich stettlin vnd schloss by ain andern was. Dis stettle was nun gar wol versehen mit luth vnd mit allem züg, dann da lagend 500 lantzknecht, die gar fast daruss schussend vnd den Aydgenossen grossen schaden thätend. Also rastend die Aydgenossen ir geschütz an die muren vnd namen inen die hohen werynen vnd tribend sy vss dem bolwerck, deshalb sy begerten, das man sy mit ire hab wolte abziehen lassen, vnd die wil die statt so vest vnd gut was, das sy die Aydgenossen on merek- lichen schaden nit wüstend ze gewinnen, namend sy die vff, liessend menigklichen darvss ziehen. Also ward aber gross gut von fruchten vnd anderer hab da gefunden, das tauten die Aydgenossen vnder die ort, ludent irre wegen fast wol, schickten sy durch Schaffhusen, Stain vnd Diessenhoffen in ir land, vnder- stunden irem anschlag nach gen Engen, Vberlingen, Salmenschwyl, vnd des hinvff [sie] zu rucken, dieselben ouch als die fürnemen des Schwäbischen Pundes haimzesuchen. Eh nun der züg vffbreche vnd von statt zuge, kam ain bott ylentz von Soloturn, der die von Bern vnd Eryburg vss dem feld mant, das sy ylentz haim söltind ziehen, wan sich gar ain mereklich volck zu Habchesen in dem Elsass vnd allenthalb in dem Snntgöw vnd Brisgöw besamlet hettind, in ouch gwisse kuntschaft, das sy in ir land fallen vnd sy angriffen weltind, besorgtend, das sy inen nit widerstand thün möchtind. Als sy das vernomend, woltend sy nit lenger beliben, snnder haim zu den iren lügend, zugend von den andern Aydgenossen vss dem feld den fiPlllll* SS ; r \ . ' ' 3 . 38 IsM 1499. 335 nechsten gen Schaffkusen gar mit wol geladnen karren vnd wägen, das die andern nit wol züfriden wa- rend, dan sy dem anschlag gern statt gethon hetten, das sy doch on die von Bern vnd Fryburg nit vnder- sten wolten, vnd züchend ouch den nechsten haim mit irer büt vnd hatten sich wol an den graffen von Sultz vnd Lupfen gerochen. [S. 209]. In diser zit hatt sich nun der Niderlendisch zug hervff gmacht vnd lagend denen von Soloturn allenthalben in ir landtschaften. Also zugend sy mit ir paner vnd 1500 man den fynden entgegen bis gen Lichtstal, da wolten sy derer von Bern vnd Fryburg warten als der nechsten nachpuren. Vff Maria Magdalena abend [Juli 21.'] do randten inen die fynd für Liechstal, jouchtend die knecht in die statt vnd erstachend deren ettlich, ritten da dannen an den berg vnd branten ettliche dörfer. In dem vernamend sy, dass die von Zürych komind, also schribend sy denen, das sy yltend, wan sy die fynd angriffend, die iren, so vff Dornegg legind vnd nott littend, entschutten woltind, eh das sy das läger gantz geschlugind, zugend daruff mit irem paner vss Liechtstal in ain holtz vff ainen berg. Also zogen die von Zürych tag vnd nacht, bis sy kamend gen Ölten, da bracheud sy frü vff vnd zugend gen Liechtstal, da funden sy ettlich houptlut vnd fendly vss dem Ergöw, die irer herren von Bern mit dem paner warte- tend. Vnder dem kam aber ain bott, der sy mant, ylentz in das feld zu ziehen. Daruff hatten die houptlut ain gmaind, also wurden die Berner ains, das sy ire herrn, dan sy fast bald kämind, weiten warten vnd mit gutter Ordnung an die fynd ziehen, dan die von Soloturn ain söllichen vorthayl hettind, das sy sich bis dar da wol enthalten möchten on schaden. So wurden die von Zürych ains, die wil sy noch all nüchter fast gezogen vnd machtlos wärind, so wolten sy essen vnd darnach on allen verzug zu denen von Soloturn in das feld ziehen vnd weß sy sich demnach veraintend, inen helfen verbringen. Vnd eh sich die gemaind endet, do kam aber ain bot, das sy weiten ylen, dan die fynd zugend daher vnd luffind hin vnd wider on alle sorg herberg ze suchen, huwend die studen zu hütten, rüsten die büchsen zu leggen vnd die Wagenburg ze schlahen, vnd wo man sy in disem trüppel angriffe, hettind sy hoffnung, die sach wer bald be- houptet. Also brachend die von Zürych vff, vngeessen also nüchter, zu denen von Soloturn, die sy gar ehrlich empfiengen, gaben inen win vnd brott vnd was sy in dem läger mochten haben. Nun hattend sich die find jetz besamlet, das inen ob 15000 zu ross vnd fuss vor dem schloss Dornegg zusamen kamend, das zu belegeren; vnder denen warend vil Burgunder, die man die Welschen Gwardi nampt, so hatten die bischoff vnd stett Mentz, Wurms, Spyr vnd Strasburg 800 man mit ir stattzeychen vnd vil buchsen, darzu ainen reysigen zug, das sy wol enboren vnd stil gesessen, als die von Basel wärind, dan inen die Ayd- gnossen vormals zu vil güts bewisen hetten. Doch so ward es in gar wol vergolten, dan dis volck wüst nit anders, dan es wer kain Aydgnoss vorhanden, sunder wereu all im Schwaderloch vor Costentz, deshalb sy vermainten gar sicher ze sein, lagend deshalb also on sorg vnd one tagwacht, etlich machten ire hütten, die andern spylten, ettlich danzeten, ain thail prasseten, dan vil spiß vnd guts wins von dem Elsaß vnd andern orten dahin gefürt was. Sy hattend ouch der merthail gwer vnd hämisch von inen geleit. Es schicktend ouch etlich von Basel vnd insunders die tumbherrn vnd die edlen, so ire fründ vnd günner in dem feld hattend, vil silbergschir, lange rock vnd Schüben vnd badhembder den iren für Dornegg, als sy in das bad gon woltind. Derselben ettlich, nämlich der tumbtechan von Rottenburg, beraiteten ain gut mal vff dem Münsterthurm zu Basel, daruff sy warend, in mainung da ze warten, bis Dornegg ingenomen wurd, vnd zu sehen, wie das brünne. In disen dingen giengen die houptluth mit iren knechten zu fuß hinuff zu dem schloss vss dem läger, nämlich graff Hainrich von Fürstenberg, oberster feldherr, her Ma- thiß von Castelwart, N. graff von Putsch vnd ainer von Begisen. Ouch rieten ettlich lantzknecht, man sölte die Schwytzer nit verachten, sunder gut sorg haben vnd ain wacht stellen, deren ains antwurt der graff von Fürstenberg: „Lieber, meinen ir, das es Schwytzer sehnige ? Inen ist nit so vil. so haben sy an andern orten ouch ze schaffen etc". Hie zwuschen kamend ouch die von Bern mit iren paner zu denen von Zürych vnd Soloturn, die sich zum strit rüsten, vnd kamend also dise drü ort mit irrem volck zusamen, eh das man angriff, die machten sich mit ainandern vff den berg zuforderst in das holtz, da sy aigentlich sahend vnd horten allen schimpf, gugelfür, gfert vnd wäsen der fynden, das sy tribend. Also vff denselben tag, was Maria Magdalena tag [Juli 22.~], wurden die drü ort Zürych, Bern vnd Soloturn ze rath ain- helligklich, die fynd anzegriffen, Seiend nider vff ire knüw, batend, das inen gott wolte verlihen kraft vnd jBwfpjiTr 336 1499. macht, irre fynd ze überwinden. Dis beschack vmb vesperzit, do brachend sy vff vnd zugend kaimlick vnd still one trummen vnd pfiffen durch den wald in guter Ordnung, bis sy zunächst an die fynd kamend, do fielen die vordersten aber nider vff irre kniiw vnd betteten 5 Paternoster vnd Ave Maria in dem (?) liden Ckristi; damit stunden sy vff vnd luffend in der fygend läger, stackend vnd schlugen zu boden, was sy funden. Also wüsten die lantzknecht zu iren gweren, luffend dem geschrey zu vnd scklugend ain lerman, vnd eh sy zusamen mochten kumen, wurden sy vberylt, das inen vil in den kütten erstocken ward, ek sy wüstend, was das was, den sy mainten, die iren scklugend ainanderen, vnd wolten frid nemen, den sy sick nit versakend, das die Aydgnossen inen da söltind sein. Nun begab es sieb on alle gferd, das die Ayd- gnossen den kuffen vnd läger angriffend, in dem die Gellerscken kneckt waren, also wa deren 10, 20 oder 30 zusamen kamend, die gestunden vnd werten sick bis in den tod. Also flubend die vberigen den berg nider gegen den andern läger vnd dem grossen kuffen zu, die zum ersten nit änderst mainten, dan die lantzknecht werind vnains vnd jouchten ainanderen. Dis gebölder, howen vnd stechen tribend sy mit ainanderen durch das holtz nider, da floch der mertkail, deren by 8000 warend, der Birßbrugg zu, denen nun die Aydgnossen mit den zaycken nacktrucktend, vnd was sy nit erseklugend oder sunst verjouckten . . . . t>) Also kam ain lerman inen nach, das sy wider hinder sick zieken vnd die iren, deren sick vil vff der lincken band den fynden nach in der naehyll verloffen hatten, entsekütten söltend, wan kinder dem sckloss Dornegg ouck ain läger was, dauon die Aydgnossen mit wüstend, dakin ettlick von den Aydgnossen den flücktigen fynden one alle Ordnung nackylten. Da liess der reysig zug an allen orten in sy gon, das inen ob 80 erstochen ward, vnd müstend die vbrigen der reysigen mit grosser not in das holz entwychen, Also zuhend die zaichen wider hinder sich, die iren zu erretten. Vnder dem was nun das gantz volck zusamen komen, das in den andern zwayen lägern was gesin zu ross vnd fuß, vnd griffend die Aydgnossen mit den zaicken an. Do fiel die Welsck Gwardi wider kinder sick dnrck die Pirß vnd griffend sy kinden an. Daruff macktend sy ir Ordnung vnd stallend sick zu wer an ain klain küffle, wan iren vber 1500 nummen by ainandern warend, vnd katten sick verwegen ainen kerten stand ze tkun, dan die find ain mereklick gsckütz vff sy liessend abgon; dock tkat es kainen sekaden, dan es zu kock gieng. So sekussend vnd schlugend die Aydgnossen gar treffenlich vff die reysigen, die ringswis vmb sy rittend vnd von inen vmb- geben waren. Vnd die wil dise nott wäret, do warend die andern Aydgnossen ains thails wider zusamen komen, vnd luffend dieselben lantzkneebt vnd reysigen, so an denselben weren gsin, wider kinder sick dem grossen kuffen zu, vnd in dem das volck, fründ vnd fynd, durck ainanderen luff vnd entweder tkail nit wüst, wie es vsscklaken oder ain end nemen wolt, do kamend Hainrick Ran von Zurick vnd Arbogast von Kageneg, der von Strasburg fendryck, mit demselben fendly allain zusamen. Also erobert der Hainrick Ean dasselb fendle vnd brackt es mit grosser nott darvon, dan er fast vbel in das houpt gewundet was, vnd hettind es im die fynd gern widervmb abgeylt. Vnd die wil dis gefacht wert, vnd an allen orten grosse not was mit fachten vnd striten, kamend die von Lucern vnd Zug mit iren fendlinen mit 1000 wol- gerüster man, darzu luffend inen die knecht, so kie vor am angriff versekossen vnd zerströwt warend, ouch allenthalben zu. Vnd als die so manlich den berg herab gegen der waldstat zugend, da es oben in allem schlahen vnd der grösten nott was, des erschrackend bayde beer, dan ietwederer tkail besorget, das es fynd werind, dock erkanten die Aydgnossen bald, das es fründ vnd Aydgnossen warend, die nie reckter kettind mögen kumen, deskalben sy ainandern zurüffen, vnd ersekrackend darab die fynd so fast, das sy von stund die flucht namen mit grosser angst vnd nott vnd liessend hinder inen büchsen, zelten vnd wägen, was sy hatten, Hessen gwer vnd hämisch fallen, fluhend darvon. Also ylten inen die Aydgenossen, nämlich Ziirych, Bern, Lucern, Zug vnd Soloturn nach, vnd erschlügen alles, so inen werden mockt. Vnd wand die fynd sakend, das sy nit entrinnen möckten, so würfen sy sick wider vmb vnd wertend sick bis in den tod. Das wäsen treibend sy mit ainandern bis in die nacht, bis sy zu baiden thailen nünt mer gesehen, da zugend sy wider hinder sich in ir lager, knüwtend nider, dancktend gott der grossen gnaden, sekribend ouck von stund an hinder sich iren herren vnd oberen, wie es ergangen was, assend vnd trunckend dieselben nacht das, so die küngiseken inen selben gekocket kartend. Also wurden der fynd ob 3000 erscklagen, so vff der waldstatt vnuergraben beliben, so verlurend die Aydgnossen ob 100 mannen, die von den fynden erscklagen wm 5äPwR m® 'Ä' ■'«sä* 1499. 337 «I ' ■'■' wurden vnd erstochen, die von Lucern vnd Zug vnd die knecht, so zu inen kamen, ouch by 200 mannen, das alles nünt dan Berner warend, die funden sy an dem ort, da der erst angriff beschähen was, das sy die luth vszugend, irre herren vnd ander Aydgnossen an den fynden vnd an der not Hessen, vnd waren änderst nünt dan Welsen volck. Es wurden da gewunnen die zway paner von Enshaim vnd Fryburg im Brisgöw vnd 7 fendle, vnder denen das von Strasburg gen Zürych kam. Item gewunnen die Aydgnossen ainliff stück büchsen, nämlich ain houptstuck, hat 55 centner, item ain carton, hat 40 centner, ain möschin carton, hat 27 centner, vnd fünf halbschlangen, hatten 29 centner, dise sind all des Romischen künigs gesin, item 4 stainbüchsen, Schüssen in der grosse als boß kuglen, hatten all 17 centner, vnd 9 ringer schlangen, hattend an züg alle 39 centner, die sind deren von Strasburg gsin. Es wurden ouch gar vil guter lüth verloren, nämlich grauff Hainrick von Fürstenberg, oberster feldher, her Mathiss von Castelwart, ain graff von Pitsch vnd ander vil ritter vnd knecht. Ouch verluren die von Strasburg Arbogast von Kagenegg, der irr fendrych was, vnd das fendli vnd vil guter büchsen vnd silbergschir vnd mer guts, dan sunst kain ander statt. Also ward des Römischen künig vnd des Schwäbschen Pundt ir anschlag gar zerbrochen, den sy für hand genomen hattend, die Aydgnossenschaft ze zwingen, dan mit diser Schlacht was dem schimpf der boden vss, den sy liessend den blast vnd hochmut wol halber fallen. [S. 2111/s]. Item vff samstag vor Maria Magdalena [Juli 20.] liessend sich die Aydgnossischen knecht vnd ettlich von Schaff- husen, iren by 80 man, in das Hegy für Engen, deren houptman was Hans Hüber von Embrach, da namen sy ain grossen roub, vnd als sy den haimtriben wolten, kamen vnder Nüwenhewen ain grosser zug an sy, der vnderstund inen den abzuylen oder mit in ze schlahen. Also stalten sich dieselben knecht [zu] wer, stachend vnd schlugend so fast vff die fynd, das sy die flucht gabend, denen sy naehylten bis gen Engen vnd inen eben vil erstachend; vnd als inen die vbrigen in die statt entrunnen , tribend sy den roub mit fröden gen Schaffhusen, das sy nie kainen schaden empflengen. Von disem Scharmützel ward ain grosser lerman, vnd stürmpt man allenthalben in den Hegy vnd durch die Baar. Also besamlet sich ain gross volck von Zell herab vnd vss allen schlössen vnd stetten in den Hegy, die wolten nun disen schaden rechen vnd Seiend in ain dorf, das haist Tayngen, das stiessend sy mit für an. Also fiuhend dieselben puren in die kilchen vnd wertent sich ab dem kilchenthurn, der fast starck vnd gut was. Also trügend die Schwäbischen körn, höw, holtz vnd allerlay in die kirchen, spickten das mit büchsenpuluer vnd zündten es an. Damit sprangen ouch ettlich vss dem turn vff den kilchhoff, die empfiengen sy an die spieß, die andern wurdend jämerlich in dem thurm erstickt vnd verbrent eben vil. Also kamend die von Tayngen vmb irr lyb vnd leben, ehr vnd gut. Es zugend die von Schaffhusen mit ire stattzaichen vss in mainung, die irren zu entschütten, aber eh sy kamen, was die sach geschehen, vnd zohend die fynd haim. T. a) Genauer am Dienstag in der andern Fastenwochen [März 5.J. — b) Hier ist der Nachsatz ausgelassen. 1499, Febr. 28. 4 qo Batt Abt, Prior und Konvent zu Gengenbach leihen auf Bitten des Grafen Wolfgang zu Furstem- berg den an die grosse „camary" ihres Gotteshauses gehörigen Zehnten im Fischerbach, den der alte Priester Henßlin von ihnen gehabt hat, an Martin Buman, Leutpriester zu Wyler, auf dessen Lebenszeit um 5 fi. Rh. in Gengembach an Martini zahlbaren Zins. Geben vff donstag nehst noch st. Mathis tag 1499. Das aufgedrückte Sekretsiegel des Abtes zerbrochen. Perg. Or. Karlsruhe. 1499, Nov. 30. Innsbruck. 194. Sigmund Graf zu Lupfen, dem der Römische König 500 fl. Rh. auf künftigen vn 43 r i ^H *M*- SfB Mm 338 1499. / st. Jergen Tag zu Rüstgeld und dann auf zehn Jahre jährlich 300 fl. aus seiner Kammer zu Tnnsprugg zu Dienstgeld zu geben verschrieben hat, gelobt demselben zu warten und zu dienen und auf sein oder seiner Hauptleute Erfordern gegen männiglich sich brauchen zu lassen. Geschieht dies, so soll der König ihm „liferung oder lifergellt" geben und den Schaden, den er im Dienste nimmt, ersetzen. Die 10 Jahre lang hält er dem Könige und dem Hause Osterreich alle seine Schlösser, Städte und Flecken offen gegen männiglich. Der König gestattet ihm auch andern Fürsten und Herren zu dienen, wenn er aber von ihm gefordert wird, muss er trotzdem in des Königs Dienst kommen, ausser er werde bei den betreffenden Fürsten und Herrn „in kriegslewffen betretten", dann mag er „in sölhem krieg beleihen". Geben zu Ynnsprugg am sambstag st. Anndres des hl. zweifboten tag 1499. Das Siegel Hannsen von Kunnsegk. Ritters, angehängt Mangel halben des Siegels des Ausstellers, nicht gut erhalten. Perg. Or. Karlsruhe. / 1) „Ain copey graf Sigmunden von Lupfen 10 järigen kay. bestellbriefs umb die obrist veldkaubt- manschafft des Elsas, Sundgews, Preisgeus und Schwartzwalds. Er mag zu Enshaim in rat geen mit ewiger Öffnung dess schloss und grafschafft Stuelingen, doch ain halb jar zuvor abzukünden mit 100 gülden haubt- mans und ratsolds. In kriegsleuffen 100 gülden monatsold auf sein tafel und auf yedes gerüst pferd 10 gülden. Item mit 300 gülden järlich Öffnung gelts auf widerrueffen und dreu jar darnach. 1500". Innsbruck, Statthalterei-Archiv, Schatzarchiv-Repertorium IL 746. 2) 1500 sambstag nach st. Mathias tag {Febr. 29.] befiehlt König Maximilian dem Salzmaier oder in dessen Abwesenheit den Amtleuten zu Hall im Intal, sie sollen, obwohl er und die Landschaft seiner Grafschaft Tirol verordnet haben, allen ausländischen und andern, die Zins, Gilt, Provision oder Leibge- ding in diesem seinem vordem Lande haben, von je 100 fl. 8 fl. abzuziehen und dieses Geld an Bezahlung der Söldner und anderer Schuldner zu wenden, Sigmund, seinem Rat, und Hainrich, Gebrüdern, Grafen von Luphn, denen er um ihres merklichen im vergangenen Kriege gegen die Eidgenossen erlittenen Schadens willen diesen Abzug an den 600 Dukaten Gilt, welche dieselben aus seinem Amt im Pfannhause zu Hall zu beziehen haben, nachgelassen hat, diese Gilt voll auszahlen 8 ). Vom Siegel keine Erwähnung. Gleichzeitige Kop. im Missivbuche „Tauel vber empietn vnd beuelch anno 1500", Bl. 54 T . Innsbruck. a) Bl. 55 a. a. 0. steht im Anschlüsse an diese Urkunde: „Idem in simili forma auf den kellner zu Tirol vmb 300, dergleiehn auch an zollner am Lueg vmb 300 ducaten etc.". 3) 1502 montag nach Jubilate [Apr. 18.1 stellt anstatt einer Verschreibung von 1500 Nov. 30. [wohl 149, 2] Graf Sigmund zu Lupfen einen neuen für immer abgeschlossenen Dienst- und Öffnungsrevers dem Könige aus. Er bezieht nun aus dessen Tirolischer Kammer bis 1510 jährlich 300 fl., von da an bis an seinen Tod jährlich 200 fl., seine Erben aber bekommen weiterhin in ewigen Zeiten jährlich 100 fl. Der König hat auf sein Anrufen ihn, seine Städte, Flecken, Leute und Unterthanen bei Recht und Billigkeit zu handhaben. Perg. Or. mit dem etwas plattgedrückten roten Siegel des Ausstellers (45 mm D, IV C). Karlsruhe. 4) 1502 freitag nach Jubilate [Apr. 22.] verheisst Graf Sigmund zu Lupfen, der König Maximilian und seinen Erben eine ewige, erbliche Öffnung in all seinen Schlössern, Städten und Flecken verschrieben hat, dass dieser Vertrag, falls sich findet, dass seine Schlösser, Städte und Flecken vom Hause Osterreich zu Lehen rühren und bisher nicht empfangen seien, dem Hause Osterreich an seinen Rechten unschädlich 8&S& mm H^H sein solle; doch sollen dann diese Lehen ihm und seinen Erben vor männiglich geliehen werden. Perg. Or. mit dem zerbrochenen, roten Siegel des Ausstellers. Karlsruhe. 5) 1506, Aug. 20. befiehlt zu Lewben König Maximilian den Verwaltern und Räten der Raitkamer in Insprugk, Graf Sigmund von Lupfen, seinem Rate, in Abschlag seiner Schuld, die er laut des Auszugs der Raitkammer demselben schuldet, für 600 fl. Kupfer auf das fürderlichste zu reichen, damit derselbe seine Schlösser mit Büchsen und anderer Notdurft desto besser versehen und unterhalten könne. Missiv- bücher Bd. 1506, Bl. 115 v . Innsbruck. 6) An nicht genanntem Tage antworten dieselben, dass dieser Befehl nicht vollzogen werden könne, weil den Fuggern laut ihres Vertrages mit dem Könige das Kupfer zu Bezahlung ihrer Schuld und Unterhaltung des Erzkaufes zustehe, und die Fugger ihnen, als sie dieselben auf des Königs Befehl aus Hecheln, 1505 gegeben, ersuchten, dem Grafen von Lupfen etliche Zentner Kupfer zu geben, abschlägige Antwort erteilt haben. A. a. 0. Bl. 65. Innsbruck. 7) 1506 Aug. 21. befiehlt zu Lewben König Maximilian dem Landhofmeister, Marschalk und Statthalter des Regiments und den verordneten Räten der Raitkamer zu Insprugk, die vor kurzem mit Graf Hainrich zu Lupfen, seinem Diener, seinetwegen über die Öffnung auf dessen Schloss Heben und über seinen Dienst eine Abrede gemacht haben, dass sie darüber in seinem Namen den Brief aufrichten und von dem von Lupfen Revers nehmen. Auch sollen sie seinem Rate Hannsen von Stadion befehlen, fürderlich in den Spänen zwischen seiner Landgrafschaft Neuenbürg und der Herrschaft Heben laut seines hierüber erhaltenen Befehls zu handeln. A. a. 0. Bl. 116. Innsbruck. 8) 1506 Okt. 17. antworten dieselben, sie haben den Befehl des Königs nicht vollzogen, weil die Mängel der Bestallung, die mit Graf Hainrich zu Lupfen schon nach dem Schweizer Krieg in der k. Hofkanzlei vereinbart wurde, noch nicht gehoben sind. Diese Bestallung macht nämlich den Grafen und all seine männlichen Nachkommen für und für zu k. Dienern. Die Söhne desselben sind aber vielleicht der Jugend oder anderer Ursachen halber zum Dienste nicht tauglich und stellen dann zu dienen oder zu reiten unbrauchbare oder nicht fügliche Ersatzmänner. Der Graf will ferner nur 8 Pferde und wenn er selbst reitet, nur 6 Pferde schicken, das ist zu wenig. Der König aber soll sich gegen denselben verschreiben, dass er ihn, seine Schlösser und Städte und Flecken beschütze und doch noch Dienstgeld gebe; das war bei weiland Erzherzog Sigmund nicht der Brauch und ist es auch sonst nicht, denn wenn Städte oder andere in Schutz genommen werden, geben diese jährliches Schirmgeld. Der König braucht ein Geschlecht nicht dermassen namentlich zu bestellen, denn Graf Sigmund von Luphn ist vorhin schon bestellt und Diener. _/? Endlich sind des Grafen Hainrich Schlösser, Städte und Flecken etwa zum Teil Lehen vom Reiche oder von der Grafschaft Tirol, in diesen hat der König bereits Öffnung. A. a. 0. 86. Innsbruck. ^ 1500, März 17. OeOutAß.m^ltSj/ 195, Hainrich von Buch empfängt vom Grafen Wolfgang zu Furstemberg für sich und seine Brüder zu Mannlehen die Vogtei zu Emingen, den achten Teil des Keln- hofes zu Gisingen, der 4 Malter Korn, Hühner und Eier giltet, ein Gut daselbst, das 4 Malter Korn, 4 Hühner und ein Viertel Eier halb giltet, 1 Mannsmad Wiese daselbst in Tegerwiesen zur Lachen am Almend gegen den Vilinger Weg, ein Hanfland an der Tonow zu äusserst an dem Almendweg, 2 Hölzer ennethalb der To- nowe, eines an Berchtoldsstaig und eines an Mittelstaig, 1 Holz im Pfaffenthal und 1 Holz im Tubenstyg. Vff zinstag nach dem sonntag Reminiscere inn der Vasten 1500. Fürstenbergisches Lehenurbar von 1500, Bl. 13. Donaueschingen. T. 43* - v :> S SSI I 340 1500. 1) 1329 st. Gregorien tag [Mars 12.] geben zu Gisingen Cvnrat der Bürger von Gisingen und sein Sohn Johanse zu ihrem und ihrer Vordem Seelenheil 10 Scheffel Kernen, die ihnen zu Vogtrecht wurden von einem Hofe zu Emmingen in der Bare und von andern Gütern daselbst, die dem Gotteshause zu Sant Blesin in dem Swarzwalde eigen sind, dem Abte und Konvente dieses Gotteshauses mit Willen der Lehensherrn, der Grafen Heinrich und Cvnrat, seines Sohnes, von Fiurstenberg, die um ihres Seelenheiles willen zugleich ihre Rechte an diesem Vogtrechte dem Kloster übergeben. Zeugen: Cvnrat von Gisingen, seine Brüder Heinrich und Johanse, der alte Schultheisse, Cvnrat Eekkenbach, Johanse Rekkenbach, sein Bruder. Perg. Or. mit den zerbröckelten Siegeln der gen. Grafen, unter die sich die Aussteller, die keine haben, verbinden. Karlsruhe. 2) 1470 zinßtag nach st. ilargrethen tag [Juli 17.] verkaufen Meisterin und Konvent zu Santa- gnesen in Schafhusen ihr eigenes Gut zu Emmingen vor Wald, das 6 Scheffel Veesen, 2 Scheffel Haber, 2 Hühner und V 2 Viertel Eier giltet, an Conrat Mutz von Vilingen um 14 fl. Rh. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel des Konventes zu Santagnesen. Villingen, Pfründearchiv. 3) 1471 mitwoch nach dem hl. Piingstag [Juni 5.] empfängt Peter Cüntz von Emingen ein Vierteil des Fronhofes zu Emingen, der dem Gotteshause St. Blesin gehört, von dessen Amtmann Fridrich Offenn- acker, Propst zu Vilingen. In Jahresfrist muss er ein gutes neues Haus darauf ohne Kosten von St. Blasien bauen. Auf künftigen Herbst soll er 3 Malter Veesen und 3 Malter Haber geben und dann jährlich den Zins, wie von Alter herkommen ist. Perg. Or. mit dem eingebundenen Siegel Wernhers Becken, „1er- maister" zu Vilingen. Karlsruhe. 4) 1481 mitwoch [vor] Vnsers lieben Herren Jhesu Christi Himelvffart [Mai 30.] sitzen Hanns Albrecht, Vogt, und die 12 Richter und Urteilsprecher des Gerichts zu Emmingen in Bare zu Gericht. Vor ihnen fertigt Frydrich Offennackher, des Klosters St. Blasy Propst und Ammann zu Vylingen, den Verkauf seines eigenen Hofs, gen. des Reyers Gut, zu Emmingen, aus dem ihm nach 4 Malter Veesen Vylinger Mass „an Vnser lieben Frawen kirchen ze Vylingen in dem Minster und in der Altenstatt" Vorzins jährlich 3 Malter Veesen und 2 Malter Haber desselben Masses, 9 Hühner und ein Viertel Eier Zins gefallen sind, an das Siechamt „des gotzhausses des hailtums" zu St. Bläsy um 75 Tk h., in die Hand des Siechmeisters, Herrn Thoman Wagner. Das Original siegelten Petter Albrecht, Obervogt zu Emmingen, und der Verkäufer. Kopialbücher No. 670, S. 266—67. Karlsruhe. 5) 1497 dornstag vor st. Margrethen tag [Juli 13.] verkaufen Graf Wolfgang zu Furstennberg, Hauptverkäufer, und Vogt, Gericht und Gemeinde zu Emingen vor Wald, Mitverkäufer, Cunradt Offenn- acker, dem Tucher, Bürger zu Vilingenn, um 120 fl. Rh. auf Wiederkauf 6 fl. Rh. Zins, zahlbar gen Vilingen auf Magdalenentag von der Steuer zu Emingen, die jährlich 24 fl. erträgt. Es siegelten Graf Wolfgang und Junker Hanns von Regkenbach zu Margkschalckzymbern. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. 6) 1497 fritag vor der Ainliffdusent Jungkfrowen tag [Okt. 20.] bekundet Heman Bugk von Sunt- husenn, dass auf „vor verschinen gerichtztagen", als er zu Sundthusen im Dorf an gewöhnlicher Gerichtsstätte auf Befehl „Hanns Knecht Conrattz", Vogts zu Sundthusen, im Namen des Herzogs Eberhart zu Wurdten- berg und des Grafen Wolfgang zu Furstenberg öffentlich zum Rechten gesessen ist, Lucas Schnider, Vogt, und Claus Scholl im Namen eines Gerichtes und ganzer Gemeinde zu Emingen vor Wald gegen Jacob Keller von Clenngen im Brigenthal geklagt haben, dass derselbe, da „es zu Emingen ir bruch vnnd ge- wonhait, wann ir ainer vsgewinterett vich vff der waid gon habe, solle gantzen hirten- vnd herterlon, ouch gantze stur daruon zu gebenn schuldig sin, wann das vich achtag nach Phylipi vnnd Jacobi, genandt dem Maytag, vff der waid gange", verurteilt werde, diesen Lohn und diese Steuer zu zahlen, denn er habe sein Vieh bis zu genanntem Ziele auf der Weide gehen lassen. Keller erwiderte, „er sig von sinem halsherrenn darzü genet, das er von Emingen ziehen müste, vnnd in armüt ouch vast darzü bewegt, vnd do er von Emingen zogen sig, hab er nit behusung zu Clenngen gehapt, hab Luxen den vogt gebetten, im die von Emingen zu bitten, das sy ain mittliden mit im habenn, sin vich zu Emingen vff der waid lausen gon, vntz syn hus zu Clenngen gemacht werd, dann wolle er sin vich haym hollen"; als ihm dies die von Emingen, wie sie selbst zugeben, zugesagt haben, habe er sein Vieh etwa acht Tage länger, denn des HUHU? !*•■■ 1500. 341 Dorfes Emingen Brauch seie, auf der Weide gehen lassen, deshalb sei er nicht schuldig, ganzen Lohn und ganze Steuer zu zahlen, aber „nach anzal des jars" und nach dem Erkenntnisse des Gerichts wolle er ihnen geben. Darauf haben sich die Urteilsprecher bis auf heutigen Tag ein „verdengken" genommen; dieselben sprechen heute, dass der Beklagte, weil er von Emingen gezogen sei und die von Emingen ihm zugesagt haben, mit ihm Mitleid zu haben, ihnen „nach anzal des jars, als lang sin vich dargangen", Steuer und Herterlohn zu geben habe und nicht mehr. Pap. Or. mit dem unkenntlichen, unter Papier aufgedrückten Siegel Berchtolt Mayers, Obervogts zu Pforen (der Aussteller hat keines). Donaueschingen. 7) 1507 Aler Haiigen abend [Olct. 31.] verkauft Hanns Grützer, wohnhaft zu Vilinngen, Hansen Rüchman von Emingen, seinem Tochtermanne, seine eigene Hofstatt zu Emingen, zwischen Jacob Rüblins Hof und des Spitals von Vilingen Gut, vorne auf die Strasse stossend, um 4 fl. Eh. Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel Marte Hugen, eines Bürgers zu Vilingen. Villingen, Spitalarchiv. 8) 1509 mentag nach der hl. Dry Künig tag [Jan. 8.] verkaufen Johanns Abt und der Konvent zu Salmanswiler der Stadt Vilingen ihre freieigenen in und um dieselbe gelegenen Güter , darunter 1 Hof zu Emingen vor Wald, der 4 Malter Veesen, 2 Malter 1 Scheffel Haber, 6 Hühner und 1 Viertel Eier giltet, 4 Mönchlehen zu Hertzogenwyler, die 2 gh. gelten, 1 Gütlein zu Wultertingen und 5 Jauchert Acker an st. Marien Magdalenen Bühel, die wüst liegen. Perg. Or. mit den Siegeln der Aussteller. Villingen, Stadtarchiv. T. 1500, März 30. 196i Berchtolt Erzbischof von Mentz vermittelt mit Willen seiner Schwägerin, Barberen Herzogin zu Wirtenberg, Witwe, einen Ehevertrag zwischen seiner Muhme, Fräulein Eleonoren, des Markgrafen Johann Francissen zu Mantua sei. Tochter, und seinem Oheim Cristof, Grafen zu Werdemberg und zum Hailigenberg, in Gegenwart von Cristoffs Vettern und Brüdern, den Grafen Hug, Johanns und Felix zu Werdemberg und zum Hailigenberg. Frau Barbara giebt ihrer Base als Heiratsgut 4000 fl. Rh., die Grafen zu Werdemberg geben derselben als Widerlegung 4000 fl. und als Morgengabe 4000 fl. Die 12000 fl. werden auf Herrschaft, Schloss und Stadt Trochtelfingen und auf soviel anderm Gut, dass davon 600 fl. Zins fallen, versichert. Die gen. Herrschaft, mit Ausnahme der geistlichen Lehen, ist der Braut Witwengut, deshalb sollen nach vollzogener Ehe alle Amtleute, Einwohner und Hintersassen der Herrschaft ihr Gehorsam geloben; Eleonore darf aber von ihren Untergebenen keine höhern Güten eintreiben, und von der Herrschaft nichts veräussern. Wenn die von Eleonorens Vater ihr ausgesetzten 6000 Dukaten ausbezahlt werden, so sollen sie auf derselben Herrschaft und ebenso die entsprechende Widerlegung versichert werden. Die Grafen von Werdenberg werden alle Versorgungsbriefe der Herzogin Barbara am Tag der Hochzeit übergeben oder, wenn dieselbe vorher sterben sollte, zu Ulm beim Rate hinterlegen. Über ihre Morgengabe hat Eleonore Testierfreiheit. Barbara soll ihre Base bis zum Beilager, das in 4 Jahren erfolgen soll, bei sich behalten. Eleonore muss nach Empfang der 6000 Dukaten Verzicht auf ihre Erb- ■aHxMH l 342 1500. anspräche väterlicher- und mütterlicherseits leisten. Gehen aus der Ehe kein Kinder hervor, so fallen nach dem Tode Eleonorens die von Barbara gegebenen 4000 fl. an diese zurück, die 6000 Dukaten und die Morgengabe aber gehen an die Verwandten Eleonorens, die Widerlegung an die Cristoffs. "Überlebt Eleonore ihren Ge- mabl und sind aus ihrer Ehe Kinder vorhanden, so behält sie, wenn sie sich wieder verehelicht, Nutzung des Heiratsgutes, der Widerlegung und der Morgengabe. Tritt dasselbe ein, ohne dass Nachkommen vorhanden sind, so können die Grafen von Werdenberg Heiratsgut, Widerlegung und Morgengabe von der Herrschaft Trochtel- fingen ablösen; sie erhält dann ihre eingebrachten Kleider, Kleinodien, Silbergeschirr, sowie die Hälfte der beweglichen Habe auf Schloss Trochtelfingen (ausgenommen Pfandscbaft, Barschaft, verbriefte Schulden, Pferd, Harnisch, Burgzeug und was sonst zur Wehr gehört); für den Rückfall der Widerlegung muss Eleonore dann Bürgen in Deutschen Landen stellen. Überlebt Cristof, ohne Leibeserben von Eleonore zu haben, seine Gattin, so soll er auf Lebenszeit die Nutzniessung des Heiratsgutes haben. Stirbt einer der Ehegatten vor vollzogenem Beilager, so ist der Ehevertrag null und nichtig. Geben auf den dreissigsten tag des monets Mertzen 1500. Das Or. siegelten die Herzogin Barbara und die Grafen Hawg, Cristoff, Johanns und Felix zu Werdemberg. Kop. ausgestellt vom kaiserlichen Notar Konradus Bawsz zu Überlingen 1506 Okt. 4. Donaueschingen. S. 1500, Juli 8. J97t Johannes Äby und Hanns Vnpühel, des Rats und Pfleger, und Michel Mäck, Meister des hl. Geistspitals zu "Überlingen, leihen Matheus Jochen von Wintersulgen ihres Spitals eigenen Hof daselbst auf seine Lebenszeit und nicht länger. o Geben uff mitwoch negst nach st. Virichs des hl. byschoffs tag. Das Siegel des Spitals nicht gut erhalten. Perg. Or. Überlingen, Spitalarchiv. 1) 1412 mäntag nach st. Nycolaus tag [Bez. 12.} verkauft Graf Albrecht von Werdenberg, der jüngere, Herr zu dem Hailgenberg, den Pflegern, dem Spitalmeister und der Brüderschaft des hl. Geistspitals zu Phullendorf sein Gut ob Bosshasel, gen. Cünczels Gut, das vor Zeiten Mimerloh genannt ward, und ein Gütlein zu Bosshasel für freieigen um 60 $ ^j Cost. Gewähren sind der Verkäufer, Graf Wilhelm von Montfort, Herr zu Tettnang, und Wilhelm von Zwingenstain. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln des Ausstellers (33 mm D.; IV C) und des von Zwingenstain, das des Grafen von Montfort fehlt. Pfullendorf. mm ilslill 1500. 343 1500, Aug. 28. Augsburg. / 198. König Maximilian absolviert, obwohl es nicht nötig wäre, Hawg, Johannß, Cristoff und Felix Grafen zu Werdemberg und zum Heiligenperg, Gevetter und Gebrüder, die vor kurzem aus merklichen Ursachen ihren Bruder und Vetter, Graf Virich, der etwieviele Jahre Grafschaft und Schloss zum Heiligenperg als Reichslehen für sich und alle Grafen von Werdemberg und Heiligenberg innegehabt, seiner leiblichen Blödigkeit und Gebrechlichkeit an Vernunft halb, mit Knechten und an- derm notdürftigem versehen, zu sich gen Sigmaringen genommen und darauf, wie ihnen nach ihren Pflichten gegen ihn und das Reich gebührte, Grafschaft und Schloss Heiligenperg besetzt haben, von aller Acht und Beschwerung, in die sie dadurch etwa gefallen wären, nachdem etliche diese Handlung dahin „tewschen" , als ob sie dadurch gegen den auf dem erst gehaltenen Reichstag zu Worms und die Vereinigung eines k. Bunds des Lands zu Swaben sich vergangen haben. Die Handlung ist nach seinem Willen geschehen, und es soll dabei bleiben, dass Graf Virich hinfür bei ihnen zu Sigmaringen ehrlich und erberlich, wie ihm als einem geborenen Grafen des hl. Reichs seinem Herkommen und Stand nach zu Enthaltung seines Leibs und seiner Seele gebührt, erhalten werde. Geben zu Augspurg am 28. tag des monets Augusti 1500. Das k. Siegel (Heffner Tafel 19 No. 125). Perg. Or. Donaueschingen. 1500, Okt. 28. 199. Wolfgang Graf zu Fürstenberg nimmt von seinem Schreiber im Kiintzgentall Anderis Ketzen in Gegenwart der Obervögte Lux von Eischach und Hanß von Beckenbach die Rechnung für die Zeit von st. Jörgen Tag 1499 bis dahin 1500 ab. „So beliben wir obemelten vnsern schriber vßgebenß geltz in sin zukünftig rechnung zu legen vnd zu bezalen schuldig 96 fl. 9 ß 3\ Straßb. vnd waß an alten sturen vnd vertedungen vnrechten vor nest verschinen st. Jergen tag vßstatt, gehert Anderis schriber zu; waß aber sydhar st. Jergen nest verrügkt im 1500 iar verfallen ist besetzter vnd vnbesetzter nutzungen mit sampt siner vßgab, gehert vnß furer von im zu verrechnan". Geben vff st. Simon vnd Juda der hl. zwolfbotten tag 1500. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Kop. Kinzigthaler Rechnungsbuch von 1500 BT. 1 ')■ Donaueschingen. T. 1) Solcher Rechnungsbücher liegen für das Kinzigthal 4 Jahrgänge von st. Georgen tag 1500 bis dahin 1504 vom Schreiber Andres K5tz, desgleichen für die Baar von Casper Neser Einnahme- und Ausgabebücher aus den Jahren 1501, 1502, 1504, 1508 und 1509 vor. T. wte 344 1500. r 1500, Nov. 17. 200. J° r g Brendlin von Marchdorf, Jacob Brendlins Sohn, empfängt die Vogtei zu Kiethaim von Graf Hug von Werdenberg zu Lehen. Vff zinstag nach st. Othmars tag 1500. Heiligenberger Lehenurbar von 1461 Bl. 65. Donaueschingen. a) Derselbe empfängt dieses Leben von Graf Johannsen von Werdenberg 1509 mittwcch nach Letare [März 21.]. Heiligenberger Lehenurbar von 1500 Bl. 58. Donaueschingen. 1) 1492 mönntag nach des hl. Crütz tag Inuencionis [Mai 7.] leiht zn Mörspurg Thomas Bischot und Dompropst zu Costanntz Hannsen Schryber, Bürger zu Bibrach , als Träger seiner ehelichen Hausfrau Elßbethen den Halbteil des Korn- und Wein-, grossen und kleinen Zehntens zu Eiethain, der von seinem Stifte Lehen ist. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Karlsruhe. 1500, Dez. 18. 201. Bernhart von Ramstain, welcher seinen Schwägern, den edeln und festen Daniel Röder, Vyt Schenner und Gerhart Vier sei., wegen einer Schuld von 20 fi., und gegen Zusage eines Leibgedings sein Schlösslein Wyler nebst Zubehör überlassen hat, nimmt mit Zustimmung von Daniel Röder und Genoue, seiner ehelichen Hausfrau, Vyt Schenner von Strubenhart und Otilia, seiner ehelichen Hausfrau, und Margreth Landegkerin, Gerhart Vlers Witwe, dasselbe zurück und übergiebt es den Brüdern Georg und Martern Walther in käuflicher Weise, wogegen diese ihm eine Leibpfründe geben und seinen Sehwägern die 20 fl. auszahlen. Geben an fritag vor st. Thomans deß heiigen zwolffbottentag 1500. Die Siegel des Ausstellers, Daniel Röders und Vyt Schenners fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1) 1501 st. Appolonientag [Febr. 9.] giebt Bernhart von Bamstain den Käufern einen Beschrieb über das Schlösslein zu Wyler. Dazu gehört das Schlösslein Wyler mit Hofstatt nebst dem Krautgarten ringsum, der bis an den Kirchenpfad geht, der obere Baumgarten hinter dem Kirchlein zu Wyler ob dem Kirchweg, der Mittelgarten unter dem Kirchweg, in dem der Weiher ist, wovon Va fl. mit 10 fl. ablösbare Gilt Gall Fürstenberger bezieht, der Untergarten, der oben an die Gasse stösst, hinter Conrat Fuchsen Haus, 2 Jauchert Acker an der Klingen, wovon an Hollen Conrats Erben 4 $ gehen; 2 Jauchert Acker, gen. der Müßacker, und 57z Tagwerk Matten zum Teil in Ellmatten gelegen, 2 Teile des Eichbachs nebst dem Hüwenstein mit Zubehör, der hinauf bis auf die Schneschleyffin stösst und woraus 9 4 /2 ^ an die Kämmerei nach Gengenbach gehen, 'k des gemeinen Ellwalds, Ve am gemeinen Wasser zu Hasslach, Haus und Garten, das ehemals Hans Höwer gehabt hat, und das jährlich 4 Frohnden, 1 Fastnachthenne, 2 Erntehühner und 6 3\ Strassburger an Zins trägt, eine Hofstatt ob dem Weg neben Diebolt von Ramsteins Haus, das HP 1500. 345 Gütlein, welches das Schwäblin baut und das jährlich 6 ß Strassburger; 4 Frohnden, 1 Fastnachthenne und 2 Erntehühner trägt, eine Hofstatt in Lenlins Garten, die jährlich 1 ß Strassburger und 1 Erntehuhn trägt, und dazu verschiedene Zinse aus noch kleineren Parzellen. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln des Ausstellers und Hannsen von Emerßhofen. Donaueschingen. T. 2) 1508 Jacobi [Juli 25.] empfängt Diebolt von Ramstain von Graf Wolfgang zu Fürstenberg zu Mannlehen für sich und als Träger Classen von Ramstain, des Sohnes seines Bruders Michel von Ramstain sei., alle Güter zu Wylr, die von ihren Vordem an die Ramstainer von Wylr gekommen. Fürstenberg. Lehensurbar Bl. 104 »•»). Donaueschingen. rp a) Unter diesem Eintrage steht: „Derglich sol Hannß von Ramstain syne gütter zu Wylr gelegen ouch empfahen". m BS .v. - '-, ■„.<.,,■ 1500, Dez. 7. Innsbruck. 202. König Maximilian erlaubt Conraden von Schellemberg, „zu ergetzlicheit" seiner vielen Dienste und besonders seiner im jüngsten Schweizerkriege erlittenen grossen Schäden in der Stadt Hüffingen, die sein und des Hauses Oesterreich Öffnung ist, in Ewigkeit einen Pflasterzoll zu haben, von jedem beladenen, ein- und durchgeführten Wagen 2 kr., von jedem Karren 1 kr. Zollgeld durch einen geschworenen Zoller einzunehmen und das ganze Zollgeld von Jahr zu Jahr zu Notdurft dieser Stadt zu verbauen. Pön: 20 M. G. halb in des Reichs Kammer, halb den Inhabern dieser Stadt zu zahlen. Geben in vnser statt Tnsprugk am 7. tag des monats Decembris 1500. Das kgl. Siegel zerbröckelt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) [13]52 feria 3. ante Purificationem [Jan. 31.'] leiht zu Owe Abt Eberhart von Reichenau des Kellers Zehnten zu Huffingen, den ihm Bur. der Keller von Brünlingen aufgab, auf dessen Bitte Herrn Diethelm von Blümenberg, des Hüfingen ist. Reichenauer Lehenbuch 638 f 2 S. 22. Karlsruhe. 2) [13]53 die sabbati post Valentini [Febr. 16.] leiht Abt Eberhart von Reichenau auf Bitten des Ritters Diethelm von Blümenberg, der ihm seinen grossen Zehnten zu Hüffingen, gen. den Zehnten von Brünlingen, aufgegeben hat, diesen Zehnten Johansen dem Dibinger, Bürger zu Schäffhussen. Reichenauer Lehenbuch 638 f 2 S. 26—27. 3) 1479 sambstag vor st. Niclaus tag [Bez. 4.] dotieren Conrat, Ritter, und Burckhart von Schellenberg, Gebrüder, zu Hüffingen, und Conrat Scherer, der jüngere, Schultheiss zu Hüffingen und die Bürger daselbst die Kapelle vor der Stadt, „vor der brugg gelegen", die sie „gebuwen, vfferhept vnd gewycht haben", zu Ehren des hl. Lienhart. Die von Schellenberg geben ihren Zehnten in den Wiesen in Braitten- lachen, Schultheiss und Stadt 1 Almendwiese, hinten an Wenigs Holz gelegen, und 1 Almendwiese in Bi- genn an den Burgerwiesen. Perg. Or., die Siegel der beiden von Schellenberg und der Stadt Hüfingen fehlen. Hüfingen, Pfarrregistratur. g 4) 1472 sambßtag vor st, Martis tag [Nov. 7.] empfängt Burekart von Schellemberg vom Abt Johann von Richenow den Zehnten zu Hufingen. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt a ). Karlsruhe. a) Diesen Zehnten empfängt derselbe von Abt Martin von Richenowe Mittwoch nach der Beschneidung Cristi [Jan. 3.] 1493. (Perg. Or. mit beschädigtem Siegel, Karlsruhe) und nach Burckharts Abgang Conrat von Schellenberg, Ritter, zu Hüfingen von demselben Abte. (Reichenauer Lehenbuch 638 b Bl. 119. Karlsruhe). VII 44 I mam 346 1500. 5) 1480 vff den achtenden tage der Beschneidung Vnsers Herren [Jan. 1.] verkaufen Erhart Abt zu st. Marienzelle auf dem Swartzwald und sein Konvent für 400 fl. Rh. Conraten, Eitter, und Junker Burckharten von Schellenberg, Gebrüdern, zu Hüffingen, in der Bare zu Hüffingen einen Hof, den Jacob Hettlinger, Hanns Seemüller und Thoma Wagner jung bauen, deren jeder jährlich 2 Malter Veesen und 1 Malter Haber giebt, (die Wiesen des Hofes geben keinen Zehnten), ein Gut, das jährlich 1 Malter Veesen und 1 Malter Haber, 2 Güter, die je 2 Malter Veesen und 1 Malter Haber, ein Gut, das 1 Malter Veesen und 3 Mut Haber, ein Gut, das 2 Malter Veesen und 2 Malter Haber, ein Gut, das 5 Mut Veesen und 3 Mut Haber, und eine Hofstatt, die 1 Mut Veesen giltet, ferner zu Almshouen ein Gut, das 2 l ß Malter Veesen und 5 Mut Haber, 2 Güter, die 7 Mut Veesen und 7 Mut Haber, 2 Güter, die 2 Malter Veesen und 14 Viertel Haber, ein Gut, das 2 Malter Veesen und 14 Viertel Haber, ein Gut, das 1 Mut Veesen und 1 Mut Haber, und 1 Hof, der 8 ß h. und 4 Hühner giltet. Perg. Or. mit den Siegeln der Aussteller. Donaueschingen. T. 6) 1488 fritag nach st. Martins tag [Nov. 14.] verkaufen Cünrat, Ritter, und Burekart von Schellen- berg, Gebrüder, und Schultheiss, Richter, Bürger und Gemeinde der hintern und vordem Stadt Hüffingen unter Vorbehalt des Rückkaufs für 220 fl. Rh. Adam Sutter, Bürger zu Vilingen, einen auf st. Jörgentag zu Vilingen zu entrichtenden Zins von Hfl. Rh. aus der Gebrüder von Schellenberg eigenem Wasser zu Hüffingen, das einerseits an das steinerne Wehr gegen Brülingen aufhin, anderseits an die Furt beim Siechenhaus stösst. Einlager in Vilingen. Perg. Or., die Siegel Cünrats und Burekarts von Schellenberg und der Stadt Hüffingen fehlen. Donaueschingen. T. 7) 1490 mentag nach st. Ambroßien tag [Apr. 5.] verkaufen Conrat, Ritter, und Burckhart von Schelleinberg, Gebrüder, zu Hüffingen, Hauptgilten, und Schultheiss, Gericht und Gemeinde zu Hüffingen, Mitgilten, dem Kirchherrn und den Kaplänen, die in der Altenstatt zu Villingen zu Präsenz gehen und der Präsenz daselbst teilhaftig sind, um 200 fl. Rh. 10 fl. Rh. Zins von der Hauptgilten Güter zu Hüffingen und Almßhoffen, die sie von Abt Erhart und dem Konvent zu Mergenzell auf dem Swartzwald um 400 fl. erkauft haben. Perg. Or. (zerschnitten) mit den Siegeln Conrats (29 mm D.; IV C. Wappen wie gewöhnlich; fconr I ert D 3\ Costantzer Währung, 16 Hühner und 1 Viertel Eier gegolten hat, zuletzt aber um 4 Malter Veesen, 4 Malter Habern und 12 ß ^ Zins verliehen gewesen ist. Geben vff freitag nach Unser Frau wen tag der Verkhündung im Mertzen 1501. Das Or. siegelten die Äbtissin und der Konvent. Lupf. Kopialbücher III, 1 Bl. 231. Donaueschingen. T. 1) 1501 montag vor Vdalrici [Juni 28.~\ sitzt Petter Würt, gen. Schneider, Schultheiss, anstatt Hainricks Grafen zu Lupfen zu Engen zu Gericht. Hannß Bürßner von Bargen, Steuermeister in dem Altendorf zu Engen, der den Hof zu Griengen wegen etlicher verfallener Steuern vergantet und dieses denen von Hattingen als Inhabern des Hofs verkündet hat, begehrt, da ihm der Hof nach Gantrecht geblieben ist, ihm darum Brief und Urkunde zu geben. Hannß Cunlin, Hannß Model und Haintz Mümer antworten im Namen der von Hattingen , der betreffende Hof habe nie Steuer gegeben und sei dazu nicht verpflichtet; im übrigen hätten sie auf Rat des Grafen Hainrich das Geld, darum der Hof vergantet sei, bei des Grafen Schreiber Johannßen Boßler hinterlegt, bis die Sache entschieden sei, und somit die Gant nicht verachtet. Der Steuermeister erwidert, der Hof sei in Altdorfer Steuer, Zwing und Rann gelegen, und hätten die frühern Steuermeister auch die Steuer eingezogen; als dann der Hof eine Zeit lang den Frauen zu dem Parendiß zugestanden sei, und wegen der Kriegsläufe niemand hin und her kommen mochte, hätten die Frauen nachträglich für die Zeit, da der Hof in ihren Händen und ungebaut gewesen, die Steuer davon entrichtet; es stände die Steuer nur für die Zeit aus, da er Steuermeister gewesen. Die von Hattingen antworten, die von Büssendorf hätten einen Teil des Hofs innegehabt und nie davon Steuer gegeben, worauf der Steuermeister entgegnet, er wäre der Meinung, dass Conradt Dietterich von Schopfenloch den Hof innegehabt, denen von Büssendorf einen Teil um einen Zins geliehen und die Steuer von dem Hof wie von Alters her gegeben hätte. Petter Dietterich und Hannß Grawlin von Bargen, Hannß Ziegelmüller , Martin Walk und Conrat Broll aus Altendorf bezeugen eidlich die Richtigkeit der Aussagen des Steuermeisters, worauf zu Recht erkannt wird, dass die von Hattingen von dem Hof dem Steuermeister aus dem Altendorf zu Engen die Steuer zu geben schuldig seien. Das Or. siegelte die Stadt Engen. Lupf. Kopialbücher II, 1 Bl. 158 v . Donaueschingen. T. 1501, Apr. 20. 204. Othmar Rotennbacher von Furstennberg, Freilandrichter in Bare, bekundet, dass auf Freitag nach dem Sonntag Invocavit [März 5.], als er zu Oberflacht im Dorfe an der offenen, freien Königs und des hl. Reiches Strasse öffentlich zum Rechten gesessen ist, des Grafen Wolfgang zu Furstenberg Amtleute zu Virich Güttwetter von Schlayttenn wegen des an Virich Weber von Oberflacht in seines Herren Grafschaft begangenen Totschlags geklagt haben. Nachdem durch Urteil festgestellt worden war, dass der geschworene Landwaibel den Angeklagten bei seiner bisherigen Wohnung zum Rechten geladen, dass derselbe den Baum, in dem der entleibte liegt, vor den Urteilsprechern aufgemacht, und dass diese anerkannt haben, dass jener „solicher schleg vnd wunden wol tod sin möge", dass des Landgerichts geschworner Knecht von des Gerichts Schranken aus 4 Strassen gemacht und auf jeder dem ; ■8 |H U flfl 1501. 349 ; Angeklagten gerufen, sich wegen des Totschlags zu verantworten, so wurde erkannt, dass die Amtleute den ersten Tag „erstannden vnd behalten", und dass der Land- waibel den Angeklagten zum zweiten Gerichtstage an seiner bisherigen Behausung laden solle. Als derselbe auf diesem auf Samstag vor Laetare [März 20.] angesetzten Tag nicht erschien, wurde der 3. Gerichtstag auf heute angesetzt. Da der Angeklagte wieder nicht erschien, wurde erkannt, er habe den Totschlag den Freunden des Erschlagenen mit Leib und Leben und dem Grafen von Furstenberg als dem Landgrafen des Reichs mit all seinem Gut zu bessern. Als daraufhin auf Befehl des Landgerichts der Landwaibel in die Kirche gen Sittingen gieng und da den Totschläger „mit allen glogken zum dritten maul verleiten" liess, wurde erkannt, dass der Landwaibel zu dem Totschläger mit der Acht richten, von dem Gerichte deshalb 4 Strassen machen und auf jeder denselben dreimal aus dein Frieden in den Unfrieden verkünden, ihn seinen Freunden verbieten und seinen Feinden erlauben solle. Als dies geschehen, giebt den gen. Amtleuten auf ihre Bitte das Landgericht darüber Brief und Urkunde. Geben des gerichtz tag zu Oberflacht im dorfe 1501 am zinstag nechst nach dem sonntag Quasimodogeniti. Das Siegel des Landgerichts (wie Abb. IV, 322, Anm. 1). Perg. Or. Donaueschingen. 1) Hier haben wir nachträglich zu erwähnen, dass 1400 aht tag nach st. Mathis tag [Mars; 3.] das fürstenbergische Landgericht (Freilandrichter Berhtolt Ganser) bei st. Walpurg Küchen zu Gisingen, 1422 st. Agethen anbent [Febr. 4.] (Berchtold Schulthais zu Fürstemberg Frei, Landrichter im Bare im Namen und anstatt der wohlgebornen, seiner gnädigen Herrschaft von Fürstemberg) bei Fürstemberg bei den Linden und 1435 mentag nach der Ainliftusent Megt vnd Martrer tag [OH. 23.] an derselben Malstätte zu Fürstemberg (Jacob Harly, Frei, Landrichter in Bare) getagt hat. Dasselbe vidimierte in allen drei Gerichtssitzungen Urkunden der Stadt Vilingen; die betreffenden drei Urkunden (Perg. Or. Villingen, Stadtarchiv) sind mit dem unter No. 4 abgebildeten, jedesmal als Landgerichtssiegel ausdrücklich bezeichneten Siegel des Grafen Heinrich IV von Fürstenberg besiegelt. Dieses Siegel blieb also auch nach dem Tode dieses Grafen, obwohl seine Umschrift diesen Gebrauch nicht rechtfertigte, als Landgerichtssiegel in Verwendung. 2) 1502 dornstag vor st. Jörgen tag [Apr. 21.] bekundet derselbe Landrichter, dass, als er auf Montag nach Quasimodogeniti [Apr. 4 ] bei Fürstenberg an der Steige öffentlich zum Landgericht gesessen ist, des gen. Grafen Amtleute und Anwälte gefragt haben, ob sie nicht namens ihres Herrn als des Landgrafen zum Gute des Hansen Hasennor von Wyttertingen, der über sein Rechterbieten landscheu geworden sei, als eines landflüchtigen greifen dürfen, wo immer sie das in der Landgrafschaft antreffen, und dass darauf geurteilt worden, sie sollen anstatt ihres Herrn „ir hafft vnnd verpott nach landtgrichtz recht vnnd mit des landtgrichtz gswornen knackt legen vnd das nach Ordnung rechtz byß zam nesten landtag ligen laussen", auch solle zu diesem Landtag Hansen Hasennor gen Wyttertingen, wo er seine Wohnung und Freunde habe, „verkundt" und Geleite gegeben werden. Da derselbe zum heutigen Landtag nicht erschien, so wird erkannt, die Amtleute hätten das Recht, dessen Gut zu ihren Händen zu ziehen und zu ihm zu "7 "'?■■_- ■■*'■'"■,- ,.,;i> «SV ü MMfl r ^H H 350 1501. richten mit Acht und Anleite, wann sie wollen, „als aim landtschühen, flüchtigen vnnd landtrünigen mann". Perg. Or. mit dem Siegel des Landgerichts in Baure (wie Abb. IV, 322, Anm. 1). Donaueschingen. 1501, Apr. 30. 205t Sewfrid von Griessen verkauft unter Vorbehalt des Rückkaufs für 125 fl. Rh. seinem Bruder Hainrich von Griessen einen auf st. Martinstag fälligen Zins von 8 Mut Kernen, 2 Malter Haber Schaff- hauser Mass, 2 U h. Costanzer Münze, 1 Halbmnt Erbsen oder dafür 10 ß h., 4 Herbsthühnern, 1 Fastnachthuhn und 100 Eiern aus seinem freieigenen Müllerhof zu Nidereggingen. Er setzt ausserdem seinen grossen Hof daselbst, der acht Mut Kernen giltet, und den Zehnten desselben Hofes, der 2 Mut Kernen giebt, zum Unterpfand. Geben auf freytag vor Philippi und Jacobi der hl. zwölfbotten 1501. Das Or. siegelte der Aussteller. Lupf. Kopialbücher IX, 1 Bl. 277. Donaueschingen. 1501, Juli 5. T. 206. Bündnis der Freiherren von Zimmern mit Älbrecht von Klingenberg. Wir diss nauchbenenipten Johanns vnd Göttfrid von Zimmern, frygen etc., hern zu Messkirch vnd Willdenstain, gebrüder, ains ||_ vnd Albrecht von Klingenberg, ritter, zu Höhendwiel, der bedauchten von Zimmern vetter, andereßtails bekennen vns offenlich ||_ mit disem brief, nauch dem vnd wir von Zimmern vnser herschafft Messkirch langzit entwert vnd in mangel gestanden, die wir mit der hillf gottes zu vnsern hannden zebringend vnd vmb vnsers bessers nuttzes willen vnd künftigen krieg zebetrachtend, haben wir von Zimmern vns mit vnserm vetter, herr Albrechten von Klingenberg, ritter, mit vnsern schlossern Wylldenstain vnd Hohendwiel veraynt vnd betragen in mauß, wie nachuolgt, dem ist also: Dess ersten, wass uff vnd in dem schloss Wildenstain gewunnen wirt, soll von erst der fierd pfenning vnd darnach das buwgellt, das ist von hundert guldin fünf, dauon genommen werden, vnd soll der fierd pfenning zesammen geleist werden, vnd wan es vns genanten von Zimmern vnd Albrechten von Klingenberg als aim hoptman mitsampt andern hoptlüten füglich ist, sollend wir den fierden pfenning also glich mit enanndern tailen, deßglichen herwydernm wass vff vnd in dem schloss Dwiel ouch gewunnen wirt, soll ouch von erst das buwgellt vnd der fierd pfenning daruon genommen werden vnd mit dem fierden pfenning gehallten, wie zu Willdenstayn, das buwgellt mag ain yglicher verbuwen vnd damitt gefarn nauch sinem nuttz, mit dem anndern gewunnen gut, das soll verhütet werden nauch bütrecht, als meng mund, als meng pfund. Zürn anndern sollend wir von Zimmern vnserm vetter, herr Albrechten von . iMSäSM 1501. 351 Klingenberg, vnd anndern hoptluten, welcher vnder vns ain anschlag thut, das dem anndern sagen vnd verkünden, ob ainer selbs oder sine knecbt daby haben wollt. Zum dritten so soll ouch welcher vnder vns hopthVten ain zug zu ross oder zu fuß wirbt, waß dem selbigen darüber gaut, soll er allwegen voruß von dem selbigen nöm, so die selben gewynend, niemen vnd mit dem andern gefarn, wie obstaut; Ob aber der selbig nöm das nit hertragen möcht, soll allwegen hinauch von anndern herstattet werden, wer ouch sach, das wir von Zimmern anschlag täten vnd herr Albrechten darüber würbend vnd sine helfer, waß dann dem selbigen anschlag nauch gewunnen würt, daß selb soll alles gen Wildeustaiu geflert werden, deßglichen hin- widerum wass anschlag vff Dwiel vnd die von Willdenstain darüber geworben würden, wass da ouch gewunnen wirdet, soll ouch gen Dwiel gefiert werden. Es soll ouch ain yglichs schloss ain würt haben, der die geselbn (sie) mit liferung versehe. Zum fierden sollend ouch alle die, so zu Wildenstain vud Dwiel der sachen halb enthalten, bayd burekfryden zu Wildenstain vnd Dwiel lobeu vnd schweren. Es soll ouch kainer schuldig sin, kain knecht hinuff vff das recht schloss zelaussend, er thug dann das gern. Zürn fünften ob wir von Zimmern vns zu der herschafft Messkirch täten vud kämend, so sollen wir von Zimmern vnd vnser vetter, herr Albrecht von Klingenberg, ouch alle die, so vff vnserm tail verhafft sind, wer sich deßhalb wyder vns setzen oder der sach annemen wollt, on des anndern wissen vnd willen kain frid, sun, noch bericht vffnemen, noch von enannder setzen, sonnder lib vnd gut, ouch lieb vnd layd den krieg uß mit enannder haben vnd lyden. Zum sechsten sollen wir von Zimmern in annemen der herschafft Messkirch mit aller zii- gehörd ymantz weder mit buwgellt, den fierden pfenning, rischsstt (sie) gellt vnd sust gar nichtz schuldig, noch pflichtig sin. Dess alles ze offem, waurem vnd vestem vrkünd vnd stäter sicherhait by guten, stäten trüwen zehaltend, haben wir bayd, Johanns Wernher von Zimmern vnd Albrecht von Klingenberg, vnser yglicher sin aygen insigel in diss briefs ennd dir geschrifft, deren zwen von wort zewort glich- lutend ydem tail ainer gemacht, offennlich gedrucht vnd also besigellt. Geben vff mentag nauch st. Virichs, des hl. bischofs tag 1501. Die wenig kenntlichen Siegel Jolian Wernhers von Zimmern (wie Abb. No. 17) und Albrechts von Klingenberg unten aufgedrückt. Pap. Or. Donaueschingen. 1501, Juli 12. 207. Vrsula Korberin, Mutter, und die Schwestern des Gotteshauses Bächin verheissen Johannsen Schult- haiss, Kaplan st. Barbara Altares in der Pfarrkirche zu Vberlingen, der ihnen mit Willen von Burgermeister ^m I WsBM 352 1501. und Rat zu Vberlingen als Lehensherrn seiner Pfründe deren Gütlein zu Bächin, das 12 Viertel Veesen, 12 ß $i Vberlinger Mass und Währung, 2 Herbsthühner und 60 Eier giltet, verkauft hat, diese Gilt in Vberlingen zu geben, Veesen und Pfennige auf st. Martins Tag, die Hühner zu Herbst und die Eier zu Ostern. Geben auff mentag vor st. Margretha der hl. junckfrawen tag 1501. Das Siegel des Gotteshauses Bachin (s. Abb. No. 42) (zerbrochen) und das Hannsen Boscher, Vogts zum Hailigenberg (wie Abb. No. 27). Perg. Or. Karlsruhe. 1501, Okt. 29. 208. Decanus et capitulum ecclesiae cathedralis Constantiensis fundationem ca- pellaniae ad altare st. Leonhardi confessoris et Dorotheae virginis et roärtiris in ca- pella villagii Wenglingen ad ecclesiain in Roggenburen iure parrochiali speetantis situm per Conradum Vogt, alias Jopp, vicarium ecclesiae in Koggenburen, necnon Gebhardum, Jerg et ßaltassarem Bebam de Vndersiggingen et Mcolaum Häber- linger de Roggenburen, eiusdem ecclesie parrocbialis et capellae in Wenglingen fa- bricarum procuratores, totarnque conimunitatem parrochianorurn ecclesiae in Roggenburen ob antecessoram ac successorum et benefactorum suorum atque omnium Christi fidelium animaruni salutem factam confirmant, statuentes, quod vicarius in Roggenburen et capellanus in Wenglingen ac villani in Roggenburen et coloni in Buten- merlihoff et in Wenglingen (et nulli alii dictae ecclesiae parrochiani) procuratores fabricae et kiminum pro dicta capellania in Wenglingen instituunt atque temporibus debitis ab eisdem procuratoribus rationes recipiunt, nisi in casibus gravibus, quos singuli parrochiani ipsius ecclesiae cum decano et capitulo ecclesiae Constantiensis tamquam veris rectoribus et superioribus pertractare tenentur. Datum Constantie 1501 die 29 mensis Octobris, indictione 4. Das Siegel des Constanzer Domkapitels. Perg. Or. Karlsruhe. T. 1) Dieser Bestätigung ist die am 20. Okt. 1501 zu Roggenbüren ausgestellte Stiftungsurkunde (Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Sigismund Crützers, Dompropstes zu Constanz) transfigiert. Dieselbe ergeht sich eingehend über die Praesentation und die Verpflichtungen des Wenglinger Kaplans und die Dotation seiner Pfründe. Die Stifter gaben hiezu ein Haus in Wenglingen und Gefälle daselbst, zu Roggenbüren, Haressen , Vitzenwiler, Marchdorf, Egenwiler, Gundertswil, Vndersickingen , Altmanßhusen, Lälwang, Witenhoffen, Obersickingen, Walwiler, Oberwiler, Limpach, Watenberg, Oberostenwiler und Bermatingen. 2) 1495 der hl. Dry Kunig abend [Jan. 5.] verkauft Cünrat Rudolf von Hersperg Johannsen erwähltem Abte und dem Konvente zu Salmanswiler sein Gut zu Wennglingen, nämlich Haus und Hofraite mit dem Infang, einen Baumgarten zunächst dabei jenseits der Gasse und ein kleines Baumgärtlein bei der Kirchenmauer, alles im Dorf Wenglingen, sodann im Esche gegen Egenwiler 4 Jauchert Acker, im Esche gen ■ 1501. 353 Schoren 4 Jaucliert Acker, im Esch gen Marckdorf 3'/ 2 Jauchert Acker, RK SU 1503. straß für sich faren; aber wie er damit in dem etter betretten das hörte oder sunst gewar wirdt, soll ain ieder gehorsam erschinen, deßgleichen auch den rath biß in den thod verschwigen vnd in den sachen, so für sy all vnd ir ieden khomen, gemain vnd gleich zu richten vnd zu vrthailen nach klag vnd nach ant- wurt, dem armen alls dem reichen vnd dem reichen alls dem armen, nach raht vnd ir jedes besten ver- stentnuß, vnd darinn nit ansehen weder vorcht, miedt, noch gab, freuntschafft, noch vündtschafft, noch sunst kain ander sach, dan allain das göttlich gemain recht, vnd alls ain ieder got an dem jüngsten gericht darumb antwurten welle, auch all vnzucht vnd freuel zu rügen, alles getrewlich vnd vngeuahrlich. — Item so soll auch der stattschreiber schweren, vnß, vnsern erben vnd nachkhomen, auch der statt Engen trew vnd warhait, gehorsam vnd gewertig zu sein, vnser vnd ir ehr vnd nutz vnd bestes zu werben vnd zu fürdern vnd schaden zu warnen vnd zu wenden, auch zu den gerichtstagen zu warten, gemainer vnd gleicher schreiber zu sind, vnd von noch auß der statt nit zu khomen onerlaupt, vnd den rath zu uerschwigen biß in den tod, alles getrewlich vnd vngeuahrlich. —■ Item so soll der seckhelmaister schweren auf das steur- buch, so im von ainem rath beuolhen würdt, dasselb buch in gehaim zu behalten vnd darin gar niemands sehen zu lassen, noch den inhalt zu offnen, noch zu sagen, dann allain denen, so von ainem rat darüber gesetzt vnd verordnet werden, deßgleich auch die steur ains ieden auch also zu uerschwigen vnd in gehaim zu uordern vnd zu behalten, ein iedes biß in sein tod, vnd damit anderß nit zu walten noch zu thun, dan das im von ainem rath oder den geordneten deßhalb beuolhen würdt. — Item so ist des statschreibers lohn vmb obbemelt sein warten 3 # vnd 10 ß ,Sj, vnd von kauf- vnd vertigungsbriefen, die 100 f? h. vnd darob betreffend^ soll er von vnßern burgern vnd inwonern zu Enngen 5 ß ^ vnd vnder 100 $ h. 3 ß 3i nemen vnd kainen höher staigern, doch ist im gegen vßsessen sein will frey vnd die handt offen. — Item so soll ain stattknecht schweren, vnß, vnsern erben vnd nachkhomen, auch der statt Engen trew vnd warhait, hold, gehorsam vnd gewertig ze sind, vnser vnd ire ehr vnd nutz zu fürdern vnd bestes zu werben vnd schaden zu warnen vnd zu wenden, auch ainem schuldthaissen vnd ainem burgermaister zu allen vnsern vnd iren geschefften allzeit zu warten vnd zu gehorsamen vnd alle sontag vnd donstag zu abent zur vesper- zeit zu vnserm schuldthaissen zu gond vnd in zu fragen, ob im ichs bedürftlich were, deßgleichen all aubent zuo vnserm burgermaister, vnd auch zu fragen, was er bedürfe , ouch zu allen fürgebotten vnd andern, darzu man dann sein nottürftig ist, dem armen alls dem reichen vnd dem reichen als dem armen, gemain- lich vnd gehorsam ze sind, zu gericht zu leutten vnd den gerichten zu warten vnd von der statt nit zu khumen, dan mit erlaupnus, wissen vnd willen ains burgermaisters, vnd bey demselben aid all freuel vnd vnzüchten zu rügen vnd vnserm schuldthaissen zu sagen, so erst er mag, auch den rath vnd alle gehaim zu uerschwigen biß in den thod, alles getrewlich vnd vngeuarlich. — Item so soll ain ieder vächter schweren, sein ampt zu fürdern, vnd was er vächt, ainen oder zwen des raths darbei zu haben, ainem zu vächten alls dem andern vnd darin kain geuerd zu brauchen, sonder gerecht maß, mess vnd gewicht, wie er deß von vnsert wegen vnd in vnserm namen von schuldthaissen, burgermaister vnd rath beschaid hat, zu vächten vnd zu geben, vnd was zu seinem ampt gehört, alls gerecht zu handien, auch darauff vleißlich zu warten vnd ainem jeglichen, der zu im kompt, fürderlich vnd okn verziehen zu vächten vnd sein ampt dermassen zu uersehen, das kain klag dauon entstand, vnd namblich das der lauter aimer 32 vnd der trüb aimer 33 maß haben soll, alles getrewlich vnd vngefahrlich. — Item deßgleichen soll auch der sinner schweren, zu sinen vnd zu ichen vnd am donstag vnd montag seins ampts zu warten vnd von der statt ohn vrlob vnser oder aines burgermaisters von vnserwegen nit zu khomen, ob er aber vber veld gieng, soll er sein ampt mit wissen ains burgermaisters mit ainem anderen geschickhten vnd darzu dogenlichen versehen, das niemands daruon clag hab, doch bedarf er kainen des raths bey seinem sinnen haben. — Item so schweren die das burgerwasser besehend, das sy dasselbig wasser besehen sollen vnd wollen all vierzehen tag, biß das man anhebet zu schneiden, so sollen vnd wollen sy dan das besehen zu allen achtagen biß zu der Alten Fassnacht, vnd wan sy das wasser nit finden vnd ain gellt vber das halbthail lehr were, oder ob es zu winterzeit dermassen in der gelten gefroren were, das dem besichtiger sein stab, so er dan zum drittenmal auf das eiß vngeuahrlich fallen lat, vnd das nit bricht noch dardurch fallt, ainem burgermaister in vnserm namen, so erst sy khönden oder mögen, zu sagen, vnd dieweil die pfister die Öfen nit verschloufft .■;V'-'- - I« mm ^■BHHHHBHHBbHHHhB BoSSä Sßäl-_ j -W.-.A-. 1503. 