d e r älter» Eidgenössischen Abschiede. Herausgegeben auf Anordnung der Bundeoliehörden unter der Direktion des eidgenössischen Archivars Jakob Kaiser. Brugg. Druck von Fisch, Wild und Comp. 1873. 5'^ ' V Die Eidgenössischen Abschiede ans dem Zeitraum von 1521 bis 1528. Bearbeitet von Johannes Strickler von Hirzel, Zürich. Der amtlichen Abschied esammlung Band 4, Abtheilung 1 a. Brugg. Druck von Fisch, Wild und Comp. 1873. V o r w o r t. Von der ersten Abtheilung des IV. Bandes der Abschiede-Sammlung, die den Zeitraum von 1521 bis 1555 nmsassen sollte, erscheint hiemit der erste 5heil, über dessen Bearbeitung vor Allem einige geschichtliche Bemerkungen zu machen sind. Dein im Jahr 1852 aufgestellten Arbeitsplan zufolge erhielt Theodor von Mohr die bezeichnete Aufgabe; nach dessen Hinschied ubernahm der damalige Leiter der Abschiede-Sammlung, Staatsarchivar Gerold Meyer von Knonau, die zu Stande gekommenen Vorarbeiten; nachdem auch er das Zeitliche gesegnet hatte, ging das unerledigt gebliebene Werk auf den eidgenössischen Archivar Jose-ph Karl Krütli über, dem aber ebenso wenig beschieden war, dasselbe auszuführen, obwohl ihm eine entsprechende Arbeit, die er im Lucerner Archiv unternommen hatte, zur Verfügung stand. Schließlich gelangte der Auftrag, dieselbe zu ergänzen und zum Drucke zu fördern, an den Unterzeichneten, der jedoch erst seit April 1868 sich demselben widmen konnte. Das von Krütli angelegte, aber unverändert hinterlassene Manuscript wurde dann in der That zu Grunde gelegt, bedurfte aber einer durchgreifenden Umarbeitung. Einerseits fehlten noch alle Quellenangaben, und anderseits zeigten sich die vorliegenden (etwa zwanzig Jahre früher gefertigten) Auszüge fast durchweg als äußerst mangelhaft hinsichtlich der Treue, der Klarheit und der Kürze des Ausdrucks, sowie auch mit Beziehung auf vollständige Wiedergabe der wesentlichen Momente. So mußten die Originalien des Lucerner Archivs, auf welche sich Krütli beschränkt hatte, genau verglichen und eine Menge von Verbesserungen und Zusätzen eingetragen werden, sodaß nur wenige Sätze in der ursprüngliche» Fassung stehen blieben. Dann hatte der Bearbeiter die Sammlungen der übrigen Archive beizuziehen und das Abschieds-Material mit den zugehörigen Acten zu ergänzen. Es geschah dies in so bedeutmdem Umfang, daß von den 615 Nummern des gegenwärtigen Bandes 435 und im Ganzen ziemlich genau fünf Sechstheile des hier verarbeiteten Stoffes von dem Unterzeichneten beigefügt sind. Es kommen nämlich sämtliche Quellennachweise für die Abschiede, die Namen der Gesandten, die statistischen Angaben über den Inhalt der verschiedenen Abschiede-Eremplare und alle übrigen Noten von seiner Hand; endlich wurden auch sämtliche Beilagen von ihm allein herbeigeschafft. Das angedeutete Verhältniß mag theilweise die späte Vollendung dieses Bandes entschuldigen, die übrigens auch durch andere Umstünde bedingt war. Bei der Uebernahme der Arbeit ließ sich nämlich nicht berechnen, wie viel neues Material der Benutzung harrte, und es mußte daher die Revision des Krütlischen Manuskriptes fortgesetzt iverdeil, bis sich eine Theilung in zwei Bände als nöthig ergab; nachdem diese Frage entschieden war, häufte sich mich für den ersten Band der Stoff so stark, daß eine weitere Zerlegung in Aussicht trat, und schließlich zeigte sich die offenbare Unmöglichkeit, die Flut der Acten in weniger als vier Bände einzudämmen. Dafür rückte bei diesem Gang der Arbeit der zweite Band, der die Jahre 1529 bis 1532 enthält, so weit vor, daß der Druck desselben in Jahresfrist beginnen kann. Zu der Weitschichtigkeit der Aufgabe gesellten sich überdies äußere Hindernisse, als die Beschäftigung mit unabweislichen fremden Arbeiten, seit 1870 die Verwaltung des hiesigen Staatsarchivs und mancherlei andere Störungen. Als das Haupthindernis; darf immerhin die Ueberfülle der vorhandenen Acten bezeichnet werden. Es war vom Beginn der Arbeit an mein fernstes Bestreben, die Aufgabe nicht nur äußerlich und scheinbar, sondern voll und ganz zu lösen, soweit das überhaupt erhaltene amtliche Quellenmaterial es gestatten würde. Ich faßte sie nämlich etwas anders auf, als sie ursprünglich gemeint war, indem die früher erschienene» Bände mir hinreichend gezeigt hatten, daß die Abschiede für sich allein kein vollständiges und richtiges Bild der eidgenössischen Verhandlungen gebe», und erweiterte, mit Rücksicht ans die hohe Bedeutung derselben in dem mir zugefallenen Zeitabschnitt, den gegebenen Auftrag, im Einverständnis; mit der Oberredaction, zu dem Plan, die Verhandlungen auf den eidgenössischen Tagen und die dazu gehörigen Geschäfte in einem materiell und formell genügenden Zusammenhange darzustellen, womit ich dem wahreil Zwecke der Abschiede-Sammlung und den Bedürfnissen der Geschichtsforscher hoffte gerecht zu werden. Deßhalb suchte ich in allen Archiven, die mir erreichbar waren, nach Urkunden, Eorrespon- denzen, Instructionen lind anderweitigen Acten, und durchging auch die Rathsbücher von Zürich, Bern, Freiburg, theilweise die von Solothurn und Basel; die Lucernischen wurde» nicht benutzt, weil sie keine Allsbeute gewährteil; aus den Stadt St. Gallischen erhielt ich durch eine berufene Hand die Notizeil, die dort zu schöpfen sind. Dagegen bot sich in Druckwerken wenig Ergänzendes dar, das in den festgesetzten Nahmen gezogen werden durfte. Indem ich mich bemühte, Alles zn sammeln, was die gemeineidgenössischen Angelegenheiten in engerm oder weiterm Umfang beschlägt, und bei den Vorständen der verschiedenen Archive bereitwillige, zum Theil wahrhast frenndschaftliche Förderung fand, gelangte ich nicht blos zu dem nothivendigen Material, sondern zn einem unerwartet ergiebigen Vorrath, sodas; es möglich wurde, das Wichtigste mit einiger Sicherheit auszuwählen, und ans den jetzt erledigten Jahrgängen noch wenigstens 1500 Actenstücke übrig blieben, die mit dem Ueberschus; von den nächstfolgenden Jahren eine eigene Sammlung zu bildeil bestimmt sind. So reichlich nun die Ernte ausgefallen ist, kann ich doch die Wahrnehmung nicht unterdrücken, daß die uns erhaltenen Schriften viele Bicken erkennen lassen, die einer Ausfüllung vergeblich harren; Hinwider sollte, wie ich hoffe, eine aufmerksame Durchsicht des hier gebotenen Stoffes die tröstliche Ueberzeugung bewirken, das; das Wesentlichste gerettet ist, was die Kenntnißnahme von den zurückgelegte» Beiträgen bestätigen wird. Ans einige der erheblichsten Lücken ist an den betreffenden Orreil VII hingewiesen; es sei aber hier noch ausdrücklich des Verlustes der Jahrrechnungs-Abschiede über die ennetbirgischcn Vogteie» der III Orte und der zweiörtischen Verhandlunge» über die Herrschaften Gaster und Utznach gedacht. Die formelle Behandlung des gesammelten Stoffes »nchte sich im Wesentlichen den vorausgehenden Bänden anschließen. Doch waren, der äußeren Uebereinstimmnng unbeschadet, einige Neuerungen unumgänglich, über welche ich mir einige erläuternde Bemerkungen erlaube, zumal dieselben in den folgenden Bänden festzuhalten sein werden. 1. Das Datum der Abschiede bezeichnet in der Negel — es kommen auch Ausnahmen vor — ausdrücklich den Anfangstag; da nun fast alle eidgenössische» Tage, ans denen eine größere Zahl von Orten vertreten waren, mehr als einen Tag, bisweilen acht bis zehn Tage und länger dauerten, ohne daß es möglich wäre, den lebten Tag mit Sicherheit zu bezeichnen, so setzte ich, wo es nöthig war, zu den festen Daten den Buchstaben „f." (folgendes. . 2. Um die Vergleichung und Prüfung der gefundenen Abschiede und Acten zu erleichtern, strebte ich nach möglichst vollständiger und genauer Angabe der Fundorte; nur wo Seitenzahlen oder -Nummern fehlten, und eine genügende Bezeichnung Weitläufigkeiten erfordert hätte, ließ ich es bei allgemeinen Nachweisen bewenden. Auch bei den Rathsbüchern gewährte meistens das Datum selbst die wünschbare Sicherheit, den fraglichen Act wieder aufzufinden. 3. Die Namen der Gesandten wurden großentheils aus Rathsbüchern, Instructionen, Missiven oder Urkunden ermittelt; wo der Abschied, wie gewöhnlich, sie nicht selbst gibt, schloß ich sie in Parenthesezeichen ein, um sie als Zuthaten der Redaction zu unterscheiden. Freilich wollte es auch mit diesen Hülfsmitteln nicht gelingen, die Namen für alle Orte und alle Tage festzustellen. Eine gern benutzte Quelle verschaffte mir der öfter citirte Band des Eidgenössischen Archivs in Aaran, der die Namen der Gesandte» enthält, die in den Jahren 1505 bis 1688 den Tagen in Baden beiwohnten, aber in den Jahrgängen vor 1522 große Lücken zeigt. Da diese Aufzeichnungen nur selten zu berichtigen waren, wozu besonders die in Urkunden niedergelegten Namen von Boten dienen können, so trug ich kein Bedenken, sie beizuziehen, indem ich diese Sammlung als eine wenigstens Halbofficielle betrachte, die im zweiten Decenninm des XVII. Jahrhunderts gemacht worden sein muß; denn die Handschrift trägt de» Eharakter jener Zeit und ist von Anfang bis zum Jahr 1612 voll ständig gleich; dann treten andere Züge auf, die später durch noch modernere abgelöst werden. Jene erste Abtheilung wäre daher als Covie anzusehen, deren Original verloren ist; ob dieses ein Ganzes bildete, kann hier wohl dahingestellt bleiben. Daß solche Verzeichnisse in Baden vorhanden sein mußten, erklärt sich ans dem Gebranch, in eidgenössischen Erlassen die Namen der jeweile» anwesenden Boten aufzuzählen. Schließlich mag noch bemerkt werden, daß den Name» der Zuger Gesandten häusig, und zwar von fremder Hand, der nähere Heimatsort beigesetzt ist; diese Zusätze glaubte ich nicht übergehen zu sollen, obwohl ich ihre durchgehende Richtigkeit nicht verbürgen kann. VIII 4. Um augenfällig zu zeigen, daß die Abschiede nur einen Theil der wirklich behandelten Geschäfte enthalten, reihte ich die übrigen mir bekannt gewordenen als Alineas an, bei denen immer der Fundort besonders genannt werden mußte. Deutliche Beispiele geben die Nummern 96, 97, 191, Fast alle größeren Abschiede wurden durch solche Anhänge ergänzt, und ihr häufiges Vorkommen wie ihr Inhalt erweckt die Vermnthnng, daß viele ähnliche Stücke verloren seien, einzelne aber sich in kleinern Archiven noch vorfinden möchten. Manches der Art müßte uns vorliegen, wenn nicht das eidgenössische Archiv in Baden im Jahr 1555 durch ein Brandunglück großentheils zerstört worden wäre. Als Beitrag zum formalen Verständniß der Abschiede bemerke ich beispielsweise zu Nr, 132 noch Folgendes: Die Artikel ii bis rr sind mit Ausnahme eines einzigen aus den Berner Missiven geschöpft, was von der Sitte herrührt, daß der Stadt- oder Landschreiber des SitznngsoAes die Canzleigeschäfte für die Taglaching zu besorgen hatte, so auch in Zürich, Lncern, Schwyz, Zug, Basel, Solothurn, Aarau n. a. m. Weil derselbe auch alle Erlasse der eidgenössischen Boten ausfertigen mußte, so sielen die Concepte gewöhnlich in die örtlichen Missivensammlungen, deren Schicksale sie natürlich theilten. 5. Die Beachtung der gewöhnlichen Gestalt der Originalien führte serner zu der Regel, von den eigentlichen Abschieden die etwa beigelegten, aber in verschiedenen Archiven in andern Sammlungen eingereihten Acten zu unterscheiden und diese als Noten zu geben, was die Uebersicht erleichtern dürfte. 6. Die größeren Teptartiket wurden, mit wenigen Ausnahmen, die man leider zu spät bemerkte, in Abschnitte und Paragraphen gegliedert, um für die Citatiouen mehr Bestimmtheit gewinnen zu können. Deßgleicheu wurden die Noten fast durchweg so numerirt und abgctheilt, daß es dem Forscher möglich sein wird, auf jede Stelle mit genauen und einfachen Bezeichnungen hinzuweisen, wenn die Angabe der Seiten- und Zeilenzahl nicht überall belieben sollte. Ich schlage als zufällig bereite Beispiele vor: Nr. 6 e, III. § 2, oder Abschied 451 l, mit Note 3, H 2. 7. Sodann war ich beflissen, die im originalen Wortlaut mitgetheilten Acten, deren eine sehr große Zahl ist, in vereinfachter Schreibung zu geben, was bei einem zunächst den historischen Studien dienenden Werke keiner einläßlichen Rechtfertigung bedürfen sollte. Daher mag es hier an der Bemerkung genügen, daß ich mit diesem Versahren auch die Interessen der Sprachforscher besser zu berücksichtigen glaubte, als wenn ich die unzähligen Fehler flüchtiger Concepte und ungeübter Gelegenheitsschreiber verewigte und damit in tausend Fällen die Erkennung des Wortsinns und der Gedanken erschwerte. Ohnehin bedurften weitaus die meisten Acten manigfacher Verbesserungen, um sie lesbar und verständlich zu machen; indessen wurde durchweg hinreichend dafür gesorgt, daß alle Znsätze, Flickwörter u. s. w. sich leicht unterscheiden lassen. Der angedeuteten Absicht gemäß wurde überall auch die Jnterpunction nach modernen Grundsätzen gestaltet. Auf Begehren der Oberredaction erfuhr schließlich auch der Text der „Beilagen" eine entsprechende Reinigung, wobei sich einige Unebenheiten freilich nicht vermeiden ließen. Gerne hätte sich der Bearbeiter da und dort noch mehr, als es geschehe», in sachliche oder IX sprachliche Erläuterungen eingelassen, wenn nicht die wesentliche Aufgabe des Werkes nach dieser Seite Beschränkungen geböte. 8. Mit Rücksicht ans die (wenigstens meinerseits beobachtet^ Grundsatzlosigkeit der zeitgenössischen Schreiber in Betreff der Anwendung des Natal- oder des Eircumcisions-Stils wurde sorgfältig jedes Datum, das durch seine Form eine» Beitrag zur Geschichte des Kalenderwesens liefert, soweit nöthig in der originalen Fassung gegebe». Obigen Bemerkungen schliche ich noch einige anderem»: 9. Auf Druckwerke wurde nicht überall hingewiesen, wo ein Abdruck von Acten hätte verzeigt werden können. Es würde dies im Ganzen wenig nützen, und noch mehr hielt mich von der Häufung solcher Citationen die Erwägung ab, das? ein Werk wie das vorliegende, das nur aus den Urquellen zu schöpfen und diese zugänglich zu macheu bestimmt ist, bei richtiger Anlage in den ihm gesetzten Schranken wohl selbständig auftreten darf. 19. Manche Erläuterung über vorkommende Schwierigkeiten in dem verarbeiteten Stoffe mußte ich einer andern Pnblication vorbehalten, in welcher namentlich auf die historische Literatur noch mehr Bezug genommeu werden soll. 11. Der ohnehin starke Umfang des Bandes erlaubte nicht, das angelegte Verzeichnis? von gleichzeitigen Druckschriften, welche in Text und Noten genannt oder angedeutet sind, hier noch beizufügen. Sollte dasselbe, bis 1532 ergänzt, auch dem zweiten Bande nicht einverleibt werden können, so soll es als Begleiter der überzähligen Acten erscheinen. 12. Im Uebrigen wird die Aehnlichkeit mit den unmittelbar vorhergehenden Bänden, die ich am meisten zu beachten hatte, leicht erkennbar sein; deßhalb verweise ich im Allgemeinen auf die von anderer Seite gegebenen Ausführungen. Ueber einzelne Puncte wird das Vorwort zum nächsten Bande zusammenfassende Rechenschaft zu geben haben. 13. Mit all diesen Erläuterungen ist eine Hauptfrage nicht erledigt, die bei diesem großentheils von den Anfängen des Glanbeuszwistes erfüllten Bande eine ganz eigenthümliche Bedeutung gewinnt, die Frage, och, der vorhandene Stoff, der überhaupt in dem Abschiedwerke Aufnahme finden sollte, treu wiedergegeben und unparteiisch ausgewählt sei? Indem ich das Urtheil den Forschern anheimstelle, die das Gesammelte unbefangen würdigen werden, beruhigt mich das Bewußtsei», redlich Alles gesucht und benutzt zu haben, was meine Aufgabe erheischte, und in der Wiedergabe durchaus keiner Parteianschauung gefolgt zu sein. Auch in der schließlichen Auswahl der Acten glaube ich kein Bekenntnis; begünstigt, sondern jeder Partei für freien und allseitigen Ausdruck ihrer Beweggründe und Absichten genügenden Raum gegeben und keine auch im Geringsten ungleich behandelt zu haben. Dabei versteht sich indessen von selbst, daß die zurückgelegten Acten in vielen Einzelheiten bestimmtere Schlüsse ermöglichen, als die hier mitgetheilten, und dadurch manche kleine Ausgleichung sich vollziehen lassen wird, die einstweilen vermißt werden möchte. X Am Schlüsse meiner Berichterstattung angekommen, habe ich noch das Verhältnis; zu der Ober- redactiou zu berühren. Herr Bundesarchivar Kaiser ließ mir im Allgemeinen freie Hand in der Aufsuchung, Behandlung und Auswahl des Materials, vertrat die mich leitenden Absichten, so oft es nöthig schien, bei den zuständigen Behörden, erleichterte endlich auch die Mühen des Druckes durch eine aufmerksame Correctur und gab mir dabei viele Winke zu Berichtigungen, was alles mich zu der ausdrücklichsten Anerkennung seiner Mitwirkung verpflichtet. Auch den Vorstehern der Archive in Bern, Lucern, Schwyz, lluterwalden, Zug, Glarus, Basel, Freiburg, Solothurn, Schaffhausen, Stadt nnd Stift St. Galle», Appenzell I. N>, Chur, Aarau, Bremgarten und Constanz, sowie dem gegenwärtigen Vorstand der Kantonsbibliothek in Freiburg, Herrn Prof. Joh. Gremaud, bin ich für freundliche Ausnahme, prompte Bedienung nnd manche anderweitige Beihülfe zu bleibendem Danke verblinden. Zürich, den 12. September 1873. St. Abschiede. <1521 -1528.» Uebor ficht der für Gruppen eidgenössischer Orte gebrauchten Abkürzungen. III Orte oder III Waldstütte: Uri, Schwpz, Unterwal den (resp. Nidwalden), zum Theil als regierende Orte in den Vogteien Bellenz, Bollenz und Riviera, IV Waldstätte: Obige Orte mit Lucern. V (katholische) Orte: Obige vier Orte mit Zug (seit c. 1524). VI „ Orte: Obige fünf Orte mit Freiburg (seit c. 1525). VII „ Orte: Obige sechs Orte mit Solothurn (seit c. 1526). VIII (altgläubige) Orte: Obige sieben Orte mit Glarus (c. 1527 und 1528). VII (alte) Orte: Die V Orte mit Zürich und Glarus als regierende Orte in der Landgraf schaft Thurgau und der Grafschaft Sargans. VIII (alte) Orte: Dieselben sieben Orte mit Bern — als regierende Orte in der Grafschaft Baden. VIII Orte: Die VII alten Orte mit Appenzell — als regierende Orte im untern Rheinthal. V I Orte: Zürich, Lucern, Schwpz, Unterwalden, Zug und Glarus — als regierende Orte in den Freien Aemteru. IV Orte: Die III Waldstätte mit Glarus — als Schirmorte der Stadt Rappcrswyl. IV Orte: Zürich, Luceru, Schwpz und Glarus — als Schirmorte der Abtei St. Gallen. X Orte: Die VIII alten Orte mit Freiburg und Solothurn — als Besitzer des Landgerichts im Thurg an. XII Orte: Obige X Orte mit Basel und Schaffhansen — besonders als regierende Orte in den ennetbirgischen Vogteien Lauis, Mendrisio, Lnggaris und Mainthal und der Grafschaft Neuenb u r g. XIII Orte: Die XII Orte mit Appenzell. Um Verwechslungen vorzubeugen, wurden in den Fällen, wo einzelne Glieder dieser sonst bleibenden Gruppen als ausgeschlossen erscheinen, die Ziffern durch Worte ersetzt. Einige andere Abkürzungen bedürfen keiner Erklärung. ' — ^ V >> ' — Thonon. 1521, Anfang Januar. Kautoilsarchiv Freiburq. Staatsarchiv Bern. Gesandte: Bern. Anton Spillmann. Obwalden. Peter Wirz. Frei bürg. Dietrich von Englispcrg, Schultheiß; Jacob Helbling, Seckelmcister; Anton Krnminenstoll; Hans Praderwan. Unterhandlung init dem Herzog von Savoyen, behufs einer Ausgleichung mit Freiburg. Ein Abschied über diese, vielleicht schon in den letzten Tagen Deceinbers 1529 begonnene, Verhandlung ist nicht mehr vorhanden; es laßt sich nur vermuthcn, daß der in Nr. 4, Ii erwähnte, aber aller Wahrscheinlichkeit nach verlorne Abschied das Ergebniß dieses Tages war; auch über die Dauer des Tages ist nichts Bestimmtes anzugeben. Einige Anhaltspuncte gewähren indeß folgende Acten: 1) 1529, 23. December. Freiburg an die eidgen. Boten in Savoyen, Anton Spillmann, von Bern, und Peter Wirz, Ammann, von Obwalden. Heute habe der Große Rath das ihm vorgelegte Begehren genehmigt und ihnen zu Ehren beschlossen, in Gottes Namen eine Botschaft an den Herzog ^von Savoyen abzuordnen; dieselbe werde in den nächsten Tagen hier aufbrechen nnd sich zu ihnen verfügen; darum bitte man sie, dieselbe zu erwarten und die Angelegenheit inzwischen für gut empfohlen zu halten, ?c. K.A. Frnbur-,- MWo-n, Bd. vm. w? v. 2) 1529, sc. 26. December), Frciburg. Instruction für die Boten zu dem Herzog von Savoyen. 1. Da der Herzog erklärt, daß es sein ernstlicher und größter Wunsch sei, mit Freiburg „wohl" zu leben, also daß alle früheren Späne als gänzlich abgethan und vergessen betrachtet würden, so bezeugt man hiuwider die gleiche Gesinnung. 2. Gegen dessen Begehren, daß man sich der seit fünf Jahren angenommenen Burger entschlage und überhaupt keine mehr aufnehme, soll nochmals ein Versuch gemacht werden, den Herzog von dieser Forderung „gütlich abzubringen, da man diesen Artikel aus Besorgnis' vor Unruhen in der Gemeinde nicht eingehen könnte, indem die beiden Städte in ihrem Bund mit dem Herzog ausdrücklich festgesetzt haben, wie sie Burger annehmen dürfen, nämlich daß sie des Herzogs Gerechtigkeiten vorbehalten würden; das sei man immer noch buchstäblich zu halten geneigt. Denn daß Freiburg in vergangenem (Jahr) etliche von Genf zu Burgern aufgenommen, ja ihnen zu Hülfe habe ziehen wollen, um sie vor Gewalt zu schützen, sei nicht in arger Meinung geschehen; man glaube auch damit nicht wider des Herzogs Autorität und den Bund gehandelt zu haben, indem Genf eine freie Reichsstadt und ihm mit keinen Pflichten unterthan sei; wenn die drei Städte Bern, Freiburg und Solothuru die freie Stadt Bisanz in ihr Burgrecht angenommen, so vermeine Freiburg, es habe mit der Annahme der Genfer auch nicht übel gehandelt oder den Bund verletzt. Wenn also der Herzog in Zukunft freundliche Nachbarschaft halten wolle, so begehre man, daß er von seiner Zumuthung, die direct („ane alles mittel") dem Bund zuwider sei, abstehe und sich des guten Willens getröste, den man auch bei ihm voraussetze, den Bund getreulich zu halten und nicht leichthin Burger aus seinen Landen anzunehmen. 3. „Zuletst der geistlichen halb sagen min Herren, st wellen derselben inüeßig gan, doch daß das recht gegen menklichem gehalten (werd) und sich niemand gegen noch für dheine» teil partysch erzöig, wyter dann ein jeder teil mit recht besticht und im das recht zuogibt." Januar 1521 3) 1521, 4. Januar (Freitag var hl. drei Königen), 10 Uhr Vorm. Freiburg an die eidg. Boten in Thonon. Antwort auf ihre eben erhaltene Zuschrift: Man verdanke die Mühe, die sie angewendet, zum höchsten, erinnere sie aber, wie ihnen auf der Reise erklärt worden, daß man nur ihnen zu Ehren eine Botschaft schicken wolle; denn da man wahrgenommen, daß der Herzog sich immerfort „auf seinen Tand lege", den er schon öfter gefordert, den man aber auch jedesmal abgeschlagen, so wüßte man eigentlich wohl, daß man nichts ausrichten werde; weil ihn nun die Boten nicht weiter haben bringen können, als zu (Anerbietnng) einer so kleinen Summe, und mit der Bedingung, daß man sich schriftlich verbinde und den Beibricf besiegle, so finde man, er spotte ihrer und Freiburgs; denn Hütte man seiner Zumnthung je entsprechen wollen, so wäre das billig früher geschehen, als die Eidgenossen darum dringend geworben haben, und etwas weit Besseres dabei hätte erreicht werden können. Darum mögen es die Boten entschuldigen, daß man sich auf solche Anträge nicht einlassen wolle und die diesseitigen Anwälte zurückberufe; denn sich selbst und den Nachkommen um etwas Geldes willen die Hand zu schließen, sei man nicht gesonnen, da man laut der Bünde hierin gefreit sei^ und andere Orte ihre Hand auch offen behalten, ?c. K. A. Freibmg: Missiven, Bd. VIII, 108. 4 ) (dgl.), Freiburg. Statthalter, kleine und große Räthe an ihre Boten in Thonon. Antwort auf ihren Bericht, mit Dank für die gehabte große Mühe. „So aber der Herzog nch nit anders ist begegnet und nit wyter gan will, dann die vermächtigung der (siner) Kotten dargibt, uf die v"> krönen, und (daß) wir uns (hinwidcr) mit demselben sollen verbinden für uns und unser nachkommen, das wir nie haben wellen thun, als ir gnot müssen tragen, beduret uns die arbeit, so ir in diser heiligen zist gehebt haben und mit wenig lustcs noch fröuden, als wir es nach louf der zyt wol mögen erkennen; wir sechen aber und aber, daß der Herzog stäts uf sinem fnrncmen belibt, und uns gern fassen wellt, und finden das (deß) wir uns wol versechen hatten. Dicwyl dem also, getrüwen lieben mitbrüeder, so ist unser will und Meinung, daß ir den Handel lassen also anstan und üch harheimfüegen, dann wir mit demselben nützit mcr wellen zuo schaffen (hau)." (Mittheilung einer Copie des vorgehenden Schreibens, ?c.). w. ib. vm. iog. 5) 1521, 12. Januar. Bern an den Herzog von Savoyen. Iluniilitsr soso rssonimsudant. Illuotrissiiiis et oxosllsutisoinio prinesps, Iisros siu»u1aritsr Aratioss. ksvsrso nuno oratoro iiostro gut uns. ourn orators eis Ilndorvaldsii nomins ostsrornm eontsdoratoruni iiostrorum ml illuotrissimam doininatioiisrn vsstram dootinatus tusrat, piano all ois intslloxiinus, guid inksr illustrissimam cl. v. st ooniliurASNsss nostroo urliis ^ribur^snois aotuni st traotatum oit, non tamon ita oxpsdits, ut incls oonolusio ssu rssolutio optata a jani- diotis oomburASiisilius nootris sit impotrata, eis guo plurimum dolsinus; oupiniuo snirn ox aniino, ut iiitsr illuotriasimani d. v. st antsdiotos oomdur^oiioeo nostroo bona, vioinitas st amioitia olissrvstur. 11t guia ns- ossoitas oxposoit, ut oontodsrati InAS uostrs sarum amnium, st guod In illustrissirna ei. v. pro obtiiisuda ooneordia nibil sit odmissum, «int oortiorati, porsuadonduni toi s osnasmus ut smlsm oratorss suos ad proxiniam jornatam, gus in 1ng"i nostra oslsliraliitur, dsrivars st ilndsni ouru oratoridus sa in jornata ooiiArsAatis vom- mnuioationöm kaue in partsiii lialiors non iiogÜAat, udi stiarn doputati a nobio adsrunt id totum oladoraturi guod paoom st guistsm proniovslzit. tjuantum snim in nobis ost, dsorsvimus importantis todsruin st sis rsuillui? vi^ors sorunäonr vlilizzamur, satistaesro st non psrniittsro, ut inutua liaotsnus obssrvata ainioitia in aliguo inkrin^atur^ ... Si. A. B-m: Lai-in. Missiv-n. », «eo. Das Berner Nathsbuch hat unter dem Datum Samstag vor Hilarii (12. Jan.) folgenden Eintrag: An Herzog von Savoy: „min Herren haben verstanden irer botschaft anbringen und möchten erliden, daß der Handel hingelegt wurde; diewpl aber solichs nit beschechen sye, erbieten sich min Herren allzit das best ze tuond nnd brief und sigel an im zuo halten." 6) 1521, 2. März. Freiburg an Peter Wirz. Danksagung für die geleisteten Dienste, ?c. K. A. Freibm-g- Missiven VIII. II« i>. Vgl. Absch. 1519, 3. Juni t; 5. Juli es; 1520, 0. Nov. p; 1. Dec. t. Februar 1521, T IZern. 1521, 1. Februar. Staatsarchiv Bern : Nathsmanual Nr. 188, p. 8V. tt. Dem Gesandten des Herzogs von Savoycn wird ein Vidinnis des Briefes, der wegen der Aufnahme von Bürgern errichtet worden, zugestellt, I». Ferner wird ihm ein offener Brief bewilligt, des Inhalts daß er die an dem jüngsten Aufruhr in Genf bethciligten Personen, die er im Gebiete Berns finden möchte, aufgreifen und in Gefangenschaft legen dürfe. Zu Der erwähnte Brief, eine partielle Modistcation der früheren Bündnisse mit dem Herzog von Savoycn, wurde am 3. December 1517 aufgesetzt und zuerst von Bern besiegelt, Freibnrg verweigerte die Annahme desselben beharrlich; Solothnrn ließ steh jetzt erst zum Beitritt bewegen. Wir lassen zunächst den Text dieses Aktenstücks folgen: 1) 1517, 3, December. dlos (larolus, Kabauäio eto. Oux, ex una, et nos Koultoti, (lonsulos, Oivss et llurgonses urbium Ilsrneusis, Idriburgensis et Koloäorensis, lllausannensis äiosossis, altera parte, prosentium tenore notnm tieri volumus, paritsr et manifestum, guoä nos, ob vertos bonos rospsotus nos non temere movsntss, maturague probabita äsliboratione et prssertim etiam, ut mutno amioitio et bensvolentie keäsrum- gus nostrorum obssrvantia so lirnnor permanent, errorosgus et gravitates gue in futurum evenire possont, eobibeantur, insoguentos etiam tenorem generalis keäoris inter nos jamäiotum llarolum äuoem et magnilloos äominos magno llligs ^lamannis superioris oontraoti, inter nos oonvenimus, eonelusimus ipsaguo antocliota keäsra nostra prssertim in artioulo rooipisnäorum bnrgsnsium äeolaravimus et rstormavimus, viäoliost guoä vivitates, in futurum nulla nostrarum partium possit et valeat altorius partis äominia, patrias, oommunitates, äsinosps et villagia ssu oppiäa nee etiam partioularss, subclitos vel inoolas in oives, burgensss, oonksäsratos ssu protootionsm susoipors vel aoooptare, nisi tales eum eorporibus et bonis äomioilium, resiäsntiam et moram so in looo st clominio, ubi rsoipi optarsnt, babeant eontinuam, vel «altem stiam i<1 prooeäat clo expressa voluntats, oonsensu st aclmissione superioritatis, viäelioet nostri Lüraroli, Labauäis äuois, vel nostrorum Lernsnsium, b'riburgensium et Loloäoronsium, in ouius äominio st limitibus mansionem babersnt. Iii ut baso nostra oonvsntio, äsolaratio st oonolusio ut supra pro bono guietis kaota looum babsat, oontsntamur nos anteäioti IZernensss, Idriburgsnss« st Loloäorenses, ut prskatus illustrissimus äominus prinoeps st äux Labauäio possit st valeat subäiti«, bominibus et inoolis illu»«' ä. sue sub psnis stiam kormiäabilibus, pro- ssntibus oratoribus nostris, si opus sit, inbibere, ns extra äuoatum, äominia et limites eiusäsm äuoatus oivilsgium, fgäus ssu burgensiam oontrabant, et si iä faoero reousarent, oontra so« prooeäero, prout pona eäioti et inbibitionis exposoit. Volumus onim st sub bona tiäe obligationegue bonorum nostrorum presentium st kuturorum pollioemur buio oonventioni, äeolarationi et rskormationi nostro pro nobis et suooessoribus nostri« aä satislaoienäum nilnlgus in oontrarium ullo unguam tsmpore attsmptanäum, omni äolo et krauäo exolusis, in vim prssentium litorarum, guas äupliaatas tieri et sub sigillis nostri anteäioti (llwroli, 8abauäie äuois, stiam nostrarum urbium Rernensis, Idriburgonsis et Loloäoronsis appensiono ksoimus muniri, äatas üjs Deoembris anno öto. xvrjo. St, A. Bern: Teutsch Spmchbuch X, p, S7l—2, Eine gleichzeitige deutsche Uebersetzung, vermuthlich für das diesseits behaltene Exemplar des Hauptinstrnments, ist auf dem folgenden Blatte eingetragen. — Dieses Hauptinstrumcnt findet sich, wenigstens in den schweizerischen Archiven, nicht mehr vor. Nachdem der Herzog von Savoycn von 1525 an in den Streitigkeiten über das Burgrecht mit Genf sich mit besonderem Nachdruck auf diesen Vertrag gestützt hatte, wurde er endlich auch von Seiten Berns hinsichtlich der Gültigkeit angefochten, cassirt und dem Herzog nebst andern Bundesurkundcn und der Kriegserklärung zugesandt (1536). Auf die näheren Umstände der Entkräftung ist in dem folgenden Bande einzutreten. 4 Februar 1521. Ferner gehören hiehert ^ 2) 1521, 1. Februar (Freitag Vigilia Purificat. Maria). Bern an Solothurn. „Jr mögen müssen, wie wir uns hievor, als unser gnädiger Herr van Savoy hie by uns gewesen ist, gegen sinen gnaden erlütret haben, hinfür dheinen des huses Savoy underthan in burgrecht, schirm noch Pflicht zuo nemen, und darumb schriftlichen schyn in üwerm und unserm, auch üwer und unser lieben Eidgnossen und Mitbürger van Fryburg namen ufgericht und nnscrs teils besiglet haben, gnoter Hoffnung daß ir und dieselben von Fryburg deßglychen auch thuon und dem bemeldten unserm g. Herrn von Savoy wurden willfaren, das aber noch bishar nit beschechen, und als wir achten, allein an dem erwunden ist, daß ir damals in stattlicher versampnung nit sind gewesen. Und so der bemeldt Herzog darumb abermals zuo üch schickt mit befälch, als ir werden verneinen, auch uns ersuocht, im durch unser fürdrungschrift gegen üch zuo erschießen, harumb in betrachten daß sich nit will gebüren, daß jemand dem andern die sine» abstechen oder zuo ungehorsame ursach soll geben, ouch daß solich frömd nßländig burger vil unruowen fürdern, und die burgrecht allein von irs nutzes wegen und denen, so si entpfachen, zuo merklicher beladnuß annemen, ist au üch unser fründlich bitt, üch wolle gefallen, sölichs zuo bedenken, üch derselben burger zuo entschlachen, den brief darum ufgericht mit üwerm sigel zuo verwaren und üch harin uns glychförmig zuo bewysen; dann wo wir möchten müssen, daß solich burger uns loblich, nutzlich und fnogsam wären, wir wölkten uns nit so wyt erlütret, suuder dieselben burger ouch behalten haben," :c. St.A. B-r», Tmych Mys. o. gm v. 3) 1521, 10. Februar (Sonntag nach Apollonia), Solothurn, Sitzung des großen Rathes. „Ward gehört der secretari Pingon, der nach langem begert hat, den brief der savoyschen burgern halb, sich dero zuo entschlachen, wie min Herren von Bern zuo besiglen, und daruf nach verhören miner Herren von Bern schriben, ouch des punos, durch min Herren Rät und Burger geraten und angescchen, denselben brief. . zuo besiglen, diemyl doch der recht pund sölichs ouch ustrucke." K. A. Svlothm», Raihsprotocoll Rr. 10, p. «7, 4S. 4) Zu bemerken ist des Widerspruchs wegen die folgende Stelle im Berner Rathsmanual, dd. Samstag vor Jnvocavit (16. Februar): „Der burger halb wellen min Herren fry sin und die annemen nach alter gewonheit." Zu Ii» 1) 1521, 1. Februar. Lateinisches Concept eines Mandats betreffend Verhaftung von llebelthätern, die sich des eriinon laesae majestatis gegen den Herzog von Savoyen schuldig gemacht, zc. St. A. Bein: Tentsch Missiven, 0. f. 322 a. 2) 1521, 8. Februar. Bern an den Herzog von Savoyen. Ruinilitor est. est. Huainvis oreckebunnrs ckitkerentias et oontrovorsia» intsr illustrissimam ckominationsm vestram st einsckein oivitatis Llebsnnensis inoolas exortas paeiüeatas et oonoorckatas, st prelatos inoolus in bona trangniilitato et obeckientia. erga III. guam oausam illnstrissima. ckominatio vestra msrito eausuta luorit eontra prelntos inalsüretoros seonnckuin sornm ckemerita prooeckoro et ob iä nonnullos buius lboinoris oamplioes in oareeres et vinonla. eoirjioere, gnorunr oomplioes et ackborsntes priors kaoinvre non «atiati, soll aliam nspbanckam (sie) nialitiain a^Arossi, ita nt oareeros srnnrpere et prekatos ckstento» exincke rolaxari eonati l'nerint, gns omni» nobis maxiine ckisplioent; nam unionis et loeckeris vinonla. intor inolitissimam Nabauckie ckomum et urbenr nostrain oontraotarnnr nos astrinZnnt tales oonspirationes, kaotiones et neplmncka soolora nnnime passnros, soribimusgns ob ick prekatis oivibus debonnsnsibns, ne nlio mocko ili. ck. ve»train in leZitimo proposito impeckiant, «eck eanckem seonnckum merita prelatorum inaletaotoruin prooecksre, pront ick neoessitas et egnitas postnlant, permittant; nani si soous üsret st prekati oives oonarsntur ill. ck. vsstran, in tali neZotio impeckire, oausaremur ick in-;rato animo nas aeeopturo», guock ill. ck. vestre siZnikoancknm cknxinnw, eanckem raZantos ut kas literas ack oives Llebennenses oansoriptas eisckem presentare velit, ut in- teliigero possint gnantam ckisplioentiam ex prell,to »ucka 'ineboato nepoti« eonoopimus" . . . — —- — Bern an Genf. In der Hauptsache wörtlich gleich. St. A, Bon: Miss, s, r,-««o, 4«?. Februar 1521, ^ 5 Z. Mrunnen. 1521, 21. Februar (Donstag nach Jnvocavit). Tag der III Waldstättc. — Ihre Bote» schreiben an Lucern: „Uns Zwyfclt nit dann daß ü. e, w. wol bericht sye des spanS zivüschen den kilchherru van Gersow, lveliche dann das beriiert, und den Kamenzindigm daselbs, da die Kamenziudig vermeinen, daß ine» das recht zuo Gersow nit gmein sye, als such unser jedes Herren und obren sich dcß erlütret Hand nach gstalt der fach, inen das recht zu Gersow nit gmein sye, und sidmalen st) vorinals uf üch zuo recht haben wellen kommen und üch, als nur verstanden, darum augerüeft, Hand wir st) uf üch zuo recht bescheiden. Harum so verkünden wir üch das im aller beste», mit früntlichcr bitt, daß ir üch der fach one wytern ufschuob beladen wellint und inen zu ruowen helfen, als wir uns gänzlich versehen," ?c. Von weiteren Verhandlungen ist nichts ersichtlich. Zu etwelcher Aufklärung dieses Handels lassen wir noch die vorhandenen bezüglichen Missiven folgen: 1) 1521, 16. März. Uri an Lucern. „Wir Hand den Handel, oder die urtel von üch usgange», zwischen denen von Gersow wol verstanden, wie ir die für uns vier Wnldstett gewiseu .'c. . . . , von wegen daß die Kotten dero von Gersow ireil fächern oder ansprechern keins widcrrcchten mit nntwnrt Hand wellen sin. Da lassen wir üch unser Meinung wissen, däß wir wellen, daß die von Gersow den Knmenzinggen vor üch rechtes statt thüen und ' inen um ir ansprach antwurt vor üch geben, und bittend üch, ir wellend nochmalen versuochen, den Handel rechtlich uszuoüebeu; dann wir denen von Gersow solichs geschäftlich verkündt haben, daß wir das von inen wellen gehebt haben, sofcr die andren Ort, so hierin handien, des glichen willens sin werden. Da wellend üch glletlichen arbeiten, damit üch und uns der Handel ab (dem) hals komm" . . . Si.A. Lncew: Misswen. 2) 1521, 10. April (Mittwoch post Ouasimodo). Schwyz an Lnccrn. Wiederholung der Bitte, den beiden Parteien von Gersan beförderlich einen Rechtstag anzusetzen mit dein Bemerken, daß es beim Ausbleiben des einen das Recht dem gehorsamen Theil werde ergehen lassen. . . ^ St. A. Lmcm: Miss,«». 3) 1522, 17. Juli, Brunnen. Uri, Schwyz und Unterwalden an Luccrn. „Als dann Hans und Balthasar Kammenzind von etwas fach (wegen) für üch zuo recht gewiseu, um daß inen das recht zuo Gersow nit gmein sin crschinen wollt; da nun etwas »rieten vor üch um de» Handel ergangen, dorum sy urkundi begcrt Hand w.; darneben als dann durch der vier Waldstetten Kotten gerietst ist um den todschlag, so Baltnsser begangen hat, und nach Inhalt desselben rechtspruchs üch bcfolchen, dorum brief und sigel in unser aller namcu zuo geben de» bc- gereuden; aber wie dem, (so) sind inen semliche Urkunden noch nit worden; durch ivas semlichs verhindert, mögent sy nit müssen, und so inen daran vil gelegen sin will, als sy nies haben erscheint, so ist an üch unser früntlich ernstlich bitt, ir wellent verschaffen mit den schribern oder denen, so der Handel befolhen ist, damit und inen scmliche urkundy nach der notdurft usgericht werden; dorum erbieten sy sich zuo thuon, was sy schuldig syen den schribern oder stgleru," ?c. St. A.Luccr»: Ungeb. Absch. 4 Zürich. 1521, 23. (bis 23.?) Februar (Samstag vor Ncminisccre ff.) Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. s. kol. I. Bd. o. lbt. 17». Ebenda: Tschudische Abschiede-Sammlung Bd. 5, Xr. 2b. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, u. p. 245. Abscheide „sine llntv". LandcSarchiv Nidwalde». Kantonsarchiv Basel: Abschiede, 5ol. 2. Kantonöarchiv svrciburg : Abschiede, Bd. 87. Kantonsarchiv Solothnrn: Abschiede, Bd. X. Gesandte: Zürich. (Felix) Schund, Bürgermeister; (Matthias) Wyß, Bürgermeister; Jacob Grebel; Johannes Berger. Bern. Junker Ludwig von ELlach; I. Rudolf Nägcli. Lnccrn. Jacob Feer, Spitalmeistcr. Uri. Ammann (Zosua von) Beroldingen; Vogt (Jacob) Troger. Schwyz. Vogt (Heinrich) Reding. Unter- 6 Februar 1521. walden. Ammann (Peter) Wirz (Obwalden); Haus Lnssi, Seckclincister (Nidwalden). Zug. Vogt (Heinrich) Zigerl!. Glarns. (Jost) Tschndi, Seckelmcister. Basel. Jacob Meyer, Bürgermeister; Jaeob Roth. Freiburg. Jacob Helbling; (Jacob) Grnycre, Spitaluieistcr. Solothuru. (Hans) Stötli, Schultheiß. Schaffhauscu. (Haus) Zicgler, Burgcruicistcr. Appenzell. Aunuauu (Ulrich) Eisenhut. i». Die von Rothiveil berichten, sie seien ans Sonntag Judica (17. März) vor die kaiserlichen Connnissarien zu Rottenbnrg geladen worden, um sich über mehrere ihnen vorgehaltene Artikel bestimmt zu erklären und den Bundesbrief mit den Eidgenossen vorzuweisen; sie bitten deshalb um Rath. Da kein Bote instruirt ist, so wird ihr Begehren heimgebracht, um auf dem nächsten Tag Autwort zu geben. I». 1. Abermals erscheinen die Botschaften des Bischofs und der hohen Stift zu Basel einerseits und der Stadt Basel anderseits, ihres Spans um Schloß und Herrschaft Pfeffingen wegen. Ersterc begehrt, daß die Eidgenossen, dem auf dem letzten („nächsten") Tag z» Zürich gefaßten Beschlüsse und ihrem Bunde mit den Baslern gemäß, diese anhalten, dem vor den Orten gebotenen Rechten statt zu thun, und damit Bischof und Stift „nicht verpfändet zu Recht stehen müßten", könnte die Herrschaft bis zum Anstrag des Rechten etlichen Orten der Eidgenossenschaft überantwortet werden. Laut des genannten Abschieds soll nun die Stadt sich ohne Verzug mit Ja oder Nein hierüber erklären, und da sie mittlerweile Boten in alle Orte geschickt, um die Gründe für ihre Ansprüche darzuthnn, so wird ihren Gesandten zu- gemuthct, dieselben vor Aller Augen vorzutragen, damit der Bischof sie sogleich erwiedern könnte. 2. Die von Basel beklagen sich über den angezogenen Abschied, da er nach ihrer Meinung ohne Anhörung ihrer Antwort gemacht worden, verneinen die an sie gestellte Frage und bitten die Eidgenossen, sie mit einem solchen Beschlüsse nicht zu beschweren. 3. Da beide Theile auf ihrer Meinung beharren, so wird erkannt, daß Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Schaffhausen auf Sonntag Lätare Nachts (10. März) ihre Boten nach Basel schicken sollen, um mit allem Fleiß einen freundlichen Vergleich zu versuchen, mit dem Befehl, was ihnen dabei begegnet, wieder heimzubringen. Die Parteien werden noch besonders ermahnt, zu einem gütlichen Abkommen Hand zu bieten und nichts Ungutes''gegen einander vorzunehmen, sondern den gütlichen Austrag ruhig zu gewärtigen. «?. Weil Solothurn neuerdings eröffnet hat, daß es ans seine Gerechtigkeiten Pfeffingens halb noch nicht verzichte, so wird gut befunden, daß dasselbe auf abgemeldeten Tag ebenfalls eine Botschaft nach Basel sende, damit seinethalben nach Nothdnrft und Gebühr gehandelt werden kann. «I. Des Coadjutors Verwandte haben abermals die Bitte gestellt, denselben „als einen Eidgenossen in bestich zehaben", und wenn seine Sache nicht gütlich erledigt werden könnte, ihm zu Recht und Billigkeit zu verhelfen. Da der König von Frankreich in dem Streit um Mendris und Balerna den Bürgermeister von Ehur als Obmann ausschlägt, so ist demselben nochmals geschrieben worden, daß er die Vogteien entweder gütlich nachlasse oder den Obmann von Ehur annehme und hierüber kurze Antwort gebe. Will er das nicht, so soll ans nächstem Tag weiter berathen werden, wie man in dieser Sache zur Ruhe kommen kann. Ans den Anzug von Uri, Schwyz und Unterwalden, wie die Ihrigen, besonders der Tücher halb, in Mailand mit neuen Zöllen beschwert werden, ist heimzubringen, daß die Eapitel betreffend den Zoll genau besichtigt werden sollen, um auf dem nächsten Tage zu rathschlagen, wie man bei dem Inhalt derselben bleiben könne. In dem Span zwischen der Frau von Thierstein, Bürgerin zu Basel, und der Regierung zu Ensishcim ist den Boten, die ans Lätare (1V. März) nach Basel reiten werden, befohlen, wo möglich einen Vergleich zu erzielen; wenn aber kein gütliches Mittel verfangen mag, so sollen sie der Erbeinung gemäß das Recht suchen und annehmen, damit nichts Unfreundliches begegne. I«. Da der Herzog von Savoyen den zwischen ihm und Freibnrg durch die Boten von Bern und Unterwalden, in aller Orte Namen, gemachten Abschied (Ans. Januar) vorlegt und'um dessen Bestätigung einkonunt, und der Bote von Freiburg gegen Februar 15,21 7 denselben nichts einzuwenden hat, so läßt man es einfach dabei verbleiben; doch wird Freiburg gebeten, den von Bern und Solothurn besiegelten Brief nm besserer Freundschaft willen ebenfalls zu besiegeln; wenn es sich aber um Geld oder Ansprachen handelt, so steht es bei Bern, was deshalb geschehen soll; auf dein nächsten Tag soll sich Freiburg hierüber erklären, i. Den Weg über den Heltersberg haben fünf Orte zu bauen zugesagt; Lucern, Unterwalden und Zug werden deshalb ersticht, auch ihren Theil dazu beizutragen. It. An, letzten Tage dieser Tagleistnng ist an Zürich ein Schreiben des Kaisers gelangt, des Inhalts, daß die Orte ans Sonntag Qnnsiniodo H7, April) ans seine Kosten in Zürich erscheinen möchten, wohin er etliche Fürsten und ansehnliche Personen schicken wolle, »in über Sachen zu verhandeln, die dein Reiche deutscher Nation und den Eidgenossen ersprießlich wären. Ilm weitere Botschaften, Kosten und Arbeit zu ersparen, soll dies heimgebracht und der bezeichnete Tag von allen Orten ohne Ausnahme besucht werden, I. 1, Der päpstliche Legat, Bischof von Pistoria, begehrt, ans sein an alle Orte geschicktes Schreiben und den letzten Abschied hin, den nnvcrwcilten Ausbruch unserer Knechte und zeigt an, gegen wen sie dienen müssen, sowie daß der Paß offen stehe, und daß die verfallene Pension durch die „Wclser Gesellschaft" zur Hälfte ans Mai und das klebrige ans Iohanni bezahlt werden soll, mit dem Anerbieten, die Wcchsclbricse und Onittungcn gleich an Zürich zu übergeben, 2, Die Mehrheit der Bote» hat Boll macht, ihm zu entsprechen, da eine französische Botschaft freien Paß verheißen hat; die ander» sollen diesen Gut schlug hinter sich bringen, damit man sich beförderlichst vereinbare, den zugesagten Auszug zu thnn, 3, Mit dieser Verzögerung ist der Legat nicht zufrieden; er verlangt, daß die bereits einverstandenen Orte nicht auf die übrigen warten. Hierauf wird verabschiedet, daß die nicht bevollmächtigten Boten nach Hanse schreiben oder reiten sollen, um bis Dienstag nach Oculi (5. März) Antwort zu bringen, damit man beschließen kann, was Schuldigkeit und Ehre erfordern, 4. Die für den Papst verlangte Abschrift des Abschieds wird dem Legaten bewilligt. 5. Sodann wird der Auszug (das Contingent) bestimmt, und zwar von Zürich 750 Mann, von Bern 850, Lnccrn 450, Uri (mit Urser») 375, Schwyz 450, Unterwalden 330, Zug 300, Glarns 345, Basel 300, Freiburg 30t), Solothurn 300, Schnfshansen 225, Appenzell 200, Abt von St. Gallen 150, Stadt St, Gallen 75, Thnrgan 200, Stadt und Grafschaft Baden 75, Bremgartcn 30, Mellingen 15, Sargans 75, Aargau (Freie Acinter) 75, Nheinthal 50, RappcrSwyl 30, Grafschaft Toggcnburg 50: Summa 0000 Mann. 6, Hicnach wird der Legat angefragt, ob er nicht mehr Knechte brauchen könnte, und ob er den Zugewandten und Vogtcien auch Hauptmannschaften, Fähndriche und Lieutenants zugestehen, die Leute mit Harnischen versehen und die Hanptlcntc noch vor dem Aufbruch bezahlen wolle. Er antwortet, daß er nicht einen Mann mehr annehmen werde; Unterwalden könne er zwei Hauptmannschaften nachlassen wie andern Orten; den XIII Orten will er entweder 110 Sölde und dazu den Uebersold geben, damit sie die Zugewandren und Vogtcien unter ihre Führung nehmen, oder aber diesen fünf Hauptlcute gewähren, sofern sich dieselben mit denjenigen der Orte verständigen wollen; Harnische sagt er für 3000 Knechte zu, und die sich meldenden Hauptleute will er nach Anzahl ihrer Leute be zahlen, 7. Damit befriedigt, beschließt man, auf Genehmigung der Obern hin, daß die vierzehn Hanptmannschaften den Orten gehören und die Zugewandten und Vogtcien mit den Orten ziehen > sollen, die sie bevogten, oder denen sie zngethcilt sind. Auf nächsten Dienstag (5. März) sollen alle Boten Gewalt haben, diese Ucbcr-eintnnft zu bestätigeil oder etwas anderes anzuordnen, «si. Dem Hartmann Rordorf sollt ihr (die Boten von Zürich) gegen seinen Schwähcr zu Recht oder sonst beistündig und berathen sein, i». Bei 'dem Münzmeistcr Wolf sollt ihr Fleiß ankehren, daß euch die Ordnung ihrer Goldschmiede (behändigt) werde. «». 1521, 25, Februar, Zürich, Eidgenössisches Empfehlungsschreiben an König Franz I. für Antonius Meyer von Wallis, zu ungesäumter Bezahlung der ihm früher gesprochenen 1500 Kronen (soutorum). Februar 1521, 9 3) 1521, 26, Februar, Die Tagsatznng an den König von Frankreich. Erneuertes Ansuchen, die Herrschaften Mendris und Bnlerna ohne weitere Erörterungen den Eidgenossen zu überlassen, damit der als Schiedsrichter gewählt? Bürgermeister von Chur des bezüglichen Eides endlich entlassen und der lästige Handel beseitigt werden könnte. St. A. Zürich: Misstve». Zu f. Vergl. Absch. 1520, 1. Dcc. i. In gleicher Sache (auf Beschwerde eines Wolsgang Boller) richtet Zürich ein Schreiben an Lautree, ohne Datum, aber wahrscheinlich in diese Zeit gehörend. St, A, Zürich: Mssiv-n. Zu jx. Vergl. Absch. 1520, 2. Oct. k; 6. Nov. in; 1. Dce. r. Zu 1. Vergl. Absch. 1520, 6. Nov. o; 1. Dec. in. Zu K. Vergl. Absch. 1520, 1. Dec. ä, o, n, mit den Noten. — Von weiteren Schreiben des Kaisers ist nur folgendes bekannt: 1521, 7. Jaunar, Worms. Kaiser Kart V. au Zürich. Creditiv für Dr. Jacob Sturze! und Veit Suiter (Suler). St. A. Zürich: A. Kaiser. Zu >. Vgl. Absch. 1520, K. Nov. cl mit Note; 1. Dec. x mit Note. Zur Ergänzung der vorausgehenden Acten lassen wir noch einige andere folgen: 1) 1521 sc. 10. Febr.?) „Diß ist der fürtrag des Herrn Legaten vor eim Rat zn Zürich,... der vj >" knechtenhalb." „Hochmächtigen, :c. ?c. Unser aller hciligoster vatter (als ich onch uf den letsten tag hie Zürich vor gmeinen Herren den Eidgnossen Hab fürgeben) hat allen fliß ankert, daß zuo beHaltung (sins) stats, siner person und der heligcn römischen kilchen wider sine ungehorsamen und geschwornen krieg ze bruchen erspart wnrdint, und das nit ane üwer ersamen wisheit rat. So aber jetzund not zuogefallcn ist, muoß man ein andren weg gebruchen, wann ctlich tiner helikeit ungehorsamen widerstand ze dingen ein zal fryer hispanischer kriegskncchten, nainlich zwei tusent, die von ihres Herren schiff entrunnen sind kominen gegen der Provinz marchiä Anchonitanä, die der kilchen zuogehört, schweifent hin und her ane keiserlicher majcstat zeichen, auch wider des Herr Viccroys zuo Neapels willen und gebott, me in wys und form röibern denn kriegslütcn, villicht um ursach, daß sy nit wol bezalt sind oder daß sy begerend richtum ze überkommen uß unser güetcrn roub, als sy dann vormals gethan Hand zuo ziten des urbinatischen kriegs; Hoffnet also unser allerheligoster vatter noch vennögen überhand haben wider die sine» ungehörsamen, und mit sold das gmüet oder willen der genannten zweitusent Hispaniern ze wenden von dem verstand, den sy dann Hand mit den genannten siner heligkeit ungehorsamen, und laßt da nit dahiuden, das sin heligkeit vermeint, darzu dienend. Doch hat sich sin heligkeit ganz und gar entschlossen nach inhalt der bündnus von gemeinen Eidgnossen sechs tusend fuoßknecht ze brachen, und achtet wol, die von üch und andren Eidgnossen in kurzer zit zuo erlangen für beschirmung und beHaltung siner person und güetern. Wann eitweders wird sin heligkeit die genannten fryen hispanischen kriegsknecht zu im bringen oder nit; wird sin heligkeit die mit geld zuo im bringen, so wird .. (sy) so vil me die ungehorsamen mögen strafen, die schund understand der Helgen römischen kilchen stand zuo bekümbereu. Ob aber sin heligkeit die genannten . . knecht nit zu im gebringcn möchte, begert. . (sy) einen züg eidgnössischer fußknechten, mit denen sin heligkeit sich und das ir beschirmen möge vor Überfall . . . Und damit sich üwer ersame wisheit in dhein weg beklagen möge, hat uf den gestrigen tag sin heligkeit mir zuogcsandt durch brief der Welsern, konfherren zu Ougspurg, die Pension, die dann üwer ersamen wisheit und andren Eidgnossen von siner heligkeit für diß jar versprochen und verheißen ist. Dorum bitt ich ü. e. wisheit, daß dicselbigcn sich von stund an angends wellent ufrüsten, ze hilf zuo kommen unsrem allerheiligosten vatter, üwerm bundsgnossen, nachdem dann sy sich nach inhalt des bnnds verpflicht Hand, und ouch uf dem leisten tag, hie Zürich von gmeinen Eidgnossen gehalten, ü. e. ivisheiten zuogesagt habent. — Das gleit oder durchzug durch Meilaud wird richtig uud fridlich sin; wann susi ich üch in kein weg wellte bekümbereu. Die söld, die Wrisser, das geschütz und andre ding darzuo dienende werdent bereit erfunden, ob gott will zuo erlangen wider unsere ungehorsamen, wider weliche allein wir jetzund ze kriegen haut, wann wir frid und bündnuß mit andern fürstcn habent und von den selbigen guoten willen spürent und hilf haben Möchtend, wo das not sin wurde; mit beger, üwer Herrlichkeit wöll in il zuo hilf kommen dem h. vatter, wann sin sonder Hoffnung zuo üwer Herrlichkeit stat." Eine durchgestrichene Schlußstelle gibt Zürich anHeim, die entsprechenden Schritte bei den anderen Orten zu thun. S,. «.Zürich: Ane» Paxst. 2 10 Februar 1321, Das Lucerner Staatsarchiv (A. Papst) hat eine in einzelnen Ausdrücken abweichende Reeension, die von Pueci nnterzeichnet ist. 2) 1521, 4. Fcbrnar, Rom. Papst Leo X. (an die Eidgenossen). „Lieb gehcbten süne, heil und bäpstlichen segen. Als der helig bäpstlich stuol in sinen glücklichen und guoten zuofclligen dingen große zicrde uß üwer vereinnng und guotwillikcit hat empfangen, also ouch, ob etwas zwifcls, sorgen oder schädlichs jenen sich eröugt, von stund an keret er sine ougen zuo üwer trüw und macht und vertruwet üwer unüberwintlichen nation festen und getrüwen hilf und bpstand. Dise urteil und achtuug habend unser oorfarendeu römschcu bischoff von üch gehebt, deren eer und wirden üwer stärke allzit bygestanden ist und nie hat gebrosten. Das habend ouch wir bisher allwcg getan und werdends fürhin tuon, nngezwiflet, es sye des Helgen stuols ere ze suochen, darzuo üwer flis und gnotwillikeit, oder sin heil und fryheit ze behalten, daß üwer macht und stärke zuo allen unseren zuofällen schnell bereit sin wcrdind. Hicrnmb, als jetznndan die ursach der zit erforderet, daß der helig römisch stuol siner ecren und beschirmung Halb ein große zal(von) üweren fnoßkncchten bedarf, habend wir bcfolhen dem cerwirdigen unserem brnoder und botten Antonio Puccio, luschofen zu Pistorio, daß er üch fürwende unseren willen und ganze ursach und nach unser büntnis und zesamen- vercinung von üch erfordere so vil knechten, als wir bedörftind, als ouch wir üwer andacht und liebe ermanend in dein Herren und erfordcrend in vätterlichcr begirdc, daß ir in der fach nit allein üwer trüw und liebe uns vcrlichen, sunder in zuorüsten, beschribcn und zuo schicke» die knecht, die danu von üch begert werdend, üweren fliß, schnelle und üebung dartuon ivelleitd, dardurch aller mcnglich verstände das hoch klar Ivb üwer unüberwintlichen nation, die da allzit in bchüetung und schirm der wirdikcit des Helgen stuols ist erschinen, jetz allermeist gesehen wcrd, scmlich glory und eer ze behalten ufgericht niid bewegt sin, wie dann unser obgemelter bott mit üwer lieb in unserem namen iviter anzöugen wirt und handlen, denn ir volkomen glauben geben werdend." St. A. Lucern: A. Papsl (Bon deili Legaten besiegeltes Blatt ohne Adresse). St. A. Bern: A. Schweiz. Kriegszüge II. Das lateinische Original scheint verloren zn sein. 3) 1521, II. Februar (Montag nach der Pfaffen-Fastnacht). Zürich an Lucern (dcßglcichen an die andern Orte). Der Bischof von Pistoria habe angezeigt, daß ihm von Seiner Heiligkeit ein Breve zugekommen, worin der Papst begehre, daß die kürzlich gemäß der Vereinung zugesagten Knechte bewilligt, deßhalb ein Tag in Zürich gehalten, und die Botschaften mit Vollmacht versehen werden, damit kein weiterer Verzug eintrete, ze. Kraft des letzten bezüglichen Abschieds habe man nun einen Tag nach Zürich bestimmt auf Donstag nach der alten Fastnacht (21. Febr.), welchen Lucern besuchen möge, ze. St. A. Lucem: Missiven. K. A. Basel: A. MailälideUriege. 4) 1521,11. Februar, Zürich. Anton Pucei, Legat de Latere, an Luccrn. Mit Bezugnahme auf das Ausschreiben Zürichs betreffend die päpstliche Werbung bitte er um unverzügliche Abordnung der Botschaft zu dem bezeichneten Tage, da er Befehl habe, die ihm bereits vorläufig bewilligten Knechte nach Italien zu führen, ze. Mittheilung einer Copie des letzten päpstlichen Brcve's an sämmtliche Eidgenossen, das auf dem nächsten Tage originaliter vorgelegt werde. St. A. Lucern: A. Papst (lat.). 5) !521, 13. Februar, Zürich. Anton Pmci an Luccrn. Seit dem letzten Schreiben sei ihm eine neue „Post" zugegangen, worin der Papst auf Vollziehung des im letzten Abschied von Zürich erlangten Versprechens dringe. Damit Ulan dessen guten Willen für die Eidgenossen desto mehr erkenne, schicke er alle schuldigen Pensionen für dieses Jahr, die durch die Kaufleute Welser von Augsburg in Bern bezahlt werden sollen. Guillclmus Falconus werde hier bleiben, um die Zahlungen auszurichten. Hienach begehre er (der Legat), daß Luccrn keine Versäumniß und daraus erwachsenden Schaden verursache, ze. St.«. Luk-m: A. Paps, (tat.). 6) 1521, 26.'Februar, Zürich. Die cidg. Boten an den Papst: Entschuldigung daß die im December von dem Legaten Pucei begehrte Werbung noch nicht bestimmt zugesagt worden, indem einige Boten noch nicht instruirt gewesen; am 5. März werde jedoch ein definitiver Entschluß erfolgen, ?c. St. A. Mich: Missw-n. 7) Schreiben an Lautrec, d. d. 24. Februar: Er werde ohne Zweifel wissen, daß der Legat Anton Pucei kraft des Bundes mit dem Papste eine Anzahl Knechte verlangt habe „oontra guosänm Loolomas et Loäi axostolioao relmHes." Da man des freien Passes wegen mit ihm geredet, so habe er zwei von Lautrec unterzeichnete Briefe vorgewiesen, des Inhalts, daß er die eidgen. Knechte durch das mailändische Gebiet wolle ziehen lassen, zc. Dennoch bitte man ihn durch diesen Erpressen um eine schriftliche unvcrweilte Erklärung, ob März 1521, 11 die Knechte in seinem Gebiete freien Zugang und Ruckiv entsprechen könne. Zu n» und ii. Bezügliche Acten oder anderweitige Zu «». Vgl. Absch. 1519, 28. Oct. ä; 21. Nov. ei; ,'g finden werden, damit man dem Legaten desto bülder Lateinisches Concept in den Zürcher Missivcn. Aufzeichnungen haben sich nicht finden lassen. 1529, 2. Oct. o; 22. Oct. g'. 5. Winten. 1521, e. 4. März. 2-taatSarchi» Bern: Latein. Misstve», Bd. N, k. 372. Tag der Städte Bern und Frciburg mit dein Bischof von Lausanne, wegen der Märchen am Mnrtnersce und anderer Streitigkeiten. «. Es soll unter dem Siegel des Bischofs und der beiden Städte ein»Brief errichtet werden des Inhalts, daß alles, ivas bei der Aufrichtung eines Galgens bei dem Dorfe Faong durch die bischöflichen Amtleute und hernach bei dessen Beseitigung durch einige Personen von Marlen gehandelt worden, keiner Partei in der hän- gcnden Streitfrage irgend welchen Nachtheil bringen, sondern unbedingt der alte Zustand anerkannt werden solle. Wenn aber der Bischof sich damit nicht begnügen wollte, so wollen die beiden Städte ihn bei dem Herkömmlichen bleiben lassen und in dem Fall, daß er das Recht anriefe, ihm darin willfahren. ?». In Betreff der strittigen Märchen am Murtnersee und der von Seiten des Bischofs unternommenen Neuerungen ist vereinbart, daß beide Parteien oder deren Abgeordnete an Ort und Stelle zusammenkommen, die Kundschaften verhören und alsdann den früheren Zustand nach Billigkeit und gemäß dem früher verfaßten Abschied herstellen sollen. Das Original, die Abschrift des vermuthlich zunächst für den Bischof bestimmten Conceptes, trägt kein Datum, aber die Uebcrschrift „Abscheid-Lösau-Murtcn-beid Stctt", und steht zwischen Conccpten vom 5. und 11. März. Ob dasselbe vollständig ist, läßt sich nicht entscheiden, Indem das vorgesetzte Zeichen epjr vielleicht einer andern Aufzeichnung ruft. Zur Ergänzung ziehen wir folgende Acten bei: 1) 1529, 21. Dcccmbcr (Saint Thomas). Bern und Freiburg an den Bischof von Lausanne. Man nehme auf seine kürzlich eröffneten Wünsche betreffend den Marchcnstreit am Mnrtnersce gerne Rücksicht, soweit es möglich sei; um aber die beidseitigen ltnterthancn zu Ruhe und Frieden zu bringen und täglichen Reibungen vorzubeugen, könne man den gegenwärtigen Zustand nicht bleiben lassen, sondern habe beschlossen, die Gränzen festzusetzen, und dafür einen Tag an Ort und Stelle bestimmt auf Montag nach Reminiscerc (25. Febr. 1521), zu welchem der Bischof selbst erscheinen oder bevollmächtigte Gesandte schicken solle. Ein Schreiben vom 3. Dec. (lnncki aprvs 8k. ^ncleian) in gleicher Sache, mit Tagansetzung auf den 17. d. M., und Bezugnahme auf eine zu Bern getroffene Abrede, geht voraus. ^ K. A. zr-ibmg: Miss. Bd. vir w? v. 2) 1521, 8. Februar (Freitag vor Apolloniä). Bern an Frciburg. 1. Antwort auf dessen Schreiben betreffend die aufzurichtende March bei Marten. Nachdem man auch die Gesandtschast des Bischofs von Lausanne darüber gehört, bitte man Freiburg, seine Botschaft auf Freitag vor der alten Fastnacht (15. d.) zu rechter Rathszeit hieher zu verordnen mit Vollmacht zu gebührlicher Antwort an den Bischof. 2. Mitthcilnng der Antwort des Legalen Pucei betreffend das Gotteshaus Filliez (Filly). «. A. Fniburg: «. Bcm. 3) 1521, 16. Februar. Bern und Freiburg an den Bischof von Lausanne. Ansehung eines gütlichen Tages auf Montag nach Oculi (4. März), wegen der streitigen Märchen am Murtnersee. Gesuch um persönliches Erscheinen oder Abordnung eines Bevollmächtigten. Ei. A. B-m: LaMn. Miss. n. e. «so». 12 März 1521 4) 1521, 8. März (Freiing vor Lätare). Bern im Frciburg. Do die soeben zu Murte» getroffene Abrede mit dem Bischof von Lausanne wegen der Märchen am Mnrtnersee nur auf Heimbringen gestellt sei, die Sache aber einen baldigen Abschluß erheische, so erachte man für gut, daß die Parteien nochmals mit Vollmacht den „Stoß" besuchen, die Gewahrsamen der Muriner verhören und den Span gütlich vertragen; denn sofern der Bischof die March nicht aufrichten wolle, könne man ihn nicht nöthigen, werde dann jedoch das Aufwerfen der Grüben nicht mehr zulassen. Wenn das Freiburg gefalle, so möge es etwa auf drei Wochen nach Ostern einen Tag ausschreiben. K. A. Frciburg: A. Bcrn. 5) 1521, (??), Bern. Instruction für Venner Rudolf Baumgarter, (ans den Tag) wegen der Märchen am Mnrtnersee. Sa A. B-m: Mg. eidg. Absch. r. p. sog. Zu vergleichen ist Absch. 1520, 10. Sept. a, b. K. Zürich. 1521, 6. (bis 11.?) März (Mittwoch vor Lätare ff.). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede. S. 1. k»I. 121. Staatsarchiv Zürich: Abschiede. Bd. 8. kul. 7. (Ebenda: ^.schndische Abschiede-Sammlung, Bd. 5. Nr. 26. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, 17. i>. 268. Abscheide «ins ckuo. Landesarchiv Nidwalden. Kantonsarchiv Zng : Abschiede, Bd. 2. ziantonsarchiv Basel : Abschiede, f. 8. .^antonSarchiv Kreibnrg : Abschiede Bd. 87. KantonSarchiv Schaffhansen : Abschiede. Boten: Zürich. (Felix) Schmid, Bürgermeister; Junker Jacob Grebel; Jacob Holzhalb; Johannes Berger. Bern. Ludwig von Erlach; I. Rudolf Nägeli. Lucern. Werner von Meggen; Jacob Feer. Uri. Vogt (N.) Oechsli. Schwyz. Vogt (Heinrich) Reding. Unterwalden. Der Landschreiber; Hans Lussi, Seckelmeister. Zug. Vogt (Konrad) Bachmann. Glarus. Seckelmeister (Jost) Tschudi. Basel. Hans Gallician; Anton Dichtler. Freiburg. Jakob Helbling (Seckelmeister); Jacob Gruyere, Spitalineister^). Solothurn. Schultheiß (Hans) Stölln Schaffhausen. Johannes Ziegler, Bürgermeister. Appenzell. Ammann (Ulrich) Eisenhut. t». Bern verlangt Antwort auf den vorigen Abschied betreffend Aarau. Da niemand hierüber Befehl gehabt und die Sache bisher immer angestanden ist, so wird erkannt, es sollen die Boten, die jetzt (auf Lätare) nach Basel gehen, in aller Eidgenossen Namen die von Basel bitten, in der Sache gütlich nachzugeben. I». Der Vogt von Neuenburg berichtet, daß die 1000 Gulden, mit denen man die 200 Franken habe ablösen wollen, noch nicht erlegt seien; er habe nun eine Abschrift des Briefes gefunden, ivie die 200 Franken an die Herrschaft Neuenbürg gekommen, und deshalb Bericht gegeben, damit die Eidgenossen sich darnach richten können. Erkannt, es soll jedes Ort seinen Boten auf die Jahrrechnung zu Neuenburg darüber instrniren; auch soll Freiburg die bei seinen Händen liegende Abschrift ins Deutsche übersetzen lassen und (dessen Bote) solche auf die Jahrrechnung mitbringen. « . I. Nachdem der päpstliche Legat, Antonius Pucceus, Bischof zu Pistoria, ans dem nächstvorigen Tag 6000 Knechte begehrt und dabei- verheißen hatte, daß dieselben gegen niemand gebraucht werden sollen, der mit den Eidgenossen im Bündniß stehe, sondern einzig gegen diejenigen, die dem päpstlichen Stuhle verwandt, aber ungehorsam seien, und daß, wenn die .Knechte anders gebraucht werden sollten, die Hauptleute die Befngniß hätten, sie wieder nach Hause zu führen; da auch von dem König von Frankreich bewilligt worden ist, daß diese Knechte freien Durchpaß durch das Herzogthuzn Mailand, zu Wasser und zu Land, hin und zurück haben sollen; da ferner die auf hl. Dreikönigen (6. Januar) verfallene Pension zur Hälfte auf Mitte Mai, und zur Hälfte bis Ende Juni auszubezahlen versprochen, und endlich verabredet worden, auf diesem Tage mit Vollmacht wieder zu *) Das Freibnrger Nathsbuch nennt nur den letztern. März 1521, 13 erscheinen, so hat man jetzt beschlossen,- 11 den Legaten (nochmals) zn fragen, ob er nicht noch mehr Knechte haben möchte; 2) wie er gute nnd erfahrene Kriegsleute halten wolle, die nicht nm Sold dienen, aber den Zug gerne mitmachen würden; 3) wie er die Büchsenschüssen „bedenken" wolle? II. Antwort des Legaten: (1) Was er früher der Knechte halb, gegen wen und wie sie gebraucht würden, ferner in Betreff des Passes, der Pension nnd der Erlegung der Wechsel nnd Quittungen zugesagt, dabei habe es sein Verbleiben; aber er besitze keine Vollmacht, und wenn er selbst es auch gerne thäte, mehr Knechte anzunehmen als 6000; würden deren mehr geschickt, so könnte er sie nicht bezahlen, woraus nur Unwille gegen den Papst entstünde, (2) In Betreff der angebotenen Ehrenlente würde er sich mit den Hauptlentcn berathen; doch setze er voraus, daß darin Maß gehalten werde. (3) Der Büchscnschützen halb wolle er thnn, was bei uns und anderen Herren, denen sie schon gedient, Brauch sei. III. (1) Daraus hat man sich mit seinen Zusagen zufrieden gestellt, besonders da Jacob Helbling (von Freiburg) für die Wechsel gut gesprochen, und betreffend die Büchsenschützen festgesetzt, daß jeder 5 Gulden rheiu, per Monat erhalten solle. (2) Auch in Betreff der Zugewandten und Vogteieu ist der Legat bei seinen frühern Zusagen verblieben, nämlich fünf Hauptmannschafteu denselben zu lassen samt den Uebersölden, oder aber diese Stellen und Sölde den Eidgenossen zn geben, nämlich 110 Sölde, nnd dazu aus jedes Hundert die Uebersölde. Letzteres hat man angenommen; es sollen daher die Zugewandten und Vogteieu (je) unter dem Orte ziehen, das sie bevogtet, oder unter dem sie ziehen müssen, nnd unter ihnen selbst Rottmeister und andere (Amtleute) erwählen, die ihnen gefallen, die dann aus den Uebersölden bezahlt werden sollen, (3) Betreffend (den Ort) der Bezahlung, die Entschädigung für die Fähnlein, und (den Platz nnd Zeitpunct), wo man zusammenkommen wolle, hat der Legat sich anerboten, Zürich hier zu bezahlen; Bern, Freiburg und Solothurn in Freiburg; Lucern, Uri, Schwyz, Unterwaldcn, Zug und Basel zu Altorf; Glarus, Schaffhausen und Appenzell zu Chur; die Hauptleute sollen zu ihm kommen, dann werde er ihnen auf jeden Knecht 1 Krone geben bis an die obbe- nannten Plätze nnd daselbst den ganzen (ersten Monat-) Sold. Er wolle den Hauptleuten auch die Fähnlein bezahlen; es könne jedes (Ort?) Farbe oder Zeichen wählen nach seinem Gefallen; man möge nur anzeigen, wann »nd wo man sich vereinigen wolle, so könne er sich auch darnach richten, IV. Hierauf hat man erkannt, man wolle sich auf den Ostertag (31, März) zu Pavia versammeln und erst weiter ziehen, wenn alle beisammen seien; daher soll der erste Sold auf Mitte März angehen, der zweite am Ende des ersten Monats bezahlt werden, wo sich das Heer gerade befinde, und so fort nach Inhalt der Vereinung. Auch sollen die Hauptleute, Lieutenants, Venner und Knechte die vorgeschriebenen Ordonnanzen beschwören. Die Orte, welche Zugewandte oder Vogteieu haben, die mit ihnen ziehen müssen, sollen denselben die auferlegte Zahl anzeigen nebst den sie betreffenden Artikeln dieses Abschiedes. Endlich soll jedes Ort verbieten, daß Freiwillige mitziehen, da nur die Ausgezogenen besoldet würden, «t. Am letzten Tage dieser Tagleistnng ist ein kaiserliches Schreiben augelangt, worin das Begehren gestellt ist, daß auf Sonntag Quasimodo (7. April) die Eidgenossen ihre Boten auf des Kaisers Kosten in Zürich versammeln; dahin werde er auch einige Fürsten des Reiches und (andere) hochgestellte Personen senden, um zn verhandeln, was dem Reiche deutscher Nation und den Eidgenossen ersprießlich sei. Das ist heimzubringen, < » Jos Hösli von Glarus, als Hauptmann zn St. Gallen, hat den IV Orten Rechnung abgelegt. Nach Ab rcchnung seines Gehaltes, der Auslagen für ein (gemaltes) Fenster in die Gcmeindestnbe zu Wyl und des Trink- und Letzgeldes bleibt er jedem Ort schuldig 60 Gulden (1 Gl. zu 15 Eoustauzer Bayen), was er auch entrichtet hat, t. Da die von Rothweil eine Antwort auf ihr letztes Anbringen begehren, so wird ihnen gerathen, den Tag zu Rottenburg zu besuchen, und was ihnen dort begegne, wieder au die Eidgenossen zu bringen; doch sei es nicht nöthig, unsere Bundbriefe oder Abschriften davon Jemandem vorzuweisen. 14 März 1521. K. 1521, 11. März. Zürich. Die VIII Orte schreiben dem „Guilermo, Nmwstsrii distsroisnsis ^.bbati", der Abt und Convent von Wettingen haben durch Gesandte vorbringen lassen, wie sie bisher nur 10 Gld. rh. jährlich haben entrichten müssen, jetzt aber 25 Gld. gefordert werdeil. Da nun das Kloster kürzlich durch Feuer zerstört und noch nicht aufgebaut, und zudem täglich init großen Ausgaben belastet sei, so begehre man hiemit, daß die neue Beschwerde abgestellt werde, u. s. w. St. A. Zürich: Missi»-» » Zn ». Hieher gehören folgende Acten: 1. Das von Lncern am 16. März erlassene Ausschreiben für die gegenwärtige Tagleistung: Unser stündlich willig dienst und was wir eeren, liebs und guots vermögent, allzit bereit znovor. Frommen fürsichtigen wisen stmders guot fründ und getrüwen lieben Eidgnossen, ir wüssent wie abermalen ein lang zit daher der aller cristenlichost küng von Frankrich ein Werbung gethan umb ein vereinung^, den ewigen friden, so wir gmein Eidgnossen mit im hievor gemacht und beschlossen, zuo bessern, bevestnen und bestäten; also ist uff hüt dato vor uns crschincn sincr k. Mt. potschaft, der edel großmächtig Herr von Lamet, uns erfordert uß bestich künglicher Mt. sins Herrn, gemeiner üwer Eidgnoschaft ei» tag zuo verkünden und beschriben in sinem kosten, nämlichen uf nächstkünftig Mittwuchen nach dem Ostertag in unser statt Lucern nachts an der herberg ze erschinen, dann je sin k. Mt. des gnädigen willens und Meinung spe, mit uns Eidgnossen, soferr wir dero mit zimlichen gebürlichen und eerlichen fachen begegnent, sins theils dhein Mangel sin werd, dann dz sölich fründtschaft und vereinung zuo lob, nutz, eeren und wolfart beschlossen und dienen soll beben partpen. Hieruf, so wir sin pitt April 1521, 19 zimlich achtend, und uns allen nutz und eer bringen mag, so ist an üch unser fründlich pitt und beger, ir wöllent obangezeigten tag besuochen mit üwer ersamen wiseu potschaft; dann wir andern üwern und unfern lieben Eid- gnossen glichermis verkündt habent, ungezwifelter Hoffnung, jederman werde den besuochen und helfen verhandle« das so unser gmeiner Eidgnoschaft erlich und nutzlich sin werd; diß wöllent von uns im aller besten verstau, als denen so gern allwegen üch und gmeiner Eidgnoschaft zuo gnotem handlen, das sich mit gott und eeren wol (mag) verantwurten. Datum Sambstags vor Indien (16. Marz) Anno -c. rrj. St. A. Zürich: Tschudische Documenten-Sammlung Bd. VIII, Nr. 32. — K. A. Freiburg: A. Lucern. 2. Vortrag des französischen Boten, Herrn von Lamet, gegeben zu Lucern am S.April 1521. „Großmächtigen wisen Herren, ir müssend wie dann der aller cristenlichist Küng von Frankrich, min Herr, vergangner jaren mit üch Eidgnossen in merklicher unrnow und zwitracht gestanden, darzuo etlich ursach geben, die vermeldtem minem Herr Küng und üch Eidgnossen nit holder gewesen sind, uß welchem fiirneinen beden teilen vil Übels und unruowen erwachsen, daruf die selben gestift, und sich wol habend mögen freuen, dann sy, als zuo besorgen, heimlich erbfycnd sind beden partyen. Sa nun der allmächtig ein benücgen (gchebt), und sölich krieg und mißhäll von uns hat wellen abwenden, ist man des ersten zno Jens bekamen mit etlichen Orten, und da von einem seiden und vercinung gcrcdt, dcrsclb aber nit allen Eidgnossen gemeinlich angnem gewesen, nild so der cristenlichist Küng sölichs vermerkt, damit ir gmeinlich, niemand gesündert, einen andern ewigen seiden und abrednis zuo Friburg beschlossen, in Hoffnung und guoter zuoversicht, er wurde zuo siner zit mit einer nachgenden ver- einung und fründschaft, zuo bestäten den selben ewigen friden, sich nächern, und darumb von dem friden, vereinnng und abrednng zuo Jens gestanden, damit ir gmein Eidgnossen by einandern unzerteilt blibent. So nun sin k. Mt. bißher zuo vil malen durch sin erlich potschaft Werbung than, als ir deß guot wüssen tragend, hat also abermaleu sin k. Mt. mich harus zuo üwer großmächtig wisheit gesendt, üwer Eidgnossen von Luceru zuo bittend, üch gmeinen Eidgnossen ein tagsatznng zuo thuo», siner Mt. fürnemen in sölichcm Handel zuo verneinen. Dann min Herr der cristenlichist Küng begert nit anders mit üch zuo machen dann ein erlich ufrcchte pündtnis und vereinung, so beden partyen erlich und nutzlich, zuo beHaltung und gegenwer der Personen, landen, listen und Herrlichkeit, so der Küng und ir setz besitzend und inhaltend, hie diset und ennet dem gebirg, und gegen aller mänklichem, niemand usgenomen, guoter Hoffnung, üch werde sölich fründschaft und vercinung gefallen, und dheins wegs usschlahen. So hat ouch sin k. Mt. in guoter gedächtnis und wüssen, daß diewil sine Voreltern mit üch Herren den Eidgnossen guot fründschaft und vereinung gehebt hat, sind bed teil in guotein friden und ruowen gestanden, und sich an lib, eer und guot geufnet; so aber die durch die widerwärtigen zertrennt worden, gar vil unruowen, müeg, kost und arbeit erstanden; hierumb sin k. Mt., wiewot die setz in keiner fyendschaft stat, ouch sich nit verficht von dheinen cristenlichen fürsten geängstet werden, hat im (sy?) doch sölich fründschaft und einung setz in rüewiger zit wellen suochen und dero nachwerbcu und nit thuon als etlich, so üch suochend und üwer begercnd, so sy üwer notdürftig. Darumb, großmächtige Herren, min Herren den Küng bedunken will, wann alle ding wol bestacht und ermessen werden, ir herreu die Eidgnossen söllend sin begertc fründschaft und vereinung, die üch und den üwern zu vorteil mer dann im dienet, nit usschlahen noch verachten, dann ir sclbs müssend, daß sine und üwere land einandern gelegen und anstößig sind, darumb ir (wir?) einander gar stecht und bas mit lib und guot beholfen sin mögend dann die, so üch ferr und wit gelegen sind. Es Hand auch ir bed partyen dhcin gschäft noch ansprachen, dadurch ir lichtlich von sölicher vereinung und fründschaft mögend triben werden, sunder mit allem glücksal und eeren beliben. Und zuo bewärung der guoten stündlichen und gnädigen Meinung hat der Küng mir befolchen üch zu sagen, so ferr und üch das gfallen will, so sige sin k. Mt. deß ^uo friden, bis uf die inj oder uj»> knecht in sin besoldung zuo nemen und die erlich zuo halten, daß jederman wol zuofridcn ist; die selben will er leggen in sin künigrich oder in das herzogthumb Meiland, so bald die vereinung gemacht und beschlossen wirt. St. A. Zürich: Absch. Bd. S. kol. 22. — St.«.Bern: Absch. I. p. 208-70. A. Franknich I. — K. A. Basel: Abschiede tot. WS (o-rs-tztj. K. A. Freiburg: Absch. Bd. S6. — K. A. S-lothurn: Absch. Bd. X. 3. Antworten auf den französischen Vortrag: Zürich bemerkt, man habe einen ewigen Frieden mit Frankreich, desgleichen eine Erbeinung mit Oesterreich, die es halten will, und findet es nicht nöthig, jetzt noch andere Bündnisse zu machen. Bern ist geneigt, unter den abgeredete» Vorbehalten die Anträge des Königs 20 April 1521 anzuhören. Uri hat nur Vollmacht „zu losen". Schwyz bleibt bei seiner früheren Antwort, nämlich dieses Bündniß abzuschlagen, wozu es auch etliche andere Orte ermahnt habe. Unterwalde», Zng, Glarus, Basel, Freiburg, Solothurn wollen nur anhören, ebenso Schaffhausen, Appenzell, der Herr (Abt) von St. Gallen; die Stadt St. Gallen will thun, zn was sich ihre sechs verbündeten Orte entschließen. Wallis und Mühlhausen wollen dem Mehrtheil der Eidgenossen anhangen. Lucern „will auch losen." Beilag- des Zürcher Abschieds. — St. A. Bern: Abschiede r. l>. L7l—2. — K. A. Lasel: Abschiede kol. lk. — Kantonsarchiv Freiburg: Abschiede Vd. 50. — Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede Bd. X. 4) Artikel und abredung zwüschen dem aller kristenlichisten Küng von Frankrich und den Herren gemeiner Eidgnoschaft, zuo volziehung einer vereinung zwüschen vermeltem Herren Küng und den Herren der Eidgnoschaft^). Des ersten, so soll ein pündniß und einung gemacht werden zwüschen k. Majestet und uns Eidgnossen zu unser beder partyen beschirmung und ufenthalt landen, lüten, stats, ertrichs und underthanen, so jeder teil jetz inhalt hiedisct und ennet dem gebirg, gegen und wider alle die, so uns hieran beschweren wellten, oder nnrechtlichcn gewaltige» und trengen, doch vorbehalten alle die, mit denen wir hievor in pündtnis, einung, burgrechten oder landrechten sind. Wo aber dmeder party vorbehaltnen einichen diser beder teilen beschädigen oder überziehen wellten, so sol nit destminder e)n party der andern die hilf, so hernach begriffen ist, thuon und bewisen, und soll sölich pündtnis wären des Klings leben lang und fünf ^) jar darnach, oder rxv jar lang^). Zuni andern, so dick und vil der vermelt Herr Küng unser knechten notdürftig zu schirm sins küngrichs landen, ertrich und Herrschaften hiedisct und enet dem gebirg, so er jetz iiihat, daß er möge dieselben, so vil und in guot bedunkt, doch dieselben nit uncrfordert, anncmcn und honptlüt erwelen^). Die selben hoptlüt und knecht füllend die Herren die Eidgnossen schuldig sin, vermeltem Herren Küng in sinen dienst zukommen (ze) lassen, welche im gern dienen wellend, nngends und on allen verzug und entschuldigung, so sy der ersten tagleistung erfordert werden^), vorbehalten daß die selben Herren die Eidgnossen in irem land mit eignen kriegen nit beladen siend. Es füllend ouch die selben honptlüt und knecht in dienst des Küngs bliben unwiderruostich bis zno end des kriegs, oder nach gfallen vermelts Herren Küngs, und füllend die selben hoptlüt und knecht in des Küngs kosten und sold enthalten werden. Ob aber in sölicher zit den Eidgnossen krieg zuostüendent in ir landen, so mögend sy gwalt haben, die iren widerumb zuo berüefcn und abzuwenden ^), doch daß harin dhein gfärd geprucht werd, vorbehalten ouch, ob einem knecht oder mer begegnete, daß er von ufrechter und ehaftiger not (wegen) nit dienen möcht, so sol der und die iren monat uß dienen und demnach mit urloub des küngs oder siner anwälten b) heim ziehen. Zum dritte», ob sin k. M. in eigner person sich an etlich ort verstiege» wellt, daß er glicher wys in sinem sold und kosten honptlüt und knecht in einer zal, als im das gfallen will, doch minder nit dann vjw, nemen mög, und die hoptlüt sol er nemen von jetlichem Ort?). Er sol ouch sölich knecht und hoptlüt nit von einander teilen, sunder by einander lassen, so er einer schlacht oder der vyenden wartend ist, er well sy dann in garnison legge», soll sich ouch dcro behelfen und sölich knecht pruchen uf dem ertrich unb nit uf dem meer^). st Der nächstfolgende Entwurf trägt die Ueberschrift: „Dis ist die änderung der artiklen der vereinung jetz zuo Lucern abgeredt nf dem tag vor Cantate Anno ?c. rrj° zwüschen dem Küng von Frankrich und den Herren den Eidgnossen." Die Abweichungen werden der Kurze und Nebersichtlichkeit wegeu als Variante« uotirt. st Dry. - st Dry rmd zwanzig jar die nächst künftigen. 8) Einschiebnug: Doch daß dieselben honptlüt fromm erlich lüt sygent, und in jedem Ort, (Zusatz des Lncerner Erem- plars: sinen Herren, sampt) den ewigen Pundtgnossen, nämlich von Wallis, von de» dryen Püuden, (dem) Herren von Sant Galleu, Statt St. Gallen, Statt Mülhusen, Rotwil und Biel, und den knechten, so dem Küng dienent, gefellig und angenem. So solle ouch der Küng nit über rvj»> knecht und nit minder dann vj»> ane unter gefallen der Eidgnossen aunemen. st Einschiebuug: oder der nächsten zechen tagen darnach. ist abzefordren, ane allen Verzug. — st Einschiebung: oder der houptlüten. ^1 Zusatz' Die Aufzählung der oben genannten ewige» Bundesgenossen, — „usgesetzt wider die vorbehaltnen, wie dann das vor und nach dise vereinnng zugibt." st Zusatz: Doch mag er si brucheu an welchen orten er will, da er getruwet sinen syend zuo schedigen, soserr er vor angriffen und Uberzogen wurd. April 1521 21 Zum Vierden, zuo schirm und Handhabung der landen, crlrich und Herrschaften der Herren der Eid- gnossen, ob jemand die bcschedigte, sol genanter Herr küng, wann er erfordert wird, in söllichcm krieg hilf thun, so lang der wäret, mit ij-> glenen, rij stuck büchseu, der sollend vj sin groß und vj mittel»), und das alles in sinem kosten, er habe in sinem küngkrich und landen krieg oder nit, und darzuo, diewil söllicher krieg wäret, all viertel jar den Eidgnossen nßrichtcn und bezalcn zuo Lion rrvm krönen stund ob die Herren Eidgnosscn die ij° glenen nit begerten, oder die erforderten, so sol nit destermindcr der Küng den Eidgnossen für dieselben all vierteil jars und so lang der krieg wäret, ijm krönen geben und bezalen an den orten und enden wie oblnt.st Zum fünften, damit und der knechten halb mit ir besoldung in künftigem kein irrung werd, so ist also abgeredt, daß die bezalung eins jctlichen monats und für jctlichen knecht sölli sin fünfthalbcr rinscher gülden, ald sovil als die gelten. Es sol ouch söliche bezalung der knechten ansahen uff den tag, so ft) von irn hüscrn ziehend' und daby, wann der vermelt Küng sölich hoptlüt und knecht annimpt, so sol er s>) behalten oder bezalcn für dry monat, ob er sy glich wol nit so lang brachen wellt, und ob er die lenger behalten (wellt) dann die dry monat, so soll er sy von monat ze monat bezalen, so lang sy dicncnt, und bis sy wider in ir land kamen mögend, wie das durch siner k. M. vorfarcn ouch gebracht ist. Deßglich so sollend die hoptlüt, lütiner, vennrich, weibcl und ander nmptlüt besoldet iverden, wie das vergangner zit onch gwonlich gsin ist. ES ist ouch beredt, wann der Küng sölich hoptlüt und knecht laßt anneinen, so soll er inen den ersten monat sold in der Eidgnoschaft geben, und die andern monat an orten und enden, do das komlich ist, und nach gelegcnheit der fach. Zum sechsten so ist harin beredt, ob die Herren von Eidgnossen durch krieg, so inen zuostüendcnt, »langet an salz gmnnnind und inen des; feiler kons abgschlagcn ivurd, so sölle der Küng inen salz zuokomen lassen, und nmb ein zimlichen Pfennig, als andern, die salz kaufend, und des gnuog. Zum sibendcn, so ist beredt, ob dwcderer teil, der Küng oder wir Eidgnosscn, zuo krieg und vyendschaft käinend, so sölle doch dwcderer teil mit sine» vyenden dhcin frideil noch bestand machen nn'gewarnct des anderen teils, sunders den ouch in sölichem friden und bstand, ob er das begert, als sich selbs vergrifen und beschliessen; ob aber einichcr teil dem friden und bstand nit statt thuon oder geläben, mag doch der ander teil nit destminder mit sölichem friden und bstand fürfaren. Zum achtenden, so ist abgeredt, daß der Küng hinfür dhein underthonen der Eidgnosscn in sincn schirm ncmen, und Hinwider so füllend die Herren die Eidgnosscn dheinen des Küngs underthanen in schirm, burgkrecht oder landtrecht nemen. Es sol onch dwederer teil dem andern sine widerwärtigen und banditen nit schirmen und enthalten, sunder jeder teil dieselben uß sinen landen thnon und vertriben, nach lut und sag des fridcns. Zum nünden, damit und die Herren die Eidgnosscn den gnädigen guotcn willen des Küngs spürend, so will sin k. M. järlichcn und jctlichem Ort üst^r die ift" franken Pension noch geben und usrichten tuseild franken, die selben füllend inen bezalt werden an dem end und uf das zil, so man inen die andern ij"> franken onch bezalt; darby so will er geben den Zuogwandten sampt denen von den dryen Pünden und denen von Wallis zuo mernng irer pensioil, so sy bißhar gehept, noch halb als vil, und sollich Pension wären als lang als die vereinung. Zum zeh enden, so sol dwederer Party, es sye von der k. M. noch von den Herren den Eidgnossen, durch obgcschriben artikel nit verstanden werden, daß darmnb der tractat des fridens und ewigen fründschaft, so sy mit einander habent, in cinich weg gehindert oder verletzt werden sölli, snndcrs durch sölichs bcstätt, gevejtnet und gemeret. Der aller cristenlichist Küng behalt in sölicher pündtnis und einung vor unser» heiligen vatter den Bnpst, den heiligen Stuol zuo Rom, den Küng von Engeland, den Küng von Schotten, den Küng von Naverra ^»), den Küng von Dannemnark, den Herzog von Savoy, den Herzog von Lutringen, die Herzogen von Gellren, Limburg, Holjten, Mechelburg i»), den Marggrafen von Brandenburg, den Herzog und Herrschaft von Florenz, das Hus von Medicis, den Herzog von Fcrraria, den Margrafcn von Montferrat, den Margraf von Mantua i»), und alle V) Zusatz: mit bulversteinen und büchsemncistern und allem dem so darzuo gehört. st—st Dieser Satz fehlt im Lucer ner Eremplar, das übrigens vollkommen gleich lautet. "l, ^), fehle»- 22 April 1521 die mit im in pündnis verwandt sind, doch in sölichcr gstalt, wann die Herren die Eidgnossen die selben bekriegen wellten; ob aber dieselben, so also durch sin Maj, vorbehalten, wellten die Herren die Eidgnossen beschweren an ir lib, guot, landen, Herrschaften oder lüten, so soll der vermelt Herr Küng inen die hilf ze thnon schuldig sin, wie vor gcschriben stat. Glicher wys und Hinwider so behaltend die Herren die Eidgnossen vor unfern Heilgen votier den Bapsi, den Heilgen Stuol zuo Rom ^), das heilig römisch Rick), den Herzogen von Savop, das Hus Hsterrich und vorus unser geschworen pündt, ouch alle die mit uns in pündtnis oder mit burgkrechten oder landtrcchten verwandt sind 15), mit glichen gelungen, wann der Küng mit den selben wellte kriegen und sy angrifen; ob aber die selben vorbehaltncn den Küng bekriegen in sinen landen, die er ^) inhalt hie diset und ennet dem gebürg, alsdann füllend die Herren die Eidgnossen die obgeschribncn hilf ouch ze thuondc schuldig sin. Dic„Artikel" finden sich im St. A. Bern (Abscheide sins ckato), in den gewöhnlich citirten Zürcher, Berner, Basler und Solothnrner Abschieden, die „Aenderung" im Staatsarchiv Zürich (A. Frankreich), sodann in der Baslcr, Freiburger, Solothnrner und Schaffhauser Abschicdsammlung. Freibnrg hat auch einen (in Lncern gefertigten) Auszug derselben, der zwar den gleichen Titel trägt, aber nur die abgeänderten Bestimmungen enthält. Mehrfach findet sich Art. Ic des obigen Abschieds an den Schluß der „Artikel" gestellt. lieber die früher behandelten Projecte sind zu vergleichen in A. Absch. Sammlung III, 2, Nr. 624, 631, besonders 810 t, 814 i, 818 c>, 827 ck, 845 o. Bei den „Acten Frankreich" des Luccrncr Staatsarchivs liegt eine Sammlung von Entwürfen, die theilweise bis auf c. 1507—12 zurückgehen, aber von R. Cysnt willkürlich als Projecte 1—8 für das Bündniß von 1521 numcrirt sind. Da diese Stücke selbst wie gewöhnlich keine authentische Daten tragen und die Korrespondenzen über diese Verhandlungen durchaus keine Aufschlüsse bieten, so fügen wir als Ergänzung des Projcctes von Ende April 1520 (Absch. III, 2, S. 1232—33) noch folgende Notizen und Entwürfe bei. I. Zum Schlußsatz des Eingangs: „des gcmelten Herren Klings leben lang und fünf jar darnach." Zu Art.. 1) die Einschaltung: „welche im gern dienen wöllen", und Zusatz: „Es söllent ouch die selben hoptlüt und knächt in dienst des Klings blibcn nnwiderruoflich bis zuo end des kricgs oder nach gfallen vermelts Herrn Klings, und füllend die selben hoptlüt und knächt in des Klings kosten und sold enthalten werden. (Folgt eine andere Hand). Ob aber in sölcher zpt den Eidgnossen krieg zuostiiende in iren landen, so mögen sy gwalt haben, die iren widcrum ze beriiefen und abzcfordern, doch dz harin dhein gefärd gebracht werd, vorbehalten ouch, ob einem knecht oder mer begegnete, daß er von nfrechter und ehaftiger not nit dienen möcht, so soll der und die iren manot usdicnen und dem nach mit urloub des Klings oder siner anwälten heim ziechen. Zu Art. 3), Mitte, den Zusatz am Rande, von späterer Hand: „so er einer flacht oder der spenden wartend ist, und er wöll sy dann in garnison leggen." Zu Art. 4), Schluß, die Aenderung: „und mit den reisigen (bis) nf ist glenen." Zu Art. 5), erster Satz, den Zusatz: „old so vil als die (4>/2 Gl. rh.) gelten"; — — zum Schluß den Zusatz: „und die andern manot an orten und enden, do dz kommlich ist, und nach gelegenheit der fach." Zu Art. 6), Schluß, den Zusatz) „als andern die salz konfent, und deß gnuog." Zu Art. 7), Schluß, den Zusatz (von anderer Hand): „Ob aber einicher teil dem friden und bestand nit statt thnon oder ghälen, (so) mag doch der ander teil nit desterminder mit solchem friden und bestand fürfaren." Zu Art. 8), Schluß, Zusatz (von anderer Hand): „nach lut und sag des fridens." Zu Art. 9), nach Zugewandten, Zusatz (von anderer Hand): „sampt denen von den drpen Pünden und denen von Wallis." Einschiebung: Die Herrschaft von Florenz und das hus von Medicis. Znsatz: nämlichen den Herzogen von Wirtenberg, den Grafen von Aronen und den Herrn (bischof) von Loden. n) Einschiebung: setz. — Zu —>v). Das Luccrncr Exemplar hat nur den Anfangssatz dieses Artikels, fügt dagegen aus einem Zeddel die nähere Bestimmung der für die Zugewandten verheißenen Pensionen bei, übereinstimmend mit dem definitiven Vertrag. April 1521. 2? Als Art, 10) fügt der hier benutzte Entwurf bei, von französischer Hand: „Itsm, sn tgisgnt Igelits glliguos, Iv liov Skru tsnu Knitter st äsuusr (?) gusäits ssiZiisurs äss I.i^lios lös lisux äs Ngnäris st Rglorno, kt si Igäits glliguos no ss kssoit, obgouns ässäitss pgrtiss äsmsursrg sn son äroit", und die Uebcrsetzung: „So ist beredt und abgescheiden, Mändris und Baierna halb, so ferr und wir Eidgnossen mit k. Mt, von Frankrich vereinung machent, so soll und -voll er uns Eidgnossen die genannten beb platz anc witer recht- fertigung nachlassen und uns darum quittieren; wo aber solich vereinung nit gemacht, so solle hieran mit sin, sunders jcdcrm teil sin recht vorbehalten." (Bgl, Absch, III, 2, Nr. 827 ci). Art. 11) ist anders ausgeführt: „Der kristenlichost Kling behalt in solcher piindtnus und einung vor N., doch in solcher gstalt, wann die Herren die Eidgnossen die selben bekriege» wollen; ob aber dieselben, so also durch sin Mt. vorbehalten, wölkten die Herren die Eidgnossen beswären an ir lib, guot, landen, Herrschaften oder litten," so soll der vermelt Herr Küng inen die hilf ze thuon schuldig sin, wie vor gcschriben stat. GlychcrwyS und Hinwider so behalten die Herren die Eidgnossen vor N. (Zusatz der mehrfach erwähnten zweiten Hand: „unfern h. v. den Bapst, den h. Stuol, das h. römisch Rpch, den Herzogen von Savoy, das hus Ocsterrych, und vorus unser gesworcn pündt, ouch alle die mit uns in püntnis oder mit burgrechten old landrechtcn verwandt sind"), mit glichen gedingen, wann der Küng mit denselben wölte kriegen und si angrifcn; ab aber dieselben vorbehaltnen den Küng bekriegen in sinen landen, die er inhalt hie diset und ennet dem gcpirg, alsdann söllent die Herren die Eidgnossen die obgcschrilmen hilf ouch zcthuonde schuldig sin." Ein Theil dieser Acnderungen ist offenbar in dem vorausgeschickten Project bereits aufgenommen. II. Französischer Vorschlag von unbekanntem Datum: 8srg tgiots li^us, glliguos st oouksäsrgtion sntrs Is Ilov trssolirsstisn, sss suoossssurs Ilovs st Ig. vouronns äs IZ'ranos st mossisurs äss Inguios äkkkonsiv(s) äs leurs sstgt?:, pars, ksrrss, ssigusurio» st suliAstz! «juilr. tionnont äs prsssut tunk äsog quo äslg Iss msns, snvsrs kons et oontrs tous, saus nul sxosptsr, st äuroru ioslls iiqmo st oonlsäsrgtion lg vis äuäit ssiAnsur st äix uns gprss. (1.) „Itsm toutss st qugutsstvm quo Isäit ssiZusur uuru gtkairs äs Isurs Asus pour Ig ästksucs äs sss roz'gums, pgxs, tsrrss st ssi^nsuriss tgnt äsog quo äslg Iss mons, sn ponriu rsoouvrsr tgnt quo lxni luz- ssmlzlsrg, toutoskoi?. sn Iss äomgnägnt, et olroisirg Iss ogpitginss, Issqusls ogpitginss et oompuignons iosulx «siAneurs äss lliguvs ssront tsnu?: Igisssr gllsr gu ssrvioe äuäit ssiAnsur, touts äemsurs kt exousgtions osssgns, pourvsu cjuil/ nuvont propre Ausrrs sn Isurs puvs, et iosulx ogpitginss st oompgiAnons pourrg tsnir sn son ssrvios, nonobstgnt qusloonque rsvoogtion, susquss g lin äs zzuerrs ou bon plgisir äuäit «eignem'. Ilt ssront iosulx ogpitginss et oompaignons glg souläs äuäit ssiMisur. (2.) „Itsm, si Isäit ssiZneur vsult gller sn psrsonne quolquo pgrt, pourrg g sg souläs prenärs äss ogpitginss et ooinpgiAnons ässäits ssiAnsurs äss InAuss tel nombro qus bon Iuv ssmblsrg, pourveu qnll ns los omplovv g oikenärs Iss ulllox ässäits ssi^nsurs äss Inguos. (3.) „Itsm qugrto, Issäits ssi^nsurs äss lnguos purov gprss ns prsnäront guoun subgv(ot) äu II«)' sn Isur protsotion, dourAsoisis ns vivils^s, et os quil? ont kgiot gu oontrgirs jusquss gprssent, rsvooqusront; pgrsillsinont ns rstirsront guouns sulzAkvt?: äuäit ssigneur lzgnni?:, ingis Iss oligsssront st insttront Iiors Isurs pgxs, st ssrg oontsnt Isäit ssi^nsur ss oläigsr äs inssinss. (4.) „Itsm Isäit soignour nsntsnä sox äspgrtir äu trgiots äs pgix st gmitis qnll g gvso iosulx äss lxi^uss sn os qul ns.ssrgit äero^gnt gu prsssnt, mgis iesluv oont'srmsr, oorrodorsr et guAmontor pgr os trgiots äs ligus, gllignos st oonlsäsrgtion." St. A. Lucer», a. ». O. III. Eidgenössischer Gegenvorschlag, ohne Datum. „Hier.nachfolgend die artikel zuo ufrichtung der vereinung zwüschen künglicher Mt. von Frankrich und gemeiner Eidgnoschaft, durch die verordneten uf disem tag unvergriffenlich und uf ein hindersich bringen jedes Herren und obern gesetzt." „Des ersten so soll der allerchristenlichost Küng von Frankrich uns gmeinen Eidgnossen zuo schirm, enthalt und hanthabung unser landen, litten, Herrlichkeiten, friheiten, libcn und güetern, wider alle die, so mit uns oder 24 April 1521, wir mit irren zuo krieg kommt, wer die sigcnt, oder worum sich solichs begeben wurd, so uns beschweren, bekriegen, überfallen, schädigen oder letzen wölkten, getrürve hilf und bystand bewisen mit einem reisigen züg bis nf fünf hundert glenen und einem erlichen gschütz, damit man zuo seid und ouch schloss und stett ze belägern gnuogsam bewart sye, nach gstalt und glegenheit der fach, das an uns stau soll und von länglicher Mt, nit abgeschlagen werden soll, in sinen eignen kosten, und darzuo sölle sin Mt,, damit wir unser krieg dester bas mögent beharren, all fronfasten, so lang wir kriegent, usrichten zuo Lyon drißig tnscnt krönen. (1.) „Zum andern, damit k. Mt. guotcr gnädiger will gespürt werd, so soll sin Mt. zuo den zrvcy tusend franken Pension, hievor in dem gemachten friden vergriffen und verheisscn, noch jedem Ort ein tusend franken färlicher Pension uß kraft diser vereinung järlichen nf dem zil und an dem end, da die andern zwei tusend bezalt werden, järlichen zuo geben pflichtig sin, des glich den verwandten, was sin Mt. denen nach irrhalt des fridens gegeben hat, sol sin Mt. noch järlichen bessern mit halb so vil, so sy vor gehept Hand. H2.) „Hin wider fällend wir Eidgnossen künklicher Mt., ob die hilf und bystand gmeiner Eidgnoschnft'begcrlc, sol man im die also bewisen, daß wir Eidgnossen siner Mt. unser kriecht in einer zal im nutzlich und uns ersieh, doch nit under sechs tusent, zuo schirm und Handhabung siner Mt. eignen landen, herschaften und ertrich, so er innhat Md besitzt, zuolonfen lassen, so ferr und wir onch mit eignen kriegen und gcschäftcn nit beladen sind, und der unfern entberen mögent. Es soll aber sin Mt. mit den unfern nit nnderstnn, frömdc lnnd zcgwünrrerr und erobern, und insunders die onch nit bruchen rvider die, mit denen, wir hievor in pündtnuS und vcreinnng sind, die wällten dann sin Mt. an iren innhabendcn landen beschweren oder übcrziechen. (3.) „Und damit die selben knächt ir besoldnng mögent müssen, so soll sin Mt. jedem knächt für ein mnnot sold geben und bezalen fünfthalben einsehen guldin, »nd soll die besoldnng, wann er solcher knächten begeri, by iren hüsren anfachen und bis wider zu iren hüsren wären, und wann onch sin k. Mt. die annimpt, so sol er inen schuldig sin, dry manot ze bezalen, er bruche si also lang oder nit, und ob er die lenger dann dry manoi behalten wnrd, so sol er si von manot zu manot bezalen, so lang sy diencnt, und wie obstat von huß und wider ze huß, wie solichs von siner Mt. vorfaren onch gebrucht ist. H4.) „Es fällend ouch die honptlüt, lütiner, fennrich, wcibel und ander amptlüt, wie vorhar brüchlich gsin ist, besoldet werden, und wenn er die knächt haben will, so soll man inen den ersten manot in einem gelegnen ort der Eidgnoschaft geben nnd dann dir andern zwen manot usserthalb der Eidgnoschaft an orten und an einem platz nach glegenheit und gstalt der kriegen, so je zuo ziten vor ougen, und wie dann sin k. Mt. nnd wir Eidgnossen mit einander» uns vereinen mögent oder deß rätig werden, nnd söllent (die) honptlüt genommen werden uß allen Orten, und darin niemant gesündcrt werden. (5.) „Es soll onch die vilgemelt k. Mt. sölich unser Eidgnoschaft knächt in besoldnng nit nnnemcn, ufwiglen noch hinweg frieren anders dann von einer Eidgnoschaft erfordert, nnd mit der selben gnotem gunst, müssen nnd willen. Wir Eidgnossen söllent onch siner Mt. zuo stirer nottnrft und gschäften nit die versagen, sunders zuokommen lassen, wir rvärent dann, wie obstat, mit eignen kriegen und gschäften beladen. (6.) „Item und wenn er die selben unser knächt also annimpt, soll er die »it von einandern teile», sunders by einander» blibcir lassen und die (nf) dem lnnd und crdrich, nnd nit nf das irrer bruchen und fertigen. (7.) „So dann, ob sich begäbe, daß gmeiner Eidgnoschaft mit jemant krieg znostücnde, dardnrch irren snlzes gebrestc, und deß feiler kons abgeschlagen wurde, so soll sin Mt. uns Eidgnossen meersalz znogan lassen wirb ein zirn- lichen bescheidnen Pfennig, damit ein Eidgnoschaft sölichs crliden nnd den Mangel und gepreßten vcrsechen und man gnuog haben mag. (8.) „Es soll ouch drvedrer teil, so er mit jemant zrro krieg und fyerrdschaft kumpt, mit sinen widerwärtigen frid noch bestand machen noch annerncn, er Hab dann den andern teil des gnnogsain gewarnot, und ob der selb teil des begert, in sölichem friden oder bestand als sich selbs beschließen »nd bewarcn. (9.) „Und zum leisten, so soll dise vcreinnng siner k. Mt. leben lang wären und den capitlen gegen Meiland, ouch dem friden zuo Fribnrg gemacht ganz »nd gar unschädlich nnd rmvergriffenlich sin, sunder die gcmettcn capitel und der friden, wie die abgcredt und verbrieft, mit allen pnnetcn und artiklen trülichen gehalten werden. HIV.) April 1521. 25 „Hie'by behalten wir Eidgnosse» uns vor unfern h. vatter den Bapst und sin Helgen stuol zuo Rom, das heilig römisch Rich, ouch alle die, mit denen wir hievor in pündtnus und vereinung stand, wie die genempl sind, wöllent wir hiemit all gelütert haben wie obstat." St. A. Luc-rn- A. Frank«>ch. Zu Vgl. Absch. 1520, 26. Juli d; 5. Sept. Schlußnotc; 2. Oct. ci; 22. Oct. I. Zu «». Vgl. Absch. 1519, 23. Oct. o; 1520, 30. Juni t. Zu xx. Vgl. Absch. 1520, 2. Oct. r; 6. Nov. i. Hieher gehört ein lateinisches Sendschreiben der eidgenössischen Boten an Octavius Maria Sforza, Bischof von Avelino oder Äodi, d. d. K.April, Luccrn: Anzeige wie man sich bei dem König für ihn verwendet habe, damit er wieder in seine Güter eingesetzt werde. Beilage des Lucerner Abschieds. 9. Aürich. 9. April f. (Dienstag nach O.nasimodo ff.) Staatsarchiv Lttcern: Allg. Abschiede, (Z. 1. lol. 180. Staatsarchiv !(iüricl): Abschiede, Bd. 8. toi. 27. (Ebenda: Tschudische Abschiede-Sammlung, Bd. 5. Nr. 28. Staatsarchiv Bern: Allgemeine cidg. Abschiede. toi. 278. Abscheide sine ^,ta. Kantonsarchiv Basel: Abschiede, lol. 19. KantonSarchiv Freiburg: Abschiede, Bd. 87. KantonSarchiv Dvlothnrn: Abschiede, Bd. X. KantonSarchiv Schaffhansen: Abschiebe. Bolenl Zürich. (Marx) Röist, Bürgermeister; (stNatthias) Wpß, Bürgermeister; Felix Grcbel; Jacob Grebel. Bern. Caspar von Mülinen, Ritter; Bartholomäus Map. Lucern. Jacob Feer, Spitalmeistcr, Vogt (Hans) Hng. Uri. Josna Beroldinger, Ritter; Ulrich Tnrlcr. Schwyz. Vogt (Gilg?) Nichmnth. Untcr- walden. Ammann (Arnold) Frnonz; (Hans?) Kretz, Ammann. Zug. Vogt (Heinrich) Zigcrli; Gölfchi Zhag. Glarns. Tschudi, Landschreiber. Basel. (Eucharius?) Holzach, Schultheiß; Caspar Koch. Freibnrg. Humbert von Perromnn; Ulrich Schncwlp. Solothnr». (Peter) Hcbolt, Schultheiß; Ursus Stark. Schaffhansen. (Hans) Ziegler, Burgermeister; Eberhard von Fnlach. Appenzell. Matthias Zydler, Landschreiber. t». Eine kaiserliche Gesandtschaft (Hugo, Fürstbischof zu Constanz; Heinrich, Herzog zu Mechelburg; Maximilian von Bergen, Herr zu Siebenbergen; Ritter Wolfgang von Hombnrg; Doctor Jacob Sturze! und Secretär Veit Suter) überreicht ihr Creditiv und ihre Instruction. Da man jedoch keine andere Vollmacht hat, als sie anzuhören, so hat man ^beschlossen, die vorgebrachten Artikel heimzubringen und einen andern Tag »ach Zürich angesetzt auf den Maiabend (39. April), t». Neben dieser Instruction zeigen die Gesandten an, daß der Kaiser auf Anrufen des Fürsten Matthäus, Cardinal von Sitten, gegen die Walliser die Acht und Aberacht erkannt und ausgesprochen habe, und begehren, die Eidgenossen möchten dem Rechten beistehen, um dem Cardinal wieder zu dem Seinigen zu verhelfen. «. Es soll von nun an die Jahrrechnung zu Neuenbürg jedes Jahr auf den „nächsten" Sonntag im Mai gehalten werden. «I. Jedes Ort soll seinen Boten auf die Jahrrechnnng zu Neuenburg instruiren, daß man, wenn die Eidgenossen oder die Vögte daselbst Urtheile erlassen, nicht gestatten könne, daß andexswohin nppellirl werde. Heimzubringen das Gesuch deren von Dicßenhofcn für die Tochter des sel. Caspar von Randegg, ihr die Thixre wieder öffnen zu lassen, die aus dem Schloß zu Dießenhofen in ihre» Garten führt; sie wolle -dann die Schlüssel dazu einem Bürger bei Händen lassen, l. Zürich wird bevollmächtigt, die bei ihm liegenden Wcchselbriefe für die päpstliche Pension bereit zu halten, damit in der Ausbezahlung kein Abbruch und Verzug geschehe. K'. Schwpz und Glarns, die einige Kundschastsbriefe über den Span im Snrganscrland in das Recht gelegt hatten, begehren, daß man den Obmann Caspar von Mülincn anhalte, dieselben herauszugeben. Nachdem man jetzt auch die Verantwortung Caspar von Mülinen's angehört, 4 2K April 1521, hat man (die Frage) in den Abschied genommen, ob man ihnen entsprechen wolle oder nicht. Ii. Da zwischen dem Bischof von Basel und den Eidgenossen in Betreff der Herrschaft Valendis ein gütlicher Vertrag, geschlossen worden, so soll jedes Ort ans dem nächsten Tage zu Zürich Antwort geben, ob man darüber einen Brief aufsetzen oder die Sache bleiben lassen wolle, wie sie steht. I. Klage einer armen Frau, sie habe eine Tochter gehabt, die bei Doctor Johann von Sentillia (Sotillia?) zu Lucern gedient, aber bei dem letzten großen Sterben mit Tod abgegangen sei; dieselbe habe ^twas Gut hinterlassen, welches aber der Doctor bei seinen Händen behalte; sie bittet daher, ihr mit Rath und That behülflich zu sein, damit sie zu ihrem Eigenthum gelange. — An den Boten von Luccrn ergeht nun der Auftrag, seine Obrigkeit in aller Eidgenossen Namen zu bitten, daß sie den Doctor anhalte, die arme Frau gütlich oder rechtlich zu befriedigen. Ii.« In dein Streit zwischen Bischof, Coadjutor und Capitel zu Basel einerseits und der Stadt anderseits bringen die ans heutigem Tage erschienenen Abgeordneten des Bischofs vor: Die Boten der sechs Orte haben in der Stadt Basel mit vieler Mühe an einem gütlichen Verbrich gearbeitet; obwohl nichts Fruchtbares erreicht worden sei, erstatten sie nichts desto weniger jenen Boten für ihre Bemühung den verbindlichsten Dank und bitten nochmals, daß ihnen in dieser Sache zum Recht verhaften werde. — Antwort der Boten von Basel: Es hätte so eiliger Klage nicht bedurft, da inzwischen besondere Abgeordnete zusammengetreten und beinahe übereingekommen seien, ?c. — Hierauf haben die sechs Orte die Botschaften des Bischofs, der Stadt Basel und Solothurns vor sich berufen und ihnen gesagt, da man diesmal mit keiner Vollmacht, die Sache gütlich oder rechtlich abzuthun, verfaßt sei, so sähe man es gern, wenn sie nochmals mit einander den Weg des Vergleichs versuchten; doch soll, was immer ausgemacht würde, darüber ein Brief mit der Eidgenossen Siegel aufgesetzt werden. Wenn sie sich aber nicht selbst vereinigen könnten, so sollten alle drei Parteien den zu Basel gewesenen Eidgenossen die Sache vertrauen, mit dein Versprechen, alldem nachzukommen, was dieselben festsetzen würden. Hierüber sollen sich die Parteien auf dein nächsten Tag in Lucern erklären, Ivo dann ein Tag bestimmt würde, auf welchen die sechs Orte ihre Botschaften nach Basel fertigen müßten, um den Handel gütlich zu beseitigen. Könnte die Sache nicht in der Güte abgethan werde», so würde jeder Theil bei seinen Rechten verbleiben. K', j fehlen im Berner, Freiburger, Solothurner und Schaffhauser, K, i, Ii im Basler Exemplar. Zu 1. „Artikel so Rö. kei. Mt. an gmein Eidgnossen begert und wirbt." Des ersten, daß gemein Eidgnossen als tütsche und glidcr, auch verwandte des heil. röm. Ryths irer keis. Mt., dem hl. röm. Rych und gmeincr tütscher nation anhangen und sich darvon nit sündern noch zuo andern, so irer keis. Mt., dem hl. Rych und gemeiner tütscher nation widerwärtig syen oder werden möchten, verbinden, anhängig (oder) verwandt machent ?c., und begert daruf ein entlich wissen und nntwnrt. Zum andern ist keis. Mt. in willen, zuo lob und eeren tütscher nation, den romzug zu erlangung (der) keis. krönen und das einem röm. Keiser in Italien ze thuon gebürt, zuo vollstrecken zc>, und begert daruf an gmein Eidgnossen, wann ir keis. Mt. sy wyter beschcidct, daß sy alsdann wie glider und verwandten des hl. röm. Rychs und tütscher nation irer keis. Mt. r'" irer kriegsknecht uf besoldung irer keis. Mt. zuoschicken wöllent. Zum dritten, daß gemein Eidgnossen den iren verbieten by höchsten penen, daß sy denen, so röm. keis. Mt. und dem hl. Rych widerwärtig sin möchten oder wurden, nit zuoziehen noch inen kein hilf oder bystand wider ir Mt., das hl. Rych noch die tütsche nation und dero glider ze thuon. Dann ir keis. Mt. mit sampt den ständen werden der glych verbott onch nsgan lassen, daß kein knccht in keinen krieg nne erlouptnuß sincr oberkeit ziehen, deßgtych wider gmein Eidgnoschaft onch nit. Zum vierten, als die Erbeinung vormalen ufgericht und setz durch keis. Mt. ernnwert (worden), in welcher begriffen ist, daß dhein teil des andern underthanen und verwandten in burgrecht, schütz oder schirm aiuiemen sötte w., ivelichs bißhar in etlichen fallen mt glychmäßig verstanden, sonder ctlich nüwerung und mißbrüch de- April 1521. 27 schehen wären ?c.; aber darmit solichs in künftiger zyt nit mer bcschehe und guote nachburschaft gehalten werde w., so ist ir keis. Mt. beger, daß diser artikel in dem (sie) hl. Rych, den hüsern Oesterrych und Burgundy und gemeiner Eidgnoschaft namcn also erwytcrt und declariert werde, nämlich daß kein teil des andern underthan und verwandten, weder gmein noch sonder Personen, on des andern bewilgung kein stett, schlösser, flecken, dörfer, herlikeiten, oberkeiten oder dienstbarkeiten nit koufen noch an sich ziehen, noch jemans, so ir keis. Mt., dem hl. Rych und den hüsern Oesterrych und Burgund und gmeiner Eidgnoschaft verwandt ist, in des andern versprnch, schuh, schirm noch bnrgrechi anncmcn solle, snndcr daß ir keis. Mt., das hl. Rych, die hüser Oestcrrych und Burgundi by dem iren, und gemein Eidgnossen auch by dem iren ruowenklich on anfechtung blyben mögen. Und was spann, irrung und mißverstand sich zwischen den partyen zuotragen möchten, daß die selbigen irem gebürlichen rechten nach ustrag erreichen und nemen, wie das der vertrag zuo Basel gemacht und die Erbeinnng inhaltent w. Zum fünften, daß (nach) inhalt der Erbeinnng je von zehen zuo zehen jareu die selbig Erbeinnng zno beben teilen von nüwein allenthalben vor den gmeinden verkündt und verlesen und gehalten werde, sich bester bas darnach wissen ze richten; dann ir keis. Mt. bestellen wolle, daß by iro Regimenten zuo Jnsbruck, Ensisheim und Burgundi, ouch in iren landen, solich Erbeinnng ouch offenlich verkündt werde. Zum sechsten, wo gmein Eidgnossen in obgemeldten zimlichen und billichcn bcgcrnngen (sich) gnotmillig und rechtmäßig halten, so wöllc ir keis. Mt. sy wie ander glider und verwandten des hl. Rychs gnädenklich handhaben, schützen und schirmen und inen in ircr Widerwärtigkeit, wo inen die begegnete, hilf, rat und bystand bewysen und nüt bester minder guote nachburschaft mit inen halten und das thuon und vollziehen, das die obgemeldten verträg und Erbeinnng inhalten." B°ilag° d°s Zürcher Abschieds, e. so, s>. 2. Antworten (Ortsstimmen) auf den Vortrag der kaiserlichen Botschaft: Bern: Wenn gemeine Eidgenossen in die Vereinung mit dem König von Frankreich treten, so nehme es sie, Niemand zu lieb noch zu leid, auch an; gegen den Kaiser werde es die Erbeinung beobachten und das hl. Reich allweg vorbehalten. Luoern will keine Antwort geben, bis die verfallenen Gelder und Schulden bezahlt werden. Uri bemerkst man wisse nicht, wann der Romzug stattfinden solle; übrigens haben die Boten nur Vollmacht anzuhören. Schwyz will mit andern Eidgenossen die Vercinnng mit dem König annehmen, aber die Erbeinung und das Reich vorbehalten. Ohwalden hat nicht weiter Befehl als zu „losen", weil jetzt „die Knechte im Feld sind", und man nicht vernimmt, wann oder gegen wen der Kaiser die begehrten Knechte brauchte. Nidwalden will offene Hand haben und die Grbcinung halten. Glarus bleibt bei der Erbeinung und will jetzt mit dem Kaiser nichts weiter handeln. Zug in gleichem Sinn; wenn es andern Orten auch gefiele, so wünschte es, daß man „sagte", wie die Knechte gehalten würden (?). Freiburg wie Nidwalden; Knechte will es derzeit nicht fortlassen, (aber?) bei der Erbeinung bleiben und das Reich vorbehalten. Sololhurn deßgleichen. Schaffhausen des Bündnisses halb wie Bern. Der Knechte wegen scheine nicht noth, jetzt viel zu reden, weil man noch nicht aufbrechen werde. Appenzell hat Gewalt, mit andern Eidgenossen zu handeln, möchte aber wünschen, mit guten Worten der Sache los zu werden. Der Abt von St. Gallen erachtet für gut, die Knechte zurückzuhalten, bis die Fürsten „vorziehen". Die Stadt will thun was andere Eidgenossen. Die HI Bünde wollen „losen . Zürich . . . Beilage des Zürcher Abschieds, e. 32. Die Instruction, die obiges Thema weitläufig entwickelt, findet sich in den Bcrner Abschieden, Band 1, x. 278—83, ferner in den Acten Ausland III (Kaiser), auch im Basler und Schaffhauser Eremplar. Zu d. Die früheren Verhandlungen über diese Angelegenheit durchziehen den ganzen vorausgehenden Abschiedband (1S00—1520). Zu L'. Vgl. Absch. 1518, 15. Sept. a; 29. Oct. a, d; 11. Dcc. Ii; 1519, 21. Febr. u; 3. Juni k; 28. Juli g; 2. Sept. Ic; 28. Oct. »; 28. Nov. (wo übrigens nicht alle bezüglichen Acten vcrwerthet sind). Hier möge noch folgende vereinzelte Missive ihre Stelle finden: 1521, 26. Januar (Samstag nach St. Pauls Bekehrung). Moriz von Mettenwyl, Lnndvogt zu Sargans, an Zürich. In dem Rcchtshandel zwischen den fünf und den zwei Orten wegen der Landmarchen habe Vogt 28 April 1521 Brennwald (von Zürich) einige Rode! nnd Briefe, die man zu dem Processe gebraucht, aus dem Schlosse geführt. Da nun dieselben wegen anderweitigen Inhalts hier nöthig seien, so bitte er hiemit, für baldige Rückerstattung zu sorgen, damit er der VII Orte nnd der Landschaft Rechte zu behaupten wisse. Zu l>. Vau dem im Absch. 1ö2V, 19. Sept. ausgezogene» Spruch in dieser Sache findet sich eine Abschrift aus der Canzlci von Baden, mit der Spur eines abgefallenen Siegels, im K. A. Schwyz. 10. Schwyz. 1521, 21. April (Sonntag Jubilate). Staatsarchiv Zürich: Acten Schwyz. Verhandlung eidgenössischer Botschaften mit der Lnndsgemeinde, wegen des Beitrittes zum Bündnis; mit Frankreich. Ein Abschied wurde vermuthlich nicht allsgefertigt; dafür liegt ein bezügliches Schreiben an Zürich vor, von obigem Datum: „Unser stündlich willig dienst, ?c. ,'c. Uf Hill, als wir unser ganz vollkommen gmeind versampt gehebt, und rölnsch k. Mt. anbringen, auch den nbscheid by üch ußgangen, auch k. Mt. Frankrpch, deßglichen üiver anbringen nächst durch erber botschaft an lins gethan, Hand verstanden, lifs das sind üwer und unser trüweu lieben Eid- gnossen von den übrigen dryen Waldstetteir, snmpt etlichen botschaftcn von andern Orten vor uns erschinen mit seinlicher bitt, daß wir uns von inen nit sttndern w., imd mit semlichem ansuochen unser landlüt bewegt, in ansechung alter püildtnus und fründschaft, so sy mit uns und wir mit inen gehept, daß sy sich disers ratschlags erlütert, sofer nnd dry oder vier gestellter artiklen gemiltcrt und geändert mögen werden, und dann die Eidgnossen gcmeinlich, oder die dry übrigen Waldstett gemeinlich darin wellen, so wellen min herreu im namen gotts ouch darin; ob aber das nit, so wellen min Herren nochmals still stau. Semlichs haben wir üch, ümerm begcren nach, guoter meinig nit verhalten wellen, dann üch liebs, eren und guots zno bewysen wellten wir allzyt sin geneigt und gnotwillig." Datum .'c. Land-Amman, Rat und ganze Gemeind zno Schwyz. lieber die hier berührte Sendung Zürichs an Schwyz ist weder in Rathsbüchern noch anderweitigen Quellen eine Nachricht vorhanden. Vgl. Absch. 18. Mai. II Lucern. 1521, 24. April (bis 7. Mni?) (Mittwoch vor Eanlate ff.). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 6. I. l'ol. 1^3. Staatsarchiv Ziirici): Tschudische Abschiede-Sammlung, Bd. 5. Xr. 29. Staatsarcliiv Vera: Allg. eidg. Abschiede, '1. s«!. 297. Abscheide »inv clalo. ^Archiv Zug : ^Abschiede, Bd. 2. KantonSarchiv Basel: Abs6)iede, 5ol. 25. KalltollSarctiiv ^reiblirg: Abschiede, Bd. 5t». jtatttonSarciiiv Solothilra: Abschiede, Bd. X. KantonSarchiv Scliaffhattscn: Abschiede. StiftSarchiv St. Gallen: Abschiede. Gesandte: Bern. (Anton Spillman», Venner; Hans Isenschmid, Venner). Basel. (Heinrich Äleltinger; Ulrich Falkner; Hans Gallician). Freibnrg. (Dietrich von Englisperg, Schultheiß; Jacob Gruyere, des Raths). Stadt St. Gallen. (Caspar Vonbüel, alt Bürgermeister). i» 1. Da die letzthin für die Jahrrechnung zu Neuenburg festgesetzte Zeit etlichen Orten nicht gelegen ist wegen der Landsgemeinden, so wird jetzt die Frist um acht Tage verlängert, was jeder Bote zu Hause anzeigen soll. 2. Zur Verminderung der allzu großen Kosten dieser Jahrrcchnungen ist ferner auf Ratification hin be- April 1521 29 schlössen, daß fernerhin nnr sechs Orte ihre Boten hinsenden sollein Für das laufende Jahr soll es aber noch bei der alten Ordnung verbleiben, I». Zwischen dein Abt von .Kreuzlingen, denen von Constanz und den Bauern von Keßivcilen ist ein Streit entstanden wegen des Sees und der Fischenzcn im Bodcnsce, Nachdem man nun den Abt, den Landvogt und endlich den Zniiftmeistcr von Constanz angehört, der nm Aufschub anhält, und in den Vortragen gefunden, daß der Abt den See als Eigenthum anspricht, wogegen die von Constanz nichts einwenden, als in Betreff des Laichcns, so hat man den Ziinftmeister (resp, die von Constanz) ersucht, das Gotteshaus bei seinem Eigenthnm bleiben zu lassen; wollten sie das nicht thuii, so ,verde man sie sowie die Bauern von Keßweilen zu einem rechtlichen Spruch auf die Jahrrechnung nach Baden laden, e. Etliche Boten und alte Landvögte berichten, wie die von Constanz bisher im Brauch gehabt, einen Bann aus den See zu legen, während doch Grund und Boden den Eidgenossen gehöre. Heimzubringen, ob man das zugeben wolle oder nicht, «R. Hans von Laudenberg von Napperswyl führt Beschwerde, daß er schon seit sieben Jahren mit Mötteli im Streit stehe, der ihn zuletzt gar mit geistlichen Gerichten venire und in Kosten bringe, während er von den Eidgenossen einen Schiedsspruch begehre. — Deshalb ergeht nun ein Schreiben an den Mötteli, er solle mit den geistlichen Rechten innehalten und auf die nächste Jahrrechnnng zu Baden den Stiftungsbrief mitbringen, worüber sie Streit haben, nm die Eidgenossen entscheiden zu lassen, Da der Bischof von Constanz die von Hailau vor dem Hofgericht belangt, so wird derselbe schriftlich ersucht, solches zu unterlassen und die armen Leute nicht so zu beunruhige», da sie mit den Eidgenossen reisen und dem Abt von Schaffhansen „mit Eigenschaft verwandt" seien; zudem könne man nicht zugeben, daß die guten Leute mit fremden Gerichten belästigt werden, da solches dem Frieden von Basel entgegen sei. Wenn er (der Bischof) sich damit nicht zufrieden gebe, so solle er auf die Jahrrechnung zu Baden kommen, wohin sich die von Hallau zum Rechten erboten. Man erwarte seine Antwort, um sie dem Abt von Schaffhausen unverzüglich mittheilen zu können, ll. 1. Heimzubringen die Bitte des Herzogs von Würtemberg, auch der beiden Städte Lucern und Solothurn, die eilf Orte möchten ihn, als ihren Mitbürger, aus der Ungnade, in der sie bisher zu einander gestanden, entlassen; mit Leib und Gut würde er ihnen dafür zu Diensten stehen. Heimzubringen, um auf nächstem Tag zu Bern darüber Antwort zu geben, 2. Daselbst soll man auch antworten der Ansprechen halb, wohin und auf welchen Tag man diesen Handel verschieben und abmachen wolle. K. Der Bote von Glarus eröffnet das Ansuchen, die Eidgenossen möchten sich durch die au den König zu sendende Botschaft für „ihren Poeten" (Glarcanus), verwenden, damit seine Pension ihm nach Basel verabfolgt werde, wo er sich setzen wolle. Antwort nach Bern, I». Da in dein langwierigen Streit zwischen Bischof Christoph und der Stadt Basel ein gütlicher Vertrag zu Stande gekommen, wogegen aber Solothurn noch einige Einwendungen macht, so hat man, damit derselbe in Kräften bleibe, allen drei Parteien auf Sonntag Trinitatis (26. Mai) einen Tag nach Liestal angesetzt, wo sie mit ihren Zugesetzten (Lienhard Hübschi, Seckelmeister, und Bartholomäus May von Bern; Venner Krummenstoll, der Jüngere, und Jacob Tcchtermann, von Freiburg) erscheinen sollen. Wenn sich diese Vier in ihren Meinungen theileu, so sollen sie als Obmann eine» Fünften erwählen; die sollen dann den Handel untersuchen und einen rechtlichen Spruch fällen. Da „etliche" Betheiligtc (Solothurn?) hiczu noch nicht Vollmacht gegeben, so hat man sich derselben „vcrmächtigt", damit der Span hingelegt werde. Die Boten von Basel und Solothurn sollen dies sogleich an ihre Obern bringen und den beiden Städten Bern und Frciburg darüber Antwort werden lassen, damit sie ihre Schiedsrichter auf den bestimmten Tag abfertigen können, I. l, Den Hauptgegeustand dieses Tages bildet das Bündniß mit Frankreich, Von allen Orten (mit Ausnahme Zürichs) und den Zugewandten wurde der Beschluß gefaßt, die Vereinung anzunehmen. Zuerst soll sie' zn Lnccrn besiegelt werden und dann von Ort zu Ort ohne Rücksicht 30 April 1521, auf die Rangordnung, 2, Auf Begehren des französischen Boten ist dann auch Zürich zu ersuchen, sich von den andern Orten nicht zu söndern, und eine Botschaft dahin verordnet, nämlich von Bern, Lucern, Solothurn, Uri, Unterwalden und Zug, 3. Um Mühe zu ersparen, ist mich beschlossen, daß Appenzell zu St. Gallen, die drei Bünde zu Glarus, Rothweil zu Schaffhausen, und Mühlhausen zu Basel die Vereinung besiegeln solle,?, Ii.. Mau erläßt ein Schreiben an die eidgenössischen Knechte in Italien und eine Danksagung an den Herrn von Lautrec. I. Der Bote des Königs, Herr von Lamet, bringt abermals an: Da nun die Vereinung zugesagt sei, so begehre er zu wissen, ob er 6000 Knechte erhalten könne oder nicht; denn die Bezahlung für dieselben sei vorhanden, und sobald die Vereinung besiegelt worden, wolle der König die Pension sowohl als die Besoldung dieser Knechte zu Bern haben. Heimzubringen, »» Auf diesem Tag ist eine große Zahl von Ansprechen, erschienen in dem Glauben, weil die Vereinung beschlossen worden, so müßten sie auch ohne weiteres bezahlt werden. Auf die diesfällige Anzeige antwortet der Herr von Lamet, er sei nur wegen der Vereinung hergesandt worden, für Anderes habe er keine Vollmacht; darum mögen sich die Anspreche,-, gedulden; wo jedoch großer Mangel sei, solle man sie nach Peterlingen oder zun, Klösterli (nach Poleggio) weisen gemäß dem Frieden, im, den König da zu berechtigen, i». Mit dem Herrn von Lamet hat man auch abgeredet, daß der König, sofern die Vereinung zu Stande kommt, sofort die Pensionszulage ausrichte, gleich als ob dies alles ans Lichtmeß beschlossen wäre, und sie ebenso künftig alljährlich mit der „andern Pension" bezahlen solle. Ein Verzeichnis der Gesandten fehlt. Die oben angegebenen Namen sind nur zufällig constatirt. Ver- innthlich waren übrigens außer ?en Orten auch sämtliche Zugewandte vertreten und zwar im Allgemeinen wohl durch die in Nr, 8 genannten Boten, Bern hat in der Sammlung „Abscheide sine cluto bis 1567" zwei Originalabschiede d, d. Mittwoch vor Cantate, deren einer :»—»I und », der andere ii, Ii—»>» und f (in dieser Folge) umfaßt. In einer andern Copie fehlen :»—v; Ii, l. im Zuger, Ii, «'. I» im Schaffhauser Eremplar, :»— Ii im Stiftsarchiv St. Gallen. Freiburg hat nur » «l und n, (das klebrige ist wahrscheinlich verloren); Basel :», «I, i>, v, Ii, l, k, I, m, l, g; (in dieser Folge) und von anderer Hand als Nachtrag: „Houptman lloli von Mülhusen begert gleit". ^ Zu Der für Schaffhausen hierüber ausgefertigte Abschied ist datirt von Crucis Jnventionis (3. Mai). Archiv Schaffhausen: Correspondenzen. Ferner sind zu vergleichen Absch. 1520, 5. März v; 26. April v. Zu I'. l. Vgl. Absch, 1520, 6, Juli; 21. Aug. o; 5. Sept. cl; 30. Sept.; 2. Oct. u; 22. Ort. ll mit Note; 6. Nov. ll; 1, Dcc. n. Zu I'. 2. Dieser Absatz gehört wohl richtiger zu n» (da solche Wiederholungen nicht ganz selten sind). Der nach Bern angesetzte Tag ist überhaupt uicht genannt, wahrscheinlich der vom 7. Juni. Zu >>. lieber diese Verhandlung wurde für die Parteien ein Special-Abschied ausgefertigt unter dem Datum Samstag vor Cantate (27. April). K, A, S°,°thurn: Abs-h, Ad, x (CopK), Zu I. 1. Siehe Beilage R. Eine vollständige Reinschrift, die vielleicht vor der Uebertragung auf das Pergament angefertigt wurde, hat Bd. v der eigentlichen Lucerner Abschiede, k. 19 ff. Bemerke die Instruction der freiburgischen Botschaft: ... „Als nnst si (min Herren) etlicher Orten Unwillen an denselben (artiklen) vermerken, haben si ein groß beduren daran; dann so jewelten ein Eidgnoschaft eins gewesen, ist es inen von den gnaden gotts wol ergangen, und dorumb sye miner Herren will und Meinung, daß do mit großem flyß gearbeitet werd, dieselben Oerter zuo vermögen, mit einer Eidgnoschaft zu handlen und sich nit also (zuo) sündren." Sodann soll ein Versuch gemacht werden, um wo möglich die Pensionen oder die Hülfsgelder des Königs für eidg, Kriege höher zu bringen und Lausanne (statt Lyon) als Zahlungsort zu bestimmen. K, A. Fr-iburg- Jnstr. B. XXIX, April 1521. Das Glarner Exemplar (Tschad. Sammlung in Zürich) hat folgenden Satz: Es sollen auch alle Boten, die zu ihren Herren und Obern heimgcritten sind, so bald möglich wieder hicher kommen. Hienach ist anzunehmen, daß ein Theil der Botschaften nach Hause geschickt wurden, um die Genehmigung der vereinbarten Artikel ausznwirkcn. (Eine hicfür dienliche Ausfertigung derselben hat das K. A. Schwyz: A. Frankreich). Zur Bestätigung dient unter Anderm, daß Freiburg laut Rathsbuch am 29. April den Jacob Gruyere wieder nach Lucern absendet. Aber schon am 28. schreibt Bern an seine Hauptlente in Italien, daß die Vereinung bereits beschlossen sei. Der angedeutete Umstand dürfte die lange Dauer dieses Tages erklären. Zu I. 2. Hier reihen wir noch folgende Aktenstücke ein: 1) 1521, 4. Mai. Lucern an (Lud. Borromeo, Graf von Arona). Man habe sich, wie dessen Secretair, bei de» Unterhandlungen über das Bündniß (mit Frankreich) alle Mühe gegeben, ihn darin einzuschließen; allein der französische Gesandte habe, aus unbekannten Gründen, sich schließlich so heftig widersetzt (so opposuit et vooikora.vit in tunt.um, oto.), daß der anfänglich gemachte Vorbehalt widerrufen worden; jedoch bleibe man der zuversichtlichen Hoffnung, daß alle irgendwie den Eidgenossen verwandten Parteien, also auch der Graf, in die Vereinung eingeschlossen werden; zudem sei den Gesandten, die zum König gehen sollen, befohlen, sich in diesem isinn zu bemühen, zc. A. Luccr»! Migwe». 2) 1521, 7. Mai (Dienstag vor Auffahrt). Die zwölf Orte machen Zürich die Anzeige, daß eine Botschaft von ihnen nächsten Sonntag daselbst eintreffen werde, um über den Beitritt zum französischen Bündniß zu unterhandeln, in der Hoffnung, daß sich Zürich von den andern Eidgenossen nicht söndern werde; demgemäß werden Bürgermeister und Räthe ersucht, auf den folgenden Montag ihren „vollmächtigen Gewalt" zu versammeln und der Meinung der Gesandten freundliches Gehör zu geben. Si. A. Z»nch: Am» Frankreich. Zu Ii. Der Text des Erlasses an die Knechte ist unbekannt; die Veranlassung liegt wohl in den nächstfolgenden Acten: 1) 1521, 25. April (St. Marx), 11 Uhr Vorm. Zürich au Lueeru (und andere Orte). Mittheiluug eines eben eingegangenen Schreibens von Hanptleuten med Knechten im Dienste des Papstes. St. A. Lucem: Misslven. 2) 1521, 4. April (Donstag nach Ostern), Pavia. Hauptleute, Lieutenants, Fähndriche und Zugewandte aus der Eidgenossenschaft an die zu Tagen versammelten Boteil ihrer Herren. Sie seien mit allem Volk gesund hier angelangt und mit dem Legaten zusammengckommcn und haben dann alles beschlossen und geordnet, so geschickt wie es im Felde nöthig sei, wozu der Allmächtige ihnen Glück und Heil geben möge. Nun seien sie alle mit dem Legaten über das Wasser auf das Gebiet des Papstes gerückt, um zu erwarten, wo er sie weiter brauchen wolle, und was in der Stadt Retz (Reggio) vorgehe; sie haben dcßhalb eine ganz geheime Knudschaft dahin geschickt, um bei den Widerwärtigen all ihr Thun und.Lassen zu erfahren und nach Gebühr zu handeln. Ferner zeigen sie an, wie große Freundschaft der Herr von Lautrec ihnen bewiesen, dein Geringsten („mindstcn") wie dem Größten („meisten"), ebenso seine Unterthanen und alles Volk, indem sie willig Herberge und ziemliche Nahrung gegeben; auch habe er sich zum höchsten erboten, dem Papst und ihnen seinen Bruder mit 500 Kürissern zu Hülfe zu schicken und mitzuziehen, im Fall des Bedürfnisses auch mehr zu thun uud persönlich zu kommen, damit gemeine Eidgenossenschaft sehe, wie geneigt ihr die Krone Frankreich sei. Sie bitten ihre Herren, dafür dankbar zu sein, da sie selbst so vieles nicht zu verdienen wissen. Auf ihre Bitte habe Lautrec bewilligt, die freien Knechte, etwa 4999, die sich jetzt verlaufen haben, durch Commissarien zu versehen, bis sie cidg. Boden erreichen. St. A. Ziirlch: U. Papst. — — Wörtlich gleichlautend schreiben Caspar Göldli, oberster Hauptmann, und Lieutenants ?c. an BM und Rath in Zürich. . a>. w. Ebendaselbst finden sich weitere Berichte vom 19., 15. und 23. April. 3) 1521, (c. 4.—7. Mai?), Lucern. Die eidgenössischen Boten an Herrn von Lautrec. „IllustriMime, eto. sie. bit guiu nostri gu! in »orvitio sunt sanotissimi ciomini nostri ?upo, non »ati» noin» lanciaro st »iAnitiog.ro potuorunt, gnantg. gratia ot sinooro animo per äuoatum Uockiolani kuorint oonäuoii, roevpti noo (non) odla- tionilm» Nittum annoissiwis oontörtati gl, oxeollont!» vostrn, gua clo ro uodis ox oküoio Aratituäini» lioot otium 32 Mm 1521, rsksrrs inmortskss, nam ot>i!vioi>i von cksbimus, prsoistus Zum smv Ins äiskus ouw eliristiu- nissimo k>ZAö looäus iniviwus, pspiAimus st oonvlusiwus, llleius nnus pustor st unum ovito, äsnigus sxool- Ivntunn vssti-nm roA!unns, ut ktiinn ultra nostros in Italia sibi Oratio sc; oonunenclatos Irakers vslit st nos rsAis maiestati ao öxoslll sus in nullo clskuturos spcinclomus. Valoat", eto. St. A. Lucevn: A. Papst (Datumloses (5oncept). RS Anricts. 1521, 2. Mai f. (Donstag nach dem Maitag f.). StaatSarcinv Lucern: Allgemeine Abschiede, (1. 1. tot. 137. Staatsarchiv Hüricli: Abschiede, Bd. 8. fot. 33. Ebenda: Tschudische Abschiede-Sammlung, Bd. 5. l^r. 3V. StaatSarctiiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, 1. p. 302. Abscheide «ine llnto. - KantanSarclnv Basel: Abschiede, tot. 33. Kantonsarctnv ^reibnrg: Abschiede, Bd. 87. Kantonsarchiv Schaffhausen: Abschiede. StiftSarctnv St. Gallen. Boten' Zürich, (Marx) Röist, Bürgermeister; Felix Grebcl; Jacob Grevel; Joh, Berger. Bern. Caspar von Mülincn. Lucern. (Peter) Tammann, Schultheiß; Jacob Feer, Spitalmeister. Uri. Jos Blättli; Ulrich Türler, Seckelmeister. Schwyz. (Martin) Zbächi, Ammann. Unterwalden. (Arnold) Fruonz, Ammann; (Hans) Kretz, Ammann. Zug. Vogt (Konrad) Bachmann; Götschi Zhag. Glarus. Tschudi, Landschreiber; Vogt (Fridolin) Dolder. Basel. Hans Oberriet; Caspar Koch. Freiburg. Hnmbert von Perroman; Ulrich Schnewlp. Solothurn. (Peter) Hcbolt, Schultheiß; Urs Stark. Schaphausen. (Hans) Ziegler, Bürgermeister; „Acberli" von Fulach. Appenzell. Matthias Zydler, Landschreiber; Andreas Schlnmpf. Abt von St. Galle». Hauptmann (i^.) Brcnuwald. Stadt St. Gallen. Peter Graf. Die III Bünde. Hans Benz, Burgermeister von Chur; Martin Sager; Georg Gemminer. t». Gemeine Hauptleute, Lieutenants, Fähnriche und Räthe in päpstlichen Diensten schreiben aus „Rumala", wie zwar die Spanier aus dem Kirchenstaate nach Neapolis zurückgezogen, wie aber zu besorgen sei, daß sie, wenn die Eidgenossen heimkehrten, den Einfall erneuern »lochten; darum wünsche der Papst die Knechte zu behalten, bis der Kaiser als König von Neapel demselben die Zusicherung gebe, daß seine Lande nicht weiter angegriffen würdeir. Auch habe der Papst an sie das Begehreu gestellt, wenn sie über die Spanier im Gebiet des Kirchenstaates siegten, dieselben nach Neapel zu verfolgen und auch dort anzugreifen. Dies haben sie nicht versprechen können und bitteil daher um Bescheid, was sie zu thun haben. — Antwort: Sie kennen die Ordonnanzen lind Befehle, mit denen sie abgeschickt worden, desgleichen den Inhalt der Vereinung mit dem Papste; man erwarte, daß sie sich genall daran halten lind gegen niemand dienen, der mit den Eidgenossen verwandt sei; doch wolle man das in den Abschied nehmen. Beliebe den Obrigkeiten etwas anderes, so werden sie (die Hauptleute zc.) davoil benachrichtigt werden. R». An die Eidgenossen von Basel ergeht nochmals die Bitte, sie möchten doch endlich gestatten, daß die von Aarau fahren wie vordem, und darum auf nächstem Tag Antwort geben. Für den Fall eines Abschlags sollen dann alle Boten Vollmacht bringen, hierin weiter zu handeln. 1. Auf dem letzten Tage zu Zürich haben die kaiserlichen Gesandten vorgebracht, (1.) es sollten die Eidgenossen, als Glieder und Verwandte des Reichs, zu diesem und der deutschen Nation halten, sich auch mit Niemand verbinden, der dem Kaiser oder dem Reiche feindlich wäre. Der Kaiser, die Chnrfüvsten, Fürsten und Stände des Reichs seien gesonnen, zur Erlangung der kaiserlichen Krone einen Nömerzng zu unternehmen, und begehren dazu von den Eidgenossen 10,000 Knechte im Solde des Kaisers; letztere möchten daher nicht zugeben, daß ihre Knechte einem seiner Feinde zuziehen; ans dem Reichstage zu Worms werden der Kaiser und die Stände ein gleiches Verbot erlassen. (2.) Die Erbeinung sage auch deutlich, daß kein Theil des andern Untcrthancn und Verwandte in Burgrecht, Schutz oder Schirm nehmen sollte; das sei bisher nicht innner gleich verstanden und gehalten worden; darum wäre über diesen Artikel eine Erläuterung zu geben in dem Sinne, daß das Reich, die Hänser Oesterreich und Burgund und gemeine Eidgenossen unangefochten bei dem Ihrigen bleiben sollen. (3.) Endlich bestimme die Erbeinung, daß sie von zehn zu zehn Jahren öffentlich solle verkündet werden, damit ihr desto Hetzer nachgelebt würde; der Herste) Termin sei jetzt abgelaufen; sobald nun dieselbe in den Gemeinden der Eidgenossen verkündet sei, wolle der Kaiser sie auch zu Innsbruck, Ensisheim »nd Burgund verkünden lassen, zc. II. Nun erscheinen als Boten des Kaisers der Fürst Heinrich, Herzog zu Mecklenburg; Maximilian von Bergen, Herr zu Siebenbcrgcn; Ritter Wolf von Homburg; Doctor Jacob Sturzes und Secretär Veit Suter, um die versprochene Antwort in Empfang zu nehmen. Beinahe („guter maß") einhellig wird erklärt, (1.) die Eidgenossen seien bisher gewohnt gewesen, Bündnisse zu schließen, wie und wo es ihnen gut geschienen; doch haben sie immer den päpstlichen Stuhl, das römische Reich und alle die, mit denen sie in Bnndniß gestanden, vorbehalten; sie wollen bei dieser Uebung verbleiben; daher erbieten sie sich, dem Kaiser und dem Reich alles das zu leisten, was sie ihm gemäß der Erbeinung schuldig seien, in der Zuversicht, daß der Kaiser dieselbe auch gnädiglich halten und sich mit dieser Antwort ohne Unwillen begnügen werde. (2.) Betreffend die Forderung von 10,000 Knechten: Es sei bekannt, daß man kürzlich dem Papste 0000 zugeschickt habe; bis dieselben zurückgekommen, könne man über keine weitern verfügen; zudem sei noch nicht gesagt, wie und wann der Kaiser dieselben annehmen wolle. Verbote, zu Niemand zu reisen, seien schon längst erlassen. (3.) Der Erbeinung halb lasse man es bei dem Buchstaben bleiben; man sei immer bereit, dieselbe treulich zu halten und Uebertreter nach Gebühr zu bestrafen. Die Verlesung der Einung anbelangend, wolle man gewärtigen, ob es in den kaiserlichen Landen geschehe; dann werde man es in den eidgenössischen Gebieten auch thun. III. Nachdem man diese Antwort den Gesandten eröffnet, begehren sie bestimmt zu wissen, ob man die 10,000 Mann zum Römerzuge geben wolle oder nicht, und ob bei einer allfälligen Vereinung mit einem Fürsten auch der öÄnser und das Reich „lauter und ohne allen Anhang" vorbehalten werde. Man erwiedert, mau verbleibe bei der gegebeneu Antwort, zu der die Boten bevollmächtigt seien, indem man sie für deutlich genug halte, und erwarte, daß sie zum besten aufgenommen und verstanden werde. c. Die Boten von Basel sollen ihre Herren bitten, im Namen aller Orte, ein Fräulein Katharina, Tochter des Wächters unter dem Spalenthor, wegen dessen zu begnaden, was dieselbe wider sie gethan hat. (Dem Baslcv Exemplar ist auf einem beigehefteten Blatte, vcrmnthlich aus der kaiserlichen Botschafts- canzlei, folgende Erklünmg angehängt:) „Und als vormals die statt von Basel etwas, so von uns und nnserm Haus Oesterreich zu lehcn rüert, von dem von Wessenburg erkauft und uns gcpetten haben, in sölchen kauf zu willigen, und wir iren gesandten, so sy deßhalben bei uns gehabt, disen Kescheid gegeben haben, daß wir inen auf'disem mg zu Zürich antwurt daraus geben wellen; wo dann die gemelten von Basel umb sölche antwnrt 34 Mai 1521. verfolgten (?), sollen die gemelten unser surften, rät und diener inen von unser wegen sagen, daß wir dergleichen sachen halb ain gemain begeren an geinain Eidgnoschaft auf disem tag thun, und darnach uns am antwurt auf diß fürbringen begegnet, darnach wellen wir inen auch ain antwurt geben." K-. 1521, 2. Mai (des hl. Kreuz Abend im Mai), Sonnenberg. Barbara von Knöringen, geb. v. Kn., an die zu Zürich versammelten Boten gemeiner Eidgenossen. Sie habe dem Hug von Landenberg einen Zins zu geben, den er, wenn sie das versäume, durch das Landgericht fordern sollte, laut des Schuldbriefes. Nun habe er diesem Landesbranch zuwider sich sofort an den Landvogt gewendet, wogegen sie letzthin bei den Eidgenossen Beschwerde zu erheben gedacht; weil aber ihr Bote zu spät gekommen, so sende sie jenen Bericht hier mit (fehlt), lieber alles Rechtbieten habe dann der von Landenberg eine Gant erzwungen und alle Mittelsvorschläge abgewiesen. Da sie krank darniederliege, so bitte sie nun, den Landvogt dahin zu weisen, daß er seine erschlichenen Urtheile aufhebe und die Sache an das Landgericht kommen lasse, ?c. S>. A. Zürich: sr. Thurau. Die meisten Exemplare gehen nur bis das Stiftsarchiv St. Gallen hat auch e nicht ; v findet sich nur in Zürich und Basel. Zu ». Von hieher gehörigen Schreiben ist nur das folgende bekannt, das aber vermuthlich dem Abschiedterte zu Grund liegt! 1521, 23. April, „Rumpim" (Rimini). Lieutenants, Fenner und Räthc an Zürich. „Uemern gnaden thuond wir hiemit zuo müssen, daß wir.. üwer schriben trülichen empfangen, welche brief uf den 22. tag Aprellen zuo Rnmina zuokominen sind, daselbs (wir) unser läger zwen tag geschlagen; hat Herr Legat uns fürgewendt, wie ab unser zuokunft in der Kilchen land die Spanier und fyend syend gewichen in das küngkrich Napels, und also, wiewol jetzmal b. H. und der Kilchen land in guoter ruow und frid, sye doch zuo besorgen, wo wir abzugend und urloub hettind, daß dann dieselben Spanier andermals, wie vor dick beschechen, in der Kilchen land fallend, b. H. und die iren zuo beschedigen; (darum) sye b. H. will und Meinung, uns nit von ir zuo lassen und uns so lang und vil besolden, bis k. Maj. als küng in Hispania und Napels sin H. versichere und verschaffe, damit sin H. und der Kilchen land nit wyter . . schaden müessc besorgen . ., mit ernstlicher bitt und ermanung, ob wir mit inen (den Spaniern) uf der Kilchen land müesten stryten, als mit b. H. spenden, und gott der Herr uns den sig gab, daß die Spanier wychen müesten in Napels, ob wir dann zemal nachziehen und sy in dem küngrich Napels angrifen und bekriegen welltind; haben wir söllichs nit gewalt noch in empfelch gehept, sonders sotichs in der best (sio) üch unfern Herren und ober» zuoschriben (wellen), mit hocher beger, üwers rates und entpfelchs wyter uns zuo berichten . ., dann wir gänzlich (nach) üwer gnaden gefallen uns halten (wollen) und ylends ein antwurt by disem Posten erwarten, ?c. St. A. Zürich - «. Papst. Sodann sind zur Ergänzung des Abschiedtertcs beizuziehen: 1) 1521, 22. April, Rimini, im eidg. Lager. Ant. Puccius, Legat w., an die Xlll „Cantone". Creditiv für Guillermo Falcvno. St. A. Zürich: A. Papst. 2) 1521, 4. Mai. Die Boten der Eidgenossenschaft antworten dem Legaten Anton Pucci auf sein Creditiv (d. d. 22. April) für Wilhelm de Falconibus nnd dessen Instruction (verdolmetscht durch Chorherr Anshelm (Graf?), Propst zu St. Felix und Regula), man habe die Nachricht von dem glücklichen Fortgang des Feldzuges mit Freuden vernommen, ersuche aber den Legaten, die eidg. Knechte nicht über die Grenzen des päpstlichen Gebietes hinaus zu führe», gemäß dem Wortlaut des Abschieds und des hier gegebenen Versprechens. Ebenso habe man die Hauptleute und Knechte ermahnt, sich in kein fremdes Gebiet und namentlich nicht gegen Verbündete führen zu lassen. Latein. Conc-Pt in den Zürcher Misstpen. Zu «I. I. Zu bemerken die Basler Instruction: „Wir sigen des willens, siner Maj. noch zur zyt kein knecht ze geben, und uß dem grund, so sin keis. Maj. (als wir verstanden) ander sin und des Rychs votk ein große und merkliche summ haben werd uf dem Romzug, und (so) dann unserer knecht nit mer dann r"> darnieder sin, was die lyden müeßten, mag ein jeder wol betrachten." Mai 152l, Hans Oberried soll mit seinem Bruder Dr. Jacob Stürzet reden wegen des Dörfchens Liebertswyler, ob man das der Stadt gönnen wolle oder nicht (mit einigein Detail nnd Jnstrnction für eine bezügliche Verhandlung mit der vereinigten Botschaft). Entsprechend die Weisung wegen Annahme fremder Burger, Dörfer, Städte, w. A. Basel: Msch.k. SS. Zu I'. lieber diese Angelegenheit gibt die Baslcr Missivensammlung in einer beträchtlichen Zahl von interessanten Acten, die sich über mehrere Jahre verbreiten, nähere Nachweise. Es läßt sich auch nicht bezweifeln, daß Ziffer 4 der Note a 1 im Absch. 9. April besonders — oder einzig — durch die Erwerbungen Basels veranlaßt war. IS. Hlom. 1521, 8. Mai. ZZUINttnl, (Wl'p8 äiplomatiquo, IV, 3, p. 96. Bündnis; zwischen Kaiser Karl V. nnd Papst Leo X., gegen Frankreich nnd dessen Anhänger in Italien. In welcher Weise diese Verbindung auch die Eidgenossenschaft berühreil sollte, ergibt sich aus den nachfolgenden Artikeln des Vertrages: III. Item oum llslidoravit Leronissimus Daosar od rationes supra allogatas rellignre in vom tdrnmm Ltatum blelliolani et Denuae, guas oum voluntato suorum masorum, et guiete ao paos Italiae oliin tuit svrvata, nt ipso tan gm»» vsrus vorum Drinoops pro imporiali sua Dignitate rooognosoatur, ill guoll nuno non tit, sanetissimus Dominus noster oontentus est et paratus aooollsre all voluntatom Daesaris, et von- tridnsre pro sua parte anxilium all doo opus. Dt guoniam plnrimum oonkort, in dano oxpellitionem uti vwidus et manu Dolvotiorum, guao kortissima natio dusus sanotae Lellis llevotissima et oaesaroae Najestatis amantissima est, oonventum est et lloorotnm inter lliotum sanotissimum Dominum nostrum, et (laosarem oonlluosro sexlleoim miilia Dslvstiorum, et pro stipenllio eorum, tempore, guo militavsrint, lleputaro lluoenta millia lluoatorum, osntum per sanotissimum Dominum nostrum provillsnlla, alia oontum miilia per sere- nissimum Laesarem. V. Item guoll llivtus numerus Ilslvetiorum llodeat stipenlliari oitra lliom XV. Leptomdris, et guam oelerrime st oooultissimo tisri potorit, illustrissimo Domino Dranoisoo Uortiao, Darri Du vi, blelliolanum versus praemitti, sollemguo tempore oaesaroa blas estas orllinet, ut olassis sua oum omni oopia militum gui nuno sunt all Davilinam, Xllurnos Denuam llelluoat, allguo ut oxpsllitius utrague Divitas reouperetur, blellio- lanum st Dsnua villelioot, sam nuno statuatur, ut utra manus oslerius oommissionsm suam peregerit, oum altera statim oonsunZatur all opus oslerius portioienllum, Dallosgus extra Italiam ponitus sudinovsnllos. VII. Itsm gliall Dranoisous Kkortia praelliotus tonoatur, reoepto Duoatu blelliolani, et Dallis expulsis, etiamsi nonllum aroes rsouporatas kuorint, ouraro, ut praekatis Dapas et Daesari restituantur soptuaginta guingus miilia lluoatorum in termino lluorum monsium, st in alio aliorum lluorum mensium tormino alia ssptua^inta guingue pro tanto aoospto denetieio et pro tantis expensis, ad ipsis Dontilloe et Daesars in ejus oommollum atguo donorem kaotis: gua in totum oontum guinguapinta millia lluoatorum Dontilex et Daesar pro rata parte imponsas in Ilolvetios kaotao inter so llivillant. IX. Item guo tempore Ilelvetii Nelliolani versus, vlassis maritima Donuam sussu st auspioiis Daesaris oontenllont, eollsm tempore orllinaro llsdeat Daosar, ut sx Ilegna Xeapolitano guingenti eguitss oatapdraoti all sanllom proporent oxpellitionem: gui guillem jain nuno sud alio volare et praetsxtu ftplall laoile orit) in unum oogenlli sunt, Dononia suo tempore ooleritsr mittonlli: guidus per Ktatum Kanotao Doolesiae trans- euntidus totillem ex suis aut etiam plures allsunMt summus Dontikox: gui omnes vonsunoti et uniti, guo opus lusrit, tompkstive lluoantur. Mai 1521 XIII. Item, ut omnibus in robus apparoat daosaroao Nsjostatis orga Kunotam Kodoui Xpostolioum, amor et obsorvantia, utguo es, in omno jus sibi dobituiu rostituutur plonurio, ouin olurius Inas sit, Dorrarium nil ipsam Kodein omni rationo st oausu portinors, proiuittit ssronissimus Onosar amnom viin. omnom po- tontinm suam, nti^uo uuxilium, ut on sidom Kodi Xpostolioao roouporotur: modus autoin onm obtinoudi sie kuturus est kuoilis, ut upparot, ot oxpoditus ot non inagnao imponsuo. 11t priwuru invadoutos Ktatum Nodiolanonsom llolvotü Dallas oxpuloriut ot nondum roooptis aroibus subito Doi'rariam doduoautur; itomgus maritimas Dopiao, rooopta Donua, itinoro torrostri ad oandoin oivitatem Dorrariao oontinno iiiittnntui', oto. XIX. Itom promittit Kanotissimus Dominus Xostor, so omni auxilio alkuturum soronissimo (iaosari, guotiosoungus illo bollum ooutra Vsnotos sit susoopturus, omuibus viribus suis tomxoralibus ot spiritualibus, noo non in omuibus aliis robus, negotii«, liollo, ot paoo, so oum oadom ölajostato Daosaroa sompor eon- juuotissimum kuturum, ut ros ipsius Daosaris oodom liaboat looo, <>uo suas, in omuibus st per omnia. (juoniam autom lortissima Ilolvotiorum natio oum bao Kauota Kode oonjuuotissima sompor kuit, multaguo praoolara gossit laoinora ad ooolosiastioam libsrtatom dotsndoudam, ao praosortim oontra oosdom Hallos, undo illustrilzus titulis moruit dooorari, oamguo sanotissimus Dominus nostor sooum omni tomporo vult osso eoujuuotam, guam oandom koro non dulntat obsorvantissimam Najostatis Daosaroao; idoiroo in kos Doodoro vult osso oomprobousam, prout Kanotitas sua kam oomprolisndit ot nominat. 14 Mcuenvurg. 1521, 13. MiN f. (Montag vor dem Psingsttag f.) StaatSarcliiv Lucern: Acten Neuenbürg. Staatsarchiv Züricli: Abschiede Bd. 8. toi. 108. Tschudische Abschiede-Sammlung, Bd. 5. Kr. 3t. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, 1'. p. 320. 327. KantvnSarchiv Schaffhansen: Abschiede. KalltonSbibliothek . 2) 1521, 15. Mai. Bern au Besantzon, Antwort auf dessen Schreiben wegen der Rüstungen des Königs von Frankreich. Man wisse nichts von feindlichen Anschlägen gegen die Grafschaft Burgund, könne auch nicht glauben, daß der König dieselbe anzugreisen gedenke, da man sie in dem Bündniß mit ihm vorbehalten habe, und bezweifle daher nicht, daß er nicht versuchen werde, diesem Vertrag zuwider etwas zu thu», waS den Eidgenossen mißfallen müßte. Erführe man etwas Weiteres, so würde man das nicht verschweigen, ?c. St, Zt. Bern: Latein, Miss. N, k, 4«g l>, 3) 1521, 16. Mai, Bern an den König von Frankreich. Unmilitsr 8080 kaoiunt rsoommsiiäatos. (lliristia- nissims st inolxtissims Rex, lisros Aratiosissimo. Uorvsnit act aurss nostras noimullos rsZio mafsstatis vsstro vapitansos st arnmtos oontra Uui'Auväis oomitatum vorba minatoria proksrrs in sam kormam, nt manu korti ipsum oomitatulu iuvaäsre st Sontra suiulsm guorram movsro vslint, guoä, si ita, proksoto nobis niolsstum korst; sunt sniin anteäioti eis oomitatu UurAunäis nobis st oonksclsratis nostris porpstuo st linsäissolubili uuions sonsunoti st sx so in kosäsribus novissims intsr ro^iam mafsstatsw vostram st nos sonvtrasti« rssorvati, st gnamgnam tirmissimo orsäimus Itninsmoeli vorba minatoria clo insnts st voluntats rsgäs niais- statis vsstrs minims prossäors nos sancksin Sontra ipsum Uurgmuäis soiuitatnin aliguiä kaoti oporis attsmptaro vslls, attamsn rsgiain maisstatsm vostram äs lniiusmoäi ovsurrsntiis volumus kaosro sortiorsm, sanäsm plnrimuin imprsoantos, ut oapitansis st arinatis siusäsm manäarv st inlnbori äiAustur, guoä ab buinsmoäi vsrbis minatorüs ässistant st sontra soinitatum ipsum kurAnnäias nibil sorurn attsmptsnt guuä siäom äainnum ssn nosumsntum st sx so ingnistsin atksrrs possit, (Zuurn onim nobis st nostris sx ipso oomitatu Ilurgunäis ob msroimoniam salis et alias res non moäioa rssultat utilitas, ^ratissimum nobis srit, rsAmm inaiostatsm vostram pstitioni bnio nostrs vomplaouisso, gus st kslioissims valoat. St, A. Bern: Latein, Miss. II, t, 4SI », Zu I». Vergleiche die Beruer Instruction fAbsch. 3'. p, 291—296): Vollmacht, mit andern Boten Hülfe zu gewähren... „Und besnnder so bedüechte min Herren, diewil der Ammann Stolß (Stulz? von Unterwalden) durch sin red und kundschaft des' umbgebrachten tod merklichen gefürdret hat, auch die von Nüwenburg mit frag an der marter witer gehandlet haben, dann aber inen erlaubt ist gewäsen, daß st deßhalb iren teil ouch tragen und der bemelten frowen zno hilf sollten kommen",,. Dieselbe Jnjtruction enthält noch zwei andere zu bemerkende Stellen: „Und als dann gemeint wirt, von etlichen besundren Orten Kotten zno ordnen, disen tag der Jarrechnung in namen der übrigen aller zno verwalten, will minen Herren sölichs nit gefallen; dann nachdem das ganz jar vil 38 Mai 1521, Händel uf die Jarrechnnng angestellt werden, will die »otdnrft erhöuschen, daß gmeincr Eidgnoschaft botten zuo- smnen kamen, und niemand gesündret solle werden." „Witer so uernemen min Herren, wie dem botten uon Unterwalden, als der hie fürgeritten ist, nit geschenkt sye; dcßhalb wällen min Herren gegen im verantwurten und im sagen, daß solichs uß vergeßlicheit des wirts und uß deheinem argen sye beschächcn." Zu «?. Ein Project für den fraglichen Revers ist dem Zürcher, Berner, Lucerner, Basler, Freibnrger und Schaffhauser Abschied einverleibt; dasselbe stimmt, von wenigen, ganz bedeutungslosen Aenderungen im Ausdruck abgesehen, mit der in Band III" S. 1358 abgedruckten definitiven Urkunde uberein. Zu «I. I. Vgl. Absch. 151k, 27. Sept. i; 18. Oct. n; 1517, 2. Oct. a; 1519, 27. Juni o; 1529, 5. Mai v; 5. Sept. 1; 2. Oct. g. Zu «I. 2. Siehe unten Absch. 22. Mai, a. — Hieher gehört vermuthlich der im Staatsarchiv Bern HA. Zugewandte Orte I, Neuenbürg) aufbewahrte lateinische und deutsche Vortrag der Botschaft der Erzherzogin, betreffend den Marchstreit bei Morteau, w. Bei dem Schaffhauser Exemplar liegt eine Abschrift des Burgrechts zwischen Solothnrn und Landcron, d. d. Montag nach St. Ulrich (5. Juli) 1591, ans der Solothurner Canzlei; vermuthlich wurden solche Abschriften allen Botschaften oder Ständen zugefertigt. 15 Zürich. 1521,, 13. Mai (Montag vor Pfingsten), Staatsarchiv Zürich: Nalhsbuch kol. 181. (1.) „Als küngklicher Mt, von Frankrich, deßglich unser getrüwcu lieben Eidgnossen von sechs Orten in namen der zwelf Orten treffenlich botschaften vor nrinen Herren Räten und Burgern sind erschinen und sy habent mit früntlichen guoten Worten uitd vermanungen hoch und ernstlich gebetten, diswyl küngklich Mt. und die zwölf Ort ein früntliche hilfliche vereinung mit einander habint abgeredt und angenommen, darvon sich dann mine Herren bißhar habint gesnndert und darin »it wollen gon, daß nunc Herren nochmals wöllint ansehen, was dem Küng, uns Eidgnossen und allen gestalten der fachen nach daran well gelegen sin, und im namen gotts mit inen in solich pündtnis ouch gon; des werdint der Küng und alle Ort sölichs umb mine Herren getrülich verdienen, zuo dem, daß sölichs uns Eidgnossen, ouch einer statt Zürich, zuo lob, nutz und ere werde komm und reichen, (2.) habent uf das mine Herren Rät und Burger sich erkennt und geantwurt: Diewil der Handel schwer und groß syg, so wellint mine herreit den lassen langen an ir landschaft und biderben lüt und darin erkennen (erkonum?) derselben will und Meinung und demnach witer ratschlagen und autwurten." Gestrichen ist diese Stelle: „Des ersten, dem französischen botten: Wir habint ein guoten lutren friden, der sich einer früntlichen vereimmg ivol vergliche, und' sig nit minder dann ein einung, anders dann dz darin kein hilf stand; dabi lassint m. h. (es) irs teils bliben und wöllint solchen frid trülich halten und syent der Hoffnung, der Küng 'halte sölchen friden ouch und sye gegen m. h. sich deß lassen benüegen und kein Ungunst oder Unwillen haben, dz m. h. in dise hilfliche vereinung nit gangint." Diese Meinung dürfte den Hauptinhalt des von Hottinger, Geschichte der Eidgenossen während der Zeit der Kirchentrennung, I (Müller VI), x. 42 N. 62 nach Gaillard eitirten Antwortschreibens an den König bilden, dessen Tcrt nicht beigebracht werden konnte. Mai 1521, 39 Den Vortrag der Rathsbotschaften an die Zünfte und die Lnndsgemeinden, d. d. Donstng vor Pfingsten (16. Mai), der im Sinne des Reformators Zwingli gegen die neue Vereinung mit Frankreich ernste Bedenken geltend machte, gibt Bnlliuger's Reformationsgeschichte I, 42—47 (nach einer nicht ganz corrccten Copie). Die Antworten der Gemeinden vcrnnlaßtcn Zürich zu folgender Kundgebung: 1521, 22. Mai (Mittwoch vor U. Herrn Fronleichnamstag). Zürich an Lucern (und ebenso an die übrigen Orte): Sie werden wissen, wie der Kaiser und der König von Frankreich seit einiger Zeit an die XIII Orte allerlei Werbungen gethan, wie man jenen mit freundlichen Worten abgefertigt, der König aber die zwölf Orte für eine neue Vereinung über den Frieden Hinalls gewonnen habe. Obwohl sich Zürich auf allen Tagen vor den Eidgenossen in dem Sinne ausgesprochen, daß es die gefährlichen Artikel dieser Vrreinung nicht eingehen wolle, so sei doch des Königs Gesandtschaft, der Herr von Lamet, mehrmals vor den Rüthen erschienen, und letzthin eine Botschaft von sechs Orten inr Namen der zwölf vor sie gekommen, um Zürich mit allem Ernst zu bitten und zu ermahnen, das Bündniß auch anzunehmen, w. Mail habe diesen Boten keine endliche Antwort gegebeil, sondern die Sache vorerst an die Gemeinden zu Stadt und Land bringen wollen; nachdem dies geschehen, finde man jetzt die Angehörigen überall cinmündig, daß sie die Herreil zum höchsten bitteil, anrufen und ermahnen, in eine solche Vereinung nicht zu gehen, ihre Söhne nicht in frcmdc Dienste zu entführen, noch sie andern Leuten unterthänig zu machen. Darauf habe man sich einhellig entschlossen, daß man in die schweren Artikel dieser Vereinung nicht gehen könne, sondern „ongecignete" freie Eidgenossen bleiben, heißen und sein wolle; aber damit glaube man sich von den Eidgenossen nicht gcsöndert zu haben, sondern wolle die alten Bünde, soweit Ehre, Leib und Gut reichen, in der Zuversicht halten, daß sie von andern auch gehalten werden, ebenso dem gemeinsam besiegelten Frieden mit dem König von Frankreich keineswegs widerwärtig sein, ?c. Diese Antwort mögen die Eidgenossen im Bisten aufnehmen, u. s. f. St. A. Bern: A.Zürich, I. — St. A. Lucern: A. Frankreich. — KantonSarchiv Schasfhnnsen: Korrespondenzen. R« , „Als unser getrüiv lieb Eidgnossen von Glarus ir botschaft vor minen Herren gehebt inid sy gebetten habent, als sy setz mit andren Eidgnossen und gar nach allen Zuogewandten in die französisch vereinung syent gangen, darin aber in. h. bißhar nit habint wollen gon, (und begert?), daß sy von beschechncn manungen wölltind ston, alles mit früntlichen guoten Meinungen und ivorten, also habent mine Herren inen gcantwurt, die sechs Ort ^ habint in »amen der xij Orten m. h. gebetten, ouch in solich einung ze gond; da gangint jetzent m. h. mit dem Handel uinb, und so sy ir Handlung zesamen bringint, wellint sy über den Handel wyter sitzen und sich einer antivurt entschließen, da sy getruwint, dz es solle sin einer Eidgnoschaft und der statt Zürich lob und ere, und künnint setz kein antwurt gen." 2. „Uf sölichs . . . habent sy ivyter gefeit, sy hettind sich einer unabgeschlagnen antwurt versehen und syent der Hoffnung, es werde noch nach irem beger ein antwurt (gegeben); dann Ivo das nit sin sölt, wöllint sy fürfaren und der manung halb minen Herren eins rechten sin und darzuo, ob sy es schon mit dem rechten ver- lurint, wöllint sy dennocht die iren lassen laufen." 3. „Also habent mine Herren es bi obgeschribner antivurt lassen bliben." lieber die an Glarus (allein?) gerichtete Mahnung ist durchaus keine weitere Nachricht aufzufinden. Auf die Bünde gestützte Abmahnungen an verschiedene Orte fanden übrigens, lant der im Zürcher Staatsarchiv vorhandenen Acten, durch Zürich und Schwyz bereits im Jahr 1520 statt. Vgl. Absch. 21. April. Neuenbürg. 1521, 22. sbiü 25.) Mai (Mittwoch nach Pfingsten sf.). Katttvttsbibliotliek Freiburg: Girard. Sammlung Bd. XV. Abschied betreffend die Märchen zwischen den Grafschaften Burgund und Neuenbürg. 1. Anfangs sind die Anwälte beider Parteien samt den Landleuten ans einer der streitigen Oertlichkeiten („eim stoß") erschienen, nämlich bei der March, welche die drei Herrschaften Burgund, Savoyen und Neuenburg scheidet. Der Platz heißt die „Weite" (Iws INaocm?); dastehen um einen Brunnen herum drei Steine. Dahin sind auch der Vogt vom hl. Kreuz und einige Landlente für den Herzog von Savoyen gekommen. 2. Die burgundischen Anwälte erinnern nun an den letzte» Abschied von Neuenburg und richten an die Eidgenosse» die Frage, ob sie irgend welche Gewahrsamen vorzulegen hätten; die ihrigen würden sie (die Burgunder) dann auch zeigen. — Die eidgenössischen Boten antworten, sie seien nicht gesonnen, etwas vorzuweisen, da sie sich auf ihrem Mai 1521 41 eigenen Boden befinden; wenn aber die Burgunder gegen diese Märchen etwas einzuwenden hätten, so sollen sie darum ihre Briefe erlegen, damit man erkenne, wer zu dieser March ein Recht habe. 3. Darauf erwidern die Burgundischen, die Wiese, worin der Brunnen liege, haben die Landleute von Liffors (luos I^ourga?) ausgereutet, die zu der Herrschaft Jonx gehören; diesen Platz habe dann einer von Neuenburg in Pacht genommen („gea- modiert"), wie die drei vorliegenden Admodiationsbriefe darthnn; darum machen sie Anspruch auf dessen Besitz. Sodann legen sie einen alten Rechtshandel vor, nämlich zwischen dem Herrn von Jonx und denen von Les Fonrgs, in welchem der Brunnen noch nicht als March bezeichnet worden. Ferner legen sie einen papierenen Auszug ein, der von einer geraden March von La Beaume aux Chievres über Noirvanx zur „weißen Flue" rede, „darin aber kein glauben ist zuo setzen". Hienach begehren sie, Vaß man sie bei der bisherigen Nutzung bleiben lasse; dann wollen sie gerne marchen. 4. Dagegen legen die Eidgenossen einen Brief vom I. 1372 vor, welcher zeigt, wie Gras Ludwig von Neuenbürg und seine unehelichen Söhne Walter und Hans die Herrschaft Verrieres als Lehen übergeben haben, mit Bewilligung des Prinzen von Oranges, Johann von Ehalons, von dem dieselbe als Lehen abhängt; die reicht vom Thurm Bayard bis a la Combate de Mijoux (?), von hier weg bis zum Brunnen von „Wyte", dem Brunnen von Germenan und der Höhe des Moni du Say, dann über das Gut le mees Rolin nach Chivens und wieder hinauf zur Höhe des Allcmans ,'c. Gegen die Behauptung, daß die Burgundischen die streitige Matte hergestellt, wird geltend gemacht, daß früher beide Herrschafteil in Einer Hand gewesen; nachdem aber die Heines Herrschaft „verändert" worden, habe man denjenigen, der die Matte von denen von Les Fonrgs empfangen, gestraft und (genöthigt), sie von den Eidgenossen zu nehmen. Vor Zeiten sei bei dem Brunnen eine Tanne gestanden, deren Stock viele noch lebende Leute gesehen, lind zwar daß ein stählerner Nagel als March darin geschlagen gewesen. Deßhalb begehren die eidg. Anwälte bei dem Ihren zu bleiben und anerbieten Halls diese Bedingung hin) zu marchen; wenn die Burgunder das nicht annähmen, so müßten sie, die Eidgenossen, solches ihren Herren verkünden. 5. Hierauf haben die Burgunder weiter angebracht, wie vor etwa vierzig Jahreil, als der Markgraf von Neuenbürg auch die Herrschaft Jonx besessen, ein gewisser Lambelet im Wald erschossen worden, der todte Mann nicht habe ausgehoben werden dürfen, bevor das Gericht von Jonx dahin gekommen. — „Also" haben die Eidgenossen über zwanzig Zeugen hdafür) gefunden, daß der noch lebende Mann bis Verrieres geführt, da mit dem hl. Sacrament versehen und von keinem Gerichte aufgehoben worden, alles mit viel mehr „inzügen". 6. Nun wenden die Burgunder ein, „dieser Brunnen" sei keineswegs der von „Wyte", sondern eine Lache; auch seien die drei Steine nie dahin gelegt wordeil. Hinwider stellen die Eidgenossen an die anwesenden Savoyer die Frage, ob sie je den Brunnen als ihre March betrachtet haben oder nicht; die erklären nun, der Brunnen habe von jeher die drei Herrschaften geschieden, und wenn ein Bär unterhalb gegen „der Bysen" gefangen würde, so gehörte das Haupt nach Neuenburg; wäre er oberhalb gefangen, so gehörte es nach Burgund, und würde er „über Ort" gegen Savoyen gefangen, so gehörte er dorthin; so sei es vor vielen Jahren schon Brauch gewesen. 7. Da die eidgenössischen Boten die Burgunder nicht haben abweisen können, indem diese einen andern Brunnen zeigten, eine Viertelmeile entfernt, bei einem mächtigen Wald, wo die von Valtravers das Eisenerz für ihre Schmieden nehmen, so hat man zu keinem Austrng gelange» könneil, sondern alles das heimzubringen beschlossen. Dabei wurde den Burgundern verboteil, in dieser Gegend vor Entscheidung des Spans zu holzen oder zu weiden, k». Es weiß jeder Bote, wie man bei der March (am) Ehanmont, oberhalb Neuenbürg, gewesen ist; da ist eine Botschaft der Gräfin von Valendis erschienen, dagegen auch eine von den Bürgern zu Neuenbürg und von Landeron, die ihre Freiheiten vorgelegt haben. Nach Verhörung der Parteieil hat man denen von Palendig verboten, an dem Berg (auf der Seite) gegen Neuenbürg irgend etwas zu nutzen bis zum Austrag a 42 Juni 1521 der Sache. Diesen Bescheid haben die Boten der Gräfin an ihre Herrschaft gebracht nnd darauf eine Antwort geschickt, die jeder Bote kennt. Für den Fall, daß „sie" auf dem streitigen Boden betroffen würden, ist den Amtleuten befohlen, dieselben zu pfänden. Zu I». Im Original schließt sich dem Text eine Uebersetzung der erwähnten Antwort an unter dem Titel: „Hienach folget die antwurt, so die frouw von Walladis than hat, von der wälsch uf das verständlichist der substanz getütschet": Gianda de Vergey an die Boten der XII Orte, d. d. Vallangin St. Urbans Tag (25. Mai). Befremden über die getroffene Entscheidung und die Verkümmerung an ihren alten Rechten, n. RS * Mern. 1521, Anfang Juni. Staatsarchiv Bern: Teutsch Spruchbuch 55. 510. Spruch der Städte Bern und Freiburg in dem seit längerer Zeit verhandelten Span zwischen dem Bischof von Lausanne und seinen Unterthanen von Avenches und Faoug auf der einen, und der Stadt Murten auf der andern Seite, betreffend die Grenzen am Murtnersee und andere daran hängende Rechtsverhältnisse. Neber die früheren Verhandlungen ist Nr. 5 zu vergleichen. Ferner liegen folgende Acten vor: 1) 1521, 23. April (ipsa Georgi). Freiburg an Bern. 1. Dank für die mitgetheilten Nachrichten aus Lucern und Italien, sc. 2. Die Wahl der zwei Zugesetzten in dem Span zum Heiligen Kreuz, des Abtes zu Bellelay und des Stadtschreibers von Biel, heiße man gut und bitte, deßhalb Tag anzusetzen. 3. Gestern habe man zu Murten eine Botschaft gehabt, um die Marchung des Sees gegen dem Bischof von Lausanne zu endlichem Abschluß zu bringen; da die Boten von Bern aber ausgeblieben, und die andern die Ursache nicht gekannt, so haben sie einen Abschied gemacht, was nun Bern entschuldigen wolle; damit man aber der täglichen Klagen los werde, müsse der Handel zu einem Austrag kommen, und bitte man Bern des freundlichsten, dafür einen Tag zu bestimmen, jedoch nicht vor Crucis (3. Mai), und denselben allen Theilen zu verkünden. K. A. Fr-wurg: Miss. Bd. vm. in. 2) 1521, 7. Mai. Bern an den Bischof von Lausanne. Antwort auf dessen Zuschrift betreffend die Streitigkeiten am Murtnersee. Daß man diesseits den letzten Tag daselbst nicht besucht habe, erkläre sich daraus, daß man von Freibnrg keine Anzeige erhalten; weil jetzt aber auf Sonntag (vor? nach?) Corporis Christi ein anderer Tag bestimmt sei, so werde man eine Botschaft dahin verordnen, und weil man inzwischen keine Neuerung zulassen wolle, so sei man entschlossen, die Muriner zur Ruhe zu ermahnen, ?c. St. A. B-m-M-w. Miss. ». e. 4ss v. - 3) 1521, 10. Juni (Montag nach Mednrdi), Bern. Beschluß den zu Murten verabredeten Vertrag betreffend den Murtnersee anzunehmen. Jeder Theil soll seine Kosten selbst tragen, „anders dann" (daß) jede Stadt den Murinem 10 Kronen (daran) geben (soll). - St. A.B-m: Rathsmanual. Ob um diese Zeit ein Tag in Murten stattgefunden, konnte nicht sicher ermittelt werden; der Spruch ist in Bern gegeben unter dem Datum „im Monat Juni". Ein wörtlicher Abdruck desselben findet sich bei Engelhard, Chronik und Bürgerbuch der Stadt Murten, 1328, p. 226—30 (lateinisch). Juni 1521. 43 Mern. 1521, 7. (bis 14.?) Juni f. (Freitag vor Medardi ff.). Staatsarchiv Luccrn: Mg. Wich. a. r k. 150. Staatsarchiv Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. s, Nr. SS. Staatsarchiv Bern: Mg. cidg. Absch. r. x. sss. Abscheide swe ». 1. Antwortbegehren des Herrn von Lainet über die Abforderung deren von Glarus und (die Werbung) der 6000 Knechte. Glarus erwiedert, dieser Anzug sei nicht nothwendig gewesen, indem es die Vercinung angenommen und besiegelt habe; wenn aber Zürich von der gethanen Absonderung nicht abstehe, so könne es demselben, nach Inhalt der Bünde, das Recht nicht vorenthalten; sobald jedoch, das versichere es, die sechs Orte dein König die Knechte geben, werde Glarus es auch thun und dafür hinter dieselben Schirmbrief und Siegel legen; es erwarte daher, daß der König es halten werde gleich den übrigen Orten. 2. Obschon Herr von Lamet diese Antwort genügend findet, begehrt er doch, daß sie dein König schriftlich mitgetheilt werde, was ihm auch zugesagt wird. 3. Da zur Bewilligung der 6000 Knechte nicht alle Orte Vollmacht haben, so wird dieses Geschäft wieder heimgebracht, um auf den? Tage zu Bern darüber Antwort zu geben. >>. Stampa verantwortet sich auf das Schreiben, welches der Cardinal von Sitten an (über?) den Bischof von Lodi geschrieben, worin nämlich seine Ehre angegriffen ist, weßhalb er sich sofort nach Zürich verfügen will, uni den Herrn von Lodi, da sie beide daselbst Burger sind, zu „berechtigen"; dabei bittet er, die zum König zu sendenden Boten zu seinen Gunsten zu instruiren. Heimzubringen. «». Abschied auf das Anbringen der Botschaft „aus dem Grauen Bund". Nachdem man die fünf Artikel ihres Vortrages gehört, hat man einige Boten verordnet, um dieselben dein Herrn von Lamet vorzulegen. 1. Das Begehren der Bündner, ihnen drei Plätze und Dörfer am Comerfee abzutreten, hat der Gesandte abgeschlagen, in der Meinung, wenn der König de?? Eidgenossen Balerna und Mendris vorenthalte und ihnen deßhalb laut der Capitel Recht geboten, so gebühre ihm nicht, die voi? den Bünden mehr als sie zu berücksichtige??, und erbiete er sich auch gegen jene zu billigen? Recht. 2. Der Pensionen halb erklärt die königliche Botschaft, es werden jede»? der drei Bünde, der in das jetzige Bündniß trete, über die bisherigen 2000 Franken noch 1000 gegeben, wie andern Orten der Eidgenossenschaft. 3. In Betreff der Hauptmannschaft läßt der Gesandte zu, daß der Grane Bund eine?? Hauptmann habe, doch mit der Bedingung, daß derselbe aus den andern Bünden keine Knechte annehme. 4. Der Abt von Disfentis soll seine Ansprache an den Grandmaitre durch seine Titel erweisen und durch die Bote??, die nach Frankreich reisen, dein König vorbringen lassen; werde ihm dann nicht gütlich Abtrag geleistet, so stehe ihm das Recht offen. 5. Wen?? die von? Grauen Bund mit diesen Antworten sich begnügen und die Vereinung annehmen wolle??, so sollen sie ihr Siegel sofort nach Lucern senden und die beiden Briefe besiegeln lassen; dagegen werden ihnen die 1000 Franken ausgerichtet werden. Geschehen Montag nach Medardi (10. Juni) 1521. St. sc. B-m- Mch. Sammlung, i. »?s- »?9. -) Der deutsche für die Eidgenossen, der lateinische für den Köllig. Juni 1521, 45 Aus dem Berner Rathsbuch lassen wir noch einige. andere Aufzeichnungen folgen: I». 1521, 7, Juni (Freitag nach Erasini). Bern. „Uf disem tag sind gemeiner Eidgnossen botten nach dem mal by einander,? versamlct gewesen bis au Zug, und ward des ersten fürgenommeu der Handel und span die von Linicres und etlich von der grafschaft Nnwcnburg bcrnercnd, ??nd nach underrichtnng des landvogts abgeredt, daß bcid teil b>) ircm weidgang bcliben, nnd jeder teil den andern solle lassen faren, wie von alter har gebracht ist, ?,nd aber daby die, so den staffcl nnwlich ufgericht haben, mit demselben stillstan, biß darumb rechtliche erlanntnuß wirt bcschehen." «>. „So dennc bcrüerend den span z?vüscheu miuer sroiven von Baleudis von wegen irer uuderthanen von Savanier (Savagnier) und den b??rgern von Nüwenburg, etlicher ir weidgäng halb hangend, ist angesechen, daß der landvogt beiden teilen ein guot gemein gericht besamlcn, ir gerechtigkeit und gewarsamen, (ouch) kundschaft zuo hören, und dannathin dem rechten sinen cgang solle lasset?, und ob einicher teil beswert wurde, der mag appellieren für die botten, so uf der nächsten jarrechnung zuosamen komen. Nit dester minder sollen in mittler zyt und bis ustrag der fach beid teil zuosamen faren und den weidgang brachen wie von alter har." ». „Und alsdann min Herr Schultheiß von Wattenwyl angezogen hat, wie die kind von Collnmbier uf eine?,? zechenden den dritten teil von alter har gehebt, welichcn aber der schaffner ganz inneine, nnd denselben kinden iren teil verhalte, ist uf underrichtnng des landvogts abgeredt, wo hiezwüschen der lichung derselb landvogt nützit anders sindt, dann er setz erkundet hat, daß er alldann die vermelten kind by iren? teil des zechenden solle lassen beliben." 8, „So sind dann die von Hallow gewisen uf den jetzigen tag gan Baden, daselbs den Handel anzuoziechen und darüber Kescheid zuo erwarten." 4. „Ward geraten Herrn Fritz von Andlow ein fründlich schrist an die Regenten zuo Stnotgärten zuo geben, als in? Missivenbuoch stat." In beiden Berner Exemplaren fehlt l; im einen fehlen auch in und n; I'—I«, Ii in? Stiftsarchiv St. Gallen; »—t finden sich nur in Bern. Zu Der Wortlaut der unter de»? Datum 9. Juni von den eidg. Botschaften an den König, den Herzog Ulrich von Würtemberg und Graf Wilhelm von Fürstcnberg erlassenen Abmahnnngsschreiben, die im Wesentlichen den in Berns Erlaß von? 16. Mai (S. 37, Nr. 3) entwickelten Motiven entsprechen, findet sich im Staatsarchiv Bern: Latein. Miss. I. 3—5. — Ebendaselbst ist die Antwort an die (Erzherzogin?), worin auf die obigen Schriften und die mündliche Unterhandlung mit den? König hingewiesen wird, nnd ein Schreiben der drei Städte an den Herzog von Würtemberg, behufs Sicherung der Stadt Besaiwon, eingetragen, beide Acten von? 9. Juni. Ferner sind hier zu erwähnen die zwei am gleichen Ort aufgenommenen Formulare für Quittungen für die erste Zahlung der Pcnsionszulage von 1999 Franken, die der König jedem Ort bewilligt hatte. (Für Lnccrn, Unterwalden, :c., d. d. 9. Juni). Die Zahlung erfolgte durch Anton voi? Lamet. ?v. k«i. s. 7. Zu 1521, 29. Mai. Bern an den Herzog von Savoycn. Antwort ans die Anzeige von seiner Verlobung, nebst Beglückwünschung. Sein Gesuch um Abordnung einer Botschaft zu dem Feste seiner Vermählung werde man den Eidgenossen vorlegen, in der Zuversicht, daß sie demselben entsprechen, ?c. St. A. Bern: Latein. Missiven, II. I. 492 k. Zu e. 1521, 16. Mai. Bern an den Herzog von Savoyen. Man vernehme, wie der Kaiser ans Anhalten des Cardinals von Sitten die Landlcnte von Wallis mit der Acht beschwere, was diese um so härter dünke, als der Herzog den Auftrag habe, diese Strafe zur Vollziehung zu bringen; sie bitten daher um etwelche Verwendung bei ihm. Wiewohl man bisher keine» Thcil gehindert habe, sein Recht zu verfolgen, müsse man doch bedenken, daß wenn der Herzog die Walliser in den? gewohnten freundlichen Verkehr beschränken und thätlich gegen sie handeln wollte, größere Irrungen und Gefahren daraus entspringen könnten, und da man schuldig sei, ihn vor Schaden zu warnen, so habe man diese Vorstellung nickt unterlassen wollen, damit er Mitteln nachdenken könne, durch .welche beide Theilc vor Widerwärtigkeiten bewahrt bleiben würden, ?c. St. A. B«»: Miss!»-», v.r. 490. 46 Juni 1521. Zu lt. 1) 1521, II. Mai (Samstag nach der Auffahrt), Zürich, Versammlung der Rätste und Burger. Da Albrecht vom Stein trotz dem gegen ihn herrschenden Unwillen unerlaubt in die Stadt gekommen, woraus noch größere Unruhe erwachsen könnte, so bitten seine Freunde, und besonders Hans Escher, in Albrechts Namen, um die Erlaubniß, sich vor den Röthen zu verantworten, wobei er erbiete, Gelübde zum Recht abzulegen oder sich gefangen zu geben und auf alle Mittel der Einrede Verzicht zu thun ?c. In Betracht, daß er ein besoldeter Diener des französischen Königs, mit dem man jetzt in wichtige Geschäfte verflochten ist, hat man mit Rücksicht auf die waltende Stimmung beschlossen, daß der vom Stein sofort Stadt und Land verlassen solle; will er sich damit nicht beruhigen, so mag er bei ruhigerer Zeit wieder kommen; dann soll man alle Sachen, die sowohl ihn als den Grafen von Arona berühren, verhören und darin handeln. Rathsbuch r. iso >>. 2) 1521, 22. Mai (Mittwoch nach Pfingsten). Bern an Zürich. Albrecht vom Stein klage, wie er letzthin in Zürich von Etlichen an seiner Ehre schwer verletzt, nämlich ein verrätherischer Bösewicht gescholten worden, aber kein Recht dagegen habe erlangen können, indem Zürich der zu besorgenden Unruhe wegen ihn gütlich abgewiesen; da er aber meine unschuldig zu sein und um Hülfe zum Rechten bitte, so begehre man hicmit, zugleich um zu erfahren, was auf ihm lasten möchte, daß ihm und seiner Gegenpartei ein Tag zu ihrer Verhörung verkündet und nach Befund geurtheilt werde; dem wolle Albrecht vom Stein nachkommen und nöthigenfalls die erforderliche Bürgschaft stellen, daß er dem Recht nicht ausweichen werde, :c. Darüber begehre man umgehende Antwort. St. B. Bern: Teutsch Miss. 0. 336. 3) 1521, 14. Juni (Freitag nach Onophrii), Bern. Die Räthe gemeiner Eidgenossen an Zürich. Albrecht vom Stein habe sich deklagt, daß er von Jakob Gyslinger beschimpft worden sei, aber trotz dem Erbieten, Bürgschaft zu stellen und sich selbst in Gefangenschaft zu geben bis zum „Erfolg" des Urtheils, das begehrte Recht in Zürich nicht gefunden; auch Hie Verwendung von Bern habe keinen Erfolg gehabt; weil nun die Sache seine Ehre, Leib und Gut berühre, so könne er solches nicht ruhen lassen, und bitte er, ihm zu austräglichem Rechten zu verhelfen oder ihm zu vergönnen, seine Gegner überall anzufallen und dadurch zum Rechten zu bringen; nachdem er schon auf vielen Tagen um Recht gegen seine Verleumder angerufen, und niemand ihm habe antworten wollen, seien endlich die Eidgenossen bewogen worden, ihn für unschuldig zu halten, ?c. Dieses Anbringen habe man beschlossen heimzubringen und auf dem nächsten Tage zu Bern den) Genannten Bescheid zu geben, was man hiemit Zürich berichte, damit es sich dort zu erklären wisse. St. A. Zürich: A. B-m. — St. A. Bern: Teutsch Miss. <>. »40—841 (Donstag nach Medard!, d. i. lg. d.). Zu i. 1) 1521, 14. Mai, Jesi. Hauptmann zc. und Räthe an Zürich, „llewern gnaden thuond wir hiemit zuo wüsten uf das schriben, das wir ü. g. von Esia gethan habend, uns nit zwpfelt, ü. g. habend allen Handel ivol verstanden, wie dann b. H. gemein hoptlüt gen Rom beschickt hat, und die bemelten hoptlüt sin H. trülichen mit fürsten und Herren und gschütz im Balast und in der Engelburg, der Eidgnoschaft und den hoptlüten zuo lob und eren, gegen uns geschickt und das gcschütz abgelassen, als wann ein küng und ander fürsten kämend. Und uf sömlichs sin H. mit den hoptlüten gemeinlich und sonderlich red gehalten und alles crzelt die ursach, worum sin H. die Eidgnossen als stner H. sülr beschickt hat, . . . daß etlich spend, die der kilchcn und siner H. widerwertig gewesen syend, die selbigen nun also sich siner H. undertheuig gemacht und vilicht ein forcht gehept (ab) unser der Eidgnossen zuokunft; sind auch die Spaniöler . . . hindersich geruckt und uf (ir) ertrich zogen, und also (hat) uns sin H. zuo verstan geben, daß zuo ersorgen wäre, wenn er also uns ... wider nach den drn manoten urlopte..., daß villicht die bemelten widerwärtigen und Spaniöler also in das land (fallen) und ungehorsam widerum erscheinten, und darum uns Eidgnossen nit urlob könne geben, sondern noch dry manoten, zum mindsten zwen manct behalten und uns die Eidgnossen wie bißhar trülichen bezalen und abferggen, und also gemein hoptlüt uf Frytag nach der Uffart (1v. Mai) wider von Rom gescheiden, und uns hoptlüt, lütiner und fenner, räten und ämpter mit erlichen schenken begäbet und den gemeinen knechten zuogesagt, st) zuo bezalen und besölden (bis) in unser vatterland und hüser, wie dann die vcrcinung Inhalt; habend also von Rom den dritten sold mit uns in das läger geferget. Witer hat sin H. unfern hoptman (und) Ludwig von Erlach, hoptman von Bern, durch (um) der großen früntschaft (willen), die ein Eidgnoschaft siner H. und der kilchen erzöigen, dieselbigen zuo ritter geschlagen, das dann die bemelten zwen hoptlüt nit begertend, dann daß st) semlichs durch einer loblichen Eidgnoschaft annamcnd", ?c. St. A. Zürich: A. Papst. — St. A. Bern: A. Mailänderkriege (Zürcher Copie). Juni 1521 47 2) 1521, 2. Juni, Bologna. Anton Pncci an Zürich. Credit!» für Guilielmum (äs Xaloonibus). St. A. Zürich! A.Papst. 3) 1521, 2. Juni, Bologna. Anton Pncci an die XIII Orte. ao Dc>ts:n»! D(omi)i>I. D(ominatio)nss vsstrss ssinnt tandam sontiAöntiam in vis ms lmbuisss, nt in sxpseUtisno guanr losi clo psäitibns suis, in omnibns st psr oinnin aoguisvörim suis llstsrminationibus, intor guas unus artioulns sontinsbat, guoä in ista öxxoüitions ex utragus xarts äsdsrst ssrvari kosäus, quiüguiä tvsäns aä nngnsm Iiuousgns ssrva- vinins st ssrvaturi suinns: soä guia instante iain iiig» Solutions nnciio nruitos sx psäitibns vsstris vosiksrnri, vslls so nii proprio, rsciirs porospto guorto. paZa., non odstonto zuramsnto guoä xraestitsrunt in inanibus Dominaruin suoruni, ro^o NnA«»» D. V. gnatsnus vsiint nnnniini oonsiiio nä nraZoos Dupit«« suos soridsrs, oxiiorta-ncio eos et inilitss suos, ut vsiint osso insinorss guroinonti prasstiti, äs üonosts st tiäoiitsr ssrvisnäo snnuno Don.«' st eis sernanäo oinnia. sx parte suo. guas in kosäsrs oontinsntur, st praeoipus eis permansnäo aä ssrvitio. s.Us suos guarnüiu Ms suo. voiusrit nti opera eoruin, satiskaoienclo sis äs äsbitis stipsnäiis st obssrvanäo stiain sx parte sua guas in koeäsrs oontinsntur. Xain in ciioto koeäsrs oanitur, guoci post trss msnsss nniitss vsstri tensantur ssrvirs U(n:t>-> cis nrsnss in insnssm, guamäiu Ms sna ineligusrit opsra eoruin. In dos UaZ°» D. V. mibi suinmopsrs ^ratikivaduntur, ost. oot. Eine Ucbersetznng dieses Schreibens im St. A. Zürich (A. Papst) gibt als Datum 2. Henmonat. St. A. Zürich: A. Papst (Original). Zu m. 1. 2. Ueber diese Verhandlung wurde ein gemeineidgenössisches Schreiben an den König erlassen, um den Gesandten für die Auszahlung der Pensionen an die Boten oon Glarus zu rechtfertigen, im Wesentlichen dem Abschiedterte entsprechend. Ein hiefür dienliches Concept d. d. 25. Juni wurde etwas abgeändert; auch die verbesserte Copie trägt indeß das gleiche Datum. St. A. B°r»: s-new. Miss. i. k«i. n> >>, :s. Zu Ii. Zu vergleichen ist das zweite Brieffragment auf S. 16. Zu einiger Aufklärung reihen wir folgendes Actenstück ein: 1521, 17. August (Samstag nach Assumptionis Mariä), Zürich, Sitzung beider Räthc. „Zwischen dem Herrn von Loden eins und Herrn Johann Stampa andren teils, (ist ein span) antreffent die brief, so von Herren Cardinal (von Sitten) söllten ußgangen sin an Herren Anshelmen (Graf) chorherren und den genanten Stampa, deßhalb dieselben brief für die Eidgnossen zu» Lucern und von dannen in Frankrich für den Küng komen, und der Stamp in des Küngs ungnad gefallen und von sinem zuosag sins gnots geschalten zc., darum er der Stamp in großen kosten (komen) und in unecr verlümbdct (worden), und begert sins gnots und siner eeren wandel. Und so man die partyen in ir klag und antwurt gnuogsam gegen einandern gehört und under andern: verstanden, daß der Herr von Loden nit will wissen, wer im den letzten brief also offen überantwurt habe zc., so habent sich doch mine Herren erkennt, daß der bischof von Loden in manotsfrist darstellen sölle den Kotten, so im die offnen brief (so vom Cardinal von Sitten nsgangen sölten sin, und die übergschrift an Herren Anshelmen, auch Herrn Johann Stampa gestanden) geben und überantwurt habe, und so ferr er sölichen Kotten in manotsfrist nit stellt, dann soll er dem Stamp abtragen und ußrichten den kosten und schaden, und weß er der briefen halb, so gen Luccrn und darnach in Frankrich gschickt, kommen ist." St.«.Zürich: Raihsbuch c. ws ». Zti «i» Ueber dieses Geschäft wurde von der Berner Stadtcanzlei ein lateinischer Abschied d. d. 7. Juni ausgefertigt, dessen Wortlaut in den Latein. Missiven, I, k. 3, zu finden ist. Zu «. 1) 1521, 11. Mai (Samstag nach der Auffahrt), Consta::.;. Der Bischof an die Boten gemeiner Eidgenossen auf dem nächsten Tage. Antwort auf die Ermahnung (vom 3. Mai), die Acht gegen die Hallauer abzustellen w., die ihn nicht wenig befremdet habe. „Dann üch und menklichem kundtlich wissend, daß Hallow in dem gezirk üwer Aidgnoschaft nit begriffen ist, noch die inwoner daselbs üch ainicherlei gestallt verwandt, verpflicht oder verbunden, sonder so syen hohe und nidere gericht, ouch alle gebott, verbott und oberkait daselbs on mittel uns (und) nnserm Stift zuogehörig, deßhalb ir dicselbigen von Hallow kainswegs als für die üwcrn oder in üwerm gezirk gelegen achten oder halten, oder sp dem vertrag zuo Basel oder der pündnus, die wir gen üch haben, inschließen mögen, dann sollich bericht oder pündtnus sy nß anzaigten Ursachen kains wegs begrifen mag. Ob sich ouch ainicher tail in dise»: fal angeregter pündnus getrösten möcht, sollt die billich uns zuo fürstand dienen, damit wir gen den 48 Juni 1521. von Hallow by unser und unser Stifts herkamen und gerechtigkait von üch gehandhobt wurden. Daß aber von üch gemeldt, die unfern von Hallam haben mit üch gcraiset ?c., sehen wir in kain zwyfel, ir müssen, daß ir uns in vergangen Mailändischcn zügen nmb unser hilf angelangt und wir daruf, üch zuo fründlicher Nachbarschaft und ivillfarung, die unfern von Hallow vermögt, mitsampt den andern den nnsern undcr nnscrm Hauptmann und fenlin mit üch zu ziehen, und daß sy für sich selbs mit üch nie, sonder allain uf unser ansinnen und von unfern wegen gerniset haben, deßhalb setz unbillich von üch zuo nachtail fürgezogen wirdet, das nur üch zuo fründlicher nachbur- schaft erzaigt haben. Und diewyl wir gen den unfern von Hallow nichts dann crfolgnng unser und unsers Stifts herkommen und gerechtigkcit suochen, darum ouch das recht der enden, dahin die von Hallow von natur, recht und gewonhait zuo recht gehörig sind, wider sy gebruchen, wie wir üch dann das hievor schriftlich und mündlich am zaigcn lassen, so will in unserm erlyden nit syn, von angesengtem rechten zuo steen, sonder ist unser fründlich ernstlich Pitt an üch, ir wellen üch der unfern von Hallow wider uns nit annemen noch beladen, noch (uns) an unserm ordcnlichen angesengten rechten verhindern". . . Archiv Schaffhausen: Korrespondenzen (Original). 2) 1521, 7. Juni, Bern. Auf den Anzug betreffend den Span um Hallau wird daran erinnert, daß man letzthin zu Lucern beschlossen, das Geschäft auf die Jahrrechnung zu Baden zu verschieben; das hat man bestätigt, und da sollen Mittel und Wege gesucht werden, den berührten Leuten zu helfen und sie von der Acht und fremder Gerichtsbarkeit zu befreien (Freitags vor Mcdardi). Special-Abschied im Archiv Schaffhause». St Waden. 1521, 11. Juili f. (Dienstag nach St. Medardnstag f.) Jtthrrechllllllg. Staatsarchiv Lncern: Allgemeine Abschiede, lt. 1. l'ol. 155. Staatsarchiv Iiirich: Abschiede, Bd. 8. 5c>I. 8». — Tschudische Abschiede-Sammlung, Bd. 5, Nr. 33. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, '1'. pax. 347. Abscheide sina clata. Kantottsarchiv Freibnrg: Abschiede, Bd. 12. Kantonsarchiv Schaffhansen: Abschiede. Gesandte: Bern. (Konrad Willading, Venner). — (Die übrigen unbekannt), tt. Heimzubringen das Gesuch des Hans Zimmermann von Villingen in der Herrschast Schenkenberg, es möchte ihm jedes Ort ein Fenster in sein neu gebautes Hans schenken, das ihm im letzten Krieg verbrannt worden und seither noch zweimal abgebrannt ist. I». Es wird abermals beschlossen, die Jahrrechnnng zu Lauis hinfort immer ans St. Johannis des Täufers Tag zu halten, t . 1. Eine Botschaft des Bischofs, des Coad- jntors und des Domstifts zu Basel erinnert, ivic Bischof und Stift »nd die Eidgenossen von Basel eine beiderseits verbriefte Handveste haben, vermöge welcher der Burgermeister, die Zunftmeister und Rothe der Stadt Basel jährlich durch den Bischof „besetzt" werden sollen. Nachdem aber Basel beschlossen, solches hinfür nicht mehr zu thun, während dem Bischof und der Stift an dieser Handveste viel gelegen, und jetzt eben die Zeit da sei, wo es geschehen sollte, und da zu befürchten stehe, daß daraus neuer Zwiespalt und Unwille entstünde, so bitten Bischof und Stift um Rath, wie man dein ausweichen könnte. 2. Es wird nun an Basel geschrieben, es möchte jetzt, den Rechten der Stadt und ihren Beschwerden unbeschadet, thun was die Handveste vorschreibe. Auch hat man solches in den Abschied genommen, damit, wenn Basel nicht entspräche, die Boten zu einem weitern Beschluß bevollmächtigt werden. «R. Auf den nächsten Tag ist Antwort zu geben über das abermalige Begehren des Bischofs von Basel, de» Vcrtragsbrief mit Valendis aufzurichten und zu besiegeln, damit man der Sache, „die nun lang genug herumgegangen", endlich los werde, v. Eine Botschaft des Bischofs von Constanz stellt das Ansuchen, man möge ihn gegen die Hallauer mit den rothweilischen Gerichten fürfahren lassen. Nachdem man auch die von Hatlan, mit Beistand deren von Schaffhausen und des Abtes daselbst, angehört, hat man den An- Juni 1521. 49 walten des Bischofs ernstlich vorgehalten, warum man die Hallauer nicht derart wolle beschweren lassen, und verabschiedet, diesen Handel heimzubringen. Unterdessen soll der Bischof mit dem Proceß am Hofgericht innehalten, t 1. In dein Span zwischen dem Abt von Kreuzlingcn und denen bon Constanz sollen Lucern und Glarus ihre Boten auf St. Ulrichstag Nachts (4. Juli) zu Kreuzlingcn haben und ihn gütlich zu vergleichen suchen. 2. Dieselben Boten sollen auch mit dem Bischof von Constanz in Betreff deren von Hallau unterhandeln. 3. Endlich sollen sie den Streit zwischen denen von Neuforn und Waltalingen verhören und gütlich zu vertragen. suchen, davon aber Zürich benachrichtigen, damit auch dieses seine Boten dabei haben könne. K. Heimzubringen, daß jedes Ort seinen Boten nach Lauis instruirc, einen Nachrichter für die Bogteien jenseit des Gebirges aufzustellen. I»- Heimzubringen das Gesuch des Herrn von Eich, man möchte, da man ihn belehne und beerbe, ihn? „diesen" Erbfall und das Recht darauf erlassen, j. 1. Der von Schellenberg zu Dießenhofcn entschuldigt, daß er bisher wegen des (dortigen) Lehens noch nicht erschienen; man habe ihn weder mündlich noch schriftlich geladen; aus welchen Gründen unsere Schriften ihm vorenthalten worden, wisse er nicht; nun bitte er, man möchte seine Briefe im Beisein des Landvogtes prüfen. 2. Man schreibt an den Landvogt, er möge einstweilen mit der Sache innehalten und wann ein Tag zu Zürich gehalten werde, dein von Schellenberg davon Nachricht geben, damit beide Parteien wohl verfaßt darauf erscheinen tonnten. Zt.. Auf Begehren Berns wird Basel nochmals schriftlich ermahnt, die Fuhr auf den Markt zu Aaran wie von Alter her zu gestatten. Den Boten soll auf den nächste?? Tag Vollmacht gegeben werden, wenn Basel nicht nachgäbe, den Handel ins Recht zu leiten. I. Bern wiederholt das Ansuchen, de?? Brief über sei?? Burgrecht und andere Gerechtigkeiten zu Neuenbürg endlich aufzurichten, wie man es früher versprochen. Erkannt, es sollen zuerst Boten auf eine?? besondern Tag verordnet werden, um die streitigen Märchen zu berichtigen. »»». 1. Der Kaiser, die Churfürstcn, Fürsten und Stände des Reichs schreiben, der König von Frankreich habe das Königreich Navarra überfallen; der Herzog von Würteinberg und Graf Wilhelm von Fürstenberg seien im Begriffe, im Namen dieses Königs Burgund und die vorder?? Lande zu überziehen; daher wolle er (der Kaiser) die Eidgenossen an die Erbeinnng und die Pflicht erinnern, Frankreich keine Hülfe zu leisten und dem König keine Knechte zulaufen zu lassen. 2. Hierüber gibt man den? kaiserlichen Secretair Veit Suter die Antwort: Es sei uns von einein Kriege nichts bekannt; auch habe Frankreich bisher noch keine Knechte verlangt; zudem sei allenthalben das Weglaufen von Knechten verboten; die Erbeinnng gedenke man stets zu halten, so lange sie anderseits auch gehalten werde. Heimzubringen, um je nach Umständen weiter zu rathschlagen und sich auf den? Tage zu Bern zu entschließe??, i». Basel antwortet auf das ai? dasselbe erlassene Schreiben wegen des abgemeldeten Begehrens von Bischof, Coadjutor und Stift: Sie (Bni. und Rath) habe?? die Sache für sich selbst abgemacht und bitten, ihnen das nicht übel zu deute??, sondern in freundlichem Sinne an die Obern zu bringen. «. 1. In den Anständen zwischen Hans von Hohenlandenberg zu Rapperswyl und Jacob voi? Rappenstein (Mötteli) ist mit Zustimmung beider Parteien verfügt: Es solle jeder eine?? beliebigen Schiedsmann nehmen, welche (zwei) dann den Handel prüfen und zu vertragen suchen sollen; brächte?? sie keinen gütlichen Vergleich zu Stande, so hätten sie einen rechtliche?? Spruch zu fälle??, und wenn sie zerfielen, einen Obmann zu wählen. Das erwehrte Urtheil soll dann Kraft haben ohne weitere Weigerung und Appellation. Die Orte, ans denen die Schiedsrichter genommen würden, sollen dieselben vermögen, das Geschäft anzunehmen, und es soll die Sache in Zürich verhandelt werden. 2. Zu Schiedsrichtern wurden dann ernannt Felix Schund, Bürgermeister von Zürich, und Ludwig Bili voi? Lucern, Landvogt in? Thurgan. z». In den? Streit der VII Orte mit Bern wegen der hohe?? Gerichte zwischen der Grafschaft Baden und der Herrschaft Schenkenberg ist erkannt: Auf de»? erste?? Tage, der wieder zu Lucern gehalten wird, solle?? die Bote?? (der VIII Orte) darüber ' 7 50 Juni 1521, reden, um den Handel gütlich oder rechtlich abzuthun; die zu Leuggern aufgenommene Kundschaft wird deßhalb nach Lucern geschickt. «>. Da noch einige Strafgelder von den Edelleuten in: Thurgau bei dem Landvogt zu Baden liegen, und Bern, Freiburg und Solothurn auch einen Theil beanspruchen, so ist beschlossen, auf dem nächsten Tag zu entscheiden, ob man ihnen nachgeben oder die Sache rechtlich behandeln wolle. ». Zürich und Glarus sollen auf St. Ulrichstag Nachts (4. Juli) ihre Botschaft zu Weesen an der Herberge haben, die nach Sargans reiten sollen, um das Urbar zu „stellen" und etliche Stöße wo möglich in Güte beizulegen. 8. Abnahme der Rechnungen der Vögte: Einnahmen: 1. Von dem Landgericht im Thurgau erhält jedes Ort 22^/2 Gulden (1 Gl, zu 15 Constanzer Batzen); 2, von der Grafschaft daselbst 3t) Gl.; 3. von dein Vogt im Rheinthal 34 Gl. und 1 Ort; 4. von der Steuer zu Dießenhofen 8 Gl. rhein. und 1 dicken Plappart; 5. von dem Vogt zu Sargans IVO Pfund Heller, Bader Währung; 6. aus der Gelcitsbüchse zu Baden 28 Gl. (1 Gl. zu 16 Batzen); 7. von des Hegnauers Hof in Baden 20 Gl. rhein.; 8. von dem Stadhof daselbst 3 Gl. (zu 16 Batzen) und 2 Rößler; 9. aus der Büchse von Zurzach 12 Batzen; 10. aus der Büchse zu Kliugnau 14 Batzen; 11. aus der Büchse zu Koblenz ltU/2 Batzen; 12. aus der Büchse zu Mellingen 5 Gl. rhein.; 13. aus der Büchse zu Bremgarten 2 Gl. (zu 16 Batzen); 14. aus den „Aemtcrn im Aargau" 55 Pfd. Heller, Bader Währung. t. 1521, 10. Juni, St. Gallen. Abt Franz an die Boten der IV Schivmorte, aus der Jahrrechnung zu Baden. „Unser zc. zc. Es begibt sich, daß wir zu tagen von den lüten vor unfern Herren und fründen gemeiner Aidgnoschaft gesandten botschaften onwissent verklagt werden und zuo ziten mit irein fürgeben abschaid erlangent, die wir dann mit großer müeg und arbait, ouch kost und schaden wider dannen thon müessen; wann wir (aber) unser botschaft under ougen hellen ald zuogezogen wäre, daß söllichs nit beschäche. Nun semlichem vorzuosin, so ist an üch unser gar früntlich pitt mit ernst, ob fach wäre, daß sich jemands, es sige uß dem Rintal oder ab andern enden, uf jetzigem tag . . . underston, uns Hinderrucks veronglimpfen oder sunst etwas, so wider uns und unser gottshus sin möcht, erlangen und erwerben wxllte, dem- vorzusin und den anzug stillzustellen, bis man uns ouch darzuo verkündt, und wir unser antwurt geben mögen" . . . N. A. Zim-h- A. A« St, Ga»e». I' und 8 zunächst aus dem Zürcher Abschied. In den Berner Exemplaren fehlen I, I, «, I, 8; im Freiburger und Schaffhauser außer diesen II, im letztern auch 11 und q. Zu «. Der bezügliche Special-Abschied ist etwas weitläufiger als die Fassung der Haupt-Abschiede, enthält übrigens nichts Besonderes. Datum Freitag vor Vitt und Modesti, 14. Juni. Archiv Schasshausen: C°rresp°»d-»z-n. Zu Ii. Vgl. Absch. 1520, 22. Oct. r; 6. Nov. g. Zu in. 1. Hieher gehören unter andern folgende Acten: 1) 1521, 27. Mai (Montag nach Trinitatis), Worms. Die Churfürsten, Fürsten und Stände des hl. Reichs an gemeine Eidgenossen. Man habe glaublich erfahren, wie der König von Frankreich in großer Rüstung begriffen sei, um den Kaiser zu überziehen; daß sich die Eidgenossen zu demselben verbunden haben, und er bei ihnen um Kriegsvolk werbe. Weil aber das alles wider die Kais. Majestät und das Reich diene und ihnen als dessen Gliedern nicht gezieme, so begehre man hiemit an sie samt und sonders, in Betracht ihrer Verwandtschaft mit dem hl. Reiche dagegen nichts vorzunehmen, dem König ihre Knechte nicht zu bewilligen und sich nach Gebühr zu verhalten. Denn würde der Kaiser oder ein Glied des Reiches von dem König oder ihnen thätlich verletzt, so könnte man dieselben nicht verlassen; was für beschwerliche Folgen („Weiterungen") daraus erwachsen möchten, werden sie selbst ermessen, zc. S«. A, Zürich: A. Rc >chss °ch°n (Copic). 2) 1521, 4. (nl. 5.) Juni, Mainz. Kaiser Karl V. an Zürich; deßgleichen an gemeiner Eidgenossen Räthe und Sendboten. Obwohl er mit vem König von Frankreich in brüderlicher Einigung gestanden, habe derselbe doch unversehens, ohne irgend welchen Fug, das Königreich Navarra mit Heereskraft überfallen; damit nicht Juni 1521, 51 zufrieden, mache er große Rüstungen, in der Absicht, durch Herzog Ulrich von Würtemberg und Graf Wilhelm von Fürstenberg die Grafschaft Burgund sowie die vordem Lande (Oesterreichs) zu überziehen, weßhalb er sich bei den Eidgenossen um eine große Anzahl Kriegsvolk bewerbe. Wiewohl nnn der Mehrtheil der Eidgenossen sich mit dem König von Frankreich'verbunden haben, erwarte er, der Kaiser, dennoch, daß die in das Bündniß getretenen (Orte) ihn, das Reich und das Haus Oesterreich und Burgund, kraft der Angehörigkcit zum Reich und der bestehenden Erbeinung, ohne alle Konditionen „ausgenommen" haben werden. Da er zur Gegenwehr entschlossen sei, um seine Lande und Leute vor solchem „trutzlichen" Gewalt zu schirmen, so ermahne er hiemit die Eidgenossen (Zürich) laut der Erbeinung . . . (Citat), weder dem König von Frankreich noch dem Herzog von Würtemberg oder jemand anderm wider ihn, den Kaiser, das Reich und seine Erblandc einige Hilfe zu leisten, sondern solches den Ihrigen auf's höchste zu verbieten und keinen Zulauf zu gestatten. — Zürich solle auch bei den andern Orten ernstlich dahin wirken, daß sie sich so verhalten und der Erbeinung gemäß auf seine Lande getreues Aufsehen haben; Hinwider wolle er in gleichen Fällen gegen die Eidgenossen handeln, wie er es jetzt von ihnen gewärtige, und begehre darüber ihre schriftliche Antwort. St. A. Zürich: A. Kaiser. — K. A. Freiburg: A. Deutschland (t. Juni). — K. A. Solathurn: Abschiede, Bd, X. Dcßgleichen an Luccrn (mit dein Datum 5. Juni A. im fünfzchcnden, u. R. d. römischen im andern, zc.). 3) 1521, 5. Juni, Mainz. Kaiserlicher Acht- und Aberacht-Brief gegen Herzog Ulrich von Würtemberg. Handschriftliches, von Karl V. unterzeichnetes Exemplar ohne Adresse. St,«.Zürich: A.Würt-mb-rg. 4) 1521, 13. Juni (Donstag vor Biti und Modcsti), (Baden). Marx Röist an Bin. und Rath in Zürich. Anzeige, 1) daß „uf disem tag" beschlossen worden, die Jahrrechnung in Lauis auf St. Johannis Täufers Tag zu beginnen, so nämlich, daß die Boten Abends vorher dort eintreffen sollen, wonach man'sich schon dieses Jahr zu richten habe. 2) Der Secretair des Kaisers habe eine Copie übergeben, die der von Zürich mitgetheilten gleichlaute, und dazu ein Schreiben von den Churfürsten und Ständen des Reichs. Darüber werde man am Ende dieses Tages rathschlagen, ehe man aus einander gehe. St,A.Zürich: A,Tagsatzung. 5) 1521, 14. Jum (Freitag vor Viti und Modesti), (Baden). Marx Röist an Bin. und Rath in Zürich. Er erfahre durch eine glaubwürdige Persoli, daß der von Klingenberg dein König von Frankreich (das Schloß) Twiel geöffnet habe. Da solches auf etwas Verborgenes deute, und die Händel, womit man jetzt umgehe, ganz in der Stille betrieben werden, obwohl etwas im Gange sein müsse, so wolle er das nicht verschweigen. . . St. N. Zürich: A. Frankreich. 6) 1521, 14. Juni (Freitag vor Viti und Modesti). Bern an Kaiser Karl V. „Allerdurchlüchtigster zc. zc. Ueivcr keiserlichen Majestät... schriben uns jctz gethan (haben) wir verstanden, und ist nit ane, wir und ander unser lieben Eidgnossen haben niit dem Küng von Frankrich ein fründschaft und pündnuß angcnomen und sölichs niemand zu tratz noch leid, sonder jedem teil zuo schirm und Handhabung und doch nit anders dann mit vorbehaltung des hl. römischen Nychs und aller andern ältern pflichten, in welichem unser verstand anders nit ist, denn daß die Erbeinung mit wilend hochloblichester gcdächtnuß keiser Maximilian vollzogen, vergriffen und vorbehalten sin sölle, zuo beschließ lassen kommen, und wo der vermelt Künig uf die grafschaft Burgund mit angriff und be- schädigung ützit handeln und fürnemen, wurde uns (das) zum höchsten mißfellig und zuo dulden unlidig sin, als ouch jetz gemeiner unser Eidgnoschaft Rät hie in unser Statt by einander versampnet sind gewesen, und von etlichen burgundischen anwälten obangezöugt des Klings fürnemen an st gelanget ist, haben wir demselben Küng, ouch dem Herzogen von Wirtcmberg und Grafen von Möstenberg bp eignem rytendem botten ein dapfre Meinung zuogeschriben und zuo dem mit der.französischen hie by uns darus (sio) red gebrucht, also daß wir uns versechen, es werde uf die bemeldte grafschaft Burgund nützit gewaltigs noch unfründlichs fürgcnommen; dann so vil an uns ist, werden wir die Erbeinung halten und alles das erstatten, so söliche anzöigt, verstand ouch nüt anders, ^ dann daß gemein Eidgnossen des glychen gemüets und willens syen" . .. St. A.B°n>: Deutsch Mss. o. srr d. Zu «. Der Zürcher Abschied hat den Zusatz: „Und ist dem Bürgermeister ouch worden das strafgelt von dem wirtembergischen zug har, so hinder eim landoogt zuo Baden gelegen ist." 52 Zum 1521. TT. Zwingen. 1521, 15. Juni (Samstag Vit, und Modesti). KantonSarchi» Solothurn: Abschiede, Bd. X, Xl. Freundliche Verabredung von Vergleichsartikeln in dem Span zwischen Bischof und Stift von Basel und der Stadt Solothurn, durch die beidseitigen Anwälte, jedoch nur auf Hintersichbringen. Die Artikel finden sich in der Solothurner Abschiedesammlung doppelt vor. In Band X ist auch Solothurns Nathschlag und Antwort darüber eingereiht. Die fraglichen Streitigkeiten wurden übrigens erst iin Jahr 1522 (18. Juli) erledigt. Ob der in Absch. 24. April, Art. k, auf Trinitatis nach Liestal gesetzte Tag stattgefunden, scheint sich nicht ermitteln zu lassen; es liegen darüber nur folgende Acten vor: 1) 1521, 17. Mai. Freiburg an Christoph, Bischof zu Basel. Antwort auf die Anzeige der Wahl Anton Krummenstoll's zu einen: Nichter in den Spänen wegen Pfeffingen und Thierstein. Der Genannte sei willig, sich dem Auftrage zu unterziehen und werde auf Sonntag nach Trinitatis (2. Juni) nach Liestal kommen, um dort mit den andern Zugesetzten für Erledigung des Streites zuarbeiten; hätte er Bedenken geäußert, so wäre er dazu verpflichtet worden, zc. K. A. K-wurg: Miss. Bd. vni. 1:2 >>. 2) 1521, 22. Mai (Mittwoch nach Pfingsten). Solothurn an Bern. Der letzthin zu Lucern gemachte Abschied, daß auf Trinitatis ein Tag in Licstal stattfinden solle, um die Streitigkeiten der Städte Basel und Solothurn mit dem Bischof freundlich oder rechtlich zu erörtern, falle aus allerlei Ursachen diesseits etwas beschwerlich, weßhalb man dazu noch nicht eingewilligt habe; da nun der Abschied zugebe, daß mau denselben (Tag) annehmen oder abkünden möge, und man anderer Geschäfte wegen sich noch nicht habe entschließen können, so wolle man jetzt nicht verbergen, daß man nicht nach Liestäl kommen werde, und bitte daher, den Verordneten von Bern, Bartholomäus May, bis auf weitern Bericht daheim zu behalten, zc. St. A. B-rn: A. Solothurn 1. TZ. Lauis. 1521, 25. Juni (Dienstag nach Johannis Baptistä f.) Jahrrechnung. Staatsarchiv Lucern : Lauis- und Luggarls-Absch. I. 29. Staatsarchiv Zürich : Ennetbirg. Absch. I. t. 30. — Tschud. Abschiede-Sammlung Bd. 5, Nr. 24. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Absch. L. p. 359. ' Kantousarchiv Basel: Absch. kol. 50. Kantvnsarchiv Freiburn: Absch. Bd. 102. Gesandte: Bern. (I. Diebold von Erlach). — (Die übrigen unbekannt). tt. 1. Der Seckelm elfter, von Lauis liefert die Landsteuer ab im Betrage von 7026 Lauiser Pfund 19 Spagürli, in guten Goldkronen, Ducaten und einigen rheinischen Gulden (1 Lauiser Pfd. — 10 Krz.; 1 Ducaten — 10 Pfd. und 1 Groß; 1 Krone — 10 Pfd. weniger 1 Krz.; 4 Gld. rhein. — 3 Kronen). 2. Die Commune von Pont hat gegeben 392 Pfd. 3 Spagürli, in obiger Währung. 3. Die Commune Sonvico gibt 640 Pfd., 4. die Commune Marco 320 Pfd. 5. Die Zoller entrichten 800 Sonnenkronen nach ihrem Lehenbrief baar. 6. Die Fiscale haben von dem Malesiz eingenommen 257^2 Sonnenkronen und die vorjährige Restanz von Vogt Stocker, 10 Kronen und 1 Gl. rhein. Davon ist ausgegeben der Gehalt des Landschreibers, des Nachrichters, für Kleider zc. 165 Kronen, 3 Dicke und 13^/s Mail. Krz., und nach allen Abzügen baar abgeliefert 103 Sonnenkronen, 1 Dicker und 5 Krz. 7. Ausstehend bleiben von diesem Jahre OlU/s Kronen, und von Stocker's Jahr 42 Kronen 1 Dicken. Daher wird den Fiscalen gar ernstlich befohlen, fleißig alles einzuziehen. Juli 1521, 5Z I». 1. Der Tuchgewerb, welchen Bartholomäus Weiser mit seinen Gesellen nach Lauis gebracht, ist angenommen und bestätigt worden, einige Artikel vorbehalten, die der Landschrcibcr verzeichnet hat, nämlich: Es sollen diese Fabrikanten, wie andere angesessene Bürger zu Lanis, ihre Privilegien und Freiheiten nutzen und messen können; dagegen sollen sie auch die Beschwerden, die ihnen gelegentlich auferlegt werden, wie andere Lauster tragen. Sie genießen Schirm für Leib und Gut, dürfen ihre Kaufmannsgütcr frei wegführen, jedoch der Eidgenossen Gerechtigkeiten und Fällen unbeschadet. Diesen Schutz soll mau ihnen gewähren in allen eidgenössischen Landen, Gerichten, Gebieten und Herrlichkeiten; doch nicht außer denselben, es wäre denn mit Güte. Zu Lauis sollen sie von jedem „Saum" 14 Mailänder-Kreuzer Zoll geben zwölf Jahre lang, so lange nämlich ihnen der Handel bewilligt worden, und zwar auf die Bitten des ganzen gemeinen Volkes und wegen des großen Nutzens, den er den armen Leuten bringt. 2. Da der Bote von Glarus wegen Mangel an Vollmacht Bedenken trägt, seine Beistimmung zu geben, so haben sich die andern für ihn „vermächtigt", in guter Hoffnung, daß seine Herren sich nicht söndern werden, v. Das Begehren der Arbeiter und Taglöhner von Mendris, ihre bisherigen Leistungen zu lohneu, wird verschoben bis zum Austrag der Sache. «K. 1. Anbringen des Landvogtes betreffend die ungeziemenden Reden, deren sich die Unterthanen („si") aus böser alter Gewohnheit gegen einander bedienen. Um dem abzuhelfen, soll der Landvogt einen allgemeinen Ruf ergehen lasten, daß wer sich nicht bessere, gefangen und nach Verdienen bestraft werden solle. 2. Deßgleichen soll er die Wucherer, über die er Beschwerde geführt, nach Gebühr zur Strafe ziehen und die Bußen den Obrigkeiten zukommen lasten. « . 1. Auf die Bitte der Gräfin Rusca und ihres jungen Sohnes und der Boten von Uri ist dem Landvogt befohlen, der Gräfin und ihrem Sohn behülflich zu sein, wenn sie es bedürfen, doch deßwegen keinen Krieg anzufangen; sollten ihre Feinde sie beunruhigen, so soll er das zu verhüten suchen. 2. Schreiben an die Gräfin, sie solle sich ruhig verhalten, bis ihre Sachen bester stehen, k. Die Rechnung des Landvogtes wird gebilligt; er soll den Fiscalen beim Einziehen der alten Bußengelder behülflich sein. K. Erkannt, auf nächstem Tage über einige Dinge mit ihm zu reden. I». Festsetzung des Lohns für den Nachrichter; die drei Orte, welche Bellenz haben, sollen einen Drittel seines jährlichen Gehaltes bezahlen, t Die Steuer der Landschaft Lauis und des Lauiserthals, das Malefiz und Alles zusammen gerechnet, jedoch nach Abzug der nothwendigen Ausgaben, bringt eine Einnahme von 1749 Sonnenkronen 2 Dicken und liste Krz. m abgemeldeter Währung. Davon haben die Boten gegeben den beiden Klöstern zu Lauis 8 Kr., den drei Weibeln 6 Kr., des Landvogts Frau 1 Kr., seinem Hansvolk ste Kr., des alten Schreibers Volk ste Kr., die Schiffe Zu holen 3 Dicken; Zehrungskosten der Boten 14 Groß. Der Bote von Zürich hat ausgegeben 23 Krz.; für Führung der Bulgen mit dem Geld nach Luggarus 2 Dicken; für „die Säcklein" (Geldbeutel) 4 Batzen. k 2 aus dem Glarner Exemplar. » 4 und f fehlen im Berner Abschied, wohl nur aus Versehen; im Zürcher. ^ T4 Luggarus. 1521, 2. Juli f. Jahrrechmmg. Staatsarchiv Lucer»! Lauis- und Luggaris-Absch, I, so. Staatsarchiv Zürich! Enn-ibirg. Wich. I- S2. — Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 5. Nr. SS. Staatsarchiv Bern: Mg. -idg. Wich. I. p. S7». Abscheide sine 6uw. KautouSarchiv Basel : Absch. k. S4, KantoiiSarchiv Freiburg : Absch. Bd. 102, it. In dem Streit zwischen Bernhardin Andrio von Luggarus und denen von Bellenz über einige Wälder, wo jener „kolet" hat, ist den beidseitigen Commistarien aufgetragen, die Landmarchen zu besichtigen und den Streit in Güte zu vereinbaren; über die streitigen Landmarchen will man nächstes Jahr reden. I». Da früher 54 Juli 1521. der Priester Römer von Mainthal daselbst- viele Unruhen erregt und die Leute geschädigt hat, bis den beiden Commissarien von Luggarus und Mainthal letztes Jahr aufgetragen worden, ihn gesangen dem Vicar in Como zuzuschicken, der ihn aus dem Gefängniß zum zweiten Mal entwischen ließ, und er seither immer neue Unruhen stiftet, so ist den beiden Vögten befohlen, ihn wieder einzustecken, dem Vicar zuzusenden und denselben ernstlich zur Bestrafung aufzufordern, v. Sobald ein päpstlicher Legat in deutsche Lande kommt, will man ihm anzeigen, wie die Priester in diesen Landschaften sich „sehr (vast) unschicklich" aufführen, und daß, wenn man einen dem Vicar zu Como übergebe, derselbe ihn wieder laufen lasse, und deßhalb um Erlaubnis; bitten, daß die Obrigkeit solche bestrafen könne. «I. Schwyz und Unterwalden sollen sich erkundigen in Betreff der 100 Kronen, welche Vogt Bläst von Unterwalden dem Vogt Bctschger (Vetschau) befohlen haben soll, den Orten zu verrechnen, und hierüber Bericht geben, v. Der Antrag einiger Boten, die Besatzung im hiesigen Schloß zu entfernen, weil man ja jetzt mit Frankreich in gutem Frieden und Vereinung stehe, ist heimzubringeil, da die andern Gesandten deßhalb keine Vollmacht haben. F. Dem Gotteshaus auf Unser Frauen Berg hat man 2 Kronen geschenkt. K. Ebenso werden den Barfüßern 4 Kronen gegeben an den Kirchenbau und dafür, daß sie, während der deutsche Mönch, der im Schloß dienen sollte, krank gelegen, für ihn die Messe gelesen. I». Auf die Beschwerde des Zollers zu Luggarus, daß drei Monate lang in Luggaris die Pest geherrscht, und während dieser Zeit kein Verkehr gewesen, weder mit Kaufmannsgütern noch auf Märkten, wodurch er an dem Zoll große Einbuße erlitten, werden ihm 6V (al. 40) Kronen an den Schaden geschenkt, i. Der Vogt im Mainthal liefert die Jahrstener vom obern und untern Mainthal ab im Betrage von 60 Ducaten (1 Ducaten — 51 Groß; 1 Kronen 50 Groß). It.. Von demselben Vogt hat man empfangen 2 Kronen und 11 Groß wegen einer (al. der) Alp. I. 1. Der Vogt von Luggaris legt Rechnung ab über die Bußen; sie betragen 77 Kronen. 2. Ebenso hat er verrechnet den Ertrag von noch nicht erkannten und bezogenen Strafen, nämlich 32 Kronen und 30 Groß; wenn er sie eingezogen, soll er darüber Rechnung geben und seine Ausgaben abziehen. Seine Rechnung ist gutgeheißen. 3. Die Ausgaben betragen für Bauten im Schloß und für Eisen zu Büchsen und Anderem 77^2 Kronen, i»». Hans an der Brücke im Mainthal, der das Holz daselbst beaufsichtigt, liefert 5 Kronen ab, hat aber noch Einige zu strafen, i». 1. Der Seckelmeister vom Thal Verzasca liefert die Jahrsteuer ab im Betrag von 11 Kronen 15 Groß (1 Krone — 22 Btz.). 2. Der Seckelmeister der Gemeinde Luggarus bezahlt als Jahrstener 1825 Pfd., das Pfd. zu 5 Groß, was 184 Kronen und 16 Groß ausmacht. 3. Der Seckelmeister von Gambarogno entrichtet die Jahrstener, 225 (Zürich, Glarns 275) Pfd., das Pfd. zu 5 Groß, gleich 27 Kronen und 1 Gl. rhein., die Krone zu 22 Btz. gerechnet. — Sie geben ihre Steuer mit denen von Luggarus, so daß beide zusammen betragen 2100 Pfd. oder 212 Kronen 6 Groß, die Krone zu 22 Btz. 4. Einnahme von dem Zoller 1140 (Zürich 1150) Kronen. «. Davon hat man ausgegeben: 1. dein Edelmann Zonfre (?) von Orell von Luggaris 17 Kronen 39 Groß von einem „Erdrichzoll", wofür er Brief und Siegel von den Eidgenossen hat; 2. dem Oberweibel für ein Kleid ?c. 7 Kronen; 3. dem deutschen Mönch die Marchzahl seines Gehaltes von 20 Gl. jährlich, seit Martinstag 12 Kr.; 4. dem Fiscal seinen Jahrlohn 8 Gl. rhein. und 1 Dicken; 5. als Schifflohn für zwei Schiffe mit den Knaben, die den Boten entgegen gefahren, 3 Kr.; 6. den wälschen Weibeln geschenkt 2 Kr.; 7. des Vogts Frau 1 Kr.; 8. dein Knecht, der das Geld von Lauis nach Luggaris geführt, 1 Kr.; 9. des Schreibers Frau 1 Kr.; 10. den Knechten der Boten 12 Gl. rhein.; 11. den Schloßkncchten 1 Kr.; 12. dein Schreiber Baptist Moresiii seinen Gehalt 50 Kr.; 13. dem Büchsemneister seinen Jahrlohn 60 Gl. rhein.; 14. für die Abschiede von Lauis und Luggaris 4 Gl. rhein.; 15. dem Hieronymus Moresin, der an der Rechnung geholfen, 1 Kr.; 16. an Letzgeld und allerlei Kosten für des Grafen Diener, die Pfeifer ?c. die Juli 1521, 55 Summe von 13 Kronen, p. Die Einnahmen von Lauis, Lnggaris und Mainthal werden gleichmäßig vcrtheilt, und zwar folgendermaßen: Jedes Ort erhält: 120 Kronen, an guten Dncatcn 56, an rheinischen Gulden 54, un Mittlern („meseren") Dickpfennigcn 13 Kronen, an guten Dickpfcnnigen 5 Kr., an Batzen 8 Kr., an Rößlern (18 für i Kr.) 2 Kr., an allerlei Münze 2 Kr., endlich an Münze 2^2 dicke Pfennige. In der Berner Sammlung Abscheide sins dato findet sich ein Original, das nur bis Ii geht; das Ucbrige ist versetzt in die Acten Mailänder Kriege. TS. Z5ern. 1521, 1. und 2. Juli (Vigilia Vifitationis Mariä f.). Staatsarchiv Bern ! Teutsch Spruchbuch 2. b22. Tag der zu dem König von Frankreich abgeordneten Botschaften. — Ein Abschied ist nicht vorhanden; an dessen Stelle nehmen wir folgende Actcnstücke auf: k». „Wir von stell und landen gemeiner Eidgnoschaft rät und sandbotten, setz in der statt Bern versamlet, thuond kund mit diserin brief, als dann die frommen fürnemen wysen, unser sunders guoten und getxüwen lieben Eidgnossen von den drpen Pünden ir gemein sigel an den pundbrief, so wir mit künklicher Majestät von Frankenrich angenommen, gehenkt, und aber sölichen pund nit uier dann der ober Pund zuogesagt, und die andern zwen Pündt sich harin von inen gesündert haben; harumb, künftig irrtung zuo versehen, und damit durch sölich besigleu niemand deHein verwysen noch beschwerd zuostande, so erlütern wir uns hiemit, daß uf dißmal die genampten unser lieben Eidgnossen von den zweyen Pünden in dem bemeldten pundbrief zwüschen dem Küng und uns angenommen, nit begriffen noch verpflicht, sonder allein den einen Pund berüercn und binden solle, ungehindert daß derselben drycr Pündt sigel an vilgesagten brief ist Tomen. Ob sich aber hicnach begeben, daß die übrigen Pund mit dem dritten in söliche pündnuß komcn und gan wurden, alldanu soll dise bekanntniß abgcthan und Harns zuo unser Eidgnoschaft Händen geantwnrt; zuo glycher wys soll den genampten unfern lieben Eidgnossen von den Pünden von dem Küng von Frankenrich glpchförmige bekanntnuß geben werden," ?c. (Lateinisches Concept einer Antwort an die Gesandten ans der Grafschaft Burgund, d. d. 2. Juli): Den Botschaften der Frau Philiberta, Princessiu von Orange, und der Stände der Grafschaft Burgund wird auf ihren Vortrag einhellig mit folgender Erklärung geantwortet: 1. Man wolle den ewigen Vertrag, den die Eidgenossenschaft mit Kaiser Maximilian geschlossen, aufrecht erhalten, in der Zuversicht, daß derselbe von Seiten Kaiser Karls in gleicher Weise beobachtet werde. 2. Da in dem mit dem König von Frankreich aufgerichteten Pündniß ausdrücklich gesagt worden, daß alle Verbündeten und Verwandten beider Theile eingcschlostcn und vorbehalten seien, so betrachte man die Grafschaft Burgund als darin mitbcgriffcn, obwohl sie nicht speciell genannt worden, und da das Hans Oesterreich in dem Bündniß vorbehalten sei, so wolle man die Grafschaft Burgund, als in der Erbcinung eingeschlossen, desgleichen vorbehalten wissen. Darum sei den Gesandten, die jetzt zum König gehen, befohlen, nicht nur diese Meinung demselben kundzugeben, sondern auch ernstlich darauf zu dringen, daß eine bezügliche Erklärung veröffentlicht werde, und falls eine solche Publication nicht bewilligt würde, den König zu ermahnen, gegen die Grafschaft nichts Feindliches vorzunehmen, sondern sie als Buudesverwandte der Eidgenossen zu behandeln, :c. 56 Juli 1521, e. 1521, 2. Juli, Bern. Die Boten der zwölf Orte an den König von Frankreich. Creditiv für die an ihn abgehenden Botschaften. St.A.B-m-M-in.Ms. i.e. w». «I. 1521, 2. Juli (Visitat. Maria), Bern. Die Boten der zwölf Orte an den Landvogt zu Neuenbürg. Auf die Appellation des (Herrn) von Vaux Marcus in seinem Span gegen die Frau von Valendis, betreffend den Spruch wegen Peter Steffan, begehre man, daß er beiden Theilen nach Neuenburg einen Rechtstag setze nach dem Herkommen der Grafschaft und das Recht nach Billigkeit ergehen lasse, jedoch dem Urtheil, wonach Steffan bis Jacobi zu befriedigen sei, ohne Abbruch. In andern Sachen, welche diese Frage nicht berühren, möge er wohl „von einem Tag an den andern" förderliches Recht ergehen lassen, zc. St. A.B-m: T-utsch Ms. o. ««>,. v. 1) 1521, 26. Juni (Mittwoch nach Joh. Bapt.). Zürich an die eidg. Botschaften in Bern. Antwort auf die Zuschrift betreffend Albrecht vom Stein. Erzählung der bisherigen Verhandlungen in seiner Sache. Auf ein bezügliches Gesuch von Bern habe man in bester Meinung geantwortet, es seien vor Jahren au verschiedenen Orten Klagen über Albrecht vom Stein verbreitet worden, gegen die er sich noch nicht verantwortet habe; sobald er dieses zuvor gethan und hier wieder um Recht anrufe, werde man ihm solches ergehen lassen. Damit sei ihm also das Recht nicht „so gar" abgeschlagen. Nun aber, da er auf seinein Begehren verharre, wolle man ihm auf weiteres Anrufen einen Nechtstag bestimmen, ihm dazu Geleit geben und gegen seine Widerpartei beförderlich gutes Recht zu Theil werden lassen, :c. 2) 1521, 26. Juni (Mittwoch St. Johanns und Pauls Tag). Zürich an Bern. Begleitschreiben zu Obigem. (Sachlich ohne Belang). y und s) w St. A.B-m-A. Aim-h i. 3) 1521, 3. Juli (Mittwoch nach Visitationis Maria). Bern au Zürich. Antwort auf dessen Erwiderung der Zuschrift gemeiner Eidgenossen betreffend Albrecht vom Stein. Man möchte wünschen, daß Zürich schon auf das frühere Schreiben Geleit bewilligt hätte, so wäre man allerseits des Handels lcdig geworden. Inzwischen seien ihm allerlei Warnungen zugegangen, daß er in Zürich ohne Geleit nicht sicher wäre; nun werde er nächstens mit andern eidg. Boten zum König reiten und wünsche das Recht bis nach seiner Heimlehr aufgeschoben zu sehen; Zürich möge daher seine weitern Entschlüsse erwarten. St. A. Zürich: A. B-r». — S». A. »cm: T-utsq Miss. c>. k. sw. Zu Der Beitritt der beiden andern Bünde erfolgte erst am 5. Februar 1523. Zu Ii. Die Uebcrschrift lautet: „Burgund, Adscheid" (von gleicher Hand). Neben dem Anfang steht auffälliger Weise „Lent" (Levatum?). Eine andere Redaction ist aber nicht aufzufinden. T«. Sargans. 1521, c. 5. Juli. Tag der Botschaften von Zürich und Glarus, im Namen der VII Orte. Ein Abschied und bezügliche Acten fehlen gänzlich. Ueber die hiehcr gewiesenen Geschäfte ist zu vergleichen Absch. 11. Juni r. Juli 1521, 57 27 Kreuzlingen. 1521, c. 5. Juli. Tag der Boten von Zürich, Lucern und Glarus, im Namen der im Thurgau regierenden VII (und X?) Orte. Abschied und Acten fehlen. Die Verhandlungsgegenstände bezeichnet Absch. 11. Juni k, 1—3. 28. (Ueuenstadt?). 1521, v 8. Juli. Staatsarchiv Bern. Gütliche Unterhandlung einer Botschaft von Bern in dein Marchstrcit zwischen dem Bischof von Basel und der Gräfin von Valangin. Ein Abschied konnte nicht aufgefunden werden. Auch der Ort der Zusammenkunft ist nirgends angegeben; dcßgleichen fehlt eine nähere Bezeichnung der fraglichen Märchen. — Zur Verdeutlichung des Geschäftes legen wir folgende Acten ein: 1) 1521, 23. Juni (Vigilia Petri und Pauli), Bern. Beschluß, auf Sonntag über acht Tage (7. Juli) eine Botschaft auf den Stoß zwischen Valendis und dem Herrn (Bischof) von Basel, zu schicken und diesen Tag beiden Theilen zu verkünden; es soll jede Partei nicht mehr als zwei Boten schicken. St.A.Bern: Rath§ma»»ai, 2) 1521, 12. Juli (Freitag vor Henrici Jmp.), Bern. Der Marchuntergang zwischen dem Herrn von Basel und der Gräfin von Valendis wird verhört und in Kraft erkannt. ib. u>. 3) 1521, 13. Juli. Bern an die Gräfin von Valendis. Mittheilung der von den Berner Gesandten als Vermittlern aufgesetzten Marchbeschreibung zwischen der Herrschaft Valendis und dem Gebiet des Bischofs von Basel, mit Empfehlung zu freundlicher Annahme, um weitere Irrungen, Botschaften und Kosten zu ersparen, w. St. A. Bern: Latein. Missiven I. 1. l6 d. 4) 1521, 17. Juli (Mittwoch nach Henrici). Bern an den Bischof von Basel. Da die Frau von Valenvis den Abschied betreffend die Märchen abgesagt, so habe man derselben ihre Gewahrsamen zurückgegeben. ->>. w. 5) 1521, 17. Juli. Bern an die Gräfin von Valendis. Antwort auf ihr Rückschreiben und die mündliche Eröffnung ihres Boten. Da mau sie nicht nöthigeu könne, die gesetzten Artikel anzunehmen so gebe man ihr die eingelegten Schriften zurück und überlasse dem Bischof von Basel, an gebührendem Orte das Recht zu suchen, :c. St. A. B-m: Latein. Miss. I. l? d. 3) 1521, 3. August. Berit an die Gräfin von Valeugiu. Abgeordnete des Bischofs von Basel haben eröffnet, dc>ß dieser geneigt sei, die durch Boten von Bern verfaßten Vergleichsartikel und die vorgeschlagenen Märchen ""Zunehmen und auf den Fall, daß die Gräfin glaubte beschwert zu sein, ihr vor dem gebührenden Richter das kcht zu erstatte»; das melde man ihr, damit sie sich weiter zu verhalten wisse. St, A, B-n>: Lat -w, Miss, i.r, Ab. 8 5» Juli 1521, TS. Kyalons (an der Saöne). 1521, 16. Juli. Verschiedene Archive. Die Boten der zwölf Orte erlassen zwei Schreiben: 1) An den Papst, 2) an Hauptleute und Knechte in dessen Dienst. 1) 1521, 16. Juli. Die Boten der zwölf Orte, jetzt in Burgund, an päpstliche Heiligkeit. „Allerheiligester in gott vatter, insonders gnädiger Herr, mit warer demüetigkeit üwer Heil, füeß bcgeren wir zuo küssen. Allerheiligester vatter und gnädiger (Herr), uf das so wir von den großmächtigen unfern Herren und oberen zuo künklicher Mt. in Frankrich abgefertiget, die brief und sigel zwüschend siner tunklichen Mt. und uns Eidgnossen beschlossen ufzuorichten, ouch witer befelch siner künklichen Mt. einer zal knechten halb, ob sy die begeren wurd oder begert Helte, zuo bewilligen nach tut gemachter und ingangner Vereinigung, sind wir durch berüerter künklicher Mt. botschaft bericht nüwer märe, als wie dann üwer Heil, sich gegen siner gnaden landen oder lüten fyendlich oder widerwärtig erlütret, und daby understanden, die unfern, so in getrüwer Meinung üwer Heilikeit von einer loblichen Eidgnoschaft bewilliget sind zuo hilf und enthalt üwer Heilt. Person, der heiligen kirchen, dem hus de Medicis und dem stat zuo Florenz, doch mit luterer vorbehattung, die unfern wider ander fürsten land noch einich stett, so benempter ü. H. oder denen, so in der Vereinigung beschlossen sind, nit beschädiget oder fyendlich angriffen Helten, nit ze bruchen in einich weg, als wir uns ungezwyfelt versechen, (daß) ü. H. demselben statt thuon werden. Wo aber dem also wäre, als sölich berichtung uns zuokumpt, soll ü. Ht. müssen, daß uns sölichs beschweren und vil Mißfallens wurd gebären, in ansechen unser brief und sigel, so wir durch kraft eines gemachten fridens, darzuo setz Vereinigung mit genannter künklichen Mt. ingangen. Bittend haruf demüetiglich, üwer Heiligkeit well von sölichem irem fürnemen stan und besonder die unfern zuo sölichen anschlagen wider genannt keis. (sie) Mt. noch einich derselben inhabenden und besitzenden landen nit zuo bruchen. Wo ü. H. aber sich etlicher gestalt Hiewider wurde üeben, mag sy wüsscn, daß sölichs unfern Herren und obern größlich wurde mißfallen, angescchen die Vereinigung, ouch (das) guot oemüetig vertruwen, so sy zuo ü. Ht. haben, welichen wir sölich uns fürkommen frömd märe und fachen in yl zuogeschriben, die ü. H. sölicher Meinung witer irs gefallens und willens werden berichten. Wir bittend aber noch(mals) demüetiklich ü. H. abzuostan und vorgemelt k. Mt. in ircn inhabenden landen gerüewiget zuo lassen; werden ü. H. lieben sün, unser Herren und obern, vorab und in gemein, ouch wir nach unserm vermögen demüetiglich beschulden." Siegel Sebastian von Meßbachs. St. A. Züvich: Tschud. Absch.-Sammlung, Bd. 5, Nr. 39. — St. A. Bern: A. Ausland I. — St. A. Lucern: Allg. Absch. d. 1. toi. 199. — K. A. Basel: Abschiede, f. 75. — K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. X. — K. A. Schasfhausen: Abschiede. — K. A. Graubündcn. 2) 1521, 16. Juli. Die Boten der zwölf Orte an Hauptleute und Knechte in des Papstes Dienst, zc. „Unser stündlicher gruoß und alles guots zuovor. Edeln festen ersamen wisen besonder guote fründ und getrüwen lieben Eidgnossen. Nachdem und wir von unfern Herren und obern zuo k. Mt. in Frankrich gefertiget, . . . (wie oben), verneinen wir, wie unser allerheiligoster vatter der Bapst sich gegen genannter k. Mt. oder sinem Herzogthum Meiland fyendlich habe erlütret, und besonders (daß er) üch, die unser», zuo sölichem anschlag vermeint zuo bruchen, das aber wider unser, ouch einer loblichen Eidgnoschaft brief und sigel, so wir gemelter k. Mt. in gemachtem friden und jetz beschloßner vereinung geben, sin wurd, darzu üch und uns zuo merklichem Nachteil und oerwisung dienen, deß wir uns zuo üch dheins wegs versechen zuo sölichem zuo verwilligen; ob aber dem also, söllend ir wissen, daß ir ein loblich Eidgnoschaft und üch selbs größlichen wurden schwächen, deß ir in die harr und villicht gegen- wirtiger zit zuo merklichem Nachteil komm möchten. Darum, getrüwen lieben Eidgnossen, wellend ansechen trüw, ' lob und eer, so von unfern altvordern an uns ist komm, und wider unfern brief und sigel, so wir in gemachtem friden und vereinung benempter k. Mt. geben haben, in dheinen weg thuon noch gestatten, als wir uns deß zuo üch, unser» gnoten stünden, ungezwyfelt versechen. Ir tragen ouch guot wissen, daß sölichs in üwerm hininzüchen üwer Herren und obern Meinung nit gewesen; darum wellen üch harin, als wir uns zuo üch versechen, bewisen; daran thuond ir uns ein groß gefallen, wellen wir gen üch zuo guotem nit vergessen. Wir schriben ouch disern Juli 1521, 59 Handel unfern und üwern Herren und obern in yl zuo, von welichen, als wir ungezwifelt sind, ir in vermöglicher Zit gliche Meinung verneinen werden, und wellend üch vorus dheins wegs in k. Mt. inhabenden und besitzenden landen snitj füeren lassen, besonder üwer vatterland, lob, nutz und eer in betrachtung haben. Hiemit sycnd gott dem Herren wol befolchen." Siegel Seb. v. Dierbachs. St. A.Zürich: Tschudische Documenten-Sammlung T. VIII, Nr. 36. — St. A. Bern: A.Ausland I. (Burqund). — K. A. Schasshausen: Abschiede. — K. A. Graubünden. so. Z>iM. 1521, 18. Juli f. Staatsarchiv Berit! Allg. lidg, Abschiede, r. x, 460. Abscheide Sias a»to. Kantoiisarchiv Frciburn: Acte» Frankreich. KantonSarchiv Schaffhausrn: Abschiede. Gesandte: Bern. (Sebastian von Meßbach; Albrecht vom Stein). Lucern, (Anton Bili). Basel. (Hans Gallician). Fr ei bürg. (Dietrich von Englisperg, Schultheiß). — (Die übrigen nicht bekannt). Abschied bei der Besicgelung der Vcrcinnng mit Frankreich. «. Zuerst hat man den König freundlich und ernstlich gebeten, Mendris und Balerna ohne weitere Rechtfertigung nachzulassen, da jene Dörfer von jeher zu der Herrschaft Lauis gehört haben. Darauf ließ er antworten, es dünke ihn, die Vorschläge, die er durch den Herrn von Lamet gemacht, nämlich eine bestimmte Summe Geldes oder zwei Jahre lang (?) dreimal so viel, als die fraglichen Plätze ertragen, zu bezahlen, sollten für uns annehmbar sein; wären wir mit letzterem Antrag^noch nicht befriedigt, so könnte er sich zur Entrichtung des vierfachen Ertrags entschließen; sofern wir aber auch das ausschlügen, wolle er das Recht ergehen lassen. — nichts anderes zu erreichen gewesen, so hat man das angenommen und zu wissen begehrt, wer als Obmann d'e Entscheidung geben solle. Darauf schlug der König den Herrn von Sax vor, mit dem Begehren, daß der Kandel beförderlich erledigt werde, I». Auf die dringliche Bitte, den Grafen von Arona in die Vereinnng einzuschließen, ist die Antwort erfolgt, der Hraf sei des Königs Unterlhan und Hintcrsäß; deßhalb sei der Einschluß unmöglich, indem es seiner Majestät schimpflich wäre, einen Untcrthancn zu ihrem „Mitgesellen" zu machen, ^iber der gestellten Fürbitte zu Ehren wolle er den Grafen wieder zu seinen Gütern und Herrschaften kommen Zossen, ihn, dazu Brief und Siegel geben und ohne Verzug die entsprechenden Schritte thnn, ihm auch so viel Frenndschasi und Güte beweisen, daß er (der Graf) und wir daran Genügen haben, und dessen Burg- oder Landrechte mit etlichen Orten anerkennen, e. Man hat auch den König gebeten, dem „kunstreichen hochgelehrten Herrn N. von Glarus" (Heinrich Loriti, „Glareanns") die zu Paris gehabte Pension nach Basel folgen zu ^llsen. Der König erbietet sich, ihm 120 Kronen jährlich zu geben, jedoch die alte Pension zu verabfolgen, sobald wieder nach Paris komme. «R. Auf die Beschwerde betreffend mißverständliche Zollfordcrungen im Gebiet von Mailand antwortet der König, er wolle dem Herrn von Lantrec schreiben und verschaffen, daß den Capiteln punctlich nachgelebt werde. <. Für die von Bremgarten und Mellingen bewilligt der König statt des gewünschten Fahrgeldes' eine einmalige „Ehrung", l. Die Bitte, den Bischof von Lodi zu begnadigen und ihm das zu Mailand Verlorne wieder zu erstatten, läßt der König dahin erwiedcrn: Jener Bischof habe sich zwar vielfach wider ihn vergangen; unserer ernstlichen Verwendung wegen wolle er aber alles verzeihen, ihn mit Pfründen wichlich versehen, in seinen Ansprüchen an Pfründen Recht ergehen und (ihn) zu allen andern Gütern ruhiglich kommen lassen. Den Gardekncchten verspricht er für ihr Alter Pensionen wie den Schotten und Schützen („Archicr"); dw Besoldung zu erhöhen, lehnt er dagegen ab, da der Staat („stat", Etat) ohnehin schwer beladen sei, und / 60 Juli 1521, andere „Einbrüche" folgen möchten, I». Auf die abermalige Bitte, den Anton Meyer für seine Ansprache zu contentiren, erklärt der König, er habe die angesprochenen Güter nicht in seiner Gewalt, wolle aber das Recht gegen die Inhaber ergehen lassen und ihn rechtlich einsetzen, endlich ans Gnaden 200 Kronen bezahlen, dem Anerbieten des Herrn von Lamet gemäß, t. Sodann hat man den König ersucht, die Ansprecher zufrieden zu stellen, damit man ihm eine allgemeine Quittanz einhändigen könne. Er meint aber, diese Ansprecher hätten in vier Jahren, seit dem Frieden, ihre Forderungen wohl erledigen können; doch uns zu Gefallen sei er geneigt, deßhalb für ein und allemal noch einen Rechtstag zu halten. Darauf ist von beiden Seiten vereinbart, einen solchen Tag zu verkünden, auf dem aber die Ansprachen, die bereits rechtlich abgewiesen sind, nicht mehr erscheinen sollen, und die andern Ansprachen sollen zuerst, laut der Eapitel, von den Ortsobrigkeiten geprüft und „würdig oder unwürdig" erkannt werden, k.- Das freundliche Ansinnen, denen von Rothweil ihr „Dienstgeld" auch zu erhöhen, beantwortet der König abschlägig, mit Berufung auf frühere Eröffnungen durch den Herrn von Lamet. I. Die verlangte Certification betreffend das Siegel gegen den zwei Bünden in Churwalen hat der König bewilligt. i»». 1. Da der König nach Inhalt der Vereinung eine Anzahl Knechte fordert, so hat man ihm der empfangenen Vollmacht gemäß die Anwerbung von 6000 Mann erlaubt; über sein Begehren um weitere 6000 stellt man die Entscheidung den Herren und Obern anHeim, worauf er eine ansehnliche Botschaft abgeordnet hat, um solche zu fordern. 2. Ans die Frage, wie er „Ehrenhcrren" tractiren würde, die ihm zuzögen, gibt er die Antwort, „Jeden nach seiner Gebühr", und so ehrenvoll, daß man Ursache haben werde zufrieden zu sein, da er nicht bloß sein Gut, sondern auch seine Person zur Eidgenossenschaft setzen wolle, i». Was wegen der Freigrafschaft Burgund mit dem König geredet worden, weiß jeder Bote seinen Herren wohl zu sagen. «. Begleichen kennt Jeder das Anbringen des Herrn von Longueville, wegen (Rückerstattung?) der Grafschaft Neuenburg, z». Der Grandmaitre bringt auch einen Handel gegen den Herrn von Savoyen zur Sprache, worüber er schriftlich weitern Bericht geben soll. «K. Angelegenheiten einzelner Orte. Aus der gemcineidgenössischen Instruction für diese Verhandlung sind folgende Zusätze und Erläuterungen nachzutragen: 1. Uebergabc des Creditivs :c. 2. Aushändigung der Vertragsbriefc, mit entsprechenden Anreden und Versicherungen treuer Freundschaft, -c. Zu I<. Das Begehren der Rothweiler wurde zunächst durch ihre eigene Instruction empfohlen. Zu I. „Und als dann dem einen Pund von den dryen Pünden von den zwölf Orten bekanntnnß ist geben, daß die bestglung und annemung des frankenrichschen punds allein st, und die übrigen zween Pünd nützit solle bcrüeren, werden ir daran sin, dainit der Küng inen derglichen bekanntnuß auch gebe." Zu ». Den Klagen über Drohungen w. soll von Seiten des Königs abgeholfen werde», da man die Grafschaft als in dem Bündniß eingeschlossen betrachte, w. —> Ucbrigens berührt die Instruction nur Art. d, K, I, Ir, I, in, n. S. A. Bern: Allg. cldg. Mschl-de r. x. W4-WS. Zu in. Im Freiburger Exemplar ist die ursprüngliche, den wirklich gepflogenen Verhandlungen ohne Zweifel besser entsprechende Redactiou gestrichen und 8 1 in anderer (obiger) Fassung auf dem Rande nachgetragen. Der König hatte zuerst 16000 Mann verlangt. Die später vereinbarte Rcdaction (1 und 2 enthaltend) folgt auf der -Rückseite des Blattes. Der Abschied ist wahrscheinlich von dem Freiburger Stadtschreiber verfaßt. Zu Ii. Als Ergänzung des Abschiedes reihen wir hier die folgende Missive ein: 1521, 8. August. Bern an (die Erzherzogin Margaretha, oder die Princessin von Orange?). Antwort auf das durch den Statthalter von Salins übergebene Schreiben, enthaltend den Wunsch um Mittheilung des Entschlusses des Königs von Frankreich über die Vorbehaltung der Grafschaft Burgund in dem aufgerichteten Bündniß. Die eidg. Gesandten haben sich mit dieser Angelegenheit viele Mühe gegeben und endlich den Bescheid erhalten, daß der König, wiewohl ihm der Kaiser Anlaß zu offener Feindschaft geboten, aus Rücksicht auf die Eidgenossen (ob amorem et oontemplntionem nostri oeterorumguo oonkocksratoruin nostrorum) die Grafschaft und deren Einwohner nicht verletzen, sondern in guter Ruhe wolle bleiben lassen, unter der Bedingung, daß aus der Grafschaft Juli 1521, Kl gegen ihn und die Seinigcn nichts Feindliches unternommen werde, wodurch er zum Widerstand genöthigt würde. Da diese Antwort billig und ehrbar erscheine, so eröffne man dieselbe mit dem Rathe, zu verschaffen, daß sich die Angehörigen der Grafschaft neutral verhalten und mit ihren Nachbarn im Herzogthum Burgund im Frieden leben, w. Diesseits habe man den guten Willen, den Verträgen mit dem Kaiser nachzukommen, u. s. f. St. A. Bern: Latein. Miss. I. f. 2S, 26. «», z, fehlen im Schaffhnuser Exemplar, . t, kol, lS9, 'Staatsarchiv Bern: Mg, -idg. Abschiebe, I, !>, »es, M4, KantonSarchiv Basel: Abschiede, kol. so. Kaiitoiisarchiv Freiburg: Abschiebe, Bd, Sit. Kautonsarchiv Solothnr»: Abschiede, Bd, X. KantonSarchiv Schaffhansen: Abschiede, Gesandte: Basel, (Kaspar Koch, Salzherr), Freiburg, (Ulrich Schnewli). — (Die andcrn unbekannt), 1. Der Landvogt im Thurgan zeigt an, er besorge, daß in der Landgrafschast ein Aufbruch beabsichtigt werde; jedoch habe er noch nicht in Erfahrung bringen tonnen, wohin und zu wem; er habe dies aber anzeigen wollen, damit man ihm später keine Schuld beimesse. 2. Es wird ihm befohlen, eilends hinaus zu reiten und Juli 1521. ein Gebot zu verkünden, daß bei Eid, Ehre, Leib und Gut Niemand einem Fürsten zuziehe; die Schuldigen soll er gefangen setzen und auf dem nächsten Tage zu Baden verzeigen, um sie bestrafen zu können. 3. Da man vermuthet, es möchte dieser Aufbruch durch'Edelleute angezettelt sein, die bisher noch nicht haben schwören wollen, so wird der Landvogt beauftragt, diese Edelleute allesamt vorzuberufen, um ihnen den Eid abzunehmen; welche nicht Folge leisten, die soll er auf den? nächsten Tage zu Baden anzeigen, wo man dann weiter „räthig werden" wird, was man mit denselben reden wolle, k. 1. Dieser Tag ist von Bern angesetzt auf Begehren eines französischen Boten, der vorbringen laßt, daß der König einen Aufbruch verlange. Weil aber inzwischen eine bedeutende Anzahl Knechte von Bern, von Wallis und ander?? Orten aufgebrochen, ohne Wissen und Willen der Obrigkeiten, was der Vereinung entgegen ist; da auch niemand weiß, wider wen sie der König gebrauche?? will, und allerlei („selzner prallten") vorgefallen, woraus uns wohl Böseres entstehen könnte, so hat man beschlossen, es solle jedermann ein strenges Verbot erlassen gegen jeglichen Aufbruch. 2. Ferner wird den Knechte?? ii? päpstliche?? Diensten und denen, die gegenwärtig nach Mailand ziehe??, eilends nachgeschrieben, sie solle?? sich nirgends gegen einander führe?? oder gegen de?? Papst verwenden lassen, bei Verlust der Gnade, v. 1. Der Bischof von Verulan? und Herr Wilhelm (de Falconibus), päpstliche „Commifsarien", übergeben jedem Ort eil? Schreiben des Inhalts, daß der Statthalter von Mailand, Herr von Scuto, die päpstliche Stadt Reggio („Rätz") überfallen und habe erobern wollen; daß nun der Papst kraft des Bündnisses um augenblickliche Zusendung voi? 10,000 Knechten bitte, die er wohl halte?? und besolden wolle; er begehre auch, daß man die Knechte, die gegenwärtig nach Frankreich ziehe??, wieder abfordere, und falls man ihm keine Knechte zusenden könne, sie wenigstens zu Hause behalte. 2. Antwort, man wolle das heimbringen, und auf Donstag de?? 1. August zu Lucern einen Tag halten, um sich darüber zu berathen. 3. Wiewohl da???? die päpstliche Botschaft sich beschwert, die Sache erleide nicht so lange?? Verzug; das Schreiben an die Knechte, welche zun? König ziehen, werde keine Wirkung haben, und eine Botschaft hätte bessern Erfolg, hat man es bei der gegebenen Antwort doch bleiben lassen; unterdessen sollen aber die Herren und Obern berathen, ob man eine solche Botschaft „thun" wolle und voi? wie vielen und welchen Orten. «I. Jeder Bote kennt die Neuigkeiten („nüwen mären") des Hans Rudolf Hetzel von Bern, und die Briefe, die von den Knechten ii? päpstlichen Diensten angelangt sind. v. Da einige Knechte, die in päpstlichen Dienste?? gewesen und im Felde bestraft worden sind, geschworen haben, zu keiner Fahne mehr zu ziehen, ohne Wissen und Willen der Eidgenossen, so wird die Bestrafung den Orten übertragen, denen die- Knechte zugehören, nämlich Lucern, Schwyz, Glarus und Basel (?). v fehlt in? Berner, Freiburger, Solothnrner und Schaffhauser Exemplar. Die Berncr Sammlung hat ein Original und eine Copie. Zu t», 1. Hieher gehören folgende Acten: 1) 1521, 10. Juli (Mittwoch vor Hcnrici Jmp.). Bern an Luccrn. „Es hat jetz der Statthalter von Mciland einen Edelmann har zuo uns gefertiget und demselben bcfolhen, uf ein gloubwirdig credeuz uns zuo berichte?? eines verräterschen Handels, so da???? von etlichen des Künigs widerwärtigen uf und wider das Herzogthum Meiland für- genomen, und daß daher zuo besorgen che, noch bösers und ärgers zuo erwachse??, mit beger und erfordrung, den? zuo widerstand dein genannten Herrn Statthalter in namen und zuo Händen des Künigs, und nach anzöug letst angenomner vereinung sächstusend knächt von gemeiner unser Eidgnoschaft zuokomen zuo lassen. Und so aber üwer und unser Eidgnoschaft gesandten, so zuoletst hie in unser statt versammelt geiväscn, einrätig sind worden, dein Künig niemand zuoloufcn zuo lassen, bis daß sin künglich Mt. ir sigel an die brief der vereinung gehänkt, habe?? wir unsers teils uns des Handels allein nützit wolle?? beladen, sonders des genannten Herrn Statthalters in Mailand anwälten für üch und ander. . Eidgnossen gemcinlich gewisen, und begeren daruf an üch, dieselben zuosamen in Juli 1521, KZ üwer Statt zuo bcrüefcn, nämlichen von Hut über acht tag" , . . . In Betracht der Dringlichkeit der Sache habe man auch an Bäsch Frcibnrg und Solothnrn geschrieben und sie zu jenem Tag geladen. St, A, Bern - T-Utlch Miss, o, I. 94S—»49. — St, A, Lucern: Missinen, 2) 1521, 12. Juli (Freitag vor K. Heinrichs T.). Freiburg an Bern. Dank für dessen Bericht über das Begehren des königlichen Statthalters in Mailand. Man hätte nun erwartet, daß nicht weiter gehandelt würde, vernehme jetzt aber, daß auf nächsten Sonntag ein großer Aufbruch im Gebiete Berns bevorstehe, zu dem auch Freihurger verlockt worden seien, was man den vorhandenen Practiken gegenüber sehr bedaure. Man bitte daher um Anzeige, wie sich Bern gegen die Seinigcu zu verhalten gedenke, damit die beiden Städte „an einem Seil ziehen", ?c. K. A, Frcikmvg: Miss, Bd. VIII, N7 a. 3) 1521, 13. Juli (Samstag K. Heinrichs T.). Bern an Freiburg. Antwort aus dessen Schreiben wegen des Aufbruchs nach Mailand. Man habe von andern Seiten gleiche Nachricht empfangen und deßhalb heute im großen Rathe beschlossen, diesseits die Mannschaft bis zum nächsten Tag in Lucern daheim zu behalten, damit einhellig gehandelt werde, und wenn jemand schon weggezogen wäre, rufe man sie durch eigene Boten zurück oder mahne>sie wenigstens stillzustehen, bis in Lucern Beschluß gefaßt sei, w. St.A. B-m: T-utsch Miss. o. »5oi>. 4) 1521, 17. Juli (Mittwoch nach Margaretha), Bern. Mandat an die Landschaft wegen des „Rcisgeläufs" nach Mailand. — 21. Juli (Sonntag vor M. Magdal.): Mahnbrief an die ausgezogenen Knechte. n>. 954-905. Zu . »ss i>. 3) 1521, 20. Juni (Donstag vor r>" Ritter Tag). Bern an die von Grandson. Weisung, „über acht Tage llch finden zu lassen, damit die Zugesetzten dm Stoß besichtigen können." 4) ZZoäsiu ilnto: Bern an den Abt von Vellelay und den Stadtschreiber von Biel. Verkündung des gleiche» Tages. o) »nd 4) im Raths»m»»ar. 3) 1521, 26. Juni. Bern an den Herzog von Savoyen. Da einer von dessen Zugesetzten durch Krankheit verhindert sei, den gesetzten Tag zu besuchen, so habe man diesen verlegt auf Sonntag vor Jacobi (21. Juli), und bitte nun um Abordnung einer bevollmächtigten Botschaft auf die genannte Frist, nöthigenfalls um Erwähnung eines andern Richters, indem man diesseits begehre, weiterer Verschleppung des Streites so viel möglich Zuvorzukomme», zc. St. A. Bmi- Latein. Miss. i. c. ii. 3) 1521, 26. Juni. Bern an den Landvogt zu "Sainte-Croir. In gleicher Sache. 7) 1521, 5. Juli (Freitag nach Ulrici). Bern an die Schicdleutc. Vcrkündung des Tages zu Grandson, a»f Donstag (?) vor Jacobi (18. Juli). 3) 1521, 29. Juli (Montag nach Jacobi). Bern an den Abt von Bcllclay: „Min Herren wölken bi der abredung beliben." — Deßgleichen an Freiburg. ?) und») im Rathsmanual. 9) 1521, 30. Juli (Dienstag nach Jacobi). Bern an Freiburg. 1. „Wir haben von unserm alt Schultheißen )en» Hansen von Erlach, so jctz zuo Granson gewesen ist, verstanden was er und üwer verordneten daselbs gehandelt und gcschaffct, und besonder ouch vermerkt die mittel, so zuo güctigcm vertrag des spans der march zum heiligen Crüz angezöigt sind, in gestalten daß die zwcn teil des spännigen Platzes zuosampt der ärzschmittcn beiden Glesien, und aber der dritteil unserm gnädigen Herren von Savoy zuoständig sin sollte, da wir nun unsers teils wol möchten erliden, daß sölich mittel angenommen und ir und wir damit gerüeiviget wären worden; dann wo der Handel nach uswysung des bunds rechtlich erlütcrt sol werden, besorgen wir, daß solch recht üch und uns u>t gemein und an dein end wenig zuo gewinnen sye, besonder daß üch und uns als den ansprechern gebüren 9 66 Juli 1521, wirt, den obmau von den raten des Herzogen ze nennen, und uß grund desselben, ouch daß üwer und unser gewarsame dis fach berüerend nit hoch geachtet wirt, so wollte uns nochmals gefallen, Herrn Abt von Bällilee den Handel anzuohenken und im zuo gönnen, by dem obbemelten Herzogen für sich selbs ze werben und zuo arbeiten, die obangezöigten mittel und dero Nachlaß zuo erlangen, guoter Hoffnung daß er deßgelichen an üch und uns auch werde finden. Und so nun die Notdurft will erfordern, diewil die fach noch nüw und in frischer gedächtniß ist, harin end und ustrag zuo geben, ist an üch unser fründlich bitt, üch wolle gefallen, üch darüber ze under- reden und uns üwers willens und gefallens zuo berichten, uns darnach aber müssen zuo halten. 2. Sodenne verstand wir, wie der landoogt von Nüwcnburg zwüschen den Herrschaften Watrowe (Valtravers) und Granson etlich marcheu Hab lassen ufrichten und dazuo ouch einen von den üwern und »nsern gepfündt, das uns nit gefallt, ist ouch dem abscheid, darumb von gemeiner unser Eidgnoschaft Räten daselbs zuo Nüwenburg beredt, widerwärtig, und deßhalb an üch unser fründlich bitt, darumb dem jetzbemelteu landvogt in üwerm und unserm namen ernstlich zuo schriben, solche nüwruug, ouch die ufgerichten March abzuostellen, deßgelichen die pfand wider zuo bekereu und all fachen bis zuo ustrag der Hauptfach ruoweu zuo lassen, damit nit not werde, mittel und weg zuo suochen, durch die ir und wir uns selbs zuo hilf kamen. 3. Wyler so langet uns an, wie die cortisaneu für und für in üebung syen, die pfrüenden anzuofallen und denen so die lihung zuostat, ir gerechtigkeit abzuo- brechen und si sonst mit dem bann und in andern gestalten zuo beschweren, das uns uit will gebüreu zuo gestatten, und begereu deßhalb an üch, üwern und unscrn amptlüteu von Granson und Orba darumb zuo schriben, »f solich cortisaneu zuo achten und zuo stellen, und wo si dieselben in anfallen der pfrüenden mögen betreten, si alldann fänklich anzenemen und nit uszuolassen dann mit üwerm und unserm müssen und willen, guoter Hoffnung, so si dis unser fürnemeu sehen und spüren, si werden irer unzimlichen anfechtung abstan und üch und uns gerüewiget lassen. 4. So wällend dann (ouch) gebetten sin, üwern und unfern amptlüten von Mnrten, Grasburg, Granson und Orba irer rechnuugen halb tag zuo setzen und uns deß, ouch wann üwer Scckelmeister den zollstock zuo Murten ufthuon wölle, zuo berichten" ... K. A. Freiburg: A. B-m. — St. A. Bern: T-Utsch Miss. o. SS7—»SS. 1l>) 1521, 2. August (Freitag vor Oswaldi). Bern an den Abt von Bellelay. Ansuchen, für sich selbst in dem Span zwischen dem Herzog und den zwei Städten zu arbeiten. S,. A. B-rn: R-»hsmamml. SS. Milden. 1521, 23. Juli f. (Dienstag nach Maria Magdalena f.). Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. ». kol. 44. Staatsarchiv Bcr»: Allg. eidg. Abschiede, r. p. »88. Abscheide »ine dasselbe erlassene Schreiben, die freie Fuhr nach Aarau immer noch abschlage. Da der Bote von Basel nicht mstrnirt ist, so nimmt man den Gegenstand in den Abschied, nm auf dem nächsten Tag in Zürich von einem Rechten zn reden, damit die Sache erledigt werde. K, Hans Zimmermanu von Villingen, Herrschaft Schenken- ^g, bittet um Bescheid auf sein bei'der letzten Iahrrechnuug angebrachtes Gesuch um Fenster. Damit er hierum '"cht weiter in Kosten gebracht werde, will man ihm auf nächstem Tage zu Zürich Antwort geben; den Obern w er bestens empfohlen werden, da er dreimal „abgebrannt" ist. I», Dem Vogt zu Baden soll Zürich aus »> Rath einen Beiständer geben, der mit demselben die Huldigung in Kaiserstuhl, Zurzach und Klinguau Zunehmen wird. I. Die Boten, die jetzt in Frankreich sind, berichten, daß sich der Papst mit dem König entzweit hah^ weßhalb dieser begehre, daß seiner Heiligkeit keine Hülfe mehr geleistet werde; darum hätten sie auch w Päpstlichen Knechten schon geschriebeil, daß sie gegen den König nichts unternehmen sollten. Ii.. Zuschriften von den Vögten zu Lauis, Luggaris, Bellenz ?c. melden, daß der Commissarius in Como sie um eine Anzahl von Knechten ersucht habe, weil ein Heer von 8000 Landsknechten, mit Reiterei und 16 Geschützen, in's Vcltlin ^'kommen sei und die Absicht verrathe, Como zu belagern. Es wird ihnen geschrieben, sie sollen darauf nicht ^Nieten, sondern das Land gehörig bewehren und namentlich Mcndris und Balerna hüten, daß es nicht von w>seui Händen komme; ab dem Tag zu Luccrn sollen sie dann weitern Bescheid erhalten. I. Der Legat („B. v. 'öernula") fordert für den Papst einen unverzüglichen Aufbruch von 6606 Mann, nach Inhalt der Vereinnng, ohne alle weitere Einrede, und hat vor mehreren Zeugen und Notariell „protestirt", daß diese Mahnung durch 'hv geschehen sei. ,»». Der Herr (Abt) von St. Gallen zeigt den IV Schirmorten an, daß die Gotteshanslcute v»d vielleicht auch „andere Nachbarn" in fremde Kriege nicht mehr ziehen wollen ohne eigene Hauptleute, Venner v- st w., wie sie es von Alters her sowohl in fremden Diensten als in Landskricgen gehabt haben, i». Wißhans dem Amt Rordorf klagt, daß er „von den Knechteil ans dem Feld habe schwören müssen" einer (unbekannten) Aeußerung wegen, woran ihm aber Unrecht geschehe; er erwarte sein Recht von den Eidgenossen. Der Abt von St.'Gallcn gibt Auskunft über den in Wyk geschehenen Todschlag, wonach die Schuld auf w Verwandten des Umgekommenen fällt. I» 1521, 23. Juli, Baden. Abermals erscheinen die Anwälte des Äbtcs zu Schaffhausen, der Stadt lind Gemeinde zu Hallau, dem letzten Abschied gemäß, und begehren zu vcruchmen, ob die Näthe des Bischofs 68 Juli 1521, von Konstanz sie des geihanen „Aufschlags" erlassen wollen oder nicht. Weil nun von dessen Seite Niemand da ist, so wird dies so gedeutet, daß der Bischof von seinem Vorhaben abstehen und ihnen gütlich entsprechen wolle. Deßhalb hat man ihnen gerathen, für einmal stillzustehen; würden sie weiter angefochten, so mögen sie wieder um Rath und Hilfe werben, den sie ohne Zweifel finden werden. (Dienstag nach Maria Magdalena). Kantonsarchiv Schafshausen: Correspondenzen. Dem Berner Original fehlen Ii, 1, in —«, dem andern Exemplar nur in, «. Das Nidwaldner geht bis I; im Basler fehlen «, Ii, in—n; in Freibnrg, Solothnrn, Schasfhauscn und Appenzell I', l>, >» —n, in letzteren beidw auch v; dem Stiftsarchiv St. Gallen «I — Ii, le, n. Zu :». Hieher ziehen wir nachstehende Acten: 1) 1521, 24. Juni, Brüssel. Kaiser Karl V. an Zürich (deßglcichen an die übrigen Orte). Wiewohl er sich von Anfang seiner Regierung gegen alle christgläubigen Stände friedlich gehalten und keine Ursache zum Krieg gegeben, sondern auf dem letzten Reichstage mit den Ständen des Reiches einen allgemeinen Frieden beschlossen habe, damit die Christenheit beschirmt und „christliches" Blutvergießen verhütet würde, so habe doch der König von Frankreich aus eigenem Willen durch den von Aremburg den Krieg wider ihn angefangen und das Königreich Navarra überzogen, sei auch emsig beschäftigt, die kaiserlichen Erblandc im Reiche anzugreifen und werbe täglich bei den Eidgenossen um Knechte in seinen Sold, strebe also die deutsche Nation in Jrrsal und Aufruhr zu bringen, gebe aber bei seinen Practiken vor, nur sein Königreich beschirmen zu wollen und die begehrten Söldner nur dafür zu brauchen; das sei aber ohne Grund, denn er habe den Krieg schon an zwei Orten angefangen und hoffe die deutsche Natiop „in Abfall" zu bringen, um seine Pläne desto leichter auszuführen. Deßhalb habe er, der Kaiser, im ganzen Reiche ein gemeines Aufgebot ergehen lassen, und die Stände haben ihm eine stattliche Hülfe bewilligt. Er ziehe nun gar nicht in Zweifel, daß Zürich dem König von Frankreich wider ihn nicht anhange, sondern die Erbeinung treulich halten wolle, und da die Sache das Reich berühre, so begehre er, daß es zu Herzen nehme, daß es ein Glied des hl. Reiches, und was ihm vormals von den Franzosen begegnet sei, was in Zukunft noch mehr geschehen könnte, wenn der König seinen Zweck erreichte; es möge daher weder diesem König noch dem geächteten Ulrich, vermeintem Herzog von Würtemberg, noch sonst jemand wider den Kaiser, das Nstch und die (östreichisch-burgundischen) Erblandc Knechte zulaufen lassen ?c. Dann wolle er seine Botschaft mit weiteren Vorschlägen zu den Eidgenossen verordnen, um ihnen etwas zu eröffnen, was sie gerne hören werden . . . St. A. Zürich: A. Kaiser. — St. N. Lucern:^A. Kaiser. — K. A. Solothurn: Absch. Bd. X. — K. A. Schaffhausen: Correspondenzen. 2) 1521, 24. Juni, Brüssel. Kaiser Karl V. an Zürich. „Ersamen lieben getreuen. Wir werden abermals durch unser Rät und potschaft, so wir in der Aidgnoschaft haben, bericht, das ir uns, dem hl. Reiche und unfern erblichen Künigreichcn und Landen für und für getreulich anhanget und nit allein mit dem Künig von Frankreich die ainung, so er bei etlichen Oerteru der Aidgnoschaft erlangt hat, nit aunemen, sonder nach ewrem höchsten fleis understeen wölkt zu vcrhüeten, das im aus der Aidgnoschaft mit zuzug irer knecht noch in ander weg wider uns kam hilf beschehe; dds alles sagen wir euch gnedigen und hohen dank, wollen auch das gegen euch und den ewren in ewig zeit zu guetem nit vergessen, und bcgern darauf an euch mit ganzem fleiß und ernst, ir wöllet in sölchem ewrem eerlichen löblichen gemüet und guetwilligen erbieten gegen uns beharren und euch in ainichen weg wider uns . . . nit bewegen lassen, und allen nützlichen fleiß und ernst ankeren, das sölichs von ewren mit- aidgnossen auch beschehe, damit unser Erbainnng unzerbrochen bleib und das cristlich pluet nit so frevenlich vergossen werde, als sonst größlich zu besorgen ist" . . . Anzeige weiterer Verhandlungen ?c. St. A. Zürich: A. Kaiser. 3) 1521, 10. Juli, Mechcln. Kaiser Karl V. an Zürich. Creditiv für vr. Jacob Sturzel von „Buchen" und Veit Suter, die etwas den Papst Berührendes vorzutragen haben. w. «.Kaiser. 4) 1521, 10. Juli (Mittwoch vor Margarethen). Zürich an Bern, Lucern (und andere Ortech Eine kaiserliche und hispan. kön. Botschaft habe heute vorgebracht, daß der Kaiser Willens sei, eine ansehnliche bevollmächtigte Botschaft zu den Eidgenossen zu senden, um ihnen Sachen vorzutrageil, an denen sie großes Wohlgefallen haben werden, in der Meinung, daß ihnen solches zu Ehre und Wohlfahrt gereichen müßte; sie habe darauf einen Tag Juli 1521, 69 in Zürich bestimmt auf den 4. August, mit dem Ansuchen, denselben den übrigen Orten zu verkünden, und der ernstlichen Ermahnung von Seiten des Kaisers, inzwischen dem König von Frankreich keine Hülfe zu gewähren zc. Hienach bitte man geflisscn und freundlich, den genannten Tag zu besuchen und da handeln zu helfen, was der Eidgenossenschaft Lob und Nutzen und gute Nachbarschaft bringe, zc. St, s>. Bem: A. Zürich i. — St, A, L»»rn: MWv-n. Zu t». Die Vorgeschichte dieses Geschäftes erhellt aus folgenden Acten: 1) 1521, 1. Juli (Montag nach Petri und Pauli), Augsburg. Die Botschaften des schwäbischen Bundes an gemeine Eidgenossenschaft (zunächst an Zürich). „Unser zc. zc. Uns langt warlich und geloublich au, wie daß Hans Heinrich von Klingenberg (des) Herzog Uolrichs von Wittenberg gesindc zuo roß und zuo fuß zuo Hohentwiel ingelassen, deßhalb wir ein fürsorg und gedenken haben, daß sy uns oder die unfern anzuogryfen und zuo be- schedigcn undcrstan möchten; dicivil dann gedachter Herzog Uolrich unser offner sind, mit sampt sinen Helfern und anhängen: in der acht und aberacht, ist by einem jeden verständigen lichtlich zno ermessen, daß wir betrachten, wie dem unser notdurft nach mög begegnet werden. Und nachdem wir nun bishar mit üch als unfern besundern lieben und guoten fründeu in sundrer vcrtrulicher und guoter Nachbarschaft gestanden und (uns) der also unserthalb zuo flyßen willens sind, so Hand wir uß sölichem guot meinenden Höchen und großen vertruwen, so wir zuo üch tragen, üch das . . nit wollen verhalten und bitten üch daruf gar mit früntlichem und allem slyß, ir wölkend by den üwern zum höchsten und ernstlichsten daran sin und vermögen, sich des angezöigten schlaffes, ouch des Herzogen noch der sinen wider uns oder die unfern nit nnznonemen noch zuo beladen, suuder üch wie bishar nach- dürlich und früntlich zuo halten", zc. zc. St. A, Lu«rn: A, Wim-mb-rg(CopU). Das Original konnte nicht gefunden werden. 2) 1521, 2. Juli (Visitat. Mariä). Bern an Herzog Ulrich von Würtemberg. Von Zürich seien Schriften gekommen, laut deren cr das Schloß Hohentwiel gekauft und besetzt habe, und eine Lieferung Wein und Salz, die nach Zürich bestimmt gewesen, zur Speisung jenes Hauses verwendet worden, was mißfällig vermerkt werde und zu Widerwärtigkeiten führen möchte. Wiewohl man ihm nicht wehren könne, sein Haus zu versehen, wolle >uan ihn doch crmahnen, alle diejenigen ungehindert fahren zu lassen, die nach Zürich feilen Kauf bringen, überhaupt gegen niemand Gewalt zu gebrauchen, um den Eidgenossen nicht einen tödtlichen Krieg zuzurichten; worüber man seine Antwort begehre. St.A.Bern: TeuychMiss. o.s44i>. 3) 1521, 4. Juli (Ulrici), Mümpelgnrd. Herzog Ulrich von Würtemberg an die eidgenössischen Boten auf dem Tage zu Bern, Antwort auf die durch Schriften aus Zürich veranlaßte Beschwerde, daß einigen Fuhrleuten Wein und Salz weggenommen und zur Speisung des Hauses Hohentwiel oerwendet worden zc. Er wisse davon »ichts, habe auch kein Gefallen daran und ivolle sich deßhalb erkundigen und Befehle geben, daß solches nicht mehr geschehe, da cr zur Erhaltung guter Nachbarschaft ganz geneigt sei, zc. S,. A. Zürich: A. WiMcmb-ig. 4) 1521, 6. Juli (Samstag nach Ulrici). Zürich an Lucern (und andere Orte). Mitthcilung (der Copie) em er Zuschrift von den kais., kön., churfürstl. und fürstlichen Botschafter des schwäbischen Bundes... Da die Sache schwierig sei und nicht bloß einzelne Orte berühre, so habe man dafür einen Tag nach Baden aubcrazunt auf St. Maria Magdalena Tag (22. Juli), und bitte, denselben unfehlbar zu besuchen, zc. zc. (Vgl. Nr. 1). St. A. Bern: A. Zürich I. — St. A. Lucern: Missiven.^ 5) 1521, 11. Juli, Innsbruck. K.M. Laudhofmeister, Marschall, Canzler, Statthalter und Regenten an Zürich. Sie vernehmen, daß Hans Heinrich von Klingenberg sich unterstehe, seine Abmachung mit Herzog Ulrich von Würtemberg, die Uebcrgabc des Schlosses Tw.iel betreffend, durch ein Ausschreiben an Zürich und Andere zu rechtfertigen und w. Kaiser (Marimiliau) samt dem Regiment zu verunglimpfen. Wiewohl sie voraussetze», daß dessen »Verhandlung" (Vergehung), die lauter am Tage liege, Zürich bekannt sei, so wollen sie doch nicht unterlassen, in Kürze darüber genauen Bericht zu geben. 1. Das Schloß Twiel gehöre nicht dem Hans Heinrich allein, sondern auch dem Ritter Albrecht voü K., der mit seinem Theil dem Hause Oesterreich verpflichtet gewesen und noch sei- dennoch habe jener den letzter» ohne Rechtsvcrfahren seines rhcils entsetzt und damit Oesterreich geschädigt. Der Kaiser habe (seiner Zeit) mit Hans Heinrich wegen seines Thcils einen Vertrag über ewige Oeffnung gcmacht und dafür ein bestimmtes Dienstgeld bezahlt, wogegen letzterer für Albrcchts Theil einen Vurg- vogt hätte'unterhalten sollen, was er aber nicht gethau ... 2. Ferner habe der Kaiser mit ihm über einen Kauf 70 August 1521. unterhandelt und solchen ans eine bestimmte Zeit abgeredet, aber Hans Heinrich diese Frist verstreichen lassen und den Kauf abgekündet. Nun sage aber die gepflogene Abrede, daß Hans Heinrich, auch wenn der Kauf nicht von Statten ginge, mit seinem Theil dem Haus Oesterreich mit erblichem Dienst verpflichtet sei; das habe er angenommen und das Geld empfangen ... 3. Wenn er klage, daß ihm Bangeld und Geschütz verweigert worden, so vergesse er, daß der Kaiser solches nicht schuldig sei, so lang er keinen Burgvogt einlassen wolle... 4. Zu keinem Vertrag sei er genöthigt worden, sondern er habe alles mit gutem Bedacht und freiem Willen zugesagt und besiegelt, aber seinerseits nichts gehalten ... 5. Es gezieme ihm offenbar nicht, den Herzog von Würtcmbcrg, den erklärten Feind des Bundes zu Schwaben und vom Reiche Geächteten einzulassen. Seinen Dienst habe er erst gekündet, nachdem er dem Herzog willfahrt; weil es ihm aber nicht gebühre, eine erbliche Pflicht in dieser Art aufzulösen, so habe man ihm wieder geschrieben und begehre, daß Zürich seinem Vorgeben keinen Glanben schenke, sondern sich dessen Handlung mißfallen lasse, :c. St. A. ZiMch- A. O-stm-ich. 6) 1521, 13. Juli (Samstag nach Kiliani), „Cloröwa". Herzog Ulrich von Würtemberg an Lucern. Da auf Magdalene ein Tag zu Baden anberaumt sei und er wahrnehme, daß etliche seiner Widerwärtigen ihn abermals bei gemeinen Eidgenossen verunglimpfen wollen, so habe er den eidg. Boten deßhalb geschrieben laut Beilage, und bitte Lucern, seinen Gesandten Befehl zu geben, dahin zu arbeiten, daß sich die Eidgenossen durch einen (voraussichtlich stattfindenden) Vortrag seiner Feinde nicht gegen ihn bewegen und zu Beschlüssen bringen zu lassen, die ihm nachtheilig wären, bevor sie auch ihn gehört haben, w. (Original?. 7) 1521, 18. Juli (Donstag nach Margarethe), Mümpelgard. Herzog Ulrich an die auf Magdalene zu Baden versammelten eidg. Boten. Bitte, den Verunglimpfungen seiner Gegner keinen Glauben zu geben, sondern ihr Vorbringen ihm kund zu thun und dann zu hören, mit welchen Listen sie ihn verleumdet haben; sie mögen dabei auch bedenken, daß dieselben ungeachtet ihrer süßen Worte den Eidgenossen nicht mehr Ehrkn und Gutes gönnen als ihm, und ihn hienach für empfohlen halten, ?c. s) und?> im Sl. A. Lu«>,n A. W»ri-mbcrg. Das von Bucholtz, Geschichte Ferdinands I., Band I. 499 — 599, in den Sommer 1521 verlegte Acten- stück („Verhandlung der eidg. Cantone zu Baden wegen Herzog Ulrich") kann nicht hieher, sondern nur in's Jahr 1519 gehöre». Zu «I. Der erwähnte Vergleichsvorschlag wollte sich nicht auffinden lassen. Zu l. Vgl. den Abschied vom 16. Juli. — Die Zuschrift an die eidg. Obrigkeiten fehlt. Z4. -Lucern. 1521, 2. August f. (Freitag nach Vincula Petri f.). Staatsarchiv Lucern: Attg. Abschiede d. 1. toi. 165. Staatsarchiv Bern: Nllg. eidg. Abschiede l'. 40t. II. p. 277. Landeüarchiv Nidwalden. KautonSarchiv Basel: Abschiede t. 69. KantonSarchiv ^reiburg: Abschiede Bd. 56. KantonSarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. X. KantonSarchiv Schasshansen: Abschiede. Landesarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Bern. (Hans Jsenschmid, Venner; Konrad Vogt). Basel. (Anton Dichtler...). Freibnrg. (Ulrich Schnewli; Hans Guglenberg). — (Die übrigen nicht bekannt). ». I. Dieser Tag ist angesetzt, um auf die Klage des Bischofs von Verulam, auf dem letztgehaltenen Tage, zu antworten. II. Gleichzeitig jedoch verantwortet sich eine Botschaft des Königs von Frankreich und des Herrn Scuto folgendermaßen: 1. Es hätten in einer Nacht, ans Anstiften etlicher Banditen, im ganzen Herzogthum Mailand des Königs Leute ermordet werden sollen; das habe aber Gott abgewendet, und als dieser Anschlag nicht zur Ausführung gekommen, haben sich die Banditen gegen Reggio gewendet; der Herr von Scnto sei ihnen nachgeeilt, in der besten Absicht gegen den Papst, und habe von dem Gouverneur der Stadt verlangt, ihm die August 1521. 71 Banditen auszuliefern, um sie zu bestrafen. Das werde mm so ausgelegt, als ob er Reggio habe überfallen wollen, was weder ihm noch dem König je in Sinn gekommen. 2. Seit einiger Zeit habe (übrigens) der Papst em bedeutendes Heer gegen den König zusammengebracht; darum habe dieser sich in Eile versehen müssen und um öggg Knechte angesucht; doch werde er dieselben in seinem Königreich und bei seiner Person behalten. Ferner meldet der französische Orator, der König ivolle die eidgenössischen Knechte, die schon nach Mailand gezogenen und die noch begehrten, nicht gegen den Papst gebrauchen, außer wenn ihn derselbe in seinen Landen angreife. III. Demnach hat man dem päpstlichen Gesandten „vorgehalten", es sei noch in frischem Gedächtnis;, wie ^r Legat Antonius Puccins vor einiger Zeit von den Eidgenossen 6000 Knechte verlangt habe zu Schutz und Schirm des Papstes und der christlichen Kirche; damals haben die Eidgenossen wissen wollen, wider wen er sie brauchen wolle, und als der König ihnen den Durchpaß durch das Mailandische gestattet, habe man die Knechte bewilligt, und der König sein Versprechen erfüllt; nach einiger Zeit habe der Papst einen Theil der Knechte enteisen. Man könne nun nicht billigen, daß der Papst den König habe verdächtigen wollen, und wolle ihn? jetzt keine Kucchte senden, erwarte auch, daß diejenigen, die noch bei ihm seien, nicht gegen ,den König geführt werden, sowie ">an auch Anstalt treffe, daß die beim König Dienenden nicht gegen den Papst ziehen müssen; könne man übrigens "nt Briefen oder Botschaften etwas Gutes stiften, so ivolle man Mühe, Arbeit und Kosten sich nicht reuen lassen. ^ ' Heimzubringen, ob man dem König die 6000 Knechte überlassen ivolle oder nicht, und auf dein Tage zu ^»cern, auf Dienstag nach Laurcntii (13. August), darüber Antwort zu geben. I». Da einige Hauptleute aus rudern Orten, als denen sie angehören, Knechte genommen, und daraus MißHelligkeiten erfolgen konnten, so ist ^gesetzt, daß jeder Hauptmann nur Knechte aus seinem Ort annehmen dürfe. «. Dem Boten des Grafen von ^lviia wird der Bescheid ertheilt, er solle sich einstweilen gedulden, bis die Eidgenossen selbst in eine ruhigere ^ge kommen. «I. In Betreff Gottliebeiis wird beschlossen, daß des Landvogtes Bruder, Anton Bili, der jetzt hinaus reiten wird, in Betracht der „selzuen löuf und Warnungen", das Schloß mit Thnrgauern, denen man vertrauen könne, besetzen soll. v. Jedem Boten wird abschriftlich die Warnung mitgetheilt, welche Zürich eingesandt hat. L. Eine Botschaft des Herzogs von Savoyen meldet.- 1) In Betreff des Brautlaufs: Sobald er veuiehme, daß seine Gemahlin unterwegs sei, werde er die verordneten Boten abholen lassen. Antwort, dieselben i^ien stets bereit. 2) Es herrsche im Piemont ein Streit zwischen Gnelfcn und Ghibellincn, weßwegen er über lls Gebirg geeilt sei, um sie zu deinüthigen. Antwort: Bedürfe er der Eidgenossen Hülfe oder Rath, so solle " besten versichert sein. 3) Er bitte »in Rath, ivie er sich (in diesem Kriege) verhalten solle; denn er sei ein KKied des Reiches und dem König von Frankreich nahe verwandt. Antwort: Man stelle das ihm selbst anHeim, uidem man ihn (dazu) für klug genug halte; jedenfalls wünsche man, daß er mit den Eidgenossen halte. Das Berner, Freiburger und Solothurner Eremplar ist nur „auf Freitag" datirt. — Das Appenzeller Er. hat von alter, verinuthlich gleichzeitiger Hand die Ucberschrift: „Mailand betreffend, ein lustiger abschaid". Zu 1) Dem Lucerner Abschied ist ein Actcnstück, betitelt: „Päpstlicher Heiligkeit Gesandten Fürtrag" beigelegt,*) aus welchem der Kürze wegen hier nur ein Auszug gegeben werden soll. Zuerst wird auf einen früher» Bericht über den erwähnten Vorfall verwiesen (s. Nr. öl, 3k. o 2), der jetzt erst durch neuere Nachrichten gehörig ^gänzt werden könne. Der Herr van Scuto habe mit dem Gubcrnator von Rätz eine Unterredung zu halten verlangt; letzterer sei auch zu diesem Zwekkc unter ein Thor der Stadt gegangen; während ihrer Verhandlung seien aber etwa vierhundert Reiter ganz nnbemerkt herbcigeschlichcn, die mit List und Gewalt durch das Thor eindringen wollten; ') Ein von Veeulan unterzeichnetes, sehr sauber geschriebenes Eremplar liegt bei den Acten Papst des Zürcher Staatsarchivs. Das lateinische Original, von Ennius -c. unterzeichnet, findet sich im Staatsarchiv Bern: A.Frankreich I. 72 In»! >521 kaum sei es noch möglich gewesen, den Thorgattcr fallen zu lassen, wodurch Graf Alexander Trivnlz und einige Andere gctödtet worden; der Herr von Scuto habe sich nun aus Furcht dem Gubernator ergeben, der ihn aber bald wieder freigelassen und großmüthig die Verfolgung der Franzosen eingestellt habe. Durch diesen verrätherischen Ueberfall sei der Papst an seiner Ehre und an seinem Gebiete angegriffen; die französischen Hauptleute haben sich dieses Frevels halb auch gar nicht anders zu entschuldigen gewußt, als daß dies ohne Wissen und Willen des Königs geschehen; auch anerkennen sie, daß zu einem solchen Angriff keine Ursache vorhanden gewesen sei. Doch müsse es befremden, daß die Franzosen den Aufenthalt der Flüchtigen und Verbannten in dem Kirchenstaate verboten haben, was allen göttlichen und weltlichen Gesetzen und Gewohnheiten zuwider sei, da aus dem ganzen Umkreis der Christenheit Jeder in dem Gebiet der römischen Kirche seine Zuflucht suchen könne, und Widerwärtige des Papstes sich bisher ungestört in andern Ländern aufgehalten haben, ohne daß er je ihre Verweisung gefordert. Weil er nun so gefährlich bedroht und mit dergleichen Forderungen belästigt sei, begehre er von den Eidgenossen, als Schirmern des römischen Stuhls und dessen Bundesgenossen, baldige Hülfe. Sein Gesandter könne sich darauf berufen, daß er sie niemals angelogen, die ihm erwiesenen Gutthaten mit herzlichem Dank und treuer Zuneigung erwiedert und das Lob der Nation überall ausgebreitet habe. Wohl würde der Papst bei allen Fürsten Hülfe finden, wenn er sie darum ersuchte; allein er wende sich am liebsten an die Eidgenossen, die vornehmsten und liebsten Söhne der Kirche, und wolle ihnen nichts vorenthalten, auch die Ehre des Sieges nicht, den er in diesem Handel zu erringen hoffe; er habe ihr Bündniß mit Frankreich befördert in der Erwartung, daß es auch der Kirche zu gut kommen würde; da es aber jetzt so stehe, daß er ihrer Hülfe gegen ihren Verbündeten bedürfe, so begehre er, als ihr erster und vornehmster Bundesgenosse, eine Anzahl Knechte zur Beschirmung der Kirche, wogegen sie solche dem König abschlagen dürfen, da er durch den Ueberfall auf Reggio die Vereinung verletzt habe; dabei wünsche indeß der Papst nicht im geringsten, daß sie seinetwegen mit andern Fürsten uz Feindschaft gerathen und ihre Verträge irgendwie brechen; nur finde er billig, daß sie ihre Knechte zu Hause behalten und sich in die Kriege nicht mischen. Schließliche Bitte um schleunigste Antwort. K. A. Ba >-u Abs-h. k. eo-ve. 2) Man bemerke die Basler Instruction (Absch. k. 66—63): „So dann bäpstlicher Heilikeit legat antwort der zehen oder sechstusend knechten, die er begcrt hat, erforderen wirt, sollen unsere botten daran sin, daß im mit tapferen warten gefeit werd (zum ersten), wie der Bobst der sig gewesen, der sin eigenen lcgaten zuo den Kurfürsten geschickt Hab, sy zuo ermanen, den König von Frankrich zuo eim Kaiser zuo erwelen und nit den Karolum. Zuo dem anderen, so Hab er in diser verein, so wir mit dem König von Frankrich beschlossen, allen möglichen slyß ankert (und) anwysung geben, domit sy ein fürgang genomen Hab, und jetzt sogar von im gefallen, deß wir gar kein gefallens haben. Zum dritten, so haben wir im kurz hievor vjm knecht geben, die Hab er im lnnd hin und wider gefüert, daß nieman kann wissen welicher gestalt, und doch nieman kein find Hab mögen anzeigen; deßglichen Hab er sy drystund geurlobt und dannethin gon Bern geschriben, als ob sy nit hetten wellen bliben, alleinig sy zuo verunglimpfen, das uns auch gar mißfellt. Zum vierten so Hab er unser knecht noch ij»> by im, mit denen werden allerlei seltsame und geschwinde stuck gebrucht, und domit (sollen die botten) den bries darlegen, den uns die knecht geschriben haben, und daran sin, daß dieselbigen knecht wider heimgefordert werden, und so er die güeteklichen nit wöllt lassen abziehen, wöllt man in (den Legaten) so lang in der Eidgnoschaft behalten, bis daß das bescheche. Zum fünften, so geb die verein nit anders zuo, daß wir siner Heiligkeit snitj anders knecht stgen schuldig zuo geben, dann so man dieselbige überziehen und belageren wöllt, das doch in disem fall nit geschehen, dann sy wöllt andere, mit denen wir in verein wären, gwaltiklich überziehen und belageren, deßhalben wir siner Heil, uf dis mol kein knecht zuo geben schuldig wären. Zum sechsten so hielte auch die verein in, daß sin Heil, mit niemans sunder wissen und willen unser (der Eidgnossen) kein püntnus oder verein machen söllt, das aber von ir nit bescheen, sunder hett (sy) mit keis. Mt. on unser wissen, willen und zuothuon ein püntnus gemacht, darab wir abermals kein gefallens abnemen. Was wir ^ber sunst guots mit schriben oder guoten warten zwüschen siner Heil, und dem König von Frankrich handlen können, wellen wir gern thuon. Doch so sollen unser botten losen, wie sich andere Oerter, so vor uns sitzen, halten wellen." August 1521. 73 Merkwürdig ist namentlich auch der Schlußparagraph: „Meister Antoni Dichtler soll zuo Herr Wilhelmen de Falconibus (ob der zuo Lucern ist) gon und an in forderen viijo rrv gülden heimlicher Pension, und so er sp im geben will, soll er im die quittanz geben; wurd er aber sagen, er hett nit gelt bp im, sunder es war zuo Zürich, soll er mit im gon Zürich ryten, und so er in nit zuo Lucern finden wurdi, soll er nit dest weniger gon Zürich rrsten, dieselbig zuo reichen." Zu v. 1521, 30. Juli (Dienstag nach St. Jacobs Tag). Zürich an die Boten der zwölf Orte in Lucern. „Unser fründlich willig dienst, zc. ?c. Von einem unserm burger, der bi uns nit seßhaft, sind wir uß sundern trüwen, so er uns schuldig ist, warlichen beruht, wie er guot müssen Hab, daß die fürsten und stand des hl. Richs römisch keiserlicher Majestät zuogesagt habind jar und tag rriiij-» fuoßknecht und fünftusend zuo ross; darzuo werde auch röm. keis. Mt. für sich selbs darzuo thuon sovil, daß hunderttusend man bi einandern sin werden; die selben söllind den nächsten in das Hochburgund und uf Dijon („Tyßpon") zuozüchen und villicht den Küng von Frankrich,' der den Keiser angriffen habe, rmderstan zuo beschädigen, und ob sich dess sust etwar annemen wurde u. Zuodem spe ennerthalb dem Bodensce und dem Rin in allen stellen ein große rüstung mit geschüh, gewer und Harnasch; uf wen oder in was gestalt das bescheche, möge er (aber) nit müssen u. Witer so spe er eigentlich bericht, daß der Küng von Frankrich uf zwölf oder fünfzechen tusend lanzknechten bi im enthalte. Sömlichs alles habent wir uch als unfern getrüwen lieben Eidgnossen, üch darnach müssen zuo richten, nit Möllen unverkündt lassen"... St. A. Zürich: Tschud. Docum.-Sammlung VIII. Xr. 34. — St. A. Bern: A. Zürich I (Copie). — St. A. Lucern: Missiven. K. A. Basel: Abschiede, I. 65 bis. — K. A. Freiburg: Abschiede, Bd. 56. »5. Zürich. 1521, 5. August f. (Montag vor Laurent« f.) Staatsarchiv Lneern: Allg. Abschiede (I. 1. lol. 173. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 8. lol. 50. Staatsarchiv Bern: Mg. eibg. Abschiede 1. p. 410. Abscheide sino äato. .Landesarchiv Nidwaldcn. Staatsarchiv Basel: Abschiede k. 71. ^atttonöarchiv Areibnrg: Abschiede Bd. 87. Kantonsarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. X. KantonSarchiv Schaffhansen: Abschiede. Stiftüarchiv St. Gallen. KantonSarchiv Granbnnden. Gesandte: Zürich. (Marx) Nöist, Bürgermeister; Felix Grebel; Jacob Grebcl; Johannes Verger. Bern. Ludolf Nügeli. Luccru. Jacob Feer, Spitalmeister. llri. (Ulrich) Türler, Scckclmeistcr. Schwpz. Paul Kcrn- ge:te>, Pannermeister. Obwaldcn. Hans Zumstein, Seckelmcister. Nidwaldeu. (Bartholomäus) Stolz, Auuuaun. Hans Zehuder; Götschi zu Hag. Glarus. Vogj (Bernhard) Schießer. Basel. Caspar Koch. Freiburg. Jacob Gruyere. Solothurn. Hans von Noll. Schaffhansen. Hans Peyer, Bürgermeister. Appenzell. (Nicht Zugegeben). Abt St. Gallen. Heinrich Schenkli. Stadt St. Galleu. (!>l.) Krumm, Bürgermeister. III Bünde "Ehurwalleu"). Junker Haus von Marmcls. tt. Wegen des langwierigen Spans zwischen Basel und Aarau, betreffend den feilen Kauf, ist verordnet, Ai Lucern und Schwpz auf Sonntag nach Unser Frauen Tag (18. August) im Namen aller Orte ihre Botschaften '^ch Basel schicken sollen, um morndeß vor kleinen und großen Rathen ernstlich zu handeln, damit die von Aarau von Alter her freie Fuhr erhalten. ?». Lucern soll seinem Landvogt oder dessen Statthalter im Thurgau Selsten, ltt>f den nächsten Tag das Lehen-Urbarbuch in Frauenfeld zu bringen, wegen des Streites um das Lehen, Banker Hans von Schcllenberg's Frau zu Dießeuhofcn inue hat. Das soll dein von Schellenbcrg zu rechter He>t angezeigt werden, damit er auf jenen: Tage erscheinen könne, e. Fürst Matthäus, Cardinal von Sitten, Maximilian von Bergen, Graf Rudolf von Sulz, Ritter Wolf von Homburg, Doctor Jacob Sturze!, Hie- ^vnymns Brunner, Vogt zu Kaisersberg, und Sccretär Veit Suter, als kaiserliche Gesandte, begehre» Antwort Ms ihren schriftlich überreichten Vortrag. Da man aber keine andere Instruction hat, als sie anzuhören, so wird 10 74 August 1521, die Sache in den Abschied genommen und der Botschaft geantwortet, man wolle ans Assumptionis Mariä (15. August) zu Zürich Antwort geben. «I. Nachdem die kaiserlichen Boten abgetreten, hält der Cardinal noch einen besondern, auch schriftlich mitgetheilten, Vortrag, als „guter Eidgenosse", der der Eidgenossen Nutzen und Ehre gerne sehe und befördern wolle, v. 1. Der päpstliche Legat, Bischof von Verulam, der Commissär Wilhelm de Falconibus und eine Botschaft der Stadt Florenz überreichen ihr Begehren schriftlich. 2. Ebenso empfangen die Boten, was die eidgenössischen Boten, die in Frankreich gewesen, dem Papst der Knechte wegen geschrieben, deß- gleichen die Antwort der Knechte in päpstlichen Diensten und die Gegenantwort, endlich eine deutsche Copie des lateinischen Briefs, den der Gouverneur in Mailand, Herr von Scuto, an Hauptmann Hetzel und Andere geschrieben, worin er sie ersucht, aus dem päpstlichen in des Königs Sold »nd Dienst zu treten. 3. Da die Angelegenheit höchst wichtig ist, indem sie Brief und Siegel, Ehre und Glauben berührt, so hat man beschlossen, dies ernstlich heimzubringen und dem Papst auf nächstem Tag endliche Antwort zu geben. 4. Nachdem der Legat über Ehrverletzungen, die ihm in Lucern widerfahren, geklagt und sich geäußert, wenn man nicht, gemäß der Vereinung, dem Papste Knechte schicken wolle, so werde er sich auf andere Weise zu helfen suchen und in- und außerhalb der Eidgenossenschaft Knechte werben, wogegen man wohl nichts einzuwenden habe, indem man ja auch des Papstes Feinden Knechte überlasse, wird ihm entgegnet, man habe ein Verbot erlassen gegen jegliches Weglaufen von Knechten und bcdaure sehr, wenn es nicht gehalten worden, und wünsche daher, daß der Legat noch keine Leute „annehme", sondern den angesetzten Tag erwarte, I. Darauf hat man beschlossen, es soll jedes Ort ein verschärftes Verbot erlassen; ebenso soll den zum König Gelaufenen geschrieben werden, daß sie nicht weiter vorrücken, sondern den Bescheid der Obern erwarten. K. Den Florentinern hat man einen Rathsboten bewilligt mit einem Verwendungsschreiben an den König, daß er den Gefangenen das Ihrige zurückgebe. I». Da das Verbot des Reislaufens im Thurgau nicht mehr gehalten wird, indem man vorgibt, daß es „entschlagen und nachgelassen" sei, so soll es erneuert werden, und hat man diesen Handel in den Abschied genommen, damit jedes Ort seine Boten auf nächsten Tag instruire, dagegen kräftig zu handeln, ii. Es stellen die kaiserlichen Boten und Räthe das Begehren, mau möchte die fortgezogeuen Knechte wieder abberufen oder ihnen wenigstens verbieten, weiter vorzurücken, und ferner Maßregeln treffen, daß keine Aufbrüche mehr geschehen; denn sollte sich inzwischen etwas ereignen, so möchte es für beide Parteien die bedenklichsten Folgen haben; die Eidgenossen stehen ja mit dem päpstlichen Stuhle und dem Reich in Vereinuug und Nachbarschaft, und sie beide begehren nichts anderes als Liebe und Freundschaft, Ruhe und Frieden. Darauf hat man den Boten den Abschied gemeldet, der auf „des Papstes Artikel" gemacht worden ist. Ii. Doctor Jacob Sturze! fordert im Namen der Stände des schwäbischen Bundes Antwort in Betreff des Schlosses Hohentwiel, worauf man ihm, zwar ohne Instruction, erwidert: Man bitte die Stände, einstweiten gegen Twiel nichts vorzunehmen, weil bisher daraus noch kein Schaden gethan worden sei; wollte man ein Lager vor das Schloß schlagen, so könnte den Eidgenossen der freie Kauf gestört werden und anderweitiger Nachtheil entstehen; au den Herzog und die Knechte wolle mau schreiben, daß auch sie sich ruhig verhalten; übrigens nehme man dieses Geschäft in den Abschied, um auf nächstem Tage „vollkommene" Antwort zu geben. I. Berichte deren von Schaffhausen und Rothweil: Es seien im Reiche große Rüstungen vorhanden und ein Hin- und Herziehen, wie man es noch nie gehört; obschon ihnen deßhalb noch nichts Beschwerliches begegnet, sei doch die Sache sehr bedenklich, so daß man sich wohl besinnen dürfe, was man thue, um bei Frieden und Ruhe zu bleiben, i»». Auf nächsten Tag soll jeder Bote Vollmacht bringen, den Vertragsbrief, der durch den Obmann und die Schiedsrichter wegen Valendis festgesetzt worden, aufzurichten und die dabei erlaufenen Kosten zu berichtigen. >» Da sich Freiburg beklagt, daß die Solothurner in päpstlichen Diensten August 1521. 75 »wider Ordnung und altes Herkommen" den Vorrang beanspruchen, so wird Bern, das diese Verhältnisse näher kennt, beauftragt, in gemeiner Eidgenossen Namen die beiden Städte gütlich zu vergleichen. 1521, 2. August, Mörsbnrg. Hugo, Bischof zu Konstanz, an die Botschaften gemeiner Eidgenossen m Zürich. Creditiv für Albrecht von Landenberg und Heinrich Utinger, Chorherr und Kommissar in Zürich, die ekwas anbringen sollen wegen der Verbote auf gewisse geistliche Güter im Thurgau, mit Bitte um freundliches Entsprechen. St. A. Zürich: A. Bischos Konstanz. s, 1», ii fehlen im Nidwaldner, Basler und Schaffhauser, :i, Ii, m, n in: Bündner Exemplar, wie auch im Stiftsarchiv St. Gallen; n im Solothurner, I, m im Berner Exemplar, ii erscheint in mehreren als § 1. Zu Hauptinhalt der erwähnten Instruction: Obschon der Kaiser seit dem Antritt seiner Regierung und auch letzthin auf dem Reichstage zu Worms einen allgemeinen Frieden im ganzen Reiche angestrebt und den fünfjährigen Frieden, welchen der Papst kürzlich mit allen christlichen Königen geschlossen, beschworen habe; obschon er ferner wit Frankreich eine Vereinung eingegangen, die ihm beschwerlich und nachtheilig sei, die er aber treulich gehalten; obschon er im Sinuc habe, alle Kräfte seiner Königreiche und Erblande einzusetzen für die Erhaltung und Mehrung bes christlichen Glaubens, wie er denn Indien und Africa und die Insel Algarbia („Algerwcs") in Besitz genommen, so habe doch der König von Frankreich, aus bloßem „eignem Willen", durch den von Aremburg den ^'eg gegen ihn begonnen, das Königreich Navarra erobert, sei in das Königreich Castilien vorgedrungen, habe w den burgundischen Landen, die in der Erbeinung begriffen, etliche „Hintersäßen" und Unterthaucn beraubt und in Deutschland selbst solche Umtriebe gemacht, daß er, der Kaiser, für Leib, Leben und Reich besorgt sein müsse, und endlich den Papst in der Stadt Reggio („Retz") angegriffen. So sei er genöthigt worden, gegen den Zerstörer des Friedens und den, der die Verträge derart breche, sich zur Gegenwehr zu stellen; er habe durch seine Spanier das Königreich Navarra wieder erobert und die französischen Kriegsleute gestraft; ferner sei er veranlaßt worden, als römischer Kaiser, als oberster Vogt der Kirche, als Herr des Königreichs Neapel und Verbündeter bes Papi^ demselben Hülfe zu leisten, und fest entschlossen, weder den Papst noch die Kirche zu verlassen. Da er nber eingesehen, daß ii: Italien kein Friede bestehen könne, so lange Frankreich das Herzogthum Mailand besitze, so Hobe er dem Herzog Franz Sfortia, Lndwig's Sohn, dasselbe zu Lehen gegeben, in der Ucberzeugung, baß dadurch die Eidgenossen in keiner Weise beeinträchtigt, daß sie vielmehr an ihm einen guten Nachbar haben wurden. Da er aber als Fürst des Hauses Oesterreich und Burgund mit den Eidgenossen in einer Erbeinung stehe, welche deutlich sage, daß sie, wenn Oesterreich oder Burgund angegriffen würden, diese Lande sollen schirmen helfen, so begehre er, daß sie dem König von Frankreich, seinem offenen Feinde, keine Hülfe gewähren, sondern 'hm, dem Kaiser, über die dem Papst bewilligten Knechte hinaus noch eine Zahl Knechte zusenden. Dabei habe ^ seiner Botschaft befohlen, ihnen eine neue Festsetzung des Erbvercins vorzuschlagen und für den Fall der Annahme größere Pensionen zu versprechen. Würde ihnen das nicht gefallen, so sollen sie wenigstens seinem und des Popstes offenem Feinde nicht anhangen, sondern bedenken, was sie als Glieder des Reichs und vermöge der Erbeinung zu thnn schuldig seien, und was für Vortheilc sie im Reiche genießen, während er sonst samt den Neichsständen, verbündeten Fürsten und Freunden Maßregeln ergreifen würde, die ihnen unlieb wären, :c. El. A. Lucern: Abschiede. — St. A. Bern: Absch. r. 437—44». Alten Ausland I. — L. A. Nidwaldcn. — K. R. Basel: Abschied-, 5 «7—»S. K. A. Freibuig: Absch. Bd. 56. — Stiftsarchiv St. Gallen. Zu ii. „Was Herr Cardinal von Sitten de.r Eidgnossen botten hat angezöugt." „Erstlich uß ivas Ursachen und in was gestalt er diser zit in die Eidgnoschaft komen (sig), sich auch entschuldiget etlicher reden im ufgelcit, als ob er diser cmpörnngen und krieglicher ufruoren schuldig wäre, zc. „Item incr angezöugt, wie ein vollmächtig regimcnt in dem hl. Rich nf dem tag zuo Wnrmbs angesechen und für und für beharret söll werden, und darzno oberst keis. Ällt. vicari, knrfürsten, fürsteil und ander Personen bis in szat) xxjj verordnet, anzuofachen nf nächst Michaelis zuo Nüercnbcrg, allda onch sötle das kammergericht gehalten (werden), ivie cS dann onch ufgcricht ist. „Item daß allda zuo Worms durch all ständ des hl. Richs der röm. keis. Mt. ward verwilliget, zuogesagt und versigtet, den romzug, (die) keiserlich krön zuo Rom zuo erlangen, und onch wo der Küng uß Frankenrich August 1521, oder ein Eidgnoschaft ir keis, Mt. an ir landen oder sunst beschedigen wellte, acht manot und lenger, ob es von nöten wäre, zuo halten rvj»> zuo fnoß und inj'» zuo roß, bereit nf ir keis. Mt. fordrung. „Zöugt an wyter, wie röm. keis. Mt. und iro österrichische und burgnndische Rät alle zit gnädigen und friintlichen willen zuo und mit der Eidgnoschaft tragend und alle frid und güetigkeit mit inen zuo halten und wyter früntschaft zuo suochen, ouch kein ungnad nie Hab von ir Mt. gegen der Eidgnoschaft empfunden, und aber etlich und vil der ständen des hl. Richs gegen der Eidgnoschaft nndultig syend. „Zeigt ouch an, wie widernmb die küngrich in Hispania, so etlich zit under inen widerwillig und ungehorsam gewesen, durch gnad des allmächtigen gotts widerumb versünt und gehorsam worden und die (so) söliches Widerwillens ursach gewest, undertrnckt oder gestraft nach iro mißthat. „Und diewil die irrung vor ougen wär, durch den Küng von Frankenrich das küngrjch Navarra volkoinen erobert, röm. keis. Mt. unversechen und wyter in Castilia gezogen, (habend) also die Castilianer und Bischgayer sich einhellig erhebt und das küngrich Navarra widerumb erobert und die zuo roß von (den) Franzosen erschlagen oder gefangen, des fuoßvolks ouch wenig darvon komm, zc. „Zöugt (wyter) an, wie die gedachten Hispanier uß Castilia und ander von Aragon, Valenzia, Catalognia, Granada in Frankenrich her über den Runzival in großer zal ziechent zuo roß, als an der keis. Mt? Hof, die so Harns komend, vj^ von Aragon und Catnlonia zno roß, rr>" zuo fnoß, Castilianer aber mit ganzer macht, also daß die diser zit in Frankrich kriegen. „Item wyter zöugt (er) an, wie röm. keis. Mt. volk, rrr"> zuo fuoß, am end des manots vergangen Juli gcmustret, und xm zuo roß der besten, so in Burgund, Niderland, Westfalen sin mögent, ouch in Frankrich angezogen, und keis. Mt. in person sich zuo disem zug erheben (well), die allein verhalt zuo Gent, bis der Herr Cardinal uß Engtand harübcr kamen und zuo Brugg in Flandern verschlossen ire Handlungen nacht (?) und angents, wie hievor stat, züchen und daß k. Mt. uß England ouch erfordert anziehen füllen ?c. „Item und daß die künklich Mt. uß Dänmark by der keist Mt. in person ankamen, all sin vermögen iro keis. Mt. zuosetzen welle, und habe ouch das küngrich von Schweden und darinne groß richtumb und bergwerk gewunnen; das küngrich, als glaubwürdig lüt sagen, sye iij° myl lang und by den tr tütscher mylen breit. „Item wie Herr Francisc von Sickingen, rvm zuo fuoß und by den inj-» zuo roß stark um Straßburg versammelt, »f den Küng von Frankrich thuo anzischen. „Item sagt (er), als ouch die r. keis. Mt. an die Detter der löblichen Eidgnoschaft geschribcn, (daß keis. Mt.?) den ständen des heiligen Nichs habe ufgebotten, (und daß) die brief darzuo wärmt getruckt, und habe die, so (als) er noch an keis. Mt. Hof war, gesechen, (und) lut der bricfen wäre, daß sy gerüst (sin sölten) uf die ersten darnach (beschechenden) erfordrungm anzuoziechen. „Item zöigt (er) an, wie b. Ht. und röm. keis. Mt. zuosamen verbunden und keis. Mt. irer Heilikeit zuo hilf (ziehe), und (uß) Ncapolis vis« kürisser, dero und alles r. keis. Mt. volk Signor Prosper de Columna, obrister der Spanier, so in des h. v. (Vatters) sold, sollen zuo fuoß ob den viijm sin; der Margraf von Mantua (sye?) obrister des h. v. volks, und sollen by den aller reisigistm (?) ijm kürisser und rvs« ringe pferd und von den (Spaniern?) rvij bis in die rviijm zuo fuoß stark sin, w. „Und wie daß röm. keis. Mt. über die vjm oder viijm Tütscher und ein merklich geschütz von Trient hinin dem hl. Vatter zuo hilf schicke, und gebend im die Venediger roß :c. (und) sind am anzug. „Witer nngezöigt, uß was grund und ursach b. Ht. bewegt und keis. Mt. bewilliget, dm durchlüchtigen Herrn Franciscum Sfortia, hochloblichcr gedächtnuß Herrn Ludwigen eelichm sun, als ein erben und belechneten in das Herzogthunr in beder ir Ht. und Mt. schirm genommen, insetzen wellen, und daß durch söllichs ein- hellikeit in Jtalia (zuo weg gebracht?) unh gebürlich lydenlich nachburschaft in Jtalia aller ständen und einer loblichen Eidgnoschaft zuo gedulden, fuogen und nutz. „Hat witer von wegen des gedachten Herzogen gcredt und in sines ußblibms entschuldiget, (uß) ursach, (er) möchte nit wissen, ob sin person oder die Handlung einer frommen Eidgnoschaft angcncm, aber habe H. Card, befolchm, zuo sagen einer frommen Eidgnoschaft und für sin fürstlich gnad zuo verheißen, er welle ein guoter nachbur, fründ und iro sun sin und alle alte guottät und fründschaft ernüweren, wo im gott sin widerinsatzung verliche. August 1521, 77 „Hat aber merklich (al. mer) erklärt, wie die röm. keis, Mt. gegen der loblichen Eidgnoschaft wie hievor (zuo) aller gnaden geneigt nnd nit allein inen in künftigem einigen abbruch an iro lib um ein einigs haar oder an land nmb ein spannen erdrich oder an iren erlichen fryheiten nit zuo thuon, sunder wie das fuog nnd erbar gestalt mög ertragen, als glider des heil. Richs lassen blyben und darby beschirmen,-damit nieman an ir Mt. keinen grusen oder fürsorg bedörf zuo haben, daß in künftigen ziten etwas Nachteils einer Eidgnoschaft uß ir Mt. wolfart möchte entstan. „Und (zuo)letst, ob sich ein loblich Eidgnoschaft der fürträgen, so uf disem tag durch Herr Cardinal und (sine) mitgcsandten in namen und von wegen röm. keis. Mt. gethan, wurde und wölkte inlassen, so (sye) darum genuogsamer gewalt vorhanden, den man wo not wurde erzöigen, damit ein fromme Eidgnoschaft alle redliche und fromme der keis. Mt. gegen der loblichen Eidgnoschaft und der Handlung jetzo fürgetragen gespüren möge. „Hat dise ding uß gnoten trüwen und warheit wölken als ein Eidgnoß den ersamen Kotten offenbaren." Die vorhandenen Abschriften sind durchweg sehr mangelhaft, am besten noch das vermnthliche Original im Staatsarchiv Zürich: A. Papst. St. A. Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 5, Nr. 40. — St. A. Bern: Abschiede ?. p. 448—458. — L. A. Nidwalden. — K. A. Basel: Abschiede, 5. 84—86. — K. A. Freiburg: Abschiede, Bd. 56. — K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. X. — Stiftsarchiv St. Gallen. Zu « . 1. Das Lucerner Exemplar enthält als Beilage zwei Vorträge päpstlicher Botschafter, die von dem Abschiedterte wesentlich abweichen, hier jedoch nur im Auszug aufgenommen werden können. 1) Mit Berufung auf die in Lucern und Baden erörterten Vorgänge in Italien spricht der eiligst ein- getroffene Gesandte die Zuversicht aus, daß die „wohlhcrgekommenc edle Nation" der Eidgenossen, als Verbündete des Papstes, seine allerliebsten Söhne, Beschirmer der Kirche, ihrem angebornen besondern Gehorsam gegen S. H. cntjprechend, in diesem Handel ihn nicht verlassen werden. In der Hoffnung, sein Ziel leichter zu erreichen, habe « die ihnen „allerangenehmste Person", die mit ihnen Arbeit und Sorge,, Angst und Freude und „beiderlei Glück" gctheilt, beauftragt, mit ihrer „großmächtigen Herrschaft" zu verhandeln. Den Eidgenossen sei bereits erklärt worden, daß ihr Bündniß mit Frankreich den h. V. vorbehalte, daß es Aso durch Unterstützung des letzteren nicht verletzt werden könne; dcßhälb habe er erwartet, daß sie die Knechte, die so freventlich, „ohne alle Vernunft", nach Mailand gelaufen, heimfordcrn würden, bis die Sache durch ihre Vermittlung in Güte erledigt worden wäre, und daß sie sich dabei unparteiisch verhielten, sodaß Niemand Ursache gehabt hätte, über sie zu klagen. Statt dessen haben sie eine Antwort auf des Papstes dringendes Begehren von stnem „Tage" zum andern verschoben; die französische Partei habe indessen sogar unter den Augen seines Ge- landten gerüstete Knechte zu seinen Feinden geschickt. Die Eidgenossen werden wohl erkennen, ob eine solche Handlungsweise gerecht und vernünftig sei, ob der Papst sich das von seinen liebsten Söhnen, auf die er seine beste Hoffnung gesetzt, gefallen lassen könne; während die Franzosen die Kirche vielfältig schädigen und berauben und die bösen Anschläge, die sie ausgeübt, dem h. V. zur Last legen, halten ihn seine Bundesgenossen hin mit ^«'sprechungen und gestatten dem Feinde, Leute zu werben, sogar wider ihre Vereinung. Den fünfjährigen Frieden, den der Papst mit großen Mühen und Kosten zu Stande gebracht, habe der König von Frankreich zuerst von allen Fürsten gebrochen durch de» Einfall in Navarra, dann durch seinen Angriff ans Nütz, die Verrätherci des Herzogs von Ferrarn in Modena; es scheine aber, daß die Eidgenossen dem Angreifer mehr Glauben schenken als dem Geschädigten, dem Statthalter Gottes auf Erden und seinem Gesandten nicht einmal Gehör geben wollen; das stelle er dem Allmächtigen anHeim. Doch könne er noch nicht glauben, daß der h. V. bei ihnen weder Hülfe noch Rath »»ehr finden und wirklich verlassen werden sollte, obwohl die Feinde immer noch Zulauf «halten und Niemand heimbcrufcn werde. Es werde nächstens auch eine Botschaft von Florenz eintreffen nnd noch andere Klagen vorbringen, wie z. B. lhre Kauflcute, ungeachtet des Bündnisses mit den Eidgenossen und des noch kürzlich ertheilten Geleits, in Lyon uerhaftet, ihre Bücher weggenommen, ihre Geschäfte geschlossen worden; da dem ganzen Staat daraus großer Schaden erwachsen könnte, so bitte die Gemeinde, Jung und Alt, um schleunigen Beistand, damit die Ihrigen wieder zum Genuß ihrer Freiheiten und ihres Vermögens gelangen, und verspreche für diese freundschaftliche 78 August 1521, Vermittlung die bleibende Dankbarkeit des Papstes Leo, des Cardinnls de Mcdicis, des ganzen Geschlechts und der Stadt, und ihre Nachkommen werden für ewige Zeiten die Eidgenossen segnen für eine solche Wohlthat; der König werde ihnen eine hierauf bezügliche Bitte nicht abschlagen, indem er damit das Bündniß brechen würde; es werde ihn? dieselbe sogar angenehm sein, und alle christlichen Fürsten werde?? sich freuen zu erfahren, daß die Eidgenosse?? ihren Freunden als treue Bundesgenossen in so große??? „Perikel" zu Hülfe kommen, wofür sie auch der Allmächtige belohnen werde. Da ?????? die Kirche ii? so augenscheinlicher Gefahr stehe, so seien sie durch den beschwornen Bund verpflichtet, den? Papste einige tausend Knechte zu geben. St. A. Zürich? A. Päpst. — L. A. Nidwalden. — K. A. Basel! Abschiede, k. 78—81. — K. A. Fr-iburg! Abschiede, Bd. SS. 2) Von den Franzosen durch große?? Uebermuth zun? Krieg gedrängt, um das Gebiet des römischen Stuhls und den florentinischen Staat zu schirmen, und die unter Papst Julius durch die Kraft der Eidgenossen an die Kirche zurückeroberten, seitdem verlorene?? Herrschaften wieder zu erlangen und ii? Italic?? den Frieden herzustellen, habe der Papst sich mit de??? Kaiser verbunden; sie hoffen auch Franciscus Sfortia, Herzog zu Bar, in Mailand einzusetzen und damit den Eidgenossen einen um so angenehmeren Nachbar zu gebe??, als sie früher das Herzogthun? mit ihrem Schweiße für den rechtmäßigen Besitzer erobert haben. Damit sie nun wissen, warum s. H. sich zum Kriege entschlossen, theile man ihnen mit, daß alle Cnrdinäle und Curialisten der Pfründen, die sie bisher in Frankreich gehabt, gewaltsam beraubt, und daß in Mailand eine Lieferung Salz, die der Papst bestellt, niedergeworfen und ihm dadurch ein Schaden von 200,voll Ducaten (?) zugefügt worden; daß der König auf der Rhone 6000 Mann eingeschifft, um Florenz und Genua zu bedrohe??. Sollten dergleichen Angriffe nicht Ursache genug sei??, die Eidgenossen zu bundesgemäßer Hülfeleistung zu mahnen? Ob es sich damit vertrage, daß sie des Papstes Feinde Knechte zulaufen lassen, ihren? älteren Bundesgenossen aber Zuzug abschlagen? Wenn sie auch, wie schon öffentlich gesagt worden, den Bischof von Verulam nicht als rechtmäßigen Gesandten s. H. anerkennen wollten, so können sie doch wohl ermessen, wie dringend die Roth erfordere, daß sie zur Vermehrung der Glorie ihrer Nation den? Papst de?? verlangten Beistand leiste??, ??. s. f. St. A. Zürich: A. Papst. — L. A. Nidwalden. — K. A. Basel: Abschiede, k. 82—83. — K. A. Freiburg: Abschiede, Bd. 53. Zu 2. Vgl. Absch. 16. Juli, auch 18. Juli (Nr. 31), Note?? ä 2, 3. Nachzutragen sind noch folgende Schreiben: 1) 1521, 28. Juli, Rubiera. Die eidg. Hauptleute in? Dienst des Papstes an die eidg. Boten (zu Tagen). „Großmächtigen edlen strengen ?c. ?c. Wir Hand empfangen (ei??) brief von üwern sandbotten zuo Colonie (Chalons) in Burgund uf rvj tag Juli usgangen, melicher anzöigt, als ir finden werden in disen? inligenden brief, dardurch wir ?????? ernstliche?? und ivol verstand, daß die obgemelten üwer sandbotten von k. Mt. gebetten sind, uns solich brief zuo schicken, und sind also eins worden, b. Ht., dero geschwornen wir setz sind, trülich ze dienen, so lang bis wir von üch abgemant werden, als ir in dienst des Küngs züchent, dann b. Ht., deßglichen der bischof von Pistorien sind wol zuofriden, in üwer gehorsamkeit ze bliben. Und darmit üwer großmächtig Herrschaft und fromm ersam wysheit unser?? guoten willen, so wir zuo siner Hcligkeit und ouch üch tragen, spüren möge??, schicken wir üch disen brief, uß welichem ir verstand, was uns witer ze thuond sye, und diewil nun von üch nit abgemant, sind wir willens, b. Ht. als üwern? pundtsgnossen init unser?? kreften und unfern? besten mögen zuo dienen, da???? sich kurz hievor begebe??, daß der Herzog von Ferrar die Stadt Modena mit etwas französischen rütern und Verräter?) etlicher burgern daselbs hat wöllen innemen, die selbige wir b. Ht. mit unser hilf beschirmpt. Solichs und anders wir willens sind für und für ze thuond, als frommen dienern ziinpt, dann wir voi? siner Ht. erlich und wol gehalten und zalt sind, nit minder dann die andern, so kurz verrückter zit in siner Ht. dienst gewesen; darzuo so ist der Bischof von Pistorien allwegen als bi sine?? brüedern bi uns, der uns groß lieb und fründschaft bewyst, und sind also jetzund in einem großen züg zuo roß und fuoß, von welichem uns in dienst des Küngs von Frankrich durch geschriften der Herr von Scutt hat angesuocht zuo bringen, und wider unfern Helgen Vatter, . . welichcn brief wir üch hieinit ouch schicken, damit ir spürcnt was von den Franzosen mit uns . gehandelt werd, und ist also an üwer großmächtig Herschaft und fron???? ersam wysheit unser ernstlich und flißig pitt, ob ir doch uns gegen k. Mt. zuo dienen abinanen, wollent uns doch zuogeben und uns in b. Ht. stetten August 1521, 79 gemardisamen dienen lassen; stat uns gegen üwer ersam wysheit nllezit stündlich zno verdienen, dero wir uns allezit befelchen. Datum zuo Rubieren," ?c. St A Lucern' Alll, Abschiede o. l, t. rs?. — St, A, Bern: A, Mailänderkriege, Abschiede r, p, 4l9. — K. A, Basel: Abschiede t, 7g. — K, A, Solothurn: Abschiede, Ad, X. — «, A. Graubünd-n, 2) 1521, 30. Juli, Reggio, Gemeine eidgen. Hauptlcute in päpstlichem Dienst an ihre Obern, „Ewer schrybeu, uns von Lnccrn gethon, haben wir us den nenn lind zwcnzigstcn tag Julii empfangen und (solichs) gemeinen knechten fürgehalteu, mit welchen ivir uns gcineinlich vereint und entschlossen, dieivpl cwcr für sichtig wysheit uns nit abmant, und der Knng von Fraukrich die stett Reh und Modeneu durch den Herzog von Ferrarien und (nrit) vcrrätery hat wellen überfallen und inncmeu, und wir donialcn iir bäbstlicher Heiliteit dienst ,.. gewesen, vermainten wir billichen sal. gcuuogsanrklich) geursacht zuo syn, wider den (gedachten) Äüug zuo ziehen; (und) sit(mal) ir aber llns schryben, ine nf dein synen nit zuo überziehen, angesehen dasselbig sind wir mit gemeinen knechten rätig worden, nit wytcr dann gan Parma („barbam") und Plesenz, die dcr'hl. kilchcn crdrich llnd, .zuo ziehen und den Künig vorgemclt uf dem synen nicnen (ze) besuochen, verhoffeu, ewcr stumme ersam wysheit hienrit kein mißfallen dunk (?); dann so bäbstliche Heiligkeit init einer frununeu Eidgnoschaft in einer vereinung ist und uns vor und seh so erlich gehalten hat, bedankt uns billich, im das sin zno beschützen", :c. ?c. St. A. Zürich: A. Papst (Copie). Das Original im St. Lnccrn (mit einigen anffallendcn Varianten, übrigens schlecht geschrieben). 3) 1521, 18. Juli, Rom. Papst Leo X. an die Eidgenossen. Crcditiv für Ennius, Bischof von Vcroli. St. A. Zürich: A.Papst (Deutsche, von „Ventlan" unterzeichnete, Ucbersctzuug). 4) 1521, 23. Jnli, Rom. Papst Leo X. beglaubigt Ennius, Bischof von Veroli, als Gesandten zu den Eidgenossen. (An Bern, Lucern -c.) „Dilsoti Mist salutom ot Xpostolioam liouoäiotiorrom. Xsguo possumus noguo elobizmpiz in ois rolrus omnibus, guas lruürs sanots-o soclis, oui clivirur proviäoirtia praosiclomus, Ironorom, aalutom äi^nitatomguo oonoorirrmt, ullorum magia dominum kitioi virtutiguo ooulicloro s guam vostrao, et pro illo psrpotuo, vorogus patorno in Dovotionos vostras amoro uostro, proguo summa, ooniunotiono ok sa.ne.to ^osäoro, <(uo intor nos volligati sumus, in uullis maiorom spom maiusguo auxilium roponoro guam in vodis. kirim srgo s! alias s unguam vostrao kortituclinis ao doirivoloirtiao praosiclio usa est sanota sociss apostolioa, nuno iliucl sit tompus, guo maximo talom vostrum orga so animum roguirat, nosguo omnidus nostris pro Voolosiastioa clignitato, ouius ostis vos äokonsoros, susosptis, oonsiists s sudsiclium ot kavorom a vostra solita virtuto postulomus. Wsimus vonsoradilom) k(rat)rom blnnium, op(isoopu)m Vorulanum, virum omni ox parte nodis prodatissimum, istius vostrao inviotao nationis amairtissimum, vostrisguoguoDövo(tioni)dusdono oognitum, ut is vsuici s res ot tompora vol nostra vol soäis apostolioao korant, vos piano nostris vordis a<1monoret ot guao a vodis ouporomus üori xionius oäooorot. Dortamur vostras Dovotionos in äomino, ut oum ilii dadoro vmnsm Moni, tum vos promptos ot xaratos oxdidoro > aä dano sanotam soäom vostra kortituäino ot konivoiontia kovonZam volitis, ut singuiaris iiia gioria ox vostra in iidortatom ao äiZnitatom ooolosiastroam odsorvantia ao piotato a vodis xarta aä porpotuitatom kuturi temporis propagotur. Datum Romas s axuä sanotum Dotrum sud annuio Risoatoris äio xxist llulist N. D. xxi. Ront. ilri. anno Xono.^ la. Laäolotus. St. A.Bern: Urkunden. St. A. Lncern: Vreven. Zu Ic. 1) 1521, 10. August (St. Lorentius), Twicl. Friedrich uiid Marimilinn Stumpf von ^chweinberg (sro) au die Boteil gemeiner Eidgenossen. Antwort auf die Anzeige, was sie dem schwäbischen Bunde auf dessen Ersuchen geantwortet, und das Begehren, bis auf Asstnnptionis (15. August) hier mich stillzustehen w. Der Herzog habe ihnen befohlen, von dem Schlosse aus Niemand zu schädigen; dem gedenken sie nachzukommen. ^ ^ v o : / St. A. Zürich: A. Wiirt-mberg. 2) 1521, 11. August (Sonntag nach Laurcntii), Mümpelgard. Herzog Ulrich an die Rnthobotcn der Eidgenossen, derzeit in Zürich. Antwort ans ihr schriftliches Begehren, gegen den Bündischen stillzustehen bis ans Assnniptionis Mariä (15. d.): Er wolle das nicht abschlagen und auf jenen Tag durch eigene Botschaft weitere Antwort senden. Würlemberg. Zu »i. 1521, 12. August (Montag »ach Laurcntii), Pruntrut. Christoph, Bischof von Basel, an die Boten gemeiner Eidgenossen ans dem Tage zu Zürich. I» dem Span um das Lehe» der Herrschaft Valendis habe» die 80 August 1521. Zusätze und der Obmann gütliche Mittel beredet und den Parteien vorgeschlagen; er habe darüber mündlich die Erklärung gegeben, er wolle dieselben, obwohl sie ihm nachtheilig seien, um der guten Nachbarschaft willen annehmen, worauf auch die Eidgenossen ihre Meinung eröffnet haben, sodaß jetzt die Sache nur daran hafte, daß dieser gütliche Vertrag in einem Briefe bekräftigt werde. Da der Stadtschreibcr zu Baden eine „Copie" gemacht, so begehre er nun, daß die Boten dieselbe verhören und demselben, sofern ihnen solche gefalle, Befehl zu endlicher Aufrichtung geben. St. A. Zürich- sc. Bischof Bas -i. Z«. Lucern. 1521, 14. August f. (Mittwoch vor Assumptionis Maria f.). Staatsarchiv Zürich: Tschudische Abschiede-Sammlung, Bd. 5. Nr. 41. Staatsarchiv Lucern: Lucerner Abschiede 0. k. 27. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, T. p. 475. 513. Landeöarchiv Nidwalde,>. Kantvnsarchiv Basel: Abschiede, toi. 90. Kantonsarchiv Freibnrg: Abschiede, Bd. 56. KantonSarchiv Solothurn: Abschiede, Bd. X. Kantonsavchiv Schaffhcnlsen: Abschiede. Stiftsarchiv St. Gallen. Gesandte: Bern. (HausZseuschmid, Venner; Peter Thormann). Basel. (Heinrich Meltinger; Jacob Meyer). Freiburg. (Ulrich Schnewli). — (Die übrigen unbekannt). t». 1. Anton Bili voit Lucern, Bruder des Landvogtes im Thurgau, berichtet als Statthalter, daß er gemäß dem letzten Abschied das Schloß Gottlieben mit sechs Thurgauern besetzt habe, und stellt die Anfrage, ob man es so bleiben lassen oder von jedem Ort einen Mann dahin setzen wolle. Heimzubringen. 2. Auf den Antrag Junker Hans von Landenberg's, das ganze Hausgeräthe aus dem Schlosse wegzuführen, ist dem Statthalter Vollmacht gegeben vorzusorgen, daß etwas für die Besatzung da bleibe. Ii. Der Statthalter im Thurgau erstattet Bericht über die Edelleute, die nicht schwören wollen, nämlich was für Antworten sie gegeben haben. Heimzubringen, wie man dieselben strafen wolle, e. Auf den Anzug, daß die gegenwärtigen Unruhen und Kriegsläufe hauptsächlich den Cardinal von Sitten zum Urheber haben, und daß er immerfort Unglück stifte, wie viele Thatsachen beweisen, ist zu berathschlagen, wie man seiner los werden könne. «I. 1. Die französischen Boten, Herr von Lamet und Herr von Grangis, bringen in einer weitläufigen Klagschrift vor, wie der Papst und der Kaiser dem König von Frankreich mit Feindschaft begegnen und das Herzogthum Mailand ganz ohne Ursache überfallen, während doch der Papst mit Frankreich in einer Vereinung stehe. Es werde freilich behauptet, daß der König den Krieg bei Reggio angefangen; das sei aber grundlos, indem der König dem Papste keinen Schaden zufügen werde, so lange derselbe seine Länder in Ruhe lasse. Er habe sich weder von dem Papst, noch den, Kaiser, noch von einein andern Fürsten der Feindschaft versehen und (darum) einzig durch Schnelligkeit den Verlust des Herzogthums Mailand verhindern können; er wisse wohl, daß einige Orte es als eine „Zerrüttung" des Bundes ansehen, daß er eine Anzahl eidgenössischer Knechte angenommen; das habe er aber nicht gethan aus Verachtung, sondern durch offenbare Roth gezwungen; er begehre, daß man die Vereinung an ihm halte, wie er sie auch an den Eidgenossen halten und Leib und Gut für sie einsetzen wolle, und wünsche, daß die Orte, die noch keine Knechte geschickt, ihm etwa 6000 Knechte zusenden zu Schutz und Schirm seines Reiches und seiner (übrigen) Länder. 2. Nachdem man hierauf der Botschaft vorgehalten, daß es nicht im Willen der Eidgenossen liege, ihre Knechte checken zu lassen, wie es jüngst geschehen, Inden, die Vereinuug das nicht zugebe, antworten die Gesandten, der König habe zun, Schutze seiner Person und seines Königreichs nicht mehr als 6000 Mann; diejenigen, die er jetzt „och begehre, wolle er zu denen senden, die schon in Mailand liegen (deren etwa 12,000 seien), und sie nicht checken; er hege die Hoffnung, daß sie dort Ruhm und Ehre erwerben. August 1521, Bei der Prüfung der Instructionen findet sich, daß einige Orte au der Vereiuuug festhalten wollen, andere aber nur zum Anhören und Heimbringen Vollmacht haben; weil aber nach dem Bericht des Cardinals (von bitten) überall Rüstungen vor sich gehen, und man sowohl in Mailand als in Frankreich viele Knechte hat, bmen ein längerer Verzug verderblich sein könnte, so hat man einen Tag nach Zug angesetzt ans Sonntag nach Bartholome (25, August), um sich da über die Sache endlich zn entschließen; davon werden auch die in Zürich versammelten Boten benachrichtigt, damit sie auf diese Zeit keinen andern Tag ansetzen, sondern diesen besuchen. ^ ' Das päpstliche Schreiben betr. den Herrn von Scuto, das aus diesen Tag angelangt ist, will man in's Deutsche ubersetzt abschriftlich jedem Orte mittheilcn. t. Jedermann soll sich mit Gewehr und Harnisch ausrüsten, damit man vorbereitet wäre, wenn die Eidgenossenschaft angegriffen würde. K. Auf das Schreiben deren von Basel hat man >hnen versprochen, sie jedenfalls rechtzeitig zu warnen; dasselbe hat man denen von Mühlhansen zugeschrieben. », I» fehlen im Basler und Schaffhauser, Ii im Freiburger Exemplar, »—e im Stiftsarchiv St. Gallen. Zu »I, l. 1) Vortrag des Herrn von Grangis. Grüße und Glückwünsche zn dem Bündniß zwischen bein König und den Eidgenossen; Versicherungen des herzlichsten Wohlwollens sc. Erzählung, wie er mit dem Papst cm Bündniß gehabt, das er auf's treulichste gehalten und deßhalb als unzerstörlich geachtet habe; dennoch sei er von dem heiligen Vater in einem Augenblick, wo er am sichersten auf dessen Dank und guten Willen gezählt, ganzlich betrogen und angegriffen worden. Als jener nämlich gesehen, daß Lautrcc und einiges Kriegsvolk nach Frankreich gezogen, habe er sich mit dem „römischen König" zu einen? Ueberfall verbünde??, alle Banditen an sich Wogen und in Bologna, Modena und Reggio gesammelt; von da aus hätten sie auf St. Johannis Täufers Dag alle Städte des Herzogthums Mailand nächtlich angreife??, die Franzosen und ihre Anhänger tödten sollen. Allein Lautrec's Bruder, der Herr von „Lese??" (Lesen??), habe, sobald er das vernommen, sich mit einer Anzahl Kürassiere nach Parma und da???? nach Nütz verfügt, um den Gnbcrnator zur Vertreibung der Banditen anfzu- ßtz'dcrn, und zwar kraft des Bündnisses zwischen den? König und dein Papste, und ii? den? guten Glaube??, daß icser von einem solchen vcrrätherischeu Anschlage nichts wisse; allein zur gleichen Zeit, wo dies geschehe??, sei Manfred von Parvcsin mit mehr als 1000 Landsknechten und Banditen gegci? Como gezogen, die da???? aber gvoßtentheils getödtet oder vertrieben worden. Ebenso habe man Cremona, Piacenza, Tortona, Novara, Genua mit starken Banden bedroht, was aber mißlungen sei; dennoch klage der Papst, man habe ihn ans seinein Gebiete angegriffen? als ob man mit bloßer Reiterei eine Stadt einnehmen könnte! Er hingegen habe in's Tirol 23,0vt) ronen geschickt, um einen Haufen Landsknechte in's Herzogthum Mailand zu ziehe??, unter dein „Schatten", de?? Herzog von Bar einsetze?? zu wollen, um eine Partei der Mailänder für seine Pläne zu gewinnen. Ein fernerer civeis, daß der Papst mit dein Kaiser sich zur Theilung des Herzogthums verbunden, liege darin, daß er de??? etztern die Belehnung init de??? Königreich Neapel ertheilt, die er vorher, selbst gegen die Ansicht einiger Cardinäle, sucht habe dem „römischen König" verleihen wollen; aber jetzt habe er es gethan, sogar ohne Zuzug des Const- lloriums; an alldem sei der Cardinal von Medicis schuld, der nun zun? Lohne das Bisthum Toledo in Spanien "halten habe. — Ans allen Seiten bedroht, habe dann Lautrec's Bruder einen Edelmann, Treytorrcns, zu de?? 'idgcnossen geschickt ????? schleunige Hülfe; dieser, ii? solchen Geschäften unerfahren, habe aber ohne „Erfordern" ( ei der Tagsatzung) Knechte geworben, was de?? Eidgenossen ärgerlich gewesen sei; wegen dieses Versehens bitte er Statthalter des Königs um Entschuldigung, da ihn die Noth getrieben, einen solche?? „ungebrauchten" Mann Mr die Sendung zu nehmen; sie mögen übrigens bedenken, daß die Rettung des Herzogthums auch ihnen zu gut tvnnne, da sie an de?? Spanier?? und de?? Landsknechten keine angenehmen Nachbari? bekämen, wenn der Kaiser des andes Meister würde. Sic möchten nun, von der Erwägung geleitet, daß des Königs und ihre Interessen die bleichen, ihm noch eine Anzahl Knechte zuschicken und die Ihrige?? ermahnen, in? Dienste treu zu beharren. Endlich se Nachricht, daß der Papst an den? Tage, wo Lautrec's Bruder mit den? Gubcrnator van Rätz unterhandelt, de?? llsosper Colonna zun? „Hauptmann" des verbündeten Heeres erhöbe?? und ihn aufgefordert habe, gegen die Fran- Zvsen zu ziehen, was abermals offenbar zeige, daß der erzählte Anschlag mit Vorbedacht unternommen worden. 11 82 August 1521, 2) 1521, 4. August (Sonntag vor Laurentii). Lucern an Schaffhausen (und andere mit Frankreich verbündete Orte). „Uf nacht abends ist in unser statt kommen des Herren von Latreks botschaft, der Herr von Dranges, und vermeint, üwer und anderer unser lieben Eidgnossen Kotten, so setz by einander gewesen, bezogen (ze) haben, und so die verruckt, ist er uf hüttigen tag vor uns (Sch., kl. und gr. Rathen) erschinen und des ersten mit langer red den sürtrag päpstlicher botschaft tapfer widerredt, guoter maß wie der Hofmeister des Küngs ouch gethan hat, die k. Mt. entschuldiget, als ir das zuo siner zyt von im verneinen werden, daby anzeigt, wie b. Ht. sambt dem Keiser sich merklich rüstend wider Mailand zuo ziehen, über das sich die k. Mt. keins argen noch sigendschaft versehe. Darum so habe der Herr von Latrett (sie) in harus geschickt in yl von den ix Orten, nämlich Ury, Schwyz, Underwalden, Zug, Glans, Basel, Schaffhusen und Appenzell und uns von Lucern noch vjm knecht über die, so vor in Mailand sind, hinzuofüeren, damit man den sagenden dester bas widerstand thuon möge, und hat also die zal geleit jedem Ort, nämlich üch iij«. Und so wir nu sollichs gehört, haben wir im anzeigt den tag, so angesetzt ist widerum in unser statt uf Zinstag nach Laurentii, uf sollichs er uns gebetten, üch sin Werbung und obgeschriben Meinung zuozeschriben, damit ir und ander.. Eidgnossen sich beraten, uf denselben tag ane wytern Verzug antwurt zuo geben; dann wo er für sin Person hette mögen selbs erschinen, wäre er guotwillig gsin" ... 3) 1521, 31. Juli, Commarrien en Bourgogne. König Franz an Bern. Creditiv für Herrn von Lamet. St. A. Bern: A.Frankrelch I. Die Jahrzahl fehlt, wie leider in vielen andern Missiven der französischen Könige des 15. u. 1k. Jahrhunderts. Zu «I, 3. Das Original enthält mit Bezug auf diese gleichzeitige Versammlung an zwei Orten die Rüge: „Und ist dapfer geredt, daß sich nit füegen (well), uf einem zit an zweyen orten zc tagen, als jetz beschcchen, dann not sin will, uns nundalame ze vereinen." Zu «. 1521, 27. Juli (VI linl. Vu-;.), Rom. „Copy päpstlicher Bull wider den Herrn von Scut" (Thomas de Foix). St. A. Zürich: Tschud. Docum.-Sammlung T. VIH. Xr. 37 b. — St. A. Bern: A. Ausland HI. (Papst). — K. A. Solothurn: Absch. Bd. X. Zu !> . 1521, 13. August (Dienstag nach Laurentii), 2 Uhr Nachm. Basel an seine Gesandten in Lucern. „Uf hüttigen tag sind uns nüwe mär zuokomen von einem der Eidgnoschaft verwandten, den wir für gloubhaftig achten, der sagt, daß er stracks harus von Gent und Antwerf geritten; da habe keis. Mt. und (sunst) in allem Niderland harus zuo uns ein überswenklich mächtige große rüstung von,voll zuo roß und-zuo fuoß, derglych vor nie geseckstn sye, und sagt, wie keis. Mt. ob inj« schiffen Hab lassen machen, die man uf wägen füeren mag, damit, wa er au wasserflüß anzücht, daß er darüber brücken mag; ouch Hab er ein große zal gezclt und roßbaren und anders in das feld gehörig by einander, des willens, kimklich krön von Frankrich tapferlich (ze) (be)kriegen. Er sagt ouch, daß die landsknecht, so by dem Künig von Frankrich syent, sich lassen merken, so sy verneinen, daß wir Eidgnossen zuo demselben ziechen und er die annemen, so wölken sy sich darzuo schicken, daß sy von im kommen und den Eidgnossen eins uf den swanz, wie zuo Meiland (? 1515, Sept.) geben wöllen. Er hat ouch an dem usherryten gestehen, daß Francisc von Sickingen by vm zuo roß by im Hab und werd noch so vil überkommen und by rrxm fuoßknechten. Es sye ouch der Küng von Tanmark in eigner person by dem Keiser; aber er Hab noch nit gehört, daß sich der Küng von Engeland in das spil welle mischten, sonder er und frow Mar- garita still sitzen und nit kriegen wellen, und sye luter das geschrei und gemeine red, daß sy den Küng von Frankrich daran bringen wellen, daß er sich begeben werde und müesse, ^ wider uns Eidgnossen ze kriegen, und alle ansläg syent über ein Eidgnoschaft erdacht und angesechen; das wölle er . . in getrüwer Warnung gern gesagt haben. . . Solich Meinung haben wir üch zuoschriben wollen, der Meinung ob es üch guot bedüechte, das mit einzigen vertruwten Personen ze reden und nit in gemeiner session, es wurde dann not, und die, mit denen ir reden werden, guot sin bedunken sürzehalten" ... K. A. Basel: MM»-», August 1521, 83 »7. JÜnH. 1521, 17. August s. (Samstag nach Assumptionis Mariä f.). Staatsarchiv Zürich! Abschiede, Bd, S, kol, S -t, Staatsarchiv Bern: Allg, eidg. Absch. r. p, 485,. Abscheide »ine >iata, Landesarchiv Nidwalde». Kantonsarchiv Basel: Absch, k, 94. Kantonsarchtv Frcibnrg: Abschiede, Bd, 87. Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede, Bd, X, Kantonsarchi» Schaffhauscn: Abschiede, Stiftsarchiv St. Gallen. Kantonsarchiv Graubnnden. Gesandte: Zürich. (Marx) Röist, Bürgermeister; Felix Grebel; Jacob Trebel; Johannes Bergcr. Bern. Sebastian von Dießbach; Venner (Nndolf) Bamngarter. Luccrn. Jacob Feer, Spitalmeister. Uri. (Ulrich) Türler, Seckelmeister, Schwyz. Vogt (Heinrich) „Lülli". Obwalden. Hans Zumstein, Seckclmeister. Nid- walden. (Bartholomäus) Stolz, Annnaun. Zug. Vogt (Heinrich) Zigerli, Glarus. Vogt (Beruhard) Schießer. Basel. Jacob Meyer, Bürgermeister; Caspar Koch. Freiburg. Jacob Techtermann; Jacob Grnyere. Solothurn. I. Hans von Noll. Schaffhausen. Hans Peyer, Burgermeister. Appenzell, (Nicht angegeben). Übt St. Gallen. Heinrich Schenkli. Stadt St. Gallen, Hr. (Joachim) von Watt (Vadian). III Bünde. Funker Haus von Manuels. Nothweil. Hans Rüper. (Zürcher Absch,). » Die Unterthanen im Thurgau berichten durch eine Botschaft, sie seien dem kürzlich ergangenen Verbote ^ Landvogtes, ohne Wissen und Willen der Obern in keinen Krieg zu ziehen, zu gehorchen willig gewesen; acauf habni aber die Landgerichtsknechte überall verkündigt, daß jeder redliche Kriegsmann, der wohl „bekleidet" »ach Frauenfeld gehen solle, Ivo er Sold und „Bescheid" erhalten werde; dies habe bewirkt, daß Viele von Ernte und anderer Arbeit weglaufen, sodaß die Garben auf dem Felde liegen bleiben; von den Entlaufenen eu indessen viele zurückgekommen, nachdem sie ihr Gut verzehrt haben, und fallen nun dem gemeinen Mann- ^ Last; dcßhalb haben sich die von Weinfelden mit ihren Nachbarn berathen, was sie hierin thun wollen. habe» aber die Statthalter in Frauenseld „zu Undank" aufgenommen und denselben drohend geschrieben, wählend sie glauben, ihrer Nothdurft wegen mit Recht Gemeinden halten zu dürfen; daher bringen sie nun ihre jst Werden vor die Herren und Obern. Mittlerweile haben die von Frauenseld samt der Landsgemeinde des ^ngans Boten nach Zürich und Lucern geschickt, um ihre Noth an Lent' und Gut, an Wehr und Harnisch andern Dingen vorzustellen und um eine Aushülse zu bitten; solche sei ihnen auch treulich zugesagt worden; Twuenfeld habe sich dann gesondert und 200 Kronen erhalten, die andern hingcgeiz nichts; darum bitten die Landschaft auch zu bedenken; das wollen sie als gehorsame Unterthanen verdienen. Heimzubringen, um ^ nächstem Tage Antwort zu geben. ?». 1. Die zwei Landgerichtsknechte, Marx Wehrli nnd Hans Egger, ^ ^ Eiden vorgeladen waren, um sich dafür zu verantworten, daß sie das Verbot gegen das Rcislanfen " gerufen („entschlagen"), sind nicht erschienen und lassen sich damit entschuldigen, daß sie laut erhaltener Wartungen eine Gefangennahme zu befürchten gehabt, wenn sie kämen; sie bitten aber um Geleit zu einem Verhör. - Wer Bote von Lucern berichtet, daß dieser Handel durch den Landweibel an die Obrigkeit gekommen sei, und ^t, die Sache anstehen zu lassen bis zur Heimkehr des Landvogtes. Da man aber bestimmte Kundschaft hat, ^ jeue Beiden das Verbot abgerufen nnd die Leute vorn Felde weggelockt haben, so will man auf dem Ochsten Tag berathschlagen, wie man gegen sie einschreiten soll. Zürich und Schaffhansen erhalten Vollmacht, ^ Namen aller Orte mit dem Grafen Rudolf von Sulz zu unterhandeln wegen des Zolls zu Lottstetten, den gesteigert hat, und der Sperrung der Straße daselbst. «I. Es wird ein Anzug gemacht, wie das Getdnehmen fremden Herren den Eidgenossen wieder viel Sorge nnd Gefahr verursache, wcßhalb es gut wäre, auf die ^ Willing der Pensionen Bedacht zu nehmen, damit man bei Land und Leuten, Fried' nnd Ruhe, Ehrsamkeit 84 August 1521, und Gehorsam bleiben könnte, « . 1, Der päpstliche Legat Ennius, Bischof von Verulam, und Wilhelm de Fälconibus, Commissär, samt einer Botschaft von Florenz verlangen neuerdings Antwort, ob man dem Papste die Vereinung halten und ihm gemäß derselben Knechte überlassen wolle. Im Sinne der Mehrheit der Orte wird ihnen erwidert, daß es jetzt nicht nöthig scheine, ihm Hülfe zu leisten, da seine Heiligkeit und ihr Gebiet von Niemand angegriffen werde; daß eine Anzahl Knechte zu den Franzosen gelaufen, bedaure man; deßhalb sei es abermals verboten worden. Und da der Bischof merken läßt, daß er ans eigene Hand Leute zu werben vorhabe, so wird ihm gesagt, daß man das nicht dulden könnte. 2. Hierauf hat er die Verbündeten des Papstes, als den Kaiser, die Könige von Ungarn, Polen, England, Dänemark, Portugal und das Reich, aufgezählt, um zu zeigen, wie gefährlich es sei, gegen eine solche Macht den Franzosen Hülfe zu leisten, und eine besiegelte Bannbulle gegen diese und ihre Helfer vorgewiesen, alsdann nochmals einfache Antwort gefordert, und zwar von jedem Orte besonders, und sogar die Namen der Boten zu wissen begehrt; wenn man ihm nicht entspräche, so wollte er an die Gemeinden gelangen, denen er zutraue, daß sie ihre Pflicht erkennen und thun würden; während er schon auf fünf Tagen mit Worten vertröstet worden sei, lasse man den Franzosen immerfort Knechte zulausen; man empfange Pension und Geld von dem Papst und verstärke dagegen dessen Feind; ja man schelte s. H. einen Ketzer, Mörder und Verräther. 3. Dennoch bleiben die Boten bei der früheren Antwort und geben ihm zu verstehen, daß man zwar nichts dagegen habe, wenn er die Gemeinden berichten wolle, aber in die Abstimmung nach den Orten und die Nennung der Boten, als etwas ganz Ungebräuchliches, nicht einwilligen werde; auch möchte man wissen, wer den Papst gelästert habe. 4. Auf diese Vorstellungen erbietet sich der Legat, die Schuldigen zu nennen, wenn man solche Schmähungen abstellen wolle; die ihm ertheilte Antwort solle man selber s. Heiligkeit zuschicken. Das wird ihm zugesagt und dabei aus einander gesetzt, was diesseits schon geschehen sei, um Angriffe auf das Gebiet der Kirche zu verhindern. Jeder Bote soll nun seine Herren über den Handel treulich berichten, damit sie tapfer darum rathschlagen und bis auf nächsten Tag Antwort geben können. t. Das auf dem letzten Tage angebrachte Begehren des Kaisers, daß man dem König von Frankreich keine Hülfe mehr gewähre, sondern die Erbeinung halte und wenigstens dem Papste eine Anzahl Knechte bewilligen möchte, u. s. w., wird jetzt dahin beantwortet: Es dünke die Eidgenossen nicht nöthig, über die Erbeinung hinaus einen Freund- schastsvertrag zu machen; jene gedenken sie immerfort zu halten und hoffen, daß sie auch ihnen gegenüber gehalten werde; dein Papste sei der gefährlichen Umstände wegen der verlangte Aufbruch abgeschlagen, wobei man zu beharren gedenke; gegen das Weglaufen der Knechte, das man bedaure, wolle man mit ernsten Verboten einschreiten; den Ausgezogenen habe man befohlen still zu liegen; überdies sei man erbötig, zu einer Aussöhnung zwischen den kriegführenden Parteien nach Kräften beizutrageil. — Obwol dann die Botschaft des Kaisers sich damit nicht begnügen wollte und ihre Beschwerden nochmals vorgebracht hat, läßt man es doch bei der gemeldeten Antwort bewendeil. K. Der Cardinal (von Sitten) vertheidigt sich gegen das Gerede, daß er in die Eidgenossenschaft gekommen sei, um Unruheil anzustiften, da er doch nichts anderes begehre, als dieselbe vor Schaden zu bewahren; jeder Bote weiß, wie dringlich er uns gewarnt und verkündigt hat, daß wir nach dem, was längstens bis St. Michael geschehen dürfte, an ihn gedenken werden. I». Darauf werden die Boten unter sich einig, ihre Herren zu ermahnen, daß sie diese Angelegenheiten zu Herzen nehmen und gehörig bedenken, damit man thun könne, was löblich und ehrenhaft sei, zumal man höre, daß der Papst, der Kaiser und (fast) alle christlichen Könige einig seien, ii. 1. Der schwäbische Bund begehrt Antwort wegen Hohentwiel. Deßhalb sollen Lucern und Solothurn mit dem Herzog von Würtemberg, lind Schaffhausen mit dem Herrn von Klingenberg unterhandeln, damit Twiel wieder in die alte Hand kommen möge. Das wird dem Bunde lind dem Herzog August 1521 85 schriftlich gciiicldcl, 2, Letzter«' hat auf diese» Tag ei» Schreibe» geschickt, vo» welchem jeder Bote ci»e Abschrift hak. 3. Die kaiserliche» Räthe habe» da»» ein Mandat verlese», welches de» Herzog Ulrich i» die Acht und Aberacht und seine Helfer gleichfalls recht- und schirmlos erklärt. Ii. Daß der Landweibel Hans Wehrli im Thurgau, der des Landvogtes Bruder versehe» sollte, gleichwie der Statthalter und der Landvogt, nicht im Lande soll heimgebracht werden, um ans nächstem Tage Antwort zu geben, ob es so zugehen könne oder nicht. Lucern wird indessen beauftragt, den Statthalter hinaus zu schicken; wäre er nicht daheim, so soll es dessen Geschäfte dem Landamman» übertragen und nicht dem Landweibel. I. Heimzubringen, ob man das Bergwerk u> Sargans nach Inhalt der Copie verleihen wolle; Antwort auf nächsten Tag. I findet sich nur im Glarner Abschied.- Den Berner, Nidwaldner, Freiburger und Bündner Exemplaren fehlen »—<> und k, dem Basler und dem Solothurner —e, dem Schaffhauser i», Ii, I; dem Stiftsarchiv »—«, i>. Zu Ueber die hier erwähnten Geschäfte finden sich gar keine Acten vor. Zu v. Hieher muß das folgende päpstliche Breve gehören, wiewohl der Abschied nichts davon sagt. Reo ?apa X. Oileoti litis, salutein st apostolioam densckiotionom. Xilnt iam ckiu magis mirati sumus, guam oum tanta esset Inter Xos, sanotamgue seckem apostolioam, st istain inviotam nationein eoniunotio tam sanetis losckeridus, tot wutuis oküoiis oonürmata, oum negue nos et ea ipsa seckos unguanr bonignitati nostras srga vos Knsm oonstituissemus, st nos s tili Semper ackesss, itti kavero, illam omni vestra protsotiono ckeksncksrv avnsusvissetis. lllum in doo maxims neoessario tempore, eum vestra sudsickia ex koscksrs postulavissemus, non mocko nodis ckekitam et in oonckitionidus koscleris sxpressam peckitum manum nsgavistis, «eck etiam nostris st eiusckom seckis apostolioae llostibus ^ oontra nos ipsos, oontra Lanotam Romanam dloolesiam (8. k. U.), ouius vos lidertatis et ckignitatis ckekensionein eum maxima vestra gloria rooepistis, et viusäem äsksnsorss estis oognominati, auxilia vestra misistis. Llumgue in eam oomparationsm res ackcknota esset, »l aut dostium nostrorum insotentiam et elkrenatam oupickitatem reprimi, aut seckis ^ apostolioae ckignitatem omnem odrui nveesse esset, iltorum tum actiuvars superdiam guam asguitatem nostram lovero maluistis, guock insperatum malum oum nobis praeter opinionsm aooickisset, ckolors magno kuimus guickem peroussi, gm äolor non ad inckigsntia auxiliorum, nee ad imdeoittitate rerum nostrarum, ssck ad amoro I proosäsdat, guock vsstri nominis ckeous et splenckorem, vsstraegue licksi oonstantiam, guae ante dao Semper krmissima badita est, vooari in perioulum inkamiae et in aliguam nee meclioorsm suspitionsm viäekamus. Kock tum ^ Mawrs ckolore kuisssmus oommoti, si dao orimen oommunaa vestrae nationis, ao non potius proprium s guo- runckaw esse oognosoersmus, guorum oum auotoritas apuck nos aliouius kortasse momenti sit, ckosickeraremus vos animackvortero ckiligsnter, gua ilti vausa vodis suaclsant, guae vodis nee utititat! ulli pudlioae, et apuct oasteras gsntss alioui vituporationi kutura sint. dlt snim guos llckes, guos amioitia, s guos tanta ooniunotio, guos seckis apostolioae sanotitas, Romanao Uoolssiae vensratio in ticke non tenuorit, iltorum licksm guinam oxistimadunt ickoneam esse, vui orockant? sock uti siout nos orimen dos in vestri nominis laucko minima dasrers ckesickeramus, ita vos reiootis oinnino matis suasionidus, no tooum s guickem ultum ouiguam relinguatis, sinistre aliguick cks nodis suspioancki; ao ut cke oausa aliguick toguamur, nos oum ckedita a vodis auxilia postulavimus, non egimus ick guickem inopia inititum aut ponuria lortium viroruin. Leck guock nostsr orga vos amor non patiedatur, nos guioguam vsl salutare duie secki, vel ^ nsoessarium sine vestra sooietato oogitare, oui nostro iunori guo mocko vos vestra denivolsntia rssponckeatis, vostrum iuckioium sit, nam oausa nostra Lrmissimis ost sooüs st ackiutoridus munita. Xckest summus ckeus, gui nunguam superdiam st iniuriam votuit im- punitam; ackest serenissimus (üaesar, ouius tanta potentia j oum sit, guantam vix antiguorum (lassarum kuisss aooopsrimus, ea tamon is est iustitia, ea donitats, ut non oa utatur ack inkerenckam, ssck ack pro- Pulsanckam solum iniuriam, gusm vos our ex amioissimo st dsnivotentissimo vodis dostem kaosrs vstitis, rationem nutlam possumus invonirs; acksunt oarissimi in tldristo tttii s ckignissimi Reges ^.ngtiao, Rortugalliae, August 1521, Oaoiae oaeteriguv, ut oonkdimus, omnes prinoipes, rsgesgus Okristianorunr, gui partim suis propriis du» loribus, partim kao oommuni indignitato moti guod regem Olallorum oernunt dominandr oupiditats insidiantem omnibus kaue sanotam ssdem oonouloars oonantsm sanotissimam > expeditienem in Aureas disturbantem, praeolaram oonspirationem keosrunt, ad koo tantum malum a reipublioae okristians oervioibus amovendum, a guorum sooistats unos Ileluetios abesse, non solum cpnun Konestum, verum etiam guam vobis sit utile oonsidsrats. kltsnim guod etiam koedere rsosuti oum Regs Olallorum ooniunodi sstis, neu l debuit koo sanotiorikus et antiguioribus kooderibus derogare, nisi körte oum illo sooietatsm inivistis, ut illo kaoilius passet oum oaetsros omnes, tum svdem apostolioam suis superbns et iniuriis proouloare, gui ut taoeamus alias innumerabiles iniurias, novissimo urbem nostram Rkegium oppugnavit per ! looum tenentss suos, parumgue abkuit, guin oivitatem minimv täte cpud expsotate ab ktomanae Kloolesiae grsmio abriperot, oumgue illi uulla oum Oaesare iutsroederet iuiuriarum oausa, illum tum per kraudew et insidias lilavarrae rsgno spoliavit, subinisitguo alias gui eundsm in natali k'Iandriao solo perturbarent, in guibus s tantis vontumelüs apparuit, guid velit, et guid statuat Osus. Xam et nos kos nekarios violatoros statu« Klo- olosiastioi anatkemate peroussimus exoommunioatosgus publioavimus, ut gui illis auxilium opemguo prae- buerint, in easdem oxoommunioationes sint inoursuri, et klavarras rsgnum ab invioto exsroitu Ilispano! magna oum strags Oallorum est totum reoupsratum. Rollsmus ita, nollsmus, sod tarnen aliguando ssvsritatsm suam aouit Dens, et ita iniuriam vindioat, ut gui modo oupiditats et insolentia oastsros guivtos esse non sinebat, nuno suarum vioissim rerum motu terrsatur. ltsgus sodem et duoe et adiutore Leo > daturi operam omnes koederati sumus, ut tat iniuriis kaoiendis oooasio praeoidatur, duoatumgue Nsdiolani in pristinum statum suum sub voros st legitimus prinoipes suos reduoturi. In guo guid est, guod nostra patsrna in vsstram nationsm bsnivolentia amplius vobis ekkooro possit? Oum dileotum j klium ei duoatui Vuoem lZari praepositurus sit Oaesar, guas etiam nostra oum Oassars kxa voluntas est, oundowgue in protsotionv vsstra rolioturus, ut guod supsrioribus annis kaoiebatis, illud non magis ouiusgumn guam vestrum kuturum sit dominium, tjua in ro si vobis ita plaousrit, ödem nostram Klgo > et idem Oaesar interposituri sumus, vosgus oertos kaoturi rem se ita kabituram, siout polliosmur. Ksd ut tidos nostra neo dskuit vobis unguam, neo dekutura est. Uosgue vero et perpstuo amore erga vos et vestri nominis laudem ksrimur. 8io vioissim trdem vsstram imploramus, kdsm reguirimus, ut koedus, ^ ut awioitiam, ut promissa vestra nobis prasststis, postulamus, et guidsm solebatis novo omni koedere oum aliguo kaoiendo exoipsre nos ssmper et sedew apostolioam et vetsros koederatos vestros Olareiitinos, gui non solum in koedere, ssd etiam in protsotions vsstra sunt. Oum igitur Olallorum Rex nobis et Ledi ^rpostolioao j bellum ante ksoerit guam indixerit, ounr- gue innooontissimos komines negooiatores lklorentinos pauloante in Ougdunsnsi morvatu omnes in oustodiaw liabuerit, oontra tidem rsgiam et oommunsm meroatuum seouritatem, gua arrogantia oum illo vestris exvep- tionibus nikil motu» omnia violaverit, vos ut tidem kosderis ! illi ssrvetis, audst postulare? prssertim oontra nos st Kedem apostolioam et ipsum vestrum Oaesarem, gui oum vos omni studio animi ampleotatur et diligat, nobisoum una aegre kort, vos oum vestris antiguis kostibus iniustissima in causa rooonoiliatos, neo aeguitatis neo veteris amioitiao vidsri kabore rationsm. j (juamguam nos, dilooti tibi, et speramus vskementer st in domino oontidimus Oovotiones vsstras.oonvsrsuras animos, et msntes suas ad rsspsotum primi kosderis, repudiatisguo walis suasionibus, st tidei suas st konoris rationsm kabituras, guod ut kaoiatis non solum vos kortamur in domino, sed etiam amantissimo animo j obssoramus. Nagna est vsstrae nationis gloria, eaguo praoolarissimis in sanotaw ssdem Kuno oktroiis oomparata, guam koo tempore violaro, unosgus vos oommuni Okristianorum Orincipum oonoordias obsistsrs, neo vobis utile neo konoritioum est. ^o nos, gui singulariter vos amamus, istamgue inviotam nationsm j ssmper tlorsntem oupimus et konestam, Daum omnipotentem obtestamur, nos non tam oommodi nostri guam vsstrae utilitatis st dignitatis oausa koo a vobis xsters: primum, ut guod omnes verae et iustas vobis suadsnt oausae, lklobisoum et oum Oaesaro pro salute Italiao st oommuni bona okristianas reipublioae sentlatis; deindo I si koo vobis persuadsri non potest, kosdsregus novo adversus vetusta koedera okstringimini, saltem ut aegui spsotatores neutri partium kaoientes iniuriam, neo altsrutra koedera violantes eventum belli sxpeotetis, guod guidsm in ssoundi August 1521. 87 bonslloii Ivos n vobis sumus llabituri. Horum alkorum ngöntos ak Xobis j Aratissiinum uo (ünosuri laoistis, st vptims vodis Ipsi oonsulotis, siout äo omnibus 1urgiu8 vokisouw vsnorudilis krutsr Unnius opiseoxus Vorulkmus uuuoius nostor uostro uomiuo u^ot, guom umuntor uulliokik ot illi lldom summum llubobikis. Dutum Homuo apull 8lmotum ?otrum oub unnulo pisoukoris j llis st Xugusti. bl. D. XXI. Uonkilloatus Xostri Xnno Xouo. j (In. Luäoletus). vilsotis List« llslvotsts Rresäsoim duntouum suxsriori» Xlumumuo blvolssiustious libortatis äokonsoridus ooukosdsrutis Xostris. ' St. A. Zürich: A. Papst (Original). Zu l, 2. Hiehcr gehört folgendes Actenstück: 1521, 13. August (Dienstag nach Laurentii), Mümpelgard. Herzog Ulrich an die Boten gemeiner Eidgenossen, jetzt in Zürich. Antwort ans ihre Zuschrift vom letzten Mittwoch, wie sie vom schwäbischen Bunde abermals ersucht worden seien, ihn zum Stillstehen zu bewegen ?c. Er habe das Schloß Hohentwiel allerdings eingenommen, aber den Seinigen, bevor er der Eidgenossen Schreiben erhalten, den Befehl gegeben, gegen Niemand thätlich zu handeln; hätte er das aber noch nicht gethan, so würde er jetzt ihrem Begehreu willfahren. Weil sich mm die Bündischen wieder gegen ihn erheben, so gebe er zu bedenken, wie sie ihm das Seine wider alles Recht abgedrungen, wie vielfältig er sich zum Recht und zu aller Billigkeit erboten, was wohl bekannt sei... Er habe keine Lust, sie anzugreifen, sofern sie ihn restituiren; wenn aber das nicht geschehe, so könne jeder Vernünftige selbst ermessen, daß er die möglichen Mittel und Wege, das Seine wieder zu erholen, nach allen natürlichen menschlichen Gesetzen und Rechten ergreifen dürfe; er vertraue auch seinen Bundesgenossen, daß sie betrachten, wie mit ihm verfahren, wie oft er mit der Unwahrheit beschuldigt worden, und ihm zur Wiedererlangung des ihm gewaltthätig Entwerten räthlich und behülflich seien, ihn nicht verlassen, sondern allezeit ein getreues Aussehen haben, und wenn ihn seine Widerwärtigen verunglimpften, es ihm eröffnen, damit e> sich verantworten könne, zc. St. A. Zürich: A. Wiirt-mb-rg. - K. A. Basel: Absch. k. loo-lOl. - K. A. Graubünden. Zu I. Das Lucerner Staatsarchiv hat (Acten Sargans) eine datumlose Abschrift eines hieher gehörigen Vertragsbriefes, dem wir den Hauptinhalt wörtlich entheben: „Des ersten wöllen wir (die VII Orte) für uns und unser nachkamen allen denen, st) syent von uns den siben Orten oder andcrschwa her, so in diß bergwerch gangen sind, und wie obstat noch gan wurdcnt, iren erben und nachkamen das angezöigt gebirg und bergwerk, in der grnfschaft Salgans gelegen, gelyhcn haben und lihent inen das jetz in kraft dis briefs, also daß st), ir erben und nachkomen solichs nach bcrgwerksrecht suochen, buwen, nutzen und nießen sollen und mögen. Und ob uß verhänknuß gottes sölich bergwerk sich ufncte und in künftig Zuonäme, wie guot das sin möchte, söllent doch wir noch unser nachkomen den angezöigten pcrkherrcn, denen wir ulso glyhen haben, dero erben und nachkomen weder macht und gewalt haben, inen wider iren willen diß belgwerk zuo unfern Händen ze nemcn noch zuo behalten, sonder st), irc erben und nachkomen, so lang st) das behalten, buwen und nutzen wöllen, darby blichen lassen. Und darmit sy dester bas und fürderlicher an denen orten des gebirgs buwen und suochen mögen, so wöllent wir die ersten fünf jar dhein zechenden von inen »einen, sunder 'um das on alle beschwert» fry an den kosten, so st) lichen mücsscnt, verfolgen lassen. So aber die fünf jar ver- schinen sind, dann söllent sy uns zuo gmeinen Händen allwegcn den zehcnden kübel ärzes übcrantwnrten "»d versagen lassen und darmit von uns und unfern nachkamen nit wyter beschwert werden. Es soll der ganz knbel by dem viertel Salganser mäßes gefochten bezeichnet und geben werden, und sich sust niemans dheino andern mäßes gcbruchen. r. - r. ^ „Wir habcnt zuo guot und ufnung diesers bcrgwcrchs inen verwilget und nachgelassen, daß die bergherrcn, so an dem end cntpfangen (sind), einen bergrichter setzen, fürnement und habent, der uf belgwcrchssachen ein guoten verstand und gwalt Hab, die mur gsücch und grnoben, auch ander bcrgwelchsachcn zuo vcrlyhen, zuo handlen und handhaben, wie solichs alles inhalt der crfindung und bergwcrchsordnungen den selben bergen oder bcrgwerch(en) lydlich sin mag, und zuo Schwatz, onch an ander» dero glych orten inhalt n satzungcn gebracht wirt. „Und ob sich uß der gnad gottes wyter begäb, daß sölich bergwerk zuonemcn wöllti, also daß an dem end ein versamlung des werkenden volks und erzknappen allda sin wurden, daß dann zuo dein bergrichter ein iveibcl, 88 August 1521, schriber und noch zwölf Achter under inen gesetzt werden, die gewalt habent ze richten über pot (gebott) und oerbott, ouch alles das, so sötich bergwerk antrifft und berüert. „Es soll ouch der bergrichter allen berglüten zuo gebieten und zuo erfordern haben in allen fachen, so das bergwerk antrifft, und wo es not wurd, die geschwornen Achter zuo erfordern, die als glych Achter jedem nach siner übertrettung die straf ufleggen und anders ze handlen, wie er dann inhalt der verbellten oder sust verschuldt hat, welche straf dem bergrichter an sinen kosten und arbeit dienen soll; usgnommen was das malefiz und die Höchen gericht antreffe, wöllent wir hiemit uns und unfern vögten vorbehalten haben. „Item, wo hoch oder fronwäld sind, die uns zuogchörent, da soll der bergrichter flyß ankeren, daß darin nieinan abhow und verwüeste; dann wer das täte, den soll der Achter zuo strafen haben. Und Mich wäld soll der bergrichter den bcrgherren und schmelzern verlyhm zun Hütten und bergwerk, es sye zuo holzen, zuo kolen, doch daß es nit zuo jung abgehowcn werde, und soll inen das usmarchen, wie vil er jetlichem verlycht, und sölichs in ein buoch schritten, und wo einer so vil überflüssig abhowt, daß es fulet, der soll ouch gestraft werden. „Und darmit die, so diß bergwerk in unser grafschaft Salgans entpfangen haben, bester flyßigcr und be- giriger arbeiten, suochen und werken, so lassen wir beschehen, daß sy ir silber, kupfer, gold und anders, so sy allda erfunden und geschmelzt oder nit geschmelzt haben, fry, wo sy am besten deß wissen zuo genießen, hinfüeren und verkaufen mögen on wyter beschwerd. „Ob es sich ouch begäbe, daß die so in der Eidgnoschaft ire wonung habent nmd in disem bergwerk begriffen, ander ußländig lüt, was stands oder wesens joch die wärent, um ir kunsi, guoter ratschlagen und wissenheit willen zuo fürdrung des bergwerchs zuo inen nemen, dieselbigen ußländischen ir guot allda anlegtent und etwas überkomm möchtent, daß dann dersclbigen Hab und das sy dahin brächtent oder überkomm, ob schon zwischen uns und ir oberkeit und Herrschaft offen krieg und vecht uferstüende, dann soll nüt dester minder der selbigen sondrigen Personen Hab und guot zuo iren und dero erben Händen fry und sicher heißen und sin, von uns und sust mänklichem unverhindert, es wäre dann, daß sy in unser Eidgnoschaft (mit) rechter schuld jemants schuldig wärent; das mag man nach den rechten behalten und inzühen." (Ungefähr zur Hälfte von der Hand des zürch. Stadtschreibers Frey.) Z8. Areiöurg. 1521, 19. August (Montag vor Bartholoms»). Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, r. p. 495. Kantonsarchiv Areiburg: Nathsmanual Nr. 99. Jahrrechnungstag der Städte B.ern und Freiburg. — Abgeordnete von Bern: (Konrad Willading, Venner; Lienhard Hübschi, Seckelmeister). t». Denen von Murten, die um eine Beisteuer an „ihren Bau" und die Kosten in dem Handel mit dem Bischof von Lausanne gebeten, haben die Boten der zwei Städte 20 Kronen zu geben verordnet. ?». Die Untersuchung des Spans zwischen dem Schultheiß von Murten und den Vögten der Erben der „Villgen", eines Zehntens wegen, wird auf die Tagsatzung wegen der Hölzer in der Balm verschoben, v. Derselbe Schultheiß und Amtmann zeigt an, daß der Zehnten zu Agerswyl, den er vor einige» Jahren dem Bertschi Mäder sel. auf Lebenszeit um 8 Pfd. jährliche» Zius verliehen, jetzt bedeutend mehr gelten könnte. Da Mäder gestorben ist, so wird dem Schultheiß befohlen, den Zehnten für das nächste Jahr zu steigern, so hoch es gehe; des Mäders Söhn werde man dann gütlich bedenken, «l. Da man gefunden, daß es nöthig sei, die Hölzer in der Balm besichtigen und säubern zu lassen, so ist verabredet, Bern solle den Tag dafür bestimmen und denselben Freiburg verkünden, v. Einer von Wyler, der Korn aus der Herrschaft beider Städte durch Murten geführt August 1521, 89 hat, soll auf de» erwähnten Tag berufe» »ud durch die Boten „gerechtfertigt" werden, f. Dem Haus Tröler und Genossen werden auf ihre Bitte am „Acheram" auf 199 Beruer Mütt 19 Mütt nachgelassen, zx. Ein Priester von 5^'be („Orbaz"), der von dem Zehnten zu Penthereaz 39 Gulden Zins fordert, wird abgewiesen, da seit 39—49 Jahretz nichts gefordert oder bezahlt worden ist, und vermuthlich eine Verwechslung stattfindet. I». Dem Unterlagt zu Orbe ist für seine guten Dienste ein Rock geschenkt; deßgleichen einem Schreiber von Echallens. I. Dem l'andvogt von Orbe hat man für seinen Eifer in der Verfolgung der Uebelthäter im Jurten und der Umgegend („darafter") ans Gnaden 3 Mütt Haber nachgelassen. Ii.» Ans den Antrag Berns, für die Rechnung mit den wogten von Grandson und Grasburg (einen) Tag zu bestimmen, ist beschlossen, es solle die Vögte auf Sonntag ^t. Verenentag (1. September) in die Stadt berufen, um morndeß Rechnung zu geben. Das Berner Rathsmanual sagt, es sollen auf Montag nach U. Frauen Tag (19. August) die Amtleute von Marten und Echallens Rechnung geben zu Marten. Ohne Zweifel ist aber damit obiger Tag bezeichnet. — Laut des Freiburger Rathsbuchcs dauerte diese Tagleistung (wie gewöhnlich) zwei Tage. Für ein und alle Mal sti hier bemerkt, daß diese Verhandlungen —> abwechselnd in Bern und Freiburg — je vor gesessenem Rath stattfanden; wenigstens wurden dieselben mit mehr oder weniger Detail in den Rathsbüchern aufgezeichnet, und sehen wir niemals Rathsausschüsse erwähnt, welche diese Geschäfte zu besorgen hatten. SS. Masel. 1521, 19. August. Vermuthlicher Tag der Botschaften von stuccrn und Schwpz, im Namen gemeiner Eidgenossen. Abschied und Acten fehlen. Zu vergleichen ist Nr. 35, a. 4V. Aug. 1521, 27. August (Dienstag nach Bartholoinäi). aatsarchjv Zürich! Abschiede, Bd. 8. toi. b». Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, r. Abscheide sino ckato. KaiitonSarchi» Basel: Abschiede, l. ll)L. ÄantouSbibliothek Freiburg: Girard. Sammlung T.III. KautonSarchiv Solothurn: Abschiede, Bd. X. Kantonsarchiv Dchaffhausen: Abschiede. Dtiftöarchiv Dt. Gallen. Gesandte: Bern. (J.Sebastian von Meßbach; Hans Jsenschmid). Freiburg. (Hans Krnmmenstoll). — andern unbekannt). U Des Schlosses Gottlieben wegen'4st abgeredet, daß jedes Ort einen „frommen" Knecht dahin abordnen ' um dasselbe hüten und schirmen zu helfen; die sollen am Sonntag nach Verenentag (8. September) in rNanenstid ^i„, I». Den Landgcrichtsknechten, besonders Marx Wehrlin »nd seinem Gesellen, will man noch- ^ ""f dm nächsten Tag; jeder Bote soll dann Gewalt haben, je nach ihren Aussagen zu urtheilen. '4m der Landvogt im Thurgau mit etlichen Knechten hinweggezogcn ist zu andern Eidgenossen, was meinen ^ucn mißfällig ist, so läßt man seinen Bruder, Anton Bili, als Statthalter hinaus ziehen, weil er sich ^ ühAich zu halten verspricht. «R. Heimzubringen, wie der Bischof von Constanz und die Stadt sich durch ^ Aeiben zu freundlicher Nachbarschaft erboten haben, e. Bern, Freiburg und Solothurn werden beauftragt, 12 90 August 1521, mit der Frau Margaretha vou Burgund betreffend die Grafschaft Neuenbürg und den Vogt zu verhandeln, es sei auf Tagen oder mit einem „Untergang", damit Jedem zukomme, was ihm gehört; können sie die Sachen nicht erledigen, so sollen sie wieder an die Eidgenossen berichten. Ebenso mögen sie in Angelegenheiten von Privaten handeln, damit Niemand Ursache zu Klagen habe. k. Da der Herzog Ulrich von Würtemberg durch Schreiben zu einer Vermittlung zwischen ihm und dem schwäbischen Bunde eingewilligt, so ist den Eidgenossen von Lucern, Solothurn und Schaffhausen empfohlen, mit ihm zu verhandeln, was sich gebührt. K. Jeder Bote weiß zu sagen, wie man des Bannes wegen eine Botschaft an den Legaten zu Zürich abgeordnet hat. I». 1. Da die Boten in dem Hauptgeschäft dieses Tages, betreffend die Vereinigung der Eidgenossen, abermals nicht gleich instruirt sind; da jetzt ein oder zwei Orte ihre Knechte zun? Papst, andere die Ihrigen zum König laufen lassen, und etliche sie noch zu Hause haben, so wird die Sache wieder heimgebracht. Zürich, Uri und Unterwalden will man ersuchen, ihre Knechte zurückzubehalten. 2. „Demnach" hat man eine Botschaft von Bern, Lucern, Zug, Uri, Unterwalden, Glarus und „aus dem Blind" in das Feld verordnet, lim beide Parteien zu ermahnen, bis auf weitem Bescheid nicht vorzurücken; die Boten sollen von „jetzt (d. h. nächstem) Sonntag" über acht Tage in Bellinzona sein, t. Deßhalb ist auf den 8. September (U. Frauen Geburt) ein anderer Tag nach Zug angesetzt, um ohne Verzug dariil zu handeln. Ii.» Den beiden Heeren hat man geschrieben, daß sie stillstehen und keines gegen das andere vonnicke. I. Schwyz lind Zug sollen auf nächsten Sonntag (1. September) Boten in Appenzell haben, um im Namen aller Orte die dort waltenden Stöße wo möglich beizulegen, in. Hinter sich zu bringen, daß jedes Ort bei Ehre, Leib und Gut verbiete, bis Ende des nächsten Tages in irgend einen Krieg zu ziehen. Das Original hat, wenigstens in einigen Exemplaren, die Jahrzahl nicht. Ii ist in zwei Artikel zerlegt, die durch I oder I—in getrennt sind. Das Freibnrger Archiv (Absch. Bd. 56) hat nur ein Fragment ohne Titel, enthaltend Ä, I»—in; die Kantonsbibliothek daselbst ein anderes Bruchstück, umfassend »—k, Ii. «I fehlt im Stiftsarchiv St. Gallen. Zu A. Vgl. Absch. 17. August o, 2. Sodann sind folgende Acten beizuzichen: 1) 1521, 2V. August (Dienstag vor Bartholomiii). Zug an Zürich. Gesuch, die Seinigen, (namentlich) den Bruder auf dem Albis, der im Lande hin und her gehe und das Volk aufwiegle, davon abzuweisen. St. A. Zürich: A. Zug. 2) 1521, 26. August (Montag nach Bartholoms). Bern an seilie Gesandten in Zug, Seb. von Dießbach und Hans Jsenschmid. Man habe etliche Bannbriefe gesehen, die der Legat von Verulan der Priesterschaft im Oberland überallhin zuschicke, mit dem Befehl, dieselben den Gemeinden zu eröffnen und zu erequiren, was man nicht wenig befremdlich finde, weil es dahin ziele, die Leute der Obrigkeit widerwärtig zu machen. Da man solche „geistliche Fertigung" zu gestatten nicht gewohnt sei, und dabei wahrnehme, daß solche Briefe in andern Orten (auch verkündigt werden sollen?), so befehle man ernstlich, dies auf dem Tage anzuzeigen und darauf zu dringen, daß dieses Treiben abgestellt und dem Cardinal, dem Legaten und denen, die ihnen Aufenthalt geben, tapfer gesagt werde, man wolle des Banns halb Ruhe haben und ungeschwächt bei dem alten Herkommen bleiben; sonst würde man verursacht, mit den Personen, die solche Briefe in's Land tragen, so zu verfahren, daß Andere es unterlassen werden, ?c. 3) 1521, 26. August. Bern an die von Saanen. In gleicher Sache, — da der Kirchherr von Aeschi Baun- bliese zur Verkündung angenommen, ohne eine Obrigkeit deßhalb anzufragen. 4) 1521, 28. August (Augustiui). Bern an einen Decan (Circular?). Beschwerde über öffentliche Reden der Priesterschaft, als ob die Obrigkeit den Ihrigen Anlaß gegeben hätte, ohne Ordnung hinwegzuziehen, was viel Unruhe hervorbringen könnte; Begehren die Priester von solchen Reden abzumahnen, mit Androhung von Strafen für Ungehorsame, :c. g) und t) im St. A. Bern: Teutsch Miss. o. a?s—ssi. August 1521. 91 5) 1521, 23. August (Vigilia Bartholom«!), Bern. Edict wegen unruhcstiftcuder Aeußerungen über die Pflichten gegen den König von Frankreich („wir haben krieg oder nit, so sycn wir schuldig, dem Küng hilf zuo schicken", -c.), mit Ausführung der im Bundcsvertrng enthaltenen Bestimmungen, die von gemeinen Eidgenossen angenommen seien , doch sei man gesonnen, nach der Heimkehr der Knechte mit Hülse der andern Orte „in etlichen artiklen, die houptlüt, das ufwiglen nnd anders bcrnercnd, ändrung und besscrnng ze thuond." w.svsb. 6) A521, 30. August (Freitag nach Collatio Johannis). Lncern an Bern. „Ucwer schriben mit sainpt den geschickten usgangncn bannbricfen habend wir empfangen und sagend üch dcß flißigcn und großen dank, dann wir wol spüren und ermessen mögend die falschen pratik, so vorhanden, und wohar die kompt, ist wol zuo achten, von dem so hievor in kurzen jaren sölich unrnow und zwitracht ouch gestift, der selb villicht abcrmalen, so er mt bas mag, ein comun über die erberkeit wiscn wöllt. Lieben Eidgnosscn, üch zc berichten harin zuo handlcn ist nit not, dann ir dem selbigen wys und vernünftig gnuogsind; unser Meinung war aber wol, den pfasfen, so sölich brief hat wellen crequiercn, nit von Händen zuo lassen bis uf künftigen tag zuo Zug, dann wir achtend, daß B. H. in sölichcm die verciuung an uns Eidgnosscn nit gehalten, uß der ursach daß die inhalt luter, uns Zuo bliben lassen b.) unseren frphciten, gnotcn gcwonhciten nnd alten harkommen, darzuo mit sölichen bcschwerden, so wider alle recht sind, deHeins wegs bekümbcrn." Sölichs :c. S>. A. B-nn A. Lu«m. 7) 1521, 30. August (Freitag nach Collatio Johannis). Lucern an Zürich. „Wiewol nf nächst gehaltenem tag (in) Zug angsechen, mit bäpstlicher potschaft zuo reden des banns halb, den wir unsers teils weder liden noch gedulden wellend, so ist doch uf Hütt uns zuokomcn ein fardel. briefcn, »ßgange» von dem Herren von Perulan und villicht vom Cardinal, die selben söltcn ercqnicrt werden hindcrrnggs nnS in unfern ämptcrn und Herrschaften, wie dann dcrglichen hinder einem Priester von unfern lieben Eidgnosscn von Bern, in irc ämpter wsteud, ouch erfunden, welcher von inen angenomen nnd fäuklich enthalten ist. Mögend nur wol spüren den guoten willen nnd practik, darmit' man nmbgat, und crmessen, daß man die nnscrn gern über ein erbarkcit nnscn wölte, als vor zuo etlichen ziten onch beschcchen ist, und die sölichs damals gehandelt, schlechtste!) vcrantwmt. lind diewil sölichs abcrmalen vorhanden und die selben in üwcr Statt enthalte» wcrdent, so habend wir üch gern wöllen sölich geschwind practika zuo wüsten thnon, uns und üch alle» vor mererm kummer und schaden, so darus entspringen (möcht), zuo sin, und die jenen, die ir wol mögend merken, wer st) sind, zuo warnen, von irem fürnemen abznostan . . . Dann welche die sind, die sölich brief crcguicren wellend, so fcr '-wir die bctrctten, (wellend wir) die nach irem verdienen belonen" ... . Si.A. Zürichs A.L»c-rn. 8) 1521, 31. August (St. Bereuen Abend). Zürich an Luccrn. Antwort auf dessen Beschwerde wegen des Banns: „Uf das.. berichtend wir üch deß, daß Herr Legat durch den mnnd Herr Cardinals der verordnete» Orten botschaften lnt des abscheids zuo Zug gemacht sölichs banns halb hat geantwurt, das so er getho», Hab or uns zuo guot und warnungswps gethon und damit, diewil der Franzos und sine Helfer und anhänge, m bäpstlichcm bann spent, daß wir Eidgnosscn uns darnach wüßtint zuo richten, nnd s.)g im ouch sölichs von v-Ht. Ze thuond befolchcn; er hette ouch uns die bull sölichs banns nächstgehaltcns tags hie zuo Zürich ofsenl'ch zoug "nd also uns mit verhalten. Aber diewil uns Eidgnosscn sölichs beschwerlich sin, wellt er gern stillsten »n witers nit handle», sonders bi ußgangncm (abscheid?) lassen bliben und gestatten, daß wi. die a^llMgnen rie) allenthalb zuo der Oberkcit Händen möchtcnd »einen, und wellte ouch, ob witers käme von b. Ht-, uns de-stelven gern vor berichten. Aber damit hücbe er b. Ht. an ußgangncm bann mit uf, er hette onch deß dhein ma )t, und wäre nume die fach so offenbar, daß sich dcro sins unwüsscns niemas möcht entschuldigen, und gebe also uns nume den Handel zuo bedenken; dann solicher bann niemas bcrücrte, dann der sich mit der that sclbs darin würfe, alles mit fründlichcn Worten"... Si. A. Lucem: Mi,siv °n. - Si. A. B°rn: A. Zürich I. °). 0) 1521, 2. September (Montag vor Natiuitatis Mariä). Luccrn an Bern. Mittheilung der von Zürich erhaltenen Antwort wegen der Bannbriefe (mit Rccapitulation des bezüglichen Schieibens a» Z.), damit die Potschaft für den Tag in Zug desto besser instruirt werden könne; man wünsche auch, daß dieselbe in Lucen. vorbeikomme, um sich leichter unterreden zu können; „dann wir je des willens sind, uns die pfaffen nit also lassen inüessen." Der von Zürich zurückgekommene Läufer habe gemeldet, daß dort für einen Auszug zu dem August 1521. Papst am letzten Freitag Hauptleute, Venuer und andere Aemter besetzt worden; wie bald aber der Aufbruch geschehe, wisse mau noch nicht. Wie sich die Länder in ihren Gemeinden entschließen, hoffe man morgen früh zu vernehmen, zc. K. A. Fr-iburg: A. Lucei-N tB-rn-r C°pi-1. Zu Ii (auch i, Ii). Zur Characteristik der Situation legen wir folgende Acten ein: 1) 1521, 10. August (Laurentii). Bern au Freiburg, Solothurn und Basel. Nach Prüfung des letzten Abschiedes von Zürich erachte man für nothwendig, die Zeitumstände wohl zu erwägen und wo-möglich einen Landkrieg zu verhüten; da mau nun sehe, daß den Knechten der vier Städte (von den andern Orten) niemand nachziehe, so daß dieselben verlassen und starkem Widerstand ausgesetzt seien, so glaube man sich selbst mehr als dem König schuldig zu sein und habe daher die Angehörigen in Mailand ernstlich abgemahnt, auch eine Botschaft mit Vollmacht zu weiterer Mahnung abgefertigt, indem man zu bedenken habe, daß es keinem Theile Nutzen brächte, wenn die Knechte in beiden Lagern mit einander schlagen sollten, zc. St. A. B-rn: T-utsch Miss. o. so? d. 2) 1521, 12. August (Montag nach Laurentii). Bern an Sebastian voin Stein und Rudolf Nägeli in Mailand. Seit der Abmahnung der Knechte sei Herr von Lamet erschienen und habe „so viel angezeigt", daß man sich zu dem Befehl bewogen sehe, mit der Abforderung zurückzuhalten, jedoch in dem Sinne, daß sich die Leute nach Mailand zurückziehen und gegen die Widerwärtigen nichts unternehmen, sondern den Beschluß der Tagsatzung in Lucern erwarten sollen, den man sofort melden werde; Hnuptleute und Knechte seien also alles Ernstes zu mahnen, diesem Gebote Folge zu leisten, zc. 3) 1521, 12. August (Montag nach Laurentii). Bern an Basel, Freiburg und Solothurn. Obwohl man letzthin gemeldet, daß man die Knechte in Mailand abmahne, (sei jetzt doch die Mahnung eingestellt); denn Herr von Lamet habe sich darüber beklagt und die Gefahr vorgestellt, die dem Herzogthum Mailand drohe, und deshalb so dringende Mahnung gethan, daß man sich entschlossen habe, andere Befehle zu geben (folgt das Nähere), bis in Lucern und Zürich nach Anhörung der Gesandten aller Parteien weitere Maßnahmen genommen werden, zc. St. A. B-rn: Teutsch Miss. o. sös-ses. 4) 1521, 22. August (Donstag vor Bartholomäi). Bern an Sebastian vom Stein und (Rudolf) Nägeli in Mailand. Antwort auf ihre Meldung, daß sie nach Cremoua, Parma und Piaccnza ziehen und da die Feinde suchen wollen, zc. Man finde an diesem Anschlag kein Gefallen, da man ihnen befohlen habe, in der Stadt Mailand zu bleiben und nicht den Feinden nachzugehen; wenn man bedenke, daß andere Orte nicht mitziehen, und für den Fall einer Schädigung ihrer Leute im päpstlichen Dienst nichts Gutes zu erwarten sei, daß auch in Stadt und Land viel Unwille herrsche, so erscheine nöthig, nicht zu eilen, sondern erst mit gemeinsamem Rat^ zu handeln. Da man den Anfang gemacht und damit Vorwürfe gecrntet habe, auch nicht allein stark genug sei, das Herzogthum behaupten zu helfen, so werde man auf dein nächsten Tag in Zug mit den andern Orten tapfer reden und sie ermahnen, die Ihrigen auch nach Mailand ziehen zu lassen und damit dem König die Vereinung zu halten wie Bern; wenn sie es nicht thun, so werde man erklären, daß man die eigenen Knechte heimmahnen und sich des gegenwärtigen Krieges nicht mehr beladen wolle; man hoffe, daß sie darauf Rücksicht nehmen und sich (endlich) anschließen werden; darum befehle man nochmals bei allen Pflichten, bis auf weitern Bescheid in Mailand zu bleiben; denn sollte aus dem Ungehorsam irgend etwas Schlimmes erfolgen, so würde man sie („üch") verantwortlich machen, zc. St. A. B-rn: T -up-h Miss. 0. orr-ms. Eine etwas veränderte Redaction ist auf k. 383—384 nachgetragen. 5) 1521, 21. August, Parma. Die eidg. Hauptleute im päpstlichen Dienst an (die Tagsatzung?). Sie haben letzthin über ihr Thun und Lassen geschrieben, wissen aber nicht, ob dieser Bericht präseutirt worden sei; rnn aber nichts zu versäumen, melden sie nun, daß sie mit einem starken Heer zu Fuß med zu Roß und mit starkem Geschütz vor Parma liegen und die zwei Städte Parma und Piacenza, die der Kirche zugehören, mit Gottes Hülfe zn erobern gedenken; der Legat Puccius sei immer bei ihnen und halte treulich, was er zusage; es sei auch wahrlich kaum zu glauben, daß die Eidgenossen je so ehrenvoll gehalten worden wie jetzt. Nun vernehmen sie mit Befremden, daß ein Theil der Eidgenossen mit den Franzosen von Cremona aus wider sie ziehen wollen, während man doch sie zu Mailand ruhig gelassen; wenn dieselben kämen, so müßten sie sich als biderbe September 1321. 93 Leute bewähren, was den Andern zu großen „Unstatten" gereichen könnte; sie bitten aber um Bescheid, ob das den Herren mißsiele; dann wollen sie gehorsam erfunden werden. Heute seien 2000 Bündncr und 4000 Landsknechte angekommen; jene haben geschworen wie die Eidgenossen und wollen thun wie sie, ?c. K. A. Basel: Absch. 5. 104 (Zuger Copie). 6) 1321, 26. August (Moutag nach Bartholoms). Bern an seine Angehörigen im französischen Dienst in Mailand. Mahnung zu sofortiger Heimkehr, — begründet durch die Haltung der Eidgenossen, die keinen Zuzug leisten wollen, die großen Rüstungen des Papstes und Kaisers, um den Herzog von Bar in Mailand einzusetzen, die vielen drohenden Reden zu Stadl und Land und in andern Orten, die Besengmß ven Einfällen und tödt- lichem Krieg, ?c. 7) 1321, 26. August (Montag nach Bartholomen). Dasselbe an seine Leute im päpstliche» Dienst. Anzeige der Abmahnung der Knechte im französischen Dienst und gleichförmige Mahnung zum Abzug, da mau glaubwürdig vernehme, daß der König von Frankreich den Papst in dessen Gebiet nicht angreifen, sondern nur das Hcrzog- thum Mailand behaupten wolle, sodass der Papst keine Hülfe brauche, indem man auch nicht schuldig sei, ihm solche zum Angriff auf Andere zu gewähren, zc. «) und 7) im Sa A. V-rn- T-utsH Miss. o. s?«—»77. 8) 1321, 1. September. Bern an den König von Frankreich. Mittheilung des auf dein Tag in Zug gefaßten Beschlusses, Gesandte von sechs Orten nach Mailand zu schicken, die mit allem Fleiß dafür arbeiten sollen, daß eine Vergießung christlichen Blutes verhütet werde, und jeder Thcil bei demjenigen bleibe, was er setzt besitze, w. Gelänge das nicht, so würde man weitere Mittel suchen und der Partei, die willfahrte, gegen der andern Hülfe leisten. Damit diese Sendung desto erfolgreicher werde, bitte man den König, seinen Statthalter in Mailand anzuweisen, den Vorträgen jener Boten Gehör zu geben und sich nachgiebig zu zeigen, damit man erkenne, daß es an dem König nicht fehle; damit ein Krieg zwischen ihm und dem Papste unterbleibe und die Eidgenossenschaft selbst nicht zerrüttet werde, ?c. S«.A.Bm>: ratem.Miss.i.e.27b. 4t Appenzell. 1521, c. 1. September. Tag der Botschaften von Schwyz und Zug, im Namen gemeiner Eidgenossen. — Vgl. Nr. 40, I. Ueber die Veranlassung dieser Mission vgl. Zcllweger, Gesch. des appenzellischcn Volkes, III, l, 38. Ob der Auftrag wirklich ausgerichtet wurde, läßt sich nicht ermitteln. Wern. 1521, 2. September (Montag nach St. Verencn). Staatsarchiv Bern: Rathsmanual Nr. iso, >>. n>!>. Tag der drei Städte Bern, Freibnrg nnd Solothurn. " 1. Zuerst wird berathen (und verabredet), daß kein Angehöriger der drei Städte anders Wein taufen '°lle als bei dem Saum und nicht „uf snrgriff", bei einer Buße von 10 Pfund, die von dem Ungehorsamen N'r jedes Faß z„ beziehen ist. Auch soll Niemand Wein an den Reben kaufen. 2. An den Landvogt in der Waat wird geschrieben, er möge mit den Sei,teil verschaffen, daß sie den Wein nicht nach Burgund sichren; ""hl lasse man ihnen (den Burgundern?) nach, für ihren häuslichen Bedarf zu kaufen. 3. In gleichem Sinne 94 September 1521. schreibt man dem Landvogt in Neuenbürg. I». Es werden die Artikel verhört, welche die von Grandson neulich aufgesetzt haben, samt einem alten Briefe; dieser wird in Kraft erkannt mit dem Zusatz: Wer die Wirthschast anfängt, aber nicht das ganze Jahr hindurch ausübt, soll in eine Buße von 3 Pfund verfallen sein und dazu schwören, in den nächsten drei Jahren keine Wirthschast mehr zu treiben, e. Jede Stadt (Bern und Freiburg) soll denen von Grandson an ihr Rathhans 19 Kronen und ein Fenster geben, «I. Der Vogt zu Grandson wird beauftragt, mit denen von Bonvillars (?) zu verschaffen, daß sie denen von Grandson das Holz um einen billigen Pfenning verabfolgen, v. An dem Zehnten hat man zwei Faß von dem Weinzehnten von Montagny nachgelassen, (nämlich) dem Statthalter und seineu Gesellen. I. Dem Meyer zu Krälingen ist befohlen, den Bach nicht zu überfacheu, damit die Leute nicht an ihren Gütern geschädigt werden. K. Denen von Concise will man des gekauften Korns halb Frist geben bis St. Martinstag im nächsten Jahr; dafür soll Lucas Bürge sein, und die Zinse sollen für das laufende und verflossene Jahr entrichtet werden. Ii. An den Bischof von Basel wird begehrt, daß „dieser", der die Exspcctation aus die (Pfründe) zu Concise vom Papste erworben, dieselbe verliehen erhalte, da Burkhard! dieselbe nicht in Besitz genomine». I. Der Vogt zu Hl. Kreuz und die von „Gnlot" (Bullet?) werden aufgefordert, den Zehnten an die Orte zurückzubringen, wo sie denselben genommen; thäten sie das nicht, so würde man ihn holen („reichen"), k. Der Vogt zu Echallens soll dem Priester übergeben, was zu seiner Pfründe gehört, wie Frcibnrg ihn? früher geschrieben. I. 1521, 2. „August" (September). Bern und Freiburg erlassen auf die Beschwerde der Stadt und Herrschaft Grandson eine verbesserte Gerichtsordnung. St. A. B-w- Texts-h Spnuhbuch ?. 5«3—so«. (Latein, a-mc-py. ,»». 1521, 2. September. Dieselben sprechen einen Angehörigen von Grandson von einer gewissen Abgabe an Frucht von seinen Gütern frei. St. A. Bern: Teutsch Spruchbuch ?. bes. (Latein. Concept). Dieser Tag wurde von Bern ausgeschrieben laut der Aufzeichnung in? Rathsbuch, s. ü. Freitag nach Augnstini (35. August). Im Berner Rathsbuch folgen unter den? Datum Dienstag nach Verena noch einige weitere Beschlüsse betreffend die gemeinen Vogteien Grandson, Orbe ?c., die aber von Bern allein gefaßt worden sein dürsten; der Eingang lautet in der Regel: „Min Herren haben geraten".. . Zu 2. Der Wortlaut des Erlasses ai? den Landvogt in der Waat findet sich in den lateinischen Missivcn (Bd. I. 28 b) des Berner Staatsarchivs. Zur Erläuterung des Abschiedtextes lassen wir den Eingang folgen, der die wesentlichen Thatsachen bezeichnet: „Intslligimus nonnullos inercatorss in oppiäo Itksräuni et all?» loci» VVouctia warum liabsntes prctainlerv et presumers in portibus locus interioris et vamitotu Mvicnstri vinuin in vitilzus et in vasis non secunäum nioäios seu msnsuros sulliticotum, »eck tortuiter all verum manuS cenckucere et apxlicore, st äeincks oll Lurgunckis potriom vellsntes". . . Zu 1». Den vollen Wortlaut des bezüglichen Erlasses (ii? lateinischer Sprache) enthält das Beruer Tcutsch Spruchbuch 565. 4Z. Zürich. 1521, 4. September (Mittwoch vor Mariä Geburt). Staatsarchiv Zürich: Ruthsbuch tot. 201. „Als der hochwirdigist fürst und Herr, Herr Mattheus Cardinal von Sitten mit sampt dem hochwirdigeii Herrn Ennio bischof zuo Verulan, als büpstlichcn Legaten, vor unfern Herren kleinen und großen Räten erschinen September 1521. 95 und uf die vordrig zuosagung *), das; man b. Ht, die knecht inhalt der vereinung zuoschicken wolle, fürgehalten und angezöigt hat etlich artikel, wie und welcher gestalt er die selbigen knecht anncmen lind hinfüercn wolle zc., lurd mit ustrucktcn wortcil eröffnet, daß b. Ht. und kcis. Mt. handluilg wider den Küng voil Frankrich ein fach, syent ouch der Meinung, die unser» darzuo ze bruchen und das herzogthluub Meiland zuo des Herzogen von Bar Händen inzenemen und den in(ze)setzen; sölichs wölliud sy uns nit verhalten. Uf das habent sich unser Herren vereint und entschlossen, dem Cardinal und Legaten zuo sagen, wie sy dann vormalen zuo tagen von dem Legaten erfordert (worden), ire knecht b. Ht. inhalt der vereinung ze schicken und zuokonnnen ze lasseil, daß sy sich dannzemal begeben und daruf houptlüt, lütiner, venner und ander uszogen, ^so syent sy nochmals des willens, ire knecht b. Ht. inhalt der vereiluing, wie sy sich verschriben, versigelt und ^ buochstab sölichs ustrucktc, ze schicken; daß sy aber gestattneu, liden und nachlassen wöllind, daß ire kriegslüt Ikmands angryfen, vertriben oder den Herzog von Bar zuo Meiland inzuoschen, des willens syent sy nit, diewil ^och die vereinling das nit zuogebe; wer aber b. Ht. in iren inhabenden landen und der kilcheu ertrich zuo ladigen understliende, das wöllind sy inhalt der vereinung wie fromm biderb lüt gegen menklichem verhindern und abwenden." 1521, 12. September. Zürich „an den Papst, zc tütsch." „Allerheligister in gott vatter und aller gnädigister Herr. Üwer Heligkeit sind unser gehorsam undcrtänig willig dienst mit demüetigen küssen deren heligen fuoß ollezit bereit znovor. Allerheligister vatter und allergnädigister Herr, üwer Heligkeit hat setz nüwlich uns und ander unser getrüw lieb Eidgnossen von allen Orten unser Eidgnoschast durch den hochwirdigen in gott vatter und Herren, Herr Ennio bischoffcn zuo Verulan, üwer Heligkeit legatcn, unfern gnädigen lieben Herren, lassen berichten des gewaltigen angriffs und Überfalls, so der Herr von Scuto, gubernator des Klings von Frankrich >u Meiland, hat gethon an üwer Heligkeit und der kilchen statt zuo Reh, wölicher Überfall und angriff und was üwer Heligkeit widerwärtigs mag begegnen, uns fürwar leid ist, und daruf uns und ander u. l. Eidgnossen gemeinlich erfordert umb enthalt üwer Heligkeit und der kilchen stat land und lüt wider sölich gewaltig fürnemen ber Franzosen, umb sechs tuscnd knecht lut der vercinung, so üwer Heligkeit und ein lobliche Eidgnoschast mit einander habent, deßhalb dann ein tag uf Sambstag nach Assumptionis Marie nächsthin in unser statt Zürich Ül gehalten gewesen; und wicwol wir uns für unser nntwurt haltend entschlossen gehcpt, daß wir mit sampt andern Eidgnossen üwer Heligkeit die vereinung wölltind halten und iro unser knecht lut derselben zuoschicken, so ward doch von gmeinen Eidgnossen doinals in gemein geantwurt, wir Eidgnossen wölltind üwer Heligkeit halten b>e vereinung, aber iro dcrzit.unsere knecht nit geben, angescchen daß uns Eidgnossen dz nit not bedunktc; a»n die pündnis geb zuo, wer üwer Heligkeit oder die kilchen an iren landen Überzuge, wider denselben sölte Man hilf thuon; da hörte man aber nit, daß jemas der kilchen erdrich angriffe oder schädigte. Derselben antwurt sich unser gnädiger Herr der legat von üwer Heligkeit nit hat wölken lassen benüegcn, besonder erfordert, daß jedes Ort wöllte sagen ja oder nein, ob man die vercinung halten und üwer Heligkeit die knecht lut derselben wöllt geben oder nit, wie dann ein abscheid sölichs alles wytcr uswyst, dcß üwer Heligkeit, als uns nit zwyflet, üsiuntlich mag bcricht sin. Daruf dann wir nf einem tag zuo Zug gehalten uns wie vor habent entschlossen, wir wölltind mit sampt andern Eidgnossen üwer Heligkeit die vereinung halten und iro lut derselben unsere knecht chssen und geben, und so vil wytcr und mcr, so fer ander Eidgnossen mitsampt uns nit halten, so wölltind wir llu uns selbs söliche vercinung halten und üwer Heligkeit unsere knecht geben, der Hoffnung, ander wurdint sich edenken und das ouch thuon. Und als unser gnädiger Herr der legat uf sölich antwurt by uns für und für M gchandlet und begert, dz wir für uns selbs üwer Heligkeit zuozichcn und iro unser knecht wölltind geben lut ber vercinung, so wäre er urpüttig, von üwer Heligkeit wegen zc thuond alles das, so sölich vereinung zuogeb, und mit unserm rat, daß er von üwer Heligkeit befclch hctt zc handle» alles das, so üwer Heligkeit nutzlich und ) Das Datum eines solchen Beschlusses ist hier nicht aufzufinden. 96 September 1521. uns möchte sin loblich und erlich. Also habent wir mit im und er mit uns so mit gehandlet, daß wir uns habent underredt einer ordinanz, die wir üwcr Heligkeit hierin verschlossen zuoschickent, die sich, als wir vermeinent, der antwurt, so unser Eidgnossen von allen Orten bis an wir vormals, als angezeigt ist, ouch habent geben, deßglich der ordiuanz, so den knechten, die nächstmals üwer Heligkeit uf des hochw. Herr Antoni Puceo, bischof zuo Pistori, damals üwer Heligkeit legaten, unsers gnädigen Herren, sind (ist?) zuogeschickt gewesen, und der pündnis wol verglicht, und hat sich Herr bischof von Verulan in solcher ordinanz gar nützit beschwert, dann dz in dem leisten artikcl stat, daß unsere knecht üwer Heligkeit trülich und erlich söllint dienen wider üwer Heligkeit find und widerwärtigen in der kilchen land und gepiet :c., daß aber wir uns nit allein, sonder ander Eidgnossen vorhin habent erlütret, wo es üwer Heligkeit not tät, daß wir weltind thuon als frumm lüt> Demnach sind Herr bischof von Verulan und wir deß eins worden, daß wir üwer Heligkeit unser eignen lüten wöllint zuoschicken xxvjo man, und daß tusent man under dem fänlp unsers hoptmans, den wir uß uns Hand verordnet, söllint ziehen, und die übrigen rvj« under vier houptlüten und fänlinen, die wir uf unser landschaft verordnotind, und doch der gstalt, dz sölich^vier hoptlüt kein gwalt haben, dann dz sy under unfern rechten hoptman und sine zuoverordneten gehören und denen gehorsam sin söltind, und all lut der vereinung bczalt und gehalten werden. Und wiewol Herr bischof sölich hoptlüt selbs vermeint ze verordnen und ze setzen, habent wir doch uß beweglichen Ursachen sölichs nit wölken verwilgen. Darnach habent wir red gehalten von wegen des basses, ouch der reisigen und des geschützes; dahat Herr bischof vermeint, wir söltind den nächsten durch Meiland ziehen, Meiland innemen und den Herzogen von Bari insetzen, dann er uns sust kein baß wüßte ze geben anders dann durch der Venediger land, die wärint ouch sind, und wo er also nume uns uf üwer Heligkeit und der kilchen land füeren wöllt, müeßte er uns durch der finden land füeren und den paß mit gwalt ufthuon. Also habent wir (dem) Herr bischof und legaten luter gesagt, die vereinung, so üwer Heligkeit mit uns und andern Eidgnossen Hab, wyse nit dz wir schuldig syent, den Herzogen von Bari inzesetzen noch Meiland ze erobren, sonder so habint wir einen friden mit dem Küng von Frankrich, und ander unser Eidgnossen die iren in Meiland liggen, darumb unserer eeren halb nit gebüren wöll, wider unser Eidgnossen lüt ze ziehen noch diser zit Meiland helfen inzenemen, und wöllint also diser zit schlechtlich mit Meiland nüt ze schaffen haben. Und so wir mit Herr bischof sölichs gehandlet habent, hat er gesagt, diewil beid artikel, nämlich dz wir lut der ordinanz üwer Heligkeit in der kilchen land dienen, und den paß nit durch Meiland nemen wöltind, schwer wärint, so wöllt er plends uf der post die an üwer Heligkeit lassen langen und solcher beider stucken (halb) witers Kescheids erwarten, und uns daruf gebetten, wir wölltind uns unsers willens luter entschließen und üwer Heligkeit sölichs selbs zuoschriben, so wellt er darnebent üwerer Heligkeit, wie (die) fachen stüendint, ouch schriben, der Hoffnung, ü. Ht. wurde sich deßhalb ouch endlich entschließen, und das funden (werden), so ü. Ht. und uns loblich, nutzlich und erlich wäre. Deß sind wir im ze willen worden und habent uns nochmals entschlossen wie vor zuo dem dickern mal . . . (Wiederholungen), und daß üwer Heligkeit uns anzeige einen offnen paß durch der Venediger oder andere land, dann durch Meiland, da wir mögint durchhin kommen, und an demselben paß ordne geschütz und reisig, damit, ob jemas understüendc uns solchen zug ze weren, daß unser volk versehen sig, und wir üwer Heligkeit unser zuosag mügint halten; dann daß wir anderer gestalt diser zit handlint, will uns eren halb nit zymen, als üwer Heligkeit das nach gestalt und gelegenheit aller fachen selbs weißt zuo ermessen. Und bittend daruf ü. Ht. undertänigklich und mit allem flpß und ernst, die wölke sich an unserm erpieten und allem dem wie obstat gnädiklich lassen benüegen; dann wo wir üwer Heligkeit anderer gestalt möchtind ze willen werden, söllt sy uns guotwillig und gehorsam finden, und erpietend ouch uns gegen ü. Ht. hinfür nit minder dann wie bißhar alles das ze thnond, so getrüw guot fromm cristen und pundtgnossen dein hetigen stuol und üwer Heligkeit thuon söllent und ze thuond schuldig sind. Deß soll und mag sich üwer Heligkeit, dero wir uns undertänigklich befelhent, gänzlich versehen." Datum ze. St. A. Zürich! A. Papst (Concept). Ein lateinisches Concept ist diesseits nicht vorhanden. September 1521. 97 44. Murten. 1521, 9. September st Staatsarchiv Berti. Tag der Städte Bern und Freiburg in Angelegenheiten der gemeinen Vogteien (Marten). Es liege» nur folgende Acten vor: 1) 1521, 4. September (Mittwoch nach Verena). Bern an Freiburg. 1. Man vernehme, daß die von Murten und Andere von heute über acht Tage ihre Reben im Wistelach zu lesen vorhaben, was man nicht billigen könne, da dies noch nicht die gehörige Zeit sei; deßhalb habe man dahin geschrieben, es solle die Lese anstehen bis Sonntag vor Michaelis (22. d.), bei einer Strafe von 10 Pfund zu Händen der beiden Städte; das melde man, damit Freiburg allfällig einlangende Klagen abzuweisen wisse. 2. Da zwischen denen von Murten, Fräschels, Kalnach und Ins wegen Märchen zc. Streitigkeiten bestehen, so habe man auf nächsten Sonntag deßhalb Tag nach Marten gesetzt, um morndeß an Ort und Stelle zu handeln, was die Billigkeit erheische. Und da Rathsherr Schnewli vordem dort gewesen, so wünsche man, daß er „oder andere" wieder dahin verordnet werde. 3. Von Lucern sei die beiliegende Zuschrift wegen der Bünne eingelangt, worin es begehre, daß die Botschaften nach Zug vorher nach Lucern kommen, um sich darüber zu einigen; da man voraussetze, daß Freiburg nicht minder geneigt sei, solche beschwerliche Neuerungen abzustellen, so bitte man es, seine Gesandten auf nächsten Samstag Abend nach Lucern zu schicken, um da nebst Bern und Solothurn, das man auch berufe, in diesen Sachen zu handeln. K. A. Freibmg: A. Bern. 2) 1521, 6. September (Freitag nach Vercnä). Bern an Freiburg. Begehren, dem Boten nach Murten Bollmacht zu geben, des Galms wegen sowie des Fensters halb zu handeln. 3) 1521, 13. September (Freitag Vigilia Crucis). Bern an Freiburg. Einladung, auf Sonntag einen Boten nach Bätterkinden zu verordnen, der mit dem Seckelmeister (von Bern) nach Grandson reiten sollte. 2) und s) im St. A. B-NI! Ruthsmamial. « 45. Aug. 1521, September f. (Montag nach u. Frauen Geburt). Luccrii: Allgcmeiuc Abschiede, a. l. NN. 207. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd.». t. W. KautonSarchiv Rasel: Abschiede, t. WS. " "usbibliothek Areibiirg: Girard. Sammlung Bd. III. Kantonsarchiv Solotlnirn: Abschiede, Bd. X. Äantonsarchiv Schaffhalisen: Abschiede. Gesandte: Bern. (I. Sebastian von Meßbach; Hans Jsenschmid). — (Die andern nicht bekannt). tT« Jeder Bote kennt den Antrag, ans der Pfründe zu St. Peter und Paul den Herrn Vinccnz bleiben »u lassen; wollte sein Gegner nicht nachgeben, so könnte der Bogt ihn ein ander Mal empfehlen. I». Dem zu Luggarns ist befohlen, diejenigen, die zu Wahren am Schlosse pstichtig sind, ernstlich dazu anzuhalten. Auf das Schreiben des Bischofs von Constanz und die Antwort deren von Schaphausen ist beschlossen, dem 'ichof schreiben, in der Hoffnung, daß die Sachen abgestellt werden. Könnte er sich dazu nicht verstehen, " soll er einen beliebigen Tag besuchen, wo man sich verstündigen werde. «I. Die Angelegenheit betreffend die l andgerichtsknechtc (aus dem Thurgan) will man verschieben, bis die Ausgezogenen wieder heimgekommen 'ud; tzgch ^ sjx Vergessenheit gerathen, damit man die Zwei, welche den zwei (Gcrichtskncchtcn) ' nftlag gegeben, vornehmen und befragen könne, wer es ihnen befohlen, e. Die Briefe des Bischofs von ^uilam, „die villicht den bann möchten antreffen" (ui. anrucfen), kann jedes Ort zu Händen nehmen, f. An ^ Boten und Knechte in Mailand und in päpstlichen Diensten wird geschrieben, jeder Theil solle ans dem Grund 13 98 September 1521. und Boden seines Gebieters bleiben und nicht weiter ziehen. K'. Es werden Boten nach Zürich, Uri, Unter- walden und Zug verordnet, um diese Orte zu ersuchen, ihre Angehörigen zu Hause zu behalten und ihre Knechte nicht wieder gegen Eidgenossen ziehen zn lassen. I». Es fällt ein Antrag, man möchte den König von Frankreich ermahnen, die eidgenössischen Knechte beisammen zu behalten, damit sie im Nothfall einander helfen könnten. Heimzubringen. Zu «?, v, l. Die bezüglichen Acten sollten nach dem vielfach constatirten Brauch, daß Correspondenzen zc. an dem Orte blieben, wo sie vorgelegt waren, sich in Zug befinden, sofern sie nicht verloren gingen, konnten aber bei dem gegenwärtigen Zustand der dortigen Archive nicht aufgesucht werden. Zu L'. Ob diese Verfügung ganz oder theilweise vollzogen wurde, läßt sich nicht mehr ermitteln. 4«. Meggenried. 1521, 16. September. Staatsarchiv Zürich: Acten Lucern. Tag der fünf Orte Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug. Ein Abschied wurde vermuthlich nicht ausgefertigt. Ueber die Verhandlungen berichtet Lucern an Zürich, Dienstag nach Eraltationis Crucis (17. Sept.): „Unser zc. zc. Uf gestert habend wir vier Waidstett sampt Zug unser ratspotschaften zuo Bezgenriet by einander» gehept (:».) von wegen der sorgklichen und schwären kriegslöufen, so setz under Händen, und insunders der heimloufenden knechten, so setz von Meiland harus komend, da gar liechtlich ein schad entspringen und größer unruow erwachsen mächt. Ist daselbs geratschlagct, damit (sie) uns guot sin bedüechte, (daß) unser knecht, so in Meiland und auch in dein Hochburgund in des Küngs dienst sind, sich zuosamen verfüegtind; dann als ivir verstand, nit (mer) über iijm unser knecht in Meiland by dein Küng siend. (It.) Deßglichen so ist ouch anzogen worden (wie dann kurzer tagen ouch beschechen) der Pensionen halb, so man von fürsten und Herren nimpt, da man vermeinen will, (daß es) nutz und guot wäre, sölichs abzuostellcn. (e.) Und zum dritten, so habend üwer und unser lieben Eidgnossen von Zug etliche münz abgesetzt, nämlich die rößler umb ein angster, die zwei batzen wcrtig umb ein halben schilling, und die vier batzen wertig dick Pfenning umb ein schilling. («I») Uß sölichen obangezöugten und andern Ursachen habend sy uns befolhen, ein tag zuo beschriben, damit und jedes Ort sich müsse zuo beraten, wie mir uns halten, das so unser aller lob, nutz und eer sye, und sich vor schaden, so vil in unserm vermögen, zuo verhüetcn, und habend sölichen tag angesetzt uf Mentag nach Sant Maurizentag nächstkünftig (23. September) in unser statt Lucern, allda nachts an der Herberg zuo finde, den usir üch also hicmit verkünden," zc. Zur Ergänzung legen wir noch die folgende Missive ein: 1521, 18. September (Mittwoch vor Matthäi). Schwyz an Lucern. (1.) „Unser bott hat uns bericht des abscheids uf gestern (sie) zuo Bcggenried usgangen, also daß man den Orten Bern, Basel, Friburg, Solothurn und denen von Wallis, so am ersten ungeordnet und nit nach inhalt der vereinig zum Küng und jetzo, so die andern Eidgnossen ouch hinach gezogen und im fcld sycn, sycnt sy Harns von inen zogen zc., schriben solle, daß uns semlichs unbillich neme zc., wie üch üwer bott ou zwyfcl ouch wol bericht hat, mit dem anhang, dwyl etlich Kotten nit gwalt ghebt, wcliches Ort es daby nit wellt blibcn lau, mächt ü. w. deß ylends berichten. So wir das verstanden, will uns nach gstalt der fachen zuo diser zyt nit gebären, jcmands zuo schriben noch zuo lernen, wie er die sinen dem Küng von Frankrich dienen (lassen) soll, und lassen semlich schriben unsers teils zuo diser zyt güetlich anstan; aber zuo siner zyt wellend wir ouch in den fachen handlen, daß wir vertruwent glimpf und eer zuo haben. (2.) Wyter . . so haben wir uf jetz nächsten Samstag zuo haben angsechen ein großen gwaltz September 1521. 99 etwas notwendigs zuo handle», daselbs uns not sin will zuo haben des Klings vereinig; darum ist unser hoch friintlich ernstlich bitt, ü. w. welle uns die uß dem rechten houptbrief abschriben lassen und dieselb abschrift uns by disem unserm Kotten zuoschicken." S,.A. Luc-m- MMom. 47. Italien. 1521, ini September. Staatsarchiv Bern: Abscheide sine dato. KantvuSarchiv Tchaffhailsett: Abschiede. „Abscheid gemeiner Eidgnosscn Kotten zwischen der Heiligkeit des Papsts und (dem) kristenlichen Küng von Fwnkrich, wie hernach folgt." „Zum ersten so sind gmeiner Eidgnossen Kotten, so von iren Herren und obren verordnet und usgesendt sind, kommen zuo den knechten gen Loden, daselbs die knecht ein theil fnnden und mit den hoptlüten und knechten »ach irem befelch gehandelt und si geheißen nit zno vernicken bis uf witren Kescheid ab dem tag zno Zug von . »nsrcn Herren und obren, und bis daß wir zno dem Herrn von Lautrer in das lägcr kömend. Uf sölichs Hand ">>s die houptlüt und knecht zuo Cremona gnot zimlich antwort geben und sich ghorsamlich erbotten, wie jeder bott witer weißt zno reden'"). „Item demnach sind wir in das k(ünglich) läger ko(me)n und vom Herrn von Lautrek erlich empfangen u»d daselbs des ersten nach empfelch unser Herren mit den honptlütcn und knechten geredt wie mit den honptlütcn und knechten zuo Loden, und (ist uns) von denselben gnot zimlich antwort worden. „Item demnach sind wir gangen für den Herren von Latrek und Hand mit im reden lassen, wie daß wir u°» unsren Herren und obren gemeiner Eidgnoschaft mit sainpt den Kotten vom grauen Pundt usgesandt (syen) sinen gnaden, mit empfelch zuo reden die Meinung, wie denn der span und (die) kriegsücbnng, so zwischen ' Heiligkeit und dein k(nng) von F(rankrpch) unfern Herren und obren schwer und leid spe, angesechen daß st) ll>o beder siten mit vereinig verwandt sind, mit empfelch sin gnad zno bitten an statt k. Majestät, uns zuo ueuvilligen zuo einem fridcn zno reden, domit bluotvergießen und anders übel vermittcn wcrd, und well nit "Useche» sunder unser Herren und obren, von denen wir gesandt si(e)nd, ?c. «As sölich unser anbringen hat uns der von Latrek geantwnrt, er Hab kein gwalt von sinem Herren Küng o"o keinem fridcn ze reden lassen, sunder Hab er gewalt ze kriegen, angesechen daß die h. des Bapsts den Küng ^»»sachet mit verraten) und mit kricgsüebung überzogen, mit vil me worten, wie denn jeder bott weißt von der uch ze reden; wcllent wir aber in des Bapsts läger, laß er(s) beschechen, doch so bitt er uns nit (darum) und 'UtA uns nsit empfolchen hau. „Item demnach haben wir gesch(riben) dem Legaten in des Bapsts läger um ein gleit, das uns ilcnds >)Uvgcsandt ist, und uns fürdcrlich erhebt und in des Bapsts läger geritten, und so wir dem läger genohet Hand, uns lMx entgegen geritten und uns früntlich und erlich empfangen, und hend des ersten mit unsren ioptlüten und knechten nach unsrem befelch gehandlet wie mit den andren uf des Küngs ort und von inen ein Ü"ot erlich antwnrt empfangen. „Item demnach sind wir erschinen für den Legaten und sinen gnaden entdeckt unser befelch in aller maß dem Herren von Latrek. Und uf Mich unser anbringen hat uns der Legat antwnrt geben, wie daß der ) Diese und ähnliche Schlnßphrasen, die fast bei jedem Alinea wiederkehren, lassen wir im Folgenden weg. 100 September 1521. Küng von Frankrich in püntnus mit der Heiligkeit des Pabsts gesin, und über sölichs habe sich der Küng understanden, geivaltiklich im inzenemeil die statt Ratz lind im darzuo um vil tusig duggaten salz versperrt und Hab im mit gemalt tun sine bistum und ander Alchen lechen; dardurch hätte der Küng den Bapst geursachet in sölichen krieglichen Handel, und habe (er) nit gwalt friden anzenemen, aber wol ze losen, und wellent wir, so mögend wir riten gen Rom oder gen Florenz, da werdent wir von dem Cardinal de Medicis völlig antwurt finden. As sölich antwurt Hand wir uns erbotten ze riten, und söll uns kein müeg noch arbeit beduren, damit sölcher kriegshandel zlio friden lind ruow bracht müg werden, dann wir sölichs in empfelch habind von nnsren Herren und obren. „Uf sölich antwurt Hand wir im entdeckt unser befelch und gwalt, so wir von nnsren Herreil und obren Hand, dem ist also: welche party zuo friden und rnowen nit well reden lassen, so söllen wir unser(er) Herren knecht derselben party abmanen zuo unsrer Herren Händen. „Demnach am morgen gab uns der Legat witer antwurt und also, er wellte den friden annemen in sölicher gestalt, das; der Küng dem Bapst Parma und Plesenz wider gebi, dann die allivegen der kirch zuogehört habend, und um den erlittnen kosten und schadeil well er uf uns kommen. „Demnach sind wir zuo dem Herrn von Latrek geritten und in witer gebeten, ob sin gnad uns noch zum tag zuo dem friden well reden lassen. Uf sölichs hat er uns geantwurt, er Kellt lins gern willfaren, er Hab aber des; kein gemalt, und was er hierin handlet!, hett nit kraft; wellen aber wir, so well er dem Küng schriben; er sy(e) ouch ungezwifleter Hoffnung, der Küng werd sölich unser anbringen nit abschlachen, oder ob wir dem Küng schriben wellent. Uf das Hand mir in gebetten, haß er dem Küng schriben welle, das ouch geschechen ist und ileuds hinweg geschickt, und diewil wir von dem Herren verstanden Hand, daß er nit gwalt Hab, ein friden anzenemen, haben wir im Parma und Plesenz halb nüt wellen entdecken, nachdem und der Legat uns empfolchen hatt. „Uf sölichs habend wir aber an den Herren bracht und in gebetten, sin volk mittler zit still(ze)stellen und den Bapst nit (ze) überziechen, bis daß von (dem) Küng ein antwurt kumpt („künt"), wo wir das am widertheil ouch erlangen mügent. Uf sölich unser beger hat der Herr uns geantwurt, daß er unser Herreil knecht wol well stillstellen, aber sine lüt und die Venediger wüß er nit ze stellen. „Nach sölchem Handel sind wir wider zuo unsrem Herren dem Legaten in des Bapsts läger geritten und haben im die antwort erscheint, so wir by dem Herrn von Lutrek funden haben. Der autwurt beschwert er sich und vermeint, diewil und wir by dem Herren von Lutrek (sie) kein gwalt funden haben, söllten wir billich die knecht nach unsrem befelch von (dem) Küng zuo unserer Herren Händen abgemant haben, und ob wir unser knecht, so uf des Bapsts siten, ouch abgemant hellend, möcht er(s) wol gelitten habeil. „Uf sölchen Handel begerten wir am Legaten, daß er unser houptlüt ilends beschriben wellte, dann sy verruckt waren gen Moden zuo. Also antwurt der Legat, es wär im nit gelegen, die hoptlüt wider hindersich von den knechten ze beschriben, und begcrt, daß wir mit im gen Nütz riten welltend, dasclbs wurden wir die hoptlüt finden. „Also sind wir sinen gnaden ze willen worden und mit im geritten geil Rätz und daselbs die hoptlüt funden und mit denselben nach unsrem befelch gehandlet und inen by iren eiden verbotten, daß sy nit wider die nnsren ziechent noch uf des Königs erdrich wider den Küng ziechend. „Demnach Hand wir mit dem Herren Legat witer gehandlet und im ze erkennen geben, daß wir dem Herren (von) Lutrek mit habent entdeckt Barum und Plesenz halb, nrsach daß wir da enkein gwalt funden Hand, ein friden ze vollziechen, lind ,viter an sind gnad bracht, ob »och im gefiel, von Barum und Plesenz mit dem vo» Lutrek ze reden, das wurden wir thuon, ouch witer mit im geredt eins bestands halb, zc. September 1521. 101 „Uf sölichs aber unser anbringen hat der Legat geantwurt, er mng solchen Verzug nit erwarten und well weder frid noch bestand; aber ivol hett er sich versechen, wir hettend, dieivil lind ivir an bedcn partpen gcwalt u>t funden hend, die knecht der Eidgnossen in beden partyen abgemant zc. „Demnach sind wir zuo (dem) herreit von Lntrek geritten und in gebettelt, uns zuo berichten, ob er etwas ßmden Hab, domit solcher nnwill und kricgshandcl zno rnoiven und hingesetzt inöchl iverden, niid also voll sinen gnaden urloub genommen, — und demnach mit allen honptlüten uf des Knngs siten nach unser Herren befclch gehandlet und inen by iren eiden verbotten, wider die unsren noch uf des Bapsts erbrich nit ze ziechen, wie dann jeder bott wol weiftt von disen dingen ze reden." Das Original liegt in der Berner Abschiedsammlung „sivo clato". Schaffhausen hat eine Copic, die aus der Zugcr Canzlei zu stammen scheint. Dem Abschied 9. Oct. gemäß ist sie mit dem ermahnten Eremplar zusammengeheftet. 48. Lucern. 1521, 24. September (Dienstag nach Mauritii f.) Dtaatsarchj,, Lucern: Luc-rner Abschiede, v. kol. 2S. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. ». kol. St. Tschad. Abschicde-Sammimig, Bd. 5. Nr. «b. ^atSarcliiv Bern: Allg. eidgen. Abschiede, r. 530. Abscheide sine äato. .: Tmy-h Miss. o. sss t>. 4) 1521, 8. September, Troycs. König Franz I. an Bern. Mos obors et grami« umis, nous uvons rovou los lvtt.ro» guo nous uvox osoriptos, pur losguollos uous kuitos suvoir guo on lu oonolusion priso -r Avuv il u osto äoliboroo onvoxor »ix !>ml>us»uävur» on nostro oump äovors nostro tro» olior ot tro» uimo aousin ls soiAnour clo i0uutroo, nostro liontonunt gvnvrul, pour lui äiro guil nontropröiMk ni oominouov rion sur 1s xuxo, ot guo äs In ils iront vors los livutvnunts vt oonäuotours äu oump äu I'upo vt (äos) blspuiAnols, pour lour kuiro ontonäro guils so Auräont bion äo murolior sur nos torros ot soi^nourios ot üontropronäro uuouno oboso oontro nous on nostro äuobo äo Nilun ni uutromont, vn guolguo munioro guo as soit, ot guo an oas guil» no 1o vouillont kuiro on guv äo vo ils nu>ont pouvoir, los äits umbussuäours ant obur^o äullor susguos u lloino, pour lo kuiro ontonäro uu ?upv ot lo prior äo kuiro puix ot pronärs bonno uinitio uvoo nous; vur si uinsi no lo vouloit kuiro, ils soroiont ooiltruints nous ussistor, ontonäou guo aou» nuvons kuit uuouno otkonso u su suintoto, muis lui avons portv ot uu suint siogv tout lionnour, ürvour at uiäo, oomino bon ot oboissunt llls xout et äoit kuiro u (un) poro, uinsi guo plus umplomont vos äitos lottros lo oontionnont ot guo u osto äit ot äooluro u lu äits sournoo. ll'ros ollors ot gruns umis, nous uvons osto ot soinmos tros zoxoux äuvoir ontonäu guo vous uz-ox bonno at purkuito oo^noissunoo äo oo guo susguos iv)' uvoies kuit onvors lo l'upu, ot oommo nous lui uvons tousours a«tv bon äovot ot oboissunt Iiis, vt guil nu on ouuso ni ooousion äo kuiro oontro nous lonvorto ot inuuikosto üoolurution äinimitio guil u kuito, our- u lbvuro guo oo u osto vt guil u kuit murvbor son urinoo äoäilns n«stro ostut äo lllilun pour lo nous surprvnäro ot inottro liors äo nos muins, nous ponsions ostro onvors vn lu moillouro, plus ostroito ot plus loz'ulo uinitio, oonkoäoruoion ot ullianoo guo pouvions ostro, gu> a ouiäo ostro ouuso äo lu poräition äo nostro äit ostut; muis u luiäo äo viou ot äos soignouis äos lüguos, aos bons umis, ulliox ot onnkoäoro/, nous x uvons tollomont romoäio ot pourvou, guo son ompriso nu sorti M sortiru uuoun okkot, guolguo äilixonoo guil z' uit kuito. ll'outokois, ovAiioissunt los bions intinix gui vionnont ot proooäont äu bien äo puix, vt lo grunä xolo ot ukkootion guo vous z' uvox, nous vous moroions Cos voräiulomont äo oo guo vous on uvox kuit ot kuitos, ot äo lu poino guo vous uvox pris ot Pronox, lilt ulin 6 ladito -crtiltorlo pur nuouns jours et npros clonne trois et plusiours ussaulx pour 1» ouidor prenäro ot mottrs on lour oboissanoo st äo I» tiror plus avnnt. I'nr quo)' en optoinpsrant n oo >;ue vous nous osorivvx et larmoo dudit Pape et (t!ov) outlioiiquo domournnt dodans nostrodit duokie ot tirant on vvant et prooodnnt oontro nous oowmo olle lliit, nous inissons psnser lestat st sourete on quov nous on äemourerions, ot pour oo nous vous Prions on autro )' uvoir rogurä tol (pul est roquis; oar luissant lostat clo nostreclit snint pore on sourete, oommo nous torons pour uinour clo vous ot a. vostro rocpiosto, soi rotirant son armoo liors clo nostreclit duobio ot no nous tiusant guerro, nous vous c^uorons nous aicler, nssistor et kavorisor n olncssor et niottrv Irors clo nostrodit estcct et duolce de Nilan nos uutrss onnsinxs qui v sont pillunt et robant nostrodit pnz's oomme ils tont, ot on oo taisant los poursuivro susquos au bout, qui est olioso tont justo, tant lionnosto ot si ruisonnulzlo quil nest possidle ds plus, oomins nous no kaisons uuoun douto quo vous pur vos baute/ ot prudonoos no ooguvisse/ ussosi, es quo nous vous Prions kuiro ontondro u nos uutros umis, allio/ ot oonkodors/^. . . St. A. Beno A. Fr-mir-lch I (Original aus Pergament.) Uebersetzungen finden sich iin St. A. Zürich: A. Frankreich, nnd im St. A. Lucern: A. Frankreich. Zu «?. Der Text der erlassenen Schreiben ist nicht mehr verhandelt. Zur Sache dienlich erscheinen nachstehende Berichte: 1) 1521, 6. September, Gibella, 17 Millien von Parma. Gemeine Hauptlente von Bern, Basel, Freiburg, Solothurn und Wallis an die eidgen. Botschaften auf dem nächsten Tage oder an Lucern. „Uewer schriben uns getan ab gehaltncm tag von Zug haben wir nach sinem inhalt verstanden und uns ser verwundert, daß ir nit einhellig könnend funden werden; dann wir wol mögen ermessen, was uß sölicher uneinhellikeit erwachsen möcht, vertruwen üch ouch in dheinen weg, daß ir die üwern unserm hl. Vatter zuo lassen laufen, sonders achten wir, ir truwend uns wol, daß wir den hl. Vatter nit überzüchen uf sinem land; dann wir je ivillens sind, nach tut und sag beider vereinungen zuo dienen unbeschwert des hl. Vatters land, bitten und begeren ouch an üch, ir wollend üch einhellenklich finden und uns nit verschätzen; dann sonder zwifel. wollend wir nach eren handeln mit der hilf des allmächtigen. Wir haben ouch unfern Eidgnossen, so bp unserm hl. .Vatter sind, den brief, so üwer wpsheit inen zuogcsandt, zuogeschickt, daß sich der Herr von Latrec dheins kostens hat lassen beduren, sonder einer sichern person hundert krönen versprochen, daß er üch nnd uns antwurt bring, welche, so wir sp haben, (wir üch) ylends berichten wend, fliegen üch ouch zuo wüsten, daß sölicher knechten nit tusend sind, wiewol wir sy nit verschätzen, sonder iren schonen wällend; dann Iva sy nit wärend, wärend wir schon bischof oder bader worden, dann wir es an aller macht vermögen. Wir haben noch vjm knecht mit sampt unsern lieben Pundgnossen von Wallis; wir wällend uns ungerüemt haben, doch üch unverhalten, nlls redlich lustig knecht, auch willig, als sy sin sollen. G. Herren, wir sind uf morn wartend zehen fennlin von andern . . Eidgnossen knechten, ouch rv° Pündtern, mit deren rat für und für handlen nach eren. Wir werden ouch üwer erlichen botschaft erwarten, mögen ouch wol erlidcn einen erlichen friden zwüschen unserm hl. Vatter und dem Künig und das best darzuo raten nnd tnon nach unserm vermögen." Empfehlung w. St. ?l. Lucern: A. Frankreich. — K. A. Basel: A. Mailänderkriege (direct an Basel geschickte Copie). 2) 1521, 6. September, Gibclla. Gemeine eidg. Hauptlente und Knechte an die eidg. Boten auf dem nächsten Tag in „Freibnrg" oder an Luccrn. Weitläufige Ausführung des Obigen, jedoch ohne den Tadel in dessen Eingang, und mit folgendem (eingeschobenem) Znsatz: „Uf das schriben wie obstat wir ufbrochen sind und der fach nit anders gethan Hand, mögen mit eren (sio), ist Ms begegnet ein fach, der wir uns ganz und gar nit versechen Helten; (es) hat sich gemacht ein widcrschwall uß ursach etlicher lüten und gmeindet und schier gemacht hettint, daß wir gemeinlich des Küngs dienst übergeben und den Küng allein lassen stan; solichs uns dunkt het uns allen ein schand zuo syn, sunder üwer unser gn. Herren und gmein Eidgnossen dem Küng sin land also zuo September 1521. 105 verraten, da wir wol vorab dnrvor mögen sin mit glimpf und ane schaden mit der hilf gotts, und hend müessen dri tag damit umgan, ob wir die knecht davon möchtind sündcrn und müessen von inen vcrstolen (?); nit dester minder ist ein große zal ufbrochen und von uns zogen und uns Hand lassen fürziehen über daß (sy) redlich, ertlich und wol bezalt sind worden. Semlichs setzen wir üch und unfern gnädigen Herren heim, ob es recht oder unrecht sye". . . St. A. Basel: A. Mailänderkriege (Original?). 3) 1521, 14. September (hl. Krcuztag im Herbst), Lauis. Lnndvogt Jacob von Wippingcn an die cidg. Boten zu Tagen. Er habe i» den lctzteu Tagcu erfahren, daß das päpstliche Heer sich von Parma zurückgezogen, weil der Herzog von Fcrrara und der alte Herzog von Urbino sie im Rücken bedroht und allen Proviant ihnen abgeschlagen, bei welchem Abzug dasselbe vier Geschütze au die Franzosen verloren habe; der Herr von Lantrec Ziehe ihnen (den Päpstlichen) nun eilends nach, jedoch ohne die Eidgenossen. Darüber werde im ganzen Herzogthum Freude bezeugt und lebhaft geschossen. Die eidg. Knechte liegen theils in Lodi, theils zu Cremona und befinden sich wohl, ?c. St. A. Basel: A. M-uländn'kneg- (Original). Zu f. Hiezu ist die Basler Instruction zu bemerken (Absch. k. 114): Bedenken gegen die Zweckmäßigkeit einer Berathung in so gefährlichen Umständen, und Rath zur Verschiebung auf eine etwas ruhigere Zeit, wo Basel gerne zur Abstellung der Pensionen mitwirken wolle, zc. „Wir hellen ouch die nit angenommen, wo uns ein treffenlich ursach darzuo nit bewegt und als vil als getrungen helle; dann so wir uns lang jaren gespert, gewiderct und kein Pension »it wellen nemen, sind wir zuo mermalen von etlichen unfern lieben Eidgnossen verspottet und schier als eigensinnig verachtet worden; harumb, damit wir uns andern Eidgnossen verglichtent und inen willfaren möchtent, haben wir znoletst, nämlich diß jar, als andere Eidgnossen gethon und etlich Pensionen empfangen, deren wir uns gern verzihen werden, so das durch gmein Eidguosscn einhelliklich beschlösse» wirt." TS. Zürich. 1521, 28. September (Vigilia Michaelis). Staatsarchiv Zürich: Nathsbuch 1.205. / 1 Des Krieges wegen, der sich zwischen päpstlicher Heiligkeit und dem Köllig von Frankreich erhoben hat, die zwists Orte beschlossen, von jedem Ort eine Botschaft nach Italien zu den Parteien abzuordnen, und besondere Gcsandschaft von Lucern, Zug und Schaffhausen an Zürich das Begehren zu stellen, daß Förderung der Sache auch einen Boten sende, um mit ihnen zu den Anwälten des Papstes und des Ps von Frankreich zu reiten, da ein solcher Bote ohne Zweifel dein Papste angenehm wäre und zu der ^gung dgA Krieges vieles beitragen könnte; sie haben sich ausdrücklich vereinbart, den Parteien zum Frieden Zöthen und zu erkläre», daß die Eidgenossen ihre Knechte von demjenigen Theil, der die Vermittlung abwiese, chldev» und dem „gehorsamen" Theile Beistand thnn würden ?c. 2. Die versammelten Näthe geben darüber tleudc Antwort: Sie haben bisher mit Fleiß und Ernst für alles gewirkt, was gemeinen Eidgenossen und friede» und Ruhe bringen sollte, und sehen es gern, wenn Jemand diesen Krieg zu schlichten vermöge; odcl^^ ^ ^ bedünken, auf den eben eröffneten „Anhang" Jemand zu schicken, um dem Papste ^ dein König von Frankreich irgend etwas abzudränen; sie wollen vielmehr beiden Theilen halten, was sie " » verschrieben, und bitten, dies zum besteil aufzunehmen. 14 106 October 1521. so. Arminen. 1521, 2. October (auf Leodegarii). Staatsarchiv Lucern: Ungebundene Abschiede. Tag der III Waldstättc. — Ihre Boten schreiben an Lucern: „Unser Commissari zuo Belli; hat schriftlich und warlich bericht, daß der Herzog de Bari und der Cardinal von Sitten mit einem großen züg über den Chumersce hinab farint oder farcn wcllint, und die unfern den nächsten in das Mailand fncrent. So dem also, will uns Eidgnossen vil daran gelegen sin. Harum hat uns not bedüecht, daß wir uns zuosamcn füegten, hierin zuo Handleu das so unser Eidgnoschaft enthalt, lob, nutz und eer sin mög, Hand Harum kurz tag angesetzt, nämlich uf setz Zinstng den achtenden tag Octobris nachts zuo Zug an der herbcrg zuo finde .. . Hierum ist unser früntlich ernstlich bitt, ir wellint üwer tresfenlich botschaft harzuoschickcn mit vollmächtigem gwalt und nit usblybcn, dann wir glich die meinig allen andren Orten . . habent verbündt". . . SR Zug. 1521, 9. October (Sanct Dionpsiustag). Staatsarchiv Lucern: Allgcm. Abschiede, d. 1. fol. 211. Staatsarchiv Anrieh: Abschiede, Bd. 8. k. 67. Staatsarchiv Bern: Abscheide «ins clato. KantonSarchiv Basel: Abschiede, k. 121. Kantonsbibliothek ^reibnrg: Girard. Sammlung, T .III. Kantonsarchiv Solothnrn: Abschiede, Bd. X- Kantonsarchiv Schaffhansen: Abschiede. LandeSarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Bern. (J.Hans von Erlach; Hans von Weingarten). — (Die übrigen unbekannt). Gemäß den« Abschied von Lucern sollte Schaffhausen Antwort geben über seinen Handel mit dem Bischof von Constanz in Betreff des gewaltsam eingenommenen Dorfes („gestift") Hallau. Da nun aber der Bote hierüber keine Aufträge hat, so ist diese Sache auf den nächsten Tag verschoben und Schaffhausen ernstlich ersucht, alsdann Antwort zu geben, ausonst der Bischof mit dem Processe fortfahren würde. I». In Betreff der neuen Constauzer-Batzen wird erkannt, es könne sie Jeder nehmen, wenn er glaube sie wieder los zu werden. Zürich, Bern, Basel, Freiburg, Solothurn und Schaffhausen sollen die „Rallibatzen" prüfen und werthen und den Eidgenossen darüber Bericht erstatten, v. Es weiß jeder Bote, wie man die Knechte in Mailand ermahnt hat, auf des Königs Gebiet zu verbleiben, und die Boten, sich alle mögliche Mühe zu geben und schleunigst zu berichten, was etwa vorfallen würde. «I. 1. Der französische Gesandte, Herr von Lamet, bringt an, der vor sechs Jahren geschlossene Friede und das neulich geschlossene Bündnis; besagen deutlich, daß die Eidgenossen ihre Knechte nicht gegen den König sollen ziehen lassen; der König begehre ja nicht, den hl. Vater weder an Land noch Leuten zu schädigen. 2. Er ersucht die verbündeten Orte, Zürich auch zu vermögen, in die Vereinung zu treten; der König würde dasselbe halten wie die andern Eidgenossen; das würde auch Ruhe und Frieden bringen- v. Es wird der Abschied verlesen, den die Boten aus dem päpstlichen Lager und dem des Herrn von Lautrec gebracht haben. Man ersieht daraus, daß sie ihren Befehlen nachgelebt, aber wenig ausgerichtet haben. Der Legat Pnccius hat ihnen erklärt, er werde seine Antwort vor gemeinen Eidgenossen geben; der von Lautrec, er habe keine Vollmacht, werde aber an den König schreiben, in der Hoffnung, daß er uns nichts abschlage; in Tagen") solle die Antwort kommen, t. Auftrag an llri, Schwpz und Nidwaldcn und an die Vögte zu Lauis und Luggarus, die (mailändischen) Banditen zu ergreifen, wo sie solche treffen und nach Verdienen zu strafen- *) Im Zürcher Abschied 15 oder 18 Tage. Octobcr 1521. 107 8- Da man in letzter Zeit viel Bedenkliches wahrgenommen, namentlich die seltsamen Umtriebe des Cardinals von Sitten, denen man nicht ruhig zusehen kann, indem der Eine seinen Vater, der Andere seinen Bruder bei ^n Herren hat, ist beschlossen: Wenn der König von Frankreich abermals 5000 (sio) Mann annehme, den ""dern zur Hülfe und Verstärkung, so wolle man das heimbringen. Ii. Den Antrag einiger Orte, dem Cardinal von Sitten, der „uns überlägen will sin und ist", an Leib und Gut abzusagen, will man heimbringen. ^"zeige des Herrn von Lamet, der König habe geschrieben, wie sich der Kaiser mit seinem Heere zurück- lüzogen, und wie die bei ihm dienenden Knechte sich wacker halten. I> fehlt im Zürcher Exemplar. Zu l'. Man bemerke folgenden Bericht über die Vorgänge in Italien: 1521, 20. September, Cremona („Kramanen"). Wernher von Meggen, Ritter, Hauptmann im Feld, an Schultheiß und Räthe zu Lucern. Dank für das erhaltene Schreiben, ?c. Ihm sei nun befohlen, Bericht zu erstatten. „Zum ersten von den knechten, so dann mider heim hindcrsich sind zogen durch üwer Statt und andere Drt zogen sind mit vilerley verantwurtung, üch das zuo erlüteren. Dem ist also: Da wir gan Meiland kamend, da sind dieselbigen knecht an iij oder iiij Hufen ouch gan Meiland kommen; da Hand wir houptlüt nach inen geschickt etlich gewaltig, (den) Bütschelbach und (den) Zender und ander von der Statt Bern, und mit inen allerlei geredt, warum sy hinder sich von den iren honptlüten und knechten ziechend, so doch wir hie sigend und Zuo inen wellend in das feld, wie es doch zuogangi, uns zuo sagen. Hand sy uns geantwnrt, es syg inen gefeit, wir körnend nit inen nach, und hettend sy das gewüßt (nämlich) unser zuokunft, so wärend sy nit verruckt hinder und ire Herren und obren habend inen so stark gcschriben, sy sollend nit über wasser rucken, bis wir kommen sdenns zu inen. Uf das so hend wir sy (ge)betten, daß sy so wol wellend tuon und ire knecht samlen an ein gmeind und mit inen reden, daß sy wider kerend und mit uns wider gan Kramanen zuo stechen; daruf uns die vorgenannten zum teil gwüß zuoscitend, sy welltend ane seien wider mit uns hinder sich gan Kramanen, und vernreintend, die gemeinen knecht ouch mit inen wider mit uns zuo frieren; der antwurt wir uns ganz enthieltend "s znosagen und guote wort, so sy uns gabend. Aber als nf nrorndeß früe schüttend wir »ach inen, mit uns vatig (zx) W^'den, nf iveli stund uf zuo sin; da warend die vor genempten und all gemein knecht mit inen hinweg lügen Tütschland und (also) unser znosagen nüt gehalten/als sy dann iren honptlüten ouch Hand tan. Es ist noch einer, der ist der gröst under inen gstn, der heißt Wilending uß der statt Bern; der het den größten Unwillen under die knecht bracht und gmeindet und geraten, daß die knecht sind also ungehorsam worden. Nüt dester minder Ü sit iren, deren von Bern, Fryburg, Soloturn, Basel und Wallis by vj tusig, ist gwüß, und Bündter und Sarganser ouch ob ij tnsig, und wir darnach vj tusig völlig. Es ist snß jctz kein not me; denn nf nächste ttwuchen vor datum dis briefs so sind die Spanger und des Bapsts züg allen hinder sich geruckt über das "^sser nf des Bapsts erdrich, und sind üwer sandtbotten nf morndeß Donstag vom Herrn von Lautrek hinüber mit cm gleit in des Bapst(es) läger geritten und handle» nach dem und inen empfolen ist. Man richtet noch täglich lchelmen hie . . und zuo Meiland, die mit verrntcry und mördcry uingand. Iis disen tag sind iiij gcvicrtcilt, die h"s und die statt K. wolltend verraten han." Bitte um Aufsehen. „Es gat wol ein red hie us, es wölk oder big ein nfbruch in der Eidgnoschaft znm -Bapst mit knechten, wcnd wir nit gloubcn; dann ir mögend wol r e)trachten, was es üch daheimen und uns hie für nnrnow wurdi bringen," ?c. K. A. Freibm'g: A. Frankr-ich i Copie >. Zu «I, l. Auch hier ist eine Stelle aus der Basler Instruction beizustehen (Absch. k. 123): Die Boten sollen zuerst beobachten, ob die Mehrheit beschließen wolle, mit den Pannern auszuziehen, um >c Knechte, die der Cardinal nach Italien führt, zu „wenden", und in diesem Falle den Eidgenossen Folgendes vortragen: »Daß wir in Meiland nf des KüngS von Frankrich sytcn ouch unsere knecht haben; deßglichcn sind etliche cv unfern (so wider unfern willen hinweg zogen) bym Cardinal, und wollen gern sy alle sampt andern Eid- gnossen zum rechten weg schieben, damit sy und ander n. l. Eidgnossen, so uf beben syten sind, nit an einander "wen oder snnst etwas anficngcn, das gemeiner Eidgnoschaft lob, nutz und ccr nit wäre, wollen ouch gern darzuo 108 Octobcr 1521, thuon, vil mer dann wir vermögen . . . Aber gemein ». t. l. Eidgnossen sind langest wol bcricht der Warnungen, so unserthalb zuo mermalen und noch hülbytag gehört werden, wie auch ein große rüstung allenthalben im Rych und insonderheit umb uns vorhanden, daß ouch im Sungow, Elsaß und Brißgow gar wenig lüt enweg zogen, sonders anheimsch by irer rüstung blyben, damit sy unverzogenlich, so sy gemant werden, ufbrechen (können); zuo dem daß nit ein klein geschütz mit allen vem, so darzuo gehört, zuo Einsheim, zuo Brysach und an ander» orten ganz bereit und gerüstet sye; deß alles wir täglich und eigentlich berichtet werden. Sodann müssen unser lieb Eidgnossen, wo wir sitzen, und sölten wir der lüten gar emplößt syn, möcht uns vitlicht etwas begegnen (davor Gott sye), das nit allein uns, sonders gmeiner Eidgnoschaft zuo großem Nachteil dienen wurd; dann uns wirt ein tag und all tag anzöigt, wie der keiserschcn anschlag sye, so inen etwas wider den Küng von Frankrich geriet, von stund an für Basel und Mülhusen zuo ziehen". . . (Folgen weitere Vorstellungen, sachlich nicht erheblich). ST. Neuenbürg. 1521, 11. Ociober (Freitag vor Galli). Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, 1.1>.-tSt. Kantvnsbibliothek Freidling: GIrard. Sammlung, L. XV. Tag der drei Städte Bern, Freiburg und Solothuru im Namen der XII Orte, wegen der Märchen zwischen den Grafschaften Burgund und Neuenburg. 1. Die Botschaften der Frau Margaretha von Flandern und des Erzbischofs von Besanyon erinnern zu Anfang, warum auf der letzten Jahrrechnung der waltende Span nicht habe geschlichtet werden können, weil nämlich die Eidgenossen Urkunden betreffend den Brunnen „Wyte" vorgelegt, den sie an einein andern Orte suchen als die Burgundischen, die denselben „inwärts" gegen Rocheblanche nachweisen wollen. Auch klagen die Anwälte über die Pfändung, die der Herr von Vauxmarcus gegen Etliche von Morteau vollzogen, und die deßhalb von den Eidgenossen geforderte Loskaufsumme von 1000 Gl. Sie bitten, den von Vauxmarcus zum Ersatz der Pfänder anzuhalten und die Märchen zwischen den beidseitigen Herrschaften endlich zu bereinigen. 2. Darauf hat man den Genannten vorberufen, der behauptet, kraft seines Lehens zu solcher Pfändung befugt zu sein, und ihn dabei zu schirmen bittet. 3. Dagegen bemerken die Burgunder, sie wissen Briefe zu zeigen, nach welchen die Oertlichkeit (der Reachet), wo die Pfändung geschehen, in „die Märchen" gehöre, weßhalb sie die 1000 Gl. gegeben haben. Daher bitten sie, da zu marchen; sie hoffen darzuthun, daß der fragliche Brunnen eine halbe Meile weiter einwärts liege, und begehren, daß man die bezüglichen Kundschaften verhöre. 4. Die Eidgenosse» erwidern, jenes sei nicht möglich, da die von Naltravers von jeher ungestört das Eisenerz „an dasselbig end" gegraben haben, und Kundschaft auf (wider?) ihren Brief wollen sie jetzt nicht verhören, aber die Sache heim- berichten; für weitere Verhandluitgen ist die nächste Jahrrechnung zu Neuenburg anberaumt. 5. Dabei hat man abgeredet, der Herr von Vauxmarcus solle das noch lebende Vieh denen von Morteau zurückerstatten, mit de>» Vorbehalt, daß die Letztern, wenn es sich zeigte, daß sie Unrecht hätten, die Pfänder wieder ersetzen sollen; n» andern Falle soll der Gegner den Schaden vergüten. I». Jeder Bote weiß, daß man dein Vogt den Wein wie von Alter her überlassen hat zu dem auf der Jahrrechnung zu machenden Anschlag; wenn indes; einzelne Orte den Wein beanspruchen, so soll er ihren Theil ausrichten. 152 t, 27. September (Freitag vor Michaelis). Bern an Freiburg. Da der letzte Abschied von Zug die drei Städte und den Landvogt zu Neuenburg beauftrage, iu dem Marchstreit mit der Grafschaft Burgund Z» handeln, so habe man auf Anrufen der Regenten und Anwälte des Palaments zu Dole dafür einen Tag bestimmt auf den 10. October in Neuenburg, welchen Freiburg besuchen möge, zc. St. A. Bern t Teutsch Miss. o. r. SSI b. (begleichen an alle übrig!» Betheiligten). K. A. Freiburg t A. Bern. October 1521. 109 SS. Mern. 1621, 21. October (Montag nach St. Lnp Tag). Kantonsarchiv Freiburg: Urkunden. Staatsavclnv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, p. 456—459. 1 - Eine (ungenannte) Botschaft von Freiburg klagt gegen Niklaus Jrme, des Raths von Solothnrn, er habe ch>e Obrigkeit und die ganze Gemeinde geschmäht und an ihrer Ehre gekrankt, indem er sie beschuldigt, den Venncr ^>i Solothnrn in dem letzten päpstlichen Zuge schändlich ermordet zu haben; damit nicht zufrieden, habe er Anschläge und Sammlnngcn gemacht, um die Freiburger, die bei jeuem Zug gewesen, zu überfallen und zu Mdigen, alles ohne Grund, da sich in der Untersuchung herausstelle, daß Einer aus der Grafschaft Lenzburg ku Renner umgebracht habe; darum müssen sie billige Genugthuung fordern. 2. Dagegen bringt der Beklagte, unter Beistand einer Gesandtschaft von Solothuru, allerlei zu seiner Entlastung vor, namentlich wie er von lchen gehört, daß die Freiburger den ihm verwandten Venner, ungeachtet des Friedens und der Tröstung, luüerrücks und in einem „Scheid" erstochen und den Degen in ihm haben stecken lassen; darüber erzürnt, habe lme Worte allerdings gebraucht, damit aber niemand anders als den eigentlichen Thäter beladen wollen. ^ Sammlung wisse er nichts, als daß er und Andere sich vereinigt haben, den Umgebrachten zu holen; ^ ^"chte aber wohl sein, daß sie den rechten „Sächer", wenn sie ihn gefunden, nach Verdienen behandelt hätten. ^ bitte, diese Umstände bestens zu bedenken und ihm zuzutrauen, daß er ungern etwas thäte, was der Stadt ' e>i>urg uiid den Ihrigen zu Schaden und Beschwerde gereichen könnte, ?c. 3. Nachdem beide Parteien weiter Nothdurft verhört worden, haben Schultheiß und Rath dieselben ersucht, den Handel ihnen anzuvertrauen; ^ ^"välte Freibnrg wollten zwar nur zum Anhören und Heimbringen beauftragt sein; auf das Ansuchen Botschaft von Solothnrn und in Betracht der besondern Pflichten, welche die drei Städte verbinden, hat aber aus brüderlicher Liebe, zum Theil „in vermächtigens wps", folgenden gütlichen Vergleich verabredet: . ' ^klaus Jrme soll, jedoch seinen Ehren unschädlich, in die Hand des Schultheißen bekennen, wie er auch Fee Zom gebrauchten Worte haben nur dem Thäter gegolten, und er wisse von der Stadt ' ' urg und den Ihren nichts anderes als Gutes, und was frommen, au ihren Ehren unbefleckten Leuten ^' che, ^,) Der Sammlung halb, welche ihm zur Last gelegt ist, soll die Obrigkeit von Solothuru sich näher Kundigen; findet sie ihn schuldig, so soll er dann nach Verdienen bestraft werden. (3.) Jrme soll auch die Kosten ^ ?>cibnrgischeu Botschaft abtragen, damit aber dieser Span und aller deßhalb entstandene Unwille gänzlich bcthau und erloschen sein, was jedem Theil urkundlich zugestellt wird. Tie Verner Abschied-Sammlung (s. o.) enthält die erste bezügliche Verhandlung unter dem Datum Dienstag nach Nativitatis Maria (1t). September),' in allem Wesentlichen der vorliegenden Urkunde gleichlautend. Der chlußsatz verschiebt aber den Entscheid auf einen andern Tag, der nach Eingang der Erklärungen beider Parteien ö" Kimmen sein werde. Vgl. Berncr Nathsmanual Nr. 190, p. 143—144. Die auffallend zahlreichen bezüglichen stsiven können hier keine Aufnahme finden. 110 October 1521. 54. Zürich. 1621, 27. October (Sonntag vor Simonis und Inda f.). Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Vd. 3, 5.69. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, l'. p. 517. Staatsarchiv Lncern: Allgemeine Abschiede, H. 1. 5.216. Kautonsarchiv Basel: Abschiede, 5. 125. KantouSarchiv Freiburg: Abschiede, Bd. 87. KantonSarchiv Schaffhausen: Abschiede. 0 Gesandte: Zürich. (Marx) Nöist, Burgermeister; Felix Grcbel; Jacob Holzhalb; Hans Berger. Bern. (Hans) Jscnschmid, Venner; Konrad Vogt. Lncern. (Jacob) von Hertenstein, Schultheiß; Vogt (Hans) Gössi. Uri. (Ulrich) Türler, Seckclmeister. Schwyz. Martin in der Matten. Olnvalden. Hans Zumstein, Seckel- meister. Nidwalden. (Marx?) Zelger, Ammann. Zug. (Heinrich) Zigerli, Vogt; Hans Trinkler. Glarus. Marx Mad, Ammann. Basel. Hans Graf. Freibnrg. Jacob Techtermann. Solothurn. (Niklaus) Ochsenbein, Venner. Schaffhausen. (Hans) Ziegler, Burgermeister. Appenzell. Jörg Meyer. Dieser Tag ist von Zürich angesetzt wegen der Zuschriften, die es von seinen im Dienste des Papstes stehenden Knechten erhalten hat. Diese Schriften werden verlesen, und da der Handel schwer und groß ist, indem sich daraus entnehmen läßt, daß alle andern dem Papste dienenden Hauptlcute und Knechte sich den Eidgenossen von Zürich, Unterwaldcn und Zug genähert haben und Willens sind, nach ihrer Vereinigung gegen Mailand zu ziehen, um es einzunehmen, so ist man „dapfcrlich über die fach gesessen" und hat abermals den beiden Theilen bei Eid, Ehre, Verlierung von Huld und Gnade und Verwirkung harter Strafe geboten, aus dem Gebiet ihrer Herren zu bleiben. Und da der „Cardinal von Wallis" den größten Theil des päpstlichen Heeres führt, so wird ihm besonders zum ernstlichsten geschrieben, daß er unsere Leute nirgends gegen einander führe; sollte er dem nicht nachleben, so wollen die Eidgenossen ihm an Leib und Gut zukommen, was ihm auch in Chur schon gesagt worden sei. ?». Hierauf wird auch beschlossen, daß Zürich, Uri, Unterwaldcn, Zug, Glarus und Graubünden bevollmächtigte Boten nach Mailand verordnen sollen zu den Gesandten der ander» Orte, damit dieselben „stattlicher und tapferer" handeln mögen, und zwar sollen dieselben auf den 6. November (Mittwoch vor Martini) Nachts zu Bellenz an der Herberge sein und dann sofort zu den übrigen Boten reisen und nach Kräften zuin Frieden beitragen; davon wird auch den Boten in Mailand Nachricht gegeben, e. Jeder Bote hat eine Copie des Schreibens, das Herr von Lamct von Seiten des Königs geschickt hat. Heimzubringen, da man zu einer Antwort keine Vollmacht gehabt hat. «I. „So ist abermals under uns botten zum treffenlichosten angezogen und red gehalten worden von wegen der frömden fürsten und Herren, ir püntnissen, Pensionen, miet und gaben, da dann ougenschinlich menglich mag sehen und hören, in was zwitracht, angst, sorg und merkliche uneinikeit uns die Hand gebracht, und wo das nit dapfcrlich fürkommen, daß es uns zuoletst zno abfall und zerstörnng einer loblichen Eidgnoschaft wurd dienen und reichen. Diewil aber etlich botten deßhalb (zwar) gewalt gehept, sollichs zum besten abzestellen, und (aber) etlich sagtend, inen wäre nützit deßhalb befolhen, ist geratschlaget, das nochmals zum trüwlichosten Heini an jedes Herren und obern ze bringen und uf nächstem tag antwurt zuo geben, dardurch wir nit so schlechtlich durch das gelt gezweyet und zuo nüten gemacht werden." «. Jeder Bote weiß, wie der Papst in einem an gemeine Eidgenossen gerichteten und jedem Boten in Abschrift mitgetheilten Breve sich ernstlich beklagt und an uns allerlei zu Mißfallen aufnimmt. L. In dem Span zwischen dem Herrn vo» Constanz und denen von Schaffhausen, betreffend Hallau, ist beiden Theilen ein Tag in Zürich angesetzt a»l Montag nach St. Othmars Tag (18. November); sie sollen vor den Orten mit bevollmächtigten Boten erscheinen, um einen gütlichen oder rechtlichen Austrag zu finden. Wenn ein Theil nicht erschiene, so würde nichts beste October 1521, Hl weniger dem andern das begehrte Recht gesprochen werden, K. Albrecht von Landenberg vertheidigt sich persönlich !Mn die ansgestrcuten Reden, daß er die Unterthancn im Thnrgan habe zum Krieg führen wollen; daß er Millens sei, den Eidgenossen zu Gefallen zn leben, sehe man daran, daß er gar nicht aus dem Land gezogen. Das Zürcher Exemplar ist datirt von Simonis und Inda (28. Oct.). Zu Aus der Uebermasse von Acten betreffend die Vorgänge in den Lagern der Kriegsparteien können wer des beschränkten Raumes wegen nur folgende aufnehmen: 1) 1521, 12. September, bei Parma. Prosper Colonna, im Namen des Papstes und des Kaisers, und Hieronymus Marone, anstatt des Herzogs Franz Sforza, verheißen dem M. Fierabras von Corbers (Freiburg) für den Fall, daß er dem päpstlichen und kaiserlichen Heere wenigstens 3000 Schweizer von denen, die jetzt in Italien im Dienst der Franzosen sind, zuführt, 200(1 Kronen, zur Erfüllung von Verbindlichkeiten, die er zu diesem Zwecke gegen einzelne Personen eingehen würde. 1521, 12. September. Dieselben versprechen jedem schweizerischen Kriegsmann, der den Dienst des Königs von Frankreich verläßt und zu ihnen übergeht, zwei Sölde (Doppelsölde), unter der Bedingung, daß die Leute Zwei Monate lang gegen Frankreich dienen, und sich überall und zu jeder Zeit brauchen lassen, und daß ihrer wenigstens 3000 kommen. K. A. Solothuvn: Abschiede, Bd. XI. Ein Brief des H. Marone dd. 15. Aug. soll ungefähr gleich lauten. 2) 1521, 11. October, Finale. Gemeine eidg. Hauptlente im Dienste des Papstes an die zu Tagen versammelten Boten der Eidgenossen *). „Edlen ?c. ?c, Üivcr . . Herschaft ist bericht, wie in kurz verrückter zit der Herzog von Färrer dem heiligen Vattcr Final („sanal") ingennmen und uf der heiligen kilchen ertrich (hin) uberzogen, deß(halb) wir mit dem hochw. unserm gnädigen Herren Antoni Butzio ... mit sampt dem Her Fr(a)tello (Puccis Bruder) von sincr Hl. wider gedachten Herzog (zc) züchcn verordnet (wurdcnt), und habent also Fumal vs vj. tag Octobris ingennmen und der hl. kilchen wider uudertänig gemacht, und demnach uf (den) viiij. tag des gemelten manets den herzigen von Färär zuo Pundin (Bondino) in sinem läger, der iiij tusent zuo fuoß und wsent büchsen schützen und iiij« pfärt starch was, mit hilf der hl. drifaltikcit, der wirdigen muoter gotts, (und) ^ hl. Atters Sant Jörgen mit willen gemeiner knächten trostlich und unverzagt angriffen, das feld behept, das lllschütz .. gewannen, unser find uß crbärmd und gnaden in Hosen und wamis abziehen lassen, ein grasen gefangen, ow ritter erschlagen, ir guot gepüt(et), die muren zerschlissen, die statt verbrennt, ein pollwerk mit einem starken l r gewannen und by rij knächten verloren; deßglich haben wir rrv wund und geschossen, doch under denselben Uleniant namhaftig dann Hanselmann Seeholzer, lütiner von Zürich, und Pauli Ambüel, fänrich von Underwalden, w guoter Hoffnung wider ze kumen (wo). Und wo wir nit me dann l pfärt der unfern, so über das wasser mit rm wälschen fuoßzüg, die statt am andren ort zuo stürmen, geordnet gehapt, welltind wir die brugg, so von dem herzogen über die Po gemacht, sust abgehouwen und aweg tan, ouch gewunnen und den herzigen bis gan Färer gejagt han. By uns was niemant dann unser vatter kegat (sio), der uns nie verlan hat. Uns beschicht (ouch) von m>en gnaden so vil eer und gnots, daß wir üchs nit alles schriben künnent, und uns von unser erlichen tat wegen ein schlachtsold verheißen". .. Bitte ihn und sie nicht zu verlassen. S>. A. Zim-h- A. Papst. 3) 1521, 11. October, vx Oastro Uinalis. Anton Puccins an die XIII Orte. „Uagnilloi ao pontontissimi omini. hjuamvi» oxistimom per rovorondissimum av illustrissimum prinoipom dominum lüardinalow do adioig ad mageas g. vostras nuntium iam dostinatum osso do viotoria obtonta oontra Xlkonsum Dstonsom, ICorrario dnoom, gor nostros I'llvotios, kamen nolui omittorm guin per littoras moas von kam Kondom viotoriam signilloarom guam do ipsa viotoria oum magni«>^ d. v. oongratnlaror. Xam sni lUvotii lla virilitor pngnarunt oontra oxoroitum ipsius dnois, ut nillil virillus all Immuno llomino possot oxpeotari. M Post oxpugnatam primam turrim, ut saltom viotoriao ünom inspiooro possom, aoourri statim ad nostro» vnlitos, gui mo praosonto oadom ooloritato ooporunt oppidnm Ilondeni gna oxpugnavorant turrim, ao plonam ^^rwtoriam do nostris llostibus roportarunt, ot mild oredant mag«« d. v., si dux oxoroitns nostri non llabuisset Die haarsträubende Kakographie des Originals wird so weit thunlich verbessert. 112 October 1521 tantum rsspsctllin aä prsssrvationsm omnium miiitum nostrnm, tam bllvstiornm gnam Itaiornm, caLsm Lis nostri strsnni st kortss Lllvstn occnpasssnt pontsm oxistcntcm supsr Lumen UaLuin, cspisssnt alias arti- AÜsrias guas srant ultra Lumen, ac totum omnino Lncis exereitum occiLisssnt st nsgns aä portas civitatis t'eriarie saLsm clio currero xotuisssmns, ssL nikiiominns insignis victoria sst rsportata, st sx nostri» Lllvstüs non plnrss (juani Lscsm aut Luoäscsm psrisrunt st pauci aämoäum vuinsrati, guos omnes per navsm aä Nutinam Lestina vi, non minorem cuiusiibst ipsorum Ladens curam guam si osssnt kratrss moi cLarissiwi. ReLierunt omnes aä opxiLum Linaiis prsLa konusti (sie) st insuxer una xaM extraorLinaria a ms Lonati, gns äscsm miiia Lucatorum importat, non minus LLentsr eis Lonavi czuam ipsi accspsrint. Nunc autem pcgiimis in komanäioiaw, uLi rscsptis oppiLis nostris <>ue Lux prekatus occupavsrat, kacismus aliguiL aliuL, guoL spsro non minori kslicitato per vsi Aratiam torminatum iri, guam transactum negotium tusrit terzni- natum. Nulta aiia particuiaria, si wag»« L. v. voiusrint intöiliAsrs, venUs L. trulisimus sinZuia rskerst, cui totam roi Asstas Seriem psrscripsi^. . . . St, A. Zürich, A, Papst (Original liebst Ucberschung). 4) 1521, 12. October, Rom. Papst Leo X. an die Hauptleute und Knechte von den XIII Orten, in seinem Dienste unter dem Legaten Anton (Pucci), Bischof von Pistoja. „Leo Papa r. Unser gruoz und bäpstlicher segcn sig üch, minen aller liebsten sünen, allzit bereit, w. Min aller liebsten sün, uß den briefen, so uns unser aller erwirdigister brnoder Antonius, bischof zuo Pistoyen, unser legat, geschickt hat, (wir) wol verstanden habend die thaten, so zuo Bondin von üch gewaltiklich und seliklich beschähen sind, insonderheit mit der vili der ungerechten Alfons) Esten, den man nampt ein Herzog von Ferrer, etlich da iu ein flucht, etlich ze tod geschlagen und verderbt, zno dem selbigen das obgenannt castell Bondin erlich und redlich gewunnen, ouch nit mit wenig ritterlichen zeichen und kriegsrechten vil ufgenomen, welchen Kotten, so uns sölichc selige nüwe mär gebracht hat, wir mit sonderen fröiden und guotem gmüet entpfangen Hand, durch welches ir ouch insonderheit üwer tugent und libes mächtikcit >ms presentiert und zuo erkennen geben Hand. Umb sölicher geschichten und thaten, so von üch, minen aller liebsten sünen, beschechen sind, habend wir von wegen des anfänglichen sigs nnsers kriegs, all nachkommt krieg und strit, so uns an die Hand stoßen wurdent, glückhaftig gescheht. Diewil es nun also ist, und ir die sind, welcher gewonheit ist eintweders stärklich und gewaltiglich ze gewinnen und den find ze überwinden oder stärklich ze undertruckt werden, so stand üwer angefangnen striten und kriegen redlich by, und in glicher wis, so ir fechten und schlahen angefangen habent; sölichein sollend, ir für und für nachfolgen, wo es üch unter ze Händen kommen wurde. Und je mächtiger und gewaltiglicher ir von finden angriffen werdent, je mer tugent und libesstärki üch zuo hilf kommen wird, insonderheit so ir die sind, so die aller best und gerechtist fach beschirmen thuond, in welichem ir an göttlicher hilf und künftiger guotheit kein zwifel haben söllent, an welches wir ane üwere sunderliche tugent und üweren großmächtigen glouben kein hindersich sehen habend; und so ir sölichs thuon werden, söllent ir anders nit denken, dann daß wir allzyt üwer gegen dem heiligen stuol ze Rom indenk werdent sin, und gegen üch allzit dankbarlich und frimüetig in künftigem erzöigen. Das überig werdent ir von unserm aller ermirdigisten brnoder Antonio, bischof zuo Pistoyen, unserM legaten, wol verstan, welchem ir allzyt von unser wegen glouben geben sollend." St. A. Zürich: Arten Papst. — Tschud. Docum.-Sammlung. T. VIII. Nr. S9. 5) 1521, 12. October (Samstag vor Galli). Die Boten gemeiner eidg. Hanptleute w. in frz. Dienst an die Hanptleute bei dem Cardinal von Sitten. „Unser houptlüt, lütiner und fändrich im dienst k. Mt. (von) Frankrich sind bericht üwer zuokunft, und darnf uß guoter früntlicher Meinung uns verordnet, zuo üch ze riten mit einer vcrsiglotcn instruction, üch etwas fürzctragcn. Nun mögen wir deßhalb nit wüssen haben üwer zuogewandtcn (der Banditen) willen, harnmb unser fründlich pitt ist, ir wellend . . . uns bi disem botten uf rvj Personen oder pfert ein fry sicher gleit (schicken) zuo üch und von üch, und zuo verhören unser früntlich befelch, die wir vermeinen, sust einer frommen Eidgnoschaft, ouch üch und uns zuo guotem dienen mag, sonders wir dabi wol vermeinen, wann niemans by üch wäre, dann ir unser lieb Eidgnossen, wir dheines gleits dermaßen begertind, sond ir nngezwifell sin". . . Siegel von Jacob v. Cree, Ritter, von Bern. St. A. Zimch: A. Papst (C°pie). 6) 1521, 12. October (Samstag vor Galli), Labina (?), „ein Halbs mili von den finden". Gemeine cidg- Hauptleute, Lütiner w. in des Königs Dienst an die Hanptleute w. in des Papstes Dienst, zu Bergamo versammelt- October 1521, 113 „Unscrn früntlichcn gruoß, ?c. ?c. Es ist vor uns crschincn dcr hcrschaft von Venedig crlich botschaft und Hot sich vor uns erklagt, wie dann ir mit gwalt und on gleit, sonder iren gunst, müssen und willen durch ire land zühen wöllint, wölichs st) uit vertruwt hcttind einer löblichen Eidgnoschoft, st) also nngcwarnet zuo überfallen, angcsechcu (die) fründ- schaft und liebi, so sy je und je mit einer Eidguoschaft gehebt und ir lib und gnot darzuo gesetzt haben und »och hüt bi tag thuon wällten, wo man sr) nit also verachtete. Sr) schribent üch ouch, als ir sehen wcrdeut; dann st) noch mir nit glauben können, daß ir sölichs von unscrn Herren und obren in empfclch habent. Harns, getrüwen lieben Eidgnossen und pundgnosscn, wällend den Handel wol betrachten und uns nit nttw fpend machen, da wir guot fnind haben. Wir achtend ouch, ir habint es nit in empfelch von unscrn Herren und obern, und warnend üch guoter Meinung (uß) schuldiger Pflicht, (dann) so st) je des willens sind, ire paß zno behalten oder darum ze liden, und ob ir je sölichs wolltend underston, wurdint wir luogen, wie im zc tuond wäre, als wir achten, daß ir nit witer verstanden haben von unser crlichen botschaft, so wir üch zuogesnndt haben."... Siegel von Ludwig von Erlach und Wcrnher von Meggen. S>. A. Zürich: A. Papst (Kopie). 7) 1521, 12.October (Samstag vor Galli). „Albrccht vom Stein hat gcschriben dem houptman Jörg Bergcr": „Min früntlichcn gruos und alles guots zuovor. Lieber houptman Berger, mir ist sonder zwifel, ir habint in frischer gcdächtnus, was ich mit üwcrm vatter gcrcdt han zuo Luccrn zuo dcr Kronen, in bywcscn Jörg Hcdingcrs; °"ch ist mir wo! indenk dcß, so si mit mir gcrcdt Hand, und uf sölichs (ist) min früntlich pitt und bcger an üch, ir ivöllcud im nachsinnen. L. h. h. Ich Hab (in) guot(cm) wüsten den cid, so Herr Felix Grebel und ander min Herren von Zürich üch geben habent zuo Kur, (und) zwifelt mir gar nit, ir wcrdint in halten, und diewil ir >n halten und also hiudersich ziehen werden und uns nit nüw ftzcud als die Vcnediger uf den hals richten, so thuon ich üch als üwer guoter fründ (zuo wüsten) und Hab so vil verschaffet, dz üch fällend werden als vil als Zwei tusent krönen, so ir hin und ab züchcnd, wclichs soll heimlich und still blibcn; ich will üch ouch bi glouben gnot darum sin, und sond ivol müssen, man es üch üwer erc bcrücrtc, dz ich üch nit wölte sölichs zc wüsten thuon, dann ich mit üwerm vatter ouch gehaudlct hau, als ir wol wüsseut. Hierin wölkend Handleu, als ich üch vertruw, und mir bi disem botten antwurt schribcn, dann es mir wol sicherlich zuokompt. Ich fliegen üch ouch ze wüsten, daß ir nit mögen fürkomen, ir müessint durch der Vencdiger und des Klings land, und wo ir es mit gmalt undcrstond, so sind wir eiuhellenklich eins worden, üch mit der Hand darvon ze wisen. Sölichs flieg ich üch m großem geheim ze wissen als üwer guoter sründ und gönner, und üch des obgeschribncn zuo halten, als war mir gott helf und die heiligen." Datum zc. St. A. Zürich: A. Papst skopie). 8) 1521 (13. October?), Bergamo. Die cidg. Hauptleute im päpstlichen Dienst an die obersten Hauptleute der Venetiancr. „Edlen zc. zc. Ueivcr schriben habent wir verstanden, und fliegend üch dnruf ze müssen, daß wir "f erfordern b. Ht. lut der püntnus, so ein Eidgnoschaft und sin Heiligkeit mit cinnuderu habent, also sind von Hennen zogen und den nächsten uf der hcrschaft von Venedig land komcn (sind), nit der gestalt, cinichen schaden inen zuozefiicgen oder mit inen cinichen krieg anzefachcn, sonder früntlich durchzezichen ane schaden und essen und K'inken bezalen; darum so wcrdcnt wir also fürziehcn uno bittcud üch, ir lnssiud uns fürfarcn nnd gebint mm pnß, essen und trinken um unser gelt und. fnhind dhcin fpeudschaft oder krieg mit uns an; dann wir sind nit willens, jemas ursach ze geben zuo krieg, sonders an dz end ze ziehen, dahin mir bescheiden sind," zc. St. A. Zitrtch: A. Papst (Kopie). 3) 1521, 13. October (Sonntag vor Galli), neben Bergamo. Oberster Hauptmann, gemeine Hauptlcute zc. mis der Eidgenossenschaft samt Bünden und Wallis, im Dienste des Papstes, an die Gesandten dcr cidgcn. Hauptlcute zc. im Dienste des frz. Königs, in Mailand. „Üwer schribcn und beger habent wir verstanden, des gleits und etlicher Werbung halb, und diewil wir zum teil mit befclch, und zuo dem nudreu teil sust und doch wit guote» eren in dienst bäbstlicher Heiligkeit sind, will uns nit gelegen sin, üch dise» zit gleit zc geben noch utzit mit üch ze handlen, sonder erfordert unser notdurft, an die end nnd ort zc ziehen, dahin wir Kescheid habent, uud zc handlen (das) so wir getruwent zc verantwurten. Darnmb so ist an üch unser stündlich pitt, ir wöllint sölichs von uns guoter Meinung vcrston. . . Darbi schribent wir den houptlüten, die üch geschickt habent; denselben brief wöllent inen antwurten, deßglich ouch den Vencdigcrn ire brief"... St. A. Zim-h: A. Papst. 15 114 October 1521, 10) 1521, (13. October), Bergamo. Dieselben an die Hanptlente in frz. Dienst, „üwer schriben der Venediger und üwer geschickter botschaft halb habend wir verstanden und füegend üch daruf ze wüsten, daß wir nit kamen sind, die Venediger findlich ze meinen, sonders durch ire piet und land unfern durchzug ze nemen und inen essen und trinken ze bezalen und gar keinen schaden zuezefücgen, und sind nit willens, einichen nüwen find ze machen; ob aber st sölichs abschlahen und uns an unserm zug irren und sich selbs gegen uns find machen wellent, mögend ir selbs gedenken, daß uns das nit lieb war, und wiewol ir anzöigent, wir habint sölichs nit (in) befelch, achtend wir, ir haltend uns dafür, daß wir nüt thüegend, dann das erlich und loblich sye. Und diewil ir eben scharpf uns schribent, wo wir understüendint, durch der Venediger land ze stechen, wölltind ir luogen, wie im ze thuond wäre, wöllend wir üch dafür achten, ir gedenkind, daß wir syent Eidgnossen, dann wir üch ouch für Eidgnossen habend, und syent uns an unserm zuge nit hindern, dann wir üch als unfern lieben Eidgnossen ouch kein leid, sonders gern alles das thuou wellent, so üch lieb ist, wo wir könnend und mögent. Und als ir zuo uns ein botschaft gefertiget, und dicselb an uns begert hat gleit, habend wir diser zit sölichs abgeschlagen uß der ursach, daß wir an die end wöllent stechen, dahin wir sind bescheiden, als uf b. Ht. land" .. . (Wiederholungen). St. A. Zürich: A. Papst (Copie). 11) 1521, 16. October (Mittwoch St. Gnlli), Bergamo. Die Hauptlentc ?c. in päpstlichem Dienst an die Eidgenossen im französischen Lager. „Ir wüssent, wie ir uns geschribe», deßglichen etlich üwer botschaften zuo uns verordnet, und so wir üweren verordneten botschaften, die glcits begert, dasselb abgeschlagen, und ouch uf üwer schriben wider geantwurt, wie ir nume wüsten, habent uns nüt dester minder dieselben üwer verordnet botschaften witer geschriben und uns irs befelchs bericht, das aber vil anders lutet, dann ir uns habent geschrihen; dann üwer schriben wyst, wie sich die Venediger habent erklagt, daß wir mit gwalt und on gleit und on iren gunst, wüsten und willen durch ire land ziehint, das weder sy noch ir uns hettind vertruwt, und könndint nit glonben, daß unser und üwer Herren und obren uns das hättind befolhen; darum ir uns warn(et)ind, dann die Venediger willens syent, ire paß zuo behalten oder darum ze liden, und ob wir je wöltind understan, durch ire land ze stechen, wurdint ir luogen, wie im wäre ze thuond, als ir achtind, daß wir witer verstandint von üwerer crlichen botschaft. So habent angezöigt üwer botschaften uf abschlug des gleits uns zuogeschriben und zuo erkennen geben, daß üch von unser Eidguoschaft botten ab einem tag zuo Lucern geschriben und befolhen sig, als sy uns desselben schribens ein abgeschrift Hand zuogeschickt, daß ir der unfern, so vor bi b. Ht. wäriut, schonen und soltind üch in dein herzogthumb Meiland, wo das am füeglichstcn war, zuosainen thuon, damit ir dest sichrer möchtind sin und beliben. Das alles aber ganz und gar wider einander ist; dann üwer schriben ist tröwlich und üwerer verordneten botschaft anzöigen früntlich; üwer befelch ist ze sind und ze bliben in dem herzogthumb Meiland, so ligend ir wider b. Ht. uf der Venediger erdrich; wir züchend zuo b. Ht. durch der Vencdiger land, nit als sind, solider als fründ, mit bczalung essens und trinkens und on krieglich oder fintlich anfechten; so nement ir üch desselben zuo Unwillen an, mer dann wir von den Venedigern selbs verstandent. Daby schribt ein houptman» voi: üch einem under uns insonderheit, und als er meint in gar guoter Meinung und in geheim, daß wir nit mögint fürkommen, wir müessint durch der Venediger land oder des Küngs, und wo wir es mit gemalt under- standint, so syend ir cinhelliklich eins worden, uns mit der Hand davon ze wisen und uns sölichs zuo (ver)halten, als war im Gott helf lind die heiligen. Sölichs alles anzöigt, daß ir eins andren willens sind, dann Eidgnossen gegen einandren sollend sin; darmnb uns die fach gegen üch gar schwer anligt, und müessent gedenken, was gf«»' es sye, daß ir anders schribent, und uns anders in geheim soll anzöigt werden, dann üwer botten sich erlütrcilli dann wir je üwer und des Küngs schonend, indem daß wir weder des Küngs land noch üch suochend, sunder allein züchcnt durch der Venedigcr land und also widerstand zuo kommen uf b. Ht. land und derselben zuo diene» lut der vcreiuung, so st mit unser aller Herren und obren hat, und uß solchem grund ist uns die fach billich angelegen, dann wir je Eidgnossen wöllend sin und bliben und nüt anders handlen und thuon, dann wir grvatt haben und uns ivol anstat, und darmnb so trmvent wir nit, daß ir uf solchem verharrint oder ir gmeinlich des willens syent. Und ob irste uf solchem wöltind verharren und sölichs willens sin, daß der gmciu mann darui»^ ützit wüß oder sölichs willens syg und verharre; dann wo dem also sin sölt, das gott nit verhäng, mögend »' gedenken, was darus wurd. Deßhalb wir üch sölichs fründlichcr guoter Meinung zuoschribent. Darzuo schribent 5 Oktober 1521. 115 wir das einem jeden houptman undcr üch nnd dem gmeinen man jeder honptmanschaft insonders, daß er die jachen ouch bedenk und bctracht, war die rcichlind, nnd ist deßhalben an üch als unser getrüw lieb Eid und pnndgnossen unser gar fründlich nnd ernstlich pitt, ir wöllind üch bedenken, auch ein Eidgnoschaft und den gmeinen biderben man, und daß dis by unfern altvorderen und nun bi unscrm gedenken gar ein frömbds und darzuo ein schmach gewesen war, und die fachen anders zuo Händen nemen und dise unser offen bricf jeder dem gmeinen mau oder (under?) siucr houptmanschnft lassen offenlich vorlesen; achtend wir wol, si werdint nit also beweglich gegen uns sin, sonders des willens sich crzöigen nnd bewisen als wir. Dann ob ir inen sölichs vcrhicltind, stüend darus, man wurd dcß an üch znokomen. Wir lvcrdcnd ouch sölich gesehensten nnsern Herren und obren, ouch allen Eid- gnossen zuoschicken; was gefallens sy daran werdent empfachen, mögent ir ermessen. Und darunib so begercn wir üwer verschriben autwurt bi disem Kotten, daß wir wüssint, weß wir uns gegen üch söllint halten. Dann wir achtend, wölchcr fürst oder Herr uns so trahlich schribe, nnscr Herren nnd obren hcttind das nit vor guot. Darnmb so wollend dis unser schriben von uns fründlichcr und besserer Meinung verstan, dann ir uns gcschriben habend; dann unsere spieß stechent nit Eidgnossen, es mücsse dann syn, davor üch und uns gott trüwlich behüct »nd zuo guoter einigkeit helf. Wir habend doch kein span mit dem Franzosen, niit den Venedigern noch üch, sunders wöllcnt wir den nächsten züchen uf b. Ht. erdrich, deß ir üch zuo Widerwillen unbillich beladen. Geben nit wrst von Bergnma im läger," zc. Siegel von Jörg Berger. Diese Nedaction weicht von der in Bnllingcr I, 56—59 abgedruckten (an die Untcrwaldner) nur in rein formellen Punctcn ab. Das Original ist verschwunden, dafür hat das Zürcher Archiv eine ungefähr gleichzeitige Eopie, welche nach allen Kriterien znverläßig zu sein scheint. Eine andere gleichzeitige Abschrist hat das Staatsarchiv Lucernc A. Frankreich, mit der Recension Bnllinger übereinstimmend. 12h 1521, 18. October (Freitag nach Galli), (Tagliano?). Jörg Berger zc. und der Hauptmann von Zug o» die cidg. Hauptleute in französischem Dienst am Oglio. . . „(Wir) fücgent üch zuo wüsten, nachdem wir unser Botschaft by üch gehept habent, urit pitt, daß ir uns an nnsrcin züg unverhindret lassen, daß wir üwer antwurt habend verstanden, und nämlich daß ir in befclch habiut, uns nit lasstn ze passteren, sonder dasselb zc wcren mit gwalt, und ein nrerklich verwundren an solcher üwer antwurt, diewil wir ein sriden und ouch zum teil ein ver- einung mit der krön Frankrich habent, das alles wir bishar habent gehalten und gesuocht ander weg, nämlich durch ber Venediger land, darmit sölchein nüt wurd abzogen, da (aber) ir nnderstand, uf einem andern land, das der krön Frankrich nit zuoghört, den paß und durchzug ze weren mit gwalt und on alle ursach und also unser find 5uo sin. Darum, diewil wir und unser Herren und obren begercnd zuo halten frid und einung, und aber jeh uns von üch sölichs begegnet, dainit wir eigentlich wüstend zc handle», so begercnd wir an üch bis morn früc einer geschribnen antwurt ja oder nein, ob ir frid und einikeit halten und uns wöllind lassen passiere» und unser fründ °der find sin oder »it, und wölkend wir uns also nochmals versehen, ir spcnt (willens) das besser (ze) thuon und brief und sigel (zuo) bedenken." Zu urkund zc. St. A. Zürich: A. Papst. (Gleichzeitige Copie i» einem Heft, welches 28 diesen Felbzng betreffende Actenstückc enthält). 13) 13. October (Sonntag zc.), Como. Rudolf Nägcli an Schultheiß nnd Rath in Bern. „Edlen ?c. ?c. Bisten .. daß ich mit sainpt den übrigen bottcn von den fünf Orten uf der widerfart bis uf den Gotthmt gejin dü>, da uns die übrigen bottcn van gemeinen Eidgnossen bcgägnct nnd sich etwas befrömbdct unser zuolunft, uß (der) ursach daß gemein Eidgnossen zuo Lucern uns znogcschribcn füllen hau, (daß wir) im land nnd wo uns derselb bott oder (die) gcschrift begrifc, ircr zuoklmft wartcil füllen, das uns ouch nit klein bcstöindct; dann ein bott von Lucern uns bl) Meiland begegnet ist, aber uns kein bricf oder gcschrift bracht hat, ouch null, von mund gefeit dann allein, (daß) er etlich brief den houptlüten und knechten in beiden lägcrn bringe. So aber dieselben dotten uns gcbctten, mit inen wider hindersich zuo rite», dann es gemeiner Eidgnosscn will und Meinung spe, han ich urich mit sampt den bottcn von Lucern bereden lassen und (bin) also im besten mit inen wider hindersich geritten; ob ich aber recht oder nit gethan Hab, mag ich nit wissen, jedoch so han ich das im besten zuo Händen genommen . . . (Entschuldigung des langen Schweigens). Aber die übrigen botten von Uri, Underwalden, Zug und Glans sind heimwärts geritten, acht wol, st) werden uf dem tag (in) Zug crschincn und min Herren die October 1521. Eidgnossen unser Handlungen berichten, als mir nit zwiflet, (daß) ir (das) werden verncmen. Gnädigen min Herren, also verriten wir hüt von dem achten tag Octobris gan Kum zuo, und ist nit minder, es sigen allerlei mär vorhanden; ob ouch die übrigen Ort wider (botten) schicken werden, mag ich nit müssen; jedoch ist wol zuo bedenken, si kommen oder nit, so werden wir wenig schaffen; dann wir fürwar nit darfür geachtet werden, als wir aber meinen, besunder uf des Väpsts fiten; dann weder der Prosper (Colonna) noch Marlis von Mantua kein audienz geben, dann allein der legat Puccius; ob er aber der (deßhalb?) befelch gehebt oder nit, mag ich nit müssen; je vermeint er, daß der Küng uß Jtalia vertriben müeß werden, oder aber der Bapst uß Rom; wie billich semlich fürnemen sye einem statthalter Christi unsers Herren, mag üwer wysheit bedenken. G. m. h., die züg sind zuo beiden fiten stark, als wir die zuo roß und zuo fuoß haben mögen sehen, aber der Bapst vil stärker an der zal dann der Küng. Unser knecht bim Bapst sind gan Moduna zuo gericht und gan Final, sind nit by dem übrigen züg mer; aber die Pündter sind noch by den landsknechten, besunder der Dietegen und ander houptlüt vom Pund sind nit des willens, all mit den unscrn zuo schlachen. Die läger sind beide usbrochen und zicchcn über den Po, als wir vernemen, und rucken zuosamen; ist zuo besorgen, daß si kum von einandern kommen ungeschlagen; gott well es schicken unserthnlb zum besten. Nüwer mär halb discr landen sind die banditen zuo Väris und Galera, Hand vil bös mit todschlägen und brand vollbracht, und ist nieman sicher. Ich schick ü. g. etlich nüwer mär uß Frankrich und Hispanien, ouch diser landen. Des Bapstes züg zücht, als wir vernemen, uf Mantua zuo. Wir Hand den übrigen botten hie zuo Kum gewartetj werden morn verriten gan Meiland, und ist die red, daß unser Eidgnossen, so bim Cardinal sind, zuo Bergamo (ankommen) und verrücken dem andern züg zuo; es sind aber so vilerlci mär, daß man nüts für gewiß schribcn kan" ... Nachschrift: „Unser Eidgnossen von den übrigen Orten sind je sider zuo Cremona gelegen, Hand wenig geachtet, daß die unscrn an den finden gesin sind, wär ouch nit not gesin, daß si unfern knechten irs Heimziechens halb so übel zuogesprochen hätten, dann si ouch den fuchs nit Hand wöllen bißen, wiewol der Herr (Lautrec?) hinüber ze stechen vilfaltenklich begert, ouch unser houptlüt und knecht uf sy ein trüw ufsechen zuo han zuogeschriben Hand, deß alles ungehindert sind st still beliben, ligen in iren betten, und (sind) die unfern in wytem feld irthalb ungetröstet." K. A. Jreibmg i A. Bern (Kopie). 14) 1521, Ig. October (Samstag nach Galli). Zürich an Bern, Lucern (und die andern Orte). Aus dein (letzten) von den Hauptlcutcn und Knechten in päpstlichem Dienst gesendeten Briefe (d. d. Sonntag vor Galli) vernehme man, daß ein Anschlag gemacht sei, die Eidgenossen wider Mailand zu führen, zc. zc. Da nun die schwebenden Händel sich so bedenklich gestalten, daß der Eidgenossenschaft nicht geringer Nnchtheil daraus erwachsen könnte, so habe man den letzten Abschieden gemäß einen Tag in Zürich angesetzt auf Samstag vor Simonis und Judä, und bitte ernstlich, denselben zu besuchen, zc. Indessen habe man denen im Feld befohlen, bei dein bcschworuen Eid und der Ordonnanz „on alles mittel" zu bleiben, den König auf seinen, Gebiete nirgends anzugreifen, zc.; desgleichen finde man gut, daß Bern (resp. Lucern zc.) die Seinigcn bei dem König auch vermöge, nicht auf päpstliches Gebiet zu ziehen, zc. S.. A. B-rn: A. A-Mch i. - S.. A. eu-°.n- M.sswn. 15) 1521, 21. October (Montag nach Lucä). Bern an Luccrn. Mitthcilung der ans Mailand gekommenen Schriften.' Obwohl den Knechten auf beiden Parteien zu gut eine eidg. Botschaft nach Mailand verordnet worden, vernehme man doch, daß sich dieselbe zu Crcmona und diesseit „des Wassers" aufhalte und ungeachtet der an sie ergangenen Bitten die Knechte in des Königs Dienst verlassen habe, was man sehr mißbilligen müßte. Um den Folgen eines Zusammenstoßes zuvorzukommen, bitte man Lucern, die Umstände wohl zu betrachten und mit den Ländern Schritte zu thun, „damit die unscrn und ander, so an den spenden ligcn, nit also verachtet, und das gehandelt und gefördert werde, so unser aller lob und ccr, brüederlich Harkomen und unser gcschwornen pü»d inhalt fordert" ... St. A. ku--rn- Mtssiven. - St. A. B-rN! Teutsch Miss. o. k. »»» b. Zu «. Ein Schreiben des Königs aus dieser Zeit (etwa seit Anfang October) ist uns nirgends vorgekommen. Dagegen haben wir hier einen datumlosen Vortrag des französischen Gesandten einzulegen, den zwar der Abschied nicht berührt: Die Herren Eidgenossen wissen, wie er auf dem letzten Tag in Zug, am 8. dieses Monats, im Name» des Königs gebeten, den Frieden und die Vereinung au ihm zu halten und seine Lande durch die Ihrigen nicht Octobcr 1521. 117 angreifen zu lassen, ?c. Sic habe» geantwortet, sic gedenken beide Tractatc ehrlich zu halten. Nil» haben ober die Herren von Zürich, Uri, llntcrwaldcn und Zug erlaubt, in des Papstes Dienst zu ziehen, jedoch mit dein Verbot, den .König in seinen Gebieten irgendwie zu beschweren; es mögen anch eine Anzahl ^uccrncr, ividcr den Willen ihrer Obrigkeit, dahin gezogen sein, und seitdem habe man denselben eine Botschaft nachgeschickt, ?e. Trotz alledcni vernehme man, ivic der Enrdinal von Sielen, der Bischof von Bcrnlan und Andere in des Papstes und Kaisers Namen sich unterstehen, sobald Ihnnlich die zuletzt Weggeführten zu dem „alten" Zug zu bringen, mit demselben in das Hrrzogthum Mailand einzubrechen und den König daraus zu vertreiben, in dessen Dienst daselbst eine grosse Zahl cidg. Knechte stehen. Was daraus für beide Thcilc entspringe» könnte, und wie damit der Friede gehalten, der König also durch der Eidgenossen vielfältige Zusagen betrogen würde, könne Jeder wohl ermessen. Darum ersuche er sic hicmit abermals, den Inhalt ihrer Vcrhcissungcn ernstlich zu erwägen, da ihre Ehre daran liege, und ihm zu sagen, ob er dem König die Zusicherung geben dürfe, dass er bei dein Frieden und der Vcreinung bleiben möge. Die Herren wissen, wie durch die falschen Prnctikcn des Eardinals von Sitte» und des Papstes zwischen dem König und den Eidgenossen Verwirrung und Unruhe gestiftet worden, um ihm das Hcrzogthum Mailgnd „abzuschrenzen". Nun sie laut der Vcrciiumg den Ihren gestattet haben, dasselbe zu schirme», begehre er, der Gesandte, dass sic den Knechten „solche Gunst beweisen", damit sic ihre Ehre erhallen und der König ihnen dafür zu danken habe; sie mögen übrigens wohl bedenke», was für eine Nachbarschaft sie zu erwarten hätte», wenn das Hcrzogthum aus seinen Händen käme, und desshatb diese Schrist sich anliegen lassen. ei. a. .-znnch: .1, zr-nMich. «. a. Vasrl! Adlchlcdl a-I. 12» Zu ES liegen zwei Brcvcn vor, das erste nur in Ucbcrsctzung, das zweite im Original. 1) 1521, 22. September, Rom. „L'eo Bnpst der Zechend den lieben süncn der Eidgnossc» der dn> zechen Orten, des ober» Kitschen lands, der heiligen kirchc» fryhcit bcschirmer». Sine» lieben süncn gruoss und bäpstlichc bcncdyung. So wir vcrnomcn haben, wie dass üwcr botten etliche bcfclch und botschaft zno nnscrm kricgsvolk und denen, die wider uns und de» heiligen Stuol sind, gebracht, und wir ir zuokunfl by den unser», onch ir anbringen und begcrcn verstanden, haben wir uns nit on gross bckünnncrniss, ncc dann ivir sage» mögen, sölichcr üwer botschaft verwundert, nämlich so ir den heiligen Stuol, der da ist als »wer aller nmoltcr in gotl, demnach so euch so vil guots, vil dienst, vil anzöignng der liebe allwcgc» uf das allerhöchst bewisen, ivelichcr jetz hilf an üch bcgcrt, also lichtfcrtig verlassen, besonder dass ir nit allein die gcscllschast, so ir mit den Frau zoscn nüwlich gemacht, mcr gcacht und sürgcsetzt, denn die ältere und heilige pündnuss, die ir mit uns und disem heiligen Stuol < Hand), zuo einem sölichen fridcn vcrinancn, darmit wir die Ursachen und ansprach der merklichen unrechten frävcl, so uns an unser wirdikeit und fryhcit, deren ir doch bcschirmer gchcissc» werden und sin söllrn, von den Franzosen begegnet, zwungcn wurden zuo verlassen. Aber wicivol nns ein grosser kuinmcr ist, dass wir als der, so in steter Hoffnung gegen üwcr lugend und gnotwillikcit gestanden, mit sölichcr nicinnng und anzöignng so schwarlich betrogen, als wir denn ouch sehend und erkennend unser insondcr guothcit, so vil gabung und dienst gegen diser nation verächtlich hingelegt und verworfen sin; doch so begcrcn nur, »ns zuo entschuldigen, waruinb üwer ccr stündlich hilf gegen disem heiligen Stuol, ouch die besundcr würde, so ir bcschirmer der fryhcit dcr heiligen römischen kirchc» gcncnnt werden, nit standhaft bclibcn ist, sind wir geneigt gewesen, sürdcrlich und cc antwur» ze gebe» vor gmeinen Eidgnossc», dann dass wir üwcr geschickte» botten antwnrtc» wöltcn; wann in sölichcr fach wirdct mit üwcr aller eer vor aller dcr Eidgnosscn botten gehandelt. Wir mögcn ouch unser» Handel und anligcn das und kommenlicher cnblötzcn und haben also dem wirdigcn nnscrm bruodcr Ennio, bischos zno Veruln», bcfolhen, euch in sölichem allem unser snrncmcn zuo erscheinen, üwcr lieb und nndachl in golt vcr mnnend, imc gctrüwlichc» flyssigcn verstand, ganzen und festen glauben zx geben, auch imc ccr, sründschnst und bystand zuo bewisen, wclichcs üch besundcr loblich und ccrlich sin, sich onch den ccrcn, die ir uss bcschirnmng des heiligen Stuols erlangt Hand, verglichen wurde." Datum »c. ' er «. .zcmch: n.kn P«psr Bemerkung » tvr^o: Ist »f de» l t. tag Octobris verhört. 118 October 1521. 2) 1521, 24. September. ??. X. Oilocti Mi, salutem et apostolicam donedictionom. Xon pos- «umus non graviter dolore et conMori nosmot ipsos personamcjvro nostram,

i Semper vestras devotionos patorna dileximus caritato, tum sanctam sodom apostolicam, matrom primum in dvum vmnium ^ vestrum, äeinäe tot donoiiciis, tot moritis, tot summi amoris signiticationidus de vodis Semper optimo moritam, eum illa maximo auxilium vestrum postularot, ita a vodis dosvrtam rolictam esse, ut non solum novissimaw baue socivtatom, ^ c^uam eum dallis kecistis, iiii diuturno et sanctissimo koodori, <>uvd dadotis eum illa, praoponerotis, sed etiam novum doe visu, incredidilo auditu, mittero arma vestra advorsus illam, et cum ipsius dostidus sture in aciv contra voxilla sanctae matris s vcclosiav, contrac^uv vruoom dominicam et ' clavvs illas Celestes animo perkorrotis, c^uod in