365 oder vermacht haben, soll es inen, den pfistern, nit schaden; wan aber die offen verschloufft oder vermacht werden, so sollen sy, die pfister, in der büß sten wie die ander leut, vnd dan, so die Alt Vaßnacht verscheint, soll es darnach aber zu vierzehen tagen versehen werden biß Johannß Baptiste, vnd so ainer für ain thür kern vnd die theur beschlossen vnd niemands dahaim were, so möcht er wol fürgehen, vnd so, wo oder wen das also strefflich vnd inmassen, alls vorstat, vngehorsam erfunden wurde, soll gebessert werden mit 6 /S). — Item so sollen auch die wachter schweren, vns, vnsern erben vnd nachkhomen, auch der statt Engen trew vnd warhait, hold, gehorsam vnd gewertig zu sind, vnser vnd ire ere vnd nutz zu förderen vnd bestes zu werben, schaden zu warnen vnd zu wenden, auch nachdem er oder sy auf die wacht gat oder gand, vnd dieweil er oder sy darauf ist oder sind, all freuel vnd vnzucht zu rügen vnd vnsern schuldthaissen in vnserm namen zu sagen, so erst er oder sy kan vnd mag, khünden oder mügen, auch zu allen stunden vmbzugend vnd alstunden zu rüeffen, ainest an dem marckht, zum andern mal vor Hansen Küeffers hauß, zu dem dritten vor Hansen Schmids hauß, darnach vor Jacob Frytschis hauß, darnach vor der Samblung vnd darnach vor der kürchen, vnd so er also rüefft, zu allen thoren zu gond vnd zu uer- suchen, ob die thor beschlossen seyen, vnd ob er die offen oder argwenig fünndt, von stund an zu uersehen biß an vnsern bnrgermaister, demselben auch sollichs in vnserm namen ylends zu verkünden, darzu auch in kain hauß zu gond, er horte dann in würtes- oder andern heusern auffrur, geschray oder vnzüchten, darzu zu sehen vnd die zu friden, vnd dan gleich wider auf die wacht gon vnd thun, als vorstath, alles getrewlich, erberlich vnd vngeuahrlich. Hernach volgt Ordnung der ge richten: Item von der gericht wegen soll ain ieder burger, in- oder beiwoner dem schuldthaissen von vnser vnd dem bnrgermaister von vnser vnd der statt wegen, auch vmb wachßenden schaden, vnd wenn also vnser vnd vnser statt Engen gepot geben werden, vff das erst fürgepott zu recht fürgon; deßgleichen soll ain ieder burger, in- oder beywoner dem anderen zu gericht fürgon zu dem dritten gepott; ob aber der antwurter auf das erst, ander oder dritt gepott gehorsam, vnd der kleger nit erscheint, sollen die fürgepott aberkhendt werden; ob aber der antwurter das nit täte vnd vngehorsam erschin, so mag in der kleger, ob er wil, verkünden, soll also verstanden werden, ob sich der kleger bekhlagt gegen seinem fürgenomenen antwurter den dritten tag erstanden haben vnd nach seinem außwarten deßhalben verrer anrufft vnd begert im zu lautern, was darumb seins rechten syge, so soll vnd mag vnser schuldthaiß in vnserm namen den antwurtenden thail mit gebotten zwingen, im, dem schuldthaissen, fürzugond, vnd im vmb sein vngehorsame in vnserm namen vnd von vnsertwegen beklagen, vnd so dan der antwurter nit eehafte zu recht gnug erscheinen mag, vnd vmb den klainen freuel nach der statt recht verfellt, das dan im, dem antwurter, darzu mit vrthel ain alfnechtzyl gegeben werden soll; so er aber, der antwurter, desselben auch vngehorsam erscheinen wurd, im mit vrthail an 3 ß $i gebotten vmb obgemelten vberfahren fräuel vnd gebott gnug zu thund in ailf nechten, vnd nach demselben an 3 S A, darnach an 10 tt >Sj vnd darnach bei dem aid alweg in ailf nechten; doch mag sich allweg der antwurter mit bezalung gelt oder pfänden, die des drittails besser seyen, dan die angeklagt schuld, erledigen; sölliche pfand, ob er die gibt, sollen dan vnangegriffen vnd ohngeendert in den gerichten beleiben ligen siben nacht vnd darnach hie auf dem marckht vergantet vnd dem, der nach offnem lauten ruff, zum ersten, zum andern vnd zum drittenmal beschehen, allermaist darauff schlecht, oder dem kleger selbs, so niemandt vber inn darauff geschlagen hat, gegeben werden; doch mag der antwurter seine pfand , nachdem im die gant verkündt würt, alweg lösen vnd zu lösen haben aubents biß zu gebettzeit, vnd der ausstendig vnser herrschaft gesessen ist, in achtagen den nechsten darnach vngeuahrlich; vnd so das alles vngehorsam erscheint, vnd er, der antwurter, das gürtelgewandt nach vrthel dargelait hat vnd mit seinem aid erstatten, so anders in der kleger nichts merers zu haben wysen mag, das er bezalung weder mit pfand noch mit gelt thun müge, soll im auß dem burgkhrecht gebotten werden, doch soll alweg der herrschafft und der statt ir recht gegen dem außbeklagten vorbehalten sein, vnd mag der kleger vmb sein schuld oder ansprach dem antwurter nachuolgen; es soll auch der außgebotten in die gericht nimmermehr khomen, dan mit vnserm, vnser erben vnd nachkhomen vnd des klegers wissen vnd willen oder biß nach bezalung der schuld vnd des er mit recht vberwunden ist. — Item es soll ain jeder burger, in- vnd beiwoner ainem gast zu ^^Hi 366 1503. II 1 dem ersten gebott vnd gericht fürzugon schuldig sein, oder ob er das nit thät, behalt dan der gast darnach sein schuld oder ansprach, so soll im seins wartens vm des burgers oder beiwoners vngehorsame halb zimlicher vnd gebürlicher cost vnd schad, souil der kleger mit dem aid nach tax vnd mutmessigung derselben vnd kainer andern sach halb gelitten, als recht ist, behabten mag, zugelassen; gat aber im der burger, in- oder beiwoner auf das erst gebott für, soll kein cost, er sey dan verschriben vnd erkhendt oder versprochen, erkendt werden, die sach wer dan sunst so geuahrlich ergangen, das sich schuldthaiß, burger- maister vnd rath zimlich vnd gebürlich erkhandten, so soll es darin vnd sunst nach gestalt vnd gelegen- hait ainer ieglichen sach gericht vnd gehandlet werden; vnd was dem gast also erkendt vnd mit vrthail zugelassen würdt, soll vor gericht außgericht, oder mit pfandung, die zu uerganten, wann er wil, mit verkündung, wie hernach volgt, vnd sunst in alweg, wie vorstat, gehalten werden. — Lidion, wein, verzert- gelt, zins vnd gülten: Item so soll auch vmb lidlon, weingellt vnd verzert gellt, zinß vnd gült zwischen vnsern burgern vnd inwonern zu Engen also gericht werden, das der antwurter den kleger darumb mit pfand oder gellt vor gericht außrichten oder verpfenden sol mit pfänden, die des drittail besser seyen, dan die zins oder schuld; doch soll vmb söllich schulden niemands mit gelegnen güetern verpfendt werden, dan mit des klegers willen, der antwurter müg sich dan mit dem aid entschuldigen, so in der kleger nit wisen will oder mag, das er mit varenden pfänden nit zu uerpfenden hab, so sollend ligende pfand gegeben vnd genomen vnd damit gehandelt werden, wie obstat. — Item welcher oder welchy auch vmb lidlon oder weingelt beklagt vnd mit vrthail vberwunden würdt oder werden, verfalt ainer, so oft das beschicht, vn- serm schuldthaissen zu büß 3 ß ^. Item vnd soll für lidlon verstanden werden eehalten, taglöner vnd dinckhwerckher ie nach gestalt vnd gelegenhait des dinckhwerckhs. — Item es sollen auch vmb söllich vnd all ander schulden, so vor gericht nach vrthail mit dem aid erstanden vnd behalten werden, vor gericht bezalung zu thund oder darumb verpfendt zu werden, erkendt vnd mit vrthel gebotten vnd der pfänden halben gehalten werden, wie vorstat. — Item deßgleichen so soll ainem ieden erbern fromen man, der seiner ehren nit verletzt oder verdacht ist, so wysung der clag versagt were, oder sunst nach gestalt ainer ieden sach sein vnschuld mit dem aid purgieren mit vrthel zugelassen, oder, so weyssung vermessen vnd nit volfiert würd, von der klag absoluiert vnd ledig erkhendt werden; der aber sollich purgacion vnd entschuldung nit thun wölt oder möcht, der oder dieselben sollen auch der schuld oder ansprach verfeit vnd mit bezalung oder pfänden in obgemelter maß gehalten werden. — Item so auch von gerichts oder rechts wegen ayd zugelassen vnd erkendt, auch der partheyen Sachen oder ayd geuahrlich oder argkwönig erfunden wurden, so sollen der oder dieselben ayd nach gestalt der partheyen verschriben oder vnder dem galgen zu thun erkhendt werden, vnd so die gleichwol vnder dem galgen zu thun erkhendt werden, vermessen vnd vnder- standen wurden, dannocht nach gestalt der partheyen vnd maß der sach im rechten volfaren vnd allweg vns auf den lümbden oder argkwon handeln zu lassen vorbehalten sein, vnd wir, vnser erben vnd nach- khomen, noch vnser schuldthaissen, burgermaister, noch räth in vnserm namen daran nimer verhindert noch geletzt werden. Pfannd, wie sy vergantet sollen werden: Item es soll auch allweg der kleger die pfand, so also deß drittails besser sind, dan die schuld, vmb dieselben sein schuld vnd vmb den gerichts- costen vnd nit nächer verganten, verkaufen, noch selbs behalten, vnd alweg dem oder den insessen in vnser herrschafft die gant an dem abent vnd dem oder den ausserhalb vnser herrschafft acht tag vor der gant verkhünden vff des pfands costen vnd nach der gant, wie obstat; doch sind die kleger nit schuldig mit den pfänden syben nacht still zu sten vmb zins vnd schulden, lidlon, wein vnd verzert gellt, auch mit dem aid erstanden vnd behalten schuld, oder so der aid oder purgation, als vorstat, versagt were, sonnder mag er oder sy die vmb sollich obbemelt schulden verganten, wan im oder inen geliebt, doch mit verkündung, als vorstat; vnd ob er aber auß den pfänden mehr, dan die schuld vnd der gerichts- vnd gantcost mit dem verkundcosten, vor vnd nach der gant darauff erloffen, lösste, soll er dem antwurter oder dem, deß die pfand gewesen sind, wider geben; hette sich aber der gerichtscost, es wäre mit verkündung oder in ander weg so weit gesprait, das die pfand söllichs nit ertragen, noch gelten möchten, so sollen doch die pfand nit näher, dan vmb die schuld vergantet werden, vnd dem kleger vmb söllichen gerichts- vnd ver- BUB ffö£ Ös^ws®f? JTYifiTiriffMTilil KgMir ■HHBHBHHHBHhHM^HI BS— 1503. 367 kündtcosten weyter pfand gegen dem antwurter oder Schuldner vmb souil, als dan die pfand bemelts ge- richts costen nit hat mügen ertragen, zugelassen werden; möchten aber sich die kleger vnd antwurter vmb betürung der pfand nit vertragen, soll alweg die betewrnng stan zu schuldthaissen, burgermaister vnd raht oder denen, den sollichs von inen in vnserm namen beuolhen würt; vnd so auch ain pfand also auf der gant bezogen würt, soll vnd mag ain ieder damit geuaren, thuen vnd lassen, als mit andern seinen inhabenden aigen gut on inred vnd Verhinderung menigklichs, alles vngeuahrlich. — Item zinß, gült, lidlon, wein vnd verzert gellt soll allweg dem kleger nach vrthail mit seinem geschwornen aid, so er anders der ehren nit verletzt oder verdacht ist, zu behalten zugelassen werden, doch der Zinsen halb drey zins, die nächsten vor der klag nach ainander gefallend, vnd nit darüber; wurde aber vmb mehr, dan die selben drey zins geklagt, vmb die, souil dero darüber sind, soll nit anders dan vmb schuld, deßgleichen vmb lidlon, wein vnd verzert gellt, nach dem aber auch nit anders, dan als vmb ander schulden gericht werden. Haften oder anlegen: Item es soll auch kain burger noch inwoner dem andern nichts verbieten noch verhefften, sonder sich obbemelter massen rechts vor vnd gegen ainandern benügen lassen by verpenung des klainen freuel. — Item deßgleichen soll auch khainem gast gegen dem andern kain ver- pot, noch hafft zugelassen werden; wol mag ain burger oder inwoner ain gast an dem seinen hefften, vnd ob der burger den schuldthaissen oder stattknecht zu dem hafft nit finden könde, noch ankhomen möchte, mag ain ieder burger oder inwoner solhen hafft mit ainem anderen burger oder inwoner thun; der oder dieselben sollen auch alsdan söllichen hafft zu thun schuldig sein, so wan im 1 ^ hafftgellt gegeben würdt, vnd hinder wem auch des gasts gut von wegen des burgers oder inwoners erfunden, vnd welcher burger zu häfften erfordert vnd also gehäfft würdt, soll derselb den hafft thun vnd von dem oder denselben bey verpenung obgemelts freueis vnd bezalung dem kleger der schuld oder seyner ansprach gehalten vnd on recht oder willen des heffters nit verendert werden; doch ist hierin vorbehalten, so also vnd wie gehafft vnd sollicher hafft in ainem monat, das vier wochen vnd nit änderst verstanden werden soll, den nechsten nach dem hafft nit gerechtiget wurde, daß dan derselb hafft geuallen vnd deßhalb dem andern zu ant- wurten niemand nichts schuldig sein, doch ist alweg die schuld oder ansprach außgeschaiden vnd diß alleß dem kleger daran vnschedlich; ob aber auß sorg gegenwertiger oder khünftiger kriegslauff in truwen ichts her in vnser statt Engen geflöchnet, oder sunst zu andern zeiten wyn, körn in truwen vff ligering oder in kästen oder was zu marckht oder sunst von zehenden, zinsen, myeten oder dergleichen gefüert würt, das sollichs weder in kellern, noch in kästen, noch an enden, dahin das gelait oder gefürt würdt, gehefft werden soll, eemals das widerumb auf die achs in mainung hinzufueren geladen oder verkaufft wirdt; so mag nach dem verkauffen die schuld, vnd weder körn noch win anders dan auf der achs, wie vorstat, doch nit auff marckhttagen, noch dero lyb noch gut, so obbemeltermassen hier ingefaren wären, gehäfft werden. — Item deßgleichen soll auch kainem gast hinder kainem handtwerckhsman nichts verbotten werden, so demselben handtwerckhsman von dem gast von seins handtwerckhs wegen zu machen beuolhen würt; wol mag der handtwerckhsman sollichs vmb sein Ion hinder im behalten. Artickhel der vertigung aines kauffs: Item welcher auch ligend gut oder anders, was es ist, vmb bargelt kaufft vnd nit nach der vertigung oder nach wysung des khauffs bezalt, vnd das zu klag kompt, so gerechtuertiget würdt, soll mit dem klainen freuel gebessert werden. — Item deßgleichen ob iemands war, der oder die sich des andern guts vnderzügen in schirm weiß zu schaden oder nachthail dem andern, als das ainer ain gut versprech für das sein, vnd doch nit anders dan ain schirm were, als vorstat, vnd sich das erfind, sol auch gebessert werden mit dem klainen freuel. — Item es soll auch kain gemecht, kain gmainschafft, kain kauff, kain Schätzung, vertigung, khain verpfendung mit gelegnen güetern, in der steur zu Engen gelegen, kain crafft haben noch für krefftig gehalten, sy werden dan geuertiget vnd auffgericht daselbs zu Engen vor vnserm stab, wie alda recht ist, vnd die vertigung auch nit zugelassen werden, es were dan, ob iemand den vertiger in clag, gebott vnd deshalb anhangendem rechten bette , dem oder denselben vmb ir oder sein clag vnd gebott, souil sich dero im rechten erfünd, schuldig sein, des ersten vnd zuuor nach der statt recht gnug beschehen. — Item es soll auch vnd mag ain ieder burger oder inwoner vnser statt Engen den andern vor rät oder gericht vnd zu gerichts tagen, dem anders der 368 1503. schuldthaiß oder burgermaister von vnser statt wegen nit fürgebotten hat, seiner schuld oder ansprach halb vmb recht wol hefften vnd verbieten, es were dan, das ainer dem andern fürgebotten hette, so mag der fürgebotten hat den andern nit weiter hefften, sonder soll er seinen gebotten nachgen; es soll aber, noch mag niemands kainen des gerichts noch raths hefften, sonder sollend sy mit fürgebotten gefordert werden. — Item ob auch zwen oder mer ainandern irer fürträg nit gesten vnd abred sein wurden, so soll ain ieg- licher fürtrag, wie vnd wan das die notturft eruordert oder auff ainicher parthey begeren oder sunst mit vrthel zugelassen wurde, mit zwayen oder mehr erbe[r]n vnuersprochnen manspersonen zusampt dem, dem sollichs mit vrthail zugelassen ist, erzüget werden vnd ie nach gelegenhait vnd gestalt der sach gericht; doch sollen, ob vmb leibaigenschafft oder derglichen sachen rechtuertigung entstünde, frawen auch gehört vnd nach recht darauff procediert vnd gehandelt vnd sunst auch frawen mit frawen gezüget werden. — Item entstind aber irung, das malefitz oder personen, die mit tod vergangen waren, berüerenden, soll mit der schweren wysung, als brief vnd sigel, oder zusampt des, dem sollichs zugelassen würt, mit sechs erbe[r]n vnuersprochen manspersonen erzüget werden, es were dan der handel auf die toden person so klainfügen, geltschulden oder dergleich sachen halb, soll vnd mag gezügt werden, wie im nechsten capittell hieuor geschriben stat; doch sol alwegen ain zng in des anderen abwesen gehört vnd, ob des ainiche parthey be- gert, artickhel vnd fragstuckh zugelassen, gegeben vnd genomen werden. — Item ob auch iemand, wer der oder die weren, der oder die andern der eren beschuldiget hetten oder noch beschuldigen vnd das beharren wurden, vnd vberwindung des rechten, davor aigne bekhantnuß oder warer schub nit vor äugen, der beschuldigt auch sollicher beschuldigung nit anred were, soll auch erzeuget werden, wie im nechsten capittel vor geschriben stat, mit sechs erbe[r]n vnuersprochnen manen zusampt der parthey, die alweg darumb schweren soll ayd lyplich zu gott vnd den hayligen, das der aller aid rain vnd nit mein seye; wo aber sollich be- weisung nit sein noch beschehen mag, soll der beschuldigt ledig vnd der beschuldiger in die fußstapfen desselben mit büß vnd beßrung ye nach gestalt vnd nach gelegenbait der beschuldigung erkhendt, vnd soll dise Ordnung in allen wysungen dermassen gehalten werden. — Item ob aber ainer oder mer klag täte vmb beschuldigung, im zu rugkh vnd hinderwert beschehen vnd der beschuldiger söllcher beschuldigung nit anred wäre, soll der beschuldigt sich mit seinem ansager, ob im die oder der des gechtig sind, mügen entschuldigen verer klag vnd des gegenrechten darumb entladen vnd des zugelassen werden, doch soll dem oder den anzögen beschuldigern darumb sein oder ir recht gegen dem oder den ansagern vorbehalten, doch mag der ansager den beschuldigern mit zweyen erbern vnuersprochnen mannen zusampt syn beyden worten behalten vnd die erzügen mit den ayden, wie nehst hieuor stat; ob aber der beschuldigt oder auch der ansag, ob er die wort nit selbs gehört hätte, sollicher wort läugnen wölt oder wurde, so soll derselb beschuldigt den beschuldiger vnd den ansager ieden insonders, der im also in leugen stund, auch bey den Worten zu behalten mit zway vnuersprochnen mannen, vnd wie hieuor beschaiden ist, zugelassen werden; so aber die beschuldung nit beharret vnd die wort der beschuldigung nit wären bestentlich vnd offenbar lutrung mit iren trügen als morderey, vereterey, diebstal oder dergleichen lutrung außgedruckhter wort, die nit declaration bedürfen, mit vnglicher verstentnuß mügen angefochten, noch bedeckht werden, dermassen verantwurt wurden, nit der mainung, den oder die beschuldigten damit zu schmähen, sonder auß zorn geredt vnd nichts args, vnerlichs, noch sunst anderß dan ere vnd guts von dem oder denselben beschuldigten wissend sin vnd das mit dem aid betürt vnd erstattet werden mag, soll wyter mit khainer er- noch leibsstraffe, sonder vmb den bürgerlichen freuel 10 tf. /$, vnd sunst Scheltwort nach maß der wort gehandthabt vnd nach gestalt ainer sach zu straffen erkhendt werden. Artickhel, so ainer ime seine verwanten vffhebt: Item ob auch iemand dem andern seine vordem oder freund freuenlich auffhub, sy warend tod oder lebendig, vnd dieselben vormals mit recht vberwunden, soll nichts desterweniger gebessert vnd zu bessern erkhendt werden mit dem klainen fräuel, so aber die oder der des nit vberwunden wären, alß vorstat, so soll die besserung sten vnd erkhendt werden mit dem grossen fräuel, ist 10 ti \ ain ieder freuel zu iedem mal mit seinem gebürlichen anhang, oder die beschuldigung möchte so schwarlich beschehen, es solte auß macht vnser oberkait dagegen mgföämi^m ^H 1503. 369 zu handeln zugelassen vnd erkhendt, auch alwegen zwüschen den partheyen vmb wandel besehen nach ge- stalt der sach, was recht ist. Todtschlag: Item ob auch iemand, wer der oder die wären, den andern in vnser statt Engen, auch in dem ätter oder burgkrecht, darzu gehörend, entlüpt oder von dem leben zu dem tod gebracht hette oder furter thun wurde, zu dem oder denselben tattern soll pünlich mit dem schwert bar gegen bar gericht vnd dem herrn das gut, so er hat, erkhendt, so anders der oder die täter mügen betretten, es möchte dan rechte not, getrungne notwer erzüget; solliche notwer soll auch durch aigne bekhandtnnß deß entlypten oder selb sibent, vnd wie uor in dem capittel der beschuldigung halb geschriben stat, bezeuget vnd erstattet werden; mochte aber der täter nit betretten werden, soll nichts dester weniger vmb die tat wider inn procediert, den freunden zu seinem leib vnd den herren zu seynem gut erlaupt vnd erkhendt; es were dan sach, das dem entlüpten zusampt dem leib sein gut entnomen were, soll nicht mehr zu dem täter als ainem todschlager, sonder als ainem morder mit dem rad zu richten erthailt vnd sonst des guts halben, wie vor- stat, gericht werden, vnd die aigen erkhandtnuß, ob der entlypt vor seinem sterben erkhendt hette, vnd die erben als kleger des nit gesten wolten, soll erzüget werden mit zwayen erbern vnuersprochnen mannen zu sampt dem antwnrter, oder ob der antwurter die aignen bekantnuß nit gehört hätte, mit dreyen mannen, wie obstat, vnd darauff oder auff bemelte bewysung der pinlichen besserung ledig erkhendt werden mit vorbehaltung des bürgerlichen fraueis, 10 7t 3\ mit seinem anhang. Volget hernach der erbval: Item erpliche gerechtigkait nach brauch vnser vnd vnser statt Engen, also das ie vnd alweg, auch in allen vällen die nechsten erben nach sypt vnd der lynen deß blutserben; doch sollend enckhlin, das send khindskhinder, alwegen an ir vatter vnd muter statt mit der- selbigen geschwisterigen an der sypt vmb souil, alls abgangen vatter vnd muter gerechtigkhait vnd erb- thail gehept, ob sy das erlept hetten, gleich geschätzt vnd geachtet in disem val alls vetterlich vnd müe- terlich vnd enckhlich erb; wan aber ain kind mit tod vergat, vnd nit kindt, kindtskind, eelich gemecht, noch geschwisterig verlasset, soll vnd mag sein verlassen gut wider hinder sich fallen an vatter vnd mutter oder aintweeders, so das erlept; wo aber kindt, kindskind, geschwistergit oder eelich gemächt vorhanden sind, die sollend ain anderen erben vnd nit vatter noch mutter. — Item wo zwo personen ehelich zusamen khomen, vnd von den baiden eliche khinder geboren werden, vnd dan die fraw vor dem man mit tod ver- gieng, so soll vnd mag der man in dem gut, es sey ligend oder varend, beleiben sitzen , dieweil er seinen wittwenstatt haltet; so er aber den verruckhen vnd sich ehelich verenderen oder sunst den khindern vnd im selbs vnnutz erfunden würd, sollen vnd mügen in die khinder tringen, inen ir müeterlich erb vnd gut in aichelenweiß zu thaylen, also das dem vatter desselben mutterlich erbs vnd guts ain thail alls vil, als ainem khind, vnd sunst der kind ainem als vil als dem anderen werde, doch ist alwegen den khinden zu den ligenden gölten vnd güetern ain rechte verfangenschafft vorbehalten, daß der vatter solliche ligende gült, noch güeter weder mit versetzen, noch verkhouffen beschwären, noch verenderen soll noch mag, dann mit verwilligung vnsers schuldthaißen, burgermaister vnd raths in vnsern namen, oder wie zu Engen recht ist; so aber dan der vatter auch mit todt vergangen vnd in leben nit mehr ist, so soll dasselb vnd all ander sein verlassen gut, ligends vnd varents, denselben, vnd ob er darnach khinder mit der nachuolgenden frowen geboren hette, sollich gut gleich gefallen sein, auch vnder die in aichelenweyß gethailt vnd der frawen nit mehr, dan ain khindtsthail daruon werden, vnd zu demselben khindtsthail soll auch ir, der frawen, belieben ir morgengab vnd ob sy zu dem man ichts gebracht het, vnd damit deßgleichen die kind von schuldthaissen, burgermaister vnd raden in vnseren namen beuogtet werden; die frow soll auch ire kinder von sollichem irem vnd der khinder gut erlich vnd zuchtngelich, auch zu guten sitten erziehen vnd zu gott oder der weit nach reth, auch mit wyssen vnd willen der vögt vnd nach vermügen des guts erlich berathen vnd versorgen ongetrungen, dieweil sy wittwenstaat vnd sich sonst erlich vnd wol in dem gut onegeenderet deß hauptgut haltet; item ob aber vnd wan sy sich elich verenderen oder sunst den khünden vnutz erfunden würd, so soll sy schuldig sein, den khünden ire thail irs vätterlichen zugethailten erb volgen lassen vnd den vberigen ire zugethailten thail mitsampt der morgengab vnd anderen iren ererbten vnd zugebrachten güettern ir leben lang, doch ongemindert deß hauptguts, niessen; item so sey auch mit tod vn 47 Säsälsg ■ m •: :'.';■ & 370 1503. vergangen vnd in leben nit mehr ist, so sollen der man vnd die khinder, souil dero eelicli von irem leib geporen weren, dasselb ir gut, wie das namen hat, in aychelenweiß thaillen vnd ainem als vil als dem anderen werden; item es were dan, das leibs- oder hungersnotturft warlich erfunden wurde, so soll es doch allweg deß mans vnd der frowen halb nit anders damit, dan mit verwilligung aines raths in vnserem namen vnd nach recht der statt Engen gehalten werden, wie vorstat. — Item vnd ob auch der man vor der frowen mit tod abgieng vnd ließ eelich khinder, von inen baiden geporen, hinder im, so sollen gleich nach abgang des vatters vor aller anderen handlung die frow vnd khünder von vnserem schuldthaissen, burger- maister vnd rädten zu Engen, doch iedes vnd iede, namblich die frow sonderlich vnd die kind auch, so sy anders oder souil dero vnder iren iaren seind, geuogtet werden, vnd so auch solliche beuogtigung beschehen ist, ob dan die'khind oder ire vögt bedunckte, der thayl den khinden nutzer sein, dan mutter vnd khind bey ainanderen zu bleiben, vnd die mutter vmb thayl der khind vätterlichen erbs ersucht wurde, soll die mutter den khünden darumb thails zu gestatten schuldig sein vnd daruon nit mehr dan ainen thail, als ain khind, zusampt ir morgengab vnd irs ererbten vnd zugebrachten guts nemen, sich des benüegen vnd den künden alls vberig volgen lassen vnd dan dasselb vnd ander ir erb vnd gut ohngemindert deß hauptguts niessen ir leben lang; vnd so sey auch mit tod vergangen vnd in leben nit mehr ist, soll denselben iren kinden, ob sy sich daruor nit eelich verendert hat, alles ir verlassen gut gefallen vnd zugehörig sein; hette sich aber die mutter eelich mit einem andern man verendert, sollen derselb ir man vnd die khinder vor vnd ob sy ainche eliche künd bey im hett geboren, ir sollich verlassen gut gleich vnd in aichelen weyß thaillen vnd ainem als vil als dem anderen werden, doch mag die frow ir morgengab allweg verschaffen, geben vnd machen, wem, wohin vnd wie sey wyl, alles nach freyer morgengab recht. — Item gieng aber derselb ir man auch vor ir mit tod ab, vnd würde die fraw von seinen khindern, ob er die nach seinem tod gelassen het, zum thail irs vätterlichen erbs getrungen werden, so soll es gegen denselben khünden in thailung irs vätterlichen erbs, gleich wie der vorderigen khünden halb vor dar von geschriben statt, gehalten vnd desselben der frawen auch ain khündtsthail mitsampt irem zugebrachten vnd ererbten gut vnd nit mehr werden, vnd nach irem abgang alles ir gut, von wem oder wie das dar khomen were, vnd souil sy deß nach irem tod verlassen het, iren khünden, so von irem leib vor vnd nach eelich geboren send, volgen vnd in aichelen weyß gleich vnder sy gethailt werden; wurde aber die mutter deß thails nit getrungen vnd belybe also mit oder ohne enderung bey bayderlay oder ainem thail der khünden, so soll allweg den nachgehenden khünden ir vetterlich gut, wie ir vatter seliger daß zu ir aller mutter seligen gebracht hat, wie den vorigen khünden mit vorbehält aines thails an statt der mutter, in maßen vor der thailung halb zwischen der muotter vnd khünden geschriben Staat vnd beschehen ist, zuuor auß, vnd dan derselb ietz vorbehalten thail als müeterlich zusampt allen andern iren ererbten vnd anderm gelassen gut, wie vnd was sy deß also vberkhumen vnd nach tod gelassen hette, als müeterlich gut in eychelen weyß vnder sy alle, wie vorstat, gethailt, deßgleichen soll es bey dem vatter in dem vahl auch gehalten werden. — Item so aber weyb vnd man on eelich leibserben von ainandern mit tod verschaiden sind, so soll die fraw den man, deßgleichen der man das weib erben. — Item so auch sunst ain erbfahl ledig beschicht, das nit kind oder geschwisterig oder derselben kind vor äugen sind vnd zu gedenckhen, das ander neher oder dergleichen erben vorhanden sein möchten, des die gegenwärtigen vermainten erben nit gesten wolten, oder obgleichwol des kain gedenckhen sein möcht, so soll doch sollich erbgut iar vnd tag in ruow zu stellen vnd zu warten erkhendt werden, es möchtend oder weitend dan der oder die ansprechigen nach erkhandtnuß vnd benüegen vnser schuldthaiß, burgermaister vnd rät vertrösten, ob iemand in derselben zeit körne, das sy dem antwurt geben vnd thun wolten, was recht were; kerne aber iemaii vnd möchte der oder die ansprechigen sipschafft zu recht gnug erzügen, soll er oder sy zugelassen, möcht aber sollichs der- massen nit erzuget, soll er oder sy dauon erkendt vnd der oberkait ir recht dagegen vorbehalten werden. Von der appellation: Item vnd also bißher vil vnd mangerley vnwirdige appellationes ett- wan vil mehr vmb Verzug willen vnd dem widerthail zu uerhinderung siner gerechtigkait, dan auß not- turft zu achten beschehen sind, haben wir auch vmb vermeydung willen geuahrlichs vmbzugs, auch zu handthabung rechts vnd der erberkait angesehen vnd gesetzt vnd wellen, das nun hinfüro von kainer noch ■.*£&: : , F M2fe VSH ■■'•■■■■■■■'■'■<■■■■'- ■MIMtiiBinifTn 1503. 371 khainen vrthailen, so von vnsern burgermaister, schuldthaissen vnd rädten alhie zu Engen in raths- oder gerichtsweiß außgond, von niemands, war der oder die seyen, geappelliert noch zu appellieren zugelassen, noch auch von vns, vnsern erben vnd nachkhomen angenomen werden soll, es neme dan zuuor der appellierend thail der handlung vrthailbrieff vnd vrkund und müge vnd wolle darzu geloben vnd darauff ain aid leiplich zu gott vnd den hayligen schweren, das sein sollich appellation nit beschech auß ainichen ge- uarden, noch vmb Verzugs, noch hindernuß willen dem widerthail seins rechten, sonder vnd allain auß not- turft vnd auch der mainung, das er söllicher seiner appellation im rechten, alls er achte, begrundt, auch im die appellation als lieb als die sach sye, vnd auch dem widerthail, ob er, der appellierer, in dem rechten seiner appellation verlustig, demselben seinem widerthail costen vnd schaden deßhalb nach erkandtnuß deß rechten abzulegen vnd darzu 3 U 3\ büß vertrösten; ob aber er, der appellierer, by demselben seinem ge- thonen aid behalten, das er trostung mit burgschafft oder guter nit vermocht, das im dan darumb seins aids vertruwt werde vnd damit vertröst haben solle; wir, vnser erben, noch nachkhomen wollen noch sollen auch sunst darumb tag zu setzen noch verhör zu geben nit schuldig sein. So volget hernach die geschworen steur: Item nach allen vnd ieden nach ainandern volgenden verschinen fünf iaren sollen all vnd iegklich vnser burger, in- vnd beiwoner vnser statt Engen, vorstatt oder Ledergassen gesessen vnd wonhafft, so vnd wan die steur von ainem rath zu erneuwren angesehen vnd gerüfft würdt, al ir ligende vnd varende güeter bey dem aid, so ain ieder zu gott vnd den hayligen darumb schwören soll, versteuern vnd die angeschlagen werden, so lieb ainem ieden das ist, auß- genomen die stuckh, so hernach volgen: item des ersten ains ieglichen weibs vnd haußgesinds alles verschroten gwand vnd was hernach im gebotten ist; item zum andern ob er on geuerd ain pferd, ain melcki gaiß oder zwo zu seinem bruch vnd notturft hette; item zum dritten, was bett vnd bettgewant ainer hat, die er zu im vnd seinem gesinde prauchet, oder ob ainer zwayer oder dreyer bett mehr vnd darob hette, das er damit erber leut warten wollt; item zum vierdten, ob ainer ann geuärde ain trinckhvass, das er zu trinckhen in seinem hauß angestossen oder anstoßen lassen hett; item zu dem fünften, waß fleisch, meel oder brott einer hat vnd ob ainer ain rind, kuo, schaff oder schwin, die er vormals darumb gekaufft hette, das er sollichs in seinem hauß schlahen vnd brauchen wollt: item das alles sol vnd mag mit allem andern seinem haußgeschier vnuersteurt bleiben.—Item ain ieglicher priester vnd all ander gaistlich personen sollen auch alles guth, so sie alhie erblich anualt, vnd vorhin in der steur, als obstat, gelegen ist, versteuren alls ander. Von des abzugs wegen: Item diß sind die gewonlichen recht, prauch vnd herkomen vnser statt Engen des abzugs halben: also welcher oder welchy ir guter von Engen auß der steur ziehen wollen, der oder dieselbigen sollen fünf nachsteuren von irem oder seinem gut, wie der oder die in der steur ligend, vnd darzu den dryttail seins oder irs guts zu abzug geben, es were dan, das ainer ain kind beriet gaistlich in ain closter oder samlung, soll söllchs, damit er dasselb kind also beradt, vnd namblich biß auf 100 fi., vnd nit darüber alß ain gotzgab nit versteurt noch verabzuget werden. Hienach volget der atter vnd das burgkrecht mit seinem kraiß vnd begriff, zu vnser statt Engen gehörig, vnd vahet an: item des ersten bei Othylien capell, vnd gat dieselbigen staig auff ob den gerten hinauß biß an die staig, so bey der mülhin an dem Gugen- berg hinab gat, vnd ob derselbigen mülhin vnd dem mülinwur hinauß biß an den steg vber den Mayerbach vnd vber den steg die straß herumb biß an Schumplins gassen, gen. Stockhergeßlin, vnd dan dieselbigen gassen hinvmb an den graben vnd denselbigen graben auff durch den erkaufften graben an das prücklin vnd von dem prücklin den brayten graben auff vnd hinüber durch die äckher in die marckh bei dem Beugen vnd von derselben marckt außhin vnd den steig hinab vber die strass aufhin biß an die Siechenstaig vnd die Siechenstaig auff in die marckht bey dem lindlin auff dem Vssern Berg vnd von derselben marckh außhin vnd den steig hinab vber Cläwin Schreibers ackher vnd dan den Weyergrund ab vnd ob des Sengen trotten hinum biß in den Holenstain vnd von dem Holenstain widerumb biß zu st. Otilien capell, vnd soll auch in sollichem ätter niemand richten noch zu richten haben dan mit dem stab vnsers Stattgerichts zu Engen. Ordnung des margkten halb im ätter vnd burgkrecht zu Engen: Item es 47* (ÄMiM WmS SSM Wim 372 1503. sollen auch in vnserm namen vnd von vnsern wegen von schuldthaissen, burgermaister vnd raten fünf erber redlich man schuldig zu margkhten gesetzt werden, die auch darumb gelobend vnd aid leiplich zu gott vnd den hayligen schwören sollend, menglichem, wer der oder die seyend, von dem oder denen sy vmb margkhten angerüfft oder ernordert werden, fürderlich vnd ohn ainichen geuahrlichen Verzug in vnserm namen margkhens gestatten vnd gleichen erberen entschaid dem reichen als dem armen, dem armen als dem reichen, nichts anders dan gott vnd die gerechtigkait angesehen vnd als sy gott an dem jüngsten gericht antwurten wollen, widerfahren lassen vnd von jeder marckht von ieder parthey aiu maß wein nemen. Von der waid wegen: Item so ainer oder mehr vnser burger, in- oder bey woner vnser statt Engen selbs zu ackher giengen, es weren roß oder rinder, der oder die mügen auf die waid halten, wo oder wie die im Alten Dorf, deßgleichen die ain oder mehr roß habend. — Item ob aber ainer mit frömbden zügen, sy weren in- oder ausserhalb vnser herrschafft gesessen, zu ackher gieng, so mügen der oder dieselben ackherlüt, so demselben also zu ackher giengen, allsdan vnd wil sollicher ackhergang wehret, mit irem zugvich zu vnd von dem zug vngeuahrlich lassen waiden; doch mügen alwegen vnser burger, in- vnd beiwoner vnser statt Engen, vorstatt vnd Ledergassen, in ätter vnd burgrecht gesessen, nach dem ersten tags des Brachmonats, wan sy wollen vnd nit ee, ire ackher in der vchtwaid prachen. Von der weingerten wegen: Item ob ieman, wer der oder die weren, die von vns oder den vnsern weingerten empflengen oder empfangen hetten, die nach vnser statt Engen recht gelihen wurden oder weren, vnd die beuw, namblich schniden, hackhen, stossen, erbinden, erbrechen, hefften vnd valgen, nit vor st. Johans Baptisten tag beschehen weren, vnd auch gemainer landspräst nach erkantnuß schuldthaissen, burgermaister vnd rädten nit möcht erzüget werden, das dan wir, der oder die lehenherren, wer der oder die weren, gemainlich oder sonderlich vmb mißbaw zu boden vnd blumen greiffen, die ziehen ohn- verhindert der buwleut vnd menglichs nach vnserm, seinem oder irem geuallen verwalten mügen. Vondeshaußzins wegen: Item ob ainer oder mehr burger, bei- oder inwoner vnser statt Engen heuser vmb ierlich zinß ain oder mehr iar verleihend, mag alweg der verlyherr dem empfahen- den, so er auß dem hauß ziehen wollt, vmb den zins, ob er nit bezallt war, souil haußraths oder pfand, die des drittails besser seyen dan die schuld selbs, hefften vnd in dem hauß behalten vnd mit den pfänden, alls vorstat, nach vnser vnd der statt Engen recht geuaren vnd handien. — Item deßgleichen ob ainer also sein hauß ain oder mehr iar verlyhen hette vnd das darnach verkauffte, soll alwegen die leihung kain crafft haben, sonder wan ainer deß begert, das hauß rümmen vnd darauß ziehen vnd nit mehr dan den zinß nach anzal des iars daruon zu geben schuldig sein. Ewig zinß oder güllt ab heusern nit zu uerkauffen: Item es soll auch niemand verwilliget werden, ewig zinß oder gült auff khain hauß, in der statt Engen, vorstatt oder Ledergassen gelegen, zu setzen in kain weiß noch weg, sonder die heusser von aynem ieden inhaber in rechten wesenlicher buwen, thach vnd gemach vnzergengklich, vnwüstbarlich vnd nach erkhandnuß vnser, auch schuldthaissen, burgermaister vnd rät oder deren, denen das also beuolhen würdt, in guten eeren halten; deßgleichen ob zway heuser oder mehr an ainandern gelegen vnd ainer oder mehr buwen wollt oder wölten, vnd der oder die andern nit, soll auch nach erkhantnuß, wie erst gemellt ist, verlutert werden. Von schulden wegen: Item was gichtiger schulden 3 ß vnd darvnder sind, darumb mag ain ieder den andern pfenden mit dem stattknecht vnd damit geuaren nach vnser statt Engen recht, wie vorstat; was schulden aber darvber vnd gychtig sind, darumb mag ainer, ob er wyl, kain rechtuertigung pruchen, sonder sollend ainem ieden gegen dem andern nach vnser vnd bemelter vnser statt Engen recht durch den stattkhnecht pott gegeben werden, ainer den andern außzurichten; vnd ob ainer gegen dem andern rechnung begerte, soll inen rechnung zu thund in acht tagen den nechsten nach vnser vnd derselben vnser statt Engen [recht] auch gebotten, vnd dem nach anßrichtung oder verpfendung, als vorstat, vnd ge- strags gehalten vnd nit verzogen werden, als sollichs gerechtuertiget vnd mit vrthail zugelassen vnd er- kent were. — Item vnd ob aber darumb span entstind oder die schulden nicht güchtig, sonder lougenbar sind, die sollend mit recht gelütert vnd gerechtuertiget werden. Schulden von spils wegen: Item ob iemands, wer der oder die weren , die ainandern mit ■i ;;./„_■ ggjg | .. fr : JMJTiTBBv*^*t™4FBlliB'*ir ,, i- ■M SäaH^tdml&BmtäiBl&ii P^^gStSi 1503. 373 spil angewunnen hetten, weleherley spils das were, der oder die sollen das bezalen oder mit willen behalten ; welcher oder welchy aber das nit täten vnd wider willen des oder dero, so im oder innen abgewannen hetten, freuenlich abschieden, soll söllicher freuel mit dem klainen freuel gebessert vnd zn bessern erkhendt werden, aber vmb das spilgellt, ob sy deß gleichwol irrig werend, soll rechtlich nichts erkhendt werden, sy mügen aber darumb ain andern zu fryscher that selbs pfenden vnd aufhalten ohngefräuelt, wie herkhomen ist; so aber die pfendung nit gleich angends vnd ee sy von ainandern geschaiden sind, zu frischer that besehenen ist, soll es darnach nit zugelassen, sonder ob es beschech, als vorstat, gebessert werden. Von verpfendung vnd fiirbieten zu recht: Item nach vesperzeit soll niemand ge- pfendt noch kain pfand mer vergantet vnd nach dem vesperleuten biß zu der wachtglockhen fürge- botten werden. Hienach volgend die fräuel: Item es sol khain sach nimer für einen fräuel von dem schuldthaissen gerechtuertiget noch von den rädten noch richtern darüber gericht werden, es sey dan rüg oder darumb klag beschehen , es were dan blutrunß, da klagt vnd rügt allweg die blutend wund die that, es soll auch die blutend wund für gnngsam gerügt vnd geklagt gehalten vnd darvber vmb den fräuel, als geklagt vnd gerügt, gericht werden. — Item so auch fräuel gerügt oder geklagt, sollend hiernach vol- gender mainung zu bessern erkhendt werden: Item auffwüschen, fräuenlich gegen ainandern getrungen vnd geschlagen, messer zuckhen, vnd dergleich fräuel ohne plütrunß soll gebessert vnd zu bessern erkendt werden mit dem klainen fräuel als 3 & ,$ mit seinem anhang. — Item plütrunß oder bainschrot soll gebessert vnd zu bessern erkendt werden mit dem grossen fräuel, das ist 10 & 3\ mit seinem anhang. Item ain Scheltwort bessert vnd soll zu bessern erkhendt werden mit 3 ß ,3), die Scheltwort beschehen von mannen oder von frawen; es wer dan, das die Scheltwort eerrurig, so soll es nach maß derselben gebessert vnd, wie vor von lesterung geschriben stat, zu bessern vnd frawen den lesterstain zu tragen erkendt werden; der handel were dan so gross, so sollt darumb nach recht vnd, wie vor lesterung halb geschriben stat, gehandelt werden. Item ob ainer dem andern vber seinen willen oder sein, des hausswirts, verbotts oder ander der seinen von seinet wegen in sein hauß vnd hoff gienge, vnd das geklagt wurde, sol gebessert vnd zu bessern erkendt werden mit dem klainen fräuel, ist 3 U mit seinem anhang, vnd sol darumb dem verbieter vnd kleger, so er das bey seinem aid geklagt hat, vnd im anders der eeren zu vertrawen ist, gelaubt werden. Item ob zwen oder mehr sich mit ainandern zertrügend vnd stain gegen ainandern fräuenlich zuckhen vnd nit würfen, soll gebessert vnd zu bessern erkhendt werden mit dem klainen fräuel, ist 3 $ ^ mit seinem anhang. Item ob aber ainer stain gezugt vnd geworfen, getroffen oder geuelt, soll doch nit anders dan mit dem klainen fräuel gebessert vnd zu bessern erkhendt, es were oder wurde dan plütrunß oder bainbruch, soll mit dem grossen fräuel, ist 10 'tt 3\, gebüsset vnd za büssen erkendt werden. — Item so auch alle oder welche partheyen allso auff rüg, klag oder plütrunß mit vrthail freuenlich gehandelt, verfeit vnd bußwirdig erkhendt werden, vnd der ain thail das auff den andern, wie im mit vrthail aufgelegt würdt, das auch zusampt ainem ieden sacher mit zwayen vnuersprochnen mannen beschehen soll, pringen mag, das es von dem widerthail mit Worten oder werekhen an in gebracht sye, so soll derselb, der des schuld vnd des fräuels vrsach mit angebrachtem anfang gethon, dem, daran er söllichen anfang gebracht hat, allen seinen deßhalb eingefürten vnd erlitten fräuel, artzatlon, costen vnd schaden abzulegen vnd in darumb zu uertreten schuldig sein vnd mit vrtail verfeit werden. Von abschwaiffen: Item ob ainer oder mehr burger, in- oder beywoner, söldner, hoffgesind oder frömbd lüt mit vnd gegen ainandern fräuelten vnd der ain abschwaiff wurde, also das er zu recht nit gelopt bette vnd des schuldthaissen gebott vnd dem rechten darnach nit gehorsam sein wölte, oder derselb vngehorsam gegen dem gehorsamen zu recht gegenwürtig nicht möcht fürgestellt werden, wo dan der gehorsam erstatten vnd, des zu recht gnug ist, fürbringen vnd darthun mag, das der abschwaiff vnd vn- gehorsamer vrsächer vnd anpringer des fräuels gewesen seye, also das er sollichs fräuenlichen an in gebracht hab, das dan derselb gehorsam von sollichem fräuel ledig erkhenndt vnd des nit engelten, sonder wir oder vnser schuldthaiß oder Statthalter vmb denselben zusampt seinem des vngehorsamen fräuel an vnd auf denselben vngehorsamen vmb baid fräuel gewist werden sollen. Item deßgleichen vnd hinwiderumb, . wm H " :■■"■"■ -''V ;.■'■'' 374 1503. obgleichwol die ain parthey also nit erschin vnd vnser scliuldthaiß, Statthalter oder amptman darthun vnd zu recht gnug fürbringen mag oder im gerügt oder geklagt ist, wie vor stät, das der gegenwürtig fräueler des fräuels vrsächer oder anfänger gewesen were, das dan derselb gegenwürtig fräueler für sein person souil engelt, das er baid fräuel bessern solle, wie recht ist in aller maß, alls ob der abschwaiff gegenwürtig vnd vnder äugen wäre, wo aber das nit beypracht oder erstattet werden mag, wie recht ist, das dan ain ieder fräueler seinen fräuel bessere, wie vor daruon geschriben stat. Von fräueln zu rügen: Item es sollen auch all vnd ieglich fräuel gerügt werden von vn- serm burgermaister, raten, auch allen andern stattknechten, Wächtern, würten vnd trinckhstubenhaltern vnser statt Engen gemainlich oder iedem insonder by iren ayden, vnd namblich burgermaister, rät vnd stattknecht, wo, wie vnd welcher zeit in der statt, dem ätter vnd burgrecht beschehen vnd sy die sehend oder hörend, mit den vmbstenden, wie vnd welcher maß die volfiert sind, deßgleichen die wachter, aber nit änderst dan die zeit vnd weil ir ampt der wacht werdt vnd sy des warten, das ist von dem, das sy zu anfang der nacht auf die wacht biß an den morgen, so es tag ist, vnd wider darab gon sollen, vnd die würt, trinckhstubenhalter in iren hüsern vnd trinckstnben, vnd was vnzucht also von der iedem gesehen vnd gehört were, sonder von gesten, zu stund, so erst sy mügen vnd vnuerzogenlich, vnd von vnsern burgern, in- oder beywoner vngeuahrlich in acht tagen, sollend vnserm schuldthaissen in vnserm namen fürpracht vnd in massen wie das gesehen vnd gehört ist, vnd nit auff hörigsag, sonder ob vnd die frä- uenlich gebäret, zusamengetrungen, geredt was wort, ob geschlagen, messer gezugt vnd wie gehandelt, souil im oder inen wissent ist, luter vnd wissentlich sagen, vnd was der ieder des also bey seinem aid vnd auß freyem aigenlichen wissen gesagt hat, sol on all ander bewysung gelaupt, vnd darauif vmb söllichen gerügten freuel erkendt vnd gehandelt werden, wie sich nach maß der rüg gebürt, auch vor der freuel halb geschriben staut vnd recht ist. Freuel von den marckten. Item ob die marckhen geuahrlich außgegraben oder gearen vnd nit von stund ahn zu frischer that dem, daran sy gestanden wären, verkhundt, sonder vber acht tag geuahrlich verschwigen vnd in gehain gehalten wurde, soll gebessert vnd zu bessern erkhendt werden mit 10 U ,5) vnd seinem anbang. — Item es möcht auch ainer oder mehr, so geuahrlich mit verruckhen der marckhen vnd dergleich that handien, es sol darumb pünlich nach maß der that vnd aigenschafft kayser- lichen rechten zu seynem leib vnd gut gericht werden. — Item ob auch iemand wer, der oder die vber offen margken zunten oder infiengen, von welchem oder welchen das beschech, bessert ieder vnd sol, so dickh das beschickt, zu bessern erkhendt werden mit 10 U ^ vnd seinem anhang. — Item deßgleichen wer die oder den andern vber offen margkhen vberschnit oder vbermayt vnd dasselb hinweg füert, bessert auch, alls vorstaut in dem sechsten capittel, vnd soll darzu dem er sollichs ab dem seinen hingefürt hat, beza- lung darumb thnn nach erkhandtnuß des rechten oder sunst mit willen abtragen, es wer dan, so wysung nit vorgalt, das sich ainer, dein anders zu uertrawen ist, in dem allem vnwissenhait mit seynem aid entschuldigen imcM, ssE zugelassen werden. Frii«l v®m tanffen vnd verkauf fen auf f dem marckht. Item oh iemand, wer der oder «fe wänwm, s® an dem wochenmarckht vnser statt Engen ychts auff pfragen kauften, emals vnd die mardkglsdME gÄttet vnd dardoreh erlaupt wurde, der oder die sollen das bessern vnd zu bessern er- khent weitem «nit 3 tt «St vnd seinem anhang. — Item es soll auch niemands, wer der oder die seyend, kainen kanff amhenekhen, also das ainer Sprech: „wil es dir nit mer gelten, so brings mir", sonder soll ieder oder iede entliehen freyen kauff thun vnd beschlüssen, darzu oder daruon on all gedingt komen, by besserung 3 U $t mit seinem anhang. — Item deßgleichen soll auch niemands dem oder den andern in seinem oder iren angefangnen kauff nichts reden noch daran irren weder mit worten noch werckhen, auch bey besserung 3 S A mit seinem anhang. — Item deßgleichen soll auch niemands, wer der oder die sind, nichts kauften zu wochenmarckht, emals das auf den marckht komen vnd vail gehalten ist; wol mag ieder vnd iede ayer, käß, schmaltz vnd desgleichen in dem hauß zu gebruchen vor oder nach der marckht- glockhen kauffen on auff pfragen, doch auff dem marckht vnd sunst niendert by büß 3 S /5j vnd seinem anhang. — Item es soll auch, so körn auf dem marckht, welcherlay das were, von burgern, inwonern oder 1503. 375 gesten nach der marckhtglockken, als vorstät, erkaufft, wieuil des were, vnd der oder die das erkaufft hetten, von burgern oder inwonern vnser herrsckafft Hewen zu irer oder seiner notturft in dem hauß zu brücken darumb erfodert wurden, ieder oder iede all weg desselben korns vnd in demselben kauff, darumb das der keuffer erkaufft bette, dem oder denselben vorderern, so vil sy oder er des vngeuabrlicb zu seinem oder irein haußgebruch vierzehen tag die nechsten notturftig sind, verfolgt vnd gegeben, deßgleichen soll es in anderm zu notturft der narung auch gehalten werden by büß 3 ß ^ mit seinem anhang; doch ist niemand gebunden noch schuldig iemand ausserhalb vnser herrschafft Hewen von sollichem körn ichtz zu lassen, er oder sy thuen es dan gern. — Item es soll auch kainerlay körn weder auf pfragen noch sunst an dem wochenmarckht, weder von burgern, inwonern noch gesten, vor vnd ee die marckkglock gelütet vnd dardurch erlaupt ist, als vorstaut, gekauft werden; doch ist hierin zugelassen, ob ainer oder mehr burger oder inwoner, als vorstaut, zu ackhergang sames auf denselbigen tag bedörfte vnd den ackherman in seinem oder irem ackher hetten, mag er oder sy samen kauffen, souil er oder sy auf denselbigen tag bedürfen, doch allain auf dem marckht vnd sunst nit; büß 3 f? ^| mit seinem anhang. Jarmarckt: Item vnd nachdem alhie in vnser statt Engen iärlichs zwen iarmarckt sind, nämlich der ain auff dornstag vor dem hl. Auffarttag, vnd der ander auf montag nach st. Martinstag nächst, sollen kauffens vnd verkauffens frey gehalten werden. Fräuel vmb eelich zu sprich: Item ob auch iemand, wer der oder die weren, ainem oder mehr vnsern burgern, in- oder beiwonern syne oder ire kind gen Costents fürnemen oder ansprechen vmb die ee vnd nit durch den kürchherren vmb declaration renuntiert, noch sich ain ee mein oder sunst argk- wönig oder gefehrlich erfinden wurde, der oder die sollen darumb zu büß verfallen sein den grossen freuel, 10 U A mit seinem anhang. Fräuel des mortgeschrays: Item ob iemands, wer der oder die weren, mort schruwen in vnser statt, dem ätter vnd burgrecht zu Engen on mortlich handlung, bessert tags mit 3 # ^ vnd nachts mit 10 Sf ^j, alles mit irem anhang. Von der sturmglogkhen vnd sturmgeschray: Item es soll auch ain ieder burger, in- vnd bei woner vnser statt Engen, wo oder an welcherlay gewerb oder arbait der oder die seyen, wan er oder sy hörend stürm lüten oder sturmlich geschray, tags oder nachts, eylends vnd onverhindert aincher ding, der ausserhalb der statt ist, der statt zu laufen, alwegen ain ieder gerüst mit harnasch vnd gewer, dahin er dan vormals geordert ist, oder ob er nit verordnet were, wo er schuldthaissen, burgermaister oder ander vnser Statthalter den nächsten gedachte zu finden, vnd getreulich gehorsam dem, so in dem besten von denen fürgenomen vnd ainem ieden zu thun beuolhen würt. — Item deßgleichen sollen auch der oder die in vnser statt Engen sind, auch thun vnd sich daran gar nichts verhindern lassen, wie vorstaut in dem nächsten capittel, bey dem ayd, so dan ieder vns vnd vnser statt Engen geschworen hatt. — Item es sollen auch vnser schuldthaissen, burgermaister vnd radt mitsampt vnser oder vnsern amptliithen an vnser statt namblich vnd wissentlich bestellen vnd ordnen, ob oder wan sollicher maß stürm oder geschray von finds, füwr oder anderer nott entstind, das ain ieder burger, in- oder beywoner wissen mag, wohin er nach Ordnung gehöre vnd den nächsten lauffen solle, es sey vnder das fänlin, auf den blatz, zu welchem thor, an welches end, auf die wer, zu dem füwr, auch wer sein hauptman seye, vnd wes er sich halten solle. Von dem feuwrfräuel: Item ob auch feuwr, das gott alweg verhüet, in oder vor vnser statt Engen, in dem ätter vnd burgrecht aufgienge vnd von dem oder denen, bey dem oder denen es in seinem oder iren heusern auffgangen were, von erst nit beschruwen wurde, der oder die sollend das besseren vnd zu bessern erkendt werden mit 3 & 3\ vnd seinem anhang. Von der würt oder weinschenckhen wegen: Item ain ieder würt oder weinschenckh zu Engen soll mengklichem das gerecht geben vnd kainen wein vmb ain gelt mer dan ainest rieffen, er wöll in dan abschlahen vnd neher geben, ouch kainen wein rieffen für ain voll vaß, es sig dan voll, oder doch nit mehr, dan vngeuahrlich acht maß darauß khomen. -- Item vnd wan ainer ain wein rieffen lat, so soll er den nit wider verschlahen, sonder denn außschenckhen vnd dester näher geben, biß das er auß- kompt. — Item es soll auch kainer kainerlay wein anders rieffen, dan darfür er im gegeben oder an im nmm wmz. hbnh ■■ ß , ' BS %M$ ■ : ■ H m .. . fp i!S«älSWll§i ^Siüm ^iMiSHhB i 376 1503. selbs ist. — Item es soll auch in kainem keller kainerlay wein mit ainandern geschenckht werden, es sey dan ainer weiß, der ander rot; doch ist dem gastgebenn würdt zugelassen, dem gast wein zu geben, wie er des begert oder der wiirt den haut, doch vnabbrochen das vmbgelt. — Item es soll auch kain ieriger wein für neuw wein mer gerafft werden, fürst das ain mal nuw wein gerafft würdt. — Item ayn ieder gastgeben würdt vnser statt Engen soll all vnd ieglich erber, wesenlich vnd togendlich personen von gesten zu herbergen, auch essen vnd trinckhen vmb ir bar gellt zu geben schuldig sein; doch ob ain würt mit gesten vberladen wer vnd den oder die gest nit stellen möcht oder legen, mag er dem oder denselbigen stallung, herberg vnd gastung versagen, doch mit zimlicher verkündung der vrsach, aber desterweniger nit ob der gast des begert, soll er im vmb sein bar gellt essen vnd trinckhen geben, wie er das vngeuahrlich haben mag. — Item ob auch ainer oder mehr burger, in- oder beywoner zu Zeiten der iarmärckhten würt- schafft vnd gastung zu halten vnderstunden, der oder dieselbigen sollen dasselb iar auß, so gest zu inen khomen vnd herberg, essen oder trinckhen begeren, zu geben schuldig sein, oder so sunst vberval von frembden leuten in vnd zufielen, soll er auch noch zu herbergen, essen vnd drinckhen nach sinen statten zu geben verbunden sein. — Item es soll auch kain würt oder weinschenckh ohn bar gelt, noch zu nacht nach der nündten stund iemands wein zu geben schuldig noch gebunden sein, er well es dan gern thun; hielte auch der weinschenckh gastung in dem hauß, darinn wein geschenckht würd, oder satzte lüt darin vor oder nach der nündten stund tags oder nachts, dem soll bey seinem aid gebotten werden, alle fräuel, schweren vnd ander vnzucht, ob ainche darin beschehe, by demselben seinen ayd zu rügen, dieweil sollich weinschenckhen weret, vnd nit lenger. — Item als offt ainer diser vorgeschribnen artickhel ainen oder mehr vberfert, alls dickh soll ain ieder das bessern vnd zu bessern erkendt werden mit 3 8l ^ vnd seinem anhang. Hienach volget das vmbgelt: Item es sollen auch all würdt vnd weinschenckhen, wer der oder die sind, alsbald ain vaß mit wein außgeschenckht würdt, vnsern geschwornen vnd gesetzten sinner in acht tagen den nächsten vngeuahrlich erfordern, das vaß zu eichen oder sinnen, vnd so das ge- ycht vnd gesinnet wirt, soll derselb würth oder weinschenckh den vmbgeltern denselbigen außgeschenckten wein mit barem gellt vervmbgelten vnd bezalen oder ain pfand geben, das des gellts wol wert vnd des drittails besser sey, oder mit willen anstellen; wo das nit beschech vnd von den vmbgeltern geklagt würdt, bessert mit dem klainen fräuel, ist 3 H 3i mit seinem anhang. — Item welcher würt oder weinschenckh onbezalt des vberigen vmbgelts oder on willen der vmbgelter darüber ain vaß oder mehr mit wein auf- thäte vnd außschanckhte, so kernen der oder dieselbigen von iedein vaß, so dickh das beschech, vmb die büß, wie vorstät in dem nechsten capittel. — Item so ainer oder mehr also ain oder mehr vaß mit wein aufthäten vnd schenckhten vnd den wein änderst rieffen vnd abschlahen vnd näher geben wölten, der oder dieselben sollen den wein nit rüeffen lassen, er sey dan zuuor von den sinnern oder vmbgeltern gebaylet; wo das aber darüber beschehe, so sollen der oder dieselbigen würt oder weinschenckhen den wein nach dem ersten ruff zu vervmbgelten schuldig sein. — Item ob ain würt oder weinschenckh auß ainem vaß wein, so er gerüefft ist, bey dem som, aymer oder maß verkauffte, das soll er nit destminder wie den andern wein vervmbgelten, deßgleichen ob ainer mit der maß ain vass klain oder gross mit wein fülte vnd verkauffte, soll auch vervmbgeltet werden. — Item ain ieder gast, so zu Engen wein schenckhen wurde, soll von baiden böden vmbgelt geben, das ist nämlich zwyfach vmbgelt, von iedem aimer zwo maß wein mitsampt dem nenwen aufgesetzten vmbgelt. — Item namblich so ist dis das vmbgellt, so von alter her komen vnd ain ieder würt oder weinschenckh vnser statt Engen zu geben schuldig ist: von ainem aimer ain maß wein, wie der wein geben vnd geschenckht würt, vnd vns, vnsern erben vnd nachkhomen von iedem som 3 ^ zu weintäfer. — Item vnd was nit vmbgelt gibt vnd bey der maß verkaufft würt, soll mit der alten maß außgemessen werden. Hienach volget der saltzkau ff: Item nachdem von alter herkomen, auch sollichs in den verschreibungen zwüschen vns vnd vnser statt Engen aigentlich vnd luter vergriffen ist, das alle vnd iede burger, in- vnd beiwoner vnser statt Engen saltz, stahel vnd eisen vail haben sollen vnd mügen, das es hinfüro, wie sollichs dieselben verschreibungen zugeben, gehalten werden vnd dabey beleiben solle. — «äsffllS. raäa» gGOBSSHB 1503. 377 Item es sollen darauf dieselben saltzleut menigklichem das gerecht geben vnd kain meß haben noch brauchen, dan das vnser geschworner vächter, so ierlichs darzu erweit, verordnet vnd gesetzt würdt, gevächt hat, vnd mit vnser stattzaichen bezaichnet ist, vnd das das meß, es sey gantz oder halb, viertail gantz oder halb, ime beschlagen vnd mit ainen steg gemacht seye. — Item wan ainer ain vaß oder Scheiben mit saltz aufthut, an welchen tag das were, wie er dan dasselb saltz am anfang gibt, also sol er es geben, dieweil dasselbig saltz weret; doch mag er das wol näher, aber nit teurer noch höher geben. — Item so frömbd saltzleut auf die wochenmarckht allhär in vnser statt Engen mit saltz kernen vnd das vail haben, vnd dan vnser saltzlüt hie ir saltz auch abschlugen vnd in dem kauff vnd vmb das gelt, wie die frömden, geben wurden, so sollen demselben nach dieselben vnser saltzleut ir saltz die wochen hin vm biß auf den andern marckht- tag in demselben kauft auch also vnd nit höher noch türer geben. — Item welcher gast saltz herbringt vnd das verkaufen wil, so vil er dan saltz auf oder herauß thut vnd das meß darin setzt, vmb den soll kain saltzman auch niemands von seinen wegen ichts kaufen, es werd im dan in vnserm namen vnd von vnsern wegen erlaupt von schuldthaissen oder burgermaister, vnd wie der gast das riefen lat, also soll er es außmessen vnd geben vnd nit höher, wol mag er abschlahen, vnd kain aufgethon saltz hinwegfueren, biß das er es verkauft. — Item es sollen auch vnser saltzleut vmb saltz kain schmaltz, ayer, hüner, käß noch ander ding, was an den keßmarckht kompt oder gehört, nit kaufen noch kainem oder kainen, so den marckht also suchen vnd pruchen, zu inen nit berüeffen, es were dan, das ainer selbs in das saltzhauß oder ende, do sy das saltz vail haben, gienge vnd im saltz darumb zu kaufen zu geben begert. — Büß der obgeschribnen capittel 3 n ^ mit seinem anhang, ist der klain fräuel. — Item vnd darauf so sollen vnser saltzleut das saltz hinfüro also außmessen vnd geben: nemlich, so ain Scheiben saltz vmb 15 ß ^ oder dabey kauft würdt, ain ime vmb 9 ^, vnd wan ain scheyben saltz vmb 1 fl. oder dabei kauft würdt, ain ime vmb 10 ,5*, vnd wan ain Scheiben saltz vmb 1 S /^ oder dabey gekauft würdt, ain ime vmb 1 ß 3\, vnd wan ain Scheiben saltz vmb 1 8f 4 oder 5 ß kauft würdt, ain ime vmb 13 $ , vnd wan ain Scheiben saltz vmb lVi f. kauft würdt, ain ime vmb 14 4, vnd wan ein Scheiben saltz 1/9^,2 oder 3 vngeuahrlich vber 17 2 fl. kauft würdt, ain ime vmb 15 -5j; büß, so dickh das vberfaren würdt, 5 ß $. — Item es sollen auch die saltzlüt vnser statt Engen vnd die lüt darumb mit saltz versehen, das kain maugel darinn erschin, by ietz bemelter büß 5 ß ■§. — Item von sollichem saltz- vnd eysenkauff, so ain iegklicher burger, in- oder beiwoner vnser statt Engen, der also sollichs pfligt vnd brucht zu werben vnd zu uerkauffen, soll vns, vnsern erben vnd nachkhomen daruon ierlichs zu iarzins geben 10 ß /S; vnd zu zoll von ainem rörlin saltz 3'/2 ß 3t, von ainem aichin vaß 21 $ vnd von ainer Scheiben saltz 5 ^ vnd von ainem Schilling eisen 2 ,5). Volget nach von der metzger wegen: Item welcher oder welchy metzger von vnsern burgern, in- oder beywonern am Osteraubent zu metzgen fürnemen vnd vnderstond, der oder dieselben sollen vns, vnsern erben oder nachkhomen, auch vnsern burgern, in- vnd beywonern vnser statt Engen das iar anß biß auf Vaßnacht mit flaisch nach notturft versehen vnd menigklichem das gerecht geben vnd kain ander geweg noch gewicht brachen noch haben, dan das vnser geschworner vächter gemacht hat vnd mit vnser statt zaichen bezaichnet ist. Item nemblich soll ain ieder metzger haben Vi &, ain gantz $, 2 ß, 3S, 4 jf vnd darüber vngeuahrlich, doch das die alle, wie obstaut, gerecht seyen; was sy aber darüber staingeweg hetten, das sol auch gerecht sein bey dem ayd. — Item vnd darauf so sollen die metzger, vor vnd eemal es inen von den geschwornen schetzern, so darzu erweit, verordnet vnd gesetzt werden, ge- schetzt würt, niemands kain flaisch geben. — Item vnd so das flaisch geschetzt würdt, sollen sy das menigklichem vnd sonderlich voran vns, vnsern erben oder nachkhomen, auch vnsern burgern, bey- vnd in- wonern vnser statt Engen vmb ir bar gellt geben vnd zum gleichesten außthaylen vnd das niemands versagen, sowyt das gelangen mag, nemlich Vi ff, 1 ft, 2 Ü, 3 $, 4 U oder mehr vngeuahrlich ie nach gestallt vnd gelegenhait ietliches pruch vnd begeren. — Item vnd was vyhes die metzger an die metzge kaufen vnd das in den ätter bringen, das sollen sy metzgen vnd lebendig nit wider verkaufen noch hinweg treiben, es werd inen dan von vns, vnsern erben oder nachkhomen oder vnsern schuldthaissen, burgermaister vnd rädten erlaupt in vnserm namen. — Item wo die metzger gemainlich oder sonderlich hörend VII 48 wmsls 1111 m s w 1 ^^HBH H9I MM «^—'""^™ B ^ BW " M HfölHH^Hl 378 1503. oder verneinend, das das vicli gebresthafft wäre, da sollend sy kain vich kaufen, vntz sy warlich für- kompt, das es gesund vnd in ainem monat daselbs kains gestorben seye; es soll auch söllichs ie ainer dem andern, so es in fürkompt, by dem aid vngeuahrlich sagen vnd verkünden, so erst er mag. — Item ob sy auch aincherlay vich, das do wolfsäsig, bainbruchen, siech oder wie das gebresthafft wäre, koufften, das sollen sy nit metzgen, sonder das zuuor auf das wenigest ainen halben radt sehen lassen, ee sy das schlahen, vnd was sy dan dieselbigen damit haissen thun, das sollen sy bey dem aid thun. — Item alls bald der Brächet anfahet, so sollen die inetzger vntz zu Vnser lieben Frawen tag der Geburt, welcherlay flaisch das ist, nit lenger vail haben, dan zwen tag; es wäre dan, das es sy oder in an dem dritten tag alls frisch bedunckhte, so sollen der oder dieselbigen vnsern schuldthaissen vnd ainen des raths darüber füeren, möchte sy oder er aber den schuldthaissen nit gehaben, welche zwen er dan des rats vnuerwands vnd nit gefreund gehaben mag; erlauben sy im oder inen dan dasselbig flaisch weiter fail ze haben, so mügen der oder dieselbigen metzger dasselb flaisch denselben tag vail haben vnd nit lenger. — Item ob ainen oder mer metzgern flaisch vngeuahrlich auf zinstag oder dornstag wolgewartet vberbelybe, so sollen die andern stil ston vnd kain vich darumb mötzgen, noch ander flaisch geschetzt noch gekaufft werden, biß das dasselb vberbeliben flaisch verkauft würdt, außgenomen der sambstag soll deßhalb frey sein. — Item es soll auch kain burger, in- oder beywoner vnser statt Engen vnder der metzge flaisch bey dem pfund verkaufen, es werd im dan erlaupt, anders dan die metzger. — Item es sollen auch die würdt zu iar- vnd wochenmärckhten kain rindsflaisch in das hauß metzgen noch schlahen, sonder das von den metzgern nemen, die oder der metzger haben es dan nit, aber gebrates , kelber, schaff oder lemmer mügen sy vngeuahrlich sunst kauften oder von den metzgern nemen, weders sy wellen. — Item es sollen auch die metzger niemands kain losen flaisch geben, sonder das zuuor ansagen, auch kain pfünig flaisch vnder der metzge fail haben, noch kain pfinnig schmaltz niemand für schön geben noch vnder kain schön schmaltz muschen, sonder iegklichs insonder verkauften bey dem aid vngeuahrlich. — Item die metzger sollen die würst machen, das 5 ain & thuen vnd das viertail darunder späckh seye, auch das kain wasser darunder gemüst werd, dan bloß das ainer den braten gewürsten könd; machte aber ainer die würst so klain, das 5 nit 1 $ thäten, so soll er geben 6 oder 7 oder mehr, das es 1 1i wert, vnd doch 1 S> nit höher dan vmb 6 /S(. — Item die metzger sollend niemands kain gantz viertail flaisch ains vichs, noch 30 7t vnd darüber samenthafft hingeben in das saltz on erlauptnuß oder erkantnuß vnser schuldthaissen, burgermaisters vnd dero, so sy dan von den raten zu inen nemen, es were dan, das dieselbigen auf ir gewißne erkhennen mügen, das vberftüssig flaisch auf denselben tag vorhanden seye. — Büß der obgeschribnen capittel: söllent alle gebessert vnd zu bessern erkendt werden mit dem klainen fräuel, 3 8> ^ mit seinem anhang. — Item die metzger sollen auch die kelber, lemmer vnd kitzin, so sy auß den kügen, schaffen vnd gaissen nemen, so bald sy die herauß thund vnd vngeuahrlich mit demselben vich beraidt werden, in den thouben graben by der abläsin vnuerzogenlich tragen oder tragen lassen, vnd als dick sy das vberfarend, sol gebessert vnd zu bessern erkhent werden dem schuldthaissen mit 3 ß $i vnd ainem rat auch mit 3 ß ty. — Item es sollen auch die metzger in der wochen drey tag flaisch haben vnd die statt versehen, nemlich sambstag, zinstag vnd dornstag nach notturft; besserung von iedem tag 5 ß 3(. Von denn pfistern: Item deß ersten sollen die pfister vnser statt Engen, vor statt vnd Ledergassen den marckht verlegen vnd versehen mit baiderlay brot, wissem vnd haußbröt, nach notturft vnd kain zeit on brot lassen, dan wan sy also die statt vnd den marckht, zu welcher zeit das wäre, on brot Hessen vom aubentbett biß morgens zu amptzyt, kompt ir iegklicher insonder vmb die nachgeschribnen pen, es wären die zu banckh legen oder zu marckht oder in das göw füerend vngeuahrlichen. — Item vnd sollen kain weißbrot theurer noch höher bachen, dan vmb 1 ^, noch auch an die hebe oder in die me- rätey, dan vmb 2 viertail vnd der gebursame auch Vi viertail weins, so dan zumal vngeuahrlich zu dem zapfen des besten vail ist, ierlichs gegeben werden, vnd der kuwhirt das vich von der zeit, so es im gelihen würdt, biß zu st. Jfartinstag darnach halten. Von des vorsters wegen: Item sodan ist diß der gesetzt vorsterlon, den ain ieder vnser burger, in- vnd beywoner von seinen äckhern, sy seyen aigen oder zinsäckher, zu geben schuldig ist, alls sich auch des vnsere schuldthaiß, burgermaister vnd radt vnser statt Engen mit dem gericht vnd gepur- same im Altendorf hinfüro also zu halten mit ain andern gutlich veraint haben: Item des ersten, ob ainer drey iuchart vnd darunder buwt, soll er davon geben ain heberin garben, vnd ob er die garb nit hett, darfür ain fiertal habern. Item welcher aber fünf iuchart vnd darunder buwt, soll er da von geben ain wintergarben. Item buwt aber ainer sechs iuchart vnd darüber biß an ainen halben zug, das sollen sein zehen iuchart vnd darüber, ieglichs, somer- vnd Winterkorns, sol daruon geben ain wintergarb vnd ain sumergarb. — Item buwt aber ainer mit ainem halben zug auf zehen iuchart vnd darüber, als vorstaut, soll daruon geben ain wintergarb vnd zwo summergarben. — Item welcher aber mit ainem gantzen zug baut auff zwaintzig iuchart vnd darüber ieglichs korns, soll ain ieder dauon geben dry wintergarben vnd drey sommergarben. — Item vnd soll der vorster obgeschribnen Ion nimer selbs nemen, es sy dan der, deß die äckher sind, oder sine eehalten selbs auf dem ackher vnd geben im den bey verpenung des klainen fräuels, 3 $ ^ mit seinem anhang; doch sol mit den garben zu geben vnd zu nemen kain geuerd zwüschen entwederm thail gebracht werden. — Item vnd so aber der oder die, als vorstat, vff dem ackher werend, das körn ab oder hinfüren wölten, vnd der vorster nit zugegen were, so sollen der oder die dem vorster seinen Ion auf dem ackher lassen nach anzal seins oder irs buwes, als vorstat, vnd auf iede garb ainen stain legen, dabei der vorster erkhennen mag, das es sein Ion sey. — Item wir haben auch zu beschirmung der frucht vnd sichrer handhabung iederman des sinen verwilliget vnd zugelassen, das vnsere schuldthaissen, burgermaister vnd rat vnser statt Engen ainen vorster setzen mügen, der innerhalb des ätters vnd burgk- rechts alle güeter vnd ausserhalb ätters alle bomgerten vnd weingerten vnd alles, das gartenrecht hat, a> .U ■-■..'