am partom acciporo dvdoamus, ignoramus. Xam noc crederv pvssumus devotiones vestras tantum de pristina illa virtuto et pietntv amisissv, ut ^ euius dokon- dondao nomen cum sua maxima gloria accopvrunt, eum veiint nunc okkensam et porditum. 11 t tamon particulares in vodis muitos esse intelligiinus, inkami pocunia a dallis corrupti, kalsis suis rationidus verum rationem ! in vodis exciudere conentur. Vidomus vnim vos istorum pruve sontiontium instinctu in anticpuissimi et sanctissimi foederis nostri intorprotationo plus <>uam kas sit esse diligentos. 8ic vnim vordis praeksrtis, cpranium ex koedoro tvnemini nostrum ^ et sanctae romanae ecclesiae dekenders et consorvaro statum, vos spudom pedites vestros missuros, ut nostrav terrae et civitates, si r>ui in vas insuitum kacero ausi kuerint, dekondantur. Kod cjuoniam novo koodere dokensivo cum dallis > iuncti estis, vos non solum non esse iiios in suo statu et terri» ad instantiam nostram porturdaturos, sed czuod in nostrum gravo pro- iudicium kocistis, auxiiia iiiis ad dokensionom praodituros. (juae vestra dolidvratio, si koodus, «p>od nodis- cum s et cum »ancta sode apostolica dadotis, »aivum esse permittit, noquo ei ita derogat, ut iiiud inutiio sit nodis et suporvacanoum, etiam no» in sententiam vestram venire parati sumus. 8i vvro nuila ex parte doc koedoro munita, sed nnda et dosorta I ad omnes iniquorum iniurias oxposita est sedos apostolica, orit prokecto causa iustissima, cnr vos veri iilii ecclssiao, veri amici et denivoli svdis apostolicae iroc tempore maximo plenam dokensionom illiu» et protoctionom capiatis. lltonim sie est j credendum kolicis rocordationis predvcossorom nostrum dulium >>., cum vodiscum illud koedus kacerot, per -piod vostri nominis auctorita« per ordom torrarum maximo kuit illustrata, od vam rem kocisss, ut status sodis apostolicae ad omnium I iniuriis esset immunis, ut aut non okkvndorotur, aut si okkensu« esset, vindicaretur. Xam si non ita intelli- gatur, Mao orit in ipso koedoro sodi apostolicae utilitas aut tutola? 8i vnim, ut cui<>uv improdo liditum kuerit, incursionvs in j terras occlesiav kocorit, oppida oppugnaverit, praedam adogerit, tantam notam, tan- tum dedecus dignitati vcclosiasticao, uidem et «vntentia et veritas non ser- vaditur. tjuid ergo est? ^n dalli nodis et apostolicae sodi insignom iniuriam non kocerunt? an sedos apoStolica indigna est, ^uae vestro auxilio, vestra virtuto suam dignitatom j rvcuperot? ^t illi nulla sign!- ticatione delli prius kacta, nonno ropento civitatem nostram livgium oppugnatum venvrunt? nonne armati incursionvs kocerunt? nonne vi et armis in dictam urdom irrumporv conati sunt? blittamus vvtera > quod «empor nodis et duic «anctae sodi insidiose nocero conati sunt, (juod concordata, c^uao cum eis non somol, sed plurie» renovavimns, nunisuam ipsi servarunt, et cum oam partum, <>uao pro ipsis erat, servari a nodis mini» et insolontia j intoloradili contondoront, oam (pure ad sedis apostolicae dignitatom portinvkat, irrisui Semper daduorunt; doc ipsum rocens factum tam iniquao et tam duic sodi apostolicae ignominiosav «pp»- gnationis, tpro tandem animo kvrro vos etiam j dedvtis? vos lidertatis et dignitati« vcclosiasticao dokonsorcs Oktober 152119 ontin, von »6 iilom «losoniioniiom ox soo6oro okiis5»t! bonton tom inni^ni iilot» iniurio ox »551!» nontrin oon- norunt, »t>i ont 05550 vontr» «losonnio, ut>i s'n-6orin tili«,«? s Xonn«; oornitin, n! tontom iniuriom noliinonm non uioinoimini, inutilom nobin ot nonotoo no6i osiontobooo rooilioro vontrinn iiono vx fooiioro 6os«in»ionom? nini fort»' os>uuoo nimm in« obtinoot noiil-n usiontoliou. ouiun totionn j iiboroiitotom num- mum'^uo deni^riitutlzm oo imprimin oximium »Moroni 01-55» »otionom vontrom orixnovintin. (juni ont in bonoro, in oommo«Io, in I01160, in bonivolont!» ponitum, «51106 non »>< iil» 105550 ot iibontor ot omni tomporo j ro- ooporitin, «jiiontum prootiooonnor nontor 6uiiun, <5110161110 non ijini 60 vobin nompor bono inororo ntu6uimun; non snit 00550 rootum, «iiiooti tibi, rooont! oum tiiiiiin fooiioro nontro onti«>u!nnimo ot nonotinnimo tooiiori 605055050, > s>u»mc>n»m von non ti»o. rnonto fuintin; novimnn onim piototom ot tiilom vontrom, noo voriiin !t» s»it ni55nitio»t»m, no«I 50 vor», ni !t» loocinn nontnim intorsirotomini onm moximo nontro ot buiun nonotoo no>I!n «iomno s»<-t» ont 6oro55»tio, oui s no«ii, n! ox fooiioro non tonoromini, tnmon <51110 optim! oiirintioni, ontin, ot «ioun potor vontor ont, motor in torrin nonoto oooloni», 00« «51100 illi tinnt iniurion pro vontro ^iototo ot rob^ono o«-ori>iun 5150p» «5110m non ipni oooiporo «ioborotin, i ouiun otiom ooo.ionioo onti«5«io iuro proprion l'ormom ot f'Iooontiom oivitoton inlom nui nontri«>uo bonton por oppronnionom » nobin oxtorton rotinont oooupoton, <516 toollun vokinoum, «51106 fooorunt, nnm putotin oon ob »morom j ot ntuilium voroo omioitioo vokinoum i6 sooinno, toion profooto non nunt, noil <>uo ponnont innoiontinn in oootoron 55ronn»ri iniurion«5Uo «>ii!bii» bborot s»o.oro ot omnom »!>>! »55055050 «um rotikzuornm 6o6oooro »notoritotom, iooiroo j prootoxtu vokinoum too'Iorin 6ofonnivi »6 omnium ossonnionom no porovorunt. I-itonim «i<-, rotionom >uitoto (biiii, ut «511! opibun 5>otonton mint, nino vobi» oorto iniuriom ouivin »o siroonortim Iiuio «onotoo no6i 5105 00 isinom imboliilloo ^ soooro sioWnnt. tti voro ut «zui» iniuriom uloiooi ooooptom volot, von ox fooiioro »6 «iotoiinionom n»i voootnint ot vontrin mnniti s>roon!6iin sioonoo immunon orunt ; nonno intoIIi55itin 555»von tzronnon omnium iuri ot sortunin oontr» ^ omnom «iivinom iium»n»m<5U0 iuntitiom 5105 von onno oonntitnton, «51106 «5110111^ voliin »s»i«I omnon 55«?nton iiorrori, s^iontoo »51116 6oum I»u6i futurum nit, von oonni6or»to. tjuoni'jiiom, «liloot! tili!, non iiooo vobin norisinimun, non ^ «5U06 60 vontr» in non ot nonotom no6om iiono voiuntoto «ioniioromun, rooorliomur onim in voiiin 5>r»o< iiiuom tiiiom, oximiom virtutom, nummom roiis5iononi »ntoiioo «0M5105 tuinno, «51mm non 5>onitun intoriinno oro6imnn, ot numun ! non «>ui6om in omoro 0555» v««n »0 bonivoionti» oonntonton. N06 ut voiiin nontri von ot n»n«:ti tooiiorin iuntinnimon rotionon »lsorromun nimuiijuo von in «iomino Iiorto- romur oiiixiinunljiio siotoromun, ut ni «>uo von 5,Inrimonim no«iin s »5iont«>Iio«o <-555» non bonotioionim »6Iiuo monot momori», oon <516 00551156» ticio »>«5110 »nimo von ftoilioi sooilonn prootoxtu ob ontnpio oum no6o »pontolio» f«>o«Ioro oonontur rotroboro, ro^jioorotin, intomsjiio sortinnimom ot tiiiolinnimnm s notionom b»o 51011- oonim oulxi» ot orimino i»bo »nsior^i non ninorotin, tum ut vontrom iilom, vontrin iom muitin in Iiono nonotom no«Iom ostioün moximo illuntrotom virtutom »b oiun iikortoto non 5>ouI«i nupr» «ioolorovimun, non romovorotin, no«I fooiiu« nonotum, votun, 55iorionnm von«5uo voron ot 5105510- tuon 5>otron, »mioon bonivolon bin novin fiotinijuo omioin, vorin »utom bontibnn »ntoponoro volloti«, niout vobinoum lotiun > oorom out sior nuon bttoron iilom nunoiun nontor, »6 «500m ot 60 Iiin ooziiono ot 60 »bin muitin, «51100 » voiiin 6oni6or»mun, norib'imnn, nontro nomino 0550t, oui tblom iniiubitotom sirooiioro ot prompt«» von ro66oro »t!» liotontioiuioo nonotoo oooionioo ßioriom ntu6obitin. l)»tum liomoo »PU«I nonotum l'otrum nnil »nnulo pinoobirin «iio XXÜ9. ttoptombrin >i. 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  • »0 Ilvpl'l i -- ZI. Vas'N ZII>Ich1't>« t- ISO—ISN; K. Wbl. Areiburg: Mrard. Samml. Pd. V; K. A. Solothurn: Abschied« Bd. X. ' de»tsch«n AuSzttg stibi Anshelm'H Belner-tzhronik. VI, K2—H?,. 120 November 1521. SS. Mmten. 1521, c. 5. November. Staatsarchiv V«r». jta»to»Sarchiv Hrciburg. Tag der Städte Bern und Freiburg, behufs Festsetzung gewisser Märchen bei Cudrefin. Ein Abschied liegt nicht vor; an dessen Statt nehmen wir folgende Acten auf: 1) 1521, 25. October (Freitag nach'der 11000 Jungfrauen Tag). Bern an Freiburg. Antwort auf die Anzeige, daß die Boten, die früher in dem Marchstreit bei Endrcfin -c. gehandelt, jetzt nicht zu Hause seien, und das Gesuch, den bestimmteil Tag auf nächsten Donstag zu verschieben, ?c. Um das Geschäft mit den geringsten Kosten abzuthun, habe man den aufzurichtenden Brief durch den Stadtschrciber von Mnrtcn prüfen lassen, der ihn für gut und richtig gebe, sodass nun eine weitere Vergleichung nicht nöthig scheine; darum habe man auf Montag nach Allerheiligen (l.'Nov.) einen andern Tag nach Murten anberaumt, um morndeß in Gegenwart der savoyischen Anwälte die Marchsteine zu setzen; dcßhalb bitte man Freiburg, den Brief zu besiegeln und die bezeichneten Boten dahin zu verordnen. «. A. gniburq- R. 2) 1521, 4. November (Montag nach Onmium Sanctorum), Bern. Nathsbcschlnß, einen Boten nach Murten (zu schicken), um die Märchen zu setzen. Vollmacht an den Schultheißen daselbst, im Namen Berns die Märchen bei Cudrefin aufzurichten (dabei zu helfen?). S,.A. B-»>: R°>hsm<»,u°i. Sodann ist beizustehen Nr. 56, Note zu a, 7, H 2. S«. Lucern. 1521, 7. November f. (Doustag vor Martini f.) Staatsarchiv Luccr»! Lucerner Abschiede I>. t. »I. Staatsarchiv iitirich: Abschiede Bd. ». fol. 7«. Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. s, Nr. 47. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, I. S»4, Abscheide »in« dato. jta»to»«archiv Schwyz: Abschiede. KaiitoiiSarchiv Areibnrg! Abschiede Bd. SS. KantonSarchiv Soiothur»! Abschiede Bd. X. Landesarchiv Appenzell I. ?i.! Abschiede. Gesandte: Zürich. (I. Jacob Grebcl). Bern. (Anton Spittmann, Venner; Peter Stürler). Freiburg. (Jacob Gruyere). — (Die übrigen nicht bekannt). tT. 1. Diesen Tag hat Bern aus allerlei Gründen angesetzt, namentlich aber wegen der aus Mailand eingegangeneu Schrifteil, die melden, daß wenn die Eidgenossen nicht ernster einschreiten, es durch List und die Nänke des Eardiuals von Sitten dahin komme, daß die eidgenössischen Knechte gegen einander geführt werden, was der Eidgenossenschaft zu großer Schande und Schaden gereichen würde. 2. Ferner hört man, daß seit . einiger Zeit viele Knechte von dein König weggelaufen; ob mit Wissen und Willen der königlichen Hauptleute, ist noch unbekannt. 3. Dieser Ausbruch ist uns Eidgenossen gar nicht „gefällig", indem man befürchteil muß, daß der Cardinal sich unterstehen ,verde, eidgenössische Knechte in das Herzogthmn Mailand zu führen und also Brief ünd Siegel zu brechen, welche man dem König von Frankreich gegeben sowohl für den Frieden als die Vereinuug, dessen er sich ja auch offen gerühmt haben soll. 4. Es werden daher die Knechte in beiden Lagern ermahnt, bei Leib und Gut, Eid und Ehre lind Verlust der Gunst ihrer Obern auf Grund und Boden ihrer „Herren" zu bleiben. 5. Auch an die eidgenössischen Boten daselbst wird geschrieben, sie sollen sich getreulich nach ihren Instructionen richten und nach Vermögen für Ruhe und Frieden wirken. 6. Da sich der Herr von Lautrcc im Namen des Königs erboten, obschon er alle Friedensgcsuche von Fürsten lind Herren voll der Hand November Ik>2l 12! gewiesen, doch gerne die Eidgenosse» anzuhören, wenn sie es begehre», so wird ihm dafür Dank erstattet, mit dein Ersuchen, in dieser guten Meinung zu verharren. 7. Abermals hat man dem Cardinal von Sitten geschrieben, er solle von seinen Umtrieben und Anschlägen ablassen, wie ihm schon ab dem Tage zu Zürich ver deutet worden; wenn daraus Unglück entstehe, so werde man ihm an Leib und Leben kommen. Dabei erklären die Boten von Bern und Lucern neuerdings, wenn die andern Orte von den offenbaren Ränken des Cardinals noch nicht überzeugt sein sollten, so werden wenigstens sie, beide Städte, seiner PeZon Fehde und Feindschaft „zusagen" I». Zürich antwortet wegen der Sendling von Knechten in päpstliche Dienste, es sei nicht sei» Wille, die Seinigen gegen den König von Frankreich zu schicken, sondern nur in den Dienst des Papstes nach Inhalt der Bereinnng. Da es auf dieser Meinung „also ehrlich und wohl" beharrt, so sehen die Cidgenossen keinen Zweifel darein, besorgen jedoch, es möchte der List dcS Kardinals gelingen, die Knechte beider Parteien an einander zu Heven, wie aus einigen Aenßcrnnge» zu verliiuthen ist; daher wird der Bote von Zürich, Initkcr Jacob Trebel, beauftragt, seine Regierung in aller Cidgenossen Raine» zu ermahnen, bei ihrem Vorhaben und der gegebenen Antwort zu bleiben und wenn es nöthig wäre, durch Schreiben oder Botschaften die Ihrigen vor Fcindseligkcilcn und Unruhe» zu warnen, um Rachtheilcn und Widerwärtigkeiten zuvorzukommen. Der Bote von Zürich zieht des SalzeS halb a», wie die „kröttli galsen" und andere Masse nicht mehr wie bisher in die Cidgcnossenschaft kommen. Zürich Erhält nun den Auftrag, »ach Lindau und so weit nöthig auch an andere Orte hin zu schreiben, daß man bei dein alten Brauche bleiben wolle, wie die Herren von Bayern in ihrem Schreibe» es zugesagt haben. «I. Die Botschaft von Schwyz erinnert abermals an die (Abschaffung der) Pen sionen; weil aber niemand darüber instruirt ist, so wird das Geschäft verschoben, bis das im Felde stehende Volk wieder heimgekommen; dann soll man sich dcßhalb weiter berathen. <' findet sich nur im Zürcher, «I nur im Schwyzcr Cremplar. Zu !», l. Hieher gehören folgende Acte»! 1) 1521, 2t. Octobcr (Montag nach lKalli). Oberste Hnuptleute ?c. zc. in königlich französischem Dienst in Mailand an Hauptmann ?c. und gemeine Knechte im Feld bei Bergamo. „Ucwcr schribcn, so dailn ir u»S getan, haben wir zum teil verstanden, insonderheit wie dann üwcr schribcn lnlct von gmeinen honptlülcn, lutiner und sändrich von der Cidgnoschaft sampt de» dry Pündten und Wallis, in willens ns nnscrv hl. ValtcrS crdrich (ze ziehen) und allda dienen., nach inHall der Vereitlung, welichcS und anders, so dann unser Herren und wir unserin hl. Vattcr verpflicht und schuldig sind, (wir) ungern welllc» vorhalten, sonder wir gönzlich dehcins wegS willens sind, nf der hl. kilchen erbrich zc ziehen, sunS) ouch das von unserin obersten Herren nie zuogcmuotet... Will aber uns bcdunkcn, daß üwcr schribcn und cllich üwcr houptlüten cid, so dann wir vernommen haben, nnglich welle Inten, als si geschworen haben, wider »ncngklich und den Höchsten »s deo Küngs crdrich ze kamen, jedoch den Höchsten zuo unfern spenden den Spaniern zuo ziehe», da nun unser fycnd dadurch gestärkt möchten werde» und uns zuo großem Nachteil dienen und langen möchte; gegen den selbe» uns das merklich bcsröinbdct, da wol zuo gedenken, daß ir unser lieb Cidgnosscn, so dann ir denselben willen »it all haben, als wir vermerken, (daran) nil gefallen haben söllcn, (und wir) wol achten, ir der merleil als die wiscn betrachten das, so einer frommen Cidgnoschaft zuo Nachteil reichen wurde, vor dem selbigen zc sin, söllt ir ouch ungrzwifelt sin, daß wir ouch kein andren willen zuo üch tragen»; dann unser spieß üch wol als wenig stechet» als die üwcr» uns. Aber (daß) , die houptlüt, so dann niit irc» knechlen geschworen Hand wie obstat, dcSglichcn der Cardinal mit den bnnditc», als wir achten, die so dann k. Mt. Frankrich das ir gern cntwcrtind, (uns nit) gleit oder paß vcrgunnt, ist wol ze gedenken*); doch so werdet» wir es denen hcinischcn, so dann der »icrtcil bcrücrcn mag. Und darmil ir «1 Der Sinn dieser Stell« ist im Original nicht mit Sicherheit zu ermitteln, sodasi die obige »oiijeciur denselben vielleicht nicht völlig erschöpft; überhaupt leidet das Schreibe» an anssallende» Verstöße» und falsche» »onstrnctionen. kk 122 November 1521. dannocht (von) uns in warhcit bcricht werdint, so schickcnt wir üch ein nbgcschrift cinS briefs; da niögcnt ir aber bericht werden, daß man gern ein löbliche Eidgnoschaft zertrennen wollte, das gott trülich wcnd. Dann warlich ir... von Zürich, ouch von andren Orten und Zuogcwandten der Eidgnoschaft, die so dann uns wcllent, als wir vermerken, sründlichen willen bcwisen und nit wider das herzogthuin Meilnnd noch uns Eidgnossen ziehen, sond üch zuo uns gänzlich nichts anders verschen, (dann) wo wir üch als nnscrn sondern lieben und gctrüwcn Eids und puntgnossen können eer, lieb, dienst und wolgcfallen bcwisen, und das so einer frommen Eidgnoschaft.. zuo gnotcm dienen möchte, daß wir dazuo allczit bereit und nach unscrm vcrmngcn ivillig erfunden werden sollen; wellend also unser schriben zuo gnotcm und bas zuo verstand nemen, dann wir schriben können." Datum zc. St. A. Zürich : A. Papst (Copie). Das erwähnte Schreiben vcrmuthcn wir in deiii nächstfolgenden (oder in Nr. 57, Zt. 1?): 2) 1521, 16. October. „Abschrift des briefs, so der Cardinal von Medicis dem Bischoffcn von Vcrnlnn geschribcn hat". . . „Gnädiger Herr, als wir üch vor gcschribcn Hand, wir schickend üch vs« lichte pfärd, wiewot wir gedenkend, daß ir am dieselben pfärd wol sicher wärend, zuo uns (ze) komm, so wir den spenden uf dem schwänz ligend, und dasselb ist unser Meinung. Demnach Hand wir entpfnngen üwcr brief, datum den andern tag dis manots, und sind fro, daß wir verstanden Hand, daß ir die pratik füerend (mit) den Eidgnossen, so in unsers hl. Vatters dienst kommend, her zuogand (?) daß si wider männiklich schlahcnd, so in des Königs lägcr sind, niemand usgcnomcn; dann wir müssend, daß ir dem hl. Vattcr kein größcrn dienst möchtcnd thuon, und sind ouch sro, daß wir die andern pratik Hand verstanden, die ist, ob ir die erste», nit möchten zuo wegen bringen, so wettend ir schaffen, daß man die Eidgnossen, so setz in des Königs lägcr sind, ivurd abmancn, und wir wcnd üch zum höchsten bitten, daß ir uf dieselben bcid practiken acht habend, und kommend schnell schnell. Der Venedigcr werdent ir kein acht haben, denn si haben sich erzeigt recht fpcnd unsers hl. Vatters, (ouch) k. (keis.) Mt. und recht bundgnossen der Franzosen, das doch ein große fach ist." K. A. Basti: A. MailiindnkUeg«. — K. A. Solothmn: Absch. Vd. X. 3) 1521, 22. October, Robecco. Rudolf Nägeli von Bern an seine Obern. Nachdem er die Schriften erhalten, die von dem Tag in Zug aus an ihn (und seine Mitgesandten) gesichtet worden, sei er am 19. October zu den Knechten gegangen, die zuletzt für den Papst ausgezogen; diese habe er im Vergamaskcr-Gebict am Wasser gesunden, einem starken venetianischen Heere gegenüber, das ihren Uebcrgang verwehren konnte. Die Hauptlcute haben sich über allerlei Feindseligkeiten der Franzosen beklagt, die sie als Friedens- und Bundesbruch glauben betrachten zu dürfen, und begehrt, daß man ihnen freien Paß und Kauf auswirke, da sie sonst gcnöthigt wären, einen andern Weg einzuschlagen. Ihr Führer, der Cardinal von Sitten, der „warlich nicht schlaft", sondern nach alter Gewohnheit unternehme so viel er könne und sein Glück versuche, und „der Verulam" seien auch rastlos thälig, „Ursache" zu finden, sodaß ein baldiger Bruch der gcschwornen Ordonnanz zu besorgen stehe. Die Hauptlcute, die man beschuldigt habe, daß sie geschworen, gegen Jedermann, selbst gegen die Eidgenossen zu ziehen, anerbieten indcß den Beweis ihrer Unschuld. Bei dem eidgenössischen Heer seien noch Landsknechte, dabei ein Hauptmann Schcllenbcrg, 400 spanische Büchsenschühcn und etwa 1000 Banditen, und ohne Zweifel sei dieser Umstand schuld, daß die Eidgenossen keine Paßbcwilligung erhalten. Am 22. October sei er (Nägeli) mit den andern Boten in Robecco angelangt; Lautrec zeige sich sowohl zum Frieden als zur Gewährung von Proviant geneigt; nur den Paß wolle er, wohl aus dem eben angeführten Grunde, nicht gestatten. Morgen reiten die Voten wieder zu dein Heere des Cardinals von Sitten, dann zu dem andern Haufen, der sieben Meilen von Robecco liege, zc. St. A. L»-°m : Abschied-, o. >. 4) 1521, 26. October, Modem. Gemeine Hauptlcute aus der Eidgenossenschaft, im Dienste päpstl. Heiligkeit, an die zu Tagen versammelten cidg. Rathsbotcn. „Edlen zc. ?c. Des monats Scptembris nächst verrückt sind achthundert knecht mit dem cavalier Camariano, irein houptman, von dein Herren von Lotrek zuo hilf dem Herzogen von Farrer wider b. Ht. und uns geschickt (worden); die Hand wir mit sampt andern bis in iiij tusend ze fuoß, darundcr achthundert büchscuschülzen und vierhundert pferd gewesen, uf viiij tag Octobris angriffen und mit der hilf gotts überwunden, den gedachten cavalier mit vil lüte» erschlagen, dry sänli und acht stuck büchsen gewunnen und die so in dein stettlin Bondin gewesen, uß gnaden in Hosen und hemdcr ab lassen zicchen. Uf November 1521. 123 sölichs nun schickt der Herr von Lotrck, deßglichcn die Vcncdiger, dcß wir warlich bcricht, uf ein nüws hilf, b. Ht. und uns ;e schädigen, dcro wir ij tuscnd und v« knccht mit sechs fänlin (sind), mit gunst, müssen und willen üwcr .. wishcit in b. Ht. dienst gelassen, darmit gedachter Herr von Lotrck sincm verheißen und glauben, den edlen festen üwcrn sandlbotlcn, zuo iin und unS geschickt, nit, als wir gehorsam crschinen sind, statt than, darumb wir nit mcr verhaftend, den selbigen gcbotten von obgcmcltc» üwcrn sandtbotten gethan, gehorsam zc sind, nnd habend uns hicrus entschlossen, den Küng an Parma und Plcsenz und ander» enden, so vil uns mSglich ist, so wol als er nnS zc schädigen. Solichc obgcschribnc Meinung schritten wir gemeinen houptliiten in dienst b. Ht. zuo Bcrgama versampt ouch zuo mit einer copy eines brcviS, in Hoffnung, ir werdend b. Hl. und unS nit verlasse» und hilf ze thuond dester geneigter sin," ?c. S>. A. Zürich: A. Pops, (0rlgtn»l>. Ischud. Dorum. Zamml. ?, VNI. Nr. 40 (Sopte). Das am Schluß erwähnte, beinahe durchweg gleichlautende, Schreiben an die Hanptlcutc zu Bergamo, d. d. 25. October, schließt mit dem Begehren, den König und die Vcnetinncr von Bergamo aus nach Kräften anzugreifen, damit dieselben den Herzog von Fcrrara in den neuerdings beginnenden Kämpfen nicht unterstützen könnten, ». .) 5) l52l, 3l. October (Vigil. Omn. Sanctorum). Bern an Lucern. Mitthcilung von Berichten aus Mailand. Da die Sache» so bedenklich stehen, daß dringend nöthig sei, mit allem Ernst, Vernunft und Weisheit sich vorzusehen, so möchte man wünschen, daß Luccr» beförderlich einen tag ausschriebe und unterdessen den Knechten bcsöhlc, nicht abzuziehen, bis sie weitern Bescheid erhalten. Man lege hier auch eine an gemeine Eidgenossen gerichtete Missive bei, nach welcher Lucern sich richten möge . . . Si.«.?«««»: MW»«,. K) 1521, 5. November (Dienstag nach Oinn. Sanctornm). Schaffhansen an die cidg. Sendboten in Lucern. Lucern habe einen Dag angesetzt, zu dem man heute Abend an der Herberge eintreffen sollte; weil aber dessen Brief erst heute Mittag hier angekommen, so sei nicht möglich, den Tag noch rechtzeitig zu erreichen, und vielleicht auch nicht thunlich, aus die Boten zu warten; darum habe man den wegen ander» Geschäften aus dem Weg befindlichen Boten nachgeschrieben, sie sollen den Tag wo möglich besuchen; für den Fall jedoch, daß sie nicht erscheine» würden, gebe man den andern Orten Gewalt zu allen Mitteln, welche den Zusammenstoß cidg. Knechte verhindern können . . . «,.«.?»-»»: MW«». Zu ,i. 7 I52l, 2.Z. Ociobcz (Mittwoch vor Simonis und Iudä). Bern an Frciburg. 1. Es wisse, daß der aus dem letzten Tage zu Zug gefallene Anzug, dem kaidinnl von Sitten abzusagen, zu kcinein andern Beschlüsse geführt habe, als auf spätern Tage» darüber zu reden. Da man nun fort und fort höre, daß der Kardinal thätig sei, um die Eidgenossen einander widerwärtig zu machen und gegen einander zu führen, so sei man entschlossen, mit drei oder vier Orten eine solche Absage zu Ihn», um hoffentlich dann seiner entladen zu werden; darum bitte man Frciburg, seiner Botschaft entsprechende Befehle zu geben. 2. Sodann handle es sich um Aufrichtung eines Briefs um die Märchen zu Eudrcfin gegen de» Herzog von Savopcn; da man aber nicht wisse, ob die zur Besicgelung übergcbcnc Eopie der gemachten Abrede consorm sei, so habe man den Stadtschrciber von Murten aus nächsten Freitag hcrbcschiedcn und begehre, daß auch Frciburg die Boten, die in der Sache gehandelt, hicher verordne, um dann nach befundener Gleichförmigkeit an Ort und Stelle die Märchen auszurichten. «. «. FiNbu'j, - «. D«n, Zu I». Hier sind folgende Acten beizustehen' I) 1521, I. November (Allerheiligen). Bern an Zürich. Es habe auf Tagen erklärt, wie cS die Seinigcn dem Papste zuziehen lasse, und namentlich daß sie, wenn ihnen der Paß auf dessen Gebiet gesperrt würde, Befehl hätten, sofort heimzukehren und den König im Herzoglhum Mailand nngeschädigt lassen. Dennoch höre man, wie die Hanptlcutc und Knechte »on Zürich und ander» Orten aus dein Bcrgamaskischcn über „den Paß" daselbst gkgen.Mantua hin gezogen, und der Anschlag sei, nach der Vereinigung mit dem andern (päpstlichen) Heer gegen Mailand zu rücken ?c., was man sehr mißbilligen müßte; denn Zürich wisse, wie die andern Eidgenossen gemäß der ausgerichteten Vercinung mit dem König ihm zum Schirm des HcrzogthumS Mailand zugezogen, was keineswegs dazu diene, das Gebiet des Papstes anzugreifen. Da nun großer Schaden zu besorgen sei, wenn die Päpstliche» nicht stillstehen, zu schweigen von der Zwietracht nnd llnruhc, die in der Eidgenossenschaft daraus erwachsen könnte, so wolle man das nicht verbergen und stelle dabei die freundliche Bitte, die Folgen eines ^24 November 1521. thätlichen Zusammenstoßcs wohl zu bedenken und den Scinigcn die Weisung zum ^tülstchen zu geben b,s auf wcitern Bescheid ab dem nächsten Tage zu Lnccr». Man schreibe auch den -'UnW" "> Mailand, s.e sollen stch gegen die „ibver.." zu nicht. Thä.liOn brauchen lassen . . . Bitte n.n schr.ftl.chen Bericht, was von Znr.ch zu gewärtigen sei. S.. A. Zii»^ «. B°>n. - S..A. B.rn- T-».sch Migk-n v. 2) 1521. 3. November (Sonntag nach Allerseelen). Bern an Zürich. Die von de», dort gehaltenen Tage zurückgekehrten Boten haben von Reden berichtet, daß die Aargauer steh rüsten, u». Zm.ch zu ^z.eh.n. und daß (dagegen) etliche Zürcher von eine». Anschlag sprechen, die Grafschaft Lcnzbnrg einzunehmen, ^a.uw »ms e man sich nicht wenig verwundern; den» daß man die Angehörigen aufgefordert, sich gerüstet zu >Mu, st aus Bor,.cht gegen einen Augriff von Seiten der kaiserlichen Lande geschehe» ; man wisse auch von de. Rede wegen Lenzbu.g nichts und glaube nicht daran, sonst hätte ».an nicht so lange geschwiegen. Da nun verlaute, dag Zm.ch dw>en.ge», die den Ucberfall aus de». Aargan „angezeigt" haben sollen, kenne, so bitte man eo, dieselben ohne Schonung zu nennen, damit man sie nach Verdienen beitrafen >"""e - - 3) 1521, 7. November (Donstng nach St. Lienhards Tag). Zürich an Bern, ^"two.t aus die Zusthr.st betreffend die Acußerungen einzelner Personen, dcS (gegenseitigen) „Uebcrz.chenS halb. Ria» habe denselben ebenfalls gar keinen Glauben geschenkt, seither jedoch diesen Reden nachgefragt und nur soviel erfahre», daß ein Uoli Mencr von Scllcnbürcn, zwischen Surscc und Münster seßhaft, zu einem Zürcher gesagt „es sye ein red unter inen, die von Zürich sye... des willens, ein statt Bern in iren lai.dschaften zuo nbenz.ehen das eu. bose fach sin wurde, -c." Heute sei man über eine in. Bcrner Gebiete umlaufende Rede benachncht.gt worden d.e man jedoch erst nach genauer Erkundigung melden wolle. Was übrigens derart geredet werden möge, ,o dürfe sich Bern doch keines andern als guter Freundschaft versehen, -c. «si.A.B-m: A. Zürich i. S7. ^5odt. 1521, 7. November (Donstag vor Martini >. „ n Nr rs. TtaatSarchi» Bern: All». eidg.Absch. r. p. !>..I>. bbz. ^.»«aiS-trchiv Zürich: Abschiede, Bd. «. I. 7S. Tschudtjche Abschied» ... ,d »Michikde i. >1». Ka»«o»«archiv Dchasshaiisc»: Abschiede. ---- «. w. «W» 4« »ach z.-li°n °..°.d...w. B°.m. - M z....t.r Rada's«».« «.. »«., I. I«. A..r Spi.aim.Mr. «. «°°i (Heinrich, M °°» Schmdi. Caspar K-chSa.M-.sw. «. ».Ich Mich. Sch.amli. Pa......I,°rr. -an Zr-iba-Si Sch..Nh.is> (Ha..-, S»°>>» °°» S«>°.l„.rn. Ha« Schwarz. M..stm.ilt.. ..°» Sch-sshani-..; CH.M.. «°i°> °°» «pp-»!-"i S»i° (°d GM-»'», V°>ch Wall.ii, - nM..°n B.rich. ich.» ihr. Rch- ....d di- bich-ris-n V-rl,°..di..,v» »»i> d-a k.,-zIM-»d-» Mach...» >- «i.ala « vüch'I h»bm !>- di- srnh,. abs-s-nd-t... Bai.» w I-chd Ori, dm. di- -dm h-i.,.r.l,.-.. w°ll,.a Nachwn dms-lbm d-e «dschi-d °°». r.»-..»» mi.S-.ip.il. m-rd-n. d-tlagl... i>. I»ch. d»I, si. d-n°.. nicht b.°..d-r- Nachricht -rlalw.. n»d milchl°ss« Ml i»- H-W'-Hr. >»» i» -rsla...... nnr di- Bat,»» »°» B rn and it...... bii-d... zaräck. Hi...ni wm'i. ...» B..H-,.»iMd.s.h.° nnd B°l,....chi.n ..ach^.g „,»i-dm da.... cht., di-B-ischast nach Mailand. ...» da di. ».war. d-r ^MMs M-rwart-... d.- nach »h» b»» ' T»s-.. -imras. D-r ....MMN.» «.ism.» --'»«« «W. iuh —' »->»' i>» d,m M.m d-.n MM ,..,MM.N H---,. w°i. -iaia- H°..M...° sich »---°..°....»w h»iiM w.d-r . r. P.'.ch. Mmland a-n... tras... Ii- i... B,..-dig.r <«i°t. in -inm. Dars. la«l.»»° (»NN, am KM OM, S-s-.ch ward-., di- HanMat- n°-I°.....,.tt and d°d .rnsilichs.... -.'..»HM »»MM» »»d '»ch' SV» «idg..,°„... i» Ml)-... November 1521 125 damit der mit Frankreich besiedelte Bund nicht gebrochen würde. Nach gepflogener Bcralhung unter den Führern eröffnete der Oberst, Hauptmann (Bergcr) von Zürich, die Ordonnanz, die beim Auszug beschworen worden, bei welcher anchatte übrigen Orte und Zugewandten zu bleiben gedächte»; dabei berichtete» sie, wie die Franzosen sie auf venetianischem Boden geschädigt, bedroht und beschimpft haben; auch wünschte» sie, das, von Lautrer freier Pas, und Proviant ansgcwirkt würde, da sie durchaus keine andcre Absicht hätten' als dem Papste auf seinem eigenen Boden zu diene». GS wurde dann abgeredet, sogleich darüber zu unterhandeln und bis zum Eintreffen einer Antwort, nämlich „bis Dienstag" (22. Oct.), stille zn liegen. Als aber die Boten, nachdem sie dem KnegSbrauchc gemäß zwei Zrompcter vorausgeschickt hatten, ihnen „sriden ns z»o blasen", zu der abgebrochenen Brücke kamen, brannten die Franzosen, die dort in Berschanzungen lagen, ihre Büchsen gegen sie los, sodas, der venetianische Geleitsmann und das Pferd des Schultheißen von Solothurn erschossen wnrden; darauf verbargen sich die Boten etwa zwei Stunde» lang hinter altem Gemäuer, während die beiden Heere ihr Geschütz spielen ließen Uine weiter oben am Flusse angeknüpfte Unterredung war vergeblich; da dir Franzosen auf den Herrn von Lautrer abstellten, so mußten die Boten am späten Abend zu den Ihrigen zurückkehren und aus freiem Felde übernachten. Am folgenden Morgen ritten sie eilends in das französische Lager zu Nobeeco. wo sie lautrer trascn. Auf ihre l^rössnnngen erwiederte er, das, ihm "Bollmacht gegeben sei, sie als Vermittler handeln z» lassen; Pas, und „Lieferung" hingegen könne er nur gewähren, wenn die Knechte zurückkehrten, freien Kauf für den Fall, das, sie nicht weiter ziehen wollten, mit Ausnahme jedoch des (Kardinals und der Banditen. Das wnrde denselben ohne Verzug schriftlich mitgetl)eil». Lautrer beschwerte sich indessen, das, dieselben entgegen ihrem "Versprechen bereits weiter gezogen, und mnthcte den (Gesandten zu, die in seinen Diensten stehende» Knechte über den Fluß ziehen zn lassen, um jene an der "Bereinigung mit den Feinden des Königs zu hindern; allein sie mahnten dieselben im Gegcntheil ab, die «Grenze zu überschreiten. Dann eilten sie wieder zu dem päpstlichen Heerzug, fanden einige Hauptleute bei Uapriolo, welche aber den Marsch fortsetzte», und ritten ihnen nach, in dunkler "Nacht von Banditen bedroht, übernachtete» in Uhiari, dem Onartier der französischen Hanptlcute, die (bei Tagliano) den Pas, gegen die Päpstliche» gehütet hatten; die Einholung der letztern, auf dem Wege nach Brescia, lies, aber die drohende Haltung der Banditen, welche die Nachhut bildeten, auch am Morgen nicht zu, sodas, die Voten zuerst wieder vier Meilen iveit zurückkehren und ein Geleit auswirken mußten. In Montechiaro erreichten sie am folgende» Tage die päpstlichen Knechte wieder und stellten die Hanptlcute ihres Vorrückcns wegen zur Rede; diese entschuldißtcn sich mit dem eingetretenen Mangel an Proviant und dem feindlichen Benehmen der Franzosen; sie begehrten »ach Mantua zu ziehen, weigerten sich aber, die von ihnen geforderte Zusage schriftlich zu leisten. Nach der Rückkehr in das französische Gebiet schrieben die Boten (28. Oktober) in das päpstlich spanische Lager um Geleit, erhielte» aber wiederholt nur ausweichende Antwort. Unterdessen verlangte Lautrec abermals die Grmächtigung, seine Knechte gegen die Päpstlichen zu führen, und sogar die Kündung des Bundes mit dem Papste, wozu aber Niemand einwilligen konnte, da die Vollmachten sich nur dahin erstreckten, dem König das Herzogthnm Mailand sichern zu Helsen. Als dann Lautrer mit seinem Heere gegen Uremona aufbrach (1. November), blieb den Boten wenig anderes übrig, als nochmals in die beiden päpstlichen Lager zu schreiben und die Ihrige» mit allein "Nachdruck vor einer Verletzung des französischen Gebietes zu warnen. Da sie aber mit ihren Bemühungen wenig Dank geerntet und nur so viel zu Stande gebracht, das, ein Zusammenstoß von Gidgcnossen verhütet worden, nahmen sie von Lautrer „Urlaub" zur Heimkehr. In Lodi empfingen sie <7. Nov.) Briefe mit der Nachricht, das, Gesandte der übrige» Orte zu ihnen kommen werden, mit welchen sie gemeinsam die Unterhandlung weiter zu führe» hätten. Ucbcr die bisherigen Verrichtungen haben sie dann in diesem Abschied Rechenschaft gegeben. November 1521. Einen wörtlichen Mdruck dieses Berichtes gibt Zellweger's Urk.-Vuch III, 1, IKK—174. Zur Fortsetzung der in Nr. 54 begonnenen Actenserie und zu theilweiser Erläuterung des Textes lassen wir hier eine Auswahl anderer folgen: 1) 1521, 12. October. „(lopia. äs lamdasiatn katta, gl slmn 4>ot(ss)ta (?) äi L(or)g(a.m)o (?) ... p. Rartbo. äs Raopio, per noms äsl r">o Ktai-W 8säunon«s. tV äi xi). sst. 1521. vsnns äa. Iiors 19 änl st psässta. äa. Ilcrgarno (?) pro Lartbo. äs Ikaspi», sanv» äil r">» Non (sixnoro?) ^bbatv äs Rorgognoni manäaw äal (tar(äina)Is 8säunvnss, st gli äioss äa parts äs 8ua. »a tzavsva asaro parlar oum »ua ölaA>">, st pol obs soso rmo (tar>« o stato st o bon arniso äi la ill»>a ga, ot oliv Irora il I'ontitiss, Imporaäor st 1v Ti^o äs 8gui^sri bavsvano ävlibsrato äa sxpsllor It'ran/.öoi äs Italia st motor un voro äuoa in gusllo staäo äs Nilano, st obv 1o progava volooos ssrvirs (?) ala illmn g» ^t al vlmo sZritti in oampo vbo volssss provsäor vir« lo sus gsnts non gli absti atals sxpoäitions psr vsssr la trouga sum la öl w oss». Bsr sbv volsnäo gti vbntar I'apa, Impsraäor st ls I/>gs (ta^ati (?) vbs bavorano b'ran/.vsi «i voltarano «antra la 8a äs Vvnotia. krotsstanäo aä vsso vlmo poässta elrs äsbba signitisar tals amkasoiata ala illwa 8» st al vlmo Eritti." Flüchtige italienische Handschrift. St.A.Mich: A.Popst. 2) 1521, 22. October (Dienstag vor Simonis und Inda), nach Mittag, Pontevico. Gemeine Hauptlcutc von Bern, in des Königs Dienst, an Schultheiß und Rath. „Uf das nächst schriben, so wir üch gethau, füegen wir ü. gnad zuo müssen, daß die Spanier überzogen sind ab des Küngs crdrich uf der Bcnediger erdrich gegen - dem Gartensee, entgegen dem Cardinal und dein züg. llf das hat unserer oberer, der Herr von Lotreck, an uns begert, ouch da hinüber uf unfern vorteil, damit-si nit znosamen kämen, (zuo ziehen); ist nit o», wir die ersten kriecht, so im feld sind gesin, hettcn dem Herren den zug nit abgeschlagen; aber unser Eidgnossen Hand in (im?) deHeins wegs hinüber wölken, Hand wir uns von inen nit können sündern. Nit dester minder sind die Venediger und der Küng mit einem tresfenlichen züg hinüber, zuo wcrcn was st) mögen. Ouch, gnädigen Herren, wie im vordrigen schriben anzöigt wird, wie dann die andern Eidgnossen ini birg harinzicchcn, schmale brötlin essen, Hand uns, jeklichem houptman besonders, ein offnen brief geschickt, denselben offnen bricf wir üch hie schicken, bedunkt uns, der brief und was darin stat und ir Handlung und thuon nimm glichförmig zuo sind. Si schriben uns, dem Küng sin erdrich noch uns nicnan zuo beladen; schriben wir inen widernmb (folgt ein freier Auszug der Missive vom 21. d. M.). Gnädigen Herren, den zug abgeschlagen (haben) über das ziechen in der Vmediger land bedunkt uns nit formlich sin und uns in künftigem ein großer nachthcil zuo sind, als ir hienach werden hören, wiewol etlich meinen, die vcreinung wyse, dem Küng nit wpter zuo züchcn dann sine landschaft gange, dargegm ander meinen, wir sycn schuldig, dein Küng helfen behau das Herzogtum Mciland wider mmklich, und ob wir uf (der) Venediger landschaft wärcnd gezogen uf unfern vorteil, so doch die Venediger unser fründ syen und us und us im feld by uns gelegen, und doch nit uf des Bapsts crdrich ist, wäre ganz nützit wider die vereinuug, sunder unser großer vorteil gewesen . . . (Wiederholungen), so si doch lib und leben zuo uns gesetzt hettcn, daß wir si ouch nit hetteu gclan, und das damit wir st) für und für für fründ Helten mögen haben uf künftigem; suust förchtcn wir, so st) gcsechcn, und si lib und leben zuo uns satztcn,. und aber dchein trost von uns warten sin, si villichter bewegen, einen verstand und frid zuo machen mit dem Keiscr, dadurch si irc land möchten sicher hau; wenn aber das beschächc, uns Eidgnossen zuo großem Nachteil in künftigem sin wurde, so wir doch schuldig sind, dem Küng zuo behan das Herzogtum von Meiland; dann der Keiser möcht allwegen lüt schicken durch der Vmediger land und (uns) zno großem Nachteil wol. Gnädigen Herren, wir glauben nit, daß dis winters mer vil gefachten werde, und entwederer züg gegen dem andern uüt schassen möge, sundcr das wintcrlägcr anzuo neme», glauben ouch nit, daß die Spanier und unser Eidgnossen, so zuo inen wölken, diß jars zuosnmcn kamen mögen. Semlichs schriben wir Houptlüt gemeinlich unser» Herren gemeinen Eidgnossen zuo, darüber zuo sitzen und zu raten und uns zuozeschriben .., wie wir uns in dem allem halten söllen, w. zc. Bitte, die Knechte durch ein Schreiben vor der Heimkehr zu warnen und Ucbcrtrctcr zu strafen, auch gemeine Eidgenossen zu dieser Maßregel zu vermögen, „dann wir mögen nun hinfür über acht tag nümmm mer im feld beliben und mücsscn das winterläger annemen, denn es will zuo treff im feld werden." S>. ?l. A. z>->,n.->ch (Bern» Kopie). November 1521. 127 5) 1521, 22, Oktober, Robecco. Die zur Fricdcnsuntcrhandlung verordnete cidg. Botschaft an Hauptleutc und Knechte auf den, Wege in päpstlicher Heiligkeit Dienst. „Wir fliegen! »'ich zuo müssen, als bald wir sind kommen in k, Mt, litgcr, so sind wir kert für den Herren von Latrec und mit im gercdt mengcrlei, dz so ir houptlüt mit un« Hand gcredt, und bcgcrt, üch frycn kons (der) spyS umb üwcr gelt lassen zuosttcren, ouch üch pass zuo geben über dz wasser und durch die laudschast bis gen Mantua, und Hand unser» flyss und ernst gcbrucht zum besten so wir Hand können. Iis Mich unser beger hat er uns nachgelassen und vcrwilgct, er ivölli mit de» Venedigcrn schassen angcnds, dz sy üch werden lassen zuofücrcn spyS und lifcrung umb üwcr gelt, safer ir »it understandint, über das wasser zc bassiercn, »icmant zc schädigen und in ruviv blibint, bis wir bottcn zuo üch konunent, dcß wir uns nit suinen werden (und) jtrackö zuo üch ryten, wo uns gross wctlcr nit sumtc von wasser; dann als wir von üch geritten sind, hat es fast geregnet und sind die strassen fast tüs worden »nd bös zuo rytcu; wo das weiter nit so gar streng bös wäri gsin, so hcttind ir zitlichcr und cc disen brics gehcpt; an uns hat mit erwundcn. Harumb ist unser pitt und beger an üch gcmcinlich, ir wöllint stillsto» in ruow bis uf unser zuokunft, sind wir in guoter Hoffnung, mit üch ze reden und (ze) bringen, dass ir zum gnotcn teil werden! ein vernürgcn haben" ... T,. Zürich. Paps, ignpk), 4) 1521, 25, Octobcr (Mittwoch vor Simonis und Judä), „nit wyt von dem stettli, da wir haben! gebassiert, heisst Sarna" (Sannico?). l^corg Berger ?c. an Zürich. „Wir haben! üch nächst geschriben, wie wir zuo Tain an dem wasser genannt Ocl am pnss ligint ?e. (betreffend die Unterhandlung »nd Abrede mit Lautrer), und söltind .. die bottcn verschaffen, dass die am pass us uns nit zugint und stillstücndind und uns die proviand licssint zuogan, so wölltind wir also still ligcn und der anlwurt erwarten, doch dz uns sölichc antwurt als uf gester früc on alles verziehen wurde gegeben. Nu wicwol sölichs was abgcrcdt, und wir bcgcrtcn sölchcm statt zc thuond, sind die Franzosen gegen uns harübcr in ein stettli, das am nszug des Oclsccs ligt, gezogen und haben! uns allcnthalb die profand abgeschlagen und den puren im land bcfolhcn, wo sy die unseren möchtind belrctlcn, sölltind sy die henken, und kamen! ctlich, so uns wolltcnd spys zuosüercn, flüchtig zuo uns und sagtcnd, wie sy kum wärint cntruitnc», und als wir sölichs verstuondent, vcrsamlctcn wir all unser hoptlüt, dcssglich die hoptlüt von Zug und Underwaldcn, die by uns in unscrm Hufen lagen!, dann die übrigen all in einem andern läger »f vier wälsch myl von uns lagen!, und wurdcnd zc rat, dicwyl die Franzosen uns icmcrdar also suochtind und verachtctind, ouch uns die spys abschlücgint, alles on ursach, und über das wir sinen landen mit uf der Bencdiger crtrich wärint, die sich gegen uns kcins Unwillens crzöigtind, und schicktcnd ctlich hoptlüt zuo dem stettli, die mit den Franzosen und denen im stettli redtint, dz sy uns spys licssint zuogan und stillstücndint, bis uns von dem von Lalrek antwurt wurd; und damit denselben verordneten kein schmach begegnete, verordnctcnd wir inen inj" reisig und iiist snoßknccht zuo einer hindcrhuot. Und do die verordneten zuo dem stettli kamen und so nach, dass sy nit mc mochtend crtrünncn on Nachteil, do schusscnt die Franzosen »ss dem stettli zuo inen, und lusscnt die unfern, so von knechten inen waren! zur huot geben, inen zuo und crobcrtcnd das stettli, yltend ouch de» Franzosen ab etliche schiff und fuorent inen »ach über das wasser, schicktcnd ouch nach den Hakenbüchsen und nach mee knechten »nd crobcrtcnd also den pass, und damit wir den möchtind behalten und den unsere» nüt begegnen, zngcnt wir, (ouch) Zug »nd Underwaldcn hinüber mit allem unscrm Hufen, und ander unser l^idgnosscn die zugent in unser läger, das wir hattend vertan, und in das stettli, und hat gott und unser lieben heiligen wölken, dass sölichs bcschcch; dann der pass an dem end am böstcn ist, »nd wäri nit müglich gewesen hinüber ze kamen, wo das nit von gott wäre angesehen; dann sich gar nienias versehe» hctt, dass wir da sölltind hinüber kamen sin. Und sind der Franzosen bi den rl gefangen worden und ivol so vil erschlagen und ertränkt worden, als man uns sagt. Darzuo ist uns ouch gesagt, dz der recht Herr und hoplma», dem befolhen was, uns die päss ze wcrcn, ouch erschossen sig, und habend sich unsere knecht, deren am ersten nit über scchszig sind gewesen, gar crlich und redlich gehalten, und sind der unsern nit nie dann zwcn umkomcn, gott begnade ire seclen. Und also ist durch schickung des allmächtigen der hochmuot, die schmach und Verachtung an disem end nidcrgelcgl und gestraft, dann die übrigen ze ross und fuoss, das alles recht Franzosen und Gasgonicr gewesen, hinweg geflohen sind. Und nächt umb das „achtmal habcnt uns die Kotten bi dem von Latrck einen bricf geschriben, dch schicken« wir üch hierin ein abgcschrift (f. Nr. 3). Und darumb . . so berichtend mir üch dcss aber, damit was gesagt wert», dz ir dir November 1521. recht warhcit habint .... Dann schlechtlich sa habcnt die Franzosen an nns gehalten weder frid noch ciniglcit (einung?) und uns schwächlich und verächtlich gehalten wider alle billigkeit.. .> Und diewil gott uns den paß also hat verlihen, so verrnckcnt wir hüt und wöllcnt den nächsten in des marggrafcn von Mantoas land, und uns gar nimdert lassen frieren zuo des Bapstes Heer, dann wir sust nit wit darvo» sind, damit nit uf uns etwas werde angefangen" ... ^ tor^o: „Donstag vor Martini empfangen" (7. Nov.). Si. A. Zürich: A. Papst. Dies ist der von Hottinger (Müller) VI, 67 vermißte Originalbericht. 5) 1521, 28. October, Ostiano. Geleitsversprcchen für die zu Robccco vcrsammclteu eidg. Boten. Nag"« domini amioi nostri, Dratum nobis kuit «lilatam nobis kuisso ocoasionom Dom. vostras in boc kolioi oxorcitu nmioo suscipiondi, cum muximo dominornm cont'ocdoratorum vivo« ^cratis, guos a 3. 1). II. summoporo diligi non i^noramus. Vcrum guaniam salvum conductum pokitis, guod ml omnos nationcs in oxcrcitu militantes vim babiturum et satis notum bubotis plorosguc nationis vostro poditvs per proürtos dominos vostro» ad 3"" 1). dl. stipondis. advonisso, gui licet cum vxorcitu nondum conjuncti sint propodum tamon conjun^cntue, cum in orastinum ut conzungimtur, itor sint arroptnri, iccircv cvnvoniro duximus prcürtos poditos commono- kacoro et de vjusmodi vestra potitiono priusgusm super va statuamus eertos kaeere, guod mox tivri eura- I>imu», et babito eis response vvs ipsas per nuntium nostrurn de vo guvd taeiendum vidvbitur ovrtiorabimus, et likne valeant Uol« vestrae, guibus nos ollerimus. In eastris apud Ilastianum, eet. K. A. Freiburg: A. Kriegswesen (B-rncr Vvpie). — K.A. Basel: A. Mailtindeikriege (Nebers.). k) 1521, 4. November (Montag nach Allerheiligen), „Cainary" (Gambnra?). Die eidgcn. Haupllcnte (in päpstlichem Dienst) an die eidg. Boten im französischen Lager. „Unser fründlich grnoß ?c. ?c. Uewcr säzribcn Hand wir wol verstanden; zuin ersten als ir uns schriben vo» wegen eins gcleitcs, sond ir wüsten, daß wir uns des selbigen insunders nit beladent, ouch von uns kcins gelcites bedörfent, sunder sa ir zuo uns kommt, daß ir uns lieb und wert sind und üch gern gcsechcnt, soferr unser Herren, dcro diencr wir sind, üch dnsselbig gc(be)nt, mögent wir fast wol liden, und gefallt uns wol. Zum anderen, als ir uns schriben, wir habint unserem zuosngcn nit statt gethon, lassen wir uns bedanken, wir habint dem Franzosen bas gehalten denn er uns; dann wir noch wol andenk sind, was und in welcher gestalt wir üch znogesagt, nämlichen so man uns paß geb, ouch profant um unser gelt zuo ließ gau, alsdann wetten wir nit zuo dem züg zieu; ob dasselbig geschechcn syc, ist uit uot zuo erzelen, dann ir sin (deß) gnuogsam bcrichl sind, daß sy uns die unsere» erschossen und erstachen, ouch als spenden zuoftat, nach allem irem vcrmüge» gcsd>cdiget und darin niemands gesd>ont, unser profant abgeschlagen, wo sy können Hand, ouch mit schandlichen unlidcnlichen warten nach unscrm bedunken nit allein uns, sunder ouch unser Herren und ein jede» frommen Gdgnossen gcschändt, geschwächt und gclcstcrt, über uns gemugcl und unchristcnlichc werch zuogeleit, gesprochen, ir Eidgnossen sind die gröstcn Verräter und stcischverköufcr, die under der sunncn lebcnt, ?c. Ob üch sölichs lidenlich oder fründlich dnnkt, gend wir üch als de» hochvcrständigcn zuo bedenken; dann nur könncnt nit (anders) glauben, dann so unser Herren sölichcs Handels bericht werden, sy wcrdinl ein klein gefallen ha» ; bedüccht uns, ir hießen die unseren billicher nbziechcn von einem, der uns sölich laslcr zuolcgtc, denn daß ir üch sinen größlich belüedcnt; wie aber dem allem, so wend wir nllweg thuon alles, das biderben lüte» zuostat (und) killen üch, ir wellent die fach ouch bedenken" . . . (Siegel von Hptm. Jacob Martin). St. A. Basel: A. Mailänderkviege (Copie). S^. Aürilh. 19. November f. (Dienstag »ach Othmari f.) Tlaalbarchiv Zürich: Abschiede Vb. 8. wi. 7». 2i ,aat«archiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, ir p. b«2. Abscheide »in« eint«. Kantonbarchiv Basel: Abschiede, k. I !I -i. tüantoiiSarchi» «reiburg: Abschiede. Bd. 87. Äanloiibarchi» Solollmrii: Abschiede, Bd. X. .ülnitvttbarchiv Tchaffhausen: Abschiede. Gesandte: Zürich. (Felix) Schmid, Burgermeister; Jacob Grcbel; Jacob Holzhalb; Mcistcr (Hans) Bcrger. rn. Sebastian von Dießbach; (Hans) Jsenschmid, Venner. Lucern. (Peter) Zukäs, Schultheiß; Bogt (Hans) November 1521. 129 Eößi. Uri. Vogt „Occhsler". Schwyz. (Marlin) Zbächi, Ammann. Unterwaldc». «Arnold» Iruonz, Ammann. Iug. (Nicht angegeben». «KlaruS. Marx „Imad", Amman». Basel. Hans Eraf. Ircibnrg. Jacob Zrchtcr mann. Solothnrn. Peter Heboll, Schultheiß. Schaffhansen. (Hans) Ziegler, Bürgermeister; Eberhard von Iulach. Appenzell, Eeorg Meyer. — (Zürcher Ex.) »». Die bedenklichen Nachrichten, die «Heils von Zürich, Bern und ^'ucern gemeldcl, theils von den nach Mailand geschickte» Boten geschrieben worden, stimmen alle darin nberein, daß das päpstliche Heer immer weiter vorrücke und bei Nacht Brücken schlage, in» nach Mailand zu kommen, und daß s'antrec mit etwa 4000 cid- genössischcn .«»echten, die noch bei ihm sei» mögen, demselben entgegen ziehe. Da man aber keine Bollmacht hat, hierüber z» rathschlagen, und doch dem Schaden und der Schande, die den Eidgenossen hieraus erwachse» könnten, zuvorkommen will, so wird ein „kurzer eilender" ?ag augcseht ans nächsten Montag (25. November) nach )'uccrn, zu welchem die Bote» mit „vollmächtigem Eewalt" erscheinen solle», um das Nölhigc vorzukehren, „alles yiit dapsercn ivorten." t» Bern und Cncern fragen an, ob noch jemand mit ihnen dem Eardinal von Sitten ab sagen wolle? Da hiezu Niemand bevollmächtigt ist, so wird der Anzug heimgebracht, um auf nächstem !ag zu ^ucern Antwort zu geben. « . In dem schweren Handel zwischen dem Herrn von Eonstanz und denen von Schafshausen wird eine neue Verhandlung angeseht ans de» 20. des nächsten Monats, also daß dann beide ! heile mit vollem Eewalt erscheinen sollen, «l. Den Bote» in Mailand wird ans's ernstlichste („zum treffen lichosten") geschrieben, sie möchten allen möglichen Ileiß anwcndt», um zn verhüten, daß die dem Papste dienenden .«inechte sich auf dcS Königs Eebiet führen lasse», und sie bei den früher angcdrohten Strafen davon abmahne»; wen» sie aber schon darauf gezogen wären, so sollen sie sich wieder auf päpstlichen Boden zurückziehe». Dasselbe wird den Knechten noch besonders zugeschrieben. «I fehlt im Ba-llcr, Frcibnrgcr und Soloihurncr Ercmplar. In Da die Schreiben der Boten und Knechte au» Mailand gewöhnlich erst nach ein oder zwei Woche» an ihre Obrigkeiten gelangten, so lassen sich hier mir folgende Acten einlege» t l> 152l, 27. October (Sonntag vor St. Simon und Inda»», Nobccco. Rudolf Nägcli an Schultheiß »nd Rath in Bern. „Edlen rc. rc. Ich hau üch »on Schar (Ehiari?) geschriben den Handel, wie wir mit unser» Eidgnosse», so by dem Eardinal sind, gchandlct Hand zuo Kabriol. Also sind wir morndcs inen nachgeritten der Meinung, mit den houptlütcn des), so si sich begebe» hatten, abscheid zuo machen und darumb schriftlich anzöig von inen zno nemen. Also hat sich desselben lags begeben, daß die crcnlüt die banditen die uachhuot gchcbt, die sich beimaß gegen uns crzöigt, daß wir desselben tags nit Hand mögen zuo dem züg kommen, sonder umb ein gleit zuo inen müessen schicken, das doch ein nngchörts ist. Wie ouch das von den, Eardinal und sine» nnhöngcrn gehalten sye, will ich ander liit rücmen oder schelten lassen zno siner zit. llnd als wir von den honptlüten schriftlich abscheid begert, hat (das) nit möge» sin, sundcr uns abgeschlagen ivorden. Darumb, gnädigen min Herren, möcht üwcr gnad gedenken, wie fruchtbar» wir'hic schiicscn, weiß ich nit; dann wir von den drycn stellen Kotten nit angenem noch empsänklich sind und müesscn kronenfresser sin und lutsch szranzosc», darumb wir anc wytcrn abscheid von inen geritten sind wider gan Räbiick. Da dannen Hand wir uf hiit zno dem Eardinal von Mcdicis umb ein gleit geschickt; ob »ns das verlanget oder nit,»mögen wir »och »it wiisscn, dann die zwccn Oardinäl von Mrdicis und von Sitten sind mit nein gcziig nach nit by einander», sundcr ist der Eardinal von Mcdicis und der hispanisch züg sechs mite von discrm lägcr Rcbäck, und Hand den andern Eardinal mit sincm gezüg gelassen zuo Montcschatc (Montcchiaro?), fiirzicchcnd gc» Mantua zuo, und ist die sag. daß dcrsclb Eardinal von Sitte» mit denen, so by im sind, den Herzogen von Acrrarc bekriegen, und aber der ander Eardinal de Mcdicis (111!«?» den Spaniern den Küng in dem Hcrzogthm» Mciland (angriscn); ob es aber also sye oder nit, weiß« niemand dhcin sichcrhcit; hall ich üwcr gnaden im besten wöllcn berichten, dann ich „it andcr» glonb (dann daß wir) ung-schnfst »ß dem land müessen. (Das) wollend im beste» vermerke» und daran sin, damit 17 130 November 1521 dieselben leisten knccht abgestellt und gemant werden, die dann nnc not und zimliche nrsach zuo bäpstlicher Heiligkeit gezogen sind; dann st ab unserm manen, gebieten und verbieten nützit thuon wöllen, und aber zuo besorgen ist, großer Unfall und Übels uß aureizung des Cardinals von Sitten entspringen werde. Und als mich beduukt, wirt nit not sin, des Küngs knecht abzuomanen, dann si snnst nit all beliben werden und setz etlich hcimziechen, will auch glauben, die Kotten und ich mit inen nit lang im land werden beliben" ., . K. A. Fveiburg: A. Kriegswesen (Verner (5opie). 2) 1521, 3. November, Cremona. Rudolf Nägeli an Schultheiß und Rath von Bern. „Edlen ?c. ?c. Wüssend daß dem schriben nach, so ich üch von Rebäck gethan, antwurt koinmen ist von dem Cardinal von Mc- dicis, als ir in bygelegter copy sechen mögend, und uns kein gelcit zuogeschickt hat; und diewil dieselb schrift und unser Eidgnossen zuosag, so by dem Cardinal von Sitten sind, nit zuosamen stimmen, Hand wir von stund an einen Kotten wider zuo inen geschickt mit einer copy der antwurt, so uns dcrsclb Cardinal von Medicis zuo- geschriben hat, ob sy des willens sigen oder nit, irem zuosag stattzethuon, uns zuo Calepia, zuo Cabröl und Montschar zuogesagt. Also ist uns noch kein antwurt worden noch der bott wider kamen. In dem sind die knccht so in merklicher zal unv großen scharen heimzogen, daß wir besorget Hand, es wurde nit laug bcit hau noch mögen erliden, und hanv aber dein Cardinal von Medicis umb ein gleit gcschriben, das uns aber nit worden ist, als ir in bygelegter Copy ouch sechen mögend, das doch zuo hören eben swer ist und uns hoch befrömbdet und verschmächt, nit sovil von unser Personen wegen, sunder von üwer' miner herreu und anderer Eidgnossen wegen, die so liecht und schmachlich geachtet sind, als ir.. bas mögend bedanken, dann ich ü. g. deßhalb möge berichten, was hochmuots und üppikeit darhinder stecket, dann man einem Türken, ich wil geschwigen ein pundgnossen dein andern, gleit gab. Also sind so wenig knechten beliben, daß sich der Herr von Lautrcc besorget hat, er wurde überfallen von sine» finden, die nit mer dann vis milen von im lagen zuo Ostia, und ist mit allem züg uf aller Helgen tag ufbrochen und gan Crcmona zogen, der sich des abziehend der knechten, besnnder der leisten, übel gehebt und hoch erklagt, daß sy in an sincn finden verlassen. Also Hand mir Kotten ouch von im urloub wöllen nämen und uf Loden und Mailand zuo riten; hat er uns durch gott und aller ercn wegen gebacken, nit von im zuo wichen, dann wo wir von im ritten, wurden die knecht all Heimziechen. In dein haben wir kein antwurt von dem Cardinal, dann die domalen noch nit konien was, und uf sin bitt sind wir im aller, besten lim) zuo willen worden.; wöll ü. g. von mir zuo minem teil im besten vermerken... Also ist gester der spanisch züg von Ostia usbrochen in ein andern flecken, nit hindcr sich, sunder für sich gan Mailand; ob es aber von unkomlikcit irs lägers beschächcn ist, oder sy in das hcrzogthumb fallen wöllen, mag man nit müssen, doch so wirt mau cs bald sechen. Gnädigen min Herren, vor discn dingen allen ist in der Venediger land ein post, der nidcrgeworse» mit etlichen briefen, so der Cardinal von Medicis dem bischof von Vernlan zuogeschickt, dcro iuhalt ich hieb») ein copy von italianischem zuo tütsch transferiert zuoschicken, daby ü. g. (uß dem) inhalt derselben ivol mag vermerken, mit was geistlichen fachen sy nmbgand, dann ich nit gloub, daß iueu der heilig, sunder der bös geist (das) ingäben ... ^ A, Schafshmise»! Korrespondenzen (Kopie). Zu vergleichen sind Nr. 56 u, Note 2 und Nr. 57, Note 5. 3) 1521, 9. November (Samstag vor Martini). Lucern an Zürich (u. n. Orte). „Wir hnbcnt uf gcstcr von diserm bocken abermalen brief empfangen, dieselben verlesen und verstanden, und ist (nit) minder, uns will bedanken für und für, daß da wöllcnt Ursachen gcsuocht werden durch list und geschwind pratiken, wie mau möge in das Herzogthum Mciland fallen, das aber uns und anderen Eidgnossen dheinS wegs lidcnlich... Wo das harreicht, hat man langest ivol mögen schmecken; aber wie dem allem, so lasse» wir sölich geschrift, die wir üch wider schickent, sampt der andern, so uns junkcr Jacob Grebel uf gester srüe ouch crzöugt hat, by einander» blibcn bis us den tag, so by üch sin wird us Mentag nach Othmari, uf welchen, als ivir achtend, jedermann si" potschaft haben wird, als ir ourch vermeltcn junker Jacoben witer bericht werden, es komm denn in mittler zit etwas anders und nüwers, dadurch man gcnötigct (wurd), ilcndcr zuosamen zuo kommen; sofcrr und uns dau» etwas begegnet, wöllent wir allwegeu handle» dz so unser aller lob, nutz und cer ist." S>. A.Ziwch: R. em-rn, 4) 1521, 13. November (Mittwoch nach Martini). Bern au Lucern. Mitthcilung eines neuen Schreibens von Rudolf Nägeli . . . Man finde, es habe die vielfällig angewendete Mühe noch wenig gefruchtet, und daß November I5>21. dem König nicht zum besten gedient werde, wenn es nicht anders zugehe. Da jetzt (nächstens) ein Tag in Zürich stattfinde, so habe man solches berichten wollen, damit Miccrn seine Votschaft desto besser zu instruirrn wisse... Sl. «. ?u»n>! Misstorn. 5) Hieher gehört wohl auch das folgende Schreiben der Hauptlente ?c. in königlichem Dienste, d. d. Mailand 15. November streitig nach Martini, Abends), besiegelt durch Albrecht vom Stein, Hans Ulrich Hcinscrli von 2uccrn, Vogt Käser von llri und Vogt lllrich von Schwyz, an gemeine Eidgenossen. Die Hauptlente bescheinigen den Empfang des von Niccrn ans unterm 8. November an sie erlassenen Schreibens und bezeugen, daß sie nach bestem Vermögen den erhaltenen Mahnungen nachgelebt haben, was die eidgenössischen Knechte bei der Widerpart, von dem Cardinal verführt, „als er vormals mcr getan", nicht in gleicher Weise thn». Sodann berichten sie, dast die Kncchte vor einigen Tagen „am Wasser" gelegen, um de» Feind abzuwehren; sieben wälsche Meilen oberhalb ihres Kagers seien die Franzosen gestanden bei Cassano; diese haben die Feinde, etwa 3lll)l) Mann, i» Schissen herüber kommen lassen, dann aber mit denselben lange geschlagen und sie ans dem besetzten Dorfe vertrieben, doch mit Einbustc von etwa 1W Mann. Von diesem Gefechte haben die Eidgenosse» nichts gcwuszt; ihrerseits haben sie in der Kanonade mit den Päpstlichen noch keinen-Mann verloren. Hierauf habe 2autrce den Rückzug nach Mailand angeordnet (Mittwoch vor Martini?), wohin sie unbeschädigt mit allem Trost und Geschütz gekommen; bei ihnen stehen auch Venetiancr und Franzosen. Heute (15. Nov.) haben die Vürger in ihrer Versammlung beschlossen, z'eib und Gut zu dem Heere des Königs zu setzen ; schon haben sie angefangen zu schanzen und alle sonst erwünschte Hülse versprochen. Die eidgenössischen Knechte haben sich in die Vorstädte gelegt, um sie niit aller Macht zu behaupten, bitten nun aber ihre Herren, sie nicht zu verlassen, sondern unge säumten Vcistand zu leisten. Dast die nach Mailand zur FriedcnSunterhandlung geschickten Voten so bald wieder heimgekehrt, können sie iiO nicht erklären; freilich haben dieselben bei de» Päpstlichen keine freundliche Ausnahme gesunden. Nun rücken die Feinde mit grostcr Macht Hera», darunter auch Eidgenossen, und eine Belagerung sei zu erwarten, sodast die'.Knechte wohl fürchten müssen, gänzlich abgeschnitten zu werde»; darum bitten sie um schleunige Verhaltungsbcfehle, um so mehr als eine Anzahl schon wegcz«zogen; die klebrigen niögc man ihre Treue gegen die Obern nicht „entgelten" lasse», da sonst ei» andermal der Gehorsam unwillig sein könnte. Gt. A. Zürich: A. Frankreich (Zürcher vopic). Zu Hieher ziehen wir folgende Acten: l> 1521, Itt. November (Dienstag nach Othmari). Vurgermcistcr, grostcr und kleiner Rath von Schafs- hanscn an seine Gcsandtcn in Zürich, FohanncS Zicgler, Eberhard von Fulach, Hans Jacob Marbach, Pirmin»« Asscnstctter und Johannes Bärz. Nachträgliche Instruction: Wenn anfänglich in dein Span mit dem Bischof von Co»stanz die Güllichkcit versucht würde, so sollen die Voten nicht anders daraus cingchcn, als dast Hallau „ohne alles Mittel" bei der Stadt Händen bleibe, wobei man handfest beharren werde. Wolle der Bischof das Recht vor den zwölf Orten, so haben die Voten Vollmacht, es nuzunchmc», jedoch eben nur vor den zwölf Orten ... Kantonkarchiv Schaphausen: tzorrespondenzen. 2) Die Erklärung von Schaphausen (ohne Datum, aber wahrscheinlich zu diesem Abschied gehörig): „Wir setzen in kaincn zivifel, ir sigc» von üwcrn botschasten nächstvergangncr taglcistungcn bericht, wie wir von dem hochwürdigcn sürslcn und Herren, Herr» Hugcn, bischofcn zuo Eostcnz, unscrm gnädigen Herr» und siner gnaden stisl von wegen der inncmung des dorss Hallow und der arme» biderbcn lüten daselbs hoch verklagt sigen und durch gcmelic» unser» gnädigen Herrn, den bischof und die sine» . . . üwcrn botschasten ingcbildct ligc, als ob wir an nngcznigtcr inncmung merklich geständet, übel gcthan und der kam glimpf »och fuog gchcbt. Damit dann üiver lieb zum teil bericht wcrdint, was uns hicrzuo bewegt, »ist welchem grund und marumb das bcschkhcn ist, dardurch uns ob gott will zuogemessen werden soll, nit unbillich oder unsuoklich gehandelt haben, hat es die gcstalt: «restlich so gehört Hallow mit lib, gnotc, grund, bodcn, aller aigcnschast und gcrcchtigkcit dem gottshus Allcrhailigen in unser statt Schaffhnsen zuo, welches gottshus uns mit burgrccht anhängig, »nd dest schirmherrcn wir sind, und ist Hallow von den Herren von Ncllenburg als stistcr des vorgemclten gottshus zuo fryger gottsgab und stisiguotc an ccgenannt gottshus gegeben, »nd dassclb gottshus »s Hallow gewidmet. 132 November 1521. Und micwol unser Herr bischof sich laßt verneinen, sin gnad und ir stifte habint über menschen gedächtnus ' Hallow unansprächig ingehebt, das wir stan lassen; es ist aber davor ein weltlicher, genannt gras Adelbert, des gottshus und irs dorfs Hallow schirmherr gsin, der sich in sinem schirm dermaßen gehalten, daran ein gottshns großen mißfall gehebt. Daruf hat ein crzbischof von Trier, der ouch eilt Herr von Nellcnbnrg gcwcst, zivischcn dem gottshus und dem schirmherrn, wie sich dersclb fürterhin solte halten, einen verlrag gemacht, der lntet nnder anderm uf (die) mainung, wo ein schirmherr nngepürlich handelte, daß dcrselb entsetzt sin und an sin statt ain anderen, der dem gottshns bas gefalle, sölte geordnet werden. So hat das gottshus an ainem andern ort, daß ain abt und convent über dasselb ir gottshus, deßglich ir aigenthnmb und stiftgnote inen selbs mögen annemen und ussetzen einen schirmherrn, der si bedunkt inen (am) allernutzlichsten zuo sin. Nun demnach, als wol mag verstanden werden, da unser statt Schasshuscn und das gottshus in dem wesen wie jetzund nil gesin, hat ain abt und convent einen bischof von Cosianz, von wegen daß er an dein end nachpur und anstößer, ouch ain geistlicher ist, zuo schirmherrn über Hallow angenommen, darum ain bischof bißhar sin schirmgclt von des gottshus armen lüten und güetern ingmomen. Und hat also das gottshus vermeint, nach gras Adelbertcn, der vor schirmherr was, künftiglich unbillicher beschiverden vertragen zuo sin. Und gestond rnrserm Herrn bischof ganz t'aiirs wcgs, anders dann daß sin gnad und etlich ir vorfarcn am stift Hallow allein schirnrs wis und nie mit der aigenschaft habe besessen und ingehebt. Wie aber unser Herr bischof die armen biderben lüt in vergangnem Schwabeukrieg geschirmt hat, ligt am tag, daß Hallow domals von unser und voran gemeiner Aidguoßschaft wegen von den Schwäbischen jämmerlich und elendklich verbrennt, verderbt und die biderbcn lüt erstochen sigen. Ist ouch wol zuo ermessen, so dcrselb schwäbisch krieg sich mcr schicken, wie es Hallow und den armen biderben lüten crgan, und was schirms und trosts si doch von unserm Herrn bischof haben wurden. Darzuo ist üwer lieb uugezwifelt noch in frischer gedächtnus, wie unser Herr» der bischof den armen lüten von Hallow über ir vorangezeigt schirmgelt vor jar und tagen etlich merklich nnlidenlich und unvermöglich schatzungen, stür oder hilfgelt (ufgelait), mit namen eins (von) hundert guldin, als vor jarcn kaiserlich Majestät hochloblichcr gedächtnus sälig understanden, den romzug zuo verbringen, welcher romzug kamen fürgang gehcbt, und nachfolgend zum andern mal aber ein merklich nnd vil höcher sumiu, da beid summa sich uf sechshundert gutdiu ungefarlich gepürcn, inhalt Herr bischofs anlaitbrief über die armen lüt vor Rotwilischcm hofgericht usgangen, als sin gnad vorder jars mit dem Pund zuo Schwaben wider Herzog Uolrich von Würtemberg gckricgct, ufgelegt hat, das si im doch zuo geben kains wcgs schuldig noch verbunden. Und so schon die armen lüt von Hallow unserm Herr bischof vor angezaigt ufgelegt schatzung, stür oder hilfgelt jetz gäbint, deß sz> doch kains Vermögens sigint, so wurde es doch daby endlich nit beliben, und müeßtint erwarten, wenn (es sich) je zuo zitcn ainem bischof fücgte, daß er inen allweg nach sinem gefallen schatzung, stür oder hilfgelt nflegte und abnämc, und si mit dem, das si nit schuldig wärint, beschwärte, zuo armuot und verderben richte. Daruf haben unser Herr abt und der convent des uilbestimmten gottshus Allerhailigen, dem wie vor begriffen Hallow zuogemidmct ist, und das mit grund, boden, aller aigenschnft und gcrcchtigkcit demselben gottshus zuo- gehört, unsern Herrn bischof hoch ernstlich und trungcnlich bitten lassen, sincr sürgcnomnen schatzung, stür oder hilfgclt von zc sinn (»io) und si bi altem Harkomen beliben zuo lassen. Solich bitt hat nit mögen versuchen. Also haben ccgcnanntcn unser Herr abt und der convent vermeint, unser als irs gottshus schirmhcrren bitt wnrdc villicht mer dann ir bitt bi unserm Herrn bischof erschießen, und uns deßhalben ankert, in maßen als si gcthan, Herrn bischof ouch zuo bitten. Das ist von uns bcschehen; aber unser Herr bischof hat unser bitt glichcr wis abgeschlagen. Demnach habe» die armen lüt von Hallow ir botschaft zuo tagen für üwer nnd anderer üwer und unser getrüivcn lieben Eidgnosscn ratsbotschaflcn abgefertigt und Hoffnung getragen, dieselben wurdint nuscrn Herrn bischof bitten und vermögen, sin vorgedacht fürncmen nbzuoßcllen und si bi nein alten harkomcn beliben zuo lassen. Und wiewol ir und nnder üwer und unser getrüw lieb Aidgnosscn deßwcgen zuo mcrmalen ernstliche bitt an unsern Herrn bischof langen lassen, so hat doch sin gnad üwer bitt wie die vorbeschechnen bitt ouch abgeschlagen und verachtet und von sinem fürncmen nie stau und ouch kein inländisch recht als vor unsern getrüwcu lieben Aidgnosscn nie annemen, sonder die armen lüt von Hallow von üwer und unser Aidguoßschaft uszirkcn wöllen, inhalt einer missiv von unserm Herrn bischof an üwer lieb und ander üwer und unser getrüwen lieben November 15,21 I.'i.i t^idgnossc» boltc» usgangcn, der abschrist imscr gegenwärtig ralsbolschast üiver lieb sollen! verhören lassen. Und hat also »»sc, her, bischos das rotwilisch hofgcricht für »»d für ividcr si, die nrmc» lüt vo» Hallow gcbrucht, bis daß s> sind i» dic acht koincn. Nu» wissen üwcr lieb incngktich, das, all die so in acht komcnd, die zit »nd si darinne bclibcnt, iren fründc» verbottcn, ircn sicnde» »»d n,englichem erlaubt sind. Tarnach haben «wer lieb und ander üwcr »nd »nscr lieben Aidgnosscn bottcn ab vil gchaltncn tage» uf der armen lütcn von Hallow klcgd »fgclcgtcr schatznng, stür oder hilfgcltS und der acht halben, darinne st sind, setz schriftcn an unser» Herrn bischos, denn vil nbschcid, so wir bi Händen haben, wider gemeltcn Herrn bischos nsgan lassen, nf mainung inhaltend, das, unser Herr bischos von sinem sürncmcn stan und weder der acht halben, noch mit nßländischem rechte» wider die armen lüt fcrcr nit proecdicrcn. oder aber, so sin gnaden das nit gemeint sin, sich ninS zimlichcn inlündischcn rechtens gegen de» armen lütcn vor gcmaincr l^idgnoßschaft ald etlichen sondern Orten benücgcn lassen wälle, wo aber sölichS nit sin möchte, wurde ein Aidgnoßschast vo» den armen lütcn, dic sich bishar an ine» wol gehalten hettind, nit sehen und sie »it verlassen. Taruf haben dic armen lüt sich getröst und vcrmaint, unser Herr bischos wäre dabi bclibcn, mit der acht stillgestanden und wider si witcr nit gcprocediert. Aber nnangcschcn alle schristcn und abscheiden, die durch unfern henm bischos gan, verachtet sigint, hat sin gnad »ach der acht über dic arme» lüt anlcilbricf nsgan lasse» »nd si so mit gebracht, dadurch unser Herr abt, convcnt »nd ir gottshuS, die uns mit burgrccht verwandt, und der schirmherren wir sind, irS dorfs Hallow möchtind entsetzt werden sin, und hctt in kraft der angezeigten acht ein jctlichcr, wer der gewesen wör, suog grhebt, alsbald ein gras oder ander us,ländisch schwäbisch lüt, si zuo überfallen, zuo verderben oder an iren nagel zuo henken. Ticwil nnn der armen lütcn von Hallow schirmhcrr si gehüelcl ivie ain wolf der schascn, und der si billichcr vor ander» lütcn, dic si bi ircm alten harkomcn nit wclltind bclibcn lassen, soll gchandhabt, geschützt (u»d> geschirmt haben, und si »mb fache» wider ir alt harkomcn un billichcr wis in acht anleite und dahar gebracht hat, das, ir lib und guot ircn fründcn vcrbotten, ircn sicnde» und »icnglichcm erlaubt sind, ,c., so haben unser Herr der abt und convcnt als dic, denen Hallow mit aigcnschnst, grund, baden und aller gcrcchligkcit zuogchört, ivie sich nach unscrn, vcrmaincn das crsindc» soll, uns von Schafs- Husen als ir und irs gottshuS schirmherren trungcnlich angcrücft und gcbcttcn inzuosehc», damit si irs dorfs Hallow, darns ir gottshuS gewidmet und gcstist ist, nit entsetzt wurdint. lind demnach so haben ccgcmcltcn unser Herr abt und der convcnt, nämlich us Sonntag nach AssumplioniS Mariä in discm einundzwainzigistcn jar, ir botschaft, den prior und ein convcnthcrrn zuo »nscrm Herr bischos gen lsoslenz abgcfcrtiget. Tic Hand uf Mcntag darnach um die achtenden stund mit sincn gnade» gcrcdt ungc- sarlich dic Meinung - Nachdem und ein abt und convcnt vor zitc» ain Herr» und bischos von Costcnz zuo schirm Herrn und vogt über ir darf Hallow angenommen, der dann sin gnad bishar ouch gewesen sig, darumb si sin gnaden undcrthünigcn dank sagtint, und diewil aber sin gnad ircn und irs gotlShus armen lütcn dnsclbs ei» merklich schatzung, stür oder hilfgclt wider ir alt hnrkomc», das si nit schuldig sigint, habe usgclcgt, dcsihalbc» ire Herren der abt und der convcnt, demnach wir von Schnsshuscn, und Ictst »nscr gctrüw lieb Aidgnosscn zum oftcrmalen si» gnad habint gcbcttcn, irS fürncmcns abzuostan und ire armen lüt bi ircm alte» harkomcn unbeschwert bclibcn zuo lasten, Helte sin gnad alle bitt abgeschlagen und die armen lüt vor rotwilischcm hosgcricht in acht und anlaitc gebracht, dadurch ir dors Hallow und dic armen lüt us dem zwig säszint; denn je nach der acht bruch so war ir lib und guot iren fründcn verbottcn, ircn siendcn und menglichcm crloubt, und möchtint also si des ircn entsetzt werden, darumb st lut ir inhnbcndcn sryhcitcn sin gnaden ir schirmrccht abkcnntint und" die cidspflicht, damit ire armen lüt sincn gnaden als schirmhcrrn verwandt gewesen, ussandtint. So nun wir von unscrm Herr abt und dem convcnt, als hicvor aigcntlich anzaigt und verstanden ist, an- gcruest sind, und das gottshuS über ir widcm und stistSguot, als Hallow ist, keinen schirm mcr gchcl», hat uns gebürt, und sind ouch nnserm Herrn abt, convcnt und ircm gottshuS schuldig und pflichtig gewesen, inen helfe» ir widcm und stistSguot nach nnserm vermögen zuo behalten. lind Hand darns wir von Schasshusen us, obgemcltc» wolgcgründtcn und guotcn Ursachen, deren wir, wo not ist, vil mcr wissen anzuozaigcn, des gottshuS dors Hallow mit aller gcrcchtigkcit ingcnommcn, dic armen lüt uns huldcn und schweren lasse» und si in unscrn schirm empfange», daran wir vcrmaincnt, voran gott, sincn 4 November 15>2I heilige» und dem gottshns gedient, und haben nnsenn Herrn bischaf damit weder zins noch zchenden genommen, wellen sin gnad bi sölichen iren zins und zchenden such gern helfen fürdren und handhaben. Nun hat aber unser Herr bischof imc der fach zuo fürderung und uns zuo Nachteil uf jüngsthin gerücktem tag in üwer und ander üwer und unser getrüw lieb Aidgnosscn nnderstanden allerlei zuo bilden, nämlich, er sig iiwer und unser aller geistlicher vatter, dadurch im ein solichs unbillich bcschchcn sig :c. Da bcdnnkt uns, daß unser Handel, deß wir nach nnserm vermaincn gnotcn glimpf und fuog gehcbt, sin gnad an ir geistlichen vättcr- lichkeit billich nit irre, und sali sin gnad als geistlicher das, so ir nit zuogehörte, onch nit bcgeren. Es ist aber nit nnw, daß sich gern haben bi geistlichen etwa mcr dann (bi?) weltlichen will erzeigen. Wyter hat sin gnad iro wöllen willen machen mit der Meinung, si sige etlicher (Orten?) pnndgcnoß vil jar gewesen und darzuo ein gcborner Eidgnoß, und habe mit reisen ir lib und guat bishar trostlich zno einer Aidgnoschaft gesetzt. Das lassen wir belibcn. Sollte mau aber davon reden, wüßte man wol, wen» es kein sold hctt gölten, wer denn zuo einer Aidgnoschaft gesetzt hett. Man weiß auch noch wol, wer in vergangnem Schwnben- krieg das schloß Gottlieben und Nükilch, so billich in unser Aidgnoschaft Händen gestanden wären, hat besetzt, und daß unser Herr bischof in unserm land geboren und pundgnoß ist, soll uns an dem, darzuo wir vcrmaiuen fuog und recht zno haben, billich »ünts schaden. So wäret sin pündnus allain sin leben lang, und nach sinem absterben wüssen wir keinen Eidgnosscn mer, der bischof wcrd. Aber wir von Schasshnscn sind üwer älter und ewig Aidgnosscn, habent biShar lieb und leid mit üch gelitten, unser lib und gnot trüwlich zuo üch gesetzt; das wellen wir onch fürbaßhin in ewig zyt ungcspnrt unsers libs und guots ganz guotivillig und gern thnon. Und darumb, getrüwcn licbeie Eidgnosscn, so bitten wir üwer lieb trnngenlich, hoch ernstlich und fründlich, als wir'immer künden und mögen, nusern angezaigtcn Handel und billichcit der fach zuo herzen zuo snsscn, uns von Schasshnscn getrüwlich und brüederlich zu bedenken, unser gottshus bi dem iren und uns bi iugenomuei» schirm zuo handhaben und mit uns in der sach nit also ze verylcn, sonder üwcrn botten, die ir werden schicke», zuo befelchen, sich in unser verhör nit lassen zno verdrießen, daneben onch unscrn pundbricf eigentlich zuo verneinen und uns dabi nach vermög desselben belibcn zuo lassen. Dann sölt je also mit uns vcrylt, uns Hnllow, das wir uß grundtlichcn gnoten billichcn füeglichcn und redlichen Ursachen in nnsern schirm gestellt und niemand des sinen entsetzt, noch onch jemand das sin zno »einen und unbillich zuo handlcn bishar nie harbracht habe», also wider abgctrungen und Herrn bischof gegeben werden, das wir zuo üch unser» gctrüwe» lieben Aidgnosscn nit verhoffen, müeßten wir dadurch von unscrn nachpuren, den grasen und andern schwäbischen und ußländischen lüten groß Verachtung und merklichen spott lidcu. Harinne (well) sich üwer lieb unsers sondern hohen und großen vertruwens bewysen. Das wollen »mb üwer lieb wir in ewig zit niemcr mcr zuo guotcm vergessen, sonder solichs uinb üch unendlich mit lib und gnot williger dann willig verdienen." «. A. Schassh°us.n- <5°>«ip°nd°n,-.,. Zu «I» 1621, 19. November, Zürich. Die Gesandten der XIII Orte schreiben „dem obersten hoptman, onch allen andern houptlütcn, lütincrn, venncrn und gmeincn knechten der Eidgnoschaft, in dem hcrzogthum Meiland by den Hispanicrn versamelt": „Wiewol wir üch vormalen zum teil zuo Meyenfeld mundlich und darnach gschriftlich vätterlich und zum höchsten ermaut, daß ir uf bäpstlicher Heiligkeit erdrich und wider den Küng und unser Eidgnosscn, so by im sind, nicndert zühcn noch handle» füllte»! zc., nüt dester minder so Habcut wir mit großer bcschwerd vernommen, daß ir üch habent lassen überwinde» und dem nit statt gethan, sonder mit den Hispanicrn in das Herzogthum gefallen und deßhalb wider die vcrcinuug und (den) friden gehandelt ?c. Aber wie dem allem, so crmanen wir üch all und jeden insonders by üwern cidcn, ceren, by verlierung unser huldcn, by verlicrung üwcrs vatterlands, und als hoch wir üch manen können und möge», daß ir üch ab des Küngs ertrich verstiege»! und von den Hispanicrn üch Ihüegcnl und wider den .llüng und die unser» by im nüt handle»! dann wo das nnverzogenlich nil bcschchcn wurde, können ir selbs crmessen, ivnrzno es üch reiche» möchte. Das wöllcnt der Meinung mnd im besten, wie cS beschick)!, von uns vermerken, und (üch) als die gehorsamen darin St. Zürich: U. Papst (Original). Avvcnibn l5»2I S». (Mailand). )5»21, 21. November. TtaatSartktv ^iiriekD: Abschiede. Vd. 8. lol. 84. Staatsarchiv Vern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, ?. 56N. Abscheide «ino elain. Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, (l. I. Hantonsarchiv Basel: Abschiede, lni. 137 Hantonsarchiv l^ciiafshansen: Abschiede. Vandesarchiv Appenzell I. ?k.: Abschiede. „Adscheid der Cidgnosse» sandtboten in Jtalia gesandt Wüsche» bädstlicher Heiligfeit nnd dem knng von Jrankrich zum fride» ze handle»." ». l Des erste» so weiht jeder bott ze sagen, wie nnd so bald sy gan Mciland kommen sind, Hand sy sich angknds mit den vorderigen Kotten versaminl nnd danach rat (gehalten), schnell dem Cardinal de Medicis, bnpstlicl)kr Heiligkeit r. berstcr im feld, nmb ein gleit gcschriben, deßglichen onch de» knächten, so mit dem kardinal von bitten in bäpstl, Heiligkeit dienst kommen sind, ernstliche» und tressenlich zuogcschriben, sy wellend hindersich ab dem Herzogthinn Meiland ziehen, und ob aber das »it sin möge, so hend wir sy gemant und inen gebottcn nß unsei Herren und oberen beselch gemeinlich, das) sy nit witer wellend wider des Küngs land ziechen und still standen by ir Herren und obern giiieiner hnlde und gnaden, ouch by verlierung irs vattrrlands, und sy darby in unserem (»amen) fast ermant, sy welle» gehorsam sin und Hann betrachten ire Herren und oberen, ouch ir eer, darby brief und sigel, so man im sriden geben Hab zc. Sölich geschristen schickten wir ylcnds by Hans Wäber, löufer von Zürich, und einem trumeter, dem genannten Herrn Cardinal de Medicis zuo. Aber die brief, so den knechten (ge)hörten, mocht er nit vollenden, denn der Cardinal sölichS nit wolt vcrgnnncn noch (sy) zuo den knächten lassen. 2. Witer so empfieng uns der bijchof von Terms und der (Herr) von Cirangis mit vil guotc» Worten, und also ilends von im gan Gassanen (Cassano) bescheiden in das schloß; daselbS kam uns das gleit, aber mit fürworten, soser und wir nit handlen wellten wider bäpstlichc Heiligkeit, und das gleit was nit in form eins gleits offen, sunder beschlossen. Iis das wir nit benüeglich warend, sunder von stund an in der nacht schribcnd wir nmb ein ander gleit, ouch den knächten wie vor ernstlich, und schicktcnd Hansen Gäßler, Zunk von Zürich und einen trumeter nach dem gelcit, ouch zuo gmeinen knächten. Also kamen sy zuo inen und gaben den brief Jacoben Marty (von i'uccrn); sunst Hand wir kein brief noch botschast inen mögen zuosenden, denn allwcgen der genannt Cardinal sölicho gehindcrt ha»; aber ein ander gleit, offen und in guoter form, sandt er unS zuo in der nacht, daran wir benüeglich warend. Und also am morgen am tag warend wir all gerüst darzeriten. Do kam der ' trumeter nit, besonders mit großem schieße» und krieglicher üebung zuo beiden teilen war da ane undcrlaß gebrucht, und ein teil des Bapstö zügo dry myl ob (Hassanen kamen über das wasscr, und (darus) beleitet uns ein bogner gan Mciland ?c. ll. i7uch rveißt jeder bott, ivie sich der Herr von i'otrcc klagt von bäpstlichcr Heiligkeit, wie und sy dem Knng und im gröblich wider recht und ane alle billikeit, onch wider (die) cinung und anders, so sy mit dem Küng helle, gebrnchlc. Aber doch zuo discm sriden ze reden, so Helte der >iüng und er rrerwillget einer Cidgnoschast und sunst keiner anderen »ation darin ze handlen. t t^uch weißt jeder bott, wie und in der nacht die Jranzoscn gan Meiland kamen und den paß verloren, und unser knächt mit dem geschüy, daruf wir also rätig wurden, am tag gen Cum ze rilcn; doch durch bitt 136 November 1521, der Herren so hüben ein teil (der) botten da nnd warteten dem Herrn von Lotrcc und ritten demnach angcnds ouch gan Cum, und redt der Herr von Lotrec mit inen und klagt sich merklich der knächten halb, so setz by dem Bapst wärind, sölichs dem friden und der vereinung widrig war ?c., und int unser eer, ouch der knächten halb, so in sinem dienst gesin, die hette er bezalt ganz nach irein willen und anforderuug; die hettiud in (aber) zum leisten verlassen und wärind von im zogen und hettind nit usgedienet ?c,, und bezüget, er wäre an dem stat Meiland nit schuldig, es werde uns nachteilig sin und großer schad und schand, so das land verloren wnrd ?c, 5, Jeder bott weiß, wie man abermals von Cum den knächten by dein Bapst wie vor trcffenlich hat geschriben, nnd ist den hoptlüten der brief lvorden (als uns fürtovien), ist ouch dem Cardinal de Medicis umb ein geleit, das nun uns zuokomen und durch Heini Ziegler und Funken geschickt, aber kein glcitsman darmit, und was das gleit mit vergriffnen worten, nnd man sollte by im bliben bis nf sin wolgfallen, daruf man nit het Ivetten rite» noch faren, 6, Ouch wie mau den houptlüten und knächten in Meiland het geschriben, sy welle» bchüetlich sin und guot sorg han. Item den brief, so dem Herrn von Lotrcc gcscndt ist von Lncern ab dem tag, ivie man den Küng und in nit welle verlassen, Hand wir ouch gehört, 7, Item weiß jeder bott deu abzug von Meiland, und (wie) die Franzosen, der Herr von Lotrec und die unseren knecht gan Cum kon sind, und die ernstlich bitt, so der Herr von Lotrec an die botten gcthau het, sy wellten also ini hilflich sin und entschüttung zuosagen, und aber da sin vorige klag größlich gefüert, darby den friden und die vereinung dargwendt und anders, daruf die botteu uit gwalt Hand gehebt, im sölich hilf zuozesagen, doch solichs zum trülichisten heimzebringcn, in guoter Hoffnung, er werde nit verlassen ?c. Daruf ein tag gan Lucern uf nächst Nicolai ze nacht an der herberig ze sin, mit gwalt in disen fachen ze handlen und dem Herr Galicchen Visconti, sinem botten, antwnrt ze geben, 8, Jeder bott weiß des Herrn Galicchen Visconti anbringen, (wie) er nmb rat gebätten, also (daß er) sich wüßte ze halten in dem, so er von dem Herrn von Lotrcc in bcfclch (hat), in einer Cidgnoschaft knächt nach sim bedanken uf des Küugs glauben (anzenemen); ouch des geschütztes) halb, so cnnet dem Gotthart ist, im (das) ze lichcn; das wurde der Küng ferggen und das darzuo gehört und anders, darby von Ort ze Ort ze riten, onch dargwendt (die) guotthät, so er den Cidgnosscn gcthan; sölichs er nit uß vcrwisnng rede, snnder uß grund (damit) und er dester fruchtbarers handlen möge ?c, Ist haruf geantivurt, sy (die botten) heigcn nf sölich zum teil schwer anbringen nit gwalt, als er wüß, zuozesagen; aber im ze raten nach irem dunken, so ivüß er das hert zyt und die bcrg, und (daß) sölichs (nit?) aue gelt ze ferggen, mög er betrachten; den» vil armer knechten (sigen), und das gcschütz im ze lichen, mögen sy nit müssen, und sin befelch, von Ort ze Ort nach scher Meinung ze tagen anzebringen, mög er tuon, und was sy Hann zum besten duon mögen, wellend sy gnots ,villens sin, I». Auf das Gesuch deren von Mendris und Balerna, man möchte sie zu Untcrthaucn annehmeu, ist dem Laudvogt zu Lauis aufgetragen tvordeu, ihnen den Cid zu leisten nnd abzunehme»; wollen sie Knechte oder Söldner haben, so mögen sie solche in ihren Kosten annehmcn; man werde ihnen auch bald einen Vogt aus den XII Orten schicken; unterdessen soll der alte Potcstat da bleiben, ««. Der Gräfin (Nusca), die sich untersteht, „mit deu Banditen durch unser Land zu handeln", soll mau dies verweisen und sie ermahnen, Lauis ruhig zu lassen, «I. Luino soll bis auf weiter» Bescheid niemandem schwören, indem dazu niemand mehr Recht hat als die Cidgenossen, Denen von Lauis und der ganzen Landschaft ist auf ihr Begehren geantwortet, sie sollen sich als gute Unterthanen halten und über alles Nachricht geben; was man ihnen schuldig sei, werde man ihnen treulich leiste» gemäß Siegel und Briefen und sie nicht verlassen. November 15,2! 137 Zu Zur Crgänzung des Abschieds fügen wir folgende Acten bei: I » 1521, 12. November, Rivolto. Geleit des Cnrdinnls de McdiciS für die cidg. Botschosl in Cosiono, behufs llntcrhondlung mit den Führern des päpstlich.kaiserlichen Heeres. eal'In. «bschrlil tm ». A. P»su: Slbschicd«, k »4S. kgl. In A. Mallündkiril-j,.. 2> 1521, lk. <„dis mnncts"), (5omo. Die Voten der Xlll Orte, der III Bünde und von Wallis an Heinrich Zicglcr und Ulrich Funk, derzeit in (Mailand?). „Wir bitten üch flissig, ir wellend so wol tno», durch einer Cidgnoschaft willen, ouch unser willen, und wellend mit discm unserem bottcn Uorich, lönfer von Zürich, angendS und mit des) von Soiree hilf, dem mir ouch gcschribcn Hand, üch darzuo hilslich sin, und (dasi) ir sicher mögent faren zno dem ((ordinal de Medicis. .. und im discn bricf, so im gehört, lutet, daß er uns ei» guot offen geleit schicke by discm Uoli lönscr, und sol im ein trometer oder gleitSman geben, der uns das gleit nngendö gen Cum bring, onch die bricf, so discr Uorich löufcr by im hct, so dem hoptman Bcrgcr ghörcnt und den andern der unfern von Zürich, die wcllcnt also von Uorichcn all cmpfachcn und angendS inen zuobringc»; und ob ir vermeinte», nit wol zno inen mögen ze kommen, so bcgcrend hilf von dem Cardinal de McdiciS, (damit) und ir mögend unserer Herren Xbricf dem Bergcr antwiirte», ouch der unser Uorich löufcr mit dem gleit und gleitSman mit im angendS zno uns komme» möge, und tuond Hann das best", ?c. e>. ?i. ZiMch-?>. Parti. » 152!, I5>. November, Como. ?ie Gesandte» von den Xlll Drtcn, von Bünden und Wallis an die cidg. Boten z» Zürich oder andcrSwo. Bericht über den bisherigen Gang ihrer Unterhandlungen, — durchaus dem Abschied und de» voraus erlassenen Schriften consorm. Kl. A. .Vilich- A. Popsl. Kl. A. PllN- ei, MallSndiiNIkqt (Soplit. ». 7>. glliburq- »Idschildl. Pd. »7. <) 1521, 18. November, Marignanum. Gcleitsbewillignng der Führer des päpstlich-kaiserlichen Heeres für die eidgenössischen Bote» in Como. er Bas-r AbMdk. e»i. «eidichiiir laMnisch). Ztttcern. 15»2l, 27. Novoubel' f. (Mittwoch »ach Conradi f.). 2^taa»sarc1,iv 5*i»c,rn: Allgemein« Abschied«. tt. > fe»I. 231. Staatsarchiv ^»irtc^i: Abschiede. Nd. 8. s. n«; Staatsarchiv Bern: Allq. ««dg Abschied,. 's. p . .'^ 2 Abscheid« »»in«' «inte». ^andesarehtv Ntdwalden. Ltaittonsarchiv Basel: Abschiede, f. 140. Ftantonsarchiv ^reiburg: Abschiede, "5,5a Htantonsarchtv ^olothnrn: Abschiede. Vd. X >«atttott»ar«hiv ^c«,affha«sen: Abschiede, k^andesarchiv Appenzell Z. ?k.: Abschiede ^tiftsarchiv ^t. Ballett. Gesandte: Bern. (Konrad Willading, Vrnner; Hans Fsenschmid, Venncr). Freibnrg. (Hlimbert von Perroman; Z^od ?echter»ia»n). ("sie übrige» nnbckannt). » Der l'andvogt im Thurgau schreibt der Knechte zu Gottlieben halb, der Bischof von Constanz und Hans von l'andenbcrg haben das Schlosi gänzlich geräumt; von Kor», Bettzeug und andcrm Hansgeräth, das die Knechte nothivendig bedürften, (sei nichts mehr da», nicht einmal Pulver, Steine oder Geschütz. Sie begehren »inn zn wissen, wie lange sie da bleibe», und ob sie sich mit VebcnSmittel» versehen sollen Cs wird ihnen geschrieben, sie sollen sich bis aus de» nächsten ?ag einrichten, so gut sie können. Der Bischof wird ersucht, sie mit Bettzeug und ander» Bedürfnisse» zu versehen. Ans dem nächste» ?agr soll dann jeder Bote Antwort geben, was zu thn» sei. I». Heimzubringen das kaiserliche Schreiben, welches Bei! Suter abschriftlich auf diesen Zag gesandt, des FnhaltS, es möchten die (Eidgenossen die Knechte Heimrufen, die sie bei dem König in Frankreich haben, indem sich das mit der Crbeinung nicht vertrage; auch stelle er ihrem Crmessen anhcim, wie die Crb einnng in den letzten Jahren von ihnen gehalten worden. «». Da vor einige» Jahren zwischen dem Herzog von Snvoyen und denen von Wallis ein Streit gewesen, und darüber ein Vertrag geschlossen worden, der in ein 18 November 1521 oder zwei Monaten ablaufen wird, worauf in dieser unruhigen Zeit etwas Widerwärtiges vorfallen möchte, so hat man an beide Parteien geschrieben, sie sollen nichts Feindseliges gegen einander beginnen, und wenn ihnen daran gelegen sei, so wolle man zu einer Erneuerung des Vertrages gerne mitwirken, «I. 1, Die Botschaft des Herzogs, nämlich Peter Lambert, fem Schahmeister, dankt den Eidgenossen für die Abordnung zu seiner Hochzeit und bringt ferner vor, 2, es seien jetzt bei dem Eardinal hvou Sitten?) Landsknechte mzd Eidgenossen in Mailand, die sich vielleicht ans ihren Durchzügen »nd Märschen in seinen nnstoßenden Landen, namentlich in Piemont, Mißhandlungen erlauben möchten. Daher bitte er um einen offenen Brief des Inhalts, daß die Eidgenossen solches verbiete». Ein solcher Erlaß wird bewilligt, mit Ausnahme Freiburgs, das hiezu nicht bevollmächtigt ist; dagegen spricht man die Erwartung aus, daß auch der Herzog seinen Unterthancn befehlen werde, sich gut zu betragen. 3. Schließlich bezahlt er die im September verfallene Pension und empfiehlt sich dem Schirm der Eidgenossen. <» Herr Galeaz und Herr Lamet begehren nochmals, daß man der in Zug gegebenen Antwort statt thue, nämlich den Frieden und die Vereinung halte und auch Zürich zum Beitritt vermöge; sie haben Vollmacht, alle Eidgenossen in die Vercinung aufzunehmen und mit Zürich darum zu handeln. Darüber verlange» sie eine schriftliche Antwort, wenn nicht jetzt, so doch bis auf nächsten Tag. I. Die Abschiede der Boten, die in Mailand gewesen (Absch. 47, 57), und die zwei ihnen zugestellten Gclcitsbriefc des Kardinals von Medicis hat man verlesen. Da alle Orte ihre Boten daselbst gehabt, und die meisten Kopien dieser Berichte haben, so ist nicht nöthig, Weiteres davon zu sagen, p;. Sodann ist wieder ernstlich angezogen, daß man die Pensionen „verschwören" sollte, weil doch „etwar" vermeint, aus ihnen und den gemachten Vereinnngen seien die gegenwärtigen Unruhen erwachsen, und Andere behaupten, der Papst »nd der König haben die Bündnisse schlecht oder gar nicht gehalten, lieber diese beiden Artikel soll man auf den nächsten Tag endliche Antwort bringen. I». Desgleichen ist dann zu beschließen, ob man die Knechte bei dem Papste heimmahnen wolle oder nicht. I. Dasür ist ein Tag nach Lnccrn angesetzt ans Sonntag nach St. Niklans Tag (8. Deccmbcr), Nachts daselbst zu erscheinen. It. Denen von Mendris und Balerna wird geschrieben, sie sollen Niemandem schwören, sondern sich au die Eidgenossen halten. I. Betreffend den Streit unter den Appenzeller» ist beschlossen, es sollen dieselben ans Sonntag nach St. Nikolaus (8. Deccmbcr) ihre Landsgcmeinde versammeln, wohin Zug und Glnrns ihre Nathsbolen schicken werden, um zu vermitteln. »»». Die Boten von Basel sollen sich zum treulichsten für den Hans Bondorfer verwende», dem „die schenke und das vepdient gelt" zum Theil entzogen und das Gelübde abgenommen worden, sich nicht aus der Stadt z» entfernen und gegen Niemand zu klagen; da er im Nathe geblieben ist, so nimmt man an, er werde als Biedermann geachtet, und sei also jene Strafe zu streng; zudem werde er von allen Knechten, die im Feld bei ihn, gewesen, gerühmt, wie freundlich und ehrbar er sich gehalten habe; daher wolle mau ihn zu größerer Gnade empfehlen. I findet sich nur im Lncerner und Appenzeller, i» sogar bloß im Basler Exemplar. Im Berner fehlt im Frciburger «I. Das Exemplar des Stiftsarchivs St. Gallen ist so stark beschädigt, daß nur das Fehlen von I, k, l, in constatirt werden kann. Zu I». 1) 1521, 12. November, Audcuar (Oudcnnrdc). Kaiser Karl V. an Veit Suter. Der König von Frankreich habe sich in de» letzten Tagen erhoben, um „Thorncck" (Tournay) zu besetzen und zu speisen, aber den Paß geschlossen gefunden und dcßhalb den Rückzug angetreten, dagegen mit einigen Tausend Knechten aus der Eidgenossenschaft einen Flecken an der burgnndischen Grenze überfallen, geplündert und verbrannt, was er ohne diese Knechte kaum hätte thun können. Das beschwere ihn, den Kaiser, in Betracht der Erbcinung, die er bisher gnädig gehalten habe; er setze aber voraus, daß jener schädliche Zuzug ohne Wissen und Willen der Eidgenossen stattgefunden; darum befehle er hiemit, das Geschehene den Eidgenossen anzuzeigen und mit allem November 1.521 möglichen ^>»st zu begehren, dost sie jenen Haufen kraft der Grbcinung abfordern . . . (Copie; das Ganze nur ein PostscriptUM). S> A. Zürich: A. «oy«r. — S»^»I. Lucern- «. 2> 1521, 18. November, Oudcnarde. Kaiser Karl V. an die zu Luccrn versammelten Eidgenossen. Die Princcssin von Uranien habe ihm angezeigt, ivclch guten Wille» sie gegen die (Grafschaft Burgund beweisen, was er verdanke in der Zuversicht, daß sie die Grbcinung immer halten werde». Dcßwcgcn ordne er den Herrn de la Mure zu ihnen ab, der ihnen etwas vortragen werde, zc. Ei. A. r»crrn: A. «»Nn . ,'i» 1521, 25. November < St. Katharinen T.), Zürich. Veit Euter an die eidg. Botschaften in s'uccrn. Abschristlichc Mittheilung des von dem Kaiser erhaltenen Schreibens )» «. Vgl. Abich. I5W, 19. Niärz; sodann besonders I5V7, 8. Mörz und k. April, ll nebst Noten. Zu «I, 1. lieber diese Sendung liegt nur folgende Missivc vor: 1521, 'it. August, Zvrca. (vurd>, sölichs aber durch den Bapst jetzund geirrt und gehindert, das gar bald gemeiner cristcnheit, deren vntter und hopt er sin soll, groß angst und not gebären möcht. Es hat onch min Herr, der Küng, als ir villicht mögend bericht sin, durch üwer Kotten, so in Meiland sind, uß jetz gcmelter ursach mit dem Bapst gern wellen ein anstand oder sridcn machen und üch den Herren den Eidgnossen als sinen lieben pundgnossen wellen vcrtrnmen, ob der Bapst cinich zuospruch zuo im (hette), sölich spän in mitlcr zit eins bestands us lassen üeben, krieg in disen landen zu» vermiden, und damit der Heilgen kilchen und gemeiner Cristcnheit gegen dem ficnd dester statthafter und bas sich beschirmen möchten, und noch wo sölichs also erfunden mag werden, so wirt sin k. Mt. üch deß bas und lieber dann (sust) jemand vertruwen." St. A. Zürich: Abschiede, Bd. «. c. »«. - Sl. A. Bern: A. Niniländerkrie.,- ,z» n,«4 «ersehi,. r. A. Nidwalden, — «. A. Freiburg! Abschiede, Bd. b«. — x. A. Appenzell z. R.: Abschiede (ohne den Ansnng». November 1521. 141 Zu f. Hier rücke» nur noch folgende Acten bei: 1) 15>2I, 15. Novcinbcr, „Pahuu, r myl von Mciland". Matthäus, lsardinal von Sitten ?c., nn die cidg. Rathsbotcn. „Unser ?c. ?c. Wir hoben cwcr scheiden, des dnluin zuo s'uzcrn Fritag vor Martini ?c. vergangen, cnipsangcn und scius inhnlts verstanden. Darnf gebe» wir üch zuo verneinen, dag wir guot müsse» tragen, das so wir usi bcselh vergangner zeit, o>s wir zuo Zürich gewesen, gehandelt, und insonderheit, das wir als ein Hidgnosi vertrewtcr Meinung nnzöigt haben (?), und ist nie unser Meinung gewesen, die Eidgnosscn wider ander (Hdgnosscn zuo fücren, des) wir nns us alle die, so in disem züg sigc», beziehen, und alles das so wir gehandelt, haben wir nst schuldiger Pflicht und gehorsame thnon »messen, wie ir dann usi hie bygelcgtcr abschrift zuo verneinen haben, und sollen uns vcrtrewcn, dag wir alles das, so gemeiner Hidgnoschast erc und nuh sigc, allzeit trewlich ingcdcnk sein welle». Das haben wir üch nf das bcschchc» schribc» gncdigcr und frünllichcr Meinung nit welle» verhalten. " LI. ?I. ruttrut Miitivkn tLiNginal, aber nicht von Tchtnnrr» Hand). 2 » 1521, 19. November (Dienstag vor Katharina), im )!agcr, drei Meilen von Mailand. Gemeine Hauptlcutc von Städten und Mandern samt Wallis und den III Bünden, im Dienst des Papstes, an die Boten der XIII Orte (zu Hause). „Unser früntlich grnoz ?c. ?c. Ucwcr, dcrglichcn der sandtbottcn ernstlich schribcn nnd trcfscnlich »Innungen Hand mir verstanden, die nns gar schwer sind, den» wir allwcg des willens sind, üch in allen müglichcn händlcu gehorsam und gesellig zuo sin, wicivol uns nit wunder nimpl, das) sistichs bcschcchcn, Ursachen halb dasi ir des Handels, (so) uns mittler zit begegnet, nit müssen Iragcnt, als ir durch unser bottcn cigcnlich bcricht werdcnt, welchen ir gloubcn geben wcllcnt, in Hoffnung, ir ivcrdcnt alsdann in (an) ui»scr handlnng kein »n'ßsallcn han noch üt daran wyse» (?>; denn warlich, so sy ldie Franzosen'!') sölichs mit uns »it gchandlct und gcbrucht hcttcnt, war unser enkcincr, der sölichs hctt dörfen ividcr die vcrcinung, mit dem Küng »si Frankrich beschlossen, allein gedenke», gcschwigen zuo raten oder zuo thuon. Gnädigen lieben Herren, ir sönd es auch nit darfür han, das) wir üwer schribcn und inanungcn nit für hoch achten, ouch üwcr Huld und unser vatterland durch einichcs fürstcn noch Herren willen übcrgon ivellent; ivir hoffcnt aber, wenn ir den proccsi des Handels verncincnt, ir ivcrdcnt uns nit allein nit nbmancn, sundcr vil mcr hcisic» und ob cS not ivär bcholscn sin. Us solich zuo üwerc» gnaden guot vcrtruwen sind wir also B. H. ziig nachzogen, »icinan gcschädigct noch üt ingenoincn, weder päsi noch anders, (so) dem Künig »indcrworfcn. Gnädigen lieben Herren, sölichcn Handel geben wir üch als den hochvcrständigcn im aller besten zuo bedenken; denn so wir uns jch von B. H. züg < welcher so starch und wolgcrüft, das) sy on zwysel nüt dcitcrmindcr das herzigst)»!» crobrcn ivurdcnt) sündcrcn und abscheiden sölltcnd, das) uns dardurch, so wir all Herren crzürncten, eigen krieg us den hals erivarc» möchtcnt, ouch schand und schmach zuo- gemessen, wenn wir sölich tröivung, schaden und schantlich znorcdcn littent" ... sr «. ru«rn t «. pavft ioiiftwai). st) 1521, 21. November (Präscntat. Mariä), 12. Stunde Nachts. Bern an (Frciburg, Solothurn, ^uccrn?). Mitthcilung der eben cingegangcncn Schriften aus Mailand, betreffend den Rückzug des französischen Heeres nach Mailand und das Vordringen der Feinde, ?c. Man werde nn» den groszcn Rath morgen früh ncrsannneln nnd sich bcrathen, wie man die in Gefahr stehenden Angehörigen vor Schaden und Schmach bewahren wolle, schreibe auch deschnlb an die cidg. Boten in Zürich, ?c. 4» 1521, 21. Novcinbcr (Präscntat. Mariä), 12. Stunde Nachts. Dasselbe a» seine Boten in Zürich. Austrag, die »litsolgcndc» Nachrichten über die Dinge in Mailand den andern Botschaften vorzubringen und ernstlich dahin zu wirken, dasi Masircgeln zur l^ntschüttuug des bedrohte» Kricgsvolkcs vereinbart werden, indem man entschlossen sei, die Seinigcn in solcher Roth nicht zu verlassen, ?c. »» und <) im Si. i>. !rutsch Mtiuvrn I>. s l>. 12. 5) 1521, 22. November (Freitag nach Präscntat. Mariä). Bern NN Frciburg und Solothurn. Ans die „gestern" aus Mailand erhaltenen Nachrichten habe man heute im grosic» Rathe beschlossen, eine» Auszug von 2Wl) Gutwilligen zu thun, der sich sofort rüsten, aber den Bcschlusi aus der Taglcistung i» ^uccr» erwarten' soll. Die Boten, die man dahin schicke, haben Befehl zu erklären, dasi man mit allen oder der Mehrheit der Orte ausziehen ivollc, »in die cidg. Knechte iu Mailand zu erretten, ?c. 142 . November 1521. 6) 1521, 22. November (Freitag nach Präsentat. Mariä), Bern. Entsprechendes Mandat an die Vögte, so und so viele „wolmögende" Leute, die gutwillig in dem Sold des Königs dienen, zu verordnen und zur Rüstung anzuhalten, ?c. b) und «) im St. A. B-rn: Teutsch Missivm, I>. k. l!t, 14. 7) 1521, 24. November. Bern an Anton von Lamotte (Lamet?), Statthalter zn Domo d'Ossola. Antwori auf seine Klagschrift über den Angriff der Spanier ze. Mittheilung des Beschlusses, 2 3(1W Knechte (sie) dem König neuerdings zur Verfügung zu stellen, ?e. ib. MisstMn, i. e. «2 Zur Ergänzung der bisher eingelegten Acten lassen wir aus den durchweg lehrreichen Berichten der Zürcher Hauptleute die nachstehenden folgen: 8) 1521, 6. November („Mittwnch früe vor Martini"), „Nefcler" (Novellara, nicht Novalese). Jörg Berger w. an Zürich. ... „Nu ist not, daß wir üch berichtind, wie wir von Medell (Medole) sind abgescheidcn, und was uns sidhar ist an die Hand gestoßen. Do wir gen Medell kament, do kam zuo uns itnd andern unfern Eidgnossen der bischof von Capua und was geschickt von dein legalen de MediciS uß dem tägcr, so b. H. hat wider die Franzosen und Venediger (in Ostiano), und von uns was uf 12 oder 15 wälscher myl, und bracht mit im gelt, dz wir (den knechten) die ander zalung tatcnd, ließ ouch glich all honptlüt vcrsamlen durch mich den obristen hoptman und bcgert in namen des Cardinals de Medicis an uns all, daß wir wölltind ziehen zuo dem Cardinal de M. in sin läger, sö wölltind er und ander Herren uns zuosagen, daß uf uns kein schlackst noch snst üt(zit) sölt angefangen werden, das uns nachteilig oder verwiscnlich wär; dann der Cardinal d. M- begerte uns ze sehen; darzuo hofftind sy die Herren, wenn wir also in das lägcr zesamen kämint, so wurdint sich die Heer, so wider sy lägint, teilen, als nämlich unser Eidgnoschaft knccht by dem Franzosen und die Venediger abziehen und alsdann der Franzos mit dem übrigen sinem Heer nit nie bliben. Daruf gabent die hoptlüt gemeinlich autwurt, wenn wir die ander zalung gar empfangen und gethon hcttind, so wölltind sy dann dcßhalb endlich antwurten. Aber der bischof von Capua ylt und ylt und wolt deshalb endlich antwurt haben, damit er dem Cardinal d. M. möchte ein antwurt bringen, und sölt jeder hoptman sin gelt .cmpfahen und sin zalung thuon. lind als ich der hoptman ander hoptlüt uf ir antwurt, so sy wie obstat haltend geben, nit wolt versammlcn, bis man hette bezalt, ließ man umbsckstahen den hoptlüten in des Cardinals (von Sitten) Herberg; daselbs wurdent all hoptlüt versamlet bis an wir und unser hoptlüt, und von den Herren mit inen lstnder uns gehandlet und daruf an uns begert, daß wir uns ouch entschließen, was wir wölltind thuon. Also entschlussent wir uns mit allen andern üwern hoptlüten, ouch burgern, so im feld sind, daß wir bi dem wölltind bliben, so unser ordinanz und befelch zuogäb, ouch den Kotten von unser Eidgnoschaft wäre erscheint und zum teil zuogcsagt, und also ziehen uf b. Hl. land und crtrich und iro daselbs dienen. Und do wir sölich antwurt erscheinend, nament die Herren darab einen Unwillen. Dcßglich batend uns ander hoptlüt von unser Eidgnoschaft, dz wir uns von inen nit sündertind; dann sy wölltind den Herren ze willen werden. Do ließcnt wir es bi unser antwurt bliben und seilend ouch inen, dz sy wüßtind, wie wir deß lstnder üch . . nit gwalt, dann wir unfern befelch zuo gott und den heligen geschworen hettind, darum weder sy noch die Herren an uns nit sölltind zürnen. Wir verordnetend ouch lüt zuo Herr Cardinal, dem Bischof von Verulan und den Keiscrschcn und ließent mit inen reden nach aller Notdurft und daß wir von inen nit verguot hettind, diewil sy wüßtind, was wir in befelch und geschworen hettind, und wie wir wärint angenommen, daß sy uns darüber also crsuochtind und gegen uns einen Unwillen hettind in dem das sy wüßtind, dz uns nit ze thuond wär. Also sind die Herren und ander hoptlüt zuo dem Cardinal d. M. zogen, und wir und unser Eidgnossen von Zug gen Nütz zuo uf b. Ht. crdrich, und ou zivifel hat es aber gölten, dardurch ander hoptlüt von uns sind zogen, und wieivol wir mit Herr Bischof von Verulan ließent reden, er wüßte ivas er üch . . offcnlich hett zuogcsagt, dag er mit uns uf der b. Heiligkeit laudschafl söllt ziehen und sich von uns nit sündren, so entschuldiget er sich mit dem, daß der Cardinal v. M. als sin obrer im hett gebotten, zuo im ze koinen, und bat uns, wir wölltind an in mit zürnen, er wöllt uns bi dem Cardinal wäger sin; wir erließent in mit, sonder sagtend im, er wußte siu verheißen. Und schickt der Cardinal d. M. uns einen andren bischof, und der Marggraf von Mantna einen edelmann, die habent uns gestiert über den Po ... (Klage über Wassergröße), „lieber den Po sind wir gesckstsfet am Mentag nächst (4. Nov.) . . . (Nachrichten über Briefe von November I5»L1 Zürich). Der potcstat zuo Bergamo halt sich gar wol gegen üwcrn Kotten; er gibt einen paß, bries und suorlüt und halt sy wol, als der Radcgg, Muggli und Bitzincr uns gesagt haben», und nämlich hat der Bcncdigcr hoptman dem Bitzincr geschenkt 7 duggatcn und zuo im gesagt, dz im leid wäre, das» im (anfänglich) die bries wärint genommen worden. Kein bries sind ufgethon worden, ander dann die (us) Herr kardinal und die Kciserschcn und irS glichen sind gestandendesihalb wir kein unfriindschaft von den Vcncdigern. . haben! empfunden. Unser (sjdgnosscn, die von uns zuo dem (kardinal d. M. sind zogen, haben! unö gcschribcn und vermeint, dicwil ir uns geschriben, so hcttind ir (villicht) uns etwas Nachlasses in unser ordinanz . . getho», also dz wir b. Ht. witer möchtind dienen, dann »och bißhnr bcschchcn ist, und (unS) gcbctten, sofer dem also wär, das» wir wider zuo inen wölltind ziehen, dann sy uns gar gern by ine» hcttind, dicwil wir doch mit einander von Heimat wärmt zogen und bishar mit einander so lieblich und früutlich hcttind gelebt und lieb und leid gchcpt. Also haben! wir iiwer bcid bries lassen abschrybcn und inen sölich abgeschristc» zuogeschickt und inen darbi geschriben, dz sy sclbS sehint, daß wir noch discr zit keinen Nachlaß von üch habin», sonder wcrdint wir dienen I»t unser ordinanz, wie sy wttssint, und daß sy sölichs die Herren by inen ouch lassint hären, und wenn unö wytcrö von ilch komme, wällint ivir sy dcß berichten. Wir haben» ouch de» hoptman, liitincr und fänrich der givardi mit iiwer unser Herren knccht zuo uns erfordert, der zuovcrsicht, sy wcrdint komcn. Ter (kardinal d. M. hat zc rittcr geschlagen Jörg Göldlin, (ouch) Wolf und Gotlharlcn von Laudenberg umb ircr crlichcn und männlichen tat willen, so sy an dem paß Hand gcthon, das ein ecr und gedächtniß ist der statt Zürich. Sy wärint nit zuo dem (kardinal geritten: aber wir haben! cS inen erlaubt, dann glück und crc anzcncmc» ist. Disc dryg Hand uns gesagt, als sy wider zuo uns sind kamen, daß die Herren gcwüsse kundschast habint, daß vis scnlin von unscrn (kjdgnosscn von dem Franzosen sycnt heimzogen, und sycnt die Vcncdigcr ouch uß ircm läger, und züchint die Franzosen gen (krcmona, und züchc der (kardinal de Medicis mit unscrn Eidgnosscn, die setz zuo im sycnt kamen, und allem sincm züg den nächsten in Meiland. Us gestcr, als wir hichar sind kamen, kam zuo uns Herr Antonius PuccuS, bischof zuo Pistori und bäbstlichcr lcgat; der hat uns crlich und wol empfangen mit hohem erbieten und anzöigt, diewyl unser ordinanz syg, b. Ht. zc dienen us der kilchc» erbrich, wärint ctlich fachen a» sölchcu enden ze fertigen, als gegen dem Herzogen von Fcrrär, der der kilchcn lehcnman und aber setz b. Ht. offner sind wäre, Helte ouch die kilchcn an ircn inhabcndcn stcttcn und lnndcn sindlich angegriffen und bcschcdigct, und nämlich hcltind unsere knccht, so bißhar »»der im gewesen wärint, sölichs wider erobert; ... da wäre sin pitt an statt b. Ht., wir wölltind trülich und crlich dienen, so vil und das unser ordinanz und bcfclch zuogcb, dann er unö Wylers noch anders nit wällt znomuoten. Und wiewol der bischof, der uns von Herr legalen v. M. was zuagcbcn, vor und ce wir sind über den Po kamen, uns ouch crsuocht, ob wir wider den Herzogen von Fcrrär wöltind sin, haben! wir doch dcßhalb cntwcdcrcm andere antwurt geben, dann so wir gen Nätz kommt, und sich dasclbö die knccht wider gcrüst hättind mit Neidern und andcrm, wöllint wir antwurten und thuan dz so uns loblich und unvcrwisenlich syg. . . Ist unser ernstlich pitt, ir wöllint uns allwcg üwcrS willens berichten; dann wiewol wir ein ordinanz haben», so scchcnt ir doch, wie sich die fachen schicken», und was uns begegnet, und ist gar sorgklich und schwer u»S zc dienen, dann die Herren hcttind dcnnocht gern, daß etlicher gcstalt inen ouch gedient wurd"... Nachschrift: „G. h., die bäbstlichcn Herren meincnt, der Herzog von Fcrrer sig der kilchcn Ichcnma», sin land, dcßglich Parma und Blcscnz us der kilchcn erbrich, dann . . das streck sich bis an de» Po, als ouch die vcrcinung Meldung thücg, daß sin Hcligkeit in der kilchcn land, als von dem bcrg Nppcnnino und dem wasscr genannt Po unser sind nit säll enthalten, (und bcgercnts daß wir wider den Herzoge» van Fcrrer wöllint ziehen, so doch unser ordinanz sig, uf der kichen land zc dienen" ... S« ». ,-zanch: « papsr (kjnen vollständigen Abdruck gibt Zcllwcgcr, Urk. Buch III, l, IKI— IKK, nebst einigen andern Acten, tt» 1tz2l, k. November (Freitag vor Martini», Ncggio. („Adscheid"). „AIS der hochwirdig in galt vattcr und Herr, Herr Antonius Puceus, bischof zuo Pistori, bäpstlichcr (Heiligkeit» lcgat, a» min Herr houptma» und lütincr hei begcrt, dicwil wir nu mc uf b. Hl. erbrich sigind und b. Ht. schuldig zc dienen lut der vcreinung und unser ordinanz wider irc sind und widerwärtigen in der kilchcn land, und wir wüßtind, wie der Herzog von Fcrrer die kilch uf ircm erbrich angrissen hat und b. Hl. sind und ividcrwärtigcr wär, ouch Parma und Plescnz in dem bcgriss der tilchen erbrich und daruf gelegen, ouch bcid stell der kilchcn gewesen wärmt, daß wir 144 November 1521, uns welltind entschließen, ob wir nu me b. Ht. also welltind dienen, damit b. Ht. etwas wurde gcschaffet, so seitc er uns zuo, uns wider unfern cid und die gegebnen ordinanz, noch über den Po und ab der kilchcn erdrich nit ze stieren, und ob er uns anders füerte oder zuomuotete, söltint wir das nit thuon; er wellte ouch mitlcr zit bi unfern Herren und obern arbeiten, daß er getruwte, si wurdint uns unfern befelch und die ordinanz ringcru "und nachlassen, der (b.) Heiligkeit witer ze dienen dann nu in der kilchcn land, Uf sölichs hat min Herr houptman versammelt lütiner, fenner, rät, ouch all houptlüt und min Herren, so von den burgern im feld sind, und inen sölich Meinung erscheint. Die habent sich erkennt und Herr legaten ze antwurt geben, dicwil er eins sölichen erlichen erpietens gegen uns sye, und wir sigent abgefertiget, b. Ht. trüwtich und erlich ze dienen in der kilchm land, und bißhar ein erlich besöldung habint empfangen, daß wir im, und billich, wellint ze willen werden, doch der gestalt, wo er uns wellt füeren wider sin erbieten und da es uns nachteilig wäre unser befelch halb, daß wir unser Hand wöllint offen haben, und ouch ob unser Herren mittler zit anders schribint, daß wir demselben wöllint gelebcn, und daß er onch verordne geschieh, reisig und Harnasch, daran wir mögint kennen, und damit wir versechen sygent . . ., und daß sölichs vor allen dingen da syg; dann sust werdent wir nüt undcrstan." Si.A. Zürich: A. Papst. 10) 1521, 27. November (Mittwoch vor Andreä), Piaccnzn. Jörg Börger zc. an Zürich. Anzeige des Empfangs von zwei Missiven d. d. Aller Heiligen Abend (31. Oct.) und Sanistag vor Martini (9. Nov.). „Und ist hüt dry wuchen, daß wir sind gen Näh komm. Uf denselben tag habent mir üch gcschribcn von Näfellär, da dannen wir desselben tags sind gen Räh gezogen, und denselben brief habent wir geben Herr legalen von Pistori, daß er üch den uf der post zuoschickte . . ., und sidt dem brief von N. har habent wir üch nüt wer geschriben, sonders täglichs gewartet, . . . ir wurdint uns ylcnds wider schriben, und hat uns gar fast verlanget, dz uns von üch nüt wollt zuokomen, und noch mer hat uns verwundert, daß wir hortend, wie üwerc Kotten, Herr Felix Grebel und Cornel Schultheß, im land warcni, emd verhoffteird von inen etwas Kescheids zuo empfahcn, daß sy weder zuo uns sind komm und weder Kotten noch brief uns habent geschickt . . . Und damit ir noch bas wüssint, wie wir mit Herr legaten von Pistori zuo Räh einen abscheid habint gemacht, schickent nur üch den hierin verschlossen ouch zuo. Und sind also einen guoteu weg umb nebmt Parma gm Pläsenz zogen, und Hand die von Pläsenz uns guotwilligklich ingelassen und sich wider an die kilch ergeben, und ligent also zuo Pläsenz und wöllent uf üwer schriben da dannen nit witer verrücken bis uf fcrreru üwcrn Kescheid. Der Appenzeller (Bote von Zürich) ist zuo Räh zuo uns kommen mit sinem brief; den habent wir unser» Eidgnossm in Herr Eardinals von Medicis läger geschickt. Und so nun Meiland ist erobert, und sich Post), Alexander (sie) und etlich ander stctt Hand ergeben, so begermt wir underrichtung, wo man uns in sölher stellen eine wölkte legen, was üwcrs willens und gefaltcns dcßhalb wöll sin; deßglich wenn es sich begibt, daß nur wurdint heimziehen, ob wir dörftind den nächsten durch Meiland züheu oder nit. Und wiewol ir uns schribcnt, nur söllint Millich und erlich dienen, ... so wöllent wir doch also still liggm und die Herren l») üch lassen arbeiten, was st) b>) üch crlangmt und ir uns heißent, das bcschehe; dann ir mügent nit felen, so wir gar lichtlich möchtind zc vil thuon; sölicher sorg wir lieber wöllent absin und üch und die Herren mit einander lassen argnicre»; das wollen« von uns im besten vermerken". . . SI. A. Zürich: A. Papst. „Sind entpfangen uf Conceptiouis Mariä" (8. Dec.). Zu le. 1521, 25. November, Lauis. Jacob von Wippingen, Vogt zu Lauis, an gemeine Eidgenossen- Anzeige daß er dem Auftrag gemäß, der ihm von den zuleht nack> Mailand geschickten Boten gegeben worden, Mendris und Balerna habe schwören lassen, mit dem Vorbehalt ihrer alten Freiheiten und Statuten, wogegen ihnen Schuh und Schirm und ein eidgenössischer Vogt zugesagt worden; Bitte, daß ein solcher ohne Verzug dahin verordnet werde. Die Untcrthanen wünschen von St. Ambrosius förmlich befreit zu werde», um ganz den Eid genossen angehören zu können. I» Mailand sei Hier. Morono tstencrnlstatlhalter. Eomo, wo auch cidg. Knechte liegen, solle nächstens von den Spaniern belagert werden. St.A. Zürich: Tschad. Darum.-Samml. VIII. 41 lCr-pie). - «. A. Jr-iburg: Tessi». Aogicir» (Luc. ->. Tccember 1521 145 «I Wnmnen. 1521, 29. Növember. Tag der III Waldstätte, — Ueber die Verhandlungen gibt die folgende Missive Bericht, 1521, 2. December (Montag nach Andrei)). Schwyz a» Lncern. „Ucwcr schribcn, den bischosfcn von Vcrnlnn betreffend, von »ich an der drycn Orten Kotten, jch Ictst »f Sant Andres abend zuo Brunnen vcrsampt, »sgangcn, ha,»d wir sincm inhatt nach vermerkt, und dicivil nun uf demselben tag des bischoss halb die Kotten unglichcr befclch erschincn, ist haru»n dhcin endlicher ratschlag beschlossen, snnder doinalc» der Handel ividcrumb angcnomcn hindersich zc bringen, und sollt jedes Ort hariibcr endlich ratschlagen und »ins desselben alsdann in pl gen Schwyz zc verschribcn (»ich, und so »vir noch thein antivurt von .. . Urc empfangen, . . . Hand »vir der fach zna gnot us »norn in pl ividcrumb von dis Handels wegen tag verkündt, harin endlichen zc handle»» ?e., und »vas alsdann daselbs beschlossen, werden »vir tich des) »)lcnds berichten"... e», n, ku»n>^ M»»»-,«. Ueber diesen zweiten Tag der III Waldstiittc ist gar kein Act vorhanden, «? ^ppenzess. 1521, 8. Decembcv. Vermulhlicher Tag der Botschaften von Zug »lud Elaruö, im Namen gemeiner Eidgenossen. — Bcrgl. Nr, t!t) , ,,»d Nr, 41. Zcllwcger »vcis» van dieser Sendung nichts; die Vollziehung des Auftrags ist übrigens nicht constatirt. «z 1 Ztucern. 1521, 1l). Deceinber f. (Dienstag vor s'uciä f.), Z5taa«»a«»N» ?«««««! Allq, I» I schl,d« <», I k«> SN,» Ni»«iN>. Abschlkd» Bd, d, kol, »<>, Nern: Adsch»ld, «In« i» ^r»N>tt«g: Ilbschi-d« Pd ?>» ^antondarch,»« ^olvll,»««: Abschvd» vd. X, Uantondarcviv z»a»sl>aus«n! Ebschied«, Vand»«ara>iv 'Appen»«» I. N.! «I>schi«»>, (Gesandte: Zürich, Jacob Trebel; Meister Ochsner, Bern. I, Johann von Irlach, alt-Schultheis»; Nndols Nägeli. s'ncern, (Nicht angegeben). Uri. (Hans) Dietli, Aniitiann; Vogt (Jacob) Troger. Schwyz. Vogt s'ili; Martin Zu der Matt, Unter mal de», (Arnold) Iruonz, Annnann; (Hans) ^ussi, Statthalter. 2^ug. (Hieroiiynins) Stocker, Ammann; Vogt (Heinrich) Oelcgger. Elarus. (Marx) Mad, Annnann, Basel, Znnftnicister (Heinrich) Meltinger. Irciburg, Spitalmcistcr (Jacob) Enniere, Sol oihnrn, (Hans) >^tölli, Schultheis»; Peter Hebolt, Schaffhausen. (Hans) Ziegler, Bürgermeister. Appenzell, (Nicht an gegeben). St, Eallen, Seckelmeister , , , Abt St, Eallen, Jacob Blarer, Wallis, (Nicht angegeben). — (L'ncerner Ex.). ». Auf das 'Begehren eines armen Gesellen von Nenforn („Miseren") aus dem Zhurgau, ihn, zu erlanben, eine Mühle aus seine» Entern zu erbaue», wogegen jedoch Zürich im Interesse seiner Angehörigen Einspruch erhebt und einen Augenschein in der Sache verlangt, ist beschlossen, es sollen ans nächsten Zag beide Parteien mit ihren Ncchtsanie» erscheinen I». Ter Vandvogt im !Hurgau berichtet, das» einige Edelleute, die noch immer IN Deccmber 1521. nicht geschworen, dem Papste Knechte zugeführt haben; darüber beschweren sich die Gehorsamen und die, welche geschworen. Beschlossen, sie sollen schwören wie die Andern, und der Landvogt ihre Güter im Thurgau „verlegen", bis sie sich in die Strafe ergeben, e. Da der Landwcibel Hans Wehrli von einem Gefangenen im Thurgau getödtet worden, so ist der Landvogt beauftragt, den Mörder vor ein Landgericht zu stellen, um ihn nach Verdienen richten zu lassen. Wiewohl schon Einige um das erledigte Weibelamt bitten, wird doch die Besetzung ans den nächsten Tag verschoben; inzwischen soll sich der Landvogt erkundigen, „wer uns Eidgenossen nützlich sei oder nicht". «I. Jeder Bote weist, wie der Bischof von Verulam zu Bcllenz gefangen sitzt. Es ist beschlossen, Uri, Schwyz und Unterwalden sollen eine Botschaft dahin senden, um ihn nach Uri heraus zu bringen. Auf dem nächsten Tag sott man sich dann bcrathen, was man weiter mit ihm anfangen wolle. «'. Dem Landvogt im Thurgau wird befohlen, bei dem Bischof von Constanz dahin zu wirken, dast derselbe den Knechten zu Gottlieben das entführte Bettzeug wieder herschaffe, das Schlost mit Pulver versehe und auch den Brunnen wieder anlege, der dort „abgeschlagen" worden, damit die Besatzung sich erhalten könne. Entspräche der Bischof nicht, so will man sich weiter bcrathen, was mit dem Schlost anzufangen wäre. I. Veit Suter, kaiserlicher Secretär, begehrt abermals Antwort betreffend die Abmahnung der .Knechte, die bei dem König von Frankreich sind, und bezieht sich dabei auf die Erbeinung. Es wird ihm geschrieben, man glaube sie gehalten zu.haben, „und gar vil bas" als sie an uns gehalten worden; wenn er mehr darüber hören wolle, so möge er persönlich aus einem Tag erscheinen. M. Da den Barsüstern zu Lauis in den letzten Kriegen ihr Kloster zerschossen worden, und sie seit etlichen Jahren mit grosser Mühe und Kosten von Ort zu Ort Almosen gesammelt haben, so will man ihnen sür' einige Jahre das Almosen von der dortigen Jahrrechnnng geben. Heimzubringen. Ii. Der Bote von Wallis soll seinen Obern sagen, man wünsche, dast sie gegen Savopen nichts Feindseliges unternehmen, wie solches auch dem Herzog verkündet ist; sobald die Zeiten ruhiger geworden, werde man versuchen, die Sache (wieder?) in's Reine zu bringen. I. Da der Span mit dem König von Frankreich wegen Mendris und Balcrna noch immer nicht erledigt ist, und die in Italien gewesenen Boten ans der Heimfahrt dem Vogt von Lauis befohlen, getreues Aufsehen ans diese Herrschaften zu haben, und deren Bewohner ermahnt worden, sich an die Eidgenossen zu halten, so hat man darüber geredet, ob man die Herrschaften „bevogten" wolle; weil aber die Instructionen nicht übereinstimmen, so will man die Sache nochmals heimbringen. Inzwischen werden die erwähnten Befehle für den Landvogt erneuert, k. Eine Botschaft des jungen Grafen Franz Rusca, der an die Herrschaft Luino Gerechtigkeit zu haben glaubt und sie auch gegenwärtig im Besitz hat, begehrt dabei erhalten und geschirmt zu werden. Da jedoch Einige behaupten, diese Herrschaft habe stets zu Lnggarns gehört, und Andere sagen, sie gehöre zu St. Ambrosius, wie auch die Regenten, jetzt in Mailand, schon Lente herauf geschickt haben, sie z" der Kammer Händen einzunehmen, so hat man dem Vogt zu Lnggarns den Befehl erthcilt, gutes Aussehen zu halten und die Herrschaft an niemand anders kommen zu lassen, doch Jedermanns Rechte» unbeschadet; den Grafen lästt man bis auf weitern Bescheid im Besitze. I. Jacob Stocker von Zug wird vor die Eidgenosse» beschieden und erstattet folgenden Bericht: Nachdem er und seine Gesellen den Bischof von Verulam gefangen genommen, haben sie ihn zuerst gefragt, womit und wie er solche Verrätherei an den Eidgenossen habe begehen und dieselben entzweien können, ohne Zweifel mit grossem Geldausgeben? Er habe geantwortet, es liege alles in Nödeln und Schriften zu Zürich. Darauf haben sie ihn geschätzt, und nach langem Handeln habe er ihnen als Lösegeld 2000 Kronen versprochen; dennoch soll er der Eidgenossen, sei es der III Länder oder aller Orte, Gefangener sein und deren Strafe erwarten, i» 1 Der Kaiser stellt durch ein an Lucern erlassenes Schreiben das Ansuchen, ans den Tag nach Drei Königen (7. Januar 1522) eine Tngleistnng nach Zürich ans seine Koste» Tecember 15,21, 117 anzusetzen! dahin werde» er und der Papst ihre Botschaften senden; indessen sollten die Eidgenossen ihre Leute keinem Fürsten und Herren zulaufen lassen, Er habe die Stadt und das Schlost Tournai gewonnen, worüber sie mit ihm grosse Freude empfinden könnten. 2. Lucern erklärt, es werde jene» Tag nicht besiichen. »». lieber die Abstellung der Pensionen ist man wieder zu keinem Schlüsse gekommen, indem die leinen sagen, ihre Obern haben dieselben schon längst abgestellt („verschworen") und werden dabei verbleiben, während Andere zu deren Abstellung stimmen wollen, wenn ein einstimmiger Beschluß erhältlich wäre, wogegen sie im ander» Falle offene Hand behalten; die klebrigen wollen zuerst die Frage erledigt wissen, ob in „großen und dapseren Sachen" die Minderheit einem Beschlüsse der Mehrheit Folge leisten müsse, jedoch den Bünden unbeschadet. Heimzubringen. «». Auf die Anzeige, daß die Uardinälc und des Kaisers Anwälte einen neuen Ausbruch betreiben, ist beschlossen, daß „Federmanu" solches zum höchsten verbiete, ans die Ungehorsamen ei» wachsames Auge halte und die Schuldigen nach Verdienen strafe. Das soll auch in den Vogteien T Hurgau, Baden, Oberland und Aargau gethan werden. V». 1. Tas Hauptgeschäft, für welches dieser Zag angesetzt worden, ist dnü Autwortbcgchrcn des Herrn von Lamet, ob die Eidgenossen dem König Frieden und Vcreinuug, Brief und Siegel halten wollen oder nicht; so fern man sie halten wolle, begehre der König gemäß der Vereinung 1l!,Wl> Mann, und zwar ohne Verzug, zur Eroberung seines Herzogthums Mailand, das ihm weggenommen sei; er wolle sie nur zu diesem Zwecke gebrauchen und gut besolden. 2. Daraus antworten etliche Orte: Was in dem Frieden stehe, wollen sie halten und glauben ihn auch gehalten zu haben; die Vereinigung lassen sie dahingestellt sein. Andere Orte äußern, der König sei seinerseits aus der Vereinung getreten, indem er nicht gemäß derselben die Knechte gefordert und sie von eiander getheilt habe. Hierüber antwortet Herr von Lamet schriftlich"'). Neun oder zehn Orte erklären, was sie mit dem König verbrieft haben, werden sie halten und die Forderung i» Betreff der Knechte heimbringen, in der „ungeziveiselten" Hofsnung, es werden ihm die bewilligt werden. 3. Für alles dies ist ein anderer Tag »ach Lucern angesetzt auf Montag nach den Weihnachtsfeicrtagcn (R). Deccinbcr). 4. Auch der Hauptleute halb hat man mit Herrn von Lamet Rücksprache genommen; in der Zwischenzeit soll er darüber an den König schreiben und die Antwort auf jenen Tag bringen, iß. 1. Der Bürgermeister von Ehur meldet persönlich, ein Brudersjoh» des Diethclm Dietegcn, der in Bünden angesessen ist, habe den Herrn von Scnto, als derselbe sich eben in die Eidgenossenschaft habe verfügen wollen, gesangen genommen, um ihn dem Herzog von Bar (Franz Sforza) auszuliefern; aber die von Bormio haben ihn wieder „abgeylt" und nach Uhur gebracht. 2. Austrag und Bitte an die von Ehur, den geuannten Herr» auf de» nächsten Tag in Lucern zu bringen, i 1. Einige Hauptleute und Knechte haben sich beklagt, wie sie bei dem Auszug von Mailand beraubt worden seien; da nun der Bischof von Verulam in Eefangenschaft sitze, begehren sie, daß man ihn festhalte, bis sie zu ihrem Rechte gelangen. Heimzubringen, wie man ihnen zu Hilfe kommen wolle. 2. Der Bischof von Verulam soll bis auf weiter« Entschluß in Uri bleibe». »4. Ein ^resorier oder Uontrolcur („Eonlerolc") beschwert sich, daß ihm in der Vorstadt von Eomo Rödel und Anderes durch etliche von den Eidgenossen genommen worden, worüber ein Brunner und ein Dommann, die in Uri wohnen, Kundschaft geben können. Uri erhält de» Auftrag, den Schuldigen iiachznforschkii und nächstens Bericht zu geben, damit der Tresorier wieder zu dem Seinen komme. Diesem ») . . . .Wird« such wyter inzogen »nd geredt, wie etlich lnecht von Bern, Frhburg und Soloturn, such ctlich ander, sich vor und ee erhept in dz Herzogthum Meiland, und nit erfordert mordende. Antwurt der Kiing, dz sölhs sye beschechen anc sin wiissen und geheist, und doch us, höischcnder not der grossen verrütery, die ir Herren die Kidgnosjen seh also ougenschynlich sechent, vermeint der Kiing min Herr durch sölhs dhcins wegs brüchig (in, dann der so sölhen usbruch getan, des vom Kiing dhein beselh hat gehegt, darum im sölhs nnbillich zuo Nachteil werd surzogen- . . . (Vgl. Nbsch. I«. Juli »nd 14. Rugust.) 148 December 1521 ist ein Empfehlungsschreiben an den König auszustellen. <. 1, Den Bündnern ist geschrieben worden, wegen des Herrn von Scuto, daß sie ihn freilassen oder auf den Tag zu Lucern bringen, damit Jedem, der an ihn etwas zu fordern hat, sein Recht verschafft werden könne. 2. Ferner wird ihnen gesagt, es sei unbillig, daß eine große Zahl ihrer Leute mit den Landsknechten gegen die Eidgenossen dienen und geholfen haben, sie zu plündern und zu schädigen; das „wolle sich der Bündnuß nicht vergleichen", die sie mit denselben haben. i ist im Original (Lucern) gestrichen und fehlt auch in den meisten Ercmplarcn. Außerdem fehlen I>, « im Zürcher, :»—«, >>, « im Berner, Freiburger und Solothurner, desgleichen im Schafshauser (nur I» nicht), im Nidwaldner ti, n>—>», i , x. Appenzell hat nur »l, l, I, in, > ; das klebrige scheint verloren. Zu l'. 1521, 9. December, Zürich. Veit Sutcr an die eidg. Boten in Lucern. Sie haben ab dem letzten Tag in den Abschied genommen, auf dem nächsten Tag über sei» im Namen des Kaisers gestelltes Begehren, zu antworten. Er bitte nun nochmals freundlich, die Hauptlente und Knechte aus dem Dienst des Königs von Frankreich heimzufordern und deßhalb guten Bescheid zu geben, was der Kaiser ohne Zweifel gnädig erkennen werde. St. A. Luc-rn: A. Kaiser. Zu l. Hier sind folgende Acten einzurücken: 1) 1521, 1. December. Jacob von Wippingcn, Landvogt zu Lauis, au die Boten der XII Orte. „Ucwcrn Gnaden ist ze ivüssen, wie ich Mcndris und Balern zuo üwercn Händen ingnommcn, als ich denn das üch zuo- gschriben han alles samhafts (sie). Und nf sölichs han ich min cavallicr mit vier brächten nf der von Mendris begär by inen glasten, also da in den laufen und (nachdem) im bcgägnctc, red und antwurt ze geben und zum besten dem armen volk trostlich handle», dann die Spnngier gan Cum kommen warend, und also (nachdem) cr ein tag oder zwen da gesin, sind die Spangier und etlich lanzknecht nf die herlikeit kamen, aber zun: teil um wüstend, daß sy ü. g. zuoghörte, und sind also angends von dem cavallicr oder wcibcl ghcißc» Hindan ze ga» und da ganz nüts leids jeman ze thuon, und die herlikeit gehöre ü. g. Sind sy gnots willes ghorsam gesin- Darus und (damit) sölichs witer vermitten wurde, der weibel zuo ir oberster, dem Margys von Piscärcn, vor Cum kcrt ist »nid in deß abzestellen gebätten, der nun oüch fast guots willes gesin ist und ein gmcinen ruos by lib und guot (als dann ich das ü. g. vormals han zuogschriben) gan, daß nieman den üwcren land, gcricht, gepieten, auch litten nüts leids noch args zuofüegte, doch sölichs uf des Cardinals de Mcdicis bcstätung. Darus der weibel, nit uß miner befelch noch wüsten, gan Meiland ist gefarcn, wiemol er vermeint, (daß) er mir das kund habe gethan, zuo dem Cardinal de Mcdicis, und söliches im alles anzöugt, auch den bcriierten ruos, so der Margis gethan hat; ist der Cardinal guots willes gesin und (daß) sölicher ruos sölle besinn und kraft han, und (daby) vil guots erbietens, so cr mit vil guoten warten gegen ü. g., onch dem üwercn volk, onch der märchtcn halb, so setz sind, und anders halb, ist cr in allen dingen guotwillig gesin, und gab deß alles dem berücrtcn weibel ein brief an den Margyscn ?c. Darus der Margis antwurt(ct) und wol zefridcn (was) und redt, wo die sine», oder wer die wärind, etwas widcrigs oder leids den üwcren tätind, wellte er (die) lassen henken, »nd ob etwas gnoinen wurde, daSselb allwcgen wideren (sie) oder bczalen, (wo) und das kund ivär ?c. Darus die armen lüt fast frölich gesin und wider in ir hüscr zngen. Sölichs sücg ich ü. g. im allerbeste» ze wüsten, wiewol der genannt weibel nit cmpfelch von mir gehebt, gan Meiland setz ze sarc», han doch ich in sincin harin handle» nit mögen mißfallen han, und hct mich fast gebätten, ü. g. das also . . kund ze thuon, truwct, cr habe harin nüts gefelt, und sige alles im besten beschächen ?c. Onch wüstend, daß die üwcren knächt vier gan Cum geornet, also ob etlich in der statt wärind, die nsser ze forderen ze., und schiessent (die Spangier?) fast in die statt" - - - St. A. Lucern i Missive». 2) 1521, 1. December (Sonntag nach St. Andres). Niklaus Seftinger, Landweibel zu Lauis, an dieselbe» Boten. Kurzer Bericht über seine (oben erzählten) Bemühungen für Mcndris und Balcrna ... w. »>. 3) Berner Instruction: „Und als dann von innemens und bcsatzung wegen der Herrschaften Mendris, Balcrna und Lowis gehandlct soll werden, will min Herren bedunkcn inen nit gebürlich noch crlich sin, sölich Herrschaften anznonemen, sonder den Handel uf dißmal in ruow anzuostcllcn, dicwil doch darumb mit dem Kü»g rechtsfertigung angefangen und brucht, und die sach noch also im rechten hangend ist; dann diewil der Küng December 1521 bcgert und anrüeft, im zuo dem herzogthuinb Meiland wider zuo verhelfen, will schimpflich geachtet werden, das so zuo dcm herzogthumb dienet, dem selben abzuoziechm." Ti.«. «bschiev,. »r. p. Zu I». 1521, 3. 4. Dccembcr (Dienstag Abends und St. Barbclcn Dag). Thomas Schmid von Solothurn, 1'nndvogt zu Cuggaris, an die Boten der Xll Orte in Luccrn. „Strengen ?c. ?c. Als dann ii. g. zuo Lowis denen von 1'uwin mit sampl die biet Hand ein brief thnn schribcn, das; sy keinem Herren füllten swcrcn und (sich) underthänig machen bis uf wilcr iiwcr Kescheid, . . . und ii. g. mir onch bcfolhcn Hand, ein ufsechcn zuo han, ob sy jcmans bcgcrcn wurdi in cid zuo »einen, inen byständig und hilflich ich sölti sin und wcrcn, daß sy nit in cid wurden geiiomcn; nf sülichs Hab ich vier mann beschickt von den besten von s'uwin, die mich tücchtcn trüw sin und geschickt, und Hab mit ine» gcrcdt und den Handel crzclt und mit ine» verordnet, ob an sy jemans wurdi begercn, inen zuo swercn, mir sülichs angcnds zuo müssen thuon. Also ist einer genannt Johann Ambras Kotta von Meiland, der Herr in Walkuwy (Val Cuvio?) ist, zuo dcn(e») von l'uwin kamen im darf L. und an sy bcgcrt, die landSlüt zuo besamten und im sollen schweren in »amen des Herrn Doctor Jeronimnö Moron, der ein gmeiner Commissari und Regent sig zuo Meiland, in namen dcS Herzog Franzisc Sforzcn. llf sülichs bin ich gen Luwi» gefarc» mit einer zal gscllcn und Hab im wellen wercn. Da ist dcrselbig Johann AmbroS und ich mit cinandrcn zuo red komm und sind mit einandren eins worden, daß er sölli stillstan und nit witcr die lüt in cid nemen, und sülichs min bestich an den rcgenten z»o schribcn, und auch in dcm (so) mir von ü. g. witer Kescheid wurdi ab dem jebendcn nächsten tag, und die antwnrt, so im wurdi, mir sülichs zuo schribcn, und ist schmal also gestellt... Ich Hab die lüt zuo i'nwin guotwillig fundcn und (daß) sy fast fro wärmt, iimer »ndcrthancn zuo sin, safer, wenn ir sy wellen! annemcn, daß ir sy dann nit verlassent, als inen vormals syg geschc(hc)n und sy (dcßwcgm) zuo großem schad sind kamen. t^nädigm min Herren, mich dunkt, ir hcigmt guot recht zuo dcm land. Witer.., als ir mir Hand befolhcn, die von Bresag in cid zuo nemen, das Hab ich tha», und ist nicmant darwidcr gsin, und sind die guotcn lüt fast fro gsin . . . Hie ist guot rnow und sind a»e forcht; die bnrgcr und landlüt von Luggaris sind gnot und willig, mit erbictnng, was sy vermögen init ircn Personen und Hab, sich trülich zuo hallen und crzöigc», und weiß akcinm, dem ich mißtruwm. Ob aber ü. g. etwas »nruow wüßten von denen, so in Mailand rcgcntc» sind, und ir mir sülichs zuo müssen wellten thuon, wellt ich min bcst(S) thuon als ein Irüwer diener. Witcr, . . das schloß ist hie an mengen orten bumscllig, und insunders im rocken ist ein thurn, heißt der balast, der lang entdeckt ist gsin und noch ist, und ich in sorgen bin, daß er infallcn wcrdi, der ü. g. in großen kosten wurd komm ; wenn ir mir wellten erlauben, in zuo buwm, und daß ich möchti uß dcm zoll hundert krönen nemen, wellt ich ü. g. darum guot rcchnung geben und sölichcn schaden wenden; denn üwerer Kotten ein gnot teil sind bcricht, wie es um den thurn stat. Was mir hct mögen werden von buoßcn, die gsallcn sind nnd sich) han mögen inzien, dcro wenig ist, die Hab ich usgcbm um buwm, das onch nit bcit macht hau". . . Bitte um förderlichen Bescheid wegen Luino. s,Mssim». Zu in, l. 1) 1521, 2. Dccembcr, „Andmar". Kaiser Karl V. an Zürich (dcßglcichcn n» andcrc Orte). Es könne ohne Zweifel wohl ermessen, was für Beschwerden der christlichen Kirche, dcm römischen Reiche und der ganzen (Christenheit täglich begegnen, und wie großer unwiederbringlicher Schaden daraus erwachsen möchte; das zu Herzen fassend, haben die päpstliche Heiligkeit und er, der Kaiser, als die Häupter der Christenheit, sich vorgenommen, deßhalb mit den Eidgenossen, als guten Christgläubigen, Miedern des Reiches, geborncn Deutschen, beider Dhcilc Bundesgenossen und Nachbarn Oesterreichs, z» handeln und eine gemeinsame Botschaft zu ihnen abzuordnen, und weil sie wissen, daß Zürich in dergleichen Sachen allezeit das Beste gcthan, so begehren sie nun, daß es für gemeine Eidgenossen ans den nächsten tag nach hl. Drcikönigcn sd. h. aus 7. Jan. 1522) aus Kosten der beiden Dheilc einen Dag ansehe und sich bestens für unfehlbaren Besuch verwende, um da zu vernehmen, was sie zu Ehre und Wohlfahrt der Christenheit ?c. vorbringen werden; mittlerweile möge es sich durch Niemand wider den Papst und den Kaiser bewegen nnd Nim,andern seine Knechte zuziehen lasse», auch bei den andern Eidgenossen in diesem Sinne wirken. Wenn sie, wie man erwarte, die Interessen des Reiches :c. fördern Helsen, so sei er, der Kaiser, hinwieder zu allen Gnaden bereit ... Er melde ihnen auch, daß er Schloß und Stadt Dournay („Dorncgg") in Flandern erobert habe, was sie ohne Zweifel mit Freuden vernehmen. Tl. A. .zavch: «. «aytt. — Gl. ». kunrn: A. Kais». ». A, Sololhum- Adschkd«, MX. 150 Januar 1522, 2) 1521, 2, December, Noseroy. „P(ri»cessin Philibcrta) de Lurembourg" an die Eidgenossen. Crcditiv für Herrn von Montrichart und Hugues de Werro, als Gesandte in Geschäften „üv gg paF«, äo mon ilis vt da MV)'"... Si,«. Lucer»: Misstvm, «A. Areivurg. 1522, 1. und 2. Januar. Ka»«o»Sarc>iiv^Arciblir»: Rathsmanual Nr, n», 1. (I.Januar). Vor dein Rath erscheinen als französische Gesandte der Grandmaitre (Bastard von Sa- voyen), Herr de la Palisse, Grand Ecnper, der Bischof von Senlis, Galeaz Viseouti und der Tresorier Morelet. 2. (2, Januar). Versammlung der Näthc und Burger, Der Grandmaitre dankt für den guten Willen, welchen Freiburg in des Königs Anliegen zeige, und lobt besonders die Knechte, die in der Picardie gedient Habenz es werde das in Ewigkeit nicht vergessen werden, — Sodann habe er auf der Herreife zu Genf vernommen, daß gewisse Schreiber des Königs wegen des von Lamet ausgegebenen Geldes etwas geredet haben, worüber die Herren von Freiburg beunruhigt seien; man solle dem keinen Glauben schenken; denn der König habe Schreiber, die reden was ihnen gefalle, um Geld zu gewinnen; man sehe das daran wohl, daß sie, wenn sie auch arm in den Dienst getreten, nach 1 —2 Jahren schon reich seien. Er, der in diesen Dingen Vollmacht besitze, habe alles ausgegebene Geld und die Rödel gesehen und die Vertheilung gebilligt; wäre dem anders, so würde ex's nicht verbergen; denn er glaube „ein guter Freiburger" zu sein. Schließlich empfiehlt er seinen Sohn Claude (Glando) zu freundlichen Gegendiensten, wenn er abgehen sollte, ?c. «5. Lucern. 1522, 1. Januar f. (Ans Neujahr ?c.) Staatsarchiv Lucer»! Allgemrine Abschiede, <1, I, 245, Staatsarchiv Zürich! Abschiede. Bd. s, r, »4, Staatsarchiv Ber»! Allg-m, eibg, Abschiede. 'I', p, b»S—5W. «04. «ob, Abscheide >Iaio, StautonSarchiv Zu»! Abschiede, Bd, 2, .kautonSarchiv Arciburg! Abschiede, Bd, 5«, ÄautouSarchiv Soivthur»! Abschiede. Bd, XI, LaudcSarchiv Appell,eU I. R.: Abschiede, Gesandte: Basel. (Heinrich Meltinger; Urban vom Brunn). Frcibnrg, (Jacob Grupere; Hans Guglcn- berg). — (Die andern nicht bekannt). ». 1, Die Botschaft des Kaisers und der Frau Margaretha von Flandern begehrt, daß wir dem König von Frankreich und dessen „Anwalt" '(Statthalter), Herrn de La Tremonille, anzeigen, der Kaiser und die Frau Margaretha seien mit ihren Erblanden, als Oesterreich und Burgnnd, den Eidgenossen mittelst einer Erbeinnng verwandt und darum in der letzthin geschlossenen Vereinung vorbehalten; sie würden das zu hohem Dank aufnehmen und stellen das Ansuchen, daß wir darauf beharren und jene Landschaft vor Krieg beschützen helfen, U"b da die Erbeinnng ausweise, daß man sie von zehn zu zehn Jahren erneuern solle, so sei der Kaiser des gnädige» Willens, dem nachzukommen, und wünsche, daß dafür ein Tag bestimmt werde, zu dem er dann auch eine Botschaft verordnen würde, 2, Antwort, man sei allezeit geneigt zu thun, was zu Friede» und Ruhe diene, soweit der Kaiser und seine Angehörigen das auch thun. Betreffend die Erneuerung der Erbeinnng habe man jetzt keine Befehle und wolle daher die Angelegenheit heimbringen, um ans künftigen Tagen, „so das fug haben mag". Januar 1522, 151 Bescheid zu geben. t». Auf den TKricht des Lnndvogtes iin Thurga» und seines Statthalters über de» zu Frauenfeld liegenden Gefangenen, der de» Landwcibel soll ermordet haben, und nach Verhörung der „Freund schaft" des Gefangenen hat man erkannt, der Landvogt solle sich sogleich »ach Hause verfügen und auf dem Heimwege Botschaften von Weich und Zug ansbitten, um den Handel untersuchen zu helfen; den Gefangenen sollen sie nochmals verhören, iveil er seine früher» Aussagen widerrufen hat. «. Da seht zwei Tage, der eine nach Zürich, der andere »ach Lucern, angesetzt sind, „die cinandren bereichend und irren wellend", nämlich von zwei widerwnlligcn Herren, so soll man rathschlagen solches abzustellen, damit man auf einmal nur an einem Orte tage. Antwort auf dem nächsten Tag, «I. Dem Landvogt zu Sargans wird aufgetragen, sich über den .^oll am Rhein, den der Bogt zu Vaduz ans eidgenössischem Gebiete einnimmt, genau zu erkundigen; finden sich keine Schriften vor, so soll er bei den Alten nachfragen, wie rS früher gehalten worden, und darüber Bericht erstatten. « . GS wird angezeigt, daß die nngehorsamen Knechte, die jüngsthin gegen Gunst und Willen der (Eidgenossen zu dem Papste gezogen und das Herzogthnm Mailand haben erobern helfen ungeachtet der Zusicherungen, welche die zwöls Orte mit den Zngewnndten dem König von Frankreich gegeben, nach Hanse zurückgekehrt seien, Ivo sie von einigen Orten gestraft werden, von ander» nicht. DaS soll jeder Bote heimbringen, damit sie z» Vermeidung von Unruhen und neuem kkngehorsam überall gestraft weichen nach ihrem Verdiene», um so niehr als sie sich „nntcr die rothen Kreuze ergeben" und solche getragen haben, „das doch in unser Gidgnoschaft nie gehört worden ist." f. Zürich beschwert sich über unleidliche Reden gegen dix SciNigen, woraus leicht Unruhen erwachsen könnten. Aniworl. Gs mögen wohl solche Acußernngen fallen, die aber allermeist daher rühren, daß Zürich die Seinen nicht zu Hanse behalten habe, sonst wäre das Geschehene wohl vermieden geblieben, und hätten die Ungehorsamen keinen Anlast zum Ausbruch gesunden. Zudem möge es selbst ermessen, wie die die Seinigen die Ordonnanz gehalten, ans dem päpstlichen Gebiet zu bleibe». Uebrigens höre man von gleichen Reden der Zürcher gegen die eidgenössischen Knechte; Zürich möge dieselben abstellen, so werde man es nach bestem Vermögen auch thun. «5. I. Die Bote» von Zürich weisen einige falsche Batzen vor, welche das Gepräge („stampf") des Bischofs von Uonstanz trage». Heimzubringen, »m Jedermann davor zu warnen. 2. An den Herrn von Tax, der wissen soll, wo sie gemacht worden, ist geschrieben, man erwarte seinen Bericht aus den nächsten Tag. I». Dem auf dem letzten Tage gefaßten Beschluß, daß der gefangene Bischof von Verulam von Bellenz über das Gebirg nach Lucern oder wenigstens nach Uri gebracht werden solle, ist nicht nachgelebt worden, indem der Bischof von Uri nach Schwyz und dann »ach Zürich gekommen, worüber die Anspreche! .Klage führe» und um Rath bitten. Heimzubringen, um anf dem nächsten Tage Antwort zu geben. I. Da sich allenthalbcn in der Gidgenosscnschaft viele fremde „Stirnenstößel" und Bettler »mhertreibcn, die zu Stadt und Land jedermann belästige», theils durch Diebstahl, «Heils durch Fcucrsgcsahr („fürsorg des fürs"), so will man sich aus nächstem Tage berathkn, wie man ihrer los werden könne. I«.. Der Vogt zu Lnuiö hat geschrieben, man möchte ihm, wenn man dem König „die .Knechtk" überlasse, eine Hauptmannsstelle mit de»en von der Landschaft Lauis vergönnen. Antwort: Gr möge bis ans weitern Bescheid sich ruhig verhalten; denn es finde nicht Jedermann gut, daß die Ainllentc an den Glänzen sich außer Landes begeben. Auch darüber Antwort auf folgendem Tag. I. Das Amt des neiitorbenen Landweibels im Thurga» wird bis anf die Fahrrrchnung zu Baden dessen Sohne vergebe»: bis dahin soll sich der neue Landvogt erkundigen, wer dafür geneigt wäre. »»». Es soll der neue Landvogt im Thurga», wenn ihm das von dem alten verkünde« wird, mit ihm und den Boten von Zürich und Zug sich in den Thurga» verfügen, um die Untersuchung über den Mord des Landweibels mit einander vorzunehmen. 1». > Der Bastard von Savoyen, der Herr von „Ballissen" z> la Palisse), die beiden Galcazzi, der Januar 1522, Bischof von Senlis und andere Herren „in merklicher Zahl" stellen weitläufig vor, wie viel Ehre lind Nutzen den Eidgenossen und dem König entsprungen, so lange sie mit einander in Freundschaft gestanden, wie viel Uebel dagegen aus ihrer Uneinigkeit, Darum wünsche der König mit uns einig zu bleiben. Er sehe aber wohl, daß Etliche, die beiden Theilen Frieden und Ruhe mißgönnen, sich befleißen, ihren Ruhm und Ehre zu verkleinern, was nicht leichter gelingen könne, als wenn sie uns von einander zu trennen vermögen. Darum wolle der König uns gewarnt und gebeten haben, in der Freundschaft mit ihm zu verharren. Es sei den Eidgenossen bekannt, wie die Könige von Frankreich stets als gehorsame Söhne der hl, Kirche den Päpste» »nd Cardinäle» viel Geiles erwiesen, bis auf Past Leo; dem habe der König alle Ehre erzeigen wollen, es auch zum Theil gethan, mit ihm eine Vereinung geschlossen, in bester Hoffnung, sie würde gehalten. Dem jetzigen König von Spanien habe er anfangs, als die Landschaft ihm widerwärtig gewesen, zuerst Paß gegeben und ihm Hülfe mit 1200 Ellencn zugesagt, worauf die Spanier wieder gehorsam geworden seien. Dessen ungeachtet habe jener König, seit er zu der Kaiserwürde gelaugt, ohne alle Ursache durch falsche Practikeu Krieg begonnen, Als der König von England habe dazwischen handeln wollen, habe der Papst, der doch ein Vater des Friedens sein sollte, dessen Vermittlung „abgestrickt" und sich an den Kaiser gehängt, durch gewisse Eardinäle den Krieg in Italic» führen lassen und damit das Herzogthum Mailand zum Theil erobert, Obschon auch eidgenössische Knechte dabei gewesen, so nehme der König an, daß das ohne Gunst und Willen der Obrigkeiten, sondern aus Ungehorsam geschehen sei. 2, .Eienach begehre er, daß ihm die Eidgenossen zur Wiedereroberung des Herzogthums Mailand 10,000 Knechte überlassen gemäß der Vereinung; er verspreche sie gut zu besolden und zu halten, müsse aber auf schleuniges Entsprechen dringen, damit die Feinde sich desto minder verstärken können. 3, lieber diesen Vortrag werden ungleiche Meinungen laut. Einige Orte versprechen ohne Weiteres, zu halten was sie verbrieft haben; andere wenden ein, der König habe die Vereinnug nicht gehalten; etliche haben nur Befehl, die Sache heimzubringen; Zürich endlich antwortet wie auf früheren Tagen, es sei nicht in der Vcreinung, wolle aber den Frieden halten, 4. Nachdem man diese Ansichten den französischen Boten eröffnet, erwidern sie: Da die Stimmen so ungleich seien, so wünschen sie selbst („mögind sy liden"), daß ihr Anliegen von den nicht bevollmächtigten Boten nochmals heimgebracht werde, jedoch ohne langen Verzug, da die Sachlage und die Vereiuung solchen nicht zulassen. Zürich werde, das hoffen sie zuversichtlich, den Friede» halten, solle aber gemäß demselben niemandem Knechte gegen den König zulaufen lassen und Feinden keinen Paß gewähren. Auf den Vorwurf, daß der König die Vereinung nicht gehalten, habe schon Herr von Lainct geantwortet, wobei sie es diesmal bleiben lassen; weil aber derselbe des Königs Ehre berühre, so seien sie zu weiterer »nd genügender Antwort verfaßt. Damit die Sache gefördert werde, begehrim sie endlich, daß die Orte, die dem König schon Hülfe zugesagt, sich einstweilen rüsten. Dabei bitten sie, daß wir den Büudnern schreiben, als die auch im Frieden begriffen sind, daß sie die Ihrigen nicht gegen den König ziehen lassen oder dessen Feinden Durchpaß gestatten. Das wird ihnen «den Bündner Boten) "> den Abschied gesetzt. 5, Die Boten, die das hinter sich zu bringen haben, sollen ans nächsten Donstag den 10, d, M, wieder in Lucern erscheinen, um entscheidende Antwort zu geben; die andern wollen hier bleiben; „denn dieser Tag und der über acht Tage folgende sollen nur für einen Tag geachtet werden". Indessen ist jedem Ort anheimgestellt, sich zu rüsten. «». Auf die wiederholte Vorstellung, daß es besser sei, wenn die Ortsobrigkeiten die Hauptleute und die andern Amtleute wählen, hat es der König für diesmal zugegeben, jedoch der Vereinnng unbeschadet und in der Voraussetzung, daß mau Leute nehme, die dem König nützlich und den Eidgenossen „ehrlich" seien. Ferner erklärt sich der König wie früher geneigt, wenn die Eidgenossen etwas thun können, was zur Erhaltung von Frieden und Ruhe diene, es in gute», Vertrauen anzunehmen, iz. Zürich soll den Januar 1522. strit Suter, Secretär der kaiserliche» Botschaft, um Auskunft ersuche», woher ihm die „Schriften, Briefe und Händel" gekommen, die kürzlich gefunden worden „by dem posten so nidergclcit ist", nach der ans diesem Zage »on Glarus gemachten Anzeige. n. 1521, 9. Januar, f'ucern. Die eidg. Boten beauftragen Heinrich Schcrer von Uri, in allen Herrschaften enseit des Gebirges, namentlich aber im Thal Domo d'Ossola sich nach dem beraubten zu erkundigen und zu »erschaffen, dag das befundene zurückerstattet und jeder Schuldige bestraft werde. Alle Eommissaricn (Vögte ?c.) Verden zu kräftiger Förderung der Sache ermahnt, die Widerspänstigc» mit Ahndung bedroht, ?c. S«. A. Lucern: Abschied», <1. I. skolein. Miss!»,). «I hat nur der Zürcher Abschied. Im Bcrncr fehlen >», III, im Zugcr I. III, im Frcibnrgcr, Solothurncr, Schaffhauser und Appenzeller Ii, «>, I, m. im Ichtcrn auch 1». Zu :i. Unglaublich scheint es, daß die kaiserliche Botschaft nicht wenigstens nebenbei den Hinschied des Papstes Leo X. zur Sprache gebracht haben sollte, da schon die nächstfolgende Missivc denselben erwähnte. Daraus beziehen sich außerdem einige andere Acten, die alle vor dieser Taglcistung eingegangen sein dürften. 1) 152l, 17. Deccmber, Gent. Kaiser Karl V. an Schafshausen ldcßglcichen an die übrigen Orte). (5s wisse aus den früheren Schriften, daß er einen Tag zu Zürich begehre, um neben dem Papst 2co mit gemeine» Eidgenossen wegen etlicher Dinge zu handeln. Mittlerweile sei der hl. Pater gestorben; nichts desto weniger seien er und andere Bundesgenossen des festen Willens, auf ihrem Vorhaben zu beharren, den angezeigten Tag zu besuchen und das z» erstatten, was von Seiten des Papstes abgehe, in der Zuversicht, daß der künftige sich darin hallen werde, wie 2eo gethan haben würde, wenn er' ani Vcbcn geblieben wäre. Daher begehre er mit allem Ernst, daß sich die Eidgenossen inzwischen durch Niemand gegen die christliche Kirche, ihn, das hl. Reich, de» Herzog FranciscuS von Mailand noch andere Verbündete bewegen und die Ihrigen denselben dienen lassen, sonder» dks bestimmten Tages erwarten, lt. «. Aechio Schasshmisen: cioeresponden,'». - «. A. Sol-Ubuin: Abschied», Bd. x. 2> 15,21, 2. Deccnibcr, Rom. Die Eardinäle an die XIII Orte. Anzeige von dem Hinschied des Papstes 5?ea X., dessen Tod die Eidgenossen mehr als den irgend cincS andern Papstes zu betrauern Ursache haben. Sic sollen nun fortfahre», den 'Namen Beschirmer der Kirche zu verdienen, da ihr Bündniß, mit dem hl, Stuhl und der römischen Kirche für die Ewigkeit geschlossen, mit dem Abgang eines Papstes nicht erlösche; das sage man, damit 'Niemand ihre Andacht und 2iebc verführe . . . ,^Iii omni alii» militare pnnnunt, Ilvlvotivrum proprium kuit »tgue erit »empor Deo et veeleniav militare" . . . St. A. kurern: A. Papst (Nebers.). St. A. Zürich: ?l Papst (Original aus Papier). 3) 1521, 4, December, Rom. Caspar Röist, Gardehauptmann, an Zürich. „Us den 24 tag NovcmbriS sind mincm aller hcligisten vatter löblicher gcdächtnus mär komcn, wie dann Meiland ingcnommcn was, dcß si» Hl. nit klein erfröwt ward, lobt gott und sine wirdigen muottcr, auch ein fromme Eidgnoschast, wann (von) deren sin H. selbs redt, (daß si) den sig erlanget Helte. Derselben »acht, als man zwisell (mulhmaßt), ist sincr H. im wm vergeben, darum wir uf hüt . . ctlich fänklich angenommeu Hand, (und) hoffend zuo gott, die recht schuldigen. Und also uf den ersten tag DcccmbriS umb die sibcnden stund nachts (ist er) wol gcbichtlct), mit guoter Vernunft cristcnlich gestorben und ei» hübsch cnd genoinmc», dem Helgen Crüz, das sincr H. fürgchallcn ward, bis in leisten ruck den suoß küßt. Diß alles hau ich gcscchcn. Also Hand wir von stund an den palast lasten vcrmurcn, verschränken und mit einem guotcn geschüh us fünfzig stuck wol lasten verwarcn und wachend tag und nacht all in Harnesch, bis ein ander Vabst crwclt wird . . . Ich ha» ü. g. am andren (2.) tag diS monats gliche Meinung gcschribcn^. . . «< «. Z»rich: «. original. 4) 1521, lg. Deccmber, Rom. Die Eardinäle ?c. an die eidg. Hauptleutc in Piacenza. „dliavratione ckivina, evt. evt. evt. „Deeo nnim (»pmel »levatione» v(e»tra») »eirv iam erockimu») ^Iloium» I^errariae Drix, ^uamguam ip»e veeleniav Itomanav fvuelntariu» multingue szratii» atguv donoritiun tum in «v jpno ezuam in nui« maivrikn» a nvclv apontnliea donentatu«, tamvn tot dvnvtiviorum immemvr et enrnm» eontra eiu» matrvm et ckominam vrißvn», ^kutinam nv et livgiam, terra» N. It. D., invanurum minatur nee u 1'Iaeentia et l'arni», 20 154 Imnmr 1522. . »I potvrit, alistinebit, sed guod otiam indi^nius est, imn solum so eevlesiae bestem exbibot, sed alins bostos invenit, brane(iseu)m Nariam et Ilallionvs?erusinos ab voelesia Itomana pulsos et damnatos ipso Xerranao reeepit, reeeptos kovet, oonsilioguo et viribus iuvat, itague oxoreitum liino indv oomparant st eolliguiit, ut uns tempore ^lkonsus Nutinam, Ite^ium et proxima indo l'bane.» blaria et IZvllionvs p. . . . liomancliolnm erumpontes I'vrusiam, Ombriam Ilrbinumguo invadant,

    "d si bot, non solum ltomanam eoelvsiam, «od olootionem guoguv kuturi pontibois pvrturbabunt, guare dvvotionos vvstras per viseera ebnritatis I). X. dosu Okristi rogamus, ut in boe tempore tum nooessario sedi apostolioav tantum perioulum subvunti subvoniatis atgue vestra solita virtuto torras 8. It. I?. dekvndatis. 8alus autom sedi« apostolieao in lroo nunv tota vvrtitur, ut Xlkonsus ipso a Glutins, et Ite^io, alii eevlesiae bostss a llomandiola prvbiboantur, guod «i ovnAredi vobisvum audoant, eum i^nobili et tumultuario «uo vxeroito non dubitamus virtutom vestraw (Oeo praosortim suam eoelosiam iuvante) ita illos pulsuram, ut deinovp» de suis potiu« tsnendis cpiam de nostri« oppu^nandis eogitent. I'bgo vobis vestram eonkoodoratam vostramguo mutrein 8. It. II. eommondamus, a gua sano, immo ab ipso O. X. ,Iesu (lbristo, gui eum re^it et gubornat, Dvvatione« vostrao vondignam rsmunorationem oxpeotalmnt. tjuod «i stipondia vestra baetenus vobis dobita nondum pleno vxsvluta kuerunt, id vos ekaritate solita rseipere et iiuius sedis proptor eius vavationom ogostati et neeessituti eompati aoguum et ut oomputiumini orumus^ ... St. «. Aauch! A. Papst (OUistnxl »>u s Sic»-»'). 1521, 19. Dec., Rom. Dieselben, großentheils Obigem gleichlautend, an die einzelnen Orte. 5) 1521, 19. December, Rom. Die Cardinäle an die Eidgenossen (die einzelnen Orte). „Nisorationo divina Xp(isoop)i, I'(res)>i(vte)ri Iliaeoni 8. It. Ii. (lar(dina)les I)ovo(tio)ni v(v«trao) «inversm in I1(omi)no! vbaritatem. 8tatim po«t obitum «tan momorias Ileoni« pp. X. seripsimus ad vos littvra«, guibus baoo «ta «gdes ap(ostn)lioa j primo o^it ut dobuit kortitudini av pistati vostrao Gratias, guod vam non solum vi ae virtuti vostra dokvndissotis, «iouti j vostor titulu« promittobat, «od vtiam veelv«ia«tioam ditionom, tum s»b dulio !s. aeguirondo tum nuperrimo sub I.eone s X reeipiendo propagavissoti». Heinde vv« roxavit ut in kovdvro ao tido et oapitulationibus non solum eum dulio s ao I.eonv praedietis, sod eum ipsa Itowana Xeolvsia guao nunguam moritur, per vn» initis persistentes, ipsam sedem apostolivam ^ tvrrasguv eius ultoriu« dekenderetis. Xuno, dileetissimi et vliarissimi oeelvsiav vonkoederati et dvt'onsores, idvm vkti- ^ eium euw vestris devotionibus ropetimu«, ut idom esse guod «empor kuistis volitis, nee pormittatis lmnv sanvtam sedem s ideo guia oapite oaret et «uo pastore destituta est, ab ullis deevrpi aut impuz;nar! et vobis dekensoriku« s amitti, guod vestra virtuto partum et rovoptum est. Inevt vnim bve «empor »pontv vestra koooritis et bodie guogue > laeiati«, vestros tbrtissimos milite« in Italia ad dokensionem tvrrarum eeolesiao retinondo nogue de lide et eon- ! stantia vestra, guam sub dulio et lisone toties sumus vxperti, dubitare possimus, tarnen guum in bao s sedi« apostolieao vaeatione vxmba l'etr! lluetuare «oleat, tirannignv et bestes eoelosiao in eam tanguam viduam s et roetore earentvm eornua vonsuvverint bodiegue eri^ant, maius perieulum sedi apostolieao l imminot, eo ma^is vos defvnsores eius imploramus. (juaro dvvotionvs v. per visoora ebaritatis I). X. j dosu vbristi reguirimus et astrin^imus, ut si guando antea id iovistis, nune max(im)e «edi apostolieao «ubvvnia- ^ ti«, toedsri intvr vos et nos perpetuo lidoi er^a sedem baue vostrao sompiternae vestro dekonsorum titulo ^ vestris prioribus mvritis nova merita oumulando satislaviati«, guod si fooeritis sivut leeistis, sieut ! antea vos non paonituit, ita deineops non pvenitobit. /Vuxit siguidow Vou« iam indo a dubj ist. tvm- ^ poribus auotvritatvm nvmonijue vostrum kvvitguv vos omnibus Ite^ibus et I'rineipibus aut ebaros aut ti» ^ mondos, propaz^avit sobolom (sie), exaltavit kortitudinvm, eon«orvavit dis» eiplinam, paeem dedit, justitiam j stabilivit. l'ostremo illum titulum, gui maior atgue illustrior omnib»« tituli» ae triumpbis est, dekonsorum j vovlesiao libertatis, a I)eo et vei Viearii«, Itnmani« l'on«iii> ik»s o^'S vvnseeuti. blaret gvns vestra et Inte Ilvvvltioum (sie) nomen omnibus terri« porsonnt, et nullum iam est bellum, eui vel non adzun^a» s mini ut forte«, vvl in guo non illustromini ut vivtores. Ilr^o barum via- toriarum vsstraruw kuius tanti j nominis tarn magnae vvstrav auotoritatis, Ileus pro vuius eevlvsia somper invigilastis, auetor dvnatorguv ^ kuit, nee guoad sponsam eius vos desvrati«, illo unguam vos dosvret. kjuis (inguit l^aulu«) a ebari» ! täte Dei et Ileelesia «ua saneta vos «epaial>it? t)uis rursus eontra vos praevaleat, Januar 1522 155 «i I)ou« pro vnlii« j e«t? I'orgito igitur, ckilootisoimi kilii, ot »5 kooloviav liompniiv ckokonsionv oonjunvtionoguo nunguam von j avvlli «inito, nvmo vo« «vckuoat, nulli vrockuti« uut »uro« prvbvatis, »5 kloolooia von «oparanti, «um gua j orovi«ti« ot lolioitor ervvi«ti«; oontinuatv amorvm, proilueito kocku», tutvmini ot>«vrvanliam. Kies onim kiot ut biodom» in «ua «ovuritteto, von in vo«tra kdidtatv, oonnorvomini. (juock guickvm von lere- j turo« nvn «vi,im «pvrninu«, «vck vx vontri« prioridu» >zv«ti« vtiam pro ovrto oontickimu«. blo» voro, ut j dobomu» et tonvmur, guioguick pro nntivni» vo«trav ,1v liomnnn biodosin tam livno mvritao oommockis, 5a- j noriku« atguv utilitnto pvtorimu», nungumn livsonnoriku« nontri« ckovrimu«. lioligu» «upor ins latiu« s^vt! nostro nornino rov>» in (!5ri«to pr. II. kpinvopu« Vorninnu», «ocki» npontoliono nuntiu», eui llvvotionv« vostrav plenam iielem «iouti j kaetvnu« »viitnv «unt, praostabunt. Valvak, ed. evt. LIa«iu«. Sl. X. v»rn^ X. M«Nänd«iNI»g» (Original). Sl. X. ?u«rn^ X. Papst lOUqinal aus Papstr. mst » Sliqeln«. — «. X. Sololhurn, Xbsch.. »d^ X ^ Zu l) 1521, 13. Deccmbcr < Mittwoch nach chiciä), Bern. Abmahnung der Knechte, die bei dem ersten päpstlichen Auszug gedient, mit dem Gebot, keinen andern Dienst anzunehmen, sondern sofort heimzukehren, bei Gefahr der Abkündung von „s'and »nd Gebiet" und Bestrafung im Fall Betretens. Die Andern, die zuletzt nach Mailand gegen die andern Eidlichst,, gezogen, wenn sie sich nicht in die Strafe ergeben, wolle man „ausgeschlossen und nicht widerrufen haben". s«, x, »o»«» Mg p. r. 2) 1522, 17. Januar (Antonii). Mandat an die Vögte, die heimkehrenden Knechte, die mit dem Cardinal gezogen und „an der Schlacht daselbst" gewesen, gefänglich einzuziehen, ?c. n>. »>, e,»«», Zu l'. Zu beachten ist der Widerspruch der im Tcrtc niedergelegten Auffassung der zwölf Orte mit den aclcnmästigcn Thatsachcn. Vgl. z. B. Nr. llll, Note k 8. Zu I.« Auffällig ist auch hier wieder die Schweigsamkeit des Abschieds über Angelegenheiten, die ohne allen Zweifel aus diesem Tage berathcn wurden. Zum Crsatz und Beweis legen wir folgende Acten ein: 1» s152l), 2. Deccmbcr, ^ocarno. LudovieuS Borromcns (Gras von Arona), an (s'ucern?). Crcditiv für Iacobns Noncho , als Gesandten zur Bcrathung über scinc Stellung, in Folge dcS Abzuges der Franzosen aus Mailand, :c. s». x. ?»»n> s«u. 2> 152l, 5. Dccrmbcr (St. Niklnus Abend). Jacob vo» Wippingcn, s'andvogt zu Üauis, an die Botschaften der Xll Orte in l'uccrn. Vor einigen Tagen habe der Herr von Vendome, Oberst zu Como, dem Marchcsc Pcschiera (Pescara) die Stadt übergeben auf einen schriftlichen Vertrag, wonach er und die Scinigcn freien Abzug erhalten, und die Bürger ganz „unersucht" bei dem Ihrigen bleiben sollten. Crstercs sei geschehen, aber letzteres nicht; die Spanier haben im Sturm die Stadt geplündert, alles verwüstet, Frauen und Töchter geschändet, eine Anzahl weggeführt und Klöster und Kirchen beraubt, alles wider den Willen des Obersten; die Landsknechte und die Chnrwalen haben an diesen Gräueln keinen Theil gehabt. Jetzt sei fast alles Kriegsvolk abgezogen, wie man vermuthc, nach Crcmona; nur die Churwalcn bleiben noch da. Den armen Acuten von Parlczza und Mcnagio werde täglich gedroht, sie auch zu plündern und ihre Häuser zu verbrennen ; auf ihr Anrufen habe er l dcr ^'andvogt) sich bestens für sie verwendet, aber er wisse nicht, wie lange das wirke. „Mich dunkt auch schier, und sbin) ich durch mincn schriber, so da gcsin ist, bcricht, nach sim dunkc», die Pündtcr oder die selbigen lüt inen zuogchörent, nämend sy gern in und zuo ircn Handon, mögen aber doch das nit eigcnlich müssen." Darum bitte er um bestimmte Weisungen, ?c. ei. x, MM»'», - », x. »«»»»«: x. »«llin lt) l52l, 8. December (U. O Frauen C»ipfäng»ist>. Thomas Schmid, l'andvogt zu Luggaris, an die Boten der Xll Orte in tzuccrn. In der letzten Nacht sei Graf s'udwig Borramco von Arona eilends von seiner Insel hieher gekommen und habe als Gerücht angezeigt, das) der Papst gestorben, und die Cnrdinälc von Sitten und de Mcdicis heimlich und verkleidet von Mailand nach Noi» geritten. Sein Bruder, Graf Friedrich, melde ihm, das, die Mailänder mi, de» Regenten übel zufrieden seien, weil sie schwere Summen bezahlen sollen ohne Frist, und für jeden Tag Versäumnis ein Viertel der Steuer aufgeschlagen werde . . . Bericht über das Schicksal von Como . . . Wenn Ctlichc aus dem Mainthal Klage führten, so bitte er, ihn beschall« zu berichten; denn er muthc ihnen nicht mehr zu als andern beuten der Grasschaft, die damit zufrieden seien. s, x, r,,«»n Main»» Haimar 1522, 4) 1521, II. December (Mittwoch vor Lucia). Jacob von Wippingcn, Lnndvogt zu Lauis, an dic XII Orte. Bericht daß die Spanier nach Mailand vorrücken, mit Ausnahme von KW Mann, die zu Como geblieben; von denen verlaute, daß sie alle Landschaften, die vormals zu dem Herzogthum gehört, mit Güte oder Gewalt zurückbringen wollen, ?c. Ferner werden den armen Unterthanen von Lauis und ans dem Lauiserthal, die seht durch das Gebiet von Mailand aus Romagna, Tuscanien, Neapel und andern weiten Lande» (hcim)kommen, ihr Gut und Geld, das sie „nach altem Braach" in saurer Arbeit „mit muren" verdient haben, von Bösewichten, Banditen, Spaniern und Straßenräubern geraubt, was der ganzen Landschaft zum Schaden nnd Verderben gereiche. Daher mögen die Eidgenossen an de» obersten Regenten in Mailand schreibe», solches allenthalben ernstlich abzustellen und die Straßen frei zu erhalten; auf sein eigenes Anfachen habe er noch keine Antwort empfangen. „Ouch bin ich warlich bericht, wie unser aller h. vatter der Bapst von einem Römer uf dem gricgt (?) erschossen mit einer Handbüchsen; desselbigen Römers vatter hatt er über gleit lassen richte», (also) hat in der s»n gerochen"... Bitte um Weisung, ob er einem gewissen Franzosen das ihm von einem Lauiser geraubte Pferd zurückgeben oder zu Händen der Obrigkeit nehmen solle. — ^ tor^o: „Ist gehört von den burgern uf kiudlin tag" (28. Dec.). St. A, AiMch: A. Lauts (Nopte). — St, A. Bern: Acten MailänderMege. 5) 1521, 18. December (Mittwoch vor Thomä). Luccrn an Bern, Freiburg (und andere Orte). Mittheilung einer Copie von einem gestern Abend eingelangten Bericht des CommissarS zu Lauis, behufs Berathunq für den nächsten Pag. St. A. Bern: R. Luccrn. — K. A. grctburg! A. Lucer». K) 1521, 23. December (Montag vor dein hl. Tag Weihnacht). Jacob von Wippingen, Lnndvogt zu Lauis, an die Boten der XII Orte in Lucern. 1. Antwort auf die Weisung, Lauis und Mendris wohl zu verwahren; er wolle das nach Vermögen thun. Aber er bitte auch zu bedenken, in welche Gefahr dic diesseitigen Landschaften kommen, wenn die Eidgenossen dem König dic verlangten 1WW Knechte bewilligen; dic Feinde würden sie ver- muthlich in Eile überfallen (mit solcher Macht), daß man den Angriff nicht abschlagen könnte; daher mögen die Herren ihren Zusagen gemäß, um diese Landschaften zn schirmen, Anstalt treffen. 2. Des französischen Guts halb, das auf dem Abzug entwendet worden, sei er täglich bemüht, dasselbe zusammenzubringen, wiewohl in der Landschaft Lauis sich wenig finde; er habe auch dem alten Seckelmeister von Uri dcßhalb nach Bellenz geschrieben; er begehre nun aber zu wissen, wie er die Schuldigen strafen, und ob er die aufgefundenen Güter dem genannten Seckelmeister oder „hinaus" schicken solle . . . Wie er früher geschrieben, werden die armen Maurer im Herzogthuw Mailand noch immer beraubt ... Sc A. L..c-rn: MW»-». Zu ». (1521), 15. December, Paris. K.Franz I. an Lucern (deßgleichen an die übrigen Orte). Erediliv für den Bastard von Savoyen, Graf von Villars, Marschall de la Palissc, Graf von Vaugnercs, Ritter Galleaz Visconti, Bischof von Senlis, General von Langucdoc, u. A. (1521), 15. December, Paris. Derselbe an die Eidgenossen insgemein. Ercditiv für die Genannten. St. A. Lucern: Milstvcn d. srunz. Könige. — K. A. Fretburg: A. Frcnitteich. Zn <, (nebstdem auch zu ii). Wie wenig oft der Abschiedtert dem Gang und Eharncter der Verhandlunge» entspricht, ist beispielsweise aus dem nachfolgenden Gesandtschaftsbcricht zu erkennen: 1) 1522, 3. Januar (Freitag nach dem heil. JnhrStag), Luccrn. Die Boten von Basel au ihre Ober». „Edlen ?c. -c. 1. Uf das nächst vergangen schribcn, so wir üwcr streng wyshcit gethon, sind die Kotten bißh<" nit by einander» gesin, dann uf gestern Donstag sind alle Kotten uf das rothns (sie) berieft und zuosame» kenne», ist ein brief gehört, so der Gramcter, der Bastnrt von Snvoy, gcschriben, dorm (er) sich fast entschuldiget sins langen ußblibcns, mit stündlicher bitt, uns zuo enthalten; dorby ist onch angezöugt, daß cr uf gestern Doustall abents zuo Beni ingeritten, der Hoffnung, morn Sainstag oder Sunntag hie zuo Lucern by uns zuo sind. 2. Gnädigen Herren, nach dem imbiß ist anzogen von unfern Eidgnosscn von Glans, daß durch die ircn ctlich sundrig Personen ein »inländischer bott, doch mit keiner bichsen, angefallen, den mit wortcn erschreckt, daß cr brics gezeigt, so im (zuo) Zürich geben (worden) und dic in (gen) Mciland fiercu sollt. Als mir dic in der yl Hand losten abscheiden und hicby ingcschlossen (üch) zuoschicken; die mögen üwcr streng wySheit ouch hören und u»s sobald üwer st. wysheit mag, bericht geben, wcß wir uns halten söllcnt, dann wir achten möchtcnt, (daß) in der Januar 1522, fach „it licchtlich gchandlct möcht werden, ursach daß fürwar der handcl schwer »uder allen Kotten (gefunden), daß sölichs i» der Eidgnoschaft soll gcbrucht werde». (5g sind auch Lueern nnd Uri lifgestanden und bcgcrt, benannten Vit Suter nit von Händen (ze) lassen, dann sy es dorby nit wcllcnt lassen bclibcn, nnd hat Lucern crmant lut der pündcn, in zuo behalten. Nach dem ist Zürich onch usgcstandcn und sich mit langer reden vcr sprachen, sy habent im nächste» abschcid wol verstanden, daß bishar allerhand bricf angezogen, darin sy verdacht möchten sin worden, dori» sy sich habent wellen vcranlwurtcn; so sy aber jehund hörcnt, durch wen das bcschcch, syc inen dergestalt fast lieb, dann sy ctlich bishar »»der inen schwerlich verdacht, onch dorm» wellen rechtfertigen, und sye inen der Handel leid. Damit sind Zürich, Lucern (und) Uri usgetretten. Do ist sürwor mancherlei reden und anschliig bcschcchcn. tätlich (Hand gesagt), sy haben! nüts in befclch, wcllcnts gern in abschcid ncmc»; darnach etlich, der Handel syc schwer; (so) soll man die bricf und allen handcl gon Zürich schicken und sy darin lassen handle» ; aber ctlich, soll man den Handel lang verzicchen, so bclibc nits vcrschwigcn, und könne benannter Vit Sutcr hinweg; zum vierten soll man die von Zürich bitten, den »it van Händen (zc) losscn; zum fünften, daß man dcn(cn) von Zürich schrib oder botschaft schicke, benannte» Vit Sutcr nit von Händen (zc) lasse» unz us witern Kescheid, nnd den handcl alle» sampt den bricfcn in abschcid »einen . . . Deren rede» und rotschliigcn sind fürwor so vil gebrucht, daß wir es nit alles erzcle» können; doch ist das mcr ivorden, unser Eidgnosscn von Zürich mögen den handcl an ir Herren bringen, ouch die manung, so Lucern lut ir(er) pündcn gcthon Hab, und soll (etlicher bott den handcl onch an sin Herren bringen und darum (uf) nächsten tag antwnrt geben. Ab sölichcr nntwurt hat Luccr» großen umvillcn empfangen und fast übel zuafridcn (gsin), sy wcllcnt das an ircn Rot und Hundert bringen, was inen gefallen well . . . Witcrs .., uf das hat der stattschribcr von Lueern sich ouch hoch vcrantwurt, daß man in »it soll verdenken, diewil der abschcid bcsunder jctlichs Orts antwnrt so eigentlich »(gezeichnet syc; er besorge aber, daß sin underschribcr oder substitut, den er viij jor erzogen und nitS vor im verhalten, der syc fast wol mit Vit Sutcr eins gcsin, und Hab im etlich tuoch geschenkt, daß er besorge, (der selb) sye falsch, darum so syc er hinweg gclkmscn in kurzem und nit mer im land; ob es der gcthon Hab, möge er nit müssen". . . S,. A. v«I«l- «. M nxu»mi»«r - «.«, « M-,i«nt«rm»<,.. «. U, «ololhmn: A»Icht>d,. VI>, X. «daUr,, », Tchafthausni Kkschi,»., Ikattn) )58 Januar 1522. 3) 1521, 19. December, Zürich. Veit Suter an (den Regenten in Mailand?) „Mir ist die Handlung und der abscheid jüngst geHaltens tags zuo Lucern in gheim zuo Händen kamen, deren ich e. gnaden hiemit abschriften znosend, darinnen lichtlich zuo verstan, was willens und gemüets die obcrkeiten zuo Bern, Lucern, Uri, Zug, Glaris, Fryburg und Soloturn sind. Wie'wol (ich) dann noch zur zit nit anders hör, dann daß sich der merteil des gmeinen volks bäpstlichcr Ht. und der keis. Mt. pari halten, so wirdet mir doch dagegen anzöigt, der Bastart von Savoy sölle uf nächst zuokünftigen tag von wegen des küngs von Frankrich gen Lucern komm, und werden ctlich Oerter der Eidgnossen dem küng die knecht, so er begert, gewüßlich lassen, ouch snnst me etlicher stuck Wyler thuon, dann die vercinung inhalt, und den tag, so die keis. Mt. gen Zürich bescheiden, nit suochcn. Verglich werde der keis. Mt. schriben, ouch Handlung in etlichen Oertern wenig erschießen, sonder dieselben mit des küngs von Frankrich gelt ein ufbruch machen, der Meinung, ein sölich summa knecht, wie der anschlag ist, znosnmen ze bringen, sich wider die, so uß iren gemeinden bäp. Ht. und der keis. Mt. pari sind, zuo stärken, ouch zum flißigisten praticieren, Meiland wider zuo des küngs Händen ze bringen. Dnrumb von nötcn, wa die eroberten land, stett und schloß im herzogthum Meiland nit wol besetzt, daß die, ouch die päß gemelts hcrzogthumbs, ouch die grenizen der keis. Mt. erbland gegen der Eidgnoschaft eilends nach notdnrft besetzt und fürsechen; damit werden die, so der keis. Mt. part sind, und nämlich so si) verneine», daß die keis. Mt. mit ernst dagegen handeln und uß der französischen prallten zwüschen ir Mt. und der Eidgnoschaft krieg erwachsen mächt, dest handfester sin, vil fürnemen abzuowc«dcn, so snnst durch der keis. Mt. widerwärtigen zuo fttrgang bracht werden möchten. — In summa, ich wird gewiß und warlich bericht, ob glichwol die Oerter der Eidgnossen nit alle einhellig beschließen, dem küng von Frankrich die begertcn knecht zuo lassen, so werdent doch die von Bern, Lncern, Fryburg und Soloturn für sich selb und uß den vogtyen Thurgöw, ouch Baden, Iva sy in cinichen weg an den gemeinden willen gehaben mögen, ime zum wenigsten nmb sechszechcn tusent knecht zum fürderlichsten und inen möglich, verhelfen. Das alles han ich der keis. Mt. und minem gnädigsten Herren dem Herzogen von Meiland zuo- geschriben", ?c. ze. . K. A. Freibürg: A. Frankreich. «. A. Bas-l: A. Mailänderkrieg-. 4) 1521, 19. December, Zürich. Wilhelm de Falconibus und Veit Suter an Herzog Franz Sforza. ()!"- Auf sein Schreiben vom 8. d. M. habe er mit dem ihm zugeschickten Bericht über die Beschlüsse der Lucerner Tagsatzung Antwort empfangen; nun melden sie pflichtgemäß weiter, daß sie keinen Grund finden, „gnock l'lx- (oollon)tia v(ostra) vvl sporvt vol oonlickat in Ilolvvtiis pro vonsorvationv statu« N(ockio)1(an)i, sock soiat Mo« osso dostos manikostissimos omnium, gui voluorint Nockiolanum oontra Oallo» odtinero, vt omni» guaooumgus faviunt ot tontant (ot) proourant pro Oallis, nt illos, si guomocko possint, in statum Nockiolani rostituant. blov vst orockonckum guock prooo out prooio o sua opiniono movoantur out olicpne paotiono allioiantur, sock dono ckioimus guock tota spos blxovllontiao V. oonsistik wocko in Oos. Uaitv gutem oraro, prooari, sollivitaro ckvdot, ut Uvckioloni status suis rursus oopiis instruatur, vt omni» sint ackvo ckisposita, ut liostos kaviliu« cko ootoro possint oontvmni, ot prooipuo nuno, ckum ackduo intor so Ilolvotii non ovnoorckant, gui ot si drvvi, guock adsit, oonvorckaront ot ock oiusckvm statu« roouporationvm vvllont provvckorv, guock tuno in oon- vioiniis Holvotiorum ox parto Oos. UM» inoipiant ot pockitos ot oguito» keck liollum Ilolvotiis inkvronckuw apparoro, guo oasu roprossi, pluris proprium guam olionom patriam ckuvont vt lidontius romanodunt ckomi. Iloo maximo ad lilxU» v. apuck Oos. Naiwm ckuoimus proouranckum, tanguam rvmvckium prosvntissimuw ot cko multis solum. Do oo no» sopius, prout in litoris nostris apparvt, sopiusguv soripsimus nunguam ckisoro- pantidu» votis. 8in autom bixU»« v. por alios porsuackorotur donum osso duo ack llolvotios (aratvrvm) mittoro ot cko novo oum illis lockres aut amioitiam travtarv, nos tuno volumus lidontissimv aeguiosovro ao manckati» blxtw v. ot ckominorum nostrorum dumillimo paroro tanguam sorvitorvs llckvlos, mocko ipsa pro vorto «>d> porsuackoat, nos duius roi (guam non prodamus) noo promotoros noo oonsultoros vollo dadori, guia doo rov'U Itomini Vvrulani nupor factum inaximv porturdavit, in guo manikostissimo apparvt noo oustockitune kvckus noo lickom sorvatam, ckum pro iidortato promissa ack llraniam ckuotus ost ot no ack Tuovrnam P»r- ckuoant ack kuturam ckiotam a donis maximo ckuditatur^. . . SI. A. Zürich: A. Papst. — Si. A. Basel: A. Mailänderkriegc (laieinisch und deuisch). — K. A. Schasjhausrn: Abschiede. Januar 1522 159 «,i» v»««rn ! A»i Abschl'd« kl, > k, !!.'>», Staatsorcl'tv »UriUi! Abschiede, ?d, », knl, Iv«, S«aal«arr>,i» Neri, - All», eidq Abschiede r, p, «Ii, Abscheide »in» a«>», >r>Si» Nasel! Abschiede s»I, l«z, AantonSarUiiv Hrewuea- Abschiede Zid, «?, j,ai„on«ar«c>iv Solo,Kur»: Abschied« Bd, XI, liiaiitonSarelliv Sclxiffliaiise»! Abschiede, Stiftbareliiv s«. Gau«,,. lkcsandte: Zürich, «Felix) Schmid, Bürgermeister; (Matthias) Wyß, Bnrgermcister; Felir Trebel; M, (Zacob) Holzhalb, Bern, Rudolf Rägeli, Nri, Iosua (Beroldinger), Animann, Schwyz. Vogt (Heinrich) Lilli, Unterivalde», Heinrich (?) Frnonz ; Amniann ( Bartholomäns) Stolz. Basel, (^.) Trnttmann, Zunft mcister; cV Zürcher, Freiburg, Humbert vou Perromau („Bcrmanct" >; (Jacob) Techtermann, Solothur», Schultheis) (Haus) Stölli, Schaff Hause», «Hans« Ziegler, Bürgermeister, Appenzell, Hans «Günther (?); Ulrich Widmer, Abt St, wallen, Felir Brcnnwald, Hauptmann, Stadt St, wallen, Bürgermeister (TT.) Krumm, lll Bünde, Funker Hans von Manuels — Lucern, Zug und (Klarus fehlen. — (Zürcher Abschied) «. 1, Der Landanunann von Frauenfeld tragt vor, es habe sich zwischen dein Landvogt im THurgau, Ludwig Bili van Lucern, und den Landrichtern zu Frauenfeld ein Streit erhoben, dessentwegen die letzter» nicht mehr zu Bericht sitzen wollen, Weil aber das Landgericht nothivendig auf nächsten Dienstag gehalten werden hollte, um allerlei dringende Händel z» erledigen, so wünsche er, das) man die Landrichter auffordere, die genannte Sitzung, doch ihren Rechten unschädlich, zu besuchen, wie sie es ja zu thun geschworen. 2, Dagegen lassen die Landrichter durch eine Botschaf« vortragen, ivie der Landvogt in dein Handel des Weischans Marti sie an ihrer l. A. Zürich: A. Kaiser. 2) 1521, 14. Dccembcr, Tricnt. Franciscus (Sforza) au Zürich. Crcditiv für I)r. zur. utr. „LuchinuM Cribcllum" als Gesandten zu den Eidgenossen und sonderlich nach Zürich. T>.A. Zürich: >i>. Mailand. 3) 1521, 25. December, Mailand. Johann Franciscus Stampa an Zürich. „I'ro Rio moa vrga v- non possum oontinoro guin Uli oas »Critzum, guock sontio pro tronoro ot «lignitato inclito ruckiuni» svostrao). 5lam in praosontia totus statu« vcclosiao turbulontu« v»t ot multi» mocki» voxatu», guoniain franciscus Uaria, vlim Erbini «lux, kavontibus Eallis ot Vonotis »tatum llrbini invasit et pro pnrto oooupuvit. 11>ckio»> ot utii occlosiao r«Rollos agrum ckioonum voxant, Contivoli in ro» Lononiao moliuntur. ^Vllonsus b'crrario «lux oxoroitum contra. Nutinam ot Itogium parat. Ealli toti» viribus Varmam agrossi sunt, totusguo ocolosia statu» in anoipiti ost. (juaro cum invicta natio vostra sit 8. Ilomanao occlosiao conkockorata otiam po«t mortem I'ontitici» per trionnium, vickorotur micbi pro bonoro oius«1om nationis osso, sanotam matrom ooolosiaw tanti» turbinibu» afptatam non ckorolinguoro, seil potius oan> omni auxili» iuvanilam osso, >» Haimar 1522, 1. A, Zürich: A, Mailand. 4» 1522 („1521"), 2. Januar (Danstag nach der Bcschncidung Christi). GlaruS an Zürich. Als dann b. H. und k. Mt. einen tag in üivcr Statt gcschribcn (mo) habe», und aber sidhar b. H. mit lad abgangcn ist, uns deßhnlb nit ivill bedunkcn »ot sin, den ze bcsuochcn, harumb wir üch das in guotcr incinung verkünde», sondcrhcit was die erbeinung wyst, die trülich halten"... S,. ?>. Zürich: «. «laru». 5) 1522, 7. Januar (Dienstag »ach Epiphnniä). Bern an Zürich. Man zweifle nicht, daß es sich darüber verwundere und Mißfallen empfinde, daß man (nach) keine Botschaft zu diesem Tage verordnet habe, müsse also diese Unterlassnng erklären. Man habe freilich den Boten in Luccrn befohlen, auch »ach Zürich zu reiten; inzwischen sei ihnen aber gemeldet worden, daß der Bastard von Savoycn vor gemeine Eidgenosse» kommen wolle, wcßhalb sie dort geblieben, was sie schriftlich angezeigt haben, welches Schreiben aber, weil einem französische» Käufer übergeben, zuerst nach Genf und erst heute auf dem Rückweg hiehcr gelaugt sei. Man habe ungern gesehen, daß jener Brief einem watschen Boten überlassen worden; da man aber an dem Versehen keine Schuld trage, so bitte man freundlich, das hicdurch verschuldete Ausbleiben nicht übel zu deuten und die gepflogenen Verhandlungen mitzuthcilen, ?c. «. P: irisch Misiiv'n l». e. s, t!) Auszug der Instruction. Der Papst Leo sel. Gedächtnis; und der Kaiser seien allezeit geneigt gewesen, einen allgemeinen Frieden in der Christenheit zu mache», damit dieselbe ihre Macht gegen de» Türken kehren und etwas Namhaftes ausrichten könnte; darum habe der genannte Papst einen sünfjährigen Friede» zwischen allen christlichen Fürsten vorgeschlagen, und der Kaiser sei vcr erste gewesen, sich nach Vermögen zu einem solchen Auszüge zu rüsten, und habe auch alsbald den Tyrannen Barbarossa vernichtet, »ach dem Untergang seiner Flotte eine viel größere hergestellt und die Insel Algarbia erobert und untcrworscn; an weiteren Erfolgen habe ihn nur der König von Frankreich verhindert, indem er sich geweigert, Beistand zu leisten, obschon er für diesen Zweck de» Cruciat und den Zehnten von allen geistlichen Güter» in seinem Reiche erhalten, dann ungeachtet seiner Bündnisse mit dem Kaiser und dem Papste die Stadt Rcggio, Burgund, Navarra, Castilien und die Niederlande angcgrissc» und sonst allerlei Widerwärtiges unternommen. So sei der Kaiser gcnöthigt gewesen, seine Waffen gegen ihn zu kehren, wie den Eidgenossen schon früher vorgetragen worden; mit der Hülfe des Allmächtigen sei es ihm jedoch gelungen, jene Angriffe zu rächen, die verlornen Gebiete wieder zu erobern und den rechtmäßige» Herzog von Mailand in seine Erblaudc einzusehen. Nun wünsche der Kaiser, in der guten Hosfnung, in Italien eine» dauernden Frieden begründet zu haben, seine Macht abermals gegen die Türke» zu brauchen ; deßhalb habe er diesen Tag der Eidgenossen ansehen lassen und begehre er nun, daß sie dem König von Frankreich gegen die Kirche, das Reich und den Herzog von Mailand, der auch ein Glied desselben sei, keine Untrrstühnng mehr leihe», wozu sie ja nicht verpflichtet seien, da die Franzose» sie spöttlich behandelt und ihr Bündniß mit denselben gebrochen haben; da ferner das Reich und der Papst darin vorbehalten, der König den ersten Angriff gcthan und dadurch den Vortheil ihrer Bundcshülfe verwirkt, überdies die ihm zugelassenen Knechte zur Bekriegung Burgunds und der 'Niederlande mißbraucht habe. Da der Kaiser wit dem Papst, dem König von England und dem Herzog .FranciscuS durch ein Bündniß befreundet, die Eidgenossen aber mit ihm als (einem) Erzherzog vo» Oesterreich und Burgund eine Erbeinung habe» und durch ihn den genannten Fürsten mitverwandt seien, so habe die Botschaft Befehl, mit ihnen zu uutcrhandcln, ob sie jener Vcreinung beitreten wollen, und für den Fall, daß sie zustimme», ihnen Pensionen und andere Vorthcilc zu gewähren. Wenn sie sich zu dem Reiche und zur Kirche halten, so werden sie Gottes Segen dafür empfangen, in der ganzen Christenheit Lob und Ehre erwerben, und dürfen sie sich allezeit des Schuhes der verbündeten Mächte erfreuen; insbesondere sei der Herzog Franz, der ihnen „täglich nothdürstig". mit Bewilligung des Kaisers bereit, ihnen genügende Versicherung zu geben, daß er die vormals zu seiner Herrschaft gehörigen Lande ihnen ungestört überlassen werde, und ihnen sonst aus mancherlei Wegen gute Nachbarschaft zn erweisen. Aus diesen und ander» bewegliche» Ursachen erwarte der Kaiser die Antwort, daß die Eidgenossen dem Papste, dem Kaiser und dem Reiche anhangen werde». 2l 162 Jammr 1622. Hiennch wünsche er eine Anzahl Knechte zu erhalten, nicht weniger als 10,000, sondern wo möglich mehr, und daß den Herren Gesandten gestattet würde, sofort Hauptlcute und Knechte anzuwerben, damit der Aufbruch baldigst geschehen könnte; es sollen dieselben ungetheilt bei einander gelassen und wohl bezahlt werden. Obschon Papst Leo seit der hier vorgetragenen Übereinkunft mit Tod „vergangen", beharre der Kaiser doch dabei in der Zuversicht, daß auch der künftige Papst sich derselben anschließen werde, worüber der Bischof von Verulam, als Abgeordneter der heiligen Versammlung der Cardinälc, den Eidgenossen weiter Bericht geben könne. Endlich habe auch Herzog Franz einen beglaubigten Orator und Botschafter hicher gesandt, um sich in gleichem Sinne zu verwenden und ihre Antwort zu empfangen. St. A. Zürich: Tschud. Absch.-Sammlung, Bd. k. — St. A. Bern: Allg. eidg. Abschiede r. p. »17— «2«. Acten Mailänd-rkriege. — K.A. Basel: Abschiede k. >44-14».— K. A. Solothurn: Abschiede Bd. X. 7) Das an Luccrn gerichtete Schreiben, d. d. Freitag nach hl. drei Königen (10. Januar), liegt, von den ursprünglich beigelegten Acten getrennt, in den „Ungebundeneil Abschiedeil". Zu ,1. Den Wortlaut des Vortrags der burgundischen Botschaft hat das Vcrncr Staatsarchiv in der Abschiedsammlung „«ino äaw«, auch die Solothnrner Abschiedsammlung (Bd. X), deßgleichcn Freiburg (Absch. Bd. 87). — Beizuziehey sind noch folgende Acten: 1) 1521, 18. December. Bern, Freiburg und Solothurn an den König von Frankreich. Angelegentliche Verwendung für die Stadt Besanczon, in Betracht des bestehenden Burgrechts und der von ihr beobachteten Neutralität, w. — „Gliche Meinung an den Herrn von Latrimolie." S>. A. Ben,: ram». Miss. i. f. »7 ». 2) 1521, 18. December. Freiburg an den König von Frankreich. Gesandte aus Burgund haben auf dein Tag in Lucern und heute hier geklagt, wie die französischen Kriegsleutc an der Grenze die Bewohner der Grafschaß mit Feindseligkeiten bedrohen; deßhalb sei zu Lucern beschlossen worden, an den König und die Grafschaft z« schreiben, da diese mit den Eidgenossen in der Erbeinung stehe. Nachdem man gehört, wie sich die Dinge verhalten, ermesse man die Gefahr, die aus einer Feindschaft erwachsen könnte, glaube übrigens nicht, daß der König solche im Sinne habe; dennoch bitte man ihn, nichts anzufangen, was ihm die Glinst dcr Freunde entziehen würde, indem Ulan glaube, daß er sich dabei besser befinde, sc. 3) 1521, 18. December. Dasselbe an Herrn von Latrcmoille, Statthalter im Hcrzogthum Burgund (u»d an Herrn von Semblancey?, Chambellan ?c.) (Etwas ausführlicher in gleichem Sinne). 2) und a) im K. A. Freiburg: Missivcn Bd. VIII. INI, lll. 4) 1521, 13. December. Bern an den König lind den Herrn von Latrcmouillc. Unter Anführung der bekannten Motive in entsprechendem Sinn. S,. B«,,. ^e,». Mi». 1. e. »b.»«. «7. ^ucern. 1!»22, 18. Acimilu: s. (Samstag vor Sebastian! f.). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschied-, «. I. k. 204. Staatsarchiv Ber»! Allg.-idg. Abschiede, ?. p. »M. N-ien Mail-inderkriegc, Kantonsarchiv Basel: Abschiede, k. lbl. Kantunsarchiv Freiburg: Abschiede, Bd. bii. Kantvnsarchiv Solothurn - Abschiede, Bd. X. Gesandte: Bern. (Easpar von Mülinen; Rudolf Nägelin*). Freiburg. (Jacob Gruyere; Hans Guglc" berg). Solothurn. (Alt- und Neu-Schultheiß). — (Die übrigen nirgends genannt). ». Es wird jetzt einhellig beschlossen, künftig nur an einem Orte zu gleicher Zeit zu tagen; wenn die Gesandten der Fürsten etwas vorzubringen haben, so mögen sie dahin kommen. I». Die „alten" Knechte, die noch in Italien sind, werden schriftlich hcimgemahnt, wie jeder Bote weiß, mit der Warnung, daß man sich verantwortet haben wolle, wenn sie nicht Folge leisten**), v. 1. Z» Wesen haben die von Glarus wieder»'» *) In den Berner Abschieden ('1'. 002-003) liegt eine zweite Instruction für Sebastian von Diestbach und Hans vo» Weingarten, die den andern zwei Boten nntgetheilt werden sollte. ") >, lehrt im Original in kürzerer Fassung wieder zwischen i und kr. Fannar 15.22, eine» Boten angehalten, ans dein sie Briefe an de» von Verulain gesunden, des Inhalts, das; .19 Kardinäle am neunten Januar „zu lehren und Gefallen des Kaisers" einen Papst erwählt haben, der in Spanien Gubcrnator sei, worüber sich jedermann freuen solle, da solches eine Fügung (Rottes und nunmehr Earolus Kaiser und Papst sei, 2, Die kaiserlichen (Boten) schreibe» auf diesen Tag, man möchte die Briefe zurückstellen, die man ihren Käufern weggenommen, und zugleich erklären, ob in Zukunft Boten und Briese sicher durch eidgenössisches Gebiet passiren können oder nicht, damit sie sich darnach zu richten wissen; sie halten übrigens dafür, das gebe die Erbeinung zu, .1, Da man darin einig ist, das; man dem König Briese und Siegel halten und ihm auch die mrlangten Knechte überlassen wolle, so wird vorgeschlagen, die fremden Boten, die sich in der Eidgenossenschaft aufhallcu und den diesseits waltenden Absichten entgegenarbeiten, ans dem Lande zu weisen. Da nicht Jedermann dazu bevollmächtigt ist, so will man es heimbringen und auf dem nächsten Tag Antwort gebe», was in dieser Sache verfügt werden könnte, «I. Jedes Ort soll strengstens verbieten und Borsorge treffen, das; Niemand von seinen Angehörigen der Gegenpartei zuziehe. Jeder Bote soll auf den nächsten Tag Bollmacht bringen, eine gemeine Strafe festzusetzen, die man jedem llcbertretcr ohne Ausnahme auflegen würde, t. Auftrag au den Statthalter im Thurgau und die dahin verordneten Boten von Zürich und Zug, den Hugo von Landenberg und Wolf von Winkelsheim einzusaugen und ihnen an Leib und Gut zu greifen, bis sie sich in die Strafe ergeben und dafür Bürgschaft leisten, Hugo von Landenbcrg soll sich ans den; nächsten Tage stellen, um sich (darüber zu verantworten), das; er dem Perbot zuwider eidgenössische Knechte gegen einander geführt. Antwort aus nächstem Tag, wie man ihn dafür bestrafen wolle, l5. Des Königs Botschaft hat begehrt, das; ihn; einiges Geschütz ans den cnnetbirgischen Plätzen geliehen werde; Pulver und Steine werde er bezahlen und die Geschütze zurückerstatten. Da man sich entschlossen hat, ihm Hülfe zu leisten, so wird billig befunden, ihm das Geschütz nicht zu versagen; weil jedoch etliche Boten dazu nicht bevollmächtigt sind, so soll aus dem nächsten Tag ein Beschluf; gefaßt, unterdessen aber alles gerüstet werden, ßx. Auf die Anzeige des Untcrvogtes von Baden, das; gegen die von Koblenz und Klingnau Drohungen laut geworden, ergeht ein Schreiben an Zürich, es möge mit den in der Stadt sich aufhaltenden Boten (des Kaisers) reden, das; sie dergleichen verhüten. I». Heimzubringen, was man über die aus dein Thurgau, Rheinthal, Oberland, Baden, Aarga» und Andere verhängen wolle, die bei dein Papst gewesen und gegen die Eidgenossen gestanden sind. t. Der König von Frankreich läßt anbringen, seine Gemahlin erwarte täglich ihre Niederkniist; er wünsche nun, das; die Eidgenossen zwei Gesandte abordnen, um das Kind ans der Taufe zu heben. Damit hat mau Lucern und llri beauftragt. It. Eine Botschaft des Herzogs von Savoyen eröffnet dessen Gesinnung betreffend den Bergleich mit der Landschaft Wallis. Es wird auch die Botschaft von Wallis darüber gehört, und da man beide Parteien dazu gutwillig findet, so hat man sie ermuntert, sich ferner vor unfreundlichen Schritten zu hüten; in ruhigern und gelegenem Zeiten werde mau dann auch im Haupthandcl das Beste thun. I. Da man auf das Schreiben an Zürich nicht so eilends Antwort enipfangen kann, die Sache aber keinen langen Berzug erleidet, so wird ein anderer Tag ans Donstag vor Lichtmeß (90. Zanuar) nach Baden angesetzt; Lucern soll denselben Zürich anzeigen, damit es und die kaiserlickpm Bote» denselbkn beschicken können; damit soll aber der nach Zürich angesetzte Tag nicht abgesagt sein, sondern welches Ort ihn besuchen ivill, mag es thun, und die Antwort, die inzwischen von Zürich kommt, soll auf jenem Tag angehört werden. Wenn aber dieselbe etwas Wichtiges enthielte, so soll Lucern den andern Orten Abschriften »littheilen, damit die Boten mit Bollmacht abgefertigt werden können, zu berathschlagcn, ivas man ferner mit Zürich und de» Kaiserlichen reden ,volle, »». Es wird festgesetzt, daß die Angehörigen jedes Oils uiiter den Haupllenten des betreffenden Ortes ausziehen und kein Ort dem andern die Seine» abziehen solle. 164 , ^ Januar 1522. In allen Vogteien ist das Verbot zu erlassen, daß niemand den Feinden zuziehe, bei Strafe an Leib und Gut. i». 1. Vertheilung der (für den König von Frankreich) aufzubietenden 16,000 Mann und der Hanptleute, wobei es sein Verbleiben haben soll. Ungefähr auf Donstag vor Lichtmeß (30. Januar) soll man überall ausbrechen. Die Besoldung beginnt mit Dienstag vor Lichtmeß (28. Januar), der Monat immer zu dreißig Tagen gerechnet. Es haben zu stellen: Bern 2100 Mann, Lucern 1500, Uri 600, Schwyz 700, Unterwalden 500, Zug 500, Glarns 700, Basel 400, Freibnrg 700, Solothurn 700, Schaffhausen 200, Appenzell 400, Abt von St. Gallen 300, Stadt St. Gallen 200, „Chur" 1500, Wallis 1500, Mühlhanscn 100, Rothweil 150, Biel 200, Toggcnburg 300, Baden 200, Thurgan 500, Rheinthal 250, Sargans 250, „Freimut" 200, Napperswyl 100, Saanen 200, Greycrz 200, Neuenbürg 150, Arbon und Bischofszell 100. 2. Luccru, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug sollen über den Gotthard; Glarns, Appenzell, Schaffhausen, Abt von St. Galle», Stadt St. Gallen, Thurgan, Toggenburg, Nheinthal und Sargans den nächsten Weg nach Ehnr und von da aus; Bern, Freiburg, Solothurn, Basel, Biel, Greyerz, Saanen und Wallis über den Simplon ziehen. In Bellenz soll sich das ganze Heer vereinigen und da bestimmen, wo man dein Feind entgegenstehen oder das andere Heer des Königs erwarten wolle. Wenn bei der Ankunft der Eidgenossen in Bellenz der Feind sich nicht zurückzieht, so soll man sich nach Umständen entschließen. 3. Die Musterung und Besoldung betreffend ist fest- gesetzt, daß die von Lucern in ihrer Stadt; Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug in Uri; Glarns, Schafshauscn, Appenzell und alle, die den obern Weg einschlagen, in Chur gemustert und für de» ersten Monat bezahlt werden sollen. 4. Jedes Ort soll auch einen reitenden Boten oder Läufer zu Pferd mitschicken, welche „sie" (die Fran zosen?) gut zu bezahlen versprechen. 5. Die Hauptleute und Knechte sollen schwören, dem König ehrlich und wohl zu dienen wider jedermann, nach Inhalt der Vereinnng. «». 1522, 15. Januar (Mittwoch nach Hilarii). Zürich an die Botschaften gemeiner Eidgenossen in Lnccrn. 1. Nach Erwägung des letzten Abschieds, Mendris und Balerna betreffend, erachte man derzeit nicht für gut, jene Flecken zu bevogteu; wenn aber das Mehr dafür entschiede, sei man bereit, einen Vogt dahin zu verordnen. 2. Veit Suters halb sei eine gründliche Untersuchung eingeleitet, „wohar im die geschriftcn kommeut"; sobald ma» etwas Gewisses finde, werde man darüber weiter berichten. > St.A. eu«r»: MWv-n. Im Vasler Exemplar fehlt Ii, im Freiburger <>, I', Ii, im Solothurner «>, I', I. und in beiden sowie im Berner Original (Absch. «. ck.) der Titel. Zu Mau bemerke die Instruction für die Bern er Boten (Absch. 1'. p. 597): Die gleichzeitigen Tagleistungen in „widerwärtigen" Sachen sollen abgestellt werden. „Und damit sich niemand Hab zuo crklagen, daß im der platz zuo Zürich oder zuo Lucern nit gemein syc, achten min Herren nutz und guot sin, daß hinfttr zuo Baden gelaget, und derselb platz ab.« gelegen und den acht Orten zuogehörig in sölicher geltalt angenomen werde." Zu 1522, 16. Januar (Donstag »ach Hilarii). Zürich an die Botschaften der zwölf Orle in Luccr». „Uß Verlesung nächstgcmachts nbschcids, auch mündlichem darthnon unser gesandten Kotten, die wir by üch kurstich hievor zuo tagen gehebt, habent wir verstanden den merklichen mißfall nnd die beschwerligkeiten, so ir ab etliche» schriften und briefcn von keis. Mt. Secretari, Vytcn Sutor, discr zit in unser statt liggende, uSgnngen, empfange», und daruf, wie alle Handlung ecgeuampts tags au unser» großen Rat gewachsen, ist ernstlich geratschlagot, »st» daß die vier mann zur fach gcschibcn und inen in bcfelch geben habend, vcrmclten Secretari für sich zuo nciuc» und an im alle ding dapferlich zuo erkunden, das mm hie vorgednchtcn unsere Rat gcthan und doch nach »>! gehebter müeg und arbeit nützit grundlichs von im mögen vernämen, und je zuolctst Hand wir in für uns de» kleinen Rat beschickt, im allerlei fürgchalten und gänzlich geachtet, er Helte den sack cnttnüpft und die Handlung ußhergeschütt. Aber nach vil fründlicheu warten ist er daruf beharrt, nämlichen es sig war, daß etliche schriste» und abscheid iin zuokome»; doch syg er ein bolt und dicuer keis. Nil. und hie in einem geleil, und crbüte sich Haimar 1522 deß, welicher der wäre, so in sordrung und ansprach zuo erlassen nit vermeinte, demselben welle er zuo rechl ston und zimlich gcbürlich antwurt geben noch verinög und inHals der Erbcinung. llnd ist nil ane, er zoch die fachen hoch an und vermeint, witer discr zit nit zuo gan; dock) wurde er solichs alle« an kcis. Mt. andere verordneten Rät auch langen lassen. Harumb, g. l. E., wellten wir iich des) gern berichten, mit gar friindlicher hochgeflißner bitt, ir wcllind dis unser Handlung zuo guolcm von uns vermerken ; dann fiirwar so hettind wir ungcsparl aller miicg und arbeit den Handel gern heiter gehebt, wo es jcndcrt möglich gewesen wär. Nitdestermindcr werden wir sin antwurt uf nächsten Sambstag an unser» großen Rat langen lassen, und meß sich dann dieselben und wir mit inen entschließen, deß werden wir tich stirer berichten". . . S>,n. eu»rw MW«». Zu ix» 1522, 20. Januar (auf Sebastian!), Lucern. Die Boten der zwölf Orte und der Zugewandten an Zürich. „Wir werden für und für je länger je mer bcricht, wie uns Eidgnosscn von den widerwärtigen discrs Handels gctröwt (wirt), sofcr mir dem Küng hilf tüegcnd und unser ccr haltcnt, daß man die unser» an anstoßen überfallen und villicht beschädigen welle mit nom, brand und andcrm. Sölichs an guot wissen deren, so sich by üch enthalten, ongezwifclt nit sin mag, und wiewol wir sölich tröwcn »it so hoch achten, will unS doch das widrig sin also täglichs ze hören. Darumb so ist an üch als unser getrüw lieb Eidgnosscn unser fründlich bitt und beger, ir wellen mit den selben, so by üch sind, gcrcdt und verschafft werden (mv), die tröwungen zuo vermiden, dann wir je die länger nit dulden wellen, und möchten das erliden, die so uns also widerwärtig und übertwerchs in unfern fachen ligcn, wärind usscrthalb und nit in unser Eidgnoschafl. Wir wellen! üch auch nit »erhalte», dwyl sölichc. tröwungen beschechend, haben wir zuo versechung der unscrn ein gemeine nfrüstung angesehen us die zwcinzig oder sünsundzwcinzig tuscnd man in die widcrwcr, ob da etwas vorhanden, bereit zuo sin; derselben zal wir üch . . . o»ch uflegen werden!, damit ir die üwern wissen zc warnen, ongezwifelt ir wcrdcnt üch halten als fromm erlich Eidgnosscn, dafür wir üch und nit änderst achten, und begerent deß und anders so üch begegnet by disem Kotten forderlich bericht (ze) werden." si.«. Ziwch: «. Uanemch. Zu I. Den Abschied ergänzen folgende Acten: 1) 1522, 24. Januar (Freitag nach Sebastians). Solothurn an Luccrn. Die Boten ab dem letzte» Tage zu Lucern berichten, daß der König von Frankreich zwei Bolen der Eidgenossen zur Taufe geladen, und daß der eine Bote von Luccrn, der andere von Uri verordnet sei; man achte das für eine große Ehre. Der ein oder zwei goldenen „Stücke und Plapharten" halb, mit den Schilden der zwölf Orte, sei man der Meinung, daß die getroffene Abrede einem solchen Fürsten gegenüber nicht unehrlich scheine, und schicke dafür 20 Ducatcn, mit dem Wunsche, daß nur ein Stück, aber ein desto „ehrlicheres", im Namen der zwölf Orte gemacht und den Boten übergeben werde. Si.«. Lurnn: s. Fr. n. ?»-«»>-?>. ?r. Die erwähnte Eorrcspondenz lassen wir folgen: 1) 1522, 10. Januar (Sonntag vor Sebastian!), Lucern. Die Bolen der zwölf Orte und der Zugewandten an Zürich. Es wisse, wie sie dem König von Frankreich durch Gelübde und Vcrschreibungcn verbunden seien und ihm laut derselben ihre Hülfe versprochen, das Hcrzogthnm Mailand wieder zu erobern; nachdem dessen Werbung mehrmals heimgebracht worden, haben sich jetzt alle Orte, die in der Vercinung seien, entschlossen, die Briefe und Siegel zu halten, und jedem eine entsprechende Anzahl an Leuten auferlegt, und man gedenke nun in Gottes Namen auszuziehen, was man Zürich hiemit anzeigen wolle. Da es nicht in der Vcreinung sei, aber zu allen Tagen geantwortet habe, es werde den Frieden halten, während man jetzt vernehme, daß Etliche, die sich in Zürich aufhalten und sich kürzlich ungehorsam erzeigt haben, indem sie wider den König und die Eidgenossen gezogen, abermals mit dem Kaiser, vielleicht auch mit dem Herr» von Vcrulnn practicirc», um eine» neuen Aufbruch zu »lache», was man nicht dulde», sonder» wo es geschähe, so vergelte» würde, daß es bester verhütet werde, so Januar 1522, wolle man Zürich des höchsten gebeten und ermahnt haben, ernstlich einzugreifen, um diejenigen, die etwa mit der Sache umgingen, ohne Aufschub zur Ruhe zu weisen, worüber man umgehende schriftliche Antwort begehre. St, A. Zürich: A, Frankreich. 2) 1522, 20. Januar (Sebast. und Fabiani). Zürich an die Voten der zwölf Orte und der Zugewandten auf dem Tag in Luccrn. Antwort auf die Anzeige, daß sie dem König von Frankreich das Herzogthum Mailand wollen wieder erobern helfen. Das Schreiben sei so spät eingetroffen, daß man die großen Räthc nicht mehr habe versammeln können; man werde es aber morgen thun und den darauf gefaßten Beschluß von Stund an berichten, indem man schlechthin des Willens sei, bei den vorigen Antworten zu bleiben und den Frieden an dem König zu halten, sofern dieser ihn auch halte, erwarte auch bestimmt, daß der Bastard die Angehörigen Zürichs nirgends hin entführen werde, wozu er sich in seinem Schreiben selber gar freundlich erboten habe . . . St, A. iueern: A, Frankreich, — L. R, Appenzell I. R.: Abschiede, 3) 1522, 21. Januar (Dienstag nach St. Sebastians Tag). Bin., Näthe und großer Rath von Zürich an die Botschaften der zwölf Orte und ihrer Verwandten, in Luccrn versammelt. 1. Auf ihr Schreiben (folgt Re- capitülation) habe man zu erwidern, daß man als Liebhaber des Friedens fest entschlossen sei, den Frieden mit dem französischen König, sofern er seinerseits beobachtet werde, wahr und stät zu halten, desgleichen wider die Bünde mit den Eidgenossen nichts zu thun, auch Niemandem etwas wider sie zu thun zu gestatten, indem man vor kurzer Zeit im ganzen Gebiet auf das höchste verboten, zu irgend einem Fürsten oder Herrn zu reisen; wiewohl man hoffe, daß die Angehörigen darin gehorsam seien, so wolle man doch, den Eidgenossen zu Gefallen und zu besserer Vorsorge, das Verbot sofort erneuern. Man habe auch vordem mit des Kaisers Botschaft geredet, daß sie keinerlei Umtriebe machen solle, um die Leute aufzutreiben, und ihre Antwort laute, daß -sie keinen Auftrag habe, Jemand wider den Willen der Obrigkeit anzuwerben, sondern nur zu handeln, was alle (Orte) ans dem schriftlichen Anbringen wissen. Um jedoch dem Begehren der Eidgenossen in allem zu willfahren, zeige man ihnen an, daß man die vier Hauptlcute, die bei ihnen verklagt sein möchten, und die sich übrigens still gehalten, vorgeladen und durch einen Eid verpflichtet habe, Niemand aufzuwiegeln, auch nicht in eigner Person wider die Eidgenossen zu ziehen, und man wünsche, daß sie die Stadt (für diesmal) verlassen. 2. Veit Sutcr gebe der Abordnung vo» kleinen und großen Röthen, die mit allein Ernst in ihn gedrungen, die gleiche Antwort, wie früher geschrieben: Er sei in einem Geleite hier, handle in Geschäften des Kaisers, anerbiete deßhalb Recht gemäß der Erbeinuug und soweit es seine Person betreffe, vor den Rüthen von Zürich. . . .„Der allmächtig ewig gott vcrlphc uns allen sinen göttlichen fridcn." St, A. Lueem: A. Frankreich. 4) 1522, 22. Januar (Mittwoch nach Scbastiani). Luccrn an Frciburg (und andere Orte). Mitthcilung einer Abschrift der nach der Heimkehr der frciburgischcn Botschaft eingelangten Antwort von Zürich, gemäß dein Abschied. K. A. Freiburg: A. Luccrn. — K. A. Schaphausen: Korrespondenzen. Zu ii. 1522, 19. Januar (Sonntag vor Sebastian!), zur Vcspcrzeit. Basel an die Boten gemeiner Eidgenossen in Luccrn. Die diesseitigen Boten haben schriftlich gemeldet, daß die andern Orte großes Mißfallen geäußert über den Befehl, nur anzuhören und den Abschied heimzubringen, als ob Basel Brief und-Sicgcl »»d die oft gegebenen Zusagen nicht gehalten hätte oder ihnen nicht nachleben wollte. Wenn dem so wäre, so müßte man es wahrlich „hoch beherzigen", da man sich bewußt sei, bis anher alles, was man schriftlich ober mündlich zugesagt, redlich und fromm erstattet zu haben . . . Aber daß man den Boten jene Instruction gegeben, könne Niemand tadeln, da man durch den Abschied selbst vernommen, daß neun oder zehn Orte in die Sache sich ei»- gelassen und zugesagt, aber spater fünf von denselben Orten das Geschäft wieder heimgebracht haben; darauf h"^ man in guter Meinung und nicht aus Wankclmuth die Boten so instruirt. Da man nun höre, daß cilf Di'Ü zugesagt haben, so wolle man sich nicht absöndcrn und die Zahl von Knechten stellen, die von Basel gefordert werde- St.A. Basel: Mission,. — Si. A. Lucern: Misflve». Januar 1522, «N. Irciburg. 1522, 2l>. Januar (Montag ipsa Sebastiani). AtaolKarrktv R«r„! A, gttlburg. Tag der Städte Bern (Gesandter Hans Thorinan», des Raths) lind Freibnrg, in Anwesenheit der Verordneten von den Stiften (St. Vincenz und St, Niklans) der beiden Städte, n. Der Adniodiator des Gotteshauses Filly, Ulrich Guidola, legt Rechnung ab für (die letzten) zwei Jahre (folgt Detail), I». Erörterung verschiedener Angelegenheiten des genannten Gotteshauses, o. In Betreff des Gotteshauses Romainmotier ist verabschiedet, von beiden Städten und Capiteln so bald irgend thunlich Boten dahin zu schicken und von dem Bischof von Belley oder Andern, die den Besitz als Priore beanspruchen, in allem Ernste zu fordern, daß sie die beiden Stifte für die ihnen jährlich fallende Hälfte der Früchte sicher stellen, und das, die entfremdeten Güter zurückerworben werden, Eine freundliche Verständigung anzunehmen ist man geneigt, damit „man des langen kriegcns, wie mit Filliez ist bcjchcchcn, vertragen wcrd," lieber die öconomischcn Verhältnisse von Filly wurde in diesen Jahren thcils mit dem Papst und dem Legaten Pucci, thcils unter den beiden Städten vielfach verhandelt; s. Missivcn, Rathsbücher, ?c. Des,gleichen gaben die Angelegenheiten des Gotteshauses Romainmotier den Städten in dieser Zeit nicht wenig zu schaffen. Für obigen Tag beglaubigte Bern bei dem Landvogt in der Waat den Abt von St. Johann zu Erlach (als Vertreter des StiftS?), laut Latein. Miss, l, 38 b (10. Januar). «s>. Staden. 1522, II. JaitlMV f. (Freitag vor Lichtmeß f.), ZUa<>»«»rN,iv Hilter»! Allg, Abichl»d» n, I l»I. ?!>!> TtaalOarNliv iiilriu,! Abschied, Ad, g, 5, III, ^taa»«<>eN>iv Nee»! Allg, »idg, Abschied» ?. p ««!> Michel!» »in« -low jianiongarliliv Nasel: Abschiede sal ISg KanIondareSi« Areiburg: Abschiede ivd, IS !i«anton«nr><>iv Zololkiir»! Abschiede Bd, XI, iiianlongarchiv 2e»i»ffl,anstn: Abschiede, Gesandte: Bern. (Konrad Willading, Vcnner). Freibnrg. (Jacob Techlermann). — (Die andern nicht bekannt). ». lieber den Span mit dem Bischof von Eonstanz hat sich die Stadt Schasshansen auf dem des,halb angesetzten Tage zu Zürich, auf dem einige Orte nicht erschienen, dahin geäußert, sie wolle nicht vor den zehn, sondern nur vor den zwölf Orten »ach Inhalt der Bünde dem Rechten Gehorsam leisten. Da nun der Bischof das annimmt, so wird beschlossen, es solle jedes Ort auf St. Matthiastag (24, Februar) einen Boten nach Zürich abordnen, um den Handel gütlich oder rechtlich abzuthun, I». Bern zieht abermals an, daß die arme Frau, deren Mann zu Neuenbürg unschuldig mit dem Rad gerichtet worden, beständig um Hülfe bitte, damit sie nicht verhungern müsse. Heimzubringen nnd auf der Iahrrechnung zu Neuenbürg Antwort z» geben, Jeder Bote weiß um das freundschaftliche Schreiben von Bürgermeister und Rath der Stadt Zürich und den III Bünden an Lucern, als Antwort auf die ab dem letzten Tag zu Lucern an sie gerichtete Zuschrift: Sie haben in ihren Gebieten überall bei Verlust von Leib, Ehre und Gut das Verbot erlassen, keinem Fürsten noch Herren, insbesondere aber keinem Feinde der Eidgenossen zuzulaufen; überhaupt wollen sie nichts anderes thun, denn was getreuen frommen Eidgenossen gezieme, und Leib und Gut z» uns setzen. «I. Dem Jacob Lombard von Basel Fannar 1522, wird erlaubt, die Bücklinge, die ihm zu Lucern Hinterhalten worden, wegzuführen und zu verkaufen, wo er sie los werden könne. Seine Entfchädigungsfordernng ist heimzubringen, Eine Botschaft von Frauenfeld erscheint gemäß der Citation, um über den Landvogt im Thurgan, Ludwig Bili von Lucern, zu klagen wegen der den Landrichtern zugefügten Beleidigung, Der Bote von Lucern entschuldigt das Ausbleiben des Landvogtcs mit dessen Krankheit und schlägt dabei vor, daß die Ansprecher ihn vor seinen Herren und Obern belangen sollen. Darauf wird erkannt: Bili oder „seine Freundschaft" solle den schon angesetzten nächsten Tag in Zürich besuchen, um denen von Franenfeld vor den eidgenössischen Boten Rede und Antwort z» geben, I. Jeder Bote weiß, „in was gestalt" versäumt worden ist, Denen von Zürich diesen Tag bekannt zu machen. Eine Botschaft aus Burgund begehrt Antwort auf ihr früher und jetzt wieder weitläufig vorgetragenes Anbringe», Es wird ihr geantwortet, die Eidgenossen wollen ihrerseits die Erbcinung getreulich halten, sofern sie auch an ihnen gehalten werde; wenn gewünscht werde, daß man nochmals an den König von Frankreich schreibe, »m ihn daran zu erinnern, daß die Grafschaft Burgund mit uns in Erbeinnng stehe, so wolle man es gerne thnn, desgleichen dem Herrn von Latremoille, Gubernator im Herzogthnm Burgund, damit nichts Feindseliges gegen sie unter- noinmen und dem Herrn von St. Er») das entwendete Gut zurückerstattet wurde. Das fernere Begehren der Botschaft, daß man drei oder vier Boten abordne, um vor ihnen die Erbeinnng zu verlesen, was schon seit cilf Jahren nicht mehr geschehen und doch alle zehn Jahre geschehen sollte, ist heimzubringen, da einige Orte entsprechen »vollen, andere die Absendung einer Botschaft in gegcnwärtigen Umständen nicht für nöthig ansehen, und etliche darüber gar keine Befehle gegeben haben, Ii. Es ist eine Missive des Königs von England eingegangen, unter andern» des Inhalts, es sei eine Botschaft unterwegs, um den Eidgenossen etwas vorzutragen, was ihnen und der ganzen Ehristenheit zu Ruhe und Frieden dienen »verde, ?c. Dem Boten wird geantwortet: Man »volle das empfangene Schreiben treulich heimbringe», in der Hoffnung, daß die Gesandtschast, wenn sie hier anlange und einen Tag begehre, Gehör nnd gebührende Antwort finden »verde. I. Der „Poster»)" (Posten) halb, die in der Eidgenossenschaft liege»» und allerlei Practik nnd Abenteuer treiben, »vie »na» aus ihren Schriften ersieht, ist »»ach mancherlei Rede»» beschlossen, die Sache vor der Hand ruhen z» lassen, indem man hofft, daß sie auf die ihnen ertheilte Antwort von selbst aus den» Lande gehen »verde». Geschähe das aber nicht, so soll man auf dem nächsten Tage berathen, wie »»an ihrer los werden könnte; die ihnen abgenommenen Briefschaften, welche die Eidgenosse»» nicht berühren, sollen ihnen jedoch wieder zugestellt werden, k. Es weiß jeder Bote, mit wie freundlichen Worten die kaiserliche», Gesandten abgefertigt nnd ihnen ein besiegelter Abschied gegeben worden- I. Auf ein Schreiben von Luccrn »vird de» Bünden in Ehnrwalcn geschrieben und zudem eine Botschaft von Lucern und Glarus zu ihnen verordnet, um ernstlich mit ihnen zu reden, daß sie sich als Eidgenossen benehmen und die Landsknechte nicht also durch ihr Gebiet zu unser»» Feinden sollen passircn lassen, i». Deßglcichen wird an alle andern uns zugehörigen Orte geschrieben, sie solle»» neuerdings »»erbieten, zu den Feinden der Eidgenossen zu ziehen, die fehlbaren Hanptleute, Venner nnd Aufwiegler gefangen nehmen nnd bis ans weiter" Bescheid nicht srei lassen, die Weiber und Kinder der Weggezogenen von Hans und Hos verstoßen und ihre Güter zu Händen der Eidgenosse»» in Beschlag nehmen, i». In der Sache des Hugo von Laudenberg und des Wolf von „Winkel" »vird dem Statthalter zu Frauenfeld geschrieben, er solle den erster» in Tröstung oder Eid nehmen, daß er nirgends hin ziehen »nid sich auf. den» Tage zu Zürich vor den eidgenössischen Boten veranE worten wolle; deßglcichen den von Winkelsheim. «». Der Bote von Nothwcil stellt das Ansuchen, man möchte „ihnen" dazu behülflich sein, daß sie wie andere Bundesgenossen mit Pensionen versehen würden. (Heimzubringen k)- lieber andere Anliegen kann sich derselbe bei den kaiserlichen Gesandten zu Zürich nach der ihnen gewordenen Fanuar 1522 Antwort erkundigen, >». Boten von Boden, Brcmgarten, Mellingen, Klingnau nnd Zurzach klagen über den empfindlichen Schoden, den sie on den welschen Münzen erleiden, und begehren, das? man „sie versehe", damit Jeder sie nehmen könne, wie er sie los zu werden hoffe. Heimzubringen, «i Dem König von Frankreich wird bewilligt, das Geschütz, in ^nggarus für diesen Feldzng zu benutzen, in der Meinung, das? er dasselbe, oder gleich gutes, wieder dahin stelle? aber das Geschütz in Bcllenz soll dort verbleiben. Sluf die vielfach erhaltenen Warnungen wegen der Drohungen der Nachbarn, und den Antrag einiger Boten, einen Auszug zu veranstalte», um für jeden Fall gerüstet zu sein, hat man nach langer Berathnng („allerlei) red" »c.) besser befunden, jetzt keinen Auszug zu inachen, jedoch beschlossen, es solle jedermann sich wohl mit Wehren nnd Harnisch versehen, damit man gerüstet sei; wenn etwas Wichtiges vorfiele, so ist das Ort, das zuerst davon Kunde erhält, befugt, nnverwcilt einen Tag nach Baden anszuschreiben. X. Nochmals ist heimzubringen, wie man diejenigen strafen »volle, die gegen die Gidgcnossen („uns", die mit Frankreich verbündeten Orte) gezogen, da jetzt nicht alle Boten desthalb instruirt sind. < Auf dem Tag zu Zürich ist auch Antwort zu geben über den Bericht des 5'andvogtes zu Baden, das? das Schlos? daselbst mit keinerlei Wehren versehen sei. Ii. Der Stadtschrciber von Bade», dem auf einen, Tage zu Zürich befohlen worden, den ^cheubrief über Valendis aufzurichten, fordert seinen Vohn, dazu die Gntschädigung für den Seckelnieister von St. Galle», der als Zugesetzter dabei mitgewirkt bat. Heimzubringen, »vie und Ivo man sie befriedigen »volle, H Zn Gnde dieses Tages trifft ein Schreiben des "tzandvogtes zu Lanis ein, worin er berichtet, das? die Spanier mit Macht aufbrechen und an die Treis? (Tresa) ziehen, wo sie Wein, Korn und andere Borräthe („spisung") verwüsten und wegführe». Da mau einsieht, das? cö Noth thut, sich zu rüsten, um ^'and und seilte nach Pflicht und Schuldigkeit zu beschirmen, so nininit man das in den Abschied, und soll jedes Ort erwägen, »vie man sich zur Gegenwehr rüsten »volle. Desthalb ist ein anderer Tag aus nächsten Montag zu Baden angesetzt, um sich da zu eutschlieste». H». 1522, I. Februar tT'ichtnicj? Abend), Baden. Die zwölf Orte an Zürich. „Us hüt sind abermals vor uns erschinen der armen lüten von Kadelburg botschaft und habent sich erklagt, »vie dann der >v. Herr Rudolf, graf zuo Sulz, . . si für und für umb geltschulden understaude für siner gnaden landgericht ze laden und zuo bckümbern, und si ouch anders mit den» zoll halte, dann von alter har ir bruch gewesen che. Und so »vir im vormalen ouch darumb geschriben und sin gnad bittlich ankcrt habent, die guotcn armen lüt sölicher beschwcrden ze erlassen »c., so ist an »ich nnser früntlich bitt und beger, diewil und der bemclt Herr Rudolf g. z. S. jctz by üch in üiver statt ist, ir »vellent zwei» von üiverm Rat zuo iin verordnen und in in üivcrin namen und von unser wegen zum früntlichesteu und ernstlichosten bitten, die armen lüt zunb gcltschulden des landgerichts zuo erlassen und si ouch im zoll sze) halten, wie von alter har kommen ist. Und wo aber sin gnad das je vermeinte ni» ze tuonde, so »vellent doch »nit im verschaffen, das? er uf nächst komenden tag der Jarrcchnung zuo Baden durch siner gnaden botschaft sine brief und friiheitcn der Höchen geeichten halb vor den selben botten erscheine, so werde man der Stift von Zurzach brief und fryheiten der nidern gerichten halb gegen einander»» hören und demnach darin handle», als sich wirt gebären, und das? ouch sin gnad in nüttler zit still gegen inen mit dem landgericht stände." (Siegel von Hrch. Rubli, )'dv. > «». ?». zan». t» im Solothnrncr nur >», l. Die Frei bnrger Sammlung hat eine Gopic von I» mit der Aufschrift St. Gallen. stn 1522, 2t>. Jan»»»» (St. Sebastians Tag). Schultheis?, Rath und Bürger von Franenscld an Zürich. Nachdem die Klage de, Viernndzivanzig. die über einen armen Mann ihr Urthcil gesprochen, gegen de» s'andvogt kndivig Bili, der sie desthalb an ihren lehren angegrifscn, vor die Gidgcnossen gebracht und beschlossen worden, 170 Januar 1522, den Landvogt auf dein nächsten Tag zu verhören, vernehme man, daß ein Tag auf den nächsten Sonntag in Zürich beginne; deshalb lade man den Vogt durch diesen Boten dahin, damit er am Dienstag erscheine und so bald thunlich auf die Klage seine Antwort gebe. Weil aber zu befürchten sei, daß er dieser Verkündung nicht Folge leiste, so bitte man Zürich, als das oberste Ort, bei dem der Tag gehalten werde, denselben ans Kosten von Frauenfeld im Namen der Eidgenossen zu laden, ?c. S>. A. Zürich: «. Arau-ns-ld. Zu Ii. 1) 1522 („1521"), 12. Januar, Grcenwich. König Heinrich VIII. an gemeine Eidgenossen. Creditiv für Wilhelm Knyght, königlichen Rath, als Gesandten auf den nächsten Tag, ?c. S«. A. Zürich: A. Gr°s,brit°nn>en. 2) 1522 („1521"), 9. Januar. König Heinrich VIII. an Zürich. „Ilonrious, vto. vto. Ilbi primum intvlivxi- mu« äiktam guanüam a vob!» kuisso st atu t um, non solum ut vostris rebus, svä otiain ut eommuni okristinnitatis guioti vensulvretis, uck oamguv suvrirtissimao (losarouv Nü" et Eullorum ro^is oraleres eonvvnturos esse, et nos guoguo cle oratorv mitteuäo vonsilium statim oepimus. IZt guoniam paois lntvr okristinnos priuvipo» oomponvnckav provinoiam iamüiu susoopimus, non immomvrvs itickom guuntum spei et auxilis obristianis rebus in vobis «itum sit, pro nostro iiinato orga vos ukkootu, pro voslra paritor inäioüs bauet obsouris sspius in nos äeolarata benivotentia, vos roganelos esse venseinu», ne guiä proeipiti eeteritatv eum äiotis vratoribus vet eum atio guopiam obristiano prineipo äoeornero vvlitis, soll eo usguv rosponsum etaro äiikeratis, guo usgue orator nostvr, gui iam in itinere est, aet vos pervenorit, gui, guanta benivotentia vos omnes oompleotamur, uberius eoram üeetarabit; inentsm enim nostram itli totam «Meere patskveimus, et guemaü- moäum non in pravsentia sotum, seü in futurum vtiam vestrao gtoriav, utititati univvrsoguo ebristiane reipubtiee guieti, gue ma^na in parte ex vvstra virtute animigue kortituetine pvnetvt, perpetuo av bene provisum iri votis omnibus stucteamus. Vos i^itur impenso rogamus et pro mutua inveterataguo nostra amieitia summoperv bortamur, ut priusguam atiguiet in äiota etieta statuati», oratorom nostrum rebus in- teures expoetare vstiti», ex eo namgue bonori vestro et eommocko bauä minus guam nostro stueterv, nostraguo eonsitia aet vestrum ävous et utttitatem vestriguv nominis Ztoriam et invrvmvntum provul elubio äiri^i per- «pivtetis. Dt kvtteissime, vet. Vvstvr bonus amivUS H v nr^. St. A. Zürich: A. Grchbritaimie» (Papier). Zu I. Aus der Berner Instruction ist 8 1 zu notiren: . . . Mit Rücksicht auf der Eidgenossen Bitte wolle man die Sache für diesmal gütlich auf sich beruhe» lassen; wenn aber die drei übrigen Städte gegen Veit Suter das Recht brauchen wollen, so werde man zu ihncu hatten. Abschiede, ?. >>. «08. Zu Ii. 1522, 26. Januar (Sonntag nach Vinccntii), Bern. Instruction für Vcnncr Willading ans die Tagleistung in Zürich. Antwort auf die Werbung der kaiserlichen Votschaft ... Ob der Tag in Zürich stattfinde oder nicht, soll der Bote den zu Baden auch besuchen, wofür er eine besondere Instruction empfangen werde. St. A. Bern: Abschiede, V. p. «og—«07. Der auf c. 27. Januar angesetzte Tag in Zürich scheint nicht zu Stande gekommen zu sein. Zu v. Das erwähnte Schreiben scheint verloren zu sein; dafür rücken wir das folgende bei: 1522, 26. Januar. Uri an Lucern. Man nehme wahr, daß Landsknechte über den See gekommen, um hi« nach Mailand durchzuziehen, wo sie wider die Eidgenossen dienen würden, die jetzt hinein ziehen wollen. Da ans solchem Durchpaß nichts Gutes folgen könnte, so bitte man, im ganzen Gebiet und namentlich an den Schiffländcn vorznsorgcn, daß dergleichen Leute zurückgeschickt würden; das gedenke man auch hier zu thun. St. A. Lucern: Missiven. Februar 1522, 171 7«. Amucnsetd. 1522, 6. Februar f. (Donstag »ach St. Agathe» Tag f.). 2»aat«are> iittricl,: Abschiede Bd.«, f, IS«. Gesandte: Zürich. Junker Jacob Trebel. Hilter». Heinrich Flcckenstein. Zng, Vogt Oelegger. ». Verhör mit Wißhans Marti». Auf den ihn, gemachte» Vorhalt, daß er eiinnal bei Nacht »»d Nebel mit einen, Vogen, in einer späteren Nacht mit „Nnggcn und Krebs" »nd einer Helparte in den Hof des Junker Wolf von Helmstorf gegangen, bekennt er, den genannten Hof von der Landstraße her zweimal betrete» zu habe», aber noch bei Tagcshellc, »nd zwar in der Absicht, daß ihn die Fra» des Junkers, der damals eben nicht zu Hanse gewesen, sehen und saus Furcht) das Beste dazu reden möchte, um des waltenden Spans desto rascher los zu werden. Ferner gibt er zu, den Landgerichtsknccht Kasperli, weil ihm dieser lieb sei, für den Fall gewarnt zu haben, daß man dcnselbcn zu seiner Verhaftung brauchen wollte; nämlich also, er solle sich hüten, dabei der Vorderste zu sein; denn es müßte eine» Mann kosten, ?c. Endlich anerkennt er auch, daß er bei seiner Gefangennahme auf der Straße geschrieen, man wolle ihm das Recht vor de» Eidgenossen oder vor dem Landgericht nicht zukommen lasse»; dagegen längnet er, den Landweibcl gestoßen zu haben. I». Dann nehmen die Voten die Herren Hugo von Landenberg und Wolf von Winkelsheim zu einer Verhandlung vor. Sie leisten jeder 500 Gulden Tröstung und stellen dafür je zwei Bürgen. Auf dem nächsten Tage zu Zürich, nämlich auf St, Matthiastag <2-1, Februar), sollen sich die beiden Angeklagten vor den Gidgenossen verantworten wegen des kürzlich unternommenen Zuges (zu dem Papst); dafür verpflichten sich in ihrem Namen mich die Tröster. 71 6l)nr. 1522, c. 10. Felnuav. Unterhandlung einer Botschaft von Lucern und Glarus, im Namen der mit Frankreich verbündeten Orte. Abschied und Acten fehle». Vgl. Nr. 63 1 und 72 I 1, nebst Note. 7? Vtlden. 1522, II. Februnv f. (Dienstag nach St, Apollonien Tag s,). S»au»«a»<«>i» .Kirsel»: Abschied» ?d. Ii, e<>>, 117, Ischud Abschied» Sammlung, Bd, l>, Rr, S«, Ztualdarelis» Bern! Ulli,, eid«, Abschiede r, >> «SS «71 iianloiibeireliiv Basti! Abschiede, 5 Iii« kaiitiiiiiaresliv Hreiliurg! Abschiede, Pd, IL sisaiitoiiiiaretiiv Tolothiirn! Abschied», Pd, XI, Kaiilontarrliiv Tekassiiaustn! Abschiede Lanbe»ar>»iiv -Npptnzc» Z. ?k.! Abschied», Gesandte, Zürich, Meister (M.) Hans Beiger; M.Jacob Werdmüllcr. Bern. Konrad Willading, Venner. Lucern. Jacob Fcer, Spitalmcister. Uri. (Nicht angegeben). Schwyz. Martin Zbächi, alt Ammann. Unter walden, Arnold Frnonz, all Ammann. Zug. Vogt (Heinrich) Schönbrunncr. (Glarus: ausgelassen). Basel. Matthias Harnischcr. Freiburg. Jacob Tcchtcrmann. Solothurn, Peter Hcbolt, Schultheiß. Schaphausen. Junker Ludwig von Fulach. Appenzell. (Nicht angegebcn). E. A. A. f. 12 a*). «) Diese Abkürzung bedeutet: Eidgenössisches Archiv in Aarau. ES wird nur die Seite des betrefsenden Bandes citirt. Die nähere Beschreibung desselben gibt das Vorwort. 172 Februar 1522, n. Auf das ab letztem Tage zu Badeu au Ulrich vou Häbsperg uud die vier Städte am Rhein erlassene Schreiben, daß sie den unfreundlichen Reden gegen die Eidgenossen begegnen, hat sich Rheinselden in einem freundlichen Schreiben verantwortet. I». Hierauf wird abgeredet, es sollen alle Orte angelegentlich dafür sorgen, daß auch die Ihrigen sich keiner Unfreundlichkeit, in Worten oder Werken, gegen die Obgenannten schuldig machen. «. Dasselbe wird den Vögten befohlen, dabei aber auch geschrieben, daß sie Jedermann ausfordern, sich mit Harnisch und guten Wehren zu versehen, damit man bei einem Ueberfall gernstet wäre; man werde dcßhalb in Kurzem Musterung halten und die nicht Gerüsteten „ungestraft nicht lassen". «I. Ans die Meldnng des Land vogtes zu Baden, daß die Seinen in der Grafschaft über Mangel an Wehren klagen, wird Zürich ersucht, dein selben den Ankauf von Spießen zu gestatten, was ihnen sofort zu verkündigen ist. Die Gesandten anö Burgund haben abermals Antwort begehrt, ob die Eidgenossen eine Botschaft dorthin verordnen wollen, und berichten dabei, wie Latrcmoille neun oder zehn ihrer Jünglinge, die auf der hohen Schule zu Paris gewesen, in Gefangenschaft gelegt habe. Um der Erbeinung nachzukommen, werden Bern, Basel, Freibnrg und Solothurn beauftragt, ihre Boten „hinein" zu senden, die Vollmacht haben sollen, daselbst die Einung zu erneuern und zu verkünden und auch bei allfälligen Friedensverhandlungen mitzuwirken, t. Ans die Anzeige, daß das Schloß Gottlicben noch nicht mit Geschütz versehen sei und das „Hansvolk" daraus entfernt werden sollte, wird dem Statthalter im Thurgau schriftlich befohlen, sich an Ort und Stelle zu verfügen, alles genau zu erkunden und aus dem nächsten Tage zu Zürich Bericht zu erstatten. Bern meldet schriftlich, daß Herr von Lamct die Bezahlung der Pensionen bis Ostcrik zu verschieben wünsche. Heimzubringen, ob man warten will. I». Aus den Bericht ' Zürichs, daß es mit den kaiserlichen Gesandten der beschwerlichen Posten) wegen Unterredung gepflogen, wird für einmal ans die Abstellung derselben verzichtet, in der Erwartung jedoch, daß sich diese Leute ehrbar und gemäß der Erbeinung ruhig verhalten. I. Lnccrn begehrt neuerdings, daß die von Francnfcld, wenn sie au Ludwig Bili etwas zu fordern haben, ihn vor seinen Herren und Obern belangen sollen; es wird aber der hierüber zu Baden gefaßte Beschluß aufrecht erhalten. Alis dem Tag zu Zürich sollen jedoch 'die Boten so viel möglich einen gütlichen Austrug befördern, k. Dem Seckclmeistcr von St. Gallen und dem Stadtschrciber zu Baden hat jedes der XII Orte für Aehrnng und die Kosten des wegen Valendis aufgerichteten Briefes 2 Kronen gegeben; daraus sollen sie aber pnch den Obmann befriedigen. I. 1. Nachdem schon einige Boten ab gereist waren, ist von den Boten von Lucern und Glarus, die im Namen aller Orte in Ehur gewesen, ein Schreiben eingetroffen des Inhalts, daß zu Plnrs im Etschland 18,000 Landsknechte gemustert werden, die durch Bünden und Vetttin nach Mailand ziehen sollen, wozu Etliche ans dein Bergcll verhelfen wollen; des)- gleichen liegen Spanier schon auf Bündnergcbiet. Die genannten Boten berichten, daß die Bündncr auf ihre Vorstellungen einen Zag nach Ehur angesetzt haben auf Dienstag nach Valentini (18. Februar). 2. Dahin sollen nun Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwaldcn, Schaffhauscn und Appenzell ihre Botschaften verordnen mit bestimmter Vollmacht, die Bündncr von solcher Unterstützung der Feinde der Eidgenossen abzumahnen; dcßhalb sotten auch alle Orte ans St. Matthiastag (24. Februar) ihre Boten in Zürich haben, um in diesem Geschäfte zu handeln. ,»». Schaffhauscn meldet, es habe einer seiner Bürger, Hans Kübler, genannt Seiler, als ein Gewalthaber der Frau Margaretha, Jacob Rüscher's Witwe, gegen den Herrn Ehristoph, Graf z» Nellcnburg und Herr zu Thengen, bei dem Hofgericht zu Nothweil eine Acht und Anleitung ausgewirkt ; nun rufe dieser, als Bürger, die Stadt um Hülfe an. Schafshausen erhält den Auftrag, weitere Unfreundlichkeiten zu verhüte»; den Streit selbst will man auf dem Tag zu Zürich in Berathung ziehen, i». Auf das vou Franciscus Stampa vorgelegte Beglaubigungsschreiben der Regenten zu Mailand und die von ihm gleichfalls mitgetheilte Februar 1522, Instruction wird de» Hanptleute», die jetzt* im Felde oder auf dem Wege sind, geschrieben, sie sollen desto wach sanier sein und jede ihnen zustechende Gefahr bei Tag und Nacht heimbcrichten, damit man ihnen rechtzeitig Hülfe bringen könnte. «». Es weist jeder Bote zu sagen, wie etliche Franzosen sich habe» lassen merken, „wie sie nnS und den Mailänder» die Häupter zusammenbinden wollten." >». Den < zwölf) Hauptlcnte» ist geschrieben, sie sollen l(1(1(1 Knechte zu Lanis und im Lanisthale liegen lassen und 5(1 davon in das Schlost LnggariS schicken, damit die Straste hin und her für die eidgenössischen Boten offen bleibe. Der Grandmaitre wird ersucht, de» König zur Anerkennung dieser Beifügung zu vermöge», da sie auch in seinem Fntcrcssc erlassen worden, «z. Die Knechte werden crmahnt, so weit möglich nichts zn verbrennen, auch Frauen, alte Leute, Kirchen nnd Mühlen nicht zu schädigen, sondern Gott vor Augen zu habe», «n. Sie sollen ferner die Franzosen anhalten, ihnen Neiterei und Geschütz beizugeben, indem sie dazu verpflichtet sind. Betreffend den AuSzug, worüber auf diesem Tage ein Beschlust gefastt werden sollte, hat man gefunden, dast ein solcher jetzt nicht nöthig sei, da nur neue Unruhe daraus entstehen könnte. <. Abermals ist abgeredet, dast die angesetzte» Tage von allen Orten recht zeitig besucht werden sollen; wenn einzelne zurückbleiben, so sollen die andern doch die Geschäfte vornchinen, ohne auf die Säumigen zu warten. Luceru krinnert daran, dast es zwölf Orten je 2(1 Dncatcn geliehen habe, um sie mit den zwei goldenen Pfenningen für den König von Frankreich „einzubinden", und begehrt nun deren Wiedererstattung. Beschlossen, dast auf nächstem Tag zn Zürich das noch Fehlende bezahlt werden soll. v. Franz Ctampa bringt vor, er sei mit den Zürcher», wie ein anderer Burger, dem Papste zugezogen und nach der Eroberung Mailands zu den Seinigen zurückgekehrt; seine Mitbürger haben ihn liebevoll ausgenommen und mit einhelligem Beschlust zu den Eidgenossen abgeordnet, um denselben vorzustellen, wie die Franzosen Weiber nnd Kinder, Junge und Alte entehrt und »listhandelt, einen Vater, der solches nicht ertrage» wollte, ohne alles Recht gevicrtheilt nnd sonst viel Jammer und Elend gebracht haben. Die Eidgenossen möchten sich erinnern, wie die Herzoge und die Landschaft von Alters her ihre guten Nachbar» gewesen, und denselben behülflich sein, dast sie nicht wieder mit solchen Herren beladen würden, ivie die Franzosen gewesen; wollten die Eidgenossen sie in ihre» Schirm nehmen, so würden sie lieber ihnen den Tribut geben als dem König, der guten Hoffnung, dast sie dann wenigstens nicht mehr geschändet würden. Da aber in Mailand berichtet werde, dast die Eidgenossen wieder den Franzosen zuziehen wollen, so werden sie dringend gebeten, davon abzustehen, damit ein Blutvergiesteu zwischen guten alten Nachbarn verhütet würde; den» eher wolle man Leib und Gut einsetzen, als den Herrn, von dem der allmächtige Gott das Land befreit, wieder anzunehmen; den Eidgenossen, als Liebhabern nnd Schirmcrn der Gerechtigkeit, wollen sich also die Mailänder bestens empfehlen, ohne allen Zweifel, dast Gott ihnen dafür lohnen werde. »». Betreffend die nach Burgund reitenden Boten ist abgeredet, dast dieselbe» auf den 25. d. M. zu Pontarlier („Bnnterlin") eintreffen sollen. >«, v aus dem Glarner, rv aus dem Bern« Abschied, dem dagegen «I, > fehlen. Im BaSler, Schafshanser und Appenzeller fehlen «l« s, I, I. im letzter» auch I», >«. ( ?c., im Frciburger und Solothurncr «I (> ist in, letzter» i» Bd. X versetzt), v ist als selbständiges Actcnstück in mehreren Sammlunge» verlegt. Z» sz. 1522, 10. Februar'(Montag Scolastica>. Bern an gcmcinc Eidgenossen i» Bade», l. Herr von Lamet und andere Anwälte des Königs haben vorgebracht, ivie der Landvogt in Wallis sich unlcrstchc, die Zufuhr von Lebensmitteln für die »ach Mailand ziehenden Knechte zu hindern ; daher stellen sie das Begehren, dast er von diesem Vorhaben abgewiesen und vielmehr verpflichtet werde, die durchziehenden Leute nach Vermögen zu fördern. 2. Sodann klagen sie über die grasten Lasten, die der König gegenwärtig zu tragen habe, wodurch er verhindert (worden) sei, die Pensionen aus die Lichlmcst zu entrichten; desthalb haben sie Bern gebeten, dies anzuzeigen und sich dafür zu verwenden, dast die Zahlung auf Ostern verschoben werden könne; bis dahin sollen 174 Februar 1522, die Pensionen auf des Königs Kosten in einem Ort der Eidgenossenschaft erlegt werden, welches man selbst zu bezeichnen habe; nötigenfalls werden bezügliche Verschreibungen anerboten. „Und so ir und wir mögen müssen, solich der Franzosen fürgeben fuog und gestalt haben, und wir daby mich bedenken, wo der Küng die zalung in unser Eidgnoschaft thuon, daß uns allen merkliche sorg, das gelt zuo reichen, abgcnomcn, zuodein daß der kost mich vermitten wirt, wollten wir üch deß, und daß wir nnsers teils har(in) gewilliget haben, berichten, mit stündlicher bitt, uf sölich der französischen (anmalten) Werbung und anbringen underred und ratschlag zc thuond, und ob ir nit gemalt hätten, söltchs an üwer Herren und obren.. langen zuo lassen und dannethin dein genannten Herrn von Lamct, so sich hie by uns enthaltet, deß zuo berichten" . .. Ei. A. Bern: T-up-h Miss. v. e. m. Laut Rathsbuch wurde über dieses Geschäft außerdem theils an Venner Willading als Voten, thcils an Freiburg und Solothurn geschrieben. Zu l. 1522, 13. Februar (Donstag vor Valentini), Baden. Gemeine Eidgenossen an Zürich (da dessen Boten bereits heimgekehrt sind). Anzeige der heute von den zwei eidg. Boten in Graubündcn erhaltenen Nachrichten w., mit dem Ersuchen, eine Botschaft ans den festgesetzten Tag nach Chur zu verordnen. St. A. Zürich: A. Graubi'mden. Zu ». Es ist nur folgendes Creditiv vorhanden (das im Text erwähnte aber wahrscheinlich verloren): 1522, 19. Januar. Die Vorsteher der Stadt Mailand an Zürich. Creditiv für Jbh. Franciscus Stampa. St. A. Zürich: A. Mailand. Zu I», «l, I'. Die Vasler Instruction entschuldigt, daß der beschlossene Auszug nicht dem Abschied gemäß mit den Mannschaften von Bern, Freiburg und Solothurn über den „Simpeler", sondern den nähern Weg über den Gotthard geschickt worden, zum Theil mit Rücksicht ans die feindliche Stellung der Spanier gegen die eidg. Vogtcien. K. A. Basel: Abschiede, s. l?I. 7Z. Khur. 1522, 21. Februar. Staatsarchiv Mir ich! Acten Graubiinden. Ita»«o»sarchiv Schaffhausc»: Abschiede. „Abredung und beschluß, so zwüschent k. Mt. von Fraulrich anwälte» tind gemeiner drygen Pündten rats- botten... beschechen und gehandelt ist." st Die III Bunde bewilligen und versprechen, 15dl) Knechte in's Veltlin zn schicken und die Pässe nach Nothdurft zu versehen, damit keine Feinde des Königs und der Eidgenossen durchziehen können. Wären jene Knechte nicht stark genug, so wollen sie denselben mit Leib und Gut zu Hülfe kommen und sie redlich entschütten. Der Gotteshausbund und die Zehn Gerichte anerkennen jedoch keine Pflicht dazu, sonder» wollen die Pässe nur „von gemeiner Landen wegen" verwahren lassen. 2. Die Bünde verordnen die nöthigen Haupt- und andere Amtleute selbst, ll. Sie wollen nicht weiter zu ziehen schuldig sein, als um ihr eigenes Gebiet zu decken. 4. Der König soll sie mit dem Solde halten wie andere Eidgenossen, nämlich 4'/2 Gulden für den Monat, vom Hause weg bis wieder darein (zu rechnen). 5. Mehr als einen Monat lang sind sie nicht schuldig zu dienen, li. Die Hanptleute und Knechte sind in Eläven zu mustern und zu bezahlen. Die Besoldung läuft vom St. Matthiastage (24. Februar) an. Daß die laut Nr. 72 l verordnete eidgenössische Votschaft bei dieser Verhandlung mitwirkte, läßt sich nicht positiv erkennen, aber wohl vermuthcn. Das vorgesetzte Datum bezieht sich indeß wahrscheinlich nnr auf den Schluß der gepflogenen Verhandlungen. Weiteres gibt Nr. 74 m. Februar 1522. 175 74 Zürich. 1522, 21. Februar f. (Freitag vor Matthiä Apostoli f.) 2>aal«ar»«,l» vueern! Allq-m-Ine Abschied», 0. I t. 27k StaatSarrliiv littrie»,! Abschied», Bd.«, snl. 12». AtaiXSar-Biv Bern - All», eid». Abschiede, r. p, »7«. Adscheid» »Ii»' iiiaiiloiidarclit» n»a! Abschiede, Vd. 2. tiattloiiSarcliiv Basel! Abschiede, las. 17«. tta„«o»«aret,!v ,>reib»rg! Abschied-, Bd. »7. .«ia»lo»»arel,!v Tololhurn! Abschiede, Bd. XI. tia»»on«are«iiv ^c>,assl,a»se»: Abschiede. Gesandte: Zürich. (Marx) Nöist, Bürgermeister; Felix Grevel, Ritter; Jacob Grevel; M. Berger. Bern. Peter Stürler. Luc er«. Jacob Fecr, Spitalmeistcr. Uri. Bogt Occhsli. Schwyz. Vogt Merz. Untermaldeu. (Arnold) Fruonz, Ammann. Zug. Bogt Gütschi zu Hag. Glarus. (Marx) Mad, Ammann. Basel. Caspar Koch. Freiburg. (Ulrich) Schnewly. Solothuru. Bogt (Urs) Stark. Schaffhausen. Eberhard von Fulach. Appenzell. Ulrich Kölbiucr. — (Zürcher Absch.). ». l^s meldet ein Schreiben der (Kardinäle, das; sie den Herrn Adrianus, Cardinal Tartusicnsis, königlicher Statthalter in Spanien, ein gelehrter frommer Mann („viler leer, onch seligen wcsens"), von Geburt ein Deutscher, einhellig zum Papste erwählt und drei ans ihrer Mitte zu ihm gesendet haben, damit er desto schneller nach Rom komme, ?c. I». Sodann kennt jeder Bote das Schreiben von dem kaiserlichen Statthalter ?c., auch Churfürsten, Fürsten und Rathen des Reichsregiments, wovon jedem Ort eine Abschrift mitgetheilt wird. Da man zu deren Beantwortung nicht instruirt ist, so hat man dem Regiment zu Nürnberg geschrieben, es werde ans nächstem Tag eine Antwort erfolgen. « . Auf Begehren des Königs von Frankreich wird beivilligt, daß er die vom Frieden herrührende Pension (erst) ans Ostern nach Lucern senden müsse, jedoch auf seine Kosten. Auch soll er den alten Gardeknechten von Mailand das Geld für ihre Ansprachen auf Ostern nach Lncern schicken, was dem Herrn von Lainet schriftlich gemeldet wird.*) «I. Jeder Bote kennt die freundliche Antwort der drei Städte am Rhein: Waldshut, Laufenbnrg und Seckingen, sie wollen, da der Kaiser mit den Cidgenossen in einer Vereinung stehe, als gute Nachbarn sich daran halten und ihre Angehörigen nicht unbestraft lassen, wenn sie uns mit Worten oder Werken Leides zufügten. « . Zug und Glarus sollen im Namen der Eidgenossen ans Dienstag in den Osterfeiertagen (22. April) ihre Boten nach Neunforn senden, um die Märchen zwischen dem Gebiet von Zürich und dem des Bernhard Happ zu Wide» einerseits und der Landgrafschast Thurgau anderseits zu besichtigen, f. Heinrich Fleckcnstein von Lucern, Statthalter der Landvogtei zu Frauenfeld, legt die Procedur über Wyßhans Marti und das gefällte Urtheil vor, vermöge dessen Wyßhans ledig erkannt wird, aber die Kosten bis ans das erste Gericht selbst tragen soll, während die seither erlaufenen, namentlich von der zweiten Gefangenschast her, worin er aber nicht schuldig erfunden ist, von dem zu tragen sind, der ihn hat fangen lassen. Obschon nun der Statthalter vermeint, solcher (so. der letztere) Kosten sei unbillig gesprochen, ivcil Wyßhans mit Knechten und „sondern" Kosten bewacht worden, und er selbst vor dem Gerichte 30 Gulden mehr Strafe anerboten, als ihm auserlegt werden konnte, so hat man doch beschlossen, es solle das Urtheil in Kraft verbleiben; nur die Frage betreffend die späteren Kosten ivill man noch heimbringen. Der Statthalter mag unterdessen „besichtigen", ob er sich mit Wyßhans gütlich vertragen könne. Wyßhans soll jedoch Bürgschaft leisten, daß er die geschworne llrphcdc halten ivolle, ansonst er wieder gesangcn gesetzt werde. Der Bote von Zürich erstattet Bericht über die Unterhandlungen, die er und andere Boten von den (sieben) Orten auf dem Tage zu Chur mit den III Bünden gepflogen, l. Es seien schon 7000 Landsknechte dnrchpassirt gewesen; ivcil aber noch 7000 gekommen, ») Ansänglich schein« der Termin ans Miltes«sie» gesetzt, nachträglich aber bis Ostern verlängert worden z» sein; der Zürcher Abschied sagt im zweiten Satze: „ns eegenamptc mittsaflen" »c. Februar 1522, so haben die Bündner sie nicht durchgelassen; dieselben haben dann die Strasse durch Val Camonica („dz Falky moni") eingeschlagen und werden nichts desto weniger jenseit des Gebirges mit den andern 7000 zusannnentrefsen. Die Bündner haben sich anerboten, soweit es in ihrem Vermögen stehe, niemand durchzulassen; sie meinen aber, dazu sei nothwendig, daß der Obere Bund nicht zu den Franzosen ziehe; sonst tonnten die zwei andern Bünde den Ihrigen nicht wehren, auf des Kaisers Seite zu ziehen. 2, Den Hauptmann Gunthclm habe man in Ehnr gefangen gesetzt und werde ans Montag nach der alten Fastnacht (10, März) Gericht über ihn halten; wer ihn berechtige» wolle, möge kommen, indem man ihn sonst wieder freilassen werde. Das hat man in den Abschied genominen, dabei aber an die Bündner geschrieben, wenn sie nicht zu den Eidgenossen halten, so sollen sie doch wenigstens nicht gegen uns ziehen med niemandem den Durchpaß durch ihr Gebiet gestatten. Den Gunthclm sollen sie bis ans weitem Bescheid behalten und nicht schon ans den so kurz angesetzten Tag entlassen, I». Zürich, Lucern und Glarus sollen auf Freitag vor der alten Fastnacht (7, März) ihre Boten nach Schivyz senden, um im Namen aller Eidgenossen die Verwandtschaft des Anton Gössi sel, zu ersuchen, von der Verrufung gegen die Kienaste abzustehen, und besonders gegen die Zwei, die an dem Morde nicht viel Schuld haben, „Fürich werde mit Ludwig Kienast, dem rechten Todschläger, verschaffe», daß er sie in seinem Gebiete „ungesnmt" lasse, Schwyz wird zu thätiger Mitwirkung eingeladen. Dies alles ist beschlossen auf Ersuchen der „merklichen" Verwandtschaft Kienast's. i. Die Landrichter von Frauenfeld bringen abermals ihre Klage gegen Ludwig Bili, Landvogt im Thurgau, vor. Weil aber derselbe tödtlich krank liegt, so will man den Streit einstellen, bis er entweder geniest oder stirbt. „So ihm Gott aufhilft", soll wieder ein Tag gesetzt werden, die Sache aber nicht in Lucern, sondern vor den Orten, welche die Landvögte und Landrichter zu setzen haben, verhandelt werden. Unterdessen sollen die Landrichter ihre Amtspflichten erfüllen wie bisher, indem man ihnen erklärt, man halte sie für fromme Leute. It.. Der Statthalter zu Frauenfeld berichtet, daß zu Gottliebcn zwar einige Hakenbüchsen in Stand gestellt seien, daß aber noch Steine und Pulver fehlen. Daher werden die Anwälte des Bischofs von Eoustanz ersucht, ihren Herrn dahin zu vermögen, daß er das Fehlende beibringe; sie nehmen auch diesen Auftrag gutwillig a», I. Das Begehren des Bischofs, mau möchte wegen der vielen vorhandenen Unruhen vier Mann aus vier Orten verordnen, die im Schloß zu Arbon als Besatzung bis auf Weiteres warten sollten, fällt in den Abschied, „»». Entsprechend dem Bericht der Votschaft von Zürich ist in der folgenden Nacht die schriftliche Anzeige der III Bünde eingegangen, sie haben sich mit den französischen Boten dahin vereinigt, daß sie das Veltlin mit 1500 Mann in des Königs Sold besetzen, um jeglichen Dnrchpaß daselbst zu hindern; doch sei das nur für einen Monat festgesetzt, und dürfen sie ans ihrem Gebiete verbleiben. Dennoch wird ihnen geschrieben, daß sie ans die Eidgenossen ein treues Aufsehen haben sollen, i». Auf den Bericht, daß gegen das Landgericht im Thurgau verschiedene Beschwerden über Mißbränchc walten, hat man für gut erachtet, daß auf Mittwoch in den Psingstfeiertagen (11, Zum) die X Orte Boten nach Frauenfeld senden, um die Beschwerden zu untersuchen und das Nöthige zu verfügen, sei es durch Verlegung des Landgerichtes von Frauenfeld weg, oder anderswie. Heimzubringen. «». Auftrag an Lucer», nachzuforschen, ob nicht noch Briefe könnten gesunde» werden, welche dem Bischof von Verulam „zndicnen" »nd nebst andern „jenem Boten" weggenommen worden, indem bei der Erbrechung der Briefe zu Lucern Etliche drei Briefe gesehen haben wollen; finden sich solche vor, so sollen sie dem Legaten wieder „zugefügt" werde». I» Hugo von Landenberg und Wolf von Winkelsheim verantworten sich über die gegen sie erhobene Anklage; man hat sich damit begnügt („das besser geloubt"). Es liegt jedoch am Tage, daß der von Laudenberg Knechte aus dem Thurgau und Andere gegen Mailand, den König und die Eidgenossen geführt; dagegen macht er geltend, daß die Franzosen ihn und andere Eidgenossen „kneghyger" gescholten und den Paß aus fremdem Gebiete gespent Februar I Ü22 177 haben. Man hat mm seine Tröstung „stillgestellt"; da. »1a» aber der Strafe halb nicht einig ist, so will man den Handel nochmals heimbringe». Obwohl sich nicht beweisen läßt, dast Wolf von Winkel Hauptmann gewesen, läßt man doch seine Tröstung „in gleicher Gestalt bleiben", und wird auch dieser Fall wieder heimgebracht, alles mit viel mehr Worten, wie jeder Bote weist, «z. Auf diesem Tage hat man (wieder) den Span Mischen dem Bischof von Consta»; und der Stadt Schafshausen verhört, l. Die bischöflichen Anwälte bringen vor: Eewnltthätig und unrcchtmästig habe Schasshausen Ober und Nieder Hallan eingenommen und damit den Bischof aus vicljährigem Besitze verdrängt; darin» begehren sie, dast derselbe wieder in seine Rechte cingescht werde, gütlich oder rechtlich, nach Znhalt des Bundes, den er mit den Eidgenossen habe; das Recht werde er entweder vör den zehn oder den zwölf Orten suchen. 2. Dagegen berichten die Rathsboten und Anwälte von Schafshausen mit Beistand des Abtes zn (Allerheiligen): Sie werden schlechterdings nichts zurückerstatten; den» Hallan sei des Gotteshauses Widum, und der Bischof mir ein (freiwillig) angenommener Schirmherr, dem man den Schirm (wohl) abkündcn könne; die Ursache habe sich darin gefunden, dast der Bischof die armen 1'cntc zu Ober- und Nieder Hallan geschäht und diesen Handel vor die CKrichte zu Rothwcil gebracht, was der Abt sowohl als die Stadt, des Klosters Kastvogt, nicht zugeben könne; also haben sie dem Kloster nur sein Gigenthnin (zurück) gegeben und dem Bischof nichts genommen; darum stellen sie das «besuch, ihnen bchülflich zu sei», »in das Gotteshaus bei seinem Widum zn erhalten; dast dasselbe Cigcnthilin des Klosters sei, können sie hinlänglich durch Schriften und Briese beweisen. 3. Da man mit langem Reden und „vileni hellgcn" doch z» keinem gütlichen Vergleich gelangt, iiidem die Parteien Bedingungen („sürwort") stellen, die einen solchen unmöglich machen, so hat man beschlossen, den Handel, wie er steht, wieder heimzubringen. Die Obrigkeiten mögen dann die Bünde, die der Bischof und Schafshausen mit den (Eidgenossen haben, prüfen und über de» Handel beschließen, was sie billig finden. i>. Nach Beschluß des Abschieds trifft eine beglaubigte Botschaft des Königs von England ein und eröffnet das Begehren, die Eidgenossen möchten ihm bchülflich sei», zwischen dem Kaiser und dem König von Frankreich Frieden zu machen, damit das christliche Blut nicht so vergossen, sondern alle Kräfte gegen die Türken könnten gewendet werde». Die Antwort wünscht der Gesandte in Zürich zn vernehmen. Da dies eine gute christliche Meinung ist, so will man sie treulich heimbringen und auf Mittwoch nach der alten Fastnacht <12. März) in Fürich darüber Antwort geben. >x. Die den Barfüßern zu 2uccrn geschenkten Fenster sind von Zürich, Bern, Uri, Schwyz, Unterwaldcn, Zug, Glarus und Freibnrg noch nicht bezahlt; es werden nun diese Orte ersucht, ihren Thcil auch zn entrichten. x ist dem Zürcher Abschied entnommen, mnst übrigens für die Ercmplarc aller genannten Orte eopirt worden sein. Es fehlen dem Zürcher «l, in, <», dem Bcrner, Frciburgcr und Solothurncr Ii, «», dem Basier »nd Schasshanser l', «», >», dem leptcrn auch «>. Zm Znger sind l «» und ein Thcil von «> ansgcfallcn. Zn l> 1522, IU. Zannar, Rom. Cardinal Schinncr an Zürich. Anzeige daß Adrian, ein „Schnlnicisler" kaiserlicher Majestät ?c., zum Papst erwählt sei. Der Cardinal verspricht, auch ferner allezeit als guter Eidgenosse das Glück, Heil und l'ob seines Vaterlandes im Auge zu haben und bittet, seinen Widersachern keinen Glaube» zn schenken. Tl. A.Zürich: A, Papst, 2) 1522, II. Faniiar, Rom. Das Eardinalcollcgnn» an die Xlll Orte. Anzeige der Wahl Hadrians, und Crmahmmg, in Cwigkcit Vormauer und Vorkämpfer (antomuralv al prapuxnaaulnm) der römische» Kirche zu bleiben, ?c. ?c. — „^nclim»« praataraa, naa «inv molvntia animornm nn«trarnn> «nmma, rov>I"»> in (Rri«ta patram ,1. vpinimpnm Vvnilanum, «vcli« »pn«toliva«, »puct vo« mintinm, n guilnwclam iln privat!« in vuatoclia clin ilatvntum o««a ,;t acliina ilc tinari, cpicxt in «iimmm» «v>li» apoatalioaa ilvclvau« at vilipvnclium non p»ta«t 178 Februar 1522. Verum baue clieti ä. bipiseopi äetentionem in tmstum neu ereciiinus pubiieo vestro vensiiio snetam esse, ut contra potiu» spervmus vum pubiieo eonsiiio statini llimittenäum atguo in iionore solito imdsnäum. ^.bsurclum vnim penitns kov esset erväoro äominos Ilelvetios, seelis apostoiioao elokonsore», socii» apostolioao nuntium eumPiv episcopum pudiioo äotinere, guum iioe praevipuum in iibertato eeoiesiastien sit, sollis apostolivav nuntios, vursorss et iittvras tute st Uders pormears ao commorari udiguo pysso, eo ampiius apncl vos gui voolosiasticae Udvrtatis ilvkonseres estis. Itagne Dovotionvs vestras aramus et in Domino Uortainnr zw» viusctem episoopi subita Uderationo, ut guein cloluimus privato evnsiiio üetentum ^aucloamus pudUoo kuisse Uderatum", eto. vto. St.A .Zürich: A.Papsi. 3) 1522, 25. Januar, Brüssel. Karl V. an die einzelnen Orte der Eidgenossen. Anzeige, daß sein väterlicher Lehrer, Cardinal von Tortosa, ein Mann von deutschem Geblüt und reich an Tugend und Wissenschaft, zum Papst erwählt worden sei, worüber sie als Glieder der deutschen Nation sich freuen sollen, da er mit dem dentschen Kaiser einträchtig die Wohlfahrt' und den Frieden der Christenheit zu fördern begehre; sie mögen sich darum ihnen anschließen und zu erkennen geben, daß sie auch fortan mit Recht Beschirmer der heil, römischen Kirche genannt werden können. St. A. Zürich! A. Kaiser. Tschad. Docum.-S-U»»il>mg T. VIII. — St. A. Lucern: A. Papst. K. Bibl. Jreiburg: Girard. Samml. T. V. — K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. XI. — K. A. Schasshauscn: Korrespondenzen. Zu I». 1522, 8. Februar, Nürnberg. Kais. Majestät Statthalter, Churfürsten und Rcgimcntsräthc -c. an gemeine Eidgenossen. Man höre, daß etliche von ihnen des Vorhabens seien, gegen Mailand zu ziehen, um es dem Kaiser und dem Reiche wieder „abhändig" zu macheu und in die Gewalt einer fremden Nation zu bringen, was nicht wenig befremde, da Mailand eine Kammer des Reiches sei, und zudem in dem jüngsthin zu Worms beschlossenen Landfrieden unter andcrm bei schweren Strafen verboten worden, daß Jemand den andern befehde, überziehe, an Schlössern, Städten -c. freventlich schädige, u. s. w. Die Eidgenossen können nun selbst ermessen, wie unbillig und unleidlich es wäre, wenn sie als Deutsche und Zugehörige des Reiches eine solche „Empörung" versuchen würden; daher lange an sie das ernstliche Ansinnen und freundliche Begehren, jenes Vorhaben abzustellen und die Ihrigen, die etwa schon ausgezogen wären, bei schweren Pöncn wieder heimzumahncn ?c., worüber man ihre unverzügliche Antwort begehre. St. A. Zürich: A. R-ichisachrn tOriginat). — St. A. Bern: Mg. ctdg. Abscht-d-, r. I>. «II-l!42, 702-703 tAbschrtsten von zweiter unt> dritter Hand). K. Ä. Basel: Abschiede, k. l«9. — K. A. Freiburg: Abschiede, Bd. S7. — K. A. Soiothurn: Abschiede, Bd. XI. — It. A. Schafs Hausen: Abschiede. Zu k, 2. 1522, 23. Februar (St. Matthias Abend). Chur an Luccrn. Antwort auf die Zuschrift Hans Guuthelms wegen. Man habe der kürzlich hier erschienenen Botschaft von sieben Orten, die mit gemeinen M Bünden etwas gehandelt, den Verlauf des Geschäftes dargestellt, worauf sie die Antwort gegeben, sie haben keine Vollmacht, in die Sache sich einzulassen, werden aber auf dem nächsten !nge zu Zürich darüber Bericht erstatten; was dann beschlossen werde, könne man wohl erfahren. Nun gebe man die Versicherung, den Eidgenossen gern in Allem zu willfahren, „unangesehen die Gerechtigkeit". .. Si. A. eurem: Misswm. 7S. Wurgund. 1522, Ende Februar f. Neue Beschwörung der Erbcimmg durch Boten von Bern, Basel, Freiburg und Solothuru. Ein Abschied oder Gesandtschaftsbcricht ist nicht vorhanden. Frciburg ordnete laut eines bezüglichen Eintrags im Na.hsbuch, d. d. 18. Februar, den Schultheißen Dietrich von Endlisperg „nach Pontarlier" ab. - Vgl. Absch. 72, o, v. März 1522, 7«. 179 Schwyz. 1522, c. 7. März. Handlung einer Botschaft von Zürich, Lucern und Glarus, im Austrag gemcincr Eidgenosse», in Betreff eines Todschlags. Ein Abschied wurde wahrscheinlich nicht ausgefertigt. De» Anlaß zu dieser Sendung bezeichnet Absch. 2l. Febr. Ir. 77 Jürils). 1522, 13. März f. (Donstag vor Neminisccre f.). ^»--»«arekiv rurern! Allgemeine Adschied«. ci. I. I. S7<> ^>anl»ar<<,iv Ätirir»,, Abschiede, zu, 8. l. 129, Tschud. Abschiede Tammlung. Bd. k. >)!,. k>9. Z>»al«arel>iu Bern: Allgemein, eidg,»Wische Abschied« B. p. «98. Adscheid« »in? 79. iiv ^reibnrg: Abschiede Bd. 87. KaiitvttSareNiv 2olotl)ur»: Abschiede. Bd. Xl. deantoiidarelii« ^ctiaUNansen: Abschiede VandeSareliiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Zürich. (Marx) Nöist, Bürgermeister; Felix Grcbel; Jacob (Trebel; Johannes Beiger. Bern. Easpar von Mülincn; Peter Stürler. Lucern. Jacob Feer, Spitalmeisjer. Ilri. Bogt Oechöncr (?). Schwyz. Bogt Kerngcrter. Obwalden. (Arnold) Fruonz, Ammanu. Nidwalden. (Nicht angegeben). Zng. (Hieronymus) Stocker, Amnia»». Basel. Urban vom Brunnen. .Frcibnrg. Hans (Ulrich!) Cchneivly. Solothurn. Peter Hebolt, Schultheiß. Schafshausen. (Hans) Zicglcr, Bürgermeister. Appenzell. Hans Goldiner. t». Der Glaser, der den Barfüßern zu Lucern die Fenster gemacht, fordert abermals seine Bezahlung von Uri, Schivyz, Unterrvalden, Zug, Glarus und Freibnrg. Es wird verabschiedet, diese Orte sollen ihren Thcil beförderlichst nach Lucern schicken, damit der gute Gesell nicht weiter bemüht und in Kosten gebracht werde. I». Lucern soll den Statthalter der Laudvogtei Thurgnu anhalten, in den gegenwärtigen Umständen der Boglei zn warten und nicht „also" im Land umher zu reisen. Die X Orte sollen auf Mittwoch nach Pfingsten (t l.Jnni) ihre Boten in Fraucnfcld haben,,um die Beschwerden gegen das Landgericht im Zhnrgau zu unter suchen. Was ihnen „an die Hand stoßt", sollen sie ans der Jahrrechnnng zu Baden berichten. «I. An die von Ehur ivird geschrieben, sie möchten den Hans Gunthclm gefangen halten, bis man von den Hanptleuten, die gegenwärtig in französischen Diensten sind, über seine Mißthaten weitere Auskunft habe. Dcßhalb hat mau auch an die Hauptlentc im Felde geschrieben. « . Dem Bischof von Eonstanz wird über daS letzthin angebrachte Gesuch, vier Mann von den X Orten in das Schloß Arbo» zn senden, geschrieben, man wolle demselben entsprechen, „so es darzuo käme", ll'. l. Der Gesandte des Königs von England wiederholt seinen Bortrag und bittet um Antwort. Die Instructionen lauten einhellig dahin: Man erstatte dem König den verbindlichsten Dank für seinen gnädige» Willen und die 'Abordnung einer Botschaft und biete gerne zu Allem Hand, was Frieden und Einigkeit fördern könne. Der Gesandte möge nur eröffnen, ob er Mittel und Wege wisse, wie man einen Frieden erlangen könnte, oder ob er von dem .ttaiser irgendwelche Zugeständnisse („Verstands oder bewilgung") habe. 2. Der Gesandte erwidert, er habe voni Kaiser keine Befehle, sondern sei (nur) von seinem König zu den Eidgenossen abgefertigt worden, zu denen derselbe eine besondre Zuneigung hege, um den Friede» zu suchen; er kenne auch kein besseres und ersprießlicheres Mittel, als daß die Eidgenossen ihr Kriegsvolk auö der Lombardei, (nämlich) von dem König von Frankreich, zurückfordern und sich keiner Partei annehmen; denn es sei zn besorgen, daß die Kriege nur 180 Mär', 1522. immer größer werden, als die vergangenen, indem der Kaiser auch Freunde an sich ziehen könne und der Türke dabei Anlaß erhalte, die Christen zu schädigen, zc. 3, Nach gehabten: Nathschlag wird erwidert, man habe, bevor der Kaiser und der König von Frankreich in Krieg gekommen, mit dem letztern ein Bündnis! geschlossen und mit Brief und Siegel bekräftigt; daher gebühre sich nicht wohl und haben auch die Voten keinen Befehl, die Knechte heimzurufen und (dadurch) das Bündniß zu brechen. Damit aber dennoch offenbar werde, wie geneigt man zum Frieden sei, habe man eine Botschaft nach Mailand geschickt, um zwischen den Parteien einen Frieden zu suchen; aber die Boten habe,: bei den päpstlichen und kaiserlichen Anwälten weder Audienz noch Geleit erhalten, sodass mau besorgen müsse, der Kaiser würde (auch jetzt) unsere Zwischenkunft nicht zulassen. Er, der Bote des Königs von England, möge daher bei dem Kaiser erwirken, daß bevollmächtigte Botschaften an einen gelegeneu Ort geschickt würden; wünsche dann jemand die Mitwirkung der Eidgenossen, so werde man weder Kosten noch Mühe sparen, sondern allen möglichen Fleiß anwenden, um Frieden und Einigkeit herzustellen und dem Blutvergießen unter Christen ein Ende zu machen (Actum Zürich den 15. März). K-. Hugo von Landenberg wird wegen seines Ungehorsams mit 200 Gl. bestraft, die er dem Statthalter zu Frauenfeld in Monatsfrist bezahlen soll. I». Uri berichtet: Als der (neue) Laudvogt zu Sargans aufgezogen, sei das Schloß großentheils offen gewesen; mau habe da einige Büchsen vorgefunden, die aber nicht zugerüstet seien; auch au Steinen und Pulver mangle es gänzlich. Dabei wird angezogen, wie der alte Landvogt, da er in den Krieg gezogen, das Schloß eine Zeit lang offen gelassen. Heimzubringen, ivD man es versehen wolle, und was man sonst thun könne, damit unsere Häuser und Besten nicht so liederlich verwüstet werde», i. Man hat sich auch über die Bestrafung derjenigen berathen, die im letzten Jahr („nächstmals") dem gemeinen Mann im Thurgan vorgespiegelt haben, das Verbot des Neislaufens sei wieder ausgehoben. It.. Das Urtheil der Landrichter in Sachen des Wyßhans Marli z» Franenfeld, betreffend die während seiner Gefangenschaft aufgelaufenen Kosten, wird (gänzlich) bestätigt. I. Jeder Bote weiß, wie die Schriften, die bei dem zu Lauis Gerichteten gefunden sind, an Zürich abgegeben worden, und wie man Letzterein dabei angezeigt, daß Stampa Umtriebe gegen die Eidgenossen mache. Darauf haben ihn die von Zürich vorgeladen, um ihn vor Aller Augen zu verhören; da er seine Unschuld betheuert, das Recht auruft und sich anerbietet, wenn er verrätherifcher Handlungen über,Viesen würde, sich viertheilen zu lassen, so hat Zürich ihm den Eid abgenommen, einen Monat lang in der Stecht zu bleiben, keine Briefe anzunchmcn oder z» versenden, es sei denn, daß er sie vorher dem Bürgermeister und Rath vorgewiesen, und die Zeit des Rechtstages abzuwarten. Heimzubringen, i». Die Besatzung zu Luggarus schreibt an den Vogt und die Zusätzer in Belle»; (dd. St. Gertrndentag, 17. März), sie habe Mangel an Pulver, Steinen und Blei, und das Schloß werde jede Nacht von Banditen aus Mailand umstreift, :c. Da man vernimmt, daß Leute von Lauis und Bellenz a» den Comersee streifen und dort rauben und plündern, so erhält Uri den Auftrag, an den Vogt zu Lauis »"d den Commissarius in Bellenz zu schreiben, daß sie gegen diesen Unfug mit Strafen einschreiten. » aus dem Zürcher Abschied, dem auffälliger Weise in fehlt. Ferner mangeln >», I», in, n dem Berner und Solothurner, dem Freiburger Exemplar nur die vier lctztern, dem Glarner I», in, n. Basel, Schasfhausen und Appenzell haben nur «l, I. Zu l. Hicher gehören folgende Acten: 1) 1522, (c. 20. Februar), Varcse. Die cidg. Hauptleute zc. in des Königs Dienst an gemeiner Eidgenossenschaft Boten. 1. Auf ihrem Zuge (nach Mailand) haben sie zu Lauis zwei Zürcher, nämlich Jacob Bnclcr und Hans Büccheler, als sehr verdächtig gefangen und peinlich verhört. Der Erstere sei geständig, daß ihn der oberste Gubernator zu Mailand mit zwei Briefen, deren Abschrift (rcsp. Ucbcrsctzung) hier beigelegt werde, »ach Z>>u^ abgefertigt in Stampa's Haus, wofür ihm gute Belohnung verheißen worden, auch mit dem Auftrag, um Belle»; März 1522 1 81 her alles auszuspähen, um Stadt und Schloß an dir „Feinde" vcrralhcn zu könne», wcßhalb er 25 Krone» empfangen; falls er die Briefe abgeben könnte, seien ihm »ach 50 Kr. versprachen gewesen. Hienach mögen die stidgcnosse» mit dem Stampa verschaffen, daß er von solchen Dingen abstehe und zum mindesten ihr Gebiet meide; es wäre auch Zeit, von Zürich eine bestimmte (Erklärung zu verlangen, ob es solches fördern und dergleichen Leute ivcgwciscn wolle. Morgen gedenke man von hier aus weiter zu rücken und bitte nun lhcils um gutes Aufsehen, IhcilS um Milthcilung »euer Nachrichten, zc. 2. Der Guuthelm zu Chnr sei gefangen; auch da mögen die Bolen handeln, damit er „ruhig werde". Vüclcr habe noch einen andern Zürcher angegeben, d. N. NarziSli, ans den sie auch achten sollten; der andere (Büchclcr?) sei lcdig erkannt, dem Berräthcr „sein Recht geschehen". Dem Abschied von Luecrn gedenke man nachzukommen. Man ziehe in zwei Hausen, habe auch die Remter zweifach bestellt und empfehle sich nochmals, zc, Tl. A. Balm A. Mailändcrkriegc. - K. A. yttibuigl Abschiede. Bd. 87 sBnner Sopie). Das Original, das ebenfalls nicht aus Monat und Tag datirt ist, findet sich im St. A. Luccrn. Beilage: „Hienach folget ein bricf von dem gubcrnalor .. in ziser gestellt ... setz zuo Zürich vcrsampt" (?): 2) 1522, 10. Februar, Mailand. Hieronymus Marone an Luighino l^rivelli und (fatcllonc de tfnstcllo, Bote des Herzogs von Bar. „Der Herr von Lautrec ist kamen an das wnsscr genannt die Rdda mit sincm volk oder züg von hih und fröid, so er gchebt von wegen daß der Granmeistcr mit der Eidgnossc» knechten uf ist. Der Herr Prosper und Margis, der von Piscieren und wir Hand uns beraten uf das und beschlossen, allen ircn züg, so si gegen der (ridgnoschaft und ir lnndschnftc» anstöß geschickt haltend, zcsamcn zc bcrücfcn, damit und si ein widcrjtand oder irrung iistcn) zuofücgcn möchtend, oder ob si doch zum mindstcn etwas zerstörung oder (»1. und) schlappen inen gebe», wann ich sin möchte zuokon, umb dcß so si mnb n»S verdienet, ob wir (?) uns besamlen, inen fürkomuiß zc thuond mit unserm vorteil, auch den dryzcchcn tusent landsknechten zuo einem schirm, so kosmc)» söllcnt, wclicher zuoknnft ich nit gewiß bin, van wegen daß ich inen nit han mögen gelt schicken, denn allein ein bezalung; doch kommend si in zit, ist guot und wol; ist aber daß si nit komcnd, (so) wölkend wir die ^idgnosscn in die ebne gegen FiiriS komc» (lassen > uno allen unsern züg zuosamen snmle», »nd ob wir gescchcn und spüren, daß die Mciländer verharren wölkend in irer guoten disposition oder snrncmcn, villicht werden wir do belibcn over zuo Pasy; aber cS mir! alles an dem ligcn und stau, daß wir si verspätend und vcrhindcrnt; denn ich han cS von cin(em) guoten cnd vcrnomcn, daß die Franzosen nit gelt hnbind, daß si mügind inen volkomcnlich geben die anver bczalung; ist wol war, wenn Mciland und Pasy n»S nit Hilst zuo ufcnthalt, daß wir eS uit guot hettind; denn ane si hellend wir kleine Hoffnung, wenn die groß doubheit, so si wider den von Lautrer Hand, nit wörc, und damit daß ich es alles sag, so zwiflcn (vermuthe) ist fast, daß die große zal der Eidgnossen, gcfücrt durch de» Cörandmcistcr, mit ircm gcivall und glaube», darzuo die großen pratikcn und fründschaslc» des (Knlinycn Biseontc», so er hat in discr statt, hnbind gemacht vil zwytracht, ivclichs, so wir (cS) mögen gcwüß wüssci» oder vernemcn, werdend wir bezwungen uns gegen Parmen zuo zc zicchen ... Warnend uns zum dickern mal" ... (Von der gleichen, ziemlich unzuverlässigen Hand). St A. Bern: A Mailandtrkriege (Kopte von K. v. Mülinen). — K. A. ^reiburg: Abschiede, Bd. 87 (Derner Kopie). Eine bedeutend bessere Abschrist hat die BaSlcr Abschicd-Sammlniig f. 244 und dabei noch folgende Missivc: 5> 1522, 10. Februar, Mailand. Hieronymus Moronc an ssi>ribello und <5. de Cnstello, Bote» in Zürich). Antwort auf deren Schreiben vom 50. v. M., das er heute durch Bcrmittlung des Bischofs von O'hur erhalten habe. „Wir sind trcssenlichcn guotS mnotS und versechcnt (uns) mächtiklich durch alle ding, und die Stall ist gewapnet und ist wolgemuot nnd wartet noch vj"> fuoßknecht frömds volkS, und sind bczall von der gemcind zuo ircn verhüetung; die spyo die verzücht man und verstärkt man die schanzen zuo ring um die Statt nnd auch das schloß, linst, houpUüt sind trcsscnlich wolgemuot und mit frischem herzen; die kürisscr, fuoßknecht, Spanier, lnndSknecht und Italiancr sind auch in Hoffnung, (cS) sollen noch zuo zitcn kamen ctlich zal der landSkncchl oder deren, die da schickt ei» keiserlichc Majestät, oder deren die der Herzog ufzücht . . . Thuond mir die gnnd, uns dick zuo warnen". . . ». A. gnlbur«: Abschi-d). Bb. 87 «BttMs Uspi«). >«2 März 1522 78. Lucern. 1522, 28. März f. (Freitag vor Lätare f.), 2,IaaI«archiv Liiccr»: Allg, Abscht-dk, 0. >, s, SSS. Dlaatsarcliiv Zürich! Abschiidk, Bd. s, s. Mb, Ttchud, Adschiidr-Sammlunq, Bd, b N>, «0 DtanISarchiv Bern: Mg, cidg, Abschüdc, 1, p, «!>». Abscheide »Ino -i»to, ,üe>»tv»Sarch>v Basel: Abschiede, r, I»2, Ka»Io»«archi» ,>rcit»>r>I: Abschiede, Vd, b«, .üantvnSarchi» Soloihur»: Abschiede, Bd, XI, Ka»Io»darch,v 2chassha»sc»! Abschiede, La»d««archi» Bppc»,e» I. N.: Abich Gesandte: Bern. (Hans Iscnschmid, Penner), Freiburg. (Wilhelm Schweizer). Appenzell. („Meister Hans" Lanier?). — (Die übrigen nicht bekannt). tt. Von der Besatzung zn Luggarus geht die schristlichc Anzeige ein, daß das Schloß mit Pnlver und Steinen übel versehen, der Vogt mit einem Theil der Znsätzer in's Feld gezogen, nnd nicht mehr als nenn Mann im Schlosse seien; da man einen Ucbcrsall von den Banditen zu besorgen habe, so könne man sich bei Hülfszusagc des Vogtes im Mainthal nicht beruhigen, Erkannt: .Zürich soll ohne Verzug im Namen und Koste» aller (XII) Orte das Schloß mit Pnlver, Lucern dasselbe mit Blei verschen; wenn das Zürich nicht angenehm wäre, so soll es eilends Lucern benachrichtigen, das dann von sich aus vorzusorgen hat. Heimzubringen, ob ma» die Besatzung verstärken wolle; inzwischen sollen die Orte, die dort noch keine Znsätzcr haben, solche sofort hineinschicken, I». Da die Gotteshanslente, der Bischof von Ehur und ihre Anhänger die den Eidgenosse» gegebenen Zusagen, mit ihnen zu halten, nicht erfüllen, sondern die Ihrigen, als sie im Veltlin die Pässe hätte» bewachen sollen, wegen der weißen und rothen Krenze nnter einander uneins geworden und abgezogen sind; da anch verlautet, daß der Bischof von Ehur ein böser Eidgenosse sei, indem er alles, ivas unter den Orten vcr- handelt wird, den Feinden hinterbringe"'), so ist beschlossen, an die Bündncr zn schreibe», daß sie nochmals die Pässe versehen, keinen Feind durchziehen lasten und darüber auf dem nächsten Tag bestimmte Antwort gebe», damit man sich zu verhalten wisse, e. Auf das schriftliche Gelcitsbegehrcn einer Botschaft von Florenz, die sich gegen- wärtig in Eonstanz befindet, will man ans dem nächsten Tag Antwort geben. «I. Es werden alle Angewandte», die ans diesem Tage nicht gewesen, eingeladen, auf den folgenden Tag mit Vollmacht zu erscheinen; namentlich soll Basel es anch denen von Mühlhansen ansagen. I. Die zn Mailand im Felde stehenden Knechte erstatten durch eine Botschaft mündlich Bericht: Sie besorgen, daß eine große Zahl heimziehen werde, sobald sie die jetzt in Luccr» erlegte dritte Bezahlung empfangen, indem sie der Vcreinnng genug gethau zu habe» vcrmeiucn, wogcgc" Herr von Lainet vorstellt, daß die Vcreinung den Dienst nicht nur für drei Monate fordere, sondern so lange der Krieg danre, nur mit dem Vorbehalt, daß die Eidgenossen leinen eigenen Krieg Hütten; daher begehrt er, daß die Eidgenossen ihre Knechte anhalten zn bleiben. Ans die Frage, ob der Gesandte Vollmacht und Mittel habe, einen weitern Auszug zu betreiben, erwidert er, es werde eines solchen kaum bedürfe»; doch will er deßhalb »» den König schreiben. 2. Es wird nun auf Montag nach Iudica (7. April) wieder eiu Tag nach Lucern angesetzt- 3. Stimmen der Orte: Zürich will den Frieden halten, im Uebrigcn bei seiner früher gegebenen Antwort verbleiben und verhindern, daß jemand weglaufe. Bern will halten, wozu mau sich verschrieben, und waö die Vereinung fordert, also dem König die Knechte überlassen, insofern es die andern Boten auch thun, aber niemanden zwingen. Uri wie Bern; in Betreff der Hanptleutc jedoch will es dem König freie Hand lassen. SchwtzZ ist der Ansicht, der König habe die Vereinnng nicht gehalten, und sei man somit auch nicht mehr daran gebunden- Obwaldcn will zuerst den Ausgang der beiden Tage zu Zürich und Lucern abwarten und dann bcrathcn, ob ') Einen Anhaltspnnct dafür gibt der in Nr. 77, Note I .1 angeführte Bericht über den Fortgang des päpstlich-kaiserlichen FeldzugeS in Mailand... „Euer brief ... sind mir morden uf den hütigen (tag) durch die hilf des Bischofs von Em"..- Mm-; 15,22 es die Knechte geben wolle oder nicht, Nidwnlden will rnhig bleiben nnd niemondcin ^»ziehen. Zng wie Bern, namentlich darin, das, es niemanden zwingen will. Glarns soll heimbringen, was hier bcrathcn worden. Basel will die Vereitlung halten und dem König die Knechte überlassen. Freiburg des,gleichen; doch solle man unterhandeln der Reisigen »nd des (Geschützes halb. Solothurn wie Zug. Schasfhauscu wünscht die Sache heimzubringen, weil die Eidgenossen (so) verschiedener Meinung sind; wären sie einig gewesen, so hätte es anders antworten können. Appenzell will Hand bieten zu dem, was man mit Einstimmigkeit thut. Abt von St. Gallen will thnn, was die Eidgenossen beschlieszen. Stadt St. Galle» ivie der Abt. Ehnr wie St. Gallen. Wallis will Brief nnd Siegel halte» ohne Vorbehalt. Mühlhausen nimmt an, was man einstimmig oder mit Mehrheit thut. Lucern stimmt wie Wallis, I In der Angelegenheit des Franciscus Stampa und des Crivelli hat man auf diesem Tage die Briefe aus Mailand und den mündlichen Vortrag (Hans) Eschcr's von Zürich gehört und dann Zürich den Auftrag gegeben, die Beiden aus der Eidgenossenschaft wegzuwcisen, weil sie sich als Werkzeuge der Feinde brauchen lasse». Wenn dieser gütliche Weg nicht zum Ziele führte, so sind auf dein nächsten Tag andere Mittel zu berathen. zx. Da unter den Appenzeller» wegen etlicher Personen, die mau für Ehrenleute hält, eine Zwietracht ansgcbrochcn, die iinmcr noch nicht beigelegt ist, so stellen die Voten aller Orte die freundliche Bitte, diesen Span in der Güte zu schlichten und jene Ehrenleute zu begnadigen und zu schätze», wie sie überall in der Eidgenossenschaft gehalten werde», wie der Bote Weiler zu berichten weist. k findet sich nur im Appenzeller Ercmplar, dem allein II »nd I» mangeln. « 2 fehlt im Zürcher, «? 3 im Freiburgcr Abschied (hier vermuthlich nur verloren, weil besonders ausgefertigt). Zu Ii. 1522, 31. Marz (Montag nach Lätarc). Zürich an Lucern. In Folge des letzten Abschiedes schicke man hicmit zwei Fäßche» Vüchscnpnlvcr für das Schloß zu Luggarus, obwohl man jetzt Pulver lieber kaufen als verkaufen möchte. Si. n. eurer»: MWvrn. Zu «>. 1522, 26. März, Eonstan.(. Bcrnardinus EaMlarius, Gesandter von Florenz, an die Boten der Xlll Eantone in Luccr». Begrüßung ?e. Er wäre aus diesem Tage gerne erschienen, um seine Auftrüge auszurichten, habe aber gefürchtet, durch unvorbereitetes Auftreten die Eidgenossen zu beleidigen, und bitte daher um sicheres Geleit bei diesem Boten, ?c. Si.«. e»«m: ?>, T°«can» 9. März tMittwoch vor Annuntint. Maria). Lucern an Solothurn. l. Mittheilung eines Schreibens von den Knechten in Mailand. 2. Betreffend Stampa vernehme man Dinge, welche baldige Berathtmg erfordern, und 3. sei nothwcndig sich zu vereinbaren, wie man verhüten könne, daß die Knechte in Mailand einen Ausbruch machen. In täglicher Erwartung neuer Nachrichten habe man einen Tag nach Lucern angesetzt auf Mittwoch »ach ll. Frauen Verkündigung (26. März) zc. «. n. Saloihum: e»-. Schreiben i. 2) 1522, 20. März (Donstag nach Ncminiscerc). Bern an Luccrn (mut. mut. auch Freiburg). Man habe von dem Grandmaitrc die beiliegende» Schriften an gemeine Eidgenossen empfangen nnd erachte für gut, deßhalb einen Tag in Lucern zu halten, und zwar auf Freitag vor Lätarc, wo dann auch der Handel mit Stampa zu berathen wäre. In diesem Sinne habe man Basel, Freiburg und Solothurn anch benachrichtigt und bitte nun Lucern, die vorliegenden Schriften den übrigen Orten auch mitzutheilcn. S>. R. kurern: Misstveir. — K. «. Freiburg: A. Bern. 3) 1522, 22. März (Samstag'vor Oculi). Luccrn an Zürich. Ansctzung eines TagcS in Luccrn aus nächsten Mittwoch, infolge der aus Mailand gekommenen Nachrichten. S' .zauch: A. eurem. 1) 1522, 12. März, vx Inliailni« olmtri» rozzii». Der Bastard von Savoycn an die Eidgenosse». Nachrichten über die Führung des Krieges vor Mailand, mit dem Begehren, daß die Hauptleutc und Knechte ermahnt werden, Noch länger zu dienen wie bisher, ?c. «. «. greiburg: A. Savagen ««». Berner llapie). 5) (1522), 12. März (Gregor» Papä), am Thiergarten bei Mailand. Die cidg. Hauptleutc ini Dienst des Königs an die Bote» der zwölf Orte. Nachdem das ganze Heer vor Mailand gerückt, habe man den Feind 184 April 1522. so wohl verschanzt und gerüstet und so stark gefunden, daß es nicht wohl möglich sei, die Stadt zu erobern. Da man gehört, daß 8000 Landsknechte mit 1990 Pferden heranziehen, so sei man ihnen heute entgegen gerückt, um sie anzugreifen und ihr Vorhaben abzuwehren, was man hicmit anzeigen wolle, wobei mau um ferneres gutes Aufsehen bitte. Wenn etwa Knechte ohne Urlaub heimzögen, so bitte man, sie strenge zu strafen, damit „wir nit allwegen die sigcnd und den sold unvcrdienet den Herren abnemind". Auch begehre man, daß die 1500 Mann, die noch bei deni Papst oder den Florentinern dienen, abgerufen und zu dem französischen Heere („uns") gewiesen werden, wo sie guten Sold zu erwarten haben. Bitte um weitere Nachrichten, ?c. St. A. Lucern: A. Frankreich. — St. A. Bern: A. Mailänderkriege w»c. Kopie). Das Berner Ercmplar hat den Nachtrag, ans einem (dein Original) beigelegten Zeddel: An Essen und Trinken sei bisher kein Mangel gewesen, und die zweite Zahlung heute erfolgt. 6) 1522, 12. März (Mittwoch nach der alten Fastnacht), im Feld vor Mailand. Die Hanptlente ?c. von Lucern an ihre Obern. (Fortsetzung des Berichts vom 26. Febr.). „Us sölichF . . sig üch zuo müssen, daß nur als uf der Aeschen Mittwuch (5. März) mit ganzem züg und gwalt in der statt Mimisch ufbrochen, uf den andren tag darnach für die statt Mcitnnd zogen und (da) unser lüger geschlagen Hand mit starker hilf der Vcnc digern, so uns zuo hilf mit wolgerüstem züg und gnuogsnm stark zuo roß und suoß, ouch guotcm geschütz nach notdurft zuozogcn, sich ouch als die mannhastcn erzcigcnt. In sölichen tagen ouch mcngerley nnschlag und red sich crzöugt; dann etlich vermeinten die statt mit gwaltigcm stürm anzuofallen, etlich aber darwider (gsin), denen ouch gefolget (worden), ist ouch wol zno glouben, (daß) fürcr der stürm vcrmitten blib; Hand ouch undcr sölichen tagen niit unserm volk und geschütz uns den spenden und der statt crzöngt, ouch unser herz und gcmüel zno verstau ge(be)n, doch nit zuo dem ernstlichsten als die so sp zuo überfallen, uf das selb zit muot und willen habent, uß ursach (daß) uß gwüsser knndschaft wir bcricht, wie die in der statt söllcnt von sibcn tnsend lands- knechten zuo suoß und tusend zuo roß gestärkt werden, so nach unser bcrichtung uf Zinstag nächst nach der alten Fastnacht zuo Bofy geländt, in willen nf Mittwuch darnach die statt zuo erlangen, daruinb wir uf datnm dis briefs ufbrochen, iircn entgegen gezogen, in Hoffnung zuo gott dem Herren, sp zno erlangen und dermaß mit inen zuo handle», daß sp des wcgs rüwen, wir nutz und cer, und die in der statt sölichermaß forcht empfachen söllcnt, daß mit kleinem schaden wir den sig mit lob und cer erlangen und darvon bringen werdcut, dnrzuo uns stärke und vertruwcn gitt die liebe und einigkcit, so »»der uns von den gnaden gotts, ouch gehorsamikeit brückst und geücbt wirt, ouch wir von den französischen Herren und (den) landsäßen crlich und wol gehalten und nach »oldurst gespist werdent". . . S,, «. Frankreich. 7> 1522, 19. März, 5 Meilen von Mailand. Die eidg. Hnnptleute in des Königs Dienst an die zu Lucern versammelten Bote». Credit!» für Eilboten, die ihre Austrüge mündlich eröffnen sollen, und dringende Bitte, ohne Verzug zu willfahren, ?c. D.. sc. e.Arm.,..ich. Zu I'. 1522, 2K. März (Mittwoch nach Annnnl. Mariä), 9 Uhr Vorm. Zürich an die Boten der XM Orte in Lnccrn. In dieser Stunde habe Joh. Stnmpa die beigelegten Briefe laut seines Eides übergeben, die man den Eidgenossen nicht verbergen wolle. „Der allmächtig gott wöllc uns sine» friden und barmherzikcit zuosenden." St. N. Luccvn: Missiven. 7?>. Lucern. 1522, '4. ^tpril f. (Mittwoch vor Palmar,»» f.). TtaatSarcitiv t'accr»: Allgeinrine Abschi.de, N. I. i. 2!vi. Ttaatsarciiiv Uiirlci.! Abschied., Bd. 8. u>7. i schnd. Abschiede-Sammlunq, Bd. K Nr. Vi Tt.ratSprwiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, I'. p. 7i. t. ^Abscheide «in« «lato, .iiantv. .sarci.lv Basel: Abschiede, k. ,8k. .itantonSarchlv Areiburg: Abschiede, Bd. i>». Na. ltv.iSarci.lv Tvlolhi.r»: Abschiede, Bd. XI. .iiai»onSarcI.iv Tci.assha»sen: Abschiede. Gesandte: Bern. (Hans Jsenschmid, Venncr; Konrad Bogt, des Raths). Freibürg. (Wilhelm Schweizer; Ulrich Schnewli). — (Die übrigen unbekannt). » . Die Verantwortung deren von Bünden, betreffend den Streit wegen der weißen und rothen Kreuze und April 15.22, 1B5» die Beivachung der Pässe, wird freundlich dahin erwideu, man wolle diesmal das Bessere glaube»; sie sollen aber fürdcrhin das Beste thn», und weil der Bischof, der sich in etlichen Briefen nicht als guter Eidgenosse erwiesen, im Landrath sitze, so möge» sie ihn und seineu Hofmeister in Angelegenheiten, welche uns betreffen, so wenig wie möglich im Math sitzen lassen, I». Die ans Pfingsten nach Zrancnfeld zu verordnenden Boten solle» ernstlich untersuchen, wer das Verbot des NcislanfcnS im Thurgan heimlich ausgehoben habe, damit man das Nöthigc zu verfügen wisse. «». 1 HanS Escher von Zürich begehrt Antwort in Sachen Stampa's, ob man denselben zu einem frieden »volle reden lassen, oder ob er hiezn weiterer Vollmacht bedürfe, 2, Dagegen wird den Boten von Zürich zu bedenke» gegeben, daß zwar die Verhältnisse zu den Mächten noch befriedigend seien, das; aber, »venu es nmschlagcn sollte, die Schuld allgemein dem Stampa beigemessen würde, als der des Königs und der Eidgenossen Zeind sei; was daraus entspringen mochte, lasse sich wohl ermessen, Hicnach »vird die Botschaft von Zürich beauftragt, das heimzubringen nnd dahin zu »virtcn, das; der Stampa diesmal ans der Eidgenossenschaft emscrnt »verde, «I. Zn dem Streit zwischen dem Bischof von Basel nnd der Stadt über den Besitz Pfeffingens hat wegen der von Solothnrn gcthancn Einreden eine eidgenössische Vermitllnng nicht stattfinden können; inzwischen sind aber beide Parteien gütlich übereingekommen, und damit es bei diesem Vertrage bleibe, stellen sie daö Ansuchen, das; Lnccrn den Brief in der Eidgenosse» Manien besiegle. Da nun aber Solothnrn wieder die allen Einivendnngen erhebt, so ist beschlossen, es sollen alle Parteien ans den nächsten Tag, mit ihren Gcwahrsaincn nnd Vollmachten versehen, erscheinen, in» die Angelegenheit endlich gütlich oder rechtlich zu Ende zu bringe». Zeder Bote kennt die aus dem Zcld bei Mailand erhaltenen „Mären" nnd Schriften, laut deren die Sache dermalen noch gut steht; nur äußern die hergesandten Boten die Besorgnis;, das; ans Mißverstand der Vcreinnng die Knechte meinen, »venu sie den dritte» Monat nnSgedicnt nnd den Sold empfangen habe», so sei ihrer Pflicht Gennge geschehen, nnd daß dann ein Aufbruch erfolgen niöchte, was der Vercinnng znividerlansen, dein König zu großem Nachthcil, den Eidgenossen zur Schmach gereichen und die Übeln Nachreden bestätigen würde, die gegen sie außerhalb im Umlauf sind; ferner »väre dann für die Vorlande, nämlich die Vogteien LaniS, LnggarnS »c., ernste Gefahr zu befürchten. Daher »vird den Boten mündlich und den Hanptlenten nnd Knechten überdies schriftlich, mit Beilegung einer Abschrift der Vcreinnng, dringendst empfohlen, im Dienste zu verharren nnd dem König ehrlich zu dienen; wenn aber jemand anS redlichen Ursachen heimkehren müßte, so ist die Bewilligung den Hanptlentcn anheimgcstellt; es soll jedoch niemand ohne Pas; oder Urlaub sich ivegbegcbcn, nnd wenn ein an sehnlicher Aufbruch geschähe, so sollen die Hanptlentc nnd Knechte zurückbehalten »verde», bis die Obrigkeiten davon benachrichtigt wären, damit der König, sofern er cö begehrte, andere dahin bringe» könnte, f. Dem Boten von Florenz »vird «Nleit zugesagt, doch nnr für seine Person, nicht aber für den Bischof von Vcrulan, Lneern soll, sobald cS die Noth erheischt, einen !ng ausschreiben, p;. Ucber die Unruhen in» Lande Appenzell »vird mit dem Amman» Nücksprachc genommen; nichts desto weniger sollen Lucern, Uri, Untcrivalden nnd Zug ihre Boten im 'Namen der Eidgenossen dahin abfertigen ans den ersten Sonntag in» Mai, »in daselbst handeln zu helfen, »vag zu frieden und Nnhc dient, I>. 'Vortrag des französijchkii l^esandten, Herrn von Lamct^s, Wie er vernehme, haben der neue Papst nnd die Florentiner sich bei den Eidgenossen um ein Bündnis; beworben; er müsse dabei zu bedenken gebe», daß alle gegenwärtigen Kriegshändcl von dem Papst Leo herrühren, der die Eidgenossen durch falsche Vorspiegelungen — es gelte gegen die Spanier in 'Neapel — in seinen Dienst gelockt, dann ei» Bündnis; mit dem Kaiser gemacht, *) Obwohl in den Abschieden dieser Vortrag in keiner Weise erwähnt ist, scheint er doch hiehcr zn gehören, da er den allgemeinen Verhältnissen einspricht nnd von der Niederlage bei Vicocca gänzlich schweigt. Vgl. Absch. g. Mai, m. 2 t 186 April 1522, einen Theil der eidgenössischen Knechte gegen den König geführt und dessen Feldherr» ans Mailand vertrieben habe, ivozu anch die Florentiner nach Vermögen behülflich gewesen. Nnn sei es die Absicht dieser drei Vcr- kündeten, die Eidgenossen durch ihre Anträge und Vorwände hinzuhalten, um Zeit für ihre feindlichen Pläne gegen den König zu gewinnen; so möchte auch der Zweifel Raum haben, ob des Papstes Schreiben wirtlich von ihm ausgegangen und nicht eher durch falsche Practiken zu Stande gekommen sei. Nach Allem, was unlängst geschehen, müsse der Gesandte des Königs wünschen, daß die Botschaften seiner Feinde kurz, ohne Geleit und Gehör, abgefertigt werden. Der König sei immer bereit, der Kirche und dem Stuhl zu Nom mehr Gutes zu thun als alle andern Fürsten, was ja schon sein Titel anzeige; weil aber der Papst sich nicht in einen Frieden schicken wolle, so mögen die Eidgenossen sich vorsehen, daß sie durch seine glatten Worte sich nicht verführen lassen, indem dadurch ihre eigenen Feinde gestärkt würden, :c. St.A. Zürich- Abscht-de, Bd. 8, s. 18». — St. A. Bern: Abschiede, 'e, I>. 708—7l>. Abscheide «in« >I»t». — «. A. Basel: Abschiede, r. 187. k. A. Frciburg: Abschiede, Bd. k>s. — K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. XI. >» fehlt im Basler und Schafshauser Exemplar. Zu I) 1522, 2. April (Mittwoch nach Mittcfasten), Vigcvano. Jacob von Erec und Albrccht vom Stein ?c. an Bern (durch Abschriften zu Händen auch der übrigen Orte). Bericht über einen Zng nach Novara, die Eroberung der Stadt und andere gegen die Kaiserlichen errungene Vorthcilc. «. A. Fr-iburg: «. Frankreich. Ein wörtlicher Abdruck dieses umfänglichen Schreibens muß anderswo gegeben werden. ^ 2) 1522, S. April (Dienstag nach Judica). Bern an die Boten gemeiner Eidgenossen in Luccrn. >l>° Mittheilung einer Copie von eben eingelangten Nachrichten aus dem Feld, als welche Gutes melden . . . St.A. Liirrrn: Mission,. 1522, S .April (Dienstag nach Judica). Dasselbe an Freiburg. Gleichlautend. K.A.Frribura: A.Bern. Weunsorn (Wurgau). 1522, c. 22. April. Zweifelhafter Tag der Botschaften von Zng und Glarus (Namens der VII Orte), nebst Zürich, zur Festsetzung streitiger Märchen. Abschied und Acten fehlen. Näheres besagt Absch. 21. Febr. v. Indessen ist folgende Missivc zu beachten - 1522, 15. April (Dienstag nach dem Pnlmlag). GlarnS an Zürich. Es sei mit Zug beauftragt, in der Ostcrwochc einen Tag zu Neuforn zu beschicken wegen des Spans zwischen Zürich und der Landgrafschaft Thmga«- Da nun nach Pfingsten ein gemeiner Tag in Fraucnfcld stattfinden werde, so finde man umiöthig, den erster» zu besuchen, und behalte daher die Botschaft daheim. St. A. Zim-h-. A. Thu>g°». «I Appenzell. 1522, 4. Mai. Vermnthlicher Tag der Botschaften von Lucern, Uri, Untcrwalden und Zug, im Namen sämtlicher Orte- Vgl. Absch. l>. April x. Auch dieser Tag wird von Zellweger nicht erwähnt, und actcnmäßige Nachrichten fehlen allerdings gänzlich- Mai 1922. 187 Lucern. 1522, 9. Mai f. (Freitag vor Judikate f.). 2,«aa>»>>rc«>iu L»c«r» ! ANq Abschiede >>. I. 5n>. !>I4. SmalSaxtiiv ! Abschl-d-. Bd. ». I. irr,. aschud, Abschied- Sammlung Bd. d. Nr. »2. 2taal«arel,iv Ber»! All,,. -Idg. Abschiede. 7. >>. 722. Abscheide «ina ll»w. ilia»«c>n»arel,iv Kreibiirg! Abschiede. Bd. bij. t<>,»«o»«ar-chiv i2olv»>»r»! Abschiebe. Bd. XI. tiantonbarechiv ^-«laffliniise»: Abschiede. Gesandte: Zürich. Jacob Grevel; ... Bern. Sebastian vom Stein; Venner (Hans) Jsenschmid.*) Uri. ... Seckelmeister. Obwaldcn. ... Seckelineister. Nidwalden. Penner Winkelried. Zug. Vogt (Heinrich) Zigcrli. Basel. (Caspar Koch; Hans Gerster). Frei bürg. (Jacob) Techtermann. Solothnrn. Peter Hebolt, Schultheiß. Schaff Hansen. Ludwig von Fnlach. — (Die Boten von Lncern, Schwyz, Glarns, Basel nnd Appenzell sind in dein hier benutzten Verzeichnis; der „Lucerncr Abschiede", I). f. 48, nicht genannt). »». Gs weiß jeder Bote zu sagen, wie unsere Gidgcnosscn von Zürich durch ihre Boten uns freundlich geklagt haben wegen des Unfalls, der uns kürzlich in Mailand geschehe», und wie man ihnen srcnndlich gedankt hat. I». Vor einige» Fahren ist den Kanslentcn Geleit gegeben worden mit dem Bemerken, das; man es ihnen ein halbes Jahr zuvor anzeigen wolle, wenn wir ihnen dasselbe aufkünden wollten. Nun soll man heimbringen, ob man es länger wolle gelten lassen. «. Abermals erscheint eine Botschaft von Lauis mit einem Schreiben von dem (Gmmissür nnd den Thallentcn daselbst, wodurch sie dringend bitten, das; man ihnen Hülfe sende nnd sie nicht verlasse, wenn sie überfallen würden. Gekannt, Lncern nnd Uri sollen eine Botschaft nach Lanis senden, um das Nothwendige anzuordnen nnd über alle Vorkommnisse Bericht zu erstatten. «I. Gin Bote von Rothweil berichtet, es sei einigen von ihnen ans dem Markt zu Villingcn eine Schmach zugefügt worden, indem man in der Nacht ihre Blochen (Decken) zerhauen nnd Andreas Kreuze darein geschnitten; am andern Tage sei einer von ihnen ans dem Heimwkg von drei Tuttlingcrn auf dem Felde angefallen nnd deniselben sowie einem armen Bauern, der den Streit habe theilen »vollen, die Finger abgehauen nnd beide übel zugerichtet worden, ans keinem andern Grnndc, als weil sie gefragt, wohin sie wollten; sie bitten hierüber »in Rath. Antwort: Sie sollen einstweilen keine Feindseligkeiten unternehme». Gs wird indessen an die Regenten im Herzogthum Würlcmbcrg nnd an die von Villingcn geschrieben, sie möchte» die Thäter nach Verdienen strafen nnd in dieser Sache handeln, wie sie es in gleichem Falle auch gern hätten, nnd verhüten, das; solches mehr geschehe. «». Die Botschaften des Bischofs nnd der Stadt Basel begehren abermals, den Vertrag über Pfeffingen ansznsetzen; sonst werde der Bischof, der Pfeffingen im Besitz habe, die von Solothnrn rechtlich belange», wo es sich gebühre. Weil aber der Bote von Solothnrn neuerdings einwcndet, er habe keine Vollmacht, über diesen Gegenstand einzutreten, so hat man einen Tag nach Solothnrn angesetzt ans den hl. Ausfahrtötag <29. Mai), wohin Bern, Lncern nnd Uri ihre Boten sende» sollen, um diesen Streit wo möglich zn vergleichen, oder aber die Parteien an'S Recht zu weisen, f. Tas Schreiben der Knechte, die in slorcntinischen Diensten stehen, ist heimzubringen, nnd zu berathen, ob man ihnen antworten ivolle oder nicht, zx. Peter Lambert, Gesandter des Herzogs von Savoyen, trägt in dessen Namen vor: l. Man möge es nicht übel auslegen, das; er den (Eidgenossen nicht alle Dienste erwiesen, die er ihnen leisten möchte; die Straßen seien geschlossen gewesen, als die eidgenössischen Knechte in den Dienst des Königs von Frankreich gezogen; aber jetzt sei die Straße wieder offen, nnd wolle er ihnen nunmehr, so weit möglich, alles zusenden (ivas sie bedürfen); das habe er den Hanptlcutcn selbst bereits geschrieben. ') Tie hicher gehörige Imtruciion (Rbsch. ?. p. 712-4) nemN mir Isenschniid. 188 Mai >523, 2, Der Herzog habe mit dem König eine Vcreinnng geschlossen, was man ihm nnch nicht verdenken möge; denn es sei dies einzig aus Liebe und Freundschaft für den König und die Eidgenossen geschehen, 3, Des Herzogs Bruder, der Graf von Genf, sei dieser Tage zum Kaiser ans ein Fest in die Niederlande geritten, nicht um Knechte anzuwerben und gegen die Eidgenosse» zu führen, oder sonst etwas Feindseliges zu betreibe», wie vielleicht behauptet werde, sondern weil er es dein Kaiser versprochen; der Herzog wolle überhaupt nie etwas gegen die Eidgenossen unternehmen, sondern die Bündnisse mit ihnen redlich halten. Heimzubringen. I». Die Botschaft der Stadl Florenz »nd des Hauses de Medicis übergibt ihre Ereditivc und einen schriftlichen Vortrag, Was man hierin thun will, ist ans dem nächsten Tag zu erklären, I. Nachdem der Statthalter der Landvogtei im Thnrgan über die Kosten Bericht gegeben, die mit Wpsthans Marti des Landweibcls wegen anfgelausen, ist demselben befohlen, Echtere» zur Bezahlung anzuhalten; wenn er sich dessen weigert, so sollen die ans Pfingsten nach Frauenfeld gehenden Bote» Vollmacht erhalten, dafür zu sorgen, dast Kosten und Büsten bezahlt werden, k. Auf den Bericht desselben Statthalters, dast Hugo von Laudenberg die 2(10 Gl, Bnste nicht baar, sondern nnt Briefen bezahlen wolle, gibt man ihm Auftrag, das Geld von ihm einzuziehen; wenn sich derselbe widersetzt, so sollen''die ans Pfingsten abzuordnenden Boten auch hierin Vollmacht haben, I. Feder Bote kennt die von einer Frau und ihrem Sohne vorgebrachte Beschwerde über einen falschen Brief und Kundschaft vor dem Land' gericht im Thnrgan. Es ist denselben Boten befohlen, die Sache z» untersuchen, und ein gleicher Auftrag ist ihnen ertheilt in Sachen des Ammanns von An, „da sin widersächer sin kuntschaft für sächcr haben will," i»». 1. Der Gesandte des allerchristlichstcn Königs, nnsers treuen Bundesgenossen und Gevatters, Herr von Lamet, legt Briefe vor, die ihm der König zugesendet, und welche die Nachricht von dem Abzug und Unfall in Italien enthalten, woraus sich ergibt, dast alles wohl gegangen, sosern die Knechte geblieben wären. Daraus gibt der Gesandte zu bedenken, dast die Eidgenossen den erlittenen Schaden und die Schande sollten rächen helfen; der König wolle ihnen dabei »ach Kräften behülflich sein und begehre daher noch einmal ist im Lnccrncr Abschied durchgestrichen, nicht aber im Zürcher, Berner und lblnrncr. Zu 15,22, 1. Mai. Einern n» Zürich, Bern l». a. O.). Mitlhcilnng eines eben empfangene» Schreibens (Nachricht über das Ereigniß bei Bieoceak), und deßhalb Ansehung eines TagcS in Lnccrn auf Donstag nach des hl, Kreuzes !mg (8, Mai), der alle» Orten verkündet werde, dergleichen, dem letzten Abschied gemäß, der Florentiner Botschalt. ^linch^ A, eucirn, — K, A. Tulolhurn: kuc«m«r Lchtttbe» I, iBrrner voplc). Zu Hichcr gehöre» folgende Acten: l) 1522, 27, April (Sonntag vor Maitag). Jacob von Wippingcn, Landrichter zu Lauis, an llri. Anzeige daß „Kalgagno Nigon" von Parese drohe, die Landschaft Lnniö zu plündern und auszubrennen aus Befehl des Herzogs, Die Landleute wollen aber redlich Stand halten und ihr Bestes thun; cS möchte aber ein so starker Haufe kommen, daß er ihnen überlegen wäre. Bitte um Mitthcilung an die Eidgenossen, ?c. St. A ,Zürich: A. Vauis ((5opte aus Vuccrn). — K. A. Solschen: Vucerner Schreiben I. 2> 1522, 1, Mai (Philipp und Jacobi), llri an Lnccr». Den kürzlich von hier aus mitgetheilte» Missivcn, die (befahren für die Landschaften Mcndris und Lauis betreffend, habe man nicht viel (Klauben geschenkt nnd deßhalb die über Lauis heimgekehrten Knechte befragt und erfahren, daß etwas au der Sache sei; doch habe» die Laniscr (in (besprächen) selbst erklärt, sie bedürfe» keines „besonder»" ZnsatzcS, nnd sei es genug, wenn die Eidgenossen 2 3 tüchtige Männer schicke», »in das gemeine Volk anzuführen; wie die Dinge derzeit stehen, hofften sie den feinden stark genug zu sein. Hicuach möge Luceru, kraft der erhaltene» Aufträge, Handel» wie es für gut erachte. Nachschrift: Man bemerke, daß die Laniscr dem Bogt „merklich ficnd" seien und weder (blaubcn noch Hoffnung auf ihn setze»; darum haben sie sich gegen die llrncr erklärt wie oben. St. N. Lucern l Missiven. 3) 1522, 8. Mai. Jacob von Wippingcn, Landvogt zu Lauis, an Lnccrn. Der letzthin geschehene Abzug der eidg. Knechte habe die diesseitigen Landlcntc sehr erschreckt, da die Italiener drohe», die Landschaft zu plündern und einzunehmen. Auf ihr ernstliches Anrufen zeige er das eilig an, mit der Bitte, sofort einen Tag der XII Orte in Lucer» zu beschreiben, damit das arme Volk beförderlich getröstet und ein Zusatz oder andere Hülfe gesendet werde, ?c. 4> 1522, 2. Mai. Derselbe nnd die Vorsteher des Thnlcs Lauis an die Boten der XII Orte. Klagen über Drohungen und Bitte um schleunige Hülse. (Lateinisch). s> und <> «n> G>,«, MW«-», In Ii. 1) 1522, 8. Mai, l Uhr (li«rn prima), Zürich. Bcrnardinus EastcllariuS, florcntiuischcr Botschafter, an die cidg. (bcsnndtcn (in Lnccrn). Er habe heute in ziemlich vorgerückter Stunde (lwra üirtia tnrcka) das vom 1. d, M, datirtc Schreiben von Schultheiß und stiath in Lnccrn empfangen, das ihm anzcigc, daß er guf dem heute beginnenden Tage seine Vorträge anbringen könne, w. Da er dies so spät erfahrt, so könne er zu seinem größten Bedauern nicht mehr »ach Lurcrn gelangen; wenn aber die Boten erachten, daß er vor Schluß dieser Taglcistung noch erscheinen könne, so bitte er mn bezügliche Meldung nnd bestimmte Znfichcrung freien (bclcitS, ?c. St,A, rucinn ?l, r»»cimi>, 2> Vortrag der florentinischcn Botschaft. 1. Sic sei beauftragt, den Eidgenossen (blück und Wohlergehen zu wünschen nnd ihnen die Versicherung zu gebe», daß die Stadt Florenz nnd das Haus von Mcdicis alles Ihn» werden, um die Eidgenossen, ihre Verbündete», als gute Freunde sich zu erhalten; sie erbieten sich auch, nach Inhalt des Bündnisses, den dritten Thcil der Pension zu bezahlen, 2. Es sei bekannt, daß gegenwärtig zwei der mächtigsten 190 Mai 1522, Fürsten, der Kaiser und der König von Frankreich, einander in Italien feindlich gegenüber liegen; diese Zwietracht könnte der ganzen Christenheit verderblich werden, wenn nicht mit Gottes Hülfe eine Vermittlung zu Stande käme; denn schon rüsten sich die unseligen Türken wieder mit großer Macht, indem sie mit Wohlgefallen wahrgenommen, wie zwischen den zwei vornehmsten Beschirmern der Christenheit Uneinigkeit walte. Da nun eine Versöhnung nicht anders möglich würde als durch weise Mittel und guten Rath, so wende sich die Stadt Florenz, welcher wohl bekannt sei, in welch großem Ansehen die Eidgenossen stehen, und welche „besonders inbrünstige Liebe und Andacht" sie gegen die ganze Christenheit und namentlich zu den genannten zwei Fürsten haben, mit dem dringenden Gesuche an sie, daß sie alles aufbieten möchten, um den Frieden wieder herzustellen, wofür sie unaussprechliches Lob und Ehre in allen Landen und ewige Vergeltung von dem allmächtigen Gott erlangen würden. Die ganze Gemeinde von Florenz und das Haus de Medicis hegen zu ihren Verbündeten, den Eidgenossen, das größte Vertrauen, und darum erwarten sie von ihnen dieselbe Liebe und Freundschaft. 3. Dem Botschafter sei letzter Tage ein Geleit von Lucern aus zugeschickt worden, aber ohne ein freundschaftliches Schreiben, was ihm doch erwünscht gewesen wäre; zwar wisse er nicht, wie es die Eidgenossen hierin mit ihren Verbündeten halten; aber es gelte doch allgemein die Regel, daß ein Frennd dem andern seinen Willen offenbare, damit er wisse, was er zu hoffen oder zu fürchten habe; darum ersuche er die Eidgenossen dringend, ihre Absichten und ihren Willen kund zu thun, die sie gegen die Florentiner und das Haus de Medicis haben; denn es würde diese nicht wenig schmerzen, wenn sie dieser Hoffnung beraubt werden sollten; haben sie doch schon so große Summen Geldes an die Eidgenossen verthcilt, und werden sie es auch ferner gutwillig thun, damit die bisherige Liebe und Einigkeit unvergänglich fortbestehe. Er bitte nun, ihm ein freies sicheres Geleit zu geben, damit er durch die ganze Eidgenossenschaft wandeln, wohnen, gehen, stehen und wieder kommen dürfte, bei Tag und Nacht, thcils um die Pensionen jedem Orte zu bezahlen, theils um andere Geschäfte auszurichten, die au ihn kommen würden, wobei er immer der Eidgenossen Nutzen und Ruhm im Auge haben werde; dieses Gesuch stelle auch die ganze Gemeinde von Florenz und wünsche zugleich das Bündniß „weiter zu strecken", mit Erhöhung der Pension. Sollte der Fall sein, was er nicht hoffe, daß die Eidgenossen vermeinten, es würde vielleicht dieses Bündniß ihnen gegenüber nicht genau gehalten, so bitte er, ihm dieses mündlich oder schriftlich zu eröffnen, um sich entweder sogleich Z« verantworten oder es seiner Obrigkeit zu melden. St. A. Luc-rn: iu-erner Abschi-d- I,. r. 48 k. bis 1-0 b, und A. ToScnna. — St. A. ZiMcht A, Florenz. — K. A. Fr-iburg: Abschiede. Vd. l>0. Zu »n, 1. Hier sind folgende Acten zu beachten: 1) 1522, 2. Mai (des hl. Kreuz Abend). Uri au Lucern. Antwort auf das schriftlich geäußerte Erstaune» über den Abzug der Eidgenossen. Mau habe den jungen Vogt Muhcim, der eben von den Knechten gekommen, darüber befragt; „uf das redt er, daß er von Mariguan von jenen (inen?) zogen sye, und sigc der züg ga» Munschcn (Monza) zuo zogen, und sig das beschcchen uß Ursachen, daß sy dem gäld nochend, welches noch 1»° inen nit kommen was; mich wellend st) etivas zügs mit reisigen gegcm gäld schicken, damit man den knechten den sold geben müg; dann villicht etlich nach cmpfachuug des soldes hcimziechcn werden; ouch sye mau dargczogc», daß sy dem Küng mit sin, züg da warten sycn, daß er deß bas zuo inen kamen müg, dann sy der mcinig sigc», den züg da ze besamten und uf ein nüws, wclich knecht dienen ivcnd, widcrum anzcncmcn, und syg sölichcr nbzng nit beschcchen uß einicherlcy anderer ursach; ouch so sigcn die knecht all frisch und gesund" ... St. N. Lucern: Missiven. 2) 1522, 4. Mai, Turin. Bernabo Visconti (im Auftrag Lautrcc's) an König Franz. Bericht über die Schlacht bei Vicocca. (Copie aus französischer Canzlci). St. A. «, M°t>ä»d°.meg.- 3) 1522, 4. Mai, Lnccrn. Johann „Mcrmylouß" (Mcrvcillcur, sp. Wunderlich) an Herrn von Lawet- „Min Herr, in discr stund sind harkomcn zechen knecht von der Herrschaft von Bern lind ander, die selben gcsatz' haben, daß st syen abgcschciden uß dem seid von unfern listen, dem selben nach, als st haben die schlackst gctha" mit iren fyenden, und nämlich so Hab sich begeben, daß hüt acht tag, als die fycnd sycn gcsin in ircn schanzen, so st haben vor Mciland gemacht, sycn unser lüt gcsin zuo Montsche und haben sich in die selbe schanzen gcsüejst, und sye man inen sölichcr gestalt begegnet, daß vil lüt von beiden partyen sycn bclibcn, das nun ein großer sch^ ist, und besunder der unfern halb ; dann die geuampten zechen knecht haben gesagt, daß Albrccht vom Stein stst Mai 1522, UN bclibcn, auch Bcndicht, des schulthcißcn von Hcrtcnstei» s»n, des stattschribcrs sun, Hans zur Gilgen, die zivcn houptman von Swiz, Kerngcrter, aber von sinein gesellen weiß inan noch nützit gewiß, wiewol cS uml> in ei» zwifel ist, Erni von Winkclried und ander von Underwaldcn. Si haben auch gesagt, daß die fycnd haben verloren fünf zeichen, so unser lüt gcivnnncn; darzuo so söllc» si dehcin gcschüh, bnlvcr noch anders verloren haben, und haben sich wider hindcr sich gefüegt gan Montschc und haben gesagt, daß die Franzose» sich redlichen haben tragen an dem stürm, lind als von inen gefragt ist worden, waruinb si nit sycn bclibcn, haben si gesagt, daß si dehcin gelt haben gchcbt, und daß man einem des tags nit mer Hab wölken geben dann vier kleine brölli und ein buggal win, und also werden si in kurzem hie sin, und haben nit mer empfangen dann für sibcn wuchcn gelt. Die reisigen, auch unser tut sind zno Montsch in großer znl. Es sind bclibcn von Zug rrij man, und ist die nidcrlcgc beschechcn zwüschcn Mciland und Muntsch. . . Ich Hab rat gchebt von den Herren discr Statt, die so für den Kling sind, was ich thnon söllc; die haben mir gesagt, üch zno schribcn, wiewol si hoffen, daß ir komcn mit bessern nüwcn mären; aber ich undcrrichtcn üch, daß si bctrücbt »nd bckümbrct sind, und wnsscnd nit, ivaS si söllcn sagen; ^i sind undcrricht, daß die Franzosen dcß nit sind ein nrsach; dann si sind nllzit der mcinnng gewesen, nit zuo stürmen. ^ cn bottcn (»io), so ir geschickt haben von discr Statt von unscrn lütc» in das fcld, der soll MMN hie tili und blingen geivilsse mär", te. Si. A. Lern: A. Matländerlrirgr (Ueb ^rsttzungl. 4> 1522, 4, Mai, I <1 Uhr vor Mitternacht. (Dcisclbk NN Denselben). „Min Herr, in discr stund Hab ich empfangen von dem Kotten, so ir geschickt habe» von discr Statt, von Mciland diß paguct, von mincm Herren dem Grandmaistre, so üch ivpsc» uf üwcr bricf. Der schriftcn halb der houptlütcn von discr Statt harus geschickt, Hab ich von mincm Herren dein Schulthcssen nit mögen erfolgen, nß nrsach sins kummcrs, so er hat von sins snus wegen. Dero halb, darumb ich üch uf hüt gcschriben, die da umbkomen sind, ist die warhcit, und anderer halb, als ir hiennch werden hören; gott wöllc inen verziehen. Der bott hat mir gesagt, wo die Herren die Eidgnosscn hätten wällen gloubcn den Franzosen, es wäre nit also gangen; dann si sycn nach allem irrm vermögen darwidcr gesin, aber es habe nützit mögen helfe». Mi» Herren von discr Statt werde» morn hören die bricf, so der gcnnmpt bott gebracht hat, dcß ich üch, so vil mögliche» ist, ouch werden berichten . . .. Min Herr, es ist not, daß ir betrachten, wie ich mich halten söllc, und verkünden mir darumb üwcrn guotcn willen." St. A. Dem: A. MatlSnderkriege (wte N.K Neberschung au» der Verner Panzlei). Zu «. Der Vortrag über diesen Gegenstand findet sich in der Solothurncr Sammlung Band X und im Frcibnrgcr Abschiedbnnd 5K. Zu «>. 1522, IV. Mai sSnmstng vor Pankratii). Zürich an die cidg. Botschaften in 2ncern. Von den diesseitigen Boten vernehme man, daß einige Orte ihre Gesandten nach Ncucnbnrg geschickt haben, aber andere, vcrmuthlich weil der lag vergessen worden, nicht; da zu besorgen sei, daß etliche wieder heimkehren möchte», so bitte man, die Sache zu berathcn, und wenn alle Orte den Tag besuchen wollen, es umgehend anzuzeigen, damit man auch diesseits den Boten abfertigen könne. s,.?u»rn- MW»m. Schwyz. 1522, 18. Mai. Ttaat»ar«4,iv Arten Schwyz. „Als dann unser lieben Eidgnosscn von Zürich ratsbotten, jeh vor uns crschincn, habcnt begert, ine» schriftlich zno geben die artikel, wie wir uns der fürstcn »nd Herren entzogen und wir nns dcro müessigen wellint, haben! wir inen die gnoter nicinig nit verhalten wellen, snndcr inen die geben, ircn Herren das anzezeigen ?e., nnd sind dis die selben artikel ?c. „ Zum Dstcn so haben wicr snrkommcn und verbotten, wer der wäri, der für disen tag hin, so lang diser ufsnst wärt, von einichcin fröniden nßländisch'cn fürsten oder Herren, wer joch die wärint, geistlich oder weltlich, 192 Mm 1522. keine nsgeschlossen, nämi miet, gaben, Pensionen, schcnkinen, wie wans newcn soll oder es »amen haben mag, durch sich selbs, wib, kind oder durch jcmands anders, es war wenig oder vil, das; es an sinen nutz kann, es war in laufen oder verkaufen, all sünd und arglist, so jemands harwider möcht erdenken, usgeschlossen, welicher das nbersäch und nit hielt, und das »f in kundlich wnrd, der und die söllent vom landrccht sin »nd meiner nicr landtman werden, und ob einer ein ampt Helte von den landlüten, davon soll er auch gestoßen und meiner mcr darzno genomen werden, dann er onch nie.ner wer landn.an werden soll; darzno ein jctlichcr, so hieran übergangen Helte, soll zuo keinen eren meiner wer gebrucht werden. „Zum andern, ob je.nan übertretten hell an dem, wie obstat, und also abgestoßen und von, landsrccht kommen wäri, welicher sich dann undernämi und für eine,: bitten wellt oder riete, all die w.)l diser ufsatz 'värt, dz u.a.. dem übcrtretter verzige und in ividcr begnadete, der soll onch von stund an in obberüertc straf gefallen sin und auch also gehalten werden wie der, für den er gebetlen oder geraten hat, in zuo begnaden. „Hnm dritten, welicher do nctc in dem zil »nd zyt, so lang diser ufsatz .värt, dz man eisliche hilfliche vereinig mit eimchem ußlnndischen Herren, wer joch der wäri, machen sollt, der soll onch von stund an in obberüertc straf gefallen sin und also gehalten werden ivie obstat. „Zum siiuftcn (sie), so soll diser ufsatz wären und bestan zwänzig und fünf jar die nächsten nach dis lniess datiiin, und welicher i» der zyt, als hicvor gemeldet stat, riete, disen nfsatz hin n»d abzuothnon, der soll onch von stund an in obberüertc pcn und straf gefallen sin und onch also gehalten werden. »Zum sechsten, ob ncißwcr an im selbs und an unsern landlüten so verlassen sin ivellt und villicht im am landsrccht nit vil gelegen, onch siner eren nit schonen wellt, sundcr sich mit gelt crkonfcn ließe und sömlich fremd gelt in das land brächt und das ..»der uns heimlich..steilen wellt, Ivo mau des; innen wirt von jcn.a», und man Iii betrettcn möcht, zuo dein soll man gryfcn und richten zuo sim lib und leben, und soll man dise . satzung jarlich, so man die äuiptcr beseht, vor der gemeind verlesen ?c. Actum uf Sonntag Kantate A° ?c. rrij-'" 1. Obiges Datum bezieht sich vcrmulhlich auf die Fassung dieses Beschlusses; die Sendung von Ulrich erfolgte aber ivahrschcinlich bald nachher. " » > ^c..v..ng v... ^ 2. Das c-r.gmal trägt die Aufschrift: „Wie uuser Gidgnosscn von Schiviz peusioueu uud der Herren dienst verschworen und u.t e.u halb ,ar gehalten haben." (Bemerkung eines zeitgenössischen Schreibers von Zürich). «4. Weuenvnrg. 1522, 19. Mai f. (Montag vor Urban! f.). -.aa.-arci.iu Vuc.ru- Ac.cn N°».nburg. «.aa.-arN.i» Mir.c,.- Abschicdc. Bd.«. c. W2. ,schnd. MMdc.Samminna Bb o Nr 00. --.aat-c.rci.iu R-ru- Allgcm. eidg. Abschicdc. N. 7uo. Absch-idc ccina .law. „a»,u..«ar-i.iu Ras.,- Abschi.dc'c .,.7' «.a„»o»-bil>li°tli.e »r.iburn - Wrard. Sammlung. T. Iii. j.a..,°..«arcl,iv 2N.a,?I,a»s... - Abschicdc. ' ». Schon mehrmals ist der Antrag gestellt worden, den Thurm „zu Valtravers", der an Burgund grenzt, zu bauen, damit das Thal in Kriegszeiten beschützt .verde» könnte. Nun wird abgeredet, diesen Gegenstand heimzubringen und auf dem nächsten Tage zu Neuenbürg darüber Antwort zu geben. I». Heimzubringen das Begehren des Abtes von St. Andreas, die Kirchhöre und Pfarre zu Grissach zu freien. < . Da' etliche Wartstellen („wart") der tthorherrenpfründen zu Neuenbürg vergeben sind, und sich wieder Ginigc aus der (H.ge.iossc»schaf' um solche Stellen beworben haben, so ist heimzubringen, ob man ferner solche Aiiwartschaftcn vergeben 'volle Mai 1522 oder nicht Antwort (bei Gelegenheit). «I. Es geschieht ein Anzug, daß die Chorherren und Andere in der Grafschaft Neuenbürg Briefe zum Vorschein bringen, wonach sie Anisen, Gülten und liegende Güter ansprechen, die bei fünfzig oder hundert Iahren nie bezogen worden seien, und welche sie nun wieder beziehen wollen; die Pflichtigen glauben aber deren quitt und ledig zu sein und rufen dann» die Eidgenossen an. Auf dem nächsten rage zu Baden ist hierüber Antwort zu geben. «. Eine Botschaft aus Burgund zeigt an, es sei zwischen der Grafschaft und dem König von Frankreich des Herzogthnms Burgund wegen eine Ucbereinlunft berathen, sich gegenwärtig friedlich zu verhalten und ungehindert mit einander zu handeln und zu wandeln; wiewohl nun die Frau Margaretha dazu (zu deren Annahme) geneigt sei, so haben sie (die Räthe der Grafschaft) doch nichts annehmen und beschließen wollen ohne der Eidgenossen Wissen und Willen. Antwort: Man wünsche überall Frieden und Nuhe und willige also gern in die getroffene Abrede, f. Heimzubringen, wie man die Landvögte, wenn sie in eidgenössischen Geschäften reiten, entschädigen wolle, da hierüber »och nichts bestimmt ist, und auf der Iahrrechnung zu Baden Antwort zu gebe», ßx. Es ist dringlich heimzubringen, daß in Neuenbürg kein Prediger sei, der an Sonn und Festtagen das Evangelium verkünde, was man bei einem solchen Stift für unchristlich achtet. I». Den Vögten wird die Rechnung abgenommen und ihnen Korn und Wein „zu Geld geschlagen"; es bringt nach Abzug aller Unkosten auf jedes Ort 5K Kronen und 2 dicke Pfennige. I. 1521, 1!t. Mai. Spruch der Botschaften (in einem Streit unter denen von Neuenburg): Wenn die Vierundzwanzig des Nathes gewisser Geschäfte wegen die Vierzig zu sich berufen, und von den letzteren etliche ausbleiben, so soll dcßwcgen die Verhandlung nicht aufgeschoben, sondern die Sache mit der Mehrheit der Stimmen er ledigt werden. si.». B-m: Abscheid- «>»« <>»«o. Das Berner Ercmplar datirt gleichbedeutend Montag nach Cantate. Zu I. Es liegt nur eine spätere Abschrift, rcsp. ein Auszug von einem unbekannten Original-Actenstück vor, das mehrere Bestimmungen enthalten haben soll. «5. Lucern. 1522, 27. Mai f. (Dienstag vor der Auffahrt f.). Bue»rn! AH«. Abschied« «. I. k. NW Zwawaresiv ^iirsu,! Abschied,. Bd. «. s. >4» Twaweiresiv Rern! MI«, eidg. Abschied» r. p ?»«. Abscheide »In« ckoin. tianiontarestv Basel: Abschied» k. wo .Aantontaretitv ^retburg: Abschiede. Bd. b« iiianlondareslv ^ollieiwe» I Abschied«. Bd. Xl. iila»«o»«ar duiu»m«cki no»tro »aneto propo»ito «ins zzravi not», vo» gu> vindive» oevlv»ia»tiov lilivrtati» »empor eo aevvptum, eliri»tiani» populi» »alutaro vt nnbi» it» i Dratum vrit, ut non »olum I)ei bu:vlv»iam, »vd totam rvmpudlivam eirri»tianani a volii» liov tempore vt tanto in diavrimine voiwvrvntam »imu» iudivaturi, vt vum in ltalia j vrimu», guod prvpvdiem, vum iain paratam vl»»«vm liabeamu», I>eo dantv futurum »poramu», voln» pro talibu» ot tanti» vvidri» mvriti» guam maximu» potvrimu« Gratia« ^rati vt j mvmvro» rvkvrvmu», Mai 1522. US stiponclia, lionors», titnlon, smcilumsntu st ungumsntum clignitutis vonir-rs omnidus, noatriiz viriliu« st oonatilniA, uti per alia« no»tru« littsras vokis »igniti- s suvimuo, au^srs st sumnlurs pvrpotua stuäobimuo, st itu in tiäs upsstolisa st inviolnlnli vvrbo Uomun. 1'ont. promittimus. Dutum Oosurnuguatus sull unnulo piseutori» äis xxvij'» s ^prilis Ullxxiz», wwospti nri. psnt. oklloi) unns primo. s 1Io?.ius. St. A. Bern: Original. Schlechte Übersetzung eines gleichlautenden Breves d. d. Ib. April (Original fehlt) haben: St. A. Luccrn: A. Papst; St. A. Bern: N. Ausland III (Papst); K. A. Basel: Abschiede f. 1«4, L4C.; K. A. Freiburg; K. A. Solothurn (Absch. Bd. XI, XII); K. A. Schaffhauscn ((5orr.); Stadtarchiv St. Gallen. 2) 1522, 22. Mai. Jacob Helbling an die eidg. Boten in Lucern. In den lebten Tagen habe der neu erwählte Papst die Anwälte der Welser in Saragossa („nnser gcsellschaft d. W. a.") ersucht, ein Vrevc an genreine Eidgenossen zu bestellen; da sich dieselben („die unfern") anfänglich geweigert, etwas zu übernehmen, was den Eidgenossen vielleicht zuwider wäre, so habe-der Papst zu erkennen gegeben, daß nichts anderes in dem Breve stehe, als was Frieden und Versöhnung der Christenheit betreffe; darauf haben die Anwälte dasselbe ihm zugeschickt, und so bitte er nun, es ihn nicht entgelten zu lassen, wenn etwas Mißfälliges darin enthalten sein sollte, und wenn die Boten etwas darauf zu beantworten beschließen, sei er bereit, ihr Schreiben mit de» geringste» Kosten dem Papste zuzufertigen, w. S>,A, xum,,- Nr-»-». Zu «?. Hieher gehört ein nndatirter Vortrag der florentinischcn Botschaft, der das frühere Anbringen summarisch wiederholt und folgenden Abschnitt hinzufügt: „So ist üch wol wissend, daß ir »ach inhalt der verschribung schuldig und. verbunden sind, zuo halten die loblich püntnuß ein ganz jar nach abgang löblicher' gedächtnuß Leo mit denen von Florenz und mit dem hus von Medicis; (darum) erforderen und ermancnt st) die vorgenannten uf das aller trungcnlichst üch als die gctrüwen und lieben Eidgnossen, die allwegen trüw und eer gehalten Hand, daß ir wölkend schmal ansechen den großen unfrid italischer landen, ilends schicken Kotten mit briefsen) an den allercristenlichsten küng von Frankrich, zuo dein Herren von Lautrer („lauther"), auch zuo dem Herren Bastart von Savoy („Staffen"), die do sind Statthalter in »amen künklichcr Majestät in Mailand, mit welchen allen zuo verschaffen und sründlichen zuo handle», wie es seiner sich stiegen und schicken wurd, »ach gelegenheit der seltsamen löufen, daß sy indcnk (sin) und betrachten wölkten der pündnuß »nd alt(cn) Vereinbarung der statt Florenz, ouch des hus von Medicis mit der loblichen Eidgnoschaft der xiij Orten, und daß st) witcr ouch begriffen sind in der pündnuß, in vergangnem jar gemacht mit dem küng von Frankrich, und uß solichei» k. Vit., ouch die in Mciland in namen künglichcr Mt. sind, trülich und ernstlich crinanen, daß sy wöllcn verschaffen uß kraft vorgemelter verschribung, daß kein schaden weder an lib »och an guot antreffende ein statt von Florenz und (das) hus von Medicis, ouch in kein weg, wys noch gestakt verhängen wöllcn (mit) den ircn, daß da etwas, minder oder mer, gehandlet wurde wider sy, ouch sölichs geschribcn wurde üweren houptlütcn, die schmal sind in Meiland in namen k. Mt., minder oder mer, wie das inner lieb wysheit guot bcdunken wurde." St. A, Zürich: «. Florenz. — K. A. Soloihurn: Abschiede, Vd. XI — K. ». Schasshauscn: Abschiede. Zu I'. 1) 1522, 17. Mai (Samstag vor Cnntate). Luccrn an Schasfhausen (resp. an alle mit Frankreich verbündeten Orte). Der Herr von Lamet und der „Viseont" haben heute Morgen ihren Auftrag eröffnet, den Eidgenossen über den erlittenen Unfall zu klagen, den aber der König zu rächen begehre, weßhalb er der Vercinung gemäß «000 Knechte verlange; er rüste sich, mit 10,000 Mann persönlich aufzubrechen; der Admiral sei mit Stil) Glencn, 12,000 Fußknechten, 1000 Grabern und dem Geschüh aus dem Wege. Nun wünsche er dringend, daß die eidg. Knechte bis Ende dieses Monats gerüstet seien, und auf dem nächsten Tage der Ausbruch bewilligt werde, weil ihm sehr daran liege, den Zug (nach Mailand) zu thun, bevor die Früchte ab dem Lande „geflächt" werden könnten, während er ihn wohl für dies Jahr unterlassen oder weit größeren Schaden gewärtigen müßE, wenn jenes vorher geschähe. KanlonSorchiv Schoffhnusen: Korrespondenzen. 2) Antworten über des Königs Werbung um Knechte: Bern will entsprechen. Zürich wünscht, matt hät te keine Vereinung mit fremden Fürsten, will also bei dem Frieden bleiben, „mit vil worten". Uri verspricht weitere Antwort, wenn alle verdienten Sölde und zum mindesten die Hälfte der Kosten des Grafen von Arona abgetragen seien. S ch w y z will weder für einzelne Personen noch für das Land Pensionen nehmen, dem König keine Knechte geben und aller Fürsten und Herren müßig gehen. Obwalden würde, wen» es einhellig oder von der Mai 1522, 107 Mehrheit geschähe, die Vcrcinung halten, sofern die Knechte bezahlt werden; wenn aber „Artikel" vorhanden sind, durchweiche man der Vereinung loswerden möchte, will es gern dazu stimmen. Nidwaldcn hat keinen andern Befehl, als die Pensionen und de» Sold aus der Picardie zu fordern; den Franzosen wäre zu antworten, „was unser Nutzen sei." Zug fordert die Sölde von der Picardie und Mailand her und will nach deren Bezahlung auch „halten". GlaruS bringt die Sache heim. Basel will vorher bezahlt werden, im Ucbrigcn nur „losen". Freiburg ist bevollmächtigt zu handeln, was der Eidgenossenschaft nütze. Solothurn wie GlaruS. Schaff- Hausen hat Gewalt, wen» die Sölde und Pensionen bezahlt werden. Appenzell will die Sölde bezahlt sehe», dann mit andern Eidgenossen rathen und heimbringen. Mühl Hausen fordert die Sölde; übrigens werde eS sich den Eidgenossen anschließen. Sl, «, »«NI ZIllg-m, eidz, Ablchl-d», r, p. 7«»-7«7, n>, „, Tagsavung, — «, A, Schaslhous -N - Ablchi -d-, Zu ix. Vgl. Absch. 1S21, 21. Februar. ^a. Solothurn. 1522, 30. und 31. Mai. Kantonsarwt» solothurn! »bschi-d», Bd, Xl. Tag der vier Orte Bern, Sutern, Urs und Solothuni. In dem Span zwischen Burgerineifter und Rath von Laitderon und denen von Lignieres, der von kemeineii l^idgenossen ab dem letzten Tag zu Neuenbürg hieher gewiesen ist, hat man beide Parteien verhört "nd infolge dessen verabschiedet: Weil die von Lignieres meinen, sie haben in dem früheren Spruch nur des ^ennhauseg und nicht der andern Weidgänge oder Märchen halb zu handeln bewilligt, lind als man die Märchen stützt, sei von jhne„ Niemand dabei gewesen, auch ihre Kundschaften nicht verhört worden, so sollen, wenn es >lch so verhält, der Vandvogt zu Neuenbürg und die drei Städte, denen vormals die Sache befohlen gewesen, sich nochmals auf den streitigen Platz verfügen und die Parteien gütlich zu vereinbaren suchen; wenn aber solches '"cht gelänge, so bleibt das Recht an gebührenden Orten vorbehalten. Actum Freitag nach der Auffahrt; Siegel von -solothurn, I». Der Span zwischen dem Bischof von Basel, wegen seiner Unterthanen zu ..., und der Frau Glado sElaudia) von Vergie, Gräsin von Balendis, betreffend gewisse Waldmarchen, „Berge", Wunn und beiden, worin vor fahren der Decan von Mümpelgard als Obmann geurthcilt, und auf die Beschwerde des ^'schofs die Stadt Bern einen andern Spruch erlassen, den nun aber hinwidcr die Frau von Balendis nicht "nnehmbar findet, wird nochmals an Bern gewiesen, das ani vierzehnten Tag nach Johannis Baptistä (8. Juli) ikiii? Anwälte nach Neuenbürg schicken soll, um morndesi an Ort und Stelle die beidseitigen Klage» und Anliegen verhören und mit allem Fleiß für einen gütlichen Vergleich zu wirken; wenn aber die Parteien dazu nicht stutwillig wären, so sollen die Boten das Recht einleiten. Mittlerweile sollen der Bischof und die Gräsin die Fhrigen anhalten, nichts Unfreundliches gegen einander vorzunehmen, ?c. Geschehen Sanistag nach der Auffahrt, ?c. ^ Ginliche Unterhandlung zwischen dem Bischof von Basel und der Stadt Solothurn. Ein Abschied in der gewöhnlichen Form scheint zu fehlen. :> »nd I» sind getrennte Conceptc. Zu I». Der fehlende Ortsname ließ sich leider nicht ermitteln. Vgl. Nr. 28. Zu «». Eine Abschrift der vorgeschlagene» VergleichSartikel findet sich im Staatsarchiv Bern: Acten Zugewandte Orte, Bischof Basel. Wir lasten einen Auszug folgen: Zu freundlicher Beilegung der Mißverständnisse zwischen dem Bischof von Basel und der Stadt Solothurn haben die Boten von Bern, 1'ucern und Uri folgenden Vorschlag gemacht: I. Solothurn soll behalten das schloß Thierstein und die Kastvoglei Beinwyl mit den Dörfern Büsserach, Eriswyl, Hofstetten, beiden Beinwyl. Pantaleon, Nüglingen. der Mühle in Oerisbach und mit beuten, Bänncn, hohen und Niedern Gerichten. Juni 1522. Wmm, Weid, Holz und Feld, Wassern »nd Wasserläufen w. in den erwähnten Bezirken, auch Breitenbach und Grindel, jedoch an diesen Orten mit Vorbehalt der Rechte des Bischofs, was nach Nothdurft „versteint und vennarkt" werden soll, gegen der Herrschaft Pfeffingen, Zwingen, Laufen, Oelsberg und sonst, wo es nöthig erscheint, um billige Bezahlung, worüber sofort „gemuthmaßt" werden sollte, auch mit Vorbehalt aller geistlichen Obrigkeit des Bischofs, in der Meinung, daß die Leute um Geldschulden nicht gebannt werden dürfen, und daß die Eidgenossen des Kaisers Einwilligung erwirken. Was außer den genannten Gebieten liegt, sollen die von Solothurn in keiner Weise mehr anzusprechen haben. 2. Der Gotteshausleute halb ist bestimmt, daß die eigenen Leute bei dem Gotteshaus Beinwyl bleiben, aber an das Haus Pfeffingen jährlich zwei Frohntagwen leisten; die übrigen, die nicht hinter der Stift sitzen, sollen dessen entladen sein. 3. Die andern Eigenlcute betreffend ist es so zu halten, daß Solothurn seine Augehörigen, die hinter der Stift sitzen, auf Begehren des Bischofs austauschen soll; wenn Einzelne nicht zu „vergleichen" wären, so bliebe es ihrethalb bei dem Herkommen. 4. Wenn Eigenleute in eine andere Herrschaft ziehen, so sollen sie nichts desto weniger der alten Obrigkeit dienen und zugehören wie bisher. 5. (Der Handel) um Ettigen und Beinwyl soll ruhen bis zu der Losung laut der Briefe, zu welcher der Bischof von Basel und der Abt von Reichenau befugt sind; so lange sie solche unterlassen, bleiben jene Dörfer bei Solothurn, was in aller Form verbrieft werden soll. 6. Angenstein bleibt fürderhin bei Solothurn, jedoch dein Bischof und seinen Unterthanen der gewohnte Durchgang vorbehalten. 7. Klein-Lützel soll „auch" dein Bischof bleiben, weil es „ein Tausch an Bauern" ist. 8. Alle früher zwischen den beide» Parteien gemachten Verträge werden bestätigt. 9. Dem Abt von Beinwyl soll auch alles werden, was er außer den bezeichneten Märchen im Gebiet der Stift an Hölzern, eigenen Gütern, Zinsen und Gülten besitzt. 10. Solothuni soll auf alle seine Ansprüche an Pfeffingen völlig verzichten, und damit der Span in Güte vertragen sein. — Da die Parteien zu diesen Bestimmungen nicht sofort einwilligen, sondern sie heimbringen wollen, so hat man auf Sonntag nach St. Jacob (27. Juli) einen Rechtstag angesetzt, wo die VIII Orte darüber zu entscheiden hätten, wenn dieser freundliche Spruch nicht angenommen oder ein anderer Vergleich inzwischen getroffen würde. JlN Original folgt ein Auszug von b. St. A. Bern: Abschiede, r. 7S1—7SS. — K. A. Salaihum: Abschiede, Bd. Xl. Die Solothurner Abschrift hat den Titel: „Der letst Abscheid hie gemacht". 87. Stein a. Wh. 1522, 3. lind 4. Juni (Dienstag und Mittwoch nach Exaudi). Kantottsarchiv Dchaffhause»! Carrespondenzen. Johann, Abt zu St. Blasien auf dem Schmarzwald, uud Peter, Abt zu Kreuzlingen, mit ihren Zusätzen Haus von Bodman zu Bodman und Marx Röist, Burgermeister von Zürich, unterhandeln gütlich in dem Span zwischen dem Bischof von Constanz und der Stadt Schasfhausen. Es wird nun verabschiedet, daß der Bischof für seinen Anspruch auf die Vogtei und die hohen und nieder» Gerichte zu Hallan eine Summe Geld annehmen uud Schaffhauseu bei der Vogtei und den anhangenden Gerechtigkeiten könnte bleiben lassen, was ihm durch die hier gewesene» Räthe zu eröffne» ist. Will er in der Sache dieser Meinung gemäß weiter handeln lassen, st soll er es dein Abt zu St. Blasien anzeigen, der dann einen Tag ansetzen und die Erledigung des Handels befördern wird. Der»Herr von Constanz,n»d das Stift sollen (übrigens) bei ihren Zinsen, Zehnten, Gülte» und (dem) was sie kaufweise oder erblich an sich gebracht, sowie bei ihren eigenen Leuten bleiben. 1522, 28. Mai (Mittwoch Vigilia Asccnsiouis Domini), >st. Blasien. Abt Johann an Schaffhausen. I" dem Span zwischen dem Bischof von Constanz und der Stadt Sch. haben der Abt von Kreuzlingen und er die beide» Parteien freundlich ersucht, die Sache gütlich verhören und behandeln zu lassen; da nun darin willfahrt sei, so verkünden sie hiemit einen unverbindlichen Tag auf Montag nach Eraudi zu Stein, wo Schaffhausen seiR Rechtstitel vorlegen wolle, ze. Archiv Schaphausen: Carrespondenzen. Juni 1522, 199 88. Mailand. 1522, c. 10. Juni f. Unterhandlung einer Botschaft von zwei Orten, im Namen gemeiner Eidgenossenschaft (oder der XII Orte) mit dem Herzog von Mailand. Der in Abschied 91, Note s erwähnte Abschied ist leider nicht vorhanden, und auch sonst fehlen nähere Angaben, sodaß wir nur vermuthungsweise zur Ergänzung beiziehen können Nr 85 i, 89 g, b 7, 8 nebst Noten, i mit Note 1. 8S. Lucern. 1522, II. Juni f. (Mittwoch nach Pfingsten f.). Staatsarchiv «licern: Allg. Abschi-dc (Z. l. toi. 320. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abscheide r. p. 74S. 7bs. Abscheide SM» e de« Boten).. bracht", oder ähnlich. 200 Juni 1522. dm Handel zu verhören, daß er Einigen, die ans ein von ihm gegebenes Geleit hin junge Ziegen („gitzi") gekauft, dieselbe» trotz dem Geleit wieder weggenommen. K. Schwyz und Nidwaldeu stellen den Antrag, da nun das Herzogthum Mailand aus des Königs Händen gekommen, und dasselbe an das eidgenössische Gebiet stoße, dem Herzog und den Regenten in Mailand zu schreiben, sie möchten den Eidgenossen keinen Schaden zufügen, sondern ihnen feilen Kauf und anderes zukommen lassen. Man findet diesen Vorschlag in Betracht des dort erlittenen Schadens schimpflich und bedenklich, will ihn aber zu weiterer Berathnng heimbringen. I». Der französische Bote, Herr von Lamet, fordert Antwort auf das letzthin gestellte Begehren, dem König 6000 Knechte zur Wiedereroberung des Herzogthums Mailand und zur Rächung der beiden Theilen begegneten Schmach zu überlassen, und bittet, die Sache nicht länger aufzuschieben, da sie unsere Ehre berühre, zwei Heere des Königs bereit stehen und die Jahreszeit in verschiedener Hinsicht günstig sei, ?c. Obschon die Instructionen noch ungleich lauten, hat doch die Mehrheit folgendermaßen mit ihn, unterhandelt: 1. Er solle de» Knechten, die in Mailand und in der Picardie gedient, den Sold ausbezahlen. Lamet erwidert: Der König wolle, was er verheißen, treulich und redlich bezahlen; nur sei er jetzt in seinem Königreich und in Mailand so bedrängt, daß er um einen Aufschub bis St. Michelstag ansuchen müsse; vertraue man ihm darin nicht, so wolle er hinreichende Sicherheit geben; übrigens sei der Grandmaitre unterwegs, um die andern Sölde in Lucern auszuzahlen. 2. Der Graf von Aroua beklage sich neuerdings, daß ihn, die Feinde seine Lande, Häuser und Herrschaften weggenommen, was er des Königs und der Eidgenossen wegen erlitten; er vertraue aber auf beider Theile Hülfe und Rath; man ersuche nun den König, dem Grafen wieder zu seinem Eigenthum zu verhelfen. Antwort des Gesandten: Er habe hierüber keine Vollmacht, weil der König über diesen Handel noch nicht aufgeklärt sei; mau möge darüber an den König schreiben; das wolle er auch thuu, und erwarte dann gebührliche Autwort. 3. Die Eidgenossen seien gewarnt, daß die Feinde, sobald man den, König die geforderten Knechte bewillige, in die Plätze und Landschaften jenseit des Gebirges einfallen wollen; darum sei vor allen Dingen nothwendig, diese Gebiete stärker zu besetzen, und wünsche man nun zu vernehmen, ob der König die Besatzung besolden wolle. Auch sei das den, König geliehene Geschütz samt Pulver und Zubehör noch nicht ersetzt. Autwort: Die Zusätzer zu besolden, sei der König durch die Vereiuung nicht gebunden; doch möge man deßhalb dem König schreiben; er werde es auch thun und hoffe auf gute Antwort; ebenso das Geschütz betreffend. 4. Nach alledem wiederholt Herr von Lau,et das Ansuche», daß die Eidgenossen den König in seiner Roth nicht verlassen und der Vereinung nachleben, die deutlich sage, daß wenn der König eidgenössische Knechte bedürfe und fordere zur Beschirmung und Erhaltung seines Königreichs und des Herzogthums Mailand, man ihn, diese Hülfe unverzüglich und (zwar) in den nächste» zehn Tagen solle zukommen lassen. Er vertraue uns, seinen lieben Freunden und Gevattern, ganz und begehre zu seiner Verstärkung niemand denn uns. 3. Dagegen hat man endlich den Gesandten gefragt, ob der König, wenn man ihm die Knechte sende, auch so weit mit Geld „verfaßt" sei, daß nicht wie früher Irrung entstehe. Er antwortet, das sei keine», Zweifel unterworfen; die Knechte sollen von Monat zu Monat ehrlich bezahlt werden. Es sollen aber auch die Knechte die Vereinung recht verstehen und nicht, wenn sie drei Monate gedient, einen Aufbruch inachen und heimziehen, sondern im Dienste verharren, so lange der Krieg daure, außer wenn die Eidgenossen selbst in einen Krieg geriethen, oder einige krank würden, zc. Die Eidgenossen sollen bedenken, wie schimpflich und schädlich es für den König wäre, wenn sie ihn verließen, aber nicht minder schmählich für sie selbst; sie sollen auch überzeugt sein, daß der König, wenn sie irgendwo seiner Hülfe bedürften, ihnen laut der Vereinung mit Geld, Geschütz und Reisigen zu Hülfe kommen würde. 6. Heimzubringen, um sich mit Vollmacht zu einer endlichen Antwort zu vereinigen auf dem nächsten Tag, der wegen der Dringlichkeit der Sache Juni >1522, 201 auf Montag nach dem Fronleichnamstag (23. Juni) nach Lucern augesetzt ist. 7. Inzwischen soll jedes Ort, das an den ennetbirgischen Herrschaften Theil hat, 5V Mann für Lanis und 4 Mann für Luggarns ausrüsten und bereit halten, um den gedrehten Angriffen zuvorzukommen. 8. Des Grafen von Arona Botschaft wird gefragt, ob er Knechte begehre in seinem Sold; er erwidert, er wolle das heimberichten; jedenfalls könne er sie nicht so gut besolden wie der König. 9. Zürich wird schriftlich eingeladen, wie die andern Orte eine Anzahl Knechte bereit zu halten. I. Nach Beschluß dieses Tages langt ein Schreiben von Anton Gerwer ein, des Inhalts, daß der Herzog (von Mailand) einen Trompeter nach Vigogna und Domo gesendet, um diese Plätze Zu seinen Händen zu fordern. Infolge dessen hat man Wallis beauftragt, darauf Acht zu haben und im Nothfall eine Besatzung dahin zu verordnen, damit die Plätze nicht aus der Eidgenossen Händen kommen. Ii.» 1522, 11. Juni (Mittwoch nach Pfingsten), Lucern. Die Boten der zwölf Orte schreiben an Zürich, „linder anderm in üwerm schriben, den landschriber zuo Frowcnfeld berüercnd, (habend) wir vermerkt (sie), und ^'»f so haben wir angsehen ein(en) nnpartyschen und darzuo verordnet den stattschriber von Baden, im (ouch) eignem Kotten geschriben, nngczwifelt, der ivirt von stund an sich gen Frowenfeld verstiegen." (Vgl. die Note und den folgenden Abschied). St. A. Zari-hi «. Thurg-u. I» 1522, 10. Juni, Zürich. Bernardinns Castellarius, florentinischer Gesandter, an die eidg. Boten in Acern. Bitte um schriftliche Zufertignng der ihm auf dem letzten Tage erthciltcn Antwort, zur Rechtfertigung seinen Herren, da er beförderlich die Rückreise antreten werde. St. A. km-m: A. T°sc-«,a. IN. 1522, 14. Juni (Samstag vor Trinitatis). Bern an Venner Jsenschmid, Bote in Lucern. Auftrag ^sur zn wirken, daß die Boten der Grafschaft Burgund vor gemeinen Eidgenossen gutes Gehör finde, und daß Zugriffe des Königs auf jene verwandte Landschaft verhütet werden, in Betracht der Vortheile, die man dorther zc. Sj. A. Bm, . Zeutsch Misstvm v. k. b? t>. «I fehlt im Berner, Schwyzer, Basler, Freiburger, Solothnrner und Schaffhauser Exemplar. Der Appenzeller Abschied hat nur :» —«', <>, l°. Zu »I, 1. Ueber dieses unbekannte Geschäft finden sich keine Aufzeichnungen vor; oder ist dabei an l> 9 Zu denken? Den Tag der Verhandlung in Zürich nebst einer Antwort zu «12 gibt die folgende Missive an: 1522, 26. Juni (Joh. und Pauli). Zürich an gemeine eidg. Botschaften in Lneern. Das durch Seckelmeister Jörg von Zug an den kleinen Rath gebrachte Ansinnen, etliche Knechte, die „nächstmals" bei den Knechten von andern Orten in Mailand gewesen, wieder zn begnadigen, habe man heute (vor dem großen Rath) verhört. Man würde in allen möglichen Dingen gerne willfahren; aber weil man mehr als einmal bei Ehre, Leib und Gut verboten, zn irgend einem Fürsten oder Herrn zn ziehen, finde man ans vielen wichtigen Gründen des Gehorsams wegen nicht gcrathen, die weggelaufenen Knechte straflos zu lassen, werde daher in der Sache weiter handeln und jeden nach seinem Verdienen bestrafen. Die Eidgenossen können selbst einsehen, wie nachtheilig es ^er Obrigkeit wäre, wenn sie so „schimpflich" verführe, und ivic die bisher Gehorsamen! dadurch auch zum Ungehorsam verleitet würden . . . St.«. L»c-r»! Misstvm. Zu A-. 1522, 8. Juni (Pfingsttag), „ein stund vor mittag". Thomas Schmid von Solothurn, Landvogt Zu Luggarus, an die Boten der XII Orte in Lneern. Gestern habe ein spanischer Furier zn Bolnnz (Pallanza) uuf dem Markt den Leuten von Lnggaris und Aseona ein belndenes Schiff weggenommen und es mit Gewalt "ach Arona geführt, mit Hülfe von Knechten in des Herzogs Dienst, die er zu Bolanz unterhalte; das sei in der Ktzten Woche auf dem Langensee außerdem zweimal geschehen. Darüber beklagen sich die Leute sehr, da sie nicht wissen, woran sie seien. Die Herren wissen, mit was „Macht" er hier sei; das Volk sei wohl fromm, aber „zu der Wehre" nicht gut; daher mögen sie bedenken, wie sie solche Angriffe abstellen; denn es stehe zu besorgen, ^uß man an „ihnen" keine Nachbaren habe, wie der Graf von Arona gewesen. Er bitte daher um Bescheid, 26 202 Juni 1522. was er thun solle; wenn „sie" kommen, so wolle er sie jedenfalls dergestalt willkommen heißen, daß sie sich darüber nicht freuen dürfen ... St. A. Luc»»: Mpsiven. Zu Ii, 1. 1522, 2. Juni (Montag vor Pfingsten). Landvogt und Rath der Grafschaft Toggenburg an die cidg. Boten in Lucern. Empfehlungsbrief für Hans Müller, der den letzten Zug in französischem Dienste mitgemacht, damit er die ihm zugesagte, aber nicht geleistete Besoldung erhalte, ?c. St.«. Luc-m: A. G>aubü»d-n. Zu Ii, 8. 1) 1522, 5. Juni. Bern an Graf Ludwig von Arona. Antwort auf seine Klageschrift über die Gefahr, in die er gekommen. Man empfinde darüber großes Bedauern, habe aber, weil die Sache gemeine Eidgenossen berühre, die Beschwerde auf den nächstens in Lucern zu haltenden Tag verwiesen, um da gemeinsam Z» berathen, wie Hülfe geschafft werden könnte. St. A. Bern: ratet». MW»-», i.es». 2) 1522, 8. Juni, Locarno. Ludovico Borromeo (Graf von Arona) an die eidg. Botschaften in Lucern. Klage über die von Mailand ans gegen ihn eingeleiteten Erecutionen, die auf seinen Ruin abzielen, und Erörterung der Pflicht der Eidgenossen, ihm dagegen beizustehen, w. Creditiv für Petro Mantello. St. A. Lucern (Italien. Original). Zu Ii, 9. 1) 1522, 13. Juni (Freitag vor Trinitatis), Lucern. Die Boten gemeiner Eidgenossen an Zürich' 1. „Uf disem tag sind uns von Lowerts und Luggnris Warnungen von unfern vögten und botten, so setz da innen, zuokonnnen, die inhaltend, daß der Herzog von Bar, setz in Meiland, alle die landschaften, so zuo dem HerzogthuM gehörcnt, innemen wölke, und diser kurz vergangner tagen desselben Herzogen lüt by den vier schiffen, so uf einen merkt gefaren warent, am wider heimfaren lüt und guot und alles, so darinnen gsin, uf dem Langcnsee genonie» und hinweg gfüert und sich uf dem selben see mit schiffen, gschütz und andcrm merklichen rüstcnt, und daby uns geschriben, wo wir Eidgnosscn nit harzno thüegcnt, zuo besorgen sig, die armen lüt und landschaften, so »M' ennet dem gebirg habent, von unfern spenden überfallen und merkliche» schaden empfachcn wurdcnt. Zuo dem mügent ir wol ermessen, wo sölich platz sölltend ingenomen werden, was schadens unS (cb wir die wider crobertend) beschechen möcht. Darum (haben) wir uf disem tag einhclliklich angsechen, ein zuosatz hinin gen Lowis und Luggarls zno ordnen, nämlich von denen Orten, so teil an den obgemelten landschaften haben, von jedem Ort fünfzig man» gen Lowerts und vier mann gen Lnggaris verordnet, die sich in mittler zit rüsten söllent". . . Begehren an Zürich, seinen Thcil bis auf weitern Bericht auch bereit zu halten. 2. Anzeige von der Verhandlung mit dem Boten des Grafen von Arona, mit dem Ersuchen, ihm in dem Fall, daß er auf dem nächsten Tage (Datum) Knechte begehrte, solche auch von Zürich ans zulaufen zu lassen. St. A. Zürich: A. Enn-tbtrg. V°gt->-»- 2) 1522, 18. Juni (U. Hergotts Abend). Zürich an die Boten gemeiner Eidgenossen in Lucern. Antivor! auf ihr Schreiben ab dem letzten Tage, betreffend den Zusatz nach Lauis :c. 1. Weil aber die Briefe von dem Kaiser und dem Herzog guten Willen zu freundlicher Nachbarschaft zu erkennen geben, scheine nicht nöthig, derzeit Besatzungen (dahin) zu verordnen, und bitte man, für einmal solche zurückzubehalten, weil bekanntlich solche Zusätze den Gcgcntheil reizen, sich auch zu rüsten, und daraus leicht ein Anlaß zu Unruhen werde. Zudem reiten jetzt die eidg. Boten nach Lauis und Luggarus auf die Jahrrechnung; denen könnte man befehlen, wenn von Seiten der> Mailänder etwas Feindliches vorginge, zu dem Herzog zu reisen und auf Erhaltung des Friedens hinzuwirke», und im Fall der Gefahr den Obrigkeiten eilends Nachricht zu geben; so sei die diesseitige Botschaft instruirt man hoffe übrigens, daß den Eidgenossen weder dort noch anderwärts Ursache (zur Gegenwehr) gegeben werde, 2. Die Werbung für den Grafen von Arona betreffend wissen die andern Orte, daß Zürich bisher stillgesessen u»b den Seinen bei den schwersten Strafen verboten, jemandem zuzulaufen; dabei bleibe man und hoffe nicht >»^si beunruhigt zu werden; man sei aber geneigt, dem Grafen durch gütliche Verwendung bei dein Herzog zu helfe»' und glaube, daß ihm damit besser geholfen werde, als mit andern Mitteln. Man habe diesen Tag nicht besucht weil das empfangene Schreiben nichts davon sage, und gebe deßhalb die Antwort schriftlich . . . „Dann m^ wir wüßtint, daß unser Eidgnoschnft zuo lob, ere, ruow, ufenthalt und guotem möcht erschießen und reichen, deß wärint wir willig und geneigt, weißt gott der allmächtig, der üch und uns in sincr huot Hab." St. A. Lucern: Missiven. Zu l. Hieher ziehen wir folgende Actenstücke: 1) 1522, 6. Juni. Der Herzog von Mailand an Stampa. 1. Vertheidigung gegen den Grafen Arona. Er erzählt, warum er denselben als Feind behandeln müsse; den Eidgenossen sei nun vorzustellen, ^ Juni 1522, 20 der Graf alle Pflichten gegen seinen Lehensherrn verletzt habe; der Herzog wünsche nichts ernstlicher, als der Eidgenossen Freundschaft zu genießen, öbwol sie einen Theil seiner Erblande an sich gezogen haben, 2. Zwei Boten der XII Orte haben mit Anton von Leyva zu unterhandeln begert und dafür Geleit erhalten; der Herzog gedenke sie freundlich zu empfangen und ihnen seine guten Absichten zu beweisen, wenn sie zu ihm kommen. In zwei Tagen solle ein anderer Läufer abgehen mit neuen Instructionen für Stampa. St. A. Zürich: A. Mailand. Tschud. Docum.-Sammlung, Bd. VIII. Nr. 48. — St. A. Bern: A. Zürich I. 2) 1522, 14. Juni (Samstag vor Viti und Modesti). Zürich an Bern, Lucern (und andere Orte). Mittheilung von heute empfangeneu Schriften, die dem Herrn Franz Stampa von dem Herzog (von Mailand) zugekommen, in deutscher llebersetzung ... St, A. Bern: A. Zürich I, — St,A, Luc-m: Misswen. Zu Ii. 1522, 4. Juni (Mittwoch vor Pfingsten). Zürich NN die eidg. Rathsbotschaften in Lucern. 1. Nachdem man den letzten Abschied und den Bericht der Gesandten verhört, habe man nicht für nöthig erachtet, eine Botschaft auf diesen Tag zu senden. Nichts desto weniger theile mau hiebet die von den Regenten des Herzogthums Würtem- berg eingegangene Missivc mit, in der man eine „friedliche ehrbare Meinung" finde ... 2. Da die nach Frauenfeld abzuordnende Botschaft in einer Sache zu handeln habe, worin der dortige Landschreiber Partei sei, und man doch eines Schreibers bedürfe, so möchte man rathen, einen andern zu nehmen, von Lucern oder Zürich, worüber man umgehenden schriftlichen Bescheid erbitte. S,, A, euc-r»: MW»-,.. Die erwähnte Zuschrift des Regiments in Stuttgart scheint verloren zu sei». Zu I. Aus der im Texte angeführten Missive lassen wir die bemerkenswertheste Stelle hier folgen: »Doleo oniiu suprumodum guod all muA»^ gs potmos d. v. venire von possim st pruesentiulitor bos olkestus kuoers, «um lloo moxims unimo mso sutiskusorst; sed postguum kosdsris striotissimu vinoulu, guuv jzgtmas ,1. V. et illos dowiuos msos simul ligant, st virtus sulvi souduotus mibi oonosssi sssurum Mo rsääors non possuut, ut upsrts coguovi, äum rsäirem äs dietu proximiori prustsrita, bio ilzidsm eslöbratu all lurregum, non uudoo umplius eus udire, ns minus lioits et iususto guid mal! mild svsnirst prout in llivto roäitu svouisset in domiuio Auobsnsium, nisi aliguuli iudustriu vslooibus pussibus ms extra, dictum llowinium roospissom, et prokooto lluiusmodi male respondont tids!, amori st observuntius dominorum Moorum erAa liano inolitam nationsm. RoZo st obsssro msA«»» et potmas d. v., ut Providers dignentur, guod guan(do) rsvertar ad gas, possim seeura. msnts apud illas ssss; scio onim guod bllvstii, guibus aontigit irs 1'Iorcntiam vsl super sius dominio, non babont causam potendi salvos conductu« st sunt gratlosissimo vis! öt rooepti. Valoant, SSt. St. A. Luccrn: A. ToScana sli>. U-berschu»g>. Arauenfeld. 1522) l2. Juni f. (Donstag nach dem hl. Pfingsttag f.). Lucerg: Allg. Abschiede, o. l. k. 333. Staatsarchiv Zürich : Abschiede, Bd. 8, k. 158. Tschad. Abschiedc-Sanlmluag, Bd. ü, Nr. 63. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, 5'. p. 757. KantonSbibliothek ^reiburg: Giraid. Sammlung, T.III. Ka»»to»»Sarchiv Tolothurn: Abschiede, Bd. XI. ^ag der X Orte. — (Es liegen zwei Abschiede vor, die einander ergänzen und nichts gemein haben; der ^veite betrifft hauptsächlich die Constitution des Landgerichts u. dgl. Wir ziehen die beiden in der Reihenfolge ^ ^tikel zusammen und lassen sie im übrigen selbständig auftreten). ^ ^ Hans Lienhard von Rischach bringt vor, er habe das Schloß Neuenburg (im Thurgau) von Hng ^'^rich Landenberg erkauft, und bittet, ihn als Landsaßcn anzunehmen; er wolle dafür mit Leib und Gut Eidgenossen halten. I». Hans Stierli und Lienhard Schmutz, Burger zu Frauenfeld, verantworten sich ^ chren Auszug nach der Picardie dergestalt, daß man sie für entschuldigt hält. «. Man hat einen Nach- 204 Juni 1522, richter angenommen, dem man, wie seinen» Vorgänger, einen halben Gulden per Woche Lohn gibt; dazu soll er noch die Weide des Flözeramts benutzen können, sofern das den Eidgenossen gefällt s?„gefallen ist"). <>. Der Abt von Kreuzlingen meldet, es sei ihn» von dem Kaiser oder dessen Regenten ein Mandat zugekommen, innert nenn Tagen 00 Gl. nach Nürnberg oder Frankfurt zu senden; im Fall der Unterlassnng sei er zu einer Buße von 4 Mark löthigen Goldes verfällt. Da er durch Kriege und init dem Kamniergericht ii» großen Schaden gekommen und glaube, wie Andere in der Eidgenossenschaft durch dei» Vertrag von Basel von dem Kamniergericht und dergleichen Mandate!» befreit zu sein, so bitte er hierin um Rath. Heimzubringen, um auf dem nächsten Tage Antwort zu geben, v. Gemäß dem Schreiben ab dem Tag zu Lucern hat der Landvogt samt ander» Boten mit dcni Bischof von Consta»; des Schlosses Gottlieben wegen unterhandelt, wie jeder Bote zu berichten weiß. L, Der Bote von Zürich hat die Klage heimzubringen, daß sich seine Zusätzer in Gottlieben ungeschickt („unwesenlich") halten mit Trinken und andern Dingen, woraus zuletzt Todschläge („ein erstochen leben werden", ?c.) oder gar ein Schaden für die Eidgenossenschaft entspringen möchten; Zürich soll „einen" andern Knecht dahin verordnen. II. Frauenfeld. 1522, 14. Juni (Samstag vor Corporis Christi). Staatsarchiv Lucern: Mg. Abschiede, 6. 1. k. 332, 334. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 8, 5.160. Tschud. Abschiede-Hammlung, Bd. b, Nr. 66. Kantonsbibliothek Freiburg: Girard. Sammlung, T .III. Kantonöarchiv Solothurn: Abschiede, Bd. XI. K. Auf den Antrag, daß man nicht alle Landgerichte zu Frauenfeld abhalten, sondern dem Landvogt überlassen »volle, sie da zu halten, wo er es gut findet, ist erkannt, da nicht alle Orte gleicher Meinung sind, es solle beim Alten bleiben. Doch will man die Sache nochmals heimbringen und auf der Jahrrechnung Zd Baden Antwort geben. I». Während die Stadt Frauenfeld bisher sechs und die Grafschaft auch sechs Richter in das Landgericht gegeben, ist nun beschlossen, Frauenfcld solle künftig nur noch vier, die Grafschaft aber acht Richter geben. Der Landvogt ist demzufolge bevollmächtigt, zwei von der Stadt Franenfeld zu entlassen und dafür zwei von den Edlen in der Grafschaft ai» ihre Stelle zu setzen. Heimznbringen und auf dem TagZ» Baden Autwort zu geben, ob man es also halten ivolle oder nicht. I. Es wird abgeredet, daß der Landvogt, wenn ein Blntgericht gehalten werden soll, Vollmacht habe, zwölf ehrbare Männer zu den zwölf Landrichter» zu nehmen, von der Stadt oder von der Landschaft, nach seinem Gutdünken. It. Da die von Fraueufeld auch Ausbnrger von der Landschaft annehmen, und wenn dieselben gegen den Landvogt oder andere Personen Streitigkeiten vor Gericht haben, denselben mit Rath und Beiständern helfen, so haben die Boten beschlossen, ihnen Zw»r die Freiheit, Bürger anzunehmen, zu lassen; doch sollen sie denselben vor Gericht nicht in solcher Weise behillflich sein und keine Beistände»' geben, außer Verwandte, die einander zu erben und zu rächen haben. Auch darüber ist in Baden Antwort zu geben. I. Der Laudschreiber zu Frauenfeld hat bisher der Eidgenossen Siegel bc> seinen Händen gehabt und dafür jährlich 10 Gl. entrichtet. Da man aber glaubt, daß es viel mehr ertragt und der Landschreiber sonst ein großes Einkommen habe („ufhebe"), und zudem die Verwahrung des Siegels nicht wohl ihm gebühre, so wird beschlossen, es solle der Landvogt dasselbe zu Händen nehmen und der Landschreiber Briefe bei ihm besiegeln. Die davon herrührenden Einnahmen soll der Landvogt in eine Büchse sammeln u»d diese bei der Rechnung den Eidgenossen abliefern, damit man sehe, wie viel es einträgt. Heimzubringen n»b auf dem Tag zu Baden darüber Antwort zu geben, i». Vogt Stocker von Zug zeigt an: Als er das Mal Landvogt im Thurgau gewesen, habe die Stadt Frauenfeld den dritten Theil der innert der Stadtina»ck verfalleneu Bußen bezogen; als er aber zum zweiten Mal Vogt gewesen, habe sie die Hälfte genommen, in ^ Juni 1522, 205 ^tadt und davor, soweit ihr „Faden" ging. Darauf hat man verfügt, sie solle fortan nnr auf den dritten Thcil der innert den Mauern verfallenen Bußen Anspruch haben. Heimzubringen und auf der Jahrrechnung zu Baden Zu antworten, ob man es also halten wolle oder nicht. >». Es ist vermeint worden, daß nicht mehr nöthig ivare, einen Landammann zu haben, indem der Landvogt zu Frauenfeld wohne und dessen Geschäfte wohl besorgen könnte. Man hat es aber bei der alten Hebung bleiben lassen, indem die meisten Boten hierüber keine Vollmacht haben. Doch wird der gegenwärtige Landammann ernstlich ermahnt, in Zukunft mehr der Eidenossen Willen "achzukommen und dem Landvogt nicht zuwider zu sein. l, aus dem Zürcher Abschied, fehlt nebst im Verner, Freiburger »ud Solothuruer. St Solothmn. 1622, 15. Juni (Dienstag nach Trinitatis). Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, r. x. 78S, 78«. Kantousarchiv Solothurii: Abschiede, Vd. XI. Rathsbuch X, 27l. l- Gesandte von Bern — Bartholomäus May und Konrad Vogt — bezeugen das Bedauern ihrer Herren über die Schwierigkeiten in dem Span wegen Thierstein ec., die auf dem letzten Tage zu Solothnrn einen endlichen Ausgleich verhindert haben, zumal es an Wenigem fehle; sie wünschen zu wissen, was Solothnrn weiter begehre, "ud hossx„ dann ein freundliches Verständnis; erzielen zu können. 2. Dieses Anbringen wird bestens verdankt, k"wie der Eifer, den Bern bisher in der Sache bewiesen, belobt und alsdann eröffnet, daß man auf Hintersich- ^"ugen an den großen Rath die Rechte an Pfeffingen, Lützel und Brndcrholz aufgeben wolle, wenn man dagegen ^ Hälfte der nieder» Gerichte zu Breitenbach und Grindel, die Pfandschaft zu Ettingen und Bettwyl samt ugenslch, behalte, und in der Schützung des Geldes, womit die Herrschaften beladen sind, die Nutzung vcran- "k ugt werde, welche die der Stift zufallenden Stücke ertragen. Das Nähere wissen die Gesandten wohl anzugeben. Dieser Abschied ist in der Berner Sammlung ohne Titel und Datum dem bezüglichen Spruch der drei Drte (Nr. 86 N. o) augehängt. Das Datum ergibt sich aus der Aufzeichnung im Solothuruer Rathsbuch, deren Redaction zwar in einigen Pnncten von dem Abschied abweicht; es kommen jedoch derartige und weit bedeutendere Abweichungen auch anderwärts vor. Zudem läßt sich keine andere Zwischcnvcrhandlung constatiren. (Vgl. Nr. 92 i N.). k^ur zur Ergänzung des Tertcs fügen wir aus dem Nathsbnch den Schlußsatz bei: „Und darzuo, dicwyl die plätz, so dem bischof werden, und dcro sich min Herren entzychen, eben vil, und die andren, so minen Herren wcrdcnt („beredt"), ganz wenig ertragen, daß sölichs in der muotmaßung und schatznng angescchen und min Herren nach gcstalt desselben zuo bedenken" (sie). ST. Lucern. 1522, 24. Juni s. (Johannis Baptistä f.). Staatsarchiv vilcern : Allgemeine Abschiede, <1. I. I. ssb. Staatsarchiv Zürich! Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. S. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiebe, 'I'. p. 78b. 807. Abscheide »Ina llnto. Kaiitonsarchiv Basel: Abschiede, k. w->. antonsarchiv Xreiburg : Abschiede, Bd. b«. Kantousarchiv Solothnrn ! Abschiede, Bd. XI. Kantousarchiv Schafflianscn: Abschiede. Gesandte: Bern. (Caspar von Mülinen). Freibürg. (Hans Ammann). — (Die andern unbekannt). Der Landschreiber von Nidwalden berichtet in Betreff Hauptmann Schcrer's, der lange in päpstlichen "Pen gewesen, wie einige. Knechte von ihm ausgesagt, er habe sich in den letzten Feldzügen gegen die Eid- Juni 1522, genossen in Worten nnd Werken unschicklich gehalten w. Er begehre nun die Verleumder zu kennen und wolle ihnen rechtlich Rede stehen in Nidwalden, Da aber einige Boten billiger finden, daß er die Frevler da belange, wo sie wohnen, indem das so Landesbrauch sei, so will man die Sache heimbringen, I». Basel, Schaffhansen, die Acbte von St. Gallen und Krcuzlingen und die Stadt Mühlhausen beschweren sich über einige von dein Kaiser nnd den Reichsständen an sie erlassene Mandate, welche ihnen Steuern auferlegen und mit Strafen drohen. Jedem Ort wird eine Abschrift des fraglichen Mandates mitgetheilt, damit man die Boten auf den Tag zu Baden instruiren könne, wie man sich darin verhalten wolle. Dann will man dem Kaiser und den Reichsständen schreiben, da man wohl sieht, daß dieses Ansinnen ein Vorwand („ein reizung und stupsen") künftigen Krieges, nnd es darauf abgesehen sei, die Eidgenossen von ihren Bräuchen und alten Freiheiten zu drängen, v. Heimzubringen, wie man es künftig der Bergwerke („der ärz") halb im Oberland halten will. »I. Beschwerde einiger Knechte, welche in päpstlichen und florentinischen Diensten gewesen, daß ihnen der verdiente Sold nicht entrichtet worden, und Begehren, ihnen zur Bezahlung zu verhelfen oder zu erlauben, florentinischcs Gut, wo sie es finden, festzuhalten. Heimzubringen. «. Hans Escher von Zürich begehrt im Namen Stampa's, demselben auf den nächsten Tag Geleit zu geben, damit er seinen Auftrag von dem Herzog von Bar ausrichten könne. Da die Boten hiezu keine Vollmacht haben, und zu besorgen steht, daß das Geleit, wenn ihm auch solches gegeben würde, vielleicht doch von denen nicht gehalten würde, die in Mailand die Ihrigen verloren, so hat man dieses Anbringen in den Abschied genommen. Lucern gibt (jetzt schon) die bestimmte Erklärung, daß es diesem Stampa in seinem Gebiete kein Geleit bewilligen werde, t. 1. Das Hauptgeschäft bildet das Begehren des Königs von Frankreich, ihn' 600(1 Mann zu geben, um die in Mailand erlittene Schmach zu rächen. Auch jetzt sind die -Ansichten, wie die abschriftlich jedem Boten mitgetheilten Antworten zeigen, noch sehr getheilt; doch stimmt die Mehrheit darin überein, daß man die Vereinung halten wolle, wenn der König den noch schuldigen Sold bezahle. 2. Nachdem man diese» Bescheid dem Grandmaitre gegeben, erwidert er, er bezweifle gar nicht, daß die Eidgenossen die Vereinung halte» werden; den schuldigen Sold für die „beiden" Monate (3. und 4.) und andere Ansprachen wolle der König redlich bezahlen; nur möge man ihm eine Frist gewähren bis Ostern oder wenigstens bis Lichtmeß; man s»^ sich aber bald zu einer Antwort entschließen, indem die Sache nicht längeren Aufschub dulde. 3. Zur Annahm» dieses Termins hat niemand Vollmacht, und findet mau deßhalb für gut, die Sache heimzubringen. 4. Sodann wird dem Herren bemerkt, wenn auch die Knechte bewilligt würden, so wisse man doch noch nicht, wohin sie der König führen wolle. Der Grandmaitre erwidert, auch er wisse es nicht; denn weil sich die Sache hier so lange verzieh»- so haben sich die Umstände in Frankreich und in Mailand geändert; er wolle aber sogleich an den König schreibe» und hoffe, in wenigen Tagen die Antwort zu empfangen. Das hat man gebilligt und wegen der Bezahlung de» Knechte einen Tag nach Bern angesetzt auf Dienstag nach St. Ulrichs Tag (8. Juli). 5. Ueber die Frage, woh'" die Knechte ziehen müßten, antwortet endlich der Bastard: Der König habe Hülfe nöthig au beiden Orten, Mailand nnd in Frankreich; können die Eidgenossen ihm nicht leisten, was ihm erwünscht wäre, so sollen sie ih>" doch die 6000 Knechte nicht versagen laut der Vcreinung. Darauf sollen die Orte mit Ja oder Nein antworte»- K. Lucern ersucht Bern, eine Metze von Eutlibuch, die ans dein Lande geschworen und sich jetzt 'in Trüb aufh»^»- aus seinem Gebiete wegzuweisen. Zur Ergänzung des Abschiedes sind noch folgende Acten beizuziehen: I». 1522, 21. Juni (Samstag nach Corporis Christi). Nothweil an die Boten gemeiner Eidgenosse» Lucern. Die Lentiuer, Fähndriche und Knechte, die mau bei dem jüngsten Zug in Mailand gehabt, bringen wie ihnen auf dem Heimweg in Uri von den Mustcrherren, in Gegenwart dortiger Näthe, zugesagt worden, l" Juni 1522. 207 durchaus zu besolde» wie „die IV Waldstätte". Da sie mm auf dem Zuge großen Schaden erlitten und sich Zu Ehren der Eidgenossenschaft tapfer gehalten haben, ... so stelle man hiemit die Bitte, daß die Eidgenossen stch bei den französischen Anwälten für gleiche Besoldung verwenden, ?c. St. A.MMve». 4» 1522, 22. Juni (Sonntag nach Corporis Christi), Basel. Bischof Christoph an die eidg. Boten in Äicern. Er sei zwar bereit gewesen, wegen des Vertrags mn Pfeffingen seine Botschaft ans diesen Tag zu schicken, um dem letzten Abschied gemäß in der Sache weiter handeln zu lassen; in einen? hellte empfangenen Schreiben ^biete sich aber Bern, nochmals gütliche Mittel zn suchen, mn die Späne mit Solothurn zu vergleichen, und Hube, ans keinen Abschlag zählend, einen Tag in Solothurn angesetzt, den er zn besuchen sofort versprocheil habe, der Hoffnung, mit dem Handel zu Ende zu kommen; das möge das Ausbleibeil seiner Botschaft erklären. St. N. Lucern: Missiven. k.« 1522, 22. Juni (Sonntag vor Johannis). Oswald Toß, Landvogt zu Neuenburg, an die eidg. ^uten (der XII Orte) in Lucern. „Min nndertänigcn dienst, zc. x. Als dann vergangner zyr von eins pfaffcn hie zuo Nüwenburg mit dem landvogt Kerngärter von Schwyz große unrnow entstanden ist, dardurch er Wer in knmer und liden wäre komm, und aber derselbig pfaff nf ein nüws sich widerstanden hat, ein ersame Achter oder frowen zuo beschißen, so des besten geschlcchts ist in discr grafschaft, und üivcrn gnoten gönnern und Wienern gefründt ist; darzilo so hat er ein arme mctzen voll wins gefüllt und dannenthin dieselben geschlagen bnd nf der gassen geworfen, daß man vermeint, dieselb lvnrd sterbeil; und so ich denselben pfaffen für mich Gnomen und dcßhalb vermciilt sinem verdienen nach zuo strafen und nach brach üiver loblichen Eidgnoschaft in halten abtretteil, größer» schadeil zuo vermidcn, mit rat des alten landvogts und andrer üiver amptlüt, da ^°Uneint derselbig pfaff sampt siner früildschaft, ich Hab in nit zuo strafen, und deßhalb tratzlich an mich ttmnnen '^ut rnchen hnpigen ivorten, die mir den langen iveg kuni lidlich wären. Und so ich in üiver gnaden namen hie u, weiß ich kpin rat noch rucken zuo suochen dann by ü. g.; und damit sich ander sin gelich daran stoßen, ist g. min früntliche deinüetige bitt, üch ivelle gefallen, mir geivalt zno geben, des gcdachtcil pfaffen pfrnond ^Ulein andern erberen pfaffcil zuo verliehen und zno geben, angcsechcn daß dieselb pfrnond ü. g. zuogehörig ist, "ud dem Capitct hie zuo schribeil, mir harzno bpstand zuo tuond, so bin ich in Hoffnung, (daß) st) mir darzuo ' '^ben verhelfen". . . Bitte um Bescheid bei dem Ucberbringer. S,.«. e»«r»- A. N-»enbu>.,. Das Baslcr Exemplar datirt auf Mittwach nach Iah. Bnpt. (25. Juni). K aus dem Beruer Abschied, dem dagegen e fehlt. Beide Artikel mangeln im Basler, Freiburger, Solo- thnrner und Schaffhauser Exemplar. Appenzell hat nur l; das Ucbrige ist verloren. — In der Lucerner Sammlung beginnt mit r ein neuer Abschied unter dem Datum Mittwoch nach Johannis Bapt. (25. Juni). Zu I». Da diese Angelegenheit von Bedeutung ist, so legen wir einige der bezeichnendsten Acten bei: 1) 1522, 23. Juni (Montag vor Johannis Baptist!?). Mühlhanscn an die Boten gemeiner Eidgenossen w Lucern. Man habe letzter Tage von dem kaiserlichen Regiment zn Nürnberg und der Stadt Straßburg beiliegende Briefe (K. Juni) erhalten und deßhalb den Entschluß gefaßt, diesen Tag zn besuchen, könne jetzt aber bringender Geschäfte wegen der Nathsbotcn nicht wohl „cntwcscn"; da man beinebens vernommen, daß Basel und lindere Städte gleiche Schriften empfangen, so wolle man solche auch einsenden mit der gcflissenen dringlichen ^itte, sie zn verhören und darüber guten Rath zu erthcilcn, damit in diesen Sachen nichts verwahrlost werde. ' as Ausbleiben bitte man für entschuldigt zu halten und wichtige Beschlüsse mitzutheilcn, ?c. St. A. Lucern: Missiven. 2) 1521, 27. November, Nürnberg. .Kaiserliches Mandat an St. Gallen, die Hälfte seines Anschlags (18V Gl.), nämlich 9V Gl., binnen vierzehn Tagen, bei Vermeidung einer Strafe von 4 Mark l. Goldes, nach Frankfurt oder Nürnberg zu entrichten, sc. :c. Besieg. Dr»ck.-Ex. >>» Stadtarchiv St. Gallen. 208 Juni 1522, 3) 1522, 30. April, Nürnberg. Kaiserliches Mandat an Schaffhausen, an die Kosten des zur Rettung von Ungarn bewilligten eilenden Zusatzes, den auf die Stadt entfallenden Antheil, 202^/2 fl. rh., in Monatsfrist nach Empfang dieses „Briefes" nach Augsburg, Nürnberg oder Frankfurt zu erlegen bei 2l1 Mark l. Goldes Strafe und Gefahr weiterer Maßregeln, und Aufforderung, die im Laufe des Sommers ferner nöthigc Hülfe an Mannschaft bereit zu machen, zc. K. A. Schaphausen! Korrespondenzen (Dnicksormular). Hiezu gehört das von Nürnberg 30. April datirte gedruckte „Ucrtzcichnuß auß was Ursachen der künff- ! tig Reichstag auff Egidij nechst fürnemlich außge- ^ schriben. Daranff dann die Stennde des Heyligen Reichs, sonderlich wie dem grausamen ernstli- ^ chen fürnemen des Tnrcken zu begegnen. > Wie auch auff angczaygt nmßs ein ge- I meiner Anschlag fürzuncmen und zu j bewilligen sey, mitler zeyt zu berat- j schlagen, zu bedenken vnd auff dem selben Reichstag nach j erforderung der grossen ^ eyll vnd notdurfft j förderlich vnd j entlich zu be- ! schliessen j haben." 8 S. (5 S. Text) kl. Fol. K. A. Schaphausen. Stadtarchiv St. Gallen. 4) 1522, 30. April. Dasselbe an St. Gallen, für 256^/2 Gl. („Ucberautwurt ultima Maij"). Stadtarchiv St. Galten. 5) 1522, 16. Mai, Nürnberg. Kaiserliches Mandat an Schaff Hausen. Wiewohl er vor einiger Zeit durch Monitorial von K. Statthalter und Regiment bei 4 Mark I. GoldeS ernstlich geboten, die Gebühr zu dem in Worins gemachten gemeinen Anschlag, 90 fl. betreffend, zur Hälfte auf die Frankfurter Herbstmesse, den Rest auf die Fastenmesse dort oder in Nürnberg zu erlegen, so habe die Stadt sich darin doch ungehorsam erzeigt, und sei sie deßhalb durch den Kammer-Procurator-Fiscal gerichtlich angeklagt. Da nun solcher Ungehorsam befremdlich und nicht zu dulden sei, so fordere er sie hicmit auf, binnen zwei Wochen nach Empfang dieses Briefes die 90 fl. an einem der genannten Ziele ohne Verzug zu entrichten, bei Strafe von 4 Mark l. Goldes- Wenn sie dies abermals unterließe, so lade er sie ans den 12. Tag nach Ablauf jener Frist, als auf den 1-, 2., 3., letzten und endlichen Rechtstag, vor das Kammergericht, zc. zc. K.A. Schaphausen! Korrespondenzen (Drucksormular). 1522, 16. Mai, Nürnberg. Dasselbe an St. Gallen, um den gleichen Betrag. Stadtarchiv St.Gallen. 6) 1522, 16. Mai, Nürnberg. Abermalige Aufforderung au Mühlhnusen, seine Rcichssteuer (120 st-) in vierzehn Tagen nach Empfang dieser Mahnung in Frankfurt oder Nürnberg zu erlegen, bei einer Buße von 4 Mark löthigeu Goldes und anderen Strafen im Fall des Ungehorsams, und dann, am 12. Tag nach Ablauf dieser Frist vor dem Kammergericht zu erscheinen und sich zu verantworten; erschiene es nicht, so würde der Proceß sonst durchgeführt und auch das Urthcil gesprochen, zc. St. A. Zürich: Tschud. Docmn.-Smmnlung T. VIII. Nr. 40 (Copie). — St. A. Lucern: A. Mühlhausen. — Berner Abschiede, 1. p. 802—604. K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. XI. Offenbar wurde nur Ztr. 6 der eidg. Standen abschriftlich zugestellt. 7) 1522, 6. Juni (Freitag nach Eraudi). Straßburg au Mühlhauscu. Anzeige, daß die Städte auf dem letzten Reichstag in Nürnberg einen Tag in Eßlingen angesetzt haben auf den 25. Juli, zu welchem Mühlhaustu auch geladen werde. — Beilage: Copie des bezüglichen Beschlusses der Städte. — Vgl. N. 1. St. N. Lucern: Missiven (Pergament). Zu 1522, 23. Juni (Montag vor Joh. Bapt.). Zürich an die Boten der zwölf Orte in Lucerv- Joh. Franz Stampa habe heute die Copie eines Abschieds eröffnet, den der Herzog den zwei nach Maltas geschickten cidg. Nnthsbotcn gegeben, wie dieselben ohne Zweifel auf diesem Tage (selbst) berichten. Damit abc> die Eidgenossen des Herzogs Gesinnung desto besser erkennen und der Friede gefördert werde, bitte man sie, Eschcr gutwillig zu verhören, der Näheres mündlich anbringen könne. St. A. kucer»! Mpsiv-n. Zu l'. Hier ist folgende Missivc zu beachten: 1) 1522, 20. Juni. Landrichter und Rath des obern graucu Bundes (in Curwalen) an die Boten gemein Eidgenossen in Lucern. Antwort ans den letzten Abschied betreffend den Aufbruch von 6000 Mann ?c. Man st"^ den deshalb, angesetzten Tag „viel zu kurz", um ihn zu besuchen und bestimmten Bescheid zu geben, wolle ab^ die Gemeinden dessen eilig berichten und dann thun, was sich gebühre. St. A. Lucern! Missiv-n. Juni 1522. 209 Sodann haben wir beizurücken: 2) Die Antworten der einzelnen Orte (dd. Mittwoch nach Joh. Bapt.). Zürich verweist ans seine frühern Erklärungen, die es schriftlich übergeben; den Seinigen habe es bei hohen Strafen verboten, irgend wohin zu laufen, und wolle dabei verbleiben, finde es aber gerathen, den freundlichen Eröffnungen des Kaisers und des Herzogs von Bar Gehör zu schenken; den Znsatz nach Lauis und Luggarus schlägt es auch dieSnial ab. Bern will dem König „halten"; die Befriedigung der Knechte könne es diesem überlassen; die Seinigen werde es anhalten, sich in die gestellte Frist und Bürgschaft zu schicken; den Grafen von Arona möchte es aber bestens empfohlen haben. Uri gcwärtigt zuerst, daß den Knechten ihr Sold bezahlt und das geliehene Geschütz samt den Kosten zurückerstattet werde; wenn dann der König zu künftigen Zeiten mit der Hilfe Gottes das Land wieder erobert und den Grafen von Arona in seine Güter wieder eingesetzt und entschädigt habe, will es ihm auch beistehen. Schwyz beharrt auf seiner Meinung, daß der König das Bündniß gebrochen, weßhalb es dasselbe gekündet habe, und bittet die übrigen Orte, um des Friedens willen ebenfalls davon abzustehen; die ausstehenden Sölde sollen aber bezahlt werden. Obwalden macht, wie auf früheren Tagen, ein Entsprechen von seiner Seite abhängig von der Befriedigung der Knechte. Nidwalden kann erst am nächsten Sonntag die Gemeinde wegen dieser Frage berathen; doch fordert es jetzt schon die vorgehende Bezahlung des Soldes, meldet die Klage der Ihrigen von Bellenz, daß sie im letzten Zuge große Kosten und Beschwerden getragen haben, wofür sie auch entschädigt werden müßten, und zieht an, daß die wegen Anton Meyer von Wallis nach Pcterliugcn berufenen Schiedleute, deren einer der Fähnrich Winkelried gewesen, ungeachtet des ergangenen Urthells noch nicht bezahlt stien. Zug will dem König entsprechen, wenn die Knechte befriedigt sind. Glarus in gleichem Sinne, ebenso Freiburg, Solothurn, Wallis. Lucern will einer gütlichen Ausgleichung des Soldes halb nicht entgegen sein. Basel will über das Begehren des Königs erst wieder rathschlagen, wenn Jedermann bezahlt ist. Schaffhausen und Appenzell werden sich der Mehrheit der vorgehenden Orte anschließen. St. A. Zürich: Tschud. Abschsede-Samml., Vd. 5. — St. A. Bern: Abschiede, 807—810. !d. A. Tagscchung. — K. A. Basel: Abschiede, 1. 201—202. K. A. Frciburg: Abschiede, Vd. 50. — K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. 12. — K. A. Schaffhausen: Abschiede. Zu i. 1522, 20. Juni (Freitag nach Corporis Christi). Bern an den Bischof von Basel. Da auf dem letzten Tag in Solothurn zwischen ihm und dieser Stadt noch kein Vergleich zu Stande gekommen, wiewohl etliche dafür taugliche Artikel vorgeschlagen gewesen, und aus diesem Handel allerlei Beschwerden erwachsen könnten, fo habe man nochmals eine Botschaft nach Solothurn gefertigt und da so viel gehandelt, daß Solothurn eingewilligt, durch Bern allein weitere Mittel suchen zu lassen; deßhalb sei nun ein anderer gütlicher Tag gesetzt auf nächsten Sonntag über vierzehn Tage (6. Juli) nach Solothurn, welchen der Bischof besuchen möge, zc. zc. St. A. Bern: T-Utsch MWven, v. r. s«. . Am 4. Juli wurde der genannte Tag wegen der eidg. Tagleistung in Bern auf Dienstag 15. Juli verlegt. Schreiben an den Bischof von Basel, ib. k. öl b. s». Wllset. 1522, 25. Juni (Mittwoch nach Johannis Baptista). ÄaiitoiiSarclnv Basel: Misswe». Gesandte von Lncern nnd Zug bitten im Namen der zwölf Orte um sicheres Geleit für Hans Gallician, »ll er sich vor alten lind neuen Rathen nnd den Sechsern verantworten könne. Die Thatsache dieser eidg. Fürbitte ergibt sich aus einem Schreiben Basels an Gallician, von obigem Datum, wodurch ihm zum vierten Mal, mit nähern Bestimmungen, Geleit anerboten wurde, lieber die Klagpuncte gegen chn gewähren die später folgenden Acten einigen Aufschluß (vgl. besonders Absch. 1527, 23. Dcc.). Hier eon- staiiren wir, daß dem Genannten wirklich schon dreimal Geleit verheißen worden. 27 Juni 1522, S4 , »>«- Abscheide sino -lato. Kantvttsarchiv Freibavg: Abschiede, Bd. 102. 1. Der Seckelmeister von Lauis liefert die Landstener ab, nämlich 7526 Laniser Pfund 15 Spagürli; davon gehen 150 Kronen ab, die er auf Geheiß etlicher Hauptlcute ausgegeben hat; den Rest gibt er in Dncatcn und Kronen, und zwar 1 Ducaten für 106 Kreuzer, 1 Krone für drei weniger („dryer minder"). 2, Die Commune von Ponte hat gegeben 392 L. Pfd. 3 Spagürli, in Gold und Münze der gemeldeten Währung- 3. Die Commune von Sonvico gibt 645 L. Pfd. in Währung und Geld wie oben. 4. Die Commune Morco gibt 325 L. Pfd., in gleicher Weise. 5. Die Zoller entrichten 855 Kronen nach Inhalt ihres Zollbriefes; davon läßt man ihnen 120 Kronen nach, des erlittenen Schadens wegen. Auch hat man ihnen den Zoll wieder auf fünf Jahre verliehen für je 805 Kronen. 6, Der Fiscal hat von dem Malefiz eingezogen 183 Kr, für das laufende Jahr und 26 Kr. für das alte, und 1 Gl, rh,, dazu einen GültbAcf von 155 Kr. und den Zins von einem von Como, der um diese Summe baßfällig geworden ist. 7. Davon werden im Ganzen ausgegeben 168 Kr- und 1 Gl. rh,, nämlich der Lohn des Landschreibers, des Nachrichters, und Anderes i den alten Lan.dweibeln 4 Krone»! den beiden Klöstern zu Lauis 4 Kr, (sie sollen aber bei den Boten nicht weiter „betteln"); dem armen Priester 1 Kr-! den Lauisern, die auf dem See gedient und gewacht haben, 36 Kr.; dem Vogte für neuen Hausrath bewilligt 15 Kr-i zwei Läufern für geleistete Dienste 6 Kr.; für ein Seil 15 Dicken, für Zehrung zweier Boten 2 Dicken; dem Nach" Achter geschenkt 3 .Kr-,, die aus den künftig fallenden Bußen zu bezahlen sind; dein Fiscal 5 Gl. rh,, ebenfalls aus künftigen Bußen zu beziehen. Was noch einzuziehen ist, soll gehörig beigebracht werden. Der Rest, 41 Kr-, wird dem Wirthe für die zwei im Namen der XII Orte hieher verordneten Boten bezahlt. 8. Ferner hat de> Fiscal 36 gute Ducaten eingenommen, welche Messer Marc Somazzo den Eidgenossen schuldig gewesen, und welche diese einer Frau von Lauis zu zahlen haben; sie will aber jetzt das Geld nicht nehmen, weil es ih-' übrig sei. I». Das Begehren deren von Mendris und Balerna, ihnen einen Vogt z» setzen und die Gericht zu bestellen, wird mit andern Anliegen derselben heimgebracht, um beförderlich erledigt zu werden; einstweilen erhält der bisherige Vogt die Vollmacht, das Nöthige anzuordnen, v. Der Provese, dessen Hausrath zu Lauis aufgeschrieben und zu Händen der Obrigkeit gezogen worden, sucht um Rückerstattung desselben nach, indem e> sich gegen die Eidgenossen in keiner Weise verfehlt zu haben glaubt. Heimzubringen und nachzuforschen, «R» Des!^ gleichen die Bitte des Christoph Cortisella von Como, der in Lucern ohne seine Schuld um seine Tücher gekommen ß5 ebenso die Klage eines Andern von Como, der in Mendris von Etlichen geschädigt worden sein will. Der Vogt die Sachen untersuchen und darüber berichten, v. Die von Porlezza haben begehrt, daß ihnen die alte Nachbarsch^ die sie mit Lanis haben, schriftlich bestätigt werde, wofür sie jedem Ort jährlich 1 Krone zahlen würden. dankt ihnen für das Anerbieten und bringt es heim; der Vogt wird angewiesen, ihnen einstweilen freundlich^ Bescheid zu geben, doch ohne sich weiter einzulassen, t. Die Laniser klagen über die fremden Bettler n»d Banditen; ersterc soll der Vogt durch einen allgemeinen Ruf ans dem Lande weisen; der letztern halb wird e> von dem nächsten Tage die nöthigen Befehle erhalten. K. Den Vögten zu Lauis und Luggaris wird empfahl für gute Nachbarschaft mit den Anstößern besorgt zu sein, Unbill gegen Angehörige der Eidgenossen abznstcll^ und wichtigere Vorfälle an die Obern zu bringen, I». Heimzubringen den Anzug des Landvogtes betreffend diejenigen, die auf eidgenössischem Gebiete Porletzcr gefangen haben, i. Der Bote (von Zürich) kennt dn' Juli 1522, 211 Forderung des Gabriel Pocobello von Lauis, infolge eines Kaufes, den er mit eidgenössischen Gewalthaber» getroffen und mit 9 Kronen bezahlt, den aber die Eidgenossen nicht haben „halten" mögen. Man soll darüber dm Caspar Göldli» fragen, und wenn sich seine Aussagen bestätigen, so will man ihm ans der nächsten Jahr- eechnung sein Geld ersetzen, it. 1522, 26, Juni. Die eidg. Boten in Lauis an die Boten ans (andern) Tagen, „Uf gestern ... ist der inarggraf von Salussc und etlich mit im kommen us; Luinbardp von Porlctz über den Lowiser see gegen ^owis, und so er uf dem Lowiser see gewesen mit sinen gscllen, rossen und Hab, sind sy also von etlichen daselbs Anstößen, des Herzogen von Mciland underthanen, , . überfallen und da gwaltsamet, und ein schiff mit acht Msen und etlich Personen und guot gcnomen. Iis Mich ir Handlung habcnt wir inen angends ernstlich zno- Pschriben, sp söllcnd sölichs ividerkeren a??gends und ane cntgeltnuß; da habend tvir antwnrt von inen gehebt, ß) wellen söliche roß und gnot nfhaltcn bis nf des Herzogen antwnrt, Harin sölichs uns unbillig genomen und hwd üch sölichs ivellen verkünden, ir die fach ze crmessen und darin handle» Mo); denn gwüß sind wir bericht, daß Lowiser see ganz üwer herrlikeit und zuoghörnng und üwer sige".. . Si.A. B-»,: A. Mailä„d«en-gc cONgwa», I« 1522, 17. Juni, Mailand. Aufforderung an den Grafen von Arona, binnen acht Tagen persönlich dem alten Gerichtspalast zu erscheinen zur Verantwortung über seine Vergehen gegen den Herzog, — und Aufzählung seiner feindseligen Handlungen, St. A. Zürich: A. Mailand (lateinisch und deutsch). Tschud. Docum.-Sammluug, Bd. VIII. Nr. 49. — K. A. Basel: Abschiede, f. 245» n, 0. K. A. Freiburg: Abschiede, Bd. 102. — K. A. Schafshausen: Abschiede. > findet sich nur im Zürcher Exemplar. Zu I. 1) Von diesen? Actcnstück gab der Graf von Arona den Boten der XII Orte auf dem Tage in Lauis oder Luggaris Nachricht oder Abschrift, wie ans einem lateinischen Gedenkzeddcl (Memoria, mag»» omaämoä?im eviäovtor oonstat ob imputationem sibi äataiy in manelato (ouius aopiam <1. vestra tonet), guoä sano aeguissimum ae l?onostissi?num est^, vot. vot. K, A. Fniburg: Abschiede, Bd. 102, SS. Luggarus. 1522, 1. Juli f. Jahrrechnilug. Staatsarchiv Zürich: Ennetbirg. Abschiede, I. 44. Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 5, Nr. 69. Staatsarchiv Bern: Allgem. eidg. Abschiede. N. p. 821. Abscheide sino üuw. Kantonsarchiv Freiburg: Abschiede, Bd. 102. du ^ Hkimzubringeu, das; ain Langcnsee ein neuer Zoll auf Korn angelegt ist, und das Begehren deren von Lsiarns, dem Herzog voi? Mailand deßhalb zu schreiben, I». Ebenso ist heimzubringen, wie man die ans dem uinthalc löhnen will, falls man sie in? Schloß zu Luggarns brauchen sollte, v. 1, Der Connnissar zu 'sigauiz liefert an eingezogenen Bußen 99 Kronen. 2. Als Landsteuer von Brissago gibt er 68 Pfund 212 Juli 1522. (5 Gros; für 1 Pfd.); seine Rechnung wird gutgeheißen. 3. Von Luggarus und Gambarogno hat man empfangen 2100 Pfd., als jährliche Landstener. 4. Der Zoller entrichtet 1200 Kr., wovon ihm 144 Kr. nachgelassen werden, weil er der vergangenen Kriege wegen viel verloren hat. 5. Aus dem Zoll sind bezahlt worden 126 Kronen für die Söldner im Mainthal und Kosten im Schloß. 6. Verzasca gibt die Landsteuer, nämlich 11 Kr. und 15 Groß (22 Btz. für 1 Kr.). 7. Der Vogt im Mainthal liefert 60 Kr. (5V Groß für 1 Kr.). 8. Derselbe Vogt hat an Bußen eingezogen 20 Kr., davon aber ausgegeben 6 Kr. und 7 Pfd. «I. Heimzubringen die Antwort des Connnissars zu Luggarus, wegen der „Kitzen", die er den Kaufteuten genommen hat. «. Daß den zwei Boten, die im Namen der XII Orte nach Lauis geschickt worden sind, noch etwas aussteht, ist heimzubringeir; ebenso wegen der 100 Kr., die der Potestat noch einziehen soll, und der 12 Gulden, welche Zürich als geleisteten Vorschuß zurückfordert, tl'. Nach Abzug aller Auslage» hat jeder Bote empfangen 141 Kronen, 31 Ducaten und 20 Gulden in Gold. »«. Waden. 1522, 1. Juli f. (Dienstag vor Ulrici f.) Jahrrechnung. Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschiede (Z. 1. toi. 339. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 8. t. 165. Staatsarchiv Bern: Attg. eidg. Abschiede 1. l>- 8^' Abscheide »ino «lato. Kantvnsarchiv Areiblirg: Abschiede Bd. 12. KantvnSarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. XI. Gesandte: Zürich. M. Hans Bergcr. Bern. Sebastialr vom Stein, Ritter, des Raths. Lnccrn. Wcrnhee von Meggen (Ritter), des Raths. Uri. Jacob Troger, des Raths. Schwyz. Martin an der Matt, Amman», Unterwaldcn. Klaus Halter, des Raths. Zug. Hans Jörg, Scckelmeister. Glarns. JosVch Tschndl Amman». Freiburg. Jacob Techtermann, des Raths. Solothnrn. Hans Hugi. — E. A. A. 1. 12 (dd. Montag nach Peter und Paul, d. i. 30. Juni). tt. Bern, Freiburg und Solothnrn begehren auch einen Theil von der Buße des Hug Dietrich von Landenberg. Da man darüber nicht instruirt ist, so will man die 200 Gl., sowie die Summe, die noch bck Sebastian vom Stein, (als) alt-Landvogt von Baden, liegt, bei den? (jetzigen) Landvogt hinterlegen. Heimzu bringen. I». In den? Span Wischen den VII Orten und Bern, worüber von beiden Parteien zu LeuggeU' Kundschafte?? eingezogen und schriftlich verfaßt worden, ist abgeredet, sich nochmals zu berathen und auf dein nächsten Tage zu antworten, wie man sich darin halte?? wolle; dahin soll dam? Ben? seine Briefe und Titel bringe??, um den Span zun? Austrag zu bringen, e. Peter Meyer von Kempten, ein Salzherr, der schon viel? Jahre seinen Gewerb ii? der Eidgenossenschaft getrieben und ihn „je länger je mehr zu üben" begehrt, s»g wegen der unruhigen Aeitei? um einen Geleitsbrief nach, um mit Leib und Gut überall sicher wandeln zu köi?R"' Wiewohl einige Boten nicht instruirt sind, hat man ihn? das Geleit doch zugesagt. Dennoch ivill man d»s heimbringe??; wenn ein Ort „nicht darin sei?? will", so soll es den Landvogt zu Baden benachrichtigen; indesst" behält mai? sich vor, dieses Geleit wieder aufznkündcn. «I. Betreffend den (March-)Streit zwischen Zü>^ und den andern Orten, denen das Thurgan angehört, werden Schwyz, Zug und Glarns beauftragt, ihre Boll" und z?var diejenige!?, die vormals auch dabei gewesen sind, auf Sonntag vor St. Jacobstag (20. Juli) Winterthur zu verordnen, von wo aus sie ans den Stoß reiten sollen; ebenso soll Zürich eine bevollmächtig ^ Die unten folgende Urkunde vom 5. Juli (x; nennt Heinrich Tschndi. Juli 1522. 213 Botschaft dahin abfertigen, mn den Handel zu nntersnchcn nnd auszutragen. Ans Ansuchen des Boten von ^lhwyz, Vogt Merz, wird dasselbe dieses Geschäftes entlassen; dafür soll Lucern den Statthalter dahin verordnen. 1- Der Vogt von Neuenburg meldet, er habe denen von der Landeron und von Lignieres ans ihr Begehren einen andern Tag bewilligt, und stellt nun das Ansuchen, ihn: einen oder zwei Boten beizuordnen. Darauf hat man ^ern, Unterwalden, Frcibnrg und Solothnrn beauftragt, ihre Boten ans Jacob! (25. Juli) nach Lander»» zn senden, »ni da in der Eidgenossen Namen zn handeln. 2. Es sollen diese Boten auch Vollmacht haben, wenn (wopst nnd Capitel zu Neuenbürg noch keinen Prediger für das Volk bestellt hätten, von deren Einkünften (das wöchige) nehmen und einen Prediger zn verordnen, wie denselben ab diesen: Tage schriftlich gemeldet wird. I» Da einige Priester nnd Andere zu Neuenbürg alte Briefe vorweise:: und daraufhin Zinse beziehen, so ist beschlossen: Die Zinse, welche in den letzten dreißig Jahren nicht gegeben oder gefordert worden, sollen hin und "bsein; welche aber in den letzten dreißig Jahren bezahlt worden, die solle» auch ferner entrichtet werden. Davon wnd auch den: Landvogt Anzeige gemacht. K. Betreffend die Entschädigung der Vögte zu Neuenbürg, wenn sie w eidgenössischen Geschäften außerhalb der Herrschaft reiten müssen, läßt man es bei der bisherigen Uebnng "«bleiben; sie sollen nämlich ihre Kosten aufschreiben, die man ihnen dann bei der Jahrrcchnung vergüten wird. ^ Bern, Freibnrg und Solothnrn begehren wiederum, daß man ihre Allsprache ans die Strafgelder in: Thurgan ^»»bringe und sie nicht aussöndcre; denn das Verbot sei bei Leib und Gut geschehen nnd müsse somit das -bbnlefiz berühren, i. Alls dem Tage zn Fraucnfcld ist Wolf von Winkelshciin mit einer Geldbuße von 50 Gl. b^gt worden; er behauptet aber, er sei ans den: Tage zu Zürich in der letzten Fasten davon freigesprochen worden und nennt auch die dort gewesenen Boten, von Zürich Bin. Röist, von Lucern sei da gewesen Jacob Feer, ^pitalineister. Heimzubringen. Ii. An de» Kaiser wird in Betreff der voi: Basel, Schaffhausen, Rothweil, ^ühlhanscn, Stadt und Abt St. Gallen und den: Abt von Krcnzlingcn geforderten Reichssteuer geschrieben, er wachte denselben die Schätzung gnädigst erlassen, indem die Eidgenossen nnd ihre Zugewandten bisher von solchen Mchwerdcn befreit gewesen seien. I. Eine Botschaft deren von Bremgartcn zeigt an, sie haben ein neues 'Rtlenhans erbaut und bitten, ihnen (von jedem Ort) ein Fenster dafür zu schenken, was ihnen schon einige zugesagt haben. Heimzubringen. »». Es bittet der alte Vogt von Sargaus »in eine Entschädigung für ^ große» Kosten, die er bei der Einbringung des Heues gehabt. Antwort: Weil das Heu n: seinen und widerer Vögte Nutzen komme, so ivolle man weder ihm noch andern etivas dafür geben, i». Sodann wird Masse», daß fortan, wenn eii: Vogt zu Sargans die Stelle verläßt, er die ihm gebührenden Schulden noch Mwhe, bevor er abgeht; dem: wem: er dieser Schulden wegen wieder dahin kommen müßte, so "würde es auf ' aßen der Schuldner, nicht aber der Eidgenossen geschehen. «. Jahrrechnnng. Einnahmen: 1. Von der Steuer ießenhgfm erhält jedes Ort 3 Kronen 1 dicken Plappart; 2. von der Grafschaft im Thurgan 11 Gl. (de: M. zu ig Eonstanzer Btz.); 3. vom Landgericht im Thurgan 28>/2 Gl. (ebenso); 4. aus der Gelcits- z» Znrzach 1 Pfd. 7 Schl. Heller; 5. aus der Büchse voi: Koblenz 2 Gl.; 6. ans der Büchse zn ^«"garten 3 Gl. 3 Schl. Heller (1 Gl. ^ 13 Btz.); 7. von der Vogtei im Rheinthal 31 Kronen"); ^ von der Vogtei zu Sargans 98 Pfd. Heller; 9. aus der Büchse von Klingna» 12 Btz.; 10. von des Schinders sel. Hof 15 Kronen; 11. von den: Stadhof 3 Gl. 2 Btz. (der Gl. zu ItE/s Btz.); 11. aus der ^leitsbüchse zu Baden 22 Kronen 20 Btz.; 13. ans der Büchse zu Mellingen 7 Pfd. 7 Schl. Heller; swn ^ der Vogtei ii: den Acmtern in: Aargan 13 Kronen. Z» Ansuchen des Boten von Zug in: Namen Seka ^ Zürcher Abschied findet sich noch folgender Zusatz: Der neue Vogt, Felir Grevel, hat von dem alten etwas Wein Wh um 42 Gl. 13 Batzen; dieser Betrag wird dem Meister Berger abgezogen. 214 Juli 1522, der Frauen zu Gnadenthal um Fenster in ihren neu erbauten Krcnzgang, «Z. 1. Die Gemeinde Rüti hat den Ammann Walser zu Herrn Hansell (dem Geistlichen) geschickt, um ihn zu bitteil, wegen des Gatters (?) au die Gemeinde zu kommen; er hat es aber verweigert mit den Worten, sie hätten ihn in der „Tristkammer" ermorden wollen, worauf Aunnann Walser erwidert habe: „Lieben fründ, des; sind mir ingcdcnk". Darauf haben gute Nachbarn den H. Hans ermahnt, sich besser zu halten, „denn es mag nümiuen erlitten werden," Er aber hat geantwortet, es werde nicht besser, bis er einen Bauern lciblos gemacht; thue er's nicht, so solle Gott ihn „plagen"; dann werde er nach Rom gehen und ihnen die Kirchen „verschlagen", das; da nenn Jahre lang keine Messe mehr gehalten werden könne, 2. Da ein Nachbar von Nüti mit H. Hansen einen Streit gehabt, und einige bidcrbe Leute Frieden geboten, habe H. Hans das Waidmesscr nach dem geworfen, der den Frieden habe halten wollen. 3, Die Ursache dieser Händel liegt darin, daß sich H. Hans geäußert, die Schweizer nehmen von allen Herren Geld und verdienen es nicht; wenn sie einer brauchen wolle, so können sie nichts als fliehen- 4. Zu Hans Hinterbcrger hat er gesagt, er sei ein Schelm und ein nngerathener Mann, wie alle seine Freunde, 5, Obschon Jacob Büchel im Frieden mit ihm gestanden, habe doch H. Hans mit der Halbarte nach ihm gestochen. Auch mit Rudolf Büchel ist er im Frieden gestanden »nd hat ihn dennoch gebrochen, K, Weiter klagt die Gemeinde, daß er (der Kirche?) St. Valentin die Güter, Zinse und Jahrzeiten ablöse und nichts wieder anlege; frage man ihn, wo das „dem Heiligen" wieder angelegt werde, so antworte er, es gehe die schäbigen Bauern nichts an; er möge das verthnn, wie es ihn gut dünke (?„kyg"); so seien erweislichcrinaßen schon über 60 Gl, weggekommen, und doch wolle er selber Pfleger und Meßmer sein und niemandem Rechnung darüber geben, 7, Endlich klagt die Gemeinde, wenn er von der Kanzel am Sonntag für alle Städte, für den Kaiser, die Fürsten, Ritter und Herren bete, thue er es doch nie für („über") die Eidgenossen, 8, Heimzubringen und ans nächstem Tage Antwort zu geben, wie und was man mit einem solchen Pfaffen handeln wolle, r. Den Zusätzcr, welchen Zürich bisher in Gottlieben gehabt hat, soll es ändern, wie auch Uri gethan, „diewil si dock) beid nnrnewig gewesen sind". Jeder Bote weiß, wie Zug für den zu Frauenthal neulich erbauten .Kreuzgang um Fenster gebeten hat, 4. „Gedenkent an die vier Röck." ,i. 1522, 1. Juli (Dienstag Vigilia Visitat, Mariü). Basel an die eidg. Boten in Baden, Bitte um cinc Fürschrift in Betreff eines Erbfalls, der zwischen dem Ucberbringcr und einem Bartholome Rügge (?) von Zineck, nebst beidseitigen Anhängern, seit langer Zeit streitig gewesen, endlich durch ein Urtheil des Abtes von St, Gallen den Baslern zugesprochen, aber noch nicht ausgerichtet worden, ?c, K, A. BM- Missiv-», v. 1522, 3. Juli. Die Tagsatznng an den Eardinal St. Praxedis: Empfehlung »nd Schutzschrift für den Abt von St. Gallen, gegen böswillige Anklagen. St.A, Zürich- AM»-», 1522, 4. Juli (St, Ulrichs Tag). Die Boten der VIII Orte erkennen in dem Span zwischen Hans von Schellcnberg zu Dießenhofen und dem Schultheiß und Rath daselbst, ans die Klage des erstem, daß der Genuß der Fischenzen im Rhein, die seine Frau von den Eidgenossen zu Lehen habe, die er anch schwer verzinsen müsse, durch Zerbrechung seiner Fache erheblich geschmälert werde, und die Antwort der Botschaft von Dießen- Hofen, daß die Schiffleute von Lindau in Stein, Dießenhofen und Schaffhauscn über die vielen Fache, die den Weg beengen, Beschwerde geführt haben, worauf nach gemeinsamer Abrede der drei Städte den Schiffen freie und sichere Fahrt verschafft worden sei :c,, und nach weiterer Vcrhörnng beider Parteien zu Recht: Die drei genannten Städte sollen und mögen wohl samt und sonders Leute verordnen, die bei geschworne» Eiden den Rhein untersuchen und räumen sollen, so oft es die Umstände erheischen, damit die Reichsstraße frei und offen sei; doch »M der von Schellcnberg, wenn ihm dabei ein altes Fach zerbrochen wird, an einem andern Ort ein neues errichten, Juli 1522, 215 »mnerhin de»! Schiffwcg uiumchtheilig, Von diesem Spruch erhalten die Amvälte von Dießenhofeu auf ihr Zegehreu besiegelte Abschrist. », A, Schafsh»ust»: aorr-spondenzc» (Rc»-r- Abschr>si>. 1522, 5, Juli (Samstag »ach Pelri und Pauli), Bade», Nor dm Boten der VIII Orte erscheinen tzodocus Brunner, Meister der freien Künste, Kirchherr zu Eich am Sempacherscc, und Heinrich von Laufen, auch von Eich, und zeigen au, daß dieser Heinrich bisher ein Gut der Pfründe zu Eich gehabt und gebaut habe, das dem Kirchherrn zugehöre und ziuspftichtig sei, ihm aber von dessen Vorfahren als Handlichen verliehen morden; sw beide bitten, das genannte Gut dem Heinrich von Laufen als Erblehen zu überlassen. Es willfahren die ^oten im Name» ihrer Obern, als rechter Leheushcrrcu der Kilchhöre zu Eich, diesem Gesuche und verleihen d>e Güter der Pfründe, „es sye hus, Hosstatt, äcker, matten, holz, feld, wunn, meid, stcg, weg, masserrunsen, 'chart und ußfart, und mit aller rechtung, frphcit, chnftc, harkomenheit und znogchörd", dem Heinrich von Laufen ""d allen seinen Erben als freies lediges Eigen, sodass sie es ewig besitzen und messen und ihre Gerechtigkeit verkaufen, verleihen oder versetzen mögen; doch sollen sie das Gut in Ehren halten, dem Kilchhcrrn und seinen Nachkommen jährlich auf St, Martinstag als Erblehcnzins entrichten 4 Malter Korn, 4 Malter Haber, Luceruer ^vs;, 2 Fastnacht- und 4 Hcrbsthühncr und t Ott Eier, ohne alle Kosten der Kilchherrcn in Eich zn bezahlen; ^ und seine Erben sollen aber bei diesem Zinse ohne alle Steigerung bleiben und bei dieser Verleihung gchandhabt werden. Dabei ist festgesetzt, daß Heinrich von Laufen und seine Erben die Brücke ,,iu der Nachtaten" ohne des ^chherren Kosten in gutem Stand erhalten und bei jeder Handändcrung dieses Lehens es von dem Kilchherrn wieder empfangen und einen Ehrschatz geben sollen gemäß dem Twingrodel von Eich, darin aber billig gehalten werden; wenn jedoch Heinrich von Laufen das Gut für 1, 2 oder 3 Jahre verleihen und nicht verkaufe» würde, sv sollen „sie" das zu empfangen nicht schuldig sein. St, A, eurer»: Pergmn, Url, tDos Siegel ist »bgeschmttcn), I', 5, t nus dem Zürcher Abschied. Im Berner fehlen (durch zufälligen Verlust?) I, IN, II, l», «I, ,'e., un Freiburgcr und Solothurner I», I—n, « größtentheils, >> .'c., im letzter» auch I». Zu !<. 1522, 2. Juli (Maria Heimsuchung). Frciburg an den Gesandten zu Baden (Techtermnun). Nachträgliche Instruction infolge der zu Luccrn gepflogenen Verhandlung über die von dem Kaiser geforderten steuern von Basel w. Es sehe zwar in dieser Ansprache einen böswilligen Versuch, mit der ganzen Eidgenossenschaft anzubinden; doch soll sich der Bote genau erkundigen, wie es gekommen, daß die Steuern seit längerer Zeit nicht bezahlt worden seien, und wenn es sich fände, daß die Städte dieselben schuldig wären, so würde man sür billiger achten, daß sie solche bezahlen, als daß deßhalb etwas Unfreundliches unternommen würde, w. K, A, Freibmg: MWven, Bd, VIII, WS b. Zu p und «. Vielleicht liegt hier eine Verschreibnng resp. Verwechslung oder eine Wiederholung vor. Zu 1. Dieser Artikel scheint sich nur auf Zürich zu beziehen; es handelt sich um die Bezahlung van Amts- lleidern. Das Gesuch (von dem Untervogt und dem Stadtschreiber zu Baden gestellt) ist auch dem Abschied vom 3. November beigefügt und an den Bürgermeister von Zürich ndressirt, in der Meinung, daß Z. seinen Antrag zu den auf der Jahrrechuuug nach altem Brauch bewilligten Röcken ebenfalls geben möchte; mit Berufung "uf M. Berger als Boten. Zu v. 1522, 8. Juli. Zürich au Cardinal Schinner in Rom. Vcrtheidigung des Abtes von St. Gallen ärgm gewisse Anfechter bei dem hl. Stuhl (Widerlegung der allfällig erhobenen Beschwerden und Anklagen). Deutsch. ^ St, A, Zürich: Missken, Juli 1522. S7. Uern. 1522, 9. (bis 13.?) Juli f. (Mittwoch nach Ulrici f.). Staatsarchiv Ziirich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 5, Nr. 70. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, 1. p. 760. 787. Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, v. 1. k. 346. Kautonsarchiv Zug: Abschiede, Bv. 2. Kautousarchiv Basel: Abschiede, k. 206. Kantousarchiv Solothur»: Abschiede, Bd. XI. Gesandte: Frei bürg. (Hans Ammann). Solothurn. (Peter Hebolt, Schultheiß). — (Die andern unbekannt.) Das von Stampa ans dem letzten Tage zu Lucern begehrte Geleit wird demselben ans allerlei angezeigten Ursachen schriftlich abgeschlagen. I». Hauptmann Scherer von Nidwalden ist durch etliche Zeuge», welche Lucern einvernommen, überwiesen, neben andern unanständigen Worten gesagt zu haben, er werde seinen guten Dienst behalten und um die Pensionierer sich nichts bekümmern. Nachdem man diese Kundschaften gehört hat, wird beschlossen, daß Scherer und wer irgend etwas an ihn zu fordern hatte, einander suchen sollen, wo der Beklagte wohnt; in jedem Fall will man weiter berathen, was mit Jenem zu thun sei. e. Da die Knechte, die dem Papst und den Florentinern gedient haben, wegen ausstehender Sölde klagen und allerlei Drohungen hören lassen, wie sie sich an Kauflcuten und Andern bezahlt machen wollen, so wird für gut befunden, das den Kaufleutcn ertheilte Geleit aufrecht zu halten und die Ansprecher von jeder Verletzung desselben abzumahnen; dagegen will man schriftlicher Verwendung für ihre Forderungen nicht entgegen sein. «K. Michel de Plana von Lnggarus beklagt sich, daß er von Jemand wegen der „Ehestetter" seiner Hausfrau rechtlich betrieben und mit bedeutenden Kosten beladen, und das Nrtheil, wodurch ihm das streitige Capital samt dem verfallenen Zinse zugesprochen, durch die Boten ans der letzten Jahrrcchnung umgestoßen worden sei- Deßhalb wird dein Eommissarius geschrieben, er solle versuchen, die Parteien mit Hülfe ehrbarer Leute zu vertragen oder, wenn dieses nicht möglich, beide an die Tagsatzung weisen. Nichts desto weniger sollen die Boten, die letzthin zu Lnggarus gewesen sind, Rechenschaft geben, warum sie jenes Urtheil geändert haben, v. Jedem Boten wird die deutsche Ucbersetzung eines päpstlichen Brevc's in Abschrift gegeben. t. Der „Präsident" des Herzogs von Savopen meldet, daß Piemont von Prosper Colonna bedroht sei, und ersucht die Eidgenossen, um Rath, wie sich der Herzog bei einem etwaigen Angriff zu verhalten hätte. Ist heimzubringen. K. Dann hat man diesen Gesandten ersucht, dafür zu wirken, daß der Zoll zu Nyon (Newis und Niews zc.) nicht gesteigert werde, damit die Fuhrleute nicht genöthigt seien, andere Straßen zu brauchen, und das alte Herkommen aufrecht bleibe. I». Ncmvard Göldli von Zürich, der sein dortiges Bürgerrecht aufgegeben hat und das geleistete Versprechen, keinen der „Ihrigen" wegzuführen, gehörig erfüllt zu haben glaubt, beschwert sich, daß nichts desto weniger dort ein Urtheil über ihn ergangen sei, das ihn unleidlich dünke, indem er seine Unschuld hoffe erweisen zu können, und bittet deßhalb die Eidgenossen nm ihre Verwendung. Demgemäß wird Ziirich ersucht, dem „Reinwald" Göldlin sicheres Geleit und freie Verantwortung zukommen zu lassen. I. 1. Da dieser Tag hauptsächlich angesetzt ist, um dem König von Frankreich wegen der begehrte» Knechte Antwort zu geben, so werden zuerst seine Anwälte gefragt, wie die „vorverdienten" Sölde abgetragen, und wohin die 6000 Knechte geführt werden sollen. 2. Der Grandmaitre verspricht die Bezahlung auf die nächste Lichtmeß und zwar auf Kosten des Königs in Bern oder Lucern, wofür derselbe Brief und Siegel geben und sein königliches Ehrenwort verpfänden werde; die Ansprecher mögen nur sogleich zur Abrechnung erscheinen, damit jedE weitere Anstoß vermieden werden könne. Dem Begehren, daß die Knechte nicht getheilt und nach Bedürfnis; mit Juli 1522, 217 beschuh versehen werden, sei der König zu entsprechen bereit; hingegen wisse er noch nicht, ob er sie in der Picardie, gegen den König von England oder in Mailand brauchen müsse; jedenfalls sei die Noth so dringend, daß die Eidgenossen nicht lange säumen sollten, ihm beizustehen, indem es sich um Vortheil und Ehre beider Theile handle; so seien die Schlösser in Mailand und Crcmona gefährdet, wenn sie nicht baldigst entsetzt werde». Da die Instructionen, wie die beigelegten Abschriften darthnn, nicht zusammenstimmen, so wird der Handel wieder heimgebracht, um auf Maria Magdalenen Tag (22. Juli) wieder in Bern zu erscheinen und am folgende» Tage endliche Antwort zu geben, Ii,. Der Grandmaitre wird sodann ersucht, bis zur Lichtmeß auch An- iprecher „außerhalb der Besoldung" zu befriedigen oder zu bewirken, daß der König ihnen zu Recht stehe. I« Was derselbe Gesandte des Grafen von Arona wegen eröffnet 'hat, ist den Boten bekannt, »». Heiiuzn- dAngen^ daß etliche Kauflente Harnische von Mailand und andern Orten herfuhren; wird ein solcher entdeckt, soll er angefallen und festgenommen werden, i». Nach Schluß des „Abschiedes" stellt der Grandmaitre noch folgendes Ansuchen: Wenn ein Ort. durch zwei Boten vertreten sei, so möchte der eine heimrciten, der andere Alf des Königs Kosten hier bleiben; Ivo aber ein Ort nur einen Boten da hätte, soll dieser den Abschied heim- fchicken und gleichfalls den Entscheid der Obern erwarten, also daß dieser und der oben angesetzte Tag nur kl»e» ausmachen würden. Dazu hat man eingewilligt. «. Schriften von Lanis und Luggarus melde», daß die Wnde auf eidgenössischem Boden und besonders auf dem See fremde ehrbarx Leute gefangen nehmen und hiu- 'vegführen, Heimzubringen, damit man dem begegnen kann, K». Endlich weist der Grandmaitre noch ein schreiben vor, das er von denen von Zürich erhalten, des Inhalts, daß er sich hüten möge, die Ihrigen an- »uwerbeu und meineidig zu machen; sollte es aber je geschehen, so würde die Negierung es nicht ungestraft lassen, weiteren hitzigen Worten, Heimzubringen, um zu rathschlagcn, was man mit Zürich dcßhalb reden will, wird durch seinen Boten ersucht, sich in den Angelegenheiten des Königs von den andern Orten '"cht abzusondern. > Die eidgenössischen Boten beurkunden (in lateinischer Sprache), daß Botschaften der Geineinden Loearno 'Ad Gambarogno wegen eines Streites über Stenern und Lasten gewisser Güter erschienen seien, und Hcctor von ^llo und Jacob de Roncho im Namen der Locaruenser die früher in der Sache ergangenen, ihnen günstigen Mlc vorgelegt haben mit dein Gesuch um deren Bestätigung, während Bernhard Pellini für die von Gambarogno Aller andern einen Spruch der ans der jüngsten Jahrrechnung zu Loearno ^gewesenen eidgenössischen Boten zur . a heißnvg empfahl. Nach Verhörnng der Parteien wurde erkannt, daß wenn der Commissarins in ^Loearno bwcu nicht gütlich vereinbaren könne, die Urtheile der Loearner in Kraft bleiben und vollzogeil werden sollen; ^gegen wird bestimmt, daß der auf jener Jahrrechnnng gefallene Spruch bis Johann! im nächsten Jahre peudirt sein und den Boteil, die sich dann zur Jahrrechnnng versammeln, befohlen werden solle, die Necht- Aeu beider Theile zu prüfen und dergestalt abzusprechen, daß ihrem Erkenntnis; ohne Widerspruch nachgelebt v^den tonne. (Das Datum fehlt.) S«, A, T ->»sch Spwchwch ?, s^, sss, ^ Die cidg, Boten quittircu für 1 VW Kronen, als die Hälfte der Schuld, die Herzog Maximilian gegen vwld Winkelried, seineu Gardehauptmanu, und dessen Knechte seiner Zeit übernommen, zc. Latein. Concept im St. A. Bern: Teutsch Spruchbuch 2. 82k. I» 1522, 14. Juli (Montag vor Margaretha), Zürich au die cidg. Botschaften in Bern, Von dem vogt und Regiment im obern Elsaß sei die beigelegte Zuschrift eingelangt. Da nun aus dieser Sache gar ^ oiu tödtlicher Krieg entspringen könnte, so bitte man geflissen, den Handel dergestalt zu bedenke», daß ll'wde und gute Nachbarschaft erhalten bleiben, :c. S>, A, Bmu A, Mich i, 28 218 Juli 1522, «> aus dcm Basler Exemplar. Zu :i. Die Motive des Abschlags gibt auch die au Stampn erlassene Autivort uur ganz allgeinein an: „otwurrunt nodis Iiao turbnlöntn et perioulosa tempostute tot et tauta impockimonta gno uo» incknount, ut psclitioni (siv) vostrs aatistlroero nan possumuo nee elobennis" . ., dd. 11. Juli. St. A. Bern: Latein. Missiven, I. 67 1». Zu »I. 1522, 12. Juli (Samstag vor Kaiser Heinrich), Bern. Coucept eines Schreibens der eidg. Boten au den Commissarius in Luggnris. (Zugleich ein Beitrag zur Ergänzung von Nr. 95). Der Zeiger dies klage: Wiewohl er und seine Hausfrau gegen seine Widerpartei ein Ehesteucrgut sammt den gehabten Kosten und dem rückständigen Zins mit rechtlichem llrtheil „erlangt", haben doch die Boten ans der Jahrrechnung in Luggaris die Zahlung der Kosten und des Zinses abgekannt, was man seltsam finde. Daher begehre man, daß der Eommissar ehrbare Leute beistehe, um einen gütlichen Vergleich zu versuchen; wäre ein solcher nicht zu ^erzielen, so solle er die Parteien an genieine Eidgenossen weisen und dabei schriftlich genauen Bericht erstatten ?c, St. A. Bern: Teutsch Miss. ?. 65 1». Zu «?. Das fragliche Breve wissen wir nirgends nachzuweisen. Zu Ii. Das bezügliche Schreiben von gemeiner Eidgenosscnschnst Bote» dd. Sonntag St. Kaiser Heinrichs Tag (13. Juli), das einige unerhebliche Details enthält, liegt als Coucept bei den Verncr Teutsch Missiven k. «6 5. Z» i. 1) 1522, 7, Juli (Montag vor Henriei Jmp.), Bern. Gilg Rpchmnth, Rudolf Zap, Arnold Fruonz und Niklans Halter, die mit einander dem Carl von Challant, Hans von Meßbach, Hans Ammann, Jacob Tcchtermann und Wilhelm Argent (mo) 12009 Kronen, gleich 10000 Gl. rh. (für den König von Frankreich) ans Zins geliehen, setzen die Bedingungen dieses Geschäftes fest: Daß der Zins nach Maßgabe der dargestreckten Summen (Rychmuth 3000 Kronen, Zag 2000, Fruonz 0000, Halter 1000) an sie zu entrichten, die Schuldverschreibung bei gemeinen Händen zu behalten und ohne allseitige Zustimmung keine Aenderung oder Ablösung w. zuläßig sei, w. " St. A. Bcrn, Tclitsch Spruchbuch 2. St!7. 2) 1522, 7. Juli (Montag vor Henriei Jmp.), Bern. Gcgenverschreibung des Bastards (Renat) von- Savoyen und des Generals Morelct. «>. x. sri—srr. 3) Antworten der Bote» (Mittwoch nach Ulrici). Lnccrn: Es will dem König die Vereinung halten; in Betreff des ausstehenden Soldes will es, der Seinigen sich vcrmächligend, dem König Aufschub geben bis Lichtmeß, llri: Wenn der König in die Pieardic ziehen und daselbst von den Knechten Gebrauch machen wolle, so werde es ihm dieselben überlassen, vorausgesetzt, daß er ihnen den verdienten Lohn bezahle, das geborgte Geschütz zurückstelle samt den darauf gegangenen Kosten, und den Grafen von Aronn für den ihm durch den Herrn von Lautrcc zugefügten Schaden entschädige; wolle er die Knechte aber in Mailand brauchen, so könne es für den ausstehenden Sold Aufschub ertheilen, wolle jedoch Niemand deßhalb zwingen. Schwpz bleibt bei seiner frühern Antwort, der König habe die Vereinung gebrochen, und darum sei man ihm auch nichts schuldig; es werde seine Knechte zu Hause behalten. Untcrwnlden: Wenn der König die Kitechte für den ausstehenden Sold und die Ansprachen in der Eidgenossenschaft versichere, so wollen sie (die Obrigkeiten) die Ihrigen auch ziehen lassen? vorausgesetzt, daß er sie nicht theile; wollte er die Knechte an beiden Orten gebrauchen, so wäre ihre Meinung, daß er für seilte Erblandc vor Allein sorge und „Mailand Mailand sein lasse"; übrigens werden sie thun, was die Mehrheit thue. Zug will dem König die Vereitlung halten, insofern auch er sie hält, und ebenfalls dafi»' sorgen, daß die Seinen wegen des ausstehenden Soldes und der Ansprachen bis Lichtmeß warten; doch müsse» sie vorher in der Eidgenossenschaft versichert werden; angenehmer jedoch wäre es ihnen, wenn ein kürzerer Tcrw>» festgesetzt würde. Glarus will die Vercinung halten und wegen des ausstehenden Soldes bis Lichtmeß warten? insofern die Ansprccher in der Eidgenossenschaft mit Bürgschaft und Bripfen versichert würden; wie die Mchrzalst der vorgehenden Orte hofft es aber, daß die Ansprachen in Güte berichtigt werden; im andern Falle würde eo gemäß der Vereitlung das Recht brauchen. Basel bleibt der 0000 Knechte halb bei seiner früheren Antwort; den» es ivill ihm nicht gefallen, jetzt dem König Knechte zu überlassen. Würde man bezahlt und zufrieden gestellt, st könnte man sich immer noch über dessen Ansuchen berathen. Fr ei bürg ist geneigt, die Vereitlung zu halte», Juli 1522, 219 MMN der Sold »ud die Ansprachen berichtigt würden; übrigens werde es der Mehrheit beistimmen. Auch Solothurn will Briefe nnd Siegel halten und die Seinen vermögen, auf gute Bürgschaft und Sicherheit hin mit dem Sold bis Michaclstag zu warte», oder längstens bis Lichtmeß. Schaffhnuscn: Wenn der König die Ansprachen der Knechte befriedige, so werde es sich nach der Mehrheit richten; die Knechte dürften aber nicht getheilt werden. Sollte die Bezahlung noch langer verschoben werden, so werde es die Sache nochmals heim- bringen. Appenzell: Der König habe den Knechten den Sold nicht gemäß der Vcrcinnng bezahlt, und so lange er das nicht thne, wolle auch es in der Sache nichts weiter thun; bezahle er die Knechte, so werde es ihm die Seinigen nicht vorenthalten. Wallis will dem König die Vcreinung halten und im Ucbrigen sich nach der Mehrheit richten. III Bünde: Sie haben wegen der Weitläufigkeit ihres Gebietes die Gemeinden noch nicht versammeln können; in den nächsten Tagen jedoch werde eine Versammlung stattfinden, und dann die Antwort erfolgen. Bern will dein König die Vereinung halten, sofern die Knechte nicht getheitt werden, und dem König für Bezahlung des ausstehenden Soldes Frist bis Lichtmeß geben. Bcrner Abschiede, 'v. p. 7S7—7Sl. — K. A. Zug: Abschiede, Bd. 2. — K. A. Basel: Abschiede, e. 204—20«. — K. A. Freiburg: Abschiede, Bd. 14». .it. A. Soloihurn: Abschiede, Vd. XI. — K. A. Schasfhauscn: Abschiede. Zu I. lieber dieses Geschäft wurde von gemeinen Eidgenossen ein Schreiben an den Grafen von Arona erlassen dd. 13. Juli: I. Condolenz um das ihm widerfahrende Unglück, ?c. 2. Dcßhalb haben die Boten mit dem Grandmaitre von Frankreich geredet und endlich von ihm die Antwort erhalten, daß der König, wenn man ihm zu der Wiedcrcrwerbung Mailands Hülfe leiste, dem Grafen das ihm Entrissene zurückerstatte» wolle; unterdessen erbiete er sich, zu ctwclchcr Untcrstühnug eine Pension zu geben. Nichts desto weniger werde man sich diesseits um andere Mittel bemühen, ?c. St. A. B.»i: Misswe» i. «s. Ebcndort ein Begleitschreiben von Bern, unter gleichem Datum, zur Beantwortung einer Zuschrift des Grafen. Zu «>. Die Basier Instruction für den folgenden Tag in Bern gibt ein Befremden über diese Zumuthung Zu erkennen, „so doch im Not mit darvon geroten sig". Zu 8. 1522, 10. Juli (Donstng vor Heinrici JmpcratoriS), Bern. Gemeine Eidgenossen an Zürich. „Wir Huben von discrm üwerm Kotten empfangen die quittanz von üch zuo abrichtnng der besoldnng, so hievor den gardenknächten nnder Arnold Winkclricd nnd in dienst des gefangnen Herzogen von Meilnnd verordnet, ufgericht, und dem selben nach, als söliche die ganze summ anzöigt, und aber nit mcr dann der halb teil verfallen, ist uugesächen ein andre zuo vergrifen und den Herrn Grantmaistre zuo ersnochcu, dem Küng zuo schribeu und zuo uerhälfen, damit söliche gefallnc summ abgericht nnd zuo unser aller Händen geantwurt werde. Und soferr den selben Herrn Grantmaistre will bedunken, daß wir dem Küng onch söllen schribeu, werden wir sölichs thuon und u» uns nützit lassen erwindeu, damit die bemeldtcn gardenknächt abtrag mögen erlangen, und also behalten wir hmder uns die obangezöugte quittanz nnder üwerm sigel gestellt und verkünden üch sölichs im besten". . . St. A. Zürich: A. Bern. Am 2. Juli (Mnriä Heimsuchung) hatten sich LA., Näthe nnd Landlenlc von Nidwaldcn in gleicher Sache "u Zürich gewendet. m. «. n »t »>°°ld-n. Zu t. Die erwähnte Zuschrift fehlt. 98. Wrmmen. 1522, >Juli. D.aa.bu.chiv -Nugebundm. Abschied.. ^ « „ das als Note 3 uuter Abschied 1i>21, ^1. .zebruai Tag der III Waldstälte. Ihre Boten erlassen an . ncei> - bereits verivendetc Schreiben. Vgl. auch Absch. 1522, 27. Btai ß- 220 Mi 1522, SS. Sol'othurn. 1522, 18. Juli (Freitag nach St, Alexias, .'c,). KantvnSarchiv Solvthurn: Urkunden. Gesandte: Bern. Sebastian vom Stein, Ritter; Konrad Willading, alt-Venner; Bartholome May, alle des Raths; Bernhaxd Axmbxoster, Anton Bütschelbach, eingesessene Bürger. Solo ihnen. Peter Hebolt, Schultheiß; Hans Stölli, alt - Schultheiß; Niklaus Ochsenbein, Venncr, med andere Verordnete, Bischos vo» Basel, Niklans von Dießbach, Coadjutor und Domdecan; Johann lllndolf von Hallwyl, Domcustos; Anshelm Hattmansdörfer, Hofmeister; Hans von Flachsland; Lucas Klett, Doctor und Canzler. Die Gesandten von Bern entscheideil (im Auftrag der Eidgenossen) den Span zwischen dem Bischof von Basel und der Stadt Solothurn, die Herrschaft Thierstein w. betreffend, mit Einwilligung beider Parteien gütlich wie folgt: 1, „Des ersten, daß beide, unser gnädiger Herr der Bischof von Basel, ouch die Herren der Höchen Thumbstift daselbs für s>) und all ir nachkommen ungehindert des empfachens von kciserlicher Majestät gethan jetz angcnds abstan und sich in die cwigkeit entzüchen söllent des schlosses Tierstcin und der kastvogtye Beinwyl mit den dörfcrn Büesserach, Eriswyle, Hofstetten, beid Beinwyl, Pant(a)leon, Nüglingen und der Müli in Oerisbach, mit tüten, bannen, Höchen und nidcrn geeichten, ivunn, meid, holz und seid, ivasser, masserrnns und aller zuogehörd, wie die in irem kreis und gezirk vergriffen sind, darzuo onch Breitcnbach und Grindel vlit snmpt des obgenannten unsere gnädigen Herrn Bischofs von Basel teil des gcrichts und (der) herrligkeit daselbs zuo Breitenbach inid Grindel, also daß sölichs alles unser lieben Eidgnossen und Mitbürgern von Soloturn und iren ewigen nachkommen von den selben Herren Bischof und Thumbstift zuo Basel ungeirret und (nn)bekümbert belyben llnd zuostan, und doch demselben nnserm gnädigen Herren von Basel nsbeschciden und unabbrüchlich siner zins, zechenden, gült, Mieter und eigner lüten, so er Vaselbs zuo Breitenbach und Grindel hat, und im onch darby alle geistliche obcrkeit lN dem bemelten kreis'und gezirken vorbehebt. Welich plätz und dörfer so obstand, es she gegen den herrschasten Pfäffingen, Zwingen, Laufen, Tellsperg und darzuo allcnthalb, Ivo sölichs die notdurft erhöischct, zwüschent der Stift Basel und der Herrschaft Tierstein mit gnoten steinen und marchcn vcrsündert und wie sich gebürt besorgt, safer daß das lcchen durch die von Solotnrn von keiserlicher Majestät empfangen und erlanget sölle werden, und was also usserthalb discn uf(ze)richtenden marchen und geziehen und der gerechtigkeit der Herrschaft Tierstcw gelegen, es sye in Höchen oder nidcrn geeichten, söllent linser Eidgnossen von Soloturn kein ansprach mer haben, sonders unsern gnädigen Herrn von Basel und die Thumbstift darin ungeirret lassen, 2. Denne beträfsend dcv gottshus lüt zuo Beimvyl, söllent desselben gottshuses eigen lüt, wo die seßhaft, demselben gottshus Beinwyt belyben in disen warten, daß die so hindcr der Stift gesessen, alle jnr an das hus Pfäffingen zwen frontagwcu ze tuond pftichtig, und aber die (so) nit hinder der Stift seßhaft, desselben entladen und unschuldig sin (söllen)- 3, Aber der übrigen eignen lüt halb, beiden teilen zuogchörig, soll (es) also gehalten werden: Wo unser EidgnosstU von Soloturn Personen hindcr der Stift säßen, die unser gnädiger Herr von Basel ze vertuschen hette, soll de> tusch von unser» Eidgnossen von Solotnrn angenommen werden; weliche man aber nit zuo verglychen heR' belyben wie von alter harkommen ist. Und der eignen lüten halb, in weliche Herrschaft ein jeder zücht, so soll ^ nit dest minder siner alten oberkcit dienen und znogehören, wie onch bishar gcbrncht ist. 4, Des dorfs Bcttwch halb mit aller siner zuogehörnng, soll dasselbig unfern lieben Eidgnossen von Soloturn unablösig und allen intrng und widerred belyben und hcimdiencn, doch mit disem nndcrscheid, daß diewyl des dritten jnrs sölichs' dorss nutzung Herrn Hansen Immer von Gilgcnberg soll zuostan, und sölicher sin teil ein lcchen von der ^ml^ Basel sin, daß beide, unser gnädiger Herr von Basel und die Stift, sölich lechen des von Gilgcnbergs teil w» oor>tat, wenn es dheinest zuo fall käme, denen von Soloturn jetz nachgelassen haben und inen dasselbig zuogells sin. Wo sich aber dieselben von Soloturn in mittler zyt mit dem von Gilgenberg deßhnlb betragen oder verc»' Juli 1522, 221 barm mögmt, daß alldann unser Herr von Basel, die Stift, ir nachkommen noch gewalthaber inen darin kein intrag noch widerred tuon noch getan werden verhelfen söllent. 5. Wyler, so ist das dorf Ettingcn mit Höchen und »idern geeichten, stürm, fällen, buoßm und allen andern Nutzungen, gerechtigkcit, zuogehörung, ganzer und voller herrligkeit, unserm gnädigen Herren von Basel zuogeteilt und übergeben, 6. Aber berücrend Angenstein, soll (das) auch unserm gnädigen Herren Bischof von Basel bclybcn, doch denen von Soloturn und irm underthan(m) und lüten zuo und von dem ireu gewonlichm durchgang und wie das von alter harkommm ist, vorbehalten, soferr daß unser gnädiger Herr von Basel, die Stift noch die irm daselbs kein wyter schloß oder hus buwen söllent, so denen von Soloturn oder den irm zuo schaden oder Nachteil dienen möchte. 7. Und als dann die von Soloturn uf Ettingm und Bettwyl vierzechcnhundert guldin, deßgelychm nf Angenstein zweihundert guldin in pfands- schillingswys (fürgesetzt?), Hand wir uns erkennt, daß unser gnädiger Herr von Basel unfern lieben Eidgnossen und Mitbürgern von Soloturn für die losung sölicher dryer platzen und der sechszechenhundcrt gnldinen wie vorstat also bar hinusgeben und bezalen tuscnd guldin, und daßfty, die von Soloturn, demselben nach die übrigen sechshundert guldin an inen selbs haben (sollen). 8. Denne so soll kleinen Lützel als ein tnsch an Büren Herrn Bischofsm von Basel gefolgen mit dism fürwortm und vorbehaltnuß, daß dem Abt des klösterlis zuo kleinen Lützel und einem vogt zuo Tierstein als einem kastmvogt desselben klösterlis alle die gerechtigkcit und fryheit, so von alter har gebrucht ist, unabgcschlagen sin sölle, doch der rechten herligkeit und oberkeit, es sye an wildbännm, Höchen und nidcrn geeichten und anderm (so) minem gnädigen Herren von Basel znoständig, unschädlich. 9. Es soll ouch dem Abt von Beinwyle zuo des gottshuses Händen gelangen die Hölzer, eigne güeter, zins und gült, so er jetzmal da usserthalb den abgedachten marchm under der Stift hette, unangesechcn disers Vertrags, und ob er oder die von Soloturn wyter vermcintent auzesprccheu, (soll) dasselbig init dem rechten erlütert werden. 19. Und berüerend die große beladnuß der sechszcchcn tuscnd guldium, so da uf beiden Herrschaften Pfäffingen und Tierstein stand, und wylent Graf Heinrich von Tierstcin selig wie obstat (im Eingang d. Urk.) daruf gebrochen hat, soll in diser gestalt und maß usgesprochcn sin und gehalten werden, daß nachdem und unser lieben Eidgnossen von Soloturn dartuond', sy standcnt derselben beladnuß um vicrtusmd guldin vcrschribm, und darzuo sy bishar von sölicher viertusend guldincn houptguots wegen fünfhundert guldin zuo zins nsgcricht, habcnt wir dcßhalb gclütert, daß wo fach daß sich fnnde, daß die von Soloturn umb minder dann umb die vorbenempten fünfthalbtusend guldin beladen wärmt, söllent sy unserm Herren Bischof von Basel unz zuo erfüllung der fünfthalbtusend guldincn dartuon; vb sich aber funde, daß sy mnb iner dann nmb die fünfthalbtusend guldin beschwert wärmt, alldann inen sölichs unser gnädiger Herr von Basel nachtragen und ersetzen, (und) demselben nach so söllent die von Soloturn unserm gnädigen Herren oder der Stift Basel um die dritthalbtusmd guldin von inen hievor erlanget nützit verbunden stv, sonders unser gnädiger Herr von Basel die übrige beladnuß der sechszcchmtusend guldincn nach abzug der abgedachten viertusend guldincn honptgnots ane allen deren von Soloturn schaden und entgeltnuß vertretten, über und an sich nemcn und benüegig machen. 11, Fürer so ist der gefangnen halb, so zuo zytm durch eintwädrc party angenommen und durch der andern herligkeit land nnd crdrich gcfüert möchten werden, erlütert, daß sy beidersyt semlich gefangen lüt, es wärmt vil oder wenig, je, eine durch der andern Herrschaft ane alle rechtsfertigung, intrag und widerred der selbigen Herrschaft füeren und bcleitm söllent und mögmt, welicher Herrschaft fryheit, gerechtigkcit und guot harkommm damit in kein wys noch weg geletzt, gcschädiget noch abbrüchlich gemacht sin soll, 12. lind damit man möge wüssm, wie und in welicher gestalt die obbestimpte march und limitiernng gesetzt werden, ist durch uns angesehen und beschlossen, daß jetwädrc party vier bidcrb nnpartygig man erkiese», die denn scmlich »rarchm setzent, und ob die selben nit eins möchtent werden, so söllint sy einen obman uß der Statt Bern erwclm, der sy vereinbar und betrage. 13. Zum letsten so söllent nit dest minder beider syt lüten und hindersäßen w samentgeträttung, weidgäng und guot alt Harkomen und nachbcrschaft, wie bisher gebrucht, unabgebrochen sin, sonders fürhin wie vormals gehalten werden, dnrinit ouch alle verträg, so zwüschen unserm gnädigen Herren Bischof von Basel und der Stift, ouch unser» lieben Eidgnossen von Soloturn vormals ufgericht, in kreften bestan und denen beidersyt gelebt und nachgangm werde», deßlichen sich unser gnädiger Herr und die Thumbstift von Basel der Herrschaft Tierstein, und hinwidcr unser lieben Eidgnossen und Mitbürger der Statt Soloturn der Herrschaft ststiffingm mit sanipt allen jctwädrcr Herrschaft dörsern und zuogehörnngen ganz und gar entzüchcn nnd begeben, 222 Juli 1522, sonders sich deß, so inen wie oblutet zuogcteitt ist, behelfen und geleben und sölicher ir spännen und mißvcrständnuß hiemit wol entscheiden, gclütert und betragen heißen und sin, auch ircn kosten beiderstst erlitten an inen sclbs, und dewädre party der andern deßhnlb nützit ze antwurten haben. — Und nachdem wir die obbencmptcn Sprüchcr disen unfern vertrag, wie der hievor von einem artikel an den andern erlütert ist, beiden partyen fürgehalten, Hand sy sich genommen darüber zno bedenken, und sonderlich unser lieben Mitbürger und Eidgnossen von Soloturn ir klein und groß Rät versammle» lassen, und darüber beider syt im namen gotts seinlichen vertrag, bcreduuß und Verrichtung war, stät, fest, dankbar und unverbrochenlich für sy und all ir ewig nachkommen ze halten angenommen, gelobt und versprochen und frywillenklich gegen einaudern gercdt, daß hinfür aller unwill, so diser spännen hast zwüschen inen möchte entsprungen (sin), ganz tod, hin und ab sin, und sy mich hinfür gegen und mit einander« brüederlich und als guot nachbern wellent leben, und uf sölichs wir die scheidlüt ferrer beredt, daß beid teil das so inen wie oblutet gezigen und zuogegebeu, wol in und zno iren Händen nemen söllent und mögent (doch der . muotmaß wie harin versündert ist unbeschwächlich), jetwädrer von dem andern ungehindert, nu hinfür, wenn sil wellent, alle gefärd, arglist und was Hiewider sin möchte, ganz Hindan gesetzt und vermitteln" (Folgt Schluß! Rngelobung ?c.). Perg.Mvk.. Nlit 9 Siegeln (von denen 4 gänzlich oder gräßtcntheils abgegangen). Die Namen der Gesandten sind der Einleitung entnommen. Eine Anzahl bezüglicher Entwürfe und Gutachten hat K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. XI. Hier ist auch folgendes Actenstück zu beachten: 2) 1522, 11. August (Moutag nach Laurentii). Bern au Solothurn. Mitthcilung einer Zuschrift des Bischofs von Basel, worin er sich darüber beschwere, daß Solothurn den letzthin abgeredeten Vertrag nicht besiegeln wolle, :c. Da man nun bemerke, daß es einzig den Einwurf mache, daß vor allen Dingen die March bereinigt und aufgerichtet werden sollte, und man wisse, daß der Bischof gutwillig sei, sich deßhalb gütlich nut Solothurn zu vertragen oder nöthigenfalls dein Vertrag gemäß die Märchen festsetzen zu lassen, so ersuche man es freundlich, den Vertrag mit seinem Siegel zu bestätigen, für die Bestimmung der Märchen einen Tag Z« setzen und denselben dem Bischof anzuzeigen; dann werde man sich Mühe geben, ihn zu dessen Besuchung «ist freundlicher Vcrgleichung zu bewegen; darüber begehre man umgehende schriftliche Antwort. St. A. Bern: Teutsch Missiven 72. 10«. Hber-Meunforn. 1522, 21. Juli f. (St. Marin Magdalcnn Abend f.). Staatsarchiv Aürich: A. Neunforn. Gesandte: Zürich. Junker Jacob Grebel; M. Berger; (Engelhard), Vogt zu Kyburg; (Othmar Rordorf), Vogt zu Andelfingen. Zug. Ammann (Hieronymus) Stocker. Glarus. Bernhard Schießer. Luc er». Heinrich Flcckenstcin, anstatt des (Heinrich) Merz von Schwyz; (Niklans Muheim), Landvogt im Thnrgan, im Naincu der VII Orte. Aufnahme von Knndschaften über die streitigen Märchen zwischen den Gerichten Zürichs und der Land' grafschaft Thurgau. Gleichzeitige Ausfertigung von dem Landschrciber zu Fraucnfeld. Juli 1522. 223 Wer»!. 1522, 23. Juli f. (Mittwoch vor Jacobi f). Staatsarchiv L?ucern: Allgemeine Abschiede, v. 1. 1.350. Staatsarchiv Zürich: Tschad. Abschiede-Sammlung, Bd. 5 Nr. 71. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, 2'. p. 71,8. Abscheide «ino <1nta. Äantonsarchiv Basel: Abschiede, 1. 212. Kantonsarchiv Solothnr»»: Abschiede, Bd. XI. KantonSarchiv Schaffhausen: Abschiede. Gesandte: Basel. (Caspar Koch.) Freiburg. (Humbert von Perroman; Hans Ammaun.) — (Die andern nicht bekannt.) n. Die 100 Kronen, die man dem König des Geschützes wegen dargeliehen, sind zurückbezahlt und verteilt; davon sind jedem Orte zu Theil geworden 8 Kronen und 1 dicker Plappart. I». 1. Die Boten des Mschofs und der Stadt Basel begehren, daß der Bertrag betreffend die Herrschaft Pfeffingen förmlich ausgerichtet und von Bern im Namen aller Eidgenossen besiegelt werde. Das hat man bewilligt, indem jetzt der andere Streit mit Solothurn durch Vermittlung Berns berichtigt worden, sodass keine Widerrede geschehen ist. t Man hat auch dem Bischof Schriften übergeben zur Uebermittlnng an den päpstlichen Legaten, der gerade zu Konstanz seiu soll, damit er diesen Bertrag im Namen des Papstes bestätige. «. Die Gesandten der drei stände der Grafschaft Burgund zeigen an, daß zwischen dem Herzogthum »nd der Grafschaft und andern dabei g^egenen Schlössern, Städten und Flecken mit Einwilligung des Königs und der Erzherzogin Margaretha ein »Bestand" für drei Jahre geschlossen sei. Das hat man mit Vergnügen gehört und in den Abschied genommen. ^ 1. Eberlin von Nischach, Gesandter des Herzogs von Würtemberg, meldet, daß beabsichtigt sei, sobald die Eidgenossen dem König zuziehen, die Grafschaft Mümpelgard samt andern dem Herzog noch übrig gebliebenen Sätzen z» überfallen und zu erobern, »nd bittet, da der Herzog mit einigen Orten verwandt und des Königs Diener sei, jh„ „jcht zu verlassen; denn er wolle Hinwider mit Leib und Gut zu den Eidgenossen halten. ' Derselbe Gesandte berichtet, es seien dem Herzog von einige» den Eidgenossen feindlich gesinnte» Personen GUfilichr Ermahnungen zugekommen, den Eidgenossen keinen Aufenthalt in Mümpelgard zu gestatten, mit dem verbieten, ihm die ganze Summe Geldes, die er aus jene Grafschaft entlehnt, abzunehmen und sich mit ihm sonst zn vertragen, was er jedoch abgeschlagen habe in der Hoffnung, das in Andern, zu genießen. Heivi- llMingen. 3. Da der von Rischach weiter begehrt, daß sich die Eidgenosse» bei dem Grandmaitre für den ^Zog verwenden, damit er, als Diener des Königs, ganz oder zum Theil entschädigt werde, so wurde mit Grandmaitre deßhalb Rücksprache genommen, der sich auch bereitwillig gezeigt hat, wie jeder Bote weiß. ^' Bürgermeister und Stadtschreibcr von Mühlhansen legen weitläufige Schriften vor, welche ihnen von dem "Nrlichen Statthalter »nd Regenten zu Ensisheim zugekommen, nebst der darauf gegebene» Antwort. Ans ^ßr ergibt sich, daß Mühlhausen sich gegen die Klagen der Nachbarn wohl gerechtfertigt hat. 1 Der Span ^ben der von Lignicres und Landeron, zu dessen Berichtigung einige Orte und ein Tag waren bezeichnet 'vmden, ist verschoben bis ans die Jahrrechnung zu Neuenbürg. K. Auf das erneuerte Ansuchen einer Botlast des Grafen von Aroua, sich bei dem König für ihn zu verwenden, damit er wieder Nahrung und Ob- "ch finde, hat man mit den, Grandmaitre vielfältig unterhandelt und endlich so viel erwirkt, daß er ihm ^ Kronen ausbezahlt; für das klebrige null er an den König schreiben; es wird auch dem Grafen anerboten, ^ schriftlich oder mündlich für ihn zu verwenden, und Bern dazu bevollmächtigt. I». Heimzubringen, ob man Herrschaften Mendris und Balerna, die zu Händen der Eidgenossen in Eidespflicht genommen sind, bevogten i. Dem König von Frankreich wird endlich der 6000 Mann halb mit überwiegendem Mehr die Antwort t 224 Juli 1522, gegeben: Man wolle Brief und Siegel halten; mit der Ausbezahlung des rückständigen Soldes sei man bereih bis Lichtmeß zu warten; dafür soll aber hinlängliche Sicherheit geleistet werden. Die verlangte Anzahl Knechte will man dem König zukommen lassen; doch darf er sie nicht theilen, und dabei wird gefordert, daß er jedem Ort die Hauptleute bezeichne, damit dieselben von ihrer Obrigkeit aus die Ordonnanz verpflichtet werden können; der Grandmaitrc darf die Hauptleute und Knechte sofort bestellen und dahin schicken, wo der König sie braucht, doch immer der Vcreiuung gemäß; wenigstens vierzehn Tage vor dem Aufbruch sollen die Orte benachrichtigt werden, wohjn die Mannschaft ziehen soll, damit sich jedermann darnach richten kann. Ein anderer Tag deß- wegcn ist nicht mehr nöthig, Ii,. Zürich sendet einige von dem Kaiser und dem König von England gekommene Schriften auf diesen Tag und hat einen Tag nach Einsiedel» ausgeschrieben ans St. Oswaldstag (5, August)- Die Schriften sagen, die Eidgenossen möchten sich von dem König von Frankreich ferne halten und dem Kaiser, dem König von England und dem Papste anhangen und mit denselben Einung und Bündnisse annehmen, um die Friedensstörer strafen zu helfen; willigen wir ein, so werden dieselben (Fürsten) eine Gesandtschaft abordnen, um mit uns zu unterhandeln, was zur Erhaltung des Friedens und der Ruhe zweckdienlich sei. Heimzubringen. I. 1. Schwyz, das (auch) auf diesem Tage nicht gegenwärtig ist, gibt seine Antwort des Königs von Frankreich wegen schriftlich: Es wolle mit demselben nichts zu schaffen haben und der Vereinung „müßig gehen", jedoch den Frieden halten. Für diese Ansicht stimmt auch Nidwalden. 2. Daher hat man beschlossen, eine Botschaft in Aller Namen zu den beiden Orten zu verordnen und sie zu ersuchen, weil sie doch mit den andern in die Vereinung getreten, sich der Mehrheit anzuschließen, mit der Bezahlung des rückständigen Soldes gegen Sicherheit bis Lichtmeß Aufschub zu gewähren und die Knechte zu bewilligen, um den uns zugefügten Schaden und die erlittene Schmach zu rächen. Wollten sie aber nicht beitreten, so mögen sie doch - die Ihrigen zu Haust behalten und nicht gegen die andern Eidgenossen ziehen lassen, 3. Ferner wird verabredet, auch nach Zürich eine Botschaft zu schicken, um dasselbe freundlich zu ersuchen, wenn es auf seinem Vorhaben (die Vereinung nicht anzunehmen) beharre, doch wenigstens die Seinen nicht gegen die übrigen Orte ziehen zu lassen. 4. D>r Botschaft an die drei Orte soll zuerst Zürich besuchen und da auf Freitag nach Jacobi (1. August) vor kleinen und großen Rüthen ihren Auftrag ausrichten, am Sonntag darauf vor der Gemeinde zu Schwyz und am Montag vor der Gemeinde zu Nidwalden erscheinen. 5. Die Boten nach Zürich sollen auch bevollmächtigt werden, st^i für den „Neinwald" l)iöldliu zu verwenden, K. Ferner solleil sie Vollmacht haben, einen Commissär nach Mendris und Valerna zu schön und zu rathschlagen, ob die ennctbirgischen Herrschaften mit einer Besatzung ZU versehen seien. »»» Man hat auch vereinbart, es solle kein Hauptmann Leute aus einem andern Orte anwerben lind wegführen; auch dürfen dieselben keine fremden Knechte mehr in Dienst nehmen, um Schande und Schaden desto eher zu verhüten, i» Es weiß jeder Bote, was mit den: Grandmaitre wegen besserer Besoldimg dtt Büchsenschützen geredet worden ist, «. Für die Hauptlente und Gemeinen wird eine Ordonnanz aufgestellt, n»d beschlossen, dieselbe jedem Ort ans dem Tag in Zürich mitzuthcilen, >». Schwyz ist zu crmahnen, dem StaiNpN keinen Aufenthalt zu gestatten, und mit Zürich zu reden, daß es die Hauptlcute nicht gefangen setze, Bastl und Schaffhausen, die sich über die (Abrede betreffend die) Ausrichtung der Sölde beschweren, will man freund' lich gebeten haben, sich von der Mehrheit nicht zu sönder» und also die Ihrigen auch ausziehen zu lassen / ^ Vereinung gemäß. » 1522, 25. Juli, Empfehlungsschreiben der eidg, Botschaften au . , , für eineil Kaufmann FrancistN" de Bellomonte, dem ein Wilhelm Viron, „suliclikua vcwtorZ die schuldige Summe nicht bezahlt habe, mit dc> Bitte uni schleuniges Recht, ?c. Die Anrede lautet „uobilos magnikivi gt prastnirtissiliii ckornini." St. A. Bern: Latein. Missiven I. 74». Juli 1522, . 225 8. 1) 1522, 26. Juli, Bern, Die cidg, Boten an den Landvogt in Luggaris. 1. Man vernehme, das; Graf Johann Borromeo den Jacob de Nonco nnd den Baptist de Plano, Angehörige der XII Orte, ihrer Güter im Herzogthnm Mailand mit Gewalt beraubt habe; desihalb schreibe man ihm und fordere, das; er jene Güter zurückerstatte, unter Androhung von Gegenmaßregeln betreffend die Mailänder in diesseitigem Gebiet, um die Geschädigten zn befriedigen. Hienach befehle man, fofcrn das Verlangte nicht geschehe, den beiden Genannten den nöthigen Ersatz aus Gütern der Mailänder zn verschaffen, 2. lieber die Verhältnisse der Landschaft Mendris nnd Balerna habe man sich auch bcrathen und werde ab dem nächstens in Zürich zu haltenden Tage deßhalb Bescheid geben. s«, A, B-r»: T-msch MWvm n. «s r, 2) 26. Juli. Dieselben an Gras Johann Borromeo. In gleicher Sache, ab-nbon- «amn. M-ssivm i. ». 1522,'29. Juli. Die eidg. Boten schreiben an Herrn von Lautrec: Er kenne die Dienste, welche Boniface de Molliere, Herr de Font, dem König in der Belagerung Mailands geleistet; dennoch werde jetzt bwiselben der verlangte Sold verweigert, was man befremdlich finde, da dessen guter Eifer für des Königs Sache mohl bezeugt werden könne; darum bitte man, ihn zufrieden zu stellen, ?c. Eb-„d°m La«. MGm» 1.7»,,. «z; aus dem Schaffhauser Exemplar. Zu lt», 1. 1) Ein Concept des Vertrages zwischen dem Bischof und der Stadt Basel findet sich im Berner Teutsch Spruchbnch (X. p. 859—858), eine Copic im Basler Offnungsbnch, im St. A. Lncern h Acten B. Basel), im K. A. Solothurn (Absch., Bd. X), zc. Wir lassen hier nur einen Auszug der vereinbarten Bestimmungen folgen; der Eingang erzählt wie gewöhnlich die vorausgegangenen Verhandlungen. 1. Die Stadt Basel stellt dem Bischof das Schloß Pfeffingen wieder zu Händen unter der Bedingung, daß kr, seine Nachkommen und die Stift dieses Schloß und die Herrschaft ans ewige Zeiten behalten, also niemals weder versetzen noch sonstwie veräußern sollen. 2. Der Bischof, eventnel das Capitcl, ist befugt, das genannte Schloß nach seinem Gefallen zu bevogtcn; dieser Vogt soll zuerst dem Bischof, der Stift und deren Amtleuten schwören, dann in dem Rath der Stadt Basel die Eidespflicht leisten, in Fällen von Krieg sich unparteiisch zu halten, keinem Feind der Eidgenossen und besonders Basels in dem Schlosse Aufenthalt oder Speise zu verschaffen noch sonst einigen Vorschub zu leisten; deßhalb soll er sich gegen Basel verschreiben, und es soll diese Pflicht auch bei jedem Antritt eines neuen Vogtes bestätigt werden. 3. Um dafür wirksam vorzusorgen, daß die Herrschaft Pfeffingen in Ewigkeit bei der Stift bleibe, ist abgeredet, daß von den 4599 Gulden, welche Bischof nnd Capitel der Stadt schuldig sind, 2999 Gulden, die Mt einer ewigen Gült von ^9 Gl. verzinst werden, durch eine Verschreibnng auf das Schloß und die Herrschaft als rechtes Unterpfand angewiesen werden sollen, sodaß in dem Falle, wo die Herrschaft je mit Wissen und Willen des Bischofs nnd Capitels von Händen gegeben würde, dieselbe an die Stadt überginge, jedoch mit der barauf haftenden Last, und die Stadt mit der Einnahme der Herrschaft, geschähe solche mit oder ohne Recht, -Juchts gefrevelt" haben soll. Wegen der übrigen 259t? Gulden sollen sich Bischof nnd Stift gemäß dem alten Schuldbrief besonders verschreiben. 4. Wenn Jemand den Bischof oder die Stift mit Gewalt von dem Besitz dieser Herrschaft drängen wollte, ja soll ihnen die Stadt nach Vermögen darin beholfen sein. 5. Beide Parteien sollen bei den „Bezirken, Kreisen und hohen Herrlichkeiten" zwischen Pfeffingen und der Stadt Basel sowie bei den Fischenzen bleiben; besonders soll das Hochgericht unter dem Dorf Reinach nicht weiter lerab gegen Basel versetzt nnd daselbst auch keine Zollstätte mehr errichtet werden, gemäß den vorhandenen Briefen. 6. Zun, Ersatz für Pfeffingen übergibt der Bischof mit Bewilligung des Capitels das Dorf Riehen im Liesenthal mit allen zugehörigen Rechten der Stadt zu kaufen um 5999 Gl., für welche sie sich genngsam verschreiben soll. 29 226 Juli 1522. 7. Auch bestätigt der Bischof den früher mit "Christoph von Ramstein getroffenen Kauf des Schlosses Ramstcin und verzichtet auf alle bezüglichen Rechte, dergleichen in Betreff der Oberherrlichkeit zu Buttiko», beides mit Zustimmung des Capitels. 8. Jede Partei trägt die ihr ans dem Span erwachsenen Kosten selbst. Zum Schlüsse folgt die Zusage, diesem Vergleich getreulich nachzukommen ?c., und die Erklärung der eidgenössischen Boten, daß sie den Vertrag in allen Bestimmungen bekräftigen und dessen Vollziegung verlangen, u. st st 2) 1522, 11. October, (Basel). Thomas Schaler, genannt von Leimen, bischöflicher Vogt zu Pfeffingen, bezeugt unter seinem Siegel, daß er gemäß dem jüngst errichteten Vertrage dem Bürgermeister und Rath von Basel geschworen, im Fall eines Krieges oder „Aufruhrs" in diesen Landen sich mit dem Schloß und seiner Vogtei unparteiisch halten und keinem Feind der Eidgenossenschaft oder der Stadt Basel irgend welchen Vorschub leisten zu wollen. St. A. BascN Perg. Urkunde. Zu >l», 2. Das Concept eines bezüglichen Schreibens an den Bischof von Veroli findet sich in den Berner Latein. Missiven I. k. 69 d. Zu Orte anHeim. Appenzell ist auch geneigt, dein König Brief und Siegel zu halten, sofern er es himvider th»e> sonst würden die Leute ivenig Lust habe», ihm mehr zu dienen. St. A. Nein: Allg. eidg. Abschiede, p. 792—794. Abscheide sink dato. 2) Die für die französische Botschaft ausgefertigte lateinische Fassung ist. zu suchen in den Berner Latein- Missiven, 1. 72—73. Zu Ir. Die erwähnten Schriften vermuthen wir in folgenden Acten: 1) 1522, 2V. Mai, Brügge. Kaiser Karl V. an Zürich. Es werde bereits wissen, wie sich die Sachen >>n Herzogthnm Mailand zugetragen; er schreibe deßhalb gemeinen Eidgenossen und jedem Ort besonders, wie d>e beigeschlossene Copie ausweise, und weil er zu Zürich immer ein besonderes Vertrauen gehegt, da es sich allezeit treulich und wohl gehalten, so begehre er, daß es in diesem guten Willen beharre und bei den Eidgenosse das Beste handle ... St. A. Zürich, «. K-us-r. 2) 1522, 20. Mai. Karl V. an gemeine Eidgenossen. Obwol alle seine bisherigen Bemühungen, d" Eidgenossen von Frankreich abzuziehen, fruchtlos gewesen, so habe er durch sein Mißfallen darüber sich doch n>ch zu unfreundlichen Maßregeln verleiten lassen; er habe sogar den Hanptlenten in seinem Heere den Befehl gcgcl'^ sich in keine Schlacht einzulassen, so lange die eidg. Knechte bei dem Feinde stehen, da es wider die ErbeinnNb wäre und es ihm leid thäte, ein Glied der deutschen Nation und Zunge, ein Volk, das gegen den Feind Christenheit, die Türken, so große Dienste leisten könnte, anzugreifen. Es sei also wider sein Vcrhofsen gesch^st"'' Juli 1522, 227 daß letzthin (bei Bicocca) ihre Heere zusammengestoßen; obwol aber die Eidgenossen und die Franzosen sein Kriegsvolk „trntzlich überfallen", habe dasselbe sich nur zur Gegenwehr gestellt und.den Vortheil, den es gewonnen, nicht verfolgt und damit den Absichten des Kaisers entsprochen; er hoffe übrigens, daß künftig beide Theile ein solches Ereigniß verhüten können. In Anbetracht des Bundes, den die Eidgenossen mit ihm haben, ersuche er sie nun nochmals, daß sie den König von Frankreich aufgeben, ihre Söldner zurückziehen und sich künftig dem Reiche anschließen möchten, was auch dem Herzog von Mailand und durch diesen ihnen selbst zu Gute kommen werde. Er gedenke, nach England zu reisen und mit dem König ein Bündniß zu schließen, alsdann eine Botschaft zu den Eidgenossen zu senden, die das Weitere mit ihnen abreden werde; inzwischen wollen sie sich gegen Mailand als gute Nachbarn und Freunde erzeigen und den Franzosen keine Hülfe mehr leisten. St, A. Zürich: A. Kaiser. Tschud. Docum.-Sammlung, Bd. VIII. Nr. 47. — St. A. Bern: A. Ausland III (Kaiser). — St. A. Lucern: A.Kaiser. K. Bibl. Freibmg: Girard. Sammlung, Bd. V. — K. A. Schaffhausen: Correspondenzen. 3) 1522, 21. Juni, Schloß Windsor. König Heinrich VIII. an gemeine Eidgenossen. Wie eifrig er für die Eintracht unter den christlichen Fürsten gearbeitet habe, sei wohl der ganzen Welt, und insonders den Eidgenossen schon längst bekannt; zur Förderung dieses nützlichen und wohlthätigen Werkes habe er den Cardinal von Uork (Eboracensem), Legaten n latsrs, nach Calais gesendet, um die Zwietracht zwischen dem Kaiser und dem König von Frankreich schlichten zu helfen. Er habe dann aber gewissen Bericht empfangen, daß der König den zu London geinachten Frieden, Bund und Eid zuerst gebrochen, was ihn, König Heinrich, schwer bekümmert Hobe . .. Wiewol der Kaiser vermöge des Bundes mehrmals seine Hülfe gefordert, so habe er doch bisher noch nicht entsprochen, weil er gehofft, daß das Nebel vielleicht sonst gestillt werden möchte. Dies alles habe der König von Frankreich nicht gewürdigt, sondern auch ihn und die Seinen angefochten, was ihn nun zwinge, dem Kaiser Hülfe zu leisten w. „Hieruf, diewil wir üch als unser alt bnndsverwandtcn (und) getrüwisten fründ allweg gespürt und üch glichlich, ouch üwer festen und berüemten nation mit gröstem gunst wir angehanget sind, so bitten wir üch zum jemer gröstcn wir mögent, daß ir der Franzosen, ouch irer trüglichkeit ganz verachtend, kcis. Mt., ouch unserer party üch anhenkind und dises kriegs, mit gmüet med kreften uns zuogefüegt, üch underwindind, und über sölichs, daß ir von dem unrechten französischen joch üch selbs entledigent; die ding, die man üch, ouch üwer tugend rechtlichen schuldig ist, werden ir dest ringer überkommen, und werden ouch wir verschaffen, daß erwelter Babst, keis. Mt., der Herzog zuo Mciland und ander unser bnndsverwandten mit uns umd järliche jargcld und besoldungen üch versechent. Und daruf so bitten ipir üch flissenklich, nnsern bliesen und botten über dise fach schnelle antwurt (zuo) geben," zc. . St. A. Zürich: A. Grojibrit-mnien (lieber!.). Im „Archiv" der allgcm. gcschichtforschendcn Gesellschaft, Bd. XV, p. 314—310, gibt W. Gisi in französischer Uebersctzung ein Schreiben des Kaisers an die Eidgenossen, dd. Windsor, 20. Juni, das übrigens nur oft wiederholten Gedanken entwickelt und theilweise mit N. 3 übereinstimmt. Daß sich von dieser Missive in schweizerischen Archiven kein Exemplar erhalten hat, darf ivohl etwas räthselhaft erscheinen. Zu I, 1. 1522, 21. Juli. Schwyz an die eidgenössischen Botschaften. Schriftliche Beantwortung des von Aogt Lilly heimgebrachten Abschieds von Bern (den einzelnen Artikeln nach). — Zu bemerken ist außer der ^nnnerung, daß die französische Vcreinung durch heimliche Geldspenden und theilweise also durch Betrug zur Annahme gebracht worden sei, die folgende Stelle: „Getrüwcn lieben Eidgnossen, dwyl und wir uns im ansang "User geschworncn bünden und sidhar zuo mermalen znosamen vcrpflicht und gebunden als getrüw fründ und brüedcr, deß wir uns ob gott will ewig gegen einandern halten wellcnt, so gebürt es sich doch wol, ein bruoder ^n andern zuo ermnncn in anligenden dingen, die inen beiden zuo schaden reichen möchten; hierum, so wir je su sorgen sind, wo wir Eidgnossen semlicher gforlicher sorgklicher händlen nit abstandint, daß es uns in gemein künftigen zyten zuo merem und großem schaden und Nachteil reichen möcht, darum so vermanen und bitten wir uch in sainpt und sunder, ob einich Ort under üch deß könnde finden gliinpf und fuog, das welle semlicher dingen "b und zuo uns stau zc. Dis alles sol nieman vermerken, daß wir hicmit jcnian ützit leeren, snndcr üch sampt "ud sunders getrüwer fründticher brüederlicher mcinig ermanen, damit und wir all in gemein unser land, lüt, und gnot deßter rüewiger besitzen und behalten jetz und hienach, ouch ivir under und gegen einandern deßter ludlicher in guoter fründticher trüw nnd liebe fürhin wie bisher bliben mögen". . . St.A. Ben,: A. Schwyz. August 1522, 229 eine oder andere Ort abzufertigen, um in dem angedeuteten Sinne zn wirken, und melde dies in der Meinung, daß man auf diesseitige Boten nicht warten möge. «> A- B°!-u MW»«,. Die erwähnten Forderungen beziehen sich auf die früher zugesagte, später aber nicht anerkannte Musterung resp. Anwerbung einer Anzahl von Rathspersoneu (Januar f.). KOZ. Schwyz. 1522, 3. August. » Verwendung einer eidgenössischen Botschaft bei der Landsgemcinde für den Wiedereintritt in das Bündniß "ut Frankreich. I». Verhandlung betreffend Stampa. Ein Abschied fehlt. lieber i» gibt Absch. IUI I nebst 11U k die nöthigeu Anhaltspunete. Hier ist folgendes Actcnstnck zu beachten: 1522, 14. August (U. Frauen Abend). Landammann und gesessener Rath von Schwyz an Zürich. „Das anbringen, so ir an unser Kotten durch üwer ersam wis ratsbotschaft uf setz nächstgchaltncm tag zuo Eiusidleu Mthan, Hand wir gänzlich verstanden, und (nämlich) wie ir des willens, üwcr botschnft für üwer und unser lieb Eidgnossen allenthalben hin ze schicken, mit befelch sy zc crmaneu, damit sy uns uochmalu wellten helfen handlcn alles dz unser gemeiner Eidgnoschaft zu lob, cer und ufenthalt, ouch zuo frid und ruow dienen mächt, und uns der fürstcn abzethuon und ze müessigen zc. Sind wir über den Handel gesessen und wol gespürt, dz sölichs von üch uß ganz getrüwcr meinig beschechen, und so nur vermeint, dz sölich Werbung gegen andren ttwcrn und unfern gemeinen Eidgnossen ganz unfruchtbar sin werd, es sye dann daß wir uns bedersit vorhin entschließe», aller surften und Herren, wer joch die syent, gänzlich abzuothnon und zc müessigen, habend nur uns beraten, soferr ir uns wellend zuosngcn, aller Herren müessig ze gan und das an die Hand (zuo) uemen wie wir, und uns berichtend, was üch deßhalb anmüetig sye, so wellen wir uns auch daruf wyter erlillrelt und beraten, daß wir deß verhoffcnd glilNpf und eer zuo halt", zc. zc. St, A, Zürich: A, Schwyz. >» ist ans einer Missivc von Schwyz an Zürich geschöpft: 1522, 3. August. „Nachdem und mir Hill datum uf das begereu üwer und unser lieben Eidgnossen von Vern ab dem (nächsten) tag unser vollkomne gmeind versampt gehept haben, Hand die bellten, so von nüu Orten unser Eidgnoschaft under anderin an uns begert, so setz der tag (nnche), (so) durch üch . . gan Eiusidleu gesetzt, ^u sy nun gern suochen wellent zc., doch so besorgen sy, daß der Stamp dahin kommen möcht, der aber inen widerwärtig vorhnr und setz erschinen, daß sy im noch kein gleit Habcut wellen geben, vil Ursachen erzelt, hie zuo melden nit not, und daß wir im dahin, dwyl der platz unser ist, ouch nit gleit geben wellen; dann wo er dahin kommen und (da) sin söllt, wellent sy uns das gseit hau, daß sy von stund an ufsitzen und vcrrytcn und mit handle» wellten zc. Und so wir das verstanden, und wir im ouch noch nit gleit geben haben wellen, und ouch uns Eidgnossen an der fach, darum diser tag augesetzt, vil will gelegen sin, so ist an üch unser früutlich ernstlich bitt, den Stampeu, ob es im dahin zuo kamen aumüetig wär oder wurd, in zuo verhalten, dann wir den Eid- guossen znogseit, im kein gleit zuo geben, das wir inen ouch halten (wellen), in hiemit durch üch zuo warnen, bahin nit zuo komm" ... St. A, Zürich: A. Schwyz. 104. (Stans.) 1522, 4. oder 5. Allsiitst. Handlung der nennörtischen Botschaft in Sachen der französischen Vereitlung. Ein Abschied oder anderweitige Acten fehlen auch hier; deßhalb ist zur Ergänzung beizuzichcn Nr. 101 k. 230 August 1522. t«S. Ansiedeln. 1522, 6. August f. (Mittwoch »ach Oswaldi f.). Staatsarchiv Lucerl»: Allgem. Abschiede, d. 1. l. 358. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. ö. l. 172. Tschad. Abschiede-Sammlung, Bd. 5, Nr. 72. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, N. p. 844. Abschiede mno cluto. Ka»»touSarchiv Vasel: Abschiebe, k. 219. KautonSarchiv «^reiburg: Acten ^N'niros löäöralokj. Kai»to»»savchiv Soloth»»r»»: Abschiede, Bd. XI. KautonSarchiv Schaffha»lseu: Abschiede. LandeSarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. t». Dieser Tag ist angesetzt auf das Schreibe» des Kaisers und des Königs von England. Die freundliche Antwort, die man ihnen geschrieben, kennt jeder Bote. I» Der Vogt zu Lauis schreibt, wie „seine armen Leute" von des Herzogs Angehörige» an Leib und Gut schwer bedrängt werden. Da Niemand deßhalb instruirt ist, so soll man ans dem nächsten Tag darüber Antwort geben. «. Das Geleitsbegehren der Kaufleute, die von Mailand herauskommen, wird heimgebracht; ebenso (der Antrag) betreffend den Markt zu Bellenz, der auf Bartholoms fällt (24. August), denselben zu freien, weil die Eidgenossen gemeinlich ihre Lande „vor ussen" haben. «» Die drei Städte Bern, Freiburg und Solothnrn begehren, daß man ihnen einen Antheil vergönne an den Straf- geldern von dem Zug nach Würtcmberg her. Heimzubringen, v. Auf die Klagschrift des Hieronymus Brunner, Vogt zu Kaisersbevg, daß er in der Eidgenossenschaft verleumdet werde, wird Basel beauftragt, sich nach dem Sachverhalt zu erkundigen und darüber Bericht zu erstatten. ». Die schriftliche Anzeige der Eidgenossen von Rothweil, daß ihnen von einigen Personen Fehde und Feindschaft angekündigt worden, ist heimzubringen. K. Auf den zu Zürich gefaßten Rathschlag betreffend die Besetzung der Landschaft Mendris und Balerna hat man einen andern Tag angesetzt auf Sonntag nach Assumptionis Mariä (17. August) nach Lucer». I». 1. Lucern, Zug und * Glarus sollen die schon einmal mit diesen: Geschäfte betrauten Boten auf Donstag vor Bartholomen (21. Anglist) in den Thurgau senden, um mit denen von Zürich die Märchen zu bereinigen. 2. Diese Boten sollen auch den Handel mit Junker Melchior Happ, das Lehen einer Fischenz und eines Weihers berührend, erledigen. I« Die Wäldleute voll Einsiedeln bitten um Fenster in ihr neu erbautes Rathhaus. Heimzubringen. Ii.. Verzeichnis; der eidgenössischen Hauptleute, welche Allgehörige der Stadt Zürich im Dienst des Königs von Frankreich besoldet haben: Wilhelm von Peyern; (Cornel) Schulthcß, von Kaiserstnhl; Thomas Boner; Halbhccr von Schivyz; Lang Felix (?) von Baden; Ammann Dietli von Uri; Hans Käust von Toggenburg; Dudli; Jos Schmid; Mnntprat! Ludwig Bili von Lucern; Schultheiß von Hertenstein's Sohn von Lucern; Jacob Stocker (von Zug); Lorenz Brandenburger (von Freiburg); Ludwig von Fulach (von Schaffhausen); Wygermann (voll Solothnrn?)! Melchior von Rotz (Unterwalden). Im Zürcher Exemplar fehlt I<. Dem Basler mangeln «I, i», Ii, dem Berncr, Frcibnrger (und Solothurnce?) nur I«, dein Schaffhauser :»» I>, dem Appenzeller «I, Ii. Zu Was den beiden Majestäten hier geantwortet wurde, ist in schweizerischen Archiven nicht allst bewahrt. Vgl. z. B. Nr. 77 k. Zu >'. 1522, 1. August, Stuttgart. Statthalter und Regenten des Fürstenthnms Wurtemberg an Rothwcik 1. Die Antwort betreffend den Tag zu Rottenburg habe man gern vernommen und dem Erzherzog Ferdina» zugeschickt :c. 2. Man vernehme ungern, daß sich etwelche Feindschaft gegen der Stadt erhoben; sie dürfe st») aber guter Nachbarschaft sicher versehen. 3. Es verlaute, daß Franz von Sickingeil 2050 Reiter und 10,000 MaiM Fußvolk sammle, und zwar gegen Ortenberg hinab; da man nicht wisse, wem das gelte, so habe man ernstlM Rüstungen angeordnet, ec. K. A. Soloihm-u: M-h. Bd. xi. (B-m-r C°e>e)- August 1522. 231 ttt«. Wem, 1522, 18. August f. Jahrrechnungstag der Städte Bern und Freiburg. Der Abschied scheint verloren zu sein; Datum und nähere Bestimmung des Tages enthält folgende Missive: 1522, Z .August (Freitag nach Oswaldi). Bern an Freiburg. Ansehung des Jahrrechnungstages für die Vögte zu Grasburg und Grandson, ans Sonntag nach Assumptionis Mariä Nachts (17. Aug.) in Bern. K. A. Freilmrg: A. Bern. Von Freiburg waren laut F. Rathsbuch, dd. 14. August, als Boten abgeordnet Fridolin Martin und der Stadtschreiber („st s^s"). Auch von andern Jahrrechnungen der beiden Orte liegt für 1522 nichts vor. K«7. Lncern. 1522, 19. August s. (Dicustng nach Assumptiouis Mariä f.). Staatsarchiv Lncern: Allgemeine Abschiede, (1. 1. 1. 3(10. Staatsarchiv ,Zürich: Abschiede, Vd. 8, f. 171. Ungebundene Abschiede. "atsarchiv Bcru: Allg. eidg. Abschiede,p. 853. Abschiede uino cwtc>. KatttvnSarchiv Hug: Abschiede, Bd. 2. ÄantonSarchiv Basel: Abschiebe, f. 221. 5ianto»lSarchiv Freibllrti: Abschiede, Bd. 5li. KantvllSarchiv Solvthura: Abschiede, Bd. XI. KantvllSarchiv Stliasshattsei»: Abschiede. Gesandte: Zürich. Meister Berger. Bern. Caspar von Mülineu. Lucern. (Jacob) von Hertenstein; lPeter) Zukäs, Schultheis;; Wcrnher von Meggen; Junker Jacob Fecr. Uri. Vogt (Jacob) Troger. Freiburg. (Hans Pradcrwan, des Raths). — (Die Gesandten von Zürich, Bern, Lucern und Uri aus Band 11 ^ Lncerner Abschiede 1. 62). Die übrigen sind nicht angegeben.; Solothnrn fehlt.") i». Der Vogt zu Lauis berichtet abermals über die täglich von des Herzogs Leuten verübte Gewalt. ^ uuge Orte schlagen vor, dein Herzog zu schreiben, er möchte seinen Angehörigen befehlen, sich freundlich zu iugen; weil aber nicht alle Boten dazu Gewalt haben, so soll man auf dem nächsten Tag antworten, ob man Herzog schreiben oder eine Besatzung nach Lanis und Luggarus schicken, oder wie man (sonst) hierin handeln wolle. Z» 1 zu Lanis den Ciprian gefangen genommen nnd einige Briefe von Stampa an den H^Zvg von Mailand, sowie von Kloter in Zürich an einige Kanflcnte zu Mailand auf ihm gefunden, von e»en stdeZ Ort eine Abschrift erhält, so ist zu bcrathen, ivie man mit Ciprian verfahren wolle, und dem Vogt "ohlen, denselben bis auf weitern Bescheid gefangen zu halten. 2. Dem Boten von Zürich wird dabei tapfer ""d ernstlich vorgehalten, es liege nun klar am Tage, das; der Stampa alles, was die Eidgenossen auf Tagen ^handeln, den Feinden berichte; das könne nnd wolle man nicht mehr dulden und erwarte daher, das; .Zürich ^ „Stamp" ans der Stadt nnd der Eidgenossenschaft wegweise. «. Nenward Göldli bittet abermals, das; man llch bei Zürich für ihn verwende. Es wird ihm einhellig entsprochen nnd dem Boten von Zürich (zudem) der ^ufstag gegeben, die (Verantwortnngs-) Schrift der 17 Hanptleute ans den andern Orten an seine Herren zu 9»gen. ,1. Ans den Bericht des Landvogtes im Thurgan, das; Einer mit Worten den Frieden gebrochen, 'wd der von Goldcnbcrg mm vermeine, es sollten laut seiner Briefe alle Bußen, Gebote und Verbote bis an den »ic> ^522, 16. August (Samstag nach Assnmptionis Mariä). Solothnrn an Luccrn. Den auf morgen angesehten Tag könne sick" dringender Geschäfte wegen nicht besuchen nnd bitte, das Ausbleiben bei den andern Orten zu entschuldigen; wenn ktwas „Nothwendiges" zutrage, so wolle man thnn, was die Mehrheit beschließe. Si. A. Luccm: Massiven. 232 August 1522, Tob ihm zugehören, ergeht an den Landvogt der Auftrag, sich darüber zu erkundigen, (damit man) auf der nächsten Jahrrechnring zu Baden (sich entschließen könne), ob man das nachlassen wolle, v. Ferner zeigt der Landvogt im Thurgau an, daß etliche Thurgauer, die von den Constanzern Geld entlehnen, sich auf geistliche und weltliche Gerichte zu Konstanz verschreiben und sich dadurch ihren eigenen Gerichten entziehen; er begehrt zu wissen, ab er solches zugeben solle oder nicht, Antwort auf nächstem Tag, tl. Den Bericht desselben Vogtes, daß er, wenn er Leute, die in des Herrn von St. Gallen Niedern Gerichten sitzen, fangen wolle, zuvor bei den Amtleuten des Abtes (darum) anfragen müsse, und die Thäter dadurch Gelegenheit finden zu entfliehen, hat man heimzubringen beschlossen, um auf dem nächsten Tag zu berathen, wie man mit den? Abt unterhandeln wolle, dainit dieser Artikel in? Vertrage besser erläutert werde, K. 1, Derselbe Landvogt berichtet: Es sei jüngst ein armer Mann in die Stadt Constanz gegangen; da haben zivei Constanze?' ihn als Kuhmaul angeredet und gefragt, wo er den Kuhschwanz habe, der eine ihm den Busen durchsucht und nichts darin gefunden, der andere aber dann einen Kuhschwanz, den er bei sich verborgen gehabt, ihm in den Busen gesteckt und wieder herausgezogen, Er frägt nun an, wie er sich dabei benehmen solle. Das wird in den Abschied genominen, um auf den? nächsten Tag zu berathen, was mit denen von Constanz (deßhalb) zu rede?? sei. 2, Auch meldet der Vogt, daß die Constanze?', wenn Einer ans den? Thurgau bei ihnen etwas verwirkt habe, keine Bürgschaft von ihm annehmen, sondern ihn einstecken, ob sie dazu Recht haben oder nicht. In gleicher Meinung heimzubringen. I». Der Bote von Basel erinnert an das Begehren des Hieronymus Brunner, Vogt zu Kaisersberg, um Geleit oder um Bericht, was ihm zur Last gelegt worden," Weil aber die Bote?? verschiedener Ansicht sind, indem einige von seinem Handel nichts wisse??, während Andere das Geleit kurzweg abschlagen, weil er beschuldigt ist, einem deßwegen bereits Gerichtete?? Geld gegeben zu haben, um die Schlösser ii? Lauis und Luggarns zu besichtige?? (und zu erfahre??), wie sie in des Herzogs Gewalt gebracht werden könnten, so wird nochmals heimgebracht, ob man das Geleit gewähren wolle oder nicht, i. Da die voin König von Frankreich auf dein letzten Tage bewilligten Knechte nicht gehorsam sind, nämlich nicht gemäß der Vereinung dienen, und zudem Kirchen, Priester und Frauen berauben, so soll jedes Ort seine Angehörigen ernstlich warne??, mit der Ankündigung, daß man die Fehlbaren nach Verdiene?? und ohne Gnade bestrafen werde. Ii.» Jeder Bote kennt das Begehren des Lombard von Basel um Geleit für die Kauflente durch das eidgenössische Gebiet (dd. Basel, Samstag nach Mariä Himmelfart, 16. Anglist). Antwort auf nächste»? Tag. I. Für alle diese Geschäfte ist ein anderer Tag nach Lucern angesetzt auf Sonntag vor Nativitatis Mariä (7. September). i»>. 1. Es wird berichtet, daß Zürich ii? allen seine?? Gerichte?? und Gebieten den Befehl verkündigt, die 17 Hauptlente gefangen zu nehmen und lebend oder todt einzuliefern, weil sie für den letzte?? Zug nach Mailand zürcherische Knechte angenommen- 2. Da dies die Eidgenossen empfindlich berührt, und man glaubt, daß die Bünde ein solches Verfahren nicht zulassen, so ist dem Boten von Zürich ernstlich befohlen, seine Herren zu bitten, von solchen? Vorhaben abzustehen! den?? im Fall des Abschlags wäre zu besorgen, daß jene Hauptleute samt ihren Verwandten das mit Gleiches vergelte,?, woraus für die Eidgenossenschaft nicht viel Gutes, sonder?? eine Trennung erwachse,? würde. Haben die Hauptleute sich wirklich gegen Zürich verfehlt, so möge es dieselben nach Inhalt der Bünde an den Orten suchen, >vo sie (jetzt) wohnen; mau rathe das, dainit Frieden und Ruhe erhalten werden. »». Die Voten von Bern und Freiburg sollen heimbringen, daß ihre Obrigkeiten den? Peter von Sal, Burger zu Lucern, geg^ seinen Schuldner zu Murten einigermaßen beholfen sei» möchten. «». Das Begehren der drei Städte, betreffend die Reisstrasen in? Thurgau, ist förmlich abgeschlagen und denselben das Recht angeboten. August 1522. 233 ii auS dem Berner, 11 aus dem Solothnrner Eremplar (sollte aber auch im Berner und Feeibmger stehen!). Zug hat nur :i—»' (das klebrige scheint verloren); der Glnruer Abschied reicht bis I; in fehlt im Berner, Solothuruer und Frciburgcr Eremplar; <> «, in-<» mangeln dein Basier und Schnffhanser. — Der Berner Abschied hat den Schlußsatz: „Der Stadtschreibcr von Bern soll diesen Abschied den Eidgenossen von Solothurn auch zuschicken oder zuschreiben." Zu :i. 1522, 14. August (U. L. Frauen Abend M. Aug.). Ludwig von Meßbach, Landvogt zu Lauis, an die Boten der XII Orte in Luccrn. Antwort auf das Schreiben aus Einsicdeln, worin sie Bericht verlangen, woher es komme, daß die Landlentc von den Mailandern beschwert werden w. Sei diesseits ctivas Unfreundliches gethnn worden, so müsse das vor Johanni geschehen sein; denn er habe bisher den erhaltenen Befehlen nachgelebt; ob die Angriffe auf Befehl des Herzogs geschehen, ivisse er nicht, wiewohl er bestimmte Nachricht habe, daß der Herzog die Ausfuhr des Korns verbiete; wie erträglich das sei, mögen die Boten in Gnaden bedenken, da es sonst theuer genug sei . . . Si. A. L»-°r» - Misswe». Zu 1», 1. Näheres geben folgende Acten: 1) 1522, k. August, nur Vesperzeit. Ludwig von Meßbach, Landvogt zu Lauis, an die Boten gemeiner Eidgenossen (in Luccrn zu öffnen). Sie wissen, was ihm des Ciprian halb befohlen worden, und was er darauf geschrieben. Nun habe er denselben, da er in dieser Stunde hichcr gekommen, gefangen, durchsucht und die beiliegenden Schriften ans ihm gefnnden, werde ihn auch bis auf weitem Bescheid behalten. Sein „Paecct", das mit dem Siegel von Franz Stampa verschlossen gewesen, habe er geöffnet, in der Vermnthung, daß derselbe die „rechten" Briefe andern Personen übergeben haben möchte, da Alcrander, des alten Kapfmanns Sohn, und ein deutscher Kaufmann von Ulm mit ihm gereist. Da sich „die fünf Briefe" bei ihm gefunden, habe er die zwei Gefährten weiter ziehen lassen und ihnen die übrigen Briefe... zugestellt. Die Nachbarn halten sich noch immer, wie er früher geschrieben ... S.. A. L»cm. -. Missw-». 2) 1522, 24. August (Bartholoinäi). Ludwig von Meßbach, Landvogt zu Lauis, an die Boten gemeiner Eidgenossen (in Luccrn zu öffnen). Dem ab dem Vag in Lucern erhaltenen Befehl gemäß habe er den Eiprinn Mistlich ermahnt, zu gestehen was ihm an den Herzog mündlich zu bringen befohlen gewesen; darauf habe derselbe theuer geschworen, er hätte den Herzog ermahnen sollen, zu verschaffen, daß sich die Seinigcn auf dem See und dem Lande „tugcnlich" halten und den Eidgenossen nicht Anlaß zum Kriege geben; dabei habe er um Geld bitten Mollen. Er werde nun den Ciprian noch weiter behalten. — Der Papst sei letzte Woche zu Genua „abgesessen", wo der Herzog von Mailand zu ihm gekommen, und ohne Kricgsvolk weiter nach Rom gefahren, lieber die Haltung der Nachbaren sei nichts Anderes zu melden als vordem; das gestern Abend von dem Hauptmann zu Lcec(o) empfangene Schreiben lege er bei und wolle nicht verbergen, daß er wünschte, nie hieher gekommen zu sein, da er von Heimischen und Fremden Spott und Nachreden dulden müsse. Die Kastanien reifen zu spät, und das Korn theilcn die Nachbarn nicht treulich mit; das mögen die Boten bestens bedenken. St. A. Luier»: Mission,. Zu Ii, 2. lieber dieses Geschäft liegen folgende Acten vor: 1) 1522, 31. Juli, Zürich. Hans Kloter (Zürcher) an Konrad Hmnpis und seine deutschen Gesellen, desgleichen an Brando Dcserona (?), in Mailand. Zwei großenthcils gleichlautende deutsche Schreiben über die gegen den König von Frankreich gerichteten Rüstungen des Kaisers und des Königs von Engländer. De» selbe hätte von den Eidgenossen gerne viel Volk; aber es sei nicht jedermann willig, weil er noch zwei Sölde st» den Zug nach Mailand schuldig geblieben, und man besorge, er habe Mangel an Geld, ?c. ?c. (hrivate Geschäfte). St. A. Zürich, A. Mailand (Luc-rner CopicZ. — St.A. Bern, Abschiede, M P. 84S—SbS. — «. A. Soloihimi, Abschiede, Bd. XI. K. A. Schasshauscn, Abschiede. - 2) 1522, 2. August, Zürich. Stampa an den Herzog von Mailand. Bericht über die Tngsatzung in Bern (23. Juli), betreffend die französische Werbung. — Zürich habe dem Bnstaid geschrieben, es werde jeden versuch, unter seinen Angehörigen zu werben, als einen FrievcnSbrnch betrachten. Rathlos über den Widerstand, de» er bei drei Orten gefunden, sei der Bastard alsbald verreist (29. Juli), mit dem Versprechen, die Antwort des Königs in sechs Wochen zu schicken, und in der Erwartung, die Eidgenossen werden sich inzwischen einigen. SO 234 August 1522. Die Botschaft der zehn Orte (Basel nicht dabei) sei am 1. Angust in Zürich gewesen vor großem und kleinem Rath und habe sich große Mühe gemacht, denselben zu bekehren, aber vergeblich. Schaffhausen und Appenzell haben bereits erklärt, die Zürcher nicht weiter drängen zu wollen. — In der Schweiz sei große Unzufriedenheit über den Herzog, weil er die cidg. Unterthanen durch Grenzplackercicn u. dgl. bedrücken lasse; darum wäre dringend zu rathen, das abzustellen, sonst könnten sich einige Orte entschließen, ihn anzugreifen; schon habe sich ein Bote von Bern geäußert, seine Herren wollten sich rächen, auch wenn der König von Frankreich nicht mehr nach Italien käme; ein andrer in Lucern, es werde wol nöthig sein, diese Drangsale durch einen Auszug zu vergelten. Einen zürcherischen Vogt haben die Eidgenossen darum nicht nach Mendris lassen wollen, weil man wisse, daß derselbe für den „Frieden" thätig wäre. — Am 23. Juli seien zwei Herolde von dem Kaiser und dem König von England erschienen, die aber wider Verhoffen keine kaiserliche Botschaft gefunden; die Furcht vor der französischen Partei habe die früher da gewesenen fortgetrieben; man sehe in jedem Schatten einen geharnischten Mann; Zürich habe nun auf die Tagsatzung in Bern und an alle Orte geschrieben und einen Tag nach Einsiedeln (5. August) angesetzt. Stampa verspricht sich im Ganzen wenig Erfolg von all seiner Thätigkeit, ?c. St. A. Zürich: A. Mailand, id. Tschud. Docum.-Sammlung, VIII. 52 a. — K. A. Basel: Abschiede, k. 223—224. K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. XI. — K. A. Schaffhausen: Abschiede. 3) 1522, 2. August (circa). Zürich. Stampa an seinen Sohn Alerander. Viele haben geglaubt, die Botschaft der zehn Orte, die in Zürich gewesen, werde ihn vertreiben; aber mit Ausnahme Berns haben ihn alle Gesandte» im Geheimen freundlich behandelt und gebeten, die ihm zu Ohren kommenden Drohungen nicht übel zu nehmen; „jetlicher arbeitet damit und die bttchs usgelärt werd". — Ritter Grebel habe ihn gebeten, seinen Sohn, der früher in Flandern gewesen, dem Herzog für den Hof zu empfehlen. Er (Stampa) gedenke am 4. August nach Schaffhanscn, dann nach Einsiedel» zur Tagsntzung, nach Appenzell und überall hin zu reiten, wo man ihn annehmen wolle. Da Zürich des rückständigen Soldes wegen zwei Boten nach Rom zu schicken vorhabe, die ohR Zweifel durch Mailand gehen, so sei dem Herzog zu empfehlen, daß er sie ehrlich behandle, da sie das verdient Habels Et. A. Zürich: A. Mailand. Tschud. Docum.-Sammlung. VlII. KS l>. — St. A. Bei»: Abschiede, r, 8»«—sc?. A. Schweiz. KriegSzüge II. K.A.Basel: Abschiede, t. 225. — K. A. Solothmn: Abschiede, Bd. XI. — K. A. Schasfhausen: Abschiede. 2) und 3) sind wörtlich abgedruckt bei Hottinger (Müller) VI. 483—486. 4) 1522, 18. August (Montag nach U. Frauen Himmelfahrt), 9 Uhr Vorm. Zürich an gemeine Eidgenossen in Lucern. 1. In dieser Stunde habe Johann Stampa vorgebracht, er habe dem Herzog etliche Briefe, allein uf frid und rnow lutent", zuschicken wollen, werde aber benachrichtigt, daß ein Bote des Herzogs, obwohl er den Eidgenossen, die nach Mailand kommen, Sicherheit und Geleit gebe, niedergeworfen und ihm die Briest genommen und vielleicht den versammelten Boten übergeben worden; er bitte, ihm wieder zu jenen Briefen st helfen. Weil man von solchen Briefen nichts gewußt, auch deren Inhalt nicht näher kenne, so stelle man das frenudliche Begehren, alle weggenommenen Briefe den Boten von Zürich zuzustellen, oder zum mindesten glaubhast Eopieen davon, damit man sich überzeugen könne, ob etwas Feindliches darin enthalten sei; denn käme etwao anderes zum Vorschein, als Stampa vorgebe, so würde man thun, was sich geziemte. 2. Ferner habe Stawst neuerdings eröffnet, wie er bevollmächtigt sei, mit den Eidgenossen um Frieden und Einigkeit zu unterhandelt und sich erboten, seine Vollmacht an Zürich abzutreten, um gute Nachbarschaft und Ruhe zu suchen; er wo^ auch nicht glauben, daß des Herzogs Volk die Unterthanen der Eidgenossen schädige, w. Darüber mögen sich die Boten berathcn, u. s. f. St. A. L»cm>: AMm»- Zu 1522, 20. August (Mittwoch vor Bartholomäi). Die zu Lnccrn versammelt gewesenen Boten ziuölf Orte an Zürich. Ritter Ncnward Göldli beklage sich abermals, daß ihm der Weg zu der anerböte»"' Verantwortung für den Zug nach Mailand noch nicht eröffnet sei, und bitte um Verwendung, damit er ein G"" erhalte und seine zurückgelassenen Güter nicht veräußert werden. Da man sein Gesuch nicht unbillig finde, stelle man die freundliche Bitte, ihn beförderlich zur Verantwortung kommen zu lassen und im Fall eines AbsäM^ Göldli's Güter nicht zu verganten, „bis er vielleicht Gnade finde". — Nachschrift: Da Zürich einigen Hauptleuten, die sich mit Wegführnng von Knechten weiter vergangen, Geleit gegeben, so möge es um st ^ entsprechen und das Geleit Lucern zuschicken. Es A. Züsch: A. Lu«m. August 1522. 235 Zu «I. 1522, 17. August (Sonntag nach U. L. Franc» T. i. A.). Niklaus Mnheim, Landvogt im Thurgau, an Hans von Goldcuberg zn Mörsberg. Vcrkiindung des Tages in Lucern, auf nächsten Dienstag, um beide Theile in ihrem bekannten Span zu verhören, dem letzten Abschied gemäß . . . sc sc. Mich: z>. Thmga». Zu Ii. Aus der Basier Instruction ist zunächst folgender Artikel zn bemerken: (1.) „Wann Jero(nim)us Brnnncrs halb red gehalten wirt, so sag unser bott, daß wir Verwunderung haben, daß in vcrgcß gestellt sye, nß was ursnch (ein) unwill von gemeinen Eidgnosscn zuo im erwachsen sye; denn es ist in vergangnen tagen vor gemeinen Eidgnosscn anbracht, wie einer zuo Bcllenz gcricht worden sye, der Hab verzechen, daß der gedacht Jcronimus im gelt geben Hab, daß er umb dieselben und andere floß, so ein Eidgnoschaft daselbs innen Hab, wie die ze givünneu und inzencmen möchten sin -c. Da wir solichs in dem abscheid funden, und er uns um gleit geschriben, haben wir dieselb Meinung mögen bedenken und besorgt, wo wir im gleit geben, daß wir gemein Eidgnosscn erzürnen wurden, deßhalb im das abgeschlagen und in an gemein Eidgnosscn gewisen"... Sodann (2.) „Wiewol die von Rotwil sich bisher gespcrt, daß wir by unfern fryheitcn nit bliben, sonder zc dringen understaudcn, vor inen ze erschinen, deßhalb wir noch in ir püntnuß nit bewilliget haben :c., nützit bester minder soll unser bott daran sin und helfen raten, damit inen vor solicher aufcchtung hilf getan wcrd, wie es dann gemeinen Eidgnosscn gefallen will. (3.) „Der bcgcrtcn fcnster halb sag unser bott denen von Swiz, daß wir das feilster in das rathusc zuo den Einsidlcu gern wellen bczalcn, doch daß die man, die unfern schilt heben, in ivyß und schwarz bekleidet werden. Sodann wellen wir das fenstcr in der kitchen onch gern bczalcn, doch also, wann andere Oertcr onch >re fenster da haben. Und der kerzen halb wellen wir das wachs, so vil wir schuldig sind, fast und herzlich gern bczalcn, doch daß uns anzöigt werd, wie vil, so wellen wir das angends hinuf schicken." Vgl. Absch. 105 i. K. A. Basel: Abschi-d-, k. 2S0. 108. (Hleunforn). 1522, e. 22. August. Abermaliger Versuch einer Bereinigung der streitigen Märchen durch Boten von Lucern, Zug und Glarns. Da weder ein Abschied noch Acten über diese Verhandlung vorhanden sind, so verweisen wir auf Nr. 100 und 105 li 1. ION. Uessinzona. 1522, 26. August. Tag der III Orte Uri, Schivyz und Nidwaldcn. Ein Abschied liegt nicht vor. Vermnthlich wurde für die drei Vogtcicn dieser Orte (->») Iahrrechnung gehalten. — Hicr möge nun für ein und alle Mal die Bemerkung gestattet sein, daß die Abschiede dieser Nechil»»gm erst im sechsten Jahrzehcnd beginnen. Vielleicht wurden bis dahin solche nicht häufig ausgefertigt. Als I». mag folgendes Actcnstück figurircn: 1522, 26. August, Bellinzona. Die Boten der III Orte an LA. und Rath in Uri. Heute habe der Vogt von Luggarus („LochariS") persönlich angezeigt und einen Brief gebracht des Inhalts, daß die Spanier, 800 Alaun stark mit 6 Stück Büchsen, der Sage nach gegen Domo ziehen sollen, „und noch gen Locharis." Darum schicken die Boten diesen Lauser und die beiliegenden Schriften, damit Uri nach Gutfindcn handeln könne. St. A. Lucern: Ungebundene Abschiede. 236 September 1522, II« Luccrn. 1522, 9. September s. (Dienstag nach Nativitatis Marin f,). DtvatSarctiiv Lncern: Allg. Abschiede. N. 1.1. 372. StnatSarcliiv Züricli: Abschiede, Bd. 8, k. 177. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, r. p. Abscheide Kino äaw. KantollSarchiv Dclnvyz: Abschiede. KantonSareliiv Basel: Abschiede f. 227. KantollSarchiv ^reibnrg: Abschiede, Bd. 56. KantollSarchiv Solothnrlt: Abschiede, Bd. XI. Kantonsarchiv Schaffhansen: Abschiede. Gesandte: Zürich. Felix Schund, Bürgermeister; M. Heinrich Wälder. Bern. Caspar von Mülincn- Lncern. (Jacob) von Hcrtenstcin, Schultheiß; (Peter) Zukäs, Schultheiß; Vogt (Hans) Gössi. Uri. Vogl Troger. Schwyz. N. Ziebrig (Zeberg). Obwalden. (Peter?) Wirz, Aimnann. Zug. Vogt (Hciurich) Schönbrunner. Glarus. Marx Mad, Ammann. Basel. (Nicht angegeben.) Freiburg. (Hans Praderwan, des Raths). Solothurn, Schaffhausen und Appenzell — leer gelassen. (Lncerncr Ex.) t». 1. Die beiden Vögte zu Lauis und Luggarus berichten, daß die Spanier immer noch drohen, diese Schlösser zu belagern und zu Händen des Herzogs von Mailand zu bringen. Dagegen wird ein freundliches Schreiben des Herzogs verhört, worin er gute Nachbarschaft zusagt und das Gleiche von den Eidgenossen erwartet. 2. An die beiden Vögte hat man nun geschrieben, sie sollen es eilends berichten, wenn ihnen etwas widerfahre, damit man sie zu rechter Zeit entschütten könne; sie sollen sich halten, wie man ihnen vertraue. 3. Da indessen solche Warnungen täglich einlaufen, so muß man besorgen, es möchte in den nächsten Tagen an diesen Landschaften ein Betrug verübt werden, und weil die beiden Besatzungen zu Lauis und Luggarus gar zu („eben") schwach sind, so wird von etlichen Orten gerathcn, dieselben um zwei Mann von jedem Ort zu verstärken. Ueber diesen Vorschlag soll man sich auf dem nächsten Tage entscheiden. I». Eine Botschaft des Grase» von Arona klagt, ihr Herr müsse täglich fürchten, auch aus den noch übrigen Landen vertrieben zu werden, indem der Herzog von Mayland schon Domo („ Thum") und andere Plätze. erobert habe; man wolle bedenken, daß er (d^ Graf) allein der Eidgenossen wegen um das Seine gekommen, und ihm daher 800 Knechte zulaufen lassen» er würde dieselben nach seinem Vermögen besolden und so wohl versehen, daß sie nicht klagen dürften. Da man hiezu keine Vollmacht hat, dem Grafen aber „ zu kurz sin wnrd", so will man dies heimbringen, mit der Abrede, daß jedes Ort, das ihm Knechte bewilligt, bis Donstag vor Matthäi (18. September) Lncern be> nachrichtigcn solle, damit dasselbe dem Grafen das Weitere melden könne, t . Da Ciprian noch nichts vo» Bedeutung bekannt hat, so ist dem Vogt zu Lauts schriftlich befohlen, ihn noch mehr zu verhören und auf den folgenden Tag Bericht zu erstatten. «I. Betreffend den Span zu Neunforn im Thurgau, der schon so lang gedauert und bedeutende Kosten veranlaßt hat, ohne daß man zu einem Schluß gekommen, schlägt Zürich von daß mau ihn rechtlich durch unparteiische Leute von Schaffhanscn oder Appenzell entscheiden lasse. Dem Absch'^ von Einsiedeln gemäß wird aber beschlossen, es sollen die Orte, die früher ihre Botschaft an Ort und StelK gehabt, abermals (Leute) hiezu verordnen und Zürich denselben schriftlich anzeigen, ob es die Verhandlung Einsiedel» oder „ans den Stößen" und dann zu Frauenfeld wolle stattfinden lassen. Der Tag hiefür ist ^ Michaelis (29. September) angesetzt; wenn sich die Nichter in ihren Sprüchen theilen, so sollen sie einen unparteiischen Obmann zuziehen. « . Jeder Bote kennt die Verantwortung deren von Consta»; über die Klug^ wegen des Schimpfes, der einem Thnrgaucr mit einem Kuhschwanz angcthan worden; namentlich schreiben s^' mau solle ihnen nur die Thäter nennen, so werden dieselben ernstlich bestraft werden; denn sie seien ge>uu!^ den Eidgenossen ihren guten Willen zn beweisen. I'. Der König von Frankreich begehrt, wie schon auf früh^ Tagen, man möchte Schwyz und Nidwalden ersuchen, mit den andern Orten in der Vereinung zu bleibt- September 1522. 237 Vleil die von Schwyz, als gegenwärtig mit der- Engelwcihc beschäftigt, die Gemeinde nicht vollzählig versammeln können, so läßt man ihrethalb die Sache einstweilen rnhen. Nidwalden aber soll die Gemeinden ans Sonntag St. Matthänstag-(21. September) versammeln, wo die schon früher beauftragten Orte dieselbe bitten sollen, sich nicht zu sondern. K-. Von Zürich verlangt man Antwort der 17 Hanptlente halb, und da der Bote dmüber nicht instruirt ist, so hat man ihm ernstlich empfohlen, auf den nächsten Tag eine Antwort zu bringen. ^ Den Kansleutcn hat man ihre Geleitsbriefc erneuert; jedoch sollen sie sich streng daran halten und nichts anderes als Kaufmannswaaren führen, indem man sonst an sie und ihre Güter greifen würde, I Abermals ist ^anzubringen, ob man in die Herrschaft Mendris und Balerna einen Vogt setzen wolle, indem noch nicht alle Vrie sich erklärt haben. Ii.. Der französische Gesandte berichtet, daß sich die eidgenössischen Knechte in der ^icardie wohl halten; denn erst neulich haben sie den Feinden eine Menge Reiter und Fußvolk erschlagen. ' nichts vorhanden ist, was die Ansehung eines andern Tages erfordert hätte, so wird Lncern beauftragt, ^abald egyas Wichtiges vorfalle, einen Tag auszuschreiben. 1522, 6. September (Samstag vor Nativit. Maria). Franenfcld. Osanna Schenklin von Easteln an Voten gemeiner Eidgenossen ans dem Tag zu Lncern. Da der Span, den sie mit ihren Brüdern habe, nicht gütlich vertragen sei, so haben ihr jene auf den gegenwärtigen Tag zu erscheinen verkündet; sie befinde ') aber so krank, daß sie sich derzeit nicht vor die Boten verfügen könne, und bitte, ihre Abwesenheit zu ent- St. A. Lucern: Missiven. >5« 1522, 11. September (Donstag vor Crucis „am Herbst"), Lucern. Die Boten gemeiner Eidgenossen ^ Ä^'ich. Antwort ans dessen Schreiben betreffend die ab dem letzten Tag gethanc Fürbitte für Nenward da^ ^ zufrieden, daß Zürich anerbiete, dessen Güter nicht zu veräußern; weil aber . Z jh„ ergangene Urthcil nicht aberkannt sei, so stelle er nochmals vor, daß ihn die Roth, in die ihn ""Hausfrau gebracht, zum Auszug getrieben, daß er keine Knechte weggeführt und nur mit andern Eid ^"asseu gedient habe ?c., und bitte abermals dringend, ihm ein Geleit zur Verantwortung auszuwirken. Da "'cht anders als ehrlich gehandelt und gethan habe, was ein Eidgenosse dem andern schuldig sei, so begehre """> neuerdings, daß Zürich das Nrtheil abthne und ihn verhöre, da man nicht zweifle, daß es ihn dann Madigen und ihm die Stadt wieder öffnen werde. S>. A. Zunch- A. «»»m. S fehlt sonderbarer Weise in allen Exemplaren anßer Lucern und Zürich; sodann im Schaffhauser auch «I, "" Schwyzer Ii. Zu 1. Hieher gehören folgende Acten: 11 1522, 27. August (Mittwoch nach St. Bartlime). Hans Zoger, Vogt zu Lnggaris, an Schultheiß nnd Rath in Lucern. Er habe sichere Kundschaft, daß 600 Spanier mit 6 großen Büchsen zu Arona liegen "ab die heimliche Sage unter ihnen gehe, sie wollen zuerst nach Domo ziehen und nach dessen Einnahme an Eidgenossen. Die Herren mögen bedenken, daß die Spanier listige Leute seien, die das eine sagen und das andere thun; es sei ihnen nicht zu trauen, da sie wissen, daß man hier schwach und schlecht gerüstet sei. Er labe bei den Boten der III Orte zu Bcllenz Rath gesucht, ob er das Schloß mit Knechten und Speise verüben söge; sie haben ihm gcrathen, keine Knechte dahin zu nehmen, da es große Kosten verursachen würde; der ote von Schwyz habe gesagt, „sie" (die Spanier?) hätten noch nicht, was sie wollten, auch wenn sie das " siaß ju ihre Gewalt bringen könnten; wäre aber jedermann so gesinnt, so ginge es ihm, dem Vogt, und ^üsellen nicht wohl. Daher bitte er um schleunige Befehle. Nach den letzten Berichten befinden sich üb Spanier mit 16 Büchsen und 500 Pferden zu Arona. St. A. e»c«»t Mtsswen. 1522, 27. August (Mittwoch nach St. Bartlime). Derselbe an die Boten der Eidgenossen. Gleichlautend, «der von anderer Hand. w. w. 238 September 1522. 2) 1522, 31. August. Haus Zoger, Commissarius zu Luggaris, au die Boten der Eidgenossen. Die Spanier seien nach Domo gezogen und haben heute das Schloß gewonnen; da früher die Absicht laut geworden, hieher zu kommen, so habe er etwa 6t1 Knechte aus dem Mainthal angenommen und auch etwas Mundporrath in das Schloß gebracht, was ihm sehr nöthig scheine; er möchte aber wünschen, auch deutsche Knechte zu haben. Der Graf von Arona stehe in großen Sorgen und bitte um Leute für sein Schloß „an" der Insel; er wisse aber, da er selbst Mangel habe, nicht zu helfen und bitte, ihn und die Seinigen nicht zu verlassen. St. A. Lucern: Missiven. 3) 1522, 3. September. Ludwig von Dießbach, Landvogt zu Lauis, an die Boten gemeiner Eidgenossen ZU Lucern. Heute vernehme er als gewiß, daß des Herzogs Heer, 4—566V stark, mit vielen: Geschütz vor Lecco ziehen wolle; jedoch hoffe er, daß sich der Hauptmann zu Lecco ehrlich behaupten werde. Die Nachbarn halten sich immer noch wie früher; ja sie wollen auch Korngülten und Anderes . . . nicht mehr wegführen lassen und haben neulich Etlichen die Schiffe und Nuder weggenommen, über welches Verfahren Arm und Reich sich schwer beklagen . . . Die Boten mögen die waltende Nothdurft gnädig betrachten, ?c. St. A. sm-m- Mtssi»-». 4) 1522, 6. September. Hans Zoger, Landvogt zu Luggaris, an Schultheiß und Rath in Lucern. Antwort auf den schriftlich gemeldeten Vorwurf, daß er die Absicht geäußert, bei der Ankunft der Spanier nus dem Schloß zu weichen. Von dem sei nie die Rede gewesen; wohl aber habe er, als die Boten der III Orte ihm abgerathen, Knechte aufzunehmen, (verstimmt) erklärt, ,,st) sollend wüsten, ich well mich mit nüt nit da lan betretten," nicht in der Meinung, daß er weichen würde, sondern daß er auf alle Fälle Vorsorgen wolle („gott geb, was sy rietend"). Das habe er auch gethan; seine Herren dürfen daher nicht fürchten, seinetwegen „hinderredt" zu werde»; da er Mehl in das Schloß geliefert, habe er das aus eignem Gut zu bezahlen versprochen, wenn es die Eidgenossen nicht thäten; er glaube, seinein Eid gemäß gehandelt zu haben, wiewohl er besorgen müsse, „ man heig duren dran ", und zwar mit dem Rath der Schloßknechte. St. A. L»«rn: Missiven. Ein Schreibe» des Herzogs von Mailand, das ans diesem Tage vorliegen konnte, ist nicht mehr vorhanden- 5) Bemerkenswerth ist die Bern er Instruction (Absch. M p. 823): Für gemeinsames Schreiben an den Herzog. Da etliche Orte drohen, hinein zu ziehen und die Sache mit Gewalt zu rächen, so ist denselben vor- zustellen, daß damit der Krieg dein König abgenommen und der Eidgenossenschaft aufgeladen würde. Zu I». Die noch erhaltenen Erklärungen der Orte legen wir in chronologischer Folge bei: 1) 1522, 13. September (Samstag vor Eraltat. Crucis). Zürich an Lnecrn. Auf den jüngsten Absch'^ den Grafen von Arona betreffend habe man zu berichten, daß man demselben keine Knechte könne zulaufen lasst», indem er in Betracht des vom Herzog gethanen Erbietens solcher kaum bedürfe. St. A. Luc-m: Missivm. 2) 1522, 15. September (Montag nach Ernlt. Crucis). Schwyz an Lucern. Antwort auf die Werbung des Grafen von Arona. Man habe erwogen, daß durch die Umtriebe einzelner Personen (aus solchem Aufbruch) allerlei Unruhe und Schaden für geineine Eidgenossen erwachsen könnten, sodaß man in einen Krieg verwillell würde, und daß man bei schweren Strafen verboten, zu irgend einem Herrn zu laufen, und sich darauf eR- schlössen, dem Grafen abzuschlagen :c., was man in guter Meinung anzeigen wolle. St. A. »ucem- Missivm. 3) 1522, 15. September (Montag vor Matthäi). Landammann und Rath von Glarus an Lucern. sei nicht mit „großem Gewalt" verfaßt, um über das Begehren des Grafen von Arona Antwort zu geb^' und wolle weitem Bericht erwarten, ob eine solche Werbung nothwendig sei. St. A. Lucem- Missivm. 4) 1522, 16. September (Dienstag nach Eraltat. Crucis). Bern an Lucern. Antwort auf den Absch^ betreffend den Grafen von Arona . . . „Und wie gern wir dem gcmcldten Herrn Grafen, so umb unser o>ll> willen umb land und lüt kamen ist, siner beger nach wollten willfarcn; so wir aber von hcnm Caspar (von verstanden, daß sölich des Grafen von Arona anbringen den französischen anwälten fürgehalten und inca gesellig sye, . . . dann zu besorgen, daß dadurch dem Küng sin auflag gebrochen, und wir dabp gedenken, wir Eidgenossen dem gedachten Grafen söliche summ knechten schicken, daß die selben uß ir ungehorsawC etwas ungcschickts anfachen und damit den krieg dem Küng ab sinen uf unser achslen und kosten wurden dem vorzuosind, will uns zuo diser zit bedunken nit suogsam sin, söliche summ knechten dem gemeldten September 1522. 239 Grafen zulaufen ze lassen, sunder also güetlich zuo enthalten, bis daß wir des Kllngs fürnemen und Meinung bas und gründlicher nndcrricht mögen werden, wie und in welicher gestalt die fach sürzuoneinen sye" .. . St. A. Lucern: Missiven. — St. A. Bern: Teutsch Miss. 82 b. (dd. Montag n. Er. Er.). 5) 1522, 16. September. Freiburg an Lncern. In Betracht der Gefahr, worin der Graf von Arona stehe, und des Verlustes, den er wegen seines guten Willens zu den Eidgenossen erlitten, habe man sich entschlossen, mit andern Orten Knechte für ihn ziehen zu lassen, Nie er (sofern er solche) willig finde. St. A. Lucern: Missiven. — K. A. Freiburg: Miss. Bd. VIII. 134. 6) 1522, 16. September (Dienstag nach Kreuzerhebung). Appenzell an Lucern. Man habe einen großen Rath berufen, der aber in der Eile nicht so stark besucht worden sei, und dann gefunden, man wolle diesmal stillsitzen und dein Grafen keine Knechte zulaufen lassen, zc. St. A. Lmmn MW»-». 7) 1522, 17. September (Mittwoch nach Crncis Eralt.). Basel an Lucern. Antwort in Betreff des Grafen von Arona. Man sei entschlossen, ihm die (866) Knechte zu überlassen, unter der Bedingung, daß er des Soldes halb mit den Knechten sich vorher bestimmt verstandige; wenn er das thue, so werde man ihm den diesseitigen Antheil gern gewähren, sonst aber sich des Geschäftes nicht beladen, zc. «. A. Basm MWv-n. RII Grandson. 1522, c. 15. September. DtaatSarclnv Bern. Kaiitousal'chiv Nreibiil'g. der Städte Bern und Freiburg mit einer Abordnung des Herzogs von Savoyen, ivege» der streitigen ^chen zu Sainte-Croir. Der Abschied fehlt. Vgl. Nr. 32. Auch zu dieser Verhandlung kamen die Parteien erst nach längerem Schriftenwechsel. ' 1) 1522, 14. Juni. Bern an den Landvogt in der Waat. Ansehung eines Rechtstages wegen der Märchen (zu Sainte-Croir), auf den 13. Juli, wozu die Schiedsrichter und Abgeordneten beider Parteien an Ort und Stelle erscheinen sollen, ze. ?c. Si. A. B»»: kam». Miss. i. er ». 2) 1522, 4. Juli (Freitag Ulrici). Bern an den Abt von Bellelay. Da es jetzt dringender Geschäfte wegen iucht möglich sei, den nach Grandson gesetzten Tag mit dem Herzog von Savoyen zu besuchen, so habe man Hnselben so verschoben, dnA die Parteien ans den 16. d. M. Abends daselbst erscheinen sollen. Statt des Stadt- lchreibers von Biel habe man einen andern Zugesetzten erwählt, der durch Kenntniß der Sprache und andere Geschicklichkeiten wohl ebenfalls tauglich sei. St. A.Bern! T-utschMissw-ni'. res. ll) 1522, 4. Juli (Freitag Ulrici). Bern an Zürich. Nachricht über den Span der zwei Städte mit dem Herzog von Savoyen, und Tagbestimmung auf den 16. d. Als Zugesetzten habe man nun den Corncl Schultheß suvahlt, und da derselbe wahrscheinlich keine Lust haben werde, diese Sache zu übernehmen, so ersuche man Zürich, ')u wo nöthig anzuhalten, sich des Auftrags zu beladen, zc. St. A. »cm: T-utsH MM°m i>. e. es. Hl) 1522, 4. Juli (Freitag Ulrici). Bern und Freiburg an den Landvogt in der Waat. In gleicher Sache: Schiebung auf den 16. d. M., zc. ib. Latein. Missiven I. 07 ». 5) 1522, 11. Juli (Freitag vor Kaiser Heinrich). Bern an Frcilmrg. Durch allerlei Geschäfte sehe man Rh verhindert, Nathspcrsonen auszusenden, und da zugleich der Herzog von Savoyen den Tag, der jetzt in ^umdsou geleistet werden sollte, abgekündet, so schiebe matt denselben ans den 14. September (hl. Kreuztag zu Hnbst) hinaus, was man anzeige, damit Freiburg seine Botschaft zurückhalte. K.A. Fr-iwrg: A. B»n. Hienach lassen wir auch die nächstliegenden Acten folgen: 6) 1522, 3. Octobcr (Freitag nach Michaelis). Bern an Freibnrg. Mittheilung einer Zuschrift des Herzogs Savoyen über den letzten Abschied von Grandson betreffend die Märchen zu Sainte-Croir. Da sich zeige, 240 September 1522. daß der Mangel an den beiden Städten liege, indem sie nur einen Zugesetzten geschickt haben, sodaß etwas Endliches zu beschließen nicht möglich gewesen, und jetzt die Zeit nicht günstig sei, mit dem Geschäfte fortzufahren, so habe man auf die Bitte des Herzogs sich entschlossen, dasselbe bis zu seiner Rückkehr aus Piemont zu verschieben, wolle ihm aber keine Antwort geben, ehe Freiburg sich darüber erklärt habe, ?c. K. A. Fmburg-A. L-m. 7) 1522, 5. October. Bern und Freiburg an den Herzog von Savopen. Antwort auf dessen Zuschnst wegen der streitigen Märchen zu Sainte-Croir, nämlich das Begehren, die Verhandlung bis zu seiner Rückkehr zu verschieben, :c. Wiewohl jeder weitere Aufschub den beiden Städten schädlich sei, wollen sie doch dem Gesuche willfahren, in der Meinung, daß einstweilen keine Neuerung statthaben solle, ?c. St. A. B -m- Latein. Miss. i. es i>. 8) 1522, K. October (Montag nach Francis«). Bern an Frcibnrg. Auf dessen Schreiben betreffend die March zu Sainte-Croir und den Span betreffend den Herrn von St. Martin habe man beiden Theilen entsprechende Antwort gegeben. Man hätte zwar gern die Früchte von den streitigen Plätzen bis zum Austrag der Hauptsache zu gemeinen Händen gestellt; weil das aber ungern gesehen und vielleicht als bündnißwidrig beurtheilt würde, und wirkliche Rechte nöthigenfalls doch behauptet werden könnten, so ersuche man Freibnrg, den Amtleuten zu Grandson ?c. die Weisung zum Stillstehen zu geben, zc. «. A. Fmbmg- A. B-r». IIS Stans. 1522, 21. September. Handlung einer eidgenössischen Botschaft im Sinne von Nr. 110 k. Die Baslcr Instruction für den am 8. October in Lncern zu haltenden Tag (Absch. k. 230) enthält folgende» Paragraphen: „Als unser lieb Eidgnossen von Underwalden nid dem wald durch die botten darzu verordnet (ersucht?), st^ von uns in der französischen bündnuß nit ze sünderen, da werden dieselben botten wol eroffnen, was inen st" ein antwurt worden; ob dann wpter not wurde, mit denselben, onch unsern lieben Eidgnossen von Swpz deßh»^ wyter ze reden, ze handlen und ze bitten, das mögen unser botten in unserm namen auch helfen (er)folgcn." Weiteres ist nicht zu ermitteln. IIS Alern. 1522, c. 22. September. Ttaatsarchi» Bern. Tag der drei Städte Bern, Freibnrg und Solothurn, wegen der Forderung ihres Antheils an den Thnrgau verfallenen „Reisstrafen". Es liegt nur folgende Missive vor: 1522, 17. September (Mittwoch nach Crucis Eraltationis). Bern an Freiburg und Solothurn. Da de» drei Städten ihre Forderung (gleichen Antheils) an den Neisstrafen im Thnrgau abgeschlagen worden, und »w" nicht gewillt sei, die mit großen Kosten erworbenen Rechte so leichthin fallen zu lasse», so habe mau deßh» ' einen Tag hieher bestimmt auf nächsten Sonntag, so nämlich daß morndeß das Geschäft zu berathen wäre, »» ersuche nun (beide Städte), die vormals dieser Frage wegen aufgenommenen Kundschaften zu prüfen und de» Botschaften die nöthigen Vollmachten zu ertheiten, ?c. St. A. Bern.- Teutsch Miss. i>, k. s» v. Laut Rathsbuch dd. 18. September ordnete Freiburg ab Hans Krunnnenstoll. October 1522. 241 «4 Wennforn (und Imuenfel'd?). 1522, Ende September. Prüfung der streitigen Märchen durch Botschaften der X Orte einerseits lind Zürichs anderseits. Es liegen außer Absch. 110 ä keine weiteren bezüglichen Aufzeichnungen vor als ei» Rathsbeschlnß Zürichs, der als Richter oder Znsätzer M. Bcrger und I. Corncl (Schnltheß), als Kläger und Redner I. Jacob Grebcl, als Rathgeber die Vögte von Kybnrg und Andelfingen erwählte, mit dem Auftrag, dem Abschied gemäß in Frauenfeld zu erscheinen, — sub änto Mittwoch vor Malchin (17. September). RaihsbuH e. W8i>. IIS. Lucern. 1522, 8. October f. (Mittwoch nach Francisci f.). ^^atSarciiiv Lucer»: Luccrncr Absch. o. e. es d. StaatSarch!» Zürich': Abschiede, Bd. 8. s. >80. Tschud. Abschiede-Sammlung Bd. b. Nr. 78. Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede, p. 863. Abscheide sino äuto. Kantonsaichiv Basel: Abschiede, s. 232. Kantonsarchiv Areibnrg: Abschiede, Bd. 56. KantonSarchiv Schaffhansen: Abschiede. Gesandte: Zürich. Felix Schmid, Burgermeister; Meister (Heinrich) Walder. Bern. Caspar von Mülinen. ^»cern. (Jacob) von Hertenstein, Schultheiß. Uri. Jacob Troger. Schwyz. Vogt Zebcrg. Obivalden. ^Petcr?) Wirz, Aimnann. lltidwaldcn. (Bartholomäus) Stolz, Aimnann. Zug. Hans Müller. Glarns. 'H idolin Schüler. Basel. Wolfgang Harnescher(?); Hans Oberriet. Frciburg. Jacob Techtermann. Solothnrn. (Hans) Stölli, Schultheiß. Schaffhansen. Ludwig von Fulach. Appenzell. Martin Franz. — (Lncerncr Absch.). U.» Anbringen von Felix Grebel, Vogt zu Nheineck: 1. Da eine arme Frau, die zu Rheineck gewesen, sich "" ich davon gemacht („verschleicht") und ihr Kind zurückgelassen, so habe er dasselbe ihr nach Appenzell nachschickt; cs sei aber wieder herüber geführt worden, „als ob die Eidgenossen (die acht Orte) es erziehen sollten." Mut: Der Vogt soll es wieder den Verwandten zusenden, indem wir Eidgenossen deßhalb keine Kosten haben Sollen. 2. J„ Betreff des Weinlanfs, der vor etwa fünfzig Jahren durch eine Satzung geregelt worden, deren ^itigkeit jetzt aber erloschen ist, wird dem Vogt aufgetragen, mit dem Abt von St. Gallen diesmal das Nöthigc verfügen; ans der Jahrrechnung zu Baden wird man dann weiter darüber berathen. 3. Die den Eidgenossen ^gehörigen Güter seien ziemlich zahlreich, aber alle als Schnpflehen verliehen, sodaß die Obrigkeit daraus wenig utzen ziehe, und die Güter sich nicht bessern; würden sie als Erblehcn vergeben, so ließe sich viel mehr daraus ^hen. Heimzubringen. 4. Die armen Leute von Widnan, Ivo die Eidgenossen nur die hohen Gerichte haben, '""h>end Mark Sittich von Ems den Twing besitzt, leiden sehr unter dieser Herrschaft; die Vogtei sei aber für ''cht mehr als 150(1 Pfund Heller „See-Währung" verpfändet; wenn die Eidgenossen sie nicht gemeinlich /Rn wollten, so möchte man ihm, dem Vogte, gestatten sie einzulösen; nichts desto weniger wolle er ihnen ^tei, es ihnen beliebe, die Lösung abtreten. Antwort ans nächstem Tag. ?». Bern, Freiburg und So- ° )>nn erneuern die Forderung »in ihren Antheil an den Strafen der Reislänfer, wollen sie ohne Recht nicht ^en lassen und begehren deßhalb einen Nechtstag. Da einige Orte nicht rechten wollen, weil es sich um eine s'uigkeit handle, die andern aber sich darauf stützen, daß Constanz solche Strafen auch nie bezogen, so soll man "i den, nächsten Tag darüber Antwort geben, e. Die von Schwyz beschweren sich, die Straßen und Pässe ) Mailand seien gesperrt, weßhalb sie ihr Vieh nicht verkaufen können. Dabei wird eine dem Eommissär zu 242 Oktober 1522. Lanis zugekommene Antwort des Herzogs von Mailand verlesen, welche sagt, er sei dieses Jahr so sehr mit Kriegsvolk überladen gewesen, das; er wenig Vorrath mehr übrig habe; zuerst müsse er für die Seinen sorgen; bleibe etwas übrig, so wolle er den Eidgenossen gerne aushelfen. Es wird auch gemeldet, wie schon eine große Menge Vieh hineingetrieben worden, und noch eine Anzahl fetter Ochsen aufgekauft seien, um sie da hincinzuliefcrn, was eine Theurung verursachen konnte. Heimzubringen, wie man sich gegen den Herzog verhalten wolle, wenn er auf der gegebenen Antwort verharre. «I. Der Vogt zu Luggarus berichtet, die Verwandten eines Gefangenen aus einer Bande, die Viele geplündert, gemordet und mißhandelt habe, begehren, daß er nur an seinem Vermögen, nicht am Leibe gestraft werde. (Dennoch) ergeht an den Vogt der Befehl, den Gefangenen vor Gericht zu stellen und nach Verdienen bestrafen zu lassen. «. 1. Basel, Schasfhausen und Mühlhausen legen die an sie ergangenen Citationen vor. Auf die Anfrage, ob sie dergleichen Schätzungen je schon gegeben oder sich ans Reichstagen mit bezüglichen Zusagen verpflichtet („verhauen") haben, antworten sie alle: Wohl seien solche begehrt worden; aber seit sie zu den Eidgenossen gekommen, ja seit Menschengedenken haben sie nie etwas gegeben. 2. Darauf wird ihnen gerathcn, nichts zu geben, und Lucern soll im Namen aller Orte dein Kammerrichter und dem Fiscal schreiben, sie möchten den drei Städten solche Aufsätze erlassen; denn es habe den Anschein, daß diese Anfechtungen ohne Wissen des Kaisers geschehen, und zwar durch gewisse Personen, die gerne Geld von den Eidgenossen erpressen möchten („Helten"). I. Die Kanflcute Nicolas de Villcnenve (Nerncr Ex. Villanova?), Franz von Vares und Octavian de „Mugrast" begehren Geleitsbriefe. Heinizubringen und auf dem nächsten Tage zu Luccrn zu entscheiden, wie man überhaupt in dieser Frage handeln will. K. Betreffend den Abzug des Gotthard von Landenberg wird dem Landvogt im Thurgau befohlen, sich bei Junker Heinrich Lanz zu erkundigen, wie er von den Constanzern in seinem Abzug gehalten worden, und darüber Bericht zu erstatten. I». Der Landvogt soll bei dem Abt von Kreuzlingen, dem ebenfalls ein Mandat vom Kammcrgericht zugesandt worden, nachfragen, ob er diese Schätzung dem Kaiser schuldig, und ob er sie je entrichtet habe, und auch darüber Bericht geben. Indessen soll auch seiner in dem Schreiben erwähnt werden, das für Basel, Mühlhausen und Schaffhausen an den Kammerrichter abgesandt wird. I. Auf diesen, Tage hat man festgesetzt, daß der Schreiber zu Fraucnfeld von dem, was da „verdient und besiegelt" wird, zwei Theile, der Landvogt einen Theil erhalte; das Sieget soll jedoch der Landvogt verwahren, Dem Landvogt wird auch aufgetragen, die Buße von Wolf von Winkels- hcim einzuziehen; wenn er sie entrichtet hat, „mag er dann fürbringen, daß im die vor zuo tagen nachglchst», deß wirt er gniessen". t. Das.Geständnis; des zu Lauis gefangenen Ciprian wird verlesen und jedem Orte w Abschrift mitgetheilt. Heimzubringen, ob man ihn ferner behalten oder freilassen wolle, in. 1. Antwort dtt Boten von Zürich in Betreff der Verbannung der 17 Hauptleute: Ihre Herren haben kein solches Verbot erlasse»' Es seien allerdings einige der Ihrigen aufgewiegelt worden, was ihnen nicht wohl gefalle; doch sei (die ang^ drohte Strafe) so weit gemildert, daß diejenigen, die sich verantworten wollen, sicheres Geleit nach Zürich >»^ zurück erhalten. 2. Man findet nun aber diese Antwort etwas dunkel, indem darin nicht gesagt ist, ob die Ander», die sich nicht verantworten, in der Stadt und Landschaft sicher wandeln können. Daher wird den Boten aufg^ tragen, die Sache nochmals heimzubringen, i». Mcndris und Balerna betreffend ist jetzt beschlossen, dort eine» Vogt aufzustellen; ans de» nächsten Tag soll man im Urbar zu Baden ausfindig machen, „an welchem Ort es st» «». Für alle diese Geschäfte wird ein Tag nach Baden angesetzt auf Sonntag nach Simonis und Judä (2. No» ^ K». Schafshansen hat schriftlich Bericht gegeben über „die Twielischen". Mit Zürich soll es nun sofort eine Botsch»^ dahin schicken, um die Unruhe zu stillen; die Boten sollen Gewalt haben, nöthigenfalls sich nach Stockach zu begebe», um einen Frieden herzustellen, «z. Der französische Gesandte meldet als Neuigkeiten, daß es im Königreich über» October 1522. 243 wohl stehe; die Feinde seien an mehreren Orten geschlagen; in Hesdin („Heidi") haben sie fünf- bis sechstausend Mann verloren. Zugleich habe der König sichere Kundschaft, daß die „Rodiser Herren" letzthin auf Rhodus wehr als 25000 Türken vernichteten; sodann, daß der Cardinal von Sitten am 17. September zu Rom an der Pest gestorben sei, und daß der Papst wenig Ruhe habe, weil die Cardinnle und die Römer nicht mit ihm kwig seien. Hier ist noch das folgende Geschäft anzureihen, das wiederholte und nicht eben erquickliche Verhandlungen veranlasste: i . Beschwerde von Basel über die Beschlagnahme von Kaufmannsgütern in Uri. I» und q aus dein Zürcher Epcmplar. Im Bcrner, Basler und Frciburger Eremplar fehlen :» und Ii, im Schaffhauscrzx—lez Appenzell hat nur ein Fragment, enthaltend >», l', I, in, «», q, in dieser Reihenfolge. Zu 1522, 20. September, Pavia. Herzog Franz an Ludwig von Dießbach, Landvogt zu Lauis. Antwort auf die geführten Beschwerden . . . Die augezeigten Schädigungen seien ihm unbekannt gewesen; er bedaure dieselben um so mehr, als er dergleichen bei schweren Strafen verboten und immer den besten Willen habe, mit den Eidgenossen gute Nachbarschaft zu halten; er werde sich nun gehörig erkundigen, und wenn sich die Klagen als begründet erweisen, die Schuldigen so bestrafen, daß man sehen könne, wie ernst es ihm sei, die Eidgenossen zu befriedigen; dies alles in der Erwartung, daß letztere ihrerseits dasselbe thun. Sollten aber jene Frevel noch in der Kriegszeit geschehen sein, so glaube er dafür nicht haftbar zu sein. Betreffend das Ausfuhrverbot könne er leider jetzt noch keine andere als abschlägige Antwort geben; sein Land habe durch Krieg und Mißwachs so viel Schaden gelitten, leide auch so schwer an Mangel und Theurung, daß er vor Allem für die Rothdurft seiner Unterthanen sorgen und, statt Andern mit Vorräthcn auszuhelfen, aus fremden Ländern sich versehen müsse; sobald es sich zeige, daß das Land etwas zu entbehren vermöge, werde er es gern den Eidgenossen Zukommen lassen; auch gestatte er ihren Kaufleuten wie früher Handel und Wandel in seinem Gebiete. Sollte je wieder etwas Ungehöriges zu ihrem Schaden gethan werden, so wünsche er Anzeige zu erhalten, damit er die llebelthätcr bestrafen könne. St. A. Lucern: Abschied-, s. i. Zu «I. 1522, 25. September (25. tag des ersten Herbstm.). Haus Zoger, Landvogt zu Luggafis, au die Voten gemeiner Eidgenossen. Es seien ihm etliche Missethäter von Brissago als Straßenräuber verzeigt worden; Zwei von ihnen habe er gefangen und nach Nothdurft verhört . . (Folgen Geständnisse). Nun erbieten sich die Verwandten von Luggaris, Vermögensstrafen für die Gefangenen zu erlegen, sofern er sie ledig lasse; dagegen verspreche dessen Sohn, dem das Haus geplündert worden, die Kosten zu zahlen, wenn der Thäter gerichtet werde. Was nun die Herren heißen, wolle er hierin thun. St.A. Lucern: Missw-n. Zu v, 1. Auch an dieser Stelle rücken wir die bezüglichen Acten bei: 1) 1522, 11. August, Nürnberg. Kaiser Karl V. an Basel. Aufforderung, die auf dem Reichstag zu Worms ungelegte Steuer für den Romzug und den Krieg gegen die Türken zu 14/2 Viertheilen bis zum 21. Tag nach Empfang dieses Mandats zu erlegen, :c. zc. K. A. Sol°th»r»: Abschiede, Bd. xi. (Copie). 2) 1522, 11. August, Nürnberg. Kaiserliches Mandat an Schaffhausen, auf den 21. Tag nach Empfang, uls den dritten und letzten Rechtstag, vor dem Kammergericht zu erscheinen, um sich wegen Nichtbezahlung der ^forderten Türkcnstener (30. April) zu verantworten ?c., bei der Strafe von 20 Mark l. Goldes. K. A. Schasshause»: Korrespondenzen (Drucksvrmular). Note in ckorso: „Überantwurt Zinstags post Matthei A° :c. xxij" (23. Sept.). Ebendort eine handschriftliche Copie der gleichlautenden Citation an Basel (aus der Luccrner Canzlei). 3) 1522, 22. September (St. Mauritius). Basel an Luccrn. Letzten Samstag sei von dem Kaiser eine Station eingelangt, die man abschriftlich beilege. Da diese Zumuthung nicht „zu verachten" sei, sondern guten ^cath erheische, so bitte man, beförderlich einen Tag anzusetzen, gemeine Eidgenossen nach Lucern zu berufen und °en Tag bei diesem Boten zu verkünden, damit man sich dafür gefaßt machen könne. K. A. Basel: Mlssiven. — St. A. Lucern: Misswen. 5 244 Oktober 1522. 4) 1522, 25. September (Donstags vor Michaelis). Lncer» an Zürich, Schaffhausen (u. a. O.). Basel habe soeben gemeldet, daß ihm eine Citation (wovon Copic mitfolge) zugekommen, die es für bedenklich halte, und deß- halb die Ansehung eines Tages begehrt, der hiemit auf den 8. October in Lucern bestimmt und andern Orten in gleicher Weife verkündet werde. St. A. Zürich: A. Basel. — K. A. Schaffhauftn: Comspondenze». 5) Aus der Basler Instruction sind noch folgende Stellen hervorzuheben: „Als diser tag uf unser beger angesetzt ist, nämlich daß uns ein kciserlich citation zuokomen zc., da soll unser botschaft acht und erfarung haben, ob andern Orten derglich onch zuokomen wäre, und das sye oder nit, und dieselben wollen anruofen oder swigen, so söllei» doch unser Kotten fürfaren und von unser wegen handle», nemlich von erst die keiserlich citation inlegen und hören lassen und daruf sagen, daß uns ungelegen sin wälle, solich gelt . . ze geben; wir werden auch das in keinen weg erstatten, sunder uns nit anders achten noch halten denn wie ein ander Ort der Eidgnoschaft, die dann solicher uflegung und des,verde» vertragen syen, ...und sollen deßhalb nit anruofen um rat, wie wir uns halten sollen, sonder allein nmb hilf und Handhabung, daß ein Eidgnoschaft ... (uns) solicher besmerlicher inbrüchen vertrageil und abladen mögen. Wann es sich (aber) jemcr begeben, daß ein gemeine Christenheit derglich wider die Türken oder ander ungläubig anscchen, und des heiligen Nichs paner offenlich um solicher geschäft im feld fliegen, so haben mir keinen zwyfel, gemein Eidgnossen wurden sich alsdann ivie fromm cristen mit darstreckung möglicher hilf libs oder guots erzöigen und nit dahinden bliben; alsdenn wollen wir, ein statt Basel, onch gern und gnotwilliklich . . . ganz gehorsam sin". . . Zu v, 2. Der Wortlaut des an das Reichsregiment erlassenen Schreibens findet sich abschriftlich im Basler und Schaffhauser Exemplar; ungefähr gleichlautend wurde an den Kammerrichtcr und die. Beisitzer geschrieben. Endlich möge der Uebersichtlichkeit wegen gestattet sein, auch folgende Acten noch anzureihen: 6) 1522, 16. October, Nürnberg. Kaiserliches Mandat an Schaffhausen, die erste Hälfte der ihm frühe» auferlegten Reichssteuer von 90 Gl. in vierzehn Tagen zu erlegen oder auf den 12. Tag nach Empfang diese» Mahnung vor Kammergericht zu erscheinen zc. — In llorso: „übcrantwurt Donstag nbents post Hilari A" ^15. Ann.). ' K. N. Schafshausen: Conespondenzen (Diuckformular). F) 1522, 16. October, Nürnberg. Dasselbe an St. Gallen. Stadtarchiv St. Gallen. Zu !>'. 1522, 2. October (Doustng nach Michaelis). Albrecht und Gotthard von Brcitcnlandenberg an die Boten gemeiner Eidgenossen. Nach dem Abschied, den ihr Gesandter Hans Escher ab dem letzten Tage zu Luccri» des Abzugs wegen gebracht, wären sie zwar gerne persönlich erschienen, um in der Sache zu handeln; sie werden jetzt aber durch andere Obliegenheiten daran verhindert und haben daher abermals den genannten Hans Esch»^ beauftragt, die Forderung des Landvogtes abzulehnen und den nöthigen Bericht zu geben; sie bitten denselb»" gütlich anzuhören und nach weit berühmter Billigkeit zu entscheiden. St. A. Lucern: Mssivm. Zu I. Inhalt des Verhörs mit Ciprian (dd. 16.—18. Sept.). Zuerst gesteht er, etwa vierzehn hg» vor dein letzten Johannistag aus dem Dienst der Florentiner, wo er Anführer der eidg.iiössischen Knechte gcivcs»»»' in seine Heimat zurückgekehrt und dann vor den eidgenössischen Boten zu Lauis erschienen zu sein, und zwar h Christoph Cortisella, dem in Lucern drei „Säume" in Beschlag genommen worden; dann habe er, sofort »h Como zurückgekehrt, durch seinen Bruder 1000 Gl. rh. erhalten von I>r. Hieronymus Morone, im Namen d»»' Herzogs von Mailand, was er dem Stnmpn nach Zürich bringen sollte; dies habe er auch ausgerichtet, sei ab»' dort drei Wochen lang aufgehalten worden, hierauf mit einigen Briefen Stampa's für den Herzog wieder >»" t Italien gegangen. Letzterem habe er im Auftrag des genannten Botschafters dringend angerathen, die eidgenössisch Unterthancn in Ruhe zu lassen, indem mit der Zeit großer Schaden daraus entstehen könnte; ferner habe er s>" Stampa um'weitere Geldsendungen gebeten, da derselbe bedeutende Kosten habe mit Gastmählern und Gesch»"^"' (So sei ciucs Schuhmachers Mutter zu ihm gekommen mit der Bitte um etwas Geld für ihren Sohn, der Z" Baden von Thomas Stocker verwundet worden; dieser habe er dann 5 Kronen gegeben). Auch andere mündl» 1 Nachrichten habe er zur Vermittlung übernommen. — Weiter gefragt, wer mit Stampa regelmäßig verkehre, g' er einen gewesenen Hauptmann Fridli von Glarus an, der aus seinem Lande verbannt sei, ferner einen Büch!» meister von Lucern und Einen von Z»»g, deren Namen er nicht mehr weiß, ebenso wenig, was sie n»ü October 1522, 245 verhandelt haben; einer von Basel habe ihm als Dolmetscher gedient; ein Priester von Zürich, geschickt im Latein, sei immer da gewesen; Felix Grebel habe seinen „ledigen" Sohn für des Herzogs Hof empfohlen, wenn es einmal » Frieden gäbe; endlich daß der Herzog die zürcherische Botschaft, die vielleicht dnrch Mailand komme, freundlich behandeln möge. Weiter hat er nichts bekannt. St. A, Zürich: A, Mailand. — St. A. Bern: Abschiede, I, p. 869—871, — St, A, Lucern: Abschied-, o, l. Zu i». Den Sachverhalt erfährt man nur aus der folgenden Missive: 1) 1522, 10. October (Freitag vor Galli), Lucern. Die Boten gemeiner Eidgenossen schreiben an Zürich: „Uf hüt ansang diß tags haben wir vernomcn schriftlich von üwern und unfern lieben Eidgenossen von Schaffhusen, wie sich nächst verschiner tagen ein ufruor erhebt Hab uf der nachkilchwihi zuo Hilzingen, da dann die von Stüßlingen (unfern Eidgnossen von Schnffhusen zuogehörend) ouch gsin sind; habend die Dwielischen uf sy angriffen, und aber sy beid geginen cinandcrn bygestanden und zuogriffen solicher gstalt, daß st) einen ab Dmiel umbbracht, vier gefangen und gen Stockach gefriert, darzuo zuo beiden teilen vil verwundt, und so nun hierus größer unruow ze besorgen und sölichs zuo fürkomen dhein beit haben will, so haben wir vor allen dingen diß fürgenommen und geratschlagct, daß ir unsere lieben Eidgnossen snmpt denen von Schaffhusen, als den nächsten, üwer botschaft hinus ordnen söllind angcnds, und den Handel zuo Schaffhusen, wie sich der erhebt, gruntlich zuo erkonnen, und daß (ir) üwer botschaft uf nächst künftig Sant Gallen tag nachts zuo Schaffhnscn an der Herberg habint, und ob not sin wurd, wyter verfertigen gen Dwiel, hierin zc handlcn," ?c. :c. Der von Schaffhanscn gegebene Bericht fehlt; dagegen liegt der an dasselbe gerichtete Auftrag vor: 2) 1522, 1V. October (Freitag vor Galli), Lucern. Gemeiner Eidgenossen Räthe und Sendboten schreiben an Schaffhanscn, zur Antwort auf dessen schriftlichen Bericht über den „Aufruhr" zu Hilzingen: Weil die Sache keinen Verzug ertrage und man bei gegenwärtigen Läufen solcher und anderer Händel „nicht bedürfe", so habe man Zürich schriftlich beauftragt, auf Galli (16. d.) seine Botschaft nach Schaffhausen zu senden und mit einem Verordneten von dort zur Verhütung von Unruhen in diesem Geschäfte zu handeln, ?c. Archiv Schafshausen: Corr-sp. 3) 1522, 15. October (Mittwoch vor Galli), Wolf von Honbnrg zu Mellingen mit Adam und Wolf Dietrich von Honburg, an Zürich. Auf den „guten Tag" nach St. Franciscus Tag (8. October) sei Abends bei der Heimkehr von der zu Hilzingen gefeierten Nachkirchweihe, an welcher die Nachbarn von Thayngcn, Stüßlingen, Twiel ?c. freundlich theilgenommen, wegen „überflüssiger belndung des wins", ein „UnHandel" zwischen den Tüftelern und Stüßlingern ?c. begegnet, und dabei ein Twicler entleibt worden. Da diese That vermnthlich weit erschollen, und daraus vielleicht ein Verdacht gegen die Herrschaft geschöpft werde, der aber die Sache wahrlich leid sei, so gelange hiemit an Zürich die freundliche Bitte, wenn die Leute von Stüßlingen bei den Eidgenossen verunglimpft würden, die Sache zum besten und friedsamsten Ausgang schieben zu helfen, damit den armen Leuten kein Unwille bewiesen und ihre Verantwortung auch gehört würde, ?c. w. St, A, Zürich: A. Hegau, Ueber die Verrichtungen der abgeordneten Botschaften ist nichts aufgezeichnet. Zu >'. lieber diesen Gegenstand liegen folgende Acten vor: 1) 1522, 4, August (Montag vor Oswaldi). Basel an Uri, Ansuchen um Ledignng der 55 Ballen Kaufmannsgüter, die dort in Beschlag genommen worden, da diese laut wahrer Kundschaft nicht für den Feind bestimmt, sondern dem Thomas Barillo von Schawatz aus Piemont zugehörig und durch das eidg. Geleit für die Kausleute gesichert seien, ec. K. A. Basel: Mtsswen. 2) 1522, 5. August (Dienstag Oswaldi). Basel an Lucern. Die von Uri haben 55 Ballen Kanfmanns- güter, vermnthlich in dem Glauben, daß solche den Feinden seien, (niedergeworfen); man vernehme aber, daß dieselben dein Thomas Barillo von Schawatz im Piemont gehören; daher bitte man Uri, diese Güter freizugeben, und ersuche nun auch Lncern, sofern dieselben in sein Gebiet kommen, sie weiter gehen zu lassen, damit der gute Mann nicht abgeschreckt werde, jene Straße zu brauchen. St. A, Luc-m: Misswen. 3) 1522, 13. October (Montag vor Galli). Lncern an Zürich, Freiburg, Schaffhanscn, Appenzell (und andere Orte). Der arme Kaufmann von Schawatz in Savoyen, Zeiger dieses, habe sich ans dem letzten hier gehaltenen Tage beschwert, daß ihm in Uri sein Gut geraubt, vertheilt und zum Theil verkauft worden, und um 246 November 1522. Gottes willen gebeten, ihm wieder zu dem Seinen oder unparteiischem Recht zu verhelfen. Nun habe Uri mit harten Worten Alles abgeschlagen, und deßhalb sei verabschiedet worden, den Handel nochmals heimzubringen; wenn das nicht in den Abschieden stehe, so haben es nur die Schreiber vergessen, was man hiemit melde, damit , alle Orte auf dem Tage zu Baden ihre Antwort zu geben wissen. St. A. Zürich: Abschiede, Bd. 8, k. 134. — K. A. Freibmg: A. Lucern. — K. A. Schafshausen: Korrespondenzen. — L. A. Appenzell I. N.: Abschiede. AI« Waden. 1522, 3. November f. (Montag nach Allerheiligen f.). Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 8. k. 190. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede ll'. p. 874. Abscheide »ins ünto. KantonSarchiv Basel: Abschiede, 5. 280. Kantonsarchiv Jreiburg: Abschiede Bd. 12. KantonSarchiv Solothnrn: Abschiede, Bd. XI. KantonSarchiv Schaffhansen : Abschiede. Landeöarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Zürich. Felix Schmid, Bürgermeister. Bern. Caspar von Mülinen, Ritter, des Raths. Lnccrn. Jacob Feer, des NatHs. Uri. Heinrich Schercr, Seckelmeister. Schwpz. Paulns „Zicbrich", des Raths. Unterivaldcn. Arnold Frnonz, alt-Ammann. Zng. Hans Zehndcr (von Wenzingen), des Raths. Glnrus. Jost Tschudi, alt-Ammann. Basel. Caspar Koch, des Raths. Freibnrg. Jacob Techtermann, des Raths. Solothnrn. Urs Stark, des Raths. Schaffhansen. Jnnker Ludwig von Fnlach, des Raths. Appenzell. Ulrich Erler. — E. A. A. k. 12 6. 1. Einige von Appenzell berichten, wie Etliche vorgegeben, daß die dort entstandenen Unruhen nicht von Einzelnen angestiftet seien, sondern „einer ganzen Gemeinde und dem Kind in der Wiege zugehören", und durch solche Reden das Volk umgestimmt und zu dem Beschluß gebracht haben, die empfangenen Bußen in bestimmter Frist zurückzuerstatten und Säumige dafür an ihrem Gute zu beHaften. Nun werden die Eidgenossen ersucht, jene Verführer an's Recht zu fordern. Dagegen erklären die Boten von Appenzell, daß Jeder, der an die Gemeinde oder die Obern etwas zu fordern hätte, .im eigenen Lande und nirgends sonst das Recht suchen solle. 2. Weil aber der Streit schon lange gedauert und die eidgenössische Verwendung mit Schreiben und Botschaften noch wenig gefruchtet hat, so wird den genannten Boten das ernstliche Mißfallen der andern Orte zu erkennen gegeben und ihren Herren geschrieben, sie sollen von ihrem Beschlüsse abstehen und die biderben Leute, die sich hier beklagen, in Ruhe lassen; sollten sie darauf beharren, so müßten die Eidgenossen, den geschwornen Bünden gemäß, ihnen das Recht vorschlagen. Auf den nächsten Tag sollen sie hierüber Antwort geben. Unterdessen wird der Handel heimgebracht, um zu einem gütlichen Ausgleich zu kommen. I». Der Vogt von Neuenbürg meldet, der Thurm in Landeron, den die Eidgenossen mit großen Kosten unterhalten müssen, sei ihnen von keinem Nutzens die von Landeron bitten aber, ihnen den Thurm zu lassen; sie wollen denselben in Bau und Ehren erhalten und jährlich 16 Schilling Zins davon geben. Aus die Jahrrechnung von Neuenburg heimzubringen, e. Derselbe Vogt beschwert sich, daß der Schultheiß von Watteuwpl von Bern in Neuenburg die Herrschaft Colombier nnt allen Gerichten bis an's Blut innc habe; wenn dann einer den Tod verschulde, so nehme jener Herr dessen Gut an sich, während der Landesherr die Kosten des Processes tragen müsse; die Eidgenossen möchten die dortigen hohen Gerichte dem Vogte vergönnen; er würde ihnen dafür andere Vortheile zuwenden. Ebenfalls heimzubringen. Gotthart von Laudenberg ersucht um Antwort des streitigen Abzugs halb. Da der Landvogt im ThurgaN mit der ihm aufgetragenen Nachforschung säumig gewesen ist, so wird er gemahnt, damit man auf dein nächst^ Tag sich entschließen könne, v. Der Vogt im Mainthal (Basel irrig „Nintal"), Michel Sctzstab von Zürich, November 1322. 247 klagt persönlich, daß von Mailand her die Zufuhr von Lebensmitteln gänzlich gesperrt und bei dem herrschenden Mangel Hungersterben zu besorgen sei, und bittet um Hülfe. Heimzubringen, wie man solche leisten wolle. I» Den Vögten (in den italienischen Herrschaften) wird geschrieben, daß sie bis ans fernere Weisung „keinerlei" das Herzogthum gehen lassen. K. Der Anzug, ob man die verfallene päpstliche Pension jetzt fordern Holle, wird heimgebracht, da Niemand deßwegen instruirt ist. I». Johann von (zen) Triegen, alt-Hauptmann, legt Beglaubigungsschreiben von dem neu erwählten Bischof zu Sitten, dem Capitel daselbst und der Landschaft Wallis vor und bittet, die Eidgenossen möchten den Bischof bei dein Papste empfehlen, damit die vielleicht beab- sichtigtcn Unruhen verhütet würden. Es wird ihm entsprochen. >. Jeder Bote weiß zu sagen, wie sich Eberhard "on Rischach wegen des bei Hohentwicl vorgefallenen Handels verantwortet hat. Ii. Der Kaufmann von ^chawatz bittet um Antwort wegen seines Streites mit Uri. Da dieses noch in gar nichts nachgegeben hat, s° wird demselben schriftlich vorgestellt, wie viel den Eidgenossen an dem guten Rufe liege, daß sie Niemand Achtlos lassen. Uri möge doch Mittel und Wege suchen, den armen Kaufmann gütlich zu befriedigen, oder ^ Schuldigen anhalten, mit ihm vor einem oder mehreren Orten oder gemeiner Eidgenossenschaft ins Recht zu beten. I. Betreffend die dem Herrn von Ems verpfändete Herrschaft im Nheinthal beschließt die Mehrheit, sie ^nzulösen; der Vogt wird angewiesen, ihm die Losung zu verkünden, und auf nächster Jahrrechnung soll auch jedes Ort „sin zal" zu Baden haben. Ii». Ucbcr die Verwandlung der Handlichen an Neben, welche die ^genossen im Nheinthal haben, in Erblehen will man sich weiter besprechen. i>. Die Städte Bern, Freibnrg Und Solothurn bitten nochmals um ihren Anthcil an den verfallenen Strafgeldern, in Anbetracht daß sie bisher uuch die Kosten der Gerichte mitgetragen haben. Heimzubringen, indem die Mehrheit ihnen das nicht ohne Recht unchlassen will. «. In dem Streit mit Unterwalden wegen des Mörders aus dein Siebcnthal will Bern aber- wals geltend machen, daß derselbe sich für unschuldig halte, und daß es jedenfalls nicht Brauch sei, einen in ijanzer Eidgenossenschaft zu verrufen. Auf das Ansuchen Unterwaldens- heimzubringen. K». Da sich die Ordnung, Uue man die Vogtcien besetzen soll, in Baden nicht vorfindet, und die Boten ungleicher Meinung sind, welches uk Zuerst Mendris und Balerna zu bevogten habe, so wird der Handel nochmals heimgebracht, mit der Vergebung, jene Ordnung überall zu suchen; kann sie nicht gefunden werden, so wird man eine neue aufsetzen. ^ Aachdem der Bürgermeister von Zürich den Gislinger verantwortet hat, wird der gefangene Ciprian ledig fassen; doch muß er Urphede schwören, solcher Umtriebe künftig müßig zu gehen. ». Betreffend die Frage, ob ^ Kaufleutcn das so oft begehrte Geleit insgemein oder jedem besonders gegeben werden soll, zeigen sich einige Jk>ke» ungleich, die andern gar nicht instruirt. Nochmals heimznbringcn und in jedem Ort zu berathen ans den "^hsten Tag. G. Der Bote von Schwyz erinnert an die Bewilligung von Fenstern für die Rathsstpbe zu ^siedeln; die noch ausstehenden Orte mögen ihren Theil auch bezahlen. 4. 1. Man berichtet, wie Hans Urban jiß, Leutpricster zu Fislisbach, auf der Canzel und sonst mit seinen Worten sich ungebührlich halte, indem ^ ^ „ Gebärerin unsers Behälters" und alle Heiligen verachte und Gott selbst gelästert habe. Darauf wird ^ samt etlichen Kundschaften vorgeladen, und einige ehrbare Personen haben vor seinen Augen bei gcschwornen gen bezeugt, daß er geredet, auf Unsere Frau halte er nichts; es sei genug, Gott allein anzurufen; Unsere ader andere Heiligen zu bitten, wäre Kuppelei („kublery"). Ferner habe er eine „Tochter" zur Ehe ge- aiiime,^ djx man ihm überlassen wollte, sofern die Priester Weiber nehmen dürsten. 2. Da er diese Klagepunctc jsllweisc zugesteht, so hat man ihn gefangen gelegt, um ihn nach Constanz zu fertigen; auf die Bitte „Unterthancn", wie des Herrn Franz (Zink?) von Einsicdcln und anderer Priester jedoch am folgenden losgelassen, wogegen jene sich mit 190 Gulden für ihn verbürgt haben. Heimzubringen, wie man mit ihm 248 November 1522, verfahren will. 3. Es ist „deßhalb" ein Tag nach Baden auf Sonntag vor St. Katharinentag (23. November) angesetzt, ii» Die Angelegenheit der 17 Hauptleute, die in Zürich verurtheilt worden find, bleibt unerledigt, indem der Burgermeister nochmals erklärt hat, daß seine Herren und Obern bei der früher gegebenen Antwort beharren, und zwar auf Grund der Stanser Verkonnnniß, welche ausdrücklich sage, daß Niemand die Angehörigen des Andern ungehorsam inachen solle; iin klebrigen sei Zürich immer bereit, seine Pflichten als getreue Eidgenossen zu erfüllen. — Die andern Orte äußern ihr Befremden über diesen Bescheid; der angerufene Artikel gebe, recht ermessen, ihnen gleich viel oder mehr Recht; denn noch ehe Zürich seine Knechte in den päpstlichen Dienst geschickt, haben sie mit dem König von Frankreich ein Bündniß gemacht und ihm Volk überlassen; zudem haben die Zürcher inehr Leute von den übrigen Orten bei sich gehabt als umgekehrt, und wenn Zürich die Schuldigen belangen wollte, so hätte es sie, den Bünden gemäß, in ihrer Heimat suchen und ihnen nicht Stadt und Land verbieten sollen. Man will nun den Handel nochmals heimbringen in der Hoffnung, daß sich Zürich doch noch zu einer bessern Antwort entschließen möchte. v. 1522, 6. November (Donstag St. Licnhard). Basel an die cidg. Botschaften in Baden. 1. Beschwerde über neue, vertragswidrige Zölle, die Herr Ulrich von Habsperg, Statthalter in Rheinfelden,. zu fordern' begonnen. 2. Erzählung der bisherigen Verhandlungen betreffend eineil Angehörigen Basels, der des Diebstahls bezichtigt und deßhalb (im Frickthal?) verurtheilt worden, weil er nur fünf und nicht sieben Entlastungszeugen gefunden, während jene einstimmig einen andern Thäter bezeichnet haben; Bericht über eine freundliche Tag" leistung, die der schwebenden Händel wegen hätte gehalten werden sollen, aber durch U. v. Habsperg mit drohenden Aeußerungen abgekündet worden sei, zc. 3. „Es hat sich ouch diß vergangen wochen begeben, daß zuo Frick w siner Verwaltung, daselbs wir einen spital, armen lüten zuo Herberg, ligend haben, daran unser zeichen gemolet ist, dasselb zeichen dermaßen gesmächt, daß sin ze vil ist und einer loblichen Eidgnoschaft smächlich, daby w"' wol mögeil verstau, weß willens dieselben undertanen gegen gemeiner Eidgnoschaft und uns sind." 4. Bitte uw freundliche Erwägung dieser Sachen und für den Fall der Nothwehr um getreues Aufsehen, zc. K. A. Basel: Misswen. Im Berner Exemplar fehlen >, in, q, im Freiburger und Solothurner I, in, < 1, 2, n, im Basier »ad Schaffhauser außerdem »I, n, im Appenzeller :»—i>, n, zi, «>, u. n lautet in den Abschieden von Bern, Frciburg und Solothurn anders: Jeder Bote weiß zu sagen, wie die VII Orte wegen des Reisgeldes geantwortet und die Sache wieder in den Abschied genommen haben, zc. Zu n. Die vorliegende Fassung läßt vermuthcn, daß dieser Gegenstand früher wenigstens einmal öffentlich zur Sprache gekommen; zu besserem Verständnis; des Textes legen wir die bisher erwachsenen Acten ein; Schreiben von Unterwalden fehlen. 1) 1522, 27. August (Mittwoch nach Bartholomäi). Bern an llnterivalden. Antwort auf dessen Schreibe» betreffend Diebold Meyers Todschlag und den deßhalb gesetzten Rechtstag zc. Der Genannte beschwere sich über ein solches Recht, zumal es gegen den eidgenössischen Brauch sei, daß der Beklagte dein Kläger in dessi» Gericht folgen müsse, und er in Unterwalden, wenn er dahin käme, nicht sicher wäre; deßhalb bitte er, ihn be> dem diesseitigen Recht zu behalten, und protestire, daß er in das von den Gegnern geforderte nicht cingcwlllllsi habe. Wiewohl man die Rechtfertigung dieses Handels der Obrigkeit von llnterivalden überlassen, sei doch stächt ohne Wissen D. Meyers geschehen, und gebühre sich nicht, ihn diesseits weiter zu nöthigen, zc. St. A. Bern: Teutsch Misswen, 1>. s. 73 d. 2) 1522, 2V. Octobcr (Montag nach St. Lux). Bern an Unterwalden. Antwort auf dessen Sch''^^ betreffend Diebold Meyer, worin es dessen Vcrurtheilung und Verrufung als Mörder melde, zc. Darüber beschul sich Meyer vielfältig, indem er behaupte, jenes Urtheil sei um so unbilliger, als er an dem ihm zugcschnebe»^ Todschlag keine Schuld habe, und der angerufene Zeuge, der durch frühere Vergehen das Leben verwirkt h» ^ November 1522. 249 dürfte, als Kundschaft keinen Glauben verdiene; er erbiete sich aber nochmals, hier das Recht zu erwarten, und bitte, den Verwandten des Umgebrachten keine Gewalt gegen ihn zu gestatten, w. Da man nicht gebührlich finde, jenem Urtheil gemäß zn verfahren, und nicht zulassen könne, daß die Kläger den Beklagten in diesseitigem Gebiet verfolgen und schädigen, was man vielmehr an den Thätern bestrafen müßte, so gebe man zn bedenken, wie schwer es wäre, wenn Einer, der in einem Orte einen Todschlag gethan, deßwcgen in allen aydern Orten keine Sicherheit Mehr finden sollte, zc. St. A. Bl»>: Tmlsch Misstvcn. v. t. go. Waden. 1522, 24. November f. (Montag vor St. Katharincntag f.). Sta TtnaiSarchi» Liiccr»: Allgemeine Abschiede. 0. l. l. 384. Staatsarchiv Zürich - Abschiede. Bd. s. e. n»7. Ungebundene Abschiede. satdarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede 1'. p. 883. Abscheide sinn «lata. KantoilSarchiv Schwy;: Abschiede. Kantonöarchiv Basel: Abschiede, k. 247. KontvnSarchiv Freiburg: Abschiede. Bd. 12. Kaiitvtisarchi» Solothnrn: Abschiede, Bd. XI. KantonSarchiv Schaffhansc»! Abschiede. Gesandte: Zürich.. Felix Schinid, Bürgermeister; Junker Jacob Grcbel, des Raths. Bern. Sebastian ^»i Stein, Ritter, des Raths. Lucern. Jacob Feer, des Raths. Uri. Heinrich Schcrer, Seckclmeistcr. ^chwyz. Joseph am Berg, des Raths. Untermalden. Arnold Frnonz, alt-Ammann; Klaus Halter, des ^ Rhs ob dem Wald. (Zug ist ausgelassen). Glarus. Jost Tschudi, Ammann. Basel. Heinrich Meltinger, ^ugermeistcr. Freibnrg. Jacob Techtcrmann, des Raths. Solothnrn. Hans Hugi, des Raths. Schaff- ^ use». Ho,,s Pepcr, Bnrgerincister; Junker Ludwig von Fulach. Appenzel l. Ulrich Erler. — E. A. A. k. 13a. tt.« Heinrich Fleckenstein von Lnccrn berichtet: Er und sein Gemeinder, der auch Burger zn Lucern sei, six ^hev einen Tuchhandel z» Thurnis (Torno?) gehabt; seit aber dieser Ort zerstört worden,' können ^est" ^^vcrbc nicht mehr ausüben; darum möchte man ihnen gestatten, denselben in Lanis aufzuschlagen. - "^»bringen, indem man nicht bestimmt weiß, unter welchen Bedingungen die Welser zu Lanis angenommen ^ '^uch soll der Vogt,zn Lanis eine Eopie des Vertragsbriefcs mit den Wclsern ans nächsten Tag besorgen, »nd Appenzell wiederholen das Ansuchen, ihnen gegen diejenigen, die sie bei der Obrigkeit ^ ganzer Gemeinde vernnglimpft haben, wodurch sie in Strafe und Ungnade gekommen, zn billigem Rechten ' velhelfcn. Nachdem man auch die schriftliche und mündliche Antwort der (Obrigkeit) angehört, die ein solches mücn als biindcswidrig abweist, hat man verordnet, es soll eine Botschaft von Lncern, Unterwaldcn »nd soll o Appenzell gehen und alles versuchen, um den Streit in Freundschaft zn schlichten; namentlich ^ 'iniinann Frnonz von Unterwaldcn dabei nicht fehlen, v. Dem Wolf von Winkelshcim haben Lncern, " i^'bz aod Z^ Geldbuße nicht schenken wollen; daher wird beschlossen, es solle jedes Ort, das dieselbe Land>"^^^ Antheil von ihm selbst beziehen. «I. Die Gebrüder Albrccht und Gotthard von enberg verantworten sich wegen des Abzugs von dem Gute des verstorbenen Ulrich Mnntprat, »nd der schri^"""^ ^ Rechtfertigung gegen andere Klagen seinen Bestellbrief vor. Dieser wird allen Orten ab- wie^tr^ u„d dem Landvogt im Thurgau geschrieben, er solle den Abzug im gleichen Maße beziehen, de» o'' ^^nch^" Abzügen zn Constanz gehalten werden. «. 1. Die Boten von Untcrwalden ob und nid '-btai^ ^Achten (wieder) über den Aiord, den Diebold Mcper, seßhaft im Siebenthal, an einem der Ihrigen in Äs verübt, und wie dann derselbe auf einem Landtag, de» man mit Wissen und Nachlassen Berns gehalten, wo > ^ verurtheilt worden; man habe auch die andern Orte davon in Kenntniß gesetzt, damit sie an Mcper, ^ betreten würde, das Urlheil vollziehen. 2. Da jedoch der Bote von Bern dagegen Einspruch erhebt, indem 250 November 1522. Meyer behaupte, unschuldig zu sein, uud man ihn da benrtheilen müsse, wo er wohne, wogegen die von Untcr- walden es seltsam finden, daß man ihr Urtheil vernichten wolle, ?c,, so hat man sich darüber besprochen und gefunden, daß die Orte, die gegen einander im Bündniß stehen, wohl Einen verrufen können; dabei aber beschlossen, die Sache heinizubringen, was auch Bern und Unterwalden thun sollen, um auf nächstem Tage den Handel im Frieden beilegen zu können. I. 1. Es waltet ein Span und Widerwille zwischen den Eidgenossen von Basel und dem Ritter Ulrich von Habsberg, Herrn zu Laufenburg. Jene klagen nämlich, 1) daß derselbe sie mit neuen Zöllen bedrücke, was gegen die Erbeinung nnd gegen die Freiheiten sei, die sie von Königen und Kaisern erhalten; 2) daß es mit der Steuer im Frickthal auch nicht mehr gehalten werde wie vor Zeiten; 3) daß ihnen an ihren „Zeichen" an dem Spital zu Frick eine große Schmach widerfahren sei; 4) der von Habsberg habe mit Cünzli von Hornussen, ihrem Leibeigenen, einen unordentlichen („gefarlichen") Gerichtshandel geführt- 2. Nachdem man ihre Freiheiten verhört, stellen sie das Gesuch, daß man, wenn der von Habsberg bei solchem Verhalten beharre, gutes Aufsehen üben möchte; namentlich gedenken sie ihn um 50 Mark Goldes anzusprechen, die er laut ihrer Freiheiten hals Verletzer derselben) schuldig sei. 3. Endlich wird auch ein bezügliches Schreiben der Regierung zu Ensisheim und der Bericht, wie Zürich in der Sache gehandelt, angehört, woraus sich ergibt, daß der von Habsberg auf diesem Tag hätte erscheinen sollen. 4. Da nun die Sache an sich sehr wichtig erscheint, und daraus leicht für die Eidgenossenschaft eine große Unruhe entspringen könnte, so wird den Regenten von Ensisheim und dem Herrn Ulrich von Habsberg geschrieben, sie möchten nichts Unfreundliches beginnen, sondern ihre Botschaft und (namentlich) den Habsbcrg auf Sonntag vor St. Thomas (14. December) auf den Tag Z" Baden senden, um den Handel in Freundschaft beizulegen oder das Recht gemäß der Erbeinung einzuleiten- Auch Basel soll sich hieinit begnügen. K. Jeder Bote kann berichten, wie der Kirchhcrr von Fislisbach >mch Constanz geschickt worden ist. I» Auf das Schreiben an die Regenten des Kaisers ist den Städten Basel, Mühlhausen und Schaffhausen geantwortet worden, man könne ihnen das Mandat nicht erlassen, außer iveiM sie besser als bisher beweisen, daß sie davon befreit seien. Es bitten nun die genannten Städte, man möchte ihnen einen Rath geben, wie sie davon erledigt werden konnten. Heimzubringen, I. 1. Ans die Antwort des Herzogs von Mailand, betreffend das in seinem Herzogthum erlassene Verbot, wird ihm wieder geschrieben, ^ möchte dieses Verbot abrufen und den Unsern Proviant und freien Markt zukommen lassen, wofür man sich ^ Gleichem erbiete. An die Vögte jenseit des Gebirgs ergeht der Befehl, einstweilen nichts mehr durchführen Z" lassen, bis eine Antwort vom Herzog eingehe. 2. Das Gesuch der Botschaft von Schwyz, daß man den Jhng^b die eine Anzahl Kühe und Käse in Bereitschaft haben, sie wegzuführen gestatte, ist heimzubringen. It. Stapfcr berichtet, die Venetiancr haben ans das an sie erlassene Schreiben geantwortet, sie wollen gerne a»f Seiten des Königs von Frankreich nnd der Eidgenossen sein und bleiben. I. Da der Kaufmann, dem zu tb' das Seinige entwendet worden, abermals bittet, ihm zum Recht zu verhelfen, so antwortet der Bote von klu- Was auf dem letzten Tage zu Lucern beschlossen worden, nämlich daß seine Herren dem Kaufmann ein Grleü geben sollten, sei geschehen; wo nicht, so wäre es nur durch die Schreiber versäumt; darum habe er jetzt keine» Befehl zu antworten. Darauf hat man nochmals an Uri geschrieben, man könne „ihn" nicht rechtlos lassen »nb begehre daher, daß ihm auf dem nächsten Tage zu Baden gütlich oder rechtlich Antwort ertheilt werde. >»» Z'"', bleibt in der Sache der 17 Hauptlcute bei der früher gegebenen Antwort, nämlich daß es den Hauptlenten, b» sich dort verantworten wollen, sicheres Geleit erthcilcn werde. Da man einen bessern Bescheid erwartet hatte, wird es nochmals ersucht, diesen Gegenstand dergestalt in Betrachtung zu ziehen, daß Uneinigkeit und Widcrwil^ unter den Eidgenossen vermieden werden könne. Dabei lassen sich einige Orte vernehmen, daß sie eher November 1522. - 251 anhält der geschworncn Bünde diesen Handel in's Recht ziehen würden, als das; sie solchen Artikel zugeben Der Vogt im Rhcinthal berichtet, die Stadt St. Gallen unterstehe sich, weil die Weinrechnung im Nheinthal "u verflossenen Herbst ohne sie gemacht worden, an einigen Orten Gemeinden zu halten, was er jedoch untersagt ^lic; nun vernehme er, daß sogar ihre Botschaft von Ort zu Ort reiten wolle, um ihn zu verklagen; er bitte, ^ ihm anzuzeigen, wenn das wirklich geschähe. Heimzubringen. «. Sein wiederholt gestellter Antrag, die Güter ^ Äuknnft nur als Erblehen zu verleihen, indem sie dann jährlich über 50 Gulden mehr ertragen würden, ist ''vchinals heimzubringen. >». Desgleichen den Bericht desselben Vogtes, die Eidgenossen besitzen ein Haus im Einthal, das jährlich nur 15 Schl. Zins ertrage und doch in Dach und Bau erhalten werden müsse; nun ^uvbiete der Bewohner desselben, die Erhaltung des Baues in seinen Kosten zu besorgen, wenn man ihm die Tchl. nachlasse; zudem wolle er uns immer noch den Keller überlassen, «z. Es beschweren sich Etliche aus Rhcinthal, daß die von Appenzell ans die den Eidgenossen gehörenden Güter oberhalb der Letzt hinaus dagegen nicht zugeben, auf der andern Seite („under inen") zu bauen, und bitten, man möchte ihnen 5 Unterthanen, die Steuern lind Wachtgcld entrichten, jene Güter verleihen. Heimzubringen. i. Auf das ^ vmgen des Hans Heinrich von Klingenberg wird der Herzog von Würtcmberg schriftlich ersucht, ihn nach schalt simxZ Vertrages zufrieden zu stellen, indem man ihm sonst gestatten würde, des Herzogs Burgen anzu- ^''Rn. Betreffend das Strafgeld aus dem Thurgan wird von der Mehrheit beschlossen, den drei Orten '^hts davon zukommen zu lassen, worauf aber dieselben bitten, die Sache nochmals heimzubringen, (damit die t" gütlich erledigt werde, indem es wohl schimpflich wäre, eines so geringen Betrages wegen zu rechten: ncr Ex.). j,. Den Vögten wird geschrieben, wenn sie von Priestern oder Andern hören, die „also" nnge- l' lch wider den Glaubeil handeln und reden, so sollen sie die uns Eidgenossen vcrzcigcn. II. Nach Einsicht- ^Me der alteil Ordnung hat man in Betreff der Vogtei Mcndris und Balcrna beschlossen, es solle diesmal ' sofort einen Vogt dahin setzen, der aber gleichzeitig mit den andern Vögten wieder abziehen müsse, v. Den ^ tz mtcn wwd insgemein Geleit gegeben, doch mit dem „linterscheid", daß sie sich mit ihren Waarcn und ^^"^"'^tzütern selige daran halten, iv. Der verfallenen päpstlichen Pension halb ist beschlossen, sie für -"»ol nicht zu fordern, sondern die Sache ruhig anstehen zu lasseil, x.» Der Bericht des Boten von Schaff- ^ ^ d'o Steinmetzen überall Brüderschaften haben lind damit allerlei Muthwillen treiben, ist heimzubringen. Mr alle diese Geschäfte wird ein Tag nach Baden angesetzt auf Sonntag vor St. Thomas (14. December). 5! ^''ue Botschaft des Königs von Frankreich bringt an: 1. Die III Bünde haben vor, auf St. Niklans die '"'l dem Herzog von Mailand in Chur einen Tag zu leisten, lim von einer Vereinnng zu reden; Kö,' ^ Appenzell verordnete Botschaft von Lucern, Unterwalden und Zug in des »»dZuerst nach Chur zu senden, mit dem Befehl, die Bündncr zu vermögen, daß sie wider den Köllig ^ ^'dgenossen mit dem Herzog nichts beschließen und annehmen; die Botschaft müßte den einen Bnnd, ''ul dein König in der Vereinung stehe, zu Hülfe nehmen, um dahin zu wirken, daß die zwei andern de, ! ^ "'chts Widerwärtiges thnn und den Landsknechten keinen Paß nach Mailand gestatten. — Das hat man vor bezeichneten Boten die entsprechendeil Aufträge ertheilt, mit der Weisung, auf den Sonntag leute^ (l4. December) in Appenzell zu erscheinen. 2. Der König'hat schriftlich geklagt, wie die Haupt- '» der Picardie ihm und seinen Regenten schlecht gedient, indem sie nur 2000 Knechte gehabt und sich bei Musterung für 3300 haben bezahlen lassen; über die gcu.einen Knechte klagt er nicht, nennt anch von ^Hauptlentcn nur Hans Frisching von Bern; weiteres möge man von den Knechten selbst erfahren. - Hierauf '"°ldet der Bote von Bern, seine Obern haben dem König sofort schriftlich erlaubt, den Frisching in seinen 252 November 1522. Lande», wo er ihn betrete, nach Verdienen strafen zu lassen,. nnd werden ohne Zweifel, wenn sie selbst ihn ergreifen, dergestalt mit ihm verfahren, daß es Andern znm Beispiel diene. Bern wird demzufolge ersticht, falls es ihn erreichte, ihn z» frage», welche (Hanptleute) das Gleiche gethan. Es soll auch jeder Bote das heimbringen, damit man in allen Orten den Sachen nachzufragen und auf dem nächsten Tag Antwort zu geben wisse! denn sollte dergleichen ungestraft bleiben, so würde das der Eidgenossenschaft wenig Lob nnd Nutzen bringe». 3. Ferner schreibt der König, der Herzog von Bar (resp. Mailand) habe durch einen gewissen Fierabras von Corbieres, in der Herrschaft Greyers, in der Eidgenossenschaft practiciren lassen mit Hülfe vornehmster Personen in allen Orten, um mit dem Herzog eine Vereinnng zu machen. Da nun Freiburg den Genannten in Hasl gelegt habe, so bitten die Gesandten (des Königs), dahin zu schreiben und zu begehren, daß ernstlich mit ihm „gehandelt" werde — Darauf hat man denen von Freiburg geschrieben, sie möchten den Fierabras gründlich ausfragen, wer sich mit ihm eingelassen habe, und dessen Bericht auf den nächsten Tag schicken. 4. Sodann verdankt der König das Schreiben, das man seinetwegen an Venedig erlassen habe. 5. Es wird ihm hierauf geschrieben/ man bedaure das Verhalten der Hauptleute zum höchsten, zweifle aber nicht, daß die Obrigkeiten die Schuldigem die sie erfahren, nicht ungestraft lassen werden. 6. Endlich berichtet „er", der Kaiser und sein Bruder geM mit einem neuen Anschlag um, den König und die Eidgenossen in ihren eignen Landen anzugreifen; da erheische die Nothdurft, daß wir rathschlagen, wie man dem begegnen wolle. Heimzubringen. /, ist dem Berner Abschied eigen, scheint aber für alle mit Frankreich verbündeten Orte, nur in besonderem Bogen, ausgefertigt worden zu sein; so hat auch Solothurn den Artikel, aber in Band XII versetzt, außerdem Bern in der Actensammlung Frankreich I. Dem Zürcher Eremplar fehlen außer auch ii und in, dem Glar»e^ t», z» zc., dem Berner e, n—q, dem Freiburger v, n—dem Solothurner dieselben ohne dem Basler o, «l, 8', »—t», dem Schaffhauser auch l°, «. Zu «l. Mehreren Eremplaren ist der erwähnte Bestellbrief beigelegt, öfter aber auch versetzt! 1520, 10. April, Eompostella zu St. Jacob. Vertrag des Kaisers mit Albrecht von Brcitenlandenberg Landenberg), kraft dessen er letztern auf zehn Jahre in seinen Dienst aufnimmt mit einem Jahrgchall von 40 Gulden. Zu I>. 1522, 31. October, Nürnberg. Erzherzog Ferdinand ?c. an die Verordneten der Eidgenossen »' Lucern. Antwort ans ihr an Pfalzgraf Friedrich ?c. gerichtetes ^Begehren, die Städte Basel, Schnffhausen »» Mühlhausen und das Kloster Kreuzlingen, als Zugewandte der Eidgenossenschaft, der Rcichssteuer zu entlassen Der Fiscal, dem man dieses Schreiben vorgehalten, habe darauf geantwortet, wie die Beilage laute, woraus erkennen sei, daß eS den Rathen am Reichsregimcnt jetzt nicht zustehe, dem Gesuch zu entsprechen. St. A. Lucern: A. Kaiser. Die Beilage, eine undatirte Abschrift des Berichts von Fiscal Dr. Caspar, gibt an: die genannten Städte m seien nicht erst auf dein jüngsten Reichstag zu Worms, sondern ans vielen früheren Tagen den Anschläge» »' Gebotsbricfcn einverleibt worden, wonach ihm seine Amtspflicht nicht gestatte, gegen sie anders zu versah^ als mit andern Städten und Ständen, so lange sie nicht rechtsförmlich erweisen, daß sie zu gehorchen »>> schuldig seien. Zu 3. Ueber diese Angelegenheit sind folgende Acten zu vergleichen: 1) 1522, 7. November (Freitag vor Martini). Bern an Freiburg. Antwort auf dessen abermaliges Sch^' betreffend den „Phirabrns" von Corbers und dessen beigelegte Geständnisse, ?c. An diesen Practikcn habe in Betracht des Uniobs nnd Schadens, der für die ganze Eidgenossenschaft daraus hätte erwachsen könne», „Bewundern", und da nun der Hauptschuldige in Frciburg gefangen sitze, so bitte man zum höchsten, wohl zu verwahren, bis man sich weiter nach Nothdurft entschließen könne, lind da der Tschachtlan GandM ^ Sannen stark betheiligt sei und sogar einige Andere, aus dem Obcrsicbenthal, für die Anschläge des Ficra'U zu gewinnen versucht, so gedächte man denen von Saancn deßhnlb ernstlich zu schreiben und zwar zu fm ^ " > December 1322. 253 daß sie den Gander sofort verhafte» und auf Recht behalten, damit die zwei Städte ihn beklagen können, und daß dafür ein naher Rechtstag angesetzt werde, mit Vorstellung der schweren Folgen, die eine Begünstigung des Genannten haben müßte, w. Wenn Freiburg diesen Vorschlag gutheiße, so möge es den Boten nach Saanen weiter gehen lassen, im andern Fall ihn zurückhalten und eine bessere Meinung umgehend melden, damit man einhellig vorgehe. Man habe auch dem Vogt in Aelen und dem Tschachtlan in Obersiebenthal den Befehl ertheilt, auf den Gander und andere Betheiligtc zu achten, und die klebrigen auf nächsten Montag hieher citirt, ?e. 2) 1522, 7. November (Freitag vor Martini). Bern an Saanen. Obigem entsprechend. « St. A. Bern: Teutsch Missiven, 5. 93 k. 94. 95. 3) 1522, 23. November, St. Germain en Laye. K. Franz I. an Freiburg. Durch seine Gesandten habe er vernommen, was für Vorstellungen ihnen Frcibnrg wegen des Proccsses Fierabras gemacht, an denen er wahre und aufrichtige Freundschaft erkenne, wofür er von Herzen danke; er bitte auch, in diesem Fall wie in andern, wo es sich um die Wohlfahrt beider Theile handle, so zu verfahren, wie Freiburg es von ihm, dem König, erwarten würde, w. K. A. Freiburg: A. Frankreich. (Die Iahrzahl fehlt). Hieher scheint auch folgender Act zu gehören: 4) 1522, 5. November (Mittwoch vor Martini). Bern an Wallis. Wegen zweier Florentiner, die dort gelangen liegen sollen, habe man beiliegende Schriften erhalten, aus denen sich ergebe, daß sie Diener des Königs von Frankreich seien, mit Aufträgen nach Italien. Da es sich nicht gezieme, des Königs Bedienstete aufzuhalten; da den Eidgenossen das Gleiche begegnen könnte, und die Florentiner in der Eidgenossenschaft Geleit erhalten haben, so begehre man hiemit, daß die Gefangenen unentgeltlich freigelassen werden, ?c. St. A. Bern: Teutsch Missiven 5. 92 d. IIS (Khur?) 1522, c. 6. December. Handlung einer Botschaft von Lueern, Unterivalden und Zug, im Auftrag der mit Frankreich verbündeten Orte. Acten fehlen. Vermuthlich wurde kein Abschied ausgefertigt. Den Zweck dieser Mission bezeichnet Nr. 117, ? 1 IRS Appenzell'. 1522, c. 14. December. Handlung derselben Botschaft von Luceru, Unterivalden und Zug, im Auftrag gemeiner Eidgenossen. Bezügliche Acten und Nachrichten fehlen, lieber die Veranlassung dieser Sendung sind zu vergleichen Nr. 116 n und 117 b, 2 1. TT« Maden. 1522, 15. December f. (Montag vor Thomä f.). ""'sarchi» L»c-r»! Allgem. Abschi-d- 0. l. f. Sgl. Dt-iatsurchiv Zürich - Abschiede Bd. s, k. 200. DlaatSarchiv B-r»! Allg. eidg. Abschiede 1>. p. gis. Abscheide «ins dato. ÄatttonAarclnv Areiburg: Abschiede, Bd. 12. ÄantoiiÄancinv Solothurn: Abschiede, Bd. XI. Kantonöarchiv Basel: Abschiede, f. 252. Kantonsarelnv Dchaffliausen: Abschiede. ^ Gesandte: Zürich. Felix Schund, Bürgermeister; Junker Jacob Grebel, des Raths. Bern. Sebastian n^tein, Ritter; Junker Sebastian von Dießbach. Lncern. Jacob Feer, des Raths. Uri. Heinrich Scherer, 254 December 1522. Seckelmeister. Schwyz. Heinrich Lilli, Ilnterivaldcn. Arnold Fruonz, alt-Nnnnann. Aug. Götschi im Hag (von Baar?). Glarns. Jost Tschndi, Animann. Basel. Heinrich Meltinger, Bürgermeister. Freibnrg- Jacob Techtermanu, des Raths. Solothurn. Hans Hugi, des Raths. Schaffhauscn. Junker Ludwig von Fulach, des Raths. Appenzell. Ulrich Pfctner(?), des Raths. — E. A. A. k. 13 d. tt. Der Herzog von Savoyen überreicht durch seine Botschaft die verfallene Pension, nämlich jedem Ort 200 Gl. rhein., wofür ihm der Vogt von Baden eine gemeine Quittung ausstellt. I». 1. Dieser Tag ist zum Theil angesetzt wegen des Spans zwischen Basel und Ritter Ulrich von Habsberg, Vogt zu Lanfenbnrg uud Nheinfeldcn. Die kaiserlichen Regenten im Oberelsaff haben aber schriftlich entschuldigt, daß sie, der Kürze dei Zeit und anderer Geschäfte halb, diesen Tag nicht besuchen, und erbieten sich, sofern wir einen andern Tag bestimmen, denselben den Eidgenossen zu lieb zu beschicken, um wo möglich den Handel in Güte beizulegen» sie zeigen ferner an, daß-sie den von Habsberg bewegen wollen, sich einstweilen ruhig zu verhalten, sofern ww Basel zu Gleichem vermögen. 2. Darauf hat man den Regenten, sowie dem Herrn von Habsberg geschrieben, sie möchten stillstehen, und einen andern Tag angesetzt aus Sonntag nach dem Neujahr (4. Januar 1523), um einen gütlichen Ausgleich zu versuchen oder den Span gemäß der Erbeinung rechtlich abzuthun. «. Der Scckcb meister von St. Gallen bringt abermals an, er habe die im Thurgau zwischen den nenn Orten und Zürich streitigen Märchen besichtigt und die Kundschaften verlesen, die aber einander ganz widersprechen; er bitte daher, zu erlauben daß die Zugesetzte» nochmals an Ort und Stelle kommen, oder ihm die Vollmacht zu ertheileu, einen Mittelweg zwischen den beiden Urtheilen zu suchen, indem die Entscheidung schwierig sei. Antwort ' der Kläger zu ihnen komme, zu seiner Zufriedenheit mit ihm handeln. Anfangs will zwar der Kaufmann do" nicht annehmen, weil es ihm dort nicht „gemein" wäre; dennoch läßt er sich schließlich bewegen, das Gelc>t anzunehmen, doch mit dem Vorbehalt seiner Rechte, wenn er nicht gütlich entschädigt würde. — Darauf hat man abgeredet, das Geschäft wieder heimzubringcu, in der Meinung, daß die Urner, wenn sie den Schaden nicht gütlich ersetzen, dem Kaufmann gemäß der Veredlung mit Savoyen des Rechten sein sollen, und ans den hin, daß dieselbe nichts Bezügliches enthielte, soll jeder Bote bevollmächtigt werden, ans dem nächsten Tag und Verfahren festzusetzen und einen Nechtstag zu bestimmen, Derselbe Kaufmann bittet dringend um ci»c>' Geleitsbrief, damit er mit seinen Waaren in der ganzen Eidgenossenschaft frei und sicher verkehren könne, man ans dem letzten Tag allen Kauflenten ein gemeinsames Geleit gewährt hat, so will man die Frage (nochmals heimbringen, ob man Jedem ein besonderes Geleit geben wolle, weil doch Andere das auch begehren. K« Vogt im Nheinthal berichtet, es laufen wieder viele falsche Eonstanzerbatzen lim, die der Sage nach zu Falken»»"^ (Val Camonica?) im Gebiet Venedigs gemünzt werden. Daher werden die Venetianer schriftlich ersticht, solche abzustellen. I». Dem Heinrich Fleckenstei» von Lucern und seinem Genossen wird jetzt bcivilligt, ihre Tuchfcc^ nach Lauis zu verlegen, in gleicher Weise, wie es den Welsern erlaubt worden, auch für die gleiche Zahl v"" Jahren, l. Da Hans Heinrich von Klingenberg abermals dringlich begehrt, ihm zu gestatten, seine Bürg^' gegen den Herzog von Württemberg anzugreifen, oder ihm wieder zum Schloß Hohentwicl zu verhelfen, welchem Fall er sich schriftlich verbinden würde, dasselbe sein Leben lang den Eidgenossen in allen ihren Nöth^ December 1322. 255 °^n zn halten; nnd dagegen der Herzog schreibt, er wünsche sich mit dem von Klingenberg zn vertragen, so wird dem Herzog geantwortet, er möge vor dem nächsten Tag eine Botschaft nach Schaffhausen senden, um mit dem Kläger die Abrechnung vorzunehmen; denn wo das nicht geschähe, könnte man nicht umhin, dem von Klingen- deeg'für weitere Schritte freie Hand zn lassen. It.. Da etwas Kanfmannsgütcr zu Bellenz und Luggarns mit Arrest belegt worden, so hat man den Vögten daselbst befohlen, den Kanfleutcn, welche Geleit erhalten haben, Waaren wieder zu Händen zn stellen, mit alleiniger Ausnahme der Lebensmittel; denn solche dürfen in das ^"'Zogthum nicht geführt werden, bis man die Antwort des Herzogs verncmzmen med weitem Bescheid gegeben. H Die IV Waldstätte haben dazu nicht stimmen, sondern die Sache bloß heimbringen wollen. I. Peter Faßnacht, Diener des Franeiscns Mogasti von Como nnd seines Bruders, zeigt an, daß seit einiger Zeit in Lncern Dnantnin von Tüchern liege, die man seinen Herren weggenommen, und bittet um Verwendung, damit die- ^ en zurückerstattet oder vergütet werden. — Nachdem man auch die Antwort des Boten von Lncern gehört, hat demselben aufgetragen, diese Klage ernstlich heimzubringen, (mit dem Ersuchen), die Kaufleute entweder für ^ Waare zu entschädigen oder ihnen das Recht zu gestatten. Heimzubringen und auf dem nächsten Tag zn schließen, mie man in Zukunft solches Niederwerfen in der Eidgenossenschaft abstellen könne. «». Abt nnd Hwvent von Wettingen führen Beschwerde, wie der Kirchhcrr von Höngg, der ein Lehen des Klosters inne habe, und den Convent schmählich („Dieb") gescholten habe; als sie dann die Sache vor den Bischof von Constanz ^>acht, Zürich den Bischof „abgestellt" nnd den Streit vor Propst »nd Capitel zn Zürich gebracht; ^n>m rnfc er, der Abt, die Eidgenossen (die VIII Orte) als seine Kastvögte und Schirmherren an, ihn (bei " ordentlichen Nechtsgang) zu schirmen. — Daraufhat man erkannt: Es sollen Abt nnd Convent den genannten ^ ^Mrrn dieser Beschimpfung wegen vor dem Bischof und dem geistlichen Gericht zu Eonstanz berechtigen; bedarf unserer Hülfe nnd Förderniß, so wird man ihm solche zu Theil werden lassen. Dabei wird Zürich dem Kirchherrn zu Höngg keinen Beistand zn geben, i». „Sodann ist beredt, daß jeder bott an sin n und obern sölle bringen, zuo ratschlagen und ein jedes Ort by den sine» versechen und abstellen, daß nu ü" sölichen nüwen predigen nit mer beschcchint, snnder by dem alten brnch zno blibcn, »nd insunders mit ^ Eidgnossen von Zürich nnd Basel gercdt, daß sy by inen das drucken sölicher nüwen büechlin abstellen; ick ad ^ besorgen, wo man solichem nit dapfern widerstand tuon wurde, daß darns große nnrnow und ^'üt wurde, als dann ein jeder bott wyter weist zuo sagen." «». In Betreff der (an der Letze liegenden) Lc»^ Rheinthal wird beschlossen, daß man, wenn die Appenzeller niemand andcrm gestatten wollen, in ihre »mrch zu bauen, dasselbe ihnen auch verbieten werde. K». 1. Das Regiment und die Landschaft des Herzog Win-tcmberg melden schriftlich, daß Herzog Ulrich die Absicht verrathe, mit einem „bnndschühigcn" Fähnchen Sack^°^" Herzogthum zu überfallen, und stellen daher das Gesuch, dem zuvorzukommen. Da man von der ^ ^ M' nichts weiß, so will man es heimbringen, »m den Aufbruch zu verhindern, wenn es sich so verhielte. 'vird an die Regenten in Wnrtemberg, an den Herzog Ulrich, an den Landvogt im Thurgan, an ^ Lienhard von Nischach auf Neuenbürg, der dessen auch verdächtig ist, deßhalb geschrieben. (Wie man ver- ^ sollte der Anschlag bei dem Brantlauf des Georg von Hcwen ausgeführt werden. «Z. Die Boten von oh ^ Lehren, es möchten die gegenwärtigen Boten auch auf den nächsten Tag verordnet werden, i. Auf das holte Begehren der drei Städte Bern, Frciburg und Solothurn um den Anthcil an den Strafgeldern ohne bleiben die VII Orte um allerlei Ursachen willen bei dem frühem Bescheid. Da kein Theil zu a uachgeben will, so hat man beschlossen, das Geschäft wieder heimzubringen, um auf dem nächsten Tag Kathen, wie und wo man das Recht vollstrecken wolle. 8. Zürich äußert die Ansicht, die es auch bereits 256 December 1522. in alle Orie geschrieben, das; ihn? das Recht znstehe, den (ersten) Vogt für Mendris und Balerna zu bestellen, ui?d erklärt ohne rechtlichen Spruch nicht nachgeben zu wollen. Es wird jedoch ersucht, zu bedenken das; Uri bereits einen Vogt dahin verordnet hat, und sich diesmal zu fügen. Die Boten wollen das heimbringen und auf den nächsten Tag Antwort geben, Heimzubringen, das; Zürich in dem Handel der Hauptleute bei seiner früher gegebenen Antwort geblieben. Ii. Dem Albrecht von Laudenberg ist geschrieben, er solle den vom Kaiser erhaltenen Bestellbrief dein Vogt zu Baden zustellen oder auf nächstem Tag Antwort geben, warum er es unterlassen. v. Man hat beschlossen, xs sollen die Brüderschaften der Steinmetzen (Freimaurer?) überall in der Eidgenossenschaft abgestellt sein. HV. Die französische Botschaft berichtet abermals, daß etliche Hauptleute in der Picardie falsche Musterung gehalten; man möge denselben nachforsche?? und es ihn? anzeige??, wenn auch Franzosen daran Schuld hätte??. Da er nur Frisching kennt, dabei jedoch meldet, das; auch etliche Hauptleute ohne Urlaubbriefe aus den? Lande gezogen, von denen vielleicht einige betheiligt seien, so wird beschlossen, Freiburg solle den Frisching gefangen setze?? und verhören und dessen Aussagen auf nächstem Tage mittheile??; zugleich soll jedes Ort seine Hauptlente vorberufen, um zu erfahre??, welche Nrlaubbriefe habe?? oder nicht, x.« 1. Dieselbe Botschaft meldet, das; ein gewisser Kleinmann im Wallis gefangen sitze, der mit den? Fierabras in? Einverständnis; gehandelt habe. 2. Ans ihr Begehre?? hat man Wallis schriftlich erpicht, de?? Kleiumann zu verhören und das Verhör ans nächstem Tag zu eröffnen. 3. Nachdem das Verhör mit Fierabras und andere Schriften verlesen worden, man ferner beschlossen, Freiburg solle jeden? Ort eine Eopie dieser Schriften vor den? nächsten Tag zustellen, »>» zu berathen, wie mau darin handeln wolle, damit die Schuldigen bestraft werden, z-. Da die Knechte Haupü mann Boner's (ai. Boumer) von Saanen, der zuletzt in die Picardie gezogen, Urlaub und voi? den? König eine» „Liferungsbrief" gehabt, sollen sie die Leute gebraudschatzt habe??, was de?? Eidgenossen zur Schande gereicht' Hierüber soll jedes Ort Nachfrage halte?? und die Schuldige?? strafen, um Aehnliches in Zukunft zu vermeide»- Nachdem acht Orte den Welsern erlaubt habe??, ihre Maaren, die sie zu Bellenz und in? Engadin haben, wegzuführen, wollen die IV Waldstättc das heimbringe?? und auf Dienstag vor den? hl. Tag (23. Deceinbech deßhalb zu Beggeuried eine?? Tag halten. »«. Schaffhausen wird für den Fall eines Aufbruchs des „Bun^ schuhs" ersucht, denselben in? Namen der Eidgenossen nach Vermögen abzuwenden. Ott». „Gedenken Mathislis fach." e«. 1522, 17. Dccember (Mittwoch vor St. Thonzas), Bade??. Die Bote?? der acht Orte, denen d»6 Nheinthal „verwandt" ist, verhöre?? die Botschaften der Stadt und des Abtes von St. Gallei? (für letzte» erscheint Ludwig von Helmstorf) und de?? Landvogt im Rheinthal, Ritter Felix Grebel voi? Zürich. Die AnwäR von St. Gallei? eröffnen, wie sie und die vier Höfe in? Nheinthal des jährlichen Weinlaufs halb einen Vertrag gemacht habe??, der „dieses vergangene" Jahr abgelaufen sei; unterdessen habe?? aber der Abt und der Landow de?? Weinlauf unter sich bestimmt. Nach Anhörung der beide?? andern Theile wird erkannt, es solle der vor ^ Jahren gemachte Vertrag von heute an noch 10 Jahre in Kraft bestehen. Stadtarchiv St. G°llm - P -l-g.mr- :»:» aus dein Schaffhauser, >»>» aus dein Basler Exemplar. Im Zürcher fehle?? <, v—im Be?'?»' «, / zc., im Basler in, «, >, ?>, im Schaffhauser dieselben ohne n, in? Solothurncr n, <0 in? Freiburger auch in. Zu n. 1522, 9. Decembcr. Lucern an Bürgermeister, Schöffen und Näthe von Antwerpen. Antwort aa die eben empfangene Zuschrift in Sache?? der (beraubten) Kauflente ?c. Die Nachbarn von Altorf stehen )ft j unter diesseitiger Gerichtsbarkeit; dennoch werde man das gestellte Begehren denselben kund thun und sich » dessen Erfüllung verwenden, samt den andern Bundesgenossen, die gleich geneigt seien, gute Nachbarschaft i erhalten, und bitte daher, keine Irrungen und Schädigungen zuzulassen, ?c. St. A. Luc-rn- MW«"- Deccmber 1522, 257 Zu in. Wir lassen hier gleich die vollständige Reihe der bezüglichen Acten folgen: 1) 1522, 21. Noveinl'er (Präsentat. Mariä). Hugo, Bischof zu Constnnz, an Zürich. Antwort ans das Ansuchen betreffend den Span zwischen Abt Andreas von Wcttingen und dem Kirchherrn zu Höngg. Er wisse nichts, das der Fiscal gegen den letzter» vorgenommen habe, sondern es sei derselbe ans Anrufen des Abtes von dem Official in das Recht gefordert worden; er, Hugo, habe jedoch den gesetzten Tag ans die von Zürich begehrte Zeit verschoben und möchte wünschen, das; es den cspan durch gütliche Unterhandlung beilegen könnte; wäre aber das nicht möglich, so könne er nicht umhin, allen Theilen gebührliches Recht zu gewähren. 2) 1523, 15. Januar (Donstag nach Hilarii). Bischof Hugo an die VII Orte (ohne Zürich). Antwort n»f ihre zwei Zuschriften, 1) daß er dem Abt von Wcttingen gegen den Leutpriester zu Höngg das Recht ergehe» lasse, 2) letzteren von seiner Pfründe stoße. Es habe bisher seinerseits nichts gemangelt, um gegen den Priester einzuschreiten; aber ohne rechtliches Verhör und Urthcil könne er denselben nicht verstoßen; damit er jedoch nichts unterlasse, was in seiner Gewalt stehe, wolle er den Leutpriester innert sechs Tagen vorladen, ihm alle Klngartikel vorlegen und nach Recht und Gebühr gegen ihn handeln. (Kopie). Beilage z» solge»d-> Nr. 3) 1523, 19. Januar (Montag nach Antonii). Derselbe an Zürich. Antwort ans dessen Beschwerde über die Citation des Leutpriesters ?c. Nachdem er den sieben Orten geschrieben, wie die Beilage laute, könne er die Ladung nicht mehr zurücknehmen, wolle aber statt der sechs Tage eine Frist von fünfzehn Tagen gewähren, wogegen er erwarte, daß Zürich den Leutpriester und dessen Anhang weise, die ordentliche Obrigkeit nicht mehr Zu verachten, wie es bisher geschehen. St. A. Zürich: A. BW-s Konstanz. 4) 1523, 22. Januar (Donstag vor Conversionis Pauli). Hugo, Bischof zu Constanz, an Zürich. Antwort auf die erneuerte Fürbitte zu Gunsten des Lcntpriesters zu Höngg. Damit es sehe, wie geneigt er sei, ihm zii willfahren, habe er demselben Absolution verschafft, mit Bestimmung eines Rcchtstngs, in der Hoffnung, daß Zürich ihn zum Gehorsam weise, zc. 5) 1523, 23. Januar. Derselbe an Zürich. Die Anzeige, daß die Späne zwischen dem Abt von Wcttingen und dem Leutpriester zu Höngg in der Güte vertragen seien, habe er mit Wohlgefallen vernommen und werde uun, wenn der Abt ihn nicht weiter anrufe, in der Sache nichts mehr „ausgehen lassen". 1) — 5) im St. A. Zürich: A. Bischof Constanz. Zu Man wolle bei dieser Gelegenheit auch folgende Acten beachten: 1) 1522, 21. Deccmber (St. Thomas). Lnccrn an Bern. Spitalmeistcr Jacob Fcer, letzthin Bote zu Baden, habe nach seinem Bericht mit dem Gesandten von Bern wegen eines ehemals zu Escholzmatt verpfründet gewesenen Priesters, der jetzt in Brugg gefangen liege, die Abrede getroffen, daß man über seine Vergchnngen von hier °us schriftlichen Bericht geben solle. Zinn habe man sich nach allen Seiten erkundigt und (unter Andcrm) erfahren was folgt: (Im Gespräch mit Vogt Hng, mit dem er „uneins" gewesen) „Er sigc fro, daß die Eidgnossen suust zc schaffen Hand überkommen, damit sy dcß (des neuen Glaubens ?c.) vergessend, und die schmach und schand, so den Eidgnossen jetz in Meilnnd (so. Bicocen) begegnet, das sige im kein knmmer noch schand". Dem Kirchheorn zu Escholzmatt habe er die Aenßerung unterschoben: „Es sig vor hundert jarcn in etlichem concilinm beschlossen, daß man nit länger gloube» soll dann hundert jar, daß unser frow reine jnngfrow oder magt sige llst»; nun sigen die hundert jar schier us. Zum andern, unser frow habe drü lind gehebt, und sige n»se> hengott das mittlest kind gsin, — und sunst ander uncristcnliche ketzerische stuck, dicker gcredt hat". (Daneben stehen Zugaben über Diebstähle zc.) Hienach erwarte man, daß der Beklagte gebührend bestraft werde, ?c. St. N. Bern: Ktrchl. Angelegenheiten. 2) 1522, 30. Deccmber )jDicnstag vor Circumcisionis rriij). Lucern an Bern. Da die lutherischen und zwinglischm Lehren in der Eidgenossenschaft täglich mehr überhand nehmen, so habe man sich gleich anfangs -Utsckstossm, solcher Ketzerei keineswegs anzuhangen, sondern sie nach bestem Vermögen abzuwehren. Man vernehme aber, wie der Pfarrer zu Sur und der Leutpriester zu Aaran samt etlichen weltlichen Anhängern, als dem Wirth Zu Rubischwist und Andern, die mit jener falschen Opinion vergiftet seien, mancherlei Unruhe gegen die Stift (Bero-)Münster, die dort Zinse und Zehnten habe, erregen, um derselben Abbruch zu thun, wie Caspar von Mülinen als Gesandter und die letzten Abschiede näher angeben werden. Da solches wider Verhoffen noch nicht 33 258 December 1522. abgestellt worden, so sehe man sich genöthigt, Bern zu bitten nnd zu ermahnen, dafür zu sorgen, daß die Stift Münster bei ihrem alten Herkommen bleiben könne, indem man sonst veranlaßt würde, dieselbe (anders) zu schirmen. Bitte UM schriftliche Antwort. St. A. B-m-Kkchl. Angelegenheiten. Zu «. 1522, 1. December (Montags nach Andrea). Zürich an Lucern, Solothurn, Schaffhausen (und andere Orte). Die Boten ab dem letzten Tage zu Baden berichten, daß Uri beauftragt worden, Mendris und Balcrna zunächst zu „bevogteu", was man um so befremdlicher finde, als es die Vogtei schon früher zwei Jahre, so lange Zürich den Vogt zu Lauis gehabt, besessen habe. Aus mancherlei Gründen möchte man wohl wünschen, daß die Vogtei für einstweilen unbesetzt bliebe; weil es nun aber so beschlossen sei, nnd Zürich den ersten Anspruch habe, so könne man das ohne Recht nicht nachlassen; daher bitte es hiemit, die Botschaften auf den nächsten Tag so zu instruiren, daß die bundesmäßige Ordnung beobachtet werde und die Kosten eines Nechtshandels erspart öleiöm können. St. A. Lucern: Missiven. — K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. XI. — K. A. Schaffhausen: Korrespondenzen. Zu 1) 1522, 19. November. Bern an den König von Frankreich. 1. Was seine Gesandten über das Verhalten Hauptmann Frischings angebracht haben, vernehme man mit dem größten Bedauern (molastuw et uvördissimum kuit), indem man geglaubt, die Angehörigen würden dem König so eifrig dienen, daß es ihm zu»' Vortheil und der Obrigkeit zum Lob gereichte; da dies nicht geschehen, und der Beklagte, soviel man wisse, sich jetzt in Frankreich aufhalte, so möge der König denselben verhaften und nach Verdienen bestrafen lassen oder aber ihn nebst den Anklageacten an Bern ausliefern, damit man gebührend gegen ihn verfahren und Andere durch ein Beispiel von solchen Vergehungen abschrecken könne. 2. In Betreff des Fierabras und der in Sitten gefangenen Florentiner wolle man sich bei den übrigen Orten dafür bemühen, daß des Königs Gesuche entsprochen werde, St. A. Bern: Latein. Missiven, X. 4 b. 2) 1522, 11. December (Donstag vor Luciä). Bern an Freiburg. Der König habe abermals geschrieben, wie ungebührlich einige Hauptleute sich in der Picardie gehalten, und namentlich Haus Frisching der junge; daraus habe mau ihn schriftlich ersucht, den Genannten zu fangen und zu strafen oder herauszuliefern. Freiburg w>sst wohl auch, was die Eidgenossen deßhalb kürzlich zu Baden beschlossen haben, und da nun die französischen Bote» anzeigen, daß Frisching in Freiburg sei, so habe mau dies alles berichten wollen, damit es gegen denselben st zu handeln wisse, daß es sich gegen den König und die Eidgenossenschaft verantworten könne; wäre Frisching diesseitigem Gebiet zu betreten, so würde man ihn nach Verdienen selbst bestrafen, zc. K. A. Freiburg: A. Bern. — St. A. Bern: Teutsch Missiven, I>. 167- Zu Die Erklärung dieses Artikels liegt in folgendem, einzig in Schaffhausen erhaltenen Actcnstüch das wir seiner Merkwürdigkeit wegen wörtlich geben: 1) „Es syen uns etwas embörung und ansläg von Herzog Uolrich von Wirtemperg und seinen anhänget by etlichen sondern Personen in der Aidguoschaft angericht und praticiert haben sollen (sie), nachfolgender gesstll angelaugt, nemlich: So sye ain weiß damastin fendliu gemacht, darin ain sonn mit einem guldiu buudschueh gemalct »ud daby geschriben mit ainem reimen, welher fry well sein, der ziech her zu disem sonnenschein. Daß auch st^ pratik und pact nit in stellen, sondern (in) den vorHöfen und hölzern uf dem land geschehen in nachfolgende»' anslag: Nachdem der wolgeborn Herr Jörg von Heweu, Fryherr, sich kurzlich mit ainer Gräsin von Hoheill»'»^ clichen verHeirat, und die haimfürung in wenig tagen soll gehalten werden, und dann ctlich orten in der gnoschaft der gebrauch und gewonhait, daß sie der braut etwan mit ainem Haufen irer knaben entgegen koine», deßhalb vor äugen, daß ir(er) ctlich guter mainung willens, bemelts Herrn von Hewen gemahel demselben »>' nachbeurlichem gutem gefallen entgegen zu ziehen und die zu entpfahen zc., wellend die gedachten bannerfierer »" praticierer under selbigem Haufen mit treffcnlicher anzal undcr ainem schein des guten einmisch und wind" Verdachts und argwons willen verneinen lassen, daß sie zu der angezaigten eutpfähung zu gefallen und ceren »"" ziehen; doch so sy darunder dis geschwind bös listikait und verkert gemiet by inen verborgen, daß si) zuo Frawenfeld sameln nnd alsdann ungewarnoter fachen mit obnngezaigtem fliegenden banner des nfgewocs'»" bundschuchs den nächsten Hohentiviel zu und dannen uf das fürsteuthumb Wirtemberg ziehen wellen; st st December 1522. 259 Hans Lienhart von Reischach die bratik in dein fürstenthnmb W. also angericht, so bald der gedacht anzug gescheche, werden etlich uß derselben landschaft bemeltem Herzogen entgegen ziehen. Darnach wißt euch in versehung und , Warnung zu halten, ?c." Sodann fügen wir noch einige weitere bei: 2) 1522, 1V. December, Stuttgart. Statthalter und Regenten des Fürstenthums Würtemberg an gemeine Eidgenossenschaft. Mittheilung „einer Copei" (?) und weitläufige Vorstellung der Gefährlichkeit eines solchen Unternehmens,-?c. :c. — Vgl. N. K. — Copie aus deutscher Canzlei. 3) 1522, 10. Decemberl Die Verordneten und Ausschüsse der Landschaft Würtemberg an die in Baden versammelten Boten der Eidgenossen. Sehr wortreiche Beschwerde über den Anschlag des Herzogs, nebst Kundgebung der herrschenden Zufriedenheit über das bestehende Regiment, ?c. — Aus der gleichen Canzlei. 4) 1522, 11. December, Stuttgart. Statthalter und Regenten zc. an Zürich. Creditiv für Jacob Raminger, Regjstvator, als Gesandten zu den Eidgenossen, wegen der Umtriebe des Herzogs Ulrich, zc. 5) 1522, 11. Dec. Verordnete und Ausschüsse gemeiner Landschaft W. an Zürich. Creditiv für Denselben, gleicher Sache. 2) — 5) im St. A. Zürich: A. WüUembcrxi. 6) 1522, 13. December, Nürnberg. Kais. Majestät Statthalter zc. an Zürich. Zur Berathuug der Neichs- anliegen, als der dringenden Türkengefahr zc., vereinigt, vernehme Man, daß sich Angehörige der Eidgenosse» in starker Zahl versammeln sollen, um Schwaben zu überziehen, :e. Wenn dem so wäre, so könnte Zürich selbst uwhl einsehen, daß ein solches Unternehmen unverursacht und wider alles Recht, wider Ordnung und Ehrbarkeit geschähe, daß dadurch das Reich zerrüttet und an seinein Vorhaben gegen die Türken gehindert, der Christenheit großer Schaden zugefügt und der Eidgenossenschaft Lob nicht wenig befleckt würde, was man den zu Baden tagenden Boten auch schreiben lasse. Man begehre nun, daß Zürich samt Andern ein so schädliches Vornehmen abstelle und Ehrbarkeit, Friede, Recht und gute Ordnung erhalte; was ihm hierin begegne, solle es schriftlich hteher berichten. - El. A. Zürich: A. Reichssachen. 7) 1522, 29. December (Montag vor Neujahrstag rriij), Bern. Mandat für Stadt und Land: Verbot der ^heilnahme an dem ruchbar gewordenen Anschlag des Herzogs Ulrich von Würtemberg, mit einem „Bundschuh und Fähnlein" sein Land zu erobern, da dies einen Krieg mit dem Reiche und deutscher Nation zur Folge haben könnte, zc. S». A. B-m: T-msch MWmn v. c. no >>. tTR. Engetverg. 1522, 20. December (Samstag vor Johannis Apostoli). Jahrrechmmg. Staatsarchiv Lucern: Acten Engelberg. ^ 1. Vogt Jacob am Ort von Lucern hat Rechnung abgelegt betreffend das Gotteshans Engelberg. ^uie Einnahme betragt 2514 Pfd. 2 Schl. 6 Heller. Dagegen belaufen sich die Ausgaben auf 2507 Pfd. ^ H^ler; demnach bleibt er schuldig 7 Pfd. 1 Schl. 2. Das Gotteshaus hat an Schulden (zu fordern) ^ ^ Pfd. 6 Schl. 8 Heller; himvider „soll" es 169 Pfd. 8 Heller. Es besitzt an Vieh 33 Kühe, 1 Stier, Zugochsen, 18 Zeitochsen, 1 Zcitrind, 16 (? „Meist") Rinder, 23 Kälber, 1 Münch, 1 Hengst, 11 st» 250 Käse. Es hat ferner Wein am Zürichsee 160 Eimer, im Keller 24 Sauin; an Kernen Nm^^n ^ Malter. Vogt am Ort hat in seinen vier Jahren dem Kloster vorgeschlagen („fürgestcllt") ^ Pfd. 7 Schl.; ferner sind demselben.von Herrn Eglofs zugefallen 400 Pfd., was zusammen 4038 Pfd. b^"'^ ^ Einnahme des Vogtes am Bühl von Unterwalden für die Frauen 547 Pfd. 1 Schl. Dagegen sei,, Ausgeben 462 Pfd. 5 Schl. und hat er also noch abzuliefern 84 Pf. 11 Schl. v. Es hat der 260 December 1822. Frauen Vogt von Lucern eingenommen 479 Pfd. 6 Heller und ausgegeben 458 Pfd. 6 Heller; demnach bleibt er schuldig 20 Pfd. 4 Schl.; dabei ist fein Gehalt schon verrechnet. Die Frauen (das Frauenkloster) haben noch Vorrath an Kernen 13 Mntt 2 Viertel, an Haber 2'/2 Malter. «I Es beschweren sich die Thalleute von Eugelbcrg über den „Frieden", der ihnen von den Kastvögte» auferlegt sei, nämlich gegen ihre Nachbarn in Unter- walden nid dem Wald. Wenn zwischen ihnen Friede gemacht werde, so lassen die von Nidwalden je nach fünf Jahren den Frieden ab, während sie, die von Engclberg, dabei bleiben müssen, was ihnen zu großem Schaden gereichen könnte. Das ist heimzubringen, um auf dem nächsten Tage, der hier sein wird, darüber Antwort zu geben. ITT (Lausanne. 1522, e. 22. December. . Staatsarchiv Bern. Kantonsarchiv Freiburg. Tag einer Botschaft von Bern und Freiburg, behufs gütlicher Vermittlung zwischen dein Bischof von Lausanne und den Landschaften Saanen, Oesch ?c., wegen Errichtung eines Wochcnmarktes in Bulle. Ein Abschied wurde wahrscheinlich nicht verfaßt. Ueber die Frage selbst und die voransgegangenen Verhandlungen lassen wir die Acten sprechen: 1) 1522, 5. November. Bern an den Bischof von Lausanne. Die Bürger von Gesscncy, Oesch, Rossiniere und Nougemont haben klagend angezeigt, daß die. von Bulle von dem Bischof die Erlaubnis erworben, einen Wochenmarkt zu halten, was ihnen, jenen Burgern, offenbaren Nachtheil brächte, indem sie das Korn und andere Lebensmittel bald theurer bezahlen müßten, zc. Man bitte nun den Bischof, er möchte mit Rücksicht auf die althergebrachte gute Nachbarschaft die gegebene Zusage uns schicklichen Gründen widerrufen und seine Ilntcrthanc» gütlich bewegen, sich mit einem Jahrmarkt zu begnügen, zc. St. A. V->n- r°t -m. Mijsivm, i. :>. 2) 1522, 16. December, Freiburg. Versammlung der „Burger" wegen deren von Greyers, den Markt zu Boll (Bulle) betreffend, den der Herr von Lausanne aufrichten will. „Ist inen geantwurt, nimm Herren sye der Handel fast leid, und (ist der botschaft) mit vil hübschen langen worten gesagt, wo min Herren sich mögen gebrochen gege" (dem) Herrn von Lösau, daß er sins willens abstand, das wellen sy gern thuon, und schicken iren botten gen Bern, si auch zuo bitten, den Handel helfen in der fründschaft zerlegen, den großen Unwillen zuo stillen und vor großen bluotvergießen zuo sin; dann min Herren spen wal so warlich beruht, wo der merkt ufgericht, (daß) der nit weU beharret, dann daß si einandern treffenlichen flachen werden, deß (?) si und minen Herren möchte zuo schafstn werden; wo dann min Herr von Losan des, so er ein g. prelat ist, ein nrsach sin, wnrd im hcrnachmals leid."(ch K. A. Freiburg: Rathsbuch Nr. 40. 3) 1522, 13. December. Bern an (den Bischof von Lausanne). Um den Span zwischen ihm und dea Gemeinden von Gessmay zc. wegen des Marktes zu Bulle zu beseitigen, habe man beschlossen, nebst Freibmg auf nächsten Sonntag Abend eine Botschaft nach Lausanne abzuordnen, die morndeß vor dem Bischof erschein" solle, Zc. St. A. Bern: Latein. Missiven, 15. 7 a. 4) 1522, 29. December (Montag nach Weihnachttag rriij). Bern an Freiburg. 1. „Von unserm ratsbotteM so jetz sampt dem üwern by unserm Herrn von Losan von des wuchenmerkts wegen zuo Boll gewesen, haben w" verstanden, was daselbs gehandlet, also daß nützit geschasfet, und unser Herr von Losan uf sinem fürnew^ beharret, und sin beschluß und Meinung ist gewesen, by althargebrachtcr frpheit und gerechtigkeit ungeschwächt belyben, mit erbieten, wo in jemand davon wellte wysen, darumb für üch und uns, ouch üwer und unser l. 0' gnossen und Mitbürger von Solothnrn, und ob es not ist, für dir übrigen Ort alle zuo rechtlicher lütrung ch" komm. Und so uns nu will bedunkm, daß sölich unscrs Herrn von Losan beger und erbieten fuog und gG" habe, und uns nit gebüre, in dawider zc trängcn, zc nötigen oder durch jcmands beschwere» zuo lassen, wollig Januar 1523. » 261 wir üch des; berichten, mit stündlicher bitt, wo ir des glichen gemüets wie wir sind, alsdann üwerm und unserm burgcr, dem Grafen von Grycrs in üwerm und nnserm namen zno schriben und besnnder im zuo erscheinen das, so üch und uns von nnserm Herrn von Losan uf üwer und unser Werbung und anbringen begegnet ist, mit ernstlicher ermanung, die sinen von Geyers, von Sanen und ander, so diß fach mag bcrüeren, zuo underrichten und darzno zuo halten, sich obbemelts nnsers Herrn von Losan erbieten zuo recht, wo st je nit nbstan wellent, zuo bcnüegen und darüber mit gwalt noch frävel nützit fürzcncmen, mit anzöig, wo sölichs nit beschehen, daß ir und wir daran nit gefallens haben, und die notdurft wurde erhöischey, dawider fürsehung ze thuond, den bemelten unfern Herrn von Losan als unfern geistlichen prelatcn und bischoffcn vor gewalt und zuo recht zuo schirmen, wie üch dann will bcdunken, sölichs mit der federn wyter und bns zuo vergryfen" (sin) ... 2. „So denne langet uns an, wie dann under dem genannten nnserm Herrn von Losan und dem landvogt von der Wat an etlichen orten die wegsami zuo sölichem abgang kommen, damit sötiche nit wol zuo bruchen sye, und die winfuorungen üch und uns nit mögen zuogan, daran wir nnsers teils beschwärd habent, dann ouch sölichs üch und uns zuo thüre und ufschlag dienet, und uß grund desselben, und daß wir in deheinen zwyfel setzen, üch sye sölichs nit minder dann uns mißfellig, ist an üch unser stündlich bitt, üch welle gefallen, an die obbcmeldtcn beide ort in üwerm und unserm namen zuo schriben und harin Verschaffung ze thuond, als sich üwer und unser und des gemeinen maus nutz und notdurft nach wirt gebüren". . . St. A. B-n>: T-uych MW»-», i>. >. log b, no->. IS» Weggenried. 1622, c. 23. Deeember. Rermuthlicher Tag der IV Waldstätte. — Den Hauptgegenstand der Verhandlungen bezeichnet Nr. 12t) 2. Acten fehlen. IS4 Wnden. 1523, 5. Januar f. (Montag vor hl. Dreikönigen Tag f.). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, (1. 2. s. 308. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Vd. 8, t. 212. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, ?. p. 921. Abscheide sino ünlo. .^iantouSarchiv Basel: Abschiede, s. I. ^antonsarchiv Freilnirg: Abschiede, Vd. 12. jtantvnSarchiv Svlotlnirn: Abschiede, Bd. XII. KantonSarchiv Schasfüattsen: Abschiede. VaadeSarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Zürich. Felix Schund, Bürgermeister; M. Heinrich Wälder, des Raths. Bern. Sebastian Stein, Ritter; Junker Sebastian von Meßbach. Lncern. Hans Hng, des Raths. 11 ri. Heinrich Schercr, ^ Raths. Schivyz. Heinrich Lilli, des Raths. Untcrwalden. Arnold Fruonz, alt-Annnann. Zug. Vogt "Hgcrli (von Aegcri). Glarus. Jost Tschndi, Aunnann. Basel. Jacob Meyer; Wolfgang Harnaschcr; Ludwig icher, alle drei des Raths. Frcibnrg. Jacob Tcchtermann, des Raths. Solothurn. Hans Hugi, des aths. Schaff Hausen. Junker Ludwig von Fulach. Appenzell. (Hürler und Othmar Gaiser?). — A. A. st 14 ^ Der Herzog von Mailand beantwortet das diesseitige Schreiben um Mwährung „gleichen" Kaufs mit AmiclM'lxj freundlichen Aeußcrungcn und begehrt, daß man ihm sicheres Geleit gebe, so werde er eine Votschaft ^ cudncn, in der Hoffnung, Mittel zu finden, wodurch den Angehörigen cnnet dein Gebirge geholfen würde. Heimzn- ^'ugen, ob Botschaft Geleit geben wolle oder nicht. ?». Die Vögte zu Luggaris und Lauis berichten, Huben Einige das dringliche Ansuchen gestellt, das Ihrige verkaufen zu dürfen, um sich Korn und andere 262 Januar 1523. Bedürfnisse verschaffen zu können. In Anbetracht der dort herrschenden Roth hat man es einstweilen bewilligt. uchtsnutzige („nütsöllcnt") Mönche, die weder Gott noch der Welt nutzen, und haben lange Zeit die Welt Gestohlen. Einmal hat er, nachdem ein anderer Priester in einer Kirche gepredigt, von der Canzcl erklärt, was der vor ihm gesprochen, sei erlogen. Darauf hat man die Erkanntniß des letzten Tages bestätigt und an den ^'schof von Konstanz geschrieben, er solle den Priester von der Pfründe stoßen, damit der Abt einen andern damit belehnen könne, und ans nächsten Tag dcßhalb Antwort geben. Zürich meldet schriftlich, die Regierung habe wegen des Zwiespaltes in der Verkündnng des Gottcsworts alle ihre Prälaten, Lentpriester und Prädicanten >n chrem Gebiete geladen, sich ans den nächsten Tag nach Kaiser Carolas (29. Januar) in ihre Stadl zu Verden, ,vo man sie in Gegenwart einer Botschaft des Bischofs von Consta»; gegen einander hören werde; die ^adgenossen möchten ihre Gelehrten anch dazu sende», t. Ueber die Bcvogtung der Herrschaft Mendris und Balerna erkläit Zürich, es wolle den Eidgenossen zu lieb nachgeben, doch mit der Bedingung, daß man ihm gestatte, wen» xZ ^ die Reihe komme, seinen Vogt vier Jahre lang da zu lassen, und ihm darüber Brief und Siegel Ausstelle. Heimzubringen, i». In der Angelegenheit der 17 Hauptlentc antworten die Boten von Zürich: Sie st'tzen hierüber keine Vollmacht; jedoch haben ihre Obern Allen, welche sich verantwortet, ans ihr Wort geglaubt. 'R diesen Bescheid wird erwidert, man hätte erwartet, daß sie nach den vielen an sie ergangenen Bitten nicht Gestalt ans ihrer Meinung beharren würden; wollten die Eidgenossen in gleicher Weise gegen sie handeln, so ^ Ursache genug dazu; denn von den Ihrigen seien^wohl so viele gegen die zwölf Orte, und die von ( Verfolgten nur z» diesen gezogen; man wolle das aber nicht, sondern nach Inhalt der geschworncn Bünde "S Recht suchen; die Boten sollen daher die Sache nochmals heimbringen »nd auf dem nächsten Tag eine "»Mute Erklärung geben, damit man das Recht einleiten könne; dabei wird auch beschlossen, daß Zürich bis Austrag des Rechten nichts Unfreundliches vornehmen solle, v. Der Ncisstrafcn halb ist abgeredet, mit soll nach Inhalt der geschworncn Bünde zu Einsiedel» einen Nechtstag zuhalten; Zürich und Schwyz die Nichter, Zug den Redner dazu geben, nämlich den Ammann Stocker; Lucern, Uri, Unterwalden und ^ uuis werden je einen Nathgcbcr dahin verordnen. Der Tag ist festgesetzt ans die alte Fastnacht (22. Februar); " ^Parteien sollen sich hinlänglich versehen mit Kundschaften und ihren Beweistiteln, 1. Die französische ss Ichnft dankt dafür, daß sich die Eidgenossen bei den Granbündnern verwendet, indem nun dieselben die Zn- M'ung gegeben haben, einstweilen mit keinem Fürsten eine Vereinnng zu schließe» und niemand durch ihr Land Wen zu lassen. 2. Dabei wird angezeigt, daß der Herzog von Mailand abermals vorhabe, eine Botschaft R den Bündnern zu schicken, die auch schon ans dein Wege sei. Daher wird auf Begehren des Gesandten den "»dnern geschrieben, sie möchten dem Boten des Herzogs kein Gehör schenken, sondern ihn ans dem Lande Auch ivird bewilligt, daß ans besonderes Verlangen Boten von Uri und Glarns nach Bünden gehen, ' »i der Eidgenossen Namen zu handeln, was zu Ruhe und Frieden diene. 3. Dieselbe Botschaft begehrt, daß dem Herzog von Mailand das Geleit versage, inSem das große Partcinng und Uneinigkeit verursachen ^ ^ Ferner äußert der Gesandte, es bedäuchte ihn gut, wenn einige Orte ihm vergönnten, Boten nach , zu rufen, um nochmals für den Wiedereintritt in die Vereinnng zu wirken. Es wird ihm aber gerathen, ^'ut zu ivarten bis zur Bezahlung; doch hat man Lncern ermächtigt, ans weiteres Begehren die Orte, die er schnei, würde, zu „beschreiben", x. Auf die Nachricht, daß Bernhardin Moresin von Lanis »ach Schwyz ^»»nen, um da im Namen des Herzogs von Mailand Umtriebe zu machen, wird beschlossen, es soll jedes , das den Moresin betreten könne, ihn gefangen nehmen und verhören. Derselbe Auftrag wird dem Vogt zu 264 Januar 1523, Lanis gegeben, A. Jedem Ort ist eine Copie des Verhörs des Fierabras, der zu Freiburg gefangen sitzt, mitgetheilt worden. Dabei wird Freiburg beauftragt, denselben bis. aus weitern Bescheid festzuhalten. 5«. Der Hauptleute wegen, die zuletzt dem König in der Picardie gedient haben, wird festgesetzt, daß jeder seinen Herren und Obern einen Urlaubsbricf vorweisen soll, der ihn ermächtigt, bis zur alten Fastnacht zu werben. Wer das nicht thut, soll gestraft werden, ttl». Die armen Kriegsleute, die bettelnd umherstreifen, sollen in jedem Orte schwören, sogleich in ihre Heimat zu ziehen. Iii«. Zürich wird ersucht, dein Nenward Göldli wie andern Hauptleuten Geleit zu ertheileu, damit er sich dort verantworten kann. vv. Die Boten von Unterwalden bringen abermals in langem Vortrag den von Diebold Meyer aus dem Siebenthal verübten Todschlag zur Sprache- Nachdem man auch die Botschaft von Bern darüber gehört, hat man den Boten von Unterwalden zu bedenken gegeben, daß Bern das gesprochene Urtheil nicht anfechte, aber nicht gestatten wolle, daß die Verwandten des Entleibten den Thäter vhne Weiteres im Gebiet von Bern mit gewaffneter Hand angreifen, indem daraus Unruhen und Widerwärtigkeiten entstehen möchten; daher wird den Unterwaldnern gerathen, die Kläger mit ihrem Urtheil au Bern zu weisen, da man nicht bezweifle, daß dieses auf solches Nechtsbegehreu nach Gebühr gegen den genannten Meyer verfahren werde. «Iii. 1523, 3. Januar (Samstag nach Neujahr). Bern an seine Gesandten in Baden. Auf das an den König erlassene Schreiben betreffend den Vertrag zwischen ihm und der Grafschaft Burgund habe man die beiliegende Antwort erhalten; auch sei von Frau Margaretha eine Zuschrift an gemeine Eidgenossen eingelangt, die man geöffnet habe und hier mitsende, woraus siö entnehmen werden, daß der „Bestand" noch nicht gänzlich geschlossen und, wenn dafür nicht tapfer gearbeitet werde, noch immer ein Angriff auf die Grafschaft zu besorgen sei, woraus der Eidgenossenschaft ein neuer Krieg erwachsen könnte, indem Herr von Latremoille, der Statthalter des Herzogthums Burgund, erklärt habe, daß der Krieg beginnen werde, wenn nicht bis Lichtmeß die kaiserliche Bestätigung des Vertrages allsgewirkt sei, womit des Königs Schreiben gar nicht zusammenstimme. Da es nun schwer und unleidlich wäre, wenn die Grafschaft verwüstet und der seile Kauf an Salz und andern Dingen abgeschlagen würde, so sollen die Boten die ihnen zugesandten Schriften den andern Orten zur Kenntniß bringen und sich dafür verwenden, daß der Frau Margaretha auf ihr Schreiben (entsprechend) geantwortet und der HeU von Latremoille ermahnt werde, gegen die Grafschaft nichts Unfreundliches vorzunehmen, sondern die bisher bestehende gute Nachbarschaft zu erhalten, da sonst die Eidgenossen kraft der Erbeinung verpflichtet wären, einem Angriff init Widerstand zu begegnen, :c. St.A.»m>: T-un-h MWvm v.r. ::s. I»>» aus dem Zürcher, «'<' aus dem Bcrner Abschied. Dem ersten fehlen n—dem letzten: i, » d en: Basler >, >, >, v :c., dem Freiburger und Solothurner i, >, >»I», den: Appenzeller i, I, >, i, v In: Schaffhauscr Eremplar sind mehrere Artikel von der Hand eines Lucerner Schreibers copirt (was auch smN etwa vorkommt); vv ?c. sind nachträglich zum Abschied 24. Nov. 1522 versetzt; es fehlen übrigens i, I, l, v, Zu Vergleich zwischen Ulrich von Habsperg und der Stadt Basel (8. Januar). „Als dann ein spansimd irrung uferstanden und gewesen ist zwüschent den: edlen strengen Herr Uolriäsi" v on Habsperg, ritter, vogt der beiden Herrschaften Rinfelden und Loufenberg, des einen, und den frommen st"'" sichtigen wysen Bürgermeister, Rat und gemeinen Bürgern der statt Basel, unfern lieben und getrüwen EidgnossiM mitsampt Cüenzlin von Hornossen, irein lyb eigen man, den: andern teile, darumb dam: diser tag angesetzt ÜU und sind also vor uns den Kotten der Eidgnoschaft, auch den verordneten vom Regiment von Ensheim, nawn 1 den edlen strengen hochgelerten Herr Martin Stören, ritter, und doctor Jacob Stürzet von Buchhein: :c. crschiR^ nämlich Herr Uolrich von Habsperg in eigner person und die genannten unser lieben Eidgnossen Burgermeister u» Rat dcsi statt Basel durch ir treffenlich erlich botschaft, und der gemelt Cücnzli von Hornossen ouch in eigu^ Januar 1523, 265 Person; und als wir nu bcid partyen gegen einandern mit langen wortcn genuagsamklich gehört und verstanden, so haben wir an si begert, uns zuo vergönnen, solichen span und irrung in der friiudlichkeit hin und abweg ze thuonde, deß wir nun an beiden partyen folg erfunden, llf das so ist unser fründlicher spruch, lüterung und entscheid, daß des ersten aller unwill und unfründschaft, e^ sye mit reden oder in ander weg in disem Handel zwüschent den obgenannten partyeu Cümzlis halber begeben und erlaufen, hin, tod und ab sin sollend Sodann söllent die fünf bürgen, so der bemelt Cücnzli von Hornossen dem vorgedachten Herr llolrichen von Habsperg geben Hai, so erst das sin mag, den selben Cüenzli von Hornossen m das schloß Loufenberg, wie si das vormals zugesagt habent, presenticren und überantwurten, doch daß er uit w gesänknuß kommeii noch ingelegt werden solle, und wann solichs beschickst, so soll bemelter Cüenzli von Hornossen dem obgemelten Herr Uolriche» von Habsperg zuo rechter straf geben und usrichte» zwenzig rinsch guldin, und soll hiemit soliches Handels und aller Handlung halb, es syent fridbrüch (oder) anders, so sich sinethalb bis uf discn hüttigeir tag begeben und erlaufen hat, ledig sin und fürer von dero wägen unangefochten noch bekümbrot werden, und soll im auch hiemit sin guot entschlagen sin; es soll ouch hiemit discr Handel den obgenannten fünf bürgen und ouch dem Cüenzlin nu und hienach unufheblich sin, snuder an iren eren deHein schaden gebären noch bringen in keinen weg. Der obgcnannt Herr llolrich von Habsperg soll ouch dem genannten Cüenzlin von Hornossen >ui kundschnft, so er zuo Frick in das recht gelegt oder coppcn darvou, deweders im gesellig sin will, Harns zuo lluen Händen geben und überantwurten. Es soll ouch diser unser fründlicher spruch und betrag Herr llolrichen "vn Habsperg, deßglich einer statt von Basel an ir oberkeitcn, Herrlichkeiten und eignen lüten ganz in all ander wäg unvergriffen und unschädlich sin. Zum andern, als sich dann unser Eidgnosseu von Basel erklagent, wie dann ir eigen lüt, so im Fricktal, su der Herrschaft Rinfclden sitzent, i>: der järlichen stür anders gehalten werden dann von alter har komm, und ll onch dafür gefryt wärent, inhalt ir fryheiten, verträg und spruchbriefen, so zwüschent inen geben und versiglot usgericht wärent, daruf der obgeuannt Herr llolrich von Habsperg und die sinen uß dem Fricktal antwurten und ^ZMeintcn, daß si nit anders gehalten noch inen in solicher stür ufgeleit wurde dann wie von alter har, und mlo) ouch der spruch und vertragbrief das zuogäbe und inhicltc, dann usgenomcu, es wärent etlich von der von ustl ejg,wn lüten, die dann güetcr an si crkonft Helten, die stürgnössig wäriut, und in den kaufen zuogesagt, nß man inen die liesse zuo iren Händen kommen, so wölkten si thuon und geben, was dann si von solichen güctern Zuo geben schuldig wärent und vormals davon geben worden sye. Ilnd als wir hicruf die sprüch und vertragbrief, w zuo Ensheim und zuo Seckingcn geben und versiglot usgericht, cigenlich gehört und verstanden habent, so ist iurin unser spruch, lütrung und entscheid, und lassent es also by den selben beiden spruch und vertrngbriefen Zuo Ensheim und zuo Seckingen gemacht gänzlich bliben, also daß denselben nach irer begrifung und wie der uochstab das zuogibt, gelebt und nachkommen werden solle nu und hienach, und wann si also den kosten, so in sr lnndschaft ufgangen ist, anlegen wend, daß si alsdann der von Basel eigen lüt darzuo berücfen, damit und ^ helfen rechnen und anlegen nach uswysuug und vcrmög der spruchbriefen, und ob aber etlich der von chstl eignen lüt etwas güetern erkaufen wurden oder erkouft hätten, so dann stürgnössig wärent, daß der und upelbcn ouch die stür von solichen güctern geben söllent, wie si'vormals davon geben scheut, unverhindert aller 'prüchen und fryheiten. Zum dritten so habent sich die gemelten von Basel erklagt, wie dann Herr llolrich von Habsperg ein nüwerung wit zöllen understande ze bruchen und unter von inen und iren burgern neirny dann von alter har kommen und ! ^ckst syx worden, und nämlich so wölle er von den salmen und lärm und twersischen den zoll haben, davon ^sger dann in fünfzig jaren nie kein zoll geben noch erfordert sye worden; zuodcm so habe er kurzlich ein zolner Ü^sttzt au ein cnd, so vormals ouch nie sye gewesen, dadurch ir burger, so dann iren gewerb gan Rinfeldm stu )en, mit solichem zoll beschwert werden; dann wo er den selben zoll an dem end, da er vormals gewesen und ^uyenounnen wäre, hätte lassen bliben, so wärmt ire burger desselben zolls entladen und den nit müessm geben, ' I> verhoffen, daß der durch in hin und abgethan sölle werden, llf das der bemelt Herr llolrich von Habsperg 'Uwurt, er hätte dehcin uüwen zoll »fgcscht, dann dersclb zoll wäre vormals auch gcsiu; aber (es) möchte sin, wäre mit beimlligung des Regiments zuo Ensheim, -als siner Herren, an das genannt end gelegt worden; es 266 Januar 1523. wäre aber in sincm gemalt und macht nit, an demselben cnd nützit uachzuolasscn one bewilligung sincr Herren des Regiments; deßhalb so wölle er nit vil darzuo reden. Und als wir solichs von im verstanden, so haben wir abgeredt, daß der bemelt Herr Uolrich von Habspcrg und ouch die bcid obgemelt Herren solich bcid artikel des nüwen zolls der salmen, laxen und twerfischen und des zolls under Ninfelden an das Regiment unverzogcnlich bringen, damit das nachgelassen werde; wo aber solichs also güetlich nit nachgelassen möchte werden, daß dann solichs nach vcrmög der Erbeinnng berechtiget sölle werden, und dcwcders si an die Hand nemen, söllent st (es) fürderlich unfern Eidgnossen von Basel znoschriben; der gemelt Herr Uolrich von Habsperg soll ouch in mittler zit mit solichen beiden stucken, den salmen, lägscn, twerfischen und mit den krämern und iren kräzen still stan und kein zoll von inen »einen bis zuo ustrag der fach, es spe güetlich oder rechtlich. Beschcchen Donstag nach der heiligen dryer Küng tag anno lllltrriij» El.A. Z«nch: Abschi-d-, Bd.», e. sw. Zu r. Hier ist auf Nr. 129, N. m, 2—5 hinzuweisen. Zu ». 1523, 5. Jan. Bezeichnend lautet die Berner Instruction (Absch. V. p. 911). „Und sofcrr die von Zürich von der straf der honptlüten nf ircm fürnemen wurden beharren, wällen üch mit den übrigen botten underreden und daran sin, damit denselben von Zürich luter gesagt werde, wo si jemand (uß) der Eidgnoschast fänklich annämen und strafen, daß man die iren, so in andern Orten ouch nfgewiglot und die knechk hinweg gefücrt haben, glichcrwis halten und strafen oder die, so si also annämen, mit gemalt wurde reichen und si damit irs fürncmens abstellen. Doch so wollend desselben nrtikcls halb vorhin erfnrung tuon, und wo ir nit folg und nulle» funden, alldann desselben nützit gedenken." Zu 1) 1522, 5. November. Verhör mit dem Edelknecht Fierabras von Corbers. Er legt folgendes Geständniß ab: Als er in Mailand gewesen, habe er getrachtet, in den Dienst des allcrchristlichste» Königs zu kommen, allein vergeblich; gezwungen einen andern Herrn zu suchen, sei er in den Sold Prosper Colonna's nnd Hieronimo Morone's getreten; von den Boten des Herzogs von Bar (dem Abt von Abundancc und Thomas Dclimano) habe er den Auftrag übernommen, die Herren von Bern nnd Freiburg zu gewinne», und wenn dies nicht möglich wäre, privatim für einen „Aufbruch" zu werben. Zuerst habe er nun den Rathsherr» Fridli Marti von Freiburg auf der Ostcrmesse zu Genf angesprochen, ihm die Unterredung mit einem Freunde des Herzogs von Bar vorgeschlagen nnd große Vortheile nnd Ehren in Aussicht gestellt, wenn er sich der Sache» beladen wallte; jener Herr habe nämlich durch Besanyon sHugues?) erfahren, was für große Dienste Marti ih»' leisten könnte, und mehrmals dringend den Wunsch geäußert, ihn kennen zu lernen. Statt sich zu der versprochen^' Zusammenkunft in der Peterskirche zu verfügen, sei aber Marti von Genf verreist. Darauf habe er, Fierabras, den Auftrag erhalten, ihn bei Hause aufzusuchen; allein er sei ihm auch dort ausgewichen, habe sich mit KranW entschuldigt, auf die ihm geschickten Briefe bestimmte Zusagen gegeben, aber immer wieder Ausflüchte gesunde"' endlich durch seinen Bruder nach den verheißenen Eröffnungen fragen lassen; diesem sei dann alles gesagt, »" da derselbe auf die gemachten Anträge eingegangen, ein Tag bestimmt worden zur Unterhandlung mit den Bote" des Herzogs; doch sollte er einen von Fridli unterschriebenen und besiegelten Credenzbrief beibringen; »» festgesetzten Orte sei jedoch abermals Niemand erschienen. — Zinn habe er, Fierabras, mit seinem Vetter H""^ Gandcr angeknüpft, der zu ihm nach Grepcrz gekommen und nach seinem Vorschlag in's Siebenthal gcg»"lst's sei, mn Vertraute zu werben; er, der Statthalter von Jon (Jacob Buchs), Pierre Burkina und zwei oder du' Männer aus dem Sicbenthal hätten sich dann verabredet, in Aosta („Ougstal") mit den Gesandten des Herzog zusammenzukommen; aber nicht alle seien dahin geritten, wogegen einige Andere mitgekommen; mit den herM' lichen Boten haben sie dann vermittelst eines Dolmetschers unterhandelt und abgemacht, bei Bern und Freib»'b für einen Frieden mit dem Herzog von Bar zu wirken; wenn aber dies nicht zu Stande gebracht würde, > wollten sich Alle bemühen, für einen Aufbruch zu werben und dem Herzog schleunige Anzeige machen, wen» König von Frankreich eidgenössische Knechte erhielte. Dafür habe Gander als „Wortzeichen" eine Art Kerb)" erhalten, das er seinen Boten mitgeben könnte; die Kosten der Reise seien von den Gesandten getragen und d»Z^ jedem 12 Kronen, dem Fierabras und Gander 29 Kr. geschenkt worden. Man habe dann abgeredet, de» Hs"' Kleinmann von Sitten noch beizuziehen, aber bald gesehen, daß alle Bemühungen für den Frieden fruchtlos st' Januar 1523. ^ Weiter, berichtet Fierabras, wie der ermähnte Dolmetscher von Werbungen gesprochen/ die in den Ländern nnd m Constanz geschehen, wie Wilhelm Chesoulr ihm Vorschläge gemacht, einige tausend Knechte „aufzuheben" und unter dem Scheine, in die Pieardic zu ziehen, sie nach Genf und über den kleinen St. Bernhard zu führen; wie Colonna und Morone ihm, Fierabras, einen Brief übergeben haben, in das französische Lager zu bringen, wodurch die eidgenössischen Knechte aufgefordert werden sollten, unverzüglich nach Hause zu ziehen, wofür sie zwei „Sölde" erhalten würden; da aber dieselben schon abgezogen gewesen, so sei ihm der Brief zurückgekommen, der noch in leiner Herberge zu Genf liege. Für seine Dienste hätten ihm Colonna und Morone 2l)l)t> Kronen mit Brief und Siegel zugesagt. 2) Bekcnntniß des Jacob Buchs, Statthalter von Jon (Jann), dd. 27. Octobcr 1522. Es sei der Fierabras zu ihm gekommen und habe ihm zugeredet, nach Aosta zu reiten; er habe jedoch Bedenken getragen und den Schwendiner an seiner Statt dahin gehen lassen; dieser habe dann berichtet, daß nichts Bestimmtes abgeschlossen worden, daß aber in Aosta viel Geld bereit liege; von einem Anschlag zu einem Aufbruch wisse er nichts, wiewohl er gehört, daß dafür geworben werde und Caspar Fruonz dabei thätig sei; dem Fridli Marti habe er einen Brief von Fierabras übergeben und ihn in dessen Auftrag ermahnt, nach Aosta zu gehen; alles, was >uan etwa abgeredet, sei aber durch Chesaulr verrathen und dadurch unnütz geworden. St. A. Lucern: Alsg. Abschiede (1. 2. — K. A. Basel: A. Mailchldeikiiege. — K. A. Schaffhausen: Abschiede (24. Nov. 1522). Angehängt sind Copiccn der vom 12. Sept. 1521 dntirtcn Schriftstücke P. Colonna's. S. Nr. 54 a, Noten. 3) Mit diesem Processe scheint der dem Basler Abschied angehängte Gedcnkpunet zusammenzuhängen: „Die botleu wüssent, was sy handlcn söllent mit Mathisen." Dazu dient ohne Zweifel der Artikel der Basler Instruction, rr bemerkt, über Matthis Schwertfeger sei nichts berathschlagt worden, da er sich erbiete, mit Jedem in's Recht Zu stehen (Absch.). Zu I»I>. 1523 („1522"), 8. Januar (Donstng nach 3 Königen), Baden. Die Boten gemeiner Eidgenossen uu Zürich. Man habe schon „viclmal" die Bitte gestellt, daß es die Ungnade gegen Ritter Nemvard Göldlin uuldcre und ihn wieder zu Haus und Eigcnthum kommen lasse; da noch keine bestimmte Antwort erfolgt, so sei »'an der Meinung gewesen, der Handel möchte zu gutem Ende gelangen. Nun aber klage Göldli neuerdings, uue der Verzug ihm schade, indem der Wein, das „Fcdergewnnd" und Anderes zu Grunde gehe; das Urthcil, uß Caspar Göldli die Schlüssel haben und (zu den Sachen) sehen solle, sei noch nicht vollzogen; darum bitte ^ nochmals dringendst um Verwendung ?c. Hierauf stelle man „aus eigner Bcwegniß" die freundliche und süßliche Bitte, das gefällte Urthcil gegen N. Göldli nbzuthun oder ihm wenigstens sicheres Geleit zu geben, unnt er sich verantworten könne, ... in Betracht, daß er das Zürcher Burgerrecht aufgegeben und sich in Lucern ^ Burger gesetzt, sich bisher redlich gehalten und ans Armut, in die er durch seine Frau gekommen, der Herren leust gesucht habe, sc. ?c. Begehren umgehender Antwort nach Lucern. St. A. Zürich: A. Bes-md-r-Person-«. Zu «1,1. Dieses Geschäft erfordert die Nachholung einiger Acten: . 1) 1522, 20. Octobcr, Valladolid. Ratification des am 8. Juli d. I. zu St. Jean de Losnc auf drei Jahre 3U stossencn Neutralitätsvertrages zwischen der Freigrafschaft und dem Hcrzogthum Burgund. Dem etwas weitläufigen Texte entnehmen wir die Hauptstelle: ' - . Luvoir tnisons gus g. In trss Arundo instunvo st regnssts de uostrodits ckamo st taute (Narguerito, nre iduobsss^d'^utriobs, oto.) avons deolairo st pur ess prosentos doelairons czuo avons Kien aZroable Iss ^ es st traitss aooorde/ st passen sntrs Iss oommis et ambassadsurs cks nostredite dams st tanto st ds^ eis Brunos, sslon guils sont taits st passs? ontro eux <1o la (litte dudit iruitismo clo dullist wer passe, st cks nostre part dosirant sn os vomplairs a nostredite ckams st tants, promettons pur ses banne toi st parolo dempereur trssobretien st rc>)' oatboliguo, St. A. Bern: A. Mailänd-rrri-g- (B-r»°r Copil). 268 Januar 1523. 2) 1522, 25. October. Bern an Philibcrta von Lützclburg, Princessin von Oranges. Antwort auf den Vortrag ihres Gesandten Claudius Tissot und die Zuschrift der Erzherzogin von Oesterreich, mit Erbietung gleicher Freundschaft ?c. Man glaube, der Neutralitätsvertrag werde beobachtet werden; wenn aber von Zeiten des Königs etwas Nachtheiliges geschähe, so möge die Fürstin das nur berichten; man werde dann nichts unterlassen, um Frieden und Ruhe aufrecht zu halten, w. St. A. B-m: M-w. Missimn, i. »41>. 3) 1522, 2V. November. Bern an den König von Frankreich, llnmillimc soso rsoommenäant, «et. 1^ literis rogic Uaiestutis vostre nobis nuno äostinatis intolleximus euuäem inkormutum köre äc guuäaw p^i- versa st »inistra pratioa, guam illustrissima äomina Nargarita, arcbiäuoissa ^rustrio, cum nonnullis singularibus porsonis movere äsboat in buno llnem, nt ksäus et amicitia inter rogiam Naiostatem vestram, nos et oetsros l.igc nostrs oontraota äostruotionom et ruinam patiatur, guoä nobis -ruäiisse alionum kuit. Lomparuerunt onim prekate itl. ä. Nargarito et oomitatus IZurgunäio oratoros, nibil aliuä potentes gnain ut traotatus noutralitatis inter IZurgunäie äuvatum et oomitatum ooncsptus robur et llrmitatom obtineat et bona ot amioabilis vioinitas et amioitia kaotenus observata illibata permanent, nee oreäat regia Naisstas vestr» sub umbra buiusmoäi pstitionis aliguiä äolosi (et?) maobinationis köre attemptatnm; kaoile onim samäieb äs Rurgunäio eomitatu^ponsaro possunt, ut si inter ipsos et illos äs äuoatu gusrrarum insultus st turbinos vxoriri äobsrent, gus utilitas st oommoäitas ex so subssguoretur. bit guia non äubitamus guin ipsi äo eomitatu guiota et paeitioa in seäo psrmanore exoptant, r. N. vestram prooamur nt illos ipsos rooiprooa atkootions prosegui et insupsr äo nobis porsuaäoro vetit, parte nostra nilril eorum aävonturum gaw sollieituäini et äosiäerio r. N. vostre non oorrosponäeat". . . St. A. B-rn- Lat-w. MWvcn. x. s». 4) 1523, 3. Januar. Bern an Philibcrta von Lühelburg, Princessin von Oranges. Antwort ans Zuschrift und den Vortrag ihrer Botschaft, betreffend den NentralitätSvertrag, und das Ansuchen um Mitchell""!! der Antwort des Königs. Man habe diese Antwort den Gesandten überlassen und eine Copie zurückbehalten (-)> dieselbe sei dem gestellten Begehren conform und den Wünschen der Princessin nicht zuwider; dennoch habe >""" sich entschlossen, den Statthalter im Herzogthum Burgund in dem Sinne zu ermahnen, daß er auch in dc>" Falle, Ivo der Vertrag bis Lichtmeß noch nicht von dem Kaiser unterzeichnet wäre, gegen die Grafschaft mü> ^ Thätlichcs vornehme. Man gebe auch den Boten in Baden die entsprechenden Aufträge an die Eidgenossen - > ' (Detail, s. o.). Hienach bleibe nur übrig, daß die Princessin ihre Unterthanen anweise, auch ihrerseits >»") ^ Feindliches anzufangen, und allfällige Uebcrtretcr eines solchen Verbotes nach Gebühr bestrafe, ?c. 5) 1523, 3. Januar. Bern an Erzherzogin Margaretha. DaS Schreiben der Princessin von Oranges gemeine Eidgenossen habe man zur Beantwortung nach Baden geschickt, die ohne Zweifel befriedigend ausfa ^ werde. Diesseits werde man sich dafür bemühen, daß der Neutralitätsvertrag in Kräften bleibe, ?c. 4) und 5) im St. A. Bein: Latein. Missiven, K. 9, 10 ^ K) 1523, 3. Januar. Bern an Herrn de Latremouille, Statthalter im Herzogthnm Burgund. I'lnrii""' soso recommenäant, oot. Ilabuimus nuno a ebristianissimo liege litoras rosponsivas nobis tabellario nos ob traotatum noutralitatis inter änoatum et oomitatum Lurgunäio oonosptum prssentatas, in guibus unc gimns rogiam suam blaiostatem prorogasse torminum obtinonäo ratilloationis a ossarsa Naiestate äoput-ä"" et oporiri volle roversionom oratornm oooasiono buiusmoäi ratilloationis aä oosaroam Naiostatem äostin"!"^ rum, sub rosolutiono ut so psnäento et interim oapitula noutralitatis obssrvuri äoboant. Loä guia rolutiono uä -eures nostrus äsvenit, ut tsrmino pro babenäs. rntilloutions äoputato et oxspiruto et V, eonllrmutions non oonseouta. ipso truotutus neutralitatis rsvoouri et illustris äominatio vsstru contra tutum NurAunäio por vi am facti bostilitor et ^usrrurum mors proeväoro äobsat, voluimns ill. ä. ^ obristianissimi Ro^is montem et voluntatcm nobis literis propriis siAnillcatam apsriro, sunäom guav possumu« oxbortantes ut äispositioni et äeoreto regio dlaiostatis sutisknooro et in contrarium nibil prssumero vellit, unäe inoolis et bominibus Nurgunäio oomitutus aligniä inolsstiarum in corpus vol imminsat, nun obstants otiam si contirmatio prsmsntionata tempore oonstitnto non impotretur". . - iv Hinweisung auf das Band der Erbcinung, .'c.). St. A. B-rn- ?at -w. Mssi»-», x. Weggelassen sind die von Frciburg (in gleichem Sinne) erlassenen Schreiben. Die bezügliche AntwoA Königs wissen wir nicht nachzuweisen. Januar 1523. 269 ZTS. Wasel'. 1523, 13. Jmullir (Dienstag nach hl. drei Königen). Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede. Bd. XI. Gesandte: Solothurn. Peter Hebolt, Schultheiß; Niklaus Ochsenbein, Veuuer; Haus Hng, Bauherr; d'e Vögte zu Dorneck und Thierstein. Versuch einer gütlichen Unterhandlung zwischen den Städten Basel und Solothurn. Ein Abschied konnte nicht aufgefunden werden, lieber den Gegenstand dieses mehrere Jahre andauernden Streites gibt die nöthige Auskunft die Instruction der soloth urnischen Botschaft aus diesen Tag: 1. Nach Prüfung der Ilmstande und der bisher ergangenen Abschiede findet man den Span nicht groß, mdem es sich fast einzig um die im Gebiet von Basel sitzenden eigenen Leute handelt, welche jetzt wider den alten Brauch . . . beider Städte gedrückt werden, während man diesseits die eigenen Leute von Basel hält wie bisher; jenen wird nämlich zngemuthet, Stenern zu geben, in Kriegen mitzuziehen und weder „Gesäß" noch liegende Güter zu kaufen, womit sie offenbar mit Gewalt vertrieben würden, zuwider dem Herkommen und wider die Bünde. Das wäre nicht zu ertragen; daher sollen die Gesandten vor allem in diesem Artikel handeln und versuchen, ob Basel die armen Leute bei dem alten Brauch wolle bleiben lassen, oder ob es nach geschehenem Auswechsel für den lleberschuß Ersatz leisten würde mit Land und Leuten; wenn hierin nichts erreicht würde, lallen die Boten die andern Artikel nicht zur Sprache bringen. 2. Sodann werde nöthig sein, an die Sechser oder den großen Rath zu gelangen, da dem „gemeinen Mann" eingebildet werde, wie unziemlich Solothurn verfahre, um dagegen darzuthun, wie gerne man mit Basel gute Aachbarschaft unterhielte und zu jedem billigen Abkommen Hand bieten würde, ?c., obwohl man von etlichen Bürgern von Basel allerlei llnfrcundschaft erfahren habe. 3. „Dann vor etlichen kurz verrückten jaren haben si min Herren von Bern und Friburg angereizt, sich mit Pen har gan Solotorn ze fliegen und in eines ires burgcrs hus zc gand, brief und anders daselbs zuo erkunden, gestalten, als ob ein ersamer Rat von Solotorn die iren selbs ze strafen, soser ützit unerbars gehandlet, nit verinögenlich, g darin verdacht wären. Aber es ist von gnaden gottes da nützit unfromms, wicwol '»an »,it großem flpß gesnocht, erfunden" . . . 4. Später habe Basel in dem Streit mit dem Bischof ohne Rücksicht auf Solothurn und dessen freundliche ^ 'schte in der Unterhandlung Pfeffingen für sich eingenommen. Ferner soll der Handel mit Michel Nütner (als ^Hlpiel) angezogen werden . . . Seitdem habe Basel angefangen, die eigenen Leute von Solothurn mit unbilligen euerungen zu beladen... (f. o.), und alles was man bisher deßwcgen gehandelt, sei fruchtlos gewesen. Da 'van solchen Zwang nicht ertragen könne, so sollen die Boten, wenn Basel kein Nachgeben zeigte, das Recht vor e» Eidgenossen erbieten, die übrigen Späne nicht mehr berühren und wegreiten. ZT« Mern. 1523, 29. Januar (Donstug nach Eonvcrsionis Pauli). ""'»archi» Bern: Mg. ciig. Abschiede, -r. p. SS7. KantoiiSarchiv Solothurn: Abschiede. Bd. 12. Äantousarrhiv 5-eiI»»'„ - Abschiede. Bd. I4S. VlI ^ drei (hier tagenden) Städte Bern, Freibnrg und Solothurn sehen sich veranlaßt, mit den übrigen ... "Aen wegen der Neisstrafen im Thnrgan in's Recht zu komme», wofür auch bereits ein Tag nach Ein- «"geseht ist. Nun hat man den Bund zwischen den VIII Orten und den beiden Städten Freibnrg und Ahurn besichtigt und darin gefunden, daß in Fällen, wo diese Städte an die acht Orte gemeinsam oder 270 Januar 1528. einzeln etwas zu fordern hätten, das Recht in Zofingen vor sich gehen solle, wobei man zn bleiben beschließt. Deßhalb wird an Zürich geschrieben und angezeigt, daß die drei Städte auf den bestimmten Tag in Zofingen erscheine» wollen. 2. Sodann hat man vereinbart, es sollen Bern und Freibnrg die zwei Zugesetzten, Solothurn den Redner, und jede Stadt einen „Rath" dazu verordnen. Dem Freiburger Exemplar ist als Nachtrag auf der zweiten Seite, von gleicher Hand, der folgende Passus beigefügt: „Und als uf sölichs minen Herren von Zürich in namen der dryer Stett obangezöigte Meinung schriben, ist dem Kotten antwnrt von mnnd geben, daß st sich bedenken und minen Herren von den drqen Stetten mit fürderticher antwnrt wellen begegnen." Sodann sind noch einige Acten anzureihen: 1) 1523, 23. Januar (Freitag nach Vincentii). Bern an Freiburg (deßgleichen Solothurn). Man h»^ aus dem letzten Abschied von Baden ersehen, daß den drei Städten gebühre, wegen der Reisstrafen im Thurgau das Recht zu brauchen. Da man sich nun unterreden müsse, wie man ein solches Recht vornehmen könne, und welche Personen als Zugesetzte, Redner und Rathgebcr zu wählen, und was denselben zu befehlen sei, so ersuche man Freiburg, auf nächsten Mittwoch Abends eine Botschaft hiehcr zu senden, zc. K.A.Fr-ihurg: ».»->». 2) 1523, 29. Januar (Donstag vor Lichtmeß), Bern. Die Boten von Bern, Freibnrg und Solothurn »» Zürich, Lucern ?c. Den der Reisstrafen wegen angesetzten Rechtstag zu Einsiedeln möchte man wohl annehmen; der Bund zwischen den VIII Orten und den Städten Freiburg und Solothurn bestimme aber, daß in Streitfälle» die Rechtfertigung in Zofiugen stattfinden solle. Da Man von dem Inhalt der Bünde nicht abweichen wolle, i» werde mau die Zugesetzten und andere Verordnete auf den gleichen Tag nach Zofingen senden, um da zn handeln, was kraft des Abschieds von Baden zu Einsiedeln geschehen müßte; dies verkünde man Zürich, damit es du andern Orte zu benachrichtigen wisse. St. A. Bern: Teutsch Missiven I*. 119 1». — St. A. Zürich: A. Bern. — St. A. Lucern: Ungebundene Abschiede. 3) 1523, 3. Februar (Dienstag nach Purificat. Mariä). Zürich an die sechs mitregierenden Orte. Mitchell»»? obiger Missive, mit dem Ersuchen um Antwort, ob sie den Tag zu Zofingen besuchen wollen oder nicht. St. A. Lucern: Missiven (Luc. Ex.)> 4) 1523, 5. Februar (Agathä). Schwyz an Zürich. Wegen des Streites zwischen den VII Orten und de» III Städten, die Neisstrafen im Thurgau betreffend, habe man die Bünde erlesen, welche die VIII Orte »^ Freiburg und Solothurn haben; da nun dieselbe» bestimmen, daß man in Streitfällen nach Zofiugen zum Mllll kommen solle, so sei man bereit, jenen Tag auch zu besuchen, sofern die andern Orte es thun. St. A. Zürich: A. Thurgau. 5) 1523, 9. Februar (Apolloniä). Luceru an Zürich. Antwort auf die Mittheilung des Schreibens de> III Städte betreffend den Rechtstag. In Betracht der Bünde wolle man nun den Tag in Zosingen besuche», ganz ivie er nach Einsiedeln angesetzt sei. St. A. ZiM-h: A. ruc-rn. ^ 6) 1523, 9. Februar (Montag Apolloniä). Glarus an Zürich. Antwort auf dessen Schreiben betreffe»^ den von Bern, Freiburg und Solothurn nach Zofingen „gelegten" Tag: Wenn es den andern Eidgenosse» I gefalle, wolle man denselben besuchen; sofern aber Zürich mittlerweile besser berichtet würde, ob man den ReckM»? an einem bequemeren Orte („komlicher") halten könire, bitte man um weitern Bericht. St. A. Mich: A. Glan,». 7) 1523, 14. Februar (Samstag vor Esto mihi). Bern au Freiburg (und Solothurn?). Mittheiluug j"' Antwort auf das an Zürich gerichtete Schreiben (wegen der thurgauischcn Reisbußcn und des Tages in siedeln). Man lasse jetzt den Handel ruhen bis zum nächsten eidg. Tage, gedenke aber bei dem erklärten Entsch und dem Rechtstag in Zofingen zu beharren. S,.A. V-r»:'TeutschMisstv-ni>-k. wb. Februar 1523. 271 tT7 (St. Kalken.) 1523, 30. Januar (Freitag vor Lichtmeß). Kantonsarchiv Aarau: Eidg. Urkunden Nr. 52. Lienhard Keller, alt-Seckelmcister, des Raths zu St. Gallen, urkuudet als erwählter Obmann iu dem ^pan zwischen Zürich und den übrigen neun Orten, die an der Landgrafschaft Thurgau Theil haben, betreffend die Gerichtsherrlichkeit zu Ober-Neunforu, Da Zürich auf die seinerseits gestellte Kundschaft hin vermeint, die Henschaft Andelfingen und ihre hohen Gerichte sollten bis an den Kugelwaseu, von da zum Hulftraiu, zum Ünstern Gäßlein und andern Marchpuucten gehen, indem der Vogt zn Andelfingeu immer bis dahin Gebot und ^ttbot geübt habe, so hält der Landvogt im Thurgau im Namen der neun Orte andere Kundschaft und die "chuing entgegen, iu der Meinung, daß die allbekannte Landmarch iu Geltung bleiben sollte, u, s, w, lieber ^>en Streit sind die Parteien zu Recht gekommen auf sechs ehrbare Männer, von jeder drei, so nämlich, daß einen Gemeinen erwählen könnten, wenn sie zerfielen, und der Obmann eines der stößigen Urtheile z» „mehren" _ Stichcntscheid erkennen) hätte. Es haben dann die drei Sähe von Zürich nach Verhöruug aller Klagen, ' »tworten, Kundschaften und Einwände einhellig erkannt, daß die von Zürich vorgebrachte Kundschaft die bessere daß als» ^ssen ^he G^ichte sich so weit erstrecken sollen, als dieselbe anzeige, des Lehens, und Weidgangs . ledoch Niemand etwas gegeben oder genommen sei. Die Sätze der andern Partei haben dagegen die Kund- ^iast der nenn Orte als besser erkannt, wonach die hohen Gerichte der Landgrafschaft Thurgau von Nennforn ^die Marchsteine reichen, welche die bezeichnete Kundschaft und die Öffnung angibt; wegen des Lehens, Triebs Gratis wollen sie weder etwas vergeben noch nehmen. Darauf haben die Sätze einhellig den genannten ">nnn ^'wählt und ihm alle Handlung samt den Urtheilen verschlossen und besiegelt zugeschickt, mit der Bitte, ^ache zu beladen und für eines der beiden Urtheile zu entscheiden. Nach vergeblicher Einwendung, daß chezn nicht geschickt genug sei, und nachdem er zu Baden die Boten der Parteien umsonst gebeten, ihn zn ent- ^ ^ ^ ^ Aufgabe unterzogen, die Oertlichkeitcn besichtigt, mit den Kundschaften verglichen, dann die "en aufgefordert, ihre Sätze nochmals an Ort und Stelle zu schicken und einen gütlichen Ausgleich zu ver- ien, was aber nicht bewilligt worden ist. Hierauf erkennt der Obmann, nach Einholung guten Rothes und benem bestem Verständnis; zn Recht, daß das Urtheil der Sätze von den nenn Orten die „mehrere" sei und mn solh Pevg.-Urkunde mit hängendem Siegel. RS8 Khur. 1523, 5. Februar. KantonSarcliiv (Hraubüttde»i. ^ Beitritt des Gotteshausbundes und der Zehn Gerichte zu dem Bündniß zwischen König Franz I. von ^>ch und den Eidgenossen. — Siehe Beilage S Bezügliche Acte» sind nicht vorhanden. 272 Februar 1523. ISN Staus. 1523, 14. Februar. Vermnthlicher Tag der V Orte? Lncern, Nri, Schwyz, Unterivalden und Zug, veranlaßt durch den Streit zwischen Bern und Unterwalden, betreffend die Bestrafung eines Todschlags. Ein Abschied wurde wahrscheinlich nicht ausgefertigt, dagegen ohne Zweifel beschlossen, eine Botschaft nach Bern zu senden. — Vgl. Nr. 130. — Beizuziehen sind außerdem folgende Acten! 1) 1523, 28. Januar (Mittwoch nach Conversionis Pauli). Bern an Unterwalden. Man vernehme, daß etliche Unterwaldner nur Harnisch und Gewehr auf diesseitiges Gebiet gekommen, um den Diebold Meyer Z" suchen und anzufallen und das gegen ihn gesprochene Urtheil zu vollziehen, was man nicht billigen könne; denn das erlangte Urtheil binde den Meyer nicht so weit, daß er in seiner Heimat keine Sicherheit mehr zu genieße» hätte; wenn ihn aber die Kläger in ihrem Gebiet betreten können, so mögen sie sich jenes Urtheils wohl behclsin- Hienach begehre man ernstlich, daß dieselben von solchen? Vorhaben abgemahnt und mit ihren Ansprache«? au das Gericht des Beklagte?? gewiesen werden; widrigenfalls müßte man gegen die Thäter mit Strafe einschreiten, 2) 1523, 29. Januar (Donstag nach C. P.). Bern an die Vögte (Tschachtlnnc) in Ober- und Nied"- Siebenthal, Frutigcn, Aeschi, Spiez, Unterseen, Jnterlaken, Thun und Hasli. Weisung, auf gcwaltthätigc SchnR der Unterwaldner zu achten und die Thäter gefangen zu lege??, ?c. ?) und s) im St. A. B«»: Teutsch MW»-» v. ?. ??«> 3) 1523, 7. Februar (Samstag nach Dorothea). LA. und Rath nid de??? Wald an Lueern. Erzählung d?» bisherigen Verhandlungen in den? Span Obwaldens mit Bern, die Verrufung eines Mörders (Diebold Meyrw betreffend. Da die Sache aus mancherlei Gründen wichtig sei, und Unrath daraus erwachsen könnte, so h^ man allen Theilen zu gut einen Tag nach Staus auf Samstag vor der Herren Fastnacht früh (14. Febr?>"^ angesetzt und bitte Lucern, den zu besuchen, da man auch Uri, Schivyz und Zug und die Landleute dazu de- rufen habe. St. A. Luc«»: MW«»- t3tt. Ziern. 1523, 21. Februar (Samstag vor Jnvocavit). Staatsarchiv Nern: Teutsch Spruchbuch 165. Vor gesessenem Rath erscheinen Gesandte von Lueern, Uri, Schwyz und Zug wegen des waltend^ Spans zwischen Bern und Unterwalden ii? Betreff des Todschlags, den Diebold Meyer an einem Unterwcsid»^ zu Varese begangen haben soll. Nachdem dieselbe?? den Handel mit vielen Worten, „hie nit not zc melde" - erzählt und erörtert, haben Schultheiß und Rath sich zu folgender Antwort entschlossen l Sie bedauern den ll"l" ii? guten Treuen und nicht weniger, als wenn er einem Einwohner voi? Bern begegnet wäre. Da nun D. rechtlich beklagt und als Mörder verrufen worden, so haben sie auf dessen Anrufen vor dem dritten und Landtag an Unterwaldei? geschrieben und angezeigt, daß derselbe jenes Recht nicht als unparteiisch anerkennen ^ deßhalb nicht besuchen wolle, aber de?? Klägern entweder ai? seinem Wohnort in? Nieder-Siebenthal oder ^ ^ Recht anerbiete und behaupte, an dem Todschlag unschuldig zu sein, was er im Rechten zu erweise?? hoffe. ^ sei jedoch erfolglos gewesen; die von Unterwaldei? habe?? auf Mord erkannt, und die Verwandten des Entleib sich unterstanden, den Meyer im Gebiete Berns zu verfolgen, ungeachtet eines deßhalb ai? Unterwalden gerichi^ Schreibens; das hätte man diesseits nicht erwartet; denn die Verwandten hätten ein Urtheil hier, als vor März 1523, 273 Obrigkeit des Beklagten, eröffnen nnd weiter uin Recht anrufen, nicht aber derart verfahren falle». Wiewohl "nn Meyer beharrlich seine Schuld längne »nd in diesem Sinn Recht biete; wiewohl auch Kundschaften vorliegen, ^ zu seinen Gunsten lauten — mau hat sie den Bote» zugestellt, mit der Bemerkung, daß einer der in Unter- wnlden verhörten Zeugen nicht würdig sei, Kundschaft zu geben, ^— will man doch das gefällte Urtheil insoweit Ulten lassen, daß die von Unterwalden, wenn der Beklagte in ihrem Gebiet betreten würde, mit ihm laut des ib'theils handeln mögen; zudem verspricht man, namentlich auf die Bitte der Botschaften der vier Orte, zu verschaffen daß D. Meyer seinen Wohnsitz in einen? andern Thcil der Berncr Landschaft nehme, „dardurch er inen "b den ongcn komc"; jedoch mit dem Beding, daß er dort nicht aufgesucht oder thütlich verletzt werden dürfe, -chan hoffe nun, daß sich die Unterwaldner damit begnügen, und die vier Orte sie vermögen, die Sache ruhen lassen; denn bei den? bisherige?? Brauch, daß ein in einem Ort Verrufener in andern Orte?? Sicherheit genieße, bleute man diesseits zu bleibe??; wollten aber die Unterwaldner sich damit nicht zufrieden geben, so erbiete man "ch, ihnen Recht zu halte?? ai? dem Wohnort des Beklagten nnd sonst alles zu thun, ivas sich nach den? Rechten gebühre. Den weiteren Verlauf dieses Handels zeigen folgende Acten: 1) 1523, 25, Februar (Mittwoch nach Jnvocavit). Bern an Lucern. Es werde voi? seinen Boten, die mit verordneten von Uri, Schwyz und Zug „letzmals" hier gewesen, die Antwort erfahren haben, die man ihnen wegen des Todschlags von Diebold Meyer gegeben habe . . . Wiewohl man glaube, es sollten die vier Orte mit de??? gethanen Erbiete?? sich begnügen können, so wolle man doch, ???>? fernere Unruhe zu verhüten, den Thäter aus dein ganzen diesseitigen Gebiete weise??, aber auf den? nächsten Tag die Frage stelle??, wie sich künftig jedes Ort "? solchen Fällen zu halte?? gedenke ... St. A, Bern: Teulsch Misswen, v, 12«, — St. A, Lucern: Misswen. 2) 1523, 2. März (Montag nach Reininiscere). LA. und Landleute von Obwalden ai? Lucern. Dank für die Unterhandlung mit Bern . . . Die Boten der drei bctheiligtcn Orte habe?? den Vorschlag eröffnet, welchen Bern gemacht, worauf man denselben auf einen? dafür bestimmten Tage, nämlich letzten Samstag, der Freundschaft des Umgebrachten kund gcthan habe, mit de»? Ersuchen, de?? drei Orte?? zu Gefallen dieses Mittel anzunehmen ?c. Die Verwandten beharre?? aber dabei, daß sie laut des Urtheils den? Thäter nirgends Sicherheit zu geben schuldig ll?en. Auf den Sonntag Reminiscere habe man dann die Landsgemcinde berufen und einen weiter gehenden Antrag von Bern gehört, der hoffentlich die Verwandten befriedigen werde; um aber nichts zu versäumen, habe Man sie auf St. Fridolins Tag (6. März) wieder vorgeladen; wenn sie auch dann sich nicht zufrieden gäben, so wurde man nach eigenem Gutdünken Ruhe schaffen. Daun? nun die drei übrigen Orte in der Sache nach Nothdurft tändeln könne??, bitte man Lucern, einen Tag für die (fünf) Orte anzusetzen. S?.A, L»«m: MWv-n, IST Mümpelgard. 1523, c. 10. März s. Ar-VW- «»---?,. Bas-?. Dolo?'»"". ... < . „„d Graf Wilhelm von Fürstenberg, Gütliche U nterh andlu ng zwischen Herzog Ulrnch von ' Basel und Solothurn. --- - w' «mm. .ach '- z., de?? Anfang. 35 274 März 1523. 1) 1623, 10. Februar (Dienstag post Apollonia). Lucern an Solothurn. lieber dm Anschlag des Herzogs Ulrich von Würtcmberg haben sich die heute versammelten Räthe ans wichtigen Gründen entschlossen, sich nicht daran zn betheiligcn und so weit möglich zu verhindern, daß ihm Knechte zulaufen, ?c. 2) 1623, 11. Februar (Mittwoch post Apollonia). Solothurn an Lucern. Antwort ans das Schreiben betreffend das Anbringen des Herzogs von Würtcmberg, der Herrschaft Grangcs halb. Man hatte sich bei den Pflichten, in welchen Lucern zn ihm stehe, solches Abschlags wahrlich nicht versehen, zumal es nicht einmal z» gütlicher Unterhandlung, die doch jetzt von Erfolg sein könnte, sich erbiete; dadurch werde man genöthigt, die beabsichtigte Hülfe auch zurückzuhalten, so gerne man dem armen Fürsten in dieser rechtmäßigen Sache Beistand leisten würde; wie das ihm gefallen werde, möge Lucern selbst ermessen. Daher bitte man freundlich, dessen Händel nichts desto weniger für empfohlen zn halten und ihm wo nöthig Rath und Hülfe mitzutheilen, w. St. A. Lucern: Missiven. 3) 1623, 21. Februar (Samstag vor Jnvocavit). Basel an Herzog Ulrich von Würtcmberg. Er habe in der letzten Zeit selbst erfahren können, wie leicht aus dem höchst bedauerlichen Streit zwischen ihm und Graf Wilhelm von Fürstenbcrg Unrath entstehen möchte; nun vernehme man, daß Mittel gefunden seien, die zn einer gütlichen Verständigung dienlich mären, was man von Herzen gerne sähe; deßhalb bitte man ihn ernstlich und geflissen, einer solchen Vermittlung Gehör zu leihen; wenn Basel etwas Gutes dazu beitragen könne, so wolle man keine Mühe sparen, :c. 4) 1523, 21. Februar (Samstag vor Jnvocavit). Basel an Graf Wilhelm von Fürstenbcrg. Die Mittel zu einem freundlichen Vergleich mit dem Herzog von Würtcmberg, welche Caspar Koch jüngsthin zurückgebracht, lasse man sich sehr wohl gefallen, und wenn man diesseits durch Nathsbotschaftcu oder Schriften zur Förderung des Handels mitwirken könne, so werde man sich darin gutwillig zeigen, ?c. 5) 1623, 0. März (Freitag vor Oculi), 1 Uhr Nachmittags. Basel an Herzog Ulrich von Würtcmberg- Man vernehme, daß er mit Rüstmrgen beschäftigt sei, die „vielleicht" dem Grafen Wilhelm zu Fürstenbcrg gelten, was befremdlich und seiner schriftlichen Erklärung nicht gemäß erschiene. Da nun aber Lucern und Solothurn Boten geschickt, die sich erbieten, zu ihm zu kommen und an einer gütlichen Verständigung zu arbeiten, und dabei bitten, eine Botschaft mitzuscndcn, so sei man dazu gutwillig und begehre deßhalb an ihn, daß er diese Gesandten erwarte und mittlerweile nichts Unfreundliches unternehme, ?c. »1-5) im «. A. Basel, MG»«,. 0) 1623, II. März (Mittwoch nach Oculi), um Mittag. Basel an Adclbert Meyer und Caspar Koch, Gesandte in Mümpelgard oder Hericourt. „Wir haben nwer schriben gehört und möchten wol liden, daß h^ Graf Wilhelm zuogegcn wäre, damit die spänn dester förderlicher möchten hingelegt werden; aber wie dem, st ist unser Meinung, daß ir wellen gctrüwen fliß mit den andern unser getrüwen lieben Eidgnossen botschafl^ ankeren und on ein betrag oder bestand nit abryten; und ob üch in Handlung der fach des gelts halber, üch wissend, darumb ir in üwerm schriben Kescheid bcgeren, cinicher begerlicher anzeig anlangen wurde, da ist uuftl befelch, daß ir desselben gelts halb die fachen nit lassen erslagcu, denn ärgcrs zuo verhücten wellen wir >» demselben uns dermaß halten, daß dassclb gelt, ob wir glichwol das nit Helten, ufbracht und uf Versicherung darlyhen wurden. Sodenn so mögen ir ouch mit den andern Kotten als für üch selbs lachterlich (?) mit worte» stupsen, ob nit weg möchten gesuocht und fuudcn werden, wie wir mit iren Herren und obern in die verpflichte^ und versatzung Mömpclgards komm möchten, und was üch deßhalb begegnet, flißlichen vermerken, uns deß »' üwcr zuokunft mögen berichten". . . Auftrag zu weiterer Berichterstattung. 7) 1523, 12. März (Donstag vor Lätare). Basel an Dieselben. Antwort auf ihre heute empfangene Zusckst'st Bestätigung der gestern gegebenen Weisungen, die sie nun wohl einsangen haben werden, mit ernstlichem Best)' alles Mögliche zur Herstellung des Friedens oder zum wenigsten eines Stillstands anzuwenden, auch bei de» andern Boten in diesem Sinne zu wirken und insbesondere für den Fall, daß nichts erreicht würde, sie zu bewegt sich nicht abzusönderu, sondern wieder hieher zu kommen, ?c. n: Teuis-h Missiven, i>. e. iro o. Laut Rathsbuch wurde an den Herzog „gliche Meinung" geschrieben. 11) 1523, 13. März (Montag nach Lätarc). Lucern an Solothurn. Antwort ans dessen Zuschrift wegen des Herzogs von Würtembcrg'?c. Man hoffe noch immer, daß ein Mittelweg gefunden und der Handel zur Ruhe gebracht werde, und was der deßhalb abgeordnete Schultheiß zum Vorthcil des Herzogs beschließen helfe, lasse man sich gern gefallen; man schreibe das dem Herzog im Namen beider Städte und wünsche, daß es ihm WvHl gehe, ?e. K' Solothurn: Lucerner Schreiben I. 12) 1523, 19. März (Donstag nach Lätarc), um 12 Uhr. Basel an seine Bote». „Uewer schribcn antreffend Re Handlung zwüschen dein Herzogeil und dem Grafen haben wir verlesen und ein groß bedurcn, daß sich der ^raf so liederlich zur fach schicken thuot, mögen aber achten, er dürfe uit nnheimsch komm, dunst er des gclts (halb) in mangel stand; harnmb so will uns (bösers zuo vermiden) gefallen, daß ir des Grafen anwäldcn zno Kerstan in geheim geben mögen, so die fach jenen uf fridliche bau sich richten wöllt, daß wir dann den Grafen als unsern burger an vis oder viijm gülden nit lösten wellen, doch mit Versicherung der bürgschaft, nämlich Graf Ruodolfen von Sulz, Graf Fridrichen, sincr gnaden bruodcr, Mclchiorn von Rynach und Pcterman von Eptingen, uns vormals (als ir wißt) vom Grafen Wilhelm anzeigt." Auftrag zu fernerer guter Bemühung. 13) 1523, 23. März (Donstag vor Palmarum). Basel an Herzog Ulrich. Ausdruck der Hoffnung, daß die angefangene gütliche Unterhandlung zum Ziel führen werde. Deßhalb ersuche man ihn, bis zu der festgesetzten Zeit bei Hause zu bleiben; wenn er aber dringend veranlaßt wäre, außer Landes zu gehen, so begehre man ernstlich, daß er vor dem Wcgrciten hichcr käme, da man Dinge mit ihm zu «besprechen habe, die der Sache "icht „ungcstaltsam" sein dürften. »>.d -») '>» K. A. B-s-r - Missiven. 14) 1523, 23. März (Samstag vor dem Palmtag). Basel au Lnccrn (dcßgleichen an Solothurn). Von dm Boten, die mit denen von Lnccrn zu Mümpclgnrt zwischen dem Herzog von Würtembcrg und dem Grafen von Fürstcnbcrg unterhandelt, habe man nicht ungern vernommen, daß ein dreimonatlicher Stillstand gemacht worden sei, in der Hoffnung, daß mit Gottes Hülfe und Zuthun guter Freunde mittlerweile ein Austrag vermittelt werde, wozu man diesseits gerne mitwirken wolle. Weil aber die genannte Frist bald verflossen sein werde, so bitte man um schriftlichen Bericht, wann es Lucern gelegen wäre, die Sache an die Hand zu nehmen und drßhalb Tag zu bestimmen, auch anzuzeigen, wie es verfahren und wen es beiziehen möchte; man werde es an gutein Willen nicht fehle» lassen, ?c. In gleichem Sinne habe man an Solothurn geschrieben. K. A. Basel: Missiven. — St. A. Lncern: Missiven. 276 April 1528, R3T Mern. 1523, 26. März bis 1. April? (Donstag vor dein Paluitag s>). Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschiede (Z. 2. 5.122. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 8, toi. 222. — Tschud. Abschiede-Sannnl., Bd. 5, Nr. 74. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede >V. p. II. Abscheide sine Katltonsarchiv Basel: Abschiede toi. 7. Kantonsarcinv Areiburg: Abschiede, Bd. 143. Kantonsarchiv Solothnrn: Abschiede, Bd. XII. Kantonsarchiv Schaffhausen: Abschiede. Gesandte: Frei bürg. (Dietrich von Engelsperg, Schultheiß). — (Andere nicht bekannt), t». Jeder Bote kennt den Auftrag an den Landvogt von Neuenbürg, den Priester, der die Leute von Cortaillod mit dem Banne beschwert, gefangen zu nehmen, wo er ihn findet, und auf dessen Habe zu greifen, bis er dem Abschied von Baden nachkommen will. Es wird auch an den Bischof von Lausanne geschrieben, (er möge) diesen Priester abweisen und die von Cortaillod des Bannes entledigen, damit nicht nöthig werde, sie „anders" zu versehen. I». Da bisher über den Tag der Nenenburger Jahrrechnung Mißverständnisse gewaltet, so hat man beschlossen, dieselbe fortan vom letzten Sonntag im Mai an zu halten, v. Dem Rudolf Rahn wird auf sein Gesuch eine Fürschrift an den König von Frankreich ertheilt, deßgleichen an den Grandmaitre, seiner Ansprachen halb, die ihm mit Urtheil und Recht zukommen. «R. Die Botschaft des neu erwählten Bischofs und der Landschaft Wallis berichtet, daß die Bestätigung durch den Papst noch nicht erfolgt sei, und zwar auf Betreibeil eines Kardinals, der das Bisthum erlangt habe; deßhalb stellt sie das Gesuch, wir möchten uns bei dein Papst und den: König von Frankreich in der Sache verwenden. Das hat man ihnen gewährt, v. 1. Heimzubringen, was der Vogt von Lauis in Betreff des Bernhard(in) Moresin geschrieben; er hat ihn nämlich auf schriftliche Verweildung deren von Schwyz und gegen Bürgschaft der Haft entlassen. Dazu stellt die Botschaft von Schwyz die Bitte, zu bedenken daß Moresin alt und ihr Landsmann sei und keine bösen Unitriebe gemacht oder Unruhen gestiftet habe. 2. Da nun Schwyz den Eidgenossen zu Gefallen wieder in die Vereinnng mit Frankreich getreten, so wird bemerkt, es sei hierin auch nicht zu „entehren", und beschlossen, den Handel heimzubringen, um auf dem nächsten Tage Antwort zu geben. 3. Indessen ist dem Vogt zu Lauis geschrieben, er solle den Moresin in Eidespflicht nehmen, sich nicht zu entfernen, sondern weiteren Bescheid zu erwarten. L Da der Bote von Zürich über die Angelegenheit der 17 Hauptlente wider Erwarten nicht instruirt ist, ob dasselbe mit den andern Orten zum Recht kommen will, so hat man demselben aufgetragen, das geäußerte Bedauern heimzubringen lind auf dein nächsten Tag entscheidende Antwort zu geben; geschähe das nicht, so wäre man genöthigt, sich weiter darüber zu berathen. K. Heimzubringen das schriftliche und mündliche Gesuch des Königs von Frankreich, durch eine gemeineidgenössische Abordnung Zürich nochmals zu bitten, der Vereinung beizutreten. I». Nach Anhörung einer Botschaft des Grafen von Arona und des Berichtes Ammann Beroldingers von Un, der seinetwegen (im Namen der Eidgenossen) mit dem König unterhandelt hat, wird dem Grafen erwidert, man überlasse es ihm, ob er des Königs Anerbieten annehmen wolle oder nicht, sei jedoch der Ansicht, es sei ihm jener nicht übel begegnet. Es wird auch beschlossen, dem König und den? Grandmaitre zu schreiben und ihm» zu danken für die Gnaden und Ehren, die sie demselben erwiese» haben. I. Nachdem das Kloster St. Urban, von einer großen Fcnersbrnnst betroffen, einen neuen Kreuzgang wieder aufgebaut und jedes Ort um ein Fenst^ in denselben ersucht hat, ivill man dieses Gesuch heimbringen, da die Boten hierüber nicht instruirt si»^ k. 1. Die Gemeinde zu Lauis beklagt sich weitläufig über Hieronymus Moresin (den jüngern) und ftin^ Genossen, wie er sie betrogen und das Ihre veruntreut habe. 2. Da die Gegenpartei dies einfach läugnet, u»d Moresin sich schlecht verantwortet, so wird erkannt, es sollen die Beiden sofort aller Aemter entsetzt, Andere dazu April 1523. 277 gewählt und dein Landvogt zu Lnnis befohlen werden, den (ganzen) Handel, auch die Rechnungen gründlich zn prüfen nnd den Befund auf den nächsten Tag heraus zu schicken, damit mau Alles verhören und die Schuldigen verdienter Maßen bestrafen könne; zugleich soll er deren Habe in Haft und Verbot legen und bis zum Entscheid der Sache unverändert behalten. I. Dein Hans von Dießbach wird auf sein Anbringen betreffend die Besoldung der Knechte, die unter ihm zu „Bischkeren" gewesen, gerathen, sich mit General Morelct gütlich abzufinden, indem das Recht sowohl ihm als den Knechten nachtheilig sein dürfte, i»». Dem Stadtschreiber von Bern wird aufgetragen, eine Quittung für die letzte Bezahlung für die Ansprache der Gardeknechte auszustellen, die dem alten Herzog von Mailand gedient, indem er die erste Quittanz auch ausgefertigt hat. i». Das Kloster der Barfüßer Zu Bern hat 20 Mannwert Reben, das Mannwcrk zu 20 Gulden, in der Grafschaft Neuenbürg angekauft und d^ Bitte gestelli, ihnen das „Lob" (lauclömium), das der Landvogt fordere, ans Gnaden zu erlasseil. Heimzubringen. «». Freiherr Georg von Heivcn und Hans Lienhard von Nischach wiederholen das Ansuchen, ihnen gegen die Verleumder zum Recht zu verhelfen, die sie eines Anschlags gegen das Herzogthnin Würtemberg beschuldigt haben, und ihnen zu gestatten, die Thnter anzufallen, um sie zum Recht zu nöthigen. Obwohl man eui Entsprechen billig fände, weil man darüber an die Regenten in Wnrtemberg geschrieben, nnd darauf noch keine Antwort gekommen ist, so hat man den Gegenstand jetzt doch nicht entscheiden wollen nnd bringt ihn heim. Der König von Frankreich schreibt, er habe vernoinnlen, daß man damit umgehe, die Landschaft Bellenz dem saugen Herzog von Mailand zu übergeben. Da nun die III Orte (welche dieselbe beherrschen,) um Rath bitten, was ihnen darin zu handeln gebühre, so hat man ihnen geantwortet/ sie seien vernünftig und weise genug, sich s^bst zu rathen; man erachte indeß für gilt, daß sie wachsam bleiben, nnd wenn sie zu Bellenz verdächtige Leute Puden, die gegen sie praeticirten, dieselben wegführen nnd „hinter sich" nehmen; wenn ihnen dcßhalb etwas ^»leidliches begegne, so mögen sie die andern Orte dessen berichten; man werde jederzeit thnn, was die Pflicht Mische, »z. i. Der Kaufmann von Schawatz bringt über seinen Handel mit Ilri „mit zur Erde gebogenen siUieen" vor, er habe gemäß dem Abschied von Baden mit seinen Znsätzern den Tag zn Biel besucht; es sei »bel von der Gegenpartei niemand erschienen, »in ihm Rede nnd Antwort zn geben, nnd ihm daraus abermals lll'vßer Schaden erwachsen; daher bitte er nochmals dringend, ihm zn dem Seinen oder zu billigem Recht zn ^helfen; cr habe in dieser Sache schon so viele Kosten gehabt, daß er seiner Armut halb nicht weiter nachwerben könne. 2. Dagegen hat man gehört, wie der Bote von Ilri diejenigen verantwortet, welche die Sache berührt; pe wollen diesem Kaufmann weder Abtrag noch Recht schuldig sein aus angegebenen Ursachen, „hie zno melden u>t not" (i). g Da man aber bedenklich findet, den Kaufmann rechtlos zu lassen, so wird der Bote von Uri ustragsi diesen Handel nochmals heimzubringen und seine Obrigkeit zn ermahnen, der Eidgenossen Herkommen, v und Ehre zn betrachteil nnd sich mit dem Kaufmann gütlich abznsinden oder zu Biel mit ihm das Recht z" suchen, und dcßhalb auf dem nächsten Tag eine endliche Antwort zu geben; sollst würde die Nothdnrft ge- 'k en, sieh weiter darüber zn bcrathen. > . Da Christinn Bannier den Jacob Schcrer von Unterivalden gescholten, ^ hat nian erkannt, der letztere solle seinen Gegner entweder an dessen Wohnort oder vor den Eidgenossen ^uugen und seinen Entschluß zu rechter Zeit dem Baumer kund thnn. Ans dem letzten Tage zn Baden , schlössen worden, daß die Hanptleute, welche in der Picnrdie gedient, Paßporte (Dienstzeugnisse) von dem . °»ig vorlege» sollen. Da nun aber bloß zwei Orte, nämlich Zug nnd Solothnrn, diese Zeugnisse eingebracht, bi--^!-"^ beschlossen, daß die andern Orte besagte Zeugnisse für ihre Hanptleute auch beibringen lind zwar ^ugsten vorlegen sollen, t. Betreffend den Erbstreit der Frau Osanna Schenk mit ihren Brüdern Hans lind Bnrkard Schenk wird dem Abt von St. Gallen aufgetragen, beide Parteieil vor sich zu bernfeil und 278 April 1523. eine gütliche Verständigung zn versuchen; kann er nichts ausrichten, so soll er die Parteien auf die Jahrrechnung zu Baden weisen, damit da nochmals gütliche Mittel gesucht werden können; bliebe auch das ohne Erfolg, so wäre dann zu berathen, wohin man die Parteien zum -Recht weisen wollte, i». 1. „Und als wir dann in Versammlung gewesen", hat der Bote des Grafen von Arona Schriften übergeben, welche melden, wie Prosper Colonna auf dem Coinersee eine bedeutende Flotte („schiffung") gerüstet und den Kaufleuten und Andern den Ankauf von Korn und andern Lebensmitteln verweigert habe, und ferner, daß zwischen dem Herzog und dein Schloß zu Mailand (der französischen Besatzung) ein Vertrag geschlossen worden, laut dessen dasselbe, wenn es nicht bis zum 10. April entsetzt würde, dem Herzog übergeben werden soll. 2. Da man aus allerlei Anzeichen vermuthet, dieses Vorgeben sei die Wahrheit, so wird den Landvögtcn ennet dein Gebirg befohlen, sich wohl umzusehen, und wenn etwas Bedenkliches vorfiele, es sofort zu berichten, damit man rechtzeitig vorbauen könne, v. Dem Caspar von Bubenhosen wird ein Schreiben an die von Rothweil bewilligt: Sie sollen sich mit ihm vertragen oder das Recht vor den Eidgenossen erwarten, -»v. Heimzubringen, ob man die dem Stadtschretber zu Rapperswyl gestohlenen 230 Pfd. demselben ersetzen wolle oder nicht, x. Die Boten von Bern ziehen an, wie ihre Herren mit Unterwalden wegen eines jenseit des Gebirges geschehenen Todschlags einen Span gehabt, und schlagen vor, zu Vermeidung künftiger Mißverständnisse eine gemeinsame Ordnung aufzustellen, ob Einer, der in einem Orte als unehrlicher Todschläger verrufen werde, deßhalb auch in allen andern Orten nicht mehr sicher sein solle, damit sich jedermann darnach zu halten wüßte. Heimzubringen, da niemand hierüber instruirt ist. 5'. Heinizubringen das Ansuchen der Frauen von Rüegsau, ihnen das „Lob" von 20 Mannwerk Reben, die sie theils erkauft, theils „in gottsgabs wis" geschenkt erhalte», zu erlassen. 1. Auf die oberwähuten Nachrichten des Grafen von Arona und die damit übereinstimmenden Schreiben des Landvogtes von Lauis an Lucern halten einige Orte dafür, man sollte eine „tapfere" Besatzung von 5—600 Mann nach Lauis und Luggaris schicken, während andere Orte die Hoffnung äußern, daß das nicht nöthig sei, jedoch zulassen, von jedem Ort nur lt) Mann dahin zu senden, damit die Landvögte und der geineine Landmann etwas getröstet würden und spürten, daß man sie nicht verlassen wolle. Heimzubringen, um auf dem nächsten Tag einen endlichen Beschluß zu fassen- 2. Die drei au Bellenz betheiligten Orte werden indessen beauftragt, diesen Platz wohl zu versehen. 3. Dem Vogt von Mendris und Bälerna wird ein gleicher Befehl zugeschickt, wie den Landvögten zu Lauis und Luggaris- Da der Graf von Greyerz für sich und die Seinen von Saanen, Greyerz, Chateau d'Oex und Rougeinont, ebenso der Hauptmann von St. Geruiain und Lorenz Baumer ihre Besoldung fordern, so ist beschlossen, dem König und dem Grandmaitre zu schreiben, sie möchten dieselben befriedigen, doch mit Ausnahme der Savoyer und „anderer unnützer Walchen". ?»I». Da sich in der Bezahlung des Söldes der Knechte, die unter dem Herrn von Lautrec gedient, ein erheblicher Mißverstand zeigt, indem die zu Bern mit dem General Morels vereinbarten Rechnungen der Hauptleute mit den Rödeln des Herrn von Lautrec nicht stimmen, sodaß offenbar ein Betrug geschehen sein muß, so will mau, um die Wahrheit zu erfahren und die Schuldigen zu bestrafen, solches heimbringen und auf dein nächsten Tag sich berathen, wie man hierin vorgehen könne. Indessen ist Keinen, benommen, sich mit dem General zu vertragen; wer sich aber damit nicht begnügen will, dessen Summe soll zu Händen der Eidgenossen gelegt und bis zum Entscheid der Sache behalten werden, «v. Freiburg wird beauftragt, den gefangenen Fierabras vor Gericht zu stellen und nach Verdienen mit .ihn, zu handeln, ungeachtet der Verwendung des Schultheißen von Freiburg. «R«R Auf die Nachricht, daß im Thurgau ein Aufbruch bevorstehe, hat man den, Landvogt schriftlich befohlen, die Aufwiegler, deren einige mit Namen verzeigt sind, »» beobachten, sie und Andere in Vcrhaft zu nehmen und ihre Güter einzuziehen, sobald sie sich erheben würde»/ April 1523, 279 ledenfalls über das Vorgefallene Bericht zu erstatten. ««. Es werden Einige, welche Ansprachen für ausstehenden Sold und Anderes vorbringen, an ihre Obrigkeiten verwiesen, mit deren Rath sie dann weiter handeln »wgen. j'L. Für alle unerledigten Geschäfte wird ein Tag nach Lucern angesetzt auf Dienstag nach den Oster- vertagen (7. April). KK. Ferner wird ein Tag nach Zofingen bestimmt ans Sonntag nach Mitte Mai (17. Mai), um die Ansprache der drei Städte Bern, Freiburg und Solothurn auf die Neisstrafen im Thurgau rechtlich zu entscheiden. I»I». Der Bote von Freiburg soll an seine Herreu das Begehreu bringen, daß sie Mitte Nachts eine Bolschaft nach Grandson schicken, um morndeß die Märchen zum „hl. Kreuz" (Sie. Croir) zu bestimmen und zugleich in andern Sachen nach Erfordernis; zu Handeln. 1) 1523, 27. März, Bern. Die eidg. Boten schreiben an den König von Frankreich: Durch zuverlässige -Heugen vernehme man, wie große Dienste der Hauptmann Johann Jnqueme (?) von Lugano „in olmiäiono lacms dein König wie den Eidgenossen geleistet, sodass ohne solche ein Zugang in das Herzogthum Mailand leuim märe gefunden worden, zumal nach der Niederlage bei Mailand alles Geschütz verloren gewesen; dennoch höre man, daß der Hauptmann für seine Soldansprüche noch nicht befriedigt sei, und das; er, wenn nicht völlig bezahlt, seiue Heimat zu meiden gcnöthigt würde. Daher bitte man den König, das Verdienst nach Gebühr zu belohnen und den Nest des Soldes ausbezahlen zu lassen, ?c. 2) 1523, 27. März. Dieselben an den Bastard von Savoyen. Empfehlung des Obgenannten zu genügender Bezahlung, u. s. s. St. A. Bern: Latein. Missiven It. 33 d. 34. I 1523, 27. März. Die eidg. Boten a» deil König von Frankreich. Abermalige Empfehlung eines Johann du Bruillart, Herr von Conrsan, zu gnädiger Verzeihung und Wiedereinsetzung in dessen Güter, ?e. ?e. " St. A. Bern: Latein. Missiven X. 35 n. ^ 1523, 28. März, Bern. Die eidg. Boten verwenden sich bei dem König von Frankreich zum zweiten " " sur einen Genfer Kaufmann, Peter von Fernap, in Betreff seiner Schuldfordcruug an Thomas Mcstre, >en Berichtigung trotz der Verfügung des Königs noch nicht erfolgt sei, u. s. f. St. A. Bmn «at-m. Mission, n. si> b. ^ 1523, 28. März (Samstag vor dem Palmtag), Bern. Die eidg. Boten an den Landvogt im ^Ulgciu. Der Prior des Gotteshauses Illingen habe durch eine Botschaft angezeigt, das; er nach allerlei laut ^wo>denen Drohungen einen Ucberfall besorgen müsse, iveszhalb er um Schutz vor solchen Beschwerden bitte, :c. ^ »inn nun an Freveln gegen das Gotteshaus kein Gefallen hätte, so befehle man dem Vogt, sich gründlich ^ erkundige, und allfnllig vorhandene Unruhe» abzustellen, und damit man „Glimpf und Unfug" jedes Theils ^ Erdigen wisse, begehre man Bericht auf den nächsten Tag, ?c. St.«. B-m: T-utsch Missw-» ?. r. 143». Ni». 1523, 29. März. Die eidg. Boten schreiben an den König von Frankreich: Oswald Stocker von habe vor etlichen Jahren, als der vorpialigc Herzog Maximilian von Mailand einen Bevollmächtigten nach gesandt, v,n gcivisse Ansprachen zu erledigen, als Abwesender seine Soldforderung für acht Monate, zu je nicht geltend machen können; seiner Bitte um Empfehlung derselben entspreche man nun mit dem ll> )e, bei Herzog Maximilian auf die Bezahlung dieser Summe hinzuwirken. St. A. B-m, Lata». Mssivm ic. ss v. 1) 1523, 1. April. Die eidg. Boten an Papst Adrian. Verwendung für eine Anzahl Hanptleute Knechte, denen noch zwei Monatsölde (vom Jahr 1521 her) ausstehen, zu beförderlicher Bezahlung. 2) 1523, 1. April. Dieselben au den Bischof von Pistoja (damaligen Legaten). In gleicher Sache. id. ib. «. s. 42 t>, 48 b. die ^ 12. Februar (Donstag vor St. Valentins Tag). Ulrich von Laudenberg zu Alteuklingen au e'dg. Boten in Bern. Sein sel. Vater Hans v. L. habe seiner Zeit der Besatzung in Gottlieben Hansrath 280 April 1523. und Geschütz geliehen, wofür ihm Statthalter Anton Bili gute Bezahlung (und?) ein Geschenk von 200 Kronen von dem König versprochen, und er das Vorgestreckte bis heute den Zusätzern gelassen. Da nun die französischen Anwälte die ausstehenden Pensionen und andere Gelder bezahlen wollen, so bitte er, ihm zu der genannten Summe oder einer andern Entschädigung, die man bestimmen möge, behülflich zu sein . . . St. A. «»«>»: Mssw-n y. 1523, 29. März. Die drei Städte Bern, Freibnrg lind Solothnrn (resp. deren Boten) schreiben an den König von Frankreich und seine Statthalter in Burgund und Champagne: Die in Lothringen liegenden Truppen haben einige Wagen und Ladungen, die etlichen Burgern von Besanyon gehören, angegriffen und geraubt, was befremdlich sei, da die von Bisanz gar keinen Anlaß zu solchem Verfahren gegeben und zudem mit den Städten im Burgrecht stehen. Weil man aber nicht glaube, daß diese Gewaltthaten auf des Königs Verfügung geschehen, so bitte man, die Sache untersuchen und die entfremdeten Güter zurückerstatten zu lassen. St. A. Bern: Latein. Missiven X. 39 a- »». 1523, 31. März. Dieselben beantworten eine bezügliche Zuschrift von Besantzvn (die uns fehlt) mit dem Hinweis auf die an den König zc. erlassenen Schreiben, welche die französischen Gesandten ihrerseits unterstützen. - ib. ib. ic, -u» tili ist dein Freiburger Exemplar eigenthümlich, berührt indeß auch Bern. Im Zürcher Exemplar fehlen «'—<>, K-, Ii, I, :»:»—<'<>, «>l! zc., im Basler >», «, z>K, im Freiburger, Solothurner und Schaffhauser >v, dem letztern auch KA. Zu <>. Hieher gehören folgende Acten: 1) 1523, 27. März, Bern. Die eidg. Boten an den (vormaligen) Herzog von Mailand (Maximilian Sforza). Illurimum cot. drockimus illustrissimam ckomiuatiouom vestram tonaoi baboro in memoria guorimoniam oa- pitanoi Ruockolll konno ot gualitor oackom in prosoutia manckatarii >11» <1. vostro, otiam ollristianissimi Kog>a oratoris, ckomini cko lui-mst, st nonnullorum a. nobis ckoputatorum oxpockita st ckotorminata kuit, ita ut situ pro satiskaotiono intograli summa guinAsntorum ckuoatorum porsolvi ckoborot, st gnamgnam ipso pro rooupv' rations lluiusmocki summo aä ill>» ct. vostram prokoisoi protonckobat, oontigät Mock ipso intirmitato Aravatus patrios ockos ropstors ooaotus kuit, st gnia intsUigimus nonnullis alüs gui oonsimilos babusrunt aotiono« ot guorolas, so tuno koro sutiskaotum, nosguo vorickioa inkormations st llclo ckiAnorum tostium rsoitatu oork' üoati sumus prokatnm oapitansum fustam et rationabilsm kovsrs oausam, gua.ro illustrem ck. vsstraw M' stantissinlo prooamur, guatonus ick totum et oa gue bans in partsm ooneorckata sunt, poncksraro ot saltmn ilckue (sie) promovoro ot oporam ckaro volit, guo ut prsssntium oxbibitori nomine sopekati oapitanei oxpa' ckitio rostantis ot orckinato summe impartiatur sibiguo uborioris guorolo oooasio nulla romanoat^ . . . 2) 1523, 27. März. Dieselben an den König von Frankreich. Gesuch um entsprechende Verwendung bu Herzog Maximilian. 3) 1523, 27. März. Dieselben an den Grandmaitre und den Kanzler, in gleicher Sache, wieder je besonderer Fassung. i) 2)») im St. A. »«»> «auw. Atissivm x. si b, so, ss»- 4) 1523, 31. März, Bern. Rudolf Rahn von Zürich, seßhaft in Baden, gnittirt für 509 Ducaten, welche Sninme Herzog Maximilian durch eine gütliche Vereinbarung ihm schuldig geblieben. St. A. Bern: Tcutsch Sprnchbnch 221. 5) 1523, 26. März (ckio ckovis anto kestum Ralmarum?), Bern. Quittung der eidg. Boten für 1999 KroMM als zweite Hälfte der von Herzog Maximilian dem. Arnold Winkclried schuldig gebliebenen Soldansprachcn, v"" welcher Summe die erste Hälfte auf Ostern vorigen Jahres bezahlt worden war. Ag!. Nr. 97, 8. ib. ib. 260, zwischen Einträgen ans dem Mal. Zu «I. Coucepte der au den König von Frankreich und den Papst erlassenen Schreiben, dd. 31. MaC> haben die Berner Latein. Missiven, k. 39 b, 49 u, mit der Bezeichnung Zovutum". April 1523, 281 Zu <>. Den Text des an den Landvogt in Lauis erlassenen Schreibens haben die Berner Teutsch Missivcn (?. k. 142), dd. Samstag vor dem Palmtag. Zn Ii. Die bezüglichen Schreiben an den Grafen von Arona und den König finden sich im Staatsarchiv Bern: Latein. Missivcn X. 35 b, 36 a, unter den Daten 27. und 28. März. Das crstere erbietet sich zn weiteren Bemühungen; das letztere enthält das Gesuch, dem Grafen auch ferner alle mögliche Hülfe angedcihen zu lassen. Jenes ist als Zsvatum" bezeichnet (was in der Folge, weil thatsächlich bedeutungslos, nicht weiter beachtet wird). Zu le. Bei den Berner Missivcn (?. k. 144) liegt auch über dieses Geschäft ein Schreiben an den Vogt >n Lauis vor, dd. Samstag vor dem Palmtag, — dem Abschiedtertc conform. Zu «». 1523, 26. März. Der (für die Petenten) ausgestellte Special-Abschied, dd. Freitag vor dem Palmtag, i'ndet sich im Staatsarchiv Bern: Teutsch Spruchlmch 215, 216. Zu q. Den Wortlaut dieses Artikels, in der Form einer Urkunde, hat das Bcrner Teutsch Spruchlmch 218, unter dem Datum Freitag vor dem Palmtag. — An Acten liegen vor: 1) 1523, 22. Februar, Turin. Herzog Karl an Zürich. Verwendung für den Kaufmann von Schawatz Thomas Bacillen! von Clavar.... Anzeige daß derselbe seine Schiedsrichter nach Biel delegirt habe und nun erwarte, daß die Gegenpartei nicht von sich aus Nichter setze. Bitte um Hülfe zum Recht, zc. St. A. Zürich: A. Savoyen (Lateinisch). 2) 1523, 19. März (öl. 1). vi^ss. ssmmcko, stilo Lrabantis). Antwerpen an Lucern. Antwort auf dessen ^ Zuschrift vom 9. December (1522), die dein lloaimss Varrsogus (in Uri) weggenommenen Güter betreffend. Dank Zc. zLt illull intsrim non iZnorabit maAnillosntia vestru, privilsZia oivitatis ^.ntvsrpis non mocko illos UktrlvAsrg, gni bona msroatornm l>u<: vsniontiuin aooipiuiit ot ästinont, sock st omnos provinsio illius, in- Ma simils (?) aclmissum srit, ita ut oos sornmgno bona die rspsrta arrsstars atguo clstinoro vx privilogio beitum nobis sit, clonoo intogrs ckamno allsotis satistllstum srit, pretsrsa st pona ssntum st oetoginta mar- aaruin auri pari mulotaro so», guaro bis littsris nostris itsrum oortiorss vos kaoors äoorsvimus, no darum >olnm ignari tantis Zamnis oivos vsstri aut stiam ostsri Uslvstü aklloiantur, rogantss sam ob causam, arm vsstris atgus alio auxilio sküoiatis aput vioinos vsstros, all guos stiam äs bis rsbus nuno soripsimus, "na clisto lloanni omnia rostituantur, si sa in rsrum natura sint, aut si oonsumpta kusrint, sorum osti- mationsm cum omnibus oxponsis rssipiat, est. est. St. A. Luc-m: Mtsflvm. Zu t. lieber dieses Geschäft wurde den Parteien ein Abschied zugefertigt, dessen Wortlaut das Berner Zeutsch Spruchbuch 217 enthält, dd. Palmabend. Ä» u. 1) In den Berncr Teutsch Missiven (l?. k. 145 b) findet sich der Anfang eines Schreibens ohne "esse, vermuthlich aber an die Vögte zu Lauis und Luggaris gerichtet, das mancherlei im Abschiedtcrt nicht nährte Details enthält; Weisung und Datum fehlen. Auf dem folgenden Blatte steht eine andere Redaction, Zeiche die vorerwähnten Einzelheiten übergeht, dagegen auf eine Copic der besprochenen Nachrichten als Beilage Anweist und die Auftrüge in gewohnter Breite entwickelt. Datum Samstag vor dem Palmtag. — Abermals in »euer Fassung, die Sachlage iu Kürze beschreibend, wird an den Vogt in Mendris geschrieben, mit dem Befehl, ""l den nächsten Tag in Lucern über die waltenden Anschläge Bericht zu schicken; Datum Palmtag (k. 147 a). tu ^ Z523, 39. März (Montag nach dem Palmtag), Bern. Die eidg. Boten an (die ennctbirgischen Vögte?). uiß und Anrede („lieben Landvögt" zc.). „Jr mögen müssen, wie crlich und trüwlich sich der Graf von Arona "" dem Küng und uns ^gehalten, damit er (nun) sin Herrschaften, laud und lüt hat verloren, deßhalb sich wol ^ ""st i„ ^d die sinen ouch zuo bedenken und si zuo fördern, damit si ireni schaden und verlurst etlicher gestalt zuokomcn; und uß grund desselben so ist an üch unser ernstlich beger, ir ivellend den genannten Herrn usien und die sinen in günstiger gctrüwer befelch haben, si bp dem iren, so vil üch möglich ist, halten und sunst in allen anderen anligcnden fachen bcholfen und beraten sin;. . . dann wir si onch nit minder noch " e>Z wellen gehalten und bedacht werden, dann ob si unser landsaßen und hindcr uns erzogen und erboren rend; was fründschaft, fürderung und güetiqkeit ir inen ouch bewysen, achten wir nit anders dann uns selbs "es checkten " ' ^ ' St. Si. Bern I Teutsch Mtssinen v. k. 14S k. 36 282 April 1523. Zu v. Das erwähnte Schreiben an Nothweil, dd. Palmtag, liegt bei den Berner Missiven: ?. k. 148 a- Zu Den Wortlaut der erwähnten Schreiben an den König und den Bastard, dd. 28. und 31. März, enthalten die Berner Latein. Missiven L. 37 1>, 42 u. Zu kl» (auch q). 1523, 13. März (Freitag nach Oculi). Bern an Lucern. 1. General Morelet, jetzt eben aus Frankreich gekommen, habe sich als bevollmächtigt ausgewiesen, die fälligen Pensionen und die rückständigen Sölde auszurichten und alles zu erstatte», was der Bastard von Savopcn zugesagt; er bitte, das den andern Orten zur Kenntniß zu bringen und deßhalb einen Tag hieher zu bestimme». Mau habe das nicht abschlagen können und ersuche nun Lucern, seine Rathsbotschaft auf den 24. d. (U. Frauen Verkündung Abend) hieher ZN senden, um morndeß das Geld zu beziehen und in den bezüglichen Geschäften nach Nothdurft zu handeln. Nun sie zu bedenken, daß die Hauptleute, wenn sie auf den genannten Tag erscheinen, auf einander warten, und daß damit unnöthige Kosten verursacht werden; um dem vorzubeugen, wünsche der General, daß die Hauptleute, die in der Picardie gewesen, sechs Tage nach den Rathsbotschnftcn kommen, und wieder sechs Tage später diejenigen, die bei dem Herrn von Lautrec in Mailand gedient, und endlich nach andern sechs Tagen die von dem BastaE Geworbenen, damit keiner den andern irre, und die Zahlung desto richtiger von Statten gehe... 2. Sodaim sei zu melden, Saß man auf ein an Bern gelangtes Gesuch, den Kaufmann von Schawatz betreffend, der weder in Uri noch zu Biel Recht gefunden, denselben auf den oberwähnten Tag gemiesen habe, und bitte man Lucern, seine Botschaft für diesen Handel zu instruiren. . . Nachschrift: Bitte, die im Thurgau von der getroffene» Anordnung in der Bezahlung zu benachrichtigen. St.A. Bcnn T-»tsch MW»-» i>. ws. — St. A. Luc-m- MW»-»- Zu «IU. Die eidg. Boten schreiben an den Landvogt im Thurgau (am Palmtag): Mau höre, daß Anschlag vorhanden seien, einen Aufbruch gegen den König von Frankreich zu machen, namentlich wenn die Eidgenosse nach Mailand ziehen, und daß einer von Landenberg, der Stollisen von Winterthur und Andere die Sache b» treiben; da man aber nichts Bestimmtes wisse, so befehle man dem Vogt, sich insgeheim darnach zu erkundigt ein gutes Aufsehen zu halten und diejenigen, die etwa ausziehen würden, mit Leib und Gut zu der Eidgenosse Händen zu nehmen und auf den Tag nach Ostern Bericht zu schicken. St. A. Bcm: T -ms-h Mijsim» o. k. i«? " Zu >ii>. 1523, 31. März. Bern und Freiburg verkünden dem Landvogt (in der Waat) einen Tag si" Festsetzung der immer noch streitigen Märchen zu Sainte-Croix auf den 15. Mai, mit dem Ersuchen, den HerM von Savopen davon zu benachrichtigen, damit die Richter und Gesandten beider Parteien rechtzeitig an Ort »n Stelle eintreffen können. St. A.B-rn: Latein. Missivcn u.ro o. 1ZZ. Lucern. 1523, 9. April f. (Donstag nach Ostern f.). Staatsarchiv Lucern: Lucerncr Abschiede, I). I. 72. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 8, s. 228. Staatsarchiv Bern: Allgem. eidg. Abschiede. ^V. p. 31. Abscheide «ine cluto. KautonSarchiv Basel: Abschiede, 1.17. ÄautvuSarchiv Freib »»rst jiautvuüarchiv Svlothurn: Abschiede, Bd. XII. Kautvusarchiv Schaphausen: Abschiede. Gesandte: Freiburg. (Jacob Techtermann). — (Andere unbekannt). a.» Der Zollcr von Lnggaris bringt an, er habe den Zoll vor Jahren thener envorben, worüber er s'^ ni cht beklage; man wisse aber, wie die schweren Kriegsläufe und die Sperrung der Straßen einen großen Abb"' am Zoll verursacht, weßhalb er nin einigen Nachlaß bitte, damit er bestehen könne. Antwort ans dein nach! Tag, da jetzt Niemand instruirt ist. I». Der Landvogt im Thurgau berichtet über einen Abzug beruh"' Albrecht und Gotthard von Laudenberg. Darauf hat man Zürich ersucht, den: Landvogt beförderlich ! was früher Uebung gewesen; dem Bescheid, der ihm deßhalb wird, soll er dann nachkommen, v. Ferner be" ^ der Landvogt, es sei zu Coustauz eiu Todfall geschehe»; die Erben wohnen zu Liudau, aber der Abt von April 1523. 283 wallen spreche den Abzug zu sciucu uud des Gotteshauses Handcu au, weil Kcßivyl iu seiueu uicdern Gerichte» Rge; dessen ungeachtet haben die von Constanz denselben bezogen. Der Landvogt soll sich erkundigen, was früher B>auch gewesen, und auf der Jahrrechnung Bericht erstatten. «I. Der Seckclmeister von St. Gallen bittet für ^">e Clientin, eine Wittwe zu Lindau, ihr etwas an dem Abzüge nachzulassen. Es werden ihr 50 Gl. erlassen; "och 150 Gl. soll sie nun für den Abzug entrichten, v. 1. Dem Hans Jmstnd soll der Landvogt im Thurgau ^leit geben nach Schaffhansen, um seinen Anstand mit denen von Dicßenhofcn gütlich beizulegen. 2. Es sollen "uch die Boten ans die Jahrrechnuug zu Baden bevollmächtigt werden, die von Dießenhofen für ihren an ihm ^üangenen Frevel zu bestrafen. 4'. Den Spruchbricf zwischen denen von Zürich und den (andern) Orten, welche ^yeil am Thnrgau haben, betreffend Obcr-Neunforn und die dortigeil Landmarchcu, hat man nach Baden geschickt den andern eidgenössische» Briefen, xx. Dem Vater und dem Gotteshaus zu Illingen wird verboten, Güter ^ Wälder zu des Klosters Händen anznkaufeu ohne des Landvogtes oder der Eidgenossen Willen und Erlaubniß; sie sonst nothivcudig brauchen, mögen sie zu ihrem Gebrauch wohl anschaffen. I». Der dem Stadtschreiber ^^"PM'swyl entwendeten Geldsumme halb wird beschlossen, ihm das noch Vorhandeue zukommen zu lassen, Bedingung, daß dem Landvogt die erlaufenen Kosten vergütet werden. I. Beschwerde des Landvogtes ^hurgan, es komme oft vor, daß, wenn er um Recht angerufen werde und den Parteien einen Rechtstag ""tischt habe, die Beklagten auf den ersten Termin nicht erscheinen zu müssen vermeinen, wodurch große Kosten ^"llacht werden. Es wird daher festgesetzt, daß die Parteien, wenn der Landvogt einen Rechtstag ansetze, ^ den zi, besuchen verpflichtet seieil, indem sonst der Landvogt angewiesen wäre, den Handel ohne Weiteres ^ ""ledige», mit Ausnahme hinreichender Entschnldignngsgründe. lie. Es erscheinen viele Ansprechcr ans diesem Cai ^ behaupten, dem Herrn von Lautrec gedient und dafür noch nichts empfangen zu haben; einige ^ "ptlentc beschweren sich, man wolle sie nicht nach ihren Nödcln bezahlen; einige andere kommen mit älteren ^ Rache». Die Erstem werden an de» Herrn von Lautrec verwiesen, von dem sie zunächst annehmen mögen, was Rechnungen schuldig sein will; über weitere Forderungen haben sie sich mit ihm zu verständigen; ^ " uge» solleil an ihre Regierungen gelangen, damit diese die Ansprachen untersuchen und gütliche oder rechtliche ll^g eichuiig erwirken können. I. Wegen des Spans zwischen dem Kaufmann von Schawatz und denen von ^ hkRe die Vcreinung mit dem Herzog von Savoyen vorgelesen und die Antwort Uri's angehört, dins früher gegebenen übereinstimmt, so werden Lucern lind Obivalden beauftragt, llri noch einmal Kn k Bbordining („auf den Tag so unsere Eidgenossen einen Ainmaini setzen") zu bitten, sich mit dem gütlich zu vertragen. »»». Freibnrg wird ans sein Ansuchen beivilligt (?), bei dem zu Bern erlassenen ^ "R' über den Fierabras zu verbleiben; jedoch mag es ihn nach seinem Gutdünken begnadigen, i». In der ">eitc^ ^ ^ Hauptlcnte gibt Zürich eine der frühern großcntheils gleichlautende Antwort und bittet, es nicht fron da eiilige Hauptlcnte sich schon verantwortet haben. Hciniznbringen. «. Das Gesuch der üchen^-^" ^fcmdtschaft, daß die Eidgenossen Zürich angeheil, in die Vercinung zu treten und mit ihnen zu ""chmäls heinizubringcn, da einige Boten dazu nicht bevollmächtigt sind. Jedes Ort soll seine Meinung gebe»^^ ^ ^"^rn berichten, das dann den Boten, welche die französische Gesandschaft verlangt, davon Kenntnis; ein d"ch soll das auf Kosten des Königs geschehen. K». Den Barfüßern zu Bern, die zu Neuenburg Btzeinbcrg gekauft, ivill man an dem „Lob" nichts nachlassen; aber den Frauen von Niicgsan wird de» q/^ Mehrheit der Orte erlassen, ivcil sie arm, und das Kloster erst kürzlich abgebrannt ist. «I, Ans ob ßx " ^ daß man sich über eine Ordnung verständige in Betreff der Rechtsfolgen von Todschlägen, "üMich gd^> unehrlich seien, wird erkannt, die Orte, zwischen welchen noch keine bezüglichen Verträge bestehen, 284 April 1523, mögen sich mit einander vergleichen, doch ohne Beeinträchtigung der alten Bünde. i. Nach den neuesten Berichte» findet die Mehrzahl der (XII) Orte nicht mehr nöthig, eine starte („schwere") Besatzung über das Gebirg Z» senden; nach Luggarns soll aber jedes Ort sogleich zwei Mann schicken. Dabei wird Lucern beauftragt, sobald es die Noth erheische, einen Tag auszuschreiben. 8. Christian Banmer und Jacob Schcrer sind zur Recht- fertigung erschieneil wegen der eingeklagten Beschimpfung des letztern *). Da Baumer dieselbe theilweise eingesteht, so hat man die Kundschaften verhört, woraus sich ergibt, daß Baumer von Scherer ledig erkannt (werden muß)! jener soll die Kosten bezahlen; die Strafe wird einstweilen aufgeschoben; der Handel ist aber heimzubringen- Jacob Scherer hat sich mit Fähnrich Winkelried von Untcrwalden verbürgt, die Erkänntniß zu halten, sich wieder vor die Eidgenossen zu stellen und die Strafe zu gewärtigen, Obschon Schwyz mit dem Vorbehalte wieder in die Vereinung init Frankreich gegangen, daß seine Anforderer bezahlt und zufrieden gestellt werden, so >»»^ man jetzt doch in Betreff der Bezahlung der Ansprachen Schwierigkeiten, weßhalb Schwyz wieder zurücktrete» will; es wird daher der Baunermeister von Schwyz beauftragt, seine Regierung zu bitten, abgesehen von de» Ansprachen bei den Eidgenossen zu verbleiben und sich nicht zu söndern; sie mögen dann nach Inhalt der Ber- einung mit dein König das Recht suchen. I». 1523, 6. April (Ostermontag), „wenig vor Vesper". Ludwig von Dießbach, Landvogt zu Lauis, »" die cidg. Sendboten in Lucern. Antwort auf ihr „in dieser Stunde" empfangenes Schreiben betreffend Mores»' und die Gemeinde zu Lauis. Letztere ivollc einige ihnen auferlegte Beschwerden beseitigen und wünsche, d»i> dieselben untersucht und die Schuldigen bestraft werden, auf St. Johanni hier oder draußen. Es wundere ih»- daß er nicht den bestimmten Auftrag erhalten, darüber Bericht zu erstatten; jedoch sei der Handel so „langsam und verworren, daß er in kurzer Zeit nichts Gründliches vorbringen könnte, namentlich ans schriftlichem BW' selbst wenn der Landschreiber und der Landweibel mit den Rechenbücheric zugegen wären, hätten Alle „zu schafft" ' um genauen Bericht zu geben. Er finde wohl, daß vordem mit der armen Gemeinde etwas gehandelt ivordc»- was nicht gut sei, aber seinem Bedünken nach doch nicht so schwer, wie man vorgegeben. Seinem Befehl, b»' Genannten von Gütern und Aemtcrn zu stoßen, würde er gern nachkommen; allein wegen einer solchen Anspr»^' worüber man den Boten viel „Gefärbtes" gesagt, falle ihm schwer, so viele ehrliche Leute und gute Eidgeiwfft" so schnell um Ehre und Vermögen zu bringen. Er bitte nun um Bescheid, zc. :c. S,.A. Li,«»: MW»-«- v. 1523, 10. April, Lncern. Lateinische Missive der cidg. Boten an den Herzog von Savoycn, betrefft»^ einen Streit um Eigenthum zwischen Wilhelm von Dießbach und Jacob von Wippiugen einerseits und ^ Herrn von Chesaux (?) anderseits. St. A. Mg. MMd -a,-- Mit Ausnahme des Lucerner Exemplars datiren alle (gleichbedeutend) Donstag vor Quasimodo. Im Zürcher Exemplar fehlen «— «Z, l, k, «», >, im Berncr >»—v, ii, i, t, im Basier, Freil»»!b Solothnrner und Schaffhauser I, i, t. Zu «I. 1523, 21. Februar (Samstag vor Juvocavit). Lindall an die Boten der au der Vogtei zu betheiligten Orte. Verwendung für die Witwe Bürgermeister Heinrich Neukomm'S, Tochter des Maig ftt' ^ Constanz, die sich über die Forderung eines Abzugs beklage, während sie die fraglichen im Thurgau gelegt Güter gar nicht wegziehen wolle, zc. St. sc. Lum-m er *) „Der erst (artikel), daß er soll gesprochen hau, er sig ein besserer lanzknecht dann ein Eidgnoß. Der ander, sich gesriiwt, daß es den nnsren (zu Bicocca) so übel gangen sig in Meiland. Der dritt, als man unser knecht, so gewesen sind, hat abgeschriben, soll er geredt haben, er welle ziehen, wohin im das eben sig, und well helfen Meiland ge»»» und welcher pensioner in umb sin dienst brächte, wellte er, daß er (der) ein esel oder ein kuo gehyt hette." Mai 1523, 285 Zu I. An Uri wurde ein Schreibe» erlassen von allen Orten ohne Zürich, dd. Freitag nach dein Ostertag (19. April). Vorwürfe über das bisherige Verhalten in dieser Sache, und Ermahnung bei den bcschwornen Bünden, die Kaufleutc zur Verantwortung kommen zu lassen, damit der Eidgenossen Ehre und Lob, sowie auch Brief und Siegel nicht verletzt werden, zc. St, A. Lu«ru: Mg-mem- Abschi-d-, a, 2. Zu <». 1523, 18. April (Samstag nach Quasimodo). Schwpz an Lucer». Da auf des Franzose» Bitte jungsthin zu Lucern verabschiedet worden, eine Botschaft an Zürich zu schicken, um dasselbe um den Beitritt zur Bcrcinnug zu ersuchen, zeige mau hicmit au, daß mau, wiewohl selbst eingetreten, nicht Willens sei, jemand zu ^llen, darein zu gehen, sondern die Sache gütlich ruhen zu lassen .... (Angelegenheit des Lucerner Spitals). St. A. Lucern: Missiven. Zu u. 1523, 19. April. Uri au Luecrn. Mitthcilung von Schriften von dem Lnuduogt und der Gemeinde ^hLauis. Man sei darüber etwas verwundert, da doch auf dem letzten Tage abgeredet worden, es solle des ioresin und seiner Genossen halb bei dem Abschied von Bern bleiben und dem Vogt geschrieben werden, daß ^ uns der ungleichen Siegel wegen, auch über Morel!, des Todschlags halb, und die Rechnung von Meudris und Balerna heimlich berichte. Nun schreibe der Vogt, als ob er den Auftrag nicht völlig verstanden; man Wunsche daher, daß ihm gründlich gemeldet werde, was verabredet worden; und da er meine, nicht auf die Zollrechnung nach Baden kommen zu können, so solle er jemand anders schicken und bei dem Malefizschreibcr, Giovan werts Bruder, die nöthigc Auskunft betreffend Morells Handel suchen . .. S«.A. Lucern: Missiven, RS4. Kmndson. 1523, c. 16. Mai f. Cro' ^ Städte Bern und Freiburg mit dem Herzog von Savoyen, wegen der Marcheu zu Sainte- '5 (wouebeu vcrmuthlich auch andere Geschäfte verhandelt wurden). Der Abschied fehlt. Zu vergleichen sind Absch. 132 lill nebst Note und besonders folgende Missivc: 1523, 25. April (Samstag St. Marx). Bern an Freiburg. 1. Antwort auf dessen Schreiben wegen des sun inm Vcrgicr, zc. Man sei gesonnen, den für diese Geschäfte bestimmten Tag (3. Mai, hl. Kreuztag) zu > lchen, doch in der Meinung, daß, wenn die Späne nicht gütlich verglichen werden könnten, die beidseitigen darüber rechtlich zu sprechen hätten, und daß bei abfälligem Zerfallen der vier Zugesetzten ein Obmann tllwählt werde» müßte, gemäß dem Burgrccht mit dem Herrn von Verzier. Zur Vollziehung des Ncchtshandels 2 einen besonder» Boten verordnet, waS Frciburg auch thuu möge, um desto rascher zum Ziele zu kommen. - Oen Tag zwischen dem Herzog von Savopen und den zwei Städten, wegen der Märchen zum hl. Kreuz, der ^st den 15. ZMj gesetzt sri, lasse man vor sich gehen und berufe dcßhalb den Abt von Bcllclap dazu, habe auch all^d^ Schultheß von Zürich den Vogt von Pruntrut als Richter erwählt, indem man hoffe, daß dieser, d^' " ^p>'"che» kundig, mit dem Abt gebührlich handeln werde. Freiburg möge den Amtleuten zu Grandsou zc. ^ Röthigen Weisungen geben, damit sie alles, was zur Handhabung der diesseitigen Rechte diene, vorbereiten. St. A. Bern: Teutsch Missiven, IKK d. (Samstag nach Georg). K. A. Freibmg: A. Bern. ASS. ^ Zosingen. 1523, 19. Mai (Dienstag nach der Auffahrt). Unv Hlicern: Allgemeine Abschiede, u. 2. p. 435». TtciutSareinv Zürich: Abschiebe, Bd. 8, f. 230. Tschub. Abschiebe-Sanunl., Bd. 5, Nr. 75. sandte: Frciburg. (Hans Krummenstoll; Jacob Techtermann). — (Andere sind unbekannt). weiß jeder Bote zu sagen, daß Uri, Unterwaldeu und Zug auf diesem Tage nicht erschienen sind. 286 Mai 1526, I». Sodann ist abgeredet, seder Bote wolle seine Obern znm freundlichsten bitten, (in dem Handel wegen der Neisstrafen) gütlich nachzugeben, weil die drei Städte immer bei den Sachen gesessen, die Verbote thun und nachlassen geholfen, zu allen Kosten beigetrage», sei es für den Landvogt oder seine Diener; man hofft auch, das! solche Verbote lange Zeit nicht mehr geschehen (müssen). Ans der Jahrrcchnung zu Baden soll man darüber Antwort geben; wenn aber dann die Sache nicht in der Freundlichkeit nachgelassen würde, so sollen die Boten Vollmacht haben, einen andern Tag nach Zosingen anzusetzen, nur das Recht nach Inhalt der Bünde ergehen Z" lassen, v. 1, Ans die abermalige Klage des Kaufmanns von Schawatz hat man den Boten von Lncern «in Bericht ersucht. Da er anzeigt, daß die Absendung der zweiörtigen Botschaft vergessen worden, so hat man dir zwei Orte nochmals beauftragt, in den Pfingstseiertagen eine Botschaft nach Uri zu senden. 2, Lncern soll diesen Abschied den Eidgenossen von Uri und Unterwalden mittheilen und sofort einen Nathsboten nach Urs senden »»> dem schriftlichen Begehren der sieben Orte, die Gemeinde ans den Pfingstmittwoch (27, Mai) zu versammeln oder doch wenigstens i» der Rathssitzung, wenn sie die Gemeinde nicht versammeln wollten, der Eidgenossen Willen zu vernehmen. «I. Zürich soll diesen Abschied „unseren Eidgenossen" (?) zuschicken, v. Jeder Bot' kennt die von Antorf (Antwerpen) gekommenen Schriften, tl'. Ucber das Bergwerk in Sargans ist auf de> Jahrrechnnng zu Baden Antwort zu geben. K. Das Anbringen deren aus dem Nheinthal wird in Bade» nochmals vorgetragen werden. «I—ii aus dem Zürcher Abschied (>', <5 von der Hand des zürch. Stadtschrcibers); dagegen fehlt <' 2, für Lucern allein bestimmt. Auch das Glaruer Exemplar hat diesen Absatz nicht. Zu I>. Hier ist noch die unter den drei Städten gepflogene Correspondenz zu beachten: 1) 1523, 15. April (Mittwoch nach Quasimodo). Bern an Freibnrg (dcßgleichcn an Solothurn). Wicn"^ sich die drei Städte vordem geeinigt haben, wegen der Neisstrafen im Thnrgau einen Rcchtstag nach Zoß'M^ bestimmen zu lassen, finde man doch, daß da wenig zu erreichen sein werde; denn weil die Mannschaft de» Orten zustehe, und diese immer alle Gebote und Verbote betreffend „die Reise" gethan und die daher fließen^ Strafen bezogen haben, so besorge man, daß das rechtliche Erkenntnis; den drei Städten nachtheilig wozu noch unnütze Kosten, Gespött und Vorwürfe zu erwarten wären. Um dem vorzubeugen und mit Ansi". („fuogen") aus der Sache zu kommen, möchte man rathen, den VII Orten zu schreiben, es seien Hindern'! eingetreten, die den Besuch des Tages in Zofingen nicht zulassen, weßhalb man bitte, den Handel bis auf gelcg'" Zeit aufzuschieben; „damit so möchte der span ersitzen, dcß fürer nützit gedacht und ir und wir dadurch gcrüen"!! werden". Man bitte jedoch um Bericht, ob dieser Vorschlag gefalle, ?c. St. A. Bern: T-Uisch Missimn, v. lb2 b. — K. A. Freiburg: A. B-M' 2) 1523, 17. April (Freitag vor Misericordia Dom.). Solothurn an Freiburg. Bern habe soeben gcschrn wie viel unnütze Kosten und Gespött die drei Städte zu gewärtigen hätten, wenn sie in dem Ncchtshandel die VII Orte, wegen der Neisstrafen im Thnrgau, unterliegen sollten, wie es besorge, und daß es von ^ Processe abzustehen geneigt wäre, was es auch Freiburg anzeige, ?c. Wiewohl nun diese Meinung vieles füs ' habe („etwas gcstaltsam" spe), müsse man dabei doch die Einbuße") bedenken, welche die drei Städte mit E ^ Verzicht ans das Rhcinthal und andere Plätze erlitten haben, und nachdem der Handel auf den früheren leistungcn eifrig („eben tapferlich") betrieben worden, wäre ein Zurücktreten nicht minder schimpflich Niederlage im Rechten; daher sei man gesonnen, sofern die beiden andern Städte auch dabei beharren, den rech' Tag in Zosingen zu besuchen, und bitte sie darum, begehre auch deßhalb Bericht. «.A. Freiburg: A. S-loch""' «) Das Original hat nur „sch"tat>-ny und ein- Lacke durch Mäusesrch. a 3') 1523, 21. April (Dienstag vor Georii). Bern an (Solothurn). Antwort auf dessen Schreiben die Neisstrafen im Thnrgau, das mit der Meinung Freibnrgs übereinstimme, nnd die Tagansctznng auf nächsten Montag, um deßhalb weiter zu rathschlagen. Wiewohl man den Handel ruhen zu lassen vn» wolle ma>l diesen Tag doch erwarten und alsdann thnn, ivas allen drei Städten znm Bestell gereichen nwlsi Si.A. Bern: Teuisch Missiren, ? r. lbb »' Mai 1528, 287 Ueber die hier angekündigte Zusammenkunft der drei Städte ist nichts aufgezeichnet. Z» K) 1523, 3. Juni (Vigilia Corporis Christi). Basel an Lnccrn. Mittheilnng der Antwort des Herzogs von Würtemberg über den ihm zugeschickten Abschied, — mit Erzählung der bisherigen Verhandlungen. Rill' diesem Schreiben sehe man wohl, daß der Herzog in keine Gütlichkeit willigen, sondern seiner Freunde Rath suchen wolle; da inzwischen der Stillstand zu Ende gehe, und dann vielleicht Unrath aus den Dingen erwachst' so bitte man Lucern nochmals mit freundlichem Ernst, mit seinem Burger „noch heutzutage" zu reden und ih» zu vermögen, dem in Lucern gemachten Abschied nachzukommen, oder mindestens zu eröffnen, wie es die Sachen betrachte, damit Aufruhr und Unfrieden verhütet und besonders zwischen den drei Städten brüderliche Einigt erhalten werde ... Bitte um verständliche Antwort bei diesem Boten. St. A. Luc-rn: Misswen. — .e. A. Basel: MW»-». 7) 1523, 6. Juni (Samstag nach Corporis Christi). Basel an Bern. Kurze Erzählung der bisherigen Bemühungen der drei Städte, den Streit zwischen Herzog Ulrich und Graf Wilhelm gütlich auszutragen. nun die gesetzte Frist von drei Monaten binnen acht Tagen ablaufe, und der Herzog keine Willfährigkeit »» freundlichem Allsgleich zeige, sondern Thätlichkeiten befürchten lasse, aus denen ein Landkrieg entspringen möchte der auch gemeiner Eidgenossenschaft uulcidlich wäre, so stelle mall hiemit die ernstliche und freundliche Bitte, dc» andern Orten beförderlichst einen nahen Tag in Bern zu verkünden, besonders aber denselben den beiden Parten'» anzusagen, mit dem Begehren, daß inzwischen nichts Unfreundliches vorfallen dürfe, ?c. 8) 1523, 7. Juni (Sonntag u. Corp. Chr.). Basel au Graf Wilhelm. Infolge seiner kürzlich mitHe!»>G Meltinger und Jacob Meyer gepflogenen Unterredung habe mau Bern um Ausschreibung eines eidg. Tages ersn ) und wolle dann dessen Antwort in Eile melden; deßhalb begehre man, daß er sich einstweilen nicht außer Lau ^ begebe. Von Lucern sei heute früh das beiliegende Schreiben eingegangen, und hienach wünsche man, daß er» den ganzen Handel beförderlich schriftlichen Bericht erstatte, damit man die Eidgenossen zu verständigen wissi, 7) und S) in, K. A. Basel: MM-"' 9) 1523, 10. Juni (Mittwoch nach Medard!). Bern au Lueern und Solothnrn. Man vernehme, ! von Lucern, Basel und Solothnrn zwischen dem Herzog von Würtemberg und dem Grasen von Fürsten s - gemachte Vertrag in Bälde erlöschen werde, und die von ihnen auerbotene weitere Vermittlung bisher '.r, Folge gehabt, sodaß Unruhen zu besorgen seien, die für die ohnehin mehr als genug beladenen Eidgenossen scha werden könnten, ?c. Darum werde man den diesseitigen Boten zu der Jahrrcchnung in Baden Vollmacht dahin zu wirken, daß ein freundlicher Tag bestimmt und beiden Parteien verkündet werde, auf welchem ma» ^ Mittel und Wege zu gütlicher Ausgleichung suchen würde; deßhalb schreibe man anch den beiden Herren > ^ bitte sie dringend, nichts Unfreundliches gegen einander vorzunehmen, sondern die Verkündung ab dem Tag Baden zu erwarten, ?c. Das melde man in der Meinung, daß die beiden Städte an ihren Burger, den mit glUchcm Ansinnen gelangen können, und hoffe davon guten Erfolg. St. A. Bern: zuns-h Miss. i>. c. ^ 10) 1523, 10. Juni (Mittwoch nach Medard!). Bern an Basel. In gleicher Sache, mit Bezugnahme obige Schreiben, und im Wesentlichen gleichlautend. ^ 11) 1523, 11. Juni (Donstag nach Medard!). Bern an den Herzog von Lothringen (Würtemberg^ " den Grafen von Fürstenberg. w. u>. e. nw v. w». Mai 1523. 289 12) 1523, 12. Juni (Freitag nach Medard!). Basel an Graf Wilhelm. 1. Antwort auf seine schriftliche Anfrage, ob er sich des Bnrgrcchts getrosten dürfe. Man wolle alles thnn, was man kraft desselben schuldig sei, doch unter der Bedingung, daß er ohne Vorwisscu und Gunst der Stadt keine Fehde oder sonst etwas Unfreundliches unternehme. 2. Mitthcilung der Antwort Berns. » 13) 1523, 18. Juni (Donstag post Viti). Basel an Denselben. Antwort auf sein Rathsbcgehren, was er auf die Zuschrift von Bern erwidern sollte, -c. Man erachte nicht für gut, jetzt an Bern zu schreiben oder eine Botschaft dahin zu schicken; denn Bern und Solothurn seien so nahe verwandt, daß vcrmuthlich ein Schreiben o» jenes nach Solothurn und an den Herzog Ulrich mitgcthcilt würde, wonach dieser sich desto besser zu richten wüßte. Dagegen scheine es rnthlich, durch eine sachkundige Person in Bern zu danken und nach Anzeige des Tages abermals eine Botschaft dahin zu senden mit dem Gesuche, den Herzog zu gleicher Beobachtung des Stillstands zu bewegen, ?c. K.A. Basel: Mgswe». 14) 1523, 22. Juni tzMontag vor Johannis). Basel an Graf Wilhelm. Mitthcilung des aus Baden eingelangten Schreibens der Eidgenossen, mit dem Ansinnen, gemäß demselben den gesetzten Tag zu erwarten. Wenn er eine Botschaft von Basel begehre, so werde man sich dazu bereit finden lassen, ?c. K. A. Basel: Missiven. IS7 Mern. 1523, 27. Mai. Staatsarchiv Bern: Lateinische Missiven, K. ei K. ^ Die eidgenössische» Botschaften (UaZluz Inga Jbmmimia superioriL oratoros stao tempostaks in uista acmgeaguti) erlassen an den König von Frankreich ein Schreiben in Sachen des Grafen von Arona: ^abe aus schriftlichen wie mündlichen Aenßerungcn vernommen, welches Wohlwollen die Eidgenossen für und'^ hegen, wie sehr sie dessen Verdienste anerkennen, ivie lebhaft sie dessen Wohlergehen wünschen, >n welches Unglück er (dnrch die nensten Ereignisse) gerathen sei. Wiewohl der König sich willig gezeigt, aufzuhelfen, wofür man ihm Dank erstatte, sehe man jetzt, da der Graf ohne thätliche Hülfe den ihm g gebliebenen Platz nicht wohl behaupten könne, sich zu der dringendsten Fürbitte veranlaßt und zu dem i' )e, daß dessen Gesandter Peter Mantellus freundliche Aufnahme, gnädiges Gehör und einige Unterstützung La, in Geld. Auch möchte man wünschen, daß dem Sohn des Grafen nicht bloß 3V, sondern 49—59 Zm bewilligt, und dem Franchinns Nnsca, der dem Grafen nahe verwandt sei, die Herrschaft Luino und alle Rechte und Lehen bestätigt würden, und daß endlich Herr Peter (Mantcllo) seine Stelle im Senat von ^ Maud behalten könnte. (Diese Empfehlung begleitete Bern mit einem kurzen Schreiben von gleichem Datum, ' ^ Hinweisung auf sein Burgrecht mit dem Grafen v. A.). Weitere Verhandlungen konnten nicht ermittelt werden. Es war übrigens diese Zusammenkunft vcrmuthlich '"cht ausgeschrieben, sondern eher zufällig durch Berns Bemühung bewerkstelligt worden, indem die Mehrzahl der Jahrrechnung in Neuenburg reisenden Boten sich in der Regel hier zu vereinigen pflegte. 3? 290 Juni 1523. R38 Weuenöurg. 1523, 1. Juni f. (Montag nach Trinitatis f.). Jahrrechliung. Staatsarchiv Lncern: Acte» Neuenbürg. Staatsarchiv Zürich: Abschiede. Bd. 8, k. 2S2. Tschad. Abschiede-Sammlung, Bd. 5. Nr. 7«. Staatsarchiv Bern: Allg. -idg. Abschiede. V. p. I. -!!. Kantonsarchiv Basel: Abschiede, k. 20. Kantvnsarchiv Areiburg: Abschiede, B°. ed. Kantonsarchiv Schasshanse»: Abschiede. Gesandte: Bern. (Caspar von Mülinen). Zug. (Heinrich zer Wittwen?). Freiburg. (Humbert de Perroinan). — (Die übrigen nicht bekannt). Eine Botschaft der Frau Margaretha von Flandern äußert den Wunsch, daß man die Märchen zwischen den beiden Grasschaften Burgund und Neuenburg berichtigen möchte, dainit die Unterthanen beider Parteien beruhigt würden. Da die Sache sich trotz mehrfachen Berathungen und Botschaften bis anhin verzögert, indem die Burgunder nie genügende Vollmachten gebracht, so wird jetzt beschlossen, die Sache ernstlich heimzubringen, um auf dein nächsten Tage zu Baden vier oder zwei Boten von Städten und Ländern dahin abordnen zu können; dann soll dem Landvogt zu Neuenburg ein Tag angesetzt werden, den er Hinwider den Burgundern verkünden soll- I». Die „grauen Bündner" schreiben, sie werden die Pässe so wohl beschirmen, daß kein Feind durch ihr Land ziehen könne, v. Hans Rudolf Hetzel, Burger von Bern, hatte in Serrieres ein Lehen Rebland um den jährlichen Zins voll sechs Mütt Wein empfangen mit der Bedingung, daß die Herreil dieses Lehen wieder einziehen können, sobald sie ,vollen, gegeil Ersatz der auf die Verbesserung der Neben verwendeten Kosten. Bei Besichtigung der Neben hat man gefundeil, daß Hetzel dieselben lim mehr als 200 Kronen verbessert und dadurch wieder zu Ertrag gebracht habe; seinen Vorschlag jedoch, 1200 Pfund Capital statt der jährlichen sechs Mütt Wein zu geben, will man erst heimbringen. Ä. Jeder Bote kann berichten, wie der Graf von Valendis das Lehen empfangen, und ivie dem Bischof von Basel sein Antheil an diesem Lehen überlassen worden, nach Inhalt des zu Baden mit den Eidgenossen aufgerichteten Spruchs. «. Wegen der bisherigen Mißverständnisse betreffend den Besuch de>' Jahrrechnung zu Neuenburg hat man, dainit jedermann sich darnach richten könne, die nächstfolgende auf de» letzten Sonntag im Mai (29. Mai 1524) angesetzt, Es wird aus allerlei Ursachen beschlossen, künftig ü" Schloß zu Neuenburg einzureiten und da zu Herbergen, und darum der Landvogt beauftragt, sich mit „ Geligel' , Speise, Stallung und Andcrm nach Bedürfnis; zu verseheil. K. Zu les Grattcs („la Gratia") oberhalb Neuem bürg ist ein Gericht, wo aber nicht so viele Häuser sind, daß das Gericht besetzt werden kann, ohne zwei Brüder z« nehmen; da mm nicht weit davon, nämlich unterhalb zu Lacotc, ein anderes Gericht ist, so wird empfohlen, das obere mit dem untern zu vereinigen, so zwar daß drei Männer aus jenem in das untere gesetzt werden sollte», um ihnen ihr altes Recht zu lassen. Heimzubringen. I». Den Vögten hat man die Rechnung abgenommen u»d ihnen Weiil und Korn in Geld berechnet, sodass es auf jedes Ort 57 Kronen bringt. I. 1. Der Propst Bern hat im Namen des Schultheißen von Wattcnwpl, seines Vaters und seiner Brüder, denen die Herrsch»^ Colombicr gehört, die jedoch ein Lehen der Grafschaft Neuenbürg ist, vorgebracht: Es gehören ihm da »lb' Gerichte bis an das Blut, und zwar so, daß die Eidgenossen von Verbrechern, die den Tod verdient habe», keinen Fall beziehen, sondern die Kosten des Nachrichters tragen müssen. Nun bitte er, mit ihm einen TauO zu treffen, d. h. daß man ihm erlaube, Stock und Galgen aufzurichten; er trete dafür den Eidgenosse» Rechtsamc in den Dörfern bei Lacote ab, die ihnen an Bußen einen ansehnlichen Ertrag bringen werden. 2- Fe>»e' zieht er an, daß die Eidgenossen einen kleinen Eichwald besitzen, der nicht weit vor seinem Haus in Colo>»b^ sei; um sein eigenes Wäldchen dadurch zu schirmen, bitte er, ihm jenes anstoßende Stück zu vertauschen ode> Juni 1523. Ä91 -Aus zu geben; er wolle ihnen anderes Gehölz ob Eormondreche abtreten, dazu Holz für ihre Bauten, und wenn es gefordert würde, ihnen noch die bisher genossenen Nutzungen überlassen. Heimzubringen, da nicht alle ^oten Vollmacht haben, diese sonst vortheilhaften Anträge anzunehmen. Ii,. Der Nathsbote von Zug bittet jedes um ein Fenster in sein neu erbautes Haus. Heimzubringen. I. Bern soll den Weg am „nidcrn" See Zweiter« lassen, in. „Item dero von Provence halb von wegen der bannwärtern zuo Waultravers umb den hosten, als ir müssend." i». Der Graf von Valendis begehrt, daß Freiburg den Hans Heid anhalte, die Seinigen w den in der Picardie verdienten Sold zu befriedigen. Das wird dem Boten heimzubringen befohlen. «». Dem ^oten von Basel wird aufgetragen, bei dem Bischof dahin zu wirken, daß er die Seinigen anhalte, die „Wegsamc" den Reben bei Neuenstadt zu erweitern. I, n» aus dem Berner, 11 aus dem Freiburger, <» aus dem Basler Exemplar. Dem Freiburger fehlt I; ^larus hat nur :>—l, Zürich, Schnffhausen zc. :»—I». ISN. Wern. 1523, c. 8. Juni. Kantoilsarchiv Freiburg: Instructionen, Bd. XXIX. des handle von Freiburg — Wilhelm Schweizer — soll eröffnen, 1. es bleibe bei dem ersten Artikel l""gsten Absuds von Grandson, lasse also gelten, was mit den Boten des Herrn von Vergicr wegen des " zu Montagm) verabredet sei, und wünsche daher, daß über diese und andere beschlossene Sachen die Briefe bleib ^ ^ Ebenso lasse man es bei der gemeinschaftlichen Verfügung betreffend den Backofen zu Champvent ain^> ^ ^ilglcichen bei der Limitation zwischen der Herrschaft Grandson und la Motte. 4. Es begehre »ud ^ Ebschied mit des Herzogs Boten zu bleiben; wenn Bern dem Herzog weitere Frist geben („lümen"?) und ^berii Tag bestimmen wollte, so soll der Bote erinnern, daß derselbe Freiburg immerfort hinzuhalten Eacl^' suche, was es samt Bern schon lange Zeit mit großen Kosten gelitten habe; es wolle mit der kvin^ 6« einem Anstrag kommen; wenn aber die bisher gehabten Kosten von der Gegenpartei ersetzt würden, »jchj Herzog zu Ehren, noch einmal zu einem Tag mit den Zugesetzten verstehen, sonst aber gebe> ' " ^ Ebschied bestiinme, daß die von Grandson ?c. von 11 Zubern oder Gestern einen als Weinzehntcn dg/" wozu Freiburg selbst gerathcn habe; nachdem aber die armen Leute über ihre Roth geklagt und ^ Ückhan haben, daß sie früher nur den 16. Sester haben entrichten müssen, glaube man sie dabei bleiben lassen von wolle lieber etwas verlieren als den Unterthancn neue Beschwerden aufladen. 6. Da der Abt ^ filteret die Güter eines verstorbenen Priesters beanspruche, so behaupte man Hinwider, das von dem Vogt Hbeider Städte eingezogene Geld gehöre Freiburg als dem Kastvogt. 7. In dem Streit zwischen den verk" Nvonnand und St. Martin schlage man vor, daß von beiden Parteien sechs ehrbare Personen sollen zum ^ alsdann die Sache auf gemeinen Tagen erledigt werden. 8. Dem armen Gesell, der in kurzer Zeit oder ^kal mit großem Schaden „verbrunnen", kann der Bote 16 Pfd. und 1 Malter Korn, minder ^ wehr, als Beisteuer zusagen ve> im das exemplar zuogesteckt hett; der ist uns mit antwort, wie er vormals, als mir in in gefänknuß gehebt, begegnet und seit by dem selbigen sinem geschwornen cid, daß'vergangner tagen ein frömbder man komen in «M gramen rock, den er nit kenne, im ein brief bracht, der sig an in gestanden, und daby gefeit, er mieß gon FriblNg und well in acht tagen wider by im sin, syg aber nimme erschinen, und ... als er den brief nfton, Hab er kein namen dorm, wer im den brief znogeschickt, funden, und sig das eremplar des biechlins drin gelegen, wol nun, es sig darin geschriben (ge)standen, er soll es trucken, könn aber und mög nit müssen, wer im das znogeschickt, und beharrt festiklich ns diser sag. Nun ist er ein guoter armer gsell, mit vil kleinen linden überfallen und hat bish»> (wiewol uns kein gfallen daran bewisen) solche kleine werkle zuo ernerung sins wibs und linder getruckt. ^ haben wir in auch thuon schweren, lib und guot nit zuo veränderen bis uf wytercn unfern Kescheid. — Ferner vernemen wir von unserm botten, so by üch zuo tagen gewesen, daß sich in Fleckenstcins hus zur Sonnen in cue> statt über eim mal begeben Hab, daß („sig") er, der bott von Schaffhusen, ein karthüser uß dem Thurgöw u» andre zuo disch gesessen, under aitdercm des biechlins zuo red worden, het derselbig karthüser geredt, er wisse, "w das druckt sig, und es sig zuo Basel durch Adam Petri druckt worden; daruf ein anderer (ge)frogt, ob er » miß, wer das dichtet Hab; hat er geantwort so, es Habs ein barfüeßer manch, sig etwan predicant by üch gewesen, halt sich jetzt by unfern . . Eidguossen von Schaffhusen, dichtet. Divil mm solches in üwer statt und Helbergs geredt, achten wir, ir haben sin güot wissen. Dis haben wir guoter Meinung üch nit welleil verhalten, üch l^re' mögen ail dem karthüser erkunden". . . K.A. Basel: MW»-». 3) 1523, 7. Mai (Doustag nach Cautatc). Basel an Luccrn. Antwort auf die Zuschrift wegen Adam Pet>'' Man habe denselben nochmals vorberufen und ihm die Klage vorgehalten; er beharre aber bei seiner frühes' Entschuldigung, daß er durchaus sich nicht erinnern könne, wer ihm das „Eremplar" zugeschickt, und nur beiliegenden Schriften gefunden; auch wenn ihm Jemand eine Ader nach der andern ausrisse, könnte er nicht nie) anzeigen. Darauf habe man ihn in Haft (Tröstung) genommen, um ihn auf weiteres Begehren zum Recht ^ stellen; man habe übrigens so weit in ihn gedrungen, daß man annehmen wolle, er wisse nicht mehr, und b> ganz freundlich, zu glauben, daß man den Handel bedaure, zc. «. A. Basel: Misswe«. — St. A. Lucern: Miss-»-"' 4) 1523, S.Juni (Montag zc.) Widerruf. „Ich Adam Petri, der buochdrucker, burger und zuo Basel, bekenn vor mcnklichem, da dann dise sgetruckte) schrift hinkompt, gczöigt oder ^ angeschlagen würt, ^ ich vergangner tagen ein büechlin, so intituliert ist Die trüw vermauung au gmein Eidguossen, gange" minem j hus zuo Basel hinderwert und zuoruck der strengen frommen vesten fürsichtigen ersamen wysen BmlZ Juni 1523. 293 Meisters und Rats der statt s Basel, miner gnädigen lieben Herren, über daß mir vormals verbotten ist, solicher büechlin zuo truckcn nrich zno müessigen, getruckt und darin > ein crsamen Rat, Gcmeind und die bredicanten*) der statt Lucern, als ob sy »it fromm crlich christen wären und uncristcnliche s ding in ir statt bredigcn liessen, und die brediger also uncristcnliche ding täten brcdige», wie dann dasselb büechlin in demselben s capitel, das Ort Aicern berüercnde, mit me warten luter anzöigt, und sy mit demselben minem getruckten büechlin wyter dann alle > andern Ocrtcrc der löblichen Eidgnoschaft an irc» seien und eren hoch angezogen, gcschnldiget, vcrlümbdet, ilcschändet nnd gc- > schmächt Hab, und onch mincn »amen in dasselb büechlin nit gesetzt, umb daß kein nachfrng, wer und >va das büechlin getruckt sye, gchept, s sonder daß solicher truck dcster wyter usgespreitet werden möcht, alles nit zuo kleiner Verletzung gedachter statt Luzern, über daß sy mir s nie Icids bcwisen; daran aber ich inen unrecht getan und solich schwer schuldigung uf sy, die iren und ir bredieantcn mit dem- > selben nnnem druck erdicht und erlogen Hab, und null derselben crsamen statt Luzern und allen den iren hiemit vor aller- > menklichem assenlich widerrcdt und einen offen widerruof getan haben, also daß ich von inen anders nit weiß, dann daß sy s fromm, erlich, redlich und guot cristenlüt syent, und daß sy und ir voreitern bishar allwegen cristenliche ordnung gehalten und noch s halten und dawider nie getan haben, das ich behalt und behalten Hab by minem lyblichen gcschworne» cid, so ich harumb vor > einem ersamcn geseßnen Rat der statt Basel geschworen Hab, und daß ich ouch vierhundert copyen discr geschrift truckcn und s die den obgnanntcn Schultheis und Rat der statt Luzern in minem koste» zum fürdcrlichstcn übcrantwurtcn »ud zuo Händen s stellen, und daß ich ouch gedachten minen gnädigen Herren zuo einer rechten straf umb solichs obgnannts trucks wegen geben zwey > hundert gülden rinischer, die sy mir also zuo geben und den obgnannten widerruof zuo tuond erkannt haben; wclicher erkanntnus s und widerred wir Bürgermeister und Rat der statt Basel dis brieflich urkund obgeschribncr dingen zuo gczükuus mit unserm an- s Hangenden secret insigel verwart und geben haben uf Mentag," -c. :c. Original auf Pergament, mit hängendem Siegel. St. A. Lucern: Urkunden; auch N. Neligioushändel, und Missiven. Die Schreibung ist hier etwas vereinfacht. — Ein gedrucktes Exemplar, in deutscher Schreibart und ziemlich uachlässigem Satz, unterzeichnet „Caspar Schallcr, subscribn Civitatis Basilicnsis ßt.", liegt bei; andere Exemplare studen sich in den Archiven Zürich HA. Basel), Solothurn (Absch. Bd. 12), Schaffhausen. 5) 1523, 8. Juni. Da die Botschaften von Lucern weiter begehren, daß Petri den abstehenden Widerruf mit einem Eid bestätige, solches aber in Basel bisher nicht gebräuchlich gewesen, so hat man das nicht zulassen können, sondern den Wunsch geäußert, sie möchten sich mit dem Widerrufe begnügen; das haben sie nicht (von >>ch aus) thun, sondern heimbringe» wollen. Wenn aber Lucern auf seiner Meinung beharrte, so erbietet sich Petri nach der Stadt Freiheiten zum Recht; doch möge es hierin thun, was es wolle. St.A. eurer»: Missimn. 6) 1523, 26. Juni (Freitag nach Johannis Bapt.). Basel an Lucern. Antwort auf das letzte Schreiben, Adam Petri betreffend. Wiewohl es hier nie Brauch gewesen, zum Widerruf einen Eid zu schwören, so habe ^ jetzt doch, „damit ir gcsettiget werden", sich dem gestellten Ansinnen fügen müssen, wie der beigelegte besiegelte ^rief samt den 400 gedruckten Exemplaren ausweise. - St.«. Luc-m: M>ffi°-». Waden. 1523, 15. Juni f. (Auf Vit et Modesti f.) Jahrrechnung. ^'"a>d»rchiv Luccr»! Allgemein- Abschiede, <>. 2. lol. 4S7. — Ennribng. Abschiede, I. SS. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. S. k. WS. Gbendort - Tschad. Abschiede-Sammlung, Bd. s, Nr. 77 Rh-inlhaler Absch. Buch, r. »l. KantonSarchiv Basel! Abschiebe, k. SS. "tvtttzarchjy Freibnrg: Abschiede, Bd. 12. KantonSarchiv Solotlnir«: Abschiede, Bd. XII. KanivttHarcliiv Schaifhallfen: Abschiede. ha Jürich. M. Heinrich Wälder, des Raths. Bern. Caspar von Mnlinen, Ritter. Lucern. Raths). Uri. Josua von Beroldingen, „Ritter zu Aspermund", alt-Ammann. Schwyz. t Hier bemerkt R. (Lysat am Rande: „anstatt des worts Predicantcn sölt es heißen die tlatholijche Priester, Prediger nnd seelsorger." 294 Juni 1523. Gilg Nychmuth, Amman». Nidmalden. Haits zum Büel, des Raths. Zug. Caspar Schell, Seckelmcister. Glarus. Jost Tschudi, Ammauu. Basel. Franz Bär. Freiburg. Jacob Tcchtermann. Solothuru. Urs Stark. Schaphausen. („Ein Zunftmeister"). Appenzell. Jörg Meyer, des Raths. — E. A. A. t'. 14 b.H t». Der Vogt im Thurgau berichtet, wie Junker Sebastian Muutprat seinen Kindern all sein Gut vergabt und darüber vor dein Landgericht im Thurgau einen Brief aufgerichtet habe. Darauf hat man dem Landvogt befohlen, diesen Brief zu seinen Händen zu ziehen und das Siegel davon zu nehmen. Heimzubringen, ob man ein solches „Gemächt" zulassen wolle. I». Ans „Anstrenge^ und Schreiben" der Eidgenossen von Basel wird angezogen, wie vormals in deni Streit zwischen dem Herzog von Würtemberg und dem Grafen von Fürstenberg viel gehandelt und ein Stillstand („Anstalt") gemacht worden, um in der Zwischenzeit den Handel gütlich beizulegen. Da nun die gesetzte Frist bald abgelaufen und noch kein Vergleich getroffen sei, so habe man gewißlich zu besorgen, daß weitere Kriegsunruhen aus der Sache entstehen werden. — Um solche zu verhüten, hat man einen Tag nach Bern anberaumt auf Sonntag nach St. Ulrichstag (5. Juli), was den beiden Herren auch gemeldet wird; inzwischen sollen sie gegen einander nichts Feindseliges vornehmen, e. Da zwischen dein Abt von St. Gallen und dem Vogt zu Bischofzell, Ritter Fritz Jacob von Anwyl, ein Streit betreffend einen Zehcnten waltet, messt halb die beiden Theile an die IV Schirmorte gelangt sind, so wird erkannt, sie sollen sich über einen Tag verständigen und denselben den IV Orten verkünden, damit jedes einen Boten dazu verordnen könne, um den Streit in Güte oder rechtlich beizulegen. «R. Schultheiß und Rath von Frauenfeld klagen, ivie die Ihrigen an einigen Orten Abzug geben müssen, lind bitten dringlich, ihnen zu gestatten, vorkommenden Falls von Denjenigen Hinwider einen gezienienden Abzug zu nehmen, die solchen von ihnen beziehen. Antwort aus den nächsten Tag. v. V Abe» mals erscheinen ein Anwalt des Kaufmanns von Schawatz und ein Kaufmann von Antorf und bitten um Gottes und der Gerechtigkeit willen, ihnen zum Recht zu verhelfen und endlich, mit Ja oder Nein, eine bestimmte Antwort zu geben, damit sie wüßten, "woran sie wären; denn es gehe über ihr Vermögen, ferner auf die Tage zu kommen, 2. Nachdem man die weitläufige Antwort Vogt Blättli's von Uri, im Namen der Gegenpartei, gehört, h^ sich gezeigt, daß etliche Orte der Meinung gewesen, es sei der Handel erledigt, weßhalb ihre Boten jetzt ken>e Vollmacht haben. Ferner hat man vernommen, warum Lucern und Unterwalden dem Auftrag, ihre Boten an die Landsgemeinde in Uri zu schicken, nicht nachgekommen. 3. Endlich wird ein Brief aus Antorf verhört, des Inhalts, daß „sie" (die von Antwerpen), wenn dem (klagenden) Kaufmann seine Waarcn nicht zurückerstattet oder vergütet würden, sich an den eidgenössischen Kanfleuten, wo sie solche finden, erholen werden. 4. Hieraus hat man viel und mancherlei von dein Handel geredet und sich endlich entschlossen, die Sache heimzubringen; au! dem nächsten Tag zu Bern soll dann jeder Bote mit Vollmacht erscheinen, um auf den Fall, daß die von ll» sich weder gütlich noch rechtlich einlassen wollten, bestimmte Antwort zu geben, wie man weiter mit ihnen handelu wolle; zugleich ist den: Boten von Uri eingeschärft worden, man erwarte ans den nächsten Tag eine endest Antwort, da die Sache nicht länger herumgeschleppt werden könne. Man hat auch abgeredet heimzubringen, ^ die Betheiligtcn in Uri von Rath und Gemeinde ausstehen und in diesem Handel nicht mehr rathen noch »n'b^ sollen, t. 1. Caspar Göldli, Ritter von Zürich, klagt, er habe eine Tochter zu Hermatschwyl, die dort Meiste^ gewesen, insofern als sie die Auslagen und Einnahmen besorgt habe; nun sei sie aber, von der ketzerisch^ lutherischen Secte angesteckt, aus dem Kloster gelaufen, habe ihre Kleider, Kleinodien, Hab und Gut mitgenoinmeu- *) Das Basler Exemplar hat am Schlüsse ein Botenverzcichnist, das die meisten Attribute wegläßt, übrigens vollkowuu stimmt. Ebenso wessen die in den Urkunden angegebenen Namen zu. Juni 1523. 295 ohne Jemandem über ihre Verwaltung Rechnung abzulegen, und einen Schuhmacher zu Bremgarten geheiratet. Er müsse aber besorgen, daß das keinen Bestand haben werde, indem ihr Mann, wenn er ihre schöne Habe oerthan, sie wieder verstoßen möchte, und sie dann, des Gotteshauses beraubt, in Mangel und Armut kommen und ihm zur Last fallen werde. Er bittet, ihm zu rathen und zu helfen, damit letzteres nicht geschehe, ,da er sie ehrbar ausgesteuert habe. 2. Darauf hat man die Klosterfrau und ihren Mann festgenommen, die Frau nach Hermatschwyl geführt und in's Gefängnis; gesetzt, den Mann aber auf Urfehde und Eid wieder freigelassen. Ans bem nächsten Tage zu Bern soll man ferner berathcn, wie man mit ihnen verfahren wolle. K. Der Vogt von Morgans zeigt einen Brief von einem Priester vor. Darauf hat man ihm befohlen, denselben festzunehmen und auf weitern Bescheid gefangen zu halten. Der Brief wird allen Boten in Abschrift mitgegeben. Heimzubringen und auf nächstem Tage in Bern zu antworten, wie man hierin handeln will. I». Derselbe Vogt berichtet ovn einem Priester, der auch eine Frau genommen. Gleicher Befehl. Auch wird ihm aufgetragen, über beide bester Kundschaft einzuziehen und dieselbe an Glarus zu senden, das sie auf den Tag zu Bern bringen wird. Man soll sich der Briefe erinnern, die bei Anton Bili selig gefunden worden, das Sarganscr Land betreffend. ^ Der Grenzstreit zwischen den Neuenbnrgern und Einigen von Burgund wird ans die künftige Jahrrechnung Neuenburg verschoben; alsdann sollen vier von „denselben" Boten einen Augenschein aufnehmen und den ^pon zum Austrag bringen. Unterdessen soll der Vogt von Neuenbürg den Burgundern davon Nachricht geben. ^ Denen von Landeron wird bewilligt, den Thurm nach ihrem Begehren zu bauen, doch der Eidgenossen Ge- ^chtigkeiten unbeschadet, i»». Nach Verhörnng einiger weitläufiger Schriften von dein päpstlichen Legaten, dein ^'schof von Verulan, der zu Eonstanz wohnt, hat man ihm geantwortet, man sei jetzt mit „solchen" Geschäften ^aden, daß man in dieser Angelegenheit weder etwas handeln noch antworten könne; sei ihm aber etwas daran Liegen, so möge er von diesen Schriften jedem Ort eine Copie zusenden. i>. Betreffend den Frevel des Kolbsrnnner) Magcnthal ist beschlossen, sein Gut mit Arrest zu belegen und über seine Bestrafung Instruction einzuholen. Ein Priester aus dem Sarganser Land bittet, „ihnen" das Bergwerk an? Walcnsee zu überlassen, mit folgenden Bedingungen: 1. Es soll ans die nächsten fünf Jahre nach Bergrecht verliehen werden. 2. Wenn sie (so) „beriethe", daß sie Erz fänden, so dürfen sie nach Entrichtung des Zehnten ihren Antheil verkaufen, ^hin sie wollen, nach ihrem Nutzen und Belieben. 3. Bräche ein Krieg aus, so sollen diejenigen, die im Werk Seiten, Freiheit und Sicherheit an Leib und Gut genieße». K». Lucern ist der Ansicht, daß die Angehörigen ^ Ävings zu Rüßegg dem Pogt in den Freien Acmtcrn keine Fastnachthühner zu entrichten schuldig seien. > Umzubringen und bei den vorigen Vögten zu erfragen, was von Alter her üblich gewesen. »K. Heimzubringen ^ schriftliche Begehren Zürichs, daß die llnterthanen der X Orte, die etwas aus der Grafschaft Thurgan ziehen sollen, abzugsfrei sein sollen, indem die Grafschaft den Eidgenossen gehöre, i Betreffend die Ansprache von Freiburg und Solothurn auf das Neisstrafgeld ans dem Thurgan ist beschlossen: Es solle jedes Ort die ^Midbriefe untersuchen und dann endliche Antwort geben; denn man glaubt, der Bund, den die VIII Orte mit Gelburg uud Solothurn geschlossen, gebe zu, daß die zwei Städte, wenn sie Ansprachen erheben, die VIII Orte ^ Recht ansuchen sollen zu Willisan. 8. Jeder Bote soll ans dein nächsten Tage zu Bern mit Vollmacht ^ sehen sein, szu beschließen), wie man sich in dem „lutherischen Handel" benehmen und das abstellen wolle. 'Ebenso ist heimzubringen, wie Zwingli zn Zürich gepredigt: Die Eidgenossen verkaufen das christliche Blut " stsen das christliche Fleisch, :c. »i. Vortrag einer Anzahl Personen, welche sich als Anwälte der Gemeinden b^ und im Lauiserthal ausgeben in deren Streit mit Hieronymus Moresin von Lanis und Mithaften, Essend die Landstener und die Tell, welche früher ans die Gemeinde gelegt, (aber) seit etwa sechs Jahren um 29k Juni 1523, 299 Gl. vermindert worden. Nachdem man das Schreiben des Landvogtes von Lauis gehört, auch die Vorträge beider Parteien vernommen, hat man erkannt: 1, Hieronymus Moresin und seine Mithaften sollen bei ihren Aemtern und der Verwaltung bleiben bis Weihnachten, so zwar daß die von Lauis oder der Mehrtheil der Gemeinden, wenn sie sich annoch getrauten, die gegen die Genannten zu Bern erhobene schwere Klage zu begründen, dieselbe nach Form und Ordnung Rechtens geltend machen sollen, damit die eidgenössischen Boten sich darnach zu halten wissen, 2. Wenn sie aber nicht im Stande wären, in der Zwischenzeit ihre Klage rechtskräftig zu machen, so soll das Geschäft ans einen andern Tag gebracht werden, um den schuldigen Theil nach Verdienen zu strafein 3, Betreffend die Forderung der Lauiser, den Movesin von dem Statthalteramt zu entfernen, ist beschlossen: Es sollen die Lauiser sich nicht einreden, daß sie ihrem Landvogt etwas vorzuschreiben hätten, da derselbe nach Belieben einen Statthalter nehmen könne, nur nicht einen Uebelbeleumdeten. 4. Im klebrigen läßt man die von Lauis bei ihren Rechten, die Aemter zu besetzen; jedoch soll Keiner über zwei Jahre am Amte bleiben und damit handeln können, wie früher Brauch gewesen; auch soll jedes Jahr Rechnung abgelegt werden. 5. Die Verfügung des Landvogtes in Betreff der Tell und Landsteuer läßt man in Kräften; auch sollen beide Parteien bei ihren Ehren verbleiben bis auf ferneren Bescheid, 6, Endlich sollen beide Parteien einen geschwornen Frieden halten und nichts Unfreundliches gegen einander beginnen, worüber dem Landvogt zu Lauis weitere Aufträge gegeben worden, v. Abnahme der Vogtrechnungen, Es wird jedem Orte zu Theil: l. Von der Gelcitsbüchse zu Lunkhofen (seit zehn Jahren nicht eröffnet) 6 Pfd. Heller; 2, von der Landvogtei in den Freien Aemtern 52 Pfd. Heller; 3, von dem Landgericht im Thurgan 18 Gl, (zu 15 Constanzer Btz.), und vom Siegel 2 Gl,; 4, von der Grafschaft im Thurgan 15 Constanzer Btz. (d, h, 1 Gl.); 5, von der Vogtei Sargans 83 Pfd, Heller (12^/a Constanzer Btz, für 2 Pfd. Heller, 22Btz, für 1 Krone); davon wieder ausgegeben 15 Constanzer Btz,; 9, von der Vogtei im Nheinthal 15 Gl. (zu 15 Eonst, Btz,); 7, von des Hegnauers Hof zu Baden 29 Gl. rhein.; 8, von der Steuer 'zu Dießenhofen 6 Kronen 1 dicker Plapart! 9, aus der Geleitsbüchsc zu Klingnan 32 Schl.; 19, aus der Geleitsbüchse in Zurzach 1 Pfd, lU/s Schl-, 11, aus der Geleitsbüchse zu Koblenz 4 Pfd, 16 Schl. Hlr.; 12, von dem Stadhof zu Baden 3 Gl, rheim 2 Btz,; 13, aus der Geleitsbüchse zu Mellingen lE/o Pfd. Hlr,; 14, aus der Geleitsbüchse zu BremgartM 6 Pfd, 6 Schl,; 15. von dem Hauptmann zu St. Gallen, Felix Brenmvald von Zürich, den IV Orten je 33 Kronen; 16, ans der Geleitsbüchse zu Baden 129 Pfd, 8 Schl, Heller, I. Herr von Boisriga»^ („Borigall"), französischer Gesandter, übergibt zwei geschlossene Briefe des Königs an die Eidgenossen, deren Hauptinhalt folgt. Auf das von den Eidgenossen erhaltene Schreiben antwortet er: 1. auf die Klage einiger' Hauptleute gegen den Herrn von Lautree, es sei ihm die Sache leid; es werde aber General Morelet in Kurzem wieder kommen, um sich mit ihnen darüber zu besprechen. 2, Betreffend die in der letzten Zahlung verwendete» zu leichten Kronen will der König Vorsorge treffen, daß solches nicht mehr geschehe; er habe deßwegen auch Einige bestraft, 3, Sowohl die beiden Briefe des Königs als ein Schreiben des Grandmaitre, wie endlich de> mündliche Vortrag des Herrn von Boisriganlt melden, es sei der König berichtet worden, wie der „König v»» Hispanien" auf alle mögliche Weise sich bemühe, den König und die Eidgenossen von einander zu trennen »P die Vcreinnng zu zerstören, um so über den König die Oberhand zu gewinnen, ihn an der Eroberung Mailands zu hindern und die Eidgenossen zu züchtigen; das sei der Friede, mit dem sein Feind umgehe, während er vorgebe die Eidgenossen gegen die Türken führen zu wollen; darum ermahne und bitte sie der König, sich durch kc>N Umtriebe verführen zu lassen, sondern die Vereinung treulich zu halten, was er seinerseits auch thun werde; d»>M werden, das sei seine Zuversicht, keine feindlichen Anschläge oder Bündnisse ihm und ihnen etwas anhaben könne»' Juni 1523. 297 Auch der päpstliche Gesandte, der Bischof von Verntam, der in Constanz liege, bei Zürich um Geleit werbe und Gliche Schriften ausstreue, biete alle Künste ans; man solle sich vor ihm hütein II. Nachdem man auch einige Vriefe, die der Landvogt im Thurgan einem Knaben abgenommen, verhört, hat man leine weitere Berathung Mpllogen, sondern beschlossen, die Sache heimzubringen und auf dem Tage zu Bern, mit gehörigen Vollmachten Aschen, darüber zu verhandeln und Zürich aufzufordern, das; es dem „Bischof" kein Geleit ertheile. x,. Die Neunforn und die von Waltalingen haben einen Span des Weidgaugs halb; sie sollen einander vor dem Landgericht zu Fraueufeld berechtigen. z. In Betreff der Auslösung der Pfandschaft im Rheinthal, woran der ^ogt abermals erinnert, wird ihm jetzt befohlen, mit den Herren von Sax und Ems vorläufig zu unterhandeln und hernach einen Tag zu bestimmen, den er Zürich und Appenzell anzuzeigen hat; diese Orte sollen dann ihre nie» hinschicken, nm das Geschäft zu erledigen und den Eidgenossen Bericht zu geben. Zürich soll sich Kundigen, wie es sich zu Ellikon mit den Bußen des Hans von Goldenberg verhalte, und nach Befund den sU» vogt tm Thurgan instruircn. »». Die Frauen von St. Katharinenthal schreiben, die von Siblingen sträuben den Zehnte» zu geben. (Beschluß:) Zürich und Schaffhausen, als deren Obern, sollen sie anhalten, ihre Schuldigkeit zu thun wie von Alter her. ^ Ii?». 1523, 23. Juni (Dienstag vor St. Johannis d. T.), Baden. Vor den Boten der VIII Orte klagen ^ Hofmeister und die (übrigen) Anwälte der Frauen Aebtissin ?c. von Königsfelden gegen die von Mellingen, b diese sich weigern, den seit länger als Menschengedenken entrichteten Emdzehnte» ferner zu geben. Darauf ^uorteu die von Mellingen, sie sehen, daß ihre Nachbarn, die dem Gotteshaus auch zehnten, keine» Emdzehutcn .. ""d hoffen daher, daß die Kläger dnrthun, warum solches nicht geschehe. Nach weiterer Vcrhörnng der erkannt, es sollen die von Mellingen wie bisher den Emdzehnten ausrichten, es wäre denn, daß Mit Briefen oder unparteiischen Zeugen beweisen könnten, daß sie diesen Zehnten nicht schuldig seien. Ucber 9^n Spruch wird dem Gotteshaus auf der Anwälte Begehren ein besiegelter Brief zugestellt. K. N. Aaiau: N. Mellingen (Concept). s 1^23, 13. Juni (Dienstag nach St. Vits Tag), Baden. Die Gesandten der acht Orte, denen die zu Rheineck :c. zugehört, erkennen auf die Klage des Herrn Marx, Statthalter des Abtes von St. Gallen daß ^ Bcrnaug sich weigern, den Heuzehnten zu geben, und die Autwort der Bote» von Bcrnang, st >hnen von solcher Weigerung nichts bekannt sei: Es sollen die Bernanger den Heuzehnten ausrichten wie sie brächten denn mit Briefen oder Leuten zum Rechten genugsam dar, daß sie denselben nicht schuldig seien. St. A. Zürich: Abt St. Gall. Archiv: Gedr. Documenten-Sammlung. Vor den Boten der acht Orte erscheinen Boten der Landschaft Nheinthal einerseits, und als Anwalt des >vie^'"°" Herr Marx (Brunnmanu), Couvcntherr und Statthalter des Gotteshauses. Ersterc klage», vier ^ '^Rleute des Abtes die armen Leute bisweilen unbillig beschweren, nämlich mit den Fällen, und zwar in sviid ^ Wenn ein Gotteshausmaun im Nheinthal mit Tod abgehe und kein eigenes Vieh hinterlasse, hn»/" Haupt, das ihm nur zur Hälfte gehöre, so nehmen die Amtleute dessen ungeachtet das Ganze kem ^ sei Brauch gewesen, daß ein Gotteshausman», der im Dienst der Eidgenossen umgekommen, ^ schuldig geworden; obwohl nun der Abt und die Landschaft Nheinthal in dem Bündnis; mit Frankreich Ad ^ biderbcu Leute, die bei dem letzten Unfall in Mailand (umgekommen), in den Nöthen der z ^fallen, wolle jener doch von ihren Erben den Fall beziehen, was sie aber für ganz unbillig ansehen, auf s' "ar, daß ein armer Mann in Krankheit oder andern Unfällen durch die Noth gezwungen werde, u> Bich Geld zu entlehne» und es als Pfand zu geben; aber ohne Rücksicht darauf nebmen die Amtleute, 33 298 Juni 1523. wenn ein solcher Mann sterbe, das verpfändete Stuck Vieh weg, sodaß der Darleiher großen Nachtheil habe, was auch unbillig sei. 4. In „Todesläufen" oder sonst, wenn etwa ein Hansvater wegsterbe und zwei, dm oder wehr eheliche Söhne hinterlasse, nehmen die Amtleute den Fall von ihm, und ob die Söhne aus eine» Tag oder in kurzer oder längerer Zeit nach einander hinsterben, so wollen die Amtleute doch von jedem den FcR einziehen, auch wenn sie alle in einer Haushaltung gelebt und noch junge Kinder gewesen. Sie rufen die Herren demüthig an, ihnen hierin Hülfe zu reichen und mit dem Abt von St. Gallen zu verschaffen, daß er sie solch'» Mißbräuche und Beschwerden entlade; sie wollen ihm dagegen in allem Billigen Gehorsam leisten und verabfolge», was sie von Alter her schuldig seien. — Nachdem man auch den Anwalt des Abtes und die vorgelegten Prion legien, Sprüche und andere Briefe verhört, hat man zwischen beiden Parteien entschieden wie folgt: Zu 1. Wen" ein Gotteshausmann, der mit Tod abgeht, nur ein Haupt Vieh hinterläßt und auch dieses ihm nur „zum Halbe» gestellt" ist, so soll dem Abt oder seinen Amtleuten nur die Hälfte davon zukommen; hinterläßt er aber mehr »!s ein Haupt, von denen keines ganz sein eigen, so soll das Vieh nach gemeinem Recht und Landcsbrauch zue^ getheilt und alsdann von dem Theil des verstorbenen Gotteshausmanns das beste Haupt als Fall genoinwe» werden. Zu 2. Wen» ein Gotteshausmann in Kriegen der Eidgenosse» oder mit ihnen verbündeter Herren, wofern es nicht verboten ist, in solche zu ziehen, umkommt oder abstirbt, so soll er dein Gotteshaus St. Gallen keinen Fall schuldig sein. Zu 3. Stirbt ein armer Mann, der ans sein Vieh Geld entlehnt hat, so soll das verpfändete Vieh nicht weggenommen, sondern vor dem Bezug des Falles die Schuld bezahlt werden; wo ab>» Betrug gebraucht, nämlich ohne Noll) Geld aufgenommen würde, soll ungeachtet dieses Spruches das Gottcsha^ den Fall vorweg nehmen. Zu 4. Wenn ein Vater und seine ehelichen Söhne unverthcilt mit einander haushalte», und jener stirbt, so soll dem Gotteshans der Fall zukommen; dergleichen soll, wenn darnach der älteste Soho abstirbt, und die Söhne alle, je dem Alter nach, sterben, von jeder Person ein Fall gegeben werden, wenn solche vorhanden ist; wenn aber nach des Vaters Tod die Söhne unvertheilt mit einander Hausen und die jüng>»" sterben, so lange der älteste lebt, so ist man dem Gotteshaus von keiner Person den Fall schuldig. DicsE Spruch wird jeder Partei in einem besiegelten Brief übergeben. Dienstag nach St. Vits Tag (1K. Juni)- St. A. Zürich: Nheinthaler Abschiede, p. 34—37. — Stiftsarchiv St. Gallen: Abschiede. Diese Verhandlung ist gedruckt in der Abt St. Gall. Documenten-Sammlung (St. A. Zürich)- «ZV. Eine Botschaft der Gemeinden von de» vier Höfen im Rheinthal bringt vor, wie dieselben vor Jalpeo einige Artikel mit einander beschlossen und ans einem Tage zu Baden im I. 14V1 (23. Mai?) in einem deßhalb erthciltcn „Rodel" deren Bestätigung erlangt haben; sie bitten nun, denselben zu verhören, was geschieht, und wiederholen dann das demüthige Ansuchen, diese Verordnung in einem förmlich besiegelten zu bekräftigen, damit sie und ihre Nachkommen sich deren „befrencn" und getrösten konnten. Es wird ihnen ^ Namen der Herren und Obern darin entsprochen, sodaß die verhörten Satzungen hinfür ohne allen Eintrag > Widerspruch gehalten werden sollen, doch der Obrigkeit an ihren Rechten, Zinsen, Zehnten, Gülten ^ Schaden. Donstag vor St. Johanns des Täufers Tag (18. Juni). St. A. Zürich: Nheinthaler Abschiede-Vuch, p. 3l, 32. — Stiftsarchiv St. Gallen: Abschiede- Lt. Boten der ganzen Landschaft Rheinthal führen Beschwerde, daß seit einigen Jahren etliche Perst'^ ' wie Bartlime Rüegg, der Locher und Andere, wenn sie vor den ordentlichen Gerichten nicht erlangen, ro»s begehren, den Eidgenossen nachlaufen, die Widcrsächer und die Nichter verklage», sie umziehen und in große KA bringen, wodurch Jedermann belästigt und die alten Freiheiten der Landschaft geschwächt werden; sie deßhalb an den bisherigen Brauch, aus ihren Gerichten an den Abt zu St. Gallen oder seine Räthe zu und bitten ernstlich, sie bei den hergebrachten Rechten und Gewohnheiten zu handhaben und zu schirmen und I" Juni 1523. 299 Kläger in Zukunft abzustellen. Nachdem man auch den Rnegg und den Locher verhört, hat man erkannt, eZ chllen die Rhcinthaler gänzlich bei ihren Freiheiten und dem Herkommen bleiben, die mit einem Urthcil beschwerten Parteien wie von Alter her an den Abt von St. Gallen appelliren, die heute von beiden Theilcn gegen einander gefallenen Aeußerungen für dießmal gänzlich entkräftet sein, weitere Reibungen aber nach Inhalt der erwähnten 6'reiheiten in's Recht gewiesen werden. (18. Juni).*) St. A. Zürich: Rhcinthaler Abschiede, p. !t8, 39. — Stistsarchiv St. Gallen: Abschiede. II aus den Lucerner Ennetbirgischen Abschieden, X—»?». aus dem Zürcher Eremplar. Das Basler hat nur v, Ii, I, in, Dem Frciburger und Solothurner fehlen V, l—I, n—z», v größtentheils, x?c., im Schaff- hauser n, «i, I i, Ii i , t, u, v und größtentheils, x ?c. In der Tschudischen Sammlung sind nur noch ii—n erhalten. Zu Ii. 1523, 16. Juui (Dienstag nach Vitt und Modesti), Baden. Die eidg. Botschaften an Basel. Der Bote von Bern habe ein Schreiben gebracht betreffend den Span zwischen dem Herzog Ulrich von Würtemberg und Graf Wilhelm von Fürstenberg; damit nun weitere Unruhen verhütet werden, habe man einen Tag in Bern angesetzt auf Sonntag nach St. Ulrichs Tag, und begehre man hienach, daß Basel seinen Burger, den Grafen von F., anhalte, mittlerweile nichts Ungebührliches vorzunehmen, sondern jenen Tag zu besuchen, was man auch von dem Herzog erwarte, dem man deßmegen geschrieben habe; dann hoffe man ihre Zwietracht gütlich beizulegen, w. K. A. Basel: Abschiede (Von I. Huber von Lucern). Zu in. Es fallen folgende Acten in Betracht: 1) 1523, 3t). April (Uriäio Xulonll. Naig). llransumptum Düllo« Incluoiarum sau llron^orum Miaunulium mtar omnas (Rrlstionas lia^as et lllrinoipas par Lanotiss. 1). X. Xäriauum l'opom VI. sub oansuris st posnis oooloslastwig inäietorum. 1 Blatt groß Folio, ohne Titel und Unterschrift, 63 Zeilen zu ca. 166 Buchstaben. Unterzeichnet von dem Canzler des Legaten, Joh. Dominica, mit dem großen Siegel des Bischofs von Vcroli. SI.A. Zürich: A. Papst. 2) 1523, 17. Juni, Constanz. Ennius, Episcopus Verulanus, apostolischer Nuntins, an die Räthe der XIII ^nte in Baden. Weitläufige Erörterung der Gründe seines bisherigen Ausbleibens, deßgleichcn der Motive des vapstes, unter Mittheilung eines Breve's, ?c. St. A. Lucmn A. Papst. 3) 1523, (21. Juni). „Breue unsers al- j lerheiligisten vater des Bapsts f Adriani an gmaine aidgnoß- ! ^n überantwurt zuo Baden, j uff den Ainundzwaiu- ^ tzigisten tag deß f Monats j Junij. f Anno 1. 5. 2. 3." Druck in 4 Bll. kl. 4V (4 S. Text). „Datum Romc"(?). St. A. ZüNch: A. Papst. — St.A. Lucern: «. Papst. Dieses Breve erörtert die Dringlichkeit eines allgemeinen Friedens und spricht die Hoffnung aus, daß die wgenossen ihres Kriegsruhmes wegen durch ihr Beispiel hauptsächlich dazu beitragen können. Der Bischof von eroli sei beauftragt, deßhalb mit ihnen zn unterhandeln. 4) Aus der Friedenswerbung: ... „Als aber nnserm Hailigen vatter unverborgen, wie groß und gewaltig sei der gemaincn Aidgnosscn macht, was große auzal des volks, wie tougenlich nit allain zuo dem vleg spy hierumb hat er euch, strengen und mächtigen Aidgnosscn, nit wellen fürgon (übergehen), under im fürgcnomen, euch als seinen lieb gehabten zuo eroffnen haimlichait seines herzen und euch zuo begriessen vvch mich amb discu hailigeu frid. — Also so hat sein Hailigkait mich für ander als ain bekannte person gesandt Zuo disem ernstlichen und notwendigen geschäft gcmains frids verordnet, uns vor allen dingen in bcfelch 3k en, daß ich nit allein zuo annemung und beharren den frid mit allen cristen rathc, sonder auch, so es gesin v'dg, daß solchs stattlich errathe (erfolge?). Weihen bcfelch, damit ich die warhait bekenn, Hab ich bester williger vvgmomen, so mir nichts uf erden lieber allzeit gewesen und noch ist, nichts scligcrs, darzuo nichts angenemcrs, er nach sovil glückselig, ouch unfällig Historien der kriegen, nach sovil erschrockenlichcn schlachten, zuoletst dem ^ eu lichen, ouch dem mächtigisten, verkünden den frid .... Wiewol gar nach unendlich ding sind, die euch _ Original hat folgenden Nachtrag, wohl nur als Note: Dieses Handels wegen sind Boten »ach Lnccru zu Tagen rop ,vorher nämlich Hans Vogler von Altstätten, Vernhardin Benz von Marbach, Ulrich Fetz von Bernang und HanS v er von Balgach; die Briefe liegen verschlossen zu Altstätten. 300 Juni 1523. mächtige Aidgnossen in ewcrm lnnd zuo blybcn enthalten sollen, so ist doch diß ainigc ursach, so euch nit unbillich bewegen soll, diewyl ir sehen allenthalb den Türken wüetend und in uns übrigen cristen mit klaffenden zänen wüetend, ist im nit also, darmit wir ainmal vergangne fachen bedenken. O ir strengen Herren die Aidgnossen, vergangcs jnr sind euch fürgeschlagen guote mittel des frids, ist im nit also; erlich Pensionen hätten ir möge» erlangen, allain daß ir in cwren landen bliben wären. . . . Ir haben abgeschlagen fründschaft gar nach aller fürsten, die fach stuond in cwer Hand; noch hätten ir ougen und gesahen nit, orcn und wollten nit hören, w» habent euch gepredigt ain erlichen frid, wissen aber nit, was böser gaist genrsacht habe den krieg . . . Kummen als wider uf euch und die ewcrn, warlich wir glonbcn, daß in euch und cwer Aidgnossen von Himmel herab kumen sey ain göttlicher gaist, das ich waiß wie, wenig nßgenomen, mit ainmüetigem willen und gar nach uß ainem herzen die übrigen schryen nach dem frid; uns ist auch nit unwissend, wie vil seyen, wiewol sy ewig kriegen angesehen werden geboren ze sein, noch dann uß heimlicher insprechung gott des Herren begeren und schryen sy den gemainen frid. Hierumb habt ir als die Oberkail nit zuo beklagen, als ob ir ewers kriegsvolks nit mächtig sein möchten, wann sy jetz willig . . begeren anhaimisch ze sein, welche vor zeiten mit schwerem zorn ir nit haben gemocht enthalten noch widerruofen. Wer wollt nit sagen, daß in discr menschen herzen wäre abgestigen der, st da ist ein snn des frids und der liebe? Die ding, so sich also haben, was wurde sein hübscher, hailiger und euch loblicher, dann (daß) ainmal die fürgesetzten gemaincr Aidgnoschaft erstatten den gcmainen willen des volks, fürwar es ficht mich an, wie man und wyb, kinder und knaben schryen den frid, und ir die alten, wie wellent u nit ainmal nit in cwer, sunder cwer verwandten willen bewillgen, hören ainmal onch ewer anredende kinder- die in den wiegen waincn den frid. Hören ir nit all tag singen, O Herr gib den frid in nnserm tag, wann ^ ist dhain anderer, der da für uns strite dann du unser gott .... Allain bevor sind ir die Herren die Aidgnossen- welche B. H. glicher wys als das evangelisch schäflin in der ivücste zuo gemaincr schar nf seinen arlen, das N mit erlichen gedingen, zuo widerbringcn mit fliß fürgenommen und bedacht hat, dcrselbig erfordert onch nit, dam ich mich vor euch gänzlich eroffne, von euch ain pündnuß, durch welche ir anriehen cristen fürsten wider cinerea willen durchächten, den oder aiir anderen ustribcn oder lands zuo vertryben schuldig seyen; diß ainigs bitt un begert er, daß (ir?) durch annemnng des frids euch und ewer landschaft nutz syen und eweren nebcnmenschen kal» schaden zuofuegcn, dann allain, mann es euch geliebt, der kirchen land oder erdrich, so sein Hailigkait in ruowige>a inhab gefunden und besitzt mit erlichen vertrügen und bedingen, so jemands die selbigen (zuo) überziehen u» vergewaltigen understüendc, schirmen und helfen woltcn ^ . . . Damit ich ainmal zuo end kumm und mit de»> maister der Haiden under aim ivort vil begreif: O ir mächtigen, habent den frid und sind on Zweifel, gott , frids und der liebe wirt bey euch sein. Uf disc fach des frids, so licht ist anzenemcn, bitten und crmauen euch durch gotts willen, ir wollt (mir) nach ewer angebornen güetigknit und tugcnt mit frölichcm gmüet ivysliche'» rat geben, und unserem hailigistcn vatter dem Bnpst, wo es fuog hat, und mir solchs zuo begeren gebärt, schryben cwer mainung; so das geschicht, tragen wir ganz kam zwyfcl, es werde euch gemainen Aidgnossen M gott und allen menschen zuo lob, nutz und seligkait erschießen. Das verlieh und geb euch der, uß dem, durch ^ uud in dem alle ding sind; dem sei glori, eer und gemalt in cmigkait, amen." Sc. A. Lmmn «g. »bs-hi-d-, ». 2- Zu «i» 1523, 16. Juni (Dienstag nach Viti und Modesti), Baden. Die Räthe gemeiner Eidgenosse» » Zürich. Der Landvogt iin Thurgau zeige an, daß Bin. Schmid und Jacob Grebcl auf einem Tag zu 1-»^ ersucht worden seien, ihm zu berichten, wie Zürich diejenigen halte, die aus seinem Gebiete etwas in das Thum ziehen, damit er sich bei dem Abzug des Gotthard vou Laudenberg darnach richten könnte. Da ihm diese Aus > ^ noch nicht geworden, so ersuche man Zürich, solche sofort zu gebe», damit man dem eben anwesenden Vogt nöthigen Weisungen ertheilen könne. S>. A. Zürich- «. Thürs-"- ^ Zu I. 1523, 8. Juni, St. Germain cn Laye. König Franz I. an die Eidgenossen. Er vernehme verschiedenen Seiten, wie der Gesandte des katholischen Königs (von Spanien) und einige andere Personen täglich bemühen, durch Versprechungen und Anerbietungen eine möglichst große Zahl von eidg. AngehM^. (snbxow) für jenen König zu gewinnen, um unter dem Scheine eines Feldzuges gegen die Türken "»en ' ^ bruch zu Stande zu bringen, eigentlich aber um sie nach Mailand zu führe» und dieses Herzogthum mit zu behaupten. Wiewohl man nun glaube, daß sich die Eidgenossen durch solche Ränke nicht verleiten tM Juni 1523. 301 etwas zu gestatten, was der Vereinung zuwider wäre, die man für sicherer und unauflöslicher achte als alle Verträge mit irgend welchen Fürsten der Christenheit, so habe man doch nicht versäumen wollen, dies zu schreiben und die angelegentlichste Bitte zu stellen, daß die Eidgenossen bedenken, daß der katholische König mit seinen Ilmtrieben aus nichts anderes abziele, als Frankreich den größten schaden zuzufügen, die Femndschast mit den Eidgenossen zu brechen und dann (beide Phcile) gänzlich zu erdrücke»', daher möge» ste solche Practiken nicht mehr dulden, .'c. („vous assournns sou» parols cko ltov, guo si nuouns porsonnaiMS ostoiont si ose/ vu si barckiii ckossa^sr cks vonckuiro eboso onvors nous, gui tust oontro ou au prozuckioo cko notio ckito allianag, gna nvus ou lorions tnira tvllo ckomonstratiou guo oo soroit oxomplo a kons autros . . .). St. A. Lurmi ^ Misswe» dir fmnz. Könige tOriglnal). Zu >v, II. Es ist folgendes Actcnstück in Frage: 1523, 9. Juni, Zürich. Schreiben eines mniländischm Agenten an den Herzog. Bericht über allerlei ge- Nov^onlinili^e. Schasfhausen: Abschied 9. April. — St. A. Zürich: Tschud. Docum.-Samml. T. Vlll. 57. K. A. Basel: Abschiede. — K. A. Freiburg: Abschiede, Bd. 12. Da sich dieses Schreiben nicht mehr in allen Eremplarcn vorfindet, so werden einige Stellen, die wir für lue wichtigsten halten, wörtlich gegeben. (Die bcigesehten Ziffern bezeichnen die berührten Geschäfte). Anfang (1): „Nach allem befelchnnß . . bin ich geritten den rechten weg, fast naß worden und disen nbent bliben zuo Winterthnr und am morgen har gen Zürich zum Roten Hns, in Herr Jacobs hns (komm), welicher, nachdem (er) min instruction hat bcsechcn, mit sim rat gangen zum houptman Bergcr, welicher mich bat, angends min credenzbrief dem Rat zuo überantworten (und) inen zuo verstan ge(be)n, wie ich dann komm was, darnmb baß st tzj^, sitzen honptlüt, die hie ivarcnt im wirtshus, wölken verzagen, und wo ich nit wär komm, oder in üwer fürstlich gnad namen (?), die üwern hcttind das gelt »stellt; die genanten Herren, von nüwer geschäftm wegen, so si Hand gehebt, haben! si nit min credenzbrief mügcn lesen, und Hand die uf disen morgen gelesen in Rgmwürtikeit der siben honptlüt, ouch Herr Jacob und min, und hat der gemclt Herr Jacob die vcrmcltm Herren w ü. s. g. namen gcbetten, ein gnot usscchen zuo haben us die rechnnng, als dann unser h. Vatter und n inen vertruwen gänzlich, und das allein darnmb, (daß) die genanten siben honptlüt nichts gwaltig werden (sie) und Machend »ach irem willen . . . Demsclbigcn nach hat ouch Herr Jacob inen gesagt in ü. f. g. namen, wie dicsclb hat unserm h. Vatter geschribm der andern bczalung und aller andrer dingen halb, und sobald üch gcantwurt, wirk ü. f. g. genannten Herren nntwurt lassen ivissen. Also sind sy dcß zuofridcn gewesen; wos anders wär gsin, Rügen st) schon an schrpen und unwillig werden," sc. (2) „Item sidcrhar ist inen geben worden der breve vom friden mitsampt dem fürtrag . . ., der dann fast "wegen worden ist, ouch betrachtet von Herr Sinsheim, ouch von Herr Jacob. Die genannten Herren Hand gcantwurt (all 1), wie st) Hand zwcn in Ritten dargebm und verordnet l») der rechnnng zuo sin und si zuo verstau in der waßen, daß unser h. Vatter, ouch ü. f. g. deß zuofriden sin soll und darin umb ein kathrin nit werden betrogen. »Item so werden die vcrmcltm Herren den brief lesen, ouch den fürtrag nnd wcrdcnt als uf Hill oder morn darnmb antwnrt geben, (1) und darnmb daß etwas gclts von discr rechnnng wirk übcrblibcn, wend die obge- "auntm Herren dassclbig übrig gelt behalten uf die nachkommde bczalung des solds. (3) Empfehlung des Herrn Jacob zu einem Geschenk. (2) „Vitt üch, ir wellmt mir vcrzichen, ob ich mich zuo fast brnch im Handel des fridcns; die frnnd sagmt dhein brief oder ander ding, daß man mir soll schicken gen Baden, dann die Kotten werden dassclb nemen wider h'ndersich ze bringen an ir ober» und (daß si) zuo Baden oder Zürich nnlivnrten wellmt uf ein tag, so dann l- g. wirk erkoren (sie) und begcrcn hiczwüschmt zechen oder vierzechen tagen, der da uillicht wir! bringen nj° gnldin oder mer von ecr wegen des römischen Stuols, ivicwol der frid. . ist fnndcn fast gnot und wol Rächtet, daß ir das lassen handle» oder mache» durch min Herren von Zürich, als dieselben lassen fürtragm und sagen uf den tag gen Baden, als ü. f. g. hat gefallen, dieselben das (darum) zuo bitten; aber si ersitzen der °"twurt, darnmb daß ir wissen, daß ir deHein bcsundern fründ Hand in dem ernst, die sich des Handels wellmt beladen. Harumb so möcht man spat sölich ding erobren. Folgen zwei unerhebliche Stellen: (1) Dank für die Verwendung bei dem Papst, -c. 302 Juni 1523. (2) „Wend je ir jeh kome» von des fridens wegen, (so) wirt üch gleit erlangt von des Handels des frides halb; der ansprach(en) halb iverdent ir nüt notwendig (?) sin ze tuon; aber si sagent darumb »it, daß ir deHein gelt söllent bringen in guoter summ, nit allein besundcr(n) lüt(en) ze geben, snnder für all ander und offnen Hof zuo halten für essen dein brnch nach, ouch die (der) ansprachen halb zno stellen Verheißung und ander ding; dann all weit künnt nit daran sin noch üch verhüeten vor ansprachen; darumb so sagen si, (daß) ir »it on gelt söllent tomeu, so sind si gewiß, daß si mit dein gelt aller ding werden obligcn und werden lichtlich hie mögen bliben, onch in dem fall und Handel üch des Bischofs von Chur hus, onch der wirt zum Notenhus nit söllen (felcn?), der dann sölichs über sich nimpt. . . (2) . . Herr Franz Zwingli ist hie; der wirt ü. f. g. schriben und spricht (Herr Jacob?), daß der gcinclt Zwingli ist ganz ivillig und bereit im fridcn und wirt das übrig alls tuon nne das so obstat; si sagen aber allsam(men), ir werdent übel hie sin on gelt, dann si die fach bessernt von tag zuo tag, und Herr Anshelm der crklagt sich, daß ir noch keinen nftrag geben habeut gegen dem a(n)ninchtigcn bnoben (?); er danket üch ouch deß, so üch gefallen hat sinem sun ze thuo». (2) „Der sürtrag des sridens ist sasi gelobet von Herr Anshelmus, . . . und insunderheit daß ir dasselbig ha»^ lassen drucken; dann es wirt dem gemeinen man bas gefallen, daß sömlichs lislicher sin wirk. Ich schicken üch das recht original des fürtrags, so ich den gemelten Herren Hab fürtragen, darumb daß ich nit zit Hab, üch wyter (le 1 schriben. Die andern lang bries, die Herr Anshelmus lobt, wird ich üch by dem nächsten schicken oder ich selber bringen, dann wann ich antwurt Hab von den obgenannten Herren von Zürich, Hab ich mit wyter z»» handle»" . . . (Vgl. m N. 3 und 4). Das Basler Exemplar hat die Ueberschrift: „Copy des briefs, so der Inndvogt im Thurgöw by eim kuabe« fuirden hat uf dem weg gen Costanz." Zu (1 > ist zu bemerken, daß der Herzog von Mailand mehrere Jahre lang den Vermittler zwischen Züeick) und dem römischen Stuhle bildete in der Angelegenheit der Soldrückständc, welche Zürich von dem zweiten päpsi' lichen Feldzug im Jahr 1521 her zu fordern hatte. Au sich außer den Kreis der Abschiede fallend (wcßhalb auch die zahlreichen bezüglichen Acten im Zürcher Archiv beiseite gelassen sind), konnte dieses Geschäft, da es M't dem vorliegenden, eigentlich unbedeutenden Schreiben nie die cidg. Ocffcntlichkeit gebracht war und als wichtige Affaire behandelt wurde, hier nicht umgangen werden. Zu Der Text des Erlasses nimmt den Inhalt des Rodels wie gewohnt wörtlich ans. Da derselbe in den bezüglichen Abschieden (Band 111, 1. Ztr. 412?) fehlt, hier aber förmlich besiegelt wird und erhebliches Interesse bietet, so folgt er im Wortlaut (wobei die etivas moderne Abschrift ans den älter» Gebrauch zurückgeführt wird). „Zu dem ersten, daß ganz gemeinden, jung und alt, arm und rych, der Höfen im Nhyntal, uawlick) Altstetten, Marpnch, Bernang und Balgach umb willen si) und ir uachkummcn dester bas blybcn und by ei»' anderen wonen, onch ftüren, reiskosten und ander bcschwerunge dester ringer ertragen und nßrichtcn mögen, einandcren einhclliklich, wolbedacht, fridlich und willcnklich, onzwungen (und) ontrungen, umb deß beste» >"'d iro nachkommen nuh und eeren willen usgenomen haben und ingangcn sind, also daß nieman in den obgeuauutr» vier Höfen, und so wyt die mit irem krcys und marcheu begriffen, gesessen, hinfür zno ewigen zyteu keius s>" gelägcn guot, iveder das groß »och das ktei», ivie das den namen hat, harinne gar nichts nßgenommcn, vcrkoufe^ vertuschen noch in anderm schyn übcrgäbcn soll an kilchen, pfrücndeu, klöstcr, spitäl oder siechenhüser, noch dhciR" zins darnf noch darin machen noch sehen, ouch jenen söliche güeter weder umb pfrücndeu noch umb lybding füegen, verschrybcn, noch in dheiner wys noch iveg undcrwürfig machen anders, dann wie nnderschcidcn ist, dchp söllich köuf, ob die bcschähend, oder in andern stucken, wie der artikel das uswi)ßt, »it ecwig sin, sundcr ablöl'S' also wann die vcrköufer, ir erben, ir eewig nachkommen und sust mänklich, in den obgemelten Höfen gcsess"'' Ivöllend söllich lösung thnon oder widcrkouf, daß si das wol mögent thuo» on allermänklichs widerspreche», der maß, daß sy fünf erbar mann, die weder gewünn noch vcrlurst daran habind, und uupartyisch sye», da>Z"" sollind ziehen, und wie die by ircn gcschworncn eideu sölliche güeter schchend und wertend nach landläufig^ dingen, also soll die losung und widerkouf beschächen. Und wer sölliches, als obstat, übersehe und darwidcr thäte, Juni 1523, 303 der soll gestraft werden, nämlich mnb zehe» pfund pfenig, onabläßlich, und sollend darzuo söllich köuf und Handlung ganz untougenlich und kraftlos heißen und syn, ouch vor gericht und der lehenhand nit gefertiget noch ufgeben werden, in dhein wys noch weg. Item und daß ouch dhcin guot in denselbigen Höfen, das minder noch das wer, das klein noch das groß, von nicman, wer der ist, weder verkouft, verändert noch hingeben werden soll, setz uoch in künftig zyt, noch in kein andern weg dann mit luterm geding und underscheid, daß söliche güeter, in den wlgenannten kreisen und geeichten gelägen, nit ufgeben, verschriben noch von dheinem amptman durch sigel gevestnet werden sölltend anders, dann daß dicselbigen güeter stür, brüch und alle andere beschwerd tragen und lyden sollen, winaßeu jeder, der in denselbigen geeichten sitzt, thuon und darum geben muoß. Item und um willen, daß waniklich, in den marchen der obgenannten Höfen gesessen, dester fridlicher init einanderen handle» und wandle» wögen, ist ouch angesehen, daß die priesterschaft darin wonende, ob die mit jemand zuo Hader oder zcrwürfnuß kwnend, ouch buoßen oder frävcl begiengcnd, daß man derselben priesterschaft gegen irem widcrteil ouch frid und llcherheit geberen, schaffen und machen soll; doch so sollend söllich Priester der oberkeit und mänklichem von sittlicher sravel und Händel wegen in den geeichten, da es geschehen und verschuldt ist, eins rechten syn, allda ouch recht geben und nemen on alle fürwort, ynträg und widcrred; doch was ei» Priester dardurch dem geistlichen gericht ouch Mig were, hierin ußgesetzt. Wellicher priester aber sittlicher obgeschribner maßen nit frid geben, ouch dem rechten 'ut gehorsam syn wittt, dem oder den selbigen Priestern soll man ouch nit schuldig syn, frid zuo machen, sonder kr oder dieselben sich selbs behüeten, als er oder sy deß truwend zuo genießen. Item daß die priester, an den "w'geschribnen orten und enden gesessen, sollend ouch ir pfrüeudcn, guot, rent, zins und gült inziehen und inbringen iut der briefen, so sy darumb Hand, und worumb die vermelten priester nit brief hettcnd, die sy ire zins, rent wid gii^ obgeschribner maßen inziehen lccrtend, daß dann sy in jedem Hof, darin sy gehörend und sitzend, zuo richter gan und dem schuldner mnb gichtige schuld gebieten lassen soll (söllent?), sy darum in uün tagen nözetragen mit pfand oder pfcnigen, nach jedes hofrecht, das ouch der richter thuon söll. Und ob sy also in iöllichew zyt sittlicher schulden, die gichtig wärcnd, nit beznlt wurdend wie obstat, daß sy dann ir gichtig schulden nut dem geistlichen gericht mol inziehen mögen. Und ob sich begäbe, daß die priester obgemelt mit jemand umb Schulden oder anders, weltlich fachen berücreude, stoß hellen oder gcwunuen, daß dann der oder die selbe» priester w dem Hof, da der ansprächig sitzt, fürncmen und den spau und de» stoß an dem selbigen end mit recht ußrichten Wien. Deßglichen ob jemand zuo priester» ichtzit zuo sprechen helle, das weltlich fachen berüerte, darumb füllend i) ouch jedem in dem Hof, darin sy sitzend, gerecht werden nach des Hofs recht, oder wohin es je zuo zyte» von gericht, darin der Handel gerechtfertiget, gewist wurde." Zu ll. Am gleichen /)rte (Anfang, k. 29) sind zwei bezügliche Sprüche der acht Orte — der eine datirt von M-jchZ ^ Juli) 1311, der andere vom Mittwoch nach St. Michaels Tag (3. Octobcr) 1329, nerer mit Angabe der Boten — wörtlich aufgenommen; die früherhin schon zwei- oder dreimal dem Abt von Gallen zugesicherte Appellation aus den nieder» Gerichten zu Altstätten, Marbach, Bernang und Rebstein '"ud dadurch in aller Form bestätigt, der seinerseits beklagte Zug an den Lnndvogt zu Rheineck ausgeschlossen. 44» Maitis. 1523, 25. Juni f. (Donstag nach Johann Baptist f.). Jahrrechnuug. rciiiu Vlicerii: öauis und Luggarus-Abschiedc, I. 0l. tTtcratSurchiv Zürich : Enuetbirg. Abschiede, I. oo. Tschud. Abschiede-Samnil., Bd. !>, Nr. 7K. KantonSarchiv «?reiburg: Abschiede Bd. 102. ^ I^ ^ Seckelmeister von Lauis hat 7929 Lauiser Pfd. 19 Spagürli abgeliefert — 1 Lmiiser Pfd. Po>y — in Dncatcn und Kronen (1 Ducaten — 199 Krz., 1 Krone — 194 Krz.). 2. Die Commune 4 ^ Hut gegeben 392 Pfd. 3 Spagürli in gewöhnlicher Münze. 3. Sonvico gibt 649 Pfd., meist an Gold. ^ ^wimmx Morco zahlt 329 Pfd. 5. Die Zoller haben gegeben 999 (al. 689) Sonuenkronen. Die Bolen .304 Juli 1523, haben ihnen 120 Kr, nachgelassen mit Rücksicht auf den „Tod", die Störung des Verkehrs und andere Ursachen. 6. Der Fiscal liefert von dem Malefiz 186 Kronen 42 Krz. ab und hat noch von diesem Jahr her einzuziehen 12 Kr. und 5 Gl, rhein. Davon ist abgezogen des Landschrcibers Gehalt, der Jahrlohn des Fiscals und des Nachrichtcrs, den Weibcln, für Kleider und Anderes, im Ganzen 13-14/2 Kr,; es bleiben also noch 51 Kronen 47 Groß, 7. Davon sollte man dem Landvogt für Botenlöhne, Hansrath ?c, 66 Kronen geben; der Hausrath soll aber den? künftigen Vogt zu verrechnen vorbehalten sein; so hat man den Vogt bezahlt mit den? Rest von dem, ivas der Fiscal schuldig geblieben, und seine Rechnung gut geheißen. I». Der Vogt berichtet über die beständigen Drohungen der Herzoglichen, daß sie, wenn man den Franzosen zu Hülfe ziehe, noch vorher über diese Landschaften herfalle?? würden, :c. Ist treulich heimzubringen, damit man auf nächstem Tag sich bcrathen kann, wie dies zu verhüten und das Land zu beschirmen sei. «. Man hat einen allgemeinen Ruf bei Leib ?mk> Gut erlassen, daß „des große?? Handels wegen" niemand etwas Böses beginne weder "mit Worten noch Werken, sondern das Recht suche vor dem Vogt oder- den Eidgenossen. Den Banditen, die niemanden gefangen nehmen oder sonst beschädige??, soll der Vogt gegen Erlegung ihres Pfennings Aufenthalt gestatten, die Fehlbare?? aber strafe??. «I. Es werden ans gutein Willen, nicht aber „von Gerechtigkeit wegen" verabreicht? Dem Landschreibck für seine Dienste 6 Krone??, dem Landweibel und seiner Frau 4 Kr., des Landvogtes Frau 1 Kr., seiner Dienerschaft 1 Kr., dein Unterweibel 2 Kr., den? Dorfiveibel 1 Kr., Einem, der in? Dienst der Obrigkeit verwandt worden ist, 2 Kr. Dem „Menik voi? Riven" (Mönch von Riva?) eil? Rock, und dein armen Priester Host" und Wams; als Almosen den beiden Klöster?? 5 Kronen, sie sollen aber nicht mehr herauskommen zu betteln, des „langen Fürsprechen" scl. Erbe?? 10 Kronen, weil er „zum Klöstcrli" ii? der Sache wegen Mcndris (?mst>) Fürsprech gewesen ist. R4S. Zuggans. 1523, 4. Juli f. Jahrrechuuug. Staatsarchiv Lucer»: Lauis »nd Luggaris-Abschiede, I. 82. Staatsarchiv Zürich: Emietbirg. Abschiede, 1.4«. Tschad. Abschiede-Samml. Bd. ?>, Nt KantonSarchiv Freiburg: Abschiede Bd. ?N2. Heimzubringen, ob man die Schloßknechte alle als Besatzung behalten wolle oder nicht; will ?»an st länger im Dienste haben, so sollen die Orte, die nur einen Knecht geschickt, die ganze Zahl dahin schicken M" andere. I». Der Vogt zu Luggaris hat in diesem Jahre an Bußen und von dem Malefiz eingenommen k Kronen, 2 Ducatei? und 2 Dicken, dagegen Unkosten gehabt 50 Kr. 2 D., und nach aller Rechnung baar e?ll» 60 Kronen und 2 Dncaten. Seine Rechnung wird gut geheißen. «. Der Zoll zu Luggaris bringt in diest"' Jahr 1200 Krone??; davon werde» aber den? Zoller ai? seinen Schade?? wegen der schlechten Leiten 300 >6'' nachgelassen, und 164 Kr. 1 Dicken hat der Vogt verbraucht, um die Mainthaler und einige welsche Kneclst' die man statt der deutschen als Besatzung gehabt hat, zu löhnen, Mehl und Bretter (Laden) für das Sch^ zu kaufen. Hienach hat der Zoller baar abgeliefert 736 Kronen und 1 Gl. rhein. «I. Von den? Seckelim'ist^ von Luggaris sind als Landstener eingegangen 1825 Pfd., das Pfd. zu 5 Groß. «. Heimzubringen, dM' von Bellenz nach Lanis und Luggaris kein Salz kommen lasse??. Es wird jetzt aber verordnet, daß beide Pm ^ einander (feile??) Kauf gestatten sollen, soweit man Zoll und Fuhrleite bezahlt, doch unbeschadet ihre?? Gerechist leiten. Hat sich jemand zu beschweren, so mag er das vor den Eidgenossen thun, es jedoch der Gegenp Juli 1523, 305 "»zeigen. »>t dein 1. Heumonat, jährlich um 1100 Kronen. Dagegen soll dem Zoller nichts nachgelassen werden, es sei nn daß Krieg oder tödtliche Seuchen ausgebrochen, und die Boten auf der Jahrrechnnng gutfinden, ihm Nach- N zu gestatten. Wenn auf Befehl der Obrigkeiten oder der Vögte eine Sperre verordnet wird, so ist das . '» Zoller nach Marchzahl der Zeit und der 1100 Kronen abzurechnen; geht aber in solcher Zeit etwas ein, ^ soll dies den Herren erstattet werden, „und hat vertröst" (Bürgschaft gestellt). 144. Itern. 1523, 7. Juli f. (Dienstag nach Ulrici f.). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 6. 2. f. 456. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 8, f. 245. "atSarchjv Bern: Allg. eidg. Abschiede, p. 49. 69. Kantonsarchiv Basel: Abschiede, 5. 25. Kantonsarchiv Areibnrg: Abschiede, Bd. 143. Kalltonsarchiv Solothnrn: Abschiede, Bd. XII. KantonSarchiv Schaafhausen: Abschiede. ^ ^sandte: Freiburg. (Hans Krnmmenstoll, des Raths; der Stadtschreiber). Appenzell. (Hans Lankcr). (Ändere unbekannt). ^ Das Vermächtnis) von Sebastian Mnntprat im Thurgau gibt Anlaß zu dem Beschlüsse, daß solche ^Pabungen kraftlos sein sollen; dem Landvogt im Thurgau wird befohlen, diese Verfügung der Verwandtschaft ^ZMprat'Z anzuzeigen und darauf zu achten, daß durch denselben nichts Ungeschicktes begonnen werde. I». Dieser 3 ist vorzüglich anberaumt zur Beilegung des Streites zwischen Herzog Ulrich von Würtemberg und Graf von Fürstenberg. Jener ist in eigener Person erschienen mit dem Anerbieten, zu Allem ivas die Eid- ^ i'en seines Handels wegen beschließen würden, es möge ihm lieb oder leid sein, seine Zustimmung zu geben, tön ^ Gesandten des Grafen Wilhelm, der zu kurzen Zeit wegen, keine andere Vollmacht haben erhalten ^ gütlich in die Sache einzutreten, was ihnen gegenüber gerügt worden ist, so wird, um sich nicht Üblich bemühen zu müssen, ein anderer Tag nach Bern angesetzt auf den ersten Sonntag im Augnst erjs ' dann beide Fürsten in eigener Person oder durch hinreichend bevollmächtigte Boten vertreten Beweisschriften vorlegen sollen, um diesen langwierigen Streit endlich abzuthun. In der werd ^ Parteien ruhig verhalten und den Ausgang des Handels abwarten, e. Sodann a»dcr" Schreiben abgehört von dem Kaiser und König^von Spanien, von den Churfürsten, Fürsten und " ständen des Bundes in Schwaben, auch von der Stadt 'Nürnberg, worin sie über Drohungen und 306 Juli 1323. Thätlichkeiten des Herzogs Ulrich von Würtembcrg gegen ihre Kaufleute und Burger Beschwerde führen. Man hat dies dem Herzog vorgehalten und Antwortschriften au die genannten Botschaften abgefertigt. «I. 1. Es wird auch wieder „der langwierige Handel" der Kaufleute von „Tschawatz" und Antorf an die Hand genommen, und da bisher bei llri keine Bitten verfangen, daß es den Geschädigten ihre Waareu vergüten oder zurückstellen möchte, so hat man beschlossen, dasselbe nach Inhalt des Bundes mit Savoyen nochmals zu ersuchen, dem Kaufmann von Tschawatz in Biel vor Richtern und Obmann, wie''das Bündniß es vorschreibt, dem Rechten gehorsam Z» sein, oder es im Fall der Weigerung kraft der geschwornen Bünde zu mahnen, sich in Einsiedeln zu stellen, »>» zu erörtern, ob es nicht schuldig sei, die Seinen zu solchem Rechten anzuhalten. 2. Wenn es das Recht zu Biel annehmen und die Seinen weisen will, demselben statt zu thun, so „besteht" es dabei; sofern es aber die gestellte Frage nach Einsiedel» zu rechtlichem Entscheid kommen läßt, sollen beide Parteien auf St. Maria Magdalcnen Tag (22. Juli) da erscheinen, um nach Inhalt der Bünde im Rechten fürzufahren. Seinen Bescheid soll Uri denen von Lucern anzeigen, damit diese den übrigen Orten den Tag verkünden können, v. Ueber das auf vorigem Tage zu Baden von Schultheiß und Rath zu Frauenfelh gestellte Ansuchen, den Abzug von denen beziehen Z» dürfen, die ihn auch von ihnen nehmen, ist beschlossen, das nicht zu gestatten, sondern bei dem alten Herkommen und der Ncchtsamc des Abzugs zu verbleiben. L. Auch der Vorschlag, daß die Eidgenossen, die das Thurga» bevogten, keinen Abzug geben sollten, wird abgelehnt und beschlossen, bei altem Brauch und Herkommen zu bleiben, doch init dein Vorbehalt, wenn sich jemand beschwert oder um Nachlaß bittet, es ihm nach Gutfinden zu gewähren oder abzuschlagen. Der Landvogt im Thurgau wird deßhalb beauftragt, sich über die alte Uebung und das Mass des Abzuges zu erkundigen und auf den nächsten Tag Bericht zu erstatten. K. Dem Landvogt im Thurga» ^ zu schreiben, daß er auf den Legaten von Verulan, dem das Geleit in die Eidgenossenschaft abgeschlagen worden, Acht habe, um denselben, falls er auf eidgenössischem Boden betreten würde, festzunehmen nnd zu der Eidgenosse» Händen zu behalten. I». Demselben Vogt und dem zu Baden wird aufgetragen, den Zwingli von auf Betreten zu verhaften, ans Ursachen, die jeder Bote weiß. il. 1. Der französische Gesandte, Herr von Lainck stellt das Anstichen, dem König gemäß der ertheilten Zusage 6060 Knechte zur Eroberung des Herzogthu»^ Mailand zu überlassen, die durch Graubündeu geschickt werden sollen. Der König gedenke in eigener Person »^ mit bedeutender Macht zu Pferd und zu Fuß und wohl mit Geschütz versehen dorthin zu ziehen. Er besitzt überdies die Versicherung, daß die Venctiancr ihn nicht verlassen und ihm mit aller Macht beistehen wcrdcm Ferner sei er gesonnen, in das Delphinat und den nächsten Weg über das Gebirg nach Mailand zu gehen, m" angegebenen (?) Gründen. Sollte er mehr Knechte bedürfen, so möge man ihm alsdann noch 6000 erla»^'- Und nm mit größerem Erfolg und beiden Theilen zu größerem Ldbc handeln zu können, sei des Königs Begeht daß die eidgenössischen Knechte nicht aufbrechen oder abziehen, so lange er derselben bedürfe; er wolle auch 1^' Monat Musterung halten, um zu erfahren, wie viele Knechte die Hauptleute haben. Sodann begehre der Kö»Nb daß die eidgenössischen Hauptleute und Knechte sich genau an seine Befehle halten, nichts unbedacht unterneh"^ und übereilen, indem die zu Roß Dienenden immer mehr Vortheilc zu benutzen wissen als die zu Fuß- Besoldung der Hauptlente betreffend erbiete sich der König, ans hundert je zehn Sölde mehr zu geben; damit nicht zufrieden, so möge mau ihm gestatten, andere Hauptlente nach Belieben zu nehmen. Der König » ^ das Gerücht verbreitet, er werde Landsknechte annehmen, aber nur in der Absicht, die Anschläge der vereiteln; er habe dann allerdings eine Anzahl Landsknechte angenommen, sie aber nach Schottland und ans ^ Meer gegen den König von England geschickt. Endlich erbiete er sich, den Vertrag mit der Grafschaft z» halten, sosern das Hinwider geschehe. 2. Da man hierüber nicht instrnirt ist, so hat man beschlossen, Juli 1523. ganzen Vortrag heinizubringen, und dafür einen andern Tag nach Lucern angesetzt auf Samstag nach St. Lau- ^uzen Tag (15. August). 3. Die französische Botschaft hat auch die Hauptleute namentlich bezeichnet, die der ^anig annehmen will: von Bern Junker Sebastian von Dießbach und Junker Burlhart von Erlach; von Luccrn (Hans) Hug; von Uri Heini Erb; von Schmilz Vogt Ulrich; von Obwalden Erni Jordi; von Nidwalden Küster; von Zug Oswald Schönbrunner; von Glarus Ludwig Tschudi; voii Basel Balthasar Hiltbrand; von Freiburg Wilhelm Arsent („Argent"); von Solothur» Peter Strübi; von Schaffhansen Ulrich Härder; von Appenzell Vogt Brüllisauer; von dem Abt zu St. Gallen Jacob Stapfer; von der Stadt St. Gallen Ambrosius (^igen?); Wallis Franz auf der Fluh. Mühlhansen, Nothweil und Biel sollen zu andern Orten gewiesen ""d mit denselben besoldet werden, wie sich gebührt. Ii.. Die Ansprache der drei Orte Bern, Freibnrg und ^vlothurn aii die im Thurgan verfallenen Reisstrafen wird, da die Instructionen noch nicht gleichförmig sind, ^er heimzubringen beschlossen, und der Entscheid ans den nächsten Tag zu Bern verschoben, indem man der Hoffnung ist, daß die Obrigkeiten der schon so oft gestellten Bitte der drei Städte endlich willfahren werden. ' Da bekannt ist, wie Zürich seit einiger Zeit von den übrigen Orten sich söndert, daß es sogar einige dm genossen feindselig Gesinnte, als den Stampa und Andere, bei sich duldet und ihnen ihre Ränke und Umtriebe '''cht wehrt, was man in neuester Zeit aus einigen ans Zürich gekommenen Schriften bemerkt, woraus nun bracht und großer Schaden für die ganze Eidgenossenschaft erwachsen muß; da es also dringend nothwendig ^worden, mit Zürich ernstlich „Red zu beuchen" und ihm der Eidgenossen Willen kund zu thnn, auch zugleich ^ fahren, wessen man sich von seiner Seite zu versehen habe, so wird beschlossen: Es soll von allen Orten "' Bote nach Zürich gehen, um daselbst nach Nothdurft zu Handel». Schwyz, Glarns, Schaffhausen und ^Aenzell, die hierüber keine Vollmacht haben, werden ersucht, diese Angelegenheit bestens heimzubringen, sich von Orten nicht zu söndcrn und zu bedenken, wie wichtig das für die ganze Eidgenossenschaft sei; ihre ii» i'c nach Lncern berichten, welches dann einen Tag nach Zürich ansetzen wird. »>. Der Landvogt " Opwgan wird angewiesen, auf (gewisse?) verdächtige Leute zu achten, sie rechtlich zu verhören, die bei ihnen sog Briefe, die den Eidgenossen „schädlich" sein könnten, zu eröffnen und uns zuzustellen, i». Lucern 6» den Landvogt von Baden wegen des Zwingli schreiben. «». Jeder Bote kann Bericht erstatten, wie auf ^ ein Anzug geschehen in Betreff der Strafen im Thurgan und der Güter im Rheinthal. z». Das ^gelpc» des Legaten von Verulam, ihm gemäß dem Abschied von Baden Antwort zu geben, wird heimgebracht, '"cht alle Orte seine Schriften erhalten haben. Der König von Frankreich läßt melden, wie durch den ^ I und Andere zu Constanz allerlei Umtriebe gemacht werden, um die Freundschaft und das Bündniß zwischen ' uach „ad den Eidgenossen zu zerstören; man solle dergleichen Practiken nicht gestatten. i. Ferner läßt er »an ^ """ Graubünden, als Dietegen (von Salis), Pollet, der von Manuels und Andere fern geritten und haben sich daselbst anerboten, Landsknechte und Andere insgeheim durch Bünden zu ^'tchdei" daß sie neulich versprochen, des Königs Diener zu sein und die von der Gegenpartei genossenen "^geschlagen haben. Der Bitte, darüber nach Bünden z» schreiben, wird sofort entsprochen und ' ^ erneuert, daß man treu zu dem König halten werde. «. Es ist beschlossen, auch Bünden, »nd ^ ^"^len dm „nächsthaltendcn" Tag zu laden. I Was Caspar von Bubenhofen angebracht, ieder gefallen hat, an den Bund (zu Schwaben), nach Rothwcil und an den König zu schreiben, weiß "us d^"^ ^ Der Span zwischen dem Herzog von Würtemberg und Hans Heinrich von Klingenberg wird sind d" ""chstm Tag zu Bern angestellt, auf welchem beide Thcile mit Vollmachten erscheinen sollen; insbesondere 'e Herren von Hewen, von Helmstors »nd Andere, die den Handel kenne», mitzubringen, v. 1. Hans Jom 308 Juli 1523. (Jauch) von Uri, Landvogt zu Sargans, erstattet schriftlichen Bericht über den ihm auf letzter Jahrrechnung ertheilten Auftrag, „etliche" Priester von Quarten und Murg gefänglich einzuziehen und ihretwegen Kundschaft aufzunehmen. 2. Hans Brötli von Quarten, vom Landschreiber befragt, bekennt ein „Ehrenweib" genommen z» haben, weil er geglaubt, damit recht zu handeln; könne man ihn überweisen, daß es unrecht sei, so werde er gütlich davon abstehen. 3. Rudolf Geiger, Weibel von Quarten, erklärt: Brötli habe geredet, wer eine Messt lesen lasse, dem nütze sie nichts, sondern einzig dem, der Geld dafür empfange; welcher Priester aber Messe halte um Geld, thue eine Todsünde; die Päpste haben in der Messe viele Satzungen gemacht, die nicht von Gott eingegeben seien; wenn die Priester über dem Sacrament die Arme ausbreiten, sei dies Possenwerk („ein lata' gugelfuor"); an der Canzel habe er eines Tages seine Unterthanen aufgefordert, ihm zu melden, wer ihn verklagt („vertragen") habe, worauf er mit einem andern Priester in' einen Wortwechsel über das Sacrament gerathen sei- Zwei andere Zeugen bestätigen diese Angaben; einer derselben, der Ammann Heini Meyer, will gehört haben, daß Brötli zu Murg mit dem dortigen Priester an einem Freitag und Samstag Fleisch genossen („geässen") habe. 4. Der letztere hat sich durch die Flucht nach Zürich dem Verhör entzogen. Seinethalb bezeugt Hans Hegner von Murg: An einem Sonntag sei die Braut desselben um den Altar gegangen, „wie ein ander mensch/ das zur ee griffen hat", und vor dem Priester niedergekniet, habe dann dessen Frage, ob sie anerkenne, daß s^ einander zu Zürich „genommen" haben, bejaht und nach seinem Vorgang erklärt, daß sie ihn durch Gottes Wille» zur Che begehre, worauf er ihr das Sacrament gereicht, die gegenwärtigen Unterthanen als Zeugen angerast» und dabei geäußert habe, daß er keines Segens bedürfe wie andere Leute. Ferner habe er gepredigt, das Fleischeße» am Freitag und Samstag sei keine Sünde; wer es aber unterlasse, thue auch nicht übel; dieser soll jedoch de» andern nicht anfechten; Messe zu lesen für Geld sei Todsünde, und die Arme dabei zu „zerthnn", bloße „g»b^ fnor". 5. Martin Hegncr weiß nur so viel mehr, daß der Priester und seine Jungfrau (bei der Trauung) ^ Hände in einander geschlagen haben „wie andere Leute". 6. Der Priester und seine Verwandtschaft bitten »»' freies Gehör zu einer Verantwortung, ivas jedoch der Landschaft nicht gefalle. 7. Der Vogt ersucht um weites Befehle, damit solche „Mißbrüuche" abgestellt werden können, da nämlich Uri und Glarus im Namen der ^ Orte auf Sonntag vor Margarethen ihre Boten nach Sargans verordnen werden. . 1523, 23. Juni, Turin. Herzog Karl an die XIII Orte. Antwort auf ihr Schreiben vom 6. M»'- übcrbracht durch Rathsherr „Wistemberg" (?) von Bern, über die Klagen schweizerischer Kaufleute, betreffet Wegnahme von Geld ?c. im Jahre 1521. s«. A. A»>-ich: A. Sa°°.,en KmnzösW- x. Erkenutniß über eine Anklage gegen Gabriel Marcellin, betreffend vcrrätherischen Verkehr mit Stcn»p"' (Vgl. Note). St. A. Berin Latein. Missiren, u, V sind dem Zürcher Abschied eigen, dem dagegen fehlen L, Ii, I, I, III, I», q, >. Dem mangeln l, », v, dem Basler, Freiburger, Sotothurner und Schaffhauser i>, <», v; i wurde in verschieb Sammlungen verlegt, weil besonders ausgefertigt (Freiburg, Bd. 143, Schaffhausen Absch. 3. Aug.). Zu I». Der Wortlaut des den Parteien zugestellten Abschieds, dd. Dienstag nach Ulrich ist zu finde» ' den Berner Abschieden ^V. p. 37—38. Zu Die cidg. Boten schreiben unter dem Datum Mittwoch nach Ulrici an Nürnberg, an und Räthe von den Städten des schwäbischen Bundes^ dato in Mergentheim, und an den Bund zu Sch>» überhaupt: Da der Herzog anderer Geschäfte wegen auf dem Tag erschienen, so habe man ihm die eingegangenen -> ^ vorgehalten, er aber darauf erwidert, er habe das nicht befohlen und nichts davon gewußt; es sei von Leuten geschehen, die wie er verjagt und um das Ihrige gekommen seien, und wenn ihm das Seme Juli 1523. 309 zurückerstattet werde, so müsse er Hülfe suchen, um wieder dazu zu kommen, w. Weil aber die Eidgenossen gute Nachbarschaft zu halte» begehren, so habe man den Herzog ersucht, in den diesseitigen Gebieten gegen Niemand etwas Thätliches zu unternehmen, indem man die Schuldige» strafen müßte. Hiennch hoffe man künftig vor solchen Beschwerden gesichert zu sein, w. St.A. Bm>: Teuisch Misssm». o .k. r ?s. Zu «I. Den Wortlaut des von den zwölf Orten an Uri erlassenen Mahnbriefes, dd. Donstag nach Ulrici (9. Juli), hat das Beruer Tcutsch Spruchbuch 333, 334. Zu Ii (und »). Schwerlich irren wir in der Annahme, daß eine allgemeine Verhandlung über die Fortschritte der „neuen" Glaubenslehre diesem Beschlüsse vorausging. (Nur beiläufig sei der bereits erschienenen Schriften der Neuerer gedacht). Diese Vermuthnng wird es rechtfertigen, daß hier einige bezügliche Acten eingelegt werden. 1) 1523, 13. Juni (Samstag vor Viti und Modesti). Schuir),; au Zürich. „Vergangner tagen ist einer üwers Rats, ein metzger, zuo Einsidlcn gsin, allda im von einer lichtfertigen pcrson stwas unzierer Worten begegnet, uf meinig, als welltend ir von dem luterschen gloubcn nit stan, was man gegen üch fürnemen wurd w. So ir stmlicher untüchtiger red durch üwern ratsfründ bericht, möcht(en) ir, als nit uubillich, ein groß mißfallen haben. Darzuo sagen wir tind verküudent üch, daß uns der Handel in trüwen leid, dann die person, so semlichs gethan, h"t dcß kein bcfelch gchept, hat uns (ouch) daran ganz mißdienet, dermaßen, so wir des Handels bas dann setz bericht, wcrdcnt wir gegen der selben pcrson handle» dermaßen, daß er spüren »messe, unrecht gethan haben, dann wir in keinem Unwillen gegen (üch) standen in theinen weg, snnder üch früntschaft, trüw und liebe zuo bewysen - - - sind wir ganz beging und geneigt", :c. St. A. Ziwch: A. RMgi-msschmähung-n. 2) 1523, 25. Juni (Donstag nach Joh. Bapt.) Zürich an Bern und Solothnrn. „Unser früntlich willig bienst, zc. zc. Uns ist-avarlich angelaugt, wie daß solle geredt und ir deß so vil bericht sin, daß ir und biderb lüt daruf etwas gloubens setzint, daß die lutcrsch fach durch die, so damit umbgangint, und unser prcdicanten in unser statt dahin gebracht shg, dz wir die, so wir es gern tätint, nit mügint wenden, und sige etlicher in sinem "Inen hus nit sicher, sonder bedürfe dcrsclb, daß er ander zuo im ncmc, die mit Harnasch und gewerter Hand wartind, damit im mit beschehe, und habe sich die fach also ingerissen, dz die unser» uf dem land weder zins noch zehcnden mcr wöltint geben, »nd syg ein söliche zwepung und zwitracht in unser statt und uf unser lnndschast, berglichen nie wäre gehört, das uns hoch und treffeulich verwundert und beschwert, angesehen daß an sölichem "ützit ist, dann wir und unser landschaft wol eins sind; es bedörfent sich ouch sonder Personen sölicher gestalt nit besorgen, und nnserc prcdicanten predigent und lercnt nützit anders, sovil ivir wüssent und bericht sind, dann das helig Evangelium und das so sy mit der göttlichen lere und der heligen geschrift mügent bewären, wie wir inen "nd allen Priestern in unser statt und landschaft ze tuond habent erkennt und befolhen, und beladent sich deS Euters nützit; dann wo st) anders tätind, wurdint wir es inen nit gestatten. Aber wir mügent wol gedenken u»d ermessen, daß sölichs beschehe und bcschehen sygc durch die, so uns begerent nit besser lob ufzetrechen und lieber scheut unruow, so üch und uns, ouch sondren Personen darus möchte entstan, und so wir im on allen Zwtzfel wüssent, dieivil ir nn also der warheit bericht sind, und daß gar nützit an obangezeigtcm fürgebcn nch beschehen ist, daß ir dcß Zn merklich bedurcn und mißfallen habint, bittend wir üch zuo dem allerfrüntlrchisten und dem fchß, so wir prügent, ir wöllint uns und die unfern obgerüerter fachen halb also mit der warheit entschuldiget haben und niemas sölichs erdichten fürgcbens nützit lassen entgelten in keinen iveg, und insonderheit uns bi disem Kotten in geschrift grundlich und eigentlich berichten, wie üch sölichs st)g angelangt, von wem und burch inen und wölicher gestalt, damit wir witer unser notdurft nach mügint handle», und uns dann mit verhalten, ^eß wöllent wir uns zuo üch gänzlich versehen und dz mnb üch in glichem und andrem mit guotem willen stündlich verdienen." St. A. Zürich: Misstvm. — S«. A. Bm>: Kirchl. Angel-genheit-n. 3) 1523, 28. Juni (Sonntag vor Petri und Pauli). Bern an Zürich. Auswart. „Wir haben verstanden bn>er schriben uns setz gethan, . . . und ist nit ane, uns syc in landmttrswys angclanget das, so üwer schribcn zum teil meldet, und doch nit sölicher gestalt, daß wir daruf glauben haben gesetzt;, dann wir mögen müssen, wo «wer prcdicanten nnders dann gebürlichen handle», oder die üwern üch oder inen mit abzug der zechenden und M ander weg begegnen, daß ir söllichs durch üwer Vernunft und macht wol können abstellen; daß aber ir und 310 Juli 1523, die iiwern zuo ruowcu und guoler eiuigkeil, sind wie insonderheit erfröul, üch hicmit stündlich bittend, obange- zöugter red halb, ob die also ergangen wäre, . . . gerücwigot zuo sind und uns für die zuo achten, ob uns ützil anlangete, so üch zno beschwerd möchte dienen, daß wir üch sölichs nit wurden verhalten"... St, A, Bern: T-Utsch Ailsstven, l>. 171 b, — St, A, Altrich: A, Bern. 4) 1523, 29. Jnni (Pctri et Pauli). Solothnrn an Zürich. Antwort auf obiges Schreiben: Man habe die Anzeige, daß in Zürich (Stadt und Landschaft einhellig seien, gern vernommen und würde nichts lieber hören, als daß es lind andere Orte in solchem Frieden beharren, indem daraus Glück und Heil hcrflicßc. Es wisse übrigens wohl, daß zn dieser Zeit allerlei unbegründete Reden ausgehen, welche dem Einen gefallen, dein Andern nicht; man habe aber unter den Angehörigen Niemand gefunden, der über die berührten Stücke Bescheid geben könnte, zc. St. A. Zürich: A, Solothur». 5) 1523, (Juni?), Bern. Aus einer Rede Caspar von Mülinen's: „Lieben Eidgnossen, werent by zpt, daß die lntensch fach mit dellen, so (da)mit ningand, nit überhand givinn; dann unser predicanten Hand uns in uns(N statt dahin gebracht, so es min Herren gern wöltent wenden, so niögent sp es nit, und ist dnrzuo komen, daß etlicher in linein eignen hus nit sicher i>t, er (bc)dörfte, daß er ander zno im nämc, die mit Harnesch wcrtint, damit im nül beschehe. lind hat die fach >ich also ingerisscn, daß unser puren us dem land' weder zins n^ch zehendeu mel wöllent geben, utid spe ein sölche zwcpnng in unter statt und nf dein land, derglichen nie gehöck ist." (Offenbar auf Zürich gemünzt und die Veranlassung zu dessen Beschwerde). St. A. Zürich: Nathsbuch, toi. -17: Beiblatt von der Hand de>5 Stadtschreiberö Frei. Zu I. 1523, 15, Juli (St. Margarethen T.). Glarus an Lucern. Auf den zu Bern gefaßten Beschluß: voll allen Orten ohne Schwyz, Schaffhausen und Appenzell eine Botschaft nach Zürich zu schicken, um da etliche Händel vorzutragen ?e., gebe man die Antwort: Wenn die vorgehenden Orte einhellig seien, ihre Botschaft Z" senden, so ivolle man sich nicht ausschließen. ' ' S,.»,, Missi--»- Zu Mir Sicherheit wissen wir nur folgende Acten nachzuweisen: 1) 1523, 27. Juni, Coustauz. Verulnnus an Lueern (deßgleichen an die andern Orte?). Nochmalige Dw' kegung des bisherigen Ganges seiner Geschäfte, der Verhandlung in Baden, der ihm gewordenen Antwort, nnb» Beilegung deutsch übersetzter päpstlicher Schriften, >c, ' ' ' Si.A, ?»».»: A. P-B- 2) 1523, 19. Juli, Bern. Antwort der eidg. Boten an den Bischof von Berulnm aus seine Zuschrift bctresftnb die letzthin zu Baden geschehene Anregung, geh einem allgemeinen Frieden anzuschließen. Entschuldigung, baß jetzt noch keine bestimmte Antwort erfolge: Es fehlen nämlich einige Orte bei der Taglcistnng, und die Stimme" de> übrigen seien getheilt; man habe jedoch beschlossen, den Gegenstand heinizubringen und auf späteren TalftU steh bestimmt zu erklären. St. A, Bern: Latein. Mtstlve», II, 70 t>, — St, A, Zürich: A, Papst (Copic aus der Canzlei des Legate»?' ß>u t» l) schreiben an giothwcil, dd. Donstng nach lllrici: Abermalige Borstellung der bedrängten Lalft des Klägers und Ansuchen, zu gütlichem Ausgleich Hand zu bieten; im Fall des Abschlags Begehren cnB bestimmten Erklärung der Gründe bis auf den nächsten Tag in Bern. St. A. B-rn: Teutsch Mtstw-», i>. l-N4»- 2) Am gleichen rage erging ein (schreiben an den schwäbischen Bund, unter Erinnerung an die gehaltenen Zusagen, die dem von Bubenhosen früher geleistet worden, und mit dem Begehren, ihn endlich znstn'b^ zustellen und deßhalb auf den Tag in Bern Bericht zu geben, ?c. n>. 5, i?« », 3) Das Coneept eines Schreibens an den König (dd. 19. Juli): Empfehlung zur Bezahlung des ständigen Soldes, findet sich ebendort in den Latein. Missiven, X. 72 a. Zu v. 1523, II, Mai? (Montag in der Krenzwochc). Johannes Pröckli (Brötli), „Wächter der und Bischof zu Quarten", an den Landvogt zn Sargans. Bertheidigung der Pricsterehc und Abweisung b^ gegen ihn verhängten Strafmaßregeln, ?c, -St. A, Zürich: A. Sargans (Kopie?), — Abdruck b-i Hotttnger Müller), VI, «»3-406, Zu X. 1523, 9. Juli, Berti. Xos magna I.igo iLlamannio lluporiari» oratoros liae tompostatö in ^ Lt-rnsnsi oongrogati prssontium tenurs notum kaoimus guock oum dadrisl Naroöllini üe Aontsoli (blon^» a .lulianno ckaoolic» ckv luiganu fuczrit aeou«atuv, ut litsras vlrrilltianissimi lisgis vvl ipsorum cnatoruw pmuor.t, Iogo.it vt vanckom vvl omunckom impvrtantia'm cknmino ßiebampa (Stampa?), viatc.ri Mätol"" Juli 1523. ZU äuois ot »Iiis immiois kiogi» ässtinavorit, unäs )amäiotus tiakrisl nv» prsoo instantsr vxllortavit (sie), ut oibi oontra prskatum äollannsm äaoobum pro ipsius sxcmsraticms justitiam aäminiotrars volimus, svsuit ut anäitis partium allsAatiovibus st äskonsionibus iiiter ipsas »räiuavimus, äoolaravimus st äooiäiwus, viästisst guoä antsäiotas .lokiumos llossdus in mmms äomini soultoti Rsrvoiisis bona käs ssso rooolvörs äsbsat, cpioä rsrba cpio oontra prsmsntionatum tladrislom protulsrit, a nonnullis aliis auäivorit, sisäsm null am oroäuli- tatom aäbibsnäo, «pilu immo ipoum Llabrislsm bominsm probum, kons kons ot oouäitionis rsputanänm et äs so iiilul aliuä ssisnänm sou rsksrsnäum nisi guuä virurn bonoris st kams itlssum äsest ot «psotat; guoä suin ita, ot oxousatio parto llobannis .lasob! in melius soultoti prskati knote sit vosgus volsntos, ut eausa Kos nniii partium ästrimsntum, zaoturam sou Ironoris Issionsm atksrat, Mars in verum tsstimonium bas IKorns inäs kori ot sub sigillo oonksäsretorum nostrorum urbis llvrnsnsis muniri ksoimus." St. A. Bern: Latein. Missiven, X. 71 d. Eine deutsche Ausfertigung unter dem gleichbedeutenden Datum Doustag nach Ulriei hat das dortige Deutsch Spruchbuch 397, 398, wo der Ankläger Jacob Morel heißt. I4S Sargtws. 1523, c. 13. Juli. ^ag einer Botschaft von Uri und Glarns iin Namen der VII Orte. Abschied und Acten fehlen, sodaß auch über die Veranlassung nichts gesagt werden kann. Zu vergleichen ist übrigens Nr. 144 v, und im Fernern die folgende Missivc zu beachten t 1523, 3. Juli (St. Ulrichs Abend). Uri an Lucern. Es werde von seinem Boten, Vogt Hug, vernommen haben, daß sich im Oberland ein Span erhoben, um welchen ein Tag gesetzt sei; da sich, wie Hug zu berichten ^isse, bezügliche Schriften bei Vogt Bili befinden sollen, so bitte man um deren Zusendung, damit man sie auf Tage zu Rath ziehen könne. Nachschrift: (Betreffende Details in unklarer Fassung). St. A. Lucern: Missiven. 14« Einsiedel!!. 1523, 31. Juli f. ^taatSarchlv Zürich: Abschiede, Bd. k. f. 252. Tschud. Abschiede-Samml. Bd. 5, Nr. 80. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, p. 95. Evendorf: Abscheide sine äuio. Gesandte: Zürich. (Johannes Berger). Bern. (Sebastian von Dießbach). — (Andere nicht ermittelt). ^ Ludwig von Dießbach, Vogt zu Lauis, und der Vogt zu Mendris schreiben, daß des Herzogs Truppen an der Tresa mit ansehnlichen Bollwerken gegen die eidgenössischen Landschaften versehen, was einen plötzlichen Überfall besorgen lasse, besonders in dem Falle, daß der König wieder Knechte erhielte. Da die Boten keine ° wacht haben, einen Zusatz dahin zu verordnen, so wird der Handel getreulich an die Obern gebracht, um bevorstehenden Tage zu Bern eine Verfügung zu treffen. Die beiden Vögte werden zu gutem Aufsehen wahnt und angewiesen, weitere Nachrichte» ohne Verzug anher zu senden. ?». Man hat gut befunden, den des Kölligs vorzuschlagen, zur Verhütung eines Ucberfalls eine Anzahl der ihm überlassencn Knechte Zusatz an die genannten Orte hin zu verordnen. « . Da mau hört, daß „der Diethelm" (Dietcgen von Landsknechte durch der Bünduer Gebiet dem Herzog zuführe, so werden die letztem schriftlich ersucht, ^vorzukommen und die Pässe gehörig zu bewachen, damit nicht der Feind der Eidgenossen gestärkt und 312 August 1523 die Vereinung mit dem König gebrochen werde. Dem Boten von Bern wird aufgetragen („angehenkt"), nnt den Bündner Boten, die jetzt in Bern sind, deßhalb zn reden. «I, Der Vogt von Lauis meldet, er habe mit dem Calcagni zn Varese einen Stillstand vereinbart, mit der Bedingung, daß jeder Theil, sofern er den andern überziehen wolle, es demselben zwei Tage vorher verkünden werde. Einstweilen genehmigt, ist jedoch zu weiterer Berathnng nach Bern zu bringen, v. Joseph Gerig, Landschreiber zu Uri, ersucht die Boten, da man dem Schreiber zu Luggaris „Urlaub" gegeben, an dessen Statt ihn anzunehmen. Auf die Empfehlung des Boten von Uri hat man seine Bitte gewährt; doch soll ans dem Tage zu Bern noch die Zustimmung der übrigen Orte ausgewirkt werden. Der Vogt in Luggaris wird einstweilen beauftragt, die Amtsführung des alten Schreibers zu untersuchen, damit man weiß, was gegen ihn zu thun sein wird. L. Dieser Tag ist angesetzt wegen der Angelegenheit des Kaufmanns von Schawatz. Der Bote von Uri bringt in langer Erzählung vor, daß seine Obern dem Herzog von Savoyen die Vereinung gekündet haben und ihm also, wie sie glauben, in diesem Handel nicht zu Recht stehen müssen; die Eidgenossen möchten sie daher nicht weiter drängen, :c. Da der letzter« Boten, ihrer Instruction und dem letzten Abschied von Bern gemäß, ihre bestimmte Absicht erklären, den Streit rechtlich zu behandeln und einen Obmann zu bezeichnen, eröffnen die Gesandten von Uri, daß sie zu einer solche« Verhandlung durchaus keine Vollmacht hätten und sich darauf in keiner Weise einlassen könnten. Dennoch habe« sich die andern Orte soweit verständigt, daß Bern und Untcrwalden die zwei Schiedleute (Sätze, Zugesetzten) vorschlagen, Zürich den Redner gebe», Lucern, Schwyz, Zug und Glarns die Rathgeber und Beistände verordne« sollen. Jedoch rvill man die Bitte Uri's, es nicht zn „übereilen", zum besten heimbringen, da es verspricht, den Kaufmann von Antorf einigermaßen zufrieden zu stellen, wie jeder Bote weiter zu sageu weiß. Zu f. 1523, 21. Juli (Dieustag vor Jacobi). Lucern an Zürich. Uri habe heute ein Schreiben geschilkb in dem es sein Verwundern über den ihm zugesandten Mahnbrief wegen der beraubten Kanfleute bezeuge und die ^ Meinung andeute, es sei nicht schuldig, in's Recht zu treten, indem der Handel nur sondrige Personen berühre- Dennoch wolle es auf dem Tage zu Einsiedel», den 35. d., erscheinen, um sich zu verantworten. Zürich woge seine Botschaft genugsam bevollmächtigen, um den Handel zu Ende zu bringen. Sc A.Zürich- A.Lm-r». 147 Mern. 1523, 3. August f. < Montag vor Oswald! f.). SiantSarchiv L'iiccr» : Allg. Abschiede. Der darüber ein Schein zugestellt, doch mit Vorbehalt m ^ ändere Bericht über allerlei Ungehorsam «ischos von Constanz gibt durch Ritter Fr.tz ^b v ^ ^ ^ begegne. Cs sei bisher üblich gewesen, ""d Widerwärtigkeit, die ihm von einigen Pnestm, ' ,venn einen, Priester eme Pfründe daß Gner. der Priester werden wolle, t'ch vorste , > ^ ihn, sg, b.e Scelsorge verliehen werde, so soll er den. Bischof ^ sil .^ge Prirster. nicht nur in diesen Artikeln, fondern ''^fehl" gegeben werden. Dessen ungeachtet nn s Consolationes uud ersten Fruchte, als °"ch in folgenden Stücken sich ungehorsam ^eR ^ dieser oder anderer Du,ge .b'schöfliche Rechte, nicht entrichten, kcme ^uvest.t» ' pichen Gerichte und Rechte, Citationcn und Bannes- w-M angeklagt und gerichtet werden. sondM'vewSst ...,d die Lehre Christi, sondern vermischen befchwerden; wie Jeder wisse, predigen ste (nicht > ' ^ Ordeusleute ihrer Gelübde und „Ördcn aus Gunter „allerlei weitschweifige Materien", '"de"' ste ^ pflichten, was alles mehr zu Unruhe und "Swer Macht entledigen und ihnen erlauben, R) >" wiewohl die Priester vorgeben, von der weltlichen Zwietracht, als zu christlicher Liebe und Andacht dici r. - . . ^ ivolle sie vielmehr hicmit ermahnt ww >- w «MW« st» * m.d »w. V°«r und gebeten haben, den Inhalt des Bündnisses und w ^ P^^fl^. ^).n zu geschlossenen Vertrag zu bedenke» und ihn bei st»,,» billigen Sachen mit Vollziehung der ^sen, daß sie von ihrem ungebührlichen Vorhaben a stchen md^stch ^ ^ ^ b'schöfliche» Gebote und Mandate gehorsam erzeigen, - . » Würde das nicht geschehen, und der annehmen und ihn wenigstens nicht hindern, ste -V l ^.l ^ ^ ^^licheu Schaden das m.t Konstanz ihre Gerechtigkeit entzogen iverden, fo nnc ^ ^ Gebieten, solchen guten Willen brächte. Daher bitte er dringend, die 'i-tlft ^ c^fl^ctionen hat. K In den, ^pan Kräften z» „verschulden". Heimzubringen, da ihrer Weidgänge und Feldwege Aschen denen von Neuenbürg und einigen Untcrthancn de, ^ ^nbetheiligten einen gütlichen Vergleich zu ver- v^b, wird dem Landvogt aufgetragen, mit Zuzug ^ und dem Recht seinen Gang zu lassen, ww, .w »i?i ^ Anmerkung von Cysats Hand im Lucernei e ien p °°t" sectischer Lieder gedichtet und drucken iasfen." i0 314 August 1323. Inzwischen sollen die Parteien ungestört unter einander verkehren, nichts Feindseliges gegen einander vornehmen und das gepfändete Vieh auf Bürgschaft zurückerstatten. I. Da verlautet , daß Hans Marti von Sulge», genannt Wyßhans, unschicklich lebe, sein Gut, Weib und Kinder „übergeben" habe, sich heimlich in Wäldern aufhalte und verlauten lasse, er wisse von der Urfehde, die man ihm auferlegt, und dem Vertrag zwischen ihm und Wolf von Helmstorf nichts, und da zu besorgen ist, es möchten daraus für den von Helmstorf Unruhen und Beschwerden entstehen, so wird dem LRndvogt befohlen, der Sache gründlich nachzufragen und den HM Marti, wenn die Sache sich so verhielte, festzunehmen und das Recht über ihn ergehen zu lassen, in. M»» hat über die Anstünde zwischen Nothweil und Ritter Caspar von Bubenhofen einige Schriften verhört und beide Parteien diesmal „abgewiesen", weil die rothweilische Botschaft keine Vollmacht hat, sich rechtlich oder gütlich einzulassen; Bubenhofen soll nun seine Klage schriftlich verfassen und sie denen von Nothweil mittheilen, die sich dann auf dem nächsten Tage erklären sollen, ob sie auf sein Erbieten ihm gütlich oder rechtlich begegnen wolle»- i». Der Herzog von Savoyen läßt sich durch seine Anwälte gegen den Vorwurf verantworten, daß er den Kall»' gegen den König von Frankreich unterstütze, und dabei über den Schaden und Verlust berichten, der seinen UM' thanen jenseit des Gebirges durch die Spanier zugefügt werde, mit der Bitte, ihm hierin getreuen Rath Z" ertheilen. — Antwort: Man wolle diesmal das Bessere glauben; wenn sich der Herzog gegen die Eidgenosse» treu verhalte, so werde es ihm zum Vortheil gereichxn; sollte es sich anders erfinden, so möge er erwarten, m»2 ihm bevorstehe. «. Der Streit zwischen Herzog Ulrich von Würtemberg und Hans Heinrich von Klingendes einiger Schulden und Ansprachen wegen, ist jetzt gütlich verglichen, wie der aufgerichtete Vertrag des Weitern zeig" Z». Auf diesem Tage, der hauptfächlich zur Beilegung des Spans zwischen dem Herzog von Würtemberg »"^ dem Grafen Wilhelm von Fürstenberg anberaumt war, hat man diesen Handel nach vieler Mühe vertragen M folgt: Es soll die Herrschaft Granges dem Herzog Ulrich übergeben, die Herrschaft Blamont aber zu H»»^ Lncerns und Basels, als in unparteiische „Mittelhand", gestellt, und dann vor dein Parlement zu Dole da»»»' das Recht gebraucht werden, laut des darüber gemachten (Special-)Abschieds. Lncern soll dem Kaust»»"" von Antorf in aller Eidgenossen Namen einen Nathsboten nach Uri mitgeben, um demselben feinen Handel endlich berichtigen zu helfen, i. Glarns wird ersucht, dem Vogt im Sarganserland Befehl zu geben, auf den Dieteg»" (von Salis) zn achten, ihn festzunehmen und zu eidgenössischen Händen zu behalten; Glarns soll von sich dasselbe thun. Der Landschreiber Joseph Gerig von Uri wird zum Schreiber nach Lauts ernannt; Uri st dies dem Landvogt berichten, damit er sich darnach zu verhalten wisse. 4. Bern, Freiburg und Solothnrn langen wieder Antwort wegen der Reisstrafen im Thurgau. Die Sache wird ans den nächsten Tag zn Luce»" verschoben. Ii. Ans das Gesuch des Grafen von Arona ist beschlossen, sich bei dem König für ihn zn verweist»"' damit er in Gnaden bedacht werde und desto eher Nahrung und Aufenthalt finde, v. In dem Handel zwisch'" Jacob Map und Jacob Klein von Uri ist erkannt: Es solle beiden Parteien von ihren Obern Geleit geg»^ werden. Will Jacob Map seine Ansprache nicht fallen lassen, so soll er an die Obrigkeit seines Geg»»^ Uri zur Rechtfertigung gewiesen werden, 1. Zürich wünscht eine Abschrift eines Briefes zu erhalten/ " von etlichen der Seinigen an die Eidgenossen gekommen sein soll); ferner in Betreff Zwingli's, daß wa» selben unangefochten lasse; endlich gibt es Kenntnis; von den erhaltenen Warnungen, daß für die Eidge»»» namentlich die Grenzorte, wenn der Zug »ach Mailand zn Stande käme, Unruhen und Unannehmlichkeiten enst ^ würden. 2. Obschon Zürich Antwort begehrt, hat man eine solche doch verschoben und wieder beschlösse», ^ allen Orten Boten nach Zürich zu schicken und da ernstlich zu handeln, sowohl in Betreff des „ Mailand als darüber, daß es Widerwärtige bei sich dulde. Es soll jedes Ort zwei Boten auf den »»^ August 1523. ^ag zu Luccrn abordnen; je einer davon soll nach Zürich gehe», und die Uebrigeu üt Luccrn verbleiben. Schwyz, ^as hierüber keine Vollmacht hat, wird ermahnt, diese Angelegenheit treulich heimzubringen und sich von den "brigm Orten, die alle einhellig sind, nicht zu sondern.*) x. Jeder Bote kennt die Unterhandlung mit den llanzösischm Anwälte», wegen der Besoldung von 1000 Mann Besatzung in den ennetbirgischen Schlössern. Sie "^sprechen Antwort auf den nächsten Tag zu Lucern. Desgleichen (ist bekannt), was die französische Botschaft ">» Schlüsse des Tages des zu thuenden Auszugs und dessen Förderung halb vorgebracht, und wie die Bündner Betreff ihrer Pässe gemeldet, sie vermöchten dieselben nicht mehr lange zu hüten, und endlich in welchen Sorgen ^ Venctianer stehen. Für alle obige Artikel ist ein Tag angesetzt nach Lucern auf Samstag nach Laurentii ^ August). 1523, 5. August, Bern. Die eidg. Boten schreiben an den Herzog von Savoyen: Er werde aus ^ue»i ^ch^ib^l Bern's ersehen, wie viel diesem Ort daran liege, daß das Kloster St. Michael „de Elusa" '''cht in fremde Hände gelange; da nun diese Angelegenheit auch gemeine Eidgenossen betreffe, so ersuche man den ^zvg, dafür vorzusorgcn das; dorther keine Beschwerden und Streitigkeiten erwachsen; denn sollten die Spanier andere Feinde auf diesem Wege der Eidgenossenschaft Schaden zufügen, so möge der Herzog es dann nicht ^l deuten, wenn man daraus Anlas; nehme, das Bündnis; abzukünden. M. Lauw.Misswm. x.ss>-. !»I». (5 August). Die eidg. Boten verwenden sich neuerdings für einen Kaufmann Petrus de Lorna (?), von dcni Verkauf einer Anzahl Waffen noch eine Snnnne unbezahlt ausstehe, ungeachtet des früher schon Wirkten königlichen Befehls, ihn zu befriedigen, weßhalb er seither große Kosten gehabt, um zu seinem Rechte ^ ^VNNNen, N. s. s Ebendort: Latein. Missiven, X. n. «v. (5, August). Abermalige Verwendung bei dew König für den immer noch nicht befriedigten Genfer Bmnanii Peter de „Farne", in Betreff seiner'Forderung an Thomas Maistre, ?c. w. u>. x.»«u. (5, August). Die Boten gemeiner Eidgenossen antworten der Princessin (von Orange) auf ihre dx beigelegte Schreiben des Kaisers, worin er die diesseits gehabte Bemühung für die Neutralität ^wfschnft Burgund verdankt, man habe die Sache gern gefördert, indem die Erbeinnng vorschreibe, das; ^ ^heil dem andern alle Gunst und Liebe erweisen solle, was man auch in Zukunft zu thun verspreche, nicht ' ^llelnd das; die Princessin und die Bewohner der Grafschaft das mit gleicher Gesinnung vergelten werden. (In Begleitschreiben weist Bern der Kürze wegen auf diese Erklärung hin). m. u>. x.»?. v«. (6, August). Dieselben Boten richten an den König von Frankreich das Gesuch, für die Bundcs- All» von Rothweil, als in der Vereinigung Mitbegriffene, an der Pariser Hochschule (in tllznnnasio lArrisionsi) "6lls zuzei Scholaren auf seine Kosten erziehen zu lassen. u>. m. x. s»«. ^ ^ 1523, 8. August (Samstag vor Laurentii), Bern. Die eidg. Boten an Kaiser Karl oder das Reichs- Und"^ Nürnberg. Hans Heinrich von Klingenberg beschwere sich über die gegen ihn ausgesprochene Acht > ^ daraus für ihn erwachsenden Folgen. Es sei aus der beigelegten Supplikation und der Copie des Acht- »nd^ ^ rrsehen, ans welchen Gründen solches über ihn verhängt worden; man finde nun, daß unförmlich ^^"^dührlich mit ihm gehandelt werde, und bitte daher, den Verlauf der Sache, sein geziemendes Rechts- ^^en Ansäßigkeit in der Eidgenossenschaft zu bedenken und die Acht ihm nachzulassen, was die auf Dieser Artikel ist im Zürcher Abschied ganz kurz und allgemein gefaßt. Zu bemerken ist folgender Satz: (Abgeredet), stalle»« Tag zu Lucern zu antworten, „oder villicht si von sölichem tag durch unser botschaft unser Herren willens und zuo berichten." 316 August 1523. Eidgenossen desto geneigter machen dürfte, dem Kaiser dienstbaren Willen zu bezeigen; widrigenfalls würde man sich genöthigt sehen, der Erbeinnng gemäß weitere Schritte zu thun, :c. St.A.Be>n: Teutsch Missw-n i>. c. iso n NE. (Verhandlung über die schriftlichen Anträge des päpstlichen Gesandten). Im Zürcher Eremplar fehlen <>, >. x, » iin Berncr, Basler, Frciburger, Sotothurner und Schasshausee nur >>>, dem Basler auch i>. Zu Die erwähnte Zuschrift der Botschaft fehlt. — Schon am Montag vor Oswald! schreiben die eidg- Boten an Wolfgang von Homburg, 1)r. Jaeob Stürzet und Vit Sntcr, Gesandte des Kaisers (sich! haben keine Vollmachten, das verlangte Geleit weder zu gewahren noch abzuschlagen, und da sie nicht hier bleiben könnten, bis die Gesandten einträfen, so haben sie das gestellte Begehren im Abschied heimgebracht, in der Meinung, daß die Herren und Obern sich auf andern Tagen erklären werden. St. A. Bm>: T -ulsch .Misstv-» i>. c. l?s «. Zu Ii. Den Wortlaut des Ratifications-Jnstruments, dd. 4. August, haben die lateinischen Berner Missim», X. 84 b. (Der Inhalt des Vergleichs ist nicht bezeichnet, als zweiter Mittelsmann aber Hans Rudolf Hetzet von Lindach genannt). Zu i. Hier sind vorzüglich folgende Acten zu beachten: 1) 1523, 10. Juli. Gedruckte Ermahnung des Bischofs von Constanz an alle Geistlichen seines Sprenget, betreffend die „neue Lehre". St. sc. Mich- s>. Bischof Constanz. 2) 1523, 14. Juli (Dienstag vor Margarethe). Hugo, Bischof zu Eonstanz, an den Decan des DecauaE Regensberg. Mittheilung eines kaiserlichen Mandats über die Verkündung des göttlichen Wortes ?e., sowie einer bischöflichen Erhortation, mit dem Begehren, diese Schriften allen Capitelsverwandten anzuzeigen und dieselbe» zu schuldigem Gehorsam zu ermahnen, ?c. St.A.MM A.Bischof Constanz. Natürlich wurden solche Weisungen an alle Decanate der Diöcese Constanz gerichtet. 3) 1523, 15. Juni. Bern. Mandat betreffend die Verküudung des reinen Evangeliums n. Undatirtes PlacK, für Basel gedruckt, im Eingang handschriftlich für Bern corrigirt. St. A. Bern: A. Kirchl. Angelegenheiten. — Teutsch Missiven 1'. 168 b. Wörtlich abgedruckt in Mi v. Stürler, Urkunden (al. Quellen) der Vermischen Kirchenreform, I. 101-^0 Dazu kommt der auf Dienstag nach Laurent» hl 1. Aug.) gefaßte Nathsbcschluß, des Kaisers Mandat b^ treffend die lutherische Lehre nicht anschlagen zu lassen, sondern dem eigenen nachzukommen. (Das kaiserllH Mandat ist abgedruckt bei Anshclm VI, 179—183). St. A. Bern: Rathsmanual Nr. ros, x. res. 4) 1523, 29. Juli, Mühlhanscn. Mandat betreffend die Predigt des Gotteswortes. (Druck). St. A. Bem: A. Kirchl. Angelegenheiten- Zu ». 1) 1523, 10. Juli. Bern an den Herzog von Savoyen. Man vernehme glaublich, daß et» t Angehörige des Herzogthnms beschäftigt seien, Truppen im Solde des Herzogs von Mailand aufzubringen, gegen den König von Frankreich dienen sollten, was nicht bloß diesem, sondern auch gemeinen Eidgenossen »» theiligwnre; darum bitte man den Herzog dringend, solche Umtriebe abzustellen und überhaupt nichts zu gest»^'' was dem König Abbruch bringen könnte; sonst würde er sich der Eidgenossen Unwillen zuziehen, was man nwtz meinend anzeige, damit er für die Ruhe und Wohlfahrt seiner Lande zu sorgen wisse, ?c. St. A. Bern: Latein. Missiven 78 2) 1523, 21. Juli. Bern an den Herzog von Savoyen. Antwort auf den Vortrag seines Secretairs M»»( (Monncron?). Man wisse die vorgebrachten Gründe wohl zu würdigen; weil aber die Sache auch die Eidge»»v^ insgemein berühre, und diese auf den 2. August sich hier versammeln werden, so könne der Herzog Gesandte ordnen und dann gewärtigen, was da gerathen werde; wollte er das aber nicht thun und längeren ^ suchen, so könne er doch wohl erkennen, was ihm obläge, wenn Spanier oder andere fremde Nationen sein Gc überziehen und schädigen wollten; nichts desto weniger wolle man ihm die Beschlüsse der eidg. Boten melden. St. A. Bern: Latein. Missiven u. SS Zu t» und >». Die bezüglichen Sprüche, beide datirt von Oswaldi (5. August), finden sich wörtlich Berner Teutsch Sprnchbuch 360—307. August 1528, 317 <» ist besonders zu bemerken: 1) Als Ausgeschossenc werden genannt Caspar von Mülinen und Bartholomäus Map von Bern, Logt (Hans) Hug von Lucern, Hieronymus Stocker von Zug, Jacob Fritz von Anwyl und Ludwig von Hclmstorf, 2) Die Hauptbcstimmunge» lauten wie folgt: (1) Für Dienstgeld und Darlehen ist Herzog Ulrich laut der abgelegten Rechnung schuldig 982 Gulden; diese und den von den Söldnern an den machsenden Früchten verübten Schaden soll er mit 1000 Gl. rh. ersetzen, und zwar die Hälfte auf nächsten St. Vercnentag (1. Sept.), die andere Hälfte auf Weihnachten, was in Schaffhanscn z» bezahle» ist. (2) Der 500 Gl. halb, welche Hans Heinrich von Klingenbcrg als ältere Ansprache fordert, soll der Herzog Ulrich einen Schuldbrief aufrichten. (3) In Betreff der Reichssteuer, welche der von Klingenberg seiner Zeit um 5500 Gl. auf Wiederlösung an sich gebracht, und die er dann von fünf Städten eingetrieben, die aber der kaiserliche Fiscal w jüngster Zeit in Haft gelegt wegen seines Verhältnisses zu dem Herzog von Würtemberg, von dem er nun eine Entschädigung verlangt, wurde durch die verordneten Anwälte beschlossen, an die Reichsregenten in Nürnberg M schreiben, sie möchten das Mandat entkräften und dein von Klingenberg die Steuern verabfolgen lassen; wenn aber dies in der Frist eines halben Jahres nicht geschähe, oder die Bewilligung später wieder gezuckt würde, so mag er laut des bezüglichen Vertrages den Herzog Ulrich weiter belangen. (4) Dieser Entscheid sott dem alten Vertrag an seinen Kräften nichts abbrechen. Zu >». Bemerkenswerth sind folgende Acten: 1) 1523, 5. August (Oswaldi). Bern. Die eidg. Boten an Erzherzog Ferdinand. Antwort auf dessen Schreiben über den Span zivischeu Herzog Ulrich von Würtemberg und Graf Wilhelm von Fürstcnberg. Um Unruhen vorzubeugen, habe man, da beide Theile einzelnen Orten verwandt seien, einige freundliche Mittel aufgesetzt, durch die man den Handel beizulegen hoffe; zum Thcil habe man die Parteien an das Parlement in Dole zum Recht gewiesen. Da hiemit dem Erzherzog au seiner Obrigkeit in der Grafschaft Burgund kein Abbruch geschehe, so ersuche man ihn, die diesseits waltende gute Absicht zu würdigen und sich die unternommene Vermittlung gefallen zu lassen, ?c. St. A. B«»: Tmtsq MWvm v. e. i?v l>. 2) Basler Instruction: 1. Die Boten sollen zuvörderst allen möglichen Fleiß anwenden, in» zu einem gütlichen Vergleich zu gelangen. „Wo aber . . die fach rechtlich vor unscrn . . Eidgnosscn angesengt und fürgetragen M"rd, so dann unser l. Eidgnosscn von Luzern und Solotorn sitzen bliben wurden (und) nit bym Herzogen sto», so svllen unsere Kotten auch bliben sitzen und nit by des Grafen anwält(cn) stall." (Folgt die entsprechende Weisung s"r den entgegengesetzten Fall). Doch sollen sie sich vor allein a» die zu Bern eingelegte Jnstrnetion von Graf Wolf Dietrich von Pfirt halten, sich der letzten von Jos Münch in Bar nicht annehmen, sich überhaupt nicht zu Üef in den Handel „stecken". 2. „So die französische botschaft die Eidgnosscn nit gmeinlich oder sy sunderlich laden wurd, daß sy (unser Kotten) dann nit ganzen, sunder in iren Herbergen bliben; ivurd s>) aber gemeine botten samcnthaft laden, alsdann sollen sy mit inen gon und (sich) nit absündern." «.A.Basu- Abschicke. 3) 1523, 10. August (Laurcntii). Basel an Graf Wilhelm. Verweisung auf den Abschied von Bern und dm Bericht der Gesandten. Man sähe nun gern, wenn er sich baldigst persönlich hicher verfügte, damit man das Weitere gründlich bcrathen könnte. K. A. B-u-u Mysivw. 4) 1523, 17. August (Montag nach U. Frauen Himmelfahrt). Basel an denselben. Antwort aus dessen (durch einen Diener angebrachtes) Rathsbegehren über de» Abschied von Lucern (?). Nachdem er sich so weit in die lluterhandlung eingelassen, befinde man rüthlich, daß er dein zu Beru „gefallenen" Abschied nachkomme, also Cranges dem Herzog überlasse, ?c. ?c. Dank für die gethancn Warnungen, nebst „untcrthäniger" Bitte, in solchem ÜMcigtem Willen zu verharren, ?e. ">- >>>. 5) 1523, 21. August (Freitag vor Bartholomen). Basel au denselben. Mittheilung der Zuschrift Berns M'd freundliche Ermahnung, die Folgen einer Fehde wohl zu erwägen; denn würde er de» Abschied von Bern chcht halten, so könnte man die Angehörigen nicht wohl hindern, den andern Eidgenossen, die den Herzog wahr- ^mllich nicht verließen, und denen man viel mehr schuldig sei als ihm, dein Grafen, zuzulaufen, was zu ferneren Vwlstigteiten führen dürfte, ?e. a>. w. 318 August 1523. 6) 1523, 20. August (Donstag vor Bartholome). Bern an Basti. Es verlaute, daß der Graf von Fürstenberg mit Rüstungen beschäftigt sei, welche besorgen lassen, daß er gegen den Herzog von Würtemberg etwas Thätliches unternehme, wodurch demselben (Hinwider) Anlaß geboten würde, mit Hülfe seiner Anhänger zur Gegenwehr zu greifen, was man zu dieser Zeit ungern sähe. Da nun der letzte Abschied festsetze, daß die Parteien den vorgeschlagenen Rechtsentscheid erwarten sollen, so bitte man Basel freundlich, den Grafen zu vermögen, nichts Feindliches und den Eidgenossen Schädliches zu versuchen, sondern sich bis auf Weiteres ruhig veralten, zc. St. A. Bern: Teutsch Missiven s. 183. 7) 1523, 20. August (Donstag vor Bartholomäi). Basel an Bern. Antwort: Man habe über den Grast» Wilhelm von Fürstenberg von anderer Seite das Gleiche gehört und ihm dcßhalb geschrieben, wie die Beilage laute, in der Hoffnung, daß er sich solcher Anschläge enthalte; auch habe man ihm das Schreiben von Ben' zugestellt und ihm erklärt, daß man sich seiner cntschlüge, wenn er dem Abschied nicht nachkäme, w. (s. N. 5). 8) 1523, 25. August (Dienstag nach Bartholomäi). Basel an Graf Wilhelm. Man habe ihm letzthin »»? sein Begehren Rath ertheilt, darüber aber noch keine Antwort erhalten; da nun von den Eidgenossen bereits mehrfach nach einer solchen gefragt worden, so begehre man umgehend eine bestimmte Erklärung, ob er sich be>» Abschied von Bern gemäß verhalten wolle oder nicht, ?c. 9) 1523, 30. August (Sonntag nach Bartholomäi). Basel an Denselben. Erwiderung seiner Zuschuß daß er dringender Geschäfte wegen sich nicht entschließen könne, w. Man begehre nochmals „satte" Antwort mit Ja oder Nein, ob er dem Abschied nachleben wolle. 10) 1523, 3. und 12. Decembcr. Basel an Bern nnd Graf Wilhelm. Mittheilnng von Zuschriften »»^ Antworten (ohne Belang). 7) — lo) K. A. Basel: Missiven. Zll «>. 1523, 24. Juli. Antwerpen an die Boten der" XIII Eantone („dantonorum"). Erinnerung an tA frühern Schreiben für den Kaufmann Johannes Vcrrccgue, dd. 15. October (1522) und 18. März (1523t- Man hätte kraft der erwähnten Privilegien bereits gegen die Angehörigen der Eidgenossen einschreiten könne», habe aber aus besonderem Wohlwollen gegen die Nation nicht handeln wollen, ohne sie vorher gewarnt zu habe»- Indessen vernehme man von Johann Lengrant, daß den Kaufleuten Thomas Barillo und Philipp Piscator Z» gleicher Zeit viele Güter in Uri auf dem Wege nach Antwerpen geraubt worden seieil, weßhalb sie um Verweist»»!? für Restitution derselben gebeten; daher begehre man, daß die Eidgenossen bei Uri, Lucern und überall, ivo st nöthig sei, dahin wirken, daß die Genannten billig entschädigt werden. Im Fall des Entsprechcns werde »>»" die durchziehenden Angehörigen der Eidgenossen nach Kräften beschützen; im andern Fall wäre man genöthigb von den vorhandenen Privilegien Gebrauch zu machen, ?c. St. A. Lucern-. Mission,. Zu ii. Das an den König erlassene.Schreiben, dd. 8. August, recapitulirt die Schicksale des Grafen, erweist die Unzulänglichkeit der für ihn ausgeworfenen Summe (1000 Kronen) und dringt auf Erhöhung um rvciü^ 1000, erneuert das Begehren, die dem Sohne Camilla bewilligten 30 Lanzen um 20 zu vermehren, und bei» Grafen Franchino Rusca seine Rcchtsame zu bestätigen, und gibt zu verstehen, daß die Nichtbeachtung bstst' Fürbitte ungünstig beurtheilt würde. — Ein Promotorial wurde unter gleichem Datum auch an den Maust" „cko Nomoransi st Ruscüuxot" erlassen. St. A. Bern, Latein. Missiv-n. ic. 88, so. Zu 1523, 10. Juli (Donstag nach Margaretha). Bern an Lucern, Schnffhausen (nnd andere Ostst' Der französische Gesandte, Herr von Boisrigault, habe in dieser Stunde nach Ucbergnbe seiner Crcdenz eröff»^' das; der König des Willens sei, bis den 2V. August in eigner Person mit einem großen Heer über das Gcbistst zu ziehen, und zu diesem Unternehmen die Hülfe der Eidgenossen gemäß der Vereinnng begehre; indem »'»» ^ ans die Bitte des Gesandten schriftlich anzeige, habe man beizufügen, daß General Morelet, der nächstens kommen werde, über alle näheren Umstände das Nöthige angeben solle. Zugleich werden die Eidgenosse» c>s»^' den Practiken, die der Papst wider den Köllig mache, keinen Glauben zu schenkeil, sondern redlich und standhaft ^ letzteren anzuhangen, ?c. St. A. Lurern, Missiven. — St. A. Bern, Teutsch Miijive», I'. 177. — K. A. Schaffhausen, Uorrespandenzen. ^ Zu 1523, 5. August. Bern an den Herzog von Savopen. Ilumilitsr est. est. Usrvomt, nun» ^ uuiög nostrus guvnäni» sx rsvsrsnclissimw clnminw llurclinulillut! Ilwpanis uuticmis pstsro po»8oss!ouss August 1523. 3 batis Saneti Nivalis 3s (llusa et icl vigoro impotrato apostolioo provisionis, guo.I s. iw, nob.s molsstum korkt; est enim loous ipso passus kt introitus kortis et mloo mnnitus. ut s. «.span. .luäem I.ab.ta.k et worum seu mansionom lmbo.k ttodkrent. guo.t i..İ uobis et eonkeäerutis nostr.s pk.-.ku1um et meommoäum äovemre posset. Ist guia tkttk.un. importantia oxposeit, ut ...ttlu partium altorms i.ostks et m.m.oos kove.e, sustmo.-k .mo oisttom attitum seu ingressum u.lmittere äedeat, gua.k illust..ss..nam äo.mnat.oukm vestrum prsee kxllortamur, ut antottiotan. abdatiam eiusüemgue posskss.onsm antktt.kto üom.no 0a..1».a1. vel altkr. --xtr-meo uullatenus kunkerrk, guiu imn.o ipsum monastkr.um al.au. ttuaatus Labauä.o maolak seu nolus Aainitatk aonjuuato mlmittoro velit, cl° eo ita äispouknclum et xro^enäum cpro nob.s et uge nostrk .nllk mdil wmm. Zksiouis, ...olkstio vol injuriarun. atlkratur. Xam ...s. .6 bat kaa.lk .11 3. vos ra ponsabtt guk walkvolkvtiä et expwbmtio sollom (sie) ueeiäere potorit. guoä ut M. 6. vostra bono .utkll.gat an.mo et petitioui wie „ostre aomplaakat e-mw.n xlurimum prsaamu.' ... S.. A. B»„. Mgst°... x.»- «. g.. .. .. Der in Nt. 144 a kundgegebene Widerwille der Boten aus den mit Frankreich verbündeten Orten kann mrs nicht hindern, dieses im Abschied verschwiegene Geschäft durch Aufnahme der wesentlichsten Arten zur Geltung zu bringen: " . ,, ^ , 1) 1523, 12. Juli, Constanz. Der Bischof von Verulam ersucht Zürich, d.e pi.pstt.che Bulle über de., allgemeinen Frieden au den. Münster oder an. Rathshaus anschlagen zu lassen und .hm zu wetteren VerHand- langen hierüber behülflich zn sein. S.. A. Zürich - P°ps. tB°lae°u- On°i..aM.. a.,. P°p.°o wwn.sch >mb d»..sch). ' 2) 1523 1. August. Constanz. Ennius, Ep. Verulanus, an die Gesanoten der XIII Cantone in Bern. Weitläufige Wiederholung seiner Friedenswerbnng. ^ ^ «. P°B (--.m... o..-.ma». Den Text dieses Vortrags hat in einer Copic auch das Wt. A. Zürich: . . Paps. 3) 1523, 5. August, Constanz. Der Bischof von Verula». an die Tagsatzung ... Bern. Anzeige, dag a». 28. vor Mts .wischen dem Kaiser und den Venctiancrn Friede und e... ewiges Defens.vbnndn.ß geschlossen worden, was a.st? Ne5 m Empfchttm des jetzt betriebenen allgemeinen Friedens dienen sollte. Anerbieten zn e.ner Unterhandlung hierüber, -e. A. Z-».a. «. Papst. ^ S.. A. A. Pap.. oup.-Adr, 4s 1523 <7 Auaust?) Freitags", 2 Uhr Stach.». Zürich an die Boten gemeiner Eidgenossen auf de». die XIII Orte da sie allerlei neue Nachrichten enthalte, so mögen d.e Botschaften d.e Sachen bedenken und ralhschlagen, was der Eidgenossenschaft Nutzen und Ehre fordern könne. E.. A. ru«n. MM... cou,..a>,. 5s'1523 31 Z..li Ron. Papst Adrian VI. klagt über die Macht der Türken, d.e das he.l.gc ^and, dar. christliche Asien Afriea'und einen Theil von Europa unterworfen habe» und der Chr.stenhett täglich größere Gefahr bereiten'; Ermahnung zu eiue». allgemeinen (vorläufig) dreijährigen Frieden unter den christlichen Fu.sten. N»r Stärkung und Verbindung gegen den Erbfeind ,e. «-«- ^ ^ 148 Jireiknrg. 1523, 11. und 12. Allstllst (Dienstag und Mittivoch nach St. Laurenzcntag). Dtaatöarclnv Bern : Allgemeine eidgenössische Abschiede ^V. p. 73. Gesandte: Bern. Lieuhard Hübschi, Scckelmeister; Peter Stürler, Venucr. Frei bürg. „Gesessener Rath". N . ^ Facob vom Stein der jüngere (von Bern), Schultheiß zu Murten, legt über dieses sein Amt vollkommene 15 ^ln Einnehmeu beträgt a» Pfcnuiggülten 71 Pfund 2 Schilling 1 Pfg., dazu die Bußen ^ . ^ ' zusammen 86 Pfd. 2 Schl. 1 Pfg.; dazu an Dinkel 6 Mntt, an Roggen 11 Mt. 8 Köpfe 1 Maß, eiit/'e^-'. ^ ^°lzcr inbegriffen, 58 Mt. 8 K. 1 M. 2. Die Ausgaben belaufen sich für Allerlei, das Richten ^ auf 12 Pfd. 19 Schtg. 8 Pfg., für die Burghut 60 Pfd., zusammen 112 Pfd. 4 Schl. 4 Pfg; an 320 August 1523, Dinkel, Roggen und Haber nichts, 3, Das Ausgeben übertrifft also das Einnehmen an Pfenningen um 41 Pfd- 2 Schl, 3 Pfg,, woran jede Stadt zu zahlen hat 20 Pfd, 11 Schl, I V« Pfg, Dagegen bleibt ihnen der Schultheiß schuldig: au Dinkel 6 Mt,, an Roggen 10 Mt, 6 K., au Haber 53 Mt. 7 K., die Kastenzinse abgerechnet, was die Städte gleichmäßig theilen (3 Mt, w.); alles in kleiner Münze und Muriner Maß- I». Am zweiten Tage gibt Jacob Tribolet (von Bern), als Landvogt zu Orbe („Orbaz") Rechnung, 1, Seine Einnahme betrügt au Pfenningen 705 Pfd. 8 Groß 7 Pfg,, an Korn 87 Mt, 3 K, 1 M,, an Haber 60 Mt- 1 K. 14/2 M, 2. Dagegen hat er, 80 Pfd. für die Burghut und der Amtleute Recheugeld eingeschlossen, ausgegeben: An Pfenningen 507 Pfd. 5 Gr, 3 Pfg,, an Korn 20 Mt, 11 K,, an Haber 6 Mt,, mit Abzug des Kastenziuses, 3, Der Landvogt bleibt also schuldig: au Pfenningen 258 Pfd, 3 Gr, 5 Pfg., an Korn 66 Mt- 4 K. 1 M,, au Haber 54 Mt, 1 K. l'/s M,, was die Städte theilen; alles kleine Münze und Lausanner Maß- 4, Sodann hat der Vogt eingezogeil von einer gerichteten Frau, von deni Commissar von Lausanne und an drei Faß Wein 117 Pfd, 11 Gr., was auch getheilt wird, « . Die Boten wissen, daß die Jahrrechnung der Vögte von Grandson und Grasburg auf Dienstag nach Bartholomäi (25. August) verschoben ist, was ihnen schriftlich gemeldet wird, «R. Da man in des Landvogtcs Rechnung findet, daß sich der Nachrichter schwer bezahlen läßk so will man beiderseits die bezügliche Ordnung prüfeil und auf dem genannten Rechnungstage zu Bern für ein- und allemal den Lohn des Geleitsweibels und des Nachrichters festsetzen, damit sich die Amtleute künftig darnach zu richten wissen, «. (Nachtrag). Die Gesandten wissen, wie Kläui Stütz um 20 Kronen gestraft ist wegen de> Vergehen seines Sohnes und seiner Tochter; bis Martini soll er jeder Stadt die 10 Kr. bezahlen, I4S. ^«cern. 1523, 17. August s. (Montag nach Assnmptionis Mariä f.). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 2. f. 473. — Lucerner Abschiede, I). s. 76. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 8, f. 264. (T bendort: Tschud. Abschiede-Sammlung Bd. 5, Nr. 81. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, p. 83. Abscheide mue «lato. , Kantottsarchiv Basel: Abschiede, s. 40. KatttonSarchiv Freiburg: Abschiede, Bd. 56. KatttottSarchiv Solothurn: Abschiede, Bd. Xll> KantottSarchiv Schaffliattsen: Abschiede. Gesandte: Zürich, Jacob Grebel; M, (Heinrich) Walder, Bern, Caspar von Mülineu;, Sebastian no>" Stein, Lucern 11 ri, Amman» Trogcr; Martin Regel. Schwpz. Martin „Andermatt", AnnnanN' Amman» (Gilg) Npchmuth. Obwaldeu. Ammann (Arnold) Fruonz, Nidwalden, Ammann (Marquind Zelger, Zug, Amman» (Hieronymus) Stocker, Glarus. ... Seckelmeister, Basel. (Caspar Koch), SalzheU' (Jacob Meyer), Zunftmeister, Freibnrg, (Jacob) Techtermann; Venner (Hans) Krummeustoll, Solothns"- Peter Hebolt, Schultheiß; Haus Heinrich Vogt, Schaffhauscn, (Haus) Zieglcr, Burgermeister; Zunftnnni^ Murbach, Appenzell, (Nicht augegeben). St, Gallen, (Nicht angegeben), Wallis, Simon in Allw'k Hauptmann. . Jeder Bote kennt das Schreiben aus Rothweil, betreffend Hans Caspar von Bubenhosen; der gesuchte Aufschub wird bis auf den nächsten Tag bewilligt, I». Das auf dem Tage zu Bern von Ferdinand und den Kaiserlichen begehrte Geleit wird aus mancherlei Ursachen von der Mehrheit abgesclM^ e. In Betreff der Besatzungen zu Lauis, Luggaris und Gottlieben wird erkannt, dieselben noch länger Z» die Orte, die ihren Theil noch nicht da haben, sollen die Ihren förderlich dahin schicken, und jedes D>> Seinen aus dem eigene» Seckel besolden, «l. 1, Den sranzösischen Bolen wird auf ihren zu Bern gehM" August 1523. 321 . r...n ol»Kn»bme Zürichs» dein Küttig gemäß der Vereinung «»-s ^ ^ Mm.I.,«ch »»'«. Mmij w S°.d s°.i Mi. - '»« ... > M»,S-h»»-" w->w> m.d zw», nach (S4.«us»l>) »M«.; » W 1 d»ß w K».ch °w I-im Mdh-nm I-M-S w P-q°>». «Ich. «°ll »»ch ^'' '°^ m.d «n-ch.-» »nd-schl-n. w» K-»i-> ».» »>» ch-I.ch Wwilliz ..»chlch,». i°l< « > ^i- ^ g.,„>Ii-.q»st zu d-m, w.r m.> M diene» und nicht heunzuz.ehen ohne ^ ,vill man nach Verdienen bestrasen. 2. Da sich d,e Betrug umgehe, es seien Hauptleute ^ ^^l dieselben den Konig ÜberFranzosen beschweren, daß sie mit ^ ^ ^ gl-ich-.. Orten. 3. Das lvrdern, so wird ihnen bewilligt, an dc.c rudere 6000 Knechte ohne weiteres Erfordern znzu- Begehren derselbeii Gesandten, de». Konig ""s ^ ' beschlossen heimzubringen, und z.var so, daß wenn der sagen, hat man, da die Boten hiesür nicht .>>,um danii sofort ertheilt iverdeii könne ohne ferneres König über kurz oder lang diese Forderung je . ^ Schriften, die Einer einem Priester hat zusenden Hintersichbringen. »- Jeder Bote ive.ß vo» cm ^ Prester nicht leichthin loszulassen, sondern ernstlich wallen, und wie Frcibuvg bcailstragt worden, g ^ Söhne des Grafen von Arona klagen 'V verhören, wer mit solchen Schriften wollen gehalten werden, und bitten, persönlich, wie die von dem Konig ihre». ^at g ^ ^ ,villen um Land und Leute und all ch«m behülflich zu sein, da sie doch um ^ ' °> ^ Montmorenci) geschrieben, er möge dahin wirke», 'hr Gut gekommen seien. Darauf hat '»an ^er übrigen zwei Artikel halb soll jedes Ort seinen d°ß de». Grafen das versprochene Geld veral g ^ König sich für ihn zu verwenden. ')a»ptleuten befehlen, im Feld, wo auch er g ^ Knechten soll sich die Ordonnanz, die der lchtjahrigen Jeder Hauptmann bei den jetzt abzufertigen e» beschwören lassen. I». An. Schlüsse des Tages Sleul)lautet, in Bern abschreiben und pe durch ^ ^ ^ ^^ge..°ssen warnen und berichten, bud dringende Briefe von Mnhlhanscn und ^ i ^ g^euteudc Anzahl daß rings inn Mühlhanscn und im Sundgau her aus w deßakeichen im Breisgan; niemand wisse, was sie d'audsknechte liege, die noch eine., reisigm Zuzug N ^ versuchen. Die z.vei Städte Gehaben; nur gehe das Geschrei, sie wollen > ). ^ ^ lange ertragen, indem Wein und Ute,, bähe.- um treues Aufsehen; denn sie tonnen u . überall rüste bis auf 20,000 Mann, Korn verwüstet oder aufgezehrt werden. — Heunzr.br .»gen, beschlossen, es sollen die beiden Städte ein "" Nothsall Widerstand thun zu können. Deßhal w.r berichten; dieses soll dann die Aufsehen haben, und was ihnen begegne ber -«6 °° Z ^ ^ leisten, i. Es soll "gen Orte in Eile zusammenrufen, damit ledennautt g^, ! - bleu ihre Gewehre wieder heimzubringen >°d°s Ort seinen Hai .ptleuten rmd Knechten , die jetzt for zic) , ^ ^ie Fehkbaren strafen ,volle. '"'d sie nicht zu „zerhauen". Aus dem ^^'s a ^ Landsknechte wollen nach Burgund, ' Da der Bürgermeister von Mühlha.ife.i beuch e schrieben, sie sollen vertragsgemäß die s hat man der Princessin rn.d der Aegieruiig ? wohl bedenken, was daraus erwachsen 'Aie sperren und damit verhüten, daß der König V ' Vertrages zwischen ihnen und ""Nie. nämlich Zerstörung der guten nachbarlichen ^ ^ ^ ^ König. Endlich wird den d^ ohne Schaden". Das ' ^hurgai. einstimmig zugesprochen, doch denen ^ ^ ^ fünf Jahre lang wi Gruben zehent- ^ederholK Begehren vo» Glarus, betreffend die „C.ze n» ^.c.n" . . ^ ^ 322 August 1523. frei bauen zu dürfen; 2. die Freiheit zu verkaufen, wo „sie" am meisten lösen können; 3. Sicherheit für Alle, die da bauen, in Kriegs- und Friedenszeiten, sie mögen fremd oder einheimisch sein, wird heimzubringen beschlossen, um auf dem nächsten Tage bestimmte Antwort zu geben, i». Die von St. Gallen ziehen an, daß ihre Priester sie mit Citationen, Bannen und andern Processen vor dein Bischof von Constanz und den geistlichen Gerichte« beschweren, und bitten, ihnen hierin behülflich zu sein. Antwort auf nächstem Tag. «». Täglich laufen von Lauis, Bellenz und Lnggaris Warnungen ein, dast die Feinde drohen, sobald die Eidgenossen dem König Knechte zuführen, diese drei Plätze zu überfallen. Da zu besorgen ist, daß die armen Leute, wenn man nicht rasche Schritte thäte, überfallen und an Leib nnd Gut geschädigt würden, was den Eidgenossen selbst zu Schaden n«d Verachtung gereichen müßte, so hat man beschlossen: Jedes Ort soll sogleich 50 Mann dahin senden, die nächste" Orte zuerst; die nicht instruirten Boten sollen das heimbringen und dahin wirken, daß ihre Obern ohne Verzug das Ihrige thun. Sobald sie (die Knechte) beisammen sind, sollen sie einen obersten Hauptmann ernennen, da für sie und die Landschaft Sorge trage; sie sollen „sonst" mit niemanden etwas anfangen, aber sobald sie angegriffen würden, sich als biderbe Leute halten, z». Betreffend den Streit zwischen dein Abt von St. Gallen »nd denen im Rheinthal war zu Bern beschlossen worden, es sollen die IV Orte, denen das Gotteshaus St. Galle« verwandt ist, ihre Botschaft ans Nativitatis Mariä zu Rorschach haben; nun wird ans Begehren der Nheinthalst verabredet, daß die VIII Orte, die Theil am Rheinthai haben, ans den bezeichneten Tag ihre Boten nach Rorsch«^ senden wollen, um die Anstände auf gütlichem Weg zu beseitigen. «Z. (Bercsthung der Instruction für die Botschaft nach Zürich). St. A. eurer»: A. Frankreich- 1523, 17. August, Constanz. E(nnins), Bischof von Verulan, an die Gesandten der XIII Orte >« Luccrn. Vorstellung der Wichtigkeit des beantragten Friedcnswerkcs nnd des darin zu erholenden Verdienste und ewigen Ruhmes, :c. S>. A. ?»-«»: Miss»«- 8. 1523, 19. August (Mittwoch vor Bartholomäi), Lncern. Abschied: „Als sich dann etwas irrn«l! und span gehalten, (und) so sich dann unser gnädiger Herr von Costanz nf nächstgehältnem tag zuo Bern beklagt, ain priesterschaft seiner gnaden Bistnmbs berückend, und nf etlich artikel gegründt, daselbs zuo Bern angez«^ und in der summ daruf lautend, wie etlich Priester in unser Aidgnoschaft sich unschicklich haltend, und so f. g. die strafen, wöllent die sich durch anhang der lapen ungehorsam crzaigen und an den layen schirm s»o^"' dardurch sie sich der straf erwcrten und seinen f. g. widerwertig crzaigten, wie dann der vortrug zuo Bern oba« gezaigt das wyter erleutert. Und so nun nf gemeltem tag zuo Bern die verordneten (Kotten) hierin ze h«« nit gcwalt gchebt, sonders den fürtrag angenomen Hand, an jedes Herrn und obern ze bringen, daruf sein I tl nf disem tag durch seiner gnaden botschaft antwort bcgert, haben sich gemaincr Aidgnoschaft Rät und Sandtbot«« entschlossen, »nd insondcrs dero, so in seiner f. g. Bistumb gehörig, sich also erbietend, alles das sie seiner eren nnd gehorsamer diensten beweisen (können), sepen sie gnotwillig und genaigt, dabp sein f. g. sanibt würdigen Stift bp allen herlichaitcn, gerichte(n) und altem herkamen bleiben ze lassen, was die (der) und seinen f. g. zuostat, darwider niemand (ze) schirmen noch enthalten erbosten, guoter Hoffnung, st"' werde die, so sich also unschicklich haltend, die seine» gnaden zuo Händen kömcnd, nach ircm verdienen ^ ' - ludst" koste" doch mit diemütigcr (sich bist nnd beger, daran ze sein, so die unser» in eesachcn oder andern dergleichen ha« für seiner gnaden Chorgericht komen, daß die fachen nnd Händel allweg fürderlich und mit dein mindsten zuo end gefüert werden; das well man umb sein f. g. in aller gehorsam! und diemuot alzeit verdienen. St. A. Zürich: A. Bischof Constanz (Notarial. Copie aus der bischest. Canztw August 1523. Z2Z t» 1523, 13. August. Ludwig vou Dießbach, Landvogt zu Lauis, an die eidg. Boten in Luceru. In den ätzten Tagen haben die Gemeinden von Lauis, Luggans und Bellenz mit den Landuögten einen Tag gehalten ^gm des freien Kaufes und Passes für Salz ?c., sich aber nicht vereinigen können, wiewohl die von Lauis und Luggaris erboten, demjenigen nachzukommen, was von gemeinen Eidgenossen „jetzt" in Luggaris verordnet worden; das haben die Bellenzcr abgeschlagen. Darum bitten ihn die Laniser, den Herren zu schreiben, sie möchten in der Sache nichts entscheiden, ohne ihre Gründe gehört zu haben; demzufolge begehre er, daß beide Parteien in gleicher Weise geladen werden. St. A. ?»-->»: Msswen. Die Lucerner Sammlung Allg. Abschiede hat nur die Namen der Gesandten und ein rohes unvollständiges Concept des Textes. Dem Zürcher Exemplar fehlen «> >, > >, >»; (q ist nirgends dem Abschied einverleibt), dem Berner p, dem Basler und Schaffhauser I, i», p, dem Freiburger und Solothurner nur n», p. Zu 1523, 14. August (Vigilia Assumpt. Maria). Rothweil an die eidg. Botschaften in Lncern. 1. Den Ebschied von Bern, den Ritter Caspar von Bubcnhofcn betreffend, habe man so spät („kurz") erhalten, daß man ihn nicht so eilends beantworten könne; daher bitte man um Anzeige des nächsten Tages, wo man gebührende Antwort zu geben gedenke. 2. Wiederholung der unter N. b gegebenen Nachrichten. St. A. Lucmn Misswen. Zu «- (auch <»). Es sind hier einige Acten nachzuholen, die einzigen, die noch vorliegen: 1) 1523, 5. August. Ludwig von Dießbach, Lnndvogt zu Lauis, an die eidg. Sendboten auf dem nächsten Tagc, zuerst in Uri zu eröffnen. Er habe gewisse Nachricht, daß der Herzog dem Kavalier von Pnsterla („?bnstern") Befehl gegeben, die Plätze Bellenz, Lauis und Luggaris einzunehmen. Auch werde an der Trcsa fortwährend „gebollwerkt" und große Straßen von Varcse her zugerichtet, und sei auf heute oder morgen eine Verstärkung mit Geschütz und einer Anzahl Spaniern oder Romagnern erwartet. Darüber sei nun das Volk in großer Furcht und rufe dringend um Hülfe und Rath an, da die Feinde so nahe liegen, daß sie einen Neberfall in zwei Tagen uusführen könnten. Obwohl man noch nichts Bestimmtes wisse, sei man doch eines Angriffs gewärtig, und scheine es daher an der Zeit, für die Landschaft zu sorgen, ;c. K. A. Fntbmg: A. T-ssm. Vogntm (C°p>-). 2) 1523, 9. August (Sonntag nach Oswaldi). Bern an die IV Waldstätte. Aus dem Schreiben des bandvogtes zu Lauis sehe man, in welcher Gefahr die cnnctbirgischcn Landschaften seien; da nun der großen Rüstung der Feinde gegenüber etwas gethan werden müsse, was von hier aus nicht möglich sei, so bitte man die vier Orte, sich eilends darüber zu berathen und Mittel zu suchen, damit ein Zusatz dahin geschickt und die Landschaft nicht „also" verlassen werde; was Bern darin zu thun gebühre, werde man nicht unterlassen; denn wäre Man den Dingen so nahe wie sie, so würde man so ernstliche Anstalten treffen, daß die Gefahr wohl abgewendet Merden möchte. St. A. Llicem: Misswen. — St. A. Bern: Teutsch Misswell, n. lsi I>. ll) 1523, 9. August (Sonntag nach Oswaldi). Bern an den Landvogt zu Lauis. Antwort ans dessen schreiben: Hinwcisung ans die Zuschrift an die „Länder", und Auftrag, selbst die nöthigcn Vorkehren zu treffen, u Man nicht wisse, was jene Orte thun werden. St. A. Lern: Teutsch Misswen, I>. e. ISS. istl S. Hieher gehören folgende Schriften: 1) (1523), 7. August, Konstanz, unterzeichnet V. S., mit Adresse: „Gen Frpbnrg zu antwurtcn". Er stcheinigt den Empfang von zwei früheren Schreiben, das erste durch den „Segcnsenschmid", das andere, vom , ^uli, durch den eigenen Boten, und verspricht, den Korrespondenten samt seinen „Gesellen" dem Erzherzog, ^ Herrn des Briefstellers, bestens zu empfehlen. Dann meldet er, das; zwischen dem Kaiser, dem König von mgland, dem Herzog von Mailand und den Vencdigcrn am 30. Juli eine Vcreinnng beschlossen worden, daß wohlgcrüstcter Landsknechte an den Bodensce rücken, um ins Elsaß zu ziehen, und anderes Volk mit ( ^rrei und Geschütz nachfolgen werde, sodaß gleichzeitig mit dem Einfall des englischen Heeres Frankreich von au aus angegriffen werden solle, und man hoffe, den König dermaßen zu schwachen, daß er die Feldzüge nach , M'lnnd aufgeben müsse. Ersuchen, fleißig zu schreiben und keine Kosten zu scheuen, da sie vergütet werden, esondere über die Verhandlungen des Tages von Bern (3. August) zu berichten. S. N-»e s. 324 August 1523, 2) (1523), 12, August. Antwort auf das vorige. Unterzeichnet „N, und N." (die sich im Schreiben als Schweizer zu erkennen geben). Bericht über die genannte Tagsatzung, daß der Herr von Lamet, der die Vereinung zwischen („uns") den Eidgenossen und dem „Tyrannen" zu Stande gebracht, dort angezeigt habe, es seien der Herr von Roschebott und General Morelet bis nach Nyon gekommen mit Geld und 200 Zugpferden, die das bei den Venedigern liegende französische Geschütz abführen sollten; das gehe jetzt freilich alles wieder zurück, worübei die in Nyon sich aufhaltenden mailändischen Banditen, etwa zweihundert, sich sehr betroffen zeigen. Daß bei König nur 6000 eidgenössische Auszüger und 4000 „freie Knechte" nehmen wolle und deßhalb die Hauptleutc „beschneiden" müsse, sei in Bern, wie in Solothurn und Freiburg mehreren, denen die Franzosen Hauptmann- schaften versprochen, sehr widerwärtig, und einige haben schon geschworen, jedem Herrn, der sie bezahle, bestens zu dienen und ihm, den Franzosen zu leid, viele Knechte zuzuführen. Nach der allgemeinen Sage soll Dietege» aus dem Grauen Bunde alle Anschläge des „Tyrannen" nach Constanz gemeldet, d. h. verrathen haben, und e»> Zug von 11000 Landsknechten letzthin durch das Veltlin passirt sein, was den Eidgenossen gar übel gefalle. Ä" Genf habe einer der Berichterstatter in Erfahrung gebracht, daß der Kaiser dem Grafeu von Savoyen die Mall' grafschaft Saluzzo und die Grafschaft Asti übergeben. Der Herzog habe sich durch seinen Brüder auf der letzten Tagsatzung gegen den Vorwurf verantworten lassen, daß er die Gegner der Eidgenossen begünstige, dieselbe jedoH zufrieden gestellt; zugleich habe er in der Waat gcmnstert unter dem Scheine, gegen Mailand, d. h. gegen de» Kaiser zu ziehen; die Franzosen wissen aber wohl, wie verdächtig er sei; daß er dem „Tyrannen" 200,000 Kro»"' geliehen, wie man sagte, weßhalb ihn die Spanier auch bedroht haben, sei ohne Grund. Zu Bern sei beschloß worden, acht Tage nach der Tagsatzung zu Lucern aufzubrechen; nun dürfe man aber hoffen, „st werden die nn niderlan in gotz namen". Weil die Spanier nahe am „Simpclerberg" liegen, halten die Walliser ernstlich Wach"'' aus Furcht vor einem Ueberfall. — Nachschrift: Der Ammann Troger von Uri habe dem Herzog von SavoY"' zu Bern das Bündniß gekündet, wie es scheine, vorzüglich weil er zu der Partei des Kaisers neige. Verspre») lveitevev NclchnHteN, zc. St. A. Zürich: A. Kaiser. Tschad. Abschiede-Sammlung. — K. A. Basel: Abschiede. K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. XII. — K. A. Schaffhausen: Abschiede. 3) 1523, 14. August (Vigilia Assumpt. Maria). Frciburg au den Bischof von Lausanne. Er kenne bereit-' den herrschenden Unwillen über die Personen, die dem Feinde zuschreiben, was im Lande vorgehe; auf den n>ah>"' Schuldigen sei man aber erst jetzt gekommen; Bern habe ihn nämlich entdeckt in dein hiesigen Vicc-Dcca>»'- Jacob Huber, der mit Andern viel nach Constanz geschrieben habe. Deßhalb halte man ihn gefangen, : zu verhören. Da man aber vor nächstem Montag (17. d.) nichts mehr vornehmen könne, so wolle man den BÜ > avcrtiren, indem man voraussetze, daß ihm dergleichen Vergehen nicht minder mißfallen, und begehre mng^' sein Placet zu der verfügten Haft zu erhalten, da der Fall ein außerordentlich schwerer sei; man wolle nicht körperlicher Strafe schreiten, sondern einzig die Umstände erforschen und bitte daher den Bischof, das zu gestallt», - K. A. Freiburg: Missiven, Bd. VII. 4) 1523, 17. August (Montag nach Assmupt. Mariä), Lnccrn. Die eidg. Boten nn Freiburg, „ll"" ^ nun zno mermalen uf tagen, wo die gehalten, fürkommen, wie etlich geschriftcn wider und für usgangind, da ^ durch uns gemeinlich noch sonderlich nützit gehandelt werden mag in geheim, dann daß sölichs angcnds ylends unseru widerwärtigen, es sig zuo Costanz oder anderschwa, fürkompt, als wir onch jetz uf disem tag ^ üwcrn und unseru lieben Eidgnosseu von Bern bericht, daß ein pfaff in üwer Statt sampt etlichen sölichen händlcn umbgangen sige, demselben jetz kurz vergangner tagen etlich brief von Zürich by einem zuogeschickt (worden), daruf ouch dieselben widerumb geschriftlich antwurt gethon, dero copyen wir uf d'st" ^ verhört und nit änderst achten mögend dann verrätersch; wir habend ouch uns durch üwer botschaft lassen wie ir denselben pfaffen haben gehandhnbt und nach sinem mitgsellen ouch gestellt. Dicwil nun uns an st Handel merklich und vil gelegen, ist an üch unser früntlich und ernstlich bitt und begcr, ir wellend den st nit von Händen lassen, sonders in uf das höchst und strengst erkonnen, was er gehandelt, ouch wer nn geholfeu und geraten Hab, die syend wohar sy wellend, in unser Eidgnoschaft und nsserthalb, damit wir ) ernstlich fürsehnng thuon könnend, und ob etlich dero in üwer oberkeit wärind, nach denselben ernstlich zr und dieselben ouch glycherwys zuo fragen und uns by disem Posten, sovil üch zno wissen, schriftlichen ze st" August 1523, 325 so erst das sin mag, wetten .vir mit der hilf des All.nächtigen handle.., da.ni. i» und ivie söliche. verräte.p vertragen blibm." ' K.A. Frciburg: A, ^ir »ir<-!> s«, Zu I'. .1523, 15. August. Bern n» General Morclct. Er scheine die Absicht zu haben, von den 1000 Kronen, die für den Grafen von Arona bestimmt worden, 200 Kr. zurückzubehalten, weil derselbe früher so viel erhalten habe, was in der gegenwärtigen Roth für ihn drückend sei; da sich nun die Eidgenossen bei dem König snr größere Unterstützung verwenden, so begehre man, daß jener Abzug jetzt nicht stattfinde. St. A. Bein: Latein. Missiven, K. 79 b. Z» Ii. 1 > 1523, 12. August (Mittwoch nach Laurentii). Rothweil an Schaffhausen. In der ganzen Umgegend sei eine merkliche Rüstung und Bewegung zu bemerken, sodaß ganze Hansen von Knechten durch die Stadt ""d diesseitiges Gebiet passircn; wohin sie ziehe», wisse man nicht; die Sage nenne Ensishcim, Schlettstadt und Colmar als Mnsterplätze, Das möge Sch. nach Gutfindcn auch andern Eidgenossen anzeigen, ' ^ St. A. Lucern: Missiven (Original). 2) 1523 18 August (Dienstag nach der Himmelfahrt Mariä). Basel an die eidg, Botschaften in Luccrn. Sie mögen bereits vernommen haben, wie sich etliche Hanptleute mit starken Hansen Landsknechten im Breisgan ""d Sundgan versannneln, sich täglich ...ehren und bis ans eine halbe Meile, als zu W.st und Hattingen, nähern, dergleichen bei Mühlhauscn lagern; man könne aber noch nicht erfahren, wohin sie ziehen sollen. Da eine solche Bewegung nicht zu verachten sei, und der Brotkasten unserer Lande dadurch geleert werde, so bitte man ans den Fall von Feindseligkeiten um ei» getreues Aufsehen, das man jederzeit in brüderlicher Treue vergelten wolle, -c. Auch ßaZ beiliegende Schreiben von Mühlhausen wolle man nicht vorenthalten. St. A. Lucein: Missiven. — K. A. Basel: Missiven. 3) 1523 18. August (Dienstag nach der Himmelfahrt Mariä). Basclan seine Bote» in Lucern. Auftrag, 1. die beigelegte Nachricht betreffend die Sammlung von Landsknechte» beförderlich anzubringen und auf wirksame Schritte zu dringen; 2, bei gemeinen Eidgenossen um eine Fürschrift anzuhalten für Paul Gerster, des Stadt- schreibcrs Sohn damit der Äbt von Einsiedeln die ihn. zugesagte Summe bezahle; deßwcgen insbesondere auch ""t der Botschaft von Schwpz zu reden. S., A, B°i°u «. Zu le. 1523. 1k. August (Sonntag nach Assmnpt. Mariä). 1 Uhr »ach Mitternacht. Mühlhauscn an In dieser Stunde haben die Kundschafter gemeldet, wie der zu Breisnch gcmnstcrte Heerhanse herwnrtv A'cke, und ein Theil bereits in Hirzfeldcn liege; auch seien die nächsten Dörfer in der Umgegend aufgefordert ihre Knechte zu liefern, und könne man von keiner andern Absicht hören, als mit der .stadt M. anzufangen und ihr das Glück zu versuchen. Man vernehme dabei, daß ein Edelmann mit seinem Knechte ausgemustert worden, '°«I es heiße, er „schwizerlc". Sodann daß die nächsten Wälschen von „Bessnrt" heraus laufe», daß auch d.e Sundgancr in den letzten zwei Tagen in großer Zahl hcrabgekommen, und daß ein reisige» Zug «wartet werde. Es verlaute etwa, sie wollen in das Hochburgund oder gegen Mümpclgard; doch sei das allgemeine Geschrei, ^ sie den Anfang mit Mühlhansen zu mache» gedenken; daher müsse und wolle man sich zur Gegenwehr rüsten "«d bitte nu„ dringlich ..... getreues brüderliches Aufsehe» und für den Nothfall um Benachrichtigung der andern C'dgenosse», »...d da Basel vielleicht von diesem Aufruhr mehr wisse, so ersuche man es u». Bericht und Rath, ^"llte ein plötzlicher Ueberfall geschehen, so könnte man Basel und andere Orte nicht wohl mahnen, hoffe aber dennoch ihrer Hülfe nicht ermangeln zu müssen, da doch ei» solcher Angriff der Eidgenossen wegen erfolgen würde, und verlasse man sich daher tröstlich aus ihren getreuen Beistand und hoffe mit Gottes Hülfe diese Widerwärtigkeit stegreich abzuwenden A. Mühlhauscn (Original). 326 August I523 Zu «>. „Instruction gmeiner Eidgnossen Kutten uf dem tag zuo Lucern uf Montag nach Asstunptionis Marie Anno ?c. xriij entschlossen, an unser Eidgnossen von Zürich." 1. Es sei denen von Zürich ohne Zweifel wohl bekannt, daß der König von Frankreich in den letzten Jahre» der Vereinung halb nicht heimlich, sondern mit „gutem Wissen" der Zürcher Botschaften geworben und gehandelt und zuletzt das Bündniß mit gemeinen Eidgenossen außer Zürich beschlossen habe. Wiewohl es darin nicht begriffe» sei, so habe es doch jederzeit zu Tagen geantwortet, es wolle den Frieden halten und dabei bleiben. Der Kö»'b und die andern Orte haben sich dann darauf verlassen. 2. Dem Inhalt der Vereinung gemäß, welchen Zürich aus der mitgethcilten Abschrift kenne und seine» eigenen Aemtern vorgetragen, habe dann der König im „vergangnen" Jahre (1521) die Eidgenossen um Hllll angesprochen, und obwohl man ihm solche zugesagt, sei doch der Aufbruch nicht so eilends und „stntägig" bewilligt, sondern mehrmals darüber verhandelt worden; man habe Zürich gebeten und aufgefordert, sich von den übrige» Orten nicht zu sondern und zum wenigsten nicht zu dulden, daß die Seinigen wider die (Knechte) der ande>» Orte zögen. Es habe das zugesagt; aber nachdem der Aufbruch geschehen, seien die Seinigen offen, mit G»»» und Willen der Obrigkeit, wider die Eidgenossen gezogen, und daherige Klagen habe es mit der Antwort erwidert, seine Leute ziehen nur in des Papstes Dienst und nicht zum Angriff auf die Lande des Königs; „also" (in diese'» Sinne) habe es denselben eine Ordonnanz nachgeschickt, womit man sich abermals hätte begnügen können, es dabei geblieben wäre. Es sei aber bekannt, wie die Angehörigen anderer Orte ungehorsam gemacht, der Kö'»b beschädigt und die eidg. Knechte überfallen worden, was die Eidgenossen empfindlich beschwere. (Vgl. Ztr. 65, Zt. ll - 3. Nun habe der König die mit ihm verbündeten Orte wieder nm Hilfe ersucht, die man ihm „vielleicht (d. h. ohne Zweifel) überlassen werde. Man müsse aber nach allerlei Vorträgen und heimlichen Umtrieben, man aus „niedergelegten" Schriften erfahre, befürchten, daß solche Händel wieder begegnen möchten, wodurch de>» König und den eidg. Knechten Schande und Uebel zugefügt würde. 4. Darum sollen die Gesandten genuiner Eidgenossen Zürich zunächst auf das freundlichste bitten, mit ihm» Lieb und Leid zu theilen und sich nicht abzusondern; wenn es aber die Vereinnng mit dem König nicht anneh»»" wolle, so möge es doch die Seinigcn daheim behalten und nirgends wider die Eidgenossen ziehen lassen. tDe»» wofern solches abermals geschähe, was man zwar nicht erwartest) so könnte es aus dem bisher Vergangenen stt abnehmen, zu wie großem Nachtheil und Unehre das gemeiner Eidgenossenschaft dienen, und wie viel Unw'M und Arges daraus entstehe» würde; man wolle also Zürich ernstlich und zum höchsten ermahnt haben, das >»»', zu bedenken und sich in die Sachen zuschicken, wie man ihm gerne vertraue, und wie man es einander schuldig' ^ St. A. Zürich: A. Frankreich. Jnstruct. Bd. I. 100, 101. — St. A. Bern: Absch., p. 79—81. — St. A. Lucern: A. Frankreich. — K. A. Basel: Abschält i'. Auch hier müssen wir uns mit den Zuschriften des päpstlichen Botschafters begnügen: 1) 1523, 17. August, Constanz. Der Bischof von Vcrulam an Zürich. Anzeige, daß am 28. Juli 8»»^ mit Venedig beschlossen und am 3. August in Rom ein Defensivbündniß verkündigt worden sei zwischen dem P»" dem Kaiser, dem König von England, Herzog Ferdinand, Herzog Franz, Venedig, Genua, Florenz, Siena, r» ^ Ferrara und Mantna; daß der Kaiser und der König von England sofort gegen Frankreich zu Felde ziehen wer ^ Cremona sei der Uebergabe nahe. Hoffnung, daß die Eidgenossen diesem Bündniß auch beitreten werden, da hauptsächlich zur Befestigung des Friedens beitragen können, w. St. A. Zürich- «- Pap»' 2) 1523, I .September, Constanz. Der Bischof von Verulam an die Eidgenossen. Wiewohl er nicht besti»A hoffen dürfe, daß sein Schreiben bei ihnen günstige Aufnahme finde, könne er doch nicht unterlassen, seiner r > ^ pflicht gemäß unausgesetzt bei ihnen anzuklopfen, namentlich bei denen, die durch Vernunft und Bcständigkell ganzen Volkes Frieden und Wohlfahrt zu fördern willig seien. Der Auszug des Königs von Frankreich e'^ neue Bedenken, da der Kaiser jetzt keinen andern Feind mehr habe und mit spanischen und englische» ^ hx Frankreich angreifen werde, und der verrätherische Mordanfall auf den Herzog von Mailand (21. auch die Italiener gereizt, ihn mit allen Kräften zu schirmen; also seien wiederum Schlachten mit große'» ^ vergießen zu befürchten, was dem Türken zu Gute kommen werde. Weil die Eidgenossen den König von Fr»» August 1523. unterstütze» wollen, so müssen sie sich nicht verwundern, . Papstes verachte», und es zu eiucm Kriege ohne Zweifel dieser nothwendige Schritt wüßte dann der "Anfang von venu sie aller Welt Feinde werden, da sie den Rath des nicht käme, wenn sie die Ihrige» hcimbernfen würden; vielerlei Gutem sein, u. s. f. Zürich: Zic.cn FranNcich (Bchegeli-S Original, mit d-uischer „Copic"). Ziern. 1523, 21. August. Txz w d«i S.S.. B.M, z.«b».s >md S°l-.hxm. i. A>vl.Wch°M" w M Hm» °-a»"S'-ch>->°' Stadt Besantzou. : 1) 1523, 18. Znli. ^e.n, F" ^ berankten Kauflente betrieben, und ebenso ersehe l,»b-n xnz-j-iz,. ml, w-Ich-m Sft- " s)" ^ ! s, h j,- „m d-nst.b-x SxIiSfx-»«» zu »-«»„-». >-»i»r um» man „« ,.!»,»> Sch.-!b-n, «.-» -> di- d.,i S.xdl. H»U-. W-il xbx. „in- 'hm ewigen Dank erstatte, zumal »ch ' ^gcistct und die von Bisanz bereits große Kosten erlitten Amtleute dem' ihnen erthe.ltcn Besicht noch >> t ^ Meinung gehört haben, das Burgrecht "»d daneben von ihren Nachbarn ^»"tt >m ^ . - g^lich als förderlich, was doch wohl dem König nicht (mit den drei Städten) sei ihnen h s ^ gefalle, so bitte man ihn angelegentlich, die '""'s" ^ -d ch das Bnrqrecht die Städte verpflichte, selbst z» bedenken, daß eine solche Beraubung widerrechtlich ^ ^ ^ "öthigenfalls mit Gegenmaßregelii b-h« ^ an Freiburg (deßgleichen an Solothnrn). 2) 1523. 17. August (Montag »«6 . ^npt.°^ ^ ^ Der Zeiger dieses werde d.c Bcfechle erostn , ^ ^ erllärt. sondern den 'um der Handel „viel ertrage aber alle dre ^ ^ verhören, dann darüber Beschließ zu fassen und Boten an die beiden andern Orte gew'-se. . - gebührliche Ai .t.vort z» geben. As nächsten Freitag Morgen eine Botschaft h> 1 ' ^ q B«,e Tmis-h Müsiv-«, >' iss». — K. A. Fr-vurg: A. Bern. i. ^ototbnrn an Bcsaneon. Antwort auf das Anbringen seiner 3) 1523, 21. Angnst. Bern. F'"b'"S ^ Stadt etwas Widerwärtiges zustieße; wiewohl man Boten: Man hätte sicher kcm Gefallen daran, we ^ ihrerseits nichts Thätliches zu unternehmen, glaube, es werde Niemand wagen, ste anzufechten, ra t) beanüaen' wemr sie jedoch mit wirklicher Gewalt i°.dm, „ch I.-m»Uchm V°-iM».» Adroht würde, so möge sie es melden, dann wer >. Si. A. Bem: Lai-in.Missimn, m vi v. halte man nicht für nöthig, ihr Leute z» den Herzog von Lothringen. Ohne 4) 1523, 10. September (Donstag Nat .v, a ,s .. K-msmannsgüter beraubt Zweifel habe er vernommen, wie etliche Bürger ,O. „5.,... ...setzt worden sehr; statt dessen sei einem worden, welche nach des KAnigs M«.^g s^ worden/was man nicht .venig bedanre; denn ordcn, welche »ach des Königs Meinung sollten znrucrerfiaiici vv^r >.c^y. , . , . Andern, dein Pierre Nn(r)din, Wein und Anderes weggenommen worden, was man nicht wenig bedanre; denn B'sanz sti mit Bern durch „ewiges" Burgrecht verwandt, sodass man die Stadt vor Gewalt und unbillige.» Schaden zu beschirmen habe. Da .»in Herr Valentin von Sauvigm) (?), ei» Hintersäß des Herzogs, dieser ^waltthätigkcitcn Anstifter sei, so bitte man ihn (den Herzog), ans den Gütern, die der Schuldige in seinem Gebiete besitze, den Geschädigten vollen Ersatz zu verschaffen, wie der König durch ernstliche Mandate bereits sohlen habe, zc. Würden aber die Burger von Besang» genöthigt, nochmals nur Hülfe nachzusuchen, so könnte sich nicht enthalten, ihnen solche zu leisten nnd sie künftig vor derartigen Angriffen zu schirmen, w. Si. S>. Bcin: Truljch Misswcn, I>. s. IS.» i>, 328 August 1523 TSR AnriH. 1523, 22. Anglist (Samstag vor Bartholomen). Staatsarchiv Zürich: Nathsbuch 1. 58 1». t». Der Botschaft der zwölf Orte wird auf ihren Vortrag (f. Nr. 14V, g) folgende Antwort gegeben- Meine Herren wollen mit den Ihrigen bleiben wie bisher und keine Geld- und Hilfsvereinung mehr machen, sondern „das Gemachte" halten, sofern es auch an ihnen gehalten werde; sie wollen auch nach Vermögen verschaffen, daß die Ihrigen stillsitzen, und bitten die Eidgenossen, an ihrem Ort und bei dem König oder dessen Anwälten und Hauptleuten auch darauf hinzuwirken, daß hier Niemand weggeführt werde, indem das wider die Bünde und den französischen Frieden wäre. Von Umtrieben für die Gegenparteien wisse man nichts; die Eidgenossen mögen solche anzeigen, wenn etwas vorhanden sei, und sich darin halten, wie man ihnen vertraue u»d es einander schuldig sei. lieber die andern Artikel der Instruction werde man sich berathen und geziemende Antwort geben. I». Vielleicht gehört hieher die Instruction der Stadt Constanz für Hans Wellenberg und Jacob Zelleu als Gesandte zu dem Landvogt im Thurgau und den eidg. Botschaften in Zürich, eventuell an Zürich allein, " betreffend Verhandlungen mit Völker von Knöringen, wegen Werbungen ?c., — um allfällige Verdächtigungen tlÜzUleI)NeN. Stadtarchiv Constanz. Zu !I. Ein abgebrochenes Concept der versprochenen Antwort ist im Nathsbnch durchgestrichen. Am folgend"' Mittwoch wurden vier Räthe mit der Abfassung bezüglicher Vorschlage beauftragt. Weiteres findet sich aber, aNtz der folgenden Missive, nicht vor: 1523, 29. August (Samstag nach Bartholomäi). Zürich an Lucern. Antwort ans die Beschwerde üb" feindliche Umtriebe des Stollisen von Winterthur und des Wcpfcr von Stammheil». Man habe durch geua"" Nachfrage in Erfahrung gebracht, daß der letztere seit einem halben Jahre nicht mehr in Constanz gewesen, " daß ersterer kürzlich mit einem Burger von Winterthur „in knechts wis" geritten, aber keineswegs, daß st" ' Anschläge wider die Eidgenossen thätig seien; nichts desto weniger habe man sie vorgeladen und ernstlichermal? ' dergleichen gänzlich zu unterlassen, w. Dagegen begehre man ernstlich, daß Lucern seine Hauptleute und an Angehörige anhalte, niemand von Zürich in den Dienst des Königs von Frankreich zu führen, wie man letz tz auch die Botschaft der zwölf Orte darum gebeten habe. S>. A. euc°m: MMw-n. KST Bern. 1523, c. 25. August. Jahrrechnnng der Städte Bern und Freiburg mit den Vögten von Grandson und Grasburg. (Vgl. Nr. 148°)' Der Abschied fehlt. Indessen findet sich das Original einer sehr detaillirten Rechnung für die Vogtei Gra»dst°' abgelegt von Peter Arsent, im Staatsarchiv Bern: Acten Gemeine Vogteien. September 1523. .329 RSZ Worschach. 1523, 12. September (Samstag vor des hl. Kreuzes Tag zu Herbst). Staatsarchiv Zürich - Acicn Rh-inihal. - Rh-inthal-r Abschi-d-Buch t. »S. Gesandte- Zürich Jacob Grebel, des Raths. Luceru. Wernher von Meggen, des Raths. Uri. Melchior Gisler, des Raths Schmyz. Joseph am Berg, des Raths. Unterwalde». Marquard Zelger, Ammann. Z"g- Haus Stadliu. Glarus' Marx Mad, alt-Annnaiin. Appenzell. Haus Gartenhäuser, Seckclmcister. Es waltet ein Span zwischen dem Abt Franciscns von St. Galleu, im Namen seines Gotteshauses, und b"' Gemeinde Beruang im Nheiuthal, betreffend das Schloß Noscubcrg, das jeuer samt aller Zugehorde vor ^lzehu Iahren getauft hat, während die von Beruang der Meinung sind, es sollte laut der ihnen crtheilten Z'Niheit ihnen gestattet sein, das Schloß zu ihren Händen zu ziehen. Da der Streit an die acht Orte gelangt 'st- so haben sie nun ihre Boten hiehcr (in das Gotteshans) verordnet, um die Parteien wo möglich in der Eüte zu »ertragen Die Anwälte von Beruang, in Gegenwart der Gesandten der drei übrigen Höfe, verlangen daß man den Abt von St Gallen anhalte, das Schloß, zu dessen Kauf sie ein Recht gehabt, wieder ihnen 5« Händen zn stellen Der Abt legt dagegen einige Sprüche und Verträge vor und vermeint, ihnen nichts huldig zu sein, da ihre Freiheit jünger sei, begehrt also, bei dem Kauf laut der Briefe zu bleiben. Nachdem beider Parteien Borträge und Schriften genugsam verhört, hat man dieselben gütlich vertragen w.c folgt: Der Abt und das Gotteshaus sollen bei dem Kauf mit allen dabei erworbenen Gerechtigkeiten bleiben. 2- Die Rheinthaler sollen i» Kriegsgefahr in den. Schloß Beruang oder Roscnberg nach Nothdnrft für Le.b U"d Gut freien Zugang und Aufenthalt haben, doch ohne großen Nachthcil des Herrn von St. Gallen, als ZuHabers des Schlosses; jeder es inhnbcnde Herr soll es mit Büchsen, Pulver, Steinen und andern zur Vereidigung nöthigen Dingen versehen, dergestalt daß es den Eidgenosse» und der Landschaft Nheiuthal zu Gutem ""d Trost diene» tan., 3 Das Gotteshaus St. Gallen soll hinfür keine Schlösser, Häuser oder andere Guter "" Nheiuthal, es seien Lehen oder eigene, kaufen anders als nach Inhalt der Freiheit, welche die acht Orte den °in' Höfen gegeben habe.» 4. Außerhalb diesen Artikeln soll dieser Vertrag de», Gotteshans und den Höfen an '^"Freiheiten, Sprüchen, guten Gewohnheiten und Rechten ganz unschädlich sein. 5. Da.nit sollen be.de The.le "W Spans halb mit einander vertragen, auch aller Unwille todt und abgethan sein; sie haben auch, nan.l.ch " Abt u,.d Ulrich Rill, Amman» zu Beruang. in die Hand Jacob Grebels gelobt, dabei z» bleiben und nichts ^wider zu thnn. Der Spruch wird besiegelt von Jacob Grebel, Werner von Meggen, Melchior Gisler, Joseph W Berg, Marquard Zelger, Hans Stadlin, Marx Mad und an der Stelle Hans Gartenhausers, der kein „braucht", auf dessen ernstliche Bitte, von Niklaus Tanncr, Landammann zu Appenzell, von allen mit Vorbehalt, daß ihnen und ihren Erben darauf kein schaden erwachse. Der ganze Abschied ist gedruckt in der Abt St. Gallischen D°cu „ie ..ten-Sa.nmlu»g. (St. A. Zürich). Zu 3. Siehe Nr. 141, Note oo. Die vier Höfe waren also wirklich zum „Zuge" berechtigt. 42 Z.W ^zeptember 1523 »54 (Lucern?). 1523, c. 22. September. Tag der V Orte, wegen der Kriegsnachrichten aus Italien. Ein Abschied ist nicht vorhanden; das Nöthigste ergibt sich aus der folgenden Missivc: 1S23, 23. Septeniber (Mittwoch nach Matthäi). Lucern an Zürich, Bern, Sotothnrn .>c. Es haben einige Orte, durch gute Berichte aus Mailand getäuscht, den Znsatz in Lauis heimzuberufen gewünscht, um Kosten zu sparen, und deßhalb die IV Waldstätte mit Zug einen Tag gehalten und Lueern beauftragt, einen eidg. Tag auszuschreiben. Weil nun die neuesten Berichte ungünstig lauten, so habe man für nöthig erachtet, ans St. Michel Tag (29. Sept.) einen Tag in Lucern anzusetzen, wo man alle Nachrichten vorlegen werde. t55. Lucern. 1523, Z0. September f. (Mittwoch nach Michaelis f.). Staatsarchiv Lucern: Lueerner Abschiede, Bd. 1). t'. 80. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 8, toi. 266. Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede >V. 06. 101. KantonSarchiv Basel: Abschiede toi. 43. KantvnSarchiv Areibnrg: Abschiede, Bd. 56- Äantonsarchiv Solvthnrn: Abschiede, Bd. XII. KantonSarchiv Schafsliansen: Abschiede. Gesandte: Bern. (Konrad Willading, Venner). — (Andere nicht bekannt).» Dem Vogt im Thurgau hat man befohlen, den Güder, der einen Todschlag begangen und dreimalig^ Ladung vor Landgericht keine Folge geleistet hat, zu verhaften und dessen Habe i» Beschlag zu nehmen, laut dc> gesprochenen Urtheile. ?». 1. Derselbe Vogt berichtet, wie etliche Priester nach Dänikon und in andere Fraueiu klöster gehen und dort derart predigen, daß die Nonnen ans den Klöstern laufen und heiraten ?c. Es wird st'" befohlen, dieselben (?) ans Betreten festzunehmen und bis ans weitern Bescheid der Eidgenossen gefangen zu haltet 2. Jeder Bote soll über solche täglich und überall sich mehrende Irrungen Bericht erstatten, damit mau du Fehlbaren, es seien Geistliche oder Weltliche, Weiber oder Männer, davon abweise oder nach Verdienen stu^' v. Da der Vogt ferner anzeigt, daß einige Knechte aus dem Thurgau, gegen sein Verbot, zum König vo" Dänemark laufen, so wird er beauftragt, deren Güter in Beschlag zu nehmen, und sobald sie heimkehren, ^ auch an ihren» Leibe zu bestrafen. «I» Zufolge den Berichte»» des Kölligs und der ennetbirgischen Vögte, da> zu Lauis keine Besatzung mehr nothwcndig sei, hat man beschlösse»», sie heimzufordern; jedoch wird den VögU' zu Lauis und Lnggarus aufgetragen, die Banditen, von denen etwas Ungeschicktes zu besorgen wäre, aus ^ Landschaft wcgznweisen, die ruhigen und seßhafte»» aber zu dulden; die Vögte sollen auch alle ihnen zugehe»^' Nachrichten sogleich den Eidgenossen verkünden. «. Ans abermalige Klage einiger Burger von Neueubullb betreffend ihre»» Streit mit denen von Valendis eines Wcidgangs halb, wird der Abschied von Bern bestall' jedoch dein Vogte neuerdings aufgetragen, unverzüglich zivölf unparteiische Richter zu bestimmen, aber mit - ^ schluß der Ehorherreu zu Neuenbürg, die parteiisch sind; mit diesen Zwölfen soll er den Handel unters»»chc>st st dam» gütlich oder rechtlich entscheiden. Bis dahin solle»» beide Parteien, »vie es bisher üblich geivesen, ^"st""'^, fahren und (ihr Vieh) zusammentreiben, t. Da seit langem zwischen Schwyz und seinen Allgehörigen 'U ^ Höfen en» Anstaud »valtet, der auf früheren Tagen auch schon vorgebracht (?), der deßhalb für Glarus a Einsiedeln angesetzte Tag aber nicht gehalten worden ist, weil der eine Thcil sich nicht einlassen wollte, so September 1523. gzz abermals erkannt, es sollen beide Parteien sich auf einem von Schmilz 6» bestimmenden Tage in Einsiedel» einfinden, welcher Tag auch denen von Lncern, Uri, Unterwalden, Zug und Glarus anzuzeigen sein wird; daselbst soll der ^pan untersucht und wo möglich in Güte „berichtet" werden. Würde aber kein Uebereinkommen erzielt, so wäre bw Sache wieder an die zwölf Orte zu bringen. Diesen Beschluß solle» die Boten von den Höfen ihren Gemeinden, "ud die Boten von Schwyz ihren Obern verkünden; man hat ihnen auch gerathen, die Sache (unter sich) abznthun. T' Zürich, das auch Antheil an den ennetbirgischen Landschaften zu haben „vermeint", aber dort keine Besatzung wird ersucht, seiner Verpflichtung wie die andern Orte nachzukommen. Ebenso werde» die Orte, die nicht ^wi Man» zu Luggaris haben, ermahnt, die Zahl zu „ervollen". I». 1. Auf Sonntag vor (ul. nach) St. ^allentag (11, oder 18. Octobcr) soll jedes Ort seine Botschaft in Bern haben, um dann nach Freiburg zu reiten w'd den Dechant für seinen Frevel zu berechtigen. 2. Auch Schwyz wird gebeten, nicht auszubleiben, I. 1. Die ^anzösisxhx Botschaft übergibt ein Schreiben des Königs, des Inhalts, daß der Herzog von Bourbon ihn, seine v'au, stim' Mutter und seine Kinder habe ermorden wollen, und schon dreizehn Verschworne festgenommen seien; aber Herzog stlbst habe man noch nicht auffinden können. Dabei meldet er auch den glücklichen Fortgang seines Abzuges in Mailand, sodass er der guten Hoffnung lebe, das Herzogthnm und die Stadt bald erobert zu haben. Sodann klagt er, wie die Princessin und die Regenten zu Dole, obschon sie erst kürzlich den Eidgenossen ^ es versprochen, ihre Versprechungen nicht halten, indem die Landsknechte jetzt an seinen Grenzen liegen, ersuche daher die Eidgenossen, es ihm nicht zu zürnen, wenn er mit denselben „etwas beginne", um sein )w zu beschirmen. 3, Sein abermals vorgebrachtes Gesuch um weitere 5 lllXR) Mann wird heimzubringen ^ lassen, da man keine bezügliche Vollmachten hat. Hierüber soivie über den Vorschlag, die Knechte der Eile ^ ^ Straße zu löhnen, will man sich auf dem Tage zu Bern entschließen, der wegen des Dechants ^ ^^urg angesetzt ist. Ii. „Anfänklich ist uf disem tag abermalcn anzogen von wegen des luterschen Handels, ^ was davon abgeredt ist, soll jeder bott sölich irrnng, so sich täglich und an vil enden unser Eidgnoschaft und groß irrnng bringt, an sin Herren und ober» langen lassen und daran sin, daß jedes Ort denen, sy . u> dann geistlich oder weltlich, wib oder man, von sölichcn irrnngen standen, oder wo sy das nit thuon, h uian die nach ircm verdienen straf." (Vgl. l> 2). ^ (Verhörung der Berichte über die Trnppenbcwegnngcn in den kaiserlichen Landen). aus dem Schaffhauser Exemplar 1), dem dagegen, wie dem Basler, :»—e fehlen. Im Zürcher fehlt I u»d Ii i ist gestrichen), im Freibnrger l'. Zu und k. Genaueres gibt der angerufene Bericht: 1523, 27. September (Sonntag vor Michaelis), Nachts. Niklnns Mnheim, Landvogt im Thnrgan, an die Wen gemeiner Eidgenossen (so. der X Orte) in Lucern. 1. Hans Güder von Märstctten habe Einen entleibt uud ans dreimalige Ladung vor das Landgericht sich nicht gestellt, worauf des Entleibten Verwandten erlaubt worden seh ihn überall in der Landgrafschaft anzufallen und auf Leib und Leben zu beklagen, und der Grafschaft, kssen Gut anzugreifen. Das betrage nun etwa tausend Gulden; er, der Ländvogt, habe aber den Seinigen sagen uyen, sst könnten gütlich mit ihm abkommen, und wäre bereit gewesen, mir etwa 2ll(1 Gl. zu nehmen; statt u er deßhalb zu ihm zu kommen, laufen sie umher und klagen, ihr Vater hätte Kundschaft zu stellen gewußt, sei u er nicht dazu gelangt, ze. Das Landgericht habe aber, da Güder selbst nicht erschienen, sein llrtheil bestätigt. -Mm andern so wnndlent ctlich Priester uß miner Herren von Zürich gebiet in das clostcr Tcnnikon, das ouch "st er landgrafschaft Thurgöw ligt, predigcnt und underwysent die closterfrowen, sy mögint wol man ncmen, vernimm) ctlich ze tuon in willen syen, weliches am ansang, der in andern froivenclöstern im ^ göui von etlichen closterfrowen ouch angenommen werden, und dis also ain fürgang überkommen möchte; wm ain münch uß dem ktostcr Cappel, der an statt mins Herren von Cappel, als obrer des klostcrs Tennikon, 382 September 1523. ir visitator sin sölt, gen Tennikon kommen ist und nine hinweg gestiert hat." 3. Einige Thurgauer seien ungeachtet ausdrücklichen Verbots dem König von Dänemark zugezogen. Er bitte nun dieser Stücke wegen um schriftlichen Bescheid, zumal das auf höhern Befehl erlassene Verbot der lutherischen Lehren von etlichen Priestern verachtet werde, zc. St, A. Lu«m: M,ss>°-»> Zu «l. Es sei uns gestattet, auch hier über den allzu beschränkten Wortlaut des Abschieds hinauszugehen und der Vermuthung gemäß, daß die bisher eingegangenen Berichte aus dein französischen Lager verlesen und besprochen worden seien (s. Nr. 164), einige dieser Acten einzulegen: 1) 1623, 7. September, Jvrea. Bastian von Dießbach und Burkhard von Erlach an Sch. und Rath Bern. „Strengen zc. ?c. Euer gnaden schribcn Hand wir verstanden antreffend die, so sich Hand lassen inschriben und gelt empfangen und über das sind heimzogen oder daheim bcliben; ist nit on, der selben etwa menger isti aber zuo erfarung des grunds ist not, (daß) wir über unser rödet mit muoßen sitzen zuo erkundung eigenliche» des Handels, das uf dis stund nit mag sin, denn der bott ilt aweg. Gnädigen Herren, so soll euer gnad wüsten, daß wir von den dry Stetten nun ein tag oder zwen hie zuo Jfry sind gcsin und hoffen, daß morn und Mentag die übrigen ouch fast von allen Orten werden hie sin und denn im namen gotts witer rucken, und sunders, alv wir vom Herren verstand, uf Nawerre zuo, und als wir verneinen, so wirt daselbs kein wer sin, . . weder >w schloß noch in der statt; denn der Herr ist gewüß bericht, daß der Herzig das geschütz hat gan Meiland lau stieren. So sind wir bericht, daß da sind bi den siben tnscd kriegsvolk im land zuo fuoß, es sigend Spangs oder Römer; das will alls gan Past) und understand da zuo warten; denn sy stärken die statt trefsenlich »u basticn und bolwerk. So uieiiien die in der statt Meiland mit etlichem landvolk die statt Meiland onch zns behalten, denn sy Hand wol trost, inen soll ein zal landsknecht kon zuo hilf; es weiß aber noch nieman, wo si sind. Also ist onch der Küng mit sim züg und einem fast mächtigen züg zno fuoß, bi den riiij tnscnd, und so treffenl«) wol angeleit mit Harnisch, daß es ein wunder soll sin, bi den iij tusend büchsenschützen darunder und vj hundel gelen (?), die schon über har sind, und vierzig stuck büchsen. Der ander züg ruckt täglichs ouch. Gnädigen herrew ich Bastian hatt euern gnaden von Martenach geschribcn, wie wir vernon hellen, daß der Herzog von Meiland w wäre; das ist nit, aber fast nach ist es im gesin; denn in hat einer mit einem dolchen gestochen uf der str^ zwüschend Meiland und Mansch, daß man ein mal want, er war tod; aber er ist noch fast krank. Ouch lit der Brospcr Colonie ouch fast krank. Und so wir zsamcn komend, werden wir im namen gotts dahin rucken". - - Das Original (B. v. Dießbachs Hand) zeigt viele rohe Mißschrcibungen. Si. A. Bern, A. Mailanderln-ge- 2) 1623, 16. September. Ludwig von Dießbach („L. v. D."), Landvogt zu Lauis, an Sch. und R- ^ Bern. „Müssend daß ich uf dise stund gewüßne mär hau, wie gester des Herzogen züg aller wider gen Mecka geruckt ist, hat etwa by iiij tnscnd landsknecht, schlecht voll, und wissend, daß Hill nf disen tag daruf stat, ( "h des Küngs züg Meiland ane schmcrtschlag innem; denn das voll in Meiland uß der maß übel erschrocken ll ' denn von (den) Venedigern ist dem Herzigen noch niemands zuokomcn, und verficht sich der gmein man ws ^ guots zuo inen. So Hand sy die bollwcrk noch nit gar gerüst ze Meiland; so hörend sy nit, (daß) dem Hrs^, kein landsknecht me kommend noch Spanier; darum gloub ich, wo es die Franzosen Hill und morn redlich angrm ' so möcht Meiland mit kleiner »nie gewunnen werden; wo das aber nit beschickst, so wirt das voll wider und ein halsstärchi ncmen, daß ich nit mag müssen, wie im darnach beschickst, wicivol ich in guoter Hoffnung ^ es söll nit (anders) denn wol gan, so mit nnd der Küng anderswo nit geirrt wurd . . . Wissend onch, daß gras von Aroncn anfacht, wider sin landschaft inzencmen". . . Nachschrift betreffend den von einem Gefecht beg teten Uebergang über den Tessin. S>. A. B-m-. A. MaMnderkrieg^ 3) 1623, 19. September, Lauis. Bnrkard Schütz, oberster Hauptmann, an Sch. und Rath 1. Bezeugung seines Wohlgefallens über die von den andern Eidgenossen ihm widerfahrene Ehre, besonders r die freundliche Haltung der Schwyzer. 2. Bericht, nach einem Schreiben des Grafen von Arona, über das ^ . am Tessin (14. Sept.), worin des Herzogs Truppen, zum Theil von hinten angegriffen, schwer geschädigt war die Landsknechte seien wie in einer Flucht nach Mailand gekommen, wo die Bewohner der Vorstädte sich in die „rechte" Stadt zurückziehen müssen. Des Königs Heer rücke gegen Pnvia vor; dem Herzog sei abee September 1523. 383 leine» Verbündeten nicht ein Mann zu Hülfe gezogen. Drei Tage lang habe man ihn vermißt, und Signor Prosper („Prost") liege krank zu Mailand. Im ganzen Lande herrsche ein „milder Rumor", und misse niemand, wer Freund oder Feind sei ... Bezugnahme auf ein früheres Schreiben über die Einnahme von Novara. Bitte um Geld. St. A. B-rn- A. Mailänderlriege. 4) 1523, 25. September, vor Mailand. Bastian von Dießbach (B. v. D.) an seinen Bruder Ludwig v. D., Landvogt zu Lauis. Bericht über den Zug bis Mailand. Die Feinde seien durch die Nachricht von dem Hinschied des Papstes in ihrem Widerstande gehemmt worden. Da verlaute, daß der König in eigner Person herangehe, so haben die Franzosen sich nicht beeilt, die Stadt Mailand anzugreifen, sondern das ganze Land zuvor m ihre Gewalt gebracht, außer Mailand und Pavia; Alessandria, Lodi, Domo, Monza seien schon genommen, Eremona von Capitain Bayard belagert; an Como werde man auch gehen. Wie es um Arona stehe, werde der Landvogt wissen; gemeine Hauptleute haben den Vogt zu Luggaris schriftlich ersucht, den Franzosen 4—5 Stücke beschuh ^ verabfolgen, um die Besatzung in Arona zu „nöthigen"; da derselbe ein „seltsamer" Mann sei, so wäre es gut, wenn sich L. v. Dießbach für die Sache verwendete; denn der Marschall habe Rückerstattung oder , guten Ersatz verheißen. Bitte um Meldung allfälliger Neuigkeiten betreffend Como, und um Sendung dieses ^cheeibens nach Bern, ze. ze. St. A. Bern: A. Mailändertriege. Mehrere andere Berichte, die uns vorliegen, müssen bei Seite gelegt werden. Zu . Seit dem letzten gemeineidgenössischen Tage war dieses Geschäft mit großem Eifer schriftlich betrieben wmdcn; wir lassen die bezüglichen Acten folgen: 1) 1523, 27. August (Donstag nach Bartholomäi). Bern an Lucern. Man vernehme als gewiß, daß der ^er Zu Freibnrg gefangen gewesen, gegen Bürgschaft entledigt, also nicht weiter verhört und für seine ll'thnt bestraft sei, was man um so seltsamer finde, als ab dem Tag in Lucern etwas anderes an Freiburg 334 September 1523, geschrieben worden. Da man sich bei solchem Verfahren nicht beruhigen könne, so ersuche man Freiburg nochmals ernstlich, den Decan wieder wohl zu verwahren, damit Bern und Lucern und andere Orte, wenn sie ihn beklagen wollen, ihn finden und zu rechtlicher Verantwortung bringen möchten. Da man voraussetze, daß Lucern hieran das gleiche Mißfallen habe, so bitte man es, die Lander auch davon zu benachrichtigen und mit ihnen den Entschluß zu fassen, den Priester gemeinsam zu berechtigen, Begehren schriftlicher umgehender Antwort. St. A. Bern: Teutsch Missiven, ?. 187. — St. A. Lucern: Missiven. 2) 1523, 27. August (Donstag nach Bartholom«). Bern an Freiburg. Obigem genau entsprechend. id. k. iso d. 3) 1523, 28. August (Freitag ipsa Augnstini). Freiburg an Bern. Antwort ans dessen Schreiben betrcfsend Jacob Huber. Wiewohl man es nicht für schimpflich erachtet, ihn auf die Vcrschreibung, die er in Gegenwart seine-' Obern gegeben, zu entlassen, habe man ihn jetzt doch zu größerer Sicherheit wieder gefangen gelegt. , K. A. Fmburg: MWv-n, Bd. VIII. IIS. 4) 1523, 9. September (Mittwoch nach Nativit. Maria). Bern an Freiburg. Nachdem es auf diesseits gestelltes Begehren den (Decan) Jacob Huber wieder in VerHaft genommen, habe man von Lucern, Uri, Unter- walden und Zug „Befehl", gegen denselben einen Rechtstag zu verlangen, und da man hiezu wie billig geneigt sei, so bitte man, diesen Rcchtstag in Freiburg („für üch") zu bestimmen und umgehend anzuzeigen, zc. St. A. Bern: Teutsch Missiven, I*. k. 188 d. 5) 1523, 11. September (Freitag vor Crueis Eraltat.). Freibnrg an Bern. Antwort auf die Anzeigt daß Bern samt Lucern, Uri, Unterwalden und Zug gesonnen seien, den Priester (Jacob Huber) zu berechtig^ und deßhalb einen Tag begehren. Man habe an der Sache nicht weniger Mißfallen als sie und würde namcntu ) Bern darin gerne entsprechen; sie sei aber dem großen Rath übergeben, der sich in den nächsten Tage weiter ent schliefen zc. K. A. Freiburg: Missiven, Äd. VIll. 143. 6) 1523, IL. September (Mittwoch nach Crncis). Freibnrg an Bern. Heute habe sich der große Aath entschlossen, mit den andern Orten den Priester zu berechtigen; aber als Mitkläger könne man jetzt nicht Nichts sein, auch keinen Tag bestimmen. Die VerHaftnahme sei aus Vergünstigung des Bischofs geschehen, der « ausdrücklich verbiete, etwas Thätliches vorzunehmen (Folterung), wenn es nicht vor seinen Amtleuten gesch^t' Wenn also Bern w. noch Willens sei, das Recht zu verfolgen, so werde es sich darnach zu richten haben. n>. 7) 1523, 18. September (Freitag vor Matthäi). Bern an Freibnrg. Antwort betreffend den gefangen^ Priester. Man sehe nicht ungern, daß Freibnrg als Mitkläger einstehen wolle, könne aber in einer so sch>"^ Sache, die gemeine Eidgenossenschaft berühre, nicht den Bischof von Lausanne als Nichter anerkennen und n'M wohl, daß auch die übrigen Orte das nicht thun wollen; um weitcrem Unwillen vorzubauen und den Bischt " Lausanne wie Freibnrg zu entladen, bitte man freundlich, den Gefangenen hieher oder nach Baden zu und gemeine Eidgenossen gegen ihn handeln zu lassen, sei es zur Anklage oder zur Ledigung, ohne Rücksicht das Verbot des Bischofs, was sich unschwer werde verantworten lassen. Wenn aber Freiburg sich dazu n> entschließen könnte, so würde man seine jetzige Meinung zu weiterer Bcrathung an die Eidgenossen beruht' deßhalb begehre man unverzügliche Antwort. St. A. »-rni T-»tsch Missiven, i>. e 8) 1523, 29. September (Sonntag vor Matthäi). Freibnrg an Bern. 1. Dank für die Nachrichten «n Italien w. 2. Uebcr den Handel des gefangenen Priesters werde sich der große Rath entschließen. K. A. Freibuvg: Missiven, Bd. VIII. i-i '- . 9) 1523, 22. September (Dienstag nach Matthäi). Bern NN Luccrn. 1. Wegen allerlei Sagen der knechte halb, die bei Colmar und Schlettstndt gelegen, habe man Basel und Mühlhansen um schriftlichen , gemahnt und solchen empfangen, wie die Beilage laute, die man mittheile, damit Lucern nach seinem Beb« einen Tag für gemeine Eidgenossen ausschreiben könne. 2. Nachdem Freiburg auf diesseitiges Ansuchen den „Johann" Hnbcr wieder verhaftet, habe man begehrt, daß es einen rechtlichen Tag ansetze, um denselben z« be ^ und zu verdienter Strafe zu ziehen, zur Warnung für Andere; aber wider Erwarten habe Freiburg geantw^ ^ weil es mit den Eidgenossen Partei und Kläger sei, so gezieme sich nicht, daß es über ihn richte, sondern I ^ vor seinem ordentlichen Richter, dem Bischof von Lausanne, zu beklagen. Das habe man nicht angenommen, wissend, daß die andern Orte damit auch nicht befriedigt seien, und darauf verlangt, daß der Decan hiesig September 1523. 335 nach Baden gefertigt werde; Freiburg habe hierüber »och nichts weiter geantwortet, als daß es den Entschluß des Großen Rathes schriftlich anzeigen werde. S,. A. Bern: T-ulsH MW»m, ?. iss. - St. A. Lu-ern: Miss>»-n. 10) 1523, 23. September (Mittwoch nach Matthai). Bern an Lnccrn. Hellte habe Freiburg durch eine Nathsbotschaft des beklagten Priesters halb erklärt, es könne denselben weder hiehcr noch nach Baden schicken; man möge aber für die Eidgenossen einen Tag nach Freibnrg setzen, um da zu berathen, wie man den Priester aor ein unparteiisches Recht stellen könnte. Da nun der Handel gemeine Eidgenossenschaft berühre, so bitte man Lucern, dcßhalb einen Tag hiehcr zu verkünden, in der Meinung, daß alle Boten bevollmächtigt sein sollen, zu beschließen, wo man den Priester rechtlich belangen wolle, und dann nach freibnrg zu reiten, nin den gefaßten Beschluß zur Vollziehung zu bringen. Die fragliche Tagsatznng möge es umgehend anzeigen. St. A. Bern: Tcutsch Misswell, I>. 197. — St. A. Lu-ern: Missw -N. Zu i, 2. Hier sind folgende Acten einzurücken t 1) 1523, 18. Angnst, Valladolid. Kaiser Karl V. an Bern. „Lieben getreuen, wir haben den vertrag, so durch unser freundlichen lieben Mumcn Frau Margreten gesandten und dem Kimig von Frankreich unser grafschaft Burgundi nnpartel)schhnit und neutralitet halben ansgcricht worden, cnerm begercn nach bestät und angenommen; wir wollen auch solchen vertrag unscrs tails, linser zusagen, gclübd und verschrcibnng treulich halten und vollziehen, und ir sollet auch des gar kein Zweifel tragen; (das) haben wir euch nit wellen verhalten, damit, ob euch oder M'dern Orten der Aidgnoschnft von etlichen, so disc nnparteischhait nit wol leiden mügcn, etivas anders eingebildet wurde, ir »nsers gemücts grundlich bericht, auch solichem anbringen nit glauben wisset, wiewol villcicht ain anzal deutscher fußknecht und ander unser pnndsverwandten, die der Notdurft nach uns zuziehen, durch die berürt unser grafschaft Burgundi ircn lvcg ncnlen niüssen; Ivo es aber müglich gewesen, daß solh Iriegsvoll nit durch die grafschaft, sonder anderswo durchkämmen Helten mügcn, wollten wir das also gern bestellt haben; dann wir je des endlichen willens sein, die obgemelt nnparteischhait gcnzlich zu halten und dawider gar nichts zu handeln, wie wir solichs alles auf das längist der fürstin von Orani, die euch und andern Ocrtern solichs weiter verkünden uurdet, zuschreiben, mit beger, ir wellet bcrüerter fürstin von Orani solichs ires nnzöigens als uns selbs gclanben, mich diser Handlung so nachbenrlich crzaige», als wir uns zu euch als des römischen Reiche, ccilichcn Pidern ungezweifclt versehen; wir sagen euch auch gnädigen dank des getreuen beistands, so ir bisher obgenanntcr uuser grafschaft gethan habt, mit hohenr flciß begerend, ir ivellet in solichem euer» guten willen beharren und mhalt der Erbainigung, die wir dann auch treulichen vollziehen wollen, dieselben grasschaft vor empörnng und Scwalt schützen und schirmen, so sollen der berürter grafschaft nndcrthanen sich auch nachbenrlich und freundlich gegen euch und andern Oertern erzaigcn, und ir thnet uns daran sonders hochwolgefallen, gegen euch und den euer» guediglich zu erkennen und zu gutem nimmcrmer zu vergessen". . . St. A. B-rn: A. Ausland in (»cais-r »nd Reich). 2) 1523, 16. September. Bern an die Princessin voir Orange. Antwort auf den Vortrag ihres Gesandten, Abt von Mont St. Marie. Man habe gern gehört, daß sie die Neutralität zwischen der Grafschaft und dem Herzogthum beobachten wolle, was auch ihren Angehörigen den größten Vorthcil bringe. Da nun der Konig »r den letzten Tagen schriftlich, »nd dessen Gesandter Boisrigault heute morgen mündlich erklär» habe, den Vertrag gleicher Weise aufrecht halten zu wollen, so bitte man die Princessin, in ihrem guten Vorsatze zu beharren "nd in der Grafschaft keinen Durchpaß oder Einbruch zu gestatten, der für den König oder das Herzogthum Burgund gefährliche Folgen hätte; im andern Falle, wenn also die Neutralität verletzt würde, hätte die Princessin l"r die Grafschaft nur Verwüstung und Nnin zu erwarten, ?c. Sic möge dabei bedenken, daß eidg. Knechte dem Konig dienen, daß also die Eidgenossen es mißfällig aufnehmen müßten, wenn sie durch eine Verletzung der Neutralität den. König Schaden zufügen ließe, ec. St. A. B»,.: Migim.., n. 97 v. Zu I. i) 1523, 16. September (Mittwoch nach Crucis Exaltationis). Bern an Basel. 1. Antwort ans ^sse" jüngst erbetene Nachrichten über die Ansammlung von Landsknechten im Elsaß. Da es über deren Zweck "°ch nichts habe melden können, so bitte man es nochmals, nllfällige seither empfangene Berichte bei diesem Boten mitzutheilen. 2. Sodann habe man in dieser Stunde erfahren, daß das französische und eidgenössische Heer Novara, Alessandria und andere Plätze diesseit des Po erobert habe und bald das ganze Herzogthum zu gewinnen hoffe, Zc. ' Tl. A. B-r»: T-utsch Mssweii, I>. k. 1901>. 336 October 1523. 2) 1523, 19. September (Samstag vor Matthäi). Basel an Bern. Antwort: 1. Es dürfe glauben, daß man wahrhafte Berichte nicht verschwiegen hätte. Erst heute habe man wieder schriftliche Nachricht erhalten, der man Glauben schenke, daß nämlich die „Versammlung" gestern aufgebrochen sei, wie verlaute, nicht gegen Au- gehörige der Eidgenossen, sondern gegen Dijon hin, da in Frankreich große Uneinigkeit herrschen solle; jedenfalls sei es räthlich, auch darüber ernstlich zu rathschlagen; jenem Zuge solle auch Reiterei und Geschütz in bedeutende' Anzahl folgen. Ferner höre man, daß der schwäbische Bund um Hülfe ersucht worden, eine Zusage aber noch nicht geschehen sei; wenn diese erfolgte, so würde auch das guten Rath erheischen. 2. Dank für die Nachricht"' aus Italien. K.A. Basel: Mlsswn. 3) 1523, 22. September (Dienstag St. Mauriticn Tag). Basel an Bern und Solothurn. „Jr haben g"^ müssen, wie denn ein merkliche versamlung von landsknechten jetzo in undcr Elsaß, ungefarlich zwüschen Straßburg, Slettstatt, Colmar und daselbs um im Ried und andern orten diß vergangen tag gewesen, von und zuogelonfe" ist und irs fürnemens niemands hat mögen erfaren, wider wen oder wohin die selb versamlung dienen wellt, bis jetz so syent wir dannoch von litten, uf die wir nit wenig glouben setzen, bericht, daß dieselben knecht, dcre» by zechentusend sin söllen, wider die krön von Frankrich ufgewegt syen und uf Sonntag vergangen und gestellt tags ufgebrochen und den köpf gckert gegen Burgund! zuo ligen, Hinacht datnm zuo dem merern teil zno LüdeE, und in derselben ort daselbs söllen sy einander und des geschützes, das mit gan wirt, warten; wir sind o") bericht, daß das geschütz, so zuo Brisnch bisher gestanden, zuogcrüstct ist; darzuo ivissen wir eigentlich, daß "w etlichen tagen by sechs oder siben houptstuck von Innsbruck bis gon Stockach konnnen, die zuo solchem züg o» gestiert werden; darzuo soll ouch das geschütz, das die fürsten und stctt wider die Franke» (sio) gchebt auch hienach komme» ; es soll ouch ein merklich voll disem züg zuoziechen und sich stärken, daß sy by drißigtull ^ ze fuoß und zweitusend pferd, on das von andern fürsten und Herren zuogetan, stark werden. Es sind ouch " gestrigen tag fünf grasen, die houptlüt sin söllen, und vil ander ritter und edel zuo Ensisheim by ein«" gewesen; was daselbs angeslagcn, ist uns noch verborgen. Man sagt uns ouch, daß in Swaben ein rüstuug w' die sölle dem Pfalzgrafen zuogeschickt werden, und in summa so sye ein anslag, daß von vil klingen, sursis' ständen und stellen ein merklicher großer anslag wider Frankrich angcsecheu, von einer zal volks, so nit zc »enu" ist, ze haben und da? zc nötigen vorhanden sin sölle, und so das ganze Jtalin, Venedig und ander herrsch"!^ in einikeit mit einander getretten sin, so will uns . . bednnken, daß die ding dennoch nit ganz verachtet w" (füllten), wiewol wir möchten gedenken, es wnrde härter und größer gemacht, denn an im selbs sin möchh ' haben üch das also getrüwer guoter Meinung wellen verkünden", zc. St. A. B-m: A. Bas-l. — K. A. Basel: MW«"- 4) 1523, 25. September (Freitag nach Matthäi). Bern an Luceru. Mittheilung einer Missivc von die Rüstungen gegen Frankreich betreffend, damit Lncern sich mit Bestimmung der Tagsatzung darnach Z" halten wisse. St. A. Lucew: MW«"' tS«. Mern. 1523, 12. October f. (Montag vor Galli f.). Staatsarchiv Lncern: Allgemeine Abschiede (1. 2. f. 49». Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenossische Abschiede, p. 109. Staa tsarchiv Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlnng Bd. 5, Nr. 82. KantonSarchiv Basel: Abschiede, 5. 45. KantonSarchiv Kreiburg: Abschiede, ^ KantonSarchiv Solothurn: Abschiede, Bd. XII. KantonSarchiv Schasshansen: Abschiede. Gesandte: Frei bürg. (Jacob Techtermann; nachträglich auch Hans Kruinmenstoll). — (Alle sind unbekannt). ^ tt. Es wird ein langes Schreiben verhört, wodurch der Kaiser die von Basel ernstlich crmahnt, den ^ , in Nürnberg auf nächsten St. Marlinstag zu besuchen, um die Neichsgeschäfte berathen zu helfen »nd ZUll ^ anzuzeigen, wie viel Schatzgeld, auch ivann und wem sie dasselbe (früher) bezahlt haben. Ihre Bitte »»> Oktober 1523, h"'">znbringen und n»f dcm nächsten Tag zu beantworten, I». Uebcr den im Thurgau vorgefallenen Todschlag 'st lauf dcm Landgericht) das Urtheil ergangen, es sei der Leib des Thäters den Verwandten des Entleibten, das ^»t den Eidgenossen verfallen; ans seine Bitte wirh jedoch, mit Rücksicht ans seine Kinder und in Anbetracht, ^st die Tchat nicht in böser Absicht („gefarlichen"), sondern „in schcidens wys" geschehen, erkannt, daß er nur Kosten zu bezahlen' und hernach den Eidgenossen 1EE Ell, zn geben habe. v. An den Landvogt ini Thurgan "'lieht der Anftrag, die Neislänferj die sich freiwillig „ergeben", des Lebens zu sichern, sie jedoch festzunehmen ""d nur ans Bürgschaft wieder loszulassen, daß sie die Strafen tragen wollen, die man ihnen auflegen werde sie auf Tagen erscheinen sollen); aber die Aufwiegler soll er bis auf besondern Bescheid der Eidgenossen "" Verwahr behalten, «R. Dem Herzog von Savoyen wird auf sein Gesuch bewilligt, daß zwei Boten, einer """ Bern und einer von Untermalden, zu der bevorstehenden Taufe gehen. Und wenn (da?) des Königs Mutter "o Kind zu der Taufe heben soll, so haben die Boten Befehl, sich nach neuen Alachrichten und allen Umständen jol/" "''kündigen; » . Da verschiedene böse Gerüchte nmlanfen und überall Rüstungen vorhanden sind, so '"an allerorten dafür sorgen, daß der geineine Mann sich mit Harnisch und Waffen versehe. Den Landvögten ""d den Zugewandten wird dasselbe geschrieben, t. Abermals bringen Stift und Stadt Neuenbürg ihre Anstände " wegen, mit welchem der Weinzehnten gegeben und genommen werden soll. Deßhalb wird nun ""> dortigen Landvogt befohlen, das Maß zn bestimmen, solches mit dem Zeichen der Stadt Neuenbürg zn ""'sehen und eines bei sich zubehalten; mit diesem Maß sollen dann beide Theilc den Zehnten geben und nehmen dabei bleiben. 55. Der Abschied von Lucern, berührend die Anstände zwischen der Stadt Neuenbürg, denen Valendis und der Herrschaft Colombier, wird jetzt bestätigt; kraft dessen soll der Landvogt mit zwölf nn- dusche» sachverständigen Männern die Parteien verhören, ihre Schriften und Gewahrsamen prüfen und den in Güte oder rechtlich entscheiden; doch bleibt jeglichem Theil nach bisheriger Uebung die Appellation vor- " l». Die Boten von Lncern, Schwpz und Unterwalden, denen das Gotteshaus Engclberg mit Kast- ^ ^ ""'"""'dt ist, sollen die Beschwerde heimbringen, die dem Pfrundvcrwcser zn^Vrienz begegnet, indem er früher» Kirchherrn eine Summe Geldes in absonti von dieser Pfründe geben sollte, was er unmöglich ha/" st" sollen auch darauf dringen, daß der alte Kirchherr, der „aus verdienten Ursachen" die Pfründe ""'lasten müssen, abgesetzt und der neue in Nnhe gelassen werde. Hierüber wird ein Tag nach Stans an ans Sonntag vor Simonis und Jndä (25. October). i. 1. Eine Botschaft der Frau Princessin und ^ Regenten der Grafschaft Burgund verantwortet sich in langem Vortrag ans das ab dem letzten Tag zn "" an six erlassene Schreiben. Sie haben sich stets beflissen, mit den Eidgenossen und andern Alachbarn in haß ^ Nuhe.Z» leben, darum mit dem König einen Vertrag geschlossen und denselben bisher treulich ge- Denn bei dcm Ausbruch des Krieges zwischen dem König und dcm Kaiser haben sie einen öffentlichen ^ehen lassen, nicht wider den König zu ziehen und des Königs Unterthanen ans der Grafschaft Korn, Anderes zukommen zu lassen, und neulich, als sie vernommen, daß ein Heer von Landsknechten gegen g^.j.^^"tsihnm Burgund und den König ziehe, haben sie durch eine Botschaft bei dein Erzherzog so viel ausist l/' ^ Trnppcn nicht durch die Grafschaft, sondern neben derselben vorbei gezogen. Auf die Knude, ">eit .'^""6"g von Bourbon durch die Grafschaft geritten, haben' sie ihn erst in Besanyon erkennen können, habe» sich ganz „verändert und verputzt" gehabt; sie glauben daher nicht gegen den Vertrag gehandelt zn '"an"' ^ "'"stls davon sage, daß sie-des Königs Feinde fangen und ihm übergeben sollen. — Damit Kch """st sehe, wie gegen sie von des Königs Leuten gehandelt werde, zeigen sie an, daß kürzlich 5l1 l'"'" ein Städtchen in der Grafschaft überfallen, geplündert und einige Einwohner weggeführt haben; dann 43 338 October 1523. seien sie vor ein anderes Städtchen (Conflans?) gezogen, haben dasselbe um 5W Kronen gebrandschatzt, zwei Dörfer verbrannt und andere Dinge verübt, sodaß sie, die Regenten von Burgund, mehr Ursache hätten, sich gegen den König, als er gegen sie, zu beklagen. Sie lütten ^nm die Eidgenossen, sie bei Frieden und Ruhe erhalten zu helfen; denn den Frieden wie die Erbeinung wolle» sie treulich beobachten und den Eidgenossen immer guten Willen beweisen, selbst mit Aufopferung von Leib und Gut. 2. Von dieser Rechtfertigung hat man die französischen Boten in Kenutniß gesetzt und auch dem König darüber geschrieben, k. Auf das Begehreu des Laudvogtes von Lauis, ihn zu berichten, wie er sich wegen des Abzugs der eidgenössischen Knechte zu verhalte» habe, sei es mit Annahme eines Friedens gegen den Herzog oder mit andern Dingen, wird ihm geantwortet. So lange die Eidgenossen gegen den Herzog im Felde liegen, sei kein Friede zu inachen; jedoch soll er gegc» den Feind von sich aus nichts beginnen, ausgenommen wenn dieser dazu Ursache gäbe, und eintreteirden Falles schnell Bericht erstatten; man werde ihm treulich mit Hülfe beistehen und die Landschaft nicht verlassen. Es werde» ihm auch vier zuverlässige Knechte in eidgenössischer Besoldung zu seinem Schutz bewilligt. I. Auf Ansuche» des französischen Gesandten wird den Hauptleuten in das Feld geschrieben, sie sollen dem König treulich diene» und nicht abziehen, bis sie durch Andere abgelöst wären. Das soll mich jedes Ort besonders seinen Hauptleuten und Knechten zuschreiben. «». Dieser Tag ist vorzüglich dafür augesetzt, nur dem König von Frankreich übe> die Forderung von 6000 Knechten Autwort zu geben. Weitaus die. Mehrheit der Orte will ihm gemäß de> Vereiuung entsprechen, doch unter der Bedingung, daß er sie in der Eidgenossenschaft mustere und bezahle »>^ die Hauptlcute bezeichne. Die andern Orte sollen die Sache nochmals heimbringen und ihren Entschluß beförderlich nach Lucern berichten; man drückt dabei die Hoffnnng ans, daß sie sich der Mehrheit anschließen werden, weil der König diese Knechte zu Beschirmung seiner Person und des Königreichs brauchen will. i». Des zu FreibwA gefangenen Priesters halb begehrt Freiburg, nachdem man die geistliche „Rechtfertigung" abgeschlagen, daß d» Eidgenossen unparteiische weltliche Richter geben und durch diese den Handel entscheiden lassen. Da man »^ weiß, wer hier als parteiisch betrachtet wird, so hat man Freiburg zugemuthet, von sich aus diese Richter Z» bestimmen und sie auf nächstem Tage namentlich anzugebein Inzwischen soll es den Priester gefangen halte». «. 1523, 12. October (Montag vor Galli), Bern. Die Boten von Bern, Lucern, Uri, Schwyz, kl»»» walden, Zug, Glarus, Basel, Freiburg, Solothurn und St. Gallen (?Schaffhanscn) entscheiden einen Stw» zwischen Dietrich von Teß und der Bürgerschaft von Neuenburg, betreffend einen in der Stadt gelegenen Thw»» den er und seine Vorfahren, laut seiner Angaben, seit mehr als hundert Jahren besessen, während die Bw'g^ Recht und Pflicht, denselben zu besitzen und in gutem Zustand zn erhalten, in ihren Freiheiten begründet finde»/ Es wird erkannt, Dietrich von Teß soll den fraglichen Thurm wie bisher benutzen dürfen, aber denselben cer legen", damit Niemand geschädigt werde; wenn sich dann die von Neuenbürg hiemit nicht begnügen wcM»' so mögen sie auf der nächsten Jahrrechnung daselbst erscheinen, wo die eidg. Boten weiter erkennen solle»/ sich der Billigkeit nach gebührt. St. A.Bern - Tm»ch Spruchbuch I>, weil nur die drei genannten Orte berührend, fehlt in den andern Exemplaren. ' Zu U. Das bezügliche Schreiben an den Herzog von Savopen, sachlich dem Abschicdtext conform, die Bcrner Latein. Missiven, Iii. 105 a. Zn « . Den Wortlaut der bezüglichen Weisung an die Vögte, die sachlich nichts Bemerkenswerthcs ^ und ganz kurz gefaßt ist, enthalten die Bcrner Tentsch Missiven (?. k. 201 a.), unter dem Datum Dienstag vcn ^ ' Zu t lind x». Die bezüglichen Specialabschicde hat das Berncr Tentsch Spruchbuch 413—416, dem Datum Dienstag vor Galli. In beiden ist Zürich nicht und für Schaffhansen die Stadt St. Gallen Oktober 1523. 3.39 Zu i. 1) In dem Schreiben an den König, dd. 15. October, ist der Abschiedtert überseht, woran sich das Gesuch um Erhaltung des Friedens knüpft. An die Princessin (von Orange) wurde unter dem gleichen Datum geantwortet, sie werde von ihrer Botschaft vernehmen, wie man dem König schreibe; man wolle sie aber nochmals ermahnen, mit allem Fleiß zu verschaffen, daß von der Grafschaft her nichts Feindliches »»ternommen werde; sonst hätte sie die schlimmsten Folgen zu gewärtigen, :c. Drei Tage später schrieb Bern allein an den König, wegen neulich gemeldeter Angriffe von Seiten des Statthalters im Hcrzogthnm Burgund, desgleichen an diese» selbst, in ernstlich abmahnendem Sinne, und zur Beruhigung an die Princessin, mit Hinweisung aus die eben 1» ihren Gunsten gcthanen Schritte, n. s. f. S.. A,-am». Ms»--.. -c. w°. wo-.w. Hier werden sich am zweckmäßigsten noch die folgenden Acten anreihen lassen' 2) 1523, 17. October (Samstag nach Galli). Bern an Lncern. Mitthcilüng von eben eingegangenen Schriften, aus denen zu entnehmen, daß der Anschlag bestehe, die Grafschaft Burgund zu überziehen, weil sie dem Connetable von Frankreich und dessen Anhängern Aufenthalt vergönnt und Durchpaß gestattet haben solle, worüber die ^urgundischcn Boten ans dem letzten Tage so genügende Auskunft gegeben, daß Bern und die Boten von andeni Orten dem König deshalb geschrieben haben, sodaß man erwartet hätte, er würde die Umstände (besser) bedenken und sich nicht so leicht bewegen lassen, einen nenen Krieg anzufangen; denn so viel wisse man, daß im Fall eines Bruchs der Erbcinung Andere, die bisher still gesessen, aufbrechen würden. Um solchen Widerwärtigkeiten zu begegnen, schreibe man dem König und dem Statthalter des Herzogthnms Burgund „eine tapfere ernstliche Meinung", was wan hiemit melde, damit Lncern sich zu verhalten und einen Tag zu verkünden wisse, ?c. St. A. Bern: Teutsch Missiven 1'. f. 205. 3) 1523, 30. October (Freitag vor Allerheiligen). Lncern an Freibnrg (u.n.Orte?). „Als dann ir in dem «bscheid uf nächst gchaltnem tag zuo Bern usgnngcn, onch von üwerm Kotten wol vcrnomen, wie der Princessin »nd der Grafschaft, onch des Regiments botschaft uf gemcltem tag erschinen, vil glatter und guotcr warten fürgcben ""d sich vil cmbottcn; so uns aber glonblich und gwiß fürkompt und wir täglich verneinend, ir Handlung irem lvrgeben und gnoten warten nnglich, nämlich daß der conitablc, der Herzog von Borbon, durch die grafschast gorittcn und allda an etlichen enden sich enthalten, demnach von inen mit vil pferdcn beleitet bis gen Enoheim, vuch daß der eonitable sine anschläg mit den Bnrgnndschen gcthon, onch ctlich pratik mit etlichen im Herzogthnmb ^ofop gemacht, dardnrch in Burgund ein merkliche empörung und rüstnng wider den Küng vorhanden, dabp ivol obzcnenrcn und ze achten ist, daß der conitablc in sinem schantlichen fürnemen nit schlaft; sölichs alles uno Eidgnossen gweinlich und insonders den unfern, so jeh in Mciland sind, zuo großem Nachteil dienen möcht, und ivieivol nur vugern jemands unrüeivigen oder zuo kosten bringend, hat uns doch bcdücht zit sin und notdürftig, unser Eid. guossen gnrcinlich zuo berüefen, in obgcmcldten fachen und andern, so hiezwüschcn infallen mögend, zuo beraten ""d größer irrung und schaden zuo verscchcn; habend also ein(en) tag bestin.pt, uf Sonntag nächst nach aller Hilgen tag (8. Nov.) in unser statt Lncern nachts an der hcrbcrg zuo sind, und allen Orten den verknndt und znogeschriben, in discn und andern händlcn notdürftig fnrsechung ze thuond". . . K. A. Fr-iburg: A. Lm-rn. - «. A. S-lvthum: Lu-°rn-r Schreib-» I. Zu lc. Die eidg. Boten an Ludwig von Meßbach, Landvogt zu Lauis, dd. Donstag vor Galli. Dem Abschiedtertc entsprechend. S., A. B°r» - T -uri-h Miss.--» ->. e. 202 v. Zu I. Der Text des erlassenen Schreibens, dd. Donstag vor Galli, findet sich in den Berner Teuisch Missiven (?. k. 202 b). Heber den Gang der Kricgsoperationen in Italien lassen wir zwei Originalberichte sprechen. l) 1523, 7. October, Lauis. Ludwig von Meßbach an Sch. und Rath in Bern. „Das schribcn, so von lösten, tag zuo Lucern von üwer gnaden Kotten den honptlüten und mir gethan ist, hau ich onch gcsechcn und v^sinnden, und hätt fast wol mögen liden, daß ir, nunc gnädigen Herren die Eidgnossen, etwas gemacher gethan lallen, diewil doch Mciland noch nit gewunnen ist, und man noch eigentlich »it müssen mag, wie sich der krieg °"den u.ächt, »r-sach die Verräter,), so in Frankenrich was, wiewol ich noch stüts ein gnote Hoffnung han, die pratik au°> sin, ruiervol es sich ein klein lang will verziechen ; mag ob gott will nß vil gnoten Ursachen beschechcn. 340 Oktober 1523. Ich gib je darfür, daß wo die pratik fel, so wollen die Franzosen den krieg understan zuo (be)harrcn; wöbt gott, daß die nnscrn sich lidcu möchten zwcn mouat, als ich glaub die Franzosen thuon wurden, so hoff ich, der fach wurde guot rat, wiemol in Meiland noch korn gmtog ist; aber das mal ist fast tür, und fleisch und holz (auch); die mülinen sind fast seer zerstört um Meiland. Es sind noch etlich nit wit von Cum gesi», und etlich gar nach l») der statt Meiland, die vil mal Meilanb zuofücrten; das hau ich minem bruoder Bastian die tag wol dryinal geschriben, damit die Herren darzuo tüegcnd; ich hoff, es beschech. Ich hau wol dry botteir uf dein weg, da ich all stund gcwiisse mär von minem bruoder Bastian und von andern wartend bin, wie es um si stand, und wo der krieg us wölk; so erst mir sölichs znokumpt, so will ich üch . . für und für berichten, bis ir mich heißend hören. Die Vencdicr schwigen noch still; vom Bapst hat er (der Herzog Franz?) kein hilf; der Herzog von Fcrrär der fischet; jedcrman luogt zuo siner schanz, und null jedcrman lnogen, wo das spil uswell. Nun besorgen sich die Mcilünder nüt, daß nran si mit givalt gemünn; aber der gemein man möcht den harrenden krieg nit erliden. Gnädigen Herren, ich bitt üch fründlich, ir wollend uf jetzigem tag daran sin, (daß) mir von . > den Eidgnossen eigentlich geschriben werd, wie ich mich halten soll, ob ich, so es mich not wellt bedunken, ein friden oder bestand mit dein Herzogen oder sinem anwalt inachen bcdörf, oder ir. . sölichs selbs,thuon ivöllen; dann fürmar, es hätte sich gar bald gemacht, daß die landschaft in großen sorgen stüend; so wöllt ich gern handlen, das üiver ininer gnädigen Herren und der landschaft und min nutz und cer wäre..Bitte um ferirere WcisungciN St. A. Bern: A. Mailändert'riege (Verner Copie). 2) 1523, 17. October (Samstag nach S. Gallen Tag), vor Mailand. Sebastian von Dießbnch an Sch- m>ö Rath in Bern. „Strengen zc. zc. Ich haii euren gnaden nun zum dickren malen geschriben, . . . darum ich jctz . > ^ unter neus ivciß zuo schriben, denn wir noch stets vor Meiland ligen »nd fast guotcr dingen sind, haüd zuo che» und trinken gcnuog und begerten nüt airders, denn daß unser fiend Harns käiiieu, mit uns (ze) schlachen, daiull wir die fach usmachtcn; denn die statt zuo stürmen will den Herren noch dis zit nit gelegen sin; denn dasst> stürmen ouch wol zuo betrachten will sin; denn der züg von Cremonen noch nit zuo uns kamen ist mit smN dem signor Renz, der ouch zum selben kumen ist, und so die selbe» kumcnd, so werden die Herren aber zuo >'ab was zuo tuond mirt sin; denn das zit mags bald nimmen erliden im feld zuo ligen, denn es kumen kalt >mch0 aber dieivil es jenen zuo erliden mag sin, so werden wir nit von der statt (wichen), denn unser züg engt si sisb in der statt, daß ich dcnnocht nit geloub, daß die burger in der statt semlichs lang me erliden werden. Md n der züg von Cremonen kamt, der in zwei tagen hie soll sin, so wirt man zuo rat, ob zuo stürmen sig oder ml . . . und ist fach daß si (die Herren) finden, daß nit zuo stürmen sig, so wirt man doch das Winterlager an ort um die statt schlau au guot stark platz, und welche nit stark sind, die wirt man stark machen mit bollwelll" und grebnen, als zuo Binasg, Lode und Wunsch, und da die splannd und bruggen machen, daß allwcge» rN wcdrcr züg eins halben tags bi dem andren mag sin; aber hie hinnen von der statt wirt man nit zicn, ob sib^' der züg von Loden kumt, und (so) man nit stürmen wurd, so wirt man si engen, als fast man mag, allea wir wcttcrs halb mögen belibeu; denn si Hand großen Mangel an mel und brot. Ich hoff, wenn wirs noch " iij oder iiij wachen vor der statt möchten beharren, si wurdeus nit mögen erliden, denn si wüsse» kein cntschilll""?' So hoffen die Franzosen, es werde ei» französischer Bapst, und ob das nit beschäch, so mag kein nüiver bald gelt und' anders zuo wegen bringen, denn daß si vermeinend Meiland ee in iren Händen zuo han. lll'b ^ gröst trost, den der Prosper oder die in Meiland hcnd, ist daß si meine», unser knecht werde» nit feld bclibcn; aber ich Hofs, sie dienend doch, bis man die vierte bezalung tüe; dazwüschend muoß mau a» das wintcrlägcr schlau, so wär es bas zuo äudren, und bin in der gasten Hoffnung, si fclcu uns nit, ^ " übe'' des dr>> mir an etlichen übel gruset uf die dritte bezalig, die von morn über acht tag soll sin, und fürwar, wele die s die uns (uer)land ane des Herren willen, die tuond dem Küng und uns Eidgnossen fast übel. . Klag^ die Unsicherheit des Weges nach Lanis, indem die Läufer durch eine reitende Streifschaar (5V—00 „Gargange" van Varesc aufgefangen werden, die man aber nicht fassen könne; Rath, die Korrespondenzen Boten des Gesandten Boisrigault bestellen zu lassen. Knechte seien noch wenige krank geworden oder ges" „denn etlich denen man kam erwercn mag zuo den schanzen zuo laufen und zuo gucken, daß etlicher will n ane not." SI. A. Bern: A. Mailändcrkriegc (Original und öaplc>' Oktober 1523, 341 Zu »i. 1523, 22. Oelobcr (Donstag »ach S. Gnlli). Appenzell au Lneern. Der diesseitige Bote auf dem letzten Tag zu Veen habe das Begehreu der französischen Botschaft um 600t) Knechte heimgebracht, ivie die Gesandten von Schivyz und Basel, Nun haben Amman» und zweifalter Rath dieses Anbringen ernstlich berathen und sich einhellig entschlossen, (nur) wenn die zwei (genannten) Orte die Knechte bewilligen, es auch zu thnn; man sdi dieser Meinung mit Rücksicht ans die Nähe der Landsknechte, die gleichsanr „g>ad an dir lctzp liegen, und müsse Gefahr besorgen, wenn die Knechte so „bärlich" ans dem Lande kämen; wenn jedoch die zwei V rlc zustimmen, so werde man sich nicht ausschließen, und weil der König die Knechte gern erhielte, so möchte man dringend wünschen, daß sie Ivo möglich zusammen „gelegt" würden. ., Nachschrift' Bitte des Landfch>eibc>o, . Joachim Weggelin, um „das Fenster", 2'' A, euc.m. M.sswm, Zu ii. Es liegen nnscrs Wissens nur noch folgende Acten vor: 1) 1523, 13. October (Dienstag vor Galli), „an der nacht", Bern, Die eidg. Voten an Freibnrg. „Wir !>»d in füvgesatztem willen gewesen, nß befclch unser Herren und ober» zno üch zno ritcn und den gefangnen Priester zno berechtigen, dann daß uns in landmärs .vys begegnet, wie üch nit gemeint spe, über in zno uchtcn und Urteilsprecher und sächcr zno sin, besnnderS dem rechten vor der geistlichen oberkcit, als (über) üwe» stift Probst, sinen gang zno lassen, das uns nit wenig bcduret; dann ir müssen, dag der gcnnmpt gefangen pnestei unser Eidgnoschaft Heimlichkeit, nnschlng und Händel nnscrn widerivärtigcn zuogeschriben und sich in sölichem so mit "'isthandlet, daß er als ein Verräter lib und leben vcr.vürkt hat. Und so nnS nun nit will gebären, ein sölichen schweren Handel den geistlichen zno vcrtrnwen, uß besorg, daß die rechtsfertignng langsam zuognn, von einein "chtcr zno dem anderen in appcllierens ivps und snnst gewiscn, und dadurch merklicher schwerer kost wurde erwachsen, wir gcschwigen daß si den. bemeldten Priester so vil gnnst und glimpfs znosctzen. dan.it .vir wenig rechts langen möchten; de.nsclben vorzuosind, so ist an üch unser fründlich bitt und er.nannng, üch wolle gefalle... »ochmals den Handel für üch zno ncmen oder darninb von den üwcrn weltlichen ein gnot gemein tapfer ger.cht Zuo bcsammlen und allda dem rechten sinen gang zno lasse», oder ob üch sölichs nit gemeint wäre, alldan» den berüertcn gefangnen gan Baden zno antwurtcn und uns dasclbs mit im handle» zno lassen, als sich der billichke.t u»d siucni verdienen nach wirt gcbürcn", -c. -c. Begehren »».gehender schriftlicher Antwort: „Dann wo nns °baugezöigte bittliche crsnochnng abgeschlagen, ivnrdcn wir nns enthalten, zno üch zuo rite» und dannocht damit "'t still stau, sunder das, so uns von .ich in antwurts wps begegnet, an unser Herren und ober» lasse» langen, daruf fürcr underred »nd ratschlag zc thuond, als die notdurst wi.t crhöische». S., A, B-rn: Tcutsch Missive» v. 201 .>, — K, A, Ficiliuvoc A. ^0, 2) 1524, 1, März. Schultheiß, Rath, Scchszig und Z.veihnndert von Freibnrg an den Bischof von Lausanne. «N'icht über die ...it den Eidgenossen gepflogenen bittern Verhandlungen über die Bestrafung des Chorherrn Jacob Huber und dessen lverräthcrischc) Schreibereien zu Gunsten der Feinde. I» Betracht der Fehlbarte.t duges Pciesters, des unversöhnlichen Unwillens der andern Orte und des von Fre.bnrg bewiesenen Gehor,a.»s gegen dcü Bischof bitte man nun, denselben so .znstrafen, daß man sehe, daß dn'Bischof die ^ohstahrt der l'.dgeno,,en- 'chaft höher achte als eine solche Person, dnmit auch Andern ein Beispiel gesetzt werde, sich nur mit^gol l.chen ""d nicht mit weltlichen Geschäften abzugeben; wenn er aber das unterließe, so behalte man sich vor, den schuldigen lclbst zu bestrafen, und würde weder in Rom noch anderswo das Recht erwarten, ?e. ?e. K. A. Zniburg: M.s.ive» Bd. VII, .27-128, schließlich ist zu verweisen auf Nr. 16t), Ir und 168, Ir. 1S7 Stans. jl523, 26. Oktober. Perinnthlicher Tag der Schirmorte des Gotteshauses Engelbcrg. Abschied und Arten fehlen. Den Gegenstand der Verhandlung nennt Dir. 156 Ii. October 1523. IS8. Zürich. 1523, 26.-28. October. Staatsarchiv Zürich: Acten Religionssachen. — Acta oder (^eschicht :c. Disputatioi? über Bilder und Messe. Als Präsidenten fungirten Dr. Joachim von Watt und Dr. Christoph Schappeler von St. Gallen, Dr. Sebastian Hofmeister, Prädicant zu Schaffhausen. — Den ersten Tag nahm die Verhandlung über die Bilder in Anspruch. Gegen dieselben redeten Zwing!i und Leo Jnd, Konrad Grebel, Dr. Balthasar FAcd- berger, Dr. Franz Zink u. A., gewissermaßen auch M. Heinrich Lüti und Konrad Schund, Comthnr zu Kns- nacht; für die Erhaltung der Bilder sprachen Jacob Edlibach, Hans Käs u. A., gegen die Disputation überhaupt Chorherr Konrad Hofmann. — Der zweite Tag wurde der Erörterung gewidmet, ob die Messe ei» Opfer sei. Dagegen sprachen Zwingli, Wolfgang Ruple (Joncr), Leo Jnd, der Propst von Einbrach, Konrad Schmid, Benedict Burgauer, Pfarrer zu St. Gallen, B. Friedberger, Dr. Hans Zwick von Constnnz, Auto» Walder, Heinrich Utinger, Wolfgang Grütcr, Jos Haas. Hch. Engelhnrt, Hans Konrad Jrmensee, von Schall Hansen, Konrad Grebel u. A. Dafür Propst (Felix Frei), Martin Stcinli, Pfarrer zu Schaffhausen, Dr. Nießle, (z. Th. gegen die Disputation überall), Konrad Hofmann (deßgleichcn). Am Schlüsse wurde auch das Fegfe»c> berührt. — Am dritten Tage wurden verschiedene formelle Mißbräuche in der Messe und im Abendmahl erörtert von Konrad Grebel, B. Friedberger, Zwingli (z. Th. gegen Grebel), Konrad Schmid, L. Jnd u. A- ^ Näheres gibt der gedruckte Bericht. Wir nehmen von dieser Disputation Notiz, weil mehrere Orte die an sie gerichtete Einladung wenigstens' beantwortet und zwei Stände sich gewissermaßen an dem Act bctheiligt haben. Es rechtfertigt sich von selbst, dN vorhandenen Korrespondenzen hier einzurücken: 1) 1523, 12. October (Montag vor S. Gallen Tag). Zürich an die eidg. Orte (und andere Ständet' „Unser zc. zc. Jr wüssent, wie die evangelisch lere und göttlich geschrift setz allenthalb klärer und luterer jlls prediget wirt, dann vorhar (al. bishar) beschehen ist, dardurch vil zanks und Widerwillens sich erhebt, also dG einer bp dem alten bliben, und der ander vermeinen will, wir nisten syent bishar übel gelert; und so wir »u setz bi einem jar ein Versammlung aller unser seelsorgern und lütpriestern in der statt und uf dem land geh^ und uns erkennt habent, daß unsere lütpriester, seelsorger und prcdicanten allenthalb in unser statt und uf land anders nützit fürnemen noch predigen söllint, dann was st) mit dem heligcn evangcli und snst rechter göttlich^ geschrift mügint bewären, werdent wir uf solichs uß sölicher götlichcr leer underricht, daß die bilder nit sdüu sin, und daß ouch die meß anders werd gebrucht, dann Cristus unser erlöser die Hab ufgesetzt, und syent das vil inißbrüch, dardurch vil zanks und gehäders entstat, darin uns als der oberhnnd zno sehen gebürt, und st'^ siin und einigkeit zno machen, und habent also darnf im nnmcn gotts, damit solicher zank zno end gebracht un und erlülret riß der götlichen geschrift des alten und nüwen testaments, und ouch dicivyl by üch und au e nnserthalb vil und mengerley grnwcns und anders dann die warheit ist, mag geredt werden, aber ein Znosw beruofnng aller unserer prclateri, lütpriestern, seelsorgern und prcdieanten, ouch anderer gelerten lüten rrnd darumb einen tag gesetzt, nämlich uf Sonntag nächst vor Simonis und Inda apostolorum, ist der s dis monats, nachts in unser statt Zürich an der Herberg ze sind, und inorndes und die nachfolgenden tag es halten, lüterung ze geben und ein beschluß zc machen »ß der rechten götlichen geschrift des alten und testaments, wie sich mit solichen bilden, und mißbrüchcn der messen halb st)g zc halten, damit dem willen g>H^ und sinen gebotten gelebt werd, und siner heligen geschrift beider tcstamentcn. lind ist darnf an üch unser get' lieb Eidgnossen unser früntlich flyßig pitt, ir wöllint unrb cristenlicher liebe willen nß üwern lütpriestern, sorger» und predieanten einen oder mer, die gelertisten, nach üwerm gefallen uf obangezöigten tag schickt' Oktober 1523, 343 sölichen beide» nrtiklen ze handle» und ze rede», nach nsivysiing der göttlichen geschrist beider tcstamcnten, so zno gefallen der (ge)pott gottcs »»d heil der criste» menschen die»! »»d gehört, und uns das nit abschlachint, (so) sind wir der Hoffnung, gott wcrd sinen hcligcn geist senden nnd sin göttliche gnad darin erzöigen, das cristenliche einigteil nnd brüedcrliche lieb mache. Das wcllcnt wir nmb üch als unser gctrüw lieb Cidgnossen willittich verdienen. Wir habcnt onch glicher gcstalt allen andren Orten geschribcn, deßglich imscrn gnädigen Herren von Costa»;, von Basel und Chur nnd der nniversitct zno Basel, daß sy ir geleiten botschaftcn onch schickint nnd glicher gstalt handlint." St. A. Zürich: Missiven. — St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten (u. d. D. Donstag vor Galli). — K.Archiv Schafshansen: Correspondenzen. 2) 1523, 17. October (Samstag nach Galli). Hugo, Bischof zu Constanz, an Zürich. „Unfern ?c. -e. Uewcr schriftlich bericht, »st was Ursachen ir abermals bewegt scheu, all prelaten »nd seclsorgcr »wer Statt nnd Feindschaft uf ernennten tag zno berufen, mit beger daß wir alsdann onch erschyncn oder unser botschaft zu iich verordnen wollen, haben wir alles inhalts vcrnomen und dnrab nit weniger erschrecken dann befremden empfangen, doch nit dnrnmb, daß wir die evangelisch warhait nnd ander göttliche geschrist nit lydcn mögen oder (ivic mm by den üwcrn on schuld, das wir mit gott bczügen, zugemessen wirt) verhindern oder nndertrnckcn wöllen, sonder so baider pnncten halb, in üwerm schriben gemelt, by iich ctivas zwyfel nnd damit vorcntstandcn nnd mit großer »stieg hingelegt irrthnm widcrumb crnnwcrt syen, als ob die bild in den kirchcn und die hastig meß mißbrüchig und wider die göttlich schrift bisher erschaust und gehalten syen. Dann on zwyfel bp iich und allen criste» wissend und zno verstand geben ist, daß nach der Menschwerdung Cristi nnd im Niiwen Testament bildnussen die mensch- hait Cristi, sein und der crwelten Hailigen seiner Nachfolger leben nnd lyden anzaigend, für sich selbs als bild uit in achtung oder eerung gehalten, sonder in den lirchen und fünft den menschen, sonder den layschen, jungen und unverständigen (dem nß angeborner seiner blödiglait onunderlässig crmannng allwcg not) zno ennnernng vbgemelter Cristi nnd der hastigen leben nnd lydcn fürgebracht nnd nß dem grund onch von gemaincr kirchen zugelassen und darin von tuscnd jnren herkomen, doch höchcr nit dann wie obgemelt ui>d als ain anzaigung gehalten sind. So ist onch die Haltung der hastigen meß zno irer volbringnng von der hl. kirchen und in dcro gelegnen versanstungcn irem gründlichen Ursprung nnd göttlicher geschrist nit widcrig geordnet nnd angesehen und derinaß ivic noch hüt zum tag in allen Nationen der Cristenhait ob tnsent jaren loblich Herlomen und als lodten und lebendigen (von göttlicher gnaden endlich nit nsgeschlossen) fürbittlich nnd crschießlich gcmninlich nnd nin- helliklich mit andachl gehalten. Wiewol wir nun schuldig syen, alles so zno ufnnng gottes wort(s), seiner eeren und der seele» seligkait fürderlich sein mag, zu volziehen und frid nnd ainigkait zno machen, onch sonder gcnaigt, üch üwer beger ze wilfaren, so will doch uns nit gcbüren noch gen bniden unscrn obcrkaiten (in ansehnng des beschaids und befclchs in derglichen fachen von inen empfangen) oder andern cristenlichen ständen vernntwurtlich ^ui, zu fürgenomner üwer Handlung zu kamen oder zu verordnen und in den zwyfel, so by üch obgemeltci mllttl halb entstanden, zu gchellcn; dann üch oder uns noch jcmands ander», für sich selbs »nd abgesündertcr mainnng '"t zustat, in angeregte» artilel» wider der hastigen kirchen »stützen, ardnnng, ainhellig lnngnstrig Herlomen nnd haltnng, on allen zwyfel dem hastigen Evangelio nnd göttlicher geschrist nit widerig, sonder nsscr ermessnng nnd bedacht derselben gegründt, ichts zu erkennen oder ze ändern, und ob wol darwider von uns und nch ainich cr- »üwcrung beschlossen oder zugelassen, wnrd doch die by andern cristenlichen ständen (wie billich) für nichtig nnd siävel geacht(et), onch merklich ärgernus und zwytracht verursachen. Dicwyl nun dem also, »nd nit zno vcr- »uwten »och z» glouben, daß der allmcchtig sein cristcnlich kirch in obgcnietten artikeln und dero Haltung so vil >ar her in unerkanntnus Hab lassen irren, nnd des trostlichen zusngcns, derselben sincr kirchen durch sein ain- gebornen so» Christum in seinem abschid gegeben, vergessen, solich artikcl onch nil voii ainem ode> zwayen, ändern gemaincr nnd incr dann ainer versnnilnng cristcnlicher ltänden, nit nf ire» wo», sonde» nß nntwinlnng bks Hailigen gaists und göttlicher geschrist »fgeseht, geordiiet nnd dcrmaß von gemaiin» Ciillinhail in ainiglail "'>d christeistichcm andacht herkamen'und gehalten sind, 'so ist unser als ordinärst-» und seclsorger stündlich vätterlich "'nianm und bitt an üch, ir möllcn üch densclbigen nnd anderer gcinainer cristenlicher haltnng uerglychen nnd ^avon, onch (von) üwer altvordcrn fußstapfen, so in cristcnlicher ainigkait glücklich herkomen sind, so geringklsth uit abwycheu, noch ainicher fürncmcn und hnndlnng, so darwider dienen möchten, zusehen oder die gestatten, October 1523. sonder fürgenomen üwer beruosung nnderlnsseil und crivarten, bis setz erzelter und anderer Haltungen halb von gemeiner cristenlicher versainlung uß gnaden des hl. gaists und in gestalt wie gescheen soll, (wie) wir ouch z»» gescheen verhoffen, lüternng oder ändernng oder was deßhalb not sein (wag), fürgenomen und beschlossen und die zwitracht >md nrißverstand setz vor ougen usgclöscht werden, und üch hieruf bewpsen, wie wir uns uß ob- gemelten Ursachen und (zu) liebhaben: cristenlicher Haltung ongezwpfelt versehe». Daran thund ir üwer und der üwern molfart," zc. St. A. Zürich: A. Bischof Constanz. Vielleicht wurde dieser Erlaß gleichzeitig air Lucer» und andere entschieden altgläubige Orte zur Nachachtung mitgetheilt; eine solche Copic hat wenigstens noch das Staatsarchiv Litcern: Acten Religionshändel. — Vgl. N. 8- (Von der Mittheilung dieser Schrift an genreine Eidgenossen ist die Rede im Abschied vom 1. April 1524). Ei» zweites Schreiber: des Constanzer Bischofs, dd. 21. October (Ursülä), lassen wir der Wiederholung?» wegen unberücksichtigt. 3) 1523, 18. October (Sonntag Luce). Bern an Zürich. „Ucwcr schriben nns gethan, nnträffend die Versammlung, so by üch zno lütrung und underrichtung des mißverstands, so allenthalb evangelischer leer, es PI? der bilden, mässen und anderer artikcln halb, vorhanden ist, beschehen sol, haben wir verstanden, und will uns also bedunken, die notdurft wol crhöuschen, daß guoter richtiger verstand in den fachen werde erfunden; so »bn die Händel schwär und groß und nit allein uns in der Eidgnoschaft, sundcr gemeine Cristenheit sind berüerev, achten wir die notdurft wol crhöuschen, daß darnmb gemein üwer und unser lieben Eidgnosscn zuo tagen, so >» kurzem gehalten möchten werden, underred bruchcn, wie die fach fürzuonemcn, ouch wclich darzno zuo berücs?» syen, danrit in allweg dester tapferlicher und ußträgenlicher werde gehandlot; das wir üch also guoter Meinung verkünden, mit fründlicher begär, sölichs also in guoter Meinung von nns ufzuoncmen und rrit für übel zuo halte»/ daß wir zuo obangezöugter üwer angescchnen berüefuug niemands schicken" . . . St. A. Zürich: A. B-rn. 4) 1523, 18. October (Sonntag Luce). Dasselbe an Freiburg und Solothnrn. Im Wesentlichen gleich' lautend, mit der Anzeige, daß in diesem Sinne an Zürich geantwortet werde, zc. K. A. Freibm'g: ?l. (^istl. Sachen. — St. A. ^ern: Teutsch Missiven, 1'. 2<)7- 5) 1523, 13. October (Sonntag post Galli), St. Gallen. Abt Franz an Zürich. Antwort auf die Ansctz»»b eines Tages nach Zürich, auf den 25. d. Es.wäre wohl nöthig, seine Näthc bei den Dingen zu haben; s» müßte aber auch seiner geistlichen und weltlicher: Obern Rath einholen, was nun die Kürze der gegebenen nicht möglich mache; das möge Zürich iir guter Meinung vernehmen. St.A.Mich: A.Abt St.Gallw. 6) 1523, 19. October (Montag nach Galli). Solothnrn an Zürich. Antwort auf dessen „Tagvcrrnm»»!l auf den nächsten Sonntag. „Wir haben zc., und mögen (ir) uns gclouben, daß wir zuo dem, so guoten richtige entscheid und lütrung der göttlichen lere und hinlegung der irrungen, die sich in unser»: gclouben erzöigen, gebän'» möchte, sunderlichc neigung tragen. So wir aber darb:) die artikel, in sölichen: üwern: schriben gemeldet >» darnmb ir sölichen tag bestiinpt, bedenken und crwegen, finden wir dieselben dergestalt, daß nnserm bedunken »» nit gebürlich sin will, (daß) wir Eidgnosseu nns derohal^ so wpt beladen und als die, so den gemeinen erijteulich^ stand beträffend, nit durch eins, zivei oder mer Oerter, suuders ein gemeine Eidgnoschaft und mit wolbedach»»» rate gehandlet und betrachtet werden, damit es onch an andern ußländigcn eristenlichen ende:: förmlich und b» t geschätzt und zuogelassen :nöge werden, zuo wölichs fürdrung an unserm guotei: slysse nützit soll erwindeu. ' uß grund desselben habe:: wir dißmnls nieniand verordnet und abfertigen wollen, mit früntlicher bitt, sölichs uns nit zuo verargen oder einicher Verachtung zuozemässen," zc. St. A. ZiinH: A. Sol-th«". 7) 1523, 22. October, Pruntrut. Christoph, Bischof zu Basel, an Zürich. Antwort . . .: „Wiewvl i»» üch in allen möglichen dingen (wisse gott) zuo willfaren :::it ganzer begird geneigt, dann wir nit uniug? ^ üwer alten vilfeltigen guotthät, uns und unser::: stift bewisen, jedoch so wir, zno dem daß wir eigner person » und unufhörender libskraukheit Halb uit wandern mögen, gedenken und zuo herzen fassen, daß nit on wölbe » redlich gegründt in der hl. geschrift Ursachen vor vil hundert jarey die obgedachten zwei: artikel, wie die b: 1 gehalten, angesehen, den christliche» herzen wenig ärgerniß und mißglouben, sonder herzlich erinnerung uuv au des geßts bracht haben und bringen, uns, ouch noch nieinan für sich selbs zuostat, wider beider artikel und Octobcr 1523, glichen inhalt inzit ändernng sürznoneme», sonder von gemeiner Versammlung dec Ehiistenheil und d,i heilem kirchm lülernng, soferr den» not, zc erwarte», onch so glich diser (von) alter harkoi»(»)cn ordnnng by ttch ctz.vas znowider (als nur »it achtel^ wöllcn) fürgenommen mnrd, wenig in ganzer tatschen nation erschießlich nnd allein ein zertrennung brachte, dadurch (als ir selb des Höchen Verstands ivol sind) argcrnis, nachrcd und anders uns und üch erivnchsen ivnrd, hat uns der fach wenig fürstandig ze sin bcduntt, ob wir glichwol jcmans der unscrn zuo üch verordnet, nnd also das in bestem nnderlassen, mit früntlichcr bitt, uns solch abschlagen mt in unfrnnl- schaft iifncmcn, sonder üch bcfli)ßen wollen, uf nngcscchnen tag dermaßen fürzencmen, daß (es) g"tl dem Herl» llefellig niid der hcilgcn christcnlichen lirchen nit ividerig, die (der?) liebe gotts fürstandig, onch aller chrisiglonbigcn s-elen ^ heil sin möge," ?c, 8) 1523, 24. October (Samstag vor Simonis et Inda). Lueern an Zürich, Antwort ans die 'l>crlund»ng der Disputation über Bilder nnd Messe :e. „Und so wir sölich Meinung verstanden, ist uns sölich nrung sni Zürich) leid, möchten onch wol crliden, daß ir als die obcrhand sölh irrnng langest usgcrüt, als ir deß wol '"acht und gwalt ghebt; ,vo aber üch einichcr Mangel unser hilf oder rats gcprosten, ivöllten wir als fromm crisien uch bl)gstanden sin, daß es abgestellt worden war. Dicwil aber das nit beschehen, nnd also für »nd fürter durch d>e jenen, so geneigt üch nnd uns ze vcrfücrcn, überhand gcwnnncn und gcivnrzt, und wol nicrkent, daß die so i°lh irruiigen pflanzent, üch angncm; zno dem >u>d ivir unser geistlichen verstnndigen (die wir onch für fromm haltend) rat gchcbt, in geistlichen »nd weltlichen rechten fnnden, daß sich sölh kleinfücg oersnmpnnngen, den cri,te»- l'chen glonben antreffend, nit zimpt ze haben noch ze besnochen, als uns die schriftcn an vil orten, sich nit not ^ »iclden, anzöigend, möchten nur ivol lpden, daß sölhs in andern fnogen abgestellt tunnd), lno abn da.' luvet '"cinung nit sin, haben wir lins deß im aller besten crlütcrt diser antivnrt, Des ersten, der bilden halb gelesen 'Aich cntschlüß gemeiner vcrsampnnngen der Coneilicn, onch erfunden etlich irrnligen, so bp ziteli del heligen vätte>,> d'se" glichförmig dnrumb entscheid geben an orten, da recht snmpnnngen nach cristenlicher ordnnng angschen. dem '">l als guot eristcn geleben >md dabp bliben wollend. Zum ander», der mess halb oder der mißprüch, lwt uns "°ch vil minder zuo, uns deß in einich weg ze beladen, dann dnrnf alter linser glonb fundiert, nnd wir, onch unser nltvordern, die wir als wol mit gnaden des Heilgen geists nnd göttlicher leer beider testnmcnt (versehen i'u?) nchtcnt, irn fnoßstapsen nachzefolgcnd vermeinen, nnd die nit für unser verfücrcr, snndcrs guol elisre», selig stoinin lüt haltend, bp dem so wir von inen ererbt nnd erlert, nun dnlnmc menig jar zc bliben fi,r uns gesellt ""d das beharren wellen. Harnmb ivir nß obnllgczöigten nrsnchen zno diser versamnnng nicinands schickend, dann wir der irrungen by nilS rvenig gehcbt und fürhin onch jederman, so die in unser» gerichten nnd obe>leiten pflanzen oder damit nmbgan wöllcn, gewarnt haben ... Wo wir aber Vessers nnd anders, von denen es gezunpl, luuiclst und nach eristenlicher ordnnng bcrüest (,verde» l, wöllcn ivir alsdann aber thnon, als es gnostenl c>i,len zuostat." St, A, Zürich ^ A, R-Iigi°»ösache». 9) 1523, 25. Oetober (Sonntag vor Simon und Judas). Odwaldcn — Landammanii und Rath - an Zürich, Antwort ans die Einladung zur Disputation -e. „Sprechent ivir also, üch zuo dienen sind 'vier allzu Ü"ot willig; aber wier haben nit sonderlich hoch gclert lüt, aber fromm erbet Priester, die uns die heligen evangely ''ud ander heilgcn geschrift ußlcgcnd, ivie nnser(n) altvorderen das onch nsgcleit ist, und die heligen ^apst und °as Conscilium (sie.) uns sölichs gebottcn hat. Dem wend wier nachgan nnd glonben bis in unser end nnd ee daruinb den tod li)den, so lang bis ein Bapst nnd ein Conseilinm dz widcrrücft; wann wier je mt meinen, dz '"«'(uns?) znostand, das ze änderen, das vor alten ziten so ordenlich mit der ganzen christenheit besthlosstm ist, ""l geistliche» und weltlichen; wier wend onch nit glonben, daß unser Herrgott dem Zwingt, so vil gnaden heig ü'ühnn, n,er denn dien lieben heligen nnd lereren, die all tod und martcr gelitten Hand nmb des glonbens willen; e»>> wiee vcrnemcnt nüt sonders, dz er also ein geistliches leben füer für ander, denn dz er ns nnrnow geneigt f'l" Mer denn zuo frid und rlloiven, Harum so wend wier niemant zno iin schicke» »och zuo ande>en syiis glichen, a»n >vier geben im kein glollbcn, nnd daß eS war syc, so sind wier des willens, hette» nnei in, und sich eisnnd, im g^edt wirt, so wclltend wier' im de» lon gebe», dz crs »icmer mer dät. Nit mer, denn sind galt St. A. Zürich: A. Neligion'östichen. 44 346 November 1523 ISN Khur. 1523, 6. November (Freitag nach Allerheiligen», DtaatKcirchiv Lucer»: Acten Graubünden. Aufsetzung der „Artikel so die zwen Pündt, deßglichen Bnrgermaister, Rat und Gemain der Statt Chul mit sampt den vier Dörferen und der Herrschaft Ortenstain samentlich mit ainander angenommen," Der Inhalt des hier aufgesetzten Entivurfes stimmt fast durchweg wörtlich mit dem am 4. April 1k>^ besiegelten (I.) „Artikelbrief" überein. Zu bemerken ist hier nur der folgende Anhang des Entwurfs: „Und hieb») die anderen Gericht, so noch nit hierin begriffen sind oder lnit) luter bcfelch gehcbt, sonder da» witer hinder sich ze bringen begert, habend wir zmn höchsten gebetten und gemant tut unser pundsbriefen, (ball) allda das minder dem meren folgen fülle, daß sy ouch zuo inis stau und darum fürderlich antwurt geben wollend- Und ist also biß Handlung und satzung unz uf nächst küicftigen landstag, so zuo Jlanz sin wärt, um besßs komlichait willen ze uerbriescut angestellt, ob uillicht ctlich der selben gcmainden oder gerichten solichs mit »ne> anzenemen begerind, daß sy ouch in die houptbrief wie wir verfaßt und gestellt wcrdind; dann safer sy daran) lenger mit der fach verzüchcnt, so wöllend wir doch by discr ordnung uuvcrnnderl bliben und darum bries sigel legen." Lucern. 1523, 1t>. November f. (Dienstag St. Martins Abend f.). Staatsarchiv Lucern : Allstem. Abschiede, d. 2. f. 499. Staatsarchiv Bern: Allg. cidg. Abschiede, ^V. p. l l9. Abscheide sine KantonSarchiv Basel: Abschiede, 5.74. KantonSarchiv ^reiburg: Abschiede, Bd. 56. Kanto«Sarcl)iv Solothtirn: Abschiede, Bd. XÜ- KantvaSarclnv Schaffhausen: Abschiede. Gesandte: Bern. (Caspar von Mülinen). Freiburg. (Hans Ammann). — (Die übrigen nicht bekannt- «. 1. Der würdige Vater von Illingen klagt „abermals" wegen des Streites zwischen ihm und do» Schultheiß Stierlin von Frauenfeld, daß er durch den Landvogt vor das Landgericht geladen worden; de»» halte diesen Schultheiß und etliche andere Richter daselbst für parteiisch, weßhalb er begehre, daß die Eidgeualft die Sache zu Händen nehmen, vor denen er stuf einem beliebigen Tage sich verantworten wolle. 2. a >el Begehren hat man, in Betracht daß der Vater eine geistliche Person ist, entsprochen, das Geschäft ans die Iahrrechnung zu Baden verschoben und dein Landvogt besohlen, die Sache bis dahin ruhen zu lassen; 'venu ^ jemand mittlerweile Kundschaften aufnehmen will, so soll er sie nach Form Rechtens schriftlich verfassen »»d der genannten Iahrrechnung auflegen, ß». I, Der Vogt zu Baden sendet einen schriftlichen Bericht über Pfaffen, der Helfer in Zurzach gewesen, daß nämlich derselbe geredet, die Mutter Gottes sei nichts eine andere Frau gewesen und habe drei Söhne gehabt. Dieser Priester sei durch die Amtleute des Bischof ^ Constanz in Klingnau verhaftet und bisher gefangen gehalten worden. 2. Da der Vertrag zwischen dem ^ und de» Vlll Orten bestimmt, daß gefangene Geistliche zu Kliugnau gerichtet werden sollen, der Bisch»! Diesen und Andere nicht straft und vielleicht nicht zu strafen wagt, so wird dem Vogt befohlen, den VerHaft zu behalten, und der Bischof angefragt, ob er ihn nach Verdienen strafen wolle oder dürfe, ?c. soll inzwischen jeder Bote heimbringen, um auf dein nächsten Tag Antwort zu geben, was man mit diesc» andern Priestern vornehmen wolle, die sich also ketzerisch zeigen. «. Durch die burgundische Botschaft/ November 1523, Z^.7 dinch einen schriftlichen Bericht des Königs von Frankreich nnd einen mündlichen Borlrag seines Gesandten ver^ >u»nnt man, daß der Herzog von Bourbon, ebenso die Landsknechte, die in Bnrgnnd gelegen, abgezogen, daß laber) das Gerücht ausgehe, sie haben sich wieder anwerben lasse», nin gegen Mailand zu ziehen. Letzterem widerspricht aber der königliche Gesandte, da er sichere Knude zu haben behauptet, daß es nicht mehr als WW "w", die man nach Nom führen wolle, damit ein Papst nach des Kaisers Willen erwählt würde, «l. 1. Der ^'af von Arona meldet durch seine Botschaft, er habe seine ganze Herrschaft am Langensce wieder erobert, mit Ausnahme des Schlosses med der Stadt Arona, nnd bittet, wir möchten den französischen Hanptlenten nnd Kenten j» Mailand schreiben, damit sie ihm bchülslich wären mit Geschütz und Maienschaft; er hoffe damit in '^»igm Tagen auch Arona zei erobern, 2, Nachdem man in Erwägung gezogeiy daß man das vor Mailand Unde He^. ^i den gegenwärtigen Umständen nicht schwächen dürfe, hat nenn beschlossen, ans sein Gesuch nicht Zuzutreten, dagegen an den König oder seine Anwälte zu schreiben, damit die Truppen, die jetzt in Varese liegen, ' leeues Aufsehen ans ihn haben, dabei aber dem Grafen verdenket, daß es uns rathsam scheine, nicht zu sehr ' denn sobald Mailand erobert, sei auch seine Sache entschieden, v. Jeder Bote kennt die neuen Naclp ^Eu des Bogtes zu Lanis nnd sein Schreiben an Bern, betreffend den Stnmpa, Da dieselben befriedigend und es von Gottes Gnaden mit den Eidgenossen in Mailand wohl steht, so wird dem genannten Vogt ^/diieben, er solle mit Stampa sich nicht einlassen, indem seine frühern Umtriebe noch wohl bekannt seien. wird schriftlich und mündlich ersucht, seinen Burger Graf Wilhelm von Möstenberg, der, mit allen , „ gen die Eidgenossen arbeitet und böse Umtriebe macht, die man nicht länger dulden kann, „abzustellen", ^ u man sonst für die Folgen nicht gntstehcn würde, und sich hieunt für alle Fälle verantwortet haben wolle, . ' ^ „Zuletzt", da dieser Tag dafür anberaumt ist, um dem französischen Gesandten wegen der mehrmals Köi 6Ut)(1 Mann entscheidende Antwort zu geben, so werden dieselben bewilligt zur Beschütznng der Person des ugs und des Königreichs. Da der Besoldung und Musterung wegen Schwierigkeiten gemacht worden sind, so Kö» ^ Gesandte, es sollen die Knechte gemäß der Vereinnng besoldet werden, 2, Sodann beschwert sich der ^lud^ Mißbräuche in den Musterungen, indem Einige sich unter zwei bis drei Hanptlenten mustern lassen, die,/^ Unerwachsene („bnoben") mnstern lassen wollen, und ein Thcil das Geld beziehen, aber nicht dafür El» "' ^"dern uücdcr heimlanfen möchten, was alles dem König zum Nachtheil und den Eidgenossen nicht zur ^ hercichc; er begehre daher, daß ihm, jedoch in seinen Kosten, zu der (ersten) Musterung zwei Rathsbolen werden, nnd daß man Ordonnanzen aufstelle, wie es der Altvordern Brauch gewesen. Darin hat vo» ^ willfahrt nnd dem Gesandten anheimgestellt, zwei solche Boten, einen von den Städten nnd einen Kiändern, zu bezeichnen, die ihm bei der Musterung behülflich sein nnd dafür sorgen sollen, daß die ^ ^ dem König zum Nutzen, de» Eidgenossen zu Lob »nd Ehre dienen. Wer Geld annimmt, aber nicht keiu ' heimzieht, der soll den Obern sogleich verzeigt nnd zu Hanse als Dieb bestraft werden; man soll auch Ag j^^en mustern, „es sye dann erlichen Personen, die vom Küng zuogelassen werden"; wer endlich bei mehr Hauptmann sich mnstern läßt, soll gleich im Felde nnd zwar wie ein Dieb bestraft werden, I». 1, Die ^ Grafschaft Bnrgnnd legt ein Schreiben des Kaisers vor, worin derselbe verlangt, daß die Bur^'^ Erbeinnng zwischen ihm, dem König von Frankreich, dem Haus Oesterreich, der Grafschaft lall ""d den Eidgenossen gehalten werde, 2, Dagegen bringen die französischen Boten schriftlich und mündlich p, ^ Ziagen vor, sodaß ans Allem hervorgeht, daß jeder Thcil den andern beschuldigt, die Neutralität gebrochen '^»hx Würdigung der mißlichen Zeitumstände hat man für gut gefunden, einstweilen die Sache in lasse» („witer für dißmal nit anzezünden"), und dieses auch dem König von Frankreich geschrieben, obwohl Basel Säften „ November 1523, er zum Friede» nicht geneigt scheint. Die bnrgundische Botschaft aber hat man gewarnt nnd anfgefordert., wa sie mit Worten versprochen, auch durch ihre Werke zu beweisen; denn wenn sie sich wieder verfehlten, sodass w» dem König von Frankreich weitere Klagen einlangen würden, so müßten die Eidgenossen sich für entschuldig halten, 4, Dem Kaiser wird für sein Schreiben nnd sein Anerbieten schriftlich der Dank ausgesprochen, 5, endlich die französischen Boten den Paß durch die Grafschaft Burgund begehre» für die bewilligten Knechte, w^»' der König nach der Champagne ans sein Gebiet führen will, so ist diesem Gesuch von den bnrgundischen Bote» auf die Bitte der Eidgenossen entsprochen worden, I. Es berichtet Basel, wie es zum Reichstag und zur Reiche stener gemahnt worden; worauf ihm „cinmündig" der Rath crtheilt wird, nichts zu geben und auch des Reichstags müssig zu gehen, Ii. Da man in der Angelegenheit des Pfaffen zu Frcibnrg den Vicar oder Official des Bischof von Lausanne nicht für unparteiisch hält, diesen Priester aber auch nicht unbcnrtheilt lassen will, so wird dc> frühere Beschluß erneuert, ihn einstweilen nicht frei zu lassen; es sollen nun entweder die Eidgenossen die Richly setzen, oder Freiburg ihn nach Baden schicken, damit ihm nach Verdienen geschehe, I. Betreffend die Kost^b welche die Eidgenossen wegen der Besatzung zu Lauis gehabt, wird beschlossen, von dem König einstweilen niäP zu fordern, bis man zu Ruhe und Frieden gekommen, »». Bern wird ersucht, den Leutpriester zu Aarau, laut der beigelegten Kundschaften taglich den „lutherischen und zwinglischen ketzerischen Handel" fördert, beseitigt zu helfen, damit die guten Leute daselbst beruhigt werden; dann will man auch tapfer das Seinigc thnn, da>»>l dergleichen überall abgestellt werde, in aus dem Berncr Abschied, dem dagegen Ii ! fehlen. Dem Basler, Freiburger und Solothurner mangelt dem erstem auch :i. Zu Ii. 1523, 3. November (Dienstag »ach Allerheiligen). Heinrich Flcckenstcin, Landvogt zu Baden, Sch, uud Rath in Lnccrn, „Nachdem nf nächstverschiner Jnrrcchnung zuo Baden ir nnd ander min gnädig die Eidgnossen mir in bcfelch geben, die luterischen, st spen geistlich oder weltlich, die sich ungebürlich, es stst ' warten oder werken, merken ließen, in üwer grafschaft Baden die fänktich anzuonemen und zuo nwern Händen Z enthalten, uf sötichs hat der Helfer (zuo) Znrzach, wie mir fürkam, ctlich fräsen ungehörig wort, die muoter gottS berüerend, usgcstoßen, die ich nch m, g, h., als ich znoletst bp üch zun Barfnoßen im Rat (gstn), » teil onch erscheint, und ir mir damals befolhen, der fach witer nachzuofragen. Uf das so Hab ich mit von Clingnow diß knndschnft, dero abgeschriften ich nch hiemit znosend, ufgenomen und den pricster »f knndschaft durch den vogt von Clingnow tut des Vertrags angenomen, den ir nümlich, m, g, h. die acht OC in. g. h. von Costenz ufgericht, liß dem ich mag erlernen und sust onch vernommen, wo der pricster fn^ ^ gericht zuo Clingnow gestellt, so wär er tut des Vertrags m, g. h, von Costenz zuobekennt, angescchcn dal ^ ein geistlicher ist. lind diemil nn dcrselb m, g, h. von Costenz vormals den Herren von Fislispach nnd andcs^ ^ onch ungebürlich gehandelt, nüt gestraft und gan hat lassen, die setz uil böser sind dann erstmals, onch min Herren vor und setz Hann ernstlich mir zuo handlen befolchen, und vilichter min g. Herr von CostevZ b darin handletc und aber nit darf nüe von alter har, sölichs nnd anders mich bewegt hat, in noch ' berechtigen nachznolassen, snnders nch m. g. h, des Handels zuovor gründlich zno nnderrichten, mit flißiger was üwer» gnaden Hann fürzuoneme», und wie ich mich Hann witer halten sölle, und was iro will stst^ bp disem darum allein gesandten botten angends und unverzogcnlich zuo berichten, mich bester bas wüssu' halten; dann ein große ertiche bitt von vil geistlichen nnd weltliche», onch frowcn, für in ist beschechen, »ba bester minder in bis nf üwer nntwurt fänklich im turn enthalten. Gliche Meinung schribt der vogt von in, g. Herren von Costenz onch, und was also uns beiden von nnsern ober» begegnet, werden wir nach der getrüwlich handlen" . . > Si, A. Lu«m: W>ss>»°"' Zu « . Hier sind auch folgende Acten zu bemerken! 1) 1523, 31. October. Bern nn de» Herzog von Snvopen, P'ercwpiimw voriäioa. inkormntiouo clissimum llominnin opisoopum Esbonnonsizm oonoomitaro clominum lluosm Uurbunllilz ot »it»i impartn> November 1523, is,voi>ss^ guibns obristianissimum RoZonr molssturi st porturbari possit, st guoct malus ost, intoil!^l,m,s non- »ulloo aimiatos ognostros a<> zum cliotrrw üuoom proüoisoi in Imno tinom, ut srbi suvamon ot assistontinm laviaut, guocl si ita, nobis st oontoäeratis nostris, gui prokato obristranissimo ko^i kocloris usxu clovinoimur, plus gnam molostum torot. Ho or^o rFirorantia kaoti illustrissimam äominationom vostram oxousnro possit, Murs oauäsm äs Immsmoäi navitatibus nobis insinuutis moro käolis uvisationis oortiorsm tüoors voluimns, ül. 6. vsstram prooo oxbortantos ut antsdiotum cl. Eobonnonsom opisoopum iucluoors guo ab inoopto clssistat vontra Uenom ot ootoros nobis et InAS nostro ndbsrsntos uibit oorum prosumat, undo ipsis st nobis uovasio vindioto probsatnr, protoroa ut ill. cl, vostra oobiboat, uo armati st bominss Labandio dnootus od ^liponäia prononrinuti duois Lurbundio protioisoantur, gnin immo soso donri oontinoant. Uotorit onün ill. cl. vostra ponsaro, ut nisi id bat, guid inds prosortim ab eis gui oidonr minus bono kavout, subsoc^uatur," ost. est. Wegen der Werbungen in den Freibergen sbb'unoimontaZniaoi) für den Herzog von Burgund hatte Bern fchon am 24. October abmahnende Scheeiben erlassen an den Herrn von Varn und den Castcllan von St. Hippolyte. St. A. Bern: Latein. Missivcn, X. 113. 114. 2) 1523, 1V. November. Bern an den Herzog von Savoycn. Antwort auf die Eröffnungen seiner Boten Zufolge der letzten Zuschrift). Er möge glauben, daß Freundschaft und Bundcspflicht den Entschluß veranlaßt hoben, ihm über die Zeitumstände zu schreiben, zumal sich einzelne seiner Untcrthanen nicht gescheut haben (»on orubuorunt), in den Dienst der Feinde des Königs von Frankreich zu treten, und zudem der Bischof von Genf e» Herzog von Burgund zu begleiten unternommen. Da diese Feindseligkeit nicht blpß gegen den König, sondern "»ch gegen die Eidgenossen gerichtet sei, so rathc man dem Herzog, dem Inhalt des Bündnisses genugznthun; denn lallten die Seinigcn den Feinden zuziehen, so könnte er für sich nichts Gutes erwarten, da die Eidgenossen schon o»f dem letzten Tag zu Lucern sich bcrathen haben, ivie man ihm die Parteinahme für den Herzog von Burgund igelten wolle, worüber er in kurzer Zeit mehr erfahren dürste, weßhalb man ihn warnen wolle. St. A. Bern: Latein. Missivcn, X. 119. Zu <>. Der Bericht, der eine Verhandlung mit Stampa erwähnt, scheint zu fehlen; es sind nur folgende "cten erhalten: 1) 1523, 3. November (Dienstag nach Allerheiligen). Ludwig von Dießbach, Landvogt zu Lauis, an die g- Botschaften auf dem nächste» Tag (zuerst in Uri zu öffnen). Der in das Lager geschickte Bote sei gestern Ahngekommen und melde, daß die Eidgenossen letzte Woche bezahlt worden, und die Spanier letzten Freitag, Ehrend einer Musterung, einen Angriff gemacht haben, worin zwei (Edelleute) umgekommen, Hans von Erlach Zoachim Muntprat aus dem Thnrgau; etwa 15 seien verwundet worden; im klebrigen stehe alles wohl; denn »der Stadt" gelte ein Brot, das früher einen Kreuzer gekostet, jetzt mehr als dreimal so viel, sodaß (die elagerten), wenn die Unser» des Wetters halb noch einen Monat im Feld bleiben können, einen Ausfall thun Hungers sterben oder Frieden machen müssen, sie würden denn, wie zu besorgen sei, da sie schon damit ""gefangen, 50—60,000 Personen hinausstoßen, die man aber „untugculich" wieder hineintreibe. . . St. N. Lucern: Missiven. 2) 1523, 4. November (Mittwoch nach Aller Heiligen), vor Mailand. Gemeine Hauptleute von Städte» "»d Länder» w. an die Orte und Zugewandten. Sie befinden sich wohl und erfreuen sich guter Ruhe und '"»gleit. Vor drei Tagen sei ihnen Warnung aus der Stadt zugekommen, daß der Feind auf heute ausbrechen "»d »rit schlagen wolle; sie haben sich darauf gehörig gerüstet und erwarten den Angriff; es sei aber noch '»chts begegnet. Den Brief ab dein Tage zu Bern, vom Donstag nach Galli (22. Oct.), haben sie den Knechten - ""'gehalten, und diese nochmals geschworen, dem König ehrlich zu dienen zc. Dennoch, und obwohl sie bisher ""gelmäßig bezahlt und vielfach crmahnt worden, ihren Vortheil nicht zu übergeben, sei heute vor Tag eine »iaht n,^ Henker von Frciburg als ihrem Hauptmann gegen Dentschlaud abgezogen. Was für nnchthcilige ' "gen es hätte, wenn solches ferner geschähe und ungestraft bliebe, tonnen die Herren selbst ermessen, zumal Al^ Schaden" (bei Bicocea?) hauptsächlich durch Ungehorsam verschuldet worden . . . Wenn sich die ^>a^"bk"cn etwa damit entschuldigen wollten, daß sie täglich dem großen Geschütze ausgesetzt gewesen, so dürfe " ' "'cht geglaubt werden, da bisher im Lager nicht über zwanzig durch blinde Schlisse erschossen worden; wohl einige bei dem Sturm auf „die" Schanze umgekommen, woran sie zum Theil selber Schuld haben, da man 350 November 1523, täglich ersucht werde, sich vor Schaden zu hüten; zudem sei der Mehrtheil durch Gräben und Schanzen gedeckt. Weil nun die Ungehorsamen so abgezogen, während man täglich den Feind erwarte und bei einem Ucberfall ei» neues Unglück besorgen müsse, so könne man jene und andere Lente, die jetzt wegziehe», nur als „zers feldslüchtige und meineidige Verräther und Bösewichter betrachten. Darum bitte man die Herren und Obern, solchem zuvorzw kommen und die Flüchtigen nach Verdienen zu strafen . . . St. A. Bern: A. Muiländerkriege (Copie). — K. A. Schaphausen: Corvespondenzen (Copie). 3) 1523, 6. November (Freitag vor Martini). Bern an Ludwig von Meßbach, Landvogt in Lanis. AntwoU auf sein letztes Schreiben. Da er zu verstehen gegeben, daß er etwas gegen Stampa vorhabe, so werde man dich Sache auf dem jetzigen Tage in Luccrn vorbringen und begehren, daß sich gemeine Eidgenossen darüber entschließe und ihm (die dienlichen) Befehle geben; denn weil Stampa sich früher nicht zum besten verhalten, so sei ih>» wenig zu trauen; man lasse mber geschehen, was andern Orten gefalle, zc. Den Zollern solle er Geld vorstrecke» und alles verrechnen. St. A, B-r»: T-ms-h Misswm, v. c. sw 4) 1523, 14. November (Samstag nach Martini). Lucern an Bern, Freibnrg (und andere Orte?). theilung des zwei Stunden nach der Abreise der Boten auf dein letzte» Tage eingelangten Schreibens der Hauptle»^ an gemeine Eidgenossen (N. 2?). An dein (gemeldeten) Aufbruch habe man nun gar kein Gefallen und gedenk die Knechte, die man etwa zu Händen bekomme, dafür an Leib und Gut zu strafen, in der Hoffnung, daß andcw Al'te 5ms lUlch tHuil. St. A. Bein: N. Lucevn. — K. A. Frcibmg: A. Lucern. Zu z>, 1. 1) 1523, 4, November (Mittwoch nach Omnium Sanctorum). Basel an Lucern. Gemäß bc>» letzten Abschied von Bern, betreffend den Aufbruch von Knechten für den König, eröffne man hieinit den gefaß^ Beschluß! Man habe schon erklärt, daß man nicht schuldig zu sein glaube, mehr als 16000 und weniger 6000 Knechte zu bewilligen, und zwar mit dem Beding, daß er sie nicht theile; weil aber alle Orte, die in Vercinung stehen, die 6000 wollen laufen lassen, so ,verde man sich hierin nicht söndern, begehre jedoch, daß Leute gemäß der Vereinung besoldet und nicht gegen Hochburgund (die Grafschaft) verwendet werden. K. A, Bascr: Missiv-N. 2) 1523, 1t). November, Lucern. Dangerant an Schaffhausen. Auf die dein König gegebene Zusage ha ^ dieser den Haus Haugg (Haak?) zum Hauptmaun bestellt, um die Schaffhausen treffende Zahl zu den ^ Knechten ihm zuzuführen. Da nun der Aufbruch so eilends geschehen könnte, daß der König die Werbungsg^' nicht herauszulicfern vermöge, so bitte er hiemit, dem H. bis auf die erste Musterung etwas Geld vorzustrcck"» das dann der Hauptmann sicherlich baldigst zurückerstatten werde. K. A. Schafjhmise,,: C °rrcsp °nd-»z-». Zu Ii. Da die Abschiede augenscheinlich über diese Verhandlungen immer mangelhaft sind, so legen wir ein») weitere Acten bei: ... 1) 1523, 12. November, Lucern. Die eidg. Boten an die Fürstin von Orange. „Gnädige frow, w. Hand das schrybcn, so ir und die verordneten von den Ständen in Burgund an uns gethon, empfangen »»^ ^ länge nach verstanden, als das so euer gesandten vcrinög irer instrnction uns fürgetragcu; uß welichen dem, so wir bericht worden, haben wir gesechen und verstanden, daß der Künig zuo Frankrych nit wol worden der klagen und beschwernussen, so wider euch und die inwoner der graffchaft Burgund geben worden, llß ursach und von wegen daß wir wellend med vermein(en)d zuo nachfolg und Vollstreckung der Erbeinung die rw"^ , der gesagten graffchaft zno beschirmen vor aller macht und gwalt, so man inen thuo» wellte, hierumb so ^ wir der lcnge nach höchst gesagtem Künig, damit er ime gefallen lasse, nit zuo verwillgen uoch lyden, in der graffchaft Burgund nit gewaltiget noch beschwert werdent mit kriegen oder ander derglychen gest»^"' dann die Ncutralitet vermag, so zwüschcnt ir(cr) Mt. und frow Margretha, Gräfin zuo Burgund, ufgerickst Dann wo er das widerspil zuo lassen und gedulden würde, so wurd uns (das) ein groß mißfallen sin und ^ „ es nit lyden noch gedulden mögen, sonder wurdent (kraft) der Erbeinung schuldig sin, dasselbig land zuo ' und schirmen, wie ir dann sölichen unseren willen wytlöufiger sehen und verstan werdent uß der copy der m so wir discr fachen halb dem Künig zuoschrpben. Gnädige froiv, wir bitten euch, daß ir cnwers theils ve>I ivellent, daß durch die der graffchaft Burgund die Ncutralitet gehalten werde, und (ob) etwnr darwider ivurde, (daß die) andere» zuo einem erempel hertiklichen gestraft werde»; dann wo sölichs nit bescheche, k»' November 1528, 351 wir mm nit zuo hilf kommen, wie wir dann sölichs üwcrm gesandten mündlichen w.stleufig anzeigt haben". . . - In gleicher Form wird an die drei Stände geschrieben. K. A. S-hwyz: A. Fra..n-.ch. Die vorliegende Copie scheint die Uebersetzuug ciucS lateinischen oder französischen Conceptes z» fem; d,e Schreibweise verräth einen Fremden. ^ 2) 1523 1k. November. Bern an die Princessin vomOrauges. (Rccreditiv für ihre Gesandten). Da ...an vermuthct habe, daß der Gesandte des Königs in Luccrn bei einzelnen Personen (Boten der Orte ch Umtriebe mache, so habe man die bnrgnndische Botschaft dahin gewiesen, wo sie mit Hülfe der diesseitigen so viel ausgcwirll habe, daß die beabsichtigte» Angriffe auf die Grafschaft nun wohl unterbleiben werden ; denn die Eidgenossen haben sich entschlossen, dem König dergestalt zu schreiben, daß keine weiteren Irrungen zu besorgen seien; es bleibe Mir übrig, die Princessin zu ermahnen, daß auch sie die Neutralität beobachte, w. 3) 1523 1K November. Bern an den König von Frankreich. Freundliche Ermahnung, gcgen^dic G.afschaft Burgund nichts Feindliches vorzunehmen, -c., - in gleicher Sache an den Herrn von Gnisc, Statthalter in. Herzogthiim Burgund (16. Nov.). 2, >.»d im S.. A. B»,.: s-mw. Mssw», x. 12.... 122. Zu ,n. ,Diß sind die artikel, so der lütpriestcr zuo Arow geprediget und fünft gehandlct hat." „Des ersten s° halt er sich ganz »nd gar in siner predig nach der Zwinglischen ordnung >i»d Lutersche» seet; dann er geprcd.get hat. das Ewangeliun. che i>. vil jaren und langer zpt nie recht usgeleit, und continuiert den tertun. Mathe, glych uf einander, wider die ordnung und ufsatzung der hl. christeulichen kilchcn, anders dann b.shär gewicht und geüebt ist. — Witer hat er osfenlich gn si.ier predig gcrcdt ..nd ...iser Stift Münster geschmncht, also, die chorherren heißen nit chorherren, simder thorhcrren, und der zendcn gehörte billicher >m dann dem gottshus zuo Münster — ^tem als dann uf Mauritii nächst vcrschinen der lütpricster von Lerow von meister Hauten, lütpriestcr K'° Sur, im in siner pfarrkilchen zc predige» bestellt, ist der lütpricster von Arow domals ouch darkon.cn, n.t "> guotcm, sundcr in in sine» worten zuo begrasten, und als der gcmelt Herr von Lerow domals geprediget de °°"eratione Sanctor..»., ouch de sacrifieio misse, hat der lütpriestcr von Arow zweimal ... der k.lchen darw.dcr S°"dt, mit latinischcn .vorteil, also, hoc est menditn»., und daran »it benücgsa... gsin, besunder demnach m dem wirtshus schn.ächlichen wider in geredt, er habe lug geprediget in denen worten, so er gesagt hach quod mich. stt sacrificilun, dcßhalb der Herr von Lerow in domals zuo Sur vor sine... tcchan angelangt in nnsers Bropsts von Münster gegcnwürtigkcit, ouch zweier chorherren von Münster und eins vogts von Lenzburg, vor welchen gedachter Mpriester von Arow aller (siner worten) gichtig gsi» ist, und welle ouch daruf beha.aen, und hat dnrus die heiligen doctores so dann von der hl. kilchen approbieret, stroubutzen genempt, und auder(s), so dann der B'vmgl. 'Mus usaiißt das spreitet er an der canzel us, dadurch ein großer ..»will ....der den. gemeinen voll' w.der d.e Dberkeit entspringt und dadurch fürer entspringen »mg." S.. A. B°...: Mg. -idg. -2.. Weuenvnrg. 