■... 1503. 381 vnser statt Engen zugehörig, bannen, vnd was darumb erfunden würt, vor denselben vnsern schuldthaissen, burgermaister vnd rädten vnser statt Engen vnd sunst niendert anderstwo gerecutuertiget vnd gestrafft werden solle, nemlicli vnd bey büß des tags mit dem klainen fräuel, 3 S A mit seinem anhang, vnd nachts mit dem grossen frauel, 10 $ ^ vnd seinem anhang, vnd darzu dem beschedigten seinen schaden nach erkantnuß dero ablegen vnd bekeren. Von der pfeiffer wegen: Item so ain pfeiffer bestellt vnd des von vns, vnsern erben vnd nachkhomen gefrygt wiirdt, soll im seinen Ion, noch die pfandt, so im darumb gegeben werden, niemands hefften noch zu hefften zugelassen werden, vnd welcher za Engen ain hochzeit wil haben mit pfiffern, der soll die brücken, wie abstaut, vnd inen schuldig sein zu Ion zu geben ainen dickhen pfenning , dieweil das hochzeit weret. Von aussetzigkait wegen: Item ob von gott dem almechtigen ainer oder mehr vnser burger, ire weib oder kinder mit der kranckhait der aussetzigkait angegriffen vnd auf der geschwornen schow zu Costentz schuldig geben wurden, den oder dieselbigen vnser burger, burgerin vnd kinder soll man in das siechenhauß zu nemen vnd die pfrund, wie von alter herkomen ist oder ie nach vermügen des hauses von ainem rat angesehen würdt, zu geben verbunden sein; doch sollen derselb oder dieselbigen aussetzigen vnd schuldigen personen iedes mit im hie in das hauß bringen ain bett vnd bettstatt mit ir zuge- hörd, ain ärin häfelin, ain kesselin, ain pfannen, ain massig kentlin; das alles vnd was ainer sunst indem hauß nach tod verlat, soll dem hauß belyben, vnd sunst nit weiter vmb die pfrund zu geben schuldig sein; doch sollend in diser fryung, empfahung vnd niessung der pfrund außgesetzt sin alle vnd ieglich in- vnd beywoner vnser statt Engen, auch aller ander, die nit burgrecht haben. Von des zieglers wegen Item der ziegler soll haben ain gelten, darin drey viertail spriver gangen vnd nit minder, damit sol er den kalch außmessen vnd zwelf derselben gelten vol kalchs für ain fuder vnd sechs für V2 fuder geben vnd vns, vnsern erben vnd nachkhomen auch in vnser statt Engen ain fuder nit hoher, noch thürer geben, dan vmb 4: ß $. — Item er sol auch den alten ziegelmodel haben vnd kain andern brachen vnd ain tusend ziegel vnder thach nit höher, noch thürer geben, dan vmb 18 ß r9t, vnd ain tusend ziegel vber tach vmb 16 ß $i, vnd ain hundert murstain vmb 3 ß ,Sj, vnd 100 be- setzstain vmb 5 ß h. — Item vnd dieweil man des zugs, als obstat, bedarf, sol er kainen frömbden oner- laupt nichts geben bey verpennung des klainen fräuels 3 ?t /Sj mit seinem anhang. Von des Schinders wegen: Item der schinder sol all abgangen vnd stirbig vich, ob er roß vnd karren hat, auß vnser statt Engen, vorstatt vnd Ledergassen hinaußfüren, daruon soll man im vnd nemlicli von ainem roß oder rinderhafftigen vich für fürung vnd schinderlon geben 4 kr. vnd von ainem ierigen kalb, schaff, gaiß oder seh wein 2 kr. — Item vnd ob aber er nit roß vnd karren hette, so soll man im das hinauß auf den wasen füren, doch soll ers auf- vnd abladen, vnd soll man im vom grossen vich zu schinden geben 1 ß ^ vnd von dem klainen vich 6 ,3); doch soll er ainem ieden die hut in sein hauß, gerwy oder wohin er deß beschaiden würt, antwurten. — Item ob die gerwer oder Schumacher schindroß oder ander gebresthafft vich kaufften, dauon mag der schinder schinderlohn nemen nach seinem willen, vnd wie ain ieder mit im vberkumen mag, vnd soll wasen vnd blatz zu schinden haben vnd pruchen by dem Wyttenberg ob dem Bruderthal auf den ägerthen. — Item er soll auch ain ieglich gemest rind oder schwin schinden vnd in seinem kessel schmeltzen, auch das vnschlit vnd schmaltz geben dem, der im das vich zu schinden vnd zu schmeltzen beuolhen hat, vnd dauon zu Ion nemen, so es also beraitet vnd geantwurt ist, 5 ß h. — Item so soll er von allen denen, so in vnser herrschafft Hewen gesessen sind vnd im das vich für sein hauß bringen, gemainlich oder sonderlich von aim grossen vich 1 ß ^ vnd von aim klainen vich 6 ,3) zu schinderlon nemen vnd von ainem frömden ausserhalb vnser herrschafft nach seinem willen; wohin aber er hinauß in vnser herrschafft gat, sol er nemen schinderlon von ainem grossen vich 18 3i vnd von ainem kleinen vich 1 ß ,3{ vnd alwegen ainem ieden die hut antwurten, wie obstaut, vnd so er aim die hut haimfürt, sol er im dauon geben, wie er mit im vberkumpt. — Item flndt er auch an ainem roß die eysen, die soll vnd mag er nemen, vnd wo ainer die eysen abgebrochen hette, so ist der schinder nit schuldig das roß zu schinden, derselb gebe im dan die eisen. ■Sm mm mß <€s8ss H S§ 118 mm m 382 1503. 1 Es ist auch hierin durch vns, auch vnsern schuldthaisen, burgermaister vnd rädten vnser statt Engen vorbehalten, dise Ordnung samentlich vnd mit ainandern in ainem oder merern zu endern, zu mindern vnd zu meren, auch alle brieff, pruch, eehafte, gewonhaiten vnd herkomen, ob ainiche daruon hierin nichts begriffen weren, also das dise Ordnung dieselben, noch dieselben dise Ordnung kainswegs letzen, deßgleichen alles, das vormals vor rat vnd gericht geuertiget, beschlossen, aufgericht vnd in craft gewachsen ist, nun hinfür gehalten, auch bey kreften sein vnd bleyben sollen. Ob sich auch vber kurtz oder lang zeit iemer gefüegte, das in oder vmb dise vorgeschribnen capittel diß buchs inhalt, ainem oder merern, irung entstünden, es were vnglicher uerstentnuß oder anderer ding halb, darumb wir vns sunst on lutrung oder declaration nit anders fürgenomen noch gesucht werden, dan hernachvolgender mainung; dem ist vnd sol also sein: das allweg vnser schuldthaiß, wer dan ie zu zeyten vnser schuldthaiß vnd von vns , vnsern erben oder nach- khomen in dickhbemelter vnser statt Engen so zu schuldthaissen erkorn vnd gesetzt ist, ain gemain man darumb haissen vnd sein, von vns baiden tailen in acht tagen den nechsten nach beschenung vnd eroffnung der spen, oder so deßhalb die erwuchsen vnd ain thail dem anderen sunst nit nachlassen möcht, vmb an- nemung vnd fürderlich tagsatzung gebetten vnd darzu vernüegen werden, der auch dan das thun vnd in ainem monat darnach allemäch[s]t khünftig tag setzen, da dan wir baiderseidt personlich oder durch vol- mechtig anweld erschinen vnd ieder thail zwen erber schidlich man, dero wir graff Hainrich, vnser erben oder nachkhomen zwen auß vnsern räthen oder dienern, deßgleichen die von Engen auch zwen von inen vß vnserm statrat nemen vnd zu im,- vnserm schuldthaissen, dem gemainen man, als zusätz setzen vnd denselben schuldthaissen auch die zusätz gemainlich vnd sunderlich der pflichten, damit sy vns oder zu inen vnd gemainer vnser statt Engen verwandt oder verbunden sind, in demselben rechten vnd nit anders, noch fürer erlassen, auch vor denselben fünfen all söllich irrung, wie vnd warumb, darthun, fürwenden vnd vns die als gemain vnd zusätz darumb entschaiden lassen, vnd was deßhalb von inen erkhendt vnd gesprochen würdt on alles verwegern, dingen, ziehen vnd appellieren halten sollen; doch so schuldthaiss, burgermaister vnd rädt all solliche handlung gemainlich vnd sonderlich in vnserm namen vnd auß macht vnser oberkait vnd nit anderß zu gebruchen vnd zu thun beuolhen vnd zugelassen ist, haben wir vns selbs, vnsern erben vnd nachkhomen hierin gentzlich vnd außgedruckt vorbehalten vnser herrligkait, aigenschaft, oberkait vnd gerechtigkait vnser statt vnd in derselben vnser statt Engen vnd wollen vns die hiemit kainswegs geletzt haben, all arglist, boß find vnd geuerd hierin vermitten vnd gantz außgeschaiden, alles frylich vnd wissentlich in craft dis libellsb). An zinstag vor der hl. Drey Küng tag 1503. Das Or. siegelten der Graf Hainrich (an ain sidin durchgezogen schnür blau vnd weiß) vnd die Stadt Engen. T. a) Hier ist am Rande bemerkt : „kan daß vnderstnit lesen, ist verbleichen". — b) Leider ist das Or. dieses Stadtrechtes verloren ; obiger Text ist nach zwei sehr fehlerhaften, teilweise geradezu unverständlichen Abschriften aus dem Ende des 16. Jhdts. gegeben, -von denen die eine zu Donaueschingen liegt, die andere Band II, 2 der Lupfischen Kopialbücher in Stuttgart bildet. 1503, Apr. 29. Konstanz. 2 14. Hugo Bischof zu Costantz schlichtet den Streit zwischen dem Abt Gothart von Alperspach und dem Pfarrer Allexander zu Haidenhofen wegen des "Vogtrechts von 20 Malter Kernen dahin, dass der Pfarrer dem Abt dafür jährlich auf st. Martins tag 8 fl. Eh. und für das Vogtrecht des letztvergangenen Jahres ebenfalls 8 fl. Rh. geben solle; geht der Pfarrer mit Tod oder sonst von der Pfarrei, so muss von derselben wieder 20 Malter Kernen an das Gotteshaus zu Vogtrecht gegeben werden. Geben zu Costanz vff sampstag vor st. Phillippi vnd Jacobi der appostel 1503. Pap. Kop. 16. Jhdt. Donaueschingen. T. fcflH^M ilrttf* *-'**i''^"^- ,J &£ 1503. 383 1503, Juni 2. 215. Erhart Graf von Nellemburg und Herr zu Tengen genehmigt als Lehensherr, dass Burgkhart von Regkembach zu Owelfingen, der von Hainrich Sigmunden von Höwdorf Schloss und Dorf Owelfingen erkauft hat und dem der Verkäufer 900 fl. Hauptgut, mit 45 fl. auf Pfingsten zu verzinsen, auf genanntem Schloss und Dorf hat stehen lassen, sich mit Vogt, Gericht und Gemeinde zu Owelfingen für diese Summe verschreibe"). Geben vff frytag vor dem hl. Pfingsttag 1503. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaneschingen. M. a) Graf Erhart leiht dieses Lehen dem Käufer 1505 donstag vor st. Mathis tag [Febr. 20.]. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Donaueschingen. 1) 1475 mittwoch vor st. Gallen tag [Okt. 11.] verkauft Claus Marschalck, Sigbolst Marschalcks Sohn, für 95 U h. Schauffhuser Währung den Pflegern des Altars U. Fr. der Frühmesse zu Meringen, Hansen Zimmerman, Kaplan des Altars, Betholden Sunthuser und Henslin Schmid, seinen Hof zu Owelfingen, gen. Vrsulers Hof; derselbe gilt 47» Malter Schauffhuser Mass halb Veesen und halb Haber, 5 ß h. 2 Hühner und 60 Eier, wovon 1 Malter Veesen, 1 Malter Haber und 2 ß h. dem gen. Kaplane gehören. Das Recht des Wiederkaufs, aber nur bei Lebzeiten des gen. Kaplans, wird vorbehalten. Perg. Or. mit den Siegeln des Ausstellers (s. Abb. No. 11) und der Junker Caspar von Clingenberg, des jungem, (25 mm D., IV C, beschrieben III, 666) und Hainrich von Almeßhoffen (wie Abb. VI, 69). Donaueschingen. T. 2) 1478 st. Bartholomeus tag [Aug. 34.] verkauft Hainrich von Almshouen zu Imadingen, Selbstverkäufer, mit dem Vogte, den Richtern, der „gepursamy" und der Gemeinde des Dorfs Vnadingen als Mitverkäufern unter Vorbehalt des Rückkaufs um 100 fl. Rh. Hannsen, Caspar und Adam Sutorn, Gebrüdern, Conrat Sutors sei., Bürgers zu Vilingen, ehelichen Söhnen, einen auf st. Bartholomeustag in Vilingen zu entrichtenden Zins von 5 fl. Rh. aus seinen drei eigenen Gütern zu Wile im Hegow bei Blümenfeldt, zu Lut- pfridingen und zu Owelfingen, die insgesamt 6 Malter Veesen, 3 Malter und 6 Mut Haber Schaffhuser Mass, 190 Eier, 8 Hühner und 1 $ 5 ßh. tragen. Einlager in Vilingen. Perg. Or., die Siegel des Verkäufers, Conrats von Schellenberg zu Hüfingen, Ritters, und Hanns Virichs von Almshouen zu der Nüwenburg fehlen. Donaueschingen. T. 3) 1488. die nona Junii Daniel episcopus Bellinensis, Ottonis episcopi Constantiensis vicarius in pontificalibus generalis, in villa Ouwelfingen insignia pontificalia exercens, ad petitionem Hainrici Sigmundi de Hewdorf capellam novam in honore s. Nicolai fundatam et altare in eadem in honore s. Nicolai , beatae Mariae virginis, s. Crucis, s. Wendelini, ss. Felicis et Regulae et Katharinae martyrum de novo consecrat, statuens annuum diem dedicationis capellae et altaris in dominicam ante festum s. Jacobi peragendum et omnibus vere poenitentibus, confessis, qui in capellae et altaris ss. patronorum ac dedicationis festivitatibus ad eandem confluxerint et pro fabrica seu ornamentorum conservatione manus porrexerint adiutrices, 40 dies indulgentiarum de iniunctis eis poenitentiis relaxat. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Stuttgart. 4) 1489 zinstag nach st. Laurentzen tag [Aug. 11.] empfängt Hainrich Sigmundt von Hewdorf nach Aufsendung seines Bruders Burckhart den Notyßenzehnten zu Owelfingen als Mannlehen von Hewen. Lupf. Kopialbücher I, 4 Bl. 204. T. 5) 1495 zinstag nach dem hl. Crutz tag ze herpst [Sept. 15.] giebt Hans von Göberg zu Lüpf- ferdingen seiner Schwester Beatrix von GSberg, Klosterfrau zu Kirchberg, statt eines Leibgedings von I jSgH_ mm H MEt 1 I ■ran Hsofpg wm ^B KSK? 384 1503. I: 10 fl. Eh. seine zwei eigenen Höfe zu Owelfingen, deren jeder 5 Malter, halb Veesen, halb Haber, Schauff- huser Mass, 5 ß h. Hengelt, 4 Hühner und 60 Eier giltet, so dass sie ihr Leben lang daraus die Zinsen geniesse. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Ausstellers. Donaueschingen. M. 6) 1503 fritag vor st. Martis tag [Nov. 10.] entscheiden Michahel Walthar, Obervogt der Herrschaft Hewen, Obmann, und die Zusätze Haini Grüter und Plaßin Traber von Zymerholtz auf der von Lutpferdingen Seite und Peter Keller und Cünrat Metzger von Güßingen auf der von Owelfingen Seite die Streitigkeiten zwischen diesen Gemeinden, nachdem für die von Lutpferdingen Albrecht von Clingenberg zu Wiel als Bevollmächtigter des Landkomturs Wolfgang von Clingenberg Deutschen Ordens und für die von Owelfingen Johans Euch, Landschreiber in Bare, als Bevollmächtigter des Junkers Burgkart von Eegkembach ihrem Entscheide nachzukommen gelobt haben, also: „Dwil die verwilligeten anlauß baider partbyen wißend vnd zugebend, den aller schlechtersten, es sig in Lindenstegk oder die Braitwiß oder zwü- schent den baiden, wo wir dann am nehsten an Fürstemberger oder ander benn komen mögen, zu gend, vnd wir aber zwüschent den baiden kain neherer gefiept vnd zur Braittenwißa der nehst geweßen, das dann vß dem Büchstegk vff dem Kelholtz, da ain margk gesetzt werden sol, vß der selbigen margk den aller nehsten an Crützweg, da ouch ain margk gesetzt werden sol, vnd vß der selbigen margk in Buch zur Braittenwißa, da Fürstemberger bann hinstoßet, alles alß die von Lutpferdingen anhin ganngen sind, hiediß- halb den yetzgemelten margken vnd anzogungen gegen Lutpferdingen werts dennen von Lutpferdingen vnd ennderthalb gegen Owelfingen dennen von Owelfingen zügehoren vnd wunn vnd wayd deselbs nützen vnd gebrüchen". Perg. Or., die Siegel des Obmanns und Hainrichs von Buch, Schultheissen zu Gyßingen, fehlen. Karlsruhe. T. 7) 1504 mittwoch vor st. Conrats tag [Nov. 20.] vergleichen Bürgermeister und Bat zu Schaff- huwsen Burckhart von Beckembach zu Owelfingen und Hainrich Sigmund von Höwdorf, ihren „bywonner". Letzterer verlangte, dass Burckhart von Beckembach ihm nicht nur „besorgknus" thue für den von Tengen, sondern auch für die von Furstenberg und Lupffen zu Lehen rührenden Teile von Owelfingen. Burekart von Beckembach meint, er habe mit Verwilligung des Lehensherrn den Hauptteil, das Dorf Owelfingen, seinem Gegner verpfändet, was für die schuldige Kaufsumme von 900 fl. vollständig genüge, und er hoffe nicht, darum all sein zu Owelfingen Erkauftes verschreiben zu müssen. Der Rat von Schaffhuwsen erkennt zu Becht, dass Hainrich Sigmund zu Höwdorf sich mit der Verschreibung des von Tengen lehenrührigen Teiles genügen lassen solle; von der gen. Schuldsumme aber seien 100 fl. bezahlt. Perg. Or. mit dem zerbrochenen Siegel der Stadt Schaffhausen. Donaueschingen. M. 8) 1506 sambstag vor st. Jerigen tag [Apr. 18.] verkaufen Hans und Pelagius von Ryschach, und des erstem Sohn Hans, gen. Knobloch, und Knoblochs Schwager Wilhalm von Almeßhofen zu Yma- dingen Burckharten von Reckenbach zu Owelfingen ihr eigenes Gütlein zu Owelfingen um 30 fl. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln der beiden ersten (Pelagius s. Abb. No. 49), das Knoblochs fehlt. Donaueschingen. M. 9) 1509 frytag vor der Herren Vaßnacht [Febr. 16.] verkauft Bollay von Reyschach Burckharten von Reckenbach zu Owelfingen sein eigenes Gütlein zu Owelfingen, das Hanns Wiertemberg baut und das 1 Malter Haber und 1 Mut Veesen zinst, um 11 fl. Rh. auf Wiederlösung. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Ausstellers (wie Abb. No. 49). Donaueschingen. M. 10) 1509 zinstag nach st. Martins tag [Nov. 13.] verkaufen Mölchior Hewdorfer, Jörg Mül, Vogt zu der Nuie Furstenberg, und Bennedictus Wächter, Vogt zu Lenzkirch und Loffingen, Clewin Schnidem von Owelfingen um 15 fl. das Frigkengütlein zu Owelfingen, das sie von den Voglern von Engen, denen es um 2 Malter Korn verpfändet gewesen, erledigt hatten, als Eigen. Dasselbe giebt 1 Malter Veesen, 1 Malter Haber, 4 Hühner und 60 Eier Vorzins Burgkharten von Regkenbach. Perg. Or. mit den schlecht erhaltenen Siegeln Benedictus Wächters und Hainrichs von Buch zu Gisingen. Donaueschingen. M. 1503, Aug. [1 oder 8]. 216. Jörg von Beckembach, Obervogt der Grafschaft Fürstemberg, Obmann, und «BEB :-L. 1503. 385 Othmar Rotternbach, Landrichter, und Johanns Küch, Landschreiber in Bare, Herman Hoffler, Baumeister zu Wartein berg, und Alexius Rosch, gen. Dubenest, von Furstemberg, von der Obrigkeit verordnete Schiedsleute, vergleichen Schultheiss und Gemeinde zu Gyßingen mit Vogt, Richter und Gemeinde Kirchen und Hawßen, nachdem Hainrich von Buch, Schultheiss zu Gißingen, für die von Gißingen, Symon Gengwusch von Hußen, Vogt im Tal unter Gißingen, für die von Kirchen und Hußen ihren Entscheid zu halten gelobt haben, über Wun und Weide, Trieb und Tratt. Die Grenze wird festgestellt: „In ain stain, so wir vnder den Alten Gölten ob Thoman Mintzers von Hüntschingen ägkern bym obern gwand gegen Gißingen vff der wyß vnndern wyden vnd von dem selben stain vnnder den widen hinvff in den rain zwuschen Vnser Frowen von Kirchen vnd der Rainharten von Sumforren agkern, so den ain benemlich Vnser Frowen acker Hans Bugk von Kirchen vnd der Rainharten acker Cunrat Metzger buwen, am obern anwand gesetzt, vnd von selhem stain stragk hin vff in ain stain in ain wys, gehört in die wyden, so Petter Keller haut, vnd den dem selben stain stragk den widen nach nider hin ab vntz in ain stain, staut vff Petter Müllers wyß am Nidern Graben, da von hin vber die Thonow in ain stain, staut zwuschen den gewanden an Vnser Frowen von Kirchen vnd Hanns Schlatters von Gißingeu agkern ob dem Hußamer Stig, da von hin vff vornen vff Rottenstaig in ain stain bym Hiltzin Bild gegen Gißingen wertz vnd von dem selben stain den weg vff in ain stain, staut am rain vnd weg, so ob Ryethain ab gaut, da von strags schlecht den nechsten in ain stain, staut vnndern weg an Morschalden vff dem egerdlin, von dem selben den nechsten vff Morßberg in ain stain vnnderm weg vnd da von dem selben weg nach hinvff in den stain, so Gißinger vnd Guth- madinger ban schaidt". Geben an zinßstag [vor, nach?] st. Oswalds tag 1503. Die Siegel des Obmanns und Johanns Küchs fehlen. Perg. Or. Kirchen, Gemeinderegistratur. S. 1) 1345 st. Aufran tage [Aug. 7.]. „Wir lihen dominica feria sexta (sie) graff C. von Fürstenberg Wartenberg das vierdentail vnd sin tail, den er hett an Gissingen vnd was darzü hört, ieren erben disen brief besiglet mit vnnserm aignen insigel ich der vorgen. abt graff Eberhart von Neuenbürg wissent vnd guten willen mit, Worten vnd wereken recht vnd redlich beschechen vnnd volkomen zu des vorgenanten min gnedigen herrn abbt Eberhart insigel an diß brieff, der ward gen, do man zalt von gottes geburt . . . darnach in dem funfvndviertzigisten jar an sannt Aufran tage". Eeichenauer Lehenbuch 638 f 1 S. 667. Karlsruhe. 2) 1345 feria sexta ante Aufre [Aug. 5.] erlaubt zu Ow Abt Eberhart von Reichenau Graf Cun- raten von Fürstenberg, seiner ehelichen Hausfrau Adelhait, Herrn Lüttolds Tochter von Griessenberg, das von ihm lehenbare „Ort" zu Wartenberg an der Burg, „da die phystery vnd die kuchi vnd sin camer vff stant", um 1200 M. S. Costenntzer Gewäges als Wiederlegung ihres Heiratgutes zu versetzen. Eeichenauer Lehenbuch 638 f 1 S. 670. Karlsruhe. Vn 49 1 m$ nH|HH| Wm ■5 99a ..... ' mmmäi smSmsmi .-»3 m 386 1503. 3) Wohl am selben Tage erlaubt derselbe zu Owe diesem Grafen, seiner Hausfrau die von ihm lehenbare Gasse zu Gissingen, die von der Oden Schür bis an „das Perfrit" geht, um 400 M. S. Constentzer Gewichts für die Güter, die er aus ihren Gütern verkauft hat, zu versetzen. A. a. 0. 669. 4) 1490 st. Thomas tag [Bez. 21.~] verkaufen Hanns von Reckenbach, Obervogt der Herrschaft Fiirstemberg, Hanns von Almshouen zu Ymendingen, Vogt zu Karpfen, Jörg von Reckenbach zu Gisingen, Hannsen Bruder, Selbstverkäufer, und Hug von Almshouen, Hansen von Almshouen Bruder, Mitschuldner, für 260 fl. Rh. unter Vorbehalt des Rückkaufs Caspar Sutor, Bürger zu Vilingen, einen auf st. Thomastag zu entrichtenden Zins von 13 fl. Rh. aus Jörgen von Reckenbach Hälfte des grossen Zehntens zu Gisingen dem Städtlein, der in geraeinen Jahren ungefähr 70 Malter Korn trägt und aus dem 12 Malter Vogtrecht an den Herrn von Fürstenberg, 14 Malter Zins an den Herrn von Costentz jährlich „ze quart" und 3 fl. an die „gemainen herren vnd caplan ze Vilingen" gehen, und aus Hannsen von Almshouen und seines Bruders Wasser zu Imendingen „vnder der brugk hinabe". Einlager in Vilingen. Perg. Or., die Siegel der 4 Aussteller. Donaueschingen. T. 5) 1492 mitwoch vor st. Matheus tag [Sept. 19.] verkaufen Hainrich von Buch, der junge, Hauptverkäufer, und Hainrich von Buch, der ältere, zu Gisingen, Mitverkäufer, mit Einwilligung des Grafen Hainrich zu Fiirstemberg als Lehensherren unter Vorbehalt des Rückkaufs für 20 fl. Rh. Wilhalmen von Gundelfingen zu Vilingen einen auf st. Martinstag zu Vilingen zu entrichtenden Zins von 1 fl. Rh. aus Hainrichs von Buch, des altern, Kelnhof zu Gisingen, der 2 Malter Veesen, 4 Malter Haber, 1 Malter Roggen, 60 Eier und 4 Hühner giltet. Perg. Or., die Siegel des Grafen Hainrich und der beiden Aussteller fehlen. Donaueschingen. T. 6) 1494 mitwoch vor st. Vitz tag [Juni 11.] verkauft Jeorg von Rickenbach zu Geysingen um 15 fl. Rh. unter Vorbehalt der Lösung Hainrich Burckharten von Hussen unter Geysingen seine eigene Wiese im Kilchthal zwischen Hannsen von Richenbach, seines Bruders, Wiese und der Gassen herab ob dem Gässlein, sonst über dem Thal, zu beiden Seiten an die Äcker und oberhalb an U. Fr. Wiese stossend, „vnd gat ein widerschlag ainer mad zwischend Vnser Frouwen vnd dero von Amptenhussen wiß vff vnd vff bis zuo end". Das Or. siegelte der Aussteller. Lupf. Kopialbücher VDI, 199—201. Stuttgart. 7) 1501 güttemtag vor st. Maria Magdalena tag [Juli 19.~\ empfängt Burckhart von Regkembach von Graf Wolfgang zu Fürstemberg zu Lehen für sich und seine Erben, Töchter wie Knaben, 3 Güter zu Gyssingen, die insgesamt 15 Malter Korn gelten, den Benglers Hof zu Gerüt, der 3 Malter Korn und 2 Hühner giltet, einen Hof zu Alten Sunthußen, der 3'/2 Malter Korn giltet, 2 Mannsmad Wiesen in Teger- wiesen neben dem Hewer, die 2 Mut Veesen gelten, ferner die „badhouestat zu Wolfach zwiischend der obern raüly vnd dem thor", eine Sägmühle im Bann zu Wolfach und den Zins der Mühle zu Engelspach ob Wolfach, welche zu Zinslehen 3 „cappenn" giebt. Das alles wurde Burkhart von seinem Schwäher Conrat von Velsenberg übergeben. Fürstenb. Lehensurbar von 1500 Bl. 58. Donaueschingen. T. 8) Derselbe empfängt auch [wann ?] zu Mannlehen von der Grafschaft Fürstenberg 4 ganze Güter, die zusammen I8V1 Malter beider Korn, zwei halbe Güter, die zusammen 5 Malter 2 Viertel beider Korn guten, und alle seine sonstigen Grundstücke zu Gisingen, 1 Gut zu Oberbaldingen, das 5 Malter 2 Viertel beider Korn Vilinger Mass giebt, 2 Güter zu Efingen, die zusammen 5 Malter Veesen, 1 Vi Malter Haber, 4 Viertel [Eier] guten, 1 Gut zu Sünthusen, das 2 Malter Veesen und 1 Vi Malter Haber giltet, und von diesen Gütern alle Hühner, Eier und andere Rechte, wie die von Alters her verliehen sind; nicht Lehen aber ist eine Wiese Burkharts hinter der alten Burg [zu Gisingen t\. Fürstenb. Lehensurbar von 1508 Bl. 85. 1503, Sept. 2. 217, Hainrich Abt zu Schussenriedt vergleicht zu Mengen Abt Johanns von Sal- menswyller und Steffan und Schwigharten von Grundelfingen, Freiherrn, mit Andrissen Grafen zu Sonnenberg, Truchsessen zu Waltpurg, Herrn zu Scharr: Die hohen Ge- jtftpffjwtjisfts '•''■:■> 1504. 387 richte zu Burgow gehören dem Grafen Andrissen; die Armenleute und Hintersassen von Salmenswyller und Gundelfingen in Burgow, desgleichen die Fremden, welche dort nicht verwandt noch zugehörig sind, kommen, wenn sie den niedern Gerichten zuständige Frevel begehen, vor das Gericht von Salmenswyller und Gundelfingen; begehen die Armenleute von Salmenswyller oder Gundelfingen ihre Frevel ausserhalb des Etters von Burgow auf Burgower Grund und Boden, so sollen sie gleichwohl vor dasselbe Gericht kommen; begehen die von Burgow Frevel mit Fremden, so steht der Frevel halb den von Salmenswyller und Gundelfingen, halb dem Grafen zu, die aber solche Frevel begehen, gehören vor des Grafen Gericht allein, ebenso Fremde, die Frevel ausserhalb des Etters auf Burgower Boden begehen. Gegeben vff sampstag nach st. Gilgen tag 1503. Das Siegel des Ausstellers beschädigt. Perg. Or. Sigmaringen, Staatsarchiv. S. 1) 1500 zinstag nach dem hl. Critz tag im Mayen [Mai 5.] empfängt Margaretha Kettenackerin, Michel Kettenackers Witwe, von Burgow von dem Abt Johanns und dem Konvent von Salmanswiler ihren Hof zu Burgow zu Lehen. Der Vertrag kann von jeder Seite jedes Jahr gekündigt werden. Sie darf aus dem Holz nur das für den Hof Notdürftige hauen. Sie giebt jährlich '/« von allem, was auf den Äckern wächst, dazu 1 g 10 ß ^ Büdlinger Währung, 3 Viertel Eier, 8 Hühner, 1 Fastnachthenne und 1 Viertel Öl. Das Korn hat sie in einer besonderen Kammer aufzubewahren, den Zins nach Rüdlingen zu liefern"). Perg. Or. mit dem Siegel Steffan Schilchers, Bürgermeisters zu Eüdelingen. Sigmaringen, Staatsarchiv. S. aj Wegen der Wässerung der Wiesen dieses Hofes und eines gundelfingischen zu Burgow kam 1485 donr- stag vor Letare [März 10.] zwischen dem Kloster Salmenswiler und dem Freiherrn Jerg von Gundelfingen ein Vertrag zu stände. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Jacob Härdlins, Altbürgermeisters, und Michel Glöcklins, Bürgermeisters zu Rudiingen. A. a. 0. S. 2) 1505 hl. Pfingstabend [Mai 10.] vereinigen sich Steffan und Swygher, Gebrüder, von Gundelfingen, Freiherrn, mit dem Kloster Salmanswiler über die Frevel in dem Dorf Burgow, das halb diesem Kloster, halb ihnen zugehört, da in demselben kein Gericht ist, und da deshalb mehrfach Frevel unbestraft blieben. Sie setzen zur Handhabung des Gerichts einen gemeinsamen Amtmann ein. Die Gerichtseinkünfte sollen beiden Teilen zu gleichen Teilen zufallen. Jedem Teil sollen seine Hintersassen und die ihm zu versprechen sind, mit Reisen und Reissteuer dienen. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln der beiden Freiherrn. Sigmaringen, Staatsarchiv. S. 1504, März 9. 218 f König Maximilian entscheidet zwischen Hawg, Johanns, Cristoff und Felix, Vetter und Gebrüder, Grafen zu Werdemberg und zum Heiligenperg, und Hanns, Wernher, Gotfrid und Wilhelm, Gebrüder, Freiherrn zu Zymern und Meßkirch: 1. Meßkirch mit Dörfern, Nutzungen und aller Zubehör bleibt den von Zymern, dagegen zahlen dieselben den von Werdemberg die 2000 fl. Rh., die sie wegen Oberndorf ausgegeben haben, oder verzinsen diese Summe mit 100 fl. 2. Die von Zymern bleiben bei den hohen Gerichten in der Stadt Meßkirch und in den Dörfern Rordorf, 49* •'*■•'■■' i % \ 111 fiiill &m mffi 388 1504. Hewdorf, Snerkingen, Wackherßhoueu, Ober- und Vnderbichtlingen innerhalb der Etter, ausserhalb des Etters der Stadt Meßkirch und der gen. Dörfer gehören die hohen Gerichte den von Werdemberg und ihrer Grafschaft Sigmaringen. 3. Des Jagens halber bleibt es bei dem Vertrag von 1463, März 17 (der transsumiert ist), nur begeben sich die von Zymern in den Bezirk, in dem ihnen durch diesen Vertrag der Forstbann beigelegt ist, des Jagens, Hagens und aller forstlicher Obrigkeit zu Gunsten der von Werdemberg. 4. Was sich an Kosten und Schäden in diesen Händeln ergeben hat, ist tot und ab und kein Teil dem andern darum etwas schuldig. 5. Alle Personen, sie seien geistlich oder weltlich, bleiben bei ihrer Lehenschaft, die sie mittlerweile von den von Werdemberg empfangen haben, doch haben sie diese Lehen von den von Zymern neu zu empfangen und sind dann gegen die von Werdemberg ihrer Lehenspflicht entbunden. 6. Alle in diesem Handel Beteiligten sind wegen aller Thaten und Worte in demselben unstrafbar und mit einander vertragen. 7. Künftiger Streitigkeiten wegen ihrer Herrschaft sollen die von Zymern und von Werdemberg durch vier ihrer nächsten Freunde austragen. 8. Den von --Werdemberg haben die von Zymern Meßkirch, die Dörfer oder ihre andern Güter vor andern zum Kaufe oder Pfände anzubieten; machen dieselben davon keinen Gebrauch, so können die von Zymern doch „die gerechtigkeit vorsts vnd iagens halb" niemanden verkaufen. Geben zu Augsburg am newnten tag des monets Marcy 1504. Das k. Siegel (Heffner, No. 125). Perg. Or. Donaueschingen. T. 1504, Apr. 8. 91Q Gerhardus Abt, Prior und Konvent des Gotteshauses zu Allperspach geben Andres Kotzen, Schreiber zu Wolfach, ihr Gut zu Engelbach im Kinczigentale, gen. Schollengut, das vor Zeiten Mathis von Engelbach baute, auf dem jetzt das Haus Conrat Wambeschers steht und welches als ewigen Zins 1 & 1 ß ^ Strassburger, 6 Hühner und 40 Eier und, so oft es zu Schulden kommt, Fall und Dritteil giebt, und entlassen Wambescher seiner Eidspflicht als Hintersasse, behalten aber die Gerechtigkeit der Leibeigenschaft, mit der er ihnen als seinen Halsherrn verbunden ist. Dagegen giebt ihnen K6tz aus sein em Gute zu Hetzen- husern 15 ß h., 2 Hühner, 2 Käse. 2 Tagdienste und 40 Eier Zins, „dofür er vom Vaißten am Brandstyg ain pfund haller gelts genomen hat, vnd ist das gut vällig vnd trittailig, so es ze schulden kompt", und 1 fl., mit 20 fl. Hauptsumme ablösige Gilt auf dem Otenwelder Gut, und 3 Ort mit 15 fi. Hauptgut ablösbaren Zins auf Mathis Weßners Gütern zu Heuwyler. Geben vff den Ostermontag 1504. Die Siegel der Abtei und des Konvents zu Alperspach beschädigt. Perg. Or. Donaueschingen. IH hHHRHMBHBH „:a.;i-^t.:iii* . V,.: J --i....if.j,..vl ; 1504. 1505. 2504, Dez. 10. 389 220» Rudolf Graf zu Sultz leiht Hannsen Knobloch von Rischach zu Imadingen den durch Absterben Hansen Spatten, gen. Jäger, heimgefallenen Zehnten zu Zimern an der Thonow, der zu gemeinen Jahren bei 18 Malter Frucht trägt, als Mannlehen. Geben vff zinstag nach Vnnser lieben Frowen tag Conceptionis 1504. Das Siegel des Ausstellers beschädigt. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1505, März 15. 221. Hanns Tilger von Frickingen empfängt von dem Abt Johanns und dem Konvent zu Salmanswiler ihres Gotteshauses Hof zu Frickingen zu Erblehen. Es wird ihm gestattet, dass er Vi Jauchert Feldes ob Frickingen bei den hintern Weingärten, oben und unten an der Grafen von Werdemberg Gut stossend, in einen Weingarten verwandle. Dieser Weingarten soll stets beim Hof verbleiben und von ihm als besonderer Zins 2 ß /Si zu Martini gezahlt werden. Geben vff dem hl. Palms abend 1505. Das Siegel des Junkers Jerg von Suntheim, Vogts zum Hailigenberg, (31 mm D., IV C, im Schilde 2 kreuzweise gelegte Greifenfüsse, Helmzier ein Engel zwischen zwei Büffelhörner. Umschrift: jorg | »mt I (im | ttjain). Perg. Or. Karlsruhe. S. 1) 1507 mentag vor st. Anndres tag [Nov. 29] leiht Graf Cristoff zu Werdemberg und zum Hai- ligennberg Hannsen Hornstain von Frickingen seinen Hof zu Frickingen, der an der Pfarre Hofraite am Bach stosst, und Martin Rütharts Gut daselbst zu Marktrecht und Erblehen. Hof und Gut hat derselbe an Dach, an gemachten Zäunen und in allem in wesentlichen Ehren und Äcker, Wiesen und Gärten in gutem, zeitigem Baue „mayerlich", unverwüstet und unzertrennt zu halten und 15 ß -Sj, 9 Malter Veesen, 4 Malter Haber, 1 Viertel Eier und 4 Hühner aus dem Hofe und 3 ß $, 3 Malter Veesen, 3 Malter Haber, l Viertel Eier und 4 Hühner aus dem Gute, alles Vberlinger Mass und Währung, gen Hailigenberg in seiner Amtleute sichere Hand zu Zinsen. Kommt der Lehensmann irgendwie vom Hofe, so hat derselbe die Hälfte aller Früchte und Güten, nämlich 1 U 17 1 /, ß ■§, 6 Malter Veesen, 31/2 Malter Haber, 1 Viertel Eier und 4 Hühner zu Weglöse und der, welcher darauf kommt, die andere Hälfte zu Erschatz zu geben; höher dürfen sie nicht gedrängt werden. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Donaueschingen. ES i I üsa 1505, Apr. 18. 222, Hanns von Vassenriedt und Bastian Leber zu Wintersulgen, Pfleger St. Bartimes zu R6renpach, verkaufen den Grafen Hug und Cristofi zu Werdenberg und zum Hayligenperg 10 Jauchert Ackers, die in dem Hof zu den Vordernstaygen gelegen sind, nämlich 4 Jauchert im Esche gegen den Hailigenperg, 4 im Esche gegen Frickingen, 1 im Egkerthal und 1 bei dem Höwenstain und 5 ß 3i Vberlinger Währung ewigen Bodenzins von demselben Hofe, alles als freieigen, um 34 S ^ Vberlinger und Landeswährung. Geben vff freytag vor dem suntag Cantate 1505. I I isaBssü Hb mm 390 1505. Bruchstücke der Siegel der Junker Pollin von Fulach, Vogts zu Eamsperg, und Walther Ricken- pachs, Bürgers zu Pfullendorf. Perg. Or. Donaueschingen. R. 1505, Juni 20. Constanz. 223. Praepositus, decanus et capitulum ecclesiae cathedralis Constantiensis funda- tionem capellaniae sive primariae perpetuae ad altare beatae Mariae virginis et s. Quirini in capella villagii Vndervldingen ad ecclesiam suam in Seuelden iure par- rochiali spectante per procuratores fabricae ecclesiae in Seuelden et comnmnitatem villagii dicti factam ratificant a ). Datum Constantie 1505, die 20. mensis Junii, indictione vero 8. Das Siegel des Domkapitels Constanz. Perg. Or. Karlsruhe. a) Der sehr weitläufige, der vorstehenden Urkunde transfigierte Stiftungsbrief ist gegeben 1505 frytag vor st. Vyt des hl. martirers tag [Juni 13.]. — Auch eine Aufzeichnung über diese Stiftung, insbesondere über die Obliegenheiten des Kaplans aus gleicher Zeit, aber undatiert, ist erhalten (Perg. Karlsruhe, Buchform). Nach derselben haben den betr. Altar in der gen. Kapelle Jos Bropst, der freien Kunst Meister, von Vnderüldingen und die Gemeinde daselbst gebaut und die Frühmesse gestiftet. 1) 1497 st. Vits tag [Juni 15.~] verkauft Jörg Obermüller zu Salmenschwyl, der Koch, den Pflegern und Meistern des hl. Geistspitals zu Costanntz am Marckstad um 10 Jt 3\ Costannizer Währung 10 ß A Jahreszins, den ihm Stoffel Tröscher von Vndervldingen auf st. Martins Tag aus seinem Neusatz mit Reben zu Vndervldingen am Berg 1491 zinstag nach st. Jacobs Tag [Juli 26.] wiederkäufig verkauft hat. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Junkers Hanns von Liebenfels, gen. Launtz. Karlsruhe. 2) 1506 mitwoch vor des hl. Crütz Inuencionis [Apr. 29 .] sitzt Jacob Sibolt, Amtmann zu Vldingen, aus Befehl der Grafen Hug und Cristoff zu Werdemberg und zum Hailigenberg an gewöhnlicher Gerichtsstatt zu Gericht. Im Streite zwischen dem grossen Spital zu Costentz als Kläger (vertreten durch Bartlome Schmidter, Spitalmeister) und Caspar Maiger, gen. Probst, zu Vldingen als Antworter über 1 Jauchert Holz auf dem Rütmansperg, die das Spital beansprucht und die der Beklagte mit seinen Vordem länger, denn jemand denken mag, innezuhaben behauptet, wird erkannt, dass der Spitalmeister die bessere Kundschaft habe und dass „man das gewonlich meß zürn Hailigenberg niemen vnnd dem spital zu Co- stenntz von gemeltem holtz von Bernharts acker der lenngin nach herein ain juchart holtz dauon messen soll". Perg. Or. mit dem plattgedrückten Siegel Sixten von Husen, Vogts zum Hailigenberg. Constanz, Spitalarchiv. 1505, Okt. 30. 224. Paulus Stahel und Verena Bollerin, „eegemäht", zu Villingen verkaufen für 55 fl. Rh. Hainrich Götzen, Vogt, und Hayne Benner und Hansen Geisser, Pflegern der Mauritienkirche zu Tegkingen, 3 Güter, eine Hofstatt und 2 Viertel Kernen und 2 Viertel Haber Gilt aus Vnser Prowen Gut zu Hondingen. Geben vff dornßtag vor Aller Hayligentag 1505. Das Sekretsiegel der Stadt Villingen fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. T. I 1505. 1506. 391 l)i 1377 zistag nach st. Gallen tag [Okt. 20] giebt Graf Hainrich von Fürstenberg guten Willens und Dankes seiner Muhme von Krenkingen, derzeit Meisterin des Gotteshauses zu Berowe, und diesem Gotteshause seinen Eigenmann Cünraten, Eberharts Etswennes sei. Sohn, von Hainingen zu eigen. Perg. Or. mit dem zerbrochenen Siegel des Ausstellers. Karlsruhe. 1505, Dez. 15. 225. Sigmundt Graf zu Lupfen verkauft unter Vorbehalt des Rückkaufs für 200 fl. Rh. Jacob Ruscher, Bürger zu Schaffliausen, einen auf Weihnachten in Schaffhausen zu entrichtenden Zins von 10 fl. Rh. aus seinem eigenen Dorf Lindpach. Er setzt Vogt, Richter und ganze Gemeinde des Dorfes zu Mitgilten und Gergen von Gouberg, Amtmann, und Hansen Kempfen, Schultheiss zu Stüelingen, zu Bürgen. Einlager in Schaffhausen. Geben vff montag nechst vor st. Thomas des hl. zwölfbotten tag 1505. Das Or. siegelte der Verkäufer, der Flecken Bonndorf (für die Gemeinde Lindpach) und Jörg von Gouberg für sich und den andern Bürgen. Lupf. Kopialbücher IX, 1 Bl. 414. Donaueschingen. T. 1506, Jan. 16. 226. S Johannß Wernher von Zymrnern, Frei und Herr zu Meßkirch, empfängt von der Pröpstin und dem Konvent zu Munsterlingen die Vogtei über deren Leute und Güter des Dorfes zu Wauckerßhofen. Derselbe hat als Vogt diese Leute und Güter, soviel er kann, wie sein eigenes Gut zu „friden vnd schirmen" und behält die Vogtei in der Weise, wie sie sein Vater sei. bis an seinen Tod inngehabt, so lang er Herr zu Meßkirch ist, und nicht länger. Diese Leute haben ihm zu Vogtrecht auf st. Martins Tag 3 O. und 3 Malter Haber zu geben; dazu hat ihm jegliche „meny" in der Vogtei, falls er dies fordert, jährlich 3 Tagdienste, und „ietliehe person von manßnamen, die mayer sind ald zu iren tagen kommen sind", jährlich 2 Tagdienste zu thun. An einer Veräusserung der Leute und Güter darf er das Gotteshaus nicht hindern. Wenn er an Vogtrecht und Diensten mehr erzwingen will, so hat das Gotteshaus Munsterlingen Gewalt, ihn zu „verkeren" und einen andern Vogt zu nehmen. Leute und Güter sind wegen Vogtrecht und Dienste gegen niemand ' von seinetwegen „angriffig" noch pfandbar. Geben vff fritag nechst vor st. Anthonius tag 1506. Das Siegel des Ausstellers zerbröckelt. Perg. Or. Donaueschingen. ■ T. 1) 1477 frytag vor st. Margretten tag [Juli IL] empfängt Caspar Wiltinan zu Wäggerßhouen von der Meisterin Bärbel Engelinen und dem Konvente zu Munsterlingen zu Erblehen ihren Hof zu ■■*■■■■. 392 1506. Wäggerßhouen. Er hat den Hof umverteilt, unverändert und in allen Stücken „in rechten zittbüwen" zu halten und dem Gotteshause jährlich ohne allen Abgang und ohne Rücksicht auf Krieg, Hagel, Misswachs, Landgebresten und Wüstung auf st. Martins Tag als Zins 20 Viertel Kernen und ebensoviel Haber Vber- linger Mass und 18 ß ,S) Costantzer Währung in Vberlingen dem Zinseinnehmer des Gotteshauses Münster- lingen zu geben. Hält er den Hof nicht in Ehren und bezahlt er zwei Zinse nach einander nicht, so fällt der Hof dem Gotteshause heim. Das Gotteshaus hat das Vorkaufsrecht, der Lehensmann darf aber den Hof „dhainer ehaffti, noch ewigkaitt", sondern nur ehrbaren Leuten, die dem Gotteshause „füglich vnd zinßbar" sind, veräussern. Dieselben darf das Gotteshaus mit dem Zinse nicht steigern und ihnen den Hof nicht nehmen, solange sie den Zins geben und den Hof in Ehren halten. Das Or. siegelte Junker Ludwig Appentegger, des Kats zu Costantz. Münsterlinger Kopialbuch von c. 1490, I, 84. Einsiedeln. 2) 1477 sampstag vor Barthlomei \Aug. 23. ,] verheisst Wernher von Zimbern, Freier Herr, Vogt zu Bregentz, dem Barbara Engline, Meisterin, und die Konventfrauen zu Munsterlingen eine Weiherstatt zwischen ihrem Weiler Wauggerßhouen und dem Dorf Suldorf, oben am Tegelbach gelegen, gegeben und da einen Weiher zu machen erlaubt haben, denselben, sie schadlos zu halten, wenn durch diesen Weiher ihre Güter zu Wauggerßhouen ertränkt werden. Das Or. siegelte der Aussteller. Zimm. Kopialbuch II, 278. 3) 1483 mentag nach st. Erhartz tag [Jan. 13.] empfängt Haintz Wildman von Wagertzhouen von Barbara Engelinen, Meisterin, und den Chorfrauen zu Munsterlingen für sich und seine Kinder zu Handlehen ihren Hof zu Wagertzhouen. Er hat als Zins jährlich auf st. Martins Tag 5 Mut Kernen und ebensoviel Haber Vberlinger Mass in Vberlingen dem Boten des Klosters und 18 ß ^ Const. in dem Kloster selbst abzugeben ohne allen Abgang und den Hof in Ehren und unverteilt zu halten. Hält er dies nicht und lässt er zwei Zinse nach einander unbezahlt, so fällt der Hof heim. Wird nach dem Zeugnisse ehrbarer Leute eines der Häuser auf dem Hofe baufällig, so soll dasselbe das Gotteshaus nach ehrbarer Leute Erkenntnis wiederum bauen. Perg. Or., die Siegel Mathis Löwblins zu Meßkirch, und Jacob Wiglins, Stadtammanns daselbst, fehlen. Donaueschingen. 1506, März 4. 227 Clemens Reichlin, alter Bürgermeister zu Vberlingen, belehnt Jacob Schert, Bürger zu Marckdorf, zu Magenwyler gesessen, mit dem Holze Enngoltzriedt zu Hareßhain und einer Baind allda als rechtem Lehen vom Schlosse Vttenndorf, für Männer und Frauen, wie solches im Lehenbuch verzeichnet ist, nachdem dasselbe bei 30 Jahren nicht mehr empfangen worden war, weshalb „damit anders dann [nach] lehensrecht gehanndelt ist". Geben vff mitwochen nach Invocauit 1506. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Überlingen, Stadtarchiv. 1506, Apr. 16. 228. Cunrad von Walstein meldet den zu Gisingen versammelten Lehensrichtern und Mannen des Grafen Wolfgang zu Fürstenberg, dass seine Voreltern den Burgstall Walstein mit hoher und niederer Gerechtigkeit über Menschengedächtnis als Eigenthum innegehabt, dass sein Vater Caspar von Walstein sei. seinem Schwager MBS MHfiJ^BHHflfl tiSi&J&MiuäiSik u!&.*'.-l!V'V..;t.«-i...wi^Vi t,^! CS&SSj '■''■*•*-*■*■:.*-*»■*-»;.■ 1507. 393 Martin von Bluemeneck 1000 fl. werte Güter davon zu Heimsteuer und andere Hauptgüter verschrieben und verpfändet habe, und dass bei Menschengedächtnis keine Versehreibung seiner Vordem bekannt sei, nach der sie solch ihr Eigentum zu Lehen empfangen haben; nur das Urbarbuch seines gnädigen Herrn solle „ohnverdatumbt und ohnbevestiget" anzeigen, als ob Cunrad von Walstein „ein junger unter seins jähren, eines thail zu lehen empfangen habe, dz er aber nimmer gestände, und seye gleich wohl sin bruder seeliger Egnolf von Walstein, wie auch er offt um lehen empfengnus angefochten und zu etwas kosten gepracht worden, ungezweifelt, da er wieder zur gesundhait kommen, er wurde solchen kosten zu erfordern nit still geweßen seyn". Geben uff donnerstag nach dem hl. Ostertag anno dni Hill ° sexto. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Auszug des 18. Jhdts. Donauescliingen. 1) Von Graf Wolfgang von Furstenberg empfängt derselbe zu ungenannter Zeit als Mannlehen von Furstenberg Waldstain das Burgstall, die Wälder, die bisher dazu gehörten, Leute, Güter, Fischwasser, Zinse und Güten, Drittel und Fälle in der von Waldstain Teil im Vyscherbach und im Waldstain und vor dem Thal, dazu auf jedem Hofe im Waldstain 1 Viertel Haber, „so sy schirmrecht vf sich geladen vnd zu geben jerlich zugesagt". Dieses Lehen bekommen auch, wenn Knaben des Stammes nicht da sind, aus Gnaden Töchter. Fürstenb. Lehensurbar von 1508 Bl. 184. 2) 1353 freytag nach der Grossen Faßnacht [Febr. 8.] leiht Bechtoldt Abt zu Gengenbach zu einem rechten Erbe Egnolf von Walstein seinen Teil am Hofe zu Walstein unter der Burg, von dem man seinem Gotteshaus 20 % Straßburger Münze, 2 Viertel Haber und 4 Hühner zu Zins giebt, an der Burg Walstein und am Grunde, gen. die Stortsche, wovon man seinem Gotteshause 2 ^ gen. Münze zu Zins giebt. Das Or. siegelte der Aussteller. Waldsteinsches Kopialbuch (17. Jhdt.) S. 1. Donaueschingen. 150 7, Jan. 18. yoQ Katherina Hoffmeygerin aus dem Langenbach, Eberhart Rechklaus sei. Witwe, und Benedict Heintzman im Langenbach geloben, den Grafen Wolfgang zu Furstenberg, der ihnen von dem in ihrem Hause gefundenen Gelde, „des dann die kinder vnd eelich frund im Harmerspach ansprechen", das aber „als ein verholen gut, das nyemant inn wissen gewesen ist" , gen. Grafen als der Obrigkeit zu Händen ge-** worden ist, 20 fl. geschenkt hat, dieses Geldes wegen „on sin entgeltnuß" gegen jedermann zu vertreten. Geben vff montag nach Anthoni des einsydels 1507. Das Or. siegelte Johannes Dorner, Stadtschreiber und Schulmeister in Wolfach. Pap. gleichzeitige Kop. Donaueschingen. VII 50 iffitiK 394 1507. 1507, Febr. 5. 230. Virich Herzog zu Würtenberg leiht Martin von Randeck zwei Drittel des Dorfs zu Schlatt vff den Ecken a ). Geben zu Stugarten vff freittag nach Vnnser Frauen tag Liechtmeß 1507. Das Or. siegelte der Aussteller mit seinem Sekretsiegel. Lupf. Kopialb. III, 1 Bl. 202». Donaueschingen. T. a) Dieses Lehen leiht 1509 freittag nach st. Lienharts tag [Nov. 9.] derselbe Jacoben von Bodmann, der es von Martin von Randeck gekauft hat. A. a. 0. III, 1 Bl. 203 ». 1) 1481 donstag vor st. Vitz tag [Juni 14.] verweist den Streit über den Zehnten zu Schlatt vff den Eggen zwischen Hainrich von Randegk und Mathias Lingg, Schultheiss zu Engen, und Hainrich Kamerer, Bürger daselbst (welch letztere diesen Zehnten als Erben des Birßners sei. von Engen, der damit vom Vater Hainrichs von Randegk belehnt gewesen sei, beanspruchten, wogegen Hainrich einwandte, das Lehengericht habe erkannt, dass Birßner nur eine Tochter gehabt habe und dass nach deren Tode dieser Zehnten heimgefallen sei) das Dorfgericht zu Hiltzingen, an das sich die Parteien gewandt haben, vor den obern Lehensherrn. — 1481 fritag nach st. Jacobs tag [Juli 27.~\ erkennt demgemäss das wirtenbergische Lehetigericht zu Gunsten des von Randegk. Perg. 2 Or. Bodman. 2) 1502 monntag nach st. Vits tag [Juni 20.} verkauft Hanns Jacob von Bodman, der jüngere, Ritter, dem Grafen Hainrich von Lupfen seinen Hof zu Schlatt vff den Egkenn, wie der in seinen Zwingen und Bannen begriffen ist und er ihn von den von Randegk erkauft hat. Perg. Or., das Siegel fehlt. Karlsruhe. a) Für die Kaufsumme verkauft der Käufer an demselben Tage dem Verkäufer 17 fl. Rh. Zins aus dem Hofe zu Schlatt selbst unter Vorbehalt des Wiederkaufs. Zu Bürgen setzt er Hainrich Silbrer und Ludwig Gut, des Rats,'und Hans Oswald, Bürger zu Engen. Perg. Or., die Siegel des Verkäufers, Hainrich Silbrers und Hans Oswalds und Lienhart Oswalds, angehängt für Ludwig Gut, fehlen. Donaueschingen. 1507, Apr. 23. 23 \ Hannß Hainrich von Klingenberg leiht nach Erblehensrecht Peter Vischer, gen. Fritz, zu Eßlingen seinen Hof im Eßlinger Zwing und Bann, gen. Kelhof, für Töchter, wie Knaben. Aus demselben gehen zu Vorzins dem Kapitel zu Wurmblingen 6 Scheffel Veesen, 8 Viertel Haber, dem Pfarrer zu Eßlingen 10 Malter Roggen für alle Zehnten aller Früchte und allen Gewächses auf dem Hofe. Er selbst bezieht aus demselben zu Erbzins auf st. Martins Tag 3'/2 Malter Haber, 8 Viertel Veesen, 8 ß h. Costentzer Währung, 4 Hühner, 1 Viertel Eier. Ohne Willen des Lehensherrn darf aus dem Hofe nichts veräussert, auch darf er nicht geteilt werden. Erlauft ein nicht bezahlter Zins den andern, so ist der Hof heimgefallen. Will der Lehensmann abziehen, so hat er es ein halbes Jahr vorher dem Lehensherrn anzuzeigen und muss den Hof frei ledig demselben aufgeben und alles auf dem Hofe gewachsene und noch nicht verbrauchte Heu und Stroh zurücklassen; zieht derselbe zu einer Zeit, „so noch nit gehaberet were" ab, so muss er Heu und Stroh dalassen, damit man „haberen" könne. Geben auff Georgii deß hl. marterers tag 1507. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Kop. 17. Jhdt. Donaueschingen. 1507. 1508. 395 1501, Aug. 28. 232. Wilhelm Herter von Hertneck zu Tusßlingen verkauft seinem Tochtermann, dem hochgelehrten und festen Doktor Ludwig Truchsäss von Heffingen um 800 fl. Rh. alle seine Höfe, Güter, Zehnten, Zinse und Güten zu Gamerßwyler im Madach bei Stockach, alles ganz zinsfrei und ledig, wie er und seine Mutter Anna Herterin, geb. von Höwdorf sei., es bisher besessen haben. Von der Kaufsumme sind 300 fl. Heiratgut, die Wilhelm Herter versprochen hatte, weitere 100 fl. hatte ihm sein Tochtermann früher geliehen und um die übrigen 400 fl. macht ihn derselbe gegen einen andern Tochtermann Hannsen Spengler ledig. Der Rückkauf wird vorbehalten und werden bei demselben etwaige Neubauten, die der Käufer aber nur mit des Verkäufers Zustimmung aufführen darf, besonders bezahlt. Geben vff st. Augustins des hl. bischoffs vnd lerers tag 1507. Die Siegel des Ausstellers, Hannsen Ruch von Winden zu Boltringen, Vogtes zu Tüwingen, Ernsts von Fürst und Ludwig Spenglers, Bürgers und Richters zu Tüwingen, des Schwehers des Ausstellers (bis auf das des Ernst von Fürst Bruchstücke). Perg. Or. Donaueschingen. T. 1) 1504 mentag nach st. Niclas tag [Dez. 9.] empfängt Hainrich Thuffell, Bürgermeister zu Tut- lingen, als Träger der Erben Hainrichen Gemperlins, die noch nicht zu ihren Tagen der Bescheidenheit gekommen sind, des Strobels Gut zu Garmenßwiller zu Mannlehen von Junker Ortolf von Hödorf zu Walsperg a ). Perg. Or. mit dem stark beschädigten Siegel des Junkers Jacoben von Schertzingen. Donaueschingen. a) Dieses Gut empfängt Hainrich Gemperlin von demselben Lehensherrn 1509 Praesentationis Mariae [Febr. 2.]. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel Daniel Martins, Schultheissen zu Tutlingen. Donaueschingen. 1508. 233. Bruder Diepolt, Leutpriester zu Bethmaringen, leiht namens des Siechmeisters zu St. Blasien dieses Konventes Gütlein zu Muchen Cünratten Weber, Messmer zu Muchen, auf 3 Jahre um 1 Mut Kernen Zins. Derselbe muss die Matten ausreuten und säubern und die Gräben und Brunnen aufthun, „das biderleut mögen sprechen, es sy wol gemachet". Nach den 3 Jahren hat er ganzen Zins zu geben, nämlich 1 Mut Kernen und 1 Mut Haber, und den gen Waldtshut zu fertigen. Anno 1508, vnd sind also zwein zedel a ) vß ein ander geschnitten für das sygel. Karlsruhe, Kopialbücher No. 670 S. 191. a) In der Überschrift genannt „kherfzedel". 1508, Juni 14. 234, Marin Butsche, Obervogt der Herrschaft Cüntzenperg, Hans Starck, Alt- schultheiss zu Villingen, Cünrat Wernher, Zunftmeister daselbst, Hainrich Ttiffel, 50* 396 1509. Bürgermeister zu Tuttlingen, und Michel Rubelman, Bürger daselbst, entscheiden den Streit zwischen Graf Wolfgang von Furstenperg und den Armenleuten zu Kilhan und Husen einerseits und Herrn Hanßen von Rischach zu Nuwenhöwen und seinen Armenleuten zu Stetten um Zwing und Bann, Wim und Weide, Trieb und Tratt also: „Vom ersten von der margk dem stain vff, als ain birckhag, da die dru benn zu sammen stossen, nämlich Stetten, Owelfingen, Kilhan vnd Husen, vnd von der selbigen margk vber die strauß hinvber in das hag an dem Kilhweg vnd das Kilhag hinusß biß an Stetter espach vnd von Stetter espach das Brielhag hinab biß in den Kaihoffen, vnd was vff die lingken hand lit, das soll sin vnsers gnedigen herren, grauff Wolfen von Furstenperg vnd siner gnaden armenlüt zu Kilhan vnd Husen aigen zwing vnd benn". Den von Stetten steht es frei, für 10 ß h. Villinger Währung für jeden Zug jährlich ihr Vieh zu treiben: „von der stain margk vff Asp by dem Birgkhag hinab in das Warrenstall vnd von dem Warrenstal das dall ab in das Kilhtal vnd vß dem Kilhtal vff vffWeltzels acker". Dasselbe ist auch denen von Kirchen und Hausen gestattet. In dem von den ebengenannten Grenzen eingeschlossenen Gebiet gehören die Frevel hoch und nieder der Herrschaft Furstenperg zu. Junker Jörg von Regkenpach, Obervogt in der Barre, verspricht für seinen Herrn und die von Kilhan und Husen, ebenso Hans von Rischach für sich und die von Stetten diesen Vertrag zu halten. Geben vff mittwoch nach dem haiigen Pfinstag 1508. Die Siegel Jörgs von Regkenpach, Cünradts von Rischach, der für seinen Bruder siegelt, des Junkers Jacob von Schertzingen zu Tuttlingen, der für Marin Butsch siegelt, des Hans Starck und des Daniel Martin, Schultheissen zu Tuttlingen, welcher für die übrigen Schiedsleute siegelt, fehlen. Perg. Or. Kirchen, Gemeinderegistratur. S. 1) 1482 2 a ante Thome appostoli [Des. 16.] leiht Abt Johannes von Reichenau Conraten Henseler von Fürstemberg ein Korn- und Heuzehntlein bei Kirchen in der Bar, zu dem ein Zins aus einer Mühle gehört und das an denselben von Hansen Gscbayer gekommen ist, als Mann- und Frauenlehen von seinem Gotteshause a ). Reichenaner Lehenbuch 638 d Bl. 176. Karlsruhe. a) Dieses Zehntlein leiht derselbe 1484 feria 3. ante Oculi [März 16.] Conraten Kistler zur Nuwenstat als Träger Meister Hansen, Kirchherrn zur Nuwenstat, nach Abgang Conraden Henslers. A. a. 0. — 1492 st. Clements tag [Nov. 23.] leiht dasselbe Abt Martin von Reichenau Conraten Hensler von Fürstenberg als Träger desselben Kirchherrn. A. a. 0. 638 » Bl. 96. r 1509. 235. Jörg von Reckenbach empfängt von Graf Wolfgang zu Furstenberg als Lehen von Fürstenberg Staheleck das Burgstall, die Fischenz an der Güttach vom Haßlacher Bach bis an den Richenbach, die jährlich 130 Fische Zins erträgt, das 1509. 397 Burgstall Nüwbluraberg, das Satveld enet der Güttach dem Milstig nach bis an die Strasse, „vnd wz fürvß vf die rechten handt ligt, gehört dem gotzhus im Grünen Wald vß gnaden Fürstenberg", ein Gut, das 5 Malter beider Korn giltet, und 2 Hofstatten, deren jede i Viertel Veesen zinst, 1 Gut zu Gisingen, das 5 Malter beider Korn, 5 Hühner, 60 Eier giltet, *\ s Gut daselbst, das 3 Malter, etliche Viertel, Hühner und Eier giebt, 1 Gut daselbst, das zum Halbteil 2 Malter beider Korn giltet, 1 Gut zu ßelhain, das 5 Malter beider Korn, 1 Viertel Erbsen, Hühner und Eier giebt, die Fischenz des Wassers gen. Kötten, „vahet an zu Gugeln, als das oberholtz vnd die ror an ainander stossen, vnd furab biß an die Tonowe", endlich alle Stücke, die die Reckenbach im Banne zu Gisingen liegen haben. Anno etc. 1509. Fürstenberg. Lehenurbar von 1508, Bl. 84. Donaueschingen. 1509, Jan. 12. 236. Graf Sigmund zu Lupfen bewilligt Bürgermeister und Rat zu Schaffhußen, „daß sie vnd ihr nachkommen einen holtzgewerb mit flötzen von Schwartzwaldt die Wuttach herab biß vnder Schlaithaimer fürt aufrichten vnd machen lassen vnd dan demnach den bruchen, nutzen vnd nießen mögen durch sy selbs oder ander, so darzu tugentlich vnd geschickt, auch gut sind, der da dienen mag, es sey zu räbstecken, brydtern, bauwholtz, schindlen vnd ander notturft von vns, vnsern erben vnd nachkommen der hölzer vnd des waßers halb auch in ander weg vngesumpt, ungeirt; doch sollen sie allweg mit yetlichen, wer die seyen, vmb ir holz vberkomen; sie mögen auch den rechen, so das holz vfffassen wirdt, machen lassen, derglichen die Wutach, so es not wird, innen vffthun vnd das alles in ihren costen, einem jeden an siner gerechtigkait ohne schaden. Sie sollen auch den rächen versperren, daß niemandts, wer der sey, darüber kommen mög, dann allein die, so dem flötzer zu seinem gewerb gehörig; wann aber einer darüber vngeuarlich gan wurd, so soll sol- lichs vngeuarlichen gehalten werden, doch mit dem abergeding, wen sie einen odej? mehr mit geuerd vber den rächen komen Hessen, sollen die, so sollichen gewerb üben, vns 1 & h. on nachlaeß vnd abbrach zu bezallen verfallen sein". — 2) Die von Schaffhußen geben dagegen auf st. Gallentag, mit dem nächsten anfangend, „zu flötzmiet" 20 # h. Schaffhußer Währung in das Schloß Stuellingen oder gen Schaff- haußen, wo es gefordert wird. — 3) Der Graf vergönnt denen, die solches Gewerbe üben, um und bei dem Rechen bei der Wuttach seine Wiesen jenseits der Wuttach zu einem Platz, „holtz zu lannden, ouch hüten, segmülinen vnd was man dan zu mm ü m^^M I m§. «j «kskSs Smm -■'■/':.,■;, '.. 398 1509. diesem gewerb notturftig ist", zu machen; doch geben sie dem Grafen von diesen Wiesen von einer jeden Mannsmad jährlich 1 # h.; „wann sie aber in denselbigen vnsern wißen witter rytten wurden, dan yetz ist, sollen sy nichts von denselbigen, so sie in künftigem rüten wurden, geben". — i) „Sie mögen auch segmülen, aber kein behußimg daselbs machen, dan allain zu der sagen ain hauß mit zwayen kam- mern vnd einer stuben, darinne sich ein maister mitsampt dem knecht vnd seinen volckern enthalten mögen; wann aber die, so sollichen gewerb üben sind, ein be- hußung bauwen wolt, sollen sie die in vnserm dorf Stuellingen buwen, darzu wir innen ein hofstatt geben sollen". — 5) „Auch sollen die, so sollichen gewerb üben vnd führen werden, die narung, so sie zu iren leibenn vnd anderen nottürftig, nin- dert anderstwa, dan bey den vnsern, es sey in statt oder dorf Stuellingen, nemmen, die sollen vnd werden sie auch in einem zimlichen werd , wie ander halten. Wan sie aber in vnser statt und dorf Stuellingen die narrung nach kundlichem mangel der leibnarung vmb ir gelt nit haben möchten, sollen sie solchs an vns oder vnser amptlüte lassen langen; wo wir oder die amptlütte sollichs nit bewenden vnd für- komen, möchten sye die narung an andern orten, wo sie die vberkomen, kauffen". — 6) „Wir sollen inen ouch kein holtz ausser vnser wälden geben, so zu vnserm schloß vnd landgraueschaft Stuellingen gehörig, dan allein ausser den weiden, so an der Wuttach hinauff gand, vns zugehörig sind, sollen vnd wollen wir inen auch knecht zugeben vnd die wäldt, so an der Wutach hinauff gand, besichtigen lassen, waz dann dauon denen, so solichen gewerb üben sind, von holtz gedieneu mag, verfolgen lassen, noch sie darvß nichts nemen, dan mit vnserm gunst, wissen vnd willen; doch sollen die weldt, so ahn der Wutach hinauff gand, außgezeichnet werden, vnd sollen vnd wollen wir, vnser erben vnd nachkomen den obgen. von Schaffhußen vnd irn nachkomen bei dem obgemelten gewerb, dem fiötzen mit wäg, mit stad, mit dem rechen vnd was sy darzu buwen, getrüwlich handhaben, schützen vnd schirmen". — 7) „Es sollen auch alle die, so sollichen gewerb vben, füren oder triben, si seyen der von Schaffhußen burger oder sonst frembd lüt, aller sturen, diensten, zollen oder vssätzen, wie die weren, von vns, vnsern erben vnd nachkommen fry vnd vertragen sein, außgenomen vnser aigen lütt, lanndsigling vnd sonst, so vns verwand vnd in vnser landtgraueschaft sitzen oder in künftigen darin wonen würden, sollen die wie von alter her gehalten werden; es were dan sach, daß sich derselben einer huß- häblich hinder vns vnd in vnsern schirm ziehen vnd setzen wurde, oder ob sie in vnsern gerichten fräueln, gegen denselben soll vns, vnsern erben vnd nachkommen vnnser gerechtigkait als zu andern vnsern hindersassen behalten sein". — 8) „Deß- gleichen ob ir einer wein vom zapfen schenckte, der soll auch dauon vns vnsern f 1509. 399 erben vnd nachkommen das vngelt zu geben schuldig sein, wie man das an andern ennden in vnnser landtgraueschaft Stuelingen gibt, doch wenn sie solchen gewerb füren sind, win mit irem volck bruchen wurden und den nit ausschencken, sollen die wie andern in vnser landgraueschaft Stuelingen gehalten werden; vnd auch mit fürworten so ist hierin bered, daß die genanten von Schaffhußen oder ander, so solichen gewerb vnd flötzen in iren handen haben vnd bruchen mögen, vns, vnnser erben vnd nachkommen onabgeschlagen sein sond 20 jähr die nechstkünftigen vnd darnach, so lang vnd baiden thaillen das eben vnd füglich sein will; welchem tail aber das lennger nit füglich sein wolte, der mag das dem andern thail ein jar zuuor abkunden vnd zu wissen thun, doch also daß die, so den gewerb haben, dasselb jähr den vben vnd bruchen mögen vnd auch die flötziniet dasselb jähr auch außrichten vnd geben sollen". Geben vff freytag vor st. Hillarien tag 1509. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Kop a ). Donaueschingen. T. a) Die Urkunde ist wörtlich in der Urkunde der Stadt Schaffhausen von demselben Tage (Pap. Kop. 18. Jhdt, Donaueschingen) in dem sie verspricht, vorstehende Bedingungen zu halten, wiederholt. 1509, Febr. 26. 237 # Schultheiss, Bürgermeister und Rat der Stadt Villingen, welche Abt Jörg zu St. Pläsin und Graf Wolfgang zu Fürstenberg ersuchten, ihren Streit wegen der von Schlüchse gütlich oder rechtlich zu entscheiden, hatten den Parteien einen Tag auf vergangenen Mittwoch nach st. Othmars Tag [1508, Nov. 22.] angesetzt, auf dem Herr Burckhart Mörler, Grosskeller des gen. Gotteshauses, als dessen Anwalt mit etlichen von Schlüchse und andern Beiständern und der Junker Jörg von Regkenbach, Obervogt der Grafschaft Fürstenberg, als Anwalt des gen. Grafen mit seinem Beistand erschienen. Ersterer begehrte, dass gen. Graf, der von den dem Gotteshause St. Pläsin gehörenden Armenleuten zu Schlüchse gegen ihre Briefe und Ding ? rödel, die sie verlesen Hessen, als Vogtherr „ain pundtgelt" forderte, davon stehen und dieselben bei den bisherigen Vogtrechten bleiben lasse. Des Grafen Anwalt erwiderte, er hätte diesen Widerstand nicht erwartet, denn die betreffenden Leute hätten das Bundgelt etliche Jahre bezahlt und sich dessen erst die letzten 2 oder 3 Jahre widersetzt, und zwar unbillig, „vnd das vss den vrsachen, das söllicher pundt von kayserlicher mayestat, vnserem allergnedigosten herren, dem sin kaiserlich hand vnd gewalt vnbeschlossen, dem haiigen Römschen rieh vnd sunderlich m m mm i 1. SgjjEi juäm ' < : : - ■" 14 Wm M ■ .: ,.:. : ■ ■■-,.: :■•■■.■:£? :'... ■ ■ I .-•;n'.'.-'•'"■ ■ w-T-c-■-:••' ^H .'.'■"■■■■■••.:■'.:'■■. : ."- .:■■■"'■ V;-. ■;',^ 400 1509. Tütscher nation zuo nutz, rüw vnd fryden angesehen ist, im selben pundt ouch rätt vnd hoptlütt verordnett sind, die angenden vffrüren abzuovvenden vnd zuo verhütten gemain lantzkrüg, dz aber allain mitt costen fürkomen wärden vnd den von Schlüchse glich wol wie anderen zuo rüw vnd fryden dienen mag; so sigend ouch die von Schlüchse an den vorgenanten vnseren gnadigen herren, grauff Wolfgangen, kofswyß komen in aller maus, wie die von Blümnegk sy ingehöpt haben, vnd wäre von alter her nitt anders prucht, denn also: „wenn den von Lentzkilch in kragen vnd notteu vier man zuo haben ufgelegt, so wurd den von Schlüchse der ain vnd den von Lentzkilch die dry zuogestelt"; so nun in kriegs löffen die von Schlüchse den vierden man, wie oblutt, ze haben schuldig, vß was vrsach söltend sy denn gefrygt sin, den vierden pfännig, so man krieg fürkomen vnd abstellen, als kurtz- lich beschallen wäre, nit darzuo stregken ?" Derselbe verlangte, dass die von Schlüchse verurteilt werden, das versessene und das künftige Bundgeld, solange der Bund währe, zu zahlen. Der Anwalt von St. Pläsin entgegnete zu Beschluss, man solle die von Schlüchse unbeschatzt lassen, sie hätten nicht anders Huldigung gethan, denn zu bleiben, wie von Alters her; wenn in Kriegsnöten dem Hause Osterrich oder ihrem Vogtherrn, Graf Wolfgangen, Land, Leute, Leib und Gut zu retten wäre, wollten sie ihren vierten Mann willig stellen, aber Bundgeld oder andere Neuerung auf sie zu legen, sei ihnen eine Beschwerde, „dann sölhs wurd ain ingang pringen, der nacbgender zitt in anderen Sachen inen zu schaden langen inöcht", es sei ihnen auch nicht bewusst, dass sie das Bundgelt etliche Jahre bezahlt hätten. Da die Parteien gütlich nicht zu vereinigen waren, wurde auf heute „ain verdangk genomen" ; denselben wird jetzt das schriftlich abgefasste Urteil verkündet, nach dem die von Schlüchse dem Grafen als dem Vogtherrn das Bundgeld zu geben nicht schuldig sind und bei den Vogtrechten, wie ihre Briefe und Dingrödel ausweisen, bleiben sollen. Geben vff mentag nächst nach st. Mathis tag 1509. Das Sekretsiegel der Stadt Vilingen. Perg. Or. Karlsruhe. 1) 1504 zinstag nach st. Michels tag [Okt. 1.} empfängt ßüdolf von Blümnegkh zu Tachswangen von Abt Gerg zu St. Bläsin als Mannlehen für sich und seine ganze, aus ihm geborne Linie 300 „vörhinen gsaltzen, vfgehennckt vnd gedert rechter, vngeuarlicher zinslenge" aus dem Schlüchsew oder der aus ihm fliessenden Schwartzen, zu geben zwischen Weihnachten und der Alten Fastnacht zu St. Bläsin. Perg. Or. mit dessen beschädigten Siegel. Karlsruhe. 2) Um 1505 setzte nach der Klage der Schluchseer von 1525 (Baumann, Akten zur Geschichte des Bauernkrieges in Oierschiväben 210) die Herrschaft Fürstenberg erstmals einen eigenen Vogt gen Schluß und zwar „frey" zum Nachteile der Schluchseer; vorher habe das, was dieser Herrschaft im Schluchseer Thale zugehört habe, der Vogt von St. Blasien dem zu Lenzkirch angezeigt. hV^HJHV^HBIHMPIWJII 1509. 401 1509, Mai 15. 238. Adam Meyger, der Wirt zu Vilingen, gesetzter Vogt und Gewalthaber aller seiner von Cünrat Schellhorn verlassenen Stiefkinder, und Anna Höwerin, dieser Kinder Mutter, verkaufen um 26 fl. Rh. Jacob Ofenacker, Metzger zu Vilingen, 3 Malter Vesen Vilinger Mass Gilt, fällig auf st. Martins tag, aus einem Zehnten zu Yppingen, der jährlich 8 Malter Vesen trägt und von Grafen Wolfgang zu Furstenberg zu Lehen rührt; Meyger gelobt, innerhalb 4 Jahren diese Gilt mit 36 fl. Eh. wieder einzulösen. Geben vff zinstag vor dem Vffarttag 1509. Das Siegel des Junkers Jörg von Entzberg unkenntlich, unten aufgedrückt. Pap. Or. Donaueschingen. | gag M. . 1509, Nov. 2. 239. Virich Eckhart, Vogt zu Hornberg, schreibt Andres Kotzen, Vogt im Kintziger- thall: der wirtenbergische Hintersass Schwiczer ab dem Sulgen zeigt ihm an, er sei von dem fürstenbergischen Unterthan Simon Riller „gefrent" worden. Das widerstreitet der freundlichen Einung zwischen seinem Fürsten und dem Grafen Wolfgang und dem zwischen ihm und Kotz verabredeten Vertrage, nach dem keiner den seinen gestatten soll, die Armenleute des andern zu Kosten zu treiben. Kotz solle darum sorgen, dass seines Fürsten Hintersassen nicht also unbillig vorgenommen werden, sondern in ihren Gerichten bei Recht bleiben. Auch beklagen sich etliche, dass man sie nach Martini nicht mehr flössen lassen wolle, das sei unbillig, weil „menigklich disen somer erkennt haut, daß nit wasser gewessen ist, vnnd kain mütwil da erfunden, aber ich acht, ir dörfent kainß zolls". Kotz solle sich auch da so halten, wie er ihm vertraut, sonst muss er die Sache weiter gelangen lassen, damit seines Herrn Unterthanen nicht also verderbt werden. Datum Aller Seelen tag anno etc. 9. Das zum Verschluss rückwärts aufgedrückte Siegel abgefallen. Pap. Or. Donaueschingen. 1) 1509 sontag nach Omniuin Sanctorum [Nov. 4.] antwortet Kotz: Simon Rüller beklagt sich, dass der Switzer, der ihm „gichtig schulden pflichtig", ihn also umtreibe, er hat ihn aber bewegt, von der „frönung" abzustehen, doch also, dass Vogt Eckhart ihm zu fürderlichem Rechten beholfen sei und jetzt einen Rechtstag bestimme, damit er nicht hin und her laufen müsse, da die Richter zu Sulgen ferne von einander sitzen. Auch des Plössens halb verhält es sich anders, als dem Vogte gemeldet wurde, „dann denen von Hornberg wirt kain flössen abgeschlagen, diewil sy müssen vff das wasser verziehen vnd gotz- berait warten, aber die Schiltacher mögen obenherab von Schramberg kommen, wann sy wollen, glich den andern, ist gemainem waltgang zu guten vnd nutz von alter har ain loblicher gebruch gewesen, dz die Kintz vff dem tich vnder Wolfach beschlossen, als dann vff dem Necker vnd ander wassern och beschicht zu sinen ziten, das des gewerbs nutz sig mengklichem, so den vben, nach sant Martins tag vnd vor Ostern VII 51 'flm mm mm ^m n ■ - 1 '■!■ • ■■>.' m 402 1509. nit zu flössen, dz ist ouch von den alten in dem gewerb also gehalten, mercklichen vncosten zii ersparen, znd vor jaren von junkher Friderichen von Schowenburg, obervogt vor Wald, mim Lern von Alperspach, der herschafft Gerolzegk, Eechperg, ouch andern bestätigt vnd versigelt brieff vffgericht". Überdies ist dem Switzer auf seine, Eckharts, Bitte „verner etwas zugelassen witter dann kaim andern, dz wirt hiir im nit begegen". Von Amtswegen bittet Kötz den Vogt, dem Switzer und andern im Schiltacher Gebiet zu verkünden, „das sy sich vff den weg machen vnd ir holtz gen Wolfach vercken", er wird ihnen dann Knechte leihen und helfen lassen „durch den tich hinvß", wie einem von Wolfach nachbarlich und freundlich; liegen dieselben vor dem „tich", können sie zu Markt fahren, wann es ihnen beliebt. Wollen die von Schiltach aber je nach st. Martins Tag „gewaltigklich durch den tich varen", so muss Kötz das weitere seiner gnädigen Frau befehlen. Pap. Konzept. Donaueschingen. 2) Andres Kötz, Vogt und Schreiber der Herrschaft Kintzgental, schreibt an Vnnser Frowen Em- pfenigß tag [Bes. 8.] 1509 dem Schultheissen von Schiltach, er habe jüngst in Beisein des Hornberger Stadtschreibers und eines Bürgers von Wolfach in Hornberg mit dem dortigen Obervogte ausgemacht, dass die Flösse „an beiden orten furgon" und von ihm, dem Schultheissen, nicht still gestellt werden sollen, und dass sie, um gute Nachbarschaft zu machen, in dem und anderm „ain bekiimenlichen tag" ansetzen werden, er habe daraufhin auch den Switzer und die andern, die noch ob dem „tich" gelegen, hinfahren lassen, auch habe der Obervogt ihm zugesagt, dieses Abkommen ihm, dem Schultheissen, zu schreiben, trotzdem habe er, Schultheiss, letzten Zinstag die Flösser von Schenckenzell aufgehalten und dadurch zu Schaden gebracht. Er begehrt von Amtswegen, dass der Schultheiss der Verabredung gemäss lebe und die Flösse, wie von Alters hergekommen, fahren lasse, sonst muss er das weiter anbringen. Pap. Konzept. Donaueschingen. 3) Virich Eckhart, Vogt zu Hornberg, meldet frytag nach Lucye [Bez. 14.] 1509 Anderiß Kotzen, er werde seinem ihm durch den Schultheissen von Schiltach überbrachten Briefe gemäss den Tag, den er mit den „schiffherren" und ihm des Flössens halb vornehmen wolle, besuchen, wenn der Tag ihm bei guter Zeit verkündet werde, und ein gutes Werk da schaffen helfen. Pap. Or., das rückwärts zum Verschluss aufgedrückte Siegel fast ganz abgefallen. Donaueschingen. NACHTRÄGE ZUM I. BIS VII. BANDE. 12. Jhdt. 240. »I n Natiuitate s. Johannis Baptiste accipiat idem prelatus 1 ) monialibus [de] Fridewilere 6 denarios". de sancti- Eintrag im Liber fratrum Argentinensium (Handschrift No. 512 der f. Hofbibliothek in Donaueschingen) Bl. 50 T . 1) D. i. der Portarius der Strassburger Domkirche. 1216, Mi 15. Überlingen. 24L Fridericus II. monasterio Walde possessiones confirmat, inter qaas nominat praedium von dime Stadile eidem ex largitione Heinrici de Bicinhovin collatum. Acta sunt hec 1216, indictione 4. Datum TJbirlingin idus Julii. Abdruck bei Winkelmann, Acta imperii inedita II, 8—9 (nach Or. in Sigmaringen). 1) Diese Bestätigung erneuert c. 1220 Herzog Heinrich von Schwaben. A. a. 0. I, 377. 1218, Nov. 23. Mahlberg. 242. Fridericus IL ad petitionein abbatis et fratrum eius de Tennibach praedium in Vilingin, quod eis piae recordationis Wernherus de Rocginbach, fidelis suus, con- sentiente füia ipsius pro remedio anirnae suae contulit, curtim quandam in villa Risoluingen et duo molendina in villa sua Vilingin cum omnibus, quae iam sciuntur vel in posterum scientur, ad praedia supradicta, quae Wernherus idem iure pro- prietatis in supvadictis locis possederat, pertinentibus auctoritate regiae maiestatis suae confirmat. Testes: Theobaldus dux Lothoringie, Hermannus marchio de Badin, Heinricus comes de Werde, Sifridus comes de Vienna, Ebirhardus comes de Helfin- stain, Rvdolfus de Vsinberc, Heinricus de Geroldisecge, Cvno de Tviffin, Bainaldus 51* ^^■■■H SSS&äS 404 NACHTRAGE. dux Spoleti; miuisteriales: Cvnradus de Malberc, Albertus et Heinricus de Shopfheim, Burchardus et Heinricus de Rodirn, Fridericus capitaneus a ) de Stoufflnberc. Datum Malberc 1218, 9 kal. Dec, indictione 7. Vom Siegel des Königs an rot-grünen Wollen (?) Fäden (Hefner "VI, 46) ist ein Bruchstück ohne Umschrift erhalten. Perg. Or. Villingen, Stadtarchiv. al Es steht „capt". 1220, Juli 13. Nürnberg. 243. Fridrich IL benachrichtigt und beruhigt den Papst Honorius III. über die Königswahl seines Sohnes Heinrich und entschuldigt die Verspätung seines Aufbruchs mit den Hindernissen, welche dem Kreuzzuge in Deutschland besonders durch den Kardinalbischof Konrad von Porto bereitet worden seien. „Ceterum adventum no- strum multa et inevitabilia negotia retardarunt, propter quod propositum voluntatis nostre non semel set sepe nos oportuit, quod inviti fecimus, commutare. Nam comes Egeno, germanus episcopi Portuensis, quem ob reverentiam sedis apostolice in gratiam nostram recepimus et de viginti quinque milibus marcharum argenti, quas nobis solvere tenebatur, tria milia tantum accepimus, omnibus aliis relaxatis, dum nobis cum decem militibus et totidem balistariis transire spopondisset ad servitium Jesu Christi, adveniente episcopo fratre suo, per eum fuit a voto crucis penitus absolutus et nedum ipse, immo quamplures de suis, qui voto tenebantur eodem, nobiscum venire renuunt, absolutionem habere similem se iactantes. Nonnulli etiam cruce signati, qui comitivam nostram sequi debebant, et maxime de partibus Alsatie, ad eundem episcopum accedentes absolutionem plenariam sunt adepti, tantum quod super Albigenses debeant proficisci; quod principes et magnates Alamannie ad animum non modicum revocarunt, quia ex tali occasione a Christi obsequio se quamplurimi sub- traxerunt. Est et aliud non minus orribile supradictis. Nam post adventum episcopi antedicti, quem ad seminandam pacem inter nos et fratrem suum accedere cre- debamus, ipso episcopo ad hoc plurimum laborante, dictus frater eius cum quodam comite, qui nostram gratiam suis proinerentibus meritis non habebat, in nostrum est preiudicium counitus, qui ad invicem antea visi fuerant inimici, et pacis nobis federa violando cum eo nos et terram nostram non desinit molestare". Dat. apud Nuheremburch 3. idus Julii, indictione 8. Winkelmann, Acta imperii inedita seculi 13. No. 180. R. 1220—1246. 405 a) Gegenüber diesem Abdruck I, 179) als ungenügend. Schreibens erweisen sich die früher allein bekannten Auszüge (s. R. 1220, Aug. 20. Orvieto. 244. Honorius III. episcopo Constantiensi et abbati de Salem mandat, ut Egenonem comitem de Uraba, qui sumpto crucis signaculo in Terrae Sanctae subsidium trausire iuravit, et alios de Alsatia cruce signatos ad exequenda vota sua sine morae dispendio per censurarn ecclesiasticam appellatione remota cogaut. Datum apud Urbem Veterem 5. kalendas Septembris, poutificatus nostri anno 5. Neue Kop. (nach dem Registrum dieses Papstes in Eom). Karlsruhe. 1) Dasselbe befiehlt Honorius III. dem Salemer Abte allein 1220, 5. kal. Sept. [Aug. 28.'} in Orvieto. Neue Kop. (aus derselben Vorlage). Karlsruhe. 1241, Jan. 3. Baind. 244°. Cunradus pincerna de Winterstetten in dedicatione atrii et altaris nuper in Bund facta altare ipsum, ut in consecratione moris est, per vineam et shupozam propriam suam in Marchdorff dotat et ad honorem dei et sanctorum, quorum reli- quiae in eodem altari conditae sunt, nomine dotis curtem in Bitzenhouen et quic- quid praediorum ibidem habuit, tradit et quicquid proprietatis in Hegebach *) habuit, in usum famularum dei in claustro de Bunde deo serviturarum dat. Acta sunt hec apud Bunde 1241, 3. nonas Januarii, presente locumque con- secrante venerabili Henrico Constantiensi episcopo, presentibus quoque universis he- redibus meis, presente quoque innumera cuiuslibet etatis ac sexus multitudine, que in die dedicationis pro absolutionis beneficio copiosissime ibidem confluxerat. Wirt. Urkundenbuch V, 440—41. 1) Wegen der Mitnennung von Markdorf und Bitzenhofen ist das zwischen denselben liegende Heppach, nicht Hegbach, O.A. Biberach, in dem zudem 1241 schon lange ein selbständiges Frauenklostej bestand und in dem ausser diesem damals niemand mehr begütert war, gemeint. 1246, Febr. 3. Lyon. 245. Innocentius IV. consideratione Conradi et Henrici comitum „de Unburc et de Uraly" magistro Henrico, rectori ecclesiae in Wegosteton Basiliensis diocesis, indulget, ut praeter ecclesiam praefatam liceat ipsi unicum beneficium retinere. _ n& hhHBB ^Qg NACHTRÄGE. Datum Lugduni 3. nonas Februarii, anno tertio. Berger, Registres d'Innocent IV, Bd. 1, No. 1711. 1246, Mai 21. Lyon. 246. Innocentius IV. Friderico rectori ecclesiae de Ostra consideratione H. comitis de Luperc, sororii bonae memoriae C. Portuensis episcopi indulget, ut ecclesiam de Barchaim 1 ) cum ecclesia de Ostra libere retinere possit. Datum Lugduni 12. kalendas Junii, anno tertio. Berger a. a. 0. I, No. 1867. 1) Eine neue Abschrift dieser Urkunde in Karlsruhe liest wohl richtiger „Kirchaim", da ein Ort Barchaim nicht nachzuweisen ist. Wer ist aber der Graf von Luperc, der eine bisher unbekannte Gräfin von Urach zur Gemahlin hatte? 1246, Mai 22. Lyon. 247. Innocentius IV. abbati de ßebnihusin consideratione B. comitis de Hurach et Radulfi, fratrum bonae memoriae C. Portuensis episcopi, mandat, ut cum Walthero rectore ecclesiae de Monte Constantiensis dioecesis, qui in ecclesiae Romanae ne- gotiis devotionem et fidei puritatem, se et sua multis periculis exponendo, adhibuisse dicitur, una cum ecclesia sua praefata super beneficiis usque ad 100 m. a. valen- tiam obtinendis dispenset. Datum Lugduni 12. kalendas Junii, anno tertio. Neue Kop. (aus dem Register dieses Papstes in Rom). Karlsruhe. Vgl. Berger a. a. 0. 1 No. 1869. 1241, Apr. 8. Lyon. 248. Inuocentius IV., qui Rodulfum plebanum de Friburch auctoritate archiepiscopi Maguntini, loci metropolitani, exigentibus culpis suis amotum et Gebehardum capel- lanum suum, fratrem comitis de Vriburch, institutum esse accepit, episcopo et sco- lastico Argentinensibus mandat, ut dictum capellanum in corporalem possessionem ecclesiae de Vriburch auctoritate apostolica inducant. Datum Lugduni 6. idus Aprilis, anno quarto. Berger a. a. 0. I, No. 2512. 1246—1252. 407 1241, Juni 13. Lyon. 249. Innocentius IV., cum C. et H. comites de Vriburch se in ecclesiae Romanae negotiis obsequiosos hactenus et devotos exhibuerint, praeposito et capitulo Basileen- sibus mandat, ut ßertoldum de Horburch, canonicum Argentinensem, consanguineum dictorum comitum, in canonicum et fratrem recipiant eideroque praebendam conferant. Datum Lugduni idibus Junii, anno quarto. Berger a. a. 0. I No. 2828. 1249, Jan. 29. Lyon. 250. Innocentius IV., cui Corradus et Henricus fratres de Friburch exponendum curaverunt, quod homines villarum de Nuwenburch et de Filiingin ad ipsos iure hereditario pertinentium, ab eorum dominio se subtrahentes, F. quondam imperatori in animarum periculum favere non verentur, propter quod ab utero matris ecclesiae, quae ipsos in fide genuit, se fecerunt minus provide alienos, archiepiscopo Maguntino, cum dignum sit, ut iidem priventur divinis officiis et ecclesiasticis sacramentis, quibus se ultronei indignos reddiderunt, mandat, ut, si viderit expedire, ad eorum duritiam conterendam de villis praedictis omnia ecclesiastica sacramenta educat, clericos reli- giosos et alios in eisdem villis morantes seu ad easdem ad celebranda ibidem divina officia vel confessiones audiendas aut exhibenda hominibus earundem sacramenta ecclesiastica accedentes necnon laicos cum eisdem in mercimoniis seu molendo in molendinis, quamdiu homines isti in hac pertinacia perstiterint, communicantes ex- communicatos publice nuntiet. Datum Lugduni 7. kalendas Februarii, anno 6. Berger a. a. 0. II, No. 4316. 1) Anstatt V, 140. 1252, März 21. Perugia. 251. Innocentius IV. cum Gebehardo de Friburc, capellano suo, canonico Argen- tinensi, qui olim in guerra comitis de Friburc, fratris sui, contra Basiliensem epis- copum non animo bellandi interfuit captioni munitionis cuiusdam, in qua plures homines dicuntur occisi, praesentia sua tarnen nulli mortis occasione, dispensat haec MBV IM Hl!:.: ■■ H» 408 NACHTEÄGE. petenti, quia bonarum mentium est ibi culpaa agnoscere, ubi culpa non est, super irregularitate, si quam forsitan ex huius modi praesentia contraxerit. Datum Perusii 12. kalendas Aprilis, pontiticatus nostri anno nono. Neue Kop. (aus dem Eegistrum dieses Papstes in Eom). Karlsruhe. 1252, Mai 12. Perugia. 252. Innocentius IV. Gualtero de Geroldseke, praeposito ecclesiae Argentinensis, sententiam Andreae nepotis et capellani sui confirmat. Cum enim in causa inter eundem et Gebeardum capellanuin suum, canonicum Argentinensem, qui asserebat, praeposituram ecclesiae Argentinensis sibi auctoritate sua apostolica canonice col- latum esse, et Gualterum se impedire, ne ipse praeposituram pacifice adipisci possit, primo J. s. Nicolai in carcere Tulliano diaconum cardinalem ac eo ad partes alias se transferente, praedictum Andream partibus dederit auditores suos, idem Andreas cognitis ipsius causae meritis et iuris ordine observato praesentibus procuratoribus partium Gualterum duxit ab impetitione Gebehardi per definitivam i sententiam x ) ab- solvendum. Datum Perusii 5. idus Maii, pontificatus nostri anno nono. Neue Zop. (aus dem Eegistrum dieses Papstes in Eom). Karlsruhe. 1) Dieses zu Perugia „in camera predicti domini Andree" 1252 Mai 4. gefällte und vom kais. Notar Gaudulfus ausgefertigte urteil ist der vorstehenden Urkunde des Papstes wörtlich einverleibt. Wir erfahren daraus, dass Gebhard den Streit vor den apostolischen Stuhl gebracht und in seiner Klage durch seinen Prokurator Conrad behauptet hat, der Abt von St. Trudpert habe ihm aus apostolischer Autorität diese Propstei verliehen und ihn auf die „sedes prepositi" installiert. — Auch der Strassburger Scolasticus Conrad leitete aus einer päpstlichen Zusicherung ein Eecht auf diese Propstei her; ihm sicherte der Papst am 24. Juli 1252 in Perugia zu, dass das zwischen Walter und Gebhard gefällte Urteil seinem etwaigen Eechte keinen Nachteil bringen dürfe. Neue Kop. aus derselben Quelle. Karlsruhe. 1252, Sept. 20. Perugia. 253. Innocentius IV., qui cum Gebehardo de Friburcb, capellano suo, olim super obtentis et obtinentis praelaturis, dignitatibus et aliis ecclesiasticis beneficiis curam animarum habentibus usque ad certam summam dispensavit, eidem, qui multa talia beneficia hactenus tenet, sed propter multitudinem eorundem, quamquam ipsorum proventus summam illam non attingunt, se ad obtinendam quamlibet dignitatem ecclesiasticam inhabilem intelligens a se ipso postulavit, ut sibi aliqua de obtentis Si&SSi 1252—1256. 409 beneficiis resignare beeret, de gratia speciali nobilitatem generis eius et statum patriae diligentius attendens, indulget, ut idem quatuor beneficia resignet et reliqua licite retineat et per exceptionem de pluralitate beneficiorum ad obtinendam quam- cunque dignitatem ecclesiasticam, episcopalem vel aliam, de cetero irnpediri non possit. Datum Perusii 12 kal. Octobris anno 10. Neue Kop. (aus dem Eegistrum dieses Papstes in Rom). Karlsruhe. 1) Auf Bitten seines Kaplans Gebhard verlieh derselbe Papst zu Lyon Anweisung auf Pfründen dem Haslacher Canonicus Conrad 1246 Juli 30., dem Pleban Berthold von Säckingen 1246 Nov. 19., dem Pleban Burcard von Nusplingen 1246 Nov. 22., dem Kirchherrn Heinrich von Andolsheim 1246 Nov. 21. (Berger, les registres d'Innocent IV, Bd. 1, No. 2060, 2261, 2275, 2415), endlich dem Magister Eberhard von Horwe, clerico capellani predicti, 1247 Juni 12. (Neue Kop. aus dem Eegistrum dieses Papstes in Rom. Karlsruhe). 1253. Einsiedeln. 253". Anseimus abbas Heremitarum Conrado dieto de Zusdorf, famulo monasterii sui, indulget, quod, si absque liberis legitimis decesserit, Gertrudi filiae sororis suae eurtem suam in llwanch assignat. Idem ad ius, quod val dicitur, non tenetur, quia abbati satisfeeit. Actum apud monasterium Heremitarum anno domini 1253., indictione 11. Wirt. Urkundenbuch V, 450. 1256, Okt. 13. Rottweil. 254. Willebirgis relicta dieta Hubischairin et Rudolfus, Heinricus , Trutwinus, VI- ricus et Burcardus filii eius de ßotwil, quaestione inter ipsos et abbatem et con- ventum monasterii s. Blasii Nigrae Silvae super decima in Oimingen et aliis causis longo tempore versa, tandem mediantibus bonis viris decimam in manus E. prae- positi de Nallingen ex parte abbatis et conventus ad hoc missi resignant et insuper 23 marcas, in quibus sibi monasterium dictum secundum suam assertionem tenebatur, remittunt. Testes: Albertus plebanus de Ruth, H. plebanus de Aldingen, Alber. scultetus, Vlricus dictus Moner, Herman, Voco, Ditricus Girage, Cünradus Us dem Bolle, Hainricus dictus Kaiger. Acta sunt hec apud ßotwil villam 1256, 3. idus Octobris. Die Siegel des Plebans und der Bürger von Rotwil fehlen. Perg. Or. Karlsruhe. VII 52 \ . r*'** 1 *^ M 11111111* 410 NACHTRAGE. 1268, Juni 24. Constanz» 255. Heinricus praepositus et capitulum ecclesiae s. Joannis Constantiensis epis- copum Eberhard um Constantiensem, ex cuius vita transacta laudabili didicerunt, quid de futuris praesumere debeaut, cum idem vere iuxta sanctiones principum voluutarios labores appetat, ut subiectis quietem valeat praeparare, advocatum possessionum suarum, inter quas etiam nomiuaut bona a magistro Vdalrico de Vberlingen iu Lüpersreute et in Lalewang comparata, eligunt, deputantes eidem de bonis in Lüprechtsreute et Lalewang reditus tantum 2 modiorum avenae et sex pullorum. Eodem cedente vel se et suos ultra statuta molestante libere advocatum eligent. Datum Constantiae in die beati Joannis Baptistae 1268, indictione 11, ponti- ficatus nostri anno 20. Das Or. siegelten Bischof Eberhard und die Aussteller. Statutenbuch des Stiftes St. Johann in Constanz (17. Jhdt.,) S. 23—24. Karlsruhe. 1268, Okt. 30. Villingen. 256. Albertus quondam episcopus Ratisbonensis, cum ecclesia et officinae Fratrum Minorum in Vilingen de novo coeperint aedificari magnis et multis sumptibus nee ad idem opus perficieiidum propriae suppetant facultates, fideles monet, ut in remis- sionem peccatorum suorum ecclesiae praedietae manum caritatis porrigant, et omnibus ad eundem locum ob devotionem confluentibus annum et 40 dies de iniuneta ipsis poenitentia relaxat, volens nihilominus, ut dieta indulgentia in utroque festo s. Crucis, in utroque festo s. Francisci, in festivitatibus patronorum ecclesiae et beati Antonii et beatae Clarae et in anniversariis dedicationum ecclesiae et altarium eiusdem festivitatibus inventetur. Datum in Vilingen 1268, 3. kal. Novembris. Pap. Kop. des verschollenen Originals in Kefers Mscellanea zur Geschichte von Villingen (geschrieben 1812) Bl. 239 T . Überlingen, Leopold-Sophienbibliothek. 1269, Aug. 11. Castel. 256 a . Bischof Eberhard von Constanz, dem Burkard von Ittendorf seine von den Schenken Heinrich, Konrad und Rudolf von Winterstetten zu Lehen getragenen Güter zu Litebach mit dem Kirchensatze daselbst aufgegeben hat, übergiebt die- ^bB HMM 1268—1278. 411 selben auf Bitten Burkards und der gen. Schenken dem Kloster Baindt gegen 1 ß Wachs, in Constanz auf Maria Geburt zu erlegen. An diesen Gütern, aber mit Ausnahme des Kirchensatzes, bleibt Burkarten und seiner Gemahlin Irmengard der lebenslängliche Niessbrauch. Actum in Castello 3. id. Aug. 1269. Hofeies Dioecesanarchiv von Schwaben VII, 27 (nach dem Or. im Archive zu Baindt). 1) Auf diese Güter verzichtete der Bruder der vorgen. Irmengard, Heinrich von Ingoltingen, zu Gunsten des Klosters Baindt gegen 2 U A Const. Entschädigung schon 1263 und nochmals nach dem Tode seines Schwagers 1268. A. a. 0. 70, 72. Vor 1270. 257. „Nouerint vniuersi, quod prima vacatura prebenda in ecclesia Constantiensi debetur dominis . . de Wartenberc et . . de Sulceberc , 2 a magistro H. de Scafusa, 3 a domino Gvtfrido de Friburc *), 4 a domino Rvdolfo preposito Zovingensi, 5 a H. sco- lastico, 6 a C. decano Basiliensibus, 7 a domino Cvnrado nato comitis de Friburc 2 ), S a fratri ducis de Techin, 9 a nato domini de Stöfenegge". Gleichzeitiger Eintrag im Necrologium Constantiense No. 8, Bl. 56 T . Karlsruhe. 1) War bereits 1270 Domherr, s. I, 468; vgl. auch Zeitschrift für Gesch. des Oberrheins 28, 35 No. 143 ff. 2) Sollte dieser Conrad, der schon 1266 canonicus Constantiensis sich nannte (Zeitschrift f. G. d. Oberrheins 9, 443) erst lange nach Erlangung dieser Würde eine entsprechende Pfründe bekommen haben ? 1277, Okt. 10. Wien. 258. H. von Fürstenberg Zeuge des Königs Rudolf für den Deutschorden. v. Pettenegg, die Urkunden des Deutschordens-Centralarckivs I, 139. 1) Heinricus de Vurstenberch comes dient demselben als Zeuge für das Spital zu Strassburg in dieser Stadt 1281, Nov. 10. Strassburger Urkundenbuch II, 55. 1278, Mai 22. Wien. 259. Rudolfus Romanorum rex, qui universis suis et imperii civitatibus iam dudum gratiam indulsit, quod earundem cives supra nulla causa extra civitatem ad provin- ciale iudicium evocari possunt, sed coram civitatis iudice conveniunt, et qui statuit, 52* m HBH WM ■ ■ ■.-■■'■'. 412 NACHTRÄGE. II ut, si civis foraneo questiouem moverit, illum non in civitate, sed extrinsecus coram iudice eius convenire debeat. omnibus imperii fidelibus mandat, ut contra haec statuta nullatenus veniant. Datum Wienne 11 kal. Junii, indictione 6., anno domini 1278, regni vero nostri anno quinto. Das kön. Siegel (Heffner No. 59). Perg. Or. Villingen, Stadtarchiv. 1) Auf der Rückseite des Originals steht von einer Hand des 16. Jhdts. geschrieben: „Künig Rudolphs freihait, die ältest"; an dieser Freiheit nahm demnach also auch Villingen, das am 22. Mai 1278 noch Reichsstadt war, Anteil. c. 1280. 260. Dietalmus de Wizenburk abbatissae et conventui de Walde iutimat, quod domino Bernger militi de Meskilch libertatem bona in Hödorf a se infeodata cui- cunque proprie vendendi contulit. Ohne Datum 1 ). Das Siegel des Ausstellers zerbröckelt. Perg. Or. Sigmaringen, f. Domänenarchiv. 1) Die Schrift weist diese Urkunde in die Mitte der 2. Hälfte des 13. Jhdts.; vgl. dazu V, 215, wo Diethelm (hier von Krenkingen genannt) und Bernger von Meskilch mit einander 1279 erscheinen. 1283, Aug. 15. Villingen. 261. Hainricus comes de Fvrstenberc notificat, quod de suo consensu Johannes miles de Kvrnegge, ministerialis suus, possessiones ipsius proprietarias in Sttzelingen, videlicet 4 scopozas, quarum unam colit Hermannus de Stallungen, aliam Vlricus de Wiehsel, frater eiusdem Hermanni, tertiam Fridericus Pistor, quartam Völkinus de Bvch, quas ab Hainrico milite de Honbvre pro certa pecuniae quantitate compara- verat, pro 34 m. a. vendidit ecclesiae s. Johannis Constantiensis. Datum apud Vilingen 1283, 18. kal. Septembris, indictione 11. An blau-weiss gewirkten Seidenschnüren das Siegel des Ausstellers (s. Abbildg. No. 2). Perg. Or. Karlsruhe. S. 1280-1290. 413 1285, Mai 2. 262. Friderich der Graf von Vurstenberg bezeugt die Verschreibung von 1000 M. S. auf Eppingen durch König Rudolf an seine Schwestertochter Adelheiten, Gemahlin des Markgrafen Rudolf von Baden. Diz geschach an dem Schönon Abende 1285. An der Urkunde hängt u. a. auch Friedrichs Siegel (wie I, 572). Perg. Or. Karlsruhe. S. 1290, Febr. 14. Pfullendorf. &vSt A_bt Ulrich und die Sammlung von Salmanswiller geben Rudolfen von Tan- hain, Ritter, und seiner Hausfrau Diemut, welche ihnen deu Hof zu Kalcouen, das Gut zu Owingen, das Gut zu Bruggenvelt, das Gut zu Vrikingen und die dazu gehörigen Weingärten, das Gut an den Staigun und das Gut zu Riggärsruti, was alles dieselben von ihnen um *| a # Wachs Jahreszins gehabt, aufgegeben haben, dafür jährlich bis zu deren Tode auf st. Martins Messe 19 Malter Vesen und 19 Malter Haber, beides „bi den besten", Überlinger Mass, 4 x j 2 8> ^ Cost., 400 Gangfische, 4 „kaze der grozzo", 4 Bolsterschuhe, sodann 1 U ,d\ für die Eier und Hübner, welche die vorgen. Güter guten, und 1 Fuder Wein Überlinger Mass aus dem Garten zu Muron; Korn, Wein und Pfenninge sind denselben nach Rudolfs Bestimmung in Kostentz oder Vberlingen oder Phullendorf ohne dessen Schaden zu geben. Will Rudolf nach Kostenze „sich ziehen ze wesende", so leiht ihm und seiner Frau, wenn er das einen Monat vor st. Johannis Messe des Täufers sagt, das Kloster Salmanswiller eines seiner beiden Häuser bei dem Hause der Frau Hailun, der Kupher- smidinun. Wenn einer der Gatten stirbt, so bekommt der überlebende das ganze Leibgeding; wenn aber in diesem Falle Frau Diemut wieder heiratet, hört dasselbe auf. Rudolf und seine Frau verzichten auf alle Rechte an den aufgegebenen Gütern, ersterer wird Gewähre „ain ganzes iare unde nümme für alle die, die diz gut ansprechen went". Zeugen: Hainrich Grämlich, Ritter, Ammann zu Phullendorf, Albreh der Güdär, Vriderich An dem Graben, Rudolf Grämlich, Rudolf Zimilich, Bürger daselbst, Bruder Rüpreht, Prior zu Salmanswillär, Bruder Hainrich von Ilmiuse. Daz geshach ze Phullendorf 1290 an st. Valentins tac. Die Siegel des Bischofs Rudolf von Constanz, des Abtes von Lüzela, des geistlichen Vaters der Aussteller, des Abtes von Salem und Rudolfs von Tanhain §J 35: 24 mm, IV A 2, im Schilde Tannenbaum; f S RVDOL'. MILITIS . DE . TANHAIN, abgebildet bei Weech, Cod. Salem. II Siegeltafeln No. 139). Von Weech, Cod. dipl. Salem. II, 370—72. wh£B wm Stramm! HSH HBH 414 NACHTEÄGE. [Vor 1295, Febr. 20*)]. 264. E. scultetus et consules in Schaphusa protestantur, quod, cum Fratres Minores domus Vilingensis Burch. apostatam sai ordinis evagantem in villa Vilingen de con- sensu consulum captivassent, cives alii ibidem et mulieres quaedam apostatae con- sanguineae, ad sonitum campanarum congregati, portis domus fratrum praedictorum confractis et violentis in fratres manibus iniectis apostatam ex domo dicta notorie rapuerunt et quod quidam cives Schaphusenses, quorum auxilio fratres iidem eum eaptivarunt, in ipso impetu comprehensi et dehonestati duris vinculis mancipati sunt. Formelbuch der Franziskaner von Schaffhausen (jetzt im Besitze der Franziskaner in Würzburg), S. 27. a) Vgl. I, 636. 1297. 265, Schultheiss, Bürgermeister und Bat zu Vilingen bekunden, dass vor ihnen Eberhart Waltte, ihr Bürger, „satzte sin selegerethe" also, dass man an seiner Jahrzeit, die auf den zwölften Tag nach st. Walpürge Tag fällt, Dürftigen und Hausarmen aus seiner „gebraitvn" zu Marpach, welche der Frauen von Amptenhusen Pflegerbauen, das eine Jahr 10 Scheffel Kernen, das andere 10 Scheffel Haber und das dritte nichts zu Gilt geben solle. Zu Verteilern dieser Gilt unter die Armen bestimmte Walte Herrn Cvnrat den Haimbürgen, Herrn Cvnrat von Tanhain, Schwester Yta, seiner Schwester Tochter, und Schwester Oldrvt in der Sammlung bei dem Obern Tor mit ihrer Priorin Erlaubnis; stirbt eine dieser Frauen, so soll die andere sofort eine andere aus der Sammlung nehmen, ebenso sollen die überlebenden der „manne" einen andern zu sich nehmen, „vnd sol dv andrvnge allv beschehen vor dem räthe ze Vilingen". Diz beschach vnd wart dirre brief geben 1297. Das Siegel der Gemeinde Vilingen. Perg. Or. Villingen, Pfarrarchiv. 1299, Febr. 26. Salem. 266- Swiggerus nobilis de Teggenhusen proprietatem curiae in Saelgunstat, quam Rüdolfus dictus Graemelich a se in feodum possedit, monasterio Salem simpliciter ^^■B Vor 1295-1311. 415 propter deum donat. Testes: abbas dicti monasterii, frater Rvpertus prior, frater Dietricus de Bermatingen senior, frater Dietricus de Nivfron. Actum et datum in Salem 1299, 4. kalendas Marcii, indictione 12. Das Siegel des Ausstellers (wie V Siegeltafeln No. 18). Perg. Or. Karlsruhe: Regest bei von Weech, Cod. dipl. Salem. II, 554. Vor 1306, Sept. 12. 267. Cunradus comes de Fürstenberg legat curiam suam, per quam itur ad fratres Praedicatores, Alberto de Castello praeposito ecclesiae s. Stepbani Constantiensis, praesentibus H. Constantiensi episcopo a ), C. praeposito Episcopaliscellae, domino offi- ciali magistro Bertoldo de Lüzzelasteten. Gleichzeitiger Eintrag im Neerologium Constantiense No. 8, Bl. 55. Karlsruhe, a) Gestorben 12. Sept. 1306. 1311, Juli 23. Villinge n. 268. Johannes und Herman, Gebrüder, von Blvmenberg, gen. von Stahelegge, versöhnen sich mit Rat ihrer guten Freunde mit dem Schultheissen, dem Bürgermeister, dem Rate und den Bürgern von Vilingen um allen Schaden , den sie denselben mit Raub, Brand und Gefängnis gethan, und um alle Missehelle, die sie mit denselben bis auf den heutigen Tag gehabt haben, jedoch mit Ausnahme der „slehten gvlte", die sie, die Aussteller, „gelten" sollen. Sie schwören, die Bürger von Vilingen an Leib und Gut, so gut sie können, zu schirmen, ihnen gegen jedermann mit Ausnahme ihrer Herren, der Grafen Egenne und Hainrich von Fvrstenberg, der von Blvmenberg, Herrn Brvnen von Kvrnegge, Ritters, und seines Sohnes Brvn zu helfen und ihnen ihre Festen, aber ohne ihren Schaden, zu öffnen, wenn dieselben dessen bedürften und es „niHetin". Mahnen die von Vilingen sie, so müssen sie ihnen, „ietwgdgre selb ander" ohne der Bürger Schaden helfen. Wollen die vorgen. Grafen, die von Blvmenberg und die vorgen. von Kvrnegge mit den Bürgern „kriegen vnd vrligen" und wollen dieselben jenen darum „reht rede tvn", so sollen sie, die Aussteller, solange der Krieg währt, still sitzen und „enwgdert halp beholfen sin". Haben sie den Bürgern von Rotwil, seit „die gelvbde" zwischen denselben und den Vilingern beschah, etwas gethan oder thun sie denselben, solange dieses Gelübde währt, etwas, so sollen die von Vilingen, ohne dass dies dieser Sühne schade, den Rotwilern beholfen 416 NACHTRAGE. II sein. Die Gebrüder beschwören diese Sühne für sich und ihre Söhne, die sie haben oder noch gewinnen; kommen die Söhne zu ihren Tagen, so haben sie auf Ansinnen der Bürger von Vilingen diese Sühne auch zu beschwören. Dis geschach ze Vilingen an dem nähsten vritage vor st. Jacobes tag 1311. Die Siegel Johannes (sehr erhaben ausgearbeitet, 42 mm D., IV A 2, im Schilde das Blumberger Wappen; f S . IOHÄIS . DE . STAHELEGGE) und Hermanns von Blfmenberg (stark beschädigt, c. 40 mm D., IV A 2, im Schilde das Blumberger Wappen; ... ER.....E . . BLVMENBE ..). Perg. Or. Villingen, Spitalarchiv. 1314, Okt. 15. Villingen. 269. Schultheiss, Bürgermeister und Rat von Villingen bestimmen: „swer dehainem vnserem burger oder seider dehain sin gut, es si gelegen in der stat ze Vilingen oder dar vor, ansprichet mit gaistlichem oder mit weltlichem geriht, wirt dem burger oder dem solder das gut anbehept anderswa denne vor vnserem schulthaissen vnder vnserre loben ze Vilingen, swer das gut darnach iemer gekvfet oder pfändet, buwet oder ze lehen enpfahet, der git zwainzig pfund in die geswornen ainunge vnd sol och darnach niemer me burger werden in vnserer stat". Geben ze Vilingen an st. Othmars abende 1314. Das Or. siegelte die Stadt Villingen. Pap. Kop. des 19. Jhdts. in der oben No. 256 genannten Keferschen Sammlung. 1316, Apr. 2. 270. Schultheiss, Bürgermeister und Rat, „der minre vnd der merre" zu Vilingen setzen um ihrer Stadt Notdurft, Nutzen, Ehre und Besserung willen fest, wie man in der Stadt bauen soll, und nehmen darüber 5 Männer: Eberhart Welling, den Bürgermeister, Conrad den Haimbürgen, Walther den jungen Lecheler, Conrad Bergli und Conrad von Thüningen. Deren Anordnungen und Einungen hinsichtlich des Bauens in der Stadt, es sei mit Mauern oder Ziegeldecken, sollen stäte sein; über ein Jahr haben dieselben darüber zu rügen, dann sollen andere fünf gewählt werden. Datum 1316 an dem nächsten fri[ta]ge vor dem Palmtag. Das Or. siegelte die Stadt Vilingen. Pap. Kop. des 19. Jhdts. in der Keferschen Sammlung. 1316—1321. 417 1318, Sept. 9. Avignon. 271. Johannes XXII. cum Henrico dornino de Fursternberch et Verena uxore eius, nata quondam Henrici comitis de Friburg, quorum petitio continet, quod tertio con- sanguinitatis gradu coniuncti ad sedandas graves guerras et discordias inter utriusque parentes et incolas terrarum utrique ipsorum subiectarum vicinos existentes matri- monium contraxerunt et plures filios et filias ex eodeni procreaverimt, ex quo inter eosdem parentes et incolas status pacificus provenit, supplicationibus eorundem in- clinatus, cum ex separatione huius matrimonii peiora prioribus guerra et scandala forsitan suboriri ipsi asserant, dispensat, ut in matrimonio sie contractu licite rema- nere valeant, prolem suseeptam et suseipiendam ex eo legitimam decernens. Datum Avinione 5. idus Septembris, pontificatus uostri anno tercio. Neue Kop. (aus dem Kegistrum dieses Papstes in Eom). Karlsruhe. 1319, Juni 29. Villingen. 272. Schultheiss, Bürgermeister und Rat von Viliugen, „der minre vnd der merre", bestimmen: „Swene die stat halbu vz zöget, swelez halbtail daz ist, ist das ainige naht alder me vzze, so sol daz ander tail sie lösen ze dem nehsteu vszoge ze haut darnach vmbe als lange zit, als man ze rate was worden, daz das erste tail vzze solte sien gewesen, vnd sol das beden tauen gemaine sien vz vnd vz vntz Wihen- nahten, die nu nehste kument. Were aber, daz man ain viertail wurde vz sendende, vnd der burger ain tail vzze lege, so sunt die inren vnd die vzzeren sich denne tauen, als es inen wol fuget, vnd sol daz och wem vntz ze den nehsten Wihen- nahten, so nu koment". Gegeben ze Vilingen an dem nehsten fritage nach st. Johanes tage ze Sun- gihten 1319. Das Or. siegelte die Stadt Vilingen. Pap. Kop. 19. JMt. in der Keferschen Sammlung, Überlingen. 1^1 1321, März 11. 273. Egen Graf zu Furstenberg, Landgraf in der Bare, eignet um 10 tt h. und um sein und seiner Vordem Seelenheiles willen dem Armenspital zu Vilingen den Hof zu Horgen auf dem Berge, den Huges Söhne An dem Kilchoffe bauen, der VII 53 isPi h M' ■ESBh 418 NACHTEAGE. 20 Scheffel Kernen, 8 Scheffel Haber Routwiller Mass, 8 Hühner, 10 ß h. und ein Viertel Eier giltet, und den ihm Eberhart Eobsy, Bürger zu Routwill, aufgegeben hat. Geben 1321 an dem negsten zinstag nach st. Gregorien tage. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. Kop. 16. Jhdt. Villingen, Spitalarehiv. 1) Den Verkauf dieses Hofes durch Eberhart Räbsi an gen. Spital um 40 IL S. fertigte das Stadtgericht Routwill 1321 an Vnser Frowen aubendt in der Vasten [März 24.~\. Pap. cop. 16. Jhdt. A. a. 0. 1324, Jan. 25. 274. Friderich Graf von Lyningen und seine eheliche Hausfrau Sophie stimmen dem von ihnen eingesehenen 2 ) Gunstbriefe ihres Vaters, des Grafen Friderich von Lyningen, und seiner ehelichen Hausfrau Johanna für den Ritter Cün von Kirwilre, betreffend die Eigenschaft der von denselben zu Lehen rührenden Güter im Dorfe zu Cleinenwysselingen, zu und erklären, dass diese Güter mit ihrem Willen geeignet sind. Gegeben an st. Paules tage, als er bekeret wart, 1324. Die Siegel des Ausstellers und seiner Hausfrau 2 ) (letzteres abgebildet No. 3). Perg. Or. München, Reichsarchiv. 1) Derselbe ist dieser Urkunde jetzt angeheftet, er ist 1304 am mandage vor deme Palmetage [März 16.] gegeben. 2) Diese Gräfin Sophie ist nach Mitteilung Seiner Erlaucht, des Grafen Karl Emich von Leiningen- Westerburg, der uns auf diese Urkunde von 1324 gefälligst aufmerksam gemacht hat, nicht die Gemahlin Friedrichs IV. von Leiningen, geb. Gräfin von Freiburg, denn diese wurde schon 1316 Witwe, während jene nach dem Wortlaute der obigen Urkunde von 1324 nur die Gemahlin des Grafen Friedrich V. von Leiningen sein kann. Ihr Siegel zeigt, dass auch sie eine Tochter des Hauses Fürstenberg-Freiburg war; wie sie aber in den Stammbaum einzureihen ist, bleibt unbekannt. 1324, Jan. 31. Villingen. 275, Bruder Egen von Furstenberg, Komtur des Johanniterhauses zu Vilingen, und die Brüder dieses Hauses verkaufen Schwester Adelhaiten, gen. von Valkenstain, 2 Scheffel Kernengilt von ihrer Mühle, gen. die Oberost Mvli, und ebensoviel von Bicken Mühle zu Leibgeding um 20 & Prischer. Stirbt die Käuferin vor ihrem Oheim Rvdolf von Valkenstain, so fällt das Leibgeding an denselben. Nach beider Tode ist es dem Johanniterhause frei, doch muss es den Brüdern ewiglich zu ihrer beider Jahrzeiten über Tisch 1 Scheffel Kernen geben, sonst fällt dieser Scheffel dem Armenspitale in Vilingen zu. ^^■B 1324-1325. 419 Geiben ze Vilingen an dem dritten dag vor der Liehtmesse Vnser Vrowen 1324. Das Siegel des Hauses Villingen (abgebildet V, Siegel No. 29). Perg. Or. Villingen, Spitalarchiv. 1324, Nov. 10. Sigmaringen. 275\ Ulrich Mürli, Vogt zu Sigmeringen, nimmt bis kommenden st. Gallen Tag die Salemer Leute und Güter in der Grafschaft zu Sigmeringen, darunter auch die zu Burgwiler und Wangen, in Schirm. Geben ze Sigmeringen an st. Martins abend 1324. Von Weech, cod. dipl. Salem. III, 302 (nach dem Or. im f. Thurn und Taxis'schen Centralarchiv in Regensburg). 1) Weitere solche Schirmbriefe von Sigmaringer Vögten, jeweils auf ein Jahr und gegen Bezahlung, sind erhalten von 1325, 1327, 1329, 1344. A. a. 0. III, 302—3. — 1426 Juli 24. nimmt die Stadt Überlingen das Kloster mit seinen Leuten und Gütern, darunter auch den zu Burkwiler und Tuchtenhusen, aufs neue auf 5 Jahre in Schirm. A. a. 0. III, 227—29. 1324, Dez. 5. Rottweil. 276, Berchtolt Stökkeli von Warinberg verkauft mit Willen der Grafen Johans und Göczzen, Gebrüder, von Fürstemberg den Pflegern und dem Armenspital zu Rotwil 2 Güter zu Sedorfe, deren eines Herman der Huser um 5 Malter Roggen und Kernen und 2 Scheffel Haber Rotwiler Mass, 40 Hühner und x \ 2 Viertel Eier Gilt und deren zweites Cüncze der Weber um 4 Malter Roggen und Kernen und 1 Scheffel Haber desselben Masses, 10 Hühner und x \ 2 Viertel Eier Gilt baut, und die er und seine Vordem von diesen Herrn von Furstenberg und ihren Vordem zu Lehen gehabt haben, um 90 & ^ Haller. Um des Dienstes dieses ihres Dieners willen geben die beiden Grafen die Eigenschaft dieser Güter dem Spitale auf. Gegeben ze Rotwil 1324 an st. Nicolaus abent. Die Siegel des Ausstellers und der beiden Grafen nicht gut erhalten. Perg. Or. Rotweil, Archiv der Armenfondspfiege a ). a) Ersatz für IV, 490. 1325, Mai 1. 276% GrafFridrich von Zolre, der Oster tag, und Graf Fridrich von Zolre, des Schalgs- burg ist, übergeben auf Bitten ihres Dieners, des Ritters Swaniger von Liehtenstain 53* Warn Wi&mSSm 420 NACHTRÄGE. dem Kloster Salein ihr Recht an „Bäldlins vischlehea ze Ilmense, daz zwain rindern ist, und an Guntrams vischlehen ouch ze Ilmense, daz ze ainem rind ist und ietzo buwet Hainrich dez Stulzen sun, und an dem sewe, den man haisset der Ilmense und in diu vorgenanten vischlehen hört. Geben 1325 ze ingendem Maien. Von Weech, cod. dipl. Salem. III, 303 (nach dem Or. in Sigmaringen, f. Hausarchiv). 1) 1327 nach st. Michels tag am ahtodin tag [Okt. 6.] giebt zu Liehtinstain Swaenger von Liehten- stain, Ritter, mit Zustimmung seines Bruders Eberhart und dessen Sohnes Waltz dem gen. Kloster als Seelgeräte „daz hubtail des sewis ze Ilmense", Lehen von den Herren von Zolr. A. a. 0. HI, 303 (Or. in Sigmaringen, k. Regierungsarchiv). — 1328 st. Laurencis tag [Aug. 10.] erklärt zu Salem Graf Albrech von Werdenberg und von dem Hailigenberg, des Klosters „gnadiger gemainer" am halben See zu Ylmense, den vorgen. Ritter mit seiner Zustimmung demselben als Seelgeräte gegeben hat, sein zu wollen. A. a. 0. III, 304 (nach Cod. Salem. IV, 305 in Karlsruhe). — 1336 Juni 15. verpflichten sich Abt Chünrad und der Konvent von Salem gegen gen. Ritter, von dieser Hälfte des Weihers, der geheissen ist Ilmense, dem Konvente drei ehrbare Dienste von Fischen an das „refenter" an den hl. Abenden zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten oder 14 Tage vorher oder nachher zu geben, andernfalls fällt in dem betreffenden Jahre der Ertrag des halben Weihers an die Domherrn zu Constanz. A. a. 0. HI, 304 (nach Cod. Salem. IV, 341 in Karlsruhe). 1325. Sept. 29. 277. Virich Abt zu Sant Görgen im Swarzwaldt giebt mit Willen seiner Sammlung von seinen lebenslänglichen Leibgedingen, die er und Herr Virich und Berchtoldt, die Decken, seine Brüder sei., von der Gräfin Adelhilte von Wolfach und ihrem Sohne, Graf Hainrich, von Walther sei. von Mintzenbach, vom Kloster Ripoltsouwe, von der edlen Frau Annen von Asperg sei., von Frau Annen der Hübeschmenin von Freiburg, von Hainrich sei. In dem Houe zu Rotwil, von Hainrich sei. von Schaben- husen, von Hainrich und Burckhardt sei., Gebrüder, von Kürnecke, gen. die Süriande, und von seinem eigenen Kloster laut der von Abt Berchtold sei., seinem Vordem, der Sammlung seines Klosters und dessen Vögten, Herrn Cünrat sei. und Herrn Erkenger Aigelwart, Herrn zu Valckenstain und Ramstain, besiegelten Briefe gekauft haben, dem Siechenhause seines Klosters die fünf Lehen in der Nider Schiltach, die sein Bruder Berchtoldt sei. von der vorgen. Frau von Asperg kaufte, das Lehen im Thennenbrunn, das da liegt zu der Linden und sein Bruder Virich sei. von Johansen und Hugen von Burgkberg kaufte, die Lehen in dem Hohennbach, die sein Bruder Virich, Herr Johans sei. von Sclatt und Herr Berchtold sei. von Husen von Hain- richen und Burckharten sei., Gebrüder, von Kürnecke kauften, die Güter zu dem Inrenwalde, die Herr Hainrich sei. von Vberlingen kaufte, 3 Scheffel Kernengelt, die Herr Rudolf sei. der Haseler von Bentzen Molauz zu Lidringen kaufte, das Lehen ^^■1 1325. 421 zu Errungen, das sein Bruder Virich sei. und Herr Berchtold von Husen sei. kauften und das von Alters Cunrat Strobel baut, nicht aber das Lehen, das da heisst Burck- hartes des Walthusers Lehen, ferner die Pfenningzinse, die seine Vordem sei. an das Siechenhaus gegeben haben, aber ohne das Mühlenlehen, das sein Bruder Virich sei. kaufte und das er selbst jetzt zu einem andern Leibgedinge hinzunimrnt, endlich den Baumgarten vorne am Siechenhause, den sein Bruder Virich sei. „mit bomen vnd mit züne buwte", und die Wiese bei der Mühle, die derselbe Bruder sei. auf seine Kosten baute. Von diesen Güten soll Herr Dieterich von Schabennhusen, Priester, Pfleger des Siechenhauses, aus seiner Sammlung lebenslang wöchentlich am Freitage der Sammlung 4 ß Brisger um grüne oder dürre Fische geben, kann er solche am Freitage nicht beibringen, so hat er sie am Samstage zu geben. Jährlich soll er 6 & Wachs an Unsers Herrgotts Kerzen geben. Er hat die Jahrzeit Virichs, des Bruders des Abtes, mit 30 ß Brisger zu begehen und mit gleicher Summe auch die des Abtes nach dessen Tode. Kommt ein Priester „ legerhaft" in das Siechenhaus, „dem sol er züw seiner pfründt besseren sein notturft, als in vff sein ampt duncket, das er sein nottürftig sye". Dem Knechte im Siechenhause soll er jährlich einen grauen Rock oder 12 ß Brisger geben und das Siechenhaus an Dach und anderer Notdurft bessern. Diese Stiftung soll den Abt Virich an seinen übrigen Leibgedingen, die er lebenslänglich „zu dem spitalampte" seines Klosters laut der oben genannten besiegelten Briefe geniesst, nicht irren. Bekümmert denselben aber die Sammlung oder jemand von seines Gotteshauses wegen an seinen Leibgedingen oder am Spitalamte, so fällt diese Stiftung an ihn zurück. Die Nachfolger des Pflegers Dietrich haben dieselbe genau zu beobachten. Gegeben 1325 an st. Michels tag. Das Or. siegelte die Sammlung zu St. Georgen. St. Georger Kopialbuch (16. Jhdt.) No. 714, Bl. 175—179 a ). Karlsruhe. a) Anstatt II, 139. 1331, Juni 22. 278, Cunrat, Berhtolt gen. Saltzuas, Peter und Wernher, gen. der Checheller, von Grünburg versprechen dem Schultheissen, dem Rat und den Bürgern zu Schafhusen, deren Gefangene sie sind, sich zum Frauentage in dem Augsten wiederum in ihre Gewalt zu begeben, und stellen dafür Burkart Saltzuas, Staimer Saltzuas, Herman von Lieh- tenuels, Dietrich von Bern, Berhtolt den Maiger von Wassenegge, Virich von Alms- houen, Hug von Grünburg, Hainrich von Spiegelberg, Burkart von Grünburg, Cunrat «PralSs wm ÜI HSSfiisSa 422 NACHTRAGE. den Hüfinger, Nicolaus von Bolle und Hug von Tannegge zu Bürgen, welche schwören sich auf AufforderuDg in den nächsten 14 Tagen zu Schafhusen zu stellen. Die Aussteller geloben bei ihren Eiden, in der Zwischenzeit den Bürgern von Schafhusen und allen, „die ze dirre getat haft sint, sie sien burger ze Schafhusen alder lantlut", keinen Schaden zu thun und dieselben nach Möglichkeit vor Schaden zu bewahren; thuu sie oder ihre Freunde denselben Schaden, so wollen sie sich innerhalb der nächsten 8 Tage nach Aufforderung den Bürgern stellen; wird dieser Schaden darnach nicht binnen 8 Tagen ausgerichtet, so haben sich die Bürgen in den nächsten 14 Tagen zum Einlager in Schafhusen zu stellen. Behaupten die Bürger, dass ihnen oder ihren Helfern oder ihren Dienern „mit geuerde" oder von der Aussteller wegen Schaden beschehe, so steht die Entscheidung bei dem Schultheissen zu Schafhusen und 4 Bürgern, von denen zwei die Aussteller, zwei die Bürger wählen. Giebt dieses Schiedsgericht den Bürgern Recht, so haben sich die Aussteller und ihre Bürgen in Schafhusen zum Einlager zu stellen. Wählen die Aussteller ihre zwei Schiedsrichter nicht, so steht die Entscheidung allein bei dem Schultheissen und den zwei Schiedsrichtern der Bürger. Wenn ein Bürge aus ehehafter Not „ane geuerde" oder weil er ausser Landes ist, nicht sofort Geiselschaft leisten kann, so soll er das thun, sobald es ihm möglich ist. Kein Bürge darf sich bei seinem Eide wegen dieser Bürgschaft aus dem Lande ziehen oder „sich ehaftiger not dester fürderlicher an- nemen". Wollen die Bürgen insgesamt, dass man den Ausstellern fürbas Ziel und Tag giebt, und bewilligen das die von Schafhusen, so sind die Aussteller und Bürgen in dem auch weiterhin gebunden. Stirbt ein Bürge oder wird er zur Geiselschaft unfähig, so müssen die Aussteller binnen 14 Tagen nach Aufforderung einen andern stellen, beziehungsweise müssen die andern Bürgen Geiselschaft leisten. Geben 1331 an dem samstag vor st. Johans tak des Töffers ze Süngihten. Die Siegel: 1) Cünrats von Grünburg (35 mm D., IV A 2, Schild schrägl. geteilt, im oberen Felde wachsender r. gewandter Löwe, im untern Schach; f S' CVONRADI . D' . GRVONBVRG), 2) Berh- tolts von Grünburg (32 mm D., IV A 2, Schild schrägr. geteilt, im übrigen wie vorhin; f . S' . BERTOLDI . DE . GRVNBVRG), 3) Peters von Grünburg (31 mm D., IV A 2, Schild wie bei 2); . PETRI . DE . GRVNBVR .); 4) Wernhers von Grünburg (32 mm D., IV A 2, Schild wie bei 2); f . S'. WERNHERI. DE . GRVNBVRG), 5) Burkarts Saltzuas (fehlt), 6) Stainmers Saltzuas , 7) Hermans von Liehtenuels, 8) Dietrichs von Bern, 9) Berhtolt des Maigers, 10) Virichs von Almshouen (beschädigt, dreieckig, IV A 2, Schild geviertet, in 1 Rose, die Tincturen von 1 u.4 verschieden;......CI. DE . ALMSHO . EN), 11) Hugs von Grünburg (beschädigt, IV A 2, Schild schrägl. geteilt, im oberen Felde r. schreitender seitwärts schauender Löwe, im unteren Schach; . . VL . . . . E . GRVN ....), 12) Hainrichs von Spiegelberg, 13) Burkarts von Grünburg (35 mm D., IV B 2, im Schilde Helm von vorne, Helmzier 2 Büffelhörner besteckt mit je 3 Rosen; f S' BVRKHARDI . DEI. (sie!) GRVNBVRGER), 14) Cünrat des Hüflngers (34 mm D., IV A 2, im Schilde ein beiderseits gezinnter 1. Schrägbalken; . . CVNRADI DE HVFINGE .), 15) Nicolausen von Bolle, 16) Hugs von Tanegge (beschädigt). Perg. Or. Karlsruhe. T. B ^1 1 ■i WSSdBweBS&ml 1337-1343. 423 1337, Okt. 11. Überlingen. 279. Albertus comes de Hohenberg, canonicus ecclesiae Constautiensis, rector par- rocbialis ecclesiae in Wienna, curiam suam sitam iuxta pontem fratrum Praedicatorum in Constantia, in qua iure legationis successit quondam consanguineo suo, corniti Gebhardo de Fürstenberg, praefatae ecclesiae canonico, quocunque modo ipsa curia a se vacare contigerit, hortum ante portam civitatis Constautiensis, quae vulgo dicitur Schockentor, et omnia alia feoda sua, quae vulgariter dicuntur Klosterlehen, concanonico suo Alberto pincernae de Byenburg legat. Datum in Überlingen 1337, 5. idus Octobris. Das Or. siegelte der Aussteller. Gleichzeitige Kopie im Necrologinm Constantiense No. 8, Bl. 63. Karlsruhe. 1343. 280- Abt Eberhart von Reichenau genehmigt als Lehensherr, dass Adelhait, Graf Hugen von Fürstenberg eheliche Hausfrau, und Jungfrau Sophye, die Töchter Herrn Lütolds von Krenckingen und seiner Hausfrau Adelhait, der Tochter Herrn Hugs sei. von Vsenberg, mit ihren Trägern und Schirmern, dem Grafen Johans von Haps- purg, Herrn zu Loffenberg, und dem vorgen. Graf Hug von Fürstenberg, Herrn zu Hasela, ihrer Mutter die Burg zu Wassersteltzen, den Hof und das Kirchensätzlein zu Lienhain, die zu dieser Burg gehören, nicht aber das Gut zu Bainlach als Leib- geding überweisen. Geben [13]43. ßeichenauer Leheubuch 638 f 1, S. 328—329. Karlsruhe. 1) 1347 mitwuch ze mittem Mayen [Mai 16.] leiht derselbe die gen. Burg mit Zugehör Vlrichen Winckelshain, der sie von den gen. beiden Grafen als Träger der Töchter Lütolds von Krenckingen um 260 M. S. Sckaffhuser Mass gekauft hat. A. a. 0. 2, S. 12—13. 1343, Okt. 28. 281. Graf Johans von Fürstemberg gelobt, Herrn Ludewig von Liehteinberg von allem Schaden zu ziehen, in den er und seine Erben kommen können wegen des Gelübdes und Verbündnisses, das er seinetwegen gegen Wetzeln Marsilie und Clawis von Mülnheim, Bürgern zu Strasburg, wegen der 40 $ S\ Gilt, die er auf Wolfabe und Husen verkaufte, gethan hat. . 3§SÜ£ 424 NACHTRÄGE. Geben an st. Symonis vnd Jude tag der zwelfbotten 1343. Das Siegel des Ausstellers (beschädigt, wie II, 187).' Perg. Or. Darmstadt. 1344, Aug. 12. ViUeneuve bei Avignon. 282. Clemens IV., magistra et conventu in Amptenhusen petentibus, monasterio earundeni, quod propter monialiurn multitudinem et tenuitatem reddituurn et pro eo, quod ipsae tanquam devotae ecclesiae Romanae filiae interdictum ecclesiasticum in illis partibus per processus apostolicos prolatum diligentissime servarunt et observant, et propter hospitalitatem, quam sorores teuere oportet, maxima egestate premitur, ecclesiam parrochialem in Mulhusen, in qua moniales ius patronatus obtinent et cuius redditus iuxta registrum loci ordinarii seeuudum taxationem decimae 10 m. a. va - lorem annuum non excedunt, incorporat ita, ut rectore ipsius ecclesiae cedente vel decedente magistra et conventus possessionem corporalem ecclesiae apprehendant, relevata tarnen de fructibus eiusdem pro vicario perpetuo in eadem ad praesentationem earnndem instituendo congrua portione taxanda per dioecesanum dictum. Datum apud Villam Novam Avinionensis. diocesis, 2. idus Augusti, ponti- ficatus nostri anno 3. Neue Kop. (aus dem Registrum dieses Papstes). Karlsruhe. 1345, Aug. 12. Beichenau. 283. AM Eberhart von Rychenowe bekundet, dass mit seinem Willen Adelhait, Herrn Lutolden sei. von Griessenberg Tochter, ihrenehelichen Wirt, Graf Cdnrat von Fürstenberg, und ihre Töchter Nesen und dementen , die sie bei ihrem frühern Ehewirte, Graf Diethelm sei. von Toggenburg, hatte, durch die Hand des ihr hierzu zum Vogte gegebenen Grafen Eberhart von Neuenbürg zu Gemeindern an seines Gotteshauses Mannlehen, welche bei Abt Eberharts Zeiten von dem Louffen sei. ledig wurden, nämlich an dem Hof zu Lütmerkon, in den der Kirchensatz gehört, dem Hofe zu Vilmasperg, dem Hofe zu Batlahusen, dem Weingarten zu Blasenberg, der Burg Härdern, der Burg und dem Hof zu Pfungingen, in den der Kirchensatz gehört, dem Thurm und der Vogtei zu Lömaiß, dem Anteile Herrn Hainrichs sei. von Griessenberg am Hofe zu Rüti bei Wellenberg, der Burg zu Hannenstain und mehrern 1 1344—1347. 425 Mannlehen, „die an disem brief nit geschähen sind", genommen hat, und leiht diese Lehen allen vieren gemeinsam. Geben ze Owe 1345 an dem nächsten fritag nach st. Aufren tag. Das Or. siegelten der Abt und Graf Eberhart von Neuenbürg. Reichenauer Lehenbuch 638 f 2, S. 462—464. Karlsruhe. 1345, Dez. 5. 284. Graf Heinrich und Graf Hugo zu Furstemberg leihen Heinrichen von Tun- ningen, Bürger zu Villingen, den Hof zu Cleugen, den vor demselben der Maier von Clengen, ein Bürger zu Villingen, zu Lehen gehabt hat, und der je 12 Scheffel Kernen und Haber Villinger Mass, x | 2 Viertel Eier und 4 Hühner giltet. 1345 an st. Mclauß abendt. Eintrag in einem Lehenrepertorinm des 17. Jhdts. Donaueschingen. 1346, Juli 14. 285. ^ um cer ti redditus decanatus ecclesiae Argentinensis apud Johannem praepo- situm ecclesiae Rynogiensis, Nicolaum archipresbyterum in Geispoltzheim, Conradum dictum de Bledensheim, praebendarium chori dictae ecclesiae, et magistrum Rüdolfum, visicum Argentinensem, executores quondam domini Conradi de Fürstinberg, olim decani eiusdem ecclesiae, et quasdam alias personas existant et cum Johannes de Liehtenberg, nunc decanus et immediatus eiusdem Conradi in decanatu successor, asserat, fructus eosdem ad se pertinere, dictis executoribus contrarium dicentibus, Heinricus de Ehenheim, Conr. de Hageno et Conr. de Geispoltzheim ad respondendum super his de iure a praefatis decano et executoribus assumpti dicunt, omnes fructus decanatus in quibuscunque rebus existentes, nomina debitorum, actiones et requisi- tiones per dictum Conradum decanum non alienatas Johanhi decano pertinere. Actum in vigilia beate Margarete 1346. Die Siegel der Schiedsrichter fehlen. Perg. Or. Strassburg, Bezirksarchiv. 286. 1347. Das Urbar des Klosters Allerheiligen im Schwarzwald von 1347 nennt „census vn 54 mm i§S&u3 426 NACHTKAGE. comitis de Fürstenberg" in folgenden Orten: zu den Birken, zu den Linden, Otes- bach und Heselnbach. Pap. Or. Bl. 18 T und 19. Karlsruhe. 1) Es bleibt unbekannt, ob diese Zinse von einem Grafen von Fürstenberg diesem Kloster gegeben worden oder ob ein solcher dieselben von dem Gotteshause etwa zu Pfand hatte. 1350, Jan. 15. 287. Wolf von Kallenberg, der ältere, des Zotznegge ist, kommt mit Hainrich von , Wildenuels überein, dass seine Leute und die Hainrichs und seines Bruders Arnolt von Wildenneis, welche einander heimlich oder öffentlich zur Ehe oder zu „der ge- hebs" nehmen oder genommen haben, einander rechte Genossen sind, und dass deren Kinder den von Wildenuels und ihm gemein sind. Geben 1350 an dem nahsten fritag nach st. Hylarien tag. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1352, Dez. 8. 288, Herr Johannes und Frau Anna von Schwartzenberg verzichten mit Genehmigung des Bischofs Berchtold zu Straßburg gegen Graf Johann zu Firstenberg und dessen Gemahlin Johanna für deren beider Lebenszeit auf ihre Rechte an der Kirche zu Hoffeweyller. Nach deren beider Absterben aber soll es wieder in dem Rechten stehen, wie sie, Herr Johanns und Frau Anna und Frau Johanna, einander vormals Briefe gegeben haben. De dato sambstag nach Nicolay 1352. Das Or. besiegelten Bischof Berchtold zu Straßburg und die beiden Aussteller. Eintrag in einem Eepertorium des 17. Jhdts. Donaueschingen. 1) 1354 st. Thomas Tag, des Zwölfboten, [Bez. 21 .] bewilligten und besiegelten zu Fryburg Graf Johann von Fürstenberg und seine Gemahlin Johanna den Verkauf der Herrschaft Castelberg durch den vorgen. Hans von Schwartzenberg und seine Ehewirtin Anna. Hans nennt hiebei die Gräfin Johanna seine Schwieger. Zeitschrift für Gesch. des Oberrheins 36, 296—97. 1353, Sept. 7. Ulm. 289. König Karl thut dem edeln Wernhern von Zymmern, Herrn zu Meskylch, seinen Erben und seinen Leuten zu Meskylch und seinen andern Leuten die Gnade, L 1350—1354. 427 dass sie niemand auf einen andern Landtag als den zu Rotwil laden, und dass sie nur auf diesem Landtage antworten und Recht thun dürfen. Geben ze Vlm 1353 an Vnser Frowen abent, als si geborn wart. Das Or. siegelte der Aussteller. Perg. Vidimus ] ), ausgestellt vom Landgericht in Hego und in Madach zu Aygeltingen an st. Vitz tag [Juni 15.] 1374 (mit undeutlichem Siegel). Donaueschingen. 1) In demselben erklärt das Landgericht auf Bitten der Botschaft Wernhers von Zymmern und der Bürger zu Meskylch, dass die letztern, „ez warint frowen oder man", diese Freiheit geniessen sollen. 1353, Nov. 28. 290. Johannes langgrauius Alsacie, Weckerus marchio in Baden, Fridericus comes in Friburgo, Johannes comes in Fürstemberg, Johannes, Ludewicus et Symundus domini in Liehtemberg, aduocati civitatis Argentinensis, Otto dominus in Ohsenstein, Hugo et Fridericus domini in Geroltzecke in Vasago, Johannes dominus in Rapoltz- steine, Fridericus et Johannes domini de Vsenberg, Waltherus et Waltherus de Tu- wingen domini in Geroltzecke ultra Renum, vasalli ecclesiae Argentinensis nuper ex morte Bertholdi episcopi vacautis, quia praeteritis vacationibus non modica pe- ricula imminere tarn ipsi ecclesiae quam subiectis eidem cognoverunt, desiderantes certe futura pericula similia et maiora in praesenti vocatione caveri, cardinalium collegium petunt, ut apud sanctissimum patrem Innocentium Johannen] de Liehtemberg, praepositum dictae ecclesiae, quem pro tranquillitate ecclesiae eiusdem tarn sui generis nobilitate, quam animi sui constantia, morum honestate, vitae probitate et scientia literarum noverunt prae ceteris magis dignum, sua intercessione proino- veant, ut papa eundem, quem clerus et populus civitatis et dioecesis Argentinensis ad hoc ipsum prae cunctis expostulant, pro pastore proficiat. Datum 28. die mensis Nouembris 1353. Die Siegel der Aussteller nicht gut erhalten (das des Fürstenberger Grafen wie II, 267). Perg. Or. Strassburg, Bezirksarchiv. 1354, Juli 21. 291. Graf Johans von Fürstenberg und Frau Johanne von Sygenöwe, seine eheliche Wirtin, geloben, ersterer eidlich, seine Ehewirtin an Eidesstatt, vom Zolle zu Husen und von den Gütern zu Hademerspach jährlich nicht mehr, denn 20 & Strosburger „in das hus K zu nehmen und von dem andern Nutzen dem Malterer von Friburg 54* Tsiiäsr*KS1 ^^ ■ >SfiJ»llK 428 NACHTRÄGE. die 40 M. S., die sie ihm versetzt haben, zu richten. Bleibt über diese 40 M. S. vom Zolle und von diesen Gütern etwas übrig, so können sie, die Aussteller, jedoch keines ohne das andere, damit thun, was sie wollen. Stirbt der Graf, so ist seine Witwe an dieses Gelöbnis nicht weiter gebunden, so dass ihr und ihren rechten Erben dasselbe an ihren Rechten, die sie vormals an gen. Zolle und an gen. Gütern hatte, unschädlich sein soll. Greift der Graf die vorgen. Nutzen an, so dass die Zinse nicht rechtzeitig auf ihr Ziel gegeben werden, so darf seine Ehewirtin dieselben um den fälligen Zins und den entstandenen Schaden angreifen, „vnd süllent die vorgenanten guter vnd nütze dem gehorsam sin abe zu niessende in t der jars frist, wa sü daz vorgenant gute gewinnet oder gewinnen mag". Gegeben an st. Marien Magdalenen abent 1354. Die Siegel des Ausstellers (wie II, 267), seiner Ehewirtin (Bruchstück, wie II, 267) und die beschädigten der Zeugen: des Herzogs Herman von Tecke und Berhtolts von Schneyt, Schultheissen zu Gengenbach; die der Zeugen Bentz Stockeli, Ritters, und Johansen von Tettingen, Edelknechts, fehlen. Perg. Or. Donaueschingen a ). a^ Anstatt V, 525. 1356, März 28. 292. Cünrat von Tanhain, ßerht. sei. von Tanhain Sohn, versetzt seiner ehelichen Wirtin Annen, C&nrats Löselin sei. Tochter, für ihre Widerlage von 24 M. S. Vilinger Gewichtes seinen von den Grafen Cünrat, Johans und Hainrich von Fürstenberg, Gebrüdern, zu Lehen gehenden Zehnten zu Wyler mit Genehmigung dieser Grafen und seines Bruders Berht., der sein Gemeinder an diesem Zehnten ist. Geben an dem neusten mentag nach Vnser Frowen tag in der Vasten 1356. Die Siegel der Grafen Cünrat (wie Abb. II, 212), Johans (wie Abb. II, 267) und Hainrich (wie Abb. II, 234), des Ausstellers und seines Bruders Berht. (beide nicht gut erhalten). Perg. Or. Villingen, Spitalarchiv. 1351, Juni 22. 293. Johanne von Sygenöwe setzt mit Geheiss ihres Gemahls, des Grafen Johans von Fürstemberg, zu Gewinn und Verlust an Johans Peyer, Bürger zu Strazburg, ihre Forderung an Johans Klöbeloche, gen. der Lonhert [?], von des Waldes, gen. das Asmel, wegen bei Merburg und gelobt „daz stete zu hande vnd nüt da wider zu tünde". Graf Johans gelobt dasselbe. 1 H mm 1356—1362. 429 Geben an dem nehesten dunrestage vor st. Johans tag zu Süngühten 1357. Das Siegel der Ausstellerin (wie Abb. II, 267); das des Grafen Johans fehlt. Perg. Or. Karlsruhe. 1361, Juni 22. 294. Abt Eberhart von Reichenau leiht auf Bitten des Grafen Hug von Fürstenberg die ihm von demselben aufgegebene Vogtei zu Tüßlingen, wie sie derselbe und sein Vater hergebracht haben, Maggen Albrecht und Hugen Aberlin den Sünchingern, Gebrüdern, zu Tegwingen. Datum [13]61 feria tertia ante Johannis Baptiste. Reichenauer Lehenbucli 638 f 2, S. 62. Karlsruhe. 1) Aus einer Urkunde desselben Abts für Cünrat Magg von Süuchingen von 1378 st. Luden abent [Dez. 12.] ergiebt sich, dass Magg das von Reichenau lehenbare Dorf Tüßlingen als Pfand von Graf Hug von Fürstenberg, des Haslach ist, innehatte. A. a. 0. 2, S. 149. 1362, Mai 25. Colmar. 295. Johans Bischof zu Strazburg , Johans Bischof zu Basel, Johans Bischof zu Gurg, der Herzöge von Osterrych Kanzler und Verweser zu Swaben und Elsaz, Johans Abt zu Mürbach, Johans Graf von Habspurg, Johans und Hug Grafen von Fürstenberg, Hanneman, Ludwig und Symunt Herren von Liehtenberg, Otteman Herr zu Obssenstain, Walther und Heinrich Herren von Geroltzegk, gen. von Tü- wingen, Johans, Virich und Brune Herren von Rapolstein, Johans und Fridrich Herren von Geroltzek, Herren zu Lare, die Meister, Bäte und Bürger der freien Städte Strazburg, Basel und Fryburg, Styslaw von der Witenmül, Bitter, Unterlandvogt zu Elsaz, und Schultheissen, Meister, Bäte und Bürger der Reichsstädte von Elsaze: Hagnöe, Colmer, Wissenburg, Schletzstat, Ehenheim, Rosheim, Mülhusen, Keisersperg, Turinkein, Münster, Selß, und Berwart, der Vogt, nebst Rat und Bürgern von Rychenwyler mit allem, was von der Herrschaft von Wiertenberg zu der Vogtei gehört, verbünden * sich bis zu den nächsten Weihnachten gegen die Gesellschaft der sog. Engellender, die jetzt in dem Lande zu Frankrich gewesen ist. Geben ze Colmar an st. Vrbans tag dez hl. bischoffes 1362. Von den 36 Siegeln, die nach den Aufschriften auf der Krempe ursprünglich anhiengen, fehlen 9, darunter die der Grafen von Fürstenberg. Perg. Or. a ) Colmar, Stadtarchiv. T. a) Eine Abschrift desselben wurde uns von Professor Dr. Albrecht in Colmar gefälligst zugesandt. I ■ Warn I Hl ■ ^.i&i&rffl'A ^^mm^m WKK m 430 NACHTEAGE. 