1523, 20. November (Freitag vor Clementis). Ka»to»Sl>rchi» Basel! Abschiede, k. 48. , Spruch des Landvogtes, Ostvald Toß, und der gcmäst dem letzten Abschied von Bern (12.^Ocb, g) envahllen "parteiischen Beisitzer von Neucnstadt, Murten, Grandso», Vivis und Cudrefin über den streit zwischen der ^ Neuenbürg, als Klägerin, und den. Herrn von Eolombier, der Gräfin von Balendis und den Einwohnern ^ lü.st Dörfer Fenins ?c., als Beklagten, wegen Benutzung von Weiden und Atmenden durch die letzteren. Die Verhandlung begann an. 6. November (Freitag vor Martini), dauerte auch an. 7 fort, wurde dann unterbrochen und am Mittwoch vor Elementis wieder aufgenommen. Der '^ert enthalt auch den Wortlaut der ^'gebrachten Urkunden und der Kundschafte» und füllt in der vorliegenden deutschen Uebersetzung (durch den mein berufen,» Stadtschreiber zu Marten, Hans Lando) 49 Folioseite» ziemlich gedrängter Schrift. Das Urthc.l zu Gunsten der Stadt 'Neuenbürg, wnrde aber von den Beklagten au die Xll OUe appelli.t. 354 November 1523. Orten reisen müßten, auch Steuern und Kriegslasten tragen, was ihnen der Abt bestreite. 4. Sie haben von jeher in der Sitter gefischt; jetzt aber wolle der Abt das nicht mehr gestatten, ?c. 5. Er und seine Amtleute nehmen es jetzt genauer mit den Fastnachthcnncn, indem sie auch Personen, die keine eigenen Hänser und Hö!^ haben und allein stehen („einlitzig" sind), solche zu entrichten nöthigcn. 6. Der Abt nehme die Beerbnng de> unehelichen Personen in Anspruch, die ohne Leibcserben absterben, ohne Rücksicht darauf daß sie nicht „von ih»> erzogen worden und ohne des Gotteshauses Hülfe etwas erworben haben. II. Nachdem auch die „genügsame n »d vollkommene" Antwort der Beklagten auf jeden Artikel sowie beider Theile Briefe und Titel stattlich verhört m'd geprüft und die Anträge zu gütlichein Ausgleich abgelehnt worden sind, hat man rechtlich erkannt und gesprochen 1. Da die von den Klägern eingelegten Briefe betreffend den Ehrschatz bedeutungslos sind („nüut vermögend"), so sollen dieselben dein Gotteshaus an seinen Ehrschätzen keinen Abbruch thun, und läßt man es bei seinen alle» ehehaften Rechten und Zubehörden bleiben, in der Meinung, die der Statthalter selbst vorgebracht hat, daß Jeden der nicht so viel glaube schuldig zu sein, als von ihm gefordert werde, die Sache nach altem Herkommen rechts entscheiden lassen möge, und über die Frage, ob der Abt eigene freie Güter zu Lehen und ehrschätzigen Gütern nwA, in jedem Falle nach des Gotteshauses Gewohnheit das Recht gebraucht werden solle. 2. Da der Abt den We>d gang, Trieb und Tratt nicht bestreitet, den Holzhan aber keineswegs anerkennt, und die von Straubenzell inch^ (Beweiskräftiges) vorgebracht haben, so sollen sie den Weidgang ?c. wie von Alter her haben, aber kein Holzn'ch» sondern das Gotteshaus in seinem Eigcnthnm bleiben lassen. Wenn jedoch die Gemeinde oder einzelne Höst »^ Briefen und Siegeln genugsam darthnn können, daß sie das Recht zum Holzhau haben, so soll dann weite> geschehen, was sich gebührt, an Orten und Enden, wie es von Alters her des Gotteshauses Gewohnheit ist 3. Für Steuern und Neiskostcn sollen die Güter, welche das Gotteshaus heutzutage inue hat, nicht angcb'tfi werden; aber die bisher steuerpflichtigen Güter, die es künftig durch Kauf oder anderswie erwürbe, solle» »' gleichem Verhältniß wie andere Insassen der Gemeinde zu solchen Kosten beitragen; das hat der Abt g»»dbi nachgelassen. 4. Weil es allenthalben Recht nnd Landcsbrauch ist, daß die Fischcnzen und Wildbänne der Obr>l! keil zustehen, so sollen Abt und Gotteshaus bei ihren Gerechtigkeiten, Geboten nnd Verboten über die Fischend der Sitter bleiben, doch darin gnädig verfahren und „kein gefar bruchen"; auch ist vorbehalten, vom Lande mit der „freien Federschnnr" zu fischen. 5. Fastnachthcunen soll jede Feuerstatt geben. 6. Die unehelichen Kin^e die ohne Leibcserben abgehen, soll der Abt als die „Oberhand" beerben, wie es überall Brauch ist. Zu 1. Das vorliegende Conccpt (von Joh. Hnbcr's Hand) hat vor dein letzten Alinea die Weis»vö „Erfar, wer besiglcn mnoß. Sigelt die vier Kotten. Actnm uf Mittwnch nach Andree". Erst die besser >»; geführte Schlußformel hat das Datum Donstag nach A. T. rriij. Daß die Verhandlung zwei Tage geda>» " ist nicht unwahrscheinlich. — Das gedruckte Exemplar hat indcß Mittwoch. 2. Zu bemerken ist, daß am 11. Oct. 1530 (freilich unter ganz veränderten Umständen) ein entgegengehe Urthcil erfolgte. Zu I». Auch über diese Verhandlung hat Lucern nur ein Conccpt, Zürich bloß ein Druckexemplar. und andere Ausfertigungen fehlen überall. 352 November 1523. Lucern. 1523, 2. December f. »Mittwoch nach St. Andreas f.). Staatsarchiv Luccr»! Acten Abtei St. Gallen. Staatsarchiv Zürich! Abt St. Gall. Docnnienten-Sammlung. Gesandte: Zürich. Heinrich Rubli, des Raths. Lncern. Peter Zukäs, Schultheiß. Schwyz. Joseph Arnberg, des Raths, Glarus. Bernhard Schießer, des Raths. Die Gesandten der IV Orte Urkunden in einem Streit zwischen der Gemeinde Geißerwald, als Kläger»', und dem Fürstabt von St. Gallen. Aus Ansuchen beider Parteien wurde dieser Nechtstag nach Lucern nnberainnb auf welchem erschienen sind als Bevollmächtigte der Gemeinde Geißerwald Hans Rusch, Bübli Geiser, Krapf und Andres Huber; für den Abt von St. Gallen Eonventhcrr Marx (Brnnnmann), des Gotteshaus^ Statthalter zu Wyl, Ritter Ludwig von Hclmstorf und Jost Köchlin, des Raths von Lucern, derzeit Hauptmann- I. (Die Klage lautet:) 1. Vor einigeil Jahren habe Abt Gotthart sel. denen von Geißerwald wie Andern Zeh»»" abgefordert, und vor dem geistlichen Gericht zu Constanz den Streit gewonnen; als einfaltige arme unverständig' Leute habe» sie auch, ans Furcht vor einem laugwierigcu Proccß und schweren Kosten, sich damals dem Gott^ Haus gegenüber verschrieben, einen vorher nie entrichteten Zehnten zu geben. Seither haben sie aber Briefe »»)" Siegel und viele Gewahrsamcn aufgefunden, von denen sie vorher nichts gewußt, nämlich einen Gnadenln»!? Spruchbrief und noch andere Schriften, die sie hier einlegeil; sie hegen nun die Zuversicht, daß sie mit dich" einen » Titeln die Sache im geistlichen Rechte!? gewonnen Hütten. — Ferner müssen sie jährlich an die Pfarrpfründe z Gostau 11 Mütt Kernen, an das Gotteshans 3 Malter Korn, an St. Othmars Spital 3 Malter Korn, großen und kleinen Zehnten entrichten. Wiewohl der Abt den Proceß, wie angedeutet, gewonnen, und sie sah der Unwissenheit ergeben haben, hoffen sie doch, daß man von diesen Schriften Einsicht nehme und den Abt St. Gallen anweise, sie als arme Gotteshanslcnte bei ihren althergebrachten Rechten bleiben zu lassen, erkenne, daß sie den Zehnten nicht weiter schuldig seien als ihre alten Vorfahren. 2. Im Weiter» beschwere» ^ sich darüber, daß ein Gotteshausmann, der liegende Güter verkauft, den dritten Pfenning von dem Erlösten Ehrschatz entrichten müsse, und wenn gleich ans dem verkauften Gut etwelche Zinse und Beschwerden haften, '»»Ist der arme Mann doch das, was er nicht baar empfange, „verchrschatzen". 3. Sodann kaufe das Gotteoh»'^ viele Güter an sich; zur Zeit von Kriegen oder in andern Fällen vermeine aber der Abt, keine Stenern Reiskosten bezahlen zu müssen, was den Unterthanen unleidlich sei. Darum stellen sie an die Schirmherren ' Knstvögte des Klosters das dcmnthige und dringende Ansuchen, solchen Beschwerden abzuhelfen. II. Darauf ernnd^ nun die Anwälte des Abtes in ausführlichem Vortrag: Diese Klagen hören sie mit Befremden und BedaR'^ denn der Herr von St. Gallen begehre keineswegs etwas Neues anzufangen und die von Geißerwald meR' ' beschweren denn wie von Alter her. 1. Des Zehnten halb verhalte es sich so: Der Abt sei rechter Kirchs und Pfarrer zu Gostau, lind die Pfarre dem Gotteshaus einverleibt. Nun wisse man wohl, wie dieses ^ längerer Zeit in Verfall gekommen, viele Güter demsclben entrissen, die Unterthanen verwildert und Alle» ^ gestanden sei. Abt Ulrich sel. habe dann aber die Pfarre Gostau wieder zu Händen des Gotteshauses und das Verlorne zurückerwerben müssen; nach dessen Abgang sei Abt Gotthart sel. gegen Etliche von vor dem geistlichen Gericht zu Eonstanz iu's Recht getreten, wegen bestrittener Zehuten, nicht ohne Wistz» ^ Willen der IV Orte, lind habe den Zehnten gewonnen, laut des vorliegenden besiegelten Urthcilbriefes. haben sich die Inhaber der vier Höfe gutwillig gefügt und verschrieben. Was die von «Geißerwald, wie s^ November 1523. 353 vorgetragen, an die Pfarre ?c. geben, sei mir der kleine Zehnten, wie sich ans dein erwähnten Briefe ganz klar ergebe, Deßhnlb vermeinen die Anwälte des Abtes, es solle das Gotteshaus bei seinen Rechten bleiben, und Lehren sie, daß die Gegner rechtlich angehalten werden, den Zehnten wie seit zwanzig Jahren zn geben, ?c. In Betreff des Ehrschatzes seien die Angaben deren von Geißcrwald auch nicht richtig. Das Gotteshaus ^be in den sieben „Gegenden" um St. Gallen etliche Guter, die es als Hofgüter verleihe, und es sei dessen olle chehafte Gerechtigkeit, daß jeder Käufer eines Hofgutes von jedem Pfnnd des Preises 3 Schilling St. Galler Bohrung als Ehrschatz geben müsse; doch sei man bisher immer gnädig und nie zum strengsten verfahren, was vur nebenbei, nicht in's Recht gesagt werde; es brauche übrigens darum keines Rechten zn erwarten; denn in iodein ^ Inhaber solcher Güter weiter angesprochen würde, stehe ihm das Recht im Gotteshaus offen. - In dein Burg- »nd Landrechtsbrief, den es mit den IV Orte» habe, stehe ganz ausdrücklich, daß die Gottes- innsleute in Kricgszeiten mit den IV Orlen reisen sollen. Daher meinen sie, die Anwälte des Gotteshauses, daß ockben dessen eigene Güter zu keinen Steuern beiziehen („anlegen") dürfen. Ares Rücksicht auf die armen Leute "od aus Gnaden habe sich aber der Abt „begeben", daß die etwa ferner an das Gotteshaus gekauften Güter, " bisher steuerpflichtig gewesen, nach Verhältnis; zu den Nciskostcn beitragen sollen; weiter werde man ihn nicht ^Pflichten können. III. Nachdem man beider Parteien Vorträge und Titel gehört und erwogen, und ein Vor- ^lag zu gütlichem Vergleiche abgelehnt worden, hat man rechtlich erkannt und gesprochen: 1. Des Zehnten halb bcr lateinische Urtheilbrief von Konstanz, dd. 16. Juli 1500, desgleichen die Vcrschrcibnng deren von Geißer ^old, dd. 4. December (Barbara Tag) 1500, bestätigt, jedoch unbeschadet den übrigen Spruch- und Vertragsbricfen, beide Parteien eingelegt haben. Damit sich aber niemand zu beklagen habe, ist denen von Geißcrwald Frist von einem Jahre verstattet, um durch unparteiische Leute oder gute Briefe rechtsgültig darzuthnn, daß vorher die 11 Mütt Korn ?c. als kleinen und großen Zehnten gegeben haben; alsdann soll wieder geschehen, ^ recht ist. 2. In Betreff des Ehrschatzes gibt man kein rechtliches Erkenntnis; ab, sondern läßt das Gottcs- bei siiuen alten Rechten und Ehehaften bleiben, doch mit dem Vorbehalt, daß Jeder, von dem mehr Ehr- der^ ^^crt würde, als er glaubt schuldig zn sein, deßhalb Recht finden soll, indem man die Hoffnung hegt, die seine Nachkommen und Amtleute werden sich gegen die armen Leute gnädig erweisen. 3. Betreffend ^ ^vncrn »nd Nciskosten ist rechtlich erkannt: Es sollen die heute im Besitz des Klosters befindlichen Güter ^ bisher von solchen Anlagen befreit sein; was er aber durch Kauf oder anderswie später an Gütern erwirbt, ° benen von Geißerwald Steuer »nd Brauch entrichtet haben, die sollen dieser Last auch ferner unterliegen, ?c. ^ Anwälten des Abtes wird dies ans ihr Begehren beurkundet, :c. ki. Vor den Voten der IV Orte erscheinen als Anwälte der Gemeinde Straubenzell Hans Giger, Ulrich hen ^bachim Blatter und Heinz im Moos, für den Abt von St. Gallen Herr Marx (Vrunnmann), Convenl- tg j Statthalter zu Wpl, Ludwig von Helmstorf und Jost Köchlin von Lncern, derzeit Hauptmann des ^ Dauses. I. Erstcre legen sechs Klagartikel vor: 1. Mit den Ehrschätzen werden sie so streng gehalten, daß nicht mehr ertragen können; wenn einer etwas Land verkaufe, so müsse er nämlich auch die darauf liegenden zu se" ^ Beschwerden, für die er doch nichts baar empfange, vcrehrschatzcn; das vermeinen sie nicht schuldig mindesten sollte es nicht so streng zugehen. 2. In dem Wald in den Schönenwcgen besitzen sie Aick >»>d Tratt, desgleichen das Holzrccht, soweit es ihre Nothdnrft erheische, von dem sie bisher Äln> gemacht haben; letzteres wolle ihnen aber der Abt verbieten und wehren. 3. In den letzten ^ufti" viele liegende Güter in der Gemeinde zu des Gotteshauses Händen gekommen, was wohl auch Uschehen werde; nun meinen sie, es sollten diese Güter in Zeiten, wo die Gotteshauslente mit den IV 45 Januar 1524, 355 t«S Mern, Areilmrg, Solatijurn. 1523, 10. Deceniber f. (Zweite) Beschwörung des Bnrgrechts mit der Stadt Besauyou, 1. Es liegt darüber folgende Missivc vor: 1523, 10. Dcccmber (Donstag vor Lucia). Bern an Frciburg (dergleichen an Solothurn). Die Boten von Besanyon, Zeiger dieses, haben gemäß dem Inhalt des Bnrgrechts mit den drei Städten begehrt, daß jetzt, nach Ablauf der (ersten) fünf Jahre, dasselbe erneuert werde. Da man dieses Ansuchen billig gefunden, so habe man heute den Großen Rath besammclt, das Burgrccht verlesen und „mit der mcren Hand" erneuert, was man hiemit melde, damit Freiburg sich darnach zu verhalten wisse; die Bestätigung durch die genannten Voten habe man abgelehnt, weil man diesseits die Handlung mit kleinen und großen Näthcn vollziehe, und der Vertrag bestimme, daß Besantzon in Gegenwart der Votschaften aller drei Städte das Gleiche thnn solle. St. A. Bern: Teutsch Missivm I'. 217 I>, 2. Laut Frciburgcr Nathsbuch Nr. 41 fand die Beschwörung in Frciburg am 13. Deeember (Sonntag 'psa Luciä) statt. Als Boten von Bcsnntzon werden genannt Dionys Dammcrs, Consciller und Gouverneur; Johann Lambcllin, Sccrctair (begleitet von einem Ungenannten). Es wurde denselben im Recrcditiv die Erklärung ^gestellt, daß man das Burgrccht gerne neu beschworen habe und mit den andern Städten eine Botschaft senden werde, um in Besan^on den Eid zu empfangen, -c. (Kantonsarchiv Frciburg: Missivcn, Bd. VII, 120 5). 3. Laut Nathsbuch 109, p. 130 schrieb Bern am 1«. Dcccmber (Mittwoch nach Lnciä) an Frciburg und Solothurn, es sollen auf Epiphaniä (0. Januar 1524) Boten der drei Städte in Pontarlicr sein, um mit ein- onder noch Besanyon zu reiten. Am 30, (Mittwoch vor CircnmcisioniS) wurde an die beiden Orte abermals wegen des Tages in Bisanz geschrieben. (Näheres fehlt). Frciburg bezeichnete am 31. seine Botschaft (Namen lind nicht angegeben). 4. Laut des Solothurncr Nathsbuchs (Nr. 12, k. 36) fand die Verlesung und einhellige Beschwörung in Solothurn am Mittwoch nach Lnciä (10. Dcccmber) vor Rathen und Bürgern statt. Als Voten sind hier u«r Denis Danvcrs und Johann Lambele(t) genannt, welche Forme» richtiger scheinen als obige. 5. lieber den in Bcsantzon vollzogenen Act der Beschwörung ist in diesseitigen Archiven nichts aufgezeichnet, weßhalb wir denselben nicht unter eine besondere Nummer bringen. Lucern. 1524, 13. Januar f. (Mittwoch St. Hilarius Tag f.). ^laaig ^watSarchi» ourrru: Allgcai, Abschiede. c>. 2, 5, bog. Staatsarchiv Zürich: Tschad, Abschiede-Sammlung Bd. !>, Nr, s», orchiv Bern: Mg. cidg. Abschiede, rv, p, 127. X, p. I, Kalltonsarchiv Basel: Abschiede, i. 77, KaiilonSarchiv Hreiblirg: Abschiede, Bd, 5>I>, Kaiiwnsarchiv Solothurn: Abschiede, Bd. XII, tkantousarchiv Schaffhausc»: Abschiede, t^/^Mdte: Bern. Sebastian von Dicßbach. Lucern. Peter Tammauu, Schultheiß; Peter Zukäs; Haus Fr,/ ^Troger, Ammauu, Schwyz. (Gilg) Nychmuth, Ammanu, Obtvalden. (Arnold) (llrb^' ^Miauu. Zug. Konrad Nnßbaumer. Glarus, Vogt (Bernhard) Schießer, Basel, Meister (H vom Bruuneu. Freiburg. Haus „Godion" (Hans Ammauu). Solothurn, Haus Hugi, " ^r). Schaffhanseu. M. Haus Seiler. Appenzell. Aiiuuanu Brogcr. — (Luccrner Ex.). - J^cr Bote kennt das Schreiben von dem Lnndvogt iin Thurgau, (worin er meldet), wie er den "s Vtnrtiu ivegeu seines Streites mit Junker Wolf von Hclmstorf gefangen geseht, und was derselbe mit :i56 Januar 1524. dem Sohn des alten Landweibels, den er umgebracht, geredet und gehandelt habe. Deßhalb erhält er den Auftrag, ihn vor das Landgericht zu stellen und da nach Verdienen z» strafen; würde er nicht gestraft, so soll ihn dci Landvogt wieder in's Gefängnis; legen und weiter Bericht erstatten. Nach Anhörung verschiedener Nachrichte», wie das; der Vicckönig mit einem mächtigen Heere von Neapel heranrücke, das; die Landsknechte in großer Z»hl nach Mailand ziehen, auch was der Bischof von Genf (in den Sachen handle), und mancherlei anderer Mären, wird alles den Knechten in Mailand geschrieben, desgleichen dem Ndmiral und dem Herrn von „Notschepot" (?), da»w sie sich vorzusehen wissen; insbesondere werden sie vor dem verderblichen Zutrinken („daß sy die landsknccht mit dem schandlichen zuotrinken vcrgift") gewarnt, woraus so viel Böses entstehe. «. Dem Herzog von Savoye» hat man ans das dnrch George de Nive, Herr zu Prangins, wegen des Bischofs von Genf eröffnete Anerbiete» geantwortet, er möge dafür sorgen, daß sich der Bischof ohne Verzug wieder über das Gebirge (herwärts) verfügt und ebenso andere seiner Edellcntc und Unterthanen anhalten, weder in Mailand noch bei deni Kaiser noch w England, als bei des Königs und unfern Feinden, sich zu „erzeigen"; geschähe das dennoch, so würde man, "> Betracht der Vercinnng mit dein König und ihm, es nicht ertragen. «I. Der Landvogt zu Lauis berichtet, w» Hieronymus Moresin und Mark Morcll seit den zu Baden erlassenen Abschieden mit einander nicht mehr gerecht, »nd die Landsgemeinde an der letzten Weihnachten sie wiederum zu „Stand" und Ehren erwählt habe, doch w>t dem Vorbehalt, künftig alljährlich zwei (der Vorsteher) zu ändern. Der Landvogt stellt den Antrag, dies Z» bestätigen. Heimzubringen, ob man es dabei wolle bleiben lassen, da sie doch auf mehreren Tagen an itPw Ehren gescholten sind. « . Da die von Bcllcnz in dem Streit mit den Gemeinden Lauis und Lnggaris de» früher erlassenen Abschied nicht annehmen wollen, so hat man beide Parteien ans den nächsten Tag geladen, »w ihre Bewcistitel vorzubringen und einen Entscheid zu erwarten. L. Auf den Bericht, daß in letzter Zeit ^ Vieh ans der Eidgenossenschaft über das Gebirge gegangen, und daß allgemein gesagt wird, es werde den Fe>»d^ in Mailand zugeführt, was den Eidgenossen nachtheilig wäre und ihnen auch zum Vorwurf gereichte (,F^ wisenlich" ?c.), ist beschlossen, das heimzubringen, um solchem vorbeugen zu können. K. Da der Henker r»w Freibnrg auf schändliche Weise („schelmklich") die Eidgenossen in Mailand verlassen und einen Ausbruch gc>»»chb so hat man Freibnrg beauftragt, ihn festzunehmen. Jedes Ort soll unter den Seinigen nachfragen, wie es d»bu zugegangen, um auf dein nächsten Tag über die Strafe rathschlagen zu können. I». Jeder Bote kennt d> Antwortschreiben des Königs von Frankreich, betreffend die Grafschaft Burgund. Es sagt: Wiewohl die BW gnnder die Neutralität gebrochen, wolle er doch, den Eidgenossen zu lieb, diesmal nichts Feindliches gegc" unternehmen, werde aber in Zukunft solche Angriffe rächen. Diese Zuschrift wird ihm verdankt unter Mitchells der erhaltenen Warnungen, damit er für die Seinen und die Eidgenossen desto bessere Vorsorgen treffe, i schriftliche Beschwerde deren von Nürnberg, das; der Herzog von Wnrtcmbcrg in ihrer Nähe jemand »>^ geworfen, wird dein Herzog abschriftlich angezeigt und ihm dabei der nächste Tag genannt, um sich pw'siw ^ oder schriftlich deßhalb zu verantworten, Lucern wird beauftragt, an Zürich zu schreiben und dasselbe ' fragen, ob die letztverfallcne Pension von dem Kaiser schon ausbezahlt sei, da doch die Kaiserlichen auf die Erbeinung pochen, und daneben allerlei (Widerwärtiges) vorgeht. I. Es wird geklagt über ^ „bösen schändlichen ketzerischen Handel", der, namentlich von der Stadt Zürich ausgehend, sich von Tag gröber zeige, sodas; zu besorgen sei, daß Gott in kurzem Alle dafür strafen werde, wenn man nicht c>»I ^ tZ" U»t"" ^ - 0"»^, ,-"'",1 g" 0".' .vv-vw, » , dagegen einschreite; auch in der Grafschaft Baden greifen diese Neuerungen immer mehr um sich, wie »w^ ^ jedem Orte mitgctheiltcn Schrift über etliche „grobe Händel" erhellt. — Deßhalb ergeht an den Land»»^ Baden der Auftrag, die angezeigten Thäter gefangen zu setzen und bis zum nächsten Tag festzuhalten. Januar 1524. < 7t k», I,nt> vias man Ulli Zürich, als de». ltrsprnngtsort) dchm I°Il j-d-s Ort I>ch mWichm. M- m°« ^ a. Tag «ch L.«... ....z-Icht »«I D!°..I>°S I°Ich°. Zrnmsm. r.d... w°>>° »> i« ml. ^ »..Ilm B« I°l> dl. «-S- d.s «l».s »°.> W-»i...M nach Conversionis Pauli (26. Januar t. » --vr ^ Ler.wriestcr haben, worüber eine beigelegte di- dchi« >»»>->, das. di- «m. R.-Hm >'M» ^ , .... „»d i,ch.,-.i »>--»>. IM«, I» Schch. Wch.-..s I-.A D.. m.» di. dmiig... Ä -> wchm. w° °°> ^lbt) wohne, den Bunden gemäß. ......inen ^ea Kandel des Hans Caspar «. Instruction Solothnrns: Der ihn. vorder Stift Constnnz begegne, daß °°n Bubenhosen, Burgers und Hintersäßm von ^°1° Y« . ^ ^ Ebenen D-mdeca,S Matthäus v. B., »amlich er und Wols, sein Bruder, obwohl d.c nnchs e» ^ Eegenerben nls voin väterlichen Stamm, um die fahrende Ha c g.^ bezüglichen Streitsache urthcilen wolle. Da von mütterlichem Stamme zugetheilt habe, und er ^ ^ helfen, als der Stist die inr Thnrgan liegenden icheine nun lein besseres Mittel vorhanden, um en - "lll » lonnne. Die Eidgenossen sollen ersucht werden, Stüter zu verhesten, damit Hans Caspar zu einem > >ge> «. ?>. Soio.h»>,>: Wschndt. Bd. xi. ^ozn einzuwilligen. , »<.,»? worüber die Basler Instruction v. Hieher gehört ein in den MMdm b^ ^ so rms unser lieb °us diesen Tag vorläufige Auskunft g.bt (vgt^ D ^ mrs verun- ^'dgnossen von Zürich vogt Gö.nnngcrs (Z halb ) ) ^ ^ uuderstuenden, Slnnpsen wollt, als ob wir ctivas frcvenlichs o er e ß - ^ gewaltiklichs znozeftegen, K»...... d°»ch»-....... w... »l.wl.,°..s °°w w » ,,„di°..w».h °»d >»l> I,..ft...i°iiz-.. m- « dch w° » -» . ^ „„s->.„ l.»N»->.ch> 'VMN, es heb der unser Hans Göldlin, sp.talmc.s er s f.' Verhandlung sich im schloß >« -..ich- lchmüchlwr.. 1° -- >«. Z..°S«-d>. '^1 - »,z wr.h°>. >«M >«>»-... ->>!»»-" i dchh»lw. «->w.ch d...mch ... l.«.. B-l°> ...» w. «.sm. >...».. «...w. wi- l... d.» .«° d..., GS».., l°...» I«iK >».» »ch>lii......» .... F-.»>...>.»° »>.,ch-.»ch.>" "»> I°il°... ...» .«.. m' WS R,,......» «' « » ' ^ d.. w«»°. ,...; »!. >»'«- «' d°. N.M „...mgm, d.... ...i° ..! Im I-h>«-" «w ° ......... 'M.... ...» dch ...«. ...» w- ^ Ich«. n ist dem Basler Eremplar eigen, dem dagegen. ZuDas Nähere ergibt sich aus folgen ^ ^ Vmkard von Ertach °n 1) 1523, 24. Dcccmbcr (hl. Weihnacht llbcnd), ^ Dießbach „bis ns sm h"'sart . . . „ M.t Sch. und Rath in Bern. Verweisung ans d.e Ben ^ .^lcgen ungenötigct von-untern spenden, denselben (bp viertusend knechten) sind bnA)ar hr ^ ^erfalle.r werden und t.ge.r wiewot wir nnt bester minder gno. sorg haben, daß ' ,ni. dem gs-hüh; wann wir haben von den also hie fast wol mit sampt dem französische» Zug. e ^ ^ ^ser» re.chen w.tll gnaden gotts die spis fast wolfenl, und bctnnder e l ^ Vissercig von NapolS konre gen Mrtand ^iter . . wirt hie gesagt, daß üwer gnad spe bcncht. w dann (^^4 „t. rnrd soll '"it einem großen züg, deß ir in ^".Wn, cr w^ in Meiland komme», aber n.t nr.t u> Mittwochen .räch Sant Thomans Tag. «'s d.c Fran °ll h^„ de». Marschall (verni.»...?), -r B°ße»r züg, sunders als »>a» sagen will, und . l ^ „,d »it über is"' snoßknecht. llf das . . haben süere mit in. »it me denn hundert kürisser. zweihundert l.eN).e (s 8 Januar 1524^ mir uns gerüst, ob fach mär, daß er understan wellt, uns hinder sich über das wasser zuo schlachen, wellten wir iin das nit vertragen; aber die Franzosen, so by uns sind, vernreincnt nach iren kundschaften, er understandc cS nit mit dem züg, so sy habent; wann si sycnd ganz unwillig und das von vil mangels wegen, so sy habent n> der statt Meiland, als wir ouch verstand von den gefangnen, so haruß gefangen werdent, wie es fast tür darinnen sye; wo dem also ist, so stat es daruf, daß sy müessen understan, uns riß dem feld zuo schlachen oder aber abziehen, es sye denn fach daß der Vapst ein friden mach, deß man im hie nit vertruwet; wann die Franzose», so hie sind, vermeinent, er werde sin botschaft in die Eidgnoschaft schicken und etwas praticieren, das dem K»»g und uns Eidgnossen ein nachthcil möcht bringen, als denn üwcr gnad wol wirt verneinen in einer inissiv, s« gemein houptlüt voir der Eidgnoschaftgemeinen Eidgnossen schribcn. . Uewcr gnaden vil Ziio schribcn weiß ich nit, wann ich ungezwiflet bin, riwer gnaden sycn bcricht, wie der Signor Renz Aronen belagert Hab in nainc» des Küngs von Frankrich, welcher mit vil sliß und ernst sich widerstanden hat, die statt zuo erobren, welche er noch nit hat mögen gewönnen, aber in guoter Hoffnung (ist), in kurzem welle er die gcwünncn mit gotts hilf"--' St. A. Bern: A. Mailändcrkriegc. 2) 1523, 29. December (Dienstag nach Weihnachten). Freiburg an Bern. Es verlaute, daß ein Reichst«? stattfinden solle, auf dein der Herr von Bourbon erscheinen würde, um einen Anschlag zu einem raschen FeldM nach Mailand zu betreiben und des Königs Truppen dort zu verjagen, wozu ein Bischof von Genf, der des Planes kundig sei, persönlich behülflich sein würde an Orten, „wo er dann sin Kescheid weißt". Das sehe »n» höchst bedenklich aus, und wenn die kleine Zahl cidg. Knechte, die dort liege, so unversehens überfallen werde» könne, so sei großer Schaden und Schmach zu besorgen. Dies melde man zu allfälliger Mittheilung an d>e Eidgenossen und Ansehung eines Tages, wiewohl man vermuthe, daß Bern (von anderer Seite) den gleiche« Bericht empfangen habe. K. A, Fr-ib»rg- Mysivm, Bd. vm. >«. Zu 1524, 2. Januar (Samstag vor Triuin Negum). Luccru au Frcibnrg (und die übrigen Infolge der von Bern empfangenen Berichte über den Reichstag und das Treiben des Bischofs von Genf h« ^ man für nöthig erachtet, einen geineinen Tag anzusetzen und zwar auf Dienstag vor dein 2V. Tag (12. Jan»»«) nach Lucern, w. K. A. Fr-ibura: A. Luur». Zu ti. Von König Franz liegt nur folgendes Schreiben vor: 1) (1523), 11. December, Vlois. König Franz 1. an die cidg. Gesandten in Lucer». Antwort auf Schreiben vom 9. November, betreffend die von dein Gesandten Voisrigault vorgebrachten Klagen über die Vc> letzung der Neutralität seitens der Grafschaft Burgund. Sie sollen glauben, daß die gemeldeten Uebertretnng^ stattgefunden haben, und wenn das Gegentheil behauptet worden, so sei das falsch (par cko^uisomons ot mutations); ivie es sich aber damit verhalten möge, so wolle man jetzt, den Eidgenossen zu Gefallen, von Gcg^ maßregeln abstehen, würde aber im Wiederholungsfälle sich nicht mehr von solchen abhalten lassen, ?c. St. A. Lucem: Missivcn der französischen Könige. Ferner sind zu beachten: 2) 1523, (nach 26.) Dceember (rriiij). Bern an die Princessin (von Orange). Mitthcilung des Origi««^ der eben eingetroffenen Antwort des Königs auf das diesseits an ihn erlassene Schreiben, von welchem man einen Auszug (minutam) zurückbehalte. Anerbieten zu weiteren Diensten für die Erhaltung der Neutralität Ora^schast Äurgund. St. A. Bern: Latein. Missiven It. 128 t». 3) 1523, 22. December, Nürnberg. Ferdinand, kaiserl. Statthalter zc., an die Botschaften der Eidgcnos^ „Nagnilioi, spootakilvs, sineoro eliloati. Dortioros sumus laoti, guantoporo saora Daos. et Datkolioa ^ Dominus ot lrator nostor oolonclissiinus, inkortata sit, vos, im kostium suorum Llallorum krivolis sxooAw guo guaorolis auros proKontos ckisooelorotis a oapitulis guao intor eaotora oonoornunt oomitatum llurgu» ^ supor guo alias oortus uoutralitatis traotatus luit orovtus, guam item vos konssto oonvoniontigus rospo bl» ßuao ilkkatas lme in ro partes vostras oktuloritis, guoä oorto nobis aäoo gratum luit, ut non nms nos ookikoro, guin gratias vobis ingontos agoromus llo kam oonstanti aniino ackt'ootionoguo guam ckioti kostos suk ilolis oommontivüsguo pro natura sua kuois et oalumnüs attontant oonoutsro. tantes ickoiroo vos »ummo paritor stuckio, ut sio sowpor woinoros vltioij, <>uock ost talium kortiuw »ov Januar 1524, 35!) Auwgus virorum, non putinwsisi vss ulla maaliiuutions uvoonri, cum ait das«. MW prst'atuv a.e (guutsuua all nos uttiust) stiam msutw nostruo, ut clistus truetutus ksislitsr ssevstue st oxoguntur. Dt talss tum uoa 4»am aubäiti siioA oowitntus srA» vos liudsumu« st prsstswus per omni», iuxtu tsumom wutuas nostras umonis llorssiituiiuo, ns vors guispiam nos uosusurs possit, rssspta. psr uos tuisss pruvtsritu uut usAlsotu, guosi vssiis kons propsusogus uisimo (gusm erAU vos omnss st siuAulos siusers zzsriwus) oiAnillsaullum lluxiwus." Li^n. Aoisiiliuusius. St. A. Luccril: A. Kaiser. Zu Ii, 1. 1524, 21. Januar (Donstag nach Sebastian!). Zürich NN Lucern. Antwort ans dessen Zuschrift betreffend die letzte verfallene Pension von Oesterreich (fehlt). Man habe im letzten Jahr weder von dem König von Frankreich, dem Haus Oesterreich »och dem Herzog von Savoyen irgend welche Pension empfangen, erwarte sie aber täglich und setze voraus, daß Lucern nicht zweifle, map werde diesseits nichts verberge», :c. St. A. Lucern: Missiven. Zu I. 1) Beilage des Abschieds. „Artikel und Handlung des kilchhcrrn zuo Müsingen und siner underthanen." (1). Anfangs so hat der pfaff meister Jörg Stäli von Lachen den pfaffen von Höngg und ein jung meitli in der Alchen zuo Müsingen eelich zuosammengebcn, und demnach der pfaff von Höngg hinwiderumb den pfaffen von Müsingen und sin mätzen, frow Katherinen von Büttiken, ein ledige, onch zuosammengebcn. Darnach hat berselb pfaff von Wiltingen siner underthanen ungefarlich by sibnen das sacrainent geben utid gesprochen, si habents "ic recht empfangen dann jetzt mit im, all ungebichtet. (2). Demnach so haben ircn vier von Mitsingen sich in die Alchen nachts verschlagen und die heiligen uf den voraltern hinweg tragen, daß noch niemand weißt, wo si sind, ane gunst und müssen einer gcmeind, und "wriideß hat es nicntan wellen gethan haben. Uf das die crbern alten sind inorndeß znogefaren und die kostlich hiibsch tafel, die üben vil gekostet, uf dem fronaltar genomen und si iu die kainnier uf dem beinhus inbeschlosscn, "ud hat der pfaff und der sigrist jeder ei» schlüssel darzuo, und fünft niemands. Do das die nnrüewigcu ver- uoiiunen, haben sie in der nacht die kanuncr ufbrochen und zerschlagen, dicsclb tafel in das wirtshus tragen und die bild Sant Johannsen und Sant Katherinen uß der tafel genommen, uf den tisch Sant Katherinen gelegt und ^o»i Johannsen oben uf si, uf Meinung daß si füllten junge machen; demnach einer uß inen geredt, ich hau Sont Katherinen an die fud wellen grzifen, da konnd ich vor dem oberrock nit darzuo kon, und zuoletst, nach v>l und langem muotivillen, die tafel und alle bild verbrennt. Darzuo sich deß alles nit benüegt, sunder hat «ner die bildnuß unsers Herrn am crüz gcnotnen, wie man den am karfrytag zöigt, und in by dem bart fräfenlich evwüscht und gesprochen, o du cierdieb, ivic hast uns so lang umb vil eyer beschissen, uitd damit zuckt und unser», Herrn den köpf abgchowcn. (3). Der pfaff segnet ouch kein ivieivasser und gi(b)ts ouch nit, itnd vil ander ding, was die hl. kilch vor "gesetzt und gebrucht hat, tnot und bcgat er kcinS. Er halt ouch diß heilig hochzyt tiit meß, dann allein an, heligen tag. St. A. B-m: Allg. -idg. Abschied-, ev. p. ist-1SS. — K. ». Fr-iburg: Abschied-, Bd. SS. — K. A. Schasfhi>us -Ii: Abschied-. 2) 1524, 2. Januar. Zürich an Luccrn (u. a. O.). Mittheilung des „Büchleins" über die Disputation, »tan ungeachtet des Ausbleibens der Gelehrten der andern Orte habe vor sich gehen lassen „im namen gottcs, v" Verachtung aller oberkcitcn und menschen, nicman zuo schinach uoch vorteil, oder daß wir »us für andere ^iienliche nienschcn erheben, sonder nmb der ccr gottcs und unser seelen Heils evillen", ?c. St. A. Bern: A. Kirchliche Angelegenheiten. — St. A. Lucern: Missiven. Äu Mancherlei Verfüaunaen betretend den voll Budenhofen enthalten die Solothurner Rathsbncher «US dieser Zeit. . Zu I». 1523, 30. Dcccmbcr, Ensishcim. Statthalter, Regenten und Näthe -c. an Zürich. Zusendung "ucs Schreibens von f. Dt. (König Ferdinand) an die Boten gemeiner Eidgenossen, das Begehren enthaltend, vs> sie Basel vermögen, den Bogt Günnigcr seiner Haft und Bürgschaft zu entlassen und den Bürger Kleinhans vldli» zu weisen, das Recht im Gebiete- fürstlicher Durchlaucht, allivo sich „die reden und Händel" begeben, zu wenn aber Basel das abschlüge, so wäre es aufzufordern, laut der Erbeinung zu erörtern, in wessen buhten die Sache beurtheilt werden solle. Ansuchen, das Geschäft zu befördere,, :c. C>. A. Mi-h- A. o-st-n-ich. 360 Januar 1524. RLS. Lucern. 1524, 27. Januar f. (Mittwoch nach Conversionis Pauli f.). Staatsarchiv Luccr»: Allg. Abschiede 2. k. 507. Staatsarchiv Berit: Allg. eidg. Abschiede >v. p. 185. x. p- 7. KaiitouSarchiv Basel: Abschiede k. so. Kaiitoiisarchiv Freibnrg! Abschiede Bd. öli. KantonSarchi» Dchaffhaitseil! Abschiede. Landesarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Bern. Sebastian von Dießbach; Anton Noll. Luc er». (Peter) Tammaun, Schultheiß; (Peter) Zukäs, Schultheiß; Hans Gößi; Jacob am Ort, Rathsrichter. U ri. (Jacob) Trogcr, Annnann; Vogt Blattet» Schivyz. (Gilg) Nychmuth, Ammann. Obwalden. (Arnold) Fruonz, Ammann. Nidwal den. (Hans) Lussi, Annnann. Zug. Vogt (Konrad) Bachmann. Glarus. Vogt (Bernhard) Schießer. Basel. (Nicht angegeben). Freibnrg. Veuner (Ulrich) Schucmly. Solo thiirn. (Hans) Stölli, Schultheiß. Schas fha nsc» (Hans) Ziegler, Burgermeister. Appenzell. ... Landweibel. — (Lucerner Ex.). i». Auf den Anzug des Landvogtes iin Thurgau, betreffend die Klöster Rheinau und Jttingen, daß d» Eidgenossen als Kastvögte verpflichtet seien, für dieselben zu sorgen, wird festgesetzt, es sollen von allen a»> Thurgau Theil habenden Orten auf nächste Mittcfastcn (t>. März) Boten nach Frauenfeld gehen, von da ans mit dem Landvgt in beide Gotteshäuser reiten, die Rechnung ausnehmen und wofern nöthig die Zinse und Gülte» derselben „verurbaren", um künftig jederzeit zu erkennen, ob die Gotteshäuser vor- oder rückschlagen. Ii» ^»>c Botschaft von kleinen und großen Rüthen von Zürich gibt mündlich Bericht über den Auflauf zu Wcininge»' Da der Laudvogt laut des erhaltenen Befehls den Pfarrer und einige andere Personen habe festnehmen wolle», so haben sich die Leute der Herrschaft versammelt und einen Sturm ergehen lassen, der sich dann bis nahe a» die Stadt Zürich verbreitet; durch die Zahl der gerüsteten Bauern, etwa 300, sei dann der Vogt verhüll worden, sein Vorhaben auszuführen, weßhalb er sich bei den Eidgenossen entschuldigt habe. Die Boten »»» Zürich erklären, daß ihre Obern an dem Aufruhr leinen Theil gehabt; vielmehr haben sie, sobald sie davo» benachrichtigt worden, Maßregeln zur Stillung ergriffen. Uebrigens gehören die kleinen Gerichte zu Weininge» bis auf das Blut dem Hans Meyer (von Knonau), für dessen Kinder Schultheiß Esfingcr Vogt sei. Dieses erbietet sich mündlich, die Schuldigen zu bestrafen, was aber malefizisch sei, an den Vogt in Baden zu weiß»- Darauf hat man das Urbar von Baden besichtigt und wirklich gefunden, daß Wciningcn (nur) mit den holst» Gerichten au den Stein zu Baden gehört, v. Ferner hat man vernommen, wie zu Elggau und an andern O>»'» gepredigt wird. Dazu bittet die Priesterschaft des Vierwaldstätter Capitels samt Zug, ihr bei der gegenwärtige» Irrung beratheil und beholfeu zu sein; denn würden die Eidgenossen solches länger aufschieben, so wären sie ^ Priester) bald nicht mehr im Stande, Seelsorger zu bleiben. «I. In Gegeilwart der zürcherischen Boten berw) der Landvogt im Thurgau, wie zu Stammheim (das mit den hohen Gerichteil zum Thurgau, mit den nieder» » Zürich gehört) Einer das Crucifix zu Stücken gehauen, mit den Worten: „Bist du Gott, so wirst du blute» ' lind daß junge Knaben, durch den Schulmeister und Andere aufgewiesen, die Bilder mit Steinen zerworfen. ' der Landvogt, glaube, solches müsse malefizisch bestraft werden, und verlange hierüber Verhaltnngsbefchte, obsch»' er gewarnt worden, daß ein Sturm verabredet sei, wenn er gegen die Thäter einschreite, v. Sodann klaget Lucern, Schivyz und Untcrwaldeu, als Kastvögte des Gotteshauses Engelbcrg, daß die von Küsnacht am Zü>» » ^ den kleinen Zehnteil verweigern, iveil der Conuncnthur daselbst, der auch lutherisch sei, gepredigt, sie seien s» nicht schuldig, und ihnen seine drei Theile geschenkt habe. i. Ferner klagt Schwyz, daß die von Wädens^ und Nichterswyl den dortigen Schaffner mit Gewalt haben überfallen und über das Schloß hinab werfen wo K-. Endlich wird angezogen, daß der (jetzige) Vogt im „Aargan" (in den Freien Aemtern), ein Zürcher, >»>- Januar 1524. ^ dahin zn richten komme, ein Büchlein bei sich' trage nnd daraus dem gemeinen Mann den lutherischen oder Englischen Glauben predige. I». Jedem Ort mird eine Abschrift der Kundschaften mitgcthcilt, die Lucern anf- äknommen über einen Wirth zu Töß, der die übrigen Orte gescholten hat. i. Nach diesen: allein bringen N' Boten von Zürich ihrem Befehl gemäß vor, ihre Obern hören vielfach die Drohung, sie mit Krieg zu übersehen; Bünden zuwider, die zn halten sie doch nie aufgehört haben, uud die sie ferner zu s^tei, gedenken; sie begehreil Antwort hierüber. — Da die Angelegenheit wichtig ist, so hat man jetzt nicht ent- "Heu; es soll aber dieselbe bis zum nächsten Tage in allen Orten berathen werden, damit man sich dann ^schließen könne, wie mit Zürich zu reden sei, um des gefährlichen Handels los zu werden. It.. Da der Landvogt Thmglui berichtet, daß geistliche nnd weltliche Personen im Thurgau, auch Durchreisende, von dem lutherische» uiid" "^lüftet, dem gemeinen Volke predigen, so wird ihm aufgetragen, dieselben auf Betreten festzunehmen ^ uach Verdienen zu strafen. I. Ferner meldet der Landvogt, er habe den Wyßhans Marti» vor das Land- genügende Kundschaften eingelegt; aber die Nichter haben den Proccß nicht sofort entscheiden, ^ zuvor den Rath der Eidgenossen vernehmen wollen. Da nun Heinrich Fleckcnstein, jetzt Vogt zn Baden, »nd^"^ Statthalter im Thurgau gewesen, über das Benehmen des Wpßhans gegen Wolf von Helmstorf sg' ^ Lmidweibel nähere Auskunft gegeben und ihn als einen gefährlichen („sorklichen") Mann geschildert hat, seiei 'vird der Landvogt beauftragt, bei den Richtern auf strenge Bestrafung zu dringen, damit ehrliche Leute sicher und Seinesgleiche» sich abschrecken lassen, i»». I. Bericht des Vogtes von Lauis, er habe derjenigen ^ die gegen die Feinde an der Treis gelegen und dann dem Herzog „zugefallen", noch nicht habhaft werden ttch^"' ^ens besitzen sie noch einige Güter in der Herrschaft Lanis; er frage daher, ob er dieselben in Beschlag bei ^"iwort, er soll einstweilen darüber noch nicht verfügen, aber den Personen nachspüren und sie Tchöri^^" ^ Verräther an Leib nnd Lebe» strafen. 2. Auf seine Anzeige, daß ein dem Grafen von Arona u»d Schlößchen (Valsolda?) im Laniscr Seethal, den Eidgenossen zum Schaden, von den Feinden erobert kürzer Zeit wieder gewonnen, aber zu schwach besetzt sei, wird mit dem eben anwesenden Boten des zu lSchuld Rücksprache genommen nnd ihm vorgeschlagen, dasselbe entweder gehörig besetzen oder schleife» ^old ^ Gesuch desselben Vogtes, im Namen deren von Lanis, man möchte ihnen erlauben, ikchatt ^ Silber zn münzen, kraft der ihnen zu Baden gewährten Freiheiten, wird ihnen solches für einmal jedes ^ ^ Die früher gefaßten Beschlüsse betreffend Zürich werden bestätigt und ferner beschlossen, es solle Ae> nächsten Tag zwei Boten mit hinreichenden Vollmachten abordnen, um über die lutherischen ^>nea andere Geschäfte mit Zürich ernstlich zu reden sind zn verlangen, daß Zürich von seinem seit- der m ^^aben abstehe und sich von den übrigen Orten der Eidgenossenschaft nicht derart sönderc. Je einer ^sein ^ bann deßhalb nach Zürich reiten. Es wird auch beantragt („geredet"), daß kein Ort sich von ausschließen sollte. «». 1. Der französische Feldherr und die eidgenössischen Hauptlente nnd Knechte ^»wiill ^ ^ ^ stehlen sich immer mehr der Ihrigen weg; darum haben des Königs Tg ^ ""'be Leute hcrausgeschickt, um Ersatzmannschaft anzuwerben, damit ihre Armee nicht geschwächt werde. >vxH^^k>e» die Feinde sich von Tag zn Tag verstärken nnd die obwaltende Gefahr keinen Aufschub zuläßt, so i>ah ^ Gesandten noch 4000 Knechte bewilligt; zugleich aber wird den Knechten geschrieben, man erwarte, »ubrü, glnnbivürdigen Paß (Urlaub) heimkomme, nnd ivürdc die Fehlbaren bestrafe^. Es ist hcim- ^r>, sich über eine gleichmäßige Strafe verständigen könne. 2. Auch wird dem französischen Fcld- zp rechj^ ücrathcu, seine Northeile nicht preiszugeben; wenn außerordentliche Roth einträte, möge er nur ^ Zeit Ütochricht geben, man werde ihn und die Unser» nicht verlassen. A». Laut des vorigen' Abschiedes 4ti 362 Januar 1524, werden den Mailändern fortwährend Ochsen und „andere Speise" zugeführt. Da nun besonders Hieronymus Moresin dessen beschuldigt worden, Ludwig von Dießbach aber, der Vogt zu Lauis, ihn deßhalb verantwortet hat, so wird dessen Bericht zwar heimgebracht, aber nichts desto weniger die Abrede getroffen, in jedem Ort die Fehlbaren aufzusuchen und zu bestrafen, um solche Zufuhren an den Feind zu verhüten, Da nach dem Schreiben der französischen Feldherren und dem Vortrag ihrer Botschaft zu besorgen ist, daß der Herzog von Savoyen dem Bischof von Genf zu viel vertraue, indem der König wie die Eidgenossen gewarnt worden seien, mit was für Ränken er und andere Piemontesen umgehen, so hat man dem Herzog (nochmals) ernstlich geschrieben, er möge sich wohl vorsehen; wenn dem König oder den Eidgenossen durch seine Schuld etwas Arges begegM, so werde man ihn darum ansprechen. Der Vorschlag einiger Orte, ihm die Vereinung zu künden, wenn etwas der Art geschähe, wird heimgebracht. ». An den König von Frankreich schreibt man, es sei wohl zu merke», das; er unter allen Nationen keine Freuilde habe als die Eidgenossen; darum sei es. desto nothwendiger, in allein wohl vorzusorgen, 8. Auf das Gesuch des französischen Boteil wird sowohl all den Papst als an die VenetiaM ein frenndschaftliches Schreiben erlassen, t. Da ans Lichtmeß einige Ansprachen nach Peterlingen vertagt sind, und gewöhnlich um diese Zeit die Pension in Lyon abgeholt wird, so sucht der König in Betracht der schwierigen Zeiten um Aufschub nach bis April, Ivo er dann seine Schuldigkeit zu erfüllen hoffe. Es wird ihm in Anbetracht der Umstände entsprochen, obwohl einige Boten nicht bevollmächtigt waren. ?i. Da Frcibnrg, entgegen du» eidgenössischen Auftrage, den Henker, der so schmählich ans dem Felde gewichen, nicht bestraft, sondern dessen Entschuldigung Glanben schenkt, so wird es nochmals zur Bestrafung desselben aufgefordert; die nöthigen Kn»d' schaftcn mag es bei den Hanptlcutcn und Knechten einziehe», die von dem Handel geschrieben haben. ^ ^ eingegebenen Artikel betreffend das Bergwerk zu Sargans werden genehmigt mit drei Bedingungen, nämlich dal' die VII Orte einen Nichter zu geben haben; daß drei Gruben erlaubt, und daß die Inhaber mir auf drei Jahll gefreit sein sollen. H». In dem Streite zwischen dem Abt von Wettingcn und dem Lcutpriester von Richen l'6 Basel wäre eS den VI 11 (?) Orten angenehm gewesen, wenn die von Basel den Lentpriestcr gefangen und bestraft hätten; wenn sie dies aber nicht thun wollen, so mag der Abt von Mellingen, als Lehenhcrr dicsll Pfründe, den Fehlbaren entfernen, x Eine Gesandtschaft des Bischofs von Constanz, nämlich Junker VIvl von Helmstorf und der Vogt von Gottlieben, wiederholt ihren Vortrag, wie die Priestcrschaft nngchorsam »» widerspenstig sei, und das Gesuch, dieselbe zum Gehorsam anzuhalten, w. In Betracht der mißlichen Zeiten M> wie früher erklärt, man wolle dem Bischof alles beweisen, ivas ihm gefalle und ivas man ihm schuldig sei; ' aber nicht angezeigt werde, wer die fehlbaren Priester seien, oder worin sie sich verfehlt haben, so wolle »mm in Erwartung genauer Auskunft, diese Händel auf die nächste Tagleistnng verschieben; inzwischen soll sich Ort darüber bcrathen. A. Für alle unerledigten Geschäfte wird ein Tag in Lueern angesetzt ans Dienstag der alten Fastnacht (16. Februar); inzwischen einlaufende wichtige Nachrichten soll Lucern den übrigen inittheilen. 21. Da sich immer klarer zeigt, wie schlimm der Morest» und der Morel! gehandelt, so wird Landvogt befohle», mit denen von Lauis zu reden, daß sie Beide wieder (der Aemtcr) entheben und Andere einsttz^ 1524, 22. Januar, Mümpclgard. Herzog Ulrich von Würtemberg an die Boten der zwölf O>ü ^ Lncern. Antwort ans ihr letztes Schreiben und die beigelegte Beschwerde der Nürnberger. Er habe dcsD Sigmund Zwickliof beauftragt, ihnen weitern Bericht zu geben, zc. S>.A.>Lu-mn A. «>»->»«' ?»I». 1524, 24. Januar (Sonntag nach Scbastiani). Felix Grcbel, Landvogt im Nhcinthal, an die der acht Orte im Rhcinthal. Es ivalte ein Span zwischen Ludwig von Grüncnstein samt seinen Brüder» ^ der Gemeinde des Hofes Balgach, wegen etlicher Rechte und Beschwerden, welche jene in Anspruch nehunnb Januar 1524, ZgZ Astern zwar nicht ablehnen, aber mit Brief und Siegel erwiesen sehen wollen zc. Die von Grünenstein haben ^ Hofleute rechtlich belangt vor dem Abt zu St. Gallen und wollen kein anderes Recht annehmen, während ^ ^^»cher meine», jene seien des Abtes und Gotteshauses geschworne Lehenslcutc, und die Entscheidung gebühre Eidgenossen; sie haben daher ihn, den Landvogt, ernstlich gebeten, darüber Bericht zu erstatten und ihnen ^ einem billigen Recht zu verhelfen. Da die Balgachcr denen von Grüncnstein große Steuern und Gülten keine» Schirm haben, sondern sich immer an den Landvogt wenden müssen, so möchte er v», das Recht vor dem Abte aufzuheben und den Parteien ein anderes Recht zu weisen. St. A. ?»«»,: Missw-». , Vv. 1524, 31. Januar (Sonntag vor Lichtmeß), Lucern. Die eidgenössischen Botschaften an die III Bünde grauen Bund". „Uf disem tag sind wir bcricht, wie daß nnscrn fygendcn in Meiland etwas hilf und trost, M mit spyZ^ wank und anderm schinbarlichcn fürschuob durch üwer landschaft an etlichen enden beschcchcn und ^ i bcschcch^ das uns befrcmbdet; darum haben wir gcmeinlich angcsechen, allenthalben alle paß zuo vcrhneten, tti>s Lowers, Lnggaris und andcrschivo, Iva wir arkwenig sin mögen, nnsern fügenden einichcrlei fürdrnng M'snch daß wir im seid haben (als ir wüssen) die nnsern. Daby (sind) wir ouch gründlich , ./ ^ß unser und üwer gnädiger Herr der Bischof von Chnr mit nnsern fygeudeu ctlich geschäft und »nd unruoiv und Widerwärtigkeit macht, unser Eidgnoschaft und den unser» im feld ganz nachteilig daß ^»lydlich, und wieivol im vor geschribcn, daß sin gnad darvon stand, ist (das) nit fruchtbar, noch üch' ^ stände; sölichs wir von sincn g. nit iner lpden könnden noch wöllen. Darum so langt an daß ^'»iHlich bitt und beger, ir wöllen in üiverm land und gebieten allenthalben vcrsechen und fürkommen, >vn>d""^^' jbgvndcu durch üwer land in dhein weg fürdrnng oder hilf beschcche, dann uns sölchs nachteilig sin vnßr ' unscrm g. Herrn von Chnr reden und verschaffen, obgemcltcr hnndlen und practiken mit ^ jggeuden abzuostan und sich dero (zuo) müeßigen". . . «. A. Granbündm pOrigina». von ^ ^ r Instruction: „Unser bott soll ouch vor gemeine» unser» Eidgnossen ein fürdernus an Eberlin doct Nüiven Hcwcn, damit Herrn Heinrich Mcltingcren sin vogt und des selbigen stieftochter, so von ^Lilheln, Grieben, unscrm bnrger seligen, harkompt, zuogestcllt wcrd, forderen." (?) K. A. Basu: Mschndc. v findet sich nur im Luccrner Abschied, als dem Conccpt. Deni Freiburger (und Solothurner) fehlt vordem dem Basier I», I, dem Schaffhauser dieselben uebst dem Appenzeller außerdem »». 3u I,. 1524, 18. Januar (Montag nach Autouii), Luccrn. Kundschaft betreffend den Wirth zu Töß. Einige '"stnen, die auf dem Wege nach Consta»; in seinem Hause eingekehrt nnd zu Morgen gegessen, haben ans seine ' stll;e, moher sie kommen, geantworteti Ans dem Luccrnerbict. Darauf habe der Wirth unter Anderm erwidert: ich verstou, man spc fast in der Eidgnoschaft guot cristeu worden »nd (habe) den rechten glouben angenomeu, ^^'"vmen die kuoschwänz und kuomüler in den großen und in ländern da innen; man müeß sy bald ouch leren " barzuo halten, daß sch ouch den rechten cristenglouben anncmind ?c." A. Zürich: A, Luccrn. — St. A. B-r» I' Abschi-d-, >v. p. I i i. — SI. A. Luccrn! A. Religionshändcl. — K. A. Freibmg: Abschiede, Bd. S6. K. A. Schasfhauscni Abschiede, — ebenso in den K. AA. Basel und Appenzell. sel. Rückseite des Zürcher Eremplnrs sind sechs Personen genannt, die der Beklagte als (Gcgeu-)Kund- anbietet. dak ^ ^ einige bezügliche Acten, deren Datum sich leider nicht genau bestimmen laßt; ' lle ober in die Jahre 1522—1524 gehören, ist unzweifelhaft. . H ,(1522, Mai). Bericht über ein Gespräch in Zug, im Haus Aimnann Stockcrs (der Handschrift nach von ' ^vrdmüller). Nach langer Einleitung über» verschiedene Zeitereignisse, Gerüchte, Anklagen gegen Zwingli erl^ Schönbrunneri „Ich bin setz zno Bern gesin, und nachdem und dann setz Rodis war verloren, das gott ""»ie, >wd wette gott, daß es nie beschehen wäre und nüuermc beschäch, und aber das selb Rodis oder die 364 - Januar 1524. selbigen Herren allcnlhalb gnot in einer Eidgnoschaft hettend, so heilend die Eidgnossen hundert zuo roß und hundert zuo fuoß verordnet, daß sy in aller Eidgnoschaft semlich Rodcser guot sötteud inneinen und es wider den Türggen bruchen, und wurd der Bapst sy besolden." — „Sprach ich, min Herren Hand Wedischwil, Buobiko» und Küsnacht, die könnend im mol thnon, törfend sunst niemands, man well es dann denen lassen, die scmlicho gebend (geben Hand?). Sprach der genannt Schönbrunner, ja ich bin der zweihnnderten auch einer, und w>r sond auch den lnterschen die oren und baggen schlitzen und die Hoden nsbrennen und in das für werfen die ketzer und (si) verbrennen. Sprach ich, ich bin kein ketzer und nie keim hold worden. Do stuond er nf und sprach? der Zwingli war ein ketzer, dem war ich hold, darum weit er ein stand thnon, wo man wett an Zürich. sprach sin vatter, schwig du guli." Darauf folgt nach einigen weiteren Musterungen die Auflösung der Gcsellschw - Verweisung auf I. Hans Hag, Bote von Schaffhansen, als Ohrcnzeugen. Si.«. Mich- A. Rcli<,i°»>zsach-n. 2) 1523, (?) („Dienstags"), Horgen. Heinrich Walder, Johannes Bleuler und Peter Meyer an Vm- rn^ Rath in Zürich. In dieser Stunde habe Hans Hofackcr, der in den letzten Tagen zu Weesen bei einem Zürcher zur Herberge gewesen, gemeldet, daß ihm derselbe gesagt, er sei in mehrere Orte gekommen und habe gemerkt, „daß es nicht viel gefehlt, daß (an den Gemeinden?) das Mehr geworden wäre, Zürich zu überziehen, und zw"' der lutherischen Händel und anderer Dinge wegen". . . Das Nähere werde Hofacker selbst angeben. St. A. Zürich: A. I. Cappeler Krieg. 3) 1523 (?), Zürich. Nach gang wegen verdächtiger Reden. Gostwyler, Gürtler, sagt (1.), wie der B'U i zum Nößli in Lncern zu ihm und andern (Zürchern) geredet: Er wollte, daß Jeder, der lutherisch st', Mähre „gehygt" hätte, ?e. (2.) „Zuo Saut Wolfgang Hab Amman Lussy gredt: Lieben Eidgnosscn von Zm ^ das leben mag nit erlitten werden; ich red für mich selbs, nit daß mir jcmans üt darumb empfolhen Hab; ^ weist aber wol, wie es üch wirt gon, und achten es also in mir selbs. Do fragtind sy in, wie er meinte, a es wurde go». Do seite er, man wurd dry man wellen hinns haben; gäb man die, das wär wol und gno > beschühe das nit, so wurde (man) voip uns die pündt hinns fordren, oder sy wurdint uns die Harns gevr, und wurd man uns feilen kons abschlahen und nüt lassen zuogon, und so man das tät, wnrdint wir in der I selbs einander schlichen und solichs nit mögen liden. Do seite er, der züg, was welltind ir uns abschlahc», ' gat von Zürich oder uns ivol als vil zuo und mcr, dann uns von üch. Do seite Amman Lussy, was da»» n so vil zuogieng; seite er, korn, win, salz und anders. Do seite er (Lussy), wenn schon uns deß von üch " znogat, so wirt uns der Keiser sölichs wol lassen zuogan, daß wir daran kein Mangel habent". . . St. A. Zürich: A. I. Cappeler Krieg. 4) 1523 (?), Zürich. Kundschaft: „Hans Küng, grempler, dieit, der Prior von Cappel und ander ha ^ im gefeit, daß ein Herr (Geistlicher) ab dem Sattel des verschincn Sonntags zuo Aegry an der kilchwichi osst"^ vor menktichem Hab geprcdiget, daß niine Herren von gott und dem christcnlichen glauben sygint gefallen, mer ivurdint sy von einer Eidgnoschaft fallen, und si hettind allweg vom Türken gefeit, wie man sich so re ^ (gegen in) wellt halten; nu hette man jctz den Türken an der Hand, als unser nnchpuren von Zürich; °a^ diiechle in guot, daß alle die, so stab und stnngcn möchtind ertragen, über sy zngint. Deßglich hctt er gesprochen, daß im brief in sin hus geschickt wärint von Zürich, daß er auch jetz das ketzerisch ding sölt V aber er ivellt nüt darmit zuo schassen haben. — Wytcr syg iin gefeit, daß ein pfaff zuo Luzern söll haben, daß nun Herren von Zürich dem crncifir den köpf abgeschlagen und habint den demnach gesotten. ^ soll wüsscn der wirt zuo Cappel." ^ 5) 1524 (?). „Herr Thoman Meßmer, Caplan zum großen Münster, dieit, ivie er gen Einsidle» Pfamen knnunen sig, und der wirt hörte, daß er von Zürich wäre, seite er, die von Zürich sind ketzer, und des tüfels, und er hette ein spieß bi der stnben, den wette er grad zum fenster nsstoßen, wenn ^ den Zwinglischen kctzerschen glauben gen Zürich züchen wetti, und ivöllte ollch den nächsten lnterschen pstkst"' ..-j im begegnote, an den selben spiest stoßen. — Witer seit er, als er hinweg wöllti, da kämi Herr Caspar, in unser Frowen cappel; dcrselb fragte in, ivie man sich mit singen und mesthan (zuo Zürich) hiclti; hetti ouch gehört, man hetti die bildnnssen ust den kilchen than. Antivnrti er, es lväri war, man hcttis nß der ^ thnn und iin singen die fürbitt der heligen, aber die meß hetti man noch, und meint, wenn mine Herren Januar 1524, 365 das gottswort mit cinandren lntetind, so ivurd die meß mich dnimcn gan. Seit her l^nspar, er sorgcti, 08 wurde uns nit wol crgnu, man wurdi uns für dic statt züchcn, und wir hcttind dir sichten sicnd in der statt, ^tind unser qenreindcn hettends widerig, und sonder dic von Meilnn, deren tröstend sy sich. 4) und s) im Si. A, Zürich: A. Religionsschmühungen. Mehrere solche Acußerungeu am gleichen Orte. 6) 1524, 18. Januar (Montag vor St. Sebastians Tag), Zürich. „Hans Escher, der rcd(n)cr, ist us hüt für min Herren Rät und Bürger beschickt, und Hand in gefragt, was im zuo Luzcrn sig begegnet. Der hat gscit, als min Herren im den bricf von prinz Ferdinand habint ufgebcn, Hab er den dem schulthcißcn ubcrantwnrt, und ^ er in die stuben sig kommen, Hab der schultheiß gseil, ob er kein ander bnef me^ hett vom Keisei, un )a> annnnnn Troger gseit, ir schicken» uns bücchli, schicktint ir uns den Zwingli, den ketzer, das ivärc um. lieber, «ud vil ander reden spent im begegnet unsers gloubens halb." Si, A. Zürich - R°,iMch r.«i>°. Zu in, 2, 1524, 15. Januar. Ludwig von Meßbach, Landvogt zu Lauis, an dic Boten gemeiner Eidgenossen (zuerst in Uri zu lesen). Abschriftlich- Mittheilnng eines Briefes von seinem Vater Hans v. D. Er besorge immer, dic bestellten Knechte konnncn zu spät. Und da es den Anschein habe, daß der König, seine Anwälte und der Graf von Arona sich um die Sache nicht bekümmern, so möchte er fragen, ob er nicht „mit Gcschicklich keil" dazu helfen und rathcn sollte, das Schloß „Waldsold" in Stücke zu „zerreißen", damit nicht neuerdings daraus begegnete, was früher mehr geschehen; denn für diese Landschaft sei dasselbe ganz und gar nicht „füglich'; '"an könnte'auch das Geschäft wohl so verrichten, daß kein Unglück daraus entstünde. Nachschrift: Dic Feinde haben heute mit starker Macht aus Mailand vorbrcchcn wollen; weil aber das Geschütz noch nicht ganz gerüstet gwescn, so sei der Ansmarsch auf den Montag verschoben. S>. A. «um»: MWu.m, Zu 1», 3 ist zu bemerken, daß die Vcrncr Instruction auf den Tag in Luccrn, 16. Februar, dieses Geschäft "ls »och nicht erledigt betrachtet. s., A. B°.,: Ms-hud-, vv.... w». Zu «». Ucbcr dieses Geschäft geben nachstehende Acten nähere Aufschlüsse: 1) 1524, 17. Jnnnar, Biagrassa. „voulllo üos lottres guv mo.ssmgnours l-rämiral vt mnroolml äo Ncmk- wvrane^ out esoritos n. mossoi^inzurs ckes Ti^uas." 1. Anerkennung der treuen Dienste dc. Hanptlente und ^"cchte, ,nit denen auch der König höchst zufrieden sei, sc. 2. Begründung des Ansuchens um eine Verstärkung, 'uit Verweisung auf dic mündlichen Berichte von Härder nnd Kattschinid, sc. sc. ^ K. A. Basel: A. Mailänd-rlrieg-lCopic). 2) 1524, 17. Januar, „Biegraß". Wilhelm Arscnt an Dietrich von Endlispcrg, Schultheiß zu Frcibnrg. ''^ls ich üch bu Wilhelm Zcso gcschriben Hab, wie ir durch in alle märe wurden verneinen, was hie b>) uns "°rha»den ist, so wüssen, ».in Herr, deS tags als der Zcsoz von uns geritten, Hand uns unser syend em lärmen ^bcn an zwcycn enden; dann si hatten ir knndschaft, wie dann ctlich unser knechten uf die put zogen waren nac) bis uf huudcrt oder zwei; deß hattend in.ser fpend ir guote Verräter.) von de» M"' "ß dem l""d, un dwwil wir den lärmen hatten, Hand si ein züg bis uf dic iijm stark ze roß nnd ze fnoß gcfch.ckt da m.ser tmchl und Hand unser knccht gefunden einen hie, den andern dört; dann da was v.l w.ns >m selben do.f . dann ""ser knccht all tag nach win dahin fnorcn. Also sind leider die ouch dahin kommen und ,i funden (am) füllen ""b trinken, hatten ganz und gar kein wacht, als dann die syend ir Verräter.) guot hatten rannten dahar und ""unser knccht hin mit vil büchsenschützen; dic unfern stallten sich tapfer zuo wccr, dermaß daß die fycnd bcgerten, ^ si sich söllten ufgcn, als ctlich sagen, so darvon komen sind; und nachdem als st sich ufgcben Hand ift c», h °"pt».an under ine» darkomcn mit sincm züg und het alls erstochen, was da gestn .st, (und) sind von mm E.dguossen b'lr oder sibenzig man leider da beliben; der Heid nnd der von Glaris Hand aller mcift knechten verloren, dann waren sunst'uit vil knechten da, die ....der ander houptlüt hörten, dann under men beiden. Ur, hat v man "rrloren; ich h,.,. einen verloren, ist der erst man, den ich m disem zug verloren Hab, gott well n aller sccl Als uns die märe kamen am abend, waren .vir unrüewig und verordneten zwc. sank, lut, d.c dann aller "'"st verloren hatten und als uf gcsteru zugcn wir in das dorf. da das beschechcn was. funden leider die ""fern elendklich da liggcn, zerschossen, zerhowcn und gestochen, ,vol b.) hundert; doch waren ctlich welsch wcnturier ' ; der unscrn sind aber nit n.er dann als obstat bi lrr beliben. Also Hand wir si all vergraben und demnach 36k Januar 1524. das darf verbrennt, ist ein groß hübsch dorf gcsin, dorm vil guots wins gewesen, der (nn) aller verloren ist. Und als wir gerech wurden, zngen wir wider in unser lägcr, und im hcimziechcn verbrannten nur noch ein dorf. Der Herr ist des willens, daß er nun hinfür all tag will lassen brennen ze rings um die statt Meiland. gloub, hellen wirs nnfänklich gcthan, so waren wir jch in Meiland. Es ist nit anc, wir haben b>) ij"' liederliche kricgslüten by uns, weißt gott daß der Herr gern stich, daß wir uns deren abtäten und redlich lüt annämen; ^ will aber jederman den sinen nfmachen, gott geb wo unser eer sig. Junker Hans (?) und ich haben bei» Herrn so vil angehebt, daß uf Hill datum diß rpt der lloli Härder und der Knltschmid heimwärts, den nächib" uf Arona zno, beleitct mit hundert reisigen, den nächsten über den Gotthart; (die) sollen uf iij>" redlicher knechb" annemen im Thurgöw und wo st die finden; es weißt hie dhein houptman nüt darnmb, es ist heimlich. Kust' fyend rüsten sich fast; aber mit der hilf gottes so wcnd wir unverzagt sin". . . (Vgl. N. 1). St. N. Bern: A. Mailänderkriege (Copie). 3) 1524, 18. Januar (Montag nach Antonii), Nachts. Bern nn Lucern (deßgleichen an Freiburg). theilung von Schriften aus Lauis und von Hans von Dießbach. Man vernehnre zugleich, daß sich zu EnsiÄst^ Landsknechte sammeln, Vie nach Mailand, wider die eidg. Knechte, ziehen sollen. Das habe man auch Frcibu>3 und Solothurn und den Leuten im Felde zur Warnung geschrieben. St. A. Lucem: MWvm. - K. A. Fr°lbmg: A. Bon. 4) 1524, 18. Januar (Montag nach Antonii). Dasselbe an seine Hauptlentc in Mailand. Entsprecht' Warnungen, zc. St. A. Bem: Tmtsch Missivm, v. k. 222 a. 5) 1424, 19. Januar (Dienstag nach Antonii). Berti an Luccrn. Man höre mehr und mehr, daß Landsknechte in großen Schnuren nach Maitand ziehen, und daß der Papst, die Spanier, Vencdigcr und u» ' Herren in Italien, daher auch das.gemeine Landvolk zusammenstehen, um den König und die eidg. Knechte Z überfallen und zu vertreiben; daneben verlaute, daß dessen Heer gegen solchen Angriff nicht stark genug wäre, "'est?" man sich wundere, daß er sich nicht besser versehe; wenn den Eidgenossen daraus ein Schaden erwüchse, so würde ' nicht nur Unruhe und Zwietracht erzeugen, sondern den König in eine schwierige Lage gegen die Feinde und st'^ eigenen Untcrthancn versetzen. Deßhälb bitte man Luccrn, mit den französischen Anwälten zureden, sie st'^''" . früher begehrten und bereit gehaltenen 9999 Mann ohne Aufschub annehmen und als Verstärkung abziehen laß' ' denn es sei zu besorgen, daß die Feinde die Frist bis zum nächsten Tage zu einem eiligen Angriff benutzen. D's dieser Vorschlag den Franzosen gefalle, so möge Lncern die andern Orte von Stund an berichten; ans dein "W Tage könne man dann ferner bcrathen, was die Nothdnrft erheische; wenn aber solches nicht geschähe, st' nran diesseits gcnöthigt, die Seinigcn heimzufordern. Daher bitte man um schnellen Bericht, :c. St. A. Vcr»: T-Uisch Missivm, I>. 22g b. — St. A. Lucer» I Missive». 9) 1524, 22. Januar. Bern nn Besan^on. „?orvvnit nuno oerta relationo all aures nostras oapiln"^ ' gui armatos lanlltsleneobt (sie) eontra obristianissimum llegem Ipranoie all Nolliolaimm lluoatuw elu babont in manllatis, magnam peeunio summam et prosertim ultra oontum mille seuti (?) all manu« oitiarum vostrarum lloposuisso in liune llnem, ut in urbo Hisuntinonsi antollietos lanllskneebt llo stipo" promisso expollire et ipsi lleinlls all partes Italio sen lluoatus Lurgunllio prokoisoi possint, guoll «st nobis molostum ferst; oxpese.it enim inutue ainioitio vmoulum et eivilegii importantia, ut mllln p"' altorius bestes et inimioos sustinere et kovero sou zuvamon prestaro lleboat. bll ut vain in partem stlst' vvritate eortitullinem liaboamus, voluimus amieitns vestris oa guo all notitiam nostinm llovenorint, sigmn^ ^ ^ oasllein rogantos, ut llo rol>us et nevitatibus buiusmelli inkoi mationem vapvro et nos boe tabollario ob ^ »olam rem einisso llo eis gue pro manibus sunt, eertos kaoero volitis, guo et nos llo rebus et negotii« no ^ prospiooro et ineonvonientüs guibusounguv tempestivo et pro nooossitato nostra rosistero possimus/ oot. St. A. B-m: Latein. Missivm, n. . r.stsl 7) 1524, 23. Januar, Luccrn. Dangcrant an Bern. Heute früh seien die eidg. Hauptlentc, die der M'"l von Montmorency aus dein Lagcr hcrnnsgeschickt, hier angekommen; sie haben nun dem Rathc knndgethan, viel Knechte verlangt werden, dabei die an gemeine Eidgenossen gerichteten Briefe des Admirals ?c. ülwrgc'bc" . gezeigt, daß keine Gefahr zu fürchten sei; hierauf habe er, der Gesandte, die beiden Hauptlentc sofort mit dem Auftrag, die Knechte anzuwerben und hinein zu ziehen, was er in guter Meinung melde, mit der ihm dcßhalb nicht zu zürnen, zc. A. Bas-l: A. Mailtinderkriege tSolothurner Januar 1524. 367 8) 1524, 23. Januar (Samstag nach Sebastian!). Lneern an Bern. Heute seien im Nnthe die („dise") Hanptlcute Uoli Härder von Schasfhauscn, Kaltschmid (von Kaiscrstnhl?), der anu Poggenburg und andere Anwalte, die soeben über Vellen.; aus dem Lager gekommen, persönlich erschienen, um einen Brief der Feldobersten, dessen Abschrift man beilege, abzugeben und über die Lage des eidg. Heeres getreuen Bericht zu statten. Sie melden »un, daß es bisher gut gegangen; erst ans den. Herweg haben sie vernommen, daß .»an ... de. Eidgenossenschaft »etwas grnsen und sorgen" hege, worüber sie sich vcr.vnndcrn müßten; sie wissen zwar wohl, daß sich die Fein, e verstärken, daß nämlich der Vicc-No.) von Neapel mit einem Heere gekommen, aber ""l ».cht gar vieler .anw schaft, und daß auch die Venediger Landsknechte und wälschcs Volk an sich gezogen, doch ke.ne groHe Anzalst; darum habe „der Herr" die Hanptlcute vorbcschiedcn und eröffnet, daß er sie noch um 3000 Eidgenossen wolle werben lassen, und da sie sich geweigert, von ihren Leuten wegzureisen, habe er sie beruhigt, der Feind >" "uh> s° bald zu fürchten; denn des Königs Heer sei noch stark genug, indem es bereits 7000 Eidgenossen zahle, zu denen ..och 3000 kommen sollen, dazu 1000 Kürisser. 3000 leichte Pferde, 12000 Man., wälsches Fußvo k und «V00 Handbüchsenschüben habe und weitere Verstärkung erwarte; auch seien die eidg. Knechte mit allerlei Geschütz w°hl gerüstet. Dabei habe ihnen der Herr angezeigt, daß die Mailänder sich gezwinigen sehen, „de.. Kon.g aus d°r Stadt hinaus zu schlagen; dar..», wolle er in vortheilhafter Stellung ihren Angriff erwarten, w. Diese tröstlichen Nachrichten wolle man nicht verschweigen. Die Hauptlentc werden nun die (verlangten) Knechte in aller Eile „aufbrechen"; man habe sie gründlich ausgefragt, aber gar nichts Bedenk iches von 'hnen gehör, wöbe, sie Zugeben, daß der letzte Unfall durch den Ungehorsam der Knechte verschuldet sei. Bitte um M.tthe.lnng an Freibnrg »nd Solothnrn, wo möglich auch ^ 1524, 24 Januar (Sonntag vor Eonvcrs. Pauli). Solothnrn an Basel. Mitlhcilung der von Bern "haltenen Kriegsnachrichtcn. (DaS Schreiben von Lnccrn an Bern liegt bei). «. A. »«.°>: A. M«.^. 8) 1524, 23. Januar. Hans von Meßbach und gemeine eidg. Hauptlentc n. des Kön^s Dienst an d.e zu Tagen versammelten Eidgenosse». Antwort ans ein Schreiben von Lneern, dd. Samstag ..ach (vor?) M. Anton. (16. Jan.). das man a». Samstag nach Vineentü (23. d.) empfangen habe, das ans e... anderes von. 13. d. Gilarii) hinweise, welches man aber nicht kenne. Man habe früher berichte, w.e der Markgraf von Saluzzo l» Alessandria liege bei Tartona, die andern Eidgenosse., zu Lodi, -e. Den Rath, sich wohl znia.nmenznhalte.. ""d keinen Vorthcil preiszugeben, habe ...an täglich vor Augen, da ein hier begegnender Unfall auch d.e Henna e'upfindlich träfe - Der Vicerou von Neapel sei schon vor eine». Monat nach Mailand gekommen, aber ...cht fmchten. da er bisher keinen Schaden gethan. Daß der Papst die Feinde nnterstütze, spüre man nicht sondern «>' °r sich fortwährend unparteiisch halte und für den Frieden werbe. Daher mochte man bitten demselben emen >» Zu schicken und durch ein de.nüthiges Schreiben anzuzeigen, w.e d.e Eidgenossen dem Kon.g ve.gstl.ckstet w. Man vernehme, dch eine Anzahl Landsknechte den Feind verstärken sollen; darüber b. ie ...an ..... B.. ch wisse ...an, daß der Bischof von Genf, wie vormals mehr, wider d.e Eidgenossen und den Kon.g nnt de... H"z°g von Bonrbon und ander.. Widersachern praetieiere. hoffe indes), daß er wenig schaden könne. Dagegen ""de man ernstlich gewarnt, wie die von Pi-mont und Vercelli das Geld, das an» Frankre.ch kommen soll, "Mchnien, sowie Speise und Trank abschlagen wollen; deßhalb sollte de... Herzog von Savoyen oder fernen Leuten geschrieben werden, daß sie solches abstellen, da man sich sonst entschließen wn.d., d.e Untc.thancn ,.. trafen. Wenn Knechte ohne Paßport heimkämen und über die Bezahlung klagten, so nwgen e .c Obugleltu, solche trafen, da sonst das Heer täglich schwächer würde, während der Feind sich verstarke .md da u.a.. b.sher wohl ^ahlt worden sei. Ungeachtet fleißiger Warnung sei kürzlich ein Fähnchen, das ... e... Dorf gezogen, ..... Wen. holen, getrennt überfallen und bei achtzig Mann gctödtet worden, -c. Si. s.. A. Fwnmich. Zu Es liegt nur noch das Concept für die Missive an Venedig vor: 1524, 1. Februar, Lneern. Mnstrwwma vux, voogno axoallantissimi So.mtares, clomini nokis aingnli no. ckominationikus vestris ooräialisoimo et gnantun. posanmna oommonäamna et c-asckem bis noatrw "alutamua eet. blomoroa anmns gnock uno proxima praotoritornm ..nnorum el. vastro nodw sau nnivaraitat, seripsvruut, in eomnw...lat!o..e el.ristiai.issiml Uegis aälwrtantes, ut ipsum in oontdckoratum 368 Februar 1524. rociperemus, od guam adlmrtacionem guc nos supra modum excitavit, sie persuadevte alkoctiono gusv> lmbuimus, ut vobis et in tali et gu^^unguc uegotio conplaceromus, sie otiam distauto ködere, guod st ros ouin ipso liege babobatis, kedus euin codcm cbristianissimo liege omnos inivimus, guod observavimus, ^ in kuturüm covstautissime obsorvare volumus, totis viribus nostris et couatu. Dt bine est guod jaw expoditiouibus bellicis guas nune Rex prao mauibus babot in ltalia, nos dodimus nostroruin militum vudta milia, et cum aliis viribus nostris in oontinuurn succursum praosto erimus suxta reretm exigsntiam. tluvs autom osrto eertius oredoremus, d. vestras seu suorum militum st urinigerorum turnras in kuiuswoä' expoditiouibus uobiscum et oum ipso Rege assistere et prokocturas et omne auxilium imponsuras, audiviwuß illas ab amoro praotati liegis disoessisse et exeroitum vestrum contra oum et nostros destinaro volle, gno vix orsdere possumus, sed supra modum admirari nos kacit, nee orsdinius verum existero: guum sevu»»' guod et si alii respoctus csssarent, non oessabit tamen respectus c>uem arbitramur vos de nobis iteervU babore prout sam babuistis, Quorum Iiis nostris dominationes vestras exoramus et bortamur guod siguidolu aligua ratione gue vos suadoro videatur, non volitis nobisoum et cum Rege in dicta Expeditione assista^ velitis, ut dignemini, nibilonünus pro «pumto nos et bonum nostrum cbaripenditis et diligitis, vos sabow vestras continere, et nobis et liogi non contrakacere, ne ob id nos et Rex patiamur, prout tirmitor >s> vobis conlidimus. Dt ita d. vostre babobunt nos et uuivorsitatom nostram ad sua bonoplacita prowpt^^' mos, et illis guicguid possumus ad eorum libitum olkorimus, nos iterum eis commoudantos." Datuin e ' St.A, Lucern: Wschiedc, 0.2. k. b22. Zu 1) Zu beachten ist die Basier Instruction: „Als dann der Abt von Wcttingcn uns »f nachch" gehaltenem tag hoch anzogen und von wegen des lütpriestcrs zuo Riehen beklagt, da soll unser bott, die werd fürgenommen oder nit, ufston, den artikel in nächst usgangnem abscheid, deßglichen die gcschrift, so der ingelcgt hat, verlesen lossen und dannethin der verordneten Herren, so mit dem Abt gehandelt, Unschuld darth nnd sagen, es he(i)gen solche verordnete Herren mit dein Abt in namcn eins Rat nichts anders dann fründni und liebs gehandelt und im solche fründlichkcii fürgeschlagcn, daß sich ein crsamer Nat der statt Basel verst'P' der Abt wurd das keinswcgs abgeschlagen haben, und wurd unbillich vom Abt anzogen, daß im von den nutz tröwet oder fürgchaltcn, daß man steur uf das sin in unser statt und gebieten legen wellt, sundcr derwop geredt, er sölt sich gegen dem lcntpriester zno Riehen gnotwillig von wegen unser bitt finden lassen, angest ^ daß er das sin in der statt Basel und zuo Riehen in unser gebiet ligen hetti, das alles von im abgesth^ld ' dol») wir es güctlich haben lassen bliben. Witer so hetti er der Abt darthon, wie im das sin von dem lcutpud ^ zuo Riehen im dorf N. vcrbotten ivar; dem Helten wir nachgefragt und konndcn nit erfaren, daß dein Abt etu'^' weder wenig noch vil, von dem leutpriester verbotten war; so wir aber etwas funden, wellten wir verschafft ha daß das cntschlnchcn war worden, deßhnlbcn uns der Abl abermals des orts nnbillichen verunglimpfte." K. A. V°l-l! Abschl-d^ 2) Im Baslcr Abschied ist nachträglich beigefügt: Es wisse jeder Bote, wie der Gesandte von Basel Herren verantwortet, so daß jederman daran ein gutes Genügen habe. R««. Wem. 1524, K. Februar (Samstag vor Estomihi). Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, p. I4C. Gesandte: Freiburg. Autoil Krummcustoll, Venner. ». Auf die Beschiverde des Priors in dem Gotteshaus la Lance, Karthäuser Ordens, ist solle bei allen Rechten bleiben, die er durch alte Neconnaissancc», Vergabnngs- und Bestätignngsbricse und Besitz erweisen könne. I». Den Herrn von Vanxmarcns lassen beide Städte bei seinem Lehen in der H"' ^ Grandson bleiben, und wenn er etwas anderes an sich gebracht („erfolget") hätte, so soll er das ^ Februar 1524. Zgr> "»d einpfangeii. «. De» Spital zu Milden läßt uiau bei seiueu hergebrachten Nechtsaiucu in der Herrschaft ^ ^audsou bleiben; doch soll er um das „Lob" (Inuäonrium) init dem Coinmissar sich abfinden. «I. Auch dein Gotteshaus Peterlingen ivill man seine Zinse, Gülten und Nutzungen verabfolgen lassen, mit dem Beding das; ^ »Lob und Gült", ivic beide Städte zu thun pflegen, nach der Herrschaft (Grandson) Brauch bezogen werden. ' ^on Glando von Ligerz und die Ansprüche anderer Edcllcnte in der Herrschaft betreffend, so will man den 'wannten bei den vier Mannen ans seinen Gütern zu Bonvillars (unbclästigt) bleiben lassen; wenn aber die- ^ben Güter hätten oder künftig bekämen, welche vormals „Usagia und Bräuche" gegeben, so will man solche ^behalte» haben. In gleicher Weise sind andere Edle zu halten. I Die Zinse und Gülten, die das Hans ^ ^ohann zu Uvonand hat, läßt man demselben wie bisher verabfolgen; jedoch soll der Orden daselbst keinerlei Nulichkxjt nnd Gericht nnd keinen andern Amtmann haben als für den Bezug der Zinse, er zeigte denn mehr ^^'chtslitel) als geschehen ist. A'. Denen von Mngeta (Bngcllcs?) ist der Zins von 3 ans 5 Pfnnd gesteigert; ^itzgen siad die übrige» 5 Pfd., die der Coinmissar gefordert, abgclännt. Ii. 1. Dem Schreiber Galandat hat als Usagien 1 Mäß Korn, V- Mäß Haber und 1 Eapann auferlegt; bekommt er mehr Güter, so soll er ""uthalb wie Andere gehalten werden. 2. Für sein Haus ist ihm ein Backofen vergönnt; wenn aber der ^'»chie Backofen verliehen wird, so hat er zu erwarten, was ihm auferlegt nnd Andern abgezogen werde. ' von Bernhard Armbrostcr geschehene Leihnng des Holzes an die von Bonvillars, sowie die (Festsetzung March gegen den Herrn von St. Martin soll bis ans weitere Untersuchung des Streites verschoben sein, di/ der March zum heiligen Kreuz (Sie Croix) soll der Coinmissar nnd Landvogt fortfahren, " Mten einzuziehen, da der Herzog von Savoyen zwei (verkündete) Tage nicht besucht und'(dadurch) die beiden ^'Me in unbillige Kosten gebracht hat. I. Dem Bogt in Champvent ist geschrieben, er solle die „Wegsame" in Bezirke bessern, damit die „Salzführnng" ihren Gang haben könne. Z" Das Concept der Ausfertigung für den Abt haben die Berner Latein. Missivcn, I!. 136 a. 1524, c. 8. Februnr f. ...Rundreise von fünf zürcherischen Botschaften in den zwölf Orlen, behufs Beantwortung der gegen Zürich Ebenen Wagen. lieber diesen Schritt geben die noch vorhandenen Acten die nothdürstigste Auskunft! l) 1524, 1. Februar (Montag vor Lichtmeß), Zürich. Abordnung von Boten. Nach Bern, Freibnrg ""d Solothur»! M. Heinrich Wälder; Bapt. (Beat?) Effinger. Nach Lnccrn nnd Un«erwaldein M. ^ von Knosen; Hans Ustri. Nach Uri, Schwpz und Zug! M. (Heinrich) Nubli; M. (Johannes) Wegmann. Gtzarus nnd Appenzell! M. (Heinrich) Span; Hans Schönenberg(er). Nach Basel nnd Schaff- lausen: M. (Niklaus) Sctzstab; M. Hans Kambli. A. Zttnch: Rathsbuch e. »n a. ^ 2) ,524, 3. Februar (Mittwoch nach Lichtmeß). Zürich an Lnccrn. Man sehe sich veranlaßt, ans Montag der Herrenfastnacht (8. Februar) früh eine Botschaft i» Lnccrn zn haben, nnd bitte nnn, ans diese Zeit und Gemeinde zn versammeln nnd die Gesandten gutwillig anzuhören. Ct. A.L»«»,: Mission. . ^Instruction: I. Die Boten sollen anzeigen, daß man auf de», letzten Tag zn Lueern, da Zürich in gierigen Zeiten nirgendshin berufen werde, nnd ihm allerlei begegne, durch eine Botschaft folgende (6) habe vortragen lassen: 47 370 Februar 1524. 1. Betreffend den Stnrm zu Wciningcn (27. Januar I,)' Derselbe sei vorgefallen, weil die Bauen, der Meinung gewesen, sie haben das verbriefte und besiegelte Recht, das, bei ihnen niemand gefangen und wcggesühU Vierden solle, bevor an ihrem Gericht mit Recht erkannt worden, daß eine Sache das Males!.; berühre. Aus die hitzige Instruction, die der llntcrvogt von Baden dcßhalb gebracht, habe mau freundliche Antwort geged"> und dann den Schuldigen sofort nachgeforscht^). 2. Bon den Freveln, die zu Stammhcim an Bildern verübt worden, habe man zwar nichts gewußt; dennoch sei man Willens, denselben nachzufragen und sie zu strafen; aber in dem, was das Malefiz berühre, werde den Landvogt ungehindert handeln lassen. 3. Sobald mau von dem Handel in Elggau Nachricht empfangen, habe mau dem Vogt zu Kyburg besohle», den Vorfall an Ort und Stelle zu nntersnchen, nach Frauenfcld zu gehen und die waltende Unruhe (Besorgnis!) abzustellen und beförderlich Bericht zu geben, damit man die Urheber strafen könne. 4. Man vernehme die überall verbreitete Klage, daß Angehörige von Zürich etliche Orte'mit SchmachiuoU"' angetastet haben, nämlich. Die IV Waldsiättc seien nur vier „Knokammen", und wenn die Luccrrrcr auch rechb' Ehrisien werden ivoll(t)cn, so seien sie doch nur Kuhmönler und „Knobengel". Man bednnre diese Verunglimpf"^ höchlich, da man wohl einsehe, daß die Bünde schlecht gehalten würden, wenn man solche Reden ungestraft lief! daher habe man, sobald man davon gehört, an Luccrn und Untcrivaldcn geschrieben und um nähere Angab"' gebeten. Lucern habe geantwortet, die Sache werde ans den nächsten Tag gebracht und mit andern Sachen die Abschiede gesetzt werden, aber niemand angezeigt. Untcrivaldcn schreibe „der knokammcii halb, daß sölichs i» guoter gescllschaft syc gercdt, und hnbint (den), der es gcthon Hab, für ein redlichen gnotcn Eidgnosscn, >">b wenn er l») inen wäre, wurde im nüt arg(s) zuogcsuocht"; es nenne auch niemand und begehre, daß ma» d->6 rnhen lasse. Hienach glaube man, der erhobene Vorwnrf, daß man so unbillige Reden gerne habe, sei unbcgrüudeb 5. Da man höre, daß etliche Orte des Willens gewesen seien, Zürich mit Krieg zu überziehen, so crüM"' man an die Bünde; haben die Eidgenossen etwelche Beschwerde, so mögen sie solche eröffnen, und könnte n>a" sich dann nicht verantworten, so erbiete man sich zum Rechten, wobei man zu bleiben hoffe. «. Da auf beiden Seiten allerlei Reden gebraucht werden, welche Unruhe und Widerwillen stiften, so möstf man bitten, solches abzustellen, und wenn das nicht völlig gelänge, so mögen die Andern doch keine» Gim'b"' darauf setzen, sondern jcweileu über solche Dinge einander berichten, damit die Wahrheit gefunden und Wohlfahrt gefördert würde. II. Die heimgekehrten Boten haben dann berichtet, wie sie diese Anliegen vorgetragen und von den Orten die Antwort erhalten, sie wollen diese und acht oder neun andere Artikel heimbringen und sich nächst"'" weiter erklären. Hierauf habe man für gut erachtet, jedes einzelne Ort davon in Kenntniß zu setzen und folg"' Artikel beizufügen: 7. (l) Man nehme wahr, daß die Zürcher vielfach geschmäht werden, sie seien Ketzer, keine rechten Ehnst"' Darauf sei zu sagen, daß man die heilige göttliche Schrift predigen lasse; daß solche nicht recht verstanden ">' angenommen werde, bednnre niemand mehr als die Obrigkeit; die Urheber einiger ungeschickter Händel Hude von Stadt und Land verwiesen oder einige Wochen im Thurm behalten oder sonst gestraft; es werde iibng"'" manches schlimmer dargestellt, als es wirklich sei. (2) „Sodann . . . lange uns an, daß man von uns sage und sürgebc, wir shgint bäpstisch und keifst^ hnugind denen an, habiud mit denselbigcn sonder püntnuß, nnd gebint uns dieselben Pension und gelt; dcßg>'^ söllind wir in etlichen orten dargcgen sin. Wir habint ussert nnscr Eidgnoschaft etliche stett crsuocht, »f ^ getrüw ufscchcn zc haben, snochint und machind uns also einen nnhnng und schirm wider ein Eidgnoschof alles schlcchtlich crdicht und erlogen sig, und wer das von uns rede, der thüegc uns »»recht und sage >f warhcit. Wir habint schlcchtlich mit dein Kciser dhein ander vereinignng dann die erbeinigung und si"'st ) werden hier nur die im Abschied 27. Jan. (b—i) übergangenen Momente aufgenommen; der wie geioöb' mangelhafte Abschiedtert erhält dadurch immerhin einige wesentliche Ergänzungen. Februar 1524. 371 uicinans weder püntnnß, burgrecht nach verhcngnnß (sie), anders dann wie all Eidgnosscn affcnlich und von uns wol müssend; wir bcgärind auch »üt niiws zuo machen, sunder begerend wir, daß unser gcschwarnen pünd und das, so unser altvordern mit der hilf gotts gemacht und überkommen Hand, werd gehalten, und frömder Herren, >rer vcrcinnngen und fachen werde mücßig gangen. Dcßglichcn habint wir onch dhein andre Pension oder snnst gelt genuiner unser statt, dann das vercinunggelt von dem hus Oesttrrich und dem Herzogen von Safoy, wie ander Eidgnosscn, dcßglichcn das fridgelt vom Franzosen, »nd vcrschwerint alle halbe jnr Pensionen, mieten, gaben und scheukcncn (von) sondern Personen, (und) wo wir wüßtind, daß jcmands sölichs nit hielt, wnrdint wir dcn- Iclben strafen nach lut der sahung und sins überfarens." S. (3) Dein Vogt zu Kyburg sei Befehl gegeben, den Wirth zu Töß, der eingeklagten Reden wegen, Lnccrn betreffend, zu verhaften; sobald das geschehen, werde man Lucern benachrichtigen, damit es ihn beklagen könne, zc. lv. (4) Die früher der Botschaft von den zwölf Orten versprochene Antwort der französischen Vereinung und anderer Dinge halb habe man der unruhigen Zeitumstände wegen in bester Meinung zu geben verschoben; sobald ober ein oder mehrere Orte dieselbe begehren, sei man verfaßt, he beförderlich abzugeben. Bitte, diese Botschaftsendung zu entschuldigen, u. s. w. Nachschrift zu 1). Die von Weiningen bitten, ihnen die Verleumder anzuzeigen, da die Ehrbarkeit von den >h»cn zur Last gelegteu Händeln nichts wissen und keine Schuld daran haben wolle, w. SU A. Lucern: A. Rellgimiöhändcl. --K. A. Basel: Abschiede. — K. Bibl. Frciburg: Girard. Samml. I.tXV (1,,'S I. will verseht). K. A. Sololhurn: Abschiede, Bd. XVIIl sin's I. lbSO verseht). 4) 1524, g. Februar (hl. Fastnacht Tag), Frciburg. Der Botschaft von Zürich wird anf die vorgetragene Instruction zur Antwort gegeben, der Handel berühre nicht Frciburg allein; anf den gestern verhörten Abschied und ihren (heute vor den Bürgern eröffneten) Vortrag habe man den diesseitigen Boten befohlen, mit andern b-'dgeuosscu zu handeln und zu antworten, was zu Frieden und Ruhe dienen möge. K.A. Frciburg: Rath,buch Nr. «l. t «8. Lucern. 1524, 16. Februar f. (Dienstag nach Jnvoeavit). TtenitSurrlttv vuccr» : Allgemcim Abschiede, 0. 2. kol. bll. SlaaiSarcliiu Bern: Mg. eidg. Abschiebe, rv. p. IS2. X. p. Il>. 6"»»>ii,sa,.chw Basel! Abschiede, t. s«. KantonSavchiv Arcibnrg: Abschiede, Bd. bs. KalieoiiSarchiv Dchaffhanse»! Abschiede. ^ Tesaudtc: Bern. (Sebastian von Meßbach). Basel. (Heinrich Meltinger; Caspar Koch). Freiburg, ^linmann; Ulrich Schnemli). Appenzell. (Bartholomäus Bereumcger). — (Die übrigen nicht besännt). Der Landvogt im Thurgau hat das Urtheil des Landgerichts über Wyßhans Marti von Sulgen cin- '"aii aber schimpflich und ungeziemend befindet, indem derselbe nur 100 Gl. rhein. an den Landvogt k! ""l fü"f Meilen (Entfcrnnng) außer der Eidgenossenschaft schwören und nie mehr zurückkehren, dazu keine andere Waffe tragen, als ein abgebrochenes Messer, und falls er die 100 Gl. nicht zahlen hält' übrigen Strafe bleiben soll. Da man aber genugsam weiß, daß er weder Frieden noch Eid kc ' ^ der Landvogt beauftragt, denselben gefangen nach Lucern zu senden; anf dem nächsten Tag soll dann ^ son^^ ^rdcn, was man weiter mit ihm vornehmen wolle. I». Dem Vogt zu Sargans hat man geschrieben, p>idp ^ ^n Nbt von Pfäfers vermögen, dem Herrn von Tobel, Decan in Zurzach, seine Pension zu bezahlen; dürfte der Decan dessen Eigenthnm zu Rappcrswyl und anderswo angreifen, e. 1. Die von dortigen Vogt verwenden sich schriftlich für Morcsin und Morcll, daß man sie bei ihren Aeintern ">ähle" f>at aber den letzten Beschluß bestätigt und nochmals befohlen, Andere an deren Statt zu In Betreff der Lauiser Münze wird auf das Begehren, daß man einen Probiercr schicke, verordnet: 872 Februar 1524, Wenn sie das Silber und das Geräth beisammen haben, so soll Lucern einen Probierer geben; falls dort eM solcher nicht zu finden wäre, Bern oder Basel; sie dürfen keine andere Münze schlagen als (1,) Kronen, die a" Gold und Gewicht den französischen gleich kommen; (2.) dicke Aaparte mit. dem Korn derjenigen von Bern ode> St, Gallen; (3,) Batzen, Halbbatzen, Schillinge und Kreuzer, die der eidgenössischen Münze gleichförmig s»'^ aber keine „nickart oder katrin"; wollen sie aber Pfenninge schlagen, so sollen diese wie unsere Angster ftu" «H. Der Streit der Kommunen Lauis und Lnggarus, des Salzes und der Fache halb, gegen die von BelteNZ wird auf die nächste Jahrrechnnng verschoben; inzwischen sollen letztere, wie sie sich erboten, der Gegenpartei zukommen lassen, und niemand gegen den andern etwas Feindseliges beginnen, v. Obschon Basel für de» Pfaffen von Riehen eine Bitte gethan, hat man doch dem Abt von Wettingen anheimgestellt, denselben von de> Pfründe zu entfernen, und Basel ersucht, ihn daran nicht zu hindern, Der Bischof, von Konstanz dift (neuerdings) das Gesuch vortragen, daß man ihm behülslich sei, die lutherischen Pfaffen und Andere zu straft"' indem der Ungehorsam immer mehr überhand nehme. — Antwort, die Eidgenossen wollen nicht dazu beitragt daß seine Obrigkeit Abbruch leide; es wolle uns aber bedünkcn, er sei bisweilen „zu viel gnädig" und st''^' die ihm zugeschickten Priester nicht nach ihrem Verdienen, sondern mehr „in (den) Seckel" als am Leibe; dal"' bitte und warne man ihn, der Sache sich mehr anzunehmen; geschähe das aber nicht, so wäre man gcnothi^ die „ungeschickten" Priester selbst nach Verdienen zu strafen. K. Auf die Nachricht, daß einige Bauern in d»' Aemtern im Aargau, bei Muri und in der Umgegend, nach dem Beispiel des Vogtes Fleisch „fressen", hat ein offenes Mandat an alle Kirchhören und Untervögte erlassen, daß sie, ohne Rücksicht auf den Obcrvogtz ^ Fühlbaren anzeigen und nöthigcnfalls verhaften sollen, damit sie bestraft werden. I». Heimzubringen die aus dich'" Tag gethane Aeußerung des (Boten) Beremveger von Appenzell, der lutherische Handel müsse sich ausbreiten, " wo man es wehren oder strafen wollte, würde der gemeine Mann, namentlich die Nheinthaler und die Thnrg"^ sich verbünden und das mit Gewalt durchsetzen. Heimzubringen, was man ihm darum „kramen" wolle, ! - dem letzten Tag ist in dem Span zwischen Hans Caspar von Bnbenhofen und denen von Nothwcil erkannt nw>d»'' die letztern sollen auf diesen Tag eine Botschaft senden, um einen gütlichen Ausgleich zu versuchen oder sie einander an ein unparteiisches Recht zu weisen. Nun haben Jene eine schriftliche Antwort geschickt des J"l>a ^ sie wollen sich mit der Urfehde des von Bnbenhofen behclfen und den Handel nirgends sonst als vor dein gericht zu Nothwcil entscheiden lassen. Nothwcil wird aber nochmals aufgefordert, auf dem nächsten 4»!l s erscheinen; denn man tonne den Bnbenhofen auf sei» Anrufen nicht rechtlos lassen. Ii.» Frcibnrg schlägt ! ' de» verrätherischen Pfaffen dem Bischof von Lausanne zu übergeben; da er aber neuerdings ein „Schelmen! begangen, indem er nach Nom geschrieben und dabei Gott gelobt, daß die eidgenössische!? Knechte nmgckm" ^ so hat man Freibnrg beföhlen, denselben nicht dem Bischof zu schicken, da dieser ihm doch nichts thue, ihn selber nach Verdienen zu strafen oder nach Baden zu senden. I. Basel klagt über die Kurtisanen, d» Bullen ans Rom kommen und Pfründen anfallen, und bittet um Rath. Antwort: Es sei der Eidgenossen Bs' ^ solchen Kurtisanen die Bullen an den Hals zu hängen und sie „zu investiren unter einem Locken ^'"t! ^ in. Das Gesuch eines Kaufmanns von Bergamo um Geleit ist heimzubringen und auf dem nächste» beantworten, n. Die französischen Boten bringen schriftlich und mündlich vor, der Bischof von Genf sei ^ jenscit des Gebirges, was befürchten lasse, daß er nichts Gutes betreibe. Darüber wird bemerkt, der HeeZ"b Savoyen habe ihn zu entschuldigen versucht, während er selbst eine Botschaft aus Mailand an seinem H"st ' ivas auch nichts Gutes bedeute. Da man ihm deßhatb schon zweimal („zmürcn") geschrieben, so scheint bedc" ^ es nochmals zu thnn; dagegen ist heimzubringen, wie man sich weiter gegen Savopen benehme» ivolle. ^ lich 376 Februar 1524. Februar 1524. ^ö»ig von Frankreich dankt schriftlich für den bewilligten Aufschub und verspricht, sowohl die Pensionen als die ''sprachen seinerzeit treulich auszurichten. 2. Bern soll die Ansprecher von Greycrs und Saunen >'c., die nicht ^lide April warten („beiten") wollen, zur Ruhe weisen, l». Der Landvogt von Baden berichtet, er habe zu ' Mg»a» Einen in, Gcfängniß, der sich in dem lutherischen Handel vergangen, und übergibt jedem Boten eine °pie der aufgenommenen Kundschaft. Deschalb ergeht ein Schreiben au Bogt und Rath zu Klingnan mit " Weisung, den Gefangenen dem Landvogt znznfertigen, weil dessen Verfehlung das Malesiz berühre. ^Heimzu "»gen. Die von Schaffhansen erklären schriftlich: Sie können nicht crmessen, daß es in ihrer Besngniß "N, die Zürcher oder andere Eidgenossen von einem Glauben zu drängen, mit dem sie meinen, ihrer Seele Heil " schaffen; darum haben sie auch keine Boten mit den übrigen Orten schicken wollen. Daraus ist zu merken, sie glei^ Christen sind, ivic die Zürcher. Heimzubringen, ob man init ihnen auch etwas „reden" ivolle. ' Da ein Tag nach Francnfcld auf Lätarc <6, März) angesetzt worden, so bringen die drei Orte Bern, "eibnrg und Solothurn vor, daß sie, wenn sie dahin kommen sollen, auch bei allen Nechnnngcn und Geschäften "" möchte,,. Heimzubringen, da man hiczu keine Vollmacht hat. Auf diesem Tage wird beschlossen, es stech ^ ^ Seinen, die von Mailand aus dem Feld ohne Urlaub heimkehren, nach seinem Gntfinden k. 1524, 8. Februar. Ludwig von Meßbach, Landvogt zn Lauis, an die eidg. Boten in Lucern (vorerst ' w'i und Lucern zn lesen). In dieser Stunde habe ein glaubwürdiger Mann, der von Mailand komme, ihm "'!Wigt, daß des Herzogs Heer am letzten Samstag von Mailand gegen „Marian" und Lodi aufgebrochen sei; "'» es sich ,^itc,. wenden ,verde, lasse sich gar nicht erkennen, auch nicht begreifen, daß es des Königs Macht ^."Weifen wagen sollte, es wäre denn durch einen Ucberfall, Nun habe er den Hauptleutcn, welche Knechte ""»führen, gerathen, ihren Weg über die Tresa gegen Galla raste) hin zu nehmen; er lasse auch hier und zu "Sgaris 2—400 Büchscnschützen ausheben, um die Knechte zu decken, und habe ins Lager geschrieben, damit "Aben sei,, Ha„fe) entgegengeschickt werde. Er könne nicht bemerken, daß der Papst noch Truppen da (bei 'Herzog) Hage; dagegen seien 5—6000 Fnßknechtc gekommen, die laut der Sage von den Gennesern bezahlt andere Zuzüge sollen die Florentiner und Sieneser bezahlen. Ferner gehe zu Mailand die Sage, der ."z°!l von Bonrbon sei nach Pavia gekommen mit ctivas Fußvolk; seinen Plan, von Genua nach Spanien zu . habe der Kaiser (ab)gewendet und (?) dem Herzog von Mailand zugeschickt. Genaueres werde der ans- llckte Späher bringen. S>. A. euc-m-Misswc». A " 1524, 12. Februar (Freitag vor Jnvocavit). Joachim von Nappenstein zn Wellenberg an die eidg. ^ fch»ften in Lncern. Antwort ans ihre Zuschrift betreffend seinen Rechtshandcl mit Hans von Landenberg, vcrlx""^ 'hui gesetzten Tag gern besuchen; sei aber durch einen Brnderssohn des Genannten an seinem Leibe dic/°^ "^'dcn, sodaß er nicht so bald erscheinen könne, was sein Gegner wohl ,Visse, ?c. Darauf bitte er, >voe."^ Sache nichts zu handeln und die verkündete Frist zu verlängern, damit er sich persönlich verant- Möge, zx. St. A. Lucmn MWveu. 1-1-Februar (alte Fastnacht). Niklans Mnheim, Landvogt im Thnrgan, an die eidg. Boten in Teelilm ^ ^'"'l>ee von Constanz, des Namens Labhart, habe vor ctiva 15 Jahren eine Thurganerin beu Vermögen an sich gezogen und Kinder bekommen; nun werde das .ererbte Gut, das wohl 800 Gl. >verd'^' »»d >mch Eonstnnz genommen; der Abzug, den er als Landvogt mehrmals davon gefordert, Ha»h was er hiemit anzeigen wolle, um Bescheid und Rath zn empfangen. 2. Des lutherischen halb habe er dem ihm zu Lncern erthcillen Befehl gemäß einige Artikel verfaßt und in den Kirchen 374 Februar 1524. verkünde» lassen, worin er Jedermann warne, sich des lutherischen Wesens nicht anzunehmen; damit das aber desto mehr wirkte, möchte er rathen, daß luthersche Bücher, ob sie sich bei Geistlichen oder Weltlichen finde», beseitigt und verboten würden, und daß man ihm deßhalb entsprechende Befehle gäbe. St. sc «»«m: Missim»- 1524, 13. Februar (der alten Fastnacht Abend). Hans Zogcr, Commissarius zu Lnggaris, an die Bote» gemeiner Eidgenossen in Lucern. Bericht über den ihm letzthin gegebenen Auftrag, einen Span zwischen M>ch^ von Piano samt seiner Frau und ihrer Gegenpartei zu vergleichen; da letztere sich nicht habe fügen wolle», bitte er, den Erstem zu ihrem Recht zu verhelfen, und zwar mit den geringsten Kosten. Et. sc Lucem: MW»-». <» ans dem Berner Abschied, dem dagegen > fehlt, ivic dem Freiburgcr (und ocrmuthlich auch dem Svü' thurner). Dem Basler mangeln I», K, i, dem Schasfhanser I», «I, <>, !>', ,, «. Zu l. Beiläufig ivollen wir an das zweite Mandat des Bischofs von Constanz, dd. 9. Januar 1^' erinnern, das sich gedruckt im Staatsarchiv Zürich (Acten Bischof Constanz) befindet. Zu sx. Den Wortlaut des Mandats, von Lncern, Schwyz, Untcrwalden, Ztig und Glarus erlasseir »»b' deni Datum Samstag nach der alten Fastnacht (20. Febr.), hat ausfallcndcrweise die Basler AbschiedesanwüMl Zu l. 1524, 15. Februar (Montag nach Jnvocavit). Rothwcil an die Boten gemeiner Eidgenossen in Lm'">»' Antivort nitf ihre Zuschrift betreffend Hs. Caspar von Bnbenhofcn: Man gedenke bei der letzthin vorgebrach s Elttschuldigung und Protestation zu bleiben, dem Genannten, seiner Urfehde gemäß, zum Recht zu stehen, sich » ' sonst in keinerlei Proceß oder gütliche Handlung einzulassen, in der Hoffnung, daß die Eidgenosse» nicht »»t fordern und einem Manne, der die ihm bewiesenen Wohlthaten so gar vergessen, keinen Glauben schenken werde», - St. A. Lucern: Miss«"' . Zu I. Im Basler Exemplar ist von gleicher Hand, aber mit blässerer Tinte, ans den: Rande nachgebt „Es sig in des Bapsts manot oder in andern manoten." Zu <», 1. (1524), 9. Februar, Blois. K.Franz I. an die eidg. Botschaften in Lucern. Antivort »»^ Schreiben dd. 2. d. M. aus Lncern, und Dank für den bis Ende April bewilligten Aufschub für die der fälligen Pensionen ?c. Er sehe darin einen Beweis ihrer Freundschaft, den er in steter Gedächtniß ha^ wolle. Betreffend die Werbungen des Admirals und des Marschalls von Montmorencp, als der Heeres in Italien, um Verstärkung durch eidg. Knechte, vernehme er dankbar, daß die 0000 Mann ben» worden, damit man dem Feinde immer gewachsen sein möge. Ihrem Rathe, gute Anstalt zu treffen, um » sicher zu sein, werde er Folge leisten, da er ihren Nutzen so wohl im Auge behalte wie seinen eigenen, verdanke auch die Schreiben an den Papst und die Venetiancr, da sie denselben zu rechter Zeit beweisen, in >» ^ Freundschaft und Allianz die Eidgenossen mit dem König stehen. Dem Grafen Bouriomc (Borromco?), d'" empfohlen, mögen sie rathen, seinen Diener, einen Doctor, herzuschicken; man werde ihn wohl empfang"»' ' St. N. Lucecu: Missivcn d. frz. Könige Zu l», 2. 1524, 17. Februar. Bern an den französischen Gesandten Voisrigault. Lorenz seine Mithaften von Saanen, Greyerz sc. dringen der immer noch nicht bezahlten Soldrückstände '»"3"», Abhaltung des festgesetzten Ncchtstages in Payerne (22. d. M.). Obwohl man dem König zu Gefallen die ^ gern bis zur Rückkehr General Morclet's aufgeschoben hätte, wollen die Ansprecher davon nichts mehr drohen, sich durch Angriffe auf die Güter der Hauptlente selbst zu helfen; daher stelle man nun das Gesuch, "»^ sie zu befriedigen oder Anstalt zu treffen, daß das vertragsmäßige Recht von Statten gehe, sc. ^ St. A. Bern: Latein. Missivcn, w" Zu l». Hieher gehören folgende Acten: 1) 1524, 16. Februar (Dienstag nach der alten Fastnacht). Vogt und Rath zu Klingnau an Zürich' ^'^chts auf die Anfrage, warum Klaus Hottnrger im Gefängniß gehalten werde. Man wisse über dessen That »och Genaues; der Landvogt zu Baden habe dessen Verhaftung ausgewirkt wegen Mißthaten, die derselbe in de» schaft begangen habe; es sei aber die Sache vor gemeine Eidgenossen gewiesen; für das, was H- »» in Zürich gefrevelt, sei er nicht gefangen. St. sc Zürich: A. Kling»""' Februar 1524. 375 2) 1524, 18. Februar (Donstag nach Jnvocavit). Zürich an die eidg. Boten in Lucern. Die Verwandten des zu Klingnau gefangenen Niklaus Hottinger haben heute um schriftliche Verwendung für seine Lcdigung gebeten. Da man von dessen Verfehlung gar nichts wisse, als was er hier an einein Crucifir begangen, wofür er sechs Wochen in Haft gelegen und ans zivei Jahre von Stadt und Land verwiesen worden, so bitte man, sofern er nichts anderes verbrochen hätte, ihn ohne weitere Strafe lcdig zu lassen ... St. A. Lucern: Missw-n. — St. A. Bern: Abschi-dc, V. p. IV2. — K. A. Kmburg: Abschi-de, Bd. Sti. — K. A. Schasshausc»: Abschiede. 3) Kundschaften über Niklaus Hottingcr: 1. Vor Junker Hans Grcbel, Vogt zu Klingnnu, Heinrich Fleckcnstcin von Luccrn, Lnndvogl zu Baden, und 'Mdern ehrbaren Leuten bezeugt Hans, der Wirth zum Engel in Znrzach, bei geschwornen Eiden, es sei der Schuhmacher Hottingcr (von Zürich) in seilt Hans gekommen und habe da mit Andern gegessen und getrunken, "nt ihnen über „allerlei Läufe" geredet und dabei sich geäußert, daß die Geistlichen bis anhin die Schrift „eben schlcchtlich" ausgelegt haben; die Messe „brauchen" sie nicht, wie Christus sie aufgesetzt, indem sie viel und mehr dazu V'than als sich gebühre; dabei habe er „gepredigt", daß wir unsere Bitte, Hoffnung und Trost allein aus Gotl setzen sollen und sonst auf Niemand, nebst andern Meinungen, die er als Wirth nicht alle habe behalten könne», weil er während dieser Reden Wein und Brot zugetragen; den Einen habe es wohl gefallen, den Andern übel. 2. Der Schuhmacher Schutz gibt an, er habe in letzter Zeit in dem Wirthshnns zu Schneisingen gearbeitet, wohin auch Hottinger gekommen und mit den Gästen gezecht und geplaudert habe; auf die Frage, was für einen "eucn Glanben eigentlich die Priester zu Zürich predigen, habe er geantwortet: Die lautere heilige Schrift; ihre Reden bewähren sie aus dem Evangelium, und zwar, daß in der Messe die größte Gotteslästerung „gebraucht" werde, die je erhört worden; sie sei auch kein Opfer, wie die „sehlechten Priester" sagen, da Christus Einmal aller chnstglänbigen Menschen wegen sich aufgeopfert und dadurch sie von ihren Sünden erlöst habe; das andere sei ""Betrug; darum wolle er (Hottingcr) daS Saerament nicht mehr anders empfangen, als wie die „verständigen achten Priester" es genießen, und wie Gott dasselbe am letzten Nachtmahl eingesetzt. Was die Bilder betreffe, s° verbiete sie Gott in der Schrift; darüber habe dann Hottinger ans einem oder zwei Büchlein, die er bei sich betrage», den Leuten vorgelesen und manches andere dazu gesagt; wider den Rath des Zeugen sei er nach Znrzach begangen, um dort auch zu predigen. 3. Klüuc von An deponirt, der Hottingcr sei in das Haus des Wollcnwebers Simprecht gegangen und habe Resen gefragt, ob er auch unter dem Prior von Lcnggern sei; ans bejahende Antwort habe Hottinger gesprochen, wenn derselbe mehr predige als das Evangelium, so sei er ein Seclcnmörder und ketzerischer Prediger, und nach cnicr weiter» Frage, das Opfer sei Narrenwerk; und da Kläue dennoch erklärt, daß er die vier Opfer geben werde, ' Hobe jener erwidert, es sei das wider Gott; er wolle ihm für alles, was er geredet, „stillstem". 4. Frau Krenkcrin bringt vor, daß Hottingcr, da sie ihre» Glauben an die Heiligen bezeugt, zu ihr gesagt, dann sei sie böser als eine Hure, eine Götzenhnrc, und noch andere ketzerische Dinge gepredigt habe. 5- Das Obige wird von Kleinhans Krenker bestätigt; weiter weiß er nichts anzugeben. St. A. Luc«»: Allg. Abschiede, »>» man beschlossen, eine Botschaft nach Zürich zu schicken zc. Nun zeige sich, daß die Eidgenossen „gleichmündig und einhellig" seien ohne Schaffhauscn und Bern, nämlich bei dem alten ererbten Christenglauben zu beharren »std mit Zürich darüber freundlich zu reden und es zum höchsten und ernstlichsten zu ermahnen, sich in solchen Händel» den andern Orten gleichförmig zu halten und nicht „im widerspil ze liggcn," zc. Man finde daher die Jnstructw» von Schaffhausen, resp. Bern, befremdlich, indem man doch nichts anders vorhabe, als was zu Frieden und Einigke" diene. Deßhalb begehre man nochmals des ernstlichsten, daß sich Sch. (B.) nicht absöndcre, sondern ohne VerM einen (zweiten) Boten zu solcher Handlung verordne oder dem ersten Vollmacht gebe, in der Sache nach Nothdmst handeln zu helfen. Begehren schleuniger Antwort. St. A. Bern: A. Kirchl. Angeleg-»h. — K. A. Schaffhausen: Corr. 4) 1524, 22. Februar (Montag nach Reminiscere), Lucern. Die Boten gemeiner Eidgenossenschaft ersucht Zürich, auf den nächsten Donstag Morgens frühe kleine und große Räthe zu versammeln, mit denen sie ,,cb»»» Ned halten" wollen. St. A. Zürich: A. ReligionSsachen. 5) 1524, 21. Februar (Neminisccre). Entwurf des Vortrags der cidg. Votschaft au Zürich- 1. Sie entbieten ihren getreuen lieben Eidgenossen von Zürich ihren Gruß und freundliche Dienste zc. Sch»" seit einigen Jahren haben sich leider viele seltsame, unerhörte, unruhige Händel zugetragen, die von Tag Z» ^ weiter greifen, indem besonders die Einigkeit des Christenglaubens, der durch die Gnade Gottes und die Eingeb»»ä des heil. Geistes von vielen heiligen, hochgelehrten Vätern und Lehrern nach und nach mit viel Erfahrung zusa»»»»" gefaßt und zur Einheit gebracht worden, jetzt durch etliche frevle Menschen zcrtheilt und zerrüttet werde, wie >»»" täglich au vielen leichtfertigen Handlungen spüren könne. Wiewohl es lange schon nkthig gewesen wäre, in die F»»' stapfen der Altvordern zu treten und sich zu vereinbaren, um solche Neuerungen abzustellen und vor allen Di»lst" die Ehre Gottes, der Jungfrau Marin, der lieben Heiligen und Engel zu retten und aufrecht zu halten, h"^ man, bei dem Anblick der zunehmenden Gefahr, sich endlich (doch) entschlossen, mit Zürich, als dein Herde »^ der Pflanzschnle dieser Zwietracht und Irrung, eine Unterredung zu halten, damit den großen Mißhändeln, >uis solchem lutherischen Glauben erwachsen, und dem Unwillen und Haß, wozu sie führen würden, vorgebe - und die Eidgenossenschaft nicht ins Verderben geführt werde. Sie bitten daher Zürich, diesen Vortrag >u ist Meinung aufzunehmen, da die Roth sie dazu getrieben; dazu werden sie nun etliche Artikel vorlegen zum Bewe >' ivas für gute Früchte der neue Glaube bringe. 2. ES sei noch in guter Gcdächtniß, was zu Weiningen geschehen, Ivo die hohen Gerichte zu der Grafs^ Baden gehören. Als nämlich der Landvogt, erhaltenem Befehle gemäß, einige böse Ucbelthäter habe gcsä»K! einziehen wollen, haben die von Weiningen einen Sturm angeschlagen, der beinahe bis nach Zürich gegange»' ^ mit Harnisch und Geschütz ausgerüstet und versammelt, als ob ein Feind anrückte, sodaß der Landvogt, seine Befehle hätte vollziehen wollen, genöthigt worden wäre nachzugeben; durch solche frevelhafte Empörung nun die Eidgenossen an ihrer hohen Obrigkeit beeinträchtigt und verachtet worden; sie können aber nicht daß die nieder» Gerichte befugt seien, zu entscheiden, was malcfizifch sei oder nicht, wie von „etlichen" ^ Herren, aller Vernunft und dem Landesrecht zuwider, behauptet werden wolle, sonst könnte ja jeder Dieb, N oder andere Verbrecher gewarnt werden und entrinnen. Zürich, deßhalb zur Rede gestellt, habe sich entschuldigst dieser Aufruhr ohne Wissen und Gunst der Obern entstanden, und man habe seine Erklärung gütlich angen»»'"".^ die nächstfolgenden Handlungen haben dann aber den Eidgenossen den Verdacht aufgedrängt, daß etwas andere-' Februar 1524. 377 den Bauern stecke; denn als neulich zu Weiningen einige Häuser niedergebrannt, haben sich die Bauern in großer Zahl zusauuncngcrottet, mit Harnisch und Geschütz versehen und eine Ordnung angenommen, olsob es zur Schlacht ginge; es sei doch wohl etwas Unerhörtes, daß man das Feuer mit spießen und Harnischen löschen wolle; cs müssen also diese Leute etwas Anderes im Sinne gehabt haben, was ohne Zweifel wider die Bünde wäre. ll. Ebenso schmählich sei der Vorfall zu Stammhcinr im Thurgan, wo Einige ^dasErucisir in Stücke llchaucn mit den Worten: Bist du Gott, so wirst du bluten; Ivo junge Knaben, vom Schulmeister und etlichen Andern aufgewiegelt, die Bilder, die von Zinn oder Eisen gewesen, mit Steinen beworfen, da sie dieselben nicht Zerstören konnten. Solche Handlungen, die auch anderwärts vielfach vorgehen, gereichen zur Verachtung Gottes, seiner würdigen Mutter und der lieben Heiligen und seien erbärmlich zu hören; es sei doch kein Ort oder Dorf >" der Eidgenossenschaft so schlecht, welches dulden würde, daß man sei» Zeichen oder Schild verachtete. 4. Zu Elggau (Elgg) habe Einer „ganz grob» lutherisch gepredigt, und als ein guter alter Priester etwas dagegen eingewendet, habe letzterer sich in die Grafschaft Thurgan flüchten müssen, und mich da werde er gewarnt, '"an könnte ihn gefangen nehmen und »ach Zürich führen, wiewohl die Obrigkeit daselbst den Eidgenosse» (uns) ""d gar nicht Zürich (allein) gehöre. 5. Zürich wisse aus der Kundschaft, welche Lucern bei geschwornen Eiden aufgenommen, was der Wirlh zu Töß geredet, wie ».an die Kuhmänlcr und Knhschwänzc -c. den rechten Christenglauben lehren müsse. Solches k'anke sie nicht wenig; denn ihre Väter und sie seien wahrlich bessere Christen nnd haben eher den wahren Glauben, "'s jener leichtfertige Mann, und werden es, so Gott will, auch ferner bleiben. Darum vertrauende denen von Zürich, sie werden diesen Mann, der die Eidgenossen nicht nur am „Zeitlichen», sondern an Seele und Leib tzrschmäht, nach Verdienen strafen, damit weiteres Acrgerniß verhütet ivcrde. 6. Schon auf mehreren Tagen habe das Kloster Engelberg geklagt, daß die von Küsnncht an. Zürchcrsee sich weigern, dem Kloster ferner den kleinen Zehnten zu entrichten und darum Recht n»zu»eh»>en, waS vermuthlich "an dem lutherischen Predigen des Commenthurs (Konrad Schund) herrühre. Sollte es aber dazu kommen, daß jeder nach seinem Willen thäte »nd dem Andern daS Seine vorenthielte, wozu wären denn göttliche und inenschlichc Satzungen und Rechte „erdacht und geordnet»? Da wäre cs doch besser in der Türkei zu wohnen, als bei solchen Christen. Zürich werde deßhnlb freundlich gebeten, die Küsnachter anzuhalten, ihre Pflicht gegen das Gotteshaus ^"gclberg zu erfüllen. 7- Es werde geklagt, wie die Unterthanen mit de». Schaffner zu Wädcnswrst nnd Richters.".,, so gröblich ""'fahre,,, in gesammelter Gcmcindc abge.nehrt (was ?), das Seine zerschlagen und soviel Frevel und Mnthw.Ucn ""'übt, daß er seines LcibeS und Lebens samt Weib und Kindern nnd Verwandten nicht sicher gewesen und das Schloß nicht mehr habe verlassen dürfen. Zudem haben sie sich mit Eiden (gegen die Herrschaft) verbunden, was Alles in der Eidgenossenschaft fast unerhört sei; darüber werden Schir»)z und Zug noch mehr berichten tonnen. 8. Der jetzige Vogt in den freien Aen.ter» im Aargau, ein Zürcher, befasse sich zu viel mit der lutherischen Ncuernng; wen./er dahin komme, »m zu richten (Gerichtstage zu halten), bringe er Büchlein m.t und predige d"" gemeinen Mann daraus; dadurch sei das Volk in solche gottlose Leichtfertigkeit gebracht worden, daß Em.ge '» der Fasten Fleisch und Anderes essen, was die Kirche verbiete., Darum haben die fünf Orte, die an dieser ^ogter ""ch Thcil haben, ein offenes Mandat an alle Kirchhören ergehen und durch die Untcrvogte und Werbet überall ""'künden lassen, daß sie solches nicht dulde», sondern abstellen und strafen wollen. Demgemäß werde Zürich "'"'"Hut, mit dem Vogt zu verschaffen, daß er thuc, ivas einen' Vogte zustehe; denn er sei der andern Orte k'wcht und Vogt ebenso wohl als derjenige Zürich's. l). Uebrigens sei es nicht möglich und auch nicht nolhwcndig, alles aufzuzählen, was der Art täglich vorgehe. M»» habe sich überzeugen müsse», daß alle diese unerhörten gottlosen Händel in Stadt und Land der lieben Ak>ge»ossta von Zürich herrühre von Zwingli samt Leo Jud und andern sniester» und Anhängern, welche ^"ttes Wort, das zu Friede und Einigkeit dienen sollte, nach ihrem Gefallen so predigen und auslegen, daß '""er Zwietracht, Haß und Zerstörung christlicher Treue und Liebe gepflanzt werde ; obwohl man nicht eigentlich '"'ff«, was sie, und besonders Zwingli, predigen, so spüre man doch täglich die bösen Früchte davon. - 48 378 Februar 1524. 10. Man könne indessen nicht verschweigen, daß glaubwürdige Personen zu Tagen berichtet haben, wie Zwingt unter Anderm gepredigt! „Die Eidgenossen verkaufen das christliche Blut und essen das christliche Fleisch", """ ihre Ehre und Seele berühre, soda^ sie es nicht können ruhen lassen, da sie solche Leute nie gewesen und niemals werden wollen. 11. Auch habe ein Priester zu Rifferschwyl offen gepredigt, die Taufe sei unnütz, und es gelte ganz gleichviel, ob man einen alten hölzernen Stock, eine Kuh, ein Kalb oder einen Menschen taufe, mit andern ungeschickt Worten, wodurch das hl. Sacrament geschmäht werde. 12. Es wisse auch Jedermann, wie es unter den Geistlichen mit der Leichtfertigkeit so weit gekommen, das sie Weiber nehmen, daß Mönche und Nonnen aus den Klöstern laufen, um ehelich zu leben, dabei aber vergesst daß sie ihre Gelübde gebrochen, die sie Gott und ihren Obern geleistet; das werde Zerrüttung und Abgang Gotteshäuser und Stifte zur Folge haben und könne unmöglich länger geduldet werden. Da nun durch dm lutherische Secte die löblichen Gottesdienste gemindert und vernichtet, alle Zierden, ja die Kirchen selbst, die gat christlichen Werke und die Priesterschaft verachtet, Singen, Lesen und Veten nach christlicher Kirchenordnuag- deßgleichcn Beichte und Buße für unnütz gehalten, die Gotteshäuser und Ordenslente zertrennt, die Pfrü»du> zerrüttet, die hl. Messe gescholten, das Sacrament ohne Beichte, Reue und Buße empfangen, die Mutter G»ü^ und die Heiligen geschmäht, ihre Bilder zerschlagen, die hl. Sacramente zum Thcil vernichtigt werden, und wc»>!i mehr fehlte, daß auch an dem zarten Leib Jesu Christi in des Priesters Hand gezweifelt werde, so müsse > jedem Christen zu Herzen gehen, um solchen: Einhalt thun zu helfen. IL. Ans der letzten Taglcistnng sei auch die Pricsterschnft der IV Waldstätte samt Zug mit Klagen cingekow»"^ daß sie, wenn ihnen und der Kirche nicht geholfen werde, ihr Amt als Seelsorger nicht mehr versehen könnte»- 14. Die von Zürich seien von Ort zu Ort geritten, theils um sich wegen etlicher Händel zu entschuldig theils zu klagen, daß einige Orte Willens gcwesim, sie mit Krieg zn^überziehcn; von solchen Absichten wisse g gar nichts, könne auch nicht glauben, daß solches von Jemand geschähe, und wolle sich hiemit verantwortet v» s ' wenn sie aber jemand wüßten, der solches geredet („gethan"), so mögen sie den anzeigen, damit er nach ^el» bestraft werde; denn man sei des Willens, die Bünde treulich zu'halten, erwarte aber von ihnen dasselbe- 15. Die Scheltungen, welche Zürich angezogen, bedaure man sehr; denn daß es päpstisch oder kaiserlich und bei ausländischen Städten Hülfe suche, glaube man gar nicht; denn solches traue man ihm durchaus » ^ zu, sondern versehe sich zu ihnen als zu getreuen lieben Eidgenossen alles Guten. Der Pensionen wegen man gar nichts einreden, indem man van Zürich das Gleiche hoffe. ^ 16. Man habe es auf vielen Tagen zum allcrernstlichsten ersucht, die Hauptleute und andere gute Gesi ^ ans seinem Gebiet, die mit den Eidgenossen gezogen, deßgleichen andere ihnen anhangende Ehrenlente, du , verbannt und mit Strafen bedroht, wieder zu begnadigen; das sei aber bisher umsonst gewesen, was m»" ^ bedauern müsse, da doch jene als gute redliche Eidgenossen gehandelt, zumal auch Einige von Zürich , päpstlichen Zuge (1521) Andere aufgewiegelt und gegen die Eidgenossen geführt haben, weßhalb die doch nicht so hart verfolgt morden seien, wiewohl man dazu mehr Recht gehabt hätte als Zürich; den» , Gutes für die Eidgenossen aus jenem Zuge erwachsen, möge Jeder leider wohl erkennen. Darum stelle IN»" nochmals die dringendste Bitte an Zürich, von seiner Härte abzulassen und den guten Leuten zu verzeihe" - ivas mündlich weiter ausgeführt werden mag. ^ 17. Da solcher Händel schon so viele vorgefallen, und man nahezu annehmen müsse, daß die alte Liebe unter den Eidgenossen zum Theil erloschen und vergessen sei; da auch das nicht wenig den Argwohn w ^ daß Zürich seit einiger Zeit den Bitten der Eidgenossen fast nie willfahrt, so habe man endlich für noth"" erachtet, eine Botschaft abzuordnen, um über alle diese Dinge eine gütliche Unterredung zu pflegen. ^ 18. Darum bitte, mahne und ersuche man Zürich zum allerhöchsten, crnstlichsten und dringendsten, als treue liebe Eidgenossen, erwäge, was man einander gemäß den Bünden schuldig sei, und was »»6 Händeln zuletzt entstehen könnte, wenn man nicht einmüthig Treue und Liebe zu einander setze, zuwies" als der Buchstabe der Bünde selbst erheische. Darum sollen sich die von Zürich bewegen und weisen laße"' Februar 1524. 379 nicht so zu „äußern", sondern gleichfönnig zu machen und mit den Eidgenossen zusammenzuhalten. NM in diesen bedenklichen Zeiten Maßregeln zu ergreifen zur Unterdrückung und Ausrottung solcher Neuerungen, da.n.t d.e Ehre Gottes, seiner lieben Mutter und aller Heiligen beschirmt. NnheundEm.gke.tm.ederhergeste.lt und weiteres Aerqcrniß verhütet werde. Darum möge es mit seine» Angehörigen verschaffen, daß Empörungen wie d.c.z» Weininge,. und Wädensweil, nicht ».ehr vorfallen, da ...an solche bnndeswidnge Handlnngm n.cht dulden wurde; denn die Eidgenossen seien einhellig des Willens, diesen neuen Glauben m.t Ernst zu unterdrücke» und zu strafen, so weit ihre Gewalt reiche, zu Stadt und Land. 19. Deßgleichen solle Zürich mit Zwing,i und dessen Anhang, es seien Geistliche oder Weltliche, also verfahren, das/Zwietracht, Unfriede und Frevel verhütet werden, Kloster und Kirchen, Reiche und .lrnn bc. den. Ihrigen bleiben, und jede Obrigkeit die Ihrigen in Friede regieren könne. 20. Denn Lob und Ehre. Schande und Schmach von Zürich sei auch die der Eidgenossen und umgekehrt »nd wenn sie auch alle treulich zusammenhalten, so seien ja deren doch ...ehr als genug, d.e .hnen ...chts Gutes "°"2l'. Auch in den andern Orten beklage man sich über die Beschulen und die große Gewalt die sie bisher »°n den Päpste... Eardinälen, Bischofen, geistlichen Prälaten m.d^ ».. den Cnrtisanen, mit ..Anfallnng". Verkanfnng und Vertanschnng der Pfründen the.ls m.t dem Bellng der falsche Ablaßbrief . ...it de... strengen, weitschweifigen, unendlichen ge.stl.chn. G-nchtszwang und den. Bann, der zu oft freventlich in weltlichen Händeln gebraucht worden, .,und sonst ... ander We.s und Weg, fetzt ""'w h ^ r d woran die Eidgenossen nicht minder Mißfallen haben, als d.e von Znnch. weßhalb .e auch des W. le.w und Vorsatzes seien,' mit einander stattlich darüber zu sitzen und Anfchlage und ^orsorge zu treffen, da.n.t ».an f.lcher Mißbräuche entladen und dasjenige vereinbart werde, was Alle» zu^ob Nutz »nd b hren .... In de... Lncerner Ere.nplar ist der letzte Abschnitt ... e.n.gen Stellen durch e.ne salfchende Hand gennldert. ^ m »iiricln Abschied-. Bd. ». k. Nil—IV7. - St. A. B-rn: A. Kirch.. Ang-Ieg-nh-l.en. Ab>?^0-0^ «bMve. Bd. «7. - K, ». SchaMus.»: »bsch'-d-. - «. «. « s. «bsP-d°- Zu t. Ans den vorliegenden Acten sind noch folgende hervorzuheben: l) 1524, 23. Januar. Bigraß. Hans von Meßbach und Burkhard von Erlach an Sch und Rath in Bern. ^ » l^idanosseu von ^ucem Mo- 1) 1524, 23. Januar rmgraß. „../...s^ru g. lieben . . Eidgnossen von Lneern zno- !- „W.r haben gcmc.ne» E.dgnosfcn uf e.n , ^ ^ flarlich verstau werde». Nun beschickt, ein antwnrt geschriben a s >r dam ..„s,,.. sigcnden zno hilf warnen sp uns in den selb.geu br.efen, wie f) ,^.st.,„dcn dann daß vorgemclte b. H. "nt lüt n»d gelt, das w.r aber b.shar »>t g ft , l ^ s'ch nnpartygisch halten well; und s^""' ^ 7 .vcllcn verschassen, daß b. H. von g.neinen Eidgnosscn, "einen lhnon n.öchtl, .st an u. g. unser f.undl ) , ^ ^ ^ crmanen der trüwen d.enstcn, "fs fründlichest und bäldcst mit .iE» bnb^ (nu) s.fge jctz und zemal ein Eidgnoschaft des willens, s° ein Eidgnoschaft cristcnlichcr k.rchcn b.Sha. " ^ ^ ^t. wider in besitzung des herzogth.m.S ^ l.b und guot zno k. Mt. ze setzen, bw so lnng ^-öngen als ir dann scmlichs ufs allerbest Meiland kom.n, mit bitt, si» Hl. well sich alfo h.er.n ^fU'U.fg.fch e 0 g . können und müssen ze verschaffen." 2. Bitte um Bc,traft»..; der-ohnc ... ö 2) 1524 an die zu gewohnter gewohnte „verrätherischer" List drei „GefenfaM.cm, v>e ... . ^"ger, gelegen, am 28. d. überfallen, gegen 50 Mann umgebracht und Andere weggeführt; der Entsatz sei zu >pat gekommen. Gegen Berichte, die sie vielleicht darüber verbreiten, .vollen die Eidgenossen nur diesen Angaben Glauben schenken. Man bitte auchj die hinaus geschickten Knechte ohne Aufenthalt wieder Herznsenden »nd ferner 7 "öterliches Aufsehen zu haben, w. s.. A. L »cmi: Miss,»-». 2) 1524, 2. Februar (Unser Frauen Lichtmeß), Bigraß. Jacob von Cre an Sch. und Rath in Bern, ^zngnahme auf seinen letzten Bericht: Man höre vielerlei und seltsame Reden; er schreibe aber nur, was in 380 Februar 1524, den Rathen als gewiß gemeldet werde. „Gnädigen Herren, hüt den morgen hat uns der Herr Marechnll von Montmorency lassen bernofen (und) hat uns fürgehalten', wie daß die landsknecht, die nß Tütschland komen sind, . , . erst uf setz Donstag gan Meiland komen werden, deren zal über viertusend nit sin soll. Unser obristcn Hand . ire spächer zuo Breß ghebt, die st all gsechen Hand, und werden nit über die selbige zal geschätzt; darzuo spreche» unser spächer, daß es lieblos volk sye, wicwol st in Meiland vil druf halten. Die Venedigcr die kommen n»l ir macht zun unsern spenden, als man sagt, mit vierhundert kürissern und vier old fünftuseud fuoßkucchteu; st -' Hand den Vice Ney (ge)bettcn um den Vorzug, daß st deu ersten angriff thüend; ich weiß aber nit, ob inen das- selbig vergunnen ist oder nit; das ist gwüß, daß die Meiländer inen nit gar wol trumcn. Die Spanger »»^ ander Jtaliäner, die in der statt Meiland sind, Hand sich treffenlich grüst mit vil handgschütz, . . Harnisch »»^ anderer rüstung, es stc mit großem geschütz, mit wägen und ander bereitschaft und thuond sich fast us, wie ftl uns besuochcn wellen. Morn werden die houptlüt von Franzosen und wir zuosameu gan und ratschlnchcn, , . wir uns schicken wellen; wann wir sind all des sinns, Franzosen und wir, dise landschaft hie disent dein Tisl»> nit zuo verlassen, wicwol unser stend groß pump und triuinph stieren, das wir doch achten unser glück zuo si», und ich truw gott und siner lieben muoter, es werd uns glücklich und wol gan. Wir sind treffenlich wol eins, und die knecht guotwillig, alles das zuo thuon, das crlich ist. Wir Hand gestert ein lärmen ghebt; dasind Z»'e» so hübsch Hufen von Eidgnossen gsin, daß es eim wol thät am herzen; wir Hand ouch ein hübschen reisigen z»3' ein hübsch geschütz, stein und bulver, daß fürwar . . die stend nns nit des ersten anblicks werden zerströuc»' Wir sind in fünf old in sechs tagen der unsern warten, die der Herr in des Klings namen angenommen ha» Nach gestalt der fach so dunkt uns, unser stend werden zuo usgang diser wuchern uß der statt züchen; sind s>1 so ständig im feld wie in der statt, nnd st uns besuochcn wellen, so werden ir . . bald nüwc mär von »»° hören, ob gott will guot". . . Aenderung der letzten Nachricht über den Vice-Noy von Neapel: Es heiße stiZ daß er an der Schlacht theilnehmeu wolle. Der Papst halte sich unparteiisch, ?c. Gemeine Hauptleute werde» den Eidgenossen noch Anderes schreiben. St. A. Be»>: «.Mailänderin-!,-- 4) 1524, K. Februar (Samstag vor Estoinihi). Bern an Lucern. Mittheilung eines aus Mailand einlst' gaugencn Schreibens. 5) 1524, 7. Februar (Sonntag nach Purifieat. Mariä). Bern an seine Hauptleute in Mailand. Mitthcil»»b der neusten Nachrichten, ?c. 4) und s) w, St. A. Bern: T-nts-h Misswen v. i. esi d. RS». Zürich. 1524, 25. Februar (Donstag vor Oculi). StaatSnrilii» Lilccr»: ANg. Abschiede cl. 2. Ü2Ü. jrautonsnnchi» Basel: Abschiede k. 102. .sta»»v»»aeel>>v Zreibnrg! Abschiede Bd. KantouSarchiv Dolothur»! Abschiede Bd. XII. Kantviisarchiv Dchnffhaiise»: Abschiede. ». Bartholomäus Ber(en)weger von Appenzell verantwortet sich auf die ihm zur Last gelegten Acußer»»!b»' die er in keiner arge» Absicht, sondern vielleicht hinterm Wein gethan, weßhalb er um „Gnade" und Verzeih'»^ bitte. Heimzubringen. I». Da der Landvogt von Baden berichtet, es werden stetsfort Drohungen ausgcst^ gegen diejenige», die nicht zur lutherischen Secte gehören wollen (?), namentlich gegen zivei Untcrvögte, s» ihm aufgetragen, sich deßhalb nähere Auskunft zu verschaffen und ans den nächsten Tag Bericht zu geben. < ' ^ Landvogt im Thurgau berichtet, daß die von Stein, die zu Zürich gehören, dem Landvogt drohen nnd dazu » denen von Eschenz Beistand leisten nnd sie zum Ungehorsam ermuntern; daß auch Einige die Fasttage nicht >k und Fleisch „fressen", wcßwegen er drei (Thnrganer) verhaftet habe. Er wird (indessen) beauftragt, die auf gute Bürgschaft hin freizulassen; mittlerweile soll er weitere Erkundigungen einziehen, um auf nächste» ^ zu Franenfcld darüber Bericht zu erstatten, tl. Den Bericht des Landvogtes von Baden und Anderem Februar 1524. 381 Einige in der Fasten Fleisch „fressen", soll man heimbringen und berathen, ob man eine bestimmte Buße darauf sehen wolle, v. In Betreff des Klaus Hottiugcr wurde (schon) ab dem Tage zu Lncern an die von Klingnn» geschrieben; da nun aber der Laudvogt berichtet, daß sie ihm den Gefangenen nicht haben ausliefer» wollen, indem sie meinen, sein „Mißhandcl" sei nicht maleficisch, so wird jetzt abermals an Klingnan begehrt, daß sie den Gefangenen entweder dem Landvogt übergeben oder bis ans weiter» Bescheid im Vcrhafi behalte». L. 1. Dieser ^ng wurde hauptsächlich deren von Zürich wegen gehalten. Nachdem man ihnen die z» Lncern beschlossene ,^n stniction vorgelesen, haben sie in Betreff des Vorfalls zu Weiningcn geantwortet, da der Abt zu Ginsiedeln daselbst Lehcnhcrr sei, und sie noch mehr Kundschaften ausnehmen wollen, so möchte mau ihm» eine Frist bis °"s die Jahrrcchnung zu Baden gewähren. 2. Betreffend den Wirth zu Töß begehren sie, daß man die Zeugen ""ch Zürich sende, damit dieselben weiter vernommen werden könnten; Lncern will das aber nicht zugeben, wcß- halb man bei der schriftlich gegebenen Antwort bleibt. 3. Den kleinen Zehnten zu Küsnacht anbelangend, wollen s'e die Pflichtige» anhalten, dem Kloster Engclberg denselben zu entrichten. 4. Der übrigen Artikel wegen wollen sie eine schriftliche Antwort entwerfen, um sie ans einem der nächste» Tage überreichen zu können. 5. Da man "'cht gerne sieht, daß die Sache wieder vertagt wird, indem man befürchtet, Zürich möchte auch dießmal gar ^iae Antwort geben, wie schon früher in Sachen der Werbungen geschehen, und da es doch der Eidgenossen östlicher Wille ist, die Sache beförderlich zu beendigen, so wird wieder ein Tag nach Lucern angesetzt ans Dienstag nach Mitt'efastcn (8. März), auf dem sich dann Zürich rechtfertigen mag. k. Nichts desto weniger soll ""ch der Tag zu Fraucnfcld gehalten werden, und die Boten zwei oder drei Tage vorher verrcitcn, um dem s"»dvagt in seinen Angelegenheiten behülflich zu sein. Besondere Verhandlungen der sechs in den Freien Aemtern regierenden Orte. K. Thomas Meyer von Zürich, derzeit Vogt in den Freien Aemtern im Aargau, beschwert sich, daß die lt" Rüßegg sich weigern, die (Fastnacht-) Hühner zu geben, die doch früher einem Vogte immer entrichtet worden Darauf wird erkannt, die Sache anstehen zu lassen bis zur Jahrrechnnng in Baden und den Gegenstand Umzubringen. I». Ferner klagt er über den Nunncumacher (?), daß er sein Lehen nicht vom Vogt empfangen nntcr dem Vorwandc, der alte Lehenbrief sei ihm genug. Beschlossen, bei dem alten Branche zu bleiben, '»M'ach Vogt das Recht hat, für seine zwei Jahre das Lehen zu ertheilen. I. Endlich bringt er an, daß das Schwesternhaus im Linsibül (al. „Jscnbül") gänzlich verlassen sei, und die Mönche zu Königsfclden alle ihre ^rechtigkeit den Bauern um 10 Gl. zu kaufen gegeben haben; nun glaubt der Vogt, daß das Vermögen des '-"wses ch,„ ^ Händen der sechs Orte übergeben werden sollte. Es wird ihm anfgetragcn, alles in Beschlag s" "ohu.en, damit nichts entfremdet werde; im klebrigen ist der Gegenstand hcimznlningen. ii—l aus der Zürcher Sammlung, Bd. 9, k. 175. Zu I', 2. 1524, 11. Februar (Donstag nach der Herreufastuncht). Zürich an Luceru. Nach Vcrhörung der Hieher geschickten Kundschaft über den Wirih zu Töß habe man denselben etliche Tage im Gcsängmß behalten und ernstlich nach der Wahrheit gefragt. Er wolle aber die ihm zugelegten Worte durchaus naht eingestehen, s°"dcrn mit 4 bis 5 Männern beweisen, daß er an dein Tage, wo Einige von Lueern „allda" getrunken, nicht 5" Hause gewesen sei, und jüngere Leute jene Gäste bedient haben w. Der arme Gesell begehre daher, daß Gliche von den Anklägern herkommen und ihn „besichtigen", indem er zuversichtlich hoffe, sie .verde» ihn für unschuldig erkennen. Da er noch jung und daneben mit einer alten krank.» Mutt.. und einer Kindbetten» belade» sei, die ohne ihn sich nicht ernähren können, so begehre man, daß Lnceru^die Angeber unverzüglich zu 'hm schicke; ergebe sich dann, daß er nicht schuldig sei, so werde man den wahren Schuldigen suchen und darauf 'hun, was sich gebühre. S>. A. cum»: Mssw-n. 382 März 1524, Zu 1', 4, 1524, 27. Februar (Samstag nach Matthiä). Zürich an die eilf Orte. Bitte, die auf Dienst«!! nach Mittcfasten (8. März) gesetzte Frist für die Beantwortung der ihm vorgelegten Artikel bis in die Osterwoche (27. März f.) zu erstrecken, da die Aufgabe schwierig und der Rath auch mit andern Geschäften überladen sei. St. A. Zürich: Missivm. I7t». Arauenfeld. 1524, 6. März f. (Auf Lätarc f.). Staatsarchiv Vncern : Mg. Abschiede d. 2. s. 527. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 9. s. 119. Tag der VII im Thurgau regierenden Orte. t». Es wird der Schaffner des Hanfes Tobel llorbernfen, da man vernommen, daß der Commenthnr von Ucbcrlingen als Neceptor, weil kein rechter Herr da sei, freie Hand zu haben glaube und vielleicht Geld und anderes fortnehme, nud es wird dem Schaffner befohlen, das Haus im Namen des Ordens und der zuständigen Orte zu verwalten, damit weder Geld noch Silbergeschirr zc. abhanden komme; es sollen daher auch der Land' vogt und der Landschreibcr ein ordentliches Jnventarium über alle bewegliche Habe aufnehmen und die Schlüsse zu den Zinsbriefen, dem Geld, dein Silbergeschirr und den Nödeln bei Händen behalten bis auf die Jahrrechnnnb zu Baden. I». Dann stellt der Schaffner von Tobel vor, wie er bei zwölf oder dreizehn Jahren dem Gottes Haus gedient nud dasselbe verwaltet, seit der verstorbene Commenthnr „zu einem Kind worden wäre"; er glaube, daß sich weder die „armen Leute" noch sonst jemand über ihn zu beklagen habe, und sei versichert, daß d>^ Nittcrbrüder mit allem wohl versorgt gewesen; er bitte daher, ihn bei seiner Schaffnerstelle bleiben zu lasset Heimzubringen aus die Jahrrechnung in Baden, e. 1. Beschwerde einiger Gemeindelt im Thurgau, daß sie ^ Schneidern, Schuhmachern und andern Handwerksleuten zu Constanz vor das geistliche Gericht citirt werden aw wegen weltlicher Schulden; kommen sie deßhalb in Baun, so werde die Kirche verschlagen, sodaß weder Mstst noch anderer Gottesdienst darin gehalten werden könne, und 4—500 Menschen ohne Kirche seien, ivas doch c»»' große Beschwerde sei. 2. Wenn ein Weibsbild Einen vor dem geistlichen Gericht verklage wegen Aufhebung Hciratsversprechcns, so werden jetzt, während früher etwa 10 Pfd. Psg. für den „Blumen" gegeben wordc», ungefähr 80 Gl. gesprochen, je nachdem sie wenig oder viel Vatcrgut erwarte; auch das sei für die LavdsaM eine große Beschwerde. 3. Wenn Einer, der einem Dompropst oder einem andern Herrn angehöre, eine ledtzst Tochter zur Ehe nehme, die nicht der gleichen Herrschaft angehöre, so bestrafe ihn der Herr nach seinem Gefall da doch die Strafe nur 5 Gl. betragen sollte, ivas ebenfalls eine empfindliche Beschwerde sei. 4. Sie bitte», ihnen deßhalb eine „Erläuterung" zu geben; denn wenn der „Blum" auf weniger als 10 Pfd. gesetzt ivc>d5 „wurde sich menge dcster minder nndcr elüt, pfaffcn und dergelich legen :c." Auf der Jahrrechuung zu,Bade> ist Antwort zu geben. «I. Es geben die Eidgenossen von Zürich ihrem Boten allhicr Anzeige von der Kl»!l des Herrn Hans von Goldcnberg, der jetzt zu Mörsbcrg sitze, gegen den Landvogt im Thurgau wegen Strafbefugnis; in einer kürzlich begangenen Friedensübcrtretung eines Angehörigen von Allikon; der Landvogt gl»" hingegen, gemäß dein Vertrag der Landschaft Thurgau gegen den Obrigkeiten (Gerichtsherrcn-Vertrag 151' ihm das Recht zu, von Freveln, die in dem Gebiete der Grafschaft vorfallen, die Hälfte der Buße zu beziehen, der Thäter einem Gerichtshcrrn zngehöre, wohne dieser in oder außer dem Lande; nun sei eben innerhalb der G>» schast gefrevelt worden. Auf die Jahrrcchnung zu Baden verschoben. « . Der Bischof von Constanz läßt vorbunjst ' es sei in dem Abschiedbrief vom letzten Tage zu Lncern in einem Artikel ein Schreibfehler eingeschlichen, ^ März 1524, 383 heiße, daß die Herren und Obern seiner Gnaden verstattcn, ein Mandat an Decane, Pfarrer miß Capläne erlassen, wahrend die Absicht gewaltet habe, daß die Regierungen das Mandat c> lassen. Ans dein nächsten will man hierüber Antwort geben. I'» 1, Betreffend die Besatzung zu Gottliebe» Wied es sin genügend erachtet, wenn dem Vogt, der ein Eidgenosse und Thurganer ist, zwei Knechte aus dein Thurgan beigegeben werde». 2. Es bringen' zwei von der Besatzung vor, daß sich in. Schloß weder Büchsen noch Pulver noch andere Wehren befinden; daß das Schloßthor schadhast und die Schloßwachcn stets in Gesahi seien, in eine ^wfe zu fallen, und daß auch am Hausrath Vieles mangle. K. Die von Ober- und Ricderstammheim, die ""klagt worden, in der heiligen Zeit Fleisch „gefressen" zu haben, sind auf eine deßhalb geschehene Vorladung "'cht erschiene»; nun verantwortet sie der Bote von Zürich damit, daß die Gerichte in beiden Stammhcim zu Zürich Wren und die Sache nicht criminell sei, und daß somit die Strafbefugnis; seiner Regierung zustehe. U.'Zu ^tammheim sollen Einige mit dein Crucifix und hölzernen Bildern unschicklich umgegangen sein, was nun dem Schulmeister aufgeladen wird; auch soll der Sohn des Vogtes daselbst anders predigen als von Alter her, sodass Abt von St. Gallen an seinen Zinsen und Zehnten Eintrag geschehen könnte, i. Die verordneten Boten zu Jttingcn und Rheinau die Rechnungen eingenommen und sie schriftlich dem Landvogt übergeben. ^ucern. 1524, 9. März f. (Mittwoch nach Marc f.). z. T.-.NS.rchi» L..cci'»: Mg.m.m. Abschi-d., ». -- 9»I, Dta«.s->r-,.iv Zü.iM- Adschi.d., Bd. 9. s. 19». Ben. - Mg eidg Abschied., VV. p. IS9.X.P.9I. .«-»„»..sarchi» B.'s-l- Abschi.dk, k. 109. j!a»to»da>M.i» Biburg: Abschi.d., Bd. 9°. Dolot»»r..- Abschi.de, Bd. XII. Kautons.irchw Dchaff»a..,'-.. - Abschi.d.. Gesandte: Zürich. (Meister Jos von Kuoscn). Bern. Sebastian von Meßbach. Lucer». (Peter) Tammann, Schultheiß; JMs, Schultheiß; (Jacob) von Hcrtenstcin, Schultheiß; Vogt (Hans) Hng. U r i. (Jacob) ^°Nr, Ammann. Schwyz. Vogt Reding. Obwalden. (Niklaus) Halter, Nnnnann. Nidwalden. Arnold ^mkelried, Fähndrich. lzng. .Mus Müller. Glarus. („Niemand"). Basel. Jacob Meyer, Zunftmeister. ^'°'burg. Venner (Ulrich?) Schncwly. Solothnrn. Peter Stark. Schaffhauscu. (Hans) Ziegler, "Permcistcr. Appenzell, (^l.) Broger; . . . Landweibel. . " Die Boten von Bern, Freibnrg und Solothnrn erheben den Anspruch, bei allen Geschäften, die das angehen, mitznhaudelu. Dagegen wird behauptet, sie köuueu nur in Malefizsachcn Stiunne haben, ^zubringen, da nicht Jedermann darüber instrnirt ist. I». Abermals ziehen die Boten von Uri, Schwyz und )>-llde„ ,vas in dem Streit zwischen den Gemeinden Lanis und Luggarus und denen von Bellen; des ,"lzes n„d feile,, Kaufes wegen lcüthin beschlossen worden, indem der bezügliche Abschied unter Ander.» bestimme, ^ die Sache auf die Jahrrechnung zu Lanis zu verschieben sei. Das können sie nicht zugeben, indem sie alle Streitigkeiten, welche die Bellcnzcr berühren, seien vor ihnen, den drei Ländern, z» berechtigen und "Putrage,,; sie bitten ernstlich, sie bei ihren Rechten bleiben zu lassen. Darauf haben die übrigen Orte den Abschied bestätigt; jedoch wollen die Boten dieses Gesuch an ihre Obern bringen, t. In dein Streite Am dem Abt von Wettingen und denen von Basel, betreffend den Pfarrer zu Richen, den letztere bei seiner . Winde Wider den hierüber erlassenen Abschied zu schirmen versuchen, wobei sie weitere Maßregeln gegen den- ^ ">it Schaden zu vergelten gedroht, während sie früher dem Gotteshause viele Freundschaft bewiesen, ruft 384 März 1524. der Abt die VIII Orte als seine Schirmherren nin Beistand an. Darauf erwidert der Nathsbatc von Basel, es sei früher seinen Obern überlassen worden, den Pfaffen zu strafen, was sie auch gcthan haben, indem derselbe einige Zeit in Vcrhaft gehalten worden; mehr haben sie nicht thnn wollen, da die Anklage gegen ihn mchl genugsam erwiesen sei; deßhatb könnten sie nicht dulden, das; er doppelt gestraft und von seiner Pfründe entfernt werde. Uebcr diese Erklärung äußern die VIII (?) Orte ihr ernstes Mißfallen; sie hätten erwartet, daß Basel sich dieses leichtfertigen Pfaffen nicht so viel beladen würde und ans sie mehr Rücksicht nähme, zumal er dn' würdigste Jungfrau Maria geschmäht habe; sie beschließen also, ihren Abschied aufrecht zu halten. und geben dem Abte nochmals das Recht, die Pfründe anders zu besetzen. Wenn der Pfaffe sich nicht fügen wollte, so mag er das Recht suchen vor dem Bischof von Konstanz, als beider Parteien ordentlichem Nichter, oder vor den VIII Orlen, als Schirmherren und Kastvögten des Gotteshauses Mellingen"). «>. Da der Bote von Znnch über einige seinen Obern vorgehaltene Artikel antworten will, aber gerade über die wichtigsten nicht, so hat mn» beschlossen, solche Verantwortung diesmal nicht anzunehmen, sondern bis auf den nächsten Tag nach Ostern warten, wo sich dann Zürich über alle Anstände erklären soll, wie es sich schriftlich selbst erboten. Inzwischen soll der Landvogt zu Baden nichtsdestoweniger den Befehle» der Eidgenossen (der sieben Orte) nachkommen »nd die Schuldigen strafen, indem man erwartet, daß Zürich ihn daran nicht hindern werde. « . Dem Landvoch von Baden wird ferner befohlen, den entlaufenen Mönch aus dem Schwabcnland, den er im Gefängnis; h^' mit Ruthen „auszuschlagen" und aus der Eidgenossenschaft zu verbannen, mit dem Vcrdcuten, daß man, we>A er den eidgenössischen Boden wieder beträte, ihn „ohne alles Mittel" hinrichte;; würde, i. Des Berenwegcw halb wird denen von Appenzell anheimgestellt, ihn (für seine Reden) nach Verdienen zu strafen und insbcsondG in Erfahrung zu bringen, ob „etwas prallt oder pnndschnh" vorhanden gewesen, und noch Andere dabei betheilich sind; die sollen sie auch bestrafen; denn wir Eidgenossen können und wollen das schlechthin nicht dulden. K- haben einige Boten den Befehl gehabt, Schasfhansen nicht mitsitzcn zu lassen, wenn über die lutherischen Sachck verhandelt werde, weil sich dasselbe zu Zürich von den eilf Orten gesöndert hat. I». Des Fleischessens wcgco hat man erkannt: Welcher Mensch in der Fasten oder an Freitagen, Samstagen oder andern Tagen, an welche nach christlicher Ordnung und altem Brauch der Fleischgcnuß verboten ist, Fleisch oder andere verbotene Speist geessen hat oder essen wird, der soll für jedes Mal einen Tag und eine Nacht ins Gefängnis; gelegt werden ^ Wasser und Brot und überdies seiner Obrigkeit 5 Gl. rhein. als Buße entrichten; wer diese Buße nicht bezahl kann, soll sie im Thurm bei Wasser und Brot abtragen, den Tag zu 1 Gl. gerechnet. Das soll in der Eidgenossenschaft streng gehalten werden. Dabei ist jedem Ort vorbehalten, die Strafe in gegebenen Fällen » kllnständcn zu verschärfe», i. Klaus Hottingcr von Zürich, der zu Klingnau gefangen, nach Baden vor Landgericht gestellt und auf diesen Tag hergesendet worden ist, wird nach Verhörnng der Kundschaften vernrn) ^ und mit dein Schwerte gerichtet. Ii.» Ans einem frühern Tage ist Lncern beauftragt worden, den Marti aus dem Thnrgan zu beurthcilen; da es sich aber geweigert chat, den Proces; allein zu führen, so derselbe ans diesem Tage zu Händen genommen. Als Zeugen werden zuerst verhört; Hans German von M»o^' Heini Kaufmann, Heini Schaffart, Heini Müller, Hans Schaffart, Georg Purer. Diese sagen einstimmig an einen; Jahrgerichte zu Heiterswpl sei der Wyßhans vor den Richtern erschienen, um ihnen zu erklären, ^ ^ allgemeine Gerede, das; er den Wolf von Helmstorf „einschlagen" und dafür Brief und Siegel gegebe», sti ^ grundlos; „der Mann wollte er nicht sein"; wenn ein solcher Brief vorhanden, so sei derselbe ohR !^' Dieser Gegenstand ist im Lucerner Abschied zweimal besprochen, in kurzer und in ausführlicher Fassungs selbstversto» ist hier die letztere verarbeitet. Die kürzere Redaction enthalten die übrigen Eremplare. März 1524. Zg5 bissen gemacht, ?c. Gorius Müller, Georg Jägg, Konrad German, Hans Haak und Caspar, der Landgerichts- knecht, bestätigen dies und fügen hinzu: Wpßhans habe erklärt, daß kein Biedermann von ihm sagen könne, er hätte Wolfen von Helmstorf gelobt oder irgend welchen Widerruf gethan; das möchte er nicht gethan haben, und ^nn er so viel Köpfe und Hälse hätte wie alle seine Richter zusammen; „mit vil und mer unrüwiger früfner ^oiv und schmützivorten", weßhalb die Nichter ihn zur Ordnung gewiesen („stäuchen"), aber ohne Erfolg. — llnncr weiß jeder Bote, wie er den Weibel des Landvogtes gctödtet haben soll, was er aber läugnet, und daß ^ als ein gefährlicher Mann verschrieen ist. — Da nun aber nicht alle Boten instruirt sind, über ihn zu richten, io wird Lucern beauftragt, ihn bis zum nächsten Tag ans gemeine Kosten im Gefängniß zu behalten. Bis dahin ^ll sich j^Z entschließen, ob man ihn hinrichten oder bei dein zu Frauenfeld erlassenen Nrtheil bleiben wolle, h'a letzten» Fall) ob man ihn außer oder in das Land verbannen wolle. I. Da Rothweil in dem Streit mit Paus Caspar von' Bubcnhofen abermals nicht erschienen ist, vielleicht zwar, weil es den Tag nicht „gewußt", so '^d es ans den folgenden Tag zum Recht geladen. »»». Heimzubringen, wie man die Pfaffen strafen ivolle, ^ »zu der Ehe greifen", i». Es wird ein Tag bestimmt ans Donstag in der Osterwoche (31. März), wieder Lucern. Sollten in der Zwischenzeit wichtige Nachrichten einlaufen, so mag Lnecrn oder ein anderes Ort näheren Tag ansetzen. «». Beim Beschluß des Tages langt ein Schreiben ein von den Hanptlenten in . ^land, worin sie melden, daß es ihnen wohl gehe, daß die Feinde kürzlich mit ganzer Macht aufgebrochen und über den Tessin gezogen seien; daß sie sich aber bis auf weitern Bescheid in ihrem Lager ruhig verhalten, ?c. Ferner Melden sie- sjx das letzte Schreiben (der Tagsatzung) den Knechten vorgelesen, haben einige unruhige Köpfe Äußert, die Hauptlcnte hätten den Brief erdichtet, er komme nicht aus der Eidgenossenschaft, zc. Sie bitten ^ zwei Rathsboteii herzusenden, die den Knechten sagten, was nothwendig sei, und Unruhen abstellen würden, ^uiiznbringen und beförderlichst nach Lnecrn zu antworten, damit (ohne Aufschub) geschehen kann, was das ergibt und die Umstände erheischen. ^ ^ P 1524, 25. Februar (Donstag vor Oculi), Constanz. Domdecan und Eapitel der Domstift an die versammelten Boten der zwölf Orte. Antwort auf ihr Schreiben betreffend den Erbfall des Domdeeans ^chäus vgtt Bubenhofcn sel. Alan sei, um demselben zu willfahren, geneigt, den hier erlegten Theil des Erbes bMn gebührende Quittungen von den Parteien an Bin. und Rath in Constanz zu gemeinen Händen zu überorten, was die Eidgenossen den Parteien anzeigen können, ?c. St. A. «»«>-»! A. Bischof Constanz. . 1524, 10. März (Donstag nach Mittefasten). Zürich an die eidg. Rathsanwältc in Lncern. Es solle letzten Tag in Lucern Jemand vorgebracht haben, wie er von einem redlichen Eidgenossen gehört, es i»i einiger Zeit nach Schaffhansen geschickte» Boten von Zürich, Niklans Setzstab und Hans Kambli, r ' ^'ethshaz,Z während der Fasten Fleisch vorgesetzt worden, ivas jenen Eidgenossen, der auch am Tische gesessen, verdrösse» und geärgert habe, sodaß er von dem Fleisch nicht habe essen wollen, :c. (Detail fehlt). Nun de,, ^ eingetroffenen Boten des bestimmtesten, es geschehe ihnen und dem Wirthe zu Sch. Unrecht; ^ ^l>er sei ihnen Fleisch gebracht worden, noch haben sie solches gegessen, und dringen sie ernstlich ans Ent- svln'^ ^ Angebers. Alan bitte nun, der Sache nachzufragen und die Thäter gebührend zu strafen, damit ^ Verleumdungen, die nur Widerwillen und Feindschaft pflanzen, künftig erspart bleiben, ?c. St,A. Lucern: Misstven. Im Zürcher Ercmplar fehlt <», im Freiburger , z>, ><. Zu 1524, 29. Februar (Montag nach Oculi). Bern an Solothurn (deßgleichcu an Freibnrg). „Bon "usevin Kotten, so jetz uf gehaltuer tagleistung Zürich gewesen ist, haben wir verstanden den anzug, daselbs von 49 386 März 1524. des Thurgöuws wegen beschechen, also daß etlich der Meinung syen nit not sin, unser dryer Stctt botschasteü gäü Frouwenfeld zuo fertigen, alles uß Ursachen so ir von üwern botten . . haben mögen verneinen. Und wieiovl nu der merteil Orten nachgelassen haben, daß wir von den drycn Stetten zno dem verrumten tag gan Frouwenfeld mögen schicken, doch mit fürworten, was uns nützit berüere, daß wir darzuo nützit reden noch raten, und aber by den übrigen handle» mögen sitzen, will uns nit gefallen, zuo diser zit und in solicher verirrter Meinung jemand von uns abzuofcrtigen, und begeren aber daby an üch, ir wöllen üwer botschaft har zno uns fertigen und die also bescheiden, daß si uf Frytag vor Mitfasten zuo rechter ratzit vor uns erschine, init uns, onch üwernxund unser» lieben Eidgnossen und Mitbürgern von Fryburg (resp. Solothurn) underred und ratschlag ze thuond, wav uns allen zuo erliden und mit den übrigen Orten unser Eidgnoschaft uf dein nächsten tag, so zuo Lucern gehalten wirt, zuo reden sye", zc. S>. A. B«»: T-uisch Misswe», v.r.2011>. Ueber die hier erwähnte Tagleistung wissen wir nichts Weiteres anzugeben. Zu < » Basel begründet in ausführlicher Instruction seine Bedenken gegen weitere Strafmaßregeln - -' „Es soll onch unser bott unser lieb Eidgnossen mal berichten, mit was großer gesar der Abt etlich der unsere» von Riehe» uf den Priester sin beger ze reden gelöcklet und hindergangen und darnach derselben sag als e>» kundschaft nusern Eidgnossen fürbrocht, deß wir ganz dheins gefallens gegen dem Abt lragent; aber damit hat der Abt unser l. Eidgnossen zuo solcher erkanntnuß bewegt. Und so diß beger bin Eidgnossen versahen, das >ß mit heil; wo aber nit, diewyl sich dann der priestcr vor unscrm gesessenen Rat für uns als die ordenlichc oberkeü zuo Riehen oder, wo das dem Abt nit gelegen, für sin des Abts päpstlichen conservator und richter, so er all)»' hat, zuo recht erbotten und was da erkennt, dem statt zc thuon begeben hat, und wir dann dermaßen Harkomen, daß wir in unser» oberkeiten bishar niemandem gewalt zuofüegen lassen, soll unser bott solche rechtbott anzöige" und fürschlahen, ouch darby reden, daß wir den Priester an der orten eins, welches dem Abt am gefelligisten, zu° recht handhaben wöllen, der zuoversicht, man werde sich diß erbictens billich und billicher fettigen lassen". . - wahrscheinlicher Anstifter dieser Reiberei wird im Eingang der Schaffner im Wettingcrhaus zu B. bezeichnet)' K. A. Basel' Abschiede. Zu «I. Zu voller Darstellung der waltenden Gegensätze möge hierauch folgende Kundgebung Raum finden- 1524, 8. März. Schwy; an Zürich. „Uns langt an von den bilgcren, so da züchen von vernus (?) har diuch üwer statt und land zuo der muoter gotts gan Einsidlen, wie daß sy in üwer statt, ouch uf üwer landschm angcwendt (angekcrt) werden, was sy darmit meinen, semlich fcrt zuo thuon, es sy(e) nienerfür, und was sy by d)"' widstock thuon wellent, und derglichen (als uns bednnken) ungeschickt reden, damit man die guoten bilger undcrjtat abzuowenden. Semlichs begegnet uns so vil, daß es uns eben fast befrömdcn will, und wiewol ir verineim'ä' üwerer fachen so gwüß (ze) sin, daß ir semlicher ferten nit bcdörfent, ist doruni nit jederman volkomen. Deßh" wir vermeinen, die wirdig statt nit umsunst von gott zuo eren siner werden mnoter userlesen sin. Wir wem''' ouch, christcnliche ordnung halte in, daß ein jeder handle und wandle neben sincm cbenmenschcn, um das I ^ nieman an im ärgeren soll. Harum ist an üch unser gar früntlich ernstlich bitt, ir wellent allenthalb by ' üwern verschaffen, daß man die bilger, sy syent wer sy wellent, anc semliche verhindernus ziehen lasse, sunder !') mer fürdern, dwyl und nieman müssen mag, durch was mittels Gott den menschen in sin gnnd ziechcn will'--' St. A. Ziii-Ich: A. Schwyz- Zu l. 1524, 4. März (Freitag nach Oculi). Vogt und Rath von Kliugnau an die Boten der eilf in Lucern. Anüvort auf die Zuschrift betreffend Klaus Hottingers Proceß. Man finde, daß ihnen der anders berichtet worden, als es damals „bemärlich" (erweislich) gewesen, . . . und hätte sich des Argwohns »' i versehen, daß man zu Gunsten der lutherischen Seete etwas versäumen wolle; man habe sich in dem Ar ) verfahren an den Vertrag gehalten und begehre bei dem alten Herkommen bis auf den Entscheid eines chrisiu l Concils zu bleiben, zc. zc. (Das Schreiben ist weitschweifig und ziemlich unklar). Si.A. Luc-nu M!ss>°k"- Zu u. Es liegen noch mehrere Originalschreiben vor, von denen folgende die erheblichsten sind t 1) 1524, 14. Februar (Jnvoeavit), Biagraß. Hans von Dießbach, Oberster, und gemeine französischem Dienst an die zu Tagen versammelten eidg. Boten. „Edlen zc. :c. Uewern gnaden haben sider unserm nächsten oder leisten scheiden nit vil »üwer mär oder anders zuoschriben könne», dann daß jetz '" März 1524, acht tage» unser fyend nß der statt Meilnnd innessen, nrsach gelt, onch spys, höuw nnd anders vilerlei, so inen gemangelt, dcßglyche» daß die bnrqer dnselbs ganz unwillig und vcrdrüssig ab inen gewesen, und sind al,o daselbs ufgebrochen ...it irem ganzen züg und geschütz. nnd gezogen bis us drn oder vier nul. von uns ,., e.n dorf und sich daselbs gelagert nnd ingraben, trimmen onch Ms. mit uns ze Machen; doch so w.U uns n.t bednnten, daß st mit uns Machen oder uns in nuscrm vorteil suoche» wollint, dann st zwo ode, d.y b.uggen über den Tessiii geschlagen, nnd ist also ir anschlag und Meinung, Biöfen inzcneine» und uns dam,t die spys und Krokant abzeschlachen, daß uns nützit zuogan ...öge, und daß ,vir dan.it genöt.get, ....,er., vorte.l ze ubergeben und ze verlassen, inen nachzezüchen und ,nit inen in irem vorteil ze Mache», das aber nur kemmvegs thuon noch unser» vorteil übergeben .verde,,, sunder erwarten, wer uns mit gemalt darus tr.ben oder ich lachen wo», -c. ^ ist onch i„cn „it n.öglich, ob st schon gl.Mvol, wie dann ir anschlag ist, dah... kämen, daß uns te... brobant oder spns abschlachcn oder verhindern mögind; wir werden onch deßhalb kein Mangel haben; darum so wc.dcn wir iren in unser», vorteil warten, ... in guoter Hoffnung, wir wöllind mit der hilf gotts ine» ein tapfer» f'öliche» widerstand thuon, dann wir all ganz guot.villig, frisch und frölich sind". . . Empfehlung zu getreue», ze St.A. Bern: Sl. Mniländerkriege (Berner Lopie). 2)"l524 19 Februar (Freitag »ach Jnvocavit), Biagraß. Hans von Dießbach, Jacob von Ere und B.wkard von Erlach an Sch und R. in Bern. „Edlen w. -c. -c. Uewcr schriben, so ir u„S b» Hcinzmaun Jeuner, ü. g, Kotten, znogeschickt, haben wir uf setz Zinstag nächst verschinen e.npfangen, und als ir darin melden, daß w.r ,.»s von einander,, zerteilt und „it »,e by einander» ligent, thnoud .vir >,. g, zuo müssen, daß w.r all ge.ne.nl.ch zno Bygraß bi einaudert ligent. werden onch also für und für bi einander» beliben und nn ,ern vorte.l n.t übergeben "°ch uns von einander» zerteilen lassen. Der kürisser halb, wie daß etlich sM. von uns zogen, "tt '...»der, dann daß etlich Franzosen oder kürisser »..„.gel halb gelts und der za.nng vor Me.land von uns Heu..... Frnntr.ch gezogen; aber der ...erteil, und besunders die rechten kürisser sind noch b. m.S ungefarl.ch b. ,echS ode, stben hundert starch, guoter wolgerüster französischer kürisser. o» die liech.en pferd, tall.oner (Italiener?) und ander so bi uns sind, und der welsch fuoßzüg, dcro zal wir eigcnlich n.t wüsse». Demnach, als onch u. g. unS sch, .bei., wie daß „eiwen ein verräterscher nnschlag und pratik z.vüschcnt dem lp-rzog von Burbun und etlichen Franzosen vorhanden sin soll, sind wir zu... teil wol bcricht, daß sich der selbig Herzog von Vurbn» Hab lasten merken, so °r gen Meiland köm, wolle er etlich Franzosen von uns vermöge» zno i», zno bringen; es >st aber „och mt beschechen. Hand onch kein z.vysel, daß er sölichs (nit?) ze wegen bringen mög ; dann w.r können n.t merken noch spüren, daß im der Franzosen, so bi uns sind, keiner weder günstig noch hold syg. W.ter . ^ der knechten halb, s° also uß .„.gehorsame von uns ab und heim züchent. achten w.r wen.g und n.t anders dann daß w.r wen s° "US nöt anstießen, by und ...nb uns nit wölkten wünschen, dann unser ..... der h.lf des allmacht.ge» gotts sust guoter redlicher Eidgnossen und kriegSlüten gnnog, nnd ...it »amen ... der zal ob v»,^ >".t denen ,° ,ch Harm komen und wie wir vor da innen gsin sind. Deßglich. als onch ... g. ... wen. schr.ben meldet, wn daß ,.ch "User sycnd alle tag stärkend und villicht uns der tagen eins gewarnter fach ...achten ube.fallen und cu.cn ,chadu. zuofüegm der uns „it gnot sin wurde, achten wir wol. wo s.) uns mit wen l.sten konnden oder n.ocht.nd uber- sallen und uns schaden znogefüege», daß s.) es nit spartind; aber w.r wollent allcz.t de,ter beste, ,o.g und gnot wachten haben und in unser», vortcl blyben. onch uns nit von einander., zcrte.Icn oder sundeu, >«ssu'- '""dn aUczi. kr g. und geu.einer Eidgnossen schriben und vätterlichen warnung geleben und nachfolge» . . Und nach demselben (letzten schriben) bis nf disen tag Hand unser fyend noch w.r ...sunders »utz.t ,...t c.nandc,» gehandelt änderst da..» daß st. stäts in irem großen vorteil wol verschanzt und .„graben .ggend und ve.» e.nent daß ww sy darin suochem und a..gr..fen söllind. des willens aber weder die Herren unser ob..,ten noch w.r E.dgnossen gemeinlichn,it sind, sunders sind wir des willens, also für und für »> unser», vo.te.l zuo blybe» . . . nnd . . ,n kurzem disers land zuo erober», onch groß lob und eer zuo erlangen." -e. w. S.,A. B-».: A. Mai.m.dnMeg.. 3) 1524, 21. Februar, Biagrassa. Hans von Dießbach und gemeine Hauptleute ... stanzö,,scheu Diensten an die III Bünde Als dann in kurzverruckter zyt nnscr Herr A.n.ral zuo uch Mist, Raphael Ballazol, sin befelch iich ze entdecke» und nach de», an üch ze werben, geschickt, haben wir uß ausinue» vorgedachts nuscrs Herrn Amirais betrachl, wie ir kr. Mt. von Frankrich (und) uns andre» und gemeinen Eidgnossen, zuo vollenden unser 388 März 1524, fürnemen, so größlich möchtind dienen, wo ir vorgedachtem Miser Raphael sinem befelch vcrwilligetind und also setz unser fygend die Venediger an einem oder mer orten understüendind ze unrüewigen und anzcgrifeu, danaher sy genötigt wurden, villicht von den andren unfern fygendeu ze zicchen und durch semlich fürwort ir land, als billich ist, ze beschirmen; zwyfelt uns nit, wo semlichs beschäch, wurdi unfern fügenden ein merklichen schrecken gebären und an spys größlich abgon, Hierumb ist unser früntlich und ernstlich bitt, ir wellind thuon als die, denen wir all eer, li(e)bs und guots vertruwen, und vorgedachtem Miser Raphael in namen kr. Mt. und vor- gemelts unsers Herrn Amirals verwilligen und diß ufs fürderlichcst vollstrecken, (so) wölleu wir semlichs unfern Herren und obern gmeine» Eidgnossen ufs grüßest rüemen und es umb üch nut lyb und guot, als ir spüren müessen, beschulden, dann uns an üwern jetzigen diensten nit wenig gelegen ist"... K, A, Graubünde» (Original). 4) 1524, 26. Februar (Freitag nach Neminiscere). Bern an seine Hauptleute im Felde. I. Man habe an dem täglichen Herauslaufen der eidg. Knechte großes Mißfallen und vernehme von denselben zur Antwort, ihre Besoldung sei ihnen „in langer Gestalt und in Münze" geworden, so daß sie bei der Wiederausgabe nicht melst als 4 Gl. ertragen, während die Berner volle Bezahlung in Kronen erhalten hätten. Wenn dem also wäre, so könnte man es nicht billigen, da hiemit Ungehorsam gepflanzt und dem König übel gedient würde. Wiewohl man solchen Angaben keinen Glauben schenke, zeige mall dies doch an mit dem ernsten Befehl, das den ander» eidg. Hauptleuten zur Kenntniß zu bringen, damit der „Uebernutz", den sich Einzelne zugeeignet haben möchte», den Knechten ersetzt iverde. 2. Ermahnung zur Vorsicht, ?c. St, A. B°r,n T-ms-h Missw -n, v, e. assd. 5) 1524, 2. März, Biagrassa. Hans von Dießbach und gemeine Hauptleute au die zu Tagen versammelte» Boten der Eidgenossen. Antwort auf das Schreiben dd. 23. Februar (Dienstag nach Reminiseerc), mit „demüthigci» Dank für die damit bewiesene Liebe, ze. Vor ungefähr vier Wochen seien die Feinde mit aller Macht aus Mnil»»^ weggezogen, etiva vier Miglien von dem diesseitigen Lager, in der Absicht, dnrch ihre große Zahl zu schrecke», damit „das Wasser" übergeben würde; da man sich aber zur Gegenwehr tapfer gerüstet, so haben sie sich in ihre»' Lager unsäglich verschanzt und da zurückgehalten, sodaß man sie ohne großen Schaden nicht hätte angreifen könne"' Sie. haben auch mit großer Anstrengung über den Tessin 2 oder 3 Brücken geschlagen, um den Proviant abz»' schneiden, ihren Zweck aber nicht erreicht, indem man bisher keinen Mangel gelitten; darum glaube man, daß I" es nicht mehr lange aushalten werden, weil es ihnen selbst an Geld und Nahrung fehle; man hoffe daher d»^ Land in kurzer Zeit zu erobern, wenn Vernunft und Einigkeit und Gehorsam „regieren" wie bisher; dar»»' werde nöthig sein, daß die Obrigkeiten ihre väterliche Hülfe dazu thun und besonders diejenige», die eigenmächt'!! abziehen, für ihren Ungehorsam strafen. Derzeit sei man den Feinden noch stark genug; mau wolle auch d»' häufigen Warnungen der Obern stetig im Ange behalten und keinen Vorthcil auf's Spiel setzen, w. lieber d» gemeldeten Umtriebe des Bischofs von Genf wolle man sich genauer erkundigen und dann Schritte thun, seinen falschen bösen Listen zuvorzukommen, ?c. — Nachschrift: Ans Mittwoch nach Datum dieses Briefs (2. ' sei der Feind mit ganzer Macht aus dem Lager über den Tessin gezogen; was er aber vorhabe, wisse man t nicht; man liege indeß noch zu Bigraß und werde da bleiben bis auf weiter» Bescheid und Rath, was das MI sein möchte. — Die letzten zwei Schreibe» ab Tagen seien von vielen Knechten verdächtigt worden, als ob I'' nicht aus der Eidgenossenschaft gekommen, sondern erdichtet wären; daher möchte mau ratheu, einen oder Nathsboten in das Feld zu verordnen, um den Knechten persönlich vorzutragen, was sie auf bloße Schrift''" nicht glauben wollen; das würde den Gehorsam und die Einigkeit erhalten und Gutes bewirken. St. A. Lucernt A. Frankreich' März 1524, 389 I7T Lucern. 1524, 21. März f. (Montag nach dem Palmtag f.). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, (1. 2. t. 540. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, p. 173. X. p. 39. KantvuSarchiv Basel: Abschiede, f. 108. KantouSarchiv ^reiburg: Abschiede, Bd. 50. KantvuSarchiv Solvthuru: Abschiede, Bd. XII. KautonSarchiv Schaffhauseu: Abschiede. Gesandte: Bern, Sebastian vom Stein (Dicßbach, Luc. Absch, 1). 105). Lucern. (Peter) Tammann; (vMob) von Hertenstein; (Peter) Zukäs; Vogt (Hans) Gössi; Vogt (Hans) Hu'g; Jacob am Ort, Raths- Achter. Uri. (Jacob) Troger, Ammann, Schuir»;, (Gilg) Nychmuth, Ammann. Obrvaldcn, (Niklans) Halter, Ammann. Nidwaldcn. (Marqnard) Zeiger, Ainmann. Zug. Vogt Schönbr,inner; (Ulrich?) Staub. Glarus. (Jost) Tschudi, Ännnann. Basel. (Niemand). Freibnrg. Venner (Hans) Krunnnenstoll. ^olothurn, (Hans) Stölli, Schultheiß. Schaffhausen, Ludwig von Fnlach, Appenzell, Broger; Landweibel, Abt St. Galle». Ludwig von Helmstorf. Stadt St. Gallen, ... Seckelineister. Wallis. Thomas von Schalon, — (Lncerner Abschied). U. 1. Dieser Tag wurde iir aller Eile angesetzt auf die Mahnung von Bern, und zwar auf Airrufen der ^uzösisckM Gesandtschaft, auch des Herrn von Sormann und der drei aus dem Felde gesendeten Hauptlente. Nachdem man diese verhört und auch einige aufgefangene Briefe des Hieronymus Morone verlesen; nachdem ^'lier der französische Admiral und Marschall ihr Begehren vorgebracht, zur Beendigung des Krieges ein sofor- Aufgebe von 8000 Knechten zn erhalten, um ohne Verzug nach Varese und „Galera" zu ziehen, die Heinde ei»,zuschließen und mit der Hülfe Gottes zn überwinden oder wenigstens zu trennen, hat man beschlossen, Aufbruch zu bewilligen, doch mit dem Beding, daß die französischen Anwälte selbst die Hauptlente suchen, die nöthigcn Knechte irnd das Geld aufbringen können; man wolle aber jeden Zwang vermeiden, nach schalt der Vereinnng, 2, Beinebens wird der König dafür entschuldigt, daß er für diese Werbung nicht mit d verschen, da er durch den Zufall überrascht worden sei; nichts desto weniger werde er diejenigen, die ihm '"'M ia kurzer Zeit gut bezahlen. Wenn die Eidgenossen irgendwo Geld auf Zins oder sonstwie aufzubrechen Müßten, so worde er das gütlich zurückerstatte»,. Ii In dem Streit zwischen Peter Graf's sel. Erben von St. alle» und seiner Witwe Susanna werden Klage und Antwort samt den zndiencnden Briefen verhört, und der °te von St. Gallen nochmals beauftragt, dafür zn wirken, daß seine Obern den Handel gütlich zu „richten" ""'suchen; ist dies nicht möglich, so soll derselbe ans die Jahrrechnung zn Baden kommen; inzwischen soll der Rhcinthal angelegte Haft in Kräften bleiben, wenn nicht ein gütlicher Austrag zu Stande kommt. «. Auf ' "suchen der französischen Botschaft nnd der drei Hauptlente aus Mailand, ihnen zur Bekräftigung der an die ^chte erlassenen Schreiben zwei Nathsboten zn sende»,, wird verfügt, es solle» Bern und llri Boten verordnen, u»f Doustag nach Ostern (31. März) in Lucern ihre Instructionen in Empfang zu nehmen haben, «I. 1, Der -"sog von Savoyen läßt schriftlich nnd durch einen Boten berichten, daß der Papst eine Botschaft „heraus" u»d^' ^ gunzen Christenheit Friede zn machen, 2, Betreffend den Bischof von Genf, die von Bercelli andere von Picmont wird dem Boten geantwortet, der Herzog möchte sich vorsehen, daß weder dem König 1 de» Eidgenossen von dort aus etwas Feindliches begegne, da man ihn dafür haftbar machen würde, i 1324, 17, März (Donstag vor dem Palmtag), St, Galle», Abt Franciscns a» die eidg, Botschaften 'ucern. Ein Gotteshausmann, Wißhans Marti», sei lange Zeit im Gefängnis; gelegen »nd zuletzt nach Lnccrn '1" worden, wo er noch liege, vermuthlich nicht unverdient; es bitten aber Frau „nd Kinder und andere 390 März 1524. Verwandte um Verwendung für seine Ledigung. In Betracht dieser heiligen Zeit und der langwierigen, schmerzvolle!? und kostspieligen Gefangenschaft begehre er nun, daß die Eidgenosse!? denselbei? gnädig entlassen. St. A. Lucern: Missiven. f. 1524, 18. März (Freitag nach Jndica). Basel an die eidg. Botschaften in Lucern. 1. Auf den Tag nach Lätarc habe man diesseits Jacob Meyer, alt-Oberstzunftmeister, abgefertigt in der Hoffnung, daß die ihm befohlene!? Anliege,? freundliches Gehör finden würden. Dennoch sei das nicht geschehen; denn nachdem der Bote seine Instruction betreffend den Priester zu Richen vorgetragen, habe Vogt Hug voi? Lucern, obwohl „die Frage nicht ai? ihn? gewesen", öffentlich gesagt, „wir thüen mit dem pricstcr zno Richen grad wie wir inen, unser" Eidgnossen voi? Lucern, mit Adam Petri, den? schelmen, gethon, und uns sy(e) wol zno Basel mit sölchen schelmen und böswichten; ouch sich deß nit fettigen lasse??, sonder wyter geredt rif (die) Meinung, diewyl unser bott in Adam Petri(s) fachen allhie abtretten, als ob er darumb des büechlins ouch verdacht, von derselbe» Handlung getretten sin sölt, zc." Das bedanre man nicht bloß an Vogt Hng (um den man solches nicht verdient), sondern auch ai? den Schultheißen von Lucern, die dabei gesessen, aber zu diesen Beschimpfungen geschwiege" habei?; denn Gott sei Lob habe man bisher das Uebel dermaßen gestraft, daß man solcher Verdächtigungen billig enthoben sein sollte. In der Sache Petri's habe man Lucern zu Gefallen bewirkt, daß sich der Beklagte zum Widerrufe erboten und in die Strafe ergeben, sodaß man rvohl hätte erwarten dürfen, daß Lucern den Seinige" derartige Schmähungen nicht gestatten würde. Dem genannten Boten geschehe ebenfalls Unrecht, wenn er einer Mitschuld verdächtigt werde, und wolle man ihn deßhalb genugsam verantwortet haben. Da nun aus solche" Tagleistnngen mehr Widerwillen als Freundschaft erwachse, und man nichts Sträfliches glaube gethan zu habe", auch die Boten nicht so wolle „stumpfieren" lassen, so habe man diesmal Niemand geschickt, bitte aber, dieß Angelegenheit zu Herzen zu nehmen, die Folgen zu betrachten und in der Sache so zu handeln, daß man künfbg vor solchen Anfechtungen gesichert sei. 2. Auf das Schreiben von Bern, betreffend den Aufbruch von 8l)l>Ü Knechten, habe man sich entschlossen, treulich zu erstatten, was die Vereinung erfordere, mehr jedoch nicht. K. A. Basel: Missio-n- I» fehlt in? Basler, Freibnrger, Solothurner und Schaffhauser Exemplar. Zu:i. Hier sind folgende Acten beizurücken: 1) 1524, 13. März, Jvren. Sebastian von Dicßbnch und Jost Blättli an die eidg. Boten auf dem „nö^ gehaltenen" Tag zn Lucern und jedes Ort besonders. Da sich der Feind zwischen Novarra und Vercelli getagt habe, so werde den Eidgenossen zu N. ein großer Theil des Proviants abgebrochen, wiewohl gegenwärtig kein Mangel zn spüren sei; weil das aber ans die Dauer nicht erträglich wäre, so erheische die Nothdurft, ^ der beschlossene Aufbruch rasch uüd vollständig stattfinde, und daß sich auch die zaudernden Orte entschließe», es sich um die Ehre der Eidgenossenschaft handle; denn der Feind sperre zu Vcrcell die Straßen so, daß mj" noch nicht wisse durchzukommen; doch werde man es jetzt versuchen; indessen gehen der Herr von Font und -t . (Antoui) Brunz (?) den beiden vorrückenden Zuzügen entgegen; wenn diese zusammenstoßen, so werde mit Got"'^ Hülfe etwas Gutes geschafft werden können, ?c. St. A.Lmern: A. Frankreich- 2) 1524, 13. März (Sonntag Indien). Bern an Schaffhnusen. Die Hauptlcute und die franzößl^ Anwälte in Mailand haben schriftlich das Begehren um einen neuen Aufbruch gestellt, worüber die beilicgi» Schrift (von Härder?) wohl Bericht geben werde. Da nun die Nothdurft erheische, die Leute nicht zu verla» ' so sei man gesonnen, die auf Manu erforderliche Zahl zu stellen, wiewohl die Bezahlung jetzt nicht vorhanden sei. Da nun die große Gefahr ein eilendes Handeln erfordere, so habe man hiefür einen Tag " Lucern angesetzt auf dm Palmtag, Zt. ?c. «.A. Schaffhaus-n: Korrespondenz-"- 3) 1524, 13. März (Sonntag Jndica). Dasselbe an Luccru, Basel :c. Im Wesentlichen gleichlautend- St. A. Luccrn: Missiven. — St. A. Bern: Teutsch Missiven 233. 234 a. — K. A. Basel: Abschiede« Mär; 1524, 391 4, 1524 14. März (Montag »ach I.). Dasselbe an (die verbnrgcrtcn Gemeinden? „fründ nnd gctrüwen lieben b urger"' in der Anrede; eine Adresse fehlt). In gleicher Sache. S.. A. B-rn- rcu.sch M.ss.°°n n. r. ... 5) 1524 16. Marz, um Vesper. VM. und Rath von Chnr an Landrichter und Rath des Grauen Bundes. Mitteilung eben empfangener Schriften. Weil die Sachen so stehe», daß es dem König, auch dem Vaterland und den Angehörigen im Felde sehr nützlich sein werde, dieses Begehre» „nicht zu verachten , so habe man eine Botschaft nach Lucern aesehickt und bitte nun ernstlich, dasselbe zu thnn, und weil d.e Umstände keinen Verzug ertragen so hoffe man,' daß die Botschaft des ober» Bundes, wie auch die von de» (X) Gerichten, sofort c.Iends naäMiten werde ?c (Original). " ^Vcrmnthlich erging ein gleiches Schreiben an die Zehn Gerichte. Vgl. Absch. 171, Note o, 3. 6) 15°>4 23 März (Mittwoch vor Ostern), Lucern. Dangcrant an Schaffhauscn. Gesuch, den» vom König bestellten Hauptmann Hans „Hangt" (Haak?) die (erste?) Soldzahlung vorzustrecken, -c. -c. 7) 1524, 4. April, Luccrn. Derselbe. Wiederholung des gleichen Begehrens. K. N. Sch°ssh->»i°.u aom,p°ndtnz.n. Zu «I, 1. Trotz dem Schweigen des Abschieds glauben wir hier das bezügliche päpstliche Brcvc einordnen Zu sollen, das bcincbens auch die Neligionsfragc berührt. 1) 1524 25 Februar Rom. Papst Clemens XII. an die in Lncern versammelten eidg. Boten, „Dileoti Mi, est. Drätas aoospimüs littoras vostras, guibus et cke vostra porpotua in sanotam sockom apostolioam Msarvantia et Se ea gua porsonam nostram sompor prosoeuti asti» bemvulont.a kao.t.s nos j oort.oros, guo- ruw noutrum, et si erat nobis obsourum. propteroa guoä saopo maxim.s rn rebus utr.usguo elara tost.mon.a praostitistis: tarnen on.nis commomoratio per vos laota nos ckolootavit, ae praosortim momor.a soo.o- ! tat.s Min» gua simul nliguancko vorsati. ea tunckamonta mntuae benivolentiae zoo.mus, ut negue vos »ostr. no- Minis obliti. nenne nos vestrae virtntis imnrenrores esse possimus. Xune gu.ckem, pestgua.n uns nmnr- > po ans Dens sua insorutabili provickontia ack sumnri apostolatus apieem sublatos, srras ,n terr.s xerere v.oos volu.t, ack vetsrem nnstrum in Dovotiones vostras animunr, pnternam etiam ackzunx.mus ol.ar.taton,; mo- > n.taguo vestra illa grate aooopimus, guibus nos all paeis proourationem et all koretienrrim oxtirpationom ookortantos, ^°s kore nobis ackzutoros pollieemini. tjuock guickem auxilium et promissionem vestranr > magn. aestnnamus ua in altera guickem praeelari vestri kaeti atgue eonsilii, guo serpere guaerenti ack vos per rnrpras suorum ministrorum kaotionos, sati.anae ackitum interolusistis, kam» et praeckieatro zam enm rnaxnna > vestra glor.a Migue pervagata est; eui kaoto nos etiam bonorem lrabituri et grat.am rolaturr .lata oooas.ono sumus. In altera vero guock »ck paeem et ack eoneorckian. generalem attinet. ereckere vos volumus, nos > s.mulae pas- Male oMei'un. exeroenckum suseepi.nus, eaeteris bumanis atkeetibus postpositis; eommunis erga ounetos putris et Pietäten, et euram eor.tinuo snseepisse. Xtgue r.tinam gn.rnto nos stuck.o ool.ortan.ur »ck > paeem, tantum nostra paterna vox anetoritatis Kaberet - esset ack mockieum tempus, seckatrs .nnumorab.bbus, gu.bus Mprimitur malis, . l.ristianitas in pristinnm statu... restituta, guo a ckomest.e.s ckan.n.s ...eom- > mock.sgne «bera, ackversus externa« kostes vim et virtuten. suan. ostenckeret- guock kaeere s. nngnan. opportnnum «kristianae Reipublieae kuit, nune summe est neeessarium, seck I.u.e nostro pro labor. Dens m.se» os > u »»'.venire et ackesse pro sua elementia ckignetur, ab omnibus nob.s roganckus est, vovot.ones gn.ckom r estrae, «i snas partes interponent ack suggerenckan. paeem, nil.il alienum kae.ent, aut ea kcke, gua Doo... p..- i nns °unt obstrietae, aut ea laucke, guan. multis pii« et kortibns suis kaetis al.as sunt eonseentae. (P.ock u agere et in eo elaborare nobiseun. velint, magnopere Mas in Domino kortamur. Xos pr.st.nr.m nostrum ... .stam Mtissimam Nationen, animum et eonservamus enm summa benivolent.a, et nb. oeeas.o ae seck.s apostol.eae b°nor exegerit. sumus opere et kaetis ckeelaraturi. Datum, eet. cka. Sackoletus. S.. A. Sodann ist beispielsweise anzureihen: cm -,»» c- eo c.< c 2) 1524 2. März. Konstanz. Ennius. Bischof von V-rnlau. an Chur. We.tlauf.ge Empfehlung der von d°m Papst betriebenen Friedensnn.erhandlnug mit Hülfe der Eidgenossen und der Bunde und zwar eben vor der in befürchtenden Schlacht, -c. Bitte um bezügliche Räthe. Crcditiv für Johann de Praposit.s, Chorherr von - Ehur, in gleicher Sache. Gr°ubünd.»: (G.-ichz.u.g. k-agch. 392 April 1524. Zu «I, 2. Es sind nachträglich folgende Acten zu bemerken: 1) 1524, 5. März. Bern an den Herzog von Savoyen. Der von dem Tag in Lucern zurückgekehrte Bote habe gemeldet, wie unzufrieden die Eidgenossen darüber seien, daß der Bischof von Genf noch immer jenseit der Berge verweile und gegen den König von Frankreich und die Eidgenossen mit dem Connetable Umtriebe mache, ja man vernehme, daß der Herzog von Mailand Gesandte zu ihm, den, Herzog von Savoyen, geschickt, die sich nun bei ihm aufhalten, was großen Verdacht errege, sodaß'der Herzog, wenn er die Eidgenossen nicht zu beruhige» wüßte, vielleicht einen Angriff zu gewärtigen hätte. Wenn er also seine Lande und Unterthanen vor Schaden z» bewahren wünsche, so möge er den Bischof zurückrufen, die Gesandten wegschicken und nichts unternehmen, was ihm Feindschaft (von dieser Seite) zuziehen könnte; sonst würde er die Verheerung seines Gebiets zu besorgen haben, was man in treuer Meinung als Bundesgenosse und Nachbar anzeigen wolle, ?c. St. A. Bern: Latein. Missiven I. 109 a. 2) 1524, 14. März. Bern an den Herzog von Savoyen. Man hätte erwartet, daß er dem letzten Schreiben . «' (Recapitulation, s. 5. März) willfahren würde, höre jetzt aber von dem eben aus Lncern zurückgekommenen Boten, daß jene Ermahnungen und Räthe erfolglos geblieben, was den Eidgenossen insgesamt nicht wenig mißfalle, denn man könne wohl ermessen, daß daraus für den König und die Eidgenossenschaft der größte Schaden entstehen könnte, und er, der Herzog, niöge glauben, daß ohne die Zwischeukunft Berns über Mittel wäre gerathschlagt worden, wie man gegen die Mailänder Gesandten und den Bischof von Genf verfahren wolle; damit nun aber die bisher beobachtete Freundschaft bestehen bleibe, bitte man nochmals, jene Gesandten aus dem Gebiet Savoyens ivegZw weisen und zu verschaffen, daß der Bischof zurückkehre und an feindlichen Umtrieben sich nicht mehr betheilige, widrigenfalls wolle man, wenn dem Herzog etwas Feindliches zustieße, ihn dem Bunde gemäß gewarnt haben« St. A. Bern: Latein. Missiven I. 110 a. 3) 1524, 16. März. Bern an den Herzog von Savoyen. Durch Briese der Augehörigen, die im Geb» von Mailand (dem König) diene», vernehme man, daß-ihnen die von Vercelli die Zufuhr sperren und die ans dem Wege betroffenen Lieferungen wegnehmen, was den Eidgenossen beschwerlich und nicht zu ertragen sei. Dnwll nun der Herzog nicht den Verdacht der Parteilichkeit und der Feindschaft, zuwider dem Bündniß, auf sich lnbe, wolle mau ihn des dringendsten ermahnen, seine Unterthanen insgemein und besonders die von Vercelli anzuhalten' den Verkehr mit Lebensmitteln und andern Bedürfnissen, die den Eidgenossen zugeführt werden, in keiner Weiß zu hindern und überhaupt nichts Unfreundliches gegen sie zu thun; im andern Falle dürste er es nicht nln'l deuten, wenn diesseits Maßregeln der Selbsthülfe ergriffen würden; deßhalb möge er sich auf dem Tag in Lucern, der nächsten Montag beginne, (erklären und) entschuldigen. St. A.Bcm«. La,°m. Msswen i. ni v. 17». Lucern. 1524, 1. April f. (Freitag nach Ostern f.). Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschiede d. 2. k. 543. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 9, 5. 138. ^ Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede >V. i>. 176. X. p. 43. ÄantonSarchiv Basel: Abschiede k. 107. jiantvnSarchiv Freibnrg: Abschiede Dd- KantonSarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. XII. Gesandte: Zürich. Jacob Grebel; M. (Heinrich) Walder. Bern. Sebastian von Dießbach; Anton Lncern. Peter Tannnnnn; (Peter) Zukäs; Vogt Hug; Vogt Gössi; Jacob am Ort. Nri. Vogt Blällll' (Jacob Troger, Annnnnn). Schwyz. (Gilg) Nychmuth, Ammann. Obwalden. (Niklans) Halter, Amman"' Nidmalden. (Marquardt) Zelger, Annnnnn. Zug. Götschi z'Hag. Glarus. (Jost) Tschndi, Amman"' Basel. (Jacob Götz), Salzherr, und (Urban vom Brunn). Freiburg. Hans Gadion (Ammann!). Solo thurn. (Hans) Stölli, Schultheiß. Schaffhnnsen. Ludwig von Fulach. Appenzell. (Nicht angegeben)« (Lncerncr Absch.). April 1524. 393 Der Bischof von Constanz begehrt abermals Antwort auf die zu Lucern und Frauenfeld gehalteneu Vorträge betreffend das zu erlassende Mandat; man möchte ihm vergönnen, dasselbe in seinem Bisthum bekannt Zu machen. Heimzubringen und beförderlich Antwort zu geben. I». 1. Die drei Fürstbischöfe von Constanz, ^usel und Lausanne lassen durch eine ansehnliche Gesandtschaft ihre Anliegen mündlich und schriftlich vorbringen. "iZeil aber nicht alle Boten hierüber instrnirt sind, so wird dies ernstlich heimzubringen beschlossen, damit auf ^ui nächsten Tag bestimmte Antwort gegeben werde, und die drei Bischöfe wissen, was sie von jedem Ort zu ^warten haben. 2. Ans dieses Anbringen der Bischöfe und die Betrachtung, daß andere schwere Sachen und Händel täglich begegnen, hat man ans diesem Tage allerlei davon geredet und dabei gemerkt, daß solche Jrrnngen )t jedermann zu Herzen gehen, wie sie sollten; daß ans den Tagen viele gute glatte Worte gegeben werden, ^uber, wie zu besorgen, nicht ernst gemeint sind. Da nun einige Orte des festen Willens sind, solcher lutherischen "^ecie und Irrung" nach Kräften zu wehren, während es ungewiß ist, wessen sie sich von den andern Orten Zu versehen haben, so wirkk jetzt „lnter abgcrcdt", es solle jedes Ort ans nächsten Tag („mit lntern nnvcrdacktcn ^orten") ci„c deutliche Antwort geben, ob es Willens sei, diese lutherische Irrung zu bekämpfen oder nicht, ainit Jedermann wisse, was er von dem Andern zu halten habe, und diejenigen, die dem Neuen wehren wollen, ^ Zu einander thun und Maßregeln treffen können nach Nothdnrft. <». 1. Die französische Botschaft berichtet, die Untcrthancn des Herzogs von Savopen dies- und jenseit des Gebirges gegen den König und die Eid- ^Uossea sich parteiisch und unschicklich verhalten, indem sie Briefe auffangen. Der Herr von St. Saphorin, der "ut den Herzogen von Mailand und Bonrbon gewisse Umtriebe gemacht, habe es übernommen, etliche Aufbrüche ^llon die Eidgenossen zu bewerkstelligen, was durch aufgefundene Briefe bekannt geworden sei. Der Herzog habe . "Bischof von Genf noch immer nicht vermocht, über das Gebirge zurückzukehren, und halte zudem eine Botest des Herzogs von Bar an seinem Hofe, ?c. 2. Darauf hat man nochmals „in bester Form" an den ^Z°g von Savoyen geschrieben, er möge die Seinen anhalten, sich gegep den König und die Eidgenossen Fuders za benehmen. Nichtsdestoweniger will man heimbringen und sich bcrathen, wie man sich ferner gegen den ^/'Zog verhalten wolle, wenn er und die Seinen ans ihrem Treiben beharren. «I. Der päpstliche Gesandte, jj/los Veroli, hat auf diesen Tag geschrieben, es sei ihm von dem Papste befohlen, mit den Eidgenossen oinen Frieden zu reden; er bitte um Antwort. Da man von der französischen Botschaft vernimmt, daß der /pst nn den König von Frankreich in gleichem Sinne geworben, lind man zuvor des Königs Entschluß zu kennen ."'/cht; da auch Niemand hiefür instrnirt ist, so will man den Antrag heimbringen; dem Bischof wird dies st^ch angezeigt. «. Auf Begehren der französischen Botschaft sollte Zürich endliche Antwort geben, ob es ^ "> die Vercinung mit dem König treten wolle; weil aber die jetzigen Boten davon nichts wissen wollen, °j>ni inan „bis nn ein Hintersichbringen gerathen", ob man nochmals eine Botschaft von drei, vier oder mehrern ^'u dahin senden wolle, um von ihnen (den Rathen) und ihren Gemcindcn Antwort zu fordern. Darüber dx? ^ "uf dkm nächsten Tag erklären, i. (Antworten von Zürich.)* 1. Betreffend die beklagte Nenßcrnng ^ Wiehes zn Töß (5. Artikel) l Sie (die Räthe) haben denselben sofort, nachdem sie die Sache erfahren, ins . chugast) Iklegt und da er nichts eingestanden, viele Zeugen verhört, die aber nichts von dem wissen wollten; darauf i>er g,, ' Abschiede enthalte» ein handschriftliches Aktenstück mit folgendem Titel! „Antwnrt so ein Bürgermeister, Rat nnd ^ nempt die zweihundert der statt Zürich, iren getrüwen lieben Eidgnossen der rj Orten über ein teil der iuhalt einer Jnstrnction fürgehalten, mit handlicher gschrift geben habend, nnd bcschnchen ist us den rri tag des Vgl. lv ^°kzen Anno Domini NOrriiij." — Als Ergänzung gehört dazu eine Druckschrift mit dem gleichen Titel (25 S. 4°)> 'e unten folgende Note. 394 April 1524, haben sie Lucern gebeten, ihnen, auf ihre Kosten, die Kläger zur Confrontation mit dem Wirth nach Zürich zu senden, haben aber noch immer umsonst darauf warten müssen; derselbe habe sich auch erboten, die Strafe zu erdulden, wenn man ihn überweisen könne; es scheine jedoch, das; kr mit Unrecht beschuldigt worden, und ein Anderer, den die Kläger für den Wirth angesehen, während der Gefangene zu jener Zeit nicht zu Hause gewesen, s^ unschicklich geäußert habe; wüßte Jemand den rechten Schuldigen zu bezeichnen, so würde derselbe nach Verdienen bestraft werden. 2. Der Frevel zu Wädensweil (7, Artikel) sei Niemandem mehr leid als ihnen; deßhalb habe» sie auch sogleich den Proceß angehoben und die Urheber bestraft, und seien sie bereit, das Recht noch wecke' walten zu lassen, 3. Was den Vogt im Aargau, Thomas Meyer, und seine Predigten betreffe (8, Art.), so ^ derselbe, nachdem ihm die Anklage vorgelesen worden, in Gegenwart der eidgenössischen Noten aufgestanden "»d habe sich also verthcidigt: Er trage stets ein neues Testament bei sich, um sich zu Zeiten nach seiner Seele Seligkeit zu ergötzen; wenn er etwa in die Acmtcr gekommen, habe sich oft die Menge um ihn versammelt und ihn gebeten, daraus vorzulesen; das habe er dann auch gethan, wenn er gerade nichts Anderes zu schaffen gehabt, sei das gegen Gott und den christlichen Glauben oder die Eidgenossenschaft, so wolle er Gottes Strafe erwarte"- Diese Rechtfertigung scheine seinen Obern genügend, indem sie hoffen, daß, wenn er und die frommen Leu" schon von Gott lesen und reden, dadurch in seinen Amtspflichten nichts versäumt werde, 4, Betreffend dc" l4, Artikel der Instruction, nämlich das Gerücht, daß einige Orte im Sinn gehabt hätten, Zürich zu überzieht"' was die eils Orte gänzlich in Abrede stellen, wolle es ihrer Versicherung Glauben schenken, und habe sich immer versehen, daß sie gegen Zürich die Bünde zu halten gedenken, und verspreche es ihnen gleicherweise """ Aufopferung von Ehre, Leib und Gut dieselben zum treulichsten zu halten und sich den Eidgenossen ' Vermögen gleichförmig zu machen. 5. Der Vorwurf im 15, Artikel/daß sie (Zürich) päpstisch oder kaiser't seien und bei ausländischen Städten Hülfe und Bündnisse suchen, werde, da die Eidgenossen erklären, so nicht zu glauben, wohl nur von Einzelnen geäußert worden sein; sie sagen dafür Dank, daß man auf s"^ Reden keinen Glauben gesetzt, und versichern, daß man an Zürich stets finden werde, was es schriftlich mündlich bisher anerboten, 6. Auf den letzten Artikel, in welchem die Eidgenossen sie ersuchen, die (Haupcke"^ und Knechte) zu begnadigen, die ihnen zu Hülfe gezogen, erwidern sie: Sie möchten mit den Ihrigen blcibe"' wie sie bisher gewesen, und mit niemanden um Geld eine Hilfsvcreinnng eingehen, bei den bestehenden beharren und sie treulich halten, Sic und die Ihrigen leisten auch alle halbe Jahre den Eid, von Fürsie" > Herren keinen Dienst oder Sold, weder Mieth noch Gaben anzunehmen, in keinen Krieg zu ziehen :c. Da Einige diesen ihren Eid und andere schwere Verbote gebrochen, in den Dienst und Sold des Königs von Fra">" ' mit dem Zürich nicht verbündet, gezogen seien, so könne die Obrigkeit einstweilen, ohne Wissen und Zusti""" ' der Landschaft, keine andere Antwort geben. Man habe übrigens längst einem Jeden, der sich verantworten wo ^ Geleit und Sicherheit gegeben und auch schon Einigen, ihren Worten glaubend, das Beste gethan, wiewohl vor Jahren schon den König und der Eidgenossen Boten gebeten, mit den Hanptleuten zu verschaffen, die Angehörigen von Zürich nirgends annehmen, hinführen noch ungehorsam machen. 7, Man bemerke " daß bei dem letzten päpstlichen Zug einige Zürcher eidgenössische Knechte aufgewiegelt und gegen die Eidge" ^ geführt haben, daß aber dieselben in andern Orten nicht dermaßen verbannt und verfolgt worden seien, Zürich thne. Darauf sei in aller Kürze ihre Erwiderung die: Es sei, wie Allen bekannt, sobald die Ben'" durch die zwölf Orte beschlossen worden, der Bischof von Verulani als päpstlicher Gesandter gekommen und ^ geklagt, daß der König von Frankreich die Stadt Retz (Reggio) mit Truppen überfallen, und gemäß der einung um eine Anzahl Knechte gebeten oder gefordert, daß keinem Theile Truppen gegeben werden «»i -s»" April 1524, 395 Mgen haben die Eidgenossen dem Papste trcne Haltung des Bundes versprochen, und endlich Zürich aus einem ^age zu Zug bestimmt erklärt, daß es der Vereinung gemäß dem Papste Knechte znsenden wolle, entweder mit Men Eidgenossen oder mit mehreren Orten, oder, wenn je kein anderes Ort wolle, allein; denn in allen Per Mungen sei der Papst vorbehalten. Darauf habe man einen Auszug veranstaltet und dein Papste die Knechte Zugeschickt, aber niemand anders aufgewiegelt, besoldet oder weggeführt. Was damals den Eidgenossen Widerwärtiges begegnet, sei Zürich leid; es bezweifle aber, daß solches von den Seinigcn geschehen. Es wolle auch, "bschon ein Ort dem andern zu Beschirmung seines Regiments, seiner Ordnungen und Satzungen, oft nicht ^gleich Gxhz,. ^hc, Altvordern Treue, Gunst und Liebe nicht vergessen und erlöschen lassen, sondern ein- w'd«' beschirmen helfen und dafür sorgen, daß jedes Ort bei seinem guten Regiment bleiben könne. 8. Auch -Äuch stß u,jx hjx übrigen Eidgenossen, gesonnen, alles was gegen Gott, dessen Wort und Lehre gehandelt würde, euütlich zu strafen und sich von den andern Eidgenossen nicht zu trennen, sondern in den Bünden und in Allem, nicht wider Gottes Wort und nicht zur Treuuuug seines „Regiments" dienen würde, sich denselben glcich- °Mig zu machen, damit die Ehre Gottes, seiner würdigen Mutler, der ewig reineil Magd Maria, der auserwähltcn Heilige,, und Engel (die Niemand schwächen möge), erhalten werde, und zu Allem hülfrciche Hand zu bieten, "as zur Erhaltung christlicher Liebe und Friedens diene, auch der Eidgenossen Lob und Ehre, ivie die eigene, Z" schützen, ihre Schmach und Schande wie die eigene auszutilgen, und dies lim so mehr, als man erkenne, aß den Eidgenossen Niemand hold sei, als wer sie zu seinem eigenen Nutze» brauche; wenn aber der Allmächtige 'wt ihnen sei, so könne Niemand wider sie sein. 9. Die Eidgenossen möchten diese Antwort auf ihre Artikel, wie die mitgehende gedruckte, in guter Meinung aufnehmen und sie in Allein frcnndlich dcnten. 10. Auf die Page, ob die Boteil diesen Schriften nichts mehr mündlich beizufügen haben, habeil sie es dabei bewenden ' 55' In dein Span wegen Weiningen ist Schultheiß Effingcr, als Vogt der jungen Meyer, erschienen. -> 'Anhörung beider Parteien hat man das Geschäft auf die Jahrrechuung zu Baden verwiesen. Indessen ^bt es Befehl, daß der Vogt, was Maleficisches vorfiele, nach Verdienen bestrafen solle. I». Bern Antwort über die „Mannschaft" zu Neuenbürg. Da nicht alle Boten instruirt sind, so wird dieser Handel Ms die Jahrrechnung zu Neuenbürg „aufgeschlagen". I. 1. Auf vorigen Tagen wurde auf schriftliches Pchen der königlichen Anwälte zu Mailand und mündliche Werbung der eidgenössischen Hanptlcute ein eiliger wuch von 8000 Mail» bewilligt, der aber wegen ausgebliebener Bezahlung noch nicht zu Staude gekommen . ' Hetzt wird das Gesuch erneuert; wenn auch gegenwärtig das Geld nicht vorhanden sei, so wollen die Anwälte l gute Versicherungen von dem König beschaffen, daß Niemand dieser Eile wegen etwas zu verlieren habe, Zu gebührenden Terminen alles bezahlen werde. 2. Auf diese Erklärung hin und die Nachricht, daß Aufbruch fürchten, sowie auf die Erinnerung, wie man schon öfter die Leute im Felde vertröstet 'huen Hülfe verheißen, wird der französischen Gesandtschaft nochmals gestattet, in Eile mit den Hauptlentc» Mo»,inen und den Aufbruch zu beschleunigen, in der guten Hoffnung, daß auch die Orte, die »och nicht zu- dn^'> nicht söudern und der Eidgenossen Lob und Nutzen fördern helfen. Ii.. Mau vernimmt als gewiß, ste» ^ ^uubündner mit 4000 Knechten den Eidgenossen zu Hülfe ziehen. Darauf wird ihnen geschrieben, man besten und wünsche, daß sie sich nicht abwenden lassen, sondern ein treues Aufsehen halten, da man A, s-^' Aufbruch vorhabe. I. Auch Wallis wird von diesem Aufbruch benachrichtigt und um getreues glaubhast angezeigt wird, daß der Wirth zum Salinen in Zürich geredet, Alle, die Hottinger gcurtheilt, seien Ketzer, Bösewichte und Mörder, so werden die Boten von Zürich beauftragt, ° Herren und Obern zu ermahnen, daß sie jenen Wirth ernstlich strafen, indem man solche „hochrüerend?" 396 April 1524, Schmachreden, die nicht allein die Boten, die bei der Sache gehandelt, sondern auch die zwölf Orte angehe», keineswegs dulden könne noch wolle. Wenn aber Zürich wider Erwarten ihn nicht bestrafte, so begehre man, daß es ihn zum Rechten handhabe, damit ihn die Eidgenossen berechtigen können, i». Da eilf Orte dem Kömg einen Aufbruch von 6(1t)() bis 76<)t) Knechten bewilligt und den Anwälten «erstattet haben, die Hauptlcute Z» bestellen und die Knechte zu nehmen, wo sie zu finden seien, aber Basel's Instruction hiemit nicht übereinstimmt, indem es nur gemäß der Vcreinnng die Knechte will anwerben lassen, so wird mit Rücksicht auf die dringende Roth Basel angelegentlich gebeten, sich nicht zu söndern und des Königs Botschaft nicht zu wehren, wenn ße Hanptleute und Knechte erhalten könnte. «». Die IV Waldstätte samt Zug sollen ihre Botschaft, ans nächste Freitag, zu früher Rathszeit, in Beggenried haben, wie jeder Bote weiß. z». Es wird ein anderer Tag angesetzt, wiederum nach Lucern, auf Dienstag vor St. Georg (19. April). Jedes Ort soll auf den letzten Sonntag im Mai (29. Mai) seine Botschaft zur Jahrrechnung in Neuenbürg haben. i . Auf das Schreiben Ulrichs von Habspcrg, betreffend den Vogt „von Günuikon" und den Göldli, läßt man es bei der früher gegebenen Antwort bleiben, daß nämlich Basel mit dem Rechten fürfahren möge. Bern, Basel, Freiburg, Solothurn ?e. datiren gleichbedeutend Freitag vor Quasimodo. aus dem Zürcheb p ans dem Basler Exemplar. «» fehlt in allen (erhaltenen) Abschieden außer Lucern. Im klebrigen mattgck' dem Zürcher U, I', i, n, dem Freiburger, Solothurner und Schaffhauser l, ir, dem Solothurner auch ^ Da 1° ein selbständiges Actcustück bildet, so ist es mehrorts versetzt (Freiburg: Abschiede Bd. 12; Luccrn: »»1 in den Acten Neligionshändct, w.). Zu i». Project eines Mandats au die Geistlichen des Bisthums Constnnz. „Wir von Stctt und Lande» der Aidgnoschaft botschaften, jetz zuo (Lucern) versamlet, embieten allen und jeden dccan(en), pfarrcr(cn) »» eaplön(cn) in unser landschaft und gcpieten gesessen, unser früntschaft und alles guots zuovor und zuo verneine»' Nachdem diser zit allcrlap widerwärtiger Haltungen under dem volk erwachsen, die selbigen ouch uuder üch de»' gaistlichen stand, als wir gnuogsam wüsten haben, ungehorsam und fräfel geursacht, haben wir bedacht, daß »k solichem mit der zit ivpter ungehorsam und Übels erwachsen, ouch dem hochwirdigen fürsten und Herrn, Heere» Hugen, bischoffeu zuo Costenz, uuserm gnädigen Herren und lieben pundgnossen, zuo abgang und Nachteil st»^' bischoflichen oberkcit und rechten kommen wurd, und darnmb angescchcn und beschlossen, daß uß üch nieiua» was stauds oder wcsens der spe, sich gegen gemeltem unscrm gnädigen Herrn dein bischof als üwerm ordenlich^ obern schuldiger gehorsam, Pflicht und rechten usschließen oder absündern solle, sonder daß ir den selbigen, > dann geschechcu soll und bi bischoflicher oberkeit von alter herkonren und geprucht ist, nachkomen und g^e und in allweg das thuon und handlen sollen, das ir von recht altem herkamen und gebruch schuldig sind, l ' ist ouch daruf unser ernstlich nusiuncn und Meinung, ir ivcllcnt üch dem, so jetz geinelt, und so ir dem reo) ^ alten herkome» und bruch nach schuldig sind, gegen dem abgedachten unscrm gnädigen Herren, üwerm bischest obern, und den sine» gehorsamklich und guotwillig erzaigen und üch hieruf bcwysen, ivie wir nies gänzlich sechen; dann Ivo dz nit geschechcu sollt, werden wir unfern gnädigen Herren und pundgnossen sin bischöflich obei und recht gegen üch zuo gebruchen nit verhindern. Geben (und mit unsrer lieben Eidguosseu von Lueer» ß'» in unser aller namen besigelt uf Sambstag nach dem Helgen Ostcrtag Anno w. rriiij) (2. April). Gewisse Ausdrücke und eigeuthümliche Schreibungen deuten an, daß dieses Aetenstück aus der bischistü^ Canzlei herstamme. St. A. Luccm: Allg. Abschiede t zuo Basel, und Sebastian, bischofe zuo Lose», »amen, durch Misere verordneten botschaften vor unser» lieben stünden gemeiner Eidgnoschaft tagsherren uf den tag zuo Luccrn, ersten tags des Aprellen gehalten, ordnet, augebracht soll werden. April 1524. 397 Anfänglichs inen nnsern grnoß, nnt geivonlichem früiitlichcm erbieten, anzuozeigcn. ^u»i andern, wie st) ongczwiselt crsarniß und ivüsscn trugen, (wie) etlich verrückte, iure» hur vil nnwer leeren, nnder dem schin gnotcn uller nicht, in discs ober tütsch land gebracht, deren das ciniiiltig gmein volk »it wenig anhnngig worden, und von tag zno tag (mer) anhängig ivcrde, welichs durnmb beschche, daß söliche leer ubwcrfnng gegen den obcrkciten und menschlich? mnotwillens frnhcit in allen dingen ze brachen nf iren trag; dann wie wol setz allein die geistlichen überleiten angetastet, werde es doch onc zivifel bald hienach an (den) weltlichen stat onch konrmen, als villicht an etlichen orten leider sich anhebe. Nrm sige nit wenigers, obbemelten nnsern lieben frnnden gemeinen Eidgnossen möge sclbs wol knnd sin, was andre frücht dise leeren und »üwerungcn bringe», dann sich die selbigen täglichs mm zno vil erscheinen; es folge aber darus (als wir bischof zuo Costenz zum teil auch anzeigen lassen), aller cristenlicher ordnnng zcrstörung. alles gotts diensts vernichtigung, gotts und siner userwclten muotcr Marie Verkleinerung, der lieben heiligen Verspottung, der armen lidcndeii seelen vcrgessung, in summa bringe Zerrüttung alles stats, und bsonders daß die, so darumb geordnet, als nnnrlich bischof (wcliche zno rechtem tütsch eristenlichs stands ivächtcr heißen) ir ampt, ^ s»)g gegen geistlichen oder weltlichen übcrtrcttenden, nit gebrachen dörfend, dann st) darb,), als einem weltlichen gewalt eristenlich und wol zuostat, villicht onch uß forcht der nnderthanen und gemeinden, nit gehandhnbt, dahar dann komme, daß fr,) jederman on straf, >vas in gelnst und verlange, fürneinen, vorab in predigen offenlich nf cauzlen und in winklen, einer schge nß disem, der ander uß andren frömbdcn landen, lege ein jeder das Euangclion, nachdem er nidig oder der fach geneigt, w'crd jamerlich nf 'vil sinn wider nslegung der heiligen cristlichen kilchen und der heiligen leerer gezogen, welichs zuo fürkommeu und mit wächtcrigem ginnet, daß dise und derglich ivölf in (den) schasstall (Christi »it brechend, mit straf ze verhücten bischöflichem ampt znostnndc; ab,, e>.> sigcnt inen ^'e händ, ivie vor gehört, gebunden. ^ann ivann iveltliche Hits uild Handhabung inen (den Bischöfen k) elitzogeii, sig ivol ze gedenk,>i, in nein vmnögen, deren dingen halb sich zuo 'widersetzen, keins wcgs stände. Sinn sige war, wir bischofe zuo Basel uud Losen hcttcnd vorhic langen,, glich wie wir bischof zuo Costenz ll°than, zuo vorbcmeldten nnsern fründen gemeinen Eidgnossen (ivelichc wir wüsscnd von cristenlicher gottsforcht "ud liebe vor allen cannnuneu tntschs lands höchsten rno», haben, oüch darumb nit unbillich cristenlicher kilchen schiriner und beschützer geheißen werden) unsere botschaftcn geordnet, iren rat gehabt, onch ir getrüwe hilf und haiidhabnng, die sy uns bishar (deß wir inen billich bedanken) nie versagt, angernoft, damit weg gesuocht, (wie) '"'v in nnsern bisthnm(en) an denen orten inen verwandt, (die) mißbrnch diser ninverungen, vorab an geistlichen p"'soue», gebnrlicher w,)s strafen niöchten, sig doch für und für hoffnnng gewnscn, es ivnrdent dise ding durch 9» Concilium oder ander gepürlich gstalt abgestellt oder doch dermaß wie billich snst erfordert; so nun das zno laug in verzag sich stelle, villicht (von wegen) anderer eehastcn, so den hönpter» cristenlicher kilchen sich zuo- Setrngen, »nd aber sölicher vcrzl.g (de.n) heil der seelen und wolfart alles stats zuo vil nachteilig will geachtet '""'den, deßhalben not, (daß) mittler zyt insechcn beschcchc. Sig unser frnntlich pitt und beger (ivie dann wir bischof zuo Costenz vor zum teil ouch gcpettcn und begert), ^aß) uorgedachte nnscrc bsuuders lieben fründ sich uns zno Handhabung cristenlicher orduuugeu, es sig in eim °der anderm, und insonders, daß ein jeder bischof in iren landen und gebieten im in der geistliche!) undcrwnrflich, si» ainpt gebruchcn möge, als vil inen innglich befltzßen wöllen, gott dein allmächtigen, sine« lieben muote, Nlarie, auch allen lieben heilige» zuo lob uud cer, darmit vorab die unbckauutc» hargelousencn piedicanteu nit also jeder Nach stueui eigenen sinn und willen predige und das einfältig unverständig voll mit verleite, usleggnng der 2°,schrift mer verblende und verfüere, denn in cristenlicher leer en(t)zünde, sonder daß geschafft und geordnet werd, 'vie hievor vor diser ungehorsame gewäsen, (daß) dhciner sich des ampts prcdigcns n»de,ncme, er sige denn ouch ^vr durch stu geistlich obcrkeit darzuo für guot l»,d togcnlich angescchen. lind (daß) sp sunst also hierin, der notdurst nach, wie wir sonder hossnnng und veitnnve» zno inen habend, °'s° mißbrüch und »üiverung abzestellen, diser zit insehung thuon wöllend, jedoch bis von gemeiner Cristenheit auder ,väg gemeinlich anzenemen angesehen iverdcn. April >524, Dann sust für sich selbs nnd abgesünderter Meinungen in gemeiner cristenlicher kilchen ordnnngcn (on allen zwyfel dem heiligen Euangelio nit widcrig) on gemeine Versammlung und bcmilligung deren, so es zuostat ze ändern, will on erlobtnis und zuothuon beider oberkeiten mit gepüren; es wäre ouch denen, so sömlichs fürnenien welltend, gegen andern cristcnlichen ständen unverantwurtlich, von welichen er für nichtig und frävenlich geachtet, verursacht merklich ärgerniß nnd zimstracht, schafft zertrennung in der kilchen, welichc doch on zwyfel nß »nt- würkung des heiligen geists und göttlicher geschrifren vor tnscnt jaren deren dingen halb, so setz in mißverstand gezogen, in einigkeit gebracht und also bishar bliben, wie dann hievor unfern besundcrn lieben fründen, Burg«- meister und Rat der statt Zürich, nf ir schriben, uns beiden bischöfen zuo Costcnz und Basel irs gesprächs ode> Versammlung halb beschehen, mit mer Worten ouch geantwurtet, und die selbig antwnrt hie bygelegt ferrer inhaltel (S. Nr. 158, N. 2, S. 344). Und daß mergedachte unsere lieben fründ gemeiner Eidgnossen verordnet hieruf diser sorglichen fachen ha^' nach cristenlicher tugend nnd gottesforcht, wie ire altvordern, ouch sy bishar loblich und erlich gethan, sich ufenthaltung cristenlichs gloubens und sa^uugen beivysen, sigent wir ongezwyfelt, sr> deß belonung in glückseligen' syend (sie) und sin) allen anligcnden fachen von gott und hie von der weit Höchen rnom, lob und eer empfast>^ werden, zuo dem wir sölichs alles unsers Vermögens umb st) ze beschuldcn guotwillig erbotten haben wöllen- Ob dann glichwol etwas mißbrüch sich mit der zrst in geistlichem stand oder sust zuogetragen, sygend >">> erbüttig, so das an uns begert, mit guotem zptlichem rat dnrsiber helfen ze sitzen nnd was nnsers awpü-' Verwaltung belangt und uns gepüren will, ouch in unser macht stat, helfen abzestcllen, deß sy uns gänzuH vertruwen söllen. Sl. A. Zürich: Abschiede Bd, 9, t. 142 ss, stoppelt), — K, A, Basel: Abschied-, — K. A. N -ibmg: Abschiede Bd, bii, K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XII. — K. A. Schasfhauseu: Abschiede. Zu l. Die erwähnte Druckschrift müssen wir sowohl der bisherigen wie der späteren Verhandlungen weg'" in extenso aufnehmen, wobei sich einige Wiederholungen leider nicht umgehen lassen^): Antwurten so ein Bürgermeister, Rat und der groß »tat, die man nempt die zwei) hundert der Statt Zürich' iren getrüwen lieben Eidgnossen der einlif Orten über etlich artikel, inen inhalt einer instruction fürgehalten, ge^" habend, und beschehen ist uf den rrj. tag des monats Merzen Anno :c. M. D.xriiij. Fromm, fürsichtig, wys, insunders guot fründ und getrüw lieb Eidgnossen. Als dann ir kurz verruckte' tagen üwer ccrsam und loblich botschaften vor uns, mit verkündung üwer früntlichcil willigen diensten geheA' deß sagen wir üch zum höchsten flyssigen dank, uns hiemit gegen üch nüt minders, sunder aller eeren und g»ot^ ^ erbietende. Wir haben ouch die selbig üwer cerlich botschast und iren fürtrag guotwillig inhalt ir instrru'tw" gehört und verstanden. Demnach sind wir darüber stattlich gsessen und uf das aller kürzest, so wir mochte" ' üch diß nachgesetzten antwurten früntlichcr Meinung ze geben uns entschlossen, und in dem truck (dann es von kürze wegen der zyt von Hand nit geschriben macht werden) zuogeschickt, wie ir dann solichs in h>e ' bygesandten missiven wol verston werden^). Und als in üwer instruction nnd anzüchten artiklen erfunden wirt, daß der erst, der mint und zwölft üwer ordnung im grund, doch mit Veränderung vil Worten, ein materi) und Meinung innhaltend, so die selben artikel nach einandern hierin setzen lassen, und demnach uf die selbigen unser antwurten gestellt, ist der ansang (des) ersten artikels also. Demnach dann setz etlich jar und z»st har sich leider so vil seltsamer, vor meiner gehörter unrüew'tst Händel sich znotragent, und von tag zuo tag sich merend, und besonder die einigkeit unsers christenlichen glo" ' ") Da die Schreibung des Originals eine ziemlich correcte ist, so erlauben wir uns darin nur so weit Aenderunge»' " eine gewisse Consequeuz es erfordert. ") Mit diesen Missiven sind wohl folgende genieint: 1524, 2l. März (Montag »ach dem Palmtag). Zürich an Freibnrg (dergleichen an die Mehrzahl der übrigen Zusendung der gedruckten Antwort auf die letzthin vorgebrachten Beschwerden, mit Bitte, sie vor Gemeinden und „ohne Verdrießen" zu verhören, mit der Zusage, aus dem angesetzten Tag (zu Lucern) sich weiter zu erklären, w. K. A. Freiburg: Abschiede, Bd. 12. — St. A. Zürich: Tschud. Docum.-Sammlung, Bd. VIII. b8 (Glarner Exemplar April 1524. so dann durch die gnad Gottes und iusprcchung des heilige» gcistes von vil heiliger Hochgelerter vätter und lerer nach nnd nach mit vil crfarung zuosamen gefasset und in einigkcit gebracht worden ist, aber setz durch etlich frnven meuschen undcrstande» wirt, dise langwirige einigtest linsers waren alten Christengloubeus in zwy- tracht, zerteilrrng und Zerrüttung ze bringen, als orlch leider geschehene, wie man das täglich au vil lychtserigen Handlungen wol spüren und sehen ist, und wie wol vor jar und tagen not gewesen' war, daß wir Eidgnossen billich, in bctrachtung unser altvorderen fnoßstapfen nachzefolgen, nns mit einander» vereinbart sölten haben, solich »üm inbrechung und Handlung abzestcllen, und vor allen dingen die cer gotles und onch siner heiligsten gebären» der jungfroweu Marie, aller lieben heiligen und enge! ze retten, ufzehalten und vor euteerung und schwach zuo verhüeten, unser vermögen, l>)b und leben dar ze strecken, so haben wir doch von tag zuo tag gespürt, sehe» und merken, daß es au der zrst ist. Darumb wir früntlicher guoter Meinung angesehen, mit unfern lieben Eidgnosseu von Zürich, in welcher oberkeit, als gsehcn wirt, sölich zwytrncht und irruug am allermeisten gepflanzt und gemeret "ist, ein uuderrcd ze halten, früntlicher wys ei» anderen zuo berichten, was grosser mißHendel uß sölichem Lutcrschcu glouben erwachsend und täglich fürgond, das ze besorgen, wo man nit by zyt.davor ist, uns Eidgnossen in solchen Ungunst, Unwillen, nyd und haß stieren möcht, darus dann alles übel und das höchst übel und verderbung unser Eidgnoschaft, au scel und lyb verletzlich folgen wurd. Und bitten hicruf unser lieb Eid- guossen von Zürich sölichs trüwer, guoter nreinung von uns uf ze nemcu. Dann der notdnrft nach wellend ivir wen hiemit etlich artikcl fürhaltc», was guoter früchten, sitten, erberkeit, einigkeit, frid und rnorv uß disem uüiven glouben erwachset und folget. Erstlich so habend unser lieb Eidgnossen von Zürich zum teil guot wissen die (der?) frästen Handlung zuo Einigen, wie wol die hohen geeicht daselbs in unser grasschast A>aden gehörend, einen sedeil Übeltäter, das malesiz berüerend, ze strafen. Als wir ouch kurz hicvor unserm landvogt befolhcn, etlich bös Übeltäter fängklich an ze nenien. Aber was die von Äüiningeu aiigesochteil oder surkummen, ils eiil liacht, als sy vilicht vrrnieiiil, iiiisrr laiidvogl käme, sinrm befelch »ach ze gon, do haben st) einen stnrm angeschlagen, welcher gar nach bis gen Zürich gangen, sich k"eglich mit ir Harnesch, geschütz und giver versammlet und dero maß gebaret, als ob ein fyndsgeschrcy vorhanden. kk"d ob schon unser landvogt des willens gewesen, unser befelch zuo vollstrecken, so hett er gar mit mögen schasse», und zuo besorgen, nüts guots darus worden wäre. Durch sölich freveulich gwaltig embörung wir an unser hohen °l>erkeit gcsumpt, verhindert nnd vcracht worden sind. Wie ivol etlich gerichtshcrren etlich vermeint Ursachen särivendcn, als ob dem nidrcn gericht zuostand die erlütrnng, was mnlefizisch oder nit sygc, das doch wider alle Vernunft, landsrccht nnd brück) ist. angesehen daß durch sölich rechtlich bczichung vor dem nidern gericht ein jeder dieb, mörder oder ander übelthäter gewarnct wurde» und hinweg entrünnen möchten. Sölch Handlung uns E'dgnossm nit wenig beschwärt. Darus ouch unser lieb Eidgnossen von Zürich ir Unschuld nnd gnote antwurt dmgetho», dz sölichs on ir ivissen und willen beschehen nnd inen leid sye, das wir ine» ouch güetlich glouben, Helte» ouch die entschuldigung, so unser lieb Eidgnossen von Zürich botten der puren zuo Winigen halb gcthon, °uch güetlich angenommen. Dise nachfolgend Handlung hat uns aber in argwon bracht, daß etwas anders in den purem stockt, angeschen, als setz kürzlich zno Winige» etliche hüscr leider verbrunncn, da sind die puren in einer Jossen anzal zuosamen gelösten mit ir gwer, hnrnesch und gschütz, ir ordnung gemacht, als ob man ein schlackst chuou müeßt. Nun Hand wir des glych nit vil mer gehört, daß man für mit spieß und harnesch löschen, sunder ""t wasserkübel und gcschirr. Deßhalb etwas anders fürncmens in den puren gewesen, das alles nit vil mer in unser Eidgnoschaft gebrucht, ouch wider unsere pündt ist, zc. Antwort: Uf disen ersten artikcl, getrüwen lieben Eidgnosseu, geben wir die antwurt, daß uns nit zwyflet, ünn bz artikel frommer uud guoter Meinung uns fürhalteut, je doch so hoben uusele piedicanten, jeh vier oder fünf jareu, ln) uns die heiligen Ellangelion und das gotts wcnt gepiedget, und hat uns anfangs kuue w meldend) ir leer ouch seltsam nnd frömd bcducht, dann st) dem, so wir von unsren vordren gehört, uuglych. u»d dannzemal under uns by Priestern nnd leyen ungelych verstand gewesen, dadurch etwas zwcyung, D am meiste» under denen, so wenig n» die predige» gangen, uferstanden sind. Wir haben zuo den selben wen, vor und ee wir von des Lr.ters leer gewißt oder gehört, ein ostenlich mandnt in unser statt und land an alle lütpriester, seelsorger nnd predicanlcn lassen usgon, daß sy all gmcinlich und fry (wie ouch die bäpstlich en 400 April 1524 recht das zuogeben) die heiligen evangelien und der apostel epistlen, glychförmig nach dem geist Gottes und rechte» göttlichen geschrift des alten und nnwcn testaments predigen, und wz sy mit gemelten geschriften behalten »nd bewären mögend, verkünden, und was ander zuofellig niüvernng und satzungen geschivygen söllent. Das nun de» merteil der predicanten (als wir nit anders wissen) triiwlich gethon. Und so das gottswort ibarhaft und niemer mer betriegen mag, ouch wir dardnrch an den einigen Gott unseren Herren Jesum Christum allein an alle mittel gcwyßt, welicher unser aller einigs houpt, einiger schöpf' einiger säligmacher, einiger trost, einiger so von unser snnd wegen gestorben, sin heilig bluot für uns vergoß»'" hat, durch welchen allein, und sust durch nieman, wir behalten mögen werden, wie dann an vil orten de» heiligen geschrift, dcro wir glouben geben müessen, solichs anzengt wirt, So habend wir darfür, daß under denen, so von Gott und durch das luter wort Gottes geleert werdent und das annemen, nit zertrennung, zwytracht und miderwertigkeit, sunder in einigkeit unsers alten und recht christenliche» gloubens, wie zuo -den zyten der apostel und. vil hundert jar darnach es gewesen ist, kummen söllend, onangesehen der menschlichen satzungen, so die Bäpst, Concilia und Vatter sidhar ufgesetzt und geordnet Hab»'"' Dann wir Gott und sinem wort mer dann der menschen satzungen und gcheiß in sölchcm fall (unser seel saligleü betreffend) gehorsam sin »messend. Und ob der Luther oder-ander das war wort Gottes, die heiligen Enangelion, durch die heiligen biblisch^ und evangelischen geschriften harfür an dz liecht tragen, könnent ivir doch von iro namen wegen, als ob »"-» von inen erdacht sye, das mort Gottes und die so es warlich verkündent, nit von »ms tryben, verachten ode» vernüten, sunder uf die waren wort Gottes und nit nf die namen der menschen, so das harfür tragend, n»tz> Hoffnung und trost setzen. Und ob schon in dem fürtrag der waren göttlichen geschrift wir an den einigen Christum, als den recht»'" brunnen unser säligkeit, gewyßt, können wir doch nit verston, habend onch nit darfür, daß der wirdigen m>wb> Gottes und heiligester jungfrowen Marien, allen gottes heiligen und cnglen, lob und eer jendert gemindert od»'» abgezogen werde. Dann sy selbs by ircn zyten den einigen Gott unfern Herren Jesum Christum allein vor o»g»'" gehept, den allein angerüeft, den allein gecret und in sinem einigen namen gestorben und behalten worden. Wir losend by uns allein Gottes warten und keins menschen satzung, so Gottes Worten nit glychförmig darwider sin mag. Wir lassend uns onch nit nf die secten, anders dann uf Jesum Christum, ziehen. Wir g»'^"' allein de» warten Gottes, und was darin gründt ist, glouben. ^ Es ist onch die welt by uns, jung und alt, frowen und man, alle geneigt ze lesen in der Bibly, altem " nüwem testament, und was darns zogen wirt. Darum wir nit bedürfend sorgen, daß uns das gottswort lll» oder bogen wcrd. Und so die geschrift gezwungen, wäre es wol ze merken, damit sölcher zwang verworfen >»"" ^ Dann inhalt göttlicher geschrift verschlüßt gott sin wort nit vor den schlechten oder einfaltigen, sunder öffnet » inen das am ersten. Darnmb soll das gottswort mit keins menschen namen, dadurch es verhaßt, gencmt w»'»d»" Deßhalb, getrüwen lieben Eidgnossen, wöllen wir mit keiner scct befleckt sin, wir lassend das wort gottes ^ sinem ward nach dem geist gottes blyben und würken. Dise aber achten wir für secter, die uf ir anfechtnng e»g» gwünns und prachts das gottswort ziehen. Und der verstand des göttlichen Wortes ist nit eines besonderen ' sunder ist er einhellig allen menschen, die i» gott allein vertrnwend und sinem wort glouben geben. Das ! ^ man hieran, daß, wo es zno dise» zyten klarlich geprcdget wirt, alles volk gemeinlich einhellig, also daß >""" ^ vil stellen tütschs und welschs landes, onch ussert und innerthalb der Eidgnoschnft, einen einigen verstand dem waren wort gottes hat. Ungczwyflet, wo es in unser aller Eidgnoschaft allenthalb on geinengct eng»" nutzes und on forcht des zytlichen gnots abgang geprediget, wurde uns größere einigkeit nit mögen begegne"' Als aber ir unser gctrüw lieb Eidgnossen in üwrem ersten artikel ouch anziehen, daß in unser zwytracht und irrnng des gloubens gepflanzt werde, möcht uns billich bcdnren, wo wir nit nß altem hark»»' ^ an einander» gewont fry mit einander» ze reden, wo wir onch um Gottes und Christus willen größere zuo erlyden uit bereit uvärind. Dann wie kan man das für ein irrung schetzen, welchs nüt anders dam» hüll luter wort Gottes ist? Oder wer mag uns billich der irtumb schelten, so wir alwegcn so offenlich geh"" April 1524. 401 haben? Den ..».sitzenden bisch offen, unser., gnedigen lieben Herren von Costenz. Chur »nd 4tasel den hohen schnolen und ge.erteu, onch Ach unser getrüwen lieben Eidgnoss... beschriben Letten und als chnstmUch bn.-w erfordert und er.nant habend, daß, wer uns oder unsere predieanten befinde .neu, solle .ol.chS umb Gölte, w.llen mit dem heiligen gottswort biblischer und evangelischer geschrift anzeigen. Uf das sind wir noch unsere predieanten wider ir fnrnennnen der worteu Gottes mit widerwpßl. Und us letstem gespritch und ve.san.lung ist von nusern g. h. den bischoffen b» uns u.e.nan ersch.ne., dann s.) vorn.al^ was unser grund ist, gehört und gsehen, daß wir von den rechten waren gottes.vvrten nf .r ...mutz ver,muu..s unser see.en heil uns nit teren .vollen. Dann s.) sust kein stuck, darumb d.e bcn.csi.ng angesehen.^ wchen .ch anrnertend. Es ist onch von üch unseren getrnwen lieben Eidgnosien (ußgnon.en ^chafshusen m.d ^a . Gallen memo., weder qelert noch nugelert. zuo uns kununen, der uns irtnmb bewpßte deß w.r uns doch ganzl.ch zno nch (svferr wir irrtent» versehen. Jedoch die so by uns gewesen, habend d.e warhe.t b» und vor uns erkennt und erlernet, onch redend und schwpgend als ,vol benüegig nachgelassen. Ob aber nnse^ gnad.g Herren d.e b.schof, die „.red thuond, als ob inen nit gezpn.e, also an allen orten Golks wort ze hmMen, beduutt uns n.t gnuog sin, dann eine... rechten Hirten gezin.pt, sine schaf vor alle... i.be zuo verhueten. Berfuert "uu uns e war als "ran uns und unseren predieanten zuo.nessen will, und die b.schofs unser seelsorgm, s.nd si) b.) ..er seel sal.gle.t schuldig, ...it den. warm gottswort anzuozeugen. wo und welchen weg w.r .rrend ,c. Dm... so s» uns .. d.e Coneitia und BStter (die auch irren mögen) wyter ufziehen und vom gottswort wenden n.ochten, als nur ,etz sind, lkönndend wir?) ir Versammlung nit wo. warten, sunder wellend w.r uns sitz an Chr.,tu». Jesu.., unser» e.u.geu wst, Hirten und snligmacher, ergeben, und demselben allem losen. Getrüwen lieben Eidgnossen. als ir dann in gemelte». ersten artikel onch anzengend, wie die gedachten unser Prediger ursach gebend einer Zerstörung uuser Cidgnoschaf. au tib und seel -e., daruf sollen. .r unser getrn.v lieb Eid.,..,ss,„ müssen, dz alles so unser Eidgnoschaf. uit alle... zerstören, »...der weder «..ander verhergen .noch.., wällten wir mit höchstem ernst, l.)bs und guots, vcrhuctc». Je doch findent wir kein größer ursach, dardurch Zerstörung nit allein unser Eidgnoschaft, sunder allen andern Wien, lande... und gmeindeu geschehen möge, dann allein .venu sich siunant von de», rechte» waren gotteswort abwenden und ander menschenleer, die uf iren eignen nutz gal, snc.e» laßt. Dann wir finden allentha.b in der heiligen gschrift. daß wann die linder vm. Jsmhel sich des .vor. « "it gehalten sind sv von Gott mit nßwendigen spende» und ...wend.ger zwptracht gestraft Und sobald s>) sich Tugend, (n„se?s l>efindens)..och nie ....gerecht erfunden. Darus »...oß folgen, lGgcu si^tmeh s ... ch dw sind, ch das gottswort ...nb eigens gwüns. prachts und nutzes nulle., .... grund .^.e. go.t. che. gsi . nd ""t leren Händen widerfechtend. Dann wo der eigen nutz n.t, so wäre ke... zwyt.acht »n^ ^ 'dll' 0 ) f - Der nin.pt aber in keine» weg beider ab, dann wo das wort Gottes klarlich m.t warer gottl.chcr geschnft ....- h°lligklich geprediget wirk. Also crfindt sich, daß unserer löblicher E.dgnoschast nut w.dc.nmb ... allen sachcn zno Uwwen und einigkcit helfen mag, dann der einig Gott »ut siucm wort. Als onch, getrüwen lieben Eidgnossen. i». ersten artikel begriffen wirt das so mit den götzen zuo W.n.gen Schandlet ist. habcnt wir vor langest in unser statt und land e... gebott ußgou lassen, w.e, was und ,v.l.che. S'stalt damit gehandlet sötte werden. Und wo wir erfunden, daß jc.nnns w.der nnse.e gebott g.lhon, Halen. ..... ^ selbe» mit >hwärer gfenknus, .... ir lib und guot, je nach gstalt der sachcn und ve.m.)d..ng a.gc.i us, lllst.af.t. ^ie wol in der heilige» gschrift, alten und »ü.vcn testaments, und ... nächste», gesp.ach b.) uns, ... welch.». b>) »i-vhaldhunder. Priester, darunder zehn, doe.ores, vil meister und susi gelerter mann-r gnvesm, gnuogsa.n °N"»de., daß Gott Stich bi.dnussen verbotten hat. Jedoch vermeinen d.e arme.. ... zno W.nugen nnschnld.g ze ?"d deß, si, ...an inen der götzen halb vor de... vogt zuo «ade., zuogellgt Hab begerm nochmale.si ...en d.e sölichs von inen reden, ze stellen, dann inen unrecht und uß fpndschast unguetl.ch beschehen sye. Der ...der., beichten halb ...erdend die, denen sölichc zuogchörcnd, wpter nntwurt geben, der Hoffnung, ...an werde s.) ane .echt gep.nchs und (von) guotem harko.ne» nit entsetze». 51 402 April 1524. Wrstcr, getrüwcn lieben Eidgnossen, der artikel so in üwer instrnction der nünd ist, der facht nn nnd M also: Und so wir aber lang von disen ungehörtcn, gottlosen unchristcnlichen Handlungen reden nnd anzeigen, st' können wir nit anders befinden und ermessen, dann dz sölichs alles harlangt und in unser lieben Eidgnossen von Zürich statt, land nnd gcpiet gepflanzet und ein rechte nrsach syc mit namen der Zwingt!, der Low Jud, mit- sainpt andern Priestern und anhcngern in statt und land, so dann das gottswort (so zuo frid, ruow nnd einigke>t dienen sölt) also der maß predgend nnd irs gfallens ußlegcnd, dardurch alle zwistracht, npd, haß nnd Zerstörung christenlichcr trüw, lieb und einigkeit gepflanzt nnd genieret ivirt. Wie wol wir nit eigentlich mögen wissen, sy, und besunder der Zwingst Zürich predigent. Wir sehen nnd empfindend aber täglich die bösen frücht und ergernus in vil menschen, ?c. Uf disen artikel, getrüwcn lieben Eidgnossen, wie wol er dem ersten im grund nit unglych, und mit dei» ersten wie vorstat, wol verantwurt nröchte sin, nüt dcst minder sagen wir darnf das, gottloser händlcn und unchristenlichs wesens müessen wir mit schmerzen gescholten werden. Doch hoffend wir nit, daß mit dein göttliche wort sölichs jenen erfunden werde. Wo aber anders, deß wollten wir uns berichten lassen. Dann aller unst> predicantcn leer reicht alle dahin, daß christenlichcr frid geufnct werde, und daß man sich umb eigens nnhes willen nit lasse verfüeren, und unser löbliche Eidgnvschaft ir selbs acht Hab, iren vordren nachfolge, die sich Gottes.hilf und surer arbeit von dem muotwilligcn Adel entschrittet, darumb der selbig nit mer ze pflanzt ungczwpflet, Ivo wir unfern vordem nachfolgten, den eignen nutz abstalltent, die großen hochfart, übermnot, ninot' willen und kostlikeit undcrtrucktent, es gierige uns in unfern landen und usscrthalb vil glücks an. Dann wo sölichs nit abgestellt, wirt nüt gewüssers, dann daß uns Gott ungestraft nit laßt. Sp leerend uns ouch, Gott ob allen dingen fürchten, lieb haben, und daß er keinen verlaßt, der sich "n rechtem vertruwen an in ergibt. Welcher min sich ab iren predigen bösert und kein guote stricht gepirt, ist nit des samens, surider dr"' grunds schuld; wir noch st) mögen des nieman vorsin, dann wir von inen nüt gehörcnt, dann rechte wäre gnll-" forcht und deß eer ze pflanzen gelert werde». Wölte Gott, daß ir all discr iro göttlichen leer wie wir beriäsi' wirrend wir nngezwyflet discr zwcpuug jehmnl rücwig. Dann wo neirver ir leer, so Gottes ist, zuo mischend^ zücht, sind doch die. predicanten nit, sonder die mißbrnchcr schuldig, die selben lassen! wir wie vorstat, n"'. ^ notturft erfordert, nit ungestraft. Wie wol onch ir an üwern artiklen vil Übels, so uß irem predigen erwachsen, anzörgen, so spüren doch dz gottsforcht by und under den unfern wachst, mit abnemen allerlei) muotwillens, und bsunder krieges, chrim"' lichs bluots vergiesseus und frömbder Herren dienstcs. Welches alles (wir) (ou ruom geredt) nit bös frücht sch^'" könnend, ob sch^-> in vil andern mißbrüchen und ccrimonien etwas nbgangS ist. Als ouch von üch mit u»u^ geredt, dz (etlich?) über verbot der christenlichcn Alchen und zuo verbotnen tagen fleisch und cpcr cssent zc., jrd^^ wie wol Christus Jesus alle spps zuo allen zrstcn ze essen sry gelassen und das nieman verkosten, nüt de>' minder haben wir vergangnen jars und jeh umb ergernuß willen fürkorneu und nbgstellt, dz sölichs ou »otd> und Ursachen nieman essen solle. - Iis den zwölften artikel nach der ordnung üwer instrnction, der also stnt: Es weißt ouch menglicher, ' ^ großer lichtfertikeit durch sölich irrung in die geistlichen kommen ist, also daß die Priester wpbcr nemcut, die und nunnen uß iren klöstern loufeut, und weltlichen ertlichen stand vermeinen ze stieren, darbi) aber st) vergstb iro glüpteu und geschrvorncn eiderr, so sp Gott und iren obren darum gethan habent, das alles ei» und abgang der wirdigen gottshüser und stiften ist; wir Eidgnossen können und mögend das ouch nit h sonder dem vorzesin und zuo verhüeteu nach ernst und allem unserm vermögen. Und so wir und menglich und spürend, daß durch söllich Luthers sect alle löbliche Gott rvol gefallende, ecrlich gottsdieust gemindert, und vernüt werdend, als alle gottszierd in kilchcn, darzuo die Alchen selbs, alle guote christenlichc wert, ^ die gemein priesterschaft verachtet, ouch singen, läsen, beten nach christenlichcr kirchenorduung, desglichen die ^ »nd buoßfertigkeit für »nuütz gescheht, alle gottshüser und ordenslüt durch solich sect nnd mißgloubeu die pfrüenden zerrütt, die heilig meß gescholten und verrucht, onch etlich darzuo bewegt, dz s>) unaugr'si^" ^ bpcht, rüw und buoßfertigteit zuo nnderlassen, nüt dester minder das heilig sacramcnt empfahcnd, dcSglich^' April 1524. mirdigcn muoter gottcs und all lieb Heilgen geschwächt, ire bildnnsscn zerhowcn, zerschlugen, zum teil die Heilgen saerament vcrnütet, und blpbt gar wenig über, daß der zart fronlichnam Jesu Cristi in des Priesters hendcn nit etwz nngerücrt und in etlicher menschen glauben gczwyfelt werde. Darum billich einem jeden cristeumenschcn zno herzen gon sol, solichs verhelfen abzüostcllen. Gctrüwen lieben Eidgnossen, dz den Priestern durch die satzungcu der vättcr und menschen die ce vcrbottcn ist, sindt man im wart Gottes, daß Gott die ce allen menschen offen und erlaubt gelassen hat, und insnnders im uüwcn Testament den pfarrcr» gebotten wirt, daß ein pfarrer ein cewpb haben solle ?c., deß beladen wir uns bcsunder nit. So wir aber sehend, dz die bischoff gelt ucmcn und der pfaffheit ire källerin und mähen blyben und offcnlich bi) cinandern linder ze haben nachlassent, st) auch one frowc» (als menschen) nit sin mögen, und Gott die ce (wie obstat) nit vcrbottcn, sunder gchcissen hat, so können wir wider Gottcs wort »it fechten. Also stat es ouch mit den klosterfrowen, die man nempt nunnen, dwpl st) auch blöd und menschen sind, wir °uch nit verston können, daß Gott au ire» glüpteu gfalleu Hab, und der rcinigkeit (als Christus spricht) nieman suhig ist, dann wem die von Gott vcrlihen und geben, zc. Bedunkt uns göttlicher sich eelich zuo vermählen, dann ^ß st) snst ärgcrs (wclchs allivcg zuo besorge» ist) fürnemend und handlend. Der gottshüser halb, wie die abgangcnd ?c., achten wir die gottshüser spitäl der armen. So aber, als man stcht, die gottshüser und pfruandcn gemeinlich mit der rpchisteu kindcr beseht, und die selben das almnosen so ^u armen gehört, niessend, bedunkt uns göttlicher sin, daß die selb nnrnng widernmb an die armen gcricht '»erde. Dann oft ein einiger prelat verbrncht, dardnrch hundert armer menschen getröst wurdent, ?c. Disere lassen wir mit fridcn durch den tod abgon, damit sich gwalts nieman beklagen mög. — Die Gotts und kilcheuzierdcn «"treffend, habent wir nach den Worten Christi die höchst zierd, wo man hilf den armen thnot, Gott hieß den uchen jüngling sin guot nit in tempcl henken, snndcr verkoufen und den armen geben. Der pricstcrschaft halb, schchen wir ein fromme rechtlerende priestcrschaft hoch. Aber die übrigen muotwilligen, schon die mit der zyt im frid gcmindret, und ir nuhnng armen, dürftigen, witwen und weisen milgcteilct, wurde Gott gfellig sin. — Daß aber hiemit singen und läsen abgang zc., wie ir anzöigent, stat ouch zuo Gott, im gfnll, iu mit deu lefzen oder sust mit guoten werken ze eercu, souders vou denen, so ir singen und läsen "it verstond; dann wer Gott recht cercn will, der sol sin leben nach dem wort Gottes richten. Zuo dein singend und läsend sy gmeinlich um gelt und besöldnng. Und als ir unser getrüw lieb Eidgnossen die dicht und rüw in üwern artiklcn anziehcnt, achtend wir das bichten, so mit warten und erzellen der sünd bschrcht, in sincm wärd. Aber die dicht so mit rüwen und schmerzen °u mittel gegen und zuo Gott geschicht, erkennend wir hoch, dann ab sölchcr dicht mer, weder ab dero mit Worten, mensch gebessert wirt. — Item uf die bnoßwürkung, so nß gyt in der geistlichen scckcl gat, schehe» nur uüt, dann der mensch hiemit verfüert wirt. Aber niemer mer thuon (als Jesus Christus spricht) ist die recht bnoß. ^ Wo aber die bychtvättcr zno bcssernng richtend und nit zuo irem nuh, söliche bycht ist ouch nit zno verachten. Darumb so habend die gestiftcn in unser Statt dz bychtgelt abgestellt und sölichs uß iro nuhnng-den bpcht- "aitern erseht. Die orden (wie wirs achtend) so sind st) doch durch die menschen und nß ire» gebotten erdacht, und nit Christo ufgeseht. Dcßhalb wir vil mer Christo, von dem wir Christen gcncmpt, nieder sölichcn secten der °^den gstnnd oder nsenthalt zc geben geneigt sin füllend. Die saerament antreffend, sind der heilig froiilychnam ""d das bluot Jesu Christi von iin selbs ingseht. Dnrnmb sol man st) nach sincm insah bruchcn, und nit ein °pfer darus machen, wie ir das in denen bücchlincu nnscrs leisten gcsprächs, so wir üch unscrn lieben Eidgnossen '" alle Ort zuogeschickt, wol verstanden habend. Kleine saerament lassen wir verachten, die Gott hat ufgeseht, und "6 verheißen des göttlichen worts darb») ist. Gctrüwen lieben Eidgnossen, der riij. artikel üwer instrnetion zeigt an also: Es ist ouch uf setz nächst vcr- l^ugner tagleistung vor uns crschinen einer gmeineu priesterschnft eersamc botschnft von de» vier Waldstetten uunpt denen von Zug, und ernstlich angerüft und gcbette», daß ivir Eidgnossen inen und gmciner christcnlichcr "Hm zuo hilf kummcn wellen ?c., dauu wo das ivyter iu Verzug gestellt werde, so wisscut st) nit mer, ir ampt "»d seelsorg zno versehen. 404 April 1524. Antwurt: Lieben Eidgnossen, ob die priestcrschaft, von üwercn den vier Waldstetten nnd ander, uns »s> dein göttlichen wort berichten mögen, daß wir oder unser 'predicanten st) an ir scelsorg hindernd, und an einen« oder mer orten irsgangcn, so wellend wir das selbig abstellen und hinlcggcn. Wo das nit, so achten wir, » haltend sy darzuo, daß st) üch die göttlichen warheit fry und stlst fürhaltcn und von schmachworten standind. Item der sechst artikel in üwer unser lieben Eidgnossen instrnction stat also: Item so ist uns zuo tagen zno mermaln fürkummcn von wegen und antreffend das gottshns Engelberg, demnach das selb gottshus etlichen teil am kleinen zähenden zuo Küßnnch am Zürichsee biß har ingcndc gehept hat, dieselben von Küßnnch ivellend aber dem gottshus mit mer geben, halten im den mit irem eignen givalt, on erfolgt einiches rechtens vor. ^ wirt ouch darby geredt, daß die von Küßnnch nüts dnrzuo bewege, dann des Comcnthnrs luterisch predigen, dn" uns nun nit wenig befrömbdt. Tan» sölt es darzuo kumen, daß jeder nach sinem willen thiit und eim andern das sin vorhielt nnd nit geben wölt, ivnrzno ivarend dann göttliche nnd menschliche sntznngen und recht erdacht und geordnet? so war doch besser in der Türky ze wonen, dann by sölichen christen. Antivurt: Getrüivcn lieben Eidgnossen, ob schon das nlleS war, wie üch fürgcben, so iväre doch diser füch"^ eben hoch anzogen. Aber damit wir ein grnnd der warheit finden möchten, sind nß unser erfordrung vor u»" erschinen Herr meistcr Conrad Schmid, Comenthür zno Küßnacht, nnd mit im ein crbere botschaft dcro von Küß""^ nnd Goldbach, die haben sich nach aller nottnrft und gnnogsam entschuldiget, nnd insnnders der Comenthür, del er wider die zähenden und ander schulden ein andern zc geben nie geprediget, snnder anzeigt, daß nach inhalt de-" alten und nüwcn Testaments die znhenden zc geben man schuldig spe, und ob schon die von Gott nit nachgelasst"' solle man dennocht die znhenden, wo die oberkeit sölich um des gnieinen nutzes willen ufsatztend, zc geben erlitte«' werden, und sich des nieman weren. Er welle ouch an dein ort nüts lntcrischs, snnder das war Gottes geprcdiget haben. Dann so ferr der Lntcr das gottswort ouch predige, mücsse ers beschehen lassen. Es habend o" hieruf gmeiner kilchgnossen botschaften im diser siner leer und predigcns vor uns offenliche zügnus geben- dem redt er, dz er sine dry teil des kleinen zähendcn niemant (als man sage) geschenkt, ob er schon den >rr»>r" lnten uf ir bitt ctlich zyt güetlich gebeutet. Es will ouch die gcmeind zuo Goldbach dheines wegs gstendig daß st) sich des znhenden gen Engelberg ze geben, weder mit noch on recht, je gespert haben, ob schon etwa" s"" sondre Person on ir gheiß ungeschickte wort redte, so wölle doch ein gemeind darnmb also nit geschnldiget I"' snnder spcnt st) urbüttig mengklichem ze geben, was s>) schuldig spcnt. Zno dem, gctrüwen lieben Eidgnosse'ü ^ ist des zähcnden halb iveder vom comcntur noch vom amptman von Engclberg für nnS nie kein klag kon"^ Deßhalb «vir erliden möchten, dz nit die nmvarheit von dem comcntlir sins predigens, nnd den frommen t>" von Goldbach irS znhenden halb üch fürgeben wäre. Als ir ouch im dritten artikel üwer instrnction ein, Handel, so zno Stammheim im Thurgöiv fürgn"ö^ nämlich daß einer ein erucifir gnomen nnd zno stucken zerhoiven, darb«) geredt, hah, bist du Gott, so »wst blnotcn, ?c. Iis disen artikel ivyter zno antivnrten bedankt uns nit notwendig sin, dann ir in nechstem absehet Z Frowenfeld rißgangen erfunden haben, wz alba, ouch nit unscrs gfallens, gehandelt ist. Uf den Vierden artikel üwer instrnction, der da anzögt also, wie zuo Elgöw in rinser oberkeit fürgw'tb^ als einer da selbs nf die luthersche art nnd sect ganz grob geprcdiget, da hat ein gnoter alter Priester im ( dnrwider geredt, darnmb er hat müessen ivichen und cntrünncn in die grafschaft Thurgöiv, iiiid mit dester "" ^ ist er gewarnet worden, er spe da selbs nit sicher, man werd in sahen und gen Zürich stieren, unangsehe" die oberkeit daselbs unser, und nit gen Zürich gehört. Gelrüwcn lieben Eidgnossen, uns täte klagen nöter weder snst jcman; dann mit nnserm gu»st ^ bescheidiier gelerter Priester, der predicant von Winterthur, zuo Elgoiv iii »iiscr oberkeit geprediget. Und a nach den worten Jesu Christi gesagt, als ouch die göttlich geschrift an vil orten anzögt, daß die hölzim'" ander götzcn nit uf die altar gcstelt, angekettet oder snnst also geeret sötten werden ?c., do hat Herr von Tenniken nß der grafschaft Frowenfeld im in der kilchcn offentich widerredt, so stetleii küe nnd kelber >'! altar, zc. Welche schmachwort, wo die unsern das geret, wercnd si) im hoch verfasset. Uird ist nit minder, in der kitchen ein groß nnruow gemacht, aber nf früntliche Handlung des predicanten von Winterthuk Ü April 1524. 405 Priester von Tcnniken nn sin gwarsa.nc ongcschediget koinon. Jin Hot niema» myter nachgfragt »och l.öwt. Jedoch ist dcr Handel vor.nal» zuo vcrantnnirt (komm?), darby wir cs blyben lassen. Wyler stat der zehend ander iiwcrn artiklen also. Wir mögend hiensil »it »..gemeldet lan, als wir onch Z>.° tagen durch glaubwürdig Personen bericht sind, daß der Zwingli under andern warten siner pred.g osfenl.ch gercdt hat nngfarlich die Meinung, wir Eidgnossen verkaufen das christenl.ch blnot und essent daS chr.slcnl.ch flusch, ?c. Das uns nun, wo dem also, unser glimpf, lyb, ecr und secl aiüresfen wäre, sial uns onch zuo, das "it crliggcn zuo- lassen zuo siner zyt, dann nur ob Gott will solich Int nie gewesen sind, und fnrh.n niemcr werden wollen. Getrüwen lieben Eidgnossen, discr des Zwinglis Handel ist vor langst offcnlich verant.vnrt. Wir könnend °"ch »it anders erfinden, dann daß er geredt Hab, wie cs in dem truck siner antwnrt nßgange» ,st. lind so serr die .varheit allein von einem zno den. andern allweg getragen, wäre üch söliche red n.t angelangt. Jedoch strafet man uns oft rnch, aber wir könncnds nnsers teils verdienen. Nnt destmindcr ist eines Icercrs nmpt, daß er sincn befolhnen irc sünd fürhaltc und strafe, w. Uewer einlifter arlikel wyßt die Meinung: Es ist onch snnderlich nn uns gelangt, ..»der andern vil ungeschickter hendlen »it »°t all ze n.eldc», wie der Priester zno Rissterschwyl offenlich geprediget hat, der tonf sye ein »..nütz ding, es snc eben glich ein alten holzen stock, ein kno oder kalb, oder ein menschen zc taufen, gelte e.ns als ml als das ander, mit anderen ungeschickten warten, dnrdnrch die heilige» saern.nent verschn.ächt und verachtet werdend. Antwort: Von sölichs artikels wegen, getrnwen lieben Eidgnossen. habend wir den Priester für uns gste». und im disern artike. ...it ernst fürgehalte». Der gibt sin an.wort also , daß es s.ch nach der ...atery, a s er -in zyt von. taufen Johannis geprediget, habe er nach göttlicher geschr.fl, w.e und was der tons ,M. ertlart. Daß aber dero .vorten, .vie die üch fürtragen sind, g-st-ndig. sye er ...l, werde steh onch n.t erfinde». Dcr letst nrtikcl Wyter so stat Inhalt üwcr instructio» der lctst artikel also: Und ob aber ir »»ser g-trü.v lieb Eidgnossen von Zürich etwz beschwürd tragend, deßglychen unser Herren und ober» »it minder dann i- sich onch erklagend 5er beschwa.de» und grossen gwalts, so wir bißhar erlitten Hand von den bapsten, eardmalen. bischossen und geistlichen prelaten und oberkeiten. so sy ">it uns gebrncht, cs syge mit den cnrt.lanen, ..», a.u fallnng. auch ver.nschnng und verkonsung der pfrüenden, in menger.ey wys und >veg, nnt be.r.egnng der sasiche» ablaßt onch n.it de... strengen, wytschweisigen. nnentlichen geistlichen gerichtszwang und bann, den sy zno v.t friwen.ich in weltlichen handle., gebracht, und snst in ander weg, ,etz ....not ze ...elden, d.nab nur n.t ......der dann ir mißfallen habend, darn.nb unser Herren und ober» des willens und snrnemens sind, nnt san.pt nch unser» N-lrü.ven liebe.. Eidgnossen von Zürich stattlich darüber ze sitze», anschleg und snrsehnng ze thnon, dannt ..... dcß entladen und gchandlet .verde, das unser aller lob, nutz und cerc syge. An.wnrt: Ge.rüwen, lieben Eidgnossen. .vie ir üch die besch.värden obgen.elten artikels helfen abzestellen "Kotten habend, ist uns ein besondere grosse frend. Gott bittende, uns den weg, w.e dz beschehen wog ^ osfmn Wir aber achtend, daß cs allein mit dem gottSwort sin mög, welchs man aber hohe, halt.» ...... tz (all. ..ml ist) weder ir leeren und satzunq.». Dann wo noch iren menschlich... lcrm und rechten, so .... .vor Go .es n.t »"'nd Huben, man inen nachlaßt, so mag man sich weder ires gewaltS noch ablas e.we.en. In ..... gschnfl... . nd s"tzuugen habend sy gnnog darumb. aber mit des göttlichen wortes kraft n.ag alle, solch uro gwalts ">'d ""ß- wchs n...bgstosse.. wnden und mögend sy hien.it zy.liches gewalts ni. beklage.» War sehend und Hörend agl.c , ^ stz Wide, das ...ort got.es ni. ...ögent, dar..», kerend sy sich stüts an andere h.ls we.t .chs ge.valts Und so """ wir an dem ort das wort gotles brnchcn wöltend, so mücßte» w.rs ouch an and..» o.t..., dacouns nntri,t. uf"'cht lassen b.ybe», dan.it alle ding, so Gott mißfellig. durch sin wort und h.ls abgestel. werde(n) W.e w.r aber !?'ich-r n.ißbrüchen nbke.nen und entladen wurden, wöllen wir unser rat. h.ls und stur gern m.tte.len, dann uns I'olichs vor langest zyt (not?) bcdncht hcttc, ?c. Beschluß- Darnmb gctrüwcn lieben Eidgnosse», so nemcnd diß unser antworten i». trnck und durch die handgschrifte,., die nß guoten. grnnd üch geben ...erdend, i». aller besten n», fassend die zno herze». Dann w.r 40tt AM 1524. üch in allem dem so uns möglich ist, und unsere pündt wysend, wie sich frommen Eidgnossen gezympt, willfaren und nach schuldiger Pflicht gewärtig sin wellend. Was aber das wort Gottes und das heil unser conscienzen antrifft, darvon könnend wir nit wpchen. Aber wie dem allem, so ist, wie vor zuo merem mal, an üch nit allein als unser Eidgnossen, sunder als glider und brücder in Christo Jesu, unsers einigen houpts, heilnmchers und erlösers, unser ernstlich bitt, ir wellend n»e wir unfern gnädigen Herren, den bischoffen zuo Kostenz, Chur und Basel, ouch der hohen schuol da selbs, und üch allen und jedem Ort insundcrs zmn letsten gcschribcn haben, daran sin, daß umb Gottes cer, christcnlichw frids und liebi, ouch unser seclcn Heils willen, ob wir wider das war wort Gottes handleten und nach dcr evangelischen leer nit wandletcn, uns sölichs hie zwüschcn Pfingsten durch üwere seelsorger oder sust gelert menner init dein waren gottswort und rechter göttlicher gschrift, beider des alten und nüwcn Testaments anzeugeu. De>i wellen wir nachmnln güetlich erwarten und nnS deß gegen den gedachten prelaten, dcro gclertcn, ouch gegen üch/ üivercn seelsorgern und sust der göttlichen gschrift erfarncn, versehen. Und wo uns, ouch unseren prcdicante», bcssers und warlichers erzeigt und erscheint ivirt, wellen wir uns allzrst nach dem willen und rechter leer Gott^ lvpsen lassen, guoter zuoversicht, wir werde» uß der gnnd des allmechtigen Gottes in sinem wort also Vereins daß wir zuo letst durch unfern Herren Jesum Christum mit einander» sin ewiges leben besitzend. Das h^ uns Gott. . Caspar Fry, Stattschryber Zürich. StadtbiblivlhU Zürich.— St. A. Lucerii: Arten Rrlictiontihüitdrl (2 Urcmplnrc, von vrrschicdcner Ausgabe; dir rine trügt ans der Rückseite eine Zwei sich gegcnübevstehende Männer, von denen der Eine spricht, der Andere gespannt zu horchen scheint, aber die Ohren mit den Händen schließt, :c.). Es ist kaum zu verkennen, dasi obige Kundgebung Zürichs aus den Schriften Zwingli's geschöpft ivordcN/ oder daß der Reformator dem Stadtschreiber bei der Ausarbeitung an die Hand gegangen sein dürfte. Zu i. 1) 1524, 1. April (Freitag nach Ostern). Bern an Freiburg, Solothurn, Basel, Wallis. sind jetz von den unseren uß Lampartcn schrifteu zuokomcn, als ir an ingelegter copu werden sechcn und dar« verneinen, in was sorgen si stand, uß dein, daß vil von inen zicchen und si in nöten verlassen, das uns sin mißfallt; und so nu die uotdurft will erfordern, den biderbcn lüten, die von unser Eidgnoschaft au iren fyend^ ligen, ane alles uerziechen zuo hilf ze komen, haben wir die unfern bescheiden angends zuo verrücken und du> nächsten über Sant Bcrnhart den unfern zuozezicchcn, und damit si in das land mögen komen, werden nur üuu uß unserem säckel fürsatzuug thuon und aii unser fürdrung uützit lassen erwinden. Und so wir in dcheinen Z>uns setzeii, dann ir nit minder beging spen, geineiner unser Eidgnoschaft lob, nutz und cer zuo fürdcrn, wollten üch deß so uns begegnet, ouch unsers anschlags berichten, mit früudlicher bitt, üch wölle gefallen, die notdnu und was uns allen an der fach gelegen sin will, zuo bedenken und üch uns glichförmig und nach unserw ^ trumen halten" ... St. A. Bern: Teutsch Missw-It n .r. 2SS b. 2) 1524, 1. April (Freitag nach Ostern), Bern. 1) Bezügliches Mandat für Stadt und Land, und >4 Schreiben an die Hauptleute im Feld. w. e. 2St> ->. 2 -co 3) 1524, 4. April. Luccrn. Der französische Gesandte (LoyS Dnugeraut) ersucht Glariis, deil Kncchü^'^ die jetzt ausziehen sollten, den ersten Monatssold darzuleihen oder wenigstens zu geben, was ihm möglich stC ^ Hauptleuteu seien Ludwig Tschudi oder Hauptmann Hässi zu wähle». Mituuterzeichnet Casp. Sormniino. St. A. Zürich: Tschud. DoculNl.'litt.'N-Sammlttng, Vd. Vlll- 5!>. Zu ii. 1) 1524, ll. April (Samstag nach Quasimodo), 2 Uhr Nachmittags. Basel au SchassiM^ Antwort auf die Anfrage, wie man sich bei dem neuen Aufbruch von Knechten verhalten wolle, :c. Mun einhellig beschlossen, dem Mehrtheil her Eidgetiossen zu folgen und dem von dem König bestellten Huuplu"^ (Jacob zum Hasen) die Knechte, ^ic er anwerben könne, zu überlassen, aber Niemand zu zwingen, uns ^ Stndtsäckcl gar nichts vorzustrecken und dem Hanptmanu für die Beschaffung des Soldes freie Hand zu lnsscU/ 2) 1524, 16. April (Samstag vor Judikate). Basel an Dasselbe. Durch die dringenden ZuschAsi^, Ermahnungen von Bern und Lucern habe man sich bewogen gefunden, etwas Geld für die Werbung vurzuschu'n^ doch gegen eine Verschreibnug des Hauptmanns, damit in der Eidgenossenschaft desto eher gute Freundschnsi ^ Liebe erhalten werden. — (Vgl. Ii. i 3). K. A. B»scU M>isiv°»' April 1524. 407 Au >. Dm Thalbestand gibt dir Bnsler Instruction: „Vogt Göuuigcrs halb, so von dem schribcn, das das Regiment Ensheim uf tag Judica gehalten, mit beger daß nur vogt G. siner glübd entschtnchcn und den Göldlin sampt der fach für recht gen Frick w.stcn sölten, geton habe» (sie), ct.vcm fii. ongen gefaßt .vi.t, soll unser bott unsere» Eidgnossen die fach, wie s.) ergangen und Harnach folgt, crzclcn. Nämlich so Hab sich vergangner tagen (uns nit zno kleiner, sonder hocher smach) zuogetragen, daß durch Wen mnotwitlige knaben unser eercn statt Basel zeichen (wo) nächtlicher z.)t fürgefaßtS »...otwillenS an nnsere.n eignem spital, so wir von unseren vorfaren, armen fnrgonden pilgere» (zc gnot?) in dem dorf Fr.ck ge,t.ft, halten, mit nns..beren. knowtcisch beschissen, dassetbig durch Hans Göldlin. unseren spital».ei,tcr dasellsit, gesechen worden. Der hat (als billich und (nß) schuldiger Pflicht) die täter (so noch Hut zum tag von den. Fürsten oder siner f- g. stntthnltcr, Herr Uolrichen von Habspurg. wicwol gefänktich angenomen, ungestraft) angezeigt, welche zwcic verwetten Hans'Göldlin in ircr gefangenschaft ouch zc fachen an den statihalter zno Ninfcldcn bcgcrt haben, das doch von unnöten, dann er in(en) zno recht gnnogsam (so sp ansprach an in zc haben vermeinten) gesessen; aber "it best weniger den hievorgcdachtcn Göldlin onch gcfänklich anzcncmen bcfolchcn, und als sich derselbig m (die) siyhcit der capcll, so wir in. spital zno Frick haben, nf den altar »nd do fr.) ze sin vermeint, geseht, dasselbig unangesechen von angeregte», statthnltcr zno Rinfclde» sine» gsandten »nd vögtcn in. Fricktal gcwalteklich ab dem altar nß der fr.cheit genon.c», hinweg gen Ninfelden gfänklich gefnert, deß dann angercgter vogt Gönniger nrsnch gewesen - dam. er der zpt (nnewol durch die unser., gnnogsamlich bericht) den altar gewicht, onch fr.cheit do zc sin gewißt und geredt, ».an soll in hin und hinweg sieren; werd der altar und (die) enpell entwicht, ...an könn das wol wider wiche» das im wol nbcrblibcn, mit keinen.fnoge» ze reden gcbürt. Und nß gehörten ougenschm- barlichen gn.-ogsan.en gcgründten und rechtmäßigen Ursachen wir denselben vogt Gönnigcr in gegengefangenschaft anznonemen hoch verursacht, der »nn, als er von uns gefangen zno Bnrsperg im schloß und ... mster statt ^ asel, und nit in. Fürstentum, als darton wirt, Hans Göldlin den unseren ..»verursacht schmäl,che., und sine» eercn unlidliche wort . . . znogcredt". . . ^ ^ ^ ^ Kraft der Erbeinnng, die bestimme, daß das Recht da statts.nden soll, wo dergleichen D.nge vorfalle», begehre ">>n Basel, dabei gchandhabt zu werden, damit der angefangene Proccß seinen ..»gestörten Fortgang nehme, -c. Im klebrigen sind ans der Jnsirnetion noch folgende Pnntte z» noli.en. (An I», 2) Gegen die Ausschließung SchnsshanscnS oder irgend eines OrteS zu wirken. - Der verehelichten Pnester halb soll jeden. Ort anheimgcstcllt sein, nach eigne.» Er.»essen zu verfahren rcsp. zu strafen. Em allgemein gültiges Strafmaß sollen die Boten nicht annehmen, auch nicht zu solchen Bestimmnngcn m.trnthen, w. (An Nr 172 k) Es sollen onch »nsere Kotten discr z.)t der fachen halb, so sich uf de», tag Indien (wahrscheinlich März f) mit Herr Jacob Mcngeren, unseren, alten Zunftmeister, und vogt Hugen von Lnccrn verlosten, ke... »fcn.ng «der ».eldnng thnon. snnder sich deren still halten, aber darneben by den. Bnrgern.eiiter von ^chas,Hufen, dm Kotten von Solotorn und Appezell. so nf den. selbigen tag gewesen, häl.ngen erkunden, w.e und welcher grstalt sich die ...ort von vogt Hugen erlösten und begeben haben, (und) uns darnach d.e anze.ge», (uns) snrer ^ -ae- -5. » K. A. Basel: Abschiede. va.nach w.sien ze richten." Itanz. 1524, 4. April (Montag nach Onassinodogeniti). Katttonöarchiv Gvallbiu»dett: Urkunden. Abschluß des sogenannte» erste» Artikelbriefs der III Bünde. In ..amen der heligen drisaltikeit gott, m.tcr, snn und heiliger geiste. Wann vo>. den. sall des ersten durch länge der jarcn und vcrandr.n.g des zites die sinnlichkcit der verminst hinschlicht, nud deßhalb ist, zno uuderrichtnng und ewiger > gedächlnnssc den künftigen, welich die ding und fachen, so unzerstörlich 408 April 1524, ewig leben sollen, der zngnusse geschriftlicher (sie) zuo befelchen, bekennend wir landrichter und gemein dry Pündt einhillenklich und unversch(e)idenlick) für uns und alle, so in un- j scren dryen Pündtcn gesessen und wonhaft sind, daß wir durch gemeins mannes nutz und frummen, damit sich ein jeder der unseren deß behelfen und befröwen möge, etlich stuck med artikel samentlich mit einandern verdacht, beraten und ze halten angesechen und ^ angenomen haben, wie dann die hierin von wort zuo wort begriffen und verschriben sind. Und des ersten, der absenten halb, damit dann die pfruonden an vil orten in unfern Pündten beschwert werden, sind wir rätig worden und haben beschlossen, darmit sömlich pfr- ! uonden dester mit geschickter(en) Personen besessen, und dem gemeinen man das wort und (die) ler Christi dester trülicher fürgehalten und (er) nit in irrung gefüert werd, daß man hinfüro niemand, er sige pfarrer, caplan, münch, curtisan, oder was stands ald namens der wäre, kam j absent von den pfruonden in unseren Pündten weder annemen noch usgeben soll, sonders ein jeder Priester sin pfarr oder pfruottd, ob er aine hette und darzuo geschickt ist, die selbig selbs versechen und allda wonen; sofer aber ainer das nit thuon könnd oder wollt, so soll er doch die ^ selbig pfarr oder pfrnond niemand übergeben noch keinswegs verwenden, dann mit der gemeind oder kilchgenossen, darin die pfrnond ist, gunst und willen. Es soll ouch keiner um oberzelt absenten psarreir oder pfruonden kam heimlich vertrag mit dem anderen nit machen noch an- ! nemen,' dann welicher das täte, der hat sin pfrnond verloren, und mögend (dann) die kilchgenossen am andren, der sil geschickt und guot bedankt, darzuo annemen. Zum niedren, wenn sich begibt, daß ein pfarr oder pfrnond ledig wirt durch absterben, so soll die selbig verlichen werden ^ einer geschickten erberen person, die dann ein(en) lechrv- Herren, wer der ist, mit sampt den kilchgenossen darzuo tugenlich sin bedunkt. Zum dritten, so soll auch ^ jeder pfarrer in todsnöten by sincn nndertancn belibcn, die selbigen trnlichcn nach sinem vermögeir versechen >»^ trö- ^ sten, by verlierung siner pfrnond, Uf das Vierde ist ouch unser ordnung, wo ein priester in rursern Pündtev abstirbt, daß dann sin Hab und guot sinen rechten nächsten erben und stünden und fünft niemants andren ZU^ gehören söll, nach bruch und gewonheit ains jeden gerichts, j allda er sin pfrnond gehebt und besessen hat. Zuw fünften, als dann bisher gewon gesin ist, so ein priester in unseren landen entlibt worden ist, daß man ctlich zit interdict nf biderb lüt, so deß kain schuld gehebt, geleit hat, dardurch das lob gottcs und sin dienst j gehind^t lvorden, ist unser satznng, daß fürohin dasselbig nit wyter gebrucht werden, sunder man nnts dester minder messet und andere cristenliche ordnung halten soll. Zum sechsten so haben wir angesechen und ist unser ernstliche wav nung, wann j jemand, es sy(e) inan ald wib, in krankheiten oder todsnöten lyt, daß daselbs kain geistliche per>o», weder priester, München, nunnen noch ander, den oder die selbigen zuo kainem testament nit anzüchen noch raiz^' (soll) one bywesen desselbigen rechten erben; wo aber sömlich > erben dannziwinal nit vorhanden wärend, soda»>' so soll ein amptman mit sampt zwayen des rats oder gerichts, oder sunst dry erbcr manspcrsoncn, darzuo berückt werden; die sollend des kranken will und mainung vernemen, und demnach soll (nach) gestalt der fach, ^ sy j billich bedankt, nüt oder üt, dem testament statt gethan iverdcie. Zum sibenden, des übernutzes halben, üld^ biderb lüt zum dickren mal um klain fachen zuo großem kostung (sich und unruowen komm, sind wir rätig u> deß ainig ivorden, daß nun hinfüro all- j weg das gericht, darin der span ist, darüber wie um ander stch"' richten und sprechen sollend, das sy göttlich und recht sin bcdnnkt, und was doselbs erkannt ward, doby soll es v»'-' appellieren belibcn. Zum achtenden so haben wir verordnet und zc halten I festenklich beschlossen, daß fürohin geistlicher am weltlichen, oder am weltlicher am geistlichen, noch kein lay den andren uf das geistlich gericht > citiercu, laden noch mit dem bann beschweren soll kainswegs, weder umb geldschulden, zuoreduieg, j frävel v keinerlei Händel, allein nsgenomcn cesacheil oder rent und gült, dc>l kilchen oder pfruonden znogehörig, sondees I soll jelliche party die andren um sin (sio) zuospruch suochen und anlangen, do er gesessen und wonhaft ist, ^ April 1524, ^ d« wch. > w» s«. i»°ch w«, .rlm^ ^ A)°r rich.er oder oberkeit nach siner verschnldignng geb..A.ch ^ ^ ^ Tschechen ist. Zum nündc», ^umach fromm vorhanden sind, dnst die selbigen Wnngm verordnet und -m, habmd w .r »oo ^se nnd d^ ^ ^ ^ ^ "ach ir(em) inhalt vor den. r.chtcr, darin d.e ... f ^ .Östlicher mit einem weltlichen, oder ein weltwollend wir und habend angescchen, wenn .„.j, j^sivug von WM mit eine... geistlichen in stoß ^ >nm erfordert, sich j deß »it so inen von bischöflichen anwälten, Zu.» ainldften so wirt uns mangerla. ' ^ ^ .„.5. s,.,.ng ist, daß ...... h..qnr 'Mn, stgler, fiscal, notar.en und P.oc... . billichs beschweren oder ansordren, sonder 'wnlich anmalt, ein jeder in stne», ampt, . l ^ fgvderlichosten > abrichte» solhlc»). Es sollend onch M) znnlicher bclonnng bennegen lassen und me brüchig gesin ist, und ..it in latin procuriercn, Msur die procnratores ... tntsch, jr m.ligen und gcrichtshandcl onch verstau mögend. Zu... m-niit biderb lnt, so den (der) Handel a> . g, ^ ^cbvuchth ist, so zwo parchen mit cinandrcn in Mvlftm, als j dann bishar gcwon ges.n ...» "» . ^ ^ ^ „cn.c» oder gcrichtstostc.i gelegen, sind s.) allweg beidersit der nrt.l ° ^ ^'^st ^ l g^» ^ ubzetragm genöt und angestrengt wo.de», da im , ^ MNY darzno gezwungen, und nemlich von .vie . ...an sieht, diser zit "e, Zn... dryzechcnden, von wegen de. n b ^ ^ j,ie Priester und geistlichen Personen, so in unseren »,>, ist ,mst, »mmmis Md m mms , . , ^ ^ „„d zlw>ich„i >u»dten und landen wonen wollend, sich p".l l l, . > menick. auot exempel von >ncn ncmcn >°q«, i dchg.ich i»i. i.',m WM« sich .rw'lch h° .^wnm. ^ ^ 'Ud lern«. wöge; da»» soferr s.) von ..ein M.PN.U) -» s^hst abstelle» und nit witcr dulde». Zu». "zechenden, (des) Herrn wichb.schofs halb, alle. <. h ist,hoffen, ist verordnet nnd beschlossen, wenn jemand Men, ouer, meßgewünder oder . ll ^.d s,, ,,, die zernng nach über land bcgert oder d.e notdnrst das c.so.v..., l 1 lu.cn von hus und wider darin usrichtcn nnd darnach im für sin nrbait ein j zimliche crnng thno», je darnach ;»a ^ oder die lnt doselbs arm oder rieh sind, und aber die gcschirr, ornatcn oder rnstung, so dann bisher ^.'itichem ze brnchen gcwon ist, sollend ...in fnro allweg einer kilchen znogehören. Zn». fnnfzechendcn j so „ .sutzung, wann jemand ...» eesachen, kilchen oder heiligen gnetcr vom geistlichen geeicht gen No.» oder Mi», appellieren will, das wir noch je znomal einem jeden beschwerten nachlassend, jedoch daß der oder richier in nnsern j drpen Pnndten, ai» person so darzno geschickt und nnpartpsch sige, nnd nit ttko -^4^" geno.nen noch der Handel anderschwo hin gezogen werden soll. Zum sechszcchende», von wegen der zi»Z wvigen zinsen, so nit crbleche» sind, alda biderb ^ lnt vor ziten zum dickren mal in irer armnot schwer Mpfa^ gonon.cn, ist unser ordnung, daß ...in hinfnr nin jeder, wann das in sine», vermögen ist, »nt de». »,e», M'"" oder usgcgcbnen honptg.iot nnd gefallne» zins die selbigen wider abkoufe» nnd j lösen mög, doch de» u» sinem erbfall hie.nit .».vergriffen, Zn... sibenzechei.de», der induz halb, so die nrn.cn Priester nf e^ ""^ätnen enplanpen jürlichs i» unser.. Pnndten ze geben angestrengt werden, die dann in kurzen jarcn j um sind, ist unser satzung, daß nun furo niemand genöt noch ersuocht werden soll. Zum leisten haben 52 410 April 1524. wir ernstlich beschlossen und uns des; vereiniget, by sinnlichen oberzelten sachen und artiklen ainandren ze schirmen und ze handhaben j und darnmb zesannnen (ze) setzen ere, lib und guot. —'Diser vorverschribnen satzung, ord- uung, stticken und artiklen zuo warer gcloublicher Urkunde und mercr fester sicherheit so haben wir hienach bemelte», ich Mathias de Nungs, der zit Land- j richter iin obcrn grauen Pnndt, genawpts grauen Pundts eigen insige>> ich Hans Karlin, doinals Burgerineistcr zuo Cur, von wegen und in nennen (der) gemeinen Gottshuslntcn cn(nct)' halb und hcrdißhalb den gebirgcn, gedachter Statt zuo Chnr eigen j insigolc; ich Jorig Belum, uf die zit Landamman uf Tafas, der gemeinen zechen Gerichten ouch eigen insigole, all drp us; bcfelch unser obren und gemeinde» gemeiner dryen Pündten öffentlich hier au discn briefe gehenkt für uns, all unser j erben und nachkomenden, darunder wir uns all festenklich verbinden. Datum Mentags nächst nach dem Sunntag Ouasimodo geniti, der do ivas nf vier(teu) tag Aprileu, aldn in der statt Mnnz uf angesetzten und gehaltcn(cn) Landtag, nach ^ Erich uusers lieben Herren geburt gezelt fünfzechenhundert zwenzig und in dem Vierden jar. Pergament-Uiknndi: mit den wohlerhaltenm Siegel» der III Bünde. X torgo: „Gehört dem gramvcii punth." Einen vollständigen Abdruck gibt Lnnig's llieichSarchiv, 8plv. Dcwlos. 0ont. III. 1644— 1646; eine» (lateinischen) Auszug I)o Korta, luZtoriu liokvrmativnis ote. I. p. 64—67 (Art. XVI fehlt), einen deutsche Kind, Geschichte der Reformation in den Bisth. Chnr und Como, p. 61—36. C. v. Moor, Geschichte »»» Curräticn II, 1, p. 165, erwähnt dieses „Mandat" nur beiläufig. 175. Meggenried. 1524, 8. April (Freitag nach Ambrosii). Staatsarchiv Bern: Acte» Kirchliche Angelegenheiten. Tag der V Orte Luccrn, llri, Schivyz, Untenvalden und Zug. Ein Abschied fehlt. Dagegen liegt folgendes Originalschreiben vor, das jedenfalls den Hanptgegenstand d" Tagleistung gebildet hat: 1524, 8. April. Die Bote» der V Orte an Bern. „Unser frnntlich ?e. ze. (ich ist ivol wissend, wie dK zuo nächstvergangnen tagleistnngen zuo vilmalen von unser Eidgnoschaft gesandten ratsbotten von ivcgen ^ ^ schädlichen bösen irrung des Lutcrs oder Zwinglis, onch irer mithaften trügcnlichen und zum teil ketzerische» gehandelt, onch wie ein botschaft von den einlif Orten (darby »wer botschaft onch gcsin) zno üivcrn und »»!> Eidgnosscn von Zürich geschickt, cnid was mit inen geredt, ouch was sp dnrnf in geschrift und von mnnd antwurt geben, und jetz nächstvergangnen tags zum leisten abgeredt und verlassen worden ist, daß jetlich jetz nächstkünftigen tag lnter antwurt geben solle, ja oder nein, ob es dise hussischc irrung helfen welle und weren oder nit ?e., wie der abschcid daS znogibt, und so dann nur täglich sehend und merkend, d»ö ^ »üwc lichtfcrtige leer von tag zuo tag sich mcreu, dann des menschen eigenschaft sonderlich geneigt zuo >»" ^ dingen und muotivilligcr frpheit »nd geilhcit, wie das vich on gsntz und ordnung ze leben; diennt dann >»» kinder des zorns und vil wer zno bösem dann zuo guotciu geneigt sind, mag mit Vernunft wol ^ gemerkt werden, warzuo dise nüwc leer (die doch in andern Nationen und zuolctst in Behem gewesen; abe> ^ ends und cinikeit, onch was guots dnrns erivnchsen, ligt am tag, daß in Beham ob drißgerlei glöuben sind) Eidgnosscn dienen und folgen werde, aber warlich zuo keinem guoten, sonder gwiß nß sölichcr verker»»ö ^ heiligen gottswort(s) folgt und ist zum teil vorhanden der hl. cristenlichen kirchen ordnungcn zcrstörnng- ^ gottsdienstes Verachtung, Gottes und siucr userwelten muoter, der Jungfrow Marie, Verkleinerung, der ^ heiligen Verspottung, der armen cristglöubigen und aller unser vordren sceleu vergessung, und in s»»»^ April 1524, 411 Zerrüttung geistlicher und weltlicher obcrkeiteu, das doch wider Gott, sin heiliges »vort und wider alle Vernunft ist; dann Cristus hat uns an mcngeni ort gheißcn und anzöigt mit sincm eignen crempel, der oberkeit gehorsam ze sin. Wir wellen aber hicmit um sötich irrung, so dann von unfern altvordern, von cristcnlichcn kirchcn versnmlungen, von vil hcilgen vättern und tcereru uß hilf und würkung des hcilgen gcistes zum dickermal für kätzery erklärt und erkennt und allmcg nsgcrüt und nidcrtruckk ist, jetzmal gar nit disputieren, ist ouch vcrbottcn und uit von nöteu. „llf sölichs alles so haben nur die fünf Ort taglcistnng zno Bcckcurict angesehen und gehalten, jeder bott siner Herren und obern willen und Meinung sich eröffnet und also cinmüctig erfunden, uns dcß entschlossen, und ist unser Herren und obern einhellig fürncmen und ernstlich Meinung, by cristenlichcr kirchcn orduuug wie von alter har und by dem alten waren cristen rechten glauben ze bliben, ouch dise luterische, zwinglische, hnssischc, innge, verkerte leer in allen unfern (ge)bietcn und oberkeitcn uszerüten, ze wcrcn, ze strafen und niderzctrucken, sa wyt und fer unser vermögen stat; sind ouch ungczwifeltcr starker Hoffnung und vertruwens zno Gott dem allmächtigen, der werde durch mittel und fürbitt sins eingcborncn snns, ouch siner würdigosten gcbärcriu, der jungfrowen Mariä und aller lieben heiligen und cngcl fürtrctung uns wenigen nit verlassen, sonder uns, wie vor unfern altvordern, die ouch etwa in kleiner zal groß thaten gethon, sin gnad, hilf und bystand erzöugcn, Dicwil aber üwcr landschaft und gebiet allcnthalb an die unfern stoßt, und die üwcrn, ouch die unfern täglichs zuosnnnnen wnndleut und wouend, und sich allivcg wol mit einnndcru vertragen Hand, als froinmcn Eidgnossen und guoten uachpurcn zuostat, und wir uns auch fürohin ze geschehen versehend; wo aber sölichcr luterischcr Handel by üch und nudcr den üwern sollte fürbrcchcn, als wir doch nit »erhoffend, wurde das große uuruow, Unwillen und böse uachbnrschnft, ouch große zwylracht und vil böses bringen, als ir selbs crulesscu mögend, lind darumb, sölichs alles zno verhücten und fürzckommen, gctrüwen lieben Eidgnossen, so ermanend wir üch erstlich, ir wellen betrachten und bedenken, ivas großen lob, glück, sig und eer üwer und unser altvordern vor zyten in sölichcm unscrin alteli glauben erlangt und überkamen habend, darby in was großer eiuikeit, frid lmd ruow in sölichcm glonbeu u»scr vorder» gelebt; dargcgen so wellend ermessen, was jctz in discm nüwcn glouben und irrnng fürgang und wie es stand, was großen uyd, haß, unfrüntschaft, zwytracht, ouch alle lichtfertigkcit dnrns entspring, was gtücks wir jeh habind, was eiuikeit und früntschaft sölichs under uns Eidgnosseli bringe; der vntter ist ivider sin kind, lunodcr ivider brnodcr, je ciil Ort wider das ander, und ist zno besorgen, durch die straf Gotts sölichs ein alle» Bastes hbösestes) end nf im trage»» »verde. Hicrumb, getrüiven lieben Eidgnossen, »vieivol »vir verstanden, daß sölich irrung »nid »nißglouben onch etwas under üch gewurzelt und sin somcn gesäyt, hoffen »vir doch, daß die lrounu dapferkeit und die hnildvesten und fürus der »»erteil sürtresfeu und by dem alten glouben bliben werden, w>d ist darnf an üch, als nnser sonder gctrüiv lieb Eidgnossen, unser das allerhöchst »nd ernstlichest bilt, ersuocheu u»d be»ger, daß ir üch »it von uns sündrcn noch üssreu, sonder zno uns ston nnd »»»»sc»»» fürnemcn u»»d »villen Slichförmig machcn nnd verhelfe» das best ze thuon, sölichen »nißglouben nnd zivytracht niderzctrucken nnd ze wercn, d»by ansehen daß ir vor zno tagen üwer botschaft allivcg daby gchcbt und geholfen haben ze ratschlagen, Glichen Handel abzcstellen. tlnd bewysen üch, als »»»»fer sonder hoch vcrtrmvcn zno üch stat; das wirt, ob Gott will, ungezwifelt üch und »ms zno großem lob, eer, onch gemeiner Eidgnoschaft zuo frid, ruow und ivider zno eiuikeit dienen und vor allen dingen den allerhöchsten Gott darmit uns gnädig nnd barmherzig ze sind bewegen, und bittend, ir wellend uf jetz »rächst künftigen tag by üwcr botschaft unS guotc antivurt zuoschickcn »nd inen Welche», zuo uns ze ston. »Ob dann üch ctivas beschiverd und Inst von geistlicher oberkeit angelegen nnd widerwärtig wäre, »vie und ich ivas gestalt das ist, da wellen »vir mit sainpt üch und, ob Gott will, mit nudern Orten, so onch zno uns cko» »verde», darüber sihcn nnd ratschlagen, »uns dann notdürftig, »ms allen nnptich und eerlich ist, damit wir "Ä entladen werdint; dann »vir nit minder dann ir an vil dinge» onch beschiverd und »lißsalleu tragend, es ist u^cr wol i» andre weg abzestellen dann also mit sölichcr bösen irrung." Datum »c. stieget von Lueern, ^ch"ft von Joh. Huber). Vollständig abgedruckt bei Stürlcr, llrkunden der Bcrnischeu Kirchenreform I. 322—325. 412 April 1524, 17«. Lncern. 1524, 20. April f. (Mittwoch vor Georgii f.), Staatsarchiv Lucerl»: Allg. Abschiede, ll. 2. k. 553. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 9, k. 132. Tschad. Abschiede-Sammlung, Bd. 5, Nr. 86. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, >V. p. 222. X. p. 59. .^antvaSarchiv Basel: Abschiede, s. III. KantoaSarchiv Freibarg: Abschiede, Bd. 56. KantvnSarchiv Svlvtharn: Abschiede, Bd. XII. jtantvnsarchiv Schaffhaascil: Absä)iede. Gesandte: Zürich. Jacob Grebel; Meister (Heinrich) Walder, Bern, Caspar von Mnline», Lnccri» (Peter) Tammann, Schultheiß; (Jacob) von Hertenstcin, Schultheiß; (Peter) Anlas, Schultheiß; Niki aus von Meggen, Fähnrich; Hans Glcstig, Rathsrichtcr. Nri, (Jacob) Troger, Annnann, Schwyz. (Gilg) Rpchinttth^ Annnann. Obwalden, (Niklaus) Halter, Annnann, Nidwalden, (Marquard) Zelgcr, Annnann, Zug. Vogt (Heinrich?) Schönbrunner. Glarns, (Nicht angegeben), Basel. (Nicht anwesend). Frciburg. (Ulrich Schnewli), Vcnncr. Solothurn. (Hans) Stölli, (alt-)Schnltheiß, Schaffhansen. Hans Slnbcr, Zunftincister, App""' zell, (Galtincr?). — (Lncerner Abschied). i>. l. Dieser Tag ist in Eile angesetzt auf das Begehren des Königs von Frankreich und der Hauptleub' im Feld. Man habe ihnen auf wiederholte Bitten die Zusage ertheilt, sie in der Roth nicht zu verlassen; einig" Orte, als Bern, Lucern, Zug, Freiburg, Solothurn und Basel seien, derselben nachkommend, bereits auf d^»' Wege, die andern aber nicht. Darauf hat man beschlossen, diese sollen ohne Verzug ihre Hauptleute „ordne» und anweisen, sich mit den französischen Anwälten zu verstündigen, und dafür sorgen, daß die Ihrigen für eine» Monat mit Geld versehen seien. 2. Die französische Gesandtschaft erneuert die Versicherung, daß die Darlehen mit gebührlichen Zinsen auf „ziemlichen Zielen und Tagen" erstattet werden, „wer dessen nicht entbehren wolle ' und daß die Knechte für die folgendeil Monate bezahlt werden sollen; daß endlich die verfallene Pension »»l Anfang Mai entrichtet werde. Darum soll nun nicht länger gesäumt werden, die versprochene Hülfe zu leiste'» I». Auf diesem Tage ist angezeigt worden, daß sich ein Buchdrucker zu Basel, Tochtermann des Zunftmeist"^ Jacob Meyer, unter andern ungeschickten Reden geäußert, er möchte, daß alle Eidgenossen, die schon nach Muln'^ gezogen und noch dahin ziehen, erstochen würden, und keiner mehr heimkäme; da er sich aber bereits geflüchles- so wird Basel schriftlich ermahnt, ihn an Leib und Gut zu bestrafen; würde er irgendwo in der Eidgenosse»!^ betreten, so soll er verhaftet und gestraft werden. ebe>- Mch Verdienen zu strafen. It.. Da Zürich den Wirth zum Salinen, der die Nichter des Klans Hottinger ^schimpft hat, nicht bestraft, sondern ihn hat entwischen lassen, so wird dasselbe nochmals gemahnt, ihm ^Zustellen nnd ihn gehörig zu strafen, zugleich aber beschlossen, Ivo man ihn träfe, ihm nach seinem Verdienen ßnd^" ^ ^ ferner („zum vierten nnd letzten") in den Abschied genommen, zu berathen, wie man sich de» Zürich verhalte» wolle mit Abschieden und andern Geschäften, wenn es sich in diesen Händeln nicht ^ ^gwosse» gleichförmig machen würde.*) >» Da die eilf Orte größtentheils cinmüthig sind, an dem alten dm christliche» Satzungen festzuhalten wie die Väter, so wird (auch) der Bote von Schaffhansen ^'^Ggt, seine Obrigkeit in aller Orte Namen dringend zu bitten, sich nicht zu söndern, sondern treulich zu " ^dgenossen zu halte», i». Die schriftliche Anfrage des Landvogtcs im Thnrgan, in Betreff des den Eid- heii »"^hörenden Geldes, ob er es zur Anwerbung von Knechten (für Frankreich) verwenden dürfte, ist ^ geneigt sind; einstweilen soll er sich ruhig verhalten. «». Abermals hat kei," ^ellschaften des Hans Caspar von Bnbcnhofcn nnd deren von Nothweil verhört. Da jedoch letztere »,». ^^'"acht haben, den Handel gütlich oder rechtlich den Eidgenossen anzuvertrauen, sondern dem Bnbenhofen »ach I»HM Mphxde gestatten wollen, so hat man die Rothweiler ernstlich gebeten, ans nächsten ^^chrr Boten wieder zu senden nnd uns das Geschäft zu übergeben; sonst würde man die Bnndesbriefc zur log ^ hier noch dunkle Sinn dieser Aenßcrnng wird iu der Instruction Lucerus cinigerinasteu aufgehellte Der Bote nstt habe», in den angeführten Artikeln mit den vier Waldstätten (sio) nnd andern Eidgenossen zu handeln, „ob man weiter (den Zürcher») tagen oder (ihnen) Abscheide geben wolle oder nicht." 414 April 1524. Hand nehmen »nd diesen gemäß beschließen, wie man dem Dudenhofen zum Recht verhelfen könne, z». Abermalige Ermahnung an Basel, den Abt von Wettingen bei den vorigen Abschieden bleiben zu lassen und den Pfchßu von Riehen von der, Pfründe zu entferne», damit der Abt als rechter Lehenherr über die Pfründe verfügen köinie. «F. Heimzubringen das Begehreu des Bischofs von Verulan um Geleit. i. Es wird einstweilen kein anderer Tag angesetzt, sondern denen von Bern und Lucern oder andern Orten aufgetragen, alsobald einen Tag ailsch' schreiben, wenn wichtige Nachrichten einlaufen. Im Zürcher Exemplar fehlen », N, «n Bcrncr «I, in, >», im Frciburger und Soloth »rnc> «l, >», im Vasler Ii, «l, in, i>, im Schaffhauser «I, n, p, im Appenzeller n, n>, i>, >». Zu lleber die augenscheinlich gefährliche Lage der eidg. Soldmannschaftcn und die in der Heimat lva>- tenden Stimmungen geben die machstehenden Acten einige Auskunft: 1) 1524, 12. April, (Novara). Hans von Dießbach und die eidg. Hnnptlcnte an die versammelten Bon»- Sie seien den Feinden bis Novara nachgezogen und leiden noch keinen Mangel, obwohl die Feinde gehofft Hobe», Hülfe und Proviant von Vercelli her abzuschneiden; nun dürfen sie sich außerdem auf den beschlossenen ZuM verlassen, sodaß sie diesen Krieg mit Ehren zu beendigen hoffen; sobald man sich vereinigt habe, walle sich über weitere Unternehmungen bcrathen, um das Land zu erobern, und bitte daher um ferneres väterliche Aufsehen, ?c. St. A. Luceni: A. Frankreich. 2) 1524, 12. April (Dienstag nach Miscricordin Domini), 22. Stunde. Ludwig von Dießbach, Ländlich zu Lnuis, au die eidg. Botschaften (zunächst in Uri zu verhören). In dieser Stunde veruehme er als gewiß, ^ der Herzog am letzten Sonntag zu Mailand öffentlich habe verkünden lasse», eS sollen binnen drei Tagen " Angehörigen und Unterthanen der Eidgenossen die Stadt und das ganze Gebiet räumen; auch die Bündner u die Unterthanen der Grafen von Arona seien in diesem Gebot begriffen. Das mögen nun die Herren crwägch' ginge es nach seinem Sinn, so müßten zu den 10,000, die hereingezogen, noch 5000 (Knechte) kommen, da" der Krieg rasch zu gutem Ende gebracht werden möchte. Des Königs Heer liege bei Novara, das herzog'H zu „Drycaa" (Trecate?) und in der.Umgegend; alle Vorräthe, die „sie" finden, lassen sie nach Mailand, nnd Como führen. St. A. Lucern: MM»-»' 3) 1524, 13. April. Bern an den Herzog von Savoyen. Ilumilitor soso rooommonclont, cot. blx vopitonoorum et ovmotorum nostrorun» in portibus Itolio mibtuntium nobis nemo. ckostinotis intolloxüu^ ipsoruni inimioos oivitotom Voroollnrum intens»«! ot ootoro looo et pussajsio oivoumvioino ito ob4ockis^^> oisiloin uosteotibus et Uipuo nostroo aematis viotunliu «ZeneAuto ot ubsoiso sink, guock prokooto nobis gch ot »uillestui» kuit uu«lüsso, peosvetim vtumi oum icl ox povinissiono et ocliumonto illusteissimoo clowinati ^ vostvov aktiei^eioeuin et subclitorum pvoooclovo peroipimus. IN guomguom ooclom ill. »^ nobis, soä ot eoiitbollei'utis nostris saopius sit ovisoto, ottowon ei«lem !u>s novitutes poritor cluxiwus «kg» oonclos, ill. «1. vesteum peoee oxliortontos ot vigvro kooclsruin roguirontos, cpiutenus ooennclom ^ ^ ^ importontiom oonsickororo, inimioos nostros ropolloro et u pateiu «luentus Zobauclioo oliininmw ot prosori ^ ot opvram «ltn e volit, guo nemutis nosteis ot Ui^ao nostrao viotnalia ockvobi ot insupoe ipsi ob opn ^ opprossiono ot loosiono prosorvoro possint; nom nisi icl tuet, guicl inclo subsoguatuv, ill. 4. vesteo oX litoris intolloxit". . . St. A. BlM! Late!». Mijjive», I. l lS b. 4) 1524, 13. April. Bern an die Herren von Lamet und Lougueville. Da sie von dem König den haben, einen neuen Aufbruch nach Italien zu leiten, und die Ausgezogenen von Vercelli her in großer Eft" schweben, so begehre man ernstlich, daß denselben ohne Verzug (o vosti^io) Hülfe geschickt werde. St. A. Bern: Latein. Missiven, I. 5) 1524, 13. April (Mittwoch vor Judikate). Bern an Lucern (inut. inut. auch an Basel ?c.). ^ beigelegten Schrift ans dein Melde sei zu ersehen, in welcher Gefahr sich die eidg. Knechte befinden, ^ Nothdurft gebiete, besser als bisher für sie zu sorgen. Daneben höre man, daß die Luccruer nach zu " liegen, nnd Andere gar „gemach und schlechtlich" nachziehen, was um so befremdlicher sei, als der Feiud den l u April 1524. 415 die Speise abschlage. Man ersuche Lucern, dies andern Orten anzuzeigen und sie kraft der Bünde zu ermahnen, mit den Ihrigen nachzurücken; denn sollte nus solcher Säumniß ein Unfall erfolgen, so sei großer Unwillen und Widerwärtigkeit zu besorgen. S«. A. Bm,! Tcmsch Miss!«-», n. s>r >,. 24» ». - S«. A. L»ce»i: MWve». 5) 1524, 14. April (Donstag vor Jubilatc), um Mittag. Bern an Lncern (dcßglcichcn NN Uri). Man vernehme allerlei ividersprechcnde Reden, daß nämlich wenig Eidgenossen den Unechten in der Lombardei zu Hülse Zichen, und einige Orte gar niemand schicken, während Andere sagen, Hauptmann Dietcgcn (von Snlis) sei mit 5555 .Unechten aus den Bündeir über den Gotthard gerrrckt, und ll 4555 Landlentr ans Lanis, Brainthal ?e. zu ihm gezogen, die Walliser mit 1555 Mann aufgebrochen ?c. Da man hierüber nichts Verläßliches wisse, so bitte nia» um schriftliche Auskunft bei diesem Boten; denn wäre den Unechten nicht (bereits?) ein tapferer Zuzug geschickt, so würde die Nothdurft ernstlichere Schritte erheischen, um Schaden verhüten zu können. St. A. B-IIN Teutsch Wijsivm, I'. 24». — St. A. Lucmi: Misjlmn. 7) 1524, 14. April (Donstng nach Miscricordia Dom.). Bern an seine Hanptlente. (Einige oben nicht envähnte Details enthaltend). ^ 8) 1524, 18. April (Montag nach Jnb.). Bern an die eidg. Botschaften in Lncern. Mitthcilnng eben empfangener Nachrichten ans Italien. St. A. «»»»>: Milsmm. 9) 1524, 15. April (Freitag vor Jubilatc), 1 Uhr Nachm. Uri an Bern. „Ucwer schriben von wegen etwas «den üch begegnet, deren ir von »ns gründlich nnderricht begerend, Hand ivir vermerkt; (darnf) füegent ivir üch je müssen des ersten, nachdem üch begegnet, daß der Dietägcn über den Gotthart verrucki mit v»> Pündtcren und luv den nnsercn komcn, achten ivir dasselbig nüt sin; dann es ist nit ein man jeh über den Gotthart sölicher gcstalt ^gcn. Uns ist aber glonbsamlich begegnet, der gemelt Dietägcn sye usbrochen und »f die Vcnedicr zogen; wir Hand über nit vermerkt, daß er zno dem züg zogen spe. Dcß glichen ist war, daß ctlich zno Loiviv, zno Belieb und up Wisorcrckal, ungesarlich ns tnsent, nsbrochen sind und us Porlch und Gravadonen zno zogen, in Meinung zno den Pündtcren zc ziechen. Wir sind onch grrnrdlich bericht durch einen, der hat gschen, daß Signor Ztenz zno Beließ selb Pvölst rmgesarlich fürgcrittcn, und spe die sag gsin, er sollte der Pündtcrcn obriper sin?e. Der lnndschast Wallis hnlb Hand wir gar nüt gehört; aber über den Gotthart sind sr> nit zogen. Unserthalb ist nil ane, es ist noch niemand >>ns hinweg zogen, ivir Hand aber ein gnreind ns nächst künftigen Snnntag angcsechcn ns das schriben, so " und., »nser >. Eidgnossen von Lnzern snmpt denen brieftn, so ir inen zuogcschickt, uns gcthan; was allda A'schloßeu und angescchen wirt, mögen ivir noch nit müssen; aber ein bott, der ns nächst künftigen tag gon Lnzern ^">npt, ,virt üch und ander unsers fürnemens berichten". . . Sl.s>. B«»i A. »>i. 15) 1524, 14. April, Jvrca. Sebastian von Dießbach »nd Jost Blättli an die eidg. Boten in Lncern und jedes Ort insondcrs. Blair werde bereits vernommen haben, wie die Feinde zwischen Novara und Vercelli sich gelagert haben, wodurch den Eidgenossen, die zu Novara liegen, in kurzer Zeit der Proviant gesperrt werdrn dürfte; darum erheische die Nothdurft, daß der beschlossene Aufbruch beförderlich von Stgjten gehe, und auch die zögernden Orte sich sofort dazu entschließen. Da Vercelli von den Feinden beseht sei, so wisse man noch nicht, ""e man jus Lager gelangen könne, wolle aber das Beste thnn. Herr von Font, der dorther getonimen, reite dr« Knechten entgegen, r»n ihren Anmarsch zu beschleunigen; Töni Brnnz gehe ans „der" andern Straße, und je lasse sich hoffe», daß nach Vereinigung des Heeres etwas Rechtes gelegter werde, ?c. ^ ' St. A. Bmi: A. M-iiitindcrM-gc (sopie). 11) 1524, 15. April, Jvrca. Sebastian von Dießbach, Jost Blättli und gemeine Hanptlente an (die Eidgenossen). Verweisung ans den lehten Bericht . . . Die erwarteten Fähnchen ziehen nun nicht so rasch heran, ^üe es geschehen sollte; mit einem schwachen Hansen könne man aber, von Reisigen und Gcschüh entblößt, nicht brücken, ,md einzelne Fähnchen zurückzulassen erscheine auch bedenklich, während es den Abgeschnittenen (den »unfern") zu lauge werden möchte, wofern die lehten abgewartet würden; darum bitte man, für ernstliche Voll- ö'chung des gefaßten Beschlusses zu sorgen; denn es sei wohl zu ermesse», wie viel Proviant den Eidgenossen z'Aehen möge, so lange die Feinde (zu Vercelli) liegen. Ulrich Unebler, ^tadtrcutcr von Bern, sei ans besondern ^e»en ans dem Lager hieher gekommen, um Bericht zu geben und das Gesuch um Beschleunigung des Marsches ""zubringen; man sei dazu willig, sofern die Nachziehenden sich auch beeilen, und habe ihnen dcßhalb einen offenen 416 April 1524, Brief geschickt. Der genannte Renter melde, daß (in Novara) noch kein Mangel herrsche; aber das könne nicht lange so bleiben, da die Stadt wenig Zugang mehr habe. Daß der Herzog von Savopc», der als Bundesgenosse und unparteiisch gelten wolle, die Feinde auf seinem Gebiete sich festsetzen lasse, gebe man den Herren zu erwägen, daher mögen sie thun, was die Umstände erfordern; denn von Niemand sonst sei Hülfe zu hoffen. Nur der Vischel von Vercelli und der Herr von Casanova, ein Hofmeister des Königs,.haben in den letzten Tagen guten Willen bewiesen... Man bedanre, so lange hier verharren zu müssen; es seien aber erst zwei Fähnchen von Bern u» eines von Wallis da; heute erwarte man noch eines von Solothnrn und zwei andere von Wallis, und hoste', daß auch die von Lucern, Freiburg, Biel und Sannen nachrücken; dann wolle man aufbrechen und thun, n^o möglich sei, St. A. Bern: A. Mniländerkriege (Copie). 12) 1524, 19. April (Dienstag nach Jubilate). Bern an die eidg. Botschaften in Lncern. Sic werden orn den mitgetheilten Schriften das von den Knechten im Felde geäußerte Begehren kennen, daß die zuletzt bewilligtes Zuzüge befördert werden, desgleichen aus dem beiliegenden Schreiben des Vogtes zu Lauis, daß die Gefahr Höcht dringend sei. Obwohl man vor acht Tagen solche Schriften in faj't alle One geschickt und auf beschleunigt^ Auszug gedrungen, so finde man doch, daß solches wenig verfange; denn es heiße, daß einige Orte irieinan, andere nur eine kleine („schimpfliche") Verstärkung senden, sodaß kaum die Hälfte der 8V00 Mann auf du Straße seien, was man höchlich bedaure, da doch den Knechten mehrmals schriftlich zugesagt worden, man wo sie nicht verlassen. Diesen Zusagen entsprechend habe man diesseits mehr Leute geschickt, als von Bern verlang worden seien, und den Hanptleutcn die erwähnte Verstärkung zugesichert. Da die Eidgenossen wohl einseht können, welche Folgen in und außerhalb dem Land zu befürchten wären, wenn es jetzt mißlänge, so wolle n»w sie hienrit ermahnen, das alles zu bedenken, sofort die bestimmte Zahl Knechte abzufertigen und den vorhin >t»^ gezogenen bei Zeiten Hülfe zu schicken; denn geschähe das nicht, so sei man entschlossen, die Angehörigen houw' zc. St. A. Bein: Tliutsch Missiven, 1'. 245 d. — St. A. Lucern: Missiven. 1524, 20. April (Mittwoch n. I.). Bern an seine Hanptleute. . n,. l. 24« »>. 13) 1524, 2t). April (Mittwoch vor St. Jörgen Tag), 6 Uhr Nachm., Lucern. Caspar von Müliucn o" Schultheiß und Rath in Bern. „Uf hüt nach immis sind die botten von den zwölf Orten bi einandren und Hand die brief verhört, die ir inen Hand znogeschickt, die von Jsrig komend, und nach dem Hand wir' we e ein wüssen von denen, so noch niemand geschickt Hand, hau, weß willens st) sigend. Also hat Uri geantww' sy sigend an irer gmeind eis worden, wenn alle Ort wellend stechen mit iren zeichen, die unfern zuo errtschn oder reichen, so wellend st) ouch stechen; sust lassend st) es beliben by der vcreinung; mög er jemand erbeten, st inen lieb. Schrvpz, (st)) losscirdS ouch dorbr) beliben, st) heigeud kein gelt darzetuond; mög er aber finden, sig inen lieb. Underwalden nid dem Wald wie Schrupz. Ob dem Wald, Caspar Jnrfetö huit mit iije ruber den Bruinek. Zug ist emveg. Glaris wie Schwyz. Basel zuicht. Schaffhufen Schrvyz. Appenzell ouch also. Uf sömlichs hat si der Herr nbermols betten und irren einen brief zeigt, hat der Künig gemeinen Eidgenossen geschriben, was der Herr inen zuosag, welle er erstehen halten. Also n>r s>) sich bedenken bis morn; nit weiß ich, ivas darus wirk. Nit iviter ist noch hie gchandlet". . . Nachi^ „Der Küng schribt ouch, die penzionen nrüessend on felerr hie ussen sin zuo der zit, als ers Hab verheißen- St.A. Bern: A. Niwe Zytung, N Hieher muß wohl auch folgendes Schreiben gehören: 14) (1524), 14. April, Coric»). K. Franz 1. an gemeine Eidgenossen. Er habe durch Boisrignult nernow"^ was sie dem Herzog von Savoycn geschrieben, und welchen Abschied (ooiigio) sie den Hauptleutcn gegeben, n" ^ zur Verstärkung seiner Armee in Mailand Knechte abgeführt haben, wofür er des verbindlichsten danke, bitte sie auch, in solcher Zuneigun'g zu verharren und zwar zu bedenken, daß ein Sieg des Feindes auch A Gefahr brächte, ivas er unsäglich bedauern würde. Unterdessen haben die Schatzmeister Befehl erhalten, fronen auf die bestimmte Zeit zu bezahlen, ivas ohne die andcriveitigerr schweren Geschäfte schon im Fe ' ^ geschehen wäre ... „st vorm pouvor? tonir pour ussouro^ guo vs gur vouo soru prowis par ossto ^ Istrurav, tunk guollo üomourorrr cur son ontior, guolguo tomp» guil uävionno, vorm soru ontrotonu, Zur obsorvo". . . St. A. Lucern: Misswe» d. s>Z- Kö'"S-' Mai 1524. 417 Zu I». Das bezügliche Schreiben an Basel, dd. Freitag vor Jeorii (22. April), — sachlich nicht von Belang — befindet sich im K. A. Basel: A. Mailändcrkricge. Zu l. Das Lnccrner Staatsarchiv (Acten Rcligionshändel) hat eine besondere Ausfertigung dieses Artikels, dd. Donstag vor St. Georg (21. April). Das Wesentliche liegt im Folgenden: Da die Eidgenossen jetzt mit"' andern Angelegenheiten beladen seien, so müssen sie die Sache auf ruhigere Zeiten verschieben; so auch die Verkündung eines Mandats. Doch halte die Mehrheit der Orte dafür, daß ungehorsame Priester bestraft werden lallten, je nach Gestalt der Verhältnisse; denn die eilf Orte seien fest ^entschlossen, der lutherischen Lehre zu wehren, behalten sich aber vor, zu gelegener Zeit zu berathen, wie die Mißbrauche abgestellt werden könnten. (Damit wurde die Botschaft der Bischöfe „abgefertigt"). Zu ;>. 1524, 17. April. Hans Pünti von Nidwaldcn an die drei (zu Bellinzona regierenden) Orte. „Als die tag vergangen etlich Pündter knecht, und auch von Bellenz und Lowis mit denen, gezogen sind uf der Venediger strich, und ich nf hüt gwüsse kundschaft han, daß die Herzogischcn, die in das (sie) schloß Müß sind und die uf dem Chumer see sind und da ingnommen vier communen, (so) den drpen Pündten zuogehört Hand, und by «Weyen tagen vergangen dem Herzogen geschworen, mit namen Domas, Dunk, Gravadone und Gert; deßglich Hand si geschribcn in das Veltlin, ob si sich ouch dem Herzogen ufgcbcn wellen oder nit. Harum, lieben Herren und obern, sölich Handel nur nit gefallenst daß die Herzogischcn den unfern lieben pundtgnossen ir land und lüt umeine», das ich üch . . (ze) wüsten thuon, damit ir uf uns eilt guot ufsehen habcnt; dann si möchten ab dein Chumer see hnrkomen iit einer nacht, und ich in das Volmorobitstal (Val Mnrobbin) ein guot wacht thnn hau"... St. A. Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 5. — K. A. Freiburg: Abschiede, Bd. 56. — K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. XII. L. A. Appenzell I. N.: Abschiede. — (Sämtlich Luceruer Abschriften). Zu 1524, 19. April, Constanz. Ennins, Ep. Verulnnus, an die Boten der XIII Orte in (Lueeru). Antwort auf ihre Zuschrift vom 4. März, die er am 18. erhalten habe. Nochmalige Erörterung des von dem Papste betriebenen allgemeinen Friedens, zc. Nach langer Vorstellung der gefährlichen Lage der Christenheit eröffnet st leine „gute Meinung": „Ich rat daß nit nun einmal darvon disputiert werdi, sunder oft, ouch b>) dem cristen- ' stehen Kling ernstlich disputirt «verde, durch ivelches euer edle(n) Nation der Eidgnoschaft groß cer, lob (und) iiutz ^wachst» inag, das >vir dann zuo aller zit begcren. . . Damit befelchend ivir uns (üch) als nnsern günstigen ieireii, »iit bcgercn einer guoten antwnrt, so wellend ivir das uf das kürzest b. Heiligkeit anzöigen, guoter hoff- ""ug, (dnß es) uns allen zuo gnotcin erschießen werde. Ouch (wüssend), günstigen Herren, (daß) wir nit anders achte» könnend, dann daß ir uß besnndrer gnnd von gott crlücht(et) spend, ividerstnnd zno tuon der lntcrschen lecten; euer artikel, so ir so löblich habend lassen ußgan, nach altem löblichem bruch cristenlichcr kirchcn, habend swr zuogeschickt b. Heiligkeit, die berücrten (?) artikel mit mer heliger geschrift geziert und uf den Richstag allen lurstcn zuogeschickt, dardurch euer aller lob und cer gemeret, wirt (üch) oicch zuo guotein erwachsen. Dorum, stten günstigen Herren, verharrend bis in das cnd, (so) söllt ir empfinden, daß üch by gott ewiger ton bereit 'st, »nd im zit euer nit vergessen wirt zuo guotein." St. A. Lucern: A. Papst (Original, von Ennins signirt; der deutsche Text von sehr ungeschickter Hand). 177 (Mnrten?).' 1524, 9, Mai (Montag nach Exandi). Staatsarchiv Vera: Tentsch Spruchbuch, XX. 561. Acten Gemeine Vogteien (Murten). Äst der Städte Bern nnd Freibnrg, behufs gütlicher Beilegung eines Streites zwischen den Gemeinden ^rzers, Fräschels, stiied, Galmiz, Wistclach ?c. einerseits und denen von Ulmiz, Gcmpenach, Vnchslen, Salvennch und Gnrwolf anderseits, betreffend die Nutzung des Mooses am Murtnersee. Die Boten ^ ^p'llmann, Bartholome Ibach (von Bern), Hans Krnmmenstoll nnd Jacob Bögeli (von Freibnrg) st" «neu Spruch, der dann von den beidseitigen Obrigkeiten genehmigt wurde. Es folgt hier der Hauptinhalt: 418 Mai 1524. „Und nämlich des ersten, so soll das obbemelt Mos, in kraft der unseren von Murten fryheit und gwar- samen, derselben unser statt Mnrten »nd iren mithaften dienen und zuostnn, söliches mit einanderen wie von alter har inznohabcn, zuo nutzen, zno nießcn und zuo ivcidcn, onch die, so darpn farcn, zno pfänden, dcßglichcn etlich matten inznoschlachen und zno verglychcn, also daß die letstgcnnnnten sechs dörscr st) daran nit hinderen noch irren, noch on ir wüsten und willen in das mos faren oder darin zuo weiden, zuo welicher zit im jar das sO rcchtsame sollen haben. Und als dieselben sechs dörfer fürgewandt, wie si ein thcil der wcgsamc in das mos haben helfen machen, dessen die unseren von Mnrten inen anred sind gewesen, und doch nit anders, dann daß solichc wcgsame allein gemacht syc worden, den sarra uß dem mos zc fneren, ist geordnet und abgeredt, daß die genannten sechs dörfer söliche wegsnme wol mögen brachen, den sarra zuo reichen und ußznofüerc» u»d sonst nit witer, also daß si darumb kein umbgclt schuldig sin söllen. Zuo letst, berüerend den kosten und die srävel, so diß Handels und spans halb erwachsen sind, sollend die vilgcsagten sechs dörfer den unseren von Murte» solichen kosten zuosampt den verfallenen bnoßen gänzlichen abtragen und zuo dem onch inen den zuogefnegte» schaden ersetzen, wie das die billigkeit wirt erhönschen. — Und nachdem die genannten unser verordneten Rät de» Handel, onch ire gethanc abred an uns gebracht, und wir darin nntzit anders dann alle billigkeit fanden, habend wir harzuo gewilliget, disen vertrag und entscheid bekräftiget und wellen,'daß dein hinfüro durch die partycn Z»^ nllerspi gcläbt und nachkommen, und darivider nntzit gehandlet, das sölichem zuo abbrnch oder letzung »M . dienen, dann wir onch den haltenden theil darby schirmen und handhaben wellend". . . 178. > Lncern. 1524, 11. Mai s. (Mittwoch vor Pfingsten f.). Staatsarchiv Lucern: Allstem. Abschiede, (Z. 2. k. 578. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, p. 213. X. i>. 65. KautvnSarchiv Basel: Abschiede. KantvllSarchiv «^reilnirg: Abschiede, Bv. 56. jtailtvnSarchiv Svlvtharu: Abschiede, Bd. Xll. KailtvnSarchiv Schasfhattsett: Abschiede. - Gesandte: Bern. (Konrad) Willading, Venncr. Luccrn. (Jacob) von Hertenstein, Schultheiß; Gössi; Hans Haas (?), alt -Scckclmcister; Hans Glesting, Nathsrichtcr. Uri. (Hans) Dietli, Am»»»^ Schivyz. (Gilg) Nychinnth, Ammann. Obwalden. (lltiklans) Halter, Annnnnn. Nidwalden. (Atarg »»'d. Zelger, Ammann. Zug. Zehnder ab dem Berg. Glarus. (Jost) Tschndi, Ainmann. Basel. (Urb»" vom Brunnen. Frei bürg. (Ulrich) Schnewlp, Venncr. Solothurn. (Hans) Stölli, Schultheiß. Apl'^ zell. (Ulrich) Jsenhut, Ainmann. "in i». Zu Anfang dieses Tages erscheint Herr Ulrich der Barfüßer, Caplan zu Luggaris, und erzayu, der Commissar ihm auf Befehl ab einer Tagsatznng in Lncern eine Pfründe, die früher in den Hände» St. Johannser Herren (Johanniter) gewesen, geliehen, die er auch bisher verschen habe, aber mit ungcnngc»^ Einkommen, weil ihm einige Zinsen der Pfründe in Bellenz Hinterhalten worden; er bittet nun, die Eidge»»»^ möchten die Pflichtigen anhalten, ihm zu entrichten, was sie schuldig sind. Heimzubringen, damit die Bote», ans die dortige Jahrrechnung kommen, hierüber bevollmächtigt werden. Dem Commissar wird schriftlich cmpmt ' das Gotteshans „in Dach und Ehren zu halten". I». Eine französische Botschaft stellt das Gesuch, Zürich Schreiben oder ans andern Wegen zu vermögen, daß es die Knechte heimkehre» lasse, die den Eidgenostm Jahren) in Mailand zugezogen. Heimzubringen, um sich zu bcrathenß wie man den „gnten Gesellen" z» Mai 1524. kommen könne, t. Es weiß jeder Bote, wie man dem König von Frankreich geschrieben, er möge vor allen ^u>gm den Knechten den ausstehenden Sold bezahlen und den Eidgenossen abtragen, was er versprochen habe. ^ An den Herzog von Savoyc» ist geschrieben, er solle das Geschütz, das der König in Savopen gelassen, zu ^r Eidgenossen Hände» behalten. » Da Basel auf die Anfrage, ob es den Buchdrucker daselbst für seine Aeußernngcn bestraft, einfach geantwortet, es habe ihn bestraft, aber nicht sagen will, wie, so wird dasselbe noch eunncil ernstlich aufgefordert, ans der nächsten Jahrrechnnng zu Baden Antwort zu geben, wie es diesen leicht fertigen Menschen bestraft habe, indem man erwartet hätte, daß es ihn an Leib und Leben strafen und nicht leicht darüber hinweg gehen würde, t. Die von Schaffhnnsen antworten auf die im vorigen Abschiede an gestellte Frage: Sic haben keinen neuen Glauben, wollen auch gute Christen und Eidgenossen sein. Da diese Wivort nicht wenig befremdet, so werden sie aufgefordert, ans der nächsten Jahrrechnnng zu Baden zu erkläre», ^ s>e zu den andern Orten stehen und der lutherischen Lehre entgegentreten wollen oder nicht, mit ja oder nein, a»nt man sich darnach richten könne. H. Heimzubringen, das; die von Lanis sich unterstanden, den Heinrich ^kenstcin, Bürger von Lucern und jetzt Lnndvogt z» Baden, und (seinen Genossen) Peter Nisins mit nencn Aollc» z„ beschweren. Ans der nächsten Jahrrechnnng zn Lanis ist Antwort zu geben, ob man -das dulden wolle ^ nicht. I». Ucber den Streit zwischen Bellen; und Lanis samt Luggaris wegen des Salzes erklären die ""der llri, Schwpz und Nidwalde» abermals, daß ihnen allein zukomme diese» Streit zn entscheiden, das; er l" nicht vor die Eidgenossen gebracht werden solle. Das ist heimzubringen, um auf dem nächsten Tage Antwort ^ geben, mie man sich hierin verhalten wolle. ». Der Landvogt im Thnrgan berichtet, Wyßhans Marti von ""kge» abweisende („letze") Antwort, wenn er die auf 50 oder 00 Gl. sich belaufenden Proecßkosten "^chen mollc, und gehe trotz der geschworneu llrphede außer seinem Kirchspiel herum, wo es ihm beliebe. Die scnd ^ ^ Vogtes, wie er sich hierin verhalten solle, ist ans dem nächsten Tag zu beantworten, it.. Zürich ^ etz». Schrift von Wolf von Homburg, betreffend die gemäß der Erbeinung ausstehende Pension vom Hans .v^^kch, worin er um etwas Geduld bittet und baldige Bezahlung verspricht. I. Heimzubringen, daß ans die ^Acechmm^ zu Baden jeder Bote über alle Artikel instruirt werden soll, die der z» Lucern ans Mittwoch vor ^brgcn Tag (20. April) gemachte Abschied enthält, i». Ans den Fall, daß die Vögte zn Lanis oder ^ügncP um Hülfe schreiben, soll jeder Bote auf den nächsten Tag Bescheid erhalten, was man khnn wolle, i». Der Bote von Bern, soll daheim berichten, wie der Pfafsc von Brittnnn zu Pfaffnn» ^'gt hat; ans Begehren kann Lneern, das daran wenig Gefallen hat, weitere Auskunft crthcilcn. «. Der die vier Fürsprecher von Lanis schreiben, es sei den Ihrigen, wie bekannt, verboten, den llnterthanen »ich irgend welche Lebensmittel zukommen zu lasse»; das gereiche nun den Armen zn großem Nnchtheil, »nn/- Namen, das Verbot wieder aufzuheben. Heimzubringen, da etliche Orte dies noch nicht (20^" wollen; es soll jedes Ort, das dieses Verbot nicht nachlassen will, bis „jetzt" Freitag nach Pfingsten '»cnd^^ ^'ncn Entschluß nach Lucern berichten; diejenigen, die nicht ausdrücklich abschlage.», solle» als znstim ^'vr,^ ^^)tet werden; darauf wird man dem Vogt zu Lanis schreiben, sofern die Herzoglichen den Eidgenossen des Anderes.zukommen lassen, so mögen die Unsrigeu ihnen auch „zuführen", z». 1. Ans das Anbringen hat ^ Abtes von St. Gallen, daß Einige von der Gemeinde in der Stadt Drohungen ausstoßen, darfst" ^Aannt, der Abt solle sich genau erkundigen, wer das gcthan, und auf der Jahrrcchnung zu Baden tzi ^ ^ncht erstatten, oder, wenn ihm dies zn lang dauern würde, die vier Schirmortc auf einen Tag nach A" ^^".^^A'eiben. 2. Er klagt auch, daß die lutherischen Ncligionsncuernngen in des Gotteshauses Landschaft ' wallen herum sich deutlich zu zeigen ansaugen. 3. Endlich zcigl er an, daß zn Stammhcim im Thurgnn, 420 Mai 1524, dessen Kirchcnsah dem Kloster St, Galle» zugehört, der Deca'n nud Pfarrer nicht mehr sicher sei. Heimzubringen (zur Berathuug) auf die Jahrrechnung zu Baden, «z. Jeder Bote keuut^die^ Schreiben des Papstes und des Bischofs von Vernlam, des Inhalts, daß der Papst ihm ausgetragen, von einem Frieden zwischen allen christliche» Fürsten zu reden, westhalb er wünsche, dast ihm die Eidgenossen gestatten, z» ihnen zu kommen und nach Jnh»^ des päpstlichen Breves zu handeln, Antwort ans nächstem Tag, » (Berathung über den Gang des Krieges >» Italien). — Vgl, die Noten. Im Berner Exemplar fehlen I, >>, im Freiburger und Solothurner dieselben und im Basler 0 i«, p, (und i ist gestrichen). Schaffhause» hat >, le, >», t', «I? !, I, K>, <», Ii, — in dieser Reihe»- folge (ähnlich in Freiburg). Ueberhaupt sind die Abschiede ans Lucern sehr ungleich angeordnet. Zu «I. Es ist uns nur das nachstehende Schreiben bekannt: 1524, (Mai?). Bern an den Herzog von Savopen, „Ki^nilioarunt nodis nonnnlll oapitanoi l,!gc! nostre, gut in abssguio ot stipomlio obristianissi'rni Itogis militarnnt st nuno ml proprias nockos rovorsi sunt, !>»>»' Iiarctn et nrtileria, regio Nniostntis ncl opiäunr ltar ooniluxisso et ibidem nrrostnsse, in lnino tinom ut ot oeteris arinntis vnnnbus l guorulantos stiponäioruin ill. ct. vostram pro «ntistaotiono ot solutiono ill. ck, v. impotituros, subtioew»° guocl nos ot oont'oclorati nostri in oo tantnrn äisplioontiam ot nnusonin Irabobimus, unclo III. ck. vootro vo» moclioo, rosultari possot inoonnnoclitas". . Begehreu einer Antwort. S«. A. B«»: LaMn. Missw-», i, wi o. Zu I'. Auch hier müssen wir dem Abschiedtext eine weitere Bedeutung leihen, resp. eine allgemeinere D>-'- cussion voraussetzen und selbst von den'austerhalb gepflogenen Verhandlungen Notiz nehmen. 1)' Basel verweist in seiner Instruction auf das erlassene Mandat über die Predigt, dessen Hnnpti»^ angedeutet wird, und auf die schon auf dem letzten Tag gethane Erklärung, die der Bote nach seinem Verl») habe vortragen lassen, wcsthalb er nicht zu dem Abschiedartikel, wie er gefastt worden, emgcwilligt habe. Bischof von Eonstanz wolle man nicht wehren, ein gemeines Mandat zu erlassen; man werde aber die Verkü»d>»^ desselben im Basler Gebiete nicht gestatten. St, A, Aapn Msch>-^ ^ 2) 1524, 27. April (Mittwoch nach St. Jörgen Tag). Zürich an die zwölf Orte (einzeln). „Den nächst gchaltens tags uf Mittwnchen uor Saut Jörgen tag zuo Lnzcru habent wir verslande», und nämlich' üwer und unser getrüw lieb Eidgnossen voir den vier Waldstetten und Zug des willens und entschlnsses Nb ^ iviewol der abscheid darin dhein sündrnng lnot, die luterschen und zivinglischen Händel, oder von wem du langint, abzcstellen und zuo wcren nach allem vermügen, mit darstrcckung libS und gnots, mit bitt, dast deir fünf Orten, o>tch üch nnd andern Orten, darin (aber) der nbscheid ivie obstat dhein sündrnng machet, glichförmig machen, damit wir Eidgnossen all by nnscrm alten wäsen, gnotem christcnlnhen brnch und blibint, nnd dast wir in kurzejn nnd (nf) nächstein tag darüber wellint nntwnrt geben, das alles . . - üwern und unsern liebeil Eidgnossen von den fünf Orten, und ob glichwol andere Ort mer desselben »» wärint, anderer gestalt nit verstand, dann in iren obcrkeiten, gerächten und gebieten, und könnent nit dast sich solichs nf uns oder ander, wer joch die wärint, strecke. Dann wo das dieselb meimmg habe» möchtind nur oder die es beträf, ivol ermessen, ivas das wnrd bedüten nnd bringen, da aber wir nnst>-' vermeincnt, dast sich deß gegen uns nit bedürfe, dann wir all christen und Eidgnossen sind, die cinandn fachen halb, wie sich die bcgcbent, wol gebürlicher gestalt wnssent zuo begegnen". . . (Folgt Erzählung der ^ rvelche Zürich bisher zur Aufklärung der andern Orte gcthan, ze.). „Darmnb . . ., diewil ir üch nit sa schlössen habent als anzöugte fünf Ort, und die fachen schwer und groß sind und bp üch onch mögent sin, da>^ Mni >524, 421 N' wie mir mücssent betrachten, daß schickerlich darin gescchen und nit gercdt merd, man welle das heilig Evangelium und mort Gottes undcrtrncken, dardurch undcr dem gemeinen voll nfruoren merdint, bittend wir üch nochmals zuo dem früutlichosten und ernstlichisten wir jemer könnent und mügent, ir wellint solichs alles bedenken »nd erwägen, und daß wir anders nit begerent, dann göttlichs erbers und rüewigs und uns nf solich unser vorig wer denn einest gethan bcgcrcn üwer gnetlich und frnntlich antwnrt in geschrift nochmals bi disem unscrm botten zuoschickind und uns die also unter nit versagint, und so wir die habcnt . . ., wellend wir uns demnach aber ü> die fachen schicken, daß es uns vor Gott und der weit soll unvcrwyscnlich sin, und dem, so wir uns erbvtten Hand, statt thon werden, und ouch dem so unser geschworen bünd wgsent, die wir trülich wellent halten, wo wir acht jendert so vil gnad mügent haben. — Darzuo habent wir verstanden (den) Unwillen der posscn (halb), so uf unser usgangen getruckt schriften sind gemacht; das ist nicmas zuo trotz, ouch uns onwüssent beschcchcu, dann solich possen des trnckers, der Hager genant, zeichen sind, und brückst sich dcß uiemas ze lieb noch zuo leid; darum so wellent uns und in dcßhalb entschuldigt haben". . . St. A. Bern: A. Kirchs. Angelegenheiten. — St .A. Lucern : Missiven. — K. A. Schasshauscu: Correspondenzen. 3) 1524, 3V. April (Samstag vor Philippi und Jacobi). Schnffhausen an Zürich. Antwort auf dessen Schreiben (vom 27. d.). „Wir . . . stiegen üch daruf zuo vernemcn, daß wir unsers teils üch für guot fromm oristcn und ouch darfür achten, daß ir wol müssen, was ir glauben, und wie ir üch in cristenlicher ordnung regieren und halten füllen. Wir sigen (sind) ouch kains gcmüets ze undcrston, üch iveder güetlich noch gcivaltitlich oo» üwerm fürnemen zuo wisen oder zuo uöten, und ouch nit zuo verhelfen noch zuo verschaffen, daß solichs bcscheche, guotcr Hoffnung, ander . . Aidgnossen werdint das ouch nit thuon. Ob sich aber »nruow oder nnfrid deßhalben zuotrügc, und wir dann nüts fridlichs und guots dnzivüscheu handetn könnden, so wellen wir doch uns kains argen bewiscn, wie ir ongczwifelt bishar zuo tagen an unsern antwurteu ouch-gespürt haben". . . St. A. Zürich: A. Schasshausen. 4) 1524, 30. April (Samstag nach Marci). Basel an Zürich. Antwort: . . . „Wir achten, die schryber stw Luzern haben die feder etwas wytcr dann im rat beschlossen (als ir selb wissen, zun zyten zuo tagen geschieht) kaufen lassen; dann unser bott solchen befelch, wie dann der nrtikel ine abscheid lutct, in siner instruction nit gehebt, haben ouch gänzlich darfür, er Hab sich kcins andern, dann wie sin instruction des usiutet und ir an Abgelegter sehnst und coppcn von wort zuo wort zuo verneinen haben in sincm ratschlag erlütcrt; dann von dem waren wort Gottes, der hcilgcn gschrift, dem HI. Evangelium abzetrctten, dem ividrig ze sin oder das hinderstellig neachen ist ganz nit unser fürnemen, snnder dcmselbigcn (tut imsers verrückter zyt usgangneii inandats, als guoten stnndhaftigcn cristen ivol gebürt) vesteglich anhangen, deshalben der nrtikel im abscheid uns glich als wol (als) lieh etwas trncken will". . . A. Basel: Miiflve». — St. A. Zürich: A. Religionssachen. Beilage: Wortlaut der erwähnten Instruction. 5) 1524, 30. April (Mni Abend). Schwyz an Zürich. Antwort ans dessen Schreiben vom Mittwoch nach Jörgen Tag (27. April). „Unser ?c. ze. :c. Wicr sind snnipt andern üwern »nd unsern lieben Eidgnossen Zuo mcrmalen ob disen hendlen gsesscn u»d«in discn luterischen Handlungen vil großer und schwerer Mißhandlungen "users bcdunkens fnnden, eS sye der meß halb, der crung, so wier der »motcr golts (und) den lieben Helgen thuon, °uch daß wier st) für fürsprcchcn vor Gott haben, ouch die fürbitt, so wier den lieben seele» noch zuo thnon als wier verineineu schuldig, dnrwider aber so gfarlich und ungeschicklich geredt und gehandlot >virt, daß davon under uns vil mer ergernus dann fruchtbars entspringl, semlichen nngcschickteii reden und Handlungen b>) uns gebrncht U"d ouch »och hiufttr beschechen möchte»; riiid iinib vermiduiig crgernnß, so Hand wier uns zuo andern . . . Eid- » blossen gethan, scmlich als wier vermeinent bös Handel nbzuostellen l») unS, als iii unsern gerichten inid gebieten, aber »je willens gewesen n»d ouch noch nit, darum ützit unfrüntlichs noch widcrwilligS gegen üch oder den üwern süizuonemcn, stiiider uns gegen üch als fromm redlichen Eidgnossen nach vermög der piindte», ivie ouch ier iich b^geu uns zuo thuou erbotteu, zuo halten und dal») ouch üch, ouch andern üwern und unsern lieben Eidgnossen zuo au ziten, so das ouch fuog haben mag, verhelfen abstellen die bcschwernngen, so uns hievor die geistlichen prelaten °uch angelegt haben, und was desselben halb ouch zuo siner zit notdürftig ivirt, an uns nützit lassen erwinden. Aber u°ch zuo diser zit ivellend wier in dem wesen und bruch blibcn nach ordnung und satzung der cristculichcn kitchcn, 422 Mai 1524, wie das unser vordem an uns bracht haben, bis zuo der zit, daß durch Gott wird vcrhengt, ein gemein Concilium gehalten wurd; was dann dnselbs beschlossen, wurden wir ouch unsers teils güetlich annemen und vollstrecken, als frommen cristen gezimpt. Hiernf, getrüwen lieben Eidgnossen, ist an üch unser früntlich ernstlich bitt, ier wellent allenthalben by den üwern verschaffen, daß die, so under uns oder die unfern wandlen, vcrmident derglichcn büechn) under die unfern zuo bringen oder sunst der dingen halb ützit zuo bredigcn fürzuoncmen, sundcr sölicher ding halber rücwig zuo und von wandlen; dann so das von jcman nit bcschcch und wier einen betrcttcn, der büechli under die unfern stierte oder der gestalt bredigotc heimlich oder öffentlich, wurden wier in strafen nach unserm guoten bedunkcn, wellten uns ouch deßhalb hiemit bewart haben". . . St, A, Zürich: A, Neitgtonssache», K) 1524, 1, Mai. Bern an Zürich. „Hemer schribcn . . berüerend den lillerschcn Handel .... haben n>n mit langem inhalt verstanden, und ist nit an, als wir unfern botten, so nf solichem tag gewäscn ist, ouch den abschcid gehört, können wir nit verstan, daß uf üch . . deHein sunderlichc tröuung gebrucht sye; dann wir mögen achten, daß sich nit will gebüren, üch oder ander zuo nötigen oder zuo trängen, anders zuo glauben oder Z»" halten, dann üch wol gesellig sin will. Und damit ir unsers willens und gcfallens, ouch unser antwurt so >nir uf jetzbemeldter tagleistung (ge)geben, bericht sin mögen, so gefalle üch zuo wüsten, daß wir hievor den unser» allenthalb in statt und land diß Handels, ouch Hangender zweyung halb, schriftliche vcrkündung gethan und »ach ir aller gehabten antwurt uns mit unserm großen Rat underredt und vereinbarst haben, by dem mandat, so »'" hievor haben lassen usgan, und das mir üch Harm verflossen zuoschicken (fehlt), zuo bcliben; doch diewil den unser» allenthalb schwär und ungemeint sin will zuo gestatten, daß die Priester eewiber nämen und sich zuo der ce neu pflichten, deßglichen daß jemand an(e) notdurft in der fasten und zuo ungewonlichen ziten fleisch essen, ouch b» muoter gotts und (die) lieben heiligen smächen, und nit als fürbitter anrücfen, und ander ungehört schwnrglönblb fachen bruchen sölle, söllichs alles nsgcsctzt, guotcr Hoffnung, diewil die ansang und nüwerungen so lang unve^ denkende zit nit in üebnng sind gewäsen, mit yl, ouch der rüche und härtigkeit nit hindurchzetrucken sind, daß st" und für durch die gnad und hilf gottes so vil erlangot, damit wir zuo einhelligem verstand werden konnM»' By welichcm beschluß und ansächen wir beliben und sunst alles das werden erstatten, so zuo fürdrnng der ss» gotts, enthalt des eristenlichen glonbens und Handhabung des hl. Evangeliums, auch der wort und leer Christ' dienot. lind also mögen ir unserthalb wol gerüewigot sin und üch zuo uns aller eeren und guots vertrösten »" für die achten, so üch obangezöugter fachen halb gar ungern nberziechcn oder wider üch mit gewalt wöllten handlcill^' St, A. B->»: Tcutsch Miffiven. I>, SSV b, — St, A. Zürich: A, Bern. 7) 1524, 2. Mai. Uli Nil Zürich. Antwort auf dessen Vcschwerdeschreiben vom 27. April. „Hnnb verinerkt (und) fücgeilt üch guoter Meinung ze wüsten, uns noch ungeändert des selbigen ivilleils und fürneM^ (ivie der Abschied lautet) sin, aber nit sölicher gestalt, als ir das vermerken wend, als ob wir gegen üch unst»" lieben getrüwen Eidgnossen etwas unfrüntlichs fürncmen, oder (gegen) anderen Eidgnosscn, sunder in dem »»""" des Herren nf unserem gloubcn und fürnemen, wie der von unseren eitern an uns komm, ze verharren lind so» ^ ivie obangczöugt by uns ze weren, des glichen wo ivirs ze wercn gwalt haben, als in Miseren vogtycn, n'. ^ ^ glichen war noch unser früntlich ärnstlich bitt an üch . . ., üch nit von uns übrigen Orten mit dein glauben » sündercn, sunder by uns einhelliklich (ze) pliben; mag aber söllichs by üch je nit befunden werden, so l»»b üch bcliben in dem namcn gotts, dcrglichen »vir uns zuo üch ouch versächcnt ze. Der Kossen halb mögend gelottben, sölichs nit uß ülver befelch geschlichen, möchtcnt aber lvol liden, ))aß der drnckcr sich eins anderen gebrucht hätt, diewil (er) doch nit uf die, so den Eidgnossen geschickt, ouch druckt worden zc., land wir in l wäscn beliben". ... St, A. Zürich! A, R-ligtonssachcN' 8) 1524, I. Mai (Dienstag Erucis Jnventiotlis). Solothnrn NN Zürich. „Ueiver schriben uns jch gcth'"'' ^ berüerend den nbscheid letstgehaltens tags z>to Lueern und insunders den artikel von der lnterschen händlen haben wir (sines) inhaltS verstanden, lind ist war, wieivol gedachter abscheid in sölichcm stuck ctivaS so können wir doch nit achten, daß derse)b üch znowidcr vergriffen inid dahin diene, als ob wider üch von ^ fach wegen ützit gewaltigs fürgenommen sölle werden. Wir mögen ouch müssen, daß unser bott sich so crlütret, dann unser befelch ist anders nit gewäscn, (dann) wir sycn diser fach halb by und under uns Z" -l" ^ ruowen, und ob sich jemand der unfern harin wider guot eristenlich gcivonheiten mißhandlete, denselben »»" Mai 1524, 423 wir strafen und zno gcbürlikcit Wien, sunst uns derselben fach unter gegen je.nand zno beladen, s>,c uns ungemcint. Und damit ir nnsers willens bericht werden, ist nnscrS genutetes nit, gegen üch ützit nnfriintlichs fürznonän.cn oder etniche» trang ze tuond, snnders guoter begirde, mit üch als unfern lieben Eidgnossen. w.e nur zna beiden scheu jewelten gegen einandren gewone. und gcbrncht. in aller liebe und tri.w zun leben und desselben.nagen ir üch zno uns ungczw.iflot versächcn; nnd gegenwärtig evangelisch Händel betrafsend ist nnsers gefallenS das heilig Langeln.», ....der nns frylichen predige., zno lassen, doch daß gnot cristenlich ge.vonhe.ten, von de., heiligen wittern und unser.. vorder» a>. uns gelanget, onch in wäsen beliben, bis daß dcßhalb ferrer m.t der he.t.gen kilchen versan.n.i.ig ändrnng beschicht. Wir wällen onch gelonben. ir werde» »wer .vgLhett nach ... d.sen d.ngen b.) den »wer» fnrsechnng thnon, dadurch nützit nnzi.nlichs gcbrncht werde", w. S., A. Zmich. «. S°,°.hur„, 9) 15>>4 4 Mai (Auffahrt Abend). Zug an Zürich. Antwort: Man habe sich vereinbart, mit andern Eidgenosse/».'.? de», nächsten Tage eine Antwort zu geben, z» welcher ...an Glimpf und Ehre zu haben glaube. - Tgl. N. 1». S..-..Mich:«. Zug. Statt Wiederholung ähnlicher Schreiben bemerken wir, daß Zug diesen Ausweg noch öfter wählte. 1») 15^4 6 Mai Lucern a» Zürich. Antwort . . . „So wir aber achtend, das; ir andern Eidgnossen deßhalb onch qeschriben, darn.nb wi/jetzn.al nns dheincr antwnrt verfaßt Hand, sonder so ...eilen wir solichs an »wer und unser lieb Eidgnossen. die nf setz nächst Zinstag (10. Mai) zno nacht in unser statt znosa.nen ko.nend, lange» lassen, nnd was dann wir san.pt andern Eidgnossen, so in disen. Handel sonderl.ch zuosamen »erfaßt, uns vereinbaren und entschließen, und ob es »...stehen w.rt gnot .... ..ch antwnrt ze geben, dastelb.g wir üch nit verhalten, sonder zno wissen thnon. Das wellen al,o guoter frnntl.cher me.nnng (als es beschuht) von uns verneine..', dann hinderrncks und on wisse» andcrer Orten, zno d., e.» h andel I ander I.ch b eg. > f feil, antwnrt ze geben, will uns nit gezimcn." 11) 1524 11. Mai (Mittwoch vor Pfingsten). St. Gallen an Zürich. Antwort ans das letzte Schreiben und die Bitte, das beigelegte Schriftchen zu prüfen w. Man habe, wiewol es eigentl.ch ...cht .wth.g gesch.ene», die Seelsorger und Priester samt andern Gelehrten beauftragt, das Büchlei» zu 'sten und melde nun, dast s.e, und besonders die Bcrständigste», es hoch rühmen und in der göttlichen biblische» Schrift, lo.vc.l sie ev ve.stehen, wohl begründet finde... ' 2'' M«.. «. Swd. Si. »»m>. Endlich ist anzureihen das erste päpstliche Breve betreffend die Kirchentrennnng i» der Schweiz (vgl. jedoch Nr. 172, Note el, 1): 12) 1524, 19. April. Rom. Papst Clemens VIl. an die XIII Orte. „Dilooti ülii, oot IN o. vewt.-a v.rtuo ".nllio ...aguioguo roduo g-wtw por.'.ominum oormonoo xorvagata tortitu.Iiuw vootrao lau.Iou. ... o.uuoo torr.w I"'°I>agavit: ta.uon ox o.uuib.w , kaoti« praoolario et tortidna illa ...a^orou. ^or.a.u vobw ..oxorornut, gnno 11.4 l.ouoro... .4 ml ooelio apewtolioao tutola... per voo patrata lno.-o. omm potu.t 4o vobw oou- "wu.ora.-i praootanti.w gnan. oingularon. , virtntou. vestnm. v°o et ä.vum° oouo°rvau.lao ^ kuiooa par/e.n: nl. I.ao vorao piotatioelioniplina tangnam oaoloMmo üoouu.outw ..wt.uot. on.u uova l.rdoo ^4 . . . > i I 40818 (>niI)U8(1t4M 111 10618 8pg.18g. V11U8 ^)68^lt6111tt1 t1>MM!1> 1)118 ei1118i.1g.110 N0M1I1I 1)61111610811 1^11161 tili!16 116 > 1081k, ^ 1 V ^ 1 üüol.um g0 ,.iina.0t: voo ein 0 °nn.u,.i onntnutia. tlivinarnm ingum ot patrn... vootrornm ...oorrupkau, ti.lo.n vüitio pul.li. io elnorotio 0o.w0. va.nlam s nn.wuiNio totguo jan. oaoouiio ...votnratau. ot oo.uprol.ata... auotor.- tatom oanoti, .p.i oorto nuivoroa... bloolnoia... ipoiew tutola ot patron.n.o tuloutom lab. atg ..0 orr-wo tawüin uou por.uwioöot. inviolatam > tnuoro voluwtw. uogne u.üuo l.om.uw ooü.t.oo. vomd.w na... pn.-...w.Nw «PPUMuri aut ladntantari. apuel gunm >.°» ,«x. »0» ratio, um. u.oü.w um. oauowauno...... eiootoruu. valot an. w.itag. uon rnopontuo > Hol. um. nura roligionio - gui on.uia vinnula tulo. naot.tatw, al.ot.u°..t>a0 porru.u- I'°>0 oouatuo 00t 0t onruibuo mixti.u ao portn.bato ot ml libieliumn vivo.nl. tn.m o... guouelam atguo ..wa.ua... -nmittm-o: nni oi ! suiritn... aliguo... uou voi, longo ouim adoot a 11o°, oo.l mociorat. ...oelo I.u....,.w l.aduwaot, uon'aibi i.wo totio.w iu ouio oontontü« oout.-aüixiooot - uou gnao priuo vo.-a, n.ox taloa, gnao autoa vaua, pro- > tm.nla oooo-woo. uisoot; uou oüio, äwom-äia, türo.-o, iuimioit.w ot patr.a... sua... ot ouuvta... koro Earwaniam intor oo oouoitaooot. Ilnio igitur tallaoi ot ooäuotori vol Latl.auao pot.no por talo... ...iuwtiuu. 424 Mai 1524. nnimns I tldelss psrdoro oupienti vos omusm ml i tum vostrn prudentin, vvstrn er^n Deum omnipotentem öäo> in oliristinnum nomen pistnto prneolusistis rsmgue ^essistis tnntn laude ilipliam, <>nnntnm oonmeworaro nos j gniclvm vix possumus: Doi nutem solius est diZne remunerare: illud czuidem non tneeliimus: robes ndmiraliili gnodnm Dsi denetioio «latuin esse, ut oum arniati religuorum virtutem vestra. virtute snepoj superaveritis: linno kamen liellioao opinionis Aloriam liae mazoro laude rsli^ionis zanr vinoatis: ntinam cju> in isto torti st pio Ilelvetiorum nomine pauoi a vollis Irao lade eontaminati dissident, ad j veritatis spirituw oonvsrtantur et pari vobisoum laude deeorsntur: ntiiuun insistant vodisoum nna vestiAÜs mazorum suornw, reputentgus seeum lpiam melius sit et vorn diAnitate plenius, auotorsm j liabsre veras religionis DeuM eos csui 1)eo adlraeserunt, tLpostolos, IKartzres, Doetoros, Quorum de numero plures Ilomani Dontitlees kusre, guam Dutlrsrum: nos et Zratias vobis de eo, czuod per j vos pie sanotegue est avium, maximas agimu^i et de religuo per eandem virtutsm et sapisntiam vestram, guam in Iroo neZoeio eximiam praestitistis, eiusdom veri Doi st tllü eius desu Dlnisti, Domini j nostri sanvtissimum nomen, guod vos all impiis violw^ non estis passi: Dovotiones vestras reguirimus et patsrno atkeotu in domino eollortamur, ut in koo oonvovtu, (snvm propediom lradituri estis, j diu sadem appareat in volois intemorata religio, guao non tum vestraw indioet sonst antiam: non eniin de ea dulni sumus, guam vestram reliipiis omnibus deolaret voluntatow^ ut guoniam plurimum ! vestra valitura est uuotoritus: (Zueteri liac; ex voliis nodilissimo exsmplo vsl vel ooniirmuti eundem vernm et reotum vium sulise^uuntur vestruczue eonmenioruliilis piotus non soluw vodis gloriosu, sed etium ^ reli^uis sit suluturis: et c^ui ud vestrum opom venerulnles trutres nostri lilpis^^^ ul> lieretiois vexuti oonkugerint, uuxilio et uuotoritute vestru suldeventur. In cp>o rem dignum vodis, lemijue pruestun- i tissimurrim multurum c^uue u vodis kuetuv sunt, I)eo vero omnipotenti uooeptissiw^^ nodis <>ui vestrum ueternnm sulutem aec>uo ut nostrum desiderumus, gratissiinum luoietis, sieut lutius vvnerudile trutre i lil(nnio) op(iseop)o Veruluno, nuntio nostro, intelligotis, eui vel littoris eius lidein lnrliebid^ Dutum, est. — du. Kudoletus. St. A. Lucern: Bremn. Zu k. 1524, 11. Mni liMittivod) vor Pfingsten). Zürich an die eidg. Gesandten in Lnccrn. Mittheilu^ü einer Zuschrift von Ritter Wolfgang von Homburg, die Pension von der österreichischen nnd burgundischen cinung betreffend — (Weiteres ist nicht bekannt). St.A. Luc-,»: Missiv-n. Zu «>. Es liegt nur folgende Missive vor: 1524, 7. Mai, Constanz. Der Visd)of von Vernlain an Zürich. Erneuerte Vorstellung der großen Gefah'' ivctä)e der Christenheit aus dem zu erwartenden Kampfe zwischen starken, tapfern nnd ehrgeizigen Kriegsvölüs" erwachsen werde; noch können die Eidgenossen dieselbe verhüten, da der König von Frankreich ohne ihre zu schwach wäre und kaum sein eigenes Land zu schirmen vermöchte, sie auch nicht anzugreifen wagen dürfte, we>"> sie sich aus dem Kriege zurückziehen wollten. Zürich (nnd Schweiz) werden insgeheim um Rath ersucht, wie lt Gesandte des Papstes zu Friedensverhandlungen mit den Eidgenossen gelangen und etwas Ersprießliches auseichb" könnte; nach Lnccrn seien dcßhnlb ans den letzten Tag (2V. April) „etliche Briefe" geschickt worden, darnnck' ^ Breve des Papstes, worin der bisherige'Verlauf des Krieges in Italien erzählt sei. Am 12. März habe auch zu den Machten Botschaften geschickt, um einen Frieden vermitteln zu helfen. „Wenn es dann g^ ^ gefallen ist, daß uns sicherer weg mittheilt ivirt, rat zno schlagen, und mer red von denen dingen zno dann so ivürl E. W. klar verston, daß nnsers heiligsten vattcrs des Bapst gcinüet allein uf friden stat, by aller küng nnd fürsten nfenthalten und nnderhaltung, einen jetlichcn by dem sincn, nnd das in der ^ on allen argen list nnd gcfnrlikcit, als dann zimpt dem vieary Christi Jesu, also jedem geneigt zno st», ^ was gnnst nnd gnot ivillens spn hclikcit fürnemlich hat zno üch, minen Herren von Zürich, für war werdet wol empfinden, wenn ir die ding all wol werdent by üch betrachten und üch nc(i)gen zno der kilchcn, als eu vorderic och gcthan haben, soll ir üch nichts anders dann guots zno siner Heilikeit verhoffen, von welchen dwö mir jetznmal nil iviter nwllen reden, ir werden thnon das euch wol anstat". . . St. A. Zürich: A. Papst (Original aus Papial Zu Bei dem bisher bewiesenen Eifer der Eidgenossen für de» französischen Feldzug in Italien ist ^ gänzliche Schweigen des Abschieds wohl etwas seltsam; wir legen daher die bezüglichen Acten vor: Mm 1524. 425 11 1524 2K April (Dienstag »ach St. Mm r T.). Schwyz an Schaffhansen. Antwort ans dessen Schreiben betreffmd die'Sendung von Knrch.cn nach Mailand. Man bleibe bci dcr zuletzt ... Lneern und vorher öfter erklärten Meinung, daß man Nicn.and nöthigen wolle zu ziehen. ^ "ber auch wnem weh^. w«de. der zu znhrn glaube sch.Mg zu sein. Deßgleichen .volle...an den. Kon.g zu d.ese.n Zng 21 1124 27 Av.il sMitt.voch »ach Jcoriist Lneern an Schaffhansen. Es wisse, wie ans Anrufen der 31 15°>4 27 April Ludwin von Meßbach, Landvogt zu Lnnis, an Schultheiß ,.>>d Rath ». Bc.n. Sic , ^ ^ ' .st c. c ein »Floren sei doch ohne große Einbuße an Leute». Des Herzogs Heer ziehe werden bereits w.ssen, daß B.ag.assa vc.lo.m s , uach „Bonnm.e.) solle die Sage gehen, sobald das geschehen, werde es Lodi Schlosser und Städte ^^uch 'u "^ m M« , ^ herzvglllhe Heer sei stark und immer in günstiger gelkn, dem dnv glc.chc schulst e ) ^ Schaden angreifen könnte»; sie sollten sich bedeutend 'tellnng, sodaß des Königs dcr Einnahn.e der Schlösser und Sperrung des »cr tarlen ..... m.t den. Feu dc z^ sthkg ^ ^ch^ch auf Sieg, daß er. der Landvogt, besorge, es stuov.m.ts Zu vcrhmdern D e Mm.a.^ Genna viele Spanier gelandet seien, und tu nicht möglich, s.e „auoznhm.cn . . Schlacht wage, so werde seinem Heere zu wenn der König Parn.ane.) (s. o.) einnehmen lasse oder .....st "1)4 ^ Novarra dcr Venrath „kurz" werden, w. ^ . c» -c m sm-r-oa von Savonen. iSlntwort auf den Vortrag seines Sccrctn.rs und t) IS2«. -- B°.» "stsstststst.stststdi- Eid,-«.»-« ,-i-stc d.ß M S-Ind- sich B-.-.M et. ^ > . ind Beamte wohl rechtzeitig hatten verhüte» könne», und da man .»cht zwe.fle, ..wicht ,»«»«- d.^1 d-s d-, .»>,«, sich ..«ftUch d»i°. wmih.. .ml ^ letzt noch n.og n) sc , > ^ bringen, damit die cidg. Knechte wieder Zufuhr erhielten und von und d.e Stadt also wieder ... se.ne Gewalt » mg ^ j,,^. den Eid- >e»er Seite keine Gefahr besorgen mußten - ^ - ^m.sootnrma, guaa malovolantia inäo ämosscn keinen angenehmeren D.enst erweisen. .... m.dc.n ^al. g .. ^ ^ ^ bdaguntu. . m?!..l»4lnna eincS Schreibens von dem Landvogt zu Lnuis (27. d.)... 5) 1524. 30. April. Bern an Lneern. M' huw'^^^ ^,.0 .^zusetzen; denn ^e.l .... der Sache so viel gelegen s.., so . ^ hei.nznfordern, znn.al ...an sehe, d.e Sachlage crsordere dr.ngend, du Kn sich"'handeln, wodurch die Unser., versäumt und ... ^nß der König und seine Regenten langsam » St. A. Lucmn M.sswc». Schande nnd^Schaden gebracht werden möchten, w. ^ c, Nm.m 'N St. A. B-n, I T-Utsch Misswm, v. k-240». 1524 1 Mai. Bern an seine Hauptlente IN vcovma. m und R in Freibnrg. Dank für das heute empfangene Schreiben, k) 1524, 1. Mm. Hans Amman» an ^ch. " ° ^ ^ ^ Gattincra an das wasscr uud Verweisung ans den letzte» Bericht über den Ab chnd von ^v.e^ N,n!.ra lagen, ...it samp. de.» tlu.nnnt Ccsia kommen, sind nf dcr selben s n». >mß «. ich achte» km. ein schicknng gottes gewesen; Au.zen läger gan Non.ania» ennent den.selben .nasse, z. g. , Au. mo söUchs nit beschechen. wäre p'" die nnseren zno Nomanian über nacht °ch an ncwarsame kon.n.en; und als w.r ' o^ ^ ..,ch ch, der züg S egen sind n.orndeß die «" "u wu. A°n.an. n b. ^ Z ^ ^ ^ uu nb.ieben was ist Nomanian d.e statt angeznndt unv saunt geleun>j c>c> , ^ u ( st c. n c »--> d., d.> .-,d°.d-n ; dmz«. «IS I» in. -dllichm ««>-«. dl- d.«t Md.-ch.» Md « ,ch >«ch> -.I..nst« »-,«b di° I-..»I-». ««d im I-Ib-u «bzu» -Uich sl»« dilchim w°s>-l «»d »»- Im,d d-»d-n. 42K Mai 1524, uf sölichs etlich der Spaniern ze roß und fuoß mit vil hnndgeschütz über das wasscr gctrungcir, und als nur das vernommen, daß si sich darzuo ruften, und noch by dem wasser waren, damit das gcschütz nachher gcfertiget lvmb, sind gemein houptlüt eins worden und etlich fcnnli geordnet, darby ze machen, , , , und als st) hinab zngen ZU° dem gcschütz, ist ein lärmen worden, und min fänrich Peter Sprängo ze schnell gsin und frevel, wider min bestich, und so fast gcylt mit dem fänli, daß er undcr den Spaniern (sio) kommen, die in umgeben und gewundt uf de» tod, darzuo das fänli genommen; doch ist im da dannen geholfen und haben in bis har bracht, gnotcr hoffn»»4 es werde besser um in. Und als das heschechen, und etlich ander fänli und knccht zum lärmen gegen dem wafsil ruckten, ist da ein böser scharmutz beschechen, daß wir etlich knecht verloren und dry stuck büchscn dahinden gclass^ und stündlich hindersich zuo dem andern gcschütz und fänlinen gezogen und ein wpl da in der ordnung gestaiidc", demnach ufbrochen und abzogen in guoter ordnung mit dem gcschütz für und für bis gan Jfry mit großer not und Hunger, und haben uns die Spanier das gleit geben ze roß und fuoß allenthalben schwebend bis Cavallian (?), daß wir etlich knecht verloren, der üwern zwen oder dry. Darzuo hat uns der Hunger bracht n» Mangel des gelts, dann uns die landlüt gar mit zuogefüert" (Hand) ... Versprechen mündlichen Berichts, St. A. Bern: A. Aiailänderkncge (Copie). 7) 1524, (Attfangs Mai)t Bern an den Herzog von Savopen. 1. Intolloximus rooitutu nonnuIIosNin oxoroitum Ilispunorum minari nockum oivitatom Voroollarum iultabiturs, guin immo oppickum Ickipporog» pussugium in IZart ot ootorn loou ipsis subzugaro volle, guock si itu, nobis plus guam inolostum korot; kaeito onim illustrissima ckomiuatio vostra, ponsaro potorit, si nostratibus ackitus ot inZrossus all partes Itabo rovorsio ack patrias ockos proolucki ckoliorot, guo incko gravitas nobis et oonkockoratis nostris imminorot. oawur igitur ill. ^ pationti kerie mnino. 2. Ilt in guantuin ponckontos ckissousionos motnrum Lunoto Llruois vonoornit, assitzs^ viinus )oruutam ack ckiom vigesimunl guintam proximi instantis monsis ckunii, noete in Imspitio ot orlGU^ mono in looo liti^ii oum nrbitris ob ick ckvpntatis oompnronckum ot oausain ckvbito titto ckotoriniimnckum, guamguam ckubitamus oombur^onsos nostros Ikriburgonsos lruiusmocki nssijznationi foiniate noir noguw«^^ volle, attumou ckoorovinius illo» ipsos litoris nostris oomnionolieooro, guo soso nobis oonkorinos oxl>>bo^ ot oonsultationi nostro pnroant; sin autoin ick taoorv roousaront, ill. ck. vostrain cko oo oortioroin liabobimus". . . St. A. Bern: Latein. Misstvcn, l. l.« ». 3) 1524, 2. Mai (Montag vor Erueis Jnventjonis). Luccrn an Bern. Antwort auf dessen Zuschuß ^ dcul Schreiben des Vogtes zu Lauis. Man habe deßhalb einen Tag ausgeschrieben auf Dienstag'vor Hill. Mai), welchen Bern auch Freiburg, Solothurn und Basel verkünden möge; den andern Orten, Zürich geschlossen, gebe man selbst Bericht, zeige auch hiemit au, daß man die von dem französischen Gesandten 4lois>>h^ eingelangten Briefe eilends über den Gotthard geschickt und den Knechten („den unfern") im Felde gesäp" habe, sie sollen eilends melden, ivie es um sie stehe, ze. K. A. zr-iburg: A. L»c-r» lB-m-r 1524, 2. Mai. Lucern an Glarus und die übrigen Orte. Ausschreibung des genannten Tages, — in lU'b" Nt.'blN.'tl0N. St. A. Zürich: Tschlld. Docum^Sammlung, Vlll 60. 1524, 3. Mni. Bern an Freiburg. Mittheilung obiger Antwort Lucerns. K. A. Freiburg: A. Bern- 9) 1524, 4. Mai (Auffahrt Abend). Bern an Luccrn. Mitthcilung eines Schreibeits von des Admiral in Jtalieti, ivoraus sich ergebe, daß das königliche und eidgenössische Heer von Novarra bis gerückt, und deßhalb zu besorgen sei, daß die eidg. Knechte ans dem Felde heimziehen und des Königs H^n Geschütz verlassen, was man mit Bedenken vernehme . . . St. A. Lm«»: Miss»""' ^ 1524, 5. Mai (Auffahrtstag). 1. Bern an seine Hanptleute im Feld. 2. An Frciburg und Solothm», an Luccrn. K. A. Fretburg: A. Bern. — St. A. Bern: Teutsch Missiven, I'. 10) (1524), 1 Mai 1524. 427 haben das; sie bis zu Ende dcs Unternehmens ausharren sollten, ?c. Dieselben haben sich nun bisher so tapfer Schalte», daß es besser nicht möglich sei, ander dafür aufrichtig danke; wie sie sich gcMi dem Feinde angestrengt haben, werden die Gesandten erzählen; doch sei der günstigen und wohl verschanzten StUl....g des Feinde, wegen Mi weiterer Erfolg nicht möglich gewesen., Da er ihnen außer der Stadt (Mailand) ke.uen Stand halten tonne s° bitte er die Eidgenossen, ihren Leuten nochmals zu befehlen, in ihrer Treue zu verharren und den Ad.u.ral Zu erwarten, den er jetzt mit 12000 Man» Fußvolk, 000 Rettern und vieler.Wille, .c abgefertigt habe die b>. zum 20. d. M. spätestens dort anlangen sollen, und denen er, der König, Person ich m.t eurer großen Zahl Edclleutc folgen .verde, da er nichts versäumen wolle, rnn dieses Unternehmen zu baldigem Ende Zu fuhren, wie Eine Gesandte., des Weiter» anzeigen werden. Er danke auch dafür, daß d.e E.dgenoßen d.e Zahlung der Pensionen, die ans Ostern geschehen sollte, so lange erwartet habe»; er schicke sie jetzt, was früher ».cht möglich gewesen wäre, und werde in Zukunft Anstalt machen, daß sie mit ihn. 11) 1524 7 Mai (Samstag nach der Auffahrt). Ludwig von Meßbach, Landvogt zu Lauis, an die eidg. Sendboten w ' Das Verbot, weder Lebensmittel noch Anderes „nidsich" zu führen, sei „streng genug" weil doch sie (die Mailänder) Korn bringen, ob es verboten sei oder nicht; zudem könnten die aru.en Leute das Ihre onst nirgends absetzen; denn des Königs Lager sei zu weit entfernt, und das Korn ,o thener, daß d.e Leute etwas dagegen »erkaufen müssen, indem das Korn, das über die Berge komm-, nicht für den zehi.ten The.l gem.ge Weil ...... «der das Gebot so strenge sei. wolle er den. (für emmal) nachleben, bitte ,-doch ..... Bescheid, ob cr dabei beharren solle. - Es gehen seltsame Gerüchte, die cr nicht glauben möge, da des Herzogs Hec^ zu e.ne.n Angriff nicht stmk genug sei,' es wäre den., in. Fall einer Unordnung (ans Seiten der Franzosen ..nd ^.z-r). 12) 1524, 10. Mai (Dienstag vor de», hl. Pfingstlag). Hans Zoger Landvogt zu Lnggaris an L.wern Nach den. Ab ng der eidg. Knechte und des französischen Heeres se. d.e Besatzung na.. Arona m.t 14 gc ustc.cn Schissen den Langensee herausgefahren, habe das Dorf Ca..er(o) verbrannt rmd gedroh. ago und Aseona °»ch zu verbrennen und da.... Lnggaris einzunehmen. W.ewohl er hosie daß das ...cht gesih he. se. der Sache d°ch .sich, zu trauen, und rathe er, das Schloß desto besser »r.t deutschen Knechten zu versehe... da er te.nenr Wälschm trauen könne. Bitte ..... entsprechende Weisungen. S.. A. «w-... 1524 10 Mai. Derselbe an die eidg. Boten. Größtenteils wörtlich gleichlautend. 13) 1524, 11. Mai. Ludwig von Di-ßbach. Landvogt zu Lar.is, an die Boten gemein (m Ur. Z" öffnen). Sie werden ..... den leider geschehenen Abzug der Franzosen .md Eidgenossen w. sen. Nun werde ih". und den diesseitigen Landschaften vielfach gedroht, und ans e.nen W.bersttu'd durfte -r '..cht rechnen, da dc Eine frau.ösiscb der Andere herzoaisch. der Dritte eidgenössisch gepnut, und V.ele gar ...cht gerüstet se.en, ...an habe (übrigens)'...ehr einen schnellen lieberfall zu befürchten, bei de... es "lf 5'wudcrm.^ >"'d Einnahme von Bellen; abgesehen sei. Was der Graf von Arona vermöge. w.ssen ' dar.» akh " uochuwls. das Schloß Valzol, das der Graf doch nicht genügend besetzen tonn., zu schleife». B.ttc schleimige Anttvort 6'' ^b.ivc». - SI. A. Bcrn l A. Mai .ändc >k>i-g- . 14) 1524. 13. Mai. Derselbe an Dieselbe... Die Bewohner der Landschaft äußern gros^BAorgn.ß von b". Her -onlicben aeiclürdiat '.. werden wenn die Banditen hier Aufenthalt ,...de»; wenn aber Sicherheit gcgcbcn 'Airde, duß dieselben von hier ans nichts Feindliches anfingen, so hätte die Landschaft wohl ...chls^zn furchten; hoffe er zu erreichen, indem cr keinen Banditen dulden wolle, der ».cht gute Bürgschaft gebe, v.aruber b.ttc " ...... um Bescheid . . . 428 Mai 1524, 17». «Lucern. 1524, 16. Mai (Montag in dm Pfingstfciertngcn). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede d. 2. k. 586. Tag der V Orte. I. Die Vögte van Lauis nnd Lnggarns haben geschrieben, es seien die Herzogliche» Z» Arona mit 14 Schiffen den Langcnscc herausgefahren, haben ein Dorf bei der Insel verbrannt, der EidgemM" Verwandte angegriffen, Einige niedergemacht, Andere gefangen hinwcggcfnhrl, überhaupt mit sich fortgeschleppt was sie erreichen konnten, Sic begehre» daher Rath »nd Hülfe, indem den Wälschcn nicht zn trauen sei. II- nun die Boten verschieden instrnirt sind, so hat man ans Genehmigung der Obern hin beschlossen, es soll v»" den V Orten jedes drei zuverlässige tapfere Männer, nnd zwar Büchsenschützen, sofort in das Schloß Lugg»''^ senden. Und da dies alle Orte angeht, so wird ein Tag angesetzt auf Dienstag vor dem Fronleichnams^ (24, Mai) »ach Lucern, um da einen Beschluß zu fassen, was man thun wolle, sei es mit Verstärkung ^ Besatzung, sei es mit anderer Hülfe. Das Schreiben der Vögte wird inzwischen beantwortet. Zu I. Wir ergänzen den Auszug des Abschiedtcxtes durch einige Acten: 1) 1524, 12. Mai (Donstag vor Pfingsten). Hans Zogcr, Landvogt zn Luggaris, an die Gesandte» U'' XII Orte. Anzeige daß des Herzogs Truppen heute ihr Gebiet betreten und Leute gefangen, zum Theit crstoG nnd (Habe) so viel möglich weggeführt haben; daher rufen die Unterthanen dringend nach Schuh. Zudem h»^ die Mailänder gedroht, „uns" bald im Schloß zu Luggaris „warm genug" zu machen. Er bitte, das Z» denken, ?c. St. A. Lu«»>: Mssw-n. 2) 1524, 15. Mai (Pfingsttag). Nidwalden (LA., Näthe nnd Lnndlentc) an die cidg. Boten in L»a'» Man habe Nachrichten von dem Vogt zu Luggaris und dem Commissarins zn Bellenz, wie die Feinde e»ö Angehörige tödten oder wegführen, zc. Man »erhoffe aber, daß der Herzog keinen Krieg mit der Eidgenosse»!»)^ unternehmen wolle, nnd vcrmuthe, daß das Geschehene gewissermaßen verursacht (provocirt) worden sei; es »"» nämlich angezeigt, wie der Vogt zu Luggaris einigen Metzgern „nnden nfher" erlaubt habe, auf diesseitig Gebiete Kälber zu kaufen, und als diese gekauft gewesen, sie nicht habe fortführen lassen, sondern die genöthigt, dieselben mit großem Verlust zu verkaufen. Hicnach möchte man wünschen, daß dem Vogt ab »»'! Tag befohlen würde, sich nicht unfreundlich zu halten, damit man keine Ursache zu Feindseligkeiten gebe. St. A. Lncern: Miss'«" 3) 1524, 15. Mai (Pfingsttag), Nachts. Bern an Lncern. Uebermittlung eines an gemeine - „ gerichteten Schreibens von dem Landvogt zn LaniS, das von zwei unbekannten „Walchcn" übergeben Man wundere sich, daß Lncern gar nicht gemeldet habe, wie es über die Sachen denke; „dann ein söliche PI ^ so nit wenig ertragt, also offen nnd nfgcthan frömbden nßländigcn Personen zno vertrnwen und über seid ' schicken, will uns etwas schimpflich bedanken, deßhalb wir üch denselben brief by disem »nserm rytende» wider zuoschickcn, mit bcger, ob ir darüber ciniche underrcd gehebt oder darumb tagsatzung verrinnt hätten» dann uns dcß nochmals zno berichten"... St.«. «-»>» TeutsH Milstvm i>. oss v. — St. A. j>»«rn: Missi«"- Vorwürfe über ähnliche Sorglosigkeiten der Lncerner Canzlci sind auch sonst mehrfach constatirt. 4) 1524, 16. Mai (Montag nach Pfingsten). Hans Zogcr, Lnndvogt in Lnggarns, an die eidg- 1^'^ Bericht, daß die Feinde heute (wieder) das eidg. Gebiet verletzt und einige Häuser verbrannt haben, daß M ^ täglich verstärken nnd die Absicht verralhen, mit Gewalt nach Lnggarns zu kommen, ze. Er hoffe nun, d»b^ Unterthanen vor solchen Angriffe» künftig beschirmt werden, bitte aber um Bericht, wenn die Herren sie verlassen wollten. 5) 1524, 17. Mai (? „Dienstag, Nachts"). Derselbe an Lueern. Vorstellung des Verlustes an ^ und Bitte um eine Besatzung. GeschüV ^ s Mai 1524, 429 0) 1524 18 Mai (Mittwoch noch Pfauchten), 1«. Stunde, Derselbe nn die eidg. Gesandte». Infolge der letzthin geschehenen Händel Hobe er einige wälschc .Knechte in dos Schloß genommen, in der Hoffnung, mit ihnen versorgt'zu sei»; dos sei ober gor nicht der Fall; denn statt im Schloß zu dienen, laufe» sie Heu» . Da noch täglich Warnungen kommen, daß die Feinde noch Lnggaris vorrücken .vollen, und 8000 Mann am c->ec gernstet stehen, so bitte er um eine Anzahl Knechte, die eilends zu schicken waren; die Herren mögen bedenken, wie viel stie sie selbst nn der Sache liege, und die guten Leute nicht ve.lassen, ?c. > > ! ^ «) —k) Im St, A. Luccm: Mijswcn; >>, 4> und l!) I» Pa.en.sorm, Z» 11 1524 1« Mai (Montag nach Pfingsten). Lnccrn an Zürich, Schafshanse» -c. Seit dem letzten Tage'seien ...Ich einander Eilbo.schaften gekommen, welche melden, daß die Herzoglichen, die zu Arona gelegen, den Langensee Heransgefahren, den. Grafen von Arona ein Dorf verbrannt und denen von Lnggarr.S Gleiches angedroht, alsdann e'idg. Untcrthanen gefangen, getödtet und geplündert haben -c„ weßhalb d.e Vogte um Nath und Hülfe bitten indem sie de» Maische» nicht viel trauen dürften. Daraufhin habe Lucern d.e Waldstatte "ud ff.,g als die'nächsten Orte eilends zusammengerufen und mit ihnen allerlei berathschlagt; weil nun (aber) die Sache gemeine Eidgenossen berühre und viel daran liege, so habe ...an ans Dienstag vor FronleichnamStag "um Tag nach Lnccrn'angesetzt, ...» über Absendnng von Znsätzen -c. Beschluß zu fassen. Die V Orte haben auch verabredet, von jedem 3 Man», bis ans weiteres, i» daS Schloß Lnggnrus zu schicken. . . St.A, Mich: A.LuggtNus, - K, A. S°.°t.M»: ku-e>ncr Schreibe» I, (Bern« Kopie), - «, A, Schosshaus-,,: Eorrespondenzen. Meggenried. 1524, 20. Mm. Tag der IV Wnldstättc, veranlaßt durch die Nachrichten über drohende Angriffe von Seiten der spnnisch- ^ständischx,, Truppen nn der Gränze. Ei» Abschied liegt nicht vor. Daß dieser Tag stattfand, ergibt sich nur nebenbei aus den Acte». Vern.nthlich ^ar Zug nicht dazu berufen. 1) 1524, 18, Mai (Mittwoch nach Pfingsten), 10-11 Uhr Nachts. Schwyz nn Lncern. I» dieser Stui.de stien Schriften von dem Pogt zu Lanis an den Pogt zu Bellenz eingetroffen, des Haitz., daß des Herzogv Hec>, u»r 8000 Mann stark, gegen Lanis ziehe und nach Bellinzona vordringen wolle. Das habe man in der Eile nnch au Unterwalden geschrieben. Lucern möge hienach thnn, was es für nolhwendig erachte. Si.A.M,sjiv-„. 2) 1524, 19. Mai (Donstag »ach Pfingsten). Uri an Lucern. Aus Lanis, Bellenz und Livinen komme» "ustliche Warnungen, daß die Herzoglichen mit eine.» stckrke» Heer gegen Bellenz heranrücken; deßhalb seien die ^'viner eilends dahin gezogen, und bitten sie ...» treues Aufsehen und Zuzug laut des beiliegenden Briefes. Da u.a.. Willens sei, auf weitere Warnung mit dem Panncr auszuziehen, so setze man dafür einen rag ans morgen "ach Beggcnried und ersuche Lnccrn, seiner Botschaft genügende Vollmacht zu geben. S..«. «»--,»: Miss.».», 3) 1524, 21. Mai (Samstag.nnch Pfingsten). Uri a» Lnccrn. Heute um 10 Uhr (Vormittags?) sei der beiliegende Brief aus Urseren eingelangt, der berichte, wie die Sache stehe; Lncern werde daher wissen, was nach gestern zu Beggcnried getroffenen Abrede zu thnn sei. M. A, r>m»»-. Misswm. 4) 1524, 21, Mai („Samstag, um die sechst stund"). Uri an Lnccrn. )ltz., dar, Panncr ans den Gotthard N°kc».u>ren, s,.j von den Vögten und den Boten zu Belle»; die Nachricht eingelangt, daß die Herzoglichen sich über Tessiu zurückgezogen; was sie damit im Sinne haben, wisse man allerdings nicht. Ei» weiterer Aufbruch st> also derzeit nicht nöthig; voch möge Lncern, dessen tröstliches Erbiete» man zu.» nllerfrcundlichsten verdanke, ^ auf bessern Bericht sich gerüstet halten. .Su «, Luc-,»: Missw-», 5) 1524, 21, Mai (Sa.nstag vor Corp. Christi). Luecr» nn die eilf Orte. Infolge vielfacher Warnungen und Berichte, daß des Herzogs Heer die Landschaften Lanis, Lnggnrus und Bellen; angreife, um sie einzunehmen, 430 Mai 1524, sei Nri gestern eilends mit dem Panner aufgebrochen nnd habe Lucern laut der Bünde gemahnt nnd ihm dabei aufgetragen, die andern Orte um treues Aufsehen zu ersuchen; man habe sich dcßhalb gerüstet, um am nächste" Mittwoch mit dem halben Panner und KV0 Mann auszuziehen > . . St. A.Zürich: A. Eimetbirg. Vogteien. — KV A. Schnsshausen: Correspondenzen. — K. A. Solothurn: Lucerner Schreiben 1 18R Lncern. 1524, 25. Mai f. (Mittwoch vor Corporis Christi f,). TtaatSarcliiv Liicer»: Allgeni. Absck,iedc, 0, 2, r. 0S7. Staatsarchiv Zürich! Abschiede Bd. », c, 12s, — Tschnd, Abschiede-Sammlung Bd, b, Nr. ^ Staatsarchiv Verl»: Allg. eidg. Abschiede. VV. p. 209. X. p. I l l. Kalltousarchiv Nasel: Abschiede, l'. 120. Kaatvasarchiv Hreiburg: Abschiede, Ad. Kantoasarchiv Solvthurn: Abschiede, Bd. Xll. jiantvttöarchiv Schaffhanse»!: Abschiede, ^.'andesarchiv Appeazell I. )k.: Abschiede. Gesandte: Frei bürg. (Ulrich Schnewli). Appenzell. (Ammann Tanner). — (Andere nicht bettn t». Cs wird neuerdings der Antrag gestellt, die Besatzung in Gottlieben zurückzuziehen, weil sie nothwendig sei, nnd die Kosten derselben erspart werden könnten. Diese Meinung haben aber etliche Orte wide^ sprachen, nnd ist deßhalb beschlossen, cs sollen die Orte, die ihre Zahl Leute nicht da haben, sie sofort schickt", damit es „gleich zugehe". Uebrigens will man sich ans der Jahrrechnung zu Baden weiter entschließen, ob die Besatzung da lassen oder heimbcrufcn wolle, I» Der Herzog von Savoyen läßt sich durch seine Botsth^ ans die gegen ihn erhobenen Klagen verantworten: Im Anfang des Krieges habe er dem Rath der Eidgeiwist" zufolge sich keiner Partei beladen, auch seine Unterthancn immer dazu angehalten. Das Geschütz, das der Kö>"ü in seinem Herzogthnm (in „Augstal", „zum Bart") zurückgelassen, habe er gezwungener Weise den Span""" übergeben müssen; nun liegen diese noch stets in seinem Gebiet, bedrücken das Land nnd wollen nicht mehr f">'' er bitte daher die Eidgenossen um Rath, ?c. Darüber nicht instrnirt, hat man der Gesandtschaft des Htt'M-' die gegen die Eidgenossen bewiesene Untreue vorgehalten und sich nicht weiter eingelassen. Im klebrigen die Sache heimgebracht, um ans dem nächsten Tage zu antworten, e. Jacob von Crce und andere Hauchst"^ die in Mailand gelegen, bringen vor, wie sie vernommen, daß der Admiral an die Eidgenossen einen geschrieben, worin er sie empfindlich gescholten und namentlich geklagt, daß sie ihn zum Abzug gezwungen; da""' thue er ihnen Unrecht. Heimzubringen und in Baden darüber weiter zu reden. «I. Betreffend die Banditen » Lauis nnd Lnggaris, von denen man Unruhen besorgt, wird den Vögten daselbst die Weisung gegeben, " denselben zu verschaffen, daß sie sich ruhig halten nnd des Herzogs Leute nicht angreifen. Heimzubringen, man sich gegen sie z» verhalten hätte, wenn sie das nicht thätcn. v. Da einige Orte empfehlen, an den HeG^ von Savopen zu schreiben nnd Antwort zu begehren, wessen sich die Eidgenossen von ihm verschen dürften, ist dieser Anzug heimzubringen nnd ans der Jahrrechnung zu Baden darüber Antwort zu geben, l Es st jedes Ort seine Bote» zu der Jahrrcchnung in Lauis nnd Lnggaris am 5. Juni in Uri haben, samt den Vögten, nnd zwar mit den nöthigen Vollmachten, um ennet dem Gebirg in allen Dingen zu handeln, n>a-' ^ Umstände erfordern. K. Der Vogt von Lanis hat schon öfter geschrieben wegen eines Schlosses „im Sotdivald , das dem Grafen von Arona gehört, nämlich daß es zweckmäßig wäre, dasselbe niederzureißen. Für cinnnst -i man beschlossen, es solle der Vogt dafür sorgen, daß es nicht von nnsern Händen komme; ans die dortige C"- rcchnnng sollen dann die Boten zu einem Entschluß bevollmächtigt werden, ob man cs abbrechen oder stehen "4 wolle. I». Da die IV Waldstätte in aller (XII) Orte Kosten (je drei) Büchsenschützcn nach Lnggaris vero>^ ^ haben, so sollen die Boten auf die Jahrrechnnng instrnirt werden, ob man die Besatzung daselbst vcr»""^ oder vermehren, oder wie man überhaupt in der Sache handeln wolle. Mai 1524. 431 i 1) 1524, 22. Mai (Sonntag vor Corporis Christi). Hans Zogcr, Connnissari zu Luggnris, an die Botschaften gemeiner Eidgenossen. 1. Die Nnterthanen von Lnggarns und Mainthal und der letzteren Vogt haben heute geklagt über die schon lange herrschende Theurnng und (die Stockung des Verkehrs), sodass sie ihre ^orräthe an Holz, Kohle, Lebensmitteln nicht haben verkaufen und das in ihre Maaren gesteckte Geld wieder ^"'lösen können, wodurch sie großen Schaden leiden; ihre Käse mögen zudem die Hitze nicht ertragen, »nd wenn s'ch das nicht andere, so könnten sie den „Jahrlohn" (hier Steuer) und den Zoll nicht baar bezahle». Cr bitte den armen Leuten hierin zu helfen, da sonst Viele von Haus und Hof ziehen müßten. 2. Des Krieges halb, sei nichts anderes zu melden, als daß immer noch eine Anzahl Feinde am Langensee liege, deren Absichten "An nicht erkenne. 2) 1524, 22. Mai. Michel Setzstnb, Vogt im Mainthal, an die eidg. Botschaften. Gleichlautend wie A Obigem (auch von gleicher Hand). St. «.?»«>»: «gwe». Appenzell hat nur :»— Zu I». Hier sind folgende Acten zn bemerken: 1) 1524, 28. Mai (Samstag nach Corporis Christi). Bern an Zürich, Lncern, (auch Frcibnrg, Solothurn, Aascl). Dem' savomschen Voten, der auf dem letzten Tage zn Lncern erschienen, seien hier soeben neue Instructionen zugegangen. Da der Kaiser den Herzog um Hülfe midcr den König von Frankreich anspreche zur Eroberung der verlornen Lande, nnd ihn zudem auffordere, mit ihm, dem König von England und andern Verwandle» in Bündniß zu treten,'wie auS beigelegter verdentschter Schrift zu ersehen, so möge sich Zürich (resp. Lncern .>c.) zum nächsten Tage darüber berathen, um dem Herzog mit Antwort zn begegnen, was er ihn» oder lassen solle. »Dann nachdem der selb Herzog uns Eidgnossen nnd dem Küng wol gelägen, und durch sin landschaft uns zno beider fit nutz und schad mag begegnen, null uns bednnken, daß er nit zno verachten, snnder ns unfern vorteil zno enthalten spc° nß besorg, Ivo söÜchS nit beschähen nnd er gcnötigct söllte würden, der widcrpnrty nnznohangcn, daß wir deß wenig wnrden genießen". . . Se. A. B-m- T-»,sch Mission i>. 25» v. - St. A. Zürich: A. B-r„. 2) 1524 28. Mai. Bern air den Herzog von Savopen. Da er seinein Gesandten neue Instructionen zugeschickt in Betreff der Zumnthungen des Kaisers, so habe man demselben gcrathen, sich zu dem bevorstehenden T"g in Baden zu verfiigen, um die Sache den Eidgenossen vorzutragen, -c. ZA in guaiitum enckom (ill. ck. ^trrr)a nobi8 axoptat intolliAero, guick suxoi petita et roguisita oesaiio Kaiostatis sit respoiickeiickum, eon- "ultuin et porsuasum „eins vickotur, ut ill. ck. vestra »ose neutralem oxliideat, et guia oosario «t oliii- IteZ sanguinis nexu sit odligata, gr.ock nee so ack unam vel alteiam xartem tleetat, guin inrmo guwta et paeiüea in secke perwaneat. ^rttamen nolumr.s r.t ill. ck. vestra l.uie persuasioni nostre aeguieseat, ^anoe a veteris oonkeckvratis nostris super 00 rosolutionem intelligat", oto. St.A. B°.u: Lut-w. Missiur» 1. 12?». 3) 1524 (Mai?). „Das so der Keiscr hat bcfolchcn dem Herrn von Bionriens (?), minem Herrn dem H-rzogcn von' Savor» von",vege,r sincr keiserlichen Majestät zuosngen." Erinnerung an die bestehenden Freundschaftsbande, w. „Item daß zno fürdrung desselben (anschlags gegen Frnnkrich) der genannt . . Herzog angends anncmcu ein püntnuß zno letzung rn.d beschirmnng mit dein Kciser und Küng von Engelland und andern srr» pundgnosscn, rnrd daß er welle geben dnrchgang dem reisigen gezüg, so sin Majestät nndeistat zno füeren A die landschaft, so sin fycnd inHaben, mitsampt der spps nnd lpbsnnrung und andeui fachen dem > eisigen gezüg 'sotdürstig, und doch daß darnmb zimlichc bczalung beschcchc, nnd wo sölicho beschickst, so tnot min Herr von ^"aoy das, so er schuldig ist gegen dem R»ch, dcßglpch gegen keiscrlichcr Majestät." ^ ^ ^ K.A. Solothurn: Abschiede, Bd. XII (Bermr Copic). Zu I. 1524, 29. Mai (Sonntag nach Corporis Christi), llri an Lnccin. Vean vernehme, daß Schwpz Vogt nach Mendris nnd Balcrna^ gewählt habe; hiepach gebühre sich, daß Uri cinen Vogt in das Blainthal s^r, wozu „in» diesseits entschlossen sei. Das zeige man hiemit an, damit die Sache, wenn andere Orte Einsprache thnn ivolllen, bei Zeiten erledigt werde, nnd größere Irrungen vermieden bleiben. Dasselbe habe man dUg mitgctheilt. Ct.A. Äicer»: Missive». 432 Mai 1524, Z» N» 1524, IL. Mai. Ludwig von Dießbach, Landvogt zu Lanis, an die Boten gemeiner Eidgenosse» (XII Orte). Seit dem letzten Schreiben betreffend das Schloß Nalzol habe er wahrgenommen, daß der Cavaln» de la Pusterla heimliche Anschläge mache, um es einzunehmen,' sodaß wohl nöthig wäre, dasselbe niederzureißen („nf ein Hufe» schlisse"), und zwar je bälder desto besser, zum Vorthcib dieser Landschaft. — Sodann haben >» den letzten Tagen Leute, die über die Trcsa hergekommen, auf diesscitiginn Gebiet zwei Männer gefangen »»^ einen davon so arg mißhandelt („znogerüst"), daß er 3—4 Stunden später gestorben sei..., alles ohne Ursache- Hiebei sende er einen in Mailand erschienenen Druck, der ihm gar nicht gefalle und keinem frommen Eidgenosse» gefallen könne (fehlt). Er bitte nun um Bescheid sowohl des Schlosses als jenes Todschlags halb, deßgleichen ob s> Lebensmittel, welche die Kauflente in das französische Lager zu führen vorhaben, solle durchgehen lassen; „ist »^ müglich gsin, harnmb han ich nit wellen, daß mer kostens, denn das vych wert wäre, daruf gienge, so han ich6 müessen nachlassen ze verkaufen, war si gcmögen Hand; doch sond sich die kouflüt vor üch minen Herren ze Johannstag stellen und erwarten, was ü. g. darus machen (well); dnrumb han ich von inen bürgschaft". - - K. A. Sololhuru: Abschiede, Bd. XII (Berner Copie). Zu I«. 1524, 23. Mai (Montag vor Corporis Christi). Schaffhausen an Lncer». Antwort auf die letzte» Zuschriften wegen der ennetbirgischcn Landschaften. Man habe nach denselben uermnthct („uns vermessen"), der angesetzte Tag nicht stattfinden werde, jedoch einen Stadtlänfer abgeordnet, und bitte, falls andere iO'te erschienen, demselben den Abschied zuzustellen, w. S«. A. MW»«"- IST Weuenbmg. 1524, 30. Mkli s. (Montag nach nnsers Herrgotts Tag f.). Jtchrrechllllllg. Staatsarchiv tVucern: Actcu Neuenbürg. StaatSarcliiv Züricli: Abschiede, Bd. 9, s. 124. — Tschud. AbschiedeSnmmlung Bd. 5», Nr. 88. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, VV. p. 230. X. x«. 115. jtalltonSarctiiv Basel: Abschiede, s. 122. KatttvttSbiblivthet «^reidarg: Girard. Sammlung T. XV. ÄautvttSarctiiv Sci)affhattsen: Abschiede. Gesandte: Zürich. M. Jacob Wcrdmüller. Bern. Caspar von Mitlitten. Lneern. Hans Haas. Ulrich Imhof, Schwpz. Jacob an der Rüti, Untcrwaldcn. Annnann Halter. Zug. Hans M»^' Glarns. Vogt Tschad!; Bernhard Schießer, als antretender Vogt, Basel. Hans Graf. Frei barg. HU»>^ von Perroman. Solothnrn. Konrad Glntz. Schafshansen. Thomas Spicgclberg, Edelknecht. — (B»»^ Abschied). ». Die Landlente zn St. Blaise beklagen sich, daß ihr Kirchherr zn Prnntrnt ans seiner Chorlstu^ pfrnnde sitze, die Cur (Pfarre) aber einem Helfer so hoch verliehen habe, daß dieser dabei nicht bestehen kö>»' ' was sie ernstlich bedanern, indem die Pfründe sonst sehr gut sei; sie bitten, ihren Kirchherrn anzuhalten, ent»»^ die Pfründe selbst zu versehen oder aber seinem Helfer so viel zu geben, daß er ehrlich leben könne. schon ans vielen Tagen die Frage angeregt worden ist, ob man die Abscnz beseitigen wolle, so soll jeder ^ dies heimbringen und seinen Obern „erläutern", damit sie ans nächstem Tage Antwort zu geben wissen, v ^ jedes Jahr zn Neuenbürg ein großer Zudrang von Landlcuten ist, die mit allerlei Appellationen kommen, nwd>^ die Boten in ihren Geschäften nicht wenig aufgehalten und große Kosten verursacht werden, so wird einpstU^ das in jeder Obrigkeit zn verbieten oder aber festzusetzen, wie viel Einer, der eine Appellation vorbringe'» als Ersatz hinterlegen solle. Heimzubringen und ans nächster Jahrrcchnnng Beschluß zn fassen. ^ Botschaft von Bern trägt'den Boten der eilf Orte vor, daß bei der Eroberung von Neuenbürg ihren Brief und Siegel versprochen worden, sie nach Inhalt ihrer Briefe und alte» Herkommens bei ihren Bm'Ms ^ und Gerechtigkeiten gegen Stadl und Grafschaft Neuenbürg bleiben zu lassen und sie daran in keiner Mc>st ' N Mai 1524. 433 beeinträchtigen; würde das nicht gehalten, so wüßte» sie das Recht suchen. 2. Da hierauf die eilf Orte begehre», b»ß überall, wo die beiderseitigen Herrschaften zusauimeustoßen, zuvor geniarcht werde, und sich bereit erklären, ^sdann die verlangten Briefe und Siegel nach -Billigkeit und Gebühr zu geben, so weint hingegen der Bote von Bern, daß seine Obrigkeit keineswegs zu warchcn gedenke, bevor sie jene Briefe in Händen habe; doch ha« dies angenommen heimzubringen. «I. Jeder Bote kennt die Klage der Landlente von Val Travers, daß der Thurm an dem Passe gegen Burgund durch ein Gewitter eingestürzt sei, und ihre Bitte, denselben wieder ans Khanen, damit sie bei einem allfälligen Kriege gegen Burgund sich leichter vcrthcidigen könnten. Heimzubringen. ' - Die von Val Travers bringen ferner an : Vor einigen Jahreil sei ihr Kaufhaus abgebrannt, und bei den kosten Märkten, die sie haben, könne bei schlechtem Wetter Niemand mehr seine Maaren unter Dach bringen ; d» dieser Mangel ihnen schädlich sei, so bitten sie abermals, die Eidgenossen möchten ihnen, da doch sie den Zoll ^selbst beziehen, das Kaufhaus wieder aufbauen. Ist heimzubringen; indessen sollen die Landlente das Holz ^llen und herbeiführen, indem man hofft, daß die Obern ihnen das Dach und die Zimmerlcute bezahlen werden. ^ Der Landvogt, Oswald Toß von Zug, hat Stallnng und alle Bereitschaft im Schlosse zugcrüstct und angcr damit die Landvögte meine Herren (Gesandten) fortan bei einander im Schloß beherbergen und speisen ^°uncn. j»-. Das erneuerte Gesuch Heini Wittwcr's von Zug, es möchte ihm jedes Ort ein Fenster zu seinen, Hanse schenken, ist heimzubringen. Ii. Zuletzt hat man allen Untervögten die Rechnung abgenommen, ^'» mch Haber in Geld berechnet, ebenso dem Landvogt den Wein, und für jedes Ort 54 Kronen erhalten"). ^ (Bern:) Gedenkend anznobringen van denen von Provence in Granson pict, die denen von Cnrtallioz (^'tnillad) etlich bnoßen angefordert, darumb daß si im bann sin söllcn." Ii. „Item deß, so (dem) man die Hand nachgelassen hat von wegen sincr beid(en) töchtern, als (ir) wpter müssend." i ans dem Berncr, I. aus dem Frcibnrgcr Abschied, dem dagegen K> fehlt. Dem BaSlcr mangeln z> und i. 18» Wern. 1524, 30. Mal (Montag nach Corporis Christi). Twa.da.'cM» Bern- T°.„sch Missimn I>- 0 Sl.!> b-282. Na»w,.S.i.'ckn» »reib.».,- Mschkd°, Bd. >28. Tag der drei Städte Bern, Freibnrg und Solothnrn. i». Es weiß jeder (Bote), wie die früher gemachte Ordnnng für die Weidlcnte und Fischer erneuert, und dabei verabredet worden, daß jede Stadt ihren Angehörigen, die an Wassern wohnen, dieselbe zuschicken und Amtleute» genaue Aufsteht zu halten befehlen soll, damit derselben machgelebt werde. I». Da die Fischer TLaidlcute von Solothnrn seit einiger Zeit bis zu der Brücke der Stadt Bern gekommen sind und die Fische ^geführt haben, wodurch die Berncr an ihrem Gcwerb beeinträchtigt und der feile Kauf an Fischen gehindert so ist jetzt festgesetzt, daß die Solothnrner nur bis Oltingen fahren dürfell. «. Bern hat die Vcrord ""l! erlasse», daß die Fische bei dem Pfund verkauft werden sollen; diese wird den beiden andern Städten zur ""°h'»e empfohlen. Zu i) ,524, 13. Mai (Freitag vor Pcnthecostcs). Bern an Freiburg. „Wir haben in knrzverrnckten ^lvren in bywcscn nivcr und unser, onch der Statt Solothnrn fischer ein ordmtng angcscchcn, wie das fischen Bemerkung des Bcrner Exemplars:' „Daran gat ab der min, so min Herren zno irem teil Hand empfangen." 55 434 Juni 1524. gehalten und gebracht sollte werden, dem aber nit gelebt, dadurch das wasser an fischen eröst wirt, und ir und wir daher an feilem kauf der fisch Mangel müesseu haben und daby besorgen, daß von sölicher Unordnung die fisch verderbt und zuo ganzem nbgang werden kommen; und so nu wir dein gern wällten vorsin, und abc> ane üwer, auch üwcr und unser lieben Mitbürger von Solothnrn hilf und bystand ilützit frnchtbars.möge'" schaffen, haben wir einen tag har in unser Statt gesetzt, nämlich uf Donstag in der Pfingstwuchen (19. d.) rechter ratszpt vor uns zuo erschinen, die obangezöigtcn orduung wider für uns zuo uemeu, söliche zuo hörcu und zuo ernüwcrn, als sich zuo fürdrnng gemeins nutzes wirt gebären" . .. Begehren der Abordnung Botschaft, w. — Ebenso an Solothnrn. K.A. Freibmg: A. »->'». Das Eoncept in den Bcrncr Deutsch Missiven (U. k. 253 d) datirt auf Freitag nach der Auffahrt (K. Mni)' 2) 1524, 2(1. Mai (Freitag nach Pentheeostcs). Bern an Freiburg. 1. Antwort auf dessen Entschuldigt^ des Ausbleibens seiner Botschaft. Da man in deren Abwesenheit in der Sache der Fischcrordnuug nicht haU handeln wollen, so sei nun auf Sonntag nach II. Herrn Fronleichnamstag ein anderer Tag hiehcr angesetzt, u"> dessen Beschickung man freundlich bitte. 2. Den Bau an der Schloßmauer zu Murtcn begehre man zu verschieb' bis die Seckclmeister beider Städte den Zollstock geöffnet und den Bau ferner besichtigt haben, ?c. «. A. Frcibmg: A. Bern. ^ 3) Die Berner Missiven haben zuerst die „Orduung", dann den Abschied. Voraus geht ein bezügliche Mandat, vom Datum des Abschieds, in die Aemtcr Burgdorf, Landshut, Bipp, Wangen, Aarwangen, Aarbwü- Aarau, Lenzburg, Zofiugcn, Brugg, Thun, Nidau, Erlach, Murtcn, Laugen, Anrberg, Büren, Zoltikotzt' Konolfingen, Seftigen, Sterncnberg. 4) In Freibnrg ließ sich nur eine (um 4—5 Jahrzehnde) jüngere Abschrift finden von der ^Ordn'^l gemeiner Weidgesellen der Fischer der drei Städte und ihrer Landschaften Bern, Freiburg und Solothnrn, Freiburg, Freitag nach der Auffahrt, d. i. den 12. (st. 13.) Mai 151(1", und von der zweiten Uebcrcinknnft, dch" Titel lautet: „Dis orduung von der Wcidlüt und des Fischcns wegen (ist) ernüwert und nngescchen in bynm^ beider Stetten Frpburg und Solothurn Botschaften", beide in Einem Heft. — Die erste Verkommniß ist dein Abschied-Band III, 2 nicht erwähnt. Hier möge auch folgender Act seine Stelle finden: 5) 1527, 39. Dccember (Montag vor Neujahr rrviij). Bern an Freiburg. Um dem Gebrauch der netze" und „Klingler" vorzubeugen, der bei dem jetzigen kleinen Wasserstand eine Erschöpfung an Fische Folge hätte, habe man diesseits den Waidleutcn (bei 19 Pfd. Buße) verboten, solche Garne zu brauche», den Amtleuten befohlen, auf die Fischer, ohne Unterschied ihrer Heimat, zu achten, und ersuche nun Weil» ' voll sich aus das Gleiche zu thuu. St. A. Ben,: TeMsch Missiven, q. »25 ». - K. A. Freibnrg: A. Bern. R84 Waden. Ii>24, k. Juni f. (Montag vor Medard! f.). Jlchrrcchmmg. Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, tl. 2. kol. üK8. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Vd. 9, s. N6. ^ Staatsarchiv Bera: Allg. eidg. Abschiede, >V. p. 294. ÄailtvnSarchiv Basel: Abschiede, f. 124. .^taatvilSarchiv freibnrg: Abschiede, jtantoilSarchiv Svlvthllr»: Abschiede, Vd. XII. KantonSarchiv Schaffhauseu: Abschiede. VandeSarchiv Appeazell I. N.: Absch'^ Gesandte: Zürich. Heinrich Nubli, des Raths. Bern. Sebastian vom Stein, Ritter, des Raths. Wcrnhcr von Meggen, Ritter, des Raths. Uri. Ulrich Tnrlcr, des Raths, Seckelmeister. Schivyz. mnth, Annnann. Untcrwalden. Arnold Frnonz, alt-Annnann. Zug. Thonias Stocker, des Raths. ^ Marx Mad, Ammann. Basel. (Heinrich Meltinger). Freibnrg. Ulrich Schnench, des Raths. Sololhü Hans Stölli, alt-Schnlthciß. — (Zum Theil ans der Urk. Iill). .Im" 1524, 4Z5 In dem Streit zwischen Susanna von Rappenstein, genannt Möttclin, und Peter Graf's sel, Sohn und Enthaften hat man beide Parteien verhört. Die Frau klagt abermals: Nach dem Absterben ihres Mannes, Peter Graf's, haben der Stiefsohn und die Kinder sie verstoßen, und ein Urthcil deren von St, Gallen habe logar ihr zugebrachtes Gut nnd ihre Morgengabc in Beschlag gelegt, bis die „Schuldner" bezahlt wären. Nachdem "'un auch den Sohn als Erben des Vaters angehört und beider Parteien Briefe verlesen, stellt die Botschaft von Gallen das ernste Gesuch, daß nur sie gemäß den bcschwornen Blinden nnd dem zu Einsicdeln aufgerichteten Ertrag bei ihren Stadtrcchtcn, Gewohnheiten nnd Bräuchen bleiben lind Ihre llrtheile in Kraft bestehen lassen, ^"noch wurde erkannt, St. Gallen solle nochmals diesen Handel gütlich beizulegen versuchen, damit die Frau nicht um ihr zugebrachtes Eigcnthnm komme. Indessen will man die Sache heimbringen, damit mau, sofern sie auf ^ugen wieder zur Sprache käme, darin zu handeln ivisse, I». Der Landvogt im Thnrgau berichtet, Junker Hans "uu Goldeuberg sollte von seinen Gerichten im Dorfe Ellikon die Hälfte der Buße» dem Landvogt verabfolgen kraft ^ Zwischen der Grafschaft (resp, deren Herren) und den Edelleuten im Thnrgau gemachten Vertrags, Nachdem man "Ush die Antwort des Junkers gehört, der glaubt, daß diese Bußen ihm allein angehöreil kraft des vorgelegten Rundbriefs, und sich deßhalb zum Recht erbietet, wird beschlossen, den Gegenstand zu weiterer Vcrathnng Hein» Zubringe,,. Inzwischen soll sich der Landvogt erkundigen, ob der von Goldeuberg auch in den angeführten Vertrag ^willigt habe, und das Ergebnis; dieses Untersuchs samt dem Vertragsbrief ans den nächsten Tag einsenden. , . Da ^u Streit cutstanden ist zwischen dem Kind des verstorbenen Stephan Feßler nnd dem Jacob Feßler ans dem ' ^mthal, so wird dem dortigen Vogt der Auftrag gegeben, im Verein mit einem Nathsboten von Appenzell zu '""suchen, ob der Span in Güte beigelegt werden könnte. «> Uebcr das Anbringen der Botschaft von Savopen uuteu die Instructionen verschieden; einige Orte wollen nämlich dem Herzog keinen Rath ertheilcn, überhaupt nichts mit ihm zu schaffen haben; doch ist die Mehrheit einig geworden, der Botschaft zu antworten: Savo>)e» ^e)e Bündnissen mit lins Eidgenossen, wir in einer Vereinnng mit Frankreich, nnd der Herzog sei des Königs was in dem allein liege, gebe man seiner eigenen Weisheit zu ermessen, in der Hoffnung, daß er kraft Bündnisse und Ursachen künftig alles verhüte, was dem König oder den Eidgenossen zum Nnchtheil dienen ""Ute, i ZMrmals erscheint Schultheiß Effinger im Namen seiner Vogtkinder, der Meper von Zürich, nnd °^hn, daß man ihn bei den Niedern Gerichten zu Wettlingen bleiben lasse gemäß seinem Rodel und der bis- Uebung, Nachdem man diesen Rodel sowie einen Sprnchbrief zwischen Zürich und der Grafschaft Baden, hohen niid Niedern Gerichte betreffend, verhört hat, wird dies alles heimzubringen beschlossen. Dieser Handel h^»t Inn so wichtiger, als geäußert worden ist, daß wen» der Landvogt von Baden jemanden zu Wettlingen " ""'cntlich" verhaften ivollte, die Bauern es mit Gewalt verhindern würden. 2. Der Artikel des fraglichen puichdoiefts über die Gerichte lautet (im Auszug, statt des wörtlichen Citats): Und es soll nnd mag jeder ^ Gerichte bis an die bestimmten Märchen haben nnd brauchen, so oft es die Nothdurft erheischen Theil gänzlich ungehindert und ungeirrt, l. Heimzubringen das Begehren des Wirths Ulrich Hann, der so prächtig gebaut, es' möchte ihm jedes Ort ein Feilster schenken, K-. Es weiß ' Bote, wie sich Graf Neinhart von Tschalen (Challant) wegen des Geschützes im Bart (Bard) und anderer sen^ verantwortet hat. I». Ritter Hans Caspar von Bubenhofen begehrt abermals einen Eiltscheid in h'ül^ denen von Nothwcil, Da jedoch Letztere keine Botschaft auf dem Tage haben, sondern wie ^A'iftlich erklären, sie wolle» dem von Bubcnhofen weder gütlich noch rechtlich anders Antwort geben als ^ ^ucm Urfehdebrief, und da man bei der Prüfling des Bimdsbriefes mit Rothweil keinen Artikel gefunden, ""u dem Rechtsvcrsahren gegen Privaten handelt, so hat man beschlossen das heimzubringen, »in weiter zu 436 Juni 1524. berathcn, wie man dem Kläger zum Recht helfen könnte, i In Betreff Goltliebens wird nach abermals gepsto- gener Unterredung gut befunden, einstweilen die Besatzung da zu lassen, und da der Vogt sich anerboten, aus den Fall, das; ihm jedes Ort für ein ganzes Jahr den Sold gebe,' zwei Knechte zu halten und das Schloß u> Allem so wohl zu versehen, als ob eine Besatzung da wäre, wird dieser Vorschlag heimzubringen, angenommen. It.. Da der Vogt auf Bürgten für die große Missethat, die er begangen (?), um 466 Gl. gestraft morde», u»d der Herr von Sax versprochen, diese Buße zu bezahlen, so hat derselbe (Herr) dem Landvogt (für einmal) 166 Gb entrichtet und sich dabei erboten, die 5 Gl., die auf dem Haus zu Frauenfeld stehen, worin der Landvogt wohne, mit 166 Gl. Capital abzulösen; sodann läßt er zum dringlichsten bitten, ihm die andern 266 Gl. mit Rücksicht auf seine getreuen Dienste gegen die Eidgenossen und den Umstand, daß ihn der Vogt von Bürgten um große Summe betrogen, nachzulassen. Die hundert Gulden hat man genommen und die Ablösung der 5 6'b bewilligt; den letzten Artikel will man heimbringen. R. 1. Der Lnndschreiber von Frauenfeld sollte dem Landvogt den dritten Pfenning vom Siegel geben; aber dieses Jahr hat er weder Rechnung noch Geld gegeben und sich gegen den Landvogt geäußert, voriges Jahr seien ihm die Eidgenossen 16 Gl. schuldig geblieben; darum ""b weil er für sie viel geschrieben, habe er das Geld behalten. 2. Da nun auch Klagen über ihn eingehen, wie " die armen Leute überschätze und „thürlönig" sei, und zwar erst neulich für einen Brief bei 46 Gl. gefordert »»d erst ans langes Bitten ans 25 Gl. zurückgegangen, so hat mau beschlossen heimzubringen, ob man einen m>dc>" nehmen, oder was man niit diesem reden wolle. Antwort ans nächstem Tag. in. 1. Die Frauen im ^ Katharinen-Kloster zu Dießcnhofen begehren, mau möchte ihnen einen neuen Brief ausstellen, daß man sto ^ ihren Freiheiten belassen und schirmen wolle, indem sie den ihrigen verloren haben. 2. Ferner bringen sie vor, ^ seien auch bei ihnen, wie an andern Orten, einige Ordensglieder ans dem Kloster gelaufen, und wünschen > vernehmen, wie sie sich dabei verhalten sollen. - Erkannt, das erste Begehren heimzubringen und darüber nächstem Tage Antwort zu erthcilcn; den zweiten Punet betreffend, sollen sie keiner Nonne, die ans dem Kloß^ und Orden getreten oder noch ferner entlaufen wird, irgend etivas verabfolgen, i». I. Eine französische Boll») i übergibt zwei Briefe des Königs, worin derselbe den Eidgenossen für ihre treu geleisteten Dienste dankt; c'bcvb bezeugt der Gesandte seinen Dank, spendet den Hanptlcnten und Knechte» in Mailand das beste Lob und bctbdh den Unfall, der ihueu letzthin beim Abzug zugestoßen, woran er ihnen jedoch keine Schuld beimißt. 2. habe der König vernommen, daß seine Feinde damit umgehen, ihn in seinem Königreich zu überfallen; »iu ^ zuvorzukommen, begehre er von den Eidgenossen gemäß der Vereinnng 6666 Knechte zur Beschütznng Person, seines Reichs und seiner Länder. 3. Der König meldet auch, daß General Morelct ans dem nm die Pension auszuzahlen und mit den Hanptleutcn und Knechten des Soldes wegen abzukommen. Bote begehrt dringend, den König, der sein höchstes und letztes Vertrauen ans uns setze, nicht zu verlassen; wir ihm jetzt eine abschlägige („rnchc") Antwort geben, so würde das seine Feinde von Neuem ernuülM" ' wolle man aber treulich zu ihm hallen, so werden ohne Zweifel alle Anschläge der Feinde gebrochen. ^ zubringen, da die Mehrheit der Boten hierüber nicht ins1?uirt ist, und der Dringlichkeit wegen auf dem »ä Ii Tag bestimmte Antwort zu geben. «». Da Solothurn in seinem langwierigen Span mit Basel die Eidgcvvi ^ um Ansetznng eines (rechtlichen) Tages anruft, so werden beide Pmlcien nochmals crmahnt, uns den gütlicher Beilegung zu überlassen und ans dem nächsten Tag zu erklären, ob sie es thnn wollen. K» 6'" z» Zürich liegenden kaiserlichen Pensionen soll Zürich im Namen aller Orte quittiren. Jedes Ort aber, ^ seine 266 Gl. beziehen will, soll sie in Zürich holen und den Seckclmcister dafür quittiren lassen. Es ist »ä"' nur für ein Jahr die Pension vorhanden. «Z. Bürgermeister Meltinger, der Bote von Basel, berichtet, wie 437 Juni 1524, dort den Buchdrucker, „der etwas geredet haben soll", bestraft habe; bei dieser Strafe soll es nun sein Verbleiben haben, was in alle Abschiede zu setzen ist, i Aller dieser Geschäfte wegen ivird ein Tag angesetzt nach Baden Sonntag nach St, Johannis (26, Juni), Es ivird berichtet, dast .Zürich damit umgehe, das Amt der Messe aufzuheben, die Bildnisse nnsercr lieben Frau und aller lieben Heilige» aus den Kirchen zu entfernen; ^ii dort neulich einige Personen gestorben, ohne gebeichtet und das hl, Saerament meder empfangen noch verlangt haben; dast am Fronlcichnamstage der „Umgang" mit dem hl, Saerament abgestellt, und als an diesem Tag ^ Augustiner das Saerament nach christlicher Ordnung ans den Altar gestellt, Einige ans dem Rath denselben sohlen haben, es wegzunehmen. — Das soll man trentich heimbringen, um überall zn rnlhschlage», wie man schein nnchristlichcn Handel ein Ende machen wolle, und ans dem nächsten Tag zn Baden darüber Antwort Illeben, tz.. die Anzeige, dast einige Priester von ihren Pfründen den Enrtisanen-Pfaffe» Pensionen geben Achsen, wird verabredet, ans dem Tage zn Baden zn entscheiden, ob man das ferner gestatten wolle oder nicht, der alte und der neue Bogt zu Sargnns anbringen, dast einige Güter und Matten, welche zum Schloß ^höre», Jahr für Jahr verliehen werden, wodurch sie immer mehr in Abgang komme», und das; es besser wäre, ^ Ais eine Anzahl Jahre oder auf Lebenszeit zu verleihen, so wird beschlossen, dieses heimzubringen, v. Sie Achten ferner, wie die Bögte bisher in der Eidgenossen Namen von jedem Ort den Büchsenschützen ein Paar jährlich zn verschießen gegeben haben, und bitten, man möchte ihnen dieses ferner bewilligen, damit man Eutzen heranziehe; denn wo früher nur Einer gewesen, seien jetzt drei, Ist heimzubringen, Jacob Zendel ^ Sargans meldet, dast er ein schönes Haus gebaut und bittet, es möchte ihm jedes Ort ein Fenster dazu >»keu. Hei»,zubringen, Eine gleiche Bitte hat der Geistman» ans den Freien Aemtern gestellt, z. Alan M ^ berathen über die Kosten, welche man wegen der Besatzungen ennet dem Gebirg (von jedem Ort 5N gehabt, und für gut befunden, weil Zürich niemand dahin geschickt, die Kosten von der Jahrrechnnng . '""Ü zu nehmen. Dagegen schreibt nun Zürich, dast es sich über dieses Bornehmen verwnnderc, und begehrt, " »in» ohne eine Rechtfertigung leine Neuerung auf seine Kosten ansauge, indem es im Schwnbenkrieg auch Kostr,, ^'litten als die andern Orte, und dast mau ihm also seinen Theil von der Rechnung zu Lnnis und ^'Sllaris unvcrlürzt verabfolge und nicht vorenthalte, da es sonst genöthigt wäre, das Recht nach Inhalt der »u suchen. Wird in den Abschied genommen, « Eine Botschaft von Mellingen beschwert sich darüber, Einige die Gewohnheit haben zu appellircn, sobald sie die Schulden bezahle» sollten, um dadurch die Sache ^""zögern, und bittet, man möchte hierin Borsorge treffen; denn früher sei um nichts anderes appcllirt worden, ^ Eigcnthum und Erbe und Ehrenverlctzungen. Heimzubringen, i,t». Da der Zoller („Gleiter", Gcleits- ^ ^ »ou Mellingen anzeigt, dast die von Lucern behaupten, weder Geleit »och Zoll schuldig zu sein, und hierin 1 "'ntfiuden verfahren, so soll das jeder Bote heimbringen; Lueern soll ans dem Tage zu Baden die Gründe ^ M warm» es Zoll und Geleit verweigere. I»?». Nach alter llebung sind die Boten nach Wettingen hinaus dem Abt die Rechnung abzunehmen; da sich nun zeigte, dast er dieselbe dem Convcnt noch nicht im^t.hat, so .st verordnet, er soll das in Gegenwart des Laudvogtes bis zum nächsten Tage thuu, und die ^ sollen dann hinaus gehen, um sie „einzunehmen", vv. Dabei berichtet der Abt, die ^ Schuten habe das Gotteshans bisher mit dem Bann eingezogen; da man jetzt aber nichts mehr ans ""d da, wenn er die Zehnten und Zinse durch weltliche Gerichte einziehen wollte, daraus bedeu Ais erwachsen würden, so möchte man ihm darin zu Hülfe kommen, Autwort auf nächstem Tag, «>«>. Da ^cgiucnhans, genannt am Linsibühl, in den Freien Aemtern, alle Schwestern gegangen, und die Mepcr >v jhvon Händen genommen halten, die Frauen zu Königsfelden aber vermeinen, es gehöre ihnen zn, X 438 Juni 1524, so wird dem Vogt in den Aemtern befohlen, benanntes Schwesternhaus zu der Eidgenossen Händen zu nehmen. Rechnung für die deutschen Vogteien. Es ist an die Orte vcrtheilt worden: 1. Von den hohen Gerichte» im Thurgau 47 (Bern 38) Gl, (zu 15 Constanzer Btz.); 2, von der Grafschaft im Thnrgau 11 Gl. (deßgl )- 3. von den zu Baden hinterlegten Neisstrafen aus dem Thurgau (jedem der X Orte) 21 Gl. (w. o.); 4. von dem Vogt im Nhcinthal 32 Gl.; 5. von der Steuer zu Dießcnhofen 6 Kronen 1 dicker Plappart; 3. von dein Vogt im Sargansertaud 93 Pfd. Heller, badische Währung; 7. ans der Gelcitsbüchse zu Zurzach 2 Pfd. 8 Sehl. Heller; 8. aus der Büchse zu Klingnau 30 Schl. Hlr.; 9. aus der Büchse zu Coblcuz 1 Krone; 13. aus dn Büchse von Mellingen 3 Kronen 3 Pfd. Hlr.; 11. Pis der Büchse von Bremgartcu 4 Pfd. Hlr.; 12. vo» dem Vogt in den Freien Aemtern 11 Pfd.; 13. aus dem Geleit von Lunkhoscn 1 Pfd.; 14. von Einem, b" in der Fasten Fleisch gegessen, 2 Pfd.; 15. vom Stadhof zu Baden 3 Gl. (zu 15 Estz. Btz.) und 4 Ah. 13. von des Schinders Hof zu Baden 15 Kronen; 17. aus der Geleitsbüchse zu Baden 23 Kronen. (Zus^ im Nerner Abschied: Davon hat jedes Ort dem Schreiber von Lucern dafür, das; er mit den Boten nach Zürich' geritten, 1 Pfd. 3 Schlg. gegeben), Die Aebte von Krcuzlingen und Rheinau erzählen „mit langen Worte» , wie ihre linterthanen zu Trüllikou, zu Marthalen und Beuten im Zürichbiete sich sperre», die Zehnten, iusbcsondeu den steinen, wie bisher zu entrichten; deszhalb bitten sie die Vit Orte, als Schirmherren der beiden Gotteshäuser ihnen hierin mit Rath und That beholfen zu sein. Darüber wird nun beschlossen, es sollen Zürich und.G'ü zwei Rathsboten, und zwar Vogt Rnbli und Thomas Stocker, die beide (ans diesem Tage) in der Sache unter richtet sind, sobald einer der Herren Aebte ihnen schreiben wird, hinaus schicken, damit sie samt dein Landv»^ im Thurgau, im Namen aller VII Orte, den Handel erledigen, wofür ihnen eine Instruction gegeben ist. -l» Zürich wird noch die besondere Bitte gestellt, das; es sich an diese Abrede halte und seinen Voten bevollnmäM' nach Erfordernis; der Sachen dabei mitzuwirken. KK'. Der Bote von Appenzell iveisz, wie sich die Schwest"" im Kloster zu Wunnenstcin über ihren Enplan und die Ausgetretenen beklagt haben; er soll das ernstlich seine Herren bringen und ihnen anzeigen, das; man rathe, den Kaplan zu entfernen und den ausgetreten"' Schwestern nichts heraus zu geben. I»I». Rechtlicher Spruch zwischen Appenzell und den Nheinthnlern über die Rechte der Güterbcsitzer an ^ Lehe (S. Note). Ii. 1524, 13. Juni (Freitag nach Medardi), Baden. Die eidg. Boten an Bern. Die französische Botsch^ habe heute angezeigt, das; der Herr von „Maggines" (al. Maggenes) als Späher des Herzogs von BoM hier sei; man habe ihn aber nicht mehr getroffen, sondern vernommen, das; er heute weggereist sei, weszhalb» bitte, ans ihn wohl zu achten, zc. K.«. A. kaemw« ^ I< I». 1524, 11. Juni (Samstag nach St. Mcdardns T.), Baden. Die Boten der X Orte nrthcile»^ einem Streit zwischen Joachim von Nappenstein, genannt Mötteli, auf Wellenberg, und den Gemeinden lingen und Mellendorf, einen Einzug betreffend, den jener zur Hälfte anspricht, gestützt auf ein Ilrtheil ^ Landvogtes; von dein Spruche des Landgerichtes hat er an die Obrigkeit appcllirt. Nach Verhörnng aller wird erkannt, das; das Landgericht wohl gesprochen, lind der von Nappenstein übel appellirt habe, das; ah" Einzug den beiden Gemeinden unbeirrt zustehen solle. si. A. Zürichs «. Thurau- Mdi»,. C°p>° -ms P-»»"' ^ II. 1524, 13. Juni (Montag vor Viti und Modesti), Baden. Die Boten der sieben Orte schreib"' ^ Bremgartcu: Man habe vernommen,-das; nicht Wenige der lutherischen Lehre anhangen; daher richte »""' ^ Schultheis; und Rath die Aufforderung, diesem Uebel zu wehren, dein Glauben der Väter treu zu bleibe» ' die diesfalls Schuldigen zu bestrafen; sonst würde man solches selbst thun, u. s. f. se«. e»«nn «schicd-, o ^ Juni 1524. 4:49 .. » .Ullrich auf der Jahrrechnnng zu Baden ihm „befohlen """ ^^'cd für Hc>nrn)chn ^ ^ ^ Rheinau schon lauste im Streit ist mit "nd angehängt". 1. Specialnn6sertlgu»g r. - - ^ ^ Berg, die er eigenmächtig „w, Göldü-, d.r d»i->dl> Mönch !>->«w. »> ^ I ^ ^ w».ft>M.. -»».« M.W., nwMbm nnchd'M >n Bnn dm. °in,n -„»-»> Pn°sl-r ri'.l.ö-n zu ,),»». nnd »nl ""t dem Landvogt im Thurgan nach S..g z ' ^ ^ ^ ,y^Z stc einem Pfarrer schuldig wu».mh»,,„> zn rid,». dös. i'k Schösimr -u T-b-l im TlMV» R-chnung awchm», .. «chk» B°.m I°».n °n. d^i v °ch-d.m Sch°v ^ ^ ^ z,ch.,ch,,.,,,, P. ti»d mit demselben handeln, was >h>» und dci st S>.A. Aimch: Abschied-, Bd.», eos. ö. ^ nn.. u fehlen, KÄ "US de». Appenzeller. Im Berncr N' ans dem Zürcher Ercn .plar, dem dostest ^ ^ „„z,, », v<» grShten- mangeln l, >> ^>'>.1, "^em.en> . dcm Schafshanser «' ' dn» » the.ls, I«, dem Solothnrncr dieselbe» .t. 1 ,^-in, li—«1,1, ««? gröhtcnthcils, >1. Basler die gleichen ahne «, dem Stiftsarchiv St. Gatlcn („Historische San.n.lnng") ' Zu «. lieber dieses Geschäft gibt ^ Elsa Fehler, nnd Stephan Metzger, Bürger zn einige AuSlnnft -. 1. Ambrasi Albcr. van Kne1 ^Ha„s) Vogler (van Allstätten) Altstätten, Vogt der KindeSkinder Stephan Fetz e-', . die Versorgung der Elsa Fehler sonne bringen einen Span vor, den sie (zu vier ^). . ) ^ Spruchbriefs und eines Urthcils von ihres Vermögens, indem Stephan Metzger Fesjw- eimvcndet, er habe sich seiner Schwester dein Abt zn St. Gallen seinen ^Astk'ndcrn z>, - Gut zu überantworten; dabei erhebt Ambrasi Atber Else nicht cntschlngen, nnd sei also diese " ^ Herkommen gemäh zuerst vor ihrem i». Namen der Hostenle vo>. Kr.esern d'" PN »„ch die Botschaft des Abtes von Stab nnd Gericht verhandelt werde. 2. Nach . ^ ^ crtannt, es solle der jetzige Landvogt St. Gatten nnd die eingelegten Schritte» v..). , ^ vergleiche»; wäre das aber nicht snmt einem NathSbotc» von Appenzell "^ue)en, ^ ^ Gcvicht zuKricsern; welcher Thcit dann durch dessen möglich, so sollen die Parteien emander bc.echt st ^ ..pp,girc»; dabei ist jedoch auLbednnge», daß Unheil beschwert zn sein gtanbt, .vcvden sollen. Data». 7. J»"i (Dienstag vor Medard.), b'e Kosten nicht ans dein Gut der El» Felm» ' Jahrhundert vor. Es liegt nur eine Eop.e aus de.» XV - Eidgaoss... Zn Man beachte die BaSlcr Jnstrnetio». „ ^ 5Rspanien, Engelland -e. in ein vere... lo.nen dorns erwachse», so der Herzog von Savop »nt .Eerzogcn von Savop botschaft nil ».er als rnch, sollt zc. Es soll onch unser bolt daran >>", .as, „leiitlichem nnwitlenS gnnog Hand »nd wie hievor zno tagen beschcche», sonder frundtich rede' t > A. Bas-u »blchi°d°. dörsend nit ine nf uns zno laden :c.' an . i nn l>ei'»'ichen: Z» Älus der BaSler Instruction ist folge».. " ' sage», ivic wir uns uf dav zno- „Und so wann Veltin bnochtruckers halb meld.» g ^s svll, erkundigt und zehn, schriben unserer lieben Eidgnosscn um die .e ( beaebcn habe», vor unsc.'n gesessenen Rat gelerte c.d, cnenpersvnen. so darb.) gsin. als sich solche reden in der gestalt (wie) unser lieb Eid- l)ie....nb ein warheit z..° sagen, schweren las,en; >«>. ) ^ .„.angesechen so habend wir i» nach der stuossc» uns die znogeschriben, inc geredl haben n> t - „ Fvtgt eine ernstliche Ermahnung, dan.it sUcngi und schärpfin gestrast, .vie da.... f..nmncr 0 c. e> ^^ zn lassen, wie jedes andere Ort eS die Sache ..ihen und Basel bei seinen he.gcb.nchl.» 4 ) st K.A. Basti. Mschi-d-. s'u sich in Anspruch nehme, zc. ^ Appenzellischen Volkes, 111. 1. P- 195-197, wo der >'>' a..s Zellweger, Urkunden zu. ^ ^t. Mednrdnstag (8. Juni, nicht 15.). W,r lassen oen Be.t.ag „ach dem Original "bsted.uckt 's' ^ ^ ^ ^ ^ von Appenzell keine gnetc., wesentlichen Inhalt in veränderter Absch.ist folge». - 440 Juni 1524, so usscrhnlb ir lctzi in den geeichten Rincgg und Tal gelegen sind, »it mer kaufen noch zuo lehcn cmpfahen, auch kein zins daeuf machen noch daruf lichen sollen; doch vorbehalten was güeter (sy) zuo beiden teilen vor dato dg! briefs zuo eigen inhettcn, darby soll jeder teil blyben, die nutzen und bruchen als ir guot. Deßglichcn, ob si'n'^ hin güeter in erbSwys oder durch hürat und erbrecht an sy käme(n) oder fiele(n), so in den geeichten Rinegg und Tal gelegen sind, die sollen und mögen sy inHaben, bewerben, nutzen, messen und darmit handien als (mit) ircm eignen guot, und harwiderum, ob die von Ninegg und Tal und die iren fürohin güeter, in der(o) von Appenzell oberkeit und lctzi gelegen, in crbswys oder durch hürct und ecrccht an sy kicme und fiele (sie), d» sollen und mögeir sy inHaben, bewerben, nutzen, messen und darmit handlcn als (mit) irem eignen guot. 2. S»»ß sollen sy zuo beiden teilen jeder teil in sincr letzi und landmarch bliben wie obstat, und mit sonderheit, daß siä'v- hin kein vogt im Rintal, wer der je zuo ziten ist und wurde, die güeter in denen zwei geeichten, es sycn rcbcn oder äcker oder andere güeter, keinen insäßen von Appenzell nit lichen, sonder daß er die den litten in den sili gemclten zwei geeichten zuo lehen lichen und darin blyben lassen (soll). 3, Und zum lctsten, des gemeinnika^ halb, das sötten sy beider sits gegen einandcren bruchen, halten, nutzen und nießen, wie sy dann das unzhar l»s uf hütigeir tag . . gebracht und gehalten haben". . . , . 185. Lllttis. 1524, )0. Juni f. (Freitag vor Barnabä f.) Jnhri'cchmlilst. St)iv Liiccr»! enuis u. Luggmls-Wschlcdc, I, »s, Staatsarchiv Zürich: Emiclbüg, Abschiede, I, tS. Tschud, Abschiedc-Samml,, Bd. b, R>, Staatsarchiv Ber»»: Allg. eidg. Abschiede, X. ,>.71. jtattto»»sarchiv ^reibarq: Abschiede, Bd. 102. Gesandte: Bern. (Konrad Willading). — (Andere nicht bekannt). »». 1, Der Seckclmcister entrichtet die Landstener mit 7020 Laniscr Pftlnd 19 Spagürli; davon 5(10 Tonnenkronen abgezogen, die er dem Vogt gegeben; das Uebrige bezahlt er in guten Ducaten und So»»^' krönen: 1 Laniser Pfd. zu 10 Kreuzer, 1 Ducaten zu 1(0/2 Laniser Pfd., 1 Krone für 10 Pfd. 2 K>r gerechnet, 2, Die Commune von Ponte gib! 392 Pfd. 3 Spagürli, in obiger Wahrung, 3. Sonvico Z»^ 040 Pfd. in Gold und etwas in gangbarer Münze; 4. Marco 320 Pfd. Laniser Währung in Gold. V- ^ Zoller erlegen an baar 250 Sonncnkronen; 400 haben sie dem Vogt abgeliefert, und 150 hat man ihnen diesmal wegen der Kriegszeiten nachgelassen, «. Der Vogt hat 900 Sonncnkronen, nämlich 500 vom Sece meister und 400 von den Zollern, entliehen und stellt nun das Ansuchen, ihm einen Monat Ziel zu geben, > wolle er das Geld nach Lucern bezahlen („wären"), ohne alle Kosten der Eidgenossen, und unterdessen Güllen von 2000 Gl. Werth einsetzen. Auf diese Bedingungen hat man, wiewohl ohne bezügliche Vollmacht' seinem Begehren willfahrt, tl. Das Malefiz hat 198 Sonncnkronen 4 Groß eingetragen, die der Fiscal abliefert, mit Ausnahme von 17 Kronen 3 Dicken, die er noch nicht hat einziehen können; ferner von 50 ^ »Hein,, die er dem Schreiber an seinen Gehalt gegeben; ferner von 52 Sonnenkronen für den Nachricht' ' ^ von anderen Ausgaben im Auftrag der Obern; so sind übrig geblieben 59 Kronen, « . Die Landleutc h^. dem (neuen) Vogt den Eid geleistet, 4'. Der Banditen halb hat man einen öffentlichen Ruf ergehen lasse», ^ sie bei (Strafe an) Leib und Gut das Land räumen; sofern aber Einer durch glaubwürdige Schriften da> 1^ kann, daß er niemanden schädige, und hinlängliche Bürgschaft gibt, sich auch in Zukunft ehrlich zu halte», ^ der Vogt bevollmächtigt, solchen Personen Aufenthalt zu gestatten, jedoch sie aufzuschreiben und zu bc»b»^ wer aber Banditen wider das Verbot beherbergt, ihnen zu essen »nd zu trinken gibt, verfällt der gleiche» ^ ^ K. Dein Vogt wird Befehl gegeben, diejenigen (Angehörigen), die zum Herzog Hinübcrgelaufen, an Leib Gut zu strafen, sofern er sie betreten mag, I». Die Rechnung des Vogtes wird gut geheißen; die 120 o»c» Juni 1324, kosten, deren Bezahlung zu gutcin Theil den Herren gebührt Hütte, will der Vogt samt Anden» einziehen, wozu '»an ihm bchülflich sein soll, j. Was dnrch die Boten ans der Jahrrcchnnng beschlossen wird, soll ein "»betender Vogt besiegeln; in seinem andern Jahr soll aber der Bote von Zürich siegeln; oder man will ans ^nein dm Antrag stellen, ein gemeines Siegel machen zu lassen, Die begnadigten Todschläger haben Donnenkronen entrichtet. I. Auch der Schreiber aus dem Lauiserthal ist auf seine Bitte begnadigt („geniert"), gegen 2l) Kronen; er darf aber ferner nichts mehr schreiben, „denn das weder guot noch bös (al. weder ß(M noch nutz) sin soll". »». Es verantworten die Laniser und in ihrem Namen auch der Vogt das '» den letzten Unruhen geschehene „Flöken" in das Herzogthnm mit viele/Gründen, Darum wird es für diesmal »»chgesehe»; sie sollen es aber nicht mehr thun, 1». Ausgegeben sind als Geschenk, nicht aus Verpflichtung, de» ^«den Weibeln 4 Kronen, dem Landweibel 2 Kr,, der Frau des Vogtes 1 Kr,, seinem Gesinde 1 Kr,, dem ^»Uweibcl 1 Kr,, dem Landschreibcr 3 Kr. und seinem Weibe 1 Kr., beiden Klöstern 6 Kr.; sie sollen aber soll! herauskommen zn betteln; dem armen Pfaffen 3 Kr., die künftig ans dem Malefiz gegeben werden "»- « Luisott Moresin, der auch zum Herzog gelaufen war, wird aus Ursache», die jeder Bote weiß, ch»adigt, muß aber 40 Kronen baar erlegen und für 200 Kronen Bürgschaft leisten, es nicht mehr zu thun. ^ Ebenso wird Martin Sax begnadigt; dafür mnß er 10 Kronen baar und für 100 Kronen Bürgschaft geben. Der Statthalter von Mendris hat von dem Weinzoll und Bank, den er jährlich um 100 Kronen empfangcn, Kronen bezahlt, nachdem er 13 Kronen für Botenlohn und Kundschaften in der Kriegszeit abgezogen, 1 Die '-»»Mg von Mendris betreffend berichtet der Vogt, die Bußen oder das Malefiz haben dies Jahr wenig cin- ^'»tzcn, gehören auch gemäß den Statuten ihm zu; er bittet, sie ihm zu lassen, da er auswärts viele Kosten »ttd^ bewilligt; doch in Zukunft soll der Vogt alle Bußen des hohen Gerichts, auch Todschläge Hiedbrüche bei seinem Eide verrechnen. Da Schwyz und Glarus noch im Streit sind, jedes in dem Glanben, ^ habe den Vogt dahin zn setzen, so wird erkannt,- Der von Schwyz ernannte Vogt soll stillstehen (nicht Uen), bis «ran darüber einig geworden; jeder künftige Vogt aber soll den angeführten Eid von dem Vogt «»pfangen, Basel, Freibnrg, Solothnrn und Schaffhansen äußern, sie lassen jede Theilung geschehen; ^ i wen,, die Vogtei ihnen zustehe, werden sie den Vogt einsetzen nach Inhalt des Abschieds von Baden, <. Der ^lll^von Mendris hat an „verlegenem" Wcinzoll eingezogen lUU/2 Kronen, Seine Rechnung wird- gutgeheißen. - wen von Mendris hat man befohlen, einem Schreiber oder Dolmetsch jährlich 23 Kronen Lohn zu geben. ^ch»«ber von Mendris sind für seine Dienste 4 Kronen geschenkt, v Der arme „taube Narr" wird em,verübten Todschlags wegen begnadigt, mit Rücksicht ans seine Verrücktheit, und hat dafür 10 Kronen Verwandten sollen ihn künftig wohl behüten, Hv. Von Mendris her soll man von des Königs ^ ' 60 Kronen fordern, die der Mark Morel! dein Gnbernator gegeben zu haben geschworen. Wer »»d^"' »'6'"»h»lb des Hcrzogthinns Aiailaiid kauft, soll da und zn Lanis den Zoll geben; wer zu Lauis wohnt vv» arbeiten läßt, soll ebenfalls den Zoll entrichten. Heimzubringen, ob man (nicht) den „Spnsctt ^ ^»rnis" dazu anhalten wolle, Ist Jemand in der Eidgenossenschaft mit Weib und Kind seßhaft, so ist er ^»»6>ch zollfrei, nicht aber seine Schaffner, z. Es wird denen von Lauis befohlen, das Schloß Valsola zn besetzen wiciu^^ tasten, in der Eidgenossen Namcn, und bis auf weiter» Bescheid es nicht ans den Händen zn geben, Morell sich anheischig macht, es noch einen Monat zu bewahren, wenn man ihm die Kosten zahle, a» s, znlnsscn, sofern die Laniser obigein Befehl gemäß die Verantwortung dafür übernehmen, Die P-o ^ unterhaltenen Wachen sollen die Laniser gemeinsam bezahlen; wenn aber der letzte Vogt die 60 von dem König erhalten könnte, so soll er sie ihnen zurückerstatten. 56 442 Juni 1524. I«« Lllggaris. 1524, 21. Juni f. (Dienstag vor Johannis Baptistä f.). JahrN'chmttlst. Staatöarci)iv ^.'«certt: Wallis und Lug^ariS-Abschicdc, I. 34. Staatsarchiv Zürich: EllvelbilZ. Abschiedc, I. 52. Tschud. Abschiede-Samml., Bd. 5, Nr- Staatsarchiv Vera: Allg. eidg. Abschiede, X. p. 85. KantvttSarchiv Freilnir»^: Abschiede Bd. 102. !». Herr Ulrich stellt das Gesuch, ihm die Pfründe zu Cantu (Cantone?) auf Lebenszeit zu verleihen; dafür erbietet er sich, die Deutschen in Luggaris mit Beichthöre» und andern christlichen Ordnungen ohne weitere Entschäd» gung zu versehen. Es wird ihm entsprochen mit dem Beding, daß er jährlich 20 Kronen an der Pfründe verbaue, bis die Kirche und das Pfarrhaus gehörig hergestellt seien; auch soll er sich ehrbar und pricsterlich betragen und die Pfründe niemandem übergeben als wieder an die Obrigkeit, außer wenn ihm die Pfründe von den „rodisckM Herren (von Rhodus) mit Recht entzogen („angewonnen") würde. I». Es kennt jeder Bote die Klage Einigt von Luggaris, denen ihr Salz in Bcllenz genommen worden. Darüber hat man verabschiedet, sie sollen Recht zu Bellenz suchen; die drei Orte werden ersucht, dahin zu wirke», daß denselben das Salz bezahlt oder beförderlich Recht gehalten werde, v. Heimzuberichten über die Kosten, die mit dem Büchscnmeister aufgekauft sind, die aber der König bezahlen soll, da man ihm geliehen („entlent") hat: 25 Hakenbüchsen, einen Centuck Blei, 2'/2 Centner Pulver, 150 Steine zu den „Faknncn" und Halbschlangen; über das Andere weiß Vogt Zoger Auskunft zu geben, «I. Dem neuen Commissar ist befohlen, ein Büchsenhaus zu bauen, damit d>r-> Geschütz unter Dach sei und nicht durch das Wetter zerstört werde, t . Da die Bauten am Schloß in Luggl»^ letztes Jahr so große Kosten verursacht haben, daß es, wenn diese Auslagen jährlich wiederkehrten, wohl lu'sP wäre, das Schloß abzutragen, so soll man sich darüber bcrathen, ob man es schleifen („schlißen") oder gaV lassen wolle, i. Jedes Ort soll zwei Knechte im Schlosse haben; wenn ein Ort nicht innert vierzehn TGt seine Zahl dahin schickt, so soll der Commissar selbst die Fehlenden ersetzen, bis sie abgelöst werden. A» ^ " von Pallanza klagen über den großen Schaden, der ihnen dieses Jahr durch die Luggarncr, Laniser nnd »»de» Truppen zugefügt worden, und begehren, daß man ihnen wieder zu dem Ihrigen verhelfe. Mit Rücksicht daruul- daß dies alles im Krieg geschehen und beide Parteien einander beraubt haben, ist ans Tagen zu berathcn, was >uu" hierin thnn wolle. I». Jeder Bote soll seinen Herren Bericht erstatten wegen der Summe, die der alte Eo»n»i>i^ verwendet hat, um für des Königs Dienst die Büchsen zu rüsten, damit dem Bogt sein ausgelegtes Geld zurückerstatte werde. I. Man hat den Burgern von Luggaris zugemuthet, die wälschen Knechte, die im Schloß gewesen/ » bezahlen, indem dieselben zu ihrem Schutze da gewesen, und ihnen dies mit vielen andern guten Worten vorgeste^' da sie es aber bestimmt verweigern, so sollen die (XII) Orte sich berathcn, wer diese Knechte bezahlen »n>I^ It.. Weil Zürich behauptet, an die Kosten der Besatzung zu Lauis nichts schuldig zu sein, und dcßhalb V» dargeschlagen hat, so wird der Entscheid darüber den Regierungen anheimgestellt. I. Jeder Bote weiß Vc» zu geben über das Begehren Mark Morcll's von Lauis, ihm etwas an die Kosten zu zahlen, die er im Balzol erlitten, und sein Anerbieten, das Schloß noch einige Zeit zu behalten. »> Der Commissar Zogen g Rechnung über seine Einnahme vomMalefiz; sie beträgt 135 Kronen und 24 Groß. i». Derselbe „Vogt' ^ Rechnung ab über seine Ausgaben samt denen, die er in des Königs Dienst gemacht, nnd welche die Eidgeuoil nicht bezahlen; 9 Kronen 18 Groß bleibt er schuldig. «». Der Bogt aus dein Mainthal hat Rechnung g^'^' ^ und entrichtet baar seine Mehreinnahme von 43 Kronen, 2 Ducaten und 9 Groß. K». Bon dem Zottt ' Luggaris sind 550 Krone» an Gold bezahlt; er hat auf das hl. Evangelium geschworen, nicht mehr cinge»»»'^ zu haben, weil Krieg und Pestilenz die Straßen öde gemacht, nnd gebeten, sich für ihn zu verwende»/ dR' Juni 1524, 443 nicht bezahlen müsse, was ihm des Krieges wegen an den 1100 Kronen abgehe, «>. 1, Der Seckelnieister von ^nggaris liefert die Landstener abi 1825 Pfd, zu 5 Gros; gerechnet; er hat die Summeen Ducaten und Kronen entrichtet, den Ducaten zu 52^ Gross, die Krone zu 51 Groß. 2. Der Seckelnieister von Vcrzasca erlegt die ^niidstencr in Ducaten und Kronen, in einer Summe 112 Pfd.; 1 Dickpfenning — 13 Groß, 3, Der Seckcl- Deister im Revier von Gambarogncr gibt die Landstener im Betrag von 275 Pfd., in obiger Wahrung, Ebenso der Seckelnieister von Brissngo 68 Pfd. als jährliche Landstener, 5. Einnahme von dem Vogt im ^ninthal; vom Malesiz 15 Kronen, nochmals 15 Kronen, 6, Von Giovan de Ponte ans dein Mainthnl rhcin, und 6 Groß für Holzfrevel. 7. Von Einem ans Ascona an Eriminalstrafcn 12 Kronen in Gold, ' dagegen hat man ansgegcbeiu Dem deutschen Herrn (Priester) 15 Kroncn als Jahrgehalt; dem Hans Giger ^ t^l, im Gold als Jnhrlohn; deiii Schreiber 50 Kr. Besoldung; dem Hans Giger noch 10 Kr. 26 Groß ^ Arbeitslohn und 3 Kr. als Geschenk z» einem Kleid; dem Fiscal als Gehalt 12 Kr.; den 16 Knechten, die Namen der Eidgenossen hergeschickt worden, 60 Kr. 4^/2 Groß an Münze und 12 Sehl,; den watschen fechte», die im Schsoß gewesen, 140 Kr.; der Vogt soll mit ihnen über den Nest abrechnen; dem Schloßliiccht den Mönchen als Almosen 4 Kr.; dem Jacob Berner 3 Kr. 10 Groß s-ür Arbeitslohn; dem Vogt 'Ker 22 Gl. für Blei; für Anderes zusammengerechnet 2 Ducaten, 42 Kr,, 16 Gl, rhein,, 4 Gl. an Münze "nd 7 Groß, Nach Abrechnung aller Ausgaben sind jedem Boten an baar verabfolgt worden 20 Dncatcn A'b 82 Krone», R87 Kmndson. 1524, c. 26. Juni f. Dtaatöarchiv Bern. ^ng der Städte Bern »nd Freibnrg mit deiii Herzog von Savoyen ivcgen des Marchstreits bei Sainte-Eroix, Es liegen nur folgende Acten vor: 1) 1524, 23. März. Bern an den Herzog von Savoyen. Antwort ans den Vortrag seiner Botschaft betreffend bie Märchen zn Sainte-Eroir. Man habe deßhalb an Freibnrg geschrieben, das nun erkläre, cS wolle leine weiteren Tage besuchen, sondern bei dem hergebrachten Besitz verharren, zumal schon mehrere Tage an Ort und stelle gehalten worden, zu denen die Boten des Herzogs nicht erschienen seien. Wiewohl die Sache Freibnrg auch berühre, das aber (nt „pro aarto soimus") einiges Uebclwollen gegen ihn hege, könne man sich diesseits ^ch entschließen, falls die früher verordneten Personen Mittel zu einein Vergleiche finden, solche anzunehmen lind bei den Freibnrgern ans Genehmigung derselben hinzuwirken; sonst bezweifle man, daß sie sich zu einem gütlichen ^er rechtlichen Tage herbeilassen werden, zc. St,«. B->»: tat«», Missim», r, nc o, 1524, 11. Mai (Mittwoch »ach Erandi). Bern und Freiburg an den Abt von Bellelay (deßgleichen an Aorg Bollcsier, Vogt zu St. Ursiz). Er wisse um den langwierigen Span mit dem Herzog von Savoyen, betreffend die March zum hl. Kreuz. Nun habe der Herzog durch seine Botschaft abermals das Ansuche» gestellt, AI man sä,,,! den verordneten Zugesetzten auf den streitigen Oertlichkeiten erscheine, um gütliche Büttel zu suchen, ""b ei» freundliches billiges Entgegenkommen verheißen. Obwohl man gesonnen gewesen, keinen Tag mehr zn stchicken, da der Herzog früher mehrmals die gesetzten Tage „zu Verachtung kommen" lassen, habe man jetzt swh, ^liin des bessern Glimpfs willen, jener Bitte entsprochen und einen Tag bestimmt ans den 25. Juni, Nachts w Grnndson und morndcß zn rechter Tageszeit an Ort und Stelle zn erscheinen, und begehre man nun, daß ^ Abt, als der Sachen besonders kundig und als erwählter Zugesetzter, auf Kosten der beiden Städte dahin persönlich komme und für einen Austrug arbeiten helfe, zc. Si.A. Bmn T-ms-h Misswcn, r>, e. 254 a. I» vergleichen sind außer Nr. 134 noch 166 ll und 178, Note r 7, ^ 2. 444 Juni 1524. R88. Waden. 1524, 28. Juni f. (Dienstag vor Pctri und Pauli f.). ^ Staatsarchiv Lttcern: Allgemeine Abschiede, (Z. 2. f. 589. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 9, 1. 56. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, >V. p. 251. X. p. 99. .^ialltvttSarchiv Basel: Abschiede, <. 127. KantvnSarchiv Areiburg: Absch. Bd. 1- KantvilSarchiv Solothllr»: Abschiede, Bd. XII. jiantvuSarchiv Schaffliavsen: Abschiede. Gesandte! Zürich. M. Jos von Kuoseu; Konrad Escher, des Raths. Bern. Sebastian vom Stein, Ritter. Lnccrn. Hans Hug, des Raths. Uri. Jacob Troger, Ammann. Schwyz. Gilg Npchmnth, Ammann. llnterwalden. Arnold Fruonz, alt-Ammann. Zug. Heinrich Olcgger (von Baar), des Raths. Glarns. Marx Mad, Ammann. Basel. Caspar Koch, des Raths. Frei bürg. Hans Gugelbcrg, des Raths. Solo- thnrn. Hans Heinrich Winkel!, des Raths. Schaffhausen. Hans Peper, alt-Vurgermcistcr. Appenzell Ulrich Jscnhnt, alt-Ammann. — E. A. A. I. 15 n. !». 1. Nachdem ans der letzten Jahrrechnnng zu Baden mancherlei geredet worden betreffend die von Zürich, nämlich der lutherischen oder zwinglischen Secte, ihres Mißglaubens und der allerlei Frevel („Mißhandlung") wegen, die in ihrem Gebiet immer mehr überhand nehmen, wcßhalb man dann verabredet hatte, ans diesem Tag bestimmte Antwort zu gebe», was man thnn wolle, um solche unerhörte, unchristliche, schmähliche und ketzerische Händ^ abzustellen, haben nun die zehn Orte (mit Ausnahme von Zürich, Schaffhauscn und Appenzell, die dabei a»s gestanden) ihre bezüglichen Instructionen eröffnet, die erstlich darin übereinstimmen, daß man die groben Freveh welche Zürich kürzlich an den Bildern, den Sacramentcn und der Messe verübt, gänzlich mißbilligt und in kewtt Weise entschuldigen kann, und wünschte, daß es von solchen unvernünftigen, frevlen Handlungen abstünde, so tömR man desto eher ruhig bleiben. 2. Obgleich Zürich schon ans mehreren Tagen und auch durch Schriften freundlich und dringend davon abgemahnt worden ist, hat dies doch gar nichts verfangen, und wird die Sache je länger st böser, sodass die Nothdnrft ernstliche Schritte erfordert, zumal immer ärgere Dinge vorgehen. 3. So ist m'i diesem Tage angezeigt worden, wie der Doctor (Balthasar Fricdberger, „Hubmaier") zu Waldshnt sich geäußert habe, wer das hl. Saeramcnt in eines Priesters Händen sehe, habe nichts besseres vor Augen als dcM Teufel; daß. ein Zürcher einer Person von Lncern vorgehalten, ihren Herren und Obern gefalle es besstü Christenblut zu vergießen, zu verrathen und zu verkaufen; daß ein Priester zu Zürich gepredigt, man solle und Hoffnung auf Gott setzen, der nicht von „sündigen Weibern" geboren sei; und viele andere »ngrstiA^ Dinge, deren Erzählung nicht nöthig ist. Wiewohl nun die zehn Orte darin übereinstimmen, daß sie an Vorgängen kein Gefallen haben, lauten die Instructionen im Uebrigen doch nicht gleich, indem etliche (vier) ^ zwar bei den alten christlichen Ordnungen und Bräuchen bleiben, aber nur mit Güte und Freundlichkeit » Zürich handeln wollen, mährend sechs Orte „crsnnden" sind, die einmüthig den Entschluß erklären, diesen lutherische oder zwinglischen Mißglnnben überall auszurotten, wo sie zu regieren haben, und Alles, was ihnen Gott »e liehen hat, Leib, Ehre und Gut daran zu setzen; sie hoffen auch, daß noch andere Eidgenossen zu ihnen werden. Bis zum nächsten Tage wollen nun alle VI Orte, und wie sie hoffe», auch die (vier) übrigen, ' Boten mit voller Gewalt versehen und mit einander nach Zürich, Schaffhausen und Appenzell gehen. FaÜs n>M in der Stadt Zürich nichts erreichte, so würde man in deren Acmtcr reiten, mn sie auf's dringendste zu und zu ermahnen, von ihrem lutherischen oder zwinglischen Glauben abzustehen und bei den guten chn! i wie Ordnungen und Gewohnheiten zu bleiben, welche die Vorfahren und Eltern gehalten haben, bei denen diese ja ^ so glücklich gewesen. Sofern dann etliche Mißbräuche unter den Geistlichen vorhanden wären, wolle man, Juni 1524, 445 ^'eits anerboten, solche gerne abstellen helfen, aber in anderer Weise als „mit (solcher) hussischer unsinnigkeit", ^mn aber wider Erwarten mich das nicht helfen würde, so müßte man erklären, daß man ferner nicht mehr "V ihnen tagen und keine Gemeinsame mit ihnen haben wolle. Wären etwa noch fromme biderbe Leute in der ^kadt oder Landschaft, die dem alten Glauben anhangen und helfen wollten, den neuen Mißglanbcn abzustellen, werde man sie von der Gemeinschaft nicht ausschließen, sondern ihnen thun, was ihnen lieb sei, und zu ihnen ^>b und Gut festen nach Vermögen, Diese» Nathschlag soll jeder Bote (von den vier Orten) heimbringen und "uf den, nächsten Tag mit Vollmacht erscheinen, sich den sechs Orten anzuschließen, wie man hofft. Wenn aber ">°>nand z„ „Iis stünde, so ,vollen wir altein nach Zürich gehen, in die Stadt oder nöthigenfalls auch in die Remter, ebenso »ach Schasshansen und Appenzell, I». Der Landvogt im Thnrgan berichtet wieder klägliche Dinge, die Leute, namentlich z» Stammheim und in der Umgegend, iinmer mehr verwildern („erwildct und verrucht"), ^ dort aus allen Kirchen und Capellen die Bilder entfernt, die Erneisire zerrijsen und verbrannt und einige ' Uäre zerstört worden; wie da keine Messe mehr gehalten werde und der alte Pfarrer, ein ehrbarer betagter Mann, ^ den Bauern seines Lebens nicht mehr sicher sei, indem sie ihn letzthin, als zwei Nathsboten von Zürich nnd ""c Botschaft des Abtes von St. Gallen dort gewesen, nm ihn mit seinen Unterthanc» wegen einiger Späne ^"'cs) zu vertragen, mitten unter den Gesandten erstechen wollten, sodaß diese ihn mühsam i» sein Hans haben könne», nnd wie man ihn mit Mehrheit abgesetzt. Das gleiche Unwesen «verde in der Capelle zu St. Anna Uneben, Die Hauptanstifter seien immer der Untcrvogt zu Stnmmheim nnd seine Söhne. Der Landuogt bittet wan „MM ihm mit Rath' zur Hand gehen, da es ihm nicht möglich sei, eineil solchen Haufen zu fangen, ^wauf Hube» geschrieben, er solle, wo immer möglich, die Hauptfächer an gelegenen Orten in seine s" bekommen suchen nnd sie sicher anfbcwahren bis ans weiten« Bescheid. Heimzubringen »nd ans dem '"Wen Tage darüber weiter zu reden. « Betreffend das mehrmals berührte Schivestcrnhans in, Linsibühl in " Freie» Aemtern wird jetzt beschlossen, daß der Vogt dasselbe zu Händen der Eidgenossen behalten soll bis Aitern Befehl. «I. Ii« dem Handel mit Junker Hans von Goldcnberg, betreffend die Niedern Gerichte zu . U°», Hut man dci« Vertrag verhört (den die Gcrichtshcrren im Thnrgan mit den X Orten angenommen) und ^ Zuschlössen, dabei zubleiben; wenn der von Goldcnberg sich nicht dazu schicken will, so will man ihm „des Achten gewarten", wie er es selbst anerboten; es sind jedoch einige Orte geneigt, ihm den Pfandschilling zu ^>nd die streitige Herrlichkeit zu der Eidgenossen Händen zu lösen. «. Der Span zwischen den VIII Orten Schultheiß Effinger, als Vogt von Junker Hans Meper's ehelichen Kindern, belangend die hohen Gerichte Tinnige», wird jetzt, nachdem man nochmals den bezüglichen Vertrag »nd den Twingrodcl der genannten " ^lliudiu- verhört und erwogen hat, durch den Beschluß erledigt, bei jenem Vertrag zu bleiben, da in dem Rodel "»zwcifelhaft gesagt ist, daß Uebelthäter nnd schädliche Personen, die man in der Herrschaft fände, den VIII als den Inhabern der hohen Gerichte, „ohne alle Rechtfertigung" übergeben werden sollen, nnd da letztere ^ UManiMu Rechte bisher ruhig besessen nnd ausgeübt haben; wenn die Gerichtsherren ihre Pflicht versäumen, vviw^>'""" ^ bringen, dei« Vertrag zu halten, t. Man hat glaubwürdige Anzeige erhalten, daß die de,, "^sttuhofen den Priester, der seines ketzerischen nnd lutherischen Prcdigens wegen in letzter Fastenzeit von s ^llenössischeu Bote» abgesetzt und weggewiescn worden, wieder angenommen haben, dag aber derselbe Pfaff P» " ^ 6"° reden leckers bnob") letzter Tage in seinen Predigten nnter Andern« behauptet habe, die von ^ rechten wahren Christel« nnd ans dem rechten Wege nnd dafür zn loben, daß sie die Bilder verbrennen; die von Dießcnhofei« sollen das Gleiche thun und jede«« todt stechen, der es ihnen wehren und ferner, es wäre besser, einen nackten Bauern ans den Altar zu stellen, als die Bilder darauf zu lassen; 446 Juni 1524, keine größere Ketzerei wäre je auferstanden als die Messe; die „Hergottfresser" sollte man zu tod schlagen; mit andern ungeschickten Worten. Darauf wird dein Landvogt im Thurgau befohlen, diesen Pfaffen auf Betreten zu verhaften« Heimzubringen, K. Die Boten ans der cnnetbirgischcn Jahrrechnung haben geschrieben, daß die herzoglichen Trupps das Schloß Vitalion, dem trafen von Arona gehörig, immer mehr bedrohen, sich verstärken und unlängst etwa» Mnndvorrath, der für die eidgenössische Besatzung daselbst bestimmt war, weggenommen und die Führer gefangc» haben; doch lauten neuere Nachrichten weniger bedenklich. Der Vorschlag der genannten Boten, etliche Zusätze von Luggaris nach Vitalion zu legen, kann aus Mangel an Vollmachten nicht bestätigt werden; es ist aber a»i nächstem Tage Antwort zn geben, was man thun wolle, I». Der Landschreibcr von Francnfcld verantworte sich ans die früher gegen ihn vorgebrachten Klagen. Auf dem nächsten Tage sollen er und Vogt Muhcim vo» Uri wieder erscheinen, damit man beide verhören kann; dann soll auch jeder Bote tnstruirt sein, wie man de" Landschreibcr „halten" wolle. I. Die Bischöfe von Constanz und Basel machen durch ihre Botschaften mit viele" freundlichen Worten das Anerbieten, in den schwebenden Händeln und Geschäften das Beste zu thun und dM>" keine Mühe scheuen zu wollen. Ii. Auf das Begehren des Königs von Frankreich haben neun Orte beinahe da' gleiche Instruction, nämlich daß man ihm die 6666 Knechte nach Inhalt der Vcreinnng verabfolgen wolle, sob"^ er den schuldigen Sold an die Hanptleute und Knechte und die rückständigen Pensionen, das geliehene Geld »»d was er sonst in der Eidgenossenschaft schuldig ist, ausbezahlt habe und vorher nicht. Die drei andern geben ganz abweichende („sunderbar"). Antworten. I. Jeder Bote kennt das freundschaftliche Schreiben dm Königs, worin er uns „so hohen" Dank und den eidgenössischen Knechten großes Lob spendet für ihre trcm'" Dienste, nnd dabei meldet, daß der General Morelet in Bälde kommen und die Bezahlung leisten we'd» >»». Der Pensionen nnd Nervalen halb sind alle Orte einig, daß solche von den Pfründen nicht wP gegeben werden sollen; mit den Kurtisanen will man verfahren, wie ans früher» Tagen verabschiedet i». Bern meldet in einem Schreiben, daß der Herzog von Bonrbon 86 Mann, worunter auch Eidgeiwsi'^ bestellt habe, um die Eidgenossen durch Brandstiftung zu schädigen („verbrennen"); diese Leute sollen ein rothm Kreuz im Hemde tragen. Jedes Ort soll nun gehörig wachen, und wenn ein solcher betreten wurde, gefangen halten, damit man der andern auch „inne werden" möge. «. Der Bote von Bern erinnert abcrM"^ an die aufzurichtenden Briefe betreffend das Burgrccht zu Neuenbürg. Heimzubringen, da Niemand dcßhalb Vch gehabt, und ans dem nächsten Tage Antwort zn geben, z». Der Vogt von Baden, Heinrich Fleckcnstcin, ^ Raths zu Lucern, berichtet, wie er und sein Genieinder (Associo), der auch Burger zu Lucern sei, einen Tuchh»" zu Lauis haben, wo ihnen nun allerlei Anstände mit dem Zoll begegnen, mehr als früher; denn vordem die Eidgenossen zollfrei bis an den Graben zu Mailand gefahren; sie begehren nun, daß man sie bei dich Freiheit schützen möchte. Heimzubringen, «z. Den Bcfreiungsbrief Lucerns von dem Zoll und Geleit zu MeU»'l> ^, hat man verlesen und „gerecht und gut" erfunden; doch will man die Sache heimbringen und auf nächstem darüber Antwort geben. Dagegen wendet der Bote von Lucern ein, es sei in den geschwornen Bünden de» gesagt, daß die Eidgenossen jedes Ort bei seinen Freiheiten, Bräuchen nnd Herkommen bleiben lassen und cim» nicht davon drängen sollen, i. Für alle diese schwierigen Geschäfte wird ein Tag ailgcsetzt nach Zug ans SM»' ^ vor St. Margaretha (16. Juli), wo jedes Ort mit zwei Boten erscheinen soll, um desto erfolgreicher handeln zn können. 8. Der Vogt zu Boudry, Johann de Lorchel, bringt als Anwalt der Gemeinde Cort»' ^ („Cartalo") klagend vor, wie sie allen Abschieden der Eidgenossen zuwider durch die Kirchhcrren von („Bowys") und Pont Areuse („Pontcronso") in den päpstlichen Bann gekommen und dcßhalb von ihren zu Stäffis und Grandson nnd Andern gröblich verachtet und beschimpft werden. Das hat man in die A Juni 1524. 447 l»> Berti und Freiburg zu schreiben befohlen, damit die beide» Orte die Ihrigen anhalten, die von Cortaillod ""gestört mit ihnen verkehren zu lassen und sie für „nnbännig" zu achte». 8 ist dem Bcrner Ercmplar eigen. Dem Zürcher fehlen I», s, le, I, >», > . dein Vasler und Solothurner <1, «, dem erster» auch Ii, dem Freiburgcr nur «?—i und «>, dein Schaffhauser :» l, Ii, «z w. Zu Wir legen zur Ergänzung und Beleuchtung des Abschieds noch einige bezügliche Acten bei i 1) 1524, 30. Juni (Donstag nach Petri und Pauli). Appenzell*) an Zürich. „Frummen Eidguossen, nachdem sich setz ein zpt har vil unruob und zwptracht, nit allein in unscrin, sondern gar nach in allen landen schoben, und (nämlich) der leer und predigens halb, Hand wir Annnann und zwpfalt Rat zuo Appenzell nni hidcns nullen, onch unrnob zuo vermpdcn, nin mandnt, wivvol nit im trnck, lassen usgon, welchs inhalt, daß nil unser Priester, pfarrcr, caplön und Helfer nüt anders sollend predigen, wpsen und lere» an den kanzlen und >n der bpcht, dann was sp mit der hniligen gschrift des alten und nüwcn Testamentes mögend bewyscn und probieren, das aber bishnr übel ist gehalten (worden); dann ctlich vermeinen sich der menschlichen scchungen ander den göttlichen zno bruchc», die andern aber allain der göttlichen, unvcrmischung (sio) der menschlichen, uß dem unfrid entstanden, nit allain under den gaistlichen, sonder onch weltlichen, das zuo besorgen, größer schad frei und libS möcht crivnchsen. Stun sind nur die, (so) die gcschrift nit verstund und aber gern die warhait wißtcnd, onch der selbigen bpstnnd tätind nach allem rmserm vermüge»; darum so Hand nur ander wert verordnet w>d in zwpfachen Räten angcscchen, daß wir unsere Priester früntlich und güetlich wellend gegen cinandcrn verhören nß der Hailigen geschrift, und jetweder pnrtpg erlaubt, 3 wol gclcrt man, gaistlich oder weltlich, von stctt "der lender, inen bpstnnd ze thnon mit der hail. geschrift. Onch händ wir Ammann und Rat darzno crwclt den wolgelertcn Herrn Doctor Joachim von Wndt zuo Saut Gallen, und sol das beschächen onvcrzogenlich nf Donstng nach Sant Uolrichs tag. Darum so ist unser trungcnlich beger und lütt an üch . ., daß ir söllich fründlich, als hoffend, gcspräch wellend fördern und uns schicken, so es möglich, den wolgclcrten maistcr Uolrichcn Znüngli "der maister Löwen Jud; so gebend wir im und allen, so darzno vcrornct wcrdcnt, ain fry sicher gclait in unser lnndschnft Appenzell von unser» landlüten, die wil sp im lnnd sind .. > Es soll onch . . . niemand gedenken, als wir villicht möchtind beschuldiget werden, daß wir ein Concilinm wellend halten oder ütz(it) ufsctze», onch nit i'övenlich abthnon, sonder allain (so wir mögen) crfarcn, welche Priester uns die warhait lerind, daß sp darbp bildend, u»d welche nit recht daran wärind, darvon standind; darum, besonders guotcn fründ und getrüwcn lieben Eidguossen, u>n der warhait willen thuond, als wir üch ganz vcrtrnwend". .. St. A. Z«nch: A. App-nM. ' Einen vollständigen Abdruck hat Zellwegcr, Urkunden III, 1, 197—199, nach einer Abschrift in der ^ünmler'schen Sammlung. 2) 1524, 2. Juli (Samstag vor Ulrici). Zürich an Bern, Lucern (und die übrigen Orte). Die vom Tage Zu Baden heimgekehrten Boten haben neben dem Abschied über allerlei dort vorgegangene Händel berichtet, wie wünlich die zehn Orte einen Tag nach Zug angesetzt und den Boten von Zürich, Schafshanscn und Appenzell derb herausgesagt haben, sie erwart'cn, daß die drei Orte dahin keine Boten schicken; es sei zu vermnthen, daß u über die „evangelischen Sachen" gehandelt werden wolle, da sie, so oft diese Dinge zur Rede gekommen, w Boten der drei Orte hinaus gewiesen und über die gepflogenen Verhandlungen geschwiegen haben. Stach wsm Anzeichen müsse man selbst vermnthen, daß es sich um Dinge handle, die den drei Orten zur Last gelegt werden. Nun wisse Luccrn, wie Zürich über die evangelischen Sachen bisher mündlich und schriftlich Bericht Illeben und sich erboten habe, sich eines Bessern belehren zn lassen, was bis jetzt noch von niemand unternommen u' > daneben wisse man von keinen andern Spänen, die nicht nach eidg. Brauch eröffnet werden dürften, weßhalb '»an solche Ausschließung bedanre . . . Wenn aber den Eidgenossen etwas anliege, so bitte man sie, die bisher AUHnnen Erbietnngen zu bedenken, da man sich immer noch gerne weisen lassen, die Bünde treulich halten und ^ Uut der Eidgenossenschaft Lieb und Leid thcilcn wolle, ec. St. A. B-nn Kn-hl. Angelcgcnh. — St. A. Lmern: Migw-n. *) Jede Unterschrift fehlt. 448 Juni 1524, 3) 1524, 2. Juli (Samstag vor Ulrici). Zürich an Schaffhansen. Da den drei Orten (Zürich, Schaffhansen, Appenzell) auf dem letzten Tage zu Baden zugemnthet worden, die nach Zug angesetzte Tagleistung nicht z» besuchen, so scheine nichts Gutes für die evangelische Sache bevorzustehen; deßhalb habe Zürich an alle zehn Orte ein freundliches Schreiben erlassen mit dem wiederholten Erbieten, daß es aus dem Worte Gottes sich werde eiiM' Bessern belehren lassen, wenn dies Jemand vermöge. Auf den genannten Tag werde es übrigens doch seine Bob schaft senden, um nach Bedürfnis) handeln zu können; darum bitte /s Schnffhausen, dies ebenfalls zu thun, »» was es überhaupt erfahren könne, unverhohlen mitzntheilcn. St.«. Aim-h: Misswe,,. — K. A. Schafshause»: C°>r. 4) 1524, 4. Juli (Ulrici). Schaffhansen an Zürich. Antwort ans dessen Zuschrift vom 2. d. Man kö »n> nach dem Bericht, den die eigenen Boten gegeben, wie Zürich nichts anderes vermuthen, als daß die zehn O>b in Zug den „evangelischen Handel" zu bcratlM gedenken. Ob man dahin eine Botschaft schicken wolle, wc>^ man sich nächsten Mittwoch entschließen. St. A. Zim-h: A. Schassha«ft». 5) 1524, K. Juli (Mittwoch nach Ulrici). Dasselbe an Zürich. „Als ir in jüngstem schribcn uns goths'" under anderm begert haben, daß wir unser botschaft mit sampt der üwcrn ouch uf den tag gen Zug . . . säft^ welliut ?c., haben wir uns nf hüt deshalb mitcnandern nndcrredt, und wictvol wir waißt gott ganz gcnnigt um willig sind, iich . . . lieb und dienst zuo bewisen, so will uns doch noch dißmals nit gefallen, unser botsaM abzuofertigen, dwil uns uf nächstverschincm tag zuo Baden gehalten so haitcr gesagt ist, daß die drü Ort söllint dahaim bliben, rind wellen recht im »amen gotts irer Handlung erwarten, in Hoffnung sy werden unbillt) ' wider uns die drü Ort nütz fürnemen, dann je mer inen nachgeritten, je minder unsers bcdunkcns bi inen gcftlMi wirk. So aber nach verschinung bcstintpts tags üch, unser lieb Eidgnossen von Appenzell und uns bcdnnkte sin, red mit cnandern zuo halten zc., das werden wir alsdenn nit abschlachcn".. . S«.A. Zürich: s>. Schasjhaus-». K) 1524, 5. Juli (Dienstag nach Ulrici). Basel an Zürich. Antwort: An dem Tage, wo seine Zuftlp^ verlesen worden, sei man mit der Bcrathung des Abschiedes von Baden und andern Geschäften beladen geweft"' wolle sich nun aber in den nächsten Tage,, über jenes Schreiben nach Gebühr entschließen, ?c. K. A. Basel i Missiven. k. <> 7) 1524, 7. Juli (Donstag nach Ulrici). Bern an Zürich. Antwort auf das abermalige Schreiben der Tagleistung in Zug. „Wiewol wir zuo derselben uf dem tag zuo Bade» nit gcwilligot, nit bester usin ^ uf crustlich ersuochcn üivcr uud unser lieben Eidgnossen von den fünf Orten sind wir bewegt, unser botschaft bemcldtcm tag zuo fertigen, und doch nit anders dann in fründlichen guoten gestalten, also was zuo ruow > einigkeit dienen und Widerwillen, zweyung und ufruor mag verhücten und abstellen, daß die selb unser - sich darin arbeite» und an irem guoten fliß nützit sölle lassen crwinden; dann mit und gegen üch ützit unfri'»» oder gewaltigs fürznonämen oder üch zuo nötigen, anders zuo glouben dann üch wol gefallt, ist uns nit gcu^ ^ Wir wölleu üch aber darbp gebättcn haben, ob an üch iitzit langen, das zuo fürdrung unser aller einigkeit du«» wurde, alsdann söllichs ouch nit ußzuoslachen, sonders üch zuo bewpscu nach nnscrm vcrtruwen". . . St. St. Bern: Teutsch Missivc», I>. 208. — S«. A. Zürich: N. Bern. ^ 8) 1524, 9. Juli (Samstag nach Ulrici). Solothurn NU Zürich. Antwort ans dessen Beschwerde .Verhandlung der zehn Orte ans dem letzten Tage zu Baden. Man habe an „Etlicher hitzigen Anschlägen ^ Gefallen, „und befrömbdcn uns (aber) darby die ungehörten mißbrüch und nüwerungcn, so für und für ^ , zuonämen und wider der heiligen cristeniichen kilchcu harkommcn früvenlich ußbrächen, besunders über die frü'U ^ ^ Handlungen, so zwüschen üch und gemeiner Eidgnoschaft mit bitte und schribkn vergangen sind. Aber irm so ist unser Meinung, haben ouch unfern botten, so wir uf den tag Zug verordnet, bcfolchen, was zuo frid, und rnoiven dienen mag, nach vermügen zuo fürdern, üch noch jemand andrem gewalte oder schmach bitten üch aber darbt), ir wöllind die üwern, so mit bilden, müssen und andern cristlichen sacramcntcn löblich alt brück) so frävculich Handleu, zuo ergernuß des gemeinen maus, güctlichen abstellen, bis deßholb » ander üwer und unser lieben Eidgnossen zuo fründlichem verstand der dingen mögen kommen, zuo söllichew ouch, darmit dannocht die leer und ere gottes nit underqetruckt werde, allen floß anwenden," zc. St.A. Zürich: A.S°-°>hu"" , Dieser Aenßcrnng entspricht der Eintrag iin Solothnrncr NathSbtklh (12, p. 201, 202) sachlich vollkow Juni 1524, 44c» .Zu I». 1524, 21. Juni (Dienstag vor Johannis Vaptistä). Luccru an Freibnrg. 1, In dieser Nuchi seien durch einen Edelmann» Briefe von dem Admiral übergeben morden, die nmn auf dessen Begehren in deutscher Ucbersctzung den andern Orten in Eile zusende, damit sie sich auf de» nächsten Tag in Baden dcßhnlb bcrnthcn nnd dann ohne Hintcrsichbringcn Beschluß fassen können. 2. Sodann habe Herr von Boisrigault ein Schreiben detreffend den Bischof von Genf vorgewiesen, nnd da Bern gemeldet, daß der Bischof mit des Herzogs Bruder und etlichen spanischen nnd burgundischen Edelleutcn nach Genf kommen oder in Burgund an „beiden" Pässen das Geld erwarten wollen, das den Eidgenossen zugeführt werde, so begehre Boisrigault Bescheid, wie er sich zu verhalten habe. Hierüber möge Frcibnrg auf dein Tage zu Baden endliche Antwort geben, ob die Eidgenossen das Geld selbst herbegleiten oder die Sache dein König überlassen wollen, ?c. K.A. Freibmm A. L»«r». Zu I. Mit Sicherheit wissen wir nur folgende Schreiben nachzuweisen: 1) 1524, 6. Juni, Plessis les Tours. K. Franz I. an gemeine Eidgenossen. Bedauern über die Verspätung der Bezahlung der Pensionen und Soldansprachen. Crcditiv für General Morelei, als damit besonders Bennf- llagten, ?c. St. A. Lucern: Misslven der franz. Könige. 2) 1524, k. Juni, Plessis les Tours. Frauz I. an Luccrn, Glarus, Schasfhausen (nnd andere Orte?). Dunk für die fortgesetzten Beweise treuer Zuneigung, die sich durch die Mahnung au den Herzog vou Stumpen auf's neue bewährt, und Anzeige, daß er Morelet abfertigen wolle, um die ausstehenden Pensionen, Sölde ?c. ll> bezahlen. (Original). St. A. Lucern: Missiven d. frz. Könige. — St. A. Zürich: Tschud. Docnin.-Samml. VIII. Nr. 61. — K.A. Scherfhausen: Correspondenzen. Zu Da der Abschied ohne Zweifel Vieles verschweigt, so ziehen wir die einschlägigen Acten bei: 1) 1524, 15. Juni (Viti und Modesti). Bern an Frcibnrg. „Wir haben gestehen üwcr schriben unS setz gcthan, und ist nit ane, uns spc vor drycn tagen glychc Meinung von üwerm und unserm nmptmann von ^ischarlcin (Echnllcns) begegnet, die mir bp eignem rptcndem botten uf haltende Jarrechnnng gan Baden ge- ichriben und damit den botten unser Eidgnoschaft dasclbS vcrsamnct angchcnkt haben, dagegen mit schriftcn nnd lunst fürscchung ze thuond, als die notdurft wirt erhöischcn, also daß wir in deheiucn zwpfel setzen, sölichS spc ZU,» besten versorget". . . K. A. Keiburg: A. Bern. . 2) 1524, 22. Juui (Mittwoch vor Johannis). Bern an Freiburg. „Wir werden uß allerlei schriften und '^llungen, so uns für und für zuokommen, beruht, wie dann der Herzog von Borbun harus in Tütschland ^gfcrtig und daby der Bischof von Jens und sin bruoder, ouch der Herr von Sant Severin (Saphoriu?) nit von Jens in fürncmen spen, etlich Versammlungen Hispanier und andrer ze thuond nnd nit allein denselben Herzogen zuo beleiten, sundcr ouch das gelt, so zuo beznlung der Pension und verdienten söld vorhanden sin soll, vuzuofnllen itnd zno hindcrhalten, das, Ivo dem also, unS uf das höchst mißfällig; dann wir mögen bedenken, "!>' daher vilfaltig unruow von dem gemeinen mann wurde erwachsen; und wicwol üwcr und unser lieben Eid- Hvvsst» nf unser anzöig darumb dem Herzogen von Savoy, ouch der Princessin gcschriben, nit bester minder haben svw den landvogt von der Wat ouch wellen ersuoche», dcßglpchen üwerm und unserm amptman von Etscharlein Ichribcn, nf den von Sant Severin, ouch des Bischofs vou Jens bruoder, so sich bp der Morgie söllen enthalten, ll'o cnchtm und zuo stellen, und Ivo er st mag ankörnen, alldnnn dieselben fänklich anzuonemen und zuo unser Hdgnoschaft Händen zuo behalten". . . K. A. Freiburg: A. Ben,. 3) 1524, 23. Juni. Bern an den Landvogt in der Waat. In gleicher Sache: Bitte um genauere Erkundi- ^v>rg und Abstellung solcher Ilmtriebe, unter Androhung von Strafmaßrcgeln. Si. A. Bern: Latein. Miss. 1.12«». 4) 1524, 24. Juni (Joh. Bnpt.). Bern an Freiburg. Antwort auf dessen Rückschreiben wegen des Herzogs Bourbon. Man sehe mit Wohlgefallen, daß es dem Vogt zu Echallens geschrieben und gründlichen Bericht ihm gefordert habe, wünsche aber, daß es in dem Falle, wo es demselben Hülfe schicken müßte, die Anstalten ^"vt (,)„ gchcimd") träfe, daß im Gebiet des Hauses Savvpen keine Unruhe entstünde, und daher kein Krieg ^lvlgtc;^ denn es sei zu bedenken, welche Beschwerden es für den König und die Eidgenossen mit sich brächte, wenn ^ (Benutzung der) Pässe und der feile Kauf in Snvoyen abgeschlagen würde». Wenn Frcibnrg dem genannten ^ All Mannschaft zu schicken veranlaßt wäre, begehre man dnS zu wissen, um das Seinigc auch thun zu können. St. A. Bern: Tentsch Missivcn, v. e. 2V«. 57 450 Juni 1524. 5) 1524, 24. Juni (Joh. Bapt.). Bern an . . . Hctzel (in Lindnch). 1. Nachricht über die Anschläge des Herzogs von Bourbon, des Bischofs von Genf, ?c. 2. Zudem vernehme man, daß der Herr von la Sarraz auf heimlichen Wegen nach Genf und heraus reite und sich jetzt bei dem Grafen von Chnllant in Valnngin aufhalte; und da zu besorgen sei, daß der von Bourbon durch das Gebirge und vor Morteau ziehen möchte, so begehe man, daß Hetzet die dortigen Pässe wohl versehe, damit der Eidgenossenschaft kein Schaden zustoße, und wen» der Herr von „Lascrra" wirklich in Valcndis wäre, so sei zn verschaffen, daß er hieher komme, und zwar »» Geleite Hetzcls, damit er nicht entweichen könnte. u>. »>. e. si» u. Warthaten, Werg, Hovel. 1524, 50. Juni f. (Doustag nach St. Peier und Pauls Tag f.)' Staatsarchiv Zürich! Abschiede, Bd.», e. «4. Gesaudte: Zürich. Heinrich Nubli, des Raths. Zug. Thomas Storker, Vogt. — Der Landvogt >>" Thnrgan: Joseph Amberg, von Schwyz. t». Handlung mit den Kirchgeuosseu und Zchntpslichtigcn von Rheinau. Den Unterthnnci? von Marthale», Tnlttikon und Benkel? mird vorgehalten, daß sie sich sperren, dem Abt von Rheinau den Zehnte,? zn Pb?» wie von Alter her, und die ernstliche Meinung der Eidgenossen eröffnet, daß sie bei dem Herkommen verbleibt ^sollen. 1. Hierauf antworten die von Marthnlcn, ihre Kirche sei früher eine Pfarrkirche gewesen, mo sie „versehen" habe, sodass sie nicht weiter gehen mußten; dies lasse sich noch ans Menschengebeinen erkenne», die man in? Kirchhof finde; es sei aber spater das Dorf einmal bis ans ganz wenige Häuser abgebrannt, »^ als dann die armen Leute keine Kirche zu bauen vermochten, habe der Abt von Rheinau mit ihren? Willen I' „unterstanden", sie zu versehe?? und das seither nnch immer gctha», aber derart, daß sie dadurch sehr beschul seien, da sie eine halbe Meile Wegs nach Rheinau gehen müsse??, ivas ihnen, als „arbeitsame??" Menschen, be>e» eben eine große Zahl, zu viel sei; zudem komme es vor, daß der Pfarre?', wenn er Leute mit den Sacrcnnc»^ versehen oder Kinder taufen sollte, nicht zu Hanse sei, und die Mönche sich auch nicht bewegen lassen, ^ besorge??, sodaß Kinder ungetanst »??d Alte ohne Sacramente sterbe??; ?>??? de»? zuvorzukommen, haben sie e»'"' Priester bestellt, der ihnen das Wort Gottes predige, und den sie dafür besolden; da nun der Herr von Rhc>»^ von ihnen viel Zehnte?? zn beziehe» habe, so fände» sie es billig, daß er denselben unterhalte oder ihn?'» andern setze; wollte er das nicht, so werden sie den Zehnte?? zwar sammeln, aber zurückbehalten, bis die ^ ^ rechtlich erläutert wäre. Dabei habe?? sie und ihr bestellter Priester „unter einander viel grobe ungeschickte Lv gebraucht". 2. Die von Trnttiko» antworten, sie haben fast eine ganze Meile Wegs nach Rheinau z» was ihnen, die sich mit der Arbeit ernähre» müsse», beschwerlich falle; überdies werden sie dort manP^ versehe?? (wie oben); deßhalb hätte?? sie gern einen Priester, der ihnen das Wort Gottes und nicht E» ^ verkünde?? würde; wen» ihnen der Herr von Rheinau einen solchen gebe?? wollte, so würden sie Zehnte?? gern ausrichten; wenn es aber nicht geschehe, so erwarten sie Recht voi? ihren gn. Herren i» ^ 3. In gleiche»? Sinne äußern sich die von Benkel?; sie halten für billig, daß der Abt, da er so viel A».^ aus den Zinsen und Zehnten ziehe, die sie mit ihrem Schweiß „erbauen" müssen, der gestellte?? Bitte entil""P^ und verschweigen nicht, daß die Herren zn Rheinau, denen die llntcrthnnei? die Zinse und Zehnten Roß und Karre?? zugeführt und ii? den „BeHalter" hinauf getragen habe??, ihnen dafür nicht einmal eine 6» oder eine?? Trunk Weil? geben wolle», sonder» immer sagen, sie seien ihnen nichts schuldig. 4. Dagegen eg I'Mi 1524, 45 z ^ Abt, daß man ihn bei seinen Freiheiten und Rechten schirme; die genannten Kirchgenossen gehöre» zu der Pfarre Rheinau nnd nicht in das Gotteshaus; mein, dieser Pfarrer ihnen als Seelsorger nicht genüge, so mögen s'e Priester haben in ihren Kosten, aber ohne, Nachtheil für das Kloster; er habe ihnen leine Erlaubnis; gegeben, andere Priester zu halten nnd glaube ihnen auch nichts schuldig zu sein. I». Die von Trüllikon werden „an gezogen", das; sie dem Herrn von Krcuzlingen den kleinen Zehnten nicht mehr geben wollen. Sie erwidern, das; kleinen und großen Zehnten immer gegeben haben, bis ihre Nachbarn „erobert", daß sie ihn nicht mehr ^richtm müssen; darum meinen sie ihn auch nicht schuldig zu sein; dazu dünke es sie unbillig, das; der Abt Zehnten von Schweinen nnd Hühnern fordere, da sie diese ans demjenigen erziehen, was sie schon vcrzehntct haben; überdies schicke er um Weihnachten einen Knecht daher, der von jedem Kalb und jedem Krantgartcn von ""m Hausgenossen einen Pfennig einziehe; dieser Beschwerden wünschen sie entledigt zu werden oder einen Priester ehalten, der sie recht versehen könnte, während sie jetzt nach Laufen gehen müssen, Ivo der Pfarrer eben nicht '"""er zu treffen sei, und andere Priester sie abzuweisen pflegen; was sie schuldig seien, wollen sie übrigens ohne Widerstand geben, «. Der Abt von Rheinau klagt über den gewesenen Conventherrn Göldli, dem er die Pfarre 5" Berg geliehen, der dann aber eine Klosterfrau geheiratet und die Pfründe zu Consta»; vor dem „Legat ^rulam", ohne Gunst nnd Willen des rechten Lchenshcrrn, einem Andern übertragen habe; er hat nun dieselbe nudern Priester geliehen und legt eine Missive des Bischofs von Eonstanz zu dessen Gunsten vor. Der von Zünch weist ihn dcßhalb an seine Herren, die ihm das Recht anerbieten, während der Bote von Zug '"cht weiter eintreten, sondern den Streit an die Eidgenossen bringen will, «I. Dem Schaffner zu Tobel haben ^ Boten alle Güter, Zinsen, Gülten, Geld, Borräthc nnd Hnnsrath nach Laut der Rödel, die beim Landvogt "" Thurgan liegen, übergeben, dergestalt, das; er bis auf weitern Bescheid Alles zum besten verwalten nnd jährlich ^Muug davon geben soll, wie, die Boten wissen. Zu Hier ist noch zu beachten die Instruction für Meister Heinrich Rubli von Zürich, d. d. Samstag "ach Joh. Täufers Tag (25. Juni). In Gegenwart des Landvogtcs und des Boten von Zng soll er den beiden Aebten oder auch jedem allein"das ernste Mißfallen bezeugen, das; sie mit ihren Klagen vor gemeine Eidgenossen saugten gegen Angehörige der Herren von Zürich, als ob sie bei diesen weder Recht noch Hülfe finden könnten, ^ doch die Eidgenossen an jenen Orten nicht zu gebieten und mit diesem Handel gar nichts zu schaffen hatten; d'cscs Verfahren könne nicht anders gedeutet werden, als das; die Kläger die Stadt Zürich und ihre Eidgenossen !k°gen einander zu „verärgern" im Sinne haben. Sic hätten billig zuerst an jene Herren gelangen dürfen, da denselben noch "niemand rechtlos gelassen worden; erst wenn sie kein Recht gefunden, hätten sie weiter Rath "«d Hülfe suchen mögen. Wenn man jetzt nicht Jemand zu der Rechnung nach Tobel schicken müßte, so wäre Zürich Niemand zu den zwei Prälaten verordnet und auch Niemanden gestattet worden, ans ihrem Gebiete '"'i den Ihrigen zu verhandeln. Den Eidgenossen zu Freundschaft und Ehren sei jetzt aber der Nathsbotc angc- ""csm, „ach Trüllikon, Marthalcn nnd Berg zu reiten, jedoch nur zu gütlicher Verständigung mit den „armen ^ute»"; wem, eine solche nicht erfunden würde, so haben sich die Kläger an die Herren von Zürich zu wenden, dann förderlich werden Recht ergehen lassen. S., A. Zim-H - Abschi°d°. Bd. n. e. vo. Zu <«. 1524, 25. Juni (Samstag nach Joh. Bapt.). Hugo, Bischof zu Consta»;, an die nach Rheinau verordneten Boten der sieben Orte. „Wir verneinen, wie ir von unscrn stünden den siben Orten geordnet syen, eo gottshns Npnow obligend notdnrft und sonder zuo vcrsechen, das gottohns b>) der Ichcnschnsi der psan Berg, °"ch den, so daruf belehnet ist und bestät(et), zuo behalten. Diennst wir dann den, so uf die pfarr von dem zuo Rynow geordnet ist, für ain geschickten redlichen Priester erkennen, wir ouch kam zwyfel setzen, er sich z,,o (in) Verwaltung der pfarr wie sich gebürt bewysen, so ist unser fchßlich bcgcr an üch, ir wellen >'"o bckonmng der pfarr gefürdcrt und befolhcn haben, dcrmas; das; er zuo dero rüewiklich komm, ouch das Aütshng und er by irer gcrcchtigkait bechben mögen". . . Si.A. Zim-h: A. Bis-hoi Consamz. 452 Juli 1524. IS«. Lucern. 1524, 4. Juli (St. Ulrichs Tag). Staatsarciiiv Vern: Acten Kirchliche Angelegenheiten. Tag dcr V Orte. Ein Abschied fehlt; dessen Stelle vertritt das folgende Schreiben an Bern: „Unser zc. zc. Üch ist unverborgen, wie wir Eidgnosscn setz ein zit har mit dem lutcrischcn oder zwinglisch^ mißglouben und irer verfüerigen leer bcmüet und umbgangen und bsonderlich gegen üwern und nnseri: Eidgnosl^ von Zürich zum dickcrmal fürgenomen, botschaftcn zno inen geschickt, deßglich schriftlich ft) zum crnstlichosten »a höchsten ermant, gebetten und allen fiyß ankert haben, ob wir ft) von sölicher hussischen oder zwinglischen st^' irriger leer und niißglouben möchten abwenden und verhüeten, aber daß alles unfruchtbar, und wie vil es erschösse sölichs üch wol zno wissen, dann daß es je länger je böser ist, als man an iren groben nncristenlichcn handle wol spürt, und so aber uns bedunken will, daß die zit und unser aller große notdurft erheische, uns, auch u»ßj vatterland vor sölichem großem übel, schnnd, schmnch und verderblichem schaden an gnot, lib, ccr und seel, so disem mißglouben und böser sect erston mag, zno verhüeten und mit trüwen und ernst vorzesind; deßhalb wir vil gehaltnen tagen disen Handel ernstlich anzogen und aber nie mögen befinden, daß wir Eidgnosscn einhellig u" des willens und crnsts gewesen syen, disen mißglouben abzestcllen, als die Notdurft langest erfordert helle, soa^ sind ir, ouch andre Ort, allweg des willens gewesen, mit keiner rüche, sonder mit früntlichcr bitt und handstoß gegen unfern Eidgnosscn von Zürich ze handle», das uns onch gefallen, sofer es erschossen hcttc. Aber ir st>)" und merkend, je lcnger man mit früntlichcr bitt mit inen handelt, je strenger und harter sy in irem nnßgloa ^ und bösen fürnemen beharrend rmd fürfarend rind nit allein die irei? darin stärkend, sonder die im Thnrgöw a ander unser Eidgnoschaft verwandten mit sölichem mißglouben sampt den iren verfücrcnd, ganz früvel und »nö( horsam nmchend, daß zno besorgen, wo man nit mit allem ernst darvor ist, sölichs zno unser Eidgnoschaft s trcnnnng und bö(se)stcm Unfall dienen wurde. Darnmb wir uf jctz nächst gehaltnem tag zno Baden ein anstp gethon und uß befelch unser Herren und ober» uns deß entschlossen, wie dann ir in uSgnngnem abseht vernommen, lind wicwol üch sölicher mißgloub und mißHandel nit gefallt, so haben doch ir üch der maß gestakt nit entschlossen, onch »wer antivurt nit geben der Meinung als wir. Bedenkend aber wol daby, >00 . dise ungeschickt(en) Händel, so setz fürgnngen sind, gewißt und vernommen, ir hellend villicht üch ouch aa ^ bedacht und unsrer Meinung glichförmig gemacht. Und darnmb, getrüwcn lieben Eidgnosscn, so wellen u 1 ernstlich betrachten, was nß disem bösen lichtfertigcn glauben folgen rmd kommen mög, wo er also fürgang dabp auch gedenken, was großen lob, ecr, sig und glück üwern und unser» nltvordcrn in unscrin alten a' cristcnglonben (die nünt von diser kätzery geivißt) zno Händen gstanden und wol ergangen; dnrgegcn was g ^ wir jctz zno diser zit Hand, und wie es setz leider ergo» (»io) sye, daby ein jeder gottöförchtiger cristenliches nünftiger inensch wol erkennen mag, daß diser nüwer mißgloub uns nit zno rechtfertigen noch zuo bessern, st ^ van Gott uns allen zuo einer Verblendung »nd straf geschickt und verhängt spc; Gott der Herr wende sin ""4.^ und räch von uns. Hicrnf so bitten wir üch uf das aller höchst und ernstlichost, daß ir üch von uns Orten und andren, so nngezwifelt zuo uns ston, nit sündre», sonder zuo uns ston, »wer botschaft uf jeß künftigen tag gen Zug schicken, mit vollem gemalt und befelch zno handle» und zno vollstrecken das, so der a N zuogibt und die groß notdurft erfordert. Wir sind onch fester zuoversicht, es werden andre Ort mcr Z^o ^ ston und sich nit von uns sündren. Und bewl)scn(d) üch hierin, als nur nngezwifelt vertrnweud, ir nit von uns sündren, wann es uns nötcr thnon nmrd, und ir, onch üwer vorfaren, vorhar onch gethon das wellen wir zuo ewigen ziten zuo guotem nicmcr vergessen und zno aller zit um üch und die üwern st flißes guotwillig verdienen." Datum zc. Abgedruckt bei Stürler, Urkunden zc. I. 359 -361. Juli 1524, 453 Aug. 1524, N. Juli f. (Montag vor St. Margarethen f.). D.a°.«arc.,i» L».°r..- AU». " S»w.>...r»- Abichi.dc Bd. Xll. «°...°..»archiv Basc. - Abschied- k. >»2. ..od.d»o...-. «.-» . «..„rn (VogtHng). F r e i b u r g. (Ulrich ^chnewli, Hans Gesandte: Bern. (Sebastian vom Stcu). - ^ ^.is EnaN Stadt St. Gallen. (Nr. Joachim »°n «an; AndrmS MwmZ. - (Attdm- iiisi' tt, de» Zmimt A-mtent S-Ichriebe». m i°lle dm ^ ». Jeder «vi. meij.. wie man d» M" I ^ z;,^„ „;dm) dm Ps-ssm dchelbst. ttttd "'"d> m Sarmeustml mcht (,,'hetltv Iveh» ! i ^ ttchtt». indem das Gotteshaus vdee der .ymr »VN Vogt zu Einsiedel», jenen Pfaffen von ee. sts ^ Der Abt von Wcttinge» beklagt sich, Ansiedeln da Lcheicherr ist, und man ihn da na) >m . jh,, »nr einige Tage im Gcsängniß daß er den Pfafsen (von Riehen) nicht wegbmtzlm e den. fallenden Urtheil iHabt und dann wieder losgelassen; doch .. erlangt, aber die von Basel kehren sich nicht ^°lge zu leisten. Der Abt habe schon d.u o er v ^ ^ Pfusfe seinem Widersacher zn.n Recht dam». Daher hat man Basel nochmals ermahnt 4 ' ^ ^ Berich., daß ein Knabe ans der ^ße; dazu wird dem Abt von Wettingen . geredet ist dem Landvogt der Auftrag gegeben, ^afschast Baden »»christliche Worte über das )« >w ^ ^ ^ Berdicnen. d'ese» Knaben zu verhaften, vor Recht zu stet e» >>>u Jahrrechnnng „da innen" gefallt; '' ^ beschwert sich ein Luggarncr gegen N..he gewiesen, da ...an findet, man könne die a» Urtheil wird jedoch bestätigt »nd der . v agc ^ ^ . »,vischen Denen von Neuenburg und ihrer Gcgcn- 'd°rt entschiedenen) Sachen nicht ändern. «- ^ Ve.veisen für ihre Ncchtsame ""Nei ist wieder a»f die Jahrrechnnng verschob«., ^ ^ darin steht, t. Da der Bote von Bern aber- ^ "»finden soll; bis dahin soll die Sache blc.be.. ' ^nes und Siegel aufzurichten, so wird geant- das Ansuchen stellt, des Burgrechts halb »>.t . ^sprechen und leisten, was ...an schuldig '"""et, sobald die Märchen bereinigt seien, wolle ...an e - . ^ ^^rren und Obern bringe», sonne 5 «. »w B°>. ,.uu de» «mich. d.s chum «GM. hue ... «. A--»ch.it ^ß ».an Boten hinansgesandt, »nd was I». e» c . Siegels wegen, wird, da jetzt de. Lctztc.e ^audschreibers im Thnrgan und des Vogtes ^^en, seine Ober» zu vermöge», °ußer Landes ist, verschoben, i. De». Boten von «'lau s ^ desgleichen nach Schasshansen »nd ^ den Eidgenossen zu halten und auch einen Boten mc) ^ ^ ^..„Ml). das ß'penzcll. Der Bischof von Constanz zeigt «'., c b gäbe womit hinwidcv die von Neunkirch ...cht "icht gefalle, weßhalb er dasselbe a» sein verordneten Boten auch hierüber instrnirt ''s"edcu seien. - (Erkannt.) Es sollen d.e (nach ^ ^ ^e des Doctors (Vadian?) von St. «Lalle» ^eu, um unch Vern.ögcn den Span zu schlichten. ». ^ >>l ^ dlciben lasse» und nicht weiter H d.U. «hch.,ch,»„, m m°!>. dus 'I " NM uuch w.ichm» du dvI..W H-Iittd. .... Mtt dm» °°» «..»>> , ' ^.m MV. Miich- im Kucchtc hmmgchchickt mid dm Eidgmosjmhch'tti v Sichmhmt mit Leib mld Gilt vmbmgclt. ^ «t. th„.„ mh»,tm. M. «i» ^ dvs »Ml«»». ' -^.c Boten des Königs von Franl.e.ch .neldci ) Juli 1524, Geld alle Tage erwarte», zeige» aber zugleich a», daß eiwge Personen, namentlich der Bruder des Herzogs vo» Savoye» und einige Burgunder, auflauer» möchte», nur das Geld zu Hinterhalten. — Antwort, sobald sie etwas wahrnehmen, mögen sie Bern, Freibnrg und Solothurn, als die Nächsten, um Hülse anrufen. Zu A. Der Bericht an die eidg. Botschaften fehlt; vielleicht gewährt der folgende die nöthigcn Daten: 1524, 5. Juli (Dienstag nach Ulrici). Joseph Amberg, Landvogt im Thurgnn, an Zürich. Er vcriichim, daß die von Ober- und Unter-Stammhcim gestern Abend gestürmt haben, und dieser Sturm heute Morgen fl"i noch weiter gegangen sei; das solle geschehen sein aus Besorgniß vor einem Ucberfall aus dem Thnrgau, »wuw aber gar nichts sei, indem er von den Eidgenossen keine solche Befehle habe. Um Unruhe und möglichen Schöna zu verhüten, bitte er nun Zürich ernstlich, seine Gerichtshörigen zu Stnmmhcim zur Ruhe zu weisen; dagcg^ erbiete er sich, den Insassen im Thnrgau keinen Aufruhr gegen sie zu gestatten. St. A. Zürich: A. Juwg ->ha »d-l. Zu i. Als Hauptgeschäft ist die Berathuug der Vorträge in Zürich, Schaffhausen und Appenzell zu betrachte Vgl. Ztr. 192, 193 und 195. Bei der großen Tragweite der in Aussicht genommenen Schritte erscheint es gebot»', auch vermittelnden Anschauungen das Wort zu geben: 1) Instruction für die Botschaft von Bern: 1. „Als dann diser tag des merteils nngcsechen ist von der dryen Ort Zürich, Schaffhuscn und Appenzell, . . . haben ir befclch, alles das so zuo frid, ruoiv und einig e und abstellung der zweiung und Widerwärtigkeit, so setz allenthalben in der Eidgnoschaft vorhanden ist, duM s mit früntlichen guoten Worten zuo fürdern und zuo arbeiten, doch daß in sölichem dchein tröuwung noch g»"' gebrucht noch jemand gcnötiget werde, anders zno glouben dann das so im gefallt. Dann nachdem min h»^ ein mnndnt haben lassen trucken und usgan und den iren allcnthalb in statt und land zuogeschriben, ^ by demselben irs teils ouch zuo belyben, doch mit dein Kescheid, daß die pricstcr nit eewiber nemcn, noch zuo ungewonlichen zyten fleisch essen, ouch die muotter gotts und die heiligen schmächen sölle. llnd also w» ^ ir zuo den genannten dryen Orten ryten, rmd ob der übrigen Ort bcfälch zuo unruoiv diente, alldann bch ^ selben nützit zuo beladen noch anzuonemcn und üch gegen nienrand deHeins gewalts merken zuo lasscir; deßg'^s ob dieselben übrigen Ort für die gemeinden wellten ryten, gefallt minen Herren, daß ir üch von inen « und mit niemand dam: einer oberkeit sollen reden und handle», und doch nit anders, dann wie obnngezöigt >i' St. A. Bern: Allg. eidg. Abschiede, >V. i>- -»0- 2) Die Vaslcr Instruction enthält folgende Weisung: „Und so man rätig wird, zno unfern lieben Eidgnossen von Zürich, Schaffhusen und Appenzell wann man dann guotc fründliche Meinungen mit inen handlcn oder reden will und nützit rnwcs (ruchs) . Hand nemcn, dorau unser bott vor allen dingen sin soll, alsdann mag und soll unser bott mitryten, doch ^ gen Zürich, Schaffhnsen und Appenzell und nit für die gemeinden irer äinptcr oder vogtycn. „So man aber etwas rnwcs (ruchs) . . . mit inen ze handle» oder zc reden rätig oder für die Hand m^ ivnrd, soll unser bott nit mit inen ryten, sonder wider anheimsch komcn, doch zuvor den artikel in unserem begriffen gemeinen Kotten anzeigen, darby melden, was zuo frid und cinigkeit dienen mag, darzuo welbm hilflichen sin . . .; dwyl sich aber dise Handlungen zuo Uneinigkeit schicken, daß wir dann von dcmselbigcn m artikel nit wichen, fluider darby blibcn wellen." «. A. Bas-l: 3) 1524, 12. Jnli (Dienstag vor St. Margarethen Tag), Zug. Die Boten der zehn Orte an Dringliches Ansuche», auf nächsten Samstag kleine und große Räche, die ganze (Stadt-) Gemeinde und „äußern" Gemeinde in den Vogteien 4—5 Mann zu versammeln, vor denen die Botschaft ihre Befehle ero wolle. St. A. Zürich: «' M' Zu I. Etwas weniger höflich, als der Abschiedtcxt vcrmuthen läßt, wurde Vadian von den Boten ltz' ^ Orte behandelt, ivas, weil ohne Zweifel nicht vereinzelt, gelegentlich constatirt werden muß. Das Näh^ Keßler's Sabbata, ml. Götzinger, 1, 218—229. Vgl. auch Vullingcr, 1. 134. Zu Ii. 1524, 7. Juli (Donstag nach Ulrici). Basel an die eidg. Boten in Zug. Gesuch um flh^ ^ oder mündliche Verwendung bei dein voraussichtlich in die Eidgenossenschaft kommenden General Mou ' ^ Hans Neinhnrt, Bürger von Basel, der dem König von Frankreich in den letzten Jahren bei der Aufm»)"" Darlehen Dienste geleistet, seine Belöhnung aber noch nicht erhalten habe, ?c. zc. ». A.B °scl: «ssw-» ^' Juli 1524, 455 HUT Zürich. 1524, 16. Juli (Samstag nach Margarethen). Tlaatsaichiv Lucer»: Acten Reli^ioiiShändel, Dtnnlonlchiu Zlllicl,: Abschiede Vd. 9, k. 70—7», DtanISarchil, Bern: Kirchlich- Angrlcgcicheitc». jta»«»»Sarchiv Frciburg: Acte» XMiirv« rbä°r»I>-s. KaiitoiiSnrchiv Dolothur»! Abschiede Bd. XII. Gesandte: Bern. (Sebastian vom Stein). Lucern. (Bogt Hug; Joh. Hnbcr). — (Die übrigen nicht bekannt). I- Hauptinhalt des Vortrags der Boten von den zehn Orten. 1. Zürich merde »och nicht vergessen haben, ""e die Eidgenossen vor einiger Zeit hier gewesen, um ihr grosses Mißfalle» an der neuen lutherischen Scctc 6" bezeugen und es zun, höchsten zu bitten, davon abzustehen und mit ihnen solchem Mifiglanben entgegenzu- ^ten. Da man aber gesehen, daß dieses ernstliche Ansuchen gar wenig geholfen, sondern im Eegentheil sowohl Stadt und Gebieten von Zürich als anderwärts die neue Lehre von Tag zu Tag mehr um sich greife, und «llerlci erschreckliche »»christliche Dinge vorgehen, so habe man sich aus besonderer Treue und Freundschaft, welche b>e Vorder» einander bewiesen, noch einmal entschlossen, hieher zu kommen und die gestellte Bitte des dringlichsten W erneuern. 2. Vielerlei ungeschickte Händel habe man vernommen, wie nämlich das hochwürdige Sacrament des ^'ten Fronleichnams Christi von Etlichen so sehr verachtet werde, daß sie dasselbe in ihren letzten Nöthen, ans b"" Todbett, nicht ans Unvernunft oder Krankheit, sondern „wohlbedächtlich" nicht mehr haben empfangen wollen, 'Elches Sacrament doch Jesus Christus, unser Erlöser, im letzten 'Nachtmahl selbst als Pfand („und zno snndrer ^i") zu.sMfe „nd Trost für uns arme Sünder und christglänbige Mensche» eingesctzt, wie eS im Evangelium ""zweifelhaft und klar gegründet sei. Ebenso gehe es mit dem Sacrament der Beichte und Büßfertigkeit, das ^ so lange Zeit gebraucht und den Voreltern zum Segen geworden („so wol erschossen") sei. 3. Ferner veröle, daß Einige, es seien Geistliche oder Weltliche, dahin wirke», daß auch die hl. Messe zum Theil abgcthan geändert und gar nichts mehr darauf gehalten werde, was man zum höchsten mißbillige, da weder Zürich die ganze Eidgenossenschaft dazu Gewalt, Fug oder Recht habe. Zudem sollen jene Personen in ihren ^'digtcn und sonst zu verstehen geben, es sei ans das Sacrament der Taufe auch nicht viel zu halten, da es "" "lten Testament gleichviel gelte, ob beschnitten oder nnbeschnittcn (?). 4. Die Voten haben jetzt auch selbst wie Zürich mit den Bildern des Leidens Christi, seiner würdigen Mutter und der lieben Heiligen ""Dicklich umgegangen, worüber Jedermann sehr erschrocken sei, da solches in der Eidgenossenschaft bisher nie ^chche». Ueberdies sei man berichtet, wie in Zürich die Ehre und der Dienst Gottes und seiner Mnttcr Marin Beten, Fasten und Feiern gemindert werde, daß Furcht und Liebe Gottes und des Nächsten abnehmen, daß "ch keine Besserung zeige, und daß die Mutter Christi durch allerlei »»bescheidene nnchristliche Worte geschmäht 5. Man ivisse auch wohl, daß dieselbe» Personen, die Zürich und Andere so verführen, dem armen ^"leinen Manne predigen, er sei nicht mehr schuldig, Zehnten und Zinsen z» gebe». Und sonst kommen noch wnchoi^j unerhörte nnchristliche Worte und Werke vor, welche man jetzt nicht alle nnszählen könnte, die aber selbst besser wisse, was alles doch wider das Gotteswort, wider die christliche Ordnung, guten Brauch ""d Gewohnheit, und an Sccl und Leib, Ehr und Gut für uns alle verletzlich sei; man könne auch nichts annehmen, als daß diese neue Lehre nur aus schlechtem („nidigem") Grund und Herzen gepredigt werde, """k geistliche und weltliche Obrigkeiten und besonders die Eidgenossenschaft zertrennt, zerrüttet, verachtet und gemeine Volk zu allein Ungehorsam, Aufruhr und Empörung gereizt werde, wie Zürich sowohl als die Genossen an ihren Unterthancn täglich sehen und spüren können. 6. Darum möge Zürich beherzigen, was für Juli 1524. gute Früchte aus diesem neue» Glauben erwachsen, aber auch betrachten, wie es den Altvordern bei ihrem alte» wahren christlichen Glauben so wohl ergangen, wie sie oftmals mit kleiner Macht so herrliche Siege erföchte» und so große Macht und Stärke erlangt, was sie ohne Zweifel nicht erreicht hätten, wenn es nicht der Wille Gottes gewesen, der ihnen seine Hülfe und Gnade verliehen habe. 7. Es sagen wohl Etliche, sie seien evangelisch und hangen dem Gotteswort an, lind berühmen sich großer Heiligkeit und Gnaden :c.; man könne aber an ihre» Werken nicht erkennen, daß sie dem Evangelium folgen, in die Fußtritte Christi treten und das Kreuz auf sich nehmen; wo übergeben jetzt die neuen Lehrer ihre Neichthümer, Gewalt, Ehre, Pfründen, Hab und Güter »»^ nehmen Armnth, Demuth, Keuschheit und andere gute Werke an sich, die Christus in: Evangelium lehre, m» auch die alten Lehrer und die lieben Heiligen wirklich gcthan, die ohne Zweifel aus Kraft des hl. Geistes »»d ans Gottes Gnade gelehrt und geschrieben, alle zeitlichen Güter und Ehren und fleischliche Wollust verschmäht haben. Was thnn dagegen die neuen Lehrer? Sie streben nach großen Pfründen und Gülten; was ihnen Opfer" abgeht, muß man ihnen zwiefach ersetzen; sie werben um reiche Weiber, leben in aller fleischlichen Wollust und Ueppigkeit, mit Essen, Trinken, 'Gesellschaften und leichtfertigem Wandel, mit Geigen, Pfeifen, Singe», Lautenschlagen ?c. Ob das göttlich, christlich oder den alten heiligen Lehrern gleich sei, könne Zürich wohl ermesse'» Es sitzen jetzt manche fromme alte Eidgenossen in dieser Stube, die sich wohl noch erinnern, wie es den Et genossen vor Zeiten so glücklich ergangen, und ohne Zweifel würde es der Obrigkeit vor Jahren beschwerlich und verwunderlich gewesen sein, wenn geschehen wäre, was jetzt vorgehe; denn es seien hier in den Kirchen im»»» so ehrbare Gottesdienste, so hübsche Zierden und so ernstliche Andacht und Gottesfurcht gewesen, daß es Z>'»»^ zu allgemeinein Lob und Ruhm gereicht habe; jetzt aber sehe es selbst, daß die neue Lehre allen Ungehorsa»» alle Leichtfertigkeit, alle Gottlosigkeit und alle Laster, Verachtung der Obrigkeit und alle Uebel mit sich bringe- 8. Darum sei der Eidgenossen allerhöchste Bitte und ernste Ermahnung, daß Zürich bedenke, mit welchem Glanlt die Vordem in den Bund getreten, daß es sich nicht durch diesen Mißglaubcn von den andern Orten trcnt sondern bei dem Glauben der Vordem beharre und diese bösen Sachen abstellen und strafen helfe, wodurch ihnen das beste Gefallen erweise. „O getrüwen Eidgnossen, lassend üch ein ganze Eidgnoschaft »och lieber s"» dann etwa zwcn oder dry üppig pfaffen"... 9. Denn man sei des ernstlichen Willens, in allen Gebieten, zu und Land und in allen Vogteien und Herrschaften, wo ein Ort oder dreie, viere, zehne, mehrere oder weniges gemeinsam zu regieren haben, diese neue Seele und solche Mißhändel zu strafen und abzustellen, und hosst/ Zürich das nicht hindern, sondern dazu verhelfen werde. II. Hierauf hat Zürich eine Antwort verlesen lassen wie folgt: Zum ersten sagen die Herren st'»' ^ freundliche Erbieten der zehn Orte ihren besten Dank und versprechen auch ihrerseits alles Gute. Die vorgebracht Artikel seien nun aber lang und wichtig, indem sie Seele, Ehre, Leib und Gnt berühren, den Papst, die Priest schaft, das Heil der Seele, die vielen Mißbräuche und die ganze Christenheit antreffen; darum werden die Bot begreifen, daß Meine Herren nicht so eilends auf alles antworten können, wiewohl sie glauben, daß sie l>>^ in dem, was die Bünde erheischen und was dem Glauben und christlicher Ordnung zngehöre, von anderen genossen sich nicht gesöndert haben; darum wollen sie gerne mit denselben darüber sitzen und zu gelegener Z auf Tagen erläutern, was sie genöthigt habe, so zu handeln, wie es bis anhin geschehen; desgleichen hoffe» mit ihnen einig zu werden über das, was sie der Gcschrift des alte» und neuen Testaments gemäß gethan hats wie sie denn in den ausgegangenen Schriften sich immer dazu erboten haben und in allen Dingen nichts zu thnn begehren, als wozu Gottes Wort sie weise; sie vertrauen übrigens, sie haben sich in keiner Weist ^ verfehlt, daß es ihnen zum Vorwurf gereicheil könnte. Die Strafen gegen die Angehörigen in den ist»»» Juli 1524, 4f>7 Wik' il.re "loten nie dabei gesessen und also nichts davon wissen, Vogteicn betreffend, erinnern d.e Herren daran, s, ) - ,vünschen sie die oben erzählten Artikel Ar svs ?-.«« «MAS ^"ccrn, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug um 0' - sosern es von den lutherischen Händeln nicht "'cht wehr zu Tagen berufen oder neben remst e ^ ^ ^ Bern, Glarus, Basel rrnd Solothnrn, abstehe, und die Erwartung ausgesprochen, das, e l'ch zu ihnen halten und nicht sondern werden „redlichen ehrlichen freundliche» Vor- IV, S,,sM Ich A°rch. °° r ^ ^ ^ ^ »»j, »wch,° »brr >„->»-», d»x w >> g«iidm ««bnnzm und snr -nnn-l »°n ih..m V°,1°v °W>M j"°»°. ^ s ' «» h»d,„ ^«>.-dch°wm!^» nw diq- ^„ich «lM,n, h°d,n di» s»„e Abschlag nicht i.t arger Mein.t.tg aufzunehmen, ^ ^ rmt (die Theilnehn.cr a.. dem VI- Endlich haben die Boten crognet, das, s o dazu möchte auch Zürich seinen Boten S°'ncldeten Sturm?) nach Verdienen zu strafe.., zedoch ...cht w.dcr ckeee.)., » ^'cken, was da»., geschehen ist. u,»fassenden Auszug enthalten, wie er nach Zu I. 1) Im Zürcher Abschied ^ ^ ebenfalls nachträglichen Lucerncr Redaetwu bloßem Anhören gefertigt .Verden konnte; c.n.ge fehlen »der nur kurz angedeutet sind, alles gnots znovm. als ^ „Des erste», minen Herren zc sagen ' ) ^ ^g„ossc» all, wie »it allein in der E.dgno- '«» getrnwen lieben Eidgnossen. DeS ^ ^l> leer wnrdc geprediget, dardnrch w.der das so fchaft, sonder r.sserthalb schier an allen "'im ° .viderwillens nit allein in dem gcn.cincn man, sonder den '"an vorhar gepredigct und gelcrt hctt, vi Zch ^ wachsen und entstanden, und wnrd.i.t sachem werten, onch den rcgimentcn gcistl.chs und we - Ordnung nnd christcnlichcn glonben berüert.nd, "" die Hand genon.cn und wider hersür Ü^st, ) dickern.nal, nnd vor vil hundert t"e vormals durch die concilia entscheide» »» a ^ ^,wschaft, durch lere und undcrwpsung der Wen. Und sölichs wurde also gebracht in m.ner yer . ^ ^ Handlung irc Herren p'cdicanle», so ...ine Herren darin hcttind, um ^ ^ .vnrint, die durch die gnad gottes von unseren ">>d obren schwerlich bedurte, angescchen das. nur r, eg i v^genipt und gelobt "ordre., hm-, und onch von uns sclbs, für am er n, , s^gs nit tätind, dann die so setz prcdigitcu worden bis jetzt, so wir durch wenig lüt wurdin ge e , erpnttind s>) sich, zuo ...inen Herren zc ""d Icrtind. suochtind nit vil geists, sonder wottust -e. ^ »weht sölichs dienen '"hon sccl, lib, eer und gnot, und sich von n.cn »tt E > ,g,s, zechenden und ander l"o Zerstörung einer Eidgnoschaft; dann man fache, «erackltcte also die obcrkcit, edel und unedel, und dienstberkeit ze geben, und ver.neint, eS söllte alles gme.n sm, verachtet käme darzuo. daß wir Eidgnossen selbs »i.t ^ ^ 201-204, Einen Abdruck der Zürcher Nedact.on g.bt 3^'" 3". " 2) Aus de». Vortrag der zehn Orte lassen >v>. M m ^ ^ „Und ob aber ir . . . etwas beschumr-d rage , , ^ ^ Bäpstcn, Cardinälen, °"ch erllagend der beschwärden und große» g'""lt6, !° ">bt ^ 458 Juli 1524, Bischofsei? und geistlichen Prelatcn und oberkeiten, so s?) mit uns gebracht hn??d, es sig ?nit de?? cortisa??e??, »ni a??fallu??g, ouch verkoufung u??d Vertuschung der pfrüendcn in inengerle?) wys und ?vcg, init betrieg????g der falsche» ablast, o??ch ?nit den? strengen nnstschwcisigen ?u?endlichei? geistlichen gerichtszwnng ui?d b????n, den s?) zuo vil fräfel'») i?? rveltlichen Händeln gebrncht, ????d s??nst in ander wys und weg, setz mmol ze melden, darab wir nit minder' dann ir inistfallen habe??, darumb ?>nser Herren u??d ober?? des willens und fürnemens sind, mit sampt iich ??nse>» getrüwen liebe?? Eidg??ossci? von Zürich stattlich darüber zc sitzen, anschlug und fürsehung ze thnon, dainit dest entladen rind geha??dclt werde, das unser aller lob, nutz und cer sig." Hienach bitte man um sofortige frcrnidliche Antwort. Das Berner Archiv hat nur die Antwort Zürichs. Ueber die Verhandlungen ii? Zürich, Schnffhnusen, Franenfeld und Appenzell wurde nachträglich eine Abschied ausgefertigt, wovon das Lnccrner Archiv zwei Ncdactionen hat. Die erste führt de?? Titel: „Absch" ?u?d Handlung der x Orten ratsbotten, so harumb gcrittei? si??d, ru?d nit in die abscheid kommen ist." 1. „Es weistt jeder bott, was Herr Basti???? von? Stein van Bern, Ritter, ii? unser aller ??nn?c>? unfern liebe?? Eidgnossci? von Zürich gcredt vor klein und große?? ritten und bürgern (?), aber ihre ÄeMpter habe?? sy nit wellen bernofen, ?md hat ei??e geschickte vernünftige lange red vor inen gethon, sy vil?u?d mengest") ern?ant, ?vie unser vordren zuosamen in pündnns ko???ei? siird in disein glorrbe??, ?vic es inen so wol crgang^^ ouch wie es jctz ii? diser nüwen sect gat, o??ch ?vie die alte?? Heilgen lerer gelebt und gclert; dargege» soll ermessen, wie setz die nüwen lerer lebend in aller üpikcit, und nach langer red sy ernstlich ermant und gcbctte»' daß sy von sölichem fürncmen sto??, sich nit voi? uns süudrcn, sonder dise fachen und bös Händel uns helfe» abstelle?? ????d strafe??; dann unser Herren und ober?? wellend das allenthalb, wo sy zuo regiere?? Hand, abste s und strafen w., ?vie jeder bott wyter ?vcißt." 2, „Uf sölichs ha??d sy u??s ei?? antwurt i?? gcschrift geben, » jeder bott dest ei>? abscheid hat." (Diese A??t?vort liegt bei), lt. „Demnach habend der sechs Orte?? ratsbott"» nämlich Lueeru, Uri, Sch?viz, U??der?valde>?, Zug u??d Fryburg, sich zuos?r?nengetho?? u??d ???it unfern C'idg»»» von Zürich dise Meinung geredt, diewil sy i?? solchem mißgloubcn ?u?d ??ü?vcu sect verharren und nit absto», ivellci? ir Herren und ober?? nünt mer by i??e?? zuo tage?? sitze??, (sy) uf keinen tag bernofen und kein tagtest" > mit inen halte??, und wiewol die übrige?? vier Ort (oder) ir ratsbotten jetz kein befelh gehebt, so habend st) ^ sölichs alles ii? abscheid genommen hcimzcbringen, ungezivifeller Hoffnung, die vier Ort werden sich von inen sündren, sonder zuo inen stau." I». „Item wie es zuo Schaffhusen ergangen, ist eii? eigner abscheid darumb vorhanden (Nr. 193); deßg zuo Frowcnfeld ouch." t?—«? (s. u.) fehlen. Die zweite hat die llcberschrift: „Diß ist die Meinung ufs kürzest vergriffe??, so der r Orte?? r'»tod»ll' n?it ????sern lieben Eidgnossen von Zürich geredt und gehandelt Hand vor klein und große?? rälen und llu'ib Actum uf Sampstng de?? rvj tag Juli A» rriiij." 1) Es folgt der Vortrag I, oder u 1, ii? weitläufiger AuSfwst 2) Darauf hat Zürich, nach langem Bedacht, denselben schriftlich zu empfangen begehrt; man hat aber sprechen können, da er (noch) nicht schriftlich verfaßt gewesen. Endlich hat dann Zürich eine Antwort ve? lasse??, ?c. 3) Wie oben. ^ I». Wie oben. Solche schwere Händel soll jeder Bote (daheim) ernstlich anbringen, und dcsthalb ist anderer Tag in Lucern angesetzt auf Dienstag den 2. August, wo man sich endgültig entschließen soll, diese?? Sache?? zu thnn sei. »I. Zu gedenke??, daß der Pfarrer von Appenzell, sofern er verklagt würde, verantworten begehrt. Die Handlung in Appenzell und die darauf empfangene Antwort kennt jeder ^ Den? (jeden?) Boten ist ans den Tag ii? Bern zu befehle??, die vier Orte zu bitten, sich nicht von d>» Orte?? zu söndern. Aus Art. VI ist nicht zu schließen, daß die Boten der zehn Orte noch in Zürich Nachricht von de»? ^ zu Jttingen empfangen; es ist nur an Nr. 191 A zu denken: K. A. Basti? Abschiede. — K. A. So?othmn: Absch!ed° Bd. X?' Juli 1524, 459 SchaMtttseN. 1524, 18. Juli (Montag nach Margarethä). Staatsarchiv Zürich: Acten Schafshausen, Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede >V, x, 27i!—276, X, p, SI, Staatsarchiv Liiccr»: Acten Rcligionshändel, KantvuSarchiv Basel: Abschiede. KailtonSarchiv Arciburg: Acten Xtkaires lraorala». KantonSarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. XII, i». Die Botschaft der zehn Orte läßt durch Ritter Sebastian von Meßbach von Bern vor Bürgermeister, ^ath u»d Großem Rath in „vernünftiger weiser und geschickter" Rede ihrer Herren und Obern freundlichen Gruß "wneldcn und über den hier erlittenen Hagelschaden ihr herzliches Bedauern zu erkennen geben. Es wird ihnen dGr warmer Dank erstattet und die Fortdauer gut eidgenössischer Gesinnung verheißen, I». 1. Dann bringt die Botschaft den sogenannten („die fach so man nempt", ,) lutherischen Handel zur Sprache, nämlich die Verachtung ^ hochwürdigen Sacramcnts der Messe und der Beichte, die Entchrnng und Schmähung der Mutter Gottes, der Heilige» und Bilder w. Dabei stellt sie die ernstliche Bitte, sofern man hier dieser Sccte auch wäre, davon "^"stehen, bei dem alten Glauben zu bleiben und sich von ihnen nicht zu sondern, im andern Falle, zu verhüten, solches hier Wurzel faßte. Das 'vollen sie als liebe Brüder und getreue Eidgenossen um Schafshausen zu "^dienen such«,. Wenn etwa Mißbränche vorhanden wären, die den Papst, den Ablaß, den Bann und der. wichen berührten, „als sie wol bekennind", so 'vollen sie deßhalb gerne Tag ansetzen und bchülflich sein, dic- ^bcn nach Gntfindcn abzustellen; alles mit viel mehreren Worten. 2. Man hätte wohl gewünscht, den langen ^Mrag j» Schrift zu erhalten, damit man desto stattlicher aus jeden Artikel Hütte antworten können; nichts desto '^»iger hat man, „dwil nit schrift, zit noch wyl vorhanden gewesen ist", die nachfolgende kurze Antwort gegeben- Man werde sich in Allem, was die geschworncn Bünde vermögen, von ihnen nicht söndern und wolle ^ fwmme redliche Eidgenossen Ehre, Leib und Gut zu ihnen setzen, wie man es auch bisher gethan, in der ^"verficht, daß man sich von ihnen des Gleichen vertrösten dürfe, — Betreffend das Sacrament, die Beichte, Ehrung der Mutter Gottes ?c, wird geantwortet, man achte das Sacrament, das uns Jesus Christus, unser H°'la»d und Seligmacher, in dem letzten Testament gegeben, für das höchste Gut und habe die Messe noch nicht "bMhan; es werden die sieben Zeiten gesungen und gelesen wie von Alter her; auch wisse man nichts anderes, ^ dasi Jedermann zum Tod und Leben, wenn Gott der Allmächtige einem so viel Zeit vergönne, beichte und ^ Sacrament empfange; so viel man wisse, habe hier noch Niemand die hochwürdige Mutter Gottes »och die H^igen gesthMht oder entführt (?), und Niemand an den Bildern frevle Gewalt verübt, da man ein Mandat ^kündet habe), laut dessen männiglich die Bilder, „so lang das uns gefalle", bleiben und die Obrigkeit damit handln lassen; n»r mögen die, die entweder selbst oder deren Vorder» Bilder haben mache" lassen, mit ^'laubniß des Bürgermeisters dieselben ans der Kirche entfernen »nd zu eigenen Hände» nehme". Es seien wohl Cremolum oder Hünselwerb'^'), die umn vordem gebraucht, bereits obgethon, an dein (Gottesdienst aber eher ^'"vhrt als gemindert. Man setze alle Hoffnung und Trost auf den allmächtigen Gott »nd seinen ewigen Sohn, ""^n Hcrm Jcsnm Christum, unser" einigen Heiland, Genugthucr und Selig,»acher und lasse jeden glauben, wie ^ sci'ier Seele,, Seligkeit damit zu schaffen meine. Daher stelle "ian die gar ernstliche und frcundliche Bitte, daß - ^dgmosscn sich diese Antwort gefallen lassen und die Stadt („uns") allezeit für empfohlen halten. Wollen etliche Unordnungen und Mißbränche wegen, die bisher vor sich gegangen, Tag ansetzen, um dieselbe» abzn- ^ e», sg werde man gern eine Botschaft senden ""d handeln Helsen, was gut sein möge. l Nicht deutlich genug geschrieben, aber ohne Zweifel richtig. 460 Juli 1524. Wir verweisen auf Nr. 192, Note k und legen noch folgende Missive bei: 1524, 16. Juli (Samstag nach St. Margarethen). Zürich an Schaphausen. Bericht über die Verhandlung mit der Botschaft der zehn Orte, mit Zusendung des schriftlich gegebenen Abschieds und dem Wunsche, gleichfalls benachrichtigt zu werden, was in Schaphausen gehandelt werde. . K. A. Schasshausm: C°rr-spondmziN' Irauenfeld. 1524, 10. Juli (Dienstag nach Margaretha). Staatsarchiv Lnceru: Acten Neligionshättdcl. Staatsarchiv ,'Zürich: Abschiede, Bd. v, 1.52. Staatsarchiv Vera: Alle,, eidg. Abschiede, P- ^ ÄatttvttSarcliiv Basel: Abschiede, 1.134. ÄatttvttSbibliothet «^reibllrg: Girard. Samml., T. lll. jiatttvnSarchiv Svlvthliru: Abschiede, Bd. ^ ». Hans Oechsli, Pfarrer zu Burg, und die von Eschenz haben die Bilder ans der Kirche entfernt, wob" der Pfaffe immer vorausgegangen ist; deßwegen hat ihn der Landvogt, auf Befehl der Herren, am letzten Sonntag bei Nacht in dessen Hause zu Burg verhaften lassen. Da er hiebe! (um Hülfe) geschrieen, so haben die vo» Stein gestürmt, mit denen von Eschenz, Stammhcim, Nustbanmen und Andern am frühen Morgen sich in da° Kloster Jttingen gelagert und da gehandelt, wie jeder Bote zu melden meist, worauf der Landvogt scincrstiis einen Sturm ergehen lassen und eine „hübsche" Zahl Knechte zu franenfeld versammelt hat. Da jener ungebührlich gepredigt und diesen Auflauf und Schaden ganz allein verursacht, so hat man ihn von Franenstid (wcg)geführt. Nun ist heimzubringen, wie man diejenigen, die in der X Orte hohen und Niedern Gericht wohnen nnd sich so schändlich vergangen haben, bestrafen wolle. I». Ab dem Tag der Jahrrechnnng zu war dem Landvogt befohlen worden, alle Anhänger des „neuen Glanbens", Jung und Alt, Maien und B^ib, zu verhaften. Da sich nun zeigt, dast er Aufläufe gewärtigen müsttc, so ist ihm Vollmacht gegeben evoedub die Fehlbarcn gefangen zu halten oder wieder frei zu lassen nach seinem Gutdünken, bis ans weitem Beschs' Da man wahrgenommen, dast in der Landschaft Thnrgan Viele ganz offen lutherisch sind, so soll darüb" ernstlich gerathschlagt werden. «I. Der Landvogt begehrt zu wissen, ob er thälliche Fricdbrüche nach Inhalt dc-> Landcidcs richten solle. Bis ans Weiteres ist ihm befohlen, die Fricdbrüche nach Gestalt der Sachen zu bestu'P und sich streng an den Landeid zu halten. Die Frauen von Feldbach klagen, dast die von Ellikon, die ih" zum Thnrgan, theils zur Grafschaft Kchburg gehören, ihnen den Kleinzehnten verweigern, ungeachtet der vo> gewiesenen Briefe und Siegel, indem sie die Frage auswerfen, ob der Zehnten von Gott eingesetzt sei. Hci»'^ bringen. 1'. Jeder Bote weist zu berichte», wie die Edellcntc im Thnrgan dem Landvogt redlichen geleistet und sich ferner erboten haben, für die Herren Leib und Gut einzusetzen. A?. Anwälte der Landsth^ Thnrgan nnd der Stadt Franenfeld bringen folgende Artikel vor, durch die sie empfindlich beschwert ^ glaube», mit dem Ansuchen, denselben abzuhelfen: 1. Da jetzt wie bekannt ein Sturm ergangen, so Landschaft ausgezogen in der Vcrmnthnng, dast die Stadt Franenfeld gerettet werden müsse; es habe sich gezeigt, dast der Pfarrer von Burg verhaftet worden; sie bitten »nn unterthäniglich, dast dergleichen ^ wenn man sie verhafte, sogleich zu dem Bischof von Eonstanz oder zu der Eidgenossen Händen, wohin wolle, nur nicht nach Franenfeld, geführt würden, damit sie vor dergleichen Kosten und Schaden, wie bewahrt bleiben. 2. Betreffend den gebotenen Frieden wünschen Zie, dast derselbe nicht für Freunde und Focnn ^ freunde verbindlich gemacht (da er sonst unwissend verletzt werden könnte), sondern ans Väter nnd ^ Brüder eingeschränkt werde, auch dast er nur zwei Jahre lang daure, nämlich so lange ein Landvogt st>u Juli 1524, 461 versehe, 3, Die Gerichtsherren und der Landvogt im Thurgau wollen von einem Leibeigenen, der ohne Leibes- erben gestorben, die fahrende Habe ganz oder zur Hälfte oder zum dritten Theil nehmen, was des Abgestorbenen Kinder entgelten müssen, Sie »erhoffen daher, daß der Laß abgestellt und die Fälle nicht zu streng („zum rüchsten") bezogen werden. 4, Wenn die Landgcrichtsknechte in die Niedern Gerichte kommen und einen Beklagten finden, der nicht „berathen" oder mit einem Beistand versehen sei, um Antwort zu geben, und sich darüber vor ldem) Recht beklage, so gebieten sie ihm bei 30 Pfund, die Antwort (sofort) zu geben; desgleichen fordern sie b>e Richter, wenn diese Bedenkzeit nehmen, ans, das Urtheil zu sprechen, Sie bitten, man möchte sie bei dem «lten Herkommen schirmen, 5, Es seien früher dreißig oder vierzig Gesellen im Thnrgan gewesen, die Armbrust ""b Büchsen gehabt »nd damit Vögel und Hasen geschossen; das sei nun verboten, vermuthlich weil die Edcllcnte Wildbann erhalten haben. Aber Mancher würde sich eine Büchse kaufen nnd schießen lernen, wenn das wie früher frei wäre; das würde sich in Kriegen nützlich erweisen. Daher begehren sie, daß man ihnen Schießen wieder erlaube, 6. Bisweilen werde Einer bei dem Landvogt oder den Gerichtsherren verklagt, oft nur aus Neid oder Haß, nnd dann vor Gericht geladen; wenn aber der Angeschuldigte begehre, daß man 'hm den Kläger stelle, so werde das verweigert, nnd müsse er die großen Kosten und den Schaden selber tragen, Ehrend sonst jeder, der im Recht gewinne, von der unterliegenden Partei entschädigt werde, 7. Wenn ein Vater ^'be u„d nichts hinterlasse, so müssen die nächsten Verwandten die Kinder erziehen; wenn die Kinder gestorben ""b Vermögen hinterlassen,'so nehme solches der Landvogt. Nun wäre ihre Meinung, daß er in solchen Fällen ^ mit den' Kindern gehabten Kosten denen, die dieselben erzogen, ersetzen sollte. 8. Durch den (letzten) Sturm ""d Auflauf seien ihnen große Kosten erwachsen; sie haben kein Geld gehabt nnd seien den Wirthcn viel schuldig blieben; sie bitten daher um etwelche Beisteuer. 