1) 1363 cistag nach st. Mathys tag [Febr. 28.'] erneuern zu Colmar die obgen. Verbündeten mit Ausnahme der 3 Herren von Eapoltstein ihre Vereinigung bis Weihnachten über ein Jahr. Perg. Or. (Von den 33 Siegeln fehlen 6, darunter die der beiden Grafen von Fürstenberg). A. a. 0. °). a) Vgl. H, 373. T. 1363, Jan. 11. Offenburg. 296t In der „rnissehelle" zwischen Bischof Johansen zn Strazburg und Graf Jo- hansen von Fürstemberg wegen des Thaies zu Hadernerspach, „der namen vnd der losungen" sollen Herr Walther von der Dicke, Vogt zu Bernstein, und Cünrat Rohart, der alte Schultheiss zu Offemburg, einerseits und Herr Cünrat Snewelin, Schult- heiss zu Priburg, und Herr Oswald von Wildestein anderseits mit je einem Rate der von Basel, Friburg und Strazburg, der beiden Teilen „der gemeineste vnd der ge- uelligeste" dünkt, nach beider Teile Briefe, wenn sie dieselben nicht freundlich vergleichen können, eidlich endgültig entscheiden. Bis zu deren Spruch am Sonntag, da Mittfasten ist, [März 12.] haben die Gefangenen und Bürgen Zil. Kann einer der sieben nicht zum Spruche kommen, sogeben „die herren oder die stette einen andern alse guten an sine stat". Das Thal zu Hademerspach liegt von beiden Seiten friedlich und ungeschädigt, „wereesouch, das vt do zwüschent geviele, das sol man laßen bliben vnd nut do von nemen, vncz das es vs getragen wirf; das soll aber keinem Teile an seinem Bechte schaden. Den ersten Tag leisten beide Teile zu Offemburg am Zinstag vor Lichtmess [Jan 31.]; Graf Johans giebt auf diesen Tag zehen geschworne Bürgen : Herzog Herman von Tecke, einen seiner Brüder von Fürstemberg, einen von Hewen, Herrn Walther von Gerolczecke von Sulcz, Herrn Heinrich von Gerolczecke von Tüwingen, Junker Heinrich von Gerolczecke, Herrn zu Lare, einen von Valkenstein, einen von Zimbern, einen von Bhimenecke und einen von Blümenberg; kann er einen von diesen nicht haben, so giebt er für ihn einen „also guten". Thut er das nicht oder giebt er die Bürgen nicht alle auf gen. Tag, so kommt Graf Johans bei deinem Eide nicht von Offemburg, bis er das gethan hat. Den Spruch der sieben oder ihrer Mehrheit führt derselbe aus, andernfalls haben die Bürgen acht Tage nach der Mahnung in Offemburg Geiselschaft zu leisten in Person oder mit zwei erbern Knechten und zwei Pferden. Bricht ein Bürge die Geiselschaft, so dürfen der Bischof und seine Helfer seine Leute und Güter mit oder ohne Gericht auf Kosten des Betreffenden angreifen, bis ihm genug gethan ist, „vnd vber den schaden sol men des eide glöben, der danne höbetman ist des angrifendes". Geht einer der Bürgen ab, so soll man in vierzehn Tagen einen ebenso guten für ihn geben, sonst müssen die andern in der L WrM8be§s 1363-1365. 431 vorgen. Weise Geiselschaft leisten. Graf Johans soll den von Gengenibach und Celle ihren eidlich angegebenen Schaden ersetzen, „doch sollent sü bi der summen bliben drißig pfunde vnd zehen Schillinge vncz vf den ersten zistage vor Vnserre Vröwen dage, als do vor geschriben stat K . Wird denselben ihr Schaden auf dieses Ziel nicht ersetzt, so können sie darum Graf Johansen an Leuten und Gütern angreifen. Der Bischof und der Graf (dieser bei dem Eide, den er dem Bischöfe vormals geschworen hat) geloben, dieses alles zu halten. Der Brief ist doppelt, je für den Bischof und Grafen, angefertigt. Geben zu Offemburg in der stat an der nehesten mittewochen noch dem Zwelften Dage 1363. Die stark beschädigten Sekretsiegel des Bischofs und des Grafen (27 mm D., IV B 1; r. gewendeter Helm mit Helmzier und fliegender Helmdecke; f SI. IL . VM . . CRETV.; nicht gleich mit No. 298) rückwärts aufgedrückt. Perg. Or. a ). Karlsruhe. a) So ist diese Urkunde wegen ihrer Besiegelung zu nennen, obwohl auf ihrem untern Rande] steht: collatio facta de originali per me Wem. de Ry\ 1) Ein undatierter, auf Papier geschriebener Entwurf eines ähnlichen Vertrages, den Meister und Rat zu Strassburg verabreden wollten, liegt im dortigen Stadtarchive; er kam, weil durch den vorstehenden Vergleich überholt, wohl nie zur wirklichen Beurkundung. [1365—71.] Offenburg. 296*. Johans Bischof zu Strazburg thut dem Meister und Rat zu Strazburg zu wissen, dass Graf Johans von Fürstenberg ihn, seine Leute und die seinigen schädlich angegriffen hat, was er nicht wohl übersehen kann; darüber werden sie seine Gesandten Jacob von Schönowe, Yogt zu Rüfach, und Andres von Widergrin völlig unterweisen. Er bittet sie, dass sie ihm „darzü beholfen wellent sin". Datum Offenburg in festo Circumcisionis Domini. Das rückwärts aufgedrückte Siegel des Bischofs fast ganz abgefallen. Perg. Or. Strassburg, Stadtarchiv. 1365, Mai. 3. Bern. 297. Kaiser Karl verspricht, nachdem Bischof Johans zu Straßburg das dem Grafen Johans zu Fürstenberg vom Reich versetzte Thal Hademarspach mit seiner Zubehör von diesem um 400 M. S. gelöst hat, den genannten Grafen und seine Erben nimmer m^M : mi 432 NACHTRAGE. darum anzusprechen oder zu beschädigen, da diese Lösung unter seiner Zustimmung geschehen ist; ihm und seinen Nachfolgern aber steht allezeit die Lösung des Thaies um dieselbe Summe von den Bischöfen von Straßburg frei. Geben zu Bern in Vchtlandt 1365 am nehesten sunabende nach st. Walpurgtag. Das Or. trug das kaiserliche Majestätsiegel. Kopialbuch No. 769. Karlsruhe. E. 1361, Sept. 28. 298. Abt Eberhart von Reichenau nimmt von Graf Cünrat von Fürstenberg und seiner ehelichen Frau Adelhait Cunrat den Denckinger, Bürger zu Costenntz, dessen eheliche Wirtin Elßbeth und dessen Schwester Elßbeth, welche sich von denselben erledigt und an sein Gotteshaus ergeben haben, auf. Denckinger hat ihm jährlich 1 Vierling Wachs und nach seinem Tode 5 ß ^ Costentzer für Fall und alle andere Rechte zu geben, damit aber haben auch alle seines Geschlechtes vor und nach ihrem Tode „gedienet". Nach seinem Tode giebt unter denselben Bedingungen der älteste des Geschlechtes diesen Zins und Fall. Wird je ein Zins oder Fall nicht gegeben, so kann sein Gotteshaus nur sein Recht von ihnen verlangen; sie dürfen nach Belieben auf dem Lande oder in Städten wohnen und frei zur Ehe oder zu geistlichem Leben sich wenden. Datum [13]67 an st. Michels aubent. Reichenauer Lehenbuch 638 f 1. S. 403—405. Karlsruhe. L 1367, Nov. 25. 299, Abt Eberhart von Reichenau leiht auf Bitten des Grafen Cunrat von Fürstenberg, seiner ehelichen Frau Adelhait, geb. von Griessenberg, und deren Tochter Clement, Herrn Hainrichs von Hewen ehelicher Frau, welche H., Virich und Rüd. den Hartzern, Gebrüdern, Virich des Hartzers sei. Söhnen, Bürgern zu Costenntz, um 2000 # $i Güter versetzt haben, den letztern die von ihm zu Lehen gehenden, mitversetzten Güter und Leute zu Griessenberg, Wilmersperg, Lütmarcko, Amlikon, Bonow, Hoffen, Winfelden, Welhusen, Tundorf und Witenwile. Datum [13]67 Katherina. Das Or. siegelten der Aussteller, die Verpfänder und Hainrich von Hewen. Reichenauer Lehenbuch 638 f 1, S. 633—35. Karlsruhe. ira^^^isB^B 1367-1373. 433 1369, Juli 9. 300. Graf Hug von Fürstemberg, Herr zu Haseiahe, und Georie von Geroltzecke bekunden, dass ein Friede zwischen Bischof Johanse, der Stadt Strazburg und allen den, die bei ihnen waren auf dein Felde vor dem Nuwen Turne, als er genommen wurde, und allen ihren Bürgern, Dienern und Helfern und die zum Bischöfe, zum Stifte Strazburg und der Stadt gehören, einer- und allen von Horemberg und allen von Valckenstein, gen. von Ramstein, ihren Dienern und Helfern und die zu ihnen gehören, anderseits beredet ist, also dass die letztern in diesem Frieden niemand halten, hausen und liofen sollen, dass kein Schade dem Bischöfe, dem Stifte und der Stadt zu Strazburg und den ihrigen „zu in noch von in" geschehe, dass Bischof und Stadt den Thurm in diesem Frieden bauen „vnd mit den h litten vnd dem holtz- wercke tun vnd laßen süllent, vnd sol das disen friden nit rüren". Auch sollen die, welche auf dem Thurme sind, „vf die von Horemberg noch vfiren liiten mit futern", Wird in diesem Frieden zu beiden Seiten „vt vb ergriffen", so soll man es „mit der nome widerkeren", und soll doch der Frieden stäte bleiben. Währen soll der Friede bis zu Vnserre Frowen Tag der Erren [Aug. 15.] und diesen Tag hindurch. Die beiden Aussteller haben namens der von Horemberg und Valckenstein die Haltung des Friedens vertröstet. Gegeben an dem ersten mentdage nach st. Vlriches dage dez bischofes 1369. Die Siegel der Aussteller schlecht erhalten, mit Papier überklebt. Perg. Or. Strassburg, Stadtarchiv. 1) Nach einem Reverse der von Horemberg gegen den gen. Bischof und die Stadt Strazburg von 1370 an dem ersten mentdage nach Vnserre Frowen dage der Erren, den man schribet Assumpcio beate Marie [Aug. 19.], lag der Nuwe Turn an der Gütach, es ist also wohl der Burgstall am Thurn zwischen Hausach und Gutach. Perg. Or. A. a. 0. 1373, Jan. 28. 301. Graf Hainrich von Fiirstenberg, Hainrich von Lupfen, Landgraf zu Stulingen, und Hans von Blumenberg zu Grünburg treten an Stelle abgegangener nicht genannter Bürgen des edlen Cünraten von Krenkingeu, gen. von Wissenburg, gegen den Ritter Martin den Maltrer wegen nicht näher beschriebener Geldschuld. Geben an dem nechsten fritag vor Vnser Frowen tag ze der Kerczwihi 1373. Die Siegel der Aussteller fehlen. Perg. Or., Binningen. S. VII 55 msm> SB*® 434 NACHTRAGE. 1382. 302. Markgraf Rudolf von Hochberg zu Röteln klagt gegen Graf Heinrich von Fürstemberg vor dem Hofgericht; Graf Heinrich wird in die Acht erklärt. Collectanea zur Geschichte verschiedener Adelsgeschlechter in Vorderösterreich (Cod. 536 im k. und k. Haus- Hof- und Staatsarchiv in Wien, Bl. 64) mitgeteilt von Major von Althaus. 1388, nach Aug. 23. 302*. Die von Rütelingen erslügent der von Trochtelfingen zwenzig vnd vingent ir 30 *). Königshofen, Strassburger Chronik (Chroniken der Deutschen Städte 9, 841). 1) Dies geschah nach dem Zusammenhange hei Königshofen unmittelbar nach der Schlacht bei Döf- fingen, die am 23. Aug. 1388 geschlagen wurde. 1391, Jan. 15. 303. Reinbolt Schultheiss von Gengenbach, gen. von Dunczenhein, ein Edelknecht, der wie seine Vorfahren und Erben etliche Rechte auf den Wildbännen und Bergwerken in der Mortenowen und im Kinczigdale im Besitz gehabt hat, bekennt, von Herren, Rittern, Knechten und erbern Leuten wohl unterwiesen zu sein, dass er kein Recht an diesen Wildbännen und Bergwerken und keine Ansprache deshalb an den Bischof von Strassburg oder sein Stift habe. Geben uff sonuendag noch dem Zwenczigesten Dag 1391. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Strassburg, Bezirksarchiv. 1395, Apr. 19. 304, Engelhart Herr zu Winsperg, Landvogt etc., Graf Rudolf von Sultz, Hans Bock, Schultheiss zu Rotwil, Hainrich Cantzler, Lenhart Schappel, Hans Engelfrid, Bürger zu Rotwil, Cünrat Stähelli, Bürgermeister zu Vilingen, Hans Hainbürg, und Cün- rat der Tunnynger, Bürger zu Vilingen, bekunden, dass Graf Hainrich von Fürstenberg, der Herrn Cünraten und Brunen, Gebrüdern, von Lupfen 100 fl. und 10 fl. Zins geben soll nach Weisung der Urteilsbriefe, die sie beiden Teilen darüber gegeben haben, von der Bürgschaft wegen der 300 fl., die Herr Hans von n» mwm 1382—1414. 435 Lupfen, Sänger, Chorherr in der Richenow, den obgen. von Lupfen schuldig ist, „zil vnd tag" 100 Jahre und 1 Tag haben soll. Geben an dem nähsten mentag vor st. Georien tag 1395. Die Siegel Engelharts Herrn zu Winsperg, des Grafen Eudolf von Sultz, Hans Bocks, Hainrich Cantzlers, Cünrat Stähellis und Cünrat Tunningers. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1414, März 11. Constanz. 305. Die Grafen Hans und Egen von Fürstenberg werden für Bischof Otto von Constanz Bürgen um Geldschuld gegen die Stadt Markdorf. Zeitschrift f. Gesch. d. Oberrheins 42, m. 33. 1414, Mai 30. 30ß, In solario prope turrim anteriorem castri Rotellen corani notario Conrado Sculteti de Rütlingen, clerico Basileae commorante, constituti sunt Rüdolfus de Hochberg marchio, dominus in Rottellen et in Susenberg, et Anna nata de Friburg, eius conthoralis legitima, ex una et Verena, filia legitima eorundem, una cum marito, comite Heinrico de Fürstenberg, quem et ipsa suum curatorem et advocatum fore recognovit, parte ex altera. Verena auctoritate mariti sui hereditatibus parentum suorum iure hereditario ad ipsam devolvendis renuntiavit his verbis: „Ich entzihe mich vatter vnd müter erbe, es were denn das ich alle min brüder vberlebte, so sölt mir min erbe recht behalten sine". „Ze esture" confessa fuit Verena per pa- rentes sibi traditos esse 2800 florenos. Testes: Hermannus de Grunenberg miles, Johannes de Almshofen, Conradus de Berstingen, Johannes de Flaschlanden, Johannes de Bühel, Johannes de Roggenbach, Gregorius de Tegernaw armigeri, magister Bertholdus Rechbog iurisperitus, rector ecclesiae parrochialis in Haltingen, et Johannes Brettzeler, presbyteri, Ludwicus Brenner, Heinricus Gerwig et Johannes Kunig laici. Actum 1414 die Mercurii, penultima mensis Maii. Notarszeichen; das Siegel des Grafen Heinrich von Fürstenberg fehlt. Perg. Or. Karlsruhe. T. Wffl 55' B» j^H aSSsäS Ha 436 NACHTRAGE. 2415, Mra 5. Thann. 307. Ludwig Pfalzgraf bei Rine, dem vorgekommen, dass Heinrich von Sunthußen Hansen von Rischach gefangen und hinter die „gemeinen" zu Nuenstein geführt hat, bittet, da der Gefangene des Römischen Königs Diener und Helfer „diß krieges" ist, Meister und Rat zu Straßpurg von wegen des Königs ernstlich zu bestellen, das derselbe dieser Gefangenschaft „off recht" ledig gesagt, und dass er auch nicht von Nuenstein geführt und „anderswohin sich zu stellen gesichert werde, „wann yn gein dem obgen. Heinrich von Sunthußen vmb was er dann an in zu sprechen hat, mit recht vff gelegen ort zu geben vnd zu nemmen wol benüget". Geben in dem leger vor Thann vff Vnsers Herren Offard tag anno etc. 15. Das rückwärts zum Verschlusse unter Papier aufgedrückte Siegel unkenntlich. Pap. Or. Strasburg, Stadtarchiv. 1) 1415 feria sexta ante festutn Penthecostes [Mai 17] schreibt Pfalzgraf Ludwig dem Meister und Rate zu Straspurg, sie sollen mit dem Domherrn, dem von Zolre, ernstlich reden, damit er seinen Diener Rudolf von Nüwenstein anhalte, den Gefangenen nicht aus seinen Händen zu lassen; damit thun sie seinen Willen und den des Königs, dessen Diener Hans von Rischach ist. Pap. Or. mit dem unkenntlichen, rückwärts zum Verschlusse unter Papier aufgedrückten Siegel. A. a. 0. 2) 1415 sontags nach Vnsers Herren Lichamstag [Juni 2.~\ antwortet derselbe aus Costentz dem Meister und Rate zu Straspurg: Der Sohn und andere Freunde des Gefangenen wollen gerne zu einem Tage gen Straspurg reiten, wenn Meister und Rat ihnen denselben ankünden. Zeigt es sich da, dass Heinrich von Sunthusen Hansen mit Ehren gefangen habe und ihn mit Ehren behalten könne, so wollen sie bedenken, „wie sie in von im bringen" ; kann derselbe das aber nicht zeigen, so soll er ihn ledig lassen und ihm seinen Schaden ersetzen. Bringen Meister und Rat dies nicht zu stände, so sollen sie Rudolf von Nüwenstein weisen, den Gefangenen bis zu Austrag der Sache, damit kein anderer Unrat darein falle, nirgends anderswohin führen zu lassen. Pap. Or. mit dem unkenntlichen, unter Papier rückwärts zum Verschlusse aufgedrückten Siegel des Herzogs Stephan, des Bruders des Ausstellers, (aufgedrückt, weil er derzeit das seinige nicht hat). A. a. 0. 1415, Mai 13. 308. Abrecht von Kippenhein, Bürgermeister, und der Rat zu Friburg schreiben Graf Heinrichen von Fürstenberg: „als ir vns aber verschriben hantt von des zehenden wegen ze Herdern, da wissent, daz vns der zehende mit angatt vnd könnent vch nvnzemale darvmb fürer nüt geantwürten, denne das wir es bi vnsern erren ant- wurten vnd briefen bliben lassen". Datum feria secunda post festum Assumptionis gloriose virginis Marie anno [1]415°. L ■^ mm 1415—1417. Das zum Verschluss rückwärts aufgedrückte Siegel fehlt. Pap. Or. Karlsruhe. 137 1) 1415 feria secunda post Laurencü [Äug. 13.] antworten dieselben dem Graf Heinrich, „daz vns der zehend mit angatt, vnd geburte tfch vnd den üwern dar zu zegriffende, wellent wir tfch wol getrüwen, daz ir vnser vnd der vnsern dar inn schonent vnd vngeschädiget lassen". Pap. Or., das rückwärts zum Verschluss aufgedrückte Siegel fehlt. Karlsruhe. ü 1415, Okt. 23. 309. Graf Cunrat von Fürstenberg, der mit Egenolf, Reinolt und Erhart, Gebrüdern, von Falckenstein, den Jüngern, Herrn zu Ramstein, wegen des Unrechts, das die von Ramstein an ihm begangen haben und thun, zu Feindschaft gekommen ist, was er Meister und Rat der Stadt zu Strassburg, deren geschworuer Bürger 1 ) er ist, geklagt hat, und der deshalb vor das Schloss Ramstein gezogen und das mit Gottes und der gen. Stadt Hilfe gewonnen und das als ein Hauptmann des Krieges brechen gewollt hat, verspricht den von Strassburg, welche hierin „in helfers vnd nit haupt- lüte wise" geholfen haben, keine Richtung mit den Feinden einzugehen, sie seien denn gleich darin begriffen und versorgt. Geben vf den nehsten mitvvoch nach st. Lux tag dez hl. ewangelisten 1415. Das Siegel des Ausstellers (wie III, 18). Perg. Or. Strassburg, Stadtarchiv. 1) Derselbe wurde nach dem Strassburger „alt lantburger buch" (Strasburg, Stadtarchiv) Bl. 8 " Bürger dieser Stadt 1411. — Nach derselben Quelle (Bl. 7 v ) wurden 1431 daselbst auch Bürger Gräfin Adelheit von Zweinbrucken und zu Fürstenberg, Witwe, und ihr Sohn, Graf Heinrich von Furstenberg, ferner 1406 Büdolf von Snellingen, 1408 Jungfrau Grede von Snellingen und 1417 Grede von Snellingen. mS 1417, Juli 29. 310. Hans von Burgberg, welcher den Knecht und Boten des Schultheissen, Bürgermeisters und Rates der Stadt Vilingen geschmäht und ihm „vnzuht erzogt" hat und,, welcher, als sie ihm deshalb ihr Burgrecbt abkündigten und vor ihn und seine Feste Burgberg zogen, auf Vermittlung seiner Herren und Freunde sich und sein vorgen. Schloss an dieselben auf ihre Gnade ergeben und mit aufgehobenen Fingern und gelehrten Worten einen Eid geschworen hat, um diese „schmäht" zu thun, was ihm der Rat zu Vilingen heisst, und bis dahin in des Wirtes Hans Suter, ihres Bürgers, Haus zu verweilen, kommt mit dem Rate also überein: Er schwört Urfehde wegen dieser Geschichte und seiner Gefangenschaft; nimmt sich fernerhin jemand deshalb m m ■ 438 NACHTRAGE. ) seiner an, so wird er, wenn er mit des Rates Brief und Siegel gemahnt wird, persönlich gen Vilingen in die Gewalt desselben sich begeben und da bleiben, „vntz sü des entladen sind". Er wird Zeit seines Lebens nie mehr gegen die von Vilingen und die ihrigen sein, hat er etwas mit ihnen zu schaffen, so wird er sich Rechts vor ihrem Schultheissen und Rate begnügen lassen; dasselbe gilt, wenn ein Vilinger mit ihm etwas zu schaffen hat. Er ist fortan mit seinem Teile am Schlosse Burgberg den von Vilingen gehorsam und gewärtig, so dass dasselbe ewiglich ihr offenes Haus in allen ihren Anliegen ist; auch wenn er. seinen Teil versetzt oder verkauft, muss er sorgen, dass das Schloss der Vilinger offenes Haus bleibt. Er verhütet, dass dieselben aus diesem Schlosse geschädigt werden. Der Burgfrieden soll daselbst bleiben, wie er verbrieft ist. Geben vf den nahsten dunrstag nauch st. Jacobs tag des hl. zwölfbotten 1417. Die Siegel des Grafen Hainrich von Furstemberg (wie III, 144), Johansen Sölrer von Richtem- berg, Komturs des Johanniterhauses Vilingen, des Junkers Oswalt von Wartemberg, gen. von Wildenstain, (wie Abb. VI, No. 36), Hansen von Schowenburg und des Oheims des Ausstellers Jörgen Bollers; das des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Villingen, Spitalarchiv. 1420, März 19. Constanz. 3U # Graf Hainrich von Furstemberg ist Zeuge bei einem Schiedssprüche des Grafen Eberhart von Nellemburg zwischen Ritter Marquart von Schellenberg und Annen von Schellenberg. Geben zu Costentz auf cinstag nach Letare 1420. Regesta Boiea XII, 342. 1421, März 29. 312. Schultheiss und Rat der Stadt Vilingen erkennen auf die Klage der Ceposserin und Cunrat Stehellys, ihres Tochtermanns, dass Cünrat von Tanhain, ihr Bürgermeister, Pfaffenwiller, obwohl es nicht Lehen, sondern vor Zeiten für eigen verkauft worden sei, zu Lehen empfangen habe, nach geschehener Verantwortung des Beklagten: dass derselbe dieses Dorf von Graf Hainrich zu Furstenberg, von dem er es zu Lehen empfangen, ebenso von Hansen von Liustetten, seinem Tochtermanne, oder „wä daz haft ist von sinen wegen", ohne Verzug ledig machen und schaffen solle, dass dieses Dorf aus dem Lehenbuche des gen. Grafen getilgt und der Lehenbrief L hi w^msm 1420-1431. 439 gebrochen und abgethan werde, und dass er fortan die Kläger an dem Dorfe un- geirrt lasse. Geben an dem ahtenden abent zu Ostran 1421. Vom „mindern" Siegel der Stadt Vilingen ist ein Bruchstück erhalten. Perg. Or. Villingen, Spitalarchiv. 1) Dieser Streit kam vor den Abt von Reichenau, weil man fand, dass die drei Güter zu Pfaffen- willer (um die es sich handelte) ehedem Lehen von denen von Salenstain, dieses Gotteshauses Unterschenken und Dienstleuten, gewesen und dass also nach deren Absterben dieser Abt und sein Gotteshaus die „Oberhand" des Lehens seien. Vor dem Reichenauer Pfalzgerichte behauptete Cünrat von Tanhain 1421 donstag nach st. Martins tag [Nov. 13.], er habe als Genosse und Geerbe des Lehens, weil er damals nach dem Abgange der Schenken von Salenstain keinen andern Lehensherrn gewusst habe, dasselbe von dem Landgrafen, in dessen Grafschaft es gelegen sei, nämlich von Graf Hainrich von Fürstenberg, später aber, als er das eben gen. Verhältnis kennen gelernt, vom Reichenauer Abte Fridrich empfangen. Perg. Or. mit dem Siegel dieses Abtes. A. a. 0. w w.u I 1431, Juni 14. Strassburg. 313. Adelhait Gräfin von Zweynbrucken und von Fursternberg bekennt, dass ihr von 100 fl. jährlicher Gilt wegen, die ihr zur Ehesteuer auf die Stadt Liehtenowe verschrieben wurden, 1600 fl. an versessenen Zinsen aufgelaufen sind, wovon 1100 fl., die seit dem Tode ihres Gemahls, des Grafen Conrat von Fursternberg, gefallen sind ihr „sunderbare zugehurent"; ferner stehen ihr noch 1000 fl., die ihr von ihrem Vetter Ludewig, Herren zu Liehtemberg, und ihrer Mutter Hiltegart von Liehtem- berg, Gräfin von Zweynbrucken, zur Ehesteuer verschrieben waren und bar hätten bezahlt werden sollen, aus. Auf Vermittlung ihres Vetters, des Grafen Friderich zu Morse und Sarwerden, Muntbars der Herren und Herrschaft von Liehtemberg, sollen ihr die 100 fl. Gilt auf Liehtenowe fürderhin werden; 700 fl. von den obgen. 1100 fl. schenkt sie ihren Vettern und der Herrschaft von Liehtemberg, während ihr für die übrigen 400 fl. und die obgen. 1000 fl., zusammen also für 1400 fl., in den nächsten 14 Jahren auf st. Eiclaus Tag aus den Ämtern Bußwilr und Ingwilre je 50 fl., zusammen 100 fl., gen Straßburg, Offemburg oder Gengenbach von ihren Vettern von Liehtemberg gezahlt werden. Werden die 100 fl. auf das Ziel st. Niclaus Tag in einem Jahre nicht gezahlt, so ist die Schenkung und der ganze Vertrag kraftlos. Geben zu Straßburg des durnstags vor st. Vitus dage 1431. Die Siegel der Ausstellerin, ihrer Mutter Hiltegart und ihres Bruders Hanneman, Grafen von Zweynbrucken, fehlen. Perg. Or. Darmstadt, Staatsarchiv. T. W!w3m& g^mn ühü 1 440 NACHTRÄGE. 1) Aus den Jahren 1431—1447 liegen 10 Quittungen der Gräfin Adelheid über zusammen 1150 fl. vor. Perg. 10 Or. mit beschädigtem Siegel der Ausstellerin (wie III, 221). A. a. 0. T. 1431, Sept. 30. 314. Wolfhehn Bock, alter Stadtineister, und Claus Melbrüge, alter Ammeister, zu Straßburg betädiugen, da der von Bernhart Grafen zu Eberstein, Burckhart Humel von Stouffenberg, Ritter, Rudolf von Schouwenburg und Friderich von Digeßhein zwischen Graf Johans von Morße, Grafen zu Sarwerden und Herrn zu Lar sei., Graf Henrich von Fürstenberg, dem jungen, Jerg Herrn zu Geroltzeck, Domherrn, Reynolt Herzog zu Vrselingen, Henrich, Jerg und Hans von Geroltzeck, Herrn zu Sultz, Gebrüdern, Rudolf von Snellingen , Conrat und Hans Stoll von Stouffenberg, Gevettern, einer- und den Gebrüdern Diebolt und Henrich, Herrn zu Geroltzeck, anderseits gemachte, an Marien Himmelfahrt [Aug. 15.] begonnene Friede an st. Michels Tag [Sept. 29.] geendet hat, auf Befehl von Meister und Rat zu Straßburg einen neuen Frieden zwischen den vorgenannten und Jerg von Bach einer- und den beiden Brüdern von Geroltzeck anderseits bis auf Sonntag nach st. Gallen Tag [Okt. 21.], „vntz die sonne vndergangen ist". Bis dahin haben die Gefangenen auf beiden Seiten Ziel, die Edlen und Reisigen auf ihre Eide, die Bauern auf ihre Bürgen und ihre Sicherheit, und bleibt das „gelt" dazwischen auch „in guten stain". Kein Teil darf bis dahin anderweitigen Feinden des andern beistehen oder sie hausen und hofen. Die Parteien beschwören diesen Frieden. Geben uff Sonnentag uehste nach st. Michels tage des hl. ertzengels 1431. Das Siegel Jergs von Geroldseck unten unter Papier aufgedrückt; die der Aussteller, des Herzogs Reinolt von Vrselingen, Heinrichs von Geroldeck, angehängt für ihn und seinen Bruder Hans, Jergs von Bach, angehängt namens der Kinder des Grafen Johans von Morß sei. und ihrer Lande und Leute, Wilhelm Humeis von Stouffenberg, Vogts zu Husen, angehängt für den Grafen Henrich von Fürstenberg, seine Lande und Leute, Rudolfs von Snellingen, Conrat Stolls von Stouffenberg, angehängt für ihn und seinen Vetter Hans Stoll, und der Gebrüder Diebolt und Heinrich von Geroltzeck fehlen. Pap. Or. Strassburg, Stadtarchiv. 1) 1432 suntag nach st, Jörgen tag [Apr. 27.~\ vermittelt zu Basel Wilhalm Herzog in Bairen, des Römischen Königs Sigmund Statthalter und Verweser des hl. Konzils zu Basel, im Namen des Königs zwischen Jacobs und Johann Grafen zu Morss und Sarwerden, Herren zu Lare, Graf Hainrich von Fürstenberg, dem Jüngern. Reinold Herzog zu Vrslingen, Jörg Herrn zu Geroltzegk, Domherren zu Straspurg, Hainrich, Jörg und Hanns Herren zu Gerolczegk und zu Sultz, Jörg vom Bach, Vogt zu Lare, Wilhalm Humel von Stauffenberg, Vogt zu Husen, Rudolf von Snellingen, Cunrad und Hanns von Stauffenberg, Gevettern, Jörg und Hainrich von Gippichen einer- und Tiewold und Hainrich Herren zu Hohen Gerolczegk anderseits einen bis auf st. Johanns Baptisten Tag [Juni 24.} zu Sonnenuntergang währenden Frieden. Auf einem auf Montag nach Trinitatis [Juni 16.] gen Basel anberaumten Tage will der Herzog versuchen L 1431. 441 I die Parteien zu versöhnen. Die Gefangenen auf beiden Seiten haben, so lange dieser Friede währt, „teg" und zwar die Edlen und Eeisigen auf Eid und Treu, Bürger und Bauersleute auf redliche Gewissheit. Unbezahlte Schätzungen bleiben bis dahin unbezahlt. Kein Teil darf des andern offene Feinde unterstützen. Die Feste Hohen-Geroltzegk mit Zugehör behalten bis zum Ende dieses Friedens Tiewolds und Hainrichs von Geroltzegk Gegner, sie'sollen jedoch die Forste nicht verwüsten; auch den Zoll bei dieser Feste nehmen dieselben ein; jeder Teil jagt „an enden, als von alter herkomen ist". Wer diesen Frieden übertritt, zahlt 40 M. G. halb in des Königs Kammer, halb dem Gegner, und verliert ausserdem alle seine Ansprüche und Forderungen. Das Or. siegelten Herzog Wilhalm (zugleich für Jörg von Geroltzegk, Domherrn zu Straspurg), Herzog Reinold von Vrslingen, Hainrich von Geroltzegk, Herr zu Sultz (zugleich auch für seine Brüder Jörg und Hans), Jörg vom Bach mit dem Siegel Herrn Hannsen Reichen von Reichen- stain (für sich und die Grafen Jacob und Johann zu Morss), Wilhalm Humel von Stauffenberg (für seinen Herrn, Graf Hainrich von Fürstenberg, den jungem, und sich selbst), Rudolf von Snellingen, Cunrad und Hanns Stolle von Stauffenberg mit dem Siegel Cunrat Snewleins von Landegk, und Jörg von Gippichen (zugleich für seinen Bruder Hainrich). Pap. gleichzeitige Kop. Karlsruhe. T. 2) 1432 samstag nach Vnsers Herren Fronlichnams tag [Juni 21.] beraumt Herzog Wilhalm zu Basel, da er auf dem Tage zu Basel [Juni 16.] weder in der Güte noch im Rechten unter den Parteien etwas ausgerichtet, einen neuen Tag gen Basel auf st. Laurentzen, bez. den folgenden Tag [Aug. 11.] an. Bis dahin bleibt der obige Friedbrief in Kraft. Der Übertreter büsst 100 M. G. in des Königs Kammer, auch sind seine Reichslehen verfallen. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. gleichzeitige Kop. Karlsruhe. T. 3) 1432 samstag nach Galli [Okt. 18.] fordert Herzog Wilhalm auf Befehl des Königs a ) die Parteien, nachdem er sie auf st. Lawrentzen Tag [Aug. 10.] und abermals auf st. Gallen Tag [Okt. 16.] vor sich geladen, zum 3. Mal auf st. Erhards Tag [1433, Jan. 8.] vor sich gen Basel. Bis dahin bleibt der obige Friedbrief in Kraft. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. gleichzeitige Kop. Karlsruhe. T. a) Dieser Befehl an Herzog Wilhelm, der Sache in der angefangenen Weise nachzugehen, ist zu Genis in Tuscharn (Siena) 1432 freitag vor des hl. Creutz tag Exaltationis [Sept. 12.] gegeben. T. 4) 1433 st. Pauls tag Conversionis [Jan. 25.] setzt Herzog Wilhalm zu Basel, da am Erhardstag [Jan. 13.] nur Tiewold und Hainrich Herren zu Geroltzegk der Ladung Folge geleistet, einen neuen Tag für die Parteien auf st. Jörgen Tag [Apr. 23.] zu Basel an und ermahnt die Partei der Grafen von Morss etc. die neuerdings gefangen genommenen nebst der Habe wieder frei zu lassen. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. gleichzeitige Kop. Karlsruhe. T. 5) 1433 freitag vor Invocauit [Febr. 27.] richtet zu Basel Herzog Wilhalm an die Partei der Grafen von Morss eine erneute Mahnung betreffs der vorerwähnten Gefangenen. Das Or. siegelte der Aussteller. Pap. gleichzeitige Kop. Karlsruhe. T. 6) 1433 fritag nach dem hl. Ostertag [Apr. 17.] tritt Markgraf Jacob zu Baden dem Bündnisse der Gräfin Adelheit zu Sarwerden, Frau zu Lore, des Grafen Heinrich von Furstemberg, des jungem, des Herzogs Reinolte von Vrselingen, der Gebrüder Heinrich, Gerig und Hans von Geroltzecke, Herren zu. Sultze, und Gerigs von Bach, des Amtmannes und Vogtes der Söhne der Frau Adelheit, der jungen Herren von Sarwerden, bei. Dieselben waren Feinde Diebolts und Heinrichs von Geroltzecke geworden, weil letztere ihren Vater Walther gefangen genommen und aus dem Schloss Geroltzecke und andern Schlössern ge- stossen hatten. Markgraf Jacob erhält von dem Schloss Geroltzecke, das die Verbündeten bereits eingenommen haben, das Viertel, das den Gebrüdern Gerigen und Hansen zu Geroltzecke, die wider ihren Vater nicht gethan haben, nicht zugehört, und wird mit den übrigen Verbündeten einen Burgfrieden für dieses Schloss verschreiben lassen. Die Verbündeten wollen gemeinsam vor die Stadt Schutter und darnach vor das Schloss Schenckenzelle ziehen; gewinnen sie Stadt und Schloss oder auch nur eines derselben, so erhält Markgraf Jacob den Halbteil daran. Keiner der Verbündeten soll einen Sonderfrieden schliessen. Markgraf VII 56 «MaM« S@l 442 NACHTRAGE. I Jacob behält sich vor, an seinem Teil des Schlosses Geroltzeek oder anderer Schlösser, die gewonnen werden, seinen etwaigen Helfern Anteil zu gewähren, doch sollen dieselben den gen. Burgfrieden eingehen. Falls Markgraf Jacob allein oder mit einem oder mehreren der Gemeiner oder von den Gemeinern einer oder mehrere allein etwas an Schlössern oder Zubehör gewinnen, so gehört diesen das Gewonnene allein. Werden die Brüder Diebolt und Heinrich oder sonst Edle oder Reisige niedergeworfen, so gelten sie als Gefangene der sämtlichen Verbündeten, aber die vorgefundene Habe derselben gehört denen, die sie niedergeworfen haben; ebenso dasjenige, was von gefangenen Bürgern oder Bauern gewonnen wird. Es wird keine Richtung eingegangen, ohne dass etwaige Gefangene von Seiten der Verbündeten auch miteinbegriffen und durch Urfehde erledigt werden. Um die Wildbänne nicht zu verwüsten, soll auch in Zukunft die Oberherrschaft und ebenso die Unterherrschaft zu Lore nicht mehr denn je ein Gejägd mit Jägern und Hunden auf gemeine Kosten haben, und soll keiner der Gemeiner ohne der andern Einwilligung irgend einem fremden zu jagen verstatten. 2 von Markgraf Jacob und 2 von den übrigen Verbündeten bevollmächtigte erlassen in Betreff des Krieges die bindenden Anordnungen. Perg. Or., das Siegel des Ausstellers fehlt. Karlsruhe. T. 7) 1433 mitwoch vor st. Jörgen tag [Apr. 22.] giebt Heinrich Herr zu Geroltzecke, der den auf Freitag nach st. Jörgen tag [Apr. 27.] von Herzog Wilhelm angesetzten Tag, weil die Feinde sie zu Schutter und zu Schenckenzelle „beziehen vnd benoten", seinem Bruder Thiebolt zu diesem Tage Generalvollmacht. Pap. Or. mit dem unkenntlichen, unter Papier aufgedrückten Siegel des Ausstellers. Karlsruhe. 8) 1433 samstag vor dem hl. Aufferttag [Mai 16.] sitzt zu Basel Herzog Wilhalm mit Landgraf Johanns zum Leuttemberg, Graf Hanns von Lupfen, Graf Bernhart von Tierstain, Graf Wilhalm von Montfurt, Graf Hanns von Tierstain, Graf Virich von Helfenstein, Johanns Herrn zu Abensperg, Hainrich Nothaft zu Werdenberg, Ritter, Perchtold von Stauffen, Ritter, Wilhalm von Grunenberg, Ritter, und Matb.es von Kamer, Hofmeister, zum Rechten. Tiwold zu Geroltzegg erhebt für sich und als Bevollmächtigter seines Bruders Hainrich Klage, wobei er den durch die Gegner erlittenen Schaden auf 300000 fl. schätzt. Da niemand auf die Klage antwortet, wird zu Recht erkannt, dass Tiwolten und seinem Bruder zu beurkunden sei, dass sie den gesetzten Rechttagen alleweg bisher nachgekommen seien, ihr Widerteil aber nicht. Perg. Or. mit dem Siegel des Pfalzgrafen. Karlsruhe. T. 9) 1433 mittwoch nach Exaudi [Mai 27.] vereinbart Markgraf Jacob zu Baden mit Graf Conrat von Tüwingen, Herr zu Liechtenecke, Herzog Reinolt von Vrselingen, Graf Hainrich von Fürstemberg, den jungen, Heinrich, Gerig und Hans, Gebrüdern, von Geroltzecke, Herren zu Sultze, und Gerig von Bach als Vogt der Herrschaft zu Lore, auf den Montag nach st. Johans tag [Juni 29.} das Schloss Schuttern zu belagern. Markgraf Jacob soll 100 gewappnete Reisige und 400 Fussknechte, darunter nicht unter 100 gute Schützen, eine grosse Büchse und 4 gute Steinbüchsen, 30 gute Handbüchsen, darunter „ettwie manige" Schirmbüchsen, soviel Pulver, als zu den Büchsen notwendig ist, 4000 gute Pfeile, ein „antwercke", Büchsenmeister und Zimmerleute in nötiger Zahl stellen. Die übrigen Verbündeten leisten zusammen dasselbe an Mannschaft und Material mit Ausnahme des Antwerks. Markgraf Jacob setzt Friederich Röder, den altern, die übrigen Verbündeten Heinrich von Geroltzecke zum Hauptmann. Im Falle, dass nicht beide Hauptleute zugegen sind, führt der jeweils anwesende den Befehl. Ferner stellen bis zum Beginn der Belagerung Markgraf Jacob und die Mortenouwer 30 und die übrigen Verbündeten auch 30 gewappnete Reisige, den Krieg „zu arbeiten vnd zu triben", und zwar zu Lare und zu Schopfheim, wo es die Hauptleute dünkt, dass es am notwendigsten sei. Perg. Or., die Siegel der 8 Aussteller fehlen bis auf das beschädigte des Markgrafen. Karlsruhe. T. 10) 1433 montag vor st. Kathrein tag [Nov. 23.] befiehlt zu Basel Kaiser Sigmund Jacob und Johan, Gebrüdern, Grafen zu Morß und Sarwerden, Herrn zu Lare, Hainrich Grafen zu Furstenberg, dem jungen, Reinold Herzog zu Vrslingen, Jörg Herrn zu Geroltzegk, Domherrn zu Straspurg, Hainrich, Jörg und Hanns von Geroltzegk, Herrn zu Sultz, Jörg von Bach, Vogt zu Lare, Jörg von Endt, Wilhalm Humel von Stauffenberg, Vogt zu Husen, Rudolf von Snellingen, Cunrad und Hanns von Stauffenberg, Gevettern, Jörg und Hainrich von Gippichen und Hainrich von Wisenegk, welche trotz des Gebotes und Friedbriefs des Herzogs Wilhalms, derzeit 'Seines Statthalters, Tiebold und Hainrich Herrn zu Hohengeroltzegk und L "'.'■■■ 1431—1432. 443 ihren Armenleuten grossen Schaden mit Nam, Brand nnd anderm gethan hahen, wodurch auch dem hl. Eeiche nicht kleiner Schaden besehenen ist, auf Bitten Tibolds, der ihn für sich und seinen Bruder als einen Römischen Kaiser und obristen Richter angerufen hat, ihnen Frieden zu schaffen und jedem von ihnen zu Recht zu helfen, bei Verlust aller Ehren und Lehen und bei 100 M. G. bis auf Lichtmess [1434, Febr. 2.} mit den von Geroltzegk einen getreuen, schlechten, christlichen Frieden zu halten und auf st. Erhards Tag [1434, Jan. 13.] vor seine kais. Person zu Recht zu kommen. Da wird er mit seinen Räten Tiebolds und Hainrichs Klage und ihrer Feinde Antwort und die Friedbriefe und Gebote verhören, er schafft deshalb die Citation und Ladung, die sie, die Empfänger dieser Urkunde, „am nechsten" vor seinein Hofgericht auf ihre Gegner genommen, ab. Schätzung oder Brandschatzung, die nicht bezahlt ist, soll während dieses Friedens unbezahlt bleiben. Perg. Or. mit dem kais. Siegel (Heffner XIV, 106). Karlsruhe. 11) 1434 dornstag nach dem hl. Ostertag [Apr. 1.1 befiehlt zu Basel Kaiser Sigmund, da die Gegner Tiewolds und Heinrichs von Hochengeroltzeck trotz des Friedensgebotes des Herzogs Wilhelm sich unterstanden haben und noch täglich unterstehen, dieselben ohne Recht mit Gewalt um ihr väterliches Erbe zu bringen, dem Markgrafen Friderich zu Brandenburg, diese Sache, in der er beiden Teilen vor ihm einen Rechtstag gesetzt hat, an seiner statt auszurichten, weil er dies wegen anderer trefflichen Sachen der hl. Christenheit und des hl. Reiches nicht selbst thun kann. Pap. gleichzeitige Kop. Karlsruhe. 1432, Jan. 8. Freiburg. 315. -^ e Grafen Hainrich und Egen zu Furstemberg bringen auf freundlichem, unverbundenem Tage mit andern Zusätzen ihren Schwager, den Markgrafen Wilhelm von Hochberg, und Melchior von Blumnegk dahin, dass dieselben die Entscheidung ihrer Streitigkeiten Herrn Bertholt von Stouffen, Heinrich von Nuwenfels und Görg von Kyppenheim überlassen. Ze Fryburg im Brißgöw vff dem nehsten zinstag vor st. Hylarien tag 1432. Das Or. siegelten Graf Heinrich, Markgraf Wilhelm und der von Blumnegk. Kopialbuch (des 15. Jhdts.) No. 105 h. Karlsruhe. 1) 1431 zistag vor Lucye [Des. 11.'] schreibt Graf Egen demselben Markgrafen, er habe Melchior von Blumnegk gebeten, „zu tagen" zu kommen, der Bote sei aber noch nicht zurück ; es bedünke ihn, die Sache wolle sich „lengen". Er bittet den Markgrafen, einen andern Tag „nauch dem hochzit" anzusetzen und dieses ihm 14 Tage vorher zu melden, damit er Melchior davon benachrichtigen könne. Pap. Or., das zum Verschlusse aufgedrückte Siegel des Ausstellers fehlt. Karlsruhe. 1432, Nov. 18. 316. Cünratt Stahelly, Bürgermeister zu Vilingen, und Cunratt Lächler, sein Stiefsohn, Bürger daselbst, verkaufen für 4 fl. Rh. Hansen dem Lorer, Bürger und geschworenem Gebüttel zu Vilingen, ihren Halbteil des Gutes zu Münchwiler , gen. das Gerütt, dessen anderer Halbteil Peter Tuningers von Vilingen ist. Hainrich Graf zu Fürstenberg, von dem der verkaufte Teil Lehen gewesen ist, bezeugt diesen Verkauf. 56* »HiHiHI 444 NACHTRAGE. Geben vf den nächsten zinstag nach st. Othmars tag 1432. Die beschädigten Siegel des Grafen Hainrich (wie III, 144), Cünratt Stähellys und Cünratt Lächlers. Perg. Or. Villingen, Stadtarchiv. T. 1433, März 12. 317. Graf Hainrich zu Fürstemberg, Landgraf in Bare, eignet dem frommen, festen Hans Masli zu Granegg auf dessen Bitten um der treuen Dienste willen, die er ihm gethan hat und noch thun mag, den kleinen Zehnten zu Tägwingen, gen. des von Stoffeln Zehnten, den er von Conraten von Stoffeln zu Rotwil gekauft hat und der von ihm als der obern Hand Lehen ist, mit Gunst und Willen des Grafen Egen zu Fürstemberg, seines Bruders, und Hansens von Burgberg, der diesen Zehnten als die untere Hand zu Lehen zu leihen von ihm gehabt und ihm denselben mit seinem offenen, versiegelten Brief aufgesandt hat. Geben am nehsten dunrstag vor dem sunnentag, als man in der hl. kirchein singet Oculi mei, 1433. Die Siegel des Ausstellers und Hansens von Burgberg eingenäht. Perg. Or. Kottweil, Archiv der Armenfondspflege J ). 1) Anstatt IV, 520. 1 1435, März 28. 317*. Graf Johans von Werdenberg kommt mit den von Rauenspurg gütlich über folgende Stücke überein: 1) Die von Rauenspurg, ihre Bürger und alle, die ihnen zu versprechen stehen, besetzen ihre Güter in der Grafschaft zum Hailigenberg mit Hubern und entsetzen sie, so oft sie wollen oder ein Huber sein Gut selbst auf- giebt, müssen aber diesem zu rechter Zeit, nämlich acht Tage vor oder nach Licht- mess kündigen; fortan bleiben sie und die Huber bei solchen Besetzungen „gen der herrschaft zum Hailigenberg vnd iren amptlüten gantz vnengolten" und werden nicht, wie bisher geschehen ist, gestraft; nur wenn ein Armermann einem andern in sein Lehen greift oder redet, bevor diesem zu rechter Zeit gekündigt ist, sind jedermann um solchen Frevel seine Rechte vorbehalten und wird der betreffende um seinen Frevel nach dem Herkommen gestraft; bringt ein Huber gegen seine Entsetzung vor, dass ihm das Gut auf längere Zeit verliehen sei, oder dass er über seine Schuldigkeit am Gute oder Hause gebaut habe, so wird ihm darum Recht gestattet, doch S^^^^^ h ü M 1435. 445 „sol dz lehen dem aigen nachfaren". 2) Die von Rauenspurg, ihre Bürger und die, welche ihnen zu versprechen stehen, nützen ihre Gerichte, die, wie das zu Bitzen- hofen, in der gen. Grafschaft liegen und die sie vormals von des Grafen Johansen Vater sei. und ihm selbst erkauft haben, mit Freveln und andern Zugehörungen so, wie sie dieselben erkauft und von Alters hergebracht haben; geraten dieselben mit dem Grafen oder dieser mit ihnen wegen dieser Gerichte in Streit, so ist jedem Teile sein Recht behalten so, wie es von Alters hergekommen ist. 3) Die Frevel, welche der von Rauenspurg Ausbürger und ihre und der ihrigen und derer, die ihnen zu versprechen stehen, Eigenleute diesseits der Turinger Ach begehen , werden von der Herrschaft, solange der Span zwischen dem Grafen Johans und dem Landvogte wegen dieser Frevel nicht mit Minne oder Recht beseitigt ist, nicht gestraft; will aber der Landvogt diese Frevel „nicht solang anstaun" lassen, so ist auch dem Grafen sein Recht darin behalten. 4) Die von Rauenspurg gestatten, dass ihre gen. Ausbürger und Eigenleute um die Frevel, die sie sonst in der Grafschaft, es sei in deren geschwornen Gerichten oder ausserhalb dieser, begehen, mit Recht gestraft werden. 5) Begehen der von Rauenspurg eingesessene Bürger in der Grafschaft geschwornen Gerichten oder ausserhalb dieser Frevel, so büssen sie die, wenn sie sofort ergriffen werden, mit Recht, entrinnen sie aber in die Stadt, so bleiben sie mit Hab und Gut darum ungestraft; kommt ein solcher Bürger aber wieder in das Gericht oder an die Stätte, worin er gefrevelt hat, oder „in die schranken, so dz lant- gericht zum Hailgenberg besetzt ist", so mag man ihn verhaften und um seinen Frevel mit Recht büssen; begehen solche Bürger in der Grafschaft Totschläge, so sind dem Grafen und namentlich den Klägern gegen sie ihre Rechte behalten, ebenso dem Kläger, wenn jene Leute in der Grafschaft verwunden. 6) Bisher hat man nicht viel gehört, dass die Ravensburger Bürger, die auf dem Lande gesessen und edel sind, um Frevel, die sie in der Grafschaft begangen haben, gestraft wurden, sondern es ist „allweg mit lieb zerrannen". Gegen solche hält sich auch in Zukunft die Herrschaft, wie es herkömmlich ist und „noch gen andern edeln lüten gehalten wird". 7) Bleibt man den von Rauenspurg, ihren Bürgern und denen, welche ihnen A zu versprechen stehen, in der Grafschaft Zinse, Hubgeld oder verbriefte Schulden schuldig, so dürfen dieselben darum „beschaidenlich" Pfänder nehmen, mit diesen „alle gericht verfaren" und sie nach Rauenspurg bringen und da rechtfertigen, bis sie ausgerichtet sind, müssen aber einem Armenmanne, der Rechts begehrt, das ohne Verzug „by den pfänden" gestatten; sind ihnen Eigenleute de3 Grafen, die in der Grafschaft sitzen, „suß schuldig vnd der selben schulden gichtig vnd nit abred", so sollen sie von dem Amtmanne in dem Gerichte, in dem diese Armenleute sitzen oder I I ■ ilillll VA fr 446 NACHTRAGE. in das sie gehören, Pfänder fordern und diese in diesem Gerichte rechtfertigen, nur wenn ihnen Pfänder zu geben da verzogen wird, dürfen sie selbst solche nehmen und gen Eauenspurg führen und da rechtfertigen; auch wegen „lougenbar schulden" sollen sie sich des Rechts in den Gerichten, in denen die betreffenden Armenleute sitzen oder in die dieselben gehören, begnügen, es sei denn, es werde ihnen das Recht verzogen, in diesem Falle dürfen sie wieder selbst Pfänder nehmen und in Rauenspurg rechtfertigen. 8) Wenn Herr Conrat von Moshain vor seinem Dekan oder einem andern Priester schwört, „das er der frawen wider iren willen nichtzit getaun noch genottranget vnd nicht anders getaun hett, denn als er furgäb", so soll er „des Zuspruchs vnengolten sin". 9) Der Graf will fürderlich zuthun, dass die Sache wegen des Tepfenharts zu Austrag komme. An mentag nach dem suntag Letare ze Mitteruasten anno etc. 35. Pap. Konzept. Ravensburg i). 1) Dieser Vergleich trat nicht in Kraft, denn am Ende desselben ist beigesetzt: „Vnd nauch dem vnd söliche stuk ally, wie kieuor begriffen ist, gesetzt wauren vnd dz es drw jaur bestaun sölt, vnd man in andre stuk ouch reden wolt vnd am ersten von widerpfandschaften vnd gälten vß der herrschaft zu Hailgenberg, vnd in dz selb stuk nit zu vßrichtung komen möcht, do schlug min herr die andern vorbegriffne stuk ouch ab vnd maynt sich beschaidenlich in den dingen zu halten, als von alter herkommen war". L 1441, Juni 8. 318. Die Städte Costentz, Vberlingen, Lindaw, Rauenspurg, Bybrach, Wangen, Pfullendorf und Yßni, die jetzt mit einander in Vereinigung sind, laden die Stadt Straßburg zum Tage gen Costentz auf den 2. Juli wegen der Hewener Räuberei ein. Geben 1441 donrstag in Pfingstvyrtagen. Das rückwärts unter Papier zum Verschlusse aufgedrückte Sekret der Stadt Costentz unkenntlich. Perg. Or. Strasburg, Stadtarchiv. 1442, Dez. 30. 319. Graf Heinrich von Fürstemberg verzichtet auf sein Öffnungsrecht in dem Teile der Feste und Stadt Hornberg, den Herzog Reynolt sei. von Vrselingen innegehabt hat, um 100 fi. gegen Graf Ludewig zu Wirtemberg, seinen lieben Herrn. Geben an sontag nach dem hl. Cristtag 1443. Das Siegel des Ausstellers (wie DU, 221). Perg. Or. Karlsruhe 1 ). 1) Anstatt m, 342. 1445—1452. 447 1445, Apr. 11. 320. Graf Heinrich von Fürstenberg beurkundet, dass er auf Datum dieses Briefes Conratten Velsenberg, der infolge seines Befehles Vogt und Amtmann zu Fürstenberg ist, „dryzehen kleiner becher, die sylbrin sind, und einen geschiibten becher mit eym lyde vnd ein sylbrin wammbesch" genommen hat, damit derselbe und seine Erben dieser Stücke halb von männiglich „vnbetätingott" bleiben. Er thut dies „nitt das wir das vns selb hon, denn vnsern vettern von Fürstenberg, der munt- bar vnd pfläger wir sind, getruwlich zubehaltend". Geben uff den sunnentag Misericordia Domini 1445. Vom Siegel des Ausstellers (wie III, 221) ist ein kleines Bruchstück erhalten. Perg. Or. Stuttgart. 1448, Febr. 28. 321. Abt Fridrich von Reichenau ladet zu einem Leheurechtstage die Lehens- mannen seines Gotteshauses, darunter auch Graf Egen von Furstenberg, Graf Eberhart von Lupfen, Conrat von Schellemberg, Ritter, Caspar von Hödorf zu Walds- perg, Hanns von Sunthusen zu Meringen, Hainrich von Almshouen zu der Nüwen- burg, Hanns von Hödorf zu Owelfingen und Rüdin von Blumberg. 1448 feria quarta ante dominicam Letare. Reichenauer Lehenbuch 638 a S. 355—56. Karlsruhe. 1) Von jüngerer Hand wurden zu dieser Reichenauer Mannenliste u. a. beigefügt: Herr Sigmund vom Stain zu Tünoweschingen, Graf Hainrich von Lupfen, Herr Berchtoldt von Schellenberg, j 1452, Nov. 16. 322. Hainrich und Conrat Grafen zu Fürstemperg verheissen, ein Malter Veesen Vilinger Mass, das Egen Graf zu Fürstemberg, ihr Vetter sei., damit sein Jahrtag im Münster zu Vilingen gehalten werde, dem „techan der techanie" und den Kapitelherren daselbst bei seinen Lebzeiten aus seinem Zehnten zu Obern Baldingen vermacht hat, jährlich gen Vilingen aus diesem Zehnten abzuliefern. Geben vff st. Othmars des hl. aptz tag 1452. Die Siegel der Aussteller (wie III, 221 und 419).| Perg. Or. Villingen, Pfründearchiv. 448 NACHTRAGE. 1453, Mai 6. 323. Wilhelm Markgraf von Hochberg ersucht Graf Conraten von Fürstemberg, seinen Oheim, Bilgrim von Eyschach, der etwas mit ihm von seinetwegen reden wird, zu glauben, wie ihm selbst. Geben vff den sunntag Vocem iocunditatis anno etc. 53. Das zum Verschluss rückwärts aufgedrückte Siegel des Ausstellers fehlt. Pap. Or. Diersburg, freiherrl. Röder'sches Archiv. 1) 1458 samstag nach Vnser Fröwen Geburt tag [Sept. 5.] schreibt Conrat Graf zu Fürstemberg Bylgrin von Eyschach zu Stoffeln, Hauptmann, seinem sonder guten Freunde, er könne auf den von demselben in Sachen gegen Herrn Berchtolden von Schellemberg auf Montag vor st. Michels tag [Sept. 25.'] verlegten Tag nicht kommen, weil er an demselben Tage mit seinem Vetter „tag ze laisten" habe und dies der Kürze der Zeit halber nicht mehr ändern könne; Bylgrin solle deshalb den Tag um 10 Tage verschieben. Perg. Or„ das zum Verschluss rückwärts aufgedrückte Siegel des Ausstellers abgefallen. Diersburg. 1453, Nov. 15. 324. Johanns Graf zu Werdemberg, Herr zu dem Heiligenberg, bekennt, dass der feste Cunrat Schorp zu Frödemberg, den Bürgermeister und Bat zu Pfullendorf auf seine (des Ausstellers) sowohl in seinem eigenen Namen als auch auf ernstlichen Befehl des Herzogs Sigmund zu Osterich vorgetragene Bitte, sowie auf die persönlich in Pfullendorf vorgebrachten Bitten Wernhers von Zymern, Albrechts Spät und anderer Freunde desselben unter der Bedingung, dass er sie und die ihren dieser Gefangenschaft und Sache halb unentgolten bleiben lasse, freigelassen haben, diese Bedingung beschworen und gelobt habe, wenn er zu der Stadt Pfullendorf oder den ihren etwas zu fordern bekomme, darum vor dem Bürgermeister und kleinen Rate der Städte Costentz oder "Vierlingen Recht zu nehmen. Geben uff dornstag vor st. Othmars tag 1453. Das Siegel des Ausstellers ganz unkenntlich. Perg. Or. Pfullendorf. 1) 1459 zinstag vor Vnnser lieben Frowen tag Natiuitatis [Sept. 4.] sitzt Graf Sigmund von Hohenberg anstatt des Grafen Johans von Sultz auf dem Hofe zu Rotwil zu Gericht. Frau Eis Schörpin, geb. von Magenbüch, klagt zu Bürgermeister, Rat, Gemeinde und allen den, die Mann und zu ihren Tagen gekommen sind, zu Phullendorf, dass sie bei Nacht und Nebel ihr das ihre wider die goldene Bulle und gemeine Reformation entwehrt haben, und fordert darum Wandel und Bekehrung nach Erkentnis des Rechten, ^^^^t 1453—1455. 449 oder dass man zu ihnen mit Acht und Anleite richte. Die Botschaft der von Phullendorf antwortet, sie seien vor Frödenberg gezogen, aber allda „in dem veld hericht worden", so dass kein Teil den andern der Sachen halb weiter ansprechen solle, auch seien sie von der Klägerin nie rechtlich darum angefordert worden „in ainem tag vnd zehen jaren vnd lenger, das doch lenger denn stett vnd lands recht ist". Eis Schörpin erwiedert, dieser Bericht treffe sie nicht, sondern nur ihren Mann, auch sei ihr der Schaden erst vor etwa 8 Jahren zugefügt worden. Die von Phullendorf entgegnen, es sei unbillig, dass, nachdem in der Sache, wegen der Schorp von ihnen „betzogen" und in seinem Schlosse belagert worden sei, ein Bericht, von dem jeder Teil einen hat, abgeredet wurde, „ains hußfrow oder kind komen vnd den andern tail ansprechen vnd dem nit nachkomen". Das Urteil besagt: wenn der ganze Rat zu Phullendorf, „als si vngeuarlich in irem raut sitzen", bis zum nächsten Hofgericht am Zinstag vor st. Michels Tag [Sept. 25.] nachdem er acht Tage zuvor, um dieses Recht selbst hören zu können, der Klägerin oder ihrem Vertreter freies Geleite geschickt hat, vor dem Bürgermeister zu Vberlingen schwört, dass Eis Schörpin oder jemand von ihretwegen die Pfullendorfer nicht in einem Tage und zehen Jahren rechtlich erfordert habe, und wenn der Bürgermeister von Vberlingen auf das gen. Hofgericht darüber in seinem offenen besiegelten Briefe glaublich auf seinen Eid schreibt, so soll geschehen, das Recht ist. Perg. Or. mit dem Siegel des Hofgerichts. Pfullendorf. 1454, März 11. 325. Hainrich Graf zu Fürstenberg leiht auf Bitten Berthold Stehelins von Villingen den Gross- und Kleinzehnten zu Rotenzimern, den derselbe von seinem Schweher Bernhard Hagg erhalten, von ihm zu Mannlehen empfangen und nun an Hennßlin Schnider von Lideringen verkauft hat, dem letztern. Nach Schniders Tode fällt der Zehnten an das Gotteshaus St. Georgen, das ihm dafür einen ehrbaren Mann als Träger zu stellen hat. Geben vff sonntag Reminiscere 1454. Das Or. siegelte der Aussteller. St. Georger Kopialbücher No. 4, S. 47—48. Karlsruhe. 1) Denselben Zehnten leiht Graf Wolfgang zu Fürstenberg namens seines Bruders Hainrich Hansen Valeton als Träger des Klosters St. Georgen 1491 st. Andreas abendt [Nov. 29.] A. a. 0. No. 6, S. 168—69. 1455, Okt. 8. Freiburg. 326. Albrecht Erzherzog zu Osterrich meldet Bürgermeister und Bat zu Botwil, dass er Graf Conrat von Fürstemberg, seinen Rat, den Conly von Bahngen, gen. Smaltzkopf, Erhart Dornhains und Conrat Tigishaim vor dem Hofgerichte zu Rotweil verklagt haben, vor sich laut seiner Freiheit zu Recht abgefordert habe, dass aber die Urteiler denselben trotz dieser Abforderung nicht „weisen", noch die 3 Knechte ziehen lassen wollen, weil sie meinen, Graf Conrat sei in einer Acht, in die ihn VH 57 1111101^11 450 NACHTRÄGE. Wilhelm von Hewdorf gebracht habe; da aber Graf Conrat wegen dieser Acht an den Römischen Kaiser appelliert habe und da in hangendem Rechten stehe, so sei auf diese Appellation hin „das kain acht", und deshalb hätten die Urteiler denselben billig auf sein Schreiben „geweist". Mit Ernst begehrt er darum, dass Bürgermeister und Rat sorgen, dass der Graf von diesen Knechten mit keinen Gerichten weiter bekümmert und ihnen von ihrer Stadt und den ihren kein Beistand gethan werde bis zu Austrag dieser Achtsaehe vor dem Kaiser. Will das den Knechten zu lang sein, so wird er, wenn sie ihn um Recht anrufen, ohne Verziehen gegen den Grafen Recht widergehen lassen. Geben zu Freyburg im Breißgaw an mitwochen vor st. Dyonisien tag anno etc. 55. Das zum Verschlusse rückwärts aufgedrückte Siegel des Ausstellers fehlt. Pap. Or. Rotweil, Stadtarchiv 1 ). 1) Anstatt III, 429 \ 1456, Febr. 7. 326*. Bürgermeister und Rat zu Vlme bitten Graf Hainrich von Furstenberg namens der verbündeten Städte, Hannß Burgow, Hanns Gaßler und Steffan von Diessen, drei Mannen aus der diesen Städten als österreichisches Pfand zugehörenden Stadt Horwe, die in des Grafen denselben von seinem Vogte zu Furstemberg gegebenen Geleite niedergelegt wurden, ohne Ersatz und Verzug die Freiheit zu verschaffen. Geben vff samstag nach Purificationis Marie anno etc. 56. Pap. gleichzeitige Kop. Rotweil. 1) Darüber entstand ein längerer Briefwechsel zwischen Vlm und dem Grafen Hainrich, nach dem die Helfer des Eberhart von Vrbach die Horber gefangen genommen haben. Der Span wurde gefährlicher als die Städte bald auch dem Grafen vorwarfen, ihr Feind Burkart Maier sei auf der Flucht vor ihrem Vogte zu Horwe in seiner Stadt Husen eingelassen und dessen Raub in seiner Burg Husen verwahrt ihrem Vogte aber die Thore dieser Stadt vor der Nase zugeschlagen worden. Graf Hainrich erbot sich gegen die Städte zu Recht vor Graf Ludwig von Wirtenberg oder dem Markgrafen von Baden und bat auch, als er einen Angriff der Städte befürchtete, den Herzog Albrecht von Österreich um Schirm und Beistand. Die bis Cantate [Apr. 35.] reichenden vielen Schriftstücke (in Rotweil) berichten über das Ende dieses Spanes nichts. 327. 1451, Juli 29. Heinrich Graf zu Furstemberg, Diepolt Freiherr zu der Hohengeroltzegk, L ■Bi 1456- 1464. 451 Hanns von Kechberg von Hohenrechberg und Hanns Harscher, der ältere, bereden zwischen Frau Vrßelen von Hälfingen einer- und Wolf, Hanns und Conrat von Bubenhouen, Gevettern und Gebrüdern, anderseits wegen des väterlichen und brüderlichen Erbes der Frau Vrsela, wie auch wegen des Einspruches, den sie gegen das „gemecht", das Wolf von Bubenhouen seinen Vettern Hans und Conrat gethan hat, erhob, einen gütlichen Vergleich. Wegen des ersten Punktes hatte Kaiser Friderich den Bischof Arnolt zu Basel zum Kommissar verordnet, und dieser bereits einen durch diesen Vergleich unnötig gewordenen Rechtstag zu Basel angesetzt. Geben vff frytag nach st. Jacobs des hl. aposteln tage 1457. Die nicht gut erhaltenen Siegel der 4 Tädingsleute (das des Grafen zu Fürstenberg wie III, 221), der Vrsela von Hälfingen und ihres Mannes Harquart, sowie ihrer Kinder Marquart, Wilhelm, Hanns, Albrecht und Barbara, und Wolfs, Hannsen und Conrats von Bubenhouen. Perg. Or. Stuttgart. T. 1461, Nov. 19. Graz. 327 a . Kaiser Friedrich befiehlt dem Grafen Heinrich zu Fürstemberg, dem Markgrafen Albrecht von Brandenburg und dem Grafen Ulrich von Wirtenberg, den Reichs- hauptleuten gegen Herzog Ludwig von Baiern, mit aller Macht zuzuziehen. Gretz an st. Elspetentag anno domini etc. 61. Fontes rerum Austriacamm, 2. Abteil. Bd. 44, 288. 1462, Okt. 5. 328. Vor dem Hofgerichte zu Rotwil leistet Elizabeth Gräfin zu Montfort, geb. von Werdemberg, gegen ihren Vater, Grafen Johannsen, und ihre Brüder, die Grafen Jörg, Ulrich und Hug, Erbverzicht. Sie nimmt hiezu mit Zustimmung ihres Gemahles, des Grafen Hug zu Montfort, zu ihrem Vogt den Grafen Egen zu Fürstemberg. Geben an zinstag nechst nach st. Michels tag archangeli 1462. > gefallen. Die Siegel des Hofgerichts, der Gräfin Elisabeth und des Grafen [Egen von Fürstenberg sind ab- Perg. Or. Donaueschingen. S. 1464, Apr. 10. Wiener Neustadt. 328 a . Kaiser Friderich ladet Bürgermeister, Bat und Gemeinde der Stadt zu Rauenspurg 57* llliili*llili WM mm 452 NACHTRAGE. auf den 45. Tag, nachdem ihnen diese Ladung übergeben wurde, vor sich oder den, den er mit dieser Sache betraut, an den Ort, wo er dann im Reiche sein wird. Gegen sie klagte GrafJorig zu Werdemberg und zum Heiligenberg, dass sie in seiner Grafschaft und seinem Landgerichte zum Heiligenberg Leute gefangen und in ihrer Stadt hingerichtet, dass sie eigenmächtig Hannsen Döbelin, des Grafen Eigenmann, ohne alle rechtliche Erforderung gefangen und in solcher Gefangenschaft schwer gepeinigt und dass sie Petter Linsibol, gen. Rottpetter, auch gefangen, sein Hab und Gut zu ihren Händen genommen und ihn ohne Recht in dieser Gefangenschaft haben sterben lassen, wodurch dessen Hausfrau und Kindern, die alle diesem Grafen leibeigen sind, unverschuldet ihre Nahrung entzogen wurde. Geben zu der Newenstat am zehenden tag des monads Apprillis 1464. Das rückwärts aufgedrückte kais. Siegel fast ganz abgefallen. Pap. Or. Ravensburg. 1464, Sept. 29. 329. Heinrich, Sigmund und Johannes Grafen zu Lupfen, Conratt Graf zu Fürstenberg, Hanß Ulrich von Stoffeln, Bilgery und Heinrich von Reischach und Lütold von Küngsegk, welche der Beredung zwischen ihrem Herrn von Würtemberg und ihrer Gesellschaft (des st. Georgenschilds) x ), von der ihnen Graf Ulrich von Montfort eine Abschrift zusandte, beistimmen, fordern Graf Johannsen von Werdenberg, den altern, auf, die betreffenden Briefe förderlich fertigen und versiegeln zu lassen. Versiegelt mit meinem, graf Siegmundi, insiegel uff st. Michels tag anno 1464. Burgermeister, Cod. dipl. Equestris I, 1451. 1) 1466 und 1467 lebte Graf Conrat von Furstenberg mit dieser Gesellschaft wegen rückständiger Steuern, wegen deren die Gesellschaft ihm sogar Pfändung androhte, in Streit. A. a. 0. I, 1459—60 und 1463. 1465, Dez. 16. 329*. Hanns Küch, Schultheiss zu Fürstemberg, sitzt daselbst im Namen des Grafen Conrat zu Fürstemberg zu Gericht. Im Streite Meister Virichs, des Maurers von Eschingen, mit der F'rau von Schellenberg, in dem die Parteien schon einigemal vor ihm in Rechten gestanden sind, wird erkannt, dass diese Frau, weil sie auch heute wieder keine Bevollmächtigte geschickt, und das Gericht auf solche bis „aftertag zit" gewartet hat, gen. Meister 12 fl. 8 ß h. Liedlohn schuldig sei. k* ta 1464—1466. 453 Geben vff mentag nechst vor st. Thomas des hl. zwölfpotten tag 1465. Das Siegel der Stadt Fürstemberg fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1466, Juni 10. 330. Graf Johanns von Sultz, Hofrichter zu Rotweil, meldet Sigmunden Herzogen zu Osterrich, Hermann erwähltem Bischof zu Costentz, Vlrichen und Eberharten Grafen zu Wirtemberg, Jörgen Grafen zu Werdemberg und zum Heiligenberg, Hugen und Vlrichen Grafen zu Montfort, Conratten und Egen Grafen zu Fürstemberg, Jos Niclaußen Grafen zu Zolr, Hainrichen, Johannsen und Sigmunden Grafen zu Luphen, Wernhern und Götfriden von Zymrnern, Freien, Jörgen und Hannsen Truchsessen zu Walpurg, Rittern, dem Hauptmanne und gemeiner Ritterschaft der Vereinigung und Gesellschaft st. Jörgen Schilds im Hegöw und den Städten Costentz, Zürich, Vberlingen, Lindow, Luczern, Schaufhusen, Sanntgallen, Rautolfzell, Veitkirch, Bre- gentz, Stain und Dießenhouen und gemeiner Eidgenossenschaft, dass Heinrich Graf zu Firstemberg und Jacob Herr zu Stoufen auf dem Hofe zu Rotwil Graf Johannsen von Tengen, Herrn Melchior von Blümnegk, Herrn Burckharten von Honburg, Ritter, und Hanns Jacoben von Bödmen in die Acht des Hofgerichts verschrieben haben, dass ihnen Anleite erteilt wurde auf des Grafen Johannsen Güter, nämlich auf Stadt, Schloss und Herrschaft Tengen, dessen von Stockach und sonst herrührende Guthaben bei der Herrschaft Osterrich und auf dessen Haus zu Schaufhusen mit seiner Zugehörde, ferner auf Melchiors von Blümnegk Güter, nämlich auf 2000 fl. Hauptgut und 100 fl. Gilt davon bei dem Grafen Conrat von Fürstemberg, auf 1400 fl. Hauptgut und 70 fl. Gilt davon bei der Herrschaft Triberg, auf dessen Haus und was er hat zu Fryburg, ferner auf Burckharts von Honburg Güter, nämlich auf dessen Teil am Schloss und Vorhof Honburg und an den Dörfern Stußlingen, Starringen und Bollingen, ferner auf Hanns Jacobs von Bödmen Güter, nämlich auf Schloss und Dorf Bödmen und auf dessen Teil an den Dörfern Walwiß und Aschp- singen und auf seine Hauptschuld und Güten, die ihm Hanns Jacob von Bödmen, Ritter, schuldet, endlich auf dieser Ächter Hausrat, Bett, Bettwat, Silbergeschirr, Barschaft, Geldschulden, Kleinode, Pferde, Harnische und alles, was sie haben oder noch bekommen, dass dieselben diese Anleite und nach einem zweiten Urteile auch die nützliche Gewähre auf diesen Gütern laut den darüber gegebenen Gerichtsbriefen besessen haben, und dass heute erkannt wurde, sie dürften diese Güter versetzen oder verkaufen. Auf Bitten des Grafen Heinrich und des von Stoufen befiehlt das I IM H ^^^^^^Ä^^^^l ÄHäl»» Sssss 454 NACHTRAGE. Hofgericht den vorgenannten Fürsten, Herrn und Städten, dieselben bei diesen Gütern zu schirmen und zu handhaben. Geben an zinstag nach Vnnsers Herren Fronlichams tag 1466. Das Siegel des Hofgerichts Rotwil fehlt. Perg. Or. Donaueschingen. 1) 1466 st. Sehastions tag [Jan. 20.] befiehlt der gen. Hofrichter Hannsen Wehinger, Urteil- sprecher des Hofgerichts Rotwil, die beiden vorgen. Kläger, welche die Beklagten in die Acht des Hofgerichts verschrieben haben, laut des Urteils auf deren Güter uin 5000 fl. anzuleiten. Perg. Or. (ohne Siegel) Donaueschingen. 2) 1466 donnrstag vor st. Pauls tag Conuersionis [Jan. 23.] verkündet derselbe Hofrichter die Beklagten als offene, verschriebene Achter, die in das Achtbuch des Hofgerichts geschrieben sind, aus dem Frieden in den Unfrieden, verbietet sie ihren Freunden und erlaubt sie und ihre Güter den beiden Klägern, ihren Feinden und männiglichem. Perg. Or. (ohne Siegel). Donaueschingen. 3) 1466 zinßtag nach Quasimodogeniti [Apr. 15.] befiehlt derselbe Hofrichter Micheln Keller, Urteilsprecher des Hofgerichts, die Kläger, nachdem sie die Anleite auf den Gütern der Beklagten besessen haben, in nützliche Gewähre zu setzen und sie dabei zu schirmen. Perg. Or. (ohne Siegel). Donaueschingen. 4) 1466 zinstag nach Vnnsers Herren Fronlichnams tag [Juni 10.] meldet Michel Keller dem Hofrichter, dass die Kläger die nützliche Gewähre 6 Wochen, 3 Tage und länger „vnuersprochenlich vnd by guten gerichten" besessen haben. Perg. Or. (ohne Siegel). Donaueschingen. 5) 1467 die nona mensis Decembris, indictione XV., Constantiae officialis curiae Constantiensis ad preces Johannis comitis de Sultz, iudicis provincialis in Rottwil, in eius iurisdictionis subsidium plebano in Gamertingen et omnibus plebanis, viceplebanis et presbyteris aliis per civitatem et diocesim Constan- tiensem et alias constitutis, quia gladii spiritualis et temporalis sibi mutuo consueverunt suffragari, ut ius- titia suum debitum sortiatur effectum, mandat, ut Johannem comitem de Tengen, qui annum, mensem, diem et longe ultra in sententia proscriptionis a dicto iudice provinciali contra se lata stat, moneant, ut ab hac proscriptionis sententia se liberet et iuri pareat coram praedicto iudice provinciali infra 15 dies, quos ei pro trina et canonica monitione assignat, alioquin eundem praesentibus excominunicat. Perg. Or., das rückwärts aufgedrückte Siegel des Officials abgefallen. Donaueschingen. — Auf der Vorderseite der Urkunde steht: „ex decreto iudicis" und von anderer Hand „Michahel R. 18 ^j", auf der Rückseite von einer dritten Hand: „execucio facta est dominica quarta Adventus [Bes. 21.], anno et mense, ut intra. 1461, Jan. 11. 33 \ t Schultheiss und Rat zu Bern antworten den Grafen Heinrich, Cünrat und Egen zu Fürstemberg, dass sie über deren Handel mit Herrn Sigmunden vom Stein nicht unterrichtet sind, gelange etwas darin an sie, so wollen sie des Briefes der Grafen eingedenk sein und furo thun, was ihnen Ehre bringt, denn spännige Händel zu unterdrücken sind sie ganz geneigt. Geben vff sunntag nach Epiphanie anno etc. 67. Teutsch Missivenbuch der Stadt Bern B, 81. Bern, Staatsarchiv. . 1467—1469. 455 [1468, vor Mai 25.] 332. Herzog Sigmund von Österreich, dem der Kaiser in seiner Irrung mit den Eidgenossen, die ihn, sein Land, seine Leute und „ander zugewanten diser sachen" berührt, auf st. Johans Tag zu Sounwenden [Juni 24.] Tag angesetzt hat, ladet, damit er seine Beschwerden auf diesem Tage desto genügender dem Kaiser vorbringen könne, auch die Grafen Heinrich und Conrat von Fürstenberg zu einer Besprechung auf st. Urbans Tag [Mai 25.] gen Zell am Undersee ein, wohin er zu diesem Zwecke entweder selbst kommen oder seine trefflichen Räte senden wird. Da / die Sache nicht allein ihn, sondern auch die beiden Grafen und allen Adel berührt, so werden dieselben persönlich da erscheinen oder ihre Räte senden, damit man zusammen rätig werde, was ferner zu seinem, der Grafen und des Adels Besten in dieser Sache vorzunehmen sei. Ohne Datum a ). Konzept im Kopialbuch 1466—83, Bl. 139. Innsbruck. a) Das Schreiben, das auch an die Grafen von Wirtemberg und an die Grafen Heinrich und Sigmund von Lupfen gesandt wurde, gehört ohne Zweifel unmittelbar vor den Ausbruch des Waldshuter Kriegs. 1) Herzog Sigmund stellt, da ihm seine Räte aus seinen Äussern Landen einen Tag auf Sonntag vor dem hl. Auffartag [Mai 22.] gen Basel verkünden, den Tag zu Zell ab und ersucht die gen. Grafen, dafür ihre trefflichen Räte auf st. Urbans Tag [Mai 25.] gen Basel zu senden. A. a. 0. Bl. 28. 1469, März 16. 333. Graf Johanns von Sultz urteilt, dass die von Winterthur dem Grafen Heinrich von Fürstenberg und Martin Herrn zu Stoffen mit den Steuern und Güten, welche sie denen von Clingenberg gegeben, gehorsam sein sollen. Geben zu Botwil an donrstag nach dem sonntag Letare. Das Hofgerichtssiegel. Perg. Or. Winterthur"). a) Dieses und die folgenden 5 Regesten wurden uns von Dr. A. Ziegler in Winterthur gefälligst zugesandt. 1) 1469 sampstag nach dem hl. Ostertage [Apr. 8.] trifft Graf Heinrich von Fürstenberg zu Wolfach mit den von Winterthur eine Verabredung, um endgültige einmalige Abrechnung in der clingen- bergischen Schuldsache zu erzielen. Der Brief war zugesiegelt. Winterthur. 2) 1469 dornstag nach st. Niclaus tag [Dez. 7.] verlangt Graf Heinrich von Fürstenb erg zu Wolfach ^m m WaSSääsam BMW 456 NACHTEAGE. von Winterthur, es möchte die laut Abrechnung noch restierenden 6OV2 fl. Eh. endlich ausrichten und den Zahltag festsetzen, damit in Schaffhausen dafür quittiert werden könne. Eücksiegel, Winterthur. 3) 1477 mitwoch nach Hilary [Jan. 15.] verlangt Graf Heinrich von Fürstenberg, der für die von den von Clingenberg herrührende Gilt 60'/2 fl. Gold aufgenommen hat, von Winterthur, um den Zins mit Gold bezahlen zu können, ebenfalls Gold oder aber 63 Kreuzer oder 14 ß Eappen für einen Gulden. Eücksiegel, Winterthur. 4) 1485 mendag vor st. Vits tag [Juni 13.] quittieren Heinrich Graf zu Fürstenberg und Martin Herr zu Stoffen die von Winterthur um 1200 fl. Eh., herrührend von Eberhard von Clingenberg. Perg. Or. mit den Siegeln der Aussteller. Winterthur. 1470, Juli 25. Elsasszdbem. 334. Bischof Ruprecht zu Straßburg antwortet Meister und Rat zu Straßburg, er habe die seinigen bei dem Volke, das vom Swartzwalde und aus dem Hegowe über den Rin seinem Bruder, Herzog Ludewigen, zuzuziehen auf den Beinen ist, gehabt und von dessen Hauptleuten die Zusage, dass ihr Durchzug den seinigen und der Stadt Strasburg ohne Schaden geschehen werde, bekommen. Datum Zabern vff. st. Jacobs tag anno etc. 70. Das rückwärts zum Verschlusse aufgedrückte Siegel grossenteils abgefallen. Pap. Or. Strassburg, Stadtarchiv. 1473, März 11. Innsbruck. 335. Herzog Sigmund von Österreich, vor dem sich Graf Heinrich von Fürstenberg und Hans von Liechtenvels zu rechtlichem Austrage ihrer Irrung erboten haben, setzt denselben zu gütlichem oder rechtlichem Austrage auf Freitag nach Jubilate [Mai 14.] Tag an dem Orte, an dem er da in seinen Landen sein wird, an. Datum Insprugg an pfinztag vor dem suntag Reminiscere anno etc. 73. Konzept im Cod. 123, Bl. 137. Innsbruck. 1) 1473 mantag in den hl. Pfingstveirtagen [Juni 7.] schreibt Herzog Sigmund aus Insprugg dem Grafen Heinrich, er habe, da auf dem von ihm angesetzten Tage zwar er, nicht aber Hans von Lichtenvels erschienen sei, letzterer jedoch sich dieser Tage zu ihm verfügt und die Ursachen seines Nichterscheinens erzählt habe, auf dessen Bitten seinem Landvogte im Brisgew Dietrich von Eumblang mit seinen Eäten „davornen" die Sache zu gütlichem oder rechtlichem Austrage zugewiesen, damit dies ohne grosse Kosten geschehe, und weil er von Balthazar von Aw erfahren habe, dass auch er, Graf Heinrich, damit einverstanden sei. Konzept a. a. 0. Bl. 167. ^k|^ ■ 1470—1479. 457 1473, Dez. 2. 336. Wilhelm Kächeler von Swaindorf, der im Namen Sigmunds Herzogs zu Oester- reich gefangen gen Vilingen geführt, aber auf Bitten Egens Grafen zu Fürstemberg wieder entlassen ist, schwört, sich am nächsten st. Thomastag wiederum in Vilingen in Peter Zeltmaisters, gen. Secklers, Wirtshaus zu stellen. Geben vff dunrstag vor st. Mclaus tag 1473. Waldow. Die Siegel des Grafen Egen (wie III, 519), Jacobs von Valkenstain und Hannsen Hägks von Perg. Or. Villingen, Stadtarchiv. T. 1) 1474 fritags vor dem hl. Palmtage [Apr. 1.] schwört derselbe dem Herzog Sigmund und den von Vilingen wegen des erlittenen Gefängnisses Urfehde; hält er dieselbe nicht, so will er sich auf Erfordern wiederum in Peter Zeltmaisters, gen. Secklers, Wirtshaus stellen. Perg. Or. mit den Siegeln des Grafen Egen zu Fürstemberg (wie III, 519), Jacobs von Göuberg (29 mm D., IV C, Schild schrägr. gespalten, 1. oben Stern, Helmzier Adlerflug mit Stern dazwischen; Umschrift unleserlich) und Hansen von Reckenbach (26 mm D., beschrieben IDT, 573). Villingen, Stadtarchiv. T. 1478, Febr. 14. 336*. Die Stadt ßotweil bekennt, von Meisterin und Konvent zu Wygten eine Lade mit Briefen zur Verwahrung bekommen zu haben. Actum vff st. Valetins tag anno etc. 1478. Auszug in den Armbrusterbüchern II, Abt. „Legzedel" S. 11. Rotweil. 1479, OH. 23. Innsbruck. 337. Herzog Sigmund von Osterreich setzt dem Grafen Cünrad von Fürstenberg, der seinem, des Herzogs, Diener Wolf von Asch zugeschrieben hat, in der Irrung<. zwischen ihnen vor ihn zu Eecht zu kommen, auf st. Agatha Tag [Febr. 5.] deshalb an dem Orte, an dem er dann in seinen Landen sein wird, Tag an. Datum Insprugg an sambstag nach der hl. Aindleftausend Mägde tag anno etc. 79. Cod. 112, Bl. 58. Innsbruck. VII 58 SSs ?"?• M ■■ i 1 ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^H ■^■^^^^^^^^^H 458 NACHTKÄGE. 1419, Dez. 11. Meran. 338. Herzog Sigmund von Österreich beauftragt Hans Jacoben von Bödmen, dem Kaiser u. a. auch zu berichten „von wegen der grafen von Fürstenberg, die sich yiuch zu den Aydgnossen getan sullen haben, das sein K. M. darinn furneme der ' notdurft nach". Actum Merani an freitag nach Lucie anno etc. 79. Cod. 112, Bl. 271. Innsbruck. 1481, Dez. 12. 339. Paulus Stahel von Zeschinge empfängt von Hainrichen Grafen zu Fursten- berg, dem altern, den Hof zu Norstetten allernächst bei Vilingen, der 7 Malter giltet, als Träger der Elisabeth Bollerin, Klosterfrau, Verena Bollerlin, seiner ehelichen Gemahlin, und Hansen ihres Brudersohnes. Geben an mitwoch vor st. Lucyen tag 1487. Das Siegel des Ausstellers unkenntlich. Perg. Or. Villingen, Stadtarchiv. T. 1) 1492 mitwoch nach Pfingsten [Juni 13.] empfängt derselbe von Graf Hainrich von Fürstenberg dieses Lehen als Träger der Elßbeth Bollerin und seiner Hausfrau Vrena Bollerin. Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Ausstellers. Villingen, Stadtarchiv. T. 1489, Febr. 3. Wolfach. 340. Steffan Mollenkopf vom Biß, welcher mit Jos Stocker als „enthälter" Feind der Stadt Rauenspurg geworden ist, steht, nachdem darin gütliche Tage insonders von Graf Hainrich zu Fürstenberg, dem altern, „angekert" wurden, für sich und seine Verwandten von dieser Fehde ab und gelobt, Stocker und seine Helfer nicht mehr zu enthalten und ihnen in dieser Sache, „das hab sich gemacht, wie es wolle", keinen Beistand mehr zu thun. Geben zu Wolfach an zinstag nach Purificationis Marie 1489. Das Siegel des Ausstellers nicht gut erhalten. Perg. Or. Bavensburg. ^Lfe 1479—1493. 459 1493, März 21. Colmar. 341. Hainrich Graf zu Fürstemberg, der dem König Maximilian 1500 fl. geliehen hat und mit dessen Willen die Herrschaft Triberg von Wilhelm von Liechtenfels um 500 fl. lösen wird, und dem der König diese Herrschaft um 2000 fl. verschrieben hat, giebt demselben und seinen Erben das Öffnungsrecht in Schloss, Stadt und Herrschaft Triberg gegen jedermann, doch ohne seinen Schaden und auf deren Kosten, und gelobt die Eechte dieser Herrschaft nach seinem Vermögen zu handhaben und, was ihm zu schwer wird, allezeit an den König oder dessen Gewalthaber zu bringen, die Leute in der Herrschaft bei ihren Rechten und altem Herkommen bleiben zu lassen, sich mit den gewöhnlichen Zinsen und Diensten zu begnügen und die Lösung um 2000 fl. dem Könige und seinen Nachkommen jederzeit zu ^gestatten *). Geben zu Colmar an phintztag nach dem sonntag Letare anno domini 93. Das Ringpettschaft des Ausstellers (unten aufgedrückt, weil er sein Siegel diesmal nicht bei sich hat) (abgeb. No. 5) 2 ). Perg. Or. Karlsruhe. 1) Anstatt IV, 160, 1. 2) Die Inschrift lautet: H. G. Z. F. 3) 1493 zinstag nach st. Jacobs tag [Juli 30.] sitzt Graf Erhart von Nellennburg, Herr zu Tenngen, anstatt des Hofrichters, des Grafen Rudolf von Sultz, auf dem Hofe zu Rotwil zu Gericht. Hanns Federer, Prokurator zu Fryburg, eröffnet als Anwalt der Grafen Hainrich und Wolfgang zu Fürstenberg, des Freiherrn Lewen zu Stouffen, Dietrichs und Caspars von Plümnegk, zweier Bitter, und Rudolfs von Plümnegk, Landvogts zu Röteln, dass in der Klage des Abtes Jörg und des Konvents zu St. Jörgen auf dem Schwartzwald gegen die vorgenannten Beklagten um drei Jahreszinse, welche diesem Gotteshause jährlich zu 49 fl. von beiden Herrschaften Triberg gehen und mit 1222 fl. Hauptgut ablösbar sind und für die die Beklagten als Gewähren weiland Melchiors von Plümnegk, Ritters, und dessen Gemahlin Paula von Schellemberg sei. verschrieben sein sollen, und um „den abganng vnd schwecherung der vorbestimpten vnnderpfannd baider herrschafften Triberg" folgendes Urteil des Hofgerichts ergangen sei: der Beklagten Prokurator solle beibringen, „das vnnser herr z u Sant Jörgen ön ffrwort in das abston Virichs von Lin- dow von den herrschafften Triberg verwilliget vnd zu Ensißhain mit vrteil erkannt, das Vlrichen von,» Lindow die vierzehenhundert guldin gegeben vnd das er mit vrtail von der verschrybung ledig getzelt, ouch das der vogt zu Triberg das gotzhus zu Sant Jörgen vmb den zinß, der on ain fünftzig guldin jarlichs, entrichten sölte, darzu ouch das vnnser herr zu Sant Jörgen zu Ensißhain in recht gestannden sye, so nu vnnser herr von Sannt Jörgen offtgemeldt zu verschiner zit kundtschafft zu Ensißhein, als irrung des vorbestimpten zinses halb gewesen, gesagt hette, welcher sag er ain abgeschrifft in recht gelegt, hof- fennde, dieselb abgeschrifft siner getanen sag sölte gehört, söllichs ouch zu recht erkannt werden". Der Prokurator der Kläger, Meister Peter Bernegker, Licentiat, ein Unterschreiber des Hofgerichts, antwortet, die eingelegte Schrift sei nicht gesiegelt, und es sei dem Rechten nicht gemäss, dass einer gegen sich selbst Kundschaft gebe, deshalb solle mit Recht erkannt werden, dass die eingelegte Abschrift der Kundschaft 58* flwplHiii ggfisPi MV* 460 NACHTRAGE. des Abtes nicht verlesen werde. Das Urteil lautet, Hanns Federer solle die Kundschaft des Abts versiegelt bis zum Hofgerichte an Zinstag nach Vnnser lieben Frowen tag Natiuitatis [Sept. 10.] beibringen a ). Perg. Or. mit dem nicht gut erhaltenen Siegel des Hofgerichts. Basel, Staatsarchiv. a) Über diesen Streit liegen in Basel noch eine Reihe von Urkunden und umfangreichen Akten, aus denen sich ergiebt, dass das Hofgericht die Beklagten verurteilte, dass diese an den König appellierten, dass der König 1494 Juni 19 zu Mainz den Streit der Stadt Basel zu entgültiger Entscheidung überwies, und dass diese Stadt wirklich dieser Aufgabe sich unterzog. Das Ende des Streites ist unbekannt; die Akten über denselben brechen mit einer Ladung Rudolfs von Blumenegg, Landvogts zu Rottelen, in Basel auf dem Gerichtshause zu einem Rechtstage zu erscheinen, gegeben vff fritag nach Hilary 1501 [Jan. 15.], ab. 1495, Febr. 9. Breda. 341*. König Maximilian begehrt auf Anrufen des Grafen Heinrich zu Furstemberg vom Bischöfe von Cosstentz, dass er aufhöre, Jörgen von Gewperg, der einen schädlichen Mann in seinem Gebiete etlicher Verhandlung halb angenommen und in seinem Gerichte nach Gebühr „geantwurt" hat, deshalb zu bedrängen. Datum Predaw die 9. mensis February anno etc. 95. Pap. Konzept. Wien, Staatsarchiv. . 1) Vgl. IV, No. 178. 1496, Sept. 2. Schloss Lauffen bei Schaffhausen. 342. Graf Heinrich zu Fürstenberg gelangt an die Stadt Winterthur, sie möchte den in ihrem Gebiete wohnenden Mannen, welche Güter und Lehenschaften von der Herrschaft Hohenclingen tragen, verkünden, dieselben von ihm empfangen zu wollen. Geschehen zu Laufen, datum vff frytag nach Verena 1496. Das Siegel fehlt. Winterthur"). a) Mitgeteilt von Dr. A. Ziegler in Winterthur. Um 1500. 343. „Diß buch ist Wolfgang grauff zu Furstenberg" a ). Eintrag auf der 1. Seite der im 15. Jhdt. geschriebenen Handschrift No. 78 der f. Hofbibliothek zu Donaueschingen (Weltchronik des Rudolf von Ems). Derselbe Eintrag steht auch in den Handschriften No. 785 (Arzneibuch des 14. Jhdts.) und No. 787 (Arznei- und Hausbuch) der gen. Hofbibliothek. — Auch einige Inounabeln dieser Hofbiblothek medizinischen, juristischen und geschichtlichen Inhalts (z. B. Sorgs Ausgabe der Richentalischen Chronik des Constanzer Konzils von 1483) gehörten einst dem Grafen Wolfgang. ■ ■■ HESS 1495—1506. 461 1505, März 1. 344. Wolfgang Graf zu Fürstemberg, der von Anna Hablützlin, Connrat Töbers, Bürgers zu Schaffhuwsen, ehelicher Hausfrau, 500 fl. Rh. gegen 25 fl. Zins aufgenommen hat, verbürgt sich nebst Jörg und Burgkhart von Reckenbach , Gevettern, Matheus Nesar zu Nydingen und Caspar Nesar, dessen ehelichem Sohne, bei Ein- lager in Schaffhuwsen der Töberin den Schuldbrief, der infolge Abwesenheit Con- rats von Schellemperg, Ritters, eines Mitgülten, nicht hat besiegelt werden können, innerhalb der nächsten 2 Monate ganz versiegelt und aufgerichtet zu verschaffen. Geben vff den ersten tag des Merzen 1505. Die Siegel des Grafen, Jörgs und Burgkharts von Keckenbach und Conrat Tierbergs zu Fürstem- berg (letzterer für die Nesar) fehlen. Perg. Or. Donaueschingen. T. 1505, Juni 20. 345. Wolfgang Graf zu Fürstenberg, den Bartholme Schnewlin gebeten hat, ihm von Amtswegen alle Lehen, die sein Vater sei. vom Hause Oestrich gehabt hat, zu leihen, bekundet, da er dazu vom Könige keinen Befehl hat, lediglich die Lehensforderung. Geben vf frytag nach st. Veit und Modesten tag 1505. Das Siegel des Ausstellers rot. Perg. Or. Zürich, Staatsarchiv, mitgeteilt vom Staatsarchivar Schweizer daselbst. 1506, Juni 26. Benavente in Leon. 346. Wolfgang Graf zu Furstenberg tritt auf die ihm durch Meister Jheronimus Pruner überbrachte Bitte des königlichen Sekretärs Gabriel Vogt diesem die ihm vom Römischen Könige gegebene Exspektanz auf die Reichslehen des Virich Siber von Lindaw ab, da auch Mathes Lang, Dompropst zu Augspurg, und Zypryan von Serntein, Kanzler von Tirol, seine Freunde, ihn darum gebeten haben, und da Vogt ihm bei Könige fleissige Dienste gethan hat und sich auch für die Zukunft zu solchen erbietet. Er wird demselben durch Meister Jheronimus, der nächstens in seinen, HBI 1 H MhBshSs 462 NACHTRAGE. des Grafen, Geschäften an den königlichen Hof kommt, den Verzichtbrief senden, weil er besorgt, dass dieser auf der Post verloren gehe. Vogt soll, wenn [seine Gemahlin oder sein Sohn dem Könige etwas Händel und Mängel vorbringen, dafür sorgen, dass deren Begehren vom Könige bald erfüllt werde; auch soll derselbe mit dem von Sernthein, dem er deshalb auch schreibt, beim Könige wirken, dass ihm dieser die Landvogtei Hagenaw zustelle. Datum zu Penefent den 26. tag Juny anno etc. sexto. Pap. Or. Innsbruck. I liü A ZUSÄTZE UND BERICHTIGUNGEN. I. No. 7 Anin. 3. Nach brieflicher Mitteilung von Dr. Bück vom 3. Januar 1886 sind die Gebeine der Grafen Kuno und Liutold von Achalm noch in Zwiefalten; sie liegen jetzt im Chore neben dem Hochaltar unter einem medaillonartig gehaltenen, schwach aus der Wand tretenden Grabdenkmale von Li,uck- marmor in einer Schublade. Da diese Lade leider in diesem Jahrhundert den Verschluss verlor, so waren diese Gebeine zu Ende 1885, als Dr. Bück sie untersuchte, von unbefugten Händen wirr durch einander geworfen, teilweise zerbrochen und teilweise verschleppt; doch waren noch die Schädel, die Oberarm- und Oberschenkelknochen leidlich erhalten. Nach Dr. Bück, der nach dem Einheitsmodulus des Leonardo da Vinci die Körperlänge der beiden Grafen berechnete, war der eine 180, der andere 178 cm. gross. Die beiden Schädel sind dolichocephal, im innern mit tiefen Gefässfurchen versehen, ein Zeichen, dass die Grafen, als sie starben, schon bejahrt waren. Nach dem Aussehen der Gebeine überhaupt waren die Grafen schön gewachsene Männer. Dr. Bück bezeichnete endlich infolge seines Augenscheins in seinem Briefe die von ihm in seinem Buche über den Bussen S. 22 nach Aussagen eines Tübinger Professors wiederholte Angabe, dass der in Zwiefalten vorgezeigte Schenkelknochen des Grafen Kuno in Wirklichkeit ein Hirschknochen sei, als reine Fabel. Auf den Bericht Dr. Bucks hin Hess Seine Durchlaucht, Fürst Karl Egon zu Fürstenberg, den Verschluss am Grabmale der beiden Grafen sofort wiederherstellen und den Schlüssel dazu dem Pfarrer in Zwiefalten zur Verwahrung zustellen. Der Steinsarg, in dem die Grafen bis 1694 beigesetzt waren, wurde 1744 bei dem Neubau des Klosters Zwiefalten als „erster Stein" hinter den Hochaltar in die Mitte des Baues gelegt. 1694 wurden die Gebeine der Grafen in eine Kapelle übertragen, „weillen sie in dem alten Grab, wie man gemuthmaßt hat, nimmer wollen ruhen, weillen sie in dem alten Vorzeichen ihr Begräbniß gehabt zwischen dem innern und äußern Kirchenthor, denn zu selber Zeit ist öfters ein großer Tumult an dem innern Kirchenthor gehört worden, als man zur Nacht in die Kirchen herein wollte. Da man aber solche eröffnet, um zu sehen, wer da gegenwärtig sei, so ist Niemand gefunden worden, und weillen solches öfter geschehen, so hat man Capitel gehalten, was anzufangen, so ist dann der Schluß ergangen, es müssen nur die Stifter in einen ehrlichen Ort zu ihrer Begräbniß verlangen, so hat man sich denn entschlossen, solche in die Kapelle zu übertragen, wie solches geschehen, so ist Ruhe zur nächtlichen Zeit worden". S. Württ. Vierteljahrshefte XI, 178—179. — In der alten Zwiefaltner Kirche waren in der Vorhalle noch 1688 „gleich bei dem Eingang auf beiden Seiten die statuae der fundatorum und anderer Grafen von Achalm gar schön in Lebensgröße von zierlicher Arbeit neben ihrer Lebensbeschreibung und wohl gemachten Inskriptionen". A. a. 0. XI. 39. I. No. 105. Das Or. befindet sich jetzt zu St. Paul in Kärnthen, von wo es uns 1889 gütigst zugesandt wurde. Von den Abweichungen desselben von No. 105 sind nur zu nennen: Z. 4. Bebinhusin—Or. Bebenhusin; Z. 1 und 3 auf S. 71 Rudolfus—Or. Rvdolfus. Die erste Zeile des Or. endet: fideli II bus, zweite: paren || tumque. Das umgekehrt am Or. hängende Siegel in rotbrauner Maltha ist hier auf der ersten Siegeltafel abgebildet; auffallend ist, dass der Verfertiger dieses Siegels, der doch den Löwen auf demselben so kräftig geschnitten hat, die Umschrift so flach behandelte. I. No. 154. Das Or. besitzt das Stadtarchiv Villingen. Folgende Abweichungen desselben von No. 154 sind zu verzeichnen: Z. 4. hiis—mancipati—Or.: hiis, que sub regularis obseruantia disciplin ediuinis sunt wmämi ■HB n 'mm spü 464 ZUSÄTZE UND BEEICH TIGUNGEN. mancipate; Z. 8. Tennenibach—Or. Tennibacli; Z. 11. debebant— Or. debebantur; Z. 13. quatenus—Or. qua- tinus; S. 91 Z. 1. Eberhardus Saltzburgensis, Magdeburgensis—Or. Ebirhardus Salzburgensis, Magdibur- gensis; Z. 2. Euodeger de Kiemisse — Or. Bvdegerus de Kiemisse; Z. 3. Cunradus, Muorbacensis—Or. Cvn- radus, Mvrbacensis; Z. 4. Cuonradus, Ura, Ebirhard, Volric—Or. Cvnradus, Vrä, Ebirhardus, Olricus; Z. 5. Kudolf de Stofinberc —Or. Evdolfus de Ösinberc; Z. 6. Cuonr.—Or. Cvnr; Z. 7. 12 Kalendas—Or. 7 Kai. (die Urkunde ist also am 26., nicht 21. März ausgestellt). Die erste (Pracht-)Zeile endet mit Sicilie, die zweite mit constitutam. I. No. 417. Das Or. ist 1240 (nicht, wie das Salemer Kopialbuch hat, 1246) März 10 gegeben, s. v. Weech, Cod. dipl. Salem. I, 233. I. No. 427 und 428 sind umzustellen. No. 428 ist vor 427 gegeben, denn in dieser Urkunde ist bestimmt, dass an die Stelle von Almshofen Zindelstein und Vöhrenbach zu Lehen aufgetragen werden dürften, und in No. 427 erscheinen als Lehen wirklich Vöhrenbach und Kümberg (offenbar Ersatz für Zindelstein), nicht mehr aber Almshofen. I. No. 456. Diese Urkunde ist nach dem Or. gedruckt bei v. Weech a. a. 0. I, 462; am Or. hängen die Siegel des Grafen Heinrich von Fürstenberg (wie I, 429) und der Stadt Villingen (wie I, 430). Folgende Abweichungen des Or. von No. 456 nenne ich: Z. 1. Adelhadis, H.—Or. Adelhaidis, Hainrici; Z. 2. Manegoldo, Merspurch—Or. Mangoldo, Mersburg; Z. 9. Staehilino, H.—Or.: Staehelino, Hainrico; Z. 10. H., et aliis—Or. Hainrico et Hainrico dicto Baergeli, civibus de Vilingen, et aliis quam pluribus probis viris. I. No. 468. Das Or. ist im Archive des Villinger Bickenklosters. Nach Mitteilung von Dr. Eoder hat dasselbe folgende Abweichungen von No. 468: Z. 2. Urach—Or. Vrah; Z. 4. Nicolai — Or. Nycolai; Z. 17. Cunradus —Or. Cunradus; Z. 18. Grüningen — Or. Grüningen; Z. 19. Bube — Or. Bube; Z. 20. He- rolt — Or. Gerolt; Z. 20. dictus Nunnoy — Or. der Nunnon. Am Or. hängt das beschädigte, schildförmige Siegel des Grafen Gottfried, das II, 585 und Anm. 1 beschrieben ist; von der Umschrift ist zu lesen.... DE . FEIBUEG____CONSTANCIEN____ I. No. 615 Z. 7. Villingen 1. Vilingen. I. No. 659. Das Siegel an dieser Urkunde ist nicht das an No. 656, sondern das an II. No. 13. II. No. 1 ist, wie die wörtliche Uebereinstimnrang des Textes beweist, dieselbe Urkunde, wie I. No. 659. Das Salemer Kopialbuch, dem diese Nummer entlehnt ist, hat lediglich dieselbe um ein Jahr zu spät angesetzt. n. No. 14. 1303, Mai 2, 1. 1304, Mai 2. II. No. 48. Das Or. dieser Urkunde liest (s. v. Weech, cod. dipl. Salem. III, 155) wirklich Gebehardus, Grüningen, sodann S. 38 Z. 19. nicht Ber., sondern Bur. Im Datum steht dort nicht feria quinta, sondern quarta, die Urkunde ist also am 9., nicht am 10. Juli 1309 gegeben. An ihr hängt das Siegel des Grafen Gebhard von Fürstenberg (abg. II, 13). II. No. 62. Das Or. dieser Urkunde, das richtig Gebehardus (nicht Eberhardus) hat, ist in Karlsruhe, s. v. Weech, cod. dipl. Salem. III, 164. II. No. 113. Das Or. ist nach Mitteilung von Professor Albrecht im Bezirksarchive zu Colmar; an demselben hängt nur noch das trefflich erhaltene Siegel des Grafen Egen von Fürstenberg. H. No. 119. Das Datum 1322 ist verschrieben für 1422, in Wirklichkeit ist diese Urkunde identisch mit m, No. 153, also zu streichen. II. No. 124. S. 81. Z. 6. Das Or. fügt unmittelbar dem Inhalt von I, 591 noch bei: „Weri och, daz wir zwene inre den vorgenanten zwain jären dehainen stöz mit ainander gewnnen, daz wir den burgern ihtsit müa- tetin, als hie vor geschriben stät, därinne svnt sü vnser dewederme nihts nit gebunden sien, vntz wir zwene vberain komen. Weri och, daz wir vnd die bürger inre den vorgenanten zwain jären vberain kömin, daz wir inen ainen herren vnd er vns gebin, so sien wir denne bedenthalb vnserre ayde ledig in dem rehte, als do dirre brief gegeben wart. Man sol och wiszen, swaz rehte vns in den zwain jären gevallet, swer darnach herre ze Vilingen wirt, dem svnt du selben reht och gevallen sien. Wrdin och wir clagenende in ZUSATZE UND BERICHTIGUNGEN. 465 den zwain jären von iemanne, der ^nser hülde verlorn hetti, so svn wir bede ain man sien. Daz disü vor geschribenen ding ganz vnd stete vnd vnferwertsalet vnder vns vnd vnder vnseren nächkomnen vnd vnseren bürgern von Vilingen beliben, dar vmbe so geben.....". II. No. 131 S. 88 Z. 5. v. u. Nach „nit tun wil" ist einzuschieben: „Daz ander jär sülen wir in nit dar zu twingen, an dem dritten järe betwingen wir in aber wol dar zu mit der selben büaze, ob er es nit tun wil". in. No. 90. Ein Petershauser Kopialbuch des 15. Jhdts., Bl. 63, in Karlsruhe nennt die Verkäuferin Elsbeth Baiserin. III. No. 164 ist offenbar Kopie von III, 144 (das Jahr 1424 ist nur verschrieben für 1420), also zu streichen. HI. No. 481, Anm. 1. Das Or. dieser Verweisung ist in Stuttgart. III. No. 544 Z. 1. Habwil 1. Halwil. III. No. 549. Das Perg. Or. mit dem beschädigten Siegel des Ausstellers (wie III, 221) ist in Stuttgart. III. No. 618 Z. 2. Herzogs 1. Grafen. HI. No. 663, Anm. 1. An demselben Tage geben dieselben auch dem Junker Georg von Beckenbach zu Gysingen, ihrem weitern Bürgen gegen Hanns Murbach, einen Schadlosbrief. Perg. Or. mit den beschädigten Siegeln des Grafen Egen (wie HI, 519), der Stadt Gysingen (wie I, 557) und des Junkers Hainrich Sigmund von Höwdorf. Stuttgart. IV. No. 83 S. 66. Menergalten 1. Nieuergalten. IV. No. 129, Anm. 1. Z. 1. April 3. 1. Mai 6. IV. No. 130 m . Diese Urkunde ist nach dem Or. 1497 Donnerstag vor st. Margarethen Tag [Juli 13.] gegeben. IV. No. 201, S. 187 Z. 14. Derrs 1. Dews. IV. No. 361, S. 335, Z. 7. Eychwin von Wytterßhußen stammt nicht, wie im Begister steht, von Weitershausen, O.A. Sulz, sondern ist ein Herr von Weitershausen bei Marburg in Hessen (Mitteilung des Gr. Archivdirektors Freiherrn Dr. Schenk von Schweinsberg in Darmstadt). HI. No. 603, Z. 5. Schwager 1. Schweher. IV. No. 361, S. 335 Z. 10 v. u. Ludwig Faudt (nicht Eandt) von Fronhußen scheint (Mitteilung des vorgen. Archivdirektors) ein bisher unbekannter Bastard der Familie Vogt von Fronhausen (an der Lahn), eines Zweiges der Schenken von Schweinsberg, gewesen zu sein. IV. No. 395. Diese Urkunde ist nicht 1505, sondern 1501 Zinstag nach st. Sophien Tag [Mai 18.] gegeben. IV. No. 485°. Diese Urkunde ist nicht von der Gräfin Agnes, sondern von der Stadt und dem Spitale Villingen ausgestellt. Da in ihr die Gräfin „quondain cometissa" genannt wird, so war dieselbe am Tage, da die Urkunde ausgestellt wurde, am 1. Okt. 1294 nicht mehr am Leben. Sie starb also zwischen dem 20. Sept., an dem sie zum letzten Male urkundet (vgl. I, No. 632), und dem 1. Okt. 1294.— No. 485 ° ergiebt sich somit als nachträgliche Aufzeichnung einer Schenkung, welche die Wohlthäterin nicht mehr selbst beurkundet hat. * IV. No. 545 a . Das seit dem Drucke dieser Nummer aufgefundene und von Professor Dr. Roder in Villingen im 164. Bande der Bibliothek des Litterarischen Vereins zu Stuttgart veröffentlichte Original der Villinger Chronik bietet formell einen von dieser Nummer stark abweichenden Text ; trotzdem dürfte, da derselbe sachlich mit dem in No. 545 a gebotenen Texte übereinstimmt, hier eine Verweisung auf die Rodersche Ausgabe genügen. V. No. 25 Z. 1. Nach imperator ist einzuschieben: concedit. V. No. 31 ist eine Fälschung des 12. Jhdts. s. den Nachweis von A. Schulte in der Zeitschrift für Gesch. des Oberrheins 42, 345 ff. Vgl. auch Brandi, die Beichenauer Urkundenfälschungen S. 13 und 121. VII 59 I M 466 ZUSÄTZE UND BERICHTIGUNGEN. V. No. 113, Anm. 4, Z. 11 v. u. Vtdenbruggen I. Vtelenbruggen. V. No. 162, S. 117, Z. 14. Guntram von Spiegelberg nannte sich nicht, wie im Register steht, von der Thurgauer Burg d. N., sondern nach dem Burgstalle Spiegelberg bei Roggenbeuren, A. Überlingen; die Herrn von Spiegelberg waren nach dem zu Ende des 15. Jhdts. angelegten Jahrzeitenbuch der Pfarrei Roggenbeuren deren Stifter. V. No. 180 Z. 7 v. u. Zarbenhusen 1. Zabenhusen; ebenda Z. 4 v. u. Riukopli 1. Rinkoph. V. No. 202 S. 174 Z. 13. Teninbach 1. Tennibach. V. No. 222 Z. 2 v. u. Riphakusen ist nicht, wie das Register will, Stadenhausen, sondern nach Mitteilung von Professor Dr. Roder in Villingen ein noch so benanntes Wiesengelände in der Gemarkung Dangstetten, A. Waldshut. V. No. 253. Die Bestätigung des Bischofs Heinrich erfolgte nach einem Münsterlinger Kopialbuck aus dem Ende des 15. Jhdts. (Einsiedeln, Stiftsarchiv) II, 99 zu Gonstanz 1294, 2. nonas Januarii [Jan. 4.]. V. No. 264. Der Beschrieb des Bischofs Heinrich ist eine Erneuerung eines altern, dem Totenbuche No. 8 der Domkirche Constanz (Or. in Karlsruhe) angefügten Beschriebes, der wohl zwischen 1253 und 1272 abgefasst wurde. Statt „patet" (S. 228, Z. 4) liest dieser ältere Beschrieb „potesf. Zu Behla ergänzte derselbe (Bl. 73): „in Belen mansum, qui reddit 6 modios tritici, 8 avene, 2 fabe illius mensure et 10 ß Brisgaugiensium, ista summa non est ascripta priori summe". — Bl. 71 schrieb in diesen altern Beschrieb eine Hand aus der ersten Hälfte des 14. Jhdts.: „A h e. Cellerarius 10 modios tritici et 10 ß, item Waltherus Regulus 5 modios tritici et 3 ß, item VI. filiaster Reguli 5 modios et 2 quartalia tritici et 4 ß, item C. filius Hiltrut 10 quartalia tritici et 2 ß, item Hainr. dictus Steiter 5 modios tritici et 3 ß, item 0 dictus Gvnzeler 5 modios et 2 quartalia tritici et 3 ß et 6 ,S), item H. et 0. villici 3 modios tritici et 2 ß, item villici predicti 5 modios tritici et 3 ß, item Walterus filius quondam cellerarii 5 modios tritici et 3 ß, item Burcardus Regulus 10 quartalia tritici et 18 ^, item dictus Zuber 10 quartalia tritici et 18 ■" ; *g$fl )&a&Sm& . ££a&äEuä&i^ ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 483 Kirchheim (welches?), Kirchaim 246, 1. Kirchthal (Thal bei Kirchen, B.A. Engen), Kilch- tal 13, 8. 216, e. 234. — Vogt Symon Geng- wusch 216. Kirnach (B.A. Villingen), Kürnach 5, 1. 13. 16. *Kirnbach (B.A. Wolfach), Kürnbach 142, la. — St. Niclaus 142, l. ia *Kirnberg (Ruine unweit Bräunungen, B.A. Do- naueschingen), Kurnburg 127 s. 227. 228. 146, 2. 163 S. 308. Kirneck (Ruine bei Kirnach, B.A. Villingen), Kürnegk 93, 3. — Brun 33, 8. 268. Burkhard 277. Hainrich 277. Johannes 261. Kirrweiler (Bair. Pfalz), Kirwilre, Clin 274. Kißlegg (O.A. Wangen), Kuslegk 33, 32a. Ciarissen , st. Clarae ordo 50, 2. — s. auch Villingen. Cleggow s. Kletgau. Cleinenwysselingen (wo ?) 274. Klengen (B.A. Villingen), Klienga , Clenghaim 19, 9. 66, 3. 93, 1. 4. 103 S. 194. 127 8. 228. 195, e. 284. Kletgau, Cleggow, Khlegköw 10, 3. 18, 39. 104, 2. — Grafen s. Sulz — Landgericht 128, 3a. *Klettmen (B.A. Wolfach), Gletner 163 s. 302. Klingen (Ruine Altenklingen bei Weinfelden, Thurgau), die v. 27, 2. Klingenberg (Kant. Thurgau), die von: 333. 333, 1. 3. Anna 202, lia. Bernhart 11, Ha.i5.i6. 40, 3. Kaspar 11. 11, 5. 9—12. 28, ia. 33, 11. 95, 5. 215, 1. Eberhard 333, 4. Veren 75, 1. Hans Hainrich 11, lia. 16. 231. Wolfgang s. Deutscher Orden. — zu Hohentwiel, Wiel (sie!): Aubrecht 70, 8. 206. 215, 6. — zu Meringen: Hans Hainrich Q6, 5. Klingenstein (O.A. Blaubeuren), 33, 18. 19. 23. 93. 93, 3. 125, 4. — s. Stein. Klöbeloche, Johans gen. der Lonhert 293. *Kluftern (B.A. Ueberlingen) 76. 76, 1. 90, 1. *Knäpplerhof (B.A. Wolfach), Gnepner 163 s. 285. Kniebach (abgeg. bei Immenstaad, B.A. Ueberlingen) 150, 2. s. Knöringen (Baier. B.A. Günzburg), Barbara 33, 19. 23. 93. Kobly, Junker Rüff 71, 6. Kocher s. St. Georgenschild. Kolbenhoff (bei Mühlenbach, B.A. Wolfach, zu suchen) 163 s. 294. Colnaar (Oberelsass), Colmer 115, 2. 295. 295, 1. 341. — Dominikanerprior Rudolfus 107, 3. Kommingen (B.A. Engen), Kümingen 94. Compostella (St. Jago, de Galizien, Spanien) 1C5, 1. Königsbronn (O.A. Heidenheim), Kunigsbronn, Kloster 186. — Abt Hely 186. Königsegg (O.A. Saulgau), Küngsegg 148, 1. — Anna s. Buchau. — Erhart zum Küngsegker- berg 27, 2a. — Hans 194. — Lutold 329. Königshofen (Strassburger Chronist) 302 a . 302 a , 1. Konstanz (B.A.-Stadt), Costentz 4. 4, 1. 2. 11, 16. 13, 5a. 8. 14, 1. 21. 21, 1. 4. 5. 25. 29, 2a. 37, 1—7. 9-16. 18—20. 22. 45. 47. 57. 57, 2. 2a. 66, 1. 87, 2. 88. 90, 3-20. 91, 2. 6. 94. 99. 99, 1. 2. 3. u. 102. 103 s. 191. 192. 108. 123. 127 s. 226-228. 131. 134, 1. 137, 2. 139. 143. 143, 3. 150, 1. 2. 9. 155, 1. 156. 161. 161a. 3. 163 s. 305. 184. 185, 1. 192, 7 s. 333 bis 335. 208. 209. 209, 2a. 213 s. 3 75. 38i. 214. 223. 226, 1. 255. 256». 263. 267. 279. 298. 299.305.307, 2. 311.318.324.330.330, s.s.466. — Ammann Ludwig Nithardt 102. — Augustinerkloster 12. — Bischöfe: Burkhart 80. Thomas 161. 167. 200, 1. Eberhard 255. 256». Heinrich I. 244\ Heinrich IL 267. s. 466. Hermann 47. 95, 3. 150, 3a. 330. Hugo 88, 1. 95, 11. 97, 2a . 185, I. la. 209. 214. Otto (1411-1434) 305. Otto (1475-1491) 45. 45, i. 80. 88. 91, 2. 97. 97, 1. 99. 99a. 6.8. 102. 108. 113. 123. 140. 143. 153, 2. 209, 4a. 215, 3. Rudolf 263. Ungenannt 4, 2. 31, 8. 34. 34, 1. 2. 76, 2. 79, e. 90, is a . 216, 4. 244. 341 a . — Bistum 26, 4. 29, 2a . 50. 68. 97. 123. 165, 1. 184. 192, 7 s. 333. 334. 200, 1. 247. 330, 5. — Vikar 68. 68a. — Dom, Münster 83. 91, 2. 150, 2. — Domkapläne: Hainrich v. Teppingen (wohl Dettingen) 150, 2. Burkart v. St. Gallen 150, 2. — Domstift 36, s 6 . 38. 38, 1. 99. 99, 12. 130. 130, 1. 137. 172. 208. 223. 257. 276% 1. — Propstei 122, 6. — Pröpste: Thomas v. Cilli 5, 17. 137. 137, 2. 200, 1. Sigmund Crützer II, 15. 208, l. — Dekane: Johann Bletz v. Rotenstain 155, 1. Rudolf v. Hewen 29, 10. Vl^ rieh v. Werdenberg 117, 1. 209, 2. — Domherren: Fridericus de Ablach 29, 10. Albertus de Byenburg 279. Cunradus de Friburc 257. 61* BHmpp 484 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 257, 2. Conrad v. Fürstenberg 267. Gebhard v. Fürstenberg 279. Burkhardus de Hewen 29, lo. Albertus de Hohenberg 279. — Dominikaner, conventus Predicatorum extra muros, an dem Ryn 68a. 84, 4. 267. 279. — Prior Götfrid 84, — Generalvikare: Georg Winterstetter 29, 2a. 143, 3. 209, 2a. Ungenannt 24, 2a. 31, 8a. 54, i. 88. 91, 2. 108. 143. 161a. 3a. 182 b. 185, ia. — Hof, Prokurator Caspar Netzer 150, 12. — Maas 83, 1. 150, 2. — Münze und Gewäge 10, 3. 11, 3. 4. 31, 5a. 32, 1. 2. 40, 4. 68, 1. ia. 71, 6. 75, 1. 83, 1. 84, 1. 4. 91, 1. 6. 98, 8. 99, 1. 2. 3. 103 s. 196. 108. 122, 1. 3. 124, 1. 135, 1. 139, 2. 148, 1. 150, ia. 2. 158, 5. 179, 1. 197, 1. 203. 205. 216, 2. 3. 223, 1. 226, 1. 3. 231. 256% 1. 263. 298. — Offiziale: Cunradus Gab 69. 100. 100, 1. 113. Bertold de Lüzzelasteten 267. Ungen. 83, 1. 150, 2. 330, 5. — St. Johann 21,5. 255. 261. Propst Heinrich 255. — St. Peter, Frauenkloster 13, 8. — St. Stepban, Propst Albert v. Castel 267. — Spital 150, 1. ia. 161, 1. 223, 1. 2. — Weihbischöfe: Daniel, episcopns Bellinensis 45, 1. 2 99, 8. 168. 215, 3 Balthazar episc. Troyanus 88, 1. — Wil, auch gen. Zofingen, Kloster 83, 1. 99, 1. 6. Konzenberg (Ruine bei Seitingen, O.A. Tuttlingen), Cüntzenperg 11, 15. — Obervogt Marin Butsche 234. Köthach (Zufluss der Donau), Kotten 127 s. 226. 228. 163 S. 281. 235. Kötz, Ketz, Kätz, Andres (auch Schriber genannt, Amtsverweser im Kinzigthal) 41, 2. 46, 3a. 106, ia. 142. 142, 1. ia. 146, 1-4. 6-9. 163 s. 281. 289. 297. 299. 302. 308. 199.199, i. 219. 239.239, 1. 2. 3. Kouf— s. Kauf—. Kraft, Meister Peter 113. — Virich Dr. jur. 210, 2. Crägen s. Hohenkrähen. Krailsheim (O.A.-Stadt) 18, n. Kranznau (Burg, lag am Kaiserstuhl), Crantz- now 6. Kratzer, Lorentz 2, 5. — s. auch Wolfach, Schultheißen. Krauchenwies (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Kruchenwiß 133, 3. — s. auch Honburg (B.A. Stockach). Krenkingen (B.A. Bonndorf), Chrenkingen 10. 128, ia. — die von: 27a. 2. Adelhait 280. Lü- told 280. 280, i. Sophye 280. 280, l. N.N. s. Berau. — gen. v. Wissemburg: Cünrat 301. Hans 10, l. 128, 3. Hans Fridrich 27. Kreuzungen (Kant. Thurgau), Crützlingen, Eberhart 27. *Kriegerthal (B.A. Engen), Griengen 203. 203, l. Kriewangen s. Grünwangen. Croacyen 90, 20. Croaria v. (Constanzer Geschlecht), Junker Ann- dress 4, 4. Cron (Schaffhauser Geschlecht), Junker Adam 18, 17. 32, 4. Kronbarg (Ruine bei Königstein, Nassau), Phi- lipß 212. Kruchenwiß s. Krauchenwies. Krumbach (Bach) 70, s. *— (Ober-, Unter-, B.A. Messkirch), Krumen 70, 1. 5. 8. 9. 94. 108, 2 — (B.A. Pfullendorf) 114, 1. Crützer, Sigmund s. Konstanz, Domstift. Crützlingen s. Kreuzungen. Kubach (ohne Zweifel alter Schreibfehler für Fulach), Wilhelm 10, 3. — s. Kuhbach. Küch, Kiieh, Hans 8. 33, 24. (s. ferner Baar und Fürstenberg, Schultheißen). Küchlin, Ludwig 6. Kuebach, Kugbach s. Kuhbach. Kügeler (Bürger zu Wolfach) 1 s. 10. 115.115, 2. Kuhbach (Bach), Kübach 109. 163 s. 286. *— (B.A. Wolfach), Kuebach, Kügbach 9, 6 . 147, 1. 163 S. 286. 303. 307. Külch— s. Kirch—. Kümingen s. Kommingen. Kunczgenthall s. Kinzigthal. Küngs—, Kunigs—, Künns— s. Königs—. Cünßheym s. Kientzheim. Cüntzenperg s. Konzenberg. Küppenhusen s. Kippenhausen. Cur (Kant. Graubünden), Bischof Ortlieb 90, 2. Kür—, Kvr— s. Kir—. *Kurzenbach (B.A. Wolfach) 163 s. 285. Kuslegk s. Kißlegg. € ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 485 Täbingen (O.A. Rottweil), Tägwingen, Teg- wingen 294. 317. Dächingen (O.A. Ehingen), der Tächinger 68, i. Dachswangen (B.A. Freiburg i/Br.), Tachswangen 237, l. Dachtbach s. Dochbach. *Tafern (B.A. Pfullendorf) 122, 2. Tägwingen s. Täbingen. Tayngen s. Thayngen. Tal s. Thal und Vorthal. Talingna (sie!) s. Thengen. Tällingen s. Dellingen. Dahnacien 90, 20. Danbach, Michel, Goldschmied (zu Strasburg) 1 s. 15. Tanhan s. Thannheim. Dankertsweiler (O.A. Ravensburg), Dannckls- wyller, Fridrich 21, 4. Tannegg (B.A. Bonndorf), Hug 278. Johans (zu Basel) 67, 1. Peter 67, 1. Dauchingen (B.A. Villingen), Touchingen 1 s. 1. Teck (Ruine, (O.A. Kirchheim), Techin, Herzöge: Herman 291. 296. N. 257. Decken, die, Berchtold und Virich 277. Degelbach (Bach in der Nähe von Sauldorf, B.A. Messkirch), Tegelbach 226, 2. Degenfeld (O.A. Gmünd), Tegenfeld, Wilhelm 211. Degernau (B.A. Waldshut), Tegernaw, Gregorius 306. *Deggenhausen (B.A. Ueberlingen), Teggenhusen 34. 34, 1. 2. 3. 99. — Swigger 266. *Deggingen (B.A. Donaueschingen), Tegkingen 103 S. 192. 127 S. 227. 163 S. 282. 308. 202, 10. — Kirche st. Mauritii 224. — Vogt Hainrich Gätz 224. Tegneck s. Derneck. Tegwingen s. Täbingen. Deisendorf (B.A. Ueberlingen), Disendorf 17, 3a. Deisslingen (O.A. Rottweil), Tufilingen 294. 294, i. *Dellingen (Burgstall, B.A. Donaueschingen), Täl- lingen 158, 1. Tengen s. Thengen. Denkingen (B.A. Pfullendorf) 298. — s. Ramsberg. Tennenbach, Tennibach s. Thenenbach. Tepfenhard (B.A. Ueberlingen) 21. 3l7 a . Teppingen (wohl Dettingen, B.A. Konstanz), Hainrich, Domkaplan s. Konstanz. *Derneck (O.A. Münsingen), Tegneck 110. Dettingen (B.A. Constanz), Tettinger, Burkart 11, 3. Johans 291. Wernher 11, 3.—s. Teppingen. Tettnang(O.A.-Stadt)119, i. 150a. — s. Montfort. Teufen (Kant. Zürich), Tuiffin, Cüno 242. Deutschland, Könige , Kaiser: Albrecht I. 107, 3a. — Karl IV. 52, i. 289. 297. — Karl VI. 41. — Friedrich II. 241. 242. 243. 250. — Friedrich IV. 6, l. 10. 11. 11, s. 22. 30. 37, 2. 3. 41. 42. 49. 61. 61, l. 3. 73. 77. 77, i. 90, 3. 5. 6. 10. 11. 13. 16. 20. 120. 126. 126, i-3. 135. 143, 3. 151. 174. 174, 1. 184. 326. 327. 327'. 328 a . 332. 338. — Heinrich (VII.) 243. — Maximilian I. 1 s. 14. 11, ie. 19, 8. 9. 31, 5a. 41. 42, la. 61, 2. 68, 2a. 73, 3. 77, i. 2. 87, 5. 94, i. 101, 2. 116, 2. 126. 126, 3. 135, 5. 7. 143, 10. 153, e. 158. 158, 4.6. 7a. 8.9. 161, e. 163 s. 282.307. 170. 174. 174, 1. 175. 176. 185. 185, i. 2. 187. 192, 7 s. 336. 337. 194. 194, 1-8. 198. 202. 210, 5. 212, 1. 218. 237. 341. 341, Sa. 341 a . 345. 346. — Rudolf I. 258. 258, 1. 259. 259, 1. 262. — Sigismund 37, 13. 41. 61. 90, 9-12. 174. 307. 307, 1. 314, 1. 3. 10. 11. Deutscher Orden , ordo B. M. V. Theutonicorum 58. 150, 9 258. — Bailei Elsass und Burgund, Landkomtur Wolfgang v. Klingenberg 150, 9. 14. 14b. 160, 2. 177. 184. 215, 6. Thayngen (Kant. Schaffhausen), Tayngen 192, 7 S. 337. Thal i. e. Kinzigthal 228, 1. — (welches?), Tal 103 s. 190. Thalheim (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen) 12, 2. — (B.A. Engen), Talhan 29, 8. Thann (Oberelsass) 154, 6. 307. *Thannheini (B.A. Donaueschingen), Tanhan, Thana 5, 12. 18, 33. 106. 106, 1. ia. 127 s. 227. 228. 163 s. 282. — Kloster 74, 1. 106, 1. ia. 163 s. 282. Prior Niclaus 74, 1. 106, 1. — von (Rittergeschlecht): Anna 292. Berhtolt 292. Cünrat 265. 292. (s. auch Villingen, Bürgermeister). Diemüt 263. Rudolf 263. Thenenbach (B.A. Emmendingen), Tennenbacli, Tennibach 163 s. 297. 242. Thengen (B.A. Engen), Tengen, Talingna (sie) 32, 2. 66, 1. 94. 153, 2. 330. — Freiherren, Grafen von Neuenbürg: 28, ia. 215, 7. Erhart 46, 1. 149. 160. 215. 215a. 341, 3. Jacob r 486 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 149. 160. Johann 37, 13. 66. 94 330 and 1. 2. 3. 5. Thennenbronn (B.A. Triberg) 277. Theuringen (Ober-, Unter-, O.A. Tettnang), Thüringen, Türingen 90, 1. 6. 9. 20. — Aach s. Aach. Thiengen (B.A. Waldshut), Tungen 192, 7 S. 333. 334. Thierberg (Ruine bei Lautlingen, O.A. Balingen), Tierberg, Dierberg, Türberg, Oünrat 140, 1. Melchior von der Wilden T. 183. — zu Fürstenberg: Burkhart 53. 66, 1. 103 s. 195. 197. 198. 153, 1. Caspar s. Kirchen. Conrat 18, 33. 36. 42. 46. 344. Hans 137, 1. ia. Silvester, Landschreiber 66, 1. 103 s. 197. 137, In. Thierstein (Kant. Solothurn), Tierstain , Grafen: Bernhart 314, s. Hans 314, 8. Oswald 27a. 90. 90, 4. Wilhelm 27, 2. NN. 49. Thimenlachen (Grenzmarke der Grafschaft Heiligenberg), Tymenlachen 90, 1. 9. 11. 20. Thöß s. Tös. Thunavv s. Donau. Thundorf (Kant. Thurgau), Tundorf 299. Thuningen (O.A. Tuttlingen), Tunningen 270. 284. 304. 316. Thuregum s. Zürich. Thurgau (Schweiz), Turgöw 192, 1. Thüringen s. Theuringen. Dibinger (SchafFhauser Bürger), Johans 202, 2. *Dichtenhausen (B.A. Pfullendorf), Tnchtenhusen 21. 275", 1. Dicke, von der (Elsässer Freiherrengeschlecht), Walther 296. *Tiefenbach (B.A. Wolfach) 18, 24. 40. 115, 2. 163 S. 285. Diegerspach s. Dietersbach. Tier— s. Thier—. Diessen (Hohenzoll. O.A. Haigerloch) 326 a . Diessenhofen (Kant. Thurgau 1, Tiessenhofen, Die- senhouen 32a. 94. 103 s. 191. 192, 7 s. 334. 330. — Kloster St. Katharinenthal bei D. 127 s. 228. 153, 3. *Dietelhofen (O.A. Riedlingen), Diettenhofen 31. 31, 2. 5. 5a. 7. 8. — Kapelle st. Nicolaus 31, 5a. 8. *Dietenthal (B.A. Wolfach) 163 s. 294. *Dietersbach (B.A. Wolfach), Diegerspach 163 s. 290. Dietershofen (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), 108, 2. — Kirchherr Hainrich der Tachinger 68, 1. *Dietfurt (B.A. Bonndorf) 128, 6. Dietz (zu Inneringen), Cunrat 161, 4. Hans 161, 6. Ludwig 161, 6. Difingen s. Tüfingen. Digefihain s. Dingsheim. Digisheim (Ober-, Unter-, O.A. Balingen), Tigis- haim, Conrat 326. Dillendorf (B.A. Bonndorf), Tillendorf 104. 104, 1. 162. 162, 2. Tymenlachen s. Thimenlachen. Dingsheim (Unterelsass), Digefihein, Fridrich 314. Tirol, Feste 6. 37, 21. 170. 194, 2 a. — Grafschaft 194, 2. s. s. 346. Disendorf s. Deisendorf. Titisee (See im B.A. Neustadt), Tüttißsee 103 S- 193. *Dittishausen (B.A. Neustadt), Titüßhußen, Tüit- tißhuläen 103 s. 191. 197. 181, 1. Tobel (bei Berg, O.A. Ravensburg) 90, 2. Tobelbach (geht in die Stockach) 94. *Dochbacb (B.A. Wolfach), Dachtbach 163 s. 299. 308. *Tochtermannsberg (B.A. Wolfach) 163 s.295.297. Todtnau (B.A. Schönau), Totnow 103 s. 190. Döffingen (O.A. Böblingen) 302 a , 1. Togerbach (bei Beuren, B.A. Ueberlingen) 17, 1. Toggenburg (Kant. St. Gallen), Grafen: demente 283. Diethelm 283. Nese 283. Dohlenbach (Zufluss der Wolfach), Dollenbach 163 S. 285. Dominicaner, ordo Predicatorum 107, 3. — s. auch Konstanz, Villingen (Dominikanerinnen), Has- lach, Schlettstadt. Donau, Tonow, Thonaw, Thonauw, Tftnouw, T11- now 20. 36. 48, 1. 53. 58, 1. 70. 95, 6. 183. 195. 212. 216. 220. 235. *Donaueschingen (B.A.-Stadt), Tonoweschingen, Tunoweschingen, Thoneschingen, Tüneschingen, T unaeschingen, Thun 0 weschingen,T6näschingen, Tunaweschingen, Eschingen 18, 12. 47. 33. 33, 1. 2. 4-37a. 93, 3. 4. 95, 3. 103 S. 192. 112 s. 210. 125. 125, 3. 4. 163 s. 282. 190, l. 202, 9. io. 321. i. 329 a . 339 (Zeschinge). — Vogt Hainrich v. Buech 106, i a . — s. auch Blumberg. Donauwörth (Baier. Schwaben), Schwebisch Werd 19, 9. ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 487 Dornegg (Kant. Solothurn) 192, 7 s. 335. 336. Dornban (O.A. Sulz), Dornhain 115. 143, 6. — Schultheiß Hainrich Eckhart 9, 6. — Erhart Dornhains 326. Tös (B.Ä. Wolfach), Thöß 9, 8. Totis (bei Gran, Ungarn) 90, io a . n. Totnow s. Todtnan. Touchingen s. Dauchingen. Trapp (Tirol. Rittergeschlecht), Jacob 6. Trauchburg (B.A. Kempten), Truchburg 90, 17. — s. auch Waldburg. Tretenbach, Hof s. Trettenhof. *Trettenfurter Mühle (B.A. Messkirch), 12, 4. 126, 2. Trettenhof (B.A. Lahr), Hof zu Tretenbach 2, e. Triberg (B.A.-Stadt), Stadt und Herrschaft 163 s. 293. 330. 341. 341, 3. *Trochtelfingen (Hohenzoll. O.A. Gammertingen), Trochellfingen 44, u. 3. 182. 184. 196. 209, i-5. 302«. — Kapelle st. Erhard 209. —Vogt Melchior Messnanger 209, 5. — Pfarrkirche st. Martin 209. 209, 2. 4. Pfarrer: Berchtold 209. Johannes Butzer 209, 4. — Priester Hans Wieland 209, 4. Troia (Kleinasien), Balthazar episc. s. Konstanz, Weihbischöfe. Truchburg s. Trauchburg. Truchsess s. Bichishausen, Höfingen, Messkirch, Ringingen, Rohrdorf, Waldburg, Werntzirn. Trülinger (zu Schaffhausen) 163 s. 282. Trüllerey (Schaffhauser Geschlecht), Junker Gangolf 18, 39- Hans 67, 2. Trüllikofer (zu Schaffhausen), Anna 84, 5. Tübingen (O.A.-Stadt), Tuwingen 44, 3. — Vogt Hans Ruch 232. — Richter Ludwig Spengler 232. — Grafen, Herren zu Liechtenecke: Anna 6. 29, 9. Conrat (f c. 1449) 314, 9. Conrat(fl477) 6. 13. N.N. 49. — von s. Geroldseck. Tuchtenhusen s. Dichtenhausen. Tüetlingen s. Tuttlingen. Tüfingen (B.A. Ueberlingen), Difingen 192, i. Tuiffin s. Teufen. Tuittißhußen s. Dittishausen. Tun— s. auch Thun—. Tünauw s. Donau. Dundenheim (B. A.Lahr),Dunczenhain,Reinbolt 303. Tuneschingen s. Donaueschingen. Tungen s. Thiengen. Türberg s. Tbierberg. Dürenhoff s. Dürrhof. Turgöw s. Thurgau. Dürhaim s. Dürrheim. Türingen s. Theuringen. Türkheim (Oberelsass), Türigkheym, Turinkeim 77, 2. 295. 295, l. Dürrenstetten (O.A. Münsingen), Dürnstetten 185, 2. Dürrenwaldstetten (O.A. Riedlingen) 140, 2. Dürrheim (B.A. Villingen), Dürhaim 93, 4. *Dürrhof (bei Bergzell, B.A. Wolf ach), Dürenhoff 146, 5. 163 S. 303. Dusslingen (O.A. Tübingen), Tusslingen 232. Tüßlingen s. Deisslingen. Tuttißsee s. Titisee. Tuttlingen (O.A.-Stadt), Tüetlingen 11 , l. 13, 4 7. 32, 4a. 58, 4. 94. 95, 6. 124. 134, l. 2. 137. 154, 2. 192, 2. 234. —■ Bürgermeister Hainrich Thuffell 232, 1. 234. — Schultheiß Daniel Martin 13, 7. 232, la. 234. Tuwingen s. Tübingen. *Ebene, auf der (B.A. Neustadt), uff der Ebny 103 s. 190. *Eberfingen (B.A. Waldshut) 85, 3. Eberharzbrunn (Grenzmarke der Grafschaft Nel- lenburg) 94. Eberlin, Baltizar gen. Schüler 70, 6. Eberstein (B.A. Baden), Graf Bernhart 314. Ehingen (O.A. Balingen) 56. Ebinger (Riedlinger bez. Ravensburger Bürger) 161, 2. 4. Ebnet (B.A. Bonndorf), Ebnit 129 s. 232. Ebny s. Ebene. Ebringen (B.A. Engen) 11, 4. — (B.A. Freiburg) 165, 1. *Echbeck (B.A. Pfullendorf), Achtbig, Ahbüg, Aichbüg 21, 3. 122, 3. 166. Echstetten s. Ehestetten. Eck s. Egg. *Eckartsbrunn (B.A. Engen) 92. 170. Eckbach (B.A. Freiburg) 103 s. 190. Effingen, Efingen s. Ofingen. I 48S ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. Effinger, Efinger, Hanns zu Wildeck 29, 3a. *Efrizweiler (B.A. Ueberlingen), Wyler 76. 76, 1. 2. 135, 3. Egen (Rittergeschlecht) 29, 10. Egenwiler s. Eggenweiler. Egg (B.A. Konstanz), Eck 94. — (Aftholderberg-Egg, B.A. Pfullendorf) 43. *— (bei Heiligenberg, B.A. Pfullendorf) 21, 2. 166. 222. — Kapelle 17, 2. *Eggenweiler (B.A. Ueberlingen), Egenwiler 35. 208, l. 2. *Eggingen (Ober-, Unter-, B.A. Waldshut), Eckingen 10, 3718, i7.""205. Eglisau (Kant. Zürich) 104, 3. 192, 7 s. 333. 334. Ehenheim s. Oberehnheim. Ehestetten (O.A. Münsingen), Estetten, Echstetten 105. 185, 2. ^Ehingen (B.A. Engen) 13, 8. 71, 1. 82, 2. 91. 91, 1. 3-7. 170. — Kaplan Hainrich Hoch- fulhc 91, 2. _ Kirche st. Stephan 91, 1. 2. — (O.A.-Stadt) 24. 29, 5.33, 19. 71. — Bürgermeister Jerg Not 105. — (Teil von Rottenburg am Neckar), Burkhart 63, 3. Georg 30. Ehrenfels (O.A. Münsingen), Erenfels 140. Ehrenstetten (B.A. Staufen), Eristetten 165. Eychelberg, Doktor 163 s. 306. *Eichenbach (B.A. Wolfach), Aychenbach 163 S. 298. 299.305. Eichhaiderhof (nw. Emmingen ab Egg), Aych- hälden 13, 4. Eidgenossen (Schweiz) 37, 1-5. 7. 20. 192. 194, 2. 330. 332. 338. Eigeltingen (B.A. Stockach), Aigeltingen 32, 5. — Landgerichtsstätte 289. Einbach (Bach im B.A. Wolfach) 163 s. 289. *— (B.A. Wolfach) 18, 4. 50, 4. 6. 163 s. 290. 291. 292. 305. Einhalden (O.A. Ravensburg), Vnhalden 72. Einsiedel (O.A. Tübingen), Stift St. Peter im Schönbuch, gen. zum — 182, 1. — (B.A. Freiburg), Ainsidei 103 S. 190. Einsiedeln (Kant. Schwiz), Ainsidlen, Kloster U. Frauen, monasterium Heremitarum 4. 4,1. 2. 3. 44. 122, 3. 143, 9. 253 a . — Abt Anselm 253\ Einßheim s. Ensisheim. Elblisperg, Elblinsperg s. Elmlisberg. *Ellenfurt (B.A. Ueberlingen) 34, 2. Eilerbach (Erbach, O.A. Ehingen), Elrbach, Pu- pellin 75, 1 Ellinkurt s. Hericourt. *Elmlisberg (B.A. Wolfach), Elblisperg, Elblinsperg 146. 163 s. 287. Elrbach s. Eilerbach. Elsass, Alsatia 1 s. 6. 50. 90. 192, 7 s. 334. 335. 194, 1. 211, 2. 243. 244. 295. — Bailei s. Deutscher Orden. — Landgraf Johannes 290. Elsaßzabern s. Zabern. Elzach (B.A. Waldkirch) 211. Einbrach (Kant. Zürich) 192, 7 s. 337. Ementingen s. Emmendingen. *Emerfeld (O.A. Riedlingen) 110. Emershofen (Baier. B.A. Illertissen), Hanns 30. 146, 7. 201, 1. Emingen s. Emmingen und Hochemmingen. Emmendingen (B.A.-Stadt), Ementingen, Vogt Michel Rüdin 211. Emmersbach (B.A. Lahr), Memelsbach 2, 2. 7. *Emmingen ab Egg (B.A. Engen), Emingen vfi? Ecken 13. 13, 1-9. 37, 13. 58, 1. 4. 71. 94. 124. 170. — Vicarius Johannes Speck 13, 9. — Pfründner Conrad Spretter 13. —, Adelsfamilie: Adelhait 14, 1. Kathrin 14, 1. Conrad 13. Vrene 14, 1. Güte 14, 1. Margret 14,1. Peter 13. Pfaff Peter 13.Rudolf 13.86.91.92. — s. Hochemmingen. Ems (Hohenems, Vorarlberg), Jacob 37, 3. Encklikouen (abg. an der Lauchart in der Nähe von Sigmaringen) 169. End s. Enn. Endermettingen s. Mettingen. Endingen (O.A. Balingen), Haute 29, 11. Enenbüm s. Ennabeuren. *Engelbach (abg. im Kinzigthal, B.A. Wolfach), Engelspach 216, 7. 219. Engelfrid (Rottweiler Bürger), Hans 304. Engellender s. Englische. Engelschman (Überlinger Geschlecht), Lienhartl79. Engelspach s. Engelbach. *Engen (B.A.-Stadt) 6. 13. 16. 18, 8. 19. 22. 44. 45. 29. 29, 1. 3-12. 32. 32, 2. 6. 8. 37, 3. 4. 11. 21. 40, 1. 2. 61. 61, 3. 66. 66, 1. 71. 71, 1. 2. 4. 5. 74. 74, 2. 77, 2. 82, 2. 86. 91. 91,1. 4.5.7. 95, 5. 98, 1-6. 8. 102. 118, 1. 124, 1. 139. 150, s. 170. 173. 178a. 1. 192, 2. 7 s. 333. 334. 337. 203, 1. 213. 215, 10. 230, 1. 2a . ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 489 Engen, Altdorf, Vorstadt 16. 29, 3. 71. 71, l—6- 124. 139. 203, i. 213. — Bürgermeister: Hans Biuinger 29, 12. Cünrat Hochfüly 18, 8. Lienhart Oschwaldt 71, 6. — Kapellen: st. Dominici 29, 2 st. Marien 29, 4. 10. 32a. — Kaplan Hainrich Menny 71, 6. — Kirchherren : Mangoldus de Hewen 29, 10. N. de Hewen 29, 10. Conrad Märck 71, 6. — Vogt Bentz Bessrer 13, 3. 118, 1. — Maß 13. 29, 4. 32, 2 71, 2. 74. 91, 6. 118, 1. 203. — Pfarrkirche st. Martin 29, 2. 4. 6. — Pfründnerhaus auf dem Berg 16. — Sammlung 29, 1. 7. 7a. 71, 2. 5. — Schulmeister, verschiedene 29, 10. — Schultheißen: Mathis Lingk 71, 1. 118, 1. 230, 1. Hans Muller 18, 8. Hainrich Silbrer 18, 44. Petter Wirdt gen. Schneyder, Petter Schnider 29, T2. 71, 5. 6. 178, 1. 203, 1. Clas Windspiel 91, 1. — Stadtknecht Haini Hewenegger 91, 1. — Währung 29, 11. 32, 7. 118, 1. Englischen, die, Engeilender 295. 295, 1. Engstingen (Gross-, Klein-, O.A. Reutlingen) 209, 4. Enn (bei Neumarkt, Südtirol) , Endt, die von 27, 2. Jörg 314, 10. *Ennabeuren (O.A. Münsingen), Enenhürn 164. 164, 1. Ensisheim (Oberelsass), Enßishein, Einßheim, Enshaim 19, 8. 66, 3. 154, 6. 163 s. 308. 192, 7, s. 337. 194, 1. 341, 3. Entersbach (Ober-, Unter-, B.A. Offenburg) 163 5. 296. Entringen (O.A. Herrenberg) 65. Enzberg (O.A. Maulbronn), Fridrich 70, 5. Jo- hans 70, 5. Jörg 238. Enzkofen (O.A. Saulgau), Aenzkouen 161, 1. Epellin, Fronick 175, 1. Episcopaliscella s. Bischofszeil. Eppingen (B.A.-Stadt) 262. Eptingen (Kant. Baselland), Jacob 66, 3. Erenfels s. Ehrenfels. Eresingen s. Ersingen. Ergow s. Aargau. Eriskirch (O.A. Tettnang) 90, 1. Eristetten s. Ehrenstetten. VII *Erlenberg (B.A. Wolfach), Erliberg 163 s. 303. *Ernsthofen (abg. nordöstl. Engen) 29, 8. Ersingen (welches?), Eresingen 18, 2. Ertingen (O.A. Riedlingen) 24, 1. *Erzenbach (B.A. Wolfach), Vtzenbach 163 s. 285. Erzingen (B.A. Waldshut), Artzingen Appolonia 128, 3a. Fridrich 104. Heinrich 104. 104, 1. 2. 2a. Jörg 46, 2. 128, 3. Symon 104. 104, 3. Vr- sala 128, 3. Eschach (B.A. Bonndorf), Aschäch 8, 4a. *Eschau (B.A. Wolfach) Aschow, Eschow, Eschouw 2. 2, 4. 7. 52, 1. 143, 7. 163 s. 292.293. *Eschbach (B.A. Wolfach), Äschbach, Espach,163, S. 293. 201, 1. — (B.A. Freiburg), Efipach 56. Eschingen s. Donau-, Ried-, Wuteschingen. Eschouw, Eschow s. Eschau. *Eselbach (B.A. Wolfach) 163 s. 303. Eselsberg, von (Ortenauer Geschlecht), Oselberger, Bernhart von Falckenbühel 2, 4. Esenhausen (O.A. Ravensburg) 72. 72, 1. Espach, Eßpach s. Eschbach. Espasingen (B.A. Stockach), Aschpsingen 330. ^Esslingen (B.A. Donaueschingen) 11, 15. 85a. 231. Estetten s. Ehestetten. Etsch (Fluss) 37, 13. — Etschkreuzer 202, 12. Ettenheim (B.A.-Stadt) 9, 2. Ettenheimmünster (B.A. Ettenheim), Abt ung. 9, 3. Ettlingen (B.A.-Stadt) 1 s. 15. Ettrach s. Aitrach. Ewattingen (B.A. Bonndorf), Ewettingen, Ewen- tingen 77, 3. 101, 2. Fahrenberg (B.A. Freiburg), Farenberg 103 s. 190. Vay [Bona v.] 163 s. 307. Fainhausen (abgeg. bei Oberwilzingen, O.A.Münsingen) 140. 140, 2. Falch, Hans gen. Stähely 71, 6. Valin, Hans, Knecht 137, 4. Falkenbühel s. Eselsberg. *Falkenstein (Ruine, B.A. Messkirch), obere und iintere Burg 36. — (Kant. Solothurn), Herren von 163 s. 296. 297. Amaley 62. Sigmund 211. Thoman 5, 5. 62. — (O.A. Oberndorf) 137, 3. Adelheit 275. Cünrat 277.ErkengerAigelwart277.Rfldolf275.NN.296. 62 m ■jfl fBKt ' ■ H I imä -?? ■ 490 OETS- UND PERSONENVERZEICHNIS. — Herren zu Ramstein: 300. Cunrat 5, 12. Egenolf 309. Erhart 309. Eeinolt 309. Falkenstein (Ruine im Höllenthal, B.A. Freiburg), Hans Jacob 154, 2. Jacob 11,7. 48, 1. 92. 336. Melchior 103 s. 191. Farenberg s. Fahrenberg. *Fässenriet (abg. bei Unterrhena, B.A. Pfullen- dorf) 21, 3. 222. Vege, Hanman (Edelknecht) 52, 2. Vehringen-Stadt (Hohenzoll. O.A. Gammertingen), Veringen 161, 5. — Schulmeister Johannes Rudolf 161, 2. — Währung 161, 2. Feist, Andres, gen. Schultheiß 163 s. 284. Feldberg, der (im Schwarzwald) 103 s. 193. Feldhausen (Hohenzoll. O.A. Gammertingen), Velthusen 209, 4. Feldkirch (Vorarlberg) 192, 5. 330. Felsenberg (fürstenberg. Mannen), Conrat 2, 4. 18, 1. 20. 24. 38. 52, 6 146. 216, 7. 320. N.N. 163 S. 305. 306. Verenbach s. Vöhreubach. Fergenhans, Ludwig s. Stuttgart. Veringen s. Vehringen. Vianden (Luxemburg), Vienna, comes Sifridus 242. *Vierthäler (B.A. Neustadt) 103 s. 190 Villeneuve (bei Avignon), Villa Nova 282. Villingen (B.A.-Stadt), Vilingen 1, s. 15. 16. 2. 5, 13. 8, 3a. 9, 7. 18, 23. 19, 6. 7. 8. 26, 6. 29, 3. 5. 12. 32, 4a. 33, 8. 15. 16. 20. 21. 22. 26. 28 — 31. 33. 33a. 34. 37- 40, 4. 5. 47. 47, 1. 48, 1. 50, 2. 66, 2. 3. 4. 4a. 71a. b. i. 74. 77, 2. 85a. 86. 86, 1. 2. 91. 93, 1-4. 95, 1. 2 103 s. 193. 106. 111, 1. 2a. 118. 124. 125, 1. 2. 3. 134. 134, 2.3. 137, 4. 149. 158. 158, 7a. 8. 162, 2. 192, 4. 195. 195, 2-5. 7. s. 202, 6. 12. 204, 1. 215, 2. 216, 4. 5. 224. 234. 237. 238. 242. 250. 256. 259, 1. 261. 264. 265. 268. 269. 270. 272. 275. 284. 304. 310. 312. 316. 322. 325. 336. 336, 1. 339. — Altstadt, Kirche U. Fr. 93, 2. 125, 2. 195, 4. 202, 7. Pfründner Erhart Koub 192, 4. — Barfüsser 127 s. 226. 228. — Bickenkloster 127 s. 228. — Bürgermeister: Laurentz Arnolt 33, 8. Cfinrat v. Tanhain 312. 312, 1. Hans Egenshammer 5, 13. 40, 1. 2. Hans Herman 5, 13. 33, 28. 210, 4. Jacob Maygenberg 40, 5. Conrat Stehelin 134. 304. 316. Eberhart Welling 270. — Kirchherren: Jacobus Mall 65. Michel von Reyschach 29, 12. — Dominikanerinnen (Vettersammlung, Sammlung bei dem Obern Thor) 33, 22. 34. 40, 4. 265. — Johanniterkommende 47. 47, 1. 137, 4. 154, 2. 275. — Komture : Egen von Fürstenberg 275. Gätz von Liechtenberg 154, 2. Johans Solrer v. Richtemberg 310. — Lehrmeister Wernher Beck 195, 3. — Maß 33, s. 22. 33. 40, 3. 92. 95, 2. 11. 134, 2. 195, 4. 216, 8. 238. 284. 322. — Minderbrüder, fratres Minores 71a. b. 256.264. — Münster U. Fr. 125, 2. 195, 4. 322. — Münze und Währung 33, 12. 16. 21. 26 92. 95, 1. 11. 118. 125, 4. 234. 292. — St. Ciaren, Gotteshaus 118. — Schultheißen; Hans Bletz gen. Frankfurt 141, 3. Jacob Maygenberg 27, 3. Ludwig Rot- bletz 5, 13. 11, 7. 33, 28. Hans Starck 40, 4. 210, 3. 234. — Spital 33, 33a. 40, 5. 71b. 134, 2. 3. 195, 7. 273. 273, 1. 275. — Stadtschreiber Johans Vogel 125, 3. Vilmasperg s. Fimmelsberg. *Vilsingen (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Vil- ßingen 191. Fimmelsberg (Kant. Thurgau), Vilmasperg, Wil- mersperg 283. 299. Fischbach (O.A. Tettnang) 90, 1. ia. 6. 9. 15a. 20. Fischerbach (Bach im B.A. Wolfach) 163 s. 290. 293. *— (B.A. Wolfach) 2, 1. 18, 4. 193. 228, 1. Visel (abg. am Fiselbach bei Kappel, O.A. Ravensburg) 21, 1. 90, 1. Fitzenweiler (B.A. Ueberlingen) 208, 1. *Flachenberg (B.A. Wolfach) 163 s. 294. 295. Flachslanden (Oberelsass), Flaschlanden, Johannes 306. Flandern 126, 3. Flaschlanden s. Flachslanden. Flur, Bentz 31, 3. Vogt, Gabriel (Sekretär K. Maximilians I.) 346. — Hans (zu Radolfzell) 139. *Vöhrenbach (B.A. Villingen), Verenbach 5, 1. ie. 65. 65, 1. ia. 2. 112 s. 210. 127 s. 227. 163 s. 282. — Pfarrer Hans Hattenberger 65, 1. Volkertshausen (B.A. Stockach), Volkartzhusen 37, 13. kl ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 491 Volsch (Straßburger Geschlecht), Echarius 163 s. 304. Petter 163 s. 305. 307. *Vorderberg (B.A. Wolfach), Pforrersperg, Pfor- rensperg 163 s. 290. 291. Vorderstaygen s. Steiger), *Vorthal (B.A. Wolfach), vorm Tal 163 s. 303. Frankfurt a/M. 163 S. 307. 187. Prankreich 295. Franziskanerorden, Minderbrüder s. Franzisci 50. 264. — Custodia Lacus 50. — Custos Alsatiae Georgius Summer 50. — Provincia Alamaniae Superioris, Ober-Teutschland 50, 2 — Minister: Hainricus 50, 2. Conrad von Bondorf 71a. b. — Provincia Argentinensis 50. 168. Minister Henricus Kerrer 50, 1. — s. auch Villingen, Hausach, Schaffhausen. Frauenfeld (Kant. Thurgau), Frowenfeld 135, 6. *Fräulinsberg (B.A. Wolfach), Frölinsberg 163 S. 302. 303. Freiberg (O.A. Biberach), Michel 183. Freiburg im Breisgau, Fryburg im Brißgow 1 S. 3. 14. 2, 4. 7. 31, 2. 32, 4a. 33, 28. 56. 66, i. 71, s. 4. 85a. 90, 2a. 103 s. 190. 194. 128, 4. 141, 5. 143, s. 154, 6. 158, 3. 7. 165. 165, 1. 187. 192, 7 ö. 337. 211, 1. 2. 248. 277. 288, 1. 291. 295. 295, 1. 296. 308. 308, 1. 315. 326. 330. 341, 3. — Bürgermeister Albrecht von Kippenhein 308. 308, 1. — Dekan Nicolaus Locher 165. — Frauenmünster 103 s. 190. 128, 4. — Kaplan Hans Wetzstain 210, 2. — Grafen: Anna 306. Cunradus s. Konstanz, Domstift. Friderich 290. Gebhard s. Straßburg, Domstift. Gütfrid 257. Heinrich (f 1300—1303) 271. Sophie (Tochter Egens I.) 274, 1. Sophie (sonst unbekannt) 274, 1. — (s. auch Urach). — Johanniter, Santjohanser 163 s. 301. — Leutpriester Rodulf 248. — Münze und Gewäge 71, 3. 4. 103 s. 193. 141. 154, 2. 158, 7. 7a. 165. 165, 1. 211, 1. 2. — St. Katherinen, Kloster 103 s. 194. — Schultheißen: Hans Han 158, 7. 165. Wil- ham Lipp 18, 32. Cünrat Snewelin 296. — Spital 2, 7. 103 s. 193. 158, 7a. Freiburg (Kant.-Stadt), Fryburg 192, 7 s. 333. 334. 335. Freising (Oberbaiern), Fryßing, Bischof Sixt 31, 7. Frenkenbach (B.A. Ueberlingen) 150, 13. *Freudenberg (B.A. Pfullendorf), Frödemberg 21. 145. 324. 324, 1. Fricker (O.A. Ravensburg), Frigkin 192, 5. *Frickingen (B.A. Ueberlingen) 3, 4a. 21, 2—5. 34, 3. 79, s. 99, 17. 135, 3. 221. 221, 1. 222. 263. — St. Martinskirche 69. *Friedenweiler (B.A. Neustadt), Fridewiler 5, is. 210. 210, 4. — Kloster 8, 4a. 5a. 51. 95, 5. 103 S. 190. 191. 192. 197. 127 S. 227.141, 4.163 s. 281. 181. 181, i. 210. 210, 1—4. 240. Meisterin Dorothea Reichenbächin 210, l. 3. Prior Caspar Maurer 210. Friedingen (B.A. Konstanz), Fridingen 192, 7 s. 333. — Veronica 33, 14. 17 18. 19. 93. Hans Thüring 33, 17-19. 93. — zu Hohenkrähen: Cunrat 10, 1. Hans 126a. Hans Wilhelm 10, 1. Itelhans 116. Martin 13, 8. 40, 3. 70, s. Fryßing s. Freising. Froburg (bei Trimbach, Kant. Solothurn), Fronburg, Gräfin 29, 9. Frödemberg s. Freudenberg. *Frohnau (B.A. Wolfach), Fronow 163 s. 291. 292. *Frohnbach (B.A. Wolfach), Fronbach 163 s. 284. 292. Frohnhofen (O.A. Ravensburg) 72. Frölinsberg s. Fräuiinsberg. Fron— s. auch Frohn—. Fronburg s. Froburg. Frowen-, Unser Frowenberg s. Mariaberg. Frowenfeld s. Frauenfeld. Füetzen (B.A. Bonndorf), Futzen 103 s. 192. Fugger (Augsburger Geschlecht), die 194, 6. Fulach (Schaffhauser Geschlecht), Pollin s. Ramsberg. — s. Kubach. Fulgenstadt (O.A. Saulgau), Kirchherr Hans Myly 24, 1. Fünffinger, Hans 154, 3. 4. Fürst (Ruine, O.A. Rottenburg), Ernst 232. *Fürstenberg (B.A. Donaueschingen) 1. 5, 5. 8. 8, 4. 18, 5. 7. 12. 19. 25. 29. 33. 36. 41. 42. 33, 24. 36. 46, 3a. 53. 53, i. 54, 3. 66. 66, i. 5. 67, 1. 3. 77. 77, 2. 103 S. 191. 192. 194. 195. 112. 127 s. 225. 227. 134, 3. 141. 144, 2. 146, 8. 153, i. 160, i. 163 s. 281. 282. 165, i. 181. 181, i. 204. 204, i. 215, 6. 216, 8. 228, i. 234. 234, l ia. 235. 237, 2. 320. 326 a . 329». 344. 62* - - 492 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. Fürstenberg, Kapelle mit St. Erharts Altar 103 S. 191. 196. 137, la. 181. — Grafen, Landgrafen in der Baar: 7. 18, 40. 49. 50. 154, l. 163 s. 305. 192, 4a 5 204, i. 210. 210, 5. 215, 7. 216, 4 . 286. 286, i. 338. Adelhait v. Griessenberg 216, 2. 3. 298. 299. Adelhait v. Krenkingen 280. 280, l. Adelhait v. Zweinbrücken 309, i. 313. 313, l. Katherina 29, io. Conrad s. Konstanz, Domherren. Conrad s. Strassburg, Domherren. Conrat (f 1370) 195, l. 216, i. 2. 3. 283. 292. 298. 299. Conrat (f vor 1419) 309.309, i. 313. Conrat (f 1484) 19, 2. 3. 20. 47. 53. 66. 66, i. 2. 103 s. 194. 103, l. 141, 2. 322. 323. 323, l. 326. 329. 329, l. 329 a . 330. 331. 332. 332, l. 337. Ku- nigund 29, 9. Egen (f 1324) 268. 273. Egen Johanniterkomtur s. Villingen. Egen (f 1449) 132, i. 305. 315. 315, i. 317. 321. 322. Egen (f 1483) 5. l. 2. 13. 18, 5. 19, 4. 28. 67, i. 121. 127 s. 228. 163 s. 304. 328. 330. 331. 336. 336, l. s. 465. Elisabeth von Lupfen 29,9. 50, 7. 163 s. 308. Elisabeth, von Solms 18, 19. Verena 271. Friederich (I.) 262. Friederich (f 1617) 33, 35. Gebhard s. Konstanz, Domstift. Göcz (f 1341) 276. Hainrich (f 1284) s. Urach. Hainrich (f 1337) 195, 1. 268. 271. 277. Hainrich (f vor 1358) 284. Hainrich (f 1367) 292. Hainrich (f 1408) 204, 1. 224, 1. 301. 302. 304. Hainrich (f 1441) 54. 306. 308. 308, 1. 310. 311. 312. 312, 1. 315. 316. 317. Hainrich (f 1490) 1, s. 12. 14. 15. 5, 3.4. 5.14. 16. 18, 1-7. 9. 10. 11. 14. 18. 19, 1. 5. 23. 33. 55. 59, 3. 66, 2 95. 95a. 103 s. 194. 112. 127. 127 s. 228. 127, 1. 132. 132, 3. 5. 143, 2. 6. 7. 146. 147. 163 s. 304. 305. 307. 309, 1. 314. 314, 1. 6. 9. 10. 319. 320. 322. 325. 326\ 326% 1. 327. 327". 330 und 1-4. 331. 332. 332, 1. 333 und 1-4. 335. 335, 1. 339. 340. Hainrich (f 1499) 8a. 18, u. ie. is. 19. 19, e. 28, 1. ia. 33, 26. 33. 34. 48, 1. 67, 2. 95a. 103. 106. 106, 1. 107, 1. 112. 127 S. 228. 229. 137, la. 141. 144. 144, 2. 154. 158. 160, i. 163 s. 28i. 282. 297. 165. 190. 192, 7 S. 335. 337. 216, 5 325, 1. 339, i. 341. 341, 3. 341". 342. Hug (f 1371) 211, l. 280. 280, i. 284. 294. 294, i. 295.295, l. 300. Johann (f 1332) 276. Johann(f nach 1365) 281. 288. 288, i. 290. 291.292. 293. 295. 295 i. 296. 296 a . 297. Johann (f 1386) 211, 2. Johann (f 1443) 95a. 305. Johanna 288. 288, 1. Udilhild (Adelhilt) s. Wolfach. Wilhelm 163 S. 307. Wolfgang 1 S. 14. 5, 18. 18, 13. 16. 18 bis 21. 23—33. 35. 36. 38. 40—43. 46. 47. 19, 6. 7. 8. 10. ii. 28, i. 33, 35. 37. 39, i. 40, 5. 41, 1. 2. 3. 48, 1. 50, 4-7. 52, 7. 54, 3. 63, 2-5. 65, 2. 66, 4.4a. 5. 67, 2. 3. 93, 4. 95, 9. 103. 106, la. 107, la. 2. 112. 127 s. 228. 229. 141. 143, 9 10. 144. 146, 9. 154, 6 7. 158. 158, 9. 163 s. 281. 187. 187, 1. 189. 192, 2. 4. 4a. 193. 195. 195, 5. 6. 199. 201, 2. 204. 204, 2. 211. 216, 7. 228. 228, 1. 229. 234. 235. 237. 238. 239. 335, 1. 341, 3. 343. 344. 345. 346. Ungen. 18, 43. 47. 239, 1. — Uneheliche: Cristoffel, Hainrich, Hans 163 S. 305. — Grafschaft s. Baar. — Junker Hans 18, 5. 153, 1. — Landgerichtsstätte an der Staig 33, 37a. 98, 5. 127 s. 225. 160, 1. 163 s. 28i. 204, 2. bei den Linden 204, 1. — Schulmeister Hans von Berckin 103 S. 197. — Schultheissen: Hans Kvich 329 a . Alexius Rösch gen. Dubenest 144, 2. 210, 4. 216. Hainrich Vlkin 53, 1. — Währung 20. 33, 35. 95, 6. 111. — — Nuwe s. Neufürstenberg. Furstennberger, Gallus s. Hausach. Furtmühle (B.Ä. Pfullendorf), Furtmülli 114, 1. Ffltzen s. Füetzen. Gab, Cünradus s. Konstanz, Offiziale und Saulgau. Gächbach s. Gechbach. Gaicken s. Geigen. Galkrütin s. Kalkreute. *Gallmansweil (B.A. Stockach), Garmensweiler, Gamerßwyler 70, 4. 232. 232, 1. Gammertingen (O.A.-Stadt), Gamertingen 330, 5. *Gangenweiler (B.A. Ueberlingen), Gannenweiler 90, 1. Garmensweiler s. Gallmansweil. Gärtringen (O.A. Herrenberg), Gertertingen, Rien- hart 163 S. 306. Gattenhof (O.A. Ravensburg) 90, 6. 