9. Vor einigen Jahren sei ein Vertragsbrief aufgerichtet wordcii, sie nicht besitzen; sie möchten aber den Landvogt bitten, ihn vorzulegen nnd verlesen zu lassen; darin stehe Artikel des Inhalts, daß der Landvogt im Thurgau Keinen, weder Arm noch Reich, der Bürgschaft leisten ^'"e, verhaften "dürfe, ausgenommen in Malefizfällen; wenn es aber doch geschähe, so könne der Gefangene mit von dein Gerichte, worin er sitze, weggeführt werden; bisher aber seien Viele um geringer („liederlicher") dachen willen verhaftet worden, 10, Heirate Einer „wider seinen Herrn", so müsse er ihm 5 Gl. oder zur Strafe entrichten; hielte aber Einer eine (Weibsperson) „zu Unehren", so würde es ihm nichts schaden ^,schüed"..). ii EZ v^le Bäche durch ihre Güter, die ihnen Accker nnd Wiesen „verführen" oder ^'tränke,,"; diese Bäche nun legen die Gerichtshcrren in Verbot und zwar so, daß sie Jeden strafen, der einen darin fange, was die Nntcrthanen besonders beschwere, - Da die Boten über diese Artikel nicht instrnirt '"'b' s° haben sie' dieselben in den Abschied genommen, I». Der Abt von An nnd Joachim von Nappenstein, Motteli, stehen wegen des Pfrnndlehcns zu .Püttlingen mit einander in Streit, indem der Erstcrc glaubt, " Cache gehöre vor den Bischof zu Constanz, der Andere aber, vor die Eidgenossen, i. Der päpstliche Gesandte, v'^°f von Vernlan, bringt vor, der Papst wünsche einen schriftlichen Bericht, was die Eidgenossen der lutherischen ^ halb zu thnn gesonnen seien. It.. Dem Burgvogt zu Gottliebcn wird in Betracht der gefährlichen Umstände ^""bt, noch ein halbes Jahr lang zwei Knechte zu halten; dcßwegen soll ihm jedes der X Orte 5 Gl. geben, ^ ^ ngeu öcr vorgefallenen Unruhen wird dem Landvogt besohlen, einstweilen die Ilbnahme des Eides zu Eschenz Ml nndcrn Orten zu verschieben, I». Jeder Bote weiß zu berichten, was Zürich und Schaffhauseil ans "Niigcnm Sturm gehandelt haben, u. Zürich anerbiclcl sich durch eine Botschaft, die begangenen Frevel ^'dgeuosstm strafeil z» helfen, Der Zürcher Abschied hat nur ii und le. 402 Juli 1524. Zu :» (auch in, »). Behufs Ergänzung des Textes ziehen nur einige der erheblichsten Acten bei: 1) 1524, 21. Juli (Vigilia Magdalene), um 4 Uhr Morgens. Schivyz an Lncern (desgleichen an ll>" Unterwalden und Zug?). Um eilf Uhr vor Mitternacht sei von den nach Zürich und Schaphausen verordneten Nathsbotcn folgende Missive (verinnthlich dd. 1l>. Juli Abends) eingegangen: „Demnach mir von üch und andern unfern Herren und vbcrn abgcfcrtigct, und als nur Zürich nach vü Handlung, als mir nach unscrm befelch vollstreckt, als ir hernach von üwern botten miter verneinen, abgcschciden und gan Schaphusen komcn sind uf setz nächst Snnntag vergangen, und morgens früy uf Mcntag do sind »")' märi zuokomen, wie ein stürm gang durchs nider Thnrgöm uf; und als wir des eigentlich beruht, fliegen »"' üch zuo müssen, daß es also ergangen ist, wie harnach stat. Als dann unserm landvogt uf jetzigem tag Z"b befolhcn ist, ein Priester mit namcn meister Hans Occhsly anzuoncmen, hat er (das) gcthnn und etwas by tU siner knccht hinüber geschickt nf setz Mcntag früc vor tag, und den pfaffcn in sinem hus zno Burg zito St"" vor der brugg, das in der grafschaft Thnrgöm hohen geeichten lit, fänklich nnncmcn lassen, das angcnds die »"" Stein in der statt gehört, von stund angends ein stürm angeschlagen und den unfern, so den pfnffen gfa»!^" (weg)gfüert, nachgeilt; aber doch so sind des landvogts knccht so emsig gsin, daß p> den pfasfen vordai»'"' gfertiget und mit (im) gan Frowenfeld komcn sind; doch so Hand sy an der Thür in unser grafschaft Hochs" und indem geeichten, grnnd und boden zwcn knccht erilt, die von Frowenfeld sind, die gfangen und gan St"" lassen Pieren und zno einem gegcnfang gegen dem pfaffcn enthalten. Witer demnach so ist der stürm van St"" nidsich gangen schier bis gan Zürich, da sich (dann) ein merklich volk gcsamlet und zno Illingen zuosamen ko»»'"' daselbs im karthüser kloster by den iij>« oder mc in das gottshus gfallen, dem vatter alle gemach und heiind» ufbrochen, sinS gottshus brief und sigcl zerschrenzt, alles zerschlagen, im sin min ustrnnken mcd vermüest, als b" vatter sagt, einer großen summ gelts wert, das kloster usblündcrt und beraubt und nach vil muotmillens anzündt und verbrennt, das doch ein großer schnd ist. Nun ist mar, als unser landvogt scmlichcn stürm vernoiA"' und daß sich das volk merklich gestärkt, und bsundcr daß sy im cnbotten Hand, sy ivcllent den pfaffcn Harns Hab"" daran setzen ir lib und guot oder Frowenfeld überfallen und den pfaffcn mit gmalt reichen, daruf der landvG ncit rat dcro zuo Frowenfeld und nach siner Notdurft onch einen stürm uSlnssen gan in das ober Th>»!l^ allenthalb, daruf ein merklich zal tüten gan Frowenfeld kamen, dem landvogt bystand zuo thnon, von edlen " bnrslütcn, und märi gar nach daruf gstanden, daß sy an die Züricher lutrischcn puren kamen, darus dann n>er> " unrat entstanden wär. Darzwischcn sind üwer und unser lieb Eidgnossen von Schafshusen treffenlich mit ir botM ^ geritten, ircn ganz ernstlichen fliß ankert und das best darzno gcrcdt, damit nit unrat cntstüende. Deßglich unser Eidgnossen von Zürich ir treffcnlich botschaft dazwüschen geschickt (und) dermaß mit allem ernst geh"" > als ab diser Handel inen unwüssend,'sunder ganz leid sy(c). Wir sind onch nf hüt gan Frowenfeld komcn I" ^ den botschaften von Zürich und Schaphusen, vil volks da fanden, und ist ganz alle nfrnor im gmeinc» ' und wiewol cp der luterischen siten die puren zum teil abzogen, so Hand sich doch etlich noch by einander» . Stammen enthalten. Daruf so haben ivier mit den botten von Zürich und Schaphusen ein sölich abredig gs > daß sy zuo den iren von stund an riten, sy vermögen, daß p) von irem fürncmcn stau, jedermann heim hus zicchcn, bis semlichs an unser Herren und obcrn gelangen, die dann witer darin handlcn werden, darz»" sy van stund an gan Stein riten, mit inen reden und handlend, daß sy die zwen gefangnen, so uns von stund an uslassen; deßglichen so wellen wir die vier gscllen, so hie zuo Frowenfeld ligen, auch uslassc»! ' den pfaffcn wellen nur behalten, kein gwalt mit im beuchen, snnder an unser Herren und obcrn lange» »» und haben also die unfern, so zuo Frowenfeld vcrsampt, wider heiin zicchcn lassen, inen hoch gedankct, "" also jctzmal disc ufrnor und böse Handlung angstellt und nidertruckt, bis wir üch . . witer berichten onch des willens, gan Appenzell zuo riten, unser befelch daselbs onch zno vollstrecken, (und) bitten hiemit e>»! ^ ir wcllint dise Meinung von stund an . . den übrigen dry Waldstetten und Zug, deßglich, ob ir >"ci»ü'"^.^ sin, andern Orten auch zuoschriben, sich darnach müssen zuo richten. So lassen wir üch onch müssen, daß >4 . abend die von Eostanz ircn bnrgcrmcistcr, auch sunst einen ratsfründ zno uns gan Frowenfeld geschickt mit st" ^ früntlicher crbietung und Meinung, wo sy gnots, fründlichs schidlichs kömcdcn und inögen reden, helfen seid machen, sye inen von iro Herren und ober» befolhen, solle gar nüt gespart werden, mit erbietung »bler g Juli 1524, 463 Ich»,. ,7« °w.. ll-..dd .wich».-,- BW- ... dl-l-^.». d... W.l»... ^>rten auch n.itzuthcilcn. . 24 1524 18 Juli (Montag nach St. Margarcthe.ch, 5 Uhr Vorm. Joseph Amb^, 4wdoog. ,n. Thurgan. w .! ^ - l,,s,lck '"iucr Herren der nun Ortcn der Aidgnosscn Hab ich ... d.eser vergangner an Zur.ch, „Lieben hcrrc», nf l'^lch ""'''r ) ^ ^ ^ (z» Franmfeldh nlsa ligcn. nacht dm pfasfen zuo Burg herwa. ^ ^ sich ctlich von Stai», Stammham,, Ltußbo.nnen und andere» Uf das. als ich van dm knechten b'N'h " ' h ^^.ll.ch^ "> c» erhebt und nachen gc.lt, ^ allda zc morgen essen und rätig zuo werden, ob s>) über I>> ams worden, sich m das gollshu^ h,n.s zc haben oder nit -c.. das euer n rhnr sgan) um. sie) fn. ...o.vcn , e , ^ ^ cvinesscn, n>o das beschchen sölte, als ich doch w.sha.t ichhim.it »..besten ''U'^mu. . deßh.llbm so wellen encr wishai. indem >nt getrnw. was nn.oillens und w.derwart.gte.t dann., mtspnngen ) . ^ ^ ^ handle.., was zuo friden dienen syc"... ^ ^ .. - F. «»-..^-ivetbal 4 Uhr Nachm. Zürich an die V Orte und Fre.bnrg. , Ijdmollm von de» zehen Orten botten. so setz ab de», tag zuo Zug gehalten zuo - „Uewer und »nse.e. lnbcn l ng ^ siaruf cin nntwnrt geben, deren .vir getrnwmt kein sind komm, habent wir ... .rem ll ) über solich antwnrt »nS üwcrcr niei»»»g und »crwysen ze habe». Aber ü.vcr der secso - ^.0^», sonder üch nnscrer antwnrt diS.nals afelch unter bericht, da wir ^ dann wir Hassent, so wir ze tagen zesamen kommt, 'megen. w.e w.r botten dcro n . ^ "ad >r ,„.t »ns »nd w.r n..t nch .cd halt m , ^ ,sch,jl>,,.. wie die unser» null. Stein, Stamn.hen und 2- W.ter so hat der lnndvogt .... Thnrgow >ll - . gattshnß Illingen zesamen komm, darab wir ein Aelbs „...b einen stürm habint lassen w. chull alch ... d^g ^ ß ..^g l ^ chcnl.che bcschwerd cn.psa..gm und ge al g desiglich habent nur üwern und andern '' ch nnser ratsfrnnd h.nns ge ch.ckt, do'yd.c i ^ ) dan.it frid und rnow werd enthalten; b tten non den zehen llcschr.bm dz ^ ^ ,der noch nn.rde anlangen, dz ir wüssint. ""d .., dz berichtend w.r üch deß. ob nch ^.i-Mb ^ -^„jchjst,,., daß ir hierin onch dz best thno» was wir darin handln.,, und bittend nch da>" fo acrtruwcut; das "> helfen wöllint, dz w» b. sr.e »no >>.o> ' glichcr gstalt habent wir den übrige» von den wellent wir umb üch früntl.ch und gnotnulliklich .c ' ' ' St. A. Zim-h-M.sswm, U' (..ttnl onch gtschnbcn. MMadalcna) Zürich. Beschluß der Zweihundert, 4000 Man» 4) 1524. 10. Juli (Dienstag vor Maua M lma Z I ^ b ^ ^ ^ auszuheben, ..... die Ungehorsame», die der Abmahnung de. ^oten g ^ mn.wnsxid zu ziehe», zum Gehorsam zu bringen. ' . , a Ma.aarctl.c4 5 Uhr Vorm. Konrad Gngclhnrt, Vogt zu K.churg, au >>) 1524, 10. Juli (Dienstag nach Ä.a.g ) , Schafshausen gekommen, ...» seine.. Bm. und NAth in Zürich. In letzter Nacht Auftrag Auszurichten; heute ..... 4 Uhr ^-daure den Vorfall sehr -c. Die Eidgenossen n c^ache des Aufruhrs das Bcstc z. > safort eine Botschaft nach Fraumfcld senden, für Erhaltung ^'tsc» nbc. großen Unwillen; doch wolle Schasshn», . ! lOechsli») ans Tröstung hin z» befreien. Die ^Friedens das Mögliche thnn und ..ersuchen, den ^ s,.'w Baten schicke, udgenossm, die eben nach Francnfeld reiten, begeh..», ß ' St.A. Aür.ch: sc. Jn>»!.evha»d-l. ^ r Jm-ill, an Bern. „Uf gester ist ein stur... ...üb Stammhm t>) 1524, 10. Juli (Dienstag vo. 4"...a »u ' Illingen zogen, daruf wir nugends unser »n,,,,. „„d ,l„d dl, »w I-Uch-W >>u,w » dl,Mm 1M.N -WÄwNm >,m,d >mS „,»»»„...»-.l.chl.w„. dl.«... 4l!4 Juli 1524, Frowenfeld zua stechen, das uns trcffenlich schwer und leid ist, und hobent incn ylents ander lwiicn und brist geschickt und fardrent sy abermals ab by dem höchsten, mit dem anhnng, wo sy nit gchorsmn syent, wellcnt »'» sy gehorsam mache» mit der Hand, ... und daruf unser houptlnt, panncrhcrren, fenner und rat besetzt und eine" uszng thon. Sölichs wir üch berichtend, mit ernstlicher bitt, daß ir deßhalb dhcin rinrnow hnbiiit, bis das; >"" üch wyter berichtend; dann worin wir üch by rnowen mngcnt enthalten und vor kost und unruow vcrhüetcn, si" wir geneigt . . . Und glicher gestalt habent wir üwcrn und unfern g. l. Eidgnosscn von den zechen Orten o») Vlöen." St. A. Bern: A. Kirchs. Angelegenheiten. 7) 1524, 21. Juli (Donstag vor Maria Mngdalcne). Wolfgnng, Abt zu Cappel, an den Bin. in Zi'»'"^ Er nehme wahr, daß die Nachbarn in den Landern noch nicht wissen, daß die von Stammheim zc. (von Illings abgezogen seien, und daß sie deßhalb im Sinne haben, diesen Auflauf mit der Hand zu strafen. Daher sihw" es räthlich, ihnen anzuzeigen, daß Zürich diesen Frevel (selbst) zu strafen gedenke; dadurch würde die Stim"""^ der Eidgenossen gemildert und die Ruhe desto eher erhalten. — (Hdschr. von Hch. Bnllinger jünger). St. A. Zürich: A. JtNngerstiirM- '8) 1524, 24. Juli (Sonntag vor St. Jacob), 3 Uhr Vorm., Knonan. Hans Felir Maitz und Utinger an Bm. und Rath in Zürich. Wegen der empfangenen Warnungen hiehcr verordnet, haben sie zuverlässige Botschaft erfahren, daß ctiva vierzig Knechte von Zug bei Eham, etwa dreißig bei St. Wolfil""^ gestanden, drohend nach Cappel und Knonan zu kommen und den lutherischen Pfaffen ihren Wein nnSzntriPs" und dem Lnndvogt die Hoden ausznhanen. Seitdem haben aber Amman» Stocker, Zigcrli und Vogt SN» als Boten der Obrigkeit die Leute bei ihren Eiden hcimznzichen ermahnt, worauf sie alle abgezogen seien- ' nächsten Montag sei aber Kilbe zu Cham, Ivo sich vielleicht wieder etwas erhebe. St.A. Zürich: A. Jitmgnhaudkl- 9) 1524, 24. Juli. Zürich an Schaffhansen. Nachricht von dem Abzug der in Chain versammelten ^40—50). K. A. Schaffhausen: Conespondenzen« 10) 1524, 25. Juli (St. Jacobs Tag), Zug. Corncl Schultheß und Hans Bleuler an Bm. und " Zürich. Heute seien sie vor (dem Stadtrath in) Zug erschienen und haben ihre Befehle eröffnet, aber keine a» Antwort erhalten können als die, man habe die gegebene Erklärung über den Abschied mit den äußeren vereinbart, hinter denen man nichts anderes thun dürfe; es sei aber ein Tag in Bern gesetzt, wo man si^ den Eidgenossen bcrathen wolle; Zürich möge sich jetzt damit begnügen ?c. Sie haben erfahren können, bas> s Tag in Bern nächsten Donstng beginne, und von einer glaubhaften Person gehört, daß Appenzell sich erklärt habe, „zu einer Eidgenossenschaft" Leib und Gut zu setzen. Abermals sei den Boten ernstlich worden, Zürich solle ohne Aufschub „strafen", das werde zur Beruhigung viel beitragen. St. A. Zürich: A. JNingcrs»"'"'' INS. Appenzell'. 1524, 22. Juli. Staatsarchiv Bern: Allst, eidq. Abschiede, >V. p. 270—277. Staatsarchiv Lueern: Acten Neligionshändel. . , . Kost Der Botschaft der zehn Orte wird auf ihren Vortrag nach langen und vielfaltigen Reden, d>e jevee kennt, zur Antwort gegeben; Man habe für die ganze Landschaft ein Mandat ausgehen lassen, daß die ^ ^ nichts anderes lehren sollen als das heilige göttliche Wort und was jeder mit der Schrift begründen sei auf der Canzel, in der Beichte oder in Todesnöthen, und wer das überträte, dem würde man die abstricken und ihn wegfahren lassen; man sei auch guter Hoffnung, durch Niemand davon gedrängt z» ^ denn die groben lutherischen Mißbränche billige man gar nicht. „Und wellen wir eisen (also) gnol fron»" ^ gnossen sin und lyb, ecr und gnot zno einer löblichen Eidgnoschaft sehen wie unser altvordrcn; denn wir h" Juli 1524, 465 pund nß gnaden enpfangen va» einer löblichen Eidgnoschaft; den ivend ivir fromlich nnd crlich hasten, das wir gott trinvend, und bittend asen unser gnädige» Herren von Stätten »nd Ländern, daß st) Hand ob uns armen lütcn haben; das wcnd nur verdienen nin ein lobliche Eidgnoschaft mit eer, l>)b nnd gnot," Das vermuthliche Datum ergibt sich aus Nr. 194, Note a, 1 (Schluß). IS«. Wer». 1524, c. 23. Juli. Staatsarchiv Bcr» : All». cid». Abschi-dc, V. p. 2»»-27». >. Eine Gesandtschaft von Zürich Junker Jaeob Grebcl nnd Meister Heinrich Rubli — erzählt, was Boten von nenn Orten (Solothurn ist hier — durch Versehen? — nicht angeführt) am letzten Samstag in - Zürich vorgetragen, was darauf geantwortet nnd von den VI Orten erwidert worden (alles i» wörtlicher Wieder ^""!l), und stellt hienach das Ansuchen (wie in Glarus), Zürich von der bundcsgcmäßen Gemeinschaft nicht ""^"schließen, n. s. w. .. U. Uebcr den Handel zu Fraucnfcld und Illingen und den Vortrag der (Boten) von Zürich hat man ^ Zu der Antwort entschlossen: 1. Man wolle bei den bisher ausgegangenen Mandaten bleiben nnd nie- ' '''""dem abschlagen, das hl. Evangelium, die Lehre Ehristi und die hl. Schrift zu predigen oder zu hören nnd ""Zuhängen, wie es guten Ehristcn geziemt. Weil aber darin allerlei Mißbränche befunden werden, welche Zwietracht und Unruhe fördern, so will man solche nicht gestatten, sondern die Thätcr gebührend bestrafen, wie bisher gethan, indem man den beweibten Priestern die Pfründen genommen, das Fleischesscn zu uugc- '"°h"tcn Zeiten und die Schmähungen gegen die Mutter Gottes und die Heiligen geahndet hat. 2. An dem ""christliche,, Handel, der zu Illingen vorgefallen, hat man kein Gefallen; da dies nun aber geschehen, so wünscht daß die Thüter und Frevler von ihren Herren, der Obrigkeit von Zürich, zur Abschreckung Anderer, dein .'bieten »ach bestraft werden, und wenn sie dazu nicht stark genug wäre, so will man ihr den nöthigen Beistand aber in ohnehin so schwieriger Zeit mit Gewalt nnd Kricgsmaßregcln einzuschreiten, wodurch die Eid- ^"vssenschaft „zerstört" und weitere Widerwärtigkeit gepflanzt werden könnte, erachtet man nicht für gut. 3. Dem '^'"tigen Boten gibt man Gewalt, den Priester, von dem diese Unruhe herrührt, zu strafen nach seinem Ver 4. Endlich ist man gesonnen, bei den hergebrachten Gerechtigkeiten im Thurgau zu bleiben nnd davon ils Nachzulassen ^°^U)urn: Abschiede, Bd. XII (Bemcr Copic). Am gleichen Orte lieg, eine von Bern ausgegangene Copie eines etwa am 8. Juli gefaßten Bgschlnsscs "b" die letzten Zumnthungcn von Seiten der V Orte nnd anderseits Zürichs, im Wesentlichen der Instruction H. Juli conform. Der Berner Abschicdband V enthält nur die Instruction der zürcherischen Botschaft, und die übrigen Quellen "vejgev. Eine zuverlässige Bestimmung des Datums ist uns leider nicht möglich. Vgl. Ni. 197 und 193. 46li Juli 1524. tS7. Masel. 1524, 23. Juli (Samstag nach Maria Magdalcne). Ka»tonöarchiv Basel: Abschiede. Eine Botschaft von Zürich — M. Niklans Sctzstab und M. Jos von Kuoscu — eröffnet ihre Jnstrucl^' (wie in Bern, Solothurn ?c.). Die Antwort fehlt; als Ersah mag eine andere bezügliche Acußerung Basels dienen: 1524, 21. Inli (Donstag nach Margarethe). Basel an Zürich. Antwort ans die Zuschrift betreffend dn> Sturm zu Stnmmhenn. Man habe eincstheils Bedauern empfunden darüber, daß unter Angehörigen der ^ gcnossenschaft ein solcher Aufruhr entstanden, dessen Ursachen man (freilich) nicht kenne, zu dessen Stillung aber gerne alles beitragen würde, nnderstheils „hohen Trost" ans der Wahrnehmung geschöpft, daß Zürich? ^ zu Frieden und Einigkeit sonderlich geneigt, sich ernstlich bemühe, die Unruhe gütlich abzustellen, und hoffe zuversichtlich, daß es in diesen und andern Sachen keine Arbeit sparen werde; wo man dann gute Dienste lest» könne („als unfern gcliebstcn fründen"), sei man dazu geneigt. K. A. Basel: Misswrn, ^ Die Vasler Abschiede-Sammlung hat nur eine in Basel gefertigte Copic der Instruction, die ans der Rückst^ das obige, ohne Zweifel richtige Datum trägt. IS8. Klarus. 1524, c. 23. Juli. Ttaatöarclnv Zürich: Abschiede, Bd. 9, l. 70. 42. I. Gesandte von Zürich, Meister Heinrich Span und Meister Konrad Luchsinger, eröffnen ihre Jnstn»^ und erzählen zunächst, wie der Nathsbote von Glarus mit denen von Bern, Lncern, Uri, Schivpz, Untern'»^' Zug, Basel, Freibnrg und Solothurn ans letzten Samstag (111. Juli) vor Näthcn und Bürgern erschiene», " den ans dem Tage zu Zug übernommenen Auftrag an dieselben auszurichten. (Folgen der Bortrag der zchninm Gcsandschaft, die schriftliche Antwort Zürichs und die damit verbundenen weiter» Erklärungen). — Hernach " sie die Eidgenossen von Glarus, diese Umstände freundlich zu erwägen und ihr Bestes dafür zu thun, daß,-L von andern Orten nicht abgesondert und verachtet werde, und ihrerseits mit der crtheilten Antwort sich zu bcg»' ^ ^ Zürich sei noch immer bereit, ans Tagen sich näher über diese Dinge zu erklären und zu einer Verciist'»^^ Hand zu biete», und wenn es ans der göttlichen Schrift eines Bessern belehrt werde, sich weisen zu lnsst" ^ alles fördem zu helfen, ivas frommen Christen und getreuen Eidgenossen zustehe, mit Aufopferung von Leib Gut; dessen solle man sich zu ihm versehen; darum hoffe es, das; sich die vier Orte von den sechscn nickst bewegeil" lassen, sondern betrachten werden, das; seine Antwort ehrbar und für einmal hinreichend sei. II. Antwort von Glarus, „von Ammann Mad gethan": Den Inhalt obiger Instruction haben die -r mit gutem Willen, „ohne allen Verdruß" sich gemerkt und verstanden. Wiewohl es nun nöthig wäre, nbc> ^ Artikel einen besonder» Rathschlag zu halten, um die begehrte schriftliche Antwort verfassen zu können, der .Kürze wegen ihren Bescheid so „gestellt", das; die Boten ihn mündlich heimbringen können. 1- .„z, sich beklage, das; etliche Orte nicht mehr mit ihm zu Tagen sitzen wollen, so erklären die Herren von das; sie „dieses Willens und Gemüths ganz und gar nie gewesen sind", sondern der Meinung, mit ihre» Juli 1524, 407 lieben Eidgenossen von Zürich immerfort zu tagen, auch rathschlagen und thnn zu helfen, was die eidgenössische Treue erfordert und was der Eidgenossenschaft nützlich und ehrlich ist, — wiewohl sie in den französischen Handeln, ""t welchen Zürich nichts zu schaffen hat noch haben will, gleich wie die ander» Orte dasselbe ausgestellt haben, während sie es durchaus bei keinen andern Geschäften auszuschließen geneigt sind. 2. Es sei Zürich wohl bekannt, ^s! Glarns bisher sich keiner Partei beladen und angenommen, sondern allezeit in guter Meinung die Mitte Nhalten habe, bedenkend, daß aus der Entstehung von Parteien Uneinigkeit und Mißverständnis; entspringen '"°chte, und daß Schicdlente nöthig seien, um solche Zwietracht mit der Hülfe Gottes aufzuheben; dessen wolle ^larus, wie es sich bisher in diesem Sinne bemüht, auch ferner befleißen, der guten Hoffnung, so viel an ihm es zu keinem Kriege kommen zu lassen. 3. Endlich erklären sich meine Herren bereit, die Bünde in allen ^'ttgen treulich zu halten und sich dafür zu verwenden, daß sie überall gehalten werden; wenn aber Jemand so Drängt würde, daß er glaubte, dieselben wären gebrochen, so würde Glarns sich dadurch ebenfalls betroffen h'hlm und entschlossen sein zu handeln, was gemeiner Eidgenossenschaft Wohl erfordern' könnte. Im Nebrige» d'bct es die Zürcher, daß sie in ihren Händeln „nicht zum strengsten anshin fahren" und allerwegen das Beste "lögen. ' Auch hier ist eine sichere Angabc des Datums nicht möglich. ISS. Soü'tljurn. 1524, 26. Jttlr (Dienstag nach Jacobi). Dwa,«.N'chi>> Z.iriN,: Acte» Ka»to"Sa.'N.i» Solo»»,»'..- Rathsbnch Nr. >2. i>. 2>9, 220. l. Nor „Rüthen und Bürgern" eröffnen zwei Nathsbotcn von Zürich (Grevel und Nnbli) ihre Instruction, ^"hrend das Evangelium und den Handel zu Illingen. U- Darauf wird ihnen geantwortet: 1. Man wolle ^ dein Evangelium bleiben, indem man hoffe, gleich den Bordern es bisher gethan zu haben wie Ehrisienlente. .' I" den Geschäften betreffend den Jttingerstnrm habe man bisher das Bcsll gethan; man werde das auch , thnn, so meit es ziemlich und gebührlich sei. 3. Der Knechte halb, die mit „den Andern in den Krieg ersuche man Zürich, die Milde walten zu lassen, „angesächen allerlei), so vornachcr onch verlassen". .. erachte nicht für nöthig, daß „besondere Orte" sich vereinigen, da dies mehr Unwillen als Gutes bringen . ^e; ober mit gemeinen Eidgenossen darum zu tagen und darin zu handeln, was zu Flieden und Ruhe diene, ^ '"an geschehen. 5. „Es ist onch miner Herren Meinung und bitte, daß si sich onch in (den) Handel schicken, ^ was unzin,licher fachen by inen bishar gewicht, abgestellt werden, damit man dcster bas zuo einikeit kommen q Dos Datum hat das Solothnrncr NathSbnch, das auch die wichtigsten Momente des Vortrags berührt, die ' """ort dagegen viel kürzer faßt. Juli 1524, Mern. 1524, 28. Juli f. (Donstag nach Jacobi f.). Ttaat^arcliiv Vucern: Allcs. Abschiede, d. 2. 1. KOI. Staatstirctiiv Anriet): Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 5», Nr. 91. TtaatSarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, VV. p. 285. Kantonöarchiv Basel: Abschiede, 1. 127. Kantonsarelnv ^reibnrg: Abschiede, Bd. .stantonSarci)iv Svlotlinrn: Abschiede, Bd. XII. jinntansaretiiv Sttiafshansen: Abschiede. Vandeöarchiv Appenjell I. N.: Abschiede i». Da eine Botschaft der Erzherzogin Margaretha und des Bischofs von Besanyon begehrt hat, daß d>" Marchstreit zwischen der Grafschaft Burgund, dein Gotteshaus Mortcan und der Grafschaft Neuenbürg e»dl>d> berichtigt werde, so wird auf St. Bartholomänstag (24, August) ein Tag nach Neuenbürg angesetzt, allwo d» Stoß besichtigt und die Parteien verhört werden sollen; Bern, Zug, Unterwalden und Solothurn sollen im N»»"" aller (XII) Orte Boten dahin verordnen, I». Da überdies ein Span waltet zwischen der Grafschaft Balcndis »st Etlichen von der Grafschaft Neuenbürg, um Märchen und andere Sachen, so sollen jene Boten Gewalt habt"' auch diesen gehörig zu erkunden und nach Nothdnrft darin zu handeln, «. Freibnrg, Solothurn und Schaffho"st beschwere» sich darüber, daß bei der (letzten) Beschwörung der Bünde einige Orte sich geweigert, ihnen zu schwör"' wiewohl sie allezeit treu zu den Eidgenossen gehalten haben und ihre Eidcspflichten gerne erfüllen würde»! ^ bitten, sie darin nicht von der Eidgenossenschaft abznsöndcrn und wie die andern Orte zu halten, Heimzubrinßck' «I. Dem Landvogt zu Nenenbnrg wird befohlen, die Priester in der Grafschaft, die Eheweiber genommen, st"' Pfründen zu entsetzen, ans ihre Güter Beschlag zu legen und sie ans der Grafschaft wegzuweisen. Indessen heimzubringen, ob man die Strafe mildern ivolle, Jeder Bote kennt die Beschwerde des Vogtes von Sid^ daß ihm der Herzog von Savoyen seine erbliche Herrschaft ohne alle Ursache vorenthalte, und dessen Bitte, man an den Herzog schreibe, er möge das fragliche Eigenthmn zurückerstatten oder dann vor den Eidgc""" deßhalb Recht annehmen. Da die Boten von Wallis erklären, sie würden den Ihrigen nicht verlassen, st" ^ ihm thätlich zu seinem Recht verhelfen, so hat man, um Unruhen vorzubeugen, ei» angemessenes Schreib" ^ den Herzog gerichtet, zugleich aber den Boten von Wallis empfohlen, die Antwort des Herzogs abzuwarten unterdessen nichts Unfreundliches vorzunehmen. I. 1, Eine französische Botschaft (Herr von Lnmct, Morelet und Herr von Boisrigault) bringt nach Uebcrgabe ihrer Ercdilive mündlich und schriftlich vor, w>e ^ Herzog von Bonrbon, der des Königs Unterthan und Lchenmann sei, in die Landschaft Provence gezogen, "" ^ Absicht, des Königs Gebiet zu schädigen und zu erobern und den König zu vertreiben, weßhalb es nothn" ^ geworden sei, sich mit aller Macht zur Gegenwehr zu rüsten. Der König setze nun sein ganzes Vertrauen Eidgenossen und bitte und ermahne sie zum dringendsten, ihm 6000 Mann nach Inhalt der Vcreinnng zu lassen, die er zum Schiri» seiner Person gebrauchen und ehrlich halten ivolle, 2, Und wiewohl dm-' ^ zur Bezahlung der ausstehenden Sölde und der Pensionen und anderer Schulden vorhanden gewesen, so st der Uebcrfall des von Bonrbon so unversehens und so eilig eingetreten, daß er dieses Geld aus Noth angreifen müssen, um den nächsten und größten Schaden abzuwenden. Es haben indessen die königlichen Vollmacht, sich mit den Hauptlcuten sofort zu verständigen und sie sowohl als die Gemeinen der Sölde ^ zu befriedigen. Da es nun dem König gegenwärtig nicht möglich sei, die ausstehenden Pensionen und die Pflichten zu leisten, so bitten die Anwälte dringlich um Geduld (und Mitleiden), und ermahnen dabei zu bedenken, daß wir nichts gewinnen würden, wenn der König unterliegen sollte; daher möge man st"' Aufschub bis St, Martins (al. Andreas-) tag (11./30, November) gewähren; unterdessen werde General in Bern zurückbleiben, bis die Pensionen und andere Verpflichtungen berichtigt seien; würde es gefordert, st ' Juli 1524, " sich verschreiben, ivie man es begehre, — Da noch Andere an den König Forderungen zn stellen haben, so werden sich die Herren Morclet und von Boisrigault nach Entrichtung des Soldes, der Pensionen :c. mit den 'insprechern in Güte vertragen oder, wenn das nicht möglich wäre, dein Recht geinäfi der Vercinung seinen Gang lassen. auch sogleich nach Lpo» zn dem König reisen, um das Erforderliche zu besorgen, 'l- Das hiernach von den französischeil Boten gestellte Begehren, daß man ihnen gestatte, die Knechte anzuwerben ""d zu dem König ziehen z» lassen, wird abgeschlagen, jedoch erlaubt, die de», König schon zugezogenen anzunehmen, sie nicht zu den Feinden übergehen, 4, Da dieselben Boten klagen, daß einige Hauptlcute und Knechte, die gar nicht weggezogen oder nur bis Ivrea und Noinnny (Noniagnano?) gekoimnen, den Sold für drei Monate ^"f einmal) fordern, und daß eine große Zahl Knechte, die ohne Urlaub und Ursache ans dem Felde hcinigckchrt, ""s ganze Besoldung Anspruch machen, so werden ans das Gesuch der französischen Votschaft ans den drei Orten Frciburg und Solothnrn vier Räthe bestimmt, die bei der Ansbezahlnng des Soldes zugegen sein, die erwachsenden Irrungen »ach Billigkeit schlichten und namentlich darauf sehen sollen, daß die ohne Urlaub '^""gezogenen nur "für die Zeit des geleisteten Dienstes bezahlt werden; wenn irgend Jemand mit Billigem sich begnügen würde, so ist ihm das Recht gemäß der Bcrcinung vorzuschlagen, 5, Sodann wird ein Zag nach angesetzt ans Sonntag vor Bartholome (21, August), wo alle Boten mit gehöriger Vollmacht sich Einfinden ^ um über diese Angelegenheiten Antwort zu geben, K'. DcrFönig stellt in einem eigenhändigen Schreiben Ansuche j„ gegenwärtiger Roth ihn nicht zu verlasse», was er nach Kräften vergelten wolle, I». Henninge., das Gesuch von General Morclet, ihm den Brief, wodurch er sich früher gegen die Eidgenossen für " unterdessen geleistete Bezahlung verschrieben, zurückzuerstatten, i. Was an den König, de» Grand.naitre und ^ Kanzler zu Gunsten des Grafen von Ärona geschrieben worden, weiß jeder Bote, It. Glarns soll de» i"crn eine Copie dieses Abschieds zuschicken und sie im Namen aller Orte zu dem nächste» nach Beru .ange- ^trn >,,, wo ist dem Glarner Abschied eigen. Im Frcibnrger fehlt i. Z» Dieser Artikel ist für die wälschen Parteien in lateinischen. Abschied ausgefertigt unter den. Datn.n 3. August Abschiede, >V, p. 2»g—Wt, Zn Das Schreiben an den Herzog, dd. 0. August, findet sich in den Berner Latein, Missiven. I. 139 b. Zu I. Es sind hier einige der wichtigsten Acten nachzutragen: ^ « y 1524, », Juli. Blois! König Franz I. an die einzelnen Orte Begehrt zum Düngt be. se.ner Perjon ^0 Knechte, die ihn. schleunigst zuziehen sollten, General Morelet se. auf den. Wege, ..... d.e Zahlungen ""^"richten, -e- . , S., «. .u°w,, K, A, Schasshausm: Conespondmzm. — St, A, ,u«>n, », ^ .2) 1524, 1k. Juli (Samstag vor Maria Magdalcne). Bern NN (die übrigen Orte) Dlt Botschaft des ^°"igs von Frankreich, Kerr von Boisrigault, habe vorgebracht, i» ivclcher ^ngc sich des Kon.gv Kr.egshandel ^"deu, und mit wie starker Macht die Feinde gegen ihn heranziehen, sodaß wohl nöth.g stn, e.lcnds mit tapsere.n Widerstund zu begegnen und besonders für die Sicherheit der Person des Kön.gs zu sorge», weßhalb er ...» ^"ufuug eines Tages auf Donstag nach Jacobi (28. Juli) gebeten. Da der König selbst ... gleiche», Snrne ' schrieben n„d dabei angezeigt habe, daß General Morelet von Lpon aus verreist se., „n. auf den genannte» Tag zu kv.nmm und nicht zurückzukehren, bis die Pensionen und Anderes bezahlt seien, wie aus de», beigelegten 470 August 1524. Schreiben zu ersehen, so melde man dies, sowie daß er 6006 Knechte begehre, damit, alle Orte ihren Boten Voll- macht zu endlichen: Entschlüsse crtheilcn können, ?c. > 'yt, A, Bern: TeutsH MWe», ie k. ss» o. 3) 1524, 17. Juli. Bern an den Herzog von Savoyen. Er wisse aus früheren Zuschriften, wie sehr man darauf halte, daß die Sold- und Pensionsgelder, die der König von Frankreich den Eidgenossen schuldig sei, stch^ anher gefertigt werden; man vernehme aber, daß des Königs Feinde, die sich in Genf aufhalten, noch innner aus jenes Geld warten, um es an sich zu reißen, :c. Da der Herzog den Eidgenossen kürzlich durch seine Botschaft versprochen habe, das Geld durch sein Gebiet sicher geleiten zu lassen, so ersuche man ihn nun, nicht bloß m eigenem Namen, sondern auch für die übrigen Orte, mit aller Sorgfalt zu verhindern, daß gegen die D>en^ des Königs, die das Geld herführen, Gewalt gebraucht werde, vielmehr ihnen sicheres Geleit und freien Weg H verschaffen; denn in dem Falle, daß da ein Angriff geschähe, hätte er des bestimmtesten zu gewärtigen, daß ^ Eidgenossen sich dafür rächen würden, w. St. A. B-m: «am». AM»-», i. 4) 1524, 16. Juli, Nomorantin. Franz I. an Lucern und andere Orte. Er sei zuverlässig benachrichtig durch Personen aus der Umgebung Karls von Bourbon, ivie derselbe (den Eidgenossen) mehrerlei geschrieben, zu gänzlichen: Bruch der guten unauflöslichen Freundschaft und Allianz mit ihnen dienen sollte, und wiewohl g voraussetze, daß sie die Persönlichkeit keimen, die so viel gewagt, und deren Bosheit sich darin genugsam habe, sodaß man wisse, wie viel Glauben man seinen erdichteten Worten schenken könne, so wolle er doch i unterlassen, zu verstehen zu gebe», wie sehr es ihm mißfiele, wenn Etliche von den Eidgenossen (cko vous) durch solche Vorspiegelungen gewinnen ließen, die doch nichts anderes bezwecken, als sie von ihn: zu trennen m gänzlich zu ruiniren .... Er wolle sie aber hiemit versichern, daß sie niemals einen treueren Bundesgcnoß^ finden werden, der die Freundschaft mit besserer Gesinnung zu erhalten strebe, :c. St. A. Lucein: Missivcn d. frz. Könige. — K. A. Schaphausen: Conespondenzen. 2 Ol Lncern. l 534, 3. August f. (Mittwoch vor Oswaldi f.). StaatSnbchiv viicci'» : Allg. Abschiede, ct. g. f. VW. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd.», k. 44. Tschub. Abschicde-Sammimlg, Bd. s, Rr. 92' ^ Staatsarchiv Bern: Allg. cidg. Abschiede, >V. i>. 2»7. Kailtvnüarchiv Solotliiirn: Abschiede, Bd. X:i. trautviiSarchiv Frribnrg: Abschiede KaiitvuSarchiv Basel: Abschiede, k. 142. KaiitvnSarchiv Schaffhatisrn: Abschiede. Gesandte: Bern. (Sebastian von Dießbach). Freiburg. (Ulrich Schnewli). Solothnrn. (Hans alt-Bauherr). — (Die andern nicht bekannt). , i». Es ivird abernmls, ivie schoi: letztes Jahr ans der Jahrrechnung zu Baden, beschlossen, der Landv^ in: Thurgau solle voi: Sebastian Muntprat den Geinächtsbricf zurückbcgehren und ihn: dagegen die U' ^ Siegelgeld, die Vogt Mnhein: (bezogen und jetzt) dem Landvogt wieder zuschicken soll, herausgeben. Würde a Muntprat oder seine Verwandtschaft den Brief behalten, so hat der Landvogt Befehl, das Gemächt sofort ^ künden und zu erklären, daß die Obern es niemals anerkennen werden. I«. Jeder Bote kennt das frenndschm ^ Anerbieten, das der Bischof von Consta»; durch seine Botschaft hat eröffnen lassen, v. Ii: Betreff der Gemeinde Lnggaris auf der letzten Jahrrechnung erhobenen Beschwerden, die jeden: Orte in Abschrift worden sind, hat man beschlossen und den: Landvogt geschrieben, er solle sich ohne Rücksicht ans diese -b verhalten wie bisher. Jedoch ist heimzubringen, ob man auf dieselben sich einlassen will. «I. 1. Dieser wegen der Ereignisse in den: Kloster Illingen und der Empörung in: Thurgau angesetzt. Nachdem die der X Orte ihre Befehle eröffnet und die Instructionen von Schaffhausen und Appenzell gehört, deren Gesandte:: den Beisitz gestattet, ebenso den Boten von Zürich, weil dieses sich anerboten, die began^ ^ - Frevel, soweit die Schuldigen ihn: zugehörcn, nach aller Gebühr zu bestrafen und die klebrigen strafen zu Helm' August 1524, 471 2- A»f die Fmge, wie Zürich es halte» wolle mit dcu Gefangenen, die es zu Stnuuuheiin, zu Nußbäume» u»d auderu den X Orte» zuständigen hohen Gerichten im Thurgau ciugezogeu, crividcru die Boten: Eine Anzahl, zu Stein und anderswo gefangen worden, haben ihre Herren allein zu bestrafen; aber die in Stammheim, Nußbäumen oder andern hohen Gerichten im Thurgau Verhafteten seien in guter Meinung zu Händen der X ^>te „ach Mach geführt worden, um dieselben insgemein zu strafen, und ihrethalb stellen sie die Bitte, destwegcu k'ne» Tag nach Zürich anzusetzen, da dieser Ort aus vielen angegebenen Ursachen am geeignetsten wäre, !1, Nachdem '"°>> über diese Meinung vielerlei gesprochen und berathschlngt, wurde in Betrachtung, das; es sich nicht allein ^e schon Verhafteten, sondern um alle übrigen Bctheiligtcn und in» andere Frevel, z. B. an den Bildern, handle, ein Tag angesetzt ans U. L, Frauen Tag im August (15. August) nach Baden, als an einem „gemeinen Wichen" Platz, „iid den Boten von Zürich aufgetragen, ihre Obern dahin zu vermögen, das; sie die in den zum ^hurgan gehörenden hohen Gerichten Verhafteten nach Baden fertigen zu ihren und der Eidgenossen Händen; erwarte man, sie werden die zu Stein und anderswo Gefangenen, über welche sie allein zu richten haben, Erbieten gemäß derart strafen, daß das Gotteshans Jttingcn und die Eidgenossen für ihren Schaden und ^sten entschädigt und solche Aufrühre künftig verhütet werden, Zürich soll sich von Stund an erklären und alle ""e benachrichtige, wenn es die fraglichen Gefangenen nicht nach Baden senden wollte; will es aber handeln seinem Erbieten, so braucht es nicht zu schreiben; in jedem Falle soll aber der angesetzte Tag vor sich gehen, ^ soll auch jedes Ort bei den beschlossenen Rüstungen verharren, damit man, wenn jemand sich der Bestrafung '^"setzen wollte, versehen »nd gerüstet wäre. Namentlich soll auch jeder Bote heimbringen, wie ».an solchen Aufständen zuvorkommen wolle, damit jedermann bei dem Seinen bleibe, und die Bünde ausrecht erhalten werden, ( "»d weil Schaffhansen bei dem Sturm zu Illingen seine Boten dazwischen gesendet, die mit allem Ernst in der gehandelt haben, so wird dafür der Obrigkeit freundlichst gedankt mit der Bitte, auch fernerhin in dem Handel ihr Bestes zu 'thnn und sich zu den Eidgenossen zu halte». «. Dcßglcichen wird Appenzell crmahnt, in ^gegenwärtigen Zeitumstände» sich nicht von de» Eidgenossen zu söndern, sondern ihnen zu helfen, um den vor- ^"ben Freveln und Jrrthümern z» begegnen. , . Heimzubringen den Bericht des Landvogtcs von Baden über Achten, die aus dem Gebiete Zürichs bei der letzten Empörung bis in die Grafschaft Baden geschickt worden ^ ' '»ie nnch die Antwort, welche dessen Boten hierum gegeben haben. I'. In Betreff des gefangenen Priesters, Oechslj, wird beschlossen, ihn in. Gefängnis; zt. behalten und ans den nächsten Tag nach Baden zu schicken, .f' Der Landvogt von Baden zeigt an, das; z» Vre,»garten Einige über den letzten Abschied von Frnnenfeld w geäugt, eo s,; „logen, und daß die (Behörden) von Bremgartcn darüber genrthcilt haben, als ob das ^ zu bedeuten hätte ^ Darum wird verordnet, es sollen sowohl die Thäter als die Richter ans den nächsten ^ ZU Baden beschieden werden, .heimzubringen. I». Abermals kommt der Streit zwischen der Witwe Peter von St. Gallen »nd ihren. Stiefsohn zur Sprache, und da die Stadt St. Gallen durch ihre Botschaft '"geud begehrt, sie bei ihren Freiheiten, Stadtrcchtcn und Bräuchen zu lassen und die Bünde an ihr zu halten, wn'de» die Parteien nochmals ersucht, sich in Güte zu vereinbaren und dazu den Landvogt im Nheinlhal zu d°der dann ans den nächsten Tag in Baden zu kommen, wohin die Boten instrniri werden sollen, um j/ Allere, z.. beschließen. I. heimzubringen das Ansuchen deren von Franc,.seid n... Pulver und Blei für ^ ^»dt. it. uebcr die verlesenen päpstlichen Bnllen ist ans dem nächste» Tag Antwort zu gebe». I. Der ^chof von Verulam schreibt abermals wegen eines Friedens, den er betreibe, und in Betreff der lutherischen bec!!b ^gelM, das; die Eidgenossen ihm ihre Meinung darüber eröffnen; denn er wolle sich eben zum Papste Heimzubringen zur Instruction ans den Tag zu Baden. 472 August 1524, Im Zürcher Exemplar fehlt «5, im Basler uud Schasfhauser :i, !>—i, im Freiburger ^> -i, nn Solothmner l>> i. Jiu Beruer Archiv sind die 88 5, 6 von «I und <-—I versetzt in die Aetcnsammluug „Kirchliche Augelegeuheite» - Zu «l. Wir rücken noch folgende Acten bei: 1) 1524, 6. August (Samstag nach Oswald). Zürich an die zwölf Orte. Beschwerde über den Beschuß der letzten Tagsatzung in Lucern, daß die in Zürich gefangen liegenden Vetheiligten bei dem „Gelüuf" und Handel zu Jttingen sofort nach Baden ausgeliefert werden sollen, indem zu befürchten sei, daß Unschuldige für die Schnl- digcn leiden müssen, wahrend der Vorschlag, die Verhafteten in Zürich nach Nothdurft zu verhören, diese Gefell verhüten würde; deßhalb die Bitte, denselben nochmals zu erwägen und zu einem solchen Tage einzuwilligen' was dann über Schuld und Strafe erfunden und beschlossen werde, dem gedenke es nach seinem bisherige» Erbieten zu entsprechen. . St. A. Zürich-Missi»-»- 2) 1524, 6. August (Samstag nach Oswaldi). Zürich an Lnccrn. Antwort auf den Abschied betreffe" die Gefangenen von Stammheim und Nußbäumen. Man hätte gehofft, daß die nenn Orte einen Tag in An >) halten würden, um dieselben hier zu verhören, damit die Strafe nur die Schuldigen träfe; die Gefangenen »bei nach Baden zu liefern, sei auch noch zu früh, da man noch nicht wisse, wie weit sie schuldig oder unsch"^ seien. Daher bitte man Lucern, in diesem Sinne zu wirken; was dann hier gefunden werde, darüber möge stu»" geschehen, was sich gebühre, :c. S>. A. rucmn Zu Von neueren Bullen sind uns keine vorgekommen, weßhalb wir auf Ztr. 172, Note et I, 1) verweist"' TOT. Dtlsten. 1.524, 16.—>21. August (Dienstag nach Unser Frauen Himmelfahrt f.). Staatsarchiv Lucrr»: Allg.Abschiede, ct. ü. k. tiie. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. s, r. 77. Staatsarchiv Wer»! Allg. eidg. Abschiebe, rv, ?' jtantottöarctiiv Basel: Abschiede. Katttoilöavcliiv Freiburg: Abschiede, Bd. 12. Kantvllöarcliiv Solothnrn: Abschiede, Bd. XII- Landesarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Zürich. Jacob Grebel; Konrad Escher, beide des Raths. Bern. Sebastian vom Stein, Lucern. Junker Jacob Fcer, Spitalmeister; Hans Hug; beide des Raths Uri. Josua von Beroldingen, R>Rst alt-Ammann. Schwyz. Gilg Rychmuth, Ammann; Martin an der Malt, alt-Ammann, Nidwalden. 1^'' Lussi, Ammann. Zug. Vogt (Konrad) Wachmann, von Monzingen. Glarus. Rudolf Luchsinger, des AAllH Basel. Ludwig Züricher. Freibnrg. Hans Guglcnberg, des Raths. Solothnrn. (alt-)Schultheiß Hcbolt. Schaffhausen. Hans Jacob Murbach. Appenzell. (Ammann Snter?). — E. A. A. l. 15 d> ^ Von Statthalter, Rüthen tind Regenten zu Innsbruck langt ein Schreiben ein, worin sie melden, est!' sie ans die Nachricht von der Empörung im Thurgau einige Personen abgeordnet haben, um die Sache vcr»u ^ zu helfen; unterdessen seien aber die „Parteien", laut eines spätem Berichtes, wieder „abgezogen". Es wird " Theilnahme freundlich verdankt. ?». In dem Strcithandcl zwischen dein Lcutpricster von Sarmenstorf und st Wirth daselbst, wegen einiger Wortwechsel und Beleidigungen, weßhalb die beiden früher schon vor den genossen erschienen und von Lnccrn ans auf diesen Tag geladen worden sind, werden die Parteien gegen euuu> ^ verhört und auch ein an Schwyz gerichtetes Schreiben der drei Dörfer Fahrwangen, Sarmenstorf und BeÜNst abgelesen, worin gesagt wird, daß der genannte Wirth von Einigen Dieb, Meineidiger und feldflüchtigcr Böstw gescholten worden und sich darüber noch nie gerechtfertigt habe. Es wird nun beschlossen, diese Sache „uul Anhang" auf den nächsten Tag zn verschieben, allwo dann beide Parteien sich wieder einfinden und du Dörfer die bezeichnete Anschuldigung entweder erweisen oder widerrufen sollen. Um ihnen Kosten zu ist beiden Parteien erlaubt worden, ihre Kundschaften vor dein Landvogt zu Baden aufzunehmen uud sthA August 1524, ^7Z "bsasstu zu lassende. Veit Guter, kaiserlicher Sccrelär, übergibt aus ein ihm zugesandtes Geleit sei» besiegeltes Uceditiv vou Statthalter, Negeuteu und Nätheu im Ober-Elsaß uud meldet dauu weitläufig, (1,) wie die Stadt A'aldshnt gegen die obgeuauute Regierung sich uugchorsam erzeige, indem sie der lutherische» Sccte so eifrig ""hange, daß sie trotz allen Befehlen den Priester, der dieselbe in sie gepflanzt, nicht wegweisen wolle, wodurch Nast und das Regiment geuöthigt werden, sie mit thätlicher Gewalt von ihrem unchristlichcn Glaube» abzn- ^"'gen; sie begehren deßhalb zu wissen, was dieselben in diesem Falle von den Eidgenossen zu erwarten hatten, wie sie sich gegenüber denjenigen (Angehörigen) verhalten würden, die sich unterstünden, denen von Waldshnt beistand zu leisten, — Antwort: Man zweifle nicht, daß die Obern an dem Vornehmen der genannten Negierung großes Wohlgefallen haben; darum wolle man die Sache in den Abschied nehmen und erwarte, es werden "berau so ernste Verbote erlassen, daß Niemand der Ihrigen sich dagegen verfehle; wenn aber dennoch Einige Mben überträten und den Waldshntern Hülfe brächten, so möge das Regiment mit denselben verfahren wie ' denen von Waldshnt. 2, Derselbe Gesandte zeigt mit Bedauern an, daß Zwei von Stein, die Urheber der ^»Pörnng (im Thurgan) »nd der Beraubung des Klosters Illingen gewesen, in Waldshnt beschützt werden, /s ohne Ziveifcl nicht geschähe, wenn die Stadt noch gehorsam wäre. Darauf wird ihm erwidert, daß zwei wlche (Flüchtige) auch in Lindau seien,' und das Ansuchen gestellt, daß das Regiment dieselben ans Betreten und ausliefere, um von denselben vernehmen z'u können, wer an solchem Handel schuld sei, wobei man spricht, ans gestelltes Begehren „solche" (Angehörige Oesterreichs) auf Betreten auch zu fangen und ihrer "brigkcit zu überantworten: 3, Sie (die Regenten) bitten und ermahnen die Eidgenossen, zu Beschirmung des H Glaubens die lutherische Lehre, als die Wurzel aller Bosheit, Laster, Unchrbarkeit und Ungehorsams wider " Obrigkeiten, zu unterdrücken und ernstlich zu strafen. Darauf erfolgt die Antwort, man sei Willens, das ""H Vermöge,, zu vollstrecken und ersuche sie, auch ihrerseits bei diesem Vorhaben zu beharren, wie jeder Bote SU sagen weiß. «I. (Doctor) Johann „von Eck" zu Ingolstadt in Bayern schreibt, die Eidgenossen sollen / burch de» Zwing« von Zürich nicht verführen lassen, und erbietet sich, uns zu Gefallen, „wenn es möglich an einem unparteiischen Ort mit demselben zu dispntircn und mit der Hülfe Gottes ihn zu überwinden. AbsckM dieser Missive wird (auch) Zürich mitgetheilt. «. Zürich hat die vier Gefangenen, nämlich Hans /Ah, Untervogt von Stammheim, seine Söhne Hans und Adrian, beide Priester, und Bnrkhart Nütimann von "Ruinen, »ach Baden gesendet und dabei begehrt, daß dieselben nur über die Frevel zu Illingen vernommen und " "wa anderer „lutherischen" .Eändel wegen befragt werden. Dennoch hat sie ein Ausschuß von den Orten Vtnnd n„d peinlich" thcils über die Ereignisse zu Illingen, thcils über allerlei andere Dinge verhört, die durch „„'deiche ,,„d festliche Kundschaften erfahre» hat. t. I. 1. Der Landvogt im Thurgan bringt h ^nge des Gotteshauses'Illingen vor über den großen Verlust, den es erlitten, der sich wohl ans 20,000 .„/clause; es wolle sich jedoch 'mit 12,000 Gl. begnügen und bitte, de». Vater zum Wiederaufbau bchülflich f 2. Ferner meldet er, daß ein Laßle Widenbach von Stein, zu Ncunforn angesessen, zu Illingen gar ,i/""ch gehandelt habe, und frägt an, ob er dessen Zinsen, Güllen und Güter zu der Eidgenossen Händen '°llc. Ca- klagt, wie die Bauern im ober» und Niedern Thnrga» überall wilder und ungehorsamer de,, ' ""d osfm drohen, 'daß sie nächstens an die Gotteshäuser, dann an die Edlen und Neichen gcrathen und y. ^Mössische,, Landvögtcn nicht mehr gehorchen wollen; sie geben ..... drei oder vier „Oertli" nichts und sta,./ '"'t Hülfe der Zürcher Bauern, der Gotteshansleutc von St. Gallen, der Nhcinthaler und Anderer ^ ^»ug st;,, »nd selber Herren werden. 4. Sic wollen auch keinen kleinen Zehnten »nd de». Landvogt keine Würben »nd Fastnachthenne» mehr gebe». 5. Einige Gemeinden im oben. Thurgan haben sich versammelt W 474 August 1524, und vereinbart, wenn die Appenzeller und die Gotteshausleute die Klöster St, Gallen und Rorschach überfallen, die andern Gotteshäuser gleichzeitig auch anzugreifen. (!. Die Bauern laufen nach Constanz zur Predigt; was ihnen da gesagt wird, weis; jeder Bote, 7, Es beschweren sich auch die Landgerichtsknechtc, sie seien des Lebens nicht sicher, wenn sie Frevel büßen oder Gebühren einziehen wollen. 8. Die Bauern allesamt seien schon einig, in kurzer Zeit keine Zinse und Zehnten mehr zu geben und nächstens eine „gemeine Theilnng" zu mache»- II. Darauf hat mau vielerlei gerathschlagt und an alle Gemeinden ein offenes Mandat erlassen, es sei beschlösse, alle Uebelthätcr, die sich zu Illingen und an andern Orten vergangen haben, ernstlich zn bestrafen; sie sollen schriftlich oder mündlich mit ja oder nein erklären, ob sie dazu helfen wollen oder nicht, und zwar ans de nächsten Tag, der ans Freitag nach St. Verena (2. September) nach Baden angesetzt ist; da soll dann Bote mit Vollmacht erscheinen, um zu beschließen, wie man mit Gewalt einschreiten wollte, wenn die Baue»' nicht gehorsam sein wollten. Unterdessen soll jedermann gerüstet bleiben, um im Fall eines weiteren Aufstaus im Thnrgau dem Landvogt sogleich zu Hülfe zn kommen. K. I. Auf Johann Baptist haben die „nachgeschriebenen Männer zu Unterstamm heim ans eigner Macht, gegen das Ncchtbicten der Pfleger, Kläui Weber und Kl»»" Schüler, neben dem Kirchhof in dein Kalkofen verbrannt: 2 gefaßte Tafeln, 1 ungefaßte, 1 großes Kreuz »» den Salvator daran, das Bildniß U. Frauen und St. Johannis, darunter sehr kostbare, dazu über IlW Bill» 3 die in und neben den Tafeln gestanden, auch alle Fahnen und Kreuze. In Oberstammheim 3 Tafeln, Fahnen und alle Bilder, auch Kreuze, Zeichen und Kleinode, mit großer Verspottung, sprechend: Höret m>e ^ schreien; wie thnt einem das Feuer so weh; jetzt sieht man, daß es des Teufels Gespenst ist und Ketzenb da haben wir recht gethan und Gott im Himmel einen Dienst. Zu Nußbäumen 1 Tafel, viele Bilder, und Kreuze. Zu Waltalingen 1 Tafel, Bilder und Fahnen, das Sacramcnt in der Tafel verrückt; Jacob Ulrich, den Pfleger, wäre dasselbe verbrannt worden. Alle Bilder und Zierde», die sie in diesen Kill^ verbrannt haben, sind (zusammen) mehr als 12 oder 14 Gl. werth gewesen. — Ferner haben sie aus den gc»»»^ Kirchen und Capellen Scckcl oder Geldstöcke genommen und das Geld mit einander verzehrt, dabei gedroht, der es ihnen wehre, todtzuschlagen und mit den Götzen zn verbrennen. — Konrad Wepfer ist der gröbste Schmähungen gegen Gott und die Heiligen; wer Zeichen, Bilder, Fahnen oder so etwas an dessen Hanse vo^ tragen wollte, den jagte er zurück mit der Drohung, ihn z» tödten, und dabei hat er geredet, de» Landvogt die Orte fürchte er nichts; sie wären nicht so mannlich, daß sie herausziehen und ihn darum „ersuchen" M»'^ Der (Untcr-)Vogt ist Pfleger zn St. Anna, hat aber seinen Eid vergessen, ihren Nutzen („frommen") Z» stW , und Schaden zu wenden, ist der erste gewesen, die Capelle zn berauben und hat daraus tragen Helsen L» ^ Tafeln, Kreuze und Fahnen, Schriften, Zeichen und allerlei „Gotteszierden", hat auch Hand angelegt, sie Z» brennen, und das gefundene Geld, das von biderben Leuten dahin gegeben worden, mit seinen Helfern »e^e II. An dem Allem tragen die meiste Schuld die zwei Priester Hans und Adrian Wirth, die in ihren P>»» - .. offen geäußert, man solle aus der Kirche fliehen, wem: Messe gehalten werde, und auch selbst geflohen; >»»" ^ in der Fasten und an Freitagen nnst Samstagen Fleisch und Eier essen, was sie ebenfalls selbst gctha», ^ solle keinem Priester beichten; darum haben sie auch „den Menschen" »»gebeichtet das Sacramcnt lll'gebe» es ohne Stola, Schellen und Lichter zn denselben getragen. Ferner haben sie gepredigt, die Messe, ivie sie gehalten worden, sei eine Ketzerei und des Teufels Gespenst; sie .vollen auch ihr Leben lang keine mehr hab^ Messe halten sei einer guten Mahlzeit zu vergleichen, welcher Andere zusehen müssen; dazu nütze das Lese» Latein so viel, als wenn man im Wald mit Holz oder Steinen redete; darum sollen die Laien entfliehe»; ^ die Psnffen und „Gottesmetzger" bruinmcl» dabei so unverständlich, daß man Nicht wisse, ob sie einem st» ^ 475 August 1524, "der beten. Geweihtes Salz, Wasser, Paliueu oder Kcrzeu zu haben, sei Ketzerei. Für die Todte» brauche mau '"cht zu läuteu, indem es lein Fegfcncr gebe. Einer geistlichen Obrigkeit müsse man nicht gehorsam sein und der ^veltllchcn auch nicht, wenn sie etwas gegen den neuen Glauben oder daö Evangelium gebiete, Bkan solle leine 'steiligm anreisen oder verehren, weder Maria noch St. Peter noch ^t. Anna, deine sie vcemögen nichts, ferner haben sie geheißen, die Bilder und Erncisi.rc zerbrechen »nd verbrennen, da dies alles des Bensele, 5'cspciest "nd nach der That die von Stanmcheim gelobt, daß sie nie ein größeres Werk gcthan; auch sind sie bewaffnet "°ch Jttiiegen gelaufen und haben die Laien zu ihren Freveln ermuntert; mit Konrad Wepfer, Jacob Farncr ""d Andern von Stannnheim sind sie in das Halls des Kämmerers zu Hüttwylen bei der Karthause gegangen ""d bei der Verwüstung desselben behülflich gewesen und dabei gesucht, des Capitcls Briefe zu vernichten, damit ^ von Stammheim die Hinsc nicht mehr gebe» müßten, mit den Worten, die Pfaffen hätten lang genug die ^"te betrogen. Item sind sie bei St. Anna gesessen, ohne Messe und Gebete zu verrichten; über Pilger, die ^)in gekommen, haben sie nur gespottet, besonders Meister Adrian mit seiner Frau (die er ans der „Sammlung" > nnmor den Herr Hans ersucht, ihnen Blesse zu lesen, so hat er das abge- "> ""d nermöae auch nichts! gekommen, haben sie nur gespottet, besonders wccipm <»»». , Winterthnr genommen); wenn Pilger den Herr Hans ersucht, ihnen Blesse zn lesen, so hat er das ai Ziagen und gesprochen, um St. Anna willen könne er sie nicht halten; sie sei nicht da und vermöge auch nid Pilger waren besseren Hanse geblieben, als daß sie einen Narrengang gcthan haben. I». Verzeichnis! ^""ptschnldigc». Von Unter -Stammheim: Burkart Zasi, Ottli Farner, genannt Poßli, Ulrich Windler ^ain Niettler, Hans Keller. Von Ober -Stammhcim: Hans Wirth, Untervogt, 'Jacob Farner, Hans Heinrich Vettel, Hns Halter (?), Sixt Schumacher, Jost Fetzhalb, .Konrad Wepfer. Von Nußbäumen: ^"'Hart Nütimann, Bernhard Nütimann. Voll Waltalingcn: Klans Ulrich (?), Hansli Schneitcr. Von ""talingcn: Balthasar Nütimann, Rudolf Nütimann^. i. Ans St. Johann Baptist haben die von Stammhcim die Bilder in der Kirche verbrannt. Darüber hat ^ Pater von Illingen zn einem Meyer von Stammhcim gesagt, es sei zu besorgen, Gott möchte über sie ver- ""M>, daß ihncn die Hauser verbrennen; auch gepredigt, das sei wider christliche Ordnung, dabei jedoch Niemand -.^' gescholten. Wegen dieser Rede haben ihn die von Stammheim in Zürich verklagt und ihm gedroht; darum ''."b sie in dem Sturm auch nach Jttingcn gezogen. Da hat man die Porte des Klosters eingeschlagen, ebenso Thürc zur Küche; einer von Stein, der voraus geritten, hat den Vater und den Schaffner um Essen und m.izune seien, die ihnen übrigens keinen Schaden zufügen ^ ^iangx,, Schlösser zerhauen, vir > " Päpsten, Kaisern und den Eidgenossen, Zins-, Lehen- und Kaufbriefe, urvnee, ' M di- Si-g-I »«,n.,d.» Dmm »nd.» «- di- Instdn. -i -n,M.» «WW-. « «-MM. ud°'»»i>' »n«-I°nd-r. „di- Bildnng h°,..nd-. z-chnch.», d.i f-. w-r.hi Ichmi- Tnl-l» -n Knch- n.d ' »Mrmmmrt. »ick «Mich- »nd Ichij». G-»«d-, »nch die C-n-chr- -nd »illb-u> »nd lMMid-ir) dns s --rmn-n> in „jw-i-n P»-ii,-In" nns di, E-d- »-Ichiiii-i. i»° -<- H i«i> Nß -N zckckn, M -ch-nd, d-s I -i -in, Ursnch n«°r Kch-l-!. »»d >»-»tnM». iwn di- S-I»iig. ^ Volle Zuverlässigkeit konnte bei der Festsetzung dieser Namen mcht erreicht iverden. August 1524, bücher, Meßbücher und andere große Bücher, die im Chor waren, mit Helparten und andern Gewehren zerhaue», desgleichen Betbücher und andere ohne Zahl zn Grunde gerichtet, eingefaßte Heiligthümcr, silberne Brustbilder und Zierden, kostbare Meßgewänder, „goldene Stücke", Damast, Sammet, Seide, mit köstlich gestickten Kreuze», alles zerschnitten oder weggeschleppt, eine Monstranz aus der Kirche entwendet von mehr als' 60 fl, Werth; daz» elf schwere („mächtig wol an lib") Ochsen, Kühe, Kälber, Schweine, Hühner, an 100 fl, werth Anken, Schm»^ Kerzen, Wachs, Kessel, Häfen, zinnerne Schüsseln, Teller, Kannen, Küchcngcschirr ohne Zahl, Zigerkäse, Dsclp lachen, und viel anderes dergleichen, dazu für wohl 200 fl, Bettzeug, für 30 fl, Leinentnch, auch Leder, Sticstß Sättel, überhaupt alles, ivas in ein „wohlgerüstctes Gotteshans" gehört, desgleichen Eisen, Stahl n, s. w,, für 1000 fl, Wein, für 80 fl. Haber, etwa 150 fl, Korn, auch Mehl, Brot und allerlei Speise fortgeno»»»^ die Weiher abgegraben, drei der besten Pferde entwendet, die Conventhcrren und Brüder „abgezogen", Klcidtt und Pelze w. weggetragen oder unnütz gemacht, die Kirche und andere Gebäude, mit etwa 1300 köstlichen Glas- scheiden, verbrannt, zwei schöne Glocken, über 600 fl, werth, Tischmacher- und Dreherzeug mit viel andcw" entfremdet. Der ganze Schaden ist wohl auf 12000 fl, zn schätzen. Und als das Kloster gebrannt, haben d» Thäter, wie man sagt, den Gotteshauslenten verboten zu löschen und jedem, der es lhnn würde, gedroht ß»" eigenes Haus anzuzünden. Item zwei Pfarrer „überlaufen" und ihnen für mehr als 60 fl. Wein vertrinR», dem einen drei Schweine geschlachtet und an seinen Vor-räthcn und anderer Habe großen Schaden zugefügt, il)»ck beiden die Hänser zu verbrennen gedroht, sodaß sie genöthigt gewesen, ihr Leben durch die Flucht zu errette»- St. A. Zürich: Tschud. Docum.-Sammlung, Tom. VIII, Nr. K3, wo auch x eingelegt ist. — K. Vibl. Freiburg: Girard. Sammlung, T. V. k. 1524, 17. August (Mittwoch vor St. Bartholomäus), Baden, In dem langwierigen Streit Zwists Frau Susanna von Nappenstcin, gekannt Möttelin, weiland Peter Graf's, Burgers von St. Gallen, ehelich Witwe, samt ihrem Vogte Ulrich Nitz, Hofnmmann zn Bernang, und Peter Graf dein Jungen nebst Geschwistern, betreffend Rückerstattung des von Frau Susanna zugebrachten Gutes und ihrer Morgengabe, von den Boten gemeiner Eidgenossen ans Begehren der Gesandtschaft der Stadt St. Gallen, daß sie bei Rechten, Gewohnheilen und Statuten geschirmt und das von Burgermeister und Rath gesprochene Urthcil >» umgestoßen werde, erkannt, es solle dieses Urtheil in Kräften bleiben, w, Siegel des Landvogtcs zu B»d^' Heinrich Fleckenstein, Stadtarchiv St, Gallm: Perg,-»». Im Zürcher Abschied fehlen «I, —i, im Freiburger und Solothnrner I». Basel und Appenzell nur «I, l' und mit Fragmenten der bezüglichen Beilagen (N. 3). Die Artikel ^ — i sind >»l»U zerstreut vorhanden, resp. von den Abschieden getrennt und mehrorts den Actensammlungen einverleibt. Zu «l. 1524, 13. August, Ingolstadt. Johann von Eck, der HI. Theologie Doctor und Nice -Caneell»6 der Universität I., an die „Herren und Verwandten -des alten Bundes der Eidgenossen". Edel :c. w. »Gl ^ jctz oftermalen mit fröidc» vernomen, wie ir üch als bcstendig glidcr der heiligen cristcnlichcn Alchen irrnng, nüiv verfücrisch luterisch leren und kctzeryen trostlichen gebrnchen ttnd widerstanden, dcß der in eivigkcit gelobt sye, der onch üch in dem selben üwerm eristenlichen fürnemcit mit stufen) göttlichc» wpter stcrkcn und beherzigen welle; dann onc allen zwyfel der allmechtig sin eristenlichen glonbe» >ut sundcr allweg durch sin göttlich gnnd etlich, die sin glori, ecr und gloubcn erhalten, schützen und schirnn'M crwcll; darum söllcnt ir üch als crlich loblich bestendig cristcn von üwerm gnoten eristenlichen .^i abwenden, noch üch Uolrichen Zwinglins, prcdicanten zuo Zürich, verfücrisch lasterlich schriben davon ^ « lassen; dann der selb Zwinglin in sincr geschrift niänigfallig irrnng iiifücrt, den wareil eristenlichen glonben ^ das wort gottes und die heilig gschrift kätzerisch vergwaltiget, zerrißt und in einen mißverstand ergerln) ^ der ich mich hiemit erbüt und erboten haben will, Ivo und wann es üch gefellig und gelegen sin will, sw»0 ^ disputation gegen bemeltem Zwinglin ußzefüeren, doch der gestalt, daß er Zwinglin nach unser beider August 1524. 477 disputatst., by deren, so ir dnrzuo verordnen wurden, erkennen und urteilen fest und ungcweigcrt dlibcn welle »nd nit thttcge wie Marti,ms Lutcr gcthon, darin die von Paris als Achter vor des dnrchlüchtigen hochgeborneu cristenlichen fürstcn und Herren, Herrn Vorigen, Herzogen zuo Sachsen -c., verordneten Nöten versprochen hatt; als aber die von Paris wider in Lutcr declariert und erkennt, wollt er ircm urteil» nit anhengig sin ?c. Und bi" also mit hilf des allmechtigen und gnaden des heiligen gcists tröstlicher Hoffnung, nnsern alten waren eristen- l'chen glauben und gcbrnch, daß das der heiligen geschrift gemeß und nit wider, gegen den. Zwingst,. leichtlich erhalten, onch herwidcrnmb, daß sin Zwinglins ni.w vcrfiicrisch fürnc.nen der he.l.gen gschr.ft ganz w.der.vertig u»d nntoge» sve, anzuozöigcn w., erbietende, womit ich iich in fachen und Handlungen, unser» heiligen glonben belangend dienen (und) üch sust dienstlichen und früntlichc» willen be.vpsen tan und mag, daß >r nuch dar.i.nen willig ....gespart und geflisse» haben und befinden söllent. Der alln.echtig welle üch n.it sin (wo) göttlichen gnaden bcsolchen habeil " Zürich: A> Rcligionssachc» (Kopie aus der kanzle, Baden). Zu Wir lassen die erheblichsten Acten folgen: 1) Anzeige des Stadtschrcibcrs von Baden an Zürich, dd. 1«. Aug. (U. L. Frauen Himmelfahrt), daß die Eidgenossen bestimmt erwarten, es werde Zürich, den. Abschied von Lncern gemäß (Nr. 201 cl). die in de» hohen Gerichten der zehn Orte Gefangenen ausliefern; die Boten, denen dieses Schreiben mitgegeben wird, sollen '"orgcn wieder in Baden erscheinen und lautere Antwort bringen. S.. A. Zürich, «hm-, Bd. o. 2) 1524 19 August (Freitag vor Bartholom!»), Zürich. Bin., Rath und Großer Rath erkennen ans du- Forderung'der'nenn Orte, die des Ittinger Handels wegen Gefangenen in Baden zu verhören, n.it den. Erbieten, „nützit dann billichs, gebürlichs »nd d.z sich dem rechten M.e" m, .hmn z.. handeln und nach Prüfung der Bünde, der S.anser Berkomninisz und der gemachten Vertrage: daß sie (Znr.ch) ,,m.t dhe.nen eren suogm. billichei. noch rechte., nnsern Eidguossen solich gefangen kömmst. soll.nt od^ mug.nt oerhaltc..".u.d beschließen daher, dieselben hinaus zu gebe... jedoch iu der Meinung, daß nur >hr Anthen an den. Ittmgerstur.n i" Frage kon.n.e, waS die Eidgenossen auch also angcl>on.n.en haben. DaS wird .nann.gl.ch kund gethan, da.n.t sich desto ruhiger halte . '. . 6'' A, Züsch, «. J..>„»..ch°..d°i. 3) Geständnisse von drei Gefangenen: I- Hans Wirth Vater, gibt an: 1. Nachdem zu Sta.n.nhei.n und St. Anna die Bilder verbrannt worden, sti or an St. Ulrichstag (4. Juli) zu Steiu i» des Bürgermeisters Schenke gewesen m.d dort von innen, Tochtermann. der von Frauenfetd her gekommen, berichtet worden daß der Landvogt .... Thnrga.. .hm ""flauer., lasse durch etliche Knechte, die in Wepfers Haus zu St. Auna verborgen waren, und ... der Dämmerung (,müder liecht") ihn festnehmen wollten. Dennoch habe er den Heumveg angetreten; da habe er von semer Frau ""d ander.. Personen neue Warnungen erhalten und endlich einen Boten nach Stenn geschickt man mochte .hm N-40 Alan.. .. Hülfe schicken, um ihu sicher hei.nznbegleiten; d.ese fem. dann geto.nmen, dazu d.e Leute von Etanunhei.., au gerufen dn.rh die Stnr.nglocke, die von seines Bruders Tochterlem gezogen word n; es st, aber "ich« seine Absicht gc.vesen, einen solchen Zusammenlaus zu veranlassen, und d.eser Aufruhr .hm le.dz d.ese. Haufe h"b- da.... des Opfers Haus eingeschlossen und bewach, bis am Morgen; dann sc. -r hmem gegongt um d.e zu suchen, welche da sein sollten, aber Niemand gefunden worden, worauf sich d-m -..oll wieder zerstreut habe. 2. tt-w di- «.,,»«!>- j. Jt.i.z.n wicht-, -- all-, « w -r-M!M, I-i °»ch St.mmh-tm J-ww-nu achz-br.ch.. ,md -- w, w.tm g-f-I-t- d- C-»-r mis d », B-rg, ,qch„, »wt s.o. H,z.tmchM «» w T,,m lchl- sich WS V°>. S-Iamm-, ; d. .dm «.nr.d Stch,. ... S,-w. m» MW- ,!ch mt. -!»m,d-r W..HM >md .dz-r-w »> «l-> E„° -„> B.t ch-ft nach j»lchtck.. z„me».d»°gt. m» d-u-B-w,.-»- d.« d-» °n m,.M°stm>» ».s R.cht, mit dir Irr»-..»,. d-i! dt- d-r-it i-i- Wt-Iw, -m. G-w«„ M >,°w. , S- «S dmm d-S z-m-i». V.I> WS «chw III,.»-» »--l-ist >-i «i-t« d.S «»n H„z,n !„drw Nichts G«,-S ».-«»Sg-I-H-N- w°«a>» " >i»d bt-ch. s-m d.s V-st- tt-than ... v-rl,iit-n. 478 August 1524. 4. Betreffend das van ihm aufgerichtete Fähnchen äußert er sich dahin, er habe dasselbe, als Pfleger Z» St. Anna, in seinem Hanse gehabt und im Sturm mitgenommen, in der iPcinung, daß sich der Hanfe dadm") bewegen ließe, abzuziehen. 5. Wegen des Sacraments, der Meßgewänder und anderer Zierden befragt, erklärt er, nicht zu wissen, dieselben herausgenommen und geschändet; den größten Schaden hätten übrigens die Gottcshnuslcutc selbst getha», er sei aber nicht dabei gewesen, als man sie abgemahnt. . K. Wer das Kloster angezündet, wisse er nicht; daß es geschehen, sei ihm leid. 7. Auf die Frage, ob ihm nichts bekannt sei, daß sich vielleicht Etliche „zusammen verbunden, vcrpstich^ oder vereinbart", was etwa ihr Anschlag gewesen, und auf wessen Beistand sich dieselben vertröstet, bezeugt cu von einem solchen Bunde und irgend welcher Hülfe nichts zu missen; zu Stnmmhcim und Nußbäumen seien wo) die Gemeinden einig geworden, ebenso die von Stein, daß sie gute Nachbarn sein und einander beistehen wollte"' wenn Fcuersnoth oder andere Gefahr sich zeigte, und wenn etwa Priester oder Andere in ihrem Bann gesaugt werden sollten; ein Anschlag gegen Gotteshäuser, Edellcutc, den Landvogt oder andere Ehrenlcntc sei ihm »>'". kannt; es sei nur etwa in der Gemeinde unter dem gemeinen Mann und bei dem Weine geäußert worden, man „eins nach dem andern abthun wolle". 8. Item gefragt, wer die Gemeinde z» Stammheim geführt und ihr den Rath gegeben, die Bilder Z» ^ brennen, nennt er Konrad Wepfer, der mit seiner Rede das große Mehr gewonnen und sich in allen als der roheste und entschlossenste („frevlest") erzeigt, und unter Anderm auch gesagt, man müsse einmal an Knebclbärte, womit derselbe die Eidgenossen in den Ländern gemeint habe. Bei dem Auflauf zu Illingen Konrad Steffen von Stein (s. o.) und Erasmus Schund unter den hitzigsten gewesen; letzterer habe dabei offe»" Aufruhr gepredigt. (Vgl. Z.) II. Hans Wirth, des Untervogts älterer Sohn, wird zuerst befragt der lutherischen oder zwingt'!^ Händel wegen. Er bekennt, in der Fasten und zu andern verbotenen Zeiten Fleisch und Eier gegessen und P>> Untcrthancn zu Stammheim gepredigt zu haben, daß dies kein Unrecht sei; doch solle man sich hüten, Ncbcnmenschen damit zu ärgern. Als man zu Stammheim die Bilder zerstört, sei er zu Stciu gewesen, ^ seinen Untcrthancn hernach gebeten, darüber zu predigen, damit sich das gemeine Volk nicht ärgere, habe er ul>" dann gesagt, sie hätten ihr Leben lang keine bessere christliche und göttliche That verübt, und ihnen aus dem ^ Testament gezeigt, daß man keine Bilder haben solle. Bei dem Sturm zu Illingen sei er von Anfang bis Ende gewesen, aber nur einmal in das Kloster h»m^ gekommen; die Sache habe ihm nicht gefallen. Wer das Kloster angezündet, wisse er nicht; er habe »»»" „Gassenrede" gehört, daß ein Hintersäße (oder sein Geschlecht), der vor Jahren durch ein Eberschwein des km Hauses ein Kind verloren, den Brand gestiftet; es gehe aber auch die Sage, daß einer von Wart mit cn Kropf, der jetzt entflohen, die Schuld auf sich habe.' .. Ferner gibt er zu, daß die Gemeinden Stammheim, Nußbaumen und Stein sich zu gegenseitigem Sg! vereinbart (s. o.), und erstcre 64 Mann verordnet habe, die bei einem Sturme „laufen" sollen. Wer das Sacrament zu Illingen verschüttet, sei ihm gänzlich unbekannt; er wisse nur, daß ein cntlmm Mönch, der jetzt in Zürich gefangen liege, als Thätcr bezeichnet worden. Konrnd Albrccht und Galli Seilest ^ Stein seien besonders frech gewesen, indem sie den „Vater" mißhandelt und mit den Büchern außer der K»» Fische gesotten haben. . ^ jM Er bekennt sich endlich offen zu der zwiuglischeu Secte und daß er einem Kranken das Sacrament ohne . gereicht und es ohne Kerzen, Schellen und anderes, was bisher üblich gewesen, zu demselben getragen habe. st. III. Meister Adrian (Wirth), der jüngere Sohn, ist ebenfalls geständig, ganz nach der zwingl»!^. Art gepredigt und eine Klosterfrau zum Eheweib genommen zu haben. — Nur von ferne habe er e»'fnh"^st. „j einer zu Ncfteubach vielleicht wisse, wer das Kloster zu Illingen angezündet. Er sei ebenfalls bei dein ' . gewesen, aber auf die Abmahnung von Zürich sofort heimgekehrt; im klebrigen stimmt er mit den Aussage'» I» Vaters und Bruders übcrein. St. A. «ucmn A. RcttnionshSnb-l. ^ Mancherlei nähere Angaben über diesen Proceß enthält Bullinger's Reformationsgeschichtc, I, 136 " August 1524. Zu l. Das erwähnte Mandat ist datirt vom Sonntag vor Bartholomäi (21. Aug.). Dem Landvogt im Thnrgau wurde befohlen, jedem Gericht eine besiegelte Abschrift von dem Landschrcibcr in Frnncnfcld zuzustellen. Diese Ausfertigung trägt das Datum Donstag nach Bartholoms (25. August). St. A. Zürich: A. Ittingechandel (Copie). >» Zu Ic. 1556, 17. Octobcr (Samstag nach St. Gallen Tag), Baden. Die Boten der XIII Orte beurkunden, daß eine Botschaft der Stadt St. Gallen vorgebracht, wie bei der obigen Urkunde an der „Prassen", u» welcher das Siegel hänge, eine Verletzung geschehen sei, weßhalb eine nochmalige Besiegluug durch Heinrich Neckenstein wünschbar scheine; weil aber derselbe sein Siegel unterdessen „den Ehren nach" etwas geändert habe, so begehre die Stadt, daß jedem Verdachte, der aus dieser Acnderung zu ihrem Nachtheil möchte geäußert werden, durch eine Erklärung der Eidgenossen vorgebeugt werde. Das wird ihr gänzlich gewährt. Stadtarchiv St. Gallen: Perg.-Uvk. TOS. Areilnn-a. 1524, 22. (und 23.) August (Montag vor Bartholomäi f.) K.„.to>,»> «.eibnra- RaN)-»>,ch Nr. 42. Gesandte: Bern. Bartholomäus May; Konrad Willading. ^reiburg. (Rath). ^ Jahrrechnnng für die Herrschaften Murten und Orbe, abgelegt von Jacob zum Stein, als Schultheiß zu Kurten, und Jacob Tribolct, Bogt zu Orbe. Ein Abschied ist uns nicht zu Gesicht gekommen; der Nechnnngsdetail (-..) ist in. Freiburger Nathsbuch Z" finde»; von weiter., dort angedeuteten Geschäften bemerken nur »och folgende: Auftrag an den Landvogt zu Orbe, die aufgerichteten Märchen zu prüfen und darüber nach Bern Berich. 5" geben, das dann den. Herzog von Savoycu darüber schreiben soll. ... Schreiben an die von Orbe: Alan vernehme, daß sie die ihnen verliehene Freiheit zu großen, Nachtheil d°r Obrigkeit mißbrauchen; darum künde ...an ihnen diese Fre.he.t ab; haben ,.e etwas gegen d.ese Verfügung einzuwenden, so solle» sie mit den. Amtmann reden (rechten k). Orandson. 1524, 24. August (w.sm.r Saint Nartlwlonw). .Ua»w»o<"'U»u Nr-ibnra- Am» «Nienburg. Gesandte: Bern. (Unbekannt). Freibnrg. (Hmnbert von Perroman; Hans Krnnnnenstoll). . Verhandlung mit einer Botschaft des Herzogs von Savoyen über die Marchstrei.igkeiten zwischen den Herrichten Sainte-Croix und Grandson. ^ Die Gesandten der Städte verlangen die Ansmarchnng gemäß den früher durch Schiedrichter getroffenen ^""nungen, während die Anwälte des Herzogs wünschen, daß die fraglichen Oertlichkeilen durch den gegen- '^igen Abt von Bellelay besichtigt .verde». Hierauf legen die Boten der Städte alle übrigen Forderungen ^Ullnd die beidseitigen Verhältnisse und Rechte ein. Das Original, das französisch verfaßt ist, enthält außer der Einleitung nur die erwähnten Artikel; ob -S vollständig ist, läßt sich nicht sicher erkennen. Von bezüglichen Acten lassen wir nur die wesentlichsten folgen: 480 August 1524, 1) 1524, 21, Juli (Vigilia Magdalena). Bern au Freiburg, Ju den letzten Tage» habe der Bischof von Belley das Gesuch gestellt, daß man den Span wegen der Märchen zwischen den Herrschaften Sainte-Croir und Grandson nochmals an Ort und Stelle gütlich untersuche und jedes Thcils Nechtsamcn prüfe, um hoffentlich eine» endlichen Vergleich zu erzielen. Wiewohl es nun bisher nicht an den beiden, Städten gefehlt, sondern o» dein Herzog, sodaß man weitere Tage abgeschlagen und die Aufrichtung der Märchen nach eigenem GntaclM beschlossen habe, so habe man doch, um den Vorwurf zu vermeiden, daß man die Rechte der Gegenpartei n»id achte, zum llebcrfluß nochmals zu einem Tage eingewilligt, jedoch nur ans das Gefallen Freiburgs hin, bitte aber, die Ilmstände wohl zu erwägen, namentlich daß der Herr von „Bälle" (Bcllelay?) sich erbiete, persona l an den Ort zu kommen und dienliche Mittel aufzusuchen, zc. St. N. Beim: Teutsch Missiveu I?. 272. — K. N. Freiburg: A. Bern. 2) 1524, 27, Juli (Mittwoch nach Jacobi). Bern an Freibnrg, Antwort ans dessen Schreiben betreßt die Märchen zum hl. Kreuz. Man sehe wohl, daß es Bern zu Gefallen in den begehrten Verzug gewilligt hn ^ wofür man zum höchsten danke, und lasse sich nun den angesetzten Tag gefallen, schreibe auch dem Herzog »" den Zugesetzten der beiden Städte, in der Hoffnung, zu einem endlichen Anstrng zu kommen. Darüber Freibnrg die Amtleute zu Grandson berichten, zc. St. A. Bm>: Teutsch Misswc» i>, 27», — K, A. K-iburg- A, B->u.» 3) 1524, 27. Juli (Mittwoch nach Jacobi). Bern an den Abt von Vellelms'. Anzeige des mit Freib»»! vereinbarten Tages wegen der March zu Sainte-Croir, um auf Sonntag vor Bartholom!« (21. August), Aben - in Grandson zu erscheinen und morndeß auf dein Stoß zu einem endlichen Austrug zu kommen, zc. zc. St. A. Bern: Teutsch Missiven I'. 1. 274 ti- Die Verhandlungen mögen laut N. 3) am 22. oder 23. begonnen haben. s«»s. Wern. 1524, 24. August f. (St. Bartholomüi f.), Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede (1. 2. f. 029. Staatsarchiv Berti: Allgemeine eidgenössische Abschiede >V. p. 903. ^ Staatsarchiv Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Vd. 5, Nr. 93. KantvttSarchiv Basel: Abschiede. KantvttSarchiv F-reibnrg: Abschiede KantvnSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XII. kantvttSarchiv Sei,Uffhausen : Abschiede. Gesandte: Frei bürg. (Dietrich von Endlisperg, Schultheiß). — (Andere nicht bekannt). ». Der Landvogt von Lnggaris hat auf diesen Tag geschrieben, wie den Angehörigen der Landschaft schlagen worden, Korn und andere Lebensmittel ans Mailand zu holen, und Jeder zuerst die Erlanbmp Herzogs answirken müsse, nin von dem Recht des feilen Kaufs Gebrauch machen zu können. HeimzubuG^ und ans dem nächsten Tag zu beschließen, was man zunächst dem Landvogt dcßhalb befehlen wolle, k» ^ Orte, die ihren Zusatz noch nicht nach Lnggaris geschickt, sollen beförderlichst ihrer Pflicht nachkommen. Biel kommt eilt Schreiben mit der Anzeige, daß einige Priester das ab dem letzten Tage tu Zug erlassene (Mandat?) betreffend die vcrehlichtcn Priester schmähen, verachten und sagen, es sei hinter dein Ofen gemacht besiegelt und nicht von den Eidgenossen ausgegangen; ferner wird gemeldet, Izaß daraus Unruhen entstände» ^ fernere Widerwärtigkeiten zu besorge» seien; daher bitten sie (die Herren von Biel) um Bericht, wessen sie s"i> ^ den Eidgenossen zu versehen hätten.— Darauf hat man das letzte Schreiben bestätigt und das Begehre» , demselben nachzukommen; dennoch wird die Sache in den Abschied genommen, um denen von Biel auf den »" Tag anzeigen zu können, wie sie gegen die Priesterschaft sich verhalten sollen. «I. Der Landvogt von Lanis st^ man sollte das Schloß Valzol, das die Morell innehaben, entweder gehörig besetzen oder niederreißen, '» ^ es sonst von den Feinden erobert werden und so der Landschaft zum Schaden gereichen könnte. Weil August 1524. Forellen dasselbe uicht von Hauden lasse» lvollen, bevor sie für die mit der Bewachung gehabte» Koste», die sie auf 400 Kroucu angeben, entschädigt würde», so hat ma» auf de» Bericht des letzte» („nächsten") Landvogtes, Ludwig von Meßbach, und die Aensternng von Einigen, daß die Inhaber sich an Etliche», die sie ans de», See gefangen, bezahlt gcmacht habe», "st beschlossen, das Geschüft in den Abschied zu nehmen, um ans nächstem Tage i" bcrathe», ob man das Schloß abtragen oder dem Trivnlzio oder dein Grafen von Arona wieder übergebe» wolle, , . Die Hnuprlente der Knechte, die bei dein letzten Aufbruch für den König von Frankreich bis Ifrp iIvrea) gezogen, beschweren sich, daß die französischen Anwälte sie schimpflich, nämlich nur „der Zeit nach" Isolden wollen, Deßhalb ist durch eine» Ausschuß mit den Anwälten geredet nnd.so viel erwirkt worden, daß hc den Knechten für zwei Monate Sold versprechen. Den Hanptlenten, die sich damit nicht zufrieden geben wolle», wird angerathen sich zu beruhigen, da ihnen sonst das Recht vorgeschlagen würde, t. Bern hat einige ^»dsknechtc, die ans dem Lager des Herrn von Bonrbon, und einen von Laudenberg, der ans Spanien gekommen, ^haftet und etliche Briefe bei ihnen gefunden, von welchen der Propst von Waldkirch zwei geschrieben, nämlich den Bischof von Consta»; und an Albrecht von Laudenberg, die unter Anderm enthalten, wie „sie alle" froh ^'M, büß ^ Franzosen und Schweizer so ans Mailand geschlagen und verjagt worden; doch wäre noch besser schlage» als verjagt. Heimzubringen, »in auf den Propst zu fahnden und ihn nach Verdienen zu strafen. Das Ansuchen des Bischofs von Constanz, diese Briefe oder Abschriften ihm mitznthcilen, wird diesmal abge- ^ugen, I,. Den durch den Kirchhcrrn von Wyl auf der Canzel beschimpften Hanptlenten wird ein Schreiben den Abt von St. Gallen gegeben, damit er ihnen unverzüglich einen Rechtstag ansetze und dem Recht seinen ^uf lasse; wünschen sie ans irgend einem Orte einen Beistand, so soll der Bezeichnete es nicht ausschlagen, damit Hanptlentc zu ihrem guten Rechte gelangen, t. Da sich der Herzog von Savopcn trotz wiederholten War- """gen Frankreich und den Eidgenossen feindlich zeigt und durch seine eigenen Diener dem Herzog von Bonrbon >°gar etwas Geld geschickt hat, und nicht alle Orte für den Antrag stimmen, ihm deßhalb ernstlich zu schreiben, w wird die Sache heimzubringen beschlossen, lk. Dein nenerwählten Bischof von Sitten und dem Abt von ^Aoriz werden Empfehlungsschreiben an den Papst gegeben, I. Das Antwortbcgehren der drei Städte Biburg, Solothnrn und Schaffhauscn in Betreff des Schwörens ist wieder heimznbringcn, weil die Instructionen ""gleich lauten, und Zürich und Schivyz ans diesem Tage nicht erschienen sind. >»». 1. Ab dem letzten Tage hatte sich bei dem König, dem Grandmaitre, dem Canzler und Andern für den Grafen von Arona verwendet, da nun die Antwort lautet, daß dem Grafen nichts begegnet sei, ivofür der König anzusprechen wäre, so '""d abermals beschlossen, auf's ernstlichstc an denselben zu schreiben, er möge dem Grafen mit einer Summe 3d dann ans den folgenden Dreikönigentag (6. Januar 1525) bestimmt, wo Bern und Uri je einen und der Kö>ug die andern zwei Nichter haben sollen, gemäß der Vercinung. «>. Ludwig von Dießbach, der jedem (der X4I1 Orte 100 Gl. schuldig ist, hat gebeten, ihm ferner Ziel bis St. Michelstag zu vergönnen. Antwort ans nächst^ Tag. i'. General Morelet begehrt abermals die Verschreibung betreffend die geleistete Zahlung zurück. Da nB dieselbe nichts anderes enthält, als die Zusage eines Monatssoldes (für Dienste) in der Picardie, der Besoldung für den Monat Mai für die Leute, die zuletzt nach Mailand gezogen, und der bei dem Herrn von Lautrer verdiente» Sölde, so sollen die Boten das heimbringen, und jedes Ort beförderlich nach Bern berichten, ob man diese M» schreibung hinausgeben oder behalten wolle. Auf das Schreiben des Herzogs von Savoyen ist erkannt, ^ solle der Herr von Chivron das Recht seiner Ansprache halb noch einmal suchen; dcßhalb ist an den Herzog 4' schreiben, (man erwarte) daß er binnen drei Monaten Recht halte und inzwischen nichts Unfreundliches beging- 4. Um wegen der Bezahlung des Soldes nicht immer mahnen und warten zu müssen, woraus den HauptleM» und Andern Schaden erwächst, wird mit den französischen Boten am Schlüsse des Tages die Abrede getrost»' daß der ganze Sold ans Allerhciligentag (1. November) zu Lncern, auf des Königs Kosten, erlegt werden stb'' inzwischen soll sich General Morelet samt den übrigen (französischen) Boten dafür verschreiben, damit man gelst»»^ Ausrichtung versichert sei. Die Bezahlung der drei Städte Bern, Freiburg und Solothurn und der LaudW Wallis soll jedoch zu Bern geschehen. Ii. Da einige Knechte, die unberufen und ohne Aufforderung von t»» Franzosen und den Hanptlcuten fortgezogen, jetzt vollen Sold beanspruchen, worüber sich die französischen lb»b» beschweren, und da man selbst für billig erachtet, daß sie nur von dein Zeitpunkt der Einschreibung an best werden, so soll auch das heimgebracht und (jedes Ortes) Entschluß darüber mit den andern Sachen nach ^ gemeldet werden, v Es soll jedes Ort bei den Seinen verschaffen, daß niemand den andern des ketzerisch^ oder zwinglischen Glanbens beschuldige, damit die Eidgenossen desto friedlicher mit einander leben und Unruhen vermieden werden. 1. Die französischen Gesandten, Herr von Lamct, General Morelet und Her» ^ Boisrigault, fordern Antwort auf ihre letzthin angebrachte Werbung; namentlich trägt Herr von Lamet, der ^ von dem König gekommen, nach Ablegung seines Creditives vor, wie sehr den König die Verweigerung Knechte und des Aufschubs für die ausstehenden Zahlungen beschwere; er habe, wie früher bemerkt, das 1 bereit gelegene Geld nur der dringenden Noth wegen angreifen müssen. Die begehrten Knechte wolle er »»^ Beschirmung seiner Person verwenden und nicht anders als ehrlich und wohl halten; würde er von den ^ genossen verlassen, so müßte es ihm zum Schaden und Verderben gereichen, die Feinde stärken, den „vorhanden^ Frieden verhindern und der Eidgenossen Lob und Ehre schmälern. Für die ausstehenden Pensionen und »' ^ Schulden sei er bereit, ihnen zur Bürgschaft außer dem General Morelet noch andere Fürsten und EdclleM ' geben, die Bern nicht verlasse» sollen, bis alles bezahlt sei, was bis nächsten St. Andreastag, ohne allen >»u ^ Aufschub, geschehen werde. Lamct erklärt zuletzt, wir seien jetzt im Falle, aus der Noth eine Tugend zu mache»' ^ der König augenblicklich schlechterdings nicht vermöge, die geforderten Zahlungen auszurichten, und weil sich August 1524, H M'und der Nvth erprobe, so wolle uns abermals gebeten haben, ihn nicht zu verlassen, wofür er uns "^zeit verpflichtet sein werde. Was die Sölde der Hauptleute und Knechte betreffe, die sich auf mehr als ^<1,000 Franken belaufen, so habe der genannte General Vollmacht, sich mit denselben „von einem Tag zum andern" abzufinden. 2. Das Gesuch der französischen Botschaft unterstützen auch die „Anwälte" der Städte Bern, Driburg und Solothurn, die eben mit dein König anderer Geschäfte wegen verhandelt haben, und bitten in hinein Auftrag, dem König, der früher in großen Sachen Wort gehalten, auch jetzt zu vertrauen und in der ätzten Noth ihn nicht zu verlassen; dein? wenn auch die Eidgenossen durch keine Vercinung mit ihm verpflichtet '"aren, so würde er doch hoffen, daß sie der bloßen Gevatterschaft wegen ihm die Bitte nicht abschlügen. Wäre es dem König möglich gewesen, so hätte er einige Kleider und Kleinodien, um 1,800,000 Kronen Werth, als Istand „och Bern geschickt, damit niemand einen Verlust zu besorgen hätte. 3, Da nun die Instructionen verbinden lauten, indem die einen Orte für die Bezahlung Aufschub gestatten und dem König Knechte überlassen sollen, so viele nämlich mit freiem Willen dienen würden, die andern die Vercinung nur halten wollen, wenn ^ König Gleiche thnc, und etliche Orte erklären, die Ihrigen einstweilen nirgendshin senden zu wollen, so endlich beschlossen, daß die Orte, die jetzt nicht „gewaltig sind", dem König zu willfahren, die Sache noch ^ninal mit dem größten Ernst und so bald wie möglich in Berathnng ziehen und ihren Bescheid schriftlich nach senden sollen; zugleich soll jedes Ort eröffnen, in welcher Gestalt es die anerbotene Bürgschaft des Königs ^'Uehme,, werde. He. Schriftliche Instruction des Herzogs von Savope», und Vortrag seines Gesandten: 1. Der ^ Franzosen in Mailand sei ihm recht leid gewesen, »nd er habe deßhalb sogleich einige Briefe nbge- ^ "ist und den Herrn von „Brinsing" zu den Eidgenossen geschickt, um ihnen anzuzeigen die großen Unruhen in Lande und ihnen seinen guten Willen kund zu thnn, ihnen mit Leib und Gut zu dienen, indem er ihren gleich wie eigenen bedanre, also daß er (der Gesandte) glaube, die Eidgenossen könnten keinen bessern ^^sgenosfen haben. 2. Nach ihrem Abzüge ans Mailand seien die Spanier in sein Land Piemont gefallen, groß?,, Schaden angerichtet, und sogar die Stadt Turin („Thüringen") bedroht; noch sei ihm nicht möglich ^ weder durch Unterhandlungen noch mit Gewalt sie ans dem Lande zu bringen. Er habe eine Botschaft ^Eidgenossen geschickt, um sie um Nath zu fragen, wie er sich in diesem Kriege benehmen solle, und zur had^^ ^'halten, er solle sich der Sachen nicht annehmen und dem Kaiser nichts zukommen lassen; den Rath l'eln ^ und seine Leute in Piemont haben die eidgenössischen Knechte in Mailand so viel möglich mit ^ ^»"ttcln versorgt und mit Mannschaft verstärkt; gerade weil er so treu an ihnen geHange», werde er jetzt ll» „ er die Stadt Vercelli und andere verloren, seien sein Land und seine Leute in so großes ^Kommen. Er habe mich den Kanflcnten, die ihnen Lebensmittel gebracht, sicheres Geleit gegeben, ihnen tz'V Vercelli, der sonst etwa 12,000 Kronen jährlich abgeworfen, erlassen, alles dem König und den tz^'sssen z>, lieh Nml> dem Abzüge der Eidgenossen zu Bard sei ihm nicht mehr möglich gewesen, das ihnen übergebene Geschütz daselbst zu behalten, es sei den Spaniern in die Hände gefallen, die mit ^bmnacht in das Land gekommen. 3. Die Eidgenossen haben verlangt, daß er den Bischof von Genf »nd uach Empfang ihrer Briefe habe er denselben zu sich nach Chambery (?Camara) kommen lasse» 'hin ^ ^ ^ geblieben bis zu der Eidgenossen Abzug. 4. Der Kaiser habe eine Botschaft zn ihm geschickt, um ^''udniß anzutragen, vermöge dessen er seine verlornen Länder wieder erhalten hätte, wie die an Bern Kopien der erhaltenen Briefe erweisen; er aber habe den kaiserlichen Boten erwidert, er könne sich gegcn- »n> m einlassen und wolle sich ruhig verhalten (wie ihm die Eidgenossen angerathen). Nun bitte er ''^y, wie er sich hierin verantworten solle; denn er habe dessen Boten versprochen, in dieser Sache einen zur Bewachung 484 Angust 1524. eigene» Boten zum Kaiser zn senden. 5. Noch liegen die Spanier in seinem Land, haben erst neulich die Städte Vercelli, Chavannes samt dem ganzen Piemont verheert, wollen die Städte zwingen, ihnen Steuern zu gebe»/ und den Pas; besetzen gegen Nizza und Mariona; aber noch wisse nicmand, was eigentlich ihr Plan sei. Diese Nachrichten theile der Herzog den Eidgnossen mit, damit sie ihm beförderlich ihren Rath und ihre Weis»"!! ertheilen und erkennen, wie er ihr Freund sei. Das Solothurncr Exemplar geht nur bis v. Im Freibnrger fehlen, vielleicht durch Ausfall eines Bogels Ii—i', im Schaffhauser i und x, (letzteres vermuthlich als selbständiges Actenstück bei Seite gelegt und verloren)' Zu «?. Den Wortlaut des erwähnten Rückschreibens an Biel, dd. Sonntag nach Bartholom« (28. August)' suche man im Staatsarchiv Bern: Deutsch Missiven I'. k. 279 d. Zu Ii. Beide Schreiben finden sich sab cluto 28. Augnst in den Berner Latein. Missiven I. 146 b, H?- Zn ii». 1) Den Wortlaut des Erlasses an den König, dd. 28. August, enthalten die Bcrner Lateinische Missiven 1. 145 ll. 2) Von den gefaßten Beschlüssen wird dem Landvogt in Luggaris durch Schreiben vom Montag vor Vereno (29. Angust) Kenntniß gegeben, mit dem Auftrag, bis zur Entscheidung des Königs dem Grafen nach Vermöge Beistand und Vorschub zn leisten, jedoch ohne dcßhalb Krieg anzufangen oder die Gegner zu thätlichem Widen stände herauszufordern. — Sodann, da dem Grafen früher einige Büchsen für sein Schloß überlassen morde? für die er im Fall des Verlustes sich zn reichlichein Ersatz in Geld verpflichtet, so begehre man, daß die fragliche Stücke geschätzt und dadurch künftigen .Irrungen vorgebeugt werde. St. A. B-m: T-utsch Mission r>. r. ooo v. Hiehcr gehört noch ein anderes, im Abschied nicht erwähntes Geschäft: I) 1524, 29. August (Montag ante Vcrenä), schreiben die cidg. Boten an (den Landvogt in LuggarM'l' 1)r. Peter von Mantell, des Grafen von Arona Machtbotc, klage wie sein Bruder Franciscus etwas Wein n andere fahrende Habe, um sie vor den Feinden zu retten, jemandem über den See zu liefern verdingt habe? > sie dann aber auf dem Wasser samt dem Schiff erobert worden; nun wolle der Schiffmanu für das verlo> Fahrzeug entschädigt sein, was man nicht billig finde, da Franeiseus der Fuhr halb mit ihm übereingekonM^ und zudem des Seinigen beraubt sei; darum verlange mau, daß der Landvogt das von ihm selbst in dermal gesprochene Urtheil nicht excquirc, sondern alles anstehen lasse bis zur nächsten Jahrrechnung und den Fuhr»^ weise, den Manlello nicht zu belangen, ?c. St. A. Bm>? Tmtsch Miiswm i>. r.sm o- lieber diese beiden Angelegenheiten wurde, vermuthlich für die Botschaft des Grafen von Arona, ein lab' nischer Abschied verfaßt, den der Secretnrius urbis Bernensis unter dein 29. Augnst ausfertigte. St. A. B«r»t Latein. Missiven I' rve Zu >v. Es sind hier folgende Acten zu beachten: ^ 1) 1524, 9. August, Lyon. König Franz 1. an Frcibnrg. Er habe früher geschrieben, wie General beauftragt sei, die schuldigen Zahlungen zu erlegen, und Anstalt getroffen worden, daß vom letzten Monat N " au 269,699 Franken hier liegen sollten theils für die allgemeinen und besondcrn Pensionen, theils für die gewisser Kriegsleute; zn deren Altsrichtung habe nur die Gegenwart General Morclet's gefehlt, der Tod des Generals de Normandie verhindert gewesen sei, anher zu kommen; unterdessen habe sich Karl von Bourbon einen Einfall in die Provence vorbereitet, zu dessen Abwehr der Marschall de Chauu ^ dahin geschickt worden, der dann einen Theil jener Summe für die plötzlich eingetretenen Bedürfnisse habe; darum sei von General Morelet nicht der ganze Betrag geliefert worden. Seitdem habe die Dagsust^ zu Berit über den begehrten Aufbruch von 6666 Mann, die Zahlung der Pensionen und die Soldansprüäst ^ Knechten und Hauptlcnten Beschlüsse gefaßt, (die ihn befremden?). Nun kenne man aber seine hrrzlichr ^ den Eidgenossen und wisse, welche Lasten er zu tragen habe, sodaß es ihm jetzt unmöglich wäre, rasch Z" ^ was er schuldig sei, wie man von Herrn von Mülinen und den Schultheißen von Freiburg und Solothu>U^ ^ nähern vernehmen könne, weßhalb er bitte, diese Personen auf den nächsten Tag in Bern zu schicken, einige Aufträge zu eröffnen haben. Da die Eidgenossen Ursache haben, nach den bisherigen Erfahrungr" st August 1524, 485 Zusicherungen Glauben zu schenken, so bitte er nun, sich dabei zu beruhigen, daß sie unfehlbar befriedigt werden sollen. Wenn die von General Morelct anerbotcnc Gcisctschaft ihnen nicht genügen sollte, so habe er Edellcutc von gutem Hause genug, die er ihnen bis zur Vollendung der Zahlungen schicken würde, wiewohl er hoffe, daß sie von solcher Strenge keinen Gebrauch innchen wollen, zc. Den Aufbruch von eidg. Knechten begehre er nicht ans Mangel an Leuten, sondern aus ganz besondcrm Vertrauen zu ihnen, und weil er gedenke persönlich mitzuziehen, s°daß sie zur Deckung seiner Person dienen sollten; wenn ihm diese Werbung verweigert würde, so müßten daraus Zweifel entstehen an der Freundschaft zwischen ihnen und ihm, was keinem Thcil Vortheil brächte; darum bitte sie, die Folgen wohl zu bedenken; denn er werde niemals etwas unternehmen, das ihnen Anlaß gäbe zu ver- muthen, daß er dem Bündnis; nicht gänzlich nachleben wollte, das er vielmehr für das beste und wichtigste halte; er bitte also, keinen Zweifel und keine Schwierigkeit aufkommen zu lassen, .'c. K.A.Fmbmg: A, Frankreich. 2) 1524, 10. August, Bern. Morclet und Dnngerant an Lucern. Creditiv für Gabriel Marcelin, in Geschäften des Königs. ^ A. Lucern: Missivcn der franz. Könige (deutsch). 3) Bemerke die Basier Instruction: „Wann des Königs botschaft erforderen wirt, ob man im die vj>» knecht geben well oder nit, sollen unsere Kotten vor allen dingen sich in still zno des Königs botschaft versiegen und an ir erkunden, ob uns der König d'c gmein und offenlich Pension hinfüro well geben, wie wir die forderen, und so er das thnon will, daß uns dann dcßhnlb glaublicher schin durch brief und sigel nfgericht und behändigct werd; alsdann sollen unsere Kotten "" die knecht Int der verein nnsers teils znosagen, So aber die botten des Königs mit halbem scgcl farcn (und) zwyspeltigc Meinung fürhaltcn wellten, alsdann sollen unsere botten nüt endlichs znosagen, sonder daSselbig "> ircm abscheid wider hindcr sich an uns bringen. So aber des Königs botschaft uns die Pension, mit namcn die heimlich, nnscrm begcren nach zno geben verseile, mögen unsere botten im wol sage», wir achten, de» .tlönig heiz u„s „it gcrn in der verein". . . „So dann ouch des Königs botschaft uns mit der Pension, nmb daß er d'e nit zalen dürft, nf die ansprach der mnrgrafschaft ivysen rvellt, füllen unsere botten (das) nit nnncmcn, snndcr vs bezalung der Pension dringen, doch darby dasselbig anbringen nit verachten und deßhalb mit ir ernstliche red halten (und) das wider hindcr sich an uns bringen." K. A. Bas-r. susHi-d-. 4) Im Bcrncr Tcutsch Sprirchbuch 671, 672 findet sich der Wortlaut einer bezüglichen (lateinischen) ^chuldvcrschreibnng des Königs, in welcher als Mitschuldncr für sich selbst und ihre Erben genannt werden Antoine Du Prnt, Canzler, Rennt von Savoycn, Grandmaitre, der Admirnl (Bonnivct?), Herr von Lalremouillc, A- de Montinoreney, Marschall, und General Morclet. Als Frist der Zahlung ist Ende November (tosliv. Lmioti ^uäroao) bezeichnet. Der Act trägt kein Datum, muß aber in die ersten Tage September fallen. Zu 2. lieber die hier berührte lluterhandlniig der drei Städte mit dem König von .zrankreich geben vorläufig folgende Acten die nöthigc Auskunft: 1) 1524, 23. Juli (Samstag vor Jacobi). Bern an Solothurn. Eine beglaubigte Botschaft der Frau Prineessin habe angezeigt, daß der Prinz in Gefangenschaft gerathen sei, und die Bitte gestellt, daß man sich doi dem König für ihn verwende, die sie in Solothurn auch vorbringen werde. Da dieses Gesuch nnversänglich sodaß der König und Andere darüber keinen Verdruß empfinden werden, und da sich die Prineessin bioher den Angelegenheiten der Eidgenossen als willig und gefällig erwiesen, so habe man ans Nachlassen und Ersuchen von Seiten Frcibnrgs entsprochen und den Ritter Caspar von Mülincn zu dem König abgeordnet, was man hicmit melde, damit Solothurn gleichförmig zu antworten wisse, :c. s.. A. B»»: T-W-h MW«. i>. r. 2?.,». 2) 1524, 25. Juli (Jaeobi), Solothurn. „Es ist vor nunc» Herren erschinen der Abt von Montmarie Und ein Trcsorier miner frow Prineessin und haben von derselben fronen wegen angebracht, nachdem ir sun durch Küngcj amvält fänklich ergriffen, und darnf begert denr Küng zno schribcn, daß er nit in ein schwer sänknuß Rlegt werde, nngcsechen sin krankhcit, so er kürzlich gchebt, und nit in ein thnrm oder knnnc», snnders daß er ^ur garten und spazicrnng mög haben, deßgelpchen drp oder vier cdellüt, die im gcsellschast mögen halten, und iro nachgelassen werde, zno im botschaft ze schicken, und dcnne ein botten begert, der mit der andren zweier Stetten botten hinyn zum Küng rrstc. Ward bewilliget von innren Herren." K. A. Solothurn: RatlMnch Nr. 12, p. 217, 213. 48K September 1524. 3) 1524, 26. Juli. Bem an dm König von Frankreich. Creditiv für Caspar von Mülinen, als Gesandten wegen der Gefangenschaft des Prinzen von Orange. St.«.Bern- Lat-w. MWo-n i. lsev. Zu x. Das Original, sechs Folioseiten umfassend, enthält allerlei Detail. SO«. Weuenvurg. 1524, c. 24. AMist f. Tag einer Botschaft von Bern, Unterwaldcn, Zng und Solothurn, im Namen der XII Orte, behufs Erledigung des seit Jahren schwebenden Marchstreits zwischen der Grafschaft Neuenbürg und der Frcigrafschnst (gegenüber Morteau). — Vgl. Nr. 200 a. Daß diese Zusammenkunft stattfand, ist aus der folgenden Missive zu vermuthcn, iveiter aber leider nichts bekannt. 1524, 23. August (Dienstag vor Bartholom«!). Bern an Sebastian von Meßbach. 1. Alls dem letzten hi« gehaltenen Tage sei beschlossen worden, daß Bern, Zug, llnterwalden und Solothurn auf morgen ihre Botschaft^ nach Neuenburg abordnen sollen, um in dem Marchstreit zwischen der Erzherzogin Margaretha und den AI Orten, wegen Morteau und der Grafschaft Neuenburg, gütlich zu unterhandeln; dazu habe man diesseits de» Caspar von Mülinen erwählt gehabt, behalte ihn aber auf dringendes Ermahnen der französischen Boten dahe»n und befehle nun dem von Meßbach („dir") ernstlich, sich sofort nach Neuenbürg zu verfügen und da Handel» zu helfen, zc. 2. Sodann sei auch der Span zwischen Neuenbürg und Valendis zu erörtern und nach Billig" zu entscheiden, w. St. A. Bern: Teutsch Missiv -il ?. k. 279 ». S07. Milden. 1524, 3. September f. (Samstag nach Bereuen f.). Staatsarchiv Lilceru: Allgcm. Abschiede, d. 2. s. 642. Staatsarchiv Hiirich: Abschiede, Bd. 9, 1. 85, 105. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschsede, >V. p. 337. Kalltvllsarchiv Basel: Abschiede. Äantvnsarchiv Freibnrg: Abschiede, Bv. 12. Katttonsarchiv Svlothurtt: Abschiede, Bd. XII. Kalltvllsarchiv Schaffhansel»: Abschiede. Gesandte: Zürich. Junker Jacob Grebel; Junker Corncl Schultheß; Heinrich Nubli; Konrad Eschn, alle des Raths. Bern. Sebastian vom Stein, Ritter; Venner (Peter) Stürler. Lncern. Junker Jacob Spitalmeister; Vogt Egli. Ur i. Niklans Muhcim. Schivpz. Gilg Nychmnth; Martin an der Matt, und alter Ammann. Unterwaldcn. Hans Lnssi, Ammann nid dem Wald. Zug. Konrad Bachmann, g Menzingcn). Glarus. Rudolf Luchsinger. Basel. Lndivig Züricher. Frei bürg. (Lorenz Brandenburg' Solothurn. (Alt-)Schulthciß (Peter) Hebolt. Schaffhausen. — Appenzell. — E. A. A. I-16 " ' t». Eine Botschaft von Francnfeld bittet, sie mit Geschütz, Blei und Pulver zu versehen, um im F»6 ^ Roth für uns und sich selbst einigen Widerstand leisten zu können. ?». Dieselbe Botschaft beschwert sich, ^ sie uon dem Salz, das über den untern See hinabgeführt wird, denen von Stein einen Zoll geben müssen, ' stellt das Gesuch, die Stadt von diesem Zoll befreien zu helfen, soweit das Salz nicht nach Stein, sondern in die Grafschaft geführt würde^ — Antwort über beide Artikel ans dem nächsten Tag. « . 1. Der Landvoch ^ Luggaris schreibt, er habe die zuverlässigste Nachricht, daß 500 Spanier mit 24 großen Büchsen von nach Novara vorrücken, um das Schloß zu erobern; daß 200 Fußknechte mit 8 großen und 4 kleiner» Grßg September 1524. ""f dem Wege seien, gegen die Insel des trafen von Aronn zn ziehen, nnd»daß sich nach der Einnahme von -^ovara der ganze Hanfe ans die Insel iperfen solle, nm dieselbe zn nchmci, nnd dann zur Belagerung von »llgaris zu schreiten. Dieses Schloß aber sei schlecht versehen; denn die Besatzung sei noch nie vollzählig geworden, »»d die Hälfte der Mannschaft krank; er bitte daher, sogleich eine ansehnliche Zahl Knechte dahin zn senden; 6dei zeigt er an, daß er das versprochene Blei noch nicht erhalten habe. 2. Ferner meldet er, daß die Mai- ^udischm auf ihrem Gebiet nichts kaufen lassen, die Eidgenossen verjagen nnd letzthin sogar mit Buchsen nach Einige» geschossen, Einen von Ascona gefangen, sein Schiff und etwas Korn weggenommen und ihn selbst ^brandschatzt („getället") haben, und wenn er die fragliche Summe nicht entrichte, so wollen sie ihn hängen. Heimzubringen nnd auf dem nächsten Tage darüber Antwort zu geben, da viel an der Sache gelegen ist. An e>> Bogt wird geschrieben, er solle inzwischen sein Bestes thnn, nnd an den Herzog von Mailand, man erwarte, ^ er den Unsrigen freien Kauf gestatte nnd schriftlich erkläre, wessen man sich von ihm zn verschen habe. » Die Boten von Lncern sollen sich bei ihrem Scckelmeister erkundigen, wer für das Blei nach Lnggaris hätte "che» soilm. « . Bericht des Landvogtes im Thnrgan, es haben zwei Klosterfrauen von Dänikon ihre ehemaligen , ^chtväter, zwei entlaufene Mönche von Cappel, geheiratet und die andern gezwungen, das Silbergeschirr mit 'h»en z„ thcilen; auch „das andere" haben sie noch im Sinne zu theilen. — Auftrag an den Bogt, dafür zn ^chen, Silbergeschirr der Aebtissin in Verwahrung gegeben werde. Im klebrigen ist das heimzubringen. H Ei» Sohn des Grafen von Arona trägt im Namen seines Vaters vor, derselbe habe bisher standhaft zn den genossen gehalten und ihnen treue Dienste geleistet, sei dadurch um Land nnd Leute gekommen und in Armut Kathen. Mm, habe sich freilich bei dem König von Frankreich für ihn verwendet, um ihm einigermaßen zn ' indem er sonst sein Schloß und die Insel nicht mehr behaupten konnte; wiewohl nun die Antwort des "gs noch nicht eingetroffen, so bitte er doch die Eidgenossen, seine Angelegenheit in den Abschied zn nehmen ' "'hu nicht zn verlassen. 2. In Betreff seines andern Schlosses (Valzol) am Laniserscc, das er vormals uns ^"^bcn, ist der Antrag der Mehrheit heimzubringen, dasselbe niederzureißen. K. Der Vogt im Nhcinthal 'w^^' ^ kommen Appenzeller dahin und predigen den neuen lutherischen Glauben; erst neulich habe» dort ? ^ öckanen gepredigt. — Auftrag an den Boten von Appenzell, das heimzubringen und dahin z» wirken, daß ^ unterbleibe; denn der Landvogt habe Befehl, Alle zn verhaften, die er in seiner Herrschaft bei dergleichen lg strafen. I». Das abermals gestellte Begehren des Hans Lombard von Basel, in Betreff des ^ heimzubringen, da die Mehrzahl der Bolen hierüber nicht instrnirt gewesen, i. Mit denen von "Thansen wird des Glaubens wegen gesprochen nnd ihnen eine Abschrift aller „Artikel" mitgethcilt, die sie ^ ^ lutherische,, Seele halb in ihrer Stadt brauchen"; sie seien als Eidgenossen verpflichtet, wie die andern Orte ^^^l>räuche der Väter zn erhalten; denn „wir Eidgenossen" haben den festen Entschluß gefaßt, in unser» Gebieten >»a^" Glanben abznthnn nnd ihn, soweit Leib nnd Gut reichen, gänzlich auszurotten. It.. Dasselbe hat ^ " bei» Boten von St. Gallen gesagt, damit seine Obern „ihren Keßler" anhalten, von seinem Predigen und ^lese,, auf den Stuben abzustehen. I. Der Vogt zn Luggaris berichtet wieder, es sei vor der Insel ein ^^"'"l)el geschehen, wobei Einige nmgckommcn. Deßhalb wird ans die Bitte des jungen Grafen von Arona ^ Herzog von Mailand geschrieben, er möge seine Leute zurückziehen und derzeit das Schloß in Nnhc lassen, hei' lmserlichc Sccretär HVeit Suter) übergibt ein Creditiv von den drei „Regenten" zu Innsbruck, Ensis- ^""Mt nnd berichtet, daß ein Streit walte zwischen Graf Sigmund von Lupfen zu Stühlingcn Wnen Unterthanen, nnd die Bauern, wenn der Span nicht gütlich geschlichtet werde, mit den Waffen zum gebracht werden müssen, wcßhalb der Gesandte frägt, wessen sich die Regenten in solchem Fall zn den 4»tt September I »24 Gidgcnosscn versehen dürsten. (^s wird derselbe Bescheid gegeben ivie srühcr i» dein Handel von Waldsbnt, »nl dem Beding jedoch, das; ihre bettle den zu Schaffhaiiscn gehörigen Dörfern keinen Schaden znsügcn. dagegen wird denen von Schafshauscn ansgctragen, ihre bei den Unruhen bcthciligtrn Angehörigen zu ivarncn, i». l, r>c von Konstanz haben ans Begehren des lr'andvogtcs im THurgan de» Conrad Stessen, Bogt von Stein, gefangen genommen; daraus hat man ab diesem Tag das Ansuchen an sie gestellt, uns de» genannten Bogt anSzulicscr», damit man die Wahrheit erfahren könne. Sic antworten aber, sie seien als Reichsstadt nicht verpflichtet, ili» jemandem zu überantworten, was man nicht übel vermerken möge; denn sie werden, sosern die Eidgenossen da» Recht gegen ihn begehren und eine Klage stellen, gebührliches und förderliches Recht ergebe» lassen. 2. Iusolgc dessen hat man vereinbart, es sollen d'ncern nnd Unterwaldcn jedes einen Rathsbotcn dabinscndcn, z'uccrn de» selben eine in unser Aller Namen besiegelte kredenz und Bollmacht mitgeben und diese Boten samt dem Vandvogl in der Sache handeln ; außerdem wird der kaiserliche Sccretar ersucht, zu erwirken, daß auch die Regenten eine Botschaft nach Konstanz abordnen, mit den diesseitige» Gesandten behülslich zu sein, damit der Bogt von ^tc»> ihnen überantwortet oder, wenn dieö nicht erhältlich, nach Bcrdiencn bestraft werde, !i. Ferner sollen die Bote» mit denen von (Konstanz reden ihrer Prediger nnd anderer Sachen wegen, worüber der Vandvogt ihnen Ansbach gcbeil wird, 4, Der Zag hiesür ist ans Sonntag nach dem hl, Krcnztag «' I». Da Rothweil seine Antwort betreffend Hans Caspar von Bnbcnhosen schriftlich gibt nnd die Urfehde c>» sendet, so hat man den von Bubenhofen nochmals verhört, der weitläufig erzählt, ivie er zu solcher llrjcbd« gezwungen worden, nnd weinend »in Gottcö willen bittet, ihn als der Gidgcnossen Bnrgcr nnd Hintcrjäß »'^ rechtlos zu lassen. <— Da man den Gindruck hat, daß ihm die vorliegende Urfehde l„»nt gscrdcn") ausgcnötlD worden, so hat man denen von Rothweil ernstlich geschrieben, da der von Bubenhofen unser Bürger und I"' gewandter sei, so dürften sie billig, ungeachtet der gcschworncn Urfehde, mit gütlichem oder rechtlichem Sp«»^ der (Eidgenossen sich begnügen; sie sollen schriftlich oder mündlich ans dem nächsten !age darüber Antwort grbcn — Heimzubringen, ivie man dem Bubenhosen behülslich sein wolle, wenn die Rothweiler ihm das Recht vor de» Eidgenossen verweigern, «ß. Mit dem kaiserlichen Secretär hat man geredet wegen Bezahlung der »och »«^ stehenden Pensionen gemäß der Grbcinung, i Auf das Begehren desselben Gesandten, den Doctor lHubmaierl. der zu Waldshut gewesen und jetzt in Schafshausen sei, zu verhaften »nd dem Regiment ansznlirscrn, Hai »'M' Schasshauscn schriftlich ersucht, denselben zu fangen; da es mm anzeigt, daß er in „die Freiheit" gekommen, wird es ernstlich beauftragt, ihn da zu beobachten. Ans dem nächsten Tage ist zu bcrathen, „ob der do enllml»» mög werden", nnd ivie man mit ihm verfahren wolle, M. Die von Iwingli eingesendete Antwort aus den »d» Doctor Johannes Gck von Ingolstadt gemachten Borschlag wird dem Veptcrn Übermacht mit frcnndlichcm für sein Anerbieten und der Ginladung, uns z» berichten, Weimer ferner hierin zn handcln gedächte, <. l, Tie»'« Tag ivird vorzüglich gehalten wegen der zu Baden liegenden Gefangenen. Da der t'andvogt noch weitere Knndjä»'» eingezogen, so sind einige Boten beauftragt ivorden, die Bcrhörc fortzusetzen, 'Nachdem man dieselben gcp"'^ nnd dann die Instructionen verhört hat, die aber verschieden lauten, hat man, in der Hoffnung, von dem Gonstanz gcsangcncn Konrad Stcfsan, Bogt von Stein, nnd dem stark betl,ciligten Konrad Wepfer von Stau»» heim nähere Ausschlüsse erhalten zu können, die Sache aus den nächsten Zag zu Baden verschoben, der aus DonM nach St. MatthänStag <22, September) festgesetzt ist. Gs wird auch jedem Ort eine Abschrist der ellMo»«'«' «'Geständnisse mitgetheilt, 2, 'Auch Jülich wird durch seinen Boten ersucht, dein d'andvogt behülslicl, z» ß«"' September 1524. damit Komad Wepser zu dessen Haudeu komme, und die Untersuchung über ihn zu einem Ziele gelange. " ferner Hut muu dem )'andvogt im Thnrgan befohlen, die ihm schriftlich angezeigten Pfaffe» und einige Andere, die zu Otlingen gefrevelt haben, namentlich den Trommelschläger, zu sangen und zu verhören und der Flüchtigen Gut >" der Gidgenossen Namen in Beschlag zu nehmen. ». Ludwig von Hclmstorf zeigt im Namen des Abtes von ^t, Eidgenossen halten wolle und ihnen Hinwider sein Gotteshaus Ostens empfehlen möchte. H Das „Pfäffli" von Fislisbach tllrbnn Wpß) hat sich in Winterthur geseht, obgleich ch>» auferlegt ivorden ist, ans dem Bisthnm t^onstanz zu schwören; Zürich soll ihn nöthigen, seinen Gid zu halten. ^ Fn dem Span zwischen dein Abt von Nüti und einem Priester aus dem Nheinthal soll Zürich bis zum nächsten Zage, wo die V Orte Antwort geben werden, nichts weiter vornehmen, x. Ferner ist Zürich befohlen, die Kundschaften über seine Gefangenen zu ergänzen, damit man ans dem nächsten Tag gehörig unterrichtet sei; uisbesondere ist nachzuforschen, wer den Bater zu Zttingen mischandelt, und wer mit den Büchern Fische gesotten 5. Anf die ttsitte Franz Wolf Angels ivird Schaffhausen ersucht, demselben durch eine Botschaft bei dem '^cgimenl in Stuttgart zum Rechten behülflich zu sein, jedoch in seinen Kosten. (Verhandlung mit den französischen Gesandten, betreffend Werbungen für den Krieg in Italien, Bezah si'ug rückständiger Sölde, ?c.). — Vgl. Note zu >>, r, n, t: 1), § 5. II x sind dem Zürcher, > dem Schaffhauscr Ercmplar eigen. Im Zürcher fehlen «I, 1, im Berner «I, K? ebenso im Freibnrgcr nnd Solothnrner. Basel und Schasshauscn haben mir «, I', I,—I. Zn 1», 11, i>, i'. Diese Artikel bilden einen Specialabschicd für den österreichischen Gesandten, dessen Wortlaut gegeben wird in Schreibers „Bauernkrieg" I, 25, 26. lieber >», 1, x, < (nebst ander» Geschäften) liegt außerdem folgender Bericht vor: l) 1524, 8. September (U.L.Frauen Nativit.), Baden. Bit Sntcr an Graf Nudalf von Sulz. l. „Nach c'»er gnadcu nbfcrtiguug diu ich Samstags (3. Sept.) nächjt verschincn um drey urcu nachmittag zno Baden aukoiuen und denselben »bend nnl etlichen der Gidgnosscn ratsbottcn in geheim practicirt, Doctor Balthasar», so zno Waltshaot entlosscn, zno Schafshusen nider,zuwerfe», dcß si gnotivillig (sind), lind morndcß Sonntags frü (haben) "er cllich, als »emlich die von den vier Waldstücken, rat gehalten und denen von Schnffhuse» zum ernsttichisten geschriben, den fanklich nnzuoncmen. Gr ist aber, ivic die Gidgnossc» aligclangt, ce der bock dahin komm, in die fnihcit gangen, daruf denen von Schaffhusen wider geschriben (worden), ine in der frpheit wol zno bcwarcn, dainit er nit dnrvon toiiien mög, nnd haben das genomcn hindersich zno bringen, (sind) auch endlich des willens, by iren gemeinden und ober» zno erlangen, de» ans der frpheit zuo nemc» und euer gnaden zuo nntwurtcn. 2. llf vorgcmcltcn Sonntag Hab ich nachmittag um drei »reu gehört, und mir auzöigt worden, wie si), die Kotten Thnrgan dasclbs füugtich angenomen, zuo übcrantwnrten. Und als die (ain) Zinstng darnach komcu, auch incu den zuo überantwurten von denen von Gostau,z abgeschlagen, sind si dcß, über und wider daß si sich crbottcn inen cm beknnnlnuß zuo geben, daß es iren Privilegien, jurisdiclion und stattrechten onabbrüchig, nit wol znofriden gewesen und mir Mittwochen nächst verschincn ein abscheid geben, bygclcgtcr nbschrift glichlutend, mit höchster bitt und begcr, bp euer» gnadcu möglichste» slpß auzuokcren, ein botschaft gen Gostnnz zno verordne», die verhelfe "ach inhnlt des artikels im abschnid begriffen . . handle», nnd euer gnaden anzuozaigcn, daß si) an statt der fürstlichen durchlücht. ernstlich wolle handeln nnd darob si», die Intcrische scct zuo vertilgen; das wöllcnd sp auch thnn und ener gnaden, Ivo si) iren notdürftig, redlich darinnen beholfe» sin, besonder gegen denen von Gostnnz, welcher halb si) wol belrachten lünnde», so die fürstlich dnrchl. bp inen Handel» laß, vilgemeltc seel nbzuostellen, vermeinend si) sich »s si) die Gidguosse» zuo verlassen, (und) so dann si) die Gidgnossen mit ine» deßhalben red halten, sich der si dnrchl. zuo tröste» ; darum irs Verstands gnot, daß ener gnaden und si) dnselbS mit einander» gehandelt (handeln wurden?); hierinne» ivaißt sich euer gnade» wol zuo halten, und hau knin zwpfcl, wo ein botschaft von euer gnaden dahin verordnet, es würdet etwas srnchtbarö nsgcricht und bi) den Gidgnossen ein großen nullen bringen. 62 490 September 1524, « Zuodem sind vil der enden, so das wol liden mögen nnd gern sehen, daß den Luterischen ir trutz gebrochen (»vurd). Es mag doch mit Herrn Hans Jacoben von Landau und Herr Wolfen von Homburg usgericht werden- Was sich euer gnaden hierinnen entschließt, wolle sy mich von stund an gen Costanz berichten, dem landvogt »» Thurgau das wissen anzuozeigen. 3. Mit den gefangnen ist nichtzit gehandelt, dann daß die hertiklich piww) gefragt, und ein groß bitt für si beschechen; es stat inen aber hart; doch würdet diser zyt nichtzit mit inen gehandelt, sonder von den siben Orten ein tag in das Thurgau angesechcn, alle die so by demselben ufruor gewesen, einen jeden nach sinem verdienen zuo strafen. 4. Zwinglin hat uf Doctor Eggen schryben geantwurt, wie euer gnade" das an bpgelegtem druck verneinen. Das werden die Eidgnossen Doctor Eggen zuoschicken, und will er selb im» m ruggcn halten, daß Zwinglin an ein ander ort dann gen Zürich zuo der disputatz muoß. In summa, mir ist I vil anzaigt, daß si dise sect mit der zyt zuo Zürich und allenthalb in der Eidgnoßschaft ausrüten werden, "» sind die von Mülhusen und die von Sant Gallen uf disem tag redlich eapitclt worden. Zürich und Schaffst"^ stand in suspenso, bis daß man mit den Thurgäuern und denen von Stain gerecht wirdet. 5. Usserhalb dcß nichts neues vorhanden, dann daß der Franzos die Eidgnossen weder irer Pension, gelihen gelt noch der alte» söldcn des zugs in Italien bezalt, sonder allein einem jeden hauptman fünfhundert krönen geben, die lüt da»" zno geschwaigcn, und termin bis Martini begert, darzuo zum höchsten gebetten, im zehentusend knecht folgen Z»" lassen, die wolle er erlich bezalen und inen sinen sun, iren götti, zuo pfand geben. Aber er hat das nit erlangt» mögen, sonder ime allein die von Underwalden ob dem wald, Bern, Friburg und Solothorn zuogesagt; die andc>» nwllend snnst nichts, weder ime termin zno geben noch knecht zuo lassen damit zuo schaffen han. L. (Hans) Ueberlinger zuo Baden nimbt wol etlich knecht an, hat aber nit beschaid, wann er anziehen soll. ?- sind die tag by fünfzig lantsknecht zuo Baden fürzogen, versprechen sich uf Rnodolf Halen (?) und sag»", Hab iren im land Schwaben bis in vierhundert angnomen; es wäre guot, daß man dazuo thate". . . 8. ÄnZ»>^ der Tage in Constanz (Sonntag nach hl. Krcnztag) und Baden (Donstag nach Matthäi). Einen vollständigen Abdruck gibt Schreiber n. a. O. 1. 34—37. Ferner sind folgende Acten beizuziehen: 2) 1524, (?Anf. September). Instruction (als Missive) für Veit Snter, österreichischen Botschafter in Bericht über die unablässigen Kricgsrüstungen auf dem Schloß Hohcntwiel und die Äerbindung mit der nngp)»' samen Baucrschaft, die einen Ucbcrfall in Würtemberg und einen Landkrieg in Aussicht stellen. Dewzust" Auftrag, die Eidgenossen nn die Zusage zu erinnern, ihrerseits keinen Angriff aus jenen» Schlosse zu g »stat"»' auch soll er die Erbcinung anziehen nnd ernstlich fordern, daß die Eidgenossen Anstalt treffen, Fcindscligü' des Herzogs abzuwenden, w. Abdruck >n Schreiber, a, u. O. I- 2S, 24- 3) 1524, 4. September (Sonntag nach Vcrenä), Baden. Die Boten der Eidgenossen (der V Orte »l» IV Waldstätte?) an Schaffhausen. Da verlaute, daß »r. Balthasar Friedberger, weiland Pfarrer zu Waldst^ sich jetzt in Sch. aufhalte, so begehre man hiemit ernstlich, daß derselbe wegen gewisser Ursachen, die man sp" wohl angeben werde, sofort verhaftet und im Namen aller Orte bis auf weitem Bescheid in Verwahr geh» »verde. Begehren umgehender Antwort. K, A. SchaMuscu, C°rr-sp°»denze"- 4) 1524, 7. September (Mittwoch nach Vcrenä), Baden. Die Voten von Bern, Lucern, ltri, Unterwaldc», Zug, Glarus, Freiburg und Solothurn an Schaphausen. Dank für die gegebene Antwort, „der Doctor von Wnldshnt" in „die Freiheit" entwichen sei. Nun bitte und begehre man, daß Schasst)»'^ ihn dort wohl bewache nnd nicht hinwegkommen lasse; denn auf den» nächsten Tage zu Baden gedenke n>a» dessen Handel »veiter einzutreten. K, A. Schaffhausm: E°rresp°ndenz°n- 5) 1524, 3. September, Schaffhansen. Der fürstliche Ausschuß an die Verordneten zu Radolfzell- schreiben belangend den prädicanten von Wnldshnt haben »vir inhnlts vernomcn und daruf durch ein Person so vil nnser kundschaft gemacht, daß »vir wissen (zc) sagen, daß er noch allhie in den» kloster ^st ^ vor etlichen tagen an die von Schaphusen begert, ob sy im sicherheit zno recht für (den) gewnlt in ir stall »vollen; dcß sei den» predicanten noch kein nntwnrt worden; aber er welle nf morn wider ein schrift an stellen »nit (dein) begeren, im in K oder 8 tagen endliche antivurt zuo geben, ob sy in» sicherheit zuo recht !t September 1524, 491 und halten wollen oder nicht; darnf wolle er also die tag verziehen. Nu trogen wir sorg, sollen wir, vor und " von den Eidgnossen den von Schoffhusen schrift und befclch zuokombt, an ein gemeinen Not hie verwarung des pfnssen bcgercn, so werde er gcwnrnet; denn (es) ist der mcrtnil so lutrisch hie, daß wir die fürsorg trogen, wie ob angezeigt ist. Wir sein ouch mit der bauern hnndlung ^) so spnt ob dein Haus vom ansschutz abgongcn, daß sich nnsers achtens nit Hot wellen gebüren, ein Rot zuo versammeln (zc) begeren. Dorum wellet nnS bei sürderlicher post in schrift verständig machen, ob wir cucrm setz gcthancn befelch noch mit ganzem ^großem?) Not handeln oder uf der Eidgnossen befelch on die von Schoffhusen verziehen sollen, und ob die von Schoffhusen bewilligten, den psnsscn us unfern losten zuo verworeu, wie wir uns darin holten sollen , ?c. ?c. Schreiber, Bauernkrieg, I. 34. Zu l. Wir lassen die angerufenen Acten folgen: I. Auf Dienstag nach Vcrcnc (6. September) Anno 1524 Hot Hans (Wirth), der Nntervogt von Stoinmhcim, in Gegenwart der Herren Scbostinn vom Stein, Ritter ?c., des Roths zu Bern, und Gllg Nhchnmth, jetzt Londommonn zu Schwyz, Heinrich Rubli, nlt-Landvogt zu Baden und des Roths (zu) Zürich, Heinrich Fleckenstcin, des Roths zu Lueeru und jetzt Landvogt zu Boden, und Joseph Ambcrg, des Raths zu Schwyz und dieser Zeit Loudvogt in Ober- und Nicder-Thurgau, die von gemeiner Eidgenossenschaft Nöthen, so jetzt nuf diesem Tag bei einander versammelt, dazu verordnet worden, „umudlich und pcnlich zu fragen", (bekannt): **) (1.) Des ersten gefragt, mit wem sich die von Stammheim verpflichtet und vereinbart, oder was für Bündnisse und Anschläge sie zusammen gemacht, und auf wen sie sich vertröstet haben, daß sie so vermessen („fräven") gewesen mit Sturm und frevelhaften Handlungen; dergleichen „wer ihrer Dberu die Vorgesetzten, llufuüegle», Anführer und Hauptlcutc gewesen", und durch die Bemerkung gewarnt, daß man durch schriftliche und mündliche Zeugnisse über "den Handel schon vielfältig berichtet sei, hat er geantwortet: Meister Erasmus, Kourad Steffnu, Nt-Burgcrmeistcr von Stein, und die ganze Gemeinde von Stammheim haben unter Andern ihn zu einem „Ncgicrer und Dberstcu" in diesem Sturm verordnet. Zudem sei er mit Burkhart Rütimauu, dem llntervogt von Nußbäumen, bcin Vogt von Waltalingcn und dem alten Schercr von llnterstammhcim von allen vier Gemeinden erwählt worden, i» der letzten Fasten nach Stein zu gehen, wo sie gefragt habe», wessen sie sich von der Stadt in „diesen Käufen ""sehen sollen, da sie gewarnt seien, man wolle sie und gemeine Eidgenossenschaft „verbrennen", und besorgen 'Nissen, daß man sie oder ihre Prädieantcn verhaften, wegführen oder strafen wolle; darauf haben sich die von ^lein mit den vier Gemeinden vereinbart, verpflichtet und verbunden und einen Anschlag gethan, sobald Feuer Snoth "orhandcii wäre oder Jemand ihre Prädicauteu und Pfaffen, die jetzt „nuf die neue Seete" predigen, oder Weltliche ^"geu, überfallen, schädigen oder strafen wollte, solle man, Ivo irgend etwas der Art geschähe, stürmen und eilends die undcrn berichten, damit sie zusammenlaufen und die Gefahr mit Gewalt abwehren können; dazu wollten sie ale> Mc Fvem.de und Nachbarn Alles einsetzen; doch allweg vorbehalten, daß sie Einem, der mit ihren Priestern etwas rechten hätte oder sie strafen wollte, das Recht nicht vorenthalten wollen; nur solle Niemand ohne Recht von itzne» weggeführt werden. (Bgl. Art. 7 des ersten Verhörs, s. S. 477, 478). (2.) Demnach . . . (wie Art. 1 des ersten Verhörs). (3.) Da die Verhöre mit seiner Antwort über das Fähnchen von St. Anna (vgl. Art. 4 d. e. V.) pch nicht ^gnügen wollten, bekennt er, dasselbe für den Fall mitgenommen zu haben, daß das Volk nach Fraucnfeld ziehen '"olltc, uin den Pfaffen Oechsli mit Gewalt zu holen. , (4.) Betreffend den Sturm zu Illingen siehe Art. 2, 3, 5, « des ersten Verhörs. Dazu hat der „Hans ^°gt" sieh mehrmals geäußert, der Pfasf sei „ihnen" so lieb, daß er Leib und Gut und „die Kuttlen im Buch" iN denselben wagen würde. — Der Abmahnung von Zürich, die am folgenden Tage (18. Juli) geschehe», habe sogleich Folge geleistet. (5.) Auf die Frage, ob nicht von einem Anschlag gegen die Gotteshäuser, Edelleute w. die Rede gewesen, unlwovtet er unbestimmt (wie in Art. 7 d. e. V.). . H Gs fand in diesen Tagen zu Schasshausen eine gütliche Unterhandlung statt wegen der Unruhen in der Grafschaft iihlingen (gegen die Grafen von Ripsen), worüber Schreiber eine Anzahl Acten nütthcilt. Das Original »umerirt die Artikel nicht. ' 492 September 1524 (6.) Ferner gibt er an, daß Konrad Stcffan (vgl. Art. 8 d. e. V.) nach Schaffhansen nnd Dießcnhofc» geschickt habe, um Hülfe und Büchsen zu erhalten. (7.) lieber Meister Erasmus (vgl. Art. 8 d. e. V.) sagt er ans, daß derselbe unter der Menge umh« geritten sei und sie in ihren Freveln bestärkt habe, mit den Worten, das sei ein christlicher Krieg; zu dem WM' von Illingen habe er gesprochen: „Du Mönch, hättest du mich, wie ich dich, wie ginge es mir." — »Wir wolle» ihn gen Stein führen." Dennoch habe man ihn dann zu Illingen gelassen. (8.) Die Aussagen über Konrad Wepfcr (vgl. Art. 8 d. e. V.) werden bestätigt. (!1.) Auf die Frage, wie es sich mit der Kundschaft verhalte, daß 15000 Mann in einer Nacht znsa »n»e»' kommen und nach Frauenfcld ziehen sollten, wo sie dann keinen Stein auf dein andern lassen würden, will ^ keine Antwort wissen, indem das ein leeres Gerede sei, und hat dabei nur gesprochen, wie man ihm so etw^ znmuthen könne, da er sein eigen Fleisch und Blut, seine Tochter und seine Kinder, in Frauenfcld habe. (10.) Er nennt Gallus Seiler von Stein, der mit vielen andern zu Illingen die Bücher verbrannt Fische darob gesotten hat. (11.) Von Konrad Albrecht hat er gehört, daß derselbe an der Gemeinde gesprochen, wer dem Evangeli»"' anhangen wolle, möge an seinen Platz hinkommen. . (12.) Ferner berichtet er, daß Konrad Wepfer, nachdem das Kloster so elendiglich verbrannt worden, geäußert habe, er wollte uicht, daß es anders gegangen wäre. (13.) Endlich sei er (Wirth) zum Vater von Illingen hinter den Altar gegangen, habe ihm geklagt nnd getröstet und zuletzt gesagt, die Seinen wollen mit zwei Ochsen heim- und hinwcgfahrcn, darum „solle er recht Gott ergeben." II. Meister Adrian, ein Priester, des Untervogtes ehelicher Sohn, hat bekannt: Voraus daß er eine Klosterfrau geheiratet und nach Zwingli's Lehre gepredigt habe (vgl. d. e. V.)^ daß er dem Sturme auch nachgelaufen mit einem „Schweinspieß", in der Absicht, dem Landvogt oder Knechten den Pfaffen Occhsli abzujagen; sobald aber seine Herren von Zürich die Ihrigen abgemahnt haben, > er mit seinen: Vater heimgegangen; darum wisse er von allen Anschläge», die etwa gemacht worden, nichts» sei er in? Kloster Illingen gar nicht gewesen. — Voi? der Canzcl habe er gepredigt, die Feinde Gottes dessen Freunde?? nichts anhaben, nnd seine Untcrthanen damit gestärkt. — In der Gefangenschaft zu Zürich ^ er von Hauptneann Wyß erfahren, „derselbe habe von dein Vogt von Neftenbach gehört, er wisse EM » Neftenbach, der geredet habe, er wisse den, der das Gotteshaus Illingen angezündet habe". — Kläui W>» voi? Marthalen habe ihm auch gesagt, er wisse Einen von Benken, der geredet, er wolle das Kloster tWi auch verbrennen, und wenn es ihn Leib und Gut kosten sollte. (Vgl. Absch. 30. Juni, Art. a 3). III. Herr Hans Wirth, des Vogts voi? Stammhein? ehelicher Sohl?, hat eingestanden, daß Stur??? auch nachgelaufen, „Ruggen und Krebs" angehabt und eine Halbarte getragen habe und „bis zuletzt de??? Aufruchr gewesen, in der Meinung, zu der „Gemeinde" zu halten; doch sei er nur einmal in das K hinein gekommen; „es" habe ihn? aber nicht gefalle?? und sei ihn? leid gewesen. — Auch die übrigen ^ in? erste?? Verhör hat er wiederholt. — Voi? „Erasmus" berichtet er jetzt, es sei derselbe, mit einer bewaffnet, voi? einem Haufen zum nieder?? geritten nnd habe sie mächtig aufgeregt (s. o.); hätte er ^ gethan, so wäre das Volk bei Zeiten heimgezogen. — Den Brandstifter betreffend hat er von de??? Juutee Altikon gehört, er wisse einen der Schuldigen. IV. Bnrkhart Rütiinann, Untervogt von Nußbäumen, bekennt: ^ An den? Abend vor den? Stur»? habe Konrad Wepfcr von Stnmmhcim ihn? sagen lasse??, daß der La» ^ in? Thnrgan Volk sammle, wozu, wisse Niemand; er möge dies den? Vogt voi? Waltalingen auch z» wisse» mit der Mahnung, Acht zu habe??, ob ein Feuer ausginge oder ei?? Gcläuf entstünde; da er (Nütiina»») zu Hause gewesen, so sei dies seiner Frau aufgetragen und eine??? Nachbar, Hänsi Schivizer, gesagt dasselbe sollte auch nach Truttikon gemeldet werden. — lieber das Verstäudniß der vier Gemeinden w?t ^ sagt er ganz das Gleiche wie der Untervogt von Stammheim. — In Illingen sei er mit de??? Anstel September 1524. 49 Z letzteren in den Keller gegangen, um zu verhüten, daß den Fässern die Böden ausgeschlagen und der Wein herausgelassen würde; es sei aber alles umsonst gewesen. — Von dem Saeramcnt und den Kirchenzierden (zu Illingen) wisse er nichts, da er nicht dabei gewesen. Alle vier begehren Gnade „und wollen solches und dergleichen nimmer thun". St. A. Bern: Abschiede rv. p. St-S—S74. — K. A. Solothurn: Abschied- Bd. XII. V. Kundschaft über Bnrkhart Rtttimann, Untervogt zu Nußbäumen. (1.) Jörg Müller von Hüttimilcn: Der Untcrvogt von Nußbaumen habe in der Nacht (4. Juli?) au seinem ^ onse gellopst, ihn ausstehen heißen und aus die Ginrede, daß er noch leine Nuhe gehabt, auch leinen Grund zum Aufstehen wisse, seine Aufforderung wiederholt, mit der Erläuterung, daß in dem Orte gestürmt werden sollte; da er auch darauf nicht nachgegeben, sei der Vogt hinweggegangen, jedoch bald wieder gekommen, mit dein gleichen Begehren, habe endlich bei dein Eide geboten zu stürmen und ihm gedroht, wenn er nicht gehorche. (2.) tili Mag berichtet, daß der Vogt auch ihn bei Eiden aufgefordert, stürmen zu lassen, aber nichts ausgerichtet habe. (3.) Hans Mag bezeugt, daß Bnrkhart „am Anfang der Sach" vor seinem Hause zum Sturm gerufeu («stürmen ho") habe; am Montag Abend (4. Juli?) sei derselbe wieder nach Hüttwyten gekommen vor des Kämmerers HauS und habe Wein begehrt; der Zeuge, der eben als Wächter dort gewesen, habe ihn eingeladen '"> Keller zu trinken, ivas er möge; dazu habe nun derselbe ein Licht gefordert und gedroht, eines ans der Kirche zu holen, ivas man ihm endlich habe ausreden können. (4.) Hansli Hagen: In der Nacht, als der Pfnff OcchSli gefangen und nach Fraucnscld geführt worden, sti Burkhart vor des Zeugen Hans gekommen, habe seinen älteren Bruder Kiano gerufen und ihnen beiden Vorkurse gemacht, daß sie schlafen wollten, sie bei Ehre und Eid ermahnt mitzuziehen, wozu sie aber nicht eingewilligt, u»d darauf sich mit der Drohung entfernt, man werde bei ihnen „zu Morgen essen". (5.) Hans Müller von Nußbäumen gibt au, Burkhnrt Rülimanu sei mit Zweien von Stammhcim und O stiem von Waltalingen nach Zürich verordnet worden; nach ihrer Nückkehr haben sie gemeldet, wie man dort die Rosien und Bildnisse aus den Kirchen weggenommen, zerschlagen, verbrannt, zum Theil auch in die „Lintmagt" geworfen, n. s. w. Darauf haben die von Stammheim ihre Bilder auch zerstört, und Etliche von dort seien dann nach Nußbäumen gekommen, um das hier auch zu thun; dem Zeugen habe Rütimann beim Eide befohlen, dabei zu sein, obwol er es nicht gesehen, wie denn auch der gemeine Mann nicht dafür gestimmt haben würde; ebenso sei der Gemeinde geboten worden, in den Sturm zu ziehen. (6.) Hans Blatter, genannt Weißhans, bestätigt diese Aussagen und fügt hinzu, daß er durch einen reitenden ^otcn von Rütimann aufgefordert und gcnöthigt worden, zu dem Bürgermeister in e^chafshansen zu gehen und im die gegen Stein und dem „Vögtli" gegebene Zusage zu erinnern; dei Bürgermeister habe sich dann mit d"' Anwesenheit der Eidgenossen entschuldigt, aber eine Antwort versprochen*). (?-) Lienhard Jsenriug von Herderu, der bei dem Sturm zu Illingen gewesen, dcponirt. Es seien an einem Basten Feuer bei dem Klosterthor Unschlittkerzen angezündet worden, mit welchen zwei dem Zeugen unbekannte Männer, in seiner Begleitung, in das Gotteshaus hinauf gegangen; in einem Kämmcrchcn, gerade vor des „Vaters" Zelle, wo Stroh gelegen sei, haben jene beiden, wie sie sagten, zum Scherze „Plappartc zu suchen" augefangen, wobei der Eine, ein betagter Mann, das nnter einem Bette befindliche Stroh angezündet habe; sobald das Feuer auhegangcn, haben sie einander hinausgedrängt. (8.) Der Landvogt im Thnrgau zeigt an, wie verschiedene Personen von Stanunhe.nr und Waltalmgen gedroht haben sollen, daß noch mehr Stürme und Aufläufe sich ereignen werden. VI- Nachdem die Boten dieses Verhör abgenommen, haben sie beschlossen, über die beiden Vögte von Stanmr- h">" und Nußbäumen noch weitere Kundschaft einzuziehen. Die Boten von Zürich stimmen jedoch nicht dazu und. "klären, weil dieser Handel sich immer bedenklicher gestalte, keine Vollmacht für diese Untersuchung zu haben, ""b bitten, ihnen zu gestatten, daß sie die „neuen Artikel" zuerst au ihre Obern berichten. Das wird ihnen Diese Deposition bezieht sich, so viel das Original erkennen läßt, nicht ans Rütimann, ebenso Nr. 7. 494 September 1524. bewilligt; bis am Abend des folgenden Tages sollen sie aber eine Antwort bringen; denn am Montag wölb» die neun Orte den Proceß weiter befördern. . St. A. Lucern: A. Religlonshiindcl. — St. A. Bern: Abschiede V. p. SS7— Zn Es darf wohl auffallen, daß der Abschied diesen Gegenstand nicht berührt. Kaum ist zu glaube»; daß bezügliche Vortrage und Beschlüsse, rcsp. Arten, überall verloren gegangen sein sollten. Indessen ist Vorhandene jedenfalls sehr ungenügend. Dem. 1524, 5. September f. (Montag vor Nativitatis Maria f.). Staatsarchiv Bern: Allq. eidg. Abschiede, X. p. lI9. jka»to»sarchiv Arciblirg: Mnrincr-Abschicde, X. t. lüii. Jahrrechnung der beideit Städte Berit und Freiburg über die Vogteien Grandson und Grasburg, tt. Freibnrg soll dem Bischof von Lausanne und dem Landvogt in der Waat im Namen der drei Stabb schreiben wegen des Weins, damit solcher zn rechter Zeit gelesen und dafür gesorgt werde, daß der alte gegangene" nicht mit dem neuen vermischt werde. ?». Da die von Montagin) den Garbenzins für das SlM' und den Pförtner nicht geben wollen, so wird erkannt, sie sollen, weil das die Herrlichkeit berührt, dciiP^ ausrichten oder i^re Befreiung erweisen, e. Dem Franz von Vvonand hat man das eine Schirmgeld nachgelust^ weil das eine seiner beiden Häuser nicht bewohnt wird; bis das andere auch besetzt ist, will man sich ells» ' dein einen Schirmgeld begnügen. «I. Dem Bogt wird befohlen, die 10 Pfund Geld und die 2 Müll abzulösen und in dem Falle, daß etivas von dem Versetzteil veräußert wäre, es von der Hanplsnmme nbzuz»'!>^ «. Da der Schaffner des Priorats in Grandson von den Gütern innerhalb der Stadtmarchcn das „Lob" ^ spracht, während die (Burger) von Grandson vermeinen, wie die von Milden davon befreit zn sein, so sob ^ der Vogt darüber erkundigen und den beiden Städten Bericht erstatten, t. Dem Glando Simon und Aul»" von Malbonrget wird der Roggenzins „zu Gerste verwandelt", iveil dort kein Roggen wächst. K» Der von Avonand soll bei den Zehnten und Gülten der Pfründe bleiben, aber die Obrigkeit über diese Güter, ^ den beiden Städten zinsbar sind, diesen zustehen. I». Denen von Provence ist für ihre Kirche ein G'»" bewilligt, das der Vogt bezahlen soll. i. An den Landvogt in Neuenbürg wird geschrieben, er solle mll ^ von Val Nuz verschaffen, daß sie den Pierre Joli bei dem Lehen, das er von dem Vogt Krnmmcnstoll bleiben lassen und keine Gewalt anwenden, bis dort gemarchet werde. Ii.» Die Boten wissen, ivie ernstlich Bischof und dem Capitcl zu Lausanne wegen des Handels mit den Edcllcutcn von Glana geschrieben morde» I. In dem Span zwischen denen von Grandson und Gicz und denen von Novalles ist dem Commissar den streitigen Wcidgang billig zn theilen und zn marchcn; die Pfände sollen zurückgegeben werden, »»d » ^ Thcil seine Kosten selbst tragen. >»». Die von Bonvillars läßt man bei dem Holz (Wald), das ihnen B«»^ Armbroster geliehen, bleiben, wogegen sie den zweifachen Zins, nämlich 12 Groß, geben sollen; Glando hat von dem übrigen, ihm nberlassenen Stücke 6 Groß zu entrichten, i». Daß der Venncr von G>»m ^ (wie bisher?) den Vogt zur Rechnung begleite, findet man nicht nöthig; nur wenn er etwas für sich Landschaft anzubringen hat, mag er mitkommen. «». Es wird angezogen, ob man die Teil, welche d» - ' Murten auf diejenigen legen, die Güter bei ihnen haben, bezahlen solle oder nicht, z». Freiburg soll dem . von Lausanne und dem Vogt schreiben wegen etlicher Unterthancn beider Städte, die um eine Zch »tc»st ^ betrieben werden, «y. Dem Vogt (zu Grandson) wird befohlen, einer Anzahl (genannter) Amtleute b Kleid zu bezahlen. — Die Rechnung selbst fehlt. September 1524. ^ ^ n, Zu I<. Diese Angelegenheit beschäftigte die beiden Städte längere Zeit. Es handelte sich nm den Rückkauf c>nes Weinbergs, welchen die Capitclsherrcn nicht wollten fahren lassen. Die bezüglichen Korrespondenzen können hier keine Aufnahme finden. SV». Konstanz. 1524, c. 19. September f. Handlung der Botschaften von Lucern und Untcrwalden im Sinne von Nr. 207, n, W 1—4. TI<». . Meggenried. 1524, 20. September. ^ag der V Orte. Ein Abschied wurde vermuthlich nicht verfaßt. Die nöthigcn Anhaltspunkte ergeben sich ans folgendem Aclcnstück: 1524, 18. September (Sonntag vor Matthäi), 1 Uhr Nachm. Schwyz an Lucern. Die Boten von Luccrn und Untcrwalden, die nach Konstanz geschickt worden, haben geschrieben, es sei ihnen als wahr berichtet, daß ^unrad Wepfer und Bernhard Nütimann ungeachtet des Abschieds von Baden nach Zürich entwichen und ver- U'nthlich gewarnt worden seien. Da nun viel an der Sache liege, so finde man räthlich, daß die V Orte sich ^einbaren, was sie dcßhnlb an Zürich schreiben wollen, und habe hiefür einen Tag nach Beggcnried bestimmt ^uf nächsten Dienstag früh, und bitte man Lucetn, denselben mit bevollmächtigter Botschaft besuchen zu wollen, ^u gleichem Sinne werden die andern Orte ersucht. S«. A. eucmn MM»-». TRI ^ Maden. 1524, 23. September f. (Freitag nach Matthäi f.). Mg. Abschicke, (i. s. s. 049. Staawarciiiv Zürich: Abschiede, Bd. 9, k. 107. Ttaatölirevio Bern: Allg. eidg. Abschiede, V. I>. »?I>. ^amonsaechiv Basel: Abschiede. Ka»to»«archi>> >Vecib»ig: Abschiede Bd. IS. KaiitonSarchiv Dcliaffhausc»: Abschiede. <; ^'csaudte: Zürich. Junker Jacob Grcbel; Junker Coruel Schultheß; Vogt (Heinrich) Nnbli; Konrad Bern. Vcuucr (Peter) Stürkcr. Lucern. Peter Zuküs, alt-Schultheiß; Vogt (1^.) Egli. Uri. Niklaus ^leim Schivpz. Gilg Npchmnth; Martin au der Matt, neuer und akter Ammanu. Obwaldeu. . . . Seckel- ^ ^idivaldeu. Hans Lussi, Ammann. Zug. Götschi zu Hag (von Baar); Ammann Stocker (von der tz Glarus. Rudolf Lnchsinger. Freibnrg. Junker Laurenz Brandenberger. Solothurn. Konrad Glich, Basel. Andreas Bischof. — E. A. A. k. 1« Ii. von Engclsperg, Commenthnr des Hauses zu Buchsee („Buchs"), und Lienhard Gysi, Commenthur ^»ins Johanniter Ritter, weisen einen offenen Brief vor, den sie von ihrem obersten Meister in Deutschland b»>i ^ auftrage, den Georg Schilling in das Haus zu Tobel einzusetzen, indem er dieses Haus l>e>i> ^ Hochmeister zu Rhodas zur Verfügung erhalten habe; sie zeigen auch zwei lateinische Missiven vor von "ch'ncister zu Rom und bitten dringend, sie bei dem alten Herkommen zu schirmen und ihnen zu bewilligen, 4!» 6 September 1524. den genannten Georg Schilling in das Haus zu Tobel einzuführen. — Da man darüber ohne Vollmacht ist, und vo» dem Landvogt im Thurgan und Andern, welche ncnlich bei der Jahrrcchnnng des Schaffners gewesen, erfahren, dH dieser ehrlich haushalte, der Schilling aber ein böser Eidgenosse sein solle, so wird beschlossen, dies heimzubringen ?«. Heinrich Lanz von Liebcnfels zeigt weitläufig die Gründe an, warum sein Schwager Sebastian Mnntpn" vor einem Jahre sein Testament vor dein Landgericht im Thurgan zu Gunsten seiner Kinder errichtet habe, bittet dringend, diese „Ordnung" zu bestätigen und nicht zu widerrufen, da doch jeder im Thurgan Angestsst^ das Recht habe, sein Testament vor dem Landgericht aufzurichten. Nachdem man diese „Ordnung" verhört >»" von dem Landvogt erfahren hat, das; sich die Landrichter beklagen würden, wenn man dieselbe aufheben wird beschlossen heimzubringen, ob man sie bestätigen wolle oder nicht, wobei zu beachten ist, daß Scbastu"' Mnntprat zu jener Zeit nicht bei Vernunft und Sinnen gewesen sein soll. «. Ammann Halter von llntcrwlü^ erstattet Bericht über die Untersuchung der Märchen zu Neuenbürg. Heimzubringen, da nicht alle Boten dau^' Befehle haben. ^ wolle. Man will sie vertreiben und ihnen keinen Aufenthalt mehr gewähren. Ferner ist heimzubringen,^ man die Pfaffen, die ncnglüubig („uf die nüwcn sect") predigen, abstellen und verhindern wolle, daß die ^ von einer Gemeinde zur andern den lutherischen Predigern nachlaufen. K'. Da wieder Einige merken lassen, ^ sie den Zehnten nicht entrichten wollen, so wird ein Mandat in das Thurgan „geschrieben": Wer sich den Zehnten zu geben wie von Alters her, solle an Leib und Gut bestraft werden. I». Es berichtet der von Rheinau, daß Mang Jrmensee von Schaffhauscn aus seinem Kloster in den Mailänderkricg gelaufen, ^ aber krank nach Hause gekommen sei, nachdem er seinen Muthwillen ausgeübt („verbracht") habe, und von seiner Verwandtschaft empfohlen, jetzt wieder in das Kloster aufgenommen zu werden wünsche, welches Ee> ^ der Abt jedoch nicht unterstützen könne, indem sonst Andere davon Anlaß nehmen möchten, auch ungehorsam" sein. — Heimzubringen, um auf eine Antwort gefaßt zu sein, wem: der Jrmensee oder seine Verwandten ihr ^ ^ vor die Eidgenossen bringen würden, > Von der Mehrheit der Orte wird jetzt den Kaufleuten (Lombard n. ^ für ihre Waaren Geleit zugesichert, doch mit dem Beding, daß sie sich gebührlich halten und nichts a>n^ führen als Kaufmanuswaaren (nämlich weder Büchsen und Gewehre, noch Schießpulvcr oder Salpeter). ^ , sich der Canzler von Wyl der Schmähreden halb, die sich „sein Herr und Bruder", der Pfarrer daselbst, ^ die Eidgenossen und ihre Hauptlente und Knechte, die in Mailand gedient, auf der Canzel erlaubt hat, st" Pfarrer freundlich verwendet, indem derselbe vermeine, es geschehe ihm Unrecht, so wird die Sache auf den ^ zu Frauepfeld verschoben, wo beide Parteien sich einfinden sollen. I. Die Bitte deren von Frauenfcld, st^^ Büchsen, Pulver und Steinen zu versehen, wird abgewiesen, da man dies gegenwärtig nicht für nothn'" ^ ansehe, i»». In Betreff des Salzzolles an die von Stein wird erklärt, die Angehörigen der Eidgenosll^ Thurgan sollen von dem Salz, das sie oberhalb der Brücke zu Stein ausladen, keinen Zoll entrichten, ^ ^ denn, daß die von Stein mit Brief und Siegel beweisen, daß sie diesen Zoll zu fordern berechtigt si"d,^ (eventuell) auf dem Tage zu Frauenfeld thun sollen, i». Heimzubringen das abermalige Begehren von,0^ September 1524. . ^97 ""d Solothurn, daß bei der Beschwörung der Bünde auch ihre Bundesbriefe von den Eidgenossen beschwor?» werden, wie sie bereit seien, ihrerseits dieselben zu beschwören. «». 1. Es wird das Antwortschreiben des Herzogs Mailand betreffend den feilen Kauf in seinen Landen verhört. Durch den letzten Krieg seien diese ganz schöpft heilst") worden; die neuen Früchte könne» der Pest wegen nicht eingesammelt werden; darin» sei jetzt 'wch iijchj berechnet, was sein Bolk bedürfe; sobald das geschehen, wolle er den Eidgenossen gerne lasse», was ^ entbehre» möglich sei. 2. In Betreff der Gefangenen wisse er nichts Genaues, werde aber, sobald er etwas ^uiehwe, so verfahren, daß man sehen könne, wie leid es ihm thne, indem er innner bestrebt sei, mit den Eid Jossen freundlich und nachbarlich zu leben. >». 1. In einem andern Schreiben, betreffend den Grafen von ^'wia und dessen Schloß Vitalin», erklärt der Herzog seinen festen Entschluß, das Schloß zu erobern; denn " ^raf habe sich stets als offener Feind und Rebell gezeigt; weil aber eidgenössische Knechte Schloß und Insel vh»tzen, so werde er so schonend wie möglich gegen sie handeln und ihnen freien Abzug gestatten, wenn sie sich w"ach halten. 2. Darauf wird abermals an den Herzog geschrieben und derselbe zum höchsten ermahnt, der 'Wien von seinem Vorhaben abzustehen und das Schloß in Ruhe zu lassen; denn dieses sei „im Anfang" erbaut mit der Bedingung, daß es den Eidgenossen in allen Nöthen und Unternehmungen als offenes Haus , solle; wenn also der Herzog es angreife, so greife er auch unser Eigenthnm an, und das könnten wir 'w)t wohl dulden. 3. Hicnach tritt die Votschaft des Grafen von Arona nochmals vor und zeigt an, wie sie Augenblick die Nachricht empfangen, daß mailändische Truppen gegen Schloß und Insel vorrücken, und ^ Eraf Gottes, seiner würdigen Mutter und aller Heiligen willen bitte, die Eidgenossen möchten ihn nicht Asm, da er und seine Söhne Leib und Gut für sie gewagt und dadurch »m Städte, Schlösser und Herr- »>w ' ^wmmn und arm geworden seien, ?c. Da man so weit sich einzulassen nicht bevollmächtigt ist, so muß " dies heimbringen, nebst dem Antrag, daß vorläufig jedes Ort ihm IVO Kronen leihe, damit er sich noch w'llen behaupten könne, «z. Die Vögte von Lanis und Luggaris schreiben, der Herzog rücke vor des Grafen dß ^ ""d Insel; sei das erobert, so werde er, wie es allgemein heiße, vor Luggaris ziehen, um es einzunehmen; hin Ähren auch täglich mit ihren Schissen an die Landmarchen, berauben die Unser», die den See ^^chwn, nehmen sie gefangen und schelten die Eidgenossen Bösewichte und Verräthcr. — Darauf hat man ">als x,.üblich u» den Herzog geschrieben und den Vögten befohlen, sich wohl vorzusehen und Leute in das Ln ^ ^ nehmen, wenn es nothwendig würde; zugleich aber sollen sie die Landleute anhalten, außerhalb der ^ ' """ch „ichts Unfreundliches gegen des Herzogs Leute zu beginnen. Z . Der Vogt von Stannnheini, sein Hans und Burkhart Nütimann, Untcrvogt zu Nußbäumen, sind zum Tod mit dem Schwerte vernrtheilt w^"Mnchtet. Zürich hat dazu nicht gestimmt. Meister Adrian, der so nahe bcthciligt ist wie die Andern, licw - ^ "Äu'te Urfehde" hin am Lebeil gelassen. Der Bote von Lucern, der noch nicht bevollmächtigt ch>ii, ^ur Erthcilnng eines gemeinsamen Geleites für die Kauflente zu stimmen, soll den Gegenstand noch t. Umbringen, und seine Obern sollen ihre Antwort in acht Tagen dem Landvogt in Baden zuschicken. ^^"chUlbringcn die Anzeige des Vogtes zu Luggaris, daß das Schloß mit Pnlver nicht wohl versehen und l ^" Franzosen" ganz entblößt sei. 11. Nachdem man die Kundschaften und Verhöre mit Hans Oechsli, i>ic K^^' zu Burg, geprüft, hat man ihn ans eine „ziemliche" Urfehde hin der Haft entlassen; doch hat er für ^ Ä" ergangen, Bürgschaft gestellt und soll er auch jede Strafe tragen, welche die Eidgenossen verhängen würden, v. Ans die Antworten, die ans den letzten Tag von allen Gemeinden und t>«e ^ ^ Thurgau schriftlich »nd mündlich eingegangen, ist beschlossen, es sollen von jedem Ort ans Donstag ^allentag hl 3. October) zivei Boten nach Francnfcld geschickt werden mit Vollmacht, die Theilnchmcr c>3 498 Sxptxmlm> 1524. an dem Sturm zu Illingen je uuch ihrem Verdienen zu strafen. « Da weder die eidgenössischen Bote» »och die der kaiserlichen Regenten in der Sache Konrad Steffan's in Konstanz etwas ausrichten konnten, indem P zur Antwort erhielten, daß die Eidgenossen auch „einen gegen ihn ins Gefängnis; stellen" sollten, so wird abermals dahin geschrieben, man habe einen solchen Abschlag nicht erwartet, da das Verbrechen offen am Tage ß» und keines Beweises mehr bedürfe, und dabei begehrt, daß die Constanzer über den benannten Vogt ein „unve>- dingtes" Recht ergehen lassen; seien sie damit einverstanden, so mögen sie es an den Landvogt im ThnWU berichten; es würden dann die nach Fraucnfeld verordneten Voten Einige nach Constanz abordnen, um de» Steffan zu berechtigen, x.» Es wird angezogen, daß die von Stein und andere Angehörige von Zürich Hanpturheber des Sturms und der Zerstörung in dem Gotteshaus Illingen gewesen, und dcßhalb die A»s>^ geäußert, daß man dieselben wie die bcthciligtcn llnterthancn im Thnrgan bestrafen könne. Darauf antivm'^ Zürich, es könne jedes Ort für sich, und sonst Niemand, die Seinigen strafen. — Heimzubringen und ans Tag zu Frauenfeld Antwort zu geben, wer dieselben strafen soll. z. Auf den Bericht, daß die von Stein » den letzten zwei oder drei (Zürich: drei oder vier) Jahren ein neues Bollwerk vor ihrer Stadt diesscit dc> Brücke aufgeführt haben, während die hohen Gerichte der Grafschaft Thnrgan bis ans das dritte Joch der Brack gehen, ist verabredet, das treulich heimzubringen und auf dem Tag in Fraucnfeld zu entscheiden, ob man dich" Bollwerk bleiben lassen wolle oder nicht. Dem Untervogt zu Baden wird ans sein Gesuch versprochen, dem Tage zu Frauenfeld ihm eine angemessene Belohnung festzusetzen für die Arbeit, die er mit den zu Babck gefangen Gelegenen gehabt hat. !»». Jeder Bote weiß, wie man die von Schaffhansen ersucht hat, de» Dm»» von Waldshut aus der Freiheit entweder wegzunehmen oder wohl zu bewachen, und was sie dcßhalb geantwe» ^ haben. Darauf wird ihnen wieder geschrieben, man hätte solchen Bescheid nicht erwartet und begehre noch»^"' daß sie den Doctor den (österreichischen) Regenten ans deren Kosten ausliefern oder uns zu Händen stellen, ^ daß sie ihn verhaften, damit wir mitsamt den kaiserlichen Nöthen ihn berechtigen können; wenn sie ans alle dick Vorschläge nicht eingehen, so sollen die nach Frauenfeld verordneten Boten nach Schaffhanscn gehen und sie ^ dringendsten ersuchen, die Eidgenossen mehr anzusehen als diesen ketzerischen Pfaffen. I»I». Man hat vcrnommck' daß Bürgermeister Peyer und „der Marbach" gleich nach dem erste» Sturm zu Stammheim zu „ihnen" und ihren Beistand zugesagt haben, soweit sie Recht hätten, «e. Ebenso wird durch Kundschaften gemeldet, Einer vom Rath zu Schasfhansen geäußert, sie und ihre Knechte werden auf den Tagen von „unfern" so schmählich angezogen und Ketzer gescholten, daß sie das in die Länge nicht ertragen können und sich wohl einem andern „Rücken" umsehen müssen. «Iii. Der kaiserliche Secretär Veit Snter bezeugt seine Freude dae»^ daß die Eidgenossen an der neuen lutherischen Lehre kein Gefallen finden, und spricht die Erwartung ans sie die Widerwärtigen des Kaisers, insbesondere auch die von der lutherischen Sccte, nicht schützen werden, er dieselben strafen wolle; dasselbe dürften sie auch von ihm gewärtigen; demgemäß erbiete er sich, die Flach ^ auf gehörige Anforderung hin auszuliefern, wenn sie es auf sein Begehren hin auch thnn; zn diesem .8'^ sollen beide Theile mit einander einig gehen und dieselben Mandate erlassen. ««;. Die von Sarmenstorf >» Freien Acmtcrn sind nin 4t) Pfund Heller Badener Währung gestraft worden, weil sie ihre Beschuldigunge» !b! den Wirth daselbst nicht erweisen konnten; diese Buße soll der Vogt binnen Monatsfrist einziehen, lDaMÜ soll der Vogt die 13 Gl. Gerichtskostcn, die über den zu Hitzkirch mit dem Schwerte gerichteten ergangen sind, im Namen der sechs Orte bezahlen; sich jedoch erkundigen, wie diese Kosten erwachsen, a> sie auch „ziemlich" sind. KK. Er soll auch den Scheren zn Sarmenstorf dafür rechtfertigen und strafe», er über allen Frieden gegen den Wirth gestochen und gehauen hat. I»I». Es wird angebracht, daß sieh ^ " September 1524. 499 ZU Buchs im Zürchcrgebiet geäußert habe», wenn die Gefangenen zu Baden gerichtet und getödtct wurden, so müsse ^ Laudvogt in stinen: Schlosse nicht mehr sicher sein. Zürich soll dafür sorgen, daß dergleichen Drohungen unterbleiben, I». Ferner wird angezogen, daß der zu Marthalen gewesene Pfaff, der von dort vertrieben worden 'st. weil er unter Andern: gepredigt hatte, die Mönche seien des Teufels Mastsäuc, in jener Gegend wieder eine Pfründe erhalten hat und jetzt noch unschicklicher rede als vorher. Deßhalb wird Zürich beauftragt, ihn zur zu weisen, da mau sonst auf andere Schritte gegen ihn Bedacht nehmen müßte. I I» Der Bote von soll sich bei Junker Ludwig von Meßbach erkundigen, wie der Nachrichter zu Lauis angenommen, und ^ für eine Besoldung ihn: zugesagt sei. II. Der Leutpriestcr zu Gebistorf bringt „abermals" vor, wie er die Frauen von Königsfelden mit seiner Pfründe belehnt worden unter der Angabe, daß sie 5V Stück ^'ugc, und wie die Frauen auf einen: früheren Tage, als er sie um eine Besserung angesprochen, lcdig erkannt 'worden seien, weil sie vorgegeben, die Pfründe ertrage 70 Stück, statt 30 Stück; denn das Opfer werfe nichts ub, und sein Haus sei ganz „banlos". Das wird den: Bote,: von Bern empfohlen, damit seine Herren Frauen von Königsfelden verpflichten, die Pfründe anstündig auszubessern und die Bwhnnng herzustellen. Freiburg, dessen Bote noch nicht Gewalt gehabt, den Kauflcuten Geleit zu geben, soll seine Antwort acht Tagen'dem Landvogt zu Baden zuschicken. Der Bote von Basel wird beauftragt heimzubringen, °°ß de»: Vernehmen nach Herzog Ulrich von Würtembcrg wieder mit einem Feldzng zur Eroberung seines Landes und durch das Gebiet von Basel vorrücken wolle; das sollen seine Herren verhindern, da der Eidgenossen, ^'st daraus große Unruhen erwachsei: würden. Das Gesnndtcn-Vcrzeichniß E. A. A. datirt gleichbedeutend Freitag nach Manritii. , i, „US dem Zürcher, IM, II ans dem Bcrner, ""» aus dem Frcibnrgcr, aus den: BaSlcr Exemplar. Dem Zürcher fehlen v-K, «, », -'-»-»>«1, dem Bcrner I., «, vv-II, ....... den: ^asler und Schaffhanser I», .1, », dem erster,: auch den: letztern noch n und alles ^ folgende, den: Freiburger«I, >>, W. Zu v. „Als dam: nun gnädig Herren die Eidgnosscn mir Josephen an: Berg von Schwiz, laudvogt in ober und "ider Thnrgö.v, ::f nächstgehaltnen tag vor Bartholome! zc Baden ein Mandat geben haben mit bestich, daß ich irw landsch.iber zuo Frowenfeld das abscheiden lassen und undcr minen: stgcl zcdem ger.cht an: sölichs zuoschicken f°l' w.. Hag ich all gerichtsherren in: Thurgow für '»ich gen Fro.venfeld uf Dornstag post Bartholon.ei (25 Aug.) bcschnbe», und uf ir erschinen inen vermeldt mandat fürgehalten, und daruf,ede». ger.cht em nmudat, deren Iv. von: landschriber gcschriben und von mir mit minen: insigcl bcsigelt sind, in die landgrafschast zuogeschickt. Uf das haben die gemeinden und geeicht durch ir amvält ir antwurt geben in maß :v:e hernach geschr.be» stat." 1. Schultheiß und Räthe zu Frauenfeld haben ihre Botschaft auf gegenwärtigen Tag zu Baden vertuet, u„. ihre Antwort hier zu geben. 2. Jos Schund, Burgermeister zu Steckborm hat m: Namen und ^"strag der ganzen Gemeinde geantwortet, daß sie meinen Herren den Eidgenossen nach Laut .hreS Mandates ""d des Landscidcs wie von Alter her gehorsam und gewärtig sein wollen, auch emen: Landvogt oder scn.en Achten nicht wehren, die Ungehorsamen und Ucbelthäter festzunch.ncn, sondern dazu verhelfen, und Le.b und Zu ihn.., setzen. 3. In gleichen. Sinne sprechen Hans von Ebenholz für die Gemeinde Herdern; Jacob Etrupler Kelnhofer und Uoli Gsellhans für Langcnerchiugcn; Klaus Jlely, Vogt, und L.enha.t Kubler, der ^'»id. für Gachuang; Hans Schneider von Gachnaug für Jslikon; d,e Anwalte der Gemeinde ab den. F"tt:v.)lcrberg; Mendt., Langhans von Meisterhauscn, ^>ans Horwer von Adorf und Ul: Zchender von Ottenhaus..,: für Täuikon; Hans Weibel, Vogt zu Som.euberg, Nuod.) Sturzenegg und Hans Egli für . 'k Das Original hat keine Numerirung der Artikel. Der Auszug mußte soweit möglich die gehäufte Wiederholung "Nie: Redensarten vermeiden. - 500 September 1524, Stettfurt und Matz in gen; Hiltbrnnd Haß, Hofmeister zu Feldbach, für das Gcrichi Aiidwilcn. 4, D» Anwälte für Tobel haben versprochen, in Baden sagen zu lassen, daß die Gemeinde in allen Dingen gehörst sein wolle. 5. Heinrich Wernher von Müllhcim hat ebenfalls treuen Gehorsam gelobt und eine Wcis»»^ begehrt, wie die Gemeinde sich halten sollte, wenn m. H. unter einander zerfielen. 6. Vogt Straßer, Hackmesser, Hans Wäber und Jos Eggmüller versprechen für die Gemeinde Eschenz und ihren Junker Liebcnfels Gehorsam gegen die Vll Orte wie bisher; ebenso Lienhart Matthias von Gaissel und Hans Bach»'»»" von Buchs für die Gerichte des Jttinger Amtes; Ulrich Vögeli, Vogt, und Heinrich Schneller für Neuforn; Hans Klei», Vogt, und Rudi Schneller für Nicdcr-Nenforn; Gorius Schneid, Vogt zu Ä»»' stellen, für Lipperswyl und Aichwin. 7. Der Hofammnnn des Abtes von St. Gallen zu West Hot"" Namen der Gerichtshörigcn im Thnrgau verheißen, daß sie zu de» IV Orten und dein Abt Leib und Gill sttll" wollen und die Bestrafung „des Handels" gerne sehen. 8. Der Abt von Fischingcn und Ulrich Egg, A»»»""^ zu Tanncgg, sagen für das Tanncgger Amt ergebenen Gehorsam zu; deßgleichen Heini Wenk, Amman», » Fridli Giger für Homburg; Peter Rickcnbach für Bernang, wo die Aeußerung befremdet, daß man uw oder fünf „Oertli" nichts »ichr geben wolle; Hans Bürgi uoii Richlingen und Hans Hübscher für WalU'"^ Hansen; Hans Schop, Ammann, für Ermntingcn; Hans Erhard von Ncmvylen für Hugelshofe» " die Vogtei Reiti; Ulrich Scherzinger für Hessenrüti, Ivo Junker Gorins von Roggwil Gerichtsherr l 9. Jnnghans Herder von Amlikon und HanS Strnbenivplcr bezeugen für Grießenberg, daß sie de» genossen und ihrem Landvogt imnicr gehorsam sein wollen, ivie es „arme Leute" ihren Herren schuldig st»»' ^ enipfehlen sich ihrer Gnade wie bisher. 1l>. Heini Diener, Vogt zu Spicgclbcrg, weiß von Lomn>>^ Spiegelbcrg nichts anderes, als daß die Gemeinde allezeit gehorsam gewesen und es auch ferner Ü"" Uli Jt, van Frntivpl, und Michel Nibi, von Sälenstein, geben für diese Gemeinden und Manne» dieselbe Versicherung, Kleinhnns Keller und Hansell»»»» Schnctzer von Thundorf antworten wie d» ^ Grießenberg; Hans Katzlcr, von Münstcrlingcn, und Schwarzhans Ludwig von Oftershnusen erkläre» Gemeinde der „Vogtei auf den Eggen" gebührenden Gehorsam gegen die Vit Orte; Heinrich ^ Vogt zu Liebenfcls, in gleicher Weise. Schultheißen, Räthe und Gemeinde zu Dießcnhofen wolle» allweg gehorsam erzeigen und die Ihrigen, die in dem „Sturm und Aufruhr" (zu Illingen) sich verfehlt h»'^ nach Verdienen bestrafen. 11. Nnadi Müller, Vogt zu Wengi, wie die von Lonunis (s. o.); ebenso , wylen und Gottliebe», die im letzten Aufruhr dem „Vogte" zugezogen sind, und auch künftig Renten und Gülten geben und diejenigen wollen strafen lassen, welche ungeschickt gehandelt haben. 12. D» meinde der Herrschaft Schönenberg hat schriftlich geantwortet; die Hofjünger und GotteShanslcnte des ^ St. Stephan (in Eonstanz) haben das Mandat angenommen und wollen demselben „gelcbcn" nach Pflicht u»d ^ 13. Mammern ivill gehorsam sein und Ungehorsame nach Verdienen strafen helfen. 14. Die Geinci»ds ^ Hintersässen in den Gerichten der Herren (Brüder) Wolf und Ludwig von Helmstorf, auch die von eich, als Junker Gorius von Roggwpl's, und etliche ihrer Nachbarn wollen Alles zu den Eidgenossen ,,>t Landvogt setzen und Fehlbare strafen lassen. 15. Die Gemeinde Güttingen verspricht das Gleiche unv be « ^ den zu Illingen verlaufenen Mißhandel; Egnach will dem Bischof von Constanz und den zehn Orte» thnn, ivas es ihnen geschworen hat; Utwyl wird Ehre und Eid halten und Leib und Gut zu den Eidge>^ setzen; deßgleichen die Gerichtsleute und Hintersässen des Herrn von Sar zu Bürgten. 16. Wei»0 Nieder-Bnßnang und Rothcnhansen haben ihre Antwort schriftlich gegeben. 17. Hans Hertll Ainri(gi)sivyl antwortet für Buwyl, daß die Gemeinde gehorsam sein wolle und wohl „leiden »wgr ' p- man die Uebclthäter strafe, aber unter Leu Ihrigen keinen finde, der einige Orte der Eidgenossenschaft hätte. 18. Heinrich Zeller, Ammann zu der Liebbnrg, für Junker Hans Blarer zu Constanz, erklärt und die ganze Gemeinde, den Eidgenossen und ihrem Landvogt treu zu gehorchen und diejenigen, die im ^ betrunken gewesen und sich vergangen hätten, strafen zu lassen. 19. Hans Vrnnner, Ammann zu der pi Ulrich Vogel von Altnau verheißen ebenfalls unterthänig zu sein und nach Vermögen zu den C'idge»»" stehen. 20. Konrnd Fellver, Ammann zu Triboltingen, gelobt das Gleiche; wenn jemand in d>rstr nicht thnn wollte, wie es von Alter her gekommen, so würde sie ihn, auf Erfordern, zur Bestrafung »»" Oetober 155«, 501 20 Einige andere Gemeinden, dic ihre Antwort.» nicht schriftlich gegeben, hobcn vicllricht ihrcn GcrichtShcrrcn „befohlen", sie den Eidgenossen zuzustellen. SU« «cm: «««. .«ü-Mch!.».. P.-49-»«,. - SI.«. «. - «.«. S°.°.hum: «bschüd., »d. xn. Zu « ... Allerdings wag die Beschwerde der Schasfhanser etwelchen Grnnd gehabt habe», da einige noch erhaltene Acten solche Üngcbührlichkeiten mehrfach constntire». Zu Man bemerke den Nachtrag: „Sind bezahlt; bringt jedem Ort 3 Gl. zu 1k Btz." TIS Zl 'tl!!.',. 1524, 23. September (Freitag nach St. Matthäus). Kontonsarchiv Granbnnde». Aufrichtung eiues Buudcävcrtrages der III Bünde. S. Beilage Bezügliche Acten haben sich nicht auffinden lassen. TIS Wem. 1524, 3. Oktober (Sonntag vor GM). Staatsarchiv Zürich: Arle» Bem, Staatsarchiv Bern: RaNMm»»»! Nr. 20!!, 24, 2d. ^ Schultheiß, Näthe und Bürger geben einer Botschaft von Zürich (Dicthclin Röist nnd Hans Rudolf t'avnter) Anbringen folgende Antwort: 1. Man wolle bei dem ausgegangenen Mandate bleiben, jedoch allezeit Ehe,^^ hoben und frei sein, auch diejenigen, die zu Unzeiten Fleisch essen, deßglcichen die Priester, die sonehmen „oder ander nngehört fachen predisg)cn nnd fürgeben", nach Gutdünken zu bestrafen. 2. „Dcnne te/"^" Herren nit, si (die von Zürich) jendert gcsütidert, onch daran dehcin schuld haben, nnd hatten irs ^nch mögen crliden, daß man znosnmmen gesästen nnd in den fachen gnote lücknng beschüchcn (wäre). ch>>^Aichs andern Orten nit gefallen, haben min Herren anders nit könne» handle»." 3. Mit Zürich nnd dl/^^en hinterrücks den andern zu tagen, um Ordnungen nnd Artikel anfznschcn, gefalle hier nicht, indem »>v / Univillen als Gutes erwachsen würde, ck. Dic übrigen Artikel berühren auch andere Orte; Zürich ^ daher auf Tagen anbringen, wo dann Bern gebührende Antwort geben werde. In den Zürcher nnd Bcrncr Quellen ist nur die oben gegebene Antwort vorhanden; der Vortrag der Boten, Original nndatirt, folgt hier im Auszug: (1524, c. K. Oetober), Zürich. Instruction für dic Gesandten nach Bern und Solothurn (gleichlautend für 'c übrige Botschaften, vgl. Nr. 214—217): . .. Gruß .'e. Weil Zürich bisher dein Evangelium angehangen und deßhalb auch Mandate habe ausgehen As"', so bitte es um eine Erklärung, ob Bern ?e. cS bei solchen Mandaten wolle bleiben lassen oder nicht, indem . Orte sich unterstehen, solches zn hintertreiben und sich deßhalb vor den gemeinen Tagen versammeln und Anschlag" machen oder nachher Hinteren Eidgenossen besondere Beschlüsse fassen. ^ 2- Man wisse, welche Antwort Zürich den cilf Orten auf ihr Ansinnen und Bitten, von der lutherischen ^ abznftehen, gegeben habe, nämlich daß es bei seinen Mandaten bleiben und gewärtigen wolle, wer es ans "ltcn nnd neuen Testament des JrrthumS überweisen könnte; wenn das geschähe, so würde man sich gerne Darauf haben die VI Orte sogleich erklärt, sie wollen nicht mehr neben Zürich zn Tagen sitzen/was 502 October 1524, doch wohl etwas verfrüht („eben gnuog früy") gewesen, indem man billig zuerst hätte erfahren sollen, ob es oder nicht. Daher wünsche es zu vernehmen, ob Bern zc. gesonnen sei, ein Ort in solcher Weise sogleich sondern; denn was jetzt Zürich begegne, möchte gar bald einem andern Orte auch widerfahren. 3. Zürich habe sich immer erboten, die Bünde in Allem treulich zu halten. Nun werden Sachen, die "> den Vogtcien vorgehen, an denen Zürich auch Thcil habe, ohne dessen Beisitz verhandelt, wiewohl es so wie andere Orte strafen und handeln würde, was sich gebührte; jetzt aber werde es von den Nachschlügen a>>^ geschlossen, und wünsche es auch hierüber Bescheid; es halte auch gänzlich dafür, daß gewisse Unruhen, die kürz") geschehen, vermieden worden wären, wenn es bei den fraglichen Händeln gesessen wäre. 4. Es habe anerboten, sich (besser) berichten zu lassen und deßhalb begehrt, einen dazu gelegenen auszuwählen; das sei aber nicht angenommen, sondern unterdessen eine Stärkung bei dem Haus Oesterreich, ^ den drei Regimenten zu Innsbruck, Ensisheim und Stuttgart, gesucht worden, was dem Vorschlag Zün^ hinderlich sei; das empfinde es auch als beschwerlich, besonders daß man solches „usscrt ätters" suche, was etwa vordem ihm vorgeworfen, wiewohl ohne allen Grund; das diene nun eben dazu, daß keine Erörtcr>>"!I geschehe, ob man irre oder nicht; da dies höchst bedenklich sei, so möchte man wissen, ob es so zugehen >""w' und rathcn, daß man auf gemeinen Tagen darüber redete und auf Abhülfe dächte. . 5. Man mache Vercinungen, schicke Leute in den Krieg oder lasse sie wegführen, woran Zürich nie"'" hindern wolle; aber man wiegle auch die Seinigcn auf und führe sie so in's Verderben, was es sehr beklagt müsse, da doch kein Ort dem andern die Seinen in dieser oder jener Gestalt ungehorsam machen und abz"(". sollte, laut der Verkommniß von Stans; da ersuche man (die andern Orte), in der Sache zu handeln, um st' ^ abzustellen. , 6. Wenn Dinge, welche Zürich berühren, auf Tagen zur Sprache kommen, so scheine (den Klagen) stst Glauben geschenkt zu werden, bevor man sich über die Sachen erkundige; dadurch werde viel Unwille und UM erzeugt, und deßhalb würde Zürich gerne hören, ob man Willens sei, dein zu begegnen. ^ 7. Es habe wie bekannt den Eidgenossen vier Gefangene von Stammheim nach Baden überantwortet ' dem ausdrücklichen Vorbehalt und Beding, daß man dieselben nur über den Jttinger Handel (verhören und) , sollte; das sei zugesagt, aber nicht gehalten worden, was Zürich mit de» Seinigcn kränke; wäre man der nachgekommen, so hätten seine Boten auch mitgehandelt (und nicht den Austritt genommen). 8. In dem letzten Abschied von Baden sei an die neun Orte der Antrag gestellt, die von Stein, Anfänger des Jttingersturmcs seien, auch zu strafen; daneben haben die Boten von Zürich heimgebracht, davon geredet worden: Wenn es die von Stein und andere Betheiligtc nicht anhielte, dem Gotteshaus e ^ für den Brand und Naub, und den neun Orten für ihre Kosten zu geben, so würde man auf deren Güter ^ Gülten greifen, die im Gebiet der neun Orte liegen, zudem die Personen, wo man sie beträte, ergreife" bestrafen lassen. Das sehe nun schwer und bedenklich auS; denn Zürich habe manche von Stein und aus lw^ Orten seines Gebiets eine lange Zeit im Gefängniß gehalten, verhört, etliche frei und andere auf Tröstung ^ gelassen und angefangen zu strafen, wolle auch darin fortfahren und thnn, was cS den Eidgenossen Z"g"stü^ ^ vermeine nun aber, man sollte es dabei bleiben lassen, da bisher in der Eidgenossenschaft jede Obrigü" ^ Ihrigen selbst gestraft habe, und (ein) anderes (Verfahren) nicht zu ertragen wäre. Hierüber möge """' auch erklären, zumal später andere Orte in den gleichen Fall kommen könnten. ^ 9. Man greife zu weit in den Niedern Gerichten und wolle da Leute fangen, bevor mit Recht erkan" ^ daß Einer dem hohen Gericht oder dem Malcfiz zustehe, was der gemeine Mann, wenn schon Zürich, " ^ Obrigkeit, und der Gerichtsherr das zuließen, nicht erleiden möge; deßhalb wünsche Zürich der ande>" Meinung zu vernehmen, da dergleichen Verhältnisse in der Eidgenossenschaft vielfach vorkommen. , K- 1V. Schließlich begehre es, daß die fünf Orte Bern, GlanB, Basel, Schasfhansen und Appens ^"„^.,1, sprechnng dieser Artikel (mit Zürich) einen besondern Tag hnlteik und abfällige Anliegen, die sie ihrcrsciw ^ auch vorbrächten und beriethen, und daß dann ein allgemeiner Tag beschrieben und in diesen Sachen würde; denn Zürich wolle nicht wie gewisse Orte hinter den Eidgenossen durchgehen und trachte nach und Ruhe. Ueber alles dieses erbitte es sich freundliche Antwort. K. A. Soi°qm»: AbMd-Bd. October 1524, 503 Tt4 Klnrns. 1524, c. 10. October. Vortrag einer zürcherischen Botschaft (wie in Nr. 213). Weder die erthcilte Antwort noch sonst bezügliche Aufzeichnungen sind erhalten. — Vgl. Nr. 1W. TIS. Solotfimn. 1524, 11. October (Dienstag vor Galli). Ka»to»Sarchiv Solochur»: AbMdc Bd. Xll. - RaMmch Nr. 12, p. 277, 27S. Die Gesandten von Zürich erhalten von Nöthen und Bürgern ans die vorgelegte Instruction die folgende Antwort: 1. Man wolle bei dem Evangelium bleiben und verhoffe, es wie die Vordem bisher gcthan zu haben, wie es Christen gezieme. 2. In dem Jttingerhandel habe man bisher für das Neste gewirkt und gedenke das ferner zu thini, soweit es" sich gebühre. 3. Der Knechte halb, die (wider die Verbote) in die Kriege laufen, ^ man um billige Rücksicht ans allerlei, was früher vorgefallen. 4. Daß etliche Orte sich besonders versammeln, ^be man nicht für nöthig, und besorge, das würde mehr Unwillen als Gutes zur Folge haben; aber mit ^weinen Eidgenossen in diesen Sachen zu handeln, sei man geneigt. 5. Endlich bitte man Zürich, unziemliche D"'ge, die es bisher unternommen (und geduldet), abzustellen, damit man desto eher zur Einigkeit komme. Das Datum und die Antwort hat nur das Nathobnch. TZ« Schaffhausen. 1524, 12. October (Mittwoch vor St. Galli). Staatsarchiv Zürich: Absch'-d- Bd. !>, c°I. >. , 1 Vor Bürgermeister und Rath zu Schaffhausen sind erschienen Niklans Schstab und Jacob Frei von ^''-h mit einer schriftlichen Instruction, die den genannten Herren wohl gefallen hat. 11. Darauf eröffnen sie Gutachten darüber in dem Sinne, daß Zürich die Orte Bern, Glarns, Solothurn, Basel, Appenzell und schaffhausen zu einen. Tage einladen möge, dan.it sich dieselben mit einander unterreden können, che die andern alle zusammenkommen; die Herren von Schaffhausen werden dann ihre Beschwerden auch anzeigen, indem »Mnz lustig, willig und geneigt" seien, ihren lieben Eidgenossen von Zürich alles zu thnn, was ihnen lieb dienlich Hju möge. TZ? Appenzell. 1524, 12. Octobw (Mittwoch vor St. Galli). Staatsarchiv Zürich! Abschiede Bd. 2, lol. ». z. Auf die von den Zürcher Rathsboten (?) vorgelegte Instruction geben Am.nann und zweifacher Rath zu Inzell die Antwort : 1. Sic werden gerne mitwirken, wenn Zürich an einen geeigneten Ort einen Tag 504 October 1524, ausschreiben wolle, in der Hoffnung, daß man dadurch Mittel finden könne, der „großen Sachen" abznkommm und in der Eidgenossenschaft wieder die Einigkeit herzustellen, 2. Sie seien entschlossen, die Bunde zu halten, »nd wenn unter den Eidgenossen Zwietracht entstehen sollte, so werden sie keine Partei ergreifen, sondern den Bünde» gemäß vermitteln helfen und dabei keine Mühe und Kosten sparen, 3. So weit es ihnen zustehe und sie es vermögen, wollen sie dafür wirken, daß Jedem zu seinem Rechte geholfen und Niemand mit Gewalt gestraft werde. 4, Endlich gedenken sie bei der göttlichen Wahrheit zu bleiben; doch sei es ihnen ernstlich daran gelegen, das! man entdecken möchte, wie man in der Eidgenossenschaft zum Frieden gelangen könnte; das würde ihnen größten Freude gereichen. Ohne Zweifel war nach Morus und Appenzell die gleiche Botschaft abgeordnet. TIS Amuenfetd. 1624, 13. Oktober f. (Donstag vor St, Gallcntag f.), Swntaarchiv Lnccr»: Ailg, Abschiede <1.2. 1,057, StontSarchiv üjul'ich: Abschiede, Bd, o, r, N>Iiothcr Arcidiirg: Gir, Smmnl, T. >»' Kaiitoilsarchiv Solothnr»! Abschiebe Bd, XII, Stadtarchiv St. Galle». Gesandte: Bern. (Sebastian vom Stein; Peter im Hag). Lucern, (Jacob Feer; Vogt Egli). bürg. (Lorenz Brandenburger; Niklaus Reif). — (Die übrigen unbekannt). t». Der Commissarius von Luggarus meldet, daß er durch einen Kaufmann, der den Langcnsce hcr»>ls gekommen und heimlich ein guter Eidgenosse sei, als ganz zuverlässig benachrichtigt worden, man solle über de» Zug des Herzogs vor die Insel nicht zu besorgt sein, indem er alles Volk, das er sammeln könne, dem He»M von Bonrbon zusende, an die 0000 Mann, Mit seinen Schiffen gedenke er nur die Insel zu bewachen, sod»>' niemand heraus noch hinein könne; sie seien auch nicht mit Geschütz und Belagcrnngszeug versehen, hoffen »dc> das Schloß mit der Zeit doch zu gewinnen. Heimlich gehe das Gerücht, daß es mit dem Bonrbon übel stc^' I». Ritter Fritz Jacob von Anwyl, früher Hofmeister des Bischofs von Constanz, Vogt zu Bischofzell, »es antwortet sich ans die Anschuldigung, daß er zu der lutherischen Scctc gehöre; man solle es ihm in Z»k>»^ nur sogleich zu wissen thnn, wenn wieder so etwas über ihn gesagt würde, damit er sich verantworte» kö>»"' «. Da der Landvogt im Thurgan anzeigt, daß die Unterthnncn („armen Leute") im Thnrgau vor dem gerietst Sachwalter („Beistände") haben, jedem etwa fünf Schilling geben müssen und meistens mehr in das 5R0 „ziehen" als davon, so wird dies heimzubringen beschlossen. Könnte der Landvogt die Beistände nicht in abstellen, und wollten die in der Landgrafschaft dieselben beibehalten, so sollen sie darüber ans der nächst^ Jahrrechnung zu Baden Antwort geben, «I. Die Franen des Klosters Dänikon stellen das Ansuchen, Thcilung zu genehmigen, indem sie nnr etwas Silbergeschirr und Bettzeug, das von den abgestorbenen und nicht von dem Kloster herrühre, mit einander getheilt haben; solche Thcilungen seien bei ihnen immer üb > gewesen und nur von der letzten Aebtissin aufgehoben worden, — Erkannt, man wolle die geschehene Tlstil»»ü gelten lassen, doch müssen die Sachen immer im Kloster verbleiben; gehe Eine oder die Andere daraus, ^ heiraten, so soll ihr Eigenthnm dem Kloster nicht entzogen werden; wäre schon etwas ans diese Weise hi»»^ gekommen, so hat die Aebtissin dafür zu sorgen, daß es zurückerstattet werde, « . Es war früher dem La»d»^ im Thurgan der Befehl ertheilt worden, den Pfarrer zu Ermatingen, der ebenso predigte wie Zwingli in zu verhaften. Da er sich nun nach Constanz geflüchtet hat, so wird dem Abt von An, als dem Leheüshen'» ^ Oktober 1524. 505 Rarrc und Pfründe, aufgetragen, dieselbe mit einem geschickten, aber rechtgläubigen Priester wieder zu besehen. Freiherr Georg von Hciven und Andere bitten, daß die Eidgenossen den Conventhcrrn des Klosters Rheinau, ^»g Jr,neuste, der aus dein Kloster weg und in den Krieg gelaufen, bei dem Abte empfehlen möchte». Das "Ad ihnen abgeschlagen. K-. Ein Keßler, aus der Grafschaft Toggenburg gebürtig, aber im Thurga» seßhaft, ^ bei den letzten Unruhen zu Frauenfeld gedroht, er wolle die Obrigkeit und den Adel unterdrücken, und der Strubenwyler an der Landsgemeinde mit einer Halbarte geweibelt, wird ans immer ans dem Lande ver- I». Der Pfarrer zu Müustcrliugen wurde laut des Abschieds von Baden von dem Landvogt verhaftet, auf eine Bürgschaft hiu wieder frei gelassen. Da er aber sowie der Priester zu Ermatiugcu und Einige Constanz der lutherischen Lehre wegen oft zu einander kommen und sich viel zu schaffen machen, um das Volk gewinnen, so wird auch dieser Pfarrer abgesetzt und aus der Grafschaft verbannt, und zwar so, daß man ihn, """>1 er wieder ergriffen würde, nach Verdienen strafen wollte, i. Da Sebastian Muutprat seinen Kindern laut vor dem Landgericht besiegelte» Vermächtnisses sein Vermögen vermacht hat, so wird, weil man dasselbe kür überflüssig hält, beschlossen, der Vogt dieser Kinder solle den Vermächtnißbrief dem Landvogt zurückgeben, '"°gegcn dieser die 15 Gl. Sicgelgeld wieder erstatten soll. k. Da die Boten von Luccrn im Namen Schultheiß ^'»wann's schriftlich und mündlich begehren, man möchte in Betracht seiner vielen Geschäfte und seiner Altcrs- Aiwäche Abt von An anweisen, ihm für seine Ansprache vor den Eidgenossen das Recht zu gestatten, und ^ der Abt erklärt, er'bleibe bei dem letzten Abschied von Baden und wolle dem Schultheiß diesem gemäß zu ^cht stehen^ so wird jener Abschied bestätigt, indem man voraussieht, daß die c^iache zuletzt doch vor die „Räthe seiner Eidgenossen kommen wird. Und da nun dem Landvogt Muheim die schriftliche Beschwerde des Schulten angezeigt wird, als ob er den gegen den Herrn von Au verfügten Haft aufgehoben („entschlagen") Hütte, Antwortet sich derselbe also. Des Gotteshauses Amtslcntc haben wohl das Begehren an ihn gestellt, daß er als ^"dvogt den Haft aufhebe, indem des Klosters Armut es erfordere; er habe es ihnen jedoch abgeschlagen und "'Alf den Tag nach Lncer» verwiesen; habe man nun den Haft gebrochen, so sei es ohne seine Einwilligung ^He». I. Doctor Eck sendet ein gedrucktes Büchlein samt einer Missive ein, von welchen Schriften jedem Ort ''Abschrift mitgetheilt worden ist. Auf Genehmigung der Regierungen hin ist nun die Stadt Baden bezeichnet, ^ Disputation zwischen Doctor „Egg" und Ulrich Zwingli stattfinden soll; beiden Parteien wird sicheres versprochen in den. Sinne, daß wer obsiege, wieder.»., sicheres Geleit nach Hanse genieße, der Unterliegende "dessen »ach Recht und Billigkeit entgelten" müsse. Ans den nächsten Tag sollen alle Boten hinlängliche ^'"acht bringen n». den Platz den Tag und Anderes zu bestimmen. Gleichzeitig soll auch Zürich ersucht den Zwingli zu solcher Disputation zu senden, weil sich Einer gefunden, der ihn eines Bessern belehren beweist» werde, daß seine Lehre falsch sei; da er sich selber dazu anerboten, so erwarte man, daß er a» de.» ' ätzenden Tag sich einfinden .verde Dies wird den Boten (von Zürich) in ihren Abschied gegeben, obwohl sie b" Nathschlag nicht mitgewirkt und (also) auch nicht dazu gestimmt haben. .... Der Landvogt im Thnrgau w ^ daß Freiherr Ulrich von Hohensar als Herr zu Forsteck und Bürgten Bürger von Zürich gewesen, aber, M.niß eine», früher.. Abschied (1504, 20. März, i?), da Bürglen zur Landgrafschaft Thnrgau gehöre, Aorten verpflichtet sei; wenn ...... der genannte Herr zu Bürgten wohne, so sollte er auch für Forsteck nicht sein und demnach des Bnrgrechts in Einem Ort ledig erklärt werden. ... Es bittet Wolf, Graf zu Zii ""AI, aus Auftrag des Markgrafen Philipp zu Baden und der kaiserlichen Regenten, in Gegenwart des Sebastian Schilling, die Eidgenossen möchten dessen Bruder Georg Schilling, dein nach de... Span mit HAni von Schwalbach die Eo.n.nenthurci zu Tobel rechtlich zuerkannt worden, in den Besitz dieses Hauses A Octobcr 1524. einsetze» (lassen), in Anerkennung seiner ritterlichen Thaten, die er in jüngster Zeit zu Rhodus ausgeführt habe- Da sich nun aber die Gerichtshörigen und die Gemeinde zu Tobel für den bisherigen Schaffner daselbst verwenden, der seine Verwaltung so trefflich führt, so wird beschlossen, es solle derselbe das Haus ferner verwalte»/ alle Jahre Rechnung ablegen und den „Vorschlag" für das Haus aufbewahren, alles bis ans weitem Beschs Dein Grafen wird geantwortet, man werde sein Gesuch heimbringen und ihn: auf nächstem Tage darüber eine» Bescheid ertheilen. «». Da das deutsche Haus Leuggern, ebenfalls Johanniter Ordens, schlecht gebaut und„O" stört" ist, und davon viel Gut in die Fremde gezogen wird, und man eingesehen hat, daß es für Kriegszei^ zweckmäßig wäre, wenn das Haus wieder erbaut und die Wälle hergestellt würden, so wird heimzubringen beschlossen, ob man den Bau unternehmen und den Commenthur daselbst vermögen wolle, kein Gut mehr wM» schleppen, sondern die Vorschläge an den Bau zu verwenden. K». Die Boten von Zürich bringen vor, es schon öfters von den Vögtei? und Amtleuten der Eidgenossen Aenßerungcn gegen die von Zürich gefallen, ^ obschon unwahr, nicht bestraft werden; man nenne ihre Obrigkeit und ihre Prediger Ketzer, was billig gestattet werden sollte; denn 'sie haben sich schon oft erboten, sich belehre» zu lassen, worin sie irren, haben selbst begehrt, daß an einem geeigneten Orte darüber dispntirt würde; es könnte auch den andern Eidgcnosl^ verdrießlich sein, wenn sie (derart) geschmäht würden; daher werden sie ersucht, überall zu verbieten, daß st^ grobe Aeußcrungen gebraucht werden, bis die von Zürich überwiesen seien, daß sie irren, «g. Des Grafen Arona Botschaft bittet abermals, es möchte ihm jedes Ort 100 Kronen darleihen. Da nun einige Orte geneigt waren, indem berücksichtigt wird, wie viel den Eidgenossen an der Erhaltung der Insel liegen müsse, )' man wiederum in den Abschied genommen, ob man ihm mit Geld helfen oder sich nochmals bei dem König s" ihn verwenden oder endlich die Insel zu der Eidgenossen Händen nehmen wolle. ». Ein Schreiben des HAZ^ von Mailand meldet, daß Graf Ludwig Borromäus Brandstiftungen, Todschläge und andere Frevel sich zu Schulden kommen lassen; damit aber die Eidgenossen erkennen, daß der Herzog ihre Wünsche höher sch^ als seine Rache, so zeige er ihnen an, daß er die Bckriegnng und Belagerung des Schlosses Vitalin» anfll^' dagegen wünsche er von ihnen die Versicherung zu erhalten, daß der Graf und seine Kinder nie mehr ctn'^ gegen ihn oder seine Unterthanen beginnen und das Schloß also besitze», daß weder ihm noch seinen IlnterthiN^ dadurch Schaden erwachse; er verspreche endlich niemals zuzugeben, daß irgendwer etwas gegen das gen» , Schloß unternehme, er habe denn drei Tage zuvor die Eidgenossen davon benachrichtigt. .»>. Eberl! von feldcn stellt das Gesuch, man möchte ihm, da er und sein Sohn den Eidgenossen als Leibeigene angehören, Fall und Laß zu kaufen geben. Heimzubringen und ans der Jahrrechnung zu Baden darüber Antwort zu da dem Landvogt in den Eid gegeben worden, die eigenen Leute in der Grasschaft nicht zu verkaufen, ^ . meldet Ludwig von Dießbach, weiland Vogt zu Lanis, der General (Morclet?) des Königs von Frankreich versprochen, das Geld zu entrichten, das er im Namen des Königs den Eidgenossen schuldig geworden, ^ . noch nicht erhalten, weil die Bezahlung nicht möglich sei, und er bittet nun, ihm noch etwas längeren zu verstatten. Man hat beschlossen, noch etwas zuwarten; doch soll er so bald als immer möglich die bezahlen, i». Da Freiburg und Solothnrn wiederum ihr Gesuch in Betreff der' Beschwörung der Bünde ^ bringen, und auch dießmal die Boten verschieden instruirt sind, und einige Orte das Geschäft noch vor die - ^ gemeinde bringen wollen, so wird die Sache in den Abschied genommen, v Der Priester zu von seiner Pfründe verstoßen und ihm ein Eid abgenommen, sich in acht Tagen ans der Grafschaft z» und ohne Erlaubnis; der Obern nie mehr dahin zurückzukehren, weil er den Bauern gepredigt, daß d>c ^ ^ in den Kirchen nichts nützen, daß die Mutter Gottes „ein armes Dienstmägdlein" gewesen und datz die Fun October 1524. 507 Heilem nichts sei, u. dgl. in. » Der Herzog von Mailand schreibt: Es bekümmere ihn, daß seine Angehörigen die Eidgenossen beschimpft haben; denn es sei ihm besonders angelegen, daß die Seinigen mit ihnen freundlich verkehren; dcßhalb habe er seine Amtleute ermahnt, dafür zu sorgeil, daß weder Kriegstncchte noch andere Unterthanen etwas Unbilliges vornehmen; und wenn sie dieser Weisung nicht nachgekommen, so werde er f'e neuerdings ernstlich mahnen und Fehlbarc nach Gebühr bestrafen; er hoffe aber dasselbe von den Eidgenossen. ^ Es wird daher an die Vögte zu Lauis und Luggarns geschrieben, sie möchten ihre Unterthanen anhalten, sich g°gen des Herzogs Leute friedlich zu benehmen und ihnen gute Nachbarschaft zu beweisen, Verzeichnis; bergigen Personen, die wegen des letzten Aufruhrs bestraft wurden: 1. Hans Metzger von Strubenwyl, „der nach Sturm an eine Landsgemciudc (die Trommel) geschlagen hat, wer des gemeinen Mannes Nutzen und Ehre betrachten wolle", ist bestraft um 50 Gl., die er bis Ostern entrichten soll samt den Kosten, die seinetwegen im ^fängniß anfgelaufen. 2. Ulrich von Hofen hat 20 Gl. zu bezahlen bis Ostern, weil er ein Anfanger des Behrens für die Landsgemeinde gewesen/ 3. Basier von Steckborn, der nach dem Sturm im Kloster Feldbach ^fagt, die Lutherischen seien jetzt Meister, und wenn er Landvogt sei (?), werde er vier oder fünf Oertchen nicht Achten, wird gebüßt um 20 Gl.,.weil er vierzehn Tage im Gefängnis; gelegen lind daher viele Kosteil verursacht g- 4. Kolbrunuer, der in. Sturm geäußert, die von Illingen dürften wohl ebenso viel („als bald") Recht b°ben, und er wolle so gern bei denselben sein, als bei denen zu Fraucufeld, wird gebüßt um 15 Gl. und für ^ Nacht in de» Thurm gesetzt. 5. Der Schmid von Gachnang, der nach dem Sturm mit Strnbenwpler in ^ Stadt herum gelaufen, für' 1« Gl. >. Mit den Gemeinden Dießenhofcu, Steckborn, Pfpn, Wigoldiugen, Ringer-Amt, Ober- und Nieder-Neuuforn, Grießcnbcrg, Eschenz, Wagenhauscn, Ermatingen und Weinfeldcn, ^ auf diese.! Tag citirt worden, wird geredet, wie jeder Bote weiß. Ludwig von Meßbach, vordem Vogt Lauis, berichtet daß es jetzt den Morelli lieb wäre, wenn sie des Schlößchens (Valzol) los würden, das ^ Händen Hab!., i.tt. Der Prior von Illingen klagt über den großen Schaden, den sein Kloster erlitten, ""b bittet ...» Vergütung indem alle Urbare, Rödel und Freiheitsbriefe bei dem Brande zu Grunde gegangen, ""b wn den. einzig noch aufgefundenen Briefe, de». Freiheitsbrief des Kaisers Friedrich, das Majestätssiegcl Wrisse» wordc./ Er zieht ferner au, daß die (X) Orte, in deren Gebiet das Gotteshaus gelegen, demselben Bestätignngsbries gegeben, worin es heiße, daß dasselbe bei allen ihm von de... römischen Stuhl und de... verliehenen Freiheiten bleiben solle, und das; sie im Jahr 1509, nachdem sie einen Vertrag zwischen ihnen !'"d den Gerichtsherre» in. Thurgan gemacht, de». Gotteshans mit Brief und Siegel zugesichert haben, das; es '""U seinen .Eintersäßen nach Inhalt der Öffnungen, Urbare, Register, Briefe, alten Herkommen und Bräuche, diese.» Ertrag exen.pt sei.! solle. Sodann begehrt er, daß u.a.. ihm einen „Abschied" zustelle, daß alle die- !>», die den. Kloster Zinsen ab ihren „liegenden Höfen" und Gütern schuldig seien und Erblehenbricfe besitzen, Briefe z» banden'des Landschreibers oder des Priors abgeben sollen, dan.it davon Sieversbriefe in des ^Hauses Kosten gemacht werden könnten, und es wieder seine Zinsen zu beziehen wisse, und das; die Leute, de». Kloster ablösbare Zinse entrichte.., auf dessen Kosten andere Briefe errichten lassen, mit Anführung der haften ..„d der llnterpfm.de Darüber wird erkannt und geantwortet, man wolle es in den Abschied nehmen, ih". später Bescheid geben zu können. I.,». Es bittet der Landau..,.an.. Heinrich Nosencgger zu Fraucnfeld, p'öge ihn. das Aull seines Alters wegen abnehn.cn und seiner Frauen Schwestersohn, Jacob Geiliugcr, der Frauenfeld Bürger und woh.chaft sei; er würde demselben ...it Rath behülflich sein. - Da u.a.. hat, daß er (Geilingery ein geschickter, rechtschaffener Manu ist, der bei de», letzten Aufruhr von Winterthur de... Landvogt redlich zugezogen, so hat mau sein Gesuch in den Abschied genommen, um darüber auf nächstem 50« October- l524. Tage zu antworten, ee. Nachdem Bevollmächtigte von Stein sich eingefunden, um wegen ihrer Schanze vor der Brücke und anderer Geschäfte zu verhandeln, ist beschlossen, daß sie, da ein besonderer Vertragsbrief ausdrücklich enthält, daß der Landvogt im Thurgau bis auf das dritte Joch das Recht „zu fangen" habe, die Schanze wieder wcgthnn sollen, damit der Landvogt durch das Thor oder Bollwerk in seinen Gerechtigkeiten nicht gehindert werde, sie legen denn Briefe oder Freiheiten vor, daß ihnen solches von den Orten erlaubt worden. Betreffend den Zoll von Salz und Andern:, das oberhalb Stein ab dein See in das Thurgau abgeladen wird, glauben die von Stein dazu das Recht zu haben und legen mehrere Briefe auf, z. B. wie der von Klingen von einem Herrn von Oesterreich gefreit wird, den Zoll zu Stein zu nehmen; wie die von Dießenhofen solche Freiheit und Gerechtigkeit von ihnen (?) erkauft; wie die von Stein mit dem Weinschenken, dein Umgeld, dein Markt und anderen Dingen bei ihren Gerechtigkeiten bleiben können wie bisher, .'c. Da diese Briefe nichts weiter enthalten, als daß die von Stein Zoll nehmen sollen (mögen), wogegen man nichts einwendet, und die Boten , ungleiche Vollmachten haben, so hat man diesen Artikel in den Abschied genommen; es sollen aber die von Zür^i und Stein auf dem nächsten Tag ihre Briefe wieder auflegen, und unterdessen soll denen von Stein niemand Zoll entrichten von dem, was oberhalb Stein in das Thurgau verladen wird. v«. Heimzubringen das Gesnch des Lienhard Schmutz von Francnfeld, daß, nachdem ihn: einige Orte ihre Wappen an seinen neuen Bau gegeben, die andern Orte es auch thun möchten, damit er die Wappen der X Orte bei einander habe. t^ die Eidgenossen nichts thun; weil aber die von Dießenhofcu auf eidgenössischem Grund und Boden gefrevelt, u^ mau vernommen, daß Schultheiß und Rath zu Dicßenhofe» der Ihrige» nicht mächtig scheinen, indem s»' i" selbst Einigen nach Illingen zu laufen erlaubt haben, „damit ihnen daraus nichts Arges entspringe", so »'"^ man selbst die Strafe festsetzen, welche sie dann zu der Eidgenossen Händen einziehen sollen. KA'. Die »o» Stein vernntwortcn sich folgendermaßen: Sie haben mit denen vou Stammheim, Waltalingen und Nußbaum^ keinen Bund gemacht, sondern nur einander gegenseitige Hülfe versprochen für den Fall, daß es im Zürchergeb'^ brennte. Nun sei im ersten Sturm ein Gerücht von Stammheim nach Stein gekommen, daß es denen Stammheim übel gehe, und daß sie um Hülfe rufen; darauf habe Stein etliche der Ihrigen abgeordnet, um ' sehen, was es wäre, und zu schlichten, wenn etwa Streit bestünde; diese Abgeordneten seien schon Nachts »>" nenn Uhr wieder zurückgekommen. Den zweiten Sturm betreffend: Sie haben zwei Wächter auf dem M»»ß^ thnrm und etliche auf den Gassen; sowie nun die auf dem Thnrin -das Geschrei vor der Stadt gehört, h^, sie an die Glocke geschlagen, und als ihre Leute vor die Brücke gekommen, seien Einige dem Pfaffen ^ nachgelaufen; man habe dann eine Anzahl denselben nachgeschickt, um sie zurückzuholen; es seien aber alle a»-' geblieben, und erst als man sie bei Ehre und Eid aufgefordert, wieder heimgekommen. Die Boten möchten hofPb daß nicht die ganze Gemeinde von Stein für die Schuldigen büßen müsse; denn es sei ihr sehr leid, daß nicht, Anzahl der Ihrigen nach Illingen gekommen. I»I». Ebenso äußern sich die von Stammheim, sie hoffe» ^ daß die Gemeinde für die einzelnen Schuldigen entgelten müsse; denn es seien viele von den Ihrigen gegeu Aufruhr gewesen; man möchte die strafen, welche gefehlt haben, iii. l. Hierauf bringt Zürich vor, daß 'tch ' und nicht den Eidgenossen, die Bestrafung deren von Stein obliege, wie es sich denn schon mehrmals e> habe, die Seinigen selbst zu strafen und die unter der gemeinsamen Obcrkeit Stehenden auch strafen Z» Dagegen wird bemerkt, der Frevel sei zu Illingen, in der X Orte hohen Gerichten und auf ihrem Grn»d October 1524, 509 Boden verübt worden, nnd darum stehe den Eidgenossen die Befugnis; zu strafen zu, gemäß den Bünden und dem Landesbranch. 2, Nun begehren die Boten von Zürich, ,daß man ihre Obern bei dem alten Herkommen »nd den Verträgen möchte bleiben lassen; im andern Falle schlagen sie das Recht dar, sowohl in Betreff der Simsen als der Schanzen nnd des Zolls zu Stein wegen, nnd bitte», das nicht übelzunehmen, 3. Ferner bitte« Z""ch, man möchte die von Stammheim nicht um Sachen strafen, welche das Evangelium betreffen, sondern 'hn Handlung mit den „Götzen, der Messe nnd andern dergleichen Stücken" ruhen lassen, bis man sie nach 'hmn Erbieten ans dem "Evangelium eines Bessern belehrt hätte; man möchte auch die erwähnten Handlungen ""t den Bildern nnd solche Artikel nicht für criminell ansehen, indem diese das Wort Gottes berühren, worin ^ Eidgenossen nichts zu strafen hätten; sonst würde Zürich nuch hicfür Recht vorschlagen. — Es wird beschlossen, °"f nächstem Tage darüber Antwort zu geben, wo und wann man den Nechtstag laut der Bünde haben wolle,. Die von Nußbaumen erklären, sie wollen sich der Strafe unterziehen, bitten aber, ihnen gnädig zu sein, '"dem ihre Vögte sie verführt, denen sie haben folgen müssen; die Eidgenossen möchten also nur die unter ihnen ^strafen, welche gefehlt haben, so werden sie dazu behülflich sein, II. Da ein Priester zu Dießenhofen in ^amniheim öffentlich gesagt, die Altäre seien nur Wcchsclbänke, nnd ein Caplan zu Dießenhofen ei» Weib „mit ^scheid" gcnomn.cn 'und Ungebührliches gepredigt hat, so werden die beiden aus Dicßenhofcn nnd wn ganzen ^biete der Eidgenossen (?) verbannt. ,„»> Es bittet die Witwe.des Vogtes Hans (Wirth) von Stammheim, ihren kleinen Kindern, ihr Gnade zu erweisen, damit sie nicht um all ihr Gut käme, indem sie nun schon Mann Vater Sohn und Bruder verloren habe». ,»». Lucern, die beiden Lnndvögte im Thurgan nnd 6" Baden nnd jedermann der wegen des (Priesters) Hans Occhslin Kosten gehabt, sollen dieselben zusammentun »nd ans nächsten. Tag vorlegen, wohin Schwyz auch die Bürgen für Hans Oechslin berufen soll, um ""t einander abzurechnen ..... Da man nun schon vier Tagsatzungen gehalten wegen des Aufruhrs in. Thurgan, auf den, lebten Tage zu Baden festgesetzt worden ist, daß jeden. Boten für jede» Tag 1 Krone und dazu jeden, ^ht 1 Krone für eine Tagleistung verabfolgt werden solle, so soll jetzt Mr Bote seine gehabten Auslagen °!«m, die Zchrungskosten auszurichten; der Landvogt soll dem Landschreibcr die Abschiede bezahlen, nnd 7 Summe der Geldbußen von denen, die gestraft worden, für diesen Zweck znsannnenbehalten. „z». Konrad '^tt'li, Bürger zu Franenfeld stellt unter Beistand des Schultheißen nnd Raths zu Franenfcld das Gesuch, daß ihn. die Landammannstelle anvertraue, sofern Heinrich Nosenegger sie aufgebe; er werde sein Amt gewiß so >°lte», daß die Eidgenosse» und die Landvögte daran Gefallen haben sollen. Auftrag an de» Landvogt, '"uh Constanz zn'verfügen, ..... wegen Konrad Steffan's Auslieferung gütlich oder rechtlich zu handeln. " ' Es bitten Schultheiß und Rath zn Franenfeld, ihnen in Betracht der gefahrvollen und beforglichen Zeit- I'Mude etwas Geschüb samt Pulver und Steinen anzuvertrauen; sie werden es durch Gehorsam und Dienst ^'Wcheit verdienen, .Eeimznbringen, 8«. Es wird berichtet, daß der Caplan von Wnnncnstein zn Teufen sich es gehe jebt unter den Eidgenossen und den Päpsten wie damals, als ...an Christum verdammt habe; 't"igen, MM die Wahrheit sagen, werden getödtet; wenn ...an Heilige anrnfen solle, so wolle er auch die '^n, die nenlich zu Baden hingerichtet worden; denn sie seien als wahre Märtyrer gestorben, w. Deßhalb , "'°n »ach Appenzell geschrieben' und das Geschäft in den Abschied geno.nn.cn, II. Es wird ein Tag nach »"gesellt ans Sonntag vor St. Martinstag (6. November). Graf Wolf von Montfort nnd Ritter , ^stiu» Schilling legen eine Eredenz von Statthalter und Regiment des römischen Reiches vor nnd erzählen ^"usig den Aufruhr der B im Hegau gegen den Grafen von Lupfen und andere Herren, der zwar seit der °'d»ung der Botschaft beruhigt worden sei, aber durch neuere Vorgänge sich innner »och als gefährlich erzeige. 510 October 1524. Sie berichten unter Anderm, wie Schaffhausen mit vielem Fleiß darin unterhandelt und wirklich eine Vermittlung zwischen den Parteien zu Stande gebracht, die aber die Bauern wieder unversehens abgeworfen, indem sie sich auf der Kirchweih zu Hilzingen versammelt und abermals einen Bund gegen ihre Herren geschworen haben- Nun erfahre man von verschiedenen Seiten, daß Herzog Ulrich von Würtemberg und einige seiner Parteigenosse» die Aufruhrer bestärken und ihnen Hülfe versprochen haben; dcßhalb gelange das Ncichsregimcnt an die Eidgenossen mit der Bitte, sie möchten den Herzog bewegen, von solchen Umtrieben abzustehen. Es sei aber Z» besorgen, daß auch anderwärts noch Empörungen entstehen, die das Reich und die Eidgenossen beunruhigen, »R' Obrigkeit unterdrücken, Zwietracht, Krieg, Blutvergießen und unwiederbringlichen Schaden bringen müßten, i»^ besondere weil jetzt der gemeine Mann, der ohnehin schon zum Aufruhr geneigt sei, durch die lutherische „Faction dazu ermuntert werde. Demnach richten Statthalter und Regiment an die Eidgenossen die freundliche Bitte, das sie ihren Unterthancn und Verwandten mit dein größten Ernste vermehren, den etwa erweckten Empörungen irist»d welche Hülfe, Vorschub, Unterschleif, Zuzug oder anderen Beistand zu leisten, sondern vielmehr behülflich P» möchten, dieselben zu unterdrücken und zu bestrafen. — Darauf wird den genannten Boten geantwortet, >»»" werde ihren Vortrug heimbringen und ans dem nächsten Tage Antwort geben, v v I. Ritter Wilhelm von Reichs bach, kaiserlicher Rath, und Secretär Veit Sutcr tragen vor: 1. Da man ans dem Tag zu Baden überc»» gekommen, einander gegenseitig behülflich zu sein, um die begangenen Frevel zu strafen, so habe der (Ferdinand) (von Neuem?) beschlossen, den christlichen Glauben, in welchem seine Väter gelebt und gestorbc», zu beschirmen und aufrecht zu halten, soweit seine Kräfte reichen; denn die lutherische Lehre pflanze nur Anst'»^ und Empörung gegen die Obrigkeiten, wie er selbst an der Stadt Waldshnt erfahre. Da er nun gesehen, die Eidgenossen sich auch entschlossen, ihren alten Glauben zu schützen und die lutherische Lehre zu vertilge», freue ihn das nicht wenig, und er könne sie nur ermuntern fortzufahren, die Frevler zu bestrafen und gc»"st' der Erbeinung sich nachbarlich zu erweisen; er wolle auch seinerseits die von Waldshut züchtigen. 2. Weil » aus Innsbruck vernommen, daß die Bauern sich hie und da zusammenrotten, so habe er ein Aufgebot erlast und an etlichen Orten am Rhein einiges Kriegsvolk zusammengezogen, um schnell zur Hand zu sein, wenn etw^ vorfallen sollte. 3. Da er nun die Erbeinung gerne halten lind zur Beschirmung des christlichen Glaubens, Ausrottung der Irrlehren und zur Aufrcchthaltung der Obrigkeiten strenge einschreiten werde, so erwarte er, b»i' auch die Eidgenossen ein getreues Aufsehen haben und bedenke», daß Gott nicht da sei, wo nicht der Friede st» 4. Da er auch vernommen, daß sich Zürich mit denen von Waldshut „vermischt" habe und denselben Beisb» leiste, und somit die Erbeinung übertrete und verachte und den von den Eidgenossen erlassenen Absth»'^ zuwiderhandle, so bitte er die Eidgenossen ernstlich, die von Zürich dahin zu vermögen, daß sie die Ihrige» Waldshut zurückrufen und die Nichtgchorchendeu bestrafen, indem sonst diese Angelegenheit nicht bloß Zw' ^ pörnng der Waldshutcr, sondern zu einem Landkrieg gegen die Eidgenossenschaft führen könnte. Sollten die - Orte hierüber keine entsprechende Erklärung geben, so haben sie (die fürstlichen Boten) Vollmacht, sich selbst Zürich zu verfügen und das Aenßerste zu versuchen. 5. Es habe ihre fürstliche Durchlaucht ferner veriw»»»^' daß Herzog Ulrich von Würtemberg die Absicht zu erkennen gebe, mittelst der (Anhänger der) lutherische» wieder in sein Land zu kommen; derselbe habe auch Leute nach Tiviel geschickt, Kupfer dahin gesendet und dc»» Büchsen gießen lassen, von Twiel nach Hilzingen Knechte geschickt, und bei dem Auflauf der Bauern daselbst st drei Signalschüsse ans Büchsen gethan worden; aus dem und anderem schöpfe man den Verdacht, daß gemeinsame Erhebung vorbereitet werde. Die Eidgenossen möchten sich also bei dem Herzog dafür verwende», ^ er keinen Krieg anfange, der zur Empörung führen könnte, (i. In Betreff des Pfaffen und Prädieante» Oktober 1524, Waldshut, der sich nach Schaffhausen geflüchtet, begehre der Fürst, das; ihm derselbe ausgeliefert werde, indem Luther und seine Anhänger von dem Papst sowohl als von dem Kaiser nnd den Neichsständcn als Ketzer erklärt '«"'den; schon zu NM.sbnrg und jetzt wieder zu Waldshnt habe dieser Pfaffe Unruhen angestiftet und werde das ohne Zweifel auch zu Schaffhausen versuchen; übrigens werden die Eidgenossen wohl wissen, das; Ketzer keine Fmheit hätten". Darum mögen sie Schaffhanscn ersuchen, dem Fürsten denselben auszuliefern, der nichts öderes mit ihn; vornehmen wolle, als was das Recht erfordere. Es habe sich s. f. Dt. laut des letzten Abschiedes "««'boten, mit den Eidgenossen gleichförmig zu handeln, nnd es sei da auch festgesetzt worden, wie man sich gegen Lutherischen verhalten wolle, die aus des Fürsten Erblanden auf eidgenössisches Gebiet oder umgekehrt sich Achten würden, lieber alle diese Punkte begehren nun die Gesandten Antwort. II. Die Eidgenossen geben ihnen Agenden Bescheid- Ans dem Tage zn Baden sei beschlossen worden, die Angehörigen gcnau zu beobachten nnd wichen Auszug zu verhindern; sollten dennoch einige denen von Waldshnt Beistand leisten, so werde man gegen selben verfahren wie gegen Feinde; diesen Beschluß erkläre man auch heute. An den Herzog von Würtemberg "We man schreiben (nnd ihn ermahnen), von seinem Unternehmen abzustehen, wenn er solche Dinge vorhätte. ^"« hat ihm auch wirklich geschrieben. Betreffend den Priester zu Schasfhansen werde man sich dorthin verfügen, "'"über diesen nnd andere Gegenstände zu verhandeln. Endlich wird auch der Beschluß gefaßt, daß sowohl Lutherische.. die aus den österreichischen Landen auf eidgenössisches Gebiet sich flüchten würden, als jene, die ""s der Eidgenossen Gebiet in das Reich entrinnen, ans vorgängige Anforderung gegenseitig ausgeliefert werden 7'«, doch'beider Parteien Gerechtigkeiten nnd Obrigkeiten unbeschadet. Hierüber wollen auch beide Theile ein ^««dat lassen 1. Die kaiserliche Botschaft bringt ferner vor, sie habe erfahren, daß 140 ^°«n aus der Stadt Zürich zn Waldshnt liegen, und daß Zürich jedem einen Batzen per Tag, die von Waldshnt die „Lifernng" gebe» nnd daß Zürich denselben ferner einen Zuzug von 6000 Mann versprochen, sobald sie bedürften, weßhalb die Gesandten zn erfahren wünschen, was die Eidgenossen gemäß der Erbeinnng nnd den Achten Abschieden hierin zn thnn gedenken. 2. Dagegen stellt Zürich das alles in Abrede; es besolde niemanden h°be auch keinen Zuzug versprochen; wohl seien Einige ohne ihrer Herren Misten nnd Willen bei Nacht ""d Nebel dahin gelaufen 'die es auch durch seine Botschaft heimgemnhnt habe, von denen jetzt aber etliche ?"^r heimgMu-t'seien Zudem bittet es für die Waldshuter, sie nicht des Evangeliums wegen zu strafen nnd !'° ^ ih«„'. g..tm Recht "zn lassen. 3. Da hinwidcr die österreichische Botschaft bemerkt, daß man gemäß der ^in»..g sich gegenseitig nicht darum zn bekümmern brauche, wieder andere Theil strafe, daß al,o Zürich keine ^"gniß habe,' sich deren von Waldshnt anzunehmen nnd den Fürsten m der Fortführung des Proeesses zn 7b«", so können (jetzt) die Boten von Zürich hierüber nichts antworten, indem sie ...cht w.sten ob ihre für Waldshnt sich ferner verwenden wollen oder nicht; jedenfalls aber werden s.e den. Hans Oesterre.ch Bisten und halten, wozu sie verpflichtet seien; dessen Boten möchten nur selbst nach Zür.ch kommen, ..... ihren Bescheid zn vernehmen. 4. Demgemäß werden dieselben nach Zürich gew.esen; ...an hegt auch die sichtliche Hoffnung, daß es denen von Waldshnt weder Hülfe „och Beistand .»ehr le.sten werde; .venu es >' «'cht stillsitze., wollte, so würde ».an ans Mittel denken, es dennoch zur Ruhe zn bringen, xx. Da der e7"n vou Stammheim von seinen llnterthanen ohne Recht von seiner Pfründe vertrieben .st, so wird Zürich "W demselben wieder darauf zu verhelfen und ihm Sicherheit zu gewahren. ^ XX ans dem Zürcher Abschied, dein dagegen fehlen > , >"» > , ^ 'st ""f «nm Satz ^ucirt. ~ si„de.. sich isolirt in der K. Bibl. Fre. arg. G.rard. Sa..nn m. T. V. Da Fre.bnrger 6w..pw geht bis tt-; ei» Theil von ^ »nd das Folgende .st verloren. In. ^olothnrner fehlt ,e; das st. tische hm um- «i, §5, », I, », I», x> ll-,»,», tt > >. 12 October 15,24. Zu I. Wir lassen beide Schriften folgen, die erste nach einem Druck, mit buchstäblicher Treue, ^ zweite nach den vorhandenen Abschriften, in vereinfachter Schreibung: 1) 1524, 18. September, (Ingolstadt). „Ablainnng doctor Johansen von Eck der schaut- ^ schrift, die l»u^ Zwingli von Zürich in ant- j nmrt weyß hat lassen anßgeen aufs die missiuc, > die er an die frummcn ve>tu> Ersamen zc. gemai ! ner Aidgnossen Kotten geschriben hatt, Lutche- ^ rischc (sie) leer betreffende." ^.llen vnnd pedem frunnncn christen, den(en) ditz mein schreiben fürkumbt, und in sonderhait den notuejt^' bestendigen christen der löblichen Eidgnoßschafft, wünsch ich Johann von Eck gnad vnnd frid von gott dem Herren, nritt erbietung meiner williger dienst. Auß christenlicher liebe bin ich bewegt worden, als ich vernommen Hab ?" erberig christenlich vnd hochloblich fürnemen gmainer aidgenossen wider die new vcrfücrisch leer, das ich den edist strengen vestcn vnd ersamen Herrn gemainer Eidgnossen Kotten ini vergangen Ängsten zugeschritten Hab, vnd n Christcnlichs hoch zu preisens fürnemen gelobt vnd gebctten sich nit a(b)wcnden lassen, durch VlrichS Z>v>N!i verfnerisch schreiben ?c. laut desselben Inhalts, diz schreiben als es dem Zwingli fürtommen, wie dnn der Lnthcrnne' art ist, von stund an hat er anß wüetenden zornigen gmiet ain schwach gschrift wider nrich lasse» durch den iu" ausgecn »ritt vil schmachworten vnd spots vermengt, dann das helt ir new Enangelinm inn, die lent aufs hesstigcst zu schmähen, sehenden vnd schelten, vnd wie wol ich klain acht des Zwinglins schmähen, doch n»?b ^ frummen wegen, das sy kam ergcrnus cntpfahen, wa ich also stillschweigend, die aufferlegte schwach fürgieng, ' ich gantz kürtzlich die vj. puncten seiner schmachschriften ablainen. < Vnd zu dem ersten das er mir zumißt, ich glaub nit das ain gott sey, khann ain ^etlicher vcrstendigcr ' versteen, daß ditz ans dürftigem rachsal mit vinvarhait mir zugelegt würdt. Ich bin von Christlichen cltcrn gebv>^ vnd mein uatter hcütt anff den tag ain besser christ ist dann der Zwingli. Ich bin auch in Christenlicher tust erzogen, vnd mit der zu bleiben, mit hilsf vnd gnad gottes ist mein will. Das aber er anzaigt, ich Hab et iar dem wort gottes widcrstandt gethan, sag ich ncp darzu, dann all mein fleiß, mie vnd nrbait ist, dz das 's" ^ gottes sein fürgang Hab, wie ich täglich liß vnd schreib, vnd ytz auf der vninersitct zu Jngolstat das Enangs'b ^ Johannes osfenlich liß. Wol Hab ich widcrstandt gethan vnnd wils noch ihnen, die weil ich leb, der falsch "st sierisch vnd ketzerisch außlegnng vnd mißnerstandt, darmit Lutter (und) Zwingli niit iren anhang dz worl zerreißen, alle Saernment vnd ordnnng der Christenlichcn kirchen beflecken. Das auch Zwingli sich beklagt, ^""st. , zu einer frummcn aidgnoschaft geschriben Hab, vnnd in vormals nit ersnccht. Sag ich daß ich söllichS "»derl^ habe nach der leer S. Pauls, ain ketzerischen menschen nach erster vnd ander straffnng vcrmeidt, wisscnt dz dcrse vmkcrt ist, der ain solcher ist und sündiget so er mit aigem geeicht verdampt ist, so mm Zwinglin grn"3 , ermant vnd gewarnet gewesen durch Bäpstlichc bull, durch seinen ordentlichen Vischone und gar tresfcnlich den hochgelerten Hieronymum Emser, der dann mit der gschrift erhalten hat wider den Zwingli, das der l-s > der heiligen meß gerecht sey, vnd nit der maßen getadelt wie zu schwach der Christenlichen kirchen der Z>" im auffgelegt, so darüber Zwingli verhart wie ain verstopfst glid in seiner irrung, ivär mein warnung ^st nit angesehen worden, deren ich müeßig gstandcn bin, sölchs auch nach der leer S. Pauls nit schuldig 3"'"st^ Zu dem andern puncten braucht Zwingli aber des Lutherischen Enangelinm ain stuck, das er mit nnn"'st mich wolt hessig machen gegen frummen Eidgnossen, denen ich zu Friburg und zu Nhom vbcl gcredt hnb"'st"^, das thnet er auß ncidt. Aber was eer vnd gnotz ich gemainer Eidgnoschafft günt vnd gercdt habe, las ich d's , Schafhanscn von sagen, da ich oftermals gewesen bin, als ich zu Freibnrg Conuentor war, auch ist innckher' 1 Chnnrat Baier von Schnffhausen fast trey iar vmb mich gewesen, der khnn wol anzaigen das widcrspil dz hieZ'"' schreibt, auch mag ich leiden dz darum sag sein brncder in Christo doetor Baldaser Fridberger. Der gnardcn h" ^ Nhoin hatt mich kain knccht auß der gnardc zu Rhom nie mit warten oder mit wcrcken belaidigt, sonder mir "^,st und frnntschaft bewisen, des ich mich an hanptman, fendcrich vnd die gantz gschclschaft zeich. Aber die L"^'^st„, haben vor wol ain größere lugen anff mich erdacht, das ich zu Rhön? solt anff aincn? mist erstochen worden vnnd der lugen meer. Aber gott Hab lob, sy sind noch nit erfreut worden. , ^ pi Zu dein dritten beklagt Zwingli mich, das ich nie geschriben Hab ainein Ersamen bnrgcrmaister vnd l st Zürch, Vird zu dem vierten zeigt er an, das thor stee offen zu Zürch, die zwei? puncten zu ucrtädinge" ' ^ not, dann mäncklich waißt, was auß den zwaien vergangen disputation zu Zürich erfolgt ist, das laß ich ^ October 1524, 5 Iii d,r a-w, di- d-.nsM»!,-» stim. di- ,,,-„lM.» wi^.» i .°l »,.» M.M-ig.n, »» wi, di,»«ii„» I».„, ich wi, d.» ..d.riz.» ft.ww.» iq,il>,»lich.» I,>-m mch, »».« >-> «» d„» » diiis. ., l,«ch .»Ii, d«S ich b>, Www,,, I,°,,,m,,,.,dz,,.il°,, Ich.» >,',., d„ »,«.« i„ , d-,,, B-wi! !„»->>-» i ».,dt >wch mlliw-iß d-r „chi.,,, »«"'»'I l»!> >ch »> mich a-d,,,w.» m»».-, i,^i 7 °u"' 6° »-^ch 1' »«'" . Q„.i.mli „ür auferlegt, sonndcr dic vcrordnern von mcn on zwcifl die frommen s,° ,.» i^ ich.., - wdii, I°,.di.d. d-m z»i°!»i W, ,,,»-,»,, dz ,.,,k,ch,b.,,, i. „ ,,,. stid-d.„„„ e, ognvgcn ,m ..c. , disuntirt bat vor großem vnd kla.nem rat. Sag nun Zwingli, ob ginnm «-„»„,,g, d.,,,, ° »-, » » i. „.chd„„ d-, w,-«, cv wil weder Bapst no ) vumc.si e ^ yeniants vrtail das wart gottcs, dann die kirch in crkantnus, Zw nali vnrcckt dann mein mamung ist ntt, oas yunawo v.du v » , , ^ „ d. ^ °b-, d-„ , , Mich.» dm iiindm «chch.» »«iim, .dich.» d., i..d,., »„mzl. .w.I.ff ich,,,, wid., il, , , - > -d-, h„ , i, »i. «.» »W ,-tiich.° °°«> >1»" '-,»-». >.»»» di. m-iiich.« Mi '"nee ncv ^ ^ vberwnndcn worden, war ist dz am tuncklcr ort der 1s e» vrtail den verbaut ec. lll^lsll, , , .,vjggli „it leren, wir haben dz lengst nnß Augnstino de doctrina S chrift durch am andern -rkl-tt w«^. dmf ntt ^ ^ ^ ..it erlerne., >q ich777st°!?!.d?!77.iw^>>1» -- s»»-« E«.»»., hnUigen gschr.ft gelesen Hab. ... . < .:.g ^bgtcn Hab, den waren alten Christcnlichcn glauben wider Zum vj. verschmachts dm Zwmgl^ Z ch ^ ^'u Zwingli nrit dem wo.t tt^tro nc) ) s ch,d der erden, sag ich, dz gcfelt mir an den S auben Hab, dann dz ich glan >n >vmu .. ^ puncten hat er mir zugemessen, ich glaub nit dz am 'wingli, dz er im so hübsch w. 'r ' . ^ ^ ^uß meine wort vom alten glauben, damit man >e.) und setz am vj. pnnern mn e ' . .. haben, das der alt glaub mcr inenn hat dann zwei, glaub m den waren gott -c. Es soll aber z g das der zart Fronleich(n)am Jesu Christi M.ckel, oo.m gott dem vatter ^d,cmmr stmn, ../^Lütter durch ir'm " ambt der hniligcn mesh aussgeopfrr w. Dmnel wrophetisicrt hat) wollen nbthncn, der alt glaub "°üen glauben, als streng Vorläuf er 0^ vi- hoch gelobte nn.oter gottcs M.ria. M inem das der außerwcltcn lieben )n> igen " , dörfscn dic neuen Christen nit, s>) sin. mit mm wir renerentz vnd eer erbieten, sy amm , n " ^ ^ n crm Herren so a.ns, s>) d^N"' 1"> Insten Möllen nit allain der fürbiit ^ ^ cu g-ele» vatter vnd umoter v» guo s„,-!Mt> su wellen auch nit fürbitter sein für dic abgestorben, himcl nit (wie s. Bernhard von d.srn .M» ' gehalten, vnd durch dic heilig Concilia erklärt, und gleichen stuck vil seien von «..sm. »o^^ g., /etzer, die yetz wiw durch Luther ^widerspreche.- von gmainsa.ne der halsstarcken Enangelium, ditz solt Z.vingli verstanden Zwmgli erweckt worden mit las ich mich litzcl anfechten, dann allain am peder frmnmer i c» bcy dem alten glauben, die anndcr üi» > ) glauben scer gferlich, und henck sich an die Christcn- )nst bedenk, so all »eücrnng arck wonig smi, . darfür, so Luddcr Zwingli vcrwcrffcn dic gütlich l'chm kirchm. die anff dm waren felsen S'b°wm danmch das sZ mcnschm seien gewesen! ^ ^^)pviamml Augllftiluun Hleionymum .t.. - menschen seien, der almechtig ewig gott °r nil inüider tranes seht in die ^ ^ ^er ketzere.) A.nen." ltz vnns barmhertzig vnnd beschirm vnd bchuet sc» ) K. A. Sol°»M»-. Abschkdc, Bd. xn. ^ ei, ^ ^ die missive, so von Herr doctor Eggen mincn gnädigen bcrv. 26. September. " ' s „c Dornstag vor Sant Gallen tag im rriiij jar von inen gelum nf den tag, zno .^ ,j^ I°ch»ch».«7777.I S.77 m"d «»d.i.» d.s °li.» pi»« ».chMIch-r »°.i°« d-, Eid.M°ffm, w-i«c-«) ^günstigen gebietenden Herren". u', 4 Oetobek 1524, „Edlen, gestreng, erenfest, ersam weiß Herren, was ich zuosampt meinen willigen diensten liebs und guo^ vermag, ist ewcren herrlichaiten und crberkaiten begirlichs fleiß zu voran berait. Gnädig gebietend Herren, cc doli mir t'nver schriben geantwort ist worden, Hab ich vor durch guot fraind des Ulrichs Zwingli antmurt gell" entpfangen und aus der bald erwogen, daß er nit die evangelisch christenlich warheit suocht, wie er den einseitig^ fürgibt, dann wa er die liebet an den tag ze konden, solt er froo sein, daß solichs vor den verordneten ^ frununen Eidgnoschaft gescheche, voraus nach dem er sich etlich zeit erbrochen hat, und in all winkel ausgeschwst"' nmn solle mit im die geschrift ficren und aus den Worten gottcs in anders berichten; so aber ich solichs im ze thon erbittig bin vor den seinen, zuicht er am Hag ab und laßt ain truck über mich außgecn, nach art lutherischen Evangelium, mit schmach und schandschriftcn und mit der umvarhait gegen gemein Eidgnosscn d>n^^ »mint zuo verhetzen. Aber also icben sy das wort gottes, die gesellen, ja under dem schein des wort gottes ketzery und buobery. Nachmals auf S. Mauritii des Hailigen martercrs tag Hab ich entpfangen euer ratsboN" von Stetten und Ländern bcger, daß ich sy verständige, was ich weiter in fürgenommcn(em) Handel ze willens sey. Vitt ich euer gnad, vcst und crberkait wie vor, daß ir als mannhaft bidcrbcn lcut den waren ^ cristenlichen glauben beschützen und handhaben und kain ketzcry in die frummcn Eidgnoßschaft cinwnrzlen darzuo geb euch gott der allmächtig und unser lieber Herr Jesus Cristus sein gnad und gaben und stärke, ' ^ laßt üch gar nit irren des Zwingli und seiner anhänger vcrfenrisch (sie) ketzerisch schreiben, darin ain sitl^st ^ der Hailigen geschrift gebraucht, Kärlich erkennt, daß er, Zwingli, in der Halligen geschrift verstand nit tll" ' zuosammcn raspelt die stuck der schrift einschließlich, on alle gründ, die selben verwaltigt und zerreißt w' den verstand des Halligen gnists, zuo zciten auf dem todtcn buchstaben lcit (?) und sich und ander darmit Dann wie Origcnes spricht, wir christen haben auch litternm occidentem, dcnu (der) buchstaben der gcscly'^ ^ ^ tödt, wann man nit hat die rechte auslegung der geschrift. Darzuo er auch sein maister, den Luther, hnuptstucken nit verstat; dann wo er ist christenlichen brauch und ordnung iimbstoßcn, so nimbt er im laischen verstand daraus. Wa Zwingli oder ctwan ander sich des widerspricht gegen euch, bin ich erbitllg, ^ dein wort gottes, mit wolgegründtcn vernünftigen Ursachen vor cuwcr gemaincr Eidtgnossen darzuo verord») richtcr, es sey zuo Baden oder Luzcrn, oder wo es ewer Herrschaft an einem unpartcischcn ort gelegen wlll ^ deß ich euch kein ordnung oder maß gib, solichs trostlich mit der hilf gottcs erhalten; allein schreibt »M und statt zuo, mit sampt nincm gelait fir vcrwaltigung, für die bösen lutherischen buobe», die meiner leib jctz etlich jar nachgestellt haben. Doch will ich nit, daß sich das gelcit dnruf ströck, was die richtcr »u> den: Zwingli wurden auferlegen; dann so wir in (der) disputation gehört werden, soll und will ich der oeken" der verordneten nachkommen, das der widcrsächer zuo gleichem teil auch verbunden werde, und sölich mein ^ ^ bitt ich üch, gnädig, streng, vest, weis, günstig Herren, wellcnt nit annemen, daß ich das thue aus eitler ce> ^ zeitlichs niitz, auch iiit gelauben geben den widersächern, wa sy mir das nach dem ärgsten dermaßen auslegen; dann allain thno ich das gott dem Herrn zuo cer firnemlich, zuo rcttung misers alten ivarcn glauben und aus christenlicher brüderlicher lieb gemainer Eidgnoßschaft, daß sy durch geblüembte falsche under ainem schellt des wort gottes nit versiert wcrd, ain sölichs, loblichs notfest christenlichs comnum- soll euer gcnad und gmist nit mich darfür achten, daß ich mißbrcuch der geistlichen, es seycn bäpst, o> pricster, ordcnslcut ivell bereden, bcschitzcn oder beschirincn, sonder mit gcbürlicher rcvcrenz und cererbictuub^ inen zno thon, als von gott gesetzt, vorbehalten, gern raten helfen und nach allem meinem vermigcu darmit sölich abgestellt werden, wie ich jüngst zuo Rcgcnspurg gethan Hab, wie dem hochivirdigistcn hcrica,^ Laureiitio, b. Ht. legalen ?c. ivol bewißt. Es ist auch mein Hoffnung nit, daß ich den Zwingli iverd rechten ban bringen von seiner verstopfter niainung, iiach der leer S. Pauls und langer crfarnuß; (denn Sant Johanns macht die ketzer nit bekeren, Hebionem, Cherintum und Nicolaum, Sant Peter nit Siinoncm, S. Cyprianus nit Ztovatum, S. Athanasi nit Armin, S. Hieronymus iiit Hclllidium Jov>"^ S. Augustinus iiit Faustum Crestonium ze., Leo nit Eitircn oder Dioscormn, S. Bernhart die Albigenses? den Hussen. Ja das ewig wort, der sun gottcs, ward in seiner sicßcr hniligister leer von vil m,genommen, und ob sy schon ain mal revocieren, so bleiben sy nit daruf, wann sy sind verkert, spricht ivie dann der ketzer Pclagius gethan hat, als Augustinns nnzaigt, und Hieronymus von Prag zuo EosteB' Octobcr 1524. 515 . . ^ , miÄn-eit und die frmmmen chrlsten nit mcr in ketzern verfiere. v«d.««»» «nd siiiiiidichosi motte M»«». »- d-i loli^eii H.iid.iiii, di. »,iM WM diwch d-i. w>- w „ch „ z,,ch.„ uck arwgaugcn in dun satt a. ) ^ bosf aott und der werden muotcr gottes, die frommen biderlcut w°l erscheint, od »ur ze thon w^ ^ »aß si onch lieber Türken n Zunch werden sich in kurz st ) i ) ^ jüngstem gchcbtcn nuflanf Laurcntii zuo Prag ircm denn lutherisch geha.ßen smr, w» W ^ dispntotion, lieben frommen Eidgenosse», un.g ,.ogeschribeii hoben, ^ wch °"ch " w sie» abs^.l ^ ^,.g,i der n.oint. b etl.ch wollen soge.i, ,r da.' t "Nch5 - ) großen Rot zuo Zürich disputieren war unrecht nor S^eme.. E.dgmstscn d lpn .erest ^ ^ war ,.it unrecht. Donn wi-wol da- Mml ,m '» ^ ^»sistgen. die doetares, jetlicher in sine... soll amem Bapst, doch so haben r.c 'si/'^' bolb sich ctwn zuo der zit des kaiscrs Constantii Athanasius »nd N"c) mncht zuo urteilen, also aß > o>ribo der noch nit entpfongen hett die gob uusers hoiligen gionbe», uns hnbcnt mich vor dun landvog ^ ^ bei. friimmcn Eidgnosscn, wie Arius Probo dem lnndvogt, Zu° dispiitieren ingelosse.. Hobe..; »mrun. w°lt Zw'^l. d n st... n.t vertrnnen. Deßholb, nnnngesechen Herr Jesus Christus well bchieten mit sein(cr) achtbnrkoit wcrd sich crlich und chrsttenlich halt. , ^ ^cnigkait bestich.' Doium Jngoldstott in Vapern on göttlichen gcnoden in ewigkoit, deren ich ".ich in ottcr unoe.ige. ^ Nvj tng Septcmb: Anno domini. M. D. ^'"1- Johonn V Eck doctor w. Emvcr gcnndcn und hcrlichkoit unde. )0. g issel.gion-hiindcl. - K.A. Fr-ibmg! Acic» ceaernio-. Si.A. ZiNich- Astch.°d°, Bd.». "terthnncn des Grafen Sigmnnd 'llsi'' Beistand zu leiste», und drohen, sie zu überziehen, wenn '- "ttersaßcn dcS Grafen von Sulz tag /st bcachrt, daß Zürich ersucht werde, sie kraft des Schirms s>e nicht willfahrten. Dorum Hobe» r.e .uc ^ schütze», indem sie selbst keine Unruhe anfangen ">d Burgrechts, in dem sie stehen, vor m" Müller von Fulgcnbach (sie) schreiben, daß er seinen wollen w. Zürich möge daher dem Hauptmann Hcms Mutter ^ ^ ^ Kaufen zurückhalten solle, u. s. w. ^ ^aer c^ X 1331: Und so vil das Mandat berüert, so die Regenten Zu v» 1, 1. Instruction von Bern ^ ^ 7^5^ Eidgnosscn den Regenten geben, also daß // hus Ocstcrrich gemeiner Eidgnoschaft, um si" ^dcrn fliehen wurden, nbcrantwurten, und doch sölichS lodcr teil dem andern sin widerwärtigen, so )»> c beschechen, doch daß allzit die warhcit "Winand an sincr obcrkcit nachteilig si" si anrücftc, im sölichs nit abgeschlagen werde." "'kündet und deHein gefärd gebrucht, onch ob jemand recht anrucste, .» l ) Zu vv, I, 6. Es sind noch folg.»de ^ ^ bcm von acht Orten zu Baden 1) 1524, 7. Octobcr. Schasfhauseu ^..jbbcraer, gewesenen Pfarrers zu Waldshut, nicht ein- eichlossencn Mahnschreiben, wegen des Hr. ^a ^ ^ ,ücht erwartet und auch nicht verdient zu «igt; der unfreundliche Ton desselben sc. eme Kränkung. » o». o m glaube, -c. mr^Schaffhausen. Man vernehme glaubwürdig, daß der 2) 1524, 10. Octobcr (Montag vor G> i;„lstü„dc dcS Doctors von Waldshut befragt worden, plcgelberg in den letzten Tagen dahier, ast> cr ^eeibeit": der Bote von Bern habe dem von Schnsf- "Aeiißenmg habe fallen lassen, derselbe sei '4" ^ ^ Händen Berns gefangen gehalten "sin heimlich geschrieben und verlangt, aß jenes Schreiben wäre das (diese Entweichuug?1 nicht ^>.n, dns motte or, Spmg.lbmtt. ^.tt» > o ^ -Ii Bodo» grmcson, ueihölt imd nfohieii, dah sie ^siiii und Peter Stürlcr, die vor- »nd nachher aus ven ^ngcu z 16 Oktober 1524. einen solchen „Anzug" als grundlos bezeichnen; nnch erbieten sie sich, dcßhalb ins Recht zn stehen und sich na) Nothdurft zn entschnldigen. Da es sich gebühre, der Sache nachzufragen, Spiegelberg aber Niemand geinwal, so bitte man freundlich, denselben zu berufen und von ihm den Namen des Boten zn fordern, der ein solche Schreiben gcthan haben soll, und bei diesem Boten wo möglich zuverlässige Auskunft zu geben, auch eine Copa der allfällig vorhandenen Schrift zu schicken, ?c. St. A. Bern: Neutsch Missw -N, I>. e, 2S7. Vgl. Rathsmanual Nr. so», p. SS. Zu (auch vv, I, 4). lieber diese Angelegenheit liegt eine lange Reihe von Acten vor, die wir lul' ziehen müssen: 1) 1524, 27. September (Dienstag vor St. Michael). Zürich an Graf Nndolf von Sulz. Dank für die do diesseitigen Botschaft in Engen gegebene frcnndliche Antwort w. Nun vernehme man aber, daß keine Milder»^' sondern eher ein Krieg zu erwarten sei; da schon der Hagel das Kleggau betroffen, so möge der Graf ernwsl^' daß ein bewaffneter Neberfall nicht bloß seiner Landschaft, sondern auch Zürich und den Eidgenossen insgcia^ zum Nachthcil dienen dürfte; zudem sei zu besorgen, daß auch Angehörige von Zürich und Schaffhauscn da> l mnthwillige Kricgsleute geschädigt würden, was nichts Gutes brächte. Um dem allem zuvorzukommen, bitte w"» ihn als Burger des crnstlichstcn, dahin zu wirken, daß ein solcher Neberzug unterlassen, und die guten Leute "s"' Waldshut, sofern sie sich vergangen, mit einer bürgerlichen Strafe belegt oder vor unparteiisches Recht gewm würden, zumal der Handel von der Predigt des Evangeliums herrühre, ?c. Schreibe,-, Urkunden (Bauernkriegi l. so- 2) 1524, 30. September, Stockach. Statthalter und Näthe der Negierung von Innsbruck an Zürich. >l»t>^ ans dessen Zuschrift an Graf Rudolf von Sulz, die von Waldshut betreffend. Es könne selbst ermessen, das' ' ihnen keine Freude »lache, die Ihrigen, die sich so lange Zeit gehorsam verhalten, zu verderben; darum sie, das mnthwillige Treiben derselben übersehend, mit einer geziemenden bürgerlichen Strafe sich begnügen wo ^ und ihnen dieselbe mehrmals angezeigt, auch Termine für die Annahme und den Bezug derselben gesetzt; Wäldshnter seien aber auf ihrer bösen Meinung verharrt, daß sie keine Strafe verschuldet; zuletzt haben der drei (andern) Städte am Rhein und ab dein Wald für sie gebeten. In Betracht dieser Verwendung früher bewiesener Treue habe man eingewilligt, daß sich die von Waldshut bis nächsten Sonntag über Artikel erklären: Sie sollen am Leben gesichert sein; sofern F. Dt. ihren Ungehorsam viel oder wenig dest^' wolle, werde sie die Strafe mit Recht an gebührlichen Landgerichten erkennen und vollziehen lassen; sie diese Mittel an, so sollen die drei Städte die Stadt sofort mit 250 Mann von den Ihren besetzen, w- mm die Gesandten darüber bringen werden, wisse man nicht; wenn aber die Wäldshnter diese Vorschlages, annähmen, so könne Zürich selbst einsehen, daß solcher Ucbcrmuth nicht ungestraft bleiben dürfe, indem saw Ungehorsam überall dermaßen einreißen würde, daß er nicht mehr auszutilgen wäre, w. St. A. Zürich: A. O-stn'Mch- 3) 1524, 3. Oetober (Montag nach Michaelis). Zürich an Bern, Basel, St. Gallen und Appenzell- sind bericht, wie daß Erzherzog Ferdinand von Ocsterrich die sinen zuo Waldshut habe belagert und u»dc>> ^ sp mit gwalt ze strafen, und dicwil nu üch und uns sölicher nnchbürlicher krieg nit wol gelegen, sonder »M' den unfern und andern unscrn Mitcidgnossen zuo thürc korus und anderer dingen reichen, ouch billich nachpurcn einandren das best und wägst thüyent, damit st) b>) frid, rnoiv, dein ircn und Ivo möglich sin zimlichem und glichem rechten mügiut bliben, haben wir unser rntsbotschaft verordnet, die bis des fiirsteu ouch denen von Wnldshut, arbcitind und allen möglichen flyß ankerind, damit ein früntliche teding ^^^i> ein anlaß zuo billichcm und lidenlichem usträglichcm rechten gemacht werd, und also das kricgsvolk da c ^ komme, und darin kein müeg noch arbeit spariut. Und ist dcßhalb nu üch . . ., die wir auzöigter "esach)'^^, harzuo ouch geneigt wüsscnt, (unser früntlich beger), ir wöllint van stund an üwer botschaft ouch gen „ zc. zuo den unser» schicke», mit bcfelch, glicher gcstalt mit den unser» zc handle», und wöllent sölichs nit abschlach^' St. A. Zürich: A. Oesterreich. — St. A. Bern: A. Z«>^( ^ ^,1 4) 1524, (c. 3. Oetober), (auf dem Weg nach Waldshnt?). (Die Burger und Landlcute von 3^'. BM. und Rath. „Uewer Ritterliche wisse botschaft hat uns gcfragct, wohin und war wir wöltend, und ursnch wir uf wärent. Dornf gend wir allsamen ciumüntlichen üwer wissheit nntwurt also, wir des gcmüets, daß wir wcnd zuo unseren guoten uachburcn und zuo unseren brüedrcn und glideren nc Ortvbcr 1524, 517 Ich. unserem l,-neu welche cn.otm brüederen von Waldshnt nnbillichen, ..»göttlichen, an alles recht und billikeit >) ! untrem Herren, wer ) g uottesworts- dcnselb gen wend w.r bystan m.t lyb, sccl, ecr «„d,.. -»ich-. ..M Mi»-ii, sii.d.i .».i. dii.ch ?? »» - "" »M >md >Md wl> -l« °..i-»w-,. M °w-> -!>»» , cr luteren waren nnbetrogentic).» er. wolafallen und hoffend, es solle dienen zno nutz und cer einer ,chm wp„.i., wi. »,-i-i. s.iid-r w M -in »m.ch. d.^.»ch°.i w!i w- »-»..» ">t von den gottlosen so ""'r''d" sp^henlich undcUu cm sun gottes, ist unser hopt und hoptman." „Lieben Herren, das „t s'g^ '' ^ch M-rli. Bnrger in Zürich. Ersuchen, noch 5) 1524, (c. 4. October), ^ . >r" herzuschicken, da die Stadt von den Feinden sehr gedrängt 40- 50 „redlicher wot nfgernster chnst-' '^e Zürich zu Lob und Wohlfahrt gereiche. ">.d bedroht werde, ^»e hoffen daß d" O ) ^ ^ j c Unwillen und keine Absicht, sie heim- D.e Botschaft der Obrigkeit se. h.er, nnd s.e spuren »on dr.se ^ ^ ^ ^ ^ zu.nahnen, -c. e-,-u>s Grebcl, Vogt zu Klingnau, an Vogt Flcckenstcin zu Baden. 6) 1524, 4. October (^t. Frai c s > -- W.. ^c>ch Waldshut gekommen; ob das mit den. Willen e, .„„.hm-, d.s. m w- «.ch. c»» „ ds. Mh..„ der Eidgenossen oder dawider geschehe, wisse ^^7 verhalten habe. S., e>, e..»rn: A, R-iia!°u-h°.-dn, „„d «-... z.',ch. ...s d« Sch..i»-. d-»-sj-.d r> >s2»,. iz».d-l ->!».-« «»r...... z»..« ..... -»-». >e WaldShuter. Man 'rumseft"' ' h Ensishei», auf dem Tage zu Baden zugesagt sei, sich dieses fahren; weil aber der Botschaft der Arg. 7 ^r zu handeln. Wenn cr jedoch auf dem Tage zu Frauenfeld Handels nicht anzunehmen, Eticz>c">cftc)"U), ^ Friedens Botschafte» verordnen, so werde es auch M Sprache komme nnd die Eidgenossen zur Bmn.ttlung^ ^ «M.... v.-»4 n. »" Bern nicht fehlen. Waldshnt. Bürger nnd Landlcnte von Zürich a» ihre 8) 1524, 7. October (Freitag nac) ^ ' Mcuer als Rathsboten mit ihnen geredet nnd auf die ^bern Nachdem M- (Joh-) Wegmann und - - Letzteren heimgeschickt, nur Bericht zu erstatten, -l'llnnft der andern Boten vergeblich »umUrt, t ^ ^ .rorden; cr habe ihnen diese Schriften ^"dessen seien Briefe nn Wegmnnn cmgegangci, c 1 ^ ^ beweglicher Rede vorgestellt habe, wie Gegenwart des Nathcs von Waldshut vorlegt, Zürich schöpfe, ivclch trauriges tyrannisch die Stadt bedrängt werde, wie !l"b"' ^cmf sei"das Mehr geworden, den M. Wcgmann Loos ihr bevorstünde, ivenn sie vcrlusscn wli>ce, -c -c-.c. ^ niißbilligen iverdc; man erwarte nun weiter» h'rr z>, behalten, nnd hoffe man, daß die Obug c St. A. giinchs A. Ocst-n-ich. Orscheid durch Thomas Meyer, ?c. :c. ^ ^ n» Zürich. Ercditiv für Withel.n ») 1524, 10. October, Innsbrucks F-rdmand. «>'d Z.'M " «.0.^. Reichenbach, Vogt zii Horb, und Sccretair ^ci " ^ ^ Tumiscn, Hans Wegmann, Heinrich Illh 1524 19 c^,.t„r.„>. »nw itoauli, t,ciNtte>n^> ^1 ^ndnrüller nnd thnc» gehandelt, uns) Bcit Sutcr „, , » Erzherzog Ferdinand nnd das Regiment dun) m.szurotten, kraft dessen sie nun um treues Auf- R»lncht, beiderseits die „lutherische Handlung z > l . die Herrschaft habe ei» Heer gegen Waldshnt chm und Aiistrcibung deS „Ketzerlcbens" ^ entstandenen Aufrilhr brauche» müssen; nun vcr- ^1'cken wollen, aber dasselbe gegen den unter>,tsft <- lSrbeinunn zuwider sei, woraus großer Schaden '"h»ic sie, daß Leute von Zürich nach Waldshnt tanftn, w> ^ ^ ^ ^ „rtet nnd mit de» Eidgenossen »"'°det; die haben sie dann gebeten, heimzuschre.be», datz Zürich ^ ^ ^ Vulhen daraus werden könnten. . . 518 October. 1524. 11) 1524, 20. October, Frauenfcld. Wilhelm von Reichcnbach und Veit Suter an Zürich. Sic haben aus das empfangene Schreiben weitere Befehle eingeholt, die sie eröffnen werden. Wiewohl sie sich (von Zürich) aÜ^ Guten versehen, so seien jetzt doch die Umstände der Art, daß sie für nöthig erachten, sich nm Sicherheit »nd Geleit zn bewerben, was sie bei diesen: Boten erbitten . .. St. A.Mich- A. Kmi»-. 12) 1524, 21. October (Freitag Ursula), Solothurn, Nathssitzung. „Es sind für nun Herren kommen Z>vcu Kotten von Waldshuot und haben . . angezöigt den großen Unwillen und komber, in dem si gegen irem fürsü'U stand, als si verhoffcn nnverschuldt, und wie si sich des rechten crbottcn haben für das Nych (oder) die Süll daß alles nützit erschießen inöchte, und daruf gebetten durch gottes willen, inen zuo verhelfen, damit si zuo t" und ruoiven mögen kommen. Uf sölichs haben min Herren geraten, inen zuo antwurten, daß inen diser ir kowbe> und schad leid sye, und wo si) inen durch schrift oder mit guoten worten ützit guots mögen schaffen, das zuo G und ruowen dienen (möcht), wöllcn min Herren mit andern Eidgnosscn das best thuon, doch der Erbeinung '' nnvcrgrisfcn." K. A. Solothurn- Rathsbuch Nr. 12, I>. 2SS. 13) 1524, 21. October (Freitag nach Galli), Frauenfeld. Rudolf Tumiscn und Konrad Esther NN und Rath in Zürich. „Uf üwer gnaden schriben, das ir dem doctor Richcnbach getan, ist er für unser lieb N ' gnossen kon und hat nach langen warten üwer gnaden brief lassen lesen und bcgert, die antwurt, so ir uns schriben hant, von der von Waldshuot wegen, im zuo erscheinen. Das haut wir getan. Uf das hat er begem daß wir oder unser lieb Eidgnosscn schüesint, darmit er von üch wüßte, ob ir die üweren heimbringen wöm oder nit; es möcht kein beit hau, es war auch wider die Erbeinig, und mit vil (andren) worten, die wir iw besten nach unserem tunken (bcdunkcn) vcrantwurt(et)ent, aber nit nach sinem gefallen. Witcr ließ er in ci»G brief lesen die Meinung, wie ir unser Herren den knechten zuo Waldshuot einem ein batzen ein tag gcbint, > , die von Waldshuot die spieS (spys?), zuodcm inen znogescit, inen mit vj tnsendcn zuo(ze)zicn. Das haut in maßen verantwurt, daß man üwer Unschuld wol macht erkennen, und uf das (war) sin ernstlich Meinung, üch ane verzag (ze) müssen, wie ir üch mit den üweren halten und die Erbcinig (betrachten wcllcnt). Und >" ^ dem er usstnond, da batent wir unser lieb Eidgnosscn, daß si) in hicßint gen Zürich zno üch . . ritcn u»d ^ die fachen erfaren und uns nit gegen einanderen verwirren; er wurd villicht ein antwurt finden nach siueUs 1 fallen; fund er die (aber) nit, so wüßt er wol, wie er im tuon sölt, es war mit den eignen oder mit w" Herren. Deß sind uns unser l. Eidgnosscn zuo willen worden"... St. A. Zürich- A. Och-rm-h- 14) 1524, 23. October (Sonntag nach St. Gallen Tag), (Fraucnfcld). Rudolf Tumiscn, Hans Wcg>u^ .Heinrich Werdmüllcr und Konrad Eschcr an BM. und Rath in Zürich. 1. Sie werden der brieflich cmpfaug"^ Weisung nach Kräften Folge leisten. 2. „Witcr fücgent wir üch zuo müssen, daß Vit Suter zuo Frowcusild) ' und hat der docter Nichenbnch um ein gleit geworben, das ist im g(egcb)en, wicivol es nit jedermann Demnach hat Vit Suter mit uns geredt, wie sincn Herren fürkumen sy(e), daß die üweren gen Waldshuot low uns doch wo das war, achtetint si), es beschech ane üweren gunst, müssen und willen; wär im befolen, von , ^ erfaren, darmit man dcster früntlichcr handle» möcht; denn sine Herren hcttint all ein besundcren guoten ivillcn zno üch. Uf das Hand wir im zum zimlichistcn ein antwurt g(cb)cn, zum teil wie es gange» si)(s)' darby wie sich die guoten lüt rechts klagint, ouch wie es ein hert ding wär, wenn wir so nach umeßtu^ krieg hnn, der uns große türi und vil Übels machte; darum sölt jedermann das best tuon, darmit es wurd. Uf das, wenn nun docter Richcnbach und er für unser Eidgnosscn knmment, werdcnt wir das best 3. Witcr, gn. h., so sind die Eidgnosscn ruch und hant zwcn Priester, den von Ermatingcn und den von lingen unvcrhört, ouch über alle pitt, so für sie von den armen litten und von andern beschcchen ist, von gestraft, und das der vierteil von des gottsworts wegen, das si) lutersch näment. Sp hcttint uns gnuog da ^ lassen sitzen und uns nit gcfraget; wir sind ahcr usgestanden. Witer hant sr> zwcn in turn geleit von wegen und einem ein eid uß dem Thurgöw gen". . . St. A. Zürich- A.O-st»«'^ 15) 1524, 25. October (Dienstag vor Simonis und Judä). Schultheiß und Rath von Waldshut n» ^ Es verlaute, daß in Zürich gesagt werde, man trage hier gegen die im Zusatz liegenden Zürcher einigen ^m"^^ das finde man sehr befremdlich, indem man sich ihrer Hülfe besonders freue und hoffe, daß auch sie zu haben; man bitte daher, solchen Gerüchten, die wohl nur von den Mißgönnern ausgehen, keinen Glau schenke». S..A.Mich-«-O°M» October 1524. 519 Tti» Ajern. 1524, 19. October (Mittwoch »ach Galli). Staatsarchiv Bern: Rathömaiuml Nr. 20S. x. SS. 1- „Es sind vor minm Herren Räten nnd Borgern crschincn einer statt Schaffhnscn crl'er Botschaft, dar- ^üm»d und von wegen des Doctors zuo Waldshnot, so by inen enthalten wirt, und also anfänklich crzelt, ivie dann derselb Doctor in ir statt komm und des willens gewesen sye, (sich) . . an andre ort zuo stiegen, und in '"'ttler zit habm etlicher Ort der Eidgnoschaft Kotten nf haltender tagleistung zno Baden iren Herren von Schaffen geschriben, solichcn Doctorn von Waldshnot fänklichen anzuoncmcn, nnd als der gcnnmpt Doctor sölichs Gnomen, Hab er sich in die stachelt gefücgt nnd dannathin sin Herren nngekert und gebcttcn, in by recht zuo handhaben, zno schüken und zno schirmen, und ob in jemand möge nnderrichten anders gelert und geprediget em, so wider das'göttliche wort sin möge, alldann iro straf darum zno erwarten; und diewil der gcnampt ^°ctor für nnd für nmb recht angcrüeft,'und ir statt ein frye rychstatt sye, wölke inen nit gebüren, denselben ^ctorn jemand hinus zno geben, sunder ob in jemand ansprach nit erlassen, wölken si demselben gnot recht im halten mit beger, diewil ein statt Schaffhnscn zno einer statt Bern sunder vcrtrnwen Hab, alldann sy by ''statt styheit heliben zuo lassen nnd davon nit zno trängcn; ob dann jemand den genampten Doctor ansprach "'k crlassen, wölken sy in zum rechten halten." 2- „Uf sölichs haben mine Herren Rat nnd Burger den genampten Kotten zno antwnrt geben, si haben iren »f jungem tag zno Fronwenfeld in befelch geben, sich des genampten Doctors von Waldshnot fach nützit pöbelnden; der selben Meinung sym sy noch, dcßgeliche» die genampten von Schaffhusen by iren fryheitcn belibcn '"o lassen und die pünd an inen (ze) halten." TSV. Solotymn. 1524, 20. October (Donstag nach Eialli). j.a...v..Sarchiv Svivthur..- Ra.hsbuch Nr. l-, ^ 2°», 2°». -VI. Eine Botschaft von Schaffhansen erzählt, was bisher wegen Hr. Balthasar (Friedberger) vechandelt worden, stellt das Ansuchen, dast .»an ans Eidgenossen .»ehr Rücksicht nehme als auf das Hans Oesterreich wobei ° "klärt, von dem Evangelium abzustehen tonne die Stadt sich nicht entschließen, weck ev d.e Seele berühre; 'c die Bünde zu halten, sei sie willig, u. s- st ^'e Antwoit fehlt. Zürich. 1524, 27. October (Donstag vor St. csimon und Hndae. ^ag). SiastSarchiv üi'iric»: Abschirdr, Bd. 0, --r r Di- Bd.m n°n Ln-°m. I»'!, Schwm, U»i..w»Id-n nnd Zng -.'Ich-MM Ansinn« !hr,r H-,.-» ,md Ist«- «dz, „«»IN d!- «M B°ilchnst,n !» ».«.ni-ld zchndi h»i'N. »°r B.NM'M-,sw', u-n,-m nnd zrch-m >>»d imzm !h»,n d-n s-,ich«,°nd-l »°r. in-lch-n H-rr Kljx. Ad, zn !>!«». ,»,gm °!»!g,r n°n ihm 520 October. 1524. geäußerten Schmachworte mit (dem Priester) Jacob Baumgarter von Altstättcn aus dem Rheinthal hat, und der zu Napperswpl zwar angehoben, dann aber, auf Begehren des letzteren, vor den Bischof zu Consta»» ">2 den ordentlichen Richter gewiesen und später vor die Eidgenossen gezogen worden war. Nun begehren die Boten, daß der Abt wieder in sein Gotteshaus eingesetzt, und Jacob Baumgarter angehalten werde, in Constanz n»t ihm in's Recht zu treten, was der Abt auch seinerseits auf sich nehmen will, wenn ihn der genannte Priester der im Gebiete Zürichs geschehenen Zureden wegen nicht in Ruhe zu lassen vorzieht) II. Hierauf wird, übereinstimmend mit dem „in alle Orte der vier Länder" geschickteil Schreiben, erwidert' Es sei den Herren von Zürich dieser Handel leid, da sie sonst mit dem genannten Abte nichts Unfreundlich^ gehabt, weßhalb sie ihn auch in Constanz empfohlen haben; von dem Priester sei aber dort eine so sch>^ Bürgschaft gefordert worden, daß es ihm nicht möglich gewesen, sie zu stellen; zudem habe er sich beklagt, daß ^ nicht sicher sei; deßhalb habe er den Handel seinem Procurator überlassen. Inzwischen habe der Abt im Gebiet Zürichs dein Priester so nnglimpflich zugeredet, daß sie diesem, der sie um Recht angerufen, es nicht haben schlagen können, ivorauf sie Kundschaften eingenommen und einen Nechtstag angesetzt haben; zu diesem st> ^ Abt nicht erschienen; dennoch habe man die Verhandlung nicht angefangen, sondern einen andern Tag bestund welchen der Abt wieder nicht besticht; den Priester habe er überdies verhindert, in Nappcrswpl seine Kundschaft einzuholen; hätte er sich nicht in ihren Gerichten mit Reden vergangen oder die Rechtslage besucht, so märe dcs Handel bereits im.Frieden erledigt. Die vier Länder werden hicnach gebeten, bei Napperswpl auszuwirken, ^ die dort wohnenden Zeugen zun: Verhör erscheinen, dann werde Zürich auch dem Abte Sicherheit und IN geben und den Span nach Kräften in Güte zu vergleichen suchen, sodaß Niemand zu Klagen Ursache haben III. Diese Antwort haben die Boten der fünf Orte angenommW heimzubringen. Von dm bezüglichen Acten lassen wir die wichtigsten folgen: 1) 1524, 1. September (Vercne). Schwpz an Zürich. Der Abt von Nüti trage vor, wie er mit der .ö Napperswpl in einem Capitel versammelten Priestcrschaft „das Mahl genommen", und davon her „iinc ein ^ erwachsen", als ob er gesagt hätte, er wollte, daß ein Lutherischer eine Mähre „angangcn" w. Da er den Heber nicht gekannt, so habe er sich in Zürich vor dem Burgermeister beklagt, daß „ein semlich für hindcr im anzu" sei, und sich thencr entschuldigt, w. Nachdem er erfahren, daß der Helfer zu Nappcrswpl der Schuldige ftp er diesen rechtlich belangt und zum Geständniß gebracht; derselbe habe aber, weil Beide geistlich seien, dem weltlichen Nichter, sondern nur vor dem Bischof zu Constanz Nccht nehmen wollen; die von haben die Sache mit Urtheil dahin gewiesen, jedoch von beiden Parteien Tröstung gefordert, die der Abt lllbH da der Helfer solche nicht zu leisten vermocht, so habe er an Eides Statt gelobt, die Kosten zu tragen, und 01, er unterläge, deren von Nappcrswpl Strafe zu gewärtigen. Darauf habe der Herr von Nüti ihn vor den ^ ^ citirt und dazu von Zürich aus eine schriftliche Empfehlung erwirkt; der Helfer sei aber nicht erschienen, P > daß ° der Abt ihn nochmals citirt habe; da sei der Helfer nach Zürich entwichen und habe so viel erlangt, . Meim'w daß der Hanpthandel vorerst erledigt werden sollte, entweder in Napperswpl oder in Constanz, das Obrigkeit den Abt vorgeladen wegen benannter Schmähungen („Lügner, Dieb"); der Abt sei aber der Alling erreicht; denn Zürich habe jenem Pfaffen „Kundschaft bekennt", und da er nicht nach Napperswpl kommen an die Stadt geschrieben, daß sie die Kundschafter auf den bestimmten Rechtstag „hinab" schicken stüc, Rücksicht darauf, daß Napperswpl eigene Gerichte besitze, und anstatt der IV Orte als der Oberherrcn Handel genrlheilt habe,'was nicht zu dulden und wider die Blinde sei. Der Abt bitte daher um gute Veri'-'e» ^ infolge dessen man Zürich dringend ersuche, die Sache abzuweisen; könne dann der Herr von Nüti werden, daß er „semlich Red" gethan, so erbiete er sich dafür zum Recht, wo es billig sei. Wollte Z»u 1 willfahren, so möge es dies auf dem nächsten Tage zu Baden erklären. Sc. A. Zürich: A. Relig>°»sschmähü"S"'' Oktober 1524. 521 2) 1524, 2. September, Zürich. Weil der Abt von Nüti den zweiten und letzten Nechtstag nicht besucht hat, und die (von dem Gegner zu stellende) Kundschaft zurückgehalten wird, sodass die Sache jetzt ruhen muß, s° ist erkannt, daß der Abt dem-Jacob Baumgarter („dem armen Priester") wöchentlich 12 Batzen geben solle bis zu Austrug des Rechten. Den vier Schirmorten von Rappcrswyl wird auf ihr Schreiben angezeigt, daß dor Abt sich unbillig vor ihnen beklagt habe, -c. w. a ---o d. 3) 1524 2 September (Freitag nach Verena). Der Bischof vonConstnnz an Zürich. Vergangener Tagen seien vor dem' Ofsicial als dem ordentlichen Richter, wegen einer „Schmach" ins Recht „gewachsen" der Abt des Gotteshauses Nüti als Klüger und Jacob Baumgarter, Priester, als Antworter, und darin so weit gekommen, daß beide das Recht verfangen", und jeder ans die Artikel des andern Antwort geben sollte; nun erfahre man ober, daß der Priester sich dieser Rechtfertigung wieder zu entziehen suche und Zürich um Recht angerufen habe mit den. Vorgeben, von seinem Proenrator gewarnt zu sein, daß er in Konstanz das Recht nicht sicher erlange., könnte; darauf habe man sich billig nach der Sache erkundigt und den Proenrator. Me.stcr Ludwig Bctz, ernstlich gefragt, ob er den Priester dcrn.aß gewarnt oder nicht; er beharre indcß dabei, daß er demselben nichts anderes gesagt, als ihn. treuen Beistand zugesichert, und zeige an, daß derselbe, da er zwischen Jacobi (25. Juli) und Bartholom!» (24. August) in Konstanz gewesen und ihn nicht zu Hause gefunden, .hm (... gleichem S.nne?) schriftlichen Befehl hinterlassen habe, wie die eingelegte Kopie ausweise. Da hieraus wohl zu ermessen sei, daß d" Priester nur ans eigenen. Muthwillen sich ans den. angefangenen Rechten z.ehen und darum das b.scho ..che G-richt („uns") verunglimpfen .voll, und die Sache, als geistl.che Personen berührend, nur vor d.eses gehöre s° ersuche man Zürich freundlich, des Priesters gegen den Abt steh ...cht zu beladen, sondern .hn vor den Ofsie.al "> das Recht zu weisen, das beiden Theilen nach Gebühr forderlich erfolgen solle. S..«. Z-m-h, B.scho, o°ns,°..z. 4) 1524, 2. September (Freitag nach Verena). Glarns an Zürich. Man vernehme wie es bisher (folgt Erzählung) in den. Handel zwischen den. Abt von Nüti und de... Helfer von Rappers.v.st ergangen und daß W letzterer in Zürich gegen den Abt das Recht brauchen wolle. Daher b.tte man, das n.cht zu gestatten, ander» das Recht in Napperswyl oder vor den. Bischof zu Konstanz, vor de.» es angefangen, ergehen zu lassen; habe dann der Priester noch etwas weiter zu forde..., so möge das auch geschehen. S..A.ZüNch, A.Mp«. «TS Ajern. 1524, 27. Oktober (Donstag vor Simonis und Inda). Kamonsaechiv Solv.h».»- Abschi-dc, Bd. XII. id. Bd. XI. w "»! «>ch»«g ««d ««l>m>m« w d-idm SI-U Bchl «»d S°l°im« miSiwilch»,!-« »°» >-»'» d-S >-„,S w Mmnp,lv> >. Mich- »flich z«° ich«!» w dnM Sl°it j«° «Bs-«. h.»-« sich Mi« l)-nm „«d°>«,d. 7 °ii>chl°s,m. i.mm,i d-r h..«d-, ichw-, »«d »«d m°.,IlchS «I>MM M, «->>>>> Pichm °« di- «b.izm 7» !' Ii.d°« Eidm«.,I-„ z«° d.i«g-«, ««d di-I-ld-« d°» ,°«, NN, im« d-» d..,,« SU,Ii. Mi»««,-«, ,7'" » Bichs i,s i-ils °«ch ii-sch-ch-n las,.», ««d ,»«!> sich d°> Im» "-B d-I°d-«. ,»«d-r ,,!.««, d-» b-m,Idi-« ^ °°i»Ich,«,m ^ D-r Wichtizkit di-s-S G-schiisi-S «V« >»„-» »»« d-n d-jiizl.chr« A->-„ Ai.Sw.chl s»i«,n , .. » !S2», (i 7. O-,°d--Z. I«ft.,«ii°n Iii- V-im i« R,hi>«>. R.ch-,ch,-ib,r c°°« Bch-Y. «wd Mi, Hnz.z 7«! «»« ««-.„«„„, i«. Mi«-« d-, Siiidi- B..I-I ««d S°I°ch«>i. Md-» ,°ii. I. Sr.iß und li,j-iz- ,-«,»« d-m r ,i,r ,-««,.„-« «Ichi.d d.«> N.,»> !« d>» B°>,chMi> >»,-». ««> w. d-.d,« i« d.-„ S»«i d.« H-.-ich.ist MS«m->a«-d -inz«,..»«. 2 . » BB- «« « >«» d.dz«chl,„ ..»„ 7>» di- h.mdlw«, !>m «°ch >«!> n«chs.d°,hi ,wd d,««wchd--d°„ch»sl S.i°ch°,« "B-B, wi, ,« ,,b d.w. d»ß im« Mich.« >°«! »«!-!»>. -w M-W S-M» h-d.». ch-«d -«ch mwt.z. dch «> 522 October 1524. guotcm nit zc vergessen, und demnach sy aber disen Handel erwägen, »nd was Unwillens by andern unfern Eid- gnossen, wo wir dry stett den on die andern unser l. Eidgnossen oder zum wenigsten hinder inen anncmen sölü», uns (wie) auch iren fürstlichen gnaden erwachsen wurde, bedacht und zuo chcrzen genommen, n>o sich nach besch^ henem kons (als dann by disen seltsamen schweren und sorklichen löufen sich gar bald zuotragcn) etwas kriegisch^ Handlung um Mömpelgart erwecken, daß uns dann berüerter unwill in rettung der Herrschaft M. nit nachteilig sin und zuo großein schaden reichen wurde; dem vorzcsin wäre ir rat und guotbedunkcn, daß wir Handlung zuo nächsten tagen an gemein unser Eidgnossen langen ließen, damit, so wir gemeinlich die Herrschaft^ zuo Händen brächten, in nöten gemeine rettung on allen verwis ze thuon schuldig sin, und also den kons bestes bas erheben und behalten möchten. 3. Diewyl nun ein ersame ratsbotschaft von Solothorn die setz erzelte wss nung . . . weder bcfelch noch gwalt gchebt ze vollziehen, wiewol unser Eidgnossen von Bern gemeint, es nun nit bös gsin, daß sy ilends zno andern Eidgnossen geritten und insonders berücrtcn kons gemeinen Eidgmftst^ uf dem tag, so setz zuo Frowcnfeld im Thurgöw geleistet wirdet, habend sy doch solichs nit thuon (iveue»> sonder einem Rat der statt Solothorn hindersich und anbracht (sie). 4. Und als ein ersamer Rat der st» Solothorn die Meinung durch . . Bern fürgcschlagcn, uß vil Ursachen guot sin betrachten mögen, und dann eben schwer sin wölken, on gemein Eidgnossen oder zum wenigsten noch mit iner Orten und nemlich als man in den kons bringen »röcht, so der von etlichen Ocrtcrn abgeschlagen wurde, anzcnemen, und aber inen a' f nit wellen gesellig sin, die vbberncrte Meinung an gemein Eidgnossen, es wäre dann mit bewilligung unft^ - gnädigen surften und Herren, ze bringen, haben unser Eidgnossen von Solothorn im schulthesscn allhar gen Aal (do sy sich bemelten u. g. Herren ze finden vcrscchcn) abgefertigt, diß Meinung an ir f. g. zc gelangen laste' darzuo einem Rat der statt Basel glichcr gestalt anzuozeigen." 5. Da er aber bereits weggeritten gewesen, > habe man beiderseits für das Beste erachtet, ihm dies alles, um Geschrei zu vermeiden, auf diese Weise anzuz^ und um seinen Bescheid zu bitten, ze. K. A. Bascl: Msch-idschnst-n lONgw°n 2) 1524, 7. October (Freitag nach Frnncisei). Basel an Herzog Ulrich von Würtembcrg. Man sende ^ Na thsschreiber Heinrich Nyhiner zu ihm mit dem Auftrag, zu eröffnen, was Solothurn heute angebracht >1" Creditiv Zc. K.A. Basel: Mlsstven ll d. TTS. Ml )einfetden. 1524, 31. October bis 5. November. Schreiber: Der deutsche Bauernkrieg, I. III. Tag der Städte Zürich, Basel und Schaffhauseil mit den Gesandten ans den vordcrösterrcichische» ^ schaftcn, behufs Anbahnung eines gütlichen Ausgleichs der Stadt Waldshut mit der fürstlichen Herrschaft' Ein Abschied wurde schwerlich verfaßt. An bezüglichen Acten, die hier in Betracht gezogen werden lo»a' liegen folgende vor: ^ 1) 1524, 27. October (St. Simon und Judas Abend). Basel an Waldshut. „Wir habend uf uns jüngst -gesandten ratsbotschaft anbringen ein botschaft, so uf Sonntag ze nacht schierist künftig zuo erschinen und morndis Montags der spän (halb, so) sich zwüschen fürstlicher Durchlüchtigkeit und üwer Gs ^ haltend, alles das in der gücte haudlcn verhelfen wirdet, das zuo frid und cinigkeit dienen mag, verordne K. A. Basel: Missiv-n k. Z,.M, 2) 1524, 31. October (Montag Allerheiligen Abend), Nheinfeldcn. Die Gesandten der vorderöstcrrel l Städte zc. an das Regiment zu Ensishcim. Heute haben die Beiständcr deren von Waldshut, die Bo st) ^ von Zürich, Basel und Schaffhauscn, freundlich begehrt, ihre Instructionen in Gegenwart der Waldshnü' tragen zu dürfen, worauf mau ihnen geantwortet, es sei bereits dein Markgraf Ernst von Baden bcw> der Sache gütliche Mittel zu suchen; dessen Ankunft erwarte man stündlich, könne also sich weiter nicht ein November 1824. 523 n»d --lach- di- Ballchaft-n. vis dahi« j» «-.'!ich°», «°i« Ii- Ii» willig i-i»-«. R-- die W.Idsh.i-, w-«-» »i»S h-«d-I» lag,«. -«-«« ihn-« Ii» t«, Kasi.« «i» g-Ng-Il-rach-n wmd,; auch «,l«.^ dag vr. S.Iihasae wnd-, ^ E„.s, « di- S4-«d.-n d-, °.-d,r°g---.ichiIch.-- «»in« - »« -ig- daß °, °«I Wi»w°ch i« RH-i«I-Id.n z« --Ich--«-« »-»-«'-- » » , ( - k^-». ?)ie uordcröstcrreichischcn Gesandten an die Regierung zu Ensishen». mrMi^^^ hob! ...an'g-st-m (D-«stags) die Nnt-rhandlung e)dem Marlgraf Ein >t a - - " ^ Befehle eröffnet, die dahin lauten, daß sie den Walds- cgonnen. Die Noten der drei cidg. ^ ^ weßhalb sie begehrten, bei dem Markgraf zu sitzen und intern zu Frieden verhelfen nne iieg e Mitlichc Mittel nicht zu hindern und nöthigenfalls die »Uttel.. z.. helfe... Diesseits h"bc »wn d. A M letztere durch einen Redner von Basel de.i ^nld-chutcr bei dem Fürsten zur Z Schaffhanscn bei ihnen stehe», um ihnen räthlich zu Wunsch geäußert, daß die Boten von 8 uch. ^ri^Schast^l ^ Gesandten der sun , sofern dies "'cht anginge, »gr )r l sie das nicht gestatten. Man habe sich nm dieses unbillige wir erv,tcrreichischeii Städte, alo des Geschehenen hören noch sich parteiisch zeigen wollen. »bringen nicht bekümmert und im e> . Waldshutcr begehren nun, daß man ihnen zuvörderst Damnf habe der Markgraf H"'^^ ,der andere Mittel vom Evan- » Kosten ersetze; daß wcde. dn ^„der,: frei wollen verkünden lassen; endlich daß sie um das gelniin dränge, das sie durch vr- ^»ltp s 'so„dern in ihren Freiheiten durch Brief und Siegel bestätigt vergangene weder bürgerlich noch peinlich gestraft, sondern >" .) » ^ ^ ^ ^ ^ Abends. Dieselben an Dieselbe. 1. Man habe 5) 1524, 5. November (Samstag ^ gehandelt, da sie der Kosten und anderer Sachen "»» die ganze Woche vergeblich >mt den annehmen und zusagen könne, worüber die Boten wegen so beschwerliche Forderungen stelle», <2^ bedenklich aussehe, sodaß ein Landkrieg und großes aus dein Sundgan und Elsaß berichte» werden. ^ ^ Sainstag nach Martini cinc.r Landtag (in Intvergicßen daraus crivachscn löniite, so »im Waldshutcr haben nämlich nur zehn Tage Anstand ^ nsisheim) zu berufen, »m da zusammenkomnieii sollen, so stelle »ran der Regierung gegeben. Da in nächster Woche d.e C.dgenoss z ^ ^seltsam n»d sorglich hie oben; die nf dem Wald habent "Heu», daselbst auch etwas zu handeln. 2. „ l botschaft ^schickt, in was gstalt doch solchs geschehe» spe. St. Bläst» ingenomme», zuo denen haben w.r .lends "d'Yg ' ^ ». O.n». S° .virt ...iS anzeigt, allei.r darum, damit d.e E.dgnossen mt dar.» h. s ^ SS4 Lucern. 1524, 8. Novcttlbcr f. (Dienstag vor Martini f.). ^ . Abschiidc, Bd. 9. r. !!t. Tschttd. Abschi-d°-S-»»ml., Bd. b, N>. Sä. '->-^»-7»."^ ----- — . «"---die: hLarenz Brand-nin-g). H«, «MW». "-«-an« Eiscnhnt. Hans Lanier). ^ (Die übrige« »«hl b-»-n«>). . , »- Appell ner°«.w°rie. sich in Beir-Ij des PMn --- Wn«°-ns.°n,- w Pnesw habe I-ch Ichq l-ch "A-rligi. »>ch°« di. »dien leine» b-sandm- Anstrag dazn habe--, gebe« I-° ach „« N-n-en -.M Obern «'-«M----,. „,„n sich z„ ih„m .eines a«d.rn °°-I.»-n d-.ch denn »s G>»°- -nd-m I-e d-e Bnnd, "'h- >--.d V-rira - BrieI- »nd Siegel ehrlich Halle» nnd -°ib n»d »> i» de» E.dgen°,s-n I°lM wallen. i-I-I-r SrMnmg h». -«->-- Ii. »»I di°i°m T°g- V-rha--dl.n-g°-- I-Hen l°,i-n. ». De, Anzng 524 November 1524. betreffend die Landammannstelle zu Franenfeld ivird auf die Jahrrechuuug zu Badcu verschöbe». Dahin stA jeder Bote beauftragt werden, einen andern Landammann zu ernennen, sofern der alte nicht mehr bleiben wolle- v. 1. Es antworten die Boten von Zürich auf die vier ihnen von dem Tage zu Franenfeld in den Abseht gegebenen Artikel, nämlich wegen der Strafbefugnis; über die Frevel von Illingen, des Bildersturms zu StaiM"- heim, der Schanze vor der Nhcinbrücke zu Stein, und des Zolls daselbst, und begehren, daß man denen vo» Stein ihre Schanze und ihren Zoll lassen möchte. Da die neun Orte dies nicht zugeben wollen, so erklären ^ Bote» von Zürich, daß sie bei dem zu Franenfeld gcthanen Rechtsbot verbleiben. 2. Nachdem man dann die Bnndesbriefe und andere Schriften verhört hat, wird der Rechtstag angefetzt auf Dienstag vor St. Katharinas (22. November) nach Einsiedeln. 3. Ferner wird von den neun Orten beschlossen, es sollen Lucern und Schw^ die zwei Zusätzer stellen und von jedem Ort einen dazu verordnen, Bern den Redner geben, wozu Ritter Sebastian vom Stein bestimmt wird, und sein Möglichstes thnn, daß der Genannte dieses Geschäft übernehme. Die übrige" Orte, als Uri, Untcrwalden, Zug, Glarns, Frciburg, Solothurn, sollen je einen Nathsboten auf diesen Rechts schicken. Als Schreiber sollen die Znsätzer (der nenn Orte) vorschlagen den Nathsschreiber von Basel, den La»d- schreiber zu Franenfeld, den Schultheiß Honeggcr zu Bremgartcn, den Canzler zu West, und einen von daß" zu ernennen Vollmacht haben. 4. Sofern der junge Gerold Meyer von Zürich seine Ansprachen auf die nicde>" Gerichte zu Weiningen, wodurch er den hohen Gerichten zu Baden Eintrag thnt, nicht aufgeben null, so st Zürich ihn anhalten, den Nechtstag in Einsiedeln zu besuchen, um auch darüber dort abzusprechen; wen» das Recht annimmt, so soll er es den neun Orten bis nächsten Dienstag (15. November) zu wissen stA" «I. Da von den vier Orten, welchen Napperswyl verwandt ist, in Betreff der Anstände zwischen dem Abt Rüti und einem Pfaffen, abermals Klage erhoben wird, daß die von Zürich jenes „leichtfertigen verlogen" Pfaffen sich so sehr annehmen, während doch der Prälat ihr Bürger („Stadtkind") sei und es stets wohl ihnen gemeint habe, und daß der Pfaffe das Recht vor dem ordentlichen Richter zu Consta»;, das er f>"' selbst begehrt, jetzt scheue und nicht mehr annehmen wolle, so wird Zürich ersucht, in Betrachtung der ^ vo>l seinem Vorhaben abzustehen und den Pfaffen entweder an das bischöfliche Gericht zu Consta»; oder w Napperswyl zu weisen, um dem Abt vor Recht zu stehen. Und da der Pfaffe vorgibt, er sei zu Rappel - vor Gewalt nicht sicher, so übernehmen es die vier Orte, Napperswyl zu vermögen, demselben ein sicheres ^ dahin und zurück zu verschaffen, doch mit dem Beding, daß er halten und tragen wolle, was ihm Urtheil Recht auferlegen werden. Hierauf bittet man Zürich abermals, den Abt bei dem Seinen bleiben zu lassen ^ zu verschaffen, daß dem Pfaffen nicht alle Wochen die 12 Batzen gegeben werden müssen, sowie endlich, dieser die erwähnten „Mittel" annehme. Auf jeden Fall erwartet man eine Antwort von Zürich bis auf »w Dienstag (15. November), damit sich die vier Orte darnach richten können, t . Zürich antwortet >n Bellm vorgeschlagenen Disputation zn Baden zwischen Doctor Eck und Zwingli, daß dieser nicht nach Baden wolle, und will jedem Ort eine gedruckte Antwort desselben mittheilen, die man aber nicht annimmt, seiner Halen nnwahrhaftigcn Worte sonst voll genug sind. Wollte Gott, daß jedermann seinen ucrfnhun^^ Worten so wenig Glauben gäbe als nur, so stünde es bas in unserer Eidgenossenschaft." t. Es stellt Heinrich Lanz zu Liebenfels durch den Landvogt im Thnrgan das Gesuch, seine zwei kleinen unehelichen „der Eigenschaft zu erlassen". K. Nochmals ist heimzubringeil das Gesuch der Stadt Franenfeld, sie mit und Zubehör zu verschen, indem nicht alle Boten instrnirt sind; ans nächstem Tage Antwort zu geben. Ritter Wilhelm von Reichcnbach, als Gesandter Oesterreichs, abermals begehrt, daß Zürich angehalten seine Angehörigen von Waldshut hcimzubernfcn, damit der Fürst seine Unterthancn zu Waldshut und m> November 1524. 525 Drten bestrafen könne, nnd sich überhaupt anderer Leute außer der Eidgenossenschaft nicht anzunehmen, was die Wenning in mehreren Artikeln deutlich fordere, nnd da man bei Zürich keine Antwort hierüber erhalten konnte, so wird beschlossen: Die Boten von Zürich sollen ihre Obrigkeit noch einmal ersuchen, ihre Angehörigen zn ^aldshut sogleich zurückzuziehen nnd den Fürsten nicht z» hindern, seine ungehorsamen Unterthanen zn bestrafen, ""d sich niemandes außer der Eidgenossenschaft anzunehmen, gemäß der Erbcinnng, sondern zu bedenken, wozu s'° sich mit Brief nnd Siegel verschrieben, und was sie mit ihrem Eid versprochen; denn sollten die Eidgenossen deßwcgen in Kricgsnnglück nnd Unruhen gcrathe», so könnte man wohl ermessen, wer daran Schnld sei. Zürich "'°ge daher bis ans nächsten Dienstag eine entschiedene Antwort geben mit ja oder nein; wenn es sich dessen tigerte, was man nicht erwarte, so werde man sich streng an die Erbeinnng halten und es weisen, die Fehlbaren i" strafen. — Heimzubringen, damit jeder Bote ans den nächsten Tag instruirt werde, was man ferner thnn wolle, Unruhen und Kosten zu vermeiden. 5. Es werden die von Zürich ferner aufgefordert, sich über nachstehende ^'uctc zu rcchtsertigcn: 1. Es haben die Bauern von Stühlingcn eine Botschaft zn Zürich gehabt und „vielleicht" und Hülfe gesucht, ums, wenn es sich so verhielte, gegen die Erbcinnng wäre. 2. Ihre Verhandlungen ""d Zusammenkünfte mit denen von Nheinfelden (!). 3. Sie senden Botschaften nach Constanz, um mit ihnen ^"'lich z„ verhandeln 4. Der Gefangene von Franenfcld habe in seinen Bekenntnissen Einige im Zürichbiet °"Wben; dennoch habe Zürich nicht viel mit den Angeklagten zu thnn gehabt, weil, wie es sage, dieselben nichts '""'er bekennen wollen, als was vor den Eidgenossen verlesen worden ist. 5. Nach den, Tag zn Franenfcld we der Pf^ Stein am Nhci» sich geäußert: Die Boten, welche da gewesen, seien alles Verrüther, Bösewichte ""d Tyrannen 6 Es seien einige Glocken zun. Stur», bestellt, namentlich in der Umgegend von Weiningcn Baden hin, desgleichen an. Zürichsee gegen Napperswyl. 7. Es haben Zürcher verlauten lassen, wenn 7 Waldshnt überzogen würden, so werden sie mit ganzer Macht mit 6-7000 Mann denselben zn Hülfe w'NMen. ^ Diese nnd andere unziemliche Drohungen und Handlungen fallen täglich vor, und dennoch schreite 7'Uch auf die darüber gemachten Anzeigen nie strafend ein, wie es sich gebührte, was die andern Orte hoch Schwert. Die Boten von Zürich sollen daher ihre Herren auffordern, zu handeln, wie es Eidgenosse» gezieme, ""b wie es die Bünde fordern, nnd nicht bloß gute Worte geben, sondern mit den Worten auch die Werke 7°"ugeu. Man verhört die Besch,verde des Erzbischofs von Besa..tz°n über den Herzog von Würte.nberg, 7 derselbe z„ Mümpelgard zwei lutherische Priester habe, die den Ketzerglauben predigen und wiewohl der «sucht worden, diese Ketzer-Prediger ans den. Lande zu entfernen abe doch alle n.chts geho.fem ?wb wird der H-rzoq schriftlich ermahnt, diese Pfaffen zu vertreiben und der Ketzere, weder Vorschub noch ^ ^ leisten; denn wenn er es nicht thne, nnd ihn. davon her etwas zustoße so werde man d.e Hand von 7 Ziehen und sich seiner gar nicht.„ehr annehmen. Da ...au vernommen, daß der ln her.sche....gehör,ame außerhalb der Eidgenossenschaft ans de... Schwarzwald und an andern Orten s.ch w.ew z.chnnmengerottet 7 "'.pört ha., und daß Angehörige Zürich's dabei nicht nur schriftlich, sondern auch mundl.ch that.g gewestn, ^ ein bezügliches Schreiben an Zürich erlassen. .... Heimzubringen und auf den Tag zu E.us.edeln Zu bringen, ob u.a.. den kaiserlichen Gesandten fernerhin Gele.t ge en wolle, mde... es sche.nt, daß °^u „M, de... Mantel ihrer Sendung Umtriebe machen und Unruhe st.ften. ... Da ...... auf so v.elen !>, d,i,ch.„ >>, „ d.a k-Michm I-mmhi» «... m w», md°m -s Ich-mi, daß .>.».°d d.a. Ma».„ ih«, S-adaa« Na..,» ...chm >md Ua,a». s.. -». ... Da mm a„I s° «-a Ich°a an. Mich aa.„ aad... m°,d,° ». d.s zwiachischm ch.,-d.g.as aad M.W.ai-as Mid d-> , H-ad.,^ dit da,aas „machl-a, aad a.aa Mm, daß - °°» - T°S Wnaa.°, m.,d, s« .st maa 7 »«. - »ad.,„ MasaMa ... Ms-m « ist d-h-r «n >«ch mch W« B-ch.ast Raa soll. aa. Mich noch maaal „»Mch ^ m.mal »°a 526 November 1524. seinem Mißglnuben und den Sachen, die es seit einiger Zeit betrieben, abzustehen und nicht in seinem Starrst»" zu verharren, indem man sonst nicht mehr mit ihm „regieren und haushalten" könnte, sondern veranlaßt wa>b die Bnndcsbriefe von ihm zurückzufordern und die andern hernnszngeben und ans diese Weise einander des Bun^s zu entledigen. Das ist heimzubringen, namentlich um Mittel und Wege aufzufinden, wie man endlich zu e»»»» Ziele gelangen könne, und auf dem Tage zu Einsiedeln Antwort zu geben. «». Weil Zürich überall, in und Land, sich zum Kriege rüstet, „den Sturm bestellt" und wie es heißt, einen Angriff gegen Rappcrs'^ vorbereitet, so wird beschlossen, es sollen sich auch die Eidgenossen allenthalben versehen mit Harnisch, Gcn»P und Geschütz, um in dem Fall, daß bei Tag oder Nacht ein Sturm losbräche, gerüstet zu sein und den ^ drängten Hülfe leisten zu können. K». Die Boten von Zürich sollen heimbringen, was mit ihnen in Betreff ^ Wirths zu Jonen geredet worden, um darüber Antwort zu geben. «z. 1524, 1. November (Allerheiligen), Rheincck. Hans Golder, Landvogt im Nheinthal, an die der acht Orte in Lucern. Er habe schon ans den letzten Tag geschrieben, wie ungeschickt die Nachbarn cimetv» des Rheins sich verhalten mit Reden; das sei heute noch der Fall, und es ziehen jetzt Schaaren von LandskmW l?u) durch, die auf Befragen antworten, sie wollen nach Mailand; ob dies wahr sei, wisse er nicht, habe auch » i»id keine Verhaltnngsbefehle. Diesen Tag zu besuchen werde er durch neuere Vorgänge abgehalten. „Dem ist daß die üweren im Rintal zuo Feldkilch sind gewesen am merkt, Hand sy des regiments botten do gfnndcU/ nndcr andrem ist do geredt worden, sig es fach, daß die Eidgnossen den Pündteren zuoziehend, wüstend ch » bessers, denn daß st) den nächsten an die Eidgnossen ziechend ... Demnach ist kürzlich . . . einer zno mir >» um ein fürdcrniß an Mark Sittich, die ich im geben Hab; in dem do er hinüber ist komm, hat in Herr amtmann aincr gefragt, was gcschreis hie diset halben sigc; hct er gercdt, er wüssc mit besnndcrs, denn ^ gnoter dingen. Hct er in gefragt, ist kein soll do oder samlct sich kein folk, oder was ist ir Meinung, ' wend sy anfachen- Het er inen gcantwurt, er wüste nimm von nüt. Mag ich nit wüsten, was semlichs bc > und bin nf semlichs hie beliben"... svA. Bmn A. «>-6/. Ang-UMch»»"' Im Zürcher Exemplar fehlen le, I, in, i>, <>, im Frcibnrger -und Solothurner «I, >». AM"^ nur Ii, i. Zu Ii. 1) 1524, 14. November (Montag nach Martini). Zürich an die übrigen Orte. 1- ?lus letzten Abschied gestellte Frage, ob man die Angehörigen von Waldshut abfordern und die Erbeimmg Halle» ^ oder nicht, habe man die (folgende) Antwort zu geben: Was vr. Reichenbach auf dem Tage zu klagwcise vorgegeben, sei nicht die Wahrheit; um ihn besser zu berichten, habe man ihm ein Geleit worauf er selbst hicher gekommen sei, um ungefähr die gleichen Klagen zu wiederholen; man habe erklärt, die Sachen verhalten sich anders, und ihn gebeten, den Urheber solcher Reden zn nennen, und st^ die Erbeimmg treulich zu halten; die dort liegenden Zürcher seien ohne Wissen der Obrigkeit nach To» gelaufen, übrigens nicht in arger Meinung; nun haben der Markgraf von Nieder-Baden und Ände's,^ gütlichen Tag in Rheinfeldcu gesetzt und einen Anlaß gemacht, um den Handel in der Güte beizulegen » ^ Recht zu leiten; inzwischen habe man die Leute („Unfern") dort bleiben lassen, w. Darauf habe vr. -l, sich selbst erboten, für die Waldshuter sein Bestes zu thun. Inzwischen habe man den Tag in Rheinfeldcu ) ^ wo van den Boten etlicher Orte ein anderer gütlicher Tag, der morgen beginne, anberaumt worden ll ' ^,f alles sei nicht der Erbeimmg zuwider, sondern in guter Freundschaft, und um Krieg zu verhüten, gesch^b ' ^i den jetzigen Tag in Lnccrn habe vr. Reichcnbach abermals ein Geleit genommen; da er durch die Stadl . sei, aber nichts mehr angebracht habe, so müsse man wohl vermuthcn, er arbeite im Namen seines eine Trennung („verhetzen") der Eidgenossen hin, besonders mit der Klage, daß man die Erbeinung Wenn er sich in diesem Sinne weiter ausließe, so begehre man, daß er hicher gewiesen werde, damit »>»» l November 1524, 527 vernehmen könne worin man sich verfehlt haben solle. 2, Ueber die andern im Abschied erwähnten Beschwerden gegen Queich werde man sich nach Nothdurst entschließen. 4. Die Angelegenheit Gerold Biege. s habe man an dessen Verwandte noch nicht bringen können, sehe aber voraus, daß sie sich mit einem billigen Rechten, wie eS Sch. Effinger anerboten, begnügen werden, :c. (Zu o 4). K. A. S°r°.h»m: Absch.-d-, Bd. xn. c«»-....-, C°M. 2) 1524 16 November (Othmari). Luccrn an Freibnrg. Mitthcilung einer Abschrift der heute infolge des l°hten Abschieds eingegangenen Antwort Znrich's (?), Da dieselbe, wie man diesseits finde, nicht geniige, so sei "'an veranlaßt in der Sache weiter zu handeln und bitte daher, der Botschaft nach E.nßcdeln Vollmacht zn Beschlüssen zn geben, damit man zu einem Austrug nnd ab den Kosten komme, -c. K. A. A. Zu i, 1. Es sind hier einige Acten bciznziehen. , ^ N 1624 ke Mitte Oetoberl Zürich. Eine Botschaft aus dem Klcttgau beschwert sich über die Zumuthung ihrer Nachbarn die sich gegen GrafSigmund von Lupfen erhoben, daß sie denselben beistehen sollen, nnd bittet Rath, wie'sich die Geschäftsleute m diese». Handel verhalten sollten, ..... bei yaus und Hof zu bleiben, z>""al sie über ihre Herrschaft, den Grafen Rudolf von Sulz, sich bisher ».cht beklagt haben, -c. In gleiche». Sinne hat der Vogt zu Küssenberq geschrieben (10. Ort.), welche Zuschrift von dem Landrichter übergeben worden iR - Da dieser Aufruhr alle.tthalben zu guten. Theil des GotteSworlls wegen entstanden so w.rd an d.e Botschaft die Frage gestellt, ob die Klettgauer den von Zürich erlassenen Mandaten, daß das Evangelmn, lauter ""'kündigt .verde w.. gehorsam sein nnd anhangen wollen, bis ...an ans den wahrm Schr.ften beider Testamente "»es bessern berichtet würde. Die Verordneten bezeugen über diese F^- !l>'°si° F^'de und erklären, sie se.en di°s°n Mandaten bisher nach Vermögen gefolgt und ferner Willens, dem Gott«.»°rt MNchm.g-n und Le.b .... T« dafür einzusetzen Der Landrichter Peter zeigt an, er habe dem Gotteswort . er Gehm gegeben und ^hangen. ...üs e aber, da er deßha.b keine Befehle habe nnd ans d.ese Frage n.ch gefaßt se, d.eselbe an se.nen J""lherrn. den on ödeidegg, brin en. Man ist jedoch der Zuversicht, daß Graf Rudolf und e.ne A.ntleute dem '""hren gättlichen Wort amh anhangen, dasselbe schir.nen nnd ...cht verfolgen werden e b.s ...an e.» besseres '"de. In die er Hoffnung wird den. Hans Müller von Fnlgenbach (°r° «ud se.nen Anhängern geschr.eben, sw Wen die Klettgauer ruhig lassen, nicht bedrohen oder schädigen, de.» Grafen von Su z und er Stadt Zur.ch ""ht widerwärtig machen «-" ^ I ^ . Ike-,, sc» 1 .1 nm.-.a tlnssenbcra Ss. Jacob von Hc.deck an Zürich. Seit dem letzten Leiben, das diearmen Leutc^.nit ihm erlassen, seien ohne sein Wissen f.n.f Verordnete der Grafschaft ^Rggan »ach Zürich gegangen, wo sie laut des Abschieds gemäß jenen» Schrc.bm sich erklart haben, dann haben Grafschnf Feute sich ve sanr nelt und jenen Abschied angenommen, auch euren E.d geschworen, demselben nachzuleben -Vi,/ 7 V, veenmuneii 1 1 beisammen gewesen und haben ihm, dem Vogt, alle Tann, " i""' >'e, ans Simonis »ne ^n a, keine Briefe und Kundschaften habe; sie seien durch den ^""Srecht ersuche er ...... Zürich, die „armen Leute" von .hre». Vorhaben abzu.re.srn, ^ ^ ^ .--1. - G.ch Schms s°--ch^ ^d^d„ di-^-.. ^ Bi»:. ijn .7G.7 d-- N-ich-- --. d-.mi. ,m». i„ w.-.mi.»d Sims. 'w-.ch,.. sq„ch, !h„ d-s BiiiMcht- d-, ^ ^httrr ' ^ Hwhcr gehört eine andere ^ ' von Buch, der einige Personen aus dem Zürcher ^ «..ich. gidi. E. M d-m -mch!.'.-.-! °. di-s-id-.. als w r" beharrt er aber ans seiner Vergicht, so ist das "ach 2N..-1 ' srngiiegen^ee. , galanten Personen nach Frauenfeld zu schicken, um sie »«. -7..77'jÄ«-7»7ch7.i »..-«m.- "» d-.d-.. G-sm.--.,-., ...-°..dz-,ich. si-li-., 528 November 1524. um seine große Mißthnt beklagen und das Recht über ihn ergehen lassen. Die Landrichter sollen anch die Sa-lst nicht für gering ansehen, sondern ihn an Leib und Leben strafen. Datnm ans Martini (11. Nov.). St. A. Zürich: A. Jttmgei Handel (Copie). Zu i, 7. 1524, (c. Ende October). Zürich an die Untervögte: „Du magst müssen, wie dann setz allerlei w>- ruomen und cmbörnngen vorhanden, und sonderlich, wie uns anlangt, sind die bündischcn mit irem nnhaug willens, die von Waldshnot zuo beschädigen, zno überziehen und zno belagern, und dicwyl allerlei reden nndcr dw unfern gan und sich etlich merken lassen söllent, die Waldshuotcr nit zno verlassen und inen hilf zuo bewysen, da)^ uns und den nnscrn gar bald ein schwerer tödtlichcr krieg nf den hals geeicht möchte werden, dein nbcr wir >wst^ teils zum höchsten vorsin wellend, und befelchent dir daruf mit ernst, mit den unfern ernstlich zuo reden und st verschaffen, daß si sich harin als die gehorsamen crzöigint, nnheimsch blibint und weder denen von Walds>st" noch andern, nicmas usgesündert, zuoloufint, sonder allein uf uns wartint, und daß ein jeklicher sin cid und e» und das, so darus möchte erwachsen, betrachte". . . St. A. ZiMchi Missiv» Zu l. 1524, 12. November (Samstag nach Martini), Luccrn. Die Voten der neun Orte an Züu^ „Nachdem üiver ratsbottcn von disem tag heimgeritten, da sind wir bericht worden, wie daß die ungcha'st^ pursamc und die, so uf der verfücrischen lutcrschcn sect, im Hcgöw oder Schwarzwald und andcrschwa u> revier in disem mißglonben und Handel verfaßt, sich merken lassen, einen uüwen stürm und ufruor ze darb») redcnt, daß inen vil trosts, hilfs und bpstands von etlichen üivcrn verwandten uß üwerm biet durch st) und mit botschaft zuogscit und verheißen, sy söllcn elf ir(cr) Meinung und sürucmen beharren und nit absto», . werdeut nit verlassen, lind so uns das von den unsern, och ab orten und enden, denen wir der warheit gl)'» ^ znokomen, haben ivir gcacht notwendig, üch das nit zc verhalten, und ist darnf unser sonder ganz ernstlich ^ bitt und bcgcr, daß ir sölich Händel und fachen wol betrachten, wohin das langen und was darus erwachse» »" " und in disen dingen fürsechung ze thnon, dann ir dem wys und vernünftig gcnuog sind, ob das gmein ^ ufruor und vcrsamlung käme, was darus entstou möchte; dann in sölhen ufrücren und versamlnngcn wirt und gar nünt angsehen, weder ecr, cid, glüpt, Pflicht, weder pündt, bricf noch sigcl, und in summa weder ^ noch all sin eer; dann nach allem gemeinem sprüchwort so fellt der gmejnd anschlng in nfrüercn selten uf da-' Sölichs haben wir üch gnotcr Meinung nit wellen verhalten," zc. ?c. St. A. Zürich: A. Tagsad»"«' Zu »>. 1524, 9. November (Mittwoch vor Martini). Constanz an Zürich. „Uns langt an, daß »f gehaltncm tag zuo Frowenfcld, do die Kaiserschen mit den Aidgnosscn handleir woltcnt, mrd Vit Sntcr ^ec>s onch zuogegen ivas, die bellten von Glaris und Uri uß den Näteti gangen schen und hnbint uf der daß s>) urit aiin solhcn böswicht und Verräter (V. Sutern maincndc) nichts handlen wcllint. Item es nin geschrai bp uns, daß ir von gemainen Aidgnosscn brief söllint haben, darin sy geschriben habint, Suter in iuver statt nit enthalten söllint, nmb daß er ain verräterischer böswicht spg zc. Nun stat etwa s zu o, zuo welches nblainung uns dise ding, ob wir deß wäre kuntschaft hettcnd, gar wol erschießlich u"' ^ wir achtent onch, (und) habent darzuo bißhar gestinden, daß ir zuo wolfart und eren unser statt genaisst^.^ Darum bitten wir üch gar früntlich, ir wellent uns discr baider fachen, ob ir deren wissen habent, d') ^ botteN in schrift berichten Mld es also in stille halten". . . St. A. Zürich: A. Consta»;. - Stadtarchiv C°asi°^ Zu <». Diese Klage erheischt einige Beleuchtung durch die Acten: 1) 1524, 17. November (Donstng nach Othmnr). Zürich an Lucern und ganze Gemeinden der ^i»^' ^ Schwyz, Unterwälden, Glarus, Zug, auch Schaffhauscn (und andere Orte?). Verwahrung gegen den . ausgebreiteten Verdacht, daß es für einen Sturm „die Glocken gestellt", bis nach Rapperswyl und ^ s.ffc, letzteres und Baden zu überfallen und einzunehmen; dergleichen habe es niemals in Gedanken gehabt daß keine Obrigkeit ihm solche Anschläge zutrauen werde; denn es sei entschlossen, die Bünde treulich Z" )" St. A. Zürich: Missivc». - K. A. Schasshaus-»: Corrcspond"»"'' HU 2) 1524, 18. November (Freitag nach Othmari). Baden an Zürich. Antwort auf die Klage, das; Wachen verstärkt habe, iveil es einen Angriff von Zürich besorge zc. Man wisse von solchem und habe Zürich nie zugetraut, daß es die Stadt überfallen und schädigen wolle; weil aber in dcsstu Latt^.^. allerlei Unruhe sei, und man vielfach von drohenden Aufbrüchen höre, so habe man die Wachen etwas versehen, um im Nothfall Widerstand leisten zu können, zc. si. A, Zürich: A. Stadt Bad-»' November 1524. . 529 3) 1524 18 November (Freitag nach Othmari). Cappel. Abt Wolfgang an Bm. Heinrich Walder in 1!)/!^, rs. vcovea r» v , . Noten ansaeschickt, nach Luccrn, ischwyz und Zug. Zürich. Seit dem gestrigen ^ch'^en ch 0 habere ^ ^ gönnen, dm UZercr sei schon znrnckgckehit »n n» t. Ausnehmen" (Auszug -c.) zu reden (rcsp. das zu beantragen), encht, es däche ^ '^'""nd nmgm s,i die Antwort erfolgt, es könne das -lns die Bemerkung des ^^n, da,, .l . nichts davon, und die am Zugerberg mchi -iu- G-«,.!„d- su. sich °> w. »»'dm «d. ^ u>.,d, u.u s.-i-u -d.u Vi..,» dchmmMi, mnd-u m dl-scr -.h-u-uug Muhl uu) ' o-lüstet, um dik Bnickc d-! gkoppc-smyl nbzuu'-rs-u uud Amlch I,.d, «_» Schill- z-iu-chi uud s^M'. «.„d.U. . . «.» diese Stadt zu bekriegen; aber der gemeine Mann gel» vcm . ^»1 Cavvcl. Abt Wolfgang an Bm. Wälder m Zürich. Der 4) 1524, 19. November ^...."dort so schwarlich" ausgenommen habe, wie kein Lnccrncr sich """ Lucer., zurückgekehrte Bote melde, dag Nedc"gehe, >nan .volle nächsten Montag aufbrechen und nach "'"».er» könne, und unter de», gemeinen Mm» > Prödicanten „nßher hau". Der in, „Sch.vpterbiet" Zürich ziehen, aber niemand schädige», ,onde ^ ^age gehe, es sei ein Bote von Napperswpl gekommen, Gewesene sage, man habe da nicht anSgenommu j-.' ^jche" von Schwyz glaube» das aber nicht, »nd anzuzeigen, die Stadt besorge °7» ^ einem Auszug, und der gemeine Mann lldcr rede darüber nach seinem Verstand. Zn Z g . - ^ ^s Volk könnte durch ein „Gelänf" (Sturm) hatte gerne Friede»; dabei .verde aber 'ie ^mg ' .g Gerede, wenn die IV Waldstntte samt Zug und d°ch „hinansgcbracht" werden. Auch höre nni ) ^ ^ Walliser n.it 10,00V Mann beistehen; zudem Mc'burg wider den neuen Glauben kncgtem st ^ Schaffhansen, Appenzell, daS Thurgan, habe ihnen der Kaiser Hülse vcrhcisten; ^ ' ^ ,^g,u w.?), Basel und Straßbnrg „znsa»»ncnsallen" würden. ^sNheinthal, Constanz, die Städte ammhu. ^ ^>d warm gibt", und worauf man nichts geben ^as seien aber nur so Reden, mit welchen st's' "> willen durchächtung zuoseit; wer „Wi- söll-ud uilciu uns us S"" )ml-u mil rcch« biit-u j mögend mir n!t dabr, blyb-u, so ^^.«.'7'»' - ' »«irm-u. I. mir, g°.. °,«wgs,.. d-u .. «„wo,, oui d-js-u Sch-.id.u 5) 1524, 20. November (Sonntag vor . ' ) ^ ^ .wschricben und man jene c-age sonst vernommen ^°>n 17. (Donst. n. Othui.): Wenn ^ . ^ ,„,d uichts andercs vorausgesetzt, als daß solches nur hotte, so hötte mau ihr doch gar keinen ^o"bu g I ) ^ ,,„d Widerwärtigkeiten K"» Nachthcil Zürichs erdacht ivorden sei. b'" Handeln, waS Frieden und Ruhe bringen '"cht geringes Mißfallen und erbiete sich frem» »), ' ^ ^ um Bericht, ,vas auf dem letzten Tage '"°ge, da man sich des Gleichen von Zürich gewst o- ^ den ü.ver, ouch üwer und unser aidgnosse» Zu Lucern weiter gehandelt worden. 2. „Und dann em ' uns den gemclten dryen Orten ninen tag "v" Basel und unser Kotten zuo Rllnfcldcn gemac) )> ^ unS bcrücfcn, und wie wir uns halten wellen -c., !u°sm»en zuo beschribcn und zuo ratschlage», ob w» mc, ^ ^^ unser treffcnlich botschnft schicken '' - will uns unscrs tails gefallen, daß ir tag anst.wn ,, g Nachrichten aus Mailand: Mißlingen eines w'd helfen handeln, was sich unscrs bcd""kc"s Z""p ^ dc„ Eidgenosse» sei „ganz nütz bcschehen". .. Sturmes ans Pavia, doch mit geringem Schaden sur o » » ^ Zürich: A. S-haM»;-». Zu Acten über diesen Handel werden bei spateren .'lbschndui f. lg 530 November 1524. TT5. Wheinfel'den. 1524, 15. November. Staatsarchiv Anricli: Acten Oesterreich. KantvnSarclnv Basel: Acten Vauern-Nebellion (1525). Tag der Städte Zürich, Basel und Schaffhansen. I. Nachdem die Verordncien dieser Städte mit den Gesandten von Waldshnt hcntc erschienen, m» letzten Llbschied gemäß die angefangene gütliche Unterhandlung, someit es sie betraf, zu Ende zu führe», sind nngcf^ auf eilf Uhr die Herreu Konrad von Bolscnhcim und Dr. Oswald Gut, Landvogt und Canzler des MarlguÜ^' zu Baden »nd Nöthelen, allher gekommen und haben eröffnet, wie sie beauftragt seien, ihres Fürsten freundliche Willen und alles Gute anzubieten und dabei zu melden, daß derselbe dem jüngsten Abschied zufolge, ans hohe Erbieten der vorderen Städte, diese Sache auf ihren Rücken zu nehmen, die Späne zwischen F. Dt. Oesterreich) und denen von Waldshut zu schlichten, nicht ohne Kosten und Verzögerung seiner eigenen GeschO' sich entschlossen und zu Röthelcn bis heute das Gesuch der städtischen Botschaft erwartet habe, diesen Tag ^ beschicken und alles zur Beilegung der waltenden Irrung Dienliche handeln zu helfen. Aber nicht nur st> solches Ansuchen nicht an ihn gelangt, sondern gestern eine Abordnung der vorderen Städte mit der Nach'" erschienen, daß sie ans die gütliche Handlung verzichten müßten, laut des verhörten Schreibens. Er bedauee dl'!'' „Zerrüttung" der Gütlichkeit höchlich, wolle damit sein Ausbleiben entschuldigt, sich aber zu aller Freundlich^ erboten habe», ?c. II. Die Gesandten der drei Städte äußern ihr Bedauern über den Abschlag der Stände, erbieten sich Hinwider gegen den Markgrafen, da er hieran keine Schuld trage, zu uuterthünigem Gefallen. III. Die Boten von Waldshnt erstatten zuvor für den bewiesenen gnädigen Willen, die erlittene» >^I und die Verschiebung der eignen Geschäfte ihren untcrthänigcn Dank, mit dem Gegeucrbictcn, das alles »>" ^ fürstliche Gnaden und deren Landschaft zu verdienen. Daß die Stünde von sich aus nicht mehr handeln d>"D' können sie zwar nicht ändern; aber sie bedauern aufs höchste, daß die treuen Dienste, welche die Stadt von jeher dein Hause Oesterreich geleistet, von ihrer Herrschaft so gänzlich vergessen seien, daß sie von statt Schirm und Trost nur Ungnade zu gewärtigen haben; aber wie dem sei, so wollen sie hiemit bezeugt >)' ^ daß sie zu Nhciufelden mit solchen Vollmachten erschienen seien, daß diese Irrung wohl hätte beseitigt können, wenn die Stände dem jüngsten Abschied nachgekommen wären. Weil nun der Maugel an F- TT ^ den Ständen liege, so bitten sie den Herrn Markgrafen dringlich, ihr gehorsames Erscheinen zu Gnade» nehmen »nd sie bei Gelegenheit gegen ihre Herrschaft gnädig zu „versprechen", u. s. w. ..» ß». Berathung der drei Städte über weitere Schritte in dieser Angelegenheit. — Vgl. Nr. 224, Note o ^ Zu 1. Das erwähnte Schreiben liegt vor: . 1524, (e. 14. November). Sigmund von Falkenstein, Wilhelm Hatmnnnsdörfer, Ulrich Wirtncr und „s, Lcimer, Gesandte der Prälaten, der Ritterschaft, der Städte und Landschaften des Sundgans, Elsaßes, z» Schwarzwaldes und der drei oberen Rheinstndte samt Wiltingen und Brnnlingen, die auf jetzigen Sa»» Ensisheim getagt, an (Markgraf Ernst zu Baden ?c.). Genannte Stande hgtten dem Abschied von Rltz»s ^ (Donstag nach Allerseelen) gerne entsprochen; es sei aber inzwischen dem Regiment zu Ensisheim ^ ein Schreiben zugekommen, laut dessen ihnen nicht gebühre, in der Sache ferner zu handeln; sie bitten u) Entschuldigung ihres Ausbleibens bei den Städten Zürich, Basel, Schaffhansen und Waldshnt, w. ^ St. A. Zürich: A. Ocst-rreich lE°I» November 1524, 55N TS«. Kinjledeln. 1524, 23. November f. (Mittwoch vor St. Katharinen f.). schied. o.-r.»78.' D.a.«-r»I« Iiiric,.- Mschl-d. «d.». r. 4«. Vc».: M«. elbg. Abschiebe. X,> .5, Basen Msch..dc.' «au.°..bvib,i°.»e» «r.ibnr»- Gim.d, Samm., T,-n, j.au.°uba..chw Taw........ - Abschiede. Bd. xn, j.a,.tu»öa.'el.i» Dcl.affl.au, - Abschiede, LanbeSarel.iv Appen,ell ...St.: .lbsch.ede, S-I-ndl-, i-nrich («onr-d Esch.- ! Hm.s »-»..), B»s.l, sAd«Id,.I M.,.r; Ens,,»r Koch), Fr.ibnrg, v»-«h Schn.M), Sol°»>..rn, sH»nS H»g, »li-B-nh»), App°»z.„, (Annn-nn IsmlMt; H-ns L»n,.r), (Die übrigm unbclnnnt), »- I» Gm..»»., der Bot.« »°n Mich «iM d.r G.s»nd,- d.s Fii-st... °°» O.st„>.ich, Dortor Sinrz.,, "i° I°m ».»,» ihr. IIot.-th»n.» der lnihrrisch... S..i. halb °..s»h'.n i->. »-»„Ich zu K-nzi»».« »od ^'dch.i, nnd IM» M-rlnws Emst °°u Ni.d.rb»d.n I-«U Anw» i» RH-ins-Id-n g°h»nd°,t h-h-, endlich, >n»s !°"i»°» Vorschlno di- n°» Wnidshn, ».».»->,, dmnii di. Snch. »Mich »»»'»>» «.d-n sönnie, I, « soili. > i»st,h.n, dm Do.ior Modwvch'zn ich»,,... °w .in... nuwn P..di».r n°ch ihn»» G.,»„.» z» n.h».°», ( »- N.rst Word. ihr- z-.IH.!.,» -mm-» »» »- W'N'lch »wch». -V d°r-°.»°s°II°n.n ^'». ni°.n»nd z» stwsm -d-r sonst zu d.schw ..°»i », di. S.ndi snr di- »°h»b,.» Kost.» ,».ich«d»»z MMN -m-r di.str A,.i.°I »ich. °n».n°»»n.» M»e. l° «- '» -> >°di. ^ „„n, d»st di. Eid».»°,st» di. no» Mich -» «»» ^ ^ Mo, zn,»-j„zi,h.», - N-ch Anhdrnn» d.r Aniwor. Z.n.chs wird d»s .Ib. des h.s »»»».,„» ?--'-.d..i, di, Erhm.nn-, dir nnch °d d°sch«°rm °ud d.st°M, M »nd smi. Aniwor. nnch Sn..r» zn ?-». ». I, Es n..id.i .in. j.n.,zHIch° B-isch-st W «o-iil-u» d.S K..°»°S .n Mminnd d»h " K-Niz, o°r Achzmdn», d°s T.stm. di- Sind. Pnm» b°,d -n «w. ° I°i dch, G. „ndi ch-s. " P°hst.d H-. ihn, j.i; dost di. V.n°.i°n.r sich n,i. ihm °..bn»d°n h-bm. nnd dn- G.rnch. »-H, d.r ,An .r ° -4 z.rn r iih°r»ih. di. Poischnst bns schiist,ich. B.».h..n « K°n.z° NN w v-n». Mi. nn «°,d " s». di. B-z«h!nn» d-r P-nsio»-». d.s S°,d.s i.nd d.r »nwn Schnch-n nschnh , «.ch.„,ch s°r di. »ns-i. ,.st n..s»«.»d. P.°st°° dis Ost°m; »iis d,.s° wd.» T..N.N, M. dnnn ». .znhi. ^ Sodnn» .rosn.» di-Ei-s-nd.,» di. Biii. d.s Koni«-, d,. E.d».„°i.» moch m « ,nch. nw d-n.,„, ' » dl. B.,»„inn- »ich, „.„»in dir !N B.r» -»!,.,.»!>.».» V-rschr-idniii, s-l-is>°d Uiii Nid.ss.n d,. Znhlnn, ^°'d.r„. ° , , ,,/o.n Sm.r°> M°r.,.i n»ch -h°» ii-hm --istin Di. V.rlchr.id»nz w.ich. I°r di. in d.r Pi.» di. „nd in M.is.nd .nMmst°ii°» Schnid-n «.d°°, w schon »roh.„ih ,1. h.z»hi, d's i-'iisch. or ,nn-.z».rh-,i.n, 4, Di. Un.i»iiM zwischm d.» Eid-moss.n nnd d.».n °°» "id. nnd ,r di i. .in. Dimst. -ii, «nn °r «NS Ew« -iisrich .n sonn., >, «°i> d,. S .chi. ,.n ^7 l«°ii H.in»h. dr°i Wonni. chdi-n. H.H.», n»d ich. Vi.,. h°'m-i°»°» wo, ° bchch- d.r K°m »id.r. »» _ D°§ o,i.S is, Hmnzndrinhm, «. «» di- >»id °i° Schrrih.» d.,s,„Znh-« di° B im ,.nn.n, i»,°» IM d>- schristlich. EM Nil .HM.» ^ oon Wnri.m. ?, -»> di. ,« ,m w..ffo»d di. ln.h.risch. Sw° n.rh°>>i °r HN.-., d>. Cidg,n°,s°n mochim »«.z.,i -» h?'« ihn. ch „h.n, in .». .r sich i„ nil.» Din».n °>s m. w-.. B..nd.s».n°ss. --«chm m.rd., .. chon -« mm. Aniwori g-sord-r. in B.»,si d.» Pr.di-.rs M S..N, m.»°» d-sst» A «ß..n,.» n nb.r d,. zn «!°»nn.,i.n B°.m, Es °r°ssn°., d-r OhrM-i, s.i d>- i-Ms- "»M . ' >>°ch wM s,. d-nstl ... ^°'.i lnssm, ,„mn -s sich »Iso n.rhi.li., D°h.r »ibi «. W. --»d«»' d-n Mstw», d.r «ach, noch n»h.r November 1524, nachzufragen. k. Da der Landvogt im Thurgan schreibt, wie neuerdings Bilder zerschlagen und in den See geworfen und die Bildhäuser verbrannt werden, und vielerlei Drohungen verlauten, so wird ihm befohlen, hierüber sich zu erkundigen. K. Ferner gibt man ihm Auftrag, in Tobel IVO Gl. zu entlehnen, daraus Hake>» büchscn, Pulver und Steine anzuschaffen und dies alles nach Franenfeld zu thnn. I». Bon Doctor Sturzcl h>ü man die gemäß der Erbcinnng verfallene Pension gefordert, i. Was mit Schultheiß Effinger (von Zi»'^ wegen Weiningen gehandelt ist, soll nicht vergessen werden. Ii.» Dafür wird ein anderer Tag nach Babc» angesetzt ans Sonntag nach St. Niklaustag (11. December). ?. Es haben die VI Orte sich mit eina»^ berathschlagt. i». Der Bote von Zürich soll heimbringen, was ihm des Landvogts (im Thurgan) wegen g^^ worden ist, indem sich dieser zum Rechte erbietet, wenn er verllagt sein sollte, i». Des gemeinen Schw^ wegen ist vorgeschlagen, den Unterschreiber von Zürich (Joachim am Grüt) und den von Lucern zusammen »b» „ein andern snnderlich" zu nehmen, oder es den drei vermittelnde» Orten zu überlassen, den Parteien eine» / geben. «». (Basel und Schaffhanscn): „Denkent der Waldlütcn fcnster an ir rathus. Darby Euonrat Topp^ in sim hns sicr fcnster." Z». Die Baslcr Botschaft soll dessen eingedenk sein, was des Pfaffen von R»P^ wegen mit ihr geredet worden, nämlich daß die Stadt sich desselben nicht mehr annehmen, sondern dem Abt w'» Weitingen freie Hand lassen solle, wenn er der beklagten Aenßcrung überwiesen würde; wenn ihm aber ll»u^ geschähe, so könnte man ihn nicht „seine Unschuld entgelten lassen." Irrig datirt das Lucerncr Exemplar Mittwoch nach St. Katharinen, richtig dagegen Bern, Frcibnrg »ss Solothurn (letzteres corrigirt), Schaffhanscn und Appenzell ans St. Konrads Tag (26. November), was l diese beiden Orte richtig sein mag. i» und » ans dem Zürcher Abschied, <» aus dein Basler und Schaffhauser, >> aus dein erster». Im Z>»^ fehlt :i mit Ausnahme des Schlußsatzes, sodann ^ und I, im Berner I ii, resp. l—>i; das Freil"»^ und Solothurncr Exemplar geht nur bis I; Schaffhausen und Appenzell haben nur Ii ii und lr, Basel Ii, le, und ) über die Erbcinung sitzen und die beschowen, was der buochstab dariil vermög, darbp ir sigel daran Hangende bescchen und bedenken, daß s>1 b ^ und versprochen, die nach allem inhalt zuo halten, und so das bcschech, welle man inen vcrtruwen, sp syen sc s' . und werdent dem nachkommen und die ganzlich vollstrecken, und was sy deßhald für ein antwurt geben, l sc> nngents und unverzogcnlich unsern Eidgnossen von Luzern zuoschriben." 2) Laut eines bezüglichen Artikels im Baslcr und Schaffhauser Abschied wurden die Basler und Sch'P^ Boten beauftragt, auf dem Heimwege in Zürich die zu Einsiedeln gemachten Vorstellungen zu wiederhole»- 3) Instruction von Bern (Absch. X, p. 146): Die Anklagen wider Zürich, die Beziehungen zu 7^'^ ^>c betreffend, werden als „unfreundliche Reden und Meinungen" angesehen... „Und wiccvol nu etliche ^ Meinung sin möchten, mit gecvalt zno handle», die pundbrief Harns zuo fordern »cid also unfründlicher ^ zuofarcn, so will doch min Herren bedanken, sölichs nit ze thnond sin uccd also beiden teilen zuo sage», die notdurft fordert, damit kricgsufruor gemitten belpbe^ und einer loblichen Eidgnoschaft Zerstörung verhüet > dann nachdem niemand mag müssen, wie der krieg in Lamparken zuo cnd gebracht, will die notdurft erst nit so vil uf einander» zuo laden, sundcr frid, ruoiv und einigkeit zuo fürdern und zuo enthalten." ^ Zu I», 2. 1524, 12. November, Abtei Sallcfranc (?). König Franz I. an die Eidgenossen- Bezahlung ihrer Hauptlcute und Knechte festgesetzten Termin einzuhalten sei wegen der großen Ausgebe»' er für den Feldzug in Mailand habe verwenden müssen, nicht möglich gewesen; er habe das den Eidge» l ^ seinem Dienste vorstellen lassen und ihnen zugesichert, sie (seiner Zeit) gänzlich zu bezahlen; sie haben b^^l»» zufrieden gegeben, wie aus ihrem eigenen Schreiben an ihre Herren hervorgehe; er bitte, ihnen darin November 1524. 538 1" schenken nnd ans die m 5m.se Gebliebenen in gleichen. Sinne einzuwirken. Er begehre auch, dos, ihn. die -«'l- dl- MW. w MM« « «- " unfehlbar bezahlen werde, ?e. :c. Zn ... Der Abschied ist hier offenbar unvollständig, weßhalb wir einige Aelln folgen lassen- I) Special-Abschied über die gütliche Unterhandlung der dre. Orte Basel. Schaffhansen nnd Appenzell. d.d. 26. Aovember (Eon.adi). „ .eNnnden ist zwischen den neun Orten und denen von Zürich wegen der I. Diewe.l Streit und llueimg c. j g^cht gesetzt nnd a»f den heutigen Rechtstag Ereignisse zu Illingen nnd Swnmhenn. g - ^ - ^gstm nicht innner Freundschaft nnd ZU Einsiedel., gewiesen dw d.e. O o r ll ^ ^ ^ ^ »Uten Willen bringe, so haben ^1-den A ^ Abgeordneten der drei Orte Arbeit oder Kosten zu sparen , .^cn ist ihnen verstattet worden, einige gütliche Mittel in ^U'sen ihren 'Auftrag den be. cn ha. enn Verhandlungen und Bitten an die beiden Thcile gcthan i» Umschlag zu bringe», was sie .an» nniaebobe» eine Rechtfertigung vermieden und die Sachen gerichtet der Hoffnung, daß dadurch alle Zwietracht aufgehoben, ^ werden könnten, und die Mittel von beiden Parteien woh ° ^ . ... . c .. kk..m m solle» alle die, welche bei dem Sturm ans Illingen gefrevelt mit II. Die zwei Hauptartitcl betr.,st ' ^ Stnmmhci»,, Siußbanmcn oder andern Orte» in. Zürichgebiet tauben oder Brennen, sie mögen mm e ' Kirchcngütcrn und Zierden vergangen, für alles, sein, ferner alle die, welche sich zn ^m.nhe.n W ^ ^ X Orten als Strafe was vom erste» Sturm zu StaunnhclM ^ ^ Stammhcim, Nußbäumen und ans bW°Gl. bezahle... Diese Summe soll g'l°g' w .. dw ^t^ «lle die Schuldigen, welche allein denen von Zm deßwegcn ai.gesprochen werden. Von dieser durch diese Buße der Handel abgcthan fem um s^s^ ^ Steffen zu Stein und Konrad Wepfer, »ade sollen einzig ausgenommen sein -est) , hl. Sacraiucnt ausgeschüttet haben; denn diese sollen seiner die Personen, welche das Kloster nng^nnc ^ allgemeines Gebot erlassen werden, innert Monats- de»X Orten zn strafen vorbehalten st'"'- ^ st die Uebertretcr sind ebenfalls von den X Orten zn bestrafe». WI. w- m d.» G-.-ch-.. d.. III. Da seit einiger Zeit die Z» ^ ^ angehalten werden gemäß der Stiftung der Orte, wenig oder gar keine Messe nn). est., ^ Bilder beraubten Kirchen zu Staminheiin und an Mriinden, damit die Leute nicht °hn° M^se e.c.. ^ dan.i^ aezicrt werden, „Gott dem Allmächtige» zu Lob »"der., Orten in den. Gebiete der X Orte sollen w.edcr da.n.t gcz.cii und daß sich der Nebenu.ensch .»cht ^ Orte, sie möchten das Vermögen der IV. Es ist schließlich die -dringende ^ >tt (genug) gebüßt seien durch den Verlust in« zn Baden Hingerichtete., ihren Weibern und K.ndei» lchstn, 'hrcr Männer und Väter. B.« Fnilmegs Gim>-d. sa»n>a. T. in. - K. ?>- Sol °»i »m: Ab.chicd- Bd. xn. ^ . ^Mn.aril Zürich. Auf den Rechtstag in Einsiedel» sind verordnet, 2) 1524, 17. November (Donstng ^ ^ ^ als Znsätzcr, Konrad Escher und Hans I- Jacob Grevel als Redner, M. (NMauS) ^etzstab i.nd Diethe.,» . I 5 t ^ ^ ^ ^ ^ ^ , ^A.ger als lltathgcbcr. , -») 10 Uhr Vorm. Basel an Schafshnnsen und Appenzell. 3) 1524, 19. November (Samstag vor ^athnnm), ) » "S sind geschrifte» ab (den.) tag Lnzcin, ^ zwüschen inen eins und . . nnsern . . Eidgnossen artim dis jars, zuoko.nen, darninc nn. e> , Zinstag vor Kathnrine ein rechtstag lut der °n Zistich anders teils haltet, onch wie st) "nn ^ ^ nfschm uf s.) ze haben, und ob ein gacher stürm unden gen Einsideln angesetzt, verstanden ju trinven leid, daß solichc cmpör.nigcn zwüschc» s lache, ineil lut der bundcn znozcziche ijb noch leid verlassen söllten, entstanden. Damit aber o als den-jenen („ghinnen".), >e eman e ^ bcschribcn) iins'er trcffenlichc ratsbotschaft (so vil an uns) solches verkomen mögen, Häven e. 534 November 1524, uf ernempten tag, das best und was zuo der güetlichheit dienen mag ze handle», abgefertigt; dann wo wir Zw4 tracht, spän und krieg, als billich, verhieten können und mögen, sind wir . . (darzuo) geneigt". . . K.A.Basel: Missiven t. >i> 4) 1524, 19. November (Samstag nach Othmari). Basel an die Voten der neun Orte in Einsiedls Antwort ans ihre ans Lncern erlassene Zuschrift dd. Samstag nach Martini, enthaltend die Mahnung zum -lull sehen gegen Zürich, die Anzeige von der Einleitung des Rechtshaudels, zc. Man habe diese Dinge mit schwof lichem Bedauern vernommen, indem man besorge, daß aus diesem Widerwillen, wenn er nicht mit Gottes gütlich gestillt würde, größere Entzweiung und demnach die gewisse Zerrüttung der althergebrachten FreundsgM entspringen müßte. Um solchem Zwiespalt zuvorzukommen, habe man, dem Inhalt des Bundes gemäß, als Voll" abgeordnet Adalbert Meper und Caspar Koch, mit dem ernstlichen Befehl, auf dem Tag in Einsiedeln eine g ' liehe Unterhandlung zu versuchen und mit aller Anstrengung dahin zu wirken, daß der Rechtshandel entbehr»/ und die Einigkeit wieder hergestellt werde. Man bitte nun die Gesandten der neun Orte zum dringlichsten, Folgen derartiger Händel zu Herzen zu nehmen und sonderlich zu bedenke», was große Freude die Widerwärtig" über eine Zertrennung der Eidgenossenschaft empfinden würden, und wie sehr Hinwider es dieselben sch^m müsse, wenn sie sehen, daß wir in Einigkeit leben und verharren wollen; man bitte also, die Boten als freuiwvg Mittler anzunehmen, w. ec. K, A, Bas-u MWven r. i« >>, 5) Die Instruction für die Basler Botschaft, betreffend die gütliche Unterhandlung, schließt "'il Weisung, in dem Fall daß eine oder beide Parteien sie nicht annähmen, den Tag zu verlassen und keiner oder Trost zu verheißen. — Sodann ist ihr aufgetragen, den neun Orten bei schicklichem Anlaß zu eröffne», "" sehr »um bedanre, daß sie mit Dr. Neichenbach und Veit Suter, die doch bisher der Eidgenossenschaft ^ ^ wenig gefördert haben und die Gesandten des Erbfeindes uusers Bundesgenossen, des Königs von Franks seien, also des Herrn, der eben jetzt seine Leute in offenein Krieg gegen die Unfern in Mailand habe, »""B Tage geleistet und über Sachen verhandelt haben, die zu einem Landkrieg führen könnten, zu welchen GesäM' (auch) Basel nicht berufen worden sei. Man finde.aber bei rechtem Nachdenken, daß ihnen die lutherische^ nicht so hoch angelegen sein möchte als die Absicht, die Eidgenossen zu trennen; man wünsche daher, , weggewiesen und künftig hinter den andern Orten nichts mit ihnen gehandelt werde. Wenn unter den Eidgew'w etwas Mißverstand walte, z. B. der lutherischen Sache halb, so hoffe man von Gott noch so viel G»»^ so viele (ein „micheltheil") verständige fromme Leute zu haben, daß man, sofern wir einander anhören, wohl » EinigUUg gelangen würde, w. K. A. B->s-l: Absch-idschrist-n lOng>n°» l>) 1524, 29. November (Sonntag nach Othmari), Solothurner Rathsbeschlnß: Der zu dem BcchtsDl^^ Eiusiedeln abzufertigende Bote hat den Auftrag, zum besten zu „schidigen" und zu mittel» und sich >»>t ^ Recht zu begnügen. Die Bünde hinauszugcbeu oder mit (den Zürcher») nicht mehr zu tagen, findet m»>r nit geschickt uf ir stündlich schriben". Aber des lutherischen Handels halb will man bei dem Alten bleib»» K. A. Soloihum: Nathsbuch Nr. 12, p. 326, 327- TT7 Lncern. 1524, 7. December (Mittwoch nach Nicolai). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, O. 2. l'. 089. Tag der V Orte zur Vorbcrathuug für den Tag in Baden. t». Ans die von den drei Orten zu Einsiedel» vorgeschlagenen Verglcichsartikel betreffend den Spa" .Zürich wird heute beschlossen, ans dem Tage zu Baden 12,000 Gl. zu fordern, um noch Raum z" illachlaß zu haben (und wie viel man nachlassen ivill, wissen die Boten); darüber soll jeder Bote Vollmacht bringen. Ferner soll in dem Vergleiche vorbehalten sein das Gut der drei zn Baden Hinge»> December 1524. 535 das dcn X Orten verfallen sein soll, desgleichen Leib und Gut der Personen, die in dem Vergleich zu Franenfcld ausgeschlossen sind. Die Kirchen zu Sta.nmhcim, zu St. Auua und an den andern Orten, welche iu der Obrigkeit d^ X Orte liegen, sollen gehörig hergestellt^ die Bilder, Tafeln und andere Zierden wieder hinciugcthan, die Priester nnd die llnterthai.cn angehalten werden, der christlichen Ordnung nachzuleben und Messe zu hören wie Alter her. Auch soll das zu Einsiedeln vorgeschlagene Gebot wegen des zu Illingen geraubten Gutes erlassen '"erden. Die Schanze und der Zoll zu Stein sollen entweder in Güte abgethan oder au's Recht gewiesen werden. Wen» aber die Sache zu Byden nicht gütlich beigelegt werden könnte, so soll daselbst mit dem Procest begonnen werden, um endlich der Sache und der dicsfälligcn Kosten los zu werden. Es sollen auch die nach Baden senden Boten vor Beginn der Tagsatznng sich versammeln, um sich zu gleicher Antwort zu vereinigen. Ferner ^llen die Boten für den Fall, daß die Händel zu Baden nicht in Güte beigelegt werden könnten, bevollmächtigt ""rden, nie die sechs Orte Bern, Glaruch Basel, Solothurn, Schaffhauscu und Appenzell schriftlich oder mündlich 5" gelangen um sie zur Rede zu stellen über den Vortrag, den Zürich (letzthin) vor ihnen gehalten. Es soll em „genuiner" Schreiber für den Rcchtstag zu Baden bezeichnet werden, indem man den Unterschreiber von ZWich nicht haben will Wenn man darüber nicht einig werden könnte, so soll den vier Zusätzen: aufgetragen '""den, einen '» erwählen Ebenso soll man dann einen Obmann wählen, entweder den Ludwig von Hclmstorf °^r einen Ehrenmann von Wallis, oder den Schultheiß (Feierabend) zu Baden oder einen Ander», der noch ""^schlagen würde Man verhört ein Schreiben deren von Zürich betressend die Besatzung in Waldshut "°bst dem Begehren daß man ihre Angehörigen, die »ach Mailand gelaufen, wiederum Hein,schicke. .. Heimzu ^"gen den Bericht'der Boten von Schwpz, daß Zürich einen heimlichen Anschlag auf Frauenfeld mit 400 Mann ^'"acht habe «I Es soll auch der Bericht des Vogtes von Lanis heimgebracht werden, daß die Herzoglichen ridgmössischen'unterthanen daselbst Korn und Tuch weggenommen, v. Heimzubringen, wie die von Zürich Landvogl in, Thnrgan eine Antwort geschickt haben, woraus zu ersehen, daß der Landvogt in. Zürichgebiet "i-ht mehr sicher sei l Auch soll jeder Bote Vollmacht bringen in Betreff der immer neu vorfallenden bedenk- Händel wie im Thnrgau die Bildhäuser mißhandelt und ungeschickte Reden gebraucht ,verde»; wie die tische Lehre sonst überall hervorbrechen will, worüber schon zu Einsiedel» und auch ans heutigem Tage Anzeigen »-"«g «..langen; denn je länger ...an zögert, desto schlimmer wird es. K. Hem.zubnngen den Ber.cht des Abtes St. Gallen über das, was ihn. von der Stadt St. Gallen begegnet. I.. Da Lucem d.e Bas e.mu.nze "''°birt „„d ^fnnden hat, daß sie ...ehr gilt als sie werlh ist, wodurch der ge.ne.ne Mann bedeullmden Schaden ^idet, so „ig ...... ^e Münze verrufen oder herabsetzen, ist aber zu .Auen. Beschluß gewannen He.mznbr.ngen. '' ^ wird der Au.rag gestellt, daß die V Orte sich verständigen, d.e Münze und „Wahrschaf dem. von Bern ""b Solothu... anzunehmen I.. Der Bote von Schwyz berichtet, daß sich d.e ll.llerthaneu ... den K.rchge.ne.nden ZU weilen und Männedorf am Zürchersee weigern, ihren Pfarrherren die vier Opfer zu entrichten ken.e Fahr- '"ehr halten lassen und die dafür ausgesetzten Gülten nicht herausgeben wollen; er .verde d.e Sache auf 7 Tag zu Baden denen von Zürich vorhalten; denn diese Pfarren gehören de... Ewlteohans En.swdeln Heu... Bingen. I. Gs wird bemerkt, es möchte zmeckmäßig sein, auf de... nächsten Tage zu Baden den lln.ervogt !"'b den Stadtschreiber zu Baden auszustellen, wem. die neun Orte sich über ih^ M.Mort gegen .Mrich bera.h- ^en wollen. Ferner wird angezogen, daß der llntervogt zu Baden den V Orten ...cht genehm („fnog") 7' dar..», so.l jeder Bote heimbringen, ob man ihn auf der nächsten Jahrrechnung absetzen und e.nen andern ^dm..a.m" dazu nehmen wolle Ein Priester zu Walenstadt hat gepredigt: Wer sage und glaube, daß Herrgott die Capelle zu Einsiedel., geweiht, der lüge und glaube „unrecht"; ... eine... Schweinstall, unter 536 Deccmber 1524. einem Galgen, oder hinter jedem Zaun sei ebenso viel Gnade und Ablaß, als zu Einsiedeln in Unser Frauen Capelle; desgleichen ungeschickte, uuchristliche Reden über das Sacrameut, Heimzubringen. «». Mau verliest/- einen Brief der Gemeinde Burg vor der Rheinbrückc zu Stein, im Thurgan, in der X Orte hohen Obrigkcü gelegen, an den Abt zu Einsiedeln, worin sie erklärt, daß sie weder Messe noch Opfer noch Jahrzeiten mehr habe» und daran Leib und Leben, Ehre und Gut setzen wolle, z». Ncbcr das Hauptgeschäft, nämlich den Gerichtsstand gegen Zürich und die Artikel der gütlichen Vermittlung betreffend, wird voraus beschlossen, daß die V Orte auf den Tag zu Baden übereinstimmende Instructionen bringen sollen, nämlich daß man die zu Einsiedeln von den dw Orten vorgeschlagenen Vcrgleichsartikel in keinem Fall annehmen, sondern den drei Orten für ihre gehabte und Arbeit danken wolle; daß man die zu Baden von den neun Orten aufgestellten Artikel, sofern sie von Zürich angenommen würde», auch annehmen wolle, oder daß, wenn Zürich sie ablehne, die nenn Orte die Sache an-' Recht kommen lassen und die vier Richter bestimmen, damit diese den Obmann wählen; daß endlich der ObiM»" genominen werde aus dem alten Kreise der Eidgenossenschaft nach Inhalt der alten Bünde. Wenn Zürich diesem genannten Kreise nicht bleiben wollte, oder die vier Zugesetzten über den Obmann nicht einig werden, I" sollen die neun Orte sich neuerdings darüber berathen und verständigen, ihre Angehörigen selbst zu bestraft indem man unmöglich länger zuwarten könne. Hierüber soll man zu Baden ernstlich rathschlagen nnd die deßhalb heimbringen. Dieser Vorschlag wird „zum Thcil" auch denen von Bern, Freiburg und Solothuu' zugeschickt. — Obiger Nathschlag ist gemacht worden auf Ratification der Herren und Obern hin, in der kleben zeugung daß derselbe von ihnen auch angenommen werde, um endlich ans dem Tag zu Baden übereinstiu»»^ handeln zu tonnen. Zu :» (rcsp. >»). 1S24, 7. Deccmber (Mittwoch nach Nicolai). Zürich an seine Angehörigen in Std- Kyburg, Andelfingcn, Stnmmheim und Nußbäumen. Anzeige daß Basel, Schaffhauscn nnd Appenzell auf ^ .letzten Tage zu Einsiedeln gütliche Mittel vorgeschlagen, die als Beilage mitgctheilt werden. Weil mm der H""/ die Gemeinden berühre und sie ein Interesse haben, zu erwägen, was vom Recht oder der Gütlichkeit zu tigen sei, so werden sie aufgefordert, sich zu berathen, ob sie „gcstrar" das Recht wollen ergchen oder die drei - ' gütlich, im Sinne der vorliegenden Artikel, vermitteln lassen. Ihr Entschluß soll ans nächsten Sonntag kwu ihre „vollkommenen Anwälte" nach Baden gebracht werden, wo dann die Boten von Zürich nach Gestalt ' Sache mit ihnen handeln Vierden. St. A. Zürich- Miss"-«- Zu I». 1) 1524, 30. November. Wilhelm von Rcichcnbach an Zürich. Da er aus Befehl seines Herrn gemäß dem Abschied der X Orte, den er jüngst zu Franenfcld erhalten, aus dein Tag zu Lucern am 6. No»c>» (sich zu handeln habe, so begehre er hiemit freies sicheres Geleit für sich und die Seinigcn, ?c. St. A.Zürich-A.KiNs-r- 2) 1524, 1. Dccember (Donstag nach Andres). Zürich an Lucern. (Antwort auf den Artikel des lck^ Abschieds betreffend Waldshnt). Da die dorthin gezogenen Knechte ungeachtet der geschehenen Abmahnung dast verharren, so habe man eine Botschaft zu ihnen geschickt und so viel erwirkt, daß sie nun ohne Zweifel nbZ'J werden. Von den Oesterreichcrn werde man zwar beschuldigt, die Erbcimmg nicht beachtet zu haben; aber dn'^st Vorwnrf lehne man ab, da sich wohl finden ließe, ob sie selbst an den Eidgenossen und au Zürich üesi'"^, dieselbe gehalten oder nicht. Weil schon auf früher» Tagen erklärt worden, in welcher Absicht die Leute Zürich nach Waldshut gezogen, und dieselben jetzt heimkehren werden, so begehre man nun, daß Luccrn sich „ verwende, daß die armen Leute nicht wider Recht gedrängt, und daß kein Kricgsvolk dahin gelegt werde, eine unleidliche Theurung verhütet würde. K. A. Bas-l- Abschiede -»», »ich» .„w« Ist». °» st, »'«» »»«»stl »st'si,.. »«»» st. Snch, SchM-nI.» ».»»!. >»-,, MV. -k. "ichi. d-ß Zw.» «-,1.» uud °-.°»»I',st w und Buch,.».-» d-> E-d-immj «.»»dsich -ud ,»MM» ..»«»-» «NM. -°. »»—' Zu ... Es sind dien noch cinigo Details nachznholcu (vgl. Rr. 228). n n . -NI , " n„ D-ttsiaa h Sd OIsim-tS Tag). A-W» An.b.rg. L.ndn»,! u» !>>».»»». an gebracht w-rdc. Begehren ^ Bachmam., betreffend Aeußernngm »on sechs 2) 1524, 17. s^, Wesentlichen nm die Aussage über einen Nuodi Wicsendanger genannten Zürcher». Tuest Reden d'eh ^ „ in. nit nachgelassen, und he.t in gefragt, »on Berg. ,.W. sig zuo W.nter nr an dc S ß W ^ MS« stürmen und wider zen.en lanfen '».eesstiiend, und darzna ^ "mn m^ ^ ^ "" die von ^tammhain 0 ^ stndcn ")'und fachen lan, dann die ganz landschaft miner Herren sehen. Darzna redte er s.) sol en s.ch 't"dm 1 ^ ^ »on Zürich bis gen Baden wr 'm mu ^ ^ Zürich, die »f de» tag gen 0» Wmterthnr wird weiter ' ' sst.„. da hcttcn ctlich bottcn zua im gcredt, man sölt acht ' eowcnfcld (Nr. 218) ritten, ze ^.a»> r 1 ^ A'dgnosscn, so sölt man sich.nüts guots verwegen und am jeklichcr lobe», wenn s.) die botten uf wmcn er . drustend er sölt nüts darvon sagen, daß er sölichs mit im Zuo dem sinm .nagen, und spvech Wby »«« ^ ^ ^ A. .dt hctt." I^r "?stlaus Abmd) - Joseph Arnberg, Landvogt im Thnrgnu, n» Zürich. 1. Antivort 3) 1524, 5. Decembcr (est. A > ^ m^.mann Gemäß dem ab dem letzten Tag zu Luccrn empfangenen ">>s dessen jüngstes schreiben wegen .staw.' -.». ^Landgericht gestellt worden, wo er seine Aussagen über die 'lchl (Abschrift beigelegt ^ "/steil, und Leben für deren Wahrheit einsetze; darauf haben die Nichter ' "gehörigen Zürichs bestätigt h"'c > " ^ Zg^jch wünsche, zum Verhör nach Wintcrthnr ist sprachen, wie die Beilage . ^ ungefarlicher Gcstalt" mit ihm käme», sei ihm, dem Vogte, U en, und das dafür , acwesc». 2. Da er nun auf den nächsten Tag nach Baden reiten ' wav befremdlich, da solches bis st. nn) - ),uf st,rem Gebiete erschießen oder erstechen wollen, so begehre ".istse und vielfach vernehm, d«ß/"^ ^ ^ hiemit eine schriftliche Antwo.i, 0 r> a> selbst ermessen. Erbitte auch, seinen Anklägern bunt, wenn ihn. da .ine Schnmch b-g^e ^ W ^ Ansprachen.! ihn, so erbiete "'cht Glasten zu schenken, bevor er st g Dem Begehren Zürichs, die Wittwe des Vogtes von " s'ch zu». Rechten in SchwYZ oder vor dm ^ 1 ^ ^ ^ ^ die Urfehde geben sollte, bis zu den. Ttammheim wegen der 3V Pfd. Badencr ^ h g Bezahlung gemäß den. Abschied habe "ochste.. Tage nicht zu drängen, entspreche er '"M ')l er st z » ) .l ^ '»ohne., lassen; was sie zu Baden erlange, g's" ' ' > La.idvogt zu Frai.enfeld. 4) 1525, 7. Deccmbcr (Mittivoch iiac) ^ ,ass^ „g bei dem ergangenen Urthcil bleiben, da Antwort ans sein Schreiben betreffend H""'' kenne. Des Geleites halb sei zu erinnern, daß er. '" die genannten Personen für fromme ,-uluvnr oder Einsicdeln an vielen Orten habe verlauten lassen, ^»Vog, ans s-inm. Ritte Wer Rappel habe, zeige man ihm an. > er im Gebiet von Zürich nngen .> snst Andere sofern er „nngefarlichcr gestalt", d. h. nicht mit "ß >na» ihm für seine Person, den ^ wiewohl es unter den Eidgenossen nicht gebräuchlich > os>e». Volk, nach Wintcrthnr komm, e e Ü Auf'sein Begehren, nicht jeder Klage gegen ihn Glauben '. einander in ihren Geschäften Gele.t zu ^ verklagt m.d angefochten worden. . schenke», (müsse man erwidern), daß .»an gerne sah, daß ^ Dieses Wort wird in vorliegendem Actenpnck dreimal geb ) 538 December 1524, so wäre wohl vieles ungeschehen geblieben , . . Wenn er nber jemnndcn zu nennen wisse, der mit Gewalt gegen ihn zu handeln drohe, so begehre man, daß er den anzeige; man werde mit demselben so verfahren, daß er, der Lnndvogt, spüren müsse, daß derselbe ganz wider den Willen der Obrigkeit gcthan hätte, da man selbst nieder mit ihm noch Andern gcwaltthätig, sondern nur mit Siecht handeln wolle . . . Si, sc Mich: Missw-», Maden. 1524, 12. Deeember f. (Montag vor Lucia f,), Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschiede, (Z. 2. k. 692. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 9, 1. 22. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, X. p. 161. KantonSarchiv Basel: Abschiede. KantonSarchiv Areibnrg: Abschiede, Bd. 12. KantonSarchiv Solothnrn: Abschiede, Bd. XII. KantonSarchiv Schaffhansen: Abschiede. Gesandte: Zürich. Diethelm Nöist, Bürgermeister; Konrad Escher, des Raths"). Bern, Sebastian v°n> Stein, Ritter, des Raths, Lucern. Junker Jacob Fcer, Spitalmcister; Jacob am Ort, beide des Raths! (Johannes Hubcr). 11 ri, Ammann (Hans) Dictli. Schwyz. Gilg Rychmuth; Martin an der neuer und alter Ammann. Zug. Hieronymus Stocker, alt-Ammann, Untcrwaldcn, Arnold Frnonz, Ammann, Glarus. Marx Mad, Ammann, Basel. Adelbrccht Meyer, alt-Bürgermeister; Caspar Ko'st Freibnrg. Venncr (Ulrich?) Schncivly, Solothnrn, Hans Hng(i), des Raths. Schaffhansen. Peyer, Bürgermeister. Appenzell, Ammann (Ulrich) Jsenhut; Jörg Schmid, des Raths. — E. A. A, t'. Ii''' t». Der Landvogt im Thurgau berichtet, es sei der Untervogt des Abtes von Rheinau durch drei Oh>^ zeugen überwiesen gesagt zu haben, die Schwyzcr (Eidgenossen) haben, als sie vor Stockach gelegen, den klein^ Kindern ihre „Zägele" abgehauen, damit sie nicht mehr „mürchen machen", und insonders, daß Einer Kind ans der Wiege genommen, in die Höhe gehoben und habe fallen lassen, woran das Kind gestorbene Auftrag an den Landvogt, den Proccß gegen den Untervogk einzuleiten. I». 1. Es wird gründlich berichtet, Marx Sittich von Ems und Jörg von Frondsberg 4—5l)l>l> Landsknechte annehmen und zu Bregenz nustb^ und daß sich gegen 600 Reisige rüsten, nach Brcscia zu ziehen, Ivo schon 12,000 Landsknechte und l5,Ü Spanier versammelt seien; daß die Venetinncr etwa 25,000 Mann zu Pferd und zu Fuß im Felde welche Truppen alle sich zu Brescia vereinigen sollen, um sofort nach Mailand zu ziehen. 2. Das wird dck König und den Hanptleuten geschrieben, damit sie sich desto besser vorsehen können. «. Eine Botschaft aus Freien Aemtern beklagt sich, daß die Landleute von ihrem selbst gebauten Korn zu Mellingen, wenn sie es durchführen, um es auf die Märkte zu bringen, das Geleit entrichten müsse», welcher Zoll aber erst ^ " ^ ' ' " " l V II'", V" c^' ' . ^ letzten dreißig Jahren aufgesetzt worden sei; sie bitten demüthig, ihnen dieses Geleit zu erlassen. — HeimzubrW und ans der Jahrrechnnng zu Baden darüber Antwort zu geben. Mittlerweile soll sich der Lnndvogt erkundig wann und wie dieses Geleit aufgesetzt worden. «I. Der Landvogt im Thurgau zeigt an, daß ein Anstand , du' zwischen dem Dompropst in Constanz und einigen „Hofjüngern" zu Pfyn und Nennforn, weil Ehrschatz fordere, während diese ihn nicht glauben schuldig zu sein, indem sie entgegnen, sie haben ihre von seinem Vorfahren, der noch lebe, erhalten und ihm den Ehrschatz bezahlt, und die Dompropstci st' ^ tauschweise an den gegenwärtigen Inhaber gekommen; sie hätten also de» Ehrschatz-rrst dann z» entrichten, der frühere mit Tod abginge. Der Landvogt meldet ferner, wie er beide Parteien vor sich bcschicden und *) Die in N. o erwähnte Missive nennt als Boten von Zürich: Röist, Joh. Berger und andere Verordnete. Dccember 1524. 539 gütliche» Spruch erlassen, den aber die Anwälte des Dompropstes nicht haben annehmen wollen. — Erkannt, ^ soll bei diesem Spruche bleiben. Dennoch hat man das Geschäft in den Abschied genommen, um desto besser antworten z» können, wenn es wieder zur Sprache käme. « . Der österreichische Gesandte, Doctor Jacob Stnrzel, geklagt, Zürich sei dem Abschied von Einsiedel» nicht nachgekommen, indem noch mehr als dreißig seiner ^gehörigen zu Waldshut liegen, die erklären, im Nothfall wollen sie die Andern oder stärkeren Zuzug wieder habe». Das wird Zürich vorgehalten und nnser Bedauern »nd höchstes Mistfallen darüber bezeugt, worauf es °»twortet, soviel die Obrigkeit wisse, sei niemand der Ihrigen zu Waldshut geblieben, und wäre es dennoch der so thäte es den Herren in Treuen leid. — Zürich wird indest nochmals crmahnt, seine Angehörigen ans Waldshnt zurückzuberufen und sich der Waldshuter nicht mehr anzunehmen, wozu es kraft der Erbeinung verpflichtet sei. — Heimzubringen, wie man die Sachen an Hand nehmen wollte, wenn auch diese Mahnung keinen ^folg hätte, i Der Herzog von Würtemberg verantwortet sich durch seinen Gesandten Eberhard von Rischach '"""dlich (und) schriftlich' wobei man es für einmal bleiben lästt; es wird aber dem Gesandten dabei bemerkt, der H^og Mge sich hüten in nnsern Landen Unruhen zu erregen oder Angehörige der Eidgenossen anfzuwiegeln und ^"wegzuführen, indem man solches nicht dulden würde. - An den Landvogt im Thnrgau ergeht der Befehl, ein Nules Aufsehen zu haben K. Ein päpstliches Breve meldet, wie S. Heiligke.t herzlich bcdaure, dast die Eidgenossen Widerwärtigkeit gegen einander stehen, und dast er nächstens eine Botschaft abordnen werde, um in dieser fm.Mich z» handeln, .heimzubringen, ob man den. Papste .veiter schreiben wolle. I.. Die französische Gesandtschaft eröffnet wie sehr'es den König betrübe, dast durch den lutherischen Glauben unter uns Eidgenossen Zwietracht entstanden' wen» er irgend etwas Gutes darin schaffen könnte, so anerbiete er seine besten Dienste. Sodann zeigt die Botschaft an, dast der König noch stark vor Pavia liege und immer noch hoffe, die Stadt " Kobern, indem sie bereits Mangel an Proviant habe, und die Stadt Mailand wohl und stark beseht sei. ^Eidgenossen sollen daher den ausgestreuten Gerüchten keinen Glauben beimessen, dast die Feinde sich so .nächtig Märken, »...Pavia zu entsetzen; denn er habe zuverlässige Nachrichten, dast es damit gar nicht so gefährlich sei. ^ Papst halte zu ihn. und'mit den Venetiancrn habe der König einen Vertrag geschlossen, dast sie sich keiner ^t°i annehmen wollen' Schließlich begehrt die Botschaft, daß ...an ihr auf den zu Einsiedel., gcthanen Vortrag ^ Antwort gebe - Die Antwort erfolgt im Sinne der Mehrheit. Alan könne und .volle dem König keine fernere >Me bestimmen, indem die früheren alle verflossen seien; denn der gemeine arme Mann könne die ausstehenden nicht länger entbehren; die Eidgenossen haben die Vereinnng treulich gehalten und mehr gAhan als sie ^ldig gewesen; wenn der König sie seinerseits halte, so werde man sie auch beobachten. Den. Herrn Morelet könne ^ vorgeschlagene Reise nach Lyon nicht gestatten, auch seine Verschreib...^ nicht herausgeben, b.s d.e An- ^r befriedigt seien I Die „andächtigen Schwestern" von („nst de».") Wonnenste... zu Teufen klagen, 7 ihr Caplan, der -ine ans ihren. Hanse geheiratet, in,...er noch bei ihnen sei, aber ....göttliche dachen" 2. Zudem habe vor einigen Jahren ein gewisser Spengler e.ne der Jhr.gen „ehl.ch genommen- und " d°n gristlichru Gerichten das Urtheil „erjagt", daß die klebrigen deren ganzes Gut herausgebe., und d.e Kosten sollen, was sich auf etwa 400 Gl. belaufe, die das Kloster nicht zu bezahlen vermöge. 6. Letzter Tage 7" über hundert Mann in ihr Hans gekommen, haben ihre Vorräthe „gegessen" und getrunken, die Schwestern "Ü«e>. nnd ihren Mutwillen mit ihnen treiben .volle», sodast sie sechs der jüngsten haben fluchten („flöchnen") Sie bitte» nn. Gottes Willen, ihnen „Gnade nnd Barmherzigkeit zu beweisen". 4. Nachdem ».an ihren Abrief gehört, hat ».an denen von Appenzell geschrieben, sie möchten den Priester wegweisen nnd das Kloster lAuem Freinngsbrief handhaben und schirmen. I. Die Boten von Zürich bringen vor, sie seien für die 540 Deccinber 1524, :c betreffend die lutherische Lehre, die Vertreibung der Pfaffen und den Handel mit dem Herzog vo» Würtemberg nicht instrnirt nnd begehren daher, sie in die allfällig gefaßten Beschlüsse nicht initzubegreifen, indem sie sich sonst bei ihren Obern nicht verantworten könnten. Darauf wird ihnen zur Antwort gegeben: In allen Geschäften, bei denen sie sitzen und rathen, sollen sie billig eingeschlossen sein; reden sie dazu nichts, so iveede man sie (in die Beschlüsse zwar) nicht verfassen; aber es dünke uns, die von Zürich sollten sich nicht dergcst»^ absondern, sondern ihren Boten eher auf künftige Tage größere Vollmachten geben, um in solchen „bösen »nge- schickten Mißhändcln" auch mitzurathcn, betreffe es dann die lutherische Lehre oder nicht. Darüber sollen sie s^i auf dem nächsten Tage bestimmt erklären. »»». Es wird angezeigt, daß ein Bauer in der Pfarre Pfy» Thurgau sein(e) „Gevatter" (Pathin) zur Ehe genommen, und daß er, als es sein Pfarrer nicht habe zugebt wollen, und es ihm auch zu Konstanz abgeschlagen worden, mit seiner Verlobten zum Zwingt! nach Z»"^ gegangen, der sie dann zusammengegeben habe, sodaß sie nun als Eheleute mit einander leben. Da man d>^ bedenklich findet, so werden die Boten von Zürich ernstlich beauftragt, darauf hinzuwirken, daß den: Zwingt! verböte» werde, sich der Thurgaucr anzunehmen. — Heimzubringen, ob man dein Bauer das uachlasscn oder wie >»»" ihn strafen wolle, i». Betreffend den Wirth zum Salinen in Zürich, der die Eidgenossen so arg beschimpft l)^' aber wieder heimgekehrt sein soll, gibt die zürcherische Botschaft die Antwort: Der Wirth stelle in Abrede, d»!' er so etwas gesagt, erbiete sich übrigens zum Recht; wenn also die Eidgenossen ihn rechtlich belangen wolle», sei Zürich bereit, ihn dazu anzuhalten; würde er sich dann flüchtig machen, so werde es ihn für schuldig halb'" und nach Gebühr gegen ihn handeln. Heimzubringen, ob man denselben berechtigen wolle. «». Da Zürich ft»^ 'Angehörigen halb, die der Gefangene zu Frauenfeld bezichtigt hat, erklärt, daß es an denselben keine Sch» gefunden und sie nicht nach Fraucnfcld wolle führen lassen, so wird mit Rücksicht auf die für den Gesangs eingelegte Bitte sowie auf seine kleinen Kinder dem Landvogt im Thurga» befohlen, ihn gegen Vertröstung 2—300 Gl. freizulassen. Heimzubringen, wie man ihn strafen und weiter in der Sache handeln wolle. ^ Betreff des Hauptgeschäftes, der Ansehung eines Nechtstages und des geeigneten Platzes wird, da Einsiedl' wenn auch durch die Bünde vorgeschrieben, doch hiefür sehr ungelegen ist, mit Einwilligung beider Thcilc ^ Nechtstag nach Baden bestimmt und zwar ans Montag nach der hl. drei Königen Tag (9. Januar 1525), beide Parteien mit voller Gewalt nnd allen Gewahrsamen sich einfinden sollen, um mit den: Proceß in Form zu beginnen, als ob man in Einsiedel:: wäre. Wenn aber Zürich nach Inhalt der Bünde den R«lM^ in Einsiedeln wünscht, so soll es sofort die neun Orte benachrichtigen, damit sie auf den eben genannte» ^ daselbst erscheinen können; schreibt es nicht, so soll der Tag zu Baden gehalten werden, q. 1. Dem Begehre» französischen Boten, daß wir den: König selbst anzeigen, daß wir keine weitere Frist für die Zahlungen lp wollen, ist sogleich entsprochen. 2. Derselbe Gesandte stellt das Gesuch, man möchte die Hauptlcntc und »och einige Zeit „anstellen", damit sie nicht nach Bern laufen und den: König Kosten verursachen, sonder» ruhig verhalten, indem das Geld noch nicht da sei. Heimzubringen, i. Man ist berichtet worden, b»h ^ Einige mit einander verschworen, und daß, wenn ein Sturm erginge, eine große „Summe" Volks kommen würde; das soll ernstlich heimgebracht werden. Junker Heinrich Lanz von Licbenfels ernem»^ . Gesuch uin „Befreiung" seiner zwei unehelichen Söhne. Antwort auf nächstem Tag. Judessen ist dein ^ ^ schmierigen und gefährlichen Umstände wird von de» VI Orten beschlossen, ihre Botschaften nach Bern, aufgetragen sich zn erkundigen, was derselbe gutwillig für diese Befreiung geben wolle, t. In Betraft^ La»d»^ dck olo- thurn (hicher auf Samstag nach Weihnachten), Basel, Schaffhausen, Glarns, Appenzell, St. Gallen u»d Gotteshausleuten zu senden; dieselben sollen sich aber vorher verständigen, was sie mit den Eidgenosse» r December 1524. 541 wollen. Es soll dafür jedes der VI Orte einen Boten abordnen, die sich auf Mittwoch in den Weihnachts- seiertagen < 28. December) in Bern einfinden würden, nin da die Handlung zn beginnen, dann nach Solothnrn, Basel und Schasfhansen reiten, nnd so fort; sie haben sich an die in Lncern aufzusetzende Instruction zn halten, ^rner soll jedes Ort einen Noten verordnen, die am Freitag nach den Feiertagen (30. December) in Glarus zusammentreffen, ihre Aufträge daselbst ausrichten, dann vor der Landsgemeinde zn Appenzell ihre» Vortrag halten, herauf nach St. Gallen nnd zn den Gotteshanslenten sich verfügen nnd endlich Fraucnfcld besuchen sollen. Vier zuvor soll der Landvogt davon benachrichtigt werden, um alle Gerichtsherren versammeln zn können, vor 'Alchen sie ebenfalls ihre Instruction eröffnen sollen. Endlich sollen Lucern nnd Unterwalden in der VI Orte ^U'nen zwei Boten nach Wallis senden, die am Montag nach Weihnachten (26. December) von Lncern abreisen, ^uch an die Eidgenossen in Granbünden und in das Rheinthal wird deßhalb geschrieben. Jeder Bote soll heimbringen, daß sich die Herren nnd Obern unter den Angehörigen erkundigen und guten Willen machen sollten, ^""t jedermann wisse was er an den Seinen habe. Zudem sollen Krenzgänge nnd andere Gebete gehalten "'"den, damit der .Eerr uns Eidgenossen seinen Segen verleihe. ,i. Heimzubringen den Vorschlag, den Doctor ^ und andere Gelehrte zn einer Disputation zn versammeln und Zürich durch eine Botschaft zn vermögen, den Zwiugli und andere seiner Pfaffen auch zu derselben zu seudcu. Deßhalb wird der Bischof vou Coustauz schriftlich °rs"cht, den Doctor Eck und andere Gelehrte hiefür zu berufen, v. Doctor Sturze! zeigt au, er habe die Hälfte ^ (ErbeinnngsH Peusiou erhalte..; die andere Hülste sollte Frau Margaretha schou ausbezahlt habe... Da gesunde./ daß die Zahlung in Münze und meistens in neuen Etschsechsern geleistet wird, so hat...an Doctor ^"rzel ersucht zn bewirken daß die nächste in Gold erfolge, gemäß der Erbeinnng. Zürich soll dafür gnittircn, -Z bisher gebräuchlich gewesen. Da ihn. vorher nur wegen Waldshut Antwort ertheilt worden, so er auch zu vernehmen, wessen die fürstl. Durchlaucht sich zu den Eidgeno,sen bei einen, allfällige.. Sturme dürfte heim-..bringen - Wenn jedoch inzwischen den Kaiserlichen von Angehörigen der Eidgenossen Widriges begegnen würde so soll er den beide» Landvögtcn zu Baden und in. Thnrgau davon Anzeige "'°ch">- Die nach Basel Schaffhansen und Appenzell verordneten Boten sollen daselbst die Angelegenheit auch 7 Sprache bringen da.nit diese Orte auf de... uächsteu Tag sich erkläre., können. x. Der Landvogt von Baden ^tet, Einige von Oberweningen, die laut des Urbars den Eidgenossen steuerpflichtig sind und bisher auch °h"° Einrede ihre Stenern entrichtet haben, jetzt widerspänstig werden und ihn. zun.nthen, ihnen nachzuweisen, sie solche geben müßten Die Boten von Zürich haben dies in ihren Abschied zu erhalten begehrt, da.nit, hoffen ilwe Herren mit jenen Leuten verschaffen können, daß sie die Stenern wie bisanhin bezahle... Der L..ndvogt in. Thnrgau meldet, er sei häufig gewarnt worden, daß die Landlente von Zürich ihn erstechen 7 "schießen wollen, wenn sie seiner habhaft werden könnten; deßhalb habe er be. der Reg.erung angefragt, ° " m.es Geleites bedürfte, wenn er ihr Gebiet betreten wollte, und zur Antwort erhalten, es w.u. dafür te... Anderes Geleit" nöthig; aber seitdem sei ihn. dieses wieder „abgeschr.eben" worden, aus welche... Grunde 7'° " nicht. Ersteres bestätigen die Boten von Zürich; das letztere erklären ste bannt aß der Landvogt sich " ""wen Orten über die Zürcher »..glimpflich und ehrenrührig geäußert habe; der Abschlag sc. aber nur ... /!>u.g WM», daß er sich hüten sollte, in ihre Landschaft ZU kommen ehe d.e A.W or^en lue „otchgen ^"ngen erhalten hätten - Darauf entgegnet der Landvogt, er w.sse ...cht, daß er über d.ese etwas M.ßfall.ges hätte, als über ihre Wandlungen bei.,. Jtting-r Sturm; wer ihn. das nicht vertragen könne, möge ihn 7 s"»en Zerren zu Schwuz oder wo es den Eidgenossen gefalle, dafür belange... - Es wird ...... gegen "^ch das Befremden ausgesprochen, daß eidgenössische Vögte in seine». Geb.ete e... Gele.t nöthig haben sollten; 5 )42 Deccmber 1524. dem genannten Landvogte möge es beförderlich anzeigen, ob er dort sicher wäre, und sich erklären, ob es ihn wegen seiner Zureden berechtigen wolle. Es beklagt sich (nun) auch der Landvogt von Baden über Dro- hnngen gegen ihn; deschalb wird Zürich ersucht, dergleichen abzustellen und dafür z» sorgen, daß die eidgenössische Vögte in seinen Ländschaften sicher wandeln können. Wcrnli Bürgisser, Wirth zu Jonen, mit dem a»ch Schultheiß Honegger von Brcmgarten erschienen ist, erinnert an seinen Span mit etlichen Nachbarn, die ebenfalls Wirthschaft halten, worüber die Boten früher berichtet worden, die ihm auch Recht gegeben haben. Nachdem c>' nun aber von seinen Widersachern die Kosten gefordert, habe ihm in den letzten Tagen Vogt Nnbli von Z'""'^ zu Brenigarten solcher Maßen gedroht, daß er besorgen müsse, nicht mehr sicher zu sein. — Die Boten lw» Zürich sollen auch diesen Gegenstand heimbringen und ihre Herren bitten, nichts Unfreundliches vorznnchmc»' I»I». „Gedenken daß des Ueberlingers frow ircn brief um iren zins" (?). Der nächstens folgenden Verhandlungen wegen über eine Verbindung mit Straßbnrg legen wir hier bezügliche Missive ein: v«. 1524, 13. Deccnibcr. Basel an Adalbert Meyer und Caspar Koch, Boten in Baden. „Dem"^ unser stattschriber sainpt der botschaft von Solotorn anheimsch fome», hat er undcr anderni uns anzeigt, daß eisaince Ü.at zno Straßbnrg mit denen von Solotorn, diewyl sy zno Straßbnrg geivescn, von wegen des verstau^' nichts haben wellen reden, snnder by dem abschcid inen von uns geben (daß wir solchs an die Ort bringt sollen) laßen bliben, doch doby in, den stattschriber, uns zc inanen, dasz solichs fürderlich bescher, gcbettcn- das haben wir die fach der botschaft von Solotorn fürgcspreit, die für sich selb gnotwillig befunden, wellen o»^ das fürderlich iren Herren und obern, dcßglichcn iren und nnsern trüwen lieben Eidgnosscn von Bern anzeigt was sy ouch also by denen erfinden, uns nnvcrlängt, fürer nach gebür in der fach ze hnndlen, vergwisscn- haben wir üch gnotcr mcinung, unser . . Eidgnosscn von Zürich und Schaffhnsen dcß ivissen zno berichten, ">> wellen bergen". . . (Vgl. Note x, 3, W 2, 4). e. .»v. Dos Gesandtenvcrzeichniß E. A. A. dotirt ans St. Lucien Tng (13. Deccmber). - Ein specificirtes zeichniß der für Lnccrn ans dem Jttingerhandcl crwochsenen Kosten gibt zehn Tage als die Doucr dics^ Tages an und nennt auch Huber (der Verfasser ist). x— :,:, sind dem Zürcher Abschied entnommen, I»I» dem Solothurncr.' Jenem fehlen K«—U N' dem Bcrncr t größtenthcils, von n die zwei letzten Satze, auch x ; dem Frciburgcr dem Solothurncr <>, t (größtenthcils), nebst x Basel und Schnffhausen haben nur I», « i. Zu K. Das ermähnte Vreve scheint verloren gegangen zu sein. Z» l. 1524, 18. December (Sonntag vor Thomä), 2 Uhr Nachmittags. Bern an Lnccrn. Mitthcil«^ von Schriften ans dem Lager vor Pavia. Man bcdanrc den gemeldeten Abzug der eidg. Knechte nicht denn werde solches nicht verhütet, so sei dem König wie vordem übel gedient, und habe man (wieder) ttzJ Vorwürfe zu gewärtigen. Daher möchte man rathcn, daß Lnccrn im Namen der Eidgenossenschaft den teilten und Knechten schriebe, sie sollen dein König treulich dienen und nicht abziehen, die ssahl derjenige"' ^ nicht bleiben wollten, anzeigen und sich zusammenhalten, bis der Abgang ersetzt wäre. Wenn aber Luc"'' ^ dazu nicht van sich ans entschließen könnte, so gebe man ihm volle Gewalt, dafür einen Tag nnsznschrcil'c»' St. A. Bmi: Teutsch Missiiie» I>. gl-I. — St. A. Luc»»: Misslvv'' Zu >e. Das an Appenzell erlassene Schreiben, dd. 18. Deccnibcr (Sonntag nach Lueiä) gibt Zell""'!!''' in den Urkunden III, 1, 204—206, nach dem Original im Landcsnrchiv Appenzell I. R. Zu <». 1524, 13. Deccmber (St. Lucien T.), Baden. Die Boten von Zürich an Bin. und Rath- ^ labe» die nenn Orte den Handel der Personen angezogen, die von dein Gefangenen zu Frauenfeld genannt "'den. „e gemeint, es hätten dieselben gemäß den. letzten Abschied von Lncern nach Frnnenfeld 'geführt December 1524. 543 s-smmar, iBachma.mS) »,.l,-ri I-»-». dara», di- Eid»-..-! m d„ B-schl- d-r Bai... c»»>, Zun« W ha,-., b »chri. Si-H.b... -S I» llm.» i«M m» «°,i im Thm»... d-sch..i>. „ich,»». da,,.r di- Eid»-....,!-.. g-b-i-... Z.i-.ch d-d» «-»-» !« I-Ii-m. »ch -rd-i... im ldjchi-d h.imz..dri..»-.. -d-' >«»- »"«?«-" °«I.rv Dw -id-a I,.d,.. »,a..iw.ri.» -- i-i ....„,,är. das mau S-,...»-..-» m,d->».>«hi„ ,A,-- m.d d-a... .w, «..»-.. ft-«-. dm -. d-h.r >,i ihr, «»-' das, di- S-I-nd.-» da- °h... V-rz.a, r,-.n.ich.-«.n ....d s.ch ..... »..war. d-w-rd-a d,m, ,i- di, S.ch, »ich, .«W-h-n » D. si. d.„.- B.,.h.r... Ich-.» W-Mch» ............ and ...» Uawiii,.. »-«.«--> i- M» ...... da- , ....... Zar.ch w G-....,...-a ...ch .».id schi.,... w°i,-. i° -nminn,-» «. '>->« «"« ?'» - « >° 7»? --m-i,- , mM.-.. I-. Sa..,, m.d Ziachr-d- -.wach,-.. wind-. .«-»» 'I- ««>>' «»'" d-d G-,,.ch „chi,->»»,.. .... ........Mich- «-iinn».. °n ... >, IS24. lt.D--,mb-> HMi.iwach „.ch Ln-iiy >.«>. N.ch^ «°n V»I->. Sch«ml.n ....d ,..z,I< NN Zürich. D..N «..»..» d--O .... ,ch»...d l,ad, ...... d... z» ......-d,I„ »-....chi-» » chi-d wi-d-r ...... . .......... «nd nach 1...»--«.!, »°» d-n S- a..d -a Zur.ch- ->I»hr^ Bai...ach. l ^ ,vidvd.d ddj ^ . n . An bei! neun Orten habe man so viel gefunden, daß man hassen haben, ans dieser Grund aqe handeln zn lassen. An oen mnn ^ vi / - . , .. . , ,nan daß an den 6000 Gl. nichts abzubrechen fem wurde. In Il-nndii?«!.'- ?»'" B.....G.W.N zn w-i.u-r iiai-chaad»,..» zn z-d,„. dmni. di-ft, Span in Kid- d-ii>,I-Sl «->»-» '»»»-, -- « 2> ,5.24 >4 D--,...d.r (Ri'iwdch «nch ° U'l'd s"d-m 's"!? s°->ch »- Odm, Di. dr.i O-i- « ländlich- >.n.-chii..dl.. l,«d-n 2-..-.N «-1--»-" ».- -« Ems.-d-I.. ». nDdie vidi ^d.d , / -s ,'nllten zuerst die nenn Orte, als die Klaacr und Anfordern-, g°>tell.en Verglcichsartikcl; .»an habe ^ ^ ^ ^äußert, es würde große» Unwillen ocrnr- «nd.. w d«. O . °,, "s mch,. d.ii -- Z .ich i-in-n Schnd-n d,in„. i..d,.n nch-n (.«-.... Zinich darin n.ch. «ch»»b-, n »«>> >» >>s ' Z„,..n-.i.n .. -sln-N 'nne Antwort verborge» blc.be, bis die " ^ ^ . ,g^ wenn Zürich bei dieser Meinung beharre, haben di. drei Orte wieder unt-rhani. m.d »» m stUhe g 4 ^ie Voten hin !hnen - l« läs e sich nichts ausr chten und mu e d.e ^sachc wieoer u.» ^ / v ^ „ ... I'-iP.-,.. M d . zn ichr-ib-n nnd and--- B«II.»°ch>°n an-z......>-». was s.- r,.-.»., a„z..,-n „...i.nz „ bi.im dall-i ..... BZmd.. nn». da hi°. -»-- °»I «w-- ^ . s...»» ... na........... ran .r^ cn 1 e>ich,-neben sollend ich unsere botten, zuo dem qeheimi teil es .0 z..l.,n..i°n d-r Bad UN Bd.Ich. n .»m'.dw 1°, ^ nnich.O.!'!I.a.7..I z-"».Un °d»-iiind-. i. a« B-rn. «a.nch »--. --a.d.a.n »nd da- auch " botschaftcn der stetten Zürich nnd Schafshuscn, doch in geheim, 2. Jte... es sollend unsere du.^bo.s^^^ ^ ^ .in ersan.e statt n. n. (Straßbnrg) zno 1 len und anzcige», wie NN-' I g ^ Basel, Solotorn und Schasshnscn IN ein verstand »nd ...... Dr.... der zrld».n.scha.., a." n.n. n. - > - » s. di- sachcn ...it nns aml-m-n w-U.cn odcr int. -ndnis, z- d,i..»..n W. ...... d-n" ih b,»-.... „n-d-n. da» da,.,.. ...» " ivare es fach, daß die botten sollten, das sollend unsere Kotten zc thuon und an bcdeu ni ritten und an beden Orten w> er eis. brächten, zc handle» und Kescheids daruf ze ^rten mit vcrtruivte» Personen, so die sachen, von) >» »ip ' "warten qcwalt haben, nnd .vas inen also begegnet, w.der au mw ln g . (Z , u ... 5 < -4n» Nu bei, oemndten der stett Zürich und Schafshusen erkunden, wie 6. Glicher gestalt sollend ^ - bcrvcn sto", ob si) die mit uns a»ncmcn wollend odcr nit, i lach »lit den nrmcn lüten von abziehen, daß dann darvon gcrcdt, mit was fnogcn wir wo sy die mit uns niinemen, wo m verstand wie wir einandrc» darb») und b») anderm handhaben i» tag ansehen, znosamcn toincn um vi wellten, uiid diß alles glich wie das ander wider Elsten, doch nnscrii bündcn in allwcg nnvergrissenlich, reoen .pe. , hiiidersich an nns bringen. (Zu o)- 5)44 December 1524. 4> Und by disen pnncten sollend unser Kotten denen Personen, dannt sy handle», eigentlich erscheinen inbildcn, wie ein statt n. n. unser Eidgnoschaft wol gelegen und hoch trostlich wäre; dann sy an lütcn und gu^ eben vermöglich, auch wie es nit darby bliben, sonder andere stett mee zuo uns komm, das uns eben trostn) und in vil weg mit der hils gottcs zuo großem friden erschießlich sin möcht. Item ouch zuo bedenken, schadens und Nachteils ein löblich Eidgnoschaft von den vier Stetten (am Rin?) bishar empfangen, und ivic »»>) uns die sin wurden, und also disc fachen wol betrachten und lichtlich nit von Händen schlichen, damit wir je. nit von uns triben, darum wir nachmals zuo eroberung vil bidcrber litten verlieren, die wir jetzt wol erspar" möchten, ?c. (Zu 00). K.A. Basel: Abschkidschristen (Original). STS. Mern. 1524, 30. December (Freitag nach Weihnachten A. rriiij). Staatöarcliiv Bern: Allc^. eidg. Abschiede, X. i>. 179. Kantvliöarclnv ^reibiirg: Acten ^llnires, kvdvrnlom tt. I. Die Gesandten der VI Orte — Lucern (Hans Hug), Uri, Schwyz, Unterwalden, Zeig und Freil »l>!i (Lorenz Brandenburg) — übergeben ihre Instruction und lassen nach deren Verlesung noch mündlich dnrtl>>^ ivic die lutherische Lehre im Thnrgau so mächtig um sich greife, daß der Landvogt nicht ivage» dürfe, die nehmer am Jttinger Sturm gefangenzunehmen und seinen Befehlen gemäß nach Verdienen zu strafen, »»d zu besorge» sei, daß dieser Ungehorsam bald zur Unterdrückung aller Obrigkeit führe. Um dieser Gefahr entgckV zuivirken, haben sich die VI Orte entschlossen, diese Botschaft abzufertigen und die Frage zn stelle», ivas st? "s" Bern zn hoffen hätten, wenn die Thurgauer uyd Andere von ihrem Begehren nicht abstehen und die Thäter » wollten strafen lassen. . II. Darauf haben Schultheiß, Näthe und Bürger einhellig folgende Antwort gegeben: 1. Wenn außerhalb der Eidgenossenschaft die VI Orte oder andere Eidgenossen wider Recht überziehen oder bedräng wollte, so würde ihnen Bern gemäß den geschwornen Bünde» Beistand thun. 2. Wenn die Thurgauer, " welche die X Orte die Obrigkeit haben, die Thäter und Mitschuldige» a» den begangenen nnchristlichcn Dn'l^ oder künftig vorkommenden Frevel» nicht mit Recht zu strafen gestatten wollten, so sei man entschlossen, ZU Bestrafung Hülfe zu leisten, damit solche Uebelthatcn gestraft und Andere abgeschreckt würden; es sollen abe> ^ VI Orte gegen die Thurgauer und die Zürcher keine Gewalt üben, sondern zuvor das Recht suchen, wie eo Billigkeit erheische. 3. Das Anerbieten, über die Abstellung der geistlichen Mißbräuche gemeinsame Nathsch^ zu thun, wird angenommen. I». 1524, 29. December (Donstag nach Weihnachten rxv). Bern an Zürich. Die Boten der sechs " haben sich heute beklagt, daß Zürich den auf Montag nach Dreikönigen angesetzten Ncchtstag wegen des Handels verändert und „gckürzert" habe; ihre Herren seien zwar geneigt, den Tag von Baden nach zu verlegen, wollen aber, daß der Tag, wie er bestimmt sei, gehalten werde, und haben daher Bern ^ sich ihnen anzuschließen. Wiewohl man die von Zürich verlangte Acnderung wohl annehmen könnte, ^ ^ man den sechs Orten doch willfahrt und begehre nun freundlich, daß es den Tag zu Einsicdcln auf ^ nach Dreikönigen besuche; denn sollte das nicht geschehen, so könne es selbst ermessen, daß es damit viel auf sich laden würde, :c. St. A. Bern: Tmtsch Misstvcn v. k. Sl? k. — St. A. Zürich: A. ' Zu », I. Wir lassen den Vortrag wörtlich folgen: gM „Diß ist unser der sechs Orten, nämlich Lucern, Ure, Schwiz, Undcrwnlden ob und nid dein und Friburg befclch und Meinung, so unser nsgesandten ratsbotten sollen fnrtragen, reden und handlen vw December 1524. 545 getrnwen lieben Eidgnosscn und vor jedem Ort insonders, nnt ..amen zno Bern, Glans Solotnrn. Bäsch Schafshusen und Appenzell, onch der Statt Sanet Gallen und vor den Go.tshnsluten zno Saut Gallen". 1. Zum aller ersten inen zc sagen nnsern frnndlichen millig(cn) dienst, auch was wir erc», l.ebs und guots vermögend, syc inen nllzit von uns bereit und guotwillig erbotten. v . , ... .. De.nnach, als dann .vir vergangner zit bericht worden sind, nne unser E.dgnoße» von Znr.ch .r bolschaf by unseren lieben Eidgnossen von Bern, Glaris, Basel, ^olotunr, Schaf,hnsm und Appenzell vor zedem Ort i" sonders qehebt, allda vor inen etlich Werbung und Handlung hmderrncks und on wissen unser gethon, etl.ch stuck und anitcl an srs begert, deß wir aber kein wüssen tragen, was dasselb.g >r Werbung gcsyn stg. Und wiewol .vir zno vergangnm tagen unser lieb Eidgnossen von Ben. und Glaris mit schr.stl.cher ernstl.cher bi.t angesnocht, daß sy uns erscheinen und zno wissen thnon wellten, was dero von Znr.ch werlnnig und art.tel gewesen siqen haben wir doch deß kein nnderrichtnng von .neu enpfangen, v. ll.cht a„° .... besten nnderlassen; hiernf sige nochmals unser das höchst und ernstlich^ pitt und an,Nochen daß w m.s ,°l'ch dero von Znr.ch ar.ikel, Werbung und Handlung nit verbergen, sonder nch unseren botten eröffnen und ... geschr.ft gebe», so wellend ir die besehen, witer mit inen reden und gcbnrlich antwurt darnf geben. Und ob aber nch solichs abgeschlagen wnrd, deß w.r uns doch n.t versehen darnf o sollen..- w.ter »n. inen reden, wiewol wir kein gründlich wissen (tragen), was dero von Znr.ch ar. e gewesen, ,o stgen w.r doch in landmö s.ups bericht. daß solich unser Eidgnossen von Znr.ch Werbung und a t.lel d h.n lang.» >md d.enend d.«...»».!... 7....-..»»,-. w^ LA ».» w ...».,7°-.....» s. »ch .ms» d-.sch-sl I..-- S-I- I-'. w ...» .« d-.. »wich....... O.,„. .... s.d. . i..».»,,- ..Mich °.» -...Ich»»!»-» >..» . » »...I.ch cd.», ,........d» m..i.i w°n-.. 1° »'U«d " «"« ml«»-.- m.d ....I» w.mß dm.i ch zu«. S-M» s.°... h.dc... im... .«., m» mq», »llw!»., all,, jmch.ch,!. ...» »Mich«. »-»-» «»s-"» «»»»»-» »»» 8«"». .»-»".ch »»»> h->" 2^ ...... so»,., i.- ...... hm»,....» »l- 7 d-, ...» ........ zu. Jchmg... i... ...» g.mchhmid... ist. I.csfc.ilichc bo.schaf. ... de. Iis.»».' zu» i.» E.dg.msscii b»II..» s» ..ch w.c »..sc. 0. g.wsl. > d.i. s.I d.c »o..c», d..S best th.w.. ...» hcls... disc.i linudc. »mm .... z,°w,..s.id WM,». »-Ich.«. .> ^I» MI» l .ch...ch ,7h.ch, chsz ..« I..HM, p!..d......., cctcncken und daca» am. von > - - Hafnach mit uns Eidgnosscn darüber sitzen und discn bösen «M.P. hm-z. I. '» °»ch d... bch 7 7 »mwls.» -I. s-chll.» dmm. IM,... -- ».»',..»-, H.Is... ft.°s... ...» d°»7 dm... dchg..chm ..... . ch... chschM ...» was ouck, an dem nit anuoa, su Hand onch w botsthaft von ^ , vo > s v ^ stck ki. c . - r.s »c Aber als wir die nun Ort nmpt dcn(cn) von Zürich vergangner tagen zuo nst> der Meinung erboten wie obstat. Aver n>^ ivic „»n tlingm nit mAll» Fwivenfeld imser botschaft gchcbt, des fnrnämens, d.,en m.tzhandcl ze strafen, Hand von Zürich mt wellen e..,e,o nn,er vor,n)n,c ge.) , . Stammha» oder ander,chwa nmb dl,c» mißhandcl zc g,. s d>c nnil ^at »e ^ . verwandten strafen; deßglichcn um die frävcl Mißhandlung, s..»„ " zi ,d. . M,,..»...». I, Mich. I°..ch- ,,°»d l.n>,k ^ ^..,.7 ...cll». abc. IN. bc..ncht..., »aö ....sc. P.-I». I.sw.)sc.. m.t.cssc.» > u»g sl)(e) nit malefiZilch. it ie von d" ^ ^ vrt gcschcchcn ist, onch dabi) daß Stammhan » d.. - O, .c» l)°ch... ». schw. »"777" (»775,1... I°.».> ws. ....m«. h«c dw... !- misc... »". '» '>»" 1"" M«.. MMlmc». d.- M»» ...» »,... »» S,»......hm....» Sm.c. »...w i» dc» Mch-» >>""» S-"-»»«'». "Ich-» b»°.» . d.. ..»ch ..sb.»ch-.,. w» »c.,,»ß.. ...» dc. Mchc» !»->» >MW°»I-°»°» w" d»"» '»-"«»-1 »°> ».» .. .... 546 December 1524. die nun Ort soliche Händel von gott nnd dem rechten billich, ouch nach vermag unser pünden habent wellen strafen, Hand unser Eidgnossen von Zürich um dise stuck, ouch sunst umb andre stuck, die iren von Stein berüerend, uns recht fürgeschlagen ?c. Und wiewol umb dise stuck oberzelt wir nit schuldig warcnd, inen dheins rechten ze gestatten, sonder inhalt unser pünden uns vil das gezimpt hett und zuogestanden war und noch zuostüende, solich uncristevlich, unmenschlich, ungehört mißHändel und türkisch fachen mit der Hand und gewaltiger taat ze strafen, noch nüt dest- minder, damit die von Zürich, ouch niemand andrer (sich) nünt zuo erklagen hetten, daß wir sy nit bi recht wellten lassen bliben, haben wir zum rechten bewilliget und deßhalb inhalt unser pünden das recht mit wen angefangen und vier zuogesatzten erwelt. Und wiewol unser lieb Eidgnossen von Basel, Schaffhusen und Appenze durch ir botschaft undcrstanden, disen zweitracht mit güetlicheit hinzelegen, vil darin gehandlet, müy, arbeit »n kosten erlitten, so haben sy doch an denen von Zürich noch an den iren nüt können befinden, dann daß sy darvon gestanden sind. Es wirt ouch (von) dero von Zürich lütcn, so in disen bösen händlen beschuldiget und vergriffen, offenll) geredt, sy wellend sich nit umb ein haller strafen lassen noch geben, mit vil ungeschickten warten. Unser Eidgnossen von Zürich flyßend sich ouch, wie sy könd und mögend, damit sy dise rechtfertigung w> dise Händel in die.länge verziehind und also mit langen ufzügen ufenthaltind; nit mögen wir wissen, waruw das geschieht; wir bcsorgcnt aber, es geschehe nnS zuo keinem gnoten, sonder zuo Nachteil nnd schaden, dawä wir also an unser obcrkeit im Thurgöw an herlichkeit, buoßen und strafen ufzogen, gehindert, gcschmächt u» veracht werden; dann je länger es anstat, je böser es ist, als offenlich am tag ligt, wie der gmcin man Thurgöw je länger je fräfler und halsstarker, ouch wie sy nit mer umb unser pott noch verbott gebeut, unst'"" landvogt darin verachtend, daß es leider darzuo kommen ist, daß der landvogt etlich früfel lüt, so mit wortw und werken ir lib und leben wol verwürkt, nit mer fänglich bedarf annemcn noch strafen; dann wo er " ° thät, müeßte man eins gmeinen landssturms wartend syn. 3. Item ir sollen, ouch anziehen, wie unser Eidgnossen von Zürich unsrem landvogt im Thurgöw Z"" geschriben, daß er on sonderbar gleit nit in ir gebiet und obcrkeit wandten sölle, nnd wiewol der landvogt st- zuo Baden uf dem tag sich gegen unfern Eidgnossen von Zürich gnuogsam vcrantwurt und umb recht angrwl und begert hat, daß die von Zürich im sagen und eröffnen füllen, warumb sy im sicherhcit und gleit abgcschl"!st" haben, das doch nit vil me in unser Eidgnoschaft gehört nnd brucht, und besonderlich gegen eim amptman " der landvogt, der iren knecht eben als wol als der unser ist; aber dero von Zürich botten (haben) uf solichs " besonder antwurt geben, dann daß sy kein befelch darumb haben, und es sig (in) guoter Meinung beschehen st'' das uns ouch merklich beschwert; dann nach inhalt unser pünden wir Eidgnossen keins gleits gegen einav ^ bedürfen. . 4. Item mir habend ouch von erbren lüten, so uß dero von Zürich gebiet nnd obcrkeit sind, gehört > ^ vernommen, wie ir Herren und obren, die von Zürich, zuo allen iren ämptren botschaften geschickt und mit inen gehalten und inen fürgeben, wie wir Eidgnossen sy nit by recht blyben lassen wellen ze., und sy st"" all tag in sorgen, wenn wir sy mit gwalt überzicchcn und übcrsallcn werden, mit vil andren warten, da>»ä^ iren gmeinen man gegen uns Eidgnossen in Unwillen und unfrüntschaft bringent, das uns nun hoch besäst"" ' dann solichs mag sich mit warheit meiner erfinden; dann wir Hand uns bishar alles glimpfs, aller st'ändstt^ und zimlicheit geflissen, als ungezwyflet inen den sechs Orten (in wüsten ist, wie wir?) unser potschaft zu" gan Zürich geschickt, sy so hoch nnd stündlich gebettcn und ersuocht und nf das höchst crmant und nüt dann ^ fründschaft gegen inen gebracht; aber ivie vil solichs erschossen, das ist inen den sechs Orten wol ze wüsten,^ ir potschaft ouch zum teil daby gehebt Hand. Wir welltend in disem fall nit mer von gott begeren, dann die biderben lüt in allen dero von Zürich ämptern die warheit und alle Handlung wißtind, wie wir gegen inen bis nf hütigen tag gehandelt, deßglich wie ir Herren und obren gegen uns gehandelt; dann das mir Eidgnossen die von Zürich jetz ein gnotc zit je gebettcn und angesuacht (das ir und unser aller lob, und ecr gewesen wäre), so sind sy doch uns weder um wenig noch vil nie ze willen worden, sonder ividerspil ist uns von inen begegnet, und ungezwyflet wann ir biderbcn frommen lüt in dero von Zürich des rechten grunds und der warheit bericht, so wärend wir vil unruowen über(hebt), und stüende bas M Eidgnoschaft. December 1824. 547 Und 1° ».»» »in »I d-n ».!«>»',» «»» »»lud will w»»«-nh»r uns Eid»n°II-u dis- ,wii,«chi I-nqt, und nu n Eid»»°si,u «°u W.ich wiw null »II« --.'Is-t-t, »11° d»v I» Innch-UI und h.ndl.ni ... w st.tt und »m»i.,n «».,.«. w.r-u »II-N -rist.u»I»nl..» »°«I wid-,.«»»», dus d°ch s>°» °«.d.-n nnd oo. tu,z,n i»»n in... s-IdS -!u ....»,l,».i u«->ift-«Iich din» .«». »-Ii«, !° --f.ndt s.ch, dus, I»..chS ««« h».II..«i und °n>.«ch.,i ««n !,... » ,di-.ni-u, d, .. zwinqli uud «ud,-n, d°- I,-!I!» -Inn», d»S »«I» .«»,. >n.d dw I, »-Ich,III in -dchnn) »Isch... ...ft-ud, «ud «nd-,s> d.un di, l,-ili»-n s,°.u...,n ult.» n»ch d, . ,-.s, »«1 ,S -- »II . » »Ä-»-» «ud di- >>«Mch lichift-«-» >>'»«-"' d,n »M.-U-N N.N d.s..., sn. ,.. Niki .l ? Z. (7 k" NN kick 'iccbcnt und zno aller ungchor a.nc br.ngcnt, darus erfolgen und erwach,en 21«,.«.-- »»U.Ich.1. uud in »It.. .ü.sch., ...Ii..., d..,, du.ch .11. i. und I-WUl-ii, 17:,! IS-llStlch? t uud 7s u »».Ist.. ii„i»1. nnd Uch„.,ii.,i. >>i-i..Ii-u, d-u si...-° uud I.i° °id--».»u di d-m sin.« »ch-> dlch-u.«...>, Dm... w«,I.ch s. ,i«,. und «..Ii uwn I-Iich- ,ch°n °U»-I.U».U UN -ilich-n d, unst.-n „«chp.„.« «I d-n, Sch.«.,,.«»Id «nd ».und.,. wi- d»u. d S sinst-n .«.. O-st.„ich b«.sch»I. !-d u, d->u ..,,g°»»..°u .», j»° B-d-u »»- E.d».,.ss-u nlch .iu, und il.,»-h»l..n hui, du» «II -ub°,u«»-n «ud «I .--..N d» »Il°» »ll.U .I,°Id NU »NW«.,» ,u°» s.» w.d.. n »«-rl-.i l»nd) w.d., d« .„jr ^,mil umch-ud-n Ii», d»h »II »»IIS im Sch>«»i-nl»nd, Znodc.u so WNI «uch g-I I, nlwld uni-r Eidunoschuft -in vcrstand hubiud mit d.,0 von Zürich d-n, Sch»,..!„.id „ud "uMch" ?tim»S« « ,.u S.u.. G.Ii... I.i.n.f „i. s»...«. »ndr.u, ich« »7. 7 „ll (Ist) «II nt-ch-u «nd -in I°Ii« u.» -u°I°m-u .mmu cid».), wi- d.M. sich M.m.d «uch n„» gcjchi'ch also rüstiiid, nr am, vcrstands nnd anschlags mit andren Inten habent, oder stürm nnd ein offner kr.eg angon ^ « 2ich wüsten. Me? uns ist wol ze gedenken. was wir b.neu von disen dingen ^ wüsten stg, das m g n.t^^ ^ darab verstan nnd merken sollen, nnd ,st n.t n . ^ ^ ^ w'e von den sechs Orten hellend uns onch gern st »ersehe.^ ^ ^ ^ chwer lönf .md tbgl.ch Warnung dnrzno bcw g , b ^ ^ '"//rica^mncfahcn, sofer st) uns nit merklich darzno notträngcnd nnd überflüssig »rk»n" d. " versechcnt. Dann wenn unser Eidgnosscn von Zürich in dem glonben i chend, als wir rmS onch z»o >nr vordren thon Hand, als st) zuo unseren vorderen in 'nd '» cristenlicher °'dnu..g bl.bend nnd toll vertragen. "dimst komen stnd, ,o turftcnd wn a r b nloubcn pflanzen nnd handhaben und sich nit darvon Dicwpl aber sr) oder ir- st'cd.eantcn al ° ^ ^ l m nach wenden lassen wellenst wiewo ' ' ^ aber aUwcg nie kein rechten fürgang hat mögen gwünnen, kr gioub rn andren landen vor rnl '^ /.gic .»Ms abgestellt ist, als ob gott will, in unser Eidgnoschnft Wder zum dickermal nidergetrnckt und nnt d" .nenschliche gwalt den „i/ Keucht, dann nngeznnfelt, nw hundert jarcn fürbrochen und oberhand gcwunncn; cS mögen nndertrncken, sonder wäre u g r?Mnnos,en von Zürich zum dickcrmal sich erbottcn nnd bcgcrt, ^ aber nit der will gotts gewesen Und ,° "»s ^ ^ cnn man st) durch gelcrt lut, dnrc) e n p ^ seiner alter cristenlicher gloub der maß fundiert und MM nndernchtcn ^von ze disputieren weder denen von Zürich, onch uns, noch s»i n" ^ warhaftig um gern) U ' ' ' denen von Zürich zno willfarnng, dicwyl sich doctor Eck von ^vlsta?^vtm'? ^er"zn7glichen"blätz sicher komen mög. welle er nut der Helgen geschrift den Zwing.i runtn . ervorrn par, wo » n ^ verlüerisch. ketzerisch und wider den rechten waren vcrstand der »d wi- -n° 548 December 1524. Ergöw bestinibt, mit erbietung doctor Ecken, ouch dem Zwingt! und ander» gierten tüten fry sicher gleit dahw und wider au ir geworsami ze gebe», deßhalb wir wol vermeint, die von Zürich wirrend diser disputatz fro »»ö guotwillig gewesen und hettend den Zwingt! darzuo vermögen; aber der Zwingt! hat soliche disputatz zuo Baden abgeschlagen; deßglich wellend die von Zürich in nit darzuo halten, vermeinend, man soll inen nach gon Züv>' toufen, mit inen daselbs disputieren, daby wir und menklich verston mögent, daß sy in ir härtigkcit und fürnemen beharren, allein denr Zivingti folgen und sich nit rupfen lassen wellend, das uns zum höchsten verwundert u» beschwärt. 7. Item darby ist unfern lieben Eidgnossen den stchs Orten trülich fürzehalten und daran ze manen, der Herzog von Wirtemberg mit denen von Zürich praticiert und handlet, mögen wir eigcnlich nit wüssen; es wirt gesagt, er understand ein ufbruch under den unfern im Thurgöw ze machen w. Deßhalb uf nächst gangnem tag zuo Baden dem landvogt ine Thrirgöw befolhen ist, ein guot ufschen ze haben und das abzesteüw, deßglich des Herzogen botschaft in sincr nntwurt ernstlich gesagt ist, daß er die unserer: irr keinen weg ufwigl"' noch nnrücwig und keinen ufbruch under den unseren machen welle ze. Aber was die von Zürich darzuo beM'll^ so Hand sy zuo Baden uf dein tag nit wellen, daß man sy in die antwurt, so dem Herzogen worden ist, niende> vergrif noch stell, dann sy haben kein befelch, deßhalb schier zuo gedenken ist, als ob sy im zuo solichem ufbr»^ bewilligen und verhelfen wellend. 8. Hierumb, diewyl wir die sechs Ort sehend und merkend, weß willens und gmüets unser Eidgnossen "s'' Zürich sind, wohin die schweren löuf und Händel langen und sich enden wellen, ouch ivie sich die von allenthalb bewerben, anhang und guotcn willen understand ze machen mit unserem verunglimpfen und newst ' ouch ivie sich die früfelkeit in aller wclt meret, hat uns zum höchsten bcduukt not syn, unser botschaft zuo ^ sechs Orten ze schicken, sy unsers anligens ze berichten und wie es bißhar ergangen sig, und wie es stand, u zuo eröffnen und zum besten zuo sagen. ^ Dasselb sollen ir unser botten an jedem Ort und end unser getrüw lieb Eidgnossen nf das höchst ' ernstlichcst ermaneu und bitten, daß sy betrachten und ansehen, wohin diser mißgloub und disc Händel was darus folgen, und zuo was end das kommen werde, das sy als die hochverständigen und wysen wol rrww könnden, und damit solichem schwären Unfall, den bösen ufrüeren und cmbörungcn fürkommen und vil u ' vcrhüet werde, und wir füro Eidgnossen blibeu mögen, daß unser lieb getrüw Eidgnossen unser püud betrach ' sich von uns sechs Orten nit sündrcn, ouch daß wir Eidgnossen uns in disen schweren löufen bas zuo eina« ' halten, ciuaudrcu mer trost, rat und hilf zuosngeu und versichern wellen, dann wir jctz ein zit har gcthon als wir ouch inhalt unser pünden und uß alter trüw und Pflicht cinandrcn schuldig sind, und mit nanicn, sich jedes Ort hierin crlütrcn und antivurt geben wolle, wenn also ein ufruor, embörung oder stürm käme, gott syge, weß wir uns zuo inen versehen und gctrösten sötten. Dann wo wir setz in disen löufen und einandren nit znstan und das best lhuon wölken, so stat nüt anders darnf, dann daß pnser Eidgnoschaft gar und zertrennt, darzuo all oberkeit in stett und landen von iren eignen lüten und underthanen undertruckt und i nünte gemacht würt, davor Gott der allmächtig (bitten wir) mit sinen gnaden sin wölke. Und nämlich daß wir Eidgnossen von allen Orten besonder tagleistung darumb halten, unser ernstlich ^ schaftcn schicken, mit eiuandreu ratschlag thuou und uns gegen eiuandreu erlütren und entschließen, wie w» in disc Händel schicken und vor solichem unfal, ufruor, stürm und enbörung syn, ouch wie man das übe ^ die groß ungehorsame strafen und abstellen und das unser handhaben welle, und daß dermaß darin »ut gehandlet, daß man zum end und ab der fach käme, und jedermann wüß, weß er sich zum andren verstehen und wir nit also zuo großem kosten für und für getriben und umgezogen werden. , ^ 9. Und zuoletst, wiewol war, daß wir weltlichen und leyen, oberkeiten und sondrig Personen merkU) den geistlichen in mengcrlei gestalt beschwürt und überladen und zum teil durch iren großen gyt in vil I Übernossen sind worden, darab wir nit minder dann ander lüt mißfallen trngent, deßhalb sind wir des >v" ^ und urbüttig, mit sampt andren unseren lieben Eidgnossen ernstlich darin ze handle», ze helfen und ze raü'N, ^ wir uns und unserm gmeinen armen mann der überflüssigen beschwerden und mißbrüchen entladen und abkv»> mögent, als wir uns vor ouch zuo mermalen allweg erbotten Hand. St. A. Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 6, Nr. 39 (zu 1526 veiseb December 1524. 549 Zu 8 7 dieses Vortrags haben wir folgende Actenstncke einzureihen: 1524 10 November (Donnerstag vor Martini). Basel. Ulrich. Herzog zu Wiirte.nbcrg -c., an Zürich. Er sei mit -Zürich seit langer geit in gutem Willen gestanden und jetzt geneigt, solche Freundschaft zu erncueru und ZU mehrem begehre daher für sich und seine Verwandten. ...» die Sache desto stattlicher fördern zu können, Sicherheit und Geleit im Gebiete Zürichs, worüber er umgehende Antwort erbitte. S.. A. Mich- A. ,324, .2,(Sm„s,«z ,mch S., Mmii..), Zürich, G->«-i-I Im- ^i»a M.ich ..... »-.Im.«-r, .m« G-sichrw. i-d.ch Mi, d-w B-dwz. da« m-d-r Ei.rl,«,d mm N.schdch ,,»ch Aich-,-, dir >„ U..«.md- sich... ...i. sich d.i..-- ...ch Iii. ,i- „ich. di»... .d.r '°u»w„ 1», ^^^^ Weiteres ist nicht vorhanden, da auch die Rathsbücher schweigen. Z» II. Nach 8 2 ist der Beschluß der Rathc eingelegt, den andern sechs Orten über diese Verhandlung Zu schreiben, ?c. li>24 3, Dm,ml... .dm, Ja.» M-„d »mm --»l »>. «»-»-. S.I.ihm.» Schill- «„...^....d Si,G.„..., l, c«.i»mili»-., Bmichi ich-- d.„ V.-i,»g d-, I,ch°«nisch,.. B.isch»,. „ich di. d.rm., ,,-id-m - «.» mm di- VI O-i- -Hr. B...N auch ... d.. .md,.,. Ich.«... m-rd... . d-- mm I„.mdiich, di- »MM d-- Hm.d.« MI «. d-d,m.s d,.. d, I-...M. B-ilch.» n-ch B«d,.. ....... d-..„ di- --s«,»-.. R°il,ichl!»- !„ °mm-..iim„m„. !« w-llm d.. G,«.»,... .mch Zur.ch --ii-„ ...d da mi. z.i... W°r,-„ d-r.ms d-i.,«-,.. dch d« chm-«...d- »m.d.I «... ich ..„d.«i ,...d w Em.«,-» m.rd-, «iir. d.d -ch..- s. m-rd- d.- d,.. V O,.-„ «-z-d...... ...II..-.. ....d Zürich --..ml...-.., d... Sch..,di«... „im» Schirm »id., N.ch, z„ ^ 5 M WI» t? ....d d..d, ....j-iz... d.s. di- c«.«!..-'.»-.. O-i-, m. W.d-„.tz,.ch,-., d,.. VI V.l,.. d-u «i...d... d.ift.h... mürd..., »il-d«.... «-d-ch.° >„-» ,mch»-"mWd i„ d-.. Ul„,«...,r., w ,i..ch. ».mm.« 2. «..s d... »„!„» d.r ,-ch-i>-.i,ch-„ Bm.ch.,.. «.- M.,. . r. H -r,-., .... d n ».»--> ch... d.r G.isXich-.. I,„d-.d >.„d d..i! Ii- üch r°«... ... Wh..,,- z.> h«d- ...... "d. r m - - re »nd sei bereit, wie schon früher erboten, IN den Sachen zu handeln ... "widert, man möge solches „wohl -U-.den^ und st, ^ett.^^t ) Schasih»»,». a°.«s,°nd°nz°n. S3« (Sitten?) 1524, Ende December (?). V. . Unterwaldcn im Namen der VI Orte, im Sinuc von Handlung einer Botschaft von Lnccrn und Unter ivaeo ^ 228 t 22g Aufzeichnungen über diesen Tag fehlen uns. TSR Kfarus. 1524, Ende December °w' 1525, Anfang Januar. 2.«a.«ar-,.w ...c-r..- «Um ««°n^ci. .a».°..»orchi» «r..i».rg- .-..n .^r,a°ü. ^ ^ NZ«bnna von Landammann und Rath die Antwort crtheilt: ^ betreffend daß dieselbe etwas Heimliches vorgebracht habe, das ^>derw'"i°^^ ""d dw ^ der Art wahrgenommen; hätte man aber irgend '°°uvart.gkeiten bringen möchte, sei zu sagen, daß man nutz,» 550 Jamlar 1525. etwas gespürt, das Glimpf und Ehre anderer Eidgenossen beträfe, so würde man Solchem keinerlei Vorschub geleistet haben, da man wohl wisse, daß es Glarus nicht (anders) gebührte. 2. Man wünsche dringlich, es möchte» in Güte einige freundliche Mittel gesucht werden, um großer Unruhe und Empörung vorzubauen; „dann w»' besorgen, es syent etlich, (die) sich uns anhangen machint under dem schin, und wann man sich vil uf sy verließe, wnrdent wir zum leisten kleinen trost befinden". 3. In den Gebieten, wo Glarus mit andern Orten Z» regieren habe, sei man Willens, (Uebelthäter) strafen zu helfen und dem Unrecht keinen Schirm („gestand") !» geben, da man ungern etwas Widerrechtliches oder Unchristliches fördern möchte. 4. Es sei noch wohl bekauul wie man sich an der Landsgemcinde entschlossen, bei dem guten alten Herkommen zu bleiben, aber des Glaubt wegen mit Niemandem etwas Unfreundliches anzufangen, wo man nichts zu strafen habe. Die Bünde wolle n>u» treulich halten, in der Zuversicht, daß sie Hinwider ehrlich und wohl gehalten werden. Wenn indessen etU^ Weiteres angebracht würde, so wolle man es wieder vor die Landsgemeinde kommen lassen, derselben die empfangene Instruction der VI Orte vorlegen und ferner handeln, wozu man befugt zu sein erachten würde. Für eine genaue Bestimmung des Datums haben wir keine Anhaltspuncte. TZT Sol'othurn. 1525, 1. Januar (Sonntag Ncujahrstag). KantvnScirchiv Solothurn: Nathsbuch Nr. 12, p. 369, 370. k. Die Botschaft der sechs Orte eröffnet ihre Instruction (wie in Bern) und begehrt zu vernehmen, ihre Herren von Solothurn in gewissen Fällen zu erwarten hätten. 2. Darauf wird geantwortet, die (Näthe und Burger) seien nicht vollzählig versammelt und finden jetzt auch nicht Zeit, über diesen Handel stat^ zu rathschlagcn; aber im Laufe dieser Woche werden sie den letzten Abschied verhören und dann thnn, was from"'^ Eidgenossen gezieme. ^ (Am Dienstag, den 3. Januar, wurde dann diese Angelegenheit berathen, die mitgetheilte Antwort töck in Betracht gezogen und eine derselben entsprechende Erklärung, die hier folgt, den Boten nachgeschickt). 1525, 3. Januar (Dienstag nach Circnmcis. Domini). Solothurn NN die Botschaften der sechs Orte Lurcrss^ jetzt in Basel. Ans die am letzten Sonntag hier vorgetragene Instruction und die beigefügten Reden, den Aufruhr im Thurgau und den Span mit Zürich, habe man „uß hindrung des hochzpts" nicht genügend schlagen und bestimmte Antwort geben können; aber heute haben sich beide Näthe deßhalb unterredet und sich ci>") ^ entschlossen, zu allem, was die Bünde zugeben, allezeit willig zu sein wie bisher, und wenn in gcgeuwiMb Umständen den sechs Orten etwas Gewalt widerführe, so würde man thun, ivas die Bünde fordern, in der Zuversicht, daß sie (selbst) keinen Krieg änhebcn oder verursachen werden, wie sie ja selbst erklären, daß ße gar nicht geneigt seien. Weil jetzt der ganze Handel ins Recht gesetzt worden, so hoffe man, es werde jcde>» ^ zu Theil, was ihm gebühre. Wenn aber das Urtheil nicht erstattet würde, beträfe es die Thurgauer oder so würde man, wofern nöthig, zur Handhabung des Rechten Leib und Gut zu den sechs Orten setze». aber die Eidgenossenschaft bei Frieden und Ruhe bleibe, wofür man sich bisher bestens bemüht habe, wolll > den deßhalb von Bern nach Baden angesetzten Tag besuchen und keine Arbeit sparen, um die Ruhe zu sv) ^ und die bösen Händel zu strafen, lind da der Pricsterschaft halb viele grobe Mißbräuche vorhanden thcilweisc zu diesen Irrungen Ursache geben, so sei man des Vorsatzes, mit andern Eidgenossen darüber Z» und Mitteln zu helfen, damit solche Mißbräuchc abgestellt werden, „als auch die uotdurft solichs unserin bc >» nach ganz fordret". . . S«. A. Luccrn: Missi-M. — K. A. Fr-ibmg: A. ^wurvs kölI6>.->I<-° Januar IS 25. 551 sss. Zürich. 1525, 3. Januar. KantoiiSarchiv Basel: Abschiede. Heinrich Nyhiner, Nathsschrciber von Basel, trägt als beglaubigter Bote seiner Herren de». Bürgermeister ""d etlichen Personen des Kleinen Rathes etwas vor, worauf man ihm nicht so bald Antwort geben kann, als begehrt; er wird daher mit dem Bescheid entlassen, man werde so bald irgend möglich die Sache an den größern Gewalt gelangen lassen und dann den gefaßten Beschluß durch eine Botschaft oder schriftlich melden. Allem Anschein nach handelte es sich nm das von Straßbnrg gefachte Burgrecht; leider scheint es nicht möglich, alle dcßwegen gethancn Schritte mit der wünschbaren Genanigkeit nachzuweisen, weßhalb wir uns mit den folgenden Acten begnügen müssen: 1) (1504 ^ctober f) Instruction einer straßbnrgischen Botschaft an den Rath der Dreizehn in Basel, l. Dank für^ihrNachbarliches Erbieten und die Sendung des Stadtschreibers Caspar Schaller. 2. „Und darnf (soll sy) anzeigen, dicwnl die lönf allenthalben sich sorklich crcigen und gschwind sind, und dann ein statt Straß- bmg mit niemands in kein, sonderlichen verstand oder einignng war, ,° erschmen ,y vor wen, als zuo denen sich °in statt Straßbnrg sonderlichs und gnoten nachberlichen willens vertrösten, s.) nnvergr,siener und (...) ratswys, als auch und mo) zno befragen, ob nit ein nachberlicher trägl.cher mrsttn.d m.t .rer l.eb, ouch andern .. fern stellen und ländern der Eidgnoschaft. als Zürich, Bern, Solo.orn und ^chasthnsen zno n.achen war dergestalt ob einich teil, über daß es sich gepürends rechten e.bütt, besechd. oder gewa ll.g .ch uberzogen sollt werden, daß dann die andern Oer.er der selbigen befechdten statt m.t ge.rnwem rut .... rostl.ch^ h.lfe erschwßen ch (en uf °in jar acht Und daß hierin niemands nsgenommen sott werden, dann das ganz hc.l.g ro.n.sch Npch." Bitte um vertraulichen Rath und Forderung dieser Sache. K. A. Abscheid!«-». 21 11121 A JanuarBasel. Instruction für einen Gesandten nach Zürich (und eventuell nach Schaff- Hansen . ' 1 Er soll erlern m. die fAiher angezeigte Bewerbung der Stadt Straßbnrg ..... ein Bnrg.rcht mit d... d.h Sladl... ...» an dm ,.,..»ch.ch -in» N-chd-m »7, >7°"- s? °-.s»nchm s-1. »ad Sl.aßd..., ..ich, im »...I -...!Is... il-idm wo,,-. s° «. «> -A—»< Mi, Baff, ....d Schaff,,...... i»-!»- fflch-»..bindma, -dn .ach. ,» w..- .,» nnaffch.». d-ß d-s,d.ld . » T ., »-ha...» M«-i w M M w Voi. s°s.« dl- -..dchiili,. «.M.o.i °d.n d!- S.ch- °« M«-»-.. mmd k..- „,.,d. ...... dann anch sä, ?!.„ '!.ch...-.., 2. W -.a Mich BG. " "» w P ^ ^ K. A. Basel: Abscheidschnsten (Or»g.). Iprechend handeln, ic. :c. gen ;e>, SS4. Wascl. 1525. 5. Januar. ka».°..SarU,iv Bas-I - Mschi-dc. Instruction. I». Dabei bringt sie noch einige besondere l» Portraa der sechsörtischen Botschaft, laut ihr. I . d ^ r a er ^v .l .ng oer icu)eiv..g t Inno) Baden deren von Zürich gmiet nit haben wellen an: 1) Erstlich daß unsere botten uf (dem) tag chuo) . ... ., . ou,j > geneigten willens gegen inen ». w« (di. V, ^ ) Z ..II. an....... .... ........ 7 dam. die so bisha, an v-obottmcn ....... ffcisch ffkssm, wcldm i so seche mans jetzt ivol, wie wirs halten, dann v>e so v ) 552 Januar 1525. ir achtung nach nit nach verdienen gestraft. 3) Zum dritten, so werden die pfafsen, so wyber nemen und s>"^ andere, so anderschwo vertriben, by uns ufenthalten. 4) Zum Vierden so werden vil und mangerlei hie getruckt und besonder schand und schmächbiechlin, und schrib keiner, der die mach, sinen namen drunder. 5) Z""' fünften, daß unsere botten zum oftern niol zuo tagen geredt und villicht in ir instruction also gehebt, wir heige" cin(en) artikel also lutende in unserem pund, so eins oder mer Ort mit einander zuo zweyung kämen, daß daB wir keim teil zuoziechen sölten, sonder inittler darzwüschen sin; es stand aber, als sy achten, ein artikel darneben, daß wir inen zuozuoziechen schuldig sigen. 6) Zum sechsten so verstanden sy, daß etlich richstett pülldnass"' oder verstand mit uns machen wellten; da sollen wir uns (dar)vor hietcn (und) das nit thuon on der Eidgnosch^ wissen und willen. 7) Wyter haben sy anzeigt den span, so wir haben mit Jacob Mcyger zum Hasen und Uolrich Valkner, mit beger daß man denen ir urfecht Harns well geben. 8) Darzuo haben sy gebetten für Joachim Degenhart den bapirer, Symon Geschwind Rebman, Appolonia Apotekerin. Zu Der Inhalt der Instruction ist von Stadtschreiber Schaller in vier Hauptartikeln ausgezogen; d" Antwort geben wir als Note: 1) 1525, 7. Januar. Basel au die Boten der sechs Orte Luccrn ?c. Antwort auf die am 5. d. M- gebrachten Beschwerden, (z. Th. rccapitulirt). Die damals gehaltenen Vorträge haben so viel Zeit in Anspe"^ genommen, daß bei diesen kurzen Tagen ein Rnthschlng auf den gleichen Tag nicht mehr möglich gewesen; ab" heute habe man — kleine und große Räthe — den Handel wieder vorgenommen, die Bünde nach BedürM untersucht und sich darauf entschlossen wie folgt: Man finde der Bünde halb nichts anderes, als daß man bisher freundlich und redlich gehalten, und sei ferner bereit, dieselben treulich und ehrbar gegen allen Orten Z" beobachten und keines auszuschließen. Den von Bern nach Baden gesetzten Tag wolle man auch (gern) besucht und allen Fleiß anwenden, um den Handel gütlich vertragen zu helfen. St. A. Lucern: Missiven. — K. A. Basel: Missiven, t. 33. id. Abscheidschriften. — K. A. Freibmg: A. älluire« toäorulvs (Copie). Sodann ist auch folgender Act zu beachten: 2) 1525, 7. Januar. Basel an Schaffhausen. 1. Eine Botschaft der sechs Orte habe sich schriftlich "" mündlich über den Ungehorsam der Thurgaucr und die in Zürich unternommenen Neuerungen mit der Lutherisch"' und Zwinglischen Lehre („als sy('s) nennen") beklagt und die Frage gestellt, ob man, wenn sie sich entschlösse'' etwas gegen dieselben vorzunehmen, ihnen helfen wollte, die Anfänger zu strafen ?c. Man habe ihnen geantivom' wie die Beilage laute (die aber fehlt). 2. Ferner haben die Boten andeuten wollen, sie wüßten, was ans ö"" gütlichen Tage zu Baden, als zwischen ihnen und Zürich gehandelt worden, die Meinung der Zürcher was doch ein Gehcimniß („heling") sei, und es liege der Mangel an diesen allein. Man habe aber nichl Geringste verrathen; „das wellen ir ouch thuon". K.A. Sch->fsh-ms°n: C°rr°sp°nd°nz» TZ5. St. Kulten. 1525, 5. Januar (Ans der hl. 3 Königen Abend). Staatsarchiv Lnccrn: Acten Religionshändcl. Kautousarchiv Freiburg: Acte» ^lkuros töckernles. Stadtarchiv St. Galle»: Rathsbuch' Bürgermeister, kleine nnd große Nnthe geben den Boteil der VI Orte (ans ihren Vortrag) folgende l. Sie sageil für die erstatteten Grüße zc. den geflisscnstcn Dank und erbieten sich, solche (Freundschaft) Vermögen zu vergelten. 2. Der Span zwischen den VI Orten und Zürich samt den Thurganern sei der llild der Gemeinde M ganzen Treuen leid. Was zu Illingen vorgefallen, habe man zu spat vernommen,^ sofort eine Botschaft abgeordnet, die aber unterwegs wieder umgekehrt („ivcndig worden") sei, weil der ^ ' durch Gottes Gnade bereits gestillt gewesen. Seitdem habe man den diesseitigen Boten zu Tagen immer er"! Januar 1525, 553 befohlen, allenthalben das Beste zu den Sachen zu reden, damit Unwillen unterdrückt und Freundschaft und Einigkeit gcäufnct werde. 3. Ueber die Vermuthnng, das; Zürich hier, auch mit den Gottcshanslcnten und Andern Hilfszusagen unterhandelt haben möchte, sei zu erwidern, daß solches gar nicht geschehen sei, und die Botschaft wu Zs„ich a„f dem Wege von Appenzell nach andern Orten zwar die Stadt St. Gallen passirt, aber den Rathen «'chts vorzubringen begehrt habe. 4. Ans die Frage, ob man den Bund, den die Stadt mit etlichen Orten habe, 5" halten gedenke, sei man entschlossen, das getreulich zu thuu und Leib und Gut zu den Eidgenossen zu setzen, b« »'an sich von'ihnen Hinwider alles Gnteu versehe; man vernehme auch mit besonderer Freude, das; die VI Drtc mit niemandem zu kriegen begehren, wenn sie dazn nicht sonderlich veranlaßt werden, und hoffe, daß der allmächtig Gott die Sachen gnädig zum Besten schicken werde. 5. Da gegenwärtig aus dem ungleichen Predigen b" Priesterschaft mancherlei Unruhe entspringe, so habe man die hiesigen Priester und Prädicanten durch ein Mandat verpflichtet, nichts anderes als das klare Wort Gottes, und was sie ans der hl. Schrift erweisen können, U' Predigen und alles zu vermeiden, was Widerwillen errege; wenn aber jemand etwas Besseres wisse, so wolle '"U" es freundlich annehmen und sich belehren lassen. 6. Auf die Zu.nuthung, die Gelehrten zu einer etwa zu Stenden Disputation über den Glauben auch zu schicken, müsse man die Besorgnis; äußern, gelehrte Leute, die '« s° hohen und schweren Sachen zu handeln geschickt wären, nicht zu besitzen; aber der Sache zu gnt werde sich darin und in andern Dingen allezeit halten, wie es der Eidgenossenschaft dienlich und gefällig sei. ' Aic». vernehme mit großer Freude, das; die Eidgenossen in „ruhigen und gebührlichen Zeiten" über die ^schwerden die der gemeine Mann von den Prälaten und Geistlichen erleide, sich berathen wollen, um solche Mißbrauche'abzustellen und sei guter Hoffnung, sie werden nach ihrem hohen Verstand darin finden und handeln, Gott löblich und'der Eidgenossenschaft nützlich sei. 8. Da derzeit vielerlei seltsame Reden umgehen, die sich ^ °ft mit der Wahrheit nicht vertragen, so bittet man die Boten samt und sonders, treulich an ihre Herren ""b Obern zu bringen daß sie Klagen gegen St. Gallen nicht ohne Weiteres Glanben schenken, sondern darüber 'christlich Nachricht geben und gebührliche Antwort erwarten möchten; das wolle man jederzeit gutwillig um sie urldiene,i Das St. Galler Nathsln.ch hat nur Minuten des Vortrags und der Antwort; beide sind abgedruckt in Zcllweger's Geschichte, III. 1. 99-100. Zu bemerken ist noch d.e Zeckbestunmung: um zwe. Uhr Nachm.ttags. S3«. Morschttch, Lömiswyl, Koßan, Wyk. 1525, c. 7. bis 9. Ja,mar. Ab.-i St. G°ll-n. -. ..Dis sind die geginen i.t des Gottshns Saut Gallen Landschaft, so vor der sechs Ort(en) potten erschinen Und was jede für antwurt geben hat." ... ,. . . 1, „Zuerst Norschach, Goldach, Stainach und Morswil Hand antwurt geben zuo Roschach uf ma.nnng, w.e " ^Mmiswch "daselbs sind gesin dieselben von Linuiswil, von Hagenwil, ouch Romishorn, Herrenhof, S'unmcri, Bcrunzcll, sampt des Wetters vier Höfe», die habcnt besonder guot autwmten gebe», dero die botten 3-"? sind daselbs zuo Lümiswil ouch gewesen Muolach. Keßwil, Sitterdorf. Hüttiswil, etlich des Welters lüt, Rodmontcr, Waldkilch und Tablatcr, die haben gemamlich und mit enandcr gcnntwmt und fmgcwcndt, das Kotten nit zum besten gefalle» hat. ^ 554 Januar 1525, 4. „Sodann sind zuo Gosiow gewesen die selben von Gosiow, Uberberg, Anwil, Gcbhartswil, Sttubcnzell und Gaißcrwald bi cnandcr; die haben ouch gcantwurt, als die Kotten wol wissend, darbi etwas bcswcrdc» gegen minem g, Herren von Sant Gallen anzogen, darum die Kotten sy durch ir batschast für sy gen Wyl bcschaidcn Hand. Also sind sy gen Wyl kommen, allda sölich ir bcswcrdc» vor den Kotten in bisin mincs g. h. dartuon, darüber mi» g. h. sin antwurt geben, besonder dasi ir gnad von des GottShus wegen das, so die sincn anziehen, inn Hab gchcbt und besessen als das sin, Hab ouch etlichs »nd der mcrtcil mit recht, sine vorder» und er, mitcssc» erobern, und ncmlich erst bi kurzen jarcn ctlichs, das sy da widcrnmb nnzichind, im rechten zuo l'uccrn mc" anbehalten, wie jeder bott witcr waisit darvon zc reden, und dasi min g. h. sich ains rechten ze sin gegen »>en crbottcn hat »mb all ir anziig vor den vier Orten oder vor gcmainen Aidgnosien. llnd als aber si darns sich haben wellen bczilgcn vor der Aidgnosscn Kotten uf mainung, dasi si inen gesagt habind, si wellen mmem g. h. umb das, so si silr bcswcrt dartuon, nichts mer geben, sonder furo warten, was inen mi» g, h, dcsiha>l' mit recht angcwinn, Hand inen die bottcn den abschaid geben, »nd mit in(cn) gcrcdt, si söllind ircn gnaden und dem GottShus geben und tno», was si im schuldig sigcn »nd vorhar geben und tuon habind, und mögind » rechts nit ab sin, söllint si minen Herren de» Aidgnosscn nachkcren und die umb tagjatzung gegen minem g. si und um recht anrucsc», es sig vor gcmainen Aidgnosscn oder vor den vier Orten. Also haben si das angenommen hinder sich ze bringen an ir gcmaindcu, an wcdcrm ort si das recht haben wcllind, vor gcmainen Aidgnosscn oder den vier Orten. 5. „Demnach sind zuo Wil Schulthcsi, klein und grosi Röt, ouch ain ganze gmaind dasclbs ns ircm rathnö crschincn, Mcntags nach der hailgcn dryg kilng tag (9. Januar) ; dieselben lhaben) den bottcn ganz guot gcsch'^ antwurt geben, vorab dasi sy wcllind im gloubcn wie ir vorder» stäl beliben, als man nit änderst sech und vernein, darzuo mincm g. h. tuon alles das si im schuldig sigcn, und die pundt, burk und lantrccht, wie bricf und sigel das uSwiscnt, an den vier Orten redlich und crlich halte», als ir vorder» und st je welle» tuon habind "lo gehorsam litt, und zuo den vier Orten, onch gcmainen Aidgnosien allwcg setzen ir lib, ccr und guot, »'»s vermögen; da söll kain zwisel an sin, mit pitt, si allwcg bcsolhcn zc haben. K. „llnd darnach gcmclts Mcntags zuo inittagzit sind des t^ottshus gegni, ivas in das amt gen Wi> bie»^ all ouch dasclbs'zuo Wil in der statt crschincn, wol us tuscnt man, haben all der mcrtail guot zimlich antwnrtc» gebe», besonder uf mainung, dasi si pündt, bnrg und landrccht und was dieselben bricj zuogrbind, redlich halte", gehorsam sin, an minem gnädigen Herren und den vier Orlen, was si wissen, dasi si schuldig sigcn, und gmainc" Aidgnosscn tuon als gehorsam lüt, zuo inen setzen lib und guot, was st vermögen ; doch als gcrcdt wcrd von einer disputnh des gloubcns, möchte» si wol lidcn, dasi das selb sürdcrlich gcschech, darmit man wisitc, wesi wie man sich halten söllt, mit mc wortcn, als jeder boll wol waisit zc sagen." Das zweifach vorhandene Original hat nur die Daten im Text und keinen Abschicdstitel. SZ7. Schaffktlusen. 1525, !>. Jmmn». ^taat»nr«4,iv Viteern! Arten ^rltflton^hAndrs A«^retdurg: Alten Aklkirv« I. Die Botschaft der VI Orte legt ihre Instruction vor »nd fügt ihre .lilagen über die Anstände ? Hurgau mündlich bei t»ngesähr gleichlautend wie in Bern». II. Daraus aulivorte» Bürgermeister und sie seien gesonnen, die gcschwornen Bünde in allen Pnnclcn »nd Artikeln gegen alle Orte olmc Ausnahme „top'"' ehrlich, redlick) und getreulich" zu halten, wie sie dieselben bisher, soviel sie wissen, glaube» gehalten z» in der Zuversicht, dasi die Eidgenossen das Gleiche thun iverden. Januar 1525. 555 TS«. Waden. 1525, c. 9. Januar. Tag der Botschaften von Bern, Solothnrn, Basel ?c. Neber die Verhandlungen wurde augenscheinlich nichts aufgezeichnet; der Hauptgegcnstand ist in Nr. 22g angegeben, und damit stimme» die uns bekannt gewordenen Acten überein. Zu vergleichen ist Nr. 24V, v. Wir lege» nur folgende Schriften und Notizen ein: 1) Bern beauftragt seine Boten nach Baden (s. 30. Dce.), »öthigenfalls auch ohne diejenigen der andern fünf Orte nach Zürich zu gehen und da im Sinne ihrer Instruction zu handeln, und dann in das Thurgan zu reiten und die gefaßten Beschlüsse den Gemeinden anzuzeigen, ?c. St. A. Be»n Mg. MMd-x. iss-is?. 2) Auch Solothnrn instrnirt eine Botschaft (Hans Hngi) nach Baden, Zürich und Francnfeld in dem Sinne, daß die Frevel abgestellt und bestraft werden sollen. (5. Januar: Nalhsbuch p. 374). Vgl. Absch. Bd. XI. 3) Bei den Basler Abschieden befindet sich eine Instruction auf diese» Tag, der wir folgende Stellen entheben: 1. (Anfang:) „Item so unser l. n. t. Eidgnossen von den nun Orten botte» die Kotten von den dry Orten, als die nndertcdinger, befragen wurden, >vcß willens und gcmicts unser Eidgnossen von Zürich uf nächst gehaltenem güetlichem tag gewesen sigcn, sollen unsere botte» sagen, st) haben dozcmal unserer Eidgnossen von Zürich ballen zuogesagt, densclbigen Iren willen fcrrcr on ir verwilliguug nit zuo offnen, das wellen sy auch thuon; doch sollen st) zuovor dessen mit andern nnsern Eidgnossen von Schasshnsen und Appezell Kotten zuo rat werden. Deßglichcn ob sy die von Zürich u. Eidg. der nün Orten will und Meinung zuo wissen auch begertcn, sollen sy glych wie den nün Orten und hicvor gemeldet antwurt geben. Swygt man aber und fragt nit, (so) sollen unsere Kotten auch schwigcn; so aber u. Eidg. von Schnffhusen und Appezell sich vcrnntwurtcn wellten, sollen unsere botten zuovor init inen zuo rat werden". . . 2. „Unser potte» sollen auch nnzicchcn, daß uns dunl't geraten und guot sin, daß man den Kciscrischcn nime loßt(e), inen uf keinen (tag) mcr gcleit gebe», sonder ire» ganz mießig gang;-dann sy stiften alleinig zwüschcu uns Eidgnossen Widerwärtigkeit. 3. „Unser polten sollen auch ingedeuk sin, ob nicmands davon reden ivurd, daß sy dann anzicchen, uns dünkte guot sin, daß gemein Eidgnossen eiu(cn) tag sichten, wie man discr Widerwärtigkeit abkäm, red hielte, und was allda für antwurt gefällt, das wider hindcrsich an uns bringen." TS». Appenzell'. 1525, c. 10. Jnmmr. Vortrag der sechsörlische» Bolschaft. — stlnherc Angaben fehlen. — (Vgl. Zellweger's Geschichte, III, 1, 190). T4<». Kinsiedeln. 1525, 10. JvIUIvr f. (Dienstag nach Dreikönigen f.). TtaatSnrcinv Vncern: Allg. Abschiede II. i'. l. L-taatönrelnv Ziiriel): Abschiede, Bd. S, 1. 176. — Tschnd. Abschiede-Sammlung Bd. 6. Nr. 1. Ttaatoarct'iv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede X. 1!)1. Äa,,tvttsbiblivtl,ek ^reiburg: Gircnd. Samml. T. III. KnntvttSarcliiv Svlotlinr«: Abschiebe Vd. XIII. Gesandte: Bern. (Sebastian vom Stein), r'nccrn. ... (Johannes Huber). Solothnrn. (Peter Heboll, alt Schultheiß). — (Die übrigen nicht bekannt). Januar 15W, »». Da man vernimmt, daß de» Bündnern Stadt »nd Schloß bläuen entrissen ivorden, so bat man ihnen schriftlich unser Bedauern beengt, Zugleich ist den Vögten in den t^ränzlanden besohlen, wachsam zu bleiben, I». Der Taucher deö Abtes in der Reichenau eriuncrt an die früher getroffene Abrede betreffend das Verhalten bei dem Abzug der beiderseitigen 'Angehörigen in THurgau und begehrt, daß der l'andvogt beauftragt werde, darüber einen Vertrag zu errichten, wie schon dem Vogt Auheim besohlen gewesen sei, « . Wegen des Psrund lehen zu Hüttlingeu werden Joachim Mötteli und der Abt von Au an vier Unparteiische gewiesen, die sie z» vertragen suchen mögen. Könnte aber kein gütlicher Vergleich gefunden werden, so sollen beide Parteien »ul ihren Nechtstitelu wieder zu Tagen erscheinen, damit man sich bcralhe, wohin sie an'S Recht zu weisen sind. «I. ^'aut des lepten Abschieds von Baden hätte der Schultheiß Gffinger im Rainen seiner Voglkinder wegen Weiningen erscheinen sollen: da er aber ausgeblieben, so wird er aus den nächsten Zag cilirt; deßhalb crsncln man Zürich, ihn dazu anzuhalten, «. l, Funker Wolf von Jelmstorf legt über das ab dem Zage zn Baden an den Bischof von Uonstanz gestellte Ansinnen, den Doctor Gck zur Zheilnahme an einer Disputation W vermögen, eine schriftliche Antivort ein, die dahin geht, die Eidgenossen sollen vorerst erwirken, daß Zürich »ii> dem Zwingli zu einer Disputation an einem unparteiischen Drtc sich verstehe; sonst würde die Unterhandlung mit dem Gck fruchtlos sein. Mündlich erbietet er sich, die Mißbräuchc abstellen zu Helsen, welche die (Eidgenossen „erkennen mögen." 2. Jehl eine Disputation zu halten, scheint indcß den Boten nach gepflogener Unterredung nicht gut, aus allerlei Ursache», welche die Herren in jedem Drtc wohl ermessen können, 't, 'Z^eil nun abc> vielerlei Mißbräuchc und Beschwerden osseubar am Zag liegen, die sowohl vo» geistlichen als weltlichen brig keiten überall aus die armen 2eute gewachsen sind, so wird der Vorschlag gebilligt, daß die Eidgenossen von olle» Drtcn sich zusaininenverfügen »nd Artikel aufscpen, in welcher Gestalt die Mißbräuchc abgeschafft werden solle», damit das Gute nicht mit dem Bösen unterdrückt werde »nd man zur Einigkeit kommen und darin bleiben könnte bis auf die Zeit eines allgemeinen Gonciliums. Dieser Vorschlag soll von jedem Boten zum treulichsten heimgebracht und überall reiflich erwogen werden, damit ma» den gemeinen Mann zufriedenstellen und z»m Gehorsam bringen möge. 4. Ferner soll mau berathcn, ob man nicht auch die Bischöfe von Uonstanz, Gh»r, Basel und Lausanne und andere gelehrte seilte dazu berufen wolle, um in der Sache desto fruchtbarer Handel» und die gefaßten Beschlüsse desto kräftiger beschirmen zu können bis aus ein gemeines Goncilinm, 5, Für dieses Geschäft wird nun ein besonderer Tag auf de» 2li, Januar »ach ^neern angescht. Heimzubringen und alSdaiw Antwort zu geben, ob man auch Zürich dazu laden wolle, t. GS wird ein päpstliches Brem vorgelegt des Inhalts, daß die Gidgenossen die Johanniter Häuser in ihren Gebieten bei ihren Freiheiten schirmen möchte»- Heimzubringen, ßx» Der Prior von Gappcl und der 1'andvogt im Zhurgau melden, l, daß die Aeblissin z" Dänikon nicht mehr regieren und im Kloster bleiben wolle, weil man ihr nicht mehr gehorche; der Gonvcw habe nun eine andere Aebtissin erwählt, aber nur für zwei Fahre. 2. Die Frauen bitten um Verbesserung >h^' Psrüudcu, iveil sie mit denselben nicht mehr ausreichen, kl, Die abgetretene 'Aebtissin begehre ein angemesscnG Leibgeding von dem Gotteshaus, 4, Gndlich beschweren sich die von dem Kloster belehnten Bauern über zu Zinse. — Heimzubringen, da die Boten über dies alles keine Vollmachten haben, 1, Der Vandvogt im Thurgau klagt, daß ihm Gtliche die Fastuachthühner nicht mehr entrichten wollen, namentlich im Dänil" Amt, indem die 5'eute einwenden, die Unterthancu von Zürich geben auch keine mehr, 2, Ferner berichtet ei, daß zu Andorf Ginigc auf Weihnachten die (Gucisire und Bildnisse aus der Kirche aus ein Moos hinan-' getragen, geviertheilt und in Gräben geworfen, „als ob sie Uebelthäter gewesen". Seine Nachfrage sei obnc Grfolg gewesen, indem er von .Federmann den Bescheid erhalte, man wisse nicht wer cS gethan; nur zw" Januar 1525. 557 Schein habe man eine Gemeinde Phallen, »in die Schuldigen. herauszubringen, aber umsonst! der Priester »cnne aber de» Wirth und den Sigrist, die mohl Auskunft geben könnten! seitdem haben ihn die Bauern durch eine Abordnung ersucht, niemand einzuziehen; wenn er einen Thäter wisse, so möge er den wr das Landgericht laden. 5. Cr vernehme auch, daß diese Bauern mit denen von Elgg und dem ganzen Thurgau ein Verständnis; haben, sich zu erheben, sobald er jemanden finge, womit der Anfang zu einem allgemeinen Sturm gegeben wäre; werden aber hier die Schuldigen nicht bestraft, so könnte an andern Orten ein Aufruhr entstehen. 4. Alis Weihnachten habe der Priester zu Andorf den gebräuchlichen Umgang halten wollen, der Sigrist ihm aber das Crncisix verweigert. 5. Es beschweren sich die Priester, daß man ihnen die vier Opfer nicht mehr geben wolle. K. Die von Ermatingen haben den Priester noch, der hätte wcgschwören sollen; auch »ziehen" da Einige Bärte in der Meingng, dieselben nicht abzuscheren, bis sie selbst Herren seien. 7. Ueberhaupt sei da kein Gehorsam mehr, und er könne niemand strafen; denn sobald er es thun wollte, würde ei» Aufruhr ausbrechen; er dürfe nicht verhehlen, da wisse er nicht zu regieren. - Heimzubringen und zu berathcn, was darin zu thnn sei. Zugleich aber wird dem Landvogt ernstlich befohlen, die Dinge anfmerksam zu beobachten, einstweilen jedoch niemand zu strafen, sondern die Frevler aufzuzeichnen, um sie finden zu können, wenn man sie dcrmaleins strafen wolle. I. Der Landvogt im Thurgau zeigt ferner an, der Abt von Krenzlingen habe z» Trüllikon ( trülich") einen erkauften Zehnten; nun verlangen aber die dortigen Bauern, daß er ihnen s>"n- diesen Zehnten eine Kirche baue und einen Priester halte, und da er solches nicht glaube schuldig zu sein, so sei er nach Zürich vertagt, ...» den Bauern Antwort z» gebe»; hierüber bittet er nun um Rath. - Dcßhalb wird Zürich ersucht es möge den Abt bei seinen. Zehnten bleiben lassen, und .venu die Bauern nicht nachgeben, s° solle» sie ihn in' den Gerichten suchen, wo er sitzt, k. In dem Span, den „wir" mit Zürich haben wegen des gemeinen Schreibers auf de... Rcchtstag, beharrt das letztere ans der Meinung, daß man (zunächst) nur hiefür einen Obmann erwählen solle, während die nenn Orte einen solchen für den ganzen Nechtshandcl bezeichnen wollen mit den. Zugeständnis; zwar, daß derselbe erst bei den Schiedlcutcn sitzen dürfe, wenn diese unter sich zerfielen Da man hierüber ohne Erfolg in Einsiedeln, Baden und Zug verhandelt hat, so wird jetzt Zürich nochmals dringend ersucht, endlich einzuwilligen zu de». Begehre» der Eidgenossen, dan.it der langwierige Handel ins Reine komme' cs will aber seinen Boten keine weitere Vollmacht geben. - Darauf hat ...an den Vorschlag lfemach.. es möchte seine Zugesetzten mit denen der Eidgenossen zusammentreten lassen, ..... Klagen und Antworten anzuhören und die B.u.dbriefe zu verlesen; wenn sie sich nicht vereinigen könnten, so würde man emen Obmann erwählen, der dann zuerst einen gemeinen Schreiber einsetzen müßte. Auch hieraus w.ll Zur.ch steh ...cht e.n- lassen, damit die Schiedsrichter nicht von de», zu Baden gegebenen Urthc.l gedrängt wurden ^a es auch alle Vorschläge betreffend Schreiber und Schiedleute verworfen hat, so w.rd beschlossen d.e ^ache he.mzub.n.gcn, um sie überall nochmals reiflich zu erwägen, und auf den 12. Februar ein anderer Tag angesetzt. Ans das Begehren der Boten von Zürich, sie nicht in Beschlüsse und Schuften betreffend d lu her.schen Händel mitzubeqreifen, wird wie zu Baden geantwortet, wo sie ...cht m.ts.tzen, werden su auch n.c) e.nbcguf,en .... Zürich gib. Antwort wegen des Bauern zu Pst)", der seine Gevatter... zur El^ genmn.nen und he.lt jedem Ort ein Büchlein mit, wobei es erklärt, es lasse jeden, der zu „ihnen" komme, das Wo.l G ttes lehren ohne Rücksicht auf Päpste, Cardinäle oder Bischöfe. Ist auch heimzubringen. ». Dchgle.chen d.e Antwort betreffend die Lenle, die zu Waldshu. liegen, nämlich daß es (Zürich) nut e». Dr. Sturzel d.e Er e.n.n.g prüfe.. n„d untersuche» .volle, wer sie besser gehalten habe. Antwort ans nächsten Tag ... zeder Bote kennt de» Berich, den die .wnp.lente aus de». Feld geschrieben, und ihr Gesuch, de». Ko.ug »och Aufschub zu gewahren, 5) .'>8 Januar 15,25. da dem König sowohl als den (Eidgenossen gar viel daran gelegen sei. Warans hat man den Hauptlcutcn im Feld geschrieben; der Bote von <^lar»s stimmt aber nicht da;», i». 1 Vinn bat die Beschwerde des Londvogies im Thurgan verhört, daß er im Gebiet von Zürich nicht sicher sei; er bittet ibm bierin bchülslich zu sein, von Zürich erwidern, er solle seht ihr Gebiet nicht betreten; zn gelegener .Feit werden sie ilm berechtigen, 2 Tara»' hat man dem Landvogt bewilligt, Kundschaft nnszunchincn und dazu einen Bote» ans irgend einem Drle bei;» ziehen; doch soll Zürich auch dazu berufen werde», .'l, Da Zürich ihm die Schuld an dem twaltcndcnt und aller Unruhe beimißt, so antwortet er, er habe nur gethan, was ihm die Eidgenossen befohlen, und erilärt, daß er sich gegen eine solche Beschimpfung rechtfertigen werde. — Heimzubringen und ans nächstem Zage Antwort zu geben, was in der Sache zn Ihun sei, »z. Betreffend das (besuch des Heinrich Lanz um Legitimation sei»c> Kinder ist dem Landvogt Vollmacht gegeben, mit ihm abzukommen (oder weiter darüber z» berichten ) 1°- 'i»I dem Tag zu Lucern ist Antwort zn gebe» über das Begehren Johannes HnbcrS, der mehrmals auf die ^age gekommen, weil er als Schreiber ernannt worden, und damit große Kosten gehabt bat, »>. Tic vier Schirinorte Rappcrswyls wollen nicht gestalten, daß die Knndschnstcn für den Streit zwischen dem Abt von Ruti >»>d Jacob Baumgartner nach Zürich gefertigt werden; zuerst soll einmal der frühere Handel erledigt werden und zwar in Konstanz oder Rappcrswyl. <. „Sind indcnk, was mit üch gcredt »s des Zwinglis trnck " « Zürich mehrmals anerboten hat, die Schuldigen im Zttingcrhandel, die in den hohen Berichten der X L sitzen, nach Gebühr strafen zu Helsen und diejenigen, die ihm allein angebörcn, selbst zu strafen, so wird jcb> an dasselbe die Frage gestellt, ob eS die Seinigcn anhalten werde, de» durch sie entstandenen Schaden abzutragen nach Verhältnis! ihrer Anzahl und Schuld, falls nämlich gütlich oder rechtlich festgesetzt würde, daß es sie sclbc> zu strafen befugt sei. Je nach der hierauf erthriltc» Antwort gedenken die neun Orte weiter zu geben, um u>o möglich bald des Handels ledig zu werden, H. Die Boten von Bern und Solotlnirn sollen anch Heimbringtin daß ihre Herren in das Thurgan schreiben „die meinig, als die botten, so zuo Baden gsiu, in bcsclch gelabt Hand, als sy beider syt müssend." u ,> a»S dem Zürcher, r aus dem Bcrncr und <>t>arner (^reniptar. Bei» Zürcher Abschied sehten «'» Ii, >», <», »ud i» größtcnthcilS. Mehrere Artikel sind dort anders, uameuttich türzer gesaßt. S. z. B. Rote p- Zu I». 1.525, 17. Zauuar " auszutragen, und haben die Boten der neun Orte zudem erkannt, daß die Sätze einen Schreiber wählen solUe»; Januar 1525, 559 nachdem Zürich dazu eingewilligt, habe» sich aber die Richter getheilt, indem die diesseitigen den Rathsschreiber von Basel gewählt, die andern gesprochen haben, Zürich solle einen von ihren Vorschlägen annehmen; es sei dann einem Obmann anheimgestellt worden, über diese Urthcile zn entscheiden, und dcßhalb ein dritter Tag angesetzt, mit dem Auftrag an die Zugesetzten, sich mittlerweile zu versammeln und einen Obmann zu bezeichnen. Als sie dann in Zug getagt, haben die der neun Orte vermeint, der zu suchende Obmann solle nicht bloß für die Wahl des Schreibers, sondern für de» ganzen Handel ernannt werden, was die von Zürich bestritten haben; man hätte das auch nicht zugegeben, da man noch nicht in der Hauptsache sei. Ans dem letzten Tage zu Einsiedel» haben nun die neun Orte abermals gefordert, daß Zürich einem ihrer Vorschläge beifalle oder einen Obmann erkiesen helfe, der auch i» der Hauptsache entscheiden würde, jedoch dabei nachgelassen, daß derselbe der ganze» Verhandlung beiwohnte oder nicht; denn in den Bünden sei nichts gesagt von eines Schreibers wegen, und es wäre schmählich, nur einmal, und nicht bis zu Ende des Handels, Obmann zu sein; es sei das (Gegcntheil) bisher auch nie Brauch gewesen. Das haben die Boten van Zürich ihren Befehlen gemäß nicht annehmen können, und wiewohl die Boten der neun Orte besonders geschrieben und gebeten, ihnen darin zu willfahren, damit der Handel vorwärts käme, habe man doch nicht zu entsprechen vermocht, da dergleichen nicht in den Bünden begründet sei; denn der Ausdruck „einen Obmann" (wählen ,'e,) sei nicht so zu verstehen, daß der einmal gewählte Obmannes immerfort sein und die Sätze ihn immer haben müßten; vielmehr sollen sie, so oft sie zerfallen, einen Obmann nehmen, der einem ihrer Urtheile folgen soll; sonst wären sie in der Wahl der „Obleute" nicht mehr frei. Wenn es bisher anders gehalten worden, ans gütlichem Nachlassen, so schade das (diesem Falle) nichts; bleibe Zürich stracks bei den Bünden, so thuc es mehr recht, als wenn es einen abweichenden („sondern") Brauch beobachte. Es seien übrigens die Händel früher auch derart gewesen, daß man einander eher habe nachgebe» können als jetzt. Nachdem man in diesem Sinne geantwortet, haben die Voten der neun Orte vorgeschlagen, die Hauptsache vorzunehmen, und wenn in dieser ein Obmann nöthig würde, demselben auch die Wahl eines gemeinen Schreibers anzuvertrauen, wogegen die diesseitigen Baten bemerken mußten, wie unförmlich das wäre, auch den Zugesetzten unerträglich, da es nicht möglich sei, alles (im Gedächtnis;) zu behalten, was ins Recht gebracht würde. Darauf sei verabschiedet worden, das heimzubringen und darüber weiter zn rathen. Da nun die Sache so gegangen, und man bei den Bünden bleiben wolle, so hoffe man, daß die andern Orte das nicht mit Unwillen anfnehmen, zumal Zürich sehr geneigt wäre, des Rechtens enthöbe» zn werden. («>.) Der im letzten Abschied erwähnte Beschluß von Baden, daß Schultheiß Effingcr in Einsiedeln erscheinen solle, sei Zürich nicht gemeldet worden; er »verde nun aber der Aufforderung Folge leisten. (i>i.) Den Boten von Zürich sei auf ihren Bericht über die zwei Gevatter, die einander zur Ehe genommen, von andern gesagt morden, „wie mit'großcr beschwcrd" sie das heimbringen wollen. Nun folge man hier dem Gotteswort, das eine solche Ehe nicht verbiete; darum mögen die andern Orte es im besten aufnehmen und M. Zwingli's Antwort in dem (zu Einsiedeln) vcrtheilten Büchlein hören; genüge die nicht, so lasse man ihn sich weiter verantworten. (».) Zürich sei „angezogen" worden wegen der noch zn Waldshut liegenden Leute; von solchen wisse man nichts, indem man alle hcimgefordert habe und keine als ungehorsam kenne; es gebe aber arme Gesellen und Einige, die zur Strafe nicht daheim sein dürfen; wenn solche da wären, hoffe die Obrigkeit, es solle das nicht ihr zur Last gelegt werden. Wenn übrigens die Oesterrcichischcn sich damit nicht zufrieden geben, so wiederhole man das gethane Erbieten, mit Or. Sturze! zu erörtern, wer die Erbeinnng gehalten habe oder nicht. (i».> Ans die Klage des Lnndvogtcs im Thnrgan w. habe man zu Einsiedel» erklären lassen, „daß es wcger sig, er kome nit in unser oberkeit, dann er svg ein ursach alles Jttingcr Handels und derselben unrnow, habe ouch uns und die unser» eben mit scharpfcr red anzogen, dardurch im von den unfern lichtlich etwas möchte begegnen, das aber vcrmitten blib, so er nicndert »nder sy käm, und darum habint wir in gcwarnet, daß er sich goumc und also uns und die unser» rüeivig laß"... St. A. ZiMch: A. JttiiMrhandcl. — St. A. Bmit A. Kirchl. Angclegmhcite». — St. A. L»cm,: MNsiven. — ». A.-Solvthmn: Nbsch. Bd. XIII. Diese Darstellung bestätigt der von Schreiber Hubcr amtlich verfaßte Aufsatz in den Acten zum Jttingcr- Hallte!. St. A. Lucern: N. Religionvhündel. Januar 1525, Zu i». „Man hat auch dem landvogt im Thnrgöw gönnen, knntschost nnzuoncmen »in die sack, darum in nit wend rechts erlassen ; doch wenn er das thuo» well, soll er üch das verkünden, damit icr mögt in VUgeN slN." (.^»rchei 241 Zug. litL.'», II. Icmual' sMittwoch nach hl. 5 Königen». >2.taatSarci,iv tz*«cern: Actrn Religion'siänkcl. Tag der Schiedsrichter von Zürich und von den neun Orten, in Sachen des JttingerhandelS. Erörtcr der Wahl eines Obmanns. Der Streit wird, weil eine Vereinbarung nicht ersolgt, ans den nächsten !ac Einsiedeln gewiesen. — Vgl. Nr. 24l). 1) 1525, l. Januar. Zürich an Zug. Nachdem man letzthin den nenn Orten gemäss den Bünden den Recht in Bade» abgekiindct und denselben nach Einsiedel» gelegt, vernehme man, dnsi darin ein Mißverständnis» n> die Meinung nämlich, daß von hier aus der Tag „gekürzt" und ans Drcikönigen bestimmt worden sei, vielleicht Unwillen errege. Daher zeige man hicmit freundlich an, daß man nie die Absicht gehabt, den Tag l Zcitpunct) zu ändern, sondern nur den Platz ; man werde also aus Montag nach Dreitänigen die dicsseit Zugesetzte» und andere Verordnete dahin schicken. Vitte, diese Entschuldigung auch an Luccrn, llri, Schwqz llntcrwaldcn gelangen zu lassen. 2) 1525, 2. Januar (Montag nach NcujahrSIag». Zug an Luccr». Mitthcilung obige» Schreibens, mit c Abschrist für llntcrwaldcn. S>, « r»^ Min»'» Wir dürfen vcrmuthcn, cS bezeichne das obige Datum das E„l>,- dieser Vorvcrhandlung, die vielleicht 10. begann, sodaß die Verweisung auf den eben begonnenen Tag in Einsiedel» noch möglich war. 24? Aruuenfctd. 1525, II. Januar »Mittwoch vor Hilarii». Staatsarchiv Vucern: Acten Rcligionsbändel. ». Auf das Anbringen der Voten von den VI Orten geben die Gerichtsherren und die Anwälte Gemeinden im Thurgau folgende Antworten: 1. Der Vogt zu Gottliebcn, im Namen des Bischofs Eonstanz, »nd die Gerichtsherren und Landsäßen gemeinsam, sie wollen de» Eidgenossen gehorsam Leib und Gut zu ihnen setzen, wenn etliche der Ihrigen mit Bildern oder andern Dingen unschicklich Hände dieselben wo nöthig gern anzeigen und nach Vermögen strafen Helsen. 2. Schultheiß und Nath von Jraucnse Sie wolle» den Eidgenossen allweg gehorsam sein mit Leib und Gut. 5. Die Anwälte von Dießenhos Schultheiß und Rath bestätigen die früher schriftlich abgegebene Erklärung; wären sie jetzt anderer Meinuns würde» sie solche eröffnen. 4. Schultheiß »nd Rath von Rheinau: Sie wollen alles thnn, was sie sch> seien, zc. 5. Die Anwälte der Gemeinden Steckborn, Bernang, Ermatingcn, Mannenbach, Salenstein, tingen, Mammern, Homburg, Thal, Pfyn und Herdern lassen es bei der frühere» Antwort bleiben und w sich des alten Brauches behelfcn, bis die Herren etwas Besseres annehmen und sinden, E Die Gemeinde W> felden und die dazu gehörenden Gerichte bestätigen die seiner Zeit dem Landvogt geschickte Antwort »nd w Januar 1525, 561 sich gehorsam erzeige», 7, Desgleichen die Gemeinde» Märstettcn, Wigoltingen und Jlhart, 8, Tobel und Loinmis bezeugen die vormals erklärte Gesinnung und wollen Leib und Gut zu de» Herren setzen. 9. Die Gemeinden im Tannegger Amt, auch Güttingen, Tägerwylen, Gottlieben nnd Egnach wollen den Eidgenossen und dem Landvogt in allen billigen Sachen gehorsam sein nnd die Ungehorsamen, wo sie solche finden, strafen helfen. 19. Die Anwälte aus dem Gericht des Gotteshauses Illingen versprechen treuen Gehorsam nnd bitten dabei, sie und das Gotteshaus zu schirmen und dessen Schaden nicht zu vergessen. 11. Herr (Ulrich) von Sax läßt durch seinen Anwalt antworten, er und seine Gerichtshörigen zu Bürgten und anderswo, deren er mächtig sei, wollen Z» den Eidgenossen Leib und Gut setzen, 12. Der Abt von Krenzlingcn nnd sein Ammann geben anstatt der Gerichtshörigen die gleiche Versicherung lind empfehleil sich in den Schirm der Herren, 13. Die Gemeinden der Vogte! ans den Eggen nnd zu Alterschwpl erbieten sich wie früher zu schnldigein Gehorsam in allen billigen Dingen, 14. Desgleichen die Anwälte von Egolshofen, Licbbnrg nnd Enimishofen. 15. Thundorf will den Herren gehorsam sein nnd Leib und Gut zu ihnen setzen. 16, Die gleiche Antwort geben die ab dem Tuttwyler- berg und von Langen-Erchingen, 17. Die Gemeinden von Liebcnfels und Eschenz versprechen Gehorsam im Sinne ihrer früheren Antwort, 18, Ebenso Stcttfnrt nnd Matzingen. 19. Deßgleichcn die von Aeppishausen und Buwyl. 26, Die Gemeinde Harperschivplen erbietet sich zu allem Gchorsni», 2-1. Der Hofmeister des Gotteshauses Dießen- Hofen bittet Namens der Frauen daselbst, ans sie ein gutes Aufsehen zu haben, 22, Die Anwälte des unteren Hofes zu Altnan sichern, wie vormals, nnterthänigen Gehorsam zu. 23, Die von Gricßenberg nnd Amlikon erbieten sich zu ihn», was andere Gemeinden, als fromme gehorsame Leute, 24, Der Anwalt des Gerichtes Münsterlingen bestätigt die frühere Versicherung willigen Gehorsams. Das kleine Gericht Utwylcn wird für die Abwesenheit einer Votschaft entschuldigt, da der Tag zu spät verkündet worden, werde übrigens bei der früheren Antwort bleiben, 25, Die Frauen von Münsterlingen bitten, im Fall der Roth sie nicht zu verlassen. 26. Bottikosen, Scherzingen, Nickenbach nnd Illnhausen geben wie früher die Zusage, den Herren allezeit gehorsam Zu sein. 27. Die Anwälte von Gachnang nnd Jslikon haben nicht weiter Gewalt, als zu vernehmen, was die Herren vortragen, »nd es heimzubringen. 28. Nach alledem bitten die Gemeinden, die Herren wollen auch auf sie ein gutes Aussehen habeil nnd sie in Gnaden bedenken, wenn sie zu Tagen etliche Beschwerden vorbringen. I». Die Boten haben auf dem Wege erfahren, wie das Kreuz nnd die Bilder ans der Kirche zu Andorf entfernt und zerhauen worden, nnd das in ihrem Vortrag auch angezogen, mit der Drohung, es schwer zu ahnden, zc. Darauf antworten die Anwälte von Andorf, das sei am Weihnachttage bei „Nacht nnd Nebel" ohne der Gemeinde Wissen nnd Willen geschehen lind ihnen trenlich leid; in großer Furcht vor dem Landvogt haben sie mehrmals die Gemeinde versammelt »nd ernstlich nach den Thätcrn gefragt, damit nicht Unschuldige leiden müßten; da habe Keinem davon wissen wollen, und sei es deßhalb beinahe zum Schlagen gekommen. Als das die Thäter gehört, haben dieselben — sie wohne» im Zürcher Gebiet — ihnen melden lassen, daß kein Andorfer schuldig sei, nnd versprochen, die Hühner des Pfaffen zn bezahlen nnd die Personen anzugeben, die sie genommen. — Als Bethei- iigte sind dann genannt worden vier Söhne Heini Oeningers ab dem Schneitberg und Ulrich Wchrli, des Klausen Sohn ab dem Hagcnstall, Zu Im Original fehlen die Ziffern. 71 562 Januar 1525. ?4Z. Zürich. 1525», 13. Januar (Auf dcu xx. Tag). GeaattarNiIv Ziirtcti! Tschud. NblchUde-Sammlunji. Bd.«. Nr.«. A»rn I. vappelirkUeg. Tlaal»ae>>> Bern! Nllg. eldq. Abichi'd». X p «o« »ianlontarririv Basel! «dschtide. KanlvnSarrlriv EoloUlurn: Ablchiid«. Bd. XIII. »anlo»»arhw in Zürich gestattet werde, wvllen sie nicht anfechten. II. Ueber diesen Vortrag haben sich die Herren von Zürich bcrathcn und nach Verkantung des freundlichen Erbieteus der Botschasten geantwortet wie folgt: 1. Sie haben vor Jahr und Tagen zwei oder drei Mal durch Mandate befohlen, Zinse und Zehnten und andere Schulden zu geben wie von Alter her; dabei lassen sie ^ bleiben, und es dünke sie, das geschehe. Daß Jemand, der unschicklich gehandelt, dem Rechten gemäß gcstraß werde, seien sie nie zu hindern Willens gewesen. 2. Es sei ohne Grund behauptet worden, daß sie bei den Fremden Hülfe oder Rath suchen. 3. WaS Zwingst der Gevatterschaft halb gehandelt, werde in den gedruckte» Büchlein verantwortet, von denen jedem Boten zwei Eremplarc übergeben worden. Die Herren bitten nun dringlich, diese Büchlein vor kleinen und großen Rüthen und den Gemeinden zu verhören und bis zu Ende zu lesen; um» werde darin dargethan finden, daß die Stadt Zürich sich an das göttliche Wort halte und alles treulich erstatte» wolle, was redlichen Eidgenossen nach Inhalt der Bünde gezieme. DaS Datum lautet bei den einen Ercmplarcn riij. Jcnncr, bei den andern rr. Tag. — Das Schassh»ust> Exemplar ist zum Abschied vom 14. September d. I. eingeheftet. Zu II, 3. Es handelt sich offenbar nicht um die von Zwingst herausgegebene RcchtscrtigungSschrist, sondei» um ein Publica! der Obrigkeit, das in einem sehr selten gewordenen Drucke vorliegt. Wir geben auch h>c> bc» vollen Text in etwas gereinigter Schreibung. (1525, 4. Januar). „Inhalt etlicher händlcn, wie die an inen sclbS zum teil mit der wa'hcü vergangen und zum teil erdacht sind, die ein Bürgermeister, Rat und der groß Rat der statt Zürich »t - gnossen und Zuogcwandten in einer gmcin, als uf die sölich Händel dienend, berichtend und sich gegc» entschuldigend und vcrantwurtcnd." Januar 1525. 563 Den frommen, fürsichtigen nnd wysen, schultheißcn, landammann, burgermeistcrn, raten, burgern, landlüten und gmeinden der loblichen Eidgnoschaft und allen andern unser Eidgnoschaft Zuogcivandtcn und Puudsgnosscn, wie denn die einer Eidgnoschaft mit lieb und leid verwandt sind, und derselben rät(en), bürgern, landlüten und gmeinden, unfern besondcrn guoten fründcn und gctrüwcn lieben Eid- und pundsgnosseu cmbictcnd wir der Burgermeister, Nat und der groß Rat, so man nempt die Zweihundert der statt Zürich, unser fründlich willig dienst und was wir ceren, liebs und gnots vermügend, alle zyt bereit zuovor. Unser erlöser Jesus Christus hat uns gelcrt und uuderwyst, wenn wir an den einen baggen werdind geschlagen, söllind wir den andren ouch darbieten. Deß wir uns bishar habend gcflisscn und sölichs unser schwächt nach für ein erempcl gefastet und uns, doch mit unwarhcit, vilfaltiglich lassen schlahen nnd alle unbill von etlichen un'scrn mißgönnern mit großer gedult getragen, und das so lang, bis es ist dahin kummcn, daß wir, so kein besserung, sonder allein ärgernis hernach folgt, wie Christus hat gesprochen, wol sprechen mügend: Habend wir übel, dz ist, unchristcnlich gehandlet, so bcwyscnd es; habend aber wir christcnlich, recht und fromklich gehandlet, warumb schlahend, das ist, verklagend und schmähend ir uns? Nnd damit wir unsers bedunkcns sölichcn Ungunst abwcndind und unser Unschuld gegen üch, unfern getrüwcn lieben Eidgnosse», ouch allen christglöubigcn, erhalten inügind, ist »nscrs bedunkcns not, daß wir des allerersten anzeigiud ursach söliches Widerwillens, zuo dem andren, daß wir die artikel, eins teils uns unwarhaftiklich-und andrer Meinung, dann die beschchen, und aber uns vcrkert und zuogeleit sind, ze vcrantwurtcn, und zuo dem dritten ze erscheinen und ze eröffnen unser herz, trüw und liebe, so wir bißhar zuo einer löblichen Eidgnoschaft habend getragen, und ob Gott will, in die ewigkeit, so wyt unser lyb, eer und guot reichen mag, tragen sollen und wellen. Und harumb, so ist uf den ersten artikel kurzlich ze wissen, als dann Franciscus, dis namens der erst Küng zuo Frankrych, um ein hilfliche pündnis und vcreinung hat geworben, die von üch unfern getrüwcn lieben Eid- gnossen von den zwölf Orte» ist angenommen worden, und aber von uns und unser gemeind in der statt und uf dem land, uf vilfaltig ersuochcn, pitt, beger und zuo lctst etwas tröuwungen, im verseit und abgeschlagen, uß Ursachen uns darzuo bewegende, und fürnemlichcn, daß wir und die unfern, in der statt und uf dem land, uns nit habend also wöllen verbinden, unsere knecht andern lütcn, die uns kein leid thuond, umb gclts willen uf den hals richten, sy zuo müessiggänger, und so st) umkämind, ire wyb und kinder ze witwen und weisen machen, und also dem Küng sin eer und nutz mit uuserm und der unfern merklichem schaden schaffen, und onch also uns und die nnsern dem Küng eignen. Dcßhalb dann wir, nß sölichcn und andren Ursachen, die wir diser zit im besten »»gemeldet lassend, die fryhcit nnsers lands, lybs und guots, so unser vordren mit großer arbeit, angst nnd not, ouch schweissigen Händen übcrkummc», nit habend wöllen also hingeben, sunder sölich fryhcit der gestalt und wie die an uns ist gelangt, mit hilf des Allmächtigen, behalten. Dahar aber unsers bedunkeus uns aller unwill ist entsprungen, dann wir achtend unzwystet, wo wir in die französisch vcreinung wärind gangen, daß wir nit, es syc joch des gotts wort oder anderer fache» halb, in so mengen weg, als dann bißher beschchcn ist, wärind angefochten, erforderet und ersuocht worden. Damit wir aber, uf das kürzist, zuo dein andren artikel komind, als wir habend anzeigt, daß wir univar- haftigklich und andrer Meinung, dann durch uns oder die unser» gehnudlct sye, werdind dargeben, füllend ir müssen, nach dem wir die französisch verciuung anzcncmcn, ouch uns von üch unseren getrüwcn lieben Eidgnosse» nit ze sündren, wie obstat, mit güctc und rüche mermalen crfordrct sind, und wir uns daruf alle mal habend crbottcn gehept, den fridcn und die bericht mit dein Küng gemachct, ouch die pündt gegen üch unscrn getrüwcn lieben Eidgnosse» getrülich und cerlich ze halten, hat sölichs gegen mcniglichcm wytcr noch anders nit erschossen, dann daß etlich unser mißgünncr ander weg uns ze schaden und uneinhelligkcit ze machen habend fürgenommen, dero wir diser zyt etlich lassend ruowcn, und wöllcud allein veraulwurtcn die offne» lüg, so uf uns erdacht und uns unredlich zuogcmcssen sind. Und nachdem der allmächtig gott den klaren glänz sines göttlichen worts diser zyt so luter laßt erschynen, dardurch wir werdend undcrwyßt und gclert, vil uulydcnlicher bcschwärdcn, gcbott und satzungen, uns einfältigen leycn hievor von bäpstcn, bischoffen und dein ganzen geistlichen Hufen ufgelegt, ab uns ze schütten und dero mißbrüch ze verbesseren, umb daß »vir durch etlich unverständig, ouch unser mißgönne?, sovil hinderredt und geschuldiget, damit ir unser getrüw lieb Eidgnossen von den nun Orten üch zuo 564 Januar 1625). uns verstiegt und n» uns crfordrct habend von sölichcm zc stond. Dcßhalb wir üch wie vormals ince haben geantwurt, daß wir bißhar nit anders hcttind gchandlet, dann dcß wir uß der göttlichen gschrift des nüwcn un alten Testaments christenlich underwyst und gelert wurdind. Dcßhalb, soscrr wir in einem oder dem andren ' wöltind wir, als die irrenden, nnS durch geistlich oder weltlich »ß gcmcldtcn gschristcn, wo wir dcß »»deinch wurdind, gern lassen wyscn und das auncmen, so gerechter und göttlicher wäre. Darzuo weltind wir ouch u»! pilndt, die wir mit unserer löblichen (5idgnoschnft hcttind, so wyt unser ecr, lyb und guot möchte gereichen, trülichcn halten. Und wo wir anders oder irrens nit bcricht wurdind, wärind wir gott mc schuldig, dann dem menschen gehorsam zc sin. Us sölich seh gcmclt nnser gegeben antivurt ist usgcstandcn Vogt Vgli von Luzern und hat vor uns osten und also grredt: Soserr ir unser Eidgnossc» von Zürich nit von den Lutcrschcn und Awinglischcn scctcn wöllend die sechs Ort, nämlich Lnzcrn, llri, Schwyz, Undcrwaldcn, Zug und Fryburg, ui« mec bq üch sitzen, dcß sy sich ouch also gänzlich entschlossen und vereint hcttind, dz »ns abermals bcdurc», so w» gedachten unser» lieben Eidgnosscu von den sechs Orten bcsscrs und früntlichcrs vcrtruwl, dann daß ir üwccei Kotten sölichs hcttind in bcsclch geben und uns us sölich unser zimlich und christenlich erbieten gcsündrct. Ziu» über sölich unser vilsallig cnbictcn hat der landvogt im Turgöw by nacht und nebcl, so incngkl'che' soll frid »nd ruow haben, wider alten bruch und harkummcn, einen pricstcr us Burg by Stein (da die gricht den unscrn von Stein, und die hohen in das Turgöw gehörend), mit »amen M. Iohans sincm huS übcrsallc», gesängklich angenommen, der selbig pricstcr dann ein mordgcjchrcu hat gcthon und um hils angcrücft. Sölich mordgcschrci der Wächter zuo Stein hat gehört »nd das, als er pslichiig gewesen, geim das so wyt ist erschollen, dardurch die nächsten »achpurcn sind zuogesarcn und habend an ir gloggcn geschb'g"' und ist also ein ganzer landssturm ußgangcn, ob sich ns in das Thurgöw und nid sich ab in unser lau I von einem dorf zuo dem anderen. linder disen dingen hat der landvogt den pricstcr nachts lasse» sücrcn gen Frowcnscld, und do die lüt sölichcm habend nachgcylt und den langvogt oder sine knccht mit dem pricstcr nit mochtcnd bctrcttcn, doch in us ein trostung ledig zc lassen crsordcrt, so wollend sy in zuo dem rechten stellen, wo man sin ^ das inen aber nit hat mögen gcdyhcn. Ist man zuo dem klostcr Zttingcn kommen, und an den vaticr dab - früntlich ersordrct worden essen und trinken, lind als sich undcr dem der zuolous allenthald bar hat !l"" ' sind ctlich trunken und ungehorsam, es syend dann von den iiwern oder unscrn, zuogesarcn und habend angct»»S unschickerlich zc handle«, das dock» uns »nd aller crbcrkcit, die nach vcrmngcn gcwccrt habend, ist ganz leid und m>^ gewesen, das sich dann unserthalb wol hat erscheint. Denn sobald disc usruor an uns ist gelangt, badend angcnds on allen Verzug geschickt gen Frowcnscld zuo dein landvogt, nnd gen Illingen zuo den usrücrige», unruow abzcstcllc», ouch die so uns zuo versprechen stuondend, uß dem seid nbsordrcn, und darzwusche" l ^ unser statt paner lassen usncmcn, der Meinung, wo man nit gehorsam gewesen wäre, daß wir die msteie» ^ ^ gemalt woltind gereicht und gehorsam gemacht haben. Dcß sin aber »it hat bedürfen, dann die »nsc>» gehorsam erschincn, und dcnnocht des selbe» abends gen Stammen und in ander umbligcndc dörscr und ^ gezogen, wie nnd wo sich denn ein jeder macht enthalten. Und inorndcs am tag habend unsere Kotten das so uns mit glttptc» und cidcn ist verbunden gewesen, us einen platz ob dem dörsli Wart, da man das ^ Illingen, bcrgshalb, nit sehen mag,' vcrsamlct und zcsamcn gebracht, nnd die zyt nnd wyl unsere unscrn also vcrsamlct by einander gchcpt und gchandlet habend, das zuo srid und ruow hat gedient, sind ^ lüt zuogesarcn, habend das klostcr mit sür angestoßen, daruö das klostcr zum teil vcrbrunncn, und also söl>ä»e' entstanden ist, dz uns, den unscrn und aller crbcrkcit billich mißsallt und wider ist. Uß wclichcn anzeigte" ^ uns, doch unverdient, großer Ungunst ist entstanden, das alles wäre vermillcn, wo der landvogt im Thwgsw^ bürlich und nit mit gwalt Helte gchandlet. Dann n»S zwyslct nit, wo sich dcrglych sachen, in welche»' ^ das wäre, hcttind begeben, oder in wclichcn gebieten das beschchcn wäre, hcttc cS mcr unruow und große"' willen gebracht, dann das gegen uns hat gebracht. ^ Daß wir aber üch unscrn gctrüwcn lieben (5idgnosscn bishar so vil habend nachgelassen, ouch in ml gewillsaret, will uns mit der zyt wider unser hoffen mcr zuo Nachteil dienen dann zuo srid und einigle"- Januar 1525, 565 ir unser lieb Eidgnossen von den nun Orten habend dcßhnlb die unfern zuo Stein und Stammen und anderswo in unser oberkeit wellen strafe», darum wir üch haben recht gcbotteu lut unser pündcn. Daun uns bedunkt, diewyl uns die grafschaft Thurgöw so vil als üch unser» lieben Eidgnosscn von den nun Orten zuostat, und der landvogt an dem cnd uns so vil als üch einem von den nüu Orten pflichtig ist, ouch unser» nutz und cere geschworen hat, habe er sich nit wol besinnet, da er discn priestcr in der unfern gerichten, onc unser wüsten und willen hat angenommen. Dann ob er schon ein merklicher ttbelthäter gewesen und das zuo dem höchsten wäre, da sich aber uf in »üt args hat erfunden, sölt doch sin Handlung uns als denen, so ouch teil am Thurgöw habend, dcßglychcn an die unseren von Stein, nach altem bruch und harkumcn gelangt und nit also hinder uns gchandlct worden sin. Und so der landvogt sölichs nach sincm selbs rüemen unbürlichcr wys hat gehandlct, da wir nit truwend, daß er dcß von üch unfern lieben Eidgnosscn von den nün Orten allen in befelch habe gehept, unbillichct uns sölichs hoch. Dann on zwyfel, hell steh etwas Handels, sine Herren üch unser getrüw lieb Eidgnossen von Schwyz betreffend, solicher maß zuogctrngen, wiewol er uns zehen Orten an dein cnd glich vil schuldig ist, so hctt er die fach bas bedacht, und nit sölicher maß an die Hand genommen, dardurch solcher schab nit wäre erwachsen. Daun wir sind bericht, daß gedachter landvogt söllc geredt haben, er hctte vor wol gewiißt, daß er disen pfasfen, wie gar er es by nacht für Hand genommen, on merkliche ufrnor der unseren in unfern gebieten nit hctte mügcn hin stieren, und sich dcßhalb best stirer mit lüteu »messen versehen. Wo aber der landvogt schon diser fachen halb von üch unfern lieben Eidgnosscn von den nün Orten befelch hctte gehept, und wir für sächcr gehalten ivärind, söltc dennocht von billichhcit wegen hinder uns und mit den unfern nit also gehandlet, sundcr man uns zuovor lut unser pündcn erfordert haben. Und so wir bishar an dem ort die vordersten sind, söltind wir nit also hinder sich gestellt und nnscrs rechten entsetzt worden sin. Und wiewol wir ander und mer Ursachen, der nnbillichheit gegen uns gebrucht, hie ouch möchtind anzeigen, so will uns doch bcduukcn, die selben diser zyt, diewil wir nmb disen Handel mit üch unser» lieben Eidgnossen von den nün Orten in recht verfasset sind, im besten rnowcn zc lassen. So nun, getrüwcn lieben Eidgnossen, uns gegen üch allen wyterer unwill wirt ufgetrochcn von etlichen, Umb die wir es nit habend beschuldt, harrtterende von dem tag zuo Negenspurg gehalten, da sich Erzherzog Ferdinandus von Ocsterrych mit den dry Ncgimcnten, Jnsbrugg, Ensisheim und Stuotgartcn, snmpt etlichen bischoffcn, äpten und prelaten, die das war wort Gottes nit dulden noch in iren stellen, nach göttlichem ynsatz, dem statt thuon mögend, will uns dcßhalb der Handel vil best härter ufliggen und beschwüren, so wir ir »ngctrüwen practica erlernend, Dcßglichen, so mit üch unser» getrüwcn lieben Eidgnosscn handlend eben die, so von üch hicvor mit schmachworten sind gescholten worden, die wir ouch dcßhalb uß unser statt und land haben gcfertiget, sy nit lenger wellen halten. Und so eben die selbigen bishar vil haben practiciert, wie st) uns Eidgnosscn zuo unfriden bringen und widerspänig machen möchtind, und so sy dcß by uns »it statt finden mügend, habend sy das mit üch unser» lieben Eidgnossen für Hand genommen, fürgeben und uns verklagt, wie wir die Erbeinung mit dem hus Oestcrrich nit gehalten, denen von Waldshnot hilf und trost wider iren fürstcn zuogesagt und versprochen, ouch unseren knechten, die inen one unser heißen sind zuogeloufen gewesen, den sold geben, und ob sy mitcr gcnöt wurdind, inen habind zuogeseit, fürer mit einer merklichen zale wider irc natürliche oberkeit zuo- zezichcn. Und so unser Kotten in sölichen Handlungen sind usgcstellt, und ir unser Eidgnossen üch mit inen hinder uns beredt, das alles uns under uns Eidgnossen unfrüntli'ch bedunkt; dann soferr es die Erbeinung beträf, so gehörlind wir des fürstcn und üwerthalb ouch darzuo; wo es aber das gottswort, das ir nennend den Luterischcn Handel, beträfe, und ir uns ouch für Lutersch achtctind, das nur aber nit mügend gestatten, dann wir keinen andren »amen oder sect uns zuozelend, dann dz wir allein uß dem heiteren gottswort wellend geleert und gcwyst werden, sölt dcßhalb mit uns nach unserm cmbictcn, und nit also wie uns anlangt, gchandlct werden. Dann ob der fürst und ir schon, als uns anlaugt, üch hettind vereint die Luthcrsch sect zc vcrtilken, söltind weder er noch ir uns in söliche scet zclen, nachdem wir dem fürstcn mit Erbeinung und üch unfern lieben Eidgnosscn mit ewigen und geschivorncn pündcn verwandt sind. Dcßhnlb mcnglichcr mag bedenken, ob wir oder Januar 1525, ander wider piind und crbcinung handlind. Und so wir nit mögend müssen, was also gchandlct, und aber uns zuogelcit wirt, wir sygcnd die, so by etlichen stcttcn und gmcindcn hilf, trost und zuosag habind gcsuocht, hindcr und wider üch unser lieb Eidgnosscn, sagen wir dz sich sölichs der gstalt, wie das von uns wirt dargcbcn, mit warhcit nit soll noch mag erfinden. Wol Waldshuot halb sind die frommen lüt von etlichen regcnten, »si keiner andren ursach, dann um des heiligen gottcsworts willen, durch welches wir allein lernend den weg M säligkeit, zuo fcckzd und sindschaft aiigcnommcn, und da inen nf ir überflüssige rcchtpott wytcr Irö»ivu»gcn bcscticchcn, und nian sy nit by recht hat wellen lassen blibcn, sind ctlich der unsern usi guotcr christcnlichcr mciiumg flio inen zogen und haben inen on alle bcsöldung, wie ei» christciimcnsch dem anderen schuldig ist, wellen Helsen vor schaden sin; die sind aber von uns wider abgefordert und heim gcmant. Und so vil die Erbciinmg bctrisst, mag der fürst uns das selb undcr ougen lassen fürhaltcn, wellend wir im güctlich Kescheid geben, und der gcflalt, ay mcngklichcr erkennen soll, weder teil sich am unvcrwiscnlichislcn habe gehalten. So sind ctlich ander artikcl, und derselben eben mcngcr, die uns mit unwarheit sind zuogcmcsscn, dieselben wir zum teil hievor eins teils zuo tagen gegen üch unfern lieben stidgnosscn vcrantwurt, und anders teils m cineni druck habend lassen usgon. Dcszhalb wir achtend onnot ze sind, die hierin witcr anzczichcn. >lbc> o sithar von uns ist uSgcbcn ivordcn, wir habind unsere gloggcn lassen stellen zuo dem stürm und lüt vcroidnct, Baden und Nnppcrschwyl zc überfallen, dcszglichcn ouch Brcmgartcn inzcncmen, daran bcschicht uns ungnem^' und ist us uns erdacht, und von unfern miszgönncrn keiner andren gstalt also sürgcbc». Dan» ob durch l" > ' mit züchten ze rede», erdacht erlogen fachen ir unser lieb bsidgnosscn möchtind beredt und bewegt worden I nit allein Baden, Nnppcrschwyl und Brcingarlcn, sundcr ouch ander anstoszcnd pläh gegen und wider uns lc besehe» und zc vcrwaren, ivas gunstS und willcnü oder fründschast das hell geboren, mag jeder verständiger ermessen. Wir sagend aber also darzuo, das; wir und ein statt Zürich mit den unser» sich noch bisbai a erberkeit gehalten und mit unsern sycndcn sölich Händel, die zuo Nachteil unserer ccrcn hcttind mügrn reichen, > geüebt habend. Warum söltind oder wcltind wir sy dann gegen üch unsern lieben (sidgnosscn, mit denen n»r, unscrS spanS halb in offnem rechten stand, bruchen? Und als dann ouch uSgcbcn wirt, wie in der usruor zuo Jttingcn das hochwirdig Sacramcnt svgr uSgeich"^ und mit den füeszcn zcrtrcttcn worden, dcszglich die Monstranz zerschlagen und hintrcit, das alles in anichnng sölichs uSgcbcns den unsern möcht zuogcmcsscn werden, ivicwol ander lüt mc dann die unsern by sölichcr unsuog sind gewesen, habend wir discr fachen ernstlich lassen nachfragen und mit allem flysz erdurrt, aber »it »mg"' finden, das; sölichs von jcmaS syc beschchcn, dann die Monstranz sid unscrs Herren sronlychnams tag und der selbe» octave da ist lär gestanden, und darin sidhar kein Sacramcnt gewesen, wie dann sölichs gcbrucht wirt. wol ist die Monstranz zerschlagen, und das knpscr, darus sy gemacht ist, hintragen. Wir habend ouch a» c snchc» halb mit dem landvogt welle» nachsrag haben, ob wir die rechten sächcr sölichcr unsuog zuo ' möchtind finden, hat der landvogt uns nit wellen helfe», sundcr vermeint, man söltc mit den pancrn strafen und mit roub und braild messen, wie dassclb gemessen, das eben schwer gewesen wäre. Und sagend o> ^ an disem cnd, dasz wir sür uns sclbS habend best an den unsern folg sundcn, alle die so in angezeigtem J> " ^ Handel oder ander» fachen ungcschicklich, srävcnlich und nit als der srommkcit zimpt, habend gehandlet. ircm verdienen wellend strafen, und darin nicmans schonen noch sürhallc», so wyt wir die mügend finden^ die so dem offnen stürm sind nachgclofscn, dcro vil tind der mcrtcil »it habend gcwüszt, warumb der l^ ^ beschehen ist, und ouch anderer Meinung nit gen Jttingcn sind kummen, dann dasz sy irc» nachpurcn >v^ Helsen lyb, ccr und guot retten, müssend wir nit zc strafen. Dann uns zwistct gar nit, ein jeder sio» bidcrmann könne und mügc ermessen, dasz cS in unser Eidgnoschaft ein löblicher alter bruch ist, so em > ^ ^ uSgat, es syc dann kricgS, sürS oder anderer snchcn halb, dasz mcngklichcr dem nnchloust, und solich z»o ^ ^ ^ uns und den unseren in aller unser (sidgnoschast bishar zuo dem dickeren mal wol hat erschossen, und ob c>^ das nit Helte gcthon, wäre er sincr ccrcn gescholten worden und darzuo schwnrlich gestraft. Uns zwystet ouch wo discr stürm an anderer üwcr unser lieben ^idgnosscn landschastrn als an die unsern wäre gcstoszcn, die > wärind im ouch nachgelösten. Und mag nun mcc mcngklichcr ermessen, dasz discs sturms urhab und allei ha> ^ so darus gefolgt sind, ansang kummen ist von dem landvogt im Lhnrgöw, und er dem allem hat ursach Januar 1525, 567 Aber oiiaiigcsehcn sölichs, diewil wick uns (wie ob anzeigt ist) allweg erbotten haben, die unsern so schuldig fundcn wurdind, sclbs ze strafen, habend wir zuo Vollstreckung sölichs erbietens, nützit dcstminder etlich zuo Stein und andcrschmo in unsern gerichten zuo unser sclbs Händen, und den undervogt zuo Stammen sampt sinen siinen, und den undervogt zuo Nußboumcn, da die hohen gricht in das Thurgöw gehörend, als zuo üwcr und unser der zehen Orten Händen angenommen und die gen Zürich 'gefriert. Do habend ir unser lieb Eidgnossen von den nun Orten die vier gefangen vdn Stammen und Nußboumcn hinus erforderet, üch die gen Baden zc schicken. Und wiewol wir vermcintcnd, man sölt sy vor by uns zuo Zürich crkonnen, ob sy schuldig wärind oder nit, und darum by uns tag leisten oder deßhalb lüt ordnen, die das thätind, oder wo ir die welltind hinus haben, sölltind sy widcrumb in das Hochgericht, als gen Fromcnfeld, darus sy wärind genommen, gestellt werden, so habend doch ir unser Eidgnossen von den nün Orten sölich gefangen schlechtlich wellen haben gen Baden, und darumb kurz antwurt ja oder »ein bcgert. Also haben wir von üwcr gähe und hitz wegen, ouch um srid und ruowcn willen, und damit man witer unruow abstallte, die gefangnen hinus geben, doch mit dem vorbehält und zuosag, daß man solich gefangen allein uinb den Jttinger Handel und stürm söltc fragen und strafen. Und wiewol ir unser lieb Eidgnossen von den nün Orten sölichs habend zuogesagt, so ist doch der selb zuosag gehalten worden, wie gott und bidcrb lüt wüssend, denen wir es im besten bcfelhend. Und sind daruf unsere Kotten usgestandcn und by dem Handel nit mec gesessen. Söliches beschwert uns üwcrthalb größlich, und zwyflct uns nit, wo es by dem vorbehält bliben wäre, es hette uns allen zuo mer willen, srid und cinigkeit gedient. Wytcr so lit uns hart uf, könnend ouch nit ermessen, mit was gestalt wir das habind verdient, dz man » bishnr ze lagen nnwarhaft erdacht reden von uns und den unsern vor unser Eidgnoschaft Kotten hat fürgebracht, als da gesagt ist, wir habend die unsern zuo Waldshnot besoldet, und nämlich jedem des tags einen batzcn ze sold, und die von Waldshnot inen die lifrung geben. Deßglichen wo man die von Waldshnot belägern wellte, söltind wir oder die unsern sy mit sechs tusend stark entschütten, sölichs in die abscheid genommen, hindersich gebracht, den gmeindcn fürgehalten, da dann die gmeinden, unangesehcn dz unser botten sölichs gnuogsam habend vcrantwnrt, so inen das also wirt vorgelesen, vermeinen es sye die warheit, dz uns anders nüt gebirt und ouch geboren hat, unsers bcdunkcns, denn merklichen Widerwillen und Ungunst. So bcduret uns ouch, daß etlich, so schwach und schand von uns in etlichen Orten unser Eidgnoschaft singen und redend, und so erfunden wirt, daß sölichs erlogen ist, blybend sölich thätcr ungestraft von irer oberhand. So wirt ouch usgeben, als uns fürkumpt, daß by uns unchristenlichs werde geprediget, und nämlich sölle unsere liebe frow mer sün gehept haben dann einen, und habe der minder S. Jacob für uns gelitten, und nit Christus. Uud do wir sölichs zuo Luzern uf ein mal habe» wellen vcrantwurten, habend ir unser lieb Eidgnossen dasclbs uns deßhalb nit wellen für üwcr gmeind lassen. Darby mügcn wir nit verhalten, als Do. Egg sich hat begeben, die heilig gschrift mit unserm prcdicantcn Meister Uolrichen Zwingly ze bereden und in zc nndcrrichten, daß er irre, daß wir dem selben Eggen ein fry verschribcn versiglet gelcit by unser statt löufer habend zuogeschickt, mit dem vermanen, wenn er komme in unser statt Zürich und sölich sin cnbieten understandc ze erstatten mit Meister Uolrich, füllend er und die er mit im bring, frycn platz haben, wol und cerlich geholten und im dermaßen gcloset werden, daß er sin fürnemen uud erbieten grundlich und wol sölle und müge erstatten nach aller notdurft. So langt uns ouch an, daß man gegen uns merklichen Unwillen Hab der bilden halb, dz wir die uß unsern kilchen habind qethon; bcduret uns, angesehen dz wir üch vormals durch unser gcschriften und ouch mundtlich üwer botten by uns, oder wir die unseren by üch gehept, gnuogsamlich habend bcricht, daß wir uß der göttlichen gschrift des nüwcn und alten Testaments gnuogsamlich findind, daß die bild nit sin söllind. Und nämlich so wyst der tcrt am buoch Erodi im zwcnzigstcn capitcl von wort zno wort also: Ich bin Gott diu HERN, der dich uß Egypten dem dicnsthus gestiert Hab. Du solt nit frömbde oder ander götter vor mir haben. Du solt dir kein gegraben noch geschnitzt bild machen, ja gar kein bildnnß noch glychnuß, weder deren dingen die in himlen da oben, noch deren die undcn uf erden, noch deren die in wassern sind, undcr der erden. Du solt dich vor inen nit bücken, inen nit dienen, sy weder ccren noch anketten. Dann ich bin der HENNE din Gott, ein starker yfrcr, heimsuochcnde die boShcit und mißthat der vättcrn an den kindcn, bis in das dritt und vierd gcschlecht aller deren die mich hassen, barmherzigkcit aber und früntschaft bcwyscnde in die tusige denen, die Januar 15,25. mich liebend und minc gcbott haltend. Darby man uns billich ließ blybcn, man welle uns dann widerwyscn, dz wir die gschrist nit recht vcrstaizdind. Dcß wir nochmals güctlich wellend erwarten, und meinend ouch, man solle uns beschall» keinen Ungunst nsdrcchcn. llnd Harns so rrmancnd wir dcßhall» üch unser getrüiv lieb Eidgnosscn all gcmcinlich und sundcrlich, zuo dein höchste» bittende, daß ir uns, unser statt und landschast, als ein ccrlich Ort und in unser aller zal nit das iniitdst. »it umb solcher unnützer verlogner lülcn ivillc», die sygcnd geistlich oder weltlich, »it wcllind übergeben, iundc» uns höher und ivärdcr zc achten, dann dz ir uns üch also lassind inbildcn und zno Widerwillen bringen. lind damit wir knmmind ns den' dritten bonptartilcl unscrs fürncmcns in discr unser geschrist, und üch unser» liebe» Eidgnosscn und pundsgnossen crschcinind unser herz, Irüw und liebe, so wir zno üch und unser löblichen Eidgnoschast Orten allen und jeden besundcr bishar getragen habend und hinfür in die cwigkcii, so wy> uns lich und gnot gelangen mag, tragen sollend und wellend, ist nicngklichcm wüsten, was schweren jochs üwc> unser lieben Eidgnosscn von den dry Waldstetten vorderen habend getragen, auch mit was störte, unbillichhcU und hachmuots sy, die sich, irc wich und kind allein mit arbeit, nach göttlichen» gehest», on Nachteil aller völkc» habend begangen und daS brot in dein schweiß irs angesichts genossen, sind bchcrschel geivesen von einem nuiot ivilligen adcl und gemalt. Ta aber gotl der allmöchtig !re», gl»ich »vic der kindcr von Israel, in der stabiloniscstc» gcfängkniS, ist ingcdcnk gewesen, hat ir synd in ire händ gegeben, sy van sölichcm muotwilligen adcl und gwa» erlöst und ine» yngcbc» irc marchcn und löndcr, und sy lassen zcsamcn knmmen mit civigcr pündtniS, damit die selben üwcrc vordren, ouch aller unser der antuen Orten vordren und »vir für und sür dahin sind kunnncn mit piindtcn, liebe, früntschaft und trüw, dz wir uns, die unser» und alle, so uns gott der allmöchtig in u»st> givaltsnmc, schuh, schirm und ghorjami hat gebe», mit sincr hils, on die nicnias nüt vermag, wol vor gwalt, unbillichhcit, schinach und unrecht mügcnd bcschühcn und beschirmen, und also einander Helsen retten unser ccrc, lyb und guot, ouch laut» und lüt, wider alle die so uns daran ivcltind bekrönten. Iis ivelichen ansang sölichcr unserer löbliche» piindtcn vil not ist erlitten und gchcpt ivordcn mit sür!>c»^ Herren, edlen, stcttcn und andren, so sölichs zno ivccrc» undcrstuondcnd, rc man das hat bchoptct. Der selbe» kriegen zyt, fücrcr und schlachten üch unseren lieben Eidgnosscn an dein basten wüstend sind, darin »vir unsir vcrmügcn uird bestes ouch gcthou haben, das ob gotl will von üch und einen» jeden redlichen Eidgnosscn bedach! und zuo herzen genommen und nnscrthalb jctz discr sorglichen zyt nit sol in vergessen gesetzt »verde», dann w» üiver und aller unser früntschast, licbs und lcidS ouch ungern vergessen ivcltind. llnd diß syc gesagt zuo den» kür.zsttcn, allein von dem ansang unser Eidgnoschast und der guotthatcn, so unser vordren einander bcivyßt habend Wyler so wüsscnd ir, »vic »vir und nnscr vordren bishar uns in allen fachen unser Eidgnoschast, »vic gcfarlich die je zuogcstandcn sind, uns habend bcwyßt, unser lyb und guot dargcstrccki. dz »vir hinsür allivcg aber getrüsich und gern thnon ivcllcnd, und sind onch nützit gencigtcrs, dann daß »vir sölichs »nügind thuon. Aber uns bedurct zuo den» höchsten, daß ir unser lieb Eidgnosscn üch unscrc mißgönncr, die ircn eigne» nutz suochcnd, sölichcr maß wider uns lassend verhetzen, llnd darum so wellend gücllich ingcdcnk sin, >vaS »ob früntschast, licbs und Icids ir »nd »vi», onch unsere vordren, Inil einander habend erlitte», es s»,e zuo Burgdmü iin ^cinpachkricg, in, Eschcntal, im lhurgöw, im Ergöiv, zuo Tiesscnhoscn, zc Wnldshuot, in, Lunggdw. den Vurgundischcn kriege», zuo Irnis, im Schwabcnkricg, dcßglich jctz etwa vil ja» har, es syc in »nscr s»!^ oder anderer Herren zügcn, cnncl den, gcbirg in Mciland und Italien, zuo E'nlleran. zuo Si'awcrra, zuo ^oft, Mario» »nd an andren orten, da ir und wir vil licbs und Icids habend gelitten, ob Gott »vi» von üch und »>»5 zuo ewigem nicmcr sol vergessen werden, sundcr nns und unser ewig uachkununcn mit einander in sölichcr lieb' und trüw enthalte». llnd daruinb, gctrüivcn lieben Eidgiiossc» und pnndsgnosscn, so fastend wir zc herzen und bedurct >">ö che dem höchsten, daß on alle unser schuld ei» sölichcr »»will von üch nnscrn gctrüwen lieben Eidgnosscn us und >!' erwachsen, dann wir uns zuo Ingen und snst gcschristlich und muntlich mcrmalcn mit sölichcm ernst verant»""' haben, dcßglich von dcS gottSworlS wegen gnuogsamlich cnbotten, ob »vir darin irtind, daß »vir uns darin güc>>u »nd gern »veltind lassen ivyscn, und darby »vir unS von einer löblichen Eidgnoschast keinSivcgs wellind sü»d>c"' die pündi und was die vermögend gegen üch unser» liebe» Eidgnosscn trülich und crlich halten, »nd sind g"' Januar 1525, 569 niit zwyfleu, wo unser getrüw ernstlich Handlungen, so wir des gottsworts halb geüebt haben, on zuoschnb der unmarhcit an mcngklicheu in unser Eidgnoschaft wäre gelangt, darby ouch bedacht die liebe, trnw, arbeit, angst und not, so ir und wir und unser vordren jemclten mit einander habend gelitten, mit was ernst und wie gctrülich und brüedcrlich wir allcnthalb, als denn gctrüwcn Eidgnossen zimpt, unser lyb, eer und guot und alles vermügen zuo einander habend gesetzt, sölichcr unwill hctte sich nie crhept. So aber der unwill, unsers bcdunkens, wie wir habend anzeiget, am meisten dahar ist erwachsen, villicht daß wir das Gotteswort so luter und heiter by uns lassend verkünden, dcßglich nns und die unser» mit dem Franzosen nit habend wellen lassen verbinden, und anderer fachen halb, so wir nit achtend not ze melden, und also werden dargcben, als ob wir ein Eidgnoschaft habend gehindert oder understnndiud zc hinderen an iren cercn, christenlichem wcseu und altem loblichem harkummen, und willens söltind gewesen sin, die platz so anzeiget sind, heimlich inzenemen, und vilicht mit dem predigen, so by uns geschieht, gcstattind daß ungeschickt Handel und nfrncrcn nnder dem gmeinen man ent- standind, an dein allem, wie ir setz und vormals iner (und) gnuogsamlich haben gehört, uns ungüetlich beschicht. Dann söltind wir alles das schrybcn und sagen, so uns begegnet, so wurde es zuo laug und verdrießlich ze hören. So berichtend wir üch söliches unser notdnrft nach, und mit lutren mortcu deß, dz wir by unsern des gottswort halb ußgangnen Mandaten und dem gottswort gestracks wellen blyben, deß wir und die unseren allcnthalb in der statt und uf dem laud uns also habend vereinbart und uns mit gwalt darvon keineswegs lassen drängen, vor und ee mau uns »ach unserem einfältigen erbieten mit der göttlichen gcschrift beider Testamenten wyßt und underricht, daß nur irrind und uit recht daran syend, alsdann, so man das thuot, wellend wir uns gern lassen wysen. lind enbieteu uns abermals darzuo alles das ze erstatten, so unser geschworen pttndt wysend und frommen redlichen Eidgnossen und christcn zuostat. Und harumb niemas zuo Nachteil, sunder unser Unschuld ze erhalten und die umvüsseudc» discr dingen ze undcrrichten, Hand «vir dis unser verantwurten lassen usgon, mit slyßiger und hoher Pitt, sölichs im aller besten snls dann beschehcn ist) von uns anzenemeu, umb daß großer unwill hingelegt und frid, ruow, liebe und früntschaft uuder uns allen werde enthalten, durch hilf des allmächtigen, der uns sin gnad allwcg welle mitteilen. Geben Mittwochen vor der heiligen dry Küng tag, nach der gcburt Christi tusent fünfhundert fünf und zwcnzig jar. Stadtbiblioth -t Liirich, — St, A, Lucern: A, R-ligi°nSH-i»del, Lucern. 1525, 27. Jammr f. (Freitag vor Purificationis Maria f.). Staat«i>rchiv Luceen! Mg, Abschiede, II, I. n, kmcrn-r Abschiede, II, Uli b, DtixiISarchlv Bern: Allg, eidg, Abschiede, V, p, 401, 2!>I, Zian»o»»arcl>iv Rase!! Abschiede, Ka»to»«>>rei>iv Areiburg: Abschiede, Bd, r>7, Ka»to»SarcI)iv Solottiur»: Abschiede, Bb, XIII, jia»to»SarcIiiv Dchasfhaiisc»: Abschiede, Gesandte: Bern, Sebastian von Dießbach"). Luc er», Schnltheiß (Hans) Hug; Schultheiß (Jacob) von Herlenstei»! Schultheiß (Peter) ,.^nkäs; Jakob am Ort, llri, SInnnann (Jacob) Troger. Schwyz. Ammann (Gilg) Nychmuth; Bogt Neding, Obmalden, Ammann (Niklans) Halter, Nidivaldcn, — Zug. Götschi Zhag, Glarns, Ammann Tschndi, Basel (Jodcr Brand). Freibnrg. Lorenz Brandenburg. Solothurn. Schultheiß (Peter) Hcbolt, Schaffhanscn. — Appenzell, Ammann Eisenhnt. III Bünde. — Wallis. Simon in Albe», Abl Sl Gallen, Ludwig von Helmstorf. Stadt St. Gallen, Scckelmeister Keller, — (Luccrner Exemplar). ». Es wird in Eile an die Eidgenossen von den Bünden, an den König und die Hauptlente im Feld geschrieben betreffend den drohenden Abzug der Erster», um die daraus erwachsenden Nachtheilc zu verhüten. ?». Die Boten deren von Wallis geben die Erklärung, sie werden bei dem wahren alten Christenglauben bleibe» und haben Die Instruction (Absch, X, 2li) nennt Caspar von Müliuen. 72 Januar 15,25 desthalb noch keine Zwietracht im Lande; wenn aber je ans diesem Mistglaubcn bei den (Eidgenossen Zwietracht und Aufruhr entstünde, so werde Wallis Leib und Gut für sie einschen und die Bündnisse, Burg- und Land rechte treulich halten, mit vielen freundlichen Worten, wofür man den verbindlichsten Tank erstattet, r. Ammann Storker von Zug und eine Botschaft des Abtes von Wcttingcn geben Bericht über ihre Sendung nach Basel wegen des Pfafscn von Riehen l (5s haben da beide Parteien ihre .kundschaften gestellt; jedoch seien die besten Zeugen des Bauern aus unerheblichen Gründen verworfen worden, und tropdcm, dast der Stadtschrcibcr selbst gehört, wie der Pfasf gesagt, unser Herr sei von sündigen liederlichen „Weibern" geboren, im Recht unterlegen und als Verleumder »m 70 Gl. gestraft worden. Der Abt von Wettingen übergibt nun die Sache den genossen als seinen Schirmherren. — Heimzubringen, ob man den Pfafscn ans seiner Pfründe lasten, oder wie man, wenn er den Abt um deren Verbesserung ansprechen würde, dem Abt und dem Gotteshaus zu H^st kommen wolle. «I. Bern beschwert sich im Namen des Gotteshauses Königsfcldcn, dast die Gemeinde zu Dogn» und Kiesenbach, unter dem Regiment zu Gnsisheim, den kleinen Zehnten nicht mehr geben wolle, entgegen dem ausdrücklichen Befehl der genannten Negicnmg, und dast die Bauern das Recht vor dem Gericht anbieten, wo sie wohnen. Nachdem man hierüber mit Doctor Sturze! Rücksprache genommen, hat man das Geschäft in den Abschied geseht, um zu berathen, wie man dem Gotteshaus helfen könne. «. 1. Für das Hauptgeschäft, nämlich die Fcstschung „der Artikel", wollen Basel, Schafshaujcn und Appenzell, wie auch der Abt und die Stadt ^t. Galle» und die Bündner keine Vollmacht haben, jedoch heimbringen, was man ihnen in den Abschied gebe. ^ >e neu» Orte aber samt Wallis haben darüber gerathschlagt und Artikel entworfen auf Verbesserung und Gefallen ihrer Herren; auch ist beschlossen, dieselben einstweilen geheim zu halten, bis die Gidgenosscn darüber einig geworden 2. Gs soll nun jedes Ort die Artikel gründlich prüfen, seine besonderen Anliegen und Beschwerden schriftlich verfassen und seinen Boten auf den (desthalb anberaumten) Tag zu Lucern, am St. Apollonicntag (9. Febnnn l genügende Vollmacht geben, um über die Artikel sich (bald) zu verständigen und viele Tagleistungcn zu vermeiden. Auch Basel, Schaffhauscn, Appenzell, sowie Abt und Stadt St. Gallen werden ersucht, ihre Boten mit Vollmacht auf jene» Tag zu senden, damit sie bei der Berathung und Schlustfassung mitwirken können, ll. Der Bote aus den Bünden erklärt, seine Herren haben sich gegen ihren Bischof bereits über einige Artikel vereinbart, bei denen sie verbleiben werden; zu etwas anderem habe er keine Gewalt, f. Gs wird berichtet, dast der Herzog von Würtemberg in voller Thätigkeit sei, im Thurgau und in der Grasschaft Baden Knechte zu werben, indem ei zu Baden und an andern Orten schon Hauptleute, Fähnriche und andere „Acmtcr" beseht und zu Schasshaust" eifrig Geschüh gerüstet habe. — Da man zu diesen Zeiten einen solchen Aufrubr nicht dulden kann, so wird den Landvögten in Baden und im Thurgau befohlen, jeglichen Zuzug bei Gid und Ghre, Leib und Gut zu verbiete», dem Herzog wird ernstlich geschrieben, er solle die Unser» in Ruhe lassen und Niemand zum Ausbruch sordei» Heimzubringen und in jedem Ort zu berathen, ob man ihm die Werbung nachlassen will. zx. Doctor ^"»^ zeigt an, dast das Geld der Pensionen von den Häusern Oesterreich und Burgund bereit liege, und stellt die Anfrage, ob er eS der Grbeinung gemäst in Zürich erlegen solle. Das wird ihm bewilligt; auf den nächste» Tag in Lucern soll dann jeder Bote eine Ouittung bringen, »in sie insgesamt durch einen Boten nach Z»uä> zu senden und da in aller Namen das Geld in Gmpsang zu nehmen. I». I. Derselbe Gesandte begehrt abcri»»^ Antwort, wessen sich seine fürstliche Durchlaucht („Herzog" Ferdinand) zu den (Eidgenossen zu versehen bätie, wenn er gegen seine ungehorsamen Unterthanen thätlich einschreiten würde. — Antwort, wir lassen es bei de» früher gegebenen Abschieden bleiben, nämlich, wir werden unsere Angehörigen nach Kräften abstellen; >»e»u ^ aber einige Ungehorsame der Unterthanen des Fürsten annähmen, so könne er mit ihnen vcrsahrcn wie mit a»dc>» Januar 1525, Aufrührern, 2, Schließlich ivird dein Doctor verdeutet, er möchte sich in diesen bedenklichen Umständen entfernen und einstweilen zu Hanse bleiben, i. Zu Altikon im Zürchergebiet, au der Grenze gegen das Thurgau, haben etliche Gesellen sich geäußert, sie wollten den Sebastian vom Stein, den Amman» Rychmuth und den Landvogt von Baden „für die haben, so zu Baden hingerichtet worden", oder „so schwer Geld"; man fordere viel von ihnen (als Strafe für den Jttingersturm?), sie wollten (aber) eher, „daß uns St. Velti ankam," und wenn Zürich ihnen sein Geschütz gäbe, so wollten sie die „Milchbengel" wohl ein Anderes lehren. — Da nun die Genannten über diese Drohungen sich höchlich beschweren, so wird der Handel in den Abschied genommen, k.. Heimzubringen das Schreiben des Provincials der Augustiner, daß ihr Kloster in Zürich zerstört werde, und ihre Bitte, es möchten sich die Eidgenossen, als Beschirmer der Gotteshäuser und des Glaubens, für die armen Ordensbrüder bei Zürich verwenden, damit ihnen das Kloster samt allem Einkommen wieder zu Hände» gestellt werde. Antwort auf nächstem Dag. I» Eine Botschaft des Königs von Frankreich und seiner Mutter berichtet, Morclet sei mit Geld nach Lucern abgefertigt, um den Ansprechen» etwas a» die ausstehenden Sölde zn bezahlen; derselbe werde so viel thuu, als er jetzt könne; auch werde ihm mehr Geld nachgeschickt, das bereits auf dem Wege sei; darum bitte er die Eidgenossen, dafür zu sorgen, daß er von den Ansprechen» nicht übereilt »verde; er gebe die Versicherung, daß nach und nach jedermann befriedigt »verde. »». Jeder Bote kennt das Anerbieten „des Bruders von Uri", mit dein Zwingli in's Feuer zu gehen und den Glauben zu bewähren, es sei zu Zürich oder anderswo. »». Auftrag an die Boten von Basel, Schaffhauscn und Appenzell, zu Hause treulich zu berichten, wie die neun Orte in dem Nechtshandcl gegen Zürich sowohl in Betreff des Obmanns als des gemeiusamcu Schreibers alle Mittel versucht haben, aber ohne Erfolg. «». Heimzubringen, was in Betreff der Basler Münze geredet worden ist, und auf nächstem Tage Antwort zu geben, i» Ab den» letzten Tage zu Einsiedeln hatte man an den Bischof voi» Coustauz wegen eines Priesters Matthäus Bodmcr von Napperswyl, vormals Helfer zu Zurzach, der ihn» wegen unschicklicher Reden über unsere liebe Frau (Maria) zur Bestrafung zugeschickt und dann zu einiger Gefangenschaft verurtheilt worden, (um Begnadigung) geschrieben. Nun antlvortet der Bischof, er »volle den Gefangenen auf unsere Bitte ledig lassen, wenn er versichert »verde, daß er weder von dem Priester noch von dessen Verwandten Aergeres zu besorgen habe. Antwort ist auf den nächste» Tag zu geben, da man hiezu nicht bevollmächtigt ist. Dem Bischof hat mau wieder geschrieben, wie jeder Bote »beiß. «z. Abermals ist angezogen, daß der Landvogt im Thurgau in» Gebiet von Zürich nicht sicher sei. Darüber soll man auf den Tag zu Einsiedeln Antwort bringen. ii, « aus dein Lucerncr Abschiedcband v, 131, >», «z aus dem Berner Exemplar. Dem Basier, Freiburger und Solothurner Abschied fehlen «» zc., dein Schaffhauser auch in. Bei dem Lucerncr Exemplar liegt eine Uebersetzung der von Sultan Soliman an Erzherzog Ferdinand erlassenen Kriegserklärung, dd. Constautinopel, im K. Regicrungsjahr. Dieses unserer Aufgabe ganz fremde Acten- stück legen »vir bei Seite. Zu :i. Wir weisen noch auf folgende Acten hin: 1) 1525, („1524"), 10. Januar, im Lager vor Pavia. K. Franz I. an Lucern. Er habe durch einen erpressen Lauser Nachricht erhalten, daß kürzlich in Rom ein Bündnis; zwischen dein Papst und dem Gesandten Graf von Carp»), abgeschlossen und verkündigt worden, ii» welches sofort auch Venedig eintreten werde, sodas; er nun zuversichtlich auf den Sieg rechnen dürfe, der zu dem so lang erstrebte»» allgemeinen Frieden führen werde, welcher dam» dazu diene, die Streitkräfte der Christenheit gegen die ungläubigen Feinde des katholischen Glaubens zu vereinigen. Das habe er seinen guten Freunden und Bundesgenossen anzeigen »vollen, indem er die Hälfte des gehofftcn Erfolges ihnen zuschreibe, nämlich den treuen Diensten, die ihm hier geleistet werden. Die Feinde Znminr 1525 befinden sich in so grosser Noth, besonders seil sie die obige Nachricht gehört, daß sie ganz hossnungSlos seien und keinen Schaden mehr thnn können, sondern bereits »in eine Unterhandlung geworben haben, WaS >>ch dcßhalb weiter zutrage, werde er gleichfalls melden, ?c. s«.ru-kw^ Million, w ft> «sni«», 2) 1525, l<>. Januar, vor Pavin, Hans von Ticßbach »nd genicinc Hauptlcutc an die zu lagen versammelten Eidgenossen, l. Antwort auf das letzte Schreiben aus Luccrn. Das Entsatzhccr von (KI Ferdinand und dem Herzog von Brannschwcig, vor dem sie gewarnt, sei allerdings zu den Feinden in Pnvia gestoßen, und wenn die schwebende Unterhandlung nicht zum Ziele komme, so werde vcrnnithlich binnen acht Tage» eine Schlacht erfolgen, wo man einen tapscrn Widerstand zu leiste» hossc. 2. Tic bündncrischc» Hauptlcutc haben einen Brief vorgewiesen (Abschrift folge mit) und um Rath gcbrtcn; daraus bitte man »»tcrthänig, de» Herren der Hl Bünde feiligst) zu schreibe», sie möchte» derzeit ihre Knechte, deren man sehr bedürfe, vor Ende dieses Krieges nicht abmahnen, da doch die Entscheidung bevorstehe; man hossc auch, daß der König ihnen den erlittene» Verlust an > Geschütz und Anderm ersetzen werde. Empfehlung zu fernerem Aussehen, ?c. «i.« rum» A zianmich. Z» Artikel die aus Hintcrsichbringc» von de» Bote» der neun Site und von Wallis zu Luecr» am Samstag den 28. Januar ausgesetzt worden sind. I. Da cS leider durch das Behren und Schreiben der lutherischen und zwinglischctt Prediger in der Eidgenossenschaft dazu gekommen, daß der alte wahre christliche Glaube in vielen Artikeln, namentlich (betreffend) die HI. Saeramcntc, die Verehrung der hochwürdigstcn Jungfrau und der lieben Heiligen verachtet und verspottet werden, und die Ordnungen, Satzungen und Strafen der Kirche nichts mehr gelten z damit nun aber der Mensch sdcr ohnclu» immer mehr zu Ucbcl und Sünde als zu Gutem geneigt ist) nicht so gar verwildert („verrucht") ohne Furcht und Strafe »ach seinem bösen Muthwilleu lebe, und nicht ein Jeder sich einen Glanbcn nach seinem Kops und Verstand schaffe („schöpf"), zumal diese Irrungen in der Welt schon so weit um sich gegriffen, und der obcrttc geistliche Hirt der Kirche und die geistlichen Obrigkeiten in diesen Sorgen und Nöthen schweigen und schlalc», so habe» die Eidgenossen für gut und noihivcndig erachtet, dem vorzubauen, damit sie und alle die Ihrigen von solcher Sectc und solchem Mißglauben nicht vergiftet und verführt werde». Tarnm haben sie die nachfolgenden Artikel gesetzt und zu halten angenommen bis aus die Zeit, wo diese Zwietracht im Glauben durch das Mittel eines allgemeinen EoncilimnS oder durch andere genügsame christliche Vcrsnmmlmtgcn, an welchen ihre Botschaften auch Thcil genommen, abgestellt, erläutert und die Einigkeit in der Kirche wieder hergestellt sein wird, sodaß Jedermann weiß, woran er ist;^dann wollen sie wieder thnn, was guten Ehristen zusteht. 1. Es soll Jedermann, er sei geistlich oder weltlich, sich hüte», mit Worten oder Schritte» zn reden oder z» disputiren wider die zwölf Stücke des christlichen Glaubens, wie sie (als) aus dem wahren Wort Gottes geschöpst von der Kirche angenommen und bisher gehalten worden. 2. Männiglich soll unterlasse», wider die HI. sieben Saeramrnlc, die von Ehristo und aus seinem Wort vo» der hl. christliche» Kirche eingesetzt sind, zu reden, zu schreiben oder irgendwie zu disputiren, sondern jeder Ehrihc» incnsch sich befleißen, dieselben zu verehren („crwirdigcn"), zn glauben und zn halten ohne allen Zweifel, wie cS die Kirche geordnet »nd bisher gehalten hat. 3. Es soll auch Niemand unterstehen und sich vorsehe», die HI. Sacramcntc, besonders das Opfer der b> Messe, anders zu brauchen und mitznthcilcn, als wie die Kirche sie ausgesetzt und bisher gehalten. 4. Die hl. Sacramcntc sollen auch uns Laien mitgcthcill und gebraucht werden »ach bisheriger Ucbm'll der Kirche. 5. Es soll kein Laie das Saeramcnt dcS Altars empsangcn ohne vorgehende Beichte und Absolution »ach der Vorschrift der Kirche, noch dasselbe unter beiden Gestalten begehren oder nehmen wider die Ordnung der Kn-He- K. Man will jetzt auch in andern Ordnungen, Satzungen und Bräuche» der Kirche, als Fasten, Beten, Beichten, Buße thun, Singen und Lesen, Krcuzsahrtcn, Opfern und andern Ccrcmonien, keine Acnderung mache", sonvern eS soll damit gänzlich gehalten werden, wie eS vo» den hl. Vätern und von den Vorder« überliefert stl Januar 1525. 573 7. Weil auch der alte Brauch, in der Fasten und an ander» Tagen weder Fleisch noch andere verbotene Speisen zu essen*), aus guten vernünftigen, in der hl. Schrift begründeten Ursachen von den Vätern eingesetzt und »ach jedes Landes Brauch löblich hergekommen ist, so will man das Aergerniß, das aus der Uebertretung dieser Satzungen entsteht, in nnscrn Städten, Landen und Gebieten nicht eindringen lasse», sondern sie halten wie von Alter her und die Uebcrtreter strafen nach jedes Ortes Gefallen, wie es früher zu Tagen verabschiedet worden. 8. Wir wollen auch nicht dulden, daß Jemand die heiligste Jungfrau Maria oder die Heiligen Gottes schmähe und entehre, sondern wie alle unsere Vorder» und die christliche Kirche es immer gehalten, „gütlich" glauben, daß unsere liebe Frau und andere liebe Heilige durch ihre Fürbitte bei Gott uns Gutes thun („wol erschießen") und Gnade erlangen können; wer dawider redete oder thäte, soll dafür strenge bestraft werden nach Erachten seiner Obrigkeit. 9. Es soll sich auch Niemand unterstehen, die Bildnisse („bildnngen und figuren") nnsers Herrn, nnserer lieben Frau, des Crucifires und der Heiligen in den Kirchen, Capellen, Bildhänsern oder andern Orten zu schmähen, zu entfernen, zu zerbreche» oder sonst zu entehren, sondern man soll die Gotteshäuser, Kirchen und alle Zierden bleiben lassen, wie von Alter her. 10. Da überall viel Entzweiung und Widerwärtigkeit durch das Predige» der Prädicanten entstanden, so wird, damit solches nach Vermögen und mit Gottes Hülfe abgestellt und das Evangelium, das Gotteswort und die hl. Schrift in dem rechten Sinne, den die heiligen alte» Lehrer in vielen berühmten und gründlichen Büchern hinterlassen, dem Volk allenthalben einhellig gepredigt werde, ernstlich verordnet, daß in unfern Städten, Acmtern, Gerichten und Gebieten Niemand das GotteSwort und die HI. Schrift lehren solle, der nicht von seinen geistlichen Ordinarien zuvor craminirt, als tauglich erfunden, durch glaubwürdiges Zeugnis; dazu ermächtigt und von der weltlichen Obrigkeit des Ortes zugelassen worden; es sollen (also) keine Winkelprediger geduldet werden. Die Prädicanten solle» das Evangelium, das neue und alte Testament verkünden und lehren nach dem rechten wahren Verstand, wie es die alten Lehrer, welche die christliche Kirche angenommen, ohne Zweifel aus dem Geiste Gottes gethan, ohne allen „Geiz", und darin nichts Anderes suchen als der Seelen Heil und Besserung des Lebens, und sich dabei hüten vor „andern Stcmpfencicn" und Umständen, auch vor allen Lehren, die von der Kirche nicht zugelassen und der hl. Schrift nicht gleichförmig sind; namentlich soll ein Prädicant das GotteSwort und die hl. Schrift nicht nach seinem Verstände derart deuten („bücken"), daß seine Lehre gegen die hl. Sacramcnte, die Ehre Gottes, die Jungfrau Marin, die lieben Heiligen und die christliche Kirche wäre, wie es jetzt leider an vielen Orten geschieht. Denn wo von einem Prediger bekannt würde, daß er solche verführerische Meinungen und den neuen Miß- glanbcn lehrte, soll er von seiner weltliche» Obrigkeit abgesetzt, vertrieben oder je nach Verschulden (härter) bestraft werden. 11. Da wegen des Fegfeucrs und der Fürbitte für die Abgestorbenen, woran die Vordem und wir bisher geglaubt, was auch die heiligen Lehrer aus dein alten und neuen Testament genugsam erwiesen, die Concilicn und die Kirche bestätigt und beobachtet haben, durch die lutherische und zwinglische Secte ohne Grund etwas Mißglanben und Widerspruch erweckt worden, so wird Jedermann gewarnt, nicht so leichtfertig nach dem falschen unbegründeten Vorgeben der Lutherischen von dem wahre» Glauben abzustehen; es soll auch niemand in unser» Gebieten dagegen reden oder schreiben; denn wer es thäte, soll bestraft werden. 12. Es soll Jedermann die Gotteshänser, Klöster, Stiftungen und Kirchen bei ihren Freiheiten, Gerechtigkeiten und altem Herkommen bleiben lassen, keine Gewalt gegen sie brauchen, ihnen nichts vorenthalten ohne Recht; wer es thäte, ist von seiner Obrigkeit ernstlich zn bestrafen. ') Das Original sagt fehlerhaft: „Diewil auch der alt brnch mit fleisch und andern verbotnen spisen zuo essen in der fasten ic. durch die h. vätter ufgcsetzt" (ist) >c. 574 Haimar 1525. II. 13.*) Wiewohl wahr sein mag, dast die hl. Väter und Lehrer, auch Päpste und Concilicn in guter Meinung die geistlichen Rechte mit vielen Ordnungen und Satzungen gemacht habe», so sind doch jene geistlichen Rechte und Satzungen nach und nach vermehrt, „gcstrcngcrt" und so überflüssig gehäuft und gegen die Laien mistbraucht worden, dast es uns öfters zu grossem Nachthcil und Verderben gereicht, und dieselben anders gchandhabt werden, als es sein sollte. Und weil in dieser bcsorglichcn Zeit, wo der Wolf in den Schafstall Christi einbricht und die Schafe zerstreut, der oberste Wächter und Hirt der Kirche schläft, so gebührt es uns, als der weltlichen Obrigkeit, uns selber ctlichcrmasten Hülfe zu schassen, damit wir und die Unfern wieder zur Cinigkcit kommen, bei dem wahren Glauben bleiben und vieler Beschwerden sich entledigen; nicht dast man sich darum „gar" von der rönn scheu, auch gemeinen christliche» Kirche abwerfen und (ihr) widersetze» wolle, sondern einzig z» Verhütung n»d Unterdrückung weiteres Unfalls und Ungehorsams, wie auch Zcrlrcnnung der Eidgenossenschaft. Dcsthalb hat man folgende Artikel aufgenommen, jedoch mit der obigen Protestatio» und Erklärung, dast man sich dem Entscheid eines allgemeine» christlichen Conciliums oder einer andern Versammlung, welcher die Boten der Eidgenossen auch beigewohnt, unterziehen und von der Kirche nicht söndcrn werde ?c. 1. (14.) Die Lcutpricster und Seelsorger sollen sich nicht „us den gist legen", wie vordem (so) vielfach geschehen, sondern die hl. Sacramcntc nach christlicher Ordnung mitthcilen und von Geldes wegen nicht verweigern. Dabei waltet jedoch die Meinung, dast dem Pfarrer verabreicht werde, was ihn, gcmäst örtlichen Bräuchen und Rechten zugehört hat. Wenn aber der Lcutpricster oder seine Helfer darin zu streng und unredlich Handel» wollten, so soll die weltliche Obrigkeit nach Würdigung der Umstände darin entscheiden, damit der gemeine Mann nicht ausgebeutet („übcruossen") werde. 2. (15.) Die Priester jedes Standes sollen sich ehrbar und wohl halten, de» Stiftungen ihrer Psründen sowie der Regel und Ordnung ihrer Gotteshäuser treulich nachkommen, sich alles laiischcn Wandels und Wesens, (weltlicher) Kleidung und „anderer unchrbarcr Wohnungen" enthalten, uns Laien ein gutes Beispiel geben und sich (überhaupt) dermaßen benehme», daß keine Klagen über sie laut werden, da mau künftig an ihnen nicht (so viel) ertragen will, wie man bisher gctha». 3. (1K.) Es soll jeder Pfarrer in TodcSnöthc» bei seinen Untergebenen bleiben und sie nach christlicher Ordnung treulich versehen und trösten, bei Verlust seiner Pfründe. 4. (17.) Jeder Priester, er sei Pfarrer, Chorherr oder Caplan, soll seine Pfründe selbst „besitzen" und versehen, und niemand mehr eine Abscnz von den Pfründen nehmen noch geben. Wer aber seine Psründc nicht verwalten will oder dazu nicht tauglich wäre, der soll sie niemandem übergebe» als seinem Collator. ES soll auch keiner wegen „abscntcr" Pfründen heimliche Verträge mit Andern machen noch annehmen, bei Verlust seiner Pfründe. Wenn aber Einer, der noch zu jung ist, um Priester zu werden, eine Pfründe besitzt, so soll ihm die Nutzung von der Psründc bewilligt werden, sofern er sie durch einen geschickten Priester versehen lästt. Wenn er alt genug geworden, aber nicht Priester werden will oder dazu nicht tauglich ist, so soll ihm die Psründc genommen und einem andern, befähigten Priester geliehen werden. 5. (13.) Da sich jetzt etliche Priester unterstehen, eheliche Weiber zu habe», so soll denjenigen, die solche genommen, keine Psründc mehr geliehen und das pricstcrlichc Amt verboten werden. Desgleichen soll, wenn ein Priester, der schon eine Pfründe hat, sich vcrchlicht, die Psründc ihm weggenommen und das Pricftcramt ihm entzogen werden, sodast er sich von seiner Arbeit ernähren muß, wie andere Laie». K. (13.) Ordcnölcutc, es seien Weibs oder Mannspersonen, welche aus ihren Klöstern und dem Orden treten oder zur Ehe schreiten, sollen ihrer Pfründen und Gotteshäuser beraubt sein; doch bleibt jeder Obrigkeit vorbehalten, in solchen Sachen strenger zu handeln und den Schuldigen Gnade ^u gewähren oder nicht. 7. (20.) Betreffend den geistlichen Gerichtözwang und den Bann ist verordnet, dast derzeit, wo niemand mehr daraus achtet, kein Geistlicher einen Weltlichen, oder ein Weltlicher einen Geistlichen, oder ein Laie einen Randbemerkung von ungefähr gleichzeitiger Hand: „Diser arlikcl ist wider die vordrige» all, dann die vordrigcn uucn, man solle beliben by der alte» vättren sapungen, cerimonie» ic." Januar 1525. 575 andern vor geistliche Gerichte laden soll, weder um Geldschulden noch Schmähungen, oder Frevel, Zinse, Zehnten, Renten noch Gälten, überhaupt um keinerlei weltliche Dinge, mit alleiniger Ausnahme der Ehesachen und der Irrungen und der Späne betreffend die hl. Sacramcnte, die Gotteshäuser und Kirchen, oder Irrlehren und Unglauben, überhaupt alle Dinge, welche die Seele berühren; die sollen vor den geistlichen Richter gebracht, sonst aber in allen menschlichen Angelegenheiten geistliches Gericht und Bann gegen niemand gebraucht, sondern jeder (Beklagte) in den Gerichten gesucht und beurtheilt werden, wo er wohnt, wie es gemeiner Landesbrauch und theilweise (schon) in den Bünden festgesetzt ist. Werden nun Ehesachen oder andere geistliche Angelegenheiten an ein geistliches Gericht gebracht, so soll der Richter sie beförderlichst und mit den geringsten Kosten zum Austrag bringen, damit die arme» Leute nicht mehr herumgezogen und mit großen Ausgaben beladen werden, wie es früher Brauch gewesen; wenn aber deßhalb Klagen eingehen, die sich als begründet erweisen, so wird man auf weitere Mittel zur Abhülfe Bedacht nehmen. Vor dem geistlichen Richter und besonders dem Bischof zu Constanz sollen auch alle Händel deutsch vorgetragen und geschrieben werden, wie in andern BiSthümern bereits geschieht, damit „wir Laien" auch verstehen, was da gehandelt wird*). 8. (21.) Da zwischen dem Sonntag, wo man das Alleluja „niederlegt" (Septuagesima), und der Fastnacht, wo doch sonst Jedermann am meisten die weltlichen Freuden genießt („pfligt"), dem gemeinen Mann ^etliche Hochzeiten" verboten sind, aber um Geld bewilligt werden, so ist das künftig auch ohne Geld zu gestatten. 9. (22.) Da wir und die Unfern mit mancherlei römischen Ablässen beschwert und um großes Geld gebracht worden sind, so soll fürdcrhin in unfern Landen kein Ablaß um Geld zugelassen werden. 1V. (23.) Die Päpste und Bischöfe behalten sich die Absolution einiger Sünden vor; wenn aber solche Fälle eintreten, so will „man" das „Volk" nicht abfolvircn, es gebe den» viel Geld darum; auch in ehrbaren geziemenden Sachen wird ungeachtet der Roth keine Dispensation ertheilt, sie werde denn mit Geld ausgewirkt („usgewegen", aufgewogen?). Da ist unsere Meinung: Was mit Geld bei den Päpsten und Bischöfen erreicht werden kann, soll ohne Geld jeder Pfarrer dem gemeinen Manne zukommen lassen, ohne Rücksicht auf päpstliche und bischöfliche Gewalt, bis auf weitern Bescheid. 11. (24.) Der Curtisanen halb, welche die Pfründen anfallen, wird einfach verordnet: Es soll in Zukunft nirgends mehr gestattet werden, daß Einer des Andern Pfründe anfalle, und wenn solche „römische Buben" kämen, sollen sie gefangen und dermaßen bestraft werden, daß man später vor ihnen sicher ist. 12. (25.) Wenn Jemand, Mann oder Weib, in Krankheit oder Todesnöthen liegt, so soll keine geistliche Person, weder Priester noch Mönche, Nonnen, Vegincu ?c., den Kranken um ein Testament oder Schenkung seines Vermögens ansprechen ohne die Gcgemvart der rechten Erben; will aber derselbe aus freiem Willen ein Vermächtnis; errichten, so soll das geschehen vor drei lauschen Mannspersonen oder nach Brauch und Gewohnheit jedes Ortes, wobei jedermann sein Recht vorbehalten bleibt. 13. (26.) Wenn eine geweihte geistliche Person mit einer weltlichen, oder ein Laie mit einem Geistlichen Streit bekommt, so sollen beide Theile, wenn Friede geboten wird, denselben geben und nehmen nach allgemeinem Landesbrauch. 14. (27.) Da bisher die Priesterschaft sich zum Theil ungeschickt und unehrbnr gehalten und böse Händel verübt, die bei Laien an Leib und Leben bestrast worden wären, die llcbclthäter aber von den Bischöfen als ihren ordentlichen Obern nur leicht gestraft und meistens (bald) wieder aus dem Gefängnis; entlassen worden, und weil sich das Laster und der Ucbermuth („frcvclkcit") unter ihnen mehrt, und man die gegenwärtige Zwietracht und Unruhe hauptsächlich („gar nach") von ihnen hat, so wird beschlossen: Wenn ei» Priester oder irgend eine andere geweihte Person Verbrechen begeht, durch die man das Leben verwirkt, so soll die weltliche Obrigkeit, in deren Gebiet der llcbclthäter ergriffen wird, denselben an Leib und Leben bestrafen wie einen Laien, ohne Rücksicht auf die Weihe. «) Hier hört im Original die Numerirung auf. 57K Haimar 1K25, lk>. (28.) Da durch dir Druckerei und die lutherischen c>dcr zwinglischen Schriften viel Unruhe und llnglaube» bci dcm gemeinen Munn entstanden, so soll in unscr» Städten und Gebiete» niemand solche Schriften drucken oder feil bieten; werden solche Büchlein bci einem „Buchführcr" (Händler, Hansircr) gesunden, so ist derselbe schwci zu bestrafen; wer solche Schriften feilhalten sieht und sie dem Krämer wegnimmt, zerreißt oder in den Kolb wntt, soll damit nicht gefrevelt haben. III. Da bisher der gemeine Mann von geistlichen Prälaten und Gotteshäuser», auch von edel» und unedel» GerichtShcrrcn allenthalben der Leibeigenschaft wegen mit der llngcnossamc, Fällen, Nässen und andern Herrlich keilen gar hart und streng bedrückt worden ist, so wird erkannt: 1. (23.) Betreffend de» Laß (das ist, wen» ein Leibeigener ohne Lcibcscrben stirbt, aber Schwestern odu Brüder hinterläßt, und sein „Halshcrr" ohne Rücksicht aus diese rechten Erben zugreift und von der fahrenden Habe einen Theil nimmt, da dic Hälfte, andcrSwo den dritten Thcil, ?c.): Es soll in Zukunft keiner mehr gegeben noch genommen werden. Ebenso wird nbgckannt der ähnliche Brauch, der „antragende Hand", „Hagltolz" anders genannt wird, vermöge dessen der Halshcrr den Leibeigene», der ohne Lcibcscrben stirbt, in der fahrenden Habe, aus Kosten der Brüder oder Schwestern und anderer Blutsverwandte», ganz oder zur Halste, überhaupt ungleich beerbt. 2. (3V.> In dcm „Fall" sollen die Gotteshäuser und andere (Herren> die armen Lcntc, namentlich die Hausarmcn, nach Möglichkeit schonen und gnädig behandeln. Denn wo ferner bezügliche Klagen zu lagen kamen, wie es vormals oft geschehen, so würde man weitere Mittel suchen, damit dcm armen Mann geholfen und e> dieser Beschwerde entledigt würde. 3. (31.) Der Ungcnossame wegen (daß nämlich, wenn ein eigener Mensch anßcrhalb der eigenen Leute stuu" Halshcrr» ein Weib oder einen Mann nimmt, er dasür von dem Herrn gebüßt wird) soll niemand gestraft iverdu«, weil dic Ehe ein Sacrnmcnt ist, und Jeder darin frei sein soll. 4. (32.) Wenn ein Leibeigener von seinem Herrn sich loskaufen will, so soll ihm das für eine billige Gcl'»>» vergönnt und nicht abgeschlagen werden. Wenn aber der Herr zu viel Lösegeld fordert, so soll dic hohe Obrnstc» nach Billigkeit darin vermitteln und entscheiden. 