8. Gaucha (Zufluss der Wutach), Gouchen 103 s. 197. *Gauchenmühle (B.A. Neustadt), Gugkenmülli, 127 S. 227. Gebhardsweiler (B.A. Ueberlingen) 83, 2. ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 493 Gebräche, Gebrecht s. Prechthal. ^Gebrochen Gutenstein (Ruine, Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Nidergüttenstain 110. Gebtenhausen (abgeg. bei Öfingen, B.A. Donaueschingen), Geptenhusen 134, l. *Gechbach (B.A. Wolfach), Gächbach 2, 4. 163 5. 289. 290. 292. *Geggingen (B.A. Messkirch), Göggingen 84. 84, 1—7a. 108, 2. 126, 2. Geigen (O.A. Ravensburg), Gaicken 90, 6. 8. *Geisingen (B.A. Donaueschingen), Gießingen, Gysingen, Güßingen 11, 7. 18, 47. 20. 29, i. 48. 48, l. 06, l. 95. 95a. 95, n. 112 s. 210.121. 127 s. 226. 144, 2. 160, 2. 195. 195, 1. 215, 6. 10. 216. 216, 1. 3—8. 228.235 s. 465. — Landgerichtsstätte bei st. Walpurgkirche 33, 37a. 204, 1. — St. Walpurgkirche 121. — Schult- heissen: Hainrich von Buch 215, 6 216. Conrat Metzger 144, 2. — Stadtschreiber Bernhart Zürn 18, 41. — (Bürgergeschlecht), Conrat, Hainrich, Johans 195, 1. Geislingen (O.A. Balingen), Gißlingen 153, 4. Geispolsheini (Unterelsass), Conr. 285. — Nicolaus archipresbyter 285. *Gelbach (B.A. Wolfach) 163 s. 284. Geldern 163 s. 307. 192, 1 s. 336. Geltrechinger (Waldshuter Bürger), Wernher 154, 3. 4. 5. Gengenbach (B.A. Offenburg) 1 (s. 1.) 189. 296. 313. — Kloster 39. 39, 1. 163 s. 289 293. 193. 201, 1. 228, 2. Äbte: Batt 193. Bechtoldt 228, 2. Philips 39, 1. Sigmund 39. — Schultheissen : Reinbolt v. Dunczenhein 303. Wilhelm v. Landegk 9, 6. Berchtolt von Schneyt 291. Ege- nolf v. Walstein 9, 3. Gent (Ostflandern) 126, 3. Gerenberg s. Göhrenberg. Gereut (abg. bei Geisingen, B.A. Donaueschingen), Gerät 216, 7. Gerhartwylr s. Geroldsweiler. Geroldseck (Hohengeroldseck, B.A. Lahr), Ge- roldisecge 2, 2. 6. 9, 4. 6. 63, 2. 3. 163 s. 302.304. 314, 1. 6. — die von: 41, 3. 146, 2. 7. 163 s. 286. 306. 239, 1. Küngod v. Montfort 9, 7. 8. 41, 1. Cünlin 63, 2. Diebolt, Tiewold 2. 2, 2. 9, 9, 1. 3. 4. 7. 29, 5. 41. 52, 4. 55. 59, 2. 63. 146, 3. 314 und 1. 4. 6—8. 10. II. 327. Gangolf 9 und 5-8.18, 2. 41. 41, i. 63. 63, s. 109. 146, 3. 4. 163 s. 306. 307. Georg 52, 2. 300. 314, 6. Georg s. Strassburg, Domstift. Hans 9, 3. 314, 6 Hein- rich9, 1. 2. 242,314 und 1. 4. 6-8. 10. 11. Walther 9. 9, 1. 41. 314, 6. — Walther s. Strassburg, Domstift, — Bastard Hans 9, 3. — gen. von Tüwingen: Heinrich 295. 295, 1. 296. Walther 290. 295. 295, 1. — zu Lar: Fridrich 295.295, 1. Heinrich 296. Johans 295 und 1. — zu Sulz: Hans 314. 314, 1 6. 9. 10. Heinrich 9, 1. 314. 314, 1. 6. 9 10. Jörg 9, 1. 314. 314, 1. 6. 9. 10. Walther 296. — (O.A. Sulz) 163 s. 304. — (Unterelsass), G. in Vasago, Fridericus, Hugo 290. Geroldsweiler (O.A. Sulz), Gerhartwylr 163 s.307. Gertertingen s. Gärtringen. Gerüt s. Gereut, Gescherswiller s. Göschweiler, Gessenniülli (bei Waldbeuren, B.A. Pfullendorf zu suchen) 114, 1. Gewberg s. Göberg. Gießingen, Gysingen s. Geisingen. Gilgenberg (Kant. Solothurn), Gülgenberg, Hans lmer 154, 6 Gippich, Gippichen s. Ippichen. Glatt (1. Nebenfluss des Rheins) 192, 7 s. 334. Gletner s. Klettmen. Glotterthal (Ober-, Unter-, B.-A. Waldkirch), Glotter 5, 2. Gmünd (O.A.-Stadt), Schwäbisch Gmünd 164. — (O.A. Tettnang) 101. Gmnnden (Oesterreich ob der Enns) 61. Gnepner s. Knäpplerhof. Göberg (Schaffhauser Geschlecht), Gewberg, Gou- berg, Göwberg, Anna geb. v. Ryschach 11, 11. 12. 95, 6. 160, 1. Beatrix 215, 5. Hans 11, 6a. u. 12. 95, 6. 160, 1. 215,5-Jacob 8.11, 6. 6a. 11. 12. 46, 2. 336, 1. Jörg 11, 11. 12. 95, 6. 160. 1. 225. 341 a . Ungen. 95, 5. Göffingen (O.A. Riedlingen) 31, 4. Göggingen s. Geggingen. Göhrenberg (nördl. Markdorf, B.A. Ueberlingen), Gerenberg 97. Goldast (Konstanzer Geschlecht), Heinrich 150, la. jH 494 ORTS- UND PERSONENVEEZEICHNIS. Goldbach (B.A. Ueberlingen), Goltpach 94. Goldlj Hainrich s. Zürich. Gorheim (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Gorhain 12. *Göschweiler (B.A. Neustadt), Gosserswyler, Ge- scherschwiller 103 s. 191. 194. 141, 4. 154, i. *Gossingen (abg. bei Neidingen, B.A. Donaueschingen) 20. 127 S. 226. 228. 163 S. 281. Gottmadingen (B.A. Konstanz), Gutmatingen 192, 7 S. 333. Götz, Matheuß 27, 2. Gotzritter, Johannes, gen. der alte Schülmaister 79, 8. Göuberg, Gowberg s. Göberg. Gouchen s. Gaucha. Gradner, (Tiroler Freiherren), Bernhard 104, 3. Grafeneck (O.A. Münsingen), Graupfnegk, Erhart 164. Hans 164. Wilhalm 164. Grafenhausen (B.A. Bonndorf), 154, 3. — Vogt Ruedi Mayer 162. — Propst Rudolf Kündig 154, 4. Graff (Freiburger Geschlecht), Grauf 103 s. 190. 194. 143, s. 158, 3. Gräitz s. Graz. Grämlich s. Gremiich. Graneck (Burgstall bei Niedereschach, B.A, Villingen) 317. Grasbeuren (B.A. Ueberlingen) 83, 2a. Graupfnegk s. Grafeneck. Graz (Steiermark) Gretz, Gräitz, 11. 11, 5. 73. 77. 327 a . Grebern s. Gröbern. Gremiich (Pfullendorfer Geschlecht), Grämlich, Cünrat 133, 2. 3. (vgl. Pfullendorf). Frid. 84, 1. H. s. Linz. Hainrieb s. Pfullendorf. Hans 70. 133, 2. Herman 84, 1. Rudolf 263. 266. Vir. 84, 1. Wilhelm 13, 2a. TJngen. 14.— zuKruchen- wifi, Hans Ludwig 133, 3. — zu Hasenwyler, Wilhalm 3, 2. 122. 122, 6 . 156. — zu Men- ningen, Hans 136. 136a. 1. — zu Zustorf, Cflnrat 99, 3. vgl. Zusdorf. Griengen s. Kriegerthal. Grieningen s. Grüningen. Griessen (B.A. Waldshut), Grießhein, Appolonia 128, 3a. Hainrich 205. Sewfrid 205. Wilhelm 77, 3. 85, 2. 128. 128, 3a . 129 s. 232. 170. Griessenberg (Kant. Thurgau) 299. — Adelhait 216,2.283,299. Hainrich 283.Lüttold216,2.283. Grimmelshofen (B.A. Bonndorf) 101, 2. Gröbern (B.A. Offenburg), Grebern 143, 9. *Grub (Stab Mühlenbach, B.A. Wolfach), 163 S. 295. *Grube (Stab Kirnbach, B.A. Wolfach), vf der Gruob 142. 142, 1. 146, 9. 163 s. 283. 285. *Grünburg (Burgstall bei Unadingen, B.A. Donaueschingen), Grünburg, Berhtolt gen. Salzuas 278. Burkart 8, 1. 278. Katherina 8, 1. Cünrat 278. Hugo 8, 1. 278. Johann, Hans 8, 1. Johann, Priester 8, 1. Johann, Barfüsser 8, 1. Luckbart 8, 1. Peter 8, 1. 278. Wernber 8, 1. Wernher gen. der Checbeller 278. — s. auch Blumberg. Gründelbuch (B.A. Stockach) Grundelbuch 94. Grünenberg (B.A. Konstanz), Hainrich 13, 6a. Hermann 306. Wilhalm 314, 8. Grüningen (B.A. Villingen), Grflningen, Grieningen 5, 18. 19, 7. 8. 9. 33, 37. — (O.A. Riedlingen) 24. *Grünwald (B.A. Neustadt) 103 s. 191. — Kloster 235. *Grümvangen (B.A. Ueberlingen), Kriewangen 179. Gruob s. Grube. Guertwil s. Gurtweil. Gugkenmülli s. Gauchenmühle. Gülgenberg s. Gilgenberg. Gundelfingen (Hohen-, Nieder-, O.A. Münsingen) 73. 105. 185, 1-4 217. 217, ia. — Freiherren: Anna 24, 3. Barbara s. Buchau. Cünrat 140, 1. Degenhart 24, 2. 4. 33, 18. 71. 71a. 110. 140, 1. Erhart 24. 24, 5. 6a. 73. 73, 1. 3. 110. 140. 140, 2. 176. Georg, Jörg 5, 11. 24. 24, 6. 73. 73, 1. 87. 87, 1-5. 97. 97, 1. 105. 110. 113. 114. 140, 2 217, ia. Magdalena 29, 9. 110. Swygger, Schweygkart 24a. 7. 73, 3. 87, 5. 140, 1. 2. 217. 217, 2. Stephan 24. 2a. 7. 87, 5. 140, 2. 217. 217, 2. Waltpurg 24. 110. Wilhalm 24, 2. 4. 71. 71a. 110. 216, 5. Ungen. 187. Gundelfinger, Hans gen. Mulhans 110. Gundertweiler (abg. bei Markdorf, B.A. Ueberlingen), Gundertswil 208, 1. Güntersthal (B.A. Freiburg) 10, 1. Gurk (Kärnten), Bischof Johans 295. 295, 1. *Gürtenau (B.A. Wolfach), Gürtny 163 s. 294. Gurtweil (B.A. VValdshut), Guertwil 104, 1. Gußingen s. Geisingen. ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 495 Gutach (Fluss, später Wutach), Güttach 103 s. 193. — s. auch Wutach. *— (abgeg. bei Neustadt), Güta 103 s. 190. — (Zufluss der Einzig) 300, l. — (B.A. Wolfach) 163 s. 290. 300, 1. Gutenstein (B.A. Messkirch), Guttenstain 126, 2. — s. Ramsberg. — s. Gebrochen Gutenstein. Güterstein (O.A. Urach), Kloster 182, 1. *Gutmadingen (B.A. Donaueschingen) , Gütmattingen, Göttemtingen 20. 95. 95, 8.11. 103 s. 194. 127 S. 226. 229. 132. 132, 1—7. 163 s. 282. 216. — Kirchherr Conrad Henne 132, 5. Gütmatingen s. Gottmadingen und Gutmadingen. Güttach s. Gutach. Güttemtingen s. Gutmadingen. Guttenstain s. Gutenstein. Habchesen s. Habsheim. *Habsberg (Burgstall bei Warmthal, O.A. Riedlingen), Hapspurg 87. 87, 1. 5. 110. — (wohl Hasberg, baier. B.A. Mindelheim), Haps- burg, Hasperg, die von 33, 9a. 35. Barbara von Absperg 33, 26. 125. Barbara von Knöringen 33, 19. 19a. 23. 93. Diebolt 18, 12. 33, 19 19a. 20. 22-24.26. 93. 93, 3. 125. Virich, Vtz 33, 9a. 25—29. 125. Habsburg (Kant. Aargau) 128, 1, — Grafen, Herren zu Loffenberg: Götz 211, 1. Hans 211, l. 280. 280, l. 295. 295, i. Rudolf 211, i. — Grafschaft 77. 77, 2. Habsheim (bei Mühlhausen, Oberelsass), Habchesen 192, 7 S. 334. Habsthal (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Kloster 122, 2. Hachberg s. Hochberg. Hademarspach s. Harmersbach. Hafifenberg, Ludwig 30. Hagen s. Böge. Hagenau (Unterelsass), Hagnöe, Hageno, Hage- naw 295. 295, l. — Conradus 285. — Land- vogtei 346. *Hagenbuch (B.A. Wolfach) 7. 143, 9. 163 s. 290. Hägew s. Hegne. Hagg (Rottweiler Geschlecht), Hägk, Bernhard 325. — Hans von Waldow 336. —, Steffan zu Zussdorf 135, 4. Hagnau (B.A. Ueberlingen), Hagnow 25. 90, i. 150, 13. Hagnoe s. Hagenau. *Hagsbach (B.A. Wolfach) 163 s. 295. 298. *Hahnennest (B.A. Pfullendorf), Hänennest 21. 145. Haid— s. Heid—. *Hayingen (O.A. Münsingen) , Haigingen 110. 140. 140, i. 2. — Schultheiss Hans Bauwman 105. — Stadtamman Wernher 140, l. Hailfingen (O.A. Rottenburg), Hälfingen, Albrecht 327. Barbara 185, l. 3. 4. 327. Hans 327. Mar- quart 327. Vrfiela 327. Wilhelm 327. Hailtingen (O.A. Riedlingen), Haultingen 31, 5. Haimbiirge (Villinger Bürger), Hainbürg, Cfinrat 265. 270. Hans 304. Hayndingen. Hayningen s. Hondingen. *Halbmeil (B.A. Wolfach), Halbenmil 18, 20. 25. Hälfingen s. Hailfingen. Hall im Innthal (Tirol) 37, 5. 19. 20. 21. 87, 3. 170. 194, 2. Hallau (Kant. Schaffhausen), Hallow, Hallauw 10, 2. 32, 5. 85, 3. 192, 7 s. 333. 334. Hallsperg s. Heilsberg. Hallwil (Kant. Aargau), Hallweil, die v. 104, 2. Haltingen (B.A. Lörrach), Pfarrherr Berthold Rechbog 306. Han (Junker im Breisgau), Hans s. Freiburg. Handingen s. Hondingen. Hänennest s. Hahnennest. Hannenstain s. Heimenstein. *Happach (B.A. Wolfach) 81. 81, 1. Happenweiler (O.A. Ravensburg) 150, 3. Häppin, Elisabeth 86. Hapsburg s. Habsburg. Härdern s. Herdern. Haressen s. Harresheim. Harm s. Sulz. Harmersbach (B.A. Offenburg), Hademarspach 229. 291. 296. 297. — Martin 59, 1. — s. Zell. *Harresheim (B.A. Ueberlingen), Haressen 208, 1. 227. Harscher, Hans 327. Härsperg s. Hersberg. Hartenegg (O.A. Ludwigsburg), Hertneck 232. Hartenstein (Burgstall an der Lauchart, Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Hörtenstain , Herten- stain 169. — Brun 140. Jörig 24. ■M 496 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. Hartzer (Konstanzer Bürgergeschlecht) 299. Hartzesser, Dr. Jörg 113. Hasala, Haselach s. Haslach. Hase, Junker Cnnrat s. Munderkingen. Haseler, Rudolf der 277. Haselstauden s. Im Thurn. Hasenstein (O.A. Ravensburg), Jacob 83. Hasenweiler (O.A. Ravensburg), Hasenwyler 3, 2. 122. 122, 6 . 156. *Haslach (B.A. Wolfach), Haselach, Hasala, Hasila 2. 2, 4. 7. 5, 5. 18, 7. 18. 43. 23. 52, 5. 63, 2. 89. 107. 107, 1. 2. 3. 143, I. s. 9. 163 s. 283. 287. 288. 290. 293. 297. 298. 299. 304 305. 307. 308- 201, i. 211, i. 2. 280. 294, i. 300. — Cano- nicus Conrad 253, l. — Kirchherr Nicolaus Renner 143, 8. — Dominikaner 107, 3. — Ple- banus Eysenhardus 107, 3. — Schultheissen: Paulus Buman 52, 5. 59, 3. 163 s. 297. 299. Ludwig Kelbelin 2, 1. Conrat Girn 163 s. 306. 307. — Schulmeister Michel Stumpf 143, 8. — s. Unterhaslach, — (Zufluss der Gutach im B.A. Neustadt) 103 s. 193. Haslach-Mühle (O.A. Ravensburg) 72. Hasperg s. Habsberg. ""Hattingen (B A. Engen), H. vff den Eggen, 13, 8. 66, 5. 82. 82, 1. 2. 2a. 203. 203, 1. Haultingen s. Hailtingen. Haus, vom (Oberelsäss. Geschlecht), Hufi, Bar- tholoniee 66, 3. *Hausach (B.A. Wolfach), Hussen, Husen, Haw-. senn 1 s. 7. 15. 16. 2, 4. 18, 1. 3. 4. Li. 14. 18. 24. 28. 35. 38. 40. 43. 41, 2. 50, 3. 4—7. 143, 1- 6. 7. 9. 146, 2. 163 S. 283. 287 — 290. 292. 293. 296. 304—308. 281. 291. 300, i. 326», i. — Kirche st. Moritz 50, 5. 7. 163 s. 307. 308. — Vögte: Gallus Fur- stenberger 106, i a . 201, 1. Wilhalm Humel von Stouffenberg 314. 314, l. 10. — Franziskanerkloster st. Sixti 50. 50, l. 2. Kapelle st. Sixti 50. 50, i. *Hausen (im Aitrachthal, B.A. Engen), Husen, Hawisen, Huwsen 112, s. 210. 160, 2. 216. 216, r,. 234. *— vor Wald (B.A. Donaueschingen), Husen an der Bare, vor dem Wald 103 s. 192. 111. 111, 1. 2. 2a. 137, 4. — St. Peterskirche 202, 1.3. *— am Ballenberg (B.A. Engen) 66, 1. 124. 124, 1. 170. — (B.A. Messkirch) 30. — Cristoffel 183. Eberhart 30. 30, 1. 183. Martha 30. Merck 183. Sixt 30, 1. 151, 2. 183 (s. auch Heiligenberg, Vögte). *Hauserbach (B.A. Wolfach), Huserbach 2. 2, 4. 50, 5. 163 S. 291. 292. 298. 307. Hausseggen, vff den (Gegend zwischen Schüssen und Theuringer Ach) 90, ia. Hawsen s. Hausach. Heben s. Hewen. Heffingen, Hefingen s. Höfingen. Hefigkofen (O.A. Tettnang), Heuikouen 90, 1. u. 6 8. 9. 15a. 20. Hegau, Hegow, Hegaw , Hogow, Hegew, Hegy 13, s. 18, 4i. 71, 3. 91. 92. 116, 2. 139. 150, 8. 192, 2. 3. 7 s. 333 337. 215, 2. 334. — Land- grafschaft H. und Madach (Neuenbürg) 49. 68, 2a. 70, 2. 77. 90. 94. 94, i. 194, 7. 289. 289, 1. — Landrichter: Jos v. Ryschach 70, 2. Hans Stähelly 70, 3. 4. — s. auch Neuhausen, St. Georgenschild. Hegbach (O.A. Biberach) 244% 1. — s. Heubach. Hege s. Hegi. Hegebach s. Hepbach. Hegew s. Hegau und Hegne. Heggelbach (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), 145. Hegi (Kant. Zürich), Hege, Hug 104. — s. Hegau. Hegne (B.A. Konstanz), Hegew, Hagew 98, i.ib.2. Hegow s. Hegau. *Heidbremen (B.A. Ueberlingen), Haidbremen 135, 4. 138. *Heidburg (B.A. Wolfach), Haidburg 62. 163 s. 296. 297. — Burgvogt Bläsi 163 S. 297. Heidelberg (B.A.-Stadt) 1 s. 15. 2, 6. 212. *Heidenhofen (B.A. Donaueschingen), Haidenhouen 103 S. 193. 127 S. 226. 163 S. 282. 192, 4.4a. — Pfarrer Alexander 214. *Heiligenberg (B.A. Pfullendorf), Hailigenberg 3, 2. 4, 3. 5, 17. 17, 3a. 21, 2-5. 25. 25, l. 2. 34, 2 45. 45, i. 2. 64. 72. 90. 90, 1-3. 6-12. i5a. 20. 96. 97. 99. 99, 4. n. 13. 17. 114. 114, 1. 122, 4. 133. 135. 135, 4. 5. 6. („Werdenberg«) 7. 152 s. 265. 171. 174. 177. 184. 198. 221, 1. 222. 223, 2. 317 a . 317% 1. 328\ — Vögte: Conrat Bischof 3. 3, 1. 4, 3. 15, 1. 17. 25. 25, 1-3. 90, 1. 97. 150, 3. Hans Boscher ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 497 4, 5. 17, 3. 21, s. 135, 5. 207. Jörg Varer 75. 79. 79, i—3. 6. 7. 90, l. Jacob von Hasenstain 83. Sixt von Husen 17, 6. 99, 18. 223, 2. Hans Reckembach 3, 3. 17, 4. 119. 166. Jörg von Sunthein 135, 6. 221. — Grafen s. Werdenberg. — Landrichter: Martin Keller 3, 4a. 34, 3. 79, 8. 99, 17. 135, 3. Hans Tyringer 3, 4. 17, 2. 99, io. 13. 135, i. Hainrich Marquart 79, 8. Johans Staynman 99, 2a. Heiligkreuzthal (O.A. Riedlingen), Kloster 46, i. Heilsberg (Ruine bei E bringen , B.A.Konstanz), Hallsperg 33, 32. 192, 2. 7 S. 333. Heimenstein (Ruine bei Seuzach , Kant. Zürich), Hannenstain (wohl verschrieben für Haimen- stain) 283. Heitersheim (B.A. Staufen), Heitterschen, Komtur 163 S. 305. Helfenstein (Burgstall, O.A. Geisslingen), Helfin- stein, Grafen: Bernhard 13, 1. Ebirhardus 242. Friedrich 164, 1. Hans 13, 1. Virich 314, 8. *Helmsdorf (B.A. Ueberlingen), Hermenstorf 150, 1. 3. — Cünrat 150, 1. ia. 2. Ludwig 97.152, 1. Petter 150, üb. 15. Virich 5, 15. 96. 119. 119, 1. 150. 150, 3. 6—8. 12. 14. 14b. 152. Helmstadt (B.A. Sinsheim), Hans 30. Hemmenthai (Kant. Schaffhausen), Hemmendal 66, 1. Hennenstein s. Hünenstein. *Hepbach (B.A. Ueberlingen), Hegebach 90, 1. 244 a . 244% 1. Herblingen (Kant. Schaff hausen) 18, 17. 32, 4. Herderer (Rottweiler Geschlecht), Härdrer, Wern- hart 11, 12. Herdern (Kant. Thurgau), Härdern 283. — (B.A. Freiburg) 308. Herelspach s. Herrlinsbach. Heremitarum monasterium s. Einsiedeln. Hericourt (Dep. Haute Saöne), Ellinkurt 163 5. 307. Hermenstorf s. Helmsdorf. Herrlingen (O.A. Blaubeuren), Horningen, Virich 30. Herrlinsbach (Bach, B.A. Wolfach), Herelspach 115, 2. 143, 1. Hersberg (B.A. Ueberlingen), Härsperg 5, 15. 150, 3. 16. 208, 2. Hert— s. auch Hart—. VII Herter (von Hertnegg, Schwab. Rittergeschlecht), Anna 232. Wilhalm 212. 232. Herxheim (bei Landau, baier. Pfalz), Herxen 163 S. 307. *Herzogenweiler (B.A. Villingen), Hertzigenwilr 5, 4. 106. 127 S. 227. 163 S. 282. 195, 8. Hesselbach (B.A. Oberkirch), Heselnbach 286. Hetzenhuser (unbekannt, bei Alpirsbach zu suchen) 219. Heubach (Bach im B.A. Wolfach), Hegbach 109. 146. 163 S. 283. 287. *— (B.A. Wolfach) 163 s. 303. 307. *Heudorf (B.A. Messkirch), Hewdorf, Hödorf, Howdorf, Höudorf, Hodorf, Houwdorf 108, 2 113. 126, 2. 218. 260. — Pfarrkirche U. Fr. 70, 9. — (O.A. Riedlingen) 31, 3. 110. — (Hof, bei Hundersingen zu suchen) 185, 1. —- (B.A. Stockach), die von 37, 13. Albrecht 26, 2. Anna 232. Berhtolt 139, 1. Bilgri 5, 5. Burkhard 98. Caspar 26. 26, 2. 3. 70, 4. Do- rothee 98, 5. 6. Engela 139, 1. Hainrich, Kirchherr s. Boll, Hans Mathis 68, 2. Margreth 33, 11. Ortolf 26, sa. 64, 1. 68, 2a. 70, 4. 5. 183. Ursula 98. 98, 5. 128, 3. Wilhelm 326. — zu Almfltt, Hans 68, 2. — zu Aulfingen: Burkhard 98, 3. 5. 215, 4. Hainrich Sigmnndt 98, 4. 5. 9. 215. 215, 3. 4. 7. s. 465. Hans 321. — zu Boll: Caspar 70. 70, 2-5. — zu Langen- steiu: Hans Matheyss 98, 3. 5. 7. — zu Stühlingen: Anna 85, 2. Burkhart 85, 2. — zu Waldsberg: Albrecht 70, l. 3. 4a. 5. 6. Caspar 68, 2. 70, 1. 321. Ortolf 26, 2. 3. 3a. 5. e. 68, 2. 70. 70, 1-9. 232, 1. ia. Vrsula 70, 5. Heudorfer, Hewdorfer, Melchior 215, 10. Heuikouen s. Hefigkofen. Heuwen s. Hewen. Heuwyler s. Hönweiler. Hewdorf s. Heudorf. *Hewen (Hohenhewen, Ruine, B.A. Engen), Ho- wen, Heuwen, Altenhewen, Heben 6. 13, 8. 16. 26, 3. 5. 29, 7. 32, 5. 6. 33, 19. 37. 37, 2-6. 11. 13. 20. 21. 22. 49. 61. 61 , 1. 3. 64. 74, 2. 77. 77, 2. 86. 92. 94, 1. 95, 8 . 98, 4. 7. 116. 124. 124, 1. 125. 160, 2. 170. 192, 7 s. 333. 194, 7. 203. 213 s. 375. 38i. 215, 4. 318. — Vogt Mi- chahel Walthar 215, 6. — von: Burkhard s. Konstanz, Domherren. 63 m ^M ■ 498 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. Katherina 29, 10. Clement 299. Conrad 29, 10. Friedrich 37, 11. 12. 16. Hainrich 299. Hain- rich [Bischof von Konstanz] 37, 16. Hainrich, Domherr s. Strassburg. Johannes 29, 10. Mangold s. Engen, Kirchherren. Peter 29, 7. 10. 37. 37, 1-7. 9-22. 61, 1. 64. 64, 2. Rudolf s. Konstanz, Domdekane. Wolf 29, 7. 37,3.11-14. 17; Ungenannt 37, 13. 296 (s. auch Engen, Kirchherren). *Heweneck (Ruine bei Immendingen, B.A. Engen), Hewnegk, Heuwenegg 37, 3. 4. 21. 61. 61, 3. 91, 1. 95, 5. 102. Hewruty s. Höhreute. Hilpoltswilr, Hiltboltswiler s. Hippetsweiler. Hilzingen (B.A. Engen), Hültzingen 18, 33. 53, 1. 80. 192, 7 s. 333. 230, 1. *Himlingen (abg. bei Neidingen, B.A. Donaueschingen) 20. 103 s. 192. Hinderofen (Wangner Junkergeschlecht), Hans4, 6. Hinnenstein s. Hünenstein. Hinterhof (B.A. Wolfach) 163 s. 290. *Hintschingen (B.A. Engen), Huntschingen 48. 48, 1. 95. 95, 3. 11. 216. Hippetsweiler (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Hilpoltswilr, Hiltboltswiler 4. 4, 2. 5. Hirschhorn (Hessen), Philipß 212. Hirtzbach (Oberelsass), Hans &6, 3. Hochberg (B.A. Emmendingen), Hachberg 211. 211,3. — Markgrafen, Herren in Rottelen und Susenberg: Anna 306. Verena 306. Rudolf (f 1428) 302. 306. Rudolf (f 1487) 49. Wilhelm 315. 315, 1. 323. — Markgrafschaft 59. *Hochemmingen (B.A. Donaueschingen), Emingen vor Wald, Oimingen 103 S. 192. 127 S. 226. 163 s. 28i. 2S2. 195. 195, 1-8. 254. 277. — Vogt Peter Albrecht, 103 S. 193.132, 5. (s. auch Baar: Obervögte). Hochennegk s. Hohenegg. Hochfelden (Unterelsass) 9, 7. Hochfirst (Berg zwischen Neustadt und Lenz- kirch), Honfurst 154, 7. Hochmössingen (O.A. Oberndorf), Hocbmessingen 5, 12. Hodorf s. Heudorf. Hof (bair. Stadt in Oberfranken) 18, 10. — von (Konstanzer Geschlecht) 29, 10. Höfen (in Friedrichshafen aufgegangen), Grotteshaus 99, 14. Höfen (Kant. Thurgau), Hoffen 299. Hoffeweyler s. Hofweier. Höfingen (O.A. Leonberg), Hefingen, Heffingen, Truchsessen: Verena 27, 1. Ludwig 232. N. 104, 3. Hofler, Herman, Baumeister 216. *Hofstetten (B.A. Wolfach) 59a. 59, 2. 3. 163 8. 296. 297. 304. — Vogt Conrad Gifiler 163 S. 297. Hofweier (B.A. Offenburg), Hoffeweyler 288. *Höge (bei Homberg, B.A. Pfullendorf), Hagen 72. 99, 18. Hogow s. Hegau. Hohenbach (wo ?) 277. Hohenberg (O.A. Spaichingen), Hohemberg 87, 3. — Grafen: Albert s. Konstanz, Domstift u. Wien. Rudolf 150, 1. Sigmund 58. 324, 1. Un- gen. 29, 9. Hohenbodman (B.A. Ueberlingen), Vogt Hainrich Bader 38, 2. Hohenegg (O.A. Ludwigsburg), Hochennegk, Ang- nes 26, 5. Hohengeroldseck (B.A. Lahr) s. Geroldseck. Hohengundelfingen (O.A. Münsingen) s. Gundel- fingen. Hohenklingen (Kant. Schaffhansen) 342. Hohenkrähen (B.A. Engen), Hohenkrayen, Crägen s. Friedingen. Hohenrechberg s. Rechberg. Hohentrins (Kant. Graubünden), Hohentrüns 37, 22. Hohentwiel (bei Singen) 206. — s. auch Klingenberg. Hohenzollern s. Zollern. *Höhreute (B.A. Pfullendorf), HSwenrütty, Hö- rüte, Hewruty, Höwrüti, Hoüruti 4. 4, 2—6. Hollstädten (abg. bei Ertingen, O.A. Riedlingen), Holtzstetten 24, 1. Holtzenhuser (nach Schenkenzeil gehörig, jetzt?) 163 S. 303. Holtzstetten s. Hollstädten. Holzach (B.A. Stockach) 70, 1. *Homberg (B.A. Ueberlingen), Honberg 15a. 72. 99, 18. — s. auch Limpach. — s. Homburg. Homburg (B.A. Stockach), Honburg, Homberg 192, 7 s. 333. 330. — Burkart 33, 14. 17. 330 und 1—3 Buppelin 33, 13. Cunrat 75, 1. Fronick ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 499 33, 13. 14. 17-19. 93. Hainrich 84, l. 261. Wolfgang zu Krüchenwyfi 21, 5. 133, 3. 3a. Honberg, Honburg s. Homberg, Homburg. *Hondingen (B.A. Donaueschingen), Hayndingen, Hayningen , Handingen 53. 53, i. 103 s. 191. 194. 103, l. 112 s. 2io. 224. 224, i. Honfurst s. Hochfirst. *Honstetten (B.A. Engen), Hunstetten 92. 139. 139, 1. 2. 2a. 170. Hönweiler (O.A. Oberndorf), Heuwyler 219. Höppliu (Bürger zu Saulgau) 35. 35, i. Horb (O.Ä.-Stadt), Horw 18, 43. 326\ 326% i. — Eberhard clericus 253, i. Horbnrg (Oberelsass), Bertold s. Strassburg, Domstift. Horemberg s. Hornberg. Horgen (O.A. Rottweil) 273. 273, i. Horgenzell (O.A. Ravensburg) 90, i a . *Horheim (B.A. Waldshut), Horhain, Horhan, 128. 128, 1-4. *— Höfe (B.A. Waldshut), Lüteslöw, Lüthes- louw, Lutischlow 128. 128, 4. 5. Höri, die (Halbinsel im Untersee) 11, 4. 18, 33. Hornberg (B.A. Triberg), Horemberg 9, 6. 33, 16. 143, 2. 163 s. 290. 305. 211. 239, l. 2. 319. — Vogt Virich Eckhart 239 und 1—3. — die von: 300. 300, 1. Bärbel 89. Ludwig 89, 1. — (B.A. Bonndorf) 129 s. 232. Horningen s. Herrlingen. Hornstein (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Bernhardt 19, 11. Hans 31, 3. Herman 31, 3. Ludwig 24, 1. Virich 117, 1. Wendel 116. Hortenstain s. Hartenstein. Hörnte s. Höhreute. Horw s. Horb. Höudorf s. Heudorf. Hoüruti s. Höhreute. Houwdorf, Howdorf s. Heudorf. Ho wen s. Hewen. Howenrütty s. Höhreute. Howrüti s. Höhreute. Hubertshofen (B.A. Donaueschingen), Hubertsch- houen 18, 9. 127 s. 227. 163 s. 308. Hubischair (Rottweiler Geschlecht), Burcardus, Trutwinus, Hainricus, Rudolfus, Ulricus, Wille- birgis 254. Hubschman, Hubeschman , Anna 277. — Jacob 59, 2. Hüfflinger, Hainrieb, Burgvogt s. Wartenberg. *Hüfingen (B.A. Donaueschingen), Huffingen 8, 2. 3. 4. 18, 9. 10. 15. 19, 9. 21, 5. 27, 2a. 3. 3a. 33, 7. 12. 21. 23. 24. 77, 3. 78. 93, 4. 103 S. 192. 106. 111, i. 2. 112 s. 210. 137, i. 4. 154, 2. 158, 1. 5. 181, 1. 192, 2. 202. 202, 1-13. 215, 2. — Kapelle st. Lienhart 202, 3. — Maler Johannes 202, Ha. — Pfarrkirche U. L. Fr. 78. — Schultheissen: Cosman Beringer 202, 9. Cun- radt Scherer 106. 137, 1. 202, 3. — Währung 8, 4. — s. auch Schultheiß (Familie). — Cunrat 278. Hültzingen s. Hilzingen. Hummel (von Staufenberg), Hümel, Burkart 9,2. 314. Jacob 58. 58, 1. Wilhalm s. Hausach. Ungen. 163 s. 285. Humpiss (Ravensburger Junkergeschlecht), Frid- rich 138. Hundersingen (O.A. Münsingen) 185, 1. Hundwil (Kant. Appenzell A. R.) 18, 39. *Hünenstein (abg. bei Trochtelfingen, Hohenzoll. O.A. Grarnmertingen), Hennenstein, Hinnenstein 209, 4. — St. Nikolauskapelle 209, 5. Hunstetten s. Honstetten. Hüntschingen s. Hintschingen. Hurach s. Urach. Hürrlingen (B.A. Bonndorf), Hürlingen 170. Husen (welches?), Berchtold 277. — s. Hausach, Hausen. — Hussen s. Hausach. Huß s. Haus. Huwsen s. Hausen. Jäger gen. Speth von Immendingen, Jeger: Anna 29, 7. Hainrich 95, 1. 3—5. Hans 29, 7a. 8. 95, 9. 11. 220. Wilhelm 18, 19. 29. 29, 4. 6-8. 32. 32, 4. 71. 71, 4. 74. 95, 1. 5. 7. 98, e. 118. Ungen. 29, 10. 103 s. 194. 127 s. 226. Ibach (O.A. Ravensburg), Ybach 72. Ybelbach s. Ubelbach. Iberlingen s. Überlingen. Ibrach s. Uberauchen. Yegendorf s. Uigendorf. Jettkofen (O.A. Saulgau), Jekouffen 148. Ifflinger (Rottweiler Geschlecht), Vfflinger, Vf- linger, Conrat 125, 3. Jeronimus (zu Schaffhausen) 10, 3. Ungen. 163 s. 282. 63* —w f?L. ■ 500 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. | : Ihnthal s. Innthal. *IUinensee (B.A. Pfullendorf), Ylmensew, Ylmen- soe, See: 21, 5. 276» und 1. — Dorf: 114, 1, 2 263. 276». *Illwangen (B.A. Pfullendorf), Illwang 21, 4. 5. 75. 122. 122, 1. 3. 4. 5. 253\ Im Thurn zu Haselstauden zu Schaffhausen, Rutger 98, 3. 5. 6. 1. Immendingen (B.A. Engen), Ymendingen, Ima- dingen 11, 6. 13, s. 48. 95. 95, 1-11. 216, 4. — Kirchherr Johans v. Almshoffen 95, s. 4. — Mass 95, 1. — die von 29, 10. Hainrich Jerg 102. Margret 190, 2. 3. —s.Allmendshofen, Jäger, Reischach. *Immenstaad (B.A. Ueberlingen), Imenstad 90, 1. 96. 119. 119, 1. 150. 150, 2-4. e-ie. 152. 152, 1. —Ammänner: JosDrächsel 150,10. Hans Vischer 150, 3 Clans Frick 150, 7. Jacob Murns 150, 5. Clös Stob 150, 11. — Kapelle St. Wolfgang 150, 13. Kirche St. Josen 150, 3.5 10.11. 16. — Frühmesser Hans Dafenner 150, 5. — Gericht zu Riedt 150, 8. Im Stainhus (Konstanzer Bürger), Claus 155, 1. Ynaringen s. Inneringen. Indelhausen (O.A. Münsingen) 110. In dem Houe (Rottweiler Bürger), Hainrich 277. In der Halden, Dietrich s. Schwiz. Ingersheim (Oberelsass), Ongersheym 77, 2. Ingoldingen (O.A. Waldsee), Heinrich 256% 1. Ingweiler (Unterelsass), Ingwilre 313. Inneringen (Hohenzoll. O.A. Gammertingen) Ynaringen 161, 1. 2. 4. 5. 6. Pfarrkirche St. Martin 161, 2. 5. Pfarrherr Georius Mefi- ner 161. 161, 3. 5. Innsbruck, Ysprugk, Ynsprügg 37, 7. 19. 20. 49. 61, 1. 2. 87, 2. 5. 90, 2. 2a. 19a. 21. 126, i. 135. 135, 5. 158. 158, e. 9. 163 s. 307. 185. 185, 2. 194. 194, 5. 7. 202. 335. 335, 1. 337. Innthal, Ihnthall s. Hall. Inrerwald (wo?) 277. Inzigkofen (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Vntz- kouen, Intzkofen, Kloster 13, 2. 2a. 7. 9. 191. Johanniter s. Villingen, Freiburg i/Br., Ueberlingen. — Meister Graf Rudolf zu Werdenberg 184. * Josthal (B.A. Neustadt), Welsch Ordna, -Ordnach 103 s. 190. 210, 4. *Ippichen (B.A. Wolfach), Gippichen, Gippich 2. 2, 3. 5. 146, 7. 163 s. 287. 302. — von: Albrecht 2. 2, 3. Thiebolt, Debolt 2. 2, 1-3. 6. 52. 52, 4. Hainrich 314, 1. 10. Jörg 314, 1. 10. Ungen. 163 s. 294-296. 300. 301. *Ippingen (B.A. Donaueschingen) 95, 9. 127 S. 226. 228. 238. Irmi (Bürger zu Basel), Balthasar 154, 5. Irslingen (O.A. Rottweil), Urßlingen, Herzöge [von Spoleto]: Rainald (I.) 242. Reynolt, Reyn- bolt (III. f 1440) 146, 7. 314 u. 1. 6. 9. 10. 319. Isenburg (O.A. Horb) 9, 2. Isny (O.A. Wangen) 318. — Stadtschreiber Wern- her Prög 79, 8. Ysprugk s. Innsbruck. Ittendorf (B.A. Ueberlingen), Vttendorf21, i.83, 4. 150, 13. 208, 2. 227. — Vögte: Hans Tu- bing 150, 13. Friderich v. Paiger 208, 2. Claus Walshin 150, 5. Leonhart Wintersulgen 76. 150, 6. — von : Burkard, Irinengard 256* u. 1. Ittenhausen (O.A. Riedlingen), Yttenhawsen 140, 2. 161, 4. 6. — (O.A. Tettnang) 90, 1. Juden 18, 22. 28. 163 s. 308. — (Bürger zu Wolfach) 1 s. 10. 163 s. 283. *Judentenberg (B.A. Pfullendorf), Judenberg, Jud- thattennberg 155. 155, 1. Jungingen (Hohenzoll. O.A. Hechingen), Burk- hart 83, 3. 161, 2. Virich 13, 2a. Wolf 161, 2. Ungen. 161, 4. *Jungnau (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Jung- now 64, 2. 169. Justingen (O.A. Münsingen) s. Stoffeln. Labhart (Konstanzer Bürger), Hanns 155, 1. Lächler (Villinger Bürger), Cünratt 316. — s. Lecheler. *L'ägelu (Burgstallbei Hausen, B.A. Messkirch) 183. Lagelnheym s. Logelheim. Lahr (B.A.-Stadt), Lar, Lor 163 s. 306. 314,6. 9. — Vogt Jörg vom Bach 314 u. 1. 6.9.10. — — Herren s. Geroldseck, Mors, Saarwerden. Laynbach s. Leimbach. Laitz (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen) 12, 5. 84, 7a. 136, 2. Lalewang, Lällwang, Lälwang s. Lellwangen. Landau (O.A. Riedlingen), Landow, Hans 33, 32.32a. 135, 3. 5. Hans Jacob 90, 19a. Lutz ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 501 90, i6a. — zu Plurnberg Hans 32, 8. 33, 36. 101. 101, i. 2. 153, 4-6a. 160a. 2. — zu Lu- trach, Lutz 101, 1. *Landeck (B.A. Wolfach), Hanns 9, 3. Margreth 201. Wilhelm 9. 9, 6. Ungen. 127 s. 227. — (B.A. Emmendingen) s. Schnewelin. Landenberg von der Breiten Landenberg (Kant. Zürich), Caspar 113. Eglof 75, 1. Herman 75, 1. Landow s. Landau. Landsberg (Oberelsass), Landtspurg77. 77, 2. 170. Landshut (Niederbaiern) 37, 3. *Länge (Gebirge südöstl. Donaueschingen) Lenge, Lenngli 53. 159 s. 277. *Langenbach (B.A. Wolfach) 1 s. 13. 2. 5, 14. 163 S. 286. 287. 302. 305. 229. *— (B.A. Villingen) 65, 1. 127 s. 227. 163 s. 282. 210, 5. *Langenordnach (B.A. Neustadt), Ordna, Ornauwe 5, 4. 103 s. 190. 210. 210, 5. Langenstein (B.A. Stockach) s. Heudorf, Randeck. Langnau (O.A. Tettnang), Langnow, Prior Johannes Afimus 74, 1. Lantz, Hans s. Liebenfels. *Lanzenhofen (Burgstall bei Schiggendorf, B.A. Ueberlingen) 83, 4. Lar s. Lahr. Lästett s. Leustetten. Lauchart (1. Nebenfluss der Donau), Lochart 169. Laufen (Schloss bei Schaffhausen), Louffen 342. — von: Ungen. 283. Laufenburg (Kant. Aargau) Lüffemberg, Loffen- berg 154, 3. — s. auch Habsburg. Launtz, Hans s. Liebenfels. Lausheim (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Luß- hain 21. 21, 5. Lautrach (B.A. Memmingen), Lutrach s. Landau. Lecheler, Walther (Villinger Bürger) 270. s.Lächler. Leffingen s. Löffingen. *Leiberdingen (B.A. Messkirch), Lubertingen 60. 126, 2. 212. Leichtemberg s. Leuchtenberg. Leidringen(O.A.Sulz),Lidringen,Lideringen277.325. *Leimbach (B.A. Ueberlingen), Laynbach 76, 2. 97. Leiningen (Baier. Pfalz), Lyningen, Grafen : Friedrich IV. und Friedrich V. 274. 274, 1. Johanna 274. Sophie 274. 274, 1. Leinstetten (O.A. Sulz), Linstetten, Hans 125, 3. 312. Jörg 13, 1. Leipferdingen (B.A. Engen), Liipfridingen, Luipf- erdingen, Lupfertingen, Leupfertingen, Lut- pfridingen 28, u. 66, 1. 94. 153, 2. 160, 1. 2. 215, 2. 5. 6. — Kapelle st. Marien und st. Josen 28. — Kirche U. L. Fr. 28, 1. ia. — s. auch Reischach. *Leitishofen (B.A. Messkirch), Lütiiühofen 136. 136, 2. *Lellwangen (B.A. Ueberlingen), Lällwangen, Lälwang, Lalewang 3. 3, 1—4.99, 2a. 208, 1. 255. *Lembach (B.A. Bonndorf), Lindpach 225. Lemp (Wolfacher Bürger) 2, 3. 5. 7. 107, 1. ia. 115. 115, 2. 142, 1. 163 s. 290. 307. Lenge, Lenngli s. Länge. Lengenweiler (O.A. Ravensburg), Lengenwild 4, 3a. 72, 1. *Lenzkirch (B.A. Neustadt) 103 s. 192. 193. 194. ige. 154. 154, 1-7. 158,3. 163 s. 307. 237. 237, 2. — Vogt Bennedictus Wächter 215, 10. Leoben (Steiermark), Lewben 194, 5. 7. Lestetten s. Leustetten. Leubach (Bach im B.A. Wolfach), Lewbach, Löwenbach 109. 146. *— (B.A. Wolfach) 146 und 1-4. 6-8. 163 S. 307. Leuchtenberg (Oberpfalz), Leuttemberg, Leichtemberg, Lichtenberg, Landgrafen: Johans 314, 8. [Sigobst] 21, 2. 5. Leüpfertingen s. Leipferdingen. "Leustetten (B.A. Ueberlingen), Lestetten, Lästett, Lostetten 17, 6. 21, 2. 100, 1. Leutkirch (B.A. Ueberlingen), Lükirch, Lutkirch, Luttkürch 99, 4. — (O.A.-Stadt) 65, 1. —Landrichter auf L. Haid Vlrich Wochner 135, 4. Leutmerken, (Kant. Thurgau), Lutmerkou, Lüt- marcko 283. 299. Leuttemberg s. Leuchtenberg. Levertsweiler (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Le- uettswiler 21. Lewbach s. Leubach. Lewben s. Leoben. Lewtpertzrewti s. Lippertsreute. Lichtenau (B.A. Kehl), Liehtenowe 313. Lichtenberg (Unterelsass), Liehtemberg 313. — Hiltegart 313. Hannemann 295. 295, 1. Johannes 290. Johannes s. Strassburg, Dompröpste und -Dekane. Ludwig 281. 290. 295. 295, 1. 313. Symundus 290. 295. 295, 1. 502 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. Lichtenberg (welches?), Gatz, Komtur 154, 2. — s. Leuchten berg. Lichteneck (B.A. Pfullendorf), Liechtnegk 99, 18. 114, l, — s. Ramsberg. — (bei Kenzingen, Breisgau) s. Tübingen. Lichtenfels (Ruine bei Glatt, Hohenzoll. O.A. Haigerloch), Liechtenfelß 2. — Hans 50, 3. 335. 335, i. Herman 278. Wilhelm 66, 3. 341.TJngen. 163 s. 302. Lichtenstein (Ruine, Hohenzoll. O.A. Hechingen), Liehtinstain 276 a , 1. — Eberhart 276% 1. Swä- niger 276 a und 1. Waltz 276 a , 1. — (O.A. Reutlingen), Balthasar 37, 1. Lichtstal s. Liestal. Lidringen, Lideringen s. Leidringen. Liebenfels (Kant. Thurgau), Hans gen. Lantz, Launtz 37, 20. 64. 223, 1. Liebenstein (O.A. Besigheim), Bernbart 164. Liebenzeil (O.A. Neuenbürg) 9, 2. Liehten—, Liechten— s. Lichten—. Lienheim (B.A. Waldshut) 280. 280, 1. Liestal (Kant. Baselland), Lichtstal 192, 7 s. 335. Liggeringen (B.A. Konstanz), Luggringen 11, 4. *Limbach (B.A. Wolfach) 163 s. 291. Limburg (O.A. Hall), Schenken: Albrecht 164. Cristoff 21, 4. 5. 116, 2. *Limpach (B.A. Ueberlingen), Lympbach auf dem Homberg 15. 15a. 15, 1. 2. 208, 1. Lin— s. auch Lein—. *Linach (B.A. Villingen) 5, 4. 103 s. 194. 112 S. 210. 127 S. 227. 163 S. 282. Lindau (baier. B.A.-Stadt), Lindow, Lindaw 19, 2. 79, s. 150, 15. 318. 330. 346. — Kloster 5,15. 150, 12. 153 u. 3.4. 6a. 7. 159. Äbtissinen: Vr- sela von Brastberg 5, 15. 153,3.4. Amalya v. Ryschach 150, 12. 15. 153 u. 5. 5a. — Mass 208, 2. — Ulrich s. Siber. Linden (B.A. Offenburg) 286. *Lindenhof (B.A. Wolfach) 163 s. 287. 304. Lindow s. Lindau. Lindpach s. Lembach. Linz (Oesterreich ob der Enns) 61, 2. 151. — (B.A. Pfullendorf) 130. 130, 1. 172. 172, 1. — Kirchherr H. Grämlich 84, 1. Linzgau 99, 12. 130. Lyon, Lugdunum 245—250. 253, 1. *Lipbach (B.A. Ueberlingen), Litebach 256" und 1. — Bach 90, 2. 6. 8—11. Lipp s. Lüpp. Lippertsreute (B.A. Ueberlingen), Lewtpertzrewti, Luprechtsreute 177. 255. Liptingen (B.A. Stockach), Lüptingen 13, 4. 58, 1. 94. Lissabon (Portugal), Vlixbona 165, 1. Litebach s. Lipbach. Litzelstetten (B.A. Konstanz), Lüzzelastetten, Ber- told s. Konstanz, Offiziale. Lochart s. Lauchart. *Löchle, im (Stab Schenkenzeil, B.A. Wolfach), Im Loch 163 s. 303. *— (Stab Oberwolfach, B.A. Wolfach) 163 s. 284. Lochmühle (bei Altenberg, O.A. Oberndorf) 163 S. 304. Loffenberg s. Laufenburg. *Löffmgen (B.A. Neustadt), Leffingen 18, 13. 103 S. 190. 191. 192. 194. 197. 112 S. 210. 141. 141, 2-5. 215, io. — Kirche St. Michael 141, 1. ia. Kirchherr Johannes Bischoff 141, 1. — Mass 103 S. 197. 181, l. Logelheim (Oberelsass), Lagelnheym 77, 2. — Kirchherr Hans Lutz 66, 3. *Löhningen (B.A. Waldshut), Loningen 10, i. 128. 128, i. 3. Lommis (Kant. Thurgau), Lömaiiä 283. Loningen s. Löhningen. Lor s. Lahr. Loselin, Cünrat 292. Lossburg (O.A. Freudenstadt) 9. 163 S.305.306.307. Lostetten s. Leustetten. Lothringen, Lotharingen, dux Theobaldus 242. Louffen s. Laufen. Low (Schaffhauser Geschlecht), Ytel 33, 19. — Wilhalm 33, 19. Lowenbach s. Leubach. Löwenthal (O.A. Tettnang) 90, 11. 12. Lubertingen s. Leiberdingen. Lueg (Tirol, B.A. Sillian), Lug 37, 21. 170. 194, 2a. Lüffemberg s. Laufenburg. Luggringen s. Liggeringen. Luipferdingen s. Leipferdingen. Lükirch s. Leutkirch. Lüllin, Lulli, Conrat 21. 21, 5. 57, 2. vgl. Saulgau. Lumbart (Strassburger Bürger), Einbett 163 s. 306. Hans 163 s. 306. Luperc (?), comes H. 246. 246, 1. ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 503 Lupfen (Hohenlupfen, O.A. Tuttlingen), Luphen, Grafen, Landgrafen zu Stühlingen : 26a. 32a. 37, 3. 11. 12. 13. 17. 21. 22. 49. 129 S. 236. 192, 6a. 7. s. 335. 215, 7. Agnes 18, 39. 20, 20. 22. Anna s. Tübingen. Katlierina 29, 9. Clementine v. Mundfort 18, 39. Eberhard (-1302) 29, 9 Eberhard (f c. 1323) 29, 9. 85, 1. Eberhard (1331) 29, 9. Eberhart (—1370) 29, 9. Eberhard (f 1384) 29, 9. Eberhard (f 1448) 6. 29, 9. 77. 321. Eberhard (welcher?) 29, 9. Eli- sabet 29, 9. Hainrich (f vor 1418) 301. Hainrich (Bruder Sigmunds I.) 6. 13. 29, 9. 37, 5. 77. 321, 1. 329. 330. 332a. 332, 1. Hainrich, Propst s. St. Gallen. Hainrich, Domdekan s. Strass- burg. Hainrich (Bruder Sigmunds II.) 11, 14. 13, 8. 18, 17. 22. 44. 29, 3a. 8. 12. (Or.: Johannes!) 32, 7. 71, 2-5. 74, 2. 77, 2. 85, 3. 5. 86, 2. 91, 6. 94, 1. 124, 1. 128. 128, 4. 162. 170. 173. 178, 1. 187. 192, 2. 194, 2. 7. 8. 203, 1. 213. 230, 2. 2a. Hanns (f 1436) 6. 29, 9. 37, 5. 11. 12. 77. 117, 1. 314, 8. Hans s. Reichenau. Hanns (Bruder Sigmunds I.) 6. 29, 3. 3a. 32, 4. 37. 37, 3—5. 20-22. 61. 61, 3. 71. 77. 85. 86. 86, 1. 91. 118. 162, 2. 170. 329. 330. Hans (welcher?) 29, 9. Helene 32, 7. Hug (f 1344) 29, 9. 85, 1. Hüg 29, 9. Magdalena 29, 9. 110. Sigmund (I.) 6. 13. 13, 1. s. 4. 18, 8. 17. 19. 26. 26, 3. 3a. 29 , 3. 3a. 7. 9. 32 , 4. 4a. 36. 37. 37, 2—5. 7. 8. 16 20. 21. 22. 61. 61, 1-3. 71. 71, i. 2. 77. 77, i. 2. 82. 85. 85, 3. 86. 90, 3. 91. 91, 3. 4. 92. 98, s. 5. 6. 7. 102. 110.116a. 117. 118. 118, i. 124. 125. 139. 150. 150a. s. u. 158, l. 170. 329. 330. 332a. i. Sigmund (U.) 11, 14. 18, 37. 39. 46. 26, 5. 6. 29, 3a. 8. 32, 5. 6. 71, s. 77, i. 2. 3. 86, 2. 94, 1. 98, 8. 9. 101, 2. 116a. 117a. 128, 4. 6. 150a. i4b. 170. 192,2.3. 7 s. 333. 334. 194. 194, 1-6. 8. 225. 236. Si- günna 29, 9. Virich, Domherr s. Strassburg. — Nebenlinie: Brun, Cfinrat 304. Hans, Ritter, zu Schaffhausen 11, 11. 13. Lupfertingen, Lupfridingen s. Leipferdingen. Lüpp (Freiburger Geschlecht), Lipp, Franz 103 s. 194. Wilhalm 103 s. 194. (s. auch Freiburg i/Br.). Lüprechtsreute s. Lippertsreute. Lüptingen s. Liptingen. Lufihain s. Lausheim. Lüt— s. auch Leut—, Leit—. Lüteslow, Lütheslouw, Lutischlöw s. Horheimer Höfe. Lutpfridingen s. Leipferdingen. Lutrach s. Lautrach. Lutschutter (abg. wo?) 59, 2. Lutz, Hans Michel 40, 4. Lützel (Kant. Bern), Lüzela, Abt ungen. 263. Luzern (Kant.-Stadt) 192, 7 s. 334. 336. 337. 330. — Schultheiß Hainrich Hasfurter 37, 4. Lüzzelastetten s. Litzelstetten. Maasmünster (Oberelsass), Massmünster, Anshelm 66, 3. Ludwig 66, 3. Mächlinshusen s. Mendlishausen. Madach (Bezirk im B.A. Stockach), 232. — s. auch Boll, Hegau, Waldsberg. Magenbuch (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Mau- genbuch 21. — Conrat 117, 1. Eis 324, 1. Frick 117, 1. Hans 117, 1. Wolf 117, 1. — gen. v. Storziugen 117. Magenwyler s. Möggenweiler. Mägerkingen (O.A. Reutlingen), Mägrichingen, Pfarrer Ludwig Haffuer 182, 2. Mahlberg (B.A. Ettenheim), Malberc 242. — Cünradus 242. Mayenaw s. Mainau. Mäyenberg (Villinger Bürger) 26, 6. 91. 93, 4. 95, 2. 134, 2. — Cunrat 91. 124. 134, 2. 3. Jacob s. Villingen. Maienfeld (Kant. Graubünden) 37, 22. Mayer, Berchtolt, Obervogt 195, 6. — s. Kassmeyer. Maiger (Baseler Bürger), Michel 154, 5. —, Herr Burkart 84, 5. — (von Oberkirch), Lüpp 52. Mainau (Insel im Ueberlinger See), Mayenaw, Komturei 126, 2. 150, 14. 155, 1. 177. Mainwangen (B.A. Stockach), Mainwang 70, 1. — Amtmann Haintz Gyglin 70, 6. Mainz, Mentz 54, 1. 72, 1. 192, 7 s. 335. 341, 3 a . — Erzbischöfe: Berchtolt 196. Ungern 248. 250. Mays, (Züricher Geschlecht), Felix 192, 7. Malberc s. Mahlberg. Mälchingen s. Melchingen. Malterer (Freiburger Rittergeschlecht) , Martin 211, 2. 301. Ungen. 291. 504 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. Manernst, Adelhait 31, i. Mangolt (zu Hüfingen), Burckart 33, 7. Maningen s. Meinungen. Mantua (Oberitalien), Markgrafen: Eleonore 196. Johann Franciscus 196. Marbach (B.A. Villingen), Marpach 93, l. 265. — (Bach bei Pfohren), Margbach 127 s. 226.228. Marchdorf s. Markdorf. Marcholfingen s. Markelfingen. Marck (Markenhof, B.A. Waldkirch) 211. Marder, Vir. der 68, la. Margbach s. Marbach. Mariaberg (bei Rorschach, Kant. St. Gallen), Vnser Frowenberg 8, 3a. Markdorf (B.A. Ueberlingen), Marchdorf, Marck- dorf 76, i. 2. 97. 101. 119, l. 123. 135, 2. s. 144, i. 168, l. 200. 208, i. 2. 227. 244» und l. — Ammänner: Melchior Bigklin 3, 2.99,12. 101. 305. Peter Öhem 99, 14. 16. — Mass 123. Markelfingen (B.A. Konstanz) , Marcholfingen, Peter 11, 2. Marschalk (Fürstenberg. Mannen), Claus 215, 1. Sigbolt 215, 1. — (welches Geschlecht?), Philipfi 212. Marschalkenzimmern (O.A. Sulz), Zimern 98, 9. 163 s. 304. 195, 5. Marsilie (Strassburger Bürger), Wetzel 281. Marfiwyler s. Morschweiler. Marzell (B.A. Müllheim), Kirchherr Hans He- felin 94. Mäsli (Rottweiler Geschlecht), Hans zu Gran egg 317. Massmvinster s. Maasmünster. Matsch (Tirol, B.A. Glurns), Mescht, Vögte, Grafen zu Kirchberg: Katherina 29, 9. Küni- gund 29, 9. Gaudenz 37, 22. Mattingen s. Mettingen. *Mauchen (B.A. Bonndorf), Muchham, Muchen 162. 233. *— (abgeg. bei Unadingen, B.A. Donaueschingen) 95. *Mauenheim (B.A. Engen), Mowenhain 29, 4. 37, 13. 95, 3. 149. Maugenbuch s. Magenbucb. Maurach (B.A. Ueberlingen), Muron 263. Mecheln (Belgien) 194, 6. Meersburg (B.A. Ueberlingen), Merspurg, Mörs- purg 97. 99, 2. 150, 13. 200, 1. — Vogt Rudolf von Wyler 83. — Sammlung 21, 5. Mehelin (abgeg.?) 163 s. 291. Meidelstetten (O.A. Münsingen), Mütelstetten 209, 4. Meyerbach (bei Engen) 66. 66, 1. Meiger s. Maiger. *Melchingen (Hohenzoll. O.A. Gammertingen), Mälchingen auf der Albe 44 und 1—3. 209, 4. Memelsbach s. Emmersbach. Memerßwiler, Memmerswil, (wo ?) Ottilie 13. 13, 2a. Rudolf 6. 11, na. 13. 13, 2. 2a. Rudolf gen. Wlflinger 71, 1. Mendlishausen (B.A. Ueberlingen), Mächlins- husen 122, 5. Mengen (O.A. Saulgau) 6. 24, 4. 6. 6a 35, 1" 110. 114. 117, 1. 133, 3a. 217. — Kloster 161, 6 . *Menningen (B.A. Messkirch), Maningen, Menngen 126, 2. 136. 136, 1. 2. s. auch Gremiich. *Mennwangen (B.A. Ueberlingen) 99, 18. Mentz s. Mainz. Meran (Tirol) 338. Merburg s. Mörburg. Meringen s. Möhringen. Merishausen (Kant. Schaffhausen) 66, 1. 94. Mersperg, Merspurg s. Mörsberg, Meersburg. Merstetten (O.A. Ulm) 5, 11. Mescht s. Matsch. *Messkirch (B.A.-Stadt, Mosskürch 5, 6-10. 12. 12, 1-5. 22. 60. 68. 68, 1. 2a. 70, 2. s. 9. 84. 84,3.3a. 108. 108,1-3. 113. 126—126,2. 136, 1. 139, 1. 184. 206. 212. 212, 1. 218. 226. 226, 3. 289. 289, 1. — Ammänner: Hans Stro- lin, Sträwlin 5, 6. 7. 12, 2. Jacob Wiglin 5, s. 70, 2. 136, 1. 226, 3. — Kapelle U. Fr. 12, 3. — Kaplan Johannes Prediger 14. — Kirche St. Martin 5, 6. 7. 7a. 9. 10.12, 5. 108, 2. Kirchherr Johans Mogker 12,2. — Truchsessen: Agatha 139, 1. Berchtolt 161, 1. Mähtiltl39,1. — Vogt Conrad Schmid 70, 2. — Herren s. Zimmern. — Mass 14. — Ministerialen : Bernger 260 und 1. — Spital 12, 2a. — Währung 14. 68. Messnang, Dr. Balthassar 113. Mettelstaynwyler s. Mittelstenweiler. *Mettenbuch (B.A. Pfullendorf) 21. 57, 1. *Mettingen (Ober-, Ender-, Untermettingen, B.A. Waldshut), Mattingen, Mottingen 10. 10, 1. 2. 3. 18, 37. 128. 128, 1.3. — Leutpriester Lienhard Gouch 10, 2. Metz 52, 1. mgm ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 505 Michel winnenden (O.A. Waldsee), Wineden 13, 2a. Milenbach s. Mühlenbach. Minder Öw s. Weissenau. Minderbrüder st. Francisci s. Franziskaner. Minfiingen s. Münsingen. Minstorf s. Münsdorf. Mintzenbach (wo?), Walther 277. *Mistelbrunn (B.A. Donaueschingen) 127 s. 227. Mitein (uni Löffingen zu suchen) 103 s. 191. 197. Mittelstenweiler (B.A. Ueberlingen), Mettelstayn- wyler 21, 5- *Mittelweiler (B.A. Wolfach), Mittenwyler 163 S. 297. *Möggenweiler (B.A. Ueberlingen), Magenwyler 227. *Möhringen (B.A. Engen), Meringen , Möringen 11. 11, 1-16. 13, 4. 29, s. 66, 5. 82. 95, 3. 7. 98, 8. 192, 2. 215, 1. 321. s. auch Klingenberg. — Mass 11, 11. 13. — von: Elsbet 13, 5. 5a. Stoffel 13, 5. — (O.A. Riedlingen) 31, 3. Molauz, Bentz 277. Molitoris, Mollitoris, Dr. Virich 37 , ie. Dr. 90, 19a. Mollenkopf (Ortenauer Geschlecht), Steffan 52. 340. Mömpelgart (Montbeliard, Frankreich), Mümpel- gart 31, 7. Mönchweiler (B.A. Villingen), Münchwiler 5, 13. 316. Monelfingen s. Mundelfingen. Montfort (Ruine im Fürstentum Lichtenstein), Mundfort, Grafen : 49.133, 2. Anna 29,10. Clara s. Buchau. Clementine s. Lupfen. Küngod s. Geroldseck. — zu Tettnang und Rothenfels: Elizabeth 24a. Elisabeth von Werdenberg 328. Hugo (f 1491) 9, 7. 24, 2a . 97, 1. 328. 330. Hugo (f 1519) 24a. 187. Rudolf 24, 2a. Virich (f 1495) 24, 2a. 72, 1. 90, 15a. 96. 97, u. 1.119,1. 150, a. 10. 11. 152, s. 263. 329. 330. Virich (fl520) 150u. a. 14. 14b. Wilhelm 197, 1. 314, 8 . —, Meister Wilhelm 31, 4. Moosheim (O.A. Saulgau), Moshain, Conrat 317 a . Mörburg (bei Schutterwald, B.A. Offenburg), Merburg 293. Möringen s. Möhringen. Mors (Preuss. Reg.-Bezirk Düsseldorf), Mors, Grafen von M. und Sarwerden: Fridrich 313. — Herren zu Lare: Jacob (I.) 314, 1.4.5.10. VII Jacob (IL) 9, 7. Johann (f 1431) 314. Johann 314, 1. 4. 5. 10. Mörsberg (Oberelsass), Mersperg, Freiherren von M. und Befort: Caspar 19, 8. 10. Hans Jacob 19, 10. Morschweiler (Oberelsass), Marfiwyler 77, 2. Mörspurg s. Meersburg. Mortenow s. Ortenau. Mortingen (abg. bei Meldungen, Hohenzoll. O.A. Gammertingen) 209, 4. Moshain s. Moosheim. Mosskurch s. Messkirch. Motelin, Jacob 192, 7, s. 333. Mottingen s. Mettingen. Mowenhain s. Mauenheim. Muchen, Muchham s. Mauchen. *Mühlenbach (B.A. Wolfach) , Milenbach 59a 1. 163 S. 294-298. 304. 305. 211. Mühlhausen (B.A. Engen), Mulhusen 67, 2. 71, 6. 91. — (Oberelsass) 295, 1. — (O.A. Tuttlingen) 282. Mühlheim (O.A. Tuttlingen), Mulhain 21, 4. 58, 1. 192, 2. — Schultheiss Berchtolt Wiglis 58, 1. Mülbach s. Bergfelden. Mulfingen (O.A. Künzelsau), Junker Hanns 15, 2a. 117. 117a. 130, 1. Mulh— s. Mühlh—. Müller (von Zürich), Gotfrid, Sidanna 11, 3. Müllers s. Ullerst. Müllheim (B.A.-Stadt), Mulnheim, Clawis (Strass- burger Bürger) 281. Mumpelgart s. Mömpelgart. Münch von Rosenberg, Municb, Friderich 39, 1. 89, 1. Hans Jost 89, 1. Jacob 2, 4. 18, 18. 18a. 20. 52, 5. 89. 89 , 1. 163 S. 305. Jos 2, i. 4. 89. Lucie 2, 4 . *Mundelfingen (B.A. Donaueschingen), Munel- fingen, Monelfingen 5, i8. 8. 8, l —5. 18, 34. 103 S. 192. 112, S. 210. 127 s. 227. 137, 3. — Kirche st. Georgii 137, 3. Kirchherr Domman Potzar 8, 2. 2a. Munderkingen (O.A. Ehingen), Mundrichingen 18, 15. 31, 1. 4. — Ammann: Cünrat Hase 185, 4. — Bürgermeister Hans Veser 185, 4. Mündfort s. Montfort. Munich s. Münch. 64 SOG ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. *Münsdorf (O.A. Münsingen) Minstorf, Münstdorf 105. 110. Münsingen (O.A.-Stadt), Miniäingen 105. Münster (Oberelsass) 295 u. i. Münsterlingen (Kant. Thurgau), Kloster 71, 6. 226. 226, 1-3. Müntzer von Sünchingen, Laurentz 70, 8. Munzingen (B.A. Freiburg), Müntzingen 67. Murbach (Oberelsass), Abt Johann 295 u. l. —, Hans s. 465. Mirli, Ulrich, Vogt s. Sigmaringen. Murner (Strassburger Bürger), Jacob 163 s. 306. Muron s. Mauracb. Muselburg s. Chätel sur Moselle. Mutelstetten s. Meidelstetten. Nagel (Ritterfamilie), Jacob 150. Nal—, Nan—, s. Nel—, Nen—. Neckar, Necker, Näcker 13, 4. 239, i. Neideck (O.A. Wangen), Nideggk, Sigmund 87, 2. *Neidingen (B.A. Donauescbingen), Nidingen 53. 95. 103 S. 190. 191. 192. 194. 112 s. 210. 144. 144, l. 2. 344. — Kloster Vf Hof 103 S. 192. 195. 132, 2. 6. 7. 144 u. 1. 2. 163 S. 281. 181, 1. 190, 5. — Leutpriester Marcus Märckin 144. — Mass 33, 16. 26. 190, 3. — Pfarrkirche st. A ndressen 144 u . 1. *— (B.A. Messkirch) 30 u. 1. 183. Neidlingen (O.A. Kirchheim), Nidlingen 31. Neinnegg s. Neuneck. Neipperg (O.A. Brackenheim), Nypperg, Ungen. 103 s. 197. Neuenbürg (B.A. Stockacb) 21, 2. 4. 61, 1. 90, 12. 94. 116, 2. 184. Vogt Jerg Burggraf 70, 2. - Grafen: Eberhart (f 1371) 216, 1. 283. Eberbart (f 1422) 311. s. auch Thengen. — Landgrafschaft s. Hegau. Nellingen (O.A. Esslingen), Nallingen, Propst E. 254. Nendingen (O.A. Tuttlingen), Nandingen 95, 9. 134, 1. Neser, Caspar s. Baar. *Neubluniberg (Ruine bei Neuenburg, B.A. Donaueschingen), Nüwblümberg 235. *Neubrunn (B.A.Pfullendorf), Nübrunn, Jacob 75. *Neueubach (B.A. Wolfach), Nuwenbach 163 S. 291. 292. *Neuenburg (B.A. Donaueschingen), Nuwenburg, Nüwburg 46, 2. 3. — vgl. Allmendshofen, von. — (B.A. Müllheim) 250. — (Kant.-Stadt) 64, 2. Neuenfels (Ruine bei Britzingen, B.A. Müllheira), Nuwenfels, Heinrich 315. Neuenstein (Ruine bei Hubacker, B.A. Oberkirch), Nuenstein, Nüwenstein 307. — Rudolf 307, 1. 2. *Neufra (O.A. Riedlingen), Nüffarn, Newfra, Nü- fron, Nünfron, Nüfran 24 u. 1-7. 110. 114. 176. — Kaplan Ludwig Strang 24, 7. — Pfarrer Cunradus Lemlin 24, 1. Bartime Schmid 176. Peter Strang 24, 7. — Schlossverseher und Schreiber Johann Hageli gen. Stoll 176. — (abg. bei Leipferdingen, B.A. Engen), Neüf- feren 160, 2. Neufrach (B.A. Ueberlingen), Newfren, Nufra, Nivfron 21, 2. 99, 4. 266. Neufrafurt (Furt beim abgeg. Neufra bei Leipferdingen), Nifranfurt, Nifratzfurt 66. 66, 1. *Neufürstenberg (Ruine bei Hammereisenbach, B.A. Neustadt), Nüwe Furstenberg 127 s. 227. 228. 163 s. 282. — Vogt Jörg Mal 215, 10. *Neuhausen (B.A. Engen), Newenhufien, Nüwen- hawsen in Hegowe, Neuwenhausen 18, 44. 29, 12. 32a. 67, 2. 71, 6. 82, 2. 91, 7. 98, 1-9. 178. 192, 7 s. 333. — die von 29, 10. — ob Eck (O.A. Tuttlingen), Nuwenhusen vffEgk 18, 21. 108, 2. *Neuhewen (B.A. Engen), Nüwenhowen, Nüen- hewen 32, e. 94. 116. 116, 1. 2. 192, 7 s. 337. — s. Reischach, Stetten. Neuneck (O.A. Freudenstadt), Neiiweneck, Nu- weneck, Nunnegk, Neinnegg, Nüneck 9, 2. 33, 12. — die von 29, 10. Anna 33, 16. 111. Die- polt Pfost 33, 11. Vincenz s. Kirchdorf. Fro- nick 175, 1. Hans 33, 11. 16. 46, 1. 111. Hans Oswald 46, 1. Jan Martin 33, 11. Jerg 9, 2. Martin 33, 11. 14. Reinhart46, 1. 3. 212. Wildhans 46, 1. Wilhalm 13, 4. 32, 4a. 95, 6 . 124. 137. 154, 2. — zu Schilteck, Hans 58, 2. 3. Neunkirch (Kant. Schaffhausen), Nükilch, Nün- kilch 10, 3. 18, 39. 85, 3. 192, 7 s. 333. 334. Neuss (Reg.-Bez. Düsseldorf), Nüss 19, 4. *Neustadt (B.A.-Stadt), Nuwestat, Nüw Stat, Newestatt 95, 10. 103 s. 190. 112, s. 210. 163 s. 307. 165. 210. 234, ia. — Pfarrer: Meister -------------------------------------------■ i^HHIHBBBBBHHMBHi ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 507 Hans 234, i». Joannes Hensler 165, l. — Schult- heissen : Hainrich Keßer 210, 4. Hans Kienast 137, i. Neustadt (Wiener Neustadt) 90, 5. iob. 328\ *Neusunthausen (Ruine beiEselmühle, B.A. Engen), s. Reischach. Neuwen—, New—, Newen— s. Neu—, Neuen—, Neun—. Newfren s. Neufrach. Nid— s. auch Neid—. Nider—, Nidra— s. auch Nieder—. Niderbaden s. Baden (-Baden). Nidergüttenstain s. Gebrochen Gutensteiu. Nyderhennen (?) 192, 2. *Niederhöfe (B.A. Wolfach), Niderhoffen 2. 163 S. 297. Niederlande, die, 163 s. 307. 192, 7 s. 335. *Niederweiler (B.A. Pfullendorf), Nidrawyler 4, 3a. 72, i. Nifer, Cunrat (zu Möhringen) 82. Nifran—, Nifratzfurt s. Neufrafurt. Nypperg s. Neipperg. Niufron s. Neufrach. Nollhart, Hans 44. Nordstetten (B.A. Villingen), Norstetten 339. 339, i. Notare : Johannes Bätti 70, i. Conrad Bawsz 196. Berchtold Egen 65. Johannes de Entringen 65. Melchior Flamm 135, 4. Gaudulf 252, i. Theo- bald Mently 27, 2. Johannes Necker 99, 15a. Conradus Pistoris 56. Johannes Ryfi 94. Johann Schlachter 97, 2. Conradus Sculteti 306. Joh. Sifrid 150, 8. Johann Stenngili 176. Nothaft (Baier. Familie), Hainrich zu Werdenberg 314, 8. Nu— s. Neun—. Nüen— s. Neuen—. Nüffarn, Nüfra, Nüfran,Nüfron s. Neufra, Neufrach. Nuheremburch s. Nürnberg. Nuie— s. Neu—. Nun— s. auch Neun—. Nünfron s. Neufra. Nunnenmacher 17, 5. 5a. Nürnberg, Nuheremburch, Nürenberg 56.126.243. Nusplingen (O.A. Spaichingen) 212. Pleban Burcard 253, l. Nüss s. Neuss. Nüw—, Nüweu — , Nw—, s. Neu— , Neuen—, Neun—. Nuwe Turn (wohl der Burgstall am Thurn zwischen Hausach und Gutach) 300 u . l. Oberehnheim (Unterelsas«), Ehenheim 295, u. l» — Heinricus 285. Oberflacht (O.A. Tuttlingen). 160, l. — Landgerichtsstätte 204. Oberhalden (B.A. Bonndorf) 103 s. in. Oberhusen (abg. bei Seppenhofen, B.A. Neustadt) 103 S. 197. Oberkirch (B.A.-Stadt) 50, 4. 52. 163 s. 306. Oberndorf (O.A.-Stadt) 9, 6. 13, i. 22. 126, 2. 184. 218. Oberstaad (B.A. Konstanz) 192, 7. s. 333. Oberstenweiler (B.A. Ueberlingen), Oberosten- wiler 208, 1. *Oberstetten (abg. bei Messkirch) 108. Oberweiler (O.A. Oberndorf), Weiler ob Alpers- pach, Wyler 143, 7. *— (B.A. Ueberlingen) 208, 1. Oberwesel (Reg.-Bez. Koblenz) 135, 7. Oberwinterthur (Kant. Zürich) 85, 5. *Oberwolfach (B.A. Wolfach), Wolfach 1 s. 7. 18, 11. 24. 143, 6. 163 S. 283. 286. 304. 306. 307. 189. 189a. *Ochsenbach (Ober-, Unter-, B.A. Pfullendorf) 21. 21, s. 57, 3. Ochsenstein (Burgstall bei Zabern, Unterelsass), Ohsenstein, Otteman 295 u. 1. Otto 290. *Öde Kirche (abgeg. bei Bräunungen, B.A. Donaueschingen) 127 S. 22 7. Odenwald (bei Lossburg, O.A. Freudenstadt), Ötenwald 219. Ödenwaldstetten (O.A. Münsingen), Waltstetten 110. Ödsbach (B.A. Oberkirch), Otesbach 286. Offenburg (B.A.-Stadt) 9, 6. 18, 38. 50, 4. 55. 107, 3. 163 s. 305-307. 296. 296 a . 313. — Maler Georg 1 s. 15. — Schultheissen: Hans Menner 163 s. 305. 306. Cunrat Rohart 296. — Spital 163 s. 305. 307. Öfingen (B.A. Donaueschingen), Efingen, Effingen, 95. 95, 11. 103 S. 193. 194 127 S. 226- 134, l. 2. 163 s. 281. 216, 8. — Kirche zum h. Kreuz 127 S. 226. 163 S. 281. *Ofteringen (B.A. Waldshut), Oftringen 104. 64* 508 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 104, 1-3. — Verena 27, i. Hainrich 27, l. Hamman 10, l. 128, 3. Ogspurg s. Augsburg. Öhem, Gallus, Kaplan 11, io. — Peter s. Markdorf. Öhlenberg (Oberelsass), Olemberg, Propst Frid- rich Rot 6Q, 3. Öhningen (B.A. Konstanz), Oningen 80, l. — Propst Niciaus 80. Ohsenstein s. Ocbsenstein. Oimingen s. Hochenmiingen. Olberwiller s. Alberweiler. Olemberg s. Öhlenberg. Ölten (Kant. Solothurn) 192, 7 s. 335. Ongersheym s. Ingersheim. Oningen s. Öbningen. Onnßbusen (Hundsliausen in Hessen?), Werner v. 113. Opferdingen (B.A. Bonndorf) 103 s. 192. Opfingen (B.A. Freiburg) 27, 2. Öpfingen (O.A. Ehingen), Opfingen 105. Ornauwe, Ordna s. Josthal, Langenordnach. Ortenau (badische Landschaft), Mortenow 9, 1. 303. 314, 9. Ortenberg (B.A. Offenburg) 1 s. 14. 50, 4. Orvieto (Mittelitalien), Urbs vetus 244. 244, 1. Oschingen s. Wuteschingen. Oselberger s. Eselsberg. *Osterbach (B.A. Wolfach) 163 s. 291. Österreich, Österrich, Austria 19', 7. 37, 2. 12. 13. 17. 21. 49, 61. 61, 1. 3. 62. 66, 3. 87. 90, 20. 94. 110. 116. 116, 2. 126, 2. 153, 6. 158. 158, 4. 6. 9. 194.194, 4. 202. 202, IIa. 211, 2. 237. 295. 326*. 330. 345. — Herzöge: Albrecht 29, 5. 37, 12. 13. 49. 326. 326% 1. Fridrich 31, 2. 37, 3. 4. 16. 87. Leopold 37, 3. 10. is. Philipp 19, 10. Sigmund 31, 5. 5a. 33, 25. 29. 37. 37, 1. 3—7. 9-12. 16. 18—22. 49. 61. 61, 1. 2. 3. 62. 66. 66, s. 70, 2. 87. 87, 1-5. 90. 90, 4-7. 10.17.18. i8a. 19a. 20. 126. 126, l. 158. 194, 8. 324. 330. 332. 332, i. 335. 335, l. 336. 336, l. 337. 338. Ostrach (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Ostra 21. 21 5. 148. — Pfarrkirche ü. 1. Fr. 148. Kirchherr Friderich 246. Oswald (Engener Bürger), Oschwald, Osswald, Hans 124, i. 230,2a. — Lienhart71, 6. 230,2a. —, Claus 163 s. 285. — Laurenz 83, 4. Otenwald s. Odenwald. Otesbach s. Ödsbach. Öttingen (Baier. B.A. Nördlingen), Grafen: Joachim 187. Wolfgang 187. Ougspurg s. Augsburg. Ow (Schwab. Rittergeschlecht), Aw, Anna 58, 2. 3. Balthazar 335, l. — Friderich von Zimmern 44, 2. — Hans zu Wachendorf 58, 3. — s. Reichenau, Weissenau. Owelfingen s. Aulfingen. Owingen (B.A. Ueberlingen) 21. 263. Payer, Paiger s. Peyer. Panner s. Baner. Päpste: Alexander VI. 97, 2. 153, 6. Bonifaz IX. 8. 346. Clemens IV. 282. Honorius III. 243. 244. 244, i. Innocenz IV. 245—253. 253, i. Innocenz VI. 290. Innocenz VIII. 153, 6. 6a. Johannes XXII. 271. Sixtus IV. 143, 3. 182, i. Paradies (Kant. Thurgau), Kloster 203. 203, l. Paris, magister Parisiensis Burkhardus Blum 29, io. Parter s. Barter. Paulaner Provincial Johannes Assmus 7A+~i~-s Peyer (ursprünglich Schaffhauser Geschlecht), Payer, Paiger, Conrät 70, 6. — Friderich 208, 2. — Hans s. Pfullendorf. — Johans (zu Strass- bürgj 293. — Wilhelm 35, i. Penefent s. Benavente. Penestra s. Praeneste. Perugia (Mittelitalien), Perusium 251. 252. 252, l. 253. Petershausen (Vorstadt von Konstanz), Kloster 12, 3a. 21, 5. 79. 79, 2. 4. 5. 8. 90, 12. 155. 155, l. 156. Abte: Johann 79 u. 1-7. 150, 9. Martin 155 «■ 1. 156. Ungen. 54, 1. Petersthal (Bair. B.A. Sonthofen), Peterskiich im Tal im Algow 18, 36. Pewrn s. Beuren. Pfaffenweiler (B.A. Villingen) 5, 4. 312. 312, 1. — (O.A. Wangen) 138. Pfaffwiesen (B.A. Engen) 29, 8. Pfalzgrafen bei Rhein: Ludwig (1410—1436) 151, 1. 307 u. 1. 2. Ludwig (von Zweibrücken und Veldenz) 334. Otto (von Mosbach) 151, 1. Philips 2, 6. Stephan 307, 2. Ungen. 212. Pfau (Junkergeschlecht), Pfowe, Syfrit 2, 2. N OETS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 509 *Pfaus (Ober-, Unter-, B.A. Wolfach), Pfoß 163 S. 294. 295. Pfeffingen (Kant. Baselland) 27, 2. Pfirt (Oberelsass), Pfirdt, Diebolt 66, 3. *Pfohren (B.A. Donaueschingen), Pforren, Pforen 18, 42. 33, 37. 37a. 67. 67a. 1. 2. 3. 103 S. 190. 112 S. 210. 127 S. 226. 229. 163 S. 281. 282. 308. 195, o. Pforrensperg, Pforrersperg s. Vordersberg. Pforzheim (B.A.-Stadt) 9, 2. Pfoß s. Pfaus. Pfowe s. Pfau. Pfrungen (O.A. Saulgau), Pfrongen 177. Pfullendorf (B.A.-Stadt), Phulendorf 4. 4, 2. 14, 1. 21, 3. 5. 26, 1. 43. 57. 57, 1-3 70. 70, 9. 75. 75, 1. 2. 79, 8 . 84, 1. 2. 4-6. 99, 3. 113. 114. 114, 1. 2. 122, 3. 133. 133, 1. 2. 136, 1. 2. 148, 1. 2. 172, 1. ia. 186. 222. 263. 318. 324. 324, 1. — Ammänner: Cfinrat Grämlich 133, 2. 148, 1. Heinrich Gremiich 84, 6. 263. Burkart Lüczler 122, 5. — Bürgermeister: Hans Vogelsang 148. Hainrich Gremlich 14, 2. Jacob Heinling 133. Heinrich Hergsen 14, 2 HansPayer 57, 4. 70, 9. 136, 2. Walter Rickenbach 70, 9. 136, 2. Jacob Suter 57, 3. 75, 2. 148. 186. — Mass 4, 3. 172, 1. — St. Lienhartkapelle 84, 5. — Spital 14, 2. 57, 1. 75. 99, 3. 12. 114, 1. 2. 122, 1. 148, 2. 172, 1. ia. 197, 1. — Währung 114. Pfullingen (O.A. Reutlingen) 44. Pfungen (Kant. Zürich), Pfungingen 283. Phelegianus (!), Kaiser 85, 2. Phulendorf s. Pfullendorf. Plarer s. Blarer. Plenderer, Meister Conrat 113. Plieningen (O.A. Stuttgart), Pleningen, Anna, Dietrich, Eitel Hans 13, 2a. Plum— s. Blum — . Pollingen s. Bohlingen. Poltringen (O.A. Herrenberg), Boltringen 232. Porto (südw. Rom), Kardinalbischöfe: Konrad von Urach 243. 246. 247. — Philipp 29, 2. Portugal 165, 1. Praeneste (östl. Rom), Kardinalbischöfe : Angelus 50, 1. — Jeronimus 26, 4. — Marcus 141, 1. Prassberg(0. A.Wangen),Brastberg,Vrsela s.Lindau. *Prechthal (B.A. Waldkirch), Bracht, Brecht, Gebrecht, Gebräche 163 s. 293. 294. 307. 211. 211, 1-3. - Kirche U. Fr. 211, 3. Predicatores s. Dominikaner. Pregen s. Bregenbach. Preisgew s. Breisgau. Priga s. Brigach. Prischer s. Breisgau. Prokuratoren: Peter Bernegker 341, 3. Melchior Bodnier 134, 2. Conrad 252, 1. Jerg Tanntzer 70, 2. Hans Federer 341, 3. Haidenrich 6. Ludwig Linck 65. Meister Wilhalm v. Montfort 31, 4. Caspar Netzer s. Constanz. Conrad Nop- perlin 65. Conrad Schüttloch 65. Pruck s. Brügge. PrIllingen s. Bräunungen. Pruner, Heronimus 346. Puren s. Beuren. Putsch s. Bitsch. Baderach (B.A. Ueberlingen), Raderai, Wernher 99, 1. Radolfzell (B.A. Konstanz) , Zell, Rattolfszell, Rautolfzell 5, 5. 11, 4. 10. 13, 5. 32, e. 37, 22. 40, 3. 91, 6. 137, 2. 139. 150, 12. 192, 7 s. 337. 330. 332. 332, 1. — Mass 11, 10. 137, 2. Rayat s. Beiath. Rammetshofen (O.A. Tettnang), Rammleshofen 90, 1. Ramsberg (B.A. Pfullendorf), Bamsperg, Vögte : Hans Sedar 69. Pollin v. Fulach 222. — von: Hans 26, 3. — zu Denkingen: Adel, Anna, Burkart, Rufli, Walter 122, 2. — zu Guttenstain, Hans 70. — zu Lichteneck: Rudolf 26, 1. Walter 26, 1. Ranisen (Kant. Schaffhausen), Ramshain 192, 2. 7 s. 333. Ramsewer, Hans, Vogt v. Allerheiligen 162. Ramspach s. Rassbach. Ramstein (Ruine bei Thennenbronn, B.A. Tri- berg)277. 309. —Bernhart 107. 201 u. 1. Clara 101, 1. Clas 201, 2. Diebolt 163 s. 293. 201, 1. 2. Hans 59, 2. 163 s. 293. 201, 2a. Henslin 163 s. 293. Michel 163 s. 293. 201, 2. Walther 211, 3. Ungen. 127 s. 227. 163 S. 292. 308. Rau, Heinrich (von Zürich) 192, 7 s. 336. Randeck (B.A. Konstanz) 192, 2. 7 s. 333. 230, 2. — Balthasser 33, 32. 101, 1. Burkart 33, 10. • 10a. 101, 1. Caspar 101, 1. 150, 12. Clara 101, 1. 510 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. li Elsbeth 101 und 1. Greift 101, l. Hainrich 33,10. 54. 68, 2. :n. 119. 230, j. Hans 33, loa. 97. Martin 101, i. 230 u. a. Rudolf 33, 10. Vrsula 101. — zu Hallsperg, Burkhart 33, 32. — zu Langenstein, Hainrich 153 u. 3—5. 7. 159 s. 278. — zu Staufen, Hainrich 33, 32. 101, i. 153, 2. Randen (Gebirge) 77, 2. — Mundat am R. 77 u. 2. — s. Schlatt. *Rankach (B.A. Wolfach), Rangen 163 s. 285.286. Ranspach s. Rassbach. Rappoltstein (Oberelsass), Rapoltstein, Brun 295 „. 1. Helene 32,7. Johannes 290. 295 u. 1. Virich 295 u. j. Ungen. 29, 9. Rasp, Hiltprand, Hylpolt 37, 1. 4. 5. *Rassbach (B.A. Waldshut), Ranspach, Rams- pach 10, 1. 128, 3. 6. Rast (B.A. Messkirch) 108, 2. 126, 2. Ratperg s. Rotberg. Rattolf—, Rautolf— s. Radolf—. Ravensburg (O.A.-Stadt) 4, i—6. 15a. 18, 41. 25. 90, 1. 14a. 16a. 18. 135, 2. 4. 6. 156. 161, 4.176. 184. 192, ö. 317". 318. 328 a . 340. — Grafschaft 90, 9. 11. 12. — Mass 4, 3. 138. — Schulmeister Johannes Schlechter 135, 6. — Währung 4, 6. 138. 156. Rechberg (Hohenrechberg, O.A. Gmünd), Albrecht 164. Conrat 4, 2. Hainrich 5, 2. Haus 327. Jörg 135, 3. Martin 211. Wilhalm 212. üngen. 239, 1. Rechnow s. Rhena. Reckenbach (Fürstenb. Mannen), Röckembach, Rickenbach, Reckbach, Bärbel 190, 5. Burkhart 50, 7. 98, 9. 163 s. 308. 215 u.a. 6—10. 216, 7. 8. 344. Cunrat 195, l. Georg, Jorig 11, 7. 18, 16. 95, 6. 154, 1. 7. 216, 4. 6. 235. 344. s. 465. (vgl. Baar). Hans 2, 4. 9, 5. 18, 5. 33, 16. 41, 2. 4. 52, 6. 195, 1. s. 216, 6. 336, 1. (s. ferner Baar und Heiligenberg). Ungen. 33, 8. 9a. 19. 31. 103 S. 195. 163 S. 291. 292. 308. Regensberg(Kant.Zürich),Regenspurg, ungen.29,9. Regensburg (Baiern) 22. — Bischof Albertus Magnus 256. Regentsweiler (B.A. Stockach), Regnoltswil, Albrecht 150, 2. Regissen (?), ungen. 192, 7 s. 335. Regnoltswil s. Regentsweiler. Rehnow s. Rhena. Reiath (Bezirk des Kant. Schaffhausen), Rayat 77. Reich von Reichenstein (Basler Geschlecht), Hans 314, 1. Reichenau (B.A. Konstanz), Ow, Richenow, Kloster 11, 3. 4. 11. 31, 8. 8a. 32, 1. 3. 33, 4. 7. 15. 17. 19a. 20. 26. 27. 32. 36. 80. 84, 1. 3. 7. 7a. 93, i. 134, i. 167. 190, 1. 202, 1. 216, 2. 3. 234, 1. 283. 294, 1. 298. 312, 1. 321. 321, 1. — Äbte: Eberhart 11, 1-4. 14, 1. 32, 1-3. 33, 2. 4—6. 82, 1. 84, 2. 3. 3a. 134, 1. 190,1-4. 202, 1. 2. 216,1-3. 280 u. 1. 283. 294 u. 1. 298. 299. Fridrich (I.) 312, 1. Fridrich (II.) 33, 11. 15. 321. Johannes III. 11, 6. 8. 33, 10. loa. 13. 15. 17. 19. 19a. 27. 80. 82, 2. 84, 7. 7a. 158, 2. 162, i. la. 202, 4. 234, i. la. Martin 11, 8a. IIa. 18. 13, 5. 5a. 31, Sa. 33, 32a. 36. 58, 4. 82, 2a. 133, 3. 3a. 139, 2. 2a. 158, 2b. 162, la. 167. 202, 4a. 234, ia. — Chorherr bez. Propst Hans von Lupfen 29, 9. 304. *Reichenbach (B.A. Wolfach), Richenbach 163 S. 282. *— (B.A. Neustadt) 103 s. 190. — (B.A. Lahr) 2, 7. — (B.A. Waldkirch) 211. Reichenstein (O.A. Ehingen), Richenstain s. Rei- schach. — (Ruine bei Ariesheini, Kant. Basel) s. Reich. Reichenweiler (Oberelsass), Richenwiler 33, 16. 116, 2. 295 u . l. — Vogt Berwart 295 u . i. Reichlin, Clemens s. Ueberlingen. Reichshofen (Unterelsass), Rychfihouen 9, 7. Reinach (Kant. Aargau), Rynach, Hans Erhardt 33, 25. Reinertsan (O.A. Freudenstadt), Reinhorczow, Reynartsow, Rienhartzow 9, l. 5. 6. Reinhart, Junker Bernhard 85a. Reinhorczow s. Reinertsau. Reischach (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Ry- schach, Rüschach, Amalya s. Lindau. Anna s. Göberg. Bilgeri 26, 3. 3a. 32a. 37, 2. 3. 70, 2. 90, i6a. 20. 153, 4. 5 a . 323. 329. s. auch Schwaben. Burkhart 59. Cunrat 11, 12. 29, 7. 113. 116, 1. 150, 8. 234. Eberhard 18, 22. 74, 2. 85, 2. Eberlin 66, 1. Egg 21. Hainrich 329. Hans 28, ia. 116 u. a. 1. 2.149.215, 8. 307 u. 1. 2. Jos s. Hegau. Lucas, Lux 77, 3. 85, 2. 116, 1. 153, 7. 163 s. 307. (s. Baar). Michel s. Villingen. Pelagius, Bollay 215, 8. 9. Rychgart 33, 31. Ruof 98, 5. 7. 110. Ungen. 29, 10. 37, 13. —zu Ach: rf ^^^■^H ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 511 Hans 74, 2. Joss 18, 44. 45. 98, 3. — zu Im- mendingen: Hansknobloch 91, 7. 215, 8. 220. — zu Leipferdingen: Ruf 11, 11. — zu Linz: Eberharfc 130, 1. — zu Neuhewen: Cunrat 32, 6. 160, 2. Eberhart 71. 116 u.i.Eberli 11, n.iia. Hans 11, iia. 116 u . 1. 150, 12. 234. — zuNeu- sunthausen : Egg 95 , 1. — zu Reicbenstein: Eberbart 75, 2. 97. Hainricb 75, 2. —zuHohen- stoffeln: ßilgri 26, 2. 70, 1. 5-8. 116. 323, 1. — zu Wnrmlingen: Ruf 40, 3. 160, 1. *Reiselfingen (B.A. Bonndorf), Rißelvingen, Ry- selfingen, Risoluingen 103 s. 191. 196. 141, 4. 242. Reite s. Reuthehof. Rencz, Grethe 24, 6a. Reuentbai (B.A. Waldsbut), Rüwental 104, 1. 3. Reussegg (Ruine bei Meriscbwand, Kant. Aargau), Rüsegk, Hanman 10, 1. Jacob 27 u. a. 2. *Reuthe (B.A. Messkirch), Rutti 126, 2. *Reuthehof (B.A. Waldshut), Reite 128, 1. Reutlingen (O.A.-Stadt), Rütelingen, Rütlingen 44, 3. 302 a . — Bürgermeister Conrat Vlin 44, 1. Rhein, Rin, Reyn 9, 1. 4. 18, 29. 31. 32. 94. 135, 7. 156. 159. 163 s. 297. 192, 7 s. 333. 334. 203. 290. 334. Rheinau (Kant. Zürich), Rinow 95, 11. — Kloster 128, 1. — (UntereIsass), Rynogia 52, 3. — Propst Johannes 285. *Rhena (Ober-, Unter-, B.A. Pfullendorf), Reh- now, Rechnow 186 u. 1. ia. Ry, Wern. de 296a. Rieh— s. auch Reich—. *Richberg (Silberwerk im Kinzigthal) 23. Richtenberg (abgeg. Burg auf dem Asperg, O.A. Ludwigsburg), Johans Solrer s. Villingen. Rickartzwyler s. Rickertsweiler. Rickenbach (Junker zu Pfullendorf), Walther 222. (vgl. Pfullendorf). — s. Reckenbach. Rickertsreute (B.A. Pfullendorf), Riggärsruti 263. Rickertsweiler (B.A. Pfullendorf), Riggenswiler, Riggerswyller, Rickartzwyler 21, 1. 4. 5. Riechten s. Riedheim. *Riedböhringen (B.A. Donaueschingen), Beringen, Rüttbieringen 33, 2. 103, s. 191.192.195. 196. 197. 111, 1. 181. 190. 190, 1-5. — von: Adelheit 190, 1. Cunrat 190, 1. 4. Elsbeth 190, 1. Hans 190, 1. Margret 190, 1. Rüdger 190, 2. 3. Un- gen. 95, 5. — Cosman Beringer s. Hüfingen. *Riedern am Wald (B.A. Bonndorf), Rüedern 128, 1. — Kloster 77, 3. 128, 1. — Frauenkloster (Niederes Gotteshaus) 29, 3a. 104, 2. — Propst Andres 77, 3. *Riedeschingen (B.A. Donaueschingen), Eschingen 33, 36. 66, 1. 103, s. 191. 153. 153, 1-7 159. 160. 160a. 1. 2. — Pfarrer Herman Vbelherr 153, 2. Riedhausen (O.A. Saulgau) 90, 1. 2. 9. 10. ll. 20. Riedheim (B.A. Engen), Riechten 32, s. 192, 7 s. 333. *— (B.A. Ueberlingen), Riethaim 200 u . 1. Riedlingen (O.A.-Stadt), Rüdlingen, Rütlingen 24. 24, 4. 31, 2-5a. 73, 2. 87. 87, 5. 110. 117, 1. 161, 2. 209, 3. 217, 1. 306. — Ammänner: Jacob Anselm 31, 5a. Jörg Lang 24, 6. — Bürgermeister: Peter Tüman 31, 5. Michel Gloglin 24, e. 31, 8. 217, ia. Jacob Härdlin 31, 8. 217, ia. Steffan Schilher 31, 5a. 217, 1. — Münze und Währung 24, 7. 31, 5a . 110. 161, 4. 217, 1. — Stadtschreiber: Hainrich Winschenk 31, 5a. Niclaus Zumschenken 161, 4. Riedt s. Immenstaad. Rielasingen (B.A. Konstanz), Ruollessingen, R6- lassingen, Rulisingen 32, 4. 129 s. 233. 192, 2. 3. 7 S. 333. Rienhartzow s. Reinertsau. Riefi (B.A. Offeuburg), Riß 340. Ryetberg s. Rüppur. Rietbeim (Kant. Aargau?), Johannes, canonicus in Zürich 29, 10. — (B.A. Villingen), Rietha 93, 1. *— (abgeg. bei Geisingen, B.A. Donaueschingen) 216. — s. Riedheim. Riggärs-, Riggens—, Riggers— s. Rickerts—. Rimmersberg (bei Essenhausen, O.A. Ravensburg), Rumersperg 72. Rin, Rin— s. auch Rein—, Rhein, Rhein—. Ringenbach s. Rinkenbach. Ringenweiler (O.A. Ravensburg), Ringgenwiler 90, la. 6. 9. 20. Ringingen (Hohenzoll. O.A. Gammertingen) 44. — Kapelle U. Fr. 175, 1. — Truchsess Jörg 93, 1. *Rinkenbach (B.A. Wolfach),Ringenbach 163S.303. m Ipili-v 512 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. Rinman, Herman 9, 3. *Rippoldsau (B.A. Wolfach), Ripoltzow, Rip- pelzaw 18, 25. 147, l. 163 s. 282. 286. — Kloster 147. 163 s. 282. 277. — Prioren: Eber- hart Bletz v. Rottenstain 147. Johann Munzer 147, l. Ungen. 163 s. 283. 284. Rischach s. Reischach. Ryselfingen, Risoluingen s. Reiselfingen. Riß s. Rieß. Rocginbach s. Roggenbach. Rockaburn s. Roggenbeuren. Röckembach s. Reckenbach. Rod s. Roth. Rodenberg s. Rudenberg. Röder (Ortenaner Geschlecht), Rodirn, Andres 9. Burchardus 242. Daniel 201. Friederich 314, 9. Genoue 201. Heinricus 242. Rogenios s. Roigenmoos. Roggenbach (B.A. Bonndorf) 10, 1. 27. 27, 2. 128, 3. — Johannes 306. — (B.A. Villingen), Rocginbach, Wernher 242. Roggenbeuren (B.A. Ueberlingen), Rogkenbüren, Rockaburn, Roggeubiren 3, 2. 5, 17. 99, 12. 208. 208, 1. — Pfarrer Cunrat Jop 99, 12. 208. *Rohrdorf (B.A. Messkirch), Rordorf 5, 6. 12, 2. 126, 2.212. 218. — Truchsessen: Walther 68, 1. ia. Ungen. 108. — Grafen: Mangold 108. Ungen. 4, 2. *Röhrenbach (B.A. Pfullendorf), Rörenpach, Pfarrkirche st. Bartimes 222. — Pfarrer Hans Müller 186. Roigenmoos (O.A. Ravensburg), Rogemos 72, 1. Rom 26, 4. 29, 2. 50, 1. 141, 1. 143, 9. 153, 5. 210. 247. 249. 282. *Romberg (Ruine bei Schapbach, B.A. Wolfach), Rümberg 9. 9, 1. 3. 4. 63. 63, 1-5. 163 s. 283. 284. 286. 287. 304. 306. 307. ■— Vogt Jacob Al'm- broster 63, 2. 163 s. 283. Ror— s. auch Rohr—. Rorschach (Kant. St. Gallen) 45, 3. Rosenberg (B.A. Adelsheim) s. Münch. Rosenegg (B.A. Konstanz), Roßnegk, Rosnegkt, Rossnegk 129 s. 233. 170. 192, 2. 3. 7 s. 333. — Hans 125, 1. Ungen. 29, 9. Rosenfeld (O.A. Sulz), Wolf 111. Rosheim (Unterelsass) 295. 295, 1. Rosnegkt s. Rosenegg. *Rossberg (B.A. Wolfach) 163 s. 303. — Kirche st. Egidii et Vrsule 88, 1. Kirchherr Johannes Glockner 88. Rössler, Johannes, Lupfenscher Schreiber und Amtmann 18, 22. 203, 1. s. Bittelbrunn. Rossnegk s. Rosenegg. Rost, Hainrich, zu Zürich 37, 4. Rot, Fridrich s. Öhlenberg. Rotberg (Ruine bei Mariastein, Kant. Solothurn), Ratperg, Arnold 101, 1. Ludwig 101, 1. Rotbletz s. Rotpletz. Rotein, Rotellen s. Rötteln. Rotem—, Roten— s. Rothen—, Rotten—. Roth (B.A. Messkirch), Rod 94. 126, 2. Rothach (Mühle, O.A. Ravensburg), Rottnach 90, 6. 8. *Röthenbach (B.A. Neustadt), Rottenbach, Roten- bach, Rötembach 18, 42. 103 s. 191. 197. 141, 5. 158, 1. — (O.A. Oberndorf) 163 s. 302. 304. Röthenberg (O.A. Oberndorf), Rottenberg 33, 32. 163 S. 304. Rothenfels (Bair. B.A. Sonthofen), Rotenfels s. Montfort. Rothenstein (O.A. Rottweil), Rotenstein 5, ls. 85a. 147. Rothenzimmern (O.A. Sulz), Rotenzimern 325. 325, i. Rotpletz (Villinger Bürger), Rotbletz, Hans 33, 31. — Ludwig 95, 1. (vgl. Villingen). — Dr. 210, 2. Rötteln (B.A. Lörrach), Rotein, Rottelen, Rotellen 306. 341, 3. 3a. — s. Hochberg. Rotten— s. auch Röthen—. Rottenburg (O.A.-Stadt), Rotemburg 44. 87, 1. 4. — (Tirol), Elisenbet 29, 9. — (Rougemont bei Beifort) s. Basel. Rottenmünster (O.A. Rottweil), Rotenmünster, Kloster 65. 98, 5. 6. Rottnach s. Rothach. Rottweil (O.A.-Stadt), Rotwil, Routwil 9, 7. 11, 12. 18, 17. 29, 3.3a. n.37,13. 40, 4. 41, 2. 65.71. 71, 1. 85. -98, s. 103 s. 193. 113. 125, 3. 127 s. 229. 132, 2. 134, 2. 151, 1. 163 s. 282. 254. 268. 273. 273, 1. 276. 277. 304. 317. 326. 336». — Kirche zum h. Kreuz 85 u. a. 127 s. 227. — Hofgericht 6, 1. 11, 9. 13, 1. 22. 33, 11. 14. 18. 33, i9a. 42. 46, 1. 57, 2a. 70, 2. 73, 2. 97. 98. 98, 1. 2. 132, 2. 134, 2. 135, 2. 143, 6. 7. s m. ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 513 289. 302. 324, i. 326. 328. 330 und i-4. 333. 341, 3. 3a. — Hofrichter (Grafen von Sulz): Alwig 143, 7. Johannes 11, 9. 33, 11. 14.18. 98. 98, 1. ia. ib. 135, 2. 324, 1. 330 und 1-5. 333. Rudolf 341, 3. — Mass 273. 276. — Schult- heissen: Alber. 254. Hans Bock 304. — Spital 276. *Rubacker (B.A. Ueberlingen), Rugacker 99, is. Ruch s. Ruh. *Rudenberg (B.A. Neustadt), Rüdemberg, Roden- berg 103 s. 190. 210. 210, 4. 5. Rüdlingen s. Riedlingen. Rudolf (Ritterfamilie zu Hersberg), Cunrat 150, 16. 208, 2. Jos 5, 15. 150, 7. 208, 2. Ungen. 150, 13. Rüedern s. Riedern. Ruf, Gut 84, 4. —, Junker 32a. Rufach (Oberelsass), Vogt Jacob von Schonowe 296». Rugacker s. Rubacker. Ruh (Konstanzer Geschlecht) 37, 13. —, Ruch, Georius s. Weildorf. —, Hans zu Wineden 13, 2a. —, Hans s. Tübingen. Ruith (O.A. Stuttgart), Ruth, Plebanus Albertus 254. Rülassingen, Rulisingen s. Rielasingen. Rümberg s. Romberg. Rumersperg s. Rimmersberg. Rümlang (Kant. Zürich), Rumblang, Dietrich 104. 335, 1. Heinrich 104. 128. Ulrich 18, 8. 37, 8-11. 13—17. 85, 3. 104. 128. 129 s. 232. 170. Ungen. 129 s. 236. Ruollessingen s. Rielasingen. Rüpach (Bach bei Saleiu) 21, 5. Rüppur (B.A. Karlsruhe), Ryetberg 2, 2. Rüschach s. Reischach. Ruschenried (jetzt Ruhestetten, Hohenzoll. O.A. Sigmaringen) 94. *Ruschweiler (B.A. Pfullendorf), Rüsschwyler, Rüstanswiler, Rütschwiler 75. 75, 1. 2. Rüsegk s. Reussegg. Rüstanswiler s. Ruschweiler. Rütelingen, s. Reutlingen. Ruth s. Ruith. Rüti (bei Wellenberg, Kant. Thurgau) 283. Rütlingen s. Reutlingen, Riedlingen. VII Rütschwiler s. Ruschweiler. Rüttbieringen s. Riedböhringen. Rutti s. Reuthe. Rüwental s. Reuenthal, Saarwerden (Deutschlothringen), Grafen, Herren zu Lore: Adelheit 314, 6. Ungen. 314, 6. — s. Mors. Sabina (nordöstl. Rom), Kardinalbischof Oliverius 26, 4. 141, 1. Sachsenheini (O.A. Vaihingen), Herman 113. Säckingen (B.A.-Stadt), Pleban Berthold 253, 1. Saeftingen (Dorf, Holland. Flandern an der Scheide), Safftingen 126, 3. Saelgunstat s. Seligenstatt. *Saig (B.A. Neustadt), Sägk 103 s. 194. Salem (B.A. Ueberlingen), Salmenschwyler, Sal- manswiler, Salmaswiler, Kloster 3. 3, 4. 4a. 12, 3. 17. 17, 2. 3. 3a. 21. 21, 1-5. 38, 2. 57. 57, 1-4. 65. 69. 70, 1. 90, 12. 99, 4. 10-12. 100. 100, i. 145. 150, 6. 13. 166. 168, 1. 184. 192, 7 s. 334. 195, 8. 208, 2. 217. 217, 1. ia. 2. 221. 223, 1. 263. 266. 275 a u. 1. 276 a «. 1. —Äbte: Berchtolt 57, 1. Chünrad 276% 1. Johann (I.) 17, s. 21 u. 1. 2. 57, 2. 65.100.114, 1. 145. 148. 150, 6. 166. Johann (II.) 21, 3-5. 38, 2. 57, 4. 186. 195, s. 208, 2. 217,u. 1. 221. Ludwig 57, 2. Ulrich 263. Ungen. 244, u . 1. — Prior Rüpreht 263. 266. — Werkmeister Hans von Saphay 83, 3. Salenstein (Kant. Thurgau), die von 312, 1. Salm (Viel Salm, Belgien), Graf Niclaus 192, 2. Salmanswiler, Salmaswiler s. Salem. *Salmendingen (Hohenzoll. O.A. Gammertingen), Salmandingen 175. 175, 1. *Salmensbach (B.A. Wolfach) 163 s. 296. 297. Salmenschwyler s. Salem. Salzfass (Wirt. Rittergeschlecht), Burkart 278. Staimer 278. — s. Grünburg. Sandegg (Kant. Thurgau) 84, 3. St. Agnes s. Schaffhausen. St. Blasien (B.A.-Stadt), St. Blesin, Bläsy, Plesin, Pläsy, Kloster 29, 11. 77, 3. 95, 1. 5. 101, 2. 104. 127 s. 227. 141. 141, 3. 4. 170. 178, 1. 195, 1. 3. 4. 233. 237. 237, 1. 2. 254. — Abte: Cristoff 95, 5. Eberhard 141. Georg 77, 3. 101, 2. 141, 3. 237 u. 1. — Propst und Am- 65 514 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. mann zu Villingen Fridrich Offennacker 195, 3. 4. St. Katharinenthal (Kant. Thurgan) s. Diessen- hofen. St. Trudpert (B.A. Staufen), Abt ung. 252, i. St. Erhart s. Fürstenberg. St. Vitzberg (Veitsburg bei Ravensburg) 90, 18. St. Gallen (Kant.-Stadt) 150, 2. 330. — Kloster 64, 2. 93, 2. 192, 6. — Äbte: Francisco 8, 3a. Gotthart 8, 3. 67a. Virich 64. 67. 93, 2. 3. Ungen. 37, 3. — Propst Hainrich v. Lupfen 29, 9. —, Konvent s. Ueberlingen. St. Georgen (B.A. Villingen), St. Jörgen, Kloster 5, 1. 2. 4. 14. 16. 37, 13. 51 (s. 10s). 66, 3. 103 s. 190. 193. 210. 210, 3. 277. 325. 325, 1. 341, 3 _ Äbte: Berchtold 277. Eberhard 210. Eberhart Bletz von Rottenstain 5, 18. Georius Jörg 5, 12-14. 51. 56. 66, 3. 210, 3. 341, 3. Heinrich 5, 1. 4. Virich 277. St. Georgenschild zu Schwaben, Gesellschaft 90, 2. 119. 164. 329. 329, 1. Teil am Bodensee und im Hegau 119, 1. 150, 12. 330. Teil am Kocher 164. Teil am Neckar und Schwarzwald 13, 4. St. Gregorius 51. St. Johannisberg s. Karthaus. St. Jörgen s. St. Georgen, Stein a/Rh. St. Josenfurt (Furt über die Aitracb bei Leipfer- dingen,B.A. Engen, sonst Neufernfurt gen.)66, 1. St. Märgen (B.A. Freiburg), St. Marienzelle 202, 5. 7. — Abt Erhart 202, 5. 7. *St. Martin (B.A. Wolfach) 2, 4. 163 s. 290. St. Niclauskapelle (unter Krumbach) 70, 8. St. Peter (B.A. Freiburg) 56. — Abt Peter 56. 66, 3. — im Schönbuch s. Einsiedel. St. Plasy, St. Plesin s. St. Blasien. *St. Roman (B.A. Wolfach), St. Ruma 18, 25. 163 s. 287. 308. — Kirche st. Ruma 163 s. 287. 304. Saphay s. Savoyen. *Sarach (B.A. Wolfach), Sary 163 S. 298. Sarnthein (bei Bozen, Tirol), Serntein, Zypryan 346. Sarwerden s. Saarwerden. Sauldorf (B.A. Messkirch), Suldorf 70, 8. 9. 108, 2. 113. 126, 2. 226, 2. Saulgau (O.A.-Stadt), Sulgen, Sulgo, Sulgun 15. 15a. 27, 2a. 31, 3. 35. — Kirchherren: Cunrad Gab 69. 100, 1. Cunrad Lüllin 24, 4. — Leut- priester Ott Rüd 24, 1. — Mass 31, 6. Sausenburg (Ruine bei Malsburg, B.A. Müllheim), Susenperg 94. — s. Hochberg. Savoyen, Saphay, Werkmeister Hans von, s. Salem. Sax (Kant. St. Gallen), Jacob 58. Scafusa s. Schaffhausen. Schabenhausen (B.A. Villingen), Dietrich, Priester 277. Hainrich 277. Schadbuch s. Schapbuch. Schaffhausen (Kant.-Stadt), Schauffhusen, Schap- hnsa, Scafusa 10, 3. 11, li. 13. 18, 17. 19, 3. 4. 32, 4. 33, 6. 54, 2. 66. 1. 71. 71a. 1. 80. 84, 5. 85, 3. 94. 104, 1. 2. 128, 2. 6. 153, 2.162, 1. la. 163 S. 282. 192, 1. 6a. 7 S. 333. 334. 335. 337. 202, 2 . 203. 215, 7. 225. 236. 236a. 264. 278. 330. 333, 2. 344. s. Im Thurn. — Bürgermeister: Conrat Parter 33, 36. Cunrat Waltkirch 154, 5. — Franziskaner 264. — Magister B. 257. — Mass 85, 5. 103 s. m. 104, 3. 128. 205. 215, l. 2. 5. — Münze und Währung 33, 6. 104, 2. 128, i. 6. 154, l. 190, 3. 215, 1. 236. 280, 1. — St. Agnesenkloster 54, 2. 103 s. 191. 195, 2. — Schultheiss E. 264.— Stift Allerheiligen 85, 1. 124, 1. 132, 3. 4. Äbte: Conrat 132, 3. 4. Heinrich 162. Ungen. 28, ia. 124, 1. Vogt Hans Ramsewer 162. Schalach s. Schollach. Schalksburg (Ruine bei Stockenhausen, O.A. Balingen) 27 6 a . Schapbach (Wildschapbach, Zufluss der Wolfach) 163 S. 283. *— (B.A. Wolfach) 63, 5. 163 s. 283. 284. — Kirche st. Ciliax 63, 5. 163 s. 307. — Kirch- herr Heilenhart Roser 143, 9. *Schapbuch (B.A. Ueberlingen), Schadbüch, Scha- püch, Landgerichtsstätte 99, 2a. — Landrichter s. Heiligenberg. Schappel. Hainrich 33, 11. 14. 16. — Lenhart (zu Rottweil) 304. — der Schappenler 37, 13. Schapflch s. Schapbuch. Scharr s. Scheer. Schauenburg (wohl Burgstall auf den Schaufelsen zwischen Neidingen und Falkenstein), Schowenberg 183. Schauenburg (Ruine bei Gaisbach, B.A. Oberkirch), Schowenburg, Schouwenburg 52, 1. \ ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 515 163 s. 305. — Friderich 239, l. Hans 310. Melcher 63, l. Philips 52, 5. 107. Rudolf 314. Susanna 163 s. 307. Virich 107. Schedell (zu Offenburg), Jörg 9, 6. Scheer (O.A. Saulgau), Scharr s. Waldburg. Schellenberg (Ruine, Fürstentum Lichtenstein), von, Anna 811. Berchtold 8. 33, 8. 321, i. 323, l. Burkart 8, 2-5. 18, 15. ie. 34. 27, 1. 2a. 3a. 33, 16. 23. 24. 78. 106. 111. 137, 1. 4. 202, 3 — 7. 9. 10. 12. Conrat 8, 2-4. 5a. 18, 9. 12. 13. 15. 34. 19, 9. 21, 5. 27, 1. 2a. 3a. 33, 16. 21. 22. 23. 26. 29. 40, 2. 46, 3. 77, 3. 78. 93, 4. 106. 111. 111, 1. 2. 2a. 112. 137. 137, 1. 3. 4. 154, 2. 158, 5. 192, 3. 202. 202, 3. 4a. 5. 6. 7. 9. 10. 12. 215, 2. 321. 344. — Hainrich zu Kuslegk 33, 32a. Marquart, Märck 27, l. 90, 16a. 18. 18a. 19. i9a. 311. Paula 341, 3. Vrsula 56. 101. Ungen. 181, i. 202, na. 329\ Schempbach (Zufiuss der Schapbach), Schombach 163 S. 283. Schenck, Peter, Vogt s. Sigmaringen. *Schenkenberg (B.A. Engen) 58. 58, i. 2. 3. — Kirchherr Hainrich Menny 71, 6. — (Kant. Aargau), Schenkenburg 10, l. *Schenkenzell (B.A. Wolfach) 0. 9, i-s. 41, i. 63. 109. 143, e. 146, 2. 3. 163 s. 283. 287. 302. 303. 306. 307. 308. 239, 2. 314, 6. 7. — Amtmann Berchtold Friderich 146, 5. Schenner (von Strubenhart), Vyt 201. Otilia 201. Scherer, Hans, Meister 210, 2. Scherzingen s. Schörzingen. Schyberg s. Schönberg. Sehyendorf s. Schiggendorf. Schienen (B.A. Konstanz), Schinow, Zschiua 32a. — Osanna 150, 3. *Schiggendorf (B.A. Ueberlingen), Sehyendorf 83, i-s. Schiltach (B.A. Wolfach) 109. 143, 2. 146, l. 2. 163 s. 302. 189. 239, i-3. —, Nider s. Unterschiltach. Schiltar (Konstanzer Bürger) 99, 2. 3. Schilteck (O.A. Oberndorf) 19, i. — s. Neuneck. *Schiltwende (B.A. Neustadt), Schiltwendi 103 S. 190. Schilzburg (O.A. Münsingen) s. Speth. Schiner, Nesa (Mutter des Gallus Öhem) 11, 10. Schinow s. Schienen. *Schlatt am Randen (B.A. Engen) 54, 1-3. *Schlatt vff den Ecken (Schlatterhof, B.A. Engen) 230. 230, 1. 2. 2a. — (Schlatthof, O.A. Sulz), Sclatt, Johans 277. Schieitheim (Kant. Schaffhausen), Schlayttenn 204. 236. Schlettstadt (Elsass) 295, l. Dominikanerprior Rudolf 107, 3. Schlier (O.A- Ravensburg) 192, 5. Schlosser, Mattern, Schreiber 63, 2. Schluchsee (B.A. St. Blasien), Schlüchsew, Schluchse, Schluß 237. 237, 2. — See 237, i. Schlupf (Rittergeschlecht), Conrat zu Büttelbrunn 18, 44. 45. — Hans zu Ach 67, 2. — Hans, Kirchherr zu Ueberlingen 13, 9- — Hans zu Zimmerholz 13,8. 18, 44. 45. — Ungen. 29, lo. 37, 13. Schluß s. Schluchsee. Schmalegg (O.A. Ravensburg), Schmalnegg 4, 5. Schmeien (Nebenüuss der Donau), Schmyeh 117. *— (Ober-, Unter-, Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Schmyhen 183. Schmerckingen s. Schnerkingen. Schmiech (jetzt Stille Musel bei Donaueschingen), Schmyh 33, 19. 33. *Schmiedsberg (B.A. Wolfach) 163 S. 283. Schmyeh, Schmyh, Schmyhen s. Schmeien, Schmiech. *Schmittelhof (B.A. Wolfach) 7. *Schnait (Hof bei Steinach, B.A. Wolfach), Schneitt, Berhtolt 291. Jörg 41, 1. 146, 5. 7. 163 s. soi. Schnärkingen s. Schnerkingen. Schneyt, auf der (wohl Wasserscheide zwischen Schönberg und Emmersbach, B.A. Lahr) 2, 2. *Schnellingen (B.A. Wolfach), Snellingen 2, 7. 52. 52, 4-7. — Berhtolt 52, 2. Friderich 52, 3. Grede 309, 1. Hainrich 52, 1. Hausman 52, 2. Rudolf59, 1. 309, 1. 314 u.i. io.Steselin52, 2. *Schnerkingen (B.A. Messkirch), Schnärkingen, Schmerkingen [verschrieben], Snerkingen 14. 14, 1. 2 126, 2. 218. Schnewlin (Freiburger Geschlecht), Snewlein, Bartholme 345. — Conrat s. Freiburg, Schult- heissen. — Conrat Berenlaupp 6. — Conrat v. Crantznow 6. — Cunrat v. Landeck 341, i. Schnezenhausen (O.A. Tettnang), Schnetzhusen 90, 6. 9. 20. Schnitzer, Junker Peter 122. 122, 6. Schöfferlin, Dr. Bernhart 113. 65* 516 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. *Schollach (B.A. Neustadt), Schalach 210, 5. Schömbach s. Schempbach. Schönau (bei Schlettstadt, Uuterelsass), Schonow, Jacob 296». Schönberg (B.A. Lahr), Schyberg 2, 2. Scbönbuch, Stift St. Peter s. Einsiedel. *Schönemühle(B.A. Ueberlingen), Schonmülin 15a. *Schönenbach (B.A. Villingen), Schonow 127 S. 227. 228. 229. 163 S. 282. 210, 5. Schönman (Wolfacher Geschlecht) 142. 146, 1. 163 S. 283. Schonmülin s. Schönemühle. Schonow s. Schönau und Schönenbach. Schopfenloch s. Schopfloch. Schopfheim (Ober-, Nieder-, B.A. Lahr bez. Offenburg), Shopfheim 314, 9 — von, Albertus, Heinricus 242. *Schopfloch (B.A. Engen), Schopfenloch 32,6. 71, i. 6. 170. 203, i. *Schoren (B.A. Ueberlingen) 208, 2. Schorp (Rittergeschlecht zu Freudenberg), Cunrat 324. 324, i. Eis 324, i. — Schorpen Zehend zu Donaueschingen 33, 7. Schörzingen (O.A. Spaichingen), Scherzingen, Jacob 232, i. 234. Schouwen—, Schowen— s. Schauen—. Schramberg (O.A. Oberndorf) 239, i. Schriber, Andres s. Kötz. ■—, Michel s. Spiser. Schuber (verschrieben für Schriber), Andres s. Kötz. Schüler, Baltizar s. Boll. *Schulersberg (B.A. Wolfach) 163 s. 295. Schultheiß von Hüfingen (Rittergeschlecht), Anna zu Villingen 93, 2. Berchtolt 6. 67. 95, 10. Hainrieb 67. Hainrich zu Villingen 86. Hans 18, 12. 13. 67a. 158, 4. Hans zu Müntzingen 67. — (Konstanzer Chronist) 192, 7. —, Johann, Kaplan 207. —, Johannes (Sculteti) s. Notare. Schlissen (fliesst in den Bodensee) 90, 1. 2.6. 8.9. 11. 12. 20. Schussenried (O.A. Waldsee), Kloster 97, 2. — Äbte: Hainrich 150, 12. 217. Johannes 97, 2. Schuttern (B.A. Lahr), Schutter 314, 6. 7. 9. Schwaben, Swäben, Alamannia 9. 9, 1. 2. 13, 4. 18, 29. 49. 90, 9. 150. 163 B. 302. 304. 192, 3. 243. 295. s. st. Georgenscbild. — Bund 18, 15. 68, 2a. 90, 21. 119, 1. 164. 184. 192, &• 7 s. 333. 334. 337. 198. 237. — Herzog Heinrich 241, 1. — Landvogtei: 4. 90, 1. 2. 2a. 7—12. i5a. 17. 18. 18a. 20. 2i. 184. 317«. Schreiber Albrecht 31, 3. — Landvögte s. Waldburg. — Unterlandvogt Bilgeri von Reischach 90, 20. *Schwäblishausen (B.A. Pfullendorf), Swebliß- hußen 79, 8. 133. 133, 3. Schwaderloh (Kant. Thurgau), Schwaderloch 192, 7 s. 335. Schwaibach (B.A. Offenburg), Sweybach 163 S. 295. Schwayningen s. Schwaningen. Schwandorf (Ober-, Unter-, B.A. Stockach), Swain- dorf 70, 1. 4. 133, 1. 336. *Scbwaiiingen (B.A. Bonndorf), Schwayningen 86. 86, 1. 2. 128, c. 162. Schwaninger (Villinger Geschlecht), Schweninger, Hans 93, 2. Michel 93, 2. 2a. Schwarza (Fluss) 237, 1. *Schwärzenbacb (B.A. Neustadt), Schwerzenbach 210. 210, 5. Schwarzenberg (Ruine, B.A. Waldkirch) 5, 2. — Anna, Johannes 288, 1. — (Mittelfrauken), Leonhart 212. *Schwarzenbruch (B.A. Wolfach) 163 s. 285. Scbwarzwald, Swartzwald, Nigra Silva 13 , 4. 51. 56. 93, 2. 95, 5. 101, 2. 127.141. 141, 3. 4. 162, 1. 163 s. 28i. 165. 165, 1. 192 s. 333. 334. 194, 1. 195, 1. 202, 5. 7. 210. 210, 3. 4. 236. 239, 1. 254. 277. 286. 334. 341, 3. Schweizer, Switzer 163 S. 3oc. 192. 194, s. 202. Schwelher (Schwab. Rittergeschlecht), Petter 175, 1. *Schwenden (B.A. Wolfach), Swendi 163 s. 300. Schweninger s. Schwaninger. Schwenningen (O.A. Tuttlingen), Swenningen 127 S. 229. 163 S. 282. Schwerzen (B.A. Waldshut), Swertzach, Swertza 128. 128, 3. 4. Schwerzenbach s. Schwärzenbach. Schwiz (Kant.), Switz 37, 3. — Amman Dietrich In der Halden 37, 4. Sei— s. Schi. *Seebach (B.A. Wolfach), Sebach 163 s. 282. 2S3. 284. Seedorf (O.A. Oberndorf), Sedorf 212. 276. Seefelden (B.A. Ueberlingen), Seuelden, Sewfelden, Pfarrkirche 223. — Pfarrer Hainricus Bess- rer 83, 3. Seitingen (O.A. Tuttlingen), Sytingen 66, 5. 204. ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 517 Selhofer (Pfullendorfer Geschlecht), Selnhouer, C. 84, l. Hainrich 84, 6. Seligenstatt (abg. bei Judentenberg, B.A. Pfullen- dorf), Saelgunstat 266. Sellnhofer, Selnhouer s. Selhofer. Selfcz (Unterelsass), Selfi 295, i. *Sennberg (B.A. Pfullendorf), Sengberg 179, i. Sentenhart (B.A. Messkirch) 108, 2. 131. *Seppenhofen (B.A. Neustadt), Sephenhouen 103 S. 191. 197. Serntein s. Sarnthein. Seuelden, Sewfelden s. Seef'elden. Shopfheim s. Schopfheim. Siber (Lindauer Geschlecht), Ulrich 341, 3. 346. Siedelbach (B.A. Freiburg), Sidelbach 103 s. 190. Siegel*: Allmendshofen, v.: Hans, Kirchherr zu Imrnen- dingen 95, 4. 190, 5. — Hans Ulrich 33, 16. 40. — Heinrich 33, i 6 . Abbild. Nr. 18. 46, 2. 95, 4. 215, 1. — Jörg, Jörig 27, 3. 33, lc. 40, 2. — Philipp 132, 6 . 7. Abb. Nr. 45. - Ulrich 278. Baar, Landgericht 33, 37 Anm. a. 204 u. Anm. 2. — bei Geisingen u. bei Fürstenberg 204, Anm. 1. Abb. Nr. 4. Bächen, Kloster 207. Abb. Nr. 42. Behem, Franz s. Wolfach, Kirchherr. Beringer, Clowi, Bürger zu Hüfingen 33, 24. Bessrer, Rudolf von Efrizweiler 76 u. 2. Bettenbrunn, Propst Marcus Sticklin 186. Abb. Nr. 36. Bichishausen, Barbara, Truchsessin v., geb. von Hailfingen 185, 1. Bischof, Conrad s. Heiligenberg, Vögte. Blumberg, Johannes u. Hermann, Gebrüder, gen. von Stahelegge 268. Blumegg, v.: Hansdietrich 154, 3. —, Junker Martin 18, 18. 20. 50, 3. 52, 4. Abb. Nr. 10. Boscher, Hanns s. Heiligenberg, Vögte. Bräunungen, Stadt 27, 3. 202, 10. Buch, Heinrich v. 18, 47. 33, 37. 48, 1. 144, 2. Abb. Nr. 44. 215, 10. Butzer, Johannes s. Trochtelfingen, Kirchherr. Keller, Martin s. Heiligenberg, Landrichter. Siegel: Kirnberg, Jacob Panner gen. Geybel, Vogt zu Kürnburg 146, 2. Clingenberg, Caspar v. 215, 1. Kötz, Andres 142, 1. Kuch, Johann s. Fürstenberg, Landschreiber. Kugeller, Jacob, Bürger zu Wolfach 115. Kürnburg s. Kirnberg. Deggenhausen, Swigger v. 266. Thannheim, Bruder Niclaus, Prior 74, 1. —, v. (Villinger Geschlecht), Berht. 292. — Cunrat 292. — Rudolf 263. Thierberg, Dierberg, Dierberger, Conrad, Bürger zu Fürstenberg 18, 33. 46. Abb. Nr. 52. —, Melchior von Tierberg von der Wilden Tierberg 183. Tyringer, Hanns s. Heiligenberg, Landrichter. Dorner, Johanns s. Wolfach, Stadtschreiber. Trochtelfingen, Kirchherr u. Dekan Johannes Butzer 209, 4. Engen, Stadt 29 «. 1. 5. 6. 7a. 12. 32, 6. 71, 5. Dekan und Kirchherr Conrad Mark 71, 6. Felsenberg, Velsenberg, Conrad v. 2, 4. 18, 1. Abb. Nr. 8. 18, 20. ss. 146. Victor, Conrad s. Wolfach, Frühmesser. Villingen,Stadt 33,29. so. 33a. 125,2.137,4 265.312. —, Johanniterhaus 275. Freiberg, Fryberg, Michel v. 183. Freiburg, Grafen v.: Gottfried, Zusätze S. 464. —, Sophie v. ? s. Fürstenberg. Friedenweiler, Kloster 181, 1. 210, 2. Fürstenberg, Stadt 18, 12. 53, 1. 181. —Grafen: Adelheid, geb. v. Zweibrücken 313, Anm. 1. Conrad (f 1370) 195, 1. 292. — Conrad (f 1419) 309. — Conrad (f 1484) 19, 3. 322. — Egen (f 1324) Zusätze S. 464. — Egen (f 1483) 5, 1. 19, 4. 28. 336 a. 1. Zusätze S. 465. — Friedrich I. (f 1296) 262. — Friedrich (f 1617) anstatt Wolfgangs Siegel 33, 35. — Gebhard, Zusätze S. 464. — Götz (f 1341) 276. — Heinrich 1. (f 1284) 261, Abb. Nr. 2. Zusätze S. 464. — Heinrich IL (f 1337) 195, 1. — Heinrich in. (f 1367) 292. — Heinrich IV. (f 1408) 224, 1. — Heinrich V. (f 1441) 310. *) Bearbeitet von Registratur A. Schelble. 518 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. Siegel: 316. 317. — Heinrich VI. (f 1490) 5, 4. 14. 16. 55. 59, 3. 319. 320. 322. 327. 333j i-4. Zusätze S. 465. — Heinrich VII. (f 1499) 28, i. 33, 33. 107, i. 137, ia. 141. 144. 154. 341. Abb. Nr. 5. — Hug 211, i. 300. — Johans (f 1332) 276. — Johans (f 1365) 281. 290. 291. 292. 296. — Johanna, geb. v. Signau 291. 293. — Sophie, Gera. Friedrichs v. Leiningen 274. Abb. Nr. 3. — — Wolfgang 5, is. 33, 35. (statt Wolfgangs Siegeldas Friedrichs! 1617) 40, 5. 107, ia. 2. 141. 192, 4 .:. a . 345. — Grafschaft, Amtmann u. Obervogt Jörg von Reckenbach 8, 4. 40, 5. s. auch Reckenbach. — Laudschreiber Johann Euch 67, 3. Abb. No. 43. 144, 2. — Landgericht bei den Linden u. an der Steige s. Baar. Geybel s. Kirnberg, Vogt. Geisingen, Stadt, Zusätze S. 465. — Stadtschreiber Bernhart Zürn 18, 41. — Landgericht bei st. Walpurg Küchen s. Baar. Gippichen s. Ippichen. Göberg, Göwberg, v.: Anna, geb. v. Reischach 11, 11. — Hans zu Leipferdingen 215, 5. — Jacob 46, 2. 336, 1. Grünburg, v.: Berthold, Burkart, Conrad, Hug, Peter, Wernher 278. Gundelfingen, v.: Erhart 110. Abb. Nr. 22. — Jörig 97. 110. — Schweickhart 24, Anm. a. Abb. Nr. 51. Habsberg,v. '.Barbara, geb.v. Knöringen 33, 23. __ Dieppold33,20.Ulrich zu Thonoweschingen33,29. Hailfingen, Barbara v. s. Bichishausen, Trnch- sessin. Haini, Caspar, sesshaft zu Messkirch 136, 1. Hasenstein, Jacob v. s. Heiligenberg, Vögte. Haslach, Stadt 2, 7. Hausach (Husen), Stadt 18, 3. 4. 11. 14. 28.35.43. 143, 1. Abb. Nr. 9. Hausen (B.A. Messkirch), Husen, Merk v. 183. — Sixt v. 17, 6 . 151, 2. 183. 223, 2. Heiligenberg, Vögte : Conrad Bischof 3. Abb. Nr. 6. 4, 3. 15, 1. 17. 97. — Hans Boscher 4, 5. Abb. Nr. 27. 17 , 3. 207. — Junker Jacob von Hasenstain, Burgvogt 83. — Sixt v. Husen 17, 6. 223, 2. s. auch Husen. — Hanns Reckembach 3, 3. 17, 4. — s. auch Siegel: Reckenbach, Hans v. — Jerg von Sunt- heim 221. — Landrichter: Hanns Tyringer 3, 4. 17, 2. 99, 10. 13. 135, 1 — Martin Keller von Frickingen 3, 4 a . 34, 3. 79, 8. 99, 17. 135, 3. — Johans Staynman von Lälwang, Landrichter zu Schatbuch 99, 2a. Helmsdorf, v.: Ludwig 97. — Ulrich 150. Hensler, Clewy, Nyclauß, Bürger zu Fürstenberg 18, 29. 33. 41. 42. 46. Heudorf, v.: Junker Burkhart 85, 2. — Ortolf, zu Waltsperg 70 u. 5. 8. Abb. Nr. 50. 183. Hewen, v.: Heinrich 64, 2. Abb. Nr. 20. — Peter 37, 14. Abb. Nr. 12. 64. Hüfingen, Stadt 18, 9. Abb. Nr. 14. 18, 10. 137, 1. 202, 7. 9. io. 12. 13. Hufinger, Conrad der H. 278. Husen s. Hausach u. Hausen. Jäger, Wilhelm gen. Spät v. Immendingen 32. Ippichen, Gippichen, Diebolt v. 2, 1. 52, 4. Jungingen, Ulrich v. 13, 2a. Landau, Hanns v. L. zu Blumberg 32, 8. Abb. Nr. 48. Leiningen, Sophie v. s. Fürstenberg. Lemp, Jörg 115. 142, 1. Lenzkirch, Benedictus Wächter, Vogt zu Lenzkirch u. Loffingen 215, 10. Löffingen , Stadt 141, 4. — Vogt Benedictus Wächter s. Lenzkirch. Lowlin, Löblin, Mathis, von Messkirch 5, 6—10. 12, 2. 5. 68. Lupfen, ein Graf v. 37, 20. — Heinrich 32, 7. — Sigmund 32, 6. Abb. Nr. 29. 110. Abb. Nr. 23. 117. 194, 3. 4. Mayer, Berchtolt s. Pfohren, Obervogt. Märck, Conrad s. Engen, Dekan u. Kirchherr. Marschalk, Claus 215, 1. Abb. Nr. 11. Memerswyl, Rudolf v. 13, 2a. Messkirch, Stadt 12, 2 Anm. b. Abb. Nr. 46 H. 47. — Altstadtammann u. Spitalpfleger Hanns Strolin, Sträwlin 5, 6. 7. 9. 10. 12, 2. — Stadtammann Jacob Wiglin, Wyglin 5, 8. 136, 1. — Kapitel 108, 1. 2. Münch von Rosenberg: Friderich 39, i. — Jacob 2, 4. Abb. Nr. 19.18, 18. 20. — Jos 2, 1. Nagel, Jacob 150. ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 519 Siegel: Oberwolfach, Gericht 189a. Abb. Nr. 24. Panner, Jacob, gen. Geybel s. Kirnberg. Pfohren, Obervogt Berchtolt Mayer 195, 6. Randeck, Ursula v. s. Schellenberg. Reckenbach, v.: Hans 18, 5. 33, 16. 52, 6. 336, l. s. auch Heiligenberg, Vögte. — Jörg 18, 16. 95, 6. Abb. Nr. 25. s. auch Fürstenberg, Amtmann u. Obervogt. Reischach, v.: Hans 215, s. — Pelagius, Bol- lay 215, 8. Abb. Nr. 49. 215, 9. Renner, Hans s. Wolfach, Schultheiß. Rosenberg s. Miinch. Roser, Heinrich 142, i. Ruch, Hans, von Wineden 13, 2a. Schatbuch, Landgericht s. Heiligenberg. Schellenberg, v.: Burkhart 8, 5. 18, ie. 33, 16. 23. 24. 202, 7. 12. Conrad, zu Hüfingen 8, 2. u. a . 18, 9. Abb. Nr. 13. 18, 12. 13. 21, 5. Abb. Nr. 53. 33, ie. 21. 23. 29. 137. 202, 7. — Ursula, geb. v. Randeck 101. Abb. Nr. 21. Schulthais, Hanns 18, 12. 13. Sontheim, Jerg v. s. Heiligenberg, Vögte. Spät s. Jäger. Stahelegg s. Blumberg, Johannes u. Hermann. Stähelin, Stehelin, Bertholt, von Stogkburg 27, 3a. — Jörg von Stogkburg zu Sindel- stain 18, 29. Abb. Nr. 41. Stain s. Stein. Staynman, Johans s. Heiligenberg, Landrichter. Starkenberg, Martin s. Stühlingen, Vogt. Stehelin s. Stähelin. Stein, Conrat u. Hainrich vom Stain zu Clingen- stain, Gebrüder, derzeit Herren zu Thünow- eschingen 125, 4. — Sigmund vom 46, 2. Sticklin, Marcus s. Bettenbrunn, Propst. Strölin, Strawlin, Hanns s. Messkirch, Altstadtamman. Stühlingen, Stadt 128, 6. Abb. Nr. 34. — Landgericht 85, 2. Abb. Nr. 30. 128, s. 5. — Vogt der Landgrafschaft Martin Starcken- berg 128, 4. Suntheim, Jerg v. s. Heiligenberg, Vögte. Urach, Graf Egino v. (c. 1188) Zusätze, Seite 463. Abb. Nr. 1. Wächter, Benedictus s. Lenzkirch u. Löffingen, Vogt. Wartenberg, Oswald v.W.gen.v.Wildenstain 310. Siegel: Werdenberg, v.: Albrecht 99, 2. u. a. 122, 3. 197, 1. — Christofe 21, 5. 42, 1. Abb. Nr. 28. 136, 2. 188. Abb. Nr. 38. — Felix 42, 1. 188. Abb. Nr. 39. — Hug IV. 99, 1. — Hug X. 99, 2. — Hug XL, Hugo, Haug 21, 4. 64, 1. Abb. Nr. 16. 111, 2a . 161, 5.177. Abb.Nr.31.184.—Johanns21, 5. 42, 1. 188. Abb.Nr.37.— Jörig,Georig21 u. 1. 2. 64 u. 1. 72. 76. 97. 99, Anm. a. 111, 2. 161, 5. 177. 184. 188. — Bruder Rudolf, Meister des Johanniterordens 184. Abb. Nr. 35. — Ulrich 21, 2. 64, 1. Abb. Nr. 15. 97. 177 mit Rücksiegel. Abb. Nr. 32 11. 33. 184. Werenwag, Jörg v. 185, s. Wiglin, Wyglin, Jacob s. Messkirch, Stadtammann. Wildenstein s. Wartenberg, Oswald v. Wilden Tierberg s. Thierberg. Wittichen, Meisterin, Priorin u. Konvent 41, 3. u. 4. Abb. Nr. 40. Wolfach, Stadt 18, 21. 23. 25—27. 30. 31. 63, 3. 81. 143, 4. 5. 146, 1. 8. — Schultheiss Hans Renner 146. — Stadtschreiber Johanns Dorner 115, 2. — Frühmesser Conrad Victor 7. Abb. Nr. 7. — Kirchherr Franz Behem 115, 2. Zimmern, v.: Gottfried 136. Abb. Nr. 26. — Hans Wernher 68. Abb. Nr. 17. 70, 8. 136^. u. 2. 206. 226. — Wernher 12, 2. 64.97. Zürn, Bernhart s. Geisingen, Stadtschreiber. Falsches Siegel an einer Witticher Urk. v. 1497 146, 5. Siena (Toscana), Genis in Tuscharn 314, 3a. Siessen (O.A. Ravensburg), Süssen 72. 72, 1. Sygenow s. Signan. *Siggingen (Ober-, Unter-, B.A. Ueberlingen), Sigingen 5, 17. 17, 4. 99. 99, 1—5. 7. 9—12. 15 bis 18. 208. 208, 1. — Kirche U. Fr. 99, 8 . 13.14. 16. — Pfarrer: Johannes Huber 99, 15. 16. Niclas Vlmensee 99, 12. Jos Wigel, We- gelin 99, 12—15. Sigmaringen (Hohenzoll. O. A.-Stadt), Simmeringen, Sigmeringen 5, 10. 15, 2a. 21. 21, 0. 25, 1. 90. 108, 2. 113. 114. 114, 1. 130. 136, 2. 161, 5. 169. 184. 188. 198. 218. 275 a u. 1. — Vögte: Hans v. Mülfingen 117. 130, 1. Ulrich Mürli 275\ Peter Schenck 4. 4, 2. ■fl Mi 520 OETS- UND PERSONENVEKZEICHNIS. Sigmundsruke (Nebenname der Burg Sulzberg, bair. B.A. Kempten), Sigmundsrüw 90, 18. Signau (Kant. Bern), Sygeiiow, Johanna 291. 293. Sigolsheim (Oberelsass) 77, 2. Silvensthal (B.A. Pfullendorf), Silvenstal 25, 2. 114. 114, 1. Simmeringen s. Sigmaringen. Simonswald (B.A. Waldkirch) 18, 3. Sindelstain s. Zindelstein. Singen (B.A. Konstanz) 11, 4. 95, 11. 192, 7 S. 333. Sinkingen (B.A. Villingen), Sünchingen, Albrecht 9, 6. 13, 1. Cünrat Magg 294, 1. Hug Aberlin 294. Magg Albrecht 294. — s. Müntzer. Sipplingen (B.A. Ueberlingen) 126, 2. Sytingen s. Seitingen. Sitzenkirch (B.A. Müllheim), Sizenkilch 94. Sn— s. Scbn—. Solms, Graf Bernhard 18, 19. Solothurn (Kant.-Stadt) 192, 7 S. 333—336. Sölrer von Richtemberg, Johans s. Villingen. Sonderbucb (O.A. Münsingen) 140, 2. Sonnenberg (Ruine bei Bludenz, Vorarlberg), Sunnemberg s. Waldburg. Sontheim (O.A. Heidenheim), Suntheim, Jörg 164, 1. s. auch Heiligenberg, Vögte. Sonthußen s. Sunthausen. Spanien 163 s. 307. Spat, Spätt s. Speth. Speck, Schwarze (Grenzmarke der Grafschaft Nel- lenburg) 94. — s. Spöck. Speier (Baier. Pfalz), Spyr 120. 192, 7 s. 335. Spengler (Tübinger Bürger), Hanns 232. Speth (Schwab. Rittergeschlecht), Spät, Spätt, Spett: Albrecht 324. Conrat 140. Conrat zu Vntermarchthal 30. 185, 4. Dieppolt zu Neid- lingen 31a. Dietrich zu Neidlingen 31 u. a. 7. Hans 105. Hans zu Ehestetten 185, 2. Ludwig 31, 8. 8a. Ludwig zu Zwiefalten 24. Renhart zu Schilzburg 176. — von Immendingen s. Jäger. —, Elisabeth zu Villingen 134. — Ongen. 103 s. 197. Spiegelberg (Burgstall bei Roggenbeuren, B.A. Ueberlingen), Guntram S. 466. Hainrich 278. Spir s. Speier. Spiser, Michel, Schreiber, auch bloss Schryber gen. 1 s. 15. 2, 4. 127, 1. Spitalhof (B.B. Villingen), Spittelhof 106. Spöck (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Speck 21. Spoleto (Mittelitalien), dux Rainaldus s. Irslingen. *Springelsbach (B.A. Neustadt), Bruchelspach 103 s. 190. *Stadel (B.A. Ueberlingen), Stadil 90, 1. 241. Stadelhofen (Gross- und Klein-, B.A. Pfullendorf) 114. 114, 1. Stadion (Ober-, Unter-, O.A. Ehingen), Hanns 194, 7. Wilhelm 33, 19. Stahel, Paulus 339. 339, 1. Staheleck s. Stallegg. Stähelin (Villinger Familie), Stehelin , Stahelly, Stähely, Berthold 325. Cünrat 312 (s. auch Villingen). Georg, Jörg 158, 8. 9. Hans 95, 2. (s. auch Hegau). Hans s. Falch. Hug 202, 8. — von Stockburg: Beatrix 158, 2. Behtold 27, 3. 3a. 158, 2. 2b. 202, 8. Frönika 158, 2. Hans Barthlome 158, 2. 2b. — von Stockburg zu Zindelstein, Jörg 18, 29. Stahringen (B.A. Stockach), Stallungen, Starringen 261. 330. Stai— s. auch Stei—. Stainbach s. Stainenbach. Stainhower, Herr Sigmund 163 s. 305. *Stallegg (B.A. Neustadt), Staheleck 235. — s. auch Blumberg. Stallungen s. Stahringen. Stange, Hans 89, 1. Starkenberg (Tirol), Martin 18, 8. 19. 22. 32, 4. 98, 6. 178. 192, 6. 6a. s. auch Stühlingen. Starringen s. Stahringen. Statz (Freiburger Bürger), Cünrat 211, 1. Staufen (B.A.-Stadt), Stouffen, Stoffen, Stoffen, Berthold 314, 8. 315. Trutperht 9, 7. 211, 3. Jacob 330 u. 1—4. Low 163 s. 30 6. 341, 3. Martin 333 u. 4. Ungen. 18, 3. — (bei Hilzingen, B.A. Engen) 192, 7 s. 333. s. auch Randeck. — (Berg, B.A. Wolfach) 115, 2. Staufenberg (B.A. Offenburg) , Stouffemberg, Stouffinberc, Stoffemberg 5, 3. 9 , 2. 39. 52. 52, 5. 7. 107. 107, 1. — Fridericus capitaneus 242. Fridrich 39. Jörig 39. — s. Hummel, Stoll. Staufeneck (Schloss, O.A. Göppingen), Stofenegg, Ungen. 257. Steckborn (Kant. Thurgau), Amman Hans Me- ninger 80. l^^^g^m^HM ORTS- UND PEESONENVERZEICHNIS. 521 Stehelin s. Stähelin. Steiermark, Steier 90, 20. Steig (B.A. Freiburg), Staig 103 s. 190. *Steigen (B.A. Pfullendorf), Staigen Vorder- staygen 222. 263. Stein (a/Rh., Kant. Schaffhausen), Stain 94. 103, s. 191. 192, 7 s. 334. 330. — Kloster st. Jörgen 5, 6. 77. — Mass 139, 2. — (Rechtenstein, O.A. Ehingen), Stayn, Anna 185, 1. Cunrat 31, 4. Eberhart 31, 3. Hainrich 37, 5 Sigmund 33, 8. 10-14. 17. 46, 2. 95, 2. 321, 1. 331. Vrsula 101 1. Wolf Sweninger 158, 8. — von Clingenstein: Adam 185, 2.4. Cunrat 33, 18. n. 93, 3. 125, 4. Bainrich 33, 18. 19. 93, 3. 125, 4. Ungen. 33, 23. — von Steineck, Conrat 33, 12. *Steinach (B.A. Wolfach) 18, 7. 39. 39, 1. 52, 5. 163 S. 297—300. 305. 306. — (Fluss im B.A. Bonndorf) 128, 3. Steinegg (B.A. Pforzheim) 33, 12. *Steinenbach (B.A. Ueberlingen), Stainbach 99, 6. *Steinhülben (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Stein- hülw, Steinhilben 44, 2. 2a. 182. 182, 1. 2. 209, 4. Steisslingen (B.A. Stockach), Stufilingen, Stvze- lingen 192, 2. 7. s. 333. 261. 330. *Steppach (B.A. Donaueschingen), Stettbach 153, 2. *Stetten (B.A. Engen), S. unter der Nüwen Ho- wen 66, 1 116, 1. 234. *— (abg. beim Längehaus, B.A. Donaueschingen) 159 s. 277. — (B.A. Messkirch), S. am kalten Markt 30. — (unter Höllenstein, Hohenzoll. O.A. Hechingen) 209, 4. — (Kocherstetten, O.A. Künzelsau), Ludwig 212. Steusslingen (O.A. Ehingen), Stüßlingen, Aulbrecht, Cunrat, Egloff, Hainrich 134, 1. Styeslin (Pfullendorfer Geschlecht) 136, 2. Stockach (B.A.-Stadt), Stocken 18, 22. 32, 6. 40, 3. 91, 6. 94. 161, e. 232. 330. — Amtmann Ludwig Zagky 161, 6. — Landgerichtsstätte 70, 2-5. Stockburg (B.A. Villingen) s. Stähelin, Stöckeli (Rittergeschlecht), Berchtolt 276. 291. Stocken s. Stockach. Stofenegg s. Staufeneck. Stoffeln (Hohenstoffeln, B.A. Engen), Stoffelin VII 91,6 — von: Adelhait 32, 3. Cüntz 32, 3. Greth 101, 1. Hainrich 27, 1. 54. 68, 2 a. 91, 6. 101, 1. 139. — Hans Virich 6. 21, 5. 32. 54. 329. Itelhans 18, 8. 34, 1. 54. 71, 1. 3. Pangrat 13, 8. 54, 3. — s. Reischach. Stoffeln (O.A. Tübingen), Stofelen, Conrat 317. Hainrich 87, 1. 2. 140, 1. Hans zu Justingen 33, 17—19. 23. 93, 3. 110. 125, 4. Stoffen, Stoffen—, Stoffen s. Staufen, Staufen—. Stoll von Staufenberg (Ortenau), Caspar 52, 7. 163 s. 292. Cunratö, 3 52,5.7.107, 1. 314,1. 10. Hans 314, 1. 10. Jörg 52, 7. Ungen. 163 s. 284. 293. *Storzingen (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen) 117. 117, 1. Stoufen, Stouffin—, Stouffem— s. Staufen, Staufen—. Strass (B.A. Pfullendorf), Strauß 122, 6 . Strassberg (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Strausberg 175, 1. Strassburg, Argentina 1 s. 15. 9, 2. 18, 6. 19, 5. 42. 50. 52, 1. 3. 163 s. 297. 304-308 165, 1. 192, 7 s. 335-337. 258, 1. 281. 290. 293. 295. 295, 1. 296. 296, 1. 296 a . 300. 300, 1. 302 a . 307. 307, 1. 2. 309. 309, 1. 313. 314. 318. 334. — Ammeister: Claus Melbruge 314. Adam Riff 9, 2. — Bistum 107, 3. 290. 300. 303. — Bischöfe: Berchtold 288. 290. Johann 295, 1. 296. 296 a . 297. 300, 1. Ruprecht 23. 334. Wilhelm 59, 1. Ungen. 33. 248. 303. — Domstift 240. Pröpste: Walter de Geroldseke 252, 1. Johannes de Liehtemberg 290. Dekane: Con- radus de Fürstinberg 285. Johannes de Lichtenberg 285. Hainrich von Lupfen 29, 9. Domherren: Gebehardus de Friburc 248. 251. 252, 1. 253, 1. Jerg von Hohengeroldseck 9, 4. 314, i. 10. Hainrich von Hewen 37, 19a. 64, 2. Ber- toldus de Horburch 249. Virich von Lupfen 29, 9. N. von Zolre 307, 1. Dompraebendar Conradus de Bledensheim 285. — Grüner Werd zu st. Johans 163 s. 304. 305. — Münze und Währung: 1. 2. 50, 3. 5. 6. 52, 4. 63, 2. 4. 5. 81. 89. 146, 1. s. e. 147. 163. 199. 201, 1. 219. 228, 2. 291. — Ordensprovinz s. Franziskaner. — Rüdolfus visicus 285. — St. Niclaus im Frauenkloster 163 s. 305. — Scolastici: Conrad 252, 1. Ungen. 248. — Spital 163 s. 305. 258, 1. — Stadtmeister Wolfhelm Bock 314. — Unser Frauen Haus 163 s. 304. 307. 308. 66 , m £ ■■-'■-■- 522 OETS- UND PERSONENVERZEICHNIS. Straubenhardt (abg. bei Dennach, O.A. Neuenbürg), Strubenhart 201. Strauss— s. Strass—. Stricker (bei Haslach, B.A. Wolfach) 163 s. 299. Strobel, Cönrat 140, l. Strölin, Sträwlin, Hans s. Messkirch. Strubenhart s. Straubenhardt. Strusz, Michael (zu Schaffhausen) 104, 2. *3tühlingen (B.A. Bonndorf), Stulingen, Stül- lingen, Stuelingen 18, 37. 85. 85, l—5. 104, 2. 112 S. 210. 128, 4. 6. 129 S. 231. 232. 234. 162. 192, 6. 7 s. 333. 334. 194, l. 236. — Amtmann Gerg von Gouberg 225. — Kirche U. Frauen 85, 2. — Landgrafen s. Lupfen. — Landgrafschaft 10, 3. 11, 14. 18, 39. 36. 77. 77, 2. s. 82. 85, 2. 4. 5. 86. 104, l. 2. 2a. 117. 128. 128, 3. 5. 129. 170. 194, i. 236. — Landrichter: Hanns Schmidt 85, 2. 4. 5. Hans Wäber 104, 1. 2. 128, 3. •—■ Landvogt Martin von Stargken- berg 128, 4. 162. — Schultheiss Hans Kempf 225. Stumpf (von Schweinsburg, Frank. Geschlecht), Philipß 212. Sturm (Strassburger Geschlecht) 9, 4. 59, 2. 163 S. 297. 304. Stußlingen, Stizelingen s. Steisslingen und Steuss- lingen. Stuttgart, Stütgart 31a. 40, 4. 44, 2a. 87, 4. 113. 137, 3. 163 s. 306. 230. — Propst Ludwig Fergenhans 94, 1. 113. Suldorf s. Sauldorf. Sulgen (O.A. Oberndorf) 18, 23. 239. 239, 1. —, Sulgo, Sulgun s. Saulgau. Sulz (O.A.-Stadt), Grafen, Landgrafen im Kletgau: 49. 77, 3. 129 s. 236. 192, 7 s. 334. 335. Alwig 10, 3. 37, 4. 90, 3. Rudolf (f 1414) 304. Rudolf (f 1487) 10, 2. 37, 2. 64. Rudolf (f 1535) 77, 3. 220. Wilhelm 10, 3. Wolfherman 77, 3. s. auch Rottweil, Hofgericht. — von, gen. Harm: Hans 59a. Ungen. 163 s. 295. — s. Geroldseck. *3ulzbach (unter Hausach, B.A. Wolfach) 146, 2. 3. 4. 163 s. 292. *— (zu Kinzigthal gehörig, B.A. Wolfach) 146 2. 3. 4. 163 S. 287. Sulzberg (bei Rorschach, Kant. St. Gallen), Sul- ceberg, ungen. 257. *.3umpfohren (B.A. Donaueschingen), Sumforren 18, 42. 103 s. 192. 167. 181, 1. 216. —Pfründner Paulus Rotenbach 167. Sünchingen s. Sinkingen. Sunckgew s. Suntgau. Sunnemberg s. Sonnenberg. Suntgau, Sunckgew 49. 192, 7 s. 334. 194, 1. *Sunthausen (B.A. Donaueschingen), Alt Sunt- husen, Sundthuwsen, Sonthußen 18, 47. 127 5. 226. 134, 1. 2. 3. 163 S. 282. 308. 192, 4a 195, 6. 215, l. 216, 7. 8. — Vogt Hans Knecht Con- rattz 195, 6. — von: Berchtolt 11, 8a. Caspar 134. Dietrich 134 u. 2.3. Hainrich 307 u 2. Hans zu Möhringen 11, 6. li. 12. 321. Jorig 134. —, Newe s. Neusunthausen. Suntheim s. Sontheim. Susenperg s. Sausenburg. Susisperg s. Süsslesberg. Süssen s. Siessen. *Süsslesberg (B.A. Wolfach), Sufälsperg, Susisperg 163 S. 303 304. Sutor (Villinger Bürger), Suter, Sutter, Adam 202, 6. 215, 2. Agatha 111, 2a. 137, 4. Caspar 215, 2 216, 4. Conrat 215, 2. Hans 215, 2. Jacob s. Pfullendorf. Sw— s. auch Schw—. Sweblißhusen s. Schwäbiishausen. Sweibach s. Schwaibach. Switz s. Schweiz und Schwiz. * Übelbach (B.A. Wolfach), Ybelbach, Vblbacb 1 S. 13. 2. 115. 115, 1. 2. 143, 7. 163 S.286.287. Überauchen (B.A. Villingen), Ibrach 93, l. *überbeckerhof (B.A. Donaueschingen), Vber- becken 127 s. 227. Überlingen (B.A.-Stadt), TJbirlingin, Vberlingen, Iberlingen 12, 3. 17, 1. 3a. 19, 1. 11. 25 n. 1.2.3. 27, 2a. 29, 5. 34. 34, 1. 38. 43. 45, 3. 68, 2a. 79. 79, 1-7. 83, 4. 90, 19a. 98, 5. 7. 99. 99, 5. 7. li. na. 12. 15. 15a. 119. 126, 2. 131. 135. 5. 150, s. 12. 152. 155. 155, 1. 157. 173. 179. 179,i 184. 192, 1. 7 s. 334. 196. 207. 226, 1. 3. 241. 263. 275% 1. 279. 318. 324. 324, 1. 330. — Ammänner: Hans Sedar 99, 11. Hans Selman 99, 7. — Bürgermeister: Wilhalm Ächtwigk 100. 100, 1. Hans Becz 114, 1. Ludwig Bibracher 57, 2. Clemens Reichlin 83, 4. ™> MM^M^^H ---- 1— ..... ORTS- UND PEESONENVERZEICHNIS. 523 227. — Kapläne: Ludwig Blüm 131. Jacob Kessler 3, l Hans Clus-er 17, l. Jacob Kupfer- schmid 3, l. Caspar Langen 84. Caspar Neil 34, 3. Johann Schulthaiss 207. — Kirche st. Niclaus 139, i. 207. — Kirchherr Johann Schlupf 13, ». — Konvent st. Gallen 15, l. 157. — Johanniterkomtur Rudolf von Baden 17, i. 99, 15 — Mass 15, i. 17, l. 4. 34, 2. 38. 38, 2. 99, 2. 155, 1. 157. 207. 221, 1. 226, 1. 3. 263. — Spital 3, 3. 17,3». 6. 99,5. 9. iu 12. 197.— Währung 3, 3. 15, 1. 34, 2. 38, 2. 155, 1. 157. 2U7. 208, 2. 221, 1. 222. — von, aus: Herr Hainrich 277. — Vdalricus magister 255. — Virich Gudenz s. Wolfurt. Vchtland s. Bern. Vff dem Hofe s. Wolfach. Vffa, Yffhein s. Aufen. Vflinger s. Iffiinger. *Uigendorf (O.A. Riedlingen), Yegendorf, Vgen- dorf 31. 31, l. 3. 4. 6. 7 9. Vldingen s. Unteruhldingen. Vlennspach (bei Breitenbach im B.A. Wolfach zu suchen) 163 s. 290. Vier, Gerhart 201. Vlixbona s. Lissabon. *Ullerst (B.A. Wolfach), Müllers 163 s. 296.297. 298. Ulm 31, 7. 187. 187, 1. 196. 289. 326\ 326% 1. —, Hainrich v. (Konstanzer Bürger) 161. 161, 3. *Ulzhausen (B.A. Pfullendorf), Vltzhusen 79. 79, 1-8. Vmnow (abg. bei Falkenstein, B.A. Messkirch) 36. *Unadingen (B.A. Donaueschingen), Vnnedingen, Undendingen 8, 2. 2a. 5a. 95. 95, 2. 111, 1. 127, S. 228. 215, 2. Unburc verschrieben für Vriburc s. Urach. Undingen (O.A. Reutlingen) 44. Ungarn, Hungerland 143, 10. 163 s. 282.— König Sigmund 90, 9. loa. 11. 20. Vnhalden s. Einhalden. Unlingen (O.A. Riedlingen), Vnlengen 31, 4. 8. Vnnedingen s. Unadingen. Vnser Frowenberg s. Mariaberg. *Unterhaslach (B.A. Pfullendorf), Haslach 179, 1. Untermarchthal (O.A. Ehingen), Vndermarchtal s. Speth. Unterraderach (O.A. Tettnang) 90, 1. Unterschiltach (B.A. Triberg),Nider Schiltach 277. Untersee (Teil des Bodensees), Vndersee 5, 5. 80. 332. *Unteruhldingen (B.A. Ueberlingen), Vnder Vldingen, Vldingen 21, 5. 99, 2. 11. 223a. 1. 2. — Amtmann Jacob Sibolt 223, 2. — Kapelle 223. 223a. Vntzkouen s. Inzigkofen. Urach (O.A.-Stadt), Vrach, Hurach 5,11. 44, 3. 73, 1. 182a. — Grafen: B[ertholdus] 247. Konrad s. Porto. Egeno (V) 243. 244. Radulfus 247. Ungen. 246, 1. — zu U. und Freiburg: Conradus 245. 218. 249. 250. 251. 257. — zu U., Freiburg und Fürstenberg: Henricus 245. 249. 250. 258, 1. 261. *— (B.A. Neustadt) 112 s. 210. 127 s. 228. 210, 5. — (Bach bei Urach bei Lenzkirch) 103 s. 193. Uraly verschrieben für Urach. Urbach (Oberurbach, O.A. Schorndorf), Vrbach, Eberhart 326», 1. Urbino (Mittelitalien) 50. Urenberg (s.o. Haslach, B.A. Wolfach), Vren- berg 2. Urnau (B.A. Ueberlingen), Vrnow 21, 1. Urßlingen s. Irslingen. Us dem Bolle (Rottweiler Bürger), Cünradus 254. Usenberg (abgeg. Burg bei Breisach), Vsinberc, Fridericus 290. Hug 280. Johannes 290. Ru- dolfus 242. Vttendorf s. Ittendorf. Uttenheim (.bei Erstein, Elsass), Claus 163 s. 306. Uttenweiler (O.A. Riedlingen) 31, 4. Vtzenbach s. Erzenbach. Wachendorf (O.A. Rottenburg) 58, 3. *Wackershofen (B.A. Messkirch) , Wauggerfi- houen, Wäggershofen, Wagertzhouen 5, 7a. 126, 2. 218. 226. 226, 1. 2. 3. Wagner, Hans der (Knecht) 75, 1. *Wahlweiler (B.A. Ueberlingen), Walwyler 99, 18. 157. 208, 1. Wahlwies (B.A. Stockach), Walwifi 330. Wal— s. auch Wald—. Wald (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen) 4,5. — Kloster 4, 2. 136, 1. 139, 1. 241. 260. Äbtissin Gerhilt 139, 1. Waldau (B.A. Villingen), Waldow 336. 66* 524 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. Waldau (B.A. Freiburg), Waldaw 103 s. 190. Waldbertsweiler (Hohenzoll. O.A. Sigmaringen), Waltemswyler 108, 2 Waldbeuren (B.A. Pfullendorf), Waltpürren 57. 57, 2. 2a. 114, i. — Amman Petter Vogelsang 57, 2. Waldburg (O.A. Ravensburg), Walpurg 192, 5. — Truchsessen: Jacob, Landvogt 90, 9—il.i5a. Johans, Herr zu Truchburg, Landvogt 4. 90, ia. 4-17. 110. 330. Jörg (I.) 330. Jörg (IL) 21, i. 87, 2. — Truchsessen, Grafen zu Sonnenberg : Andres, Herr zu Scharr 31, 5a. 151, 2. 192, 2. 217. Eberhart 4. 6. Johans, Landvogt 90, 19a. 187. *Waldhausen (B.A. Donaueschingen), Walthusen 127 s. 227. 158, 5. 277. — (Ober-, Unter-, O.A. Saulgau) 72. Waldkirch (B.A.-Stadt) 18, 28. — Stift st. Mar- grethen 211, 3. Waldmann, Hanns 37, 20 Waldow s. Waldau. * Waldsberg (Burgstall bei Krumbach, B.A. Messkirch), Wälsperg im Madach 70. 70, 1. 3-7. 9- s. auch Heudorf (B.A. Stockach). Waldsee (O.A.-Stadt), Propst Adam 97, 2. Waldshut (B.A.-Stadt), Waltzhüt 10, 1. 26, 2. 85, 2 104. 104, 3. 128, 5. 154, 3. 192, 7 s. 333. 233. 332a. — Oberleutpriester Johans Wiler 104. — Schultheissen: Gregorius Autenriett gen. Vogt 10, 2. 18, 37. Hans Authenriedt gen. Vogt 70, 1. Hans Imhoff 104. 154, 4. — Stadtschreiber Johans Kellner 104. *Waldstein (B.A. Wolfach), Walstein 228. 228, 1. 2 — Caspar 228. Conrad 228. 228, 1. Eg- nolf 9, 3. 228. 228, 2. Wälenschingen, Wäleschingen, Wällaschingen s. Welschingen. Waltemswyler s. Waldbertsweiler. Waltenweiler (O.A. Tettnang) 90, ia. Walterspach s. Altersbach. Walther, Georg, Marter 201. 201, 1. Waltpürren s. Waldbeuren. Waltstetten s. Odenwaldstetten. Walwyler, Walwiß s. Wahlweiler, Wahlwies. Wangen (O.A.-Stadt) 318. *— (Ober-, Unter-, Nieder-, B.A. Bonndorf) 162. 162, 1. 2. *— (B.A. Pfullendorf) 148. 148, 1. 2. 275 a . Wangen (B.A. Ueberlingen) 97. Wareraberg (Ruine bei Villingen), Waremburg, Warinberg 66, 3. 276. * Warmthal (O.A. Riedlingen), Warmtäl, 110. Warstain s. Wartstein. *Wartenberg (B.A. Donaueschingen) 19, 11. 103 s. 192. 193. 127 s. 225—228. 216, i. 2. — Baumeister Herman Hofier 216. — Vogt Hainrich Hüfflinger 160, 2. — Freiherren: Fridrich 134, 1. Oswalt 134, 1. Ungen. 257. — gen. von Wildenstein: Balthasar 9, 4. Oswalt 310. vgl. Wildenstein. Wartensee (Kaut. St. Gallen) 98. Wartstein (Ruine bei Erbstetten, O.A. Münsingen), Warstain, Grafen: Cünrat 140, 1. Got- frit 140, 1. Waseneck (Burgstall bei Oberndorf am Neckar), Wassenegg, Berhtolt der Maiger 278. Wasgau, Vasagus 290. Wassenegg s. Waseneck. Wassersteltz (Burgstall, B.A. Waldshut) 280. 280, 1. *Wattenberg (B.A. Ueberlingen), Watenberg 208, 1. Wattenreuthe (B.A. Pfullendorf), Wattenrutti, Battenrütti 84, 7a. 114. 114, 1. Watterdingen (B.A. Engen) 28, ia. 153, 2. Wauggerßhouen s. Wackershofen. Wechsetsweiler (O.A. Ravensburg) , Wechselts- weiler, Wechssetschwiler, Wechsetwiler 90, 1. Ia. 6. 9. 20. Wegenstetten (Kant. Aargau), Wegosteton, rector ecclesiae Henricus 245. Weidenmühle (bei Eger, Böhmen), Witenmül, Styslaw 295. 295, 1. Weiher (Weiberschloss, B.A. Emmendingen), zum Wyger, Asimus 211. Weil (B.A. Engen), Wyl 13, 8. 18, 8. 215, 2. Weildorf (B.A. Ueberlingen), Wyldorf 17, 3. 4. 6. 21, 5. 69. — Leutpriester Georius Ruch 17, 3. 4. — Pfarrkirche st. Peter 17, 3. 6. *Weiler (ob Haslach, B.A. Wolfach), Wyler 23. 52, 7. 163 S. 292. 293.300. 201. 201, 1. 2. 2a. — Leutpriester Martin Buman 193. *— (B.A. Neustadt), Wylr, Willer 103 s. m. 197. 127 S. 227. 141, 4. 292. *— (Weilermühle unter dem Wartenberg, B.A. Donaueschingen) 103 S. 193. 194. 127 S. 226. ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 525 * Weiler (O.A. Münsingen, Gundelüngenweiler) 110. — (B.A. Konstanz) 18, 33. — (Bair. B.A. Lindau), Rudolf 83a. — s. Oberweiler. Weilersbach (B.A. Villingen), Wylerspach 127 S. 228. 163 S. 281. Weinfelden (Kant. Thurgau), Winfelden 299. Weingarten (O.A. Ravensburg), Wyngarten, Kloster 4, sa. 44. 72. 72, 1. 122, 4. 135, 1. 138. 150, 1. 13. 174. 175. Äbte: Caspar 72. 72, 1. 138. Hartmann 180. Jos 72. 72, 1. — Stadt (Altdorf) 90, i4a. Weinsberg (O.A.-Stadt), Winsperg, Amaley 62. Engelhart 304. Weiss, (Schaffhauser Geschlecht), Wiiä, Angnes 104, 2. 2a. — vgl. Barter. Weissenau (O.A. Ravensburg), Minder Ow, Abt Johanns 90, 16a. Weissenburg (Ruine bei Weisweil, B.A. Waldshut) , Wizenburk, Wysemburg, Wyßenberg, die von 27a. 2. Adelhait 29, 10. Dietalmus 260, 1. Elizabeth 29, 10. 128, 3. Hans 13, 1. vgl. Krenkingen. — (ünterelsass) 192, 1. (?). 295, 1. Weiterdingen (B.A. Engen), Wytertingen, Wut- terthingen 29, 8. 10. 32a. 95, 11. 192, 7. s. 333. 204, 2 Weitingen (O.A. Horb), Wyttingen, Fridrich 58, 2. Wilhalm 212. *Weizen (B.A. Bonndorf), Wizen 85, 1. Welhusen s. Wellhausen. Welladingen s. Wellendingen. Wellenberg (Kant. Thurgau) 283. Wellendingen (B.A. Bonndorf), Welladingen am Vorwaldt 18, 39. Wellhausen (Kant. Thurgau), Welhusen 299. Welsch Ordna, -Ordnach s. Josthal. Welschen, die 192, 1 s. 335. 336. 337. *Welschensteinach (B.A. Wolf ach) 89. 163 s. 300. 304 305. *Welschingen (B.A. Engen), Wäleschingen, Wällaschingen, Wälenschingen, Wölschingen 13, s. 32. 32, l-4a. 5a. 6. 7. 8. 66, i. 71, i. 3. 86. 91. 91, 4. 118, l. 124. 160, 2. 170. 192, 7 s. 333. — Kirche U. 1. Frauen 178. 178a. Bruderschaft des Ainhorns 32a. 118, 1. * Wendungen (B.A. Ueberlingen), Wenglingen 208. 208, 1. 2. *Weppach (B.A. Ueberlingen), Kloster 168. 168, 1. Werd, Schwäbisch s. Donauwörth. — s. Wörth. Werdenberg (Kant. St. Gallen), Grafen 49. 212, 1. — — zu Trochtelfingen: Eberhard (f 1416) 209, 2. Hainrich (f c. 1441) 117, 1. 209, 2. Virich, Domdekan s. Konstanz. --------zu Heiligenberg: 4, 5 35. 79, 8. 90, 2. 7. 10—12a. 14a. 15. 15a. 16a. 17.18. 19a. 21.99, 10 119. 130. 152: 168, i. 172, 1. ia. 192, i. 221. Älterer Stamm Werdenberg-Heiligenberg: Albrecht (I.) 276», i. Albrecht (IV. f 1416/7) 99, 2. 2a. 122, 3. 197, i. Angnes v. Abensperg 64. Hug (f 1330/33) 99, i. Hug (f 1428) 64. 90, io. loa ii. 99, 2. 2a. Rudolf (f 1419/21) 99, 2. Jüngerer Stamm Werdenberg-Troch- telfingen - Heiligenberg: Cristoff 21, 4. 5. 34, 2. 42, l. 99, 17. 126, 3. 135, 5. 7. 136 2. 161, 3a. 182, 2. 188. 188a. 191. 196. 198. 209. 209,6. 218. 221,i. 222. 223, 2. Eberhard (f 1475) 117. 117, 1. 209, 2. Elizabeth 328. Felix 21, 4. 42, 1. 135, 5. 7. 161, 3a 188.188a. 196. 198. 218. Georg, Jörg 3. 4. 4, 2. 12, 4 . 13, 2. 15. 15, 2. 17. 17, 2. 21. 21, 1. 2. 24. 25. 25, 1. 2. 3. 42. 43. 44. 44, 2. 45, 3. 64. 64, 1. 2. 72. 72, 1. 76. 79. 79, 1-7. 90. 90, 1-6 8.9. 13. 16. i9a. 20. 96. 97. 97, 1. 99. 99a. 111.111, 2. 113. 114. 114, 1. 2. 117. 122. 122, 6 126. 126, 1-3. 131. 133. 135. 150, 12. 161. 161, 3. 5. 169. 171. 172. 174. 174, 1. 175. 177. 182. 184. 188. 191. 209, 3. 4. 328. 328 a . 330. Hug, Hawg (f 1508) 13, 2. 15a. 17, 5. 21, 4. 34, 2. 42. 44, 2. 3. 45, s. 64, 1. 2. 90, 90, 1.3—6.16.20. 97. 99. 99a. 17. 111, 2a. 113. 114, 1. 2. 117. 122. 122, 6. 126. 126, 1-3. 131. 133.135. 135, 5. 161, 3a. 5. 171. 172. 174. 174, 1. 175. 177. 182. 184. 186, 1. 187. 187, 1. 188. 196. 198. 200. 209. 209, 3. 5. 218. 222. 223, 2. 328. Johann (f 1465) 64. 90, e. 117. 117, 1. 209, 2. 317* und 1. 324. 328. 329. Johann (f 1522) 15a. 2a. 17, 5a. 21, 4. 5. 42, 1. 126, 3. 135, 5. 7. 161, 3a. 188. 196. 198. 200a. 218. Margreth s. Buchau. Rudolf 45 (s. auch Johanniter). Virich 21, 2. 3. 42. 44, 2. 45, 1. 64, 1. 2. 90. 90, 1. 3—6. 8 9. 13. 14a. 15a. 16. 18a. 19. 19a. 20. 96. 97.99. 99a. 113.114, 1. 2. 117. 122.122,6.126. 126, 1-3. 131.133.135.171.172.174.174,1.175. 177.184.188.198.209,3. 328.—Bastard Felix 184. m HHHMM 526 ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. Werdenberg Grafschaft s. Heiligenberg. — s. Wernberg. Werenwag (B.A. Messkirch), Jörg 21, 4. 185, 3. Wernau (O.A. Ehingen), Wernow, Hanns 33, 19. 93. Wernberg (Baier. ß.A. Naabburg), Werdenberg 314, 8. Wernow s. Wernau. Werntzirn, Lucie Truchsess 110. Werstetten (wohl Vörstetten, B.A. Emmendingen) 18, 27a. Westerstetten (O.A. Ulm), Virich 30. Wettishausen (abg. bei Steinhülwen, Hohenzoll. O.A. Sigmaringen) 209, 4. Wichtichen s. Wittichen. Wichtlingen s. Bichtlingen. Wickten s. Wittichen. Widergrin s. Wiedergrün. Wiechs (B.A. Stockach), Wiehsel 261. Wiedergrün (B.A. Offenburg), Widergrin, Andres 296\ Wiehsel s. Wiechs. Wiel (für Twiel) s. Klingenberg. Wien, Wienne 29, io. 30. 90, 3. 163 s. sot. L58. 259. — Pfarrer Albert vun Hohenberg 279. Wiesensteig (O.A. Geislingen), Wysenstaig 164, i. — Kirche st. Ciriax 164, i. — Mass 164, i. Wiesneck (B.A. Freiburg), Wisenegk, Wysnegk 103 s. 190. — Hainrich 314, io. Wygeltingen s. Wigoltingen. Wyger, zum s. Weiher. Wiglin, Jacob s. Messkirch. Wigoltingen (Kant. Thurgau), Wygeltingen 85, 5. Wygten s. Wittichen. Wyl, Wyl— s. auch Weil, Weil—. Wil (Kant. St. Gallen) 192, l. — Kloster s. Konstanz. Wylandin, Anna 71. Wildbad (O.A. Neuenbürg) 18, 13. Wildberg (O.A. Nagold) 151, i. Wildeck (O.A. Rottweil) 29, 3a. Wildenfels (unbekannt, wohl in der Nähe von Wildenstein zu suchen), Arnolt 287. Hainrich 287. *Wildenmühle (abg. bei Neidingen, B.A. Donaueschingen) 53. Wildenspach (?) 163 s. 301. *Wildenstein (B.A. Messkirch), Wildestein 151. 151, 1. 2. 3. 206. 212. — Oswald 33, g a . 296. vgl. Wartenberg. Wyler s. Efrizweiler. Wilflingen (O.A. Riedlingen), Wulflingen, Hans 14, 1. Rudolf 150, 8 — s. auch Memerfäwiler. Wilhelmskirch (O.A. Ravensburg) 90, 6. 9. 20. *Wilienburg (Burgstall, jetzt „Schlössle", Ruine zwischen Schiltach und Kaibach) 163 s. 302. Will er s. Weiler. Willmandingen (O.A. Reutlingen), Wylmadingen 44. Willmendingen (B.A. Waldshut), Wylmadingen, Wulmadingen 128. 128, 3. 4. 6. Wylmadingen s. Willmandingen und Willmendingen. Wilmersperg s. Fimmelaberg. Wüten (Tirol), Abt Alexius 61. Wilzingen (Ober-, Unter-, O.A. Münsingen) 140, 2. Wimsheim (O.A. Münsingen), Wimpfien 140. Win— s. auch Wein—. Winanan s. Winnenden. Windeck (B.A. Neustadt) 103 s. 190. Winden s. Winnenden. *Windenbach (B.A. Wolfach) 59. 163 s. 295. 296. Wineden s. Michelwinnenden. Winigen (bei Burgdorf, Kant. Bern), Pfarrer Johannes Rottenbach 167. Winkelstain, Virich 280, 1. Winnenden (O.A. Waiblingen), Winanan, Winden, 18, 24. (?). 232. Winschenk (Bürger zu Riedlingen) 31, 4. 5. 5a. — Hainrich, Schulmeister 31, 5a. Winterbach (O.A. Ravensburg), 15, 2. 2a. Winterstetten (O.A. Waldsee), Schenken: Cun- radus 244\ 256\ Heinrich 256'. Rudolf 256 a . Winterstetter, Georg, General vikar s. Konstanz. *Wintersulgen (B.A. Pfullendorf) 197. 222. Winterthur (Kant. Zürich), Wyntertur 18, 46. 85, 4. 333 und 1-4. 342. — Adam 9, 4. Winzenheim (Oberelsass) 77, 2. *Wippertsweiler (B.A. Ueberlingen), Wipens- wyler 15a. Wirtenberg 31, 3. 163 s. 302. 164. 182, 1. 230, 1. 239. 295. 329. — Grafen bez. Herzöge: Barbara 196. Eberhart d. ä. im Bart 5, 11. 30. 31a. 7. 36. 37. 44, 1. 2a. 63, 3. 73, 1. 3. 113. ________ — I ORTS- UND PERSONENVERZEICHNIS. 527 127 s. 226. 137, 3. 140. 182, i. 195, 6 . 330. 332a. l. Eberhart d. j. 31a. 44, 2. 2a. 209, 4. Ludwig (f 1450) 319. Ludwig (f 1457) 326 a . i. Virich der Vielgeliebte 31. 209, i. 327*. 330. 332a. l. Virich, Herzog 182a. 230. 230\ Wis—, Wiss—, Wiß s. Weiß—, Wies—. Wißbeck (Bair. Rittergeschlecht), Jörg 212. Wyt—, Wytt— s. auch Weit—. Witen— s. Weiden—, Witten—. Withchen s Wittichen. Wittendorf (O.A. Freudenstadt) 9. 9, l. 163 s. 307. *Wittenhofen (B.A. Ueberlingen) 99, u. 135, i. 208, i. Wittenwil (Kant. Thurgau), Witenwil 299. *Wittichen (B.A. Wolfach), Wygten, Wickden, Wichtichen, Wittheyn, Withchen 9, l. — Kloster 1 s. lo. 9. 9, 5. 41. 41, i-4. 88. 115, i. 143, 7. 146, 5. 163 S. 291. 303. 306. 307. 189. 336» Wizen, Wizen— s. Weissen—, Weizen. Wlflinger s. Wilflingen. Wolckartschwiler s. Wolketsweiler. Wolfach (Flüsschen im B.A. Wolfach) 163 s. 283. *— (B.A.-Stadt) 1. 2, 3. 7. 18, 2. 6.18a. 20. 21. 23. 25. 26. 27. 27a. 30. 31.43. 19, 1. 5. 50, 6. 63, 2. 3. 81. 115. 115, 2 142. 142, 1. ia. 143,1-10. 146, 1. 2. 3. 6. 8. 163 S. 283. 286. 287. 288. 290. 304—307. 216, 7. 219,239, i. 2. 281.333, 1. 2. 340.—Kaplan Michel Binyman 50, 6. —Kirchen und Kapellen : St.Lorenz (Pfarrkirche) 81.143, 4. 163S. 286. 288. 305. St. Jacob 1 s. 4- U. Frauen 1 s. 4. 15. 50, 6 81, 1. 163 s. 288. 308. — Kirchengericht 7. 146. — Kirchherren: Franz Behem 115, 2. Burckardus Krencklin 143, 8. Pauls Wilde 143, 4. — Elendenherberg 1 s. 9. — Vorstadt 143, 5. 9. — Frühmesser Conrat 7. — Güter „Vff dem Hofe" 143, 1. 163 s. 289. — Herren: Adelhilt 277. üngen. 29, 9. — Schultheissen: Lorenz Kratzer 115, 1. 142. Hans Renner 146. Burkart Snider 1 s 1. 81, 1. — Stadtschreiber: Johans Dorner 115, 2. 229. Nicolaus Renner 1. 163 s. 308. Johann Sali 2, 3. — s. Oberwolfach. Wolflin (Keller zu Hornberg), Hans 9, e. Wolfsbühl (bei Esenhausen, O.A. Ravensburg), Wolfbühel 72. Wolfurt (Vorarlberg, bei Bregenz), Virich Gau- dentz von Ueberlingen 27, 2a. Wolkenberg (bair B.A. Kempten) 27, 1. 33, 36. Wolketsweiler (O.A. Ravensburg), Wolckartschwiler, Wolkenschwiler 90, 6. 9. 20. Wolmershausen (O.A. Crailsheim), Wollmarß- hußen, Burckhart 164. Wölschingen s. Welschingen. *Wolterdingen (B.A. Donaueschingen), Wulter- tingen 106, 1. 127 s. 227. 228. 163 s. 282. soe. 308. 195, 8. Worblingen (B.A. Konstanz), 192, 7 s. 333. Wormlin«en s. Wurmlingen. Worms (Rheinhessen), Wurmß 42, l». 73, 3. 77, 2. 153, 6 163 s. soe. 174. 174, 1. 175. 187. 192, 7 s. 335. 198. 212. Worndorf (B.A. Messkirch) 94. 108, 2. Wörth (Unterelsass), Werd, Comes Heinricus 242. Wülflingen s. Wilflingen. Wulmadingen s. Willmendingen. Wultertingen s. Wolterdingen. Wuotach s. Wutach. Wurmlingen (O.A. Tuttlingen), Wormlingen 11, 15 40, 3. 231. — s. Reischach. Wurmß s. Worms. Wnrzheid (Wurzacher Haide, O.A. Leutkirch?) 5, 5. Wüste, ob der (bei Alpirsbach zu suchen) 9, 6. Wutach (Nebenfluss des Rheins), Wuotach, Wüta, Gütach 101, 2. 104, 2. 128, 2. 6. 192, 7 s. 333. 235. 236. — Thal, Wätentaal, Wütthental 128. 128, 3. 4. 129 S. 232. 236. 170. Wuteschingen (B.A. Waldshut), Eschingen, Ösch- ingen 128. 128, 3. 4. 129 s. 232. Wutterthingen s. Weiterdingen. Wütthental s. Wutachthal. Zabern (Unterelsass), Elsaßzabern 192, 5. 334. Zagky, Ludwig, königl. Amtmann zu Stockach löl, 6. Zähringen (B.A. Freiburg), Zeringen 6. Zan, Junker Jos (zu Ueberlingen) 157. Zarten (B.A. Freiburg), Zarta 103 s. 190. 193. *Zeilen (B.A. Engen), Zila vndern Eggen, 13. 58, 1. 4. Zell am Andelsbach (B.A. Pfullendorf) 114.114, 1. — am Harmersbach (B.A. Offenburg), Cell 296. — Schultheiß Jacob von Bern 2, 4. — s. Radolfzell. ■ '■ ■ ■ 528 OETS- UND PERSONENVERZEICHNIS. Zeschinge s. Donaueschingen. Zeuthern [(B.A. Bruchsal), Zytern, Ardbrecht 29, 5. Zila s. Zeilen. ♦Zimmerholz (B.A. Engen), Zymerholtz 13, 8. 16. 74. 74, i. 2. 132, 5. 215, 6. — von 29, 10. — s. Schlupf. Zimmern (Herrenzimmern, O.A. Bottweil), Herren, Freiherren zu Messkirch 14. 26a. 40. 68. 108, 3. 126, 2. 116, l. 151, 3. 212, i. 296. Adelhait 29, 9. Gotfrid 22. 40, i. 126, ia. 136. 206. 212. 330. Gotfrid Werner 136, 2. 218. Hanswerner (f 1495), 5, 6. 7. 7a. 9. io. 12. 12, i. 3. 14. 22. 60. 68. 70, 2. 8. 9. 84. 113. 120. 126. 126a. I. 151. flanswerner (f 1548) 136a. 2. 206. 212. 218. 226. Werner (t 1384) 289. 289, i. Werner (f 1483), Vogt zu Bregenz 4. 5, 8. II, 9. 12, 12, i. 2. sa. 14. 14, 2. 22. 26. 26, 3. 30, i. 64. 70, 2. 97. 226, 2. 324. 330. Wilhelm Werner (Graf seit 1538) 107, 3. 136, 2. 218. Ungen. 70, 9. *— (B.A. Engen), Zimern 95. 95, 3. 220. — (Hohenzoll. O.A. Hechingen) 44, 2. — s. Marschalkenzimmern. *Zindelstein (B.A. Donaueschingen), Siudelstain 106, 1. 127 s. 227. 163 s. 308. — s. Stähelin. Zitblüm, ungen. 68, ia. Zitern s. Zenthern. Zofingen (Kant. Aargau), Propst Rudolf 257. Zofingen, Kloster s. Konstanz. Zogenweiler (O.A. Ravensburg), Zogenwiler 72, 1. 90, 1. In. 6. 9. 20. Zollern, Zoller, Zolr, Grafen: Eytel Friedrich 13, 2a. 58, 3. Friedrich Ostertag 276 a . Friedrich zu Schalksburg 276 a . Josniclaß 13. 13, 2. 2a. 44. 58. 58, 2. 3. 64. 330. Ungen. 13. 49. 276% 1. 307, 1. — Grafschaft 58, 3. Zoznegg (B.A. Stockach) 287. Zschina s. Schienen. Zug (Kant.-Stadt) 192, 7 s. 334. 336. 337. Zürich (Kant.-Stadt), Thuregum 11, 3. 37, 1. 3. 192, 6a. 7 s. 333—337. 330.—Bürgermeister :Hain- rich Goldly 37, 4. 72. 72, 1. Hainrich Rost 37, 4. — Canonicus Johannes de Riethein 29, 10. — Mass 141, 3. — Stadtschreiber Conrad von Cham 37, 20. Zussdorf (O.A. Ravensburg), Zustdorf, Züstorf 4, 5. e. 5, 9. 90, tu. 122. 122, 6. 135, 4. 6. 156. — Amman Steffan Hagg 135, 4. — Conrad von 253 a . vgl. Gremiich. Zweibrücken (Baier. Pfalz), Zweynbrucken, Grafen, Herren zu Bitsch, Adelheit s. Fürstenberg. Hanneman 313. Heinrich 9, 7. Hiltegart 313. Zwiefalten (O.A. Münsingen) s. Speth. — Kloster 140. 140, 2. 176 s. 463. Äbte : Johann 24, 4. Jörig 24, 6a. 140. 140, 2. 185, 2. Zwingenstein (Kant. St. Gallen), Wilhelm 197, 1. \ i^M^BBI^^Bl l. 2. 4. 1. Urach, Graf Egino v. (Urk. v. c. 1188. Zusätze S. 463.) 2. Fürstenberg, Graf Heinrich I. v., Lantgravius in Bara (f 1284) (Urk. v. 1283, Aug. 15. No. 261.) 3. Fürstenberg-Freibtirg, Gräfin Sophie v., Gem. Friedrichs v. Leiningen (Urk. v. 1324, Janr. 25. No. 274.) 4. Fürstenberg, Heinrich IV. (f 1408) u. Heinrich V. (f 1441) als Siegel des Landgerichts in der Baar (an Urkunden v. 1400, März 3 bis 1435, Okt. 23. No. 204, Anm. 1.) 5. Fürstenberg, Graf Heinrich VII. (f 1499.) (Eingpettschaft, Urk. v. 1493, März 21. No. 341.) 67 üü 6. Heiligenberg, Vogt Conrad Bischof (ürk. v. 1470, Febr. 21. No. 3.) 7. Wolfach, Frühmesser Conrad Victor (ürk. v. 1470, Juni 13. No. 7.) 8. Felsenberg, Conrad v. (ürk. v. 1471, März 22. No. 18, 1.) 9. Hausach, Stadt. (Urk. v. 1472, Nov. 5. No. 143, 1.) 10. Blumegg, Martin v. (ürk. v. 1473, Dez. 21. No. 52, 4.) 11. Marschalk, Claus (Urk. v. 1475, Okt. 11. No. 215, 1.) 12. Hewen, Peter v. (Urk. v. 1476, Nov. 20. No. 37, 14.) 13. Schellenberg, Conrad v. (Urk. v. 1477, Nov. 17. No. 18, 9.) 14. 15. 19. 20. 14. Hüfingen, Stadt. (Urk. v. 1477, Nov. 17. No. 18, 9.) 15. Werdenberg, Graf Ulrich v. (Urk. v. 1478, Mai 25. No. 64, 1.) 16. Werdenberg, Graf Hugo XI. v. (Urk. v. 1478, Mai 25. No. 64, 1.) 17. Zimmern, Hans Wernher v. (Urk. v. 1478, Dez. 15. No. 68.) 18. Allmendshofen, Heinrich v. (Urk. v. 1479, Apr. 26. No. 33, 16.) 19. Münch von Rosenberg, Jakob (Urk. v. 1480, Febr. 3. No. 2, 4.) 20. Hewen, Heinrich v., Domherr zu Strassburg (Urk. v. 1483, Febr. 22. No. 64, 2.) 67* mm \&3mi 21. 22. 24. 23. 25. 26. 27. 21. Schellenberg, Ursula v., geb. v. Kandeck (ürk. v. 1483, Nov. 12. No. 101.) 22. Gundelfingen, Erbart v. (ürk. v. 1485, Janr. 25. No. 110.) 23. Lupfen, Graf Sigmund v. (ürk. v. 1485, Janr. 25. No. 110.) 24. Oberwolfacb, Gericht (ürk. v. 1487, Febr. 6. No. 189, a.) 25. Eeckenbacb, Jörg v. (ürk. v. 1487, Juli 25. No. 95, 6.) 26. Zimmern, Gottfried v. (ürk. v. 1489, Mai 5. No. 136.) 27. Heiligenberg, Vogt Hans Boscher (ürk. v. 1490, Juni 21. No. 4, 5.) 28. 29, 30. 31. 28. Werdenbei'g, Graf Christoff v. (Urk. v. 1494, Apr. 28. No. 42, 1.) 29. Lupfen, Graf Sigmund v. (Urk. v. 1495, Juli 27. No. 32, 6.) 30. Stühlingen, Landgericht (Urk. v. 1495, Sept. 30. No. 85, 2.) 31. Werdenberg, Graf Hug XI. v. (Urk. v. 1496, März 1. No. 177.) m—^trr I 32. 33. 34. 35. 32. Werdenberg, Graf Ulrich v. (ürk. v. 1496, März 1. No. 177.) 33. Werdenberg, Graf Ulrich v., Rücksiegel zu Abbildung No. 32. 34. Stühlingen, Stadt, (ürk. v. 1497, Juni 26. No. 128, 6.) 35. Werdenberg, Bruder Rudolf v., Meister des Johanniterordens (Urk. v. 1497, Juli 27. No. 184.) 37. 38. • 36. 39. 40. 36. Bettenbrunn, Propst Marcus Sticklin (Urk. v. 1497, Aug. 21. No. 186.) 37. Werdenberg, Graf Johanns v. (Urk. v. 1498, Juni 11. No. 188.) 38. Werdenberg, Graf Christoff v. (Urk. v. 1498, Juni 11. No. 188.) 39. Werdenberg, Graf Felix v. (Urk. v. 1498, Juni 11. No. 188.) 40. Wittichen, Meisterin (Urk. v. 1501, Janr. 27. No. 41, 3) ..J W W i 42. 43. 44. 45. 4G 41. Stähelin von Stockburg, Jörg (zu Zindelstein) (Urk. v. 1501, Febr. 1. No 18, 29.) 42. Bächen, Kloster (Urk. v. 1501, Juli 12. No. 207.) 43. Fürstenberg, Landschreiber Hans Euch (Urk. v. 1502, März 7. No. 67, 3.) 44. Buch, Heinrich v. (Urk. v. 1503, Mai 2. No. 144, 2.) 45. Allmendshofen, Philipp v. (Urk. v. 1504, Apr. 30. No. 132, 6.) 46. Messkirch, Stadt, Sekretsiegel v. 1505. No. 12, 2 An in. b. 47. Messkirch, Stadt, Siegel v. 1505. No. 12, 2 Anm. b. 48. 49. 51. 50. 52. 53. 48. Landau, Hans v., Ritter, zu Blumberg (ürk. v. 1505, Juli 18. No. 32, 8.) 49. Eeischach, Pelagius v. (Urk. v. 1506, Apr. 18. No. 215, 8.) 50. Heudorf, Ortolf v. (ürk. v. 1506, Mai 9. No. 70, 8.) 51. Gundelfingen, Sckweickhart v. (Urk. v. 1506, Okt. 29. No. 24, Anm. a.) 52. Dierberger, Conrad (Urk. v. 1508, Mai 23. No. 18, 46.) 53. Schellenberg, Conrad v. (Urk. v. 1509, Nov. 27. No. 21. 5.) ^„■.vJPWt- "!WH ■■