5. (33.) Da wir Laien von de» geistlichen Fürsten, Prälaten, Klöstern und Stiften und andern gcistliä»" Leuten seit langer Zeit empfindlich beschwert und bedrückt worden sind durch Ankaus liegender und (anderer l zeitlicher Güter zu ihre» Hände», so wird verordnet, daß künftig geistliche Häuser und Personen keine liegen^ Güter kauscn sollen ohne Bewilligung der weltlichen Obrigkeit jedes Ortes. K. (34.) Es sollen auch dic Klöster, Stislc und andere geistliche Häuser, dic in der Eidgcnosjcnjchast liegen, Geld aus ewige und (un)ablöslichc Zinse anlegen weder außerhalb noch innerhalb der Eidgenossenschaft db"' Wissen und Willen der Obrigkeit, worin das betreffende Gotteshaus liegt. 7. (3b.) Jedes Gotteshaus soll schuldig sein, jährlich der Obrigkeit, in deren tKcbiet es liegt, RcäM»G zu geben über Einnahmen, Ausgaben, Vermögen und „alle Handlungen". 8. (38.) Welcher Mensch, er sei gesund, krank oder im lodbclt, um Gottes willen etwas an Slist>"üL"> Pfründen oder (sonst) zu geistlichen Händen, was man nicht eigentlich verwehren will, zu vermachen >vü»>ä», soll ein solches Vcrmächtniß frei von der Hand geben und nichts ans seine liegenden Güter als ewige, ablösbare Zinsen legen und dic Güter irgendwie belasten. Das so vermachte Hanplgut soll dem weltlichen PMU des (beschenkten) Gotteshauses übergeben, nur jährliche Gülten angelegt und bci jeder Ablösung wieder dureb dm weltlichen Vögte versorgt werden. 3. (37.) Niemand soll dcm Andern das Seine mit Gewalt, ohne Recht vorenthalten, sondern Jeder du» Andern geben, bezahlen und halte», waS er schuldig ist, es seien Zinse, Renten, Gülte», kleine und große Zeh»ü"> Schulden und andere Gerechtigkeiten; es sollen auch Briese, Siegel und Vcrschreibnngcn in Kräften bleiben »» treu gehalten werden. Januar 1525. 577 10. (38.) Schließlich n'ird vorbehalten, daß jedes Ort und jede Obrigkeit, wenn sie oder jemand in ihrem Gebiet von geistlichen.Prälaten oder Gotteshäusern zc. durch Mißbräuche belästigt würde, darin billige Abhülfe schaffen möge; doch sollen solche Mittel den hier verschriebenen Artikeln keinen Eintrag thun.*) Das Solothurncr Archiv (Absch. Bd. XIII) hat zwei von der gleichen Hand geschriebene Eremplare, die aber sowohl unter sich als von der Berncr Abschrift abweichen. Das erste trägt im Titel das Datum 28. Januar, das zweite läßt diesen Thcil der lleberschrift weg, faßt den transitorischen Schlußsatz etwas allgemeiner**) und dürfte das Resultat einer spätern Berathnng sein, (z. Th. mit Rücksicht auf einige Forderungen von Bern?). 4. (17). In Sol. II. anders: „Item als dann bishar ein großer mißbrnch gewesen, daß etwa ein Priester zwo oder mehr pfarren und seelsorgen gehebt und die durch ander verstehen und uerlihen und darvon abscnl genommen hat, deßhalb die nnderthanen ganz schlcchtlich versehen worden sind zc., sölichs welle» wir nit mer lyden (und) habcnt darum geordnet, daß fttrhin kein Priester mer dann ein pfarr und seelsorg haben soll, und soll ein jeder uf sincr pfarr selb sitzen, die verstehen und keinem andern befelhen, und soll fürhin von keiner pfarr kein abseilt geben noch genommen werden. Deßglich soll ein jeder Priester, so ein caplany hat, ouch selber us der pfruond sitzen und die versehen, wie sin dotatz und stiftung nslvyst, und soll von keiner caplnni) keiil abseilt geben noch genommen werden. . . . (Heimliche Verträge untersagt). „Doch so haben wir hierin nSgeschlosscn, Ivo ein pfarrer oder anderer crlichcr priestcr zuosampt siner pfarr und pfrnond noch nie pfrnonden hette oder überkäme, es wärent korherrcnpfrnonden oder ander pfrnonden i» den stiften unv gottshüsern, da bishar der brach und ir fryhcit geivesen, daß si nit residieren und persönlich daruf sitzen müeßcnt, lassen wir jehmal nach, damit die nur- digcn stiften und gottshüser ouch nit von iren fryheitcn gctrungen werden, hicmit einer jeden oberkeit ir Hand offen behalten, darin zc handle» je nach gestnlt der fachen." Das klebrige gleich. 7. (20). Sol. II. hat nach dem ersten Lemma die folgende Bestimmung: Nämlichen ist unser Meinung und ordnnng, ob sich begäb in ecsachen lind andern händlcn, dardnrch wir legen für geistlich gcricht möchten erfordert und genasen werden, söllcnt doch sölich Händel weder für die bischoff noch ir amptlüt, coinmissarien old für den geistlichen Achter nit kommen, sonder zuo voran an jedes weltliche oberkeit gebracht werden, und nachdem dann die weltlich oberkeit die Händel und fachen sindent, demnach soll die weltlich oberkeit nach gstalt der fach darin handle», entscheid und erlütrnng darum geben oder den Handel, ob sy (das) notwendig bedunkt, für den geistlichen Achter wysen". Dagegen fehlt der Satz, der rasche Eclcdignng der Processi' »nd billige Taxen zc. fordert. l. (20), 2. (30) fehlen in Sol. II. 8. (36). Nach diesem Artikel hat Sol. II. den völlig ncncn Passus: „Item der ewigen zinscn halb, so mit barem gelt erkauft und vcrschrybungcn darum nfgericht und für ablösnng gesetzt sind, ist ouch unser Meinung, daß man die ablösen mag, allwcg mit rxv stucken ein stuck. Aber sunst grund »nd bodcnzins und die eigenschaft und lehenschaft der güetern lassen wir in sincm rechten stau." Nach 10 (38) folge» in Sol. II. noch zwei Abschnitte: (11, rcsp. 30). „Item wiewol die geistlichen bishar aller beschwcrdcn und lösten ledig nnv entbrosten sind geivesen, und weltliche oberkeit mit dem bann erschreckt haben«, daß sy weder stür, tell, rciskosten, zoll, gleit, nngelt und böspfcnnig, tngwan „nd ander beschwcrden uf sy dörfcnt legen, so hat doch sölichs keinen grund in der h. göttlichen gcschrift, sonder ist es mersteils mit ircni geistlichen erdichten rechten also in den einfältigen christenmenschcii gefücrt und gebracht worden, daß man sy mit sölichen bcschwerdcn nützit fülle beladen, deßhalb ist nnscr Herren »nd ober» will und mcinnng, daß alle priestcr, sy sigent weltlich oder ordenslüt, hinfür all beschwcrdcn, damit der gemein mann einer weltlichen oberkeit christenlicher ordnnng nach gehorsam sin soll, es jige mit stüren, tnllen, reiskosten, zoll, gleit, umgclt, böSpfennig, tagwan und snnder beschiverdcn tragen und nf sich nemen und damit weltlicher oberkeit gehorsam sin, und sich deß niemand widern, sonder sölichs alles in statt und Innd gcschriben werde». -) Am Schlüsse steht die Weisung: „Item cS soll jeder polt dise copy und artikel uf nächste» tag gen Lncern mit im bringen." „nf den nächste» tag, wo der si» wirt." 578 Januar 1525. (12, resp. 40). Und zclctst so behalten wir Gidgnosten uns bevor, sölich artikcl wie vor stand, ob sich in mittler zit das bester und wäger crfundc, die zc mcrcn, zc mindern, ze ändern, je nachdem unserer Eidgnoschast sölichs gegen gott und der wclt zuo vcrantwurtcu stat, auch loblich, nützlich und ertlich sin mag." «k, A, S»>°Ihurn^ Rdsch.. Bd. Xttl. Das Freiburger Ercmplar stimmt im Ganzen mit Sol. II., zeigt aber folgende Abweichungen: Art. I. 10 hat aus einem aufgeklebten Streifen, der noch eine Zeile von dem oben benutzten Tcrtc cntbält, den Zusatz: „Und welche pricstcr oder gewicht Personen vorhin zuogclasscn syg (sind?) zc pre(d)igcn, bedingen darum nit wider crsuochl und eraminicrt werden, doch damit vorbehalten einer jeden weltliche» obcrkeil in »NM lridgnoschaft, daß in ircin gcwnlt stan soll, sölich predicanten anzcncmcn und predige» zc lassen oder »it, wie IU dann guot und geschickt bedankt; doch soll kein lcy predigen, und kein winkclprediger gestattet, sonder mit ernst abgestellt und gestraft werden." II. 7 (20). Das nicht Gültige ist gestrichen und die Rcdaction von Sol. II. auf dem vorausgehenden Blatte nachgetragen. III. I (29) und 2 (30) sind gestrichen, und dafür ein suspensiver Zusatz ausgenommen: „Detzhalb ist also beschlossen, daß wir Eidgnosscn hernach zuo tagen rathschlüg thuon und unser botschost"' in die vogtpcn schicken, darin ordnung und miltning machen und inscchung thuon, damit der gmci» arm wo» nit also mit fäll und lassen beschwert und so Herl gehalten, sonder daß darin ein gnad und ein mittel be troffen werden." 8 (30> ist thcilwcisc gestrichen und corrigirt, übrigens sachlich gleich. II (39) und 12 (40) stehen nach dem transitorischcn Schlußsatz. « ?> «dtchut», Bd. Das Ganze ist von der gleichen Hand. 1525, 27. Januar. Die Frciburgcr Instruction pro I.März enthalt folgende Weisung: „Und so jcv uo" nüwcm ein artikcl zuogclhan ist, berüercn(d) die geistlichen, (denen) kein srqhcit zc lassen zuo stür, teil, tauwcn und andren bcschwcrdcn, . . ivill min Herren bcdunken, daß sölichs gar wyl ußhin möcht langen und villicht allenthalben beständig sin; darum wo etwas miltcrung bcschchcn mächt, war ir Meinung, daß sölichs besästät, jedoch so hat der bolt gewalt, mit dem mcrcn teil zc handle». — Dcßgliche» möchten min Herren wol lpden, dal, den geistliche» das weltlich schwer! nit wister vcrgöndt wurd, daß si über das bltiot richten lasten, snnders "»n wcrd (Mündt." «. «. Antdur«! B. l.' Mehrfach abweichende Rcccnsioncn dieses Rcsormations Projektes finden sich abgedruckt i» Bullingr'^' Rcforinalionsgcschichtc, l. 212- 223, nach diesem bei Blunlschli, Bundcsrccht (Urkundenbnch); sodaim Segesscr's lstcchtsgcschichic der Stadt und Republik Luccrn, IV, 247—261. Das Lucrrncr Concept (von Joh. HnbcrS Hand), dem Scgcsscr folgt, ist unvollständig, m> cimg'" Stellen durch eine spätere Hand geändert, resp. gefälscht (Art. 2l, 27) und in den letzten Abschnitten säR ' geordnet, 'stau den bei Scgcster notirtcn Zusätzen aus Bullingcr sind nach Bcrgleichung der Soloth»"" und Frciburgcr Grcmplare als authentisch zu betrachten die ans pp. 248, Noten 1 und 2; 249. 1; 250, ' 234, 1; 256, l,3fs.; 258, I; 2kl, l mitgcthcillcn. Für den Pcrlbcstand und die Reihenfolge dieser Artikel »'»> ' hier als in erster Linie maßgebend benutzt die für Bern gefertigte Abschrist (Abschiede V. 291—310). Bei ik ist folgendes Schreiben zu beachten: 1525, 20. Januar, Baden. Dr. Jacob Sturze! von Buchhcim an Zürich. Die letzthin zu Ginsiedcln sammelt gewesenen neun Drtc habe» ihn schriftlich ersucht, back' ausstchcndc Erbeinungvgcld wegen Burgund Landvogt zu Baden zu überantworten, der auch beauftragt sei, dafür zu guittircn. Weil aber das Geld biolst' immer an Zürich bezahlt und von diesem guiltirt worden sei, gemäß der Grbcinunq, so wünsche er z»c>si ^ »ernchmcn, was Zürich in dieser Sache leiden möge, bitte daher um schriftlichen Bericht. Zu l». (1525, Januar). De. Konrad Prcgcr, Augustiner Provincial in den ober» deutschen Landcn, die eidg. Botschaften (in Luccrn?). 1. GS haben die Herrschaften Habsburg und Poggenburg i» de» ZtR' Kaiser Rudolfs aus besonderer Verehrung für den hochw. Hiinmclsfürslcn und Lehrer St. August!» den ^ ^ Januar 1525, 579 mit einer Hofstatt, Holz und anderni Bedarf für einen Bau beschenkt, worauf dann etliche Ordensbrüder in Zürich mit Bewilligung geistlicher und weltlicher Obrigkeiten ein Kloster gebaut, das mit der Hülfe und Beisteuer frommer Leute bekanntlich gewachsen und mehr als zweihundert Jahre in unangefochtenem Besitze des Ordens geblieben sei. Dennoch habe nun der Rath von Zürich in jüngster Zeit das Gotteshaus mit Gewalt beraubt und die armen Brüder in ei» anderes Kloster getrieben, Ivo sie als Gefangene gehütet werden; so stehe jetzt das zur Ehre Gottes erbaute Haus leer und öde wie ein Roßstall, wodurch die löblichen Stifter, die ihr Almosen dahin gegeben, und die armen Seelen, deren Körper da ruhen, der üblichen Fürbitte beraubt werden; zudem sei dem Orden das Scinigc wider alles Recht entzogen, was unter Christen und besonders in der Eidgenossenschaft schrecklich zu hören sei, da doch die Voreltern besondere Liebhaber der Gerechtigkeit, des christlichen Glaubens und Schirmer aller Gotteshäuser gewesen und dcßwegcn auch Ehre, Glück und Siege erlangt haben. Weil aber Zürich weder vor dem Papste noch vor dem Kaiser Recht gebe und nehme, so rufe er (resp. der Orden) gemeine Eidgenossen um Hülfe und Recht an, ... damit sie bei Zürich verschaffen, daß es das Gotteshaus wiederum dem Orden zu Handeu stelle; Recht wolle er geben und nehmen vor ihnen und hoffe, daß auch Zürich dazu gchaltk» werde, da Niemandem sollte gestattet werden, in eigener Sache Nichter und Kläger zu sei», w. 2. „Witcr so Hab ich ver- schiuer zist ust christcnlicher Pflicht und von wegen gnnst und willens, so ich zuo einer loblichen Eidgnoschaft als zuo mincm vattcrland billichen trag, ein vermanung an ein gemeine Eidgnoschaft im truck usgon lassen, darin ich mich erbottcn Hab, mit den nüwcn Propheten, so setz vorhanden sind, die do solich groß zwytracht und un- einikcit nmb »nd um stifte», mündlich zuo handien und zuo disputieren, mich mit sargfcltikeit libs und Icbens, deß ich noch zuo thuon willig und urbüttig bin, wo es c. s. c. w. gesellig will flu, doch daß sölichs gcschcch an sicheren orten vor gclertcn unpartieschcn richtern. 3. Ich sag mich hicmit e. s. e. w. mit großem flyß dank eucrs gncdigen und trülichen fürschribens, so ab gemeinem tag zuo Baden im Ergau gehalten einer statt Straß- bnrg um miner gcfänknuß willen bcschcchcn ist, und wiewol, wo das recht fürgnng gehebt hctt, hett ich keiner hilf noch fürschribens bedörft, doch Hab ich cncr(n) guoteu willen und gnnst befunden, das ich, wo ich so gnot wär, mit allem dem, so mir gott vcrlichcn hat, um ein gemein Eidgnoschaft zuo bcschulden und zuo verdienen zuo allen zytcn bereit wöllt sin." — Datum und Adresse fehlen. Si, A, r»«», (Originär). Zu Ii. l) Statt des Artikels im Text hat das Berncr, Freibnrgcr und Solothurncr Ercmplnr diese Stelle: Des Rcchtshandcls und des Obmanns halb haben wir denen von Zürich abermals geschrieben, wie die Boten wissen. 2) 1525, 30. Januar (Montag vor Lichtmeß), Luccrn. Die Voten der neun Orte schreiben an Zürich, 1. zur Antwort ans dessen an alle Orte und hichcr geschickte Zuschrift betreffend den Obmann, den gedicinen Schreiber ?c.: ES vermeine ans dem Buchstaben des Bundes dnrznthu», daß der Obmann, der jetzt eines Schreibers wegen zu wählen sei, nicht in der ganzen Sache und jedem zerfallenden llrtheil Obmann sein müsse, sondern in jedem Falle der Obmann besonders erkiest werden solle. Eine solche Deutung der Bünde sei bisher noch nie versucht worden, wiewohl man öfter im Streit gewesen; man finde sie aber nicht begründet; es sei auch aller Vernunft »nd Billigkeit und allem Recht gemäßer, „wann in einer Instanz und rcchtfertignng die zuosätzer in Iren urteilen zerfallend, daß dann nach notturst und vermög der pündcn ein obmnn crwclt, und so er schon die erst zerfallnen byurtcilen entschcidt, daß er darnach von sölichcr Willkür und wal nit gesetzt noch (im zuo uncren) vcracht werden, sonder für und für in dem ampt und der willkür bliben und zuo nnchkomcndcn zerfallnen by oder cnd urteilen abermals gcbrucht werden sol", ec. Denn schon anfänglich sollte bei der Wahl eines Obmanns betrachtet werden, ob ihm in kleiner» und größern Sachen zu vertrauen sei, und wenn es anders wäre, so müßte der Argwohn entstehen, daß die unterlegene Partei einen Obmann suche, der ihr zu Gefallen und nicht nach der Gerechtigkeit scheide. Zudem sei es der Vernunft und altem Brauch gemäß besser, daß ein Obmann von Anfang alle Briefe, Bünde und Vorträge selber höre, damit er desto gründlicher nrthcilen könne. Man sähe wohl so gern wie Zürich, daß kein Obmann nöthig wäre; weil aber die Zusätzer schon anfangs, in kleinen Nebensachen, zerfallen, so sei das in der Folge noch mehr zu besorgen. In allen bisherigen Rechtshändcln, die man hier nicht zu nennen brauche, sei je der zuerst erwählte Obmann bis zu Ende geblieben, und das sei auch billig, da man ihn sonst nicht über alles genugsam berichten könnte; darum stelle man nochmals die ernstliche Bitte, daß Zürich von seiner Forderung abstehe und bei dem alten Brauche bleibe ?c. „Dann wann ir dem bloßen groben buochstabcn des 5)80 Januar 1525, punds gelcbcn wellten, so dörstc ina» kcins schribcrS, das über üch och nit aumüctig gewesen, dabii wol zuo merken ist, daß von nötcn zum dickermal (daß) die Vernunft den buchstabcn döwt und den verstand rcchtmäsug darnS nimpt, als och unser vorder» gethon mid »ist dem verstand des buochstabcn in ein vernünftigen rechtmäßigen brnch gebracht habend". . . 2. Betreffend den Handel von lloli Bär, lloli Habcrmachcr und Wcrnli Bürgisscr ?c. bleibe man bei der früheren Antwort; wenn Zürich beschall» das Recht brauchen »volle, so »verde »na» es nichi abschlagen. 3. Ferner sei auf diesen Tag für jedes Ort ein Büchlein von Dr. l^ck gekommen, das man hiebe» schicke. 4, Ucbcr dieses Schreiben begehre man schriftliche Antwort nach Lucern, auf den nächsten lag dasclb!> aus St. Apollonicn, und »volle nicht verbergen, daß die Herren und Lebern entschlossen seien, bei den Bünde»» und altem Herkommen zu bleibe». s». i>. .-rauch, «. zm»««» Hantm. - e».«. «. »>!»»,'> ^ucern. 1525, 3f. Jnilllav fDieustag vor Lichtmeß». ^Iaa»»arct,tv vuccr»! AllgimUm ZUijchici» II. s. 10 Tag der vier Orte Lucern, lUi, Schtvyz und Zug. »». Dieser Tag ivurde angesetzt aus das Begehre» von Uri, infolge der Berichte der Aintslentc zu Laius, Luggario uud Bellcnz, dast die Spanier sich dcu Grenzen nähern, und dast man, da nicinand ihr eigentliche Vorhaben kenne, aus einen lieberfall gefaßt sein inüsse. Weil nun die genannten Herrschaften nicht nur den v»c» Orten, sonder» noch andern angehören, so ivird die Sache aus de» nächsten lag zu Baden verschoben. Go solle» inzwischen die jetzt eingelangten und allsällig solgende Berichte den andern Orten ebensallv mitgcthcilt werden, damit die Boten überall gehörig instruirt werden tonnen. I». Man verbört die Beschwerde von Dccan, ttammcrcr und 0'apitelbrüder» des Kapitels zu Lneern, „so sich dann in die vier Waldstett verspreit," daß einige Priester dieses 0apitclS den» Bischof von Gonstanz und auch dem 0apilcl selbst nicht niehr gehorchen; daß das Gebet zur Jungfrau Maria verachtet «verde, uud einige Priester ihre Zahlungen nicht mehr leisten wollen; daß dagegen der Bischof von Uonstanz ein Mandat erlassen und den Johannes Widmer, einen Pfaffen von Zürich, als Uollector abgesandt habe. Da man der Ansicht ist, daß der Bischof in gegenwärtigen Zeitumständen wohl einen andern Priester als einen von Zürich damit hätte beauftragen und ihnen znsenden sollen, um die Uonsolationc» einzuzichc», so will nian die Lache heimbringen und überall Obacht haben, daß solcl»es dem Uapitcl zugcböngc Geld wohl augklegt, an den (Gottesdienst verwendet und bis ans weitern Bescheid dem Uapitcl selbst und >»ä>> dem Bischof entrichtet werde. Solothurn. 1525, 0. Fcl'NttN' l Montag Dorothea». . H<>nIon«ar«tUv Toloitnir»» ZU-jch,-»,, ZU, XI. I. Der Stadtschreibcr von Basel, Meister 0aspar Schaller, zeigt iin Namen seiner Herren an, daß sie der früher mitgetheilten Vcrschreibung um die 5000 «dulden, ivelche die beiden Städte dem Herzog Ulrich Würtemberg vorzustrecken zugesagt, Blamont auszuschließen bewilligen und Solotbnrn zu t^esallen ibren »> Februar 1525 Zeit de» Entwurf der Verschreibnng dem Herzog zugestellt, und dieser dieselbe angenommen, mit dcr Bedingung, daß Niümpelgard, als bereits mit Zinsen beladen, nicht mitbcgrisfen werde, sondern die 300 Gl. ans die Herr schaften Blamont, Elervaix und Passevant fallen. Man finde aber, daß Mümpelgard wohl noch mehr ertragen könne, und wünsche jene drei Herrschaften vorzubehalten. Da sich hierin eine Irrnng zeigt, so wird das Geschäft jetzt nicht abgeschlossen, sondern der Botschaft von Basel zugesagt, das (eklegte?) Geld nicht von Händen zu geben, bis der Herzog, der morgen hichcr komme» solle, die verlangte Bedingung übernehme oder in anderer Weise Sicherheit biete. Hiczu dienen folgende Acten: lf 1525, 9. und l0. Januar (Montag nach Epiphaniä und Dienstag vor Hilarii), Solothnrn. Unterhandlung mit den Anmalten des Herzogs von Würtemberg nnd mit dem Fürsten selbst wegen des Kaufs der Herrschaft Blamont. Die gestellten Bedingungen werden angenommen. Dcr wesentliche.Detail dürfte in folgenden Anfzeichnungcn liegen: Blamont eine freie Herrschaft, weder von dem Reiche noch von Burgund (als?) Lehe» zu erkaufen. Wiewohl sie nie weniger als 20,000 Gl. geschätzt morden, wolle dcr Herzog sie doch um 12,000 »''treten, behalte aber lebenslänglich die Einlösung vor ; nachher solle sie nnabIMich sein. Die von Mümpelgard sollen schuldig sein, die Herrschaft B. schirmen zu helfen, wie wenn sie dem Fürsten gehörte. I» dem Schloß sollen Geschütz, Hausralh und Anderes bleiben, und im Fall dcr Wicdcrlösung Bau- und Besatznngskosten nnd Schaden über "die 12,000 Gl. ersetzt werde». K. A. S°i°ih.»,n Nath-buch Nr. w. »is-m. 2> 1525 9. Februar. Basel an Solothnrn. „Uewcr antwnrt und abschcid nnserm stattschriber von wegen der verschribung nnd gelts, so wir bcid stett gcmcinlich dem durchlüchtigen . . . Herrn llolrichen, Herzogen zuo Würtemberg ?c., . . nf zimliche Verpfändung, das zuo verzinse», zuo lphcn zuagsngt, haben wir vernome», nnd wicwol wir des'willens gewesen, das gelt nnd nämlichen unsern teil nit folgen ze lassen, es wär dann fach daß zum wenigsten Clcrva und Pesscwang onch in dcr verschribung als underpfänder crnempt wurden; so aber je das sincr f. g. nit gelegen, und ir das güctlich nachglosscn, so wollen wir üch zuo gfallcn, und damit sin f. g. an irem billichen fürnemcn nit gehindert, das onch nachlassen und alleinig mit Mümpclgart vcrnüegig sin, doch daß das gelt, wie ir üch selbs erbotten, nit verfolgt werd, es syg dann zuovor nnd ce die verschribung ufgcricht, besigelt und üch zno Händen gestellt" . . . Begehren »'»gehender Antwort. K. Bapn M'ssw°» e 2.. >,. 9» 1525, 12. Februar (Sonntag nach Apolloniä), Sotothurn. 1. Billigung des Kaufbriefs wegen Blamont. 2. Beschluß, mit dem Herzog'in dem Sinne zu unterhandeln, daß in dem Fall, daß er die Grafschaft Mümpclgard verkaufen oder sonst veräußern wollte, oder daß er mit Tod abgiengc, Solothnrn nicht schuldig wäre, mit den darauf geliehenen Summen länger zu warten, sondern „dannanthin gelöst werden". 3. Verordnung einer Bcsatznna (von jeder Zunft ein Man») in die Herrschaft M. 4. Wahl eines Vogtes nach Blamont (Jacob Hugi). K. A. Solothurn! Rathsbuch k. -t(w. S47 Ztucern. 1525, ilk. FelmitN' f. (Freitag vor Valentin! f.). . , »Ibsüürd- II 0 I». Staatsarchiv Zürich - Abs.Zcdr, Bd. u, t. l»«. Tschudi Abschiedc-Sauunlung, Bd. e>, Nr. Ud«. Ablchüd. X. V. 021. ««Nt»...archi» Bas-. - Nb.chirdr. h.a..tv..Sarchiv Ar.ibt.r« - «bschirdr. Bd. 07. 5tattto«Sarclnu Tolothttr»!: Abschiede. Bd. XIII. Gesandte: Zürich. - Ver». Sebastian vom Stein. Lucern. - Uri. Ammann Troger. Schwpz. Ammann stinchmnth; Vogt Rcding. Ob mal den. Ammann Halter. Nid mal den. - Zug. Vogt Jten. Glarns. Amman» Tschudi. Basel. ...Salzherr. Freibnrg. (Lorenz) Brandenburg. Solothnrn 582 Februar 1525 i Alt jSchnliheiß sPeter) Hcbolt. Schaffhansen. — Appenzell. Amman» Iscnhut. Abt St. Gallen. — Stadt St. Gallen. — (Pncerner Ex.). ». Die von Basel rufen »in Verwendung an für ihren Bürger Philipp. Es wird ihrer Bitte zwar cnt sprachen, dabei aber dem Boten vorgehalten, ivie seine Herren auf die Gesuche der neun Orte bisher keine Rücksicht genommen, namentlich in Sachen ihres Bürgers Ulrich Falkner, des alt Bürgermeisters Jacob Mcncr und des Abtes von Wcttingen in dem Handel mit dem Pfaffen von Riehen; darum bitte man sie nochmals dringend, des genannten Falkners halb den Eidgenossen zu willfahren, die daran großes Gesallcn haben wurden. I». Obschon St. Eallen früher ersucht worden ist, einem gewissen weltlichen Prädieanten, der in Zrinkstnben und Tanzlauben gepredigt, solches zu verbieten, soll derselbe („lutherische Bub") doch neulich wieder in der St. l.'anrcnzcnlirche gepredigt haben, was die neun Orte sehr befremdet, weil die Stadt auf ihre Beschwerde mit freundlichen Worten geantwortet hatte. — Es wird daher nochmals das ernstliche Begehren n>^ sie gestellt, die lutherischen Prädieanicn, besonders aber jenen „laischen Buben oder Schulmeister" und andere Seinesgleichen abzustellen und dafür zu sorgen, das; nur geweihte Personen predigen; denn solchem Unwesen könnte man nicht länger znselien. «. Auch mit dem Boten des Abtes von St. Gallen wird in dem Sinne Rücksprache genommen, es möchte der Abt dasur sorge», daß die Predigten wie von Alter her gehalten würden, nämlich wie es durch die Spruch und Vertrags briefe zwischen dem Gotteshaus und der Stadt St. Galle» fcstgcseht worden. «I. Eine (Gesandtschaft der Frau Margaretha, Erzherzogin von Oesterreich, trägt der Grafschaft Burgund wegen vor, daß in den Eibeinnngen mit den Fürsten von Oesterreich die (Grafschaft eingeschlossen worden, und daß in der Vcreinnng, welche die Eid genossen mit Frankreich gemacht, alle ihre früher» Bünde und Bundesfreundc vorbehalten seien, woraus zwischen Frankreich, und der Grafschaft eine Neutralität aufgerichtet worden, die nun aber in einigen Monaten zu Ende gehe, und daß die französischen Truppen, die im Herzogthnm Burgund liegen, bereits die Grafschaft zu überfallen drohen, sobald der Vertrag erloschen sei. Sic bitte daher die Eidgenossen, daß sie als des Königs Verbündete sich bei demselben verwenden, damit der Vertrag wieder ausgerichtet und verlängert werde, um Ausrnhr und Krieg zu verhüten; die Fürstin liebe Frieden und Ruhe und wünsche mit den Eidgenossen in guter Nachbarschaft z» leben, u. s. iv. — Heimzubringen, da die Boten hierüber keine Befehle haben. ». Betreffend die rückständige» Pensionen, welche die Fürstin schuldig ist, zeigt die Gesandtschaft an, daß das Geld hier, zu Luccrn, bereit liege. 1. lUe Botschaft bringt auch einen Span mit Nenenbnrg zur Sprache, wcßhalb man denen von Vaurmarc»6 geschrieben hat, wie jeder Bote weiß. 55. Die angebrachten Beschwerden über die Heiden oder Figeuner. wellbe allenthalben in der Eidgenossenschaft umherlaufen, die Nute betrügen, bestchlcn und namentlich jcht in Niccrn und anderswo ungeschickte Händel begangen haben, ist beschlossen bcimzubringen und beförderlich zu bcrathen. wie man ihrer abkommen könne. I». Fn Betreff der Bnslermünzr wird beschlossen, sie probirrn und iverthcn zn lassen; dann ist ein öffentlicher Ruf zu thun, daß sie Niemand höher annehme, als was sie „ertrage"- t. 1. Bei Verhöruug der (Reformation« (Artikel haben alle Boten ihre Stimme abgegeben. Mit Bezug auf den Artikel, der bestimm», daß ein Priester, der ein Weib nimmt, der Pfründe und seines priestrrlichcn Amtev entscht werde» solle, will aber Bern sich nicht dazu verstehen, daß einem solchen die pricstcrlichen Functioncn gänzlich untersagt ,verde». Da diese Erklärung (einige Orte) „hoch befremdet", so wird Bern dringend ersucht, diesen Artikel stehen zn lassen, wie er abgefaßt ist; in den andern Artikeln hoffe man sich dann leicht zu einigen- 2. Ucbcr den Artikel betrefscnd Aushebung der Ungenossame (Ehefall) äußern sich einige Orte dahin, daß s>c solches nicht nachlassen wollen. Heimzubringen, wie »ig» diesen Artikel „halten" wolle. 3. Endlich ist beschlossen, es solle jeder Bote auf de» nächsten Tag hinreichende Vollmacht bringen, um sich über alle Artikel völlig z» »er Februar 1525, ständigen, damit sie „ausgerichtet" (resp. verkündigt) werden können, und man dieser Sache endlich abkomme, und weitere Kosten und Tagleistnngen erspart bleiben; namentlich ist noch festzusetzen, ob man sich darüber gegenseitig verschreibe» wolle, „damit man habent daran wäre". It. Der Bote von Zürich bittet im Namen seiner Herren auf das dringendste, jedoch mit freundlichen Worten und langer Erzählung des Handels, der in das Recht gesetzt worden, das; ihr Vorschlag, einen Obmann für die Erwählnng eines gemeinen Schreibers zu ernennen, von den nenn Orten angenommen werden möchte. Da die Gesandte«; der letzteren keine Vollmacht haben, von den Beschlüssen ihrer Obern abzugehen, so stellen sie an den genannten Boten die „ernste" Frage, ob er keine «veitern Instructionen besitze; denn hätte er solche, so würde man sich darüber berathen. Hierauf hat derselbe die Vollmacht eröffnet, >»n Frieden und Freundschaft willen und zur Förderung des Rechtes von seiner Forderung abzustehen und unter den Vieren, welche die Zugesetzten der neun Orte vorgeschlagen, einen anzunehmen, damit jetzt kein Obmann nöthig «verde. Diese Antwort hat man beifällig vernonunen und demgemäß abgeredet, daß Zürich denjenigen Schreiber, den es erivählc, sofort benachrichtige und im Namen beider Parteien einlade, auf nächsten Montag in Einsiedel» zu erscheinen, damit der angesetzte Nechtstag stattfinden kann. I. Znstrnetio» von Bern« „Znoletst wüsscnd ir, wie min Herren Rät und Bürger sich einhellcnklich ent schlössen lhaben» und nit gestatte» wellend, daß uinb fachen und Händel, darnmb ir bolten dehcin befelch haben, die übrige» Ort in ircm schriben ein statt Bern »och irc botlen snitj vergryfen, snnder so sollen dieselbe» ir botten ab und nsstn»; was aber kleinfücgsnm fachen wären, darnmb möge» miner Herren botlen wol grwalt habe», sich in sölich schriften stellen zuo lassen." AM), x.210-2«?. Das Verner Glarner, Basler, Frciburgcr und Solothurner Eremplar haben das gleichbedeutende Datum Freitag nach Apollonia. K aus dein Zürcher Abschied, der sonst nichts enthält, und fehlt dagegen in allen andern Ercmplaren. Dem Berncr uiangcln überdies !', dem Baslcr I», Ii, i, den« Freibnrger und Solothurner Ii, i 1, den« Glarner Ii, i 1, 3. Zu I. Aus der Baslcr Instruction ist zu bemerken« 1. „Als dann in« abschcid «vitcr gemeldet und anzeigt, «vic von wegen der schweren lönfcn artikcl gesetzt werde» sollen und «vir aber bcricht, wie unser Eidgnosse» hinder nnsercn« botten uf nächst gehaltnen« tag etwas artiklen vergriffen und gesetzt, soll unser bott dieselben in abschcid »einen und die an uns, die zuo crkürncn, bringen und deren halb cndlichs on unser vorwüssen ganz nüt bcschlüßen. Wärend aber zuo nächst gehaltnen« tag die artikel nit vergriffen, sonder wellte man die erst jetz stellen, soll nnscr bott nit darb«), die zuo articnlicren verhelfen, sitzen, sonder allein die artikcl, wann die beschribcn «nid vergriffen, in abscheid nenicn"... Wir lasse» auch die übrigen Instrnctionsartikel folgen« 2. „Sodann den nfbrnch, so Herzog Ilolrich zc Wittenberg zc thuon muot haben soll, betreffend, ist nnscr Meinung, de» Herzogen dorm« nit ze verhinderen, in ansechen daß er nüt unzimlichs, sonder allein sin vatterlnnd begcrt, daruinb er, wie man ivol weißt, komen, auch uns Eidgnosse«« von den Pündtischen zuogesagt, daruf onch «vir dem Herzogen ein ccrlichen bettelst zc machen zuogescit, das aber alles nit gehalten («vorbei«). Zuodein, diew«)I. «vir Eidgnosse«, den« König je ein tapfere hilf ze thuon geneigt, «virt des Herzogen fürncmcii den« Küng nutz sin; dann dadurch werden des Königs chend ircr hilf geschinclcret, und mag der Küng in Mciland bester bnS handle»." 3. lzu «'.) „Als dann Doctor Jacob Slnrzcl die Pensionen von der Eebcinnng zuo erlege» sich erkalte», soll n »scr bott sagen, daß uns die selbig zc »einen nß vil Ursachen »il gelegen. Und «vo maus hieb«) btiben *» Der Basler Abschied ist etivaS niangclhaft« „Und so nun diser tag angesetzt worden ist von wegen der schweren lönfen, etlich artikel zno setzen, und aber harin nit jederman gewalt gehebt, ist deßhalb ei» anderer tag angesetzt, widermn gan Lncern", «c. Hebruar 15'25,. los;!, »>it heil, wo aber unser Gidguosscn der aulwvrt nil bcuucgig sin, dann mag unser da» sagen, dasi die Grbeimmg an uns nit gehalten, das sich, wo not, zuo nachgcnden tagen wol finden werde." 4. „Als dann des bruodcrs von Uri erbieten gehört ?c., do soll unser bott anzeigen, wie uns sür gnot nnscchcn (wellt), dasi man ein gemeine dispntation an ein gelegne molstatt erncmcn, die geirrten zuosamcn bringen und sich der zwytracht vereinen sölltc, nnd daby eröffnen, wie uns diese zmcitrachtcn und irrungcn in unser !>a» lengcr ze gedulden nit gelegen, darumb wir dann uh gnoter christcnlichcr »ieinung ein disputativn by unö zc halten erkennt, darns wir gclcrtc liit von bcdcn partycn, und wer uns der fachen dienlich sin bedunkt, bcrücscn und uns mit hilf Gottes, mcsi wir uns halten söllc», vereinbaren wellen, damit solche zwitrachlc» abgestelll (werden) und wir wider zuo einigkcit kamen mögen." z>. »aiu m>sch"d- Hinstedeftt. I ^esilllcU' s. iMiltivoch nach Valcnliui I i Vucern: AUfltw Abschieds !l. f. 22. iiiricl, : Abschieds Dd. 0. f 187. ^»aatKar^itv Bern : Allqem «-idfl. Abschiede X. 22K. V. ^13. 5totkek ^retbnr^ : t^irard Sammlung ^ lll l^esandte: Vgl. folgende Nuinnicr. >«. GS ,vcjsi jxdt^ Bote, ivie der Schaffner und der Amilian» des Vaters von Zttingcn mit Klage »»d Antivort gegen einander erschiene»; dein Schaffner hat man gesagt, man finde an seinem Benehmen kein Gefalle», er solle des Amtes müsiig gehen, sich halten ivie ei» O'onventhcrr und dem Vater gehorsam sein, bis die Visitatore» kommen. Der Candvogt wird schriftlich beauftragt, darüber zn wachen, dasi der Schaffner dem Gotteshaus keine» Schaden zufüge. I». Mau hat Zaeob l'ocher, ('andjchrcibcr im Zluirgau, nebst seinem Sob» zum Schreiber >» den Verhandlungen über den Stnrin ,zu Ittingen ernannt nnd beeidigt. «. Der Candvogt von Sargans berichte! in Betreff des Pfaffen Bellt?), der zu Plüsch zum t^npla» und Prediger ernannt worden, dasi derselbe predige, das Sacramcnt sei nichts; wer Messe halte, kreuzige Gott, und wer die Priester zun, Messelcscn anlsiiltc, de> martere Gott. Damit habe er bereits so viel gewirkt, dasi die von Ragaz ihren Priester nicht länger dulde» wollen, wesihalb derselbe den ('andvogt nni Schiri» angerufen. Nachdem er denselben wieder eiugescht hat, bcgel»> er Math, was ferner zu thun sei, da schon andere ivird besohlen, den Brieins Patheuicr < ?) und andere Caie», die sich in solche» Händeln verfehlt habe», Verdienen zu bestrafen, l. Z^er Abt von Pfäsero klagt, ivie ihm sein bester Helmte», der zu Mcls, »o» Bauern infolge des „lutherischen Handels" gewaltsam vorenthalte» werde; dann bat man jedoch a»äl ^ Verantwortung deren von Melö angehört, die verlangen, dasi man ihnen ein i»ipartciiscl)kS Gericht nackt ihici» ('anbrecht sehe, um dem Abt zn Rede zu stehen. Desihalb wird nun beschlossen, es sollen Schwnz und Glauw eine Botschaft ans de» Sonntag nach der allen Hastnacht <12. März) nach Sargans schicken, welche daselbst »»> dem Candvogt die Sache prüfen und zu erledigen versuchen sollen. Könnten sie das Cehtere nicht, so solle» l" die Parteien aus die Hahrrcchnung nach Baden verweisen; inzwischen sollen die Kirchgenossen von Mols de» Zehnten entrichten oder bei dem Candvogt hinterlegen, zx. Beschwerde desselben AbteS über Rudolf von tlagt de. ktbt von stsäsers ferner über die grostcn Zinsen, womit das Kloster beladen sei, und zwar so, dast es ihm nn.nöglich sei, sie zu bezahlen, wenn das Bad oder der Wein einmal nicht gerathe; er bittet, man möchte ihm gestatten, etwas „kleinen Dings" zu verkaufen, um das Gotteshaus von seiner Last zu befreien. 2. Da er den Eidgenossen „in Schirm verpflichtet" sei so möchten sie ihm eine» Schirmbricf ausstellen, wie das Kloster früher auch von der Herrschaft einen erhalten .heimzubringen, da man über alle diese Punctc ohne Instruction ist. i. Da noch ein Anstand waltet zwischen Easpar Scherer von Walcnstadt und Bürgermeister Karli von Ehnr in Betreff eines Erbsalls, der in Mcls rechtlich und gütlich verhandelt und Lnm Theil durch Sprnchbriefc erledigt worden, so werden die »ach Sargans verordneten Bolen von Schwyz und Glarns beauftragt, im Verein mit dem dortigen Landvogt ihr Möglichstes zu thun, um die Sache zu vermitteln oder sie ans die Jahrrcchnnng nach Baden zn weisen, wohin der Landvogt auch den „Erbschaftsbricf" der Landschaft mitbringen soll. Mit Bezug auf die ans diesem Proech erwachsenen Kosten sollen die Parteien bis zu Anstrag der Sache sich ruhig verhalten, Der Pfarrer z» Appenzell Diebold.Euoter, beschwert sich, wie einige Personen im Land Appenzell ihn neidig nnd widerwärtig beschuldigen 'cr sei an dem „päpstlichen" Zug, der vor drei Jahren in's Mailändische geschehen, schuld und habe dafür Geld genommen ?c - Erkannt, es soll jedes Ort sich erkundigen, ob Jemand etwas darüber wisse, und auf nächste» Tag berichten. I. Der Hauptmann von St. Gallen berichtet über einen streit zwischen den. Abt und der Stadt Wich, wegen einiger Märchen, der noch nicht habe gütlich verglichen .verde» können. Da die Eid ümossen einen Abbruch an den Büsten zu erwarten haben, so wird die Sache heimzubringen beschlo,sen. .... Durch de» Boten von Lucern, der in Bünden gewesen, wird schriftlich angezeigt, dast die Bündner erklären, sie habe» MW Mann zn Eleve», die sie ablösen („lösen") müssen, sodast ihnen die Ihrigen »olhwendig seien; daher wollen sie dieselben zurückberufen. ... Auf den. nächsten Tag ist Antwort zugeben in Bettest deren von Dogern. gen,äst den. Vorbringen Berns ans die Klage des Klosters Königsfelde.,. «.. Es waltet ein Streit wegen des Wirthes von Jonen zwischen Mich, das der Ansicht ist, was von Breu.garten ans appellirt werde, gehöre nach Zürich, als den, eigentlichen Oberhcrrn, nnd den sieben Orten, welche glauben, es ,olle nach Bade» appell.rt werden Ans das was Mich darüber vorgebracht hat, null man auf de.» nächsten Tag, den Zürich auch denen »°» Bremgarten zn verkünden hat, »nd wo beide Parteien mit ihren Gewahrsa.nen erscheinen ,ollen, Antwort Mben. ... Für den R-chtshandel zwischen Zürich und den neun Orten ist ein anderer Tag nach Em,.edel., "«gesetzt ans Montag nach Ne.niniscere (l-t, März), wo dann die Schiedsrichter ein Urtheil geben sollen. ... ... fehlen in. Zürcher. " im Berner. >. I. I. .. in. Freilinger Eremplar. 8» I. und Wir verweisen ans die nächstfolgende Nummer und füge» zur Ergänzung noch folgende Notizen bei: ^ ^ ^ - r rinor, -r.Nr.mrl Eidesformel für die Zugesetzten, desgleichen f..r den gemeinen Schreiber. i) (.52 ,1, Fevrnarg. I St. A. Lunrn, A. Rcligionshände.. ttannar^ Als „Obleute" waren vorgeschlagen: Ludwig von Helmstors, Simon in Albo», « > t W»u° Sch«»l„l« Schul»)-»! Schul»,,!« K,um,(Ulnch) »«» S° «°» «««ich, .H-u- «chM» d-> ««>-. u°u »,l («chch« Sch,,»»,. ^chulch.u« v--. (?) ^ v St. A. Luccrn: A. NcligionShnttdcl (einzelnes Blatt). von Nappcrswyl, Joachim Motten. l.. Schm. m« .4, (Dl-uft-l, Sl.V«l,u.,u-Tu». Uli- „ich, «.w, zud d.„, M..F Hu.l.r d« b.«ch,l, Z-U-Ul«. b-!°»>ich-»mdschch.,,,. D-u B-..»-l,l Hut A-Il«-»,- m d-n llrtunde» III, l, p. 2(ili, 2U7. 71 Februar 1525. Hu »>. Schon dcr letzte Abschied von Vuccrn ist de» llnvollsländigleit sein verdächtig, dn oln»c Hiveiscl die Ereignisse in Italien verhandelt wurden, und ebenso wenig scheint uns dcr vorliegende Ter! der Sachlage z» gelingen. Wir legen die bezüglichen Acten ein: 11 1525 („1524"), 28. Januar, in» Vager vor Pavia. .Ii. Franz I. an'gemeine Eidgenossen. Sa er wisse, dasz sie gern vernehmen, wie es um seine Angclegcnhcilcn stehe, und das» sie deren Gedeihen wünschen wie il»c eigene Wohlfahrt, so gebe er ihnen Nachricht, das? die Feinde noch immer ans ihrem Porl,nbcn beharren, einen AuSbnich zu versuchen, um eine Schlacht zu liefern oder Mailand wieder cinznnebinc»von Vodi (VoddeS^l sc> ihr Heer mit aller Artillerie nach Marignnno, am zweite» Sage nach Vandriano gekommen, und ihre »streit schaarc» seien bis aus 3—4 Miglicn vor Mailand gezogen, weil sie ans eine innere Umwälzung (guolgm' noritos gerechnet; sie haben sich aber gänzlich getäuscht, viele von ihren Väuscr» und Schüben verloren und schliestlich eingesehen, dasz die Stadt mit allen Bcdürsnissc» wohl versehen sei, deschalb ei» anderes Vager gewählt, >» dc> Nähe von Pavia, in dcr Absicht, das französische Heer aus seiner Stcllnng hcranSzulockeu, nämlich bei „Pidegulphc , 5- k Miglicn von hier cntscrnt; man habe aber an dem Wege, ans dem sie kommen müstten, Esplanadcn errichtet und sei entschlossen, ihnen entgegenzugehen, namentlich mit de» cidg. Knechte», deren tapscrc und gi»will>P Haltung das gräszte Vob verdiene. Sa nun die Feinde gesehen, das? man sich dn nicht erschüttern lasse, wie >'>clc Hindernisse ihren Angriss erschwere», und dasz man ihnen aus allen Seiten den Proviant abgeschnitten, habe» sie sich gegen St. Angcio gewendet, also ans de» Weg nach Vodi; jenen Platz wollen sie nun erobern, wcna» aber nicht viel liege; dennoch wolle dcr Herr Pioro von tKonzaga, der mit einiger leichter Reiterei und Fusmoll da sei, auch wider den Bcsc. I des Königs, den Plab vcrthcidigc»; cS handle sich jebt eben darum, ob man ibw dazu Hülse schicken wolle oder nicht; die Feinde Ihn» nämlicb ivaS sie känncn, um das französische -V^cr diesem Vager hcranSznbringcn; Pavia halten sie bereits sür verloren, und in dcr Zchat vermögen sie nicht mcl>> Stand zu halten; denn nach den Berichten von llcbcrlänsern haben sie seit 111 —12 Zagen weder Wein noch 3^' sondern nur »och etwas Erbssrucht, Käse und Korn fü> 2 3 Wochen, ?c. ?c. »>. MWo-n 2) 1525, 4. Februar. Bern a» Robert de ta Marchc, obersten Hauplniann dcr cidg. Knechte vor Pavw Antwort aus sein eben cmpsangcncs Schreibe». Freude über den guten Fortgang des Krieges und Hofsn»n!1 eines glücklichen Eudes. Empfehlung der Angehörigen und Bitte um weitere Berichte. Auf sein Begehre» Nachrichten über Begebenheiten dicSscit dcr Alpen wisse man nichts Sicheres zu melden, als dasz die HerMt von Bayern und Braunschwcig und der Markgraf von Brandenburg mit einem bedeutenden Heere über die BcnP gezogen seien, in dcr Hoffnung, die Stadt Pavia »och zn cntsebcn, ?c. T, « z»,,» > MM»"'i "-'^ Hu A» erheblichen Acten zu diesem widerwärtigen Streit wisse» wir Isicr nur folgende »achz »wnsc«- 1) 1523, 21. März (Samstag nach Vätarcs, Brcingarlcn. Spruch von Scl>, Rath und Bicrzigcn, i» dem von Hürich nppellationSwcisc erledigte» Streit zwischen Werner Bü>gisse», Wirtl, zu Jone», cinctzjeits, »» Jakob Hubler, von Jonen, Ulrich Hnbermachcr und Ulrich Bär von Sbcilunkhoscn, anderseits, des Wi»>h^'^ und des ZavcrnenzinscS halb. Sa nun lcbtcrc den Cöcgner um die Koste» belangen, wäbrcud inan findet, dag derzeit »ach nichts gcwvnncn habe», weil dem Bnrgisscr überlassen ist, in Falircssrist den übrigen Wirtbcn dcr Umgegend „nnchzujagen", so wird erkannt, dasz die Sache anstehen solle, bis ei» Jahr von dem Satin» bc- Hürchcr Urthcils verflossen, dann aber jedem Thcil sein Recht vorbehalten sei. 2) 1523, >4. April lSicnstng nach S.uasimodo), Hürich. Urtheil, dasz kein Zhcit, weder jetzt noch spä>^' dem ander» Kosten schuldig sei. e,.« Februar 1525, 587 S4N. Kinstedel'n. 1525) 15. 1'G' 18. Februar (Mittwoch bis Samstag »ach Valentin!), Staatsarchiv Zürich ! Acten JMiisteehandel, Staatsarchiv Lucer» ! Acten RellgionShändcl, Gesandte.' I. Richter. Für die nenn Orte: Jacob Feer, des Raths von Luccrn; Martin in der Matt, Amman» zn Schwyz. Für Zürich: Diethelm Nöist, Bürgermeister; M. Niklaus Setzstab'"), II. Anivälte der Parteien: Zürich, (M, Konrad Gschcr, . .), Bern, (Sebastian vom Stein), Frei bnrg. (Lorenz Brandenburg), — (Andere nicht bekannt). I. a. Die nenn Orte lassen durch Sebastian vom Stein ins Recht klagen, sie seien in etwelchem Span gegen Zürich, betreffend drei, vier oder fünf Artikel, die sie zuvor, um Kosten und Schaden und größeren Unwillen zn vermeiden, gerne gütlich hätten austragen lassen, was bisher nicht geschehen, weßhalb nun die Sache» zu rechtlicher Gntscheidnng an die vier Znsätzcr, und nöthigcnfalls an einen Obmann gewiesen seien, — In (jüngst) vergangener Zeit haben etliche Hintersäßen und Unterthanen von Zürich und etliche, die nur in dessen nieder» Berichten sitzen, bei Nacht und Nebel, ohne allen Grnnd, sondern nur ans eigenem Mnlhwillcn und frevler Bosheit einen Sturm ergehen lassen über Leute und Lande, die den X Orten zngehören, und sich dabei vermessen, in das (Gotteshaus Jttingcn zu fallen, da mit den geistlichen Personen, als dem Vater und dem Schaffner, »inthwillig nnizugchen, ihnen die Schlüssel wegzunehmen, ihre (Gemächer mit Gewalt zn öffnen, alle Vorräthe z» verschütte», zu verzehren oder fortzutragen, auch das Vieh zu entwenden, alle Golteszierden zu zerschlagen und als Raub z» entführe», die priestcrlichen Kleider zn zerreißen oder zu verkaufen, das hl. Sacrament zu entehren, alle Bücher, Briefe und Rödel des Gotteshauses zn vernichten und zuletzt das Kloster zn verbrennen^). Ihre Herren seien Willens gewesen, solche Gewalt mit Gewalt abzustellen; Zürich habe dann aber so viel dazwischen gehandelt und zugesagt, daß sie die Hoffnung geschöpft haben, die Sache werde sich in der Freundschaft verlragen lassen; deßwegen sei zn Franenfeld ein Tag geleistet worden, um gemäß dem Gebieten Zürichs eine gütliche Handlung zn versuchen und (gemeinsam) die Uebelthätcr zu strafen; aber Zürich sei von seiner früheren Zusage abgestanden und habe den nenn Orte» Recht geboten; obwohl dieser Rechtsvorschlag unbegründet und de» Bünden »>cht gemäß sei, und sie jene Frevel wohl mit Gewalt hätten strafen können, haben sie doch, um wie bisher i"»ner mit Glimpf und Ghrcn zn verfahren, das Recht angenommen, in der Zuversicht, es werde ihre Sache so gut erscheinen, daß rechtlich erkannt werde, wer gefehlt habe, und die Zusätzen wohl erkenne», daß solche Miß- Händel gestraft werden müssen lant der Bünde, die man hier wolle verlesen lassen; sie hoffe» also, daß sie diejenigen, die im Gebiet der X Orte so gefrevelt haben, zu bestrafen haben, und Zürich ihnen dazu helfen solle, um das Böse zn unterdrücken und das Gute zu änfnen, I>. Darauf antworten die Anwälte von Zürich durch Meisler Konrad Gscher, der eingeklagte Handel sei für sie höchst beschwerlich. Da werde angezogen, wie die Ihrigen ohne Roth einen nächtlichen Sturm unternommen haben, n. s. s, Gs wisse aber männiglich, daß der jetzige Lnndvogt im Thnrgan, der aller X Orte geschworner Diener sei, bei Nachl und Nebel in der Ortschaft Burg bei Stein den Priester Hans Oechsli» gefangen habe, hinterrücks ihren Herren, wiewohl Burg in den nieder» Gerichten der Stadt Stein, also Zürichs, *> Die „Znsätzcr" und den Nedner der nenn Orte nennt der Eingang. Die Redaclion hat bei dieser Einleitung für den ganzen Proeesiact zu bemerken, das, sie dnrchgchendS die Erzählung bereits bekannter Vorgänge möglichst kurz fassen mottle, um den Raum zn sparen. szebrnar Ik»2ü, liege und i» den hohen Berichten der Vandgrasschasl Dhnrgan, nn denen sie mit den nenn Drien Anibeil Kaden; dergleichen Nebcrgrifse seien vormals nie geschehen, Denn so osl einem k'andvogt elivas angelegen gewesen, sei er nach Zürich, als zu de» nächsten Herren, gekommen, in» die dachen vorzutragen tund Bescheid zu erwartent. Nun habe der Priester, als er gefangen worden, ein Geschrei crdoden, und sobald der Wächter ans dem !>»»»> es gehört, habe er seiner Pflicht grmäs? gestürmt, wie es sich an solchen c^ränzorlcn gemeine, da man nicht grwnhl habe, was da vorgebe („was das für ei» leben wäre"»; denn wo man dort nicht wachsam wäre, könnte de» lHdgknossenschaft leicht groszer Schaden begegnen, lim solche» abznwcnden, seien die guten ^ente eilends an» gestanden und dem Sturm nachgelaufen, wobei mancher Biedermann »nr seine Schuldigkeit getba» habe. Wenn jemand den Sturm vernrsacht haben müsse, so sei das A'wmand als der k'nndvogt im Zhnrgau, und habe ^cinand Strafe verdient, so sei der Vnndvogt strafwürdig; denn ihre Herren glauben, wen» er sie zuvor bcnackricbnch und nicht so heimlich gehandelt hätte, so wäre daS iBeklagte» nicht geschehen; er habe auch verlanten lattcn, er wisse, das? eine Unruhe entstehe, wenn er den Priester sänge, was sie nicht unbillig bedauern, da er t>c »»b die andern Eidgenossen in Unwillen, Bosten und Arbeit gebracht habe, Sic meinen also, er solle dafür gcs»aü werden, und möchten wobl wünschen, er wäre gegenwärtig, da er sonst immer ans Zagen erschienen sei; wa>>»» er seht weggeblieben, wissen sie nicht, Pas? nach dem von dem k'andvogt erregten Sturm eine Mengt »a» Kenten sich gesammelt und zu Ittingcn ungebührlich gehandelt habe, sei ihnen in Z reuen leid, wie gemeine t'>d genossen wissen ans ihrer ernstlichen Handlung, da sie sich immer erboten, die Zhäter zu strafen und strafen >» helfen, und nach dem Aufbruch des Sturms die .einigen nölhigensalls mit dem Panner gehorsam gemacht habe» würden. Ans dem Dage zu nranenscld (Nr llkt» haben ihre Boten begehrt, das? der Grevel rechtlich »nd „feindlich" gestraft werde, und in dieser Meinung anerboten, die Bctheiligtcn, welche die X Drtr mil ei»ande> zu strafen hätten, strafen zu Helsen je nach ihrem Berschnlden, deszgleichen die Angehörigen in ihren eigenen ba^» und Niedern Berichten (von sich anS> zu strafe». Das haben die Boten der neun Drtc gütlich angcnon»»t», und nachdem Zürich tätliche von Stein und Stammheim gcsangen, haben seine Boten ans einem Zage zu ^'»tt>» diese Ansage iviederholt, und sei man darüber eins geworden, westhalb man dann einen Zag nach ,zra»c»ie>d angesetzt habe, um entsprechend zu handeln. Dort habe Zürich diejenigen, die man gemeinsam zu strafen bab^ strafen helfen und die Scinigcn zu gutem Dbcil selbst gestraft, indem es Utliche in langer c^csangenschast geballt» und mir ans Zrostimg entlassen habe, damit sie im ,vall weiterer Berschnldnng nicht nngcstrast blieben, >»'^ finde sich mehr gegen die Angehörigen Zürichs, so sei es noch des Willens, sie nach Verdienen zu strafe» » Darum glauben die Herren hierin gethan zu haben, was sich gezieme, und sollten die neun Drte nicht »»>» fordern; denn die an sich böse Zhat sei von dem k'andvogl hervorgerufen »nd von den Ihrigen nicht i» ie'»^ licher Weise verübt worden; eS lasse sich ja wohl denken, das? manche, vielleicht alle Versammelten nicht als ,'zcindc der nenn Drtc da gewesen, sondern des c^cschms wegen dahin gekommen seien, Parum bitte Zürich ^ neun Drte freundlich, es ruhig zu lassen; sei das aber in c^ütc nicht möglich, so wolle es das Recht erwarte» da der ^'andvogt zuerst gefehlt habe, und die ander» Werlte nicht ans ihren Betten gekommen wären, wen» e> nicht so gehandelt hätte, II. n. Dawider tragen die Anwälte der nenn "Drte folgendes vor; Sie gebeu nicht zu, das? der P>»l»> Dechslin in dci? nieder» lynchte» Zürichs oder deren von Stein gesangen worden; dein? es sei bekannt, dah '» Nerhöracik» »nd Lprnchr bciretiend beihriliflir Anftchorigc Zürichs find»» sich noch vor in dn .>lucina»n»l»> t Handel" <»>, Iningerfinrni». Februar 1525, 589 Kirche zu Burg samt Anderm iu die hoheu Gerichte der Grafschuft Thurgau gehöre, iudem die ueuu (X) Orte bis auf das dritte Joch im Rheiu zu Stein zu richte» haben; daraus erkenne jeder, daß sie Gewalt haben, geistliche oder weltliche Personen, die sich vergangen, bei Tag oder Nacht zu fangen, — Da Zürich alle Schuld auf den Laudvogt wälzen wolle, weil er den Priester hinterrücks gefangen, so erinnern sie zur Antwort an die Zwietracht und Widerwärtigkeit, die sich des lutherischen oder zwinglischen Glaubens wegen iu der Eidgenossen schaft erhoben habe; nun haben die Zürcher auf Tagen, wenn davon geredet worden, sich abgesondert und nicht dabei sein wollen; weil aber die neun Orte bei dein alten von ihren Vorder» und der christlichen Kirche an sie gebrachten Glauben zu bleiben gesonnen seien, so haben sie sich vorgesetzt, alle die wider diesen göttlichen Glauben reden und handeln, zu strafen, besonders auch die Ihrigen in den (gemeinsamen) hohen und Niedern Gerichten davon abzuhalten; und da sie auf Tagen berichtet worden, daß jener Priester Oechsli das erlassene Verbot mißachtet habe, so haben sie öffentlich") und nicht „in den Winkeln" dem Landvogt befohlen, denselben gefänglich ein zuziehen und »ach Frauenfcld zu führen,. Wen» Zürich betone, daß dies bei Nacht und mit Gewalt geschehen, und der Laudvogt sich seiner That gerühmt habe, so sei Hinwider bekannt, daß vorher zu Stammhcim iu der Kirche mit Bildern und Zierden unchristlich, wider das ausgegangene Mandat, gehandelt worden, und daß die von Stein und Stammheim sich verbunden gehabt, daß ihrer vierzig bei Nacht de» Laudvogt iu dem Hause Wepfers gesucht, und wenn sie ihn gefunden, ihm vermnthlich Schaden zugefügt hätten; da der Muthwille voraus gegangen, so habe man dem .Landvogt, damit er desto sicherer wäre, befohlen, mehr Knechte zu sich zu nehmen; und daß er es bei Nacht gethan, sei in der Absicht geschehen, daß desto weniger Leute es wahrnähmen, die Sache leichter von Statten ginge, und wcniger Schaden entstünde. Das Mordgcschrei Oechslin's betreffend würde sich ergeben, daß er vor der Verhaftung gewarnt worden und in großer Besorgnis) gestanden sei, weßhalb er sich ungefähr acht Nächte außerhalb aufgehalten, bis auf die Nacht, in der man ihn gefangen habe. Da man nun gewußt, daß ihm nachgestellt werde, so haben die von Stein unbillig einen solchen Sturm angefangen, indem sie doch bald erfahren, daß (nur) der Priester gefangen und weggeführt worden, und hätten sie aus treuer Nachbarschaft scheiden wollen, so wäre nicht nöthig gewesen, gegen gemeincidgcnössisches Gebiet einen Sturm zu erheben, lind damit man weiter merke, was Gutes oder Böses in ihnen gesteckt, (sei zu wissen), daß sie eine Anzahl Landsknechte in die Stadt gelegt habe», mit denen sie ihre Bosheit gegen ihre Herren, die Eidgenossen, zu verüben begehrten, Dgmit sei ihr Muthwille entdeckt und der Landvogt entschuldigt, da er nur nach Befehl gehandelt habe, — Was die Antwort weiter anführe, daß Zürich die Seinigen abgemahnt, 4999 Alaun aufgebotcn und sich gütlich erboten habe, mit den nenn Orten die Uebelthätcr zn strafen, sei insofern wahr, als man wohl gesehen, daß es die Sachen ernstlich zur Nuhe habe bringen wollen; mau wisse aber auch, wie langsam „der Gewalt" aufgebrochen, da die Leute zwei Tage und eine Stacht, oder eine» Tag uud zwei Nächte da gelegen seien, wiewohl sie den große» Unwillen der neun Orte habe» spüren können; „da aber wol zuo bedenken, wann die tut, so zuo der panner nszogen, also gwaltenklich mit ine» hetten wellen handle», daß sy wol als bald zuo den iren als zuo inen den nün Orten gestanden wären," Der Gefangenen halb möge wahr sein, daß Zürich etwa cilf Personen verhaftet habe, von denen etliche mehr den neun Orten zugestanden seien als ihm; die habe es aus ihren hohen und nieder» Gerichten weggeführt, sodaß die Herren wohl gewünscht hätten, dieselben wären in ihren Gerichleu geblieben, an denen Zürich ja auch Theil habe. Zu Baden habe» es dann die Eidgenossen freundlich ersucht, vier Gefangeue dorthin zu liefern, und nachdem dies auf vielfältiges Begehren geschehen, haben sie dreien nach *) Ohne Zweifel auf dem Tag in Zug (Nr. IUI), de» Zürich nicht besuchen sollte. 590 Februar 15)25, ihre» Vergichten und ihrem Verdienen „einen gnädigen ?od angethan." Wie aber Zürich die übrigen t^tfangcncn gestraft habe, sei wohl bekannt, sodast es ihre Herren ernstlich bedauern, wie sie denn täglich crsahren, in welcher Gesinnung es zn ihnen stehe; das erkenne man auch ans dessen Bücher» und Druckschriste», die es an die neun Orte habe ausgehen lassen, Ivo besonders über die zu Baden gelegenen Gefangenen zu viel gesagt sei; diese Büchlein hätte» also den Winter hindurch noch wohl hinter dem Ofen bleiben dürscn und nicht gedruckt werden müssen. Sei aber dem wie es ivolle, so haben sie, die Kläger, lgenügend» dargcthan, wie die Angehörigen Zürichs im Gebiet der X Orte gcsrcvclt, »znd sehen ihr Herz und Recht darauf, das; Zürich diesen schändliche» Handel noch nicht verantwortet und keinen Grund gezeigt habe, der denselben rechtfertigen könnte; sie hoste» daher zn de» „Znsästern und dem göttlichen Recht, dast dieser Schaden von den llebelthäter» gemäst den Bunden, welche sie, soweit nöthig, zn verlesen begehren, erseht werden solle; denn sie hegen die Zuversicht, dast die Richte» keine „groste Roth" haben werden, darüber so zu erkennen, das? das Böse gestraft und andern beuten ein Greinpel gegeben werde. Daher stühcn sie sich auf die Bünde, an denen die Siegel aller Orte hangen, und wenn ancb dieselben keinen bezüglichen Artikel hätten, so gäbe doch die Natur zu, dast jeder dem andern thun solle, was er sich von ihm auch wolle widerlahren lassen. Gs sei auch in der Gidgenossenschast nie Brauch gewesen, cm ander ohne Ursache und Recht ins Land zn fallen, zu rauben, zn brennen und Gotteshäuser oder anderes zu zerstören; dafür berufen sie sich auf die Bünde, die deutlich sagen, wie man in Kriegen und sonst »nt de» Priestcrschast ?c. verfahren solle. — Hierüber wurden Abschriften von etlichen Bünden verhört. Dann liesten die Anwälte der neun Orte weiter vortragen, die Bünde bestimmen, es solle Giner, der in einer andern Obriglcü frevle, da gcsangen und gestrast werden, von seinen Herren ungehindert; aus den Bünden sei also wohl Z" merken, das» die Vorder» festgesetzt haben, dast weder mit Geistlichen noch Weltlichen gewaltthätig und mutb>vi»>g solle gehandelt werden; dabei getrauen sie, die nenn Orte, zu bleiben. l>. Die Anwälte von „Zürich erwidern: Da die nenn Orte nicht zugeben wollen, dast Hans Oechsli in de» Niedern Gerichten Zürichs oder deren von Stein gesangen worden, so begehren sie zu beweisen, dast die nieder» Gerichte zu Burg nach Stein gehören, indem sie einen Brief vorlegen, wie das Gericht an Stein gekommen, »nd den bezüglichen Vertragsbrief zwischen den Gidgcnosscn und „Zürich (l!)l»l, 17. April». — Nachdem etliche Artikel verlesen worden, fahren die Anwälte fort: lieber die hohen Gerichte bestehe kein Streit; über das niedere Gc»ich> zu Burg geben die vorhandenen Briese hinreichende Auskunft. Gs sei also ungeschickt gewesen, dast der Landvogl den Priester dort, ohne Wissen und Willen derjenigen, denen die nieder» Gerichte zustehen, gcsangen babc; st»"' werde gejagt, er sei aller (X Orte) Diener, und man habe ihm befohlen, denselben zn sangen; bättc er abc» (den neun Orten) angezeigt, dast die kleinen Gerichte daselbst zu Stein gehören, so wäre der Befehl vcrniutblich nicht erfolgt, sondern gerathen worden, zuerst „Zürich oder Stein zu benachrichtigen; indem er nun so r»ersah>c», sei daraus dieser Schaden, Unwillen und Kosten erwachsen. — Aus den Artikel, in dem die nenn Orte crklaicn, sie wollen den alten wahren christlichen Glanben erhalten und änfnen, antworte „Zürich, es wolle den wabic» christlichen Glauben (nicht minder» äusnen und behalten, und nicht Lutlzcrv oder „Zwingliv Glauben, sonder» allein das Gotteswort; desthalb meinen die Herren, sie und die Ihren sollten destwegcn nicht wcnigcr geachtet, und die Ihrigen, die dem Gotteswort nachsolgen, in den nieder» Gerichten der Verwandten nicht ohne den» Wissen gesangen werden. —«Die Anklage, wie die „Zürcher z» Ittingen mit den „Gästen" und Kirckzeirzierde» unchristlich gehandelt haben, befremde ihre Obrigkeit gröstlich, sofern dieselbe so gesastt werde, dast Raub »»d Brand und Kirchcnsrevel nur von den Ihrigen verübt worden sei; denn es sei noch keineswegs erwiesen, da»» ihre Leute das Gotteshaus Ittingen verbrannt haben, dast das Sacramcnt in der Monstranz gewesen, und t»^' Februar 1525, 591 dies so wäre, daß die Ihrigen „das gethan" haben; erfände sich gründlicb, daß sie darin unschicklich gehandelt hätten, so würde die Obrigkeit die Schuldige» strafen. Darin» begehre sie, daß ihre Meinung überall treulich vorgetragen werde. Um Zweifeln zu begegnen, erinnere sie, daß auch andere Leute aus dem Thnrgau, über die sie nicht zu gebieten habe, zu Illingen gewesen, und daß mehrfach bezeugt sei, wie gerade die Gotteshansleute am unschicklichsten gehandelt haben, vermuthlich der ihnen auferlegten Beschwerden wegen. - Die von Stein bekümmere es, daß sie dargestellt werden, als ob sie für die Eidgenossenschaft wenig Sorge trügen; denn die Sache verhalte sich anders. Als der Sturm ergangen, und die von Stein die Ihren abgemahnt, habe man dort des vielen Volkes wegen etwas Uebles für die Stadt und die Eidgenossenschaft befürchtet; nun seien sie bisher in Fenersnöthen nach Oeningen gelaufen, das „eins roßlanfs wit" von der Stadt entfernt liege, »nd Hinwider die Oeninger auch zu ihnen gekommen, und da Einer, der dahin gekommen, einige Besorgnis; zu erkenne» gegeben, habe der Propst erklärt, er wolle niemanden heißen aus- oder einzuziehen, so sei^i etliche nach Stein gekommen; daß Bürgermeister und Rath um Leute geworben, werde sich nicht erfinden; es handle sich also um (die nächsten) Nachbarn, »nd nicht um Landsknechte, die man aus der Ferne berufen hatte. — Den Vorwurf, daß Zürich zu langsam gehandelt, höre es mit ernstem Bedauern, da es in vielen vergangenen Handeln das Beste gethan und noch thun würde; es müsse vermnthen, daß man es bei den Eidgenossen in größere Ungunst bringen wolle. Damit man erkenne, daß es in guten Treuen gehandelt, so erinnere es, daß der Sturm ohne sein Wissen geschehen; als am Morgen früh etliche Boten, die in Stein gewesen, vernommen, daß das Volk »ach Illingen gezogen, seien sie sofort dahin geritten, um da nach Kräften zu handeln und die Ihrigen abzumahnen, aber ohne Erfolg; und nachdem andere, die sich (zufällig) in der Grafschaft (Kyburg) aufgehalten, von dem Auflauf gehört, seien sie, ohne heimzulehren, von sich aus eilends nach Illingen gefahren, »m die Angehörigen Zürichs abzu mahne», in der Gewißheit, damit den Herren einen Gefallen zu thun; sie haben deßhalb nur geschrieben und mit den verlaufenen Leuten das Beste gehandelt. Sobald' die Obrigkeit die Sache vernommen, habe sie einen Boten nach dem andern abgeordnet und allen ernstlich befohlen, die eigenen Leute heimzumahuen, zugleich aber auch einen Auszug angeordnet. In Illingen sei unterdessen zuweg gebracht worden, daß fast die Hälfte der Leute, die am Morgen aufgebrochen, des Abends wieder »ach Stammheim gekommen, »nd die klebrigen, die noch eine Nacht dort geblieben, vor dem andern Mittag hinweggezogen seien. Dabei werden einige Ungehorsame vorbehalten, die dort „gcsücchlet" haben, wie es solche überall gebe. Aus dieser Erzählung könne man wohl erkenne», ob Zürich treulich und ohne Verzug gehandelt habe; daß solche ernstliche Mühe so gering geschäht werde, müsse es daher billig befremden, »nd im klebrigen glaube es zu dem Panncr so ehrbare Leute aufgeboten zu habe», daß dieselben wohl Gehorsam geleistet hätten; es müsse aber besorgen, daß sie „das" (solche Verdächtigung) nicht zum besten aufnehmen werden. Indessen solle Jedermann das Beste ihn», wozu es auch geneigt sei. — Ans die Anschuldigung, daß es im Gebiet der X Orte (Etliche) gefangen, müsse es abermals antworten, daß ihm die Mißbilligung dessen, was es Gutes gehandelt, beschwerlich falle. Zu dem, was es hierin gethan, sei es aber zum Theil von den Eidgenossen genöthigt worden; denn nachdem es eine Botschaft nach Franenfeld geschickt und an alle Orte geschrieben, wie gern es die Schuldigen strafen helfen »nd auch diejenigen strafe» wolle, die ihm selbst zustehen, habe man allenthalben die Rede gehört, „wann mau'S nur thäle," da (Manche) immer geglaubt haben, man würde es nicht thun; darum habe es, um die größten Ansängec zu finden, etliche zu gemeinen Händen gefangen, hierauf aber nichts weiter mit ihnen vorgenommen und gleich ans dem nächsten Tag in Lucern die Eidgenossen benachrichtigt. Wiewohl es nun jene Leute aus den hohen Gerichten der X Orte nach Zürich geführt, habe es damit doch nichts anderes gethan, als die (nenn) Orte, indem sie den Hans Occhsli aus den 592 Februar 15,25 Niedern Berichten (der Stadt Stein) und den hoben der X Orte nach Vncern und dann nach Baden baden sichren lassen; Zürich glaube daher, nicht Unrecht gcthan zu haben, indem es damals im Tlmrga» so gestanden, das! man nicht sicher gewesen wäre, die dort gefangen gelegten lange behalten zu können; daS haben die l^id genossen zu Baden selbst erfahren, da dem Antrag, die (befangenen dem alte» Herkommen gemäß nach Franenscld zn schicken, entgegnet worden, man müßte dort mit zehntausend Mann rechten. Und aus dem tag zu l'uccrn über die Verhastnahme kein Tadel gefallen, und dennoch werde alles, was Zürich in guter Meinung gclha», verkehrt, was vcrmnthlich daher komme, daß eö bei den (Eidgenossen verdächtigt werde, — Das Büchlein betrcsscnd wissen die Anwälte nicht, was ihrer Herren Meinung sei; sie erinnern nun aber, wie Zikrich die (befangenen bei sich behalten oder »ach Frauenseld habe senden wollen, und wie es dann auf daS ernstlickie Ansinnen de> Eidgenossen, um ein „ungeschickt spil" zu verhüten, dieselben nach Baden geschickt, aber mit der Bedingung, bah sie nur um die Vorgänge zu Illingen verhört und gestraft werden sollten, was die eidg, Boten eingegangen seien*). Da es seither vlelsach wahrgenommen, wie es bei den Uidgenossen mit unwahre» Neben verklagt worden, so habe es für räthlich erachtet, sich vor dem gemeinen Mann zn verantworten; ob in dem Büchlein z» viel stehe, werden die Herren wohl zn sagen wissen, — Wenn die Eidgenossen ihre Klage ans die Bünde sehe» n»d vermeinen, die Angehörigen Zürichs bestrafen zu können, so bestreite es das, sondern bleibe bei der zu Fraucnscld und l'nccrn gemachten Uebercinknnst, Um aber den rechten Sinn der Bünde zn zeigen, wolle es die VcrkommnU! von Stans verlesen lassen, die in einem Artikel also laute: lind ob undcr uns .'c. ?c. (S. Absch, !I>, I- I'' <19(1, I, 8 v, u. bis (197, Z, 2). Zürich möchte nun wünschen, daß die Bünde in der Hinsicht gehalten würde», daß niemand dem andern die Seinen ungehorsam machte; wenn dem nachgelebt würde, so hätte es mancl»'» Biedermann nicht verloren; denn es sei erwiesen, wie der König, mit deines nicht im Bündniß stehe, die Scümi"' ungehorsam mache, und ohne Zweifel seien dir Eidgenossen nicht daividcr, wie man aus gewissen ab ^agr» erlassenen Schreiben ersehe**), und ihre Hanptlcnte führen (immer noch) die ^'cute hinweg. Um aber ans ^» Hanpthandel zurückzukommen, so sage der Ansang des erwähnten Artikels, daß jedes Drt die Seinigen, die an Ansrührcn schuldig wären, sofort selbst bestrasen solle, und daß, wenn keiner in andern holzen (berichten srcvcM, derselbe zu sangen und nach des (berichtes Nccht zu straicn wäre, Zürich sei also schuldig, die Seinen zu stvatt»> wären die Thäter gemäß dem Schluß des Artikels verhaftet worden, so hätte eö dawider nichts gehabt; weil das aber nicht geschehen, so stelze <»»»> ihm (allein) noch zu, die Seinen zu strafen. Um das zu bestäujM begehre es „einen andere» Bund und Verkommniß" zu verhören. (Folgt Art, 5, des gleichen Vertrags, a, » O. S. <197, Z, 8—11) Nun wisse man, daß die Angehörigen Zürichs ohne Wissen und Willen der Sbrigtcä den 'Aufruhr gemacht haben; krast des zulcht angeführten Artikels und ihres eigenen Urbietcns hoffe fit ba>)(v, daß sie die Ihrigen strafen könne. Damit man aber noch gründlicher einsehe, wer Necht oder Unrecht habe, woN» die Anwälte auch den Pfaffenbricf verlesen lassen (folgt Uitat: „Wer aber dawider tnet, daß jeman ze schade» kumt," ?c, ). Diesem Artikel gemäß habe Zürich immer anerboten, die Unthätcr zn strafen, Z» weiterer AuskläruG möge man auch den Sempacherbrief verhören (folgt (Uta!: „(und) sonderlich daß jeman dem anderen durch »" huö frevenlich lnfs," ?c. ?c., bis „anc alles ividcrsperen", wo ). Da Zürich mit den Eidgenossen zu Lucern »"^ Frauenseld vereinbart habe, daß es die gemeinsamen Untcrthancn strafen Helsen und die eigenen selbst bestrase» »'»llc, *1 Die hier folgende Stelle glauben wir wörtlich geben zn (ollen: «Da Herr Pailion vom Stein ircn ratSbolten die a>» muri gebe», und nach der autwurt der merteil der bottcn irer (bdgnosien einander» »ach gesragt nnd geredl bell, >» es o darin keiner anders geredt," ") Wahrscheinlich ist hier ani die unter Ar, l<> mitgetheille Mifiwr angcipielt. Februar 1525. so bliebe man billig »ach dein Inhalt der Bünde dabei; denn es haben die Boten, als sie sich darüber freundlich verständigt, die Bünde wohl im Auge gehabt und richtig verstanden', und da der Abschied von Lucern, den die Anwälte hier auch wollen verlesen lassen, die Abrede bestätigt habe, so sei damit den Bünden nachgelebt worden. Nach all dem Erörterten hoffe Zürich nichts Unrechtes gethan zu haben, und weil die Znsätzer wohl gehört haben, daß der Landvogt ein Urheber des Auflaufs sei und die Herren (von Zürich) in großen Schade» gebracht, so getrauen sie, (es werde erkannt), daß er strafwürdig sei und die Kosten abtragen solle. III. a. Die Anwälte der nenn Orte entgegnen, die von Zürich haben vieles cingeflochten, was nicht zur Sache gehöre; (sie wollen sich darauf nicht einlassen). Es seien nun Briefe betreffend die nieder» Gerichte zu Anrg hier eingelegt worden; wem diese zustehen, wollen sie jedoch nicht erörtern, da der Mnntprnt dieselben anspreche» könnte, und darin nicht vorgreife»; weil aber Zürich alle Schuld auf de» Landvogt schiebe, so betonen sie nochmals, daß er die diesfälligen Befehle auf einem Tage zu Zug erhalten habe, sodaß, wen» er gefehlt hätte, die Schuld an den Herren läge; darum müssen sie an Zürich die Frage stellen, ob es anerkenne, daß der Land vogt im Thurgan im Namen der nenn oder zehn Orte zu Burg bis auf das dritte Joch der Brücke befugt sei, Uebelthäter zu fangen oder nicht, wenn Einer schuldig oder „verleumdet" sei, und ob der Landvogt hierin nicht gethan, wozu er seiner Herren wegen Recht und Gewalt gehabt habe. ll. Daraus läßt Zürich antworten, es sei nicht Willens, Jemandes Freiheiten, Herkommen, Gerechtigkeiten und Verträge anzufechten oder dawider zu thu»; den» über den hohen Gcrichtszwnng in, Thurgan, der bis zum dritten Joch auf der Brücke z» Stein gehe, sei ein Vertrag gemacht; daß man aber denselben des Fangens halb so weit ausdehne und die althergebrachten Freiheiten der Stadt Stein verletze, sei ihm befremdlich; das Herkömmmcn bestehe nun eben darin, daß die Steiner die (beklagten) Personen fangen, besonders Einwohner, und wenn Jemand malesizisch erfunden werde, denselben dem Landvogt zuschicken, und sie hoffen, es werde kein Fall erwiesen, wo ein Landvogt, wie es der jetzige gethan, da Leute gefangen habe. Bei diesem Herkommen verhosse» sie nun traft der Bünde zu bleibe»; wenn aber Jemand sie davon drängen wollte, so müßten sie gewärtigen, wie viel er auf rechtlichem Wege erlangen würde. Darum beharre Zürich bei der Meinung, daß der Landvogt unschicklich ver fahren, und daß es weitere Antwort nicht schuldig sei, und wolle man es bei seinen Freiheiten nicht bleiben lassen, so möge man ans dem Rechtsweg versuchen, es davon abzusetzen. IV. a. Die Anwälte der nenn Orte tragen hierauf weiter vor, es freue sie, daß Zürich gegen den besiegelten Vertragsbrief nichts einwende; da es nun zugebe, daß die X Orte daselbst (zu Burg) die hohen Gerichte haben, so meinen sie, der Landvogt habe nicht unrecht gehandelt, sondern, laut des Befehls der nenn Orte, dazu volle Gewalt gehabt. In Betreff der hohen Gerichte sei nun zu erinnern, daß viele Edellente, Freiherren und Gottes hänser niedere Gerichte besitze», und die X Orte vSn denselben »»gehindert verklagte Personen z» fangen pflegen; das sei auch < zu Burg) geschehen und der Landvogt damit gerechtfertigt. Wen» aber Zürich oder Stein die nenn Orte weiter drängen wollten, so würden sie von den Richtern ein Urtheil darüber begehren; indessen hoffen sie »ach dem soeben von Zürich erklärten Geständnis;, daß es die Gefangennahme nicht weiter anfechten werde. Die Forderung (aber) daß der Landvogt die Kosten abtrage, mache ein Urtheil nöthig, ob die nenn Orte oder er, als ihr Diener, „rechtlich" oder mit Gewalt gehandelt habe. 5. Zürich erwidert, es wisse, daß die Bünde vorschreiben, Freiheiten und Briefe Anderer nicht zu brechen "nd hätte es gerne, daß man das ihm und den Seinigen gegenüber auch unterließe; wäre das geschehen, so bedürfte man diese Erörterung nicht; denn es wisse jedermann, daß noch kein Landvogt an jenem Orte jemand gefangen habe, während es mehrmals vorgekommen, daß die von cctein vor der Brücke Leute gefangen und 75 5>94 Acbrnar 1525 malerisch strafbare dcm )'andvogt »ach Araucnseld zugeschickt haben; darnm begehre Zürich, das? man dir peinigen bei dcm Herkomme» bleiben lasse oder desselben mit dcm Recht entsetze; denn der Vertrag bestimme, das? cm (dortiger) Einsäst, der sich über ein Urtheil zu beschweren hätte, dasselbe nicht appcllirrn solle, während ein fremder «„usnvendiger") das thnn könne, lKun sei der Priester als Einsäst wie ein anderer Vurgcr betrachict worden, und da ihn der L'andvogt gesangcn, habe er übel gehandelt und die neun Orte wie Zürich in schweren Kummer und Kosten gebracht. Das? andere seilte auch niedere Errichte haben, in denen der ^'andvogt sangen dürfe, bestreite cS nicht; aber es hosse, das; diejenigen, die Verträge nnd altes Herkommen für sich haben, nicht denen gleich gehalten werden, die solches nicht ausweisen können. V. n. Antwort der neun Orte: Sic sehen es gern, das; Zürich die Verträge nicht in Arage stelle; da es aber behaupte, das; der k'nndvogt (zu der Verhaftung Occhslin'ö) weder Aug noch Recht gehabt habe, so bcinclkcn sie nochmals, das; sich offenkundig die Oberhcrrlichkeit der X Orte bis ans das dritte Joch der Brücke t« Stein erstrecke, zu richten und zu sangen, und da die Herren ihm den Vcschl gegeben, so stehen sie in der Zuversicht, bei ihrer Obrigkeit laut des Vertrags zu bleiben, nnd wollen es den Lätzen anhciingebcn und erwarten, wer sie davon zu drängen begehre. Da Zürich < Hinwider) verlange, das; die neun Orte eS bei seinen Areihcilen, Vnndcn und Vcrtragsbriefcn bleiben lassen, so sagen sie, es sei nicht in ihrem Gedächtnis;, das; sie solche je gebrocl»cn hätten; sie wollen es auch niemals thnn, und wenn Zürich eö ebenso redlich thne, wie sie ihm zutrauen, werde darin nichts fehlen. I). Die von Zürich erklären sich ihrerseits befriedigt mit dem Erbi^n, seine Areihriten und Briefe nicht t» beeinträchtigen, indem sie sich davon viel Gutes versprechen. Aber bei dem RechtSsatz wegen des tzandvogtco sc> zu erinnern, das; in keinem Vertrag oder Brauch die Aordcrung begründet sei, bis aus das dritte Joch t» sangc» < folgen Wiederholungen). Das Herkommen deren von Stein sei »icinals bestritten worden; darum meine ZnM es müstten dieselben nuö diesem Besitze laut der Bünde mit anderen Gründen gewiesen werden, als die nenn Srle bisher vorgebracht haben. Vk. ». „Die anwält unser Herren der nün Orlen lies;cnt ir beschlnstred thuon, eö sig ofsenlich am tag d»uk> ir Eidgnossen von Zürich antivurt, als s» sichtig wären, und durch den vertrag, das; ir Herren die zechen zuo richten haben bis nf das dritt joch der brngg Stein, dardnrch sn nit allein ivort, sonder iverch darzuo >cch'"' deschalb sy verhossten, das; ir Herren nnd der Vandvogt, der dann nichts gethan, denn das sn in geheilten, >"»o gehandlct dcm, das; sn glimpf, suog, cer nnd recht Helten, dagegen aber sn ir darlhuon nit darbracht habe» andeE dann mit »nnid, da lhingegen» sn iren sürwand mit bries nnd sigrl bestätcn wären, nnd im vertrag »ic»dc>> erfunden ivurd, das; sn oder die iren von Stein die frnheit betten, als sn dartäten, nnd satzte» damit sölichS in" zuo den zuosätzcn zuo recht." b. „Dagegen die anivält unser Herren von Zürich ir nachrcd thnon liesten, das; die r Ort zuo richten babc» bis nf daS dritt joch, darin redten st» nütS; aber in das fachen, das; sn des; an dcm end gerechiigkcit IM"' gcstücnden sn nit. So s>> (die widcrjächer) dann vermeinc», die iren haben um ir gcrcchtigkeit und harkonunc» dhein bries dargelegt, so sollen sy bries darlegen, das; sn oder ir landvogt bis dahin zuo fachen gwalt IM"' auch noch nit so vil darbracht syg, das; die iren von Stein jendcrt von ircm alten bruch sin, soitder darb» blibe" sollen; dann die pündt zuogebc», das; jedermann bn sincm alten bruch bliben söllte; so Helte an dcm ort »icina»» gcsangm anders dann die von Stein, und satzte» ouch das zuo de» sätzen zuo recht." VII. Die Znsätzer nehmen für die Berathung des IlrthcilS Bedenkzeit und setzen einen ander» ;ng Einsiedel» aus Montag nach Reminiscrre 11 l» Vtärz >. um dann ihren Spruch zu geben Die Parteien >>nb" März 1525, 595 über diese Verschiebung kein Mißfallen bezeugt, sondern sich vereint, auf den bestimmten Tag ihre Anwälte abzu ordnen und das Urthcil zu erwarten, 5. Bei dieser ganzen Verhandlung war Jacob Locher als geschworncr Schreiber gegenwärtig, und zur Beglaubigung dieses doppelt ausgefertigten „Registers" wurde dasselbe besiegelt von dem Vogt zu Einsiedelu, Marlin von Kränz (Kricns?), im Auftrag der Anwälte beider Parteien, und beide Exemplare den Znsätzern k'ngchändigt, Anfang und Ende der Verhandlung gibt der Text (I a, VIk a). Ein besiegeltes Eremplar ist nicht mehr vorhanden. Luccrn besitzt nur ein flüchtig stplisirtes Concept von Johannes Hnber, Zürich eine gleichzeitige Abschrift, vcrmnthlich ans seiner eigenen Canzlei. SSO. Llttern. 1525, 1. März f. (Aschermittwoch f.). Staatsarchiv Liicer»: Allgemeine Abschiede, n, 5 2l>, Staatsarchiv Zürich! Abschiede, Bd. !>, 5 lS4. Staatsarchiv Bern: Allst, eldst. Abschiede, X. 22», X. M». ÄaiitonSarchi» Basel - Abschiede, Ka»to»«archiv Arciliurg- Abschiede, Bd. 5,7, KaiitvnSarchiv Soiothiir»! Abschiede, Bd, XIII, »aiiivnSarchiv Schasshause»: Abschiede, Gesandte: Zürich, , , . Bern, Sebastian von Meßbach. Luccrn. Schultheiß Hug; Schultheiß Herten- s tein; Schultheiß Tammann; Spitalmeister (Fecr); Vogt Gössi, llri, Seckelmeister Türler, Schivyz. Ammann Rtzchmnth; Vogt Reding, Zug, —- Glarus. Seckelmeister Hässi. Basel (Niemand). Freibnrg. (Ulmann Techtermann), Solothurn, Schultheiß Hcbolt, Schaffhauseu. Zunftmeister Murbach. Abt St. Gallc n. (Heinrich) Schcnkli, Eanzlcr von Wvl. Stadt St. Gallen, Seckelmeister Keller. — (Lucerncr Ex.) »t. Der Heiden oder Zigeuner halb wird beschlossen, man solle sie überall in der Eidgenossenschaft sofort zurückweisen und für Diebstähle strafen ivic andere Diebe. I». 1. Es haben alle Orte über die aufgesetzten »Artikel" ihre Instruction eröffnet, mit Ansnahme von Glarus, das thcils des großen Schnees und theils der kurzen Zeit wegen die Landsgemcinde nicht hat versammeln können. Wiewohl nun „wir die acht Orte" über fast alle Artikel gleicher Meinung sind, bis auf einen oder zwei, indem Bern bei der Ansicht bleibt, daß der Artikel über die Ehen der Priester zu streng und hart laute zc., und auch Solothurn in einem Pnncte sich söndcrt, so werden die Artikel auf diesem Tage noch nicht förmlich bestätigt, sondern nochmals in den Abschied genommen; Bern und Solothurn will man schriftlich oder durch Boten ersuchen, sich von den andern Orten nicht zu söndern und die Artikel bleiben zu lassen, wie sie gestellt sind. 2. Ferner wird der Antrag erwogen, daß die neun Orte, oder wer sonst beitrete» wollte, wenn sie über die Artikel.einig geworden, sich vereinbaren sollten, wie man dieselben aufrichten und sich durch Brief und Siegel gegenseitig dazu verpflichten wolle, damit jedermann wüßte, wessen er sich von den Andern zu versehen hätte, und dieselben desto stätcr gehalten würden. 3. Da ein Artikel bestimmt, daß wir Eidgenossen in alle Vogteic» Bolen senden und Schritte thnn wollen, um die armen Leute von überflüssigen Beschwerden, als Fällen, Läßen .'c., zu befreien oder solche beförderlich zu erleichtern, so ist auch das in den Abschied genommen, und soll jedes Ort seine Voten auf den nächsten Tag bevollmächtigen, d>e Artikel endgültig festzustellen und in Vollziehung z» setzen. 4. Appenzell erklärt, es wolle sie weder lobe» "och tadeln, sondern lasse sie sein, wie sie sind, könne sich aber dermalen nicht damit befassen; denn es habe e>» Mandat ergehen lassen, das den neulich in Appenzell gewesenen eidgenössischen Boten schriftlich mitgethcilt worden sei; dabei wolle es bleiben, sonst aber die Bünde, Briefe, Sprüche und Verträge halten, e. Es wird Man 1525, berichtet, wie grosse Zwietracht im Appcnzellcrland herrsche des lutherische» (Klaubens ivcgcn, (und) wie an einigen Orten Kirchen geplündert worden, woraus nichts (Kutcs erivachsen könnte, Da die Anhänger des allen ('Naudens Rath und Hülfe begehren, so hat man das in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tage zu (Einsiedel» darüber zu rathschlagcn. «I. Schwyz und Glarus beanspruchen, den Bergrichter in der Landschaft Sargans zu wählen, indem sie da auch die nieder» (Berichte besihe», Heimzubringen, « . Die I V Orte Zürich, shicern, Schmilz und (Klarus sollen ihren Noten auf de» Tag zu (5-insiedeln Bollmacht geben, einen beliebigen Zag anzuschen, um die Späne zwischen dem Abt von St. wallen und den (Kotteshansleutcn beizulegen, l. Die Stände des schwäbischen Bundes haben auf das crnstlichstc geschrieben, wir möchten die Unser», die bei dem Herzog von Würtcmbcrg sind, abmahnen, da sie sonst zur Gegenwehr gezwungen wären, K. Dabei vernimmt man, daß die Bnndischen dem Herzog von Würtcmbcrg einen offenen Absagebrief zugesandt und auch allen seinen Hclsern und Dclscrshelscrn abgesagt haben, Dcsihalb hat man, nach langer Verhandlung, an den schwäbischen Bund geschrieben und gleichzeitig an die Hauptleutc und Knechte eine ernstliche Mahnung zur Rückkehr geschickt, und damit nichts versäumt werde, beschlossen, von Stund an eine Botschaft abzuordnen, um sie auch mündlich hcimzumahncn; Mich, Vucern. Zug und Schasshauscn sollen je einen Boten schicken, welche auf morgen, Zuvocavit <5, März», sich üi Mich versammeln und dann über Schaffhauscn nach Rothweil gehen sollen, »m da zu erfahren, wie sie zu den Knechten kommen mögen. Wiewohl man bei diesem Beschlüsse einstimmig gewesen, mit Ausnahme Schafs Hausens, so ist man „doch" guter Hossnung, es werde dieses Ort sich zu den andern halten. I». Die Vandvögte zu Vanis und Vuggaris und die (Gemeinde Vauis bitten dringend um Hülfe, — Antwort, sie sollen sich wohl vorsehen, ihr Möglichstes thu» und bei Tag oder Nacht melden, was ihnen etwa begegne. Naiiienllich soll der Bogt von Vuggaris die 12 Knechte behalten und im Nothfall auch den Bogt im Mainthal um Hülse anspreche»: bei dem Boller mag er 40—50 Kronen erheben. Heimzubringen, l. Ans das Schreiben des Bogtrs im Rheims wird geantwortet, er möge wachsam'sein und ivaö ihm weiter begegne, aus den Zag zu lnnsiedcln berichte» , It. Heimzubringen', ivas man dem Bogt zu (Kotllieben auf sein Schreiben antworten wolle in Betreff der gewünschten Bcrhaltnngsbcsehlc, I. Da verschiedene Warnnngcn einlaufen, dasz der Herzog von Mailand vorrnckc, ohne dasz mau eigentlich iveisz, was er im Sinne hat, so wird abgeredet, dasz die nächste» Orte sich rüsten solle», um im Ml der Noth den Ihrigen zu Hülfe kommen zu können; doch will man dies vorerst heimbringen und ans dem Tag zu (''insiedeln einen (Aitschlnsz fassen, »»». t^S wird beschlossen, dasz alle > nicht blosz die X) auch Abt und Stadt St, (Kalle», ihre Boten ans Montag nach Reminisecrc (>5, März» nach (ansiedeln sende» sollen, i». Der (Kcsandtc des Königs von Frankreich, Herr von Boisrigault, änszert sein Bedauern über das Unglück, das den König und uns in Mailand (in der Schlacht bei Pavia, 24 Februart betroffen, und meldet, wie er und (General Morelei nach Vi)on geschrieben und jeden Augenblick gute Antwort erwarten; die ('idgenolK» sollen des ausgebliebcuen Geldes wegen nicht bange sein, es werde alles treu und redlich bezahlt werden Bern, Freiburg und Solothur» dntiren gleichbedeutend Mittwoch vor Jnvoeavit, Schasshauscn M- vor dc, alten Fastnacht. Im Zürcher Abschied fehlen I», im Basier ,l, I, im Frciburger und Lolotl,inner «>. Schafshauscr >». ». Zu I». 4, Zcllweger sagt ((Keschichte III, l, p. 104), Appenzell habe keine Botscbast abgeordnet, sondein seine Meinung nur schriftlich gemeldet; der Abschiedlcrt gibt hierüber nichts (KcwisscS. Zu «. Derselbe Autor berichtet, das, eine Bolichasl de, Altgläubige» folgende Klagen (die er wörtlich einlcg>, a. a, O p. 104, 105) vorgebracht habe: März 1525, ^ - „Kundschaft . , , Zum ersten hallet ein psnfs zno Appenzell und ist darivider, ninn sötte n!t predigen »och leren weder mit worte» noch mit taten, dast nach discr zit ein scgfür che oder ein ort, darin der abgestorbnen seelcii »messen brünnen, brate» oder lydcn »nd daselbs für ir sünd gnuog thuon; destglich soll man nit für dieselben bitten, beten, opfern, grcbuns, sibcnt, dristgest und jarzit bcgan, inest han, kerzcn brennen, wieivasser sprengen. Zinn andern soll man nit leren, dag CristuS allein Hab glitten nnd gnnog than für die erbsünd, und mücsscnt ivir selbs gnuog thuon für unser sünd, dann dat. sy(e) ein graste gottslestrnng. —Man soll onch nit leren, daß man die sclgcn im ewigen leben (so wir nemcnt Helgen) solle anrnefcn und bitten, wie dann t«s unser bruch bishar gsyn sye, -> Zinn dritten soll ninn nit leren, dast die Helgen habent durch ir lyden uud sterben und guote wort und iverk verdient das eivig leben. L uch soll man nit leren, daß salz, wychwasscr, kerzen, palmen, flnden und dcrglichen söllcnt nit gewycht werden. Zum vierte» soll man nit leren, dast siben sacramcnt von galt oder der hl. kilchen ufgcscht, die alle gnad gebeut; auch soll man lein ablast verkünden, auch nit lere», dast weder bapst, bischof noch pfaff mög (ander) sünd vergeben, datin die wider sy gesundet sye. Hu», fünften söll man nit leren, dast fleischessen sünder (vier sünd) sye an cim tag dann an den, andern; auch soll man nit leren, dast ein tag größer old höcher syg dann der ander, auch dast die bildcr mit; nnd gnot sigent weder in kilchen noch in hüscru. Uud sunst atider artikxl wer, die setz nit not zc melden." S«, N, B-rn- Abschi-d-, V, 177, — K. A, Sololhurn- Abschirdc, Bd, XIII, Zu l. Es sitid hier die bezüglichen Acten einzulegen: 1) 1525, 7. Februar (Dienstag nach Puriftcnt. Maria). Bern an Solothurn. Man nehme wahr, dast Herzog Ulrich von Würtemberg vorhabe, in der Eidgenossenschaft Knechte aufzuwiegeln und mit denselben in sein Herzogthum zu ziehen, um es zu seinen Händen zu bringen, uud namentlich dast er in Solothurn Hauptleute, Benucr ?c. erwählt, die in diesseitigen Landen um Leute werben; das sei nicht wenig befremdlich, da Solothurn wohl ermessen könne, dast durch einen solchen Aufbruch die ganze Eidgenossenschaft leicht in einen verderblichen Krieg gegen die deutsche Nation gestürzt werden möchte, wodurch die vor Pavia liegenden Knechte veranlastl würden, dort ab- nnd heimzuziehen, woraus dem König nnd den Eidgenossen grosser Schaden erwachse» dürste. Um dem allem zuvorzukommen, und gcmäst dem letzten Abschied von Luccrn habe man zu Stadt und Land den Befehl verkündet, dem genannten Herzog nicht zuzulaufen, ze. Dcsthnlb begehre mau, dast Solothurn die Seiuigcn auch zur Ruhe weise nnd ihnen verbiete, diesseits jemand aufzuwiegeln; widrigenfalls würde man Fchlbarc selbst bestrafen, ?c. 2) 1525, 7. Febr. (Dienstag.nach Purificat. Maria), Bern. Mandat in die Aemter, Obigem entsprechend. St. Bern: Teutsch Missiven, I'. 5. 33V t», 331. 3> 1525, 17. Februar (Freitag nach Valentin!). Bern an die dem Herzog von Würtemberg zugelaufenen Knechte: Mahnung zu sofortiger Heimkehr, zc. w, sei >>, 4) 1525, 17, Februar (Freitag nach Valentin!), Schaffhnnsen. Herzog Ulrich an Zürich. Er vernelnne, dast es seinethalb ernste Verbote habe ausgehen lassen; darum begehre er nun, dast eS Herkommen nnd Gestalt alles Handels bedenke, nnd dast andere Orte der Eidgenosse» sich in seinem göttlichen und billigen Unternehmen auch freundlich nnd gutwillig erzeigen; Zürich möge das Gleiche thun, da er doch nichts anderes finden könne, „wann dast euer selb eigen lob, cer nnd nntz darby scy". . . S>. A Zürich- si. Wü-umberg, 5> 1525 2V, Februar (Montag, nach Valentin!), Twiel. Herzog Ulrich an Zürich. Antwort ans dessen Erwiderung seines früheren Schreibens. Er hätte nicht vcrnmthet, dast sein freundliches und billiges Ansuchen so mißfällig benrthcilt würde, nnd da ihm seine Zusagen ernstlich vorgehalten werden, so gebe er Zu verstehen, dast er allem, was er zugesagt, nachkommen wolle; da er aber nichts anderes vorhabe, als was er sich und seinen Untcrthanen, die jetzt tyrannisch nnd nnchristlich regiert werden, schuldig sei, so werde jeder Vernünftige selbst einsehen, dast er es nicht ausschlagen könne, wenn ihm ohne Aufwiegeln Leute zulaufen, ze. Da Zürich ferner tadle, dast unerlaubt etwas Büchscnsteiuc, Pulver und Anderes durch sein Gebiet gegangen, so zeige er an, dast solches von den Solothnrnern komme, die es ihm zuzuführen schuldig gewesen; er sei der Zuversicht, dast sich dieselben darüber wohl zu verantworte» wissen, zc. ze. Si. A. Zürich-si, Wüiumwig, »M Man !525, «i> 1525, 22. Februar, Eugcn. „Oberster Hauptmann, Räthc und Eonnnissarien" an Schasshauscn. >^>c nehmen »vahr, wir Herzog Ulrich vo» Würtcmbcrg KricgSvolk sommlc, >»» ^'andc und Leute ihrer Herrschaft Oesterreich zu überziehen, und daß er »»geachtet de» Beschlusses gemeiner Eidgenossen, dciuselbc» keinerlei Hülse leisten zu lnsse», in Stadt und Gebiet von Schaffhauscn sich ungehindert verstärkt und für die Geworbenen Aufenthalt »nd ? urchpaß sindc. Wenn dein also, so müßte» sie anstatt Fürst!. Ourchl. sich darüber ernstlich beschweren, und begehren und bitten sie dcschnlb, das alles nicht zu gestalten und die Erbcinnng nicht zu verletzen, damit Oesterreich nicht gcnölhigt werde, bei dein schwäbischen Bunde zu klage», und weitere Unruhen verhütet werden. . - Archiv Lchafihaujtn. VorrtipondtnztN. 7) 1525, 25. Februar, Ulm. Oie Bolschaitcn und Hauptleule des schwäbischen Bundes an Zürich (gleich lautend au Schaffhauscn, Stein).' Ocm Bernchmcn nach gehe Herzog Ulrich von Würtcinbcrg daiuit um, das Fürstcnthun» zu überziehen, und gebe dcschalb vor, es würden die Stände des Bundes sich ruhig verhalten »»d ihn an der Einnahme des Landes nicht hindern, wodurch er die ausrührigen Bauern für sich gewinne; er babe auch von Angehörigen Zürichs Verheißung von Hülse erlangt. Oas müsse nun aber nicht wenig befremden, unmcutlich wenn Zürich den Scinigcu gestatten wollte, ihm Hülse zu leisten, da doch die Stände des schwäbischen Bundes gegen die Eidgenosse» sich immer sreuudlich gehalten. Weil man nun das Fürstenlhinn W. nicht verlaste», sondern nach Vermögen handhaben werde, auch dasür in täglicher :)iüs>uug sei, und Herzog Ulrich die Sache wie früher schon falsch darstelle, so richte man hiemit an Zürich die gcslisscnc Bitte, bei den Seinigen durch ernstliche Maßregeln zu verhüten, daß sie sich des Herzogs beladen, die ihm schon Zugelausencn abzusordcru und dessen Anhängern weder Paß noch Aufenthalt zu gestalten, ?c. »>, i. i, Nicht» Tch°nho,n<», g) 1525, 20. Februar, Innsbruck. König Ferdinand an Fürich, auch Schasshausen. „Uns komcn tcglich gewisse kuntschastc» und Warnungen, wie der Wirtcmbcrg etlich vcudl, uuder deren ain guete anzal von Aidguossc», »»d bcsnudcr nuS l^cicr Statt, zuo ^heilige», Ricthaim und Witterliugc» in unser landgraslchait Ncllenburg und dem Hegen» lige» sollen. Wo dem also, des »vir uit allniu groß vcrivunderung tragen, sonder haben darab nit unbilliäi incrklich bcschivcrung, in nnichung das »vir ain löbliche Aidgnoschast gcmainlich und sonderlich dnrzno nie verursacht, zichuubt dein das auch sollichs ivcre ou mit! ividcr die Eibninigung, auch die jüngsten Abfänden zu Baden im Ergew, Lucern und andern orten aufgericht, ans ivclchc nud nuder ir tröstlich zusagen wir uns dann unzhcr und hinim^ enllich verlassen. O cniuach so ist uuscrS gnedigs begeren an Euch, uuderihauen beincllew von Wiertcmbcrg auch zuzogen seien, die eilends und von stund au widerumb abznsordcrn, demselben von Wicrtcm berg hinfüro wider »nS, unser lent, land und underthanen niemand aus Eurem gebiet zuzuziehen gestatte», s»»^> versehen uns, Ir nud gemaiuc Aidgnoschast »verde laut der Erbainigung hierin, wo sich gedachter von Wirtcmbcrg wider unS empöret, ain getrcwS aussehe»» aus uns haben, wie Ir dann laut solcher erbainigung und gcgel'»" vcrsigclten Abschiden zu thnn schuldig seit, und »vir uns des als (zu) crlichen und stathasten lculen genz>> vertrauen". . . «I. «. Z»r»ch: ». 0'st«rv». — ». A. TchoNhans-ic: 0-,,cctp°i'v- Zu iz. 1525, 1. Marz, Luccrn. Gemeine Eidgenossen an Zürich. „Us discin tag ist uns ein gschrist loineu von den Ständen des bundS zuo Schwabe» botschaflen, »vilund jctz zno Ulm vcrsainlct, so ir »nS zuogsch' Hand, mit langer »»eiuuug, in 'uiuiua der begcr, daß »vir Eidgnosscn mit de» unser» verschaffen und verhüete»- daß si uit zuo dem Herzogen von Wirtenbcrg lousen, noch si nnzuoncineu noch zc beladen, und ob etwa» vo» den uusern im zuogcloufcn »värc, dieselben mit ernst absordren und Hein» zc züchcn vermögen ?c.; dann wo das nit gschech, mit dem anhang, daß si das sürstcuthuin Wirlenbcrg nud ander ir bundSvcrivandten nit verlasse» und sich in die gcgcnwer schicke» »" allcrle») von disen schivcren löuscn grrcdt; darum, gclrüwen lieben Eidgnosscn, ist an »ich unser die höchst bilt u»d begcr, daß ir betrachte», wo die nnser» by dem Herzogen also beharre», daß si uns gar licchtlich ein schwnc» Man 1525, 599 Krieg uf den hals richten, u»d davor gott sig, >uo den »nsern bim Herzogen ouch mißlingen, als es leider z»o besorgen, was uns allen darns erwachsen wurd, dann, als wir vcrnement, ein große cmpörung »nd rüstnng da ussen im land allenthnlb ist, und iveißt niemand, was jmrus werden will, und so es leider darzuo kamen, und zuo besorgen, das wir mit unfern landen, tüten und verwandten zuo beschirmen gnuog zuo schaffen überkomm werdcnt, . . . darum so wöllent ir von stund (an) üwcr botschaft zuo uns harschicken mit vollem gwalt und befelch, daß er mit uns die knccht von dein Herzogen abmauc, deßglich von den vogtycn cnnet dem gebirg ouch ratschlag ze thuon und in disen fachen zuo handle«, das dann die groß notdurft crhöuscht; dann wir botten also by einandcrn verharren und üwers ratsbotten erwarten". . . St.«. Zürich: A. Würi-md-rg. Vcrmuthlich erging ein entsprechendes Schreiben auch au Basel. Zu Ii—l. Die erwähnten Zuschriften sind vcrmuthlich verloren; es liegen nur zwei spatere vor, die wir folgen lassen: 1) 1525, J.März. Caspar Staldcr, Vogt zu Lauis, an die Boten der Eidgenossen (zuerst in klri zu lesen), k. Er habe gewisse Nachricht, daß 0000 Knechte mit Geschütz bereit seien, sofort in das Veltti» und in Climen einzufallen; was sie weiter vorhaben, lasse sich wohl denken; denn sie verhehlen nicht, daß sie alles, ivaS von Alter her zum Herzogthum Mailand gehört, wieder erobern wollen und zwar bald; darum sei man hier in Sorgen und hoffe auf Hülfe. 2, Auf Gebot ihres Herrn, des Cavalier Pusterla, haben die Banern wegen des Schlosses Valzol allenthalben Freudenfeuer gemacht; da nun das Schloß in Gefahr stehe, so habe er, der Vogt, mit Mark Morcll geredet, der desselben gern entladen wäre, jedoch sein Bestes thuu wolle, um es zu behaupten; daher wäre nun »öthig, es besser zu versehen, aber noch rnthsamer, es niederzureißen, da die Feinde, wenn sie es in ihre Gewalt brächten, dieser Landschaft großen Schaden zufügen könnten. Deßhalb bitte er um Bescheid; Morell empfehle sich auch für einen Ersatz an seine Kosten. Si. A. MWvm. 2) 1525, 3. März (Freitag vor der alte» Fastnacht). Joseph Amberg, Landvogt im Thurgau, an Zürich. 'Antwort auf dessen Schreiben: Er habe Kundschaft ausgeschickt, um Genaueres zu erfahren, und vernehme nun, daß in Coustanz und jenscit des Sees über den Unfall, der in Mailand begegnet sein solle, große Freude herrsche und die Hoffnung verlaute, daß es den zum Herzog von Würtemberg gezogenen Knechten nicht besser ergehe, worauf man sich rüste; da die Folgen wohl zu bedenken seien, so bitte er Zürich um gutes getreues Aufsehen, indem die Sache schwer und den Eidgenossen jedermann Feind sei.. . Sv si. Zim-h: A. zhmgau. Zu >!. 1) Das Berner, Freiburgcr und Solothurner Ercmplar sage» kurz: Jeder Bote kennt das Anbringen des französischen Herrn, das er am Schluß dieses Tages gcthan hat. Hier sind brach einige Acten bcizuzichcn: 2) 1525 („1524"), 13. Februar, im Lager vor Pavia. K. Franz I. an die Eidgenossen. Antwort auf ihr Schreiben, aus dein er ihren gute» Willen reichlich erkenne, wofür er nicht genug zu danken wisse. Da er ihren Rath sehr vernünftig finde, und jetzt die Graubündncr eine Anzahl Knechte aus seinem Dienste abfordern, während sein Heer sich vielmehr verstärken sollte, so halte er sich an die empfangene Zuschrift und bitte um die Erlnubniß für die eidg. Hauptleute, die er dafür erwählt habe, einen Aufbruch von 4000 Mann zu macheu und in aller Eile hicher zu führen; weil er auf ihr Willfahren zähle, indem sie damit auch für ihre eigenen Leute sorgen, so fasse er sich kurz und bitte, seinen deßhalb abgefertigten Gesandten vollen Glauben zu schenken, w. St. A. Lucern: Missivm der franz. Könige (Papier). 3) 1525, 20. Februar, vor Pavia. Hans von Dießbach und Jacob von Cre an Sch. und Rath in Bern. Verweisung auf den Bericht von Hauptmann Schleif, wie die Feinde aus der Stadt und ihrem Lager unaufhörlich schießen, aber wenig Schaden Ihn». Dennoch seien die Bündner sämtlich abgezogen, und da die Knechte, die vor einem Jahre heimgelaufen, »»gestraft geblieben, so ziehe» jetzt täglich (Viele) „elendiglich" ab, wodurch sie die llcbrige», die gern ihrer Pflicht ein Genüge thätcn, wie es redlichen Kriegsleuten gezieme, in Gefahr versetzen; da nun der König nin frische Knechte geschrieben, und die Hanptlente um solche „geschickt" haben, so bitte man, den Zuzug möglichst zu beschleunigen, indem das Weglaufen immer mehr überhand nehme, obwohl »och gar kein Mangel herrsche, ?c. S.. A. B°.»: A. Maiiimd.rk.i-g.. C,t)0 Man 1525 4) 15,25 („1524"), 22. Februar, vor Pavia. K. Iranz I. an die Hidgcnosscn. Sic ivcrdcn bereit» van dc» Hauptlcuten und ander» Hhrcnpcrsoncn wissen, daß sich dir Knechte der (Kraubündncr unversehens (»ani» nuonn >>ros>nn ni raixnn) zurückgezogen nnd dcn T«rnst verlassen haben, ivas auch sie abnc Iivcifcl sehr dein aide, da eS sich »in die Hhrc und gemeinsame Iutcrcsicn handle. Wiewohl sein Heer noch slark genug sei, sv begehre er doch, damit der Sieg desto leichter werde, daß die letzthin gewünschte Verstärkung beförderlichst cinlreiie »nd daß die Hauptlcuic die Weisung erhalte», nur Knechte mitzuführcn, mit denen sie Hhrc einlegen können, ?c. St. A. Lucen,: Miifimn txr fron^. KSnigt. 5) 1525, 2. März (Donstag nach Hincrum). Solothnrn an Schasshauscn. In dieser stunde sei von Schultheiß Hebolt ab dem Tag zu d'uccrn 'Bericht gekommen, daß des König» Heer zerstreut worden und das „widerwärtige tKlück" leider abermals auf „unserer" Seile gewesen . . . Weil nun t viele) cidgcnösnsche Kncäiic mit dem Herzog von Würlcnrbcrg in sei» Vaterland gezogen, und die t^cgcnpartci durch dcn begegneten llnia» gestärkt nnd crmuthigt werden möchte, die Unser» zu schädigen, so wolle man Sckr. bitten, dein Iürsien n'ic dc« Knechten zu schreibe», daß sie desto wachsamer seien, beiliegenden Brief an dcn Herzog förderlich zu bestelle« und ferner von allem, was es vernehme, Nachricht zu gebe». ?»chw Schasn»ui,n o°rwrc">d'c., vuch uns widernmb erinnert habe» des zuoingens, das die Vüudischcn »ns Vidguossc» verrückt« jarc», als > dem Herzogen das land ingcnomcn, gethon, ncmlich wie si> das land Wirtcmbcig dem jungen Herren z»a !l"^ nnd Händen innemcn, das s« aber nit gehalten, sonder l>nbcud sy es Herzog Icrdinanden übergeben u«d doclt «»» Hidgnossc» selbiger zvt ni ir zuosagcn bcivcgl, daß wir die unseren bn dem Herzigen nbzemancn. Aber das wällt uns gefallen, daß nnser Hidgnosscn gemrinlich ei» ccrliäi tressenlich botschast zuo dc» Ständen des Bunds zuo Schwaben geschickt und denselben das obgcmcli zuosagc« für halten, sv des) erinnern nnd ernstlich ansuochen lassen, damit dem Herzogen, der eben lang gnuog siucs vat>e> landS in Mangel gestanden, zuo einer täding nnd bcricht möchte vcrhulsen iverden. T as mächt dem.Herzigen Ü« guotcm und uns Hjdgnosscn nit allein zno hohen cercu, sonder onch dabin erschießen, daß chie Pnndischcn gedenke« mücßtcu, daß uns das herz noch nit einpsallcn wäre, und bcschächc demnach des abmancns und anders halb "1'"' was guot wäre." Wenn indes; alle andern Orte für die Abncahnnng stimmen, so will man, wiewohl es schund ^ fein werde, es auch gestatten. „Taß aber nnder anderem in unserer Hidgnossc» schribcn uns zuogcmessen, ivic wir des Herzoge» «o« Würtembcrg zugs ursach syent, deß sollend unsere ballen uns verantworten, dann wir dem Herzogen «ic«uu zuogcschicki, nnd bedurt uirS, daß uns alle ding br> nnscrrn »nfründlichslen gcincsscu werden. Sodann lassen wir dcn Schlußarlikel folgen. „Wäre ouckr sach, daß nnseren holten sürgchaltcn ivnrde, ivorumb wir disen tag nit mit einer ratsbotschn^ besuocht >c., sollend s« sagen, dieivnl wir nit mc denn umb zwen arlikcl im abschcid begriffen zc rate« g"K Hab uns nit für not bcdüecht, solchen tag ze besuocheu, und habend hicruf unicr Meinung inen i» schk'l! Z«^ geschickt. Iuodcm jye unseren holten allerlei begegnet zuo tagen, daß sc, nit am sründlichstrn gehalten, deß «'" bcdurcn gchcbt, dann uns bedunkc, so wir l^idgnosscn nmvillcn zuosamcn haben, daß es uns nit zu« g««^" erschießen, sonder mcr guot, daß «vir den Unwillen und spän under cinandern fallen ließe» und die köpf zuosanu« hielten und in disen schweren löufcn einigkcit under unö selbs suochlcn ?c." ».«. »»«w März 1525, 7» 1525, 25. Februar. Basel an die eidg. „Anwälte" !u Lucern. Ma» habe von Lucern ein Schreiben erhalte» dd. Montag vor Matlhiä (20. d. M.), das begehre, das, man auf den letzten Tag dieses Monats eine Botschaft mit Vollmacht sende, w. Das könne man jetzt aber aus dringenden Ursachen nicht thun, gebe indessen hie.nit die gesagten Nachschlüge über den letzten Abschied schriftlich. 1. Der Heiden halb: Bestätigung desselben. 2. Aus die Bitte der sechs Orte (V Orte und Frciburg) wegen Jacob Meyer und Ulrich Falkner habe mau zu erwidern, dag das eine ehchaftc Angelegenheit der Stadt Basel sei, »nd bisher unerhört, Urfehdcbricfc wieder herauszugeben, was bald weit führen würde, u. s. f. K. A. Basti: M .ssw-n, c. 28. T5I Zürich. 4. Mürz (Sumstag vor der allen Fastnacht». Staatsarchiv Zürich: Arten Oesterreich. Bor Bürgermeister und obersten Meistern erscheint der Schultheis; von Waldshut samt einem Nathsbolcn »nd legt zwei Schreiben vor, 1) von Waldshnt an die Neichsstände in Ulm, 2) von de» Standen des schwäb. Bundes an Waldshnt, die abschriftlich übergeben und verlesen werden. Dann eröffnen die Gesandten weiter, es sci auf dem gütlichen Tage zu Uonstanz wohl zu erkennen gewesen, das; man ihnen durchaus nicht gestatten wolle, den Doetor Balthasar zu behalten und die Uemnonien abznthun; daher habe die Waldshntcr nicht ersprießlich bedünkt, den Tag in Ulm, Ivo ihre Botschaft in Gefahr kommen möchte, zn besuchen, sondern wollen sie weiter erwarten, was"ihnen begegne, indem sie entschlossen seien, bei dem lauteren Gottes,vorte zu bleiben, ihren, Fürsten aber, was die Welllichkeit betreffe, alle» Gehorsam zn beweisen. Da sie deßhalb, altes Rechlbictens ungeachtet, ihres Fürsten Ungnade und Ueberfall zn besorgen haben, so seien sie gewillt, sich mit Leib und Gut den Städte» Zürich, Basel und Schafshansen unterwürfig zn machen und diese zn Schirmherren wider Gewalt anzunehmen. Wiewohl Basel »nd Schaffhausen ihnen bisher nichts zugesagt, so hoffen sie doch, das; dieselben, wenn Zürich zuerst einwillige, ihnen das nicht abschlüge»; sie bitten nun Zürich, sie also i» Schutz und Schirm zn nehmen und sich deßhalb mit den andern Städten insgeheim zu bcrathen »nd so bald möglich mündliche oder schriftliche Antwort zu gebe». Sic seien des Willens, alles was sie bisher gehandelt, i» einem Drucke, um „den gemeinen Man» zu berichten," bekannt zn machen, »nd wünschen, das; die drei Städte ihren Nath und Willen auch dazu geben, >c. Da zu Lai.fcnbnrg eine Besatzung liege »nd allerlei Rüstung i.» Gange sei, deren Zweck sie nicht kennen, so bitten sie ernstlich, inzwischen ei» treues Aufsehen zu haben und'im Fall eines Angriffs ihnen wie vorher das Beste zu thnn. .P».ch: Die Autwort ist unbekannt. Die angerufenen Schreibe» liegen abschristlich vo>. I, 1525 7 Februar (Dienstag nach St. Agathen T.). Waldshnt an die Botschaften, Hauptleute und Näthc von den Ständen deS Bundes zu Schwaben, in Ulm. Erzählung der bisherigen AnsgleichSverhaudlnngen mit Fürstl. Durchlaucht (Ferdinand). Erörterung der streitigen Artikel (betr. evangelische Predigt) und Bitte um cr, <. c. - St. A. Zürich: A. Oesterreich. Verwendung in diesen, ^»nne, w. 2» 1525 15. Februar (Mittwoch mach Valentini), Ulm. Die Boten der Stände deS schwttb. Bundes an (Waldshnt, Antwort: Sic sahen den Span zwischen F. D. und der Stadt gerne gütlich erledigt; da nun der ersten-., Näthe und Eommissarien zu Eonstanz bewilligt haben, in den ....verglichenen Artikeln den Entscheid der Stä.ide anzunehmen, so ersuche man die Stadl, sich dazu auch zu entschließen und nnverwcilt eine Botschaft hiehcr zu verordne», .vorüber man schriftliche Antwort begehre. w. w. 7U Man 1525 dn»c Erklärung dieser Verhandlung i» Zürich gibt folgende Miisivc: 3) 1523, 28. Februar. Basel an Waldshut. „demnach ir verrückter tage» var uns durch üwcre tressenlickie ratsbotschast, wie ir üch iu den lachen, bereu halb ir bishar und uach in nngnadcn ünerS sürsteu und Herrn und fiiruemlich das ivort gottS belangend, gestanden, halten füllen, dann ir lein güctlichcn tag sürahin mit iren sürstlichcn gnaden oder deren rätcn, nst gnuogsainlichen Ursachen, bcsnochcn ivillenS, üch ic rate», (üch) darunber s>»e> ivisscn zc halten, crschincn, dcsthalbcn fliegen wir üch gnotcr fründlichcr nachbnrlicker incinnng, weg wir und dcS ort-, entschlossen, güctlich zuo verneinen. Dwyl unser trnm und lieb Uidgnosscn von Zürich oder die iren in aniang dis Handels üch ein znosah, daniit ir nit nnbillichcr wys übcrliingt, geton, destglichcn unser . . Uidgnosscn von Schasshusen üch sampt denen von Zürich und uns ns etlichen tagen bnständig, als ir wistt, geincscn, dag ir dann erstlich zuo dcnselbigcn und nämlichen gen Zürich kcrcn, inen die fach und üwcr werben glich uns eröffnen wcUicn, iren willen und incinnng endlich dnrnndcr zno erkunden, und was üch also an beiden Drtcir antwortS wns gtallt. dasselbig in gcschrift und abscheide» »einen (und) an uns bringen, s nnSs sürcr nach dcnselbigcn aller gcbür »acli sampt inen wissen ze richten". . . «.«. ^ Miisiv-n. l z» >>. ÄargtkttS. I ii. ÄltNZ «Monlag nach der allen Fajtnachl l. Handlung einer Botschaft von Schivyz und Glarns, Namens der VII Drtc, im Sinne von Nr. 248, s und > Acten über diesen Tag schien. Eins^edesn. I5Z5, 1^. f. i^ienstaq ,mch Renlilliscere i ^taatAarc1)iv Vucern! Allg. Abschied?, ll 5 lio. Ttaatsarckiv ibsckieb,. Bd. «. f. >8». Ttaat»ar«kiv Bern: AVq tidg. Abschied,. > p 5tanto»»Sarck,iv Bafel: Abschied, HantottSbibltotliek ^retbnrg: i^irasd. Cammlmifl' ^attton^arei'iv ^olotknrn: ibschikde Bd Xlll Lian«on»art<,iv ^^aftkailscn: Abschied,. l^esnndle! Bern. lScbastian vom Steins, 2uccrn. Facob Fccrl . . . < Fobanneö Huber). Frcibulst (Ulrich Schnewlis. Solothur». < Peter Hcbolt, alt - Schultheistl. — «Die übrigen nicht bekannt). ^ Nr. 2 t». »». Der 2andvogt im Zhnrgau berichtet, er lmbe anstragvgemäst ein Zlcrbol erlasse», dast niemand dc»> Herzog von ^bürtcmbcrg zuziehe; er bemerke aber, dast Etliche nicht daraus achten lsic „schissen" ?c.l. Dcsthall' wird ihm besohlen, die Ungehorsamen „anzuzeichnen", um sie bei dcr t^clcgenheit, Ivo man über anden Schulbub' zu urtheilen hat, auch culsprechcnd strafen zu können. I». (^r meldet ferner, wie Förg Fccr und Uinige vo" t^rmalingen die l^egcnivart Uhristi im Sacramcnt bez>vcifcln* >; dast ein Anderer am lebten Aschermittwoch der Sacristci Fleisch „gesrcssen" und davon dem Frühmesscr ans den Altar geschickt mit dcr Einladung, U>"' Bröl auch Fleisch zu „fressen"; endlich wie der Schreiber daselbst und Andere allenthalben in dcr l.'andgrastcha'l ganz unschicklich handeln, :c. « . Weiter zeigt er an, wie die von Dicstcnhoscn sich beklagen über einen Ungeschick Mönch, der das Bolk ansrcize, sodast sie nicht mehr regieren tönulc», wenn man ihnen nicht u> Hülse käme *) »Sy glonben nit. das« tsristus INI jacraincnt syc, und das, er sich ein ictlichcn psasscn also lasse vorgonklen. «nd wic et mit der lengi und gröhy, als er am krnz gehangen, dahin »locht lenken." Man 1525, Das alles ist heimzubringen, ,1. Der Landvogt bringt ferner an, daß die Aebtissin von Kalchrain (St. Maria Zell) wegen eines Hofes zn Ztnßbanmen eine» Proceß gehabt, nnd da sie mit dem erhaltenen Urtheil nicht zufrieden sei, an das Landgericht appelliren wolle, während die von Nußbäumen vermeinen, der Streit könne nur nach Zürich appellirt werden, v. Endlich erinnert er, wie Zürich den Wilhelm Vogler von Stammheini um 10(1 Gl. bestraft habe, der vor.Iahren dem Herzog von Würtcmberg zugezogen; es habe aber nur bis ans lg Pfd. Heller zn strafen; was darüber sei, gehöre an den Landvogl im Thurgau zu Händen der X Orte. Heimzubringen, da man hierüber ohne Vollmacht ist. ll'. Auf den nächsten rag soll jedes Ort dem Vogt zu Gottlieben 4 Kronen geben an seine jährliche Besoldung, Da wieder allerlei Warnungen einlaufen betreffend die Knechte, die im Dienst des Herzogs von Würtcmberg stehen, so wird den hinaus verordneten Boten und ebenso den Knechten schriftlich befohlen, sich bei dem schwäbischen Bnnd zn verwenden, um eine Vermittlung für den Herzog z» Stande zn bringe»; wäre das ohne Erfolg, so mögen sie samt dem Herzog nnd allem, was sie ""tgcführt, heimkehre», Ii. Die vom Vogt zu Lnggaris ans dein Tage zn Lncer» geforderte Besatzung hält man nicht mehr für nöthig. Es wird ihm auch geschrieben, daß er, wenn nichts Weiteres begegne, die Koste» sparen, wen» es aber nothwendig würde, dem von Lnccrn ans erhaltenen Bescheide nachkommen solle; er soll auch das Geschütz überdachen, damit es nicht verderbe. Heimzubringen, was für Maßregel» man ergreifen wolle, wenn sich mittlerweile etwas Neues ereignen sollte, i. Junker Ludwig von Dießbach wird schriftlich aufgefordert, die von Lanis her den (XII) Orte» schuldige Summe zu bezahlen, In dem Streit zwischen dem Wirth von Ionen und seiner Gegenpartei sind die sieben Orte der Ansicht, daß die Appellationen von Bremgarten »ach Baden gehören als vor die VII l Orte, während Zürich dieselben, soweit sie ans dem Kclleramt kommen, für sich anspricht. Da jeder Shell Necht zn haben vermeint, und der Antrag gestellt wird, daß die Gegenpartei dein Wirth die Kosten ersetze, so verbittet sich Zürich diese Einnnschnng. Darauf hat »in» erkannt, es sollen die von Vremgnrten eine billige Kostenrechnung aufstellen, nnd die Gegenpartei die Summe bei ihnen hinterlegen bis zum Entscheid der Sache. Wegen Ucberhänfnng mit andern Geschäften wird die Sache ans die Iahrrcchnnng zn Baden verschoben; Zug, als das nächste Ort, soll inzwischen den Sachen nachfragen »nd dann Bericht erstatten, I» Ata» hat die Rechtfertigung des Hauptmanns Erb von llri und .yans Ueberlinger's von Bade» verhört, die An schiildignng betreffend, daß sie sich in der Schlacht (bei Pavia > nicht wie rechtschaffene Leute gehalten haben, i»». Ans die schriftliche Anzeige des Vogtes von Lanis, daß ihn der Eavalier von Pnsterla aufgefordert, das Schloß zu Balzol, als sein Eigenthnm, ihm z» übergeben, mit der Androhung nnfrenndlicher Schritte, wird ihm geantwortet, er möge ihn bis ans weitern Bescheid mit guten Worten hinhatte». Heimzubringen. «. Da der Landuogt von ^'auis auch von großen Rüstungen berichtet, deren Zweck man nicht kenne, so hat man beschlossen, sich allenthalben >"il Harnisch nnd Gewehr »nd allem zum Kriege Nothwendigen zn versehe», »in ans alles, es sei bei Tag oder Nacht, gefaßt zu sein. Es soll auch jedes Ort alle, die Büchsen haben nnd „zum Ziel schießen", auffordern, sich bereit zu halten nnd mitzuziehen, sie jedoch so weit nnlerstützcn, daß sie es ertragen tonnen. Jedes Ort soll sich auch so viel möglich mit Feldgeschütz versehen. Dieses alles wird den Vögten geschrieben, damit sie es überall bekannt "lachen tonnen. «». Jeder Bote weiß, was man nach Appenzell in Betreff der Artikel nnd der dort herrschenden Unruhen geschrieben hat, x». Wegen der Zwietracht zwischen dem Abt von St. Galle» nnd seinen Gotteshanslcnlen wird ein Tag nach Napperswyl angesetzt ans Mittwoch »ach Mittefastcn (29, März), um da die Sache gütlich oder rechtlich beizulegen; diese Schlnßnnhnie wird auch beiden Parteien zur Kenntniß gebracht, «z. lieber die „Artikel" ist man nahezu einig. Weil aber Glarns der Witterung wegen noch keine Landsgemcinde hat halten können, so wird es ersucht, sobald thnnlich die Gemeinde zusammenzurufen; es soll aber den Tag denen von Schwyz und Zug vcr Mnr; 1525, künde», damit sie im Namen der acht Orte ihre Bote» ;n derselben verordnen können i. N>an hat sich mich über die Aufrichtung der Arlitel berathcn; da jedoch Bern »nd Lolothnrn die von ibnen beantragte Acndcrung des Artikels über die folgen einer Priestcrebc nicht ausgeben wollen, und dieselben Orle mit andern nicht für »othwendig erachten, sich über diese Labungen gegenseitig ;» verschreiben, so wird der bestrittene Artikel so gesagt - Welche» Priester ei» Weib hat oder nimnil, dem soll seine Pfründe genommen »nd keine andere mehr verliehen werden, und seine Kinder sollen nicht als eheliche, sondern als „Bankharten" gelten, Dabei wird aber vorbehalten, das; jede Obrigkeit die sichtbaren noch härter strafen könne nach ihrem Rimessen, Heimzubringen, »in weiter ;n beratbc», wie man diesen »nd andere Artikel hallen wolle, ix. I ^n t^nde dieses Zages ist keiner ans dem Mailändische» erschienen, der daselbst mit dem König gefangen, aber wieder frei geworden ist, und der berichtet, wie er von dem König den Ansirag habe, den tndgcnossen dessen bcr;liches Beileid über den ;» Mailand erlittenen Unfall ;» beengen, daneben habe er Aufträge von.dem König an dessen ,Han Mutter mit heimlichem Wortzeichen; sobald er Z" ihr gekommen, sei er versichert, das; den tndgcnossen eilends alles Rückständige bc;abll werde; bei seiner Abrem aus ,Frankreich habe der König sein Zestament gemacht und seinem Lohne, dem Dauphin, die Krone.vrantrcicho übergeben; er lasse darum die U'idgenossen bitten, an seinen Kinder» und der Krone dir Bereiniing treu z» halten und sie in dieiem klnglück nicht ;n verlassei;; den» er hege keine Zweifel, das; der Danpbin und die Krone auch ihrerseits die Bcreinnng getreulich beobachten Werden; ;ndcm lebe der König der Hossnnng, t^ott werde ihm ans irgend eine Weise Helsen, 2, ferner berichtet dieser Bote, der König liege im Lchlos; ;n Pi;;igbeto»c ( „ Lpihigenthnn" i gefangen; der Papst, die Bcnctiancr und die Florentiner ivollcn ilm nicht aus dem ^andc lassen; die Vandstncchte seien ninvillig, ivcil ohne Lold; sie haben den Marchcse von Pcscara und einen ander» gros;c» Herrn gefangen genommen, :c, <. Oer Herr von Boisriganlt ;eigl a», die tliogcnlin in .Frankreich bab> ihr» geschrieben, xs sei eine bcdcnlende Litzmne tKxlvxv ans dem Wege, welcher Lcndnng die von Bern den Funker Sebastian von Diesrbach cntgegcngcschiekl baben, um sie durch Lavoyrn ;» begleiten; er ersucht die l'id genossei«, die Regcnlin in ilncni Unglück etivas ;n trösten, Iva» dann auch geschehe» ist, Heim;ubringc», N werden Briese von Zürich vorgelegt, woraus klar wird, »nie es den Lchassner von Otlingen gern ;» iennw Händen brächte; ferner vernimmt man, das; der Pfarrer von Bickenbach und .^wingli denselben eingeladen habe», in die Stadt Zürich ;n kommen. Diese Briese sollen ibm gan; heimlich durch die Löhne des Knon; ,vcderl> (»gefertigt worden sein, welche beide bei dem Lluri» ans .Htingen stark betheiligt sind. Anstrag an de» ^'andvogt, den Lchassner, der eben von dem Baicr ;n Otlingen verhaftet ivorden, nach .vranenseld in'S tKesängnis; (» bis aus weiter» Bericht. H. 1, Da in der „llicchtsertigung" die vier Schiedsrichter in ihrem Urtbeil ;erfo>b» sind, so wird von einem Obmann geredet ; die nenn Orte wollen hicbci, de» alten Bünden gcmäs;, den Obmann in den alten ». >»' ivreiburger »>u Solothurncr k. in, «. >», im BaSler nnd Lchosshauscr s, l^. «» —r, », v gröhtentheils, B» K» >) 1525, 15, Riärz (Mittwoch vor Oenli>, t^insiedeln, Die Boten der Xlll Orte nn die Vüline , handliche, Amtleute und gemeine eidg. Knechte in Würtemberg, Btan habe sie vor Kunem sch>>i>>'^ Man 1525, 605 abgemahnt und dcßhnlb eine Botschaft zu ihnen abgefertigt, mit dem ernstesten Befehl, sie heimznfordern, wobei man gänzlich bleibe; man hoffe auch zuversichtlich, daß sie sich gehorsam erzeigen werde», jedoch in folgendem Sinne: Man habe auf diesem Tage vernommen, wie mächtig der schwäbische Bund sich rüste, um den Herzog und sie zu umlagern und einzuschließen („zc bchamlen" zech; namentlich werde gedroht, die eidg, Knechte, wen» sie zerstreut und sorglos abziehen würden, im Hegau zu überfallen und zu schädigen. Nachdem man sich deshalb bcrathen, habe man den vier Rnthsbotcn geschrieben, sie sollen weder Mühe noch Kosten sparen, allein oder mit Hülfe anderer Leute zwischen den Bündischen und denn Herzog zu mittel», damit diesem in etwas geholfen und der Krieg erspart werden könnte; denn würden, ohne daß der Herzog etwas erreichte, die Knechte abziehen und er den Feinden in die Hände fallen, so könne man leicht ermesse», z» welcher Schmach das den Eidgenossen dienen müßte. Wenn also dem Herzog nichts bewilligt würde, so sollen die Knechte der Abmahnung ohne Weiteres folgen, sich in keiner Weise theileu, sondern treulich zusammenhalten und vorsichtig heimziehen, und wenn der Herzog begehre, mit ihnen zu kommen, so solle» sie sich dafür verwenden, daß er mit seinem Geschütz und aller Habe, die er hinaus gebracht, wieder abziehen könne und nicht verlassen werde. .n.si. Schafshansen: a°.r. cvng.). 2h 1525, 15. März (Mittwoch vor Oeuli). (Größtenlheils wörtlich gleich an die Bote» aus den vier Orten, zur Antwort ans ihr Schreiben ans Rothweil.) Si.si. z-mch: ?i. Wim«»-,-»,. 3) 1525, 11. März (Samstag nach Jnvoenvit). Gemeine eidg. Hanptlente im Dienste Herzog Ulrichs an die eidg. Botschaft zu Hcrrenbcrg. Nachdem sie Einige abgeordnet, haben sie von Eßlingen etwas vernommen was die beigelegte (?) Eopie anzeige; sie bitte» daher die Boten, sobald möglich zu ihnen zu kommen und handeln zu helfen. 4) 1525, 12. März (Sonnlag Ncminiseerc). Dieselben an Dieselben. Sic haben die Hanptlente, die sie gestern abgefertigt, nämlich Stoffel Bodmer und Thomas Spiegelberg, heute verhört, und „heute früh" (?) geschrieben; . . da sie aber nicht wissen, ob jener Brief n»s Ziel gelangt sei, so begehren sie nochmals ernstlich, daß die Boten so bald möglich zu ihnen kommen ... -y ,,»d 4) >»> St. A. Zürich: A. Wiwemberg. 5) 1525, 10. März (Donstag nach Neminiseere), Nolhweil. Erklärung Herzog Ulrichs von Würtemberg, daß er der Stadt Nolhweil sämtliches Geschütz, das bei den» Abzug hieher gekommen, frei zugestellt, geschenkt und gegeben habe, sodaß sie damit thnn und lassen möge, ivns sie wolle, ?c. -c. A. Frcilmrg: A. Deutschland (Kopie). Dieser Act erhielt fünfzehn Jahre spüler so große Bedeutung, daß er nicht übergangen werden kann. Zu 1. Zu beachten sind noch folgende Acten, da sonst wenig Erhebliches vorliegt: 1) 1525, 7. März (Dienstag nach Jnvoenvil). Bern und Frciburg an Wallis. „Wir vcrncmcut üch vereinbart haben, die im land Margotz und Wigony, so nnser und andrer Eidgnossen knecht, die von Pnfy Harns komcnd, fast übel haltend und usziehend, üincrthnlb vicrzchen tagen strafeil und verbrönnen wellend, und so uns semlicher mißHandel jetzgcdachter landlüten nit minder dann üch mißfallt und beduret, »nd onch ivol crlydcn, daß inen darum billichc straf znogefüegt; jedoch so mögen wir betrachten, daß vil nnser Eidgnoschast knecht nochmals da in» im land sycnd gefangen, geschossen oder krank, und so biß üivcr fürnemcn fürgang haben, daß die selben knecht dardnrch allsampt umkamen und erstochen möchten werde», und sölichs und ander nnkomlichkciten, nnfnog, onch schaden, so Harns entspringe» macht, zuo vcrmyden und vorznosin, so ist harumb an üch unser ernstig bitt und beger, zuo discr zyt scmlich üivcr fürnemen abznostellen und stillzestan und wyter ane unser und ander unser Eidgnossen ratslag harin nützit fürzuouemcn, (so) wcrdent wir zuo komlichcr zyt mit .. unser l. Eidgnossen hilf über discn Handel sitzen, denselben strafen und handeln, als sich dann nnser aller nutz, lob und ecren nach IVN't gehüvcn". . . St. A. Lern: Teutsch Missiven, 1^. s. 339. 2) 1525, 13. März. Bern an Hieronymus Marone, Gubernator zu Mailand. Danksagung für die milde Sorgfalt, die er den Kranken und Verwundeten aus der Eidgenossenschaft bisher gewidmet habe, und freundliche Empfehlung derselben zu weiterem Wohlwollen, ?c. Sl. A. Bern: Latein. Misswe», i. >02 o. Zu t. 1) 1525, 28. Februar, Lyon. Louise, Regent!» von Frankreich, an die Eidgenossen. Ereditiv für Easpnr von Sorman. Sl. A. Luccrn: Missiven der Nanz. Könige. Mär; 1525 2) (1525), Mär;, St. Inste, Lyon. K. Louise an die Zidgcnosjcn. Anlivort aus ihr Schreiben: Vcrdankung der gute» FrcundschastScrbictungcn ?c. Sic selbst sci von Herzen begierig, die Vcrcinung zu holten. Der nick ständigen Schulde» halb mögen sie sich beruhigen, do ihnen olles so bezahlt werden solle, dost sich jeder von Rechtswegen damit begnügen werde; es wäre zum Dhcit auch schon geschehen ohne die oustcrordcnllich schwere» Angelegenheiten des Königs, wcsthnlb sie zum dringlichsten um Mitleid bitte, ?c. Li. N, kuc-rn: «. Ar °»kmch 3) 15,25, N.März (Donstag vor Rcminisccrc). Bern an Frcibnrg und Sokolhurn. General Morclct Hobe heute vorgebracht, dost die Königin Mutter ihm geschrieben, sie wäre Willens, eine Summe Geld zur Bezahlung der cidg. Knechte zu schicken, wisse aber nicht, wo cS am sichersten hcranSgcsührl werden könnte, wcsthalb sie »m Rath und Hülse bitte und besonders um eine» Boten, der das Geld hichcr fertigen könnte. Mir Rücksicht aus die Knechte, die schon lange Zeit auf die Zahlung gewartet, und deren Nichtbcsricdignng bald zn Unruhen fuhren könnte, habe man eilends eine» RathSfrcund „hinein" geschickt, um solches Geld durch savoyischcS Gebiet zu begleiten, ?c. S,.«. zm» - Tniych Misflv«,, v e. »«« » Zu ». In verschiedenen Abschicdcrcmplarcn zBern, Lnccrn ?e.) sind folgende Schreibe» dem icrt einverleibt: 1) 1525, 10. März (Freitag vor Rcminisccrc). Zürich an (den Schaffner zu Ittingcn). „Grsnmcr geistlich« lieber Herr und fründ, als ir villicht willens wärcnd, by uns zuo finde, lassen wir bcschcchcn, ist onch »nscrs gcsallcnö, dast ir angcndS, sobald ir es können gcschicken, zuo uns kommend; ob wir dann üch gnots bcwysc» können, wellend wir guotwillig sin." 2) Dasselbe an den Pfarrer zu Rickcnbach. „(^rsamcr, unser lieber andächtiger. Us das schribcn, so unS den Jos (Iodocusl Hest, schnssner zuo Illingen, gclhan, ist unser bcselch, ir wellend slist ankeren, damit er in »ns« landschast by tag und nacht und demnach in unser statt komcn (mög), ?c." Z» v. Hier kommen folgende Acten in Betracht: 1) 1525, 15. ZRarz (Mittwoch nach Rcminisccrc), 0i»sicdeln. Die zürcherischen Rathvbolcn an ihre bei»- „Us gcstcr habcnt unser Gidgnossc» von den nün Drtcn und wir an die zuogcsatzten die nrlcl crsordcrt uf gclhoncn rcchtsatz. Also sind uf hüt unser lieb (^idgimsscn von Basel, Schasshuscn und Appenzell usgcstnnden und habc»< gcbcltcn, dicwyi unser Eidgnoschnft ein groster unsnll und schad jctz in Mciland begegnet sig, ouch die »nscrn by dem Herzog von Wirtcnbcrg sycn« und man sich im land zuo Schwaben, am Bodcnscc und schier nllentbalb cmbörc, und die löuf also schwer sycnt, dardnrch sich gar bald zuotragcn möcht, dast wir Gidgnosscn bcdörs>>"b baS eins zc sind, dast wir sy wölliut güctlich zuo den fachen lasse» reden, dann recht sig recht, aber unfrüntlich- Dcstglich habcnt die vier zuogcsatzten ouch gebctlcn und vcrmeincnl, dicwyl die bünd zuogcbiut, dast sy >>> de» güctlichcil oder im rechten die fachen sölliut uSmachcn, dast man inen dann in der güctlicheil söllc losen. Us dao haben! die nün Drl bcwilgt, in der güctlicheil von mittlen lassen zc reden mit wüsscnthaslcr sach »s hindcrsich bringen, wicwol sy dcsthalb kein bcselch habint. So habcnt wir gcantwnrl, nur habint ouch kein andre» gewa». dann die urlcl zc crsordrcn und das recht zc brnchcn ; aber damit an uns nüt crwind, wöllint wir üch dcsthalb schribcn, was üwcrs gcfallcnS sig ; das haben! die drü Dr» und ouch die zuogcsatzlcn angenommen, doch dast dcsthalb ylends nntwurt wcrd." Bitte um sofortige Autwort. „Und sürdrcnl also die sacken, damit kein nuwiU entstand und man (nit) vermein, es beschehc »mb Verzugs willen, und bedcnkcnt dcnnocht, wo cS möcht güctlich hingelegt werden, dast cS wcgcr wär dann mit recht." si.«, .znuch ». 2) 1525, 18. März (Samstag vor Denli). Besiegelter Spruch der zürcherischen Sätze, 1. dast die von Stein bei ihren nieder» Gerichten aus Burg, dem (Recht zu) sangen und (in) allen andern Dinge» bleiben sollen bei dem Kaufbrief, dem Vertrag und allem Brauch, cS sci denn, dast die neun Drtc Anderes ins Recht bringen alc> bisher, jedoch in der Meinung, dast die von Stein, wenn ein Landvogt nnstatt der X Drte sie auffordert, vc> lcumdctc Leute oder Ucbclthälcr zu verhaften, es seien k^insäste» oder Fremdlinge, das ohne Verzug Ihu» »ab mit ihnen vcrsahrcn sollen wie von Alter her, und wenn sich etwas Malcsizischcs sindci, dieselben dem La»dvog> überantworten, also dast beide Dhcilc bei ihren Gerechtigkeiten bleiben. Wenn (aber) die von Stein in solchen Fälle» säumig oder nachlässig wären, so mag der Landvagt selbst die Beklagten ergreifen und handeln, wie siä> . gebührt. 2. Weil die neun Drte offen erklären, dast der Landvogt in der Vcrhaslung des PricttcrS ans B»ig März 1525, K07 nichts anderes gethan, als was sie ihm befohlen, sich also selbst als Partei bekennen, und da er nichl persönlich zugegen gewesen, so soll die Sache ruhen, bis der Haupthnndel auch ins Recht gesetzt wird, und dann über Alles geurtheill werdeil." St. A. Zürich: N. Jttingerhandel. Die vorausgehende Verhandlung (Nr. 249) ist einleitnngSwcisc rccapitulirt; die Feder führte der bestellte gemeine Schreiber. Die Siegel sind wohl erhalten. 3) >525, 18. Marz. Spruch der neunörtischeu Sätzei 1. Der Lnndvogt im Thurgan habe „an dem Ort" nichts gefehlt und verschuldet, sei daher von der Anklage Zürichs ledig erkannt und deßhnlb nichts schuldig. 2. Was die nenn Orte demselben, des Hans Occhslin wegen, befohlen, dazu haben sie guten Fug und Recht gehabt kraft der hohen Obrigkeit und der Gerichte, die sie bis ans das dritte Joch der Brücke zu Stein besitzen; damit soll (aber) beiden Parteien ihr Recht im Haupthnndel vorbehalten sein. i5>t. A. Zürich : A. Ittin^erhandcl (Abschrift in dcm später ergangenen Spruch dc6 Obmannk). 4) 1525, 18. März (Samstag vor Ocnli). „Hernach folgt die güetlich Handlung der dry Orten Kotten, Basel, Schashusen und Appenzell, so s>) in dein span, der sich zwischen minen Herren den nün Orten und minen Herren von Zürich halten ist, gebebt und gebrucht haben." Demnach und unser Eidgnossen die nün Ort hoch gcacht haben den frävcl, schmach und schaden, so dem gottshuS Illingen znogefüegt ist, und aber wir als die nndcrtädinger bedacht haben, die dann den Handel zuo Illingen begangen, darum gelitten Hand und ir schuld mit irem lib und leben bezalt haben, so hat uns uuder- tädinger für guot wellen ansechen, daß die bcmelt achtnng zuo hoch und schwer gewesen sig, in anstehen wie obstat, und uß guoter Meinung dise hicnach bcmeltcn arlikel nngscchcn und gstcllt. (I.) Zum ersten, unib daß die von Stein, Stammham und Nußbäumen, deßglich ander lüt uß andern gegincn und orten, so uß Zürichpict, Höchen ald nidern gerichten sind, cuid unfern Aidgnosscn von Zürich zuo versprechen zuostand, in der zechen Orten Höchen obcrkeit, grnnd und bodcn zuo Illingen im uflonf gcfräflet und mißhandelt haben mit nam, brnnd und roub. Zum andern, umb daß die von Stein und Stammhan den ersten stürm zuo Stammhan, da st) den lnndvogt ins Wepfcrs hns gesuocht, erhept und mißhandelt haben. Zum dritten, umb daß die von Stammhnin ein fräset und muotwillen begangen, daß st) die kilchcn zuo Stammhan und Sant Anna der bilder und kilchen zierdeu beroubl, die stock nfbrochen, das gelt dnrns genommen, das und anders dnrus getragen haben, über vornsgangen pott. llmb sölich «Kerzell frttfel und mnotwillig Händel, so von dem ersten stürm zuo Stammhan bis nach dem leisten stürm zuo Illingen nferlossen und ergangen, sollen die von Stein, Stammhau, Nußbäumen den nün Orlen zuo straf geben nämlich ism gülden. Und um sölich ijm gl. söllen unser Eidgnossen von Zürich bürg und ivär sin, und die ij>" gl. von wegen der von Stein, Stammhan, Nußboume» und anderer, so inen zuo versprechen zuostond und schuld an diseu fachen Hand, den nün Orten usrichtcn und bezalen, und sölich ij"> gl. von denen von Stein, Stammhan, Nußbäumen und andern iren verwandten, so schuld an der sack) Hand,' inzicchen und die den nün Orten erleggen, doch unser» Eidgnossen von Zürich, so ouch teil mit den nün Orten am Thnrgöw hat (Hand), hernach an andern strafen und gercchtigkaiten in alliveg on schaden. Und wenn die ij"> gl. den nün Orten bezalt werden, damit söllen sy umb sölich obbcmclt mißHändel, fräfel, muotwillen und umb die strafen, ivas von dem ersten stürm bis nach dem leisten stürm zuo Illingen ergangen, es sig mit nam, brand, roub und andern fräfeln, ganz usgricht und abtragen haben, damit alles geeicht, gcschlicht, hin und ab weg, tod und ab sin. Doch soll unfern Eidgnossen von Zürich hierin vorbehalten sin ir recht und obcrkeit gegen denen von Stein oder andern irn verwandten, so inen mit Höchen und nidern gerichten zuo versprechen zuostand, die selben von sölchcr stürmen und mißHändel höchcr ald wyter zc strafen nach irem guotbcdunken, von den nün Orten darin nngesnmpt. (2.) Item hierin soll onch usgcschlossen nnd vorbehalten sin, ob in der grafschaft im Thnrgöw Höchen obcrkeit ellich lüt ouch schuld au discm uflouf, stürm, nam, braud und roub hellen, daß dann die selben von den zechen Orten ouch gestraft nach irem beschulden, aber dz sölich straf nit in die obgemclten summ der ij"> gl. gerechnet, sonder den zechen Orten werden und zuogehören soll. 008 Mär; 15,25,. sll.) Item i>> disrr bcrichlung, ob die angnommen wurd, soll(cn) hiemit uSgcschlosscn nnd vorbehalten sin a»c die Personen, so das kloster anziliivt Hand nnd das heilig sacraincnl uSgeschütl haben, also mit dein bcschcid, unde, ivclehem Ort die ersundcn und crgrisscn, daß die durch ir Herren und ober» gestraft werden nach ircm bcschuldeir (4.) (5s jsi vuck) abgcredl, daß man ei» polt soll lassen nvgon, als dann die kilchcn zuo Iant Anna und Stammhan der gotts zicrdcn nnd kilchcn gurte, rntivcrl und hinwcgtragcn, dcßglich ivas dein gottshus It»»gk» uß der kilchcn oder ander des gottshus guot cnlwcrl und hinwcgtragcn, daß man sölichs, >vo es »och vorhanden ist, in inonatssrist dem nächsten den kilchcn und dem goltvhus Illingen wider geben nnd iibcranlwurtcn sälle. dann wa dar, nil gcschäch, soll dann mit den ungehorsamen gehandelt und gcstrast werden, in welcher obcrkcil dann die gscsjcn sind und ersundcn werden. k5I Item, als dann setz ctlich zit die Priester zuo Stammhan und dasclbs allcnthalb um in der zechen Orten Höchen obcrkeil wenig nnd gar kein messen gchcbt Hand, sollen die darzuo gehalten werden, damit die pricsici meß hnbind wie von alter har, und wie ir psruonden gestist sind, damit die bidcrben lül nit also an meß l'gk«. stl.) Item der bilder und ander kilchcn Zierden halb, dicwyl die nun Ort vorhin ein Mandat und verbot! allcnthalb in der Höchen obcrkcil im Dstirgöw usga» lassen, daß niemand die bilde, uß den kilchcn thuo» »"d die kilchcn bclibcn lassen sollen wie von aller har ?c., und über sölich verbot! nnd on ivüsscn der obcrkcil du' nndcrlhnncn zno Stammhan, Sani Anna nnd andern orlen dasclbs umb i» der zechen Orten obcrkcil gelegen, irc kilchcn beraubt, darumb so haben wir also abgcredl nnd beschlossen, daß den nun U rteil von wegen der Hache» obcrkcit, so sy mit snmpt denen von Jülich über das Thnrgöw habend, gczimc, daß sy denen von Iiammban, Nußboumcn oder dasclbs umb in der Höchen obcrkeil mögen piclen, damil die undcrlhoncn die bilder und iaslen, so sy uß den kilchcn gcthan, lind nach vorhanden ivärcn, widcrumb in die lilchen luv» sollen -, ob aber nüts »»> vorhanden wäre, daß dann die uudcrthancn, nach zimlichc» dingen, nit zum kosllichistcn, ir kilchcn widcrmnb t>e>e» n>i« etlichen tasten, bilde,» nnd andern dingen, »ugcsarlich. Dcßglich ob ander bidcrb lüt, srömd ald hcimsäi, >» die kilchcn bilder, tasten ald ander Zierden schanktcn und gäben, das sollen die nndcrlhancn ouch darin blibe» lassen und tuon als die gchorsautcn nnd mint srävclichs dargegc» und darividcr handle» on müssen und n'i»c» ircr Höchen obcrkcil. Ob. aber sich ha,nach crsunde, daß die zechen Ort oder der mertcil darunder sich crlütrel»»' oder snnst durch cristenlich gnuogsam vcrsamlung angscchcn wurde, der bilder halb, ob man die behalte» 0»^ oder nit, alsdann söll es aber bi dem selben bclibcn. (7.) Der drycn halb, so zno Vadcn gcricht sind, ist unser der drycn ralsbotten in namcn unser Herren »»d ober» ernstlich und sründlich pill an unser lieb k^idgnossen die nün Ort, daß sy derselben verlasse» g»c>> wc»c» lassen blibcn ircn wib und linden, dnrby angscchcn, daß sy irc männcr und vätlcr darumb verloren haben, »»d sott jeder botl von de» »ün Orten sölich unser pill »s das höchst und crnsllichcst daheim anbringen. sst.) Item des boiliverks halb zuo Stein vor der brugg ist also abgcredl, dwil vorn,als ouch ein all ,Z»" , bergchüß und thor da gstandcn, und die von Slein ein gcmurct stcini joch und ein gemurrt thor da,us gcbuwc»: daß dann sölichs nachpiirlichcr guotcr Meinung da blibe» soll, doch den zeche» Orte» an ir Höchen obcrkcü, herrlichcit nnd gcrcchtigkcit inhalt des vcrtragsbricss in allwcg ,»,vergriffe» und on schaden. <9.) Iuolctst des zolls halb ob der brugg zuo Stein, dicwyl dijcr span uns ganz tunkcl und dcß nit beuchst und sich bcid teil blies und sigcl nnd ander gewarsamc darumb zc haben bcrücmend, darumb so lassen w» ^ schmal guotcr mcinuug anston, der hossnung/ ob gott will, soser beid partycn umb obcrzel» artikcl eins »"^ gcricht, so wurde wol miltclivcg in discm artikcl ouch fund'cn, damit sy dcß ouch vertrage» wurden. (lv.) Item als dann der lnndvogt im Ihurgöw, Joseph am Berg von Swiz, von wegen des sturms »»k' »floufs zuo Illingen von unscrn k^idgnosscn von Jülich etlichcrmaß beschuldiget, als ob er »rsach und sch»^'!l daran sige, darumb der landvogt in ir ungnad konunen, daß sy im sichern wandcl ü> ir pict abgeschlagen habe» ist also abgcrcdt, daß alle Handlung, so die von Hünch den landvogt beschuldiget, es sig mit wortcn oder wcrchcist oder es sig gcschcchcn ald »it, was sich da»» bis ns hnttigcn tag erlassen hat, nünt usgcnommc», das alles '»ll tod und ab, gcricht und gcschlicht sin, und sötten unser k^idgnosscn von Iii,ich dein landvogt sicher» wanbcl >» ir statt, gcricht und picl wider ustuon und wandle» lassen »ngcsccht und oncrsuochl aller ergangen fachen. 2'- Zill»»: Uchud. Mschl»»« L-mmlun«. »». «. R>. V. ». »NN: III? '«dg. ««»>»»«. V »«». - « A. r»»m a .»«Ii»l«n»»i»'>"- K. 7l. Basell Absch. — K. Bibl. ^retburg chirard. Gamms., t. IN. — K. Arcibultk Abich Sd. «?». K. A Go>s«hurn Adich. Bd. Xlll Mär; 15>25), 609 TS4. Altrich. 1525, 15. März (Mittwoch nach Neininiscere). ^ KaiitoiiSarchi» Basel: Abschiede. „Als dann unser getrknv lieb Eidgnosscn, Bürgermeister und Not der Statt Basel durch den crsamen wen ralschriber Heinrichen lliychner nns antragen haben den guoten willen, so ein statt Straßbnrg zno uns den dryen Orten Basel, Schaffhnsen nnd Zürich Hab, ouch willens wcirent, ein bsondcre fründschaft durch bnrgrecht in künftig zpt ze machen zc., uf das ist nach längerem fürtrag nnd bescheidnen nnd guoten ivorten durch Bürgermeister, klein nnd großen Nat beschlossen und geantivnrt, daß unser Eidgnosse» voic Basel ein(en) tag in ir Statt sehen nnd nnsern Eidgnosse» von Schaffhnsen, ouch nns von Zürich glichen tag znoschriben, so iverdcnd wir denselben tag snochcn und losen, was nlda angebracht und gehandelt werde; sölichs soll dann widcruni an unser Herren kommen, sich wyter was ze thnond si)e ze beraten, zc." Wir tragen hier eine bezügliche Mistive nach: 1525, 27. Februar. Basel au Straßburg. „Umsichtigen zc. Demnach üiver lieb verrückter tagen ir treffen- liche ratsbotschnft, bp nns rat zc haben, wie die fach, damit gnot nachburschaft geufnet und verstand gemacht, wie das in tricglichcn ufrnorcn, die der allmächtig ewig gott lang vcrhiieten (well), und sich aber die von fremden lcntcn begeben (möchten), zwüschen ttch nnd unseren trüwen und lieben Eidgnosscn von Zürich, Bern, Solotorn, Schaffhnsen und uns, lut der selbigen botschaft instrnction, gehalten werden sollt, an die Hand zc ncmcn war, geordnet /haben, und doznmol die selbig euer lieb botschaft die fach für uns selb, als denen s>) zum höchsten gfallt, an vermeltc unser . . Eidgnosscn langen lassen, iren willen erkunden und nachmols daß solches beschehen, durch nnsern lieben getrüiven Caspar Schaller, stattschriber, und wie uns von denen von Bern und Solotorn noch kein antwort gedigcn, antwortswis geben haben ?e., nnd fliegen euer lieb nochmals stündlicher Meinung zno verneinen, daß wir nß guotem nachbürlichem ivillen der fachen ganz nnd die zno fürdercn zum höchsten geneigt, darnndcr nit fyrcn, ouch kein inüeg, kost noch arbeit bisher gespart noch fürer bcdnrcn lassen, gnolev-Hoffnung, in kurzem die fach zno gnotcr nachburschaft nnd glücklichem cnd, und ob gott will wol erschießen soll, bringen und euer lieb fürer, ivas nns begegnet (das wir doch der fach ganz dienlich sin achten) nit verhalten. Daß sich aber dasselbig bishar verhindert, sind die schweren und seltsamen löuf, das heilig Evangelium, den König von Frankrich nnd Herzog von Würtcmbcrg belangend, so vor ongen schweben, nrsach". . . (Schlußphrascn). K. A. Bas-l! Milsw-N k. LS I-. TSS. SsiolhlMt. 1525, 22. März (Aiittwoch vor Mittcfasten). .^atttonSarchiv Basel: Abschiebe. Hatttoliöarchiv Solvtl)«rtt: Abschiede Bd. XI. Heinrich Nyhincr, Nathsschrcibcr von Basel, stellt im Auftrag seiner Herren das Ansuchen, daß Solothnrn den Tag, welchen sie wegen der von Straßbnrg an sie gebrachten Wünsche auszuschreiben gedenke», auch besuche. Nach gepflogener Berathnng wird ihm geantwortet, man wolle, sofern ein solcher Tag verkündet werde, eine Botschaft dazu verordne», um zu vernehmen, ivas die von Straßbnrg und andere Orte vorbringen würden, und sich darüber weiter entschließen. 77 März 152'', ?5«. Wcrn. 1525, 24. März (Freitag Vigilia Annnntiat. Maria). 1ia»Io»«ar<,>>v Nasel! Abjchled«. 2laal»ar<<,iv Ncrn: RoihZmamioI ^'r. !»:>. p. b». Ans dcn Vortrag des Vathsschrcibcrs Heinrich Ryhincr von Basel, betreffend Slraßburg, haben Sch»lthei>! nnd Rath sich entschlossen wie folgt: „Vag sy eins teils betrachtet die geschwinde» seltsamen löus jcy vorhanden schwebend, deschalb nicmands ivol ze ivüsscn, was guols oder bös uß diser Werbung entsprießen möchte, »nd darneben nnd anders teils die fründschaft und guottät derselben von Slraßburg, inen in burgonschen kriegen bc schcchcn, nnd daß guotc nachteilige (»in) nachbcrschaft nit nszcschließcn, sonders ivol anzencmcn iväre, und deschalb ir meinnng, -daß der vier Stetten"bolschaften sampt derselben von Straßburg botschasl ns einen lzc) bestimmenden tag ivol zesannnen koincn söllent nnd mögent, ivellent sy mi'si Herren ir botschasl onch dahin schicken zuozcloscn und ivas im begegnet, ividcrnmb an nnd für sy zc bringen; ivellent mit» Herren darüber sihcn nnd was Z»o unser aller lob, nnh und ccren nsenthalt dienen mag, als sich gebnrt, handlcn nnd nit abschlachcn." TaS Vcrncr Nnthsnianual datirt gleichbedeutend aus «iicilag vor Aitare, gibt übrigens nur eine Minute und verweist aus das Abschcidbuch, während dort diese Aufzeichnung fehlt, ?57. Wen,. 152.'., 27. März. r>1,,v z.«r„ I «Ilq, «tt>g. «bichl«!x. X, ,, 2«!I ,1, ?N5,. p, e.z. Der Botschaft des Bcrn zugefügt, »nd werde das zu gelegener Zeit zu vergelten trachten („verdienen"). Der Abschied ist lateinisch (. . . „lp»o» gnnm optima soiro, gnw vol bona vvl mal», licmolioia rot >n- )nna!, in vo» oontulopit, illnelguo Mio tomporo iüonoo "veunelnin roi o^»ontinm ot ymmtitatom (vw) «o«o pro morituron ot reiomzonncaturo""). Wapperswyt. 1525, .40. März l Donstag nach rätarc >, ZtaaibnrUii» ! '.10, e-a«'» T«aa»«ar^,i» Niiri-Ii: ->. I..I, 1 bl»>b. .Ib>q„», ?». «. -'0 e Tag der lV Schirmorte des Gotteshauses St. Gallen. »». In dem Streit zwischen dem Abt von St. Galle» und einigen seiner Golleöhaualeule, betreffend de» Doctor Winkler, den die von Zablat gefangen gescht, wird beschlossen: Gs soll Winklcr von dcn Zablalern dem Hauptmann des Klosters St. Gallen, zu Händen der IV Drlc nnd des Abtes übergeben lind von dem Haupl mann nach Wyl geführt werden; daselbst mögen dann die von Tablat oder Andere, welche Ansprüche an densclbc» Mm-; 1525. 611 jeder Bote seinen Herren und Obern hinterbringen, wie der Landvogt im Thurgau nach empfangenen Warnungen gemeldet, daß bei 10,600 Mann Fußknechte samt einigen „Pferden", die als Aufgebot des „Bundes" gegen den Herzog Ulrich von Wurtemberg und die (ihm zugezogenen) Knechte der Eidgenossen gestanden, sich zu den Bauern im Niet geschlagen haben sollen und sich am Bodensee oder Rhein in der Gegend von Wangen oder Oeningen festzusetzen drohen, und daß die Thurgancr diesem Volke zufallen wollen, wenn man ihnen das Wort Gottes nicht predigen lasse, und wie es ferner scheine, daß Einige herüber gekommen, vielleicht um Unruhen anzuspinnen; wie oder was sie wirklich gethan, könne freilich noch niemand wissen, v. Ferner soll jeder Bote seinen Herren Bericht erstatten über den Zwist, der durch einen zu Schwarzenbach geschehenen Mord entstanden, indem der Landvogt im Thurgau sowohl als derjenige der Grafschaft Toggenburg das Recht zu haben glauben, die Buße zu Händen ihrer Herrschaft einzuziehen. «I. Es weiß auch jeder Bote heimzubringen, wie das Gotteshaus St. Galleu und die Stadt Wyk in Betreff der Gerichte einen Span haben, der schon öfter in Schiedsgerichten und auf Tagen verhandelt wurde, aber noch nicht hat erledigt werden können. Es ist nun vorgeschlagen, dem Hauptmann Vollmacht zu geben, um den Streit endlich auszutragen, wobei jedoch zu bedenken ist, daß die ,1V Orte Nachtheil an Bußengcldern erleiden würden, wenn die von Wyl „viel zugaben". Jeder Bote kennt das Schreiben von Bürgermeister und Rath der Stadt St. Gallen, daß sie dem Prädicanten Doctor Wendelin (im Kloster) ihren Schirm abgeschlagen haben, Der Abt von St. Galleu verantwortet sich gegen die landläufigen Anschuldigungen, als habe er ein bedeutendes Quantum Korn zu Wyl und zu Norschach verderben lassen, sodaß man es in den Bodensee und in die Thür habe schütten müssen, und große Summen in dem Schatz gesammelt, wovon er einen Theil über den Rhein und den See geschickt hätte. Solche Reden werden nur ausgestreut, um den gemeinen Mann noch argwöhnischer und neidischer gegen „sie" zu macheu; er (der Abt) ersuche daher die Boten, ihn dieser Verleumdungen halb bei ihren Obrigkeiten in Schutz zu nehmen; sofern diese es begehreu, erbiete er sich übrigens, sich vor ihnen weiter zu rechtfertigen. K-. Nachdem man die Anliege» der zun: Oberamt der Pfalz des Gotteshauses gehörigen Leute vernommen, hat man die Sache nicht weiter bringen können, als mit dem Abte Rücksprache zu nehmen, damit er ihnen gestatte, das Geschäft wieder vor die ganze Gemeinde zu bringen. Es wird ihnen also vergönnt, in Gegenwart des Hauptmanns eine Gemeinde zu halten und da die Artikel ihrer Beschwerden aufzusetzen, aber keine Unruhen zu beginnen, sondern den freundlichen Weg einzuschlagen; diese Artikel sollen sie dann auf einem Tage, zu dem sie geladen werden, durch bevollmächtigte Botschaften vorbringen, damit die Sache gütlich oder rechtlich beigelegt werden könne, lieber diesen Artikel soll von den (drei) andern Orten beförderlich a» Bürgermeister und Rath in Zürich geschrieben werden. Zu :i. 1525, 5. April (Mittwoch vor Palmorum). Lucern an Zürich. Gemäß dem Abschied von NappcrSwyl zeige um» an, daß hicrscits der Entschluß gefaßt worden, es solle 1)r. Winkler entweder genügende Tröstung zum Rechten geben oder in der Gefangenschaft bleiben bis zum nächsten Tag, wo man beide Parteien verhören und nach Befund entscheiden wolle. sc. A. Zim-h! sc. mc Si. G-mcn. Zu (Vorläufig angebrachte) „Beschwerden der Gottshuslüten von St. Gallen." 1. „Des ersten bcschwärt sy größlich, was joch inen zuofnll und begegne, daß sy on eins Herren von St. Gallen und der vier Orten willen niendert gmeinden noch znosamen kommen söllent noch mögent Inhalt der briefen; mit dcster minder bcgcrent sy inen in sölichem artikcl zuo hilf ze kamen, dardurch, was an sy lange, sy mögent gmeinden und je zno ziten ircn Herren den vier Orten und andern antwnrten uf ir anzttg ze geben. 2. n) „Zum andern begegne inen zuo zytcn, daß sondrig Personen anzogen werden umb Händel, so iren g. Herren von St. Gallen und das Gottshus antresfcnt, und so einer recht bnt, mag er nit darby blybc», sonders wirt mit im fnrgfaren. Uf das ist ir bcger, zuo verhelfen, wenn einer sölichcr gstalt etwa» uß Ungnaden anzogen, 12 Mm; 1525 das; man in bi rccht, cs syc in gcrichten, da einer siht, odqr vor den Hachen geeichten, vor den vier Orten, oder wo cs zimlich ist, komme» laß. b) „Dah onch kein frommer unverlümbler man »mb fachen, so das malcfiz nit berücrcut, in ein dicbs thnrm geworfen werden, sonders solle man trostung und rccht von im nemcn. o) „Sy bitten, daß inen geholfen werde, daß man inen die grundlich wnrheit des Evangclion fry bredigen lajse und die Priester, so das gottswort rccht hersiir tragen, nit vcrtrybc noch hasse ?c., sonder sy darzuo halte, daß sy sölichs tücgcnt. 3. „Zum dritten, so beschwert sy, daß man die fall wider inhalt irS bricss von inen ncmc, und mit namcn, wo einer halbvich Hab und snst eigens, wann dann das halbvich bester ist, so ncmc man das selb, onangescche» des gmeindcrs teil; dcßglych so einer sin guot sincn finden oder andern vcrlicht, »messe einer den sali geben oder usschribcn lasten, als ob er tod syc. 4. „Zinn vierte» wölke ei» goltshuS die ledigen kind erben, aber nit erstehen, sonders mücstcnt die »öchsic» fründ solichc enthalten. 5. „Zum fünften syc etliche» innert zchcn jarcn verbotte», im fryen Bodenscc zuo Kcßwil zuo sischen. ki. „Zum sechsten konfc ein gottshns S. Gallen und andre klöstcr ligcndc güctcr, die vor mit inen stur, brüch und dcrglych bcschivcrdsc») erlitten haben; von sölichcn güctcrn werde inen (dann) weder stur, brnch, reis kosten noch anders geben, und mücssc alle bcschwcrd ns de» andern güctcrn liggen. 7. „Zum sibcndcn ivrrdc der crschähigc» güctcr halb onch wider ir bries »nd alt harkommcn gehandelt. 8. „Zinn achten gryfc man in ir ginein mark, cs syc mit wycr» oder nnderm, wider ir brüch, das incn nit lydig syc. !>. „D>c von Goßow klagcnt sich ir zchcndc» halb, wie der wider ir alt bries und sigcl zuo Eoslcnz in kurzen jarcn von der pfrnond wegen anzogen, welchen sy onch verloren habcnt, das sy hoch beschwürt, dann s» und ire vorder,, sölichcn von alter ha, nie gebe», onch nie (darum) erfordert noch schuldig gewesen sycnt. Z»o dem habe man incn etliche fryc' güctcr jch nüwlich zuo lehcn gmacht, das sy nit crlydcn mögen. „Und »och vil und mcngerlci bcschivcrdcn, so inen nüwlich usgscht, welche sy schmal umb kürze willen »i> nnzöigcnt. 1V. „Zum leisten bcgcrent sy, ob man sy beschribcn und ivytcr vor den vier Orten verhören, daß man iucn nachlasse, ir gmcindcn ze hallen, sich wytcr zno berate», was sy rcchNich oder güctlich thuon söllci» »nd inögcnt. Susi erbiete» sy sich zum höchste», ire» g. h. von S. Galle», dcßglych Iren Herren den vier Orlen alles das zc thnond, das sy incn schuldig sind, und als fromm arm lüt gehorsam zc sind, lyb und guot zuo incn ze sehen, ?c." s>«. Aaachi »>. «>>m e>. Gallm. (Handschrift des Zürcher StadtschrciberS Frei). SS». Wolllont. 1527», Ende Aeüiz? Xan«on»<>rN,iv Areibiirfl. Verhandlimg zivischen Frcibnrg und dem Herzog von Savoyen. Ein Abschied ist nicht vorhanden ; der Tag wird aber in Registern und Acten mehrfach erwähnt. Zu ctwclchcr Aushülfe legen wir folgende Notizen bei: l> 1525, k. März, Jrciburg. Ans das „abermals" eröffnete Begehren des Herzogs von Savoyen, sich mit Frriburg zu vertragen, ist beschlossen, ihm zu „losen". K, >>, >wa»n^ >!r 2) 1525, 28. März (Dienstag nach 1!ätare), Frciburg. Beschluß der Näthc, den augcschtc» Tag U> Romont mit dem Herzog zu besuche». Boten: Dietrich von Engclspcrg, Schultheiß; (dl.) Bögcli; (.tionrad) Nterz, Venncr. «-ihtbuch «r. April 1525, ttl'j Straßvurg. 1526, 1. April. KaiitonSarchiv Bascl: Abschiede. „Als us hüt datum vor uns Mcister »ud Not der Stall Straßbnrg dcr crsam Caspar Schüller, statt- schryber w., in »amen der ersamcn wiscn unserer besnndern lieben und guoten fründen Burgermeister und Nat der Statt Basel, siner Herren, erschinen und nf den angesunnen nochbnrlichen verstand sin Werbung gethon, und aber diser zyk vil unserer ratsfründ abwesig, also daß wir uns, wie dann sich nach gestalt der sach gebürt, nichts entfließen können, haben wir uns uf gethon Werbung ein bedank gcnomen bis uf Philipp! und Jacobi nächst komend, hiezwüschcn uns sampihaft zno beratschlage» und unser» besundcrn guoten fründen Bürgermeister und Rat zno Basel unser geninet (alsdann) schriftlich zno entdecken." s°z. P-aus Buo^ Prot-not. SKI Waden. 1626, 3. April s. (Montag nach Indien f.). Staatsarchiv Vncern : Allst. Abschiede, II. 5. 36. Staatsarchiv Zürich : Abschiede, Vd. 9, f. 197. Staatsarchiv Bern: Allst. eidg. Abschiede. V. p. 365 KantvliSarchiv Basel: Abschiede. KantvttSarchiv Areibnrn : Abschiede, Vd. 12. jtatttvttSarchiv Solothiirn : Abschiede, Bd. XIII. tiatttvnSarchiv Schaffhansett: Abschiede. VaudeSarchiv 'ülppettiell I. )k.: Abschiede. Gesandte: Zürich. Diethclm Nöist, Bürgermeister; Konrad Escher, des Raths. Bern. Sebastian vom Stein, Ritter, des Raths. Lucern. Jnnkcr Jacob Fecr, Spitälmcister; (Joh. Hnber). Uri. Ammann (Hans) Dietli. Schmilz. Martin an der Matt, alt-Ammann. Untcrwaldcn. Arnold Frnonz, alt-Ammann. Zug. Hieronymns Stockcr, alt-Ammann; Vogt Schönbrunner. Glarics. Rudolf Lnchsinger, des Raths. Basel. Heinrich Meltingcr, Bürgermeister; Caspar Koch, des Raths. Freibnrg. Venner (Ulrich) Schncwly. Solothnrn. (Alt) Schultheiß (Peter) Hebolt. Schaffhansen. Bürgermeister (Hans) Pcycr; Hans Jacob Murbach. Appenzell. Georg Schmid. E. A. A. k. 17 t>. ' Es ivird berichtet, wie des Herzogs von Mailand Truppen in das Savopische gegen Vcrcclli vorrücken und sich dem Lande Wallis nähern. Daher ist Bern beauftragt, ein getreues Aufsehen zu haben, »nd sobald es Knude erhielte, daß die Feinde sich dermaßen nähern, daß dem König und uns Eidgenossen Schaden daraus erwachsen könnte, es sogleich zu berichten, so würde man thun, ivas getreuen Eidgenossen geziemt. — Ein bezügliches Schreiben wird an Wallis erlassen. I». 1. Bischof Ennins von Vcrnlan sendet ein päpstliches Breve an die Eidgenossen ein und verlangt einen Gelcitsbrief. — Heimzubringen, da die Boten hiefür nicht instrnirt sind. 2. Es soll aber jedes Ort bis Ostern nach Lucer» berichten, ob es das Geleit gestatten wolle oder nicht; stimmt die Mehrheit dazu, so soll es dein Bischof durch einen Boten übersendet und ihm auch dcr nächste Tag verkündet werden. « . I. Erzherzog Ferdinand von Oesterreich schreibt, es befremde ihn sehr, daß Angehörige der Eidgenossen gegen ihr Versprechen ihn in seinem Fürstenthum Würtcmbcrg mit Krieg überzogen haben; dadurch seien er und der schwäbische Bund in großen Kosten und Schaden gekommen; er glaube zwar, daß solches nicht im Willen der ganzen Eidgenosscnschaft liege, indem es der Erbcinnng zuwider sei; darum verlange er, daß jedes Ort die Ungehorsamen gebührend bestrafe. 2. Ferner vernehme er, daß der Herzog von Würtcmbcrg und Schwikart von Sickingen in der Eidgenossenschaft wohnen; er begehre, daß man sie wegweisc, indem gemäß dcr Erbeinnng kein April 1!)2.> Zheil de» Feinden des ander» Aufenthalt Heben dürfe, 3. Endlich beschiveren fich seine Unterthancn in der >?cn schast Hohenberg, das; ihnen von den Eidgenossen n, noch nicht geschworen haben, »nd verlangt zu wissen, wie er sich hierin verhalte» solle. Heimzubringen, k den Landvogt im Zhnrgau ergeht der Auftrag, den Schreiber zu Ermalingcn, der am Asckicrmittwoch i» dc> Sacristei Fleisch gegessen, und dem Priester „über den Altar" Fleisch geschickt, gefangen z» sehen; wenn derselbe nicht bekennen wollte, so mag er ihn durch Zeugen überführen oder durch Marter zum Geständnis! bringe», dann vor das Landgericht stellen und Recht über ihn ergehen lassen. I. Die Fischer zu Mannenbach (Znriä>, Bern, Solothnrn: Mammern) haben dem Priester gesagt, sie glaube» nicht, daß „Gott", wie er am Kicm gehangen, im Altarssaeramcnte gegenwärtig sei, sondern es sei mir Brot »nd Wein. Da diese Klage schon Einsitdcln vorgebracht, aber nicht in alle Abschiede gcseht worden ist, so wird beschlossen, sie nochmals bcn» zubringen. »1. Des Schaffners zu Fllingcn halb wird beschlossen, ihn noch im Kloster bleiben zu lassen A'' ans den nächsten Zag, wo man sich bcrathcn will, wa» mit ihm zu handeln sei. Ebenso wird die Angelegen!^ des Fcdcrli» zn Franenfcld ans den nächste» Zag verschoben. 1». Dem Landvogt wird ferner der Auftrag erlhciU' den Wirth zu Güttingen gefangen zn nehmen, zu untersuchen, was sür Schuld an ihm erfmidrn werde, darüber aus dem nächsten Zag Bericht zu geben. «». l. Der Hauptmann, der aus dem Zag zu Einsi'Dlu versprochen hat, gegen Zusicherung des Schuhes zu erzählen, wie sich die Hanpilcntc in der Schlacht bei Pai'w gehalten, wird jeht beeidigt »nd verhört. Er berichtet, die Hauptleutc haben sich vor der Schlacht wohl w>l einander vertragen; doch könne er nicht melden, wie es in der Schlacht selbst ergangen, indem er einige ^agc vorher verwundet worden; auch wisse er nicht anzugeben, wie es bei den Musterungen gestanden, da er mit sich selbst genug zu schaffen gehabt »nd »m die Musterungen der andern Hanplleute sich nicht bekümmert lmbc. 2. l's wird dann eine andere Person, deren Rainen aber geheim gehalten werden soll, die auch in der Schlacht geivw», beeidigt und verhört, »nd diese sagt aus: Es sei leider wahr, daß die Hanptlcuie schlecht gesorgt, indem manche 2 30(1 Mann, mehr oder weniger, in den Rödcln oder bei der Musterung gezeigt, aber aus die Wache km"" 40 oder b(1 Knechte gebracht haben; es sei auch gar kein „Anschlag", kein Gehorsam, kein Regiment, k April 1535. Gottesfurcht und keine Ordnung da gewesen, alle Kundschaft „verschätzt", der Feind verachtet worden; in der Schlacht sei es ganz unordentlich zugegangen; einige Hauptlente, Fähnriche und andere Großhansen seien frühzeitig davon gefahren, wie jeder Bote seinen Herren die genannten Personen wohl anzeigen kam:. 3. Daher wird nun berathschlagt, ob die Obrigkeiten ihren Hauptlente» die Rödel abnehmen und für diejenigen, die keine haben oder sie nicht Heransgeben wollen, die Gegcnrödel von den Musterherren fordern wollen, um bei der Zahlung der Sölde in Erfahrung zu bringen, wer betrogen habe, und die Achtbaren strafen zn können, da solche Fälschungen nicht mehr zn dulde» seien. Heimzubringen, zs. Am Freitag Vormittag") hat der Bischof von Constanz angezeigt, daß die Bauern über dem See seine Städte Markdorf und Mörsburg samt dem Schloß daselbst eingenommen haben. Da nun zu besorgen ist, daß die Thnrgauer sich auch empören, indem verlautet, daß sich gegenseitig Abgeordnete znsammcngcthan, so wird abgeredet, es sollen Zürich und Schaffhause», als die benachbarten Orte, Boten nach Eonstanz senden, um da zn sehen, ob sie etwas Gutes handeln können; sie sollen auch zu Dießenhofen, zu Stein und den Rhein hinauf Vorsorge treffen, daß niemand herüberkomme. — Heimzubringen, um überall z» berathen, was man thun wolle, um den drohenden Empörungen in den eigeneit Landen zuvorzukommen, sz. Es wird angebracht, daß Sebastian Appenzeller von St. Gallen in dem Feldzug nach Würtcmberg vor den Haupttenten geredet: Doctor Stürzet habe gesagt, er habe 10,000 Gl. in der Eidgenossenschaft nnsgegcbc», um den Zug in Würtembcrg (ab)zuwcnden""). Das wird „ihm" geschrieben, i. Da verlautet, daß Etliche aus dem Zürchergebiet, die in die Grafschaft Baden, nämlich nach Wükenlos („Bürchenlos") zur Kirche gehören, ohne die hl. Sacramente sterben, so soll das heimgebracht werden, um zn berathen, ob man also Abgestorbene in das „geweihte" (Erdreich) begraben lassen wolle. 1. Ans Samstag wurden abermals Briefe eingebracht, welche melden, daß die Bauern jcnseit des Sees Langenargen, Buchhorn, Markdorf und Mörsburg eingenommen haben und nnnmchr vor Ueberlingcn ziehen, und daß auch die Thnrgauer die ernstliche Absicht vcrralhen, die Gotteshäuser zn zerstören und einen Aufruhr zu machen. Darauf ist beschlossen, es solle» Schwyz und Zug ihre Boten zn denen von Zürich und Schasfhnnscn verordnen, und zwar so, daß sie auf nächsten Mittwoch (12. April) in Schafshansen ankommen, von da nach Constanz reiten und dem Bischof ihre Dienste anbieten; auch sollen überall die Passe wohl bewacht werden, damit niemand herüberkomme. 2. Heimzubringen, was für Maßregeln man ergreifen wolle; es wäre nöthig, ein Aufgebot von etwa 30,000 Mann zn thun, um ans Alles gerüstet zu sein. < Der Ammann von Schwpz berichtet, wie das Gotteshaus Einsiedeln beeinträchtigt werde, indem die Priester zn Meilen, Stäfa und Männedorf, denen die vier Opfer und andere Gerechtigkeiten vorenthalten werden, vermeinen, das Kloster solle ihnen den Abgang aus dem Zehnten ersetzen. Heimzubringen. ». Der französische Gesandte verspricht, es werde auf den nächsten Tag zu Baden etwas Geld anlangen, um es an die Hauptlente ansznthcilen. v 1. Vortrag der Botschaft der Königin Mutter von Frankreich. Gruß zc. Die Iran Regent!» sei wohl berichtet, wie die Hauptlente und Knechte, die bei dem König (vor Pavia) gewesen, nichts versäumt und an dem üblen Ausgang seines Unternehmens keine Schnld gehabt haben; daher bitte sie dringlich, in dem bezeigten guten Willen zn beharren, als ob der König nicht gefangen wäre. Die Eidgenossen können übrigens wohl einsehen, daß die Zerstörung der Krone Frankreich sie selbst in Gefahr brachte; so lange sie aber, wie man hoffe, aufrecht und ganz bleibe, haben sie von derselben jederzeit die bnndcsgcmäße Hülfe zn erwarten; denn Das Lncerner Exemplar sagt- am Vormittag, das Zürcher, Berner und Basler am Nachmittag; ohne Zweifel ist aber je der 7. April gemeint. **) Im-Abschied vom 24. April heißt es: „damit er dm Zng zum Herzog von Wnrtemberg wenden möchte." April 15.25, die Vcrcinnng gedenke die Königin Vtntter und ganz Frankreich treulich zu halten, — Aach dein geschehenen llnsall habe sie ohne Verzug die («rcnzen verwahren und die Plähe befestiget» lassen, nin jrdcin Angriff begegnen zu können, wozu auch alle Ltändc den besten Willen bezeigen, Oic .»ironc hosse übrigens, dag der König durch («olles («nadc bald entledigt »verde; aber »venu er anch nicht mehr lebie, so würden sich seine Verwandten doch treuer Beobachtung des Bündnisses getrosten, ?c. — Die Königin habe soeben schriftlich angezeigt, es seien Befehle gegeben, dag für die drei Monate April, Mai und Fnni liOO,()()<( Franken und in den drei folgenden Monaten abermals l!0(l,W0 Franken in die Eidgenossenschaft geschickt »verde»», in» die Lchnlden zu bezahlen; die Eidgenossen sollen auch gänzlich besricdigt werden, wenn die Krone Frankreich nicht zu («runde gebe; dcschalb bitte sie, ihr zu erkläre», ob »»an die Vcreinnng halten wolle, Heimzubringen, ob »na» die Vereinnng ferne»!»» halten »volle, da doch der König noch lebt und die Krone Frantrcich sie auch ballen nnd jedermann bezahlen will. 2. lFortsehnng des Vortrags,) Die drei Löhne des Königs, nämlich der Dauphin, der Herzog von Orleans nnd der Eidgenossen Pathe, der Herzog von Angoulenie, »venu sie einmal zur Aegierung komme», ivcrdc» es den Eidgenossen nie vergesse» nnd mit viel («utcm nnd (Auen vergelten; so lange Frankreich nnd die (iriege, durch Aüslungcn »nd Befestigung der («rcnzplähe seien zwar die Hnlssniiltel der .»irone bedcutcitd in Anspruch genomnien ; nichts desto wcniger habe die Acgentin Vorsorgen gclrosse», dag allmälig jedermann richtig bezahlt »».erde; dcgizalb bitte 1»' die Eidgenossen um billige Aückjichl. Lchlicglich empfchlen sich ihnen die gnädige Frau, die jnngcn Fürsten »»d die ganze Krone Frankreich, ?c, H». Der Vandvogt zu Baden zeigt an, dag er in z'neern mit grogen Ko!>e» ein Haus gebaut habe, und bittcl die (Eidgenossen um ihre ('hrcnwappcn und Fcnster, Heimzubringen, ». „Hernach folgt die güctlich Handlung, so der du» Orten Basel, Lchasshusen nnd Appenzell ralsbolten u^ niincr g. h. des BischosS von (»ostanz, Herr Abts zno Laut («allen »nd der Ltatt Lant («allen potschaste», ouch Herr Abt zno (Hüzlingen, Herr Abt zuo Fischingen, beb persönlich in »amen aller prelalen im Tburgöiv n»d für sich sclbs, des» glich des ganzen Adels und der Ltall Frowcnfeld in» Thurgöw botschaslcn in dein spa», l»o» sich zivnschcn mincii g. h. dci» nun Orten einer, nnd »»»inen g. h, von Fnrich, der andcren sit, halten ist, on den selbigen bed part»)cn zuo Baden in Aergöiv bracht haben vor den» Heilgen Palmstag im rrv jar." k. l. Betreffend die »nighandelten und zerstörten Bilde» zu Llamniheini, Lt. Auna nnd ander» Orte» der hohen Obrigkeit im Thnrgau sollen diese («emcindcn angehalten »verde», ihre Kirchen «Heils mit den nc»ch »c» handelten, thcils mit neuen Tafeln und Bildern wieder zu zieren. Wenn andere ehrbare seilte, Fremde oder ('in heimische, Bilder, Tafeln oder andere Zierden schenken wollen, so soll es ihnen nicht verwehrt nnd fernerhin kein Frevel mehr an denselben verübt »»»erden. 2, (>»b Vcrboten vcrbleiben, nnd dir von Ltaininheini, Lt. Anna .und andern Orten im Zhnrgan, »vo die hohe Obrigl»»' den X Orten zusteht, dieselben treu »nd stät halten nnd nichts dagegen handeln. Lollte über kurz oder lang durch die X Orte oder die Mehrheit derselben, oder durch eine andere christliche Vtrsaniinliing, in welcher die eidgenössischen Orte in ihrer Mehrheit vertreten sind, etwas Anderes über die Bilder beschlossen »»»erden, wozu dieselben einwilligrn würden, so soll »na» dann dieses halten, t, (»s soll den nenn Orten vorbehalten sei», »' dem Falle dag die von Llaiinnhein», Augbauincn oder andere nnle» der hohen Obrigkeit der X Orte im !hmW» Ltehendc entgegen ihren Mandaten nnd Verholen handelten in Bezug auf die Kirchen, Kirchcngütcr oder Herde», und wider christliche Ordnung oder gegen den wahren christlichen («laubrn, solches nach Verdienen zu suoscu, jedoch nur ans glanbivürdigc Knndschast hin, gcmäg dem Brauche des Vandgerichtv im Thnrgau, 5». Fu»ar hol»'» die von ^.laminheini, Lt, Anna »c. die Bilde» aus den .»tirchen rntscri»!, gehöhnt und verbrannt, gegen alle Mo» / April 1525, date u»d Verbote; da aber der Vogt von Stammheim und sein Sohn diese Frevel mit ihrem Lebeil gebüßt, so soll Gott zn Lob und Ehre, nnd um Friede »nd Nuhe herzustellen, den andern Mitschuldigen die Strafe in Gnaden erlassen ivcrden. 0. Da die von Stammheim, Nußbäumen ?c. vor einiger Zeit vor den Boten der X Orte zu Francnseld sich haben stellen sollen, um diejenigen strafen zn lassen, welche an den Ereignissen zu Illingen Schuld haben, so sollen nnn die X Orte sich freundlich verständigen, die Schuldigen, d. h, die Personen, die »ach Landesbranch oder nach Inhalt der Bünde nnd auf glaubwürdige Zeugen hin schuldig erfunden morden, nach ihrem Verdienen und Verschulden mit einander zu bestrafen. 7, Da die von Stein und Andere aus dem Zürchergebiet in Illingen, ans Grund »nd Boden der hohen Obrigkeit der X Orte, gefrevelt haben, mas nicht gering zu achten ist, so sollen dieselben de» X Orten für den gennnnteu Frevel die Summe von 1500 Gulden bezahlen. Es sind jedoch dabei ausgenommen Erasmus Schmid und Konrad Steffen von Stein, Wenn Konrad Wepfer von Stammhcim strafwürdig erfunden würde, so soll er gestraft werden wie die Oberwähnten, 8, Es soll ejn Mandat erlassen werden, daß jedermann, wer aus den Kirchen von St. Anna und Stammheim, oder ans der Kirche und dem Kloster zu .Illingen entwendetes Kirchengut in Händen hat, dasselbe in Monatsfrist den Kirchen zurückstelle, nnd daß die Dawiderhandelnden von ihrer Regierung bestraft werden. 0, Da seit einiger Zeit die Priester zu Stammheim »nd in der Umgegend, die in die hohe Obrigkeit der X Orte gehört, wenig oder gar leine Messe gehalten haben, so sollen diese Priester angehalten werden, die Messe wie von Alter her und gemäß der Stiftung ihrer Pfründen zu lesen, 10, Die Hinterlassenschaft der drei zu Baden Hingerichteten soll ihren Weibern nnd Kindern verbleiben. 11, Der Landvogt im Thnrgan, Joseph Amberg von Schwpz, nnd der Landvogt zu Baden, Heinrich Fleckcnstcin von Lncern, sollen allenthalben im Thnrgan nnd im Zürichgcbiet Schuß nnd Sicherheit genießen; deßhalb soll Zürich Anstalt treffen, daß dieselben in ihren Gerichten nnd Gebieten sicher »nd unangefochten wandeln können; dagegen sollen auch die genannten Landvögte sich überall freundlich und gebührend betragen lind niemandem Anlaß zu Aufruhr geben. Und da diese beiden Landvögte samt Andern für ihre Handlungen Schuh und Sicherheit haben, so sollen sie wegen der Frevel zn Illingen nnd Stammheim niemanden gesangen setzen, ausgenommen auf glaubwürdige Kundschaft hin. 12. Die vor der Brücke zu Stein angelegte Schanze soll, weil früher ein Haus nnd Thor daselbst gestanden, nnd die von Stein ein gemauertes Joch nnd ein Thor darauf gebaut hatten, bestehen bleiben, jedoch der hohe» Obrigkeit nnd Gerechtigkeit der X Orte nnd den Vcrtragsbriefen unbeschadet. 18. Den noch dunkeln Streit wegen des Zolls bei der Brücke ob Stein läßt man ruhen, weil beide Parteien Brief und Siegel und andere Geivahrsame darüber zn besitzen sich rühmen, nnd man überzeugt ist, daß die Parteien sich über diesen Artikel verständigen werden, wenn sie in den abstehenden Artikeln einig geworden. 11, 1. Sodann haben die Nathsboten der drei Orte im Name» ihrer Obern vorstehende Vergleichsartikel förmlich gutgeheißen („gemächtiget") und den beiden Parteien, denen sie mit gleicher Eidespsticht verwandt sind, zur Annahme vorgeschlagen. Weil aber nicht alle Boten gleiche Instructionen mitgebracht, so werden die Artikel ihnen heimgcgebcn, in der Hofsnnng, daß sie überall wohl gefalle» werden. Ans St, Gcorgstag soll dann zn Baden darüber Antwort gegeben werden, 2. Schließlich bitten die Anwälte der erwähnten Prälaten, der Städte nnd des Adels im Namen ihrer Eommittentcn dringend, es möchten die nenn Orte sowohl als Zürich die große Unruhe nnd die schweren Händel betrachten, welche jetzt überall im Lande schweben, nnd den Vergleichsvorschlag der drei Orte annehmen, damit Nuhe, Friede nnd Einigkeit wiederkehre. St. A, Lucern: Acten Rellgionshiiudci. — St. A, Zürich: Tschub. Abschiede-Sammlung Bt>, K, Nr.^7. — St. A.Bern: Mg, eidg, Abschiede X. p. 89», K. A, Basel: Abschiede. — K. A. Freibnrg: Slbschiedc Bd. IL, — ,tt. A. Solothurn: Abschiede Bd. Xlll. 78 8 April 1525, « aus dem Zürcher und Vcrncr Ercinplar. Jenem fehlen dagegen i». in, «», », < >. dein Frciburgcr und Solothnrncr ij. >>- ^' dein Vnslcr pnd Schafshauscr ii n. i, n, n . Appenzell hat nur k» und ein Stück von Als besonderes Aclcnstück ist v i» einigen Archiven verlegt fVcrn Absch, V. 415- 420, Schasshaiiscn Absch. 24. April, ?c.), i» andern verloren. Z» I». Wir lassen die bezüglichen Acten folgen: l) 1525, 14. Februar, Rom. Papst O'lcnicns VII. an die einzelnen s^rlc der Eidgenossenschaft. Jtiloeti lilii, «alntom ot npnatnlioam bvnoclic tinnvin. Votn» illa i.-n» onnjnnotin, gnao ooloatilnnc voran vt innnnou- latao rvlijzinni« nnapioii« oonsoorata, ao mutuia plniämia oltioiia onntirmata, buio sanotao aoili cum iata inviota nationv intorovclit, focit, ut all initin «tatim nnatri pnntitloatua tantui» in vnbia apoi zinnoromua,

    nnt »m a pntro ftinantiaaimo atcpio imiulpiontiasimv in pvonliaribna tili!?, ponoixluin iuclioabamua. (,'nm acl illam amioitiain ot «oeiotntom, epiain procloooaanrva nvatri vnl>i«onin balnioruiit, nna prooipnnm acliun^orvmua wo- rnnriam voatrao ainjzularia or^a »na ipana vnluntntia: aumna oniin momnroa, nocpio i,I mxpiam nl'liviaooinur, noa in minnribua onnatitutna iata nnl'ia aaaiatvntv snrtiaaiin» nutinno onm voatra anmma ^lvria nnn moclio- crom laucloin fuiaao onnavoutoa. lta cum ootori linninni l'vntitiooa, proiloooaavros nnatri, cpii voatra snrti el ticloli npora in nia^nia auia rvlaia uai fuorunt, pnat pnntiliontni» ailoptnm, ^ratiam vnlnaouin ot amioitiain oontraxorint, nnn acl bano ipamn pnntitioalom llijZintatom iain volna iloviixti ot nblijzati ncooaainnia. n< llolvotiei nnminia aninroin in aonailnia atcpio in moinnria nnalrn ^ororomua intixuni. Ieoiclit anloin nnn nioclinori noatra onm mnlontin, ut iil cpinil am ro aummv oupioluim»!>, ipaiua nnatri pnntilieatua initin nonnnom inl vna mittoro pnaaomua, gni Inmo linnnrom nnatrnm vnbia ^ratiilarotur ot volnntatoni natonclorot, bonivnlontiamcpio nnatram orjza vo» cloolararot oacpiv a nnlna vlforrvt ot pnllioorotur, guao noa nnn mn^ia proprio nnbia cpiam vnbisc»n> vnlumn« baboro onnimunia: multis oniin ot mapznis elistioultatibua ot impoilimontia rotarclati snimua: nam ot invpi» ao piano pauportas avcli« apnatnliean niliil nnlna natonclobat, guncl pniliovii vnlna lilioralitor pnaaomuo, ot bollnrnm uncliguv tnmultnantium atropitua, I'uroarnm iznngu« innnania, ot roi obriatinnnv imminona ouw oxtromi vxitii porionlo pntontia, tnta clonigno oliriatianitaa nrmia, cao>lilnn>, cliaaonainno, boroailnia pi i tnrbata, nna pono nttnnitna, ot oonailii innpos o«ao onjzvl'nt, nt onm sncailtntilina attriti, porionlia nnpoüiti vnlclo oaaonnnc, nnatrum guiilom or^a vna intua «t in nnimn aorvaromna ninorom, illinr. nntoni inanitoala iinlioin atgno npora ocloro apinl vna noguiromna. (jun otiain tomporo iil gnnil anmnio nnlna «lnlnri tuit, nliipint ox anoiotnto ot ßvnto voatra zwjzi Intlcvranno porlnlino fallnoilnn, lnln faotnti nniolnnia ü vora patrnm ot nnzjnnim annrnm pivtate aliguantnm clolloxvnint, cpin niliil nolna ^raviua ovoniro pntnit. > intor vna «liaaonaionoa vxoitata». .^e nna guiüom in bao animi mnloatia nnn parnm inclo anlatii aontimn», cpnnl nnn anlnm maxima para voatrum in roola tiilo o«t onnatana, illannpio 1>on nmnipntonli illilactain onnaorvat, aocl otiam apnci nna imn nnn »omol inatitit, ut auclorilatoin nnatrnm nclbiboro vollomua at«P>o linniinoin iclnnvnm onm iaoultatibua mittoro, «>ni nnatrn auotnritato o« virtntv ao aoclnlitato vodtra srot»», enrri^orv guao «lopravata aunt ot lapaa roatituoro in priatinum atatnm poaaot. ^ln gna ro, cum nna aalutow voatram ot linnnrom tum nationi» univoraao llolvotioao, tum vvatruiii proprium nobi» nnto noulna proponamu«, apvrainua otiam voatra ainFuinri ot cliligvnti npora futurum, ut licloi oatbolioao inprimi» ot buina aaixtav aocli« bnnnria ratio baboatur, ot «piiclom pravoipno volna favvntilnia,* gni bnnnrvni aunimi I)oi, czui aalutow *) Statt der mit Asteriöke» eiiigeschloisenen Stelle hat da« t'uccriiei ^rcinplar die folgende: «1» cpin apiril» annotv ploni suorunt, auotnritatow »clvorana illam impiam aoolnm cpivctnm povuliari r.vlo arilontiaaimo auacopiatia, voatr» oniin in bo«, vostra, ii»P>aw, vximia vt eommowcuatiili, lau» oat." — Im Uebngcn voUsländig gleichlautend. April 1525, unimmum vostrurum, gtii sodis upostolioav doous, ü guu tot ornamontu vt doooru od vos prokoota. sunt, salvum altpio inviolntum rotinoro voluistis. Ilio unimus vostor, Iraoo piotas, lluoo sapiontiu, si guid aildi amori nostro or^u vos potuit, pormultum oddidit. I'roo<1oruo> erat ootoo nobis, «p>i putris ot nomon ot montom in vos Avrimus, tulos iurboro kilios virtuto, lidvlituto, kortitudino pruostantos, verum !ta otiam roligsiosos, itu Doo doditos, itu ooolosiastioi nominis oultoros liuboro: ouius tundom est tolioitatis et prao- ominontiuo; vere boo voliis dioimus, oum innumorubilia. totius istius nutionis sint in sunotum sodom upo- stolioam morita, pro <>uil>u» ^ratinni vokis ot donivolontiam dodoamus, Iioe unum suporut univorsu, in guo 11 vi prvoipnus ironor est, et vostrurum sulus uuinmrum: nsguo enim muius u vokis donetioinin uooiporo possumus, guam intolligore vobis vostrum otornam sulutom esse eordi, pro guu nos eonsorvandu nan purum sanguinis nostri, si opus esset, ex dolüto ot »more pü putris, pro volns ollundoromus. Iiis nos de vuusis, ot ut uliu multu truotontur voliisoum, (piue ud pueem olnistiunuo roipuklioo proourundum ot eoneordium inter vos oonoiliundum pertinenti» eommodum vestrum ot lionorom oum Imius sunetue sodis lionoro ot oommodo oomprollondunt, ologimus ox multis, guom ud vos mittoromus, vonorul>i1em trutrom Dnnium, opisoopum Verulunum, Iwminom non soium tidum utguo prudontom vt rorum vostrurum usu, oonsuotudi- noguo poritum, sod gui tunto volns studio, tunto umoro doditus est, ut nibil sit oximiao ot muximuo luudis uo oommendutionis, guod non ussiduo vx oro iilius in oolobritutom ot glorium vostri gonmls nomiiusguo prooodut, cpn ipiuinv!» uotuto gravis ot luboribus porkunotus sit, omnom tumon nogooiutionvm, guum vodis- oum sit uoturus, s!5i pro solutia et pro regulato oxistimut, ouius nos prudontium ot industrium muximi kuoimus, ot guod vobis is optiino notus est, udvontum guoguo iliius voluptuti vobis toro non dubitumus; vi igitnr oommisimus urounu omniu oonsiüu nostru vobisoum oontorvndu, ot guid unimi Imboumus in sulutom uo diguitutom vostrum, guantam rorum vostrurum ourum, guovo umoro oupiumus, nt is vobis oxponut, n ut benigne et gruto udmittutis uo iliius verlos nosmot ipsos voluti loguontos uttvndatis uudiutisguo, llvvo- tionos vostrus mugnopvro in Domino Iiortumur, vobis promittontos, si nostru putornu monitu ot oonsiüu, vvstru prudontiu vt bonituto exooptu, ut optumus, kuorint, vos vostrue oximiuo virtutis uborioros kruotus czuam unipiuin untou luturos, siout et oonddimus lore, ot vmno guod voliis utilituti, oommodo ornamontoguo osso possit, omnibus votis u Doo omnipotonto potimus ot obsovrumus. Lod buoo ounotu idom vpisoopu» Voruluuus, nunoius nostor, ugot nostro nomino oopiosius voliisoum, oui summum tidoin bubobitis. Dutum ltomuo uplid sunotuin Dotrum sub unnulv pisoutoris die xiüj Dodruurü. U.D. XXV. Dontitioutus Xostii Xnno sooundo. tiiA. du. Kudolotus. Si. A. Luccin: Vrcvcil (Luc. Er.). — St. A. Zürich: Tschild. Docuttl.-Smllnllunc;, T. IX. Nr. 3. (Original des Glarncr Exemplars). Einm ^Abdruck mit Angabe dcr Zeilcir hat das Archiv für schwciz. Neformationsgcschichtc, Bd. II, 12—14. 2) 1525, 5. und 14. Februar, Nonn Papst Clemens VII. an Solothur». Crcditivc für Ennins, Bischof von Bcroli. K.A. Solothur»: Nrkundm. 3) 1525, 2(1. Marz, Chnr. Dcr Bischof von Vernlan NN die XIII Orte (einzeln, in deutscher Ucbersetzung, mit eigenhändiger Unterschrift). Entschuldigung seines verlängerten Zurückbleibens in Italien und Gesuch um offenes sicheres Geleit, ?e. ?e. K. A. Schosshausm: Correspondcnzc». 4) 1525, 11. April (Dienstag nach Pnlmtag). Zug NN Lueern. Der alte Annnann, Hieronymus Stocker, habe als Gesandter berichtet, wie der Bischof von Vernlan ans dem Tage zu Baden ein Geleit begehrt habe ?c. Um sich von den andern Eidgenossen nicht zu sondern, sage man dieses Geleit für den Bischof selbst und alle seine Angehörigen zu, ic. 5) 1525, 11. April (Dienstag nach Palmtng). Zürich an Lueern. Mau habe dem Bischof auf sein Ansuchen für das diesseitige Gebiet freies Geleit zugeschickt und lasse es dabei bleiben. 6) 1525, 12. April. Basel an Lucern. . . . „So wir unvergessen, sonder wol indenk, was schwerer fachen vornachcr gmeiner unser Eidguoschaft von solchen geistlichen begegnet, als denn in disem fall ouch zuo ersorgen, will uns guot bedunken, können ouch by uns selber im rat nit änderst erfinden, dann daß man sich ir ganz und gar müeßigc, cntschlache und imc kein gleit gebe oder zuoschrib, wetten ouch darin nit verwilligcn". . . K. A. Basel: Missioe», r. SS a. April 1525,, 7) 1525, 12. April (Mittwoch vor ^stcr»). Freibu»g im 2uecrn. N!an habe gcsui»dc», dast derzeit das gestellte Gesuch nicht abgeschlagen werden könnte, »nd dcinznsolgc das Geleit bewilligt, ?c. ft) 1525, 12. April (HI. hoch Mittwoch). Per» an Lucern. Man lasse dem päpstlichen Legaten daö begebue Geleit gutwillig »ach, in der Hoffnung, dast er nichts anderes bringe, als was zu gemeiner Eidgcnosicnschasl lob und Nnhen diene, ic. e>. A.n«w^ SkuychMW«» p. e. W»« !>) 1525, 14. April (stiller Freitag). Appenzell an Lncern. Wenn gemeine Eidgenosicn dem Legaten da? Geleit vergönnen, so »volle man cS auch diesseits geben, zc. (in peinlich unklaren Wendungen angedeutet, dost dies ungern geschehe). lll) 1525, 17. April (Ostcriuonlagl. Solosin»»»» an Lncern. Wieivohl zu bedenken sei, dast de» Bisch»! von Bcrulan bisher in andern Gcschästcn in der Eidgenossenschaft nicht viel !linhe gestiftet und vielleicht abermals etwas Ungeschicktes unternehmen werde, so wolle man doch, sosern die Mehrheit der Orte das Geleit bcwilligc, sich hierin gleichförmig halten; wenn aber der Mehrlhcil nicht zustinilnte, so »volle man diesseits auch vcncil» vernehme», »vaS er im Sinne habe. 4»- in» »Smmch »m S». ?». >'u. > > die sine», so by der ingclcgtcn schand gsin, und insonders die bonpilüt, siirsialltc und »vic sy gchandlct und s>>h gehalten, erfarung Helte, und so sy nit mit ecrcnliiten oder schaden ircs lybs darthnon möchicn, dast sy. bidcrbcn tuten zuostat, grhandlct, dast dann ein jedesOrt die sincn strasrn, o»»ch sy zuo eivigen ziten zuo solcl"»» ccrcn »it nie komcn lasse» und damit andern ein cbcnbild vormache» söltcsiis, dast »vir hicnack» mit Hill G^ins dcrglichcn schand vorsin und die köps, »vic unsere altvordcrcn cerlich gethan, zuosaincn Helte». Uns will o»ä' bcdiuiken, »van» man verrückter zyt, da ouch iiit »voi gchandl^, insechcns gethan, es n'ärc uns dise schand »" »vidcrsarcn, und »vo setz aber nit gestrast, dast »vir nachmals größerer schand und schaden miiestlcnd wartend st»- ^Wurden aber ander holten nit hicvon handle»», sollen nnscr botte» onch schwigen." -x ' -c >!!"--, Zu x. Es sind hier »och einige der erheblichsten Acte» ciiizurcihc»: l) „Dist ist der viiij Orten holten »ncinnng, das sy achten an iren Herren und oben» zno criindc»" (st»^ „Zum ersten von des gröstestcn nrtikels »vcgcn, die bctrcsscnd zuo Stamhan, Sani Anna und an anbei» Orten in der Höchen Obcrkcit im Zhnrgöw, so die bilde» »ist der kilchen gethan und »nit den kilchcn und bildc» und andern kilchcnzicrdcn »nisthandelt habe» ,c. „Dast »nit denselben nndcrlhanrn, »vo also »»isthandell ist »vo,den, soll gehandelt und vcrschasst iveidcn, >">d dast die r Ort oder der mcrtcil »»»der uns söllcn und mögen sy dnrzuo halten, dast sy die kilchcn widcruinb z»c>>»' die bilde» »nd tasten widcruinb darin thuon, so sy »ist den kilchen gethan, ob die vorhanden wären; ob aber die »il vorhanden wären, dast dann die »nderthancn nach zimlichcn dingen ividcrumb zieren mi» lasten und bildc»' und ob ander erbe» liit, srömd ald hcimsch, in die kilchcn bildcr, lasten ald ander zicrden gäbint, schanklint odc» ivclchcr gestnlt die dahin kämind, sollen die benannten undcrlhoncn niemand »vcrcn noch ärgernu» geben, sa»^» daö geschehen und die darin bliben lassen »nd hierin tuon als die gchorsaincn, ouch niits srcscnlichs dargcgk» noch darwidcr handle»» on »viisse» (nnd) »Villen der r Orten oder der »»erteil »»»der i»»cn. „Darzuo so ist abgercdt und unser nicinung, dast. die nndcrlhoiicn Hasclbv zuo Stamhan, Sanl Anna »»d allcnthalb im Ihurgöw, da die hoch obcrkcit den r Orten zuosiat, by dem vornsgangnc» Mandat und vcrbalt bliben, das trulich und stät halten und nit darwidcr thuon, die kilchcn, die bildcr und ander kilchcnzicrdcn lo»c» bliben, darzuo all cristrnlich ordnung und sahung, »vic unser nordern und »vir bishar gehalten, und n'iisi^ r Ort oder der mcrtcil »»der uns »och zc halten in willen sind, dast sy sölichs ouch halten und hierin gcho»!"'» sin söllcn, dnby angschc», dast die Mandat durch die » Ort cinhcllig (k > usgangcn sind, bi lib und guot vc>l'c>»" nach lut der Mandaten. NM 1525,, 621 „Ob sich aber hernach crfnnde, über kurz ald lang, daß die r Ort oder der mcrtcil darunder sich erlütretint oder sunst durch cristenlich gnuogsamlich Versammlung, darby wir Eidguosscu der mcrtcil auch märint und darin vcrmilgctint, angschcn ivurde der bilder halb, ob man die behalten oder nit, alsdann soll es aber by dem selben bliben, „Item so soll hierin den r Orten vorbehalten sin, ob die von Stamhan, Nnßboumen oder an andern orten in der r Orten Höchen oberkeit im Thurgöm mider die usgnngnen Mandat und vcrbott hnndletint mit de» kilchcn " ^ und bildcrn ald andern lilchenzierden und güetcrn, nüts usgnommen, oder mider cristenlich ordnung und salzung und mider unfern alten cristcnlichcn glonben, von unser» altvordcrn an uns harkomcn, und mider gnot cristenlich alt brnch und gwonheit tätint, daß dann die r Ort oder der mcrtcil nnder uns sölichs mit ernst strafen nach irem beschulden sollend und mögend. „Item, umb daß die von Stamhan und Sant Anna mit den Alchen »nd bildcrn also mißhandelt haben, und miemol Hans (Wirth), vogt von Stamhan, und sin son von deß und noch größerer Mißhandlung mcgcn an lib und leben gestraft, so sind doch noch etlich Personen in lib und leben vorhanden, die nit minder schuld, sonder als vil und schier mcr darin mißhandelt haben, ist schlecht unser Meinung, daß deßhalb nf die gmcind, ob es mit willen einer gmeind geschechen ist, ein straf ufglegt mcrd; ob aber snndrig Personen, on willen der gmeind, sölichs gethan, daß dann uf die selben nach irem beschulden ein straf ufgelcgt werden soll von den r Orten oder dem vierteil nnder inen. „Item, als dann die von Stamhan und Nußbäumen sich durch ir botschaften nf einer gchaltncn vergangnen tngleistung zuo Fromenfeld vor der Eidguosscu Kotten begeben Hand in straf umb den mißhandcl berücrend den stürm und uflouf zuo Illingen, das unfern Eidguosscu von Zürich noch ivol zuo müssen, darin sp domals nüts gcredt, sonder sich das ze thuon zuo tagen crbotten Hand; deßglich so ist vor discm stürm zuo Illingen noch ein stürm und enbörung zno Stamhan geschechen, do sy den landvogt ins Wepfcrs hus gcsuocht und etlich heimlich verstand mit einandcrn gmacht Hand m. „Um sölich und ander mißhändcl, so iic der r Orten Höchen oberkeit geschechen, söllcn die r Ort mit einandcrn nidersitzen und die von Stamhan, Nnßboumen und ander, so in der r Orten Höchen oberkeit im Thurgöm schuld an discm stürm, uflouf, nnm, brand und allen mißhändlcn Hand, es sigcn gmeiudcn oder sondrig Personen, umb ir frevel und mißhändcl nach irem beschulden und nach gestnlt der fachen strafen; darin söllen die r^Ort cinanderu hilflich und bystäudig sin. „Item, als die von Stein und ander uß Zürichbict den schweren Handel zuo Illingen uf der r Orten Höchen oberkeit, grnnd und boden begangen, das nit klein zuo achten, was einer Esdgnoschaft darus entstanden möcht sin, und miemol je (ir'ch als undertädinger ein summ gclts für sölich frevel, schwach und schaden gesetzt, nämlich rv« gnldin, so will uns doch die summ ganz schimpflich und kleinfüeg bednuken, nachdem der mißHandel ganz groß und schwer an in selbs ist; deßhalbcn so wölken ein ander summ bestimmen und ansehen den große» mißhandcl, damit sölichs bp unfern Herren dester ee fürgang möcht haben. „Item in discr bcrichtnng, ob die angnonuneu ivurd, soll hicmit usgcschlosscn und vorbehalten sin Meister Erasmus Schund, Conrad Steffan zuo Stein und Conrad Wepfer zuo Stammhau, ouch alle die Personen, so das klostcr anzündt haben und das heilig sacramcnt usgschntt Hand, also nsit dem bscheid, nnder welchem Ort die ergriffen, daß die am selben ort gestraft werden nach irem beschulden. „Es ist ouch abgeredt, daß man ein pott (gebot) und Mandat soll lassen usgan, als dann die kilchcn zuo Sant Anna und Stamhan der gotts zicrden und Alchen gücter enllvert und hinweg tragen, deßglich was dem gottshns Illingen nß der kilchcn oder ander des gottshnS gnoi hinweg tragen ist, daß man sölichs, wo es noch vorhanden ist, in Monatsfrist dem nächsten den Alchen und dem gottshns Illingen wider geben söllc; dann wo das nit geschäch, söllen die von iren Herren und ober» gestraft werden. „Item, als dann setz etlich zit die pricster zno Stamhan und dnselbs nllenthalb mnb in der r Orten Höchen oberkeit wenig und gar kein messen gehcbt Hand, söllen die darzuo gehalten werden, damit die pricster meß habint wie von alter har, und wie ir pfruonden gestift sind. 622 April 1526 „Item der dryen halb, so zuo Baden gericht sind, soll ir verlassen Hab und guot uns den r Orten vorbehalten und verfallen sin, und an unfern Herren und obern stan, wie si) ire wpb und kind damit halten, gnad > oder nit mitteilen wellen. „Item es ist ouch abgcredt, daß alle Handlung, so die von Zürich den landvogt im Thurgöw beschuldiget, es sig mit Worten ald werchen, oder es sig gcschechen oder nit, was sich dann bis uf hüttigen tag erloffen hat, nüts usgnommen, das alles soll gericht und geschlicht si», und sollen unser Eidgnossen von Zürich dem landvogt im Thurgöw sichern wandet in ir statt gericht und piet wider usthuon und sin da) wandle» lassen ungcfechdt und onersuocht aller ergaugnen fachen. „Deßglich sollen si) den landvogt zuo Baden ouch halten, wie obstat. ^ „Item des bollwcrchs und des zolls halb zuo Stein lassend wir schmal stillstan, jedermnns rechten on schaden. St. A. Bern: Abschied-, r. S8S—sg». — St. A. Lucer» t A. R-Iiglonshändkl. — K. A. Basel: Abschiede. Das Datum dieses Vorschlags läßt sich leider nicht näher bestimmen. 2) 1525, 6. April (Doustag vor dem Pnlmtag). „Entschluß und Antwort" Zürichs über die von den Boten der drei Orte aufgesetzten gütlichen Artikel. 1. Die Verordneten der drei Orte werden freundlich gebeten, nochmals zum treulichsten in der Sache zu handeln und sonderlich zu Herzen zu fassen, daß Zürich nach den ausgegangenen Mandaten dein GotteswoA gemäß es nicht erträglich finde, der Bilder halb etwas nachzulassen. Um des Friedens willen sei man abci bereit, in den Kirchen zu Stammheim und St. Anna (je) eine Tafel zu dulden, auf welcher die zehn Gebo» geschrieben wären, dagegen keinerlei Bilder oder Gemälde. Aber „Götzen" oder Tafeln da zu lassen, welche dahin geschenkt würden, könnte man sich nicht entschließen. Man wolle, daß die Unterthanen der X Orte gchorpu» seien, jedoch den Verträgen und den „kleinen" Gerichten ohne Schaden. 2. Wenn hinfür im Gebiet der X Orte Jemand wider den wahren christlichen Glauben und altes un neues Testament sich vergeht, so soll derselbe nach Billigkeit gestraft werden; doch sollen die Mandate der »c»» Orte die Angehörigen von Stammheim ?c., die mit der Mannschaft und den kleinen Gerichten zu Zürich gehöre», nicht binden. 3. Der dritte Artikel wird gutgeheißen, wenn die Vermittler ihn durchsetzen können. 4. Die früher gegebenen Zusagen, die eigenen Mitschuldigen an dem Jttinger Brand und Raub zu bestrafe» und die gemeinsamen Unterthanen strafen zu helfen, werden erneuert, in der Meinung daß man die StnuunheMM strafen wolle, soweit man dazu berechtigt sei; wenn sich dann etwas finde, das der hohen Obrigkeit zustehe, werde man dazu auch bchülflich sein. 5. Der 15vll Gulden halb, welche die von Stein und Andere den X Orten erlegen sollen, werden die Boten du drei Orte nochmals gebeten, die Eidgenossen zu ermahnen, den ganzen Verlauf der Sache zu bedenken, nämlich »> der Auflauf von dem Landvogt herrühre, daß man bisher viele Kosten und Mühe gehabt und sonst mit der genossenschaft Lieb und Leid gethcilt habe. Um aber zu beweisen, daß man den Frieden begehre, erbiete man ll die von Stein zc., die laut der Bünde „mit zwei glaubhaftigen" Personen strafwürdig erfunden werden, >» Gebühr zu strafen und zwar zu Händen der X Orte. K. A. Basel- Abschiede iOrigwaihandschrisi)- 3) 1525, 22. April (Samstag nach Ostern), Zürich. Antwort auf die Verglcichsartikel der drei Orte.u 1. Den drei Orten ist anzuzeigen, daß Zürich diesen Artikel nicht annehmen könne; denn die Obrigkeit habe »> - Geheiß des göttlichen Wortes die Götzen aus den Kirchen beseitigen und das Mandat ausgehen lassen, Gotteswort laut beider Testamente zu bleiben; sie wolle jedoch gestatten, auf Ansuchen der drei Orte die l^u ) etwelchermaßen wieder zu zieren, so nämlich daß Tafeln gemacht, aber nichts daran gemalt, sondern die zehn Gebote darauf geschrieben werden. Die neun Orte nehmen es zwar schwer ans, daß die von ^tau»» heim ihrem Verbote zuwider die Götzen weggeschafft und verbrannt haben, aber ganz unbefugt; denn Zürich )» kraft des Vertrages (1504) daselbst Gebote und Verbote zu thun; die nenn Orte haben also in seine Gs»'»^ eingegriffen. Man habe übrigens den diesseitigen Boten, M. Jacob Holzhnlb, der „bei dem Mandat gcseßs»^ sein soll, genau befragt, (ob er dazu gestimmt); er vcrneiuc das bestimmt, gebe aber zu, daß er dabei uud die Boten der andern Orte habe mehren und handeln lassen müssen. Auch in Franenfeld habe man »»i April 1525, 623 eingewilligt, die von Stnmnlheim zu strnfcn, indei» sie nichts anderes gethan, als was das göttliche Wort sie Heisie; zudem gebühre sich nicht, dasi die nenn Orte das strafen, da sonst das göttliche Wort für malefizisch gelten könnte; den Nichter möchte man sehen, der das erkennen wollte. Daher bitte man, die schwierigen Zeitläufe zu erwägen und nicht mehr an den hölzernen Götzen zu hangen, als am Gotteswort; man habe indessen nicht um dieses Recht geboten, sondern um die Bestrafung der Stammhcimer. Aber man wolle nicht verbergen, daß Zürich dabei bleiben und die Scinigen, wo es die (nieder») Gerichte und die Mannschaft besitze, nicht Heisien werde, Bilder in die Kirchen zu thun, sondern sie bei dem Gotteswort zu schirmen gedenke und sie davon nicht wolle drängen lassen, gleich als ob sie in seiner „rechten" Obrigkeit säßen. Die drei Orte mögen sich darnach richten und den andern zu verstehen gebe», dasi man sich nur durch die biblischen Schriften anders werde weisen lassen. Habe Jemand Stöcke aufgebrochen ?c>, so rede man nichts dawider, dasi er, sobald das rechtlich erwiesen sei, nach Verdienen bestraft werde, jedoch dem Vertrag unschädlich. 2. Mit dem ersten verantwortet. 3. Wird „nachgelassen", mit dein Bemerken, daß die (zu Baden > Gerichteten gethan haben, was Gott sie geheißen, und mehr „bezahlt" als verschuldet. 4. ES bleibt bei dem früher gegebenen Befehl (?). 5. Desgleichen; man will weder viel noch wenig geben nnd auch Niemand nnsschticgcn lassen. (6.) Das Gebot, das Entführte zu ersetzen, läßt man gelten; dabei ist aber anzuzeigen, dasi sich die Stammheimcr erbieten, wie von Alter her über Alles Rechnung zu geben, was sie aus dein Stock genommen. (7.) Der Messe halb soll bemerkt werden, dasi die in der Schrift keinen Grund habe; darum habe man sie abgethan und werde Niemand heißen, sie zuhalten, da es sich in der gehabten Disputation erfunden, dasi sie ein Mißbrauch sei; bis ans bessern Bericht wolle man dabei bleiben nnd begehre, daß die Priester das Gottcswort, als eine Speise der Seele, verkünden. (8.) Der drei Männer halb, die zu Baden gerichtet worden, findet man billig, dasi ihr Gut den Weibern und Kindern zufalle. (9.) Im klebrige» bleibt man bei der früheren Antwort. Si. A. Zürich: A. Juingerstu»». Llttern. 1525», 18. April (Dienstag nach Ostern). Katttvllöarclnv Areibnrg: Acten iV Muren teNei-nlen. Tag der V Orte, ». wegen Mnnzangelegenhcitpn, I». znr Berathnng über die Vermittlnngsvorschläge in dem Jttingerhandel. Ein Abschied fehlt; dagegen liegt ein Schreiben an Frciburg vor: 1525, 18. April (Dienstag nach Ostern), Lncern. Die Boten der IV Waldstättc samt Zug an Freibnrg. (Zu i».) „Es hat sich uß notdurft znotrngcn, dasi wir die fünf Ort ein tngteistnng zno Lncern gehalten von wegen der Baslcr münz, damit wir nnd unser gemeiner man merklich beschwert, und desihalb ratschlag nnd für- sechung gcthon. Und dicwil aber unser Herren und obcrn nsi dem abschcid von Baden ab näcMvcrgangnem tag, mich voil ircn botten der schweren Handel nnd fache» (halb), so setz allcnthalb vor ougen, nnd besonder die Handlung gegen nwern lind unser» Eidgnosscn von Zürich so vil verstanden, darum so habeil fh uns ouch befolchcn, nf disem tag darvon zc reden und ze ratschlagen, das mich geschechen, nnd als sich ein jeder bott siner Herren Meinung nnd befclch entschlossen, und glichförmigcr antwnrt nnd befelch erfunden, darnf so haben wir uf hindcr- sichbringen . . dise» ratschlag gcthon, als wir ungezwifclt uns versehend, st) (unser Herren) werdend sölichs nit abschlachcn, sonder zno gfallen nnnemen, damit wir uf nächstkünstigem tag zno Baden glichförmig in antwnrten erfunden, nämlich zum ersten von wegen der artikcl, so die drü Ort als undcrtädingcr zno Baden zwüschen den nün Orten und denen von Zürich abgercdt nnd in abscheid geben, daß wir die on all(cs) mittel und on wyter nndcrrednng nit nnncnicn, sonder ganz abschlnhcn, und safer die nndertädinger an denen von Zürich nit vermögend, daß die artikcl, so der nün Orten botten zno Baden zno cim fürschlng gestellt (die wir üch hicmit schriftlich zuo- schickcnd) angenommen, die wir auch ganz zimlich und der fach gemäß achtend und vilmer für die von Zürich f.24 April 15,25,, da»» für »Iis sind, so werde» unser Herren und oder» keiner güctlichcn Handlung ine losen noch statl geben, sonder allein des rechten bcgcrcn, die znogsaptcn crsordre», den obinan zuo crivclcn nnd niit dein rechten snrzcsarc» und dem statt Ihuon inhnlt unser bünden, und nanilich vermeinend ivir darby zc blibcn, das? der obman in dem alten cirkcl und kreis der Gidgnoschast Inhalt unser alten pündtrn crivelt söll iverdc», nnd ob aber die zuosäher de?' cirkcls und des obmans nit eins möchten werde», als wir besorgend, ist darvon abgcrcdt, dicwil wir die >"»> Ort weder mit dem rechte» noch mit der güetlichcit gegen denen von Zürich nünl mögen schassen, noch ;uo ustrag komeu, dag man dann z»o Baden ratschlag Ihuon (söll) uf hindcrsici>b>i»ge», sich vercinbaien und nndcrsto», die unsern, so uns verwandt, umb ir miglat ;e strafen mit der Ihat und luogcn, wer uns das iverc» well ; dann ivarlich die zit und gros; notdurst das crsordrct, dag man ernstlich darin handle, guotcr hossnnng zuo Gott, »n> sincr hilf das werde zuo guotcm cnd geraten. . . Das haben wir üch nit welle» verhalten, . . . und ist dar»! unser sonder ernstlich und höchst bitt, dag ir iich in disci» Handel nit von uns sündrcn, in üwcrm guotc» t>» nemcn und willen beharren", ic. ?c. .>?!>>»,« N. >ik»i^, Z» 15,25, K. April sD onstag vor Palmaium), Viiccrn, tMünzpiobc:) l. Bei den Basier stlaparic» hat die Mark n» seinem Silber 8 Volh weniger 1 Silintchcn; es gehen 119 Stuck ans eine Biark, diese gerechnet gleich !> Gl. rhci». zu 5l) Schlg, Der Schlagschab beträgt also IV'/z Schlg. 2, Die Doppelvierer balle» an seinem Silber 7>/st 5!oth; ans die Mark gehe» 17V Stück, die Mark wie vorbin angeschlagen; also macht de> Schlagschab 1 dicken Plapart, sur welchen der Munzmcister die Prägung annehmen ivill, kvenn man um 1 Angstcr abruft, so sind 8 A. an einer Marl „hindcr", 8, Du .Urcu^cr oder Ba lerviercr halten an milder >> z'oth wcniger 1 D.uinlche», und gehe» aus eine Mark 88V; der Schlagschab, de» der Münpiieistcr nehmen will, ist >/2 ». r»»n>: N. V!ün,w»tni. Wtldcn. 24. Aplil f. < Montag »ach Gcorgi s.s. ^»ai>«»ar I Allg. AI>lchi?, II f, ^ii>at«arN>t>> .iiiriNi! Abiiiii,»». ». I z»,'e ^»I>i>l«arn>l» Zi«rn: s >.!>,'Iii', i I' ti<,»«o»«nrN,iv Ziasti! AbichNdk tln»«o»»aeU>iv ^rkikurg: djchlc , d >Z oi..,Na»«l>»»i,r>1>i» ^olvliiiir»! ü is i >»> ttattton^ar^tv ^ctiafsi,attfen: .'lischt,^ ^'a«idc4ar^iv Hppei,;ell R.: t^esandte: Zürich. Diethelm Röist, Burgcrmcistkr; Konrad lascher, des Raths. Bern. Sebastian vom Stein, Ritter, des Raths. Vitt er». Zänker Jacob Zerr, Spitalmei'ster; < Zoh. Huber). llri. Ulrich ?ürlcr, Seckelmeister. Schwyz. Martin an der Aiatt, alt Ammann. Zug. Hieron»imns Stockei, alt Ammaiin. Glarus. Rudolf s'uchsinger, des Raths. Unterwalden. Arnold Zrnonz, A»nnann">. Basel. Heinrich Mc»i»gc>? Bnrgermeistcr; Kaspar .lioch, des Raths. Zreiburg. lllman Zcchtcrmann, des Raths. S olothnrn. (Ali l Schultheis! sPeler) Hebolt. Schaffhauscn. Biirgcrmeistcr tHnnsj Pcuer; Hans Jacob Murbach. Appc» zell. t^eorg Schund. — <5. A. A. f. 18 ir. »». Dem Bogt im ?hnrgau wird schriftlich besohlen, den Schaffner in Illingen zu verhaften und dem standvogt in Baden zu übergebeit, ihn aber nicht durch das Gcbict von Zürich sichren zu lassen. Hcimzubringt». was man weiter mit ihm vornehmen ivolle. I». Der Priester Bögcli zu B>alci,stadt lzat gepredigt: B'cr sagt, das; Gott lind seine Gngel die Capelle U. V. Iran zu lnnsiedcln geweiht habe, der lüge; denn in einem Scham» stall und unter dem Galgen sei ebenso viel Gnade als zu Ginsicdeln. — Gs wird dem iandvogt,zn Sargan» der Auftrag gegeben, denselben zu verhaften, vor das Landgericht zu stellen nnd Urtlzeil und Recht über ih» ^ itsk '^tün'nsolnt' iN kie ^ April l5>25>. U25 ergehen zu lassen; wenn er aber da nicht nach Verdienen gestraft werden sollte, oder Hindernisse einträten, so soll der Landvogt ans dem nächsten Tage Bericht erstatten, e. Heimzubringen die schimpfliche Aenßernng, welche Caspar Vögeli, Schultheiß zu Walenstadt, im Wirthshaus bei einem gebratenen Euter gegen die Schwyzer gcthnn hat, um z» berathen, was man weiter mit ihm handeln wolle, «I. Schultheiß Hebolt hat angebracht, wie Schultheiß Stölli von Solothnrn ein Gut in der Herrschaft Neuenburg gekauft habe, ans dem ein Ehrschatz an die Eidgenossen hafte, der für jedes Ort 3 Kronen betreffe, und die freundliche Bitte gestellt, ihm diesen Ehrschat) nachzulassen. Das hat man heimzubringen angenommen, um den Boten auf die Jahrrechnung zu Neuenbürg darüber Befehl zu geben. « Doctor Jacob Sturzel verantwortet sich schriftlich über die Aenßernng Sebastian Appenzeller's von St. Gallen mit der Versicherung, wer solches von ihm sage, thue ihm Unrecht; er werde demselben zum Recht stehen, wo es sich gebühre. — Da die fragliche Rede „schwer" ist, so hat man beschlossen, diesen Appenzeller überall, wo er betreten würde, festzunehmen, um ihn gründlich zu verhören, ob er der Rede geständig sei und woher er sie habe, und dann nach Befinden weiter zu handeln, damit man hinfür solcher Reden überhoben sei. l Eine Botschaft des Grafen von Arona bezeugt im Namen seines Herrn das herzlichste Beileid über den vor Pavia erlittenen Unfall und stellt das dringende Gesuch, die Eidgenossen möchten ihn und seine Söhne wie bisher in ihren Schutz nehmen^ und wenn sie mit dem Papst oder den Venetianern oder andern Fürsten und Nationen etwas handeln würden, auch ihn und seine Söhne miteinschließen. K-. 1. Der Bote von Bern begehrt abermals, daß endlich der Burgrechtsbrief wegen Neueubnrg aufgerichtet werde. Da der Handel „eben lange" angestanden, sodass die Obern ihn zum Theil vergessen, und deßhalb nicht alle Boten Vollmacht gehabt haben, so wird jetzt beschlossen, es sollen die Boten, die zur Jahrrcchnung nach Neuenbürg gehen, ermächtigt werden, die schon früher beschlossene Bereinigung der Märchen vorzunehmen und sich genau zu erkundigen, sowohl ans Schriften als durch mündliche Nachfrage, was für Gerechtigkeiten Bern daselbst von Alter her besessen habe. Was sie finden, sollen sie dann heimbringen, damit ans einem andern Tage die Briefe aufgerichtet und besiegelt werde» können. 2. Auch Lucern, Freibnrg und Solothurn ziehen an, daß sie mit dem Grafen und der Landschaft Neuenburg ein Burgrecht gehabt und sich nicht davon werden drängen lassen, nvie es ihnen auf Tagen öfter zugesagt worden. Das soll in gleicher Weise erledigt werden. 3. Nachdem dieser Beschluß dem Boten von Bern eröffnet worden, zeigt er an, es haben sich seine Herren, Näthc und Bürger, entschlossen, wenn auf diesem Tage der fragliche Brief nicht aufgerichtet, die Sache also länger verschoben würde, nicht mehr bei den Eidgenossen auf Tagen zu sitzen, bis der Brief errichtet wäre. Alan bleibt jedoch bei der gegebenen Antwort, worauf der Bote von Bern jeden, Ort eine Copie des verlangte» Briefes übergibt. I». 1. Betreffend die Baslermünze sind die drei Orte Lueern, Schwyz und Untcrwalden übereingekommen, die Plapnrte 2 Schilling gelten zu lassen, die Doppclvierer aber um einen Heller und die Kreuzer um einen Angstcr herunterzusetzen. Da nun aber llri und Zug nur Vollmacht zun, Anhören haben, so soll die Sache wieder heimgebracht werden, um auf dem nächsten Tag zu bestimmen, wann und wie man die Verrnfung bekannt machen wolle. 2. Die Berner und Solothurner Münze null die Mehrheit einstweilen bleiben lassen, i. Jörg Truchscß, oberster Feldhauptmann des schwäbischen Bundes gegen die aufständischen Bauern, schreibt, wie sich dieselben überall im Schwabenland gegen ihre Obrigkeiten empört haben; wie er die zwei Haufen am Bodcusee und im Allgan bereits zerstreut habe und nun im Begriffe sei, auch den Haufen im Hegau und am Schwarzwald anzugreifen und zu bestrafen; er zeige das im Namen des Erzherzogs von Oesterreich an, um die Eidgenossen zu versichern, daß seine Unternehmung „mit uichten" gegen sie gerichtet sei; sie möchten mir Vorsorge treffen, daß ihre Angehörigen sich der abgefallenen Bauern nicht annehmen, ?c. Es wird ihm geantwortet, man habe das in den Abschied genommen. It. Es weiß 7v April 1525, jeder Bote, wie kZürich und) Schaffhansen ihre Boten zu den Ausständischeu ini Hegau gesandt, uw sie zu ersuchen, ihre Bauern nicht aufzureizen noch anzugreifen; wie aber dieselben zur Antwort erhalten, sie können nichts vcr sprechen, sie ziehen herum wie die Krähen sirl. „Kryeu") in der Lust, und wo sie das Wort Rottes, der Kleist und ihr Bedürfnis; hinweise, da ziehen sie hin; sie seien auch nur ein Haufe und können ohne Borwisscn ihrer Verwandten und Mitbrüdcr keine Zusagen geben, I. Obwohl die neun Orte in ihrem Rcchtshandcl mit Zürich „zerschlagen" sind, wird doch den Bolen der drei Orte, dem Bischof von Konstanz, dem Abt von St, fallen, den Acbten von Kreuzlingcn und Rheinau, soivic dem Adel im Thurgau, den Städten St. Galle» und Francnscld und Andern der verbindlichste Dank ausgesprochen für die Mühe, der sie sich in diesem Geschäft unterzogen, woraus dantt die Obgenaunten die dringende Bitte gestellt haben, man möchte sie in diesen gefahrvollen Umständen in besondere Obhut nchmcu und schirmen, i»». Da der Vogt zu Goltlicbcn den vier Rathsbotc», die t jüngst > >»> Thurgau gewesen, geklagt hat, er könne das Schlost nicht länger gegen die Rachbarn behaupten, so ist beschlossen, eS solle jedes der X Orte einen tapscrn zuverlässigen Mann, der mit dem «Rschlch umzugehen wisse »nd sich vom Wein nicht „überwinden" lasse, dahin senden auf Sonntag den 7. Mai; auch soll jedes Ort die Seine» ermahnen, im Schlost zu bleiben und dem Vogt gehorsam zu sein, ohne Urlaub des Vogtes das Schlost zu verlassen »nd bei Tag und Rächt gute Wache zu halten, i». Aus die Anzeige FreiburgS, das; es eine» Zigeuner im Gcsängnist habe, der bekenne, süns Mordthatcn allein und viere mit Andern verübt zu haben, und dabei ferner gestehe, es seien überhaupt alle Heiden und Zigeuner Mörder und Bösewichte und bilden cine „Gesellschaft", wird beschlossen, dieselben allenthalben gefangen zu sehen, zu verhören und zu strafen. «» bringt an, dnst die „ans" dem Livincnthal klagen, sie haben zu der Zeit, als die Kidgenosscn zu Lauis gelegen, einige Büchsen und Pulver dargeliehen, sie aber immer noch nicht zurückerhalten, und dast sie dieselben nun z»u>ck verlangen. — Heimzubringen; die Boten, die ans die Jahrrechnung zu Lauis und Luggarns kommen, soR» dann bevollmächtigt werden, sich hierüber zu erkundigen und je nach dem Sachverhalt zu handeln, >». Nachdem auf dem letzten Tag von einem Ausgebot gesprochen worden, ivill man es jcht, da die Mehrzabl der Orte sich gerüstet und mit dem Rothwcndigen versehen hat, dabei bewenden lassen; doch soll sich jedes Ort bereit halten, «ß. Schasshaujc» bittet, die Eidgenossen möchten, da die Bauern jcnscit des Rheins seinen Boten so seltsame» Bescheid gegeben, ein getreues Aussehen haben, wenn seinen Herren und Obern etwas Widerwärtiges begegnete, i. l. Da der Landvogt im Thurgau schriftlich klagt, wie im Thurgau allenthalben ungeschickte Händel und Reden geschehe», die er nicht mehr strafen dürfe, indem er seines Lebens nicht sick)cr sei, westbalb er sich entschläfst» habe, die Vogtci zu verlassen, wenn eS ihm gestattet werde, und da die kürzlich im Thurgau gewesenen Bote» seine Angaben bestätigen, so wird ein Tag nach Fraucnjcld augescht aus den tl. Mai, auf welchen die X 5>tc samt Basel, Schasshausen und Appenzell ihre Boten mit hinreichender Vollmacht abordnen sollen, damit du Gerichlvhcrrcn, sowohl geistliche als weltliche, und ihre llutcrlhaneu über ihre gegenseitigen Beschwerden lierliört werden können, um Ruhe, Frieden und Kmigkeit wieder herzustellen, 2, GS sollen dort auch die von den »m» Orten entworfenen Artikel geprüft werden, um darüber mit Hülfe der drei Orte endlich einig zu werden, ü > cm Landvogt wird geschrieben, er möge sich noch gedulden, den benannten Tag erwarten und denselben auch alte» Prälaten und GerichtShcrren und Untcrthanci» im Thurgau verkünden, damit sie sich darnach richten könnc» Uri und Schivyz für sich und im Rainen deren von Ridwaldcn zeigen au, der jetzige Herzog von Mailand habe nicht nachgelassen, bis sie seiner Gesandtschaft ein Geleit versprochen haben. Das wird mistbilligt und >» den Abschied genommen, um ans dem nächsten Tage zu Baden Antwort zu geben, ob man dieses Geleit in Kwll treten („gan") lassen wollender nicht, <. Der Bischof von Vcrulani schreibt, die Gclcitvbcivilligung der X Srlc AM 1525, 627 sei ihm erst letzten Samstag zugekommen; weil ihm aber die Zusage von Glarus noch mangle, durch dessen Landschaft er doch kommen müsse, so habe er diesen Tag nicht besuchen können. Darum wird Glarus ersucht, auch seinerseits ihm ein Geleit zu senden, damit er ans dem nächsten Tag zu Baden erscheinen könne, i». Betreffend die Hauptleute, die sich in der Schlacht bei Pavia so unehrlich (ehrlos) gehalten und bei den Musterungen Betrug geübt habeu sollen, wird jetzt beschlossen, es soll jedes Ort in Erfahrung bringen, wie sich die Scinigcn verhalten haben, und die Fehlbaren nach Verdienen strafen; ebenso soll man ihre Rödel untersuchen und diejenigen, die zu viel (Leute) eingeschrieben und (die Herren) betrogen, zu gehöriger Strafe ziehen, damit solche Fälschungen nicht mehr vorkommen. » Auf den Wunsch der französischen Gesandtschaft haben alle Boten des Vortrags halb, den dieselbe ans dem letzten Tage gehalten hat, ihre Instructionen eröffnet; daraus ist zu entnehmen, daß mau ^ über die großen Rückstände theils an Sölden, theils an verfallenen Pensionen und dargeliehenen Geldern, die alle längst verdient und verfallen sind, allgemein unwillig ist, weil der König und seine Gesandten seit Jahren von einem Tage zum andern die Zahlung versprochen und nichts geleistet, auch sonst die Vercinung wenig bedacht haben, sodass nun die armen Knechte täglich klagen, und man große Unruhen besorgeil muß, wenn sie nicht befriedigt werden. Daher hat man sich zu folgender Antwort vereinigt Es solle die Frau Rcgentin und die Krone Frankreich vor allen Dingen die ausstehenden Sölde, die verfallenen Pensionen und das geliehene Geld bezahlen; wenn das einmal geschehen sei und die Rcgentin und die Krone ferner der Vereinung Genüge thun wollen, so werden auch die Eidgenossen die Vereinung pünctlich halten. In diesem Sinne ist den Regenten geschrieben worden, wie jeder Bote weiß. Heimzubringen und auf der Jahrrechnung Antwort zu geben, ob man den Untervogt zu Baden behalten oder entlassen wolle, x.« Für alle vorhandenen Geschäfte wird ein Tag nach Baden angesetzt ans Sonntag Eantate, d. i. den 14. Mai. Im Zürcher Ercmplar fehlen «—«.», >,, I, „, v, im Bcrner I», Ii, dem Frciburgcr dieselben Artikel und t ?c. (vielleicht nur verloren), den: Solothnrner I», Ii, rr, dem Baslcr und Schaffhauscr :»—Ii, in, (im letztem ist Ii nur gestrichen), im Appenzeller :»—«I, j>, Ii, in, «, n . Zn n. Als Antwort nnf Nr. 261 v gibt Basel instrnctionsweise folgende Meinung ab: „Des ersten, daß f. Dt. anzöigt, wie wir über gegebne abscheid und zuosagnngcn im sin fürstcnthum Winnenberg überzogen ?c., daß uns da von dheinem abscheid noch znosagcn, so wir ime gcthon habend, ze wüsten; wir habend im onch nützit znogesagt noch verabscheidet; Hand aber andere unsere Eidgnossen etwas zuogcsagt, ist nit unser befelche, soll uns onch nüt binden noch angan. „Daß dann gesagt, das herzigthnm Wirtembcrg gehör f. Dt. zuo, lossend wir in sinem werd stan; uns ist aber wol wüsten, daß das land und herzigthnmb Würtcmberg Herzog Uolrichs vatterland und ime von recht und billichcit zuogehöre. „Zum andern, als dann die Erbeinung anzogen, do haben wir gänzlich darfür, wann von dem geredt solt werden, welcher theil die Erbeinung gebrochen, sich ivnrde finden, daß die vom hus Ocsterrych in vil weg bishar nit erstattet worden. „Zuo dem so streckt sich die Erbeinung allein nf die österrychischcn land, so anstand Keiser Marimi(li)an löblicher gedachtiniß von Erzherzog Sigmunden ererbt und in regierung gchcbt, onch die grafschaft Burgund!, darin das land zuo Wirtembcrg nit begriffen; wie kann man dann uns die Erbeinung nit gehalten haben anzüchen. „Wiewol, so glich das land zuo Würtcmberg in der Erbeinung begriffen, so haben wir doch unsere knecht nit zuo dein Herzogen geschickt, sonder sind st) fryes willens, wie vilicht des hus Oesterrychs undcrthonen me dann einest wider uns gcthon, dem Herzigen znozogcn, wiewol nit on, diewrst die Bündischen das znosagcn, so sp uns Eidgnossen vor und ee st) dein Herzigen sin land ingeiiomcn, gcthon, nit erstattet, und dann der Herzog nov Würtembcrg gemeiner Eidgnossen pnndsgnoß, wann dann schon unsere knecht dem Herzigen zuo sinem vatterland April 1525, gchulfcn, möcht »ns nit vcrwistlich st». Darum können wir dir unseren zc strafe» uns nit verbinde», achtend auch wol, die sa hicvor wider uns gehandlet, sycnd vom huS Ocstcrrych nit übel gestraft. „Dast wir dann den Herzige» von uns abwiscn, können wir nit Ihuou, in anscchcn, dast er by etlichen Orten burger, darzuo unser pundgnoß ist. „Des schadcns halb, de» f. Dt. der Herrschaft Hohenberg zc widerlegen bcgert, best beladen wir uns gar mit; hat jtmands schaden empsangen und best nit geraten mag, der mag die, so im schaden zuogcfucgt, mit recht crsuochcn und was im erkannt werde, erwarten." Bcmcrkcnsmcrth ist ferner der in eindringlicher Form gegebene Rath, dast. eine cidg. Botschaft in das Thurgau gehe, dir Gemeinden freundlich verhöre und den gemeinen Mann in gutem Willen erhalte, Beschwerde» abstelle und dadurch eine Empörung verhüte, nicht aber mit Strenge einschreite, ?c. «. ?>. Basn: Rbich««rr. Zu i, 1) Die Antwort an Georg Truchscst, d. d. Donstag nach Georg (27. April), findet sich in der Lucerncr Abschied Sammlung kl. f. 53. 2) Vertrag zwischen Georg Truchsest, Freiherr von Waldbnrg, Wilhelm Gras zu Fürstcnbcrg, Ritter Hugo, Graf zu Montsort, Bürgermeister und Röthen der Stadt Ravensburg einerseits, und Ammann, Bürgermeister und Rathen der Städte und Flecken Bettnang, Markdorf, Mörsburg und Altors für sich selbst und im Raine» der zwei Hause» am Bodcnscc und im Allgau anderseits, vom 2l. April 1525 crstcrc im Rainen des.Kaisers, der Ehurfürsten und Fürsten und des schwäbischen Bundes, letztere Namens der aufrührerischen Bauer» in Schwaben. Tl. ?I. k»»ri>- Ablchiew. II. f. ü« !>x. 3) 1525, 22. April. „Der Obrikcitcn und llndcrlhoncn bericht im seid zuo Wingartcn" (llebcrschrist von W. Mangoll), enthaltend fünfzehn Artikel, mit verschiedenen Schlustbcstiininungcn (der Ter! ist tlieilwcise corrigirt). e>. «. Millich. «. 0,ftnrUch. 4) 1525, 29. April (Samstag vor Mailag), 1 Uhr Nachm. Schasshausen an Zürich. Zwei Gesandte des „bäurischen" Hausens im Hegau habe» heute angezeigt, dast Jörg Truchscst ihnen einige Artikel zugeschickt tAb schrist beigelegt), mit der Drohung, thätlich gegen sie vorzugehen, wenn sie dieselbe» nicht annähme»; da sie aber solche Artikel keineswegs annehmen könnten, so bitten sie Schnfshausen, als Handhabcr des GoitesworlS, ihnen bchülflich nnd räthlich zu sein. Daneben vcrnchnic mau, dast Zörg Truchsest mit einer starken Macht bei Stockach liege und die Bauer» im Hegau schon heute oder morgen überziehen wolle. Zürich möge nun darin nach G,tt finden handeln ... «. Zau.»- «. 5) Die Beilage trägt den Titel: „Hernach folgende Artikel und abrede hat der wolgeborn Herr, Herr Förg Truchsäst, gemaincr Ständ des löbliche» bundS zuo Schwaben obrister scldhouptman», mit den gesandten und USschntzcn der schwarzwäldischcn und hcgöwischcn Husen bi Psullendors im fcld ns hindersichbringcn us den 23. ApriliS Ao. rrv gcthon." Als Anhaltspunelc zur Vcrglcichung geben wir sie snnnnarisch: l. Die Bewohner der ^andgrnfschast ),'cllcnl»ng sollen einen Vertrag annchmen, besiegeln und beschwören, wie der kürzlich zu Engen mit den Unterthaneu r» Hilzingen ?c. geschlosseue. 2. Alle schwarzwäldische», soivie die Unterthanen der Herren von Fürslenburg, ^'upsen rc., die nntcr dem Reiche sitzen, sollen bei dem vormals gemachten Aulast zum Rechten ans die Rcichsrcgicrung bleiben und denselben nochmals beschwören. 3. Wenn ihnen das nicht gefiele, so haben sie den gleiche» Vertrag anzunrhincn, wie die bodcnsccischen und nieder allgäuischcn Hause»; doch sollen die (»» erledigten) gegenseitigen Ansprüche vor dem .Kainincrgcrichl oder dem Rcichsregimrnt erörtert werden. 4. Beide Hausen sollen samt und sonders alles ersetzen, was sie den llcberzogcnen und Beschädigten gcnommcu haben. (5.) Zhrc Fähnchen, Harnische nnd Gewehre solle» sie dem Zörg Truchsest übergebe» und als Bürgschaft getreuer Vollziehung zwanzig Mann z» Geiseln geben, re. Zu I. 1525, 21. April (Freitag vor Ouasiniodo). Bern an die Boten von Basel, Schasshansen nnd Appenzell, ans dem jetzigen Tage zu Baden. Freundlicher Dank für die bisherigen Verniittlungsversuchc in dem Span zwischen de» neu» Orten »nd Zürich, namentlich i» Betracht der gegenwärtige» Zeitumstände. Man habe »n» ihre Ver glcichSvorschlägc zu prüscn begonnen, inzwischen aber von den zu ^uccrn versammelte» Boten der V Orte »er nomine», bei welchen Artikeln sie zu beharren vermeinen; die beiden Vorschläge weichen nun von einander wenig ab, mesthalb man die drei Orte bitte, sich soweit möglich den Artikeln der V Orte anziischlicstc», ?e. er. «. P.IN I iruNch MW»-». I'. z«e.. Mm 1525, Zu i'. 1) 1525, 27. April (Donstags vor Mnitag), Bade». Die Boten von Zürich an kleinen und großen Rath. Auf das heute empfangene Schreibe» von Jörg Trnchseß (folgt Inhalt) haben alle Orte beschlossen, ein Mandat im Thurgau zu verkünden, dessen Wortlaut hiebet abschriftlich mitgethcilt werde. Da die Botschaft von Zürich keine Vollmacht gehabt, so haben ihr die ander» Orte bewilligt, den Obern eilends Bericht zu geben und deren Bescheid einzuholen; sie bitte nun, die Sachen zu erwägen und beförderlich Antwort zu schicken:c. St. A. Zürich: A. Thurgau. 2) 1525, (April). Der Landvogt im Thurgau an Schivyz (Gedcnkpuncte für einen Boten). 1. Nachrichten über den Verkehr zwischen einzelnen Thnrgaucrn und den empörten Bauer» jenseits des Rheins (Wollmatingen :c.). 2. Im Gebiet von Zürich werde gesagt, der Vater zu Illingen sei ein Ketzer, n. Die Bauern in den Grafschaften Kybnrg und Thurgau drohen, nochmals über Illingen herzufallen. Jene sollen vorhaben, eine Gemeinde zu versammeln und ihren Herren weder Fall noch Laß mehr zu geben. 3. Die Bauern zu Heßlingen reden, der Laudvogt werde nicht anehr lange Herr sein, Bei 5V Personen seien nicht zum Sacrament gegangen; die andern sagen, es sei nichts als Götzcnbrot ?c. Der Pfarrer zu Ncunforn habe gepredigt, es sei nur wie anderes Brot, darum nöthigc er niemand, dazu zu gehen; de» Bauern habe er in der Kirche mit einander offene Beichte abgenommen. 4. Die von Wcinfeldcn haben den Esel samt dem Bildnis; Gottes über die Kirchmnncr hinausgeworfen, daß er zerfallen sei, und ihrem Gcrichtsherrn, Sebastian Muntprat, einen Zaun mit Gewalt niedergerissen. 5. Ein zu Francnfcld gemachter Anschlag, an dem Esel oder dem Bild (etwas Mnthwillcn zu üben), sei nicht ausgeführt worden; dagegen laufen Etliche nach Elgg, um die Predigt Hans Occhsli's zu hören. 6. Da der Landvogt zu Frnucnfeld einen Knaben gefangen, der dem I. Balthasar von Laudenberg einen „Balmcn" ans der Hand gerissen, haben einige Weiber gedroht, ihn zu befreien. Andere könnte er fange», weil um Frauenfeld her einige Bilder beseitigt worden; das würde aber einen Sturm verursache». 7. Die Constanzer haben etliche Bauern, die geklagt, „die Schwyzer ncinen inen das ir mit gwalt ab", und die Absicht geäußert haben, mit den Empörten znsammenznschwörcn, nicht durchziehen lasse», :c. 8. Den Befehl, einige Thurgaucr zu fangen, könne er der drohenden Unruhen wegen nicht vollziehen, u. s. w. St. A. Luemi: A. ReNgtonshnndcl. St. Kassen. 1525, 1. bis 3. Mai. Staatsarchiv Zürich! Abschiede, Bd.», t. 20». Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. k, Nr.». Staatsarchiv Luret'»: Acten Abtei St. Gallen. »». Der Abschied der Landsgcmeindc von Lömiswyl (1. Mai) seht fest, dast gemeine Gotteshansleute ihre Beschwerde Artikel an den Herrn von St. Gallen sollen gelangen lassen mit der Bitte, dast seine Gnade ihnen solche Beschwerden gütlich nachlassen wolle; wenn aber der Abt ihnen nicht gütlich willfahren würde, so gedenken sie einstweilen die bezeichneten Lasten nicht mehr zu tragen und ihm vor den IV Orten, nämlich in Zürich und Lueern bei grostcn und kleinen Rathen, in Schivyz und Glarus bei Amman» und Gemeinden Recht darzuschlagen; was dort gesprochen werde und das göttliche Recht ihnen gebe und nehme, dabei wollen sie es dann bleiben lassen. I». Nachdem die Gotteshansleute im Obcrnmt ihre Beschwerden schriftlich den Äoten der IV Orte übergeben, haben diese einen Tag gesetzt auf Sonntag vor der Auffahrt Christi (21. Mai); da nun der Abt die Bitte gestellt, seiner Krankheit wegen den Tag in St. Gallen oder Wyl zu halten, wozu jedoch die Gesandten der Gotteshansleute nicht Vollmacht haben einzuwilligen, so soll in alle Gerichte und Gcmciudeu gebracht werden, ob sie de» bezeichneten Tag in St. Gallen oder Wyl, oder in einem der vier Orte, oder in Rappersivyl oder anderswo besuchen wollen; was sie beschliesten, sollen sie förderlich dem Abt berichte», der dann auch den IV Orten Anzeige davon machen wird. Alle Theile sollen ihren Boten Gewalt mitgeben zu gütlicher und rechtlicher Handlung. (Actum St. Gallen, 3. Mai.) Mai 1525, Zu I. Harnach folgcnt obgcmclt nrtikcl dcr bcschwcrdcn. Des erste» sind sy dcr mainung, wenn man aincn unib fachen, die das malcsiz nit antrcfscnt, sahen, und dcrsclb recht fürschlecht und trostung gebe» welle, daß man dann aincn by dein selben bli5cn lassen sölt, sölichö aber nit gehalten, sonder zum dickcrmnl prochcn ist; dann sich dick begeben hält, daß kam rcchtbictc» weder für die vier Ort noch für gcmnin Aidgnosscn, noch für nin hosrccht (Hosrai ?) helfen möge», sonder nüt dcst minder in fängknus (komcn), und so aincr wider darus welle», urfchi schweren müesscn, das recht sunst nicncn dann bn inen zc suochcn und »einen und sunst nicncn (hin) ziehen. Zum andern vermaincnt sy, dicivil fäll und faßnnchthenncn nit von gott ingcscht, sigint sy daby nüt mc schuldig, sy werden dann mit gott und mit recht deß nndcrst dann noch bishar bcricht. Zum dritten vcrmainent sy, daß irc güctcr sürohin nit witcr vcrcrschahct werden söllcnt, dicwil sy sunst mit zinscn und andern beschwärdcn beladen sigen. Zum Vierden vcrmainent sy mit de» lchcn beschwert sin, dann sy unbillich gclihcn werden und mit großen bcschwcrdcn empfangen werden; dann etliche güctcr, die vorhin nie lchcn gsin, sind (zuo) lchcn gemacht worden- Zum fünften vcrmainent sy, daß sürhin nin Herr von Sant Gallen und ander gaistlich und weltlich lüt glichlich mit inen raiskostc» und brück) tragen und erliden sollen. Zum sechste» vcrmainent sy, daß ain jeder ns dein sincn badslnbcn, psislrincn, mchgen, schmittcn und anders, was aincn guot dunkt, damit sich ainer zuo crnärcn vcrtrnwct, on alle bcschwerd buwcn söll und möge. Zum sibcndcn vcrmainent sy, daß ain Herr von Sant Gallen sürohin die onclichen kinder nit mcr erben soll, sonder die nächsten fründ, die sy erziehen; dann ine» sunst oft etwas gemacht wnrde, wenn man nit besorge» müeßti, daß dassclb aincm Herren wurde. Zum achtenden vcrmainent sy, daß ain jeder hoch und nidcr gwild, onch im Vodcnscc und in ander» fließende» wassern fachen und fische» fällen und mögen, und inen sälichs nit vcrboltcn werden söllc. Zum nündc» vcrmainent sy mit dem beschwert (sin), daß ai» Herr von Sant Gallen umb schulden, die man sincn gnaden zc thuond, allwcg vor mcnklichcm usgcricht will sin, unnngcscchen was oder wie vil ander lüt verlieren mücsscn; dann die, denen man vorhin schuldig gsin, allwcg »ich daß sin gnad »Sgcricht, still ston mücsscnt; (da) vermaincnt (sy), daß andre schnldncr als wol als sin gnad zall werden söllen. Zum zechenden vcrmainent sy, wenn aincr von schulden wegen, so wit daß er sähig worden, erobert (syc), daß dann ain vogt den selbigen in sincm und nit ins klägcrS kosten sahen und gehorsam machen söllc. Zum ainliftcn vcrmainent sy, wenn man mit cnnndcrn unains und buoßfellig werde, und sich dann mit recht crsindt, daß dcr ain tail unrecht habe, daß dann ain Herr oder vogt von dem selbigen schuldigen tail baid buoßc» »einen (soll), er vcrmögs oder nit, und nit nur von dem, dcr es vcrmög, wie bishar geschcchcn ist. Zum zwölfte» sind gcmnin gottshuslüt mit den klinen zechende» beschwert (und) vcrmnincnt sy hinsür daby »üt mc schuldig zc sin, weder von vcch, obs »och anders, wie das nnnic» (haben mag), und ma»S bishar von inen ingcnominrn hat, weder von dcr brach noch nienen. Zum dryzechcndcn, so sigc von alter har gsin, wenn nin Herr von Sant Gallkli von gcinainc» gottShuslütcn wegen etwas handle» wöllcn, Hab er sine gottshuSlüt darzno beniest; aber jcho sig cS darvon komme»; da»» wen» sin gnad von gcmaincm »uh oder von gcinainc» gottshuSIütc» handlet, Inot crs inen hindcrrucks und on ircn wissen, darus inen vilfaltig beschwcrdnuß erwachsen sigint, und sy vcrmaincnt (also), wen» sin gnad hinsür etwas handle» (wöllc), daß crS mit gcmaincr gottshuslüten wisse» und willen thuon söllc. Zum vicrzcchcndc» sind sy mit dem beschwert, wenn jetlichcm hos insondcr etwas zuostat und ine» dcßhalb, daß sy ainandcr» darin undcrrichtcn söltcn oder möchte», so dörfcnt sy on crlorwnuß ains Herren nit zcsamen; vcrmnincnt daß sy hinfür, wen» und so oft inen etwas notwendig sigc, daß sy selber ain gcmaind söllc» und mögen stellen. Zum sünfzcchendcn sind sy beschwert mit ccrlagwen, es sigc stecken fücrcn, mist sücrcn und ander der glichen mer unbillichen zinscn, sigr aycr, hücncr und dcr glichen, darninb sy vcrmnincnt, wenn min gnädiger Herr oder andcr gaistlich lüt hinsür sälichs inzichcn wöll(cn), daß sy dassclb mit gloublichcn bricscn thuon söllc», wie dann ain gcricht sich erkennt gnuogsam sin. Mm 1525, Zum sechszcchenden vermaincnl st), daß ain jctlicher soll und möge schenken, wenn er wölk, und ufhören, wenn er wolle, und diewil sölichs au am gcmaincn nutz nit diene, vcrmainent st), niemand nüts darvon schuldig (ze) werden von des umbgelts wegen. II. Hienach sind die beschwerdcn verzaichnct, damit jetlichc gegni im gottshns insondcrhait beschwert, und nämlich des ersten die von Bcrnhartszcll. 1. Item so hat ain Herr von Saut Galleu die von Bcrnhartszcll umb rij lib. d. vogtstür anzogen; sagent st), das; st) etwan ain schirmgelt geben, aber derselb schirm inen im Appcnzellcrkrieg abgangen, darumb st) vcrmaineu, by sölichem gelt mit me schuldig sin, dann st) mit daran empfangen; uf sölichs (habe) ain Herr von Saut Gallen st) gen Kostenz gladen und inen daselbst uf die urbarbiiecher sölichs, daß sis geben »messen, angewnnnen; vcrmainent (aber), diewil sölichs usserthalb der Aidgnoschaft gcschcchcn, sigen st) nüt dnbi) schuldig. 2. Item unter sind Bernhartszcller damit beschwert, daß ain Herr von Sant Gallen inen ircn wald ichts darus ze howen, stieren oder tragen an r lib. d. vcrbotten; demselben nach haben st) an sin guad geschickt, daß er inen den wald als ir engen guot wider ufthüeg und sy daran ungesumpt und ungcirrt lassen (well); uf sölichs sin gnad dry man uß der gcmaind, uß dem wald den liiten holz uszeznichuen verordnen lassen; (und wer sunst) holz abhmve, derselb mnb r lib. d. gestraft werden söllt, und welcher uß dem holz ain huS machte und dnsselb usscrt der gcmaind vcrkoufti, derselb cc ers hus abbrach, nincm Herren den dritten Pfennig verfallen was, und hat im ain Herr vorbehalten, daß er inen das holz nit ufthuou wölke, änderst denn in dem geding, daß er uß dein wald holz, als vil er wöll, ncmcn möge; darnnib st) vermainten, dwil dz holz ir aigcn guot wäre, daß sin gnad sy daran ungesumpt lassen sölt. III. Die von Goßow 1. sind damit beschwert, daß ain Herr von Sant Gallen ir pfarr zuo sincr gnaden Händen mit zins, zechend und ire nigne güeter ins gottshus zogen, und wenn ain pfarrer abgieug, so möchten st) nit wissen, wnS oder wie vil die pfarr helle; vcrmainent, diewil ire altvordcrn die pfarr gcstift haben und st) iro noch Hill by lag das, so ir zuogchörte, geben mncßten, daß inen dann sölichc der pfarr güeter alles widernmb zuo iren Händen ingeantwurt werden sölltcn; (ir Herr) hell ouch an dem »it ain benücgcu ghept, sonder witcr güeter der pfarr augfallen und mit gaistlichcm gericht crsuocht und dieselben, die vor nit zcchcnthaft gewesen, zechcnthaft gemacht; vermninent daß die widernmb lcdig vom zcchcnt gemacht werden sölltcn., 2. Item witer wären die von Goßow beschwert mit dem, als jetziger Herr von Sant Gallen Herr worden, hctt er ire aignc güeter für erschätzige güeter hau wellen, die vor nie weder erschätzig noch lehen gewesen wären, (da) hätt ain gniaiud mit im uit in recht ston wölken, deßhnlbcn inen die selbigen güeter zuo lcheu gemacht; vermeineut daß inen die widernmb ledig und fry gemacht werden sollen. IV. Die uß Gaiß erwald sind damit beschwert, daß ain Herr von Sant Gallen ain wald, der den vier Höfen zuogchört, geaignct hat und au r lib. d. vcrbotten hat, daß niemand darin mc howen sölle; hat demnach ain bidcrmnn vier Hagtannen darin gchowcn, densclbigen er in turn glnit und darnach an die r lib.'d. gestraft, und ain schirmgclt, nämlich ij lib. d., darus glait und bricf und sigcl darumb gstclll, ce inen der wald widernmb zuo iren Händen werden mögen, und so sy den wald wider haben (wölten), sy »messen ire aignc güeter darhinder setzen; vermainend, daß sy fürohin by den zwai lib. nichts me schuldig sin söllcn. V. Die von Stainaich (Steinach) sind damit beschwert, daß sy vom far usfcm sce schweren zins geben müesscnt, nämlich von aiin schiff all wnchen vj ß. d., sy gewünncnt oder nit; dann wenn sy schon nit faren mögen, und wie lang sy still liggcn, müesscnt sy nüt dcst minder den gcmclten wuchenzins für und für geben, darumb sy vermainten, diewil der sce jcderman fry, daß sy fürohin faren und gcmünneu mögen on alle bcschwcrd, und aiin Herren kam zins davon schuldig sin sollen, so doch Kostenz, Ueberlingen, Lindow und Fcldkilch alle fry farend. Mai >525, VI. Itcin die sibcn gcgni, dic an die pfallcnz in das hosgcricht gchörcnt, 1. sind mit dem beschwert, daß ain Herr von Sant Gallen inen ain hoptman seht, der im gsallt, und sy den ivic von alter har nit crivclcn lat. 2. Item ivitcr sind sy mit dem beschwert, daß er si) mit sincm rat und dienern straft und nit vor gcricht, wie ander gottshuslüt, und ctlich gcgni mc bcschwcrcnt sich ouch mit dem der nmptlütcn halb. VII. Dic Undereggcr sind mit dem beschwert: 1. Von des holz wegen, dic Egg oder unser Frowcn holz genannt, dicwil dassclb an da? stift von Eostcnz gehört, hat ain gcmaind darin dic gcrcchtigkcit gehegt, wenn aincr ain grricht zno aim hnS oder sunst z>mc> bedörfcn, der selb in jetwcder Hand ain huon gcnomcn und damit für ain Herren gangen und gelten, daß man im sölich? in dem holz houwcn lasse ; wolt man imS dann nit crloubcn, so macht er dann dic selben hüener fliegen lasse», und in dassclb holz gon und sölich? darin Howe». ?llö aber ain Herr von Sant wallen da? zno >>nc» Händen bracht, hat man sy gar mit givalt und gölten darvon tribcn, darum sy vcrmaincnt, daß man sv widcrumb wie von alter har zimcrholz und brcnnholz darin houwcn lassen fülle. 2. Item ivitcr, al? dann dic ofsnnng wi?tc, daß alle sryc güctcr nndcrn Eggen by ircn allen harloincn und gcrechligkaiten blibcn jch und hicnach, so vcrmaincnt sy, daß ain Herr von Sant Gallen alle beschwerden, dcro vil, sid der ossnung har, nf die selben güctcr erwachsen sigcn, alle wider abthuon und sy by ircn fryhailcn und gcrechligkaiten wie von alter har blibcn lassen söllc. VIII. Deren von Goldaich (Goldachs bcschwcrd ist: 1. Des ersten, wenn sy aim armen gscllcn etwa? nf irc gcmaind zc buwcn gönnen wellen, so vcrmaincnl sy, daß ain Herr von Sant Gallen fürhin us dassclb kam bcschwcrd noch zin? schlichen, sonder sy mit ircn gcmaindcn nach ircm gefallen und »ich, was sy guot dnnkt, schassen und ain Herr von Sant Gallen sy daran weder hindern noch sumcn (solle). 2. Item zum andern, so haben dic von Goldaich ctlich rnche güctcr mit schwerer arbail und großem losten zno wingartcn gemacht, vcrmaincnt, daß sy aim Herren von Sant Gallen noch anderen Inten kam zechend von den selben güclcrn schuldig sin söllcn, besonder wenn dic in brach liggen. IX. Dcro von Romishorn beschwerden. 1. DcS ersten vcrmaincnt sy, daß sy noch (nie) dic, so in ander gcgincn libaigc» gsin, sürhin von der libaigcn schaft ganz und gar lcdig und damit nicmant mc gflichtig noch bchast sin sollen!. 2. Item ivitcr, sy vcrmaincnl, daß ain jttlichcr in ircn gcrichtcn sin guot, cö sig us gaistlich oder weltlich gricht, wol versehen, sincn frommen und nnh damit zc schassen, nämlich etwnn kcrncnzinv ablösen und pscmiiggk» daruS zc machen, daran ain Herr von Sant Galle» sy fürhin »ngcsumpt lasten söll. I. Item ivitcr so vermeinen! sy, dicwil in ircn gcrichtcn ober und undcr gotlvhnvlüt sihcnl, und dic ober» bishar in buoßcn und andern fachen mcr sryhait dann dic »ndcrn gehegt, so ist dcßhalb ir maiiiuiig und bcgcr, daß die undcrn und obcrn gemainlich glich gehalten werden sollen, nSgenomincii der zng, der soll den ober« gottShuSlütcn wie von alter har verlangen, und.dicwil vor gott ain mensch al? vil al? der ander gelte, >>!l cS göttlich. X. Dic von Tab lat 1. sind mit dem beschwert, sonderlich dic kilchgnosscn von Sant Jörgen, die haben ain widem von aim heric» von Sant Gallen, dic von alter har umb r ß.d. jarlich? zin? gclihcn worden, aber jeho ain zit dry guldin davon gebe» mneßcn ; darzuo ivcnn ain Herr von Sant Gallen abstirbt, ain großen crschah; vcrmaiiicnl, daß man sy by r ß. b. blibcn lasten soll. Darzuo (Hab) inen ain Herr von Sant Gallen vcrbottcn, in r jarcn kam kilchhöri zc stellen, das von alter har ouch nie gsin ist. 2. Item ivitcr so haben dcro von Tablat ctlich güctcr gcrcchligkcit, in Slaincgg holz, krö? und stecke» E howen, warzno sy notdürstig gsin sigcn, c? sigc discl der Egg oder cniicl der Egg, gebebt, darzuo dann Howe» mögen, in dic statt sücrcn und zc verkaufen, und inen niemand sölich? gcwerl, dassclb inen jch nit mcr wie von alter Hai verlangen mag; vcrmaincnt, daß ine» dicsclb gcrechligkeil wie von alter har wider znogelnsscn werden fülle. Mni 1525, <133 3. Item witcr beschwere» sy sich des brnggholz halb, wie ctlich vor etlichen jnrcn hoben mögen darin farc», holz Howe» noch oller notdnrft, das inen setz verbotten sig nn nin bnoß r lib. d., und vcrmainen sy, man sölle sy lassen bcliben wie von oller har. 4. Item ist oincr gemnind mnimmg, daß min gnädiger Herr niemand nüt ab dem gcmnincn mark gebe on niner gemnind wissen und willen. XI. Die von Kcßwyla sind mit dem beschwert, daß sy nsserthalb ircm gcricht ain schriber haben »messen; vcrmainen, daß sy, wo (es sich) inen aller bast (well) fnogcn, schriben lassen und wo sy wölken ainen ncmcn mögen. XII. Mularich (Mnolcn). 1. ^ztem ain Hof von Mnlaeich bcsch.vc.t >ich dcß, dag ain Herr von Sant Gallen sy nmb ain lagivan, nin ^ faßnachthenna und nmb vier maltcr fnoterhabcr gegen aincr hcrschaft von Hagemvyla verseht hat, vermaincnt nnt nie dnby schuldig (zc) >in; dann sölichs by mnnnsdcnken gschcchcn sig. 2. Witcr ver.naincnt sy bim höwergelt zuo Sant Gallen ufcm Brücl onch nüt mc schuldig (ze) sin. XI II. i ic so an den achtzechc» ^.encn Hand, antrcssend den ivnld im Rotmunten. ^ ic beschweren sich, wie sy dieselben len haben mögen darin farc», holz Howe», zimmcrholz, schindle», stecken, brennen, nnd wie sy deß notdürftig sind gsin, und daß (inen) nicmnnt gewcrt, darvon sy den zins haben geben und »och Hut by tag geben »messen; nf dassclb Hab er (der Herr v. S. G.) inen verbotten nn ain bnoß r Ib. d.,' weder darns stieren noch tragen on sin gnnst, wissen und willen, nnd vermnincn, daß sy die selben achtzechen ' len den wald söllen nnd mögen nnhcn und bruchcn on alle hindernnß nnd vcrbott, wie ire allvordern gennhet und brucht Hand. XIV. Strnbcnzcll. Item deß sind die von Strnbenzcll beschwert, daß ire altvordren und »och in »icnschcngcdnchtnns die drn Hölzer, nämlich Walt, Hctlcrn nnd Schönenwegcn, brucht nnd gennhet Hand zum hns nach notdnrft. Darzno Hab ein jetlicher mögen darin fare» nnd zno der nmchen ain fuoder holz nf den markt fncrcn, salz nnd mel zc tonfen, das nun inen jeh verbotten sig an x lib. d., sonder (sie) man sölle sy lassen beliben wie ire altvordcrn. XV. glorschacher sonder beschwcrdnusscn. 1. Item des erste» vermaincnt ain gemaind, dicwil Noschach ain frycr rychshof sige, daß dann nin Herr von Sant Gallen inen in denselben Hof niemand inschcn nnd sy onch jemand inzencmen nit ze »öle» noch ze bieten haben, sonder ain ho), der inen gefalle nnd gnot nnd nnhlich bednnkc, innemen möge oder nit, nach ircm gefallen, nnd ain Herr von Sant Gallen sy daran ungcsmnpt und nngehindcrt lassen solle. 2. >jnm andern so hat man im Hof Noschach ninnndern nmb alle eontrnct, hoch nnd nider, zinS, kons nnd alle ander brief nllwcg versorget nnd dassclb ninem schnolmaistcr gelassen, darmit niner gemaind ire kind gclcrt nnd ain chor versehen werden möcht; solichs aber ain Herr von Sant Gallen aim Hof genommen, also daß man im Hof ninnndern nit me dann nmb zechen pfund versorgen mag, und was darüber ist, mnoß alles zuo Sant Gallen in der eanzly geschriben .verde», damit ain gemaind größlich beschwert (ist); vcrmninent, diewil im Hof Norschnch hoch nnd nider geeicht ligenl, dag ...an dann aber wie von alter her ainandern nmb alle brics, hoch und nider, widcrnmb versorgen lassen sölle. 3. Hnm dritten so hat ain Heer von Sant Gallen zcnächst bim dors vil gücter an sich konft nnd dieselbigen also ingenmrct nnd ingeleit, dag man nümmcn mer weder zc faren noch zc gon stcg nnd weg nach notdnrft haben möcht, sonder wann beschcch, daß die dry bnch, so vom berg durchs dors herab fließend, überhand gewnnncn, als sy zuo zitcn onch fast groß .verde» mögen, nnd bremst nfgieng oder krieg nfstüendc, daß dann zuo besorgen wäre, daß man großen ja......er und Inn....er an iviben und linden sehen »nd liden ...üeßte; dann man nit steg nnd .veg dnrnS zc tom.ncn haben möchte; darnn.b sy vcrn.aincnt, daß nin Herr von Sant Gallen die selben gücter wider nfthnon und nin. Hof widerumb wie von alter her steg und weg, trib nnd tratt lassen, damit der arm man sich »eil sinen kinde» dcstcr bas crnercn möge. Mai I5.W, 4. Zum Vierden so hat ain Herr von Sant Gallen nüwlich by mannsdcnkcn die hofftet!, so am scr ligcnt, mit hosstattpscnnig beschwert, und noch litt in leben wären, die denken möchte», das? man dir Pfennig nit geben hätte; vcrmaintcn die aber »it mc schuldig werden (sie), dann di.c selben hosslctt vorm see »it sicher, sonder dick gross daruf inhar gewachsen wäre. 5. Zum fünften so hat ai» Herr von Sant fallen »s deren voin Rin gcmaind alle jar iiij gl. stürgclt gleit; die selb gemaind zwüschcn dem see und dem Rin gelegen, und der mcrtail dassclb gnot von den zwaicn wassern ertränkt wurde, daß sy wenig nutz darvon hcttcn; darumb sy vcrmaintcn, dicwil inen noch wider brics noch sigcl darumb nie crzöigt, daß sy sölchc bcschwcrd fürhin »it mc schuldig sigcnt, sonder man sy by dem, w>c man irc vordem (gehalten), blibcn lassen solle. K. Zum sechsten so bcklagncn sich die von Thunbach, wie in ircm flecken iiij oder v hosslctt an des gottohuS güetcr von Sant Gallen gelegen, aber sy von alter har die selben genutzct, und aber ain Herr von Saut Gallen sy abston gehaissen, oder sin gnad sy mit recht darzuo bringen welle; soser sy aber nbstücnde, welle sin gnad inen etwas schenken, und Hab ine» ain Hosstatt geben, davon sy järlich r ß. d. haben; darumb sy vcrmaintcn, dicnnl man sy mit schrecken darvon tribcn, daß sy dann wie vor widcrumb darzno gelassen werden fällten. 7. Zum sibcndcn vcrmaint ain gcmaind, wicwol ain Herr von San! Gallen die güclcr bim dors höchrr und thürcr dann das gcmain volk zalcn mögen, erkoust habe, daß dann sin gnad die selbigen güclcr denen, so im hos sitzend, umb ain zimlich gelt, nach bidcrbcr lütcn crknnntnus, widcrnmb zno kaufen geben solle. 8. Zum achtenden vcrmaint ain gcmaind, fürhin bim mist nichts mcr schuldig szc sin), eS sigc dann, daß sin gnad ain gemaind mit trib und tratt und mit dem mal wie von alter har halten welle. 9. Zum nündcn vcrmaint ain gemaind, daß ai» Herr von Sant Gallen jedermann nsm see mit dein sa>c» nach ainS jeden vermögen sarcn und gcwünnen lassen söllc on alle bcschwcrd, sonder sürhin niemand mc davon kam zins schuldig werden, dann mit (by) dem schweren zins, damit ain Herr den far beschwert, hat man sich andre ort und cnd gcricht, damit dem gcmainc» man an sine» gewinnen abbrach znogcstandc». 10. Zum zechenden vcrmaint ain gemaind, daß in ircm hos Rorschach sürhin niemand dann die, so hosieck» haben, schenken söllcn. 11. Zum ainliftcn bcgcrcnt sy, dicwil Rorschach ain srycr rychshof gesin und sigc, daß ain Herr von Gallen sy berichten welle, in welcher gcstalt sy an das goltshuo kommen sigcn; ob sölichs aber »it bcschcchc« möcht, so vcrinaincn (sy), daß sürhin der zoll, stnndgclt und wcggcll dem hos zuogchörcn; dann sn vcrmaintcn, daß ain Herr uf de» hos und der hos nit »s ai» Herren gcfrygl sigc; Hab »s sürdrung des gcmaincn nutzes biol»n kam acht, sonder weder nf märgtcn, mctzgcn, pfistrinc», grcmplcrycn nie kam usschcn »och ordinmg >>! die ding gctha», darmit sy größlich beschwert, vcrinaincn, daß die obgczcltc ding sürhin dem hos zuogchörcn, dicnnl so sieg und weg in ircm kosten geben und machen mücßtcn. e>.« ,-z»nch: ». Abi ei. e'»««'« Zu XV. Im Glarncr Grcmplar folgt dem Abschied als Beilage obiges Verzeichnis! der Rorschackin Beschwerden in 1! Artikel». Ter gleiche Band enthält in Rr. 4 einen „Ratschlag der artiklcn, damit ain ln'i Rorschach und ain gcmaind beschwert (sind)", d. d. Montag vor Valentini < l.1. srcbrnnr) 1525, in 2V Artikeln. Dieser Gntwurf hat 7 Punctc (4. 5. 7. 1Z. 15. 17. l9.) mit den oben ausgcsührtcn allgemeinen Bcschwcl^' (in b, I) gemein; Art. 2, 11 und 18, die oben schien, sowie einige Varianten, folgen hier: „Zum andern, der sasnachthcnna halb vcrmaincnl sy, daß man die von armen spinncrcn und von denen, so nit aigen H»S und Hosstatt haben, nit ncmc» noch sy die schuldig sin söllen." „Zum ainliftcn vcrmaint ain gcmaind, dwil ai» Herr von Sant Gallen vil und der mcrtail güclcr bim h'si und der vogt ouch vil im gricht hctti, daß sy die selbigen auch vcrstürcn, nämlich wenn krieg im >a»d wän'vb stur und wacht als wol Helsen geben und trage» als die andern; dann so die armen kainc güetcr hcttcn, wo'»» fällten sy dann kriegen?" „Zum achtzcchcnden vcrmaint ain gcmaind, bim brachzehcnden nüt schuldig zc sin." Art. 8, im „Ratschlag" Rr. 1, lautet dort etwas genauer: „Zum ersten, als dann bishar die so vcch dem gottShuS alle jar ain fuodcr mist geben mücsjcn, damit (ist) ain hos beschwert und vcrmaint den sürhin »» Mai 1525, KI5 schuldig zc sin, um» gäb inen dann das »ml, und Hab »mn wägen darzuo wie von alter har, und leg »um inen Biltenricd ans tratt, wie er mit inen überkon ist." Art. 15 des „Rnthschlags" weicht von der oben gegebenen Fassung ab wie folgt: ... „wo uneliche kind absturbcut, erbt st) ain Herr von S. G.; aber wenn sy mit hont und unerzogen sind, müesscnt st) irc fründ erziehen; daruin sy vermaiucnt, dz die nächsten fründ, die sy erziehen müesscnt, billich erben sötten." Zu I». Zur Ergänzung dienen folgende Acten: 1) 1525, 14. Mai (Sonntag Cantnte), Pfalz St. Gallen. Melchior Degen von Schwyz, Hauptmann des Gotteshauses, an Zürich, auch Luccru w. 1. Gestern haben die Gotteshauslentc dem Abt ihre Antwort betreffend den »ach Napperswyl gesetzten Tag in Wyl übergeben, laut beiliegender Schrift (s. n.). Dies wolle er, der Hauptmann, den IV Orten nicht unvcrkündet lassen, damit sie ihre Botschaften nicht abfertigen müssen, sondern sich bcrnthcn mögen, was in der Sache weiter zu handeln sei. 2. Da auch der Span zwischen I)r. Winkler und denen von Tablat nach Napperswyl vertagt sei, so habe er sich'bei den letztem erkundigt, ob sie den Tag besuchen würden; sie antworten nun: „Wenn je aincr ins gottshus Saut Gallen laudschaft und hohen geeichten fänklichc» angenommen, so syc der darin blibcu, berechtiget und niendert darus gestiert (worden); diewit dem also, ouch sy arm gsellen, so sye ir pitt, daß man den Handel zuo Wyl, da dann der doctor fänklichen hingcfüert und noch ligcn sige umb des »lindsten kosten willen berechtigen welle". . . St. A. Zürich: A. Abt St. Gallen. - St. A. Lucern: Mtssive». 2) Beilage: „Abschaid gcmaincr gottshuslütcn gegnincn und Iren gemaindcn, zuo Lümischwil beschlossen am rij tag Maien Anno ?c. rrv." „Item, als unser Herren der vier Orten ratsbotten zuo Lümischwil an der ganzen landsgmaind fürbracht, daß sy von kaincr anderen ursnch wegen, dann zwüscheut unscrm gnädigen Herren von Sant Gallen und uns gottshuslüten von uitser beschwerden ivcgcn in der güetlichait zc handle» hie sigen; und als sy uns hierin ze vcrwilgen gcbcttcn, haben wir sölche antwurt geben: Soferr sy in der güctigkait und zuo offner täding hierin handle», wölleu wir guotwillig sin, und was dann in solicher gestalt güetiglich geschehen möge, sige uns lieber dann rechtiglich. Und als wir uf sölichs unsere snudpottcn mit unsern beschwerden und abschaid zuo den gemcltcn unscru Herren der vier Orten ratsbotten gen Sant Gallen geschickt, und aber da mit anders in der güctigkait dann sölichs erfunden, daß die gemcltcn unser Herren der vier Orten ratsbotten ain andern tag setzen wellen in der gestalt, daß wir mit vollem givalt denselben lachten, und ivas dann dieselben unser Herren daselbst in der güctigkait richten und betragen mögen, daß dann dassclb geeicht und betragen sin; was aber nit, daß dann umb dasselb ain rechtspruch geben werden sölle. Und so aber unser sendpottcn sölichs anzenemen nit givalt gchept, sonder sölichs an all unser gegnincn und gcmaiuden hiudersich zc bringen bcgcrt haben und dann deß, so wir hierumb rätig wurden, unserm gnädigen Herren zuo wissen thuon, so ist uf sölichs dem allem nach by uns von allen gegnincn und gcmaiuden discr ainhclligcr abschaid also beschlossen worden: Dwil in der güctigkait mit erfunden, und wir kaincr tagsntzung nachgcivorbcn noch bcgert, sonder nllain vor den vier Orten rats bcgcrt und uns unz uf hütigen tag kam rat nie verlangen mögen, daß wir dann by dem abschaid, wie er zuo Lümischwil au der landsgmaind gestellt und beschlossen worden ist, blibcu wellen, und vermainent damit unserm gnädigen Herren von Sant Gallen ain gmaiu, zimlich und billich recht fürgschlagcn haben und witcr tag zc lachten noch aulwurt ze geben nit schuldig sin söllcn, es sige dann daß wir nach lut und inhalt der piindcn änderst underricht werden mögen." > St. A. Zürich: A. Abtei St. Gallen. — St. A. Luccrn: A. Abtei St. Gallen. Vgl. Nr. 2«Z5, o und Ii. Mm 1525 ?«Ä. St. fassen und Wyk. 1525, I. bis Mai. Tlnattnrriiiv v»l«r»! Aliin Abtti Tl. Olollcn. Tla»I«<>rcI,t» ri<<>: «cli» Ablrl »allc» Tl>e>»ar<<>iv Tl. «»ii'IIc». Tag der IV Schirniortc des t««o!tcshanses St. «wallen. ». Da der Abt von St. «««allen wegen der gefährlichen Unruhen imd Drohungen von Kenten jenscil des Sce's, auch von sscincns diesseitigen lllntcrthancn) das Schlaft Rorschach »lit «««otleshanslentc» beseht bat, w beschweren sich die zum Obcramt «Gehörigen darüber ernstlich nnd verlangen, dnft dcr Abt diese Bejahung c»t ferne; dann wollen sie ans jeder Gemeinde einen Mann dahin schicken »nd es so besehen, indem sie meinen, dal, es ihr offenes schlaft sein solle. Da n»n laut des Bnrg und Vandrechls zwischen dem «Gotteshaus nnd den Orten Rorschach „zu Schimpf nnd («ruft" ihr offenes Schloft sein soll, so ist heimzubringen, ob man die Bei sngnng des Abtes gelten lassen oder das Schloft selbst besehen wolle, nnd dem Abt beförderlich Bericht z» I». Gs weift auch jeder Bote z» berichten, ivas dcr Abt in Betreff seines Prädieantcn im Munster, ?oeto> Wendclin'S, dem die von St. «wallen allen Schuh und Schirm in dcr Stadt nnd ihren «Berichten abgeschlagen, nnvcrschnldet, wie es sich ans seiner Bcrantwortnng ergibt, angebracht hat. Ta dergleichen bisher nicht üblüti gewesen, nnd dcr Doctor von Sonnncri, in des «Gotteshauses «Berichten nnd in dcr («idgcnosscnschast, gcb>nl>g sei, so bittet dcr Abt, die St. «Kaller dahin zu vermögen, daft sie dein Prediger ihren Schirm wieder zus">1«'" und ihn frei »nd sicher in der Stadt »nd deren «Berichte» wandcln lassen. «. Doctor Winklcr, dcr in der I'' Orte und des Abtes Gcsängnift zu Wyl im Hos liegt, klagt über die ganze «Gemeinde Zablat, wie man >h" troh allem Rcchlbictcn überfallen, das Seine zerschlagen »nd vermehrt, Ilm selbst verhaftet und einige Zeit gesangt" gehalten; defthalb verlangt.er Recht gegen sie und bittet, dafür eine» Rcchtstag z» sehen. — Dagegen hat auch Einige von ^ablat gehört, die sich weitläufig verantworten, in dem Sinne, daft nicht mehr als sechs.«klagt« („Sächcr") gegen ihn seien, »nd daft man den Doctor gcmäft des Gotteshauses ^andsahnngcn als einen lumpten" sPcrleumdctcn?) gefangen habe. Ans die mehr als einmal gestellteHrage aber, „was doch dcr lmnbd sig", haben sie sich nicht weiter einlasse» wolle», sondern nur angedeutet, das; sie rechtlich ihre Anklage zu crivcpc" hoffen, wefthalb auch sie einen Rcchtstag begehren. Den hat man nun ans Sonntag vor dcr Anssabrt (21. M'm« angcscht an den Ort, wo die Unterhandlung zwischen dem Abt nnd seinen ««'ottcshanslcnlcn stattfinde» >v«>d- Dieser Tag ist beide» Parteien anzuzeigen, nnd wenn die <««c»ici»dc !ablat auch answärlv lohnende zu nennen wüftte, die an dem Handel einig« Schuld hätten, so soll sie dieselben dem Hanptman» angeben, der dann ihnen alle» den !ag z» verkünden hat; die Boten «der IV Orte) sollen auch genügende Bollmacht babcn, das Gcscbö" rechtlich oder gütlich abzuthun. «I. Dcr Abt von St. Gallen bringt vor, wie sich am lchten Maitag zwischen seine«" .«icllcr zu Wyl »nd einigen Meyer» von Znhwyl in dcr Stadt Wyl ein Streit «„stürn" > erhoben, sodaft l" cinandcr vcrivundcl haben, nnd dnft die .^»hwyler gedroht, einen Sturm ansgcbc» z» lasse» nnd in den V"' zu lausen; er bittet, solches abzustellen. — Das hat man denen von .^nhivyl vorgehalten, worauf sie die Ursach«' jenes Borfalls gründlich angezeigt babcn; sie bitten ihrerseits, mit dem Abt zu reden, daft er sie »nd ibrc Boten „nit also on danken lcntllassc"; dann wollen sie thnn als fromme Unterlhanen nnd nicht bloft keinen ^t""" anschlagen, sondern es andern verwehren. « . Gtlichc «Gemeinden der «««ottevhanslcute, die zun« untern Amt >" Wyl gehöre», haben ihre Beschwerden schriftlich eingereicht und »och mündlich erläutert, nnd daraus die B>>" gestellt, bei dem Abt dahin zu wirken, daft er ihnen diese Beschwerden nachlasse; dann versprechen sie, du" Gotteshaus alles zu ihn», was sie sonst von göttlichem Rechten schuldig seien; im ander» Halle bieten sie Rocht Mm 1525, 037 Dagegen äußert der Abt, er habe auf jene Artikel geantwortet, die Gemeinden mögen sich gedulden, bis er mit den Leuten des obern Amtes „hinüber" gekommen; was diese gütlich oder rechtlich gewinnen, solle dann auch den untern zu Theil werden, und wenn er sich über das eine oder andere Stück mit ihnen nicht gütlich vergleichen könnte, so werde er „mit der Zeit" das Recht vor den IV Orten ihnen nicht verweigern. Da nun die vorgebrachten Artikel mit den andern ziemlich gleichförmig sind, so wird verabschiedet, daß die Gemeinden, sofern sie mit obiger Antwort des Abtes sich nicht begnügen, auf den nächsten Tag, der für die obern Gotteshauslcnte gehalten wird, ihre Boten senden sollen; Zeit »nd Ort soll ihnen von dem Hauptmann verkündet werden") t. Ritter Jacob Stapser, Hofmeister zu St, Gatten, läßt die Bitte thnn, daß die IV Orte ihren Boten, die sie ans den Tag in Napperswyl senden werden, Vollmacht geben möchten, mit den Gotteshausleutcn, die ihn? sehr aussätzig seien, zu reden, daß sie nichts Unfreundliches gegen ihn beginnen, sondern wenn sie etwas an ihm suchen, ihn bei dem Rechten bleiben lassen, j»-. Der Span zwischen den IV Orten und dem Abt einerseits und den Bürgern von Wyl anderseits ist nun beigelegt, „nach lut der marche», die dann durch den hoptman des gottshns Sant Gallen und ander gesetzt söllent werden". Dabei ist unter anderm auch abgeredet, daß das denen von Nickenbach und Schwarzenbach an ihren« Wcidgnng, Trieb und Tratt, Forstrecht, Geboten, Zännung, Gräben und Wässerung ?e,, wie sie es von Alter hergebracht, unschädlich sei; deßgleichcn daß (das) Breitenloo, die Mühle samt den Häusern daselbst und zwei Wiesen in das Gericht Noßrüti gehörig sein sollen; des Brunnens und Wassergangs halb am Wylberg, daß die von Wpl denselben leiten sollen wie bisher, so zwar daß die Anwohner Wun» und Weide, Tratt und Trieb wie von Alter her nutzen mögen. Sofern aber jemand meinte, daß Einer den Weidgang anders brauchte, als wie er dazu das Recht hat, mag er denselben vor seinem ordentlichen Nichter suchen, I». Der rechtliche Tag zwischen dem Abt von St, Gallen und den Gotteshanslcnten ist nach Napperswyl ans Sonntag vor der Auffahrt (21. Mai) verlegt, zu welchem jedes Ort zwei Boten mit Vollmacht abordnen soll, um den Streit zu Recht oder in Güte abzuthnn. Zu I». lieber dieses Geschäft liegen zwei Actenstückc uor, die wir im Auszug folgen lassen: 1. Der Abt von St. Gallen legt uor den Bote«: der IV Orte Beschwerde ein gegen Bürgermeister und Rath der Stadt, daß sie den« Doctor Wendel!» Oswald, des Gotteshauses Priidicant und der geistlichen Schwestern zu St. Katharina Seelsorger oder Lesemcister, ihren Schutz und Schirm abgeschlagen haben, und begehrt nun, daß diese Verfügung aufgehoben «verde, damit Dr. Wendelin die geistlichen Kinder zu St. Katharinen nach Noth- dnrft versehen könne. 2. Hierauf antworten Bürgermeister und Rath von St. Gallen folgendermaßen: Gegen den Vorwurf, als ob in ihrer Stadt jeder llnfug gegen Dr. Wendeln« gestattet wäre, müssen sie sich verwahren, da sie dergleichen gar nicht dulden würden. Sodann berufen sie sich ans den zwischen dem Gotteshans und ihnen durch die Eidgenossen aufgerichteten Vertrag, der unter Anderm bestimme, daß die Amtleute des Klosters, die in der Stadt sitze«« «vollen, «vie andere Bürger zu hatten seien, und daß ihre Obrigkeit die Befugniß habe, ihnen den Schutz zu entziehen und sie aus ihren Gerichten wegznweisen, wenn sie sich widerwärtig verhielten. Nun sei Dr. Wendeln«, der eine Zeit lang Prediger und Beichtiger z» St. Katharinen gewesen, von den« Abte zu seinem Prädicanten und Diener gewühlt worden und «mterstehc sich, beide Acmtcr neben einander zu versehen, während doch jedes allein für einen Mann schwer genug «md die Vereinigung derselben niemals Brauch gewesen sei. — Sodann haben sie hinrcichcndc Kundschaft, «vie Dr. Wendeln« sich mit liederlichen Frauen abgegeben, und als eine ihm ein Kindlein uor die Thüre gelegt, dasselbe habe liegen lassen, sodaß es, wenn nicht die Nachbarn vorgesorgt hätten, von den Schweinen umgebracht worden wäre. Ferner sei es eine landläufige Rede, daß er einer Dienstmagd des genannten Gotteshauses, die seine nächste Base oder seiner Schwester Tochter sei, „ein Kindlein gemacht", «vorüber er noch nirgends und in keiner Weise sich verantwortet habe; dazu halte er zu St. Katharina mit viele» leicht- D In« Zürcher Exemplar folgt hier richtiger I». 038 Mai 15,25V fertigen und der Stadt widerwärtigen Personen Gastereien, waS dein Gotteshaus kein Richen sei; dcsthalb haben die Räthc zuerst durch diejenigen Bürger, welche Kinder, Geschwister oder Basen daselbst haben, die Priorin und den Convcnt ersucht, diesen Unfug abzustellen, und als dies erfolglos gewesen, von sich anS freundlich und wohlmeinend gewarnt, aber ebenfalls fruchtlos; dann haben sie von gemeinen Eidgenossen zu Baden die Bewilligung erhalte», das genannte Kloster, da es in ihren hohen und Niedern Gerichten und innerhalb ihrer Ringmauer liege, vor Schaden zu bewahren. Wie hierauf die Obrigkeit Anstalten getroffen habe, diese Schirmgcwall auszuüben, habe I)r. Wcndclin, laut geschworener Kundschaften, sie mit solchen Schmach: und Trostworten angegriffen, dast jedes Ort der Eidgenossenschaft, wenn sie ihm widerführen, dieselben schwer bestrafen würde, — Da er dem erlassenen Mandate zuwider predige, sei er durch Gelehrte und freunde vielfach ermahnt worden, sich an einem ihm gelegenen Orte darüber zu verantworten, aber immer umsonst; da er nun täglich von einem Kloster zum andern gehe und sich nicht mästigen wolle, so habe» endlich Bürgermeister und Rath, um beide Thcilc vor Schmach und Schaden zu bewahren, ihm die Wohnung in der Stadt gekündet, womit sie aber durchaus nicht beabsichtige», Frevel gegen ihn ungestraft verüben zu lassen, zumal sie wohl wissen, dast zu St, Katharinen nur fünf oder sechs Personen seine Partei halten, Wirwohl sie noch mehrere Artikel anzubringen hätten, wollen sie jcstt darüber schweigen in der Hoffnung, dast dicS in guter Meinung aufgenommen werde, erbieten sich auch zum höchsten, der Eidgenossen Lob und Ehre nach ihrem Vermögen fördern zn helfen. Endlich erklären sie dazu einzuwilligen, dast der Bischof von Eonslanz das Kloster zu St. Katharina mit einem andcrn und tauglichen Beichtiger versehe, doch ohne Abbruch an ihrer Obrigkeit, 3. Aus diese Klagpuncle antwortet Dr. Wcndclin Folgendes: ls Dast er Bürgermeister und Rath der Stadl St. Gallen öffentlich gescholten und ihre Ehre nngegrisfen habe, sei ihm gänzlich »»bekannt; wenn er aber irgendwo etwas Ehrenrühriges gegen sie gesprochen haben sollte, so begehre er, dast man ihm solche Aeusterungcn nenne nnd nachweise; dann werde er gebührliche Antwort gebe». 2) Aus die Klage, dast er in der Zeit, wo er noch (nur) Lescmcister zu St. Katharina gewesen, die „guten Fräulein" daselbst viel gekostet, habe er soviel zu sagen: Etwa fünf Jahre sei er derselben Beichtvater gewesen und habe, dem allgemeinen Brauche gcmäst, dort Herberge, Speis und Trank genossen und jährlich eine ziemliche Gült ; weiter aber als es nöthig und recht gewesen, habe er das Gotteshaus nicht belastet; dafür könne er sich aus die Fräulein selbst bcrusc»; wohl habe er zn Zeiten etwa einen Gast bei sich gehabt, aber allen Aufwand für dieselben aus dem eigenen Sack bezahlt; wenn dies nicht immer geschehen, so sei dagegen zn halten, dast er drei Fahre lang keinen Pscnniiig eingcnommc» nnd seinen Geholt de» Fräulein geliehen nnd zulcstt nachgelassen habe, damit man desto wenigcr Ursache hätte, il,m etwas nachzureden; wie dem allem sei» möge, so wünsche er, dast man der Frauen Rödel genau untersuche; wen» es sich dann zeige, dast er sie mehr gekostet, als vormals andere Lescmcisttr, so wolle er dasür gerne „Wandel thun". 3) Was gegen ihn vorgebracht worden, eine Dicnstmagd im Kloster St. Katharina berührend, werde ihm mit llnrecht aufgebürdet; dieses Gerede sei vor drei Fahren von Einigen erdacht worden, um ihn bei dem Rathc von St- Galle» in Ungunst zu bringe»; er berufe sich dcsthnlb aus die Mutter des fraglichen Kindlcinö und könne mit bidcrbcn Leuten beweisen, dast er unschuldig sei. 4s Dieser („lestte") Klagartikel befremde ihn am meisten; einmal sei der angeführte Vorfall vor fünf Fahre» geschehen, kurz nach dem Antritt seines Amtes zu St. Katharina; des vor seine Thüre gelegten KindlcinS habe er sich nicht annehmen können, weit eben damals zu Eonstauz rechtlich erkannt worden sei, dast es nicht ihm gehöre, da die Mittel desselben schwanger gewesen, bevor er hichcr gckom mcn. — Nach weiter» Erläuterungen hierüber, dio den Boten wohl bekannt sind, stellt er die Bitte, sie möchte» erklären, dast Bürgermeister und Rath von St. Gallen nicht Ursache genug gehabt haben, ihm Schub Schiri» in der Stadt, die dach cinc freie Reichsstadt sei, abzuschlagen; er müsse um so mehr daraus dringen, als die Rede gegangen, er sei hicdurch vogclsrci geworden, und mehrere Bürger ihn gefährlich bedroht haben, wie jeder Bote weiter zu sage» weist. l und 2 bilden im Original ein eigenes Heft ohne Titel ; das Datum ist aber im Eingänge des Teiles gegeben. H 3 füllt cinc» besonder,, Boge», mit langem Titel („Harnach folgt die antwurt", ?c.), in welchem die Klagvcrhnndlung aus den 3. Mai datirt wird. Der sachliche Zusanunrnhnng inachic die Verschmelzung dieser Acten rälhiich. S, « »Ichud. «bichitix .Tommi. Pr.«, Ri, ». ?>lUn «bm Li, s>allr>! s>. imiin: 5MN «tt'i Ei c««»"'. Mm 1525, 639 T««i. Wem. 1525, 4. und 5. Mai (Donstag und Freitag vor Jubilate). Ttaatsarchiv Bern: Mg, eidg, Abschiede, X, p, 2sl, jiailtoiiSarchiv Areiburg: Abschiede, Bd, IIS. Bd. 05. KantonSarchi» Solvthurn: Abschiede Bd. XVI. Tag der drei 'Städte Bern, Freibnrg und Solothurn wegen der Empörung der „bundschühigm" Bauern im Ntünsterthal und andern Orten jener Gegend. I. Die Boten von Freiburg und Solothurn haben „gestern" beinahe gleichlautend die Meinung ihrer Herren eröffnet, diesen unruhigen Leuten oder ihren Mithaftcn, wenn sie eidgenössisches Gebiet überzieheil und so schändliche Dinge verüben wollten, mit Leib und Gut und aller Macht entgegenzutreten, wofür sie beiderseits einen Auszug veranstaltet haben. II. Unterdessen sind die Artikel der' Bauern eingelangt, mit einem Schreiben der dorthin geschickten Boten, des Inhalts, daß diese Artikel vor die drei Städte gebracht und den Bauern darüber Antwort gegeben werden sollten. Die Boten der beiden Städte haben aber nicht darauf eintreten, sondern die Artikel ihren Herren zuschicken wollen. Nichts desto weniger hat Bern sich entschlossen wie folgt: Ans Gefallen der andern Städte ivolle man den Boten, auch zur Mittheilung an die Bauern, schreiben, es könnten einige Artikel wohl gemildert werden, und die Boten seien beauftragt, zur Vergleichung der Parteien keine Mühe zu sparen; wenn aber keine gütliche Mittel gefunden würden, so sollen sie die Bauern ermahnen, mit Gewalt nichts anzufangen, sondern ihrem Herrn zu geben, was sie nach göttlichen billigen Rechten schuldig seien, und um ihre Beschwerden das Recht zn brauchen; wenn sie aber den Bischof von Basel oder andere Verwandte der drei Städte mit Gewalt anfechten, so werde man denselben leisten, was die Bünde und Burgrechte erheischen. — Deßhalb ist ein Auszug von 6000 Mann verordnet; die beiden Städte sollen aber nicht ohne Wissen und Willen von Bern aufbrechen. Von den bezüglichen Acten scheinen sich nur eine Anzahl Correspondenzcn erhalten zu haben, von denen wir nur die ersten können folgen lassen: 1) 1525, 3. Mai (Mittwoch ipsa Jnvcnt. salutifcrä Erncis), 7 Uhr Vormittags. Bern an Freibnrg. Ansehung eines Tages auf morndeß früh in Bern, auf Begehren Solothurns, zur Berathung über folgende Vorgänge: „Disers morgens früe umb die dritte stund nach mittuacht habend wir von unfern lieben Eidgnosscn und Mitbürgern von Solotorn schriftlich und fünft von dem Meyer von Biel und (dem) Thumbcustos der Höchen Stift zuo Basel mundlich beruht empfangen, wie daß die bnndschüehischen puren, so gan Bcllclä wellen ziehen, sich widerumb gen Habchcssen, da der recht groß Hufen gelegen, gckert und also mit cinandern und ganzer macht hüruf gan Münster und Belleln, darvon sy nit mer dann ein myl wegs nf gestern gelegen, ze zicchen und söliche beide und ander gottshüser, ouch die geistlichen, den adel und andre oberkeit und amptlüt ze strafen understandent", w. 2) 1525, 3. Mai (Mittwoch ipsa Jnvcnt. snlutiferä Erncis), gleiche Stunde. Bern an Solothurn. — In etwas anderer Fassung. l) und L) im St. A. Bern: Tcutsch MIssiveil ?. i. s?s.»?». 3) 1525, 3. Mai (ipsa Erncis im Mai). Bern an die Gesandten der drei Städte. Auftrag, infolge des Gesuches des Domcustos der Stift Basel, sich gegen die Aufrührischen des ihm untergebenen Gotteshauses St. Ursiz anzunehmen. >>,. n>. e. »?» b. Am 2. Mai (Vigilia Jnv. Crucis) hatte Solothurn auf Anbringen der Herren von Münster beschlossen, Bern um Ansehung eines Tages der drei Städte und Abordnung einer Botschaft nach Münster zu ersuchen (S. Nathsbnch, p. 476). » Mai 1525. 4) 1525, 5. Mai (Freitag vor Iubilatc). Bern an Frciburg. Mitthcilung dcr Artikel dcr nnfrührischcn Bauern und des darüber gemachte» Abschieds, mit Bitte »in sofortigen Bericht, ob man „die Schrift" an die Boten „also" schicken solle. « « «. 5) 1525, K.Mai (Samstag nach Invcntionis (vnflct nil, ir snen gnnogsamklich bcricht der usruorc» »nd rnbörungcn, so sich allentl>albcn erheben, in sölichcm sich gcsücgt, dasi die nnscrn anfangs »ist dcr Herrschaft Roiberg, demnach von B orncck, Thicrstcin nnd Hilgenberg sich vcrsamncl und mit cidspflicht verbunden haben, von einander» nit zc wychen, bis sy anfangs dcr eigcnschnst, mit dcr sh »ns vcrpfticht, an(c) alle» abkouf gclcdigot und danncthi» inen ctlich artikcl, als ir zum teil an ingelcgter copy mögen scchc», nachgelassen werden, des; wir uns gar nit verstehen, »nd haben angcnds uf vergangnem .^inslag »njer trcfscnlich botschafl von beiden Räten zuo inen gcscrtigct, die ouch alle güciikcit by inen gcsuocht und doch, als wir besorgen, unfruchtbar ; dann dieselben die unfern nndcr dcr Wasserfallen und dem Beinwlsibcrg, desigeluchc» all ilwcr und unscd lieben ^idgnosscn von Basel, die für die Stall dasclbs gezogen, als ir usi der andern copy onch anzöig haben, und des Bischofs undcrlhan(cn) haben sich zcsamcn vereint, einander» bn irem unbillichen sürncnrcn zuo handhaben ; wo sölichs surgang (darvor dcr allmächtig sin wollet sollte gewnnncn, wogen ir ermessen, zun was nidcrtrucks aller ober und crbcrkcit sölichs wurde langen; und sind also rasig worden, haben ouch sa'"B unser» Aemplcrn dijcnthalb dem gcbirg, die sich ivol crzöigc», einen »szug gcihan, wo über unser sründlich Werbung, die wir sy abzuowyscn abcrmalen lresscnlich thuon werden, die selben nngehorsainen lül sc us irem surnc»"'" beharren oder den gehorsamen darumb schaden wollten znosucgcn, als sy warten sind, dasi wir sölichs wenden »nd daran unser vermögen lybs nnd güöts scheu wolle», und verkünden üch als denen, so sainpt einer s>u» Bern uns mit sundcrlichem burgrcchtc verwand! sind, dassclb gnotcr Meinung, den Handel mit sinem schivant bedenken, und ob wir zuo rctlung unser gcrcchiigkeit »nd dcr oberkeil je mil dcr gcthat zuo handle» gclniugt wurden, alsdann üwcr gctrüw usscchcn zuo uns zc haben," >c. ». ?> >r>ud«, « K> 1525, K. Mai (Samstag vor Iubilatcj, 5 llhr Rachm. Bern an si'aspar von Müline». Auftrag >>ud Bollmacht zu gütlicher Beilegung dcr Spane zwischen dem Bischof von Basel nnd den empörten Bauern. Eingang dcr Antworten aus die gestern von den Bolen dcr drei Sliidtc gesagten Beschlüsse werden weitere Bc fehle folgen, ?c. e, «, Miisivr« » r.»?« u. 7) 1525, 7. Mai (Sonntag Iubilatc). Bern an (Tcuselben?). Seit gestern sei Bericht eingegangen, dag sich die Angehörigen Solothnrns cnnct dcr Birs zusammcugelhan »nd besondere Artikel gemacht, und dasi»" Gebiet dcr Stadt Basel ebenfalls grosic llnrnhc vorhanden sei; desihnlb scheine räthlich, dasi die drei ^mdb nicht sür jemand anders ausziehen, dem sie solche Hülse nicht schuldig wäre», sondern erwarten, ob ihr Geb»! überzogen oder ihre Gotteshäuser angcgrisscn würden, nnd dann Gegenwehr versuchen; dafür sei ein Auszug l" den Panncrn gclhan, ?c. Man wünsche aber gleichwohl, das, so weit möglich in der teilte gehandelt werde. 8) 1525, 7. Mai (Sonntag Iubilatc). Bern an Riklans von Ticsibach, si'oadjutor des Bivthums Bairl — Dem Borigcn ganz consorm. !>) >525, 8. Mai (Montag nach Fubilatcs. Bern an Biel. Antwort auf das Ralhvbcgchrcn über de^ Bischoss Forderung eines .siusahcs. ^s wisse wohl selbst am besten, was cS dem Herrn von Basel schuldig si> 7>- »t w « zc»n>l rn-n» MNftix« v.» »ri, »r« 1V) 1525, 8. Niai (Montag nach Fnbilatc). ^Icrn an Frcibnrg. ? cm Bischof von 'Basel, der heute diu ' eine Botschast um eine» Rathsbotcn gebeten, um dir Gnpörnng d^r Bauern stille» zu Helsen, habe man »nllwbU und bitte nun Frciburg, wenn jene Boten dahin kommen, ihnen auch zu entspreche», jedoch alles in den A>">cu des Bischoss. «.« zink»,: « 's.". Mai 1525, 041 T«7. (Krandson?). 1525», 6. Mai. StaatÄarcinv Vevu: Allgemeine eidgenössische Abschiede X. p. 2K1. Gesandte: Bern, Caspar von Mülinen, Frei bürg, Anton Krunnncnstoll, Venner. — Für den Herrn von Bergier, Chainpvent und de la Motte: Glando Dortant, Herr von Bcrchie; Loys de Bonvillars, Herr von Meziercs. Vergleich über verschiedene Anstände zwischen den beidseitigen Untcrthane», Der Abschied ist französisch. (Masel?) 1525, 8. Mai. jtantonSarcinv nw ^cstcrrich oder an andern orten sihcn hal, die söllent der lybcigenschnst halb, dahiii sy bishar gedient, ouch ftncr gcdicncn, nnd wie an einem jeden ort »u» hinsür gebrnch ivirdct, ge stürcn, sroncii, faßnachthücnrr gc geben und zc dienen schuldig suis doch soll hierin eigentlich bedacht nnd ingcsehcn werden, daß man n» einem jede» ort a» den sturen us oder abgnng, darnach sich an jedem end der eigenen Personen halb »icrcl oder minderet. „Zuo dem vierte», bctrcsscnd die eigens schasst, damit die niiderlhonc» in obgemcltr ämpter s'iestnl, srarnspcrg, Waldenburg, Homburg, Mnnchcnstein und Aintnh gehörig und gebunden sind, soll hinsür als bicchar bliben. doch darby guoglasscn, ob einer oder eine nß deren von Basel gebiet nnd oberkeit giechcn wurd, daß dann dieselbe» von Basel von dcmselbigcn, ob er das wurde begcrcn, ein gimlichc nblösiing der eigen! (ow) neincn und i» dam» sieche» lasse» solle» ; wurden aber die, so also abgngend, sich der cigenschast ab;clöscn nit begeren, dann bebalten die von Basel ir nachfolg nnd dienst, wie bißhnr bescher». „Dcßglichen ist ouch hicby lutcr abgcrcdt, ob einer oder eine, so deren von Basel eigen, in deren von Basel oberkeit und ämptern wiche» oder mannen wollt, daß sölichö nachgelassen und hicmii niemand?' dbcin ungcnosiame (wie bishar bescher» > verfallen sin nach geben söllc. So aber einer oder eine ußwcndig der statt Basel oberlcu und iimplcrn mit andern Personen, die nit deren von Basel eigen, sich in etlichen stand veränderte, dieselben solle» die ungenossamc wie bishar on alles »Stechen abtrage». „Zum fünften, den bösen Pfennig bcrücrcn(d), so us das wmnuigelt geschlagen, der soll hinsür nachgelassen, und die wir! guo s'icstal, Waldenburg, Sissach und <>lcltcrchingcn von jedem soum wyns nit mc dann sechs >»»>!, doch daß dieselben sechs moß mit so vil gcltS, wie dann der wyu, so verschenkt wirdct, giltet und von alter harkommcn, behalt werden, geben sollen; was aber der andern wirtcn in s'icstal, Barnsperg, Waldenburg »»^ Homburg ämptern und nit an den landstraßcn gesessen, deren soll jeder alle jar für die lascrn fünf schwing u»d dann für das nngcll ein pfund stäblcr, tnot guosamen ein gülden, geben. „Susi wie es bishar guo Münchcnstcin und Mutuh mit den tascruen nnd nngel« gehalten, darb» soll cS noch bliben. „Zum sechsten söllent die in den ämptern der bnnnbricscn, so mau inen bishar um schuldcn guogcschick>' entladen, aber dargcgen mcuklichcm eins unvcrgogcncn sürdcrlichcn rechtens gehörig sin, und ob etwas lostcnS »»d schndcnS je guo gytcn us ei» gcrichtsüebung ergo» (wurdl, dem soll der teil, so im rechten nndcrligt, dem sigbaw» abgetragen verbunden sin. „Zum sibcntcn, bctrcsscnd den salgkouf, da söllend die von Basel neu underlhoncn in den ämptern ge»»?" die wal lon, daß sy by dem salgkous, wie ein ersnmc statt ^Basel inen den bißhar gegeben, bliben, oder den saltkoiü also sry habe», daß ein jeder wo im gesellig, doch allein guo sincr sclbs eigenen notdurst und nit us wer g»'»»" und fürkous salz tousen möge, und soll aber niemand givalt haben, salg in (den) ämptern guo verkousen odc> salgkasten gc halten, dann allein die von Basel wegen ircr oberkeit. stiemend dann die underlhoncn den jalgkovi, >vi» die von Basel den bishar in ämptern geben, an, so blibt eS darb»; wo nit, dann söllent die van Basel »>>> sin, salz in ircn ämptern zc haben oder »il und das Ihür oder ivolscil, wie sy es trmvent gc genießen, (gc) gel»» s^S sollend ouch die von Basel in discin fall nit gebunden sin, ircn undcrthoneu uß den ämptern in der ß'w Basel, wie s>) ircn bürgern Ihuoud, salg guo verkousen. „Zum achtenden, so jemanS wär, der uß vilgcincldtcn ämptern ivär, der do nnios in der statt Basel g>"' sin sclbs eigenem brück) kouste, der oder die sollen, was sy darmnb in dem niuoshuS schuldig (werden >, usricküc»- aber den rappcn, so einer undcr dem thor ouch geben mücsscn, der soll gang nachglasscn sin, es wäre dann, einer us inergwinn kouste, der soll im innoshuS, ouch undcr dein thor, wie von alter harkommcn ist, golle» „Wer aber grücn („grien") oder dürr fisch, als stocksisch, blatlySIi w. und derglichcn in der sia» kaufte, soll darvon, wie von alter harkommcn ist, den goll geben. Mai 1525, (14Z „Zuo dem nü»ten solleut die undertanen vilgemeldter ämptcrn von ire» Herren van Basel zuo keinem frömbden surften und Herren ze zieche» (ge)zw>liigen noch gelrängt werden, es wäre dann fach, daß ein statt Basel für sich selbs, oder ein gmcine lobliche Eidgnoschaft sampt allen ircn landen und lütcn ircn bcdörfhtsig; alsdann sollend dic in (den) ämptern den(en) von Basel als iren Herren und gemeinen Eidgnossen, ivie sich gcbürt und sy schuldig sind, zuo(ze)ziechcn verbunden sin. „Zum zechenden, so einer mit einem karren oder wagen in die statt Basel farth der soll am wider nshar farcn, er fiicre ein gcladncn wagen, karren oder nit, wie von alter har den zoll geben. „Zum elften, die rütezins berüerend, soll hinfür kein järlichcr zins nie von den rütenen genommen werden, sonder soll es dcrcnthalb by dem alten bruch, das ist by den roubyzinsen blybcn. „Zum zwölften sollend die nnderthanc» der ämptcrn Fnrnsperg, Waldenburg, Homburg und Münchenstcin nun hiufür gwalt und macht haben, füchs, wölf, bären, tär und derglichen ze fachen und was sy deren fachend zuo behalten; aber des roten gwilds sollend sy sich müeßigcn und das weder schießen noch fachen, es wäre dann fach, daß sy es uf ircn güctern schaden thnon fanden, dann und snnst nit mögen sy es ilf iren güetcrn mit Hunden oder seilen ivol fachen und darab tryben, aber in keinerlei weg schieße», und sollen hierin ganz kein gfar brachen. Sy sollen mich der schwyncn müeßig gon, die wie das wildprct weder fachen noch schießen, sy täten inen dann uf ircn güetcrn schaden, und daß es also sin erfunden, dann und sust nit mögen sy es schießen und fachen, doch der oberkcit au ir(cr) rechtsami unschädlich, onch dem brnch, so sy der schwynen halb von S. Andrestag hin haben, onvcrgriffen. „Und als bishar bracht, daß die so uf Hasen lasen (sie) wollen, sobald sy Hürden gestellt, einer dem vogt einen Hasen geben mücsscn, ob er glichwol nüt gefangen, soll also geändert sin, wann er facht, daß er den ersten Hasen dem vogt gebe; facht er aber gar nüt, soll er onch nüt ze geben verbunden sin. Das Voglen ist in(cn) allen erlaubt. „Aber des sischenS halb, so diß nächstgcnempt nndcrtoncn inen zuozelossen begert, ist angsechen, daß an jedem ort, da bäch sind, die bäch »stellt und des ersten einem vogt in namcn der oberkcit, darnach einem jeden dorf sin soliderer zirk crncmpt werden, also daß ein jedes dorf gwalt und macht Hab, in sinem ernempten zirk und nit wyter zno fischen, doch daß sy den bach nit abschlachcn, sonder den fisch fry fachen, onch daß sy im leich der fischen verschonen sollen, und wann etwan ein vogt in »amen der oberkcit fischen bedürfte, dann mag er ivol in alle bäch gan und zimlich darinnen fischen. Mail soll onch dein fisch sin frycn gang lassen, und kein dorf sinen zirk verfachen. „Zum dryzechcnden soll in(en) allen das vcrbott des hodlens halb beschccn nnchgclossen und ir eigen korn oder ivas sy zuo Basel am merkt koufen und wie sich gcbürt verzollen, wie sy trnwcn ze gcnicssen, ze vcrfüeren erloubt, doch Hann den Herren von Basel vorbehalten sin, daß sy mögen je zuo zyten nach gstnlt der fach den merkt by inen verbannen oder znolasscn. „Zum vicrzcchenden, den fridcn betreffend, da soll es by demselben friden, wie der durch ein crsamcn Rat der statt Basel angesechen und usgangen ist, damit frid und cinigkeit erhalten blibcn lind demselben on alles inbrechen gelebt »iid nachkommen werden. „Zum fünfzechendcn sollend alle todfäll in kenterten ämptern nachglassen sin lind hiufür weder gefordert noch geben werden. „Zum sechszcchenden, als dann in Farnspcrger ampt bishar mengcr an zwei oder drü ort landgarben geben, sollend sy dieselben landgarben hinfür nit nie dann an ein ort, nämlich dein vogt von Farnspcrg gebeut „Zum sibenzechenden sollend und wölkend die undertancn in allen vorbcrüertcn ämptern die Herren von Basel als und für ire natürlichen Herren und obcrn erkennen, haben und halten, onch inen als die ircn gehorsam sin." II. „Diß nachfolgend ist, was der nrtiklen halb, so jedes nmpt über die obgcmeldten gemeinen beschwerdcn für sich selbs hat, nbgeredt und, wie anfangs uswist, uf hindcrsichbringcn gcmittlet ist." L i c st a l. „Wyler füllend die von Licstnl by irem bruch, so sy des jagens und sischens halb haben, onch fürohin blibcn, anders als den nascnfang in der Ergolz hin betreffend, ist beredt, daß in demselben jedes jars drü thcil gemacht 4 Mai 152'., werden, da der ein thcil den Herren von Basel, der ander thcil denen von Lsiestal, nnd der drill thcil den fisch"» zuogchörcn; doch sollen die von )'icstal dargcgcn onch den drilllheil kostend, so über die sischcnzc» gal, lidcn und tragen, und wann der nascnfang us, dann sollen sich die von Basel dcö dacht») nil Wyler (dann bis wider >» dein nascnsang) annemcn. „Itcin iind wann die von Cicstal in der statt Basel zuo ircn selb» cigencin brnch korn konscn, alsdann sollend sy in der statt Basel von jeder vicrnzcl ein sckilling mit sanipt dein psennig, so dein schrybcr gehört, darvon verzollen, und so einer dasselbig korn zno Cicstal, ivic in ansang slat, oder sust korn, das er sclbs crdnwe» hat, zno cigencin brnch in sin hns malen lat, von jeder vicrnzcl nil ine dann sechs psennig zno ungclt geben, >»'d die übrige» sechs Pfennig, so die von Liestal vcriilcincnd inen kürzlich usgcseht si», sollend am »»gelt nachgeb»»'» ivcrdcn. Doch so soll in deren von Basel gefalle» stein, dasz si mögen die sechs psennig an dem zoll des crkousten korn(s) in ircr statt oder aber an dem nngclt zno Licchstai nachlassen. Wäre aber, dasz jcinands von liestal us snrkons, oder daß ein deck oder ivnrt korn zno Basel konscn wurde, die selben (sötten) zuo Basel und )sicckis>ai zolle» nnd das »»gelt geben, wie jch gcbrncht wirdet. „Zuolctst sollend die von Licstal hinsnr nit zivungc» noch gelrangt werden, ciniche sronlauwcn »sicrthalb dc»> das die statt (sicchstal antrisst, zuo thnon, eS syc us die schloß oder anderschwo Hinz so man aber etwas an Vicchstal buivic, sollend sy, wie bishar beschechen niid gcbrncht, zc fronen schuldig sin. „Und wie sy bishar ein geseihte stur gegeben, darby sollend (sy) nochmals blibcn. Farnspcr g. „Die gcmcinde(n) in Barnspergcr anipl solle» das schloß hinsür wie vornachcr beschechen nnd sy scb»ld>? sin, bcholzcii nnd über dasselbig zum schloß sroiicii und ta(n)wen, nainlich ivclchcr einten) zug hat, >»>> dein zug, und dann einen mit sincin lib, und welcher aber kcin(cn) zug hat, der sott auch mit sinrni lnb des I>»^' ein srondowcn thiion, und inil solchen tawcn soll ein jeder ein jar sin sronnng geleistet ha» und nit wisicr sch»>d>g sin, es innre dann (das l'sott gnädcnklich abwenden wöll), daß krieg oder andere noldurst an dem ichloß zc bnn'e» snrsicl z dann sollen sy zuo dem schloß Farnspcrg ze sronc» nnd wie von alter hin kommen ze fnorcn schuldig !>»- „Zuiii ander», die vcrsallcncn buoßcn bcrücrcnd, dicwil von alter har der brnch gsin, ivann einer g»ad bcgcU, daß dann die zwei teil der buoß nachglosicn und nil mc da»» der drittcil bczalt worden ist, soll es hinsiU s»^ daby blibcn nnd der dritt Pfennig von de» buoßcn genommen werde». „Juni dritten ist den niidcrlhoncn der grasschast Aarnspcrg zuoglosicn, daß si mögen »nangcscchcn das verbot«, so inen dcßhnlb by zechen pfnndcn beschechen, ivol mögend, doch allein in der grasschaft Iarnsperg, wo ine» gl»b' und sy truwc» zc genießen, zno mülc sarc» ; wörc aber, daß jcinands nßivcndig der grasschast si?anisprrg walc» losscn ivcllt, der soll als ein übcrtrcttcr des pots die straf der zechen psund abtragen. „Zum vierten, ob sich dhcincst (davor t^ott sig) ein straf ein» ungcwittcrs eröigcn, also daß die undcrtaue» discr grasschast bärlichcn schaden cnpsiengcn, dann sollcnt die Herren von Basel de» nndertoncn die järlichc» und habcrzins zno lydlichcn zilen zuo bczalcn erlegen. „Zum sünstcn, ivclchcr im szricklal tFriclal) siht und ei» zug hat, der sott dem vogt zno Iariispng jars ein snordowcn thnon oder aber dasür iij ß. geben. Dcßglichcn sott onch ein jeder, er Hab ein zug »der »l>, mit sincin lyb ein towcn thnon oder aber dein vogt darsür acht rappcn geben. „Gliche, gstalt sollen die von Wytnow der taivcn halb gehalten werden, wie die im izriclnl, nnd sollcnt ab" die im Irictal, onch Wytnoiv, dem vogt zuo farnspcrg jeder des jars (sürlhin, als bishar bcschchrn, ei» saß»<»^ huo» zuo geben verbunden sin. Waldenburg. „Des ersten solle» die von Waldenburg, wann ein nüwcr vogt nszücht, demselben vogt sin» guolo l»'^ wägen von Basel »s das schloß und so er wideruinb abzücht, onch zwcn wägen sins guotv widcrninb go» sücren und sunst des ns und abzichcns halb nit Wyler belade» werde». „Zum andern solle» alle die, so in Waldenburg sihcn und zng habe», mit dcinsclbcn zug zum jar ein ton»» zum schloß thnon. Dcßglichcn soll ein jeder i» Waldenburg, keiner nsgcnoinnicn, mit sinem Ivb auch ei» ton»» zum schloß thnon , doch sollen in obgcnannt(cn) srondowen alle srondienst zum schloß gehörig vergriffen sin. Mm 1525, 845 daß keiner über obgcnannt towen nit >v?iter zc fuoren noch ze towcn gcträngt iverdc??, und so also durch si gefnort und touwct wirt, soll durch ein vogt vön Waldenburg inen zimlich ze essen, ouch ireu rossen höw geben werden; doch Hann vorbehalten, so man an dein schloß etwas bnwen, oder daß krieg inficl, dann sollen s>) der oberkcit ze fronen schuldig sin. Zun? dritten, als die von Holstein eins eigenen briesters bcgcrt, sollen sich die Herren von Basel irer gercch'Iigkcit, ouch gstnlt der fach (nach) Hann entschließen. „Zum vierten, als die von Waldenburg der Hölzer fry zc sin begeren, ist für guot angescchen, daß da vergönnt wurde, daß ein jeder zum jar ein anzal rebstcckcn machen w." Diesen? Spruche füge?? ivir zur Ergänzung, jedoch in thnnlichstcr Kürze, die von kleineu und großen Nöthen von Basel am 15. Mai (Montag nach Cantate) verfaßten „Nachschlage" bei, die sich am gleichen Orte befinden- Mi, 1—4 werden angenommen. Art. 5. Der böse Pfennig ist erlassen. Dagegen sollen die Wirthc zu Liestal, Fnrnsburg, Waldenburg und Homburg, die an den Landstraßen wohnen, von jeden? Sann? Weil? 6 Schilling llngcld geben; die übrigen 2 Schi, und die 0 Maß vom Saum sind diesmal auch geschenkt. Aber die Ncbcnwirthe, die nicht an den Landstraßen sitze?? oder eigenes Geivächs verschenken, sollen von den? Sann? nur 4 Schl. gebe??; die Nebenivirthe sollen ihr Tnvcrnengcld, nämlich 5 Schl., z» gebe?? verbunden sei??. . Art. li. Der Bann soll erlassen, dafür aber jeder Schuldner verpflichtet sei??, den? Kläger jederzeit und schon ans den erste?? Gerichtstcrmiu Antwort zu geben; Kosten, die im Rechte?? auflaufen, als für Zchrung, Botenlöhne ?e., hat der unterliegende Theil zu entrichten. Art. 7. Vertierend den salzkouf, den wölkend unsere Herren, wie s?) den bishar gehcbt, ouch fürcr behalte??, die ircn mit salz verstehen und gar nit gestatte??, daß s?) andcrschwo salz konfei? mögen." Art. 8. Zn? Wesentlichen zugegeben. I»? „MuoShans" soll nur dein Knecht sein Pfennig, im Kaufhaus der -soll, voi? 2 Gestern 3 Pf-, gegeben und dafür das Wahrzeichen bezöge?? werden, unter den Thoren nichts. — In? klebrigen gleich. Art. 0. Anerkannt, mit den? Zusatz, daß die Neislänfcr 10 Pfd. Buße geben sollen. Art. 10—10 bleibe??, wie sie stehen. Art. 17. Die Unterthancn sollen sich vor alle?? Dingen der mit einander eingegangenen Eide cntschlagcu und den Eid von neuem schwören. Es folge?? einige Aenderungen zu den besonder?? Artikeln und die „Beschwerden der Einptcr", größtenthcilS in kurze?? einfachen Sätzen (in? Auszuges. Hier möge beiläufig auch der endgültigen Bertragsbriefe gedacht sei??, die mit de?? einzelne?? Aemtern festgesetzt wurden Dieselben liegen ii? de?? entsiegelten Originalpcrgamenten vor. Wir geben nur die Datei? derselbe??: Liestal Dienstag nach Erandi, d. i. 30. Mai; Waldenburg, Homburg, Mittwoch 31. Mai; Farnsburg Donstag 1. Zun?, M ü >? ch e?? stei n und Mutten; Freitag 2. Juni. «, z>, B-pm A, B-»>-»..R«?°» c?ü2->). T«S. Ziern itlid Areilnng. 1525, 8. u»d 9. Mai. SlixUSarch?» Bcr»: RathSmamial R>. 20S, ,>. 2?!>, jiaiitoiisnrchi« Fr-ibuea! Ralhabuch Rr, ?2, I. (Bevit Montag »ach Judikate). Auf das Anbringe» des Bote?? von Lnceri? wird „gerathen" (resp. geantwortet), wem? Jemand „ihnen" oder den Ihren Schaden zufügen oder sie überziehen wollte, so werde Bern thun, was es schuldig und verbunden sei; des Gleichen versehe es sich zn ihnen. II. (Frcibnrg, ans St, Niklans im Mai). Eine Botschaft von Lnccrn eröffnet das Begehren, des „bäurischen Handels" wegen gnles Aussehen zn üben, ?e. Es wi?d ih? treue? Pristand zugesagt. 646 Mai 1525, ??«». Dorneck. 1525, c. 7. bis 9. Mai. steck,!«« N«rn, v»c»r», Ar«il»ira, Solvtbiirn. Unlcrhciiidliing mit den empörten Bauern im l^ebicle Sosolburns durch Botschaften vo» ^ern, ?»ccrn, Freibnrg und Solothnrn. Die erhaltene» Acte» geben nur unzureichende ?lnha>tspnnctc, da dic ivichligstcn Anizeichnnugen, dic Be schwcrdc und Vcrglcichsartikcl, zu fehlen schein«'». Wir lassen daher dic bezüglichen Missivcn folgen: l> 1525, 7. Mai (Sonntag ^ubilatcl, um Niiltag. Solothnrn an Bern, ^'ncern ^md Freibnrg. Erinnerung an das erste Schreiben betreffend dic Empörung der Uutcrthnncn. „Und wicivol wir gemeint, nnser anwö». so wir by inen haben, sollten etwas miltrung gcschasfct und crsundcn haben, so ist cS doch ganz unfruchtbar; dann st) haben, über das die erste» ersordrolcn artikcl gar »ii lydculich, ander vil stärker und unbillicher vergrisie» »»b den gedachten unfern anwältcn überanlivnrtcn laffcn, als ir an ingelcgtcn coppei, mögen scchcn. llnd diewnl uns nun, alö ir ivüstt zno crincsscn, gar nit znozcmuotcn, derselben cinichcu, bcsundcrS dicwpl si vcrmeineii, sölichb mit gcwaltc zno behalten (als si anzöigcn, der recht houptbrics lig im scldk zno bewilligen, und wo sölichs fürgang gewinnen, alle ober und crbnrkcit nidcrgctruckt, ander von inen crempcl cnpfahen wurden, gcltzchcs zc undcrNand. haben wir uns entschlossen, wo dic botschastcu, so wir von unsrrn ober» Herrschaften hinab gesandt, u»gcscho>>e> abscheiden mücsscn (als wir uns nach Härte des volkS vcrscchenl, in dem namcn gottcS mit unscrin vermögen zno verrücken und ir ungöttlich muotwillig fürncmcn zc strascn und das, so wir l ür crkonst und bishar mit go» und crcn in gewcrdc gchebt, undcrstan zno behalten und daran zno sehen lnb und gnot und wollten üch söl>«b'' anzöigcn, mit früutlichcr und hochgcslissncr bitte, ir wollend üch, wo wir also verrücken, bcwyscn »acb unser >» vertnlwtn," St. A. Bern: A. Solothurn l. A. ,^retburg . A TolothttM 2) 1525, H.Mai (Montag nach ^nbilatc). Bern an Solothnrn. Wie mau aus das gestern von Hans H »gi angebrachte Gesuch geantwortet, werde derselbe zu berichten wissen . . . Nichtsdestoweniger habe man aus das geller» spät eingctrosscnc Schreiben und dic beigelegten Artikel der ausrührischcn Bauern einen Auszug von tlOOV B!a»n bcschlosicn und einhellig bewilligt, das; Solothnrn im Fall der Noth dic nächsten Anstöstcr ausnisen und unici seinem Panncr führen möge, jedoch mit dem Beding, dast cS dieselben bei seiner eigenen Mannschast bcballc und sofort Nachricht gebe, damit man den erwählten Hanptmann nachschicken könne, :e. 3> 1525, H. Mai (Montag nach Inbilatcs, Bern. Aufgebot in Stadt und ^'and (auch in dic verburgerle» Städte w.). Vgl. die folgende Beilage: ?«,«. r«-»» v?,«,«««. v ar» »-> 1525, 12. Mai (Freitag vor Enntatcs. Bern an Neuenbürg. Abweisung der versuchten Entschuldigung. »''' abermaliger Mahnung, den Bürger Pflichten nachzukommen, da eben dieser Auszug dic Stadl N. selbst vor den befürchteten Gefahren schützen werde, ?c. <»,. »»s >>.r 4> 1525, H. Mai (Niontag nach Fubilatc), 7 (Ihr sllachnr. Bern an 6aspar von Blülirren, Peter im Haö und Peter Phorrnann. Bericht über dic der Stadt Solothnrn gegebene B»sagc ans den Fall, dast dic Unterlbancn sich nicht gütlich mit der Obrigkeit vertragen lasten und auch mil dem Rechten sich nicht begnüge» wollten. »». n» e. «n ^ 5) 1525, O.Mai (Ticnstag nach Fubilatc). Peter Hcbolt nnd Niklnns Schienbein an Schultheis! und:ba'b in Solothnrn. Gestern haben dic Abgeordneten der t gehorsame» > Landschaft mit den Ungelwrsamcn den ganzen Tag fruchtlos gehandelt, wobei dic letzter» dic Boten von Bern und Basel nicht zugelassen; zuletzt aber, ..an diese Nacht", sei ein Abschied gemacht und hcntc früh dic Unterredung fortgesetzt worden, bis sich dic Bauern Heimkehr entschlossen haben; ei» anderer !ag an der Brücke zu Torneck sei aus hcntc über acht Tage verschob'", wo dann „alle" wieder mit einander kommen wollen, zc. Nachschrift: Bitte, hicvon auch Freibnrg .(ienninist >» geben. , N : « eol-ihxni ««»«Net. Mai 1525, 647 0) 1525, 9. Mai (Dienstag »ach Jubilnte). Sololhurn n» Frciburg (ebenso an Bern). Dank für die anerbotenen Dienste und Miltheilung eines Berichtes ans Dorneck. Man hoffe nun zwar noch auf guten Erfolg bei den Ungehorsamen; wenn sich aber die Unterhandlung auf dein angesetzten Tage zerschlüge, und die Andern zu gebührlichen Dingen sich nicht schicken wollten, so empfehle man sich zu treuem Aufsehen, ?e. K. A. Fveibiu'g: A. Solothnrn. 7) 1525, 10, Mai (Mittwoch nach Jubilnte). Solothnrn an Freibnrg, Verbindlicher Dank für den verheißenen Beistand. Anzeige des neuerdings bestimmten Tages in Dorncck, und Bitte um Abscndung einer Botschaft dahin. ' n>. n>, 8) 1525, 10. Mai (Mittwoch nach Jubilnte). Solothnrn an Lucern. Gcflisscncr Dank für die bisher übernommene Mühe in der Unterhandlung mit den Ungehorsame», mit dem Erbieten, solche Dienste nach Kräften zu vergelten. Da nun die Bauern außer den abschriftlich mitgctheilten Beschwerden täglich neue erdenken, und die jetzt heimgekehrten Anwälte berichten, daß auf nächsten Montag Nachts (rcsp. Dienstag) in Dorncck ein anderer Tag bestimmt sei, um an der Brücke mit der ganzen Menge zu handeln, so bitte man Luecrn, auch seinerseits eine Botschaft dahin zu verordnen. Si. A. Luce»»: Missive». 9) 1525, (e. 12. Mai), Solothnrn. Die Beschwerde-Artikel der Gemeinden (12 W) und die bezüglichen RathSvcrhnndlnngen verzeichnet in Kürze das Solothurner Nathsbnch, x. 498—500, 501. S7R. Htotyweit. 1525, 0. 10. Mai f. Archive.".Ulrich »»d Schasfhaiiseii. Versuch ciiicr gütlichen Unterhandlung zwischen den empörten Bauern und ihren Herren, durch Botschaften Zürich (Rudolf Thnmysen, Hans Kambli?) und Schaffhansen. Anfang und Ende dieser Taglcistnng lassen sich nicht bestimmen. Au bezüglichen Acten liegen nur folgende vor: 1) 1525, 10. Mai, Herrenberg. Des gemeinen (schwäbischen) Bundes oberster Feldhnuplmann, Jörg Truchscß, an die zu Nothweil oder anderswo versammelten Boten von Zürich und Schaffhansen. Er habe ihr erstes und letztes Schreiben samt den Artikeln der Bauern dem Kriegsrath angezeigt; dieser habe ihr freundliches Ansuchen dankbar aufgenommen und zweifle (aber) nicht, daß sie wohl zu bedenken wissen, daß der Bauern nnfrührischcs Treiben wider Göll, natürlich! und gesetzte Rechte und des Reiches Drdnung ?c. seien, also daß es sich nicht geziemte, derart unterhandeln zu lassen, Bwil nun die Aufrührer im Hegau und auf dem Schwarzwald mit ihren Lbrigkcilen Anläße zu gebührlichen Rechten beschworen haben, die sie aber nicht halten, so wolle man, damit Niemand llagen dürfe, er stehe rechtlos oder werde wider göttliche Rechte beschwert, die Bote» einladen, bei der aufrührischen Banersnme gütlich dahin zu rvirten, daß die jüngsten Vertrage beobachtet und was daraus folge, angenommen und bestätigt würde. Ans dieses Mittel sei bei den Bnndcsvcrwandtcn ein Friede zu erlangen; wenn aber die Bauern in ihrem srevlen Unternehmen beharren, so werde man genöthigt, es mit der That abzustellen. SI. A. Zür ich! A. Reichssachw. 2) 1525, 11. Mai (Doustng nach Jnbilatc). Schasfhnuscn an Zürich. Mittheilung eines Schreibens von Jörg Truchscß an beide Orte. Da man fehl-, daß alle (gütliche) Unterhandlung fruchtlos sei, so habe man keinen weiter» Entschluß gefaßt; Zürich möge nun handeln, ivas es gut bedüukc. St. A. Zürich: A. Heg»». 3) 1525, 25. Mai (Asecnsionis Domini). Rothweil an Schnfshausen. Als jüngsthin Zürich und Sch. ihre Botschaft hier gehabt, um zwischen den aufrührischen Bauern und ihren Herrschaften gütlich zu unterhandeln, habe man das abgeschlagen, ivcil früher das gleiche, mehrmals gethane Ansinnen von den Bauern nicht beantwortet Mai 1525, worden; nun habe» sie aber schriftlich, lant Beilage, sich dazu herbeigelassen. Sofern nnn die beiden Drlc noch geneigt seien, darin zu vcrmittcln, so wolle man gern mit bestem Bcrmögcn Handel» helfen, »in grossem Blut- vergießen zuvorzukommen, und erwarte man schriftliche Anzeigt, ob und wann eine Botschaft in Schafshauscn eintresscn sollte ... Zt. Lidotthaulln: Somti»>nr»nnn. — 1tby>rrixll bei Kcheett>«> n, XI. ?7S Arauenfetd. 15,25», II. Mai f. «Donstag vor dem Sonntag («antatc s.s. ^«aatsarc^tv Ztirtci»: Nchnd. Abschickt Sommlunst. ?d. f., »I. Ziantonslbibltotker Ar-iburg: Lnmmlung. T lll Fiattkonsarcinv ^olvtkttrn: Abschickt, Bk. Xlll. !ag der XIII szunächst der im Dhurga» regierenden X ) Orte. Gesandte: szreiburg. sUlrich Schneivlis. — (Alle übrigen unbekanntl. ». sBcrhörung der von de» Zhurgancrn eingelegten Beschiverdens, I. Diß sind die bcschwiirdcn ain ganze landschaft Thnrgöw bctressend' 1. Erstlich so ist nnscr die gros« brschwiird der psanercn oder scclsorgcrn halb, nämlichen dost noch bishar ain jctlichrr lcchenherr gcwalt hat gchan, nincr kilchhöri ainen vsossen nszuosctzcn, onnngcsechen ob der selbig geschickt oder süeklich, ouch ninrr kilchhöri gefällig oder nit gcsin sigc, und darumb so wär unser flußig pitl und begär an üch, unser gnädig hcrien und ober», lieb Irüiv Aidgnossen, güctlichcn zuo vcrgnnnen aincr jcilichcn kilchhöri, ainc» psarrcr oder Hirten zuo crwrlen, der ir fiicklich sig, und die göttlich leer trülich fürhalic; nit daß ir unser Herren, lrüw lieb Aidgnossen, vcrmninen sollend, unser sürncmen st», ain jctlichen srömbdling, »srilcrigcn oder hargelossncn psafsen anzuonemen, sonder einen nnhaimischen, gcschickien und geirrten, der mit allem ernst nnt änderst lcrte, den» da» er mit heiliger göttlicher gcschrist erhalle» und bczügcn möchte; wo denn sölichcr in ainein oder andcri» »ngrbürlich sich halten oder unrecht leren, dadurch er von üch unser» gnädige» Herren und ober», oder ainci» laudvogt verklagt wurdi, erbietend wir uns allwegcn den selbigen zuo recht zc stellen, wo sich das gcpürt. 2, Zum andern beschwert uns, dast so merklichen grost srüchtcn uß den kilchhörincn durch den großen zechenden zogen werden, und al>cr harwidcr von denen, die in »einend, den kilchhörincn wenig beschick)«, so das (doch) gloublich ist, ansäutlich den zechenden geben sin zuo ufenthalt der psarrcr oder seclsorgcr und armen; ist hierus unser flußig pitt und begär an üch nnscr gnädig bcrren und ober», zuo verschaffen mit denen, so gemclten zechenden uß den kilchhörincn zicchcnd, aincm psarrhcrr daselbst ain zimlich(cn) uscnlhalt, daran er kon mög, zuo gebe», und darmit nit dn arm man ivic bishar bcschivcrt inuoß sin. Den klnincn zechenden aber „erhoffend wir üch. unser gnädig Herren, selbst wol erkennen, uns ungcbürlich zc geben schuldig sin, so doch uß dem großen schon vcrzcchnct, der klein gezogen ist('k). ck. Zum dritten so beschwert uns die aigenschnst, nngcscchcn, daß ir, unsere gnädigen lieben Herren, sry on aigenschafl in allen üwercn stcttcn und ländercn sind, ivir aber, die ouch Aidgnossen werden! gcncmpt, über daß wir üwcr gcschworncn und nndcrthänig arm lüt sind, nüt dcster minder anderer lybnigcn fällend und »messend sin, daruS dann großmächtig beschwcrdcn und uuzimlich nssäh erwachsen sind, nämlich säll, läß, saßnachtlstiener, libtasgsivcn, ertalglwen und straf, so aincr wider sin Herren gcwibct hat, ouch ander dcrglichcn strafen. Hicrumb ist unsn lrülich biti an unser Herren und ober», zuo verschaffen mit denen, so uns bishar gcaignct Hand, (uns) der aigen schasi zuo erlassen, darmit wir sürhin kaincn nßländigrn oder inländigcn Herren mücssend ha» oder schwere», sonder allain üch unser gnädig Herren und ober», Irüiv lieb Aidgnossen, denen wir in allen zimlichcn dingen gern gehorsam und willsärig sin wellend aflzit. Im Original füllt dieser Artikel einen besonder» Bogen, der dem Abschied »achsolg«; der sachliche Zusammenhang gebot jedoch, denselben vor den eigentlichen Abjchiediert zu sehen. Mai 1525, 549 4. Zum vierte» beschwert uns, dnß nin gerichtsherr gcwalt soll ha», »ach sine»i gefallen ai» ganz gericht zuo besetzen, dnrzuo die uudergünger, und dasselbig alle Händel ussprechen ninoß allain nach lut siner offnung; ist n»ser pitt, zuo vergönnen ainer gcmaind, das gericht zno besetzen, und (daß) dasselbig gcwalt Hab zuo sprechen, was sy göttlich und recht bedunkt, onangcscchen des gerichtshcrren offnung; nit daß wir hiermit jemand wellend gescholten haben. Dnß mich nin jetlicher den anderen berechtc in denen geeichten, da er scßhaftig ist, er sye gaistlich oder weltlich, in ivas Händeln das sye, »sgenommcn das malcfiz betreffende, und so ainer strafen oder buoßen halb färgcnommen und nin großer kost darnf tribcn wurde, so darnach der biderb man ledig erkennt, im der verklüger gestellt werden solle, nf daß der biderman sincs ertiltncn kostens und schndens widcrmnb inkommen möge. 5. Zinn fünften so beschwert uns, daß die gerichtshcrren und edellnt gcwalt haben, aine tafcri (Taverne) zuo verliehen und aincn wirt in nin gcmaind zno setzen, er sye ir gefällig oder nit, und dann ain bidcrb inan den win oder most, (so) im uf dem sinen erivachsen, nit usschenken darf, ob er schon Mangel mit sinen kinden haben müeßt, und ob er schon dürfte, so muoß er den selbigen tür (ver)umbgclten, darumb der Herr im gar niits dnrumb thnot. Uf scmlichs ivär unser slyßig pitt und begär an üch unser gnädigen Herren und ober», güetiklich zuo verschaffen, daß nin jetlich bidcrb man mit dem sinen dürfte handle», es wäre mit verschenken oder in anderlei wys, wie er sich zuo crnären vertruwte, on alle entgeltnuß. 6. Zum sechsten so beschwert uns des gwildbann, onch der rttnncnden wasser, deßglich des Bodensees (wo), safer er an unser lnndschaft stoßen (ist), weliches wir von üch unseren gnädigen Herren und obcrn erkennt werden verhoffent fry sin. 7. Zum sibenden beschwert uns, so ain biderb man uß armnot oder anderlai fachen das sin verkaufen oder versetzen mnoß, (dnß er) ainem gerichtshcrren von jetlichem pfund ain schilling geben (füll). 8. Zum achtende» sind wir beschwert, daß die Edling und waidlüt bishar mcngcm biderman großen schaden mit iren Hunde», rossen und Hägen znogefüegt haben; semlichs güctlich abzuostellen, wär unser höchste pitt und beger. 9. Zum nünden sind wir beschwert raises, brnchcs, stürcns der gerichtshcrren halb, st) syen gaistlich oder weltlich, daß st) sich von scmlichcn, wo es die notdurft (crhöischt), uSschlicßen; nf das vcrhoffen wir, sy sollen mm hinfür auch mit uns rnisen, stürm und bruchen wie nin ander insäß des lands. 19. Zum zechenden sind wir beschivert ewiger oder anderer unbillichcn zinsen halb, es sye win, kernen oder Haber; in sömlichen verhoffcn wir nin milternng zuo beschechen^ als dnß man von je .^vanzgcn ainen nenien, und kainer ewig sin füll. 11. Zum ainliftcn so beschwerent uns etliche lehengücter, iveliche, so ain lehcnherr oder ain arm man, der sy inhat, mit tod abgat, muoß inan die selbigeti widernmb entpfachen und ain nüwen crschatz oder mer zins geben, weliches wir nit verhoffend billich zuo sin; sonder es füll by dem ersten entpfachen crschatz und zins beliben; deßglichen daß wir unser aigne güctcr als lehcn entpfachen müesscnt, und so sy in ains jarsfrist nit entpfangcn, dem lcchenhcrren hninigcfnllen sin söltind, welicher dannocht weder zins noch zechenden uf den güetern hette, onch weder er noch wir wüßtent, ivorumb man das von im entpfachen inüeßte. 12. Zum zwölften beschwert uns hoch, daß uf lichtfertig reden, on gewüßnc kundschaft ain biderman fänklich angenomen, wie dann in kurz vergangner zit geschechen ist, onch großer kost ufgetriben und dannocht zuoletst unschuldig erfunden, so doch bishar in ainer grafschaft Thnrgöw nin gemniner landsbruch gewesen ist, kamen unverlümbdeten biderman, der das recht zuo vertrösten hat, gcfänklich anzuonemen. Uf scmlichs ist unser fründlich pitt und begär, uns by an» senitichen landsbruch (zno) beschützen und beschirmen und vor ainem sölichen kosten zuo enthalten. 13. Zum dryzcchendcn so beschwert uns, wo ledige kind im Thnrgöw wärint, die mit hettind, so werdend sy ainer früntschaft uftrochen, und wenn sy etwas überkommt, so erbt sy ain Herrschaft. Das vermninen wir onch unbillich zno sin. 14. Zum vicrzechendeu, wen» ain vatter liblos thuon (than) oder gericht wnrd, so fallt ain Herrschaft zuo und nimpt den arinen linden das guot, darmil sy erzogen werden söltind. 15. Zum fünfzechenden so sind wir beschwert, dnß ain jetlich biderbmnn nit uf das sin buwe» darf pfistery, schmitten, badstnbcn, metzgincn, dnrmit er sich zuo crnären vertruwte. 82 650 Mai 1525, / 1K. Zum scchSzechcndcn, so landspreftcn nnirdcnd, so ist nnscr slyßig Pitt und bcgär an nnscr gnädig Herren »nd ober«, daß den bidcrbcn lütcn, dic güctcr verzinsen mücsscnd, nachgelassen wurde an de» Zinsen, »ach erkannt»»!' der landSprcsten. 17. Zum sibcnzcchcndr» ist bishar im bruch gewesen, so nincm frid polte» ward, daß er für sich und sine nun frid geben muoßt, und bclib also für und sür, und so dann ainrr über lang sridcn übergangen, straft man >»> von dcßwcgcn wir gern ain wüssen haben wellten, wie lang der frid bcstan sältc; begcrcn dcschalb, daß »nicr Herren uns mit dem sridcn hallend wie dic irc» in stctt und landen. 18. Zum acht zechenden »lichten wir wol erlyden, daß unser gnädig Herren uns in der landgrasschast sayunge» machtind, wie der bruch mit erkanntnnß des rechten im Inndgcricht sin sält, es war in crbsällen, hyrat, »»' (Verträgen?) und ander dcrglich, »ach ircm guot bcdunkcn; doch den insästcn im thurgöw vorbehalten, ob (»'«> ecnicnschcn besondere gcmächt machten, daran sält sy dic sahung nichts binde». IS. Demnach ist unser undcrthänig pilt, wa andcr »nbillich rcnt und gült wärcnl, als vogirccht, voglst»'k" »nd dcrglich, so wir dic, mich andcr bcschwärdcn, wie oder wclichcr gcstalt dic darlanglcn, über kurz oder >»>»! üch unser» gnädigen Herren rrschaintc», daß ir uns dcnnzuomal aber mit gnade» bedenken und uns von des-wege» unser offne Hand lassen wellen, und was ü. gnaden in obangczaigtcn artiklcn, seh von uns fürlragc», oder uf unser bcschwcrdcn, so wir künftiger zit für ü. g. tragen, erkcirncn ivurdcn, dem wellen wir nachkomme» und ü. g. als unser« gnädigcir Herren und ober» allwcg gchorsain sin und alles tnon, das w" e. g. underthänigcn von recht und billichail wegen ze tuond schuldig sycn. 20. Und zum leisten wär uns von der gcmainen landschast wegen notdürftig, zuo zitcn kleiner und g>^^ Händel halb ain landsgcmaiud zuo haben, und so wir dic haben weiten mit wüssen und vcrwillgcn ich Herren des landvogtS, ab dem wir sonders nit klag tragen, oder sincr nachkamen landvögl, anders wir ^ haben nit begcren, vcrmaincn ivir euer gnaden uns semlichc gcmaindcn gnädiklich vcrwilligcn und gunnc» >o 11. „Hernach folgend dic sondrigen artikcl, so minS gnädigen Herren von < so nimpt ain Herr von ssostcnz den bannschah von sölichcm vcch, das uns mich beschwert, unzimlich gcprücdcrlich bcdücht, unserer »achpurcn halb ; denn wir zuo^ zitcn von bcsscrs srids und guotcr nacht'»'^ ' ^ ivcgen möchlint nachlasse», je nach gcstalt der fach, und dcst ouch mochiint genießen gegen unser nachpnNch" ' unser vcch us irc» güclrr» deßglichcn ouch sundcn wurd. Da vcrmaincn wir ouch, cwcr wyshaii jällc nw ^ ort erkennen, dwyl dic güeter unser sycnv, und niemand dann uns der schad gcschicht, der bannschah soüt »' unser sin, damit wir in nachpürlicher ainigkait und brücderlichcr liebe by und ncbcnd einander» bclibc» 2, Zum andern haben wir fv ^ ) ain gcmainen wald, der zuo unser» güctcrn gehört. So »nd »» ^ aber ein äckcrt ist und aichlcn stand, hat sich unser gnädiger Herr von Ooslcnz understanden, nngepürlicl»' »^ zwcn man von im zuo erkiesen, dargcgcn wir ouch zwcn darthuon mücsjcnd, dic besichtige»! den wald, all »» ' aigen guot, und erkennen sich dic vier, daß das jar äckcr(t) sigc; so mncsscn wir < dann t unser aigcn g»o> ini» Haber oder gelt us siner gnaden bcnücgcn, da» ain »nzimlichcr bruch, gältlichc» gcrcchligkait und brücoci ^ lieb ganz nngcmäß ist; vcrhosscn wir zuo galt und euer strcngkait, ir werden uns sälichs nnbruchs abhcNe» entledigen, 8. Dehglich und zun, dritten, so srömbd suwcn in unsrr aigncn rvald kommen, dcß doch mcmano hat dann wir, nimpt sin gnad den bannschcch unbillichcr wys ; dann sin gnad sunst an dem wald nichts " 4. Zum Vierden, wir habe» ain schwöslcrhuv gchcbt i» u»serm gcmainen wald, in und us demselben schwästcrhnS haben wir durch »»sei vorsaren ain zirkcl und ctlich stuek zuogclasicn, hat sich ^ »ndrrstanden, daSsclbig schwöstcrhus danncn zc brechen, das zuo verkaufen und im selb» dic selben N»^- unser« vorsaren dem selben schivästcrhus zuogclasscn sind und in unscrm gcmainen wald lige», zuogcaignei, Mai 1525., 651 uns das unser geschwächt ist; bittend auch darus, e. streng wyshnit wolle uns arme gemaind als die, die in lieb und lnid nincr ganzen landschaft gewärtig wzd gehorsam sin mücssent, betrachten und (nns) das unser widcrumb zuo Händen stellen, damit wir dester stattlicher mögent unser oberkait gewärtig sin. 5. Zum fünften sycn wir beschwert und größlich, wenn niner über den andern znckt, und er schlach in bluotrünsig oder nit, inuoß er den Herren drii pfnnd Pfennig geben, ouch onvcrklagtermaßen; deß alles begcreu wir entladen ze sin und gestraft werden nach gcstalt der fach. 6. Zum sechsten Hab si» fürstlich gnnd sp nach dem krieg truugcn, von güetern zechenden zuo geben, die vor nit zechenden geben haben; dann st) nrmuot halb dem rechten nit nachkommen möchten, wicwol inen zuogesagt sige, st) mit ircu güetern belibcn zuo lassen, wie die von Kostenz. Nun lägen der selben güetern undcr den ircn und gäbend nit zechenden, das st) beschwerte; darzuo hätten st) lechcngüeter, die bedürften (dürften) st) nit zertailcn, das inen und iren kindcn übel käm, und begcrten aber nit (anders zuo) zertailcn, dann daß ains hindcr dem andern stnond Haft und verbunden, und nmb das nin lechentrager war. l>. Discn artikcl hat mins gnädigen Herren von Kostenz botschaft als beschwerd fürbracht. Im nmpt Göttlichen hat sich m. g. Herr der kilchenpflcger zuo Tägerwylen billich zuo beschweren; dann wiewol die Pfleger järlich in bysin ainS vogts ire rcchnnng thuond, wirk doch nit angezaigt, wo das gelt und anders der wehen zuogehörig hin komme. k. Ainer ganzen gemaind in der Herrschaft Schönenberg bp Bischofzcll artikcl. 1. Des ersten von wegen des falls, also daß allwegen ain jeklichcr der ältist niner jeklichen hnshöri, wie vil dero gewesen, haben mücssen nach irem tod und abschnid nnserm gnädigen Herren von Kostenz zuo fall geben und lassen das best houpt vcchS, welicherlai das gewesen, und über solichs aincm ammnn das best häß oder klaid, so dann (etlicher abgestorbner verlassen hat. 2. Zum andern, wclicher in gemcltcr hcrrschast mit tod nne celich lyberbcn äbgat, also dann so neme ain anmalt zuo Händen irem gnädigen Herren von Kostenz alle sin sarende Hab, darin niitzit usgenommen, ob ainer schon celiche und rechte geschwistcrigit (sie) hat. 3. Zum dritten, wclicher nin celiche sromen hat, und so st) mit tod von discm zit geschaidcn ist, so näme ain anmalt gcmeltcs irs Herren die best bcltskntt, und dem ammnn ire beste beklaidung, es sige dann fach, daß die frow nin ledigste (ledige?) und nnvermächlete tochtcr hindcr ir ließe. 4. Zum Vierden so^nüessend in gcmelter Herrschaft mcnklich gcmainlich alle jar nngefarlich dry tngwan, so erfordert ivcrdent, gcmcltem Herr bischof in sincm wingarten nrbaitcn, und darzuo stecken (und) holz frieren, ouch die so im darf seßhaft sind, jeder zwai fnoder bnw geben, und alle die, so in die Herrschaft Schönenberg gehörend und gcstiftslüt sind, müessent in gemain zuo järlicher stür ainem Herren Bischof zuo Kostenz geben rij d. Costenzcr wärung, darzuo jeder insondcrs nin fasnachthuon. 5. Zum fünften, wo es sich fliegte, daß niner sich mit sinem nignen gnot vcrlibdingen wellte, oder uß der Herrschaft Schöncnbcrg znge in die Aidgnoschaft, in stctt oder land, Ivo das wäre, so mnoß er sich vorhin gegen ainem Herren von Kostenz in obgcmelten nrtiklen entrichten und gegen sincn gnaden lntcr nbkonfcn nach der selben siner gnaden benüegcn und gefallen, und zuo glichcr wys ouch alle die, so in der gemcltcn Herschaft nngcnossam wibeten, in siner straf ston, wie obgemeldt ist. l>. Oinn in sölichen nrtikeln wie obgemelt wir von unfern eitern verstanden, daß sy scmlichs ainem Herren zuo Schöncnbcrg, so gcmelt herschaft ingehebt habe, von gnotcm fryem und stündlichem willen etliche artikcl zuogclasscn und gegeben und nß dchainem zwang, als sy dann diser zit von irem gnädigen Herren von Kostenz mit gemalt, tröwnng und fänklichs annemens sölichS widerstanden ivirl inzcbringen, nf wclichs ain ganze gemaind genannter Herrschaft Schönenberg vermaint, irem gnädigen Herren von Kostenz in obangezaigten artikcln und beschwerdcn, so nferwachsen, gänzlich nüts schuldig ze sind, ouch sinen gnaden fürohin ivyter sölichcr gestalt nüts ze geben in dem, so dise obgerüertcn artikcl nstrucken, ir gnädiger Herr bringe dann dar gnuogsamlich, daß sy im solichs von göttlichem rechten ze geben und ze tnond schuldig syen, und snnst erpictcnd sy sich gegen irem gnädige» Herren, sinen gnaden in allem dem, so sy wytcr pslichtig oder schuldig ze tnond, allwegen gnots willens und gewärtig Mai 1525, gegen sincn gnaden erfunden werden wellen, verdatend Pölich ir bcschwcrd cner streng wyshait zuo sterben «einen söllen, denen st) als dir underthänigcn allzit gehorsam sin irHlint. 11. Stall Ardon artilel. V. Des, ersten Ist vms en(zaa,en d're strzstaN, derst wrr nrr nrdg,errl mer arrrerr annrreen rrnd rar ststerr noch errstesterr, deststald dre genranr starr darnst deschwerV worden, nnd vormals m nnstrm gewall gestanden, annnan mrd rat zuo sehen und zuo entsetzen. 2. Zum andern so sycn wir beschwert ai»S wygcrS genannt in Brunna, an unscr statt mm nnd gücict gelegen, vcrmainrn wir zno nnsern Hände» gestellt werden; dcschalb unser dcmüctig pitt und begär an unser gnädig Herren die Aidgnosseu ist, ain insechen ze thnon, damit wir scmlichcr beschwcrdcn entlediget werden miigcnt. bl. Beschwerden der pfarr Arbo» bctrrsscndc die gemain statt Arbo», die kilchgnossc» (sgnach, Noggwylcu, Stainach und Mörschwylen. 1. Znin ersten dast unser psarr Arbo», dir ain alte große löbliche psarr und kilchöri ist, ob den dri»ha>b losend comnninicantcn oder grrichtrr Personen in vcrmög, dcß wir merklich nnd vi! größlich überladen und beschwert sind, dcßhalb, daß sich unscr hailiger vattcr der Bapst nnd unscr gnädiger Herr von Kostenz die selben unscr Plan undcrzogen und inen zuogcaignet, jeder aincn monat gchcbt die hinbegeben, und vcrlichcn Hand, und uns psa" hcr(re») darus gebe» und gesetzt, sy sye» n»S anmüctig gcstn oder nit, nicht bester minder die selben »niesten ka» (und) bclibcn lasten, so doch wir die sind, die innen pfarrcr mücstc» spyscn und tränken, und ist dcßhalb unicrc pfarr bishar on unser» gunst und verwill(ig)tnig also vcrlichcn worden, jetz mit München und sunst mit ungclcitr» Priestern, dar zuo ouch die psarrhcr(rc») Helfer daher an ircr statt gestellt; die Hand allwcgcn. mücsscn predige» nach ains psarrhcrs gefallen und nutz. 2. Zum andern wir onch größlich beschwert sind (in) der pfarr Arbo», daß die psarrhcr, die dann durch Bap» und Bischofs daruf gefetzt sind worden, haben unscr psarr Arbo» zuo ziten vertuschet nnd inen sctbo allwegen vo» und ab unscr pfarr vorbehalten järlich i» Pension oder jargclt, wclichc Pension und jargc» noch ctlichc(n) darab gab 3. Zum dritte» ist unscr psarr Arbo» jetz am Ictstc» umb ain große summ gclts verkauft, das dann n»o gar und ganz unbillich und ungöttlich bednnkt, nnd die psarr abermals hingeben on unser» gunst und willen, wclichcr psarrherr dozcmal arm us unser pfarr kamen und groß guot übcrkomen und dasselb hinweg gezogen, und dwyl wir bishar mücssen aincm psarrcr zinS und zechenden und ivas im not ist gcsin, geben, (bitten wi>1> daß dann unscr gnädigen Herren gemain Aidgnostrn (uns) gnnd miltailcnt und ain insechen tücgent, damit n»> des unbillichcn koufs und tuscheS gcmcltcr psarr abkamen, gegen nnscrm hailigcn vattcr dem Bapst und u»se>>» gnädigen Herren von (sostenz sölichrr bcschwrrdcn und der pcnsion(cn) gnädiklich und güctlich erlassen und sürolu» der selben psarr wytcr nit »irr belade»,' noch der undcrzicchen, «s daß wir mögen ain geirrten und geschickte» pfarrer erkiesen, setzen und entsetzen, jetz und hiernach. b'. Artikel der gcmaind Güttingen. 1. Des ersten sycn wir beschwert in dem, daß wir nit trät habend im wald zuo ackcrs (ackerrlS) zitcn wie ander unser nachpurcn. 2. Zum andern so tuot unser gnädiger Herr von Costcnz den selben wald aigncn, wclicher wald us »»siee aigen und lcchcngüetcr ist bcschaidcn nnd gctailt; wir mücsient ouch von gedachtem wald alle jar järlich hu»d"> und rriiij fert (last) b»w geben, itrnr dnrzuo mücsten« wir ouch vom selben wald vil Haber und Hennen geben, ouch darvon mücsient wir tagwcn tuon, das mir vcrmniuen unbillich sin, nnd daß wir sölichs nit schuldig >>!('»', dann wir unsere güeter, daruf der wald »nS bcschaiden ist, also schwerlich verzinsen mücsscn, ouch gegen mm»» Herren von (sostenz, drßglich gegen ander Herren. Darzuo brucht unscr Herr von (softenz gcmclten wald so gröblich in ander sincr gnaden stctt und schlösset' »sserthalb den geeichten von Güttingen, dadurch gedachter wald fast zergo» will und täglich übel verwücst wirt. 3. Zum dritte» von holzsüerens wegen zuo den zwaien schlösse» zuo Güttingen sind wir ouch beschwert und vermainent das selbig nit schuldig zuo sin; dann unscr Herr von (Kostenz lat pott an uns legen, daß wir inüessiill süeren nnd sarcn und das tuon onvcrlonct. Mai 1525, 653 4, Zum Vierden beschwert uns, daß unser vorderu zuo Güttingen haben vor ziten ain früemcßpfruond gcstift, dadurch uuser giietcr fast versetzt und vcrkümbcrt worden sind; hat ouch ain gcmaind zuo Güttingen die selben pfruond zno vcrlichen gehcbt. Also hat unser Herr von Costcnz uns als den stiftern die pfruond, das lechcn und zinsbrief ^>ß unfern Händen genommen, das uns ain merklich beschwerd ist. E. Beschwerden inins gnädigen Herren von Costcnz gegen sincr fürstl. gnaden undcrthanen zuo Güttingen. 1. Anfnnklich so undcrstand sich sincr f. g. undcrthanen zuo Güttingen, den nrtikel der osfnung, die fertignng in kaufen und Verkäufen betreffend, zc schwächen, dann sy vcrmnincnt, dwyl kain zit der fertignng in der osfnung bestimpt ist, ob wol sölich fertignng über vil jar nach dem kons gcscheche, kain buoß verfallen zno sin; bcgert sin f. g., der fcrtigung ain zil und zit zuo setzen. 2. Am andern wirt der osfnung der frevel und buoß halb nit gelebt in dem nrtikel, so ain frömbder man in den geeichten zuo Güttingen mit aincm von Güttingen oder mit ainem frömbden frevelte, so handhaben! sy ine, den frevler, nit, daß er das recht vertröst, übcrantwnrten onch kainen, so das recht nit vertröste» will, ainem vogt zum thurm, wie die osfnung usivyst. I. Am dritten so meldcut die wirt die frevel, so in iren hüsern vorfallen! oder sich begeben, ainem vogt oder aininan nit, bis über lang, dadurch etwnn nachtail im rechten entspringt. 4. Am Vierden beschwert sich min gnädiger Herr, so zwei, oder mer in den geeichten frevletint, und die widcrparty sturb oder käm sunst hinweg, daß sy ain nmptman nit stellen mächt, wellen sy kain antwurt im rechten gen, ob schon ain amptmnn st) übcrwysen mag des frevels. 5. Am fünften so bcgert nun gnädiger Herr, daß man die von Güttingen darzuo ivyse, daß sy der osfnung, so si> siner f. g. schweren!, gclebint. 14. Artikel nincr gemaind im Egnach. 1. Wir sycnt bcschivert, daß wir vormals on verhindern aincn hoptniail mit aincr gemaind im Egnach erwelt und gesetzt, dcßglichen zc gmainden, so oft und vil wir dcß notdürftig wären, und nach unscrm krieg semlichcr fryhait entzogen und darzuo kommen, daß ain hoptman soll erwelt und gesetzt werden (durch) aincn vogt zuo Arbo», iu namcn unscrs gnädigen Herren von Costcnz, da loben iren gnaden nutz (zc) fürdcrn und vor schaden vcrhüeten ?c., onch on ains vogts verwilgung nit gcmaindcn, so doch zuo ziten geschnft not halb infallend, (da) der verwilgung halb uns ze kurz bcschcchcn mächt, med da vilicht als wol uusers gnädigen Herren nutz als den unser» betreffen, dcßhalb uns zuo ziten zno merklichem nachtail dienen möchte. 2. Ferrcr, so aiucr in nnsers gn. Herren geeichten gesessen und mnb ain begangnen frevel bnoßfcllig erkennt worden, Hab der selb müessen hau aincn tröster, der ouch in (den) geeichten gesessen ist, lind trostung dem Herren für den bnoßfclligcn thuon; begibt sich zuo zitcu, daß der buoßfcllig kain tröster bekomm mag, so ist dann der selbig getürnt und gcfäuklich gehalten worden, und aber kainer gefänktich angenommen werden (sölt?), es betreff dann das malcfiz an. 3. So sym wir beschwert in nnsers gnädigen Herren geeichten, so zwcn in verwürfung (zerwürfniß?) komen und aincn frevel begangen, der ain landwichig (flüchtig) worden, nüts dcstcr minder hat der Herr den andern um den frevel anzogen, er sig schuldig gcsin oder uit; (bcgcren sy), daß dann der Herr sy gegen (ein)andern stelle; welicher dann buoßfcllig erkennt werd, daß dann sölichcr frevel von den? selben genommen iverd. I. Artikel (der) Tanncgger. 1. Zum ersten sind wir beschwert der bcholzung halb, daß unser Herren etliche Hölzer inen sclbs znogenignet haben, die vormals nincr ganzen gemaind gedient habe», und wir unser gn. Herren von Costenz und Fischiugen nmptmau von alter hnr nit habcnt anders angcrüeft, wann daß sy uns sölichc Hölzer mit nein verpot schirmen sötten, damit sy nit gewücst wurdint; uß scinlichem ist nach und nach ingcrisscn, daß unser Herren, vorgcmelt, die selben Hölzer und seid inen selbs zuogeaignct haben und also ainer gemaind uß der Hand gewachsen, daß ouch zuomnl kain armer man kain stumpen bedarf (darf) ze Howe» by aiucr großen buoß, damit wir heftig beschwert sind, und ist also unser Pitt und bcgcr an üivcr ivyshait, als unser gnädig Herren und ober», daß ir mit unser» Herren verschaffint, daß sölich Hölzer und seid widernmb in die gemaind komm, und wir sy dörint (dürfen) bruchen nach unser notdurft, als unser aigcn guot. Mai 15.25 2. Zum andern beschwert unS hart, das? so ninem armen man ai» vich abgat, unser bcrr der landvogi lm ainer schweren buog tat verbieten, das? kainer darsf) kain andern slözcr »cmcn, denn den zuo Frowenscld; darumb ist unser pitt und bcgcr au sich unser gnädig Herren, wenn ainem ain sötichcr schad zuosalll, dag er bcdörs nincn andern slözcr ncmcn, wo es im suogtich sig und am nächsten zuo müg komcn. 3. Zum dritten beschwert uns, dag man ain bidcrman nit brncht s behandelt s wie den andern, dag man am underschaid hat zwischen den gottShuslüten und den vogltüten, dag die vogtlnt nit gollshusgücter bcsihcn mügent. Darum ist unscr mainung, dag man ain bruchi wir den andern sund, kain undcrschaid Hab zivisclicnd vogtlütcn und gottShuslüten. 4. Zum Vierden vcrmaine» nur kain rebstcckcn noch buw hinsür schuldig zuo sin. 5. Zum sünttcn vermaincn wir tain sröschpscnning, siecht > ikcrncn, schas noch geig mer schuldig zuo sin von göttliche» rechten k. Zum sechsten begcrend die kitchgnosscn in der Sw, die ain piarrkilch ist, man solle inen all Sonntag das gotlswort verkünden. Drgglichcn begcrend die lilchgnossen zuo 'Zettiviscii, man solle inen auch all Sonntag das gottSwort verkünden, wann cS auch ai» psarrkilch ist. Ii. Artikel im gollshuv zuo Vijchoszell. Wenn ainer sin aigcn guot verseht mnb vil oder wenig und das jcrtigr» null vor gericht, so lat der amman der chorhcrren das nit serligr», er lob sversprech l denn an de» gcrichtc» slab, das in silns jarcn wider ledig l»o machen, wenn sl, in darumb crsordreliud. D a vermaint aiu gemaind, st sollst,! und inüginl das ir versehen und lösen, ivcun ainer well oder müg, und nit darumb sorschen noch wister schuldig sin, dann sdies gücicr sven » aigen und nit der Herren. Ii. Artikel von Riuow »der Stadl). 1. Des erste» syen wir von »nserm Herren von Rinow beschwert, dcg wir im > erklagcnl, dag wir haben »messen sittl, ungnossami, psefscr, crlagwcn, sagnachihüener und was sölichei nsstih »nd strajen von der aigenschaU harlangcnde sind, geben, drra wir finalst» entladen und bcgeren ab zuo sin. lind ob nur niits dester minder sin aigcn gehalten wurden, hosten wir doch, dag sölichs unfern kindcrn, wo st, lämint an srömde ort, in kamen weg nachtailig sin solle, und ob eS inen not wäre, dag wir des, inen knndschast mit bries und sigel unser sla» möchte» geben. 2. Am andern so hat unser Herr von Rinoiv bishar die zivcu tail der srcvleu, und ain Inndvogt den dritte» gehegt; ist unser gilt, das, sin gnnd davon gen»,st und nnser statt znoe, kennt werde, dwyl wir innren, brugg. und weg bessern und in crcn habe» mücssc», in unser gcninind kosten. 3. Am dritten st,cn ivir beschwert, dag wir von allen srüchien haben »messen zechenden; ist nnsci gilt, «»s dcg sürohin zuo entledigen, denn allain von korn, Haber, höw und win ivellen wir geben, ivem es znogchör« odei wer röcht darzno hat. 4. Am vicrdcu, als dann unscr Herr von Rinow »nd sin Konvent bishar ziuS, die sür eivig anzogen »»d gehalten, gchcbt, und nit darumb bries und sigel Helten, die ewig zuo sin, ist nnser pitt, sdag) die selbe» zu" löte» geben werden, und ob st, bries und sigel hatten, etlich zins ewig erkonst sin, ist unser gilt, dag b"' nüt ze geben, es sig dann dag die, so es inucmcud, bries und sigel darlegen, sich sölichs cikoust und bezalt habe». Mai 1525. 555 7. Am sibenden ist unser pitt, so unser Herr von Rinow und sin Convent nun oder korn verkaufen, daß die so es kaufen und uß unser statt füercn, semlichs verzollent, als ob si) es aincm andern burger abkouft hctten. 8. An> achtenden, wie unser Herr von Rinow holz und seid, wasser und wasserslüß ingehcbt und geaignet hat ?c>, pitten nur, daß sölichs gemninlichen von armen und rpchen zno der notdnrft genntzet und gebrucht werde. 9. Am nündcn, wie dann ain gemaind bishar die brnggcn hat müesscn machen und in eren hau, und unser Herr von Rinow wenig hilf darzuo gethon, bitten nur, daß er darzno gehalten iverde, lins die selben Helfen zno bnwc», divyl doch er der ist, der die vier nutzet und brucht, dann snnst ain ganze gemaind. N. Der statt Dicßcnhofen artikel. 1. Zum ersten, gnädigen lieben Herren, als dann unser Herr landvogt von cmpfelch üwer gnaden lins ain ofscil missivc znogeschickt, ob ivir niit etwas bcschwcrden wärent beladen, die selben üwer gnaden fürzuohallen, deren wir von der selben n. g. als unser obersten Herrschaft noch bishar nit vil beladen sind, deßhalb wir ü. g. solider frnndlichcn dank sagen, nsgenomen ains artikels, aiii zit halb hnr, damit ivir beladen spen, ist nämlich der: Nachdem ivir von kniscrn und künigen gcfrpgt lind von n. g. bestätiget, über das blnot und andere fachen zno richten, und deß zno gott nid gethon, jedeiii gerichtsrecht zno halten und ergo» lasse», dem armen als dem richen, dem frömdling als dem hämischen, sampt anderen fryhaiten, und aber zive» pfarrer, (so) vcrschiner zit von nincr ganzen geiiiaiild erwclt, darzllo aincn Priester, linsers burgers so», onch ein cnplonen, vcrtriben sind, voll ü. g. gnade» pott liß gehorsame haben »messen hinweg tuon, so dehnin malefiz begangen, über daß si) sich aller rechten erbotten haben, deß wir von nnsern nachpnren und menklichem treffeiilich hindcrredt werden, ob wir nit onch stock und galgen haben, nun jeden rechts verfolgen (ze) lassen, deßhalb wir ü. g. als unser gnädig Herren »nd ober» zum höchsten bitten, uns by solichcn fryhaitcn nnd alten herkommen gnädiklich beliben zno lassen; dann ivir je willens sind, jeden, recht ergo» ze lassen, so von uns nngcrnoft ivirt, erdige frömbd oder hailnsch. 2. Zunl andern, gnädigeil Herren, des klosters halb, genannt zum Paradys, so nf ü. g. statt Dießenhofen hocheil nnd ilidcrn gerichtcn gelegen lind mm by den xx jaren har lind wer niit denen von Schaffhnse», nnsern günstigen Herren und lieben nachpuren, spän liild irrnng gchebt, als si) verinainen kastcnvogt uild Herren dasclbs zno sin, und aber dißhalb Rins der grafschnft Kybnrg hcrrlichait daselbs an uns stoßet, und wie wol zno mcr ninlcil ii. g. von den acht Orte», deichen) ivir sonders zuohören, bidcrb lüt von den alteil landvögt(en) verordnet uf den span, n>it naincn Dominiens Frowcnfeld von Zürich, Welcher zur Gilg von Lnecrii, Hans Muchhcim von llri, nnd Jost Pnri voil Schiviz, dariiliic güetlich zno handeln, oder Ivo das nit (müglich), iin rechtspruch zno entschaiden, so ist die fach noch nit zno cnd komen; bittend hierumb ü. g. nnderthäniklich, uns als den üivern zno helfen, daß solichcr langivirigcr span zno end möge bracht werden. 3. So dann, genädigen Herren, des ober» klosters halb an üwer gnaden statt gelegen, sind wir sölichcr mainung beschwert, als das vor zitcn ain bagineiihns oder sninnilnng ist gcsin liiid nit in sölichem vermögen als jctz, haild unser vorder» ain vertrag mit inen nfgcricht, daß si) järlich sibcn pfnnd haller in stür geben, und so mm bishar si) merklich zuogenommen an güetcrn, (Hand sich die frowcn?) uß nnser stür konft und (die) an sich gezogen, und uns onch täglich an brnggen, straßcn und besetz!» iiicr schaden dniin all bnrger thiiond, deren etlich vil mer stttren müesscil nnd schwerer burdi» dann sl) müessent tragen. 4. Item si) bcschwercnt uns onch ».ertlich mit ivnnn und waid, init ir vcch, rindern, kücgen »iid anderem vech. 5. Gnädigen Herren, dieivyl si) dann das »idcr gcricht zno Vnsendingcn, in ullsern Höchen gerichtcn gelegen, haben ?c., wa inen das entzogen werden soll, ist unser pitt, daß man uns sölichs verfolgen laß mit Vergeltung, oder wie es üch nnsern Herren gefällig ist, damit uns das nit entzogen wcrd; da wölken onch abgedacht nnser bcschwerd ermessen, dadurch das gottshus uns, als ander bnrger pflegend, nnser burdi helfen tragen, anders dann bishar ist beschechcn. 6. Demnach, gnädigen Herren und ober», als dann wir derselben ü. g. in die rechnung gen Baden fünf und sibcnzig gnldin zno geben pflichtig sind, nnd wie wol wir an sölichem an hoptgnot noch zu,sc ganz kam Widerwillen noch beschwernns jendcrt haben, (habend) wir doch wenig ingcnds noch zuofalls dargcgcn, es sige an wuchenmärkt noch jarmiu'kt, als ander stctt Hand, dann daß ivir nns nß dem erbrich ncrend, und als wir onch am ort ligend, tag und nacht was usgat, mit hnoten, wachen und anderm fürer sorg »messen tragen, als biderben lüten zuostat, Mai 15.25,. auch jetzmal der widerwärtigen löuseu hall, ain kästen mit dein geschütz Hand, insouderS üwer gnaden statt ringmnr, brugg und straften zuo bessern ?c. Semliches alle? angesechcn ist an ü. g. als unser gnädigen obersten Herrschaft unser undcrthänig fründlich pitt, uns in gnaden crinessen und bedenken, und uns etwas zitv »achzuolafscn und am zinS ain gnädige schenk! zuo luv», was des,halb c. g. gnotcr null ftg; wo dann wir als e. g. undcrtbänigc» somlichs mit unser cer, lib und guot zuo allen zitcu können und mögend verdienen, wellend wir zuo bcschuldc» nienier vergessen haben, mit der hils gottS, deren sind allzit in gnaden bcsolchcn. Datum Montags nach Iubilatc (8. Mai) Anno ?c. rrv. Ik. „Bascndingcn und Schlatt, die zwo gcmaindcn, haben ir nrtikcl und bcschivcrdcn, so sy gegen den von Dicftenhoscu, in dcr(o) Höchen gerichtcn su sitzen sycu, für uns gelegt .'c. Die haben ivir darus mit denen Hann gcwyst, daft sy bcsechcn ssuochcn) söllcn, ob sy mit iren Herren zuo Dicftcuhoscn dcrhalbrn giictlich vcraiut und betragen werden, und wo aber das nit st», so mögen sy darnach vor unser Herren und ober« rätcn crschme»; sölich mainung ist der von Dicftcuhosc» botschnst ouch erossuct." I». Weil nun den abstehenden Artikeln, die thcils von der ganzen Vandschast, tbeils von einzelnen ("t ineinden vorgelegt sind, noch andere folgen sotten, »nd die (Berichtshcrren mit ihren Briefen, Urbanen und Rödel» nicht bereit gewesen sind, sodaft sie ihre Antworte» noch nicht haben anbringen können, »nd beschall' eine längere Hrist begehren, die ihnen auf die Bcnvcndung der eidgenössischen Boten von den 'Bauern auch gütlich zugestanden worden, so ist dieser Späne wegen ein anderer Zag »ach.zranenseld angesetzt, z» welchem jedes 5rl zimi l'tvo» mächligte Boten schicken sott, aus den Sonntag nächst vor Psingste» <28. Mai>. «. Ans dem letzten in Bade» gehaltenen Tage ist angebracht worden, dasz Sebastian Appenzeller geredet haben soll, es haben einige Personen von Dr. Meschenbach l'ast gelegt werden könne; es habe zwar in Schasfhause», Ivo er mit Wolf Gugelberg von l'achcn, t'inigcn von Basel und Andern an einem Tische gezecht und gesprochen, ein ihm Unbekannter gesagt, Dr. Meschenbach beklagt sich, das, etliche Eidgenossen von ihm (Beld erhalten, um den „Zug" abzuwenden ?c.; »nd das wbe er, Appc» zellcr, einige» andern Personen mitgethcilt; wüftte er den Tischgenossen zu nennen, von dem er es gehört, so wurde er ihn gerne anzeigen; Wols (Bugclberg »nd Andere, die bei ihm gesessen, löiintcn wohl eher Auskunft geben; des,halb bitte er, das, man ihn der Sache entlade, „dann er kam schryer sige ?e." «I. Hans Bcllcr, genannt Besnier, und Bonrad Hasen, genannt Hauswirth, beide aus dem !Hurgan. beklagen sich, das, die Bruderschaft im Münster zu Bonstanz, oder ihre Pfleger zum holten Hans daselbst, eine» B>»s eingenoinnie» habe, der laut eines Briefes den Beschwerdeführern gehöre, weshalb sie, mit Brlaubnift des l'andvogtes, der genannte» Bruderschaft hundert örg Bogel zu Allna» liege, >» Beschlag genommen haben; obschon dann das (Bericht in Allna» die (Begcnpartei angewiesen, sie dort »in Recht zu belangen, haben die eidgenössische» Boten auf einem Zage zu Biiisicdeln jenen Hast nnfgeltobe»; da doch d>c Bonstanzer einen Thnrganer schon wegen eines Batzens „vertieften", so l,offen die Petenten, daft der Hast wieder „angelegt" und sie nicht vor fremde (Berichte gewiesen werden. « . ^cder Bote weift, wir Heinrich Roseneggn, unser l'andannnann zu jzrauenseld, den Boten sein Amt übergeben und gebeten bat, es ihm mit Rücksicht au! sein hohes Alter abzunehmen; dennoch hat man ihn gesteiften, dasselbe weiter zu versehen bis ans die nächst'' Iahrrcchnung zu Baden, t. An „Herzog" .zerdinand ist für Bäsar ('«all geschrieben worden, daft er ilu» Tuch, mehr als KW . wcrth, das der 'Bogt von .veldkirch niedergelegt, wieder zu Händen stelle» lasse odu ihm lant der Brbeinung das Recht gestatte, zx. Der Hauptmann 1.» bei den Herren desto eher einerseits nnd Lacob (»hristoph von Bcrnhansen, sesthali z» Hagenwyl, anderseits, nnd trägt der erster? vor, die tkcrichtShörigcn von Clmanobcrg seien nicht mehr nnd nicht weniger schuldig, als in das dortige Bericht zu gehen; seht wolle sie aber (»hristoph von Bernhansen in ein anderes Bericht iveisen und von Ledcm eine Fastnachlhcnne beziehen, ivas sie beschwere; sie boisen dabei bei dein alten Branche bleiben zu können und keine Hennen schuldig zu sein Warans erwidert der tkenannte, es seien de» lkerichtSgenossc» zu wenige, um das Bericht in Olmanoberg zu besehen, zumal sie „dnrch einander" vcrn»andl seien; Linse nnd Lehnten haben sie ihm keine zu geben, aber die Bnstrn sür Frer»rl stehen den VII ^rten u»d ihm zu; nun iveise die Ossnnng blast ans Hagenwyl, nnd könne niemand sagen, was tdei tlmansberger» llie sei; heige er sie etwas, das ihnen grsallc, so Ilm» sie es; gesalle ihnen solches nicht, so bieten sie ihm Recht, beschallt habe er sie gebeten, nach Hagenwyl zum Recht zu kommen, da doch Hagenwyl und Roggwyl zusammen gehören; er wolle ihnen gestatten, einen oder zivei Mann in das Bericht zn sehen, und weil er sonst nichts von ihnen beziehe, habe er sie gütlich, nnd nicht mit t^eivalt oder Recht, nm die szastnachlhennen ersucht; er stelle den Eidgenossen anHeini zu erkennen, ob ihm jeder tMrichtShörige ein Schirmhnhn geben solle oder nicht. Wen» R nicht »ach Hagcnwnl zu tkericht gx^,, wollen, so lasse er ihnen so viel »ach, dag sie um Streitigkeiten »ii ihnen selbst aus ihre .Kosten das t'kricht „,,j dem Berg halte» mögen; aber nm Frervl, meine er, sollten lic zu Hagenwyl Antwort geben — Der Anwalt der ^lmansberger entgegnet, sie babe» eine eigene L^ssnung; bic de> Hagcnwylcr sei schwerer, indem letztere Zagwen leisten nnd Fnstnachthühncr geben müssen, während sie bisher l>c> „gesessen" seien, ?c, — Nach weiterer ^Berhörung der Parteien und ersolgtem Rechtsah wird erkannt, die von Almaus berg sollen in Lukunst das «Bericht ans den, Berg in ihren eigene» .kosten besehen und tdagegen» ihrem <^crilh>o Herrn keine Hennen schuldig sein darüber wird beiden !heilen ans ihr Begehren ein besiegelter Bries zugcserOgl Ttistsarchiv St Gatten out »v r»c»rn! »litt» Dijch-I votei TlaalsariSiv Zi»rn: »!I > >«>q en>i»i,r« X, »07 Xn„to„»arc«,>v 5r»n>»r«: Xa»Io»»bN>ItoII,»e Zr«tl>»rg! »«mmwnA, ? V ?ag der Städte Bern, hncrrn, Basel, Freiburg, Solothurn nnd Biel ». lieber die Beschwerde Artikel deren von Hansen gegen den Bischos von Basel wird solgrndr Abrede getrosscn; l, Brtressenh die geistliche Jurisdiction, die Bannbrirse, das.kreuzter »geld und dir Procrssionen: ^ beklagte geistliche Furivdirtion der Bannbriese ?c, so» nicht mehr geübt iverden, auch das .Kreuzter» oder Rappcngcld abgeschasst »ein; c bisher ohne (Eintrag der Herrjchait vorbehalten sein; dir «Gemeinden mögen aber dir Borbölzer mihen n»d niesten. Mm l52v. wo nämlich Rodungen („rütinen") und Schivendungen gemacht und die zwei ersten „Räude" au Heu, Korn, Haber oder andern Früchten daraus gezogen sind, sollen diese Rodplätze, sofern sie als tngcngüter „eingeschlagen" würden, von der Obrigkeit um einen billigen Zins empfangen werden; wenn sie aber als gemeiner Wcidgang dienen, so ist der Herrschaft nichts davon zu geben; jede Gemeinde oder „Bänersamc" soll das auch in ihrem Zwing und Bann haltein Bon den Früchten, die ans solchen (eingeschlagenen) Nentinen wachsen, soll der Zehnten entrichtet werden, 3. Das Hochwild darf Jeder ungeahndet („on sorg") ans seinen Gütern mit Hunden forthetzen oder sonst verjagen, jedoch nicht erlegen („fällen") ohne Wissen nnd Willen der Obrigkeit. Gewild so das Erdreich bricht oder die Bäume (er)tlimmt, als Bären, Wölfe, Füchse, Hasen, Dachse nnd Bogel, dürfen sie sangen; sonst aber ist gänzlich nnlersagt, Hochwild zu schießen oder zu fangen. Die Schweinhatze (ist?) der Obrigkeit vorbehalten von des hl, Kreuzes Tag im Herbst (14, September) bis St, Andreas (30. November). 4. Der Fischenzcn halb ist erkannt: Es sollen die verbotenen Wasser, die Lehen sind oder sonst von Alter her der Obrigkeit angehört haben, derselben auch ferner zustehen, doch mit der Einschränkung, das; der gemeine Mann für die Nothdnrfl kranker Leute nnd das Gelüsten („last") schwangerer Frauen fischen darf mit einem Netz („Bereu"), mit der Hand nnd der Schnur (Angel), nicht zum Berkanf, nnd mit Erlaubnis; der Obrigkeit, ldie nicht versagt werde» soll). Es sollen auch weder „Rüschen," „Wartolf" noch Angeln, Garne oder Triscl gebraucht, nnd in der Laichzeil gar nicht gefischt 'werden, bei der bisher darauf gestandenen Buße. *) 5. Das Umgeld soll, weil es nicht gar beschwerlich ist, wie von Alter her entrichtet werden. l>. lieber de» Zoll ans der Birs wird einstweilen nichts bestimmt, um sich wohl zu erkundigen, wie darin vermittelt werden könnte, da dieser Zoll eigentlich mehr „ein stocklös;" ist. 7. Der Zinsen halb ist festgesetzt, das; alle bisher entrichtete Bodcnzinsc auch ferner ohne Widerspruch entrichtet werden sollen: hinsichtlich der erkauften Geldzinscn läßt man den Inhalt jeder bezüglichen Ber- schrcibnng entscheiden; jedoch sollen Wncherzinse, als Zinse von verfallenem Zins, abgcthan sein. 8. Den Artikel betreffend den Fall läßt man anstehen, nm ihn (im Znsammenhang) mit der „Eigenschaft" zu erläutern. 9. In Betreff der acht Tagwen in der Ernle ,>c, wird erkannt: Es soll künftig jeder Pflichtige seinem Herrn jährlich eine» tagwen leiste» oder dafür 8 Rappen geben; wer einen Tagwen mit dem Wagen thnn soll, aber daran verhindert ist, soll 3 Schilling dafür geben; doch soll der Herr denen, die ihre Tagwen leisten, genügend („ziemlich") Essen nnd Trinken geben. Die Tagwen mit Hagen »nd Jagen kann der Herr mit ihrem guten Willen „erholen". 10. Der Ehristhabcr für den Erzpriester und Lenlhricster soll abgeschafft sein. 11. Wie die Gerichte zn Zwingen und Lausen zn hallen seien, soll durch eine, Unterredung beider Parteien festgestellt werden. 12. In Betreff des Zehntens bleibt es bei dem, was die Stadt Basel darüber gesprochen, »nd was in aller Welt Brauch nnd Recht ist, das; nämlich der Zehnten entrichtet werden soll von Wein, Weizen, Dinkel, Roggen, Haber, Erbsen, Bohnen, Linsen, Gerste, Hirse und nnderem Gemüse nnd Heu; aber der kleine oder Etter-Zchnten ist nicht mehr zu geben, 13. Der Bodenzins von Gütern, welche der Hagel beschädigt, soll wie von Alter her entrichtet werden; wenn aber Hagel- oder Heerschnden begegnet, so steht es der Obrigkeit zn, den Zinslenten ans ihr Begehren Gnade widerfahren zu lassen. 14. Der Artikel betreffend die Hühnerstener der Breitenbachcr soll mit der Leibeigenschaft erläutert werden, 15. Desgleichen läßt man den Bodcnzins zn Laufen von den Häusern nnd Hofstätten bleiben wie bisher, nämlich 1 Schilling nnd 1 Huhn, l«. Für Frevel zn Laufen, als Zucken w., die bisher mit 3 Pfund gebüßt worden, ist künftig nur 1 Pfd., Strafe zu geben, I». Die Artikel deren von Pfeffingen, Aesch, Oberäsch, Tnckingcn zc. Der Text formulirt diese Bestimmimg so: , , , ..das; der gemein man ei» gemein gesellen vischen thuo», doch ei» sede gemeind nf irem zwing und bann..." Mai 1525 werden verglichen wie folgt! 1 Betreffend das Recht in Pfeffingen, die Priester zu festen und zu entfesten, fall es gehalten werden ivic bisher; es soll nämlich Jeder bei feiner stehcnfchaft bleiben Wenn aber ein Priester sich ungeschickt hält, fo fall es der Obrigkeit angezeigt werden, die dann einen andern, geschickten nnd frommen dahin festen mag, ohne Investitur »nd andere Beschwerden, 2, Die folgenden 3 Artikel find unter denen von staufen erörtert, 3. Der <5, > Artikel betreffend die t^he ist mit der „tnge»fchaft" zu erörtern, t Per Appellationen halb bleibt es bei dem Herkommen, 5, Betreffend das llmgcld wird auf die Artikel von staufen verwiesen, t>, Ebenso bei demjenigen betreffend die Hölter, und wegen der Zinsen, 7, Hinficbtlich der zu sehr mit Zinsen belasteten tMter ist erkannt ! Wer beschwert zu sein glaubt, mag die Gutcr'"aufgebcn, Ivo t^üter durch Wasfergüssc beschädigt worden, soll stdcr Abgang» durch nnparteiifchc Männer geschästt werden 3, Per Artikel des „geschcids rechten" halb soll nach feinem Wortlaut in Kräften bleiben, !t, ^n Bellest der Schuldner wird erkannt! ,r»r Schulden, die (^iucr geständig ist, kann der «Gläubiger dessen 2. Der jcnige über die Stenern ist mit der „Eigenschaft" zu entscheiden, 13, Der Ackerthaber soll gegeben norden wie bisher; aber der Ohristhabrr, Banngeld, Stuhlgcld ec, soll abgeschafft und Ricmand durch die Priester zw Bezahlung von Seclgeretten gcnöthigt fein; nur ivas vorher gestiftet ist, soll gehalten werde», 14, Auf die Forderung, das; am Sonntag das klare Wort Rottes gepredigt, unuüstev t^efchwäst, tWtteoläster», Zutrinken ?c abgestellt werde, ist verabredet! t^s solle hinsür mit der Blesse, dem Predige» und nndern andächtigen Rottes diensten der Ordnung der christlichen Kirche gemäst gehalten werde»; t^ollrslästcrnng, Zntrintcn, Okfchwüst deni Kirchhof und in der Kirche sollen die «Gemeinde» bei einer Busze l>crbie»e»! von dem fallenden Strafgeld fällt dann die eine Hälfte der Obrigkeit, dir andere der Kirche und t^emcinde zu. An späteren Acten liegen zunächst folgende vor 1) 15,25, 23. Mai t Dienstag vor der Anstahrt ». H.>, Nachm. Bern a» die Bmäper im Schlosse Owingen »nd andere Angehörige! Mahnung zu sofortiger Heimkehr, bei schwerer Strasc an 2eib nnd <>tul, ?c. 2) 1525. 23. Mai (Dienstag vor Ajecnsionis», ^krn an »den Ooadjutor von Baselt, Antwort anf dessen Schreibe» wegen der neuen llnrube unter denen von Vausen, Man schreibe denselben zum ernstlichslen <>«»> der ttopiet; wiewol man ihnen damit „ein grüwct nnd bölimn» siirgeschtagen," rnthe man doch, daraus nicht zu sehr zu bauen nnd defchnlb ja nicht etwas llnsrcnndlichcs gegen sie zu versuchen z sonst wolle man alle Frcundschew und 2icbe beweisen, ?e. 3» 1525, 23. Mai (D. », d. A >. Bern an die von stausrn. stirjnncrnng an die gütlich nerciirdarlen MittO zwischen ihnen nnd der Herrschast, ?e. Da sie deren ungeachtet sich iviedcr zu erheben nnd den tsoadjntc» zu überziehe» drohen, so begehre man stcundlich, dast sie von solchem vorhaben zgewisse Solde nnd Kosten zu fordern) absteht» und sich mit dem Rech» begnügen , sonst sähe man sich genöthigt, den Ooadjntor, als hiesiger Stadt „Kind," >">> ihätlichcr Hülse zu schirmen, >e, n «w e, ^ in»,» vnm»« p e »», u, »»» Mai >525, T74. Wilden. 1525, Ii). hbis 21.) Mni «Dienstag nach Cantate f.). Staatsarchiv Lttcern: Allq. ?lbsä)iedc, II. 5. 61. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 0, f. 217. Tschad. Abschiede-Sammluncs, Bd. 6, Nr. 12. Staatsarchiv Bern: Allq. cidg. Abschiede, X. p. 255. KantvttSarchiv Basel: Abschiede. KantvnSarchiv Freibarg: Abschiede, Bd. 12. Bd. 65. Atalltvllsarchiv Solvtlnnn: Abschiede, Bd. XIII. Kantvnsarchiv Schafshallseil: Abschiede. Landesarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Zürich. M. Rudolf Stoll. des Raths. Bern: Sebastian vom Stein, Ritter. Lncern. Junker Jacob Feer, Spitalmcister und des Raths; sJoh. Huber). llri. Bogt Jost Blättler. Schivpz. Gilg Rpchmnth, nlt-Ammauu. Ilnterwalden. Arnold Frnonz, Ammnnn. Zug. Götschi Zehng, von Baar. Glarus.— Basel. Hans Graf, des Raths. Freiburg. Benner lUlrich) Schncwli. Solothurn. Jnnker Haus von Noll, des Raths. Schafshauscn. Bürgermeister «.nans) Peper. Appenzell. Annnann tlllrich) Eisenhnt. G. A. A. 1. 18 1>, lunter dem Datum Montag nach Eantate). Es erscheinen die Amvälte einiger Kauflec>te und klagen, sie haben nenn Wagen durch eidgenössisches Gebiet geführt, zu Basel Geleit und Zoll bezahlt, nnch z» Mümpelgard die üblichen Gebühren redlich entrichtet; aber nicht weit davon seien ihre Fuhrleute durch Reiter und Knechte des Herzogs von Würtemberg angefallen und gezwungen worden, die Wagen samt den Waaren in die Stadt oder das Schloß zurück zu führen; die Wagenleute seien gefangen worden, mit Ausnahme von zwei Angehörigen der Eidgenossen, welche man mit ihren Pferden frei gelassen. Wiewol dann .Zürich und Schaffhanseu ihre Boten an Herzog Ulrich gesandt, so habe sich der Herzog doch wenig daran gekehrt und spitzige Antworten gegeben. Darum stellen die Anwälte das dringende Gesuch, ihnen zu rathen und zu helfen, damit sie wieder zu ihrem Eigenthum gelangen. -- Da man dies mit Unwillen vernommen, so hat man dcni Herzog ernstlich geschrieben, er möge den Kanfleuten das Ihrige ohne alle Entgeltniß wieder zu Händen stellen lassen und die Gefangenen freigeben. In gleichem Sinne wird nach Mümpelgard geschrieben. - Heimzubringen, um sich allenthalben zu berathen, was man gegen den Herzog zu thun hätte, wenn er die Waaren nicht zurückerstatten und die Gefangenen nicht loslassen wollte, damit man seines Hochinuths los würde, und diejenigen, die in Burgrecht mit ihm stehen, dazu angehalten werden könnten, ihm dasselbe abzukünden. I». I. Der Großprior und Einige vom Eonvcnt des Gotteshauses St. Blasien ans dem Schwarzwald, mitsamt einer ehrlichen Freundschaft ans der Eidgenossenschaft, klage» mit betrübtem Herzen, wie letzte Woche ihre eigenen Unterthancn und Andere das Kloster überfalle», sie daraus verjagt, die Zierden und Heiligthümer elendiglich zerschlagen, ihr Bieh und alle andere Habe geraubt haben; ebenso seien andere zu ihrem Gotteshaus gehörige Kirchen geplündert worden, sodass sie nieder Wohnung noch Nahrung mehr finden. Da sie aber »och einige Zehnten, Zinse und Gülten in der Eidgenossenschaft haben, so bitten sie um Gottcswillen, daß man sie dabei schirme, damit sie sich daraus erhalte» können, in Betracht daß Biele in ihrem Kloster aus der Eidgenossenschaft gebürtig seien. 2. Bor einigen Tagen haben sie nnch einen Wagen mit Kleinodien und Heiligthümer» in die Eidgenossenschaft führe» wollen; der sei aber zu Waldshut samt den Pferden weggenommen worden, obschon das Kloster daselbst Erbbnrger sei und jährlich 15 Gulden für das Burgrcchl entrichten müsse; sie bitten, ihnen freundlichcn Rath und Hülfe zu gewahren. — Das soll man treulich heimbringen und auf dem nächsten Tag darüber Antwort geben. «'> Der Tag der Jahrrechnung zu Neuenburg wird wie früher ans den letzten Sonntag im Mai angesetzt. «I. Es wird angezeigt, daß der Graf von Aronn mit dem Herzog von Mailand einen Bertrag gemacht habe, wonach zu besorgen ist. daß das Schloß Balzol ans des Grasen Hände» komme, ivas den Eidgenossen nachtheilig werden könnte. Deßhalb wird dem Bogt zu Runs befohlen, dafür zu sorge», Mai 152.'', dah das Tchloh nicht entsrcmdet ivcrde. (t« ist auch den mit die dortige Iahrrechnung gellenden Baien Pollmaä» zu geben, das schloß zu der (Eidgenossen Händen zu dringen, damit es dann gcschlcist ivcrdcn kann, «- > " von Nieder- nnd Ober - t^hrendingen in der (Grafschaft Baden beschweren sich, das; die Priester zn Wcninge», iviewal sie bisher zu dieser Kirche gehört, ihnen dicht mehr Messe lesen wollen, Tamm wird ihnen bewilligt, ans ihre Kosten einen Priester zn „dingen," der ihnen am Tonnlag nnd an andern gebotenen feiertage» Messe lese nnd sie mit „göttlichen Acmtrrn" nnd Anderem versehe, Heimzubringen, ob man ihnen erlauben will, de» Lehnten zurückzuhalten, f. Ta Tieben von Wohle» in einer Nacht die Thore am Kloster e^nadcnthal zerschlage» haben und in das Kloster gedrungen sind, so wird den Untcrvöglcn besohlen, dieselben zu »'erbosten und nach Vncn» zu senden, worauf dann s'uccrn den süns andern Orten einen Tag dorthin ansebcn soll, um die Tchuldigen »ach Verdienen zu strafen, »r Tie drei Orte Sutern, Tchwnz und llnierwaldcn haben sich in Beiress der Baöin Münze verständigt, den Plagart wie bisher z» 2 Tchl,, den Togpclvierer zu 8 Angstcr und den Kreuzer zu lt Angstcr anznnchme»« die Bekanntmachung soll aus nächsten Tt, fohannstag erfolgen, ilri und .^»g, die ob»c Instruction darüber sind, sollen aus dem nächsten Tag Antwort geben, ob sie sich diesem Nnic anschliestcn wolle» oder nicht, I». Ta die neuen dicken Plapartc ans Mailand zu 12 Tckil, cursire», so soll 2»ccrn dieselbe» probiren, nnd jedermann sich davor hüten, indem sie nicht gut sind, >. Aus dem nächsten Tag ist Antwort zu geben, ob man die ans dem Tage zu Vuccrn beschlossenen Artikel mrlnndc» lassen wolle oder nicht, k ^ " Bern abermals den (mtschlnh erklärt, keine Tagsahung mehr z» besuchen, bis der Brief wegen Neuenbürg »>» gerichtet sei, so hat man sich dessen vcrmächiigt und es schristlich ersucht, die Angclegcnhcii bis aus den Tag >» lllenenburg gütlich ruhen z» lassen, wohin dann die Boten mit genügenden Vollmachten abgefertigt werden solle» I. Ter zn Baden gefangen sitzende Lchassner von Otlingen, der seht verhört ist, soll wieder nach fraucni«'^ gefertigt nnd allen den dortige» Tag besuchenden Boten Bollmacht gegeben werden, den Handel zu nntellucA» und Ivo möglich abznthnn, fn der Beraibnug des Hanptgeschästrs, nämlich der Nechtsertigung zwisckc» de» neun Orlen nnd Zürich, entschuldigt lchterrs die gerügte Abschreibung des Tages zn Einsiedel» damit, dag Burgermeister Nöist kraul gewesen, Ta man merken lann, dast Zürich immer aus Berschiebung bedacht ist, >"'d die Zeitumstände Besorgnisse erwecke», so null man den Porschlag heimbringen, das Nccht für einmal einzustclle»' bis es besser oder böser werdet aus dem nächsten Tag soll man sich darüber einschlichen, dcszglcichcn wie langt der Anstand dauern mühte, i». „Als dann leider unser (lidgnosjcn von Zürich sich in dem tnlrischcn und vc»' iüerischen gloubcn für und für so wnt tierliesenl, je länger sc gröber handlc», das heilig sacramcnt des aliars. das heilig nmpt der meh snrohin zr bruche», wie dann bishar allweg gebrncht ist, vcrbotte» und abgestellt u»d das gar »v» nutend, von allen cristenlichcn alten guotcn ordnungcn, bräche» und gcwonhritcn al'gcstandc», nüwen satzunge» zc machen (-»>), nämlich Hand si ein eegericht oder ein chorgericht gesryl und im druck »sg»» lasse», und wenn ouch zuo tagen uiicristenlich und bös Händel sür uns komcn, so den lutrijchen glouben benierc»d und darus erwachse»!, so stand ir ballen nS und >r>rnd nil darby sin, noch sölich bös Händel Helsen abstellet' lind diewil si also für und sür so uneristenlich bandlcnd, dchhalb uns die botte» notwendig bcdunkt. dar»»'b ratschlag ze luv», ob man süroln» me »nt ine» tagen »relle oder nil, oder ob man die pnnd von inen hawd fordern und nüt nie mit inen zuo schassen haben «wellt, Tamm sol jeder botl das lzeimbringen und zuo »ächstew tag darnmb antwurt geben," «». Ta die limsländc so „wild und sorglich t». Heini von Arni bei T'remgarten klagt, wie Martin freudenleer und dessen zwei Töhnr Nudolt und Hartmann, denen er wegen schulden nackMjagl, ihn zwischen Aarburg nnd Aaran zum zweiten Mal angegriffen »nd l>aben töd>c> Mm 1525, KstI wolle», und wie sie drohen, ihn zn erstechen oder wenigstens verbrennen, Da die Beklagten in den Gebieten von Bern und Solothurn wohnen, so sollen diese Orte ans dieselben achten, sie wo möglich fangen nnd dann dem Glättli davon Nachricht geben, «». 1525, 15, Mai (Dienstag »ach Eanlate), Baden, Die eidg. Boten an die Boten im Elsaß. Nachdem es ihnen guten Thcils gelungen, zwischen der Stadt Basel lind den „Widerwärtigen" Frieden herzustellen, vernehme man, daß die Banersamc im Elsaß, Brcisgan nnd Schwnrzwald sich täglich verstärke lind die fürstliche Durchlaucht (Erzherzog Ferdinand) an Leib nnd Gut zn schädigen »nternehmr, Deßhalb bitte man die Boten, sofern sie glauben etwas Gutes schaffen zn können, im Namen aller Orte für einen Anstand zwischen den Parteien zn arbeiten, damit die ungehorsamen Bauern aus dein Felde zögen, nnd das Land nicht dergestalt verwüstet würde, K. A. Basel: A. Bauein-Rebeltion. - Wörtlich al'stedrnctt i» Schreiber, Bnncrniricg II. 112, 113. i'. 1525, 17, Mai, Baden, Die Gesandte» der XII Orte guittiren Jnnler Ludwig von Dicßbgch für die 120t) Gl. rh., die er von der Bogtei Lanls her schuldig gewesen. K. A. Schaphausen: von'csponi'cilzen (Coric). 1525, 18. Mai, Baden, Die Boten der sieben Orte (VIII O, ohne Zürich) an Bremgarten, Abmahnung von der an Einzelne» wahrgenommenen Neigung für dir lutherische Lehre, mit der Weisung, jeden Angriff ans die Gotteshäuser zn wehren und die allfälligen Thäter sofort dem Lnndvogt in Baden anzuzeigen, ?c. ,» ist dem Berner Ercniplnr eigen, dem dagegen K> mangelt. Im Zürcher fehlen I, I —11, im Glarncr Ks, im Freibnrger « — l> und Ii, dem Solothurner nur i — Ii. dem Basler lind Schaffhauser I, I, ii. Appenzell hat nur n, I», m, <>» Zu :i. 1525, 13. Mai (Samstag vor Enntate). Bern an den Bogt zu Mümpelgnrd. Frcuudliches Ausucheu, den beraubten Kanfleutcn von Nürnberg ihre Güter zurückzuerstatten oder ivcnigsteus bis auf cineu Bescheid des Herzogs von Würtcmberg unverändert bei einander zu lassen. — IZoilvm dato: Bezüglicher Auftrag au Sebastian vonl Stein, behufs gciucineidgcnössischer Fürsprache bei dem Herzog, in der Bittsteller Kosten. St. ?l. Bein: Tcutsch Missivcn, IX s. 384. Zu I». 1) Bern gibt dem Gesandten durch Schreiben vom 12. Mai (Freitag St. Pankrazcn Tag) die bezügliche Weisung und fügt den Auftrag Hinz», in dein Fall, daß die andern Orte nicht einsprächen, nur den Paß zur Sprache zu bringen, den die Schwarzwälder von den drei Städten am Nheiu begehren, und ohne Weiteres heimzukehren, w. St. A. Bem- Teugch Missim», >>, c. us». Ein ivciteres Schreiben vom 17. Mai tMittivoch iiach Cniitate), 1 Uhr Nachm., iil schärferem Tone, siehe ebendort k. 385 a. 2) 1525, 17. Mai (Mittwoch nach Cantatc). Bern an die eilf Trte (einzeln). Der diesseitige Bote aus dem jetzigen Tag zu Baden habe seinem Befehle, gleich Anfangs den schon vielfach verlangten Revers zu fordern und auf etwaigen Abschlag sofort heimzukehren, nachlebe» wollen; nun schreiben aber die vereinigte» Gesandten, sie seien nicht bevollmächtigt, und zwar weil man in der Meinung gestanden, die Sache gehöre auf die Jahr- rcchuuug zu Neuenbürg; nebenbei finden sie es aber nicht gerechtfertigt, daß Bern wegen einer lang augcstandenen und so kleinen Sache sich absondern wolle, :c. Das sei nun aber höchst befremdlich, daß die eilf Orte es seit zwölf Jahren hingehalten („vcrlenzct"), da sie doch vorher ohne Widerrede das Verlangte zugesagt haben. Der schwierige» Umstände wegen habe man dem Boten diesmal doch noch gestattet, den Tag zn „besitzen"; man bitte min aber, für den allernächsten Tag Anstalt zu treffen, daß man den Gegcnbricf ohne weiteren Aufschub empfange; sonst würde man seinem Entschlüsse gemäß keinen Tag mehr besuchen, bis darin willfahrt wäre . . . St. A. Bern: Tentsch Missivcn, IX 385—380. St. A. Zürich: N. Bern. — K. N. Schaphausen: Corrcspondenzen. Zu Den Wortlaut hat Argovin VI, p. 75, 76. (Er entspricht übrigens genau de» auch anderwärts vorkommenden Erlassen). Mai 1525, ?75 (Am Elsaß). 1525, 25). Mai f. (Auffahrt f,>, »an«l>n»<>r>Siv Nastl! 1-1,n Ba>»rn-i>I->>«»wn, 1, „Zu ansang dkl- »fruor und cmbörnng im Siindgötv sind (ist?) Herr Hans (lind) Zitter von Hilgenberg, ritter, selbnnder vor cim ersamen Rat drr stall Basel ersehnten, die ust sundcrm güetlichc» itaäibürlicltem willen ermant, in diser empöruug ein gclri'uv nachbürlich »stehen zno haben, dab» erinant der Urbeinung des löblichen hus Ocsterrich, llf solichs brgeren, ouch stündlich rrmanung sind nnjer Herren, ein ersamer Rat der statt Basel bewegt worden, ire botscl>aft zuo verordnen z»o der ufrüerigen bursame, ob man die vor linsen ust dem fcld bringen möge, Hand darzno ilends beschribcn die nächsten Ort von unsern lieben (^idgnosscn, Zürich, Bern, Solotur», Schaffhusc», 2, „So »uii ein ersamer Rat , besorgt, dast die benannte» vier Ort »it bn znt komen möchte», habe»! si den Herren Regenten zuo guot nnser (^idguossen von Zürich und Soloturn begriffen mit ir bolschaft, vermocht und gemächtiget, zuo rite» zno hinltgnng sölict>cr erböruug. Sind also »s der Nfsart tag zuo Basel nögerittcn, den nächsten zuo der bursame koinmen zuo Batteuheini vor linsen, Diewil es nuit gegen den obent, haben! wir inen stund (nf> morndest am szritag vor dem imbist angeset,». wider by inen ze sin, als ouch bcschchen (ist) '!, „Hand nach langcr Handlung, nit not alles ze melde», so vil an der bur-samc ersundeii: So wir wcllcnt ziio den, Herzog in stuthringen trilc») nnd abstellen, damit sti nit überfallen werden, als den iren bcschechcn zuo Zaber» und Scherwiiler, ouch die Regenten samt dem Adel und Ritterschaft vermöge», für ir pcrso» und die. so under das huS Ocstcrrich gehören!, den fünf Orten oder dr» Orten, so der z»)I bestimmt wurden, zuo vcr irniven güetlich doriu zuo sto» ; ob die nicht vcrfahen niöcht, rechtlich darin lassen sprechen und darbt, zno blibc», so wöllent sy den (^idguost'en vertrüwcn für alle ander, dann der Adel inen nie gehalten, mit mrr woricn; (sy) wellent onch den Hufe» nit (erbrechen, aber genuog hindcrsich bis gen Habbcssen (HabSheim) und erwarten, bis wir wider koinmen ust Vuthringr», ivcst willens der Herzog sig, 4 „Dist Meinung Hand wir also angcnoiiunen, den nächsten wider gen Bilsen geritten, die Regenten samt dem Adel und Ritterschaft versamlet, inen obgeschribne Meinung sürgchaltc» (uitdt darb» gesagt, (dast wiröl »>> witcr wisscnt zuo bringe», lls solichs'unser anbringen Hand die bestimmte» Herren antwurt uns gebe», uämlick für ir perjon Hab es nit maitgcl, sunder uns gnotwillig zc vertiliive» Dast si aber für den Fürsten etwas znosage» oder «sich si») innchligen, spc in ir macht noch ve> mögen nit; wie aber obstat, für ir Person wellent st zuogescit haben 5 „Darus ich Heinrich Meltinger redt! ?t)o ist jehund üiver .H'irst, iver Hilst üch jepintd? Wellent ir es nit ihuon, so jagenl eS, (so) welle»! wir wider zuo inen de» buren (und es) inen anzeigen, dann wir si »>> verkürzen ivelleut Iis das stiestent dr» oder vier ire köps zuo dem laudvogt znosamine» Zu dem stuondent »vir »s. wollte» neben sich go» a» ein ort, Do redlent si' ^Rit also, lieben Herren, es hat de» verstand nit; wie ir es begerent. also welle»! wir es annemen l> „Und ist (dar»?) ein anstand gemacht (und» tag angeselU (worden), Darus band wir ei» bolt(cn> hittder slck) geschickt zuo den Buren, sollen» hinder sich ziehen von (Htjen, dann die Herren habend es also an genommru Mai 1525>, 665 7, „Und ritten wir den nächsten zuo dein Herzog in Lothringen, als wir mich gethon. So wir nun zuo dein Herzog in Lnthringcn komm (und) unser Instruction angezeigt, hat sich sin f. g, gnädiglich gegen die Eid gnossen erbosten, dorbn angezeigt, fürterhin still zuo stau gegen der pnrsanic und güetlich zno verlrnwen im Handel, aber nit rechtlich; dann die bnrcn sincn gnaden heische» möchten, das sin gnaden nit schuldig wären. Sind also abgefertigt worden, 8, „Nm widerharnsrite» sind ivir wider gon Ensen geritten (und) söliche Meinung und Handlung deii Regenten, Adel und Ritterschaft angezeigt," Zu K, Nebcr die Bedingungen dieses Stillstands ist zu vergleichen Nr, 279 n. Die ganze Verhandlung findet sich abgedruckt in Schreiber, Bauernkrieg, II, 137—139. Wir lege» »och einige sachbczügliche Acten ein: 1) 1525, 12, Mai (Freitag St, Pankratius). Bern an Basel. Ritter Caspar von Mülincn habe vorgetragen, wie er von den Baslcr Rathsbotcn vernommen, daß die schwarzwäldischen Bauern bei den drei Städten am Rhein fortwährend mir den Durchpaß werben, was der Eidgenossenschaft insgemein zu großem Schaden gereichen könnte; denn es seien viele weitere „Nnkonnnlichkeiten" zu erwarten, wenn sich die Bauern vereinigen können, Deßhalb rathe und begehre man, daß Basel eine Botschaft zu jenen drei Städten sende und dahin wirke, daß dieselben ihre Pässe Hilten (und sperren); man gebe auch dein Boten nach Bade» eine bezügliche Weisung, uni mit den Eidgenossen deßhalb zu handeln, was Friede und Ruhe zu sichern vermöge. St. A. Bern: Teutsch Missiven, 1'. 5. 382 a. ^ 2) 1525, 22. Mai (Montag vor der Auffahrt). Zürich a» die übrigen Orte. Ausführliche Mittheilunge», ans Briefen von Basel, über die unerhörten Metzeleien des Herzogs von Lothringen an den bezwungenen Bauern; ein Beispiel folge: „Item vor Zaber» ist gehandlct, daß st) sich in gnad ergeben, vertröst ir gwer von inen zuo legge», mit ivyßen stäblinen nß der Statt ziehen und schweren, ir leben lang dhein gwer mer zuo tragen und ir(cr) Herrschaft gehorsam zno sind, und an Mitwuchen (nach Eantate, 17, Mai) sycnt sy morgens uß der Statt zogen, sich des znosagens gehalten, darzuo die burgcr zno Zabern irothalb die besten bnrger dem Herzogen zuo bürgen geschickt, die im veld bim Herold gehalten, und als die puren mit iren ivyßen stirbst» nß der Statt sich gelassen und uf de» platz, der inen anzöngt ivas, wellen ziehen »nd iro bi iij»> Harns kamen, sind die fnoßknccht in st) gefallen und alle, so uß und in der Statt von puren und burgern gewesen, erstochen, darzuo die Statt geblündcrt, alles über das der Herzog und die Ritterschaft gcschruwen, inen glonben ze halten, der inen znogesagt. Die Walchen tribent vil muotwillens im land, schlachent und schwächent frowen und junkfrowcn; es sye ein mächtig groß flöchnen, stowen und linder, in die Statt Straßburg, die man nß großer bnrmherzigkcit nit ußschlachen könne. Uf das , , ,, diewil dann mit anders zuo gedenken ist, dann daß sollich kriegsvolk in das Sundgöw (und) Elsaß (Mellichs unser aller brotkasten und winkeller ist) kennen, das schleizen und verderben, und große mächtige thüre, sanier und not uns allen darus erwachsen werde, so hat nf ansinncn üwer und unser getrüwen lieben Eidgnossen von Basel (uns) ganz notwendig bedücht, einen kurzen tag ze beschriben," Folgt Ansetzung eines Tages zu Baden Sonntag nach der Auffahrt (28. Mai), mit dem Zweck, solches (un)christlichc Blutvergießen, Verwüstung des Landes und die drohende Thenrung abzuwenden, , , Archiv Schasshmisen: Corr. -- Sl.A. Bern: A. Zürich l. — St. A. Lucmi: Missiven. — K. A. Solvthnrn: Absch., Bd. XIII. (Mont. nach Aufs.). Vollständig abgedruckt bei Schreiber, a.a.O. II, 124—126. 3) 1525, 24, Mai, 9 Uhr Vorm, Basel an Zürich. Seit dem letzten Schreibe», die Ansetzung eines eidg, Tages betreffend, habe der Herzog von Lothringen bei Schlettstadt und St. Bilt noch 12000 Bauern erschlagen, sodaß in acht Tagen deren über 33000 umgekommen; er sei auch Willens, weiter heraufzuziehen, »nd wiewohl die Banersamc noch den Landgraben bei Ober-Berkheim innc habe, so müsse man doch besorgen, daß sie denselben vor Schrecken nicht mehr zu behaupten wage; käme dann der Herzog mit seiner Tyrannei herüber, so würde das Elsaß und der Snndgan, „unser aller" Brotkasten und Weinkeller, verderbt und verwüstet. Da nun der Eidgenossenschaft viel daran liege, und die Umstände keinen Aufschub gestattet haben, so habe man sich des Boten von Mich, Niklans Sctzstab, der in andern Geschäfte» hier gewesen, gemächtigt und ihn eiligst mit 84 Mni 1525 cincr Botschaft von hier und Solothur», welch lchtcrc ma» ebenso „an eil» rupf erwüscht," zu dem Herzog »nd der Bancrsamc geschickt, nin sie zum Abzug und zur Annahme einer cidg. Vermittlung einzuladen. Blau bitte daher, das (Geschehene günstig zu deuten, noch einen andern Boten abzusenden und den nöhcrlicgcndcn Orten, als (Zlarns, Schnfshauscn und Appenzell auch zu schreiben, dag jede« zwei (Gesandte verordnen möchte, damit je cinei zu den Parteien reiten könnte. DaS (bleiche habe nia» nach Bern und ^ucern geschrieben. «> « « e,stm»«ch 4) 1525, 25. Mai (Ausfahrt). Heinrich Wehrt »nd andere Hanptlente des Hausens im Sundgau an Bösel (^S sei heute eine Botschaft angelangt von den Stödten (folmar, SchlettNai«, Munslci, Angwillcr im St. (^rischono Thal, Türkhcim, Rnffach, Herrlisheim, Sulzbach, Hciligkrcnz samt Mörschwillcr ?c. Dir begehre gütlich >» dc> Sache zu handeln; man habe ihr dafür gedankt und nichts abgeschlagen, sondern gebeten, ihr Bestes z» >hun Man bitte nun Basel, die Roth des Volkes zu Herzen z» fassen, de» armen ('euten in dieser Sache bchülflich zu sei» »nd zu versuchen, ob ein gütlicher Vertrag zu erreichen wäre; wenn das nicht gelänge, so würde man die ^>ad> um (thätlichc) Hülfe anrufen, ?c. « «. «. v-»„n 5) 1525, 25. Mai (Ausfahrt (Christi). Ter sundgauitchc Hanse an Basel. Anzeige, dag heute eine (cidg " Botschaft erschienen, die sich gütlich zu handeln erbiete; man habe daraus freundlich geantwortet und nichts ab geschlagen, sondern die Boten gebeten, ihr Bestes zu tbun Run stelle man das ernstliche Begehren an Baicl, dag es den arme» beulen in dieser Sache bchülflich sei, und falls ein gütlicher Ausgleich nicht möglich "'örc, aus weiteres Anrufen (auch thätlichc) Hülse zu gewähren »ach t'öcslalt der Sachen, ?c. K) 1525, 25. Mai (Ausfahrt ( mit Zürich und Solothnrn, deren Boten gerade hier gewesen, eine Botschaft zu dem Heer des Herzogs von Lothringen und andern (Gegnern (der Bauern) geschickt, um mit allem Fleiß für (Erhaltung des Ariedens z» wirken; auch bezweifle man nicht, dast noch andere Orte t^csnndtc abseitigen werden, um an cincr gntlubc» Unterhandlung Thell zu nehmen, ic. » « Minwn». e. > >» 7) 1525, 27. Mai, Samstag vor (Haudi. Heinrich Wehet, oberster Hauptmann, und andere Haup »c»N und Räthc des snndgauischcn Hausens an Basel. Antwort: Den durch Boten von Basel und etlichen andcn> Orten verabredeten Anstand wolle man »nziveiselhast treulich halten, und wenn etwa ein RichtSnuhigcr ibn bräche^ so würde man ihn nicht ungestraft lassen. Man habe auch dcschalb sofort eine Botschaft in das Brcisga» »nd an den wälschcn Haufen im Roßmatt Thal geschickt, verdanke die treue Fürsorge mit hohem Fleiß und bitte Basel sowie besten Freunde, auch ferner allezeit das Beste zu Ihn», damit Blntvcrgicszen und großer Schaden vermiede» werde, ?c. ,„>» ?> >n schmi>». ?«u„niu,<> il. iss iüa «. ? a r^,,en> Arunensetd. s.»2.», AlNi f. (Sonntag vor dem HI Psingsttag s > v«l»r» ! ZUlgimim» Abichlsd», II k »I. NttelNi! R-I?" ^maieariSiv Bern ! ANji »»dsHNl' ^ ' Oanlon»<>rU,I>> I Ut>schi»r> ManIon«arU>t» ^e»tl>«ea ! Ahichlk»>k, ?>«>. »< M«nll>n»ae>Siv Zvloliinen! rn>ichor, XIII «an»»n«ar<>iiv Zt»n! (Gesandte: Zürich Konrad (Hcher; Hand Hager Bern Anton;Roll; Peter Am Hag )'iicern Heinnet' > Kor» oder ein dulden Zins mit zwanzig «bilden Hauptgut, und nicht „näher" erkauf« iverden. es soll übrigens Niemand im Zhnrgan t>teivalt habe», einen ewigen Hins ans sich zn nehmen oder zn erkansen, l'eiht ein (Kerichtsherr l^eld ans ZinS a»S, so soll der l'andvogt «den Schuldbrief» besiegeln, und wenn die «Kerichtshörige» lKeld ansnehmcn wollen, so sollen sie wie bisher siegeln lassen l l «Airschah und l'eheiigüler; ?ie geistlichen und weltliche» Prälaten, auch nndrre (^dle und llnedle sollen die lA,rschat>pflich«igen billig behandeln Hat jemand eine Beschwerde gegen seinen l'ehenSherrn, so soll er sie dem Vandvog« vorbringe» und sich denen Urlheil tilgen, im klebrigen sollen die stehen empfangen werden wie von Alier her; die „andern stehen" lästt man bei i>»o» Rechten verbleiben. Bricht durch höhere «Gewalt ein standsbresten «allgemeines Unglück» ein. sodast die stcute den .^ins nicht entrichten können, so soll der Herr, drin derselbe gehört, etwas nachlassen, je »ach oKstalt der ^aä»e, und dem Ausspruch des standvogtes nachkommen, wenn sich die Parteien nicht gütlich mrciiibarcn können 12 Kundschaften; Hier bleibt der Artikel des BrrtrageS «v .V l,',<»!> > in Kraft, der lautet; Wenn ein u»ve> leumdeter Mann bei dem standvogt verklagt ist, oder dieser es ionstwie vernimmt, die Sache aber nicht das Malefit berührt, und der standvogt i^n verhafte» will, so soll es der standiveibel oder ein standgerichtsknccht dem «Kerichtsherrn oder, in dessen Abn>e»tnheil, dessen Untervog« anteigen nnd denselben ersuchen, ilmi zu vcrhel'i». das» der Angeschuldigte ! ros»»»g leiste oder im Wrigernngssalle zu des standvogtes Händen verhaftet werde; ooä> mit dem Zusah, wem, die Eidgenossen ihrem standvogt im Zhnrgan auflragen würden, einen oder mehrere t» verhaften, die ,inchristlich geredet oder gehandelt hätten, so soll er diesell»e» vcrhasien und nach Verdienen bcstwfcn 15, Der ledigen Kinder halb, die der «Grafschaft nnd den (ndgenossen nigehörrn, bleibt man bei der alten Uebung' doch dürfen sie sich beim standvogt von der «Hgenschast loskaufen Piesrr Artikel soll aber wie der von den steibeigene» der «Rrichtsherre» noch anstehen 14 Betreffend die Hinterlassenschaft soll es bei dem Vertrag ne> bleiben, der vor Iahren zwischeii den Obrigkeiten nnd der standschait Zhnrgau ausgerichtet worden, nnd der »' einem Artikel sagt; Die fahrende Habe eines Hingerichteten ist der «Grafschaft verfallen, doch den „Schuldner» «(Gläubigern?» »nbeschadct! hinterlästt nämlich einer nicht so viel liegendes «K»», dag die Schulden daraus bezal'U werden können, so ist das klebrige aus der fahrenden Habe zn befahlen; Hinte»lästt einer keine fahrende Hab», sondern nur liegendes «Mt, so sollen die Kosten seines Proeefscs aus lehterem bestritten werden 15, »o» Keiner eine Pfisterei, Schmiede, ^Badstube oder Mehg erbauen ohne «Einwilligung des «Kcrichlsherrn; wäre jedoä' derselbe z» hart, nnd die Roth offenbar, so soll die Sache ans einen Zag gebracht werden, l<> friede»; soll bei dem frieden, der im ? Hurgau vertragsweise festgestellt worden, vciblcibrn, jedoch mit folgendem Anbang Wenn zwei Parteien zu dem standvogt kämen und begehrten, ihnen den frieden auszulösen, io soll er es >b»» nnd wenn beide Parteien dem standvogt an leides Statt angeloben, keinen Unwillen, Neid oder Hast gegen einandi' zu tragen, dann aber doch einander der Sache ivegen, über die sie zuvor im frieden gestanden, befeinden verwnnden nnd das Recht nicht brauchen wollen, so ist das n> beirachtrn, als ob sie mit einander noch >»' frieden gestandkii 17 Dem standvogt wird ausgetragen, mit denen, welche die «Kemeinden ihm beigelirn, »»^ denen, die er sich selbst auswählt, eine standgerichlsordining zn enlinersen, nnd solche dann den Regierung'" vorzulegen, welche sie je »ach dem, was sie sin des standes Voilheil hallen, bestätige» oder ändern weiden Mai 1525, 669 18, Es sollen keine Landsgemeinden oder besondere Versammlungen im Thurgan gehalten werden ohne des Land- Vogtes Wissen und Erlauben; es soll auch dabei nichts Anderes verhandelt werden, als was den Landvogt billig bedünkt, und nms ihm bei der Einfrage angezeigt worden, und alles in seiner Gegenwart; wollen ihn aber die Gemeinden nicht dabei haben, so mag er dies vor die Eidgenossen bringen, 19. Jeder ist versuchtet, die Zinse, Zehnten, Schulden, Renten und Gülten und andere Gerechtigkeiten, die er schuldig ist, und die in diesem Vertrag nicht begriffen sind, z» entrichten, und es soll jedermann Gericht und Recht gehalten werden wie bisher; die Gerichtsherrcn und die ganze Landschaft sollen hiemit ruhig bleiben und dieses Jahr hindurch einander in keinerlei Weise anfechten, alles getreulich und ohne Gefährde, 20, Es ist der acht Orte Bern, Lucern, Schwyz, Unter waldcn, Zug, Glarus, Freibnrg und Solothnr» — Uri ist abwesend, (Zürich nicht einverstanden) — ernstlicher Wille, daß alle Priester in der Grafschaft Thurgan Messe lesen, taufen und alle christlichen Ordnungen wie von Alter her in den Kirchen beobachten; daß sie auch keine Weiber nehmen und daß, wer sich dagegen verfehlt, der Pfründe entsetzt werde, 21, Da mm die Anwälte der Landschaft Thurgan den abstehenden 2. Artikel dahin erläutern, daß sie Korn, Wein und Haber als Großzehnten, das klebrige als Klcinzehnten betrachten, und bitten, daß man ihnen letzteren erlassen möchte, so wird erkannt, sie sollen den Großzehnten, als Wein, Korn, Haber, Gerste, überhaupt alles was mit dem Pflug, oder an dessen Statt mit der Haue, gebaut wird, ebenso Heu, was auch zum Großzehnten gehört, wie bisher entrichten; mit dem übrigen kleinen Zehnten, von Werch oder Anderm, soll es anstehen bis zu Ende des Jahres. I». Der Bote von Schaffhauscn hat berichtet, wie einige Fuhrleute, welche Salz oder andere Waare in die Eidgenossenschaft und vierzehn Wagen mit Wein aus dem Elsaß geführt, am Freitag nach der Ausfahrt (26. Mai) in dem Dorfe Singen durch den Herzog von Würtem- berg überfallen und beraubt, und der Wein ans das Schloß Tiviel geführt worden sei, Deßhalb hat man dem Herzog geschrieben, er möchte für die Eidgenossen die Straße offen lassen; worauf er antwortet: Durch das unbarmherzige Verfahren seiner Feinde gegen ihn und die Seinigen werde er gezwungen, gegen dieselben in gleicher Weise zu handeln; es wäre ja unnatürlich, die Hände statt des Brotes zu essen; jedoch ans Freundschaft zu gemeinen Eidgenossen gedenke er sich der Straßen halb gegen sie billig zu halten, «. Friedrich Mötteli zu Roggwyl, iu den hohen Gerichten der Landgrafschaft Thurgan, ohne großes Vermögen und mit einer Familie von acht oder nenn ehelichen Kindern ohne Mutter beladen, hat in seinem ererbten Gut, das seit mehr als hundert Jahren in den Händen seiner Familie gewesen und an keiner Landstraße liegt, etwa 124 Gl. an alten Münzen gefunden und bittet, ihm das zu gönnen, «>. Da Freibnrg und Solothurn ans den früher oftmals und besonders im Herbst vorigen Jahres zu Franenfeld gethanen Anzug des Bundesschwnres halb eine endliche Antwort begehren, so hat man das in den Abschied genommen, indem einige Orte es (noch) nicht an ihre Gemeinden gebracht haben. Ein gleichartiges Gesuch von Schaffhansen und Appenzell wird ebenfalls auf die nächste Jahrrechnung verschoben, t . I, Schreiben des Landvogtes von Sargans, er habe dem erhaltenen Befehl, den Priester Vögeli seiner unchristlichen Predigten und Reden wegen zu verhasten, nicht nachkommen können; der zusammen' berufene Landrath — wie denn die Landlente vermeinen, es müsse jedesmal, wenn eine Verhaftung stattfinden wolle, darüber Landrath gehalten werden habe ihm nämlich, mit Ausnahme von zwei Stimmen, gerathen, den Pfaffen nicht zu verhaften, sondern in Walcnstadl zu berechtigen, wo dann wenig Beistand für den Landvogt, sondern eher, soviel von Caspar Vögeli verlaute, ein Aufruhr zu erwarten wäre. 2, Des Euterleins halb sei letzterer gewarnt worden und habe sich dann, noch ehe die Eidgenossen ihm geschrieben, verantwortet, er habe seine Aeußerung im Scherze gethan und dabei keinen Schwyzer genannt; es sei kein Lanzknecht dabei gewesen; auch habe er dergleichen Reden schon von Andern gehört. Heimzubringen, um ab dem nächsten Tag an den Landvogt schreibe» Mai 1525, zu können, wie er sich des Priesters halb z» verhalten habe, t. Doctor Jacob Sturze!, als Gesandter von Erzherzog Ferdinand, übergibt ein versiegeltes Creditiv und seine Instruction und trägt dann vor, 1. wie der König von Frankreich gegen alle Verträge, in denen er mit dem Kaiser gestanden, und ohne Ursache mit deim selben Krieg angefangen, einige kaiserliche Städte und Schlösser und das Herzogthum Mailand eingenommen und beschädigt habe, sodaß der Kaiser genöthigt worden, sich zur Gegenwehr zu stelleil; daraus sei nun ein hartnäckiger Krieg entstanden und viel Blut geflossen, ivas er bedanre, namentlich um der deutschen Nation und der Eid genossen willen, mit denen er in einer Vereinnng stehe, weßhalb er gerne Mittel fände, um sie beide vor fernerer Schwächung und „Ausmerglung" bewahren zu könneil, — Da nun der König von Frankreich gefangen lind desten Land in unerhörten „Abfall" gekommen sei, sodaß es die mit den Eidgenossen gemachten Verträge schwerlich werde halten können, so wolle er (der Erzherzog), wenn die Eidgenossen es wünschen, zwischen ihnen und dem Kaiser, seinem Bruder, über eine Eonföderation unterhandeln und ihnen auf andcrm Wege das Geld verschaffen, das Frankreich ihnen noch schuldig sei, 2, Betreffend die Unruhen der Bauern jenseit des Rheins ersuche er'die Eidgenossen, überall Vorsorgen zu treffen, damit die Ihrigen sich der Sache nicht annehmen, gemäß der Erbeinung, 3. Schließlich beschwert er sich darüber, daß das ans dem Neberg (?) gelegene Geschütz in Dießenhosen feil geboten und von Privatpersonen gekauft worden sei, K. Die vier von Dießenhofen auf dein letzteil Tag zu Franenfeld eingebrachten Beschwerdeartikel, betreffend die Vertreibung ihrer Priester, das Kloster Paradies, das obere Kloster und die begehrte Schenkung, worüber sie jetzt eine Antwort verlangen, hat man wieder in den Abschied genommen, indem Schaffhansen wegen des Klosters zum Paradies Einspruch thut, um ans der Jahrrechnung zu Baden Antwort zu geben, I». Konrad Keller von Weinfelden, genannt Stümpli, thut dar, daß er nicht im Stande sei, die Brücke zu Weinfelden herzustellen, die doch in Feuers- und Kriegsnöthen so nothwendig wäre. Er hat die Brücke init der Mühle von der Herrschaft Weinfelden mit Wissen und Willen der Obrigkeit angekauft/ samt dem Zoll auf der Brücke, lind die genannte Herrschaft „ledig gelassen," Heimzubringen, wie man die Brücke wieder bauen wolle, indem „der Mann" es ans seinem Vermögen nicht kann, i. In dem Span zwischen dem Abt von St, Gallen und seinen Gotteshansleuten wird von den Boten der IV Orte ein Tag nach Napperswist angesetzt auf Sonntag nach dem hl, Psingsttag (11. Juni), und zwar soll jedes Ort zwei Boten dahin senden und sie auch darüber instrniren, ob es zwei Knechte in das Schloß Norschach senden wolle. It.. Jeder Bote weiß, wie sich Caspar Vögeli seiner unziemlichen Reden wegen verantwortet hat; er möge die ihm zur Last gelegten Worte gebraucht haben, weil er zu viel getrunken/wolle aber keinen Schwpzer damit gescholten haben, indem er nur ein bekanntes Sprichwort angeführt, überhaupt weder zum Scherz noch im Ernst gesprochen habe; übrigens wolle er sich der Strafe unterziehen, die man ihm deßwegen auferlegen würde. I. Beschwerde deren von Walenstadt: 1, Man möchte gemäß ihren Briefen und Siegeln bei ihnen Niemand verhaften ohne Wissen und Willen ihres Schultheißen, 2, Der Vogt sollte über Niemand Kundschaft einziehen hinter dessen Rücken, sondern der Angeschuldigte in üblicher Weise vor Gericht gestellt, die Kundschaft öffentlich verhört, und jeder nach seinem Verdienen gestraft werden, 3, Es solle der Vogt keine Befugniß haben, nach seinem Belieben die zwei Männer von Walenstndt in den Landrnth zu wählen, sondern diejenigen annehmen, die von Schultheiß und Rath dazu verordnet werden; denn so sei es von Alters her Brauch und ihr Recht, und die Stadt bezahle dieselben, i« Nach einem frühern Beschlüsse soll jedem Boten 1 Krone Taggeld gegeben werden; das wird neuerdings verordnet, weil man vernommen, daß einige es nicht erhalten, i». Heimzubringen (den Anzug) betreffend den Landweibel zu Franenfeld, ob er auch das Amt eines Landammnnns versehen könne, «. Dem Boten von Schaffhansen, der ein silbernes Stück von einer Monstranz gebracht, wird befohlen, sich bei dem Goldschmied, der eS ihm übergeben, zu erkundigen, wer ihm dasselbe zugestellt habe, damit man weiter zu handeln wisse. Mai 1525, «71 >». 1525, 1, Juni (Donstag vor Pfingsten), Francnfcld, Spruch der eidg. Botschaften zwischen der Gemeinde Zihlschlacht einerseits und dein edlen Erasmus Ryf, genannt Welter, anderseits, in folgenden Sachen: Die Anwälte der Gemeinde haben vorgetragen- 1) Bisher sei es Brauch gewesen, daß wenn ein Ansäßiger, der aus seinem eigenen Holz, worüber der Vogtherr nur den Gerichtszwang übe, ein Haus, das er auf seinein Boden erbaut, und woran der Nogtherr auch weder Heller noch Pfenning habe, wegen Hungersnoth oder anderer drin- gcndeu Umstände habe verlaufen müssen, der Vogthcrr den dritten Pfenning des Kaufpreises nchmc. 2) Ihre Altvordern haben ihre Kirche gestiftet, geäufnet, gebaut und ihr Gut wohl verwaltet, auch von jeher als Herren und Meister (in deren Sachen) gehandelt; aber seit fünfzehn Jahren, „so die kilch etwas überkommen," seien der Vogtherr und der Pfarrherr, der doch nicht bei ihnen wohne, mit dem Anspruch aufgetreten, über die Kirche Meister zu sein, was die Gemeinde unbillig dünke, 3) Wenn bei ihnen Jemand einen Degen oder ein Messer zucke, ohne jedoch zu verletzen, so stehe die Buße in des Vogthcrrn Gnade; da er aber immer 3—4 Gulden nehme, so hallen sie das für Ungnade, indem man sonst allenthalben mit fünf Schilling „davon komme", Sie hoffen dieser Beschwerden gnädig entledigt zu werden, — Hierauf hat Erasmus Ryf einen Brief verlesen lassen und mündlich beigefügt, man ersehe daraus, daß der Kirche halb durch biedere Leute ein Vertrag gemacht worden, wobei er zu bleiben hoffe. Die Last des dritten Pfennings haben die von Zihlschlacht laut ihrer Öffnung sich selbst aufgeladen, und zwar ivcil das Holz thener gewesen, in der Absicht also, die Verkäufe zu erschweren und den Abgang der Hölzer zu verhüte». In Betreff der Bußen habe er sich immer zu einem billigen Abkommen erboten, ?c. — Nach weiterer Verhörung der Parteien wurde erkannt, es solle bei dem eingelegten Briefe und dem Brauch des dritten Pfennings halb bleiben; über die Frevel oder Bußen aber sollen sich die Parteien vergleichen und dieselben soweit mildern, als es anderwärts im Thnrgau üblich sei, Sim-archi» S>, Gaim, «Abschrift,, «z. 1525, 6. Juni (Pfingstdienstag), Einsiedeln, Landammann und Rath von Schwyz, „auf der Fahrt versammelt", an Zürich. Seine auf dem Tage zu Fraucnfeld gewesene Botschaft werde berichtet haben, wie der Priester auf Burg bei Stein den Eidgenossen zugeredet, sodaß sie ihn da, in ihren hohen Gerichten, nicht länger dulden könne»; die Botschaft sei deßhalb ernstlich gebeten worden dahin zu wirken, daß Zürich den Prädicanten beseitigen lasse; dieses Gesuch wiederhole man jetzt in der Hoffnung, daß Zürich willfahren werde zc. St. N. Zürich: 9l. Thurgnu. Dem Berner Eremplar (das eigentlich für Freiburg ausgefertigt ist), deßglcichen dem Freiburger und Solo- thurncr fehlen i, I. Im Schwyzer sind und n zweimal copirt. Schaffhauscn hat nur I», I, <». Zu !l. Dieser Spruch der neun Orte wurde urkundlich in Papier ausgefertigt unter dem Datum Mittwoch vor Pfingsten (31, Mai), niit dem Siegel des Landvogtes Amberg. Der Eingang enthält die Namen der Gesandten und eine kurze Erzählung des Verlaufs der Schlnßverhandlung. Das vorliegende Eremplar trägt den nahezu gleichzeitigen Titel: „Vertrag nf ein Jar lang zwüschent der Grafschaft Thurgöw gegen den Gerichtsherren und iren underthoncn und gerichtsgnosscn (sio), etlicher satznngen und ordnungen von den nü» Orten der Eidgnoschaft Räten und sandbotten ufgericht im 1525. Jar »uderm Landvagt Joseph am Berg von Schwyz." St. A. Zürich: A. Thurgau. Eine gleichzeitige Copie aus der Frauenfclder Canzlei hat auch das Stiftsarchiv St. Gallen, II. 1830. Zu I». 1) 1525, 27, Mai. Bm, und Rath von Nürnberg an Schaffhansen, Klage über die Beraubung der Kaufleute durch die Reuter des Herzoge, von Würtemberg ... Da nun die Kanfleutc anzeigen, daß ein Fuhrmann von Schaffhauscn und einer von Bern sie auf die ungewohnte Straße geführt und sie vertröstet haben, die Güter sicher durchzubringen, und solches auf der bisher gebrauchten Straße ohne Zweifel möglich gewesen wäre, und da diese Gewaltthnt ohne alle Ursache geschehen sei w,, so bitte man freundlich, die baldige unentgeltliche Freigebung der Güter anszuwirkcn , , . Archiv Schaphausen: i<°nesp°nhenzen (Pergament), K72 Mai 1525, 2) 1525, 3. Juni (Vigil. Penteeostes). Bcrn an Schaphausen. Die zu Mümpelgard von den Anwälten des Herzogs von Würtembcrg beraubten Kaufleute bitten dringend um Verwendung, damit Schaffhausen ihnen auf den Tag zu Stein, in ihrem Kosten, eine Botschaft vergöiine, und sie durch deren Vermittlung wieder zu dem Ihrigen kommen; man bitte gar freundlich, ihnen zu willfahren , , . 3) 1525, 3. Juni (Pfingstabend). Bern an Herzog Ulrich von Würtembcrg. In gleicher Sache. id. id. S9L >>, 4) 1525, 7, Juni (Mittwoch nach Pfingsten). Bcrn an Nürnberg, Verweisung auf die bisher gethaneu Schritte zu Gunsten der geschädigten Kaufleute, mit Ancrbietung weiterer Dienste für sie. »,. e. ose. d. Zu i. Hieher gehört ein Bericht der an die Gottcshausleute abgeordneten Gesandschaft der IV Orte. 1) 1525, A. Juni. 1. Auf dem Weg von Fraucnfeld nach St. Gallen habe er („ich") in alle Gemeinden entboten, daß sie auf einen bestimmten Tag ihre Botschaft nach St. Gallen schicken solltet», um ihnen die Missive der IV Orte zu eröffnen. Darauf seien noch gleichen Tags einige Gotteshausleute zu ihm gekommen mit dem Begehren, ihnen zu Händen der übrigen den Brief zu übergeben; er habe sie abgewiesen, da derselbe an gemeine Gottcshausleute gerichtet sei, denen er, sobald deren Boten versammelt sein würden, ihn vorlegen werde, gemäß seinem Befehl, ?c. Nachdem diese hinweggegangen, seien andere ans den verkündeten Tag vor ihm erschienen mit dem gleichen Gesuche, denen er auch die gleiche Antwort gegeben, mit Berufung auf den erneuten Befehl, den ihm Vogt Luchsinger als Bote von Glnrus auf dem Weg nach Werdenberg mitgebracht habe. Demnach haben sie ihn ersucht, an die Gemeinde zu Lümischwyl zu kommen. Dort habe man ihm dcßhalb Vorwürfe gemacht, daß er den Brief nicht den ersten Petenten überantwortet habe. Da er vor verständigen Leuten sich wohl zu rechtfertigen wisse, habe er ihnen vorgehalten, daß etliche Gotteshausleutc, die auf dem Tage zu Fraucnfeld gewesen, dem Vogt Eglin zu Lucern auf die Frage, warum sie den letzten zwischen ihnen und dem Abte gesetzten Tag nicht besucht hätten, die Antwort gegeben, der sei ihnen nicht verkündet morden; da er Befremden und Zweifel darüber geäußert, so haben sie ihm erwidert, nach dem letzten Abschied von Lümischwyl, den sie dem Abte zugestellt, sei ihnen nichts mehr verkündet worden. Zinn enthalte aber jener Abschied gar nichts anderes, als daß sie den Tag zu Rappcrswyl nicht besuchen, sondert» bei dem gefaßten Mehr der Landsgemcinde bleiben wollen. Daraus sehe man wohl, daß diese Einrede grundlos sei. 2. Als er mit Vogt Lnchsingcr auf Samstag vor Pfingsten (3. Juni) nach St. Gallen gekommen, sei ihm angezeigt worden, daß ein Täufer, des Namens Krüsi, in der Gegend von Tublat abermals lesen und taufen wolle. Gemäß dem jüngsten Abschied der IV Orte, des Taufs halb, seien beide Boten mit einigen Knechten nach St. Jörgen gegangen, um dem Krüsi das zu Frauenfeld gemachte Verbot zu eröffnen, ivas auch geschehen sei. „Und aber in dem selbigen so ist (sind?) uns von etlichen und nämlich von vil Personen des lands so schantlich üppige und verächtliche wort begegnet, nit allain uns zwc», sonders ouch minen gnädigen Herren (Abt) von Sant Gallen und niinc Herren die vier Ort berüerende, das doch übcrus ist, nämlichen als wir von der oberkait (redten), so sait ni» tail, sy heltint kamen Herren noch ober» denn gott; deßgiichen das erbrich, darnf sy (Menden), das wäre gotts, und wir söltint hinweg, ald sy weltint uns hinweg helfen und uns durch de» bach nidcr tryben, und hetten sy uns krönen zuo geben, so weltint sy mit uns wol ains bliben. Der ander (tail) sait, Hey, wir söltint glich by inen bliben und das gottswort (ja irs gottswort) hören. Und als wir nf dasselbig durch das träng, das ivnrlichen von vile der lüten groß gsin ist, schier gewaltiU liehen giengen, do stetigen sy an uns ganz spöttlichen nachschrye», ha wir Möchtint das gottswort zuo hören »ü liden . . . (Wiederholung), und sy wöttint sich schämen, daß sy also das gottswort fliehen weltint. An demselbe» (Hand sy) nit ain benücgen ghebt, sonders etlicher mit aincin stain zuo uns geworfen und sich söllichcr maß gegen uns baret, daß wir von bannen muoßten; doch Hand mir die befelch tut (des) abschaids gegen» widertöufer usgericht- Nünz bester minder hat er sin fach mit lesen und tonfen für sich gemacht, welichcr töufer ouch erst darnf und »f jetz Zinstag in Pfingstsirn von ainer ganzen gemaind zuo Tablat zuo taufen und zuo lesen, ouch unscrs Herre» tisch ze begon nngeuoinmen und darby geredt ist, daß sy das also üeben und bruchen, und wellen darinit niemaiü ansechen ..." St. A. Zürich' A. Abtei St. Gallen. — St. A. Lnc-rn: A. Abtei St. Gallen. Obigem Bericht geht ein nicht bekanntes Schreiben voraus; denn er beginnt mit den Worten: „Witer so verflieg ich üch minen Herren zuo wissen," ,'e. Verfasser scheint Hauptmann Degen zu sein. Mai 1595, 678 Sodann liegen noch zwei spätere Missiven vor: 2) 1525, 7, Jnni (Mittwoch nach Pfingsten). Melchior Degen, Hauptmann zu St. Gallen, an Zürich (und die drei übrigen Schirmorte). 1. Die Gotteshausleute geben auf die Anzeige, die er ihnen am Montag gemacht, daß die IV Orte zu Frauenfeld auf den nächsten Sonntag eine» Tag nach Rapperswyl angesetzt haben, die Antwort, daß sie denselben nicht besuchen, sondern ihre Boten in die IV Orte schicken wollen mit Befehlen, die sie jetzt zu eröffnen nicht für nöthig halten. 2. Dr. Winklcr's halb erklären die von Tablat, (wie früher begründet), daß sie an fremden Orten Recht zu nehmen nicht glauben schuldig zu sein. Si. A. Zürich: A. Abt St. Gallen. — St. A. Lucem: Missiven. 3) 1525, 8. Juni (Donstag nach Pfingsten), Wyl. Abt Franz an Zürich (und die andern Schirmorte). Bitte, den in Fraucnfeld angesetzten Tag zu besuchen, trotz der Erklärung der Gotteshauslcute, die der Hauptmann melde; denn weil sie alles abgeschlagen, so könne er die Sache nicht aufschieben lassen und müsse um Recht anrufen. Ferner sei Dr. Winkler gefaßt, in Rapperswyl zu erscheinen. Auch haben die von Wyl ihm angezeigt, daß sie ihrer Artikel halb dort handeln wollen; es thuc daher mehrfach noth, daß der Tag gehalten werde; weil aber die Boten (des Abtes) in alle IV Orte gehen müssen, so möge Zürich seine Gesandten um einen Tag später (auf Montag Abend) abfertigen; er werde sich darnach richten und hoffe persönlich da zu erscheinen. St. A. Zürich: A. Abt St..Gl>llen. — St. A. Lur-rn: Missiven. T77. Maden. 1525, 29. Mm f. (Montag nach der Auffahrt f.). Staatsarchiv Lucern ! Allgem. Abschiede u. k. es. Staatsarchiv Zürich : Abschied-, Bd. g, k. S2I. Tschad. Abschiede-Sammlung, Bd. s, Nr. l». Staatsarchiv Bern: Allgem. cidg. Abschiede, V. p. S7!>. Kaiitonsarchiv Sch>v>>; : Abschiede. KantouSarchiv Basel : Abschiede. KailtonSarchlv Frciburg : Abschiede, Bd. lS. Laiidcsarchiv Appenzell I. R.: Abschiede. Gesandte: Zürich. M.Jos von Kuosen, des Raths. Bern. Venner (Peter) Stärker. Lncern. Junker Jaeob Fcer, des Raths und Spitalincister. Uri. Vogt (Niklaus) Muheim. Schwyz. Gilg Rychnmth, alt- Ammann. U n t c r w a l d e n.. Seckelineistcr (Heinrich von Matt?). Zug. Götschi Zhag, von Baar. Glarns. Heinrich Hässi, Seckelineistcr. Basel. Paulus Fischer (?). Freibnrg. Junker Petermann von Perroinan. Solothuvn. — Schaffhausen. — Appenzell. Ainmann (Ulrich) Eisenhnt. — E. W A. I. 19 a. ». Dieser Tag ist angesetzt worden, weil der Herzog von Lothringen samt Andern die Bauern zu Elsaß- Zabern in großer Menge erschlagen hat und sich „heftig" verstärkt, um in das obere Elsaß vorzudringen. Wiewohl nun die Boten nicht gleichförmig instrnirt sind, so will doch die Mehrheit dieser Dinge sich nicht annehmen, den Fall ausgenommen daß Bundesgenossen angegriffen würden, für die man dann Leib und Gut einsetzen würde. I». Es antworten der Herzog von Würtcmberg und der Vogt, Statthalter und Rath zu Mümpelgard in Betreff der dort in Beschlag genommenen Kaufmannswaarcn: Er glaube daran nichts Unrechtes gethan zu haben, weil der schwäbische Bund sein offener Feind sei, „mit mancherlei verächtlichen Worten". Da hingegen die Anwälte der (geschädigten) Kaufleute ihre Klage abermals vorbringen und die Bitte wiederholen, ihnen zu helfen, zumal einige der gefangenen Fuhrleute in der Eidgenossenschaft wohnen, und da etliche Orte darauf dringen, daß diejenigen, mit denen der Herzog ein Burgrecht hat, ihm solches künden, so hat man dieses Geschäft in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tag weiter darin zu handeln, v. Der Rcchtshandel der neun Orte gegen Zürich wird den Instructionen der Mehrheit gemäß auf nnbcstimmte Zeit verschoben, doch den Rechten jedes Theilcs unbeschadet. «> Ab dem letzten Tag ist im Abschied (die Frage) heimgebracht worden, wie man sich gegen Zürich der lutherischen Secte halb ferner »erhalten wolle. Da nun aber etliche Boten hierüber nicht instrnirt 85 674 Mai 1525, sind, so wird die Sache wieder heimgebracht, »m zu berathen und auf dem nächsten Tag Antwort zu geben, ob man nochmals Boten nach Zürich senden und es mahnen und bitten wolle, von seinem Vornehmen abzustehen, oder was sonst zu Handeln sei, «. Der Vogt im Thurgau hat denen von Schwyz geschrieben, daß die Rhein- thaler, die Gotteshausleute von St. Gallen und „das Thurgau" sich mit („gegen") einander verbinden. Das wird den gegenwärtig zu Frauenfeld versammelten Boten gemeldet mit dem Befehl, sich darüber bei dem Landvogt näher zu erkundigen und nach Gutfinden darin zu handeln, Eine Botschaft deren von Bremgarten bringt vor: Zürich habe in ihrem „Kel(ler)amt" (Lnnkhofm) die hohen Gerichte, soweit sie das Malefiz berühren; als letzthin das dortige Maiengcricht gehalten worden, seien zwei Boten von Zürich samt einem Schreiber dahin- gekommen; der Schreiber habe den Twingrodel hervorgezogen, ihn abgelesen, wieder in die Tasche gesteckt und nicht zeigen wollen; sie bitten um Hülfe, damit dieser Twingrodel, von dem sie nicht wissen, wie er nach Zürich gekommen, ihnen zurückgestellt werde. Heimzubringen und auf der Jahrrechnung zu Baden Antwort zu geben. Auf diesem Tag ist beschlossen, daß die zu Luccrn aufgesetzten „Artikel" in den Orten, die dazu mitgewirkt haben, deßgleichen in ihren Vogteieu, bekannt gemacht werden und in Kraft treten sollen. I». Ein Priester von Pollenz bringt vor, daß eine Pfründe zu Luggaris, deren Besetzung den Eidgenossen zustehe, ledig geworden, und bewirbt sich um dieselbe. Da der Seckclmeister von Glarus und Andere bezeugen, daß dieser Priester den eidg. Knechten im Schloß zu Luggaris in ihren Krankheiten und sonst viel Gutes erwiesen, so soll den aus die dortige Jahrrechnung zu verordnenden Boten befohlen werden, demselben bei Verleihung der Pfründe vor Andern den Vorzug zu geben. Im Zürcher Abschied fehlen , im Freiburger l. Basel hat nur lt», «I, Ii, Appenzell nur !», I», «I. Zu f. 1) 1525, 27. Mai (Samstag »ach der Auffahrt). Bremgartcn an Zürich. Antwort auf dessen Schreiben wegen Welti Lendin von Jonen, den die im Kelleramt (Lunkhofcn) unter großer Entzweiung zum llntervogt gewählt haben, „und syen aber wir die, so in uit wellen haben, und des willens, uf morn ein andern ze setzen". Man dürfte wünschen, daß Zürich die Wahrheit besser erfahren hatte; daher möge rühre», daß es das Recht vorgeschlagen und dem Lcndin bei seinem Eid geboten habe, nicht hier um Recht gegen Diejenigen anzurufen, die ihm nicht schwören wollen, was nicht wenig befremde, da man dieses Mannes halb mit Zürich noch nichts zu rechten gehabt; man begehre auch Zürich keineswegs von seinen hohen Gerichten zu stoßen. Es möchte übrigens dem Lendin eher förderlich als schädlich gewesen sein, wenn er gegen die Personen, die ihn nicht fu>' eine» Biedermann achten, einen RechtStag begehrt hätte. Man könne es nun nicht schicklich finden, daß er mit Gewalt ein solches Amt innehabe; wenn er aber die Gegner mit Recht belange und sich gebührlich (von deu gegen ihn erhobenen Verleumdungen) ledige, so möge dann geschehen, was recht sei; im andern Fall werde man ungesäumt (unbeirrt?) einen andern Vogt setzen lassen und gegen Lendin verfahren, wie sich gezieme; darübei habe Zürich, wie man glaube, sich nicht zu beklagen. Daher bitte man es, die Stadt bei ihren Gerechtigkeiten bleibeiz zu lassen, w. St. A. Zürich- A. Br-Mgart-»- 2) 1525, 6. Juni (Dienstag nach Pfingsten). Zürich an die Gemeinde Lunkhofen. Sie wisse, wie mau jüngst den Unterschreiber zu ihr geschickt und de» Amtsrodel habe verhören lassen über den Span betreffend den Untervogt Welti Lendi; darauf habe dann die ganze Gemeinde gemehrt, daß er llntervogt bleiben und richte» solle, bis rechtlich erwiesen wäre, daß er zu dem Amte nicht „gut genug" sei, was in den hohen Gerichten Zürichs geschehen müsse, da es die Ehre und das Malefiz berühre. 'Run zeige Lendi heute an, daß ungeachtet des mchrmab-> für ihn ergangenen Mehrs auf Pfingsten eine Anzahl neuerdings gemehrt haben, ihn wcgzuthun, wahrscheiuu ) eben diejenigen, die ihm bisher nicht haben schwören wollen. Das bcdanrc man und begehre ernstlich, daß >h» die Gemeinde handhabe und die Widerwärtigen anhalte, ihm zu schwören oder ihn laut des Amtsrodels rcchtlu? zu überführen, daß er nicht ein Biedermann noch des Amtes würdig sei, da mau ihn nicht weiter schützen wolle' als das Recht zugebe, w. Sl. A. Zürich- A. Brcmgorle». Mai 1525, 675 T78. Neuenbürg. 1525, 30. Mai f. (Dienstag vor Pfingstcn f.). Jahrrechnung. Staatsarchiv Ziirich! Abschiede. Vd. S, 5 223, Tschud. Abschi-de-Sammluvg. Bd. a, Nr. 14. Staatsarchiv Bern: Mg. cidg. Abschiede. X. p. 275. 279.. KantonSarchiv Basel: Abschiede. KantoiiSbibliothck Frciburg: Girard. Sammlung. T .III. KantonSarchiv Schaffhanscn: Abschiede. Gesandte: Zürich. Corncl Schnltheß. Bern. Caspar von Mülincn. Lucern. Vogt Haas. Uri. Vog Janch. Schwyz. „Der Pannerherr." Unterwaldcn. Ammann Halter. Zug. Vogt Zigerli. Glarus. Vog Schuler. Frciburg. Humbert von Pcrroman. Solothurn. Hans Hugi. Schaffhansen. Zunftmeister Weber. — (Basler Ex.)- «. Zum Anfang erinnert der Landvogt au den im vorigen Jahre in dieser Grafschaft erlassenen „Ruf," daß kein Bürger oder freier Mann von den eigenen Leuten der Eidgenossen Güter taufen oder als Pfand annehmen solle, und daß der Landvogt solche Güter, die schon verkauft oder verpfändet wären, zu Händen der zwölf Orte einziehen und wieder verleihen und alle aufzeichnen solle; das hat nun der Landvogt gethan. Da aber die Armen darüber klagen und um Milderung dieser Maßregel bitten, damit sie im Nothfall Vorschüsse erhalten können, so wird eUanut dies heimzubringen und aus dem nächsten Tage einen Entschluß zu fassen; bis dahin soll jedoch der Landvogt in der Vollziehung des erwähnten Gebotes fortfahren. I». Die Boten von Frciburg, Solothurn und Schaffhansen haben im Namen ihrer Obern neuerdings das Ansuchen gestellt, daß die andern Orte ihnen bei der Beschwörung der Bünde in gleicher Gestalt schwören möchten, wie es bisher Brauch gewesen. Heimzubringen, um bei Gelegenheit („zu Tagen") darauf Antwort zu geben. «. Der Propst und das Capitel zu Neuenbürg beschweren sich, daß die von der Stadt sie zwingen wollen, mit Berufung auf einen Erlaß der Eidgenossen, von dem Wein, den sie bei der Maß ausschenken, das Umgcld und den bösen Pfennig zu entrichten, während sie diese Auflage nie bezahlt haben; deßhalb begehren sie bei ihrem Recht und Herkommen geschirmt zu werden. — Hierauf entgegnen die Bürger, daß ihnen jene Freiheit von den Grafen crthcilt und Niemand dabei vorbehalten sei als das herrschaftliche Schloß. Dagegen wird bemerkt, dieses Umgcld gehöre der Herrschaft zu, und darum dem Landvogte befohlen, dasselbe bis zum Austrug der Sache zu Händen der Obrigkeit einzuziehen. Die Parteien werden auf die Jahrrcchnung zu Baden verwiesen, und jedes Ort soll seinen Boten Befehl geben, über die Sache gütlich oder rechtlich abzusprechen. «!. Eine Botschaft des Herzogs von Savoycu legt ihre „Credenz" vor und meldet, daß die Spanier, die im Picmont liegen Hund dort die armen Leute brandschatzen und den Fürsten schädigen), die Absicht kund geben, in kurzer Zeit nach Frankreich zu ziehen; ob es der Provence oder Burgund gelte, wisse er nicht. Dabei zeigt er an, daß Freiburg mit dem Herzog einen Span habe, der hicfür in Nomont gehaltene Tag aber zerschlagen sei; da sich nun unter den Landleuten einige Unruhe verbreite, so möchte er die Eidgenossen ersuchen, daß sie die Freiburger bewegen, sich derselben nicht anzunehmen. Dies wird ihrem Boten vorgehalten und in den Abschied gesetzt, daß sie in dieser gefährlichen Zeit den Frieden nicht stören sollen. «. 1. „Es sind ctlich laudlüt in der Herschaft (bp der) Zpl, die haben iren bachosen von der Herschaft empfangen umb kornzins, da ist ir bitt und beger, inen dasselbig koru .zno Pfennig zins ze Machen. 2. Darzuo sind ouch etlich daselbs, die am schloß etwas tagwen und ander Pflicht schuldig, und aber die ander der wertest frp, und mögen deßhalb irc kinder nit ivol znosamcn vermächlen, uß ursach (daß) ctlich daran ein schliche,) haben, und begären daruf inen die tagwen abzetuond, (so) wellend st) darumb minen Herren ein ewigen zimlichcn zins geben järliche». Hat man angenommen hinder sich zno bringen, und soll ein jeder bott us nächst haltender rcchuuug Mm 1525, antwurt bringen," ü'. Der Bote von Bern legt die Copie eines Reversbriefes wegen Neuenbürg vor, wie seine Herren ihn fordern, und verlangt die Ausfertigung desselben; die übrigen Sendboten ersuchen ihn aber, in diesem Handel still zu stehen, bis die andern Geschäfte, die jetzt vorlägen, erledigt wären. Hierauf hat derselbe mit ihnen gehandelt „bis zuletzt." Dan» haben ihn seine Herren schriftlich ermahnt heimzukehren, wenn ihm der Reversbrief nicht übergeben würde, Die eilf Orte hat dieser Auftrag etwas befremdet, und sofort haben ste freundlich an Bern geschrieben und es gebeten, den vorstehenden Brief anzunehmen; wenn derselbe nicht entspräche, so möchte es sich zu einer gütlichen Unterhandlung auf Grund der Titel beider Parteien verstehen; sofern es aber auch dies abschlage, so müßte den Bünden gemäß das Recht gesucht werden; übrigens sei es nie Brauch gewesen, daß ein Ort um so kleiner Dinge willen sich von den andern gesondert habe, und bitte man es dringlich, die Sache in guter Meinung zu nehmen und umgehend seine Antwort zu ertheileu. Darauf hin hat es seinem Rathsboteu nochmals besohlen, sich ohne längern Verzug „heimznmachen," wenn der von ihm vorgelegte Brief nicht aufgerichtet werden wollte, und zu erklären, daß es keine Tagleistung mehr besuchen werde, bis derselbe ausgeliefert sei. Das wird nun heimgebracht, damit jedes Ort bis auf den nächsten Tag seine Boten für weitere Berathung des Handels instruiren kann. K. Von Nürnberg kommt ein Schreiben der neun Wagen halb, welche die Leute des Herzogs von Würtemberg bei Mümpelgard weggenommen haben, mit der Bitte, für Herausgabe derselben zu wirken; dabei wird zu verstehen gegeben, es müßten solche Unfälle zur Folge haben, daß Niemand mehr durch der Eidgenossen Gebiet wandeln wollte, woraus ihnen großer Schaden erwachsen würde. Dies will man heimbringen, damit ein „Fürsehen" darin werde. I». Der Span zwischen den Burgern von Neuenburg, den Landleuten und der Vogtei an der Zihl einerseits, und den Herren von Wattenwpl, als Besitzern von Colombier, der Frau von Valendis und einigen ihrer Landleute anderseits, ist von den Boten besichtigt worden; dann hat man auch die Parteien verhört. Die von der Stadt und an der Zihl haben offen gedroht, an die Räthe und Gemeinden der zwölf Orte zu appelliren, wenn die Boten sie von ihrem Rechte drängen wollten; Hinwider begehren die Herren von Wattenwpl und ihre Mithaften bei dem voriges Zahr erlassenen Urtheil der eidgenössischen Sendboten zu bleiben. Hierauf werden beide Theile ersucht, den Streit einem unparteiischen Schiedsgericht zu übergeben, und wenn dieses, nicht einig würde, einen Obmann zu bestellen. Wenn aber dies nicht möglich wäre, so soll der erwähnte Spruch in Kräften verbleiben, bis auf irgend einem rechtmäßigen Wege dei Handel erledigt werden kann. i. Die Burger von Neuenburg beklagen sich, daß ihr Vicar sie überschätzen wolle, indem er für das Sacrament z» Ostern 18 Heller fordere; dazu verkaufe man ihnen den Kirchhof und das geweihte Erdreich, und wenn Jemand sterbe, so werde ihm nicht geläutet, es sei denn hiefür ein Abkommen wst den Chorherren getroffen worden; endlich haben sie auch keinen Prädieanten, wie jeder Bote zu sagen weiß- Ii.» Zuletzt hat man dem Landvogt den Wein zu Geld geschlagen und den Untervögteu das Korn und die Restanzeu zusammengerechnet; nach Abzug der Kosten erhält jedes Ort 41 Kronen und 20 Batzen. I» Burger von Neuenbürg stellen wiederum das Gesuch, daß ihnen die Freiheiten, die sie von den Grafen erhalten, bestätigt werden, wie es ihnen bei der Einnahme der Grafschaft von den vier Städten Bern/ Lucern, Freiburg und Solothurn zugesagt worden, was auch die vorgelegten Briefe beweisen; ist heimzubringen. >»». Der FW» Regentin ist geschrieben worden, daß sie beförderlich das versprochene Geld herausfertigen möchte, damit die Hauptleute und Knechte bezahlt und Unruhen verhütet werden; es soll aber jeder Bote seinen Obern aus s dringlichste vorstellen, daß es räthlich sei, eine Botschaft nach Frankreich zu schicken, um mit den Regenten deR . wegen zu unterhandeln; auf den nächsten Tag sollen alle Orte Vollmacht gebe», die Gesandten zu erwühlen ihre Abreife zu befördern, damit die Obrigkeiten zur Ruhe kommen mögen. Mai 1525, Zu Die Fafiung dieses Artikels im Zürcher Abschied ist wegen Auslassungen schwerverständlich; deßhalb wurde zunächst diejenige des Glarner Exemplars beigezogcn; diesem fehlt hingegen der letzte Satz: die Parteien .'e, Uebrigens steht bei crsterm wie im Beruer Er, die Bemerkung: „Diser nrtikel ist geändret worden und sol wider uf die nächst künftige rechnnng komcn, damit der Handel hingelegt werde; doch sol der landvogt das umbgelt zno ininer Herren Händen inzüchen, ob die pfaffen nun verschenken, bis zuo ustrag der fach"; bei dem letzteren etwas kürzer. Zu «I. Die Parenthese aus dem Glarner Abschied, der auch correeter abgefaßt ist. Zu Der bessern Fassung wegen aus dem Glarner Abschied, mit dem die übrigen stimmen. Zu f. Die meisten Exemplare enthalten eine Abschrift des erwähnten Revcrsentwurss, Wir unterlassen die Wiedergabe und verweisen ans Nr. 14, Note e. T7S Atlset. 1525, Mai bis 5. Juni l Dienstag nach Erandi s,», KantonSarchiv Schaphausen. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, p. 995. >tautouSarchiv Basel: Abschiede. Tag der Städte Zürich, Bern, Basel, Solathnrn und Schaffhausen, Dieser Tag wurde der im Sundgau und Elsaß ausgebrochenen Empörung wegen, die schon zu schwerem Blutvergießen geführt hat, von Basel ausgeschrieben. Die Boten wissen M wie die drei Orte Zürich, Basel und Solothurn auf den unvorgcsehcnen Einfall des Herzogs von Lothringen im Namen der übrigen Orte eilends eine Botschaft zu den Heeren der Bauern, die zum Theil bei Battenheim im Suudgau, zum Theil anderswo gelegen, und ebenso zn dem österreichischen Regiment in Ensisheim, dem Adel, der Ritterschaft und übrigen Unterthauen der Herrschaft Oesterreich, sodann zu dem Herzog von Lothringen verordnet haben, um ihre Vermittlung anzn bieten, weiteren thütlichcn Handlungen zuvorzukommen und mit Hülfe Gottes den Fnedcn herzustellen, von der Absicht geleitet, das Korn und Weinland der Eidgenossen vor der Verwüstung zu bewahren, Von alle» Parteien wohl empfangen und zu gütlicher Unterhandlung ermächtigt, haben die Gesandten ans der Rückkehr die Bauersame „auf heute" hieher beschieden. Darauf ist auch eine ansehnliche Botschaft aus dem Sundgau, Belfort und Mundat erschienen, die mancherlei Beschwerden vorbringt, weßhalb man vor Allem einen „Anstand" gemacht und den allen Theilen abschiedsweise gegeben oder zugeschickt hat, lautend wie folgt: l. Zuvörderst sollen alle ThätlicP leiten und Fehden, die bisher zwischen dem Regiment, dem Adel, dem Bischof von Straßburg, dem Abt von Murbach und Lüders samt ihren geistlichen oder weltlichen Anhängern einerseits, und der gemeinen Bauerschaft im Sundgau w, anderseits bis auf diesen Tag gewaltet, bis zn Ende dieser gütlichen Unterhandlung eingestellt werden, sodaß alle Theile mittlerweile ohne Sorge und Schaden miteinander verkehren („wandle», wonen und weferen") mögen, unbelästigt und unbeirrt, 2, Damit das geschehe, hat man für nöthig erachtet, daß die Parteien, nämlich das Regiment zu Ensisheim, anstatt der abwesenden Durchlaucht von Oesterreich, und ihre Mithaften für sich und alle ihnen Zuständigen sich gegen die Bauern in bester Form schriftlich verschreiben, diesen Anstand bis zu Ende der von den Eidgenossen angebahnten Unterhandlung redlich zn halten und nichts Unfreundliches oder Thätliches vorzunehmen, und sogleich die Bauersame „vergleiten" und sicherstellen. In gleicher ") Der Ausdruck des Originals, „hat anfangs ein jeder bott guot müsse»," ist wohl so zu deuten, das, anfänglich über die Sendung der dreiörtifchen Botschaft Bericht erstattet wurde, l>78 Mm 1525^ Gestalt soll sich gemeine Bauersame für ihre Anhänger und Helfer genugsam verschreiben und die Angehörigen der Gegenpartei ohne alle Ausnahme bestens sichern, 3. Diese „beiden" Verschreibungen und Geleite sollen ohne jedweden Verzug in Basel hinterlegt, da behalten und treulich verwahrt werden, damit auf jede allfällige Klage hin der Billigkeit gemäß gehandelt werden kann. Sobald diese Briefe in Basel erlegt sind, soll jeder Theil von Stund an „usz sorgen" sein und männiglich wieder nach Hause ziehen und da sicher bleiben. 4. Weil sich aber diese Empörung größtentheils der Geistlichen und ihrer Güter, auch einiger andern Beschwerden wegen erhoben hat, und die Bauersame guten Grund zu haben vermeint, den Geistlichen die auf dem Felde („im Bluomen") stehenden Früchte nicht zu entrichten, so hat mau verfügt, daß Heu, Korn, Haber, Roggen, Weizen, Gemüse sc, auf ihren Gütern an jedem Ort von der Obrigkeit und rechtichaffenen Leuten, die dazu besonders zu verordnen sind, auf's treulichste in Kosten des betreffenden Gutes eingebracht, zu sichern Händen hinterlegt und vor Verderbnis; geschützt werden soll, damit es zuletzt demjenigen Theil, dem es der Billigkeit nach zusteht, verabfolgt werden kann. Aber die Zehnten sollen von denen, die solche bisher eingenommen, wieder verliehen und verkauft werden; doch sind die geistlichen durch die Empfänger bis auf weitern Entscheid zu Hinterhalten, 5, Ferner soll die Bauersame bis zu (Ende) der gütlichen Unterhandlung der Frohntagwen („Fronntouwen") bei ihren Obrigkeiten überhoben sein, was übrigens keinem Theil für die Folge Vorschub oder Nachtheil bringen darf. 6, Da eine Anzahl Bauern, die von dem Adel gefangen worden, noch im Gefängnis; sind, so soll das Regiment von Eusisheim im Namen der Herrschaft Oesterreich verschaffen, daß dieselben in ihrem Gebiet entledigt werden; jedoch haben die Gefangenen vorher zu schwören, daß sie, wenn wider Verhoffen die Vermittlung fruchtlos bliebe, auf erhaltene Mahnung sich an dem Ort der Gefangenschaft wieder stellen werden. 7. In der Zuversicht, daß alle Theile diesem Abschied nachleben werden, hat man vereinbart, falls er wirklich vollzogen wird, auf St. Ulrichs Tag (4. Juli) wieder hier zu erscheinen, um morndeß mit der Verhörung der Parteien zu beginnen, denen hiefür ausdrücklich ein freies Geleit versprochen sein soll, und alsdann soviel möglich diese Zwietracht und Empörung gütlich zu schlichte», in der Hoffnung, es werden sich alle Theile so billig in den Handel schicken, daß die anerbotene Arbeit nicht bloß nicht vergebens sei, sondern zu völliger Herstellung des Friedens diene. — Da die Boten (der übrigen Städte) verraten, so ist Basel beauftragt, ihren Herreu eilends Bericht zu geben, ob dieser Abschied von beiden Parteien bewilligt oder von der einen oder andern, und welcher abgeschlagen worden, damit man sich in jedem Fall nach Gebühr zu verhalten wüßte. Ii». Es weiß auch jeder Bote, wie Basel eine Botschaft aus den Tag in Offeuburg geschickt hat, um zwischen Markgraf Ernst und seinen Unterthanen gütlich zu handeln, wovon es sich guten Erfolg verspricht. Das Schaffhauser Exemplar datirt Montag nach Exaudi f. Zur Ergänzung und theilweiser Erläuterung des Textes lassen wir eine Auswahl von Acten folgen: Zu 1) 1525, 28. Mai, Ensisheim. Das v. östreichische Regiment an die eidg. Boten in Basel. Es habe in diesen Tagen eine Botschaft von Zürich, Basel und Solothurn einen Anstand zwischen der hiesigen Regierung und dem Adel einerseits und den zu Feld gezogenen Unterthanen anderseits gemacht, laut dessen alle Theile ruhig bleiben sollten, bis die Boten von dem Herzog von Lothringen zurückkämen und berichteten, was sie be> demselben gefunden. Diesseits habe man, den Eidgenossen zu Ehren und Gefallen, darein gewilligt und dagegen von ihrer Botschaft die Zusage erhalten, daß es von den drei Haufen der Bauern auch beobachtet werde; desM ungeachtet vernehme man jetzt, daß der Haufe im Breisgau es nicht thne, sondern sich gegen Breisach wende und versuchen wolle, die Stadt auf seine Seite zu ziehen. Da hiemit das gegebene Wort gebrochen würde, und man voraussetze, daß die eidg. Gesandten ihre Handlung nicht dermaßen wollen verachtet sehen, so begehre man anstatt der fürstlichen Durchlaucht und für sich selbst mit allem Ernst, daß sie ohne Verzug eine Botschaft in das Breisgau Mai 1525 679 senden, die in dem Falle, daß sich die Sache verhielte, wie man es hier gehört, die Bauern anhalten würde von weiteren Tätlichkeiten abzustehen und die eidg. Unterhandlung zu erwarten; man versehe sich dessen gänzlich, daß dieselben vermocht werden, „Glauben zu halten", :c. Nachschrift: Bei Schluß dieses Briefes sei Nachricht gekommen, daß die Bauersame ihre Herren bei den Eidgenossen hoch nno schwer verunglimpfen, als ob sie unchristlich und tyrannisch mißhandelt, den Weibern die Brüste, den Kindern die Finger abgehauen, etliche sogar getödtet würden. Da man sich unschuldig misse und solches nicht gestatten, sondern nach Gebühr bestrafen wollte, wenn es geschähe, und mau wohl bedenken könne, daß solche Anklagen nur den Zweck haben, die Eidgenossen wider die Herrschaft und die fürstliche Durchlaucht zu Widerwillen zu bewegen, so bitte mau, dergleichen Erdichtungen keine» Glauben zu schenken, ?c. K. A. Basel: R. Baucrn-Rebellion. — Wörtlicher Abdruck in Schreiber, Bauernkrieg II, löl, lös. 2) 1525, 30. Mai (Dienstag nach Ernudi). Mühlhausen au Basel. Bastian Hehler habe angezeigt, daß Botschaften von Zürich, Bern, Freiburg, Solothurn und Schaffhauseu nach Basel kommen werden, um zwischen dem Regiment zu Ensishcim und der Bauerschaft zu unterhandeln. Da mau nicht wisse, ob eine diesseitige Botschaft auch angenehm wäre, so bitte man freundlichst um Bericht und Rath, damit man sich nach Gebühr verhalten könne, -c. K. A. Bascl: A. Bau-ni-Rebellion. — Schreiber, Bauernkrieg II, 157, lös. 3) 1525, 31. Mai, Basel. Die Boten der fünf Städte an Mühlhausen. „Uewer schriben unser» l. u. t. Eidgnossen von Bascl ton, inhaltende, ob ir ülver botschaft zuo uns, güctlich Handlung zwüschcn dem Regiment Ensisheim und der ufrüerigen bursame fürzencmen, deß ir guotiuillig-, schicken söllten, haben wir alles inhalts vernomen (und) fliegen üch haruf güctlich ze wissen, daß wir bishar noch nichts gehaudlet, anders dann daß wir der bursame im Sundgäu und Brysgöuw rüewig^ze sin, sich anheimsch zuo Iren wyb, kindeu, hus (und) Hof ze thuon und iu(en) uns güctlich in der fach ze handlen ze verwilligen, gcschriben; deß haben uns die bursamc im Brysgöuw uf hüt datum bewilliget, also anheimsch zogen, der ursach wir inen mider schriftlich, daß wir ein kurzen tag von wegen solicher fachen gen Nüwenburg ansetzen wellen, ob iueu das gelegen, uns zuo vergwisseu, zuo erkennen geben; wann dann wir wider antwort von inen, ivas inen anmüetig, empfohen, (wellen wir) üch das- selbig, ümer botschaft, die wir mer dann gern by uns ze sin begeren, darnach wissen abzefertigen, unverküudt nit lassen"... - K. A. Basil: Misswcn, k. 4g u. 4) 1525, 29. Mai, 11 u. Vorm. Basel an die zur Unterhandlung zwischen dem Herzog von Lothringen und der Bauersamc im Sundgau abgeordneten Boten von Zürich, Bascl und Solothurn. Anzeige, daß Botschaften von Zürich, Bern, Frciburg, Solothurn und Schaffhausen angekommen, daß man aber noch nicht wisse, ob aus andern Orten auch Boten eintreffen werden; daß Lucern keine schicke, sei jedoch sicher, und zwar aus Gründen, die mau später mündlich anzeigen werde. Man wünsche nun, bevor mau weitere Schritte thue, zu erfahren, was bisher geschafft worden, und wo die Boten sich gegenwärtig aufhalten, und begehre darüber Bericht bei diesem Boten, ze. K. A. Basel: Mlssiven. 5) 1525, 31. Mai. Basel an das Regiment in Ensisheim. Mittheilung der von der breisgauischcn Bauersamc eingegangenen Antwort. Weil dieselbe etwas dunkel laute, so habe man eilends zurückgeschrieben und eine bestimmte Erklärung gefordert, ob die Bauern die gütliche Unterhandlung annehmen wollen oder nicht, und sich dabei anerboten, einen nahen Tag an eine gelegene Malstatt, „als ob nur sagen wollten gan Nüwenburg am Rin", zu setzen, zc. -i>. 4S 6) 1525, 2. Juni (Freitag vor Pfingsten). Heinrich Wetzel, oberster Hauptmann, und gemeine Näthe des sundgauischcn Haufens an Basel. Trotz dem vermittelten Stillstand, der diesseits bis heute getreulich gehalten worden, spüre man, daß der Adel sich nicht daran kehre, wie aus dem beigelegten Briefe hervorgehe, den man aber bei diesem Boten zurück erbitte. Deßgleichen erstechen sie (die Herren) zu Belfort täglich die Angehörigen der Bauern, wodurch man größlich beschwert sei. Man bitte nun Basel, in der Sache dermaßen zu handeln, daß man nicht verkürzt werde. K. A. Basel: A. Bauern-R-belliou. — Wörtlich bei Schreiber, Bauernkrieg II, wo. 7) 1525, 5. Juni, Basel. Die Boten der fünf Städte an das Regiment zu Ensisheim. Erinnerung NN die bisher gethanen Schritte zu gütlicher Unterhandlung, -c. Da man auf allen Seiten guten Willen gefunden, so habe man hellte mit den Verordneten der Bauersame eine dafür dienliche Abrede getroffen, die in einem versiegelten Abschiede beiliege, und begehre nun, daß derselbe genehmigt und demselben gemäß beförderlichst die Mai 1525. Erklärung der Annahme und das Geleit nach Basel geschickt werde. Wenn dies, wie man hoffe, geschehe, so bitte man zudem, auch deu andern Herren diesen Abschied zu verkünden und dieselben um ihren Beitritt anzugehen, sc. Mau habe im Vertrauen auf das Regiment :c. mit deu Bauern so viel gehandelt, daß sie wohl morgen schon oder nächstens abziehen und den Anstand halten werden, n. s. f. K. A. Basel: MM-n, e. rs a. 8) 1525, 7. Jnni (Mittwoch i» der Pfingstwoche). Heinrich Wetzet, Oberster, und gemeiner Rath im Sundgan und obern Elsaß geloben in bester Form, den von Basel besiegelten Anstand, Frieden und Abschied zwischen dem Regiment von Ensisheim, den Prälaten, der Ritterschaft, dem Bischof von Straßburg und dem Abt zu Murbach und Lüders einerseits, und dem gemeinen Haufen anderseits, den die Herren Eidgenossen vermittelt haben, bis zu Ende der gütlichen Unterhandlung fest zu halten ... K. A. Schasshausm: Caps-. 9) 1525, 1t). Juni, Ensisheim. Landvogt, Regiment nnd Räthe der Fürst!. Durchl. von Oesterreich, gemeine Ritterschaft und der Adel im Elsaß und Sundgau sagen den Anstand, den die Boten von Zürich, Bern, Basel, Solothurn und Schasfhausen auf Dienstag nach Eraudi (39. Mai) zu Basel gemacht haben (folgt ausführliche Angabe des Inhalts), förmlich zu und wollen die Buuersame zn der ferneren gütlichen Unterhandlung gemäß dem Abschied vergleitet nnd versichert haben. K. A. Schaffhausen: Correspondenzen (Copie). - St. A. Bern: Abschiede, X. I9ö—194. — K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. XIII. K. A. Basel: A. Bauern-Nebellion. 19) 1525, 19. Juni, Straßburg. Die Räthe und Befehlshaber des Bischofs zu Straßburg geben (in anderer Redaction) die gleiche Erklärung. «. A. Schasshausm. 11) 1525, 13. Juni. Georg, Abt zu Murbach und Lüders, erklärt seinen Beitritt mit dem Beding, daß er dadurch nicht weiter verpflichtet werde als die Herrschaft Oesterreich... u>. Die besiegelten und unterzeichneten Originalien liegen in Basel: A. Bauern-Rebellion. Sämtliche Stücke sind wörtlich gegeben in Schreibers Bauernkrieg II, 183, 192, 193, 299, 291. Zu i». 1) 1525, 29. Mai, Basel. Die Send- und Machtboten von Zürich, Bern, Basel, Solothurn und Schaffhausen an den „Haufen" im Breisgan. Erinnerung an den von der vorausgeschickten Botschaft vermittelten Stillstand behufs gütlicher Zwischenkunft. . . Nun schreiben die Regenten zu Eusisheim, daß die Bauern gegen Breisach vorgehen nnd die Stadt zur Parteinahme auffordern, was man sehr beschwerlich finde; denn so wäre alle Arbeit, die man doch mehr den Bauern als der Gegenpartei („den andern") zu gut übernommen, umsonst! demgemäß begehre man, daß bis zum Erscheinen einer andern Botschaft nichts Unfreundliches begonnen werde, und verlange darüber umgehende Antwort, :c. K. A. Basel: Mijswm, e. 4i. 2) 1525, 31. Mai, Basel. Die Boten von Zürich, Bern, Basel, Solothurn und Schasfhausen an Hans Hammersteiu und Gregorius Müller, Oberste und andere Hauptleute des Haufens im Breisgau. Gruß „Uewcr jüngst schriben, >dcß datuin stot den rrr. tag Mey, haben wir vernommen und ab dem daß ir üch uß dem seid anheimsch zuo üwern imsbcn und kinden geton, üch ouch also wyter in still on ferrer tat und Handlung bis (uf) zuokunft üwerer Kotten von Straßburg halten wellen, desglichen daß ir, durch wen joch das beschee, doch zuo vorab durch uns Eidgnossen als liebhaber der gercchtigkeit, das güetlich in der fach, vil gfärlichheit, sa darus entsprießen möcht, zno vermiden, ze handle» ivol liden mögen, ein sunder guot wolgfallens empfangen, uns ouch gänzlich, wie dann das selbig üwer schriben klarlich anzeigt, zuo üch versechen, ir werden üch also still anheimsch enthalten, niemans wyter erfordern, anstrengen, beleidigen oder etwas tätlichs fürnemen, (so) wellen wir by dem Regiment (zuo) Ensisheim, deßglichen dem Hufen im Sundgow auch ze gcscheen verschaffen. Und dwil in üwercni schriben nit lutcrc Meldung beschuht, welcher gcstalt, wo, wenn und mit wem solche güetlichc Handlung an die Hand ze nemen; so ir dann also in uns als fründlich untertädinger bewillgen, wellen wir üch deßhalb ein kurze tagsatzung an üch und uns gelegne malstatt, als ob wir sagen wollten gan Nüwenburg aw Rin, ansetzen und ernennen, den auch dem Regiment Ensisheim, dem Hufen im Sundgow und anderen üwern widerwärtigen, so wir von üch uns anzezeigen begeren, glicher gestalt verkünden, . . . und wellen uns unverlängt üwern endlichen willen, was üch harinne ze thuon oder ze lassen, zuo bewilligen oder abzuoschlahen, by disew Kotten ylends, (uns) fürer haben ze richten, schriftlich überschicken". . . K. A. Basel: Mlsswm, e. «s. Mai 1525 681 3) 1525, 3. Juni, Basel. Die Gesandten von Bern, Basel, Solothurn und Schaffhauscn an Zürich. Die Gesandten des Vogtes zu Hagenau, des Bischofs, des Capitels und der Stadt Straßburg haben samt denen der Eidgenossen so viel erwirkt, daß der Markgraf Ernst von Baden zu einem gütlichen Tage mit seinen Unterthanen im Breisgau, der nächsten Dienstag (6. Junis in Offenburg stattfinde, eingewilligt habe. Da mau wisse, daß Zürich gerne Krieg und Blutvergießen verhüte, so habe man sich auf die Bitte der Stadt Straßburg und der Bauersame seines Boten abermals gemächtigt nnd denselben nach Offenburg geschickt, um in der Sache handeln zu helfen, Zt. SI. A. Zürich - A. O-stcrr-ich. 4) 1525, 7. Juni (Pfingstmittwoch). Die Räthe (der Bauern ins der Herrschaft Rötheln ?c. an Basel. 1. Ablehnung der von andern erhobenen Anklage, daß der Haufe im Breisgau zu der Verwüstung des Gotteshauses St. Blasien Befehl gegebe»; man misse davon nichts nnd habe auch au der That kein Gefallen. 2. Bitte um einstweilige Beachtung der von den znsammcngeschwornen Bauern in ihren Gemeinden verkündigten Ordnung betreffend die Ansrichtnng der Zehnten, bis durch die eidg. Boten hierüber Entscheid gegeben sei, also den Heuzehntcn jetzt nicht fordern zu lassen, ?e. K. A, Basel: A. Bau-m-R-b-lli°n. — D -II Wartlaut hat Schreiber, Bauernkrieg II, IS2, wo. 5) 1525, 7. Juni. Basel an seine Gesandten in Offcnbnrg: Heinrich Meltinger, Lux Zeigler, Hans Oberriet, Caspar Koch. Heute haben die Botschaften der Haufen bei Elsaß-Zabern, Sechsfeld und Hagenau angezeigt, wie leider in Zabern, Lupfstein, Neuwiler nnd Scherwiler viele Tansende wider die gegebenen Zusagen getödtet worden, und ihre Herren, der Landvogt zu Hagenau, der Graf von Bitsch und Hanau die klebrigen, die sie betreten, fangen und tödtlich strafen und die daheim Gebliebenen ihres Lebens nicht sichern wollen. Nun seien die verschiedenen Hansen eidlich verbunden gewesen, nnd da zwischen dem Haufen im Sundgau nnd dem Regiment im Oberelsaß durch die Eidgenossen ein Anstand gemacht worden, der einen guten Vertrag hoffen lasse, so möchten die Botschaften bitten, zu verschaffen daß jener Landvogt und die zwei Grafen auch in den Stillstand eingeschlossen und verpflichtet würden, die Unterhandlungen zu erwarten; das wollen die Bauern auch thun. Wenn aber die Herren in ihrem Grimm beharren wollten, so wären die Bauern genöthigt, sich wieder zu stärken und ihre Anhänger zur Vereinigung aufzumahuen. — Da nun schon zu viel Blut vergossen worden, und nichts anderes zu erwarten stünde, als weitere Verderbung von Land und Leuten, so befehle man hiemit den Boten ernstlich, mit den genannten Herren oder ihren Anwälten, falls sie zu Offenbnrg wären, in dem Sinne zu reden, daß sie de» Anstand auch halten möchten; wären sie nicht dort, so soll ihnen das geschrieben werden, damit der spätere Schaden nicht noch größer werde denn der erste. K. A. Basel: A. Bauern-Nebellion. — Schreiber, Bauernkrieg II, 181. S8«. Aern. 1535, 31. Mai (Mittwoch nach Exaudi). Staatsarchiv Bern: Rathsmanual Nr. 205, p. 302—303. „Als dann der Schultheiß Zukäs von Lucern angebracht, wie im sin Herren und obern' befolchen habent, ouch die übrigen dry Waldstett Uri, Schivyz, Underwalden, ouch die von Zug deßglychen zuogesagt, wo miner Herren underthanen ützit unfründlichs und ir oberkeitlich rechtsami zuo entziechen undcrstüendent, und min Herren inen (den V Orten) ützit empieteu, wurdeut sy lyb und guot trüwlich zuo inen, minen Herren, setzen. Deß (haben) inen min Herren nf das höchst gedankt und sich in glycher gestalt erbotten, gegen inen ouch ze tuond." Voraus geht die Bemerkung: „Nota, diß ist nit vor den Burgern eröffnet." 85 K82 Juni 1525, T8R Aern. 1525, 5. Juni (Psingstuwinag». Staatsarchiv Bern: N^thsmanual Nr. 205, p. 323. 1, Eine Botschaft der Frau Margaretha aus Flandern stellt im Namen des Kaisers das Ansuchen, „etlichen großen Personen" Geleit zu geben für die Eidgenossen und besonders von Seiten Berns, in Betracht der trübseligen Lage der Christenheit; das würde gemeiner Christenheit, besonders aber der Eidgenossenschaft zu Gutem dienen, Deßgleichen wünsche der Herzog von Bourbon eine Botschaft zu schicken; es seien aber deßhalb dem Boten keine besondere Befehle gegeben, 2, Es wird ihm gerathen, diesmal heimzukehren und (später) seine Aufträge an gemeine Eidgenossen zu bringen, da solches diese mitberühre. T8T. Wappersivyl. 1525, 13. Juni f. (Dienstag vor Corporis Christi f.), Staatsarchiv Lncern: Acten Abtei St. Gallen. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 9. t. 229. — Tschnd. Abschiede-Samml. Bd. 6, Nr. IS. Tag der IV Schirmorte des Gotteshauses St. Gallen, Der Abt von St. Gallen trägt persönlich vor l Seine Gotteshauslente haben sich ihm und dem Gotteshaus widersetzt und zu Lümiswyl eine ganze Landsgemeinde gehalten, und wiewohl er ihnen das Recht auerboten, seien sie doch weder auf dem früheren noch auf dem gegenwärtigen Tage erschienen, woraus wohl zu merken sei, daß sie sich an den von ihnen zu Lümiswyl gemachten Abschied halten wollen, nämlich ihm nichts mehr zu verabfolgen, wenn er die eingelegten Beschwerden nicht gütlich nachlassen würde, und ihm deßhalb vor kleinen und großen Nöthen zu Zürich und Lucern und vor den Gemeinden zu Schwyz und Glarus Recht darzuschlagen, ?c. Weil nun aber ein solches Verfahren nicht anwendbar sei, und bisher rechtliche wie gütliche Verhandlungen immer vor den Abgeordneten der IV Orte stattgefunden, so hoffe er, daß es jetzt ebenso gehalten werde, und da ihm die Gotteshauslente weder Zinse noch Zehnten, Fälle, Lässe, Bußen u, dgl, entrichten wollen, so rufe er die Boten zum ernstlichsten und höchsten an, um Gottes und der Gerechtigkeit willen ihm zum Recht zu verhelfen, auch wenn die Unterthanen dem nicht gehorsam wären, I». Der Abt begehrt abermals Antwort in Betreff der Besatzung zu Rorschach, Lucern und Schwyz sind zwar Willens, einen Zusatz dahin zu senden, Zürich aber nicht, und Glarus hat keine Vollmacht; deßhalb wird das Geschäft wieder heimzubringen beschlossen, mit der Bitte an Zürich und Glarus, sie möchten auch ihrerseits dazu stimmen und ihren Bescheid bis nächsten Dienstag (20. Juni) nach Schwyz berichten, damit, wenn sie keine Besatzung schicken wollten, die andern zwei Orte die Zahl ergänzen könnten, «. Heimzubringen das Gesuch der Gotteshausleute, ihnen die zwischen dem Gotteshaus St. Gallen und den IV Orten aufgerichteten Bundesbriefe verlesen zu lasse». «I. Doctor Winkler ruft abermals um Recht an; da jedoch seine Widersächer, die von Tablat, keine Vollmacht haben, mit ihm ins Recht zu stehen, sondern begehren, daß man das Recht zu Wyl ergehen lasse, so ist ihnen ein anderer Rechtstag angesetzt, v. Der Abt von St. Gallen hat abermals dringend gebeten, ihm zum Recht zu verhelfen gegen die Gotteshausleute, mit vielen weiteren Worten. Deßhalb wird ein anderer Rechtstag angesetzt nach Rapperswyl auf Sonntag vor St. Ulrichstag (2. Juli), wohin jedes Ort zwei Boten senden soll. — Dieser Tag wird auch den Gottcshausleutcn Juni 1525, im untern und obern Amt bekannt gemacht! ebenso ist die Angelegenheit Doetor Winklcr's dorthin zu bringen, t. Jeder Bote kennt die gütliche Unterhandlung und Verabredung über den Streit zwischen dem Abt von St. Gallen und denen von Wyl, in Artikel verfaßt. Beide Parteien sollen ans dem nächsten Tag Antwort geben, „ja oder nein", A. Auch die untern Gottcshauslente, die zu der Pfalz in Wyl gehören, legen ihre Beschwerden schriftlich vor. Nachdem man ernstlich mit ihren Boten geredet, werden auch sie ans den obgenannlen Rechtstag verwiesen, I». Die Boten von Zürich sollen dessen eingedenk sein, was die von Lucern mit ihnen geredet haben wegen Meister Erhard (?) und Caspar Göldli, worauf dieselben eine gute Antwort envarten. Im Zürcher und Glarner Abschied ist diese Verhandlung datirt „auf Corporis Christi" (15, Juni). l> aus dem Zürcher Abschied, dem dagegen :> und I fehlen; diese beiden Artikel hat auch der Glarner nicht. Das Lucerner Archiv hat ein Concept, das die Artikel i, und I» (zum Theil) enthält, und ein vollständiges Exemplar in Neinschrift, beide von gleicher Hand (Joh. Huber); ersteres ist vom Dienstag, letzteres von C. Ch. datirt. Bei jenem liegt ein ebenfalls auf den Dienstag gestellter flüchtiger Auszug des Anbringens deren von Wyl. Dahin gehört auch ein Concept der Antwort des Abtes auf diese Beschwerden und ein Entwurf der vereinbarten Artikel. Zu l. Die Artikel enthält die (sonst verlorene) Beilage des Lucerner Exemplars: „Diß ist der vier Orten , , . Ratsbotten güetlich Unterhandlung" :c. zc. Actuin zuo N. uf Corporis Christi Anno rrv", 1. In Betreff des „Vorschlags" ?c. soll es für die nächsten drei Jahre gehalten werden wie folgt: Der Abt kann laut des Vertrags die 7t) Mann vorschlagen, aus denen Rath und Gericht erwählt werden; wer aber aus dem „Vorschlag" in Rath oder Gericht gesetzt wird, den soll der Abt die drei Jahre lang darin bleiben lassen, es wäre denn daß sich Einer mit Unehren so verginge, daß ihn der Rath zu Wyl nicht mehr unter sich dulden wollte; wen» das erwiesen und dem Abte angezeigt wird, so soll er den Betreffenden nicht mehr zu den Vorgeschlagenen rechnen. Nach Verfluß der drei Jahre soll diese Uebcreinkunft des Vorschlags halb dahinfallen, dem Abt und dem Gotteshaus St. Gallen an seinen oberherrlichen Rechten und Gerechtigkeiten, Verträgen und Sprüchen, Briefen und Siegeln, und ebenso denen von Wyl an ihren Rechten unbeschadet. 2. Der Viere halb, aus denen der Schultheiß gewählt wird, soll es also gehalten werden: Wenn ein Biedermann einmal zum Schultheiß vorgeschlagen worden, so soll er, auch wenn ihn der Abt in einem andern Jahr nicht mehr unter den Vieren vorschlüge, nichts desto weniger in der Zahl der 70 Vorgeschlagenen bleiben. Auch diese Abrede soll nur für die drei nächsten Jahre gelten. 3. Da sich die von Wyl bisher gegen das Gotteshaus treulich und wohl gehalten haben, und sonderlich in diese» schweren Zeiten demselben gute Dienste leisten können, und da sie jetzt für Rüstungen und Wachen große Kosten gehabt, so soll ihnen der Abt aus Gnaden IVO Gl. zu etpielcher „Ergetzlichkeit" schenken, damit sie auch fürderhin dem Gotteshause (desto lieber) Treue und Gehorsam beweisen und für dasselbe Leib und Gut einsetzen, gemäß ihren Eiden; die von Wyl sollen aber dieses Geschenk als eine Gnade und nicht als eine Gerechtigkeit ansehen. 4. Der Fischenzcn und des Wildbanns halb sollen der Abt und das Gotteshaus bei ihren Herrlichkeiten, Freiheiten und Verträgen bleiben, jedoch mit der Milderung, daß der Abt und seine Nachkommen denen von Wyl bewilligen sollen, das Gcwild, das den Baum (cr)steigt und das Erdreich bricht, zu jagen und zu fangen; das Hochgcwild aber, das sie auf ihren Gütern treffen, dürfen sie nur vertreiben, nicht fällen. 5. In Betreff der Müller und der Mühlen läßt man es bei dem verbrieften Vertrage bleiben; es kann also Jeder mahlen (lassen), wo er will; ivmn ein Burger von Wyl in des Abtes Mühlen mahlt, so soll nicht mehr Lohn genommen werden, als von einem Mütt ein Jmmi Kernen; der Abt soll in Zukunft dafür sorgen, daß die Mühlen von ehrbaren tauglichen Müllern versehen werden, damit dem gemeinen Mann werde, was ihm zugehört. Was etwa bisher durch die Müller gefehlt worden ist, soll hin und ab(gethan) sein; wer aber noch (bestimmte) Ansprachen an sie zu haben glaubt, mag sie darum rechtlich belangen, und wer deßwegen an den Abt oder dessen Statthalter und Amtleute etwas meint fordern zu können, soll das Recht vor den Botschaften*) ») Im Original ist dieses Wort mit einigen zugehörigen Ausdrücken, wohl im Hinblick aus n. »»terstrichen. «84 Juni 1525 der vier Orte suchen. Solche ^„dieselben") Personen solle» sich mich deßwcgen nicht „pfänden noch zahlen" (sichern oder bezahlt machen) oder dem Gotteshaus das Seinige vorenthalten, sondern alles ausrichten und leisten, wozu sie verpflichtet sind, 6. Neber einige andere Artikel, worin die von Wyl begehren, l, daß der Abt die Hälfte an die Kosten gebe, die sie für Bauten an der Stadt und zu gemeinem Nutzen verwenden, indem er auch die Hälfte des Ertrages beziehe; 2. daß er ihnen Nachlaß bewillige an der Steuer, am Nmgeld und Zoll; 3. nachlasse, was die Pfister und Weinschenken jährlich entrichten müssen i ist gütlich erkannt, es sollen die von Wyl von diesen Ansprüchen abstehen, in Betracht der Verträge und Sprnchbriefe den Abt und das Gotteshaus unangefochten bei den hergebrachten Steuern und Zöllen, dem Umgcld, den Bußen, den Abgaben der Pfister und Weinschenken -c. bleiben lassen. 7. Die noch übrigen Artikel, die den Kleinzehnlen, Fälle und Anderes betrefsen, von welchen gemeine Gotteshausleute befreit zu werden wünschen, läßt man diesmal noch ruhen, bis der Abt mit den Gotteshausleutcn vertragen sein wird, jedoch dem Abt wie denen von Wyl an ihren Rechten und Ansprachen unbeschadet. Doch ist verabredet, daß die bis heute verfallenen Kleinzehnten, Fälle ?c. ausgerichtet werden sollen, während die künftig verfallenden bis zum Austrag des Rechten ruhen mögen. 8. Wenn die von Wyl eine» oder mehrere Artikel in dieser Abrede nicht annehmen, so soll der Abt hierin offene Hand behalten und diese Unterhandlung beiden Parteien an ihren Gerechtigkeiten, Briefen und Siegeln keinen Schaden bringen. Auf dem nächste» Tage sollen sich die von Wyl darüber erklären, damit das Geschäft erledigt und (die) Briefe darüber aufgerichtet werden. Zu z>. „Diß ist der uudern gottshuslüten von St. Gallen . . . fürtrag und Meinung." (1.) Sie seien übereingekommen, den kleinen Zehuten für einmal zu behalten, nämlich von Heu, Erbsen, Bohnen, Werg und Hanf, Birnen, Aepfeln, Rüben („räben"), Hühnern, Kälbern, Gänsen, Gemüsen („garten") u. dgl. Es soll aber jeder denselben bei Seite („an ein ort") legen oder berechnen („im selbs ein gewissne machen"), was er schuldig werden möchte, wenn er den Zehnten geben müßte wie vordem, was sie aber nicht hoffen. (2.) Den großen Zehnten mögen die Zehntherren einsammeln, legen und warten lassen wie bisher, bis entschieden werde, wein er gehöre, nämlich von Korn, Haber, Gerste, Roggen, Weizen und Wein. (3.) Damit aber ein Aufruhr verhütet werde, bitten sie die Herren (von den IV Orten), sie bei dieser Abrede zu schirme»; denn ihrerseits wollen auch sie nach Kräften Aufruhr verhindern und abstellen und sich gehorsam erzeigen, auch halten, was sie nach göttlichem Recht erweislich schuldig wären, ohne alle Einrede und gutwillig; darum beschwere sie, daß die Priester sagen, sie dürfen das Evangelium nicht lauter verkünden. (4.) „Darrunb ist unser ernstlich bitt an üch, daß uns das nünt versperrt iverd, darmit wir mögend bericht werden, was wir von göttlichem rechten schuldig syend zethuon und zclassen, und ist unser ernstlich bitt, daß ir uns nüt lassen angeben oder vertreit werden, daß wir die ungehorsamen syeud, diewyl und ir ob verstand, daß wir uns enbietend, was wir ze thuon und zuo lassen (schuldig) von göttlichem rechte», guotwillig sye» on alle inred und fürwort." St. A. Zürich: A. Abt St. Gallen. - St. Ä. kuc-rn! A. Abtei St. Gallen. T8S Schaphausen. 1625, 20. (bis 22.) Juni (Dienstag vor Johann Baptist f.l, Staatsarchiv Zürich ! Abschiede, Bd. v. 5 2Sl. KantonSarchiv Basel : Abschiede. Tag der Städte Zürich, Basel und Schaffhausen. I. 1. Vor den versammelten Boten sind am Mittwoch erschienen die Abgeordneten der Hauptleute, Räthe und ganzer Gemeinde des Mayer'schen Haufens iin Hegau, vor Zell, um ihre Werbung schriftlich anzubringen Juni 1525, «85, nnd dann auch mündlich zu empfehle». Man Hai dieselbe abschreiben lassen und darauf einhellig die Antwort gegeben: Man bcdaure die entstandenen Widerwärtigkeiten von Herzen, und dcstwcgen haben sich anch die Herren schon öfter um gütliche Unterhandlung bemüht, bisher aber leider nichts ausgerichtet. Nun seien aber die drei Orte mit andern Eidgenossen so verbunden, daß es ihnen nicht gebühre, ohne deren Gunst und Wissen sich der. gestalt jemandes anzunehmen; zudem hindere sie daran auch die Erbeinnng mit dem Hans Oesterreich, Wen» aber die Bolschaft (der Bauern) Wege anzeigen könne, wie man zu einer gütlichen Verhandlung kommen möchte, so wolle mau weder Mühe noch Kosten sparen, „ob villicht der allmächtig gott sin gnad send, damit ein glücklich zit und stund wurde troffen." 2, Darauf begehrt die Botschaft Rath, Alan antwortet ihr, wenn sie eine Unter. Handlung bewillige, so wolle man bei der Herrschaft in Zell sich anch darum bewerben. Da dieser Vorschlag angenommen worden, so schreibt man der Herrschaft. (Folgen im Original die Texte verschiedener Missive», s, Noten 5—10). II. Da die Antworten von Seiten der Herrschaft den Abschlag enthalten, so hat man die Sache Gott befohlen und nichts weiter zu thnn gewußt. Das Basler Eremplar datirt dem Text gemäß auf Mittwoch vor Johann Baptist. Den zu dieser Verhandlung gehörigen Acten lassen wir noch einige frühere vorausgehen: 1) 1525, 9. Juni (Freitag nach Pfingsten). Heinrich Maler mit den Hauptlcute» und Rüthen des Hegau, ischeu Haufens an Schaffhauscn. Abermaliger Dank für das bewiesene „Mitleiden" und das freundliche Erbieten (zu vermitteln). Mau sei bereit, etwas Fruchtbares anzunehmen, da man nichts anderes begehre, als daß das reine Evangelium und die göttlichen Rechte klar verkündigt werden, nnd gehe nicht aus Schmälerung der von Gott eingesetzten Obrigkeit aus, ?c. . K. A. Schaffhaulm: Corr-spondmzcn. Vgl. Schreib» II. lss. 2) 1525, 10. Juni (Samstag nach Pfingsten), Zell. Heinrich Maler, Oberster, ?c., au Schaffhausen. Dank für das gethane Erbieten. Wenn ischasshausen und andere Vebhaber des göttlichen Wortes in dem entbrannten Streit etwas Fruchtbares handeln könnten, so würde man das gehorsam zu verdienen suchen; man könne aber nur auf einen Vertrag eingehen, durch welchen die freie Predigt des lauteren klaren Gotteswortes zugesichert werde; es könne auch kein einzelner Flecken oder Stadt besonders einen Vertrag annehmen, sondern nur die gesamte Bruderschaft. Zell halte man belagert, weil die Gegner sich großentheils da gesammelt haben; deßwegen habe man nicht bloß den Boten von tschasfhauseu, sondern auch denen von Ilindan nnd dem Bischof von Consta»; den DuvchHNNg venvehvt . . . K. A. Schafshnuseil: Concspondenzen. Vgl. Schreiber a. a. O. II. I8U. 3^1 1525, 11. Juni (Sonntag vor Corporis Christi). Schafshnusen an Zürich. Ausführlicher Bericht über die gemäß dem Abschied von Fraucnscld gemachten Ve> suche, zwischen „der Herrschaft" in Zell und den Hegau, ischcn Hausen gütliche llnterhaudlungen einzuleite». ü. a nun die Bauern die diesseitigen Boten verhindert haben, an die Gegenpartei in Zell zu gelangen, so befehle man die Sache Gott und wisse dermalen nicht mehr zu thun. St. A. -Zürich: A. Hegau. 4) 1525, (c. 20. Juni). „Obersten houptlüt, rät und ganze samlung des Hufes im Hegöiv vor Zell" au die Boten der drei Städte. „Gestrengen, edel», vestcn, fürsichtigcn, nufseu, gnädigen und günstigen Herren, euch ist on zivisei zc müssen das elend bctrüebt »nsridlich leben, so setz an allen orten diser weit embor ist, ouch wie zuo fürchten, Ivo nit der barmherzig gott sclbs oder dmch fromm und gottselig nienschen gnädige insehung thüege, werden sölich fachen je länger uud mer sich inifiße» und zuouemen. Nu ist es ossculich und lit am tag, daß die groß nnbillichait der beschwerdcn, mit welchen der gemain man allenthalben in gaistlichcn und zitlichen fachen »on irer obcrkeit dermaßen bishar übersetzt und getrungen, daß sölichs nit kau noch mag fcrrcr erlitten werden- jedoch je mer man sölcher unbillichait zuosicht oder widerstand thuot, je größer unrat, schaden, brand, todschlag' bluotvcrgießen und mort froivc» und junkfrowcn, ouch verderbung der jungen unschuldigen kiudlin zuo baideu liste» darus erfolgt, welches doch von aim jeden cristenmeuschen billich beherzigt und bcwaint werde» sölt, sonderlich von allen denen, so bishar das lob uud litcl ains eristenlichen lebens »nd wesens getragen und in allen landen 686 Juni 1525. für liebhaber, beschützer und beschirmer der göttlichen gcrcchtiknit sind gcbrist worden. Damit aber solche unruow und verderbung, ee und sy ferrer inmnrzle, mit der gnad gottes abgetaint wurde, ist unser underthänig hoch und ernstlich bitt und ainhellige bewilligung same(nt)lich, daß üwcr streng vest wysheit uns wellend fürhin in üwern schuh, schirm und hilf cmpfahen und annemen, uns zuo dem, das göttlich, billich und recht ist, rätlich, hilflich und beständig sigent, und wa wir unbillichs fürnemen wären (davor uns gott bchüetcn), daß ir uns sölichs anzöigcnd, (so) wellend wir gehorsamlich abston und uns tugcnlich wysen lassen; vcrhosfen und vertruwen, gnädig und günstig Herren, ir werden uns sölichs nit abschlachen, dann ir bishar liebhaber des göttlichen worts und handhabcr der gercchtigkait von menklichem sind berüemt worden, ouch darby bedenken, daß wir üwer nächst nach- puren sigent, so täglich mit koufen und verkoufen aller Üblicher uotdurft nnder cnandcrn müesscn gemainschaft halten. Wo nun wir verderbt werden, ist üch der glychcn nit wenig schaden beschechen; dann ee und wir wider- umb undcr diese oberkait, zno deren wir uns voran ganz und gar nichts guots versehen, uns begeben wellen, ee wellen wir all ze grund gon und unser letst kräft und vermögen vcrsuochen und darspannen, wicwol wir vil^ lieber voran mit friden sin wetten; dann wir sicher und gewüß sind, daß uns-von denen (hekren) weder trüw, ere noch glouben gehalten wirt, ob sy uns schon vil zuosagend. Her widerum so versprechen und angloben wir üch unser lyb, cer, guot und leben zuo üch ze setzen und mit üch alles das, so üch zuogefücgt wirt, laid und fröid, willenklich gedulden, lyden und annemen by tag und nacht, onc alles hinder sich sehen, mit sampt dar- streckung aller gebürlichait, so von üch zno underhaltung gemains nutzes und landfridens uns ufcrlegt wirt; in dem allem wellen wir uns wol, erbcrlich und gebürlich nach allem vermögen erbotten haben, damit wir by gott und stnem Halligen wort beliben und unser leben beschließen mögen. Gnädig und günstig Herren, scchend an, daß unser anrnofen göttlich ist und cristenlich, onch daß unser Verfolgung unerhört und mer dann türgesch, welches billich ain Herten stain erbarmen sölte. Demnach bitten wir üwer streng, vest und wyshait in aller gehorsame und demüetigkait, (ir) wellen uns, als wir gänzlich verhoffen, ain cristenlichc nntwurt geben, uns in üwern schütz und schirm günstig annemen; der gehorsame halb soll an uns kam Mangel erfunden werden; deß söllcnt ir üch warlich zuo uns versechen, der Höchen und tröstlichen zuoversicht, ir werden uns nit verlassen. Das wellen wir, wie vor angezaigt, mit gnotem willen ungespart unsers lybs und guots ganz unverdrossen verdienen." (Abschrift im Abschied).. 5) 1525, 21. Juni (Mittwoch vor Johann Baptist). Die Gesandten der drei Städte an Hauptmann und Ritterschaft des St. Gcorgcn-Schilds im Hegau. „Wolgebornen, ze. zc. Ir wllssent, mit was flyß und ernst wir bishar zwüschen üch und üwern underthonen, so zuo frid, ruowcn, ersparung bluotvcrgießens und landsverhcrgung (diente), von herzen gern gehandelt hätten, das aber bishar unfruchtbar gewesen ist; dwyl sich dann der Handel längert, abeu nit bessert, darus mit anders dann bluotsvergießen und vcrhergung (von) land und litten folgen will, ist demnach an ü. g. und lieb unser hoch, ernstlich und fründlich bitt, ir wellen uf üwer mainung gänzlich nit verharren, sonder uns in angezaigtem üwerm span zwüschen üch und den Hufen, so vor Zell und Villigen ligen, güetlich Mitteln und tädinge» lassen, damit ir zuo allen tailen zuo frid (und) ruoiven komm, und jedermann by dem sinen blibcn und wonen möge, und ob ir hierzu verwilligen wellten, alsdcnn uns by disem Kotten geschriftlich zuo vcrglaiten; dann daselbs zuo Schasfhuscn wir hicruf bis niorn zuo nacht by cnandcrn welle» warten. An dem gegentail, als dem Hufen vor Zell, haben wir so vil erfunden, daß sy uns güetlicher under- handlung ouch willigen und die nit abschlachen werden. Der statt Villingen und dem Hufen darvor ligend haben mir unser fürgenomcn underhandlung glycher wys zuo müssen gcfüegt, in Hoffnung zuo gott, an dem end etwas fruchtbars und guots zuo schaffen," ^.'c. ?c. Bitte um schriftliche Antwort. (Abschrift im MMd). 6) kloäem äato: Dieselben an Hauptmann, Räthe und gesamten Haufen (der Bauern) vor Zell. Gruß ?r. „Uf hüt ist üwer botschaft vor uns erschinen; die haben uns in üwerm namen und von üwert wegen uf unser ernstlich ansuochcn und begeren, zwüschen üwern Herren und üch güetlich underhandlung ze thuond, bewilgct, darus wir disen unfern Kotten mit ainem brief zuo der Herrschaft zuo Zell, darin wir sy ouch umb underhandlung ersuochen, in yl abgefertiget, in Hoffnung by inen ouch wilgung zuo erlangen; dcßhalb unser ernstlich bitt und beger an üch ist, gemelten unfern Kotten gen Zell passieren und unser Werbung an sy, die selben Herrschaft, us- richten ze lassen," ?c. au) Juni 1525, 7) biocikm dato: Dieselbe» an Villingen, Anzeige der Schritte zu gütlicher Unterhandlung zwischen den Parteien bei Zell, und Ansuchen um Stillstand bis zum Eintreffen der erbetenen Antworten, ?c. Bitte um schriftlichen Bescheid. 8) IZodoin dato: Dieselben an Hauptmann, Rath und gemeinen fürstcnbergischen Haufen vor Villingen, Obigem entsprechend. <»,.> 9) 1525, 22, Juni, Zell. Fürst!. Durchlaucht von Oestrcich Dicnstlcute, Grafen und gemeine Ritterschaft des St. Jörgen-Schilds im Hegau an die Boten der drei Städte, „Unser fründlich willig dienst, zc. zc. Euer schreiben uns jetzo gethan, uns und unser underthanen belangend, haben wir alles Inhalts vernommen, befinden und spüren in demselben am sondern willen und gunst, so ir zuo uns haben und tragen, sagen auch deß hiemit euer» Herren und ober» und euch als den gesandten auf das höchst dank. Und micwol wir gleich wie ir gern frid, ruow, ersparung blnotvergießens und landsverhergung bishar gesehen und zuo dem unscrs tails verwilligt hetten, so hat es doch bis auf disen tag bei unfern underthanen nit statt oder folg haben wollen, sonder so gleichwol die fürstlich durchlcuchtigkeit von Oesterreich, unser gnädigister Herr (in welicher dienstbarkait wir jetzt sind), derselben Rät und Commissarien, auch unsere freund und Herren von Schaffhausen, Costanz und ander erbcr Stett zwischen uns und unfern underthanen vil verträg, anläß und bericht gemacht, welche wir auch beiderseits angenomen, zuo halten gelobt und geschworen, und so wir gleichwol in kraft deß mit einander in förderlich, nnvcrzügig und ganz nnparteische gericht komen, das recht angesengt, noch dann so haben dem allem nach unser underthanen solch verträg, anläß und bericht nit gehalten, sonder über und wider das nit (nur) uns, ir ordenlich Herren und obern, sonder die f. Dt. von Oesterreich und derselben underthanen mit cinncmung irer aignen stett, schlösscr, geschütz und anders angriffen und beschädigt. Diewcil wir nu in diensten f. Dt. sind, und in unser macht nit stat, uns on willen und wissen derselben irer f. Dt. oder deren Commissarien, so hie ligcn, in ainich weiter täding cinzelassen, (so) haben wir euer schreiben an dieselben auch langen lassen. Die zaigcn uns an, st) haben den gesandten Kotten der stett Zürich und Schaffhansen, so verweilter täg zuo Stockach bei inen gewest seien, gcstalt aller fachen, daraus sp jedes tails fuog oder unfuog vernommen, lauter anzaigt und gleich wie wir nit macht, on willen und wissen f. Dt. und der Ständ des loblichen Bunds zuo Schwaben, welche baiderscits Herren des kriegs seien, uns ainicher güetlichcit zuo bewillige» zuo gestatten. Das wollten wir euch auf euer schreiben zuo antwurt nit verhalten, mit flciß freundlich und dienstlich bittend, die von uns zno gefallen anzenemen und fürter wie bisher in freundlicher und dienstlicher nachburschaft zu haben," ?c. Abschrift im Abschied. — Gedruckt bei Schreiber, Bauernkrieg II. 230. 231. 1t>) blodorn dato, Zell, Die Räthc und Commissarien f. Dt, von Oesterreich an Dieselben. Gruß zc. 1, Verweisung auf die frühcrn Unterhandlungen, die feindlichen Angriffe und Umtriebe der Bauern, und die den Boten von Zürich und Schaffhauscn zu Stockach gegebene Auskunft, 2. Nun erwarten sie (die Räthe) stündlich die Hülfe des schwäbischen Bundes, und können sie von sich aus, micwol belagert, in keine gütliche Handlung mehr eintreten. 3. „Und dicweil nu die f. Dt. mit euer» Herren und obern in erbainigung ist, so bcgeren wir an statt f. Dt. an euch, unsers tails freundlich bittend, ir wellet bei cuern Herren und obern fürdcrn und oerhelfen, daß sy sich gedachter paurcn ans erzelten Ursachen entschlachen, nit anncmen noch beladen, die f. Dt. und die Ständ des Bunds in irer fürgenomen straf gegen denselben nit verhindern noch irren, sonder nach vermög angeregter erbninnng auf ir f. Dt. und das Haus Oesterreich ein getreu guot aufsehen haben, als die f. Dt. gnädigs gemüets auch thnon (wirket)," zc. K. A. Schasfhausen: Eoirespondeuzen. — Abschrift im Abschied. — Gedruckt bei Schreiber II. 231. 232. Wahrscheinlich kamen die Antworten aus Villingen (zu Nr. 7 und 8) zu spät, um dem Abschied einverleibt werden zu können; wir lassen sie folgen: 11) 1525, 22. Juni (Donstag vor Joh. Baptist). Schultheiß und Rath von Villingcn an die Boten von Zürich, Basel und Schaffhausen. Antwort (mit Nccapitnlation des empfangenen Schreibens): ... „Erstlich danken wir euch cücrs früntlichen empietens zum höchsten, gctruwcn euch ouch, daß euch die Widerwärtigkeiten in herzen laid; dwyl über die nfrücrigcn pnrsami unser gnädigst Herrschaft Oestcrrich (dero wir irn frommen zno jürdern und schaden zuo verhüeten geschworen und als srom alt Oesterricher zum höchsten unsers Vermögens 688 Juni 1525, gcnaigt) ir Dt. underthonen mit gwalt von ir Pflicht und nid abgetreugt, seiner Dt. Heuser, schlösser, stett und landschaften ingenomen, zum tail verbrennt, uns ouch in ir verkerte evangelische bruodcrschaft erfordert und so wir nit bewilliget, uns in irn weltlichen bann erkennt, alle gemainsami, als ob wir keher oder Haiden wären, abkündt, alle straßen verhalten, daß die unfern ir notdurft nach nit wabern noch wandten, kam profant uns mer zuofüeren mögen, zuodem die unfern vor der statt fenklich hinweg gefüert und noch halten, onch unser und der unfern Hab und güeter roubiclich Hingenomen Hund) verbeutet, über und wider daß wir mit inen nichts zuo thuon gehebt noch ichts zuogefüegt, w. Sölich und derglychcn unbillich fräfenlich gewaltiklich Handlung, die sy gebracht und durch niemands bishar abgestellt ivorden, wir lenzer nit lyden, gedulden noch zuosehcn mögen, sonder uß den und andern merklichen norgedrengten Ursachen glycher und krieglicher gestalt gegen inen handlen müessen und fnrgenome»; und dwpl dann die Handlung nit allain uns, sonder bevor unser gnädigst Herrschaft Ocstcrrich betrifft, will uns nit gebürcn, one sonder vorwissen unser gnädigsthcn) Herrschaft Ocstcrrich deßhalb in aiuich güetlich hnud- lling Allo bewilligen noch inzuogon" . . . K. A. Schaphausen: Correspondcnzen (Original). — K.A.Basel: Abschiede (Copic). 12) 1525, 22. Juni (Donstag vor Joh. Baptist), Donaueschingen. Hauptleutc, Räthe und gemeiner Hanfe . der Grafschaft Fürstenberg und der Herrschaft Schellenberg an di? Boten von Zürich, Basel und Schaphausen. „Ewer schriben an uns gethon, die güetlich underhandlung betreffend zwüschen unser(n) gnädig(en) Herren und uns, haben ivir alles Inhalts vernomen, darinne wir emcrn getrüwen flyß, müeg und arbait, damit wir zuo friden komen möchten, wol spüren, sagen wir gemainlich und sanderlich euch aller müeg und arbait Höchen dank, mit erbietung das zuo verdienen mit darstreckung unserer liben und güetern. Als wir dann, als uns angelangt, verunglimpft, wie wir die sigen, die kainer oberkait zuo gehorsamen begern und selbs Herren sein wollen, soll sich nit erfinden, sonder alles das, so sich frommen redlichen armen lüten irer oberkait zuo thuon gepürt, nit gespert, unser will noch mainung nie gewesen, und so wir nit gewaltiklich zuo diser Handlung getrungcn worden, unser gnädig Herren und wir zuo friden beliben wcrcn, und wollen uns (damit) dcrselbigen bezieht gegen euch unsern Herren entschuldigt haben. Und diewil ir an uns bewilgnng güetlichcr Handlung begeren und mit der that oder kriegshandlung stillzeston, bis euch von u»serm widertail antwnrt zuokonune, sind wir euch zuo will- faren genaigt und des ainhellig ains ivorden, dcro zuo bemilgen und also still ze ston bis uf cuern wytern beschaid, doch bl> ainander zuo beliben, >lnd so unser widerparty des och bewilgcn wölte, alles das so sich dann zuo friden und ainigkait ziehen mächt, und wir als arme lüt durch euch unser Herren und ander bericht, dein- selbigen gehorsamen und statt thuon" . . . K. A. Schafshnusen: Correspondenzen (Original). — K.A.Basel: Abschiede (Copie). — Einen Abdruck hat Schreiber II. 283. S84 Wrunlrut. 1525, 21. und 22. Juni (Mittwoch und Doustag vor Johannis). Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, X. x>. 285. Gesandte: Bern. Beruhard Tillmanu. Basel. Heinrich Meltinger, Burgermeister; Wolsgaug Harnischer, des Raths. Solothurn. Konrad Glich, Bauherr. Biel. Benedict Wvtteubach; Nndolf Rebstock, des Raths; Benedict Nechberger, Burgermeister. In der Irrung und Zwietracht zwischen den Amtleuten des Bischofs von Basel, den Burgern und der Priesterschaft zu Pruntrut einerseits und den Unterthanen und Einwohnern der Herrschaft Pruntrut anderseits, wegen etlicher Personen, welche die genannten Amtleute gefangen genommen, haben die Botschaften von den vier Städten nach ernstlicher Unterhandlung verabschiedet, was folgt: Da sich die Amtleute, Burger und Priester der Gefangenen wegen zum Recht in Biel oder St. Ursiz erbieten, so hat man sich des Bischofs vermächtigt und den gestrigen -Abschied (?) entkräftet („zuo ruck geschlagen"), iveil sich die Unterthanen damit nicht begnügen, Juni 1825. 689 sondmi begehren, daß etlichen Personen gestaltet werde, vor den Bischof zu kommen; daher ist ein Tag ans Unser Frauen Tag (Heimsuchung? 2. Juli) nach Correnolz (Cornol?) angesetzt, wozu die Unterthancn zwei Mann ans Basel, zwei von Biel, zwei von Nencnstadt, zwei von Laufen, einen aus dem St. Jmer-Thal, einen ans „dem Frelenberg", der Bischof Hinwider zehn Mann aus seiner Stift und der Landschaft sende» mögen; doch sollen obigen Parteien diese Personen nicht selbst erwählen, sondern die Obrigkeit in jedem Orte, wo sie genommen die werden, aber unparteiische Leute, die ihres Eides gegen den Bischof entbunden werden sollen. Beide Parteien sollen auch rechtzeitig Vorsorge», daß der Tag ohne Aufschub geleistet werden kann, und nicht viele Personen, sondern nur eine bevollmächtigte Botschaft, nämlich von jedem Ort zwei Man», dazu verordnen. Die Gerichts- lente sollen zuvor eine gütliche Ausgleichung versuchen, und wen» solche nicht erhältlich wäre, sollen die Parteien dem rechtlichen Spruch, wer schuldig sei nnd Unrecht gcthan, ohne alle Weigerung sich nnlcrzichen. Sodann ist abgeredet, daß sie gegen einander nichts Unziemliches anfangen, sondern frei und sicher an Leib nnd Gut mit einander verkehren sollen, sich auch nichts vorwerfen, sondern ruhig nnd friedlich den Entscheid jenes Tages erwarten. Um denselben zu sichern, hat man dem Bischof geschrieben, er möchte seine Beisitzer förderlich ernennen. Dieser Abschied wird besiegelt mit dem Petschaftring von Heinrich Meltingcr. S85. Maden. 1525, 26. Juni f. (Montag nach Johannis Baptistä f.). Jahrrechiuuig. Staatsarchiv Lliccr»! Allgem. Abschied- II. k. 104. Staatsarchiv Zürich : Abschiede Bd. o, I. 242. - Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. o, Nr. Ib. Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede, V. p. I. Kautoiisarchiv Arciburg: Abschiede Bd. IS. Bd. bb. KantonSarchiv Solotliiir» t Abschiede, Bd. XIII. .. Der Geleitsmann (Zoller) zu Mellingen beklagt sich (wieder), daß die Schifflcute von Lucern ihm den Zoll verweigern, sodaß er mit ihnen immerson darum zanken müsse, wogegen der Bote von Lucern vorbringt, wie sich die Kanfleute beschweren, daß sie immer mehr mit Zöllen belästigt werden, sodaß sie Ursache hätten, andere Straßen einzuschlagen. Antwort auf nächstem Tag. x. Da denen von stell einiges Vieh genommen und nach Baden getrieben worden ist. so wird ihnen geschrieben, daß man es zurückerstatten werde. „ l. Lucern und Unterwalden bringen an, sie seien auf einem Tage zu Baden beauftragt worden, im Namen der neun Orte den Konrad Steffen, Bürgermeister zu Steiu, iu Eonstanz z» berechtigen; sie begehren min, daß ihre dabei gehabten Auslagen vergütet werden. 2. Ferner bemerkt Lucern, der Schreiber Hnbcr sei im Auftrag der nenn Orte auf vielen Tagen gewesen, womit er 72 Kronen verdient habe, was auf jedes Ort 8 Kronen treffe, und daß er wünsche bezahlt zn werden. Heimzubringen, x. Da Zürich nicht von der lutherischen Secte lassen will, und Uri und Schwpz bereits erklären, nicht mehr bei demselben auf Tagen sitzen zu wollen, so lange es in seinem Vorhaben beharre, so soll jeder Bote die Sache treulich heimbringen, um zu rnthschlagcu, ob man Zürich nochmals schriftlich oder mündlich ersuchen wolle, von dein betretenen Wege abzustehen. v» Es werden einige Artikel vorgelegt, welche Dccau und Eapitel zn St. Gallen, zuwider der Ordnung der christlichen Kirche, aufgesetzt haben, um sie den llnterthanen der Eidgenossen belaunt zn machen und dmanf schwören zu lassen. Daher hat man dem genannten Eapitel ernstlich geschrieben, es solle davon abstehen oder der Eidgenossen Ungnade gewärtigen. Dem Vogt im Rheinthal wird befohlen, die fraglichen Artikel nicht verkünden zu lassen. Heimznbringen. 5. l. Der Landvogt im Thurgau legt Rechnung ab über die hohen Gerichte; die Einnahme beträgt 300 Gl. 6 Sehl. Pfg. (al- 345 Gl. 4 Schl.), die Ausgaben dagegen betragen 535 Gl. 10 Schl. Pfg.! es bleiben ihm also die X Orte schuldig 245 Gl. 4 Schl. Pfg. 2. Dabei beklagt er sich, daß er mit seinem Neitlohn von 10 Btz. per Tag nicht bestehen könne; daß ihm die Bauern bei dem Sturm auf Illingen zwei Fässer Wein ausgetrunken, über 40 Gl. an Werth; daß ihm auch dieses Jahr über 30 Gl. an Fastnachthühnern entgangen seien, und bittet daher, ihn zu bedenken, indem er letztes Jahr viele Sorge und Arbeit gehabt. Heim'ubringcu. 3. Dagegen ist der Landvogt den VII Orten von den nieder» Gerichten schuldig 10 Gl. 12 Schl. n».'Aus die Klage der Schifflcute von Lucern, daß die Neust nicht offen stehe, wie es -die Uebnng nnd das Urbar 'u Baden erfordern, werden Lucern und Aug beauftragt, die Renß durch ihre Boten besichtigen und gemäß den, Urbar wieder öffnen zu lassen. >.»». Obwohl die Boten über das Anbringen „des Königs" von Frankreich nicht gleich instruirt sind, so hat man der Königin und dem Regenten doch ernstlich geschrirben, wir können die Unscm (wegen ihrer Ansprachen an die Kr-one) nicht länger beschwichtigen, und diesen Brief durch einen' eigenen Boten nach Frankreich geschickt, um je nach den, erhaltenen Bescheide weiter handeln zn können. 692 Juni 1525, «t». Jeder Bote weiß , zu sagen, wie ein Brief gefunden ist betreffend den jährlichen Zins von Dießcnhofen, und daß die von Schaffhausen nicht darin begriffen sind; es soll das heimgebracht werden, um auf Tagen Antwort zu geben, wie man sich gegen Schaffhausen hierin verhalten wolle, «I«I. Es ist auf Sonntag nach Maria Magdalena (23, Juli) ein Tag nach Rapperswyl angesetzt für den Abt von St. Gallen und die eidgenössischen Angehörigen im Nheinthal. ev. Rechnungsablage der Vögte und Zoller: 1. Von dem Vogt zu Sargans bekömmt jedes Ort 126 Pfd. 13 Schl. 4 Heller; 2, von dem Vogt im Nheinthal 61 Gl. (zu 15 Constanzer Batzen) und 5 Vtz.; 3, ans der Gcleitsbüchse von Koblenz 21 Btz.; 4. ans der Büchse von Klingnau 31 Schl. Heller; 5. aus der Büchse von Zurzach 2 Pfd. 1 (Zürich 2 ß.) Schl. Hlr.; 6. ans der Büchse von Brcmgarten 3 Pfd. 12 Schl. Hlr,; 7, ans der Büchse von Mellingen 26 Pfd, 16 Schl, Hlr.; 8. an Zins von des Schinders Hof zu Baden 15 Kronen; 9. aus der Geleitsbüchse bei den großen Bädern 5 Schl. Hlr.; 16. ans der Gelcitsbüchse zu Baden 38 Kronen, 3 Gl. 2H2 Btz. (1 Gl. zu 16 Btz.); 11, Zins vom Stadhof zu Baden 3 Gl. Gold 2 Btz.; 12. ans der Büchse von Lunkhofen 16 Schl.; 13. von dem Vogt in den Freien Aemtern 39 Pfd. 8 Hlr.; 14, von dem Hauptmann von St. Gallen 53 Gl. 3 Btz, (1 Gl. zu 15 Constanzer Btz.). II. „Und als dann mcister Hans Walder mit einein (von) Zürich einen frevel begangen, und deßhalb unfern Eidgnossen von Zürich umb xv lib. und sinem Widersacher ouch umb xv lib, verfallen, und wir im die xv lib. gegen sinem widcrsächer usgericht, die wil und der ansang unser» vogt zuo Baden betroffen, so ist unser fründlich pitt, si wellent im die buoß umb unser willen ouch nachlassen." K'K'. Der Vogt im Thurgau hat angebracht, daß er im Zürichbiete nicht sicher sei, was ihm beschwerlich falle und den Eidgenossen Kosten verursache, weil er große Umwege machen müsse. Deßhalb wird der Bote von Zürich ersucht, bei seinen Herren und Obern auszuwirken, daß sie den Vogt in ihrer Stadt und Landschaft unbelästigt wandeln lassen; wenn sie ihn aber des Rechten nicht erlassen wollen, so können sie ihn vor seinen Obern belangen; sie sollen sich auf dem nächsten Tage erklären, was sie zu thun gedenken. I»I». Da der Abt von Pfäfers dieser bedenklichen Zeit wegen den Schirm der Eidgenossen angerufen hat, so ist Glarns beauftragt, sobald demselben etwas zustieße, eine Botschaft im Namen aller Orte dahin zu senden, um ihm behilflich und räthlich zu sein, „wie dann der Ammann wol zu sagen weiß." Ii. (Freiburg). „Gedenkend an des landvogts zuo Baden fenster, kost iij gl." Itlk Der Bote von Appenzell kennt das eingegangene Schreiben betreffend den „Krus" (Krüsi?), der in St. Jörgen Capelle bei St, Gallen gepredigt, wer etwas auf die Messe und die Taufe der Kinder halte, sei ein Ketzer und des Teufels, der auch wegen solcher und anderer ketzerischer Dinge kraft einer harten Urfehde von St. Gallen weggekommen; das soll der Bote anzeigen, damit seine Herren den Genannten, wenn er in das Land käme, zu strafen wüßten. Ii. Eine Botschaft von Schultheiß und Rath zu Dießenhofen bringt vor, wie die Stadt mit Schaffhausen einen Streit habe wegeil des Gotteshauses im Paradies, worüber letzteres Schirmherr sein wolle, während doch das Kloster in der Gerichtsbarkeit von Dießenhofen liege; schon vor einigen Jahren habeil die Eidgenossen deßhalb Boten an die streitigen Orte verordnet, seither aber die Allgelegenheit ruhen lassen; darum bitten nun Schultheiß und Rath, ihnen zu einein baldigen Anstrag zu verhelfen. Hierüber soll der Bote voll Schaffhausen ans dem nächsten Tag Antwort geben. 1525, 28, Juni (Mittwoch nach St, Johanns Tag>, Zell, Hans Müller, Oberster, und die übrigen Hauptleutc ab dem Schwarzwald an die eidg. Boten in Baden, „Frid und gnad von Jesu Christo mll uns armen brüedern, der gemeinen Eidgnoßschaft und uns. Fürsichtig, güetig, gnädig Herren. Uns ist ungezwiflet, euer ersami wisheit trag guot wissen unser anligcn und großen beschwert), so wir haben gegen unsre Herren und nachbarn, die uns großen überdrang anthuond mit rauben, brennen und todschlag und mit allem dem, das st Juni 1525, 693 wissen, das uns schädlich seig, das wir euch vormals deutlich klagt haud. Nun begeren wir nüts dann rechts, daruf euer fürsichtigkeit darum augcsnocht au die herreu; aber die Herren sind der mainuug nit, uns darby zuo ' belibeu lassen, suuder iren gemalt und »Matmille» mit uns zuo pflegen. So sind wir doch nit verfaßt mit geschah oder bulver, daß mir kein mur an schlossern oder stätte» brechen mögen. Und (so) mir aber zuo euch geschickt unser botschaft, ein vertrag mit euch zuo machen, auch ein gnote Nachbarschaft und fründlichen willen; was aber mangel da hat, ist uns nit (zuo) wissen. Darns ist nochmals unser groß stündlich ansnochcn, bitt und beger, daß ir als günstig gnädig Herren einer gemeinen Eidgnoßschaft und als liebhaber des rechts uns beholfen sein wollen zuo recht; dann allwegen Hand wir uns rechts erbotten, dann alles das, das mir unser oberkeit von göttlichen rechten zuo thuon schuldig sind, erbieten mir nns noch innner zuo thnon. Nun haben mir von euch auch »it anders gehört und an euch erfunden als liebhaber des rechts. Fürsichtigen misen Herren, daruf ist unser groß flißig bitt, daß ir nns (üch) nochmals lassen befolhen sin und nns helfen, unser lib, eer und guot schützen und schirmen; (das) wellen mir allzit fründlich um euch verdienen. Auch unser botten werden euer wishcit soliches mündlich anzeigen, und (wellen üch) ir anbringen znm trülichsten angenommen und befolhen sin lassen als fruimn(en) Eidgnossen, günstig Herren und nachbarn ?c," K.A. Basel: A. Bauein-Rel'ellion. — Schreiber, Bauernkrieg II. 2-16, 247 (nicht ganz correct). nit. 1525, 29, Juni (Peter et Pauli), Baden. Gemeine Eidgenossen an Zürich, Seine Rathsbotschaft und der Landvogt zu Baden seien in ihrem Namen in das Kleggau geritten und haben da einen „Bestand" bis St, Verenen Tag (1. Sept.) abgeredet, von welchem der Bote von Zürich auch eine Copic besitze; demzufolge ersuche man es, laut der Abrede „die Vier" sofort in das Schloß Küssenberg zu verordnen, damit beide Theile zur Ruhe kommen und abziehen, . s«. A.Zürich: A.Kl-gg»». «»«». 1525, 30, Juni (Freitag nach Peter und Pauli), Baden, Die neun Orte an Zürich. Antwort auf dessen Erwiderung ihrer Zuschrift betreffend die Aenßeruugcn des Sohnes des Vogtes von Stammheim. Da es nähere Angaben wünsche, so zeige man als Ergebnis; von Kundschaften an, daß dieser Sohn „Jacob" geredet, die Eidgenossen haben die Seinen mit Verrätherei getödtet, und als verrätherische Bösewichte (gehandelt); das sei von zwei oder drei Orten her wohl bezeugt. Darauf begehre mau weitere Antwort, damit man darnach zu handeln wisse. St, A, Zürich: A, Jttwg-rswrm, K»K». 1525, 3, Juli (Vigilia Ulrici), Baden, Die Boten gemeiner Eidgenossen an Zürich, Es sei den Knechten, die dem Herzog von Würtemberg zugezogen, bei der Abmahnung verheißen worden, daß die Gehorsamen Gnade finden sollen zc. Dennoch höre man jetzt, daß Zürich die Seinigen nicht begnadigt habe, sodass sie Stadt und Landschaft meiden müssen, was ihnen und ihren Weibern und Kindern zu schwerem Schaden gereiche. Hierauf bitte man Zürich des dringlichsten, die besorglichen Umstünde zu bedenken und den an jenem Zuge Be- theiligten ohne Ausnahme Gnade zu beweisen , , , Wenn es aber das abschlüge, so begehre man, daß es ihnen für einen Monat Geleit gebe, damit sie ihre häuslichen Angelegenheiten bereinigen könnten, Antwort bei diesem Erpressen, St. A, Zürich: A, Würtemberg, 1525, 3. Juli (Montag nach Petri et Pauli), Baden, Gemeine Eidgenossen an Zürich. Antwort auf dessen Zuschrift i Man habe an die allseitigen Obern geschrieben, erwarte stündlich deren Antwort und wolle derselben in Treuen nachkommen. St, A, Zim-h: A, Kl-gg-m, I,. 1525, 4. Juli (Ulrici), Baden, Gemeine Eidgenossen an Zürich, „Uns kompt in landsmärs wis für, daß die üwern understandint, einen ufbruch zuo machen oder villicht gcthan habent, der purschaft ennet dem Rin znozezüchen, das uns, wo dein also wäre, nf das höchst mißfallt; dann ir mögent ermessen, wo sölichs ein 694 Funi 1526. fürgang solle gewünnen, und nit gewendt werden, daß wir uns den krieg uf unser achslen wurden laden und zuodcm, daß wir in sölichem die Erbeinliilg nit halten ?c. Uf.das so ist an üch. . . unser getrungenlich und ernstlich bitt, ir wellent die sach zuo herzen »einen und allen müglichen fliß und ernst fürwenden, damit und ir die üwern verstillint, damit si by hns und Hof blibcn und uns und üch nit einen sölichen tödtlicheu krieg nfladint; dann wo das nit gewendt und abgestellt sölte werden, wurden unser Herreil und ober» deß ein groß mißfallen empfachen, und möchte niemant wissen, was oder gegen wem sy handlen ivnrden, damit uns sölich empörungen abgestellt wurden". . . Begehren einer umgehenden schriftlichen Antwort. -sc. A. Aim-h: A. «egg-m. 8«. l525, 6. Juli (Donstag nach Uiriei), Baden. Die Boten von Zürich, Bern, Glarns, Basel, Solo- thurn und Schaffhansen an (die Hanptleute, Commissarien lind Räthe von Oesterreich) ec. „Wolgeboren ?c. zc. Nachdem und dann die purschaft üwer nnderthanen sich empöret und in krieglichcr gestalt wider üch zogen, so verneinen wir doch, daß ir dieselben üwer nnderthanen widerumb understandint zuo gehorsame (ze) bringen, als such zum teil beschechen; und diewyl iilin der Handel eben schwer, und die armen lüt an lib und gnot geschediget werden, und damit sölich todschlag, »am lind brand vermitte», so ist an diesclb üwer wolgeboren streng ersain wisheit unser fründlich bitt und beger, ir wöllint nochmals lins vergönnen und bewilligen, zwüschent üch und den gemelten üwern nnderthanen fründlich Widerhandlung und mittel zuo besnochen, damit und solich vechd und find- schaft in der güetlikeit hin lind abiveg gethail (werde), ec. zc. Das wellen wir zuo großem dank von üch verneinen nnd uns deHeine müeg noch arbeit lassen duren, und ob ir darin bewilligen, so wellent sölichs unfern getrüwen lieben Eidgnossen, Bürgermeistern und Rälen der Stetten Zürich und Schaffhnsen znoschriben; die werden ir botschaft in nanien nnd nß beselch unser aller dahin verordnen und nach irem besten lind höchsten vermögen darin handle», als sich wird gebüren." Besiegelt — nicht von dem Landvogt, sondern — von dem zürch. Nathsboteil Konrad Escher. St. A. Zürich: A. Kl-gncm (Copi-). — K. A. Basel: Abschiede (Copic). kr, sind dem Zürcher, Ii!» dem Glarner, ii dem Freiburger, !ll dem Appenzeller, ll dem Schaffhauser Abschied eigen. Im Zürcher fehlen rv, x. :s:>, l»!», im Berner »i, «, z«:s, il' ?c., im Freiburger nnd Svlothurner «—4, <>, p, », t-«- ?c. Schaffhausen hat I», ll, i, !, m, q, t, v, x, NN, «'V, nebst llll und einem Satz von (betreffend Dießenhofen). Appenzell hat i», ll, l, <>, t, v, X, NN, »Z«! und von den Satz betreffend das Rhcinthal. Zu !. Wir haben noch einige Acten einzulegen: 1) 1525, 8. Juni (Donstag nach Pfingsten), Twiel. Herzog Ulrich von Würtcmberg an Schaffhauscn- „Nachdem ir uns der koufleut halb, so ctlich gnot zuo Mümpelgart nidergeworfen, etwas anzeigung gethon, welle» wir üch nit verhalten, daß uns von unser diener einem vor etlichen tagen angezeigt, wie in angelangt, Ivo wir söliche güeter benannten kouflentcn widerumb umb ein rechten Pfenning zuosteen lassen, wollen sie uns die uinb bar gelt bezalen, darnf wir widerumb antwnrt gegeben, wo inen dermaßen mit unS ze handlen anmuctig, möge» sie Iren volmüchtigen gewnlt fürderlich gen Stein verordnen (nnd) alsdann uns solichs berichten, doch daß darin kein Verzug geschech, (so) wellten wir alsdann ferrer mit inen handlen lassen. Nachdem sich aber solichs etlicher maß verzogen, darzno uns onch jetzmals etliche geschäft sürgchalten, mögen sie uns, wo es änderst inen gelegen, deß- halb widerumb in acht tagen ansuochen, wellen wir alsdann unser gemüet deßhalb inen ferrer nit verhalten". . ' 2) 1525, 13. Juni (Dienstag nach Trinitatis), Twiel. Herzog Ulrich an Schafshansen. Antwort auf die jüngste Zuschrift in Sachen „der Kaufleute". Um vielerlei Mühe zu ersparen, möge Schaffhansen mit denselben unterhandeln und bis morgen berichten, was sie bestimmt anerbieten und baar geben wollen; da er für die frag- liehe Waare deutsche und wälsche „Kaufleute" genug habe, so gedenke er darin keinen langen Verzug zu gestatten - - > K. A. Schasshausen: Correspondenzen (Original). Juni 1523 ll) 1525, 17. Juni (Sanistag nach Corporis Christin Bern an Herzog Uliich von Wnrtcnnberg. Infolge der heute abermals angebrachten Bitten der Knnflcnte von Nürnberg »in freundliche Berivcndnng bei ihm ersuche mnn> der von ihm erthciltcn Zusage gemäß, um billige Schätzung der ihnen entrissenen Güter, zc. 4) 1525, 17. Juni (Samstag noch Corporis Christi). Bern nn Schaffhanseu. Antivort ans dessen Zuschrift ze. Anzeige, daß deßhalb an den Herzog abernials ein freundliches Schreiben erlassen worden, - - mit dein Ersuchen, dasselbe zu thnn, zc. >md r> i,» E>. z>. Bm>- Tcupch Missim» n. e. reu i>. 5) 1525, 26. Juni. Basel an Jacob Riedi und Jacob Hebdenring, jetzt in Mümpelgard. Gruß zc. „Nachdem und nur vcrnomen, daß ir üch gen Btümpelgari, das guot, so der Herzog den bündischen kouflüteu nbtrniigen, zc koufen, versiegt, (wellen nur) daß ir üch des selbige» »ß vilerlei uns darzuo bewegenden Ursachen micßigcu, nüt koufen und so ir das samenthast kauft hellen, den kons wider uf und absagen füllen; doch so mögen ir von sölichem guot für so vil gelts, als der Herzog üch schuldig, wol koufen mit dem geding, ivann die kouflcnt, denen das gnot entwcrt, üch das gelt, wie ir den kons getan, wider zun Händen stellen, daß ir dann denselbigen solichcn kauf, wie der an üch kamen, unverhindert folge» lassen" . . . .«.«.Basel- Missw-n e. sr ». Zn v (nebst mn>). 1525, 29. Juni (Donsing nach Johannis, vor Zelt. Hans Müller, Oberster, Ulrich Albrecht und andere Hauptlcnte nebst ganzer Gemeinde ab dem Schwarzwald schreiben an die eidg. Boten in Baden: „Frid und gnad von Cristo unserm Herrn init uns allen. Amen. Günstigen wiscn Herren. Wir lassen euch missen, wie daß uns anlangt, wie daß wir vor euch, als vor unser» günstigen Herren und nachdem verklagt feigen, wie daß wir ein uubillichen krieg füerc» gegen unser» Herren und nachdem um das, daß wir kein recht noch kein anlaß anncmen Wüllen, und (hiernfs lassen wir euer sürsichtigkcit, lieb und guust wissen, daß wir nüts anders begeren denn rechts, und ist unser gcschrei und anrnofen gegen Herren und stcttc(n) und aller menklichcn, daß man uns beholfcn (sei), schütz und schirm zuo recht, und daß das war seig, so ist uns ungezwiflet, unsere Herren von Zürich und Schaffhusen und andere Herren haben deß gnot wissen, erbieten uns deß vor mengclichem, daß wir unseren Herren und obcrkeit alles das thuon wellen, das wir inen von göttlichen rechten zuo thuon schuldig sind. Daruf (haben) unser günstigen und lieben Herren und sründ von Straßburg, Basel, Brisach, Ofsenburg mit sampt andern Herren ein vertrag oder ein anlaß gemacht, den wir nngenomen (und inen?) deß unsere gcschriftcn zuogeschickt. Aber unsere Herren und nachbern ivcnd uns nit darb» btiben lassen und dröwen uns zuo henken, köpfen und zno verderben, darum wir alsdann uf disen tag by einander ligcn, und mücssen unser lib und guot beware» llnd begeren niemant ze schcdigen. Aber nüts bester weniger so grift man uns nn mit brennen, rauben und mit totschlag und mit allem dem, das uns schädlich und laid ist, über daß wir den anlaß und das recht angenommen Hand. So »messen wir uns je doch unser lib, eer und guot wol retten und schrygeu und ruofen noch hüt by tag gegen gott und gegen der ivelt, daß mau uns zuo hilf komm, by dem billichen und göttlichen rechten schütz, schirm und handhabe, onch insonderheit all gemein Eidgnossen, die doch all ir tag lieb- haber gewesen sind und »och, dem göttlichen rechten ain bystand ze thuond. Fürsichtigen, günstigen, wisen Herren, diewil uns die Herren und stett angriffen mit brennen und rauben sider dem anlaß, so Hand nur si auch angriffen zno Zell und unser vich geholet, das si nnsern nachbern und fründen genomen, Hanls uns auch under äugen geschlagen in der maß, als uns nit sollen duren (?); Hand wir ir vich auch darmit laufen lassen, dassclbig verkauft und den enem ufrecht und redlich zuo kaufen geben, hands euch auch bas gunnt denn snst niemant. Dicivil dem also ist, so ist unser fründlich bitt und beger an euer fürsichligc ivishcit, solichen kauf den eucrn zuo verfolgen lassen und uns solichs gelt zuoschickcn by (dem) zeiger bis briefs; (das) wellen wir allzit günstlich und fründlich um euch verdienen. — G. w. h., wir bitten üch mit snndcrm flyß und ernst, daß euer ersann wisheit dise unser gesandten hotten befolhen lassen syn, die euer gnad und gunst unsere beschwerden wol anzeigen können, worumb wir disen krieg angefangen Hand, und was nns dinglichen begegnet, und ruofen üch noch hüt by tag an, daß ir uns beholfen sigen, schützen und schirmen zuo recht." K.N.Basel: A. Bauern-Nebettion. — Schreiber, Bauernkrieg II. 245. 246 (nicht ganz correct). Zu A-. „Artikel so durch Dechant und Capitel Sank Galleu Capitels. neivlich zuo Roschach genmcht und beschlossen sind." 696 Juni 1625, Item des ersten sollent alle pfarrherren allein (das) leren, so mit göttlicher (schrift) und beider testament hellen Worten und geschriften müg probiert und erhalten werden. Item daß keiner den andern schelte ketzer, verfüerer und derglichen wort brnche. Item diewyl die meß kein opfer, sonder testament und widergedächtnus ist und weder für lebendig noch tod genossen werden mag, kanonen und anders uf opfer reichend uszuolasscn (?). Item die gesunden und kranken mit beiderlei) gestellt, so oft es not ist, im tod und leben zuo versehen. Item daß die bpcht für ein cristenliche ratsforschuug gelert, doch allweg zuovor gott gebuchtet werde. Item daß gelert werde wider die mißbrüch der vercrung der heiligen, such die schuld (Sündeubekenntniß?) gesprochen one bekanntnuß Marie und der heiligen. Item daß man die bilder müg haben, wo man sy nit anbetet oder ert oder hilf und trost zuo inen setze, sonder allein für gedächinuß bilden hat. Item daß mit undcrscheid der spisen niemant den andern ärgere. Item daß der sontag sig zuo gedächinuß der urstend (nferstehung?) ufgesetzt, also soll das gebott des banns und einer todsünd umb die fprtagen absin. Item daß man uf Pfiugstabcnd und andere mal den touf nit benedic(icr)en sölle. Item am Sonntag vor Corporis Christi die gemeinden gestellt werden und inen fürgehalten, es Hab kein grund, das umtragen und der ablas von Nom. Item daß dispensationes umb gelt abgestellt werden und man die Ee copulieri uß dem chlomteu (?).' Item die leser zuo verbieten. Item daß man die kinder tonfen sölle in liiterm wasser one krisam und öl in tütsch nach angezeigter newer form. Item die jartagen uns in narungwis versehen zuo lassen. Item die opfer nit anders zuo forderen dann (als) ein stür zuo unserer notdurft und narung und darumb zuo danken. Item extremam nnctionem geben, wer es begert, on letanp. St. A. Lucern: A. Neligionshändel. — St. A. Bern : Abschiede A. 397—398. (Sehr schlechte Copieen). Zu IN». 1) Vortrag des Herrn von Boisrigault, Anwalt des Königs von Frankreich : Die Regentin habe dem General Morelet, der zu Bern liege, und ihm neulich geschrieben und ihn beauftragt, den Eidgenossen zu melden, daß auf den 25. d. Mts. eine kleine Summe Geldes (100,000 Fr.) versendet »verde, um den Hauptleuten und Knechte»» für einmal das Nothwcndigste zu bezahlen; schon längst wäre dasselbe abgegangen, »venu nicht außerordentliche Kosten auf die Beschützung der Grenzen und andere Angelegenheiten hätten verwendet »verde» müssen; die Eidgenossen sollen aber nicht zweifeln und »verde»» übrigens durch Junker Ludwig von Dießbach von Bern, der auf Befehl seiner Obern des Soldes wegen an den Hof gereist und wieder auf dem Heimwege sei, vernehmen, - daß die Negierung den festen Willen habe, sie zu befriedigen. Daß der König nach Hispanien geführt worden, möge ihnen bekannt sein; vielleicht diene dies zu einem Frieden in der Christenheit; darauf dürfen sie sich aber verlassei», daß dort nichts verhandelt »verde, »vas ihnen und der bisherigen Freundschaft nachtheilig wäre; vielmehr werde ihnen Alles kund gethan »verde»», da der König ihre treuen Dienste nicht vergessen habe; darum bitte seine Mutter, daß sie in ihrem Vertrauen und ihrer Zuneigung für denselben beharren »vollen. Und da in Frankreich Alles wohl stehe, auch kein'Krieg zu erwarten und jedenfalls kein Feind zu fürchten sei, so dürfen die Eidgenossen nicht besorgen, daß sie etwas verlieren müssen, da doch schon größere Summen als die jetzt hnngeude Schuld abgetragen »Vörden seien, und der König sie ehrlich bezahlen »volle. K. A. Freiburg: Ms-hi-d- Bd. es. Es sind sodann auch folgende Acten zu beachten: 2) 1525, 11. Juni (hl. Dreifaltigkeits Tag). Bern au Ludwig von Dießbach (Gesandte» bei der Regent!»»). Antwort auf dessen heute empfangenes Schreiben. Man vernehme de» geinachten Vorschlag »nit Mißfallen, da er schimpflich erscheine, und »volle ihn beiden Parteien zi» gut geheim behalten; denn die Eidgenossen von den Ländern, die mit den» Herzog von Mailand wegen eines besondern Verständnisses ii» Ilnterhandluiig stehen, seien von dem Abschluß nur durch die Hoffnung auf billige Zahlung zurückgehalten, und zudem sei auf den» letzten Tage zu Frauenfeld durch eine auschuliche Botschaft ein „großer Vorschlag" des römischen Königs eröffnet worden, »w» Juni 1525, 697 welchem mmi eine Abschrift samt einer Copie des Abschieds beilege; würde nun den Eidgenossen der Vorschlag des königlichen Rathes bekannt, so ließe sich wohl voraussehen, wie derselbe aufgenommen und die Vcreinung gehalten würde. Dies alles solle der Bote der Frau Regent!» und den Rüthen zum angelegentlichsten vortragen und ihnen zu bedenken geben, wie viel die Vereinnng beide Theile bereits gekostet, »nd wie besonders Bern sich angestrengt habe, die Krone Frankreich zu unterstützen; daß man die Gemeinde nicht länger beschwichtigen könnte, und also die Rüthe z» einer Unterdrückung der Obrigkeit Anlaß gäben, .'c. Darum seien sie ernstlich zu ersuchen, eine möglichst große Summe für den Anfang herauszuschicken, ?e. St. «.»-»>: Te»t!ch MMm i>. c. sss b. 3) 1525, 19. Juni (Montag nach Corporis Christi). Bern an Ludwig von Dießbach. „Wir haben abermals bin schriben verstanden und an sinem inhalt, antreffend so ein kleine summ, ein bedurens gehebt, als du selbs ouch, daß nützit guots dnrus zuo erwachsen, ivol magst betrachten, insunders so semlichs offenbar wurde, wäre vil besser und Wäger, si schickten gar nüt harus, dann so ganz wenig, und wo es unser Eidgnossen müssen hätten, wurden si deß ganz (und das nit unbillich) unwillig und übel zefriden (sin), dcßhalb wir inen söliche spöttliche sumiu nit zuoschriben bedörfen noch wellen in ansechen, daß uns semlichs zuo Nachteil und verwisen stnend. Harmnb befelchend wir dir, mit der Frow Regentin und (dem) Rat zuo reden wie vormals, ein dapfere summ für das erst mal harus zc schicken und zum weuigisteu doch Lw krönen, daß es etwas beschieße, und ctlichs teils die gemeinen knecht zuofriden und gestillt werden; denn Ivo semlichs nit beschickst, magst du bedenken, was nnruowen darus erwachsen, und was dann inen nnster zuo willen, mögen si unfern l. Eidgnossen uf künftige tagleistung gan Baden zuoschriben; dann wir uns deß je, als obstat, nit wellen beladen. Sodcnnc wellest zuo Lion, bis sölichs alles bcschicht, verharren und nit harus komm; daran verbringest unser» willen." St. A. Bern: Teutsch Missiven I'. t'. 404. 4) 1525, 20. Juni (Dienstag nach Corp. Christi). Bern an Denselben. Auftrag, den Hauptmann Baptist von Bellcnz und dessen Bruder Hieronymus, als Angehörige der Eidgenossen (und nicht bloß Zugewandte, wie die Graubündner), bei der Regentin zur Bezahlung der verdienten Sölde zu empfehlen, worüber man der Regentin auch geschrieben habe, ?c. w. l. «s i>. 5) 1525, 23. Juni (Vigilia Johannis). Bern an Denselben. Abberufung, weil nur» sehe, daß die Rcgentin alle Warnungen, die man ihr zukommen lasse, geringschätze, ?c. w.k. 4vei>. Zu Der Zürcher Abschied enthält am Schlüsse der Jahrrcchnungs-Uebersicht folgenden Satz: „Sodann, lieber Her Escher, ir wisscnt die bitt des stattschriber(s) und des nndervogts, sind noch vier gülden schuldig by iren rücken under vogt Nubly." Zu iin. 1) 1525, 28. Juni (St. Peter und Pauls Abend). „Anlaß" zwischen der Bauerschaft im Kleggau w. und dem Landvogt auf Küssenberg. „Wir nachbencmpten Jörg Göld(l)i, des Rats Zürich, und Uolrich Türler, des Rats zuo Uri, diser zit landvogt zuo Baden im Ergöw, thuond kund mit disem brief: Als sich dann ei» kriekliche empörung und ufruor diser tag erhebt hat under der gemeinen pursamc im Klecki und iren Helfern, anhängern und mitverwandten in der fach wider den edlen festen Jakoben von Heidegg, des wolgebornen unsers gnädigen lieben Herren Graf Ruodolfen von Sulz landvogt uf Küssenberg, und ouch wider das jetz bemelt schloß, von allerlei vermeinter beschwerden und etlicher tröwworten wegen erwachsen, alles an not zuo erlütcren, und diewyl si eben hitzig ufgebrochen und findlich uf und wider einander geschossen, gezogen und angriffen, ouch etlich umgebracht, haben unser Herren und ober» betracht und erwogen, zuo was großem nachtheil und schad solichs beiden theilen reichen und uß diser beschädigung erwachsen wurde, und also uns, nämlich mich den obberüerten Jörg Göldin min gnädige Herren von Zürich, und mich den vorbemeldten Uolrichen Türler min gnädig lieb Herren gemein Eidgnossen, so jetz uf der Jarrechnung zuo Baden mit vollem gemalt (zuo) tagen by einander» versampt, hie zmüschen abgefertiget, zuo versuochc» ob wir si mit »nd gegen einander» zuo guotem bringen und vertragen möchten, deß wir uns nu als die gehorsamen underwunden und nach verhören beider theilen anligen, vermeinten beschwerden, klegten und anmuotungen, ouch alles so uns bedüecht nutz, not und guot sin, deßglichen nach gnuog- samem entdecken und fürbringen unser beider Herren befelch, haben wir si mit und gegen einander» bcrickst und betragen, ein stillstand und friden gemacht in form, wys und gcstalt, wie lstcnach folget: Juni 1525 >- ,/Erstlich das; für Hut datum bis; briefs bis uf Sant Bereuen tag (1. Sept.) nächst künftig kein thcil noch die sine», so jetwederm theil zuo versprechen stand, dein andern ganz und gar niilzit unfründlichs zuofüegen, iveder an lib noch an güctcrn, in kein weg, snnder zno und von einander» sicher und fry stan, gau, handlen, ivnndlen, jetlichs sin güeter bewerten, nutzen, bniven, darin und darab füeren, höiven, schulden/ embdcn und alles das thuon, handlen und lassen wie vor in der fridsauicn zit, oii alle sorg und schaden. 2. „Demnach so soll der obberüert landvogt »f Küssenbcrg all srömd zuosätzer urloubeu und uß dem schloß thuon; dagegen sollen unser gnädig lieb Herren von Zürich vier zuosätzer uß ir(er) statt, die ir burger sind, darin thuon, damit die pursame nit unter schad darus müessc besorgen. Und wo unser Herren von Zürich das nit thuon, so wollen die pnrsnme Hann mit bewilliget haben, sunder soll es stau wie vor. Wo si aber das erstatten, und sobald die vier zuosätzer in das berüert schloß kommen, alldnun und zno stund sollen und wällen si iren zuosntz und alle, so si da haben, abmanen und nngends dauncn thuon und ec nit. 3. „Es soll hiezwischcn dweder(er) theil iveder gebüw, hüser, schüren, grüben, weri, alt türn, steiii, körb, oder anders, wie es setz ist, abbrechen, schlpßen, bannen thuon, iner oder unters uf ein nüws macheu, sunder wie das vor und setz ist, betiben lassen. 4. „Aber ich Jacob von Heidegg, landvogt »f Küssenberg, an einem, und wir die usgeschosscnen von einer ganzen gcmeind im Klecki und von aller unser mitverivandten wegen am andern theil, bekennen uns alles deß, so hariu von uns geschriben stat, war sin und daß solichs mit unserm nachlast, übergeben, guotein giinst und willen mit großem dank angenommen, gehandelt, vollzogen und mit mercr Hand nnder einer ganze», gemeind beschlossen ist, und haben zno befestigung deß alles zuo beiden theilen mit fliß erbetten die obbemeldteu unser gnädig lieb schidherreii und guot früiid, Jörg Göldin iliid Nolrichen Türler, ir eigen insigel für uns und all die unsern ze trucken an diser briefen zrven glichlcitend und jedem theil einen geben, und des inhalts zuo besagen, daß auch wir dieselben, nachdem und wir dann sölichs von unsern Herren und ober» in befclch gehebt und also, ivie das von wort zno wort stat, ergangen sin, bekennen gethan haben, doch unsern gnädigen Herren und ober», onch uns und unsern erben in all ander weg on schaden." Schreiber, Vauerntricg ZI. 25»I. 252 (leider ohne Angabe des ^nndorts nnd Beschreibung des Originals). 2) 1525, 29. Juni (Petri et Pauli), Baden. Heinrich Jrmensee an Bin. und Rath von Schaffhansem Der Herr von Muri mit seinem Bruder, dem von Hcidegg, habe vor den Eidgenossen erzählt, wie die Bauerschaft im Kleggan das Schloß zu Küssenbcrg und den Landvogt, (Jacob) von Heidegg, belagere nnd beschieße, und deßhnlb um Abordnung einer Rathsbotschnft gebeten, um einen Frieden einzuleiten. Man habe ihnen will; fahrt, zumal der Landvogt ein Eidgenosse, und der Graf (von Sulz) ein Burger von Zürich sei, und den Landvogt zu Baden samt dem Nutervogt dahin geschickt, mit dem Befehl, einen gütlichen Vergleich zu erwirken. Von einem zürcherischen Boten unterstützt, haben die Beiden einen Anstand zmvegc gebracht und in der Sache gut gehandelt. Nun bewerbe sich die genieine Bauerschast durch diese Boten um Vermittlung gegen ihre Herren und bitte dringend um Frieden. Dcßgteichen zeigen die Gesandten von Basel an, daß ihren Herreu von dem Haufen ZU Zell eine lange Bittschrift zugekommen, daß sie ihnen Frieden schaffen möchten. Ferner berichten sie, daß zwischen dem Adel und der Bauersame im Elsaß und Sundgau ein Anstand geschlossen nnd ein Tag in Basel zu gütlichem oder rechtlichem Entscheid auf St. Ulrichs Tag angesetzt worden, und Basel wünsche, daß gemeine Eidgenossen ihre Botschaft schicken, um desto stattlicher handeln zu können; dabei melde es, daß der Herzog von Lothringen den Adel ermuntere, keine „böse Nichtnng" anzunehmen, nwfür er eine Hülfe von 39,909 Mann verspreche; Basel begehre daher, daß die Eidgenossen den Herzog schriftlich crmahnen, von seinem Vorhaben abzustehen. Weil n«n die meisten Baten dazu keine Vollmacht haben, so bitten sie ihre Herren um Bescheid, was sie thun sollen, - > Nachschrift: Zürich, Bern und Solothur» wollen den Tag in Basel beschicken; von Zürich seien M. Setzstab und M. sHeinrich) Nubli verordnet. ^ K. A. Schaffhausen: Korrespondenzen. — Einen Abdruck Hai Schreiber Is. 248—250. Wörtlich gleichlautend schreibt Konrad Escher an Zürich: HA. Hegau). Zu 55. 1525, 8. Juli (Samstag nach Ulrici). Schafshausen an Zürich. Mittheilung der Antwort der zu Hilzingen versammelten österr. Hauptlente und Räthe auf das Schreiben der sechs Orte ab dem Tage zu Baden- Laut desselben habe vr. Stürzet die Boten jener Orte in Baden nicht mehr getroffen; indessen sei zu besorge», Fnni 1525, 699 daß die Bündischen nach Bar und in die Lnndgrafschaft Fürstenbcrg vorrücken, das Land verwüste» und „unseren trostlichen Brotkasten" zerstören werden. Nun haben die beiden Grafen von Fürstenberg an ihre Nnterthanen Boten geschickt und sich erboten, bei dem Vertrag von Offenburg zu bleiben, wenn sie ihn auch annähmen; sie haben dazu eingewilligt, aber die Bündischen wollen sie nöthigen, sich den von ihnen gemachten Artikeln zu fügen, und für den Ucbcrzug der österreichischen Lande bestrafe» . . . Wenn nun Zürich eine Botschaft abfertigen wolle, so werde, man sich nochmals Mühe geben, für Frieden und Ruhe zu wirken, „wicwol man villicht unser mächt MÜed werden." . Sl. A. Zürich i «. Ueggau. Hiebe! ist zu vergleichen Nr. 287. s««. Lltttis. 1525, 26. Jttlli f. (Montag nach St. Johann Baptistä f.). JahrrechlUMst. Staatsarchiv Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 6, Nr. 17. Staatsarchiv Bern: Allgem. eidg. Abschiede V. p. ö9. KantvttSarctnv Areiburg : Abschiede, Bd. 102. Gesandte: Bern. (Konrad Willading, Venner). Frei barg. (Jacob von Wippingen). —' Die andern unbekannt. t». 1. Der Seckelmeistcr gibt die Landsteuer, 7926 Laniser Pfund 19 Spagürli, in Kronen und Ducaten nach gewohnter Währung, nämlich 1 Lauiser Pfd. für 10 Kreuzer, 1 Krone zn 102, und 1 Ducaten zu 105 Kreuzer gerechnet. 2. Die Commune Sonvico hat entrichtet 640 Pfund in obiger Währung. 3. Ponte gibt 392 Pfund 3 Spag., in gleichem Geldc. 4. Marco hat gegeben 320 Pfund in Gold und Münze ivie oben. 5. Die Zoller haben 548 Sonnenkronen abgeliefert; 150 Kr. hat man ihnen nachgelassen wegen Pest, Krieg und andern Ursachen; 102 Kr. haben sie bereits dem Bogt bezahlt, der damit die armen Knechte unterstützt hat. Diese sind in einem Rodel aufgeschrieben und der Bogt »in seine Ausgabe guittirt; ein Verzeichnis; derselben wird Schwyz besonders übergeben in der Meinung, daß die Spenden an die Angehörigen der Zugewandten vielleicht durch die Vögte wieder eingezogen werden könnten. 13 Kr., die der Vogt einigen Gesellen von Schwpz .'c. gegeben, damit sie in der unruhigen Zeit bei ihm bleiben, haben die Boten ebenfalls gemeinlich (zur Verantwortung?) Wer sich genommen. 6. Das Malefiz bringt dieses Jahr 166 Kronen 8P2 Pfd., welche der Fiscal baar entrichtet hat; dagegen fallen in Abzug die gewohnten Löhne für Schreiber, Weibel, Nachrichter :c., im Ganzen 156 Kr. 2 Groß, sodass als Ueberschnß bleiben 10 Kr. 31 Groß; noch stehen aber 12 Kr. 2^/2 Groß aus, deren Eingang der Fiscal ernstlich befördern soll. Im Uebrigen wird die Rechnung des Vogtes gutgeheißen. H». Den Vögten wird befohlen, künftig „nunnnen" (nur; nicht mehr?) die geschwornen Schreiber als Dolmetscher zu brauchen und aus dem Zoll oder dein Malefiz nichts (voraus) zu nehmen. « . Es weiß jeder Bote, wie der „Warten" wegen die Pfründen ganz übel verschen sind; man soll nun verordnen, daß fernerhin keine Warten mehr ertheilt, sondern die (erledigten) Pfründen sofort mit angehenden Priestern besetzt werden. «I. Ans Begehren der Laniser wird dem Bogt der Banditen halb befohlen, die ruhigen ehrbaren Leute um ihren jährlichen Pfennig zu dulden; doch sollen sie gute Bürgschaft geben, Niemand zu schädige» und nichts Unfreundliches anzufangen; wenn aber die Laniser Personen anzeigen können, welche sich nicht ordentlich aufführten, Schelmen wären und der Landschaft Schaden zufügten, so darf sie der Bogt in'keiner Weise dulde», v. Weiter wissen die Boten, wie etliche Lauiscr zum Bortheil ihrer Landschaft bereit wären, eine Lieferung Salz herbeizuschaffen; da jedoch 'die Bellcuzer sie nicht wollen durchfahren lassen, so ist ans Tagen anzuziehen, wie dem armen Mann hierin 700 Juni 1525, geholfen werden könnte, i. Denen, die Erz suchen wollen, ist nnf ihre Bitte ein freies Jahr bewilligt; wenn sie aber etwas Namhaftes finden, so sollen sie den zehnten Kübel .geben. K. Den beiden Klöstern hat man als Almosen 4 Kr, gegeben, Ii. Dem armen Pfaffen soll der Vogt anständige Hosen, ein Wamset, ein wollenes Hemd und ein Paar Schuhe »lachen und die Kosten durch den Fiscal das nächste Jahr verrechnen lassen, i. Der Zoller von Mendris hat von dem Weinzoll und Bank 100 Sonnenkroncn bezahlt; seiner guten Dienste wegen, die den Boten bekannt sind, hat man ihm die Pacht auf vier Jahre für je 100 Kr, erneuert, Ii. Basel und Unterwalden »lachen einander die nächste Besehung der Vogtci Mendrisio streitig; das ist auf Tagen weiter zu verhandeln, I. Der Vogt meldet einige Kosten an, die er mit Spähern gehabt; dafür gibt man ihm 13 Kr., dazu noch 3 Kr, 23 Groß für das Geld, welches er den armen Knechten ansgetheilt hat, in. Dem Vogt, dem Schreiber und dem Weibel hat man für ihre Spenden an arme Knechte 15 Kr,, und zwar dein erstem 6, dem andern 4, dem letzter» 5, bewilligt, die sie aus dem künftigen Malefiz empfangen können; an die Wirthe, die jenen Knechten Speise und Trank gegeben, kann der Vogt 8 oder 10 Kr. aus dem Malefiz vertheilen. Dies Alles soll jedoch verrechnet werden. ii. Geschenkt hat man des Vogtes Weib 1 Kr., seinem Gesinde 1 Kr., seiner Schwieger und Jungfrau 1 Kr,, den Weibeln 4 Kr,, den Frauen des Schreibers und des Landweibels je 1 Kr,, dem Dorfweibel 1 Kr,, den Jungfrauen der beiden Weibel 1 Gl. rhein, «». Jeder Bote weiß, wie dem Vogte aufgetragen ist, in Sachen eines Erbes und ii? andern wichtigen Geschäften zu handeln und nächstes Jahr darüber Bericht zu geben; auch deren von Dninenza wegen ist ihm etwas befohlen, z». Jeder Bote hat „zu Luggaris" empfangen 151 Kronen, 6 Gl, rhein,, 9 Ducaten, dazu noch 16 Ducaten, 3 Dicken, noch 2 Dicken und 1 Jnlier (?). Zu Vergleiche Nr, 288 b. T87. Stockttch. 1525, Ende Juni. Staatsarchiv Zürich. Versuch einer Vermittlung zwischen den Commissarien der Herrschaft Oesterreich und des schwäbischen Bundes einerseits und den Bauern der Landschaften Hegau und Kleggan anderseits, durch eine Botschaft von Zürich und Schaffhausen. Ein Abschied wurde nicht ausgefertigt, zumal die Verhandlung fruchtlos war. lieber den Verlauf derselben geben folgende Acten die nöthige Auskunft: 1) 1525, 24. Juni (Joh. Bapt.). Schaphausen an Zürich. Es werde wissen, wie Graf Rudolfs llnterthancn vor Küssenberg liegen; nun vernehme man glaublich, daß sie die diesseitigen Angehörigen mit vielen Drohungen auffordern, zu ihnen zu kommen. Da Zürich daran ohne Zweifel Mißfallen habe, und die Empörten („st") ih"' mit Burgrecht verwandt seien, so bitte man es, dieselben zur Ruhe zu weisen. St, si. Zürich- A, .«n-ngou. Auf dieses Schreiben wurde I, Jörg Göldlin in das Kleggau verordnet, mit den Bauern ernstlich zu reden, Den Wortlaut der (undatirten) Aufforderung der Bauern an die Herren auf Küssenberg hat Schreiber, Bauernkrieg II, 238, 2) 1525, 28. Juni l?,.Mittwoch"), 8 Uhr Vorm, Zürich an Schafshausen. Man habe soeben eine Botschaft zu den Bündischcn und den Bauern abgeordnet, um nochmals mit allem möglichen Fleiß für einen guten Vergleich Iiini 1525, 701 zu wirken. Sofern mm Schasfhausen Niemand du hätte, bitte man es ernstlich, unvcrweilt eine Botschaft dahin zn senden und treulich arbeiten zu helfen, damit Blutvergießen und Verwüstung des Landes verhütet werde... A. Schaphausen: Correspondenzen. — Vgl. Schreiber II, 250. 3) 1525, 29. Juni, Zell. Hanptleute, Commissarien und Räthe F. Dt, von Oesterreich und des schwäb. Bundes an (die Boten der zwei Orte?). Antwort auf das jüngste Schreiben- Man lege die Abschrift der eben an Schasfhausen, Dicßenhofen und Stein erlassenen Erklärung bei und wolle dabei verharren, Ei» Geleit zu geben, wäre zwar kraft der Erbeinnng nicht nöthig; dein gestellten Begehren wolle man jedoch entsprechen, rathe aber für den Fall, daß die Botschaft ins Lager zu reiten gedächte, einen Boten vorauszuschicken, damit ihr von Unverständigen nichts begegne ... Sl, A, Zürich' A, Heg-», (C°p>e), 4l 1525, 29. Juni, Zell. Hanptleute, Eommissarien und Räthe F. Dt. von Oesterreich und des Bunds zn Schwaben an Schafshnnsen, (auch Dießcnhofcn und Stein). Antwort ans dessen Zuschrift - Die Bauern im Hegau und ihre Anhänger haben sich an die von cidg, Orten aufgerichteten Verträge nicht gekehrt, sondern wider alle Ehrbarkeit die Herrschaft Oesterreich und deren Schirmverwandte und Unterthanen belagert und eingenommen; deßhalb sei beschlossen, sie nach Verschulden zu strafen, von welchem Befehle man nicht mehr abgehen könne. Könnte man aber vernehmen, wie sie sich in die Strafe ergeben und den gethanen Schaden ersetzen wollten, so würde man sich dagegen auch gebührlich halte» . . . (Zusicherungen für die Angehörigen von Schaffhauscu). Da man die Erbeinnng in allen Dingen zn halten begehre, so ersuche man schafshnnsen, den Feinden nieder Proviant »och sonst welche Hülfe zukommen zn lassen . . . St, A. Zürich: A. Hegau tC°p>°). - A, Schasfhausen: Carr-spand-nzcn, Eventuell ist zu vergleichen der Abdruck bei Schreiber II, 247—24S. 5) 1525, 1. Juli (Samstag »ach Petri und Pauli), Stein. Peter Meyer und Hans Bleuler an Bin, und Rath in Zürich. 1. „Als wir mit sampt unseren Eidgnossen von Schaffhuscn zno den Hcgöwischen und Schwarzwäldischen Hufen (gekommen), Hand sy uns frimtlich cnpfangen und (sind) unser znoknnft, als uns düccht, ivol zefridcn (gsin). Do erzaltend wir inen die befelch, so ir unser Herren (uns) befolhen hattend, »amlich von inen ze verneinen, was irs willens und fürncmens wäri, ob sy zno de» fachen weltind lassen reden, deß sy gnotwillig warend; doch sragtend sy uns, ob wir mit den Bündischen onch red wöltind halten, oder was die selbigen sich gegen uns entschlossen. Uf das gabend wir inen antwurt, sy möchtind wol bedenken, so sy uns onch gleit geben, hosftind wir, daß sy onch wol dran wärind; wer könnti darwider sin, wann schon groß schlachten bcschächind, daß man dcnnocht frid mücßti halten znoletst. Doch was unser nbscheid init disen pure», daß sy artikcl stellen söltind, die sy vermeintind ze beharren, und die selbigen uns gan Stein überantwurten, dann wir hinfärig wärind gon Zell, daselbs die Bündischen anzekeren, was wir alda fundind. 2. „Demnach kainend ivir gen Zell, vcrmeintend sy da ze finden, ivnrcnd sy hinweg; kartend wir zno beiden burgcrmcistcrcn, zno erknnne», ob inen etwas enpsolt (sie) wäri, uns antwnrt ze geben von der Herrschast wegen; sprachcnd sy nein, kein wort, Ist nit minder, wir warend hungrig, hcttind gern unser imbiß gcilonnnen, dann es eben spat was; aber wir mnoßtend usserthalb der statt blibe»; doch hülsend nns gnot Herren und gsellen mnb min, brot und käs; das alles ward uns gschcnkt von üwer wegen. Darnach gabend sy nns zwcn gleitsmann zno, hinnach dem Hufen ze riten; do eriltend wir sy vor Stockach; kam Herr Marr Sitich von Ems, gab uns bscheid, den rechten gwalt fundind wir in der statt Stockach; wäri nns etwas nnglegen, möchtind wir dahin kcre». Das beschnch. Funden wir her Eristoff Fuchs, Ritter, ui^i her Doctor Sturze!. Ist nit nnnder, (die) cmpfiengen nns herrlich durch den stattschribcr von Zell mit vil gnoter ivorten, und ob nns etwas nnglegen wäri, wöltind sy all fachen lassen stau und uns verhören der anligcnden fachen, Danktend wir dem schribcr sincr guvtwillige, und wäri nit minder, wie bald es sin möchti, wäri unscrs willens für die regenten zkeren, damit wir bald von danncn kämind; dann ein großer züg von rossen, reisigen und fnoßknechtcn da warend, was nns die wil nit kurz, und sölti tfür) nns crfaren, wen» es gschickt wäri. Bracht uns glich antwnrt, glich von stund an ze komm. 3. „Do das beschach, sagtend wir inen, was uns enpfolen wäri von unser» Herren von Zürich und Schafshusen .,., nämlich daß wir dahin geschickt wärind, frid und cinikeit ze machen, damit blnotvergießen und anders übel vcrmittcn blib, mit vil andren warten und nrgumcntcn, so sy wider nns und wir wider sy von der puren wegen argniertend; doch znoletst gabend sy ir antwnrt also- ES wäri mänklich wol wüsscnd, wie die puren eben »»- 702 Znli 1523, geschicklich gehandlet hcttind mit für, brand, roub, schlössen und stett belagert, wider alle billikeit und recht, wider (die) fürstlich Durchsichtigkeit, als deren rechter lehcnhcrr, stettcn und schlössen, auch wider den adel, ire natürlichen Herren, wider und über alle vor gemachten vertrag und urteilen, deren sy enkeins nie gehalten, und (so unter) mit vil warten ze. Und wäri über sölich groß Händel lnter sins oder irs gnädigosten Herren Meinung und will, sy zno strafen, wiewol sy es nit gern tätind, köndind wol ermessen, wann sy die puren straftind, wäri mänklich gsiraft; aber den großen muotwill köndind sy nit niederlassen (ze strafen). Wo aber die puren sich ergeben wöltind, in gnad oder nngnad sich lassen strafen, möcht nian villicht etwas schaffen, aber sust das und kein anders, und danktind den Herren von Zürich ir müeg, kost und arbeit, köndi(nd) wol erkennen, sölichs gnoler Meinung bcschcchen sin. Er oder sy wöllind sölich gnot früntlich Handlung ir(cm) durchlüchtigosten fürstcn und herreit nit verhalten, in Hoffnung dicselbig wurdi es in gnaden erkennen. 4. „Diser kurzen abred warend wir nit benüegig, vcrmeintcnd, man sölti den armen lüten artikcl lassen stellen und das zit strecken, damit man in ein anlassend recht kam, und das selbig brncht und das bös erspart wurdi, so darus entspruug. (Gabend ir antwurt) schlecht wie vor, sin gnad Hein setz alda so vil reisiger und suoßknechl in so merklichem kosten, daß (es irs) crlidcns nit wäri, sy wöltind ab der fach, und morgens ee zivelf nra müeßti Stüßlingcn brünncn und mit den puren schleichen, ob sy wartetiud, wöltind (schlcchtlich) ab der fach kamen, — Uf das batend wir sy, sölich nnschlags drus ze schlafen, denn übernächtiger rat wär gvlds wert. Antwurtcud sy, das mag wol sin, uf üwcr begcr. 5. „Morgens früe um halb! vieri giengcnd wir zuo inen, ob der schlaf anders bracht hetti; aber am morgen glich dem abend, es möchti nit anders sin, die knecht brüchind uf, als ouch war was, und zugend ivir also mil cinandcrn zum tor hinns, reisig, fuoßknccht und wir; doch gab man uns eiw gelcitsman zuo. Demnach kennend wir zun puren und sagtend inen, was wir geschasfet, >end (daß) kein anders wäri, dann die bnrdi uf den hals ze nemen und luogen, wie sy der fach tätind; das müeßlc sin wie oblutet. Das waltend sy nit thuon, besorglind es wurde inen übel ergan, und batend heruf uns um rat und hilf, daß, wir ansechind das göttlich recht (und) das Harkomen der Eidgnosse», Wußtend inen kein andren rat ze geben, dann gnot sorg han; sölich ir bitt (weltind wir) unsrcn Herren erscheinen; mir hctrind kein bestück) darum, — Uf das dankend sy üch . , und uns der müeg und arbeit. K. „Do wir gon Stein kamend, fnndend wir ellich der pursamy, hettind gern witer mit uns gerntschlagt, wie im ze thuon wäri; gabend wir antwnrt wie vor. Achtend wir, uf hüt dato werdend sy einandrcn suocheiu Uf sölich Handlung hat uns gnot bedüccht, zwcn oder dry tag zuo harren, ob sich witer etwas wölti enbören, dann die von Stein wenig gunst von den Püntischcn Hand, als irs vor wol vermerkt Hand in der vorigen gschrift- Und darum, gnädig lieb Herren, ivaS wir zuo kurz oder zlang gchandlct Hand, messend unser Unvernunft zuo " (Der Rest dieses Schreibens betrifft rein zürcherische Geschäfte). s«. A. Zürich- A. Hrgau. S8«. ^5uggaris. 1525, 3. Juli f. Jahrrechmmg. Staatsarchiv Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung Nd. 6, Nr. 18. Staatsarchiv Beru: Allg. cidg. Abschiede, V. p. 3t. KantonSarchjv Basel: Abschiede. KantvnSarchiv Areibnrg: Absä)iede, Nd. 102. Der Bote von Schwyz ersucht im Auftrag seiner Oberu die übrigen Orte, mit dem Herzog von Mailand zu unterhandeln, damit feiler Kauf und freier Verkehr gegenseitig hergestellt würde. Obwohl man diesen Vorschlag ganz billigt, hat man, iveil Niemand dafür instrnirt ist, denselben doch nur in den Abschied nehmen können, um auf anderen Tagen darüber zu rathschlagen. ist Zeder Bote weiß zu berichten, wie Uri angebracht hat, daß cs früher gemeinen Eidgenossen etwas Geschütz und Pulver nach Luggaris geliehen, dasselbe aber nicht zurück empfangen habe; es begehre nun'dessen Wiedererstattung oder Zahlung. Da die Gesandten hiefür keinen Befehl Juli 1525, 703 haben, auch nicht einmal wissen, wann dies geschehen und wie es zugegangen, so kann dieses Geschäft nur in den Abschied genommen werden; zunächst soll nun Uri sich in Bellen; oder anderswo erkundigen und dann berichten, wer das Geschütz in Empfang genommen, t. Abermals wird angezogen, daß von dem Geschütz, das vor einiger Zeit den Franzosen geliehen worden, noch 25 Hakenbüchsen, 17» Faleuncnsteine und 2 Tonnen Pulver ausstehen, wie die Büchseiimcister berichien; das soll jeder Bote an seine Herren bringen, damit „der Franzos" zur Erstattung angehalten werde, «S. Ter Ritter von Pnsterla lagt durch eine Botschaft das Be gehren vorbringen, dast ihm das Schloß Valzol -nieder zugestellt werde, -nid verspricht den Eidgenosse-- gute Nachbarschaft, wenn sie ihm willfahren; auch ihrem Wunsche, das Schloß niederzureißen, werde er ohne Zweifel entspreche--. Da die Bote» nicht gleich inslrnirt sind, so wird das heimgebracht, -im ans. einem der nächsten Tage Bescheid z» geben. Auf die Frage, ob der genannte Herr die kosten ans sich nehmen würde, welche Mark Morel! fordere, erwidert der Gesandte, er habe hierüber keine» Befehl, glaube aber, daß ihr Begehren kaum abgeschlagen würde.'*) v. Ein Edelmann von Luggaris, Herr Antonio von Orcll, erscheint vor den Boten „in Gericht" mit einem Kaufbriefe betreffend ein bischöfliches Lehen, das er von Peter Marti's scl. rechten Vögten gekauft, welcher Kauf auch durch den Eonnnissar bestätigt worden; »»»begehrt er, daß iln» dieser Brief aufgerichtet und bekräftigt werde. Dagegen erhebt zunächst ei» Anwalt des Vicarius Einwendungen; auch zwei andere Parteien machen ihm das Lehm streitig; Einer von Bcllenz will es nämlich von dem „Gewalthaber" des Bischofs cmpsangen haben, und Einer von 'Lnggaris sprich! es als Geschlechts-Erbtheil an. Letztere habe» die Boten nicht als Nichter anerkennen -volle», sondern ans ein geistliches Gericht abgestellt, während Anton von Orcll, weil das fragliche Gut im Gebiet der Eidgenossen liege, diese allein als Richter will gelte-- lasse», — Stach langer Berathnng -vird erkannt- 1, Daß der Bischof tünflig -in- Lehen, die in der eidgenössischen Herrschaft liegen, nicht mehr richte» solle, ausgenommen den Ehrschatz beim Empfang eines Lehens. 2. Der obgcnieldete Kauf wird als gerecht und gut erklärt, da die betreffenden Güter >>» Gebiet der Eidgenossen liege» und der Käufer ein „rechter Gc sippter und Freund" Peter Marti's sel. ist; wenn aber die andern zwei Parteien in Jahresfrist wieder kommen und bessere Ansprüche zu habe» glanben, so soll das Stecht ihnen offen stehen; jedoch habe-- sie es vo> dem Eonnnissar in Lnggnris, und nicht vor einen, geistlichen Gericht zu suche». Es -vird übrigens dieses Geschäft noch in den Abschied genommen für den Fall, daß die Sache an die Obern gebracht würde. «. Der Zollcr hat an banre». Geld gebracht 027 Kronen; das klebrige z» 000 Krone.-, welche der Zoll dieses Jahr abgeworfen, hat er ausgegeben' für vor. und diesjährige Kosten, zx- Der Fiscal gibt Rechnung über seine Einnahmen ans den. Malefiz'nnd entrichtet 87 Kronen, 2 rheinische Gulden und 30 Groß snl. l Gl. an Münze); nach Abrechnung des Lohnes bleibt ...an ihm 5 Dicken . I. i. sind dem Bcrncr Abschied entnonnnen. Zu «I. Am Schlüsse von «' ist im Glarner Eremplar mit einer blasseren Tinte und anderer Schrift der -s Diese Stelle des, Originals ist schwer zu deuten. 704 Juli 1525. folgende Passus angefügt: „und Hand gemeltem March Morcllen zil gesetzt zwen monct, und so fcr und weder im noch dem vogt in dem zil mit geschriben wird, so mög er mit dem schloß schalten und walten als mit andrem sinem gnot." Zu ti. Das Berner Exemplar hat als ersten Absatz: Der Zoller gibt Rechnung über sein Ausgeben, das 366 weniger 23 Kronen (277 Kr.) betrügt. Der zweite Satz gibt ebenfalls 627 Kr. an und fügt bei, das mache mit dem Ausgeben zusammen 966 Kronen. Wtlpperswyk. 1525, 3. und 4. Juli; 10. bis 21. Juli. Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschiede, II. 100—103. Acten Abtei St. Gallen. Staatsarchiv Rurich: Abschiede, Bd. 9. f. 249—250. Abt St. Gallische Doc.-Sannnlnng. StiftSarchiv St. (Hallen: Gedvnckte Doc.-Sammlnng. Gesandte: Zürich. Jacob Grcbcl; Hans Berger; beide des Raths. Lucern. Niklans von Meggen, Pannerherr; Heinrich Egli; beide des Raths. Schweiz. Hans Merz; Heinrich Lilli; beide des Raths. Glarus. Ludwig Tschndi; Hans Landolt; beide des Raths. Vorbemerkung: Das Hauptgeschäft war die Erörterung der Beschwerden der Gotteshausleute. Daneben wurden noch einige andere Geschäfte behandelt; ein Gesamtabschied ist aber nicht vorhanden. Um bei der compü- cirten Anlage, welche die Einordnung unter eine Nummer mit sich bringt, die Uebersicht so weit möglich zu erleichter», lassen wir die kleinern Artikel vorausgehen, was sich im Allgemeinen durch den Umstand rechtfertigen dürfte, daß die Hauptverhandlung am 4. Juli abgebrochen und die Pause vermnthlich für andere Geschäfte verwendet wurde. t». > 525, (3. Juli), Napperswyl. Die Boten der IV Orte schreiben an die Gemeinde» Trungcn, Bronsch Hofen, Noßrüti und die umliegenden Höfe: Sie haben wegen etlicher Schmachwortc, die der Statthalter zu Wyl, Marx Brnnmnann, gegen sie gebraucht haben solle, den Schultheiß und Rath zu Wyl (um Recht?) angernfe» und so trutzlich und ernstlich gehandelt, daß der Statthalter, um Aufruhr und größeren Schaden zu verhüten, vor Schultheiß und Rath habe vertrösten müssen. Nun habe der Abt über diesen Handel geklagt und dabei angezeigt, daß er, sein Gotteshaus und die Pfalz in Wyl von Kaisern und Königen so hoch gefreit, auch mit Sprüchen und Verträgen so versehen seien, daß er alle Frevel, die in (den? Gebiet) der Pfalz zu Wyl vorfallen, zu bestrafen habe; auch habe er bisher noch Niemand rechtlos gelassen, auch wenn eine Sache das Malesiz berühre; zudem habe er hohe und niedere Gerichte vor dem Hauptmann, den Hofmeistern und den weltlichen Rätheu, wo bishe? um größere und kleinere Händel gutes Recht ergangen sei; überdies sei noch uicht erwiesen, daß die beklagte Rede des Statthalters malefizisch sei; sodann sei dieser ein Conventual und deßhalb dein Abt allein unterworfen» >. deßhalb bitte er ernstlich, ihn bei seinen Freiheiten zu handhaben lind die Gemeinden von ihrem Vorhaben abzuweisen, da er sonst ohne Recht nicht nachgeben könnte, ?c. Da die IV Orte schuldig seien, das Gotteshans bei seinen Freiheiten, soivic dessen Unterthanen bei ihren Rechten zu schirmen, so begehre und befehle man — da doch die fragliche Aeußerung nicht so schwer sei, wie vermeint werde — daß die Gemeinden das ruhen lassen; wen» sie aber dazu sich nicht verstehen könnten, so sollen sie ihren Boten Vollmacht geben, den Statthalter vor den Botschaften der IV Orte zu berechtige», med deßhalb auf nächsten Samstag (8.) hier erscheinen; dann wolle »in» beiden Theilcn billiges Recht ergehen lassen, ?c. Sofern sie aber vorzögen, das Recht vor dem Hauptmann und Juli 1525, 705 dm weltlichen Rathen (des Abtes) in Wyl zu brauchen, so könne man das auch erstatten; man hoffe aber, daß sie die Muhe eines Nechtshandels ersparen werden, zc, St, A, Lu»m: A. Abm s>, Garun, Das Conccpt der Verhandlungen vom 3, Juli f, führt dieses Geschäft zuerst an. I». 1525, 4. Juli (St, Ulrichs T,), Rapperswpl, Die Boten der IV Orte haben an die Anwälte der Gotteshanslente, die an die Pfalz in St, Gallen gehören, zuerst die Frage gestellt, ob sie von ihren Gemeinden Vollmachten zu gütlichem Vergleich oder zum Rechten besitzen. Da sich nun aber befindet, daß sie ungleich bevollmächtigt sind und sich weder vergleichen noch „mächtigen" können, sondern Bedingungen und Vorbehalte machen, die zum Rechten nicht tanglich sind, was man allerdings nicht erwarten durfte, so hat man ans das Anrufen des Abtes, jedoch damit Niemand übereilt werde, den Entscheid gegeben, es sollen die Botschaften zu ihren Gemeinden heimkehren, und jeder von seiner Gemeinde einen besiegelten vollkommenen Gewaltsbrief bringen, um über gemeine und besondere Beschwerden dem Abt auf seine Klagen zu antworten und die Sache gütlich oder nötigenfalls mit dem Rechten auszutragen; die Boten sollen ans nächsten Montag (10, Juli) wieder hier erscheinen, wo man sie erwarten will in der bestimmten Zuversicht, daß sie diesem Abschied nachleben und keine weitere Aufzüge brauchen werden; wenn aber sie alle oder einzelne nicht genügende Vollmachten brächten, so würde man ans Begehren des gehorsamen Theils (der Gegenpartei) doch das Recht ergehen lassen. Dieser Abschied wird besiegelt von Jacob Grebel. ^ e»«r»! A. Abte, S>. Galle» (Concepp. e. 1525, 5, Juli (Mittwoch nach St. Ulrichs T.), Rapperswpl. In dem Rechtshandel zwischen dem Abt von St. Gallen und der Gemeinde Untereggen, die in U. Frauenholz Unteregg Zimmer- und Brennholz nach billigem Bedarf beansprucht, iveil das von langer Zeit her üblich gewesen und erst seit der Zeit, wo das Holz von dem Bischof von Eonstanz an das Gotteshaus Sl, Gallen lansweise gekommen, diese Gerechtigkeit abgestrickt worden, hat man nach Verhörnng beider Pniteien zu Recht gesprochen: Die von Untcrcggen sollen, sosern sie es wollen oder können, durch Nute, die bei de> Sache weder zu gewinnen noch zu verlieren haben, in genügender Weise darthnn, daß sie vorher, als U, stauen Holz noch in des Bischofs fanden gewesen, solche Gerechtigkeit wirtlich gehabt, und daß sie dieselbe seither in keiner Art verlädingt oder mit dein Rechten verloren haben, und bringen sie das „ans" oder nicht, so soll damall) geschehen, was Recht ist. Können sie die Kundschaft nicht persönlich nach Rapperswpl stellen, sondern nur schriftlich aufnehmen, rvas ihnen gewährt ist, so soll die Ausnahme in aller Form Rechtens geschehen und dem Abt oder srinrn Anwälten „dazu" verkündet werden, und ihm überdies die Einrede gegen die Kundschaft vorbebalte» sein. Siegel Jacob Grebels von Zürich. — Vgl, UNteN X, IX. Urkunden, «R. 1525, 20, Juli (Donstag vor Magdalena), St. Gallen. Jacob Stapfer, Hofmeister, an die Boten von Lucern, Schwpz und Glarus in Rapperswpl. Er vernehme, daß er bei ihnen einigen Unwillen „erholt" haben solle des gefangenen (Krüsis) wegen, weil er ihn nicht sofort »ach Utznach hinüber geschickt habe. Das sei ihm wahrlich leid, und er glaube, wenn sie den Handel leimten wie er, so würden sie ihm nicht zürnen. Es sei ihm wohl geschrieben worden, er solle dcrr Gesaugenm nach Utznach hinüber schicke», sosern er das ohne Sturm und Auslauf zri Wege bringen könne, im andern Fall aber nicht, rc. Die Boten dürsten ihm zutrauen, daß er solchen Befehl gerne vollzogen Hütte, wenn es ohne Gefahr möglich gewesen wäre; denn viel lieber und »rit geringeren Sorgen hätte er den Gefangenen in Lucern als in Obrrberg, aber das Schloß sei bewacht und von derr Bauern vielfach gedroht worden, ihr Leben daran zu setzen und ihn bei Recht zu schlitzen ?c. Zudem Risse man, wie es im Toggenburg siehe; wäre aber ein Aufruhr c>folgt, so wisse man, rvas für Nachreden gegen ihn entstanden wären. Nun schicke er den Krnsi ans Begehren nach Utznach und dazu einen Brief an 8tt 706 Juli 1525, Lucern, worin dessen „Wesen" angezeigt werde, damit nach Gutsinden mit ihm gehandelt werden könne, Bitte um Entschuldigung, zc. . St, A, Lucein: A. Abtei St, Gallen, « . Der Handel zwischen dem Statthalter zu Wyl, Marx (Brunumann), und dem Schneckenbund ist heimzubringen und den Boten, die auf den nächsten Sonntag (23. Juli) nach Rapperswpl verordnet werden, deßhatb Vollmacht zu geben, da sie denselben entscheiden sollen, I. Desgleichen ist der Span zwischen Doctor Wiukler und den Tablatern auf jenen Tag gewiesen. A. Die Boten von Zürich sollen die Fürbitte der drei Orte und der Rapperswyler, eines Müllers wegen, an ihre Herren gelangen lassen, I» Auch die Verwendung für Caspar Goldli sollen sie treulich heimbringen, I. Den Beschluß, den acht Orte ans dem letzten Tage zu Frauenfeld der Priester halb gefaßt haben, soll der Hauptmann zu St. Gallen auf Befehl der drei Orte im Gebiet des Gotteshauses auch verkünden, die Uebertreter, geistliche oder weltliche, zu Händen der drei Orte fangen und bis auf weitere Verfügung behalten, da man dieselben zu bestrafen gedenkt. Actum und besiegelt von Niklaus von Meggen auf Mittwoch vor Jacobi (19, Juli), Ii,, ^r. Rechtshandel und Urtheil zwischen dem Gotteshaus und den zur Pfalz in St. Gallen gehörigen Gemeinden, nämlich Norschach, Goßau, Tablat, Romanshoru, Waldkirch zc. zc. I."') Anfänglich haben die Gotteshauslente die Meinung eröffnet, sie seien nicht schuldig, hier, vor den Boten, das Recht zu brauchen, sondern laut ihres Abschieds von Lömiswyl vor den großen Rüthen in Zürich und Luccrn und den Gemeinden in Schwyz und Glarus, weßhalb sie begehrten, die Burg- und Landrechtsbriefe mit dem Gotteshause zu hören. Nachdem man darin entsprochen, hat man ihnen vorgestellt, daß ihr Vorhaben weder „Grund »och Form" habe, indem ein solches Verfahren nicht möglich, auch ganz ungebräuchlich sei, und daß es die Obrigkeiten der IV Orte niemals zulassen würden, u. s. w. Darauf haben sich endlich die Anwälte der Geineinden gefügt, und weil sie nicht vollkommenen Gewalt gehabt, um (hier) ins Recht zu stehen, so hnl man sie wieder heimgeschickt, um ausreichende Vollmachten zu gütlicher und rechtlicher Handlung zu erwerben, »nd ihre Rückkunft erwartet. Sodann sind die (genannten) Botschaften wieder erschienen, und anderseits der Abt Franz in Person. Hierauf wurde der Gewaltbrief von den Gemeinden, d. d. 7, Juli, verlesen und von den Gesandten der IV Orte wie voir dem Abt genügend befunden. Dann haben sich beide Parteien förmlich erklärt, sie erkennen die Boten als ihre ordentlichen Richter und wünschen, gütlich mit einander verglichen, uöthigenfalls aber durch rechtlichen Spruch vertragen zu werden, und gelobt, alles was da gütlich oder rechtlich gesprochen werde, allezeit fest und stät zu halten, zc. Anfänglich erhebt sich nun ein Span zwischen den Parteien über die Frage, wer Kläger sein solle. Die Machtboten der Gemeinden wollen nämlich bei ihren Artikeln bleiben; wenn der Abt vermeinte, daß sie ihm etwas (mehr) schuldig wäre», so möge er darum klagen; sie werden ihm dann Antwort geben, da doch er ui» Recht angerufen habe, zc. — Dagegen bemerkt der Abt, die Gotteshausleute haben sich über gewisse Beschwerden beklagt; also gezieme es ihnen, ihre Anliegen vorzubringen; dann wolle er Antwort geben; wenn sie aber von ihren Artikeln abstehen und dem Gotteshaus gehorsam sein wollen wie von Alter her, so sei ihm das lieb; «n andern Falle meine er, das Gotteshaus könne nicht dergestalt seines Besitzes beraubt werden, ?c. — Da beide Theile diesen Span ins Recht gesetzt haben, so wird gesprochen! Weil die Gottcshausleute vormals ihre Beschwerden schriftlich augezeigt und selbst bekannt haben, daß sie künftig davon frei sein wollen, während das Gotteshaus alles das in ruhigem Besitze hat, so sollen sie ihre Anliegen von einem Artikel zum andern klag»- *) Der Eingang des Instruments erzählt wie gewöhnlich summarisch den Verlauf der einleitenden Verhandlungen. Juli 1525. 707 wcisc zum Rechten vortragen, und der Abt darauf Antivort geben bis zum Ncchtsatz; dauu behält mau sich vor, die Parteien über alle oder einzelne, viele oder wenige, wo möglich in der Gütlichkeit z» vergleichen und sich damit das Ncchtsprechen zu ersparen; wenn aber die Gütlichkeit fruchtlos wäre, so soll dann das Recht ergehen. Hierauf haben die Anwälte der Gotteshausleute ihre Beschwerden vorgebracht, und der Abt auf jede nach Nothdnrft geantwortet, und die Gesandten etliche gütlich erledigt, andere rechtlich entschieden, wie hier in der Kürze folgt: Zuerst richten die Gottcshauslcute und ihre Machtboteu au den Abt das gütliche Ansinnen, ob er sie wolle bei dem h. Gotteswort, dem Evangelium, der h. Schrift und der göttlichen Wahrheit bleiben lassen, auch mit ihnen nach demselben leben und sie von dein, was damit „wahr gemacht" werden nwge, nicht drangen wolle? — Der Abt gibt sein Befremden über diesen Anzug zu erkennen, da er nicht darum hier sei, um über geistliche Dinge und den christlichen Glauben zu disputiren, sondern um auf die Beschwerden der Gotteshauslcutc zu antworten, ?c. — Nachdem hierüber von beiden Thcilcn viel geredet worden, und der Abt dcstwegcn ein rechtliches Erkenntnis; verlangt, sind die Gegner von ihrer Znmuthung gütlich abgestanden in der Meinung, die Frage einstweilen ruhen zu lassen. 1. Demnach haben die Gotteshausleute ihren ersten Beschwerdeartikcl vorgebracht (folgt Text wie Nr. 264 .-OP Der Abt und seine Amtleute haben auch zu Zeiten wegen ihrer Forderungen an den armeil Mann oder dessen Güter, es betreffe Zinse, Zehnten, Stenern, Fälle, Lehcnschaft, Ehrschätze ?c., dem armen Mann Gebote angelegt, um ihn so zu zwingen, und wiewohl er die fraglichen Zuspräche bestritten und das Recht begehrt habe, sei er, wenn er den Geboten nicht gehorsam gewesen, gefangen und damit die Forderung eingetrieben worden. Das beschwere aber die llnterthaneu zum höchsten, sodass sie es nicht länger ertragen können; dcschalb rufen sie um Recht au, damit der Abt angehalten werde, solches nicht inehl zu brauchen. Zu Sachen, die das Malefiz berühren, oder andere mnthwilligc Frevel, die der Obrigkeit von Alter her wie billig (zn verfolgen) zustehen, wollen sie dein Abt, als ihren, natürlichen Herrn und Obern und dessen Rüthen nichts einreden, sondern strafen lassen wie bisher. — Aus diese Klage antwortet der Abt, er wisse nichw davon, das; er gehandelt habe, wie die Goltcshans- lcntc angeben; er habe auch keine Neuerung eingeführt, sondeui einzig gebraucht, was er an Rechten und Gewohnheiten vorgefunden, wofür er sich auf gutes Herkommen, Briefe und Ziegel berufen könne, wie die Landsntznng, Öffnungen, Sprüche und Verträge das ausweisen, re. Aachdem man die Parteien genugsam verhört, und beide ans srenndliche Bitte die Gntlichkeit angenommen, Hai mau „gen nach mit offner täding" entschieden und gesprochen wie folgt: „ Hum ersten, wann ein Herr und Abt zuo ^ant Gallen etwas nüwe, znosprüch und ansordrnng zno einen, „Goktshusman ald Hindersäßcn zuo siuem ligeudcin ald farende», guot, eigen und lehcns, vermeint ze habe», des; „aber der arm man nit geständig, darum also irrung uud spnu ist, uud vormals nit lutcr brics, sigel und „glaublich gcschriftcn vorhanden sind, alsdann soll ein Hen von Sant Gallen „och sine Amptlüt den armen „man nit mit (ge)botten zwingen und kein bott anlegen, sonde, de» armen man uinb siner gnaden und irs „Gottshus znosprüch zuo im ald siuem ligeudeu und sa,enden, guot mit recht sürnemeu uud beklagen in den „Gerichten, da er gesessen, und die znosprüch mit recht von im bestechen r,nd erobern. Welcher teil dann mit „(der) urtel vor dem „idrcn Gericht beschwert, der mag das stechen und appellieren, wie des Gottshus bruch, Die hier und im Weiter» zu erwähnende» Citate sind hänsig nnr Nmschreibungen, oft aber auch erweiterte Nc- dactione» der früher mitgetheilten Artikel. 708 Juli 1525, „recht und hnrkomm bishar gewesen ist, und sofer dann sin Guad ir zuosprüch und aufordrung also mit recht „erobert und luter gemacht wirt, alsdann mag sin Gnad darnach.bott anlegen und sin herlicheit und gerechtigkeit „brnchen, wie von alter har der brach gewesen ist, „Wyter so soll fürohin unser gnädiger Herr von St, Gallen noch siner Gnaden nachkamen kein nnw „beschwerden uf gmein gottshnslüt on gunst, wissen und willen unser Herren und Obern der vier Orten legen „noch ufsetzen, weder uf ir lib noch guot, und besonderlich keinen armen man mit nüwen beschwerden beladen „und in on rechtfertigung also mit Kotten darzuo zwingen noch nöten, sonder wenn ein armer man umb sölich „nüw beschwerden sich rechts erbüt, soll sin gnad das recht mit iine brnchen nach des Gottshus bruch, wie dann „ob crlntert stat, „Wyter, wann eins Herren von Saut Gallen Rät, Diener ald Amptlüt, geistlich ald weltlich ald ander „frömbd Personen, niemand usgcnomen, sinen Gnaden etwas klag und Handels, so das Malefiz nit berüerte, von „eim gottshusmenschen ald hiicdersäßen fnrbrächten, dardurch sin Gnad bewegt möcht werden, dieselben verklagten „person fänklich anzenennn lassen, wenn es sich also füegte, so soll ein Herr von Sant Gallen den Amptlüten „und den verklagern nit lichtlich glouben geben, sonder die fach und die that eigenlich wol vorhin erfaren, und „sofer sich dann erfindt, daß die that und die fach an ir selbs war nnd ze strafen notdürftig ist, so soll und mag „ein Herr von St, Gallen ald siner Gnaden weltlich Rät als die hoch Oberkeit allweg nach gestalt der fachen „darin handle» und strafen, „Ob aber die that und fach nit osfenlich am tag ligt ald durch kuntschaft nit luter mag fürbracht werden, „wenn dann ein armer gottshnsmensch ald hindersäß sin Unschuld darbüt nnd trostung zum rechten gibt und „vermag, so soll ein Herr von St, Gallen oder, ob sin Gnad nit daby wär, siner Gnaden weltlich Rät die „trostung von im annemen und das recht mit im brnchen nach des Gottshus brnch, gewonheit und harkomen, „wie dann ob erlütert stat; was dann recht und urtel gibt, daß dem darnach aber gelebt und nachkamen werden „soll. Doch mit namen ist hierin vorbehalten, was das Malefiz antrifft, oder so snnst schwächlich bös Händel „und fachen fürgicngen, daß ein Herr von Sant Gallen oder sine Hofmeister, Statthalter und die weltlichen Rät „nach altem bruch und gewonheit dieselben sollen und mögen strafen und darin handlen, wie von alter herkamen „ist, damit das übel gestraft und der guot vor dem bösen geschirmt nnd die gerechtigkeit jedem notdürftigen „mitteilt werde." 2. In Betreff der Fälle und der Fastnachthennen bringen die Gotteshausleute die Meinung vor: Es sei wohl ein altes Herkommen, daß sie und ihre Vordem den Fall nnd die Fastnachthennen bisher gegeben; das Gotteshaus habe zum Theil auch Briefe und Siegel darum, weil die Vordem als einfältige Leute sich „in" die Offnungen haben bereden lassen; sie wissen aber nichts davon, daß jene oder sie selbst gegen solche Beschwerden je etwas empfangen hätten, oder warum sie das geben müssen. Nun sei dieser Zeit durch Gottes Gnade und Hilfe aus der hl. Schrift ganz klar und lauter an den Tag gebracht worden, daß diese Abgaben von dem Leibe nicht rechtmäßig, sondern nnchristlich, wider das Wort Gottes und brüderliche Liebe, deßhalb auch an etlichen Orten in der Eidgenossenschaft nachgelassen seien. Und weil der Burg- und Landrechtsbrief so viel vermöge, daß sie gehalten werden solle» wie andere Burger nnd Landlente (der IV Orte), und bei „anderen Umsäßen" solches nachgelassen sei, so hoffen sie zuversichtlich, der Fülle und Fastnachthennen halb dem Abte nichts mehr schuldig zu sein, und rufen sie die Gesandten an, sie gütlich oder mit rechtlichem Spruch dieser Bürde zu entledigen. Darauf läßt der Abt antworten, diese Klage sei um so befremdlicher, als die Gotteshausleute selbst bekenne», das; sie und ihre Vordem von Alter her die Fälle und Fastnachthenncn ohne Widerspruch entrichtet haben. Zudem Juli 1525. 709 seien in den Begnadungsbriefen, die Abt Caspar und Abt Ulrich vor Zeiten den Gottcshanslenten gegeben, als er (letzterer) ihnen die Läßc geschenkt, ungestraft „zc iviben und ze manne» wo sy wellen", freien Zug, Entlassung von (neuen?) Leibstcnern und Anderes gewahrt, ivelcher Gnaden sie heule noch genießen, die Fnstnnchthennen und die Fälle ausdrücklich vorbehalten. Ferner habe Abt Ulrich mit Wissen und Bewilligen der Gotteshanslcnte überall Offnnngen aufgerichtet, die dann ihre Bordern gütlich angenommen und zu halten zugesagt haben, worin gar lauter stehe, daß sie die Fastnachthcnncn und den Hauptfall schuldig seien. Das Gleiche sage der Vertragsbrief, der zwischen Abt Ulrich und den Gottcshanslcutcn nach ihrem Absall (1489) durch die Boten der IV Orte aufgerichtet »nd besiegelt worden (7. Mai 1490), ganz bestimmt. Sodann sei die Gemeinde Straubcnzell vor kurzer Zeit in einem Span um die Fastnachthühner n»d Anderes durch einen zu Lucern ergangenen rechtlichen Spruch (der hier verlesen worden) verpflichtet worden, dieselben zn geben. Endlich habe der (angeführte Passus im) Burg- und Landrechtsbrief nicht die Bedeutung, welche die Gegner hervorkehren. Daher vermeine er, der Abt, was so zn Recht gesprochen werde, sei göttlich und recht und nicht wider das Gotteswort und die heilige Schrift, und hege er die Zuversicht, daß er und das Gotteshaus bei ihrem langen Herkommen, ihren Gerechtigkeiten, Sprüchen, Verträgen, Offnnngen und Briefen gchandhabt werden, und daß er die Pflicht der Gotteshans- leute genugsam erwiesen habe, ?c. — Nachdem man alle Theile weiter verhört und in der Güte von ihnen nichts erreicht hat, wird zu Recht erkannt: „Daß Herr Abt und das Gottshus Sant Gallen by iren herlicheiten, bp iren brief und sigel(n) belibcn, „und daß die Gottshuslüt den fall, dcßglich die Faßnachthenncn fürohin zc geben schuldig sycn, wie die ofsnnngcn, „die verträg, sprüch, brief und sigel znogebcnd und nswysend, und wie sie die von alter har geben Hand; doch „daby vorbehalten, ob sondrig Personen wärind, die vermeinten, daß inen oder iren vordem by den fällen mer „abgenommen und änderst mit in(en) gehandelt wäre, dann die offnnngen, verträg, brief und sigel nswysend, „oder sy von alter har schuldig wärind, darnmb soll denselben Personen ir recht vorbehalten sin gegen Herrn Abt „zno Sant Gallen, sin Gnad mit recht darnmb zno ersnochen nach des Gottshus altem harkomcn, brnch und „gewonheit." 3. Des Ehrschatzes halb, wiewohl dieser Artikel nicht alle Gemeinden berührt, klagen die Gotteshausleutc, ihre Güter seien sonst mit Zinsen und Beschwerden (genug) beladen, weßhälb sie meinen, als arme Leute sollten sie hierin nichts mehr schuldig sein, da der Abt und das Gotteshans sonst Ehren und Vermögen genug haben. Zudem seien^ Güter, die vorher keinen Ehrschatz gegeben, ehrschätzig gemacht, und ferner drücke sie der „Pfnnd- schilling", indem Einer, der ein Gut empfange, große Kosten zu tragen habe, nämlich von dem Pfund einen Schilling oder mehr. Sie begehren daher etliche Briefe verhören zu lassen, welche zeigen, wie die Ehrschätze bisweilen ans die Güter geschlagen worden, und glauben dem Abt in Dingen, wofür er keine Briefe und Siegel vorweisen könne, nichts mehr leisten zu müssen; soweit er aber solche besitze, reden sie nichts darein. Der Abt läßt erwidern, es handle sich da um Hofgüter, die nach des Gotteshauses alter Gerechtigkeit verehrschatzt werden; übrigens pflegen die Empfänger dieser Güter mit der Herrschaft abzukommen, und werde ihnen immer Gnade erwiesen und Nachlaß gewährt, und wenn die Hofgüter als Erbe an Einen fallen, so gebe er keinen Ehrschatz; der sei nicht eine Leibstener oder ein „Raub", sondern liege ans den Gütern. Deßhalb begehre er, daß man seine Schriften verhöre (folgt eine Aufzählung von kaiserlichen Freibriefen, Sprüchen, Verträgen, Öffnungen, Lehenbriefen, Reversen, doch ohne genauere Angaben). Die von Nomanshorn, die vor vielen Jahren von Christoph Lind von Konstanz, den, sie versetzt gewesen, an das Gotteshaus zurückgekauft worden, seien laut des vorliegenden Briefes ganz ausdrücklich schuldig, den Ehrschatz und de» Pfnndschilling zn geben, 7l0 Juli 1525, und endlich sei kürzlich zwischen ihm und denen von Geißerwald ein Rechtsspruch ergangen, der hier auch verhört worden. Nach alledem hoffe er, bei diesen Gerechtigkeiten gehandhabt zu werden. Nachdem mau in der Gütlichkeit nichts ausgerichtet, wird zu Recht gesprochen: „Daß Herr Abt und das Gottshus Sant Gallen bp ircn alten ehaften, erschätzen, pfundschilliugeu, rechten „(und) gerechtigkeiten blyben und die erschätz und pfundschilling einem Herren und Abt und dem Gottshus Sant „Gallen usgericht werden sollen wie von alter her, und wie dann des Gottshus sprüch, verträg, brief und sigel, mich „urbar und lehenbüecher uswysend; doch hierin vorbehalten, ob etwar wäre von geginen ald sondrigen Personen, „die da vermeinten, daß sy brief, sigel ald ander gwarsami darum habind, die sigen alt oder nüw, daß sy die „erschätz nit geben sollend, oder ob etwar vermeinte, daß sine güeter vor vergangner jaren und zyten frye lehen- „güetcr und nit erschätzige güeter gwesen, und erst hernach zuo erschätzigen güetern also gemacht wärind, oder daß „man sy um erschatz angefordert und angcsuocht hette wyter, dann sy vermeiilten von recht und von alter har „schuldig sin, darum soll denselben geginen ald sondrigen Personen ir recht gegen unserm gnädigen Herren und „dem Gottshus vorbehalten sin; die sollen und mögen sin gnad darum mit recht fürnemcn und ersuochcn vor „dem lehengricht des gottshus Sant Gallen, wie dann von alter her des Gottshus bruch, alt harkommen und „gwonheit gwesen ist; sin gnad soll mich denselben geginen ald sondrigen Personen förderlich unverzogenlich lehen- „gricht und recht halten und inen rechts gestattnen und nit vor sin. Und so dick sich hinfür begibt, daß sich ein „gottshusnian oder hindersäß beschweren und vermeinen wurd, des erschatz ald pfundschilling halb wyter angesuocht „und erfordert werden, weder er von recht oder alter har schuldig sig, so soll allwegen das vor einem lehengricht mit „recht ustragen werden, also daß ein Herr von Sant Gallen keinen armen man mit botten darzno zwingen, solider „den span im rechten ustragen und luter machen (soll). Es ist ouch unser Meinung, daß ein Herr von Sant „Gallen die armen lut alliveg gnädiklich mit den erschätzen und pfundschillingen halten und gnad bewysen und „nit uf dein strengsten nnd rüchsten ligc» und beharren (sölle). Des gottshus Sant Gallen houptman, von „welchem Ort und wer der je zuo zyten ist, soll ouch den armen lütcn in sölhen fachen beHolsen nnd beraten „sin nnd das best thuon, damit inen zum rechten geholfen wcrd, und iuen guot gmein förderlich recht ergang." 4. Mit Bezug auf das Empfangen der Lehen führen die Gotteshansleute mancherlei Beschwerden an: Wenn ein armer Mann sterbe und kleine Kinder hinterlasse, so müsse deren Vogt zu ihren Händen das Lehen mit großen Kosten empfangen, und gehe derselbe ab, so müsse ein anderer mit den gleichen Kosten das Lehen abermals empfangen, und wenn etwa die Kinder, nach Abgang ihres Vogtes, solches aus Unwissenheit übersehen und das Lehen binnen Jahr nnd Tag nicht empfangen, so ivolle der Abt dasselbe als ein heimgefallcnes oder verschwiegenes behalten, wodurch die armen Witwen und Waisen bedrückt und gezwungen werden, mit viel Geld um der Herrschaft Gnade zu werben. Zudem seien etliche eigene Güter zu Lehen gemacht worden. Ueber diesen Artikel gibt der Abt geziemende Antwort, und da hierin nicht viel Spans besteht, und die Parteien auf das an sie gestellte Ansinnen zu einem gütlichen Spruche eingewilligt, so wird erkannt: „Daß Herr Abt und das gottshus Sant Gallen by iren herrlicheiten und (ireni) lchensrecht blyben und „die lehengüeter verliehen söllen und mögen wie von alter har. Doch wenn ein vogt zuo Händen siner vogtkinden „ein lehen empfacht, und ob dcrselb vogt absturb ald sunst nit wer vogt blib, und darnach die zyt verschine, „daß die Und ald ire nachkommend vögt also uß Unwissenheit das lehen nit empfiengend, so soll ein Herr von „Sant Galleu darum die armen iveisli und Und deß nit entgelten lassen und nit darum strafen, sonder inen „das gnot mint dester minder widerum lihen oder ein andren träger heißen geben, wo die Und nit erwachsen „wärind." Juli 1525, 711 5, Bei dem Artikel betreffend die Neiskosteu und andere Steuern erinner» die Gottcshnuslcute, daß sie in Kriegszeiten das Vermögen des Gotteshauses ebenso mohl schirmen müssen als ihr eigenes, mährend der Abt immer'mehr Güter an sich bringe und diesen Auflagen entziehe, meßhalb sie begehren, daß er anch schuldig erkannt werde, dieselben auszurichten. Darauf antwortet der Abt, nicht er habe das angefangen; es sei also keine neue Beschwerde, denn von Alters her seien des Gotteshauses Güter frei gewesen, und zwar traft der Briefe von Päpsten, Kaisern »nd Königen und nicht bloß in der Landschaft des Gotteshauses, sondern anch im Thurgan und anderswo habe man niemals 'solche Kosten und Steuern ans seine Güter gelegt. Zudem bestimme der nach dem Abfall gemachte Vertrag sowie der Hanptmauuschaftsbrief, daß die Gottcshanslcute in ihren Kosten mit den IV Orten reisen sollen Deßhalb vermeine er, das Gotteshaus und seine Güter sollen anch in Zukunft gefreit bleiben. Damit aber die^Gotteshausleute sich nicht z» beklagen hätten, macht der Abt das Anerbieten, daß die Güter, die das Gotteshaus künftig erwerbe, in der Stcncrpflicht bleibe» solle», schließlich verweist er ans die vor kurzer Zeit gefallenen rechtlichen Sprüche der IV Orte gegen die Gemeinden Geißerwald und Stranbcnzcll. Da eine gütliche Verhandlung nicht zum Ziel geführt hat, so wird endlich zu Recht erkannt: „Welche gelegne gücter unser gnädiger Herr, Herr Abt Franciscns obgenannt, dwpl er Herr und abt gewesen ist, zno des "(stottshus Händen ertönst hat, oder was gelegne gücter sin gnad ald ir nachkommen fürohin zno ewigen z.sten "mo des Gottshus Händen konfen ald in andrer gstalt überkommen wurden, nünt nsgcnommcn, dieselben gücter "'sötten und mögen ein jede gcgni und gu.eind, darin sp gelegen sind, zno z.sten, so sy mit unser.. Herren und "ober» den vier Orten reise» »meßten, in den reiskostcn anlcggen .mch zimlichem anschlag, so die gücter wert sind. "Sölichcn rciskosten soll ouch allweg ein jeder Herr und abt zno Sant (stallen den geginen schuldig sin ze geben "und >e trage» Aber was güeter das Gottshus vor der z.st, emals Herr abt Franciscns Herr »nd abt des " ottshns Sant Gallen worden ist, ingehcbt hat, dieselben söllcnd nit in sölichcn rciskosten gelegct werden, und „ein Herr von Sant Gallen inen davon nünt schuldig stn ze geben." 5 Die Gottcshansleute .»einen, die Bodenzinse, die das Gotteshans ans die errichtete» Badstubc», Bäckereien, Mekaen Schmieden 'c gelegt, nicht schuldig zu sein, wogegen der Abt bemerkt, diese Rechte stehen überall den Obrigkeiten zu, uud da er bisher uur kleine Zinse gefordert, so hoffe er, daß ».an ihn. das nicht abspreche. infolge des geschehenen Nechtsatzes wird über diesen Artikel gesprochen: „Wann ein g.neind und gegni einem .„.der inen znolassen und vergönnen wellten, badstnbe», pfistrycu, metzgeu ald schmit.en ze bn.ven, und "st, deß notdürftig märend, so soll ein g.neind ald gegni für ein Herren und abt des gottshus Sant Gallen ir I .ich s. schick... nnd im »nnd n.s di. «.... NN. °m°i«!MH isiichs z° H..W.N. W...N. d..s n.sd Mich,, in Ml ein berr und abt zno Sant Gallen sin a.nptlnt darsch.cken und das bes.cht.gcn und erfaren, und sofer " ich dann er indt daß an'söliche». ort und end der dingen halb mangel ist, und sy deß notdürftig sind, als- ^ 5 ^.,,n als die oberkeit inen das vergönnen und zuolasscn fr.) vergebens und "keinen in/da/ch schlachen. Ob ouch vorhar »f badstubc.., pfistryeu, metzgen,ald sch.nitten ...» ver.villgnng die -ins Ä». di. M °nd hin und °h „Nd d.n. G°«,..ck dnh., „NN. .... schuld.« 7 Der Beerbnng der ledige» Kinder halb wiederholen die Gotteshauslente ihre Beschwerden. Der Abt beruft sicher»,''den allenthalben herrschenden Brauch und fügt hinzu, das Gotteshaus habe auch beinahe so viel Kosten als Nutzen da es bisweilen die Kinder der Ledigen zu erziehen geuöthigt sei. Und wenn bisher ein Biedermann den Kindern etwas habe vermachen wollen, so habe mau eine kleine Summe genommen und bewilligt, 712 Juli 1525, daß solches Gut, wenn das Kind ohne eheliche Leibeserben abginge, wieder Andern und nicht dem Gotteshaus zufiele; deßhalb hoffe er, bei der alten Gerechtigkeit zu bleiben. , Da beide Theile diesen Artikel ins Recht gesetzt haben, so wird darüber erkannt: „Daß ein Herr und abt „zuo Sant Gallen, wo sin gnad die Höchen gericht hat, als die hoch oberkeit solle blyben by siner herlichkeit, „oberkeit und gerechtigkeit und die ledigen kind, wo sy on elich Werben abgand, solle und möge erben, wie das „von alter har gebrucht und geüebt ist, doch mit dem geding, ob etwa der kinden fründ ald ander biderb lüt „sölichen ledigen kinden etwa zitlich guot vermachen und verschaffen wellten, daß dieselben sölichs wol tuon mögen „in der gestalt: wo sölich kind on elich Werben abgiengend, daß dann sölich vermacht guot widernm an die, so „das gemacht Hand, ald ire erben oder wohin das gemächt uswyst, fallen, gelangen und werden soll, ungesumt „und unansprechig eins Herren und abts zuo Sank Gallen. Wann ouch ein sölich kind sich begert^von einem „Herreil und abt zuo Sant Gallen abzukoufeu und ze ledigen, so sol sin gnad das gnädiklich zuolassen und es „darin gnädiklich halten." 8. Des Jagens und Fischens halb meinen die Gotteshauslente, das Thier auf Erden und der Fisch im Wasser sei zu Nutzen und Erhaltung der Menschen insgemein erschaffen; darum gezieme dem Abte nicht, das Fischen im Bodensee zu verbieten. Zudem sei den Anstößern der Thür und der Sitter, von denen ihre Güter doch bisweilen stark geschädigt werden, verboteil, in diesen Wassern zu fischen, soweit ihre Güter gehen. Davon sollte der Abt entweder gütlich abstehen oder mit dem Recht davon gewiesen werden, sodaß sie hohes und niederes Gewild jagen lind fangen und im See und in fließendeil Wassern fischen dürften. Dagegen legt der Abt zuerst etliche Privilegien von Kaisern und Königen, dann einen zu Zürich ergangenen Spruch betreffend die Fischenzen zu Nomanshorn vor und läßt des Gotteshauses Herkommen erzählen, von dem er nicht hoffe verdrängt zu werden. Darüber wird nun zu Recht erkannt, nämlich der Fischenzen und des Wildbanns halb, „daß ein Herr von „Sant Gallen und das Gottshus sölle blyben by iren frl)heiten, herrlicheiten, (ge)botten (und) verbotten und „das brachen, wie von alter har das bracht worden ist." 9. Die Gotteshausleute klagen über das Vorrecht, das der Abt in Anspruch nehme, wenn Jemand mehr Schulden habe als er vermöge, und verlangen, daß er den andern Gläubigern im Verlustfall gleichgestellt werde. Der Abt erwidert, wenn einer verderbe, so lege man dessen Gut in Haft, und der alte Brauch und die Öffnungen geben zu, daß dann das Gotteshaus für die ausstehenden Zinsen und Schulden vor allen Andern solle befriedigt werden, hernach die Hofgcnossen und endlich diejenigen, die in dem Gerichte Verschrcibnngen errichtet haben; so werde es auch zu Wyl, zu Lichtensteig und anderswo gehalten. Nach Verhörung der Öffnung hat man zu Recht gesprochen: „Wie es in sölichem fal von alter har ge- „brucht und gehalten worden ist, daby lassend wir es ouch blyben, daß es fürohin aber also gebrucht, geüebt „und gehalten werd wie von alter har." 1l). Eine Beschwerde der Gotteshauslente betrifft den Brauch der Amtleute des Abtes, in Fällen wo Zwei mit einander gefrevelt haben, von dem Reichen die Bußen für beide Theile zu beziehen, ohne Rücksicht auf behauptete und erwiesene Unschuld, wobei ihm zwar vorbehalten sei, den Gegner um die Kosten rechtlich zu suchen- Deßhalb schlagen die Leute vor, daß derjenige Theil, der Unrecht habe, die Buße beider zu entrichten habe, ob er reich oder arm sei, und derjenige, der im Rechten obliege, nicht angesprochen werden solle. — Darüber gibt der Abt die Antwort: Wenn Zwei uneins werden und freveln, so nehme man sie rechtlich vor; werde dann erkannt, daß beide gefehlt haben, und fordere man sie nach einiger Zeit auf, um den Frevel zu tädingen, so Juli 1523, begebe sich häufig, daß der eine sage, er könne das noch nicht thnn, da er mit seinem Widersacher noch nicht „mit Recht ausgekommen", wodurch die Bußen lange aufgezogen werden; übrigens gehe es nicht so schlimm zn, wie die Gotteshauslente vorgeben. Weil diese Frage auch die IV Orte berühre, so stelle er diesen anHeim, ob sie gütlich oder rechtlich entscheiden und wie lange sie die Fristen ansetzen wollen, in denen die Parteien einander zu berechtigen hätten. Auf den beidseitigen Ncchtsatz wird nun gesprochen: „Wie es vormals und von alter har der buoßen und „frevlen halb gebracht, gehalten und wie die inzogen worden sigen, also solle es fürohin aber gehalten und gebracht und die buoßen inzogen werdeil ivie von alter har; doch welcher also frevelt und vermeint den frevel „uf sin widersächer mit recht ze bringen, das soll er thuon in Monatsfrist dem nächsten, nachdem der frevel „geschechen ist." 11. Das Begehren der Gotteshauslente, daß ihnen gestattet werde, in ihren Angelegenheiten besondere Gemeinden zu halten, so oft sie es bedürften, oder daß man ihnen diese Befngniß rechtlich zuerkenne, erwidert der Abt mit der Erklärung, er könnte das nicht nachlasseil, da der nach dem Abfall gemachte Vertragsbricf ganz bestimmt sage, wie sie Gemeinden halten mögen, und wie ihnen das vergönnt werden solle; dabei wolle er bleiben. Nach Verhörnng des erwähnten Briefes hat man hierüber zu Recht erkannt: „Wie der vertrag und der „berichtsbrief, so nf den abfall von der vier Orten Kotten gemacht, deß datum stat am sibende» tag des monats „Meyen nach Crists geburt tusend vierhundert und nünzig jar, nswyst dieses stucks halb, daby lassen wir es „gänzlich blyben, daß dem also gelebt und nachkommen werden soll." 12. Die Gotteshauslente klagen, es werde ihnen bei 10 Pfd. Pfg. verboten auszuschenken, wenn Einer nicht das Tavernenrecht empfangen oder das ganze Jahr einen „gehenden Zapfen" habe, was sie beschwere; sie meinen, es sollte Jeder schenken und damit aufhören dürfen, wann er wolle; denn in der Grafschaft Toggenburg und bei andern Nachbarn („nnder sich ab") sei diese Freiheit auch; der Abt lasse nur das zu schenken nach, was Einem ans seinem Boden wachse. Und weil das Umgeld nicht für den gemeinen Nutzen verwendet werde, so ineinen sie das nicht schuldig zu sein. Darauf läßt der Abt antworten, der Herr von St. Gallen und das Gotteshaus seien von Alter her in mhigem Besitz des Tavernenrechts („der Täffery"); es werden auch deßhalb kaiserliche Freibriefe verlesen; ferner egt er bezügliche Öffnungen und Briefe vor, verweist auf einen Vertrag mit den Rorschachern und einen Spruch- irief betreffend die Steinacher und will bei diesen alten Rechtsamen verharren. Nach weiterer Verhörung der Parteien hat man rechtlich gesprochen: „Daß unser gnädiger Herr und das .gottshus Sant Gallen by iren Herrlichkeiten und gerechtigkeiten der täferyen, by bott und verbotten, onch bim ,umgelt blyben söllen wie von alter har. Doch was einem in sinen eignen güetern wachst und wirt, es sig ,win oder niost, das mag er usschenken und käs und brot darzuo geben zuo essen; davon soll er ouch kein ,umgelt ze geben schuldig sin." 13. An der Gemeinde zu Lömiswyl haben die Gotteshausleute noch einige andere Artikel schriftlich verfaßt, cht aber nicht klagweise vorgebracht. Darüber wurde verhandelt wie folgt: In einem Artikel, dem eilften in Per Schrift, bringen sie die Meinung vor, wen» Einer wegen Schulden „fähig" geworden, so sollte ihn der logt in seinen, und nicht in des Klägers Kosten fangen und gehorsam machen. Weil aber im ersten Artikel ber das Fangen gesprochen ist, so hat man die Leute bewogen, von ihrer Forderung gütlich abzustehen. - Vgl. oben § 1. Sll 714 Juli 1525, 14. Da sie ferner den kleinen Zehnten bestreiten, der aber ungleich und in einzelnen Gegenden gar nicht gegeben wird, und der Abt jeder Gemeinde besonders antworten will, so wird dieser Artikel verschoben. 15. Den (14.) Artikel, betreffend die Berathungcn des Abtes mit gemeinen Gotteshausleutcn, haben sie nicht vorgebracht. 16. Der sechszehnte Artikel, der Ehrtagwen halb, wird aufgeschoben und jeder Gemeinde vorbehalten, darüber zu klagen, je nach ihrer Beschwerde. „Und hiemit so sind die gmeinen artikel der Gottshuslüten in dem namen des Herren geendet und beschlossen, und habend die machtbotten in der gmein dißmals mint mer klagt, Gott Hab lob." II. Es folgen die besondern Artikel, die jede Gemeinde für sich, oder einige mit einander verfaßt und vorgelegt haben. Zuerst hat der Bevollmächtigte der Gemeinde Bernhardszell, Ulrich im Schachen, mit Beistand der andern Boten der Gotteshauslente folgende Beschwerden vorbringen lassen: 1) Sie werden von dein Abt um 12 Pfd. Pfg. Vogtstcuer belangt*); ein solches Schirmgeld haben zwar ihre Vordem wirklich bezahlt; jener Schirm sei aber im Appenzeller Krieg abgegangen, und deßhalb bedürfen sie dessen nicht mehr, indem sie sich des eidgenössischen Schirms getrösten. In jenen Zeiten werde nun das Schirmgeld, wie sie vcrmuthen, in die Urbare und Bücher geschrieben worden sein, und als dann Abt Ulrich, als er noch Pfleger gewesen, sie um die Vogtstcuer ersucht habe, sei auf die Urbare so viel Glauben gesetzt worden, daß ihre Vorfahren im Recht unterlegen seien. Weil nun aber der Abt auf die Briefe nichts halte, die außerhalb den Gerichten des Gotteshauses gemacht worden, und jener Rcchtshandel sogar außerhalb der Eidgenossenschaft vor sich gegangen, und weil sie von keiner Vogtei wissen, in der sie säßen, und für die Vogtstcuer nie etwas empfangen haben, so glauben sie diese Steuer nicht schuldig zu sein. 2) Der Abt verbiete ihnen bei 1t) Pfd. Pfg., ans ihrem eigenen Walde mehr Holz zu hauen und wegzuführen, als die drei Verordneten anzeichnen, verlange von einem außer die Gemeinde verkauften Haus (dem Zimmerholz dazu?) den dritten Pfenning und beanspruche außerdem, Holz nach seinem Belieben zu nehmen. Diese Beschwerden haben ihre Vorder» auf sich genommen, als sie einen Abt um Hülfe angesprochen, um den Wald zu beschirmen; er habe dann den Wald verboten und sie großentheils gezwungen, seine Ordnung anzunehmen, sofern sie den Wald nicht missen wollten. Weil aber Boden und Holz ihr Eigenthum sei, und der Abt nichts daran habe, so meinen sie, er sollte sie darin nicht beschränken. Auf diese Klagen läßt der Abt antworten: 1) Dieser Anzug befremde ihn, da die von Bernhardszell die 12 Pfd. Pfg. seit langer Zeit entrichtet haben, und als ihre Vordem sich dagegen gesperrt, sei Abt Ulrich, damals noch Pfleger, mit ihnen in ein ver- willkürtes Recht auf Burgermeister und Räthe der Stadt Constanz getreten, und darauf das Urtheil ergangen/ daß sie die Vogtstcuer geben sollen, laut des vorgelegte» und verhörten Briefes. Wenn die Gegner meinen, derselbe solle keine Kraft haben, weil er nicht in des Gotteshauses Gerichten errichtet worden, so sei zu bedenken, daß er vor der Landsatzung und dem Landrechtsbrief ergangen (gemacht) sei. Deßhalb hoffe er, der Abt, bei demselben zu bleiben. ^.cl 2) Abt Gotthard habe mit denen von Bernhardszell eine Ordnung gemacht, die sie auch gutwillig zu halten angenommen haben; darin stehe ausdrücklich, wie es auch von Alter her die Wahrheit gewesen, daß die *) Hier wie bisher und in der Folge nehme» wir von den Klagvorträgen nur das Allernothwendigstc, namentlich aber diejenigen Momente auf, die in den früher mitgetheilten Texten sehleil. Juli 1525, 715 „Eigenschaft und Gewaltsame" dem Gotteshaus, die Nutzung aber den Bernhardszellcri. zustehe, und da sie Gotteshauslcute seien, so sei niemand billiger Schirmherr über den Wald als der Abt, und hielte man darin nicht Ordnung so würde er bald verwüstet, was niemandem mehr schaden würde als ihnen; in Betracht des alten Besitz sei er nun der Zuversicht, das; es bei der Ordnung und dem verlesenen Briefe bleibe. Nach vollständiger Vcrhörnng der Parteien hat man, da sich ein gütlicher Vergleich nicht finden lies;, zu Recht gesprochen: ^ ^ ^ ^ l' .^»m ersten, der zwölf pfnnd Pfennig stür halb, das; es b>) dem erlangten rechten und der urtcl vor Bürgermeister und Rat der statt Costanz ergangen, inhalt eins besigcltcn nrtels briess, des; datnm stat nf "Mittwnch nach Sant Margrcthen tag nach Cristi gebnrt vicrzcchcnhundert und sechzig jar, gänzlich in kräftcn "blibcn und die von Bcrnhartzcll die stür ze geben schuldig sin sollen nach uswpsnng gcmclts urtelbricfs." 2' ^».n ander», des walds halb, daß es b>) der ordnuug bchben soll, wie Abt Gotthart selger dächtnus; mit denen ^von Bernhartzell gemacht und überkommen hat, darum bermcnte rödcl und uotel ufgricht und jedem "teil einer geben ist, des; datum stat Actum uf Sant Benedictstag in der Fasten nach Crists gebnrt vierzechcn- Ihuudcrt nünzig und sechs jar, und das; s.) zuo beiden teilen, wie der notcl uswpst, dem gelcben und nachkommen „sollen^» ^'vcg,^^^ ^„rinden, die an die Pfalz und das Hofgericht zu St. Gallen gehören, nämlich Jac^b Locher und Jacob Gcrster von Lömiswpl, Euoni Wirt von Berg, Großhaus Pfpfer von Wittenbach Ulrich im Schachen von Bernhardszell, Thebas Blatter von Rotmnnten, Hans Rüsch von Geiszerwald und Michel Mistler von Straubenzcll, bringen mit Beistand der Boten der andern , zur Pfalz gehörigen Gemeinden klagweise vor: . ^ ^ c > ^ ^ ^ 1) Der Abt setze jeder Gemeinde („gcgni") cmen Hauptmann nach seinem Gefalle», was incht von Alter hcr geschehm sei indc.n früher jede selbst den Hauptmann gewählt habe; dcszhalb bitten sie ihn, von seinem Anspruch abzustehen; denn sie können besser wissen als der Abt, wer dazu tauglich sei; wollte er aber nicht gütlich entspreche», so hofsen sie, das werde ihnen rechtlich zuerkannt. 2> llii. Strafen und Bußen nehme er sie vor seine Näthe, d.e des Gotteshauses besoldete Diener und Auachöriae seie.t bei denen auch etliche Eonventherren sitzen; das sei ihnen beschwerlich, wie Jeder»,an» wohl beareife wiewohl sie derzeit über niemanden klagen. Weil sie aber in einen, „guten" Gerichte wohnen, vor den, Ii-'»«>,-Sachm -mg-n .«.im» M°II..,, 1° m-d B.iji.-- m-ch ... diese», beklagen und nicht vor seinen Rüthen, und m d.c,er Hu.s.cht s.e halten w,e d,e andern Gotteshausleute. Darauf antwortet der Abt: . ^ ,c- ^ ^ < ^1 1) Es sei des Gotteshauses alter Brauch, daß mau zedcr Gegend einen Hauptmann gebe; er W. hi..i„ ,-i-W W» m--. ZMi,.-, z.. -,-I-i.t »'i-i-ii ->d-> j. «w MiM '.»»!» Md u---h>lich,s ->d-> -hm --I----H,-- mmdm ------- ih-> ---» «ch g-lMd.N, Hmmch »H-Is. b.i dich- E-r,chtiz,-ii bleiben zu könne». , . ^ ^ ^ ^ . ^.l 21 Dem alten öderkommen geu.äß seien Frevel und Bußen ... den sieben Gemeinden u.uner vor des Gotteshauses Hofmeister, dem Hauptmann und de., welllichen Rächen samt m.cheu Conve.llherren berechtigt und eingezo en worden; man habe auch bisher ehrbare Leute, Nllter, Ed e und Unedle, auch Vogte und andere Personen denen Gutes wohl zu vertraue., gewesen, in den Rathen gehabt, und ohne Zwe.sel haben s.e zeder- mann Recht ergehen lassen; da die Bußen nicht ihnen zufallen, so habe., sie auch weder zu gewinnen noch zu 716 Juli 1525, verlieren. Wäre übrigens Einer in den Rathen, den die Kläger nicht für gut genug hielten , so mögen sie den nennen; dann werde er, der Abt, darüber weiter Antwort geben. Der Conventherren halb sei in Sprüchen und Vertrügen festgesetzt, daß sie in den Rüthen sitzen sollen. Darum glaube er, dieses Herkommen solle rechtlich bestätigt werden. Nach genügender Verhörung der Parteien hat man, da gütlich nichts auszurichten gewesen, zu Recht gesprochen: 1, „Zum ersten, daß die obgeschribnen siben geginen ald gemeinden und ein jede gegni insonders järlichs „söllen und mögen erwelen einen erbern frommen geschickten man nß ir gmeind zuo einem houptman; derselbig „soll dann einem Herren und Abt zuo Sant Gallen und dem Gottshus schweren und gehorsam sin, wie das „von alter har komm lind brncht ist." 2. „Zum ander», der frevel uud buoßen halb, wie mau die berechteu söll zc., haben wir zuo recht erkennt, „daß die frevel und buoßen berechtet söllen werden vor eins herreu und Abts zuo Saut Galleu Hofmeister und „weltlichen räten, wie das von alter har brncht und geüebt worden ist." Die Gewalthaber der Gemeinde Goßau: Wolf Hamm, Ammann, Hieronymus Schowinger, Hans Moser, Wälder an der A» und Jacob Härsche, haben unter Beistand der andern Anwälte der Gotteshanslente vorbringen lassen: 1) Die Pfarre Goßau, die immer eine ansehnliche große gewesen, sei von ihren Vorfahren gestiftet worden, und sie, die Unterthanen, müssen auch jetzt noch dieselbe erhalten; Abt Ulrich habe sie aber durch päpstliche Gewalt für das Gotteshaus erobert und also mit Zinsen, Zehnte», Renten, Gülten und liegenden Gütern an sich gebracht und mancherlei Veränderungen damit vorgenommen; es werde nun die Pfarre nicht mehr einem „rechten" Pfarrer verliehen, sondern durch Vicarien versehen, diese» eine bestimmte Summe svon den Einkünften) gegeben, das klebrige alles aber für das Gotteshans eingezogen. Da die Unterthanen Vorsorgen müssen, daß nicht etwa durch Feuersbrnnst, Krieg oder anderswie die Briefe verloren oder der Pfründe entfremdet und dann sie vielleicht um Ersatz des Schadens belangt würden, zumal bereits ein Widum, deßgleichen der Hof „Stobhusen" und etliche Zehnte» um Geld veräußert worden, so meinen sie, die hinterrücks erwirkten päpstlichen Bullen sollen ihnen gar keine» Schaden bringen; denn jetzt sei durch das Gottcsmort „so viel erfunden", daß man auf die päpstlichen Rechte nichts mehr halte; es sollen also sämtliche Güter und Einkünfte der Pfarre wieder zu ihren Händen gestellt, uud das Verkaufte ersetzt und das Einkommen einem Pfarrer, der auf der Pfründe persönlich sitze, verabfolgt werden. Und wenn der Decan des Gotteshauses, dem die Pfarre geliehen se>, dahin ziehe und sie selber versehe, mögen sie ivohG leiden, daß er alle Nutzung erhalte; wo das aber nicht geschehe, so wollen sie einen Pfarrer setzen und ihm verabreichen, was der Pfarre gehöre. 2) Der Abt habe etliche Höfe »nd Güter, die von Alter her keinen Zehnten gegeben, mit dem geistliche» Recht in Constanz zehnthaft gemacht; weil sich nun aber aus dem Gottcswort ergebe, daß solches Recht nicht-' mehr gelte, und da zudem der Abt den Vertrag umgangen habe, kraft dessen jeder Theil seine Ansprache vor die IV Orte zum Recht setzen sollte, so meine» sie, weder Papst noch Bischof solle ihnen das Ihrige abspreche», sondern der ihnen aufgeladene Zehnten erlassen lind das zu Recht erkannt werden. Der Abt läßt erwidern: *) Von den Abschnitten IV, V, VI hat das Luccrner Staatsarchiv eine gleichzeitige Copie, die für Ludwig von Helmstors bestimmt war. Juli 1525, 717 V° dm Nm.m Ach.'m Ich..Idig I-im Mich gütlich °w «ti. R-ch, d»z» pflichtet werden sollen. »- Da eine antliche Verhandln».; frnchtlos geblieben, so hat „.an schl.eßl.ch zn Recht erkannt. Das; .vir nnsern gnädigen Herren von Sant Gallen und das Gottshus by iren klein(en) zechenden, by brief"nnd siael onch by iren urbaren, zinsbüechern und osfnnngen darnn. wysende, lassend in Kesten blyben, "und daß ein! Herren von Sant Gallen und dem Gottshus der klein zechend solle verfolgen und geben werden 'wie von alter lar und wie sy deß in brach und besitznng gewesen sind; doch den geginen ald Hosen allen ald "etlick.en und jeder insonders vorbehalten und zuogclassen, ob sy wellen ald mögen in jar und tagen den nächsten "mit nnvartiaiqen tüten oder briefen und sigel usbringen, des; zum rechten gnnog, daß sy den klein zechenden nit ",schuldig syen; safer sy das thnond, soll darimch zno tagen vor der vier Orten Kotten daran, wyter gescheche», „was recht ist." VII. Für die Gemeinde Geißcrwald tragen ihre Gewalthaber .Hans Nüsch und Wehrli Krapf, unter Beistand der übrigen Anwälte, klagweise vor. I. Sie haben laut des vor einiger Zeit in Lucern von den Boten der IV Orte erlassenen Urthe.ls, den Helmte, betreffend (folgt Citat»), vor Ablauf der gesetzten Frist mit den. Abt ein gütliches Verkonunniß machen wollen aber kein Gehör gefunden; da nun mittlerweile Unruhen und Gefahren eingetreten, so ver,»einen sie, es ,m. ihm» w «f.»b WS Z.H.- »««« ..h. ih.-B-Ichw°rdm Mi. »»WM GM.«,».«.»..» »-ich. »i.d h°!jm, d»s. mm» ihm» «... Zi-l S». u». »w d..m U..H-.I m»ch.-dm j» >-m.m, b-g-hm« das. in'Bnc» des Abtes und Gotteshauses, das zn Consta,.z auch i.» Rechten gelegen, h.er gezeigt und verhört werde, indem ...an'daraus wohl erkennen würde, daß sie de». Gotteshaus jene Zehnten nicht schuldig seien; sie erwarten daher, daß der Abt sie desselben entledig.. s > m 2 t Ab Gotthard habe einen Wald, der den v.er Hosen zugehore, be. 10 Pfd. Pfg. verboten und s.e ge- »Schi,! »»! ihm Gi»°. - Psd, M Z«-m Ich-», m« mi.d°- ... ihm», W».d j» ,«»»«.»; dich 2 Psd. glauben sie nicht schuldig zu sein. (Ve.gl. R>. 2t>4). ?7l?«!"^i»?Ml- dm H°s i» MimP " j s »».. ...Mllicb beklaat und denselben durch ein Urthe.l gewonnen habe, seien die w IV O», mm L, ,H°I. Li»-,H°I »»d W»h»-ch°s. »». .,»» »Ü.Iich »w',i» H 'md «. «m>.,°- « zm-> Z .H..» ... M. gekommen, e.n ^.). e ^ ... .innaen der auch in Kraft getreten sei, weil die Kläger nichts ausgebracht "'S -...Mi,« 2 PId, PK b-I» Mi M»- «V »..» -wiilchm d.».m ...» G-.I..W-. »md »ms...» H..MHM h-n« »... '„s»...den und andrer stucken vor der vier Orten bottcn, zno Lncern domals ver- ,chmlm .».md ii.'°''-ii-»iiüm l».d i.ch»» V^^Abschied III. l. de» zweite» Satz. 720 Juli 1525. „nach Sant Andrestag apostoli nach Cristi geburt, unsers lieben Herren, gezält fiinfzechenhundert zweinzig und „drü jar, was damals des zechenden halb erkennt ist, daby lassen.nur es gänzlich in kräften bekennende belyben; „doch diewyl denen von Geiserwald ein zil einer usbringung zuogelassen, das aber setz verschinen ist, also uß „verwillgung unsers gnädigen Herren so haben wir inen dasselb zil erstreckt bis nf setz nächst nach dato diß briess „kommenden Sant Andrestag, sölich usbringen ze thnon, ob st) wellen oder mögen, wie der obangezöigt urtelbrief „das lnter uswyst. 2. „Zum andern, von wegen des walds und der zwei pfund Pfenning Zinses, so die von Geiserwald „järlichs vom Wald gebend an unser Frowen ampt zuo Sant Gallen zc,, alles inhalt eins gnetlichcn vertrag „ald überkomnußbriefs, deß ansang stat Wir Ulrich von Gottes gnaden Abt, onch Techand und aller Convent „gemeinlich des gottshus Sant Gallen ?c., und sin datum am Samstag nächst vor Sant Johanns des tönfers „tag im summer, nach Cristi geburt tusend vierhundert sibenzig und darnach im nünden jar, by sölichem besigelten „brief, was der uswyst, lassend wir es gänzlich in kräften bekennende beliben, und daß die von Geiserwald die „zwei pfund Pfenning usrichten sollen inhalt desselben briess." VIII. Die Gemeinde Steinach läßt durch ihren Bevollmächtigten, Ammann Hans Hädener, mit Beistand der übrigen Anwälte klagen über den schweren Wochenzins, der von dem Fahr auf dein Bodensee gefordert werde; wohl habe früher der Abt den „Fuhrleuten" Schiff und Geschirr gegeben, für welches dann Zins entrichtet worden sei; aber jetzt gebe er gar nichts mehr, und da der See nach ihrer Meinung für jedermann frei sei, und die Schifflente von Konstanz, Ueberlingen, Lindau und Feldkirch frei fahren, so hoffen sie jener Beschwerde entledigt zu werden. Hierauf antwortet der Abt, das Fahr zu Steinach sei des Gotteshauses Eigenthum; es habe darüber einen besiegelten Brief, der klar ausweise, wie das Gredhaus samt dem Fahr an das Gotteshans gekommen; man habe das um einen Zins verliehen, und zwar ziemlich genau („fast") gehalten, wie es die Stadt St. Gallen gethan; wer es empfange, müsse jede Woche das Fahr besorgen, und außer ihm dürfe niemand fahren. Uebrigens mögen die Kläger, wenn der Zins sie drücke, das Fahr aufgeben; er werde wohl Andere finden, die dessen froh sein würden; darum vermeine er bei seinen Rechten und altem Brauche bleiben zu können. Darüber wird nun zu Recht gesprochen, „daß unser gnädiger Herr und das gottshus Sant Gallen söllend „bliben by irer herrlicheit und grechtigkeit und by dem far zuo Steinach und das mögen verliehen und damit „handlen wie vorhar, nach irem gefallen, wem, onch wie und wenn sy wellen, als mit irem eigenthum." IX. Die Gewalthaber der Gemeinde Untereggen, nämlich Hans Rennhas, Ammann, und Hermann Alther, führen mit Beistand der andern Anwälte der Gotteshauslente Beschwerde über die Entziehung der Freiheit, die sie früher in ihrem Wald (Unser Frauen Holz) gehabt (s. Nr. 264). Da es nun durch das Gotteswort dazu gekommen sei, daß sie und Andere ihre Beschwerde darthun dürfen, so hoffen sie, daß man sie wieder wie von Alter her Zimmer- und Brennholz hauen lassen solle, lieber ihre Gerechtigkeit wollen sie hier zwei Kundschafts- briefe verhören lassen, mit denen sie ihren Anspruch genügend zu begründen glauben. Dagegen läßt der Abt zuerst den Kaufbrief verlesen, laut dessen das Gericht Untereggen und das Holz „Unser Frauen" nebst Anderm von dem Bischof und Domstift Konstanz an das Gotteshaus St. Gallen gc" kommen, und dann vortragen, es sei da keine Gerechtigkeit der Unteregger erwähnt oder vorbehalten, sondern alles als freies eigenes Gut verkauft; er, der Abt, gebe auch gar nicht zu, daß die Unteregger in jenem Holzo je ein solches Recht gehabt haben. Der eine der vorgebrachten Knndschaftsbriefe sei vor vielen Jahren hinterrücks Juli 1525, 721 der Herrschaft gemacht morden, „verlegen" und untauglich; in der andern werde nur auf Hörensagen abgestellt und stimmen die Reden nicht zusammen; zudem seien die Unteregger parteiisch, die Kundschaft also nicht dem Recht gemäß, u, s. f. Da beide Theile ein rechtliches Erkenntnis; begehren, so wird darüber gesprochen: „Daß unser gnädiger Herr und das gottshus Saut Gallen sollend blyben by irciu kons und koufbrief und „gerechtigkeit des Holzes, wie der koufbrief uswyst; doch mit dem Kescheid, dieivyl sich sovil an kundschaft erfunden, daß die Underegger vor alten zyten etwas gerechtigkeit in dem holz gehebt Hand, darum, wenn die „Underegger kommend und Zimmerholz notdürftig sind und ein herreu von Sant Gallen ald sine amptlüt darum „anniesend und bittend, so soll ein Herr von Sant Gallen ald sine amptlüt inen vergönnen, zimmerholz zuo ir „Notdurft, nämlich rasen, schindeltanuen ald firstböum, uß dem holz ze lassen; deßglych daß die Underegger „brennholz zuo ihr notdurft uß dem holz nemen mögen zum Unschädlichesten, zuo ir notdurft ze brachen, aber „keins zuo verkoufen," X. Die Boten der Thcilhaber an den achtzehn Lehen zu Rotmonten, nämlich Thebas Blatter und Großhans Pfister, tragen mit Beistand der andern Bevollmächtigten vor, welche Rechte sie früher in dem Wald gehabt, da derselbe ihnen gehöre, wofür sie aber einen Zins gegeben haben, den sie heutzutage noch entrichten müssen; das Gotteshans habe aber keine andere Gerechtigkeit als den Antheil zweier außerhalb liegenden Höfe, Weil aber ihre Vorder» den Herrn von St. Gallen einmal angerufen haben, ihnen den Wald schirmen zu helfen, sei es jetzt dazu gekommen, daß sich der Abt unterstehe, den Wald sich zuzueignen, und ihnen bei 10 Pfd, Pfg, Buße verbiete, ohne seine Erlaubniß etwas daraus wegzuführen. Das beschwere sie nun zum höchsten; denn vor Zeiten haben ihre Vordem den Wald getheilt gehabt, «voraus wohl hervorgehe, daß der Wald ihnen gehöre, obwohl der Schirm bei dem Gotteshaus stehe, wofür sie das Zehnten-Faßnach Norschach führen müssen, Hieuach verhoffen sie, daß die achtzehn Lehen den Wald nutzen können ohne Hinderung und daß der Abt von seinen Verboten abstehen solle. Der Abt entgegnet, Grund und Boden des Waldes in Rotmonten gehöre dem Gotteshaus, wogegen die achtzehn Lehen den Holzhau besitzen; hätte man nun nicht eine Ordnung gemacht, so wäre der Wald schon längst verwüstet; er, der Abt, hindere sie nicht, da Holz zu nehmen, wolle es aber keineswegs verkaufen lassen, da der Wald nicht groß genug sei, uni das zu ertrage«?; die gemachte Verordnung sei gerade ihnen zu Gute»? verfügt. Dieselbe wird aus einem Buche verlese«?, nebst cinem.-Bricfchen, laut dessen vor vielen Jahren Einer das Forstlehen in diesem Wald von dem Hofammann des Gotteshauses empfange«? habe. Bei diesen Rechten, verhoffe er, solle es bleiben, u. s. f. Darauf hat man zu Recht erkannt, „daß «vir sy zu beiden syten lassend blyben b?) iren gerechtigkeiten, wie „sy die von alter har gebracht und gehalten Hand. Ob aber die von Rodmunten ctivas mangel, irruug ald spans „haben, daß dann sy zu beiden syten lüt darzno verordnen, wann sy heim komend, und uf ei«? nüivs ein ordnung „setzen und güetlich mit eiuandern überkommen, damit sy zu beiden teilen wissen mögen, «vcß und «vie sy sich „damit halte«? söllen." XI. Der Gemeinde Stranbenzell Gewalthaber, Hauptmann Jacob Mochli und Michel Nistlcr, haben vorbringen lassen, wie ihre Altvordern noch bei Menschengedenken die zwei Hölzer Watt und Hättcren haben Nlltzeu dürfen (vergl. Nr. 264), was jetzt bei 10 Pfd. Pfg. verboten sei. Der Abt berufe sich zwar auf einen *) Das Original hat Zechend Vaß, was sich anch anders übersetzen läßt. 722 Juli 152S. gütlichen Spruchbrief betreffend das Holz Hättcren; derselbe sei aber ohne Mitwissenschaft ihrer Vordem errichtet worden; daher glauben sie, jenes Holz sollte der Gemeinde gehören und ihnen nicht verboten werden. Hierauf läßt der Abt erwidern, das Holz Watt sei des Gotteshauses Eigenthum, an dem niemand eine Gerechtigkeit habe; es werde sich auch nie erweisen lassen, daß die Klüger da je ein Recht gehabt hätten. Deßhalb läßt er ein besiegeltes Briefchen verlesen, aus dem man ersieht, daß sie früher schon versucht haben, da Holz zu hauen, daß es ihnen aber verwehrt worden sei. In Betreff des Holzes Hättern bestehe von Alter her die Meinung, daß es dem Gotteshaus gehöre, wiewohl die von Straubenzell den Weidgang, aber keinen Holzhau, darin haben. Es sei auch des Holzes wegen von den IV Orten ein gütlicher Spruch ergangen, der hier verhört werden möge.^) Den Weidgang bestreite er nicht. Nach langem Wortwechsel der Parteien wird rechtlich gesprochen, „daß wir unfern gnädigen Herren von „Sant Gallen und das Gottshus by den zweien Hölzern, mit »amen Watt und Hättern, by iren eigenthum, „gerechtigkeit und allein harkommen und by brief und sigel lassend bliben. Doch ob die von Strubenzell vermeinten „gerechtigkeit ze haben in die obgenannten zwei Hölzer (sich, soll inen hiemit znoglassen und vorbehalten siu, „solichs indert jarsfrist dem nächsten uszuobringen, deß zuo recht gnuog sig, alsdann aber vor der vier Orten „botten, wo sy zno tagen versamlet sind, geschehen soll, was recht ist." XII. Für die Gemeinde Muolen klagt ihr Bevollmächtigter Hans German, mit Beistand der andern Anwälte, es werden jetzt vier Malter Futterhaber, auch Tagwen und Fastnachthennen mehr gefordert, als ihre Vorfahren schuldig gewesen; denn in den: Vertrag, den Abt Caspar zwischen denen von Mnolen, die in den Hof gehören, und Burkhart Schenk von Kastel, als dem Inhaber der Herrschaft Hagenwyl, gemacht, stehe ausdrücklich verzeichnet, was sie jährlich schuldig seien. Seither seien aber jene Tagwen ?c. dazu gekommen, weil sie als arme einfältige Leute mit ihrem Herrn nicht gern gerechtet haben; so sei das in die Öffnung gekommen, und vor etwa neun Jahren habe der Abt das Vogtrecht des Gotteshauses zu Händen gebracht, und da sie hernach die Tagwen und Fastnachthennen um 60 Gulden abgelöst haben, vermeinen sie min, diese Summe sollte ihnen ersetzt werden, und künftig sollten sie für Vogtrecht. Tagwen, Hennen und Haber nichts mehr schuldig sein. Der Abt läßt antworten, der erwähnte Vertrag und Spruchbrief könne dem Gotteshaus keinen Schaden bringen, wie denn derselbe dessen Rechte förmlich vorbehalte; zudem fehle das Siegel. Denn der Hof Muolen sti mit Rorschach und Tübach von einem römischen Kaiser an das Gotteshaus gelangt, deßgleichen die hohen Gerichte; das'Vogtrccht habe er selbst zu seinen Händen gelöst. Die von Muolen haben eine Öffnung angenommen, welche ganz deutlich sage, jede „Hausräuche" solle den: Vogtherrn ein Vogthuhn »nd einen Tagwen geben, und dazu (alle zusammen) vier Malter Futterhaber; ferner stehe in der Öffnung ein Fastnachthuhn für den Herrn von St. Gallein Es sei übrigens an manchen Orten gebräuchlich, daß einer dem Vogtherrn ein Vogthuhn und dem Leibherrn ein Fastnachthuhn geben müsse. Weil nun das Gotteshaus das Vogtrecht erworben habe, so »erhoffe er, daß die von Muolen den Futterhaber und die Fastnachthennen gemäß der Öffnung geben sollen! daß sie den Tagwen und das Vogthuhn losgekauft haben, lasse er unangefochten. Nach vollständiger Verhörnng der Parteieil ergeht der rechtliche Spruch, „daß unser gnädiger Herr und „das gottshus Sant Gallen söllend blyben by iren bric^ und sigeln und by der offnung, und daß die von „Muola die faßnachthennen und die vier maller fnoterhaber sürohin geben und usrichten söllen inhalt der offnung- Am Rande ist beigedrnckt: X 0. 1502, sub ^t>k>. tlottlmrUa. — Die Abschiede III, 2 enthalten dariibsr nichts. Juli 152S. „Und diewil die von Mnoln die vogthüencr und tagwan mit sechzig guldin abgelöst habe», daß es dann by „demselben blyb und sy (by) den vogthücncrn und tagwen nünt schuldig syen." XIII. Die Gewalthaber der Gemeinde Tablat, mit Namen Jacob Zidler und Hans Egger, klagen mit Beistand der übrigen Boten, l. wie den Kirchgenossen von St. Georgen, ungeachtet der Lehenbriefe, die eine Steigerung ihres Zinses untersagen, statt IN Schl. Pfg. für die Widem seit einiger Zeit 3 Gld. und bei dein Abgang eines Abtes ein großer Ehrschatz abverlangt werde, was sie beschwere, da sie die Kirche in Ehren halten müssen. Sie begehren daher, bei dem alten Zinse bleiben zu können. Darauf entgegnet der Abt, die Kirche zu St. Georgen sei eine Filiale, die zu dem Gotteshanse gehöre, und die Widnm dessen Eigenthum; das Lehen sei lcdig, wenn der Herr absterbe. Abt Gotthard und er haben sich an den Lehcnbrief gehalten, bei dem er zu bleiben hoffe. Wenn übrigens die Kläger die Widnm nicht wollen, so mögen sie dieselbe aufgeben; er werde sie dann wohl anderswo verleihen können; man verleihe solche Lehen eben nicht länger als ans Lebenszeit des Herr»; zudem steigen die Güter im Preise (?„die güeter gangen onch merklich uf"). Daß die von St. Georgen die Kirche in Ehren halten sollen, hätten sie wohl besser verschwiegen, da sie dieselbe schmählich entehrt, nämlich Tafeln und Bilder daraus gethan, die Altäre zerschlagen, die Messen abgestellt und sonst ganz unchristlich und eigenmächtig gehandelt haben, worüber er Gott dem Allmächtigen und den IV Orten zum höchsten klagen müsse, wobei er sie anrufe, daß sie die Kirchgenossen strafen und anhalten, der Kirche das Ihrige wieder zu geben. Ans diese Klage betreffend die Beraubung der Kirche geben die Machtboten von Tablat die Antwort, sie haben jetzt gar keine Vollmacht, sich darüber auszusprechen. Schließlich hat man zu Recht erkannt: „Diewil die widain des gottshus eigenthum und der kilchcn zu „Sani Jergen setz znoletst von unscrm gnädigen Herren sincr gnaden leben lang zno lehen geliehen ist inhalt des „lehenbriefs, by demselben lassend wir es bliben. Wann dann hernach durch abgang jetzigen Herren Abts die „widam wider ledig ivirt, wie dann sy mit einem künftigen hcnen nach ald thür, um mer ald minder zins „bekamen mögen, lassen wir geschehen, hiemit dem Gottshus sin gerechtigkcjt, eigenthum und Herrlichkeit vorbehalten/' 2. Auf der Gcmeinmark von Tablat sei Holz gewachsen, anstoßend an das sogenannte „Brugkholz", das ihnen bei 10 Pfd. Pfg. verboten sei; deßhalb begehren sie dort einen Untergang vorzunehmen. Da der Abt dies bewilligt, so überläßt man es den Parteien, den Untergang zu vollziehen. XIV. Zuletzt erscheinen die Boten der Gemeinde Rorschach, nämlich Andres Heer, Ammanu daselbst, Heinrich Wittwyler und Haus Mock von Tübach, die mit Beistand der andern Anwälte ihre artikelweise verfaßten Beschwerden vorbringen, zuvor aber begehrt haben, daß der Abt die Briefe verhören lasse, durch die sie an das Gotteshaus gekommen, da sie von dem römischen Reich in Psandev Weise samt Tübach und Muolen als Vogtei au das Gotteshans gebracht worden seien. Der Abt erwidert Rorschach habe schon vor scchshalbhnudert Jahren mit den nieder» Gerichten dem Gotteshaus zugehört und nicht an das Schloß; aber Abt Ulrich habe von Kaiser Friedrich (auch) die hohen Gerichte erworbeil, doch erst der jetzige Abt dieselben von den Schenken gelöst. Zum Beweise wird ein besiegelter lateinischer Brief von Kaiser Otto in deutscher liebersetzung verhört, woraus man erkennt, daß Rorschach in jenen Zeiten wirklich dem Gotteshause gehört hat; ferner ist der Freibrief von K. Friedrich (IIP resp. IV) vorgelegt und verlesen worden. Mehr Schriften darzubringen glaubt der Abt nicht schuldig zu sein; weitere Klagen wolle er aber gewärtigen. 724 Juli 1525. Die Rorschacher haben dann auf ihre Forderung verzichtet und ihre Artikel eingeklagt: 1. Weil sie einen freien Reichshof bilden, so sollte sie der- Abt nicht nöthigen, Dorfgenossen aufzunehmen, sondern ihnen und jedem Hofe überlassen, anzunehmen, wer ihnen gefalle, damit sie der fremden Leute los würden; vielmehr sollte der Einzug erhöht und schwerer gemacht werden. Darauf entgegnet der Abt, er könnte das aus vielen Gründen nicht zugeben; dagegen sei er geneigt, des Einzugs halb einen andern „Artikel" setzen zu helfen, indem er meine, es sei kein Hof befugt, darin etwas zu ändern ohne seine Gunst und Bewilligung. — Damit begnügen sich nun die Rorschacher, in der Absicht, dcß- halb mit dem Abt eins zu werden. 2. Ihre Vordem haben die Briefe über Käufe, Zinse und andere Geschäfte bei ihrem Schulmeister schreiben lassen; aber jetzt dürfen sie um alles, was über 16 Pfd. Pfg. gehe, nur in der Canzlei zu St. Gallen Briefe errichten, zc. (Vergl. Nr. 264.) Der Abt läßt antworten, das sei keine neue, von ihm herrührende Beschwerde, sondern laut der Öffnung schon seit langer Zeit im Gebrauch; die Rorschacher haben das (seiner Zeit) angenommen. Er läßt die (bezügliche Stelle der) Öffnung verlesen, woraus sich ergibt, daß bei 16 Pfd. Pfg. geboten ist, alle freien Lehengüter, wenn sie verkauft oder um Zins versetzt werden, vor dem Lehenherrn zu fertigen und die Verschreibungen dort machen zu lassen. Dein Schulmeister gebe der Abt au seinen Sold jährlich einen Saum Wein und ein Malter Fäsen, und was an Händeln vorkomme, welche die Lehengüter nicht berühren, darein rede er nichts. Da beide Parteien eine gütliche Vermittlung abgelehnt haben, so wird zu Recht gesprochen: „Als dann „ein Herr von Sant Gallen dem schuolmeister zuo Norschach vorhar an sinem sold järlichs ein soum win und „ein malter koru geben und erschossen hat, und damit der schuolmeister dester bas bim dienst bliben und sich „enthalten mög, daß fürohin ein Herr von Sant Gallen einem schuolmeister an sinem sold geben und erschießen „soll zwcn soum win und zwei malter Vesen; sunst soll es bp der offnnng blpbcn und mit dem schriben und „fertigen der lehengüeter gehalten werden, wie die offnnng zuogibt und uswyst." 3. Der Abt kaufe Güter au sich und verbaue Steg und Weg, sodaß in Ueberschwemmungeu oder Kriegsund Feuersnöthen große Gefahr zu besorgen wäre, weßhalb die Hofleute freien Trieb und Tratt begehreu, ?c. (Vergl. Nr. 264.) Hierauf antwortet der Abt, sein Borfahr Ulrich habe bei dem Beginn des Klosterbaus in Rorschach etliche Güter eingemauert, die größteutheils des Gotteshauses Eigen gewesen seien; etliche habe er angekauft und andere eingetauscht; das haben auch die Vordern der Rorschacher gutwillig geschehen lassen, und in dem hier verhörten Vertrag, der nach der Zerstörung des Klosters errichtet worden, sei ganz ausdrücklich erklärt, daß ein Herr von St. Gallen auf seinen Gütern ungehindert-bauen könne. Der Bäche halb sei es nicht so gefährlich, wie die Rorschacher klagen; zudem habe weder er noch einer seiner Vordern die Bäche irgendwie abgeleitet, sondern sie laufen lassen wie von Aller her, und seit vielen Jahreil wisse man auch von keiner Noch. Weil endlich dem Gotteshaus von Päpsten und Kaisern bewilligt sei, (nach Gutfinden) zu bauen; da es seit mehr als vierzig Jahren im Besitz gewesen, und die von Rorschach seitdem keinen Weidgang und keine Gerechtigkeit in „das Gotteshaus" gehabt haben, so vermeine er, sie sollen von ihren Ansprüchen abgewiesen werden. Nach fruchtloser gütlicher Verhandlung hat man folgenden rechtlichen Spruch erlassen: „Dwil vor langen zyten die güeter zuo des Gottshus Händen verkauft, ouch die von Rorschach etliche „verkauft und zuo Rorschach gefertgot, ouch etliche vertuschet syen, und das Gottshus die bishar also besessen und „ingehebt hat, daß also unser gnädiger Herr und das Gottshus Saut Gallen denen von Roschach diß artikels Juli 1525, 725 „halb nünt zuo antwurten Hab, nnd sin gnad und das gottshus blybe» sollen by dem infang, wie sy das bishar „ingehebt nnd besessen Hand, doch denen von Roschach vorbehalten »nd zuogclassen, ob sy wellen oder mögen „usbringen, deß zuo recht gnnog sye, daß sy steg, weg, trib und tratt durch die güeter gehebt und die nit „vertonst "'und sich dero nit verzigen, sonder vorbehalten haben, und sofer sy sölichs nsbringend vor der vier „Orten Kotten zuo tagen in jarsfrist dem nächsten, soll darnach aber wyter geschcchen, was recht ist." 4. Seit Menschengedenken seien die Hofstätten am See mit Zinsen belastet worden, während die oberhalb liegenden keine solche Pfenninge gebe»; da nun dieselben oft bei großem Wasser geschädigt werden, nnd sie oder ihre Vordem für diesen Zins nichts empfangen haben, so vermeinen sie die nicht schuldig zu sein; wenn aber der Abt Hofstätten erkauft habe und um etliche Brief nnd Siegel besitze, so wallen sie nichts einreden; es seien jetzt aber viel mehrere als früher und alle mit den Hofstatipfenningen beschwert. Der Abt erwidert, die Hofstätten am See haben von Alter her die Pfenninge gegeben; darin habe er nichts Neues angefangen; das weise der Kaufbrief um das Schloß Rorschach und die Zubehör, worin die Hofstattpfenninge erwähnt seien; auch in den alten Zinsbriefen werden sie immer angeführt und vorbehalten; deßhalb glaube er nicht wegen jeder einzelnen Ansprache Brief nnd Siegel vorlegen zu müssen, sondern bei dem alten Herkommen verbleiben zu können, ?c. Darüber wird nun rechtlich erkannt: „Daß unser gnädiger Herr nnd das Gottshus Sant Gallen by iren „brief und sigel, ouch by iren nrbar(en), zinsbüecher(u) nnd by ir besitznng blyben, nnd die von Noschach die „hofstattpfenning von den Hofstetten usrichten und bezalen sollend, wie sy bishar geben und gethoir Hand," 5, Wer im Dorf zu Rorschach ein Haupt Vieh habe, müsse dein Gotteshaus jährlich ein Fuder Bau (Dünger) geben; nun nehmen dessen Karrer größere Wagen als früher. Und vorher, wenn sie den Mist geladen, habe man ihnen immer ein Mahl gegeben, aber jetzt nichts mehr. Der Abt schirme ihnen Trieb und Tratt nicht, wie es sein sollte, nnd habe außer dem Einfang des Klosters Güter einschlagen lassen, auf denen sie vordem Trieb und Tratt gehabt haben. Da nun der Abt in alledem sie nicht halte wie von Alter her, so glauben sie, dem Gotteshaus des Mistes halb nichts schuldig zu sein. Zur Antwort läßt der Abt zuerst die Öffnung verhören und dann vortragen, er hoffe bei derselben zu bleiben. Des Mahls halb sei früher Brauch gewesen, daß die von Rorschach den Mist selbst geladen und geführt haben, und dann habe man ihnen ein Mahl gegeben; aber seit des Gotteshauses Karrer den Mist führen müssen, glaube er das Mahl nicht schuldig zu sein; wollen sie aber den Mist (wieder) führen, so gebe er ihnen auch das Mahl. In Betreff der Größe des Wagens werde er verschaffen, daß es bei dem alten Branche bleibe. Trieb und Tratt zu schirmen, sei nicht seine Pflicht, da die Rorschacher die dießfälligcn Bußen beziehen. Es wird hierüber zu Recht gesprochen: „Daß die von Roschach söllen järlichs dem Gottshus den Mist geben, wie die offnung inhalt; doch daß „ein Herr von Sant Gallen verschaff, daß des Gottshus knecht mit dem laden zimlich faren nnd nit zuo vil „laden, wie dann das von alter har brucht ist. Und welcher aber nnder denen von Noschach den mist selber „frieren will, der mag das thuon, und wenn sy den mist helfen laden, soll man inen vom Gottshus das mal „geben, ivie vorhar brucht ist. Wyter der güeter halb, so sin gnad ald ire vorder» ingeschlagen Hand, ist unser „rechtlich erkanntnuß, was güeter das Gottshus ingeschlagen und inhat, so nsserthalb dem infang der mur des „closters zuo Roschach gelegen sind, und vor von alter har die von Roschach trib und tratt daruf gehcbt Hand, „dieselben güeter soll sin gnad wider usschlachen nnd die von Noschach trib und tratt daruf haben nach des „dorfs bruch, gewonheit und altem Harkomen." 72K Juli 1525. K. Zuletzt haben die Boten allerlei weitere Beschwerden erzählt, wie sie für Steg und Weg, Brunnen und andere Dinge zu gemeinem Nutzen große Kosten tragen müssen, weßhalb sie die IV Orte bitten, bei dem Abt dahin zu wirken, daß er ihnen etwelchen Beitrag gewähre und zwar am Ungeld aus Gnaden etwas nachlasse. Man hat ihn dann zum höchsten gebeten und so viel erreicht, daß er am Ungeld den vierten Pfenning erläßt, in der Meinung, daß derselbe für die gemeinen Kosten verwendet werden soll; dagegen sollen die Ror- schacher Vorsorge treffen, damit das Umgeld redlich und fleißig gegeben wird. XV. 1. „Hiemit so sind die sondrigen artikel der vorgeschribnen geginen und gmeinden in dem uamen des „Herren geendet und ustragen, Gott sig lob und eer. Doch mit namcn so haben wir in allen vorgeschribnen „güetlichen und rechtlichen sprächen, urteilen und Handlungen unfern Herren und Obern den vier Orten, ouch „(dem) Herren Abt und dem Gottshus Sant Gallen in allweg vorbehalten und usgeschlossen das bürg und land- „recht, so das Gottshus mit lüt und guot zuo den vier Orten hat, ouch andern vertrügen, sprächen, brief und „sigel, so zwüschen dem Gottshus, ouch unfern Herren und obern, deßglich gegen andern Orten unser Eidgnoschaft „ufgericht und vorhanden sind, denselben in allweg on schaden und onvergriffen sin. Darzuo sollen dise unser „güetlich und rechtlich erkanntnnssen, so vorstand, dem Gottshus an sinen herlicheiten, oberkeiten, rechten, gerechtig- „keiten, brächen und altem harkommen, deßglich an allen andern fryheiten, sprächen, vertrügen, offunngen, land- „satzungen, instrumenten, urbaren, lehenbüecher(n), zinsbüechersn) und andrer geschriftlicher gwarsami, brief und „siglen, so das Gottshus hat, darzuo den Gottshnslüten an iren fryheiten, grechtigkeiten, brief und sigel, also „zuo beiden teilen sunst in all ander weg ganz in allweg unvergriffen und on schaden sin und by kreften beston, „doch sofer daß dise unser güetlich und rechtlich erkanntnnssen und urteilen, so alle vorstand, dadurch ungeschwächt „und by kreften blyben und fürtreffen sollend." 2. „Und zum allerletsteu so ist unser güetlich abredung und beschluß aller dingen so abstand, daß die obge- „nannten gmein Gottshuslüt von allen geginen, deßglich unser gnädiger Herr von Sant Gallen, mich Techant „und Convent, und all ir ewig nachkommen zu beiden syten um all ir spän, stoß, beschwerden und artikel, so „obgeschriben stand, durch solich unser vorgeschoben güetlich und rechtlich erkanntnnssen gänzlich entscheiden, erlütert, „gericht und betragen, aller umvill zu beiden syten tod, hin und ab sin, und daß sy deß einandern zu argem „meiner mer denken, sürziechen, äfern noch entgelten lassen, sonder zuo beiden teilen diß obgeschriben unser güetlich „und rechtlich sprüch und erkanntnussen fürohin zuo ewigen ziten stät und nnzerbrochen hakten, denen in allweg „geleben und nachkommen sollen; darzuo daß die Gottshuslüt alles dasjenig, so sy dem Gotthus bishar schuldig „und pflichtig, darum dann setz kein span gewesen lind kein klag geschechen ist, es sigen zins, zechenden, rent, „gült und anders, wie das namen hat, mint usgnommen, ouch nünt dcst minder wie vor von alter har geben, „usrichten und bezalcn und dein Gottshus und unscrm gnädigen Herreu von Sant Gallen und siner gnaden „nachkommen alles das thuon füllen, als fromm gehorsam gottshuslüt, wie von alter har, und wie sy das by iren „eiden und eeren zu thun schuldig und pflichtig sind, doch allweg nnser(n) vorgeschribnen güetlichen und rechtlichen „erkanntnussen unabbrüchig und hierin vorbehalten, arglist und -gfärd hierin ganz vermitteu und usgeschlossen." 3. „Und diser dingen aller zuo warem festem ewigem urkuud so haben wir obgenannten die acht ratsbotten „von den vier Orten unser jeder sin eigen insigel an diser brief zwcn glychlutend, in libells wys geschriben, der „gmeinen artikel halb; aber die sondrigen artikel stönd in der Gottshnslüten brief uit (dann sy dero dhein brief „begert), offenlich gehenkt, doch uns und all unfern erben sunst in all weg on schaden, und jedem teil einen geben „uf Montag vor Sant Maria Magdalena tag nach Cristi gcbnrt, unsers beHalters, gezalt fünfzechcnhundert „zweinzig und fünf jar." Juli 1525, 727 II. Rechtshandcl und Spruch zwischen den Gotteshanslentcn, die an die Pfalz in Wich gehören, nämlich den Gemeinden Linggenwyl, Znzwyl, Roßrüti, Trnngcn, Bronschhofen, ans den Bergen, Nickcnbach, Oberbüren, Niederbüren und andern umliegenden Höfen, als Kläger» einerseits, und dem Abt, Decan und Convent des Gotteshauses Sl, Gallen anderseits.") I. Anfangs haben die Anwälte dieser Gegenden mir zu gütlicher Unterredung Vollmacht gehabt; man hat ihnen darüber ernstliches Befremden zu erkennen gegeben und sie durch allerlei Vorstellungen veranlaßt, wieder heimzukehren und von ihren Gemeinden Gewalt sowohl zum Recht als zur Gütlichkeit auszuwirken. Es sind dann (wieder) erschienen Gorins Keller von Engischwyl, Klans Heilg ab dem Thürrin (?), Kleinhans Müller von Zuzivyl, Trnttli Wiek von Weyer, Klaus Nyscr von Borschlo, Hans Jück von Tünbrnnncn, Hansenmann Scherer von Weiblingen, Jacob Hubendobler, Hauptmann auf den Bergen, Hans Bolin von Rickenbach, Hans Hug von Ziberwangen, Ulrich Stölzl! ab der Rüti, Hansli Staub von Glattbnrg, Buchhans und Heini Klinger von Niederbüren, im Namen des Gotteshauses der Abt selbst. Nachdem man den Vollmachtbrief der Gemeindeboten verhört und genügend befunden, hat man von beiden Parteien die Erklärung empfangen, daß sie sowohl gütliche Sprüche, wenn solche erzielt werden könnten, als auch rechtliche Urtheile annehmen und zu allen Zeiten beobachten wollen, ?c. Alsdann haben die Boten der Gotteshauslente ihre Beschwerden vorgetragen: I."") Der Herr von St. Gallen habe in ihren Gegenden alle Pfarren ohne eine zu verleihen; aber die Untcr- thanen seien an etlichen Orten übel verschen, da die Pfarrer ganz ungleich lehren und predigen, was unter dem gemeinen Mann viel Unruhe und Zwist erwecke, indem etliche Pfarrer offen sage», sie dürften die Wahrheit und das Gotteswort nicht lauter verkünden. Deßhalb bitten sie nun, es möchte durch den Abt oder die IV Orte verordnet werden, daß dieses zwieträchtige Lehren abgestellt würde; denn darüber wollen sie hier nicht rechten oder selbst eine Aendernng treffen, sondern sie wollen das den Herren anheimsetzen. Darauf läßt der Abt antworten: Daß das Gotteshans viele Pfarren verleihe, sei wahr; seine Vorfahren und er selbst haben das bisher gethan; etliche seien, weil in (einein) päpstlichen Monat verfallen, durch Gewalt des Papstes verliehen; allen Priestern sei aber zur Pflicht gemacht, das Evangelium und die hl. Schrift zu predigen, wie es von Alter her durch die christliche Kirche verordnet worden; wenn sie darin einander widersprechen, so sei es niemandem mehr leid als ihm, und er wollte am liebsten, daß die allgemeine christliche Kirche solche Irrungen abstellte; weil er indessen nicht hieher vertagt sei, um über Gotteswort und Glauben zu dispu- tireu, so lasse er diesen Artikel unerörtert, hoffe jedoch, daß das Gotteshaus bei seinen Pfrundlehen und Pfarren bleiben möge wie von Alter her. Von den Helfentschwylern begegne ihm jetzt der Pfarre halb einiger Eintrag, weßhalb er den Käufbrief zu verhören bitte, wie jene Pfründe an das Gotteshaus gekommen sei; er vermeine, die Helfenschwyler sollen ihn, der schon der vierte Prälat seit dem Kaufe sei, mit derselben handeln lassen, wie mit andern dem Gotteshaus einverleibten Pfründen. Die Machtboten, besonders die von Helfenschwyl, erwidern, sie haben nicht im Sinne, den Abt an der Verleihung der Pfarre zn hindern; „sonder diewyl der pfarrer zuo Wyl vorhin ouch ein pfrund Hab und absent ") Die Urkunde über dieses Geschäft hat eine Einleitung, in welcher die Boten der IV Orte genannt und die einleitenden Verhandlungen erzählt sind, zum Theil von dem Eingang der ersten abweichend. **) Da die Beschwerden dieser Gemeinde» sonst nicht aufgezeichnet sind, so müssen hier die Auszüge vollständiger gegeben werden als in V. 728 Juli 1525, von ir pfarr neme, deßhalb sy etwas spans und beschwerd gehebt und darin gehandelt haben;" aber sie wollen jetzt von diesem Artikel abstehen, damit man in den übrigen fortfahren könne. 2. Wenn einer, der um Sachen, die das Mnlefiz nicht berühren, gefänglich eingezogen worden, das Recht vorschlüge lind Tröstung anerböte und solche auch zu geben vermöchte, so sollte man ihn nicht gefangen behalten, sondern die Tröstung annehmen und das Recht brauchen. Aber bei malefizischen Dingen, offenen Uebelthaten und bösen muthwilligen Händeln, die wider Gottes Ehre oder den Nebenmenschen verletzlich und nachtheilig seien, wollen sie in das herkömmlich den Obrigkeiten zustehende Recht (der Gefangenhaltung) nichts reden, da sie wohl begreifen, daß man das Nebel strafen müsse. Der Abt läßt antworten, er habe hierin gar keine Neuerung eingeführt, sondern nur des Gotteshauses Freiheiten, Rechte und Gewohnheiten ausgeübt, wie er sie vorgefunden, und wie sie durch besiegelte Briefe, Landsatzungen, Offnungen, Sprüche und Verträge bezeugt seien. Da die Parteien zu gütlicher Entscheidung eingewilligt, so hat man hierüber gesprochen (wie oben, s. -k. I, 1.)"°) 3. Den Fall und die Fastnachthennen betreffend bringen die Anwälte der Gotteshauslente vor, es sei zwar ein altes Herkommen, dieselben zu geben; sie werden aber damit strenger gehalten, als die oberen Gotteshausleute, indem an etlichen Orten zwei oder drei Fastnacht- oder Vogthennen gefordert werden, bisweilen sogar von Hausarmen und armen Spinner(inn?)en, und wenn sie solche nicht entrichten, so trage man ihnen Pfänder weg, u. s. f. (Ganz übereinstimmend mit I, 2.) Der Abt erwidert, die von Niederbüren und Ziberwangen, die zu des Gotteshauses Händen erkauft worden, haben von Alter her je ein Vogthuhn und eine Fastnachthenne gegeben; wer aber nicht Gotteshausmann sei, gebe nicht mehr als das Vogthuhn. Zudem sei es alter Brauch, daß jedes Haus in Niederbüren zwei Hennen gegeben; auch gebe jede Spinnerin (?), welche eigenen Rauch habe, eine Fastnachthenne. Bei dem Kauf und dem alten. Besitz begehre er zu bleiben. — (Das klebrige ganz gleich wie oben I, 2.) Da eine gütliche Verständigung nicht erreicht worden, so hat man erkannt: (Wiederholung des oben gegebenen Urtheils, mit folgender Einschaltung im ersten Satz:) „Deßglich (daß) „etlich sondrig geginen und Personen die vogthennen fürohin ze geben schuldig syen." 4. Des Jagens und Fischens halb seien die von Zuzwyl, Ziberwangen und ans dem Berg frei gewesen, bevor sie an das Gotteshans gekommen; sie begehren aber insgemein, ungehindert jagen und fischen zu dürfen, :c. (Wie in I, 8.) In seiner Antwort betont der Abt, wie die von Zuzwyl und Ziberwangen mit der Herrschaft Schwarzach an das Gotteshans erkauft worden seien, und legt auch bezügliche Kaufbriefe ein, w. (Sonst wie ebendort.) (Der früher gefallene Spruch wird bestätigt.) 5. Die ewigen Zinse berührend tragen die Gotteshausleute vor, sie seien damit empfindlich beschwert und meinen, weil der Mensch nicht ewig sei, so sollten die Zinse es auch nicht sein. An etlichen Orten sei ihnen (in Verschreibringen?) zugelassen, solche Zinse abzulösen; daher sollte ihnen gestattet werden, dieselben um das Hauptgut, mit dem sie erkauft worden, zurückzukaufen; wo man die Summe des Hauptguts nicht wüßte, sollte es. nach dem Erkenntnis) ehrbarer Leute vergönnt werden. Dagegen wollen sie die eigentlichen Grundzinse nicht in Frage stellen, sondern einzig die um Geld erworbenen ewigen Pfenninge oder Kernenzinse. Es ist im Original der so gut wie vollständig gleiche Wortlaut wiederholt. Juli 1525, 729 Darauf läßt der Abt antworte», er wolle nicht de» Anstoß geben („keinen ingang machen") zu der Ablösung ewiger Zinse und niemandem das Seine verrechten; das Gotteshaus habe außer den Bodenzinsen auch etliche unablösliche Zinse erkauft und besitze dafür gute Briefe, von denen es nicht abstehen könnte; er wolle einfach bei seinen Urbaren, Zinsbüchern und Rödeln bleiben und hoffe, daß ihm das rechtlich zuerkannt werde. Nach weiteren Erörterungen ist hierüber zu Recht gesprochen: „Daß wir die grund und bodenzins, deßglich die ewigen zins in kreften bcliben und beston lassend unab- „lösig, warum das Gottshus Sant Gallen urbar, zinsbüechcr, brief und sigel hat und für unablösig zins „uswysend, daß sölichs fürohin gehalten werd, wie das von alter herkommen ist. Doch welche zins sunst ablösig „sind, die mag menklicher ablösen inhalt der zinsbricfen, wie die erkonft sind. Und wo es sich fürohin begibt, „daß einer kernen ald pfcnningzins erkoufen wellt, so soll ein mütt kernen um zweinzig guldin, oder ein quldi „gelts onch um zweinzig gülden nf ablösung erkouft und kein ewiger zins ine erkonft noch gemacht werden," 6, Betreffend die Reiskosten, Steuern und Umlagen: Beschwerde, Antwort und Urtheil wie oben I, 5, 7, Klage über den scharfen Bezug des kleinen Zehntens, mit Vorweisung eines alten Kaufbriefes betreffend den Hof Meggenwyl, zum Beweise, daß derselbe früher den kleinen Zehnten nicht schuldig gewesen. (Im klebrigen wie VI,) Mit Bezug auf den genannten Hof erklärt der Abt, er wisse jetzt keine Antwort zu geben, da er sich dieses Anzugs nicht versehen habe; deßhalb begehre er Aufschub, und wenn der Meyer nicht nachgeben wolle, so erbiete er sich zum Recht, zc, (Sonst wie oben,) (Der frühere Spruch wird bestätigt und mit folgendem Zusatz ergänzt:) „Des Hofs Meggwyl halb ist „beiden partygen ir recht hiemit vorbehalten, iren spnn mit recht nszefüeren in den geeichten, da der antwurter „gesessen ist," 8, Wenn Einer eine Losung zusage und nicht vollziehe, so werde er um drei Pfund Pfenning gestraft und müsse außerdem den Schaden ersetzen, werde also mit zwei Ruthen geschlagen. Da dieser Brauch bei ander» Gotteshausleutcn und Nachbarn nicht vorkomme, so hoffen die Kläger, dessen auch entledigt zu werden. Der Abt entgegnet, die Landsatzung gebiete das ausdrücklich bei der genannten Buße, und zwar eher zum Nutzen als zum Schaden des gemeinen Mannes; er stelle aber die Entscheidung den IV Oyten anHeim. Darüber wird nun als der Boten „Meinung und Ansehen" erklärt: „Daß Herr Abt discn artikel uß den „offnungen und uß der Landsatznng thnon und güetlich nachlassen soll, doch der offnnng und landsatzung sunst „in all ander weg und an allen andern artikeln cm schaden und ongeschwächt." 9, Die Gotteshausleute klagen ferner, wenn sie um Frevel, Geldschulden oder Anderes rechtlich belaugt werden, so sei der Richter des Abtes und Gotteshauses besoldeter Diener, und wo es den Fürsten („sin gnad") betreffe, seien Richter und Kläger von demselben abhängig, was sie, die Unterthanen, ganz unnatürlich, wider Vernunft und Recht bedünke; deßhalb vermeinen sie, in solchen Fällen sollte der Richter bei dem Urtheilsprechen ausstehen, wie es an etlichen (andern) Orten gebraucht werde. Den Abt befremdet dieser Anzug, indem er erinnert, daß er das nicht angefangen, sondern dem alten Brauche folge, daß wenn auf Bußen geklagt sei, der Hofammann dem Gericht Vorsitze; deßhalb schwöre derselbe einen Eid zu Gott und den Heiligen, Armen und Neichen gleich zu richten; er habe auch dabei nichts für sich zu gewinnen oder zu verlieren; denn die Bußen gehen ihn nichts an, weiter einen bestimmten Jahrlohn erhalte; er sei übrigens Burger zu Wyl, wohne in der Stadt und esse, nicht im Hose, er würde denn geladen wie ein anderer Gast. Deßhalb hoffe er, der Abt, daß es bei dem Herkommen bleibe, 92 730 Juli 1525, Es wird sodann rechtlich erkannt: „Daß es mit dem geeicht und dem richter solle gehalten und geücbt „werden, wie es von alter har beucht und geliebt worden ist," 10. Das Vorzugsrecht des Abtes bei Ausfällen: Klage, Antwort und Nrtheil wie I, 9. 11, Beschwerde über den Bezug der Bußen von Unschuldigen: Vortrag, Entgegnung und Spruch wie I, 10. 12, Es komme vor, daß Einer bei dem Fürsten verklagt und darum gefangen werde; wenn er dann seine Unschuld vorwende und den Verklagen zu kennen begehre, um demselben im Recht zu antworten, so habe man ihm nicht entsprochen; dadurch sei mancher Biedermann übereilt worden und ohne Schuld ins Gefängnis; gekommen, wie es sich später erwiesen habe, Sie, die Kläger, wollen nicht des Gotteshauses Herrlichkeit, Freiheit und Obrigkeit unterdrücken, sondern begehren nur so viel: Wenn ein ehrbarer Mann um geringfügige Dinge verklagt sei, so sollte der Vernunft und dem Recht gemäß der Verkläger gestellt werde», damit er sich verantworten könnte, und wenn der Abt das nicht gütlich nachlgssc, so hoffen sie, daß es zu Recht erkannt werde. Darauf läßt der Abt antworten, es sei bisher Brauch gewesen, daß die Wirthe bei ihrem Eid die (bei ihnen vorfallenden) Frevel und Mißhändel anzeigen sollen, und der Eid der Gotteshausleute enthalte die Verpflichtung, des Gotteshauses Nutzen zu fördern und Schaden zu wenden; so habe mancher Biedermann seinem Eid gemäß böse Händel „geleidet." Ferner seien bisher, wenn auf Kirchweihen oder anderswo Raufereien (?„störryen") oder andere böse Dinge begegnet, Leute berufen und auf ihren Eid darüber befragt worden, damit das Uebel gestraft werden tonnte. Es würde nun gar nichts taugen, jedem Beklagten den Kläger zu stellen, da sonst kein Biedermann gerne die Wahrheit sagte. Man habe auch bisher niemand mit Gewalt, sondern mit Recht und nach aller Gebühr gestraft. Darum wolle er hoffen, daß die Gotteshausleute gütlich abstehen oder rechtlich dazu gewiesen werden. Da dieser Artikel zum Theil im zweiten (s, o.) erledigt ist, so hat man den dort gegebenen Spruch bestätigt (mit der Ergänzung), „daß ein Herr von Sant Gallen nit schuldig sin (sölle), den klüger ze stellen und anzuo- „zöigen, sonder gehalten werden sölle wie von alter har." 13, Die Tavernenwirthschaften berührend: Beschwerde, Antwort und Urtheil wie ^..1, 12, 14. Bei Kirchweihen oder andern Anlässen, wo die Leute zusammenkommen, lasse ihnen der Abt bei 10 Pfd. Pfg. verbieten , etwas Unfreundliches gegen einander anzufangen; da begegne es nun aber leicht, daß einer etwas begehe; dafür werde er dann gestraft, was für sie schwer sei, zumal es sonst nirgends so gehalten werde, und bisweilen werde es ihnen „ufgehebt", daß der Herr'von St, Gallen mit ihnen so streng verfahre; deßhalb begehren sie, daß man ihnen diese Gebote erlasse; wenn sich einer verfehle, so möge man den desto härter strafen, damit Unruhen verhütet werden. Der Abt erwidert, solche Gebote seien nicht um, sondern seit länger als Menschengedenken im ganzen Gebiet des Gotteshauses, sowie in der Grafschaft Toggenburg gebraucht worden, und zwar zur Vermeidung großer Unfälle, da sich die Leute gewöhnlich mit Waffen und Wehren versammeln; er halte diese Satzung für gut und nothwendig und sei auch dazu befugt; wer übrigens gern friedlich und ruhig sei, dem werde das Gebot nicht widerwärtig sein, während diejenigen, denen es (nur) bei Unfuge» („mit unglicht") wohl sei, zur Ruhe müssen gewiesen werden. Auf beidseitigen Rechtsatz hat man erkannt: „Daß ein Herr von Sant Gallen sölicher Kotten fuog und recht „Hab und (die) fürohin bruchen söll und mög, wie das bishar-gebracht worden ist." 15. In Betreff'des Ehrschatzes bestehe die Uebuug, daß nach dem Tod eines Vaters die Güter im Ehrschatz gesteigert („gesteigt") werden, und das gleiche geschehe, wenn ein Abt absterbe; da meinen sie, die Gotteshausleute, Juli 1525, 731 wenn ein Vater ein Gut empfange, so sollte dasselbe ihm und seinen Kindern bleiben, diese also nicht schuldig sein, es wieder zu empfangen, bis ein neuer Abt erwählt würde; dann sollte es aber bei dem früheren Ehrschatz bleiben. Das sei den: Rechten und dein Gotteswort gemäß, und weiter sollte man sie nicht drängen. Hierauf antwortet der Abt, die Sache verhalte sich anders, als die Kläger vorgetragen; denn die fraglichen Güter seien des Gotteshauses rechtes Eigen, und die leihe ein Herr nicht anders als ans seine Lebenszeit und die des Meyers; wenn also der Abt oder der Meyer mit Tod abgehe, so sei das Gut ledig geworden und heimgefallen, und der Herr könne dasselbe zu seinen Händen ziehen und entweder des Meyers Kindern oder andern Leuten verleihen, den Ehrschatz mindern oder mehren, je nach dem Ertrag des Gutes, überhaupt damit schalten als mit Eigenthum. Es werde aber gewöhnlich nicht so streng verfahren; denn ein Herr verleihe die Güter aus Gnaden den Kindern und bestimme den Ehrschatz nach Umständen, nämlich je nach dem Alter des Meyers oder des Abtes :c. Das beweisen die Lehenbriefe der Gotteshansleutc, dergleichen die Reverse. Es gebe wohl Höfe, die als Erblehen vergeben werden und im Geschlecht des Meyers bleiben, so lange die Erben die Zinse entrichten und das Gut in Ehren halten. Den bezüglichen Briefen müsse nun, wie er meine, nachgelebt werden. Darüber hat man zu Recht erkannt: „Daß unser gnädiger Herr, siner gnaden nachkommen und das gottshus „Sant Gallen by irem eigenthum der gücter, by iren gerechtigkeiten nach inhalt ir brief und sigel belyben und „die verlichen söllen und mögen als des Gottshus eignen güeter, wie das von alter har bracht worden ist." 16. Wenn jemand einem andern Geld um Zins leihe, so werde ihnen geboten bei 3 Pfd. Pfg. (Buße), den Zins zu verbriefen, während die Leute sich oft ohne Briefe begnügen und auf Vertrauen leihen würden; dieses Gebot sollte ihnen deßhalb erlassen werden. Der Abt erwidert, er rede nichts dawider, daß ein Freund dem andern auf Ziele leihe, oder um Zins, „ou nötung des houptguots." Es begegne aber häufig, daß die Erben des Empfängers von dem Darleihen nichts wissen wollen, woraus dann viel Streit erwachse. Zudem gebe es Leute, die um Zins ausleihen, „aber uf ein zil um zins und houptgnöt widerum haben ze nöten", was wider Landesbrauch und christliche Ordnung und ein eigentlicher Wucher sei; um solche Mißbräuche zn verhüten, sei jenes Gebot erlassen; dasselbe sei übrigens alt und mehr gut als schädlich; es möge daher auch künftig gehalten werden. Es wird nun rechtlich gesprochen: „Daß wir Herrn Abt zuo Sant Gallen by sinem verbott beliben lassend, „nämlich welcher gelt um zins uslicht oder entlechnet, soll allwegeu von zwenzigen eins verzinst und uf uuder- „pfand, daran der uslicher komm mag, gesetzt und das mit brief und sigel versorgt werden, und welcher das „überfärt und nit halt, soll einem Herren von Sant Gallen sin bott und verbott, sin straf und herrlicheit vor- „bchalten sin." 17. Den Gotteshausleuten sei verboten, in oder vor dem Haus etwas zu verkaufen; was zum Markt geführt werde, wollen sie nicht anfechten; aber es handle sich hauptsächlich um die armcu Spinner (?), die nicht zu Markt gehen können; dergleichen sei es nicht immer thnnlich, auf den Markt zn laufen, wenn Einer Vögel oder Anderes gefangen habe; das Verbot sei also unbillig und sollte abgethan werden. Der Abt entgegnet, die Fürkäufer kommen zu Haus und Hof und schinden (schneiden?) dein armen Mann sein Brot vor den, Mund ab; darum stehe es, dem Landesbrauch gemäß, der Obrigkeit zu, solchem vorzubeugen und namentlich zu verhindern, daß am Abend vor den Markttagen jemand vor die Häuser laufe und Fürkauf treibe; er gedenke daher, solche Gebote aufrecht zu halten, ze. 732 Juli 1525, Nach beidseitigem Rechtsatz ergeht der Spruch: „Daß wir Herrn Abt zuo Saut Gallen by sölichem verbott „blyben lassend, und daß ein Herr und Abt zuo Sant Gallen deß gemalt und macht ze thuon Hab nnd brachen „mög, wie das bishar gebrucht worden ist; doch zwüschend den markten in der wuchen soll sölich verbott nit „versahen, sonder der kouf und verkauf erlaubt sin." 18. Ansuchen um die Befugniß zu Gemeindeversammlungen: Vortrag, Antwort und Entscheid wie /V. I, 11. 19. Beschwerde über die Beerbung der ledigen Kinder: Antwort und Spruch wie I, 7. 20. Klage über die Ehehaften: Antwort und llrtheil wie eV. I, 6, II. Besondere Beschwerden. Zuerst erscheinen die Bevollmächtigten der Gemeinde ans den Bergen, Hauptmann Jacob Hubendobler und Hans Scherer von Weibliugen, die mit Beistand der übrigen vorgenannten Anwälte klagen lassen: Wenn Einer den andern entleibe, so sei er dem Landvogt im Thnrgau mit Leib und Gut verfallen und zugleich dem Abt von St. Gallen 50 Pfund Pfenning laut der Öffnung; so werde er denn mit zwei Ruthen geschlagen. Weil aber der Vertrag zwischen dem Abt von St. Gallen und (den Inhabern) der Grafschaft im Thurgau erst nach der Öffnung errichtet worden sei, so vermeinen die auf den Berge», der Abt sollte von seiner Strafe abstehen oder die Leute gegen die Grafschaft schirmen, damit der Landvogt sie unbehelligt lasse, w. Darauf läßt der Abt antworten: Sein sel. Vorfahr Gotthard sei mit denen auf den Bergen über eine Öffnung eins geworden, — die er hier verlesen läßt; da stehe nun ausdrücklich, *daß wer einen Gotteshausmann leiblos mache, in 50 Pfd. Pfg. Strafe verfalle; sei aber der Entleibte nicht ein Gotteshausmann, so betrage die Strafe nur 25 Pfd. Dabei wolle er bleiben; den Vertrag mit der hohen Obrigkeit könne er nicht anfechten. Nach weiterer Verhörung der Parteien und der einschlägigen Schriften hat man zu Recht gesprochen: „Daß wir unseren gnädigen herreu und das Gottshus by der offnung und by dem verbott beliben lassend, und „welcher dcrmaß überfärt und ein(en) liblos tuot, daß ein Herr zuo Sant Gallen den mög strafen nach inhalt „der offnung wie von alter har." III. Die Gewalthaber der Gemeinde Helfenschwyl, Gorius Keller und Klaus HeiKg, klagen mit Beistand der andern Boten: 1. Wenn ein Vater bei Lebzeiten auf einem Lehengut des Gotteshauses ein Haus erbaut „oder daruf erkauft und gesetzt" habe, so werde das Gut mitsamt dem Haus als heimgefalleu und ledig behandelt und von dem Abt nach Gefallen wieder verliehen; falls er es dem ältesten Kind leihe, müssen die andern Kinder und Miterben ihren Antheil an dem Werth oder Mehrwerth („irs teils und besserung") des Hauses verlieren; dagegen vermeinen sie, es sollte das Kind, dem das Gut geliehen worden, jenen Werth und die Kosten, die der Vater gehabt, mit den Geschwistern theilen, damit diese nicht dergestalt von dem väterlichen Erbe gedrängt würden. Hierüber gibt der Abt folgende Antwort: Die fraglichen Güter seien des Gotteshauses Eigenthnm und werden je nur auf Lebensdauer des Herrn und des Empfängers verliehen; bei solchen Verleihungen, besonders der Schüppchen, werde gewöhnlich einbedungen, daß der Lehenmann das Gut mit der Behausung und andern Stücken in Ehren halten solle; bisweilen werde sogar bestimmt gefordert, daß er das Haus bessere oder (neu) baue, wofür ihm ani Ehrschatz etwas erlassen werde. Er, der Abt, meine aber, es solle keiner bauen ohne Gunst und Willen des Herrn; denn gewöhnlich bitte Einer um Holz, was mau ihm selten abschlage. Darum hoffe er, es sollen solche Güter mit allem darauf Erbauten dem Gotteshaus heimfallen und dafür niemandem Juli 1525. 733 etwas schuldig sein. Wenn indes;, wie es etwa geschehe, Einer ans eigene Kosten, ohne des Gotteshauses Kwlz und Beisteuer, mit Erlaubnis; des Herrn etwas baue und von der Hofstatt einen gebührlichen Zins entrichte so rede er nichts darein (daß der Bau den andern Erben zu gut komme?) ; (im klebrigen) sei er der Zuversicht bei dem alten Herkommen bleiben zu können. . Schließlich hat man hierin zu Recht erkannt: „Daß wir diß artikels halb unscrn gnädigen Herren und „das gottshus Saut Gallen bliben lassend, des gottshus güeter zuo lichen und zuo brachen, wie des gottshus „gerechtigkeit, bruch und alt Harkomen bishar gwesen ist, und wie ein jeder je zuo ziten mit einem herreu von „Sant Gallen überkomm mag." 2. Ihre Vordem haben lange Zeit den Wald „Hochrain" als Eigenlhum besessen; jetzt aber seien sie dessen durch den Abt entsetzt, indem er ihnen bei 10 Pfd. Pfg. Buße verbiete, denselben zu nutzen wie von Alter her. Weil nun der Abt sich nur auf seinen Besitz verlasse und keine bezügliche Briefe darlege, und ihre Vordem früher auch in langen, Besitz gewesen, so meinen sie, sie sollten in ihr Eigenlhum wieder eingesetzt werden. Der Abt läßt antworten: Nach dem Abfall der Gotteshauslente, in dem auch mit den Hölzern und Märchen Ungebührliches vorgegangen, sei dem Abt Ulrich sel. laut des verhörten Vertragsbriefes alles wieder zugestellt worden, und jener Wald in des Gotteshauses ungestörtem Besitz geblieben, mit dem Beding, daß die Amtleute des Abtes alljährlich denen von Hclfcntschwyl daS Holz austheilcn, je nach dem Umfang der Güter, dem Bedürfnis; und dem Zins; bei diesem Branche wolle er bleiben und glaube nicht schuldig zu sein, für alten Besitz in jedem Streitfall Briefe und Siegel vorzuweisen, zc. Es wird nun rechtlich gesprochen: „Daß unser gnädiger Herr und das Gottshus Sant Gallen by iren „grechtigkeiten, eigenthum und zuogehörden des Holzes im Hochrain söllen bliben, wie sy deß in besitzung und „gwcr bishar gewesen sind, und wie das gegen denen von Helfentschwyl bishar bracht worden ist, es sig dann „fach, daß die von Helfentschwil mit nnpartyschcn lüten und briefen mögend fürbringen in jars frist dem nächsten, „des; zno recht gnuog sig, daß sy besser recht zum wald habind dann ein Herr von Sant Gallen; demnach soll „aber vor der vier Orten Kotten zno tagen geschehen, was recht ist." - > IV. Für den „Schneckenbund" und andere Nachbarn von Wyl tragen Klaus Niser und Hans Jäck von Tübrunnen mit Beistand der andern Bevollmächtigten vor: Sie haben außerhalb der Stadt etliche Mühlen; es sei aber ihren Müllern bei 10 Pfd. Pfg. verboten, nach Wyl zu fahren, um da (Früchte) zum Mahlen zu holen oder (das Mehl) hinein zu fertigen; sie dürfen nur mahlen, was ihnen ein Burger von Wyl herausbringe; da sollte nun, nach ihrer Meinung, der Abt nicht seinen eigenen Nutzen allein im Auge haben, damit jene Müller sich desto eher ernähren könnten. Der Abt entgegnet, seine Vorfahren haben zu gemeinem Nutzen mit großen Kosten iu der Stadt Wyl (etliche) Mühlen gebaut; wenn nun die Müller der Nachbarschaft in die Stadt fahren dürften, so wäre bestimmt zu erwarten, daß die Mühlen in der Stadt zu Abgang kämen, was dem gemeinen Mann zu großem Schaden dienen würde; übrigens sei das Gebot schon alt, und sei nicht den Gotteshaiisleuten verboten (die äußeren Mühlen zu brauchen?), sondern nur von den Burgern zu Wyl nichts abzuholen. Nach weiter». Erörterungen erfolgt der rechtliche Spruch: „Daß ein Herr von Sant Gallen by dem bott „und verbott bliben sol und das wol thuon mag, und (das) fürohin gehalten werd, wie es dann bishar gehalten worden ist." V. Die Boten von Bronschhofen, nämlich Klaus Niser und Hans Jäck von Tübrunnen, klagen ferner: Sie haben eine Atmende gehabt, etwa zwanzig Jucharteu groß, die sie nach ihrem Gefallen haben benutze» 734 Juli 1525. können; aber vor einigen Jahren habe der Abt dieselbe verkauft und an ihre Bitte sich nicht gekehrt, sondern Recht geboten. Sie begehren nun, daß er ihnen die Almende zurückerstatte oder zeige, warum er sie verkauft habe, :c. Hierauf antwortet der Abt, der Boden, den sie als Almende ansehen, sei vor Zeiten ein Burgstall gewesen, des Namens „Willberg," und immer des Gotteshauses Eigenthum; was die von Bronschhofen dahin getrieben, habe die Herrschaft nur ans Gnaden zugelassen; seitdem habe er jenen Boden den Leuken von B. verliehen, und seien Weingärten daraus gemacht worden; er hätte geglaubt, ihnen damit einen Dienst zu erweisen; übrigens haben sie sonst sich nie beklagt. Nach allen Vorträgen hat man zu Recht erkannt: „Daß unser gnädiger Herr und das Gottshus Sant „Gallen br> irem eigenthum, oberkeit und by dem verkauf ald verliehen beliben und denen von Bruntschofen „darum zuo antwurten nünt schuldig sin söll, es sig dann fach, daß die von Bruntschofen in jar und tagen „den nächsten mögend usbringen mit unpartygigen lüten ald briefen, deß zuo recht gnuog, daß sölich grund „und boden ir eigenthum und gmein märk gwesen sig; sofer sy das thuond, sol darnach zuo tagen vor der vier „Orten Kotten wyter darum geschehen, was recht ist." VI. Zuletzt beschweren sich die Gewalthaber der Gemeinden Rickenbach und Ziberwangen, Hans Boli und Hans Hug, wegen der Tagwen und Fastnachthennen, die sie nicht glauben schuldig zu sein, mit Berufung auf das Gotteswort. Dagegen läßt der Abt einen Kaufbrief verlesen, wie diese Gegenden von den Herren von Hewen an das Gotteshaus gekommen, und hierauf erklären, derselbe sage deutlich, daß sie die Fastnachthennen und Tagwen schuldig seien; bei diesem Briefe hoffe er bleiben zu können. Es wird dann zu Recht gesprochen: „Daß unser gnädiger Herr und das Gottshus Sant Gallen by irem „koufbrief blibcn, und die von Nickcnbach und Ziberwangen lut des konfbriefs die tagwa(u) zc thuon und die „faßnachthennen ze geben schuldig sin söllen." (Es folgen auch hier die oben (V. XV, 1—3) abgedruckten Schlußerklärungen der Schiedboten; Schlußdatum Sanct Maria Magdalenen Abend; laut § 3 wurde nur ein Exemplar des zweiten Briefes ausgefertigt und zwar für den Abt.) i enthält die Zürcher Abschiede-Sammlung in getrennten Stücken, mit besonderen Titeln; 1 dürfte aber, nach der Handschrift zck schließen, eine auf Umwegen beschaffte Copie sein. Bei den Verhandlungen diente der Lucerner Johannes Hnbcr als Schreiber. Zu «I. 1525, 17. Juli (Montag nach Margarethe), St. Gallen. Jacob Stapfcr, Ritter und Hofmeister, an die weltlichen Räthe (des Abtes). Antwort auf ihr Schreiben, den gefangenen Krüsi betreffend. Dasselbe verlange, daß er wo möglich ohne Auflauf und Sturm mit Hülfe des Vogtes zu Oberberg den Krüsi wegführen und nach Lucern fertigen solle. Das wisse er nun nicht zu thun, da jedermann wisse, wie sich die Toggenburger bisher in dieser Sache (der neuen Lehre halb) gehalten haben; zudem sei Krüsi besonders geneigt zu schreien, was man ihm kaum wehren könnte, und wenn man ihn durch die Dörfer der Grafschaft führte, so würde man ihn wohl hören, besonders bei Nacht. Jndeß wolle er versuchen, was möglich sei, jedoch die Folgen nicht verantworten. St. A. Lucern: A. Abtei St. Gallen. Zu Ic. Zu bemerken sind noch folgende Acten: 1) Zu X. 1525, 7. Juli (Freitag nach St. Ulrichs Tag). Vollmachtbrief der Gemeinden Norschach, Goßau, Tablat, Romanshorn, Waldkirch, Lüiniswyl, Goldach, Untereggen, Stranbenzell, Mörschwyl, Sommeri, Wittenbach, Muolcn, Geißcrwald, Stcinach, Bernazell (oio), Hottcschwpler, Notmonten, Berg, Sittcrdorf, Keßwyl(a), Juli 1525. 735 und des Matthias Vigcl, Machthaber deren vom Hcrrenhof, für Andres Heer, Ammann zu Rorschach, u. s. f. (folgen 29 Namen). Besiegelt von Andres Heer, A. z. R. si. A. A. Ab>-> S>. «aa.n. 2) >)u L. 1525, 17. Jnli (Montag vor St. Maria Magdalcnen). Vollmachtbrief der Gemeinden Lingenwyl, Zuzivpl, Noßrüti, (Schneckenbnnd), ans den Bergen, Nickenbnch, Obcrbnrcn, Siiedcrbüren, für 14 genannte Anmalte, zu gütlicher und rechtlicher Handlung, mit der Verpflichtung. Alles anzunehmen, was sie handeln, .>e. Aui die Bitte von 7 Genannten besiegelt von Klaus Schobinger, Schultheiß zu Wich. St. A. Lucern: A. Abtei St. Gallen (Copie). 3) 1525, 12. November. Der Abt von Fischingen beglaubigt einen zu täglichem Gebrauch bestimmten Vidimus der Nappcrswyler Sprüche -c. Dn.ck w, St. A. Z-mch- Al>, S.. s>°ll. D°-.-S°»»,»u„g. 4 > Nachträglich ist zu bemerke», daß beide Origiualiustrumcnte sich wohlcrhaltc» iiu Stiftsarchiv St. Gallen (Abth. Urkunden) befinden. TV«. Htaset. 1525, 4. bis 14. Juli (auf Udalrici f.). Ka».°..Sa.cI,iv 2«i,an"°..ü". Staa.sarctn» B-r..- Stllg.-idg. Abschi-d-, V. ». °7-°7. 7S-SS, 87-124. ^..wnSarchiv Basel - «bschlcdc. Kantoiisarchi» Dolothurn- Abschickt. Bd. XIII. Tag der Städte Zürich, Bern, Bafel, Solothurn und Schafshansen. Gesandte: Bern. (Sebastian vom Stein; Peter im Hag). Frei bürg. (Ulmaun rechten»«»»). Dir andern unbekannt. ». 1. Anfangs werden die Herren vom Regiment zu Ensisheim und die Verordneten des Adels und der Prälaten vörbcrufcn und ihnen in Erinnerung gebracht, wie eine Botschaft von Zürich, Basel und Solothurn am 26. Mai zu Ensisheim eine gütliche Vermittlung und im Fall des Millingens rechtliche Entscheidung am» boten; wie die Bauersame dazu eingewilligt, und wie man dann einen Anstand beschlossen und einen Tag zu endlicher Beilegung der waltende» Späne angesetzt habe; nun sei man zu diesem Zwecke erschienen und wünsche, des Ncchtsprcchens überhoben zu sein, damit wo möglich Blutvergießen und Verderbnng des Vandes verhütet werden könne; den damals von beiden Theilcn gegebenen Zusagen gemäß begehre inan setzt aber zu vernehmen, ob die Herren in diesem Sinn und Umfang zu handeln bevollmächtigt seien. - Sie- erstatten den Boten für die gehabte Mühe und das gethane Erbieten den besten Dank, bemerken aber, sie seien, wie es der letzte Abschied selbst mit sich bringe, nur zu gütlicher Unterhandlung instruirt, könnten sich also mit keinem Rechten befassen; sie gedenken sich übrigens in die Güte dermaßen zu schicken, daß man hoffentlich daran Gefallen finde. Die Räthe des Bischofs von Straßburg geben eine gleiche Erklärung ab. 2. Darauf wird die Bauersame angefragt, ob sie gütlicher Unterhandlung Gehör leihen wolle, ^ie antwortet, daß sie alles, was sie zu Bockenheim und Habsheim zugesagt, erstatten , nöthigcnfalls einen rechtlichen Entscheid erwarten und solchen annehmen werde, wozu sie Vollmacht habe; auch sie verdankt diese Unterhandlung. U-. Von dieser Antwort wird den Regenten, Rittern und Prälaten Kenntniß gegeben nnd dabei bcmerklich gemacht, daß freilich der erwähnte Abschied von einem rechtlichen Verfahren nichts sage, daß aber den Gesandten der drei Orte doch ein gütlicher nnd rechtlicher Entscheid anvertraut und daraufhin die Baucrschaft aus dem Felde zu ziehen bewogen worden sei; deßhalb, und weil die Bauern sich zu fügen versprechen, begehre man nochmals, daß die Herren bei der Abrede bleiben möchten. 4 Darauf anerkennen sie. zu Ensisheim für den Fall, das; die Güte fruchtlos wäre, sich zum Rechten erboten 736 Juli 1525, zu haben, und erbieten sich für ihre Personen, das zu erstatten; allein der Herrschaft von Oesterreich gütlich oder rechtlich etwas zu vcrtädingen, seien sie nicht befugt, 5. Nachdem man über den Mißverstand, der hier zu Tage tritt, vielerlei hin und her geredet, läßt man denselben auf sich beruhen, doch den Parteien ohne Schaden, und eröffnet ihnen die Absicht, zunächst die Beschwerden der Bauern zu verhören, dann die Antworten und Gegenklagen der Herren zu vernehmen und hernach gütliche Mittel vorzuschlagen. Das wird beiderseits angenommen. In Folge dessen legen die Bauern eine große Zahl gemeine Landesbeschwerden und daneben viele örtliche Klagen ein, worauf der Adel und die Prälaten auch schriftlich antworten: Sie hätten zwar Ursache, gegen die Bauersame scharf zu klagen, wollen es aber zum kürzesten fassen. Da nun die Bauern den Adel, die Prälaten und Klöster schwer geschädigt, so begehren sie, daß man dieselben anhalte, jedem den gethancn Schaden zu ersetzen und das Entführte zu restituiren; was ihnen weiter noth thue, wollen sie sich dabei vorbehalten. Die Anwälte des Bischofs von Straßburg bringen eine ausführliche Gegenklage schriftlich ein, 6, Man hat nun die allgemeinen Landesbeschwerden, als woran am meisten gelegen, und die darauf gegebenen Antworten mit dem größten Fleiß erwogen, einen billigen Vergleich entworfen und den Parteien dringend zur Annahme empfohlen, um dadurch Ruhe zu schaffen; die übrigen Artikel hofft man dann auch zu erledigen. 7. Die Bauern finden die aufgestellten Artikel etwas beschwerlich, - wollen sie aber, der fürstlichen Durchlaucht von Oesterreich und den Eidgenossen zu Gefälle«:, annehmen. Dagegen eröffnen die Herren vom Regiment, die Ritter und Prälaten, sie lassen sich die Artikel für ihre Personen gefallen; es-seien aber deren viele, welche den Landesfürsten berühren, dem sie, wie anfangs gesagt, nichts vergeben dürfen; sie wollen dessen Entscheid darüber erwarten und sich demselben gern unterwerfen. 8. Weil man selbst einsieht, daß ohne die f. Dt. nichts Endliches gehandelt werden kann, soweit die Artikel sie selbst berühren, so hat man den Parteien diesen Abschied gegeben: Der früher gemachte Anstand mit den Geleiten soll bis Sonntag den 3l). Juli verlängert sein, also daß kein Theil oder dessen Angehörige gegen den andern etwas Thätliches unternehmen darf, und der Friede völlig ungestört bleiben soll. Und wiewohl die Herren vom Regiment ?c. diesen Anstand nicht weiter wollen dauern lassen, hat man sie doch ersucht, denselben bis auf St. Laurenzentag (10. August) zu verlängern, in der Hoffnung, daß die fürstliche Durchlaucht den Eidgenossen zu Ehren darein willigen werde. 9. Inzwischen sollen die Bauern allenthalben Gericht und Recht ergehen lassen wie vor dieser Irrung, nur den Gegenstand dieser Empörung ausgenommen; sie sollen auch den Klöstern das noch vorhandene Gut ohne allen Aufschub samt dem gkoßen Zehnten verabfolgen, ungeachtet des früheren Abschieds, der hierüber anders verfügte; doch sollen die Gotteshäuser die Kosten des Einsammelns zuvor abtragen; die Banersame soll gegen die Klosterpersoncn, die weltlichen Priester oder deren Habe und Güter nichts Unfreundliches vornehmen. 10. Der Strafe und Ungnade halb, welche die Bauern mit dieser Empörung bei der Herrschaft Oesterreich verdient haben möchten, bemerken sie, sie haben sich nicht wider ihre Herren, sondern bloß in der Absicht versammelt, in ihren Beschwerden billige Erleichterung zu schaffen, -Da sie, sofern sie damit wider die fürstl. Durchlaucht gehandelt, um deren Gnade und Verzeihung bitten, so hat man vereinbart, auf ihr Begehren eine Botschaft zu dem Fürsten zu schicke» und ihn um Gnade zu bitten, sowie um Bewilligung, die noch hängenden Artikel „auszusprechen;" die Herren von Ensisheim zc. sollen sich schriftlich in gleichem Sinne verwenden. Wenn dann die fürstliche Durchlaucht willfahrt (worauf man zuversichtlich hofft), will man auf Lanrentii wieder hier erscheinen,, um gütlich oder rechtlich die beiderseitigen Klagen zum Austrag zu bringen. Wenn aber ein Abschlag erfolgte, so soll Basel sofort davon benachrichtigt werden, damit es die andern Orte davon in Kenntniß setzen kann. 11, Der Herr von Straßbnrg und seine Unterthancn sollen ohne anderes durch diesen Anstand bis auf Lanrentii gebunden sein und je nach dem Entscheid des Herrn von Oesterreich Juli 1525. 737 eines gütlichen oder rechtlichen Spruches erwarten. 12. Dieser Abschied wird zur Beglaubigung unterschrieben: Im Namen der Herrschaft Oesterreich, des Adels und der Prälaten von Hans Jmer von Gilgcnberg, Hans Berchtold von Npnach; im Namen des Bischofs von ^traßbnrg von Jtclhans Rechlmrgcr, Kanzler, und Peter von Wöschhansen (wo); im Namen der Bauersäme von Heinrich Wetzel und Hans Pflümlin von Lauser, ihrem Schreiber I, >cder Bote weiß, was der Straschurger halb gehandelt, und wie die Sache Basel befohlen worden; doch sollen derzeit noch keine Artikel „angestellt" werden. Was sich darin weiter zuträgt, soll Basel de» andern Orten schriftlich anzeigen. I» fehlt im Basler Exemplar. P. Wir legen behufs Herstellung genügenden Zusammenhangs noch einige der erheblichste» Acten bei: lg 1525 15 Juni. Basel an Zürich (desgleichen an Bern,. Solothnrn und Schasshanscn). Mittheilung Abschriften der "von den Parteien eingesandten Erklärungen und Gcleitsbriefc, behufs Beschickung dcS fest- ^ s c K. N. Basel: Missiven, l'. 59. aesehtei! Tages auf ulnu. ' Abschied und Acten dieses Tages fehlen im Zürcher Archiv und stnd entweder verloren oder noch nicht anf- gefnndcm ^ ^ ^ Regierung in Ensishcim. 1. Erinnerung an die (vorläufige) Unterbandln ig der'dreiöAischen Botschaft und die beiderstnts gegebene Zusage, die bestehenden Späne gütlich oder JP'l tosscn ?c. 2. „Dicwul und aber der abschcid, den wir euch am dntum den fünften tag rcchtln) cn pp (zuogcschickt), der rechtlichen entscheid»»-;, ob die fründlich »»dcrhandlnng /'um, m-s.iockn deübalb dhcin Meldung thuot, daß eben dieselben bottc», unsere Häupter und miträt, gestracks v^'ben. M d^n^st d ßM galten, also verrit.cn, daß si den überschick.en abscheid, ob der . stimmt," d-d ..chMch.» >»l. >. dm». IN." und aber was wir gehandlct, ganz trnwer und guoter nachbnrlicher Meinung, deren .vir uns vcrbe stni gemeiner ntterschaft, nlich landschaft zuo underthenigein willfärigcm gefallen " bcscbeckcn, daß wir nit gern einichen teil versumen, verkcrcn oder mit dem, »» «... wkiww. .w „dd.,„: dm, wie ÜNUZ ^ ^ uerwilligens, den rechtlichen entscheid betreffend, noch ingedenk und (wie dheinen zwisc ^ Ü'- - ,.,,mss»n nit abuiotiche», damit nnsrcn Eidgnosscn und uns diser trüwen nnderhandlnng .»») z.»,i»., d.s. -o ^ „ 2 , di, °d.r,-ch.Uch i»»j.w>.,-» w. d.,l .h...» st...» ,»!-»..- »..»dm »d.,Ich!ck»„ »bch»d w«l„« dl...» ^ w' ....» „»,!>.»>., d, d.,<«. ,.„ch g,»»»g-,) ...» d... .»., Ort.» ,d.«,» w», i„ »dsch.id dm». l...g.»s.» .3. „achiii.dcr«, glich.» gcch». gcich.ib»») »I .vc.zag.a .l .ch j..»i»»dc» »»ig»»/. 3. Mit. uns znozescnden, uf e b c>aeob Sturze!. Schreiber, Bauernkrieg II, 222, 22». '^'''^.Mnem llMchc.'dm Schreibe.. "" den Baslcr Missivcnbüchern nicht begegnet. r-. i r-,5 -II ^,ni Das Regiment in Ensishcim an Basel. Antwort auf das Gesuch NM Rücksendung des . " ^ mairMebe-/ Dwnl die vom nsschnß, derglichcn der mcrcr thcil des Adels, so, als uns der obgemelt zu eiganzendcn . s ) ' liefen und denselben des und keins andern Inhalts nngcnonnnen und euch I». » dm °»s.°»d «M°° »i. .»ch ,... ...fta», d.s. wi» auch da»» ,...h (daH zuogeschkibc ) , ^ ^.„dlichen antwnrt zno begegnen wissen; sobald aber d>e wider allhie ankomcn, ?^llen wi d!ne..'"^ldie) das berürt, euer schribe» fürhalten, uns mit inen einer antwort entschließen und euch K. N. Basel: A. Bauern-Nebellion. — Schreiber, Bauernlrieg II, 229. demnach die zuoschickcn .. > rlg 2 ^»li Die Regierung in Ensishcim an Basel. Man sei den auf St. Ulrich angesetzten Tag in Basel zu bcsnchm Willens, vernehme aber glanblich, daß die Bauersan.c drohe, falls die Sachen ans diesem 738 Juli 1525. Tag nicht nach ihren Wünschen oder endgültig vertragen würde, sofort den Sturm anzuschlagen und wieder zusammenzuziehen, zc. Daher begehre man für alle diesseitigen Abgeordneten ans die Dauer der Taglcistung und für ihre Heimkehr ein freies und sicheres Geleit; erhielte man dies nicht, so könnte man den Tag nicht besuchen. K. A. Basel: A. Baucrn-Nebellion. — Schreiber, Bauernkrieg II, 254. 5) Hieher gehört eine Anzahl von Bcschwerdeschriften der Bauern und das Vergleichsprojcct der fünförtischeu Botschaft, in 24 Artikeln, deren Vergleichung mit den Zugeständnissen an die eigenen Unterthanen interessante Parallelen darbietet. Die Artikel der Bauern sind abgedruckt bei Schreiber, Bauernkrieg III, 13—25, die Autwort des elsäßischen und sundgauischen Adels ebendort, S. 25—31, der ganze Abschied, mit Einschluß der vorgeschlagenen Uebercinkunft, daselbst S. 32—49. 6) Basel hat in den Acten Baucrn-Nebellion ein von den Genannten unterzeichnetes Original des Abschieds (mit Ausnahme von d); bei den Unterschriften steht zuletzt die oben nicht erwähnte von Jacob Schultheß. 7) 1525, 18. Juli, Basel. Die eidg. Boten an Erzherzog Ferdinand. Ereditiv für Jacob Meyer, nlt- Obcrstzunftmcister, und Heinrich Nyhiuer, Rathsschreiber, beide von Basel, als beauftragte Boten zu genauer Berichterstattung über die in Basel gepflogene gütliche Unterhandlung. K. A. Basel: A. Baucrn-Nebellion. — Schreiber, Bauernkrieg III, 52. Eine Instruction für die Unterhandlung mit dem Regiment in Ensisheim findet sich in der gleichen Acten- sammlung. Zu I». Näheres geben folgende Acten, für längere Zeit die letzten in diesem Geschäft: 1) 1525, 23. Juni (Montag nach Joh. Bapt.), Zürich. I. Jacob Grebel, M. Thomas Sprüngli, I. Hans Keller, I. Gerold Edlibach, Heinrich Werdmüller und M. Hans Kambli „söllent zuosamcu nidersitzen, dero von Strnßbnrg werben eigentlich ermessen, ratschlag stellen und es wider an mine Herren Rät und Burger lassen langen. Die obgcmclten verordneten söllent ouch unser lieben Eidgnosscn von Basel bund, deßglich die einung, so man vor (o. 50) jaren mit denen von Straßburg, Colmar, Schlettstatt und ander» gchcbt hat, für sich nemen, erlesen und luogen, was die zuogebint :c." S>. A. ZiuiH: RoUMuch. e. wo a. 2) 1525, 1. Juli (Samstag Vig. Visit. Mariä), Solothurn. 1. Auf das Anbringen des Boten von Basel, die von Straßburg betreffend, wird beschlossen, dein Boten, den man nach Basel schickt, zu befehlen, anzuhören, was deßhalb gehandelt werde, und es heimzubringen. 2. In dem Handel zwischen dem Adel und den Bauern im Sundgau und Elsaß soll die diesseitige Botschaft Gewalt haben, gütlich oder rechtlich zu handeln; jedoch will man niemanden zwingen, zum Recht auf die Eidgenossen zu kommen. K. A. Solothurn: Nathsbuch Nr. 12, p. 554, 555. 3) Bern hatte seine Botschaft bevollmächtigt, Artikel aufzusetzen, jedoch nichts abzuschließen und dahin zu wirken, daß die Straßburger mit ihrer Werbung au gemeine Eidgenossen gelangen. St. A. Bern : Nath?manual Nr. 206, p. 74. TSR. Wern. 1525, 12. Juli (Mittwoch vor Margarethe). Staatsarchiv Bern: Allg. eidcf. Abschiede, X. 331. 338. Nathsmanual Nr. 206, p. 118. I. Simon in Albon trägt als Gesandter des Bischofs von Sitten nnd der Landschaft Wallis weitläufig ihre Beschwerden vor über die seit dem Vertrag von St. Moriz (8. Jnni 1501) eingerissenen Neuerungen betreffend den Fischfang im Rhonefluß, deßgleichen über die von Bern geäußerte Absicht, bei der Brücke zu St. Moriz ein neues Siechenhänschen zu erbauen; ferner nimmt er für die von St. Moriz das Recht in Anspruch, für ihre Weingärten jenseit der Rhone eigene Hüter zu bestellen, und für die Walliser insgemein die Befugniß, die Rhone zur Schiffahrt zu benutzen (Instruction ci. <1. Sitten 10. Juli). II. Bern antwortet, der angerufene Juli 1525, 739 Vertrag sei nicht in Kraft erwachsen, und schlagt vermittelnde Bedingungen vor. Des Sondersiechenhäuschcns und des Bannwarts halb wird eine Entscheidung vorbehalten. Die Verhandlungen zwischen Bern und Wallis, insbesondere über den Fischfang im nnlern Rhonelnnf, zogen sich viele Jahre hindurch und gaben Anlaß zu häufigen Botschaften und fast zahllosen Missive» und Naths- bcschlüsse»; namentlich erforderten die Einleitungen zu schiedsgerichtlichem AuStrag viele Mühe. Alles Erhebliche enthalte» die Sammlungen des Berner Staatsarchivs. Auf diese Andeutung glaube» wir uns hier beschränken zu sollen. TNT Masel'. 1525, 17. bis 25. Juli. Schreiber, Bauernkrieg III, 53, Kl, 62—69. Tag der Botschaften von Straßburg, Basel, Breisach und Offeubnrg, behufs gütlicher Vermittlung zwischen Markgraf Ernst von Baden und seinen Unterthanen. Schreiber gibt am angezeigten Ort auch die zudienenden Acten. TN 3. Hiapperswyl. 1525, 25. Juli f. (Jacobi f.). Staatsarchiv Lucer» : Allgem. Abschiede u. k. es. Staatsarchiv Zürich : Abschiede, Bd. s, e. 2SI. LandeSarchiv Appenzell I. N>: Abschiede. Gesandte: Appenzell. (Ammann Ulrich Jfenhnt). — (Die andern sind nicht bekannt). ». Der Wirth zu Männcdorf. am Znrichsce stellt das Gesuch, es möchten ihm die acht Orte „Zeichen ,,»d Fenster" schenken in sein neues Haus. I». Der Herzog von Würtembcrg hat der Bitte, daß er den zn Mnmpel gnrd beraubten Knuflcnten gestatte, ihr Eigenthnm zn einem billigen Preise loszukaufen, kein Gehör geschenkt. Obschon die Kauflente nichts Ersprießliches erlangt haben, danken sie doch bestens für die angewendete Mühe und erklären, von dem Kaufe abstehen zn wollen. Da nun der Herzog der Eidgenossen Schreiben so wenig beachtet, so wird vorgeschlagen, daß man ihm und den Seinigen das Geleit anstünden und die mit ihn: verburgrechteten Orte anhalten wolle, ihm das Bnrgrccht anfznkünden, indem man jetzt immer mehr einsieht, daß ans seinen Handlungen wenig Gutes erwachsen möchte. Ans den, nächsten Tage soll man sich deßhalb weiter berathcn. v. Der Landvogt im Thnrgan berichtet über verschiedene Vorfälle, welche sich überall im Thnrgan ereignen: I. Daß der Bischof von Constanz ihn um Hülfe angesprochen, weil einige seiner ungehorsamen Bauern anßerhalb der Eidgenossenschaft sich in das Thnrgan geflüchtet, ebenso einige Pfaffen, welche seine Unterthnnen verführt haben; er begehre nun deren Auslieferung, um so mehr als die Flüchtigen die eigentlichen Anstifter des Aufruhrs gewesen. 2. Daß einige Bauern dem Propst zu Oeningen, welches Kloster den, Bischof gehöre, einen offene» Absagebrief an die Thür geklebt und sich seither ins Thnrgan geflüchtet haben, deren Verhaftung und Bestrafung er ebenfalls verlange. 3. Daß sich die vertriebenen ketzerischen Pfaffen von allen Seiten her in das Thnrgan flüchten und durch ihre Predigten Unruhen erregen, und daß besonders Einer zn Keßivyl ganz grob und nnchristlich über die Taufe und das Sacramcnt gepredigt habe. Der Landvogt begehrt nun Weisung, wie er sich hiebet 740 Juli 1525. verhalte» solle. Nachdem man auch einige Edelleute und rechtschaffene Männer Hieruber befragt und von ihnen vernommen hat, daß die flüchtigen Bauern sich meistens zu Steckborn, Stein, Dießenhofen, Schaffhausen und Unigegend aufhalten, bei Tag und Nacht ins Hegau laufen, Vieh und Anderes rauben, woraus nichts Gutes erwachsen kann, so soll das ernstlich heimgebracht und auf dem nächsten Tage bernthen werden. «I. Jeder Bote weiß, wie der Handel zwischen dem Landvogt im Thurgau und Hug von Landenberg, die man beide ans diesem Tage angehört, beschaffen ist; da jedoch nicht alle Orte, welche Nntheil am Thurgau haben, jetzt gegenwärtig sind, so hat man beschlossen, diesen Handel auf den nächsten Tag zu verschieben; inzwischen soll man sich entschließen, ob man das frevelhafte Venehmen des von Landenberg für einen Friedbruch halten und wie man ihn dafür bestrafen wolle. Heimzubringen die erneuerte Klage des Pfarrers Andres von Aadorf im Thurgau, daß die von Zürich ihn von der Pfründe vertreiben und einen Andern dahin setzen wollen. Das hat man dem Boten von Zürich vorgehalten und in den Abschied gegeben^); sollte es von seinem Vorsatz nicht abgehen, so will man sich auf dein nächsten Tage berathen, wie dem Priester zu helfen sei. t. Da die aus dem Rheinthal gegen den Abt von St. Galle» klagend aufgetreten sind, aber keine Vollmacht zum Rechten mitgebracht haben, so ist von der Ansetznng eines andern Nechtstages gesprochen worden; weil aber der Bote von Uri ans diesem Tage nicht hat mitsitzen wollen, weil seine Herren und Obern sich entschlosseil haben, nicht mehr neben Zürich auf Tagen zu sitzen, so werden Lncern und Schwyz beauftragt, auf Mittwoch den 2. August ihre Boten in aller Namen n'ach Uri zu senden, um es zu bitten, sich doch nicht (dergestalt) zu sondern, sondern für dieses Geschäft auch seine Boten abzuordnen. Will Uri sich dazu verstehen, so sollen dieselben Voten einen Tag nach Rapperswyl ansetzen und denselben den übrigen Orten, soivie den Aebten von St. Gallen, Pfäfers, Bregenz, ferner dem Marx (Sittich) von Ems, denen von Grünenstein und denen im Nhcinthal bekannt machen. Würde aber Uri sich der Theilnahme weigern, so soll ein Tag nach Lucern ausgeschrieben und derselbe allen Orten, mit Ausnahme Zürichs, angezeigt werden. K. Eine Botschaft des Eapitels von Norschach will sich über die anfgcstellten Artikel verantworten; es wird ihr aber ernstlich gerathen, davon abzustehen. Heimzubringen. I». .Konrad von Schwalbach begehrt abermals Antwort in Betreff des Hauses Tobel, da er schon mehrmals, auch bei den VII Orten besonders, darum geworben hat. Vier Orte wollen ihm dasselbe überlassen, mit der Bedingung, daß er alle Jahre Rechnung ablege und sich wohl halte, und daß die Regierungen stets freie Hand haben, ihn wegen unschicklicher Verwaltung wieder abzusetzen. Da aber Zürich, Unterwalden und Zug ohne Vollmacht sind, so sollen sie es heimbringen und auf dem nächsten Tage den, Beschlüsse der Mehrheit beitreten. I. Die Rechnung, die der Schaffner zu Tobel ablegen soll, wird auf den nächsten Tag verschoben. It.. Die Beschwerden der Botschaft von West gegen den Abt von St. Gallen, welche früher schon verhandelt, aber gütlich nicht erledigt worden sind, werden jetzt auf den Tag verschoben, der in Sachen der Rheinthaler angesetzt ist, indem einige Orte gar nicht und die übrigen ungleich instrnirt sind. I. Heimzubringen, wie der Abt schon so große Kosten erlitten im Streite mit seinen Unterthanen, und was man deßhalb mit denselben verhandeln will. »». Der Wirth zu Jonen hat seines langwierigen Handels halb abermals um Hülfe angerufen. Da aber der Bote von Zürich, zumal der letzte Abschied von Baden noch nicht ganz „verhört" ist, auf einen solchen Anzug noch nicht gefaßt war, so soll er das zum treulichsten an seine Ober» bringen, damit sie ans deni Nächsten Tage eine endliche Antwort geben, i». Da der Landvogt im Thurgau den Fischern zu Stein befohlen hat, den Zins, den sie vorher dem Gotteshaus daselbst entrichtet, künftig ihm zu geben, so ist unter den Boten von Zürich vorläufig abgeredet worden, demselben schriftlich das Befremden ihrer Obern auszudrücken und ihn um Aufschluß über die Gründe seines Gebots zu ersuchen. Dieser Artikel fehlt aber im Zürcher Abschied. Juli 1525, 741 «». 1'525, 28, Juli (Freitag nach Jacobi), Napperöwyl. Gütlicher Spruch der IV Orte über die Streitigkeiten zwischen der Gemeinde Tablat und IV. Christoph Winkler. Nachdem beide Parteien zur Schlnßverhandlnng vorgeladen worden, hat man sie ersucht, den Span zn gütlicher Vermittlung den Voten der IV Orte zu überlassen, damit ein Rechtsspruch, der vielleicht keine Freundschaft brächte, vermieden werde» könnte; dazn haben sie dann eingewilligt, ihre Anwälte bezeichnet und bevollmächtigt, in die Hand der Voten zu versprechen, daß sie den ergehende» Spruch annehmen werden. Hierauf wnrde erkannt,- l, Vctreffcnd den Leumund IV, Winkler's haben die von Tablat nichts Arges gegen ihn vorbringen können, als daß er vor vielen Jahren in die kaiserliche Acht gekommen. Die Prüfung dieses Handels hat aber gezeigt, daß ihm darin Unrecht geschehen; dcßhalb wird ausgesprochen, daß ihm derselbe an seiner Ehre nicht schaden solle; die Tablater haben alle Knndschaftsbriefe herauszugeben, welche sie heimlich eingezogen, 2, Dr. Winkler soll wieder zn Hof und Gut kommen, wie er es zuvor besessen hat; über die Rückerstattung der nicht mehr vorhandenen Habe und die Vergütung des ihn, zugefügte» Schadens soll ohne Sänmniß durch zwei ehrbare Männer, von beiden Thcile» gewählt, mit dem Hauptmann von St, Gallen unterhandelt und ein gütliches Abkommen getroffen werden; können sich diese Schiedlente über einen Pnnct nicht vereinigen, so sollen ihn die Parteien mit ausreichenden Vollmachten ans den nächste» Tag bringen, der für den Abt von St. Gallen und die Rheinthaler angesetzt ist, und die Boten der IV Schirmorte sollen dann die streitige Frage endlich und ohne allen Weiterzog entscheiden, 3. Die von Tablat sollen den Doctor fürdcrhin ruhig und nnangcfochkcn lassen; auch sollen beide Thcile allen Unwillen unterdrücken und keine Zwietracht mehr anfangen, nachdem der Span erledigt worden, 4, Uebrigens wird dem Abt von St, Gallen, als der hohen Obrigkeit, anheimgestellt, die von Tablat der verübten Frevel wegen nach seinem Gefallen zn strafen, St. A, Lucern: Allgem. Abschiebe II, k, IUI —Ivo. III und II ans dem Zürcher Abschied, dem dagegen v N fehlen; II iß übrigens nur ein beigelegtes Notiz- blalt. Das Appenzeller Eremplar hat nnr -i, I», t, K« Zu «I. Eine Klagschrift des Landvogtcs, die aber obigen Abschied voraussetzt, hat die Lncerner Abschicd- sammlnng; wir legen dieselbe bei dem Abschied vom 11. klngnst ein. Sodann gehört zur Ergänzung hichcr: 1525, 20. Juli (Donstag vor St. Maria Magdalena). Martin Wehrli, Landnmmnnn und Landweibcl zn Franenfcld, an die eidg. Boten in Nappcrsnnst. Kundschaften über den Span zwischen dem Landvogt Arnberg und Hug Dietrich von Laudenberg. 1, „Uolrich Keller, der trnnnncnschlachcr nß dem Kurzcndorf (sait), Hans Schärcr von Oeningen sige bi Hngen von Laudenberg und andern gnoten Herren und gscllen in Heini Cappelers, des wirts hus allste gewesen, da schlücgen so nf einer trnmmcn den straich, wie in nnscrm land sitt und gcwonhait. Dersclb Hans Schärcr wär bi den puren cnncthalb Nins und Bodcnsccs gelegell und sprcch, Hng von Laudenberg, wie ziichcn dine puren im Parlament nmblstn, wir ivend das penlamcnt onch hau und dir die stiaich auch machen, Keßler sar in- hin »f dem Parlament. Also schlneg er der landskncchtcn straich. Darnf käm Garins Koch, stattknecht hie zu Frowcnfeld, und redte, jnnkcr Hug, mi" Herr (Landvogt) hat mich zno üch geschickt »nd soll nch bitten, das ir den straich nit schlachen, nur wellen dcß nit in unser» landen. Antwnrtc Hng von Laudenberg, warunib maint er das, solt ich nit in miner fri)cn ürten gnotcr dingen sin, gotts flaisch, ists darzuo konnncn, daß wir den straich fürchten, wie wollten wir denn die lüt fürchten, so den straich füercn, wenn sr> in unser land kämen; gotts flaisch, wollt er mich züchcn, min vattcr hat mich doch nie mögen züchcn; ce ich nun jetlichcn machte, das im gefiel,' ich wellt ee, daß er ain cscl ghrst hctt, und gang hin, sag dincm Herren, wir schlachen den straich nlcmand ivcdcr ze lieb noch zno laid, änderst denn daß wir guoter dingen s>)cn, Do nein im Sigmund von Landenberg die trnmmenschlcgeh verbürge die und wellt in nit wer schlachen lassen; (da) redte er, gotts flaisch, ich will den straich schlachen . . .; gieng darmit ußhin, holte zwo kellen in der tnchi und schlnog deil straich wider darmit. 742 Juli 1525. Demnach kam glich der stattknecht und sprcch, ich bin aber da, summer botzmans, junkcr Hug, tuond so ivol und schlacheu den straich nit mer; do ließ er darvon und redte, gotts flnisch," zc. (ungefähr wie oben). — Folgen für obiges weitere Zeugen. 2. „Dorathea Schibig, mins Hern Landvogt junkfrow, sait, Hug von Landenberg sige mitsampt sinein knecht in mins Herr Landvogts hns kommen und redte . . ., er wellte von im müssen, ob er an im fridcn prochcn hett oder nit, und das mer denn ninest, wie dicke müsse sy nit; sprcch Joachim von Rappenstain genannt Mötteli, lieber Hug, bis rücwig, er hat inen am guot antwnrt gebe», haben sy dir die warhait gesagt. Und wie Hug von minein Herr Landvogt immerdar müsse» wellt, ob er friden an im prochen hett oder nit, sagt er, ich red nit, daß ir friden prvchcn haben ald nit, ich will min Herren darumb lassen erkennen. Redte Hug von Landenberg, ob er in wellte züchen, sin vatter hett in doch nie mögen züchcn. Min Herr Landvogt sagte auch dickermal zuo im, er sollt im uß dem hus gon und in in dem sinen unüberlonfen und mit friden lassen; er bclib aber mit sinem knecht immerdar da, bis Lienhart Schmutz kam, der brächt in hinweg." (Folgen weitere Aussagen zur Bestätigung). 3. „Und so sait Joachim von Rappenstain, genannt Mötteli, sesshaft zuo Wellenberg, es habe sich uf am tag begeben, daß er in mins Herr Landvogts hus wär und darin tränke; da wurden der Landvogt und er mengerlai ze entrcd, und wie sy also bi enandern säßen, kämen Sigmund von Laudenberg und der Schmutz, und fieng Sigmund an mit dem Landvogt ze reden, wie sich am Handel hett verlofsen zwischen im und Hngcn vor Heini Cappelers hns, als er wol wüßte; das wär inen baiden laid, und bäten in, daß er als wol tät und die fach nit zum höchsten nfncm; dann hett er inen gcfolget, so hett ers on zwyfel nit tuan, und hett villicht ain guoten trunk, . . . und bäten in fast, daß er (das) best tät und am ding am ding ließ sin, daß nit etwas bösers darus cntsprnng Hugen halb. Antwurtc min Herr Landvogt, er hett sin pitt von ir baider wegen verstanden und söllt müssen, daß er in dess für sin Person nit entgelten lassen wollt, das Hug im tnon, und wellt im fürhin tnon als bishar; aber dwil er nüts anders gegen Hugen gehandelt, dann das er vermainte, im als aim ampt- mann zetuond zuostüende, nud über daß er mit im in fridcn stüend, vermainte er, Hng hett wol gmächcr tnon, so doch setz sunst vil ufruoren ander den puren wären, achtete ouch, daß Hug deßhalb über den friden mit im gehandelt und fridcn an im prochcn hett; darumb so ward er sölichs sincu Herren nit unanzaigt lassen und wellt im uf jetzigen tag gen Baden verkünden, minen Herren das fürhattcn und sy darus lassen machen, das si billich sin bedankte." Folgen Details über den Wortwechsel zwischen Hng von Landenberg und dem Landvogt, ze., Ziffer 2 ergänzend. St. A. Lucern: Missiven (Original.) Zu f. Zu bemerken sind folgende Acten i 1) 1525, 25. Juli (St. Jacobs Tag), llri an die Boten von Lucern, Schwyz, Ilntcrwaldcn, Zug, Glarus und Appenzell in Rapperswyl. Antwort ans das schriftliche Begehren, daß die diesseitige Botschaft auch in Gegenwart deren voil Zürich mitsitze zc. Man bleibe bei dem Befehl, den die ganze Landsgemcinde beschlossen habe, in der Hoffnung, daß die sechs Orte das nicht übel deuten; „denn es im allerbesten beschicht, nit in Meinung, jemant dardurch zc verachten, sundcr dicwil sich die von Zürich mit ir(cm) glonben also sündrcnt, darns für und für vil unruow erwachst, söllt man sich von inen.auch billich sünderen, bis sy sich erkannten und sich mit uns im glonben vcreinbartint zc." St. sc Luc-rn: MMve». 2) 1525, 31. Juli (Montag nach Jacobi). Lucern an die eils Orte. Auf dem letzten Tage zu Rapperswyl haben sich die Eidgenossen von Uri erklärt, sie wollen künstig neben Zürich nicht mehr sitzen zc.; Luccrn und wohl auch andere Orte seien der gleichen Meinung, weil sich Zürich der Mehrheit nicht gleichförmig machen, sondern auf seinem Mißglauben beharren wolle. Damit man nun über diese und andere Sachen Nachschlüge fassen und handeln könne, so verkünde man hiemit allen Orten (ohne Zürich) einen Tag in Lucern auf St. Laurenzen Tag. K. A. Schaffhuuscn: Corr. 3) 1525, l. August. Bern an Zürich. Antwort auf die Beschwerde über Lucern und Uri. Man könne dießmal keine „lautere" Antwort geben, da man dem Voten auf dem jetzigen Tage zu Lucern den Befehl gegeben, in der Sache zu thun, was zu Lob und Nutzen gemeiner Eidgenossenschaft diene; dabei bitte man aber Zürich herzlich, es möge sich in dem Antrag, den die Eidgenossen vorbringen werden, gutwillig und bereit finden lassen, Juli 1525, 74Z damit Friede »nd Einigkeit erhalt«, werden. Weiter könne man sich nicht anslassc», bevor man die Antwort kenne, die es den Boten geben .verde, ^ S.,«, Zürich - A. « 1525 23 -)»li (Sonntag »ach Magdalene), St. Galle», Deran, Cammercr und Capitel zu Rorschnch an die'eida Boll-n st. Nappcrswyl. „Es ist'uns znokonunen ei» n.issivc, von Bade» nsgangen von nnser» gnii- dia-n h -r.cn "den »n» Orten, dnruS wir verneinend ettich artikel, so wir sollind enpitnlaritcr gehandlet habe», E G entaeae» »nd underwärtig sin, Zun. ersten sollend ir , , wissen, daß .vir unscrs willens oder verstand(s) keinen artikel wettend angesehen haben, so zno nsrnor (dienen, oder .vidcr a.» ersan.e oberke.t s.» ...richte, d.e.vil das bell wider das göttlich work wäre, das da heißt einer oberkeit gehorsam si». »nd wer ir widerstnei.d, der tlät wider aalt Als zno nnsern Ztztc» vil und mcngcrlci schribenS »mbgesnert w.rt »nd n.engcrle. lere gcbrncht ist" dardnrrh das voll gcnnrüc.viget ivirt, damit frid »nd einikeit gehalten werd, habend nur uns etlicher puncten entschlossen die .vir vertrn.vend göttlicher und heiliger gschrift ge.näß sin. »nd diesclbigen nnsers Verstands gnot sin u .o rnewign.achnng der gewissen. z»v ver.niden die ....nütze» satznng a.ner todsnnd »nd des banns, diewil tlick.s nn. mit wirt nachgelassen, so doch ».englichen, »nd allen eristen sr>, s.» sölte. Habend in vergangnen tage» man. oberkcitc» und gc.nainden angesehen, hinder denen ..»sers cap.telS pfarre» liegend, daß durch die Priester „illnq sölle .... canrlcn gcbrncht und gelert werden, so nit n.it grnnd göttlicher he.Iger gschrift baider Testament „.üo erhalten .verde» als da ist eine ersan.e landschaft nnser Herren von Appenzell, statt S. Galle». ...ins gnä- ^ vo» S' Gallen nottshuslüt, das Nintal, und darnf geordnet strafen, etlich gmaindc», die pfarrer so s.'/ll'ren .vnrdind ».enschlich satznng. die wider die gschrift wärend, etlich oder sölich (?) n.it rnoten usschlachen oder stein an die fneß henken und darzno 500 fl. vertröstet, etlich von den psrnonden zno vertriben und verjage» und ei ^v..k o.n'ebt stn sölichcr .......ob nit wenig gc..r,nchet habend die sastche» Propheten, jo man lese. häiß" mst'verwerfnnq aller n.enschlicher satznng. so »f die beschwerd der gewissne ...st) des g.sts sind (t)rnch.en / e.- NN b«. eanrlcn widerschruwc», vcrsucrcr geheißen, d.cb und Mörder bejchnlten und uns zno veAr ben die kilchen verursacht, wo wir unser leer nit n.it den. wart hailger göttlicher gschrift bestäten mochtend. Oj / . , »»der den pr.ejtern wurde gehalten, zno undcrtrucken unrnow, d.e.vil unst-r D.....t und ouch wd Md ^ h.uig„ gschrift habend. Und b.) sölich.... anseche» a»gc,c,cn ar > r znogcsandt, ,in gnad gcbette», hcttend wir »it geschicklich gehandlct, ...sterm S"ad.gen hen ' von^ i da>, st» gna o I capitcl zno wissen thno» ivordcn und bittlich crsnocht, u»S in gnaden m.wst j- will ", ^ »-isl-iid, >" iiiis.r i»i»-il-«iz d-niS-ii,, bin und b-g-r-», i»d ««d grnnv sin) der gs , 1 s xßchen, uns bl) solichcn artiklen lassen zno beliben, dann snnst »Iis »nrnob eer gotlcs, ouch ha. im l besseren Verstands und bericht abwichen sölltcnd. ,md .« Mi «i-ch-ii iich,, »ich.s sii.jii-n.m.ii, da.-b Miii,. mikiaii.» -d-r widn- » -b" .m-chmsm«^ di,mn s-ii.,,,; w. im. ». °w.« imll.ii- willen gehalten werde», a.' , ^ befolchen sin und alls unser thuon und nndergebend und bitte» um Ü '' ordnungen werdend gestellt von üch, . gegen lassen > , ßochloblichcn Aidgnoschast, als wir uns wol geschehen werden versehe», unser., k.lchc» »nd , .„.borsain sin und das besser mit dank annemcn, och unser anschcn, umb frid wellend w.r allzyt einer ^ euer gnaden n.ißfcllig spcnd, wellend uns anzeigen und gegen unseren und einikeit willen gc, ' , ,^) wellend wir an zwifcl darin handle», daß E. G. uns gehorsam und kilchen und gmc.ndcn nn-' ^ i ' .. . ^itcrs und anders habend disc unser bellten Kescheid und antwurt nndertenig oder gnotw.ll.g erfarend . .. ^ ^ zu eroffne..." 744 Juli 1S25. SS4. Zess. 1525, 25. Juli. Staatsarchiv Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 6, Nr. 40. Acten Kleggau. Kantonsarchiv Solothttrn: Abschiede, Bd. XIII. Kaatollsarchiv Basel: Abschiede. Der fürstlichen Durchlaucht von Oesterreich Hauptleutc, Räthe und Coimuissarien haben auf die sonderliche Bitte und Unterhandlung der Rathsbotschaften von Zürich und Schaffhausen den Gewalthabern und Gesandten gemeiner Bauersame der Grafschaft Kleggau, Küssenbergher) Thal und Thiengen folgenden Vertrag bewilligt'''): (I.) Nemlich daß sich dieselben puren all uinb ir begangen Mißhandlung in gemelter f. D. von Oesterreich ('straf, gnad und ungnad') begeben, und erstlich (2 ir zwei 2) fcnnlin, darnndcr st) wider sein f. D. zogen, und darzuo all ir Harnasch, büchsen und mccr, ausgenommen ir legen, (ch des tags und^) auf dem platz, daruf sy nachfolgend Huldigung thuon werden, von inen geben und ans ein Hufen legen, doch daß auf sonderlich beschehen fürbitt, nach Vollendung der Huldigung und sölichs irs gehorsamen überantwurtens inen ire lange wecr und Harnasch, ausgeflossen die fennlin, alle büchsen und geschoß, (' wider aus gnaden vergönnen, bis auf widerruefen und wolgefallcn f. D. von Oesterreich und ircr herschaft von Sulz, zuo Händen ze nemen, und sobald st) deß begeren, die ze stund hernach wider zuo nberantwurten an cnd, dahin s>) bescheiden werden; bei welchem aber hierüber weiter onerloubt seiner oberkeit fendlin, büchsen oder ander gefchoß gefunden, der soll an seinem leib und gast gestraft werden, und die gcltstraf halber f. D. von Oesterreich, und der ander teil ir Herrschaft von Sulz zuogehören.') (II.) Zum andern füllen st) irm gn. Herrn von Sulz von neuem swörcn, scin(er) gnaden getrew, gehorsam und gewertig ze sein, irn nutz ze fürdrcn und schaden ze warnen und wenden, und alles das ze thuon, so st) sein(en) vordem und im hievor gethon haben, und sich mit sein(er) gnaden umb seiner gn. znogefüegtcn schaden nach zimtichen dingen auf das allerfnrderlichist vertragen. Wo es aber güctlich nit sein mächt, so soll es (' zuo f. D. oder dero verordneten Räten entschaid ston') und dabei auch ungewegert bleiben. (III.) Item st) füllen in irn kirchen alle cristenliche ordnungen, wie von alter her, hinfüro ouch halten und davon kein ändrung beschehen lassen; was ouch von den kilchen oder kilchenpflegern genommen worden, dasselb wider bezalcn. (IV.) Item die radlinsiercr füllen gestraft werden nach eins jeden verschulden und verdienen. (V.) Item sy sollen hinfür kein bruoderschnft mer haben noch gemeinden wider ir oberkeit halten, noch sich sonst rotten, bei vcrliernng irs lebens. *) Wir fügen als Noten die zu Zell am Iii. August f. vorgenommenen Aenderu Ilgen bei; es werden aber diejenigen, die ans den Inhalt keinen Einfluß haben, nicht berücksichtigt. I. ch „straf und gnad" — 2) ^ Sonntag vor Verena". t) „ze stund uß gnaden wider zuo neu Händen ze nemen vergöndt. Daß ouch das ein vendlin, so sich die puren blamver und weißer färb gebraucht, nach ir überantwnrtung durch f. D. Commissari den(en) von Zürich zugesandt und sy damit als einem bütpfennig vereert, doch mit dem underscheid, daß es fnrter disc» puren mit nichten mer zuo iren Händen verfolge. Bei welchem aber hierüber weiter onerloubt seiner oberkeit büchsen oder ander geschoß erfunden, der sott zum ersten um zehcn gülden, und ob er das nit vermitt, zum andern mal um zwenzig gülden, und so das zum dritte^ mal bei im gefunden wind, fürter sein leben lang gar aus aller der Herrschaft Sulz gebieten gestraft, ouch meiner mer ingelasscn werden, und die geltstraf allweg halb f. Dt. und der ander teil ir(er) Herrschaft von Sulz zuogehören." II. ') „nachgemeldter gestalt (s. Art. XIII) zuo obman und zuosätz güetlichem oder rechtlichem sprach und entscheid stan." III. „Was die underthanen von den kirchen oder kirchenpflegern genomen oder cntlechnet, dasselb (sollen) sy wider bezalen und bekeren." Juli 1525. 745 (VI.) Item s>) söllcn sampt noch sonders hinfür niminermer kein stürm an gloggcn schlagen noch anzicchcn, noch onch die kirchhöf und kirchenthürn weiter, dann wie sy setz sein, nit befestigen, dann mit sonderm gonst und vorwissen irer Herrschaft oder derselben vögt und statthafter, 4) bei verwirkung und verlierung ains jeden, dcrs überfcert, leib und leben. (VII.) Item jedes dorfi) soll f. D. zuo straf und prandschatzung von jedem hus vj gld. r. geben; doch soll der reich dem armen in sölchem anlegen (2 zno hilf kamen,2) und soll das halb gelt (^ von heut dato in zwcinzig tagen, ^) und das ander halb teil auf Weihnächten nächstkünftig bezalt werden. Und (4 welches dorf sein summa auf gcmelte zil nit bezalt, dasselb verbrennt und geplündert,4) aber witwen und waisen söllcn in disen bcswerden nit angelegt werden. (VIII.) Item die so nit mit den puren in ir pruderschaft gewesen, söllen in sölchem anlegen »it beswert, sonder ob inen schaden zuogefttcgt worden war, derselb soll inen von den nnderthonen widerlegt werden. (IX.) Item den abgewichnen, so sich in obgemelte straf und begnadigung nit begeben, soll weib und kind Hinach geschickt, auch all ir guot genomen, und dasselbig soll halber der f. D. und der ander halb teil ir Herrschaft von Sulz zuogchörcn. (X.) Welcher onch ein abgewichen ersticht oder umbringt, der soll nichts verfrevelt haben. (XI.) Wo aber ein abgcwichner gefangen wirdct, derselb (soll) an dem ort, da er nidcrligt, von der oberkcit daselbst (4 an sinem leben 4) gestraft werden, doch f. D. den abgewichnen gnad mitzctailen vorbehalten. (XII.) Die nnderthonen söllen onch bei iren ciden schuldig sein, die abgctrettcn, wo sy die bekommen mögen, fänklich anzencmen und irer oberkeit zc nntwurten. (XIII.) Gegen sölchem allem, und damit sich kein underthan zuo beklagen Hab, soll inen, ob sy vermeinten, von ir Herrschaft unbillich beswert, dasselb f. D. von Oesterreich zno beklagen vorbehalten sein, und sobald sein f. D. dermaß von den nnderthonen angcsnocht, alsdann unverzogenlich sein f. D. ire Rät und Commissari, der fachen unpartysch, darzuo ordnen, und dieselben an gelegne malstatt, allda man aus der grafschaft Kleckgöw ungcfarlich in aincm tag reiten mag, tag fürnemcn, die partycn erfordern, verhören, und wie die Herschaft und underthan aldnnn durch dieselben nmb all fachen und jede besonder güetlich und rechtlich entschaidcn, gewiscn, oder mit recht gesprochen, dem soll von jedem teil, on alles ferrcr wegcrn, appellieren und auszüg gelebt und nachkommen werden. Doch soll keitt underthon mitler weil mit der gehorsam!, so er hievor in allen fachen seiner Herschaft gethon hat, stillstem, sonder die bis in (zuo) erörtrnng der fachen thuon und volziechen. VI. 4) Eingeschoben: „es sei dann über ir Herrschaft widerwärtig sind, für oder wassernot, und sonst in kein andern weg." VII. 4) Eingeschoben: „Hof und weiter." — ^ „sijrsetzen und zno zimlichen zilen wider von im inziehen." 2) „uf Sonntag nach Verenä schierist" (3. Sept.). 4) „Und durch wölchen oder wölche die setz bestimmt summ nf angezeigte zil nit bezalt, der oder die selben sollen sürter zwpfach sovil, als jeder anderer, so gehorsam erschint, one gnad verfallen sein, und von welchem oder welche» jölich doppelt brandschatznng bis zuo ansgenden Wienachten nächstkünftig onch »it bezalt wirdet, der oder dieselben sürter nß aller der Herrschaft Sulz gerichten und gebieten sechs jar die nächsten gar nit mer darin ze kommen noch ze wonen, schweren." IX. „All der abgewichnen, so sich in obgemelte straf und begnadnng nit begeben, Hab und gnctcr, sy rüere» von mannen oder iren frowen her, söllen gleich halb geteilt, und der ein halb teil durch f. Dt. und (die) Herrschaft Sulz zuo " iren Händen, das onch mit einander» zu teilen,^ genomen, und der ander halb teil des abgewichnen weib und lindern zugehören." X und XII hnd zusammengezogen, und zwar der letztere in etwas breiterer Redaction vorausgestellt. XI. 4) „mit recht, wie sich nach desselben gerichts oder ends gebruch und ordnung zu thun gebürt." XIII. „Gegen solchem allem, und damit sich kein underthan zu beklagen Hab, sollen mein gnädiger Herr von Sulz und zu gleicher weis die pursami, jeder teil besonder, zwei, oder dry, welche anzal Herrn Graf Rudolfen am gelegnisten sein will, unpartigisch verständig man zu Zusätzen, und die s. Dt. zu denselben ein(en) obman gebe», solich obmcm und UI 746 Juli 1525, (XIV.) Zuoletst so ist f. D. lind meinem gm Herl» von Sulz sölichs zuozelassen oder abzuoschlachen und darzuo den gesandten zuogelasseu, sölich vertrag und abred hindersich an ire gemeinden zuo bringen und dieselben bis Montags nächstkünftig zuo oder abzuoschlngeu, und wo die undcrthoncn das zuosngen wellen, so sollen st) das thuon und auf ire gegeben glait crschinen mit vollmächtigem gcwalt aller irer gemeinden, onch fnrter ein fürderlicher tag fürgenomen und connnissari auf ein gelegnen *) platz geordnet (werden), so die Huldigung inhalt diser artiklcn anfnemen (sollen). (XV.) Und mittler zeit soll dhcin pnrtpg gegen der andern nnts tätlichs handlcn noch fürnemen; Iva aber nit, soll sölich abred menklich unvcrgriffen und unschädlich sin. Actum Zell am undersec am rrv. tag Julii Anno ?c. rrv." Wir lassen noch eine Auswahl von Acten folgen: 1) 1525, 18. Juli, Zell. F. Dt. oberster Hauptmann w. an Zürich. Die Gesandten der Eidgenossen, die vor einiger Zeit zu Watertingen erschienen, haben sich ans gestelltes Ansuchen, gemäß der Erbeinung keine Feinde des Hauses Oesterreich einzulassen oder zu dulden, dazu geneigt erklärt; man habe auch vernommen, daß Zürich in seinem Gebiete entsprechend gehandelt, höre jetzt aber, daß Herzog Ulrich von Würlemberg und die von Stein offene Feinde des Gotteshauses Oeningen anfcnthnlten; weil nun das der Erbeinung zuwider sei, so bitte man freundlich, bei Herzog Ulrich und denen von Stein zu verschaffen, daß sie sich der bösen entlaufenen Bauern entschlagen, w. w. St, A. Zürich: A, Oestcrrclch. 2) >525, 22. Juli, Innsbruck, Ferdinand, Prinz m. ?c., an Zürich, Verdanknng des während der Belagerung der Stadt Zell bewiesenen guten Willens, und Ersuchen, auch ferner das Beste zu thnn und den Entwichenen keinen Aufenthalt zu gewähren ?e. n-, n>. 3) 1525, 28. Juli (Freitag nach Jacobi), Küssenbcrg, Hs. Jacob von Heideck an Zürich. Er vernehme, daß die Bauern den zu Zell verabredeten Friedcnsvorschlag nicht annhcmen wollen; damit sie. über die Folgen besser unterrichtet werden, habe er ihnen gerathcn, Zürich um einen oder zwei Boten zn bitten; ob das geschehen, wisse er nicht. Nur als unverbürgtes Gerücht melde er, daß sie vorhaben sollen, nach Zürich und Schaffhansen ?c. zu kommen. St. A. Zürich: A. KlcgglM. znsätz nf ansuchen der partycn, welche das thut, beid theil zum fürderlichisten und unverzogeulich au gelegen ort in der oberkeit Sulz oder sonst au gelegen nialstatt, dahin man aus der grasschaft Kleggöw nngcfarlich eins tags reiten mag, tag fürnemen, der pnrsami artikel nnd beswerden, so sp gestellt Hand, verhören nnd allen möglichen fleiß ankeren, sy derhalb giietlich zu vereinen; wo aber die gütlicheit nit verfleug, jeder theil allweg in manotsfrist nach einander sein klag, antwurt, replic nnd dnplic und was er getraut zu genießen, in schrift stellen, dem obman von mindern kosten nnd tagsatzung wegen dnplicrt zuschicken, nnd so also von jedem teil zwo schrifte» nberantwurt, fürter durch obman nnd zusätz widerumb tag zu endlichem mündlichem beschluß an gelegne malstatt, wie vorstat, gesetzt und durch dieselben in sechs monaten den nächsten nach der aurufung, one lenger verziehen, es begäb sich dann, daß durch lcistung kundschaft oder andren eehasten Ursachen und notdnrft (des) obmans und (der) znsätz oder ordnung rechts dest länger müßt verweilt, endlich austragen, nnd wie sie alsdann durch solich obman und zusätz rechtlich entscheiden, demselben von jedem teil one alles ferrer weigern, appellieren nnd auszng gelebt nnd nachgegangen werden. Doch soll kein underthan mittlerweil mit der gehorsam!, so er hievor in alleu dingen seiner Herrschaft gethan hat, stillstan, sonder die bis zn erörtrung der fachen thnn und vollziehen." XIV. XV. „Und solich abred soll bis Zinstag nächst (22. August) endlich zu oder abgesagt werden." Actum Zell 18. August. K.A.Basel: Abschiede. *) Von hier an mußte dieser Act aus einer andern Eopie (Zürich: A. Kleggan) ergänzt werden. August 1525, 747 sss. Mern. 1525, 1. und 2. August. Staatsarchiv Bcr»: Allg. cidg. Abschicke, X, x. Sil. Raihsaianual SN. 20V, p. Iii—lso. Kantonsarchiv Areibnrg! Murlncr Abschiede, X, t, es. Si. Jahrrechuuug der Städte Beru und Freiburg, für die Vogteien Grandson und Grasburg, Gesandte: Frei bürg. (Haus) Krummenstoll; (Wilhelm) Schweizer, Seckelmeister. Nachdem die Botschaften beider Städte den Schitwald zu Schwarzenburg besichtigt haben und denselben als Hochwald ansehen wollen, der mit Zins beladen sei, ist auf den Einspruch deren von Schwarzenburg, ihr Begehren, sie bei den alten Freiheiten bleiben zu lassen, und infolge Besichtigung ihrer Briefe erkattnt, die von Schwarzenburg mögen in diesem Walde wohl schwenden nnd reuten, doch mit Schonung des Bau- und Schindelholzes; auch ein jeweiliger Vogt darf darin schwenden, „Vorsätze" und Weiden machen, wo es ihm gezeigt wird; wer da schwendet, soll nur seine Arbeit bezahlen lassen, wie bisher, Hiemit bekennen die Schivarzenburger, den Schitwald von den Herren innezuhaben, I». Der Vogt von Grasburg soll Jeden, der am letzten Sonntag Garben gebunden und eingeführt hat, um 6 Pfund büßen: jeder Stadt 2 Pfd., der Kirche 1 und dein Vogt 1, Sodann soll er gebieten, die Sonn-.und Feiertage wie von Alter herzu halten; wenn aber Ungewittcr einfiele, und Korn oder Anderes, nachdem es lange gelegen, dadurch verderbt würde, so mögen „sie", mit Erlaubnis) des Kirchherrn, an gewöhnlichen („schlechten") Feiertagen es aufbinden, sammeln und einführen, v. Eutscheidiuig über eine Klage des Zieglers Frankens Amiet gegen Ludwig und Glando Violet, «i. Die Boten von beiden Städten, die mit dein neuen Vogt zu Grandson aufreiten, sollen Gewalt haben, mit dem Herrn von St. Martin die Zehnten auszumarchen und über den Span zwischen Glando von Gleresse nnd dem Kirchherrn von St. Aubin („Hobin"), die Zehnten ans dem Berg Provence betreffend, Kundschaften zu verhören und die heimzubringen, einstweilen soll der Vogt den Zehnten zu unparteiischen Händen nehmen. Ferner sollen die Boten untersuchen, was an der Aussage des Luquet von Bonvillars sei, daß die Herreu von Grandson an eine Capelle zwei Maß Oel gegeben, v. Auf die Bitte der Botschaften beider Klöster zu Grandson wird die Princessin von Orange schriftlich ersucht, denselben ihren Salzzins ivie vordem verabfolgen zu lassen. 1'. Denen von Onnens ist der früher mu den Pförtner zu Montenach bezahlte Garbenzins nachgelassen, weil sie mit andern großen Zinsen beladen sind; wenn aber das Schloß gebaut wird, sollen sie den Zins wieder entrichten. M. An die von Iverdon wird im Namen beider Städte geschrieben, sie möchten den Spruch betreffend die Wege und Rechtsameu deren von Grandson und Montenach am Moos beobachten, damit Kosten erspart würden. Da sich die Salzführer von Grandson beklagen, daß die Zoller zu Montenach ihnen den Zoll absordern, so wird „geratheu", sie sollen den Zoll entweder in Grandson oder zu Montenach entrichten. I». Ungeachtet der von Etlichen eiuge- legteu Klage, daß Zinse von ihnen gefordert werden, die seit vielen Jahren unbekannt seien, ist dein Commissar befohlen, in der Sache vorzugehen, i. Dem Prior von la Lance, der früher die Freiheit erworben, die dem Kloster um Gottcswillen vergabten Güter nicht „erkennen" zu müssen, wollen beide Städte die gegebenen Briefe halten, it.. Den Büchsenschützen von Grandson wird für diesmal ein „Schürlitztuch" geschenkt. I. Der Wirthin zu Dvonand, Glanda Nanz (?), schenkt man das Dach für ihr neu gebautes Haus. »>. Dem Pierre Mayor von Wiflispnrg wird geschrieben, er solle den Gesellen, der einen Priester zwischen Pfauen und dem Chandon („Chandelbach") geschlagen, um diesen Frevel nicht berechtigen, da derselbe in der Herrschaft Murten begangen worden. Die von Salvenach, denen jüngsthin ihre Häuser abgebrannt sind, mögen im Galm Bäume zu 748 August 1525, Schwellen und Stützen fällen, doch so unschädlich wie möglich. Nachdem kürzlich Boten von beiden Städten zu Schwarzenburg gewesen, um im Dorf ein Haus für den Vogt zu suchen, das man kaufen würde, hat man jetzt verabredet, daß die Boten ab der Rechnung für die Herrschaften Murten und Orbe von Freiburg nach Grgsbnrg reiten und Werkmeister mitnehmen sollen, um sich zu überzeugen, ob man das dortige Schloß noch bauen könnte oder nicht, z». Sodann ist beschlossen, ein neues Zinsbnch für die'Herrschaft Schwarzenburg zu machen, und der Stadtschreiber von Thun damit beauftragt, wozu der alte und der neue Vogt ihm Beistand thun und ans einen bestimmten Tag die llnterthanen berufen sollen. «4. Ferner ist verordnet, daß die Vögte der vier gemeinen Herrschaften bei der Rechnung dem Stadtschreiber, „unter" deni sie geschieht, künftig 1 Gl. rh., den Unterschreibern 1/2 Gl. und den Läufern, Reutern und Weibeln das bisher liebliche geben sollen, 1. Da die Pfarren zu Grandson und Giez vacant sind und vielleicht von Kurtisanen angefallen werden, so ist dem Vogt befohlen, die Hand ans deren Güter z» schlagen und sie zu schirmen, jedoch der Eollatur des Coadjutors von Basel ohne Schaden. 8. Endlich soll er dem Jacques Dagonne h?) von Onnens und Pierre Gonin, Amtmann von Montenach, jedem einen Rock von Freibnrger Tuch geben. 4. Dem jungen Jean Cottables und den alten Gebrüdern von Orbe hat man eine schriftliche Empfehlung an den Bailli zu Lausanne vergönnt, daß er sie ohne Verzug zum Recht kommen lasse; wenn aber das fruchtlos wäre, so hat der Vogt in Orbe Befehl, die Güter der Gegenpartei in der Herrschaft Echallcns in Haft zu legen, bis zu Anstrag des Rechten. Das Freibnrger Eremplar ist datirt „Montag prima Augusti und Zinstag darnach"; Montag ist aber öl. Juli. Die Freibnrger Sammlung hat als Beilage die Rechnungen der Vögte zu Graudsou und Grasburg, Peter Arseut (.„Urgent") und Ulrich von Englisperg, abgelegt auf Dienstag vor Oswaldi (1. Aug.). Zu « und t. Lateinische Special-Abschiede dd. ultima lulü). Vgl. übrigens ,1. TS«. Areiömg. 1525, 7. und 8. August. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, V. p. 47. KantonSarchiv Jreiburg: Nathsbuch Nr. 43. Jahrrechnung der Amtleute zu Orbe und Murten. Gesandte: Bern. Licnhard Hübschi, Seckclmeistcr; Konrad Willading,.Venncr n»d des Raths. Da die Klosterfrauen zu Orbe die beiden Städte jährlich um ein Almosen ansprechen, ivobei sie Kosten haben, so ist beschlossen, es soll ihnen der Vogt daselbst jährlich 4 Mütt Korn, Lausanner Maß, verabfolgen, so lang es den Herren gefällt. I». Dem angehenden Vogt soll man befehlen, ihnen für das künftige Jahr im Mai Holz fällen zu lassen, so unschädlich es immer zugehen mag. e. Auf die Beschwerden der Muriner gegen ihren Kirchherrn ist nach Verhörung des eingelegten, vormals von den beiden Städten geinachten Briefes verordnet, daß der Kirchherr sie mit einein deutschen nicht-lutherischen Helfer versehen solle, der nach Erkenntnis; der Stadt, die jeweilen die Appellation hat, genüge; damit sollen sie sich begnügen. «I. Die Gottesgaben betreffend, die seit dem eben erwähnten Brief geschehen sind, wird für gut erachtet, daß der Kirchherr behalte, was er hdavon) empfangen, mit Ausnahme der liegenden Güter und der Gülte», die den Kirchmeyern übergeben und an Kirchen- August 1S25. 74 g baute» »ud Zierden verwendet werden sollen; was künftig an solchen Gaben fällt, gehört dein „Heiligen" und nicht dein Kirchhcrrn zu, mit Ausnahme der Stiftungen für Vigilien, Jahrzeiten und Messen, die dem Kirchherrn oder dem Helfer zudienen, je nach dem Willen der Stifter, v. Den kleinen Zehnten sollen die von Murtcn ihrem Kirchhcrrn geben ivic von Alter her, I. Die Priester von Mnrten beklagen sich über die Znmuthnug der Bürger, Tcll und „Bnrgwerk" zu leisten und in Kricgszeiten nicht freier zu sein als die Laien, während sie von der Holzvertheilung ausgeschlossen seien. Erkannt- Sie sotten (frei) bleiben wie von Alter her; dagegen sind die Muriner nicht schuldig, ihnen künftig Holz auszutheilen. K. Da der Verdacht geäußert wird, daß die von Mnrten Holz austhcilen, das den beiden Städten gehöre, so soll der Schultheiß Hand darauf legen, damit man die Wahrheit erfahre, I». Betreffend Richard Schleichkübli's Güter wird wie vormals verfügt, es sollen die vergabtcn zusammengelegt, die Schulden bezahlt, die „vcrpönigten" Güter damit gelöst und um die liegenden Stücke das Recht gebraucht werden, I Die Priesterschaft von Murtcn hat seit zwei Jahren nach der Stiftung des genannten Richard „gedient," für ein Jahr den Zins empfangen und dafür Pfänder einsetzen müssen; nun bittet sie, ihr das nachzulassen. Da sie den Zins erhalten, bevor die Vergabung widerrufen worden, und das Hauptgut noch vorhanden ist, so wird ihrem Begehren entsprochen, Ii,. Nachdem der Schultheiß einen Glaser gefangen, der etliche Bilder zerschlagen hat, ist ihm befohlen, denselben peinlich fragen zu lassen und vor Gericht zu stellen, wenn er dessen geständig wird. I. Da der Meyer von „Lustrach" einen Brief um einen Zehnten, den er innehat, nicht zeigen will, weil solcher viel weiter greift, so soll der Landvogt zu Orbe darauf „fallen" .und ihn nicht von Händen geben ohne Vorwissen beider Städte. i»i. Dem Bannwart von Libistorf und Etlichen von Gnrmels, die das Recht haben, im Galm zu fahren, aber dem Schultheiß zu Murtcn das Hnhn nicht bezahlen wollen wie Andere, ist zu schreiben, man lasse ihnen das nicht nach, i». Dem Vogt von Orbe hat man für seine guten Dienste an seinen Bau 40 Pfund geschenkt. «. Der Statthalter von Echallens erhält als Lohn bis auf Weiteres 20 Köpfe Korn, K». Des Richard Schleichtübli sel. (Witwe) bittet um die Vergabung, die ihr Mann für sie gethan. Es wird aber der obige Beschluß bestätigt, «z. Die 10 Schilling Ncchnunggeld, die der Schnltheist von Mnrten schuldig gewesen, hat der Vogt von „Scherling" (Tscherlitz) zu bezahlen, was ihm an seiner Restanz abgezogen wird. 1. Im Bcrncr Exemplar ist diesem Abschied die Copie eines Briefes vom 7. August angehängt, der unter Vermittlung der Berner Gesandten die Abtretung von etwas Land an der Sense, zum Ersatz für weggeschwemmten Boden, an genannte Personen bewilligt, 2. Das Freiburger Nathsbuch hat ein flüchtiges Concept, das zum Theil nur aus Andeutungen besteht. Wir tragen nach, was der Abschied vermissen läßt, daß Hans Rudolf von Dießbach als Vogt zu Grandson, Wilhelm Hertcnstcin als Vogt zu Grasbnrg schwor. SS7. Lucern. 1525, n. August f. (Freitag nach Laurenzen f.). ».aa.sarchiv Luc-.'» - Allgemein. Abschi.de, II. k. 7!>. Staatsarchiv Zürich: Tschad. Abschiede-Sammlung, Bd.«, Nr. ,s. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede. V. », II.->. KantonSarchiv Areiburg: Abschiede, Bd. 57, Bd. °5. KantonSarchiv Salach.»'»: Abschiede, Bd. XIII. KantonSarchiv Scha.chanse»: Abschiede. Gesandte- Bern Venner (Peter) Stürler. Lncern. - Uri. Ammann Troger. Schwyz. Vogt Reding. Obwalden. Amman» Halter. Nidwalden. Ammann Lussi. Zug. Thomas Stocker. Glarus. Ammann 750 August 1525. Mad. Basel. Caspar Koch, Salzherr. Frei bürg. Venner Schnewly. Solothuru. .Vogt (Haus) Hugi (alt Bauherr). Appenzell. — (Lucerner Absch.) tt. Jeder Bote kennt den Handel zwischen dem Landvogt im Thurgau und Hugo von Landenberg. Es sind nämlich gute Knudschaften vorhanden, woraus sich ergibt, daß derselbe den Frieden gebrochen und den Land- vogt schmählich beschimpft, in seinem Hause „überlaufen" und mit stolzen trotzige» Worten herausgefordert hat. Heimzubringen, ob man das als einen Friedbruch behandeln, und wie man ihn strafen wolle, um seines Muthwillens, den er nicht nur gegen diesen, sondern auch gegen andere Landvögte und Ehrenlcute getrieben hat, endlich los zu werden. I». Da die Frau von Valeudis und der Herr von Wattemvyl sich beschweren, daß die Neuenburger gegen Urtheil und Recht ihnen Vieh weggenommen, und Bern erklärt, daß es Gewalt mit Gewalt abtreiben würde, wenn solches wieder geschähe, so wird darüber ernstlich an die Neuenburger geschrieben. «?. Heimzubringen die Frage Solothurns, ob ihm die Eidgenossen etliche Tagwen und „Beschwerden" wollten zu kaufen geben, welche die von der Zihl der Grafschaft Neuenbürg schuldig sind. «I. Es wird angezogen, wie der Herzog von Würtemberg die eidgenössischen Voten, die sich in Mümpelgard für die beraubten Kaufleute verwendet, schlecht behandelt und abgefertigt hat. Heimzubringen, ob man ihm und den Seinigen das Geleit med die Burgrechte anstunden wolle, und auf nächstem Tage Antwort zu geben. «?. Schaffhausen entschuldigt sich schriftlich ^ über sein Ausbleiben, indem auf St. Laurenzen Abend (9. August) in der Stadt ein Aufruhr begegnet sei. t. Betreffend die Verleihung des Hauses Tobel an Konrad von Schwalbach stimmen vier Orte abermals dazu, mit der Bedingung, daß er über seine Verwaltung jährlich Rechnung ablege, und daß die Eidgenossen für den Fall unschicklichen Verhaltens jederzeit offene Hand haben wollen, ihn wieder zu entsetzen. Da aber Zürich, Unterwalden und Zug auch diesmal nicht iustruirt sind, so sollen sie es wieder heimbringen und auf dem nächsten Tag Antwort geben. K. „So dann des hopthandels halb, darum diser tag angesetzt, (und als) geredt worden ist, wie daß etlich Ort fürohin nit wer zuo tagen by dero von Zürich Kotten sin wöllent .'c., und so sich jeder pott siner Herren und ober» befclh entschlossen und aber unglich in den antwurten erfunden sind, wie wol etlich Ort vermeinten nochmals guot sin, ein potschaft gen Zürich zuo schicken oder inen zuo schriben, deß (das) aber nit all potten in befelh gehept, sundcr etlich der Meinung, si) gar mit mcr ze pitten, und die wyl aber unfruchtbar und unerschicßlich, manu wir nit von allen Orten cinhällig wärind, mit denen von Zürich zc reden, old inen (ze) schriben, darum ist also abgeredt, uf bessrung unser Herren med oberu, ob man sich von allen Orten deß verglichen und eins werden möchte, nämlich mit inen die Meinung ze reden, daß sy von irem fürnämen abstan, die Helgen Sacrament und (gottsdienst?) nach cristenlicher kilchenordnung in ir statt und gebiet wieder anzcnemeu und nfzuorichten, meß lassen haben, ouch ander guot cristcnlich loblich brück) und alt harkomcn, wie iren lind unser vorder» an uns pracht, die ze halten, wie wir der vierteil der Orten die noch haltcnt, und sich uns in sölhen dingen glichförmig machen und thnon, als ir vordren gethan Hand. ^ Darzuo, wo zuo tagen uns Eid- gnossen bös mißHändel, so leider setz wider die eer gotts, unser lieben Frowen (und) der lieben Helgen gcprucht, deßglich wider die Helgen Sacrament und der cristenlichen kilchen ordnnng geprucht, und ander schmüchlich Händel, so jetz fürgond, so die zuo tagen anbracht und klagt werden, daß sy dann nit ußstan, wie sy bishar Hand thon, sunder by uns sitzen und sölich mißHändel helfen strafen und handlen. — Und soferr sy das thnon, desto lieber wöllent wir inen ouch bewysen und allwegen erzöugen alles guots, als unfern getrüwen lieben Eidgnossen, und die pündt trüwlich an inen halten. Wo sy aber das nit thnon, daß wir dann inen schlecht Harns sageut, daß wir fürohin kein tag mit inen leisten und sy uf kein tag bescheiden. — Söll) Meinung wie obstat soll jeder pott heimbringen, und (daß) uf nächsten tag darum entlich antwnrt geben werd, ja oder nein, ob man das thnon August 1526. 761 wöll oder uit, und ob man sölhs mit potten oder schriben nsrichten rvöll, wie jeder pott rueißt." I». Der Vogt zu Gottliebeu bringt im Namen des Bischofs von Coustauz vor, 1. das; sich derselbe über die Beeinträchtigung seiner bischöflichen Rechte, über die Schmälernug seiner Einkünfte durch die Priester und Andere, die Verachtung seines geistlichen Gerichts ?c. beschwere, und daß er wünsche, dieser Dinge wegen ans einem Tage mit den Eid. genossen zu reden und mit uns abzukommen. 2. Ferner meint der Vogt, es sei nicht mehr nöthig, eine Besatzung in Gottlieben zu unterhalten; diese Kosten könnten also wohl erspart werden. 3. Endlich habe er noch 66 Gl. rhein. zu fordern für die Bestellung des Schlosses, was ans jedes Ort 7 Gl. treffe. Heimzubringen. — Z» gleich wird beschlossen, mit dein Bischof ans dem nächsten Tage zu unterhandeln und ihm denselben anzuzeigen. I. Ans dein nächsten Tag ist Antwort zu geben, ob jedes Ort nur einen oder (aber) zwei Mann Besatzung zu Lnggaris halten soll, oder ob man das Schloß abtragen wolle, k. Es werden einige ans Burgund gekommene Briefe denen von Schaffhansen zugesandt, betreffend einen ihrer Bürger, damit sie in der Sache zu handeln wissen. I. Der Bote von Solothnrn soll seinen Obern Bericht geben über das Schreiben ans Nürnberg und über den Unwillen, den der Herzog von Würtemberg ans sich lade, damit sie nochmals eine Botschaft an ihn abordnen und versuchen möchten, die Sache zu vermitteln, i»». Es soll ans den nächsten Tag jeder Bote bevollmächtigt werden, über den zu Baden gcmachren Abschied zu antworten, i». Der Bote von Schwpz weiß, was er heinizubringen hat betreffend Pfarrer Occhslin, damit das Geld eingezogen werde. «». Es wird ein anderer Tag nach Lncern angesetzt auf Montag nach Bartholomäi (28. August). l, Junker Ludwig von Meßbach, der ab dem Tag zu Neuenbürg nach Frankreich zu der Frau Regentin abgeordnet worden, erstattet Bericht über den Erfolg seiner Sendung, nämlich daß die Regentin wie ihre Näthe des besten Willens seien, die Eidgenosse» „freundlich" nach und nach zu bezahlen, es solle deßwegen niemand e^orge haben; nur könne nicht alles ans einmal geschehen. — Auch der französische Gesandte, Hen von Boisriganlt, gibt dcßhalb „viele gnle Worte". 2. Der von Meßbach zeigt serner an, wie die Regentin begehre, die Eidgenosse» möchten verhindern, daß die Granbündner, wie sie gedroht, das Schloß Mosar schleifen. Heimzubringen, tß. Sodann stellt Herr Morelel das Ansuchen, ihm die Schuldbriefe über den ^rold von der sticardie und von Bieoeea her, die zu Bern liegen, wieder herauszugeben, indem diese Sölde gänzlich ausbezahlt seien. Wrnn wirklich jedermann bezahlt ist, so soll man sich ans dein nächsten Tage erklären, ob man die Brüse her ausgeben ivill. >». Heimzubringen und ans den nächsten Tag Antwort zu geben, ob man das Schloß Bal^ol niederreißen ivill oder nicht. 8» Da den Eid genossen die Handlung des Landvogtes von Lnggaris (Hans Bnrrach) sehr mißfällt, so soll Unterivalden denselben ans den nächsten Tag berufen, damit er sich vcrnntivorte. t. Der Landvogt im Thnrgan hat nns ans diesen Tag ein Lied geschickt; davon ist jedem Boten eine Abschrift gegeben. 1525 4. August (Freitag vor Osivaldi). Ulrich Türler, Landvogt zu Bade», an Hncevn. Er habe letzthin angezeigt,' daß die Banersaine im Kleggau Willens sei, etwelche Habe in die Grafschaft Baden z» flüchten, und daraus die Weisung erhalten, das einstweilen nicht zu grstaltcn. Nun höre er, daß die Bariern den Anstand, den die Bündischcn ihnen zugeschickt, als unleidlich abgeschlagen und abermals dringend gebeten haben, das Ihrige hieher flüchten zu lassen, da sie in großen Sorgen stehen. Ferner berichten die von Zurzach, daß sie jetzt bei ihren Nachbarn wohlfeil, ctiva um den halben Preis, Korn kaufen könnten, was ihnen als armen Leuten zu Statten käme, und um bezügliche Erlaubnis; geworben. Um hierin weder zu viel noch zu wenig zu thun, bitte er um beförderlichen Bescheid. Nachschrift: .^n gleichem Sinne habe er an Uri, e^chwyz und Aug geschrieben und bitte Lneer», auch Unterivalden hievon Nachricht z» geben. Sr. A. e»«rn: Misswen, 752 August 1525. t findet sich nur im Berncr nnd Glarner Eremplar. Jenem fehlt diesem k, I, », dem Freibnrger f, k, I, », dem Solothurner nur l°, k, 11, dem Schaffhauser :i—l, I, ii. Letzterem ist der auf der Jahrrechnung gehaltene Vortrag Boisrigault's beigeheftet, natürlich nur aus Versehen. Obiger Abschied wird durch folgenden Act ergänzt der ans das eingelegte Schreiben des Landvogtes Bezug nimmt; das letztere geben wir als Note. v. Autwort der ueun Orte auf die Zuschrift des Landvogtes im Thurgau, als Abschied betitelt, d. d. Sonntag nach St. Laurenzen Tag, unter dem Siegel Lucerns. 1. „Als dann der kilchherr von Summri vor uns erschinm ist, haben wir im eiu(eu) abscheid geben, daß er uf der pfarre und pfruond beliben soll inhalt sins besigelten abscheids; darumb ist unser befelch, daß du mit den kilchhörigeu zuo Summri so vil verschaff(ist), daß sy den Priester by siner pfruond nnd pfarr bliben lassen und dem nachkoinen sollen, wie wir in(en) dann onch geschriben haben; das wellen wir von inen gchept haben und kein anders; dn wellest onch den priestcr by unserm abscheid und by der psrnond schirmen nnd handhaben ;c. 2. „Wyter, als dann vor zuo tagen und setz an uns gelangt ist etlicher ußländischer litten, pfaffcn nnd leyen (halb), die usserlhalb vertriben und als nieineidig flüchtig lüt in unser laicdschaft komm sind und sich setz allenthalb im Thurgöw ilfenthalten, und bcsondcrlich die ketzerischen pfaffen predigend und rcdenl und ir ketzerisch gift usgießend, wie sy usserlhalb onch gcthon Hand; daruinb, nß befelch nnsrer Herren und obren so ist unser ernstlich und uf das trungenlichest befelch und Meinung, daß dn von stund sölich ußländisch fluchtig lüt, st) sigen pfaffen oder leyen, uß nister grafschaft Thurgöiv heißen ziechen, verleiben und ein streng gebott, so hoch dir das gezimbt, und wir als die oberkeit dich das ze heißen und (sich gewalt Hand, allenthalb im Thurgöiv lassest usgon, daß sölich lüt niemand well Husen, Hofen, enthalten noch undcrschlouf geben, nnd welcher sölhem bott nil gehorsam ivär, daß du die buoß und straf von demselben inziechen und mit ernst hierin handlen wellest; dann wir schlecht das und kein anders gehepl haben nnd sehen wellen, wer uns darin iiitrag thnon nnd reden well. — Und mit namen, ob unser gnädiger Herr von Costanz oder ander über sölich flüchtig meincid lüt, sy sigen geistlich oder weltlich, das recht annieste» und bcgerten, die zum rechten fänklich anzenenicn, so sollt dn nß nnserm befelch dieselben fänklich anneinen und das recht ergon lassen über sy. — Und dn wellist hierin mit ernst und tapferkeit Handleu und uns füro um söliche obgcseite stuck nit bcküinbrcu; dann wir je diser ungehorsame zum eud komm und erfarm wellen, ob wir Herren im Thurgöw syen oder ob die Thurgöwer unser Herren syen, und wir inen sölich nugehorsame und ketzerisch ivesen, so etlich tribend, vertragen müeßten; daran werden unser Herren und oberii ir macht nnd vermögen setzen. Darnach wiß dich ze richten. 3. „Wyler, von des ungeschickten lieds wegen ist schlecht unser Meinung, daß du den stnbmknecht zuo Pfin (sofer du dins fürgebeus waren grund hast) fänklich annemen und in nach allem ernst fragen lassen soll, wanumhar im das lied komm, und wer das gemacht Hab, nnd uns.deß darnach Wyler berichten. Darzuo soll du sölich lied ze singen, ze reden »och ze sprechen verbieten lassen by unser herreu und ober» schweren ungnad und strenger straf, die (wir) uns vorbehalten. 4. „Item, des Handels halb zwüschm Conratm Wepfer zuo Staucha» und Herren techan zuo Stamhan ist schlecht unser befelch, daß du sy beid uf (das) landgricht laden und darumb das recht bruchen und ergon lassen und darin dapfer handlen und dem rechten gegen dem Wepfer streng nachkamen wellest; ob dann die landrichter ein schimpf darus machen und nit dermaß darin handlen wellten, als die fach au ir selber ist, soll du uns deß berichten. * „Item dero von Aeschmz halb ist unser Meinung, wo du die rechten täter und sächer weist und ankamen magst, soll du die mit allem ernst strafe». August 1525, 75.8 L. .Zstem Hünslis von Tünbrunncn halb ist unser befelch, daß du iu fäuklich anneme» uud in für recht und landgericht stellen uud uinb sin ketzerisch ,vort und Mißhandlung das recht ergon lassen (sollest); dann wir je die landrichter erfarcn, was st) uß disen stetzcryen ein schimpf oder ernst machen wellen. Darnach es dir gast darnach beruht uns deß. ^ ^ ^ 7 8item des hclferlis zuo Frowenfeld halb ist schlecht unser mcmnng, daß du dstcn lacker den Helfer von stund (an) heißest schweren einen eid zuo Gott und den Hcilgcn, uß unser Eidgnoschaft und nicmer mer darin (-ckomen) n»d in von stund hinweg fertigen; ob aber er den eid nit thnon wellt, oder ob er den eid nit hielt, so »im in'bim grind, laß in in den thnrn tvcrfen und straf in um den mcineid und Handel dermaß mit im .5.. y^daun 'vir sin gar nünt nie da ivissen wend. Wir Hand ouch Schnlthessen und Rat daselbs onch geschriben' nnd wo derglichen pfaffcn du me 'veist, so wellest onch dermaß .nit in(en) handle». 8 „Hem mit unser» Cidgnossen von Zürich ze handlcn dinthalb ?c. ist setz angestellt und mint gehandelt, hat ursach. , ^ ^ ^ g ^tem des jnden geleits halb wellen wir dem >ude» lein gleit geben, hushablich »» Th.lrgoiv ze woncn, doch d»b.s dir °d -d-l -ld »w. - M» »V» M - d> »ls° ,.s und in ctlich zit gleit geben. . 5 ^ ^ > r e .er c... - c ^ ^ 10 ->tem Cesar Gallen halb ist unser Meinung, daß du dahe.m by laud bl.ben sollt, es s.g dann fach, ob di. den"fürste» zno Costa.,z oder Zell iu »ndersee (sich ald ander., enden in der nahe erlangen, so .nagst wol mit im nsten nnd im das best thuo». ^ ^ - c..? cr . .. . . 1l. „ htcn. dero von Dießenhofcn halb, deichen) haben w.r selbs gcschr.ben und e.ner anl.vnrt begert uf "" ^^12 Achtem des gefangnen keßlcrs halb ist unser Meinung, daß du in für landgricht stellen, mit recht gegen ime handle'.? und das 'recht ergon lassen wellest, und darnach die landrichter hierin farend, deß beruht uns. 13 chte.» 'wüschen dir und Hugen von Landcnbcrg ist angsechcn, daß Hug uf nächsten tag.selber persönlich erschien so«. Sodann der pppv gl. halb ist in. onch gesthnben, wie der landweibel weißt. 14 lind ob dir in obgcschribncn fachen etwas ufrner.gs und ge.valt.gs begegnet, u.agst du uns das ilends bericksten; dann unser Herren sind des willens, was ni. mit friden und rnowem sin mag, das wellen sp »„d..st» mii mdchi rmd M«» U-) ch»°" Wwu !ch.n, w»s ,»<.»1 <«« «rdch.« h»i, S°ig. di. B.zl»»dizuug§s°.»,r>-c. 1^25 8 Auaust (Dienstag vor St. Laurenzen), Herder». Hug Dietrich von Laudenberg au die Zu v, > - .1 p.induaat im Thurgan auf der letzten Jahrrcchnung zu Baden einen z.vischen ?» !' M " H»i> Di-i.ich, i.i».n «rii.r ii.rich «i^iistst, ihnen (be.dcn) tchucc Zg,^ort geben, worauf sie demselben einen Abschied gegeben des Inhalts, daß er, vor^d.c Herren ll^stl') ' ^ ^ erscheinen und seine Knndschaftcn vorbringen solle. Dem .schreiben H. D., auf dem ss""' ^ „nch Rappcrswpl verfügt und da sich ehrlich und genngcnd verantwortet, des ^ ^ ^ „..f de.» nächsten Tag wieder erscheine... Nun abcr du.lntwm c.)n . Donstag ein Tag bestimmt, de» aber vielleicht nicht alle X Orte Ichre.be der ^""d-mg - ' ^ ^ ^ ^ ^ Dietrich, dahin zu laden. .Hiennch wisse er nicht, ob er erscheinen belachen , muh ha ^c ^ ^ Begehren dazu bereit; nur wurden ihm die Kosten zu schwer, wen» er wieder kommen und nichts ausrichten sollte, ?c. Vergl. die Note zu v und Absch. Nr. 293, ct. 8u I.. lieber dieses Geschäft liegen folgende Acten vor: " 95 754 August 1525. 1) 1525, 9. August (Vigilia Laurent»). Bern an Bernhard Schießer, Landvogt iu Neuenburg. „Wir sind warlich bericht, wie dann die von Nüwcnburg zuogefaren und frävenklich den unfern lieben getrüwen burger» von Columbicr und Vatendis ir uech uß iren stallen genoinnien und gewaltiklich hintribcn und das zweu tag behebt, daran wir ein besonder groß beduren und mißfallen haben, und nit unbillichen, so (doch) sölichs verhandelt wider recht und billigkeit und ruiangesechnen Vertrags (sie) und cntscheids genuiner Eidgnosseu, so hierüber ufgcricht, das wir uß schuldiger Pflicht uit dulden mögen, von den uusern von Valendis angesuocht und gemant. Harumb wellend sölichem vorsin ciud bemeldt von Nümenburg begangnen früvel, ouch zuogefüegten schaden ze ersetzen underrichten, darzuo dem rechten folg ze thuou und die bürgschaft, so bestimpt von Valendis dargeben müessen, ir vich ze ledigen, hin und abzcstellen und hinfür sich nit widrigen, deichen) von Valendis ir mit recht erlangt rcchtsame des bergs aue inzug verlangen und nutzen ze lassen" . . . St. A. Bern: Teutsch Missiven. P. f. 420 b. 2) 1525, 19. August (St. Laurent Martir), Valcngin. Herr von Vergey (resp. die Gräfin von Valendis) an die XII Orte. Sic sende Charles Bastard von Valengin, um ihnen anzuzeigen, welchen Schimpf die Burger und Einwohner von Neuchatel ihr und ihren Untcrthanen zugefügt haben, dem von de» Eidgenossen gegebenen Urthcil zuwider, worüber der Prevost von Bern oder dessen Bruder, der Herr von Colombier, den die Sache auch berühre, nähern Bericht geben könne. Sie bitte nun dcmüthig, die früher» Beschlüsse zu bestätigen, zur Vollziehung zu bringen und den Frieden herzustellen, da sonst die von Valengin das Land (das Gebiet von N.?) verlassen müßten, zc. St. Sl. Lucein: A. Neuenbürg. Zu i. 1525, 3. August. Nürnberg an die Boten gemeiner Eidgenossen auf dem nächsten Tage. Sie haben auf die erste Beschwerde wegen der von Dienern des Herzogs von Würtemberg geraubten Waaren freundliche Antwort gegeben und sich zu förderlicher Vermittlung erboten; man vernehme auch, daß sie sich deßhalb Mühe gegeben, zugleich aber, daß alles noch fruchtlos gewesen; nun bitten die geschädigten Kaufleutc nochmals um Verwendung bei den Eidgenossen. Man lasse dahingestellt, ob Herzog Ulrich befugt sei, solche thätliche Augriffe gegen diesseitige Bürger auszuüben, finde dagegen schwer, daß Kaufleute, die durch der Eidgenossen Gebiet ziehen und die Zölle bezahlen, solche Schädigungen erfahren sollen, . . . und bitte daher nochmals, geeignete Maßregeln zu treffen, damit die geraubten Güter zurückgegeben und solche Unfälle künftig verhütet werden, ?c. St. A. Lucern: Missiven. Zu i». 1525, 11. August. Bern an die eidg. Botschaften in Lucern. Ludwig von Dießbach sei zu Lyon bei der Frau Regentin gewesen und habe sich Mühe gegeben, baldige Zahlung auszuwirken; nun gedenke er, auf diesem Tage Bericht zu erstatten, weßhalb man bitte, ihm Gehör und Glauben zu schenken. St. A. Lucern: Missiven. Zu v. (1525, Ans. August). In ziemlich wortreichem Vortrag (von der Hand des Laudschreibers in Frauenfeld niedergeschrieben) beschwert sich der Vogt 1. über das ärgerliche Lied, das im Thurgau überall öffentlich gesungen werde, und das der Stubenkuecht zu Pfyn von Winterthur her gebracht habe. 2. Daß Konrad Wepfer den Decan zu Stammheim öffentlich beschimpft habe; daß zu Eschenz noch viele »»getaufte Kinder seien, sogar jährige; daß man dort und in Burg die Priester nicht mehr wolle Messe halten lassen, und besonders die von Eschenz gedroht haben, ihren Priester ob dem Altar zu erstechen, indem sie behaupten, daß es die größte Abgötterei und Ketzerei sei; daß die von Eschenz und Burg dem Befehl, die Bilder wieder in ihre Kirchen zu schaffen, noch nicht gehorcht haben; daß Hänslin von Tübrunncu das Sacrament und die Messe in unflätiger Weise beschimpft habe und solche Dinge im Thurgan predige; daß einige Priester das Gleiche thun, die Messe deutsch lesen und anders taufen, was allerlei bedenkliche Folgen habe» müsse, wenn man es so fortgehen lasse. 3. Ferner begehrt er, daß man ihm auf den Abschied von Rapperswyl antworte, und berichtet, wie überall Banditen und von dem schwäbischen Bund vertriebene Pfaffen zu Dießeuhofeu, Stein, Rheinau und allenthalben im Thurgau sich aufhalten, die der Erbeiuung und dem Begehren der Fürsten gemäß im Laude nicht sollten geduldet werden. 4. Bitte an die neun Orte, mit den Herren von Zürich zu unterhandeln, daß sie ihn ans ihrem Gebiete frei und sicher wandeln lassen, indem er nichts Unrechtes gcthan, sondern als frommer Biedermann seine Pflicht erfüllt habe; man möge ihm deßhalb nur Recht erstatten, da er sich dazu erboten habe, entweder vor den Eidgenossen oder in Anglist 1525>, 755 Schwyz. 5. Sodann bitte er, ihm das von der Jahrrechnung her schuldig Gebliebene zu bezahlen, da er wie die Pfaffen viele Einkünfte verloren habe, und ihn auch für die großen Auslagen, die er „im Sturm" und das ganze Jahr mit den Ritten auf die Tage gehabt, zu entschädigen; denn diese Reisen, die er mehrmals selbdritt habe machen müssen, haben ihn, zumal er in Lebensgefahr gestanden und deßhalb Umwege zu benutzen genöthigt gewesen, mehr gekostet, als man ihm dafür verrechne; er habe ja stets nur der Eidgenossen Nutzen und Wohl angestrebt, und darum werde man ihm nicht zumuthen, daß er sein eigenes Vermögen einbüße. 0. Laut des ihm gewordenen Auftrags hatte er „daS Helferli" zu Franenfeld, einen Schwaben, der unschicklich predige, ans dem Lande verjagen sollen; derselbe habe aber im ganzen Kirchspiel bei dem gemeinen Mann so starken Anhang, daß er denselben nicht zu vertreiben wisse; darum mögen die Eidgenossen an Schultheiß, Rath und Gemeinde zu Franenfeld den bestimmten Befehl erlassen, den Priester hinwegznthnn; wenn es nicht geschähe, so würde daraus große Unruhe und Mißglaübcn erwachsen. 7. Es seien aber noch Andere im Lande, die solche Irrlehren predigen, sodaß es räthlich wäre, eine Botschaft hinaus zu verordnen, welche die lutherischen Prediger vorznbcscheiden und ihnen rund zu erklären hätte, daß man solches unchristliche Predigen nicht dulden könne und die Schuldigen an Leib und Gut bestrafen werde. Denn schon predigen etliche Pfaffen, die Unterthancn sollen sich daran nicht stoßen, daß man sie aus dein Reich vertrieben habe; das sei Gottes Wille und werde nicht innner so bleiben, u. s. w. 8. Heinrich Lanz (von Licbenfels) habe für einen Juden ein Geleit schreiben lassen und verlangt, daß der Landvogt den Brief besiegle oder den Juden sonst beschütze; darüber erwarte er nun Verhaltungsbefehle. Der Jude begehre nur im Lande zu wohnen und keinen Wucher zu treiben; übrigens sei er geschickt mit der Hand und in der Arzneiknnst und von Ann und Reich wohl gelitten und nur durch die deutschen Bauern (im Aufruhr) vertrieben worden. 9. Cäsar Gall's Verwandte haben ihn ersucht, mit ihm zu Herzog Ferdinand nach Jnsbruck zu reiten; dazu bedürfe er aber nicht nur einer Vollmacht, sondern eines Crcdcnzbricfcs; wenn nun die Eidgenossen diese Mission immer noch wünschen, so möge Lucern ihm einen solchen Brief ausfertigen und zusenden. In Eonstanz habe ihm nämlich „der Fnbcr" gesagt, daß Galt ohne eine eidgenössische Botschaft nichts erreichen würde; da indcß der Fürst, laut der Sage, nächstens nach Zell kommen werde, so dringen Gall's Verwandte darauf, denselben in der Nähe ansprechen zu können. 10. Die von Dießcnhofcn wollen ihre» Pfarrer nicht mehr Messe lesen lassen; es seien auch daselbst drei Pfründen erledigt, welche man nicht mehr besetzen walle, wie Albrecht von Landenberg schon ans dem Tage zu Rapperswyl berichtet habe. 11. Er habe einen Keßler gefangen, der dem Kirchhcrrn von Henau in der Grafschaft Toggenburg, den Bünden zuwider, offene Feindschaft angekündigt; derselbe habe zu Grießenbcrg, zu Bußnang und an andern Orten im Thnrgan heimlich und öffentlich lutherisch gepredigt und dadurch zu der Unruhe beigetragen; er möchte wissen, ob er denselben loslassen, oder was er mit ihm anfange» solle; wenn er im Thnrgan vor Gericht gestellt würde, so könnte das Urtheil vernichtet werden. 12. Hugo von Landenberg sei ihm seines KelnhoferS wegen noch 35 Gulden schuldig, die er ans letzte Pfingsten zu bezahlen versprochen; man möge ihm behülflich sein, daß er dazu gelange, da er in seinen Amtsgeschäftcn immer Geld ausgeben müsse und bereits in Verlegenheit sei. 13. „Demnach müssen sy den span, der sich haltet zwischen Hngen von Landenberg und mir, derselbig us dem gchaltncn tag zno Raperschwyl nf discn tag angestellt ist; bitt ich min Herren dienstlich, ff) wellen den jetzmal nßmachcn, denn mich gcwüßlich anlangt, wie Hng von Laudenberg nf der kilwihi zno Lommis und an andern enden fast pochet Hab dergestalt, ich Hab in nnbillicher wr,s in kosten Pracht, über das van im mit mir nichts unbillichs gehandelt sig; min Herren und ich hellen in auch wol um diß uarrenwerch riicivig gelassen, damit er sin früntschast onch nit in kosten gestiert, mit andern tratzwortcn, was er zno Raperschwyl erobert Hab. So aber bcncmpter von Laudenberg das nit allein mit mir sürgcuommen, sonder gewonlich mit allen landvögte» ungeschickt gewesen ist, bin ich sins tratzens so voll, daß ich sömlichs nit mcr lydcn kau; wo min Herren in darumb nit strafen sollen, oder mich, wann ich unrecht gethnn hell, wnrd ich dennocht weg snochen, dnst ich sino bocheus abkäm; denn so min Herren mich als irn nmptman von ainer pcrson also verachten lassen wellten und das hingon lon, daß er mich über frid on alle rrot irr irerir hus under rr ruossigen rascir air ir stall, nach mrnenr vernrainen unbillich, besuocht Hab, wnrd es im (inen?) große ungehorsami und nachtail bringen gegen andern gehorsame» edellüten, die schon daruf trntzcn und pochen, wenn im das und ander dcrglich fräfcl mnotwillig Händel von im 756 August 1525, gebrucht, vertragen werd, und im nütS schaden, wellen sy luogon, so sy in glicher gestalt handelten, ob man sy strafen well. 14. „Gemcltcr Hug von Landenberg hat ouch Vergnügens Dornstag oder Fritags mitsampt sinen anhängern selb sibend oder achtent, die mertail mit iren gcladncn büchsen verfaßt gewesen sind, in Herr vattcrs von Illingen gerichten und in sin, Herr vattcrs, lnten aignen güetcrn, als st) sich klagen, in iren reden gejagt, inen ire zun usgebrochen und grossen schaden zuogefüegt, und als sy sich deß gegen im und sinen Mithelfern selbs beschwert haben, hat er gegen inen ruch pochet und geredt, er well da jagen, als dick es im eben sig, und sech sy darumb nit an, und sollen sys gehyt haben, mit vil andern ungeschickten wort(en), daruf die armen lüt mich angeniest haben, inen vor solichem gemalt zuo sin; dann wa inen von Hngen von Laudenberg oder den sinen somlichs mer begegnen sölt, wollen sy undcrstan, inen selbs des gewalts abzuhelfen und davon zuo entretten. Haruf bitt ich sy, mine Herren, underthäniklich, daß sy den Handel und die groß ungehorsami ermessen und handlen, daß sy Herren syen, und Hugen von Landenberg und mich knecht lassen sin und mich schirmen sölher gestalt, daß ain andrer landvogt nach mir geschirmpt werde, und der von Landenberg und ander spüren mögen, daß sy Herren sin wellen und syen, wie sy bas wissen-harinne zuo handlen und von mir billich nit gewyst werden sollen. 15. (Vgl. 8 1). „Wyler zaig minen Herren an das ungschickt lied und uberantwnrt inen das in geschrift'H, weliches lied in Zürichpiet und in der grasschaft Thurgöiv offenlich gesungen wirt, das minen Herren und mir ongezwyfelt in Zürichpiet zuo großem nachtail und schand uerräterlich gemacht ist, und zaig inen darby an, daß der stubcnknecht zuo Pfin von Winterthur (es) pracht Hab, der selb stubenknecht das etlichen in geschrift geben, etlich sölichs sunst gelert, und groß jubilieren darus tribcn hat, wie es ain erlich lied sig, das er und ander offenlich singen; zuo was schmach minen Herren das von iren aignen geschwornen lüten diene, laß ich sy ermessen; ich beger aber irs rats, wie ich mich mit dem stubcnknecht als dem, der es pracht hat, und denen, die inen das zuo schand singen, halten solle. Und dwil die red, so Hansen vogts selgen son zuo Stammhain usgan lassen hat, die ich minen Herren zuo Bade» anzaigt Hab, ouch harzuo dienet, beger ich daruf antwurt, mich darnach müssen zuo halten. 16. „Item halt minen Herren für, wie Cuonrat Wepfer zuo Stammhain Hern techan zuo Stammhain, als min Herren von Zürich im dahin glait geben haben, vor ainer ganzen gemaind zu Stammhain, in bysin miner Herren von Zürich botten offenlich diebet und geredt, er Hab inen das ir gestöln und müeß es inen gestoln han ?c. Und dwil mir der Handel lut des Vertrags zuo strafen zuostand, beger ich irs rats, ob ich sy harumb baid uf land- gricht laden, ald dem techan sin guot, so in der grasschaft ligt, in Haft legen, bis er den Wepfer gerechtfertige, ald wie ich mich Hann halten sölle; dann so das und anders zuo Stammham nachgelassen und nit gestraft werden sol, kommen sy (n. die nün Ort) nmb ir herlichait" .... St. A. Lucern: Allg. Abschiede, d, I. (ins I. 1522 versetzt). TS«. SchclMtMfeN und Zell. 1525, 16. August f. (Mittwoch nach Maria Himmelfahrt f.). KantottSarchiv Basel: Abschiede. Tag der Städte Zürich, Basel, Schaffhausen und St. Gallen, von Zürich ausgeschrieben wegen der Landschaft Kleggau. 1. Schasfhausen hat den Stadtschreiber von Radolfzell schriftlich um Bericht ersucht, „wie" die Räthe fürstlicher Durchlaucht versammelt seien; die Antwort kennt jeder Bote. Darauf hat man denselben geschrieben; von diesem Schreiben sowie von der Antwort der Räthe hat man Abschriften bei Händen. 2. Demnach Die Redaction des Originals läßt vevmuthen, daß diese ganze Schrift eine Instruction für des Landvogtes Boten bilden, zugleich aber den eidg. Botschaften vorgelegt werden sollte. August 1525, 757 sind die Boten der vier Städte noch Zell geritten, nin über die Vertragsartikcl wegen der Grafschaft Kleggan gütlich zu unterhandeln. Der Tag dürfte am 14. begonnen und bis znm 22. August gedauert haben, wie aus der unten folgenden Missive (Nr. 12) hervorzugehen scheint." Bei dem Basler Exemplar des Abschieds — andere ließen sich nicht auffinden — liegen Acten, denen im Texte gerufen ist (f. unten Nr. 8, 9, 19). Wir legen noch einige andere bei: 1) 1525, 4. August (Freitag vor Oswald!). Schasfhanscn an Zürich. Es «verde bereits durch seine Gesandten erfahren haben, «vas für eine Antwort der Baucrsamc im Kleggan zu Zell geworden, wiewohl ihnen die Hauptleute und Commissaricn auf Fürbitte von Zürich und Schnffhnnsen vier Tage Frist bewilligt haben, um ihre Gemeinden zu versammeln und sich zu entschließen. Dennoch verlaute, daß sie den Vertrag nicht annehmen wollen; zudem zeigen sich jetzt die Waldshuter unruhig und verstärken sich durch vertriebene Ungehorsame. Nun habe Graf Rudolf zwölf Knechte aus der Herrschaft Vaduz hichcr geschickt, die aber nichts anfangen, sondern auf weitere Befehle warten sollen, ?c. ?c. St. A. zari-h: A, Kleggan. 2) 1525, 4, August. Die Grafschaft Kleggan, Thal und Thüngen an Zürich. Ihre Gesandten haben gerühmt, wie ernstlich seine Botschaft für sie gearbeitet habe. . . Nim zeigen sie an, daß keine Milderung der Artikel erhältlich sei; deßhalb sei man beisammen gewesen, und habe sich Jeder darüber aussprechen müssen; so sei das einhellige Mehr geworden, daß sie alte Artikel annehmen wollten, nur den über das Gotteswort ausgenommen; denn daß sie wieder davon weichen sollten, um zu der alten christlichen Ordnung zurückzukehren, sei ihnen unerträglich, ?c. .'c. Bitte um Rath und treues Aufsehe««, da sie diese«« „Bericht" nicht annehmen nivllcn. St. ?l. Zürich: A. Klcggau. 3) 1525, 5, August (Sanistag vor Lnurentii), Zürich. Uebergabe obigen Schreibens durch eine Botschaft der Klcggauer, nnd Bitte um Hilfe, Rath und treues Aufsehe««. — Bürgermeister, kleine und große Räthe haben dieses Anbringen reislich erwogen und folgende Antwort gegeben« Wiewohl sie (die Bauern) vormals mit Freuden zugesagt haben, bei dem Wort Gottes zu bleiben, sei das doch nicht geschehen, indem sie sich „in fremde Sachen gesteckt" und an ausländische Orte gezogen; daß sie dem hier empfangenen Rathe nicht gefolgt seien, bcdaure man; wären sie gehorsam geblieben, so stünden sie jetzt nicht in so schweren Nöthen. Sie wissen, daß Zürich ihretwegen große Kosten gelragen, Schriften und Botschafte» nicht gespart habe, «im ihnen zu einem guten Vergleich zu verhelfen; man «volle das ferner thnn und habe dafür auf Samstag nach St. Laurenze» (12. Aug.) einen Tag in Schaffhausen angesetzt und Bern, Glarus, Basel, Solothnru, Appenzell nnd die Stadt St. Galle«, dazu geladen, um in allen Treuen zu mittel«« und Blutvergießen w. ersparen zu können. Darum sollen sie sich in die Dinge schicken und bei dein Gotteswort bleiben; doch sage man ihnen keine Hülfe zu; desto mehr sollen sie „für sich selbs lnogen und thuon als biderb tüt." 4) 1525, 5. August (Samstag vor Lnurentii). Zürich an Schaffhausen (Bern, Solothnru, Basel ?e.). Obwohl die Botschaften der beiden Städte zu Zell nach bestem Vermögen für die Untcrthnncn des Grafen von Sulz nin einen guten und leidlichen Vertrag geworben, haben sie bei den Hauptleute» und Commissarien Oesterreichs und des Bundes zu Schwaben bekanntlich doch nichts erreicht, indem sich die Bauern auf Gnade und llngundc ergeben oder einen verderblichen Uebcrfall gcivärtigcn müssen. „Dicivil dann, getrüwcn lieben Eidgnosscn, ttivcr nnd niiscr biderben lüt und die in, Klccköiv an einander» stoßent, zuosamen sründcnt und unzhar mit uns in kriegslöufcn lieb und leid gelitte«,, mich mit ire», kor«, und zuofücrung feiles koufs den, gemeinen mcnschcn «vol erschossen, hat uns als die, so gern allweg frid, rnoiv und einigkeit fürderlint, merklicher uotdnrft nach getrüwer Meinung für gnot nngeseche», nochmaln niitsnmbt üch, ouch andern . . Eidgnosscn . . in der fach zno haudien, nnd deßhalb einen kurzen ileudcn tag verrinnt nnd angesetzt, nämlich SnmbstngS nach Sant Lorcnzeu tag (12. Aug.) nächst- küuftig nachts in ttivcr Statt Schaffhnsen au der Helberg ze sind, und solichen tag habent wir üivern und unser«, lieben Eidgnossen von Bern, Glarns, Basel, Sololhurn, Appenzell und der Statt zno Saut Gallen verkündt und zuogeschribeu".... „ngcsähr gleichlautend im St. A. Bern: Kirch,. Angelegenheiten. — K. A. Basel: Adschi-de. — K. A. Solothurn: Abschied-, Bd. XIII. K. A. Schasshansen: Correspondenzen. — Eine» wörtlichen Abdruck hat Schreiber, BauernUi-g III, 71, 7S, 758 August 1525, 5) 1525, 8. August (Dienstag vor Laurent«). Bern an Zürich. Ablehnung dieser Einladung, mit Hinweisung auf den Beschluß, sich keiner fremden Händel anzunehmen, ?c. St. A. Bern: T-uNch NMven, i>, k. 420. 6) 1525, 9. August (St. Laurenzen Abend). Zürich an die „drei Gemeinden" im Kleggau, Küsscnbcrger Thal und Thüngen. Man höre, daß sie den Frieden zu halten abgesagt haben und im Thurgau und anderswo Zuzug suchen. Da man bisher nach allem Vermögen für sie gehandelt und ihretwegen noch einen Tag in Schaffhauscn beschriebet! habe, so wolle man, daß sie diesseits Niemand aufwiegeln, indem die Eidgenossen solches nicht dulden würden; dann würde sich Zürich ihrer entschlagcn und sie sich selbst überlassen; wohin das führte, können sie selbst ermessen. Daher begehre mau, daß sie am Samstag zu Schaffhauscn erscheinen und ihre Meinung eröffnen. St. A. Zürich: A. Kleggau. 7) 1525, 9. August (St. Lorenzen Abend). Zürich an Schaffhauscn. Man vernehme, daß die Kleggauer den Frieden abgeschlagen haben, daß Angehörige Zürichs ihnen zuziehen wollen, und der Forstmeister von Bühl etliche hundert Knechte aus dem Thurgau dahin führen werde, was man im Hinblick auf die nach Sch. bestimmte TaFsatzung mißbilligen müsse. Und „diewil die Welt (setz) gar unrichtig ist", so habe man denen im Kleggau geschrieben, mau könnte solchen Umtrieben nicht zusehen und würde, wenn sie nicht davon abstünden, sich ihrer entschlagen. Dabei lasse man allenthalben die Pässe verschließen und Niemandem Durchzug geben; auch werde mau die Laudvögtc im Thurgau und zu Baden anweisen, die dienlichen Anordnungen zu treffen ... 8) 1525, 14. August, Zell. Alexander Bollstctter,' Stadtschreiber zu Zell, an Schaffhausen. Antwort auf dessen Begehren: Gestern Nachmittags um 5 Uhr sei Herr Christoph Fuchs auf der Post von Fürstl. Durchlaucht zurückgekommen; bis Jcttingen sei letztere von Augsburg her mit ihm geritten, und in der vergangenen Nacht mit der Gemahlin in Anrnch gewesen; in der nächsten werde sie in Tiburg sein und da bis zum 24. d. M. bleiben, alsdann mit dem Kriegsvolk nach dem Sundgau und Elsaß aufbrechen; die Näthe seien nur bei dem Fürsten am Hof zu finden, befinden sich zwar augenblicklich hier, werden aber wohl sofort wieder verreisen. Die Stände des Bundes tagen jetzt nicht mehr (in Ulm) und werden sich erst auf Martini in Nördliugen wieder versammeln, dringende Nothfälle ausgenommen. »i Abschied). 9) 1525, 14. August, Schaffhausen. Die Voten der vier Städte au die österreichischen Näthe und Coin- missaricn in Zell. Durch Besorgnis) vor Blutvergießen und Verheerung des Landes seien sie bewegt, sich hier zu versammeln und für eine Milderung der aufgestellten Artikel zu arbeiten, wcßhalb sie ernstlich und freundlich um die Bewilligung bitten, nach Zell zu kommen und in solche»! Sinne zu handeln; wenn aber die Räthe keine Vollmacht besäßen, sich darauf einzulassen, so wünschte man sich um einen „Anstand" zu bemühen, bis sie die Vollmacht erhalten hätten; darüber bitten sie um rückgehende schriftliche Antwort, w. w. 1V) 1525, 15. August, Zell. Die Räthe und Commissarien ?c. au die Boten der vier Städte. Antwort: Man habe vormals ihnen zu Gefallen die Artikel der Kleggauer mehr als andern Uutcrthancu gemildert, obwohl diese sich daran nicht gekehrt, weßhnlb es nicht gut wäre, wenn sie „Andern zu Erempel" ungestraft blieben, da solches mit der Zeit allen Obrigkeiten, auch den Eidgenossen, zum Nachthcil gereichen würde. Um aber darin freundlichen Willen zu zeigen, wolle man nochmals vergönnen, daß sich die Boten zum förderlichsten hichcr verfügen und um eine Milderung der fraglichen Artikel handeln, -c. n>. 11) 1525, 16. August? („den nächsten nach U. Frauen Tag"). Rudolf Thumisen und Niklaus Setzstnb, Boten in Schaffhausen, an Bm. und Rath in Zürich. Die Herrschaft zu Zell habe heute geschrieben und eingewilligt, über die Artikel der Vaucrsnme halb zu handeln; man finde aber denjenigen, der das Gotteswort berühre, so schwer, daß man hiemit um schriftliche Weisung bitte, was für Mittel in dieser Frage zu suchen wären. St. A. Zürich: A. Hegau. 12) 1525, 23. August (Mittwoch vor Bartholomäi). Schaffhausen an Hauptmann, Räthe und Commissarien F. Dt. von Oesterreich,, zu Radolfzell. Die Botschaften von Zürich, Basel, St. Gallen und Schaffhausen haben letzthin um Milderung der Artikel für die Kleggauer gebeten und solche zum Theil erreicht, wofür man geflissencn Dank erstatte; aber die Bauern haben ihnen die Antwort gegeben, sie könnten so schwere Artikel nicht annehmen; August 1525, 759 man habe sie deßhnlb ermahnt, sich wohl .zu bedenken und ans gestern ihre Antwort hieher zn schicken, worauf die Boten abgereist seien. Die erwartete Antwort sei aber noch nicht eingetroffen. ^ 13) 1525, 24. August, Zell. Hauptlentc, Räthe ?c. von Oesterreich an Schaffhanscn. Antwort: Man habe den genannten Städten zu Gefallen viele Artikel mildern lassen, was sie selbst ohne Zweifel nicht gering anschlagen; aber keine Antwort sei auch eine Antwort, und sehe man wohl, daß sie (die Bauern) ihre Schuldigkeit nicht thun wollen. Man werde nun solches an S. Durch!, und Graf Rudolf von Sulz berichten und zweifle nicht, daß sie mit gebührender Strafe einschreiten werden. Da die Eidgenossen daran kein Mißfallen habe» werden, so bitte man sie, dieses Vorhaben nicht zu hindern, ?c. ' sc. sc. Zürich: sc. Klcggo». 1525, 26. August (Samstag nach Barthol.). Schasfhnnsen an Zürich. Mittheilnng von Abschriften obiger Missiven. ib. 14) 1525, 25. August (Freitag nach Bartholomäi). Die Unterthanen im Kleggnn, Küsscnberger Thal und Thiengcn an Zürich. Antwort auf die Vorwürfe in dessen Zuschrift vom 9. August. Dank für die bisher gehabte Mühe sc. Die Artikel können sie nicht annehmen, vorab weil ihnen das Gotteswort „ans der Hand gerissen" würde; sie hoffen indeß, daß Zürich auch ferner ein treues Aufsehen haben werde, da sie mit ihm schon Lieb und Leid getheilt haben. — Sie haben Etliche angenommen ans die Aussage hin, daß sie nicht aus dem Gebiete Zürichs seien; wüßten sie solche, so würden dieselben sofort entlassen... Sic seien geständig, nicht immer dem Worte Gottes gefolgt zu haben, wollen aber künftig ihr Leben darnach richten; nur ihre großen Beschwerden haben sie zun: Aufstand gegen den Grafen bewegt. Sie werden immer verunglimpft, aber die Mißthatcn der Widersacher nicht angezeigt; der Vogt zu Küssenberg habe den Anstand nicht gehalten, indem er fremde Znsätzer ins Schloß gelegt; sie hoffen indeß, daß ihr „Glimpf" mit der Zeit auch offenbar werde, sc. sc. sc. Zim-h: sc, «-Mu. lieber die Milderung ist zu vergleichen Nr. 294, Note ^). TSS. Masel. 1525, 21. August f. (Montag vor Bartholomäi f.). KantonSarchiv Basel: Acten Baueni-Rebellion. Tag der Städte Zürich, Basel und Sololhnrn, ivcgcn des Banernanfruhrs. l. Es weiß jeder Bote, wie Basel den Herren in Ensishcim und dem Adel geschrieben und sie ermahnt hat, den Anstand gegen die Banersanic zn halten, auch was die Regenten darauf geantwortet, und dast sie diese» Tag nicht besucht haben. 2. Dcstgleichen hat man aus dem Schreiben der Anwälte des Bischofs von Strastbnrg gehört, warum sie nicht erscheinen. 9. Auch Bern hat sein Ausbleiben schriftlich entschuldigt. 4. Die Boten habcu nun die Banersanic wieder verhört und vernommen, wie nnfrcnndlich die Herren vom Regiment und der Adel mit ihr verfahre, obwohl sie gerne den Anstand hielte, auch das Recht oder gütliche Sprüche willig annehmen würde; sie erinnert auch, wie die Eidgenossen zn Anfang erklärt haben, demjenigen Thcile räthlich und bchülflich zu sein, der sich gerne zum Frieden weisen lasse, und wie sie daraufhin aus dem Felde gezogen; nun bitte sie um eil? treues Aufsehen, da sie sich wieder sammeln und mit der Hand der Gewalt zu erwehren versuchen wolle. 5. Darauf wird ihr geantwortet, was man bisher gethan, sei allen Thcilcn zu Gutem geschehen, und Blutvergießen und Landcsverhcernng damit verhütet worden; dast man seiner Zeit die Absicht lnndgegcben, dem nachgiebigen und friedlichen Thcil die Hand zn bieten, sei wahr, jedoch nicht in der Meinung, gegen die andere Partei Gewalt zu brauchen und jemand zn nöthigen; man habe auch auf dem letzten Tag eine Zumuthung der Bauersame, sie mit Gewalt zu retten, in gutem Deutsch abgewiesen, dabei aber sich erboten, alles gern zu thun, was 760 Äugnst 1525, ihr gütlich helfen könnte. Ob sie sich wieder zu Haufen vereinigen und ins Feld schlagen solle, stelle man ihrem » Ermessen anHeim, was sie Gutes damit schaffen möge. Da die'f. Durchlaucht noch nicht ins Land gekommen, Bern und Schaffhansen ausgeblieben, sodass man jetzt nicht viel zu handeln wisse, und da ans nächsten Montag in Lucern ein Tag gemeiner Eidgenosse» stattfinde, so wolle man dort in Treuen berichten, was bisher in der Sache gehandelt worden, und was auf dem Spiele stehe, und dann des dringlichsten um Rath bitten, ob dem Fürsten oder dem Regiment in Ensisheim von gemeinen Eidgenossen geschrieben und nochmals Mittel gesucht werden sollen, um der Verwüstung des Landes und Blutvergießen zuvorzukommen; dafür wolle man sich keine Mühe reuen lassen. Zur Ergänzung und Erläuterung des Textes legen wir wieder einige Acten bei: 1) 1525, 2. August, Augsburg. Erzherzog Ferdinand au Zürich, Bern, Basel, Solothurn und Schaffhausen. Antwort auf die Werbung ihrer Botschaft. Er habe in Gnaden bewilligt, den Anstand gegen der Bauerschaft bis zUM 20. d. M. zu halten. K.A. Basel I A. Bauern-R-bMon. 2) 1525, 2. August. Derselbe au die v. östr. Regierung. Bescheid über die zu Basel aufgesetzten Artikel. Da einige derselben die fürstliche Obrigkeit nahe berühren, und er in Bälde nach den vordem Landen zu kommen hoffe, wo er die Sachen gründlicher zu erfahren gedenke, so habe er den Boten der fünf Städte, die um einen Stillstand bis S. Galli gebeten, zu Gefallen eine Frist bis zum 2V. d. M. gewährt, zc. K. A. Basel: A. Bauern-Nebellion. — Schreiber, Bauernkrieg III, 72, 73. 3) 1525, 8. August. Basel an Bern (deßglcichcn an Zürich, Solothurn und Schaffhnusen). Gemäß dem letzten Abschied berichte man, was den Namens der fünf Orte zu f. Dt. (Erzherzog Ferdinand) abgeordneten Boten begegnet sei. Dieselben zeigen durch das heute eingelangte Schreiben dd. Augsburg 2. August an, daß seine Durchlaucht in die verabredeten Mittel nicht eingewilligt, sondern erklärt habe, sie wolle sich nächstens persönlich in die vorderen Lande verfügen und über diese Dinge gründlich erkundigen und alsdann ihren Entschluß den fünf Orten zur Keuuluiß bringen; jedoch habe dieselbe, auf der Boten Ansuchen, den gesetzten Tag auf den 20. August hinausgeschoben. Hienach werden nun die Orte ihre Gesandten noch länger zu Hause behalten, :c, K.A. Basel: Missiven, t. 57. — St. A. Bern: A. Basel. 4) 1525, 19. (nl. 20.) August. Basel an das Regiment in Ensisheim. Rekapitulation der bisherigen Unterhandlungen zwischen den Herrschaften und den aufgewiegelten Bauezn . . . Wiewohl die fürstliche Durchlaucht über die von den Eidgenossen vermittelten Artikel sich noch nicht entscheidend erklärt habe, nehme man doch wahr, daß die Regenten in ernstlicher Rüstung begriffen seien, vcrmuthlich um etwas Unfreundliches gegen die Bauern zu beginnen. Mau bitte sie nun, zu berücksichtigen, daß morgen schon die Boten der Eidgenossen wieder hier erscheinen werden, um weiter für die Herstellung der Ruhe zu arbeiten, und begehre daher, daß bis zu Ende des bevorstehenden Tages nichts Feindliches unternommen, sondern der Tag durch Abgeordnete der Herrschaft besucht werde, zc. Das werde die Bauersame auch thun; sofern aber die Regenten dazu nicht geneigt wären, so begehre man umgehende Antwort, damit man die Bauern zu benachrichtigen wisse. Wörtlichen Abdruck hat Schreiber, Bauernkrieg III, 01 — 03 (d.d. 20. Aug.). — K. A. Basel: Missiven, s. 01 Ii, 02 u. A. Vaueru-Nebcllion (20.Aug.). 5) 1525, 20. August, vr. Ztclhans Rechburgcr, (bisch.) straßburgischer Canzler, an die Boten der fünf Städte in Basel. Bin. und Rath von Basel haben am 8. d. M. dem Vogt zu Ruffach, Peter von Westhuscn, unter nndcrm angezeigt, daß der Anstand mit der Bnucrsame im Elsaß und Snndgau bis zum 20. d. verlängert sei, zc. Nachdem dies dem Bischof und der Stift Straßburg zur Kenntnis; gekommen, haben sie den Vogt zu Ruffach und ihn, Rechburger, als Boten auf den Tag in Basel bezeichnet; aber in Ruffach haben sie beide gehört, daß ein Tag in Basel jetzt nicht stattfinde, und darauf habe er, Rechburgcr, sich um Auskunft an Basel gewendet und die Antwort erhalten, daß die Botschaften der vier Orte doch erwartet seien. Sic haben dann vielfach erfahren, daß das Regiment in Ensisheim noch keine Boten nach Basel gefertigt, und daß derzeit, nachdem die Frist des Stillstandes abgelaufen, die Reise gefährlich sei. Nun bedenken sie, daß wenn die f. Durchlaucht nicht an der gütlichen Handlung theilnehme, mit- einem Vergleich zwischen dem Bischof von Straßburg und seinen Unterthanen nicht viel erreicht wäre, da der Erzherzog gegen die Letztern auch mit Strafe einschreiten könnte, weil sie sich auch August 1525, 761 gegen ihn vergangen haben; darüber sei erst noch der Entschluß des Bischofs zu erwarten. Indessen wolle er (R.) demselben die treue und geflisseuc Arbeit rühmen, welche die Eidgenossen übernommen haben, zc. Bitte um Entschuldigung seines Ausbleibens. K.A. Basti: A, Bauml-Rebelliau. — Schreiber, Bauernkrieg III, 9S, »4, 6) 1525, 2t. August. Bern an Basel. Antwort auf dessen Zuschrift vom 8. d. M., die auf den 20. d. angesetzte Tagleistung betreffend. Da die erwartete Ankunft fürstlicher Durchlaucht noch nicht erfolgt sei, und die Bauersamc, wie verlaute, sich wieder sammle, um den Adel anzugreifen, was wider den Anstand wäre, so sehe man sich veranlaßt, die Botschaft daheim zu behalten, indem mau davon noch nichts vernommen, daß der Tag gehalten werde, erbiete sich aber ferner handeln zu helfen, was zu Frieden und Ruhe dienen möge. K, A. Basel: A. Bauer,i-Rcb-lliou (Original und Copie), — Schreiber, Bauernkrieg III, »5, 7) 1525, 22. August, Ensisheim. Landvogt, Regenten und Näthe im o. Elsaß an Basel. Autwort auf dessen Zuschrift vom 19. d. (sie). Man wisse noch ganz wohl, was verabschiedet und wie dawider (von den Bauern) gehandelt worden, und erinnere sich, daß Basel am 2. d. einen Ausschub begehrt habe, bis die eidg. Botschaft von f. Durchlaucht zurückgekehrt wäre. Da nun auch andere Orte in der Sache gehandelt, und man von f. Dt. noch keine Antwort oder Befehl habe, weitere Tage zu besuchen, so könne mau diesseits sich nicht einlassen. K. A. Basel: A. Bauern-Rebellion. — Schreiber, Bauernkrieg III, 100. 8) 1525, 23. August, Basel. Die Boten von Zürich, Basel und Solothuru an das Regiment. Auf Basels Schreiben vom 19. d. sei nur mündlich eine weitere Antwort in Aussicht gestellt worden, die man noch stündlich erwarte; da auch noch keine Botschaft zu diesem Tage erschienen, so empfinde mau das mit Rücksicht auf die gehabte Mühe als unbillig, und begehre nun eine unverzügliche schriftliche Antwort bei diesem Boten. — Nota: „Discr bricf ist nit überschickt worden." ^ K. A. Basti: Misstm». c. ««». 9) 1525, 24. August. Basel an Bern, Schaffhausen (und andere Orte). Nachdem mau mit der Hülfe einer Botschaft von Zürich und Solothuru eine gütliche Unterhandlung eingeleitet (s. Mai), und die Gesandten von fünf Stödten einen Anstand vermittelt haben, der später bis St. Laurenzen Tag verlängert und von der Herrschaft Oesterreich zuletzt bis zum 2V. d. M. erstreckt worden, zeige sich jetzt, daß das Regiment und der Adel die gestellten Mittel, die doch billig seien, verwerfe» und nicht weiter gütlich tagen wollen, sondern sich rüsten, um die Bauer- saine anzugreifen, die dadurch zur Gegenwehr gereizt werden müsse. Wenn es nun nach dem Willen der Herren ginge, so sei zu besorgen, daß das Land nicht nur für dieses Jahr verderbt werde, sondern in drei Jahren sich kaum erholen könne; daß man die eigenen Uuterthnncn nicht daheim behalten möge, und empfindlicher Mangel an Korn und Wein folgen müsse. Weil nun laut der Abschiede jedes Ort, dem etwas angelegen sei, die Vollmacht habe, einen Tag zu beschreiben, so verkünde hicmit Basel einen nahen Tag auf Mittwoch nach Bartholomäi, den 30. d., den Schnffhansen (resp. jedes geladene Ort) mit zwei Boten besuchen möge... St. A. B-m: A. Basel. — K. A. Schaphausen: Cvn-spand-nz-n. ZOO. olucern. 15Z5, 29. August f. (Dienstag vor Verena f.). Staatsarchiv vn.crn : Mg. Abschiede. II. I. so. Staatsarchiv Zürich: Tschad. Abschiede-Sammlung. Bd.«. Rr. Lt. Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede V. ISS. Kan'onSarchiv Frcibnrg : Abschiede, Bd. SS. Bd. °S. KantonSarchiv Solothuru : Abschiede Bd. XIII. KantonSarchiv Schaffhauscn: Abschiede. ' Gesandte: Bern. Sebastian von Meßbach. Lncern. Schnlthciß (Jacob) von Hcrtenstcin; (Jacob Feer) Spitalmeister. Uri. Annnann Dietli. Schivyz. Annnann Rychmuth. Obivalden. Annnann Halter. Nid- walden. Annnann Lnssi. Zug. Ith. Glarns. Ammann Mad. Basel. Hans Graf. Freibnrg. Junker Lorenz Brandenberg. Solothuru. Alt-Schultheiß (Peter) Hebolt. — (Lucerner Abschied). tt. Die Besatzung zu Gottlieben betreffend wird jetzt beschlossen, sie heimznbernfen, und dabei dem Vogte aufgetragen, zivci Knechte nach seinem Gefallen zu behalten und jedem wöchentlich einen Gulden rhein. zu 90 762 August 1525, versprechen, Heimzubringen, ob man die zwei daselbst (länger) behalten, und wie man den Vogt bezahlen wolle. I». Es wird angebracht, das; die von Burg, als vor der Brücke zn Stein gesessen, zum Thurgau gehören, während jetzt die von Stein die nieder» Gerichte daselbst pfandweise innehaben; da nun die von Stein den neun Orten in allen Händeln widerwärtig und die von Burg, die sich auf jene verlassen, ungehorsam sind, so wird vorgeschlagen, das; die neun Orte diese nieder» Gerichte zu ihren Händen lösen, was der Muntprat (dem die Losung zusteht) gestatten will, damit die von Stein auf dem Unser» nichts mehr zu schaffen haben. - Heimzubringen und den sechs ins Thurgau zu verordnenden Boten hierüber die nöthigcn Befehle zu geben, v. Bern berichtet über einen Handel, welchen die von Landeron mit den Seinigen haben, und begehrt, daß man dieselben zur Ordnung weise, indem es sonst seine Angehörigen schützen müßte. Es wird deßhalb an die von Landeron geschrieben, «I. Sodann erinnert Bern an sein Gesuch um den verheißenen Rcversbrief über das Burgrecht mit Neuenburg und bittet des ernstlichsten, denselben ohne Verzug'zu geben; der Mehrtheil der Boten ist aber nicht instruirt. Heimzubringen, ob man den ans der Zahrrechnung zu Neuenburg vorgeschlagenen, oder den von Bern selbst aufgesetzten, „eben vergriffenlich und dunkel" lautenden Brief ausstellen wolle, e. In Betreff des Schlosses Luggaris ist abgeredet, dasselbe auf keinen Fall zu schleifen; jedes Ort soll aber nur einen Mann als Besatzung da haben. Zugleich wird angeregt, man sollte das Schloß nicht so verwahrlosen lassen, sondern die Mauern decken und in Ehren halten und darüber dem Vogt Befehle ertheilen, Antwort auf nächsten Tag, I. Zkuf vorigem Tage ist die Besorgnis; geäußert worden, es möchten die Graubündner das Schloß Mosax plündern und niederreißen, obwohl dasselbe den zwei Orten Luceru und Uri durch Burg- und Landrecht verbunden ist; weil nun die andern Orte darauf dringen, daß man die Zerstörung verhindere, so wird beschlossen, es soll Glarus eine Botschaft in die Bünde senden, um in aller Eidgenossen Namen sie zu ermahnen und zu bitten, nichts Feindseliges gegen das Schloß zu unternehmen und die Unruhen zu bedenken, die daraus entstehen könnten. Glarus soll dann auf einem der nächsten Tage über den Erfolg seiner Abordnung Bericht erstatten. K. Caspar Göldli von Zürich, gegenwärtig in Rappcrswyl, beschwert sich weitläufig über die von Zürich; wiewohl er seit zwei .Jahren wiederholt seine Verantwortung anerboten und die Eidgenossen deßhalb nie um Hülfe ersucht habe, weil er immer in der Erwartung gestanden, Zürich werde ihm Gehör schenken, sei doch unterdessen all sein Vermögen im Zürchergebiet den Kindern zugesprochen worden; dennoch verlange er nur, daß man ihn zur Verantwortung kommen lasse, wofür er Geleit nach Zürich zu erhalten wünsche; er versichert zugleich, das; er sich willig jeder Strafe unterziehen und deßhalb in Napperswyl oder vor den vier Ländern oder endlich vor den „neun alten Orten" Recht annehmen werde,-sofern er sich nicht mit der Wahrheit rechtfertigen könnte. — Da man hierüber herzliches Mitleiden empfindet und einem frommen Eidgenossen gern zum Recht verhelfen möchte, so wird beschlossen: Es soll den jetzt nach Zürich abzufertigenden Boten der Auftrag erthcilt werden, sich dort für den „Herrn Caspar" des dringendsten zn verwenden, damit ihm zu seiner Verantwortung Geleit nach Zürich gegeben werde, Ii. Ab dem letzten Tage zu Lucern ist an die Rheinthaler geschrieben worden. Nun beschweren sich die Rheinthaler darüber, daß der Bote von Appenzell auch dazu eingewilligt ; das findet man aber befremdlich, indem der Bote von Appenzell damals erklärt hat, deßhalb nicht instruirt zu sein, „Nichtsdestoweniger" beschließt die Mehrheit, den Rheinthaler» nochmals zum ernstlichsten zu schreiben, man hätte „solch gefährlich Ersuchen" von ihnen nicht erwartet und würde, wenn solches mehr geschähe, es nicht mehr dulden. An Appenzell wird geschrieben, es möge seinen Boten für entschuldigt halten, da derselbe nichts Anderes gethan, als was ihm aufgetragen gewesen, I. Jedes der neun Orte soll auf den nächsten Tag 8 Kronen nach Lucern schicken, zn Händen des Schreibers Huber. Ii,. Gesuch des Herru von Aesch um Fenster in sein neues Haus. I. Jeder Bote keuut August 1525. 7ßZ das Schreiben des Herrn Ulrich von Habsbcrg, betreffend den Haus Müller, der oberster Anführer der Bauern gewesen und zu Laufeuburg mit dem Schwert gerichtet worden, daß er nämlich vor seinem Tode ausgesagt: Wenn den Bauern im Hcggau die Sache nicht mißlungen, so wären die Bauern der Eidgenossen und sie zusammengekommen, u». Ein Bauer im Thurgan, der über die Messe gotteslästerlich geredet hat»), ist durch deu Landvogt an das Landgericht gestellt nud verurthcilt worden, als Ketzer verbrannt zu werden. Wiewohl seine Verwandten auf diesem Tage für ihn gebeten haben, wird doch das Urtheil bestätigt, i». Da Hngo von Laudenberg ausgeblieben, so hat man auch seine Verwandtschaft nicht anhören wollen, sondern beschlossen, er soll auf dem nächsten Tag persönlich erscheinen. «'. 1, Der Landvogt im Thurgan beschwert sich, daß er ans letztem Tage beschuldigt worden, als ob er in der Bollziehung der ihm crtheilten Befehle nicht entschieden genug handelte, hat sich aber darüber ehrlich verantwortet. 2. Dann erzählt er wieder eine Reihe böser schändlicher Händel, die allenthalben ganz offen geschehen: wie die Mandate und Verbote betreffend die lutherische Seetc verachtet, Fleisch und Eier zu verbotenen Zeiten geesscn, die Sonntage, die Mnttcrgottcs- und Aposteltage durch Arbeit entheiligt werden; wie an einigen Orten die Messe abgestellt sei und die hl. Sacramcntc in Abgang kommen; wie alles Volk sich nach der Zürcher Unglauben richte und ganz verrucht, ohne Furcht und Gehorsam leben wolle; wie man sich um den Landvogt nichts mehr kümmere, sodaß auch die Landgcrichtskncchtc ans Furcht vor dem ihnen gedroht«. Tode den Gehorsam verweigern, wenn er sie beauftrage, Verbrecher zu verhaften; die Klage sei allgemein wie die Bauern den Zehnten nicht redlich gegeben haben. Er könne aber niemand bestrafen, wenn ihn die Eidgenossen nicht besser unterstützen als bisher; denn als er letzthin dem erhaltene» Auftrag gemäß den .Helfer von Francnfcld vertrieben habe, sei ihm in der Nacht ein hölzernes.Judenbild zur Schmach vor die Thürc gestellt worden; etliche Bauern zu Wcinfelden haben ihn beschimpft und hätten ihm gern den Kopf zerschlagen, n dgl m Hicnach begehrt der Landvogt theils bestimmte Weisungen für seine Amtsführung, theils Hülfszusagen für den wahrscheinlichen Fall, daß ein Sturm und Aufruhr entstünde; sonst wüßte er nicht mehr zu regieren. - 3 Darüber hat man sich bcrathe», aber die Instructionen ungleich erfunden, indem einige Orte meinen, der Landvogt müsse die Frevler strafen und gewärtigen, wer ihm das wehre» wolle; dann .vollen sie daran setzen, was ihnen Gott verliehe», dem Landvogt Nücke» halten und die Leute wieder gehorsam machen; (während andere Orte zu gemäßigter.. Schritten rathcn?). Da ...... wegen des Hauses Tobel eine Botschaft von sechs Orten nächstens in das Thurgan gehen wird, so soll derselben der Auftrag gegeben werden, i». Nan.cn der X Orte nach Frauenfeld Weinfeldcn w. zu reiten und den Gemeinden zu erklären, daß ...an solchem Unwesen nicht länger zusehen könne sondern Leib und Gut einsetzen werde, es abzustellen. - Das soll jeder Bote heimbringen und a»f dem nächsten ^ag Antwort geben, ob seine Obrigkeit den Landvogt ihres Schirms versichern und ihm thätlichen Beistand leisten wolle, wenn sich ein Aufruhr erheben sollte; ob u.a.. allerseits fest entschlossen sei, das Nebel zu strafen und wessen sich jedes Ort zu den andern zu versehen habe; endlich, ob den ins Thurgan abzusendenden Boten die oben ausgeführte „tapfere Meinung" als Instruction gegeben werden soll. p. Nachdem jeder Bote seiner Herren und Obern Befehle über das Hauptgeschäft dieses Tages, die von Zürich betreffend, eröffnet hat zeigt sich, daß wohl alle Orte gutwillig wären, ihre Botschaft dahin zu schicken, aber nicht in gleicher Meinung- dem. die sechs Orte wollen die in. letzten Abschied enthaltene Erklärung geben, während etliche andere ihnen den' Besuch von Tagen einstweilen nicht abschlagen und nur gütliche Bitten einlegen .vollen. - Da man sich nicht hat vergleichen können, so wird abgeredet, diese Ansichten nochmals heimzubringen, besonders an die „Wenn er hindee einer mes/stand-, so stinke ch in wirs an, dann ein schetm hindern. Hag. und -S sig niit, -c." 764 August 1525, Orte, die noch nicht entschlossen sind, mit der Bitte und Ermahnung, daß sie sich von den IV Waldstätten und andern Orten nicht sondern; wenn sie entsprechen, so sei man guter Hoffnung, daß die einhellige Erklärung der Eidgenossen in Zürich viel wirken und beiden Parteien zu Gutem gereichen würde. 2. Es wird dafür ein Tag nach Baden angesetzt auf Dienstag vor des hl. Kreuzes Tag (12. September), den alle Orte besuchen sollen; man erwartet auch, daß alle dein Vorschlag der VI Orte beipflichten oder wenigstens ihre Boten senden und sich darüber erklären werden. 3. Sobald das Geschäft in Zürich erledigt sein wird, sollen die Boten der sechs Orte Lucern, Uri, Schwyz, Unterwaldcn, Zug und Glarus sich in das Thurgau verfügen, um im Namen der X Orte zu handeln; für die vielen dahin gewiesenen Geschäfte sollen die Boten genügende Vollmacht erhalten. «K. In Sachen des Matthys Scherer von Leuggern, der etwas Holz gekauft hat, wogegen aber die von Bern Einwendungen und Ansprachen erheben, ist beschlossen, Scherer dürfe mit dem Holz wegfahren, doch jedermanns Rechten an der Landmnrch ohne Schaden; denen von Bern soll ihr Recht gegen den Verkäufer vorbehalten sein. Der Bote von Bern soll dies treulich heimbringen samt dem Erbieten, auf einem der nächsten Tage der Landmarch wegen eine Verständigung anzubahnen, i. Schwyz legt ein Schreiben des Landvogtes von Sargans vor, worin derselbe berichtet, wie er und der Hauptmann von St. Gallen den Auftrag gehabt, zu Pfüfers Einige zu verhaften, besonders den Priester Vögeli, dessen sich aber der Schultheiß Vögeli von Walenstadt, sein Bruder, mit ungeziemenden Ausdrücken und Drohungen angenommen habe; nun begehrt er zu wissen, wie er sich gegen die beiden Vögeli zu benehmen habe, namentlich gegen den Pfaffen, der gar ketzerische unchristliche Dinge predige. Heimzubringen. 8. Infolge des Anzugs auf dem letzten Tage zu Baden, daß die VIII Orte verschiedene, aber zerstreute Briefe über ihre gemeinen Herrschaften besitzen, wird jetzt beschlossen, es solle jedes Ort solche Briefe zusammensuchen und sie nach Baden senden. 4. 1525, 28. August. Basel an die eidg. Boten in Lucern. 1. Kurzer Bericht über die Vermittlungsversuche (seit Mai). 2. Wiewohl die aufgesetzten Mittel mehr für die Herrschaften als für die Bauersame (günstig) seien, und Erzherzog Ferdinand („f. Dt.") dieselbe» noch nicht förmlich abgeschlagen, habe das Regiment zu Ensisheim, sobald nach seiner Meinung der Anstand zu Ende gegangen, die Bauern wieder angreifen, erstechen und ait die Bäume aufhängen lassen und dadurch die Bauersame veranlaßt, sich zur Gegenwehr zu rüsten. Um Blutvergießen und Verheerung des Landes zu verhüten, habe man eine Nathsbotschaft nach Ensisheim geschickt, aber gar nichts erreicht. Nun bitte man gar freundlich, wenn die Regenten durch Boten oder Briefe die Stadt Basel oder die Bauersame verunglimpfen wollten, denselben weder Gehör noch Glauben zu schenken, sondern den auf nächsten Mittwoch (30. August) hieher bestimmten Tag zu besuchen, Ivo man über das Geschehene wahren Bericht geben wolle, zc. K. A. Basm MWm»e. «s>>, sr. Ii. 1525, 27. August, Zell. Näthe und Eommissaricn f. Dnrchl. .'c. an die eidg. Gesandten. 1. Erzählung der von den empörten Bauern verübten Schädigungen. 2. Da nun Viele sich in das Gebiet der Eidgenossen geflüchtet haben und von dort aus das Volk aufreizen, so begehren die Räthe, daß die Eidgenossen die Erbeinung halten und den Empörern keinen Aufenthalt gewähren; das werden die fürstliche Durchlaucht und die Stände des schwäbischen Bundes mit guter Nachbarschaft zu vergelten bestrebt sein, zc. — (Die Antwort enthält das Schreiben der österr. Räthe an Zürich, d. d. Zell 5. Sept., s. unten Note 2). St. A. Lu«m: su-ichi-d- n. e. so. Im Vcrncr Exemplar fehlen f, Ii, Ii, » ; «I sind ganz kurz gefaßt, resp. unvollständig, in zwei weit aus einander liegende Artikel getrennt, I als § 1 eingetragen, ebenso in andern Exemplaren. Dem Glarner mangelt «>, dem Freiburger und Solothurner I', Ii, Ii, q, i, «. Zu d. Man wolle folgenden Act beachten: August 1525, 765 1525, 16. August (Mittwoch uach Assumptionis Maria), „Wir der Bürgermeister und Rat der statt zuo Stein thuoud kund menklichcm offenbar mit disem brief: Demnach sich spän und irrnng gehalten haben zwischent Herren Landvogt im Thurgöw an statt und in namen der zechen Orten gmeiner Eidgnoschaft, sincr Herren, eins, und unser (sie) anders teils, deßwcge» daß wir kurz verschnür dato zwei, übelthäter, ennet Rhins vor der brugg gesessen, da die Höchen geeicht in die Grafschaft Thnrgöiv (als) gemelten Eidgnossen zuogehören, allhier zuo Stein betretten und um wol verschuldt fachen in unser fangcnschaft genommen, onch die selbigen der gebär und Verschuldung nach gestraft (haben), Hierwider aber bemclter Herr Landvogt vermeint, diewyl (die) gerüertcn zwen übelthäter in sincr Herren Höchen geeichten gesessen wäre», sötten im dieselbigen zc strafen gebärt und uns des Handels näts beladen haben: Hiernneb, eis daß wir solicher mißhellung und zmitracht färter gegen einander vertragen seien, so bekennen wir euis mit und in kraft diß briefs, daß wir dheinen, so ennet Rhins vor der brngg gesessen und malefizisch ist, für unsern Rat betagen, beschicken noch mancn sollen noch wällen, in dhein wps noch weg, sonder den oder die selbigen einen Landvogt, wie sich gebärt, strafen lasse», alles geträwlich und one alle geferd". . . Kanwnsarchiv Aa.au: Eidg, Archiv I Urkunde Nr, S8 tPerg, mit hängendem Siegel). St, N, Zürich: Tschud, Docum.-Sannnlung T. IX, Nr. 7 (Copie), !su Ii. Neber dieses Geschäft liegt ein Special-Abschied vor, den wir folgen lassen: 1525, 1. September (St. Vcrenen Tag), Luccrn. 1. Nachdem ab dem letzten Tag in Lnccrn an die Nhein- thalcr geschrieben worden, daß sie dem Gotteshans St. Galtet, und andern Gotteshäusern oder Edellenten im künfligen Herbst den Weinzehnten ?c, ivie von Alter her geben sollen, erscheinen hellte Boten aus dein Rheinthal, uni die Antwort zu geben, sie werden kleinen und großen Zehnten von Korn und ander» Flächten zu gemeinen Händen legen lassen, wo er dann unverändert bleiben solle; den Weinzehntcn werden sie gütlich verabfolgen, doch ihren Rechten ohne Schaden; auch die Gebote und Verbote, die der Herr von St. Gallen jewcilen in der Zeit der Lese („Wümmct") gcthan, abermals ergehen und halten lassen; wenn aber er oder seine Amtleute eine Neuerung vornähmen, so würden sie dem nicht gehorchen, es wäre denn daß solches mit Recht erkannt würde. Sie wollen inzwischen gewärtigen, daß die acht Orte einen Tag ansetzen und die Sache zu Ende bringen, was hoffentlich »ach dem Herbst geschehen werde. — Diese Antwort hat man der Botschaft des Abtes eröffnet, die dagegen nichts einwendet; daher hat man dieselbe zu Gcsalllii allgenommen und den Boten der Rheinthaler sagen lassen, sie sollen verschaffen, daß diesem Erbieten nachgelebt werde ; denn damit handeln sie den acht Orten zu gutem Gefallen, 2. Ferner vernimmt man glaublich, daß der Pfarrer zu Bernau.; mit der lutherischen Secte und dieser Ketzerei dermaßen vergiftet sei, sich darin auch so grob verfehle, daß man darüber ernstes Mißfallen empfindet, lind wiewohl der Abt von St. Gallen, als der Lehenheii dci Pfründe, den Pfaffen zu entfernen befugt ist, sich das auch vorbehalten hat, so unterstehen sich die von Beinang doch, den ketzerischen Pfaffen mit Gewalt zu schirmen, was die Boten („uns") zum höchsten befremdet. Darum befiehlt mau ihnen schlechtweg und ernstlich, den Pfaffen wcgzuweisen und nicht weite, zu handhaben, sondern die Pfründe durch den Lchensherrn mit einem andern tauglichen Priester versehen zu lassen; dae> und lein anderes wolle man von ihnen gehabt haben und erwarte, daß sie sich darnach richten. Es wird darüber auch mit der Botschaft der Rheinthaler geredet, die ihnen Weiteres sagen können. Besiegelt im Namen der sieben Orte (der acht ohne Zürich) van Luceru. St. A. Zürich: Abt St. Galt, Archiv. Zu I». 1) Die Freiburger Instruction sagt: „Unser Eidgenossen von Zürich halb soll der bott dorn» sin, wo unser Eidgenossen die zwölf Ort Kotten oder schriften darschicken wellen, von dieser falscher nüwcr secte ze stau, rvie das der abscheid ustruckt, daß es bcschech; wo si aber nit einhellig wären, und die fünf (Ort), denen wir vormals zuogesagt hand,.witcr rätig wurden, und s>) eins wären, sich zuo crlütern, nit mer br> inen zuo tagen (ze) sitzen, soll unser bott das sechst Ort sin..." 2) Dagegen beschloß Solothurn, allfällig mit andern Orten die von Zürich nochmals zu bitten, von ihren Mißbräuchen abzustehen, überhaupt (nur) zu dem mitzuwirken, was Frieden und Ruhe fördere. NathSbuch Nr. l2, p. «22. Sodann sind hier einige andere Acten einzureihen. 3) 1525, 29. August (Dienstag nach Bartholomäi). Zürich an Bern, Glarus, Solothurn, Schaffhausen, Appenzell. Es könne nicht länger verbergen, daß letzthin auf dem zu Napperswyl für den Handel zwischen dem 766 August 1525. Abt von St. Gallen und seinen Unterthanen im Rheinthal gehaltenen Tage der Bote von Uri, nachdem man bereits einige Tage gesessen, zurückberufen, dann auch der von Lucern heimgefordert worden sei, ohne Zweifel der Erklärung entsprechend, nicht mehr mit Zürich tagen zu wollen; dergleichen sei es zu den zwei kürzlich in Lucern gehaltenen Tagen nicht geladen worden, wiewohl auch Angelegenheiten gemeiner Vogtcien verhandelt werde», woran Zürich ebenfalls Theil habe. Das sei ihm höchst befremdlich, dci eS bisher nichts gespart für das Wohl gemeiner Eidgenossenschaft und in Ewigkeit solches zu bewähren gesinnt sei. Deßhalb bitte es die fünf Orte, nach Kräften zu verhüten, daß es so abgesondert und ausgeschlossen werde; denn immer noch sei es bereit, sich aus Gottes Wort weisen zu lassen, wenn es irgendwie gefehlt hätte, und die Bünde treulichst zu halten. Bitte um schriftliche Umgehende Antwort. St. A. Zürich: Misswrn. K. A. Schasjhausen: Corr. 4) 1525, 51. August. Schnffhausen an Zürich. Antwort auf dessen Schreiben vom 29. d. M. l. Erbietung alles Lieben und Guten. 2. Auf dem Tag zu Rapperswyl und dein letzten zu Lncern habe mau keine Botschaft gehabt, aber von Lucern her einen Abschied erhalten, infolge dessen man jetzt einen Boten dahin gefertigt habe, dem aber nichts anderes befohlen sei, als anzuhören und im Abschied heimzubringen, was an ihn gelange; das wolle man gewärtigen und darnach handeln, wie man hoffe, daß Zürich „kein sonder Mißfallen" daran haben werde ... S«. A. Zürich: A. Schafshausen. 5) 1525, 1. September. Bern a» Zürich. Antwort ans dessen Beschwerde über die Absorderung der Boten von Lueern und Uri ?c. Man könne jetzt nicht mehr erwidern, als daß man den Boten auf den jetzigen Tag in Lucern die Weisung gegeben, in dieser Angelegenheit zu haudelu, was zu Lob und Nutzen gemeiner Eidgenossenschaft dienen möge, und bitte nun Zürich herzlich, auch zu dem Antrag, den die Eidgenossen thun werden, sich gutwillig finden zu lassen; weiter könne man sich nicht erklären, bis man die Autwort kenne, die es der von Lncern aus geschickten Botschaft geben werde. St. A. Bern: T-up-h Miss. n. e. «so v. 6) 1525, I. September (Freitag Verenä). Solothurn an Zürich. Antwort auf dessen Schreiben vom 29. August: Da beide Schultheißen und andere Miträthe auf den Tagen zu Lucern und Basel oder der Herbstgeschäfte wegen abwesend seien, so könne man nicht sofort darüber Antwort geben :c. — Vgl. N. 2. St. A. Zürich: A. Solothurn. Endlich möge auch folgende Missive hier eine Stelle finden: 7) 1525, 1. Septcniber (Ans Verenä), Lucern. Die Boten der zwölf Orte (sie) an Bürgermeister und Rath zu St. Gallen. „Unser fründlich gruoz, w. ze. Wir sind bericht, wie in üiver Statt der vergift lutherisch und bas ze reden tüfelisch mißgloub etlicher maß so vil fürbrochen, daß dadurch die meß und andere cristcnliche sacrament, ordnung und gottsdienst abgestellt und vcracht sygcnt, und ganz grob by üch zuogang, das uns nun (wo dem also ist) ganz von herzen leid und mißfellig; und diewil dann ir wissend, daß solcher ketzergloub nnscrn Herren und Obern widerwertig, darum so ist an üch unser sonder ernstlich bcger und bitt, von solichen bösen dingen abzeston, die üweren darvon abzuowysen und darum ze strafen, das ampt der heiligen meß und ander gottsdienst und cristenlich ordnung by üch vollfüeren lassen, ufenthalten und schirmen und üch dermaß hierin ze bewpse», als unser groß vertrnwen zuo üch stat, und ir von Gott und uß vermögen der heiligen geschrift und nach cristenlicher kirchen ordnung das schuldig sind; daran bewisend ir unser» Herren-und Obern, ouch uns, sonder groß gefallen, werden ouch das umb üch ze bcschulden und zuo gnoteni indenk sin und meiner vergessen, wellend üch hiemit jetzinal zum früntlichosten med als getrüw lieb Eidgnossen ersuocht und brücderlich ermant haben und begerend hieruf üwer guoten verschriben, oder durch üwern Kotten muntlichen antwurt uf nächsten tag, der da sin wirt zuo Baden im Ergöw uf Zinstag vor des Hailigen Crüztag liächst." Datum w. Stadtarchiv St. Gallen: Copie im Nathsbuch, sab ctnto 8. Sept. (Nativ. Maria), gefertigt und mitgetheilt von Präs. Aug. Nä f. Zu t. 1) 1525, 28. August. Basel an seinen Boten in Lucern, HanS Graf. Auftrag, das obige Schreiben vorzubringen und die Obrigkeit gegen allfällige Anklagen von Seite des Regiments mit Nachdruck zu vertheidigen, auch die Eidgenossen um Besuch des Tages zu bitten. K. A. Basm Missivm, r. es ». 2) 1525, 2. September (Samstag nach Verenä), 5 Uhr Vorm. Schultheiß und Rath von Solothurn an Peter Hebolt, Boten in Lucern. Etliche Anwälte der sundgauischen Bauern haben letzten Dienstag um Rath gebeten und daneben ihren Wirth (zum Löwen), Ulrich Nägelin, zum Hauptmann bestellt, der sofort nach Basel September 1525. geritten und mit einem ertra gemachten Fähnchen nach Habchissen gezogen sei und durch den Golzner, seinen Lieutenant, noch Andere (Genannte) von Solothurn berufen habe, wie das beigelegte Schreiben der Boten in Basel des nähern anzeige. Darauf habe man alle Anstalten getroffen, damit dem Hauptmann Niemand »achfolge; nach der Tngmesse werde sich auch der Große Rath versammeln und weiter rathschlngen, was sich zu thun gebühre, um Frieden und Ruhe zu erhalten. Da der Laufer Lorenz in Waldenburg vernommen habe, daß zwei Fähnchen Lucerncr ans dem Wege seien, was man zwar nicht glaube, so wünsche man, daß die Sachlage vor den eidg. Gesandten erörtert werde, damit überall diö nöthigen Schritte geschehen, ?c. St.«. Luc--»- Missw-n. 3) 1525, 2. September (Samstag nach Vercnä), 5 Uhr Vorm. Solothurn an Bern. In gleicher Sache, nnr mit einigem Detail, mit speciellem Bezug ans die Bethcilignng von Berncr Lnndlcnten, deren Führer Jaeob Map Zt. St. A. Bern: N. Solothurn I. Zu ii. 1) 1525, 30. August. Schaffhauscn an die eidg. Boten in Luccrn. Mittheilung einer von den österreichischen Hanptleuten und Eommissaricn zugeschickten Schrift, ans deren Bitte. Si. A. kur-m-Mgi»-». 2) 1525, 5. September, Zell. F. Dt. von Oesterreich Räthe ?c. an Zürich. Sie habe» de» Nathsbotcn gemeiner Eidgenossen auf dem Tage zu Luccrn laut beigeschlossener Eopie (27. Aug.) geschrieben und von cilf Orten, außer Zürich und Basel, die Antwort erhalten, „wie sp unser schryben bcrüerend die ufrüerigen flüchtigen Meineiden puren verstanden, und stiegen uns daruf ze wüsscu, daß nc Heilen und t^bern, mich sp, ab sölcher der puren usrüerisch mißhäudel(n) und fachen, ouch ab ircin flüchtigen Imncn in ü laudschast gar kein gefallen gehabt, sonder inen widerwärtig und leid sep, dann sp uß bcfclch irel Hellen und Obcin zuo vorgchaltncr taglciflung, ouch setz angesehen und den ircn im Turgew uf das höchst verbiete» »nd dcßhalb ein offen bott und Mandat usgan lasseii, daß sp söllich nßlttndisch flüchtig puren weder Husen, Hofen, underschleif, noch nfenhalt geben, sonder uß dem land vertryben füllen, und besonder uf unser jetzig schrpben denen von Dießenhofen ernstlich geschriben, ouch irem landvogt in Turgöw abermals ernstlich befolchcn haben, daß er allen ernst und fleiß ankcr, damit söllich bauditen uß irer obcrkeit vertribeu und niendcrt darin enthalten, als sp sich veesehen, dem werde statt gethan und nachkamen, dann ir Herren und Ober» des willens und gemüts sepen, die Erbeinigung . . . treulich zc halten und der stattzcthuou, ?c. Aber der von Stein halb, diewil dieselben nit gemein(cn) Eidgnossen, sonder euch zuo- gehörcn, mögen wir euch darumb auch crsuochen und euch der Erbeinigung anziehen und ermanen, als sp irs teils ivol erliden mögen -c." Da nun jene Bauern in Stein, Stammhcim und der Umgegend (meistentheils) wohnen, und ihnen von Stein aus Essen und Trinken -e. in die Wälder geliefert werde; da dieselben von dort aus die Gehorsamen augreifen und die geraubten Güter auf e.dg. Baven verkaufen, so begehre man, daß Zürich solchen Unfug abstelle, w. Nachschrift: Man habe em.ge» Bauern ans die Bitte ihrer Verwandten schon zum dritten Male schriftliches Geleit zugesandt, aber die Antwort erhalten, sie wollen stch nur gemeinsam, nicht einzeln vertragen lassen, auch die Huldigungsartikel nicht annehmen; daher habe man angefangen, ihnen Weiber und Kinder nachzujagen. Bitte um schriftliche Antwort. S.. A. Zim-h- A, Och-mich. zoi. Masel. 1525, 1. bis 9. September. TlaatSarchiv B-rn- Allg. -idg. Abschied- V. l«!!, Kai.wi.Sarchiv Basel - Abschiede. Tag der sechs Orte Zürich, Bern, Basel, Solothurn, Schaffhauscn und Appenzell. I. Basel verdankt zu Anfang die Beschickung dieses Tages und erbietet sich in den freundschaftlichsten Worten, das künftig unverdrossen zu verdienen. Es habe zwa> ans das lA scheinen auch der andern Orte oder ivcnigftens ans schriftliche Entschuldigungen für das Ausbleiben gezahlt, da solches nicht geschehen, so wolle es annehmen, das sei in der besten Meinung nntei lassen ivoiden. II. ^.odann et statten die (Abgeordneten) von 768 September 1625. Basel Bericht über den Verlauf der Empörung im Elsaß ?c., . seine Thätigkeit für gütliche Vergleichung der Parteien, die Verhandlungen der eidgenössischen Botschaften im Mai und Jnli und über den Bruch des verabredeten, bis zum 20. August verlängerten Stillstandes von Seiten des Adels. Schon am 21. habe dieser, obwohl der Fürst von Oesterreich die Unterhandlung noch nicht abgeschlagen, und die Bauern als Gehorsame ihre Anwälte hieher geschickt gehabt, mit dem Erbieten, das Recht zu erwarten, ungeachtet des ihnen zugesicherten Geleits die armen Leute thätlich angegriffen, getödtet und beraubt und sie dadurch zur Gegenwehr genöthigt. Das habe Basel veranlaßt, abermals eine Botschaft nach Ensisheim zu verordnen, um gütliche Awischenkunft anzubieten, aber bei dem Adel kein Gehör gefunden; vielmehr stehen die Sachen so, daß kein guter Ausgang zu hoffen sei. Da nun die eidg. Botschaften willfährig erschienen, so bitte es sie, diese Dinge zu Herzen zu fassen, da nicht bloß Basel, sondern gemeine Eidgenossenschaft durch die Verheerung der anstoßenden Lande empfindlich geschädigt würde. Dabei wird ein Schreiben des Markgrafen Philipp verhört und als Beitage ^ jedem Boten abschriftlich mitgctheilt. III. Hienach haben die versammelten Boten ihre Instructionen verlesen und beinahe gleichförmig dahin lautend befunden, daß sie Vollmacht haben, in der Güte handeln zu helfen, was zu Frieden nnd Ruhe, Verhütung von Landschaden und „Ersparnng" von Witwen und Waisen dienen könne, und darin weder Mühe noch Kosten zu scheuen. Demzufolge hat man. samt Basel für gut erachtet, dein Adel nochmals zu schreiben und die Frage zu stellen, ob er den nach Offenbnrg beschriebenen Tag besuchen, den Anstand halten und gütliche oder rechtliche Unterhandlung mit Hülfe des Markgrafen Philipp zulassen wolle, von welchem Schreiben jeder Bote eine Abschrist hat (Beil. Ii). — Der Adel antwortet schriftlich in Beil. (I IV. Ans Samstag den 2. September sind die Verordneten der Banersame im Snndgau erschienen nnd haben ihre Anliegen weitläufig vorgetragen; sie erhalten die Antwort, man sei jederzeit willig gewesen, in der Güte für den Frieden zu wirken, aber nicht gesonnen, in dieser Sache thätlich Partei zu nehmen und einen Krieg zu beginnen; deßhalb wolle man in Ensisheim anfragen, ob das Regiment geneigt wäre, den Tag in Offenbnrg, auf Dienstag nach U. Frauen Geburt (12. September) zu besuchen und da gütlich oder rechtlich handeln zu lassen; willige dasselbe ein, so werde man nichts versäumen; stimme der Adel zu, so sei man zu rechtlichem Entscheid erbötig; wollen (aber) die Herren vom Regiment nur gütliche Vermittlung gestatten, und die Bauern sich auch darein schicken, so werde man immer sein Bestes thnn nnd erwarte hierüber ihren Entschluß. V. .Da man wahrgenommen, daß die Bauern eine Anzahl eidgenössischer Knechte in ihren Dienst gezogen, was den Obrigkeiten ohne Zweifel sehr mißfällt, so hat man den Gesandten erklärt, es sei unsere ernstliche Meinung, daß sie unsere Leute nicht anwerben nnd die bereits in ihrem Dienste Stehenden beurlaube»; wenn sie das thnn, so werden wir desto geneigter sein, in der Güte scheiden zu helfen; wo aber nicht, so würde ihnen wenig Gutes daraus erwachsen. Diese zwei Artikel hat man ihnen schriftlich zugestellt. VI. Hierüber antwortet die Banersame schriftlich (Beil. v), jedoch erst heute, den 5. September. VII. Jacob Nagel von Altcn-Schönstein, Diener des Markgrafen Philipp von Niederbaden, zeigt an , wie sein Herr ihm Credenzbriefe an das Regiment zu Ensisheim und den Adel sowie an die Banersame zugeschickt und ihm befohlen habe, beide Parteien wo möglich zum Besuch des Tages in Offenburg und einstweiliger Einstellung aller thätlichen Schritte zu bewegen; da der Markgraf deßhalb auch an Basel geschrieben, so bitte er um Rath, wie er seine Aufträge am wirksamsten ausrichten könnte. — Man hat nun für gut erachtet, daß sich der Gesandte persönlich an beiden Orten in diesem Sinne verwende; wenn er etwas erreiche, so wolle man wieder an beide Theile schreiben, um die Ausgleichung zu fördern. Diese zwei Schreiben sind auch ausgefertigt worden (Beil. H, Ich. VIII. Es weiß jeder Bote, wie dringlich Basel vorgestellt hat, was für großen Schaden die Seinigen zu befürchten haben, wenn das Land verwüstet werde; denn September 1525. 769 abgesehen von Schulden beziehet, sie dorther mehr als IN 000 Stück (resp. Gulden) an Gülten, die sie unschuldig vertieren müßten Deßhalb bitte es des dringendsten, der fürstlichen Durchlaucht von Oesterreich, dein Adel und den Prälaten ernstlich zu schreiben: Wenn sie thätlich vorgehen und das Land verderben wollen, so mögen sie auch versprechen denen von Basel die dadurch entgehenden Zinse und Gülten ec. zu ersetzen oder aber das Land »„verwüstet ihnen als Pfand überlassen, wie es die Bündischen, als sie den Herzog Ulrich vertrieben, gegenüber den Eidgenossen auch haben thun müssen. - Zu diesen, Schritte nicht ermächtigt, haben die Boten das gestellte Begehren in den Abschied genommen; die Autwort (der Obrigkeiten) soll schriftlich erfolgen. IX. Der Werbung Jacob Nagels haben die Herren von den, Regiment und die Bauern willfahrt, wie die Schreiben 6! und »'zeigen X Infolge dessen find die Boten bereit gewesen, auch ihrerseits den Tag in Osfcnbnrg zu besuche,,' weil aber Bm, seiuer Botschaft ernstlich geschrieben hat, sie solle nur in. Umkreis der Eidgenoffenschaft bandeln'helfen so haben auch die andern ohne ausdrückliche Weisung von ihren Obern nicht wegreiteu .vollen und sich von diese». Entschluß auch durch die Bitten und Vorstellungen der Räthe von Basel nicht abbringen lassen dagegen will Basel in seinen, Namen den Tag beschicken, in der Hoffnung, einen gütlichen Austrug erreichen m können XI. Nach alledem hat der Adel auf das durch Jacob Nagel gesendete Schreiben geantwortet: 1 Sie lassen es bei der von den, Fürsten bewilligten gütlichen Unterhandlung bleiben. 2. Die den suudganischen Bauern ^.gezogenen Knechte aus der Eidgenossenschaft n.öge n,an kraft der Erbeinnng abmahnen. 3. Die Nachrede, daß sie den Frauen die Brüste, den Kindern die Finger abgehauen, etliche getödtet haben, wollen sie nicht gelten laßen. Das Baslcr Eremplar ist das Canccpt. , , ^ a. e. er.e e m. Wir bealeiten auch diesen letzten Abschied betreffend die Unruhen .... Snndgau und El,aß w. »,.t em.gen Acten: II Die im Tert angeführten Beilagen finden sich abschriftlich in der Berner Abschiedsan.mlung (V. 127-143). ä 26 August Baden. Philipp, Markgraf zu Baden, an Basel. Bericht über seine per,inlliche Unter- n- / -7 t^eeielke babe u, einem gütlichen Tage und zu einem Waffenstillstand ein- ANw- — «o-»- —>—»-»v"vo-»»»«»»-»- v ^ r« , r '' x A App-nz-ll I. R.: Abschiede. — Der Abschied selbst ist dort nicht mehr vorhanden. III 2. Septembers Basel/ Die Boten der sechs Orte an Landvogt, Regenw. und Näthe zu EnsiSheim. Mit Bezugnahme auf obige Misstve: Anc,bieten gütliche, >- ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ z, ^ ^ 0. 3. 3 Sevtember EnsiSheim. Landvogt und Regenten -c. an die Botschaften der sechs Orte. Dank w. Erst stit de». Abgang der letzten Boten von Basel sei von Erzherzog Ferdinand Nachricht gekommen, wie er den Markaraien Pbilipp eine gütliche Vermittlung bewilligt habe; daraus haben sie de», Markgrafen geschrieben, ch!^Ä//r^stche" wolle./auch sie de., Stillstand halte., und bei den, Entschluß des Fürsten bleiben, ^ V,-M). »»shatz- W-b-I. Ob-.lt.,. m.d a»d... H.uxb w». Rath. und Au-chttff. w . da Bat... d„ O.a. » w°r. ... da, chu.» Wschi-d. A-,d»atu»s d-. zchaw» Mich- »ad d-S »..ha».» C.ba ,»S -a «-«-» »i-, da »..»sam, und „ubttllg. H»»dt»»Bw.ts- d.r «».»!»»» «d«. H»' ' ' d,r tu H»bI!A,.t». und N.tchch.i« >t-!I°»d-n ..dg. »...cht. ...» D.I.,. d....tb... s - D... Wd.tt».., da,.. Zulch-t» hat Sch--ii.r. B°..-.»>-!-t> -II. -S-bl d.,u Datum 2>. «»zu«!, 10 5 Sevtember Die Boten der sechs Orte an Landvogt und Regenten, so.vie an den Adel zu Ensisheim. u>. 0. -sepienwer. -r-ie ^ ^ ev, 7 ». U 9 Sevtember Dieselben an Heinrich Wetzcl und die Führer des snndgauischen Hanfens. w.e .7. d. 8. September (ll.'L. Frauen Geburt), Mühlhauscn. Jacob Nagel vo» der Altcn-Schönstein an Basel und die eidg. Gesandten. , 770 September 1525. II. 7. September (Donstag vor Maria Geburt). Heinrich Wetzet zc. an die Boten der Eidgenossen. Sie willigen abermals in den gemachten Anstand, begehren aber, daß sich die Gegner zu Händen der Eidgenossen verschreiben, denselben zu halten; aus dem Felde wolle man vor dessen Ablauf nicht ziehen. Wenn weder gütliche noch rechtliche Unterhandlung zum Frieden führe» sollte, so wären die Bauern vielleicht genöthigt, das Land zu verlassen; für diesen Fall bitten sie die Eidgenossen, dasselbe zu ihren Händen zu nehmen, wozu sie mit Leib und Gut behülflich sein würden, zc. K, A, Basel: A, Bau-M-Rebellio». — Schreiber. Bauernkrieg III. 124. 2) 1525, 6. September, Basel. Heinrich Rubli und Hans Effinger an Bm. und Rath in Zürich. „Strengen zc. zc. Als üwer . . wysheit uns uf den tag gen Basel abgefertiget, habend wir allhie funden die botteu von Bern, Solothorn, Schaffhusen und Appenzell, aber von Länderen niemands, das unser Eidgnossen von Basel übel beduret hat. Also sind wir Kotten von den sechs Orten zuosamen berüeft und habend unser Eidgnossen von Basel uns die Handlung zwüscheu dem Adel und (der) Pursame der lenge nach erzelt, und was inen, auch uns allen uß derselbigen Handlung für schaden begegnen möge, entdeckt und uns mnb rat gebetten, wie doch noch hütbytag in (den) Handel zuo komm, damit das bluotvergießen und verhergung des lands verhüetet (wurd). Also sind wir rätig worden und haben dem Adel setz zum zweiten mal, mich der Pnrsame geschriben, ze verwilligen, daß wir mit sampt Hern Marggraf Philipsen witer giietlich und rechtlich zwüscheu inen handle» möchten. Der hat ein(en) tag gen Offenburg ernempt uf Zinstag nächst künftig (12. Sept.). Also haben die puren geantwortet, was wir st) heißen, wellen st) thuon und uns ir lib und guot vertrnwen. Ob aber der Adel bewilligen welle, mögen wir noch nit wissen. Wir meintcnd, wir wetten vcrrittcn sin, so habend unser Eidgnossen von Basel uns trungenlich gebetten ze verharren, ob darnach etwas gnots möchte geschafft werden zc. Sunst . . ist noch nüt im seid tapfers gchandlet, dann daß sy zu beden theilen täglichen scharmutz haltend, die Edlen und Buren umb- komen; doch ist noch kein schlahen beschchen, und tonst der Pursame vil knechten zuo; deßglichen so stärkt sich der Adel ouch, und ist ze besorgen, wo es nit durch hilf gottes fürkommen, es werd ein groß bluotvergießen daruf erfolgen. Unser gn. Herr Marggraf Philips hat geschriben und begert, daß wir Eidgnossen den tag zuo Offenburg söltcn helfen besuochen. Deß sind alle Kotten guotwillig, soferr die partyen die güetliche und rechtliche underhandlnng bewilligen wellend." Damit zc. St. A. Zürich: A. Hegau. 3) 1525, 3. September, Ensisheim. Landvogt, Regenten und Räthe, nebst dem clsässischen und sundgauischen Adel an die eidg. Boten in Basel. Antwort ans ihr schriftliches Ansuchen vom 5. d. M., dem Markgrafen Philipp von Baden gütliche Mittlung, im Fall des Mißlingens rechtliche Entscheidung zu bewilligen, zc. Wie man früher schon auf solche Zumuthungen geschrieben, könne man sich diesseits nicht weiter einlassen, als die f. Durchlaucht dem Markgrafen (selbst) gestattet habe, wobei man zu bleiben gedenke zc. K.A.Basel: A. Bauern-Nebellion. — Schreiber, Bauernkrieg III, 125. 4) 1525, 8. September. Die Regierung in Ensisheim an die eidg. Boten in Basel. Da sich die Bauersame wieder empört habe, und etliche Angehörige der Eidgenossen dieselbe verstärken, weßhalb sie sich auch des ihnen zugesagten Trostes berühme, was aber nicht bloß wider die Erbcinung, sondern auch gegen alle Obrigkeit und Ehrbarkeit sei und deren Verderben herbeiführen könnte, so begehre man im Namen der f. Durchlaucht, daß die Botschaften ohne Verzug bei Strafe an Leib und Gut die Ihrigen heimforder», damit gegen die Ungehorsamen desto wirksamer könne gehandelt werden, und wiewohl man sich keines Abschlags versehe, ersuche man doch um schriftliche Antwort, zc. «. A. Basel: A. Bauern-R-beMan. — Schreiber, Bauernkrieg III, I2S, 12°. 5) 1525, 8. September. Bern au seine Gesandten in Basel, Caspar von Mülinen und Anton Noll. Antwort auf ihr Schreiben wegen des Tages in Offenbnrg. Weil man sich früher entschlossen, sich keiner Partei außerhalb der Eidgenossenschaft anzunehmen, befehle man, daß sie nirgendshin reiten, sondern in dem Fall, daß zu Basel gütlich nichts erreicht würde, sofort heimkehren. Sodann vernehme man, daß Basel der aufrührischen Banersame etwas Geld geliehen habe, was man „sehr fast" bedauern müßte; darum begehre man, daß die Boten der Sache insgeheim gründlich nachfragen; vernehmen sie nichts Gewisses, so sollen sie davon schweigen; bekämen sie aber deßhalb sichere Nachricht, so sollen sie vor dem Rath erklären, daß man solches höchst befremdlich finde, indem sich die Stadt dadurch parteiisch mache und (den Empörern) die Mittel (5,ursach") verschaffe, Unterthanen der Eidgenossen aufzuwiegeln, was großen Schaden verursachen könnte, zc. Zu einem Vergleich in Basel wirke Man jedoch gerne mit, Zc. Si. A. Bern: Teuisch Miss. I>. k. 424 i>. -'5' -WKK^" KHKW. W« der altern ibgenÄffisthen NbWiebe. Herausgegeben auf Anordnung der Bundesbeliördcn unter der Direktion des eidgenössischen Archivars Jakob Kaiser. Brugg. Druck von Fisch, Wild und Comp. 187S. Die u aus dem Zeiträume dou 1521 bis 1528 Bearbeitet vo» Johannes ^tricLler von Hirzel, Zürich/ Der amtlichen Abschiedesammlung Band 4, Abtheilung 1 a. Brugg. Druck von Fisch, Wild und Comp. . 1873. September 1525. 771 SOS. Schwyz. 1525, 11. September (Auf Felix und Regula). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, K. 5. 88. (Tag der V Orte?), t». Dieser Tag wurde augesetzt wegen der Uuruheu im Thurgau, im Sarganserland, zu St. Galleu, in^Rheinthal u»d anderswo, und wegen der Warnungen, welche den Boten in Lncern zugekommen. Obschon die Instructionen nicht gleich lauten, ist man wenigstens darüber einig geworden: es möchte gut sein, an die Orte, welche noch nicht gleicher Meinung mit den sechs Orten sind, Botschaften zu seudcu, um ihnen zu berichten, was allenthalben vorgeht, und sich bei ihnen zu erkundigen, wessen man sich von ihrer Seite zu versehen hätte, wenn es zu einem Sturm (Ausbruch) kommen sollte. Da man aber zu diesem Beschlüsse nicht Vollmacht hat, so will mau dies heimbringen und den Voten, die zu Baden sind, empfehlen, die Antworten der übrigen Orte sich wohl einzuprägen; wären dieselben den früher gegebenen gleichlautend, so sollen die Boten (der VI Orte) Gewalt haben, für die besprochene Botschaft nach ihrem Gutfinden „einen Anschlag zu thun." Des Thurgaus halb soll denselben Boten nach Baden geschrieben werden, daß sie dort allenthalben vor den Gemeinden tapfer reden oder aus den Gemeinden Einzelne beschicken, um ihnen mündlich und schriftlich zu erklären, daß „wir" an den alten Bräuchen festhalten wollen, und daß man eine Erklärung auch von ihrer Seite wünsche. Ferner scheint es zweckmäßig, daß jene Boten dann auch nach St. Gallen gehen, und dort „allerlei erzählen" der Banditen halb, denen die Stadt offen stehe, auch der Prediger und Täufer wegen, die sich dort aufhalten dürfen, und sie ermahnen, von alldem abzustehen und sich den sechs Orten gleichförmig zu machen. Auch mit den Gotteshauslcuten sollen sie in dieser Meinung reden. Ueber alles dieses soll an die Boten zu Baden geschrieben werden, damit sie thun können, was die Nothwendigkcit erfordert. Dasselbe soll endlich auch zu Wyl und in der Grafschaft Toggenburg gethan werden, schriftlich oder mündlich, je nach Gutfinden der Boten. I». Dem Landvogt in Sargans wird schriftlich befohlen, den Schultheiß Vögeli zu Walenstadt wo möglich zu verhaften. Sollte er aber befürchten, daß daraus Unruhen entstünden, so soll er ihn nach Baden vor die Eidgenossen citireu; würde er daselbst erscheinen, so werden ihn die Boten verhaften lassen und mit ihm handeln, „was sich gebührt"; würde er aber ausbleiben, so soll dann berathen. werden, was man weiter thun wolle, e. Dieselben Boten sollen auch denen von Wallis schreiben (und sie ersuchen), ein gutes Aufsehen auf „uns" (die sechs Orte?) zu haben und uns Hülfe zu bringen, wenn.uns etwas begegnen sollte. «I. Es soll auch den Boten nach Baden geschrieben werden, daß sie Gewalt haben, an die Bündischen (den schwäbischen Bund) zu schreiben. SOS. Zürich. 1525, 13. September (Mittwoch nach Felicis und Regula). Staatsarchiv Zürich: Rathsbuch k. 166 a. 1. „Als unser Eidgnossen von Glarus iren Ammann (M. Mad) vor minen Herren (Räthen und Burgern) gehcbt und sy gebetten habent, daß st) sich in den artiklcn des gloubcus nit von andren Eidgnossen sündrcn, sonders sich etwelicher gestalt verglichen wöllint, damit man müge in einigkcit komen; was sy dann könnint thuon, das wellint sy gern thuon, und ob min Herren etwas in geHeims habint, wo man sy das lasse müssen, wellint 772 September 1525. sy in vcrtruwen gern das best thnon und trülich handlen. 2. Also habent min Herren geantwurt, daß man unfern Eidgnossen (von Glarus) irs erbietens trülich danke, und bitte man auch sy, daß sy allweg das best thüint. Und um das, so sy begerint, ob man niemas (neißivas) hett, das man uit gern eröffnete, wüssint min Herren kein anders, dann daß sy by irem fürnemen wellint bliben, und wie sy sich vorher habint erbotteu, worin sy irrint, daß man sich gern welle lassen wysen, und dicwil man denn so vil glerter lüt in der Eidgnoschaft Hab, die die gschrift verstandint, mag man dieselben zesamen berüefen nnd losen, wo man irre; dann min Herren meinint, sy habint »och bißhar anders nit thon, dann das recht syg, nnd bedörfe, ob gott will, nit vil kriegens, sonder werde die fach also wol mit lieb zerleit." Maden. 1525, 14. September f. (Exaltationis Crncis f.). Staatsarchiv Lucern: Allgem. Abschiede H. f. III. Staatsarchiv Zürich : Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 7, Nr. 35. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, V. p. 197. Kantonsarchiv Basel: Abschiede. Kantonsarchiv Freiburg: Abschiede Bd. 12. Bd. 65. Kantonsarchiv Tolothurn: Abschiede, Bd. XIII. Kantonsarchiv Schaffhausen: Abschiede. Gesandte: Bern. Peter Stürler, Venner. Lucern. Jacob Feer, des Raths. Uri. Vogt Jos Blättler, des Raths. Schwyz. Heinrich Neding, des Raths. Unterwal den. Klaus Halter, alt-Ammann. Zug. Thomas Stocker, des Raths. Glarus. Marx Mad, Ammann. Basel. (Heinrich zum Hermlin). Freiburg. Venner (Ulrich) Schnewly. Solothnrn. Schultheiß (Peter) Hebolt. Schaffhausen. Bürgermeister (Hans) Ziegler. Appenzell. Georg Meyer. — E. A. A. k. 19 l>. Eine Botschaft deren von Bremgartcn trägt vor, es sei ihnen ab dem letzten Tage zu Lucern befohlen worden, die Gegenpartei des Wirths von Jonen anzuhalten, demselben seine Koste» zu vergüten; darauf habe auch Zürich geschrieben, sie sollten den Austrag des Rechten erwarten, das den Eidgenossen dargeschlagen sei; hieuach wissen sie nicht, was sie thun sollen, und bitten um Rath. Heimzubringen. I». Die Verwandten deren von Wohlen, die den bekannten Frevel im Kloster Gnadeuthal verübt haben, bitten um Begnadigung, nnd da der Ammann im Namen der Frauen zu Gnadenthal ebenfalls für sie bittet, so wird ihnen gestattet, wieder heimzukehren, gegen eine Tröstung von 300 Gl., um die Strafe zu sichern, welche die Herren über sie verhängen werden, v. General Morelet stellt abermals das Gesuch, ihm die zu Bern liegende Verschreibnng für die drei Monatssölde wieder herauszugeben, indem er die fragliche Summe längst bezahlt habe. Obwohl nicht alle Boten hiefür instruirt gewesen, haben sie doch abgeredet, es solle besagte Verschreibnng einstweilen zu Bern bleiben, bis jedermann für seine Ansprachen befriedigt sei. «R. Die Stadt St. Gallen beantwortet die Aufforderung, die ab dem letzten Tage zu Lucern an sie gerichtet worden, mit einer langen Instruction für die abgeordnete Botschaft,'' die „uns" aber nicht zum besten gefällt. Deßwegen hat man nochmals ernstlich geschrieben, sie möge von „etlichen Artikeln" abstehen und sich im Glauben von den andern Eidgenossen nicht sondern, t. Eberhard von Reischach, Gesandter des Herzogs von Würtemberg, bringt seiner Instruction gemäß an, es sei derselbe bei den Eidgenossen verdächtigt worden; er bitte nun, wenn solches wieder geschehe, „ihm" keinen Glauben beizumessen und es künftig dem Herzog auf seine Kosten zu berichten, damit er sich verantworten könne. L. Das abermalige i Ansuchen von General Morelet, ihm die bewußte Verschreibung herauszugeben, ist heimzubringen. Auf den nächsten Tag soll jeder Bote ein Verzeichnis; der noch nicht erledigten Ansprachen bringen. K. An General Morelet wird geschrieben, er möchte sich für Bezahlung.der Summen verwenden, welche die Krone Frankreich noch schuldig sei. September 1525, 773 Bern soll in aller Eidgenossen Namen an die Negentin nnd die Räthe in Frankreich schreiben, daß man bezahlt sein wolle und nicht länger warten könne. I». Bern fordert abermals, daß endlich der Brief über Neuenburg aufgerichtet oder gemäß den Bünden das Recht an Hand genommen werde. Nach Verhörnng der Instructionen wird Bern ersucht, die Gerechtigkeiten zu nennen, die es daselbst zu haben glaube, damit man darüber antworten könne. Heinizubringen. II. Dem Vogt zu Luggaris wird schriftlich befohlen, das Schloß in Dach und Fach zu erhalten, ik.» Auf das was die IV Waldstätte in Betreff des Schlosses Nalzol dorthin geschrieben, will man die Antwort erwarten. I. Es wird wieder in den Abschied genommen, damit es nicht in Vergessenheit gerathe, daß der Vogt von Lnggaris sich sobald möglich anher verfügen solle, um sich zu verantworten. Ii». Da die Instructionen betreffend Zürich so ungleich lauten, daß man sich gar nicht vereinigen kann, so hat man beschlossen, das Geschäft diesmal ruhen zu lassen, und deßhälb einen Tag nach Lucern angesetzt auf Dienstag vor St. Michels Tag (26. Sept.); dabei werden Bern, Glarns, Basel, Solothurn, Schaffhansen und Appenzell zum höchsten gebeten, sich zu einer „besseren" Antwort zu entschließen und von den IV Waldstätteu samt Zug und Frciburg sich nicht zu söndern; daher sollen dann die Boten von allen Orten endliche Antwort bringen, damit mau zu einem bestimmten Entschluß gelange, und Vollmacht haben, von Lucern nach Zürich zu reiten und von dort aus in das Thurgau zu gehen, wie früher verabredet worden. Auch die Angelegenheiten im Thurgau werden auf den Tag in Lucern verschoben, i». Auf das Schreiben der Regierung im Oberelsaß werden die eidgenössischen Angehörigen, die bei den Bauern sein sollen, bei (Strafe an) Leib und Gut und auf das dringendste abgemahnt. m ist in mehreren Eremplaren gestrichen, — weil der bestimmte Tag nicht convenirte? «' und f sind im Original verschieden formnlirt, sodaß eine zweimalige Bcrnthung, nicht etwa bloß ein Versehen der Schreiber, vcrmuthet werden kann. i> nnd l» fehlen im Freiburger, Solothurner nnd Schnffhauser, I», n im Basier Eremplar. Die Tschadische Sammlung hat nur :»—«I; das klebrige ist verloren, und das Vorhandene irrig in das Jahr 1535 verlegt. Hinsichtlich der Vollständigkeit obigen Abschieds verweisen wir auf Nr. 302. Zu Wir legen behufs Erläuterung des Folgenden etliche Acten bei: 1) 1525, 12. September (Dienstag nach Felir und Regula). Zürich an Brcmgartcn. 1. Nach wiederholter Betrachtung der (zwei) Schreiben von B. und der alten Briefe und Rödel betreffend die hohen und Niedern Gerichte zu Lunkhofcn müssen Burgermeister und Rath ihr Befremden ausdrücken, daß B. das Begehren stelle, es bei seinen lang hergebrachten Rechten bleiben zu lassen, da doch Briefe und Rödel deutlich sagen, was jedem Thcile gehöre; wären die Vorder» vollständig berichtet gewesen, so hätten sie ihre Nechtsamen nicht in Abgang kommen lassen; nun aber, da mau sie kenne, sei man entschlossen, dieselben zu handhaben und besser zu überwachen, als eine Zeit lang geschehen; was B. gemäß Briefen und Siegeln gehöre, soll es jedoch unverkürzt behalten. — 2. Die Appellation des Wirths Lcndi betreffend sei zu bedauern, daß so viele Schwierigkeiten gemacht werden. Habe er doch nach Amtsrecht die Klage erhoben und gegen seine Widersächcr das Urtheil erlangt, daß sie ihn entschädigen sollten; obwohl dieses in B. durch eine Botschaft von Z. eröffnet worden, sei jenes der Gegenpartei behülflich gewesen, den Lendi wegen eines „vermeinten Kostens" im Haupthandcl zu belangen, und habe seine hiegegcn ergriffene Appellation angefochten, wodurch er in seinem Rechte verkürzt und Z. an seiner Obrigkeit „verhindert" werde; auch werde unbilliger Weise ein Span, welchen es mit den Eidgenossen habe, in die Sache hineingezogen, um den Widerstand gegen dessen Verfahren zu beschöuigen. Weun B. vorwende, daß Lendi den ihm angesetzten Rechtstagen nicht nachgegangen und dcßhalb in die Kosten verfällt worden sei, die sein Widertheil fordere, und für sein Verachten und Klagen noch weiter bestraft zu werden verdiene, so werde dabei vergessen, daß er Warnungen erhalten, nicht sicher zu sein, und habe fürchten müssen, vielleicht gar gefangen zu werden, und daß er die Rechtstage durch seine Verwandten und Anwälte besucht habe, weßhalb seiner Appellation und dem Rechte freier Lauf gelassen werden sollte. Um jedoch den Span in Freundschaft zu erledigen, sei Z. bereit, einen Tag, wo und wann es B. beliebe, zu beschicken und dermaßen zu handeln, daß jeder Theil zu seinem Rechte gelange und 774 September 1525. bei seiner Gerechtigkeit bleiben könne; sofern aber kein gütlicher Ausgleich zn finden wäre, so werde Z. „im Namen Gottes" den Rechtsweg auch nicht abschlagein Darüber begehre es „verschriebene" Antwort. St. A. Zürich: Missiven. 2) 1525, 19. September (Dienstag vor Matthäi). Schulheiß, Rath und Vierzig zu Bremgarten an Zürich. Antwort: Dank für das gethanc Erbieten. (Wir) „wüssend ouch zuo erwägen, daß derselben üwer wysheit zuo vil ist, so vil dcmüetikeit gegen uns als den iren solicher tagsatzung halb, die also uns heim geben ist, üch . . . zuo verkünden zuo besuochcn, zuo brnchcn; jedoch werden wir fürwerthin allzit dester geneigter sin, in under- thänikcit üch . . . dienstbarkeit zuo bemysen." Folgt Ansehung eines Tages in Bremgarten auf St. Michclstag (29. Sept.), um morndcs die beidseitigen Rechte freundlich zu erörtern. St, A, Zimch-A, Bre»>gau-n, Zu l°(?) Das Solothurner Exemplar hat den Schlußsatz: „Herr Schultheiß, gcdenkcnt an die achthundert guldin und lassent mich bald ein antwurt müssen." Zu «I. Das St. Gallcr Nathsbuch enthält das an die Obrigkeit gelangte Schreiben aus Luccrn (s. Nr. 300, Note p 7)und nennt als Boten Hans Namsperg und Lienhard Keller; für die Instruction ist nur Raum gelassen. Zu Ii. 1525, 11. September. Basel an die cidg. „Anwälte" zu Baden. Antwort auf ihr Schreiben, das Begehren um Abmahnung der eidg. Knechte bei den oberclsässischen Bauern enthaltend, ?c. Wenn die Regenten von Ensisheim sich auf die Erbeinung stützen, so könnte man dagegen wohl erweisen, daß die Gegenpartei (die Ocftcrrcicher) dieselbe oftmals gebrochen und an Basel nicht gehalten haben; man lasse das aber derzeit ruhen. Die diesseitigen Angehörigen habe man vor jenem Schreiben auf das höchste heimgemahnt und das Wegziehen desgleichen zum strengsten verboten, wobei man es bleiben lasse; gegen die Ausgezogenen werde man nach Gebühr verfahren, hoffe iudeß von dein gütlichen Tag zu Offcnburg einen Vergleich, w. St. A. Lucern - Mission,. Das Basler Missivcnbuch (k. 65 b) enthält ein Concept obigen Schreibens unter dem Datum 9. September: im Fall der Abwesenheit eidg. Boten an den Landvogt — von diesem dann vermuthlich nach Lucern geschickt. — Andere bezügliche Acten müssen wir übergehen. SOS. Wem. 1525, 16. September. Kantoiisarchiv Freiburg: Instructionen, Bd. I. 14. Ein Gesandter von Freiburg, Hans Gnglenberg, soll sich erkundigen, ob Bern (von Or. Zandelley in Lausanne) auch Nachricht empfangen habe, daß der Herzog die Burgerschaft überfallen wolle, und was es darüber zu thnn gedenke; hätte es keine solchen Schriften erhalten, so soll der Bote „den Brief" vorweisen und Gewalt haben, in der Sache freundlich zu handeln, damit man denen von Lausanne zu Hülfe komme, sei es durch eine Botschaft oder mit einem Schreiben au den Bischof; wenn Bern sich entschließen kann, einen Zusatz dahin zu schicken, so mag der Bote darüber rathschlagen, jedoch auf Hintersichbringen, da Freiburg Bedenken trägt, da etwas Neues vornehmen zu lassen. Mit diesem Abschied beginnen die mühsamen und ungeachtet des aufgezeichneten Details ziemlich mangelhaft bekannten Verhandlungen betreffend das Burgrccht der Städte Bern und Freiburg mit Lausanne und Genf. Wir lassen die erheblichsten Acten folgen und verweisen im klebrigen auf die Werke von Bcrchtold, Galiffe, Roget, Merle d'Aubignä u. A. 1) 1525, 2. September, Lausanne. Der Bischof an Solothurn. Klage über den aus der Verfolgung eines verbrecherischen Notars (Fälschers) erwachsenen Streit mit den Burgern (sujots) von Lausanne, mit Bericht über einzelne Details. Seit er sich anderer Geschäfte wegen von Lausanne entfernt, haben die Lausanner sich an Bern und Freiburg gewendet und um ein Burgrecht geworben, was ihn, als er zurückgekommen, ganz überrascht und September 1525. 775 bestürzt habe, da diese Städte sich bisher gegen ihn und seine Vorgänger anders gezeigt, zc. Nun bitte er Solo- thurn dringend, bei Bern dahin zu wirken, daß es den Burgern nicht entspreche, und an den von den drei Städten getroffenen Vereinbarungen nichts geändert werde, und wenn etwas zu erörtern wäre, so wöge das ans einem gemeinsamen Tage geschehen, zc. K. A. S°lothu»n Abschied-, Bd. xm. 2) 1525, 5. September. Der Bischof von Lausanne an Solothurn. Entschuldigung, daß er auf dessen Zuschrift nicht eine Nathspcrson abgeordnet habe. Er sei nämlich sechs (?) Monate mcht in Lausanne, sondern längere Zeit bei dein Herzog von Savoycu gewesen, der ihn von den Umtrieben der Bürger von Lausanne, die ihm sehr mißfallen, benachrichtigt habe; denn er, der Herzog, erkenne wohl, daß wenn jene Practiken Erfolg hätten, seine Autorität geschmälert und das Bnndniß mit den Eidgenossen verletzt würde; daher habe er ihm, dem Bischof, empfohlen heimzukehren und dem entgegenzuwirken. . . Der Vicar habe ihm dann gcrathcn, Botschaften an die drei Städte abzusenden, sei aber plötzlich gichtkrank geworden, sodaß er nicht reisen könne, zc. Nun haben die von Lausanne einen Tag in Freiburg ausgewirkt, auf Montag nach Michaelis; er bitte Solothurn, als Freund und Beschützer des Bisthums den Tag zu besuchen; inzwischen werde er jemand senden, der die nöthigen Informationen geben werde; es möge sich die Kirche und seine Sache empfohlen sein lassen, zc. K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. XIII. (französisch). 3) 1525, 6. September. Bern an Solothurn. Auf Ansuchen des Bischofs von Lausanne habe man wegen der Dissension zwischen ihm und der Stadt (L.) einen Tag der drei Städte angesetzt nach Frciburg auf Sonntag nach Michaelis, um morndcß beide Theile zu verhören und in der Gütlichkeit zu handeln, zc. Solothurn möge seine Botschaft auch dahin schicken. K. A. Soiothmn: Abschied-, Bd. xm. 4) 1525, 6. September. Bern an Frciburg. Desgleichen, — nebst einem Geschäft wegen Thörishnuscn. K. A. Freiburg: A. Bcru. 5) 1525, 14. September, Lausanne. Bcnoit Rainer (?) an Jacob Techtermann („totroinan") in Freiburg. Bitte um Verwendung bei dem Rath, damit die Stadt Hülfe erhalte, da sie ohne Frciburg und Bern verloren wäre, indem der Herzog von Savoycn binnen drei Tagen als Rächer erscheinen wolle; es möge zu schleuniger Abivendung der Gefahr in den Nogteien Echallcns und Orbe Befehl gegeben werden aufzubrechen, damit man sich rechtzeitig rüsten könnte; denn es verlaute, daß der Herzog bereits in Genf sei, und Spanier in großer Zahl über die Äevge kommen, zc. K'A' Solothurn: Abschiede, Bd. XIII. (Copie aus Bern). 6) 1525, 1«. September (Samstag nach Crucis), 5 Uhr Nachm. Bern an Solothurn. In dieser Stunde habe ein Rathsbote von Frciburg einen Brief vorgelegt, dessen Copie man beilege; Solothurn möge sich darüber berathcn und seinen Entschluß berichten, damit man desto stattlicher und vorsichtiger handeln könne, da man noch nicht wisse, ob die Sache so „hitzig" sei, wie sie vorgetragen werde. K. A. Solothm» - Ms-hi-do, Bd. xm. 7) 1525, 17. September. Bern an Solothurn, (desgleichen an Freiburg). Infolge des Anbringens der freiburgisch-solothurnischen Botschaft habe man heute den großen Rath versammelt, finde nun aber nicht nöthig, denen von Lausanne Hülfe („die unfern") zu schicken, sende jedoch dem Herzog durch einen Eilboten ein Schreiben zu (d. d. 17. Sept.), dessen Abschrift beigelegt sei, und hoffe, daß er demselben nachleben werde, zc. K. A. Solothurn - Abschiede, Bd. XIII. — K. A. Freibmg t A. Bern. 8) 1525, (16. September?). Bern an Frciburg. Antwort auf dessen Schreiben samt beigelegtem Zeddel. „Und als ir uns die fach üben ernstlich und hitzig fürgebend, und wir aber uf hüt einen ilcnden botten zuo dem Herzogen mit gcschriftcn abgefertiget, daby dasselb üch by demselben botten zuogcschickt, was unser crlütrung gegen dem Herzogen sye, lassen wir es by demselben bclybcn, üch uf das letst üwer schrybcn ernstlichen nnkercnd, üch der fürgebncn fach mol ze erkunden und was üch wyter harin begegnet, uns zitlich ze berichten und warnen, damit, als wir des geneigtes und crnstigs willens sind, dem fürkommen, so üch und uns, ouch ganzer landschaft nachteilig sin möcht. . . Daß wir aber scmlichs gemeinen Eidgnosscn uf dem tag kund thücn, ist uns nit möglich, dann sy schon verritten sind." St. «. Bern: T -Utsch Misswm, v. k. 4S9 ». 9) 1525, 17. September. Bern an den Herzog von Savoycn. „Mos illustro prinoo, nous sommos vor- tninsmonk uckvsrti »: T -»«sch Missw-n, v. e. 4<8. so«. Zürich. 1525, 18. September (Montag vor Matthäi). Staatsarchiv Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 6, Nr. 22. — Nathsbuch k. 167 k—169 b. Staatsarchiv Lucern: Acten Religionshändel. Staatsarchiv Bern: Allgem. eidg. Abschiede V. p. 205. Kantonsarchiv Schaffhaufen: Abschiede. I. „Als dann unser getrüw lieb Eidgnossen von Bern, Glarus, Basel, Solothurn, Schaffhusen und Appenzell ire Kotten vor mincn Herren Räten und Burgern der statt Zürich gchcpt und inen mit guoten frnnt- lichen warten erscheint nachfolgend Meinung und artikel, nämlich (1.) des Sacraments der meß und anderer christlicher ordnung halb, diewil by minen Herren deßhalb änderung syg beschechen, und ein Eidguoschaft in guotem eungem wesen und glauben loblich zuosamen kamen, syge solichc änderung iren Herren und obern eben schiver, und syent die andern sechs Ort des willens, wo inine Herren bi solichcr ändrung bliben, wellint si nit mer bi inen zno tagen sitzen. Dicwil dann die berüerten sechs Ort dabi wcllint bliben, bittint sy mine Herren guoter frünt- licher Meinung, umb srids und ruowen willen, daß si das Sacrament und die meß wider wellint ufrichten; wer dann darzuo gange, das lasse man beschechen, und so mine Herren das thüegint, so wellint ire Herren und obern, ouch sy als die gesandten für sich selbs, gegen den übrigen sechs Orten das best thuon, und begerent darumb früntlicher antwurt. 58 778 September 1525. 2. „Zum anderen so habint mine Herren ire Kotten harnmb geschickt und sich erbotten, helfen zuo strafen ungeschickt Händel und das, so wider die christcnlichen kilchen syge, das bishar nit wäre beschechen; dann miner Herren Kotten standint ns, wo solich fachen komint; das bcdure ander Eidgnossen, daß min Herren ir stimmen nit gcbint und hclfent raten und handlcn, so die notdnrft crhöuschet." II. „Uf solichen unserer lieben Eidgnossen von den sechs Orten fürtrag sind mine Herren Rät und Burger stattlich und wolbedachtlich über die fach gesässcn, und habent den gesandten botten anfänklich mit hochcm inüg- lichem flyß und ernst aller früntschaft, innig, kost und arbeit, so sy und ire Herren und obern miner Herren halb brnchent, dank gesagt, mit begär, für und für in solichem guotcm willen gegen inen zno verharren; das wellint mine Herren allweg mit geneigtem herzen umb sy und ire Herren bcschnldcn und verdienen, und daruf uf ir anbringen geantwnrtet wie hernach folgt: 1. „Als dann mine Herren erfunden und durch das göttlich wort bericht, daß wir christcn ein lange zyt dahär in vil dingen und sonderlich des Sacraments und der meß halb irs (irr) gangen syent, habint sy ändrnng und verbessernngen gethan und vcrmeinint, daran nüts Unrechts, unzimlichs oder nnchristcnlichs, dann allein dem willen gottes und heiliger göttlicher gcschrift gelebt haben, und diewil sy sich vornahar zno tagen durch ire botten muntlich, deßglich durch ußgangen geschriften und Mandaten habint begeben und erpotten, wo über kurz oder lang etwar komcn und si eines besseren uß der göttlichen geschrift des alten und nüwen testaments könne oder müg bcwysen und underrichten, daß si von irem fürnemen stau und demselben wcllint folgen, des erpietens, willens nnd gemüets sigint si noch hüt bi tag, daß si bi dem gottswort und ircn nsgangnen Mandaten wellint bliben, alle diewil sy nit mit der geschrift wie obstat darvon gcwyst wcrdint, und damit man zuo frid, ruowcn und einhelligem wesen möge komen, syg miner Herren höchste pitt nnd begär, daß si ire gclerten und der heiligen geschrift verständigen har gen Zürich verordnint, die mitsampt den gclerten daselbs zuosammcn sitzint und die heiligen geschrift erdurint, wer recht Hab oder nit, und achtint mine Herren, wo solichs bescheche, daß man zno frid und rnowen und guotcm verstand der dingen werde kommen. 2. „Der straf halb, als man nit darbt ze tagen sitze zc., ist ininer Herren antwurt, wenn man also zuo- sammen komme, und die geschrift erdnret werde, erpietint sich mine Herren dannanthin alles das ze tuond, so frommen redlichen Eidgnossen zuostande, und daß si als die botten das zum trüwlichosten an ire Herren und obern bringint, dann sy nnd ander ir lieb Eidgnossen sich zuo minen Herren nünt anders dann aller trüw, liebe, eren und guots söllint versechen, als zno frommen redlichen Eidgnossen, welich die pünt trülich an inen, wie si sich vormalen zuo tagen und sunst erpotten habint, wellint halten." S«7. HoHel. 1525, 20. September f. (Mittwoch vor Matthäi Apostoli f.). Staatsarchiv Liiccr»! Arle» Religionshäadel. Tag der sechs Orte Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus. 1. Da zu Weinfelden, Steckborn nnd in andern Gegenden des Thurgaus eine tödtliche Krankheit wüthet („der tod rychsnet"), so haben die Boten sich nicht persönlich in die Gemeinden verfügt, sondern die Gemeinden Steckborn, Weinfelden, Sommer! ?c. nach Tobel beschicken und ihnen rund herausgesagt, daß sie alle christlichen Ordnungen und Bräuche halten, dem Landvogt die Strafwürdigen strafen helfen, ihm (dafür) Schutz und Schirm September 1525. 779 gewähren nnd Gehorsam leisten sollen, indem die Herren (der sechs Orte) gesonnen seien, die Gebräuche der christlichen Kirche wie von Alter her zu handhaben, das Uebel zu strafen, den Landvogt zu schirmen und daran Leib und Gut zu setzen; sie sollen sich darnach richten. 2. Deßhalb haben dann die Boten ein offenes besiegeltes Mandat in alle Gemeinden gesandt und dem Landvogt befohlen, ungeschickte Händel zu ahnden, wozu er sonst crbötig ist. 3. Wie die genannte» Gemeinden versprochen, gehorsam zu sein, weiß jeder Bote. I». Es wird angezeigt, daß das früher so vermögliche Gotteshaus Münsterlingeu in Schulde» gerathe, indem die Frauen Geld um Zins anfnehmen, dabei ganz lutherisch seien, jede Woche nach Consta»; zur Predigt gehen, da Rath und Schirm suchen und dafür jährlich ein bestimmtes Geld ausgeben. Da man nun Rechnung gefordert, so haben sie erwidert, sie wollen auf den nächsten Tag vor gemeinen Eidgenossen Antwort geben, vermuthlich in der Absicht, sich so der Rechnung zu entledigen („erweren"). Darauf hat man ihnen geschrieben, man wolle schlechtweg Rechnung haben und begehre, daß sie von dem lutherischen Wesen abstehen; für ihr Flcischessen an verbotenen Tagen und andere Uebertretungen sei dem Landvogt aufgetragen, sie zu strafen, v. 1. Der Landvogt zu Sargans berichtet schriftlich des Auftrages halb, den Schultheiß Vögcli seiner unerträglichen Reden wegen zu verhaften, wenn es ohne Aufruhr möglich wäre, oder ihn nach Baden zu citiren: er müßte wirklich Unruhe besorgen; zudeni könnte er ihn nirgends anders berechtigen als zu Walcnstndt, als an seinein Wohnorte, und da würde nichts „geschafft." Daher rathe er, denselben auf einen Tag zu laden; da würde er durch genügsame Kundschaft, so überwiesen, daß man ihn strafen könnte. 2. Ueber die Verhaftung des Pfaffen Vögcli habe er vor dem Landrath den Bescheid erhalten, er müsse denselben berechtigen, wo er seßhaft sei. Antwort ans den nächsten Tag. «I. Der Landvogt hat den Konrad Wepfer von Stammheim vor das Landgericht geladen; aber sein Ausbleiben ist von Zürich entschuldigt worden mit der Einwendung, es sei in der Vorladung die Ursache nicht angegeben, w. Darauf wird an Zürich geschrieben, man könne im Vertrag nicht finden, daß der Grund einer Vorladung genannt werden müsse; zudem sei das nicht Brauch des Landgerichts; vor diesem solle Wepfer die Klage und dann das Recht erwarten. Wenn Zürich hierin ferneren Eintrag thäte, so sollen die Boten auf dem nächsten Tag zu anworten bevollmächtigt sein, wie man weiter vorgehen wolle, v. Die Boten von Lucern, Schwyz und Glarus sollen heimbringen, wie der Hauptmann von St. Gallen denen von Schwyz geschrieben, er habe den lutherischen Buben, den sie freigelassen, zu St. Gallen gefunden, wo derselbe von Stund an wieder begonnen, seltsauic „wilde" Dinge über die Taufe zu predigen, besonders aber, daß keine Hölle und kein Fegfeuer sei, und am jüngsten Tage die Teufel ebenso wohl als die Auserwählten in den Himmel kommen, weil Gott gesprochen, es werde zuletzt Ein Hirt und Ein Schafstall sein, u. s. w. Da der Hauptmann ohnedies wahrnehmen will, daß „die Secte" mehr zu als abnehme, und das Volk je länger je ungeschickter sei, so hat man abgeredet, das heimzubringen, l 1. Bernhard Koch, Schaffner zu Tobel, legt gute Rechnung ab, worauf man dem Commenthur (Konrad) voil Schwalbach das Haus samt Zinsen, Nutzungen, Gülten und Gütern übergeben hat, mit der Bedingung, daß er jährlich, oder so oft man es begehre, Rechnung gebe, von Kleinoden und Kleidern nichts veräußere, ohne Wissen und Willen unserer Herren weder Geld noch Geldeswerth weggebe und wohl Hallshalte; denn hielte er sich nicht schicklich, so würde er beseitigt, laut eines ausgeschnittenen Zeddels und eines Rodels, den der Landvogt im Thurgau habe; ein Verzeichnis; der Renten, Zinse zc. liegt in einem Urbar zu Baden. — 2. Es folgt eine Uebersicht der letztjährigen Zinsen: 1) An Geld 153 Gl. 2 Schl. 7>/2 Pfg. 2) An Fäsen 9 Malter. 3) An Kernen 368 Müll 2 Vrtl. 6 Jmmi. 4) An Haber 71 Malter 2-/2 Mütt 6 Jmmi. 5) An Gersten 2 Vrtl. 6) An Zehnten 381 Malter 2 Mütt Weizen, 186 Malter 2>/2 Mütt Haber, 5 Mütt 1 Vrtl. Gersten. 7) Was an Wein wird, läßt sich noch nicht bestimmen. K. Wyßhans Marti von 780 September 1525. Sulgen hat weder die ihm überbi»ide»e» Kosten bezahlt, noch hält er die Urfehde, und wenn der Landvogt dessen Eigenthum verkaufen will, so spricht die Frau alles für sich an; zudem wolle das niemand kaufen. Da der Landvogt so nichts erhalte, und der Wirth und der Schärer von Frauenfeld die Zehrungskosten und den Lohn verlangen, so wird das in den Abschied genommen. I». Es verlautet, wie Hans Hager von Zürich zu Franenfeld geprahlt („vil prachts usgestoßen") und geredet habe, bevor hundert Tage verflossen, werde etivas Neues geschehen; Zürich wolle in alle Gemeinden des Thurgans Boten senden, ?c. Der Landvogt soll der Sache nachfragen und dann Bericht erstatte»; er soll auch verhindern, daß irgendwo gegen uns Gemeinden gehalten werden. I» Auf S. Gallentag (16. October) wird ein Tag nach Lucern angesetzt für die zwölf Orte (XIII O. ohne Zürich); Lncern soll Bern, Basel, Freiburg und Solothnr», und der Landvogt Schaffhansen und Appenzell dazu berufen. Zu »1. Das an Zürich erlassene Schreiben, d. d. Freitag nach Matthäus (22. September) findet sich im Staatsarchiv Zürich: Acten Jttingcrsturm. Eigenthümliches enthält es nicht. »08. Wer,,. 1525, 27. September. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiebe X. 366. „Der burgern von Jens abscheid und nntwurt." „Uf langen und erbärmbden fürtrag der armen bürgern von Jens (hierin nit not ze melden), so uß forcht des Herzogen von Savoye muotwillens, übcrprachts und gewalts von hus, Hof, iren güetern, wybcn und finden vertriben, herzlichen und umb gottcs willen bcgcrend inen rätlich und mit recht und billigkeit behilflich ze sin, dadurch st) zno iren hüsern und güetern widerkeren und hienach rüewenklich, fridlich, unbekümbcrt und von dem Herzogen oder andern wider recht und billigkeit uncrsnocht sitzen mögen, angesehen daß sy sich begeben ze gehorsamen und ze thnond alles das bidcrben lüten gebürt, onch das recht und billigkeit erfordert, habend sich min. gnedig Herren Schultheiß und Rat erlütert, allen iren möglichen flpß und ernst anzekeren, dadurch bemeldter mnotwilliger Handel güctlich oder rechtlich hingelegt, vertragen und gestillet werd, und nf sölichs dem Herzogen trungcnlich znogeschriben, die bemeldten von Jens nit so ruch ze halten, darzno daß er einen ilenden verrumpten tag bestimme, sölichen Handel ze vertragen, onch damit bcmeldt von Jens sich entschuldigen, inen ein fry sicher geleit und sicherheit ze geben und (das) ze halten, hieruf siner gnädigen antwurt begerend und erwartend." Vgl. Nr. 305, N. 14. , Z0S. SolothurN. 1525, 28. September (Donstag (vor?) St. Michaelstag). KantonSarchiv Solothurn : Abschiede Bd. XI. I. Jacob Techtermann, des Raths von Freibnrg, erscheint im Beglcit etlicher Burger von Genf und erzählt im Namen seiner Herren, sowie jene für sich und ihre Mithaften, wie grausame Gewalt der Herzog von Savoyen seit acht Jahren wider alle zu Morsee, Zürich und Solothurn gemachten Verträge gegen die Genfer gebraucht, October 1525. 781 was er zuletzt gegen ihre Güter und ihr Leben unternommen habe, weßhalb ihrer etwa dreihundert entronnen und seinem Zorne ausgewichen seien; wie es nun um das zu Hanse Verlassene stehe, können sie nicht wissen; daher bitten sie um Hülfe, damit sie wieder zu dem Ihrigen kommen oder genügsames Geleit zum Rechten erhalten; erfände sich dann, daß sie nicht als ehrbare Leute gehandelt hätten, so wollen sie sich an Leib und Gut gebührlich strafen lassen, ?c. II. Darauf hat man die Antwort gegeben: Man bedaure diese Widerwärtigkeit sowohl wegen der Mitbürger von Freiburg als der Genfer wegen, die sich mit dem Rechten begnügen wollen, sei auch alles zu thun bereit, was denen von Freiburg gefallen und den Genfer» zu Gutem gereichen möge, damit sie wieder heimkehren oder vor unparteiischen Richtern Recht finde» können, wolle dafür durch Botschaften und andere Mittel gerne arbeiten und weder Mühe noch Kosten sparen, jedoch in der Meinung, daß alles in freundlicher oder rechtlicher Weise vor sich gehe; denn sich thätlich des Handels anzunehme», sei man nicht in der Lage, sondern werde Krieg nach Kräften zu verhüten suchen , da für die Anstößer schlimme Folgen zu besorgen wären. Darauf hat man auch den diesseitigen Nathsbotcn, die sich jetzt in Genf befinden, ernstlich geschrieben, sie sollen nichts versäumen, was den Genfern zum Frieden oder zu billigem Recht verhelfen könne, damit nicht größerer Unrath daraus erwachse. Unter der Bedingung, daß die Genfer sich mit dem Rechten begnügen und nichts Anderes vornehmen, hat man ihnen auch den Aufenthalt in Stadt und Land bewilligt. 31«. Areiöurg. 1525, 2. und 3. October. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, 'V. p. 213. — KantonSarchiv Freiburg: Nathsbuch Nr. 43. Abschiede, Bd. 128. Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede, Bd. XIII. Gesandte: Bern. Caspar von Mülinen; Peter Stürler, Venner; Peter von Werd. Freiburg. (Ungenannte Rathsabordnung). Solothurn. Junker Hans von Noll. Bischof von Lausanne: Vicarius (uns unbekannt); Ofsicial de Vernetis; Gcneralcommissar Genclliati (?). Stadt Lansanne. Benoit, Herr von Chapelle, Fr(iedrich) von Pre, „et plusiours autroo." tt. 1. Der Vicar gibt anfänglich zu verstehen, wie er und seine Gefährten hieher abgeordnet worden, erstattet des Bischofs Grüße und entschuldigt dessen Abwesenheit mit der von dem Herzog erhaltenen Aufforderung, ihm Rath zu geben, zc. Sie haben nun Befehl, anzuhören was die von Lausanne klagen wollen, darauf zu antworten, soweit sie instruirt seien, und das Uebrige hinter sich zu bringen, alles mit weitläufigen Worten. 2. Darauf bemerken die von Lausanne, die wohl mit 5V—60 Mann erschienen sind, der Tag sei auf Begehren des Bischofs angeordnet; sie wünschen nun zu vernehmen, was er ihnen vor vierzehn Tagen zugcmuthet habe; darauf wollen sie antworten; wenn aber die bischöflichen Anwälte nicht mehr Vollmacht haben, so sei es umsonst hier lange zu tagen, — ebenfalls mit langen Reden. 3. Darauf haben die drei Städte beschlossen, den Boten des Bischofs rund heraus zu sagen, man finde kein Gefallen daran, daß er den Tag begehre, aber nicht besuche. Man wolle jetzt jedoch die Beschwerden der Burger von Lausanne verhören, damit sie dein Bischof bekannt werden; darauf sollen dann seine Boten Antwort geben, wonach man weiter handeln werde. 4. Nachdem die von Lansanne ihre Klagartikel vorgebracht und des Bischofs Boten darauf geantwortet, hat man beiden Parteien empfohlen, ihre Vorträge schriftlich einzulegen, was sofort geschieht. (Folgen die Texte, f. u.) 5. Hierauf verlangen die von Lausanne, daß der Bischof ihre Kosten bezahle, da er den Tag nicht besucht habe, und daß man ihnen Sicherheit verschaffe, daß bis zum nächsten Tag („zwüschen dein Tag") nichts Neues gegen sie 782 October 1525, unternommcn werde, worüber beide Parteien wieder viel Worte verlieren, besonders die von Lausanne, zur Erwiderung der Antwort der bischöflichen Boten. 6, Zuletzt ist von den drei Städten ein anderer Tag bestimmt worden auf Sonntag nach Omnium Sanctorum (5, November), wieder nach Freiburg, Dem Bischof wird geschriebeu, mau habe sein Ausbleiben ungern gesehen und erwarte nun, daß er den nächsten Tag besuche; sonst würde man fortfahren, in der Sache nach Billigkeit zu handeln; wenn er dann aber dawider etwas versuchte, so möchten unliebe Folgen daraus erwachsen, zc. Auch wird er ermahnt, inzwischen nichts Neues anzufangen. Wenn der Genfer wegen eine Botschaft zu dem Herzog von Savoyen geschickt wird, so soll ihn dieselbe ersuchen, sich des Bischofs und der Stadt Lausaune nicht zu „beladen." I». Die Artikel für ein Burgrecht, welche die Boten von Lausanne gezeigt haben, werden jeder der drei Städte abschriftlich zugestellt, um darüber zu rathschlagen. «. Denen von Lausanne ist befohlen, Artikel aufzusetzen, wie sie das Recht zu brauchen gedenken, damit man auf'dem nächsten Tag desto erfolgreicher handeln könne. Sodann wird ihnen gereichen, sich einstweilen gegen ihren Herrn und dessen Amtleute ruhig zu verhalten. «I. Die Genfer klagen auf Grund von Briefen, die ihnen zugekommen, wie der Herzog fortfahre Leute zu saugen, zu plündern :c., und begehren, daß man ihnen um Gottes willen einigermaßen behülflich sei. Darauf hat Freiburg die Voten der beiden andern Städte gebeten, treulich heimzubringen, daß dem Herzog tapfer geschrieben werde, er solle nichts Neues anfangen und den Genfern Geleit zum Rechten geben, wie es früher verabredet worden; die Städte sollten dann eine Botschaft mit den Genferu schicken, um z» erfahre!?, wer eigentlich schuldig sei, u. s. w. Das Freiburger Rathsbuch enthält die Namen der Gesandten und ein flüchtiges, theilS französisch theils lateinisch skizzirtes, Concept dieses Abschieds; die Verhandlung :» 5, t> ist ans den 3. October »erlegt, i« und « fehlen; «l ist dnrch folgenden Artikel vertreten: Caspar von Mulme» berichtet, was er zu Genf bei dem Herzog gefunden. Es habe derselbe, als Vicar des Reichs, Etliche nach Billigkeit strafen, sonst aber keinen Muthwillcn brauchen wollen; Einige seien entwichen, von Andern wisse er nichts; er sei aber geneigt, ihnen für vierzehn Tage Geleit zu geben, damit sie sich verantworten können; diejenigen die man schuldig erfinde, sollen drei Tage (Frist) haben, sich zu „entfremden." — Ein Concept hat auch der oben bezeichnete Frcibnrger Abschiedeband. Zu :» 4. gehören folgende Acten: 1) Die Klage der Edlen und Bürger von Lausanne. Wenn ein Herr (Bischof) von Lausanne in seinen Besitz daselbst eintrete, schwöre er den Edlen und Burgern, sie bei ihren Rechten und Freiheiten, geschriebenen und ungeschriebenen, und besonders bei dem le Plaict gcneral genannten Briefe, bleiben zu lassen; der sei hier vorgelegt. — Bevor nun die Anzeige von Bern eingegangen, daß sie auf diesem Tage erscheinen sollten, sei ihnen zugenmthet worden, sich über drei Puncte zu erkläre»: 1. Daß sie wie die Vorfahren den Bischof als ihren Herrn anerkennen, gemäß dem Beschluß der drei Städte (Stände?). Sic haben für die ganze Stadt geantwortet, sie seien willig zu thun, was ihre Freibriefe enthalten. 2. Die Abgeordneten des Bischofs haben eröffnet, daß er ihre Freiheiten erhalten wolle, aber begehre, daß sie auch die seinigen achten. Ihre Antwort laute: Der Bischof könne sich nicht beklagen, daß sie seine Freiheiten nicht berücksichtigt („gchüet") hätten; wohl aber sie, daß er das gegen ihnen nicht gcthan; denn nach seinem Schwur habe er den Guillaume Carmcntrand gefangen, peinlich verhört und in dem Schloß zu St. Marie (Maire?) mit Geivalt verurtheilen und tödten lassen. — Er habe Einen acht Monate lang im Gcfängniß behalten und zum Geständniß genothigt wider ihre Freiheiten. Nachdem Einer aus dem Gefängnis; des Bischofs entronnen gewesen, seien hie Vcnner in dessen Haus gegangen, damit er wieder gefangen würde; als er aber nach Rom entflohen, habe der Bischof die Venner gebannt; dadurch seien der Stadt über 1W Kronen Kosten erwachsen; da hierin ihre Freiheiten auch nicht gehandhabt worden, so begehren sie dafür Ersatz.-— Wider ihre Freiheit habe er münzen lassen nach seinem Gefalle», die gute Münze eingeschmolzen und schlechte daraus gemacht, wodurch Oktober 1525, 783 die Stadt großen Schaden erlitten, indem die gnte Münze verschwunden sei, während ihr Freibrief sage, daß er keine Münze solle schlagen lassen ohne Bewilligung der drei Stände („stäten"), nämlich des Capitels, der Edeln und der Burger zu Lausanne. — Vor einiger Zeit habe er'dem Herzog von Savopcn gestattet, Rüfe und Verbote zu thun, was wider die Freiheiten der Stadt und die vor wenigen Jahren gefaßten Beschlüsse der drei Stände sei. — Die Bürger habe er mit einer neuen Auflage beschwert, nämlich Is lkivags („zu tütsch die lände des ports"), uuter dem Vorgeben, das gehöre zu den Rechten der Obrigkeit; die obrigkeitlichen Rechte, die der Bischof besitze, seien aber in ihrem Briefe ausdrücklich und bestimmt genannt, als bei welchen man ihn beschirmen wolle. Hierüber begehre man den Entscheid der Städte und Reparation gemäß der kaiserlichen Freiheitsbulle. 3. Die Boten des Bischofs haben ferner verlangt, daß sie mit niemandem Bündnisse oder Burgrcchtc machen. Sie haben geantwortet, sie seien freie Leute und wissen von keinem Vorhaben, das seiner Autorität und seiner Kirche zuwider wäre. Da sie gezeigt haben, daß sie eine freie Reichsstadt bilden, so bitten sie einhellig die Städte, sie als Bundesgenossen und Burger aufzunehmen, so wollen sie sich bemühen, ihren Pflichten Genüge zu thun, ?c. St. A.Bern: Abschiede. V. 217—221. — K. A. Solothuni: Abschiede Bd. XIII. — Das franz. Original liegt bei dem Freiburger Ex. des Abschieds. 2) Autwort der Boten des Bischofs (unter Vorbehalt weiterer Einreden ihres Herrn und mit der Protestation, daß sie keine Vollmacht haben, etwas abzuschließen, ?c.) Die Beschwörung gehe den Bischof an, worüber er Antwort geben möge. Er sei übrigens immer des guten Willens gewesen, die Freiheiten der Stadt zu erhalten, glaube das auch gethan zu haben, und wenn je deßhalb Streit wallen sollte, so erbiete er sich wie immer, nach Erkanntniß bidcrber Leute Reparation zu leisten. — Die Verhaftung des Guillanmc Carmcntrand sei wie bekannt mit Einwilligung des Gouverneurs uud der Burger von Lausanne geschehen, und in dem Proceß desselben nichts anderes gehandelt worden, als was das Recht erfordere; daß jemand von Lausanne bei dem Urtheil zugegen wäre, sei nicht nöthig gewesen, indem Carmentrand geweiht und ein „Tonsorist" war, also von den geistlichen Amtleuten (allein) beurtheilt werden konnte, wie viele Processe beweisen, deßgleicheu der Spruch von Bern und Freibnrg. Wenn aber die von Lausanne einwenden wollten, es sei der genannte Spruch seither durch die Boten des Herzogs von Savoyen widerrufen, so antworte man: Sofern der Entscheid dieser Boten in Kraft bleiben solle, so folge daraus, daß der Herzog oder dessen Räthe das Urtheil über die gestellten Forderungen zu gebe» haben, indem derselbe sage, daß Zweifel und Streitigkeiten über die bestimmten Puncte von ihnen zu erläutern seien; daher wäre es unnütz, deßhalb vor den drei Städten zu handeln. — Zudem sei Carmcntrand durch die Bürger von Lausanne vernrtheilt, da sie das Urtheil gebilligt, sein Gefängniß und seine Verzicht als gut erkannt haben; also liege kein Grund vor, über ein erzwungenes Urtheil zu klagen. — Auch der jetzt gefangene Gerard Neschel habe sich als geweiht bekannt; peinlich sei er nicht gefragt, auch sei ihm keine Strafe angekündigt worden, ?c. — Der entronnene Virgo sei nicht gefangen, sondern mit der Einwilligung seiner Gegenpartei nur arrestirt gewesen. Ilm indessen seine Amtleute uud die Veuner zu schirmen, habe der Bischof -einen Chorhcrrn von Lausanne nach Rom geschickt und deßwcgen ebenfalls Kosten erlitten, wiewohl er sich nicht verpflichtet gehabt, die Venuer vor Schaden zu hüten. — Mit der Münze habe der Bischof nicht mehr gethan als seine Vorfahren;-darüber werde er seiner Zeit weitere Antwort zu geben wissen. — Ueber die Auflage des Uferzolls beklagen sich die von Lausaune unbillig, da hierin keine Neuerung liege; daß sie seit mehr als 3VV Jahren diese „Lände" schuldig seien, lasse sich mit Briefen erweisen; daß dieselbe in dem Freihcitsbriefe nicht gc>»annt sei, bedeute nichts, da (wohl) die Hälfte der Gerechtigkeiten des Bischofs darin fehle. — Die Freibriefe, auf die sich die von Lausanne stützen, halten sie selber nicht, indem sie täglich dawider thun. In der Stadt sollten die Häuser keine Vordächer haben; dennoch finde man solche überall. Deß- glcichen sollten sie keine Brücken machen, was aber geschehe. An keinem Wirthshaus sollte ein Zeichen sein, ausgenommen in der Burg; doch seien solche allenthalben. Die Frauen sollten keine Fische verkaufen, und dennoch thun sie es. Die Pstster dürfen nur für drei Tage Holz im Vorrath halten, haben aber solches für das ganze Jahr. Von vielen andern Artikeln des Freibriefes werde kaum die Hälfte beobachtet. Wenn er bestimme, daß dein Bischof die Bußen (für Uebertretung) gehören, so fallen in diesen Artikeln gar keine Bußen. — Zu dem Burgrecht wollen die Herreu des Capitels, die des „Elers," die Landschaft und die Mehrheit der Gemeinde selbst 784 Octobcr 1525. nicht einwilligen, wie sich aus besiegelten und unterzeichneten Schriften ergebe. Zudem sei es nicht Gewohnheit der Eidgenossen („min Herren"), als Burger und Bundesgenossen unterthänige Leute anzunehmen, zumal wenn solche mit ihrem Herrn in Zwietracht stehe». — Die Ausrufungen des Herzogs von Savoycn seien nicht auf Geheiß oder Bewilligung des Bischofs geschehen; denn er sei mit deren „Gestalt" nicht zufrieden gewesen, wie er weiter anzeigen werde. St. A. Bern: Abschiede V. 223—229. — K. A. Sololhurn: Abschiede Bd. XIII. — K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 128 (mit dem franz. Original). Zu b. 1) „Die artikel von denen von der Statt Lausanna, von wegen eines burgrechtcns, so st) mit minen Herren den dryen Stetten Bern, Fryburg und Solothurn begärend anzenemen." 1. „Des ersten, daß min Herren wollend annemen die Statt Losann von wegen der artikeln, die hicnach folgend, und (daß) st) die mindern und mercn mögcnt nach irem gefallen. 2. „Der ander, wer inen wölte wider recht thuon und gewalt bruchen, daß min Herren die dry Stett inen hilflich sin wollend, in iren, dero von Losann, kosten. 3. „Der dritt, daß ein Statt von Losann mit keiner march wie die andern uß der Waat gegen den dryen Stetten in keinem weg verbunden sind, und als mau redt, s>) haben ein stecht recht, da begerend s>), die von der Statt Losann, daß die dry Stett inen beider stst ein march setzen, und der kläger sin ividerpart fürneme vor sinem richter, und welicher der urteil beschwert ist, daß der an die march appellieren möge, und nlldnnn solle die fach daselbs ein ußtrag nemen mit einer bericht oder urteil, wie das nnstcr beredt und erlütert wirt. 4. „Der viert, so solle menklich wüsten, daß der Herzog von Savoy in ir(er) Statt Lansnnna dhcin pott noch verbott ze thuond gewalt habe; doch begerend st) nit, mit im dem Herzogen noch den sinen ntzit anzefachen noch ze thuond, das zno unfriden diene, in dhcincn weg. 5. „Der fünft, so begerend sy irem Herren, dem Bischoffen, dhcincn abbruch ze thuond, nnd was st) im schuldig nnd verbunden sind ze thuond, deß wollend sy sich nit widern, sofcr daß st) by recht belybcn mögend. 6. „Der sechst, so will ein ganze gemeind von Lausann, daß ir Statt offen syc den dry Stetten, was not es thüege zno beiden teilen. 7. „Der sibend, so will ein Statt Losann zno den dryen Stetten setzen lyb und guot nach irem vermögen, in irem, derselben von Lansanna, kosten, wo es inen (davor gott sye) not täte, ir land und lüt zno behüeten. 8. „Der achtend, als dann gemeint wirt, sy habend uß kciserlichen fryheiten ei» liecht nachlässig recht über das bluot und malefiz, deßhalb und uß söstchen fryheiten vil Übeltäter by inen enthalten und irem verdienen nach nit gestraft werden, wölkend sy sich harin onch lassen wysen nach mincr Herren von den dryen Stetten gnot bedunken, damit alle gercchtigkeit nnd billigtest fürgang möge hgben. 9. „Der nünd, so syent die dry Stett wol ingcdcnk, wie sy nnscr Frowcn nnd der kilchen zuo Losanna schützer und schirmer sind, und die Statt und gemeind von Losan unser Frowen von einem kciser vergäbet ist, mit iren fryheiten, bullen und briefen, da nun min Herren wol mögend sechen, daß sy ir Statt und gemeind von Losann auch sollend schützen und schirmen by iren fryheiten, und wer inen wölkte wider recht thuon; nit wyter begerend such sy. 10. „Der zechend, so mag ein Statt Losann ein burgrecht annemen als ein frye Richstatt, darumb sy guot bricf und sigel Hand und niemands ützit verbunden sind, weder Herren noch fürsten in keinem weg, weder zuo kriegen noch ze teilen, dann dem Bischof zuo Lösau vier und zwenzig stund, wenn er von der kilchen wegen kriegen will, doch daß es bescheche mit merem Rat der Statt Losan, oder sunst so sind sy im nüt verbunden. 11. „Zum ernststen, ob sich bcgäb, daß min Herren von den dryen Stetten frömbden fürsten nnd Herren dienen, und etlich von der Statt Losan (so da wärschaft wärend), in sinnlich krieg und reisen kommen, so be- gerent sy, daß dieselben ir knecht, so also für wärschaft angenommen, wie die von den dryen Stetten durch ir hilf mit besoldung gehalten werden. 12. „Zum zwölften nnd letzten, daß dis burgrecht und verständniß allwcg von fünf jarcn zuo fünfen zuo beiden syten ernüwert und zuo halten geschworen werde." St. A. B-Mt Mg. eidg. Abschiede. V. p. 2ljg-2!!ti. — K. A. Sol-thum: Abschied- Bd. XIII. 2) 1525, 4. October, Freiburg. Auf Anbringen der Botschaft von Lausanne erfolgt der Entschluß, wenn Bern sie zu Burgern annehme, so werde man es auch thun. R°aM»ch Rr. is. October 1525. ' 785 Sit Wem, Areibnrg, Solothurn. 1525, c. 6. bis 14. October. Archive Bern, Frcibiirg, Dolothnr». Verhandlungen betreffend die Reibungen zwischen Genf und dem Herzog von Savoycn. Es liegen uns hauptsächlich Rathsbcschlüsse und Missiveu vor; wir reihen die Acten zusammen, statt sie unter mehrere Abschiednummern zu vcrtheilcn. 1) 1525, 6. October, Freibnrg, Eröffnung der savoyischcn Botschaft, daß der Herzog mit Freibnrg sich zu verständigen wünsche. — Antwort unbekannt. K. A, Freibmg: Rathsbuch Nr. rs. 2) 1525, 8. October (Sonntag nach Francisci). Solothurn an Bern. „Es sind gestern har in unser statt kommen ctlich burger von Jens und Lösau sampt einer botschaft-iuen zuogeordnet von üwern und nnscrn gctrüwcn lieben Mitbürgern von Friburg und haben begert, inen nf hüt nnscrn großen Rate zno bcsanunlen, das wir, diemyl unser brnche, so frömd botschaftcn ützit an nnscrn großen Rat vermeinen zno bringen, daß sölichs durch unser» täglichen Rate vorhin gehört werden solle, im besten abgeschlagen haben. Uf dasselb sind vor uns erschineu der gedachten . . . von Friburg ratsanwält und haben uns angezöigt, wie dann die von Jens ab unserin gnädigen Herrn von Savoy allerlei unbillichs gewaltes, so er syt dein abryten üwcr und unser verordneten gegen inen bruche, ze klagen, und aber die von Losa» von ircs sürgenonmcu bnrgrechtcn wegen Werbung zc thuond willens, und dabp eröffnet, ivie sy vor nwern bcden Räten erschineu syen und geliehen anzug gethan haben; deßhalb wir inen zuogesagt, unser» großen Rat morn früc zesamcu zno berüefen. So nun uns will bcdunken, daß die bemeltcn von Jens den Handel vil rüchcr und schwerer anzöigcn, dann aber üwcr und unser gesandten, so an dein Hof gewesen, erfunden, und üwcr und unser l. Mitbürger von Friburg villicht nß Unwillen, so si) sunst gegen dem Fürsten tragen, und nß gunstc, damit si) den vermeldtcn von Jens geneigt, sich des Handels eben fast beladen und anzünden möchten, daS üch, inen und uns zno erlöschen gcnuog schwer sin, Nachteil und schaden möchte gebären, haben wir geachtet, daß dem allem mit gnoter Vernunft wol syc zuo begegnen, und nit in yle zuo vertiefen, dcß bi der zyt entgolten möchte werden, als uns nit zwyflet, ir üwcr Höchen wishcit nach wol müssen zuo betrachten, tlud damit wir in diser fach bester cinhällcr als bishar mit einander» das thuon und raten »lögen, so zuo enthalt frides und ruoivcn dienstlich, bitten wir üch fründlich, ir ivöllen uns bi) diserm darumb gesandten Kotten in yle berichten des antwurtcn(s), damit ir sy zuo beiden syten abgefertigct, und wo es üch gesellig, einen fürderlichen tag in üwcr statt zuo verrinnen und zuo bestimmen, uf wölichcm wir bcid Stett diser fachen und laufen halb wytcr ratschlag und nnderrcd gehaben und schädlichen infällcn vorsin mögen, wie wir bishar in andern händlcn fründlich und brüederlich gemoiret, und uns nit zwyflet, ir wie wir zc thuond geneigt syen". . . St. A. Bern: A. Solothurn I. 3) 1525, 8. October, 7 Uhr Nachm. Bern an Solothurn. Antwort auf dessen Schreiben betreffend die von Genf und Lausanne. Ans das gestellte Begehren um Rath eröffne mau folgende Meinung: 1. Nachdem man den Herzog sowie die Gegenpartei gehört, habe man, um Frieden und Ruhe zu erhalten, für gut erachtet, bei dem Herzog in der Eile um eine Tagleistung zu werben, und ihm gcrathen, solche nicht abzuschlagen, da sonst größere Unruhen aus dem Handel erwachsen könnten; mit Freiburg und Solothurn wolle man dann nach Vermögen dahin wirke», daß die Sache freundlich oder rechtlich vertragen werde, und damit desto gebührlicher und fruchtbarer gehandelt würde, habe man begehrt, daß der Tag nach Genf oder näher an gelegene Orte gesetzt, den Genfern ein sicheres Geleit dahin und zurück gegeben und gehalten werde . . . (Fehlt eine weggeschnittene Zeile). Deren von Lausanne halb erachte der Große Rath nicht für gut, während des hängenden Spans zwischen dem Bischof und ihnen etwas neues anzufangen, sondern den Tag in Freiburg zu erwarten, womit ihnen weder zugesagt noch abgeschlagen sei. Darüber habe man beiden Parteien kurze'schriftliche Abschiede gegeben. Da man wisse, daß des Herzogs und des Bischofs Anwälte morgen in Solothurn erscheinen werden, so lasse man es bei de» gegebenen Erklärungen bleiben. S«. A. Bern: r-upch MW»-,, v. o. — K. A. Soloihur»: Absq. Bd. xm. Vll 786 Oktober 1525. 4) 1525, 11. October, Genf. Sichcrheitsmandat (salvus ocmcluotus) des Herzogs Karl von Savopen für die Gesandten von Bern (?), die zu ihm kommen sollen^). — Vgl. N. 9. 5) 1525, 12. October. Bern (Schultheiß und Rath) an Solothnrn. Man nehme vielfach wahr, wie die (unsere) „Unterthancn zu Stadt und Land" durch allerlei Verdächtigungen gegen den Herzog von Savopen zu Verdruß und Unwillen entzündet werden, wodurch derselbe auch in andern Orten „verunglimpft" werden möchte; damit nun nichts Größeres und Schädlicheres, vielleicht ein verderblicher Landkrieg, einreiße, habe man für gut erachtet, dem Herzog in der Eile zu schreiben, er möge auf den nächsten Tag in Lncern seine Votschaft schicken, um da „seine Unschuld zu entdecken"; desgleichen gebe man dem diesseitigen Boten Befehl, zu eröffnen was er zu Genf erkundet, und bitte man Solothnrn, seiner Botschaft dasselbe zu befehlen, damit man sich ans die .Wahrheit gründe, und die Sache zu „guter Ruhe gebracht" werde. St. A. Bern: T -Utsch MWven I>. 4bti t>. — K. A. Sololhurm Absch. Bd. XIII. 6) 1525, 13. October, Freibnrg. Die (Flüchtigen) von Genf begehren, daß „der Tag" nicht im Gebiet des Herzogs, sondern „hinter" den drei Städten gehalten werde. Darauf hat man den Bericht der nach Bern und Solothnrn verordneten Boten gehört und beschlossen, nach Bern zu schreiben, daß man den Tag mit dem Herzog und den Genfer» nirgends besuchen wolle als in Lausanne oder einer der drei Städte. , ^ K. A. Freiburg: Nathsbuch Nr. 43. 7) 1525, 14. Oktober. Bern an Solothnrn. Heute sei des Herzogs Botschaft erschienen, um in langen Worten anzuzeigen, daß er geneigt sei, den ihm van hier aus empfohlenen Tag zu besuchen . . . (fehlt eine weggeschnittene Zeile); da nun aber Freibnrg gestern schriftlich gemeldet, daß es keinen Tag besuchen wolle, der nicht zu Lausanne oder im Gebiet der drei Städte gehalten werde, so sei »othwcndig, es durch eine Votschaft nochmals zu bitten, den Tag zu beschicken; wenn es aber darin nicht willfahre, so werde man nichtsdestoweniger von Bern ans eine Botschaft zum Herzog schicken, um auch in den jüngst vorgefallenen Dingen, die seine Anwälte angezeigt, zu handeln, was zu Ruhe und Einigkeit diene. Hienach bitte man auch Solothnrn, eine Botschaft zu solcher Handlung mitznsenden, damit die Sache ohne Nachtheil vertragen werde. St. A. B-rn: Teutsch Mtsstvcn v. 455. — K. A. Solothum: Absch. Bd. XIII. 8) 1525, 14. October. Bern an Freibnrg. 1. Antwort ans dessen Entschluß betreffend den Tag mit dem Herzog zc. Man könne jetzt nichts Bestimmtes erwidern, da man die Antwort des Herzogs noch nicht kenne, «volle aber Freibnrg crmahnen, im Hinblick ans den gestern gemeldeten Vorfall in Eleven (?) wohl zu bedenken, was ans diesem Handel in Zukunft erwachsen könnte, und bei den vertriebenen Genfern dafür zu wirken, daß sie sich mit dem Recht begnügen und zu keinen Unruhen Anlaß geben. 2. Eine Botschaft nach Grandson zu schicken, um mit dem Herrn von St. Martin ?c. zu handeln, sei man jetzt nicht in der Lage; man werde aber in kurzer Zeit die Sache zu Ende bringen. Sl. sc. Bern: T-Ulsch Mlffiom v. I. 4SI I>. 9) 1525, 17. Oktober (Dienstag nach Galli), Bern. Instruction für Sebastian von Dießbach und Hans Stärker, Vcnncr, »ach Freiburg und Genf. 1. In Freibnrg soll er kleine und große Näthe ernstlich bitten, ihre Botschaft zu dem Herzog mitzuschicken, um diesen Span beizulegen, und ihnen zu verstehen geben, was den (beiden) Städte» und der Eidgenossenschaft daraus erwachsen könnte; er soll auch das Geleit vorweisen und dabei bemerken, daß die Namen der Genfer, die es begehren, ans der Rückseite verzeichnet werden. Was er zur Antwort erhält, soll er von Stund an schreiben. 2. In Genf soll er mit dem Herzog ernstlich reden und ans die möglichen Folgen hinweisen, damit er die Tagleistnng jn Morsce oder andere Mittel annehme. Für dessen Handel mit Freibnrg hat er Gewalt. St. A. B-m: Allg. «dg. Absch. x. oos-sio. 10) 1525, 19. October, Freibnrg. Nach Anhörung der Botschaften von Bern und Solothnrn werden nach Genf verordnet Schultheiß Dietrich von Engelsperg und Seckelmeister Wilhelm Schweizer. K. A. Freiburg: Nathsbüch Nr. 43. 11) 1525, 23. October. Bern (an die Gemeinden) im Oberland. Nachricht über den Zwiespalt zwischen dem Herzog von Savoyen und d?n Genfern. Nun vernehme man, daß etliche ungehorsame aufriihrigc Genfer *) Der Text sagt nur allgemein: „pm'tioularös personas in rotulo subaimexo nominatas." 5 October 1525, 787 mit Personen zu Stadt und Land heimlich verkehren,, und den Herzog verunglimpfen, als ob er ihnen mider Recht etwas Unbilliges zufügen wollte; weil aber au dem allem nichts sei, so wolle man hiemit rnthcn, solchen Aufwieglern keinen Glauben zu schenken und gegen den Herzog nichts Unfreundliches zu unternehmen, indem man den Span hoffe gütlich schlichten zu können, und es jetzt gar nicht gelegen wäre, gegen den Herzog thätlich vorzugehen, da man vielleicht den Graubündnern zu Hülfe kommen oder im Nheinthal einen Angriff abwehren müsse, zc. ' St. A, Bern - T-Utsch Missivm I>. k. 470 Ii, SIT Sotothurn. 1525, 10. Oktober (Dienstag vor St. Gallen Tag). Kantonsarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. XI. Räthe und Burger haben die Werbung der bevollmächtigten Anmalte der Stadt Lausanne um ein Burgrecht mit den drei Städten und die Widerrede der Botschaft des Bischofs verhört. Da nun kürzlich zu Freiburg verabschiedet morden, die Späne beider Parteien zu prüfen und auszutragen, und deßhalb auf Sonntag nach Allerheiligen ein anderer Tag dahin gesetzt ist, so erachtet man, es könne die Angelegenheit des Burgrechtes ivohl anstehen bis nach Vollendung jenes Tages, momit nichts zugesagt oder abgeschlagen sein soll. Darüber wird (auch?) der bischöflichen Botschaft ans ihr Verlangen ein schriftlicher Abschied ausgefertigt. Es liegt ein deutsches Conccpt und eine lateinische Ucbersetznug vor. SIS. Lucern. 1525, 18. Oktober f. (Mittwoch nach St. Gallen Tag f.). Staatsarchiv Lucevn: Allgemeine Abschiede, II. f. 117. Staatsarchiv Zürich: Tschad. Abschiede-Sammlung, Bd. 6, Nr. 23. Staatsarchiv Bern : Allg. eidg. Abschiede. X. p. 269. Kantonsarchiv Basel : Abschiede. KantonSarchiv Freibnrg : Abschiede Bd. 57. Bd. 65. Kantonsarchiv Solothnrn : Abschiede Bd. XIII. Kantonsarchiv Schaffhansen : Abschiede. Gesandte: Bern. (Caspar von Mülinen.) Basel. (Andreas Bischof.) Solothuru. (I. Hans von Roll.) — (Andere nicht bekannt.) tt. Eine Gesandtschaft des alten Grafen Ludwig von Arona bringt vor: Er habe in den langwierigen Kriegen im Mailändischen allezeit Leib und Gut zu den Eidgenossen gesetzt, bis er ins Verderben und an den Bettelstab gekommen, so daß ihm bekanntermaßen nichts mehr übrig geblieben sei als das Schloß, worin er jetzt wohne, und das Schloß Valzol; er habe nun aber vernommen, daß wir damit umgehen, dem von Pusterla, der den Eidgenossen nie etwas Gutes erwiesen, dieses Schloß zu übergeben; das bekümmere ihn zum höchsten; denn dasselbe gehöre, was er nöthigenfalls beweisen werde, nach göttlichen und menschlichen Rechten seinem Stiefsohne; daher müsse er dringend bitten, ihm und seinem Stiefsohn das Schloß zu Händen zu stellen, damit er noch etwas Nahrung und Einkommen behielte; dagegen erbiete er sich, dasselbe den Eidgenossen jederzeit offen zu halten, und wenn er es in Kriegszcitcn nicht behaupten könnte, es- eher zu schleifen, als in andere Hände kommen zu lassen. Dabei erinnert er an das bisherige Benehmen des „Pisternn" gegen die Eidgenossen, wie ihnen derselbe kürzlich ein stolzes Schreibe» zugeschickt und wie er mit den Morellen verhandelt; darum sei billig, daß er nicht auf Kosten eines bewährten Freundes bevorzugt würde, — Heimzubringen, I». Johann Baptista 788 October 1525. (de Jnsnla?), der Kaufmann ans Genua, bittet nm Geleit für die von dem König von England in Mailand bestellten Harnische; Lncern und Uri haben es ihm zwar schon bewilligt, allein er lege Werth darauf, von allen Eidgenossen ein besonderes Geleit zu erhalten; sonst wäre er genöthigt, die Sendung durch Frankreich führen z» lassen. Heimzubringen, e. 1. Die Boten der III Bünde in Chnrwalen berichten, wie ihre Gesandtschaft, die sie vor einiger Zeit zu dem Herzog von Mailand, mit dessen Geleit, geschickt, nm über eine» Frieden zu hau deln, auf dem Heimwege durch den Castellan zu Musso überfallen und in seinem Schlosse gefangen gesetzt worden seien. Darauf habe er einen schmählichen Brief nie die Bünde geschrieben mit der Drohung, diese Gesandten ohne alle Barmherzigkeit hängen zu lassen, wenn nicht das zum Herzogthnm Mailand gehörige Land, das sie inne haben, zurückgegeben werde. Zudem habe die Besatzung in dem Schloß Eleven durch Betrug den Hauptmann der Bündner gefangen und etliche Leute erstochen. Daher rufen sie die Eidgenossen nm Rath und Hülfe an, weil sie zuletzt niemand anders ansprechen können, und bitten, vergangener Dinge nicht zu gedenken, sondern zu erwägen, was ans diesem Spiel werden möchte, indem bereits verlaute, daß der Herzog gesonnen sei, alles wieder zu erobern, was früher zum Herzogthnm gehört habe. Heimzubringen und ans nächstem Tage wieder zu berathen. Man hat jedoch sofort an den Herzog von Mailand geschrieben^ wie jeder Bote weiß. 2. Ferner bitten die Granbündner, da seit einiger Zeit viele Landsknechte nach Mailand ziehen, und diese Rüstung ohne Zweifel gegen sie gerichtet sei, indem der Herzog sonst mit niemandem in Fehde stehe, die Landsknechte nicht mehr passiren zu lassen. Hierauf ist beschlossen, es sollen alle Pässe gehütet und kein Kriegsvolk »ach Mailand durchgelassen werden, weil dasselbe zuletzt gegen die Eidgenossen gebraucht werden könnte. «I. Der Abt von Pfäfers beschwert sich in einem Schreiben, daß ihm überall und namentlich von den Bündnern seine Einkünfte, Zinse und Zehnten vorenthalten werden, und begehrt einen „gewaltigen Beistand," damit er seine Renten und Gülten eintreiben könne. Heimzubringen. «. Wiewohl man ab dem Tage zu Baden an die Regeittin in Frankreich geschrieben, und (auch) Bern dasselbe aufs ernstlichstc gethan hat, ist doch noch keine Antwort erfolgt. Da man jetzt einsieht, daß alles Schreiben nichts helfen wird, indem die Briefe entweder unterschlagen oder als geringfügig bei Seite gelegt werden und die Regenten sich damit trösten, daß uns wenig an der Sache gelegen sei, so lange wir nur Briefe schicken, da doch die Erfahrung lehrt, daß man an solchen Höfen nichts erreicht, wenn man nicht früh und spät sollicitirt, und daß, wenn man zu lange wartet, Gefahr für die Zahlung eintreten könnte, — so hat man den Porschlag erwogen, eine eidgenössische Botschaft an den Hof zu senden, nm dort persönlich das Geschäft zu betreiben. Da General Morclct zu Bern und der andere Gesandte nichts dagegen haben und sich selber beschweren, daß ihnen aus Frankreich zwar viel geschrieben, aber wenig gehalten werde, so hat man beschlossen, diesen Nathschlag heimzubringen, um ans dem nächsten Tage darüber Antwort zu geben, t. Da den Bundesgenossen in Bünden „ein seltsam Spiel an die Hand gestoßen," und sich eben ein Heer in Mailand sammelt, und noch andere mißliche Umstände obwalten, so wird auf Allcrseelentag (2. November) ein Tag nach Lucern angesetzt. K-. In Betreff der Gesellen, die das Kloster Gnadenthal überfallen haben, wird dem Landvogt befohlen, von ihnen gemäß dem Beschlüsse zu Baden eine Bürgschaft von 300 Gl. zu fordern oder sie zu verhaften. — Sie werden gemeinsam um 120 Gl. rhein. bestraft. I». Bern begehrt abermals, daß man endlich den Brief über das Bnrgrecht mit Neuenbürg aufrichte oder im Fall der Verweigerung einen Rcchtstag ansetze, indem es ohne rechtlichen Spruch nicht nachgeben würde. Heimzubringen, ob man dessen Vorschlag zu dem Neversbricf annehmen oder das Recht brauchen will; wird letzteres beschlossen, so soll auf nächster Tagleistnng ein Rcchtstag bestimmt werden, um den Streit nicht länger hinauszuziehen. I. Man hat abermals verabschiedet, daß alle An- sprecher ihre Forderungen für die zwei Feldzügc »ach Mailand und in die Pieardic auf dem nächsten Tage October 1525, 789 persönlich begründe» odew schriftlich eingeben sollen, indem der französische Gesandte ihnen alsdann Rede und Antwort geben werde, it. Die Gesandtschaft des Herzogs von Savopen stellt das Ansuchen, es möchten, da die drei Städte Bern, Freibnrg und Solothnrn ihre Botschaften zu dem Herzog senden werden, anch die andern Orte sich vertreten lassen, nämlich durch einen Boten von den Städten »nd einen von den Ländern, und zwar ans seine Kosten, Heimzubringen, I. Basel bittet um Geleit für einige seiner Burger und legt eine „Eopie" vor, wie es dasselbe ausgestellt wünsche. Da man jedoch nicht instruirt ist, so wird das in den Abschied genommen, s«. Der Bogt zu Lnggaris hat sich der Vorladung gemäß ans diesem Tage eingefunden. Es wurden ihm dann die gegen ihn vorgebrachten Anschuldigungen eröffnet, 1, Er habe einen berüchtigten Straßenränder unbestraft aus dem Gcfängniß entlassen und die 2()t) Kronen, die er von demselben erhalten, nicht in Rechnung gebracht, 2, Bon Einem, den er wegen Diebstahl im Gefängnisse gehabt, habe er 5t) Kronen angenommen und die auch nicht verrechnet, 3. Daß er von den Banditen Geld empfangen zc. Auf seine Verantwortung, die jedem Boten bekannt ist, wird Alles in den Abschied genommen, damit jedes Ort seinen Bolen, der ans der Jahr- rechnnng zu Lanis gewesen, darüber einvernehmen und ans dem nächsten Tag darüber antworten könne, ob man Nch mit dieser Antwort begnügen wolle, n. Der Laudvogt im Thurgan meldet abermals, daß die von Burg zu ^tein den Vorladungen an das Landgericht keine Folge leisten, unter dem Vorgeben, die von Stein und Zürich seien ihre Herren; ferner daß sie keine Messe mehr lesen lassen; daß es auch zu Stammheini ungeschickt zugehe, indem Pfasfcn und Laien die Eidgenossen Verräther und Bösewichte schelten. — Da solcher Händel gar viele sind, so hat man beschlossen, es solle der Landvogt auf dem nächsten Tage persönlich erscheinen und unterdessen in jedem Orte berathschlagt werden, wie man in der Sache vorgehen wolle, " 1525, 7, October, Herzogenbusch sliomlcnlna), Margaretha vou Oesterreich .'c. au die Eidgenossen, Antwort ans ihr Schreiben und das mündliche Anbringen Jost Kalbermattcrs, ihres Gesandten, betreffend Robert de la Marche, Der Vicckönig von Neapel habe ihr den,Genannten als Gefangenen zugeschickt mit der Weisung, ihn auf späteres Verlangen zurückzusenden; derselbe befinde sich also nicht in ihrer Gewalt, .'c. Versicherung ihrer bnndesgenössischen Freundschaft zc. St, A. Lu»m, Z». 1525, 2t), October (Freitag iiach Galli), Lucern, Die Boten der nenn Orte an Zürich, Antwort uns dessen Schreiben wegen Konrad Wepfer: Nachdem man de» Vertrag zwischen den nenn Orten und Zürich samt Stammhcim verhört habe, finde man die Forderung, daß in der Ladung die Klage und Ursache genannt werde, nicht begründet, indem der Vertrag das Gegcntheil sage (Detail), und weil das bei dein Landgericht nie Brauch gewesen, so sollte Zürich keinen solchen Aufzug suchen, da in dem Falle, daß Wepfer vor das Land- gericht geladen werde, und Sachen vorkommen, welche laut des Vertrages Zürich zu strafen habe, solche mit Urtheil und Recht an die nieder» Gerichte gewiesen werden. Da nun Dinge, die das Malefiz berühren, vor das Landgericht gehören, und Zürich den Wepfer nicht derart beschirmen sollte, zumal es Antheil an den hohen Gerichten habe, so stelle man nochmals die ernstliche Pitte, daß es von solchen unbilligen Einwürfen' abstehe, den Wepfer und Andere vor das Landgericht weise, zc. zc. St, A, Ziwch-A, Th»rg»», t>» Zu diesem Abschied gehören noch folgende Artikel der Instruction von Bern (Absch, X. 367—363): „Demnach söllend ir den botten von Lucern, Schwpz und Underwalden eröffnen, daß min Herren die bericht angenommen, so unlangcst zuo Stanz von wegen des widems der psruond zuo Brienz bcslossen, und hicby sp mit bitt ankeren, an ir Herren als kastenvögt'zuo Engelberg wachsen (ze) lassen, mit Herrn Abt und Convcnt daselbs , , ze reden und bittlich ansnochen, daß sp als collntores derselben pfrnond den lütpricster, so jetzmal da zno Brienz (und) gemeinen kilchgnossen ganz angenäm ist, da ze dulden und ime söliche pfrnond vergönnen," 790 October 1525. i. (Schlußartikel): Wo »öthig, »:ag der Bote anzeigen, was er zu Genf in^dein Span zwischen dem Herzog und den Burgern befunden habe. (Auf diesen: Tage — wein: nicht schon an: 14. September — dürfte das unten folgende päpstliche Breve betreffend Nr. 288, o vorgelegt worden sein.) Im Bcrner, Frciburger und Solothurner Abschied fehlt 8, im Basler und Schaffhanser 8, im Appenzeller g-, Ii, in w. Zu 1. 1525, 20. October, Lncern. Die Voten der zwölf Orte an den Herzog von Mailand. „Durch- lüchtiger großmächtiger fürst und Herr. Üwcr f. G. spent unser guotwillig dienst zuovor. Uns langt an, wie daß unser getrüwen lieben pundgnossen in dem grawen Pund ir erbere potschaft zuo üwer f. G. geordnet und geschickt, ouch daß üwer f. G. der selben potschaft guot fry sicher gleit geben, aber das unnngscchen, als die potschaft widerum am hcimkercn gewesen, da habe der castelan zuo Müß die selben pottcn fenklich angnomcn und hinweg gefiicrt, ouch dei: Pündcren ein schmachlich bricf geschickt und getröwt, die biderben lüt ze henken ?c., deßglich daß die so im schloß zno Eleven ligend, mit falschem betrug den Pündcren iren houptman und ander gefangen und etlich umbracht und dermaß gehandelt, das doch weder in frid nach in offnem krieg den eren nit gezinipt, ouch keinem frommen zuostat. Sölichs, wo dem also, uns zum höchsten verwundrcn und bcsrömdcn ist; dam: so wir ingedenk sind der geschriften und briefen, so üwcr f. G. jetzt vergangner z:st zun: dickermal uns Eidgnossen zuo- gcschribcn (und) sich darin gnädig und früntlich cnbotten hat, als üwer f. G. wol zuo wüssen, so will doch dise that m:d unerber Händel dem selben schriben nit glich, snu^cr widerwärtig sii:; dann üwer f. G. ist unvcrborgen, in was gstalt die grawen Pündter uns verwandt sind; wir habent ouch die üweren durch unser (land) passieren und sicher wandten lassen und uns sölicher Handel zno den üwcrn ganz nit versechen. Darum, durchlüchtiger fürst, so ist au üwer f. G. unser ganz trungeirlich und ernstlich pitt, die wölle mit den: castelan zno Müß und den üweren zuo Cleve in: schloß so vil verschaffen, st) darzuo vermögen und halten, damit daß st) den grawen Pündcren, unfern pundtgnossen, ire potten und biderben lüt wider uß gcfänckniß lasscnt, das gleit und glonben an in(en) halten, als ouch der fromkeit und den eren nach in offnen kriegen glich als wol als zuo ziteu des frids beschechcn soll, und daß üwer f. G. sich hierin in der maß so gnädig bcwiscn und hierin handle:: wölle, als wir dann ir f. G. den eren nach deß sunder ivol getruweut. Das werden unser Herren und ober::, ouch nur um üwcr f. G. guotwillig verdienen und zno dankbarkeit nit vergessen. Und so ferr also die gefangnen ledig werden, ob dann nur etwas zwüschen üwcr f. G. und den grawen Pündcren gcmittlen und gehandtcn köndcn und möchten, daS zno sriden, einigkeit und zuo guoter nachpurschaft möchte dienen, darzuo wurden unser Herren und ober::, ouch wir guotwillig sin, und bcgcrcnt hie by discn: pottcn üwcr s. G. verschriben antwnrt." St. A. Zürich: Tschud. Doc.-Sammluug, T. IX, Nr. 8. Ohne Zweifel wurde dieses Conccpt ins Lateinische übersetzt. Zu »?. 1525, 25. October, Lyon. K. Louise, Regent!::, an Lneern. Bedauern über die Nachtheilc »nd Verdrießlichkeiten, welche den Eidgenossen ans dem Aufschub der Zahlungen erwachsen; an gutem Willen, sie zu befriedigen, habe es indessen nicht gefehlt; dennoch erlauben die Umstände noch nicht, dafür zu sorgen, wcßhnlb man sie angelegentlich bitte, sich noch einige Zeit zu gedulden, :c. St. A. euc-nn Missivc» der srz. Könige. Zu I'. 1525, 16. October (Montag St. Gallen T.), um Mitternacht, Lauis. Caspar Staldcr, Vogt daselbst, an Michel Schul (Schücli), Commissarins in Bcllenz. In dieser Stunde habe er durch seinen eigenen Boten erfahren, daß der von Pcscara oder dessen-Kricgslcute zu Novnrra an: Sonntag den Meronc gefangen haben und ihn jetzt festhalten. Auf die gleiche Zeit haben die Landsknechte Lodi für den Kaiser eingenommen und die Herzogliche», die sich dagegen gewehrt, erstochen. In Mailand sei „ein ganz widerwärtig Wesen", der Herzog in: Schlosse, und niemandem erlaubt zu ihm zu kommen. Das sehe so seltsam aus, daß es eilends den Herren sollte berichtet werden; es sei daher auch nöthig, in allen Plätzen sich vorzusehen, namentlich gegen Val Marobbia, :c. K. A. Freibmg: A. Tessm. Vogteien. Zu ii. Den Abschied ergänzen folgende Acten: October 1525. 791 1) 1525, 14. October (Samstag vor S. Gatten). Joseph Ambcrg, Landvogt im Thurgau, an die eidg. Räthe in Lucern. 1. Dem auf dem Tage zu Tobel erhaltenen Auftrag gemäß habe er iiber die Aeußcrnngcn, die Hans Hager von Zürich in Francnfeld fallen gelassen, Kundschafte» aufgenommen. (Wir stellen dieselben einfach ^ zusammen:) Zu Hans Sticrli, Schultheiß: „Min Herren von Zürich haben sich vil guots zuo üch von Frowcnfcld versechen; es langt sy aber an, wie ir den andern Eidgnossen eben vil zuogcsagt habint; nun sind s>) als rvol üwer Herren als sy, darumb sy villicht ouch an üch erkonnen werden, wes willens ir gegen inen syen, oder wcß sy sich zno üch versechen sötten." Im Wirthshnus zum Engel: Er wolle warten bis morgen, da eine größere Botschaft von Zürich nachfolgen solle, der Bürgermeister und 0—7 Räthe; was die zu handeln haben, werde man vernehmen. — „Ich waiß nüts (nüws), ich Hab mich aber verwegen, ee hundert tag uskommcn, wcrd man etwas nüws hören." 2. Die Boten wissen, wie von Tobel ans an Zürich und Stein geschrieben worden, daß die Eidgenossen bei dem Vertrag zu bleiben begehren. Da er die vor der Brücke bei Stein an das Landgericht geladen, um sie zu strafen, haben sie zu Burg cim5 Gemeinde gehalten und offen erklärt, sie werden vor dem Landgericht nicht erscheinen, sondern gewärtigen, daß man sie vor ihren Herren in Zürich belange. Zudem werde zu Burg die Feier der Messe verhindert, und von Stein aus immer dagegen gewirkt. 3. Einige (Genannte) von Stnmmhcim wollen der Ladung vor Landgericht auch nicht folgen ; nur HanS Wcpfer und Dionys Keller gehorchen und rufen um Recht an gegen die Anklagen von Jacob Wirth, die zum Theil auch die Eidgenossen berühren. (Mitthcilung einer zweiten Abschrift der bezüglichen Kundschaften, vom 20. Juni, die zwar zu Baden schon einmal verhört worden seien). 4. Bei dem Prädicantcn zu Stnmmheim halten sich zwei Pfaffen ans, die „das nnglicht" zu Schnffhanscn und Basel gemacht haben; auch werde glaubwürdig angezeigt, daß jener Prädieant schändlich gegen die Eidgenossen predige, sie öffentlich Verräther und Böswichtc schelte, ?c., was er, der Landvogt, nicht verschweigen dürfe; „dann ich die ungeschickten Händel, so zno Stammhain fürgond, nit in am groß buoch geschribcn möcht." 5. Es liegen auch derzeit in stnmmheim und zu Stein vor der Brücke viele Banditen; nun solle Zürich letzthin dieselben bei Leib und Gut „verboten" haben, wozu doch laut Vertrag nur die X Orte („ir") befugt seien. ' 6. Seit Ausrufung des zu Tobel erlassenen Mandats halten sich die von Egnach sehr unschicklich, indem sie sagen, sie kehren sich gar nicht daran. 7. Die Gottcshanslente von St. Gallen, die im Thurgau sitzen, geben das Beispiel zum Ungehorsam, halten keine Feiertage und wollen sich von Niemand Itrafen lasse». 8. Desgleichen die von Nußbäumen, die auch weder Messe noch Bilder dulden wollen. 9. Geschickte weise Leute rathcn zu einem Verbot gegen alle lutherische und zwinglische Bücher, die den Gerichtsherren oder dem Landvogt herauszugeben wären; ferner zu einer Versammlung der Pfaffen, um ihnen einzuschärfen, daß sie das „Gottcswort" einhellig verkünden und der nnfrührischen Sachen betreffend das hl. Sacramcnt zc. müßig gehen sollen. 10. Weiter bitte er um Bescheid wegen derjenigen Thnrgaucr, die zu den Kleggaucr Bauern gezogen und sich jetzt in Eonstnnz oder anderwärts aufhalten, ob er ihnen Geleit geben solle .'c. 11. Die Frau Priorin und die Schaffner!» (von St. Katharinenthal) zu Dießcnhofen haben geschrieben, wie die Stadt jetzt 30 Gl. jährliche Schirmstcuer fordere statt 7 Pfd. Heller, die bisher bezahlt worden, und den Entscheid darüber Schaffhanscn anheimgeben wolle. . . Er möchte rathen, daß die Eidgenossen als Schirmherren des Gotteshauses denen von Dießcnhofen schrieben, sie sollten dasselbe bei seinen Briefen und Freiheiten unbekümmert lassen oder vor den Schirmherren das Recht erwarten :c., da jene Frauen die gottesdienstlichcn Pflichten „schärfer halten" als alle andern Klöster im Thurgau und sich der lutherischen Secte gar nicht annehmen. 12. „lind dennc der grichten halb vor istain, ob man losnng dnrzuo Hab oder nit, dcß wirt üch Hainrich von Liebenfcls genannt Lanz berichten." Bitte nur Weisungen über alle diese Artikel. . S«. A. Lucern! Mission,. Das Original nnmerirt die Paragraphen nicht. 2) 1525, 20. October (Freitag nach Galli), Lncern. Die Boten der nenn Orte an die Gemeinde Burg bei istein. Sie habe sich des Landvogtes rechtmäßiger Ladung vor das Landgericht widersetzt, und es werde geredet, sie gehöre zu den Gerichten von Zürich, wo »ran sie suchen möge ?c.; ebenso habe sie das kürzlich im Thurgau verkündete Mandat verachtet, womit sie Ehre und Eid, Briefe und Siegel freventlich verletze und den 792 October 1525. neilii Orten zuwider handle; das werde den Herren, die von ihren ungeschickten Händeln sonst genug wissen, so sehr mißfallen, daß sie „der tagen eins in ctlich ander weg anderstem (werden, üch) gehorsam ze machen und dermaß ze strafen, daß mcngklich sich daran stoßen soll, als sy ouch vil größern eommnnen gethon, denn ir sind." Darum verkünde man ihnen nochmals den ernsten Befehl, das Recht vor dein Landgericht zu erwarten w.; wollten sie das nicht thun, so sollen sie ans den nächsten Tag in Lnccrn, Allerseelen Tag, ihre Botschaft senden, um sich zu verantworten, da man solchen Ungehorsam nicht länger dulden und eher alles Vermögen daran setzen wolle... St. A. Zürich: A. Thurgau. Zu «. Ohne allen Zweifel fanden in dieser Zeit bezügliche Verhandlungen statt; wir lassen deßhnlb noch ein anderes Aktenstück folgen: 1525, 1. Oktober, Schloß de l'Ecluse. Robert de Lnmarche (sie) an die Eidgenossen. Dank für die bisher bewiesene Freundschaft, besonders für die Absendung des Jost Kalbcrmattcr an die Herzogin von Savoyen, die ihn dann hieher berufen habe. Der genannte „Ambassadeur" werde über seine Lage Weiteres berichten und die von der Herzogin erhaltenen Antworten ans die Schriften von den Eidgenossen und ihm („mo^") anzeigen, zc. St. A. Lucern: A. Frankreich. Zu «. 1525, 17. August, Rom. Papst Clemens VII. au die XIII Orte, „vilooti tibi, cot. kolatum nobis est dilootnm tilinm nostrum Loaramuoiam, tituli sanoti diriaoi in Tbormis p(ros)b(^to)rum dariem, gui ooolesiam domonsom in administrationom obtinot, nun modo impodiri, guominus j kn guibusdam loois vostris, guas sunt diooosis domonsis, autboritatom ot potestatem suam exorooro possit, soll vos otiam surisdi(o)tionom ooolosiastioam vobis usurparo, praosortimguo in Ins rebus: Xam vum ooolosia ipso, do- monsis j liaboat nonnulla bona, koudalia in oppido Imoarni, ditionis vostrao, guao bona guondam ?otrus >lartir NnZoria possidebat, guaoguo por ipsius t'etri obitunr ad eoolosiam domonsom dovoluta kuorant, proptoroa guod is sino borodibus j logitimis ot naturalibus dooossorat; oumguo ipsius dardinalis vioarius da iisdom bonis ita dovolutis invostiorit dilootnm tilinm IZornardum Nollo potioritguo a vobis dar>>s^ ut ad possossionoru bonorum Lornardum ipsum iro pormit- j tsrotis, vos tamon non bornardum, soll guondam .laaunom Xntonium do drello in oorundom bonorum possossionom misistis, idguo oo praotoxtu kovistis, 'ontanao, oui do oa por darlo»' provisum kuit, tradituri, in bonotioiis ooolosiastiois postbao minima October 1525. 798 vos mtromissuri, Pn'wclietionom ^ omnom kpisoopalsm, guam ipso tlai'ckinali« bukst in loci« vsstriki, ei oju8guo viourio iiksrs (limis8nri, guns oinvia ut no8trn oausa, gui boo u vokis patsrns atgus onixs pstimus, st pro konors st roiigions vsstru kasiatw, nsgns ka.oiii.ti8 i ssiuw, ssck etiam in iiuiukwoäi rsku8 vos nckjutorss kautoresgns (larckinali prasiticto pvasksatis. sxi^timsti^gnä iä nokis gcagnam Dratum kuturum Dsvotionsm vsstrmn itornm otiam ntgus stiam Iiortainur." Datum, cot. 8ig. Do. Di. Itauonn. St. A. Lucern: Breven. Einen Abdruck hat auch das Archiv f. schwciz. Reform. Gesch. II, S. 14—15. SIT Aetsöerg. 1526, 24. und 25. Oktober (Dienstag und Mittwoch vor Simonis und Inda). Staatsarchiv Bern : Allgemeine eidgenössische Abschiede X. 289. ^ Gesandtet Bern. Peter im Hag; Peter Thormann. Lucern. Hans Hng, Schultheiß; Niklaus von Meggen. Freibnrg. Petermann von Perroman; Niklaus Vögelin. Biel. Martin Eberlin, alt-Burgermeister. Bischof von Basel: Eoadjntor (N. v. Dießbach), und Verordnete des Eapitels der mehrern Stift. Solo- thnrn. Peter Hebolt, Schultheiß; Hans Hngi, des Raths; Thomas Schmid, Vogt zu Dorneck; Hans Hachenberg. Vogt zu Thicrstein. 1 Die Botschaft des Bischofs und der Stift erinnert an den Abschied von Dorncck, betreffend die Abtauschnng der eigenen Leute mit Solothurn. Bei den Anstalten zu dessen Vollziehung habe sich gezeigt, daß Solothnrn viel mehr solche Leute im Gebiet des Bischofs habe, als umgekehrt, für welchen Uberschuß es nichts anderes annehmen wolle als „Flecken und Erdreich", während der Bischof, Eoadjntor und Capitel denselben Tnit baarem Geld und Zinsen oder Zehnten auszugleichen anerbieten. 2. Diesen Zwist haben die Boten der vier Städte gestern und heute mit aller Muhe, aber ohne Erfolg, zu schlichten gesucht, indem keine Partei von ihrer vorgefaßten Meinung abgehen will. So sehen sich die Vermittler gcnöthigt, den Handel wieder heimzubringen, damit ihre Herren auf allfälliges Anrufen des einen oder andern Theils weiter darin zu handeln wissen. Es werden indessen beide ermahnt, sich guter Nachbarschaft zu befleißen und die gütliche oder rechtliche Entscheidung abzuwarten; das haben sie auch angenommen und ausdrücklich zugesagt. Zur Sicherung dessen ist dieser Abschied verbrieft und von Peter im Hag (für die Parteien?) besiegelt worden. Die Ergänzungen ans dem Solothurner Nathsbnch müssen hier übergangen werden. 3S5. Genf. 1525, 24. bis 27. Oktober. I. (24. Oct.) Gesandte der III. Städte — Bern, Freibnrg und Solothnrn — verlangen von dem Rathe Auskunft über die gegen einzelne Bürger verübten Gemaltmaßregeln. 14. (25. Oct.) Der Rath erklärt, die von den Flüchtigen gemeldeten Berichte nicht anzuerkennen. III. (27. Oct.) 1. Die Gesandten eröffnen vor dem Großen Rath ihre Aufträge: Sic sollen sich gründlich erkundigen, ob Gründe zu Klagen gegen den Herzog von Savoyen bestehen oder nicht;-ihre Herren seien des Willens, die Freiheiten der Stadt zu schirmen, und wenn dieselben 100 794 Oktober 1525, verletzt »nd etliche Neuerungen versucht wordeu ivären, so können nnd wollen sie Abhülfe schaffen. An den ihnen zugekommenen Beschwerden müsse wohl etwas Wahres sein. Nun wünschen die Boten, daß die Abgetretenen hier sicher leben können. Sie bitten dringend um Auhvort, damit sie wissen, wie sie den Frieden herstellen können, w, 2, Nachmittags wird (im Sinne des Herzogs) die Antwort gegeben: Der gntc Wille der Städte werde bestens verdankt, n. s. f. Die Beschwerdeführer haben ohne Wissen und Zustimmung der Stadt gehandelt, nnd die Burger wollen sich gar nicht beklagen. Hätten sie aber je dazu Anlaß, so wollen sie sich an den Herzog und den Bischof wenden. Weitere Auskunft wissen sie nicht zu geben. 3. Hierauf erwidern die Boten, sie wollen dies heimbringen, wünschen aber, daß die Acußeren in ihren Wohnungen sicher wären. »ZK. Omndson. 1525, 26. Oktober. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede V. p. 281. 285. Gesandte: Bern. Rudolf von Meßbach, Castellau zu Grandson; Licnhard Willading. Freiburg. Peter Arscnt; Lorenz Brandenburg. 1. Aufnahme von Kundschaften über den Streit zwischen den Zehentherren von Bonvillars, als Klägern, und- dem Pfarrer von St. Anbin, als Verthcidigcr, betreffend die Theilung der Zehnten, nnd über andere Händel. 2. Bezüglicher Spruch der zweiörtischen Botschaft. Beide Verhandlungen sind in französischer Sprache ausgefertigt. ZI7. Sol'oihurn. 1525, 27. Oktober (Vigilia Simonis et Judä). jia»tl>»»tii'chi>> Dolothnr»: Rachsbuch Nv. ls, p. MS—27». I. Eine Botschaft von Lucern — Schultheiß Hng und Niclaus von Meggen — stellt 1 n das Begehren, daß die Unterthancn zu Dettingen und Hägendorf angehalten werden, den kleinen Zehnten zu geben, wie es bisher geschehen, und daß man die Priester an beiden Orte» beseitige, da sie sich in der lutherischen Lehre „auch unruhig erzeigen." 2. Sie bitten auch, dem Gotteshaus St. Urban den (neuen) Zoll zu erlassen und bei dem bisherigen Brauche zu bleiben. 3. Endlich ziehen sie den Span zwischen der Stift Basel und Solothurn m nnd geben zu bedenken, daß man durch die gestellten Forderungen — „so si gnnog rnch nnd hert bcdüccht" — verursacht habe, daß Basel mit Bewilligung des Enpitels Hand auf die Plätze geschlagen; daß der Handel einstweilen aufgehoben worden, sei in der Hoffnung geschehen, daß Basel die besetzten Orte der Stift wieder zustellen werde. II. Darauf wird geantwortet: 1. Der kleine Zehnten sei des Aufruhrs wegen (erlassen?) worden, um den gemeinen Maine in Ruhe zu erhalten; man wolle aber, sobald die Herren (Näthc nnd Burger) zusammenkommen, sich darüber bcrathen und thnn, was geschickt sein möge. 2. Des Zolls halb müsse man sich auch weiter bedenken; wie sich andere Orte darin halten, werde man es zuversichtlich auch thnn. — (Weiteres fehlt). Zu I, 1. und II, 1. Weitere Verhandlungen über diese zwei Geschäfte verzeichnet das Solothnrner Naths- buch, z. V. 15. Januar Z52K, mit Botschaften der Abtei St. Urban und der Stadt Luccrn. October 1525, 795 SI8. Ireiöurg. 1525, 31. October f. Archive Bern und Areiburg. I. (31. October.) Aus die Bitte von Bern und Solothurn uiird bewilligt, mit dem Herzog iu Romout zu tagen und beschlossen, an beiden Orten zu erkunden, wo der Herzog über die Sachen der Genfer wolle reden lasseil. A. Freiburg: Rathsbuch Nr. 43. II. (2. November). Es werden die Boten von Bern und Solothurn wieder verhört und darauf beschlossen, Gesandte nach Romont zu schicken, sich aber zuerst zu versichern, ob „sie" (?) Gewalt haben, in der Genfer Sache zu handeln; oder es soll der Herzog ersucht werden, das Geschäft den drei Städten anheimzugeben; dann will man hören, was Gutes geschafft werden könne. Boten: der Schultheiß Und der Seckclmcister. K. A. Freiburg: Nathsbuch Nr. 43. III. (6. November). Der Gnbernator der Waat zeigt an, daß der Herzog die Genfer Angelegenheit gern l„wol") den zwei Städten Bern und Solothurn überlassen wolle. Ans den Fall, daß sie das übernehmeil, wird berathen, eineil Nechtstag nach Bern anzusetzen, in Gegenwart von Boten ans Freiburg und Solothurn, und die Sache „vor der Gemeinde" verhandeln zu lassen. «. A. FMburg: Rachswch Nr. 43. Zur Ergänzung fügen mir einige Acten an: 1) 1525, 2. November, Frcibnrg. Dem Schultheiß und dem Seckelmeistcr werden die 60 Kronen, die ihnen der Herzog gegeben, nachgelassen. Rathsbuch. 2) 525, 3. November. Bern an Solothurn. Man habe heute den Bericht der vom Herzog zurückgekommenen Bolen verhört und befunden, daß der Handel zu guter Ruhe gebracht werden könnte, wenn sich Frcibnrg zu freundlicher Erörterung bewegen ließe, während eS den Boten von Solothurn und Bern zur Antwort gegeben, es wolle nicht vermitteln lassen, wenn nicht die vertriebenen Genfer unverletzt an Leib und Gut wieder eingesetzt würden. Da die Gesandten des Herzogs darauf nicht eingehen, so habe man für rathsam erachtet, nochmals eine Botschaft nach Freibnrg zu schicken, um des dringlichsten dafür zu arbeiten, daß des Herzogs Erbieten angenommen, die Sache der Genfer hintangesetzt lind der Tag in Romont ohne solche Vorbehalte besucht werde, zumal der Herzog zu verstehen gegeben, daß er, wenn dieser Span verglichen wäre, den drei Städten der Genfer halb nichts abschlagen würde. Zu diesem Zwecke habe man sich der Boten von Solothurn gemächtigt und sie ebenfalls nach Frcibnrg abgeordnet, iveßwcgen der Tag zwischen dem Bischof und den Bürgern von Lausanne zu verschieben märe. St. A. Bern: Teutsch Missivrn I>. 5. 47». 3) 1525, 3. November (Sonntag nach Omn. Sanctornm). Freiburg an Bern und Solothurn. Ihre Boten haben angezeigt, daß sie Befehl hätten, einen andern Tag anzusetzen und den gegenwärtigen nicht zu leisten. Nun seieil aber die von Lausanne in so großer Zahl gekommen, daß es ungeziemend scheine, den Tag zu verändern, was auch die hiesige Gemeinde »»willig machen würde. Darum bitte man nochmals, die Voten mit Vollmacht abzufertigen, und so daß sie morgen spät oder Dienstags früh dahicr erscheinen können; kämen sie nicht, so würde man die guten Leute dennoch verhören. K. A. FMburg-. MMm» Bd. ix, x. w. 79K November 1525. ZRS gittern. 1525, 3. November f. (Freitag nach Allerheiligen f.). Staatsarchiv Lucern: Allgem. Abschiede, II. 5. 126. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede. V. p. 241. KantouSarchiv Basel: Abschiede. Kantonsarchiv Freibnrg: Abschiede, Bd. 57. Bd. 65. KantouSarchiv Solothnrn: Abschiede. Bd. Xlil. KantouSarchiv Schaffhansen: Abschiede. Vandesarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Bern. (Caspar von Mülinen.) Basel. (Caspar Koch.) Freibnrg. (Ulrich Schncwli.) Solo- thnrn. (Hans Hngi, alt-Bauherr.) — (Die übrigen nicht bekannt.) n. Nachdem Zürich betreffend den Handel des Wirths zu Jonen und seiner Gegenpartei an jedes der sieben Orte geschrieben, wie die von Bremgartcn in Zürichs hohe» Gerichten Einige verhaftet haben w., hat man auf diesem Tage iu Erfahrung gebracht, daß die von Bremgartcn im Kellerhof zu Lunkhofen alle Gerichtsbarkeit besitze», d. h. die Befugnis;, Ucbelthäter zu fangen und über sie Recht zu sprechen, das; aber, menn Einer zum Tode verurlhcilt worden, derselbe zur Hinrichtung nach Zürich geschickt werden müsse. Darum hat man nach Zürich geschrieben, es möge die von Bremgarten in ihren Gerichten und Rechlsamcn gewähren und dem Wirth von Jonen dazu helfen lassen, das; er gemäß dem erlangten Urthcil entschädigt werde. Auch nach Bremgartcn wird hdeßhalb) geschrieben. Denen von Zürich hat man Recht dargeschlagcn gemäß den Bünden, t». Doctor Jacob Stnrzel und Hans Friedrich von Landeck, Gesandte des Erzherzogs von Oesterreich, tragen laut ihrer Instruction verschiedene Beschwerden vor, deren Aufzählung für die Boten nicht nöthig ist. Es wird denselben geantwortet: 1. In Betreff der Banditen und Flüchtigen, die sich in der Eidgenossenschaft und namentlich zu Mühlhauseu und z» Stein am Rhein aufhalten sollen, werde man nach Mnhlhansen schreiben; Stein aber sei den anwesenden Orten nicht „verwandt," indem es zu Zürich gehöre; daher mögen sich die Gesandten an Zürich wenden. 2. Bezüglich der vorgeschlagenen Erläuterung der Erbcinung, da diese nicht deutlich sage, wie man sich mit Hinsicht ans solche Ungehorsame und Flüchtige gegen eiunnder verhalten, sie berechtigen und strafen solle, sei mau jetzt ohne Instruction, werde aber die Anregung in den Abschied nehmen, um auf dem nächsten Tage darüber zu rathschlagen; den gefaßten Entschluß werde man seiner Zeit den Regenten zu Ensisheim anzeigen. 3. Uebrigcns wird den Gesandte» empfohlen, ihrer Herrschaft mitzutheilen, das; man ungern gehört, was gegen die Graubündncr Unbilliges gehandelt worden. 4. Die Ungehorsamen, welche aus der Eidgenossenschaft zu den aufrührischen Bauern im Elsas; und anderswo gelaufen, habe man, weil sie gegen alle Verbote, Ehre und Eide gehandelt, strenge gestraft oder werde es thun. Weiter könne man hierüber nicht antworten, indem sich ans beiden Seiten ungehorsame Leute finden. «. Die Rechtfertigung des Schultheis; Vögeli durch den Ainmann Thyg von Walenstadt wird ganz ungenügend erfunden, und deßhalb an den Landvogt geschrieben. «I. 1. Eine Botschaft des Bischofs von Basel beschwert sich zuerst über seine Unterthanen, dann auch über Basel und Solothnrn. Obwohl nämlich der Bischof mit seinen aufrührischen Bauer» dieselben Mittel angenommen, wie man sie im römischen Reich und im Fürstenthum Oesterreich festgesetzt , und solche auch zu Dorneck mit ihnen verabschiedet worden, so haben die Bauern sich doch wenig darum gekümmert und auch dem zu Offenburg geschlossenen Vertrag nicht nachleben wollen, und sie weigern sich, ihm etwas zu geben. 2. Ferner gereiche es ihm zu großem Nachtheil, daß die Stadt Basel die Schlösser des Bisthums iu Besitz und die eigenen Leute und Unterthanen des Bischofs in Eidespflicht genommen, und daß Solothnrn bei dem Tausch und Auswechsel der eigenen Leute sich nicht mit Geldzinsen oder Zehnten begnügen wolle. Daher rufe er, der Bischof, die Eidgenosse» um Hülfe an, mü dem Erbiete», wenn die Anstände auf gütlichem Wege nicht beigelegt werden könnten, November 1523. 797 das Recht vor uns zu erwarten. — Nachdem mau auch die Antworten Basels »nd Solothurns angehört hat, die übrigens, weil nicht instruirt, sich ans den Handel nicht einlassen wollen,-wird das Mißfallen darüber bezeugt, daß eiu Eidgenosse gegen den andern also handle, und hat man die betreffenden Boten crmahnt, in aller Namen die Sache nochmals an ihre Obern zu bringen und sie zu bitten, einerseits des Bischofs Schlösser zu räumen und seine Unterthanen der Eidespflicht zu entlassen, anderseits in dem Austausch der eigenen Leute nach Billigkeit zu handeln. Wenn sie zum Zwecke gütlicher Unterhandlung eidgenössische Boten zu erhalten wünschten, so würden die darum ersuchten Orte ohne Zweifel gern entsprechen; wenn sie aber gütlich nicht nachgeben wollten, so müßten sie mit dem Bischof gemäß den Bünden vor den Eidgenossen das Recht suchen. — Heimzubringen, und auf nächstem Tage hierüber Antwort zu geben, t . Glarus hat „ganz ernstlich" erzählt, was ihm von seinen eigenen Leuten in der Herrschaft Werdenberg begegne, die nämlich verweigern, was sie laut guter Urbare, Briefe und Siegel bisher geleistet haben. Da der Zwist so weit gekommen, daß es bereits einen Auszug zum Panner gcthau, um seine Rechte mit Gewalt zu behaupten, so bittet es, nach Inhalt der Bünde ein treues Aufsehen zu haben. Heimzubringen, weil man dasselbe gemäß den Bünden nicht verlassen darf. I» Der Herzog von Mailand hat ans das Schreiben der Graubündncr halb, das man ihm von Luccrn aus zugesandt, geantwortet, wie den Boten bekannt ist. K. Man hat die Abschrift eines Geleitsbriefes verlesen, den die Eidgenossen (früher?) dem Lombard und Mithaften von Basel gegeben, und der sehr umfassend und bedenklich („ver- griffenlich") lautet, indem er sagt, daß sie für sich selbst und für Alle, deren Güter sie annehmen, Geleit haben, ?c. Dies soll man heimbringen und auf dem nächsten Tag Antwort geben, ob man, da selbiges widerruflich ist, ihnen dieses Geleit abkünden oder ferner wolle gelten lassen, ii». In dem Jnjurienstreite zwischen Mark Morel und Peter Nisius wird erkannt, daß sie eine Bürgschaft von 300 Dueatcn hinterlegen sollen, nichts Feindseliges gegen einander weder in Worten noch Werken zu beginnen; welche Partei diesen Frieden bricht, hat dafür diesen Ersatz zu leisten und kann überdies noch besonders gestraft werden, i. Ans dem letzten Tage waren Alle, die an Frankreich Ansprachen zu macheu hätten, auf diesen Tag beschieden worden, die aber großcntheils von den Franzosen nicht anerkannt werden. Da nun nicht einmal die anerkannten Schulden bezahlt werden, und man in diesen schwierigen Zeiten auch von einer rechtlichen Betreibung nichts erwarten kann, so wird in den Abschied genommen, daß jedes Ort seine Angehörigen ihrer nicht zugestandenen Ansprachen halb ans die Zeit vertröste, wo die anerkannten bezahlt sein werden. Ii.» 1. Da die Zeit gekommen ist, wo die Bünde wieder sollten beschworen werden, was die gegenwärtigen Zeitumstände an sich erfordern, so soll jedes Ort sich berathen, wann und wie man die Bünde beschwören wolle, auch wer dem Andern schwören wolle oder nicht, und ans dem nächsten Tag Antwort geben. 2. Deßgleichen soll dann jedes Ort antworten über das oftmals angebrachte Begehren von Frciburg, Solothurn, Schasfhausen und Appenzell, daß man ihnen auch schwören möchte. I. Ferner hat man beschlossen, da Glarus und die Graubündner oder Andere „alle Stund nicht misten," wann sie kraft der Bünde um Hülfe mahnen werden, und da es überhaupt allenthalben besorglich steht, so soll sich auf nächstem Tage jedes Ort erklären, wessen sich die Eidgenossen zu einander versehen dürften, wenn heute oder morgen ein Nothfall einträte. «»». Nachdem man die Instructionen betreffend den Rcversbricf wegen Neuenburg angehört, ergibt sich, daß Luecru, Zug, Basel, Freiburg, Solothurn und Schasfhausen mit Bern nicht ins Recht treten, sondern den Brief (nach seinem Vorschlag) aufrichten wollen, während andere Orte rathen, noch andere Mittel und Wege zu suchen. Es werden nun dieselben ersticht, die Sache nochmals heimzubringen und ans dem nächsten Tag zu eröffnen, ob sie sich der Mehrheit anschließen oder ins Recht stehen wollen. ». Der Landvogt von Baden berichtet schriftlich, wie Graf Rudolf von Sulz im Kleggau seine Bauern überwunden und jetzt ein November 1525. 799 den Granbündnern zu Hülfe kommen, werden sie auch in ihr Land einrücken. « . De» Boten von Untcnvaldcn, Zug, Glarus und Solothurn wird in den Abschied gesetzt, daß sie dem Schreiber Huber in Lncern noch je 8 Kronen zahlen sollen. Im Berner Exemplar fehlen 8, v, vr, im Freiburgcr, Basier und Schafshauser Ii, « -c., im Solothnrner dieselben, ohne im Appenzeller auch in; ist gestrichen. Zu Es ist nicht möglich, alle über diese kleinlichen Handel vorliegenden Acten hier zu verwenden; wir legen daher nnr die erheblichsten bei: 1) 1525, 4. November (Samstag nach Allerheiligen), Lncern. Die Boten der sieben alten Orte an Zürich. Antwort auf dessen an die einzelnen Orte erlassene Zuschrift wegen des Wirthes zu Jonen ?c. Dessen Handel sei in der Hauptsache mit Urtheil und Abschied erledigt, und Zürich anfänglich selbst dabei gesessen, wiewohl es jetzt dem guten Gesellen Eintrag thun wolle, weil es die Appellationen den acht Orten (der Grafschaft Baden) streitig mache; darum finde man, er sollte dadurch nicht von seinem Rechten getrieben werden. Zürich hätte seinen Einwurf billig aufangs erhoben, dann wäre vielleicht der arme Mann abgewiesen und nicht in so große Kosten gebracht worden, ?c. Nun habe man denen von Brcnigarten geschrieben, sie sollen dem Wirth gegen seine Widersacher zu den Kosten verhelfen, und begehre an Zürich, daß es sie darin nicht hindere. Wenn es aber von seiner Meinung nicht abstehen, sondern die Appellationen für sich beanspruchen wolle, so biete man Recht gemäß den Bünden, und sei der Erwartung, daß es wider diesen Rcchtsvorschlag nichts vornehmen werde, w. — Das klebrige enthält der Abschied. St. A. Zürich- A. Brcmg-»tm. 2) 1525, 16. November (Donstag nach Martini). Zürich an Bern (deßgleichen an Lucern, Glarus ?c.). Dem Schreiben der sieben Orte ab dem letzten Tag zu Luccrn, als Antwort auf die an jedes Ort gerichtete Zuschrift betreffend die Appellationen aus dem Kelleramt Lnnkhofen, entnehme man, daß sich alle erbieten, deßhalb den Bünden gemäß das Recht anzunehmen. Da nun bisher zwischen W. Bürgisser und U. Bär ?c. wegen gewisser Kosten allerlei Zank und Widerwärtigkeit gewaltet, so habe man sich mit Bremgarten gütlich dahin verständigt, daß die Kostenfrage für einstweilen beseitigt sei, sodaß die Eidgenossen deßhalb nicht weiter behelligt werden müssen. Weil aber alle Bitten und Ermahnungen, Zürich bei der hergebrachten hohen Obrigkeit bleiben zu lassen, nach nichts gefruchtet haben, so stelle man hicmit nochmals das dringlichste Begehren, die vorhandenen Titel um jene Rechtsame nach Gebühr zu würdiget!, von dem erklärten Vorhaben abzustehen und damit sowohl Mühe wie Kosten zu ersparen; wenn aber Bern (resp. a. O.) nicht gütlich nachgeben wollte, so möge es mit den andern Orten die rechtliche Verhandlung beförderlich einleiten lassen, ?c. Bitte um schriftliche Antwort. St. A. Bern: A. Kirch!. Angelegenheiten. Zu N. 1) 1525, 4. November (Samstag nach Omninm Sanctornm). Basel an Caspar Koch, Bote in Lucern. Da der Coadjutor und das Capitel in Folge der Weigerung, den Zusatz in Pfeffingen, „und nämlich in Birscck," abznthnn, denen von Birseck die „Laserung" abgeschlagen und sofort eine Votschaft nach Lucern geschickt haben, so begehre man, daß deren Anbringen im Abschied heimgebracht, aber auch sofort nach Gebühr beantwortet werden. K. A. Basel-Migwe». 2) 1525, 6. November. Basel an Bern. Antwort auf dessen jüngste Zuschrift. Man wisse von keinen Neuerungen gegenüber dem Bischof oder dessen eigenen Leuten und werde sich in nächster Zeit durch eine Botschaft gründlich entschuldigen. K. A. Bascl: MWven e. 07. 3) 1525, 13. November. Basel an Bern. Von dein aus Lucern zurückgekehrten Boten und aus dem Abschied vernehme man, daß der Bischof die Stadt Basel vor gemeinen Eidgenossen schwer verklagt habe, wodurch man sich nun gedrungen sehe, sich auf dem nächsten Tage vor denselben insgemein zu rechtfertigen; darum erachte man jetzt nicht mehr für nöthig, das vor Bern allein zu thun, zc. > w. c. «g Zu I, <. 1) 1525, 29. October (Sonntag nach Simonis nnd Judä). Michel Schüeli, Connnissar zu Bellenz, an die III Orte klri, Schwpz, klnterwalden (n. W.). Er habe in den letzten Tagen aus Lauis, MendriS zc. mancherlei Berichte erhalten, und zuletzt von dem Vicnrins in Noveredo („Roffle") einen Brief, 800 November 1525. des Inhalts wie sich die Feinde bedeutend verstärken, auf dem See eine Brücke bei dem Thurm in Gologna gemacht, mit einigen hundert Knechten und Schützen in die Gegend vor Morbegno gekommen, aber wieder nach Gern zurückgezogen seien, da sie vernommen, daß Knechte (der Bündner?) in der Nähe stehen, ?c> Laut einer Kundschaft sei dieser Zug geschehen, »m die Leute in Eleven- „abzustürmen". Verschiedene Personen rathen zu gutein Aufsehen, wegen feindlichen Anschlügen auf Bellenz, namentlich von Val Marobbio her. . . Statthalter und Obcrweibel von Bellen; klage» nun über Mangel an Pulver und Büchsensteinen, die sie „nidsich" weggcliehen, sodaß sie kaum einen halben Tag lang schießen könnten. Nachschrift: Die Feinde scheine» ans St. Jörgs Berg eine Wache zu haben, wodurch sie die Einziehung von Kundschaften erschweren. St. A. Bern: A. Mniländerknege (Copie.) 2)- 1525, 8. November, Cleve». Rudolf von Manuels und andere Hanptlcute und Räthc, Namens der III Bünde, an Uri. Dank für das empfangene Schreiben und das bezeigte Wohlwollen ze. (Nu) „ist der fach nlso, die büchsen (haben wir) mit großem schwerem kosten über die nnmüglichen birg gefcrtigct, das langsam znogangen ist, darzuo ein groß pulver, so wir zu» Chur Hand ghan, sott man das bessert hau, hat der mcister es vcrwarloset und verbrennt, damit wir Hand »messen stillstnn mit dem schießen und zno allen orten nsschickcn, um pulver zuo kaufen und lassen machen, damit mir Habens angefangen in das obere schloß zno schießen, ist noch bishar von den gnaden gottcZ wol gegangen; auch habend wir mit dein castellan zuo Müs ei» tag angesetzt, mit einandercn zuo reden; mir schicßent mit destermindcr in das schloß. Er hat die land Climen und das Vältlin begert mit uns zuo teilen, ist im gar abgeschlagen; die unseren ligcnt noch in schwerer gcfängnuß. Der fiend halben verstand wir nit kein große macht wider uns ze sin, daß wir noch setz von den gnade» gottes nit sorg Hand" . . . (Folgen Nachrichten über die Verhältnisse in Mailand ze.). St. A. Mysimn. 8) !525, 14. November (Dienstag nach Martini). Uri an Luccrn. Man habe einen Läufer zu den Gran- bündnern geschickt, um zu erfahren, wie es mit ihnen stehe, und darauf die abschriftlich folgende Antwort erhalten. ib. Weitere Acten stehen uns nicht zur Verfügung. Zu l. 1525, 31. October, Mailand. Herzog Franz an die eidg. Boten in Lncern. 1. Antwort ans ihre Zuschrift vom 20. d. Die beklagte Handlung deS CastellanS von Musso gegen die Boten der Graubündner mißfalle ihm sehr, was man ans seinem Schreiben an den Castellan (Copie sollte bcilicgcn) ersehen könne; aber derselbe unternehme in seinem Eigensinn oft mehr, als billig sei, wie man wohl auch von Andern hören möge, weßhalb er, der Herzog, fürchte, daß seinem Geheiß, die Boten zu entledige», nicht nachgelebt werde. Nichts desto weniger wolle er nicht ablassen, bis dieselben befreit seien, was er zu Gefallen der Eidgenossen desto lieber thne. Deßhalb bitte er sie nun, die Graubündner zu bewegen, in der Sache freundlich handeln zu lasseu, drei Mouate lang Ruhe zu halten und keine Gewalt zu brauchen; dann hoffe er, diese Zwietracht zu glücklicher Endschaft zu bringen; sobald er von seiner jetzigen Krankheit hergestellt sei, mögen die Bündner zu diesem Zweck ihre Boten zu ihm schicken. 2. Da einige Kauflente klagen, daß ihre Güter in Chur scqucstrirt worden, was ihnen zu großem Schaden diene, so bitte er, für Ledignng jener Waaren wirken zu wollen; himvider sei er bereit, den Kaufleuten der Eidgenossen und Bündncr freien Wandel zu sichern, ze. Si. A. Bern: Ms -hi -d- v, 170-174 (deutsche n -bers.). Zu i>. 1) 1525, 4. November (Samstag nach Allerseelen), Nachts, in Kaiserstnhl. Ulrich Türlcr, Landvogt zu Baden, an die eidg. Boten in Lucern, event. an Letzteres. „Uf daS nächst schriben, so ich üch gethan, . . bin ich zuo Keiserstuol belibcn, und da mit deren von K. hilf verschaffet, daß niemant den puren zuozugc oder bistand täte, und was joch minc Herren etliche Ort zwüschet dem grasen von Sulz und sinen puren gnetlich gehandlel hend, hat doch dasselbig nüt geholfen ; denn die puren hcnd den beruht nit wellen annehme)», so inen fürgehalten . . ist. Und uf Samstag vormittag umb die zccheudeu stund, so sy den berichl abgeflogen Hand, so het der gras sy uf der nacht angriffen und inen etwa» vil erschlagen, und etwa» vil entrunnen, die denn uf der nacht gen K. sind kommen, die da wund sind und ander, deßglichen ein großen Überfall mit wyb und finden, die da mord schryent, die man nun inglan hat, das ich mm da nit hau mögen crweren, denn sy undcr einander» gefründt sind, deßglichen ir kilchgnossen und nachbnren, daß sy sy nit Hand wellen usschlachcn. Und lau üch wüssen, daß ich . . . zum besten handle», damit sy sich der lüten »it belade»!, damit das spil nit nacher über uns gienge, November 1525. 801 »nd schickt (ich) ouch für und für kundschaft us, ob sy etwas fürucmens wärent gegen uns; denn einer mächt (in) ein(er) stund von K. dargnn, da sy cinanderen geschlagen Hand. Und lass üch müssen, daß ein große unrnow zu K., deßglichen an anderen anstoßen ist, daß ich schier nit weiß, wie ich mich halten soll; ich will aber nach minem besten vermügen handlen und thuon" . . . Bitte um schleunige Befehle ic. St. A. Bern: Absch. V. 169-170 (Copie). 2) 1525, 9. November (Donstag vor Martini). Ulrich Türler, Landvogt zu Baden, NU Luccrn. „Strengen Zc. ?c. Ich füeg üch zuo verneinen, daß ein guote zal der pursame erschlagen und by den ij« in den kilchhof und kilchthnrn zuo Grießen cntrnnnen und kommen und allda belagert worden, und sich die nacht gcwert, doch vor tag sich begeben, dann gras Ruodolf hat si (für) ir leben gefryt; wo ouch gras Ruodolf nit so fast gewert hette, wäre Iren wenig davon kommen, dann dem züg ganz gretz über si gewesen. Es sind ouch etlich uß Zürichpiet nn kilchhof begriffen worden, die hat man uszogcn bis in Hosen und wambsel, inen ir gwer genomen und jedem ein wiß steblin in die Hand geben und einen cid schweren lassen, in jarsfrist wider f. Dt. von Oestcrrich nit zuo züchcn, ouch angends heim zuo iren Herren und obcrn zuo kercn und was dieselben inen für ein straf uflcgen, derselben zuo gewarten; und nß den vermelten ij«, so im kilchhof gewesen sind, hat gras Ruodolf genomen, nämlich den houptman, ij pfaffen und iij puren, sind ij von Waldshnot gesin, und nachdem er si des Icbens gcfrist, hat er dem Hauptmann, deßglich dem einen pfaffen beide ongcn lassen usstechcn und darzuo ir jedem iij finger an der rechten Hand abhowen lassen, ouch den ij von Waldshnot ir jedem iij fiugcr abgehowcn und inen damit den pfaffen, so (dem) die ougen usgcstochcu sind, angehenkt, mit inen gan Waldshnot zuo füercn; den andern pfaffen hat Herr Christoph Fuchs zuo sinen Händen genommen und den f. Dt. überantwurt, dann er siner Dt. eigen man syc, vermeinende, f. Dt. werde im die ougen usstechcn und die zuugcn abhowen lassen, und uf sölich ergangen Handlung so loufent die puren im Klecköw allcnthalb zno gras Zinodolfen, schwerent und huldcnt im, wie dann ir an discm'bericht scchcn mögcut, den ich üch hierin verschlossen zuaschicken (d. d. 4.-7. Nov.) „Witcr so hat bemelter gras Ruodolf von Sulz mir by eignem Kotten cnbottcn und gebettcn, daß ich uf Zinstag früc by sinen gnaden uf dem schloß Küssenbcrg, da ich in einer stund sin möge, (crschine?), dann sin g. habe etwas mit mir zuo reden, llf sölich sin bitt und ernstlich beger so bin ich zuo siucn g. geritten und Hab den vagt, deßglichen die bcid schultheißen zuo Keiserstuol mit mir genomen; und als wir nun zuo sinen gnaden komeu, hat sin g. minen gnedigen Herren den Eidgnossen, ouch mir, des ersten fründlichcn gedanket der bricht und (des) anstands, so ich hür umb Sant Johanns tag nächst vergangen zwüschcnt sinen g. und der gepursame im Klecköw gemacht, deßglich setz mit fürscchnng, daß niemand der üwcrn wider sin g. (sich) erhebt noch gcloufcn, sölichs nmb üch und nuder min guedig Herren, ouch umb mich, wo sich das jemer begebe, mit geneigtem und gnotcm willen zuo verdienen, mit vil me und andern fründlichcn warten. Und als ir und ander min gncdig Herren mir gschriben hatten, dem vermelten gras Ruodolfen zuo schribcu, nit zuo verargen das flöchncn, so siner g. armen lüt zuo denen von Keiserstuol und andern gcthau, Hab ich, vor und ee sölich mir überantwurt (befelch) mündlich mit sinen gnaden gcthan (sie), sidmal und er mich bcschriben, daß sin g. sölichs in dehcincm bösen noch argem anzeuemcn, dann die so sölichs gethan, sycnt by siner g. armen lütcn gcfründt und verwandt, und sye von crbärmd und deHeiner andern ursach wegen beschechen, mit andern mer warten. Hat sin g. mir geantwurt, nein, sin g. möchte erlidcn, daß sine armen lüt sich anders gegen im geschickt und crzöigt, daß er sölichs nit bedürfen hette, und was da gcschechen, syc im in trüwen und von herze» leid. Sodann Hab ich an sin gnaden lassen laugen von wegen den dryen dörfern, so in siner grafschaft ligcn und aber minem g. Herren von Kostenz zuogehörig sind und mit einer grafschaft Baden reisen »messend; Hab ich besorgt, soverr und er sy eiden, daß sölichs der grafschaft Baden oder denen von Keiserstuol nachteilig sin wurde, und als ich sölichs sinen gnaden angezöigt, sit sin g. güetlich davon gestanden und dem vogt von Keiserstuol bewilget, daß er sölichen cid, wie von alter har gebracht sye, in »amen mincs gn. Herren von Kostenz innemen sölle, wie dann der jetzig bcricht das zuogcbe, damit sölichs minen g. Herren den Eidgnossen, der grafschaft Bade» »och denen von Keiserstuol deheiuen Nachteil gebäre noch bringe. Sodann füegen ich üch ze müssen, daß gras Ruodolf sinen züg wider uß dem Klecköw hinder sich gan Stüclingen geschickt, damit sine armen lüt nit witcr geschädigt wcrdint, usgenommc» etlich grasen, edellüt und landsknccht, »it vil, die hat er by im behalte», bis sine armen lüt all widernmb gehorsame thüegent, 101 802 November 1525. und ob sich etlich dann sperren wurden, sind si noch vorhanden, sy gehorsam ze machen. Und als dann ir und ander min gn. Herren mir zuogcschriben, ufzeluogen und zuo vcrsechen, das Hab ich allenthalben gcthan und bin also uf Mitwuchen widcrumb heim gan Baden geritten" . . . Versprechen weiterer Nachrichten. Bitte um Bescheid Und MitthciluNg an Uri. St. A. Luc-rn I Misstvcn. 3) In den Tagen vom 4. bis 7. November wurde mit den Kleggaucrn ein neuer Vertrag gemacht, der den in Nr. 294 mitgetheilten Vorschlägen größteutheils glcichlautet. Einen wörtlichen Abdruck dieses letzteil Vergleiches hat Schreiber, a. a. O. III, 171—173. Zu «. 1525, K. November (Montag vor Martini), Lucern. Mandat von Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus, Freibnrg und Solothuru betreffend Christoph Landenbergcr, Leutpricster zu Oberbüren. Da derselbe seit längerer Zeit mit dein unchristlichen Ketzerglauben behaftet gewesen, so habe man auf einer Tagleistung zu Einsicdeln den weltlichen Rüthen des Abtes von St. Gallen geschrieben, sie mögen denselben verhaften, was nun letzter Tage geschehen sei. Weil man aber bei dem vorhandenen Ungehorsam der Menge besorgen müsse, daß nichts Gutes cutstünde, wenn der Nothdurft nach mit ihm gehandelt würde, so habe man den drei Orten Luceru, Schweiz und Glarus, denen das Gotteshaus besonders verwandt sei, befohlen, ihre Läufer nach Wyl zu schicken und den Pfaffen nach Lucern zu führen, und ergehe nun der ernstliche Befehl, daß sich Niemand desselben belade; denn die Zuwiderhandelnden hätten gebührende Strafe zu gewärtigen, w. zc. St. A. Lucern: A. Neligionshändel. 1525, L. November (Montag vor Martini). Lucern an (die Gotteshauslcnte). Entsprechende Kundmachung. ib. !b. (Beide Stücke besiegelt). ST«. AreiöMg. 1525, 6. bis 8. November. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, X. 237. Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede, Bd. Xlll. Gesandte: Bern. Sebastian von Meßbach; Peter Stürler, Venner. Solothurn. Schultheiß Stölli; Venner Ochsenbein. „Artikel so durch miner Herren der dryen Stetten Bern, Fryburg und Solothurn bottcn und znogcsatzten angesechen sind uf dem span und stoß mius gnädigen Herren von Lösau und der Bürgern daselbs." 1. „Des ersten, betreffend die verwürktcn Personen Hand si angesechen, daß der genannt Herr von Lösau niag sänklich annemen und enthalten Personen, so argwönig oder vcrlümbdct sind pinlicher fachen, on widerred der Bürgeren, und so er die durch sin amptlüt erfragen will, soll er dem Rat von Losan anfordern vier von Räten und Burgern, daß sy (da)by sygend und urteilend nach erfordrung der fach und billikeit, mit den verordneten mius g. Herren von Losan, und sollend die von der Statt Losan lnt schicken, die do unpartyisch und nit arg- wänig sygend. 2. „Item die vorgenannten Personen, so argwünig oder verlumpt wären, sollen nit angenommen werden in den hüsern zuo Losan; doch so verstau wir nit, daß mördcr, ketzer, straßröuber, fälscher der münzen und briefen und offenlich dieben sollen in den hüsern fry sin; sunders wenn der Gouverneur von der Statt Losan ankert wirt von des Bischofs amptlüt(en) oder amptman, so soll er schuldig sin, denselben zuo beleitcn in die hüser an(e) ufzug, die Übeltäter zuo fachen; wo aber der genannt Gouverneur solichs wollte «erstrecken, so mag dann des genannten Herren amtman in die hüser gan und da dieselbigen Übeltäter fachen zuo sines Herren Händen. 3. „Item betreffen(d) die weltlichen gefangnen zuo gichten, sollen (die) gestiert werden an das end l'Evechiere genannt, wie dann bishar solichs daselbs der brnch gesin ist. November 1525. 803 4. „Item bctreffen(d) die gewichten Personen von der Statt Losan, wenn min Herr von Losan einen fänklich annimpt, und sin sach ertregt, in pinlich ze fragen und zum tod ze urteilen, so soll min Herr von Losan anfordern vom Rat von Losan vier der Räten und Burger, unpartyisch, welich sollen urteilen nach ersordrnng des Handels, wie hievor erlütret ist. 6. „Antreffend die weltlichen und die leyen lassen die botten belyben, wie es bishar in üebnng gesin ist durch den genannten Herren von Losan und die Bürger nach ir fryheit und harkommen. 6. „Der münz halb so mag min g. Herr von Losan die angefangen für und für volziechen; wo er aber ein nüwe münz wollte anfachen, soll er die Statt (stät?) zuo Losan bcrnosen (und) nach irem rat münz ansechen, was im ecrlich und einer gcmeind nutz sin mag; wo sp (aber) nit bewilligen wollten, mag er für- faren in dem, so im ecrlich sin wirt. 7- „Betreffend die Schifflände, so zuo welsch le Nivage genannt, ist abgeraten, wo st) es dein letst gestorbnen Herren bezalt haben, solle» sy das noch bezalcn, st) erzöngen dann brief, daß sy gefryet sygcn. 8. „Wyler so Hand sy geordnet, daß all anfordrungen und spän zwüschen den partyen hievor verluffen, sollend bericht sin nach lnt und gestalt, wie hievor erlütert ist, und das übrig, so hie(r)innen nit begriffen ist, lassen sy ein jede party belyben nach ir gcwarsmne und briefen, so jctliche dann haben mag. 9. „Zuoletst wollend die genannten verordneten, daß si füllend vcrricht sin, wie hie oblut, und welche party Hiewider thäte und anfängerin wäre, soll verfallen sin nmb dryhnndert snnncnkroncn, fünfzig an unser lieben Frouwen von Losan kilchen, fünfzig an Sant Niclansen tilchen zu Fryburg, und die übrigen ij° krönen den vorgenannten sprnchlüten oder nach ordnnng ir(er) ober». Geben zuo Friburg uf dem viij tag Novembers Anno :c. xxv°." SSI. Areivurg. 1625, 22. November. KaiitonSarchjv Freiburg: Zialhsiuch Nr. 4S. Jacob Feer von Lucern und Hans Fruonz von Unterwalden eröffnen ini Namen „der sechs Orte" das Ansuchen, deren von Genf und Lausanne „müßig zu gehen." Die Antwort ist unbekannt. — Die genannten Boten sind vermuthlich die gemäß Nr. 319, p verordneten. SST. (Aiem). 1626, 27. bis 29. November. KantonSarchiv Arciburg: Iraitäs ct voatrais, Nr. lS6. Staatsarchiv Bern: Allgtm. eibg. Abschiede X. SV». „Abscheid der drycn Stetten Bern, Fryburg und Solothurn gehaltner tagleistung von wägen der von Losen wärbnng des Burgrcchtcn, angefangen Mcntag vor Andree Anno zc. xxv." Gesandte: Freiburg. (Dietrich von Endlisperg, Schultheiß; Wilhelm Schweizer, Seckelmeister). 804 November 1525. Da die Bürgerschaft und Gemeinde von Lausanne sich ernstlich um ein Burgrecht bewirbt, der Herzog von Savoyen sich aber dem widersetzt, indem er Bünde anzieht, laut deren er ein solches Bnrgrecht nicht dulden könnte, weil die von Lausanne seine, als des Statthalters des hl. Reiches, Unterthanen und Hintersäßen seien, was seine Boten mit vielen dargelegten Briefen erweisen wollen, wogegen die von Lausanne aus ihren Freiheits- bricfen und anderen besiegelten Gewahrsamen darthnn, daß sie der Herrschaft Savoyen in keiner Weise unter- thänig und verpflichtet seien; da nun aber die Boten (der drei Städte) ungleiche Befehle haben, so sind beider Parteien Briefe genau besichtigt, die vornehmsten einschlägigen Artikel ausgezogen und verzeichnet, und das ganze Geschäft in die Abschiede genommen worden, um höheren Ortes rathschlagen zu lassen, was weiter hierin zu handeln sei. 1) 1525, 17. November. Bern an Freiburg. Da die Burger von Lansanne bei den drei Stödten nm ein Bnrgrecht geworben, so habe man für zweckmäßig angesehen, daß man sich deßhalb ans einem Tage gegenseitig erkläre und die zn stellenden Bedingungen und Artikel vereinbare; deßhalb bitte man Freibnrg, ans Sonntag den 26. d. Nachts eine Botschaft hiehcr zu senden, um morndeß samt den Verordneten von Bern und Solothurn in der Sache zu handeln, ec. K.A.FrNbmg:«.«»». Am 20. d. M. wurde auch Solothurn zn diesem Tage eingeladen laut der Berner Tentsch Missiven IT 485. 2) 1525, 18. November. Bern an Freiburg. Die Botschaft des Herzogs von Savoyen habe angezeigt, daß er seinen Span mit den „vertriebenen" Genfer» den drei Städten zur Entscheidung übergebe. Damit die Sache beiderseits zu gutem Ende gebracht werde, sei man gesonnen, das anzunehmen und bitte Freiburg, dafür einen baldigen Tag nach Nomont zn bestimmen und den beiden andern Orten zu verkünden, auch von den flüchtigen Genfer» zu vernehmen, ob sie den Handel den drei Städten anvertrauen wollen. St. A. Bern: Teutsch Missiven 1'. 484 b. — K. A. Freibnrg: A. Bern. 3) 1525, 21. November. Bern an Freiburg. Antwort auf dessen Zuschrift wegeu des Tages in Nomout. Alan finde es diesseits unmöglich, denselben auf die genannte Zeit zu halten, wohl aber auf St. Niklaus Tag (6. Dcc.) dahier, ersuche also Freiburg, gleich wie Solothurn, vier Rathsglicder abzuordnen, worüber man gütige Antwort begehre. St. A. B-r-n T-msch Missw-n i>. r.o. 4) Die Beilage des Abschieds enthält Abschriften resp. Uebcrsetzungcn und Fragmente aus den verglichenen Urkunden: 1. Vorlagen der savoyischen Botschaft. 1. Die (erschlichene) Anerkennung des Herzogs von Savoyen als Statthalter des röm. Reiches, Beschirmer und obersten Herrn der Stadt Lausanne, d. d. 5. December 1517. 2. Die zu diesem Zweck angerufene Urkunde von Graf Amadeus, d. d. 2. September 1358. 3. Der in Nr. 2 erwähnte Freibrief Kaiser Karls IV., kraft dessen alle Appellationen von Erzbischöfen, Bischöfen, Aebtcn ?c.' innerhalb der '(supponirten) Grenzen der Grafschaft Savoyen in Zukunft von Graf Amadeus verhört werden sollen, d. d. 2l. Juli (12» kal. Augusti) 1356. 4. Ein Auszug einer Gcrichtsnrkunde vom Jahr 1483, zum Beweise daß von Lausanne aus an die Herrschaft Savoyen (den Landvogt in der Waat) appellirt worden sei. 5. Ein Regest d. d. 6. Februar 1469, wonach der Kaiser „Ferdinandus" aus Begehren der Burger von Lausanne den Brief Nr. 3 bestätigt habe. 6. Ei» undatirter Auszug einer Appellations-Urkunde, aus der Zeit Herzog Philibcrts. (Vgl. 4.) 7. Ein Auszug des Spruches von Bischof Nymo von Genf und Hugo von Paillaz, Bailli in der Waat, daß Bischof Johann und die Bürger von Lausanne schuldig seien, den Grafen Philibert von Savoyen innerhalb der drei Bisthümcr zu beschirmen, d. d. 10. December (die Jovis post Conceptionem beatä Virginis) 1271. 8. Auszüge aus dem Bestätigungsbriefe Kaiser Karls V., d. d. 3. Mai 1521. 9. Aus einer päpstlichen Urkunde d. d. 18. Mai (15» kal. Junii) 1515 die Notiz, daß Leo X. obige kaiserliche Verleihungen bestätigt habe. (Von der Coufirmation des jetzigen Papstes ist (nur) eine Abschrift vorgelegt). November 1525, 805 10, Ein Auszug des Schiedspruchs zwischen Benedict de „Monte Ferrando," Bischof zu Lausanne, nud der Gemeinde, Appellationen betreffend, d, d, 3, Februar 1483. 11. Ein „Zeddel" d. d. Lucern 27, August (Freitag nach St. Bartholoms!) 1512, — ans dem Bündniß der acht Orte mit Savoyen: Verbot, für Ansprachen von Einzelnen Partei und Angehörige des andern Thcils in Schirm ?e. zu nehmen, 12. Aus zwei Missiven der Stadl Lausanne an Herzog Karl, d. d. 7. Januar (?) und 20. December 1517, die Bemerkung, daß sie denselben anrede „Unser aller gnädigster Herr" ?c., und unterschreibe „Die ganz üwer aller demüetig(st)en und gehorsamen nnderthan(en) und diencr, die Gubcrnntores und Gemeind zuo Losen , (ähnlich in der zweiten). 13, Ein pergamentener Vollmachtbries d, d, 5. December 1517, dem Herzog Karl von der Stadt Lausanne ertheilt, betreffend Entscheidung gewisser Späne, ?c. K, A, S»loih»»>', MMdc Bd, xm, — K, A, Fnibuegi Abschiede Bd, es, II. Antwort und Gewnhrsamcn deren von Lausanne. Zu 1, 1—3. Die Bckanntniß für den Herzog sei widerrufen in Gegenwart der Rathsboteu der drei Städte, von Bern Caspar von Mttlincn, von Frcibnrg Peter Falk, von Solothnrn Niklaus Hebolt, laut eines von fünf (genannten) Notarien unterzeichneten Instruments d. d. 10. Octobcr 1518, des Inhalts. Die Gubcruatoren, Räthe, Nachräthc und die ganze Gemeinde von Lausanne widerrufen und vernichten die Erklärung, die der Rath dem Herzog von Savopcn gegeben . , ., weil dieselbe wider die Autorität und Freiheit (der Kirche)'llnser Frauen, auch wider den Fürsten, Bischof zu Lausanne, wie auch wider der Stadt und der Kirche Freiheiten. . . sei; Räthe und Gemeinde anerkennen den jetzigen Bischof und dessen Nachkommen als die wahren Herren und als rechte Statthalter des Reiches, denen sie Treue und Gehorsam schwören gemäß dem Plail gencral, rc. Dcßgteichen enthebt der Bischof die Unterthanen von Lausanne der (damals) gcthancn Eidspstichten; ebenso entkräften die Gnbcrnatoren, Räthe und Gemeinde den Eid, den der Bischof gethan, w. :e. (Folgt weiter aus dem Inhalt die Aufzahlung der seit 1011 bis 1510 dein Bischof gewährten Freibriefe). 4. Die savoyischen Richter betreffend wird eingewendet, daß solches wider des Bischofs Freiheit sei, kraft der Urkunde vom 3. Mai 1368, die in einem Artikel sage: Wenn Jemand in dem Placito eine Klage fühlen wolle, in welcher Sache es sei, so solle den Parteien Recht gehalten und innert drei Tagen der Handel erledigt werden. 7. Daß der Herzog von Savoyen in der Stadt Lausanne keine Obrigkeit habe, ergebe sich ans dem umgelegten Briefe vom 25. October (Donstag vor Simonis und Inda) 1436, eregnirt 1437, einen Rcchtshnndcl zwischen Lausanne und denen von Mondän betreffend, wegen einer March im Jurten (Jorat), in welchem letztere unterlegen und zum Ersatz von Kosten und Schaden vcrurtheilt worden seien. — Ein anderer Brief in gleicher Sache, d. d. 17. Januar (Donstag nach Hilarii) 1409, excquirt Donstag nach der alten Fastnacht (23. Febr.); daran ist ein Brief vom 10. März 1421 geknüpft, worin Graf Amadeus gebietet, obiges Urtheil zu vollziehen. 8. Ein Brief vom 30. September (Donstag nach Michaelis) 1400 zeigt, daß Lausanne und Milden zu „Mouprenero" zu gemeinen Tagen gekommen; ein anderer, vom 27. Januar 1426, besagt, ivie Lausauue und Morges zu St. Sulpice Tag gehalten. Ferner liegen vor: 9. Eine Eopie von Kaiser Sigismunds „Bulle," worin er die Freiheiten und Satzungen der Gemeinde zu Lausanne, den sog. Plait gencral, bestätigt, ohne eines Grafen oder Herzogs von Savoyen zu gedenken, d. d. 24. Mai 1430. 10. Eine Eopie von Kaiser Friedrichs (III) Bestätigung, d. d. Venedig 6. Februar 1469, worin als Beschirmer iil geistlichen Sachen der Erzbischof von Besanyou, in weltlichen der Herzog von Savoyen bestimmt ist. 11. Aus dem Plait general ist ein Artikel gezogen, welcher sagt, was die ^stadt Lausanne dem Kaiser schuldig sei: Wenn er des Bischofs und der Bürgerschaft wegen nach Lausanne berufen wird, so sollen sie ihm Morgen? und Abends Speise und Kost geben; anderes kann er nicht verlangen; an jene Pflicht haben auch die äußern Bürger von Boll, Curtilly und Avenchcs (Wiblispurg), beizutragen. 806 November 1525, 12. Um zu beweisen, daß der Herzog von Saroten in Lausanne keine Obrigkeit habe, werden folgende Puncte angezogen: 1) daß er keinen „Verwirkten" begnadigen kann; 2) daß er dem Bischof Treue verheißt und schwört, wie Philibert dem (Bischof) Aynwn de Montfaucon und Unser Frauen gethan. 3) Als die Eidgenossen im Burguuderkricg die ganze Waat eingenommen, haben sie doch die Stadt Lausanne und deren Landschaft unbekümmert gelassen. 4) Der Herzog hat sie nie besteuert wie die „andern" Uuterthanen, auch nie zu den Versammlungen der Städte berufen. 13. Uebcr die Missiven und den Pergamentbrief au den Herzog sei zu bemerken, daß dieselben vor dem Widerruf geschrieben worden, daher der Stadt nicht schaden können, indem sie mit allen andern Briefen durch die Widerrufung entkräftet seien, und daß die Gemeinde seither den Herzog als ihren Obern anerkannt hätte, werde sich niemals erweisen. K, A. Freiburg (Urkunde»), K, A. Solothmn: Absch, Bd. XIII. 5) Zu beachten ist endlich der Eintrag des Berncr Rathsmanuals unter dem 1. December (Nr. 207, p. 126): Näthe und Bürger, „und (sind) verhört des Herzogen und deren von Losen gewarsame. ltv inkeota. äiLoossorunt et adsguo eonolusions; res inauäita." ZTS. Zürich. 1525, c. 29. November. Staatsarchiv Bern : Allgemeine eidgenössische Abschiede X. p. 975. Gesandte von Bern: Sebastian von Dießbach; Konrad Willading; Anton von Erlach; Anton Bütschclbach, Ihre Instruction lautet: „Anfangs, nach eröffneter gebrüchlicher vorrcd, werdend ir uf das allertrungenlichost dieselben unser lieb gctrüw Eidgnossen von Zürich ankeren und ernüwern die underhandlung und Werbung, so hievor durch gemein Eidgnossen an sy ze mercn malen gelangt, von irem fürueincn des nüwen ingebrachtcn gloubens halb zc stan, dadurch st) sich andern Eidgnossen dcßhalb glichförmig erzöugcn, frid, ruoiv, trüw, licbi und einikeit, wie die von unsern eltern harbracht, fnrwerthin enthalten mög werden, in betrachtung sorgsamer seltsamer ververlicher (sie) löufen, so setz allenthalben sich empören und (er)öugcn, und als ir wol könnend, mit großem sliß und ernst alles das anzöugen und fürtragcn, so zuo gemeiner Eidgnoschaft nutz, lob und ecr gediencn mag, und hierin merung old mindrung nach vermög üwers befelchs ze thuon." Actum Freitag 24. November. Eine schriftliche Antwort fehlt. Nähere Auskunft gibt der Schlußartikcl der Berner Instruction auf den nächsten Tag in Luceru: „Zeletst habend ir in frischer gedächtnus, was miner Herren Kotten, gan Zürich uf der sibcn Orten anbringen abgefertiget, widcrbracht; werdend ir eröffnen, wie inen diser srist dhcin endlich antwurt gegeben (worden), sonders wie sich unser lieb Eidgnossen von Zürich entflossen, in kurzen tagen minen Herren mundlich oder schriftlich antwurt zuozeschickeu. Alsdann nach derselben vermcrkung werden min Herren samt irem großen Rat darüber sitzen und sich irer Meinung und willens hierin entfließen." Si, A, B-r>u mMbe x. p. ssi. ZT4. Mern. 1525, c. Ende November (?). Staatsarchiv Lncern: Acten NeliglonshLndel. Einer Botschaft der V Orte wird auf das abermals vorgetragene Ansuchen, in dem alten christlichen Glauben bei ihnen zu bleiben, die Antwort gegeben, (1.) mau sei entschlossen, von dem alten guten christlichen Herkommen nicht December 1525. 807 abzuweichen und von den V Orten sich nicht zu sondern, sondern bei den hl. Sacramenten, der Messe, der Fürbitte der Mutter Gottes und der lieben Heiligen zu beharren, die Bilder nicht zu verwerfen, ?c. (2.) Da mit den Bannen und dem Ablaß großer Mißbrauch getrieben worden, so begehre man schlechthin, daß die V Orte „nochmals" darüber rathschlagen Helsen, um solche Uebcl auszureuten; würden sie nicht entsprechen, so müßte man allein ans Mittel ausgehen, um dergleichen abzustellen. Zn andern Sachen wolle man ihnen handeln und strafen helfen und dafür Leib und Gut einsetzen. (3.) Des Bundschwörens halb möchte man ernstlich bitten, es einstweilen aufzuschieben; wenn das aber nicht erhältlich sei, so gedenke man doch niemand auszuschließen, sondern wie von Alter her denen zu schwören, die es auch thnn. (4.) Endlich habe man den dringlichen Wunsch zu äußern, daß Zürich nochmals gebeten und ermahnt würde, von dem zwinglischen Glauben abzustehen und sich dadurch nicht zu sönderu, indem man hoffe, daß der allmächtige Gott uns wieder zu Frieden und Einigkeit helfen werde; doch müßte solches vor der Beschwörung der Bünde geschehen. Da die Berncr Quellen über die von Nr. 328, s erwähnte Konferenz nichts enthalten, und obiger Text, ungeachtet der Angabe, daß eine Botschaft der V Orte vor die Räthe gekommen, mit den übrigen Umständen leidlich stimmt, so glauben wir dieses Actenstück, das leider weder Unterschrift noch Datum hat, am passendsten hier einzuordnen, immerhin unter Vorbehalt näherer Prüfung. STS. Wern. 1525, 2. December. Staatsarchiv Bern : Rathsmanual Nr. 207, p. 128—129. Tag der Städte Bern, Freibnrg und Lausaune. — Festsetzung der Hauptartikel des Burgrechts mit Lausanne. 1) Das Bcrner Nathsbuch sagt nichts über die Anwesenheit von Botschaften auS Freiburg und Lausanne; dennoch ist dieselbe zn vermuthen, kaum nämlich anzunehmen, daß der Große Rath von Bern nur von sich aus die Bcdingnisse aufgesetzt habe. Ans dem Freibnrgcr Nathsbuch ist nur zu ersehen, daß am 1. December über die Verhandlung in Bern (s. 27. Nov. f.) Bericht erstattet wurde.' 2) Der Bcrner Stadtschrcibcr Cyro bemerkt am Schlüsse obigen Eintrags: (Und) „ist diß burgrecht wyter uolzogen durch bedcr stetten Bern und Fryburg Kotten nf vis r^ris 1525." Vgl. Abschied Nr. 326, b. 3) 1525, 4. December, Freibnrg. 1. Die Botschaft von Lausanne berichtet, daß Bern sie für 25 Jahre zu Bürgern angenommen. Beschluß, über die Artikel zn sitzen, wie man „mit einander leben" wolle. 2. Abordnung von Boten nach Bern und Nomont. K. A. Fr-wurg- Ni-iMu-h Nr. «z. 4) 1525, 5. December. Bern an Freibnrg und Solothnrn. „Als dann die von Losen üwcrs wüssens an nch und uns nmb ein burgrecht geworben, haben wir sölichS unscrs teils (in) kurz verrückten tagen angenommen und also über ir dargelegten artikel gesessen und die erlütert, also des ersten, der hilf halb, wann dieselben von osen mit gewalt wider recht und billigtest von einichcm getrungcn und überfallen, daß alsdann durch den (sie) ryen Stetten, so sy zuo burgern anncmen, by geschwornen ciden erkannt solle werden, ob inen sölich übertrang un angriff wider recht bescheche, und wann solichs erlütert, inen hilf und bystand ze bewysen. Und als sy einer mmch begert, gemein tagen ze halten, haben wir die zno Petcrlingen gesetzt. Demnach als sy vermeinten, die ircn in der fürsten dienst als ander Eidgnosscn mit der bcsoldung gehalten werden, wellen wir inen darzno gegen en fürsten und Herren fürmündig und hilflich sin, daß sy ouch als ander Eidgnosscn gehalten werdind. Daß ouch diß burgrccht rrv jar wären und all fünf jar ernüwert, nach verloufnen xxv jaren an uns den dryen stetten stan, das fürer ze vollstrecken. Demnach ist abgcredt, daß dhein party der andern fyend enthalten, sonders uß 808 Demiiber 1525, iren landen triben nnd auch dhein dnrchzug gestatten sollend. Der znogesatztcn nnd obinans halb ist angestellt nf üch, Denne ist solichs alles beschcchcn dein Herzogen von Savope (nnd) dem Herrn Bischoffen von Losen ane nachthcil, ircn rechten nnd herrligkcitcn unabbrüchig, ?c. lind damit sötich bnrgrecht vollzogen und die brief förinlich iifgericht, mögend ir üch üwers willens entfließen und üwcrn botten, so nf Nicolai von der Jcnfcvn wegen har zno uns gefertiget, in befclch geben, Hann ze handeln (und) dein ustrag ze geben". . . St. A. Bern: Deutsch Missiven I*. t. 490. 5) 1525, 3. December (Sonntag nach Andrea), Solothnrn. Beschluß von Itäthen nnd Bürgern, die von Lausanne und Genf nicht in Burgrechtc aufzunehmen, auch wenn die zwei andern Städte es thun würden; als gute Nachbar» lvollcn aber die Herren, wo sich Spane erheben, nnd sie etwas Gutes handeln nnd scheiden könne», es gerne thnn wie bisher, „nnd an dem Herzog von Savoycn Briese und Siegel halten." K. A. Solothnrn I Rathsbnch Nr. lg, I>. «22, S2S. Am 4. December wurde laut Rathsbnch ill entsprechendem Sinne an den Herzog geschrieben; jedoch ist dabei nur des Bnrgrcchts mit Lausanne erwähnt. ZT«. Ijern. 1525, 6. bis 8. December (auf Nicolai). Staatsarchiv .Bern : Allgemeine eidgenössische Abschiede X. p. 382. Tag der drei Städte Bern, Frei bürg") und Solothuru, k». megeu des Herzogs vou Savoyen und der flüchtigen Genfer. 1. Nachdem beide Parteien vor den Verordneten erschiene», haben die von Genf allerlei Artikel nnd kaiserliche Freiheiten zur Sprache gebracht nnd eine Erläuterung darüber begehrt, indem sie »leinen, der Herzog habe manigfach wider Recht nnd Billigkeit gehandelt, indem er etliche Personen habe richten und peinlich verhören lassen, obwohl er lant der erwähnten Freiheiten dazu keine Befugnis) besitze, ?c. 2. Die herzogliche Botschaft will keine Vollmacht haben, diese Frageil erörtern und entscheiden zu lasseil, sondern einzig zu erkennen geben, daß ihr Herr den drei Städten bewillige nnd anvertraue, diesen Handel freundlich zu vertragen; hatte er sich eines Andern versehen, so wäre er wohl bereit, den Briefeil und Titeln der Genfer init andern Gewahrsamen zu begegnen. 3. Da nun die von Genf mit gütlicher Unterhandlung sich nicht begnügen wollen, wofern nicht ihre Nechtstitel verhört und darüber abgesprochen würde, die Verordneten (der drei Städte) aber keine andern Befehle haben, als den Span in der Freundlichkeit auszugleichen, den Genfern zn sicherer Heimkehr zu verhelfen und sie kraft der den Städten zu übergebenden Verschreiblingen des Herzogs bei solcher Sicherheit zu handhaben, immerhin mit Vorbehalt späterer rechtlicher Prüfung ihrer Freiheiten, auf Begehren der Genfer, was alles aber ausgeschlagen wurde, so hat man zuletzt beschlossen, das an die höhern Gemalten zu bringen, den Herzog schriftlich anzufragen, ob er zu einer solchen Erläuterung einwilligen würde, und je nach seiner Antwort weiter zn handeln. 4. Deßhalb ist ein anderer Tag anberaumt auf Dienstag nach der hl. drei Königen Tag (9. Januar 1526), hier zn Bern. Actum 8. December. ?». Abschluß des Burgrechts mit Lausanne, unter dem 7. December. — S. Beilage 4. Als Gesandte bezeichnet das Frcibnrger Nathsbnch unter dem 1. December: Hans Krnimnelistoll, Lorenz Brandenburg nnd Ulman Techterniann, unter dein 4. Dcc. außer diesen dreien noch den Schultheißen (Dietrich von Endlisperg), Walter Heid, Schnewli, Zacob Fryburger, Caspar Werli, Ludwig Hans und Roginit f?). December 1525. 809 Zu i». Zu bemerken ist folgendes Schreiben: 1) 1525, 6. Deccmbcr, (Nicolai). Bern (Schultheiß und Rath) an Caspar von Mülinen (in Lucern). „Es ist nf Hut vor uns abermals erschincn der Herr van Mcsiere und uns bcricht, wie dann der Herzog von Savop sin botschaft nf setz haltende tagleistnng für gemein n. l. Eidgnossen abgefertiget, zum teil von wegen des burg- rechtenS von Lösau, und dicwyl fünft unser bnrger und großer Rat (als iich ivol müssend) dem selbigen Herzogen ganz widrig und ufsetzig, dcßhalb wir im geraten, im allerbesten sölichs schmal um vcrmpdnng wptcrcr nnruowen nit zc thnan; nüt bester minder verstehen wir uns wol nit so erschießlich sin, dann daß sin potschaft dahin kamen (werd), harumb wir iich hieniit fründlichcr Meinung gcwnrnet wellen haben, ob st) ühit dcßhalb anzüchen wurden, daß ir alsdann üch iro gar nützit annemen, beladen noch von iro wegen reden sollen, sunders abträtten". . . St. A. Bern: Tentsch Missiven k. 491 a. 2) 1525, 18. Deccmbcr, Frcibnrg. Beschluß, das Bnrgrecht mit Lausanne zu besiegeln. K. A. Freibmg l Nathsbuch Nr. 49. ST7. Hlomont. 1525, 7. December f. ., I. SS7. — Tschad. Abschiede-Sammlung. Bd. «, Nr. 24. archiv Bern: Allg. cidg. Abschiede, V. 257. KantonsarchivBasel: Abschiede. Kantonsarchiv Freiburg: Abschiede, Bd. 57. Bd. 65. Kantonsarchiv Solothnrn: Abschiede, Bd. XIII. Kantonsarchiv Schasfhansen: Abschiede. ^ Gesandte. Zürich. — Bern. Caspar von Mülinen. Lucerrt. — Uri. Ammann Dietli. Schwyz. ^ogt .Beding. Unterwalden. Ammann Halter. Zug. Thomas Stocker. Glarus. Ammann Tschndi. asel. (Andreas) Bischof, und (Urban vom Brunn). Freiburg. Venncr Schncwlp. Solothuru. Vogt (Haus) Hugi. Schaffhansen. Appenzell. Ammann Jsenhnt und Ammaun ... — (Luccrner Abschiede.) 102 810 Dccember 1525, t». Da auf der letzten Jahrrechnung zu Neuenbürg verfügt ivorden ist, daß der Landvogt die „eigenen" Güter, die sich in den Händen von eigenen Leuten befinden sollten, aus der fremden Hand einziehen solle, und jetzt der Laudvogt meldet, ivie sich die armen Leute darüber beschweren, so hat man das in den Abschied genommen, um auf der nächsten Jahrrechnung in Neuenbürg darüber Antwort zu geben, „damit niemant ze kurz beschäch." I». Dem Landvogt wird aufgetragen, den Vogt au der Zihl zu entlassen und ihm zu sagen, damit er sich darnach zu richten wisse, daß er auf nächster Jahrrechnuug räumen müsse, e. Da jetzt an einigen Orten in der Fasten Fleisch gegessen wird, so soll jeder Bote heimbringen, daß die VII Orte, die am alten Glauben festhalten, sich vereinbart haben, den sechs Orten kein Fleisch mehr zukommen zu lassen von der jungen Fastnacht an; auf dem nächsten Tage soll jedermann hierüber Antwort geben, «K. Auf den Anzug betreffend die Beschwörung der Bünde ist der Sonntag nach St, tllrichstag (8, Juli) dafür bestimmt; inzwischen soll sich jedes Ort entschließen, wer den andern schwören wolle oder nicht; denn es haben sich schon die meisten (die VII) Orte entschlossen, denjenigen, die von dem alte» christlichen Glauben abgefallen, nicht mehr zu schwören, so lange sie auf ihrem Unternehmen beharren. « . Betreffend das Geleit für den Lombard und Mithafte von Basel wird beschlossen, denselben dieses Geleit nnfzukünden, indem gemäß den Bünden die Eidgenossen kein Geleit gegen einander bedürfen. L. Endlich habe» sich alle Orte, mit Ausnahme von Glarns, entschlossen, den Neversbrief über Neuenbürg auszustellen; Glarns wird daher freundlich ersucht, sich darin nicht zu söuderu oder auf dein nächsten Tag zu erklären, ob es allein mit Bern ins Recht stehen wolle. 55. Da gemeldet ivird, daß auch die Graubündner stark zur lutherischen Lehre neigen, so soll ans dem nächsten Tag jeder Bote Vollmacht haben, mit ihren Boten darüber ernstlich zu reden oder ihnen zu schreiben. I». Es weiß auch jeder Bote, daß die Graubündner das Schloß Eleven eingenommen, und daß ein Waffenstillstand von zwei Monaten geschlossen ist. j. Die VII Orte (?) wollen den Schultheiß Vögeli für seine ungeziemenden Reden zu Walenstadt berechtigen; es soll daher jeder Bote auf den nächsten Tag instruirt werden, dafür einen Tag anzusetzen. Ii,. Jeder Bote weiß, was Doctor Eck uns geschrieben hat. I. Heimzuberichten, was in dein Streit zwischen dem Bischof und den Eidgenossen von Basel gehandelt ivorden ist, 1«. Der Abt zu Stein hat schriftlich und durch den Landvogt im Thnrgan das Gesuch gestellt, ihm zu erlauben, die Einkünfte seines Klosters im Thnrgan in Haft und Verbot zu legen, was man ans Genehmigung der Obern hin bewilligt, r». Für alle unerledigten Geschäfte wird ein Tag nach Lucern angesetzt auf Dienstag vor St. Sebastian (16. Januar 1526). «. Dem Begehren der österreichischen Botschaft, vier gefangene Banditen, die der Laudvogt im Thurgau verhaftet hat, auszuliefern, wird, doch „mit Fürworten," willfahrt, A». Auf den Anzug derselben Gesandtschaft, betreffend das Geschütz, das die hegauischen Bauern nach Dießenhofen geführt, wird denen von Dicßenhofen geschrieben. «Z. Sie bringt ferner an, es sei dem Sohne des Wolf von Homburg ein Erbe im Thurgau zugefallen, wovon der Landvogt den Abzug begehre, und bittet um den Nachlaß desselben. Da der Landvogt noch nicht weiß, wie groß das Erbe ist, so soll er sich darnach erkundigen und auf den nächsten Tag schreiben, wo nian endliche Antwort geben wird. Heimzubringen, ob man ihm viel oder wenig oder nichts nachlassen will, ». Der Landvogt im Thurgau wird über seine Beschwerden gegen Zürich in Gegenwart von dessen Boten verhört; es berühren dieselben theils das Interesse der nenn Orte, theils seine eigene Person, nämlich." 1, Wegen deren von Burg zu Stein; 2. wegen deren von Nußbaumen, indem einige Boten von Zürich sie zum Aufruhr ermuutert haben; 3, daß des „Vögtlis" Sohn von Stammheim (Jacob Wirth) den Wepfcr zu St. Anna, dazu einen Andern und die Eidgenossen beschimpft habe, was nun Zürich nicht au das Landgericht wolle kommen lassen; desgleichen wegen Konrad Wepfers, der um seiner Schmähungen willen auch vor das Landgericht geladen ist; 4. betreffend den Abt zu Stein, den die von Zürich December 1525. 811 „des Landvogts wegen" verhaftet haben; 5. über einen Pfaffen zu Stein, der öffentlich geredet hat, der Landvogt sei ein Dieb; 6. wegen des Pfaffen Werdmüller zu Rickenbach, der geschrieben, der Landvogt sei ein Feind des Kreuzes Christi; 7. daß dem Landvogt freier Wandel im Zürchergebict verweigert werde trotz vielfältigem Recht- bietcn; 8. Zürich habe den Wilhelm Vogler von Stammheim um IVO Gl. gestraft, während es vertragsgemäß nicht höher strafen dürfe, als um 1V Pfd.; 9. betreffend die Marchsteine zu Neunforn, welche weggekommen seien, und die zerstörten Bildhänscr, die auch als Marchsteine gedient hatten. — Da nun Zürich auf die meisten dieser Artikel sich gar nicht und auf andere nur halb („schlecht") verantwortet; da man ferner nierkt, daß es die Sache nur auf die lange Vank schieben („in die langen Drucke» spilen") möchte; da man auch über andere Dinge mit Zürich im Rechte steht, und obige Artikel zum Theil mit denselben zusammenhangen, und es auch wegen des Kellcrhofcs zu Lunkhofen Recht vorgeschlagen, so werden alle Artikel mit einander „angestellt" und beschlossen, dieselben heimzubringen und wieder ins Recht zu weisen. Daher werden alle Orte, auch Zürich, beauftragt, auf den nächsten Tag Vollmacht zu bringen, um einen Nechtstag anzusetzen. 8. 1. Jeder Bote kann zu Hause berichten, was Bern den VII (altgläubigen) Orten geantwortet auf die Frage, ob es zu ihnen stehen wolle oder nicht. 2. Da die VII Orte neulich durch eine Votschaft von drei Orten die Eidgenossen von ^ern dringend gebeten, bisher aber noch keine Antwort erhalten haben, „uß Ursachen die (zwar) genugsam sind, so wird die Bitte erneuert, aus den nächsten Tag freundlichen Bescheid zu bringen, Eine Botschaft dm Bischofs und der Landschaft Wallis klagt, daß einige Cardiuäle ihr Bisthum und andere Prälaturen und Pfründen anfallen. Es wird darüber an den Bischof von Verulam geschrieben, i». Anzug Luccrns gegen Soko- thurn, betreffend den Zoll zu St. Urban und die Novalicn („oder Nüwgrnt") der Stift und der Chorherren zu Münster, v. (Für Bern:) „Gedenkend anznobriugen von Andres Müllers wegen, wie ir wyter wissend." ^ ^ i^si Pdcr Bote, wie die von Biel vor uns gewesen, und wie mit ihnen geredet worden ist. Erinnerung an das Anerbieten des Bruders von Uri, mit dem Zwingli ins Feuer zu gehen, :c. Jeder Bote weiß um den zu Zürich geinachten Druck. Sas Zürcher Eremplnr hat nur die Tschudische Sammlung mir ein Fragment (:>, l», «», z», «j, » 1—3). -cm Freibnrger und Solothurner fehlen v :c., dein erstem auch u, dem Basler <»—«, n. Schasfhausen )nt z», », x, «1, f—I,, k, l, xi (gl dieser Folge). In der Lucerner Sammlung folgt auf obigen Abschied ^ Fragment von Nr. 244 (l — ij). Daß x und x Zuverlässig hieher gehören, können wir bei der auffallenden Ungleichheit der Eremplare und der sichtlichen Verwirrung nicht behaupten (s. Nr. 24V t, 244 m). i?" Dieser Artikel ist nur in die Abschiede der sieben Orte gesetzt worden, hiennch der Ausdruck „jeder vte w., obwohl der originalen Construction entsprechend, in engerem Sinne zu fassen; der citirtc Beschluß ist wog „»r erst eine von allen Seiten gebilligte Anregung, die noch förmlicher Bestätigung bedurfte. 9- , ^ ° Z525, 23. October (Simonis und Judä), Ingolstadt. Ur. Johann von Eck an die Städte und ^ Eidgenossen. „Edle :c. ?c. Ich Hab in vergangnem jar cwer gnnd, streng, vest und wysheit uf das )oc)st ermant, bi dem waren alten üugezwyfeltcn cristcnlichcn glonbcn zuo bliben und sich gar nit bewegen lassen uvg> ie irrig verfnerisch kätzcrisch leer Uolrichs Zwingli, wie ich dann dozemal vor ewer herlichait oder iren veror »eten richtern mit disputation uß grund der heiligen gschrift gegen und wider den Zwingli uszuofüeren c'st o M Hub, das nun Zwingli, als der das siecht haßt und in der siustcrnns wandert, nit hat wellen annemcn, nur (n) das nach der leng vormals gehandelt habt. Nun aber ich jetz lang nichts gehört Hab dann allein (gott ll!Z o ), wie cwer gnad und guust der mercr teil noch standhnftig in warcm cristenlichcm glauben sürfare, entgegen aber die sich haben von cristenlichcr ainigkait abgcsüudert, irrig und kätzerisch leer angenommen, für und stu m schwärer irsal und lesterlich kätzery gefallen und die gcmcrt, nit allein die widertöufcr, die sich an etlich orten in Eidgnossen und anstoßen crhept haben, sonder ouch das Zwingli und Hußschein zuo Basel (der sich 812 December 1525, Dccolampadins nennt) in die erschröcklichen kätzcry gefallen syen, daß in dem hochwirdigen sneramcnt des altnrs nit sig der war frcmlichnam unsers lieben Herren Jesn Cristi, onch nit sin kostbarlichs hciligs bluot; also sollen die blinden kätzer, die die ougcn des heiligen gloubens verloren haben, in die finster grnoben aller kätzcry fallen, darns üwer gnad und gunst lichtlich abnimpt, was falschen tüfelischcn glonbcn die verstopfte lüt leren, so sh inen selbs und nndcr einander so widerwertig syen; dann Zivingli und HnSschein haben vor das hochwirdig sacrament wol nit wölken lassen ein opfcr sin im nmpt der heiligen meß, doch snnst gelcrt, das sneramcnt des lichnam und bluot Cristi hoch zno ercn, also onch Zwingst in nßlegnng sincr schlnßrcd bi dem . . . stj artickel hoch verwyst den Bäpstlern ir schalkhaftig gcschrai, als (sagt er) da s>) in beklagten, er wällte nß nnscrs lieben Herren fron- lichnam Cristi nüts machen und die armen menschen der himclischcn spys bcronben, das er nun so gar nit hat wollen lyden, daß man sülichs von im sag, im jar do man zalt 1523 im höwmonat; nit zwei jar darnach fellt er mit aller nnsinnigkeit darin und nimpt nit allein die meß der kirchen hin, sonder onch sin erdichte ketzerische meß, und als vil an im ist, bcroubt er die menschen der himclischen spys; also los, lnck, wankclmnctig lüt syen die kätzer; noch dann schrye» sy, der fels des nngczivyfeltcn gloubens und ewiger warhcit sig bi inen. Darzuo ist Zwingli nit ingedenk, daß er dozcmal den Leiter so hoch gepryst hat, er sig ein weiblicher dicner gottes und so ein treffenlicher stryter gottes^ der so mit grossem ernst die gschrift dnrchfündclet, als er in tnsent jaren nf Inden je gsin ist, und mit dem mnnlichen unbewegten gemüet ?e. Dann hclt Zivingli so vil uf den Lnter, wie er dach gschribcn hat, ivarnmb folgt und glonbt er jctz nit dem Lnter, der mit der hellen gschrift umbstoßt die Carlstattisch kätzcry vom hochivirdigen snerament, und iviewol Carlstatt von der selbigen kätzcry gefallen ist und die frywillig rcvociert und verlougt, so hör ich doch, daß Zwingli zno Zürich und Hußschein zno Basel (es ist wol ein hnssischer schein) vil tnsent menschen in die grülichcn kätzcry vcrfnercn, daß sy nit glonbcn, daß in dem wirdigen snerament sig der war lichnam und blnot Cristi, wie dann die blinden Inden vil jar das hochwirdig sacrament insundcrheit angefochten haben. Darnmb, gncdig, streng, vcst und fürsichtig Herren, bitt ich ü. gnad, vcst und gnnst durch gottes willen, ir wcl(len)t üch und üwer pnndsvcrwnndten und nnderthanen mit diser katzcrischen gottslcstcrlichen leer nit ocrfüeren lassen. Ir habt leider gestehen, was jämcrlicher frücht die kätzcry in tütschen landen gebracht hat, alle Uneinigkeit, Unwillen, ungehorsame, rotten, nfruoren, verderben land med lüt, nstilgnng alles gottsdienst, aller erberkeit, sterknng alles mnvtwillens, aller sünd und lastcr ec. Sechet an der kntzer unbestendigkeit und spaltnng, wie in kurzen ziten so vil sectcn under inen erstanden syen, die bildstürmcr, die widcrtönfer, die rottcngeistcr, die vcrzwyflcr (sagend, Cristus unser lieber Herr Hab am crüz gezwyfelt und gesündt), die hell erüziger (sagend, Cristus Hab klein ding nf ärd gelitten, in der hell haben in (die) tüfel erst recht crüzigct), und vil ander steten. Wie mangerlei meß haben sy an allen orten angefangen, und znolctst machen sy am Rhin ein gnots mal und praß darns, nno gcschicht solichs zno vordcrst allein in etlichen rychstetten hoch- tütschs lands; dann ich bin den vergangnen snmmer spaeicrt durch Niderland in Engelland und incr dann durch Irr stctt zogen, nß denen nit mer dann dry luterisch waren, und die zwo nß den drycn hatten »och nichts verwandelt in offenstehen ämptern der kilchcn. Darnmb bitt ich e. gnad, gnnst und früntschaft umb gotts willen, (ir) wollen als herzcnhnftig bidcrbcn lüt den waren alten ungczwifclten cristcnlichen glauben mnnnhaftiklich handhaben und die falsch verfllcrisch gottslesterlich kätzery usrütcn und vertilgen. Was ich armer pfaff darzuo dicnstlichs bewyscn kan und mag, will ich doch von herzen das mit höchstem flyß tnon, sonderlich wa noch Zwingli oder Hnsschein nndcr verordneten richter(n) vor üch min(en) Herren gemeiner Eidgnoschnft disputieren ivolten rmd cntlich bliben by erkanntnus der selbigen, wie ich mich dann des vergangnen jar(s) zwei mal erbosten Hab, will ich ganz williklich crschincn uf üwer ermanung und an ort und end, wa ir mich hin bescheiden, die disputation ich grnnd der heiligen gcschrift vollstrecken, guoter Hoffnung, gott durch sin barmherzigkeit werde siner warheit und heiligen glauben bistan, und deß soll sich ganzlich e. g. vcst inid gnnst zno mir verstehen, wamst ich üch in disen fachen des gloubens, auch snnst, dienstlichen willen erzeigen mag, daß ich das ganz flissig ze thuon ganz bereit bin. Gott der allmcchtig well c. g. streng, vest und wysheit bemühen haben und behüeten. Datum in il w." St. A. Zürich: A. Neligionssachen (Copic von Landschreiber Locher). — St. A. Bern: Allg. eidg. Abschiede, V. 253. — K. A. Basel: Absch. (Luc. Cop.). K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 65. — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV. (Lucerner Copie). Zu I. Wir vernehmen hierüber zunächst die Basler Instruction. December 1528. 813 11 Die Bolen sollen zuerst erfragen, ob die gegen die Stadt erhobene .Ülage für den Bischof allein oder sü. ihn und das Domcapitcl gemeinsam eingelegt sei, und das heimbcrichtcn. „Deinnach sollen sr> sagen, wir haben von wegen der sorgsamen und geschwinden löuf, so leider sich under der nfrüerigen bursamc und andern erhaben und zuo besorgen noch nit gar erlöschen, ein verstand mit nnserm gnädigen Herren dem Bischof von Basel, ir gnaden stift und deren stecken, diewil er den »amen von einer statt Basel hat, ingon und machen wellen, damit ein jedes teil wüßt, demnach wir by und mit cinandcrn wonen sollen, weß es sich zno dem andern in nötcn vcrsechcn sollt; dann der Bischof etwas nüwerungcn mit den sinigen und ganz unlidlichcn fürzencmen undcrstot, dcßglichen sich ouch hören lassen, daß der Keiser und rüt ein statt Basel der würdigen stift Basel kastvogt sye, das uns ouch etwas beherziget, angcsechen, daß wir ein stift Basel, ire schloß, flecke», land und lüt bisher so trüwlich nach nnserm besten vermögen geschützt und geschirmt und mit des Capitels guot(em) wissen und willen, ouch in der stift kosten, die schloß Pfeffingen und Birseck, alleinig vor nntrüw ze bewaren, in ircm rnrd nit in nnserm nanren besetzt. Daß solches war sig, haben wir die unfern, die in solche bcsatznng kamen, irer eiden, damit sy uns verivandt, eiltschlagen und des Bischofs vogtcn in den schlössen schweren und huldcn lassen, daby mcnktich nbnemcu mag, daß wir der stift oder dem bistumb die schloß nit mit gwalt, als darthon rvill werden, ingcnommen haben; darzuo haben wir onch der stift Irrt etlicher stecken und döifcr nit anders dann als der stift Basel kastvögt in schütz, schirm und eidc rnrd burgrecht, doch der stift und bistnmb in alleweg an ircm alten herkommen, rechten, herrligkeiten, ingonden Zinsen, zechenden, gülten, gcbotten, verbotten, Höchen und nidern gerächten unabbrüchlich und unnachteilig, dann alleinig (sy) vor Widerwärtigkeit zc schützen und schirmen, gcnonrcn, dcßhalb wir unbillichen von dein Bischof oder sincn auwältcu verklagt . . . waren, und daß dem also, sollen sr, den cid verlesen lassen. — lind ob nochmals von eim rechten oder güetlicher Handlung gcredt wollt werden, sollen unsere bottcn gar nit daryn verwilligeu, dann das diser zyt uns unnotsnm sin bedunkc» will." K.A. Basel: Abschiede. 2) Basel hat einen nndatirten Special-Abschied, dem wir folgende Momente cutheben . ^ Auf den Bortrag der abermals erschienenen Botschaft des Bischofs von Basel hat die Stadt geantwortet. Die Boten von Basel und Solothurn haben keine Instruction für eine bestimmte Erklärung; die erster» sagen, ihre Herren haben (eigentlich) mit denen von Solothurn keinen Span, sondern nur Liebes und Gutes; irr gleichen! Sinne spricht sich Solothurn ans, mit dem einzigen Wunsche, daß Basel den Austausch der eigenen Leute mit dem Bischof nicht hindern möchte. Weil nun aber der .Handel nicht besser wird, indem Basel die Ilnterthanen des Bischofs aus dem jüngsthiu gemachten Bnrgrecht nicht entlassen will, und der Bischof diese Entlcdigung nochmals fordert und im Fall des Abschlags das Recht begehrt, und zwar vor den Eidgenossen, so ersucht mau die Stadt des dringendsten, die Angehörigen des Bischofs und der Sjist der geleisteten Eidc zu entbinden, ihre Herrschaft über Land und Leute nach dem Herkommen verfügen und den Abtausch mit Solothurn vollziehen zu lassen, dem an der Virsbrückc gemachten Abschied gemäß. Im Weigerungsfalle könnten die Eidgenossen, wenn der Bischof weiter das Recht anriefe, nicht wohl umhin, ihm das zu gewähren; es soll daher ans dem nächsten Tage darüber geredet, und von Basel dcßhalb Antwort gegeben werden. K.A.B»s°n Mchi-d-. STS. Mern. 1525, 21. December (Jpsa Thomä Ap.). Tlaaisarchiv Zürich: Acic» Bern. Staatsarchiv Bern: Allgcm. -idg. Abschied- X. i>. SW. — .I!aihs»m»»ai .!r. , i Auf den Vortrag der Botschaft von Zürich") geben Schultheiß, kleine und große Rathe die Antwort: Daß sie letzthin ihre Botschaft nach Zürich abgefertigt, fei aus besonderer Freundschaft und Liebe geschehen, Zürcher Ra.hsbuches bestand dies- Botschaft aus Diethe!». Röist. M. Conrad?) Escher. Schultheiß Esfinger Heinrich Werdmüller. 814 December 1525. wie sie bisher in dieser Sache immer unparteiisch als freundliche Mittler zur Beilegung des Spans und „Eroberung" freundschaftlicher Einigkeit nichts gespart haben; sie seien auch jetzt noch gänzlich bereit und des Willens, keine Arbeit und Kosten sich reuen zu lassen, um solche Zwietracht zu beseitigen; weil jetzt aber solche Anträge bei Zürich unfruchtbar gewesen, wissen sie für einmal nichts anderes, als es dabei bleiben zu lassen. Aber deß- halb wollen sie sich weder von Zürich noch andern Eidgenossen dergestalt entfernen („verändern"), sondern die Büudnißbriefe und Siegel an ihnen treulich und ehrlich halten. 2. In Betreff der Klage über den Abschied von Lucern, die Artikel des Landvogtes im Thurgau belangend, wollen sie gern das Bessere glauben und in dergleichen Dingen ihrem Boten immer befehlen, das Glimpflichste und Beste zu Handeln. 3. Die Verbote, welche die von Hallwyl im Gebiet von Bern und Luccrn gethan, haben sie nicht hindern können, indem sie Verbote auf Recht nicht für bnndcswidrig achten; wenn aber Zürich dadurch beeinträchtigt zu sein glaube, so möge es darum das Recht brauchen. Wir lassen hier den Vortrag wörtlich folgen und reihen einige verwandte Acten ain 1) »Fürtrag, unfern lieben Eidgnossen zuo Bern übergeben :c. Actum uf Thomc A" xxv." 1. „Als dann die frommen fürsichtigcn wysen Schultheiß, klein und groß Rät der statt Bern, unser iusuuders guot früud und gctrüw lieb Eidguossen, kurz »erschwer tagen ir loblich ersam botschaft vor uns Bürgermeister, Rat und dem großen Rat in unser statt Zürich gchcpt, welche anfangs mit vil früntlichen Worten uns anzöigt, wie vormalu die sechs alten und jctz sibcu Ort . . . vor inen, klein und großen Nöten erschinen, und sy nach langem und allerlei fürtrag crsuocht und gepcttc», sich von inen den siben Orten nit zuo sündern, sonders zuo inen ze stand und bclyben ?c. 2. „Uf sölichs mögent wir eigentlich nit wissen, in welcher gstalt oder Meinung si), unser lieb Eidgnossen von Bern, zuo den gedachten Orten stan söltent, und soferr ir bcger wäre, by uns hinfür (wie si) die sechs Ort) zuo tagen nit mer zc sitzen, onch in iro und unfern fachen nit mit uns zc handlen w.; soferr nun unser lieb Eidgnossen von den siben Orten sölichc sündrnng gegen uns suochcn und brnchen wollen, als ob wir unser pündt nit gehalten und darwidcr gehandelt, ist in unscrm wissen nit und in unser gednnk nie anders komm, denn daß wir unser pündt gegen mcnglichcm (als fromm Eidgnossen) halten wölken, des crbietcns und willens wir in die ewigkeit sin werden. 3. „Nun ist war, wie üwer ersam botschaft zum teil onch anzogen, daß der Keiscr sainpt den fürsten tütschcr und welscher Nation allenthalben ein Eidgnoschaft mit ircn lantschaften umbhnsc und uns meiner bas, dann so wir zwytrechtig sind, beleidigen und schedigen möge w. Gctrüwcn lieben Eidgnossen, wir habent lang zyt har befunden und wissen, daß weder geistlich nach weltlich fürsten uns Eidgnossen weder trüw nach hold sind dann allein umb irs eignen nutzes willen, und ob sz> schon unser vil vcrfücren und umbringen (als bishar, Gott crbarms, beschuhen ist) gat inen von unser wegen ganz nüt zuo herzen, lins bedunkt onch, daß ctlich der fürsten daruf gnngcnt angespart irs guots, wie si) zwischen uns Eidgnossen zwrstracht machint, dardurch si) dester bas znoletst wider uns Eidgnossen ingang und nndertrucknng haben köntcn, als sich schon etlich (wie wir bcricht) berücment und frolockent, jctz zwischent uns zweinng gemacht haben ?c., daran si) aber (ob Gott will) verfälcn mücssent. 4. „Ob aber unser gctrüw lieb Eidgnossen von den siben Orten vermeinten, daß wir fachen, die wider Gott wärmt, handletent, darum sc) bp uns nit mer tagen wöltmt, hierüber habent wir vor jaren und tagen muntlich, im truck und sust geschriftlich gnuogsam antwnrt geben und uns allwcgm rechts und bcrichts crbottm, wer uns durch die waren göttlichen gschrift des alten und nüwen tcstammts bcwysen könne, daß wir in unserm fürnemen irs gangen, so wöllen wir uns gern leeren lassen und folgen; darb») sölte man uns billich blpbcn lassen. Zuo dem vermeinen wir nit, daß in unfern pündtm jendert erfunden werde, ob etwar dem waren göttlichen wort loste, dem anhängte, dein nachfolgte und das, so Gott heißt, töte, daß die darum verachtet, gesündert und als ob si) nit cristmlich handletent oder unser pündt nit haltent, usgeschlossm söllent werden. Decembcr 1525. 815 5. „Und od jemand über söllichs by uns zeio tagen in jachen, die uns als wol als ander berücrent, nit sitzen (wölt), müesscnt wir (es) Gott bcsclhcn, der Hoffnung, der allmächtig Gott, in den wir allen troft und hilf gesetzt, werde samt sinem einig gcbornen fun Jesu Cristo und dem heilgcn gcist, in dero naneen all unser pündt angfangen, von uns niemer wichen und durch ir barmhcrzigkcit by inen zuolctst sitzen und blyben lassen. 6. „Sodann, gctrüwcn lieben Eidgnosseu, als ir uns durch die gedachten üwer ersam botschaft zno beschließ zum höchsten ermanct, daß wir in unser statt das sacrament und all tag nit mer dann ein meß halten wöllcnt, ungezwungen wer darzuo oder darvon gange w., uf das, frommen Eidgnosscu, möchte gcredt werden, schwär und groß, och erschrockcnlich ze sind, die meß und sacrament, die so vil hundert jar gehalten, zuo verlassen,^daein unsere frommen vordcrn ir(er) scel heil gcsnocht und also gstorben und darmit verloren söltcn sin w. Pölich urtcln setzen wir dem allmächtigen Gott heim und achten, daß unsere vordem mit anders dann in guoter ceisten- licher Meinung gethan, wie st) nndcrwyst (ivordcn) und mit anders gewußt haben, deß s>) (ob Gott will) gegen Gott kein Nachteil iro scelcn befinden. 7. „So man aber findt, wie Cristns Jesus sin nachtmal mit sinen jüngern gehalten und nfgesetzt, wie es ouch die Apostel bp iro zyteu gehandelt und darnach lang also gcbrucht ist worden, und aber nicndert erfunden, daß Cristus jetzige mäß ufgesctzt, sonders die mäß sidhar etlich hundert jar anders ingfiiert und zuo besorgen, runb gelts willen, wie maus ficht, setz umb vil, dann umb wenig gehalten, so muoß man gedenken, daß uns Gott umb unser fänden willen in söllich irrnng ze kommen verhcngt. 8. „Ir wissent ouch, daß wir all und unsere frommen vordcrn so vil hundert jar durch des Bapsts ablast (umb gelts mitten erdacht) verfüert sind und och gcirret haben w. 9. „Nun ist nit minder, es ist uns anfangs schwär und groß gsin, die meß zuo verlassen; so aber wie vorstat by keinen geschriften oder lerem bcdcr testamcntcn erfunden, daß die Cristns, wie maus jetz brucht, ufgesctzt, so will es uns zum höchsten schwär sin, darin ze beharren. 10. „Uns zwyfclt ouch nit, hctte man das war göttlich wort und die heilgcn Evangelien nach nbgang der Apostel für und für so heiter und klar, als es jetz von Gottes gnaden beschickst, gepredigct und uf die war Gottes ecr mer dann uf der pfaffcn gyt, des Bapsts, der menschen satznngcu und cercmonicn gezogen, es wäre by der ufsatzung des nachtmäls Cristi blibcn und zuo der jetzigen mäß, wie die für ein opfer gehalten wirt, nie kommen, welches alles uns zuo crzclen ze schwär, sonder wöllent wirs der göttlichen gschrift und dero verständigen befclhcn, w. 11. „Uns zwyfelt ouch uit, wo die gclcrtcn allenthalb jetziger zyt fry die warheit der recht göttlichen gschrift zytlichcr forcht und straf halb dörftcnt sagen, es wurde in dem und andern: der will Gottes in der menschen herzen anders dann bißhar crschinen. 12. „Dann so Cristus Jesus sclbs gcredt, das fleisch ist kein nütz, und ob man üch Cristum hie oder anderschwa Zöigt, so gand nit dahin, dann ir findent in nit; es hat ouch Cristus im leisten mal nit gcredt, das ist min fleisch, sonders, das ist min lyb, welches ein andern verstand hat, weder uns die pfaffen fürgebcn haben. Er hat ouch in sincr uffart zuo sinen jüngern gercdt, ir wcrdcnt den sun des menschen nit mer sehen, bis er undernmb kumpt zuo richten über die lebenden und todtcn, w. 13. „Also uß rechten waren gründe», so vilfaltcnklich uß göttlicher gschrift so heiter an den tag gebracht mogcnt werden, habcnt wir im uamcn des nllmeckstigen Gottes das heilig göttlich wort, dnS die recht war 'PV^d^' C" ist, und den waren insatz des nachtmals Jesu Cristi an statt der mäß angenommen. Wir wöllcnt uns ouch hiennt nit fürschiessen noch besser dann ander achten, und mit hilf des Allmechtigcn mit fümemen und handlen, dann das wir (ob Gott will) am jüngsten geeicht, da alle warheit an tag komm wirt, wol vcrantwurten mögen. Dann ob wir schon nit mer weder ein meß alle tag in unser statt hielten, sind wir in sorgen, daß darus uuder den einmüetigen ein zwytracht ufcrstüende. - < - 14. „Ob wir ouch mit üch und andern ... gctrüwcu lieben Eidgnossen mit einandcm m das feie zuo rcttung unser landen ziehen müeßtcnt, wurden wir das göttlich wort früntlich üeben und su>t jedcrman eeeäß haben, dero losen und glouben lassen, wie ein jeder vermeinte, sincr seel sälikeit ze sind, und deßhalb mit niemand weder zwytracht nach Unwillen auzefahen; dann der gloub fry, ouch nicmant darzuo anders dann mit dem waren gottlichen wort genötiget sol werden. 81k Decembcr 1525. 15. „Und ist uf das alles an üch, als unser (für ander) gctrüw lieb Eidgnossen, unser srüntlich pitt, niit höchsten! flyß nnd ernst das sin mag, ir ivöllent nch von söllichcn cristenlicheu, och andren dcro glych(eu) Ursachen willen von nns weder in göttlichen noch zytlicheu dingen nit söndren, snnders als üivere frommen »ordern an uns für nnd für beharren, als mich wir bi) üch beharren und von üch nns nicman zertrennen nnd scheiden lassen. 16. „Und wie wir vor zuo merem mal nns gegen menglichem rechts nnd underwysung mit dein waren göttlichen wort zno erwarten crbotten, also erbitten wir nns uf hütigcn tag von der maß und aller Handlung wegen, so wir bißhar uß dem göttlichen wort gcüebt, wer uns uß der waren göttlichen gschrift eins bessern berichten und undcrwch'en kan, es syc mit Worten, gcschriften oder sust, dein wöllent ivir güetlich losen und srüntlich uns ivyseu lassen. 17. „Wir crbietcnt uns auch, unsere pünt an üch und allen andern ... Eidgnossen fromklich und crlich für und für ze halten, keiner andren zuoversicht, dann daß ir das wie bishar an uns ouch hatten und niemants gestattnen nach bewilgcn, wider unser pündt mit nns oder den unfern ze handlcn. Wir wellent och üch und ander . . gctrüw lieb Eidgnossen nmb keiner zytlichcr fachen, ouch umb keiner menschen willen, was stauds und wesens joch die sycnt, übergeben und hiemit das göttlich wort und was das wyst, mit der gnnd des allmcchtigcn nit verlassen." „Beschlossen und bcstätct Sainstag vor Thomc Anno w. 25 (16. Dcc.), put. Herr burgermcistcr Wälder, klein und groß Rat." St. A. Zürich: A. Neligionssachen. — St. A. Bern: Absch. 67-—72 (ohne Datum). — A. Kirchl.Angelegenheiten. — Teutsch Missiven (j. t. 6 b—9 a. 2) 1525, 16. Decembcr (Samstag nach St. Ottilien). Zürich an Glarus, Basel, Solothuru, Schaffhauseu, Appenzell, St. Galleu, Graubündcn. Es habe gerüchtweise vernommen, daß einige Orte „unruhig" seien und sich vielleicht um ausländische Hülfe bewerben; ferner enthalte der letzte Abschied von Lueern, daß der Lnndvogt im Thurgau neuerdings Klagen vorgebracht, die zum Theil ohne Grund seien, und — „mit verächtlichen warten, als ob wir nit mcr Eidgnossen sycnt" — die Rüge, daß die Boten von Zürich auf diesen Vortrag „schlechtlich" und auf einige Artikel gar nicht geantwortet haben; die Wahrheit sei, daß weder sie noch ihre Herren etivas von des Lnndvogtes Klagen zuvor gewußt haben. Man hoffe indcß darüber genügende Antwort geben zu können. Daß man die Bünde nicht halte, könne Niemand, mit der Wahrheit vorwerfen. Was den Eifer für das göttliche Wort betreffe, so habe es sich immer erboten, sich aus der hl. Schrift belehren zu lassen. Deßhalb bitte es die „sieben Orte", sich zu keinen Gcwaltmnßrcgeln bewegen zu lassen, sondern es bei seinem Recht und den Bünden zu schirmen, was es in guten Treuen um sie verdienen wolle. 3) 1525, 24. Decembcr. Basel an Zürich. 1. AntivoA auf dessen Beschwerde über Umtriebe etlicher Orte mit Ausländischen ?c. Mau wisse von Solche»! nichts, hoffe auch, daß dem nicht so sei, wolle aber die Bünde wie bisher an den Eidgenossen und Zürich im Besonder» treulich halten w. 2. „Fürcr wir üch gar srüntlich bittend, so ir uns wyter in solichen oder derglichen fachen schribcn wellten, daß ir dann solche schriften alleinig an klein und nit an groß Rät usgon ließen; dann so wir die an unser» großen Rat langen lassen söltcn, ivurd (das) großen iubruch, so bishar by uns nit in ücbnug gwescn, infiercn, do wir'selber nüwerungen ze ufnen üch nit gncigt sin wissen." Glückwünsche zum neuen Jahre. St. A. Zürich - A. B -y-r. - K. A. Bas-n Misswe» e. 75. Antworten von den übrigen Ständen fehlen. SSO. SolothMN. 1525, 23. December (Samstag nach Thomä). Staatsarchiv Zürich: Acten Sololhurn. KantonSarchiv Solothurn: Nathsbuch Nr. 13, p. 388, 38». X 1. „Es sind vor minen Herren Raten nnd Burgern erschincn der Burgermeister Röist und etlich ander Natsbotten von minen Herren von Zürich nnd haben angezogen allerlei beschivnrdcn, so inen des letstgehaltnen December 1525. 317 tags halb zuo Lucern begegne, Burg vor Stein, Stammen und anders inhalt des abscheids berücrend, und sich crbotteu des rechten nach sag der püuden umb das, so güetlich nit hingelegt möchte werden, und darby gebetten, die alte große früntschaft, so zwüschcn den steilen Zürich und Solothurn jewelten gewüscn, zno bedenken, das besser ze glauben und sich von inen nit ze snndren noch bewegen ze lassen, wie sy der selben neignng ouch syeir und ir Hoffnung zuo minen Herren tragen. Darzuo berüerend das Gottswort syen sy des guoten willens, ob sy lemand eines bessren mög underwysen, demselben gelouben zuo geben und von dem jetzigen ze stand." II. „Darzuo haben min Herren geantwurt, min Herren syen wol ingedenk der früntschaft, so zwüschcn beiden stellen jewelten gcwäsen, und des guoten willens, inen söliche früntschaft fürer zuo bewyscn und den pundt an wen erlich und redlich zuo halten, der Hoffnung, sy werden solichs gegen minen Herren ouch thuon, sich onch erbotten, ob es jendert sin mag, für und für das best darzuo ze reden, und umb die spännigen artikel sich sampt den übrigen Orten rechtens zuo bcnüegen. Nüt dester minder sind si mit guoten Worten angekert, sich andren Cidgnossen gelichförmig ze machen und anzuosächen das übel, (so) uß dem lnterschen Handel mit todschlag, brand und zweitracht allenthalb entsprungen, und wo einigkeit, daß daselbs gelück und heil ist. Wo dassclb beschechen (wind), versuche man sich, es werde vil rechtens oder gezanks wyter nit not sin. Antreffend Doctor Eggen mögen gedachten min Herren erlydcn, daß zno geschickter zyt ein disputation beschechc." SZt. cLucern. 1625, 26. December (auf St. Stephans Tag A. xxv). Staatsarchiv Bern: Allgem. eidg. Abschiede. V. p. 317. KantonSarchiv Freiburg: Abschiede Bd. 57. Abschied der acht (corr. neun) Orte. » Dieser Tag ist in der Eile angesetzt wegen der Frage, ob mau dem Herzog von Mailand, der lange Zeit in Frankreich gefangen gewesen, das Geleit gewähren wolle, das er mit dem abschriftlich jedem (anwesenden?) Orte zugestellten Schreiben begehrt. Darüber wird nun allerlei gerathen und unter Anderm bemerkt, wie die Spanier jetzt in Mailand derart Hausen, daß das ganze Land ihrer müde sei und lieber den Herzog als den Kaiser oder dessen Bruder zum Herrn haben ivolle; es wird auch in Erwägung gezogen, wie schwere Nachbar» die (Eidgenossenschaft an dem Kaiser und seinem Bruder hätten, indem den Eidgenossen im Gebiet von Mailand von den Spaniern und Landsknechten nur Schmach und Schande zugefügt wird. Daher ist die Mehrheit der ^ate Willens, dem Herzog das Geleit zu geben; weil aber einige Boten der kurzen Frist wegen keine Vollmacht gehabt, so soll man das zum treulichsten heimbringen; die Mehrheit hofft, daß die andern Orte sich m )t söndern werden, und es soll jedes (jetzt nicht zustimmende) Ort eilends seinen Entschluß nach Lucern en )ten, wenn alle nenn Orte das Geleit bewilligen, so soll Lnccrn dasselbe in aller Namen ausfertigen und weiter handeln, wie die Boten wissen. — Denen von Basel und Schaffhauscn ist anzuzeigen, warum man sie zu diesem ^.age nicht geladen. I». Jeder Bote weiß, was die Hauptlcute, die dem König in Mailand und anderwärts gedient, geklagt, und was man ihrethalb dem General Morelet geschrieben hat. « . Die Hanptleute bitteil uni Schirmbriefe gegen ihre Knechte, damit sie von denselben nicht „überfallen" werden, weil das Geld auf eine bestimmte Zeit versprochen worden, jetzt aber ausgeblieben sei. Das will man diesmal nur heimbringen, in der Meinung, daß den Hanptleuten Schutz gewährt („fürgehalten") und »ach Vermögen geholfen werde. 818 Deccmber 1525. Wir haben diesen Abschied mit einigen Acten zn begleiten: Zn 1) 1525, 16. Dcecmber. Bern an Freiburg (und Solothurn). Mittheilnng einer Copic des Geleits, das Maximilian Sforza von den Eidgenossen verlangt. Da man crbötig sei, ihm solches zn geben, an der Sache aber nicht wenig liege, so habe man Lncern benachrichtigt und um Ausschreibung eines Tages ersucht, und zwar auf Donstag St. Thomas Tag (21.Dec.); dahin möge auch Freiburg ciue bevollmächtigte Botschaft senden, ?c. St. A. Bein: Teutsch Missiven I?. 494 n. — K. A. Freibuig: A. Bern. 2) 1525, 16. Deccmber. Bern an Lucern. Im Wesentlichen gleichlautend, mit Bezugnahme auf die Nachricht an F. und S. ' MWv-n i>. «2 o. 3) 1525, 24. Deccmber. Bern an Lncern. Mau erhalte täglich Warnungen, wie die jetzt in Mailand liegenden Spanier vorhaben, die Plätze Lauis, Luggaris und Bcllitz einzunehmen, weßhalb man bitte, die (III) Länder eilig davon zu benachrichtigen, damit sie solchem zuvorkommen können. St. A. Bern: Teutsch Missiven ?. 495 d. — St. A. Lucern: Missiven. 4) 1525, 36. Dccembcr (Samstag nach der Kindlein Tag rrvj). Schwpz an Lncern. Antwort auf den Abschied von St. Stephaus Tag. Nach Erwägung der möglichen Folgen könne man diesseits dem Herzog nicht entsprechen; wenn es aber andern Orten gefiele, daß er botschaftswcise nach Bern käme und da sein Anliegen und seine Absichten deutlich vortrüge, sodaß man die Folgen crmessen könnte, so würde man den Tag auch besuchen, sein Begehren wieder heimbringen und in dem Falle, daß für die Eidgenossenschaft keine Gefahr zu besorgen, einen Rathschlag thun, „dcß wir Hassent glimpf und eer zuo haben," :c. K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV (Verner Copie). 5) 1525, 31. Dccember (Sonntag nach der Kindlcin Tag rrv), eilends. Glnrus an Lucern. Antwort auf den ncnnörtischen Abschied betreffend das von dem (alten) Herzog von Mailand begehrte Geleit. Man sei, wiewohl man bedenke, daß es „eben (wyt) verlauAn welle", zu dem Entschlüsse gekommen, das Geleit nicht abzuschlagen, wenn die Orte, durch deren Gebiet er seinen Weg zu nehmen hätte, dasselbe gewähre»; falls ihm aber solches von einem oder mehreren Orten versagt würde, wolle man auch nicht dabei sein, ze. St. A. Lncern: Missiven. — L. A. NIdniaidcn (Copic). — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV (Berner Copic). 6) 1525, 31. Dccembcr (Sonntag vor dem neuen Jahr rrv). Lnndammann, Rath und Landleute von Ob- und Nidwnlden an Lncern. „Wir sind beruht, wie oder in was gestalt der gefangen Herzog von Mailand, so in Frankrich ein gnot zit gewouet, bcgert durch üwcr und unser landschaftcn allcnthalb ze faren, und (daß) vil Orten will gefallen, denselbigcn Herzogen durchzuolnsscu und im das gleit ufzcrichtcn, wie er dcß begcrt, und wer das nit in befelch gehcbt, wider hinder sich (bringen) und als bald das möglich üch . . zuoschriben (sollen). Nu ist nit minder. ., was wir wüssen und verstau möchten, daß üwer und unser aller (und) einer ganzen Eid- gnoschaft lob, nutz und eer sin möcht, wellten wir unsers teils nit gern hindern, aber daß uns keins wcgs gefallen well, sölich schwer geleit ufzerichten, welltend wir nit thuon uß vil großen Ursachen, dnrvon noch nit gcrcdt, und insonderheit, wo dcrselb Herzog in unser landschaft knmpt, die unfern in großer zal knechten hinweg in das Mailand ze füercn, das üch und uns allen ein rechte mördergruoben, und kein glück noch eer da nit erlangen, und aber in großen sorgen (stau), es wurd uns Eidguossc» vil frommer lüten kosten, daran den Herren wenig gelegen will sin; ivas rnoweu, frid oder unfründschaft das alles, wo es zum böstcu fallen, in unser Eidgnoschaft bringen, geben wir üch ze ermessen. Deßgelichcn ist ouch kein red gehalten von unsern Herrschaften ennethalb dem gebirg, wo demselben Herzog und siu(cm) auhang das sorglich fürnemen zuo guotem usschlieg, weß denn wir uns gegen iuen vcrsecheu (mücßteu), das alles wie hievor stat billich in »uscru herzen wol abgelütert (?). Aber so üch und andern darvon nit hat gefallen trefsenlich red ze halten, so »messend wir das underlassen sin wie es ist, und zuoletst, daß dcrselb Herzog uns und den nnsern eben vil schuldig, darumb wir nit wenig gelitten, wo er söll(t)c vorgemclt geleit erlangen durchzekommen, so wurde er uns weder red noch antwurt geben, das wir keins wcgs crliden, als wpt unser lib und gnot gelangen möcht, »nd an den Herzogen setzen, was uns Gott beraten, in guoter Hoffnung, ir und ander unser lieb Eidguossc» wnrdcn uns darin nit (ver)lasscn, das wir üch im allerbesten nit verhalten, mit fründlicher bitt und begcr, üwer ersam wysheit welle disen schweren vorangezeigten Handel bedenken und zuo herzen fassen und üwcr geleit an dem cnd dem Herzogen nit geben und in abwysen December 1525. 819 durch unser land ze faren, damit ir und wir (die) vier Waldstctt insonderheit gcrüewiget under einander uns harmit verhüetcn große unruow, kummer und schaden, deßgelicheu ein schwere thnri von spis und trank und allerlei, so uns dersclb Herzog mit sincin anhang stiften (möcht)," ?c. K. A. S°i°ihm»: Abschi-d- Bd. xiv (»->»« C°pic). 7) 1526, 3. Januar. Lucern an Bern. Auf den letzten Abschied haben Schweiz, Unterwaldcn und Glarus geantwortet, wie die Beilagen lauten. Weil nun diese drei Orte sich so erklären, so lasse sich diesmal in der Sache nicht weiter handeln; wenn aber Bern sich derselben annehmen wolle, so werde man mit andern Orten thun, was man könne, ?c. K. A. Soloihunn Abschiede Bd. XIV tBerner Copie). 8) 1526, 3. Januar. Bern an Lncern. Obwohl der letzte Abschied sage, daß Lucern, wenn die andern Orte das Geleit für den Herzog Maximilian bewilligen, ihm dasselbe zuschicken solle, habe man doch bisher darüber von Lucern aus nichts vernommen, worüber man sich nicht genug verwundern könne; daher bitte man freundlich um Bericht, wie sich die fraglichen Orte geäußert haben. . . S«. A. !»«>-»- Misswc». 3) 1526, 5. Januar, Abends. Bern an Solothnrn (und Freiburg). „Diser stund sind uns zuokommen mver und unser lieben Eidgnossen von Lucern verschribne (nntwurt) sampt den übrigen hie beigelegten kopicn, daran wir nit wenig bedurens empfangen, und wicwol wir vermeint, die selbigen hätten sich nit von uns gestindert, dicwyl aber und warnmb das bcschcchen, mögen wir wol gedenken, wclichs wir üch guoter Meinung unvcrkündt nit haben wellen lassen, üch demnach müssen ze halten." K. A. Solothurn: Abschied- Bd. XIV. — St. A. Bern: T-Ntsch Missimn I>. 4S8 e>. 16) 1526, 5. Januar. Bern an Herzog Maximilian Sforza. Man habe sich mit allem Eifer für die Ertheilung des Geleits verwendet und schon ans guten Erfolg gehofft, jetzt aber von Schweiz, Unterwaldcn und Glarus abschlägige Antwort erhalten, die sich thcils ans die rückständigen Ansprachen stütze, theils Besorgnisse wegen Bellinzona, Locarno, Lugano (w.) erkennen lasse. Man wüßte nun keinen bessern Rath, als daß er einen bevollmächtigten Voten sendete, wenn die Zeit nicht zu kurz und ungelegen wäre, und daß er dessen Ankunft vcelündigte, worauf man einen andern Tag in Lucern veranstalten würde. St. A. Bern: Latein. Missiven I. 230 d, 221 a. Am 13. Januar wurde an Denselben in Kürze geschrieben i „guo oiroa. rom alia. via allxrecli opus, guum völlig III. cl. v. NCL oonckucüllilö neo oporteeiium villöietur per lias clitionss nostras transiro"... id. u,. 232 ». 11) 1526, 6. Januar (hl. 3 Königen), Bern. Instruction für Peter Stürler nach Unterwaldcn und Lucern, wegen des Geleits für Herzog Maximilian. Der Herzog verspreche, nicht aus der Eidgenossenschaft wegzugehen, bevor er sie mit Verschreibungen, Siegeln und Gelübden hinreichend versichert hätte, daß er sie, falls es ihm gelänge, sein Vaterland zu erobern, an ihren Herrschaften jcnscit des Gebirges in keiner Weise anfechten oder ihren Besitz bestreiten würde. Er begehre auch freundlich, daß man ihm der Ansprachen wegen das Geleit nicht versage und seinen Durchzug nicht verhindere; denn im Fall seiner Einsetzung wolle ex den Anspxcchern vor den Eidgenossen das Recht gestatten. Damit verhindert werde, daß der K(aiscr) sich da einniste und bei Gelegenheit en alten Plan aufnehme, die Eidgenossen zu unterwerfen :c., sei man willig, dem Herzog zu entsprechen und wünsche man, daß die zwei Orte, in richtiger Würdigung der erörterten Umstände, das nicht abschlagen, zc. Si. A. Bern I Abschiede X. 393—397. 12) 1526, 13. Januar, Bern. Nathsbcschluß, rcsp. Auftrag für den Stndtschrcibcr: Dem vertriebenen Herzog vrimilian von Mailand eine Antwort (zu schicken) des Geleits halb; Bern habe allen möglichen Fleiß angc- wen et, aber nicht erreicht, daß er hier durchziehen könnte. S«. A. B-rm Raihsmanuai. Am 30. Januar wurde zu schreiben befohlen, es seien heute neue Berichte eingegangen, welche weitere Schritte verhindern. s" ^ ^ 1525, 22. December (Freitag vor dein hl. Abend), Sitten. Hauptmann und Rathsboten der e Wallis an die eidg. Boten. Sie vernehmen, daß ihre Knechte, die dein König gedient, in der ^ezastung des Soldes zurückgesetzt werden unter dem Schein, daß die Pensionen zuerst „abgestellt" werden müßten; wenn dem also wäre, so hätte man an solcher Verachtung wenig Gefallen, indem man glaube, die Knechte von Snrllis haben die Eidgenossen nirgends verlassen; darum ersuche man die Boten, dahin zu wirken, daß die 820 Januar 1526. Hauptlcute und Knechte für die verdienten Sölde befriedigt werden; sonst wäre große Unruhe zu besorgen, die den Eidgenossen doch leid sein Müßte, w. St. A. B°> n: A. Tagschung (Original), 2) 1525, 21. December (Thoniä). Bern an Peter Stürler auf dem Tag in Lucern. 1. Es haben einige cidg. Hauptleute gebeten, daß mau sich für Bezahlung der Sölde vor den Pensionen bei den französischen Boten verwende. Da man wohl wisse, daß es keine guten Folgen hätte, wenn die Pensionen bezahlt, die gemeinen Knechte aber nicht befriedigt würden, so befehle man dem Boten, mit andern Eidgenossen dahin zu wirken, daß die französischen Anwälte, wenn sie jetzt nicht alles ausrichten könnten, vor allem die gemeineil Knechte zufrieden stellen. 2. „Demnach langet uns ouch au, wie villicht abermals keiserlichcr Mt. botschaft zuo gemeinen unfern Eidgnossen uf tagen komme lind also all unser Heimlichkeit, Handlung und rät erkunden, und aber diewlsi uns bishar vil args und nachthcil darus erschossen und erwachse», ist unser lnter will und Meinung, euch daran ze sind und vor andern u. l. Eidgnossen anzug zc thuon, damit man die jctzmal abwysc, diewlsi sy doch jetz ein guote zit unser osfenlich fycnd im seid gewesen sind, dann uns nit fücglich sin ivill bedunken, also mit inen ze tagen". . . St. A. Bern: Teutsch Missivcn, v. f. 494 i). 33S. AtlMZ. 1526, 7. und 8. Januar (Montag und Dienstag nach Dreifältigen). Disputation der Priesterschaft in den III Bünden. Z ü r i ch ordnete zu diesem Gespräch als theologische Kundschafter den Sebastian Hofmeister und Haus Jacob Anlinann ab. Der Erstere erstattete über die Verhandlungen Bericht in folgender Druckschrift: ^.Cta und Handlung des s Gesprächs, so von allen Priefte s ren der Trycn Pündten im M. D. XXVI. jar, vff s Mentag und Zynstag nach der Heyligen III Königen s tag zuo Jnlantz im Grawcn Pundt, vß Ansehung > der Pulldtsherren geschehen, Durch Seba s stiauum Hofnieyster von Schaff, j huseil verzcychnet. s 30 S. Text. kl. 4». Die den Acten vorausgehende Widmung an HanS Waldkirch zu Schasfhausen ist datirt von Zürich Montag nach Sebastiani (22. Januar). Die von Johannes Dorfmann (Comander), Pfarrer bei St. Martin zu Chur, verfaßten 18 Schlußreden (ein Auszug der 67 Zminglischen) kamen in dem tumultuarischen Gang des Gespräches nicht znr Erörterung. 333. Mern. 1526, 10. Januar f. KantonSarchiv Kreib»»rg : Urk. Savoyen. — Abschiede Vd. 65. — Staatsarchiv Bern: Allq. eidq. Abschiede X. 687. Abschied der drei Städte in dem Span zivischeu dem Herzog von Savoyen und den flüchtigen Genfern. Gesandte: Freiburg. Schultheiß (Dietrich, von Endlispcrg); Seckelmeister (Wilhelm Schweizer); (Lorenz Brandenburg; Hans Guglenberg). Solothuru (unbekannt). 1. Der Anwalt des Herzogs, der Gubernator in der Waat, eröffnet in weitläufigem Vortrag seine Befehle: Wiewohl es seinen Herrn unbillig bedünke, mit seinen Unterthancn außerhalb seinem Gebiet in irgend welcher Gestalt zu lädiugen und zu rechten, sei er doch ans besonderem Vertrauen zu de» drei Städten Willens, Januar 1526. 821 den l^pan zu freundlichem Eutscheid au sie zu «eisen; weil er sich aber schwieriger Händel wegen ins Piemont habe verfügen müssen, sei es derzeit nicht möglich gewesen, seine schriftlichen Gewahrsamen aufzusuchen und vorzulegen, weßhalb er wünsche, daß ein anderer Tag auf Fastnacht bestimmt werde, wo er dann seine Titel hoffe zeigen zu können. 3. Dagegen machen die Genfer allerlei Beschwerden geltend und begehren, daß die Sache jetzt entschieden oder wenigstens der nächste Tag bälder gehalten werde. 3. Infolge der Zusage des Herzogs wird nun festgesetzt, daß jede Partei ans Sonntag nach Lichtmeß (4. Februar) mit ihren Bcweisschriftcn in Bern erscheinen solle, damit dieselben verhört und der Span in der Güte vertragen werden könne. I». Die Beantwortung der Klage desselben Boten, daß die Appellationen von Bittens durch das neue Burgrecht mit Lausanne nach Peterlingen zu gemeinen Tagen gezogen werden, ist ans de» nächsten Tag verschoben. Auf die Anzeige der Botschaft des Bischofs von Lausanne, daß das Bnrgrecht mit der Stadt, wiewohl es seine Herrlichkeit, besonders der llebclthäter halb, vorbehalte, seinen Rechten und dem zu Frcibnrg gemachte» Spruch widrig sei, ist den Boten, die jetzt »ach Lausanne reiten, um das Burgrecht zu beschwören, befohlen, darüber zu erkennen, das; wenn des Bischofs Amtleute säumig und nachlässig wären, die im Bnrgrecht bezeichneten Personen zu fangen, die Bmger befugt sein sotten, dieselben gefänglich einzuziehen und den Amtleuten des Bischofs zu überantworten. ^ Betreff der Weinfuhrlcute, die bisher manigfaltige Untreue geübt haben, wird verabschiedet, daß derjenige, der den Wein, welchen er führt, mit Wasser schwächt und dabei betreten wird, als ein „offener" Dieb an seinem Leibe gestraft werden sott; deßhalb sott ein Verbot ausgehen, damit Jeder sich davor zu hüten wisse. Auch die Reblcnte sind vor solche»: Betrug zu warnen, indem sie die gleiche Strafe zu erwarten hätten, v. Nach Sannen wird geschrieben, damit der vorbereitete Aufbruch für die Genfer unterbleibe. Zu ». Die unzweifelhaft auf diese»: Tage eingelegte» Parteischriften lassen wir nebst einigen andern Acten folgen: 1) (1525), 10. November. Genf an Lucern (und andere Orte?). Es haben sich Etliche von hier entfernt, arunter Ann Girard, Tresorier, der das große Siegel bei Händen habe. Dies zeige man hiemit an und bitte, wenn derselbe irgend etwas unterhandeln und beschließen wollte im Namen der Stadt, ihm und seinen Genossen leine» Glauben zu schenken, da man ihnen keine Befehle gegeben, rc. rc. St. A. «»-->»: MWvc». 2) 1525, 23. Dccembcr. Bern an den Herzog von Savopen. Antwort ans de» Vortrag durch den Laudvogt der Waat, daß ihm die Beschickung des angesetzten Tages nicht gelegen sei, rc. Wiewohl man ihm gerne entspräche, könne »in» den Tag doch nicht wohl verschieben und bitte daher, denselben durch Gesandte zu besuchen, indem seine persönliche Anwesenheit nicht nöthig sei, damit seine Gegner nicht neuen Anlaß erhalten, ihn zu verleumden, w. w. St. A. Bnn: Lalcin. Misftve» I. 22V ». 3) 1525, 26. December (Icmilsmain clo nool rrvj), Turin. Der Bischof von Genf an Advocat „Maistre Pierre Chapellain" (?). llebcrsendnng von Schreiben an Bezansou (Hugnes) und die (übrigen?) Genfcr(Gesandten) ci den Eidgenossen, mit Verweisung ans eine beigelegte Instruction und mündliche Aufträge des Boten, behufs eurer dringend gewünschten Botschaft (nach Bern und Freiburg :c.?). 4) 1525, 26. December (wie oben). „Uomorro, äs clirs an portonr eis In lottro gno si pur tortuns Ivstois vontramt clo mon ssiAnour lo (tue clo Lnvo^ö, clo osorrro ou t'airo olroso gur soit prvjuclieinlo . Von Cyro ist die Bemerkung beigesetzt: Zum andern mal rij Januarii 1516 (sie). Vielleicht paßt für dieses zweite Schreiben die am Rande des Textes nachgetragene Ankündigung eines weitern Tages auf Sonntag nach Purificnt. Maria. 6) 1526, 4. Januar. Freiburg an Bern. Damit der auf nächsten Mittwoch angeordnete Tag zwischen dem Herzog und den Genfcrn nicht aufgehalten würde, begehre man, falls die savoyischcn Boten nicht erschienen, daß die Sache gemäß der frühern Abrede gleich vor dem Großen Rathe verhandelt werde; wenn aber dieses Verfahren nicht gefiele, so bitte man um weitem Bericht, ?c. K. A. Fniburg: Mtssiv-» Bd. ix und x. i« v. 7) 1526, 8. Januar. Bern an Frciburg. Antwort auf dessen Schreiben in Betreff der Tagsatzuug wegen der Genfer. Da mau des Herzogs Votschaft, auf den bezeichneten Tag erwarte, so lasse man es dabei bleiben, in der Zuversicht, daß auch Freiburg seine Botschaft schicke. Je nach dein Erfolg der Verhandlung werde man sich dann weiter entschließen, zc. St. A. B°r»: T-utiq Misswc» i>. k. 409 >>. 8) 1526, 5. Januar, St. Claude. Philibcrt Girod an vr. Pierre Chapellain, Advocnt des Bischofs von Genf (?). Mittheilung von Schriften des Bischofs. Er hätte dessen Aufträge mündlich ausrichten sollen, sei aber genöthigt, heute nach Genf zurückzukehren, und erkläre sich deßwegcn schriftlich. Der Bischof begehre nun, daß er, der Advoeat, in Bern die Schriften in Gegenwart der Genfer Gesandten dem Rath vorlege und das Ausbleiben von Nachrichten entschuldige; es seien nämlich alle Pakete in die Hände derjenigen gefallen, die der Bischof fürchte, und er wisse auch kein gutes Mittel, pour soi approolrer ckoulx, xour es guo Ig prinos lo tiont sur bricko (?). Er werde indessen nächstens hinüber (?) gehen (pnssora ckooa) und bitte sie (die Werner), nichts zu thun, was ihm und den Freiheiten der Stadt in Zukunft irgend welchen Schaden brächte; denn diese Freiheiten wolle er aufrcchthalten und die (den Genfer», oder Bcrnern?) dcßwcgen erwachsenen Ausgaben zurückerstatten. Und wenn er „pur kortuns" genöthigt würde, mit dein Herzog Gesandte nach Genf zu schicken, und diese (die Burger) zu etwas einwilligten, das den Freiheiten zuwider wäre, so würde er das nicht anerkennen. . . „Dt ml Icmr pluisoit tunk kairo vors mosssignours ckos lÜAuos, guils osorivissont a. monckit ssignour cko dvnovo xour so. ckoolmrAo un nit haben mögen buwcn, sind also wücst gelegen. ^ 4. „Ouch so zeigt gemelter Herzog sin gunst und lieb, so er zno uns hat, dann er discn dieb voranzeigt nn er gen Jens gesetzt hat und uns verjagt und unserer güeter beraubt, ctlich crenlüt gefangen, die er onvcr >en es ige, und so uns gott nit gehulfcn hett durch sin huoten und wachten, wirren wir gefangen und zuo besorgen all umkommen. . , ^ 5. „Als wir nun gesehen, daß da weder der Herzog noch unser gnädiger Herr der Bischof v°" Jc"f >,ns hat wellen recht gestattnen, haben wir uns fürschung gethon, solich recht zuo Rom zuo vollenden, icwi ^ ^ ^ von Jens gen Rom gehört und appclicrt soll werden, und »f solichs hat der Herzog sin Kotten gcsand gan Jens, sölich fürsehuiig gen Ron, gewaltenklich und init tröwung abzuostellen. das uns größlich befroindt mW unrecht bcdrnrkt. r r K. „Hierumb, großmächtigen Herren, ist unser dcmüctig bitt zum ersten, ir wellen uns für befolcn haben mW »it lidcn, daß unser statt also zerstört ivcrd, die doch euer ist. ^ 7- „Zuo dem anderen, daß ir gott im Himmel crcnt und uns armen verjagten burgern wellen helfen -rsaren, ivnrumb man doch so böslich mit uns handle, dann uns nit wissent ist, daß wir solichs in kein weg verschuldt haben, und ob wir schon etwas geonschickt hcttcn, hat doch der Herzog von Savoy kein recht »och gcricht über die statt Jens. , 8. „Zun. dritten begeren wir, daß wir mügcn komen zuo unsere,, hüscrcn und güctercn mit besserem gleit und sichcrhcit dann vor; dann die vorigen gleit nit lang gewirrt haben, und daß ir solchen friden und ordinmg machen, die allweg wäre und fürgang habe. . 9. „Zno dem letstcn, großmächtigcn gnädigen Herren, bitten wir euch, daß wir mugcii zuo r, ) ">>»>> vorgemelt artikel vor eueren gnaden, wie dann erenlüten zimpt, in gegen,virtigkeit des Herzogen botschasi; vai» es sind noch wol mcr artikel nnd bcschwcrdcn; aber daß wir euer großmächtigkcit nit verdrnß geben, haben wir st underlassen und anston." S..A. Bern, «. 19) Antwort der savohischcn Gesandten. -l -> ? (Von dieser Erklärung ist das französische Original und eine von dem Berncr Stadt,chreibcr Zhro a»o- gefertigte Uebcrsctzung vorhanden; wir lassen das erstcrc folgen). „Ims responees knitos pnr- loa nnrbnssndeurs de tros b-urlt et tres xuissnnt prinee, monso.grieur le .lue de Lnvoz-e, sur los nrtioles guo oeux da In eits de Eensvo ont bnillo eontre do luz. „8ur lo Premier, girr dit (gue) ledit seignour n oontrovonu nux nlrsolreid« knits ot pnsses n No> x ,o«, n ^uriolr et 8nlouro. II nz, n snnrnis eontrovenu irr ne (lo) veut knire, et touelrnnt du Premier- borgo.s dudit Eeneve, nomnro 1'I.itil.ort Lertlrelier gui tust exeeuto, ledit soignour nen kust nuouno.nont oonsentnnt n, ses eommis, mar« lo trt kaire keu mousoigueur ledit evesguo dudit vonevo, et gunnd ledit soigneur- tonten i, 'I «e tir-at inoontinent nudit Eoneve en xnrso.rne xour gnrder gue ledit evesgue nen list plus nror.r, vommenr prinee gur vouloit obsorvor nnxdits nbolios (roeüs) sn proniosso. l'lt toelrant lautre exooution g>» us n> e In pnrsonne de I.evrier, eest gr.il nvoit knit un lromieide n Rurin et on xlusreurs kors -r nrroguo v Pvrpvtro ons („das lasier") de erime lese mauste, guo lon kor-r tuen nxxarorr et nvorer. „ciuant au sooond nrtio.lo (eu) ils disent nvoir esto bnllie torture n nuouns nutres dourgors dudrt ttenovo, «est pour ov gui tust dekendu de In part dudit seignonr et nussi dudit seigneur evosgue, (gue) nul ne deusso portsr opog pp.s longo guun pogninrt et °e sur- peine do trois ostrnpndes de oorde, do.rt olrnseun deulx ont trosbisn liobev („gehalten") sinon trois ou guntro gui pnr nreprrsnneo kalte oontre ledit soigneur et nussi monsoigneur levesgue, eulx vstnnt en propres lieux, los ont porto pour outrnger voux gur nen xortoient point, lnguello dokvnee tust knito xour In gründe pnrtinlite et lrnnro guostoit vntre oeux de lndite eite, ntrn gue plus grnud dednt entre eux ne survint, eownro prrneo gur desire Imune pnrx pnr tous ses PN)'S. 824 Januar 1526. „Dt äe ee gui(ls) äisent (guo) Ieäit soiKnour na nulle puissnnee 6s oommnnäor sn Inäito eits, vdnseun senit dien Is oontrnire, enr il 5 n son viäompne st nutrss Kens cls sn Zustieg, onsemdlo (le) edastonu et prison nomme lilo gus äo tont tomps n esto n luzi et n messoiKneurs ses preäooossours st ooinnie vieniro äompiro, et nussi guo sur toutes eites st villes gue sont enelnvoss sn ses pn^s, il peut äekenäro et sein- mnnäer plus Krnnä diese, nttonäu gue esst pour Knräor 6s sennänlo et ineonvonient. „Du tiors nrtiolo . »> °«ch. !. «">.» .i« „ G«--Vll °«--d m.d 1° »,i. -Ol,,,,. h.ud »«» .ch, M-« >»'d n-ch j». nm.s.w.. darnach ü. gnaden zuoflucht nit war, denen wir uns allz.t stuoru ' ' ^ ^ .„^^n in unser» hüsern 2. „Und darum so wir nüts anders begerend rn d.ser welt dann fr d »ud daß v >m ^ ^ ^ mögen bclibe», und nachfolgend alle die übrigen von der arrmn t ". ^ " nngescchcn, daß ü. g. guot gcricht einem jeden verlangt mög werden, on daß man nurnan..' u> . , .-„liten handhaben und uns ».ll.« h.s m.d m g-Ich.l,. d.s. st"« i. w-°-..d wider insetzen in gnote und jemcr wirrende stcherhert, m uns. r ) I , ,,,>d 'uo Colostrum durch ansccheu die abscheid und berichtungen, so gemacht sind hievor zuo Sstorsrn, zr Z gerr Herzog von Savoyc die großmächtigteit unser gnädi er. Herren der Eidgnossen. weliche dann er genannt M v ' dhestrswegs gehalten iat'snnder hat lassen töden und Pynigen d^wrstm m^en bm^ ^ Hand durch unser artikel. (Also) b.ttcn w.r nch denrmtrl u)cn ^l^ ^ gebrochen werd wie ordnung ansccheu und mache.., danut cur cw.g v,,mals so vil Übels erlitten Hand, ouch die vordrigen, und darum, großmächtrgen und gnadrgcn hcrrr , b - onck so wir gesichert Hand so vil der unser.. gno.en bürgern und stünden gesichert Hand r.chten ""d n on^'° ^ ^ ^ die großen not und sorg, deren wir und unser stund von stenf ... siU"".» » ^ ^ner bitten wir üch dernüctiklichcn, ir wellen ilit vcrdrüssig und w> ^ ^ bestund allermeist wirrende, gnoten sicherheit... Dar...,, so Hand wir angesechen, daß die B 'st'Nch^nt . d du best m.d a^^^l ^ so wir überknmmcn möchten, das ist daß wir üch dcmüet .kli .hcn um go s >v. . vorbehnltnuß der auctoritet zuo guotem thnon und m.s wellend e.npfachen und ufnen.en für un^ burger, mtt °^h°»n«ß ^ ^ und herrligkeit unsers gnädigsten Herren und surften, ^ ^ crhcbnng der vor- nnd stechest, und so ir das thuon rvnrdcnt, so warcnd ir en s ) ,,,,,,^,,gnst darzuo alle ire burgcr genannten arrncn statt Jens, weliche anc dasselb.g burgrccht w.rt z.^ or un ^ ^ ^ und inwoner verwyst und verderbt, wöliche dann rr nllzyt wer " gervickaft geliebt zuo gebieten." und underthänig sin an allen enden und in allem, so ü. g. und großmnci g ^ ^ ^ ^ ^ Sticht völlig sicher ist das Datum des nachfolgenden Actes: 13) Vortrag der Genfer Botschaft. ^ ^ie 1 „Großmächtigen und gnädigen Herren, als dann r.wer gnn bst" Handlung, so inen durch min klägten und bcschwcrden der armen bürgern von Jens des gewnl » ... g l ^ ^ wicwol Herren den Herzogen von Savot)e bcschcchen sind, "c) ^ ^ si gwer gnad nit ze vil »och vil ander sind, deren st sich ouch wol zuo klagen ). m, h .uMend s» die nnzöigcn und erklären. 2. „Und darum daß die genannten burger von ^ms eru) , ^ allwcgcn bcgcrt, die selbigen alles das, das st vormals üch in geschrift geben Hand, stg w r ) ' ^ Stetten geordneten und war ze machen und zuo bezügcn, als st ouch thon Hand vor c» lassen dann das von bottcn in gcgenwürtigkcit der botschaft mins g. Herren von Savoy > ^ ^ ^ ^ nüwcm vor üwern gnaden crzöigeu und war machen, danut si) re ) darüber ordnen, was das recht erforschet (erfordert?). ^ Herzog) Bertilicr 3. (Folgt Wiederholung des ersten ^ st best.gn.st mins Herren lass n richten, welicher das genannt gleit (von Fr.bu.g) g ) ) 826 Januar 1526. Schultheißen von Driburg und anderer Herren und burgcru, wölich das warlich müssen und das bczügct Hand vor den znogcsatztcu der drycu Stetten gegemvürtig nüns Herren von Savoy Kotten. 4. Item den andern artikel bcrüercnd, ... so hat er zuo mcr schmach in mitten in der statt Jens am platz des merkts ein ecrenman am seil lassen ufziehcn, so sich Jehan Arloz uempt, ein tuochman und burger zuo Jens, deß zeichen (ziehen?) wir zügnuß an min Herren von Müliuen, riltcru, und jnuker. Bastian von Dicßbnch, so dozcmal zuo.Jens gcsin sind. 5. Wyter betreffend den artikel, ... daß der Herzog über die genannten Jenfcr und ouch die statt Jens dhcin erkanntnuß, auctoritet, urteil noch herrligkeit haben sol noch hat, sundcrs ivas er thon oder hat heißen thuon, der genannten statt von Jens ist alles mider recht und billigkcit beschecheu; dann die statt ist allein dem bischof von Jens, ircin Herren, underthänig und sunst niemands anders, und zuo bewärung und bcwysung derselbigcu legend sy ir brief und bull dar, ivclichc gar luter und klar ist, und ob der genannt min Herr von Savoye oder sine gesandten etliche recht crzöigen und darwidcr reden wellten, der selbigen bull widerwärtig, wellend st) ander recht und zügnuß darthuou und allwegen nntwurtcn, als bidcrben lütcn zuokumpt. 6. Antreffend die anderen artikel, die do langen uf Iren tresoricr, ... so nntwurtcn st) all gcmciulich, als inen zuo müssen ist, daß ein ander ir tresoricr von Jens, der dozemal au dein cnd gcsin ist, und der das gelt usgcbeu hat zuo Handlung der fach, der ist hie gegemvürtig, wclichcr darum antwnrten wirt in gcstalt eins bidcrmans. 7. Und imster, sidt daß st) hie ussen sind gesin, so hat der genannt tresoricr zum teil rechnung geben zuo Jens und zum teil bczalt; jedoch so hat er nit rechnung geben, als (sich) das gehört, und ouch uit an dem cnd, da sölichs von alter har gcwont ist, und ouch nit vor denen, so dnrzuo geordnet sind; wann die zwcn fürtrcffenlichstcu sind hie in ir gcscllschaft. 8. Und zuo dem, . . . (daß irc gücter öd und uugcbuwen . . bcliben), so ist deren ciin, so in der gesellschaft hie ist, erst by sechs tagen vor dem, als min Herr von Savoye zuoletzt von Jens gcschciden ist, widcrum nachgelassen, sine gücter zc buwen und IN ercn ze halten. St. A. Bern: A. Ginf. (Ein sranzösischlS Original ist nichi vorhanbrn). Endlich sind noch einige spätere anzureihen: 14) 1526, 12. Januar. Bern (Schultheiß und Rath) an Frcibnrg. „Nächst gchaltner tnglcistung b>) uns vvii wegen fürstlicher Dt. von Savoyc und (der) abgetretncn Jcnfcrn, als wir unser(u) großen Nat deß und anderer fachen halb besamlct, ist uns durch dieselben unser burger allda fürgchnlten, wie dann üwer crlich, hoch- w>)s und treffenlich botschaft, zuo bcmcldtem tag abgcfertiget, sich mit klag gcgeii etlichen unsern burgern und andern entslosscnj inen . . uf ir bcgcr uit mögen verlangen, für denselben unsern großen Nat ze kamen, dcßhnlb ouch dhein mcr under den versamlotcn botleu mögen werden, wclichcs uns secr bcfrömbdct und hoch beduret; dann unscrs wüssens können wir uit befinden, daß sölichS üivcrcn Kotten durch lins oder gcmcldteu vcrsamlotcii nbgeslagen sye, iiild sy, ilwer Kotten, ouch deß dhcins megs begert hnbiiid, dadurch aber uns großer unwill und ividerdruß, daß wir sölichs beschuldiget, entstanden und gänzlich nützit guotes darus erwachsen. Harumb an üch unser gcflisscu crnstig bitt langt, üch nii denselben üivcrn Kotten ze erkunden, ob sy sich einiger gcstalt deß erlütert und erklagt, und wicwol wir uns nit verstehen, sölichs . . durch üwer bolschaft beschecheu sin, nüt best Inindcr hierüber üwer schriftliche antwurt by discm harumb gesandten löufcr, unser ccreu ze bcivareu und Uneinigkeit zc fürkommeu, bcgeren"... St. A. Bemi Tc»tsH Misstve«, i>. c. so». 15) 1526, (c. 14. Januar). Freiburg an (Bern). „Uciver schrybcn Hand wir empfangen und verstanden, wie villicht unruow by üch erwachsen möcht, das uns von herzen leid wär, wclichs wir, Ivo semlichs in unserm vermögen wär, wenden wetten, soud ir uns gänzlich vertruwcn. So (nu) üwer schrybcn Inhalt, daß si(ch) unser botschaft soll erklagt haben gegen etlichen üweru bürgeren, daß si nit Hab mögen für üwern großen Nat kommen, uf das wir si all beschickt und gefragt Hand, haben si uns zuo verstau geben, wie etlich üwer bürgeren am morgen, als üwer großer Nat zuosammen gieng, si gefragt haben, ob si nit für densclbigcn wellten; haben si inen gesagt, si sigen nllwcgens, als die dry Stett by einaudern gesin sind von der Jcnfer wegen, in irem Rat daran gcsin, daß der Handel für die burger komm, Hab uit mögen si»; die red syg aber nit in klags wys beschecheu, sundcrs daß ir rat nit hat mögen das mer werden under den dryen Stetten . . . (Wiederholungen). Wir haben ouch Januar 1526. 827 n widerbringen vernommen, daran uns jctzzuomal wol bcnücgt, guoter Hoffnung, die fach mar zuo guotem end gebracht, deß mir üch unsers teils gebetten wellen haben," ?c. K. A. Frciwrg: Mssiven Bd.ix und x. 17, 16) 1526, 17. Januar, Genf. Vicar und bischöflicher Rath, Vidomc, Syndike und Räthe der Stadt an Bern. ..Ulustros est. vet. Xooopimus litoras vostras por Mas insiuuaruut nobi» ill. magnilloontio vostro por nounullo« ox oivibus sau burgonsibus uostris vodis signitioatuin luisso por nos inllodito vis molostius inkorri ot ouroeros ininitari. blrravoruut prokocto gui taiia in nos ooram mugnitioontüs vostris prokorro uou orubuorunt, noo possumus non mirnri vos llo nobis tarn sinistro suspiouri, oum Iraetouus por nos sou altorum uostrum in nostros oivos et burgousos niliil molostio sou miuarum kuorit illutum, verum et oos gui so exulos et oxpulsos aprrll vos lliount, ut omnes gui nodisoum ine presontialitor rosillont, narr amore et llilootiono prosogrumur. Ulaooat ill. prostantissimisguo ao mgAiritiois cloininationibus vestris uobis, amieis vostris, KiFnilleare si guill odseguii ipsis prostaro possumus, ill enim fuxta passe ullimploro oonalninur kavente Dso, gui easllom . . eonservet." - St. A. B-m: A. Genf (Original). Zu fassen die bezügliche Stelle hier folgen: - - - »ltom, guo an ootto PN ix, nmitio ot nllianoo llo oourmun aovorll et ouusontomout llos llits Loignvurs bnnporour ot ltov tros olrrotiou soiovt oompris (si oompris v voulout ostro) los LoiAnours llos uuoionnos Uiguos ot dautons llos IIuutos-XIIomaAuo, uvoo los uutros gui ll oll ans six mois apros In pudlioution llo oo prosont lllraitv so pourrout uussl llo eomwuu oonsoutomont llonommsr ot oompronllro, lesguols tous llos susnommor. ... avoo los untres g»i so pourrout llouommor ... s'ontonllrout ostro oompris ou oollit ll'ruito, on buillunt llollans losllits six mois ü un olmoun llosllits Loiguours Ilmporour ot Itoz' lours lottrss lloolu- i.ltoiios ot vbligutoiros ou tol oas roguisos, ot uon uutromout".... ^ Ein deutscher Auszug der Hnuptartikcl dieses Vertrages, mit dem Datum 13. Januar, ist vorhanden im Staatsarchiv Zürich: Tschadische Doenmenten-Sammlung, T. IX, Nr. 14, med im Kantonsarchiv Solothuru: Abschiede, Bd. XIV. 335. Mern und Areiburg. 1526, 15. Januar. Staatsarchiv Bern: Nathsmanunl Nr. 208, p. 72. Kantoilöarchiv Freibnrg: Nathsbuch Nr. 43. Beschwörung des Burgrcchts mit der Stadt Lausanne. ^ hue Zweifel fand auf den gleichen Tag die entsprechende Handlung auch in Lausanne statt. Von Frciburg waren dazu verordnet der Schultheiß und der Seckclmcistcr (vgl. Nr. 333); die Boten von Bern wissen wir nicht zu nennen. 828 Januar 1526. SS«. Sutern. 1526, 18. Jmmar f. (Donstag vor Sebastian! f.). Staatsarchiv Lncern: Allg. Abschiede, Ii. k. 146. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede. X. 89. Kantonsarchiv Basel: Abschiebe. Kantottsarchiv Freibnrg: Abschiede, Bd. 57. Bd. 65. Kantonsarchiv Solothnrn: Abschiede, Bd. XIV. Kantonsarchiv Schasfhansen: Abschiede. Gesandte: Bern. (Konrad Willading). Freibürg. (Ulrich Schneivli). Solothnrn. (Hans Hugi). — Die andern nicht bekannt. k». Der Landvogt von Baden klagt, wie Einer geredet, die Eidgenossen haben von dem Fürsten von Oesterreich oder den Bündischen 13,t)vl) Gl., der Landvogt von Baden 666 Gl. (ausgenommen, damit sie den lutherischen Bauern weder Hülfe noch Aufenthalt gewähren sollen. Diesen „Buben" habe jetzt aber Christoph Fuchs auf Begehren des Landvogtcs zu Waldshut verhaftet. — Darauf wird erkannt, es sollen Lucern und Zug ans Sonntag vor Lichtmeß (28. Januar) ihre Botschaften nach Baden senden, die sich mit dem Landvogt nach Waldshut verfügen und den Gefangenen dort berechtigen sollen. i>». Der Landvogl von Baden meldet ferner, daß ein Kaufmann, Konrad Niederländer von „Tiertnam", zu Baden einen Todschlag verübt habe und dafür verurthcill worden sei, daß aber derselbe noch überall ausstehende Forderungen habe, namentlich zu Basel, wo Franz Bär ihm für zwei Stücke Tuch 32 Gl. schulde; ferner Hans Bär, die Weinschröter und ein Schneider; für letztere sei ein Wirth „Gült und Bürge," der dem Kaufhans gegenüber wohnt. Es werden daher die von Basel ersucht, auf diese Schulden Arrest zu legen, sie bei der Verfallzeit einzuziehen und dem Landvogt von Baden zu übersenden, e. Die von Arbon wollen sich durch eine Botschaft verantworten. Man hat sie aber ernstlich angewiesen, ihren ketzerischen Pfaffen dein Bischof auszuliefern; auf den Fall, daß sie sich nicht gehorsam erzeigen, soll man die Boten auf den nächsten Tag instruiren, wie man weiter einschreiten wolle. «Z. Der Eommenthur von Tobel bringt vor, daß ihn der Hochmeister seines Ordens zu sich berufen habe, welchem Gebot er folgen müsse, daß er aber, weil er solches nicht ohne Wissen und Willen.der Eidgenossen thun möchte, bei ihnen um die Erlanbniß nachsuche; er wolle indessen das Haus Tobel mit einem ehrlichen Pfleger versehen, ?c. Dabei haben der Oberste des Ordens und der Garde-Hauptmann zu Rom sich für ihn schriftlich verwendet und äußern den Wunsch, daß die Eidgenossen die Einkünfte des Hauses wie von Alter her dem Orden verabfolgen lassen. Da man jedoch hierüber ohne Vollmachten ist, so wird das Gesuch in den Abschied genommen, um ans dem nächsten Tag darüber Antwort zu geben, v. Die Hauptleute und Knechte, die in Frankreich gedient, beklagen sich abermals vor den Boten, daß sie an ihre ausstehenden Soldforderlingen und das zu „Biagrassa" ihnen versprochene Geld noch nichts erhalten haben nnd von einem Tage zum andern vertröstet werden. Da auch die mehrmaligen Schreiben an General Morelet ohne Erfolg geblieben, so wird an Letztern abermals ernstlich darüber geschriebell lind zugleich beschlossen, wenn auch diese Zuschrift erfolglos bliebe, so sei Bern bevollmächtigt, in aller Eidgenossen Namen den Boten, die von den Hanptlenten nach Frankreich gesendet würden, Credcnz- und Empfehlungsschreiben mitzugeben und sein Bestes für dieselben zu thun. I'. Da in der Eidgenossenschaft allenthalben viele Unruhen und Widerwärtigkeiten durch den lnthcrschen oder zwinglischcn („kybigen") Mißglauben erwachsen, und bereits auf mehrern Tagen von einer gemcineidgenössischen Disputation gesprochen worden, um wieder zu Frieden und Einigkeit zu gelangen; weil aber gar viel daran gelegen ist, wie und Ivo man dieselbe halte, nnd bemerkt wird, daß Basel sich am besten dafür eignen würde, so wird „dieser Sache zu lieb" ein besonderer Tag nach Baden angesetzt auf Lichtmeß Abend (1. Februar), den alle Orte ohne Ausnahme besuchen sollen, um Ort und Zeit für die Disputation zu wähle» und zugleich zu bestimmen, wie und vor wem disputirt werden und wer dabei Nichter sein, und wer mit den Januar 1526. 829 Baten der Orte oder Zugewandten dahin kommen soll, um überhaupt alle nöthigen Anordnungen zu treffen; deßhalb sollen die Boten mit voller Gewalt erscheinen. K. (Für die VII „christlichen" Orte:) Nachdem Bern von einer Botschaft der VII Orte zu einer Erklärung aufgefordert worden, wessen sie sich der Religion halb zu ihm versehen können, hat jetzt dessen Bote die schriftliche Antwort abgelesen, es werde die Bünde treulich halten und glaube, sie auch bisher gehalten zu haben. Einen solchen Bescheid hat man aber mit Befremden vernommen und nach mancherlei Rathschlägen beschlossen, es sollen die VII Orte ihre Boten auf Montag vor Lichtmeß (29. Januar) nach Bern senden, um es nochmals auf das höchste und crnstlichste zu ermahnen, an seiner im vergangenen Jahr den sechs Orten schriftlich und besiegelt (?) gegebenen Erklärung festzuhalten und sich von ihnen nicht zu söndern. Nach Bollziehung dieses Auftrages sollen dann die Boten sich nach Baden verfügen, um dem Tag auf Lichtmeß beizuwohnen. !». Da sich außer dem Streit der neun Orte mit Zürich, der früher gemäß den Bünden ins Recht zu Einsicdeln geleitet worden, täglich mehr Anstände zeigen, worüber eine Rechtfertigung nöthig ist, so wird von den neun Orten samt Zürich beschlossen, ans Sonntag Neminiscere (25. Februar) einen Nechtstag in Einsiedeln zu halten, allwo von beiden Parteien die Boten und Richter mit genügenden Vollmachten ausgerüstet sich einfinden sollen, um ohne alles Hintersichbringen die streitigen Artikel abzuthun und nöthigenfalls auch einen Obmann zu wählen, j. Die von Solothurn beschweren sich gegen Basel, daß dieses ihre eigenen Leute, die in seinem Gebiete wohnen, mit Steuern und andern Diensten beschwere, und in letzter Zeit entweder die Entrichtung der steuern oder aber Entfernung aus seinen Gerichten verlangt habe; das sei bisher nie vorgekommen, und sie bitten daher uns Eidgenossen, Basel davon abzumahnen, indem Solothurn sonst gemäß den Bünden Recht verlangen würde. Da man solches mit Befremden hört, so wird Basel ernstlich ersucht, die eigenen Leute von Solothurn „bleiben zu lassen, wie sie von Alter her gekommen sind," da man gcnöthigt wäre, den Bünden gemäß das Recht zu brauchen; dieses hat man dem Boten von Basel heimzubringen aufgetragen mit der Weisung, auf den? nächsten Tag zu Baden Antwort zu geben. Ii.. Es ist beschlossen, daß in Anbetracht der bedenklichen Umstände jedes Ort, das noch nicht zwei Knechte zu Luggaris hat, seine Zahl ohne Aufschub ergänzen solle. I» (Für Glarus:) Bern fordert abermals Antwort betreffend den Neversbrief über Neuenburg, oder Ansehung eines Rechtstages, sosern Glarus sich noch nicht zur Aufrichtung des Briefes verstehen wolle. Glarus, das keinen Boten auf diesem Tage hat, soll sich ans nächstem Tage zu Baden bestimmt erklären, ob es mit den andern Orten halten oder allein ins Recht treten wolle. «». Eine Botschaft der Graubündner zeigt an, daß ihr Vertrag mit dein Eastellan von Mnsso ans Lichtmeß zu Ende laufe, und wünscht zu wissen, wessen sie sich zu den Eidgenossen zu versehen Hütten, wenn wieder ein offener Krieg entstünde. Nach langer Berathung werden Lucern und Schwyz beauftragt, sogleich in unser aller Namen ans den gegenwärtigen Landtag zu Davos (23. Januar) ihre Boten »u senden, um daselbst mit aller Bestimmtheit zu fordern, daß die Bünducr von der lutherischen Ketzerei, die sich ort zu verbreiten scheine, abstehen, mit der Erklärung, daß die Boten, sofern die Bündner diesem Begehren nachkommen, Vollmacht haben zu Unterhandlungen, entweder um den Vertrag mit dem Eastellan um einen Monat zu verlängern, oder den Span gänzlich zu erledigen, i». Weil in Glarus durch den neuen Glanben viele Zwietracht entstanden, so wird beschlossen, es sollen die V Orte, die Antheil an Sargans haben, auf Sonntag vor Lichtmeß (28. Januar) ihre Boten nach Glarus senden und die Neugläubigcn ernstlich ermahnen, von ihrer Ketzerei abzustehen und sich z» den VII Orten zu halten, „die sich des Glaubens halb besonders vereinigt haben". Dann sollen sich die Boten samt einer Botschaft von Glarus nach Walcnstadt verfügen, nur den^Schultheiß ^ögeli für seine bösen Händel und Schimpfreden zu berechtigen und zu verhaften. Endlich sollen sie auch mit denen von Sargans deßwegen reden (und sie auffordern), von dem Ketzerwcrk abzulassen, a. Da zwischen 830 Januar 1526. den zwei Königreichen Frankreich nnd England ein einiger Friede geschlossen worden, so wird verabredet, die mitgetheilte Copie zu übersetzen, auf dem Tag zu Baden zu verhören und nach Befinden weiter zu handeln, p. Heimzubringen das Gelcitsbegehren des Vogtes Fleckenstein von Lucern, des Panl Jsenflamm von Basel nnd des Marian von Lucca für sich, ihre Diener und die Waarcn, die sie zu fertigen haben, «j. Man hat ein Mandat des schwäbischen Bundes betreffend die Auslieferung der flüchtigen Banditen und Rädelsführer verlesen nnd diesen Artikel allen Orten mitgetheilt. i. („In alle Abschiede und in Zürich":) Von den VII Orten, nämlich Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Freibnrg und Solothnrn wird einhellig beschlossen: Man wolle, da ungeachtet der alten christlichen Satzungen an einigen Orten in der Fasten nnd zu andern verbotenen Zeiten Fleisch gegessen werde, nirgends mehr hin, anch nicht nach Constanz und ins Ausland, Vieh treiben lassen, sondern es verbieten, wehren und „niederwerfen" von Anfang der Fasten bis zu Ostern oder in die Charwoche, wonach sich jedermann richten möge. Die Botschaft von Basel soll den Anzug Lncerns in Betreff des Meyer (corr. Frei) zum treulichsten heimbringen, der einen Eid berührend Doctor Murncr geschworen; man erwarte, daß Doctor Murner die Sache nicht unberechtigt lassen wolle. t. Eine Botschaft des Bischofs von Constanz bringt folgende Artikel vor: 1. Der Bischof gedenke in seinem Bisthnm ein Mandat zu erlassen, das der christlichen Ordnung und zum Theil (auch) unfern (Neform-)Artikeln nicht zuwider, sondern für die bevorstehenden Fasten sehr nothwendig sei, um viele Laster und Sünden zu verhüten. 2. Wenn die Eidgenossen über seinen geistlichen Gerichtszwang Beschwerden hätten, so mögen sie solche eröffnen, um entweder sogleich darüber einzutreten oder auf Fem nächsten Tage zu Baden darin zu handeln. 3. (Er wünsche), daß das kürzlich dem Landvogt im Thurgan zu verkünden befohlene Mandat einstweilen sistirt werden möchte, da es die bischöflichen Rechte empfindlich beeinträchtige, den vorausgegangenen Abschieden, Briefen und Siegeln zuwider sei, und andere Orte daraus einen „unleidlichen Eingang" nehmen würden. 4. Laut eines Abschieds von Lnccr», anch anderer Zusagen und des zu Stein aufgerichteten Vertrags sei festgesetzt, daß der Bischof und die Stift bei ihren Rechten und Gerechtigkeiten bleiben mögen; da nun aber Viele die ersten Früchte, Consolationes und andere bischöfliche Rechte nicht mehr entrichten wollen, während Bischof und Stift jährlich über 2000 Gl. in die Eidgenossenschaft zinsen müssen, so könne er seinen Pflichten auch nicht mehr genügen; denn wo keine Einnahmen seien, höre das Ausgeben bald auf; daher begehre er, daß man ihn bei seinen Rechten schützen, ihm deßhalb einen Abschied geben und bezügliche Mandate wolle ausgehen lassen. — Da man über diese Dinge nicht instruirt ist nnd zugleich mit Anschlägen umgeht, eine gemeine Disputation zu halten, so wird der Vortrag in den Abschied genommen und dem Bischof einstweilen kein Bescheid crtheilt, in der Hoffnung, daß durch die Disputation diese und andere Dinge endgültig erläutert werden. Dem Landvogt im Thurgan hat man indessen befohlen, bis ans weitern Bescheid dem Mandat über den geistlichen Gerichtszwang keine Folge zu geben. St. A. Lucern: Ungebundene Abschiede. ,i. 1526, 13. Januar, Bern. Nathsbeschluß: „An gemein ratsbotten zno Lnzcrn versamlct, Ludwigen von Meßbach ein fürdernuß, ime gnot fürderlich recht (ze) halten wider (den) Widerker von Zürich, als er gelobt, dem vor inen ze stau." St. A. B-rn- Rath-manM. Im Berner Exemplar fehlen i». K, l, n, «, im Freiburger und Solothnrner I», <>, !, t, im Basler «», U, «>, K>, I, », l, im Schaffhauser :»—«?, A, I, «. Zu 1'. Als Ort der Disputation schlägt Bern in der Instruction für obigen Tag Basel, Constanz oder Wallis, für den nächsten Tag in Baden nur uoch Basel vor. Absch. x. »»g. -üi4. Zu l. Das Original gibt diesen Artikel ziemlich weitläufig und auf dem Rande folgende Anweisung für die Copisten: „In Basel und Solothurn wie da stat, aber sunst in die andern abscheid machcnds ufs kürzist: Es Januar 1526. 831 weist jeder boit, was unser Eidgnosscn von Solothurn lwtt ir eigen lüten halb, bcrüerend unser Eidgnossen von Basel, anzogen und was man denen von Basel in ircn abschcid geben hat, sollen die von Basel nf nächstem tag zu Baden darumb antwurt geben." Zu ll. Ucbcr die Sachlage geben folgende Acten, die sich sämtlich im Staatsarchiv Lucern bestndcn (Missiven), die nöthige Auskunft: 1) 1526, 18. Januar (Donstag nach Antonii). Hans Vurrach, Vogt zu Luggnris, an die Bolen der XII Orte. In den letzten Tagen seien' 3- 4 Fähnchen Spanier nach Domo gekommen, wo sie Stadt und Schloß erobert und besetzt und sich dann »ach Pallanza und Jntra gewendet haben; was sie weiter vorhaben, wisse er nicht. Da nun die Hälfte der Besatzung im Schlosse L. heimgcmahnt worden und der Nest schwach sc,, so habe er mit Beirath des Vogtes im Maicnthnl und Vogt Blätteki's von Uri einige Knechte ins Schloß genommen, die er auch behalten ivolle, bis er weitern Bescheid oder beruhigende Nachricht empfange. 2) 1526, 22. Januar (St. Vincenz), NachtS. Vogt Blättli und Michel Schüeli, Commissar zu Bellcnz, an Landammann und Rath in Uri. Mitthcilung obigen Schreibens zc. Ferner vernehmen sie von Kundschaften, die sie nach Como und Mailand geschickt, daß ein Theil der Spanier nach Gallcra, ein anderer nach Cantu gezogen, ihre Absicht aber noch unbekannt sei; wohl höre man von verschiedenen (unklar gehaltene») Drohungen gegen die Eidgenossen, zc. ») 1526, 22. Januar (Montag nach S. Sebastians T>). Hans Burrach, Vogt zu Luggaris, an die Boten der XII Orte. Die Spanier liegen noch immer zu Jntra und Pallanza, wie er früher geschrieben; daneben höre er, daß der Haufe, der zu Crcmona (Carmuncn) und Mailand gelegen, nach Gnllarate und der Umgegend ziehen, und daß sich dann alle zu Varesc sammeln wollen. Zum dritten Mal habe er heimlich Boten ausgeschickt, aber noch nicht erfahren können, was beabsichtigt werde; doch erhalte sich das Gerücht, das ein Biedermann von^nrese bestätige, daß die Spanier diese Landschaft überfallen wollen. Da nun das Schloß mit Mannschaft und Vor- räthcn schlecht verschen sei, so wisse er nicht, was er thnn solle, indem er die großen Kosten fürchte, wetzhalb er den letzthin geworbenen watschen Knechten wieder Urlaub gegeben, da er deutsche Knechte vorziehe; „dann ^ wälschen das böser wetten, so möchten si den tütscheu obligcn und müeßtcn wir thuon was st) wellte»" . . . Bitte um Antwort. 4) 1526, 23. Januar, 4 Uhr Nachts, Bellinzonn. Jost Blättcli und Michel Schüeli an Uri. Sic vernehmen, wie die Spanier und die Landsknechte gegen Gallarnte und Varesc und den See heranziehen^ auch Schiffe für sie gerüstet werden, und ihr Anschlag Lauis, Luggaris und Bellcnz gelte. . . ^ie, B. und S., stellen nun der Obrigkeit nnhcim, was hierin zu thun sei; sie haben indessen die Vögte gewarnt, damit sie sich rüsten. Hienac) bitten sie um Bescheid, zc. zc. 5) 1526, 23. Januar, Nachm. Caspar Staldcr, Landvogt zu Lauis, an Michel Schüeli, Vogt zu Bellenz, und Vogt Blättcli. Er habe gewisse Nachricht, daß die Spanier in dieser Nacht nach Varesc kommen wollen, und der Haufe in Cantu verstärkt worden sei; auch gehe ganz allgemein die Sage, daß sie diese Landschaften angreifen wollen; ihrem Drohen („brögen") nach sei ihnen gar nicht zu trauen, zumal sie (immer) nnt Listen »'»gehen; ferner verlaute, sie haben Pallanza und Jntra geplündert. Da die Umstände besorglich seien, so schicke er Späher »ach Varese -c. und werde schleunig berichten, wnS er erfahre; er möchte aber wünschen, hier einen Zust^ 5» haben, da er sonst einen Angriff ohne großen Schaden nicht abwehre» könnte. Bitte, diesen (beigelegten) ^ries eilends hinaus von Ort zu Ort zu schicken. 6) 1526, 26. Januar. Uri an Lucern. Mitthcilung der Missiven von den Vögten zu Lauis und Luggaris. Da die Umstände dringend seien, so erachte man für nothwendig, auf den Ernstfall unter den »«chste» Orten zu verabreden, wie man in der Eile sich vorsehen und die versprochene Hülfe leisten könnte. Dcßhalb habe man ans nächsten Montag (26. Jan.) einen Tag in Lucern angesetzt, und bitte man, in der Sache rnthen und handeln zu helfen, da man den Tag auch an Schwpz, Untcrwalden und Zug verkündet habe. . . 7) 1526, 26. Januar. Uri an Schwpz. Mittheilung der Schreiben aus Bellcnz -c. Wiewohl man de.» Boten besohlen, diese Schriften nach Bern oder Baden zu trage», sei doch nicht zu hoffen, daß in der Sache 832 Januar 1526. gehandelt würde, da die Boten keine bezügliche Befehle haben; darum sei der Dringlichkeit wegen ein Tag nach Lucern angesetzt, w. ?c. (wie oben). Zu <». 1525, 23. December, St. Inste bei Lyon. Louise, Regentin von Frankreich, an die Eidgenossen. Anzeige, daß zwischen Heinrich VIII. von England und ihrem Sohn ein Friedens- und Freundschaftsvcrtrag geschlossen worden, in welchen: die Eidgenossen ausdrücklich vorbehalten seien in der Meinung, daß sie sich schriftlich zu erklären haben, ob sie einbegriffen werden und alle sie berührenden Artikel beobachten wollen; verneinenden Falls würden sie in dem Vertrage nicht genannt. Zu weiterer Kenntnißnahme werden sie auf die beigelegte Copic desselben verwiesen und hienach ersucht, ihre (eventuelle) Annahmserklärung in der bezeichneten Frist an sie (die Regcntin) zu übermitteln, ?c. Hiezu gehört eine vom 6. October datirte französische Copic der Erklärung Seitens der Regentin, d. d. 26. September, in welche der Tert des am 13. August geschlossenen Vertrages, ebenfalls in französischer Ausfertigung, eingeschaltet ist. St.A. Bem-A. Fmnu-ich i. Zu q. 1525, 16. December. Gedrucktes Mandat der zu Nördlingen versammelten Hauptleute und Räthe des schwäbischen Bundes: Befehl (oder Gesuch), die flüchtigen Aufwiegler der Bauern und andere an der Empörung betheiligte Personen zu fangen, peinlich zu fragen und nach Verdienen zu strafen, zum mindesten sie nicht zu dulden, sondern wegzuweisen ?c. St. A. Zürich: A. Neichssachm (Besiegelte?. Er. für Stein a. Nh.). — K. N. Schafshausen: Corr. — Stadtarchiv St. Gallen. Einen Abdruck hat Schreiber, Bauernkrieg III, 202, 263. Zu «. Die hieher bezüglichen Acten glauben wir übergehen zu sollen. Zu t. Daß dieser Artikel hieher gehöre, können wir nur vermuthcn. — Vgl. Nr. 342 b, Note 3, im Eingang. SS7. Lucern. 152l>, c. 29. Januar. Vcrmnthlicher Tag der V Orte, in Sachen der ennetbirgischen Landschaften. — Vgl. Nr. 336, Note le 6. Acten liegen uns nicht vor. SS«. Krießen. 152k, 29. Januar (Montag vor Lichtmeß). Staatsarchiv Zürich: Urkunden. Kantottöarchiv Schasfhattsen : Urkunden. Gesandte: Zürich. Jos von Kuosen; Niklaus Brunner, beide Zunftmeister. Schaffhansen. Konrad Meyer; Hans Rudolf, beide Zunftmeister. Klage vor dein Landgericht im Kleggan gegen Meinrad Lüti von Lottstettcn, wegen ehrverletzlicher Aenße- rungen über die Vermittlerthätigkeit der zwei Orte in dem Bauernkrieg. Wir lassen einen Auszug des Originalberichts folgen: I. Vor Peter Bierer, Landrichter im Kleggau an Statt des Grafen Rudolf von Sulz, und dem an freier Neichsstraße versammelten Landgericht erscheinen die Boten von Zürich und Schaffhausen als Kläger und Anwälte ihrer Obrigkeiten gegen M. Lüte von Leutstetten. Sic ziehen an, „wie daß menklichcm das elend leben, allcill- halb verloffen, müssend, das nun vermelten Herren von Zürich und Schaffhusen leid; sy sigend ouch die tag und nacht früe und spat mit großein kosten umgeritten, ob sy die fach jendcrt zum besten hellend keren mügcn, und Januar 1526. uf das mclle sy bedanke», daß ctlich Personen inen sömlichs verkercn wellend, nnd nämlich vcr stundend sy, wie Meinrad der antwnrtcr der sige und sich habe lassen merken, daß irc Herren von Zürich nnd Schafshusen von denen, die die im Cleggöu überzogen Hand, gelt gnomcn und somlichs lassen beschcchcn, damit arm lüt im Cleggöu überzogen sind worden." 2. Meinrad antwortet, er anerkenne gern, daß die von Zürich nnd Schaffhansen das Beste gcthan, und danke ihnen dafür mit andern Leuten; er habe sich aber nicht geäußert, wie sie klagen, sondern gesprochein „Mine Herren von Zürich und Schasfhnsen Machend die nit, die die im Cleggöu überzogen Hand, ur,ach sh habend ein vertrag mit ciuandcrcn, daß sy nit wider einanderen thücnd;" was er weiter übe» sie gesagt, )a e er unbedacht geredet und begehre von ihnen Gnade. 3. Die Kläger begehren eine runde Erklärung, ob er die angeführten Worte gebraucht oder nicht. Er gesteht es ein, mit der Erläuterung, es sei ihm ein Sohn umgekommen, der kleine Kinder habe; das habe ihn „widerwärtig" gemacht, und er hätte nicht erwartet, daß die beiden Städte seine Rede so übel nufnehme» wurden; er bitte daher sie, den Landvogt nnd das Landgericht um Gattes willen um Barmherzigkeit. 4. Die Boten von Zürich und Schaffhansen reden weiter i Da Meinrad zugebe, was sie gegen ihn klagen, so müssen sie Recht und Gericht verlangen, weil er sie an Leib, Ehre und Gut angegriffen. Ferner haben vor einiger Zeit Etliche von Lottstetten nach Thayngen laufen wollen nnd irr Schaffhausen gesagt, es brenne dort, daß die Herren es in Abrede gestellt nnd ihnen zwei Kronen angeboten, haben sie dann verdreht und ausgestreut, man habe ihnen Geld aufdringen wollen, damit sie denen von Thayngen nicht zu Hülfe kämen. Als die von Schaffhansen Boten hinaus geschickt, um zu vermitteln, damit arme Leute nicht so zu Grunde gerichtet würden, haben der Mciurad und Andere eine» derselben ab dem Roß geschlagen. „Wyler habe man ze Dagingen »messen stürmen, darum daß man in sorgen stuond, daß der gwalt von Schnsfhusen ze grund gicng." Meinrnd habe im Wirthshaus daselbst offen gefragt, wo in», die seien, die Geld von den Herren nehmen -e.? Alles Warnen sc, umsonst gewesen. Darum meinen die Boten, er solle bußwürdig erkannt werde». 5. Meinrad erwidert, was denen von Schafshauscn begegnet sei, thue ihm leid; er habe keinen Antheil daran; die angezogenen Worte habe er „in eim bekümcreten gemüet onbedacht anhc geredet;" er wisse von den beiden Städten nichts als Gutes und wolle sie gern „entschlagen," vcrhoffe daher, daß ihm das Geschehene an Leib und Gut nicht schaden solle. 6. Nach beidseitigem Nechtsatz und gewohnter Umfrage wird Mcinrad bußwürdig erkannt und einhellig gcurtheilt, „daß er somlichc wort mit der zungcn büessen solle;" darum solle der Nachrichtcr ihn zu Händen nehmen und seine Zunge schlitzen, womit er nach dem kaiserlichen Recht gebüßt haben werde. Dieses llrthcil wird denen von Zürich und Schaffhansen ans Verlangen schriftlich zugestellt nnd besiegelt von Junker Konrad von Jestette» und Konrad Heggenzer von Wasserstclzen, Vogt zu Kaiserstuhl. (P°rg.-Urk»nd-n mir h-wgmdm Si-g-w.» SSN. Mern. 152«;, 31. Januar. Staatsarchiv Bern: Acten Kirchlich- Ang-l-g-nhcitm. Bortrag eirrer Botschaft der VII Orte, betreffend die Händel mit Zürich. . » T« z»>,l,M>ch s»z. A,,s !».-) «»».mg.» w VN O« w.m. Z.m.hm und geantwortet, man werde sich mit Stadt und Land berathen. 2) „Der siben Orten, nämlich Luzcrn, Uri, Schwiz, Undcrwaldcn, Zug, Fryburg und Solotorn sandbottcn fürtrag" ... I. „Anfangs, als dann verganges sars ein anlaß beschcchcn und an min gnädig Herren ^'»^'n by denen von Zürich hinfür uii ze tagen, sonder zno inen de., vis Orten ze stau, von wegen daß be.ne.R von Znr.ch von 834 Januar 1526, chrisienlicher altharbrachter ordnnng und bruch abgetrettcn, darus mancherlei Widerwärtigkeit, unruow und Uneinigkeit errnnnen und bishar täglichen ingcrissen; 2. „Und so nn nf gehaltnen taglcistungcn und snnst mittel gcsuocht, söliche nüwerung abzestellcn und hierüber an die von Zürich mit bricfen und sandbotten ze meren malen gelangt, von irem fürneiucu des nüwcn ingebrachtcn glouben(s) ze sinn, das doch nit so erschießlich gewesen, dann dag sy darin verharret, dadurch für und für sich zuogetragen, so dem alten christenlichen glauben widrig, und nit geduldet mag werde»; 3. „Damit aber söliche nüwerung abgestellt und ein lobliche Eidgnoschaft zuo cinigkeit gebracht und darin beharrlich belybcn (mög), in betrachtung der seltsamen und sarglichen laufen, so sich täglichen äugen, mög doch sölichs nit befunden werden, bcmcldt von Zürich standind dann von irem fürncmen des nüwen gloubens halb und christenlichen brach und üebung, besonders der meß und anderer sacramcntcn, wider an sich nemind. 4. „So aber sölichs durch dhcin ander mittel beschcchcn mög, min g. Herren von Bern standind dann zuo den vis Orten und inen znosagind, by denen von Zürich nit zc tagen (zuo) sitzen, dcß min Herren von Bern zuo tagen und nächst durch der dryen Orten Lnccrn, Underwalden und Solotorn anwält angekert und doch dhein lutrc antwurt darüber geben, dann daß si), wie hicvor sy sich entflossen, die band nn inen und andern Eidgnossen trüwlichen ze halten (crbotten). 5. „Und als min g. Herren van Bern hierum ir tresfcnlich botschaft gan Zürich abgefertigct, die früntlichcn und trungenlich anzekeren und bitten, nochmals von irem fürncmen zc wichen und (dem) alten harbrachten christenlichen bruch und ordnung ze gclcben; was aber da mit antwurt begegnet, sye inen nit ze müssen; 6. „Demnach habe es sich gefüegt, daß die von Zürich ir botschaft har gan Bern abgefertigct und fürtrngen lassen, als dann ir instruction ivyst; daruf min g. Herren von Bern inen geantwurt, sy sycnd willens und stetes fürnemens, an inen und andern Eidgnossen die püud ze halten. 7. „Uf sölichs sye eiir red zuo Zürich nf irem lnnd und im Thurgöw durch unnütz, unrüewig und nfrücrig Personen usgosscn, min Herren von Bern habind denen von Zürich zuogesagt, lyb und guat zuo inen ze setzen, daran sy, beincldt vis Ort, dhcin geloubcn (haben); nütdestermindcr sycnd ctlich durch sölich tinnütze red gestärkt, halsstarrig und beherzct worden und demnach ungeschickt Händel fürgenomcn und darin verharret, daß zc besorgen wyter gehandelt (werde), das christenlichem glauben widrig. 8. „Zuodcm söliche zerteilung des gloubens einer löblichen Eidgnoschaft großen Nachteil gebären möcht in anschung der schristen, so keis. Mt. den Eidgnossen znogeschickt, dheinen siner banditcn und abgetretnen in der Eidgnoschaft zuo enthalten, dem doch nit gelebt (ivcrd), und hieruS krieglich nfruor entspringen möchtind. 9. „So dann auch von gloubwirdigen Personen in Wallis brief usgangen, wie die Spanier das Aeschental, Tum und ander byligend landschaftcn zuo Händen des Keiscrs iugenommcn, dadurch die Walliser in sorgen, wo ein Eidgnoschaft mit krieg angefallen wurd, von inen kleiner hilf und zuozugs zuo erwarten, als mit eignen geschästcn, ir land zc beschirmen, beladen. 10. „Darzuo sind auch von den vögtcn zuo LucariS und Louwis ylcnd warm>»g(cn) kamen, wie die Spanier zuo Jntra, Palanza und Baris syend und sich besamten, daß zc besorgen, sy werdind der Eidgnossen platz und land daselbst überfallen. 11. „Und so (uf) lctst gehaltncr taglcistung zuo Lucern min g. Herren von Berti abermalcn ir vordrig antwurt geben, gegen mcnklichem die bünd zuo halten und ircn vcrmög zuo gestatten (sio), sye(n) sy doch, die vis Ort, derselben antwurt nit bcnücgig, dann sy (on das?) alle zyt ungezwyfelter Hoffnung gcsin und noch sycnd, min g. Herren von Bern haltind an inen die bünd, erhousche auch nit ir begcr söliche antwurt. 12. „SonderS, so doch (uf) vilfaltig Werbung, bitt und crsuoch, dhcin abstand an denen von Zürich erfunden, dann daß sy beharrlichen in irem nüwen glauben bclybcn, durch wclichcn täglichen ungeschickt Händel allenthalben sich zuotragcn, als mcnklichem wol ze müssen, unnot zc crzeleu; uf sölich schwer seltsam und sorgsam löuf habind ir Herren und ober» von bemelten vis Orten sy abermalcn mit ernstlichem befclch und völligem gwalt gesandt, min g. Herren von Bern nf das höchst zc crmanen, bitten und ankeren, inen den siben Orten zuozcstan und eigentlich zuo(ze)sagen, by denen von Zürich nit zuo tagen (zc) sitzen, ob villicht durch sölich mittel bcmeldt von Zürich von irem fürnemcn gewisen, und gott der allmächtig sin gnad harzuo sandte, dadurch ein lobliche Februar 1526. 835 Eidgnoschaft zuo cinigkeit kommen und christenlicher alter ordnung nachgelebt wurde-, dann wo sölichs nit besche )en, syc zuo besorgen, wo wir von fürsteu, Herren und mcnklichcm, so uns findlichen verhassen, mit krieg angegriffen wurden, durch sölich zertcilung des gloubens uns großer schaden, niderlag und Zerstörung zuozcstan, so doch der mund der warheit geredt, ein jetlich rich in sich zerteilt werde zerstört. 13. „Und wo wir dann in kriegen zcsammen kommen und ctlich (den) alten cristenlichen glauben halten, und die andern darwider handeln und villicht verspotten, wurde nützit guots darus erwachsen, wo man ic a en ordinanzen der kilchen, gewichter Personen und anderer fachen halb nit halten; dann leider mcnkli )cm ze wussen, was darus entsprungen, und wie ein Eidgnoschaft um lib, eer und guot kamen, auch in kleiner achtung ist und wenig gloubens mer hat. . ^ 14. „Uß sölichen Ursachen und gründ(en) ir Herren von den vij Orten bewegt, hnbind sy sölichs angestchen, dhcins fürnemcns, ützit unfrüntlichs wider bcmcldt von Zürich ze handlen, deß sich nicmands zuo wen (söll), sonders damit ein lobliche Eidgnoschaft, durch zweyung des gloubens zertrennt, wider geeint, dadurch sinv- lichem gewalt mit cinhäller gcgcnwer und dapferlichem widerstand begegnet mög werden. „Zuo dem daß sy willens, an denen von Zürich und andern die pünd ze halten und si ) es icch en (ze) benüegen, wie wol menklichem zuo wüssen, ob sy, die von Zürich, von (den) pünden nit (selbs) a getretten, und ob unser alt vordem sölicher gcstalt zuosammen kommen, das sich NU erlütern der zyt, so man die pund schweeren wirt. ^ 16. „Wann dann bemeldt von Zürich alte christenliche ordnung und sahung wider anncmend, wellend sy, die vij Ort, dheinswcgs von inen stan und by inen als ir altvordern ziio tagen sitzen, wie sy dann zuosammen kommen. 17. „Zeleist syend sy guotcr zuoversicht, min g. Herren von Bern habend sy, die vij Ort, m grogerher) achtung dann ein cinzigs Ort, hieruf fründlichcr antwurt begcrcud." St. A.Bern: Kirch!. Angelegenheiten (doppelt). — ib. Teutsch Mispven Y. Sa 11. Abgedruckt bei Stürlcr, Urkunden ?c. I, 373—377. Dieser Vortrag sowie derjenige der Zürcher Botschaft vom 21. Dec. 1525 wurde hierauf wi die Gemeinden gebracht, deren Antworten Stürlcr nach den Originatien in den Acten Kirchl. Angelegenheiten wörtlich mittheitt, s. I. 377—418. Das bezügliche Begleitschreiben Berns s. ebendort x. 153—154. STV. / Watdshut. 1526, 1. und 6. Februar. Staatsarchiv Zürich: Tschud. Documenten-Sammlung, T. IX, Nr. 15. ^ ^ F^r.) 1. Der Landvogt zu Baden und zwei Boten von Lucern und Zug beklage» Ulrich Bachmann, ^inger von Waldshut, vor deni Gericht im Nathshaus um die Aeußerung, die er zu Baden gethan, daß die > genossen von der Herrschaft Oesterreich 16,000 Gulden genommen und dagegen den Bauern keine Hülfe geleistet a en, und ferner daß der genannte Landvogt von dieser Summe 600 Gl. empfangen haben solle. 2. Darauf läßt der Beklagte antworten, er habe zwar gemäß der vorgebrachten Klage geredet, daniit aber wahrlich weder die Eidgenossenschaft noch den Landvogt oder sonst Jemanden schmähen wollen, sondern nur aus n esonnenheit nachgesagt, was er von Andern gehört, wisse jedoch denjenigen nicht anzuzeigen, von dem er es vernommen habe; er bitte zum höchsten um Gnade, Barmherzigkeit und Verzeihung, mit Rücksicht auf seine ^mfalt und seine kleinen Kinder. 3. Die Kläger stellen nun das Begehren, daß er gestraft werde, und eröffnen, daß sie keine andern Befehle M en, als das Recht zu erwarten. Da hierauf Bachmann abermals um Begnadigung bittet, so nehmen die Richter Bedenkzeit bis zum 6. d. M. („heut"). Februar 1526. II. (6. Febr.) Der Landvogt und der Stadtschreiber von Baden begehren, das; das Urtheil gesprochen werde, worauf zu Recht erkannt wird, der Beklagte solle auf den offenen Markt geführt, seine Zunge mit einem Nagel „an den Fischmarkt" geheftet werden, ihm dann ein Beimesser gegeben und gestattet werden, sich die Zunge damit abzuschneiden oder sie wegzureißen. Wenn er das (eine oder das andere) Ihne, solle er sein Unrecht gebüßt haben. Dieses Urtheil ist von dem Nachrichter vollzogen und den Klägern auf ihr Verlangen die Urkunde zugefertigt worden. Das Original scheint verloren zu sein. Zur Verbindung mit Nr. 336 n legen wir folgende Missive ein: 1526, 28. Januar (Sonntag vor Lichtmeß). Ulrich Türler, Landvogt zu Baden, an Lucern. Infolge des Abschieds von Lucern, daß die Eidgenossen den Uoli Bächli (sie) zu Waldshut berechtigen wollen, und daß er den Rechtstag auf nächsten Dienstag fordern solle, habe er (auf bezügliches Schreiben) die Antwort erhalten, Christoph Fuchs sei nicht daheim, was er sofort an Zug gemeldet; in dieser Stunde sei nun aber die Anzeige eingelangt, daß derselbe auf Donstag der Lichtmeß Abend (l. Febr.) früh ein unparteiisches Gericht vertagt habe; deßhalb möge Lucern seine Botschaft auf Dienstag Abend nach Baden senden, damit sie rechtzeitig in Waldshut erscheinen könne. Das Gleiche sei an Zug geschrieben. St. A. «»--m: MW»-». SurgllNS. 15>2li, 3. Februar f. Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede II. k. I6l. Tag der in Sargans regierenden Orte, ohne Zürich. I. Es werden die Beschwerden gegen Schultheiß Vögeli von Walenstadt vorgebracht: 1. Als der Landvogt zwei (Burger) von Wälenstadt in den Landrath beschieden, hat der Schultheiß eine Gemeinde versammelt und vor derselben geäußert, man sehe wohl, daß der Landvogt die Freiheiten der Stadt brechen und den der Stadt geschwornen Eid nicht halten wolle. Dieß bezeugen bei ihren Eiden Hans und Jacob Bünzlin. 2. Im Wirths- haus zu Walenstadt hat er sich sehr ungebührlich geäußert, als der Landvogt und der Hauptmann von St. Gallen seinen Bruder, den Pfaffen, verhaften wollten; solches bezeugen der Abt von Pfäfers bei seinem Amt, und Ammann Zack und Ammann Asmann (Aschmann?) bei ihren Eiden. 3. An einer Gemeinde hat er öffentlich gesprochen: Die Bürger können sehen, daß die Regierungen die Freiheiten der Stadt in fünf Artikeln brechen wollen; darum wolle er nach Zürich und Glarus gehen und dort Anzeige machen; zu den andern Orten mögen die Burger schicken; wenn aber das nichts helfen würde, so wollte er, sofern alle seines Sinnes wären, Waleustadt ihren Kirchhos werden lassen; dann würden sie versuchen, wie vormals die Glarner, mit einigen Hunderten viele Taufende zu schlagen; denn die Herren geben jetzt gute Worte, bis sie die Stadt um alle ihre Freiheiten gebracht hätten. Dafür zeugen Hans und Jacob Bünzlin bei ihren Eiden. 4. Vor dem Landvogt hat er geäußert: Als er zu Pavia gefangen gelegen, haben die Spanier und Landsknechte seiire Herren Blutsverkäufer genannt; weil sie nun dessen „sich nicht versprechen," wolle er sie nicht mehr als Obrigkeit anerkennen. Solches bezeugen Lienhard und Christian die Scherer bei ihren Eiden. 5. Als der Landvogt und der Schultheiß Kramer zu Walenstadt über Nacht gewesen, und zwar aus höherm Auftrag, nämlich in Sachen der Fischeuzen daselbst, und die Pferde noch Haben besorgen wollen, haben sie alle Thore verschlossen und besetzt gefunden; dies hat der Schultheiß so angeordnet in der Meinung, es kämen Leute über den See herauf, um ihn und seinen Bruder gefangen zu setzen; nach einiger Zeit sei endlich ein Thörlein geöffnet worden, unter welchem Schultheiß Vögeli gestanden. / Februar I52K. E .^n dein Streiihandel seines Bruders, des Pfaffen, mit Niklans Linder hnl er i» Weesen van dessen Gegner Jcnob Gaffaser Kundschaft nnfgenannnen und sie fälschlich in den andern Proeeß hineingezogen, dann als Richter Zwischen Klaus und Jacob dem erster» mit hartem Urtheil gedroht. Das bezeugen Hans und Jacob „die Bünzling" bei ihrem Eid. 7. lieber den Handel „des Euterleins" halb seien die Herren schon berichtet. II. Auf dieses wnd erkannt und gesprochen: Es soll Vögeli einen Eid schwören, daß er den Regierungen und dem Landvogt Ilm echt gethan und sie verleumdet habe, und daß er nichts anderes von ihnen wisse, als daß sie biedere Leute seien, er soll ferner seiner Ehren und Acmter entsetzt sein, vor St. Johanns Tag im Sommer dem Landvogt 2W Gulden entrichten und dieses Urtheils wegen Niemand anfechten, mit Vorbehalt dessen was die Herren nnd Oben, etwa nachlassen wollen. III. Hierauf stellt Vögeli die dringende Bitte, man möchte sich für ihn bei den Oben, dafür verwenden, daß ihn: diese Strafe erlassen werde. I». Es haben die Obrigkeiten bisher unangefochten einen Holl diesseit des Rheins am Scholberg bezogen; nun wird berichtet, daß der Graf von Sulz jenseits („glich enhalb") einen Zoller eingesetzt habe, und zwar auf eidgenössischem Gebiet, laut der Briefe und Siegel, welche dem Caspar von Mnlinen, als Obmann zwischen den VII Orten, (vor Jahren) zu Einsiedeln überantwortet sind; >wch diesen Schriften soll man sich sofort bei ihm erkundigen, e. Da nnsere Herren in jedem Scnnthnm im Omganserlaud ein Vogelmahl, nämlich einen Tag Milch jährlich haben, so begehren die Landlente, daß man >h»en dafür alle wilden Thiere vertilge, «i. Einige Landlente, die ein Feld mit einander besitzen, beschweren llch darüber, daß der Landvogt den Sommer über darauf vier Ochsen halte, was früher nicht üblich gewesen sei; ^zn komme, daß diese Ochsen dem Lande wenigstens dreimal mehr Schaden als dem Landvogt Nutzen bringen. Die von Walenstadt und besonders Schultheiß Vögeli glauben, der Landvogt habe den Eid an ihnen gebrochen, indem er selber zwei Männer für den Landrath bezeichnet nnd zur Versammlung geladen nnd den Pfaffen (Vögeli) habe verhaften wollen; man ist aber der Ansicht, der Landvogt sei nicht schuldig, ihnen zu schwören, indem vor Zeiten Oesterreich einen Vogt ans Nidberg gehabt, dem die von Walenstadt, wie er ihnen, haben schwören müssen; "»n seien die Eidgenossen Grafen zu Sargans, die denen von Walenstadt nie haben schwören „dürfen." i'. Gegen Georg Wüst, der eigenmächtig eine Landsgemcindc ausgerufen, deßhalb in jede Kirchhöre zwei Männer geschickt "»d an drei Orten die Leute zur Rüstung aufgefordert hat, in der Absicht, das Kloster Pfäfers „umznkehren," Abt „hinweg zu richten," dann den Landvogt nnd den Schultheiß zu Sargans zu bestürmen, wird erkannt, « solle als einer, der Ehre nnd Eid nicht gehalten, keiner Ehren mehr fähig sein nnd dem Landvogt in Monals- luj 5g Gl. (Buße) entrichten. K'. Ein Verzeichnis; der andern Aufruhrer, die maü lluch gestraft hat, legt man ">ll das, Schloß Sargans zu ewiger Gedächtnis;. I». Da Einige von Walenstadt an verbotenen Tagen Fleisch gegessen, und die Bürger sich anerboten, sie selber zu strafen, und da sie nun Jeden zu Iii Pfd. Heller, oder >n einem Tag Gefängnis; zu Wasser nnd Brot vcrnrthcilt haben, so hat man sich damit begnügt. Von einer Verhandlung in Glarus (vgl. Nr. 336 i>) wissen die uns bekannten Quellen nichts. Dennoch dmfen wir vermuthen, daß eine solche zu Ende Januar stattgefunden; wir verweisen deßhalb auf den Abschied vom IS. Juli d. I. — Bei diesem Anlaß constatiren wir auch, daß die bisher nach Val. Tschudi's Chronik (Archiv IX, 341) angenommene Sendung der VII Orte nicht in das Jahr 1525, sondern 1527, zu versetzen 'st, wie des Nähern im „Archiv", Bd. XVIII, erwiesen wird. 838 Februar 1526. Z4T. Waden. 152k, 3. Februar f. (Samstag nach Purificationis Maria f.). Staatsarchiv Lucern: Allgcm. Abschiebe, II. k. 154. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 9. k. 278. Tschud. Abschiede-Sammlung Bd. 6, Nr. 25. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, 55. 145. Kantonsarchiv Basel: Abschiede. Kantonöarchiv Kreiburg: Abschiede, Bd. 12. Vb. 65. KantonSarchiv Solothnrn: Abschiede, Bd. XIV. Kantonsarchiv Schaffhansen: Abschiede. Landesarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Zürich. Diethelm Röist, Blirgerineister; M. Rudolf Thnmisen. Bern. Konrad Willading, Venner. Lncern. Hans Hug, Alt-Schultheiß, llri. Niklaus Muheim. Schwyz. Vogt „Viglig" (Fügli?). Unterwalden. Anton Adacker. Zug. Vogt Schönbrunner. Glarus. Marx Mad, Anunann. Basel. Heinrich Meltinger, Burgermeister. Freiburg. Venner (Ulrich) Schnewli. Solothurn. Hans Hngi. Schaffhansen. Hans Jacob Murbach. Appenzell. Jörg Meyer. — E. A. A. k. 20 a. n. Das abermalige Gesuch des Vogtes Fleckenstein von Lucern und des Marian von Lucca um Geleit, durch einen Diener angebracht, wird wieder heimzubringen beschlossen, weil nicht alle Boten instruirt sind. Ii». Auf die Anzeige, daß Hieronymus Moresin zu Lauis, ungeachtet des ab einem Tage zu Bern erlassenen Befehls, ihn „ruhig" zu lassen, wieder in Gericht und Rath gesetzt worden, wird verabredet, es sollen die auf die nächste Jahrrechnung zu Lauis gehenden Boten beauftragt werden, diese Dinge zu untersuchen und das Nöthige zu verfügen, v. Es ist ein Schreiben des Bischofs von Lodi eingelangt, welches meldet, daß ihn der oberste Regent in Frankreich schriftlich beauftragt habe, wichtige Sachen vor die Eidgenossen zu bringen, weßhalb er um Geleit nachsuche. Da die Boten hierüber ohne Vollmacht sind, so wird das Begehren in den Abschied genommen, um auf dein Tage zu Einsiedeln darüber Antwort zu geben. «R. Auf die zahlreichen Schreiben und Warnungen der Vögte und Commissarien zu Bellenz, Lauis und Luggaris, wie die Spanier sich den Grenzen nähern und die gemeine Rede sei, daß sie einen Ueberfall auf diese Landschaften im Schilde führen, wird beschlossen, es solle sich Jedermann rüsten; im Fall eines Angriffes sollen die nächsten Orte sofort aufbrechen und es ihren Nachbarn verkünden, damit sie ihnen zuziehen, und die Angehörigen der Eidgenossen geschirmt und entschüttet werden. Bei einem solchen Zuge soll die Ordnung beibehalten werden, welche die Väter beobachtet haben, * als mit Messe halten ?c.") « . Auf Anrufen Franz Wolf Angel's wird erkannt, es sollen die von Schaffhansen ihrem Burgermeister wie bisher gestatten, demselben behülflich zu sein, ll» Nachdem der Streit zwischen Basel und Solothurn, in Betreff ihrer eignen Leute, ans diesem Tage weitläufig verhandelt worden, hat man sich zu dem Vorschlag vereinbart, daß sie „nochmals" Boten von vier Orten nehmen, welche die Sache in Güte zu vergleichen suchen sollen; sei das ohne Erfolg, so mögen sie dann gemäß den Bünden das Recht brauchen. K. Heimzubringen das Gesuch von Lombard's Sohn von Basel, ihn bei dem auf einem Tag zu Baden versiegelt gegebenen Geleite bleiben zu lassen, indem daraus für die Eidgenossenschaft kein Schaden, sondern nur Vortheil erwachse. I». In Betreff des Hauptgeschäftes, nämlich der Disputation, ergibt sich aus den Instructionen der eilf (Zürich x) Orte, in Abwesenheit Zürichs, daß die Mehrheit der Orte, eines oder zwei ausgenommen, des Willens ist, die Disputation vor sich gehen zu lassen, wobei (aber) Basel ganz ernstlich bittet, dieselbe nicht in seine Stadt zu verlegen, aus verschiedenen vorgebrachten Gründen. In dem gepflogenen Rathschlag äußern auch etliche Orte die Ansicht, es möchte rathsam sein, den Papst, den Kaiser und andere mächtige Fürsten, als denen (zunächst) die Abstellung solcher Sachen zustehe und obliege, die Einigkeit im Glauben herzustellen, davon zu benachrichtigen; deßgleichen Diese Stelle hat der Zürcher Text nicht. Februar 1526, 889 werden Bedenken über die Kosten und andere Schwierigkeiten erhoben, — Deßhalb hat man das schriftliche Anerbieten Doctor Johann Fabri's verhört, sowie dessen ausführlichen Nathschlag, in welcher Gestalt die Disputation gehalten werden möchte. Ferner ist beantragt, die Bischöfe von Eonstanz, Basel, Lausanne, Wallis und Chur zu benachrichtigen und sie einzuladen, ihre Gelehrten dahin zu senden und ihre Nachschlage einzureichen. — Hierauf wurden die Boten von Zürich beschickt und die Meinung ihrer Obern betreffend diese Disputation vernommen. ^>e antworten „nach der Länge," der Papst habe ihnen vor einiger Zeit ein Breve zugeschickt und darin unter Anderm gemeldet, daß er nächstens einen gelehrten Mann nach Genf oder Lausanne schicken wolle, der sie ans der hl. Schrift ihrer Jrrthümer überführen werde; darauf haben ihre Herren dem Papste bei einem eigenen Boten geantwortet, weßhalb sie jetzt die Disputation nicht für nothwendig halten; doch wollen sie die Eidgenossen nicht hindern, eine solche anzuordnen; dagegen bitten sie auf's ernstlichste, daß dieselbe in der Stadt Zürich gehalten werde; sie seien auch bereit, jedermann dazu freies sicheres Geleit zu gewähren, da sie sich doch allezeit erboten haben, sich aus der heiligen Schrift belehren zu lassen; sie wollen aber nicht Richter über das Gottcsworl und diese Disputation sein, da sie wohl erkennen, daß über das Wort Gottes niemand Richter sein könne, als das Wort (Pottes und die hl. Schrift allein, und wie Einer das Wort Gottes verstehe, darnach möge er glauben. — Auf diese Erklärung hin, und mit Rücksicht darauf, daß nicht alle Orte für die Disputation stimmen und die Folgen wichtig sjud, hat man jetzt nichts Endliches beschließen wollen, sondern die Sache in den Abschied genommen, um sich auf dein nächsten Tage zu Einsiedeln zu verständigen, wo und wie man die Disputation halten wolle. I- Auch das Geschäft der Rechtfertigung der neu» Orte gegen .Zürich wird auf den Tag in Einsiedcln verschoben, und der in Luceru getroffenen Abrede gemäß beschlossen, daß die früher dabei betheiligten Personen wieder dazu verordnet werden sollen. St.. Endlich stellen die VII Orte an die vier Orte Glarus, Basel, Schaffhausen und Appenzell die dringende Bitte, dieselben möchten zu ihnen halten in diesen bedenklichen Zeiten, wo man sehe, wie die Fürsten sich mit einander verbinden, wie in Mailand med anderwärts Gefahren drohen, derart daß zuletzt alles über die Eidgenossen kommen werde, indem ihnen niemand gewogen sei, und die jetzt obwaltende Zwietracht die Fremden nur crmuthigen könne, etwas „Gewaltiges" zu versuchen; die Boten mögen dies nochmals an ihre Obern bringen »nd sie bitte», zu den VII Orten zu stehen und sich zu erklären, daß sie nicht mehr neben dunch tagen werden, sofern es von seinem unchristlichen Wesen nicht abstehe; auf diese Weise könnte man hoffen, daß Zürich zu seiner Pflicht zurückgebracht, und Friede und Einigkeit wieder hergestellt würde; darüber mögen stch die vier Orte auf nächsten Tag zu Einsiedeln, auf Neminiscere ( 25. Februar), erklären. I. O(»o)frion Setzstab bringt vor, daß er mit Fabian, dem Büchsenmeister zu Bern, wegen eines Wortwechsels in Rechtfertigung gekommen; aufgefordert seine Kundschaften vorzulegen, wisse er sie nicht anders zu erlangen, als durch einen Aufenthalt in Zürich; deßhalb bittet er die Eidgenossen, daß ihm ein Geleit für acht Tage ausgewirkt werden möchte. Die Boten von Zürich werden nun ersucht, im Namen aller Orte sich dafür zu verwenden; wird das Geleit bewilligt, ia soll es dem Setzstab nach Baden geschickt werdein i». Der Bote von Bern begehrt Antwort betreffend den Rcversbrief wegen Neuenbürg, von den Orten nämlich, die noch nicht zugesagt haben. Der Ammann von Glarus erwidert, der Abschied vou Lucern sei ihm erst am letzten Mittwoch zugekommen, und nnr darum noch kein Nathschlag darüber gepflogen worden. Es wird ihm nun ernstlich empfohlen, die Sache an seine Herren und Obern zu bringen, damit sie auf dem nächsten Tag ihre Antwort geben können. > ist dem Zürcher, en dem Glarner Exemplar eigen. Jenem fehlen !i-«?, v—K, ü theilmeisc, dazu K. dem Berner v, dein Freiburger v, K, i zc., dem Solothurner und Schaffhauser v, I zc.; im letzter» ist t' gestrichen. Im Basler sind «, i, l zc., im Appenzeller I», v, i, i ?c. nicht eingetragen. »40 Februar 1526. Zu Die erwähnte Zuschrift fehlt. Zu «I. Von bezüglichen Berichten liegen nur zwei vor: 1) 1526, 28. Januar (Sonntag »ob U, Frauen Lichtmeß), Hans Bnrrach, Commissar zu Lnggaris, an Vogt Blättli, Gesandten von Uri, und den Vogt zu Bellenz. In der letzten Nacht sei ein Bote, den er an den Langensee hinab geschickt, zurückgekehrt mit dem Bericht, er habe zu Pallanza von Spaniern und andern Leuten vernommen, daß jene sich zu Einem Heere sammeln und nach Bellenz rücken wollen. Das Gleiche melde ein heute Morgen aus der Gegend von Lavcno gekommener Mann, der es von Spaniern selbst gehört haben wolle. Da man diese Drohung täglich höre, so scheine räthlich, es den Herren zu schreiben, zc. 2) 1526, 29. Januar (Montag vor Lichtmeß). Obwalden an die Boten von Luccrn, klri, Schwyz, Zug und Glarus (in Lucern). Antwort über die von llri mitgetheilten Schriften zc. Es sei wohl nothwendig, sich vorzusehen; iveil aber die Sache alle XII Orte angehe, und Uri seiner Botschaft befohlen, solches in Baden vorzubringen, so wolle man erwarten, was gemeine Eidgenossen darin handeln. Einen so raschen Ucberfall müsse man übrigens nicht befürchten, da jene Rüstungen vermuthlich nur dem „Herzog ans Frankreich" zn lieb oder zu leid geschehen, er. Beide Stücke im St. A. Lucei'n: Missivell. Vgl. Nr. 336, Noten le, 1 — 7. Zu f. Basel erörtert seine Motive in einem beachtenswerthen Jnstrnctionsartikel (S. Abschiede). Zu Ii. 1) Hier ist zunächst die Basler Instruction zu beachten. Die Boten sollen zum drnstlichsten vortragen: „Wir, als die do ganz geneigt, guotwillig und beging wärend, guot frid und einigkcit gegen dem nächsten, darzuo das heil unserer seelen zuo fürdern, habend discr dispntation mit hohem ernst nachgedacht, und sye nit on, wir syend verrückter zyt für uns selbs in willens gsin, ein gespräch mit unseren geirrten anzcsechen, aber uß bewegenden Ursachen sye es im besten von uns nnderlassen. Nun, so wir die gegenwirtigen löuf, die sich an allen orten sorklich erzeigen, darzuo die geforliche zyt bedenken, mich hicby erwegen, wann das geschrei usgon, wie ein gemeine lobliche Eidgnoschaft in willens sye, ein christenlich gespräch und dispntation ze halten, daß solichs ein treffenlich ansechen haben, und aber bester weniger nit zno erhalten sorklich und schwer sin wurde, den theil. so in solcher dispntation obligen, zevor, (?...) wann disc dispntation nit mit willen des Bapstes und (der) Ständen des Rychs fürgenommen, dann es ongenschinlich, daß uf beben theilen Partien und also besinnet sind, daß ir jede den waren christenlichen glauben zc haben vcrhoffet, darby wol zno gedenken, daß sich dhein teil lichtlich von sinem erkannten glouben abtriben wurde lassen; deßhnlb davon geredt, daß es schier das best sin, daß wir Eidgnossen uns vereinten, in unseren landen cinandern güetlich ze dulden, das ketzer schelten und andere schmähungen abstallten, diemyl es doch am tag ist, daß jede party das, dem sy hierin anhangt, Gott, der unser aller Herr ist, am gefclligisten sin achtet; es wäre dann fach, daß dise dispntation mit Vergünstigung des Bapstes, onch keiserlicher Majestät beschechc» und zuogan; dann möchte bester lichter, weß man sich vereinigte, erhalten werden, zc. „Es ist onch vorhin wol zuo bedenken, wann die dispntation also fürgang haben, daß die soll und inuoß mit hoher dapfcrkeit und ernst vollfüert werden, welichs nit on schweren kosten zuogan, dann die nit so schnell sich wurde enden, sonder vilicht ein jar zwei oder drü wären wurde, daß dann zevor onch darvon geredt, wie wir Eidgnossen de» selbigen kosten cinandern wellen helfen tragen. „Des Platzes halb, als in jüngstem abscheid ein statt Basel anzeigt, will uns gar überlegen sin, die dispntation by uns zuo beschechc» lassen, von wegen der übertrcffenlichen großen sorg, die wir haben müeßtcnd, onch unsere bürgere mit huoten und wachen so hart beschweren, daß es unträglich sin wurde; dann on zwifel so wurdcnd bebe Partien mit großen Hufen erschinen, da zuo besorgen, daß es knm on ein uflouf zergon möchte. „Zuodem wirt es schwer sin, richter zc bekomen; dann wiewol das göttlich wort alle ding richtet, und von niemandem geurteilt wirdet, jedoch diewyl bebe theil die schrift anregen, so »messend je fromme gelerte männer sin, so do entscheiden mögind, welcher theil die göttlich geschrift am trüwlichisten handle oder in ein verkerlichen verstand fücre; wo aber die selbigen zuo bekomen syent, wirdet vil nachfrng haben; es wird onch frilich einem jeden frommen und verständigen beschwerlich sin, in disen treffenlichen fachen ze urteilen. Zuo dem muoß man die selben gelerten uf unfern kosten haben" . . . K.A. Basel: Abschiede. Februar 1526. 841 2) Sodann gehört hieher der Vorschlag des Bischofs von Konstanz: „Welcher maßen der hochwirdig fürst und Herr, Herr Hugo, Bischove zuc Costauz, seiner f>>- freunde» den Aidgnossen ir angesechne Kollation oder Verhör fürzencmen sein vermainct." „Anfangs, diewcil (das) bischoflich anrptc zmn höchsten und förderlichsten crhaischet die von Gott bcfolchne schäflin in rechter christenlicher lere ze waidncn, irtumb und kätzereyen, .wo die einwurzeln und anfcrsteen, nach höchitem vermögen auszereiten und niderzetrucken, so hat mein gnädiger Herr von Kostanz in ansang der setz- lensigen verföcrischcn Zwinglische» leren seiner f"- G>» freund und lieb Pundgnosscn von Zürich zum ofternraln schriftlich und ctwo durch ir botschaftcn mundtlich gcwarnet, auch ganz vätterlich und trewlich crmanet, von bcmclis Zwinglins irrsäligcn leren (daraus dann nicht(s) dann dasjenig, so laider vor äugen, erfolgen möchte) abzestccn und bei alt loblich hergebrachten christcnlichcn Haltungen wie von alter har zue beharren, auch deshalb büechliu >n truck an sy ansgcn lassen, und irs achtens gcnzlich uicht(s) undcrlassen, so s>) aus bischöflichem ampte schuldig llewcst und das zue crhaltung unsers hailigcu glanbcns, auch widcrpflanzung gemains fridens und ainigkait in der loblichen Aidguoschast gediencn mögen. Was aber solchs alles verfangen, bcsclchcn sein dem Allmächtigen. „Su nu gcmain Aidgnossen, als die alt bericmbteu liebhaber und schirmen unsers christenlichcn glanbcns, i»en selbs, solcher obbcmclter unleren, irtumben und kätzereyen abzchclfcn vorhaben und das selbig vielleicht von >»erer stiege und glimpfs wegen durch am Kollation, Gesprech oder Verhör förzcucmcn sein vermaincn, darab dann mein gnädiger Herr nit wenig freudc und trosts empfangen, dann das selbig zum vordersten gott dein Herren hoch gefällig und uit allein gemaincr Aidguoschast, besonder auch mäniktichem ausserhalb der selbigen, da dann diser Unglaube auch eingebrochen, loblich, nutzbar »ud tröstlich sein ivirdet, darumb sich sein f». G»- hiemit, ivic ouch vormals mer beschcchcu, erpottcn haben wöllcn, inen in solchem hailsamm erbcrcn förncmcn und damit unser hailjger glaub, Halle der seclen, gemaiuer fridc und ainigkait voran wider pflanzt werde», all irs Vermögens treulichen ze verhelfen noch ichts sich daran bednureu ze lassen, sonders in allweg gegen inen, als ainem getreuen Vatter, Bischoffeu und Hirten wol gczimbt, sich zue beweisen, auch mit den werken zue erstatten. „llnd wann dann die Aidgnossen aus (dem) nächsten tage, zue Baden im krgeiv geHallen, mcins gn. Hern» botschaft daselbst angelangt, daß sei» f. g.. rvölchcrnraßcn sr) ccgedacht gcspräch ald verhör förzencmen sein erachteten, inen je getreuen rathe mittailen wölltc», darauf so haben sein s. g. mit samt dcro namhaf(tc)stcn llrätcn dig fache auf nachfolgende mairrung (rmvcrwaigcrt bessers ratschlags) erwegen." „Erstlich wohin die Malstatt zue legen. „Wicwol die Statt Basel aus vil eehaftcn beweglichen Ursachen fast wol gelegen und geschickt will", dieweil aber Sccolanrpadius und ander vil mer lutherscher predicanten das gcmain volk in namhafter anznl inen daselbs anhängig gemacht und vcrsöert haben, ist größlich zue besorge», wo icht crnsllichs wider Zwinglins, Luthers, Oeco(la)mpadii oder andrer irs gleiche»?' leren ald schriften frirgenomnrcn, beschlossen und gehandelt werden, daß das gemain volk durch falsch, listig und haimlich prallten gedachter Luther ancn sich dawider empören und vil gefärlichaiten hieraus erwachse» möchten, llnd ob schon, wie wol zuc achten, ain crsanrcr Nathe gern darvor sein »nd rvercn wollte, daß doch kam gehorsame bei den undcrthancn befunden »röcht werde», wie dann in gleichem fall an andern orten und zu voran zu Wormbs ans dem Reichstage in gcgcnwörtigkait k. Mt., khurfillsten und andrer Ständen des Reichs bcschcchcn ?c.: Deßhalb dann bedacht ivirdet, daß bemeldt gcspräch gen Baden ins Ergew, so dann ain gcmaine Statt der acht Oertcr, dem Zwingli» nach gelegen ist, und da man sich vorbestimmtcr gefärdeu nit zue besorgen helle, gar schickerlich legen und daselbst halten möchte. „Vor wem diß Gespräch oder Verhör bcschechen, und wer darüber Richter sein sötten. „Wicwol nit unzimlich, daß gcmain Aidgnossen zue solcher verhör ir ausschötz und beisassen Helten; dieweil aber mein gn. Herr bctracht, daß Zwingst» samt seinem anhang sich des erst widern, beklagen und sagen möchten, st) mireßtcir vor denen, so sy onc das anklagten und ir hanptfcinde und sächcr wären, recht nemcn, darumb sy verkürzt und inen deßhalb kaius wegs vor solchen argwenige» richtern oder beisässen zue erscheinen seyc :c., so behclfeu sein st» G" genrainen Aidgnossen, weiter zue bcrathschlagen, ob guet oder iril scy, daß sy oder ctlich aus ine» verordneten zue recht sitzen oder uit. 10» 842 Februar 152k. „Daneben so ist doch meins g. Herren ratschlage: Demnach Zwingiis unleren und schriften nit allain in Züricher landschaft, sonder (in) vil mer Ocrter der Aidgnoschnft, auch an ander örter und stctten des hl. Reichs nusgespraitet seyen, und bischoflichem ampte wie oblaut voran zriegehörig, die cingewachsnen irtumben und kätzereyen jeder weil wider auszereiten, daß dann gemain Aidgnossen die vier Bischöfe irer landschaften, Costanz, Basel, Chur und Losa» auf ermelt gespräch oder collation beschreiben, als nämlich daß ir f>>. G"- wo immer möglich in aignen Personen oder, so das nit gesein möchte, durch ir vollmächtig amvält, und jeder sambt zweyen christen- lichen der heiligen Geschrift verstendigen männern alsdann auf ernennte«» tage m«d malstatt erscheinen. „Dieweil aber deren noch zue wenig, und aber daneben zue besorgen, ob ivol gemain Aidgnossen sich außer irer Aidgnoschaft sich mnb gelcrt leut bewerben, daß doch dieselbigen nit leichtlich nnfzebringen sein werden, dieweil Zwinglin alle die, so mit ime je disputiert oder wider seine verfüerischen bücchlin geschriben, bisher aufs härtest geschendet und ct«vo durch unbekannt namcn ganz lasterlich geschmücht hat; zue dem auch von kürze der zeit wegen schwer sein will, ctlich gelcrtcr von Paris, das doch sunst fast guet war, zue beschicken; darumb «virdet geraten, daß gemain Aidgnossen fr- Dt. von Oesterreich schriben, «nit beger daß ir Dt. bei baiden irer Dt. Höchen schuelen Freiburg und Tübingen verfliegte, damit jede schuel zwei« christenlich der hl. Schrift Doctores, nnd so der lutherschen sect nit anhängig wären, zue diser verhör schicke«« und verordnen wollte. „Desgleichen auch an die fürsten von Bayer geschriben und begert würde, daß sy ausser (aus) irer schuel Jngolstatt („Jngoltschaft") zwcn wie oblaut verordnen wöllten. Ob aber das, dieivcil D. Eck auch von bannen ain arglvon brächte, so möcht dem Pfalzgrafen zue Heidelberg in maßen wie oblaut geschriben werden. „Daß auch zwei« christenlich Doctor(cs), so «nit lutherscher kätzerey nit befleckt, ab der universitet zue Basel begert wurden. „Und so die also beschriben nnd ankome», wurden iro in ainer anzal rvj Personen, welche mit saint den vier bischöflichen anwälten über D. Ecken und Zwinglins reden und Widerreden erkannten und urtailtcn, oder «vo Zwinglin nit erschin(e), über sein(e) ausgegangen(e) verfüerischen büechlin. Sölcher Personen wären auch fast genueg, «völche dann von iemand (niemand?) gescholten oder für ungnuegsam oder argwönlich geachtet werden möchten. „Ob aber an obbeschribner anzal Doctores ainer oder mer, aus wölcherlai Ursachen das beschäch, abgiengen und nit erscheinen möchten, daß dann an deß oder dero statt D. Conrat (Treger), Augustiner provincial zue Freiburg in Niechtland (sie), D. Johann Burkhard! von Bremgarten oder ander, die dem Zwinglin unargwönig wären, beschriben werden. „Wie auch gemain Aidgnossen den fürsten zueschreiben, also mügen sy auch den Höchen schuelen i» sonderhait schreiben und jcklicher Höchen schuel dero büccher ains fürderlich schicken, so Zivingli nach der ersten Disputation anno im rriij hat lassen ausgen, «völchs titcl ist Uslegen und grund der schlußreden und artikel ?c. Dann in disem bücchlin gar nach all sein irrig und vcrfüerisch ler begriffe» ist; söllen auch von den Höchen schuelen begeren, in mittler zeit bis auf den beschribnen tag solich büechlin zue eraminieren, damit, so der tag koinpt, die fach bester förderlicher zue cnd gebracht werde. „Ob man aber die Kriecher nit bekommen, alsdann möchten sy die fürnemsten Hauptartikel aus Zwinglins (andern) büechern stechen und die auf die schuelen schicken. „Weiter so soll allen obgeinclten ein frei sicher gelait zue und von zuegeschriben, und so der tag schier sein würt, jcklicher person schriftlich übcrsendt werden. „Desgleichen soll auch D. Ecken bei zeiten verkündt und ain verschriben gelait zuegeschickt «verde». „Es sollen auch zwei« geschickt Notar», die latinischcr und teutscher praiik (ge)braucht und geiebt sind, beschriben werden, welche all ding ordcnlich aufschreiben. „In was gestalt mein g. Herr achte, die gschriften an die fürsten und Höchen schuelen ungefarlich zue stellen sein. „Item damit die fürsten und Höchen schuelen nit gedenken oder verargwoncn, daß gmain Aidgnossen etwas Zweifels in« glauben Helten, oder sich von der gemaincn kirchen absündern wollten und auf disem tag neue ordmmgen machen, «vie dann an andern orten solche gcspräch auch gehalten seyen, aus wölchem argwon die fürsten Februar 1526. 843 und schuelen vileicht gcursacht wurden niemants zue schicken, so mag vor allen dingen in den schriften anstruckt werden, daß sy in alliveg bei dem alten heiligen christenlichen glauben, auch wie gehorsame gelider bei allen christenlichen satzungen und loblichen breuchen der hl. kirchen, wie die von iren vorderen von vil hundert jaren an sy kommen, bcleiben und verharren, seye auch ir gemüet noch mainung, weder auf disen noch andern tagen ichtzit abzethon oder zue ändern, ob schon etwas nach Verwandlung der zeit und sitten der menschen in ein andere ordnung mächt gestellt werden, sonder wällen sy in allen dingen erwarten, wie und was ein christenlich Concilium mach und ordne. Das verursache aber gemain Aidgnossen zue disem ausschreiben, meniklichem seye guet (zue) wissen, wie Zwingli in allen seinen predigen und schriflen sich der Hailigen schrift berieme, daß diesclb mit im daran seye, und also den gemainen ainfältigen menschen falschlich und listiklich dahin gebracht, daß sy nit änderst mainen, dann was Zwingli red und schreib, seye das Evangelium und fließ aus dem Hailigen gaist, herwiderumb wer wider Zwinglin red, schreibe und handle, widerstreb dem Evangelio und gott dem hl. gaist. Dieweil sich dann D. Eck gegen gemaincn Aidgnossen mcrmals schriftlich erbotten, den Zwinglin seins irtumbs und kätzcrischcr ler aus hl. loblicher geschrift zue überweisen, desgleichen auch ander thon haben; damit dann der gemain ainfeltig mensch, durch Zwinglin listiklich verfiicrt, nit achten und murmlcn möge, wo etwas zue auslöschung diser kätzcrey understandcn wurd, gemain Aidgnossen handleten aus gwalt oder tyrnnncy ?c., über Zwinglins vilfaliig erbieten, wo er mit der gschrift überwunden werd, wälle er darvon ston, so haben sy also disen tag mit vorwissen irer Ordinarien, allein gott zue lob, dem hl. glauben und der scclcn hail zue nutz und fürdcrung gcnmins frids und ainigkait augesechen, wällen da über Zwinglis leren und schriften die lassen erkennen und urtailen, denen es von gott und dem rechten zuestand, und darnach sy zue nidertruckung diser kätzercy, zue Pflanzung des waren rechten glaubens und gcmaincs icdcns (?) hnndlen, wie einer christenlichen oberkait ivol zuestande, mit bitt -e. „Von der Zeit, wann disc Verhör söllc beschechen. „Dieweil auf den ersten tag Mai ein Reichstag ausgcschriben ist, und guete zueversicht, der selbig werde für sich gen, so wäre fast guet, daß dis Versammlung vorhin beschäche, als ungcfarlich vier oder fünf ivochen nach Ostern; dann soll es lenger verzogen werden, (so) ist zue besorgen, ctlich fürstcn werden ire gelertcn ans gedachten Reichstag schicken. Item es würde auch also gemainer Aidgnossen loblich Handlung anderen christenlichen fürstcn und communen nit wenig herz geben, bester dapfcrer auf dem Reichstage wider die lutherische kätzerey zue handle». „Und also achtet min g. Herr von Costanz biß angesechen gespräch oder verhör mit obbeschribener dapferkeit, ernst und hochem flciß, damit die von den Lutherschen nit verklainfüegt werde, fürzenemen sein, wälchs sein f. g. irn lieben freunden den Aidgnossen nit in mainung, sy als die hochverständigen der enden zue unterweisen, sonder allein auf ir beger gueter, freundlicher und gnädiger mainung, auch in ratsweise, nit verhalten haben wällen, mit beger, solchs von iren f. g. solchermaßen und im besten anzenemen. Was dann ir f. g., so zue widerbringung frids, nie und ainigkait, auch voran zue erhaltung christenlicher religio» und unsers hl. glaubens, darin wir erborn und erzogen seyen und selig werden müessen, dienstlich sein mag, ihnen kündtcn oder helfen mügen, das wällen sy nit minder begierig dann genaigt sein ?c." St. A.Lucem: A.DiSpuiation (Original). Aus dem dritten Absatz geht hervor, daß dieses Actcnstück erst nach dem obigen Tage ausgefertigt wurde; seiner Bedeutung wegen lassen wir es an dieser Stelle. — Daß andern Orten Abschriften mitgetheilt worden, ist nirgends ersichtlich. Ferner wurde auf diesem Tage verhandelt über zwei Zuschriften von Or. Fabri i 3) „Antwurt und erbieten doetor Johann Fabri uf ainen quatern, so gcmaineu Aidgnossen zuo Lucern uf den neunzehenden tag January anno 1526 von den gesandten aines ersamen Rats der statt Zürich über- antwurt und Uolrich Zwingly berüert. Veritas llomini wanot in aetsrnum." „Streng vest frum fürsichtig, ersamen und ivyscn, gncdigc und günstige Herren, uf Frytag nach des Hailigen ainsidels Sant Antonien tag nächst vcrschincn ist zno Luccru uf dein tag, so gemaine Aidgnossen domals gehalten, üwcrn Gnaden und S. von den gesandten aines ersamen Rats zuo Zürich ain guatern zuogestellt und iiberant- wurt, der mir ouch nachgends zuo Händen komen, uf welchen glich morings, ivieivol ich nit nun allain mit geschäften von des Hailigen glaubens und cristenlichs ewangely nit wenig belade», denest (dennoch) nach der lengc über all puncten ich antwurt und mein erbieten zuo verstau geben Hab, und wiewol ich auf den selbigen getruckten 844 Februar 1526. quatern vergangner fachen halb vil anzogen (anzeigen?) macht, und nämlich wie es vor jaren in ainer disputation zno Zürich ergange», auch wie gar kindest (kindisch) in disem gnatcrn ain nnderschaid zwischent der bibly und (dem) nüwcn testament gemacht, welcher gestalt ich vormals zum tail geschribe», zum tail nß cristenlichen Ursachen gednlt über die schantlichen uncristenlichen büechly, so zno Zürich wider das natürlich göttlich und alle erbcre recht mit verschwigen, auch erdichten namen, sambt vil anderen erbcren liiten namcn verletzet, alles wider erberkait und brücdcr- liche liebe, sambt andern zuo discr sach notwendig, hett auch ordnung geben, daß solichs getruckt sein solt, das aber von kürze der zeit nit beschehen; damit aber ich nochmals zum tail und auf das kürzest mein antwurt und erbieten cwern g. abnemcn mög, so wil ich dises mal alle zenggische und listig erdichten des Zwinglis gott meinem Herrn und Hailand bcfelchcn, und also was in disem quatern, auch sunst selbs zuo schmach und kleinfüegen achtnng zuogemessen wirt, Hingan und faren lassen, und dieweil je Zwingly, deß ich lang verschonet, vermeint, er sy(e) gelerter dann die, so vor im gewesen, noch leben und künftig sient, also übertrifft, die ganzen welt des gleichen achtet, das in mit schriben oder disputation niemand erwarten bedörf oder überwinden mög, wiewol ich es vor langest von onnöten geacht, mit im vil gesprech oder disputation ze halten, dieweil er sich selb so oft überwindet, mit aignem schwert ersticht und lügen Haisset, so will ich mich denest hiemit crbotten haben diser sach (sechs) nachfolgender articul, nämlich: »Zuo dem ersten, demnach und Zwingt! zuo Zürich allerlei büecher zuo latin und tütsch hat lassen usgan und zuo jeden zeitcn, als die usgangcn sient, Herfür geben hat, sein red, ler und geschrift sye uß gott, sye das hailig ewangelinm und war gottes wort, was seine undcrthonen, deren wie Arrius, der sich ain bischof nennet, auch die als das gotts wort halten! und glauben söllent, befindt sich doch, wie daß sy in auch under inen selbes sient widerwertig und ainer den andern zuo rucken felle, auch zuo lugner mache und umbstürze. „Zum andern, dem nach Zwingli in sinen predigen, gemeinsame und büecher etlich seiner gesellen nit wenig gelobt, das sich sine leeren und büecher mit dem Luther und andern, zuo denen er früntlich geschriben, die er gelert, auch für cwangelisch berüembt und in sinen pnndt angenommen, nit vergleichen, sunder in den treffcnlichen stucken des Hailigen glauben auch inen widrig sye. „Für das dritt erbüt ich mich vor cwcr g. und wer dazuo verordnet würt, offenlich zuo bewysen, demnach von der himelfart, auch den zwelf botten Zeiten biß ans uns allerlay ketzery gewesen, die auch wie billich von irer uncristenlicher leren wegen für ketzer verdampt sient, daß seine leren also vergift, uncristenlich und dermaßen in im selb verworfen, so wann die selbigen ketzer zuo diser und in sonders des Zwinglis zeit wider von den todten Mission möchten, und under die cristcnlich gemein komm, daß sy nach irer büecher und leren sag mit im kein gemeinschaft haben, sonder in als ergerlichen vcrfüerendcn ketzer achten wurden, und wiewol deren nit wenig, so will ich doch von kürze wegen dry oder mer diß mal erncmen, nämlich Wyckleff, Huß, Wesseln, Rockenza», Hiercmimum de Praga, Piggarden und vil ander. „Das viert, wiewol von zwelfhundcrt und mer jaren in den dry tailen der ganzen welt, als Asia, Afriea und Europa vil treffenlichcr und gelerter hailigcn und cristenlichen manner und lerer gewesen, die auch mit erberem wesen und zum tail mit irem pluotvergiessen uß dem Hailigen gaist auch die Hailigen geschrift in dryen sprachen, wcren sy gelert, und nämlich hebräisch, grikisch und latinisch usgelegt und pflanzet habent, die auch die kirch für hochhackig und glaubwürdig geacht, und sy on zwifel das hailig ewangelinm uß dem Hailigen gaist usgelegt, nichts dester minder erbüt ich mich zuo bybringeu, daß er den selbigen widerwertig und »amlich in den hailigcn sacramenten und zuovor dem hochwirdigen sacrament des zarten Fronlichnams und bluets Christi, das er wider die warheit auch in disem quatern angetast, darby ich in auch bewysen will, daß er die gröste glißnery, ja die gröst abgöttcry, die in vil jaren kum fürgangen ist, zuo Zürich etlich jar gelert und gchandlet Hab. „Zum fünften, wiewol die mueter der gemeinen und ganzen cristenlichen kirchen von irem spons nit glaubt wirt, daß sy verlassen oder verfüert werden mög, sunder daß by ir sig und belibt der gaist der warhait auch in ewig zeit, daß sy die sul und grundveste, wie Paulus schribt, der warheit, so habe doch billich bybringeu (sie) Zwingly die verletzet, uf dise stund nit recht usgelegt noch verstanden, sonder ir zuowider gelert und geschriben, wie er dann täglich thuot, wie es an den seclen im fegfeur, den Hailigen, den sacramenten, dem Hailigen crüz und crucifiren, Maria und den Hailigen sacramenten, tauf, ölung, bicht und andern gewesen, jetz an den lieben Herrn Februar 1526, 845 Jcsnm Christum, unfern Hailand kamen, will ich eroffnen, was noch Wyler »ndcr den lutherischen in der fedcr steck; gott welle uns vor den selben uncristenlichen türkischen lerer(n) behüeten. „Und zum leisten, wie wol sich Zwingli hochmüctig bcrücmbt, daß er den waren und rechten gaist Hab, »s- zuolegen die geschrift, und zuovor das ewangelium, in sinem und wesenlichen verstand, so würdet sich doch erfinden, das ich mich auch zuo bewercn erbüt, daß sine auslegung(en) sicnt wider die warhait der Hailigen (schrift?) und beider testament, wider den rechten gaist und gmainen cristcnlichen verstand. „Diß obangezaigte puncten will und erbüt ich mich in der Aidgnoschaft, an welchem ort und end, mit oder an (on) glait, und vor wem ir, mein gnedig Herren, für guot und (dein) cristenlichen glauben ze fürderims und erhaltung ansehen, mit den Mechern und snnst in geschrift oder disputation fürzuobringen und zuo bewisen, doch mit geding, daß solichs aufgcschriben oder in geschrift von mir empfangen werde, und daß es in aller bcscheidenheit fürgenomen und gehandelt werd; dann in die warheit des ewangely nit sol, mag oder würdet dermassen mit schcnzlen, schenden, hadren, rimen sprechen und lcstcrn, wie des Zwinglis bruch ist, gesnocht und gegründet worden, und so ich abgedachte puncten bybring, als ob gott wil, ich durch die gnad des Herrn bald thuon mag, beger ich mich (sie) kam andere straf noch anders nichts, dann daß Zwingly von seiner nerven ingefüerten und bewißnen irtungen stan, sich in ewige ewangelische pcnitenz ergeben und sein büecher selbs verbrennen, auch mit dem widerrucf verdammen solle, und daß darauf zuo Zürich in der statt, auch auf dem land, cristenlich ordnung wie jeweltcn gehalten, nach vermög üwerrr pundbricfen wider aufgericht sollend werden. Das und nit mcr von kürze und der warheit wegen, auch aller erber und oberkeit sambt cristcnlichem leben und wesen ze guot und aufenthalt, erbüt und begib ich mich durch die gnad des almcchtigen ze thuon, durch den, riß in, durch welchen sient alle ding, dein selbigen st) lob und eerc in ewig zeit, amen. Datum zuo Baden den dritten tag February Anno ?e. rrvj> (Eigenhändig unterzeichnet Johann Fabri, doctor). St. A. Zürich: TIchud. D°c.-Sammlung, T. IX, Nr. IS ». - St. A. Bern: Allg. eidg. Abschiede, 2. 49-53. - St. A. iueern: A. Disputation. K. A. Basel: Zlbschi-de. — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV. — K. A. Schasshausen: Correspondenzen. 4) „Strengen frommen festen fürsichtigen crsamen und wyscn, uf gestcr zuo nacht haben üwcren stich Eid- guossen die botten von Bern, Ury, Fryburg und Schaffhusen mit mir allerlei) red gehalten von wegen der Handlung einer disputation uf des Zwinglis (und) sincr anhengcr leren und Mechern, und insunders uf den leisten gehalten tag zuo Lnccrn, darnf ich den selben Herren und botten min Meinung und antwurt zuo verstau geben Hab, die ich auch ungeforlich muntlich üwern gnaden allen uochgends und setz uf üwer g. beger kürzlich in einer il und so vil die zit erlideu mag, antwurt und Kescheid gib. „Nämlich vor etlichen jnren, als die lutersch matery und kctzcry in tütsche nation leider ingefallen, Hab ich gesehen, daß uß solcher ler, wie wol sy einen süessen früntlichcn ingang gehabt, und aber ich uß vorgenden Historien und zuovor der Helgen prophcticn beider tcstamenten gesehen, daß sölich ler, so üch unruoiv und unfrid, widerwertigkait, schmehung, lestrung, ungehorsame, roub, prand, embörung, liechtfertigkeit, pluotvergiessen, in allem ubel und laster dienen ivurd, sy ich der, so vil die gnad gottes mir geben, und mich die conscieuz gewisen, ich stio) mit predigen (und) schriben widerstanden, nit daß ich wider das Evangelium sin wölt, das mir gott vcrbüt, sunder das ich die fclscher des Evangety und verkerer des Helgen glauben, der Helgen geschrift nit Hab mögen noch wollen zuo stünden und in wolgcfallen annemcn, dann ich wol gewüßt, daß darns wenig gnots, snnder alles übel entstan murd. Nun hat steh begeben, daß zuo Zürich ich eins mals erschincn, Hab fürwar gott zuo lob, den cristenlichen kilchen zuo erhaltnus, den selen (der) gemeinen Eidgnosseu und einem crsamen Rat und gemein land und lüt zuo Zürich ze guot, min Meinung anzeugt und nämlich wie wol Zwingly nit wolt für lutersch, sunder höher dann Lutcr geacht sin, daß ich raten macht, sy bclibent in gemeiner christcnlichen kirchcn und dcrmaß und sy und ire altvordern in christcnlichcm glauben gewesen und so lange zit mit üch Herren den Eidgnosscn herkommen, mit mcr warten und Handlungen, nit not zuo melden, und wicwol ich geacht und genzlichen nit versehen, diewil ich das gnoter und einseitiger Meinung gethan und gewarnct, sy Helten es also und darfür angenommen in Mischung, daß ich inen nie lcids, sunder tiebs gethan, ist aber darnf nllcrley im druck usgangen, das ich gott will befolchen haben. „lind aber als ich nächst zno Lucern von wegen und uß befclch mines g. h. des bischofs ze Costenz erschincn, ist ein quatern von (den) gesandten vom bnrgermeistcr »nd Nat der statt Zürich mir znogeschickt, und dem nach 846 Februar 1526. ich allerlei) kindesch llbelgegründt und wider die christenliche warhcit und bcschcidcnheit darinn befunden, und insunders daß darin Zwiugly min auch gedenkt, Hab ich nach vil sinem toben, wüeten, zürnen und andern un- wysen (?) nit wellen underlasscn, min antwurt, geinüet nnd erbieten zuo eroffnen, wie dann üwer g. uf gesterigem tag von mir verstanden haben, daby ich es mines thcils und so vil an mich kumpt, beliben laß, doch daß mir leid ist, daß durch die felscher des Evangely erst die fach gmeiner Eidguossen dahin kommen, daß man erst sol red und disputation darum haben, do menglich ficht, was es für ein wcsen ist, das erschrockenlich, ist noch vil grössers und bösers vorhanden, wo gott mit sinen gnaden durch die ober und erberkeit solichs, so noch vorhanden, nit fürkäm; ich will ouch denen von Zürich nit zuo leid oder widerdrieß, sunder inen ze guot solich geschrift und enbieten ingelegt haben, mit dem anhang, soferr üwer g. vermeint, daß er (es) gottloblich, dem christenlichen glauben und den fürgcsetzten und underthanen zuo guotem werd und mög, wo ein bessers angesechen, bedacht oder fürgenommen würdet, es sy daß üwer g. uf ander stand der christcnheit, des künftigen Concilien datum nüwlich wider kais. Mt. ab dem Richstag, so zuo Ougspurg sollt vollzogen sin, angerüeft, erwarten, setz ich ganz zuo üwer g. gefallen, will ouch, daß nit hernach gesagt werde, ich sye deß ein ursach gewesen; damit stell ichs alles zuo üwer g. wolgefallcn. „So aber üwer g. für guot ansehen wurd, uf des hochgelcrteu Herrn doctor Johann von Eck schriben und erbieten ein disputation ze halten, bcdunkt mich uß guoter trüwer Meinung zuo bedenken, an welche malstatt das selbig geschehen söll, daß daruf dem Zwinglp und den sinen ein gleit zuogeschriben werde in bester form; daß ouch nit wenig zuo bedenken, ob die disputation solle offenlich oder allein vor den verordneten gehalten werden, uß ursach des bufels (sio, für pöbcls), das also bewegt und znoloufen möcht; wer President sin söll; daß nß den Orten fromm, verstendig und zuovor gclert lüt zuo bisitzen werden geordnet; ob nit guot sye, daß der (die?) bischoffen der Eidgnoschaft dnrzuo berüeft oder von den ordinaricn lüt und gesandten darzuo kummen; ob es zuo latin oder dütsch sölle geschehen, und ob ander von den universiteten und zuovor von bäpstlicher Heiligkeit füllend oder mögend berüeft werden; ouch wie es entscheiden werden sölle; dann ane frucht wäre, lang zuo disputieren und keinen underscheid geben, wicwol besser wäre, by der gemeinen erberen kirchen, wie üwern g. vorfarcn und elter gethan, zuo beliben. Dise und derglichen anHeng zuo bedenken ist üwer G. und S. von nötcu, darmit guote ordnung gehalten, und was billich, christenlich und unverwysenlich gehandelt werde. Diß Hab ich in diser (schrift) uf üwer G. und S. beger onanzeigt nit lassen wölken. Datum zuo Baden uf den vierten Februarij Anno ze. rrvj." (Unterzeichnet von Johann Fabri). St. N. Zürich: Tschud. Doc.-Sammlung N. IX, Nr. 13 d. — St. Bern: Allg. eidg. Abschiede S!. 55-—58. — St. A. Lucern: A. Disputation. K. A. Basel: Abschiede. — K. A. Freiburg: A. ^.Miros tuctoralos. — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV. — K. A. Schafshausen: Correspondenzen. Wie die ursprüngliche Fassung dieser zwei Erklärungen flüchtig ausgearbeitet sein mochte, sind auch die vorhandenen Abschriften, die sämtlich in Baden gefertigt wurden, ziemlich roh, und besonders auffällig die Vermischung der Dialecte. Endlich verweisen wir auf folgenden Act: 5) 1526, 11. Februar (Estomihi). Hirtenbrief des Bischofs von Constanz, betreffend das Umsichgreifen der neuen Elaubenslehre, ?e. Lateinisches Placat im St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. Ein Abdruck soll an andcrm Orte gegeben werden. S4Z. Mern. 1526, 5. bis 9. Februar. Staatsarchiv Bern. KantonSarchiv Frciburg. Tag der Städte Bern und Fr ei bürg, hauptsächlich wegen der Angelegenheiten der Genfer. »». Abschluß des Burgrechts mit Genf (8. Februar). — S. Beilage ». Februar 1526, 847 d. 1526, 9, Februar, Die Städte Bern und Freiburg erkennen auf die Beschwerde der Gemeinde Murten, daß die dahin ziehenden Fremden wohl die Almenden, Weiden und andere Rechtsamcn nutzen, aber dafür nichts erstatten, zc., es können in Zukunft die Muriner von jedem Ausländer, der nicht aus den Gebieten von Bern und Freiburg komme oder sich bereits niedergelassen habe, 19 Pfund Pfenning Freibnrgcr-Währnng fordern und solches Geld für die Bedürfnisse der Stadt verwenden; dabei können sie je nach Vcrmögensnmständen auch weniger beziehen, ober nicht mehr. St, A. B-r,u TeiM Epm-hlm-h im, sos, oos. Zu Wir glauben die uns zugänglich gewesenen Acten vollständig folgen lassen zu sollen, zumal ein Theil der ursprünglich vorhandenen verlohn ist. 1) 1526, 24. Januar, Freiburg. Die Genfer bitten, daß man die früher verordneten Boten wieder (nach Bern?) abfertigen und sie als freie Leute erkennen wolle. Da sie um das Burgrecht werben, so sollen sich die diesseitigen Voten bei Bern dafür verwenden, daß dieselben angenommen werden. Wenn Bern entspricht, so will man sie auch annehmen. „Soll heimlich blyben. Ist verbotten." «. A. Fr-iburg- Ruthsbuch Nr. 43, 2) 1526, 25. Januar. Creditiv und Instruction des Bischofs von Genf für den Abt, von St. Maure, als Gesandten nach Bern, Freiburg und Solothurn. „vroinisrsinsnt st aprss mos trss bumblos rocommanäations a Isur bonns graas Isur äira guil 5 a aucuns gm out voulu äonno g. sntsnärs gm; jostois ästonu st mos ssrviteurs, 00 guo ns so trouvsra pm'nt vrav. — vt pourroit sstrs guil z; a gmlgm äitksrsnt äs jurisäiction äs lg. cito äs Vsnsvs, äs lagmllc; jsntcnäs poursuivrs äsvsnt In soinctsts äs nostrs soinct pors Is popo ot In majssts cls Ismpsrsur, mss souvoroins ssiZnsurs. — bln cmtro clirn n osux . iv. 8) 1526, 9. Februar, Freiburg. (Mündlicher?) Bericht der Boten, daß Bern die Genfer zu Burgern angenommen. 9) 1526, 12. Februar, ebcndort. 1. Befehle in die Landschaft, daß Jedermann gerüstet sein solle. 2. Be- rathung wegen der Genfer; deßgleichen 13. und 15. Februar. 3. Am 26. wird erkannt, daß Niemand nach Genf hinweglnufen solle. K. A. FrNbmg: Rathsbuch Nr. 40. 16) 1526, 9. Februar, Bern. Instruction für Peter von Werd und Wilhelm Weißhahn, als Gesandte nach Freiburg. Sie sollen zuerst eröffnen, daß man, der Bitte von Freiburg willfahrend, die Genfer zu Bürgern angenommen habe We die von Lausanne, jedoch mit Vorbehaltnng der Rechte des Herzogs von Snvoyen, und nicht in der Meinung, mit Gewalt zu helfen, sondern alle Billigkeit zu fördern, wiewohl man besorge, daß daraus ein Aufbruch und in der Folge ein schwerer Krieg erwachsen könnte. Da nun wider Erwarten einige Ungehorsame nach Genf aufgebrochen, so habe man, weil man es mißbillige, Rathsboten abgesendet, um sie heimzumahncu, und begehre, daß Freiburg den Seinigen gegenüber das Gleiche thue und weitere Züge verhindere, in Betracht daß ein solcher Aufbruch dem Burgrccht schädlich werden dürfte, und die Fürsten unter sich einig seien, sodaß man Ursache habe, für die Erhaltung der Eidgenossenschaft zu sorgen, ?c. St. A. Bmi: Abschi?t>- x. wo—rm. 11) 1526,, 9. Februar, Bern. Instruction für Hans Stürler, Ludwig von Dießbach und Anton von Erlach, als Gesandte zu dem Herzog von Savoycn. „Anfangs, nach gebürlicher vorred, füllend ir fürstlicher Durchlüchtig- keit von Savoye allen Handel anzöugen, wie dann sölicher verlaufen, doch alles in bescheidenheit und uf das glimpflichost. — Demnach, wiewol min gnädig Herren Rät und Burger ein burgrecht mit deneu von Jens angenommen, sye doch sölichs bcschechcn mit vorbchaltungen siner Herrlichkeit und gerechtigkeit ane Nachteil und inbruch, dermaß (daß) im sölichs nützit schaden (möge). — Und ob villicht ctlich ungehorsam ufgebrochcn, sye wider miner gn. Herren will beschächen und habind dhein gefallen daran, dann sy des willens und stätes fürnemens, alles das so die alten und uüwen bundbrief zwüschen gedachter f. Dt. und sy (inen?) inhalten, irs Vermögens unverseert ze gestatten und dem nachzekomen. — Und damit größer unruow gemitten (werde), lange au bemeldte f. Dt. von Savoye ir früntlich bitt und beger, irs teils nützit unfründlichs, gewaltigs noch anderer gestalt dißhalb fürzenemen, guoter gewisser zuoversicht, alles zuo guotcm (end) bracht iverdcn, deßhalb ir ouch usgesandt, alles das so zuo frid, ruow, einigkeit und erhaltung der bänden gcdicnen mag, ze fürdern und die ungehorsamen abzemanen. Solichs alles mögend ir mindern, mcrcn und bessern nach vermög üwers befelchs und vertruwter wyshcit." St. A. Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, X. p. 398—399. 12) 1526, 9. Februar, Bern^ Abmahnung der (nach Genf gezogenen) Leute, mit Rücksicht auf die gefährliche Zeitlage und das eben geschlossene Burgrecht mit den Genfern, welchem solches Geläuf zuwider sei, ze. ?c. St. A. Bern: T-utsch Mtsstvm H. 3 t>. 13) 1526, 9. Februar, Bern. Anzeige für Stadt und Land, daß in den letzten Tagen eine Anzahl Ungehorsamer nach Genf gezogen, was die Obrigkeit hoch bedaure, zumal ein verderblicher Krieg daraus erwachsen könnte; deßhalb habe sie eine („treffenliche") Botschaft dahin gesandt, um die Knechte heimzumahnen; sie begehre daher auch, daß solches Weglaufen unterbleibe, ze. w. w.« v. 14) 1526, 16. Februar, Bern, Versammlung der Räthe und Burger, „mit dem bott." Der Tag zur Beschwörung des Burgrechtes mit Genf ist aufgeschoben (resp. die Bestimmung desselben?), bis die Boten von Bern ivieder hcimKmmen, „uf anbringen des ratsbolten von Fryburg." St. A.Bnn: Rathsmamml. Februar 152K 849 15) 1526, 12. Februar, Bern, Räthe und Bürger. „Der Jenfcrn burgrccht ist erc(qniert)."— „An all partyen (ze schriben), nützit unfründlichs gegen einandern anzefachen." a>. w. 16) 1526, 15. Februar (Donstag vor der alten Fastnacht), Bern, Näthc und Bürger, versammelt I. 1. wegen einer Zuschrift Venner Stürlers ans Lausanne, 2. sodann wegen des Antrags des Boten von Freiburg, sich zu berathen, wie man sich wegen des Handels mit Genf zu verhalten gedachte, und an die von Lausanne zu schreiben, Ire sollten sich rüsten; 3. wegen des Begehrens der Genfer (Boten), etliche Burger (Großrathsglieder) mit ihnen (nach Genf) reiten zu lassen. — Beschluß, (1.) das Burgrecht zu halten, aber nicht mehr zu thnn; (2.) derzeit erheischen die Umstände nicht, einen Nathschlag zufassen; (das möge geschehen), nachdem die Boten zurückgekommen sein werden. (3.) Man finde es ungebührlich, daß Bürger mit den Gcnfern hineinreiten sollten. II. „Gen Losen (ze schriben), es che miner Herren befelch nit gesin, als inen Franz Armbroster und Wilhelm Zeso zuogeschriben; Harum ch nachmalen dcßhalb rücnng chcn und dhein hilf (gan Jens) schickend, als das inen die Kotten ouch gewert. Min Herren syen des willens, was das angenommen burgrecht vermag und nsdruckt, ze halten, ?e." St. A. Bern: Nathsmmmal. 17) 1526, 22. Februar, Bern, Versammlung der Räthe und Burger. Beschlossen, es sollen die (Angehörigen), die jetzt in Genf sind, bis auf weitern Bescheid daselbst bleiben. ' w. n>. 18) 1526, 26. Februar, Bern. Es wird der Bericht der Boten, die bei dem Herzog gewesen, verhört und der Abschied gelesen. Dies soll (auch) den Burgern vorgebracht werden. — Vgl. Nr. 346. w, w, »44. Kljiavemltl. 152K, 8. Februar. Staatsarchiv Zürich: Tschnd. Documenien-Sammlung, 't'. IX. Nr. Iii. „Copi) der Handlung gemeiner dry Pinnen gesandten gen Muß zum Castellan, erledigung der gefangnen »»d anders betreffend ?c." I. „Erstlich wie dann unser lieb Herren und getrüwen verwandten der Aidgnossen ir eerlich botschaft zuo uns gesandt usf nächst gehaltnen pnndstag gen Ehur mit erbieten, uns hilflich zuo sin, mit dem Herren Castellan uf Muß, unser gefangnen halb und sust, zno handle», doch vorns fürgepracht irer Herren der Aidgnossen ernstlich befelch und beger an uns von (den) Pnndten, dwyl wir an vil orten befleckt syen mit dem ketzerischen zwing- chchm und lntrischen glonbcn, darns groß(er) schad an lib und sccl täglichs erwachs, daß wir wellen denselbigcn uenen ingwachsnei? glonben abthuon und gar usrnten, alsdanit wellen sy darnach uns helfen raten und byston »nt lib und guot, sodann üch üwer botten von Chur des abschid gepracht haben (sich; uf sölichs ain jeder bott endlich antwurt uf nächsten tag bringen sol; dann die Herren von Aidgnossen darns zuo Chur warten werden. II- „Zum andern zuo verhören die botten, so gen Muß gesandt, was und wie sy da gehandelt haben, >»er dann schriftlich verfaßt müg werden, insunders so unser lieb frummen puntsgnossen, so im schloß Muß hertlich gefangen sind, die ledig zno inachen, der Castellan so groß nnmüglich merklich ding bcgert und gefordert hat, nämlich für sin kostnng und krieg zweimalhnnderttufent krönen und lnnd und lüt mit dem geschntz, zno Eleven gefunden im schloß, und vil ander schwer anmuotung, weliche uns doch kains ivegs anznonemcn waren, Heß ouch kam befelch noch geivalt hatten und also gar nach zerschlagen; haben doch die gefangnen uns so inniklich und ernstlich hoch ermanet, daß es billich ain hert herz erbarmen mnoß, daß wir abermals durch hilf und rat gemelter Herren von Aidgnossen widerumb versuoch taten, uß Ursachen daß der Castellan kam wytern anstand (geben?), sonder von stund an wider uns kriegen wolt, dadurch die armen gefangnen nmb ir lib und leben, 107 850 Februar 1526, de» Pündten zuo großer schand und schaden kommen möchten, und der krieg zuo dtjer zit uns schwer und unlidlich wäre, dwyl alle werch jetzo angand, ouch nit vil am Castellan zuo gewinnen, sonder uns vil mcr zuo verlieren ist; das und anders, so die botten im tag hören werden, hat die Herren von Aidgnossen, ouch uns bewegt, daß wir zum leisten zuo sölicher teding kommen sind, als hernach folgt, die selbigen gemainen landen und dem gemainen armen mau zuo guot augenomen haben, (und) bitten üch, ir wellen das also im besten, wie es beschechen ist, güetiklich annemen und getrüwlich helfen die fachen, die verbrieft sind, halten und vollstrecken, sölichs ouch die botten von Aidgnossen ernstlichs und Hochs ermanens bitten, s>) nit letz ze stellen, in Hoffnung daß es ain ansang sye ains guoten fridens, dadurch wir zuo ruobeu kommen; sölichs und vil mer uns mit der zit widergelten wirt ungezwifelt, als sich dann der Castellan früntlich hat lassen merken und selbs erzaigt?c, 1, „Als nämlich gemain dri) Pünt söllen (dem) gemelten Castellan uf Muß unib der gefangnen erlösung gebe» ainlif tusend krönen, halben tail inderthalb vierzechen tagen, den andern halb(eu) tait acht oder zechen tag vor usgendem neuem anstand, durch die Herren von Aidgnossen gmacht und verstreckt bis uf Saut Bereuen tag, ingends ersts Herpstmonats diß jars, 2, „Und hat daruf sampt uns ledig haimfaren lassen alle gefangnen, usgenomen sechs, die er bis uf die ersten bezalung zuni pfand behalten hat und nach erster zalung ouch ledig werdend, nämlich Jacoben von Eastel- nmr; vogt zuo Fürstenow; Hansen Travers; vogt uf Grifenstain; Ammanu im Pretigew; Amman uß Schambs; ain von Clefen und ain uß Veltlin, 3, „Dagegen söllen ivir von Pünden die gefangnen uß den Plefen und andern gebieteil des Castellnns zuo Müß fry unengolten ledig lassen, 4, „Wyter söllen Junkher Gubert und Pausten von Castelmur ire giieter in Pünten widernmb zuogestellt werden, daß sy die nutzen, bruchen und niesten mögen in oder usserthalben den landen, wie und wo es inen fuoklich sye. 5, „Ouch söllen die banditen zuo baiden syten sicher widerumb haiin zu den iren gelassen werden on all ivyter straf, ußgenoinen Schers de Baß (?), 6, „Aber ist ain abty, genaniit Pirna (?) in des Herren Castellans bieten gelegen, so die mit iren gölten von etlichen ansprächig wäre, sol darumb ain gemain billich recht gesetzt und nüt mit gewalt förgnomen iverdeu. 7, „Zum leisten, umb sölich summa gelts, obgcmelts und anders so gmacht ist, sind die Herren von Aidgnossen gült und bürg gegeir dem Castellan, werdeil die zuo bezalen und anders alles vest zuo halten, darnach die vier botten von Pündten glicher maß sich gegen den Herren von Aidgnossen verbürgt habeil und alle gefangnen gemelten vier botten schadlos verpsticht und zuogesagt mit brief und sigel allenthalb gegen einandern versichert; insonder die gefangnen von Pündten, die nit botten gewesen, aber uß aignen geschäften mit geritten und gefangen worden sind, haben sich ouch versprochen, uf gnad oder ungnad unser Herren der dry Pündten in die schatzung zuo ston, III. „Sölichs alles werden die botten von allen gmainden klärlicher verston, warumb und uß was not, ursach und bewcgnus das alles beschechen sye, so sy uf den tag kommen, haben ouch guoten trost entpfangen vom Herren Castellan, soferr guoter frid und fründschaft »littler zit init im gemacht und gehalten, werde der andren zalung des andern halb tails guot gnad und rat beschechen, IV. „Endlich soll ain jeder bot mit vollem gcwält uf angesetzten tag kommeil, diser und ander artikel halb zu handeln und beschliessen, ouch (die) so nächst zuo Chur gehandelt und fürbracht sind, und ander zuofallendeu fachen und Handel usrichten, Datum zuo Eleven am achten tag Februarij Anno domini zc, xxvj?" Februar > 52U. 851 Unterzeichnet! „Ewer willigen verordneten bellten gen Müs;: Thcodolus, abt zuo S. Luci, Hans Mer, hopt- >nan nff Fürstenburg, Moritz abein Übersachsen, alt lantrichter, nnd Lienhart Mayer von Schicrs." V. „Es haben onch die verordneten von gemainen dry Pündten nf nechst gehaltnen tag zuo Chur irs befelchs, die ividertöufcr, bildstürmer, ander ungehorsamen und widerspennigen zuo Fläsch ein gnot anzal fenklich angenomen, sy zuo Mayenfelt für recht gefielt, in irem irthum und fürnemen unwendig, sonder gar verstockt, verhört und behärrig snitden, zuoletst uf gnuogsain trostuitg der gmaind Fläsch uf recht und nf nechsten tag der Pündten rat zuo pflegen ledig gelassen, deßhalb jeder bot von siner gmaind, wie wyter zu handeln ir gnot bednnlen sye, cndlich(en) beschaid erschainen sol." 8ig'. Hofmaister und Rath nnsers gnädigen Herren von Chnr, Weitere Aufzeichnungen liegen nicht vor. »4S. Mem. 1526, 12. Februar. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 9, f. 258. Staatsarchiv Bern: Attq. eidq. Abschiede X. 416. „Uf anbringen und dargelegter instruction (sie), onch hoflicher wyser red der eerlichen ersamen potschaft von Zürichs) haben sich min Herren entschlossen! „Erstmals von wegen des reversbriefs von Nüwenbnrg, als si sich entschuldiget, daran min Herren nn besonder wolgefallen uitd benücgen, dann si die selbigen ir getrüw lieb Eidgnossen von Zürich onch nie barfür geacht noch gehalten haben, daß si inen widrig, snnders guotwillig gewüsen, sölichen brief ufzerichten." tb. „Demnach, als si angezogen, vcrnnglimpfend (mo.) nnd beschuldiget zc sind, wie si ir kilchcn zerstören nitd niderbrächen, deß sich min Herren onch ir antwurt und entschuldigung wol benüegen; dann si sich (deß) onch mt beladen, was oder (in) welichen gestalten si ir kilchen nnd anders inen zuogehörig halten." «. „Und so dann si sich crklagt beschuldiget ze sin, nngehorsami nnd ividerivärtigtcit im Thnrgöniv gemacht (ze) haben, onch darus ir antwurt gäben, harmnb abermals min Herren das besser iren besondern getrüwen lieb(en) Eidgnossen von Zürich halb glouben; dann wiewol si deßhalb etwas angelanget, sye doch dermas beschüchen, daß semlichs unnütz liederlich lüt und nit die erberkeit im Turgöuw sollen gethan haben." «R. „Denne als si abermals (wie onch vor) begärt, daß sich min Herren weder zuo tagen noch (in) ander weg von inen sündern nnd abscheiden, haben nun Herren harumb allenthalb in ir landschaft mit ir nechstgethnner verantwurtung sowol als der siben Orten anbringen geschriben, welicher will und Meinung si erwarten; sye inen onch semlich zweyung, zertrennung und absünderung >iß herzen ckeid und ganz mißfellig, möchten onch erliden, und wäre inen gefallens, daß si die übrigen siben Ort nochmals fründlichen angekert und verinöchten, sich nit von inen ze sündern, und ob si nochmals sölichs thuon, wellen min Herren iren potten in befälch gäben, das aller best und füeglichest darzuo ze veden nnd handlen, damit einigkeit und fründlicher will wideruinb zwüscheii inen ingebracht werde." t . „Als aber nechster abscheid zuo Baden tlsgangen wyset der Warnungen halb von Louwers und Luggaris, daß wo man in das feld züchen, alte ordnung behalten zc., da mm min Herren will bequemlich bedunken und sin, daß die ver- -) Laut des Zürcher Rathsbuches k. 199 d wurden Bin. (Diethelm) Röist, M. (Jacob) Werdmüller, Schultheiß Vissinger und Ulrich Funk abgeordnet, am Dienstag nach Lichtmeß (ti. Febr.). 852 Februar 1526. meltcn ir lieb Eidgnossc» von Zürich uf nechstkünftigem Tag zuo Eiitsidlen von gemeinen Eidgnossen deß, ouch anderer fachen irs fürtrags halb ein lüterung begären und erfordern. Actum xij» Febrriarij Anno zc. xxvj? " 8iZ. Stattschriber zuo Bern. Eine Minute dieser Antwort hat auch das Berner Rathsbuch. Wir lassen die Instruction in einem Auszug folgen: 1) 1526, 6. Februar, Zürich. Instruction für die Botschaft nach Berirch. l. Nachdem kürzlich eine Botschaft von den VII Orten in Bern gewesen, habe man vernommen, wie die Angabe verbreitet worden, nur Zürich und Glarus seien schuld, daß Bern den Reversbrief wegen Neuenbürg noch nicht besitze. Wäre diese Sage wirklich irgendwo ausgegangen, so haben die Boten darüber ernstes Befremden zu äußern; denn in den Instructionen aus den letzten sechs Jahren finde man gar nichts davon, daß man das Begehren Berns je abgeschlagen; im Gegentheil habe man immer erklärt, sich der Mehrheit anschließen zu wollen; man wisse auch nichts anderes, als daß vor Jahren ein bezüglicher Brief in Pergament errichtet und von Zürich als dem vordersten Ort besiegelt worden sei. Da man aber seit etlichen Jahren nur selten zu Tagen berufen worden und mitgesessen, so wisse man nicht, was Neuenburg betreffend geschehen sei; übrigens haben gewisse Orte als die Mehrheit seit längerer Zeit nach ihrem Willen gehandelt und sich um den Widerspruch anderer Orte nicht bekümmert; so lasse sich denken, daß die andern Orte auch ohne Zürich und Glarus hätten willfahren können; man behalte indessen Glarus vor, sich selbst zu verantworten. Damit aber Bern sehe, daß man um solches und Größeres nicht zanken wolle, übergebe man hicmit förmlich ohne Bedingung den eigenen Anthcil, wie man vor Jahren ebenfalls ohne Proceß in dem Span um die Reiskosten im Thurgau entsprochen habe; „denn ir und ewere vordem um uns und unser vordem vil mer guots beschuldt haben." 2. Ferner werde Zürich beschuldigt, es handle gar ungeschickt und habe (z. B.) eine Kirche zerstört und mache die Thurgaucr ungehorsam. Antwort: Man befleiße sich zu thun, was Gott gefalle und sein heiliges Wort lehre; daß man Kirchen zerbreche, werde niemand beweisen. Sodann bezeuge man zu Gott, daß man nichts mehr scheue als Ungehorsam und Widerwillen gegen die Obrigkeit; man habe es auch höchst ungern, wenn Jemand die diesseitigen Angehörigen irgendwie zu Ungehorsam reize; noch viel weniger sei man geneigt, dies gegen Mitregierende selbst zu thun, habe man doch Mühe und Kosten nicht gespart, um im Thurgau, Kleggau und anderwärts Frieden und Einigkeit herzustellen. Zudem seien die Thurgauer jetzt so ruhig, wie seit langer Zeit nicht mehr; wenn aber der Landvogt wegen jeder Kleinigkeit über Unruhe klage, müsse man das geschehen lassen. 3. Sodann werde den Boten von Zürich, die letzthin zu Bern gewesen, nachgeredet, sie hätten, weil dort mit allen Ehre» aufgenommen, daheim gerühmt, wie Bern verheißen habe, mit Leib und Gut zu Zürich zu stehen, worauf die Thurgauer von neuem „halsstarker" geworden seien w. Darin geschehe den Boten Unrecht; denn sie haben nichts anderes heimgebracht, als was ihr schriftlicher Abschied enthalte; darum sei auch nicht zu glauben, daß die Thurgauer deßwegen widerspenstiger seien. 4. Hienach sollen die Boten die Eidgenossen von Bern des dringendsten bitten, immer das Bessere zu glauben und bei allfälligen Anklagen Zürich auch zu hören und sich weder mit Zurückforderung der Bünde noch auf den Taglcistungcn van Zürich abzusondern, da man gegenseitig mehr als andere Orte durch Liebesbeweise verbunden sei. ö. Endlich haben die Boten zu klagen über die beständige Ausschließung Zürichs von den Tagen und von Geschäften, die dasselbe auch berühren, sowie über die letzthin gefaßten Beschlüsse für den Fall eines eidg. Auszugs (großentheils wörtlich wie in der Missive d.d. 6. Febr. an die zwölf Orte, worauf Bezug genommen ist). St. A. B -MI Allgem. eidg. Abschiede 2. 5g—65. Es möchte hier der geeignetste Ort sein, das erwähnte Rundschreiben einzulegen: 2) 1526, 6. Februar. Zürich an die zwölf Orte. Beschwerde, wie in früheren Schreiben, daß man seit einiger Zeit auf den Tagen Dinge verhandle, die Zürich ebenso wohl angehen, wie andere Orte, und „Anschläge mache" betreffend Herrschaften, für deren Eroberung es seinerseits auch Leib und Leben eingesetzt habe; wenn es etwa noch zu Tagleistungen beschrieben werde, so lasse man die Boten doch bei der Verhandlung nicht zu, so lange Die Handschrift ist diejenige des Gesandten Funk. Februar 1526. 853 cs den übrigen Orten beliebe, sodaß sie gleich wie „andere unterthänigc Zugewandten" außen warten müssen, als ob die Geschäfte sie gar nicht berührten. Insbesondere sei dies geschehen auf dem letzten Tage zu Baden, wo zehn Briefe vorgelegen über den angedrohten Einfall der Spanier, aber „hinter" den Boten von Zürich verlesen und letztern dann, ebenfalls der Uebung zuwider, mündlich statt in einem schriftlichen Abschied aufgetragen wordeki, was sie heimbringen sollten; erst als sie sich geweigert, ein so wichtiges Geschäft in der Art heimzuberichten,' habe mau ihnen den „Artikel" in Schrift gegeben; es sei aber derselbe, weil die Boten nicht bei der Berathung gewesen, unverständlich und enthalte überdies etwas Verfängliches-, indem Zürich bei Auszügen abgesondert werden sollte. Es habe bisher um Gottes und des Friedens willen zu solchen Anfechtungen geschwiegen und sich geduldet, wiewohl es der Meinung sei, daß man es bei dem Inhalt der Bünde bleiben zu lassen verpflichtet wäre, da es sich immer zu getreuer Haltung derselben erboten habe und wegen etlicher „vermeinten Sachen" in hängendem Rechte stehe; so aber werde cs behandelt, als ob es in keinen Bünden begriffen wäre, und in die Klasse der Verwandten oder Unterthanen, wie Baden und Mellingen, erniedrigt. Jeder verständige Eidgenosse könne ermessen, wie viel Widerwärtigkeit die Vollziehung des letzten Abschiedes hervorrufen und wie es den Feinden zum Vortheil gereichen müßte, wenn Zürich sein „frommes Volk" nicht dürfte dem alten Herkommen und de» Bünden gemäß mitziehen oder gemeinsam mit den andern Orten handeln lassen; darum bitte es um freundliche Aufnahme dieser Beschwerde. St. A. Zürich: Missiven. - St. A. Lucern: Missiveu. — K.A.Basel: Abschiede. — K. A. Sololhuru: Abschiede Bd. XIV. - Eine Antwort ist uns nirgends begegnet. 34« Khamöery. 1536, 18. Februar. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiedes. 185. 13?. Gesandte: Bern. Hans Stärker, Venner; Ludwig von Dießbach; Anton von Erlach. Der Herzog von Savoyen antwortet auf den Vortrag der Botschaft wie folgt: 1. Er verdanke seinen Bundesgenossen das gethane gute Erbieten, die alte Freundschaft aufrecht zu halten, wolle auch seinerseits nichts unterlassen, wie bisher, damit die Bünde in ungeschwächter Kraft bleiben, :c., wiewohl er die Annahme der Burgrechte mit Genf und Lausanne bedaure, die ihm und jenen Bünden Abbruch thun, indem die Borbehalte für seine Herrlichkeiten in den beiden Städten die Sache nicht ändern, wie er den Boten weitläufig („uf das längst") hat vorstellen lassen. 2. Etwas Gewaltthätiges deßhälb vorzunehmen sei er nicht gesonnen, da er immer noch hofst, daß seine Bundesgenossen das ihm zugefügte Unrecht erkennen und verbessern werden; daher wolle er keinen Aufbruch machen und nicht einmal seine Freunde und Verwandten benachrichtigen, deren Hülfe er im Nothfall ansprechen müßte; soweit es von ihm abhänge, werde er auch seinen Entschluß nicht ändern. 3. Da Bern verspreche die Bünde zu halten, so schlage er vor, einen Tag anzusetzen, um zu prüfen, worin sie gebrochen und verletzt worden seien und durch wen, und den Mangel wieder herzustellen; er sei geneigt, dafür seine Botschaft abzusenden, müsse aber begehren, daß zuvor die Leute von Bern, die gegenwärtig (als Söldner tc.) in Genf wären, abgemahnt würden und in Sachen des Burgrechts weiter nichts geschehe. 4. Wenn es nöthig sein sollte, den flüchtigen Genfern Gnade und Sicherheit zu gewähren, daß sie straflos heinikehren dürften, so werde der Herzog dazu einwilligen zu Ehren der Bundesgenossen, in einer noch näher zu erläuternden Weise. Es liegen vor dos französische Original und eine gleichzeitige Uebersetzung. Februar 1526 S47 Wern. 1i>Zsi, c. 22. Februar. .^atttoilSarchiv ^reiblirg: Instructionen Bd. I. 19. I. I, Der Gesandte von Freiburg, Peter Arsent, soll den Brief vorlegen, den die Freiburger in Genf geschickt haben, und in Betracht der gefährlichen Lage den Borschlag eröffnen, 6—800 Mann nach Genf zn schicken, nicht »in etwas Feindliches anzufangen, sondern zu guter Hut der Stadt. 2. Ferner ist die Frage zn stellen, wie man in dem (als wahrscheinlich) zu befürchtenden Fall, daß der Herzog einen „Aufruhr" versuchte, die eigenen Lente in Genf sowie die Genfer entschütten wollte; Freiburg räth, sofern man jetzt Knechte hineiuschickte, und der Herzog sich vor der Stadt lagerte, mit ganzer Macht aufzubrechen; doch null es ohne Wissen und Willen der Berner nichts unternehmen. 3. Da der Herzog die beiden Städte und die Genfer vor den Eid genossen verunglimpfen wolle, so habe es diesen Boten auch nach Ginsiedeln verordnet, um sie da zu „versprechen" ; man bitte Bern, das auch zu thun oder der bereits dahin abgefertigten Botschaft nachträglich bezüglichen Befehl zu geben. Die Antwort liegt in folgendem Schreibens II. 1526, 23. Februar (Freitag vor Reminiscere). Bern an Freiburg. Antwort auf Peter Arsent's Vom trag. Nach Verlesung des Briefes von dem Boten Franz Armbroster in Genf tonne man nicht finden, daß eine weitere Berathung nöthig sei, da die Boten, die sich bei dein Herzog und in Genf aufhalten, von der Rüstung, welche Hauptmann Kalbermatter vorgegeben, gar nichts melden, denen doch billig mehr Glauben zn schenken sei, als solcher ungewisser Sage; es sei also auch überflüssig, eine Anzahl Kriegsvolk von sich aus („zuo ungefor derter hilf") nach Genf zu schicken, damit mau nicht Ursache zu Kriegsanstaltcn gebe; man sei überhaupt ent. schlössen nicht weiter zu gehen, als die Burgrechte mit Genf und Lausanne erfordern; deßhalb bitte man Freiburg dringlich, in diesen Dingen weise zu handeln und nichts anzufangen, wodurch die zwei Städte verunglimpft und in einen verderblichen Krieg verwickelt würden. 2. Auf die gestellte Frage, wessen sich Freiburg in gewisse» Fällen zu versehen hätte, sei das zu erwidern, daß'beide Theile unzweifelhaft wohl wissen, was ihr Burgrecht vermöge; dein wolle mau getreulich nachkommen in der Hoffnung, daß Freiburg das Hinwider thun werde. 3. Einen Boten mit Arsent nach Ginsiedeln zu schicken, erachte man nicht für nöthig, da man noch nicht wisse, wie mau da beklagt werden möge; sobald man darüber etivas Bestimmtes wisse, ,verde man sich nach Gebühr verantworten, tt. St. N. Bmit Teutsch Miiswen 4 b, l!>. Nathsmmtual Rr. 209, p. 9, u>. — K. A. Ft'-lbm'g: A. Bern. Der Eingangs ermähnte Bericht scheint verloren; es liegt aber etmelcher Ersatz Iii folgendem Schreiben: 1526, 23. Februar (Freitag vor Matthias, Sitten. Hauptmann und Rath der Landschaft Wallis an Bern. „Großmächtigen .'e. u. So dann mir marlichen beruht sind, wie der Herzog von Saphoy sich nahet in (mit) merklicher macht, willens üch, (auch) ander unser lieben Eidgnossen und uns zuo überfallen, und aber nit mögen missen, was mvers willens sye, wie wir uns sollen halten, haben wir unser Meinung bericht die edlen wisen Herren Franz von Chivron, Simon in Alben, Hans zen Trugen, alt houptlüt, und Joder Kalbermatter, alt landvogt. Hiernmb ist unser stündlich bitt und vermnnung, ir wöllent dieselben in unserem »amen verhören, onch, ob irer etlich verrückt wären, jedem insnnders glauben geben und mit beschlnßlicher antwurt begegnen, uns wissen darnach zu halten" . . . (Vgl. Nr. 350h. Si.A. B-r»- A.W-um. Februar 1526. 855 »48. Kinstedeln. 1526, 27. Februar f. (Dienstag nach Reminiscere f.). Twais.irchiv «Iicern: Allgem, Ablchicde ». l. 5 ISS. K. 2. k. ljgg-zss. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. S. I. 2kl. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, 75». KaiitouSarchiv Basel: Abschiede. Ka»to».Zbibliothck Freiburg: Güard. Sammlung, T. III. KantvnSarchiv Frciburg: Abschiede, Bd. SS. KantonSarchi» Solotlnirn: Abschiede, Bd. XIV. Kantonsarchiv Schaffhausc»: Abschiede. LandeSarcliiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Bern. (Sebastian vom Stein.) Lucern. (Jacob Feer; . . . Joh. Huber.) Freibnrg. lPeter Arsent.) Solothurn. (Peter »Hebolt, alt-Schnltheiß.) Appenzell. (Ammann »Hans Lanker; Ammann Broger.) — (Die übrigen unbekannt.) — Vgl. Nr. 249. N. Die von Nußbäumen bitten um Nachlaß der 190 Gl., die man ihnen als Strafe für ihren Ungehorsam gegen die Gebote der Eidgenossen auferlegt hat, mit der Zusicherung, sich fortan zu halten, wie es guten Christen gezieme. Darauf wird ihnen die Hälfte erlassen, doch mit dem Beding („underscheid"), daß sie sich wohl verhalten; lonsl wolle mau ihnen nichts geschenkt haben. ?». Der dortige Vogt") zeigt an, Zürich habe die von Nußbaumen u»t denen von Stammheim in Eid genommen, den Stürmen nachzulaufen, wenn solche in der Umgegend ausgehen sollten. Galeazzo Visconti beschwert sich schriftlich über die Verleumdung, daß er nicht ein guter Eidgenosse sei, sondern gegen sie und die Franzosen Umtriebe gemacht; man möge ihm solche „Nachreder" anzeigen, damit er sie vor Recht laden könne, »heimzubringen, um sich deßhalb zu erkundigen, «i!. Dem Landvogt im thurgau wird aufgetragen, den Knechten zu Gottlicben .52 Gl. zu verabreiche» als ihre halbjährige Besoldung. ^ ' In dem Streit zwischen »Haus von Goldenberg und dem Landvogt im Thurgau, betreffend die von Ellikon, werden beide Parteien verhört und erkannt: (1.) Was vo» Ellikon zum Thurgau gehört, soll der Gerichte halb »> deni Vertrag begriffen sein, wie die (der) andern Edelleute im Thurgau. (2.) Diejenige» von Ellikon, die zur Grafschaft (Thurgau) gehören, sind der Hühner halb zu halten, wie der neue Vertrag mit den Edelleuten vorschreibt. (3.) Wenn dieselben thätlich den Frieden brechen, so soll der Landvogt mit ihnen verfahren nach Vecht und Brauch im Thurgau. Wenn sich der von Goldcnberg mit diesem Eutscheid nicht zufrieden geben will, io kann er die Sache vor ein freies Landgericht bringen; sofern dann ein („nciswelicher") Theil durch dessen llltheil beschwert zu sein glaubt, kann er noch appelliren nach bisherigem Brauch, il. (Antwort der fünf Orte), ^crn verspricht, die von den VII Orten begehrte Erklärung wie die Werbung Zürichs nächstens au seine Acniter 6" bringen; es hoffe binnen Kurzem eine Antwort geben zu können, die den VII Orten gefällig sei. Glarus erklärt, es habe in so kurzer Zeit keine Gemeinde versainmeln können, bleibe übrigens bei seiner früher» Antwort, daß es bei dem christlichen Herkommen bleibe», die Bünde treulich halten nud den VII Orten strafen helfen wolle, ivo es mit zu strafen habe, was böser »Händel jetzt leider vor sich gehen. Basel sagt: Diese .Zwietracht sei ihm von Herzen leid; es wolle sich von den Eidgenossen nicht söndern und den Bünden treulich nachleben; laut seiner Bundesbriefc sei es aber nicht befugt, die von Zürich oder ein anderes Ort auszuschließen; sondern wenn ein Ort wider das andere sei, so soll es freundlich dazwischen reden und mittel»; dies wolle es nach Kräften erstatten. Schaffhausen: „Wir die siben Ort söllen uns zuo ine» nüt änderst verstehen, dann u>z sy schuldig sye» inhalt der pündteu; dem wellen sp trüwlich geleben und nachkommen und zuosctzcu, was wen gott verliehen hätt, und ob sich etmar wider uns setzen, wellen sy sich halten, daran wir gfallen haben, und *) sollte wohl heißen: Der Vogt im Thnrgau. » Februar 1526 ob mau ins seid kome, mit uns die ardinanz des glonbens und anderer stucken halb nns glichförmig machen und sich halten, wie iren und unser vorderen von alter har. Aber unser Eidgnossen von Zürich berüereud lassent sy es beliben by der antwurt uf einem tag zuo Lucern vormals gegeben, doch mit dem ivytern entschluß, wann wir Eydgnossen sy beschriben uf ein tag, wellen sy gern komm, und wen sy zno tagen finden, by denselben wellen sy gern sitzen und mit inen handlen; dann ine» nit gezimen (welle), für sich selbs dhein Ort us(ze)setzen." Appenzell: Sieben Roden oder Kilchhören seien Willens, den VII Orten zu entsprechen; die Bünde wollen alle treulich haltein In der Messe, den Sacramcnten :c. wollen sie sich den VII Orten gleichförmig machen. Die von Zürich können sie nicht-ausschließen; sie wollen an beiden Theilen die Bünde halten, aber geschehen lassen, was die Mehrheit der Orte thne, und von dieser sich nicht söndern lassen. K. Der Bote von Lucern hat in das Geleit, das man dem Bischof von Lodi gegeben^ gar nicht gewilligt. Die Eonsolationes und Unser Frauen „bett" wollen die Herren von den IV Waldstätten bleiben lassen wie von Alter her. i. Der Bote von Uri zieht an, daß Niemand wisse, wie es nm den Grafen von Arona stehe. Erkannt, man wolle ihm schreiben, er möge Bericht geben, namentlich über das Schloß ans der Insel. Ii. Zeder Bote weiß, wie Lucern den Boten von den Waldstätten geschrieben, daß ein Gerede ausgegangen, die IV Waldstücke würden die Berner überzogen haben, wenn es ihnen in Mailand nicht übel gegangen wäre; nur Zürich habe dies abgewendet ?c.; es soll ein Thomas von Hofen, Angehöriger von Bern, solches gesagt haben. Man hat an Bern geschrieben, es solle jenen Gesellen zum Recht handhaben und einen Rechtstag setzen; dann wolle man ihn suchen und beweisen, daß diese Rede den Waldstücken Unrecht thne. S. Heimzubringen, was des Franzosen wegen angebracht worden ist. Man soll auf dem nächsten Tag Antwort geben, ob man der Königin entsprechen wolle oder nicht, in. Aus den Berichten der Vögte von Lauis ?e. hat man ersehen, daß der Graf von Arona sich mit dein Kaiser vereinbart habe. Man hat für gut erachtet, ihm einen Boten zu schicken und unter manchen andern Aufträgen ihn zu bitten, das Schloß Vitalian uns zu überantworten. Es wird deßhalb auch nach Mailand geschrieben, i». I. Der Herzog von Savoyen hat durch seine Botschaft, Herrn Emy (Aymo) von Genf und einen Andern, nach Darlegung der Eredcnz vortragen lassen, wie Bern und Freibnrg die Städte Genf und Lausanne in ein Burgrecht aufgenommen; dies sei wider den Bund, den die Eidgenossen mit ihm haben, ?c.; er bitte daher, die beiden Orte zu vermögen, von diesem Bnrgrecht abzustehen; denn wo es nicht geschähe, so wäre er genöthigt, sich an den Kaiser und andere Fürsten zu wenden. 2. Die Boten von Bern und Freiburg erwidern, Genf und Lausanne seien Reichsstädte, haben nm dieses Bnrgrecht geworben und erwiesen, daß sie befugt seien, Burgrechte zu schließen, mit wem sie wollen; ionst hätten sie dieselben nicht angenommen; des Herzogs Rechtsame seien übrigens vorbehalten, weßhalb er über keinen Nachtheil zu klagen habe. L. Darauf hat man nöthig befunden, dies treulich heimzubringen und mit allem Ernst einzuschreiten, da viel an der Sache gelegen ist; man soll daher ans dem nächsten Tag mit Vollmacht erscheinen, nm darin gütlich zu handeln; wenn dies nicht fruchtet, so will man die Bundbriefe mit dem Herzog verlesen und je nach deren Inhalt mit den zwei Städten weiter reden, damit Frieden und Ruhe erhalten werden. Dem Herzog ist befohlen, seine besiegelten Briefe von den Eidgenossen und andere Gerechtigkeiten auch darzulegen, dergleichen den zwei Städten, die ihrigen ebensillls zu bringen und die erwähnten Freiheiten von Genf und Lausanne vorzuzeigen, damit man alles gegen einander verhören und dann desto sicherer handeln könne. «». Die Boten von Basel und Solothurn haben wieder ihren Streit um die Eigeu- leute vorgetragen, und Solothurn darauf begehrt, ihm zum Recht zu verhelfen. Man hat jedoch den Parteien abermals angezeigt, sie sollen zuerst vor den Boten der bezeichneten Orte die Güte versuchen und unterdessen nichts Unfreundliches thnn; wenn jenes glicht zum Ziel führe, so mögen sie die Sache wieder vor die Eidgenossen 857 Februar 1526 .. ^cr Disputation halb ist infolge des bringen, die sich dann weiter über gütliche Mittel be.albu. wc.mn. ..„Mich lauten, indem einige Orte die letzten Abschieds von Baden Merlei geredet worden t da die Antwor en soder gut) ansehen, so Disputaz halwi wollen, die andern Hz. B. Berns es zu dieser er ^ endliche Antwort zn geben, ivird der Handel wieder in de» Abschied genommen, ...» aus cm Seiten empfohlen, dasselbe nach Bei der Verhandlung über das Geschütz in Lnggau.s Wim """ " deßhalb dem Bogt befohlen, das Jrnis herauf zn fuhren, was aber setzt noch '»cht f ' .volle, ist ans nächste"' Tag zu Geschütz nach Nothdurfr zn verschen; ivie man steine .... n ' o angesetzt auf Sonntag Indien berathen. Für alle nicht erledigten .Geschäfte wirr "» In ^er Tan 'nach Einsiedeln angesetzt für t18. Märzs. .. 1. Auf Montag „ach Onasimodo . R Apr.y .st e.n aMme. ^g mch^ den Rechtshaudel zwischen den nenn Orte» und Znr.ch; E ^... . dorthin kommen, ni» den Handel Obmann hat. 2. Die Zugesetzte» sollen ans Montag »ach ..atme -- » Spanier ihnen d.m VW«, zu »w,Mu .. w, dl. WM. «« - '«!»." °m w. drohe». freien Pas, und Kauf ahznfchiage». und denen von fedoch die Frage weggenoinmen habe», bleibt ...an bei de... ' gch,„ Angehörigen wird im Namen aller Orte gerichtet, was man von ihnen zn erwarten habe. R . -oen da ...an Leib und Gut zu ihnen setzen eine Botschaft geschickt, welche sie ermahnen l'U' eingegangen sind, bleibt ...an beiden. werde. ,i. Der Warnungen halb, die von Leuns, .me s ... . . . ,vie jeder Bote we.g. lebten Abschied von Badens indessen ist den Regenten in Ma> am ge u ödeten in seine». Gebiet .. Da Zürich ans früher.. Tagen sich erboten hat. den Meister ^ ^ ^lMigt ist. mit Ernst zn zn verhaften und wegen der zu Illingen verübten Grevel, 'vo.an " ^ ^ so äußern die nenn Orte darüber strafen, dieser Pfaffe aber wieder in Stein ""d dascl'ft often n ^ ^olle vergessen haben und ihr Verwundern und Befremden und glauben zu inerten, mn, .-> ,verde» ' das wird de». Boten von vielleicht annehme, jene bösen Handel sollte» von anderer ^elle Massen zn Stein noch wohl erinnere Zürich vorgehalten, damit es spüren möge, daß man sn> mn pos Schreiben, welches Zürich und dar...» lein Gefallen daran habe, daß er dort offen wand, n da.s. „„«aeftcllt werde, und anfragt, an mehrere Orte gerichtet hat, und worin es sich bei lagt, daß es Artikel», haben welche „Ordonnanz" man halten würde, .venn man e.nen . ns^ng . . ' ' . Sofern die von Zürich alle Or!e die Befehle ihrer Herm. und Obern eröffnet ..nd ' ^ Schonung der in einen, solchen Falle die alte» Ordonnanzen und Natzungen ' m!.g,vorcn und gehalten haben. Kirchen und Gotteshäuser und andere „christliche Stücke," mg haben in Rath und Thal, ebenfalls beschwören und hatten .vollen, so werden die nndeu. ^.tc 1>e g^ ongeno.nn.encn Lieb und Leid mit ihnen tragen, auch Leib und Gut zu ihnen ftG'», " ' ^ .„-iehen, sondern nur diejenigen Mißglauben beharren, so wird es den Eidgenossen lieber sein, das, s» "Gl" H>esp. Freiburg) reisen lassen, welche dem alten christlichen Glauben treu gebtiebe» sind. ^ Schwyz, seine in der Krone soll die Bitte von Schwyz nicht vergessen, daß die Kundschaft cen ^ ^^..e» zu... treulichsten zn Burgdorf gethanen Reden betreffend, schriftlich mitgc.heilt wc.df.. ^ Reversbrics aufgerichtet werde, an die Zusagen erinnern, die sie den VII Orten gegeben, ftn l lasse, so fei hierin kein da ...... Glarus allein noch nicht eingewilligt , eine witlfahr.ge . n w ^ ^^.g^fvagc halb). ». (So- Hindernis; »,ehr zu besorgen, und bitte „.an hienach .»» gu'uV" -G ^ ^ müssend -c." lothnrn.) „Sind indenk der viij gl. halb, so ghörend gon E.ns.dlen an du ftnst , ^ 858 Februar ! 526. »lt. sid.) Der Bote soll auch nicht vergessen, für den Schreiber Huber von Lucern aus den nächsten Tag die 8 Kronen zu bringen. I»?e. (Die drei Orte Lucern, Schwyz :md Glariis erlasseil für die Landschaft des Gotteshauses St. Gallen zwei Mandate betreffend den Glauben und das Fleischesseil in der Fastenzeit. S. die Noten.) lt. 1326, 8. März, Einsiedeln. Die eidg. Rathsboten an Zürich. Sie haben den Botschaften von Basel, Schaffhausen, Appenzell und dem Abt von St. Gallen etwas aufgetragen, an Zürich zu bringen in Sachen der Hauptleute und Knechte, die im jüngsten Zuge dem Herzog von Würtcmbcrg gedient habeil, und bitten nun, die Boten gütlich zu verhören und so zu handeln, daß diese Fürbitte sich nicht als fruchtlos erweise, w. (Näheres fehlt). ' St. A. Zürich: A. Würtemberg. .x und >' sind dem Berner, /, und »z» dem Solothurner Exemplar entnommen. Im Zürcher fehlen i», > und «2, im Berner !>, !c. n—iin Freiburger !>. le—>>. v, rr, > —,t.i. im Solothurner i>, Ii, !c, I, I, v—im Basler und Schasfhauser zz, k, si -Ii, le, I, i, v ,'c. Appenzell hat nur «», t», l>. In der Lucerner Sammlung sind i?—t versetzt (in das I. 1535). Zu I. 1) 1526, 26. Januar. Bern an die Frau Regentin: Durch die Boten des Herzogs von Savoycn vernehme man, wie der Friede zwischen dem Kaiser und dem König von Frankreich gemacht sei; man verwundere sich, daß sie das nicht berichte; wenn es sich so verhalte, so möge sie es melden lassen. St.«. Bm>: Rathsmammi. 2) 1526, 14. Februar, Luccrn. Caspar Sormanno an die einzelnen Orte der Eidgenossen. Anzeige, daß er, mit Geschäften beladen, seine Aufträge von der Frau Ncgentin nur in Bern und Lucern habe eröffnen können, die aber auf Fein Tage zu Einsiedeln mitgetheilt werden sollen; dabei habe er Nachricht, daß der König durch den Marschall von Montmorency gemeidet, wie ein Friede zwischen ihm und dem Kaiser vereinbart sei, demzufolge er am 10. März geledigt werden solle; die Eidgenossen seien darin vorbehalten und Befehl gegeben, ihnen den Vertrag in Abschrift mitzuthcilen. Dazu soll ihnen jetzt gesagt werden, daß auf den 20. d. M. 100,000 Franken für sie abgesendet, und daß künftig je nach drei Monateil eine gleiche Summe bezahlt werden solle, bis die ganze Schuld abgetragen sei. Bitte um Verharren in guter Freundschaft zc. St. A. Zürich: Tschud. Doc.-Samml. T. IX. Nr. 17. Eine entsprechende Instruction für C. S., unter dem Datum 27. Februar, haben die Abschiedereinplarc von Basel, Freibnrg, Solothurn, Schaffhansen und Appenzell. Zu «i. 1) 1526, 9. Marz. Bern an Freibnrg. Der ans dem Tag zu Einsiedeln geschehene Vortrag der savoyischen Botschaft wegen der Burgrechte mit Genf und Lausanne erfordere eine gebührliche Beantwortung; Freibnrg möge sich nun darüber cherathen und mündlich oder schriftlich seine Meinung anzeigen, damit man sich gleichförmig zu erklären wisse. St. A. Bern: Temsch Missive» q. in «. 2) Dem Vortrag des savopischen Gesandten (Herr von Lullin) sind folgende Momente zu entheben: Die Eidgenossen wissen, daß sie dem Herzog in dem Bündniß zugesagt haben, keine Städte, Lande und Hintersäßen in dem Umkreis seiner Herrschaft als Burger anzunehmen, und daß diese Pflicht durch drei Abschiede von Zürich, Solothurn und Baden (1519) anerkannt worden sei. In gleicher Weise haben sich Bern und Freiburg durch ein besonderes Bündniß verpflichtet, aber dessen ungeachtet die Stadt Lausanne in ihr Burgrecht aufgenommen, zu großem Nachtheil für den Herzog wie für den Bischof, wodurch der Ungehorsam derselben bestärkt werde; zudem sei dem Herzog dadurch eine Gerechtigkeit entzogen, die er und seine Vordem von Alter her gehabt, daß nämlich die Appellationen von den Niedern weltlichen Gerichten an seinen Amtmann zu Billens gehen sollten, während sie jetzt „zu march" nach Biel oder Aelen gezogen werde». Statt den gethanen Schritt auf seine Klageil hin zu widerrufen, haben nun die beiden Städte „etliche Personen" von Genf, die ohne Ursache und Recht dem Herzog bösen Willen bewiesen, als Burger angenommen, abermals zu seinem großen Schaden, auch dem Bischof von Genf zum Nachtheil, der auch mit dem beste» Theil der Bürgerschaft dem Burgrecht widersprochen habe und deßhälb eine eigene Botschaft zu den Eidgenossen schicke; aber wenn auch er und die Einwohner zustimmten, so wäre das Burgrecht doch durch den Wortlaut der Bünde entkräftet. Februar 1526. 859 Genf und Lausanne gelten als Reichsstädte und Unterthanen des Herzogs von Savopeu, als des Reichs- vicars, und der beiden Bischöfe daselbst. Ans Freundschaft zu Bern und Freiburg habe er weder bei^ dem Kaiser, noch bei dem König von Frankreich, als seinen nahen Verwandten, noch bei andern Bundesgenossen Hülfe gesucht. Er bitte nun die Eidgenossen dringend, die Botschaften der Städte Genf und Lausanne, die um Bestätigung de» Burgrechle werben möchten, unverhört abzuweisen und sich dermaßen ins Mittel zu legen, daß die Bmgrechte abgcthan werden, das alte'Hcrkommcn und die gute Freundschaft nitd Liebe zwischen dem Herzog und den Städten Bern und Freiburg aufrecht bleibe; im ander» Fall müßte er freilich thuu, was nöthig wäre, da er lichtes Kaisers Unwillen aussetzen würde, wenn er die von ihm verliehenen Rechte fahren ließe. Denn trotz dem vorbehält seiner Herrlichkeiten seien dieselben „zuo march" gesetzt, wodurch die Vorbehaltung entkräftet werde. St.A. B-rn: Mg. cidg. Adsch. 2. Wl-WS. (Ohuc Datum,. 3) Der freiburgische Bote Peter Arseut hatte für die Verthcidiguug der vier Städte eine besondere Instruction, der wir die folgenden Stellen entheben: „So dann die Jenfer nützit den» rechts begertcn, und der Herzog den dryci, Stetten den stoß übergeben hat, und so nun vil tagleistung(cn) beschcchcn, da der Herzog allwcgen ufzüg gesuocht und sy in kosten zuo b->r»)serr (bringen), und sunst dheiu rcchtsame können erzeigen,^rnrd er vil unbrllichcr Händel mit ine» gchebt wider die abscheid von gemeinen Eidgnossen, es sig zno ZNorsc, Soloturn und Zürich usgangen, mit Vcrtelie(r) und andern, als der bolt wol iveißt, das die beid Stett bewegt zno sölichem burgrechte». — Dnrzno soll er anzöngen, was fründschaft der Herzog zuo den Eidgenossen gehebt, es sig zuo Navcrren, zuo Marinia», zrro Bikoga (sie), jetz vor Parm, chnb sin geschülz, sine lüt nnd sinen bruoder wider uns Eidgnossen gchebt -c. und demnach gott danket nmb den sig zu Par»), als der brief an den küng von Engelland ustrnckt, den er zöugen soll, (und) Ivo sr, (die snvo>iischen Anwälte) deß abred sin wetten, soll er de» honptbries zeigen. Darzno anziechen das nüw hübsch licd, so die Savoycr von uns gemacht haben. — Und wenn sich der Herzog rechts wöllt benüegen, so söllt er under das bnrgrccht »it sin ,'c." « ^ B. i. n> n Zu >». Auch lncr ist auf die Bnslcr Instruction hinzuweisen: Die Kosten könnten den Bischöfen von Basel, Consta»;, Chur, Wallis und Lausaune überbr»,den oder (nöthigenfalls) die Einkünfte derselbe» als Beisteuer Hinterhalten werden. Doch soll der Bote diesen Punrl nicht von sich aus zur Sprache bringen und abermals empfehle», daß mau sich gütlich vereinbare und die Eut- scheidung dem Papst nnd Kaiser nnheinrstelle, ?e. . Bas->. Ml-h. Zu «. 1) Im Berncr Eremplar setzt der Gesandte hinzu, es sei „der alte Landvogt zu Neuenbürg", (Paul) Kerngerter zu Schwyz, angenommen. 2) In den Basler Abschiede» findet sich ein hieher gehöriges Aetcnjtück, mit der Iteberschrist „llf >? tag Merzen A. 26," das in wenigen Artikeln die Meinung der nenn Orte betreffend einen Vergleich andeutet, zum Theil auf einen früher» Vorschlag verweist, im Ganzen auf der gleichen Grundlage wie dieser. Bemerkenswerth ist nur der Schlnßabsatz, der statuirt, daß die (zu treffende) srcnndliche Abrede keiner Partei an ihren Rechten, Sprüche», Bünden -c. nachteilig sein solle. A. B-.su cN°» J°h. Hu»«» H-md,. Ebendort befindet sich ein undatirter Vorschlag der ne>rn Orte (aus der Eanzlci zu Baden), de» cinige Härten des ersten theils mildert, thcils beseitigt, und ei» Vergleichsentwnrf der Vermittler, nämlich der drei Orte und des Abtes von St. Gallen, d.d. Donstag vor Oculi. Zur llnterschcidnng van früher» und später» Projecten genügen die folgenden Auszüge: 1. Betreffend die von Stamnrheim, St. Anna, Nußbäume» :c., nämlich ihre Frevel an dei^Kirchen nnd an dem Gotteshaus Illingen, (ist verabredet), daß die X Orte gen,einsam, oder die Mehrheit, die Strafe bestimmen, sei es für Gemeinden oder Personen. 2. In Betreff deren von Stein und der Andern, die den hohen Gerichten Zürichs untciwo>fe» stnd, soll Zürich die Theilnehmcr an den außerhalb seines Gebiets begangene» Freveln nach Verdienen besllafe», jedoch den X Orte» für das in deren Gebiet Verübte geben (?). 3. Dabei sind vorbehalten M. Erasmus Schund, Konrad Stcffan von Stein, Konrad Wepfer von Stamm- heim, auch die Personen, die das Kloster Illingen angezündet und das Sncrament ausgeschüttet haben, so nämlich, daß dieselben, wo irgend sie betreten würden, gefangen nnd nach dem Recht bestraft werden sollen. 860 Februar 1526, 4, Das Vermögen der zu Baden Gerichteten soll deren Weibern und Kindern bleiben, da sie mit dem Leben gebüßt haben, 5, Die wegen dieses Handels verdächtigten und in Gefahr gekommenen Landvögte zu Baden und im Thurgau sollen (im Gebiete Zürichs) wieder volle Sicherheit und Geleit haben. Dagegen sollen sie und Andere sich so freundlich und „tugendlich" halten, daß sie zu keinem Aufruhr Anlaß geben. 6. Dieser gütliche Vertrag soll allen Theilen an ihren verbrieften und hergebrachten Rechten unschädlich sein. 7. Hinsichtlich des Bollwerks zu Stein soll es einstweilen, mit Vorbehalt aller Rechte, bei dem Bestehenden bleiben. Zu Bemerkenswerth ist die Basler Instruction: . . . „Aber hieby soll unser bott das best zun fachen reden, diewyl man ein solchen Überfall entfilzen müesse, . . . und aber unser Eidgnossen von Zürich eben ein hübsche macht an Inten, darzuo ouch thcil an bedachten landen habend und urbüttig syend, zno rettnng derselbigen lyb und guot trüwlich zuo uns ze setzen, welichs uns allen mit Gottes hilf wol erschießen möchte, daß man dann sy nit also verachten, sonder in fachen, die sy glych wie ander Eidgnossen berüerend, dulden, und alle Kotten hieby gedenken wollend, so in solchem Unwillen verharret, daß dnrus nüt anders dann zertrennnng lablicher Eidgnoschaft und, Gott wöll uns gnädenklich behüeten, under- truckung unser aller erwachsen würde"' ze. K. A. Basel: Abs-h, Zu I«Ii. i) 1526, I. März (Donstag vor Oeuli), Einsiedeln. „Wir der dryen Orten, nämlich Lucern, Schwiz und Glarus ratsbotten, setz zuo Einsidlen uf dem tag versamelt, thuond kund aller menklichem mit disem abscheid: Demnach an uns glonblich gelangt und zuo vilmaln fürkomen, wie daß sich etlich Personen in des gotshus Sant Gallen landschaft in dem nüwen luterschen oder zwinglischen kätzcrglouben mit so groben nncristenlichen reden, die wider die eer gottes, zuo schmähung siner erwürdigisten gebärerin, der junkfrowen Marie, ouch zuo vernüntung aller lieben heiligen und wider unfern alten waren rechten cristenlichen glonben und guot cristenlich ordnung und satzung syen, merken lassent, ouch den kätzcrschen, tüfelschen widertouf und ander uncristenlich fachen bruchend, das nun unfern Herren und obern, ouch uns zum höchsten mißfallt und widerwertig, darumb von wegen unser Herren und obern so haben wir dem frommen und wisen, unserm besonder» lieben getrüwen Melchior Tegcn von Schwiz, derzit des gotshus Sant Gallen Hauptmann, mit allem ernst geheißen und befolhen, wo er sölich Personen, so sölich uneristenliche wort, ouch den tatzerschen widertouf und ander uneristenliche werk bruchent, in des gotshus Saut Galleu landschaft aukomcn und belretten mag, sy syen geistlich ald weltlich, wib oder man, daß er dieselben fcnklich anncmen, zuo unser Herren und ober» Händen ufenthalten und das an unser Herren und obern langen lassen, und daruf unter Kescheid erwarten. Ist darnf an all und jed, so (denen) diser brief fürkompt, unser ernstlich befelch und ineinung, daß ir unfern aniptmann, den hoptmann, an sölicheui in keinen weg hindern, irren noch widerwertig, sonder wo er üch umb hilf anrüeft, daß ir im darzuo bcholfcn und beraten sin und in vor fräfel und gewalt schirmen und das best thuon, als dann ir by üwcrn eren und eiden ze thuon schuldig und pflichtig sind. Dcß wellen wir uns zuo üch allen und jedem insouderS in trüiven versehen und umb üch haben ze beschuldcn. Datum und mit des frommen und ersamen Martin in der Matten, der zit landammann zuo Schwiz, instgel in unser aller namen besigelt," ze. ze. St. A. Zürich : Acten Abtei St. Gallen (Capie). 2) 1526, I. Marz (Donstag vor Oculi). „Wir der dry Orten der Eidgnoschaft, nämlich Lucern, Schwiz und Glarus ratsbotten, setz zuo Einsidlen uf dein tag versampt, thuond kund mit disem abscheid allermenklichem: Demnach an etlichen! orten, stellen und enden in und usserthalb unser Eidgnoschaft setz in der Heilgen zit der fasten fleisch und ander verboten spisen geessen wirt, welches aber wider der Heilgen cristenlichen kirchen ordnung und satzung und alt guot loblich brück) und Harkomen und allein uß der luterschen ald zwinglischen kätzery entsprungen ist, nnd damit sölich fräselkeit und muollvillig kätzerisch Verachtung der Heilgen kirchen ordnung by den unser», zuogewandten und underthonen abgestellt, verhüet und vermittcn werd, dwil ouch die siben Ort unser Eidgnoschaft das vor zuo tagen ouch angcsechen und verabscheidet und by den iren verbotten und abgestellt, darumb so haben wir dem frommen und wyscn Melchior Tegen vvn Schwiz, des gotshus Sant Gallen houptman ernstlich befolhen und geheißen, diß uusern abscheid und Mandat allenthalb in des gotshus landschaft offenlich verkünden ze lassen, und ist daruf unser ernstlich befclh und ineinung, üch all und jedem besonder das zum höchsten gebietend, März I52K. 861 baß jetz in der fasten niemand weder vech, fleisch noch ander verbotten spisen verkoufcn noch zuo märkt stieren, auch den vechtribern, metzgern noch andern, sy sigen frömbd ald heimsch, nit ze koufen geben, by pen und straf der hohen buoß, und welcher sähe frömbd ald heimsch lüt vech ald verbotten spisen gen Costanz, gen Sant Gallen ald anderschwa hin frieren ald tragen, dem soll erlobt sin, ungefräfelt den selben solich verbotten spisen ze nemcn und darumb niemand mint zno antwurten haben, bis uf jetz österlich zit, so lassent wir jederman wider frpen lauf zuogon; doch nsgeschlosscn, iver zugvech konfen ald verkonfen, so man ziehen und nit metzgen wellt, der mag das thuon unangcsechen dis abscheids. Und zuo urkund" ?c. (wie oben). St. A. Zürich: Actcn Abtei St. Gallen (soviel. OkrnlS. 152K, c. 4. Aü'irz (?) Staatsarchiv Zürici): Instructionen Bd. I, 108. Eine Botschaft von Zürich ^ M. Heinrich Span und M. Ulrich Kambli — soll der Landsgemcinde den I^enndlichsten Gruß erstatten und gutwillige Dienste anerbieten und alsdann erinnern (»..), daß Zürich mehr mals an Glarns und andere Orte geschrieben und namentlich letzthin angezeigt habe, wie die VII Orte in fachen rathschlagen und handeln, die es so wohl angehen als andere Eidgenossen, und wie seine Boten ans de» ^agen ausgestellt und verächtlich behandelt werden; ferner sollen die Gesandten anbringen, wie die VII Orte ba und dort das Begehre» stellen, daß auch die andern Eidgenossen zu ihnen halte», »stch von Zürich sonder» und nicht mehr mit ihm tagen; ob die Bünde das zulassen, könne jeder fromme Eidgenosse wohl ermessen, solches und anderes habe man bisher um des Friedens nullen gelitten, man wollte sich auch noch mehr gedulden, wenn es nicht zuletzt zum Schaden gemeiner Eidgenossenschaft dienen würde. Darauf sollen die Boten anziehen, wie pch Zürich mehrfach ernstlich und öffentlich erboten, die Bünde treulich zu halten, wozu man in Ewigkeit gstoniic» sei, und wie man sich schriftlich und mündlich gegen Jedermann bereit erklärt habe, einer besseren Unter weitzmg ans der Bibel Gehör nnd Folge zu geben, bisher aber Niemand gekommen sei; deßhalb glaube man mchbo anderes gethan zu haben, als was in der „wahren christlichen Schrift" begründet sei, ungeachtet der mensch iichen Satzungen von den Päpsten und Bätern, die um Geld wieder erlassen werden. Zudem vermeine »lau, werde in den Bünden nirgends gesunden, daß derjenige, der dem wahren Gotteswort folgte, deßwegen ver achtet, als nnchristlich oder bnndbrüchig angesehen nnd ausgeschlossen werden sollte. Auch zweifle man nicht, daß ^ Bulle Gottes besser als bisher kund würde, wenn die Gelehrten ohne Furcht vor zeitlicher Strafe die Wahrheit göttlichen Schrift sagen sollten und dürften. Daß aber die frommen Priester, die das Evangelium allen! halben gem predigten, so verfolgt und unverhört vertrieben werden, werde Gott zu seiner Zeit ändern, nnd die Wahrheit werde an, jüngsten Gericht zu Tage kommen. Zürich lasse jedermann ungcnöthigt bei seinem Glauben Reiben, in der Hoffnung, daß man es bei seinem Unternehmen und Erbieten auch bleiben lasse. „So nun unser getrüw lieb Eidgnossen von Glarns sölich obgeschriben Meinungen mit mer worten, so ir mcn sagen werden, gehört, söllcnt ir sp zum aller früntlichsten ermanen nnd bitten, daß sy in ansehnng, wie k»> statt Zürich und unsere alt vorder» und ein landschaft Glarns nnd ire frommen alt vorder» jewelten, vor und ee wir sondrig pünt znosamen gemacht, mer dann snst andere Ort fründschaft, gnote nachpnrschaft und liebi Zuosamen gehebt, mit feilein kons nnd mit offnen Märkten allwegcn einander» das best gethan, daß wir onch inen nie widerwärtig gewesen sin (syen?) nnd ob golt will meiner widrig sin wöllent; daß (sy), was joch an sy, März 152ti, so uns zuo Nachteil und Verachtung reichen möchte, komme, allweg das besser glonbcnt, sich weder mit ufgebung der pünten noch sust bysitzung zuo tagen niendert von uns scheiden »och widerwertig machen lassen, sonders mit iro loblichen landschaft und redlichem voll by uns und unsern frommen lüten nil altein als eid oder punt- gnossen, sonders als lieb nachpurcn inHall der pünten in göttlichen und zptlichen dingen belyben und an uns für und für beharren, als ouch wir by inen beharren und von inen uns nicman zertrennen und scheiden lassen wollen," Folgt abermaliges Erbieten, sich aus der wahren göttlichen Schrift eines Bessern unterweisen zu lassen und die Bünde in allem ehrlich z» beobachten, ?c. I«. „Sind ingedenk der zweien Priestern von Walenstatt, damit sy zuo unpartyschem rechten oder zuo dem iren kommen mögen," Actum Donstag nach St, Matthias (1. März), . 1, Obiges Datum ist nur vermnthungswcisc angenommen. Die Instruction ist im Original bedeutend weitläufiger, indem sie einzelne Stellen aus den letzten Rundschreiben Zürichs und dem Vortrag in Bern wiederholt. Eine Antwort hat sich nicht finden lassen, 2, Ein größtcntheils gleichlautendes, nur mit einem Abschnitt betreffend die Disputation in Baden vermehrtes Schreiben erließ Zürich an Glarus unter dem 25. April (Mittwoch »ach St, Jörgen). S>, A, Zürich- Misswm. »50. Werl». 5. März. Bortrag einer Botschaft von Wallis, betreffend die Kriegsgefahr von Seiten Savopens, zc. Wir geben die vorhandenen Acten : 1) 1526, 23. Februar, Sitten. Instruction für Franz von Chivron, Simon in Albon, Johannes zen Triegen und Joder Kalbermatter, samt oder sonders. 1. Betreffend die Wahl eines Obmanns in dem Proccß wegen der streitigen Fischcnzen in der Nhone... » 2. „Item so dann uß kraft (des) burgrechts angenommen zuo Losen und Jens krieglich nfruor zuo besorgen seind, möchten wir liden, daß die ernnwerung (sich wäri angestellt bis uf komlichcre zit; so aber wir doch werden thuon, was den eeren und guoter fründschaft gebürt, darum wurd not sein, verstäntnuß zuo haben, wob») ein jeder teil zuo lieb und leid sölle belibcn, den kriegshandel anncmcn, kosten und schaden tragen, med nit in glichcr gestalt nützes zuo erwarten will ungeschicht sein"(?). 3, „Jtcin mögend wir nit wol liden, daß Monthey halben bis ii» den Losner see kein nüwerung beschcch, und iverdcn uns nit lassen inbeschließen, ursach die Händel so uns uf die andren siten begegnet, berichtend uns daß »vir besorgen mücsscnd, uns käin sattcl ab rucken niemer mee, und wurd allweg nüwer zw»)tracht gestift," 4, „Jtcin ob die jetzigen Händel zuo krieg kommen und »vir darin verfasset werden wider den Herzogen von Savoy, begeren »vir gesichert (zc) werden, daß lue pünd des Herzoge» dem unsren nit mer söllen fürgan," 5, Ansuchen uin einen allfällig nöthigen Getdvorsch»»ß zur Anschaffung von 1500 Spießen, zc. § 1 ist mit der gleichen Tinte gestrichen. S». A. B-r»- z». Wams (Besieg. Original). 2) 1526, 24. Februar (St. Matthis), Sitten. Hauptmann und Räthe der Landschaft Wallis an den Vogt zu Aelen. Antwort auf seine Zuschrift betreffend die Kricgsaussichten, und Bitte, die Sache nicht zu verachten, auch neue Berichte immer mitzutheilcn, zc. „So aber ir begerend (»ich) wissen zuo lai», durch was kundschaft »vir gcwarnet seind, ist unser antivurt: Des ersten hat Joder Kalbermatter, alt landvogt, durch seine brief uns bericht, war syg, als er nächst verrückter tagen von Lion komn»e>» sig, Hab er selbs gesehen rv« pauren die »veg »»achen gegen Jens und Losanna; deßglychen s»)g im wol kund, daß der Herzog von Savo») Hab bott lassen usgan seinen edlen, daß sp in der Breß sollend erschinen b») penen lib, leben, eer >n»d guot z»»o verlieren; (er) habe oil März 1526, 8K3 schmachred gelitten in gestalt daß er sich muoßt nennen ein koufman von Merenberg. Ouch sygen die Spagner, >o in Piemont sich ufenthalten, wegfertig, kommen über Mont Sinis durch Morienna, ouch ein große zal lands- knecht durch die straß gegend Sanct Clauden, und solicher hündlen sig er bericht von etlichen landsherren. Deß- glich der houptman Jost, sin bruoder, bericht uns schriftlich, ouch (zuo) kricgshändlen dicnent. Unser landvogt gibt uns warnung, als er spricht von einem erenman, wie der anschlag sig, daß uf Zinstag künftig sollend erschinen fünf tausent man zuo Monthey und in glicher zal zno der Nüwenstatt, und wie er üch deß witcr hett bericht. „Uf solich warnung wollen wir üch nit verhalten, was unser ratschlag, von stund an das schloß zuo Sanct Moritzen zuo besetzen, als ouch beschechcn ist, und drei tausent man ilents verordnen, darstoßen und verrücken laßen und denn die übrigen gcwaltenklich mit den bnnneren, wenn irer begert wurd, sollen nf sei». „So aber wir üweren bricf Hand empfangen, der Meinung bis uf wytcr Kescheid still zuo stau, Hand wir ilents das lassen in all Zenden verkünden und augesechen zeichen, die von Sanct Moritzen bis in Gombs in einer stund mögen langen, und wenn es not ist, werden wir in dein namcn gotts ilents uf sein und mit dem fyend nit langen mert machen; dann br> den genaden des allmachtigen ist der gemein man lustig, dem fyend zuo begegnen. War ist, daß uns nit will ungeschickt dunken, daß . . unser l. pundgnossen von Bern ein ratsbotten by uns, und wir by >nen hielten, domit wir uf beden syten wißten, was uns zuo eer und victory bast möcht erschießen anzuonemcn und in allen hündlen handfest wißten mit einandrcn zuo beliben"... (Betreffend die 1566 anzuschaffenden Spieße). St. A. Bern: A. Wallis (Original). 3) 1526, 5. März. Bern an Wallis. Die heute vorgetragene Instruction für Joder Kalbcrmatter und andere Anwälte samt der bezüglichen Missive habe man mit nicht geringem Verwundern und Bedauern gehört; denn wiewohl der Vogt zu Aelen das Gleiche gemeldet, habe man durch die Boten, die bei dem Herzog und in Genf gewesen, das Gegentheil erfahren, daß nämlich derzeit keine Kriegsgefahr bevorstehe; daher möchte man wünschen, daß der Vogt zu St. Moriz die Sache nicht so „hitzenklich" an den zu Aelen geschrieben hatte, und bitte nun Wallis, gegen den Herzog nichts Unfreundliches anzufangen, indem solches unbillig und lastig wäre; es möge sich indessen damit beruhigen, daß man diesseits, wenn sich etwas Nachthciliges zutragen sollte, kraft der Bünde mit Leib und Gut zur Gegenwehr behülflich sein würde, ?c. St. A. B->»: T -uy -h MW«-» q. w. »5Z. Kmndson. 1536, 12. März. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, 55. 293. Gesandte: Bern. Lienhard Willading. Freibnrg. Peter Arsent. Für beide Städte: Hans Rudolf von Dießbach, Castellan zu Grandson. Verhandlung über verschiedene Streitigkeiten, betreffend die von Montagny, Chamblon, Avonnand :c., in französische», Abschied. 1526, 15. Februar. Bern an Freiburg. Da die diesseitigen Boten auf dem letzten Tage bevollmächtigt morden, für die damals nicht möglich gewesene rechtliche Erörterung des Spans wegen des Mooses zu Averdon das Weitere zu veranstalten, so habe man jetzt einen Tag an den streitigen Ort gesetzt auf Sonntag Lätare (11. März), welchen Freiburg den Parteien von Averdon und Chamblon verkünden möge. K. Bibl. Freiburg: Girard. Sammlung T. XIII. 864 März 1520, 3ZT. Lucern. 1521», 11. März lauf Lütnre). Dtaaiöarchiv Bern: Kirchliche Ansieleqenheitcn II. Tag der IV Waldstättc, Ihre Boten und „Gewaltsamen" schreiben an Bern: 1) „Unser w. w. Demnach sich etwas spans und zwytracht zmüschen üwerm und unscrm pnndgnossen, unserm gnädigen Herren dem Herzogen von Savoy eins, üch und üwern, ouch unfern Eidgnossen von Fryburg anders teils halt und schwebt, darnmb dann der Herzog von Savoy sin botschaft nf nächst verschinen tag zuo Einsidlen gehebt; und nach uerhörnng beider teil, und nach langer betrachtung und Handlung, so ist diser Handel in abscheid genonren heimzebringen, daby angescchen, daß beid teil uf nächst künftigem tag zuo Luccrn mit aller gewarsame ir brief und sigel erschinen (sollen), allda werde man nuderston (sofcr das möglich) den Handel in der güetlicheit abweg ze thuon, w. Und so wir, deßglich andere Ort uns nünt änderst versehen, (dann) es wäre also darbt) bliben, und in betrachtung der vereinung, deßglich anderer abscheiden, brief und sigel zwüschcn dem Herzogen, ouch uns Eidgnossen gmeinlich, och sondrigen Orten ufgericht, also güetlich angestanden, bis uf zuokünftigen lag zuo Lucern; aber setz so syen wir beruht, wie daß etlich die (der) üwern, deßglich ctlich von Fryburg, sich gen Jens verfliegt, dardurch (als wol zuo vermuotcn) die nüwen llwer angenommen burger zuo Jens so vil bewegt und gestärkt, daß sy zuogcfaren, etwas Herrn Bischöfen zuo Jens zuogcmuotet, dermaß gehandelt, daß der Bischof und etlich ander erenlüt flüchtig von Jens »messen entwichen, demnach ein versamlung, uflouf und empörung zuo Jens gemacht, einem thmnherrn das hus gewaltiklich ufgestoßen, imc das sin genommen, zerschlagen, ouch dermaß gehandelt ?c., das unsers bedunkens wol vermittelt und by dem abscheid zuo Einsidlen bliben und angestanden wär bis uf zuokünftigen tag zuo Lucern, habend ouch etwas verwundren darnb empfangen; dann warlich, so wir in anscchung der vcreinung, zwüschen dem Herzogen und unser Eidgnoschaft ufgericht, ouch ander brief und sigel, so der Herzog von üch und andern sondrigen Orten hat, den Handel, deßglich die schweren löuf, ouch unser Unfall, zwytracht und Widerwärtigkeit in unser Eidgnoschaft (üch unverborgen) eigenlich betrachtend, so will uns sölich fach gar nit gefallen, und ist zuo besorgen, daß üch und uns allen und gmciuer Eidgnoschaft großer Nachteil, schand, schaden und ein böser krieg nf den hals erwachsen mächt; dann ir als die wysen und wolverständigen selbs wol ermessen, daß uns zuo diser zit ze kriegen ungelegen und nie ungeschickter gewesen ist. Darum, getriiwen lieben Eidgnossen, so ist an üch unser das höchst und früntlichest bitt und beger, daß ir die üwern zuo Jens von stund (an) widerumb heim beruofen und ze kommen vermögen, ouch iiwcr angenommen burger zuo Jens und Losanua stillzeston und rüewig ze sin heißen und anstellen, deßglich dermaß handle», damit sölicher Handel abgestellt und nünts fräfelichs, gewaltigs noch muotwilligs gehandelt, und alle ding zuo ruowcn gestellt werden, sonder des tags zuo Luceru zuo erwarten, (so) sind wir der Hoffnung, es werde alsdann so vil in der fach gehandlet, damit die fach abgestellt und zuo rnowen und guotem cnd bracht werde, und bewysen üch hierin als die, so lieber uf frid und ruow stellend dann zuo unruowen, und als wir üch wol getruwcnd; das begeren wir zuo allen ziten zum höchsten umb üch ze verdienen und ze beschulden," Hiezu dienen noch folgende Acten: 2) 1526, 8, März (Donstag vor Mittefastcn), Uri au Lucern, „Wir Hand verstanden ein früntliche bitt durch des Herzogen von Savoy und des bischof von Jenfs ersam botschaft an uns gelangt, denen Kotten, so ir gon Genf, und üwer, ouch unser getrüwen lieben Eidgnossen von Schwiz gon Wallis etlicher geschäfteu halb, den genannten Herzogen berüerend, schicken werdint, in unserem namen ouch ze handle» in befelch zuo geben. Und diewil wir vermerkt, daß mit änderst dann das zuo friden und rnowen dienet, (durch) sy ze handien begert wirt, und wir zuo sölichem hilf und rat zuo geben und ze thuon ganz geneigt, ist unser will und guot gefallen, daß die gemelten Kotten allen fliß und ernst („ärmst") fürwendcn und in unserem namen handlin(t), was sich gezimi, das zuo friden, ruowen und einigkeil dienen mag".. . St.A, rucmn MW°-». Mar; 1526. 865 3) 1526, 3. März. Nidwaiden an Lucern, Beistimmung zu der vou dem Herzog von Savoyen und dem Bischof von Genf erbetenen Botschaft der IV Waldstätte, und Vollmacht, auch in diesseitigem Namen zu handeln, ?c. id, Ib. Von einer Botschaft der IV Waldstäite findet sich sonst keine Spur; vielleicht begnügten sie sich für einmal mit dem Erlaß eines Mahnschreibens an Bern, I) 1326, 14. März. Bern an Lucern. Antwort auf das gemeinsame Schreiben der Waldstättc betreffend die Burger von Genf und Lausanne. „Wicwol ctlich der unfern sampt üweru und unfern lieben Eidgnossen von Fryburg die, so von Jens gewichen, widerum heim geleitet und bishar also daselbs verharret, haben wir doch dheins wegs noch bishar verstanden, daß st ützit unfrüudlichs augefangen noch anzcfachen willens sye». Wir haben ouch zuo guotem der fach und frid, ruow und einigkeit ze fürdren, jctzund unser potschaft bg inen zuo Jens, guoter zuoversicht, die unfern werden sich alles frevcls und muotwillcns müeßigen und üwer und nnser aller, ouch gemeiner Eidgnoschaft lob und eer betrachten. Wir sind ouch deß bereit und guotwillig, die künftig angesechne tagleistung nach lut des ! abscheids zuo besuochen und als uns gebüren will allen eeren nach zuo verantwurten, dcrmaß und wir steter ^ Hoffnung, so ir uns hören, werden ir guot benücgen haben und nit genrsacht, uns dheinerlei wegs von unserm surnemen und Handlung ze wysen".. . St. A. B-m: T-»,sch Misskm q. ss S5S. Wem, Krervurg, Genf. 1526, 12. März. Archive Ber» und Kreiburg. Gesandte (nach Genf): Bern. (S. Note 4). Freibürg. Dietrich von Engelsperg, Schultheiß; Wilhelm Schweizer, Seckclmcister; Jacob Frybnrger; Niklaus Welliard. (Rathsbuch 7. März). Beschwörung des Burgrechts der Städte Bern und Freiburg mit Genf. Wir lassen den bezüglichen Notizen und Nachweisen einige Acten vorausgehen: 1) 1526, 27. Februar (penultima Febr.). Bern an Freiburg. Dessen Schreiben betreffend die Ansehung eines Tages zur Beschwörung des Bnrgrechts mit Genf habe man dem großen Rath vorgebracht; es seien nun Zwar die zu dem Herzog von Savoyen abgeordneten Boten zurückgekehrt, aber die uach Genf gesandten nicht; deren Heimkunft und Bericht wolle man diesseits erwarten und alsdann der Tagsatzung halb sich weiter entschließen; inzwischen gebe man hiebet eine Abschrift des Abschieds von dem Herzog zu bedenken. St. A. Bern: Teutsch Missivcn H. 18 a. 2) 1526, 1. März, Freibürg. Bericht von Junker Lorenz Brandenburg, daß wohl viertausend Genfer das Burgrecht angenommen. Er wird nach Bern gesandt, mit Vollmacht, die (schon am 26. Februar bei Bern beantragte) Tagsatzung zur Beschwörung des Burgrechts anzusetzen. Rathsbuch N. «s. Diese Meldung bezieht sich aus die am 24. und 25. Februar stattgehabte» Versammlungen in Genf, wo Besanyon Hugues über die Schicksale und die Thätigkcit der am 2l. zurückgekehrten Flüchtigen und den Inhalt des Burgrechts Bericht gab, und infolge dessen selbst der Bischof endlich seine Proteste fallen ließ. S. Galiffe's Materiaux und Roget. 3) 1526, 2. März, Bern. 1. „Der bott von Savoycn verhört; (ist) an min Herren (die) burger gcwisen." 2- „llf deren von Fryburg anbringen, das bnrgrecht ze schweren zuo Jens, (ist solichs) uf nun Herren die burger (gemisen uf) Mcntag." 4) 1526, 5. März, Bern, Versammlung der Näthc und Bürger. I. Zur Beschwörung des Burgrechts sind nach Genf verordnet (Sebastian von) Dießbach, (Peter) Stürler, (Anton?) Bütschelbach, (Peter) Thormaun. 2. An den Herzog von Savoyen: Tagsatzung wegen der vorgebrachten Beschwerden über die Burgrcchte mit Genf und Lausanne, auf Sonntag Qnasimodo. Deßwegen ist auch nach Lausanne zu schreiben. S«.A. B-m: RaUMuch. 866 März 1526, 5) 1526, 5. März, Bern. Aufforderung an die nach Genf gezogenen Knechte, dem Gebot der zur Beschwörung des Bnrgrechts dahin verordneten Gesandten Folge zu leisten und nach Vollziehung des Geschäftes sofort heimzukehren, :c. St. A, B-m: T-upch MW»-» «. so», 6) 1526, 6. März. Freibnrg an Genf, Wegen der Vollziehung des Burgrechts habe man mit Bern vereinbart, daß die Boten von beiden Städten, je zivei vom kleinen und zwei vom großen Rath, sich spätestens auf nächsten Sonntag in der Herberge zu Genf einfinden sollen, um den Eid zu empfangen, zc. A. Freiburg: Missiven Bd. IX und X. 19 b. lioxet, I. 237. 7) 1526, 9, März. Freiburg an seine Gesandten auf dem Wege nach Genf. Sie wissen, was die von Einsiedeln zurückgekommenen Boten betreffend den Vortrag der savoyischen Botschaft gemeldet haben; da viel an der Sache gelegen sei, so befehle man, daß der Handel in Lausanne und Genf gehörig angebracht und dahin gewirkt werde, daß beide Städte auf den nächsten Tag in Lucern, Sonntag Iudica, ihre Boten senden und denselben ihre Freibriefe und Titel zustellen; man begehre auch, daß die Gesandtschaft so bald wie thunlich zurückkehre, damit man ihren Rath benutzen könne. «. A. Fr-wurg- Misfiven Bd. ix und x, so. 8) lieber den Beschwörnngsact in Bern (12, März) gibt das Rathsmnnunl (Nr. 209, p. 67> nichts Erhebliches. 9) Das Freiburger Rathsbuch (Nr. 43, 12. März) sagt kurz: „blt ciomini suravsrunt." 10) In Genf fand der Act am 12. vor der ganzen Gemeinde (lilonsoil gsnörnl) statt. Den Hergang erzählt nach dem Nathsbuch Noget, a. a, O. I. 239—241. 11) Von Genf waren nach Bern und Freiburg abgeordnet Plongeon, Charpillet, Dom. Franc, Mabosson, F. Favre, G. Hugues, Bon, Peter, Michel Sept, — nach Roget, der auch die Gesandten der beiden Städte nennt, z. Th. in stark entstellten Formen. S54. Lucern. 1526) 20. März f. (Dienstag nach Iudica f.) Staatsarchiv Luceru: Allg, Abschiede, N, f. WS. Staatsarchiv Zürich : Abschiede Bd, !>, SSS, Staatsarchiv Bern ! Allgem. eidg, Abschiede /, WS, Kantvlisarchiv Basel: Abschiede, Kantonsarchi» Freiburg : Abschiede Bd, 57. Bd, SS, KautonSarchiv Solothur»! Abschied- Bd, XIV, Kaiitousarchiv Dchaffhausc»: Abschiebe, Landcsarchiv Appenzell I. N. : Abschiede, Gesandte: Bern, (Sebastian von Dießbach; Anton Bütschelbach.) Frei bürg. (Wilhelm Schweizer, Seckelmeister; Lorenz Brandenburg.) Appenzell. (Ammann Ulrich Jsenhut). — (Die übrigen sind nicht bekannt.) t». Ab dem letzten Tage zn Einsiedel,! wurde Uri beauftragt, einen Boten in aller (XII Orte) Namen zu dem Grafen von Arona zu schicken, theils wegen des Schlosses auf der Insel, theils anderer Dinge wegen. Darüber hat der Graf geantwortet: Weil er um alles bis an das Schloß gekommen, so könne und wolle er es Niemandem übergeben, sondern selbst behalten, und deßhalb abgeschlagen, Jemanden in das Schloß zu lassen Hieraus wird ihm geschrieben , wie jeder Bote weiß. I». Ans den Anzug betreffend das Geschütz in Luggaris ist es der Mehrheit Wille, dasselbe einstweilen noch da zn lassen, gehörig auszurüsten und auf gemeine Kosten Pulver und Steine dahin zn schaffen; demgemäß wird beschlossen, es solle Basel, das hiefür geschickte Leute habe, einen tauglichen Mann nach Luggaris verordnen, um das Geschütz zu besichtigen, das Mangelhafte herzustellen, auch für Pulver und Steine zu sorgen und Alles gehörig unter Dach zu bringen; auch soll ihm Basel das nöthige Geld vorstrecken, was dann die Orte zu gleichen Theile» wieder zu vergüten haben. — Da noch viele Büchsensteine im Schloß zu Mosax liegen, so ist zu untersuchen, ob dieselben zu dem Geschütz in Luggaris März 1526, tt67 Pilsen, ilnd auf dem nächsten Tage darüber Bericht zu erstatten, damit man deßmegen (allfällig) an die Bündner schreiben könne, e. Basel, Schaffhansen und Appenzell berichten über ihre Unterhandlung mit Zürich wegen der Vereinbarung mit den neun Orten und lassen den Brief verlesen, den ihnen Zürich ans diesen Tag als Antwort geschrieben, Hienach wird die Sache verschoben bis ans den Tag zu Einsiedeln, «I. Die im Livincrthal haben schon mehrmals und auch auf gegenwärtigen Tag geschrieben, man sollte ihnen die Kammerbüchsen zurückerstatten, die sie nach Lanis geliehen, ?c, Dieses Geschäft ist auf die Jahrrechnnng zu Lauis verschoben, wo dann die von Livinen verhört werden sollen, «. Zug, Freiburg, Solothurn und Schaffhausen sollen von Stund an ihren Antheil an die Besatzung in Luggaris ergänzen, t. Die Welser beschweren sich schriftlich über Mißhandlungen, welche Hieronymus Moresin und Andere zu Lauis an ihren Dienern und Arbeitern daselbst verübt haben. Auch dieser Frevel und die Strafe wird auf die dortige Jahrrechnnng gewiesen. Dem Vogt in Lanis ist darüber geschrieben, wie jeder Bote weiß, K. Betreffend den Span zwischen Basel und Solothurn wird die letzthin zu Einsiedeln gefaßte Erkanntniß bestätigt, daß sie durch Vermittlung einiger dazu erbetener Orte einen gutlichen Vergleich versuchen und inzwischen nichts Unfreundliches gegen einander vornehmen sollen. Wenn aber das zu keinem Ziele führe, so solle ans einem später» Tage weiter darüber gerathschlagt werde», I» Der Bogt M Nheinthal berichtet, wie die Landsknechte in großer Zahl nach Mailand ziehen, und dreierlei Gerüchte darüber umlaufen, nämlich sie wollen 1. gegen die Venetianer, oder 2. das Herzogthum Mailand zusammenbringen, 'A mit dem Kaiser ans den Römerzug. Da auch die Spanier in Mailand an den Grenzen viele Drohungen äußern, und allerlei seltsame Reden gehört werden, sodaß man nicht weiß, woran man ist, so soll dies heimgebracht werden, um sich darüber zu berathen und sich desto besser ans Alles vorbereiten zu können. «. 1. Sodann lammt auch die Angelegenheit der Disputation zur Sprache. Die Mehrheit der Orte erachtet für gut und nützlich, dieselbe zu halten, da man doch so viel davon geredet, daß die Sache allgemein bekannt („lutbrecht") geworden, damit man den gemeinen Mann beruhigen könne, während es unter dem Volk ein großes Geschrei und WiderMillen hervorrufen möchte, wenn man jetzt davon abstünde. Daher wird auf Genehmigung und Verbessern der Dbern hin „mit der ineren Hand" beschlossen, es solle die Disputation ans den 16. Mai zu Baden beginnen; alle Orte sollen dahin ihre Boten senden, auch die Zugewandten dazu geladen werden, und zwar so, daß dieselben je einen, zwei, drei oder mehr Gelehrte mitbringen; die Bischöfe von Constanz, Basel, Wallis und Lausanne sollen ersucht werden, persönlich zu erscheinen und ihre Anwälte, sowie je zwei oder drei taugliche Gelehrte mitzubringen ans ihre Kosten; der Bischof von Konstanz soll den Doctor Faber und den Doctor Eck dahin berufen; des Letztern wegen ist bei dem Fürsten von Bayern um Urlaub nachzusuchen und an ihn selbst Zu schreiben. Wenn die Boten aller Orte und die Gelehrten zusammengekommen, so sollen sie sich über die Einrichtung der Disputation verständigen und festsetzen, wer dabei zu sitzen und den Entscheid zu geben habe, und überhaupt alles, was zur Förderung der Disputation dienlich sein mag, ordnen und bestimmen, 2. Ferner wird beschlossen, allen denen, die zur Disputation kommen, sicheres Geleit dahin und zurück zu geben, namentlich den Parteien, als Doctor Eck, Doctor Faber, dem Zwingli und Andern für sich selbst und ihre Mithaftcn und Verwandten; auch sollen alle Orte und Zugewandten diejenigen gelehrten Leute und Prädicanten, welche zu Luther's oder Zwingli's Partei gehören, ans den Tag „vermögen". 3. Die Boten von Bern, Unterwalden, 8»g, Basel und Solothurn, welche glauben die Sache verschieben zu müssen, werden ersucht, sie nochmals heimzubringen und ihre Herren ans das höchste zu bitten, daß sie sich von de» andern Orten nicht sondern, sondern dazu behülslich seien, daß die Angelegenheit ihren Fortgang nehme. Ihren Bescheid sollen die (genannten) Orte bis Ostern denen von Lucern anzeigen, damit sie in aller Namen die Schreiben an die Bischöfe erlassen und 868 März 1526, ihnen die Geleitsbriefe zustellen können, (Zusatz in Bern:) Wenn aber einein Ort die Disputaz nicht gefiele, so soll es sich bis Ostern gleichfalls erklären, damit man weiter zu handeln wisse. 4. Es wird auch vorgeschlagen, in allen Orten Kreuzgänge und andere Gottesdienste anzuordnen, um den allmächtigen Gott um Gnade anzurufen, damit die Eidgenossen wieder zu Frieden und Ruhe gelangen. 5. Endlich ist beschlossen, diesen Abschied „unfern lieben Eidgenossen" von Zürich auch mitzutheilen init dem Wunsch und der dringlichen Bitte, ihre Boten zu der Disputation zu senden und auch den Zwingli und dessen Anhänger zum Besuch zu vermögen, da ihnen gutes sicheres Geleit zugesagt sei. Ii.. In dem Haupthandel, nämlich den Spänen zwischen dem Herzog von Savopen zc. einerseits und den Städten Bern und Freiburg anderseits, ist nach Verhörnng beider Parteien viel gerathschlagt worden, was zu Frieden und Ruhe dienen möchte , und zuletzt verabredet, eine Botschaft von den zehn Orten auf Donstag nach Ostern (5. April) nach Bern zu schicken, um da (in gleichem Sinne) zu handeln, dann nach Freiburg zu reiten und auch dort zu versuchen, ob dieser Span beseitigt werden könnte. — Darum werden die beiden Städte dringend ersucht, sowohl die Ihrigen als ihre Mitbürger von Genf und Lausanne zur Ruhe zu weisen, damit sie gegen den Herzog und dessen Anhänger einstweilen nichts Unfreundliches und Thätliches unternehmen. Namentlich wünscht man, daß die Besatzung in Genf wieder abberufen werde, um weiteren Unruhen vorzubeugen. — Deßgleichen wird an des Herzogs Botschaft begehrt, daß er und seine Anhänger sich gegen die Berner und Freiburger sowie die von Genf und Lausanne ruhig verhalten, zc. I. Der erwählte Obmann in dem Streit zwischen den neun Orten und Zürich, Pannerherr (Kerngerter), hat uns dringend ermahnt, den Handel in der Güte zu erledigen; sonst müßte er sich dessen entschlagen ?c., wie jeder Bote weiß. »»». Vogt Fleckenstein von Lucern bittet abermals für sich und seine Genossen Jsenslamm und Marian um Geleit für ihre Kaufmannsgüter, wie man es etlichen Fremden auch gegeben. Darüber ist in Eiusiedeln Antwort zu geben. Deßgleichen über das Ansuchen von Basel, dem Lombard und Andern, die mit großen Kosten ihr Geleit erworben, dasselbe nicht abzukünden. «». Der Bote von Schasshauscn zieht an, wie die cidg. Hnnptleute in dem letzten Zug zu dem Herzog von Würtcmberg in Nothweil eine Summe Geld entlehnt und sich gemeinsam dafür verschrieben haben. Da nun deren Bezahlung rechtlich erlangt ist, so soll jedes Ort die betheiligteu Hauptlente anhalten, auf Sonntag nach Ostern in Baden zu erscheinen und ihren Antheil zu erlegen, damit weitere Kosten erspart bleiben. p. (Hier ist der förmliche Abschluß der Angelegenheit betreffend den von Bern verlangten Reversbrief wegen seines Verhältnisses zu Neuenburg zu verzeichnen; Weiteres gibt schon Bd. III, 2, S. 1358, 1359.) «t» (Gemeinsame Antwort der zwölf (?) Orte auf das an sie erlassene Schreiben Zürichs. — S. d. Noten.) —« aus dem Berner Exemplar, dem dagegen v mangelt. Im Zürcher fehlen »—1>, 14, t. zc., im Basler «?, I, im Schaffhauser Ii, !< zc., im Appenzeller I», «I, I', <>, i 1, 2, !. Zu It. Das folgende Schreiben läßt weitergehende Berathungen annehmen: 1526, 16. März. Caspar Staldcr, Vogt zu Lauis, an die Boten der XII Orte. Zusendung der Antwort des Anton von Leyva, kaiserlichen Statthalters zu Mailand, von der er auch eine Copie bei Händen habe; wie viel den guten Worten (die sie enthalte) zu trauen sei, könne man wohl ermessen; das Beste sei Vorsicht; denn er vernehme als zuverlässig, daß die seit langer Zeit in Cantn gelegenen Reisigen nach „Eschlisaa" (Arcisate?) bei Varese und „Wald cur" (Val Cuvio?) bei Luino logirt seien, wohin 300 Pferde kommen, St. A. Lucern: Missiven. Zu «?. Das Basler und das Appenzeller Exemplar haben von dem im Texte gegebenen Artikel getrennt die folgende Stelle: Es ist auch darüber geredet worden, ob die drei Orte Basel, Schaffhausen und Appenzell auf den nächsten Tag in Einsiedeln eine Botschaft schicken sollen, um es nochmals mit einer gütlichen Handlung zu Man 1526 «69 versuchen; da man vorher Niemandem abgeschlagen, freundliche Mittelwege zu bestimmen, wiewohl das wenig gefruchtet, so mag man es wohl zulassen, wenn Voten von den drei Orten erscheinen, und setzt auch voraus, daß ein gütlicher Ausgleich den Herren angenehm wäre; wenn aber ein solcher nicht erreicht würde, so soll dann doch (unmittelbar) das Recht seinen Fortgang nehmen. Zu Z, 1. 1526 (A. April?), Lucern. Das Concept für das Schreiben an die Bischöfe findet sich datumlos in den die Disputation betreffenden Acten des Lucerner Staatsarchivs. Es setzt-sich dasselbe theils aus den in den Abschieden oft wiederholten Motiven, theils ans den Antragen des Bischofs von Consta»; (s. Nr. 342) zusammen und gibt Kenntniß von den über die Anordnung gefaßten Beschlüssen. Als bezeichnend heben wir nur folgende Stelle heraus: „Und wiewol wir könnden ermessen, daß uns nit gezimpt, sind onch des willens nit, einich ändrung im heiligen glauben ze thuon, sonder daß wir uns als gehorsame glider von der hl. gmeinen christenlichen kirchen nit simdren; aber damit der Zwingli und sins glichen in unser Eidgnoschaft ircr falschen leer geschwelgt und etlicher maß das gmein volk von der irrthumb abgewendt und rüewig gemacht werd, und wir wider zuo friden, ruowen und einikeit kommen möchten, so haben unser Herren und obern und wir," ze. ?c. Zu i, 3. Die vorhandenen Antworten lassen wir folgen: 1) 1526, 24. März (Palmabend). LA. und Landleute von Nidwalden an Lucern. Nachdem man der diesseitigen Boten Bericht über die Beweggründe zu dem in Lucern gefaßten Beschluß, eine Disputation zu halten, und ihre Bitte, die Sache vollziehen zu helfen, angehört, habe man sich entschlossen, den Eidgenossen darin nichts „abzuziehen," sondern zu fördern, was guten Christen zustehe, wiewohl man der Botschaft auf den letzten Tag ans Gründen Befehl gegeben, die Sache abzuschlagen. 2) 1526, 25. März (Palmtag), LA. und Rath von Uri an Lnecrn. Der Rathschlag die Disputation betreffend und die deßhalb geschehene Tagsatzung gefalle ihnen wohl, und werden sie auch den Tag besuchen und die Sache nach Vermögen fördern helfen. 3) 1526, 28. März (Mittwochwor Pasee). Bern an Lucern. Da man seit lange schon zur (Anordnung einer) Disputation geneigt und gutwillig gewesen, so sehe man es gerne, daß das Werk vor sich gehe, in der Hoffnung daß durch dieses Mittel die wahre Erkenntniß des göttlichen Willens erreicht und die ganze Eidgenossenschaft desto eher zur Einigkeit gebracht werde. >)- s) >m St. A. Lu-em- Missive». 4) 1526, 31. März. Basel an Lncern. Man sei zwar bisher der Absicht gewesen, die großen Kosten, welche eine Disputation erfordere, zu ersparen und durch Andere tragen zu lassen; nachdem man aber gesehen, daß dem Mehrtheil der Eidgenossen eine solche gefalle, wolle man sich von ihnen nicht söndern, doch in der Meinung, daß zuvor wohl zu berathschlagen sei, wie die Disputation gehalten und eingerichtet werden solle, ?e. K.A. Basel: Missiven k. 83. 5) 1526, 3. April (hübscher Dienstag nach Ostern). A. und Rath von Stadt und Amt Zug an Lucer». Man habe den Abschied betreffend die Disputation an die vier Gemeinden gebracht, deren Antworten nahezu einstimmig dahin lauten, man wolle bei dem alten Glanben beharren, thnn und lassen was die IV Waldstätte, mit ihnen Boten zu der Disputation nach Baden schicken, um zu „losen," ihnen aber keine weitern Befehle gebe» und mit der Sache sonst keine Kosten haben. Auch -y und s) im St. A. e»ccm: Missive». 6) 1526, 3. April (Osterdienstag). Solothnrn an Lucern .... „Nf solichs ist nit ane, nachdem disers hochzrstes halb uns nit füeglich gewesen, unsern Rate, als diser Handel wol erfordrct, stattlichen zuo bcsamlen, haben wir den vermeltcn abscheid uf hüt erkundet und insunderheit vorberüertcr Disputation halb vil und mengerley underrede gehabt, und fürmar, wo wir möchten erfinden, daß uß derselben einigkeit, rechter und lutercr verstand des wortes und willen gottes zno verhoffcn, und nit mer mißverstand in dem gelonben, widerwertikeit, »nrnow und partrsgung zno erwarten, wären wir nit minder dann ir, onch die übrigen üwer und unser lieben Eidgnossen geneigt und guotwillig, solche disputation zno besuochen, wie dann üch und endern üwern und unsern lieben Eidgnossen einmüetigen willen zuo bewysen wir uns bisher nnsers Vermögens beflissen haben und fürer ze thnond wol geneigt sind. So aber unser achtung nach mer schadenS dann nutzes, wie vor angezöigt, »ß solicher disputation 570 März 1526, zuo besorgen, haben wir uns entschlossen, nachdem von gnaden des Allmächtigen hie by uns in christenlicher orduung dhein ungehorsame befunden wirt, bemeldter disputation halb unsers teils miießig zesind und uns derselben nit zuo beladen; ob aber ir und ander in derselben fürfaren wurden, lassen wir beschechen" . . . St. A. Lucern: Missiven. Abdrucke finden sich im Archiv f. schweiz, Ref. Gesch. I. 800 ss. Zu l, 5. l) Das bezügliche Schreiben an Zürich trägt das Datum 23. März; es verweist auf den mitgesendeten Rathschlag im Abschied. Zu bemerken ist auch das nachfolgende Schreiben, das wir ungeachtet der großentheils dem Terte gleichlautenden Fassung glauben wörtlich geben zu sollen: 2) 1526, „13/' < 23.) März. Die Boten „gemeiner Eidgenossenschaft" an den Bürgermeister der Stadt Chur und die III Bünde. „Unser zc. Uech ist »»verborgen, wie durch des Luthers und Zwinglins und anderer irer anhengeren und mithaften predigen, leren, geschriftcu und truckte büechli wider unfern alten waren hailgcn christeu- lichen glauben vil irruug, zertailung und mißverstand in gmcinem christenlichcm volk crmeckt, welchs aber zuo großer widerwärtikeit, zertailung, zwitracht, ufruor, aller unghorsamkait und zuo verderbung sccl und libs langt und bisher gar nüts guois darus erfolgt, sonder darzuo komen ist, daß die gmaincn ainsaltigcn menschen durch sölich nüw verfüerisch uslegen der hailgen schrift dahin bracht sind, daß vil menschen vcrmainen, was Zwingli und sins glichen reden und schriben, das sye allnin die warhait, der recht verstand und evangeli, dar- gegen all hailig lerer und all gelert lüt, so dem nüwen verstand widerwärtig, verachtend und verspottend. So aber der erwirdig hochgelert Doctor Eck von Jngoltstatt, desglich ander hochgelcrt lüt sich zuo meren malen gegen uns erbotten, den Zwingliu sins irrtums und kätzerscher lcr uß und mit hailger loblicher gschrift (ze) bcwisen, und wiewol wir könnend crmessen, daß uns nit gezim, sind auch nit des willens cinich ändrung sin glouben ze thuon, sonder gedcnkent uns als ghorsam glider von der hailgcn gemainer christenlicher kirchen nit ze sündern; aber damit Zwingli und sins glichen in unser Eidgnoschaft irer vcrftterischcn leren gcschwaigt und etlichcrmaß das gmain volk von der irrtum abgewendt und rücwig gemacht wcrd, und wir wider zuo friden und ruowen und ainikait des gloubcns kommen möchtcnd, so haben unsere Herren und oberen und wir uß irem befelch angesehen ain collation, gspräch, verhör, nnderred oder disputation, wie man das »einen sol >nid mag, ze halten, daß ain nnzal sinserer gelertcn lüten, (so) der hailgen gschrift verständig und erfaren, von allen Orten und Zuo- gewandten unser Aidgnoschaft, ungcfarlich von jedem ort und end zwen, drp ald vier gelerter man(nen), mer ald minder ungefarlich, sampt unser Aidgnoschaft von Orten und (Zuo)gewandten ratsbotschaften zuosanien komen; deßglich daß voran unser gnädig herreu die bischoff, uamlich von Costanz, Basel, Wallis, Losanen, safer es müglich, selber persönlich oder durch ir crlich botschaften ouch zuo sölher vcrsamlung komen, und daß jeder bischof zwen, dry, vier doctores, der hl. gschrift erfaren und verständig, mer ald minder ungefarlich, uf sinen kosten mit im bringen, und daß jederman zuo Baden im Ergöw uf den rvj tag des nachkommenden monats Maicns an der Herberg sin, ouch daß jedermann von allen partyen uf sölich vcrsamlung guot frp sicher gelait dahin und wider an jedes gewarsami haben und sich deß gctrösten soll. Darum ist an üch unser bitt und beger, daß ir uf sölich gespräch uud bestimpten tag üwer botschaft schicken und üwer gelerten lüt, . . . amen, zwen, dry oder vier, wie vil üch dann gesellig oder ze vermügen ist, mit üch bringen und alda verhelfe», ob doch durch gotts gnad uud insprechung in etlich weg erfunden, dardurch wir Aidgnossen in ainigkait des waren gloubcns, ouch zuo friden und ruowen kon möchtind. Bewisend üch" zc. Vadian. Btbl. in St. Gallen: Intt. Ali-ieollnnoac: lickoinn.: 1'. II. Nr. 255. (Gleichzeitige Copie.) Zu k. 1) Die Freiburger Gesandten waren instruirt, die Motive der beiden Städte nochmals gründlich darzulegen. Wir notiren den wichtigsten Passus: „Und der Jenfern halb (sig es) derglichen gestalt(et), wie sy dann vil tagleistung(cn) vor den dryen Stetten geleistet, und des Herzogen anwälten allemal söllten irer (sio) Herren gerechtigkcit erzöigen, das dann (aber) nie beschechen, sig, davon die bidcrben lüt von Jens, so von iren wyb, kinden, hus, Hof und güetern vcrtriben waren, zuo großem schaden kamen, und wiewol st ansänklich dheins burgrcchten begerten, sunders daß inen recht verlangen wurd; so aber sölichs durch des Herzogen ufzüg nit hat mögen ein fürgang haben, und aber die genannten Jenfer ire fryheiten erzeigt und dargelegt, und st des bürg- März 152« 871 rechtens daruf begert Hand, die obgemcldtcn und ander Ursachen, damit gerechtigkeit beschirmt merd, Hand si bewegt zuo den obgemeldten burgrechten, vermeinen ouch darmit dem Herzog geantwurt haben, :c. . , , Und als dann die vier Waldstett nüwlich geschriben Hand, wie durch das burgrecht die von Jens sich gestärkt und von wegen ir(s) unbillich(eu) anmuoten(s) an den Bischof, iren Herren, syg der genannt Bischof und ander erber lüt entfrömdet worden, daruf nun den Kotten wol zuo müssen ist, in welicher gestalt sölichs verhandlet ist, und die lach nit an ir selbs ist, noch so groß als man si fürgibt" ... K. A. Fr-ibmg: Insu. B. i. 20 v. Sachlich übereinstimmend entschloß sich Bern am 16. März, taut Rathsbuch, x. 79. Dennoch erachten wir für rüthlich, diesem Stande auch für die veränderte Stimmung das Wort zu lassen: 2) !526, 16. März, Bern. Instructions artikel: „Zeletst, als dann gegemvürtige tagleistung für- nemlich von wegen fürstlicher Dnrchlüchtigkeit von Savoye, ouch (der) angenommenen burgrechtcn von Jens und Losen angesetzt, dcrhalb bcmeldte f. D. vermeint, an sinen hcrrligkciten gcschwächert ze sin und den pünden nit gelebt, befclchen üch min Herren sölichs zum glimpflichosten ze versprechen in nachfolgender gestalt: Des ersten, es syc mcnklichcm kund, wie dann die von Losen erstmals, demnach die von Jens an min Herren umb burgrccht geworben, (nach) vorgander gethaner klag allerlei) unlidcnlicher beschwerdcn, so inen durch den bischoffen von Losen und Herzogen von Savoye vornacher (als sy fürgcben) begegnet, dcrwegen sy bewegt, bcsristung ze suochen, und uf sölichs min Herren sampt iren lieben Eidgnossen und Mitbürgern von Fryburg und Soloturn sölichen Widerwillen früntlichen Hinzeleggen understanden, das doch nit ein fürgang mögen haben, dann daß bemeldt von Losen und Jens uf irem fürnemen beliben, und doch min Herren in der fach nit geylt, sonders uf vil tagen beider syten des Herzogen und der gcgenparty gewarsamen, sryheit und alles das, so von beiden teilen dargelegt und fürgctragen ist, verhört und ermessen, und doch in sölichem nüt können befinden, das obbemeldt bnrgrecht verhindern möchte; uf sölichs in anscchung, daß min Herren irthalb von keisern, küngen und fürsten vcrfryet, nrit mcnklichcm pündnus, burgrecht Ried ander verkomnussen anzeneinen mögen, zuodcm ouch obbcrüert stett Jens und Losen fry rychstett ze sin niemauds verborgen ist, ouch daß gedachte f. Dt. dhein nnzöug geben, einiche obcrkeit allda ze haben, dadurch söliche burgrecht abwendig und hinderstellig möchten werden, haben min Herren sölich burgrecht lampt iren lieben Mitbürgern von Fryburg mit gedachten stettcn beredt, mit guoter vorbetrachtung und gehabtem rat angenommen und beslosscn, guoter Hoffnung, nützit daran verfält noch jemands dadurch ützit unfrüntlichs noch unbillichs zuogefüegt haben, dann sölichs beschechen mit eigentlicher vorbehaltung bedachter f. Dt., ouch (der) bischoffen, iren gercchtigkeiten, herligkeiten und oberkciten unabbrüchig und unnachteilig, darzuo sy nit willens, bemeldt von Jens und Losen wider billigtest ze schützen noch handhaben, sonders wo inen gewalt wider recht begegnete, alsdann sölichs by geschwornen eidcn zuo erkennen und demnach, wo sy sölichcr gestalt gcnötiget, inen (ge)pürlichc hilf ze bewysen; wann sy aber bemeldt von Jens und Losen ützit unfrüntlichs ald unbillichs wider gedachten Herzogen fürnemen wurden, alsdann inen dhein bystand erzöugen, sonders imc bemeldtem Herzogen lut der bünden zuozestan und dieselben helfen strafen, und wiewol durch obbestimpte f. Dt. angeregt, wie min Herren nit söllen noch mögen inhalt der bünden einichen siner underthnncn old hindcrsäßen zuo burgern ufzcnemen w., ist doch daby in frow Jolands von Savoye bundbrief, mit minen Herren ufgericht, ein lütrung ustrucklich vergriffen, wann sölichs doch beschechen wurd, daß es zuogan sölle mit vorbehaltung der herrligkeiten, gerechtigkeitcn und oberkeiten, das nu eigentlich in bemeldtem burgrechten (als der buochstab das uswyst) beschechen, deßhalb bcmeldter Herzog rüewig sin mag, und wyter ersnoch, die abzesetzen, nit thuon; dann min Herren je des willens, die geschwornen burgrccht ze erhalten und daby (als die billigtest erfordert) ze belybe», frid, ruow und einigtest zuo erstatten, übertrang, gewältigung und andern unbürlichen händlen vorzesin, nütdcstminder gegen gemeldiein Herzogen und andern die bünd trümlichcn halten; anders sölle sich nicmands zuo inen verstehen." St. A. Bern: Altgcin. eibI. Abschiede X. 412—415. 3) Laut der Genfer Quellen war eine Botschaft der Stadt, Robert Vandel und Ami Girard, auf diese» Tag verordnet. Zu . A. Bern-. T-uych Miyw-n mch- A. SchaMus-n. 7) 1526, 16. März (Freitag vor Judica). Solothurn an Zürich. Antwort zc. Wegen Abwesenheit einiger Näthe und anderer Ilmstände könne man jetzt den großen Rath nicht versammeln und daher keine „statthafte" Antwort geben; Zürich dürfe sich aber nach dem Erbieten, das von seinen Boten und durch seine Schriften gethan worden, aller Freundschaft versehen, soviel es Solothurn samt den übrigen Eidgenossen gebühre. Man sei auch guter Hoffnung, daß die Kriegsgefahr nicht so eilends eintrete und durch Gottes gnädige Hilfe die Eidgenossen vorher vereinigt werden. „Und damit dasselb bester ee und fruchtbarlicher beschächen möge, langet in ganzer guoter und getrüwer Meinung an üch unser hochgeflissen bitte, ir wölkend üch in der müsse und deni heiligen sacrament, 11V 574 April 1526, so in derselben gehandlet würt, gemeiner Christenheit nnd uns den übrigen üwern eidsverwandten glichförmig machen und (von) der ändrung by üch deßhalb beschächen abstan, der zuoversicht, daß in andren dingen und stucken nit großer span sin werde, zc. St, A, Zürich - A, S°l °thum, 8) 1526, 17, März. Basel an Zürich, Antwort auf das jüngste Schreiben: Da man unter den Eidgenossen gern Einigkeit sehe, so habe man den Boten auf den nächsten Tag in Lucern befohlen, falls diese Angelegenheit zur Sprache komme, mit allem Fleiße dahin zu wirken, daß die Eidgenossen in einem allfällig nöthigen gemeinsamen Auszug friedlich bei einander bleiben und mit Gottes Hülfe desto stattlicher ihre Ehre behaupten mögen, er. K, A. Basel: Missiv-n k. s? i>. Endlich reihen wir hier noch ein verwandtes Äctenstück an: 9) 1526, 28, März. Bern an die V Orte nebst Freiburg und Solothurn, Antwort auf ihr Ansuchen, daß man nicht mehr neben Zürich zu Tagen sitzen wolle, ?c. Nachdem man die bezüglichen Zuschriften von Stadt und Land gehört, beharre man bei dem früher erklärten Entschlüsse, an allen Orten ohne Ausnahme die Bünde „tapferlich" zu halten und sich derzeit von keinem Theil abzusondern, „Wann dann (die) angesechne disputatz zuo Baden zuo ustrag kompt, und dwedre parte) dann underliggen wird, wellen wir uns abermals aller gebür (nach) halten". . . St. A.Bern: Tcutsch Misjiven tZ. 26. SS5. Ziern. 1520, 7. April (Samstag nach Pascä). Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede X. 418. Rathsmanual Nr. 209, p. 132. 144. Nach Anhörung der Botschaften von den zehn Orten, des Herzogs von Savoyen, der Bischöfe und Capitel von Genf und Lausanne lind etlicher Genfer von der gleichen Partei, und dagegen der Syndiquen und Räthe von Genf und Lausanne und der beiderseits vorgebrachten Gründe hat man die Antwort gegeben, man sei fest entschlossen, bei den angenommenen und beschwornen Burgrechten mit den beiden Städten zu bleiben und sie zu halten, es wäre denn, daß der Herzog nach Inhalt der Bünde rechtlich und ohne Gefährde darthun könnte (was man bezweifle), daß man solche zu schließen nicht befugt gewesen sei; geschähe das aber, so würde man der Billigkeit gemäß davon abstehen, 1) lieber diese Verhandlung wurde unter dem 12. April (für den Herzog von Savoyen) ein französischer 'Abschied ausgefertigt, der das deutsche Concept erweitert und ergänzt. Der Vorbehalt rechtlicher Entscheidung ist in ein bestimmtes Anerbieten übersetzt. Neu sind folgende Artikel: 1, Von Seiten Berns will man in der Stadt Genf noch 6 „oompnAnons" (Gesellen, v. Knechte) halten, bis der Streit erledigt sei, rechtlich oder gütlich, denselben aber befehlen, nichts zu thun, was gegen des Herzogs und der Bischöfe Unterthanen und Anhänger wäre, 2. Hinwider geben die Gesandten der Gegenpartei die Versicherung, daß bis zum Austrag des Handels von den Ihrigen, ohne Ausnahme des Standes, keinerlei Gewalt gegen die Urheber und Anhänger der Burgrechte verübt werden solle. 2) Unter obigem Datum (Samstag n. O.) gibt Bern (in Eile) den Freiburgern Kenntniß von dem ertheilten Bescheid. Zu bemerken sind in diesem Schreiben nur folgende Puncte: 1) Die zehn Orte haben begehrt, daß man ihnen eine gütliche Unterhandlung anvertraue, oder daß man „mit dem Bnrgrecht stillstehe" (?) bis zu Austrag des Rechts, das der Herzog gegen die von Genf und Lausanne an die Hand nehmen wolle, oder endlich daß Bern und Freiburg dem Herzog das Recht laut der Bünde vor den zehn Orten gestatten. 2, Man habe dies alles gründlich erwogen und besonders, wie ungeschickt es wäre, ihnen das Recht samt der gütlichen Handlung abzuschlagen, w. St. A, Bern: Zeutsch Missiven q, SS b. April 1526, Aus dein Berner Rathsbuch sind noch folgende Notizen beizufügen: 3) 11, April, Versammlung der Räthe und Burger: „Und abermals nach verhören der r Orten (der) Eidgnoschaft haben min herreu gerate»: Des ersten artikels halb ist minen Herren (dem kleinen Rath?) befolchen, dm pund zwüschen den Eidgnossen und dem Hus Savoy zuo verlesen. Zum andern mögen min Herren geliden, daß si zwüschen den Burgern" . . . (Schluß fehlt!). — Vgl. Nr. 358. Hier mag auch der nachfolgende Act eine Stelle finden: 4) (1526), 26. März, Chambcry. Der Bischof von Genf an die Eidgenossen. „Illrststres), oto. oto. Nossiours, 1v suis ggtg irclvortir(sio) äe In zournoe romiso a, Lerne au v» clavril touollant los allsrov. äs ma alte äs Eeneve ot ooguois guo avos bonno atkootion a protsAer et nmintonir lss droits de man sZlise, ds guoi ,jo vous Merode troslmmbloment. ll'nntoskois auauns . 1, Da sich Zürich m,f diesem Tage über die Disputation erklären sollte, so entwickelt es in langer Rede, wie man es jedesmal ausgestellt habe, wenn über dieses Geschäft verhandelt worden, sodaß es auch jetzt noch nicht wisse, worüber man kigmtlich disputiren wolle ?c. Darauf wird einfach erwidert, man werde gemäß dem zu Lncern gefaßten Beschlüsse die Disputation stattfinden lassen, 2. Solothnrn wird ersucht, von seiner Weigerung, die beschlossene Disputation zu beschicken, abzustehen und gelehrte Leute, die es keime, dahin zu verordnen; man erwartet auch zuversichtlich, daß es sich darin nicht söndcrn werde. Da die gütliche Unterhandlung zwischen .Zürich und den neun Orten wieder zu keinem Ziel geführt hat, und der für die rechtliche Entscheidung beigezogenc Obmann einen Aufschub dkgehrt, um die Sache gründlich nntcrsuchcn zu können, so wird ihm derselbe bewilligt und auf den 1, Mai ein anderer Tag nach Einsiedel» angesetzt, wohin alle Orte die gegenwärtigen Boten wieder senden sollen, >> Der '^krr von St. Johann hat begehrt, daß er und sein Gotteshaus beschirmt werden möchte, da ihm bereits mancherlei Mißhandlungen begegnet seien. Heimzubringen; Schwyz soll sich darüber berathen »nd seine» Entschluß auch Glarus mitthcilcn, v. Die Botcu von Schwyz haben denen von Glarns angezeigt, daß der Pfaff von Schennis am letzten Charfrcitag das Amt nicht „vollbracht" habe, wie es von Alter her Brauch gewesen; so habe er auch voriges Jahr weder Chrisam noch Oelung von dem Decan empfangen. Heimzubringen, 878 April 1526, »v. (Ansehung eines Tages nach Aaran, ans Misericordia Domini (15, resp, 16, April), für gütliche Vermittlung des Spans zwischen Basel und Solothurn, — S. Note.) u, v sind dem Glarner Abschied entnommen. Dem Zürcher fehlen :»—I, »—i, nebst «, v, dem Berner I», » zc., dem Solothnrncr dieselben und »!, dem Schaffhauser :i—I, z«, q? » w. Basel hat nur ni—<», » —t. Zu p. lieber diesen Diebstahl hat Keßler eine bcachtenswerthc Notiz verfaßt, die zum ersten Mal gedruckt ist in den „Mittheilungen" des histor. Vereins in St. Gallen, 14, Heft, x. 132—136, Zu i'. Ueber Geißmeier ist zu vergleichen Bnchottz, Ferdinand I. Im Urk.-Band pp. 655—657. Zu Das Zürcher Exemplar hat eine eigenthümliche Redaction: „So mir üwer antwurt, der disputation halb uns gegeben, verstanden, Hand wicr Eydgnossen klcins gcfallens darab, daruf wir auch allcrley mit den Kotten gercdt, daruf sy an uns begert, daß wir inen, was unser meinig che, in abscheid gebint, und dwyl und üch ab dem tag von Luzern ein abscheid zuokommen, darin üch anzeigt von der disputatz, wie und wenn die disputatz.sin sollt, darin ir, als wir vermeinen, wol beruht, und che nit not, üch darum wyter in den abscheid zuo geben, sundcr lanndtz (sie) by dem selben abscheid zuo Luzern usgangen, (und) üch zuokomen, bliben und wier übrigen Eidgnossen wellent ouch die disputatz wie angcsechcn für sich gan lassen." Zu t. lieber diese Verhandlung gibt mittelbar Aufschluß der folgende Act: 1) 1526, 12. April (Donstag nach Quastmodo), Zürich, Entscheid über die Vcrgleichsartikel der drei Orte er. 1. Da die Unterhändler das Begehren gestellt haben, daß ihnen und dem Obmann anvertraut werde, auf die von Stammheim für die Abschaffung der Bilder eine Strafe zu legen oder sie zu deren Wiederherstellung aufzufordern, so wird von Rathen und Burgern erkannt und beschlossen, denselben Gewalt zu geben, samt dem Obmann in der Sache gütlich zu handeln und mit den neun Orten zu reden, wie man ihnen vertraue, und bei dem, was sie zu Stande bringen, zu bleiben. 2. In Betreff deren von Stein und der andern Angehörigen Zürichs, die zu Illingen gefrevelt haben, wird den Boten (von Zürich) Vollmacht erthcilt, bei den Unterhändlern und dem Obmann dahin zu wirke», daß die Strafe gänzlich beseitigt würde; wäre das nicht erhältlich, so soll die Geldsumme festgesetzt werden, und zwar zwischen 1000 und 1500 Gl. 3, Da die neun Orte den Konrad Steffan, Erasmus Schund und Konrad Wepfer ausschließen wollen, so ist wenn immer möglich darauf zu dringen, daß der letztere in Stammheim unangefochten wohnen dürfe. St.A. Zürich: A. JMng-rhanb-l. 2) Das Berner Exemplar hat am Schlüsse folgende Stelle: „Und (so) wir üwern Kotten, Hern Bastion zum Stein, nit (haben) vermögen, daß er sich einichs Handels anders dann des gerichtshandels Hab wellen beladen, sunder sich allwegen und in allen andern Händeln gesündert; aber nüt bester minder Hand wir im discn abscheid üch zuo überantwurten ufgeben, um daß, wo es dazno kam hienach, daß ir onch darzuo wüßtind zuo reden und handlen, das die Notdurft wnrd erhöischen." Der genannte Bote war seit längerer Zeit im Zerwürfniß mit einem Theil der Burgerschaft. Zu 1) 1526, 13. April, 10 U. Vorm. Basel an Schmyz. Von Heinrich Mellingen, als Boten in Einsiedeln, sei soeben Bericht eingegangen, daß aus Misericordia Domini ein Tag nach Aaran angesetzt worden zur Erörterung des Spans zwischen Solothurn und Basel. Da man auf eine solche Tagsatzung nicht gefaßt sei, indem sich die Sache nicht so bald berathen lasse; da zudem der eine der ernannten Mittler, Venner Willading von Bern, noch nicht dazu erbeten und gegenwärtig krank sei, und ein anderer in so kurzer Zeit nicht beigezogen werden könne, so finde man es unmöglich, den Tag zu besuchen und bitte Schwyz, die Boten von Lucern und Zug zu benachrichtigen, damit sofort ein anderer Tag bestimmt werde, um dessen Anzeige man hicmit bitte, ?c. K. A. Basel: Misstven e. Sl. 2) (Genau gleiches Datum). Dasselbe an Solothurn. (Nur wenig veränderte Fassung). n>. e. «2. Zu bemerken ist indeß auch ein von Solothurn erlassener Act: 3) 1526, 3. April (Osterdienstag), Solothurn. An Lucern und Zug (zu schreiben), Schultheiß Hug und Ammann Bachmann auf den Tag in Aaran, auf Misericordia Domini zu schicken. K. A. Solothurn: Rathsbuch Nr. I». p. 361. Schon in der Instruction für Nr. 354 hatte Solothurn den genannten Tag gefordert. April 152K, 879 S56. Mem. 1526, 11. April (Mittwoch nach Ouasinwdo». Staatsarchiv Lueern: Allgem. Abschiede, II. k. 175. Staatsarchiv Zürich: Tschad. Abschiede-Sammlung, Bd. e, Nr. 27. Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede, 99. Kantonsarchiv Basel: Abschiede. Kantonsarchiv Solothnrn: Abschiede, Bd. XIV. Kantonsarchiv Schaffhansen: Abschiede. Tag von neun (oder zehn) Orten. Gesandte: Uri, (Jacob Troger), Glarns, (Vogt Landolt). Basel. (Heinrich am Rein), — Die andern sind nicht bekannt. Jeder Bote weiß um die Anzeige Berus, daß es den Schreiber Hubcr von Lucern mit dein Reversbrief über Neuenbürg, gemäß dem Beschlüsse zu Einsiedel», von Ort zu Ort zur Besiegelung herumscnde mit der Bitte, denselben überall zu fördern, t». Desgleichen stellt Solothurn das Gesuch, daß man ihm einen Rcvcrsbries wegen Landeron aufrichte und besiegle, wie es ans einen: früher» Tage versprochen worden. «. 1, Nachdem ab dem letzten Tage zu Lucern an Bern und Freiburg die Mahnung erlassen worden ist, das mit den Städten Genf und Lausanne aufgerichtete Burgrecht wieder zu lösen und die Eidgenossen gütlich mittel» zu lassen, haben die beiden Städte das abgeschlagen und bestimmt erklärt, daß sie bei den gemachten Burgrechten bleiben und ihre Zusage halteil wollen, und wenn der Herzog nicht einwillige, so könne er sie, gemäß den Bünden, ans Recht fordern, 2, Da sie aber ans die Frage, ob sie dieses Recht nach der Vereinung zwischen deni Herzog und den Gidgenossen oder nach ihren besondern Bünden mit demselben antreten wollen, noch nicht geantwortet, so wird verabschiedet, es sollen Bern und Freiburg ihren endlichen Beschluß hierüber jedem Ort und auch dem Herzog schriftlich anzeigen. 3, Sollte die Sache sich nicht auf gütliche Weise vermitteln lassen, so ist dann, laut der einstimmigen Instructionen aller Orte, der Negierungen Wille, zu verhüten, daß daraus Unruhen oder Krieg entstehen; sie verlangen auch, daß beide Parteien, nämlich diejenigen, die nicht zu den Burgrechten eingewilligt, als der Herzog von Savoyen, der Graf von Genf, die Bischöfe von Genf und Lausanne, dazu alle Geistlichen, Gdelleute, Kaufleute und Burger (dieser beiden Städte), und anderseits Bern und Freiburg und ihre angenommenen Burger zu Genf und Lausanne, sich gegen einander friedlich verhalten bis zum Austrag des Rechtes. D Und um desto eher Friede und Ruhe zu erhalten, sollen Bern und Freibnrg die Ihrigen von Genf sogleich heimberufen und alle Mittel anwenden, daß sie nicht mehr länger dort bleiben, wie früher zu Lucern beschlossen worden. Zu !». Hicher gehört folgender Act, der übrigens zurückdatirt sein dürfte: 1526, UZ. April (Dienstag nach Quasimodo). Die eilf Orte geben Solothurn eine» Revers des Inhalts, daß sie es niemals von seinem bcsondern Bnrgrecht mit Landeron nnd der Grafschaft Neuenburg und den bisher daraus geflossenen und geübten Rechten drängen noch irgendwie darin kränken wollen. K. A. Solothurn: Perg. Urkunde mit zehn Siegeln. Weitere Verhandlungen, auch über den Revers für Bern, folgen in den nächsten Abschieden. Zu «. 1) Das Glarncr Exemplar, von dem Lucerner Schreiber Huber gefertigt und an Vogt Landolt (der also vermuthlich Bote gewesen) ndressirt, hat eine von dem Lucerner Abschied (Concept) abweichende Nedaction, die wir wörtlich folgen lassen: „Sodann von wegen des spans zwüschen dem Herzogen von Savoy und unfern Eidgnosscn von Bern und Frpburg, als uns zuo Bern und Fryburg die güetlicheit ze frischen abgeschlagen, sonder zuo antwurt geben, daß sy bp dem burkrecht, mit denen von Jens und Losan gemacht, beliben; wo aber der Herzog das nit erlidcn (wöllte) und st) dnrumb ersuoch mit recht, inhalt ir pünden, wellend sp im rechtens nit vor sin, mit lcngern Worten ?e., 880 Mm 1526, daruf wir sy augesuocht, ob sy dem Herzogen des rechten sin (wellen) inhalt der vereinung oder nach lnt ir alten pünden, so sy besonder mit dem Herzogen Hand, daruf (aber) uns kein antwurt worden, sunder so lang verzogen, daß wir also verritteu, uß Ursachen, als jeder bott wyter weißt zuo sagen; habend (wir) daruf abscheid gestellt, sy darin gcbetten, daß sy sich ir antwurt endlich entschließen, wie und in was gcstalt sy dem Herzogen eins rechten sin wellen, das sollen sy allen Orten zuoschriben. Und ob die antwurt dermaß war, daß sich der Herzog nit benüegeu lassen möcht, und unser Eidgnosscn von Lucern wyter umb tag anrüefcn wurd, sollen die von Lucern gwalt haben, eine» tag zc bcschriben, daruf dann jeder bott mit vollem gwalt komm sol, wyter darin ze handle», damit diser span zum rechten verfaßt und wyter unruow verhuet werde. Wir habend ouch beiden teilen in abscheid geben und gsetzt, daß bcid teil gegen einandern rücwig und zuofriden sin, und die von den zwey stellen Jens und Losan zuo beiden partigen jederman wider zuo dem sincn kamen, libs und guots sicher sin und nünt unfrüntlichs, gwaltigs noch fräfels fürnemen, sonder erwarten, bis die fach mck> der span zum rechten verfaßt und mit recht ustragen wirt." 2) Für Bern (und ebenso Frciburg?) wurde die im Text enthaltene Redaction in einem von Landammann Jacob Troger von Nri besiegelten Abschied (in welchem » und I» fehlen) ausgefertigt; doch ist der in der Note enthaltene Passus betreffend den langen Verzug auch aufgenommen. Wir reihen hier auch die verlaugte Antwort an: 3) 1326, l2. April. Bern an Lucer». Die Werbung der Votschaften von den acht Orten (sio), den Span zwischen dem Herzog von Savoycn und den Städten Bern und Frciburg, wegen der neuen Burgrechte mit Genf und Lausanne, betreffend, habe man dankbar aufgenommen als aus guter Meinung geschehen. Nach langer Unterhandlung haben endlich die Boten im Abschied die Frage gestellt, in welcher Gestalt man dem Herzog zum Recht stehen wolle; darauf haben sich kleine und große Räthe einhellig entschlossen, dem Herzog laut seines Bundes mit der Mehrheit der Eidgenossen das Recht auf sein Ansuchen zu erstatten, was man auf Begehren jener Boten hiemit vermelde, ?c. St. A. Lucenn Missi--». Laut der Bcrner Teutsch Missiuen H. 31 a wurde gleichlautend auch an Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug Glarus und Solothurn geschrieben; ob auch an Basel und Schaffhause», ist nicht zu ermitteln. S5S. Einsiedel,!. 1520, 2. Mm f. Staatöarcliiv Luceru: Allg. Abschiede. II. l. 177. Staatsarchiv Zürich : Abschiede Bd. 9. l. 269. Tschud. Abschiede-Sammlung Bd. 6, Nr. 28. Staatsarchiv Bern :Mltg. eidg. Abschiede 2. 121. Kantonsarchiv Basel: Abschiede. Kantonsarchiv Frciburg : Abschiede Vd. 65. zr atttonSbibliothek Frciburg: Gir. Samml. '1. III. kautonsarchiv Svlothurn : Abschiede Bd. XIV. LaudeSarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Zürich. (Diethelm Nöist, u. A.) Bern. (Sebastian vom Stein.) Appenzell. (Ammann Ulrich Jscnhnt.) — Die andern unbekannt. Bergt. Nr. 249. th. (1.) Man hat ans diesem Tage Briefe empfangen von dem Herzog von Oesterreich und den Ständen des Reiches, worin die Eidgenossen ermahnt werden, die zu ihnen geflüchteten Banern und Rädelsführer nicht bei ihnen zu dulden, sondern fortzuweiscn, zur Erhaltung der nachbarlichen Einigkeit und gemäß der bestehenden Erbeinung. (2.) Es wird daher St. Gallen schriftlich ersucht, solche Leute hinweg zu weisen, indem man sonst andere Maßregeln ergreifen müßte. (3.) Ferner wird in den genannten Briefe» begehrt, die Eidgenossen möchten (so viel an ihnen?) verhüten, daß der Herzog von Würlemberg das Schloß von Hohentwiel „speise". I». Der Landvogt von Neuenbürg gibt schriftliche Meldung von einem Streit, der zwischen dem Bischof von Basel und dem Grafen von Valendis entstanden, indem die bischöflichen Bariern ungeschickte Händel verübt haben, zum Mai >536, fi81 Nachtheil der Herrschafte» Neuenburg und Valendis; er stellt nun den Antrag, daß den auf die nächste Jahr- rechnung in Neuenburg abzuordnenden Boten der Auftrag gegeben werde, den Span zu untersuchen und entweder m Güte oder rechtlich zu entscheiden. In diesem Sinne heimzubringen, damit alle Boten die nöthigen Bollmachten erhalten. — Dem Landvogt wird geschrieben, er solle auch den Bischof von Basel einladen, mit seinen Beweisschriften versehen ans dem Tag zu erscheinen, der am letzten Sonntag im Mai (27. Mai) zu Neuenburg stattfinden soll. «, 1. Betreffend die in Baden zu Hältende Disputation, wohin viele Doctoren von Fürsten und Rcichsständen theils abgeordnet oder berufen sind, theils sonst kommen werden, wird zu Ehren und Nutzen der Eidgenossenschaft beschlossen, es soll jedes der V l! I Orte, die Theil an Baden haben, dafür sorgen, daß seine dorthin , verordneten Boten auf den 1t). Mai daselbst eintreffen; diese Boten sollen dann den berufenen Doctoren und Andern, die sich zu Eonstanz versammeln und um Geleit ansuchen werden, Geleitsleute zuschicken, welche sie nach Baden zu führen haben; ferner sollen sie eine Anzahl bewaffneter Knechte an die Stadtthore stellen, nin die Ordnung aufrechtzuhalten; es soll auch jedes Ort Vorsorge treffen und verhindern, daß niemand anders nach Baden gehe, als die dahin Verordneten und die disputiren wollen, damit man zu Baden unbelästigt sei; es soll endlich i„ Badeit niemand eingelassen werden, als angesehene, friedsame Leute, welche etwas in der Sache zu Bisten vermögen. 2. U»d da Zwingli besorgt, nicht sicher nach Badeit gelangen zu können, so erklären die Eidgenossen, daß sie ihm und seinen Anhängern, überhaupt Jedem, der da disputiren will, ein ganz freies sicheres Geleit geben und ihnen das treulich halten werden; dies wird auch Zürich angezeigt mit dem Wunsche, daß es ^n Zwingli samt einer Botschaft dahin sende, tun mitzuwirken nach Nothdurft und Gebühr, und hofft man immer noch, daß es entsprechen werde. Wollte es aber sich nicht dazu verstehen, so möge es solches den Boten zu wissen lhun, die auf den 1t). Mai nach Baden komme», und denselben zugleich erklären, ob diejenigen, welche über sein Gebiet nach Baden sich zu verfügen gedächten, Sicherheit genießen, damit man sich darnach zu richten wisse. N Es sollen diese Boten ferner Vollmacht haben, noch eine Anzahl Knechte als Begleitung zu senden, wenn die von Zürich und Zwingli das auerbotene Geleit für ungenügend hielten. 4. Dieselben Boten sollen auch bevollmächtigt werden, in Badeit einen öffentlichen Ruf ergehen zu lassen, daß bei schwerer Strafe niemand Unruhe stifte. 5. Jedes Ort soll seine Prädicanten, und namentlich die lutherischen, die Disputation zu besuchen ermuntern und anweisen, damit Jedermann die Wahrheit vernehme, und die Eidgenossen wieder zur Einigkeit gelangen und dabei verbleiben können. 6. Es laugt auch ein Antwortschreiben eilt von dem Fürsten von Bayern auf die von Lucern aus wegen des Doctor Eck an ihn erlassene Zuschrift; dasselbe wird jedem Orte abschriftlich init- Mtheilt. 7. Ungeachtet der Antwort, die der Bote von Solothurn gegeben, ermahnt man es zu bedenken, wie viel den Eidgenossen („uns") daran gelegen sei, und sich hierin nicht abzusöndcrn. (Sol. Ex.) «Z. Auf das Schreiben der Fürsten und Stände des Reichs, daß die Eidgenossen Zürich anhalten möchten, das Gotteshaus Nüti wieder herzustellen, wird mit Zürich darüber ernstlich geredet, v. Heimzubringen und auf dem nächsten ^ag Antwort zu geben über das von Zwingli gegen Doctor Faber herausgegebene Büchlein, worin er die Eidgenossen gröblich beschimpft, als wäre der Beschluß über die Disputation um Geldes willen zu Stande gekommen, mit vielen andern Schmachworteu. Deßhalb wird Zürich ernstlich aufgefordert, dem Zwingli solche öffentliche Schmähungen zu verweisen und zu verbieten und überhaupt zu verschaffen, daß er die Eidgenossen mit solchen Büchlein unangefochten lasse und ihre Angehörigen damit nicht ungehorsam mache, indem solches gegen die Bünde fti- t. Es wird berichtet, daß Einer zu Glarus („nämlich Fridli Bäldi", Gl. A.) an offener Landsgemeinde geäußert, wie Doctor Eck mit großen Summen Geldes abgefertigt werde, damit der Päpstler Glaube beschirmt und der neue Glaube unierdrückt werde. Da die Boten solchen Verdacht nicht wollen auf sich sitzen lassen, so Iii 882 Mai 152k, wird Glarus angewiesen, sich bei dein, der solches geredet, zu erkundigen, wo er es gehört, und darüber auf dem- Tag in Baden Bericht zn erstatten, K-. Da Beschwerde geführt wird über die neuen Münzen und die dicken Pfenninge, welche aus „dem Bund" kommen, daß sie nicht gnt seien, so wird Lucern beauftragt, dieselben „aufzusetzen" und auf dein nächsten Tage darüber Bericht zn geben. I». Heimzubringen ein Schreiben von den Fürsten und Ständen des Reichs, (des Inhalts) daß der Herzog von Würtemberg einen Feldzng gegen sie beabsichtige und Truppen durch das eidgenössische Gebiet beziehe; den Boten ist hievon nichts bekannt. Man soll nun überall Anstalten treffen, daß solches verhindert wird, i. Der Pannerherr von Schwyz, der zum Obmann erwählt ist, beschwert sich über eine gegen ihn geschehene Drohung (von Schwyzern) und erklärt, daß er nicht länger Obmann sein könne, wenn man ihn nicht des gehörigen Schirms versichere, Deßhalb wird ihm von den Boten zunächst von sich aus Schutz zugesagt und überdies die Sache in den Abschied genommen, — Die Boten von Zürich geben nun die Erklärung, daß sie ohne Einwilligung ihrer Herren sich auf keine Verhandlung einlassen können, aber die Sache heimbringen werden, Zi,. Heimzubringen ist das erneuerte Gesuch Berns um Ausfertigung des Reversbriefes wegen Neuenburg, t. Auch das Begehren Solothurns, ihm einen Reversbrief wegen Landeron, wie früher versprochen, aufzurichten, wird in den Abschied genommen, da diese Angelegenheit den Boten unbekannt ist, «»». Der Rechtshandel zwischen Zürich und den nenn Orten ist abermals verschoben, indem jenes keine Erklärung abgeben will, ob es die Sache gütlich oder rechtlich abzuthun gedenke. Es wird daher aufgefordert, sich hierüber zu entscheiden und seinen Beschluß den Boten, welche nächstens auf die Disputation nach Baden kommen werden, zu eröffnen, die dann Vollmacht haben (sollen), einen Tag dafür anzusetzen. Wenn aber Zürich die Gütlichkeit nicht annehmen oder das Recht verzögern wollte, so haben die Boten Gewalt, es weiter in das Recht zu mahnen. Die Bitte des Landvogtes im Thurgau, ihn für den Schaden, den er (vor)letztes Jahr durch die Unruhen erlitten, zu entschädigen, wie ihm dafür zu Lucern Brief und Siegel gegeben worden, ist auf die nächste Jahrrechnung in Baden verschoben. «». Auf das Anbringen der Zürcher Boten, daß Martin Wehrli, Landmeibel im Thurgau, einen „Heiden" ans ihrem Gebiete gefangen, aber wieder losgelassen habe, und daß der sogenannte rothe Hauptmann, ebenfalls in ihren hohen und Niedern Gerichten, von Etlichen aus dem Thurgau verhaftet und weggeführt worden, antwortet der Landvogt, es sei das in seiner Abwesenheit und ohne sein Wissen geschehen; Martin Wehrli sei übrigens damit entschuldigt, daß ihm (anfänglich) nicht bekannt gewesen, daß er in? Gebiete Zürichs stehe; sobald er es jedoch erfahren, habe er den Heiden ledig gelassen; er bitte deßhalb, ihn? „das Beste zu thun" und verspreche, daß solches nicht mehr geschehe?? werde; wenn aber dieser Bescheid nicht genüge, so solle man ihn vor einen? endlichen Beschlüsse zur Verantwortung kommen lasse??. — Ueber die Verhaft- nahnic des rothei? Hauptmanns sei de»? Lnndvogt »och nichts Näheres bekannt, es sei ihn? auch damit „mißgedient" ?c. Hierauf erklären die Eidgenossen ihr Bedauern über die beiden Vorfälle und anerbieten, den Wehrli aus dein nächste?? Tage zn verhören und dann nach Gebühr zu Handel??, wenn die von Zürich mit der gegebenen Antwort sich nicht begnüge?? wollen. Des rothei? Hauptmanns halb wird ihnen vorgeschlagen, die Ans- mittlung und Bestrafung der Schuldige?? dem Lnndvogt anzuvertrauen; wenn sie aber dieselbe?? kennen und auf ihre»? Gebiete betrete??, so möge» sie an ihnen de?? Frevel strafen, wie de?? Bote?? weiter bekannt ist, K». Die Eidgenossen bitten Zürich, es möge dein Joachim Mötteli, wenn er seine Botschäft dahin sende, gestatten, alle Vereinungen, Bündnisse und andere Briefe, die „man" init dein Hause Oesterreich hat, es sei die Erbeinung, der fünfzigjährige „Vertrag oder Bericht," oder anderes was dort liegt, abschreiben zu lassen, auf seine Kosten. »F. Heinizubringen, was die voi? Rapperswrjl angezeigt, wie nämlich in Zürich mit Schiffen und Büchsen gerüstet werde; wem das gelte, wissen sie freilich nicht; wenn sie aber angegriffen werden sollten, so wären sie Mni 1526. 883 weder mit Geschütz noch Pulver oder andern Bedürfnissen versehen; deßhalb bitten sie um Aushülfe nach dem Gutsinden der Schirmorte. i. Heimzubringen, ob Schwyz und Glarus nochmals Boten in die „Grafschaft" schicken sollen, um sie zur Erfüllung ihrer Pflichten gegen den Herrn von St. Gallen zu ermahnen. „Sind mdenk der viij rinschen gülden, so da ghören gan Einsidlen an ein fenster in das gotzhuß." 5. Der Landvogt nn Oberland hat eine Verzicht von Hans Geißerneyer (Geißmeyer?) geschickt, welche die Verordneten von Innsbruck und Hall aufgenommen, des Inhalts, daß Bern, Zürich, St. Gallen, Constanz und Lindau sich mit den vertriebenen Bauern und dem Herzog von Würtemberg verbündet haben, um, sobald im Etschland ein sack lloo vorbereiteter) Sturm losgehe, „hier unten" die Herrschaft (Oesterreich) anzugreifen und zu vertreiben. ?i. Die Ansehung eines gütlichen Tages zwischen Basel und Solothurn wird auf den Tag der Disputation verschoben. v. 1526, 3. Mai (hl. Kreuztag i. M.). Einsiedeln. Schreiben der acht (?) Orte an den Landvogt im Rheinthal, Hans Golder von Lucern: 1. Die Boten bedauern, daß die Beschwerden der Rheinthaler gegen den Abt von St. Gallen auf gütlichem Wege noch nicht haben können beseitigt werden; wenn übrigens jemand die Herren um Recht anrufe, so werden sie ihm dazu verhelfen, aber (ebenso) gerne einen gütlichen Austrag bestätigen, sofern ein solcher den acht Orten ke-inen Nachtheil bringe. 2. Den Bauern, die sich über den See herein geflüchtet haben, soll der Vogt keinen Aufenthalt gestatten, sondern sie fortweisen, um üble Folgen für die Eidgenossenschaft abzuwenden. St. A. Lucern! Abschiede II. »v. 1526, 4. Mai (Freitag nach des hl. Kreuzes T. i. M.), Einsiedeln. Die Boten der sieben Orte (O Orte, Glarus und Appenzell) an den Landvogt im Rheinthal, Hans Golder. Anzeige der gefaßten Beschlüsse betreffend die Disputation zu Baden. Da nun im Nheinthal Geistliche und Weltliche haben verlauten lassen, baß ihnen die lutherische oder zwinglische Secte gefalle, so soll der Vogt in der ganzen Landschaft verkünden, wer Luthers, Zwingli's oder ihrer Anhänger Predigen und Schreiben für das bessere ansehe, solle unfehlbar zu Baden erscheinen, um seine Meinung darzuthun, seine „Kunst" zu beweisen und Antwort zu geben; wer aber nicht disputiren, sondern „wunders wegen" nur zuhören wollte, solle daheim bleiben und ruhig sein; deßhalb werde Zedern, der zur Disputaz komme, freies sicheres Geleit nach Baden und zurück „in Kraft dieses Briefes" zugesagt; „dann warlich, welche die wärint, so erst nach der disputaz sich merken und inen nit gefallen und sich nit benüegen lassen wellten, was zuo Baden angesechen und beschlossen wirt, söllent müssen, daß wir das in keinen weg verguot haben, sonder ein jeden mit allem ernst darum wellen strafen". . . St. A. Lucern: A.Disputation (Original mit Siegelspur). (Aehnliche Schreiben werden auch in die andern deutschen Vogteien ergangen sein.) x. 1526, 2. Mai (des hl. Kreuz Abend i. M.), 9 Uhr Nachmittags, Einsiedeln. Die Boten der cilf Orte schreiben an Zürich: Man vernehme, daß Hans Bülman, Wirth zum Rindfuß (in Baden) in Zürich gefangen worden, und vielleicht in der Eile mit ihm gehandelt werde. Man stelle daher die gar hohe dringliche freundliche ernste Bitte, nicht eilig zu verfahren, sondern ihn zu guter Verantwortung kommen zu lassen und ihm in Gnaden das Beste zu thun. . . (Siegel von Martin an der Matt, Landammann). St. A. Zürich! A. Schwyz. A . 1526, 3. Mai, Einsiedeln. Bernhard Koch, Schaffner zn Tobel, und Wilhelm von Pcyern erneuern das auf dem letzten Tag angebrachte Gesuch der geistlichen und weltlichen Gerichtsherren im Niedern Thurgan (die in? Texte aufgezählt werden), den Vertrag mit ihren Unterthanen, dei? sie vor einem Jahre den Eidgenossen zu Gefallen angenommen, nach Verfluß der gesetzten Frist wieder abzuthnn und ihr Verhältnis) zu der Bauersame dergestalt zu erläutern, dtH Friede, Gehorsam und Einigkeit erhalten und die herkömmlichen Freiheiten und Rechte, 884 Mai 1526, die sie rechtmäßig gekauft oder ererbt haben und mit gültigen Titeln erweisen können, gehandhabt und ohne Recht nicht geschmälert werden. Nach Eröffnung der allseitig darüber erhaltenen Befehle erkennen die Boten der neun Orte mit einhelligem Mehr, was folgt: Da es sich der Obrigkeit („uns") nicht gezieme, Jemand von feinen rechtmäßig erworbenen Freiheiten und Rechtsamen ohne Recht zu drängen, so sollen die Bauersleute und Unter- thanen, die den genannten Gerichtsherren zugehören, hinfür alle Zinse, Zehnten, große und kleine, Fälle, Läße, Ehrschätze, Fastnachthühner und Anderes, was sie von Alter her schuldig gewesen, wieder ausrichten, dem Gerichtszwang der Niedern Gerichte gehorsam und gewärtig sein und im Wildbann, „Federspiel," Fischenzen oder Andern: auch ferner thun und lassen, was von Alters her üblich gewesen; doch sollen die Gerichtsherren in Lässen und Ehrschätzen je nach Umständen „bescheidenlich fahren," Wenn aber eine oder mehrere Gemeinden („geginen") oder einzelne Personen vermeinten, daß sie etwas zu thun genöthigt würden, was sie nicht schuldig seien, und das im Recht zu erweisen hoffen, so sollen und mögen sie samt der Gegenpartei und allen Gewahrsamen den Handel vor die Eidgenossen bringen, die sie darum verhören und rechtlich entscheiden werden, wobei jedoch ein gütlicher Ausgleich, wenn ein solcher möglich ist, vorbehalten wird. Dieser Abschied und Spruch ist auf Begehren der Gerichtsherren in Pergament ausgefertigt und im Namen aller Bote» besiegelt von Martin in der Matt, Land- ammann zu Schwyz. Alter Abschriftmbmid im St, A, Zürich t e, 10 b—Ig a, 5S« Sodann ist. hier anzureihen der Spruch des Obmanns (Paul Kerugerter) über die hohe Gerichtsbarkeit in Burg bei Stein: 1526, 3. Mai (hl. Kreuztag im Mai), Einsiedeln. „Dwil vorgerüert der von Stain koufbrief und der vertrag um das fachen, daß sy, die von Stain, des; nach irem darthuon recht und gemalt haben, kam Meldung tuond, da aber sölicher vertrag den zechen Orten die Höchen gericht bis uf das dritt joch der brugg (zuo) Stain zuogibt, also daß am laudvogt im Thurgöw dahin zuo laden und zuo strafen habe, was den Höchen gcrichten und der landgrafschaft zuo strafen zuostand, darus das fachen folgt; dann wa die hoch oberkait, da ist ouch der gewalt ze fachen, es sig dann fach, daß das fachen von den Höchen geeichten hinweg geben, und (so) nun min Herren von Zürich allain mit wortcu und sunst weder mit lüt noch briefen nit bewyst oder dargethau haben, daß das fachen von der oberkait der Höchen geeichten an die von Stain kommen, und also ir alt harkommen sig, und aber obgeschribner artikel im vertrag inhalt, daß ein insäß nit für die überhand appellieren möge, der dann ouch von der oberkait hingeben, darus ze vermerken ist, wann das fachen den(en) von Stain hingeben und nachgelassen, daß es im vertrag als wol begriffen wäre, als gerüerter artikel der appellatiou halb ?c., daß dann der nün Orten zuogesatzten urtail die togenlicher und billicher sige, deßhalb ich der hiemit gefolget und die in kresten zuo beliben gemeret haben will." St. A,Aürlch t A.Jttl»gerha»d-i (besiegeltes Original). (Endlich mag hieher gehören der später erwähnte Vortrag einer Botschaft des Bischofs von Eon- stanz, dessen Wortlaut mir nuter die Noten verweisen). o, p aus dem Zürcher, «z—« aus dem Glarner, I aus dem Berncr, ii aus dein Basler Abschied, Dem Zürcher mangeln » 2 (wogegen 3 demselben eigen ist), «' ii, I—!, im Freiburger und Solothurner «»—t, im Basler «! I, i, m w. Appenzell hat nur n, «« 1—5, sx. Ii; I» ist gestrichen. Statt 2, 3 steht im Berner Exemplar: Was „ihnen" deßhalb geschrieben worden, weiß jeder Bote. Heimzubringen w. Zu «. 1) 1526, 18. April, München. Wilhelm Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern w., an die jüngst in Lucern versammelt gewesenen Rathsboten der zwölf Orte. „IZnsern gönstlichcn grus zuvor. Besten w. ?e. Mai 1526 885 Ewr schrepben, dess datmu stcet zu Lueern an dem dryvndzwainzigisten tag Marey nechstvergangen, darinnen ir uns Ewr cristlich erlich vorhaben, und das ir zu abtilgung der jetzt schwebcuden vncristlichcu beschwerlichen zwepungen und ketzerey in die heiligen Concilicu glauben ain Collacion und disputaeion zu paden iur crgaw auf den sechzechendcn tag ^tay schirsten fürgenomeu und dcßhalben uns ersuecht, den wirdigen und hochgelerten unfern lieben getrewcu Johann Ecken, der heiligen schrift lerer und in unser vniuersitet zuo Jnglstat ordinarien vnd viceeanzellarien, dahin zu ordnen, vnd das ir dcrglcich gedachten: doctor Ecken auch geschriben, angezöigt, haben wir mit ganzen frcyden gehört vnd verlesen, möcht uns auch warlich von Euch in disen sorglichen vnd erpärmb- lichen leuffen nichts licbers zuekomen sein, darin wir nit allein Ewr cristenlich bestendig geinüet, so nit aus ainen sandc, sonder auf den rechten felsen erpaweu und deshalben nit von ainem jeden fliegenden geist vnd vnbestendigen winde von Ewrn erlichen vorfordcrn langhergebrachte» cristenlichen glauben bewegen noch abwenden lasset, sonder auch vermerken, das ir aus sondern: guetem willen uns zu Ewrn: cristenlichen füruemen ersuecht vnd des tail- haftig machet, in dem wir dermassen geneigt, das wir nit allein unser fürstnthumb, sonder unser leib vnd leben zu ere den: Allmechtigen vnd Handhabung des waren eristenlichen vnd unserer Voreltern glauben williktich darstrecken wollen, vnd sein Ewch nit allein in disen: Ewrn pitten zu rvillfarn, sonder auch in andern: mit allen genaden genaigt" . . . St. A. Lucern: A. Neligionshändcl (Original). — St. A.Zürich: Tschud. Abschiedli-Snnnnlmig, Bd. 6. — St. A. Bern: Abschiede 129—130. 2) 1526, 23. April (Georii). Hugo, Bischof von Constanz, an Luecrn. Dr. Johann von Eck habe auf das an ihn geschickte Schreiben wegen der „Kollation oder Verhör" geantwortet, er wolle dazu gern erscheinen, und eine Missive von Herzog Wilhelm an die zwölf Orte mitgesendet, welche Lueern denselben beförderlich zustellen möge. Wiewohl er, der Bischof, den Tag zu Baden nicht persönlich besuchen werde, so habe er doch eine so ansehnliche Botschaft dazu auSersehen, daß es seinerseits wohl genügen könne, in guter Hoffnung, die andern werden nicht weniger „gefaßt" ankommen, und alsdann gehandelt werden, was zur Acufnung des gerechten alten christlichen Glaubens und zu Frieden und Einigkeit dienen möge. St.A. Lu«rn: A. NeNgwish-wd -r. Wir schließen auch folgende Missive an: 3) 1526, 24. April, Tübingen. König Ferdinand an die Boten der zwölf Orte, die jüngst zu Einsiedeln gewesen oder auf den 16. Mai zu Baden sein werden. Antwort auf ihr Schreiben vom 11. April, worin sie des Dr. Johann Fabri zu der Disputation begehre::. „Dieweil wir nit allain ans jetzt berüertem Ewerm schreiben, sonder vorhin mermals verstanden und aigentlich bericht worden sein, das ir unangesehen benanter Martin Luthers und des Zwingelins vilfeltig predigen und ausgegangen büccher von waren: und erbcrm althergebrachten glauben, von zeiten der heiligen Aposteln, nit fallen noch weichen wöllen, daran ir on Zweifel gott den: allmechtigen, unfern: schöpfer und erlöser, ain sonder und groß wolgesallen bcwisen, zusampt dem das ir ewch, ewere uuder- thanen und verwandten an seel, leib, eer und guot und vor schaden verhüet, und ir dann nochmals als die fromen ernsten darauf beleiben, auch die verfüerischen opinionen laut obgemelts ewers schreibens ausrciten und füran nit ineer gestatten wölket, so haben mir als ain eristenlicher fürst und liebhaber der heiligen Religion ain sonders gefallen daran, und auf solich ewer begcr gedachten: unserm Rat, Doctor Johann Fabri, auf den obbeftnnpten angesetzten Tag zu den: gesprach oder Disputation gen Baden in das Ergow zu kamen vergönnt und erlaubt. Walten wir ewch unangezaigt nit lassen, mit gnediger beger, ir wölket ansehen und betrachten, auch zu herzen fassen, das noch bisher aus diser newcr leer nie nichts guets oder fruchtbers, sonder alles übel, wie dam: guot zeit her gespürt und augenscheinlich gesehen worden, entstanden ist, und in betrachtung des daran sein, das solliche verdnmbte sect ausgetilgt und abgethon, euch auch hiefür wie bisher bei der heiligen und gemninen cristenlichen kircheu enthalten und beleibeu. Darumb werdet ir sonder Zweifel von dem ewigen gott hie in disen: zeit lob, eer und dank, und nach den: nbschid aus diser weit ewige seligkeit erlangen" . . . ^ 4) Hiehcr gehört ein an die Boten gemeiner Eidgenossen gerichtetes Schreiben von Dr. Thomas Murncr, über das letzte in Zürich gedruckte Büchlein betreffend die Disputation und die darin enthaltenen Schmähungen gegen sieben Gelehrte. Schluß und Datum fehlen. St. A. Luc-m - A. D>spuwti°». Ein Abdruck soll anderswo gegeben werden. 880 Mai >526, 5) Die Zürcher Boten, Diethelm Röist und Andere (Schreiber ist Burkhard Wirz) schreiben am 2. Mai au ihre Obern, wie die neun Orte mit vielen guten Worten ihnen angezeigt haben, daß sie sich auf den 10. Mai in Baden versammeln wollen, um die Anordnungen für die beschlossene Disputation zu treffen, und da sie aus den Schriften Zwinglis vermerkt, daß er fürchte, nicht sicher zu sein, so anerböten sie sich zum Uebcrfluß, damit weder er noch jemand anders begwaltigt würde, 20—30 Mann zu verordnen, „welich allein uff M. Ulrichen warten, ouch in vor unbild, gwalt, schwach und tratz schützen und schirmen söltint;" darum begehren sie, daß er dahin komme, damit erfunden werde, wer Recht oder Unrecht habe, w. Sodann haben die Boten beiliegende Schriften van I>r. Faber von Constanz, als Antwort gegen Zwingli, und Meldung, worüber man disputiren wolle, mitgetheilt. (Diese Schriften fehlen.) St. A. Zürich: A. Religio,,ssachm. Wir reihen noch zwei andere Schreiben ein: 6) 1526, 27. April. Zürich an die sieben Orte. 1. Erinnerung an frühere Schreiben, worin es sich beschwert habe, daß einige Orte unter sich allein Angelegenheiten verhandeln, welche doch alle betreffen, Zürich nicht mehr zu Tagen berufen und sonst allerlei vornehmen, was ihm zu Nachtheil und Verachtung gereiche, wahrend es sich allerwegen beflissen, nach der Lehre Christi zu leben, und oftmals anerboten habe, aus der Bibel und dem Neuen Testament sich weisen zu lassen, wenn es eine irrige Lehre angenommen hätte, und die Bünde an allen Eidgenossen treulich zu halten. 2. Nichtsdestoweniger seien letzthin auf den Tagen zu Baden, Lucern und Einsiedeln, als es sich um eine Disputation gehandelt, die Boten von Zürich zwar angehört, dann aber ausgestellt und ohne ihre Mitwirkung bei dem Rathschlag der Beschluß gefaßt worden, daß es seine Botschaft mit dem Zwingli ebenfalls nach Baden auf die Disputation schicken solle, was alles es mit Rücksicht auf Herkommen und Bünde schwer empfinden müsse; da es aber nach den bereits getroffenen Anordnungen nicht erwarten könne, daß jenes Gespräch die Frage entscheiden und auch für Zürich befriedigend verlaufen werde, so bitte es, sein Wegbleiben in keiner Weise arg zu deuten; damit jedoch alle Orte wissen, wie es hierin gesinnt sei, lege es dieser Massive eine Schrift von Zwingli bei, mit der freundlichen Bitte, dieselbe zu verhören. Schließlich wiederhole es das Gesuch, daß die Eidgenossen, der besondren Liebe eingedenk, welche ihre Altvordern und Zürich einander bewiesen haben, dasselbe nirgends von dem Bunde ausschließen möchten, da es immer noch bereit sei, zu Frieden und Einigkeit das Mögliche beizutragen. St. A. Zürich: Missiven. — St. A. Lucern: Missivm. — St. A. Bern: Allg. eidg. Abschiede X. 417—Iii). — K. A. Echaffhausen: Correspondenzen. 7) 1526, 30. April (Montag nach Cantate). Bm., Rath und großer Rath von Chur an Zürich. Anzeige des von gemeinen Eidgenossen ausgegangenen Schreibens betreffend die Disputation zu Baden. „Sitmalen, als uns nit zwiflet, üch unverborgen ist, wie wir von Chur sölicher leer . . ouch vermaint und vor menklichem beschruwen werdent; so wir aber nun drü jar ald mer durch Johannsen Dorfmau, unfern pfarrer, ouch der glichen wie ir der rechten unvermischten ungefelschten evangelischen warhait, als wir vertruwcnt, gelert und bericht sind, ouch uns und unfern pfarrer vil maln menklichem erbotten und gebetten, wer bessers wüßte, daß wir uns güetigklich wellen lassen wysen, das bisher noch von niemant ernstlicher getrüwer mainung anzogen oder undcr- standen ist, bis (wir) uf jetz kurz vergangnen tagen von unfern lieben und getrümen bundsgnossen, gemainen aidgnossen, von Lueern ab dem tag . . . wie obstat berüeft sind, in welcher scharpfen beruofung wir verston mögent, wie sy dein Handel unscrthalb nit günstig sind, wiewol wirs zum allerbesten von inen anneyrent, alles in unge- farlicher mainung beschechen. Doch wäre unser will guot, aiu früntlich gespräch mit allem das darzuo gehörte, umb erfarnuß der göttlichen warhait, dero wir zum höchsten notdürftig sind, mit hochem großein dank anzenemen, kostung, arbait und anders darzuo dienende nüt beduren lassen w. Hierumb, g. l. b., so ist unser früntlich bitt und beger au üch, zuo denen wir ain sonder guot vertruweu habent, ir wellend uns guoter und in stiller mainung berichten, wie ir üch in söllichem Handel halte» wellind, als die so dann obangezaigte fach zuo dem größten antrifft, uns ouch darby raten und berichten, wie wir uns in diser fach halten sollen, so doch ir die sind, die söllichs mer pflegen, oder ob ir erfaruus habend, wie sich etliche Oerter, als Bern, Basel und derglichen, halten wellen. Wir weiten ouch ungern unfern lieben bundsgnossen kam zimliche anmuotung abschlachen, ouch darby hinläßig sin oder sümig, (oder) uubesinnt infarcn in söllicheu dingen, da gefarlichait unsers hails der seelen angelegen ist" ... St. A. Zürich: A. Graubünden. Mai I52K, 887 Zu «Z. Der Zürcher Abschied erwähnt diesen Gegenstand in etwas abweichender Fassung: „Sind indenk üwer Herren und obern zum früntlichesten und besten zno berichten das, (deß?) so die fürsten und stand des Richs an die zwelf Ort der Eidgnoschaft geschriben von wegen der preisten und oberherren das gotzhnß Rüti betreffend, und was daruf mit üch geredt, daß ir das gotzhnß Rüti wider ufrichtcn und in das alt wesen komen und beliben lassen." Zu «?. Im Zürcher Abschied ist dieser Artikel in zwei ganz getrennte (7. und 10.) zerlegt, die auch in der Fassung einige Abweichungen zeigen. „Man hat such mit nnsern Eidgnosscn von Zürich früntlich geredt und sy gebettcn, daß sy mit dem. Zwingli reden und verschaffen wellcnt, daß er uns Eidgnosscn in sinen trücken unge- schmützt und nngeschmecht laß, darzuo uns Hund) die nnsern mit sinen truckten büechlincn unbesuocht und rüeivig laß und nit also widcrwertig und nnghorsam inache; dann es wider die pündt sye, ouch inen nit zno erliden, wie die botten wüssent." — „Und so dann uns die zwölf Ort der Zwingli anzeigt in einem truck wider Doctor Faber usgangen, als ob wir die disputation zno Baden angsechen allein um gelts willen, und sye der karren gesalbet, und so das für den gmeinen menschen kumpt, möchten wier oder sunderlichen die botten, so »f tagen gewesen, verdacht werden, und grosse unruow und schaden dardurch gefördert und gemcret, daran aber uns den Eidgnosscn nngüetlich und unfründlich bescheche, und daruf wyter mit nnsern Eidgnosscn von Zürich geredt, daß sy den Zwinglin semlichs Handels abstellcnt, wie die botten wüssent." Zu Ii. t) 1526, 12. April, Augsburg. Die Botschaften, Hanptlcute und Näthc des schwäbischen Bundes an Zürich. Man höre vielfach, wie Herzog Ulrich von Würtembcrg abermals beschäftigt sei, einen Aufruhr zu erwecken, und dafür im Gebiet von Zürich Anhang finde. Wiewohl man das bei der bisher gegenseitig gehaltenen guten Nachbarschaft nicht glaube, so wolle man es doch nicht verbergen, und bitte man, wenn an der Sache etwas wäre, das ernstlich abzustellen, w. w. St. A. Zürich - A. R-ichssachc». — K. A. Schaffhausen: Corr. 2) 1526, 13. April. Basel an Prinz Ferdinand, Erzherzog von Oesterreich ?e. Antwort auf die Zuschrift vom 7. d. M., laut deren Herzog Ulrich von Würtembcrg in der Gegend um Mümpelgard abermals Anstalten treffe zu einem Feldzug gegen Oesterreich und den Paß durch die Stadt Basel zu nehmen drohe, ?c. Man ivisse von solchen Rüstungen gar nichts, sei auch weder von dem Herzog selbst noch Jemandem in dessen Namen uin Durchpaß oder Hülfe angesprochen worden und möchte wohl wünschen, daß die Regierung des Fürsten sich besser benachrichtigen und nicht so leichthin „zu Hitze bewegen" ließe, :c. K. A. Bas -u MW»-» e. ?v, so. 3) 1526, 24. April. Basel an die Botschaften, Hanptlcute und Räthe des Schwäbischen Bundes ?c. Antwort auf ihr Schreiben vom 12. d. M. Obigem ganz genau entsprechend. w.r. «e. Zu I«, Im Zürcher Abschied hat dieser Artikel eine wesentlich verschiedene Fassung: „Und so dann in dem gerichtshandcl und span, (so) sich haltet zwüschcn nnsern getrüwen lieben Eidgnosscn von Zürich und den nün Orten, der zuogsatzten von den nün Orten urtel durch den obmann für die besser erkennt und aber daruf nit witcr obman zno sin vermeint genöt werden sollt, uß Ursachen, so im dann begegnet, und so man aber die fach crfart, erfindt man semlichs durch ein lichtfertige unverstandne person beschechen, wie dann unser Eidgnosscn von Zürich botten ir Herren müssen zno berichten; und so aber unser lieb Eidgnosscn von Zürich botten und anwält hinder ir(en) Herren daruf witer nit handlen Hand wellen, und so aber die nün Ort setz verstanden, (wie) irc(r) zuogsatzten urtel für die besser erkennt, habent sy nochmals unser lieb Eidgnosscn von Zürich angesuocht der allerfrüntlichesten meinig, sy wellent anstehen unser aller müy, kost und arbeit, so uns beiden teilen daruf gang, und nochmals sich mit uns begeben, alle die so an dem stürm und mißHandel, zno Illingen beschechen, schuld habend, helfen strafen. Ob aber inen, nnsern trüwen lieben Eidgnosscn, das nit angnem, daß sy doch dann den obmann by uns lassen und das recht fürer mit uns üebent, wie das angesengt, und weders dann inen, unser(n) lieben Eidgnosscn von Zürich, under disen das angnemer und das sy darin haben wellent, söllent sy den botten, so gan Baden uf die disputatz geordnet, verkünden; die söllent dann handlen und tag ansetzen nach gestalt und gepür der fachen und händlen, und der antwurt, so inen dann geben (wird sin? . . .) als die botten müssend zno sagen." Mai I52526, 24. April (Dienstag nach Jeorii), Rheineck. Hans Golder, Landvogt im Rheinthal, an (die Boten der acht Orte?). Bericht über den Span zwischen dem Abt von St. Gallen und den Höfen im Rheinthal. Jener fordere eine Verschreibung, die in Ewigkeit niemand ändern noch widerrufen tonne, wahrend diese sowohl ihre eigenen Rechte als die Herrlichkeit der acht Orte vorbehalten wollen, ze. Die Landleute bitten ihn, das den Herren anzuzeigen, und geben die Zusicherung, dem Spruch derselben Gehorsam zu leisten. Darüber bitte er nun um Bescheid, w. St. A.Sucern! Missiven (Kopie). 3) 1526, 6. Juli (Freitag nach Ulrichs Tag), Rorschach. Melchior Gysler von Uri, Landvogt iin Rheinthal, als Obmann ine Namen der acht Orte, und die Zusätzer Ludwig von Helmstorf und Heinrich Schenkli, von Seiten des Abtes zu St. Gallen, und Konrad Blum von Altstätten und Hans Ritz, Ammann zu Bernang, von Seiten der Höfe im oberen Rheinthal, nämlich AUstätten, Marbach, Bernang, Balgach, Haslach, Widnau, St. Margarethen, Höchst, Dieboldsau und Eidberg vermitteln in einem Span über die Zehnten, den die Höfe seit einiger Zeit dein Gotteshaus verweigert hatten. Der Abt erscheint in eigner Person; die Höfe sind durch 19 (benannte) Boten vertreten. Nach Verhörung beider Parteien und langer gütlicher Handlung wird folgender Vergleich getroffene 1. Die Höfe sollen samt und sonderlich ohne allen Eintrag dem Gotteshaus verabfolgen, was sie demselben von Alter her schuldig gewesen, namentlich den großen Zehnten an Wein und Korn, und darauf halten, daß darin kein Abbruch geschehe. 2. Davon ist ausgeschlossen der kleine Zehnte», den der Abt aus besonderen Gnaden und auf die Bitte der Nichter wie der Höfe nachgelassen hat. 3. Doch soll dieser Entscheid und „Bericht" von heute an nicht länger währen als drei Jahre, und alsdann jedem Theil das Recht vorbehalten sein, wovon er gegen den andern Gebrauch machen magi 4. Von den Zehnten, die den Priestern oder andern Leuten im Rheinthal zugehören, ist hier nicht die Rede. 5. Die Rheinthaler sollen die bisher zurückgehaltenen Zehnten :e. sofort (dein Gotteshaus?) zugchen lassen. (Folgt Angabe der Siegler ?e.) St. A Zürich! U. Rheinthal (C-pI- aus dem 17. Jahrh.). — Stistsarchiv St. Gatte» (Neuere Kopie). Mm Ü526, 889 Zu Das Original enthält außer der Einleitung wie üblich die wörtliche Abschrift der Parteisprüche, und zur Begründung der abstehenden Motive den Artikel 4) des Vertrages vom 17. April 1504 (Abschiede III, 2, p. 269, Note g). Zu „Mines gncdigen Herren von Costanz anbringen, so durch Wolfen von Helmstorf uf Sunntng nach des Helgen Crüz tag im Mcyen (6. Mai) zuo Einsidlen des gehalten tags beschächen ist." 1. „Des ersten, wie die von Costanz mit etlichen ungeschickten händlen (und) nüwerungen der luterischen steten, so vormals gegen minen gnedigcn Herren noch dein stift Costanz nie gcbrucht sind, erzeigen, dardurch sin f. g. und die tumherren geursachet, (syen, werden?) sich da dannen zuo ziechen. Darzno sye auch sin f. g. verursachet, sin Consistorium von inen ze thuon, und Hab ouch das selb gen Zell in undcrsee zuo halten ange- lächen, daß die im Schwnbenland sin f. g. by dero proccß und geistlichem rechten beliben lassind, lind diewyl dann ir, mine g. h. die Eidgnossen, die sind, so sin er f. g. an ir proccß und erequution etwaz verhindrung thuind, Int des Mandats ?c., bitt sin f. g., ir wcllind sin (sincr) f. g. und den gstift (sie) bedenken und sölich proceß und geistlich gericht verlangen lassen, als nämlich um elich fachen, bluomen und wz geistlich fachen und güeter berüerend. Dargegen erbllt sich sin f. g., sölich consistorium und geistlich gericht den halb theil in ir landschaft und statt Bischofzell zuo legen, damit die iren solichs um des mindstcn kostens willen komlich erlangen mögen. 2. „Zmn andern hat der von Helmstorf anbracht, wie sin f. g. ein gesetzte gült, genannt consolationes, und die ob den iiist jar har gebrucht, und die uf deni capitel in üwcr, miner g. h. der Eidgnossen landschaft, die sy ouch einem jeden Herren von Costanz für und für und nach bishar on intrag gegeben haben. Nu sind dero etlich in etlichen capitel gegeben und hindcr der selben Decnn geleit und aber siner f. g. nach nit gcantwnrt; ist da siucr f. g. ernstlich bitt und beger, ir min g. h. wellind (iro) sölich consolationes und gesatzte gült wie von alter har verfolgen nnd werden lassen. 3. „Zum dritten von wegen der ersten frücht, so ein pfarrer oder der glichen pfruonden, wenn die verlychen wcrdind, minem g. h. bißhar güetlich verlangt worden sind, ist siner f. g. ernstlich pitt, ir nunc g. h. wellind irer f> g. solich ersten frücht hinfür onch, wie bißhar beschächen, güetlich verfolgen lassen; erbüt sich sin f. g., gegen den selben priesteren sich zimlich zuo halten, darin ir mine Herren sonders gfallens haben werdind, wie bishar sin f. g. gethan hat. 4. „Zum Vierden mög sin f. g. ermessen und erkennen, daß vit mißbrüch vor vugcn und verhandele sind; erbüt sich sin f. g. mit euch, minen Herren, persönlich oder mit vollmcchtigem gwalt, wo es ir f. g. libs halb und euch zuo tagen gelegen sin ivellt, niderzuositzen und sölich beschwerden und mißbrüch helfen hinzulegen und zuo mittlen, daran ir min Herren gfallens haben werdind. 5. „Zum fünften hat der von Helmstorf anbracht, wie min g. h. von Costanz der sye, so sich erpüt und alles das jenig zuo handlen und zthuon, dz zuo frid (und) ruoiv gemeiner Eidgnoschaft und einikeit dienen und reichen mög; daran well sin st g. eingespart lib und guot darstrecken." St. A.Zürich: Tschud. Abschiede-Samml., Bd. 6. — St. A.Bern: Abschiede '.w, - K. A. Solothurn: Abschiebe Bd. XV. Da der Zeit halb Zweifel bestehen, so verweisen wir ans den Abschied vom 3. April 1527. Z^ucern. 1526, II. Äcni (Freitag nach der, Auffahrt unsers Herrn). KaiitollSarchiv Areibnrg: Acten Xtt'njios foäornln«. Tag der V Orte. — Ein Abschied ist nicht vorhanden, statt dessen ein Schreiben der Bolen an Freiburg l „Nach üwerm schriben unsern Eidgnossen von Lueern gethan habent wir uns zuo dein fürderlichesten zuo- samen gefüegt und sind deß einhellig, uf den Helgen Pfingsttag uächstkünftig unsers jedes Orts treffcnlich bot- schaft nachts all der hcrberg zuo Bern ze haben und mit denselben üwern Mitbürgern, unsern Eidgnossen, zuo 112 890 Mm 152K, handlen lvld reden, fründlich und fünfte wie die notdnrfl das erfordert, mit vollem gwnll, das wir uß der ursach nit wölleirt üch verhalten, damit ir üwer botschaft ouch allda habent, als uns nit zwifelt, das beschehe; wir habcnt auch glicher wys üwern >md unfern lieben Eidgnosscn von Soloihurn zuogschriben, guoter Hoffnung, damit wir siben Ort zuosamen koment, sie werdent nit usblibcn." ZKS. Waden. 1536, 14. Mai s. (Montag nach der Auffahrt f.) Slaatsnrchiv Lueern: Acten Disputation. Dtantsarehiv Bert»: Allg. eidg. Abschiede, X. 139. Kantvnsarcliiv Basel: Abschiede. KalltotlHarchiv Areiburg: Abschiede, Bd. 12. Bd. 65. Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede, Bd. XIV. Ka»ltvttsarchiv Schaffhallsen : Abschiede. .LalldeSavchiv Zlppcttzcll I. N.: Abschiede. Gesandte: Zürich. M. Rudolf Thumisen; M. Hans Bleuler. Bern. Caspar von Mülinen, Ritter. Luecrn. Hans Hug, alt-Schliltheiß. Uri. Vogt Jos Vlütteli. Schwyz. Gilg Nychmuth, nlt-Ainmann. Unterivalde». Klaus Halter, alt-Amman». Zug. Caspar Schell, Scckelmeister. Glarus. Marx Mad, Aiumann. Basel. Adelbrecht Meyer, Bürgermeister; Urban vom Brunneu. Frei bürg. Dietrich von Engel- sperg, Schultheiß; nach ihm Hans Gugelberg, des Raths. Solothurn. Peter Hebolt, alt-Schultheiß. Schaffhansen. Hans Ziegler, Burgermeister; später (Hans) Jacob Murbach. Appenzell. Ammann (Ulrich) Eiseuhut; Heinrich Baumaun. Abt St. Gallen. Jacob Stapfer, Ritter. Stadt St. Galleu. Caspar Zollikofer; Andreas Müller. Mühlhansen. Stadtschreiber ...; nach ihm Burgermeister ... — E. A. A. 1. 20 d. — St. A. Lucern: A. Disputation. !H. Ein auf diesem Tage eingelangtes Schreibeil des Kaisers meldet, daß er und der König von Frankreich einen ewigen Friedens- und Bundesvertrag mit einander gemacht lind beiderseits die Eidgenossen darin eingeschlossen haben, und deßhälb wünsche er, daß sich die Eidgenossen innert sechs Monaten erklären, ob sie in diesem Frieden und Bündnis; einbegriffen seilt wollen oder nicht, damit er die andern betheiligten Fürsten und Herren benachrichtigen könne. Heimzubringen, da mall darüber ohne Vollmacht ist. — An den König von Frankreich wird sofort geschrieben, er möge berichten, ob dieser Frieden ihm widrig oder »achtheilig sei, und sich deßhalb erklären, damit wir uns zu einer Antwort entschließen können, 1. Lorenz Baumer von Saanen zeigt an, daß ihm der König von Frankreich noch etwas Sold von der Picardie her schuldig sei und bittet um Verwendung bei der französischen Botschaft. Weil aber die Boten des Königs von seiner Forderung nichts wissen wollen, und früher schon viel darüber verhandelt worden ist, so läßt man es jetzt bei den Abschieden bewenden, daß alle bestrittenen Ansprachen ruhen sollen, bis der König die anerkannten Schulden bezahlt habe. 2. Da sich „Bomer" (al. Boner) unterdessen an die eidgenössischen Boten ans dem Tage zu Neuenburg gewendet und die Ansehung eines Rechtstages auf den 1. August erwirkt hat, was durch die Boten des Königs angezeigt ist, so hat man ihnen (?) geschrieben, sie mögen dem König melden, er solle sich um diesen Rechtstag nicht kümmern bis auf weitern Bescheid. Heimzubringen. 1. Zürich bringt den Illingen- Handel zur Sprache, laut einer den Boten zugestellten Instruction, worauf man Willens gewesen Ist, deßwegen einen Tag anzusetzen; nachdem aber die Nachricht gekommen, daß der eine der Znsätze, nämlich der Spitälmeister von Lncern, ans die bestimmte Zeit nicht die Heimat erreichen könnte, so wird das verschoben. 2. Darauf haben die Boten von Basel, Schaffhausen und Appenzell im Auftrag ihrer Herren gebeten, ihnen nochmals zu erlauben, sich der Sache anzunehmen, damit der Streit ans friedlichem Wege beigelegt würde. Man hat ihnen geantwortet, sie mögen bei Zürich versuchen, ob es die Messe wieder dulden und die Kirchen bezieren lassen wolle; dann würde man vermuthlich in dem Andern nachgeben; andernfalls Mai 1526, 891 werde »>a» dem Rechten seinen Lans lasse», Da Fridolin „Bellwe" (Bäldi) von Glarus redet, Doctor Eck wolle mit Geld und Bestechungen den alten Glanben aufrecht erhalten und die lutherische Sccte unterdrücke», so wird dein Amman» von Glarus aufgetragen, der Sache genauer nachzufragen und auf dem nächsten Tag Bericht Z" geben, damit man dein Genannte» seine Acuszernng bei der Beschwörung der Bünde vor der ganzen Gemeinde vorhalten lönnc, 1, Da dieser Tag der Disputation wegen angesetzt worden, und viele ehrwürdige hochgelehrte Geistliche erschienen sind, welche viele Tage mit einander disputirt und die Schlußreden zu Ende gebracht haben; da der Inhalt ihrer Disputationen in fünf gleiche Bücher geschrieben worden und nicht möglich tMescn jedem Ort eine Abschrift zu geben, so hat man diese Bücher dem Landvogt zu Baden übergeben. 2, Es so ""» jeder Bote nach bestem Vermögen und Verständnis; seinen Herren darüber Bericht erstatten, damit dieselben ernstlich n»d bedächtlich darüber rathschlagen, was weiter zu thnn sei, um wieder zur Einheit m dem christlichen Glauben zu gelangen. 6, Es soll auch jedes Ort auf St. Johannis Tag (24. Juni) seine Boten mit genügenden Vollmachten nach Baden senden. Unterdessen soll jedes Ort so viel möglich darauf halten, dag die lutherischen Prädieanten bis dahin nicht mehr predigen, und die andern predigen wie von Alter her, jedoch die Lutherischen weder von den Canzeln noch sonst beschimpfen. 4. Doctor Johann Faber und Doctor Murner haben ihre gegen Zwingli anfgescktcn Artikel, die sie öffentlich in der Kirche gelesen, ohne daß sie jemand widerfochten, den Bote., der Eidgenosse» übergeben 5. Da die Zeit sich nähert, wo die Bünde beschworen werden sollte», weßhalb früher schon ein Tag dafür- bestimmt worden ist; da jedoch einige Orte bereits die Absicht zu erkennen gegeben den Orten, die mit der lutherischen oder zwinglischen Secte behaftet sind, nicht zu schwören, we.l »us diesem M,st glauben Frevel und Händel entsprungen, welche den Bünden zuwider sind, und die Eidgenossen ber solchem Zwiespalt im Glauben nicht wohl neben einander im Bündnis; bleiben können: aus diesen und „viel mehr andern Ursachen wird verabredet, dies treulich heimzubringen und aus dem nächsten Tage zu Baden bestimmte Antwort Zu geben, wann und wie man die Bünde beschwören, und wer dem andern schwören wolle. Jeder Bote hat die Antworten von Zürich lind Zwingli, sowie eine Abschrift des Geleits für letzlern bei Händen. I». „Ge- denkm(d) aii das anbringen des nndcrschribers von Zürich." i. „Uf disem tag ist vor uns crschnien Dicbolous Huoter, pfarrer zno Appenzell, und uns erscheint, wie daß in Beda Milis (Miles) der treyer, burger zuo ^ant Gallen, siner ecren größlich geschmützt und (im) zuogeredt, deßhalb er in vor Bürgermeister und Rat zuo ^ant Gallen ersnocht und fürgenonuncn, die selben nu die fach für die gelerten und verstandigen gewist, deßhalb er >n für unsern Herren von Kostenz citieren lassen habe, an dein selben end die fach mich abgestellt, und diewyl nn vil gelcrter tüt hie zuo Baden spcnt, bat er uns, daß wir im hilflich sin wellten, damck er im vor denselben gelerten des rechten wäre, Nf sölich sin bitt so habent wir nnsern lieben Eidgnossen von Sant Gallen geschriben und angesnocht, den bemeltcn iren bnrger zuo ivisen allher zuo komm, damit si entscheiden wurden. Uf das habent si uns geantwurt, wann dise disputatz hinüber, sye im dann etivas angelegen, so möge er kommen, wcllent st uu das recht gan lassen, mit wisterm inhalt. Und diewpl nn der gnot Herr also umbgetriben wirt, und er aber sus; sich so redlich und erlich versprochen hat, daran wir ein snnder benüegen und wolgefallen habent, so ist an unser g- l. Eidgnossen voii Appenzell unser trungenlich und stündlich pilt, ir wcllent in widernmb M hn^ und )0, und dem sinen kommen lassen, und möchte es nit anders gesin, im doch ein geleit zuo geben bis z»o nstrag diser disputation, die ob gott will bald zuo end gebracht werden soll, in mich sölicher red halb »utzit des; arger »och böser schetzen noch achten, dann an im nützit erwundcn ist, in mich gegen den mvcrn in gctrnwer bcfelch habe», schützen und schirmen; daran tnond ir nnsern Herren und obern ein snnder gros; wolgfalleii, alsdann die Kotten wpter wissent davon ze sagen." 892 Mai 1529, It.. 1526, 12, Mai (Samstag »ach der Ausfahrt), Baden, Die Boten von „gemeiner Eidgenossenschaft" an Zürich, Hans Bülmann, Wirth zum Engel dahier, sei wegen eines muthwilligen Handels und etwas Reden in Zürich gefangen worden; nun bitten seine Hausfrau und die Verwandtschaft dringend um Verwendung für ihn. Da man ihn nicht als „Pocher und Unglückmacher", sondern als freundlich und bescheiden („tugentlich") kenne, so bitte mau, wie ab dein letzten Tage zu Einsiedeln, ihn freizugeben und seinen Gefährten Hans Sebolt auch in Gnaden ledig zu lassen, :c. sc. A. Z>mch: A. Swd, B»dm. I. (Verhandlungen niit französischen Gesandtschaften. — Näheres in den Noten, f. (auch .'e. >. 1526, 31. Mai (Eorp. Christi). Bern an Caspar von Mölme», in Baden. Antwort auf die letzte Zuschrift. 1. Auf den Brief des Kaisers wolle man sich nicht einlassen, bis man von -dem König von Frankreich Weiteres vernehme. 2. Den verlangten Urlaub könne man nicht gestatten; denn Bernhard Tillmanu sei nicht als Bote, sondern als Geleitsmann des Prädicanten abgeordnet; damit auch er sich darnach zu verhalte» wisse, solle dieser Brief ihm vorgelesen werden. 3. Niklaus Sträler und Andere, die nicht zum Disputieren verordnet seien, sollen sofort Namens der Obrigkeit aufgefordert werden, wieder heimzukehren. — Vgl. o, N. 25. St. A. Bern: Teutsch Missiven H. 47 b. Zu «. 1) 1526, 17. Mai (Doustag vor Pfingsten), Zürich. Beschluß von Rathen und Burgern: Da sich der Obmann, Paul Kerngerter, aus dem letzten Tage zu Einsiedel» über Drohungen und Verdächtigungen, daß er lutherisch sei w., ernstlich beklagt und um Entlassung gebeten hat, so sollen die Boten zu Baden vor den Eidgenossen ernstlich anziehen, daß man solches höchst befremdlich finde; wenn dergleichen in hängendem Rechten dem Obmann begegne, so möchte es später auch den Zugesetzten widerfahren und nichts Gutes bringet:; das solle mit aller Tapferkeit abgestellt werden; sonst käme es dazu, daß nicht gerechtet, sondern „geletzet" und aller Trotz und Uebcrmuth gebraucht würde, wie man es nicht erleiden könnte. St. A. Zürich: A. Jttingerhandel. -- St. A. Lucern: A. R-ligionShändcl. 2) 1526, o. 17. Mai, Zürich. Damit die Eidgenossen spüren, daß man die Freundlichkeit dem Recht vorziehe, will man zur Vermeidung fernerer Kosten und Mühe mit den neun Orten niedersitzen und Alle strafen helfen, die zu Illingen mit Raub und Brand gefrevelt haben; doch mit dem Beding, daß solches mit rechter Kundschaft erwiesen und an Keinem Gewalt geübt, die Strafe auch billig und nicht zum strengsten bemessen werde; wer das zu Illingen Entwendete zurückgegeben, soll des Plündcrns wegen nicht gestraft werden, ivie es van dem Landvogt im Thurgau und im diesseitigen Mandat öffentlich erklärt worden ist; namentlich soll man Mai 1526, »93 nicht den armen gemeinen Mann, der arglos („einfaltcnklich") dem Sturme nachgelaufen und von der Sache („uienervon") nichts gewußt, auch keine Schuld daran habe, bestrafen. St. A. Zürch: A. Ittingei Handel. — 1) u. 2) im St. A. Bern: A. Kirchs. Angelegenheiten. Zusammenhängend, ebenso im K. A. Basel: Abschiede. K. A. Freibnrg: Absch. Bd. 56. - K. A. Solothnrn: Absch. Bd. 14. Zu 1) 1526, 8. Mai (Dienstag vor Ascens. Domini). Philipp am Hengart, Bischof zu Sitten, mit Hauptmann und Rath der Landschaft Wallis, an die cidg. Boten. Antwort auf ihr Schreiben d. d. Luccrn 23. März, die Theilnahme an der Disputation in Baden betreffend. Zur Beschirmung des alten Glaubens und den.Eidgenossen zu lieb wäre man wohl geneigt, dazu mitzuwirken; „so wir aber gedcnkent, daß sölich disputatz und Versammlung . . . mecr zwyfels und znnstracht denn rnowen möcht (ver)ursachen, da dhcin richter sich solichs entscheids beladen wurd, und ir . . üwer(n) grund setzend uf zwen doctorcs, die uns gar uirbekannt sind, werden wir uns der fach ganz milchigen; dann wir (be)dörfcn dheiner frag, gesprnch oder disputatz umb den waren christen- glouben, den wir in der forcht Gotts (ivie von unfern altvordern an uns gebracht ist) festenklich glauben, rnewig und einmüetig doby blyben, hingethan allen zwytracht; wir wollen auch niemands über (wider) sincn dank selig machen. Ob aber üch . . b«zegnet gcivaltiger ynbruch, von dein waren christcnglouben zuo wychen, werden wir zuo üwer lieb in schirm umbs gerechten gloubens, wie vormals durch Ulis zuo tagen erbotten ist, zuosetzen was unser vermögen mag ertragen. Wol beherziget uns secr, daß bäpst. Ht. und tais. Mt., (so) die frucht unsers gloubens nießent und denselben schuldig sind zuo schirmen, als uns dunkt größer achtent iren eigen nutz, vil land zuo überkommen und vil bluot zuo vergießen, denn den schweren Handel, von den geistlichen gcursachet abzustellen, und glori, ouch ecr nnsers beHalters zuo erufnen; besorgen wir, uß dem ivaren gricht Gottes werde die red - - (erfüllt) . ., wir wollend die bösen strafen mit denen, die böser sind ... Ob aber Gott durch sin gnad wöllte vergönnen, daß unser zwccn obersten fürstcn der Christenheit bas bedacht, an gemeinen enden zuo glichem zuosatz ein christenlich Concilium wurden bestimmen, gemeine rcsormation der Heilgen Alchen handlen und thuon, darzuo sy billich die forcht Gottes und ir ampt söllte zwingen, werden wir denselben, so darzuo hilf, raat und stür geben, nach unserm verinögen bystan und alles das helfen handlen, was gcwaren christenlütcn gebür!" . . . St. A. Lucern: A. Disputation (Original). — A. Ncligionshändel. (Neuere Abschriften). 2) 1526, 9. Mai (der Auffahrt Abend), Zürich. Instruction für M. Rudolf Thumisen und M.Johannes Bleuler, betreffend die Disputation zu Baden. (Aufzählung der Gründe, warum es Zwingli nicht dahin schicken wolle (Ziff. 1—1») und Ertheilung sichern Geleits für durchreisende Gelehrte w.). St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. — K. A. Solothnrn: Absch. Bd. 14. — K. A. Schafshansen: Corr. (Copie aus Baden), id. Absch. Da diese Instruction in den vorliegenden Acten öfter angeführt wird, so geben mir die wesentlichen Stellen wörtlich: „Ir söllent unfern getrüwen lieben Eidgnossen entdecken und mit dapfcren guotcn worteu erscheinen, daß M. Nolrichen Zwingli dheins wegs welle gebüren, »f angesechne disputation gen Baden in Aergöw zc komm noch unseren Herren gebüren noch zuostan, in daselbs hin ze lassen, und das uß allerlei rechtmäßigen redlichen gegründten Ursachen, nämlich 1. „Des ersten, daß der platz in dhcincu wegen gemein, und die statt Baden nit dermaßen ist, daß ft) jemans vor gemalt schirmen mög. 2. „Zum anderen, daß die disputation hinder unseren Herren augesechen, und sy nit darby gesessen sycn. 3. „Zum dritten, daß sy umb des merteils willen der fünf Orten, die daselbs zuo Baden mit sampt den anderen dryen Orten Herren und obern sind, sich vor dheins anmuotung oder gwalt nit entschritten oder entsagen mögent. »Zum vierten sig offenlich und mcnklichem zuo müssen, wie unser Eidgnossen von Luccrn M. Uolrich Zwinglis biitnuß mit offner schwach, schand und tratzlichem hochinuot verbrennt (habent). 5. „Zum fünften, daß unser Eidgnossen von Fryburg sine nsgangncn büechli onvcrhörter fach ouch verbrennt. 6. „Zum sechsten, daß ctlich und der wertest Orten, so teil an Baden habent, in, den gedachten Zwingli, in iren herrligkciten, geeichten und gebieten, wo er möcht betreten werden, fänklich anznonemcn und inen zuo uberantwurten befolchen. 894 Mai 1526, 7. „Zum sibmdm lig(cn) am tag die gefarlichen anschläg und pratikm, so mit erzherzog Ferdinands und anderen regentm des Bunds zuo Schwaben, des Evangelions und göttlichen worts halb, wie das verhindert, undergetruckt und abgestellt möchte werden, gemacht syen. 8. „Zum achtenden werde M. Uolrichen Zwingli eben hoch, hitzig und schwärlich gctröwt, und sonderlichen habe sich der Ueberlinger zuo Baden offenlich undcr guotcn Herren und gesellen lassen merken, ^ daß er nit mer wöllte begeren, denn daß er selbs ob im, dem Zwingli, sölt Henker sin, so wollt er gern all sin lebtag ein Henker genempt und geheißen werden, 0. „Zum nünten habcnt wir an die nächst gehalten landsgmeind zuo Uri ein büechlin, von M> Uolrichen Zwingli der disputation halb usgangcn, mit sampt einer fründlicheu geschrift by eignem botten geschickt, und wie man am leisten sin des Zwinglis nainen getruckt gefunden, habent sy das büechli gar nit wellen lesen, sunder dem botten ze antwurt geben, er sölle es dem Zwingli wider bringen. 10. „Zum zechenden, daß doctor Egg und Zuhausen Faber, wo inen mit der fach ernst und dhein gefarlikeit darin zuo besorgen wäre, wol nncher in iren landen, usserthalb einer Eidgnoschaft, als zuo Costcnz und anderschwo dann zuo Baden fundint zuo disputieren und ir kluogheit uszestoßm."^ Es folgt das abermalige Erbieten, ein Gespräch in Zürich halten zu lassen, ?c. ?c. Die Stelle 5 —* ist aus einer an die Geineinden erlassenen Schrift (infolge der Missive vom 9. Juni, s. N. 41) geschöpft, da sonst im Zürcher Archiv keine vollständige Abschrift vorliegt. St. A. Zürich: Instructionen, Bd. I. 242, 245. — N. Fürträge. Einen völlig entsprechenden Abdruck enthalten übrigens Zwingli's Werke (Ausg. Schiller und Schultheß), Bd. II, 2, p. 453, 454. 3) 1526, 13. Mai (Sonntag nach der Auffahrt), Baden. Die Boten gemeiner Eidgenossen schicken Zürich den Entwurf eines Geleites für Zwingli zu, das sie versiegelt aufzurichten erbieten, wenn es gefalle, und verbessern wollen, wenn sich ein Mangel darin erfinden sollte, worüber sie schriftliche Antwort begehren. — Das „Geleit," d. d. 12. Mai, liegt bei. Wir diser nachbencmbten Orten der Eidgnoschaft, nämlich Bern, Luccrn, Ure, Schmiz, Undermalden, Zng und Glarus, ratsbotten setz «f disem tag in nachgeschribner fach, mit vollem gcwalE) zuo Baden in Ergöw ver- sanllct, bekennen und thuond kund allermmklichem mit dem brief: Demnach knrz vergangner tagen durch unser Herren und ober» von wegen der merklichen schweren löus, ouch zweyung und widerwertigen Verstands des Heilgen Gotsworts und unsers waren cristcnlichen gloubens, so setz leider an vil orten und enden in unser Eidgnoschaft vor ougen schwebend, nach vil müeg und arbeit für guot und nutz (dardurch widerumb mit hilf und gnaden Gottes ze ruowen, frid und einikcit des gloubens ze kamen) ein gemein gcspräch, collacion oder disputation, wie man das gepürlich ncmcn sol und mag, angesehen und zno halten fürgnomcn; so aber M. Uolrich Zwingli, pre- dicant (zuo) Zürich, nit der wcnigest, sonder der fürnemest ist, der söliche nüwe ler zuo Zürich geprediget, och sunst allenthalb in unser Eidgnoschaft mit sinen geschriften und gedruckten büechli gcpflanzet und usgossen hat, darumb wir unser Eidgnossen von Zürich vor zuo tagen, och setz nf disem tag zum aller höchsten und treffenlichcsten von wegen unser Herren und obern angesuocht und gebctten, daß sy Meister Uolrich Zwinglin und ander ire predi- eanten und geleiten lüt in ir statt, gericht und gepiet uf sölich disputation ze kamen vermögen und darzuo halten, ouch ir trcsfenlich botschaft darzuo verordnen und schicken wellind, dicwyl doch sy allweg zuo vil tagen durch ir botschaften, ouch zuo vil malen in iren geschriften sich erbotten, wer sy eins bessern uß der heilgcn geschrift berichten und undcrwisen könde, wellten sy sich gern wysen lassen zc., und sidmal der Zwingli söliche nüwe ler nit allein in Zürich piet, sonder durch sin übcrflüssigs schriben und gedruckten büechli allenthalb in unser Eidgnoschaft usgossen hat, deßhalb wir achtend, daß unser Eidgnossen von Zürich, in ansehung aller billicheit, ouch irem erbieten nach, sölichs nit abschlachcn, sundcr ire predicanten und gelertm lüt ouch uf söliche gmeinc disputntz zc komm vermögen werden, damit ob durch Gottes gnad und hilf erfunden, daß wir zuo rechtein verstand gewisen, zuo friden, ruowen und einikeit unsers gloubens widerumb komm möchten; daß aber meister Uolrich Zwingli noch ander predicanten und ') Zusatz im Druck: „unser Herren und obern." Mai 1526, 895 gelert lüt sincr partig sich nit beklagen mögen noch sollen, daß in(en) der platz zuo Baden nit gmein noch gelegen und daß sp nit sicher sigend ze., so haben wir obgenannten sandtbotten, all gemeinlich und jeder besonder, von unfern Herren und obern in befelch und deß vollen gemalt, ine den Zwingli und sine mithaften uf das aller höchst und aller sicherest zuo vergleiten und zuo versichren, gen Baden uf sölich disputatz und wider an ir gwar- same ze komen; hierumb, uß befelch unser Herren und obern so gebend und schribend wir gemeltcm meister Uolrich Zwingli, onch andern sinen mithaften und gelerten lüten, so siner partig sind, und allen denen, so sp ungefarlicher wps mit in(en) bringend, für ir lib und guot, uf söllich collation oder disputatian gen Baden im Ergöw und nach Vollendung sölichcr disputation, unangesechcn welicher in disem fal und discr disputation oben ald unden ligen, recht oder unrecht haben, ald wer besigen werde, von Baden widerumb an ir gwarsame sicher ze komen, ein fry sicher gleit zuo, in der höchsten, kreftigesten und besten form, so wir thnon sollen, könndcn und mögen, in namen und für unser Herren und obern, onch alle die, so unfern Herren und obern zuo versprechen stand und inen oerwandt sind, in kraft diß briefs, doch mit dein anhang, daß sich jedcrman gleitlich halten sol; und ob aber unser Eidgnossen von Zürich oder meister Uolrich Zwingli ald ander sin mithaftcn vermeinten, mit sölichem gleit und gleitsbrief nit gnuogsam versichert sin und etwas mangels hierin Helten, in was gestalt und woran das war, hierumb, dassclbig och zuo erstatten und alle sichrung ze thuon, so zuo dem besten und höchsten gleit gehört und notdürftig ist, so wellend wir inen sölich gleit, wie das zum aller sichersten und bester form gestellt werden mag, hiemit ouch gegeben haben, in kraft dis briefs; wir wellend onch hie in der statt und der grafschaft zuo Baden dcrmaß fürsehung thuon, an lib und an guot verbieten und dermaß versorgen und handle», daß unge- zwifelt an meister Uolrich Zwingli, ouch sinen mithaften und allen denen, so uf unser vergleitung kennend, sölich unser gleit trüwlich, erberlich und fromklich gehalten und dabp geschützt und geschirmbt werden füllend. Und zuo vollkomner Versicherung so haben wir uns uf disem tag gegen unser lieben Eidgnossen von Zürich sandtbotten deß erbotten und > erbietend uns deß noch in kraft diß briefs, ob meister Uolrich Zwingli und sine mithaftcn sölichem unserm gleit nit vertruwen, sofer sp dann begerend, so wellend wir unfern landtvogt zuo Baden sampt zwenzig oder drißig redlicher fromer man gen Zürich schicken, die in herab gen Baden vergleiten und verhücten, deßglich zuo Baden und nach Vollendung aller Handlung widerumb gen Zürich an ir gewarsami füeren und verhücten sollend, damit das gleit trüwlich an in(en) gehalten werden soll. Darzuo so haben wir mit unser lieben Eidgnossen von Zürich botten geredt, daß sy zuo uns sitzen und ratschlag helfen thuon, od an sölichem gleit nit gnuogsam war, wie und in was gestalt man doch sölich gleit verstehen und machen möcht, damit der Zwingli sich bcnüegen ließ; sölichs unsers überflüssigen erbietens wellend wir uns hiemit in kraft diß briefs bezöget haben. Wir lassend ouch die vermeinten Ursachen, so unser Eidgnossen von Zürich botten Inhalt ir instruction uns fürgehalten, darumb der Zwingli nit gen Baden komen will, in irem werd ston, an unser Herren und obern langen ze lassen, wie wol wir achten, daß sölich ir Ursachen weder statt noch fuog, angsehen unser Herren und obern, ouch unser überflüssigs erbieten, sonder ouch dafür achten und haben wellend, unser Eidgnossen von (Zürich), och meister Uolrich Zwingli und ander sine mithaften werden an sölichem unserm gleit und überflüssigem erbieten verguot haben und sölich disputation zuo Baden ungesuocht nit lassen. Deß zuo warem (offnem) urkund^) so haben die edlen strengen frommen und wisen Herr Caspar von Mülincn, Ritter, des Rats zuo Bern, und Gilg Richmuot, alt Landammann zno Schwiz, beid sandbotten uf disem tag, ir eigne insigel in unser aller namen offenlich gedruckt in den brief, der geben ist zuo Baden uf den rij tag des Monats Mepen Anno ze. rrvj°" (Siegel fehlen und scheinen in dieser Formel nur versprochen zu sein.) St. A. Lucern: A.Disputation. — St. A. Bern: A. Kirchliche Angelegenheiten. — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV. 4) 1526, 14. Mai. Basel an die Boten der V111 Orte zu Baden. Da der Abschied betreffend die Beschickung der Disputation allen Gelehrten, welche dahin kommen, sicheres Geleit nach Baden und zurück verheiße, und der diesseits verordnete vr. Oecolampadius samt allen andern Gelehrten solches Geleit begehre, so bitte man hiemit um sofortige Zusendung eines „ganz freien sichern schriftlichen Geleits," mit dem Anhang, daß dasselbe von Jedermann gehalten „und weder um bnpstlichcr Heiligkeit noch keiscrlichcr Majestät (noch) fürstlicher Durchlüchtigkeit (von Oesterrpch) oder anderer schriben, geheiß noch befelche willen gebrochen werden" . . . solle. K. A. Basel: Missiven f. 46. Hier hat der in Nr. 362 zu erwähnende Abdruck in den „Acten" nur noch „?c." Mai 152k, 5) 1526, 15. Mai, Baden, Caspar von Mülinen an Schultheiß »nd Rath in Bern, „Min früntlichen grnoß, zc. zc, Uf Sunntag (13, Mai) nächst verschinen sind wir (die) botten von den siben Orten zuosamen gangen und Hand mit den botten von Zürich geredt, ob sy gemalt habend, das gelcit zuo geben denen die do sollend uf die disputatz kommen durch ir land und biet; also Hand sy semlichs zuogcscit und einen botten mit ir büchsen inen en(t)gcgen geschickt, und demnach Hand wir sy gefragt von wegen Zwinglis, ob sy in wellent darzuo halten, daß er auch komm, Hand sy uns kein ander antwurt gen, dann sy Hand ein instruction dargeleit, als ir min Herren werdend scchen. Also nach verhören der selbigen Hand wir sy gebetten, sy wellend noch daran sin, daß man mit im rede, daß er harkumm, so werd man im ein sicher gelcit geben nach allem sincm willen und das selbig erlichen an im halten, und daß sy bed botten von Zürich sömlichs helfend stellen nach irem willen und gefallen; also Hand sy nit wellen bi uns sitzen semlichs zuo stellen; denn sy habents nit in befelch; wellend wir inen aber neiswas in geschrift geben, mögcnt mir tuon, das wellent sy heimbringen. Also sind wir darüber gesessen und Hand inen ein gelcit znogeschickt, lntet als ir ,. werdend hie finden ein abgeschrift, das mich dunkt, es sig gnuogsam, und ist ouch jedermann hie des willens, semlichs erlich an im zu halten. Demnach Hand wir den landvogt hie gen Kostenz geschickt mit einem versigleten geleit, die übrigen ouch zuo belciten, deren uf die lr sond sin, die da kommend zu dispotieren. Wir werdend ouch gen Basel schicken, denn es sind etlich do, die onch gelcits begerend. Man hat onch mit denen von der Statt hie gercdt; die Hand sich erbotten, jederman sicher hie ze halten, und Hand fünfzig man geordnet, die werdend tag und nacht hnot und wacht han, daß nieman mit unzimlichs soll beschechcn, und zno jetlichem thor r man, Nit witcrs ist noch hie gchandlct" . . . St. A. Bern: Kirchs. Angelegenheiten. 6) 1526, 17, Mai (Donstag vor Pfingsten), Zürich. (Zweite) Instruction für M. R»d. Tnmiscn und M. Joh, Bleuler, zur iZlntwort auf die Missiven der sieben Orte und den Entwurf des Gelcits für Zwingli. 1. Sie sollen anfangs eröffnen, man zweifle nicht, daß daS Anerbieten der an Baden theilhabcnden Eidgenossen in guter treuer Meinung geschehe; man wisse, könne und möge aber nach allem, was bisher in der Sache vergangen, zu keinem andern Entschlüsse kommen, als bei der letzten Erklärung (9, Mai) zu bleiben laut der den sieben Orten bekannten Instruction, deren „mindster" Artikel genugsam darthne, warum weder Botschaften noch Prädicanten von Zürich nach Baden kommen, 2. Sodann sei anzuzeigen, wie der jetzige Prädicant zu Baden am letzten Sonntag in dem Sinne gepredigt, „es sölle niemand gedenken, daß man darumb disputieren welle, daß wir (hat sich sclbs gemeint) von nnscrm waren cristenlichen glouben stau, sundcrs darumb, daß man die, so von unserm waren glauben gefallen sind, widerumb wisc, den selben glouben anzcnemen; er bedürfe ouch nicht wyter gewyst werden, dann es sye erwyst und gerecht, und sunst kein anders zc." Weil Zürich immer und heute noch anerboten, sich aus der göttlichen Schrift des Jrrthums überweisen zu lassen zc., so beharre man dabei. 3. Die Boten sollen auch erinnern, wie Zürich den vr. Eck schriftlich nnd mit Zusendung eines sichern Gelcits- briefcs eingeladen, sich hieher zu verfügen und mit dem wahren göttlichen Worte darzuthun, ob man geirrt habe, zc. (Details). Weil aber Niemand gekommen, so sei man fürgefahren nnd werde mit Gottes Hülfe bei seinem Worte bleiben, es sei denn daß man wirklich eines Bessern berichtet werde, was man gutwillig gewärtige, wofür man auch Jedem genügendes Geleit zusage. Die Eidgenossen werden deßhalb ersucht, die zwei Instructionen sowie die zwei Schreiben von Zwingli zu lesen und heimzubringen; man hoffe, daß dann die allseitigen Obrigkeiten daS Ausbleiben Zürichs nicht iibel deuten werden; man bezeuge auch zu Gott, daß es in der besten Meinung, um des Friedens willen geschehe, zc. St, A.Zürich: Jnstruct. Bd. I. — St, A, Bern: A, Kirchl, Angelegenheiten, — K. A, Solothmn: Abschiebe Vd, 14, — K, U, Basel: Abschiede, 7) Antwort Zwinglis ans das von den sieben Orten verheißene Geleit (16, Mai), „Gnad und frid von gott bevor. Frommen vesten ersamen wysen gnädigen lieben Herren. Ich bitt üch aber zum aller trnngenlichsten, ir wellind min antwurt, üch uf die gschrift, minen Herren znogeschickt, aber mich antreffende, mit ernst und rifcr bctrachtung verlesen lassen und ermessen, daß ich ghcins wegs wider, sunder an einer dispntntion bin, aber den platz gheins wegs erlydcn mag, als ich üch setz in der antwurt berichten will. Mai 1526, 897 „Erstlich nimpt üwer wysheit für eine» ingang, wie sich mine Herren allweg cmbotten habind (sich) ze berichten lassen zc. Ist war, ich Hab mich deß onch allweg embottcn und embüt michs noch hüt bi tag, und die wyl ich läb. Aber nieman kan gsagen, daß sich jeman cmbotten Hab, wohin ein jeder welle, oder aber ich müeßte an zwyfel dem bischof von Costenz uf Gotlieben sincr bericht losen. Hierum kan man uns wol muntlich zc Zürich berichten oder mit gschrift, wo mau will, und nur ze Zürich antwurt geben, wie dann vormal auch dem bischof von Costenz von der mess und bilden wegen antwurt in gschrift geben ist. „Demnach embietend ir üch des gleits uf mich, miue mithaften und alle, so nngefarlicher wys mit mir komind; also tutend üwer eigne wort. Hie will ich gern von üwer wysheit hören, wer doch erkennen mücsse, Weichs nngcfarliche wys sye oder nit. Isis nit das aller billichest, (daß) die acht Ort darum erkenuiud? und da mögend die fünf Ort allweg das mcr haben; kam ich nit solchen weg aber under den gwalt der fünf Orten? und demnach folgte unrat darus? „Zum dritten embütend ir üch gleits in der höchsten, krcftigostcn und besten form, so wir tuou sollend, könnend und mögend; also stond üwre wort. Dise wort tätind mir nit gnuog, ob ich glich gen Baden wölkte. Ursach, ich weiß, daß alle, so des Bapsts kilcheu anhangend, schryend, ich sye ein kätzcr, deßhalb söllc man mir nit gleit geben; wo man mirs aber je gebe, sölle man es darum tuon, daß man es nit halte, sunder mich uß miner gwarsame damit bringe. Denn war gar bald gesprochen, mau sol, mau kan und mag im nit gleit geben, dann er ist ein ketzcr, deßhalb unser gleit geben nit kraft haben mag. „Zum Vierden tuond ir ouch erst disen puncten darzuo! Doch mit dem nnhang, daß sich jcdcrman gleitlich halten soll, welchs zwar ein gemeiner artikel ist, wo nit gfar ist. Aber mir war er gar nit gnuog ze Baden. Dann so bald ich nun reden müeßte, der Bapst ist der Antechrist, wurd über mich geschruwen, ich hette ungleitlich geredt, und wurd demnach (die) bekantnus darum aber in der fünf Orten mer ston, das mir allweg ungemein ist. „Zum fünften, wcllind ir versehen in der statt und grafschnft Baden, daß ich sampt minen mithaftcn gebürlich und gleitlich gehalten werd. Antwurt! wo aber das nit beschähe, stüend es nit aber in erkantnuß und mer der fünf Orten? „Zum sechsten sölle der landvogt ze Baden mit rr oder xrr redlichen frommen mannen gen Zürich geschickt werden, daß sy mich dannen gen Baden beleitind zc. Gilt glich als vil als vor. Dann ich kam in gwalt der fünf Orten, wie gnuog ist anzeigt; statt und landschaft Baden verinöcht nit so vil, daß ein einiger uß den fünf Orten ützit umb sy gab. Darzuo habend ir setz nit gehandlet, wie normal verabschcidct ist ze Einsidlcn. Da stuond im abscheid ein sölche Meinung, daß wo ich nit vermeint(e) sicher ze sin, möchtind mine Herren ein zal knechten mit mir schicken, die mich bewartind. Wie sichts nun zemcn? Die Mäßigung der dingen soll an den fünf Orten stau; ouch sol mich der landvogt beleiten, und mine Herren mögend mich mit iren knechten bcleitcn? „Zum Menden habind ir miner Herren Kotten gebcttcn, daß sy mit üch uidcr schind und ein form des gleits Zum aller besten mit üch setzind. Antwurt! Es bedarf gar gheiner form; hörend ir nit, daß mir der platz nit gemein ist; kurz mit offnen worten, ich will an ghein ort noch end, da die fünf Ort Lucern, Ure, Schwyz, Underwalden, Zug einigen gwalt mögend haben, und ob ir die disputation, als ich hoff, gen Zürich, Bern oder Sant Gallen legtind, wil ich denn erst lassen von versichrung vor den Orten reden, wo ich durch ir gebiet farcn müeßte. „Zum achtenden, wellend ir üch in kraft diß briefs bezügt haben, glich als ob üwer wysheit neißmas vor iro Hab, vor dem sy ir eer welle bewart haben, oder wie ir das wellind meinen bests Verstands, laß ich blybcn. Ich will aber üwer wysheit hie mit diser gschrift ouch gern, mit Verbesserung miner Herren, gewarnet haben, sölte die einigen weg, zuo Nachteil dem waren gottswort, das ich leer, und minen Herren und mir, mich darfür wellen usgeben, sam ich die disputation geschochen, so ich doch allein den platz schlich, uß Ursachen wie setz kommen wirt, so wölt ouch ich dise min gschrift und die nechsten by ininer Herren Kotten üwer wysheit überschickt, im truck lassen usgon und allenthalb hin, wo ich möcht, verordnen, damit menklich sehen möcht, weß der unglimpf fye. Ich bin gheins dings giriger, dann einer fryen disputation, doch mit denen gestalten, wie ich erstlich in der gschrift an üch Hab lassen langen; so nun ir die nit wend an gemeine ort legen, die ich üch fürgeschlagcn, sunder mich mit dem platz verdacht mache», sam ich mir by miner ler fürchte, wird ich je gcnötigct, solchen argen won 113 898 Mai 1526. abzeleinen, und büt hierum allen, die sich damit wöltind meinen verletzt werden, recht in dem ort, da ich gsessen bin, nämlich Zürich, nach Inhalt der pllnden. „Zum nünden, lassind ir miner Herren Ursachen, die sy angezeigt habend, sin, wellind die an üwre herreu bringen; doch so beduukend sy üch weder statt noch fuog haben. Für das erst, tuonds, zeigend miner herreu ursach getrülich au, darum sy mich nit gen Baden schicken wellind, so Hab ich gheinen zwyfel, ir werdind vil frommer lüten finden, die wol sehen werdind, daß sy mit redlichen warhaften fridlichen dingen nmbgand. Fürs ander so tuond so wol und zeigend ouch mine Ursachen an, die all und jede insunders stark gnuog sind, nit die disputation ze hindren, sunder den platz ze oerendren, wie oft gnuog ghört, und sind diß die Ursachen. „j. Ghein platz ist mir gmein, da die fünf Ort obren gwalt habend. Ursach. „ij. Dann die genannten Ort habend mich einen kätzcr gescholten, usgeschriben, min ler verworfen, brennt mich geschmächt, vor verhörung aller dingen. „iij. Und setz in mitten dein sy allcnthalb hin schrybeud, (gebend) sy mich für einen kätzerischen verfüerischeu ufrüerischen ze. us, als gen Chur, und (in) die Pündt und anderschwo hin beschechen, ist ein offen vorgricht. „iiij. Bezügend sich ouch, die disputation nit darum angeschlagen haben, daß sy von irem alten glouben ston, sunder weg suochen wellind, durch die sy den Zwingli geschiveigind. Ist ouch ein offen vorgricht, mag ouch ein jeder gedenken, was mir da ze hoffen und vertruwen sye, da man weg suochen will, mich ze geschweigen und nit bericht ze geben oder nemen. „v. Habend mich genannte Ort empfolhen anzenemen, das doch wider die pündt ist; wie solt ich mich denn im gleit an sy lassen. „vj. Habend die genannten Ort sich by iren eiden verbunden, den glouben ze durächten und sehen, den ich predig, „vij. Habend sy mit Fabern oder Eggen erstlichen anschleg geton von der disputation wegen, die doch un- partyig sin solt, und das hinder mincn Herren und mir. Und hat aber dero einer, nämlich Egg, offenlich geredt, wir Eidgnossen sigind all küeghyer, darum unser vordren laudskrieg augehebt und mit gots hilf gsiget habend. So sy nun die zwen großen bäpstler, fygend und schelker einer loblichen Eidgnoschaft erst zuo dem allem die hoch berüempteu w. nennend, sich ich wol, wie ferr der haß über mich gewachsen ist. „viij. Lassend sy die schantlichsten gschriften Fabers und Eggen fry wider mich feil haben, lese», ferggeud ouch die uf den tagen hin und wider, und mine antwurten wellend sy weder hören noch sehen. „viiij. Hab ich mich vor zwei jaren gegen Eggen und menklich ufgeton, daß ich gheins wegs weder gen Baden noch Lucern welle. Noch so ist die disputation wider miner Herren müssen und mit müssen Fabers und Eggen an den platz gelegt, den man vor zwei jaren wol verstanden hat ungemein sin, darus ufsatz und ratschlag zuo Nachteil minen Herren und mir billich ermessen wirt. Ja diser Ursachen ist ein jede besunder vor eim jeden frommen, als ich hoff, groß und rechtmüßig genuog, ich gschwyg all mit einandren, mich ze entschuldigen, nit der disputation, sunder des Platzes, den man minen Herren und mir mit gwalt uftrechen will, so doch ich vil die gemeineren platz fürgeschlagen Hab und das by guoter zit. „Die und andren Ursachen zeig ich üch, gnädigen lieben Herren, an, daß ich üch guoter Meinung warne, daß mich nieman fürgeb, als ob ich die disputation entsitze, snnder allein den platz. Was ligt denn dran; endre man den platz in die (sio) ich Hab anzeigt, so wirt man sehen, ob ich die disputation sürcht oder nit. Denn wo etwas in solchem durch Fabern und Eggen sölte fürgebracht werden, das nit christlich sin, wurd ich(s) gheins wegs unwiderstritten lassen. Hierum, gn. l. Herren, wellind umb gots willen ernstlich betrachten, was ze friden, nit was ze Nachteil min dienet. Ich wird schlechtlich, da so vil ufsatzes ist, in ghein blinde fach nit gou. Es sind ouch allweg in üwrem gleit die dry traffenlichsten pnncten usgelasseu, daß allein biblische gschrift der brunn und grund sin solle; daß man gheinen richten über gottes wort setzen welle, und von allen artikle», die setz trüffenlich im span stond, fry unverholen, ouch one inred disputieren welle. Deßhalb, ob glych der platz geändret, wurd ouch not sin, die ding eigenlich ze bestimmen. Aber entlich darf es weder von gleit noch artiklen ze reden, wenn man die disputation überein ze Baden haben will. Das nachträglich entdeckte Concept, nach welchem dieser Abdruck berichtigt ist, hat arabische Ziffern. 900 Mai 152K, gar keine richten über gottes wort setzen welle, noch über die, so an dem ort uß gottcs wort redend. Dann gottes wort soll unser schnuor syn, by dero hin wir richtind, und söllind wir es nit mit unserem urteil zwingen, wie wir wellend, glych als auch keinem zimpt, die gmeinden, fürsten, statt und landsatzungen mit sinem urteil gwaltigcn; sunder ein jeder muoß sich vom gsatz richten und urteilen lassen; also inuoß onch gottes wort unseren verstand, Meinung und kunst massigen und meisteren, und wir nit gottcs wort leeren. Man soll und mag onch uf die disputation nit richter setzen über die disputierenden, oder aber die warheit wirt nit hell mögen a» den tag gebracht werden; dann es wirt im ein jeder müessen fürchten vor den richteren, die der schweren stucken nit verstandig sind, und demnach über die atlerschweresten artikel uit gdörcu die klaren warheit sagen; dann man weiht eigenlich, daß die unverständigen glych nfschryend: Ketzer, ketzer! und demnach ouch: Man soll keim ketzer gleit halten, lind ob jcinan glych spricht: So sollend sy den tod lydcn; sag ich: daß der unrecht redet. Dann Christus leert uns, baß wir sin wort nit söllind denen fürlegen, an denen man nüt schaffet : iblolits nmrMritno sparZors nnto pcu-aos ata. Darzuo findend wir dero richteren, mit denen Egg und Faber die welt müejend, keinen grnnd noch leer weder by Christo und den apostlen noch by den alten christen und concilieu; sunder onch der papst vergicht in sincn rechten, daß die heilig gschrift unser richter syn soll. Ouch so hat der heilig Ambrosius dem kaiser Valentiniano, der in uß nutritivem underschuob des kctzers Aurentii erforderet an frömde ort und under richteren, die im us ufsatz nit benamset wnrdend, ze disputieren, dise antwurt ggeben: Was richteren Anrcntius erwelet Hab, gebend wir ze betrachten, so er ire namen nit gdnr harfür bringen. Dieselben richter sygind, wer sy wellind, kömmind vor die kilchen (verstand die, dero er zno Meiland fürgesetzt ivas), und losind da mit dem volk; doch daß keiner sich da als einen richter setze, sunder daß ein jeder sich selbs nach sinem verstand erinnere und nserkiese, welchem er nachfolge. Handlet man von eins Priesters wegen einer kilchen, und das volk hat ein andren gehört, und will sy dunken, er leere oder rede bas, so folge im die kilch nach; will ich nit darwider syn. Sehe hie ein jeder frommer, ob nit zuo den zyten Ambrosia ufgesetzt sye, glych wie zuo diser zyt mir und andren ufgesetzt wirt. Er hat sich aber in die dünkle und blinde der richteren ouch (durch) den kaiser nit wellen fücren lassen, noch anderswo rechnung geben weder vor siner kilchen. Zum vierten ist not, daß man sich ufthüege, von welchen artiklen man disputieren welle. Dann vor unlanger zyt sind an etlichen orten disputationen angeschlagen, und do man zemmen kommen ist, habend sich ctlich nszogen, daß sy von den grösten spänen nit habend wellen hören; deßhalb die biderben lüt in grossen kosten umsust geworfen sind. Zum fünften, daß die sichrung, frid und gleit zum allertüresten für alle ynred, ansprach und klag gemacht werdind und dermaß versichret, daß im nicman ent- sitzen müeß. Dann wo das nit, wurde aber den frefncn statt und weg ggeben ze schrycn: Ketzer, ketzer! und: Man soll keim ketzer gleit halten; darus dann Zerrüttung einer loblichen Eidgnoßschaft erfolgen möcht. Zum sechsten, daß die Personen, dero man sorg haben muoß, mit gysel oder leistung gegen einander, wo das die notdnrft erforderet, verlegt werdind. Zum sibentcn, daß der platz zuo der disputation (in) ein frye, starke, gehorsame, onunderworfne statt crwclt werde, die allen flyß und trüw anwende zuo schirm, schütz und aller notdnrft, sich onch vor menglichem erweeren mög, damit sy nit gezwungen werde, jeman gwalt ze thuon oder gethan lassen werden. Diß sind, frommen, ecrsamen ?c., gnädigen Herren, günstigen fründ und lieben brüeder! die artikel, die mich und, als ich hoff, ei» jeden frommen notwendig syn bedunken werdend zuo versichrung genannter disputation; damit die warheit tür und unerschrockenlich an tag kömm, und nüts us ufsatz oder vorteil gehandlct werd; dann wo dasselb beschähc, so wurde eintwcders tödtlichcr krieg ein Eidgnoßschaft zerrütten, oder aber der zwitracht ärger weder vor je. Uf söliche vorbctrachtung ermesse nun ein jeder frommer und keere flyß an, damit die disputation an gelegne gemeine ort von Baden verwcndt werde; dann so vil min Person antrifft, so Hab ich für das erst vor eersamem grossem Rat ze Zürich mich offenlich ufgcthou, daß ich uf die disputation gen Baden uit welle nß denen Ursachen: Baden ist ein bcgwaltigete statt; und obglych die VIII Ort da Herren sind, so habend doch die V Ort Luzern, Uri, Schwvz, Underwalden und Zug das mecr; dann sy Zürich allweg usstcllend; mit was billicheit, ghört nit hiehar. Ouch so habend sich genannte V Ort mit einander verbunden den glauben und leer, die ich leer, den sy ouch ketzerisch nennend, ze durächten. Item sy schrycnd mich us für einen ketzer. Das ist beschehen nit allein kurzlich vor den Grawbünden und gottshnslüten von Sant Gallen, sunder noch kurzlicher in den briefen, die sy von der disputation wegen hin und wider geschickt, und habend doch sölchs in miner Herren von Zürich Mai 152K, s>l)1 wiesen uSgelnssen; was ich darnS lese» söllc, meß cin jeder. Item sy habend mich samt denen von Frybnrg in Uechtland vor etwas jarcn cmpfolen anzcncmen und gen Luzern ze fücren, onnngeschcn was die biind vermögind. Item ze Frybnrg minc biiecher »nvcrhört verbrennt. Item ze Luzern mit eim offnen.brand miner bildnuß min leer und mich geschändt, und die in allen iren gebieten als ketzerisch verbotten. Uf sölichs wällt ich gern sehen, wer mir doch könnte raten, daß ich an ein ort kam, da die genannten V Ort oberhand mögend haben; vorus so sy ouch in mitts des usschrybens sich offenlich ufthnond: sy schlahind die disputation darum an, daß sy von irem alten glouben sich nit wellind dringen lassen, sunder die lutherischen und zwinglischen ketzery underdrucken; dann sy vil unrnowcn geborn habind. Daran doch mir, wie gott an sinem tod, unrecht beschicht; dann menglich weißt, daß in der so ungehilren ufruor in keinem land so stätcr friden gewesen ist als in einer Eidgnoßschnft. Weichs ich alles gottes gnnd zuogib, der durch einen ecrsamen rat ze Zürich und prädieanten, so in statt und land sind, so ernstlich vergoumt hat, daß ir volk nit ist nfrncrig ivorden; dann wo das, so stark ist, ufgerüeret hätte, war der zuofall groß worden. Gott behüet uns wyter! Sollt ich denn mich in solche vorgricht und Vorurteil geben, da ich nüts denn gefar warten müeßt, und kein Hoffnung ist gottes wort ze fürdrcn? Darzuo ist Baden nit solcher macht, als gemeldt ist not syn zuo der fach. Es möchte ouch zuo beden syten ein groß volk sich dahin in schyn da ze baden stiegen, und demnach dem nndren teil ufsatz thnon; und die bischof, so dahin beschriben werdend, möchtind mit sölchem gwalt und macht kommen, daß deß ouch ze vil war. Daß ouch Egg in Bayeren nit hat können Baden fnrschlahen vor jar und tag, gibt eim wol ze verston, wie er gern mit mir disputieren wöllt. Für das ander Hab ich einen vil'gemeineren fürschlag gcthon, ouch dozcmal, do ich Baden nbschluog vor minen Herren. Ich Hab also fürgeschlagen: So ferr allein biblische gschrift gehört und über gottes wort kein richter gesetzt, versichrung des gleites ggeben und ufgericht, wie vorgemeldt, und von den houptartiklcn, die iez im span stond, gedisputiert wcrd, so welle ich ze Zürich, Bern oder Sant Gallen gern und guotwillig disputieren. Und werde ich unrecht erfunden, söllc mich ein eersamer Rat ze Zürich gwalt haben ze strafen. Also söllc ouch ein jeder, der glych unrecht erfunden wurd, sinen Herren on alles vorgricht heim geschickt werden. Dise dry statt halt ich der ceren, macht und tnpfcrkeit, daß sy alles, so zuo diser fach ghört, erstatten mit gottes hilf möchtind und wurdind. Ich Hab ouch demnach minen Herren heimgesetzt, ob unser Eidgnossen in genannte statt nit bewilligen wurdind, ob sy noch dry ander statt, die ich dozcmal benamset, fürschlüegind, mich in irem willen ze leben. Daß aber mine Herren sich vor den Eidgnossen deß mines embietcns nit ufgethon habend, ist, als ich verstau mag, erstlich uß der nrsach beschchen, daß unser Eidgnossen, die VI Ort, einen verzwickten tag minen Herren gen Baden verkündt hattend, allda von der disputation ze reden; und als mincr Herren boten da erschincnd, wurdend sy erst am lezten berüeft und ir empfelch erforschet; do sy nn» das ghört, habend sy keinerlei) underred wyter mit inen gehalten noch üzid ze wüsten gcthon, sunder von stund nn zerritten one allen iren ratschlag oder mit- handlens ininer Herren, und demnach einen eignen tag gen Luzern beschriben und darzuo mine Herren nit berüeft, aber ab dem tag, glychsam sy ein Vorland wärind oder ire eignen lüt, geschriben: Sy habind cin disputation gen Baden angeschlagen; dahin söllind sy ouch mit dem Zwingli kummcn; und so die bischof und glecrtcn da zcmmen kömmind, welle man richter setzen ?c. Ja, das ist ein nrsach, darum ich mich versieh, daß minc Herren sich keines andren ortcs ufgethon habend weder ircr statt. Dann sölltind sy eim jeden ort uf sin begeren one erfarnuß und bekommnuß ire prädieanten oder andre an frömde ort schicken, wurde inen mit der zyt ze schwer. Es wurds ouch ein jedes Ort für ein gspött habe», wo mine Herren im sine prädieanten in ire stätt Wintcrtur oder Stein ze. erforderetind. Ist kündbar; dann sy vormal uf ir fründlich bitten by wen uf kein gspräch erschincn sind, ja ouch iren gleertcn by verlierung irer pfruondcn verboten daruf ze knmmen. Nun mag cin jeder ermessen, wie nachteilig das eim obresten Ort wäre, wo im sölchcr maß ynggriffen wurd, daß es sich deß zwingen ließ, deß sich das allcrkleinest nit begeben will. Zum anderen versieh ich mich wol, daß mine Herren die seltsamen gefarlichen löuf und reden angesehen (und) ermessen habind, daß die disputation lichtlich ein löbliche Eidgnoßschaft in einen tödt- lichen krieg bringen möcht; dann es sind reden, wie gelt usgeben werde von denen, die sich der disputation nie habend wellen begeben, und ist daby vil verdorben? kriegsvolks. Wo nun jeman schwach an eim ort beschähe, das villicht aller oberkcit leid wär, söllte dann das verletzt ort sich am verletzenden nit rächen, so wär cin Eidgnoßschaft zerrütt, und könnte man unseren fygcnden, die uns jewclten ufsützig gewesen mcd us gottes gnad nüts gemögen Mai I52K, habend, nit bas gediencn, denn wenn sy uns mit solcher practik über cinanderen richtctind; sölltc aber ein ort sölichs nit rächen, so war es gar niederdrückt. Sollte aber die disputation gen Baden gelegt werden, versähind sich minc Herren wol, wo etwas gefar fürgenommen, es wurde ir voll zuoloufcn, und sobald ein uflouf angehebt, wurde aber Zerrüttung folgen. Sölche Ursachen habend sy, als ich nit zwyfel, angesehen und darum sich keiner statten nit begeben, sunder vor inen gehebt, wo man zemmen käme, notdürftig underricht ze geben, daran mcnglich sehe, was zuo disen zytcn ze thuon wär. Darzuo habend sy kein not mee nach disputationen; sy habend iro vil gnuog gchebt, und allweg darzuo fründlich gebetten; und ic mee gleerter lüten darzuo kommen, ie liebers inen gsyn wäre. Mögend ouch darby on zwyfel jedermann sine disputationen wol günuen. Hierum, frommen, festen zc. herreu, getrüwcn, lieben eidgnossen, guoten fründ und brüeder! sind um gottswillen ermanet, für das erst, daß ir die disputation, so ferr sy nit Zerrüttung macht, mit allem flyß fürdrind; zum andren, die fach türer und cigenlicher bedenkind und in kein blinde fach gangind, durch die ir um üwre frommen prädicantcn kömmind; zum dritten, den platz von Baden gen Zürich, Bern oder Sant Gallen ändrind, damit ich ouch dahin kummen mög und gdör; will ich mich zuo dem waren lebendigen gottessun, Herren Jesu Christo, versehen, wir wellind im und einer ganzen Eidgnoßschaft eer ynlegen, nit allein gegen Eggen und Fabern, dero ich mich nit versich, wo mir der platz gemein ist, sunder gegen allen geleerten, die sich wider gottes wort stellend. Doch allweg miner Herren gheiß und erloubnuß vorbehalten, denen ich nüts will uß iren Händen hingeben; dann wo min embietcn anderswohin inen söllte der bünden halb Nachteil bringen, will ich inen vorbehalten haben, die fach ze ändrcn minenthalb nach irem gefallen. Sollt nun ich, geborner Eidgnoß, der ouch mit einer Eidgnoßschaft vil erlitten Hab, nit vermögen, daß die disputation an sölche redliche, eersame, starke ort gelegt wurd, und Eggen und Fabers practiken söllte nach irem anschlag gen Baden bewilliget werden, die von ir jugend har einer Eidgnoßschaft fygcnd gewesen sind, so möchte doch ein jeder frommer arges denken, so mir der platz ze Baden so ungemein ist. Ich hoff ouch, man werde an Verordnung des Platzes sehen, ob die disputation uß ernst oder ufsatz angefochten werd. Dann ein jeder sag, was er welle, so ist die disputation den meercuteil von minentwegen angesehen, und schlach ich, wieivol ichs nit schuldig wär, dry plätz gar vil eerlicher, herrlicher und gemeiner für, weder mir angeschlagen ist, und darum, ist ernst da, so wirt nüts abgeschlagen werden von des Platzes wegen. Ich bitt menglich um gottes willen, er welle sich min warhaft schryben nit verletzen lassen; man mnoß ein ding sagen, wie es an im selbs ist; das macht frid und sücn. Glychsnen oder ze kindlich ein ding varthnon bringt unrat. Ich empfilch üwer eer und liebe dem allmächtigen gott; der welle üch vor gefar, zwitracht und Zerrüttung bhüeten! Amen." 9) „Gnad und frid von gott bevor! Strengen, festen, fürsichtigen, eersamen, wysen, gnädigen lieben Herren! Ich Hab von minen Herren verstanden, wie üwer wysheit ab minen erklärungeu und antwurten an Fabern, Eggen und andren sich seer klagt, sam ich die in minen gschriften mit schmach anrüert und zuo ufruoren reize, ouch üwer volk über üch richte, deß ich mich gern gegen üwer wysheit mit diser geschrift entschuldigen will. Erstlich üch um gottes willen bittend, ir wellind Ungunst oder haß nit hören, was dieselben angebend; dann sy die allerböstcn ratgcben sind, und lassend das wäre nit so klarlich sehen, als es aber will besehen syn. Und wie schädlich irrung in allen dingen, ist doch die irrung, die us Verblendung des Hasses oder Ungunst kommt, die allerschädlichest. Dann irrung one den haß laßt sich berichten; wo aber irrung mit haß vermengt ist, laßt sy sich nit underrichten, sunder verkeert ouch zuo argem, das im allerbesten gercdt und gethan wirt, trachtet nur uf ungnad, und nit wie man billich ein iedes ding zuo beiden wegen betrachten soll. Darum ich so ernstlich bitt: sye under üwer wysheit ieneu einer, der us Ungunst ein mißfallen ab diser miner gschrift haben möcht, daß er den bis zuo end des verlesens trenne und im dazwüschend lasse syn, als ob er nit müsse, von wem disc geschrift komme, usgenomcn daß er wol müsse, daß sy von einem allergetrüwsteu fründ komme. Dann zimpt sich allen menschen nüts us anfcchtungen ze thuon, so zimpt ie zum höchsten und für all us den richteren und fürgesetzteu, daß sy nüts us anfechtungen annemind oder verschupfind. Demosthencs oder Plutarchus meint, daß keine nutzlicheren reden oder wort sygcnd, weder die fründlich und warlich gercdt werdend. Dann, wo man nur fründlich redt und die warheit spar, da wirt man verfüert; und Hinwiderum, wo man die warheit allweg nur mit ungnad darthuot, wirt sy nit angenommen. Also mnoß stündliche nit ein schmeichlcry syn, sundcr ein gestandne wys, die us liebe komm, und die warheit nit ein schalk, sundcr ein gestandne wys, die ouch us liebe komm. Us welchem Mai 152k, 903 ermessen wir!, daß warheit gcmeinlich »nt fründlichkcit soll gemengt sy», und stündliche on warheit ein falsch und betrug ist. Welches alles Salomen mit gar wenig warten usricht Provcrb. XXVII, 4, 5, also: Zorn hat kein erbärmd noch das usbrechend wüeten; und wer mag aber erlyden den frefel eines bewegten oder erzürnten gemüets? Offne straf ist besser weder liebe, die man verbirgt oder verschwygt. Dcßhalb ich üwcr wysheit will antwurt gebe» uf die Untugend, dero inan mich verdenkt, us warheit mit fründliche, die nit us verborgner, sunder anerborner liebe, so ich zno einer löblichen Eidgnoßschaft Hab, kummt. Das red ich by dem gott, der uns alle richten wirt. Ich will auch kein wort änderst reden, dann als ob ichs vor sinem richterstuol müeßte reden. In niiner ersten gschrift, die ich an üwer wyshcit von der disputation wegen Hab lassen langen, hat üch verletzt, daß ich in latin geschriben Hab: Xolits marAnritas spargero antu xoroos, das ist: Jr sollend die perlin nit für die süw schütten. Das doch üwer wysheit gar nit dahin sollt gemessen haben; dann es das klar hell wort gottes ist, Matth. VII, 6: Jr sollend das heilig (verstat dardnrch sin heiligs wort) nit den Hunden geben, noch üwer pcrlin für die süw schütten, daß sy die nit mit den füessen tretind, und die hünd sich umwendind und üch zer- ryssind. Mit welchen Worten unser Herr Jesus Christus uns alle gemeint hat, die gottes wort nit hören wellend, und die jünger gewarnet, daß sy den schätz des evangeliums nit uns ungläubigen ruhen wellind fürlegcn, an denen sy nüt schafsind. Deßhalb wir nit zürnen könnend, so er uns süw nennet, darum daß wir sin heilsames wort nit anncmend sunder verspottend, ouch etwa» durächtend. Also Hab ich dise wort uf die eersame oberkeit, ouch gmein volk einer loblichen Eidgnoßschaft gar nit gcredt, snnder allein uf die, die sich gar nit wellend berichten lassen, aber daby von mnotwilligcm geschrey einen unschuldigen zuo ketzeren onch nit lassen wellend, als die wort eigenlich anzeigend. Und damit ich vergoumete, das mir icz begegnet, Hab ich die wort allein latin gesetzt und nit vertütschct. Dann ich ie bewären will, daß ich bescheidcnheit gehalten Hab in allem, das ich wider minc widersächer geschriben Hab; ich geschwyg, so ich ein löbliche Eidgnoßschaft angerüert, nie kein unzncht gcbrucht Hab, sunder allweg von dero eerlich gehalten und geredt. Dann wie wir immer zuo diser zyt gesittet, sind wir doch von redlichen Wen hie, und ist die gmein eerbarkeit noch hütbytag etlicher göttlicher dingen geflissen. Darum ich ouch oft in diser zyt offenlich geprcdiget Hab (da einer hie drönwt, wie unser zyt hie syc, der ander dort): ich gloubc, daß es noch nit hie sye; und das um gmeiner frommkeit eines cerbaren volks willen. „Demnach hat üch verletzt, daß ich also geredt: man schmecke wol, mit was karrensalbs Fabcr den wagen gesalbet Hab. Ouch von redlich zuotragen der schweren sticken Costanzerbatzen. Darzuo sag ich erstlich, daß ich mich deß Hab »messen ufthuon von des Fabcrs wegen, damit menglich sehe, daß er mit lotterwerk umgat, und im nit um gottes eer, sundcr um eignen nutz ist, um den er den Herren diser weit dienet. Und Hab daby aber unser Eidgnossen in all weg solcher maß geschonet, und die wort in solche form gestellt, daß sich miner warten niemau gezwungen wirt anzuonemen. Fürs ander will ich üwer wysheit gern Harns sagen, daß ich solche wort nit uf hören sagen geschriben Hab, sunder uf gwüß kundthuon füruemcr Wen. Nun weißt üwer wysheit wol, daß in den dingen gefarlich ist sinen ansagen zuo zeigen; noch nüts dest minder, wo iemand unrüewiger syn wollt, weder im min gschrift ursach gibt, cmbüt ich mich, minen Herren zuo Zürich anzcigung solcher dingen mit so glaubhaftem schyn darzuothuon, daß sy, und wem der Handel ze vertruwen ist, offenlich sehen werdend, wovon ich gcredt Hab; doch alles in still, dann ich glych als wol unrat ze vergoumen geneigt bin als ein einiger Eidgnoß. Fürs dritt embüt ich mich nit, keine besonderen Personen anzezeigen, die das gelt genommen habind; ich Hab ouch nit daruf geredt, sonder allein anzeigt, daß man sehe, daß mit gelt ze werben gwüßlich von denen, so Faber handlet, fürgcnomnrcn ist. „Es hat ouch üwer wysheit mit minen Herren verabschcidct, daß sy mit mir söllind reden, daß ich üch uuan- gerüert und die üweren unverweert (?) lasse mit schryben und büechlin schicken; dann sölichs wider die bünd sye. — Antwnrt: Ich Hab, lieben Herren, im ansang mich verdingt, die warheit fründlich ze sagen, will ouch das trüwlich lhuon, und Hab üch darum allein mit gcschriftcn, nit im druck, bcgert ze antwnrtcn, daß ich dest frycr dürfe alle ding anzeigen, und nieman damit ze vil verstundet wurd; will ouch dise gcschrift nit lassen in den druck kommen, es wurde mich dann üwer ungnad darzuo dringen, das ich nit hoff; und sag also: Ich will den mmm gern sehen, der sagen könn, daß ich üwer wysheit von erst an je ruch, ich geschwyg, mit schalt in minen geschriften Hab angezogen; sunder so oft ich in minen geschriften gemeiner Eidgnoßschaft oder besundcrer Wen gedacht, Hab 904 Mai 1526. ich das allweg mit grosser eerembietung gethon. Daß ich aber demnach etman ruch geschriben, doch onc schmach und schalt, da sind ir daran schuldig (nit zürnend, lieben Herren; dann ich bin der ding bas yndenk weder ir; der verletzt gedenkt allweg bas weder der verletzer); dann ir habend mich zum ersten angetastet gar nach uf allen tagen; iez hatt ich diß, dann jenes gethon; wiewol ir gemeinlich allweg falschen undertrageren ggloubt hattend, die von mir gesagt haltend, das nit was. Verantwurtct ich allweg tngenlich one offnen druck, eintweders vor minen Herren und hie vor üch, oder aber mit mincn geschriften. Also ward üwer wysheit (das ist, die, so zuo denselben zyten boten warend; dann man wol weißt, daß die Kotten andre und andre sind; darnach füllend mine wort verstanden werden), ja üwer wysheit ward so gar über mich yngefücret, daß ir auch minen überschickten brief nit wolltend vor üch lassen lesen. Indem kam Egg, der zuo Rom offenlich geredt: wir Eidgnossen syend (mit urloub) all küeghyer, das ich doch in keiner geschrift so grob Hab wellen lassen usgon; wiewol ich in deß Überzügen inöcht, und er unverschämt lougnet; und schrybt so uneerbarlich wider mich, daß ich meint, wenn ich geschwigen Hütt, so sollte ein Eidgnoßschaft einen mißfall an solcher schmächlicher geschrift gehabt haben. Was gschach aber? Eggen gschriften wurdend mit grossem Pracht in alle ort gestiert, onch abgeschriben, wenn sy nit uwchtend gedruckt werden; und mine geschriften wurdend verboten, vorns in den fünf Orten (sehend mm, mine lieben Herren, wie fründlich das mit mir gehandlet wurd, der ein geborner Eidgnoß bin), und mine geschriften wurdend verboten, die dennoch allweg vil bescheidner warend weder nnner widersächeren; und dcro wurdend gelesen mit grossem schall. Bin ich daruf ruch gewesen, mag üwer wysheit ermessen, daß ich deß grösseren glimpf gehebt Hab, weder die mich dazuo gereizt habend. Es ist auch demnach an einem tag miner Herren boten schlechtlich gesagt, si) söllind mine geschriften nur nit bringen; man welle sy nit lesen. Und in diser jarsfrist, als die unchristcnlich geschrift Eggcns und iez Fabers usgangen sind, Hab ich üwer wysheit nüts zuogcschickt, sundcr in offnem druck lassen usgon. Hat ie müessen syn; dann mine antwurten wollt man nit verlesen; und solltend aber miner fygenden geschriften dürftig^) uf den kanzlen verkündt werden. Nun sehend ir, wer ursach ggeben habe, daß ir von mir sind angerüert. Daß ich aber nit füllte schryben, was wäre das für ein gebot? Wo ich erfunden war falsch oder unrat mit minem schryben brachen, war es etwas, daß man mich rechtfertigte. Das sich aber nit ersiudt; dann alles, das ich ie geschriben Hab, möcht ich vor unpartyischen lüten lassen an einen Hufen tragen und lesen lassen; dann alle geschriften geben gott und einer eidgnoßschaft eer, und reichend zuo dero friden und wolfart. Daß ich aber üzid thtteje, das wider die bünd sye, soll sich, ob gott will, niemermee erfinden; aber wol daß mir uf etlichen tagen vil geschehen, das offenlich wider die bünd ist, das ich doch tugenlich getragen Hab allein um fridens willen. Als daß mich etliche Ort für einen ketzer usgeschriben, die mich doch nie habend wellen berichten, und mich empfolen zuo sahen ?c., welches offenlich mit den künden strytet. Ich zäl es ouch nit us zorn oder ufhebcn, sunder zeigs üwer wysheit us ganzen trüwen an, daß die erlerne mich nie änderst geschriben haben weder zuo rettung des waren gottesworts, das ich predige und nimm on alles wider umhin schlahen, on allen flyß der ufruoren. Darum, gnädige günstige liebe Herren! ermessend um gottes willen, daß ich allein nach friden stell, aber nach dem friden, der mit gott ist; dann wie vil habend mine Herren von Zürich um fridens willen getragen, wie vil ich? Darzuo ermessend, daß wir in gar keinem artikel des gloubens um ein haar von einandren stond; so ist ie aller unserer span allein von österlichen dingen, die von den menschen sind yngefüert, ja vom papst, dem waren widerchrist. Ouch daß Fäber mine Herren von Zürich in siner geschrift gar unsüberlich besprengt, als wann sy in die größten kctzeryeu gefallen sygind, und daß allen, denen Fnber dienet, mit lustbarlichers gegnen möcht, weder daß wir mit einander zwyträchtig und zuo krieg kämind; welchs (als) ich on zwyfcl sorg, folgen wurde, wo ich gen Baden käm. Ir mögend den frefel unsers kricgsvolks in einer Eidgnoßschaft erwägen, der leider durch mengerley muotwillcn so groß ist, daß im ouch mit ze vil wurd. Was wär es, daß ' ich glych mit so vil knechten ze Baden wär, als miner Herren gebiet vermöcht? Ich wurd mich deß übel schämen. Und reizend solche wapner ouch alle fygend meer zuo rumoren weder zuo friden. Wie vil wäger ist es dann, ir erkiesind einen anderen platz, als, dero ich mich cmboten Hab, einen; dann gen Baden komm ich keins wegs. Und ob man mir glych solche sicherheit in die ougcn stellte, daß ich daran keinen zwysel könnt haben, dennoch 9 nach Bedürsuiß, so viel als nöthig ist, oder eher dürstig, d. h. mit offener Zuversicht. / Mai 1526, 905 wollt ich nit dahin; dann ein so ernstlicher Handel ist, diewyl die weit gestanden, nie an ein so kleinfüeg ort verfliegt. Es gehörend große namhafte starke statt zuo solchen dingen. Zuo Baden hat man gewont wollust ze haben und frölich syn, und nit so ernstlichen händlen warncmen. Wo aber die statt, die ich fürgeschlagen Hab, ie keins wegs angenommen, mich die artikel, die ich anzeigt Hab von nötcn syn, mnoß ich je darab nemen, daß die fach an etlichen enden bresthaft sye. Dann, sollend darum alle Ort, vorns mine Herren von Zürich, die so gemeine gespräch allwegen gern haltend in irer statt gehcbt, gen Baden verliferct werden, oder aber nit, daß sölichs wenig Ort angeschlagen habend; so ist gnot ze merken, daß die angst an andren ligt, weder wir vor zuosehend. Ich schlach die zwcy vordrestcn ort und statt für und verding, on welche kein christenlichc dispntation gehalten werden" viag, und demnach die wyt berüemte statt Sant Gallen, Und giltet alles nüts, so mnoß ich miner Herren oder minethalb ie merken, daß etwas meinens darby ist; vorns so die zilstatt gen Baden ouch nit von allen denen Orten, die in die dispntation verwilliget habend, sunder mit einem vorgricht etlicher Orten gelegt ist. Ja, die ding alle erman ich üwcr wysheit mit ernst ze betrachten, damit nüzid so schimpflich gehandlet werd, chas zuo spott oder unfrid diene. Ich warn ouch die, daß, so oft Egg und Faber mich (in) der dispntation, die "mir der fünf orten halb so ungemein ist, anrücren wurdind, daß ich die Wahrheit für und für an tag bringen und wider ire undcrständ ze fechten genötet wurd. Deßhalb ich mich nit laß verdingen zuo schwygen gegen den gottes und einer loblichen Eidgnoßschaft fygendcn, und sollt ich inen in einer hüle antwurt schrybe»; der doch sunst alle »icnschen zuo fridcn und ruow reizt, und mich nüts nie bekümmeret, dann wo ich sich, daß widerspan wird fürgenommen mit Nachteil der warheit, Mine Herren noch wir ze Zürich dürfend keiner dispntation. Es hat ouch (der) vicarius zum türesten anzeigt, es zimme den bischofen keins wegs disputationcn ze halten. Hat sich nun ir leer geänderet, so ist sy nit us gott. Dann hat es inen dozuomal nit zinunt, und zimmt inen jez, mnoß eintwedcr ir leer oder sy geänderct syn. Noch embüt ich mich mit mässigung mincr Herren an frömde ort denen, die minen Herren da nit Hand wellen zuo willen werden, da sy es billicher weder an keinem ort nf erden gethan hättend. Und so das alles nit helfen mag, muoß ich gott lassen walten; der wirts alles schlecht (sie) machen. Den bitt ich alle tag, daß er üweren stand, o gnädige Herren, welle in sinem willen und gnaden erhalten und sines liechts nicncn entrouben. Also Hab ich üwer wysheit fry anzeigt, woran alle mine anligen hangend. Es ist ouch guot under fründen, daß man die warheit harus sag. Versech sich üwer wysheit zuo mir keins andren, dann das zuo eer gottes unsz einer löblichen Eidgnoßschaft sammt ganzer christenheit diene, so laug gott gnad gibt. Verzyhend mir und verneinend alle ding im besten, darin sy ouch beschehen sind; dann ich keins wegs ursach geben will zuo ungnad und unfridcn. „Ggcben Iv. tags may blDXXVI. „Uewer eersamen wysheit williger Huldrych Zwingli." Nachschrift: „Ich Hab nach Vollendung diser geschrift erst vernommen, daß uf den tag allein die acht Ort zenunen kominiud. Uf das ist min ernstlich bitt, üwer wysheit welle disc min geschrift ouch im ansang der dispntation verlesen lassen in bywesen der Orten, die da syn werdend." Nach gleichzeitigen Drucken gegeben in Zwingli's Werken (Schüler und Schulthesz), II, 2, 424—429, und 455—459. ll)) 1526, 18. Mai, Baden. Die Boten der zwölf Orte an Schaffhausen. Zu der angeordneten Disputation seien gestern viele hochgelehrte Leute erschienen, aber aus der Eidgenossenschaft noch nicht alle, die der neuen Lehre anhangen möchten; daher begehre man ernstlich, daß die Prädicnnten und andere Gelehrte, die zu solcher Seele zählen, ohne Verzug hieher gewiesen werden, damit man mit Gottes Hülfe zu Frieden, Einigkeit und Ruhe gelange. Dafür ertheile man Jedem Geleit nach Baden und heim, ohne Unterschied, wer obsiege, sofern einer sich „gleitlich" halte. «. A. Schaphausen- Korrespondenzen. 11) 1526, 18. Mai, Baden. Die Botschaften der zwölf Orte an Zürich, l. Seine Boten haben ihrer Instruction gemäß die Gründe angezeigt, welche M. Ulrich Zwingli und andere Prädicanten abhalten, zur Disputation zu erscheinen; darüber etwas befremdet, habe man die Boten von Zürich ersucht, rathschlagen zu helfen, wie dieselbe vollzogen werden könnte; sie haben das nicht thun wollen und erklärt, sie hätten dafür keinen Befehl. Darauf habe man ein Geleit verfaßt und es nach Zürich geschickt, mit bekanntem Erbieten, es nach Nothdurft zu bessern, aber deßhalb noch keine Antwort empfangen. Da nun viele gelehrte Leute von beiden Parteien im VerUaucn 114 906 Mai 1526, auf das gegebene Geleit hieher gekommen, so begehre mau ernstlich, daß Zürich eine Gesandtschaft verordne und bei diesen: Boten erkläre, ob es das Geleit annehme und die Prädicanten herabschicken wolle; denn ob Zwingli erscheine oder nicht, werde die Disputation doch vor sich gehen, 2. Den Rcchtshandel zwischen den neun Orten und Zürich betreffend möge es gemäß dem letzten Abschied von Einsiedel«! eine endliche Antwort geben, damit der Handel besser als bisher gefördert werde. St, A, Zürich: A, Reiigionssach-n. 12) 1526, 18, Mai („Freitag"), Baden. Peter Hebolt an Schultheiß und Rath in Solothurn. Mittheilung der Antwort Zürichs betreffend Zwingli, Der Weihbischof von Constanz und I)r. Eck seien mit 36 Ausländern erschienen, die von Basel mit mehr als 20 Pferden, Morgen soll der Handel beginnen. Es werde in alle Orte geschrieben, daß die Gegner des alten Glaubens hieher geschickt werden sollen, K, A, Solmhur»: AM). Bd. ur, 13) 1526, 18, Mai, Baden, Die Boten der zwölf (!) Orte an Solothuru. Erinnerung an den zu Einsiedeln gefaßten Beschluß, die Disputation am 16, d, zu beginnen ?c., und Begehren, die Anhänger der neuen Secte hieher zu schicken, mit Zusicherung guten Geleits, zc. K, A, Svloihurn: AM, Bd, 14, 14) >526, 19, Mai (Samstag vor Pfingsten). Zürich an seine Boten Nud, Thumisen und Hans Bleuler in Baden. 1. „Als dann wir Hansen Büelman in unser gefänknus enthaltend, wie ir wüssent, und wie wir in umb ctlich anschläg und pratikeu gefraget, hat er under anderen worten anzöigt, daß er von einem bericht sig, daß zuo Waldshuot durch die Regenten allerlei fünden und böser geschwindiger pratiken fürgenomcn, ouch daß gelt usgeben werde, (danrit) daß sy ein zwytracht und Uneinigkeit in unser Eidgnoschaft machint, dnrdurch, so ein lobliche Eidgnoschaft durch sy zertrennt, daß sy als dann ire herzen darin erfüllen mügint. 2, Darzuo sind wir bericht, daß etlich Regenten und gwaltig fürstl. Durchlüchtigkeit und des Bunds zuo Schwaben allerlei worten usgestoßen und besonder sich habint lassen merken, sy müeßint luogcn, daß sy einen fund erdenkint, wie man uns Eidgnosscn an einandcrcn bringe und unei(n)s mache; dann wir habint lange zit irein fürsten und Herren sine land ingehebt ec. 3. Es ist ouch zuo dem unseren übcrrüter, so wir diser tagen gen Kostenz, die doctores und gelerten gen Baden ze begleiten, abgefertigct, von doctor Johanusen Faber ein schwere crschrockne red begegnet, uf die Meinung, er, derselb Faber, sig ein guoter Züricher, aber ein böser Zwinglischer, welle den selben mit sinen eignen geschristen und gedruckten büechlinen irrthumbs widerwysen; es werd ouch darzuo kommen, daß es Zürich als übel werde gan als zuo Waldshuot je, sofer man nit darvon lasse, und dein Zwingli als übel als dem Doctor zuo Waldshuot, dann er, der Vicari, uß schickung gottes in kurzer zit Zürich wurde predigen, wie dann sölichs durch in an etlichen orten vormals ouch wäre beschechen, also daß das voll wider uf den rechten weg wäre kamen. Sodann ist üch villicht unverborgen, wie berüertcr Faber uns in einem druck, wider M. Uolrich Zwingli usgangen, mit der uuwarheit und schantlichcn luginen anzücht mit discn worten: dero von Zürich ordnung, antwurt, entscheid oder entschnldigung an die Eidgnossen sigen stets wider einanderen schier an allen orten der treffenlichen stucken, das er (be)wyscn welle; dann ire abscheid und antwurten gegen Bischoffen, Eidgnossen und anderen sind wie ja und nei, war und falsch. Diewil nu. , wir solichs alles wie obstat vernommen, hat uns für notwendig und guot angesechen, üch dess zuo berichten und bcgcrent daruf an üch mit allem ernst, ir wellint unfern lieben Eidgnosscn uf disem tag solich schwer reden anzöigen, damit jeder bott das in sine(n) abscheid nemen, es heiin an sine Herren und oberen bringen und verhüeten müg, dardurch wir Eidgnossen solicher seltsamer anschlagen vertragen blibint, und frid und ruow zwüschent uns bcidersits gefürderet werd; dann wir achten, es soll dhein frommer redlicher Eidgnoß ab diserem unserem schribcn und Warnung nit mißfallen haben, damit jedermann sich dest bas vor Fabers und anderer heimlicher pratik und anschläg ivüß zuo vergoumen. Ir sollend uns ouch zun: höchsten entschuldigen und verantwurten deß, so uns genannter Faber in sinem druck mit erdichtet unwarheit zuoleit, dann rvir, ob gott will, (als) solich liederlich lüt meiner erfunden werden wellen," -c. ?c. St, A, Lncern - Missiven (Original), — Arch. f, N-f,-Gesch, I, S0S, Ein Auszug (von dem zürch, Unierschreiber Wirz) findet sich im St, A, Bern: A, Kirchl, Angelegenheiten, Vgl, N. IS, 15) 1526, 20. Mai (Hl. Pfingsttag), (früh Morgens). Zürich an Bern. „Unser .'c.-c. Es möcht nngezwyfelt üch verwundern, uß was ursach wir unsere prcdicanten nit gen Baden geschickt und selbs nit erschinen, insonders uf das gleit, so unser Eidgnossen von Baden unseren predicanten und nämlich dem Zwingli zuogeschickt haben ec. So aber üwer bott, so jetz zuo Baden ist, sich merer tagen daselbs sumen wirt, deßhalb unser und M. Zwingiis Mai 1526, 907 entschuldigung üch so bald nit zuokommen mirt; damit dann ir , . des Zwinglis usblpbcn Ursachen vcrncment, habent wir üch die setz plcnts zuogeschickt, wöllent auch unser Ursachen, so erst das sin mag, üch auch werden lassen?c. Wir habent ouch üch nit mögen verhalten, was Doctor Fabri gercdt hat, wie ir (in) hierin gelegter gschrift uf das kürzest begriffen finden werden, darmit zuo verstand geben, waruf er und sins glychen praticierent ze. Sölichs alles sötlent ir . . im allerbesten früntlichstcr und trüwlichster Meinung von uns vermerken und sölich geschriften verhören; dann alles das uns ze thuon möglich und dem göttlichen wort glychförmig und unfern pundten gemäß, wären wir zuo vollstrecken ganz beging." St. A. B-m: KKchl. Angelegenheit-». 16) 1526, 20. Mai (hl. Pfingsttag), 1l Uhr (Vorm.) Zürich an Bern. „Uf unser schribcn, üch Hill bp frücger tagzit gethan, schickcnt wir üch hiemit zwo Instructionen, so wir unsern Kotten von wegen haltender disputation Zuo Baden in befelch geben, vor unsern lieben Eidgnossen darzetuond, darin ir eigentlich allerlei recht, redlich und gegründt Ursachen sindent, waruinb und (uß) ivas ursachep Meister Uolrichen Zwingli nit gemeint syg, daselbs hin ze kommen, noch uns füeklich, lidenlich oder gelegen, iin das nachzelasscn, und bittent üch hieruf zum früntlichisten, ir wcllint es von uns guoter vertruwter Meinung (als es ouch warlich beschickst) annemen und für und für in unsern fachen und hündlcu das best thuon, als dann wir üch aller eren und guots uf das höchst Mol veriruwent" . . . St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. 17). 1526, 20. Mai (Pfingsttag), 5 Uhr Nachm. Basel au seine Boten in Baden. Antwort auf ihr Schreiben. Da man voraussetze, daß diejenigen Orte, die ihre Prädicanten noch nicht geschickt, es jetzt thun werden, so habe man den Weihbischof vr. Telamon, wiewohl er „lybs halb nit ganz vermöglich", samt dem Prediger zu den Barfüßern, bewogen, dahin zu kommen, jedoch im Schirm der Obrigkeit und im eidg. Geleit, die etwa auf Mittwoch Abends anlangen können. Darum soll den übrigen Gelehrten von Basel gesagt werden, sie möchten bis zur Ankunft jener Herreu nichts vornehmen; wenn aber alle beisammen sein und die andern Orte die Ihrigen auch verordnet haben werden, so möge man handeln, wie es zur Ehre Gottes und zur Förderung von Frieden und Einigkeit diene; wenn jedoch ein oder mehrere Orte ihre Gelehrten nicht dahin bringen, so sollen die Baslcr Boten der Mehrheit folgen, sei es fortzufahren oder einen andern Tag oder eine andere Malstatt zu bestimmen, wo man vollzählig zusammenkommen könnte, und auch Zwingli erschiene. Auch sollen sie den Boten der zwölf Drte anzeigen, daß man noch zwei „Herren" verordnet habe. St. A. Basel: Abschied-, 18) Notizen aus dem St. Galler Nathsbuch: 1. (14. Mai). Verordnung der Boten nach Baden. Die Gelehrten sollen daheim bleiben; den Boten ist befohlen, die Herren dcßhalb zu verantworten und zu erklären, man werde Beschlüssen, die dem Gotteswort gemäß seien, nachleben und danke den Eidgenossen für ihr getreues Warnen. 2. (19. Mai, Pfingstabend). Caspar Zollikofer ist heimgekommen, um der Eidgenossen Willen anzuzeigen, daß man die Gelehrten nach Baden schicke. Es wird aber der frühere Beschluß bestätigt. 3. (27. Mai, Sonntag Trinitatis). Auf den von Baden gebrachten Bericht der Boten beschließen kleine und große Räthc, die vier Prädicanten sollen dahin reiten und die Boten mit ihnen; doch sollen die Prediger bei dem göttlichen Wort bleiben und einig sein, doch (auch?) nichts mehren helfen, was wider das Gotteswort wäre- Stadtarchiv St. Gallen (Mittheilung von Aug. Näf). 19) 1526, 21. Mai (Montag j nachs Pfingsten), Baden. Peter Hcbolt an Schulhciß und Rath in Solothurn. 1. Bericht über die Verhandlung betreffend das Anbringen der französischen Botschaft; Lucern, Uri, Freiburg seien sofort eingetreten, die andern Boten haben keine genügende Vollmacht; der von Bern hoffe, daß seine Herreu einwilligen werden, ze. Bitte um Bescheid. 2. „Uf Hütt ist der doctor Egg au die kanzcl gestanden und sin red wn, wie ich üch das zuoschick, und der ecklop (Oekolampad), bredikant zuo Sant Martin zuo Basel, uf dem andren kanzel in der kilchen vor inenchlichem vor mittag ein guoti zyt, und als maus hett wellen um das ein wider anfachen, ist ein groß volk in der kilchen zuosamcn kon, ist den botteu von Basel ein brief kon, die iren söllen stillstan bis uf morn oder mitwuchcn; so Hand sy verordnet iren wichbischof und me (?) uf die gescheht, tue üch nächst ouch zuokon ist, die man hat lassen gan, wiewol ich üch . . hau verantwurt, der Pfaffen halb heig eL ni not, hau im besten tan; ir wissen! wol, was ir Hand . . ich förcht, es well ein langer schwerer Handel 008 Mai 1526, werden; bitl ich üch als min lieben Herren, ir wellcnt ein andren her schicken, denn ich mich wenig ans die schweren vev^lm" . . . K. A. Solothuvn: Absch. Bd. 14. Bei der sehr schlechten Schrift und Orthographie war die Ermittlung des Sinnes nicht zweifellos möglich. 20) 1526, 2l. Mai, Baden. Dr. Johann Fabri an Zürich. Antwort ans ein gestern durch die Boten der zwölf Orte empfangenes Schreiben: Ablehnung des von Zwingli ausgesprochenen Verdachtes, daß die Disputation mit Geldspenden betrieben worden, w. St, si, Zürich! A, R-ligionssache», Hier mag es genügen, auf diese Schrift hinzuweisen. 21) 1526, 21. Mai (Montag in Pfingstfeiertagen). Die Boten der zwölf Orte in Baden an Zürich : 1. Die Boten Rud. Thumiscn und Joh. Bleuler haben eine Missive überreicht, worin Zürich anzeige, das es von Hans Büelmann, den es gefangen halte, unter Anderm erfahren habe, daß die Regenten zu Waldshut allerlei böse Umtriebe machen und auch Geld anstheilen, um eine Zwietracht in der Eidgenossenschaft anzufachen. Hierauf bitte man Zürich, den Büelmann weiter auszuforschen, von wem er solche. Reden vernommen, wer Geld ausgebe und wer solches empfange, und den Befund schriftlich zu melden, damit man die Sache in den Abschied nehmen und heimbringen könne, 2. Dem Dr. „Fabri" sei die ihm zugeschriebene Aeußerung vorgehalten worden; seine schriftliche Verantwortung folge hier mit. Besiegelt von Ulrich Türler von Uri, Landvogt zu Baden. St. A. Zürich: Acten I. Cappelerkrieq. Vgl. Aich. f. N. G,. I. 800. 22) 1526, 21. Mai (Pfingstmontag), Baden. Caspar von Mülincn an Schultheiß und Rath in Bern. 1. Heute sei Caspar Sormann erschienen mit einem Brief des Königs von Frankreich, das Begehren enthaltend, daß man dem General Morelet erlaube, nach Frankreich zu reisen w., laut der beiliegenden Copie. Etliche Orte haben sofort entsprechen wollen, sofern die Kriegsleute bezahlt werden, Morelet seinen Sohn hier lasse und der König in versiegeltem Briefe zusage, alles zu bezahlen, was er schuldig sei, namentlich auch die entlehnten Summen- Zuletzt habe sich aber gefunden, daß die Mehrheit der Boten nicht instruirt gewesen, weßhalb man beschlossen habe, dies hcimzuberichten und um beförderliche Antwort hieher zu bitten. 2. Heute habe die Disputation begonnen; die dafür gemachte Ordnung lege er abschriftlich bei, sowie die Artikel von Eck und Murncr; wenn sie diese Sätze behaupten können, „so hat man uns vil lctzer fachen zuo verstau gc(be)n." 3. Zürich habe wegen eines Gefangenen geschrieben, welcher geredet, es werde viel Geld ausgegeben, um die Eidgenossen zu vcrrathen ?c. Mau höre aber hier von dergleichen Absichten gar nichts, finde auch solche Meinung nur in Zwinglis Büchlein und schenke der Sache keinen Glauben. Zwingli schreibe, er wolle nicht dahin kommen, wo die V Orte regieren- St. A. Bern: Kirch!. Angelegenheitctt. 23) 1526, 22. Mai. Basel an seine Gesandten in Baden. 1. „Uns langt an, daß Antoni Gropp allerlei warten, wie er mit Doctor Ecolampadien ze handlen tust hctte, gcredt solle haben, deren der bott von Uri, Franzlin zum Bereu (?) und andere müssen haben, dorab wir wenig gefallens empfangen; deßhalb ist unser Meinung, daß ir üch derselben warten flißig erkunden und uns deren by nächster botschnft eigentlich berichtend, uns fürer müssend ze halten. 2. Fürer ist unser befelche, daß ir unsere gelerten von beden teilen zuosamen beruofen und inen wellend sagen, daß sy sampt noch sonders nützit witers har schribend an sondere Personen, sonder, ob inen etwas angelegen, begegne oder widerfare, daß sr> uns dasselbig zuoschribend, und das alles m» fridens willen, damit dhein unruow bp uns erweckt werde. 3. Zeletst, wiewol mir üch hievor geschribeu, daß Herr wichbischof sampt dein predicanten zuo den Barfuoßen hiuuf ze koincn gewilliget, hat sich doch sin krankheit dermaßen geüblet, daß im, wiewol wir in durch unser ratsbotschaft zum zweiten mal ze riten angesuocht, zr wandten nit möglich (ist), deßhalb wir allein den Barfuoßen, meister Jacoben Jmclin und Ludwigen Hetzer, ouch in gemeiner Eidgnossen geleit und (in) unserem schütz und schirm wie andere hinus ze kamen und Doctor Ecolampadien hilflich ze sin verordnet; doch hat L.Hetzer nit in unserem kosten, sonder allein in unserem schütz, schirm und gemeiner Eidgnossen geleit ze sin begert." K, A, Basel, Wsch-ids-hrM-n, 24) 1526, 24. Mai, Bern. Auf das aus Baden eingelangte Schreiben wegen des Besuchs der Disputation beschließt der Rath, den Berchtold Hnllcr und mit ihm Peter Künzi, Kirchherr zu Erlcnbach, dazu abzuordnen und denselben den Rathsherrn Bernhard Tillmann beizugeben, in der Zuversicht, daß ihnen kraft des von den Eidgenossen ertheilten Geleites „weder schmach, schand, beleidung, (noch) gewaltigung libs noch guots, Mai 152K, 909 mit warten, schriftcn noch gethaten" zugefügt werde, worüber ihnen eine besiegelte Erklärung zu ihre», Schutze gegeben wird. St. A. B-NI! Tcutsch Spruchbuch NN. 04«, 5,4». Vgl. Rathsbuch 210, p. >! (2S. Mail. 25) 1526, 29. Mni (Dienstag vor n. H. Fronleichnamstag), Baden. Enspar von Müline» NN Sch. und Rath in Bern. I. Bericht zu a. 2. „Die zwen Doclor(es) sind vij tag ob dem ersten artikel gelegen, ob fleisch n»d bluot im hochwirdigen sncramcnt des altars sig; also hm man s>) heißen beschließen nm den artikel, >md ist des Doctcr Husschins beschlnß, Sider gott mit sineni lib sig gen Himmel gefaren und geredt Hab, er komm wider n>» jüngsten tag zno richten die lebenden und todten, so kam er dorzivischen nit mit fleisch und blnor herab in das sacramcnt, und ist dornf beliben. Also hat man gefragt, ob keiner mer do sig, der witer von discm artikel well dispotieren; ist noch einer dargcstanden, ist von Basel, ein nsgcloffner münch; nit weiß ich, was derselb wirt bringen, sine Herren sagend aber nit vil guots von im. Wend sy die andren artikel all so lang machen als den ersten, so werden wir noch eins halben jors nit hie grech (gerecht, fertig). 3. Min Herren, es sind lüt hie »ß üivcr statt, do ich wol möcht liden, st) wärcnd daheimen, und insundcrs (der) Streler, denn er brncht wort mit etlichen frömbdcn bricstern, die im geleit hie sind, die nüt sond; wenn man üwer nit schoncti, ich fürcht, man hett in daleme gcleil, do er nit gern lag" ... 4. Nachschrift: „Min Herren, ir erloubend mir wol heim, so min Herr Kliman mnoß hie sin by Herr Bcrchtoldcn, so knmpt üch der kosten ab; denn es ist snst nit mc denn ein bott hie von eim Ort, usgcno(me)n Basel." S>. A. B->n: «»cht. Angelegmh->w>. 26) 1526, (e. 29. Mai), Baden. Die Boten der (eilf?) Orte an Basel. „Unser zc. ?c. <1.) Uf Hütt hat sich begeben, daß für Hand genomen zc disputieren die andern schlnßred Doetor Ecken, nämlich daß die meß ein Mer sig zc., und ist angscchcn, daß üwer predieant (Joh. Lüthert^) zum ersten an die fach gon, dwil doch er das offenlich geprediget, daß die meß nit ein opfcr sig ?c., und also den Orten nach einer nach dem andern »über v>-. Eck fechten n»d disputieren sollen. Und als üwer predieant wider D. Ecken sine argnment und grttnd "ß der Heilgen geschrift angehängt, darns D. Eck in gefragt, dwil gestern der erst artikel, daß (das) war fleisch »ad blnot Christi gegenwärtig im saeramcnt des altars sig. sich geendet und beschlossen, und man jcdcrman gefragt, wer dawider sin well, der mög sich anzeigen und darwidcr disputieren zc., da aber üwer predieant gcschwiget med »ünt darwidcr geredt, uf das D. Eck begert ze wissen von üwerm prcdicnntcn, ob er halt und gloube, daß der war fronlichnam Christi und sin bluot gegenwärtig sig im sacramcnt des altars, daß er ja oder nein sag, so konnde er im darnach dcstcr lütrcr antwnrtcn und begegnen im andern artikel, darns er gcantwnrt, er sig nit darumb da, daß er sagen well, ivns er glonb?c. Und wicwol die Presidenten mit im redten, es wäre notwendig, daß er sich crlüterte, ob er das halt und glonb oder nit, nüntdestminder hat er das nit wellen thuon und sagte, tröste sich des glcits, mit andren mortem llf das (sind) wir die Kotten znosamen bcrüeft worden, und als wir üwer» predicnnlen für uns beschickt und allerlei mit im geredt, deßhalb wir vermeinten zimlich und der disputatz und dem Handel gemäß, daß er billig uf D. Ecken beger antwnrten sollt ja oder nein, ob er halt die gegenwärtikeit des libs und blnots Cristi im sacramcnt; also hat er uns gcantwnrt, er sig nit darnmb hie, daß er sagen well, was er glonb, und habend deßhalb »ünt nß inz können bringen. (2) Und so wir onch von üwerm ratsbotten, im znogcben, oerstanden, daß er vermeint, man söll nit dermaß handle», sonder versech sich, man werd das gleit an im halten, so haben wir Wyler mit der fach nit können kommen, dann wir fliegend üch das im besten zuo wissen, mit ernstlicher bitt, diewyl doch sölicher üwer predieant und verkünder des wort gottes by üch soll predigen und will aber hie nit nslassen, was er ns das saernment halt, daß doch ir ansehen üwer ordnnng kürzlich angenomen und znosamen geschworen, und üivern predicantcn darzuo wyscn und halten, daß er doch Harns k»ß, was er ns das sacrament halt, und ob er dann nit glonben, daß der war fronlichnam und (dar,) blnot Cristi gegenwärtig im sacrament sig, daß er dann das widcrsechten und darnmb disputieren welle, und ir wellen hierin »»sehen, mit was großen tosten wir alle hie ligend, und hierin thnon nach unserm uertrnwen. St. A. Lucern: A. Disputation (Coucept von Huber). Abgedruckt im Archiv f. schw. N. G. I. 805. 27) 1526, 30. Mai (U.Herrgotts „oben"), Baden. Caspar von Mülinen an Sch. und Rath in Bern. „Uf gester ist der erst artikel beschlossen der sibnen, und hat man hnit früe den andren artikel angefangen, und ist »nser Herr Berchtold dargestanden und vermeint, den selbigen zno widcrsechten. Also hat es sich begeben in der 910 Mai 1526, red, daß in der Egg hat gefragt, ob er auch gcloub, daß der lib Christi gegenwirtig sig, als der erst artikcl 'Inhalt; denn er hat nüt wellen dorvon dispotieren. Also hat er im nit wellen antwurt gen, jo oder nein, Uf sömlichs hat man ufgehört, und sind die Eidgnossen zemen (zuosammen) gangen und Hand in und min Herr Tillmann beschickt und fründlichen mit inen geredt, er solle do kein nüwerung machen, denn ander wurdcnd suster auch also tuon, so er doch nit heige wellen dorwider dispotieren. Also meint er, üwer m. h, Mandat halste) nit in, daß man in oder ander solle zwingen zuo sagen, was sy im herzen glaubend; aber diewil er zuo Bern sig, well er tuon, das üwer Mandat inhalt, und hat sich nit unter wellen erlütren, Uf semlichs schribend üch die Eidgnossen, werdend ir sechen mit sinem inhalt; (doruf) mögend ir . , mich üwers willens berichten, (so) null ich (dem) statt tuon mit der hilf gottes" ... St. A. Bern - Kirchs. Angelegenheiten. 28) 1526, 30. Mai (Mittwoch vor Corporis Christi), um Mittag, Baden. Gemeiner Eidgenossenschaft Rathsboten an Bern. Klage über Berchtold Haller (fast durchaus wörtlich gleichlautend wie Nr. 26). „Daruf er uns geantwurt(et), ir unser lieb Eidgnossen sampt üwern ämptcrn habend setz nächst vergangen Pfingstmontag ein ordnung angenommen und geschworen, das well er ouch halten; aber was er in sinem herzen gloub, vermeint er nit schuldig sin, uns ze sagen, sonder allein antwurt ze geben umb das (so) er geprediget Hab w. Sölichs uns nun ganz hoch befrömbdt, divil doch das nit der mindst, sonder der gröst artikel ist, darumb dann die disputatz gehalten wirt, und wir all mit großen kosten hie ligend, dwil doch üwer prcdicant soll in üwer Statt ein verkünder des gottsworts sin und bedarf (aber) nit harus sagen, was er in sinem herzen trag und gloub von dem sacrament, und darumb .. ist unser ernstlich bitt, daß ir üwern predicanten heißen, darzno vermögen und halten, daß er doch harus laß, was er uf das sacrament halt, und ob er dann nit glauben (will), daß der war fron- lichnam und bluot Cristi gegenwärtig im sacrament sig, daß er dann das widerfechten und disputieren welle. Uns hat wol ouch üwer rathsbott (Bernhard Tillmann), so im zuogeben ist worden, darby gesagt, er sig dem predicanten also dermaß zuogeben, daß er darob und daran sin, damit er antwurt geb umb das er zuo Bern geprediget hat, und achtet ouch, dwil er wider das sacrament nünt geprediget, daß er dann umb das kein antwurt ze geben schuldig sig und nit also umzogen söll werden; dann üwere Mandaten, so ir setz zuoletzt zuo Pfingsten angenomen, gebe(n) zuo, daß niemand den andern darumb ersuochen, was ein jeder glaube, und darumb ze antwurten nit schuldig sig, mer ald minder (dann) lut üwer Mandaten und ordnungen. Darumb so begerend wir üwer früntlichen guoten antwurt by dem Kotten, damit wir wrster in der fach fürfaren mögen. Es habend sich ouch ander gelert lüt von allen Orten ouch müessen erlütern und ja oder nein sagen, ob sy wider die ersten schlnßrcd doctor Ecken wellen sin oder nit, das ouch geschechen ist; das wellend im besten verneinen." St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. 29) 1526, 31. Mai (U.H.Fronleichnams Tag). Bern an die'eidg. Boten in Baden. Antwort auf ihre Beschwerde betreffend Berchtold Haller. „So (nun) derselb unser predicant zuo meren malen sich crbotten, wann einer in bessers und christenlichers uß göttlicher warer geschrift, anders dann er geprediget, underwisen wurde, söliche underrichtung geneigts und bereits willens anzenemen, uf welches sin erbieten mir in hinab uf die disputatz ze fertigen angesechen haben, siner leer bericht ze geben und nemen, harumb unser gänzlich ernstig will und Meinung ist, daß er sich allda alles deß, so er uns in sinem predigen underwisen, darum er dann anzogen wirt, es sye des sacraments des altars old anderer stucken halb, erlütern solle und usdrucklich underrichtung uß göttlicher geschrift unsers christenlichcn gloubens geben, weß wir uns deßhalb halten söllen, ungehindert des Mandats, so wir allhie nächstverruckten pfingstfirtagen gesatzt, geordnet und geschworen haben," ?c zc. St. A. Bern- Teutsch Missiven q. 4S b. 30) 1526, 31. Mai (Corp. Christi). Bern an (Berchtold) Haller. Anzeige, wie die cidg. Boten über ihn geklagt, und Befehl, „alles das ir glaubend und vermeinend recht und mit göttlicher geschrift war ze sind, üch desselbigen (ze) erlütern," ?c. w. w. rs ». 31) 1526, 2. Juni (Samstag nach U. Herrgotts Tag), Baden. Caspar von Mülincn an Sch. und Rath in Bern. „Uf das schriben, so ir min Herren Hand üwcren Eidgnossen ton, Hand sy Herr Bcrchtolden verhört, ob er sich well erlütren des sacraments halb oder nit. Also hat er sich nit wellen erluitren, ob er geloub daß do sig wor fleisch und bluot, und will ouch nit sagen nein, dcß worlich die Eidgnossen fast uibel zuo friden sind; Mai 1526, 911 denn dic andren Ort Hand die iren dorzuo gehalten, daß st) Hand jo oder nein gefeit; doch so Hand die uf (des) Husschins Meinung sind, sich erbotten, wenn die dispotatz us sig, was sy dann ire Herren heißend, wellend sy ouch tuon; dorum . . hat man in nit witer wellen zwingen, dann sömlichs üch . . heimgesetzt; wellend ir min Herren einen semlichen brediger han, der sich sines gloubens nit darf erlütren, setzend sy uich heim, als ir witer in stein schriben werdend sechen. Der ander artikel ist gestert ouch beschlossen, und facht man Hut den dritten an . . . Uf Hut Hand wir ein(en) brief empfangen vom Amman Trogcr, daß diser tagen einer von Rom sige gen Flüelen kon, und hat ctlich' gesellen beschickt von fünf oder sechs Orten der Eidgnoschaft, und sott Jacob Marti (von Lucern) ouch darko», er ist aber nit do gesin; weiß nieman, was es ist, denn daß wir fürchtend, es diene zuo einem ufbruch, und weiß man nit, ob es uns und dem Kiing zuo guot beschickst oder »it; dorum ist angesechen, semlichs heiu zuo schribeu, daß man ein ufsechen darin habe. Des Herren halb von Erlibach, er spricht, er sig krank, und hat urloub begert, ich han ims aber nit wellen ge(be)n, er rit aber sust Hein" . .. 32) 1526, 2. Juni, Bndcn, Die eidg. Boten an Bern, „Uewcr schriben uf das unser üwers predicanten halb habent wir (alles) inhalts verstanden und sölich üwer schriben dem bemelten üwernr predicanten eröffnet und verlesen lassen und daruf an in begert, sölichem üwerm schriben und befelch zno lebeil und statt zuo thuon, dieivyl er doch geredt hat, es möge ein jeder an das sacrameut gloubeu was er wölle, er müsse wol was er gloube, dcß er wol überzöget mag werden; hat er geantwurt, er könne sich nit also lassen infüeren, dann er habe wider das sacramcnt nie geprediget; zuodem so habent ir .. als sine Herren in nit mit einer andern befelch abgefertiget, dann un, die artikel, so er by üch geprediget habe, zuo disputieren, und dicwyl dann fünf oder sechs tag vor dem, als er har gan Baden kommen, von den, sacrnment gedisputiert und in, nit wüssent, was darin gehandlet oder gedisputiert sye, wolle iin nit gebüren, dcwcdcrm teil anzuohangen, vermeine ouch, daß wir in nach nswisung unsers gegebnen gcleits nit witer trängen söllent. Zuodem so ist üwer ratsfrüude (B. Tillmann), im von üch für einen gleitsmnn verordnet und zuogeben, by im gestanden und ouch vermeint, daß er nach nswisung des gleitbriefs, im von üch ... geben, nit witer genötiget sölle werden; dann wo er das also ließe bcschechen, wüßte ers nit zuo verautwurten. Und als wir nun sölich ir beider Meinung verstanden, hetten wir uns sölicher ir antwurt keinswegs verstehen, sunder vermeint, er wäre üwerm jüngsten schriben gelebt und nachkomen, und dieimst nui, es der gröst und höchst artikel in unserm waren cristenlichen gloubcn ist, hat uns bedunkt nit zimlich zuo sin, in in den andern artiklen witer lassen zuo disputieren, und habent si beid also lassen heim und abriten, und befelchcnt üch, ... den Handel nach gestalt der fach zuo ermessen, dann es eben seltsam zuo hören ist, daß ein sölicher predicant, der so vil uuderthau(en) zuo verstehen hat, sich nit entdecken soll, was er doch glauben sye; doch was ir harin handlen, lassen wir güetlich beschechcn" ... St. A. B-m: KNchl. Angelegenheit-». 33) 1526, 2. Juni. Basel an seine Gesandten in Baden, Adelbert Meyer und Urban von Brun. „Demnach wir zuo lob gott dem allmächtigen, erfindung der warheit und um ufnung und fürdrung willen gemeinen fridens unsere predicanten in unserem schütz, schirm, kosten und gemeiner Eidgnossen fry sicherem gleit uf die disputation gen Baden geschickt, langt uns an, und wirdet by unsern bürgern und (der) gemeinde öffentlich und ernstlich geredt, daß sölichs unangcsehen dic unsern ganz schmächlich und verächtlich gehalten, kctzer, schelmen und derglichen geschulten, und besonders dem Barfuoßen sye begegnet, das unserer achtung eben schwer (war) ?c. Nun hetten wir uns gänzlich versehen, ir hellend uns deß und anders beruht und zuogeschribeu, damit wir uns uuserem Znosageu nach, den predicanten gethon, unverwisenlich halten können" . . . Folgt die ernstliche Weisung, über den bisherigen Verlauf der Disputation genügenden Bericht zu erstatten und (eventuell?) bei den Eidgenossen dahin zu wirken, daß sie Schmach- und Scheltworte keinem Theile widerfahren lassen ?c. «. A. Bas-u Abscheids -hust-». 34) 1526, 3. Juni, Baden. Hans Hug (durch Joh. Huber) an Schultheiß und Rath in Lucern. „Strengen ?c. ?c. I. Ich füeg üwer wySheit zuo wissen, daß die dispntntz streng für sich gat für lind für, und daß doctor Eck sine ufgeschlagneu sckstußrcdcn noch bishar nit zuo eud gebracht. Nämlich so sind dic zwo ersten schlußreden usgemackst und beschlossen, und uf Hill so wird die dritt schlußrcd ouch beschlossen, und daby daß D. Eck durch die h>- geschrift noch bishar sine artikel so redlich erhalten, daß sich darab zuo verwuudren und gar nach menklichem gefellig ist, und stat von gotts gnaden wol. Dann warlich, wie vil allenthalben har der luterschen pfaffe» sind, 912 Mai 1526. so gelust (doch) keinen, nnd darf keiner uf die kanzcl komen gegen D. Ecken; sy schüchend die kanzel wie der tiifel das crüz. Dann wo der D. Ecolampadius von Basel nit mär, so hett ich darfür, all pfaffen stücndcn so schandlich, als kein lüt je bestanden sind, daß ir keiner dürft uf die kanzcl koinen; aber ongezwifelt hoff ich, die fach werd zuo guotein end bracht; doch so würt etivas am beschluß der fach gelegen sin. 2. (Andentungen betreffend Forderungen an Frankreich). 3. Item zno Arow ist einer fcnklich angnomcn gsin, der hat geredt, die Eidgnossen habent sibcntusend gülden gnommcn, daß sy den nüwen glauben nnd das Evangelium undertruckcn füllen ?c. Darumb haben min Herren Kotten in berechten lassen; der hat ein widerruof gcthon, 'daß ers erlogen Hab und nünt darvon wiss w. 4. Jtein der prcdicant zuo Berne (Bertold Haller) ist hie gsin, und wiewol sin Herren von Bern geschriben, daß er antwurt geben füll umb alles das er gepredigt Hab wider den alten glauben, nünt- destminder, als D. Eck in gefragt in der dispntatz, was er halt und glaub, ob in dem sacrnment des altars der war fronlichnam und das bluat Cristi gegenwärtig sig oder nit, daruf hat er kein antwurt wellen geben. Also hat man in heimgeschickt und denen von Bern deßhalb geschriben ?c. Es ist buobemverch; sy sind all frisch, aber jetz so dise buobcn under die gclerten kamen sind, so könnden sy weder gigg noch gaggen, dann sy gstond ganz letz. Item ich schick ü. ro. hie ein abschrift der artikel, so die gramen Pnnd(n)er angenomen Hand, daby ir wol ermessen mögen, was uß disen dingen werden wellt, wo man nit wurde wcren. Item uf Hinacht ist der artikel berüerend die fürbittung der jnngfrow Maria und aller Heilgen auch beschlossen, (und) uf inorn so facht man an die bildstürmer zuo rüeren. Ich bin ganz guoter Hoffnung, es füll dise disputatz zuo allem guoten erschießen" . . . St. A. Lucern: N. Disputation. Abgedruckt i>n Archiv f. schw. R. G. I. 867. 35) 1526, 4. Juni? („uf Mentag"), Mittags. Peter Hebolt an Schultheiß und Rath in Solothurn. Heute Nachmittag nehme (die Disputation über den) Artikel von der Mutter Gottes und den l. Heiligen nach dreitägiger Dauer (ein Ende?); Oekolampad habe zugegeben, daß die Heiligen und die Mutter Gottes im Himmel für uns bitten; daher meine vr. Eck, es sei billig, daß wir sie deßhalb anrufen, zc. Der von Basel scheine aber in dem Artikel vom Sacrament der Messe wenig gewonnen zu haben, und so hoffe der Bote, daß man in Solothurn bei dem alten Glauben bleibe. „Ouch wissent daß ich größer ketzcreyen nie hau ghört, denn die schantlichen pfaffen, so sy Hand gcrcdt von disen dryen artiklen; min Herren, ich hett üch vil zuo schryben; ich hoff, es heig in zwei tage» (ein) end . . Geben uf Sunntag . . Uf Hütt Mentag hat man angefangen von den bilden, ist unser alter Helfer von Schafshusen hiuufgestanden und hat ein schlecht! red getan, da im „tochter" (Egg) het . . geredt, er vcrwerf die geschrift nnd leg sy fälschlich us; min Herren, es sind gassbuoben, die vil Übels schaffen" .. . K. A. Solothurn: Abschiede Bd. 14. 36) 1526, 8. Juni, Baden. Die Boten der zwölf Orte an Pfalzgraf Wilhelm, Herzog in Ober- und Niedcr- Bayern. „Durchlüchtigcr hochgeborner fürst, gnedigcr Herr. Uewer fürstlich gnaden sind unser ganz willig besunder geslissen dienst, angespart alles unsers vermügen(s) allzit bereit zuovor. Gnediger fürst und Herr, ü. f. g. ganz gncdig und früntlich geschriben uns tan mit bewilgung und zuo seuduug des erwirdigen hoch gelerten Herren Docter Johannes Egg w. habend wir mit sundcren fröuden gehört und enpfangen, mocht uns ouch diser zit mit liebers noch angnemers von ü. f. g. begegnet noch mit gnaden erzeigt sin, darum wir üwer fürstlich gnaden von wegen unserer Herren und oberen, ouch uns sclbs zum aller höchsten und ernstlichen dank sagen, mit undertäniger williger erbietnng, um ü. f. g. zuo aller zit zuo oerdienen. Dann warlich, ü. f. g. sy(e) »„verhalten, dz sich der fürtreffenlich hochgelert wirdig her dokter Egg sine siben cristenlichen beschlußrede», die houptartikel, so die lutersche» oder zwinglisch verfllerisch ketzers sect widerstand anzuofechten und umzestoßen, zuo erhaltung vermaß mit heiliger göttlicher geschrift bewärt und so tapferlich und mit sölicher geschicklikeit dartan, dz ungezwyflet sölichs zuo guotein end und ustrag zuo siner zit dienen, onch dz jetz by einem jeden verständigen mit guoter gwüsse wol ermessen wirt, dz die warheit und Überwindung uf her docter Eggen party und by altem warem cristenlichem glouben stat; dann also hat sich Doctor Egg gehalten, darab wir groß gefallen enpfangen und darum im ouch großen dank sagend. Diervil aber ü. f. g. gedenken inöcht, worum Herr doctor Egg so lang us wär, fliegen wir ü. s. g> uuderthenig ze wüsten, dz Herr docter Egg erst uf hüt dato diß mit sine» beschlußrede» gegen sine» widerwertigen gerecht worden nnd beschlossen hat; dann er vil anfechter und Widerstands gehept, aber erlich und wol bestanden. Mai 1526, 913 Darum ü, f, g, mir undertäniklich bitten, an sinem langen usbliben nüt verdrieß haben und zum besten nnnemen wellen, als wir uns auch nüt anders versechend, denn wo ü. f, g. zuo ufenthaltung und bcschirmung unsers waren alten glauben könnd und möcht hilf und bystand (leisten?), wäre die des geneigt, und als einem cristeu- lichen fürsten (zuostat?) deß willig; darum der almechtig ü. f. g. in langwiriger glücklicher rcgicrung, bitten wir von herzen, in eercn behalten und bewaren well, Datum und mit des fromen und wisen unsers besondern lieben getrüwen Uolrichen Türler, des rats zuo Uri, jetz landvogt zuo Baden, insigel in unser aller namen beschlossen uf den achten tag des Brachmonats im rrvj jare." ' „Der zwölf Orten sampt der Zuogwandtcn ratsbotschaften jetz zuo Baden in dem Ergöw versampt." St. A. Zürich: Acten I. Cappelerkrieg. — Zwingli-Schriften. — St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. — K. A. Basel: Abschiede. K. A. Solothurn: Abschiede Bd. 14. 37) 1526, (o. 9. Juni), Bade». Concept des Dankschreibens „an f. D. von Oesterreich" (von vr. Joh. Fabers Hand?). „Gnedigister Herr, als wir uß christenlichem gemiet und fürncmem vcrschiner tagen üwer f. D. geschribc» und begert habent, daß die selbig welle Herrn Doctor Johann Fabri uf die disputation oder gesprech, so nrir (sio) gen Baden uf den rvj tag Mai) nechst verschinen fürgenommen und angesetzt, schicken und erlauben, daruf üwer f. D. uns am gnedig antwurt geben und zuogeschriben, auch gemeltem Doctor Johann Fabri erlaubt, daruf ist der selbig by und mit uns ze Baden erschinen, mit im am tresfenliche anzal biecher der hailgen geschrift in allerlai sprachen, ouch gelerte in hebräischer, griechischer und latinischer zungen gebracht, ouch by uns die zyt der disputation gewesen, ouch belibeu und sich in allweg dermaßen erzaigt, daß mir ab synem crschyncn ain sonders wolgefallen getragen und habent, sagent ouch deßhalb üwer f. D. sonderen dank, und als er zu bewysung siner articul, so er zu latin und tütsch wider den Zuingli hat lassen usgon, ain buoch gemacht, deren abgcschrift er uns zuogestellt und überantwurt, und (so) uns nit zwyflet, wo dasselbig usgon und gedruckt, wurde (das) nit zuo wenigem guotem erschießen, sonders vil nutz bringen, demnach ist an üwer f. D. unser beger, die welle uß gnaden als ain christcnlicher fürst und liebhaber christcnlicher religio» daran und darob syn, darmit und solichs üwer f. D. Rat Doctor Fabri(s) buoch fürdcrlich usgange und gedruckt werde, wie uns dann nit zwyflet, sonders wol wissent, daß üwer f. D. selbs den alten Hailigen waren christenlichen glauben ze fürdren und zuo handhaben genaigt sy(e) ?c." — »Dises ist die substanz, doch die Herren mögent es mindren oder meeren." St. A. Lu--m: A. Disputation. Abgedruckt im Archiv f. schw. R. G. I. 868. 38) Eine Schrift von Faber liegt in sauberer Abschrift bei: „Ein früntlich geschrift Doctor Johann j Fabri an Ulrich Zwingly > Meister zuo Zürich, darin» s angezeigt wirdet, wie s Zwingly unbillicher j wys und an(e) s gnuogsani j ursach s uf angesetzte Disputation nitZ kumen will." ^ Ps. 118. Esa. 4. j Verbum d(omi)ni manet et stabit in etcrnum". s (Dialog). 39) Das in der Missive erwähnte Buch von Faber bildet in der übergebenen Abschrift einen starken Folianten, der sich gegenwärtig in der Zürcher Stadtbibiiothek bei den Acten der Disputation befindet (Nso. Id. 5. Vgl. Nr. 362, Anmerkung). Dieselbe wurde in sichtlicher Eile von verschiedenen Schreibern gefertigt, vermuthlich während Fabers Aufenthalt in Baden, und zeigt viele Zusätze und Nerbesseruugen von seiner Hand. Der Titel ist vollständig ausZearbeitet wie für den Druck und lautet in den ersten Worten: „Christcnliche bewysung über sechs Artikel." 46) 1526, 9. Juni. Bern au Caspar von Mülinen, d. Z. in Baden. 1. Man habe ihm gestern geschrieben, er solle da verharren; es liegen jetzt aber Geschäfte vor, die seine Rückkehr erheischen, besonders (auch), um zu berichten, was für einen Ausgang die Disputation genommen; daher begehre man, daß er, sofern die Eidgenossen ihre Boten zurückrufen und andere zu der Jahrrcchnung schicke», auch wegreite und zu guter Zeit Bericht gebe? damit man einen andern Boten abfertigen könne. 2. Da die an der Landsgemeinde zu Glarus gethane Aeußerung betreffend die 36,666 Gl., die in die Eidgenossenschaft gekommen sein sollen, große Unruhe erwecken möchte, so begehre man, daß darüber gründlich nachgefragt werde, damit man solche unnütze aufrührische Reden abzustellen wisse. St. A. Bern: T-utsch Missimn IZ. ül b. 41) 1526, 9. Juni (Samstag vor St. Onuphrius). „Von Stett und Landen gemeiner unser Eidgnoschaft Ratsbotten, uf der Disputation zuo Baden in Ergöiv versamlet," an Zürich. „Unser fründtlich w. ?c. Demnach 115 914 Mai 152«, üwer predicant Uolrich Zwingli zuo vil malen vorhar und besunder kurz vergangner tagen in eim gedruckten büechli, so er wider Herren doctor Johanns Faber usgan lassen, deß titel also lutet: Ueber den ungesandten sand- brief :c., in wclichem büechli der Zwingli mit offner lugne an eim ort uns die zwölf Ort schmutzt und falschlich usqiesset, als ob wir mit gelt sölich disputation zuo Baden ze halten, erkouft, gestochen und gesalbet syen, mit mer warten w., deßglich sunst an andern orten in dem büechli, ouch sunst (in) andern bücchlin, ouch thuot, als einer der^) in dem gmeinen man zuo verunglimpfen und anhang und rugken mit unwarhaftem fürgebcw im selbs ze machen, und soferr üwere biderben lüt nllenthalb im üwern ämptern alle Handlung und warheit als wol wüßten als unser Herren und obern und ire underthonen und verwandten der merteil, und wir deß wol bericht sind, wamit der Zwingli umbgat, so läge uns'bester minder an stnem lügen, wurde im ouch lützel glauben geben; aber es ist, als wir achten, zuo besorgen, in üwern ämptern unser unglimpf und des Zwinglis lugenhaftig fürgeben fürtroffen, und wiewol der Zwingli ein schriftlich verantwurtung und beschönung sins büechlins und siner luginen uns zuogeschickt, haben wir doch an dem kein benüegcn noch gefallen, werden ouch das an unser Herren und obern langen lassen. Zuo dem langt uns an von etlichen orten, wie daß der Zwingli geredt und usgossen Hab, wie der Fürst Ferdinandus und ander gelt usgeben von wegen des gloubens ?c., und ob mans begere, wolle er die lüt anzeigen, denen sölich gelt worden sig. Sodann kumpt uns landmärswis für, daß der Zwingli kurzer tagen vergangen geprediget und geredt Hab, ja der Eidgnossen botten sitzend jetz zuo Baden im Rößlin und machend pfisli, aber nit hölzine, sunder silberine und guldine, und sölich und derglich schandliche schmützwort (deren er vil voller, gelerter und geneigter ist dann der göttlichen heiligen geschrift nach der warheit), die mücsscnd wir täglichs von im hören und erwarten sin. Wir sagend aber mit offner warheit, daß der Zwingli unser Personen (soferr er uns meint) schandlich anlügt und ongezwyfelt andern tüten ouch unrecht thuot; dann unser Herren und obern sind bishar in iren gmeinen secklen wol innen worden, wer die disputatz gefördert hat, und mit höchster warheit niemand änderst dann begird und liebe, zuo rechtem warem verstand des gottsworts, frid und einigkeit des gloubens ze kommen. Aber Zwingli, der muoß sin schandtlich abwichig usbliben, daß er nit uf so überflüssig gleit het dörfen gan Baden zuo gelerten tüten komm, also mit lügen und erdichten farwen bedecken und verantwurten und den gmeinen man von Unwillen abwenden. Diewyl dann sölich des Zwinglis vilfaltig gctruckte büechle, predigen, leren, reden, schriben und usgießen mit sölichen unwarhaften erlognen schmützreden gemischt und so überflüssig sind, daß wir sölichs nit mer erliden könnden noch wölkend, dann wir uns ouch langest zuo üch unfern Eidgnossen, als ir üch allweg berüemend, ir wollend guot Eidgnossen sin, versechen, ir hettend den Zwingli mit sinen lugen und usgießen, uns Eidgnossen zuo schmach und Nachteil, abgestellt und üwerm erbieten und guoten worten statt gethan. Aber wie dem allem, so ist nochmals unser das höchst und aller ernstlichest bitt, beger und ansuochen, und wöllent üch deß hiemit ermant haben, daß ir den Zwingli darzuo halten und mit im verschaffen, daß er uns Eidgnossen ungeschmützt, ungeschendt und unverlogcn, ouch kein büecher noch gschriften wider uns usgan lassen, dann sölichs wider unser geschworen pünd ist, und daß er in sölichen fachen rüewig spe, ouch uns (und) die unfern unverwirt und unangefochten laß bliben. Dester lieber wölken wir üch thuon als unfern lieben Eidgnossen; dann warlich wir sölichs von dem Zwingli nit erliden werden, und besunder daß ir den Zwingli darzuo halten, ob er etwarn wüsse, der uns Eidgnossen gelt geben Hab in gmein atd sundrigen Personen, daß er die selben, so es usgeben, ouch die so es genomen habend, anzöugen und daß (ir) uns söliche in gschrift zuoschicken, so werden - unser Herren und obern witer darin handlen das, so sich gcpürt. Und bewisen üch hierin als unser trüm lieb Eidgnossen und als ir uß pflichten nach tut unser pünden schuldig sind; das werden unser Herren und obern, ouch wir geueigt und willig sin ze bcschnldcn und zuo verdienen. Dann warlich, wo ir den Zwingli nit abstellen und darzuo vermögen, wie obstat, und daß wir witer von im geschmützt und geunrüewiget, so wurden wir von nöten darzuo geursachet und gezwungen, die üwern in jiatt und land und allen üwern ämptern aller Handlung und osfenlichcr warheit, was wir Eidgnossen ein zit har mit üch gehandlet, von üch und dem Zwingli erlitte», wie es alles ergangen ist, und was glimpfs und fnogs wir allweg gefaret haben, ze berichten, damit die üwern nit allein des Zwinglis büechli und erlogne schmützwort, sunder unser verantwurten, glimpf und die warheit ouch wurden verneinen; was dann Harnach folgen, mögen ir wol ermessen. Das wölken also im besten von uns ") In der vorliegenden Abschrift ausgelassen: „mit lügen und unwarheit uns Eidgnossen understat" Mai 152K, 915 verneinen, und begerend hieruf üwer verschriben antwurt uf jetz komenden tag der jarrechnung zuo Baden." Datum ?c. Siegel des Landvogtes (Ulrich Türler). St. A. Zürich: A. Religion?-und Kirchensachen. Nach dem Concept von Huber (St. A. Lucern: A.Disputation) mit dem hypothetischen Datum 2. Mai gedruckt im A. f. Schiv. Ref. Gesch. I. 301—805. — Datumlos im K. A. Solothurn: Abschiede Bd. 14. 42) 1526, 14. Juni, Zürich. Ulrich Zwingst an die zu Baden versammelt gewesenen eidg. Boten. „Gnad und frid von gott bevor. Strengen festen fürsichtigen ersamen rvyscn ?c., gnädige lieben Herren. Ich will üwer ersamen"' wysheit zum kürzesten antwurt geben über die gschrift, die ir minen Herren zuogschickt, mich gar unfründlich anklagend; bitt üwer wysheit, die welle min einfaltige antwurt nit verargen. „Da ir mich erstlich minen Herren fürgebend, als ob ich üch, die zwölf Ort, schmütze, sam die disputation mit gelt erkouft sye, beschicht mir unrecht; ich gedenk der zwölf Orten nienen in dem fal; daß ich aber Fabern in siner pratik hierin verdacht mach, tuon ich nit frevenlich, als ich Hab anzeigt, und mag Faber das nit erlyden, suoche (er) mich, da man im und Eggen guot sicher gleit ggeben hat. „Daß ich üch verunglimpfen und (mir) einen anhang machen well, ist gheins wegs mynes fürnemens; dann ich einer Eidgnoschaft glimpf und fuog alleweg gefürdret Hab, das ich mit allen minen gschriften bezügen will. Daß ich aber Fabcrs unglimpf dartuon, kau mir nieman verargen, er ivelle sich denn klagen, da nun nüts beschechen ist. Wer mich des anhangs oder ruggen machens verzycht, tuot mir gwalt und unrecht. Dann alles, das ich je geredt und geschriben Hab, reicht nit uf eins einigen menschen anhang, und wo anders uf mich erfunden wirt, will ich deß billich entgelten. Aber den anhang des Wendigen worts gottes, den will ich, ob gott will, für und für nit underlassen ze mcren, vcrhoff nit, daß mir jcman darwider sye. „Ü. wysheit macht mich ouch verdacht, ir wüssind wol, womit ich Umgang, und wo das mine Herren sampt ir landschaft wüßtind, läge deß minder dran. Antwurt: Wo ich mit unredlichen unerberen dingen umgon, zeigend das an minen Herren; wirt nach minem verantwurten min Unschuld nit erfunden, sind sy stark gnuog, mich ze strafen, und darf man der biderben lüten uf dem land nüts darzuo. Ich will aber den man gern sehen, der mich einicherley unerberghcit bcwysen werd. Deßhalb es der argwönigen Worten nit not hat. „Daß ir miner antwurt ghein benüegen noch gefallen habend, gloub ich wol, ist mir ouch seer leid. Dann mine verantwurtungen sind so rechtmüßig, daß ein jeder merken mag, daß ich üwer disputation billich nit gesuocht Hab, und will das gewysen, so bald die zwo gschriften, die im truck noch nit sind usgangen, gctruckt werdend sampt diser miner antwurt, mit menklichem, der min billich sürschlahcn und duldig tragen erlich ermessen wirt. „Ir zeigend an, wie ir mine verantwurten wellind an üwere Herren und obren lassen langen. Tuonds um gotts willen, ich Hab üch vormal ouch drum gebetten; man vergißt aber der dingen oft. Ich will ouch ü. wysheit wol können ort anzeigen, da das gleit, (so man) mir zuogeschickt, verlesen ist, mit vil Worten mir ungnad ze schöpfen, und aber min verantwurtung nit. Hierum bitt ich abermal ernstlich, daß ir min entschuldung mit trüwen fürbringend. „Daß Fabers pari mit Geld geworben Hab, ist mir ghein zwyfel, bston ouch deß, wie ich geschriben Hab; wer aber redt, ich welle die lüt anzeigen, denen es worden syge, der tuot mir gwalt und unrecht. „Glycher wys, wie ich geprediget Hab, ir sitzend in roren und machend pfyfle sc., ist über mich erdacht. (Vgl. S. 914, Z. 16). »Ir heißend mich liegen, wenn ichs uf üch rede, daß ir gelt genomcn habend. Was bedarf es deß? Wenn ich uf üwer namen oder Person (reden?), und das nit ist, denn so heißend mich liegen. Daß ich aber löigne (sie), daß Fabcrs pari, ja vor jar und tag, nit mit gelt geworben Hab, das tuon ich nit. Gegen wem er geworben Hab, laß ich ston und empfilchs dem rechten Achter gott, der wirts wol an tag bringen, wenn es im gefallt. Man laßt nit vil lüten zuosehen in dem fal. „Daß ich Völler sye schantlicher schmützwortc» weder der Helgen gschrift nach der warhcit, muoß ich üch reden lassen. Ir die fünf Ort habend mich doch vor allen gsprächcn oder disputationen für einen kätzer usgeschriben, das sich nit erfinden mag, und ston ich üch nit zuo ze rechtferggcn. „Wo rechte wäre liebe ist, gottes wort warlich ze erlernen, muoß man es nil mit cortisanen fürnemen (oder) hohen schnolcn und ganzem bapstum und so unredlichen lüten, die einer loblichen Eidgnoschaft so schantlich 16 Mai 1526, zuogeredt habend als Egg, der uns Eidgnossen all, mit erloubnus (ze schriben?) küeghycrt hat, deß ich mich embüt warhaft kundschaft anzezeigen, auch Faber so ml unredlicher stucken getan, daß wir uns nit bessers könnend zuo inen versechen, denn daß sy uns (gern) zuo zwytracht brächtind, wo sy köndind, und wo sy glych die warheit wüßtind, uns dero verbuntind (sio, für mißgönnten). „Daß ich so oft von üch lügenhaft, falsch und unwar gescholten wird, muoß ich aber gott befelchen. Ich hau aber wol darfür, wo dise üwer botten (schrift?) abgeschrift vor den zwölf Orten verlesen wurde daheimen, es wurde der minder teil daran gefallen haben. Verzyhend mir, lieben Herren, ich weiß ouch zum teil, wie es etwa» uf tagen zuogat. Aber Cristus, der die warheit ist, inuoßt doch der unwarheit gescholten werden. Ich red aber also darzuo: Welcher Eidgnoß mich weißt einer luge ze bezögen, der tuot übel, daß er sölchs nit volstreckt, oder gheinerley unredlicher tat. Ich Hab wol lange zrst vil erlidten, das uf mich gelogen ist. Aber gheim lugner bin ich nie hold worden, haß ouch die schädlichen lugncr allermeist, die ein fromme Eidgnoschnft mit irem bekriegen umb eigens nutzes willen in große gefar stellend. Wenn ich ein lugner war, so wärind die lugner mit mir eins; so ich aber wider sy bin, so Hassends mich. Uf solche maß entschuldigt sich ouch Christus an etlichen orten. „Demnach sprechend im Aber Zwingli muoß sin schantlich abwychig usblyben, daß er nit us so überflüssig gleit hat dürfen gen Baden zuo den gelcrten komen, also mit lugen und erdichten farwcn bedecken. Das ist ein schantlich man, der uf ein biderman redt, das er nit uf in bringen mag. Nun will ich den man gern sehen, der ützid schantlichs uf mich bringe. Die sind aber schantlich abgewichen, die vor jar und tag by mir ze Zürich gewesen sind und nnt mir nit habend gedören von der warheit der gschrift reden, ouch uf gheinen gemeinen platz mit mir habend gedören kumen: die mich ze Zürich für(g)faren sind und nach überflüssigem gleit miner Herren, ouch embott des kostens nit habend gdören gen Zürich komm: ze Costenz mit den prädicanten ouch nit gdören von der warheit der gschrift reden: die wol gewüßt habend, daß mir der platz nit gemein was und (ich) nit dar kumen ward (werd?), und nüts des minder habend die anschleg gholfen machen (deß sich Faber offenlich usgibt) von der disputation gen Baden, da sy wußtend, daß ich nit hin kam (kam?); die sind gflohen. Ich Hab liecht herlich stett sürgeschlagen, aber sy habend nit gedören dahin kumen. Uewer überflüssig gleit Hab ich überflüssig verantwurt vormal; welche min verantwurt ein jeder verständiger erkenne» wirk rechtmäßig sin. Ich ließ mich noch nrorn nit in dero händ vergleiten, die mit so offnen vorgrichten und Vorurteilen und minem verurteilen one alles recht und wider der pündten vermögen sich partyig hettind erzöigt. Die gelerten, die da rin sygind, laß ich sin, wie sy sind, ob gott will ouch ufs Bapsts syten nit alle als Egg und Faber; wie gelert die andren sygind, die bym evangelio gstanden sind, weiß ich ouch zum teil. Aber daß ich nit habe gdören zuo inen kumen, ist nit; dann wenn mir der platz gemein ist, so beschickend der doctren nit rrv, sunder fünfhundert, doch mit andrer zucht, weder da geredt oder gehandlet ist von etlichen, und flüch ich sy, denn so scheltend mich flüchtig; aber sy sind flüchtig, wie ob stat. „Da ir meinend, mine Herren söltind mich abgestellt haben w., sag ich, daß sy im ze fromm sind, dann sy wol müssend/ daß ir mich zum ersten angefochten und das so oft, daß ich iro halb Hab müessen schryben, gottes wort, iro und minen glimps ze retten. Bezügend ouch uf mich, daß ich (nie?) ützid habe zuo einer Eidgnoschaft schmach oder schand geschriben. Habend aber etwa botten uf tagen unfründlich gegen mir gehandlet, daß ich das selb Hab müessen ans liecht bringen, ist ghein schand einer loblichen Eidgnoschaft, sunder ein verantwurten. Ich hör ouch von einer Eidgnoschaft nit sölche unfründliche mort noch gschriften, als ab den tagen kumpt. „Es söltind ouch mine Herren iren warten statt getan haben. Ich hoff, sy habind das in allen dingen überflüssig getan; aber sy füllend ouch daby mir schirm geben. Warum suochend ir mich nit nach der pündten sag und berechtend mich? söltind sy mir ützid zuomuoten, das mir nachteilig war, müeßtind sy ir rat, gericht und recht an mir brechen; das wellend die frommen lüt nit tuon, sunder vergunnend mir antwurt ze geben, wenn ich deß notdürftig bin, gegen menklichem, werdend ouch Herwiderum menklichem gnot recht halten, der etwas wider mich hat. „Aber mich dunkt, ir bewarind üwer trüw übel gegen minen Herren und mir, (verzihend mir, gnädigen Herren); dann man laßt sy an etlicher Orten canzlen kätzeren, ich geschwig min jctz, und ire biderben lüt, wo sy under üch wandlend, oft nnerbcrlich schelten, und ist ghein straf noch meren da. Ir lassend das ouch tuon, Mai 1526. 917 die inen mii üch gemcinlich undcrtänig sin söltend, das nit allein wider (die) trüw, die wir Eidgnossen einander schuldig sind, ist, snndcr auch wider gottes gsatzt, der also gcbüt, du soll den obren dines volks nit bschelten. Jr habend den Murner mine Herren und mich offenlich an der kanzel so unerberlich lassen schelten, daß alle frommen, die villicht mir »it sunders günstig sind, ein verdrnß daran gehebt habend. Den so unerbaren münch, der ab ghcim ort mit eren nie abzogen ist, ouch etwan mit abtrag, als ze Crakau. Jr habend die so schantlichen gschriften, daß ich inen nit antwurt geben will, ze Luccrn lassen trucken, da harwidernm mine Herren nit einen bnochstaben ließind usgon in ir statt, der zno uneer, verlümdung und schmach einer loblichen Eidgnoschaft reichte. Sind nit yndenk unser Eidgnossen von Lucern, wie sy in so große straf den trucker ze Basel beachtend, der das büechlin truckt hat, darin sy sich meintend angerüert sin. Und weißt denocht der friiven inünch der Murner nit, wo von er seit, da er glych mine Herren diebet, mags ouch mit sinen rechten, in denen er sich ein doctor schrybt, nit fürbringen; denn alle landschätz fallend allwcg in allen fälen an die puren lutreu obergheit; es sind ouch alle landschätz in irem gwalt, nit weniger denn die so under eim küng oder keiser sind; dann gott sye dank miner Herren der Eidgnossen von dcn Mn Orten fryheit und purer gwalt verglycht sich, ouch in eim jeden Ort, dem puren lutren gwalt der höchsten surften und Herren. Das verstat Mnrner noch nit, ein großer fygeud einer Eidgnoschaft. Wiewol mine Herren der verantwurt nit dürfend; dann sy die ding und Hab, so vormal von den verwandten geistlichen mißbrucht sind, zuo rechtem bruch der armen, oder wo der gmein nutz mangelhaft mär, verwendend, habend ouch deß großen kosten in vil tusend guldin erlitten. Jr habend in ouch offenlich ze Baden lassen uf mich liegen, wie ein Barfuoßcr münch mit mir ein mustranz und sacramcnt darin geteilt, habe ich den silbrin mustranz genomcn, und der münch das sacrament, das werde ze Lucern im fronaltar behalten; ist ein erdachter lug, Hab weder wort noch gcdanken von solcher fabel nie ghebt noch ghört. Jr habend des Fabers schandlich gschrift, die mine Herren so übel schiltet, uf den tagen hin und wider verfergget. Ja der dingen könd ich üch vil (er)zellen, in denen ir üwer trüw mins bedunkens nit so wol bewart habend, als mine Herren gegen üch. „Demnach ist üwer vermanen, daß mine Herren mich darzuo halten, daß ich üch Eidgnossen ungeschmützt, ungeschcndt, ouch unverlogen lasse. Antwurt: Wenn ein andrer uns Eidgnossen geschmützt und geschendt oder verlogen hatt, bin ich dem von kindswesen »f widerstanden, ouch etwan mich darum in gefar ggeben; denn wer ein Eidgnoschaft schendt, der hat mich ouch geschendt. Wenn aber hie nebend eim ouch von Eidgnossen (ützid) bschicht, das (dem) gottes wort und im nachteilig ist, und sich da entschritt, ist es nit ein schand einer Eidgnoschaft. Es hat oft einer einen rechtshandel mit sinen Herren und schendt fr) darum nit, so er (das) erjagt, darzuo er recht hat. Also rechnend mich für gheinen schmäher oder schender einer loblichen Eidgnoschaft, innres vattcrlands, dann ich der man nit bin. „Jr vermanend ouch, daß ich gheine büecher noch gschriften wider üch lasse usgon; dann das wider die pündt sye. Antwurt: Ich Hab üch, lieben Herren, in der dritten gschrift vor diser häll anzeigt, daß ir mich mit üwrem anrüeren, und daß ir denen ggloubt habend, die luginen von mir usgebend, und demnach wider mich gehandlet, gezwungen habend, mich ze verantivurten. Sölte das wider die pündt sin, so hettind wir arme pündt, wenn etliche gwält uf einen reden, drucken (und?) anschlagen dörftind, was sy wöltind, und so sich der selb cntschuldigotc, sölte das wider die pündt sin, so hettind wir pündt, die crger wärind, weder die poeten das recht in der hellen dichtend; denn da gebend sy statt der verantwurtung. Aber nit also, unser fromen vordren habend ein Eidgnoschaft darum zemen bracht und mit glychsamen pündten, grechtigheiten und rechte» bewart, daß gheiner, joch der aller kleinst, mit einigem gwalt getrengt wurd, und darum zemen geschworen, ein jeden in dem ort (da) er sitzt ze bercchten. Da laß ich aber üwer wysheit erwegen, wie die pündt an mir gehalten sygind, da mich die fünf Ort für einen kätzer usgeschriben und nie widcrwisen noch (mit recht?) besnocht habend; da sy mich empfolhcn habend anzcnemen, aber onc recht, und Hab ich (doch) nicnen wider die pündt geton, sol sich ouch mit gheiner warheit erfinden. Daß ich aber nit welle mit schryben die warheit, mincr Herren, aller christen und minen lümden beschirmen, deß begib ich mich gheins wegs, und Hab deß nit allein glimpf und götlichs, snndcr ouch natürlich recht. Jr habend ctlich doctcren von unseren erbfygenden beschickt und die so üppenklich über die einfältige» Prediger der warheit lassen schmähen, schelten, spitze», daß es warlich uns Eidgnossen, ouch dem gleit, vil gnuog ist, und sind demnach rätig worteu, ists als mau seit, der disputation red und widerred uf frömde 918 Mai 1526. schuolm, die des bapstums sul sind, ze schicken und die lassen ussprechen, welchs gemeiner Eidgnoschaft ein große mindrnng und Verachtung gebirt. Ja hie bin ich das unser aller vatterland schuldig, daß ich wider alle bapsts sul die warheit schirme, daß wir nit under das bapstum und siner schuolm, ouch der bäpstischcn doctren gwalt und eigenschaft getrengt werdind, welchs unseren nachkomcn nachteiliger sin wurd, weder so mau uns die zytlichen fryheit (ze) nemen understüend, und wird mich also wider alle leer, die sich wider gott ufricht, mit gott ufrichten und strüßen, die wil ich leb, ouch min eer, sofer die verletzt zuo schmach gottes reicht, retten, und wo ich das nit tat, war ich ein verlogen eerlos man. Will aber iiwer wysheit, daß ich unser Eidgnossen namen niencn gedenk, mag mir die selb die Ort anzeigen, will ich, sofer sy miner Herren und mines namens zuo gheinem Nachteil nienen gedenken wellend, sy in allen minen gschriften usnenien, wo ich von einer loblichen Eidgnoschaft schryb. Wo mich aber jeman für und für vermeinte ze verlümden und Ungnaden, will ich (das) unverantwurt nit hin(gan) lassen, und ob ich glych nit ze Zürich war. „Demnach schrybt üwer wysheit minen Herren also: Und besunder daß ir den Zwingli darzuo haltind, ob er ctwarn müsse, der uns Eidgnossen gelt geben Hab in gmein ald sundrigcn Personen, daß er die selben, so es usgeben, ouch die es genomcn habend, anzöige ze. Antwurt: Dise wort, lieben Herren, sind der maß und gstalt gesetzt, daß ich nit wol merken mag, wohin sy reichend. Meinend aber ir, ich sölle die anzeigen, die von Fabern gelt empfangen habind, gib ich die vordrigen antwurt, daß ich in Fabers Handel nüt anders anzeig, weder daß sin pari mit gelt wirbt, und wenn er das nit erlyden mag, suoche (er) mich mit recht; dann ich gston im alles, das ich zuo und von im schryb. Meinend ir aber, wo ich in der gemeind von allerlei Pensionen, gelt, mieten und schcnkinen ützid müsse, sölle ich das selb anzeigen, so sag ich, daß ich in dem und andrem allein das und so vil sag, als zuo abstall böser gefaren einer frommen Eidgnoschaft dient und zuo gemeinem friden. Wo das nit vorhanden ist, darf man mich nit fragen; dann ich, ob gott will, allein zuo behaltnus einer Eidgnoschaft und nit zuo Verwirrung reichen will, diewil ich leb. „Als ir aber meinend, soferr mine Herren mich nit abstellind, wurdind ir geursachet, ze Zürich in statt und land (zuo) erlütrcn, was ir von inen und mir erlitten habind, sag ich also: wo es sich den pündten verglychen, möcht ich lyden, daß ir, (ouch) mine Herren und ich nit allein vor miner Herren gemeinden, sunder vor allem volk einer ganzen Eidgnoschaft fry erzellen söltind, wie sich alle Handel erlassen habend. So aber das nit fuog hat, so haltend ir (die) pündt und üch üwer gemeinden und lassend miner Herren gemeinden rüewig; dann ob ir glych für sy kamind, ist nit zwyfel, sy wurdind üch nach maß irer einfaltigen fromgheit zuo allen eren und billigheit als ernstlich fromm antwurt geben, als mine Herren selbs. „Hierum, gnädigen lieben Herren, (bitt ich?), ir wellind um gotts willen in üch selbs gon und nüts uß anfechtungen handlen; denn ist der dichter discr (üwer) gschrift nit schuldig, so ist sy (doch?) so bitter und eid- gnössischer wys so unglychförmig, daß man sy one anfcchtung geschriben sin nit entschuldigen mag. Und so ir also alle nnsechtung hiudan gesetzt, werdend ir offcnlich sehen, daß ich nüts ze schmach, Nachteil, zwytracht oder Verwirrung einer Eidgnoschaft, sunder alle ding zuo friden, einigheit, langwärung und wolfart dero handlen. Dann ob glych Faber vil orten hinder mir anzeigt, in denen ich irr, so wirt er doch by gott nit dürer (?), kau ich reden, nit ein stuck erhalten, lasse nun um gotts willen sine gschriften usgon. Hie mit sind gott befolhen und versechend üch zuo mir als zuo eim aller gehorsamsten und fridlichosten in allem, das zuo gottes eer und (zuo) süen einer Eidgnoschaft dient. Geben w. riiij tag Brachots." So lautet das Originalcoueept (St. A. Zürich: Zwingli-Schriftcu). An die zwölf Orte wurden Abschriften gesendet mit Zwingli's Unterschrift und der nachträglichen Bemerkung von seiner Hand: „Dise gschrift ist erstlich an die bottcn ze Baden gestellt und demnach mit rat (Absicht) in alle Ort geheißen schicken; lasse sich nieman an der form irren." Ein Exemplar im K. A. Schaphausen: Abschiede. — Ein anderes soll sich im K. A. Freiburg befinden. (Weitere lassen sich vielleicht noch in Bibliotheken aufspüren). Gedruckt nebst einer Reihe anderer hiehcr gehöriger Schriften in Zwingli's Werken, Ausg. Schuler und Schutthcß, II. 2, p. 502 -507. Mai 1526 919 43) 1526, 16. Juni. Zürich an Bern, Basel, Schaffhanscn (und andere Orie). Antwort auf das jüngste Schreiben der zwölf Orte aus Bade». 1. Man habe mit dem größten Befremden und Bedauern die scharfen und hitzigen Worte vernommen, die sie darin an Zürich und Zwingli gerichtet, indem man wohl gemeint hätte, die vielfachen freundlichen Schriften und Vorträge, in denen man bisher sich verantwortet habe, sollten genügsamer befunden werden, als es geschehen sei. Auf die Klage, daß Zwingli die Gesandten mit Lügen gescholten, werde er selbst antworten und seine Unschuld darthun, worauf man verweise. Die auf die Jahrrechnnng zu Baden geforderte Antwort gebe man hiemit. Es sei bekannt, wie seit längerer Zeit zwischen den Eidgenossen und Zürich gehandelt morden, wie man sich immer erboten, an den andern Orten die Bünde redlich zu halten und ihnen alle Freundschaft zu beweisen, in Sachen des göttliche» Wortes bessern Bericht anzunehmen und von Allem abzustehen, was dem Willen Gottes zuwider wäre, und wie dessen ungeachtet die Disputation ohne Zürichs Willen und Mitrath beschlossen, seine Gesandten dabei ansgesöndert und alle Gründe, die man gegen Baden angeführt, bei Seite gesetzt worden seien w. 2. Die ernstliche Ermahnung, mit Meister Zwingli zu verschaffen, daß er keine Schriften mehr gegen die Eidgenossen ausgehen lasse, befremde nicht weniger, da man nichts davon wisse, daß er sie weder samt noch sonders an ihren Ehren verunglimpft oder verletzt habe. „Dargegen ist üch und menklichem kund und offenbar, daß Doctor Egg und Doctor Fabcr und ir anhänger allerlei büechlin und geschriften, uns und obbemcldtem uuserm predicantcn zuo tratz, schmach, schand und Verachtung usgan lassen habent; die sind zuo tagen und in die Ort allenthalben wider und für mit großem pracht, pomp und jubilieren gestiert, übergeschickt und nsgcspreit und mit guotcm geneigtem willen verlesen und gern gehört, aber unser und Meister Uolrich Zwingli's Meinung, vcrantwnrtcn und geschriftlich anzöigen ist je zuo ziten mit großem Unwillen empfangen und in etlichen Orten gar nit geöffnet worden. Und ist nit on, getrümen lieben Eidgnossen, es soll »ud muoß uns als fromm redlich Eidgnossen übel bedurcn und herzlichen bekränken, daß solich frömd ußländisch boshaftig lüt. so on zwyfel einer loblichen Eidgnoschaft lob, nutz, ere, frommen und wolfart nit allein begerent zuo minderen, zuo verhindern, sonders nach ir art und nation ganz und gar under einein falschen schiu eins guoten ze verdilgen und underzedrucken, schier mer anstehen, glauben und achtens habent dann wir. Und solich geselle», so uns weder günstig, trüw noch hold sind, als sich etlicher und sonders Egg mit schantlicher zuorednng, uns Eidgnossen zuo Rom gethan, als er dastibs zur Gloggen geredt, es sig dhcin Eidgnoß, er habe (mit züchten zuo reden) ein kuo gehygt, wol erzöigt hat, die söllcnt uns in unser Eidgnoschaft ist den rechten weg wysen? Wäre berüertem Eggen sin herz und gemüet zuo einikeir des gloubcns und göttlichem fridcn gestanden (wie er »nd sius glichen fürgcbent), hctt er billich uf unser fryg sicher gleit, so wir im gen Jngclstatt in sin Heimat bi eignem Kotten zuogeschickt, sich har zuo uns gefücgt und uns oder unsere prcdicanten, wo wir nit recht daran wärint, uf deu rechten weg gewyst, dann wir uns darby ouch entschlossen gehebt habent, wo Faber oder Egg har in unser statt kämint und uns irthumbs bewystind, daß wir si) für ir Personen, wie sich das ireiu stat und Wesen nach zimpte, bi uns kostfryg halten weltind. Und diewyl die fachen, damit wir jetz umbgand, schwer und groß sind und unser aller seel, ecr, lib und guot berüerent, und unzhar von niemans, es sigc von böbstcn, keiseru, küugen, churfürsteu, fürsten, übten, preisten, weder von geistlichen noch weltlichen, Hochs oder niders stands, so deß mer fuogs, statt oder anscchen hettind, sölch gespräch, convocation oder disputation nit ze halten fttrgenomcn noch undcrstanden, mag ein jeder frommer verständiger, so einer Eidgnoschaft guots gunnt, wol verstau und abnemen, was böser geschwinder ussetzigcr pratiken und anschlügen Doctor Egg, Faber und ander derglich frömbd vor inen habint, oder wie und in was gstalt sy umb gelts und irs eignen nutzes willen, damit sy dest richlicher iren stat, Höchen pracht und stolz wesen volfüercn mögint, uns Eidgnossen also in unserem zirkel und vatterland wellint zuo zwytracht, nnruow und Uneinigkeit bringen, als sy ouch schlechtlich mit guots schaffent. Deßhalb uns zum höchsten leid ist, daß wir also durch solich verlümbdet lüt mit der nnwarheit gegen üch und andern ... Eidgnossen verhetzt nnd vertragen söllent werde», dicwil doch (das weißt gott) nur allwcgcn darnach gcfochten und nüt höchers noch merers begert habent, dann mit üch . . . früntlichcn ze wonen, ze handlen und ze wandle» in allem dem, so wir gemeint, das einer Eidgnoschaft zuo lob, nutz, ere und wolfart hette mögen dienen, als wir dann vormals in kriegsnötcn und andern zitlichen dingen unser lib, eer und guot zuo üch trüwlich . . . gesetzt und unser bluot vergossen habent, als wir ouch nochmals ohne hindersich sechen wie unser frommen altvordercn, Mai 1526, so es unser vatterland berücrte, thuon weltind. Dann wir sind nit so mit hinder die sach komcn, daß wie so tief darin stekint, Ivo wir über kurz oder lang eines bessern uß altem und nüwem testament bericht wnrdint, wir meltind nit unser selbs sin, sonder uns wyscn lassen." 3. Auf die Drohung, den schwebenden Handel an die Gemeinden (Zürichs) zu bringen, wird erwidert: „Getrüwen lieben Eidgnosscn, wir habent uns des wort gottes gehalten und dem, so vil wir gnad gehebt, nachgefolgt und vil schmachwort und schantlich reden über uns unbe- schuldt und unverdient lassen gan. Es ist auch nüt heimlichs und verborgenlichs von uns fürgenomen, gethan oder gehandlet; ir sind von uns zuo vilmalen geschriftlich bericht, wo es üch acht erscheint, als wir achtend, aller unser Handlung, thuon und lnssens, auch unsers verantwurten und erbietens. Aber wiewol wir daran, ob ir und ander . . . Eidgnossen glich für unsere gemeinden kämint, dhein schlichen hcttind, jedoch so das den pünden, onch altem loblichen bruch und Harkomen widrig, lassent wir es gänzlich bi den pünden bliben und wellent uns zuo üch hinwidcr dheius andern versechen, dann daß ir denen ouch statt thüegcnt, und warlichen uß erheischung der billigkeit und gestalt und gelegenheit aller unzhar verloffner händlen und fachen thätc uns gegen den üweren klagens und erzelung, was nns, unfern predicanten und den unseren vilfaltenklich begegnet!, vil nöter dann üch. Wir und die unseren müessent je zuo ziten, so sy und wir an üch und die üweren stoßent, uf merkten, in kaufen und verkaufen und anderen geschäften allerlei schwer und ungeschickt reden hören, und sonderlich hat der frembd münch Doctor Murner zuo Lucern ein schantlichs erlogen gedrnckts büechli, unser glimpf, eer, lib und guot betreffend, ußgan und sich des nit ersettigen oder verwiegen lassen, (sonder) uß vergiftem nidigen herzen uns und die unfern erst nachin diser tagen nf gehaltner Disputation zuo Baden. . vor heimschen und fremden, so da zuogeloset, on allen grund der warheit zum höchsten angelogen, verunglimpft, beschuldiget und usgcspreitet, alles mit sölichem pracht und schalt, daß meng fromm bidcrb mensch, so das von im gehört, daran nit kleinen Unwillen gchebt, daß wir, namens, Harkomens und aller dingen halb ein loblich erlich Ort, also schmächlich habent sollen geachtet und der welt mit erdachten luginen in den hals komen . . . Und begerent hiemit nochmals an üch mit allem ernst, (so) uns jendert möglich ist, zum drungenlichosten und höchsten vermanende, ir wellint üch selbs wol umbsechen und üch und nns nit (durch) verlünibdet frömbd oder ußländisch lüt gegen cinanderen verwirren oder zerstören lassen, noch üch an ir redliche kluogheit und überflüssiges gcschwatz nit keren, angesechen daß sy uns zuo beiden teilen weder eeren noch guots gnnnent, und wo sy ein Eidgnoschaft mit dem und anderem zno nüti machen, ouch zu schand, schwach und abgang bringen möchtind, daß sy es nit spartind, und ir größte fröid (wäre), und wäre uns am aller gefelligisten und liebsten, daß wir zuo künftigen tagen uns underredtind und unser Eidgnoschaft eer, ufenthalt, glück und wolfart anders, dann bisher zuogangen, betrachtctind und luoq- tind, daß wir sölicher böser listiger lüten abkämint und wie unsere frommen altvorderen ouch gethan, in aller fründschaft, brüederlichcr trüw und liebi mit einanderen lebtind. . . (Schlußphrasen). K. A. Schasfhausen: Correspondenzen. — K. A. Basel: Abschiede. — K. A. Solothmn: Abschiede Bd. XIV. 44) 1526, 23. Juni (Vigilia Johannis). Bern an Zürich. Antwort auf dessen Zuschrift samt der Verantwortung Zwinglis. Man hätte gar kein Gefallen daran, wenn Zürich um Dinge beschuldigt würde, die ehrlichen Eidgenossen nicht geziemten; wenn also jemand hier wäre, der solches gethan hätte, so möge man wohl leiden, daß es das Recht gegen denselben brauche; dazu wolle man gemäß den Bünden beholfen sein und auch ferner alle Liebe und Freundschaft beweisen, ?c. Si. A. Venn T-msch MWo-n >h°il-n. Z«T. Aisputation zu Waden. 152k, 21. Mai bis 8. Juni. Anmerkung. Da es nicht in der Aufgabe des Abschiedmerkes liegt, den Text der Disputation wiederzugeben, während es geboten erscheint, alles auszunehmen, was die obrigkeitliche Antheilnahme der eidgenössischen Stände constntirt und erläutert, so haben wir uns hier auf einige Bemerkungen über das Aeußere der „Acten" zu beschränken. Es sind uns sechs Handschriften zu Gesicht gekommen; zwei derselben besitzt das Lueerner Staa tsarchiv in dem Actenfach betreffend die Disputation; die vier andern verwahrt jetzt die Zürcher Stadtbibliothek (Also.!?. 1-^4; vgl. Holtinger, VII. 85, Note). Zunächst über diese einige Worte. Drei Exemplare zeigen durchweg je die gleiche Schrift, und zwar verhältnißmäßig leicht lesbar; das vierte (bezeichnet V. 2) ist thcilweise von dem Luecrncr Hub er, großeutheils aber auch von dem Landschreibcr Bod- >»er in Baden und von Andern geschrieben und im Ganzen das sauberste, sodaß man es kaum als wirkliches Coneept betrachten darf. Vorn steht, sehr wahrscheinlich von Fabcr' s Hand, ein Verzeichnis; von Zwingli's deutschen und lateinischen Schriften, zehn Foliosciten umfassend. Zu den „Acten" wurden später Vor- und Nachrede verfaßt, über deren Ursprung und Schicksale die folgenden Abschiede, besonders von den in Luccrn gehaltenen Tagen, einige Auskunft geben. Diese Beigaben, init Ausnahme der in den Originalhandschriftcn vorliegenden Beglaubigungsformeln, fehlen dem einen der Lucerner Exemplare, das in guter Neinschrift von Huber gefertigt wurde; mir bezeichnen es hier mit H,. Das andere (R, mit Bleistift paginirt) enthält die Einleitung und alle Zubehör und diente ohne Zweifel als Vorlage für den Druck. (Zu erwähnen sind in dieser Beziehung namentlich die Querstriche, Ziffern und andere Zeichen, nebst zahlreichen Schmutzgriffen ze.). In der Vorrede ist jedoch fünfmal das Wort „kätzerisch", dreimal „kätzery", einmal die Ellipse „wie dann alle ketzer", gestrichen — und demgemäß im Druck weggefallen. Bei der Aufzählung der Orte ze. findet sich nach „Schulthcssen" eine Lücke für den Titel Bürgermeister, der dann zwar im Druck gesetzt, nachträglich aber mit Tinte gestrichen wurde. In der Orthographie und Interpunktion weicht die Druckansgabe von der Handschrift vielfach ab, meistens der Schreibart Murners gemäß. Der Druck hat auch viele offenbare Lesefehler, resp. Mißverständnisse und entstellte Namen, die in der angehängten Erratcntafel nicht verzeichnet sind. So zeigt schon S. I statt xxj Mai „Montag den xxvj." Alle solche Versehen und andere Differenzen, die man bald erkennt, begründen indessen nicht den leisesten Fälschungsverdacht und lassen höchstens die Veranstaltung einer gereinigten Ausgabe wünschen. Bedeutend besser und mit verschiedenen Beilagen vermehrt ist die von Murner selbst unternommene lateinische Ausgabe. Hier lassen wir Vor- und Nachrede der „Acten" in vollständigem Wortlaut folgen, wobei wir bemerken, daß die Copie nach der Lucerner Handschrift II gemacht, in der Schreibung jedoch vereinfacht wurde. 116 922 Mm 1526, I. (Vorrede.) „Im nomen der Heilgen Trinitet." Amen (Druckausgabe). „Gottes Ere, lob und brys zuo ewigen nnd allen zyteu ze ufnen, ze pflanzen, zuo verjechen und uszebreiten, zimbt allen sincn creaturen, besonder einem jetlichcn cristen menschen, das nit ze hindren noch ze underlassen, sonder allen üebungen diser welt fürzesetzen. Darnmb wir die Schulthessen, . . . (Lücke) Landt- amman, Amman, klein und groß Rät, und ganz gemeinden von Stetten und Landen der Eidgnoschaft diser nach- benemptcn Orten, nämlich Lucern, Ure, Schwyz, Underwalden, ob und nid dem Kernwald, Zug mit sampt dem ussern ampt, Glarus, Fryburg, Solothurn. . . und Appenzell. . . entbietend allen und jeden geistlichen und weltlichen oberkeiten, gmeinden und sondrigen Personen in und usserthalb unser Eidgnoschaft, und in gmein allen cristglöubigen menschen, gmeinlich und ein jedem nach sincn würden, eren und stat (stand), mit gepürendem zuohörigem titel und eren benembt und begrüeßt, und allen denen, so discs buoch guotcr cristenlicher Meinung guotwillig empfachend und annemend, unser underthenig guotwillig früntlich dienst, günstig gruoz, ouch was wir von den gnaden Gottes eren, liebs und gnots vermögen, allzit zuovor, ir lieben fromen cristen, (und) darby mit der hilf Gottes zuo vernemen. Es tregt inenklich guot wissen, wie innerthalb kurzen jaren unser Heilger vil hundertjäriger, warer und bewärter cristenlicher gloub, uß etlicher nüwen falschen Propheten, als nemlich Martinus Luthers und siner anhänger verfüerischer lere und artikeln, mit Verachtung der heiligen Sacramenten, verkerter uslegung der heilgcn geschrift, Verspottung der cristenlichen Concilien, och ändrung und ufhebung der Heilgen mess, bycht und anderer cristenlicher loblicher ordnungen, cercmonien, zierlicheiten nnd satzungen der cristenlichen kirchen und sonderlich mit entziehung der eer und fürbittung der hochgclobten gepärerin Gottes, unscrs seligmachers Jesu Cristi, der unvermaßgoten jungfrowcn Marie und aller Heilgen, durch der selbigen verfüerischen predigen und schristen und sunst in vil irnussprechenlich weg hoch geschwecht, anlast und geschwächt worden sind, dardurch an vil orten hochtütscher Nation große irrung, entpörung, widerwill, beschwarlich, unlidenlich ungehorsame, zerströwung, bluotvergießen, ergernus und zwyfel entstanden, und wiewol bäpstlich Heilikeit und römisch keiserlich Mayenstet, als höupter und beschirmer der cristenlichen kirchen, zuo nsrütung nnd Vertilgung sölicher vor (zuo) vil malen verdampten verfüerischen leren, anfenklich mit Ritterlicher milter und gnediger Warnung, ermanung und underwisnng, darnach da Luther und sin anhang, als süne der ungehorsame und bosheit, von irem bösen ansang nit haben wellen abston, mit pecnlichcn bullen, edicten und gebott, nach satzung der rechten, nichts underlassen haben, so ist doch sölichs alles ouch nachmals by dem Luther und siucm anhang nit allein onverfenklich nnd onfruchtbar gsin, daß sy sich Helten erkennt, gebessert oder von irem irrsal abgestanden und widerumb zuo der Heilgen kirchen kert, sonder hat Luther uß verkertem imd verstocktem gmüet sölich gift zuo verplcndung des cristglöbigen volks, verdamnis cher armen selen und zuo undertruckung der hcilgen kirchen, durch vil arge bllecher, tütsch und latin, jemer ingegossen und usgepreit und im durch sin schmeichle», znotitlen und liebkosen von tag zuo tag großen anhang, fründ und gsellen allenthalb gemacht und an sich zogen, under denen er gar ein gehorsamen jünger und guotwilligen Nachfolger überkommen hat in einer Eidgnoschaft, mit namen Uolrich Zwingst», predicant zuo Zürich, welcher den Luther und sin verfüerisch leer anfenklich hoch gepryst und gcschribcn, Luther sig ein sölicher weidenlichcr, treffenlicher diener und stryter Gottes, der so mit großem ernst die geschrift durchfündle und das wort gottes so trüwlich und rychlich harfürtrag, als er in tusend jaren sige gesin; ouch wie Luther in Sachsen, also hat der Zwingst in einer Eidgnoschaft die alten Heilgen und so vilhundert järigc einigtest des Heilgen geistes und der cristenlichen kirchen, ouch einmüetigen verstand und ußlegung der gütlichen geschrift, mit predigen und schriben hindersich ze trucken, trennen, verachten und zuo nichts machen sich undcrzogen. „Und nach dem er by denen, die durch in listiklich betrogen, und also sin fälsche ufrüerische lcr angnomen und nachgefolgt haben, alle cristenliche gebott umgestoßen, alle sacrament Gottes vernicht und befleckt, alle cristcnliche ordnung abgethon, uß dem gütlichen ampt, dem höchsten opfer Jesu Cristo in der Heilgen mess ein abgöttery gemacht, das hochwürdig sacrament des altars (ouch wider sin lermeister den Luther) ein beckenbrot geheißen, alle guote werk, als bätten, singen, lesen, gottloben, danksagen, fasten, fyren ?c. undertruckt, die fryheit des fleisch für die fryheit des geistes gelert, die Gott versprochnen closterlüt, mann und mibsbilder, eidbrüchig an Gott zuo Mai 1526. 923 werden und uß den clöstern zuo laufen und sich verelichen geheißen, kirchcn und clöster aller gotszierdcn beraub!, die bilder nit allein in der kirchcn, ja auch uf dem feld gestürmbt, zerschlagen und verbrennt, alle geistlicheit zum höchsten geschmächt und erhaßt gemacht, so hat er auch ein nüwe und sondere kirchcn ufgericht, in welher er dispensiert, relariert, ercommuniciert, Kindt und löst uf, gebüt und verbüt, macht nüwe ardnung und thuot die alten ab, als war er Bapst und Keiser, und in summa, nach dem er alle andacht, gotsforcht und innikeit der menschen zerstört, auch alles das, so uns zuo der liebe gottes und des nechsten wyst, durch sin ler (darzuo er das gots- wort brucht und das Evangelium) zertrennt, zerteilt, zerstört und ganz darnider geschlagen hat, und uß einem gehorsamen, gottsförchtigen volk hat gemacht ein ungehorsam, trutzig, ongotsförchtig und eigenwillig volk, und also nicht mer uf erdrich funden, das er umbkeren und verböscrn möcht, so ist er abgestigen zuo den armen gefangnen nnd gepyngcten seelen im fegfür, sy des fürbitts und hilf der lebendigen zuo berauben understanden, und dannocht deß nit gesettiget, er hat sich ouch in die Himmel erhebt, Jcsum Cristum, unfern scligmacher, diewil er im Himmel sige, möge er nit sin undcr der gestallt des brots, an siner grundlosen barmherzikeit und allmcch- tigkeit geschmächt, darnach Mariane voller gnaden, syn gebenedyie gepärerin, ewige jungfrowcn und alle lieben Heilgen, daß sy für uns nit mögen bitten, und wir sy nit füllen eerwürden und anrüefcn, gelestert und ver- kleinet, und also ist nünts uf erdrich, im erdrich und im himel bclibcn, er Hab es understanden umbzuostürzen und vcrkeren. Doch so hat er, Zwingli, dem gmeinen einfaltigen man sölichs alles so subtil fürgeben, daß sy zuo Gott schwüeren, es wäre alles guot und der gschrift gmäß. Sölichs alles hat uns billich beherzgot, nit allein uß sondrer liebe und neigung, so wir wie unsere vorfaren zuo beschirmung, ufenthalt und Handhabung des cristen- lichen gloubens haben und tragen, ouch daß wir wissen, daß nit möglich noch zuo hoffen ist, daß kein statt oder eommun gruonen oder beliben möge, darinnen nit ist einikeit cristenlichs gloubens, cristenlichs Verstands des wort gottes und cristenlichcr ordnung; dann ein jcklich rych in im sclbs zerströmt würt verwüestet; sonder ouch daß uns zum trüwlichosten und höchsten beduret, daß durch söliche verkerte und verfüerische leren deß Zwinglins und sines auhangs sovil tusend menschen von dem gmeinen cristenlichen glouben in vil verderpliche und verdampte irrsal abgefüert werden und an der seel ewiklich verderben. „Deßhalb wir uns und unfern landen nnd lüten zuo guot, zuo ewigem heil der seelen und zuo erhaltung unsers alten waren ongezwifelteu cristenlichen gloubens, frideus und einikeit, und insonders zuo wolfart unser lieben getrüwcn Eidgnossen von Zürich, so durch Zwinglin böslich jverfüert, zum oftermals uns haben understanden, sy durch guote und früntliche ermanung zuo bewegen, daß sy mer ansehen wellten aller cristglöubigen uation(en) uilhundertjärigen hargebrachten einigen' verstand im glouben, dann eins einigen oder weniger selbsgetrösten eigen- sinnigkcit, und als wir hoffen, haben wir gegen gemeltcn unfern lieben getrüwe» Eidgnossen von Zürich mit frünt- licher und cristenlichcr ermanung, Warnung und allem dem, so uns möglich gesin und für dienstlich sy zuo bewegen gedüecht hat, ougesparts flyßes nichts uuderlassen. „Aber wie oft und früntlich wir sy hierin nngesuocht und gcbctten, haben wir keiner andren antwurt by inen nie mögen bekommen, dann daß sy allweg fürgewendt, wie sy in ir statt und land an alle lütpriester, seclsorger und predicanten ein offen Mandat haben lassen usgon, daß sy all gmeinlich und fry die Heilgen Evangelien und der aposteln episteln glichförmig nach dem geist gottes und rechter gütlicher geschrift des alten und nüwen testa- ments predigen und was sy mit gemelten gschriften behalten und bewären mögen, onc cinicherley inmischung menschen ler und satzung verkünden füllen, dann sy je der Meinung sigen, dem hüllen wort gottes unabgelassen nachzekomen, sovil inen Gott kraft gebe; es habend och ire predicanten sölichem irem mandat trülich gelebt und nachkamen. Darzuo habind sy die umbsitzenden Bischoffen zuo Costanz, Ehur und Basel, ellich hoch schnellen und gelerten, ouch uns, mermals geschriben, gebettcn und als cristenlich brüeder erfordert und ermant, wer sy oder ire predicanten befinde irren, söllc sölichs umb gots willen mit dem Heilgen gotswort biblischer und evangelischer geschrift anzeigen, und sölichs bcgerend sy noch ?c. „Wo wir nun nit grundlich gewißt, daß sölich unser lieben getrüwcn Eidgnossen von Zürich antwurt, begcr und alle Handlung allein in des Zwinglis schmitten praticiert und gemacht und die fach an ir selbs in der warheit wäre gesin, wie unser lieben Eignossen von Zürich (durch Zwinglin fälschlich verfüert und dahin bracht) fürgewendt haben, wöllten wir sy nit allein nit begereu darvon zuo wysen oder trengen, solcher mit und by 924 Mai 152«, inen (was zuo beschirmung unsers heitgcn cristcnliche>l Glaubens und Handhabung des wort Gottes dicnete) unser lib und leben setzen und lassen; dann wir je gern unsrer vorfaren, die für ander nation(en) als liebhabcr und beschirmer des cristeulichen glonbens und Heilger kirchen verrüempt, fuoßstapfen wellten nachfolgen. „Hette sich Zwingli mit gschrift wellen lassen underwysen, wie er sich oft on grund hat erbotten, so ist deß- halb kein flyß noch arbeit gespart morden, fürnemlich von unserem gnedigen Herren von Costanz und och andern gclerten, mit büechern und sunst, welcher vätterlicher, cristenlicher und gnuogsamcr underwysung er nit allein nit gfölgig, sonder ganz undankbar gesin ist, hat sy darüber an canzlen und (in) sinen büechern und sunst, wider alle cristenliche zucht und brüederliche liebe, verspottet und usgehupet; doch ist sich nit zuo verwundren, daß der keins lebendigen ler oder nnderrichtnng annimbt, welcher (wie Zwingli) och kein gloß, kein uslegung, kein verstand von keinem abgestorbnen, er sig wie alt, wie heilig, wie verrüembt oder gclert er welle, anncmen und zuo- lassen will, ja darf alle gmeine versamlungen und concilia, von der Heilgen onbetriegenden kirchen angnomen und approbiert, (wo sy wider sin verfücrische ler sind) onzüchtiklich antasten und verwerfen. „Diewil nun Zwingli, wie auch sin meister der Luther, über alle dise erzelten vätterlichen früntlichen und cristcnlichen ermanungen und underrichtungcn in sinein halsstarken verstopften sinn und gemüet verharrt, darneben aber sich für und für berüembt, er lere, predige und bruche nünts dann die hcilgen biblischen gcschrift, das heiter und klar wort Gottes, damit er dann des mercrteil volks verfüert und dahin bracht hat, daß sy vermeinen, was er schribc, lere und predige, sige alles die heilig geschrift; aber damit die ermelten verdampten irrtumben uß der verfüerten menschen herzen gerüt, und die so durch Zwinglin und sin anhang also vom cristeulichen glauben abgefüert, wider uf den rechten weg gebracht, gcwisen und gelcrt und die fromen bestendigen cristen vor abfall verhüet, in irem cristeulichen glauben besterkt und by der warhcit beharrlich beliben möchten, so haben wir nach andern fruchtbaren mittlen, mit hochem flys, wie dann die träffenlich notdurft erfordert, gedacht und geratschlaget. „In mittler zit hat sich zuotragen, daß die dry hochgelerten doctores, mit namen Herr Johann von Egk, ordinarius und vicecancellarius der universitet zuo Jngolstatt in Peyern, Herr Johann Faber, fürstlicher Durch- lüchtigkeit von Oesterrich :c., nnsers gnedigsten Herren hofrat, und Herr Thomas Murner, der zit lesmeister zuo Lucern, sich onerfordcrt, sonder guotwillig schriftlich und mündlich gegen uns erbotten haben, diewil Zwingli in siner gschrift Manigfaltig irrung infüer, den waren cristeulichen glauben beflecke, das wort gottes und die heilig gschrift vergwaltige, zerryß und in sinen mißverstand ergerlich zieche, wider den sinn des Heilgen geistes, und aber in allen winkten usschrye und harfürbrech, man soll mit im gschrift frieren und uß dem wort gottes in anders nnderrichtcn, so wellen sy fürnemlich Gott dem Herrn zuo eer und rettung nnsers alten waren cristcnlichen glonbens und uß cristenlicher brüederlicher liebe gegen gmeiner Eidgnoschaft, damit die einfaltigen durch des Zwinglis geblüemten falschen ler, nnder dem schür des wart Gottes, nit also verfüert werden, wo und wann es uns gefellig und gelegen sin well, sölichs mit disputation gegen gemeltem Zwingli mit der hilf Gottes usfüeren und erhalten. „Ab sölichem früntlichen und cristeulichen erbieten der dryen doctorcn haben wir nit wenig trost und fröud empfangen, dann wir gwißlich vcrhosft hellen, wa man also zuosamenkcmc und sich frirntlich mit einandern ersprnch und undcrrcdtc, es ivurde erfunden, welcher (die) geschrift recht oder nit recht bruchtc und stierte, und der so bishar onrecht gclert erfunden, güetlich darvon ston, sin irrtumb rviderruofen und also die einfältigen widerumb möchten bracht werden zuo einhelligem verstand des Heilgen glonbens. Und uf sölichs haben wir mit wüsten und bewilligung der hochwürdigen in Gott vätcr, unsrer gnedigen Herren der vier bischoffen (zuo) Costanz, Basel, Wallis und Losa»», welche dann ire geistlichen jnrisdiction in unfern landen und oberkeiten habend, och unsrc geistliche Hirten und selsorger sind, uns einer disputation oder gesprächs, wie man es nemen sol, entschlossen, und die selbigen gen Baden im Ergöw, den acht Orten zuohörig, gelegt uf den sechszechenden tag Meyen diß sechs- nndzweinzigosten jars der mindern zal, usgeschriben, auch unfern lieben Eidgnossen von Zürich sölichs by guotcr zit vorhin zuogeschribe» und zum früntlichisten und höchsten gcbetten, daß sy ir botschaft uf sölichen tag zuo uns verordnen, by uns zuo sitzen und uns zuo verhelfen sölich disputatz zuo vollstrecken, auch Meister Uolrich Zwinglin, ouch ander ir predicantcn und gclerten lüt in ir statt und land, och uf sölich disputatz und cristenlich gespräch ze kamen wellten vermögen und darzuo halten, mit erbictung sy mit dem besten und höchsten gleit zuo versichren und zuo geben zc. Mai 1526. 925 „Und damit bester stattlicher und mit mer feucht möchte gehandelt werden, so haben mir die obgemelteu unsere gnedigeu herreu die Bischoff gebetten, ir gnaden wellen uf diser disputation, wo es inen müglich stg, in eigner Person, oder wo das nit sin mög, durch ir treffenlich botschaft und amvelt erschincn, und ir jetlicher mit im bringen oder schicken dry oder vier fromm cristenlich männer, der Heilgen geschrift verständig, derglichen wellen wir ouch von jetlichem Ort und Zuogewandten unsere gelerten und predicantcn vermögen zuo komm. Wir haben ouch glicher wys schribeu lasse» den dryen oftgemelten doctorn, sy wellen uf usgeschribne disputation erschinen und irem erbieten statt thuon, „Es ist ouch sölich disputation in aller unser Eidgnoschaft, in allen Orten und unser» Zuogewandten (verkündigt?), ouch jederman fry sicher gleit zuogseit worden, ouch damit sich niemands billichcr wys möchte beklagnen, im wäre nit gelegen, sölich disputatz an gemeltem ort ze snochen, vilicht von wegen gefarlicheit und ufsatz, so haben der siben Orten, sampt unser Eidgnossen von Zürich ratsbotten (welchen acht Orten die oberkeit über die grafschaft Baden zuostat) allen obgemelten Personen, ouch allen andern, wohar und wannen s>) komm, so sy achter wellten disputieren, so lang die disputacion wäre, und darnach widerumb an ir gwarsame, ein fry sicher gleit zuogseit und usgeschriben, „Also sind uf sölich usschribe» und vcrgleitung uf obangezeigten tag in unser statt Baden die oftgemelten nusre gnedigen Herren durch ir treffcnlich botschaft und anwält, mit einer guoten anzal hoch und wolgclerter frommer redlicher männer, der Heilgen geschrift verständjg, erschinen, deßglichen die dry hochgelerten doctores, Herr Johann von Eck, Herr Johann Faber und Herr Thomas Murner, welche ouch uf Sambstag vor dem Heilgen Psingstag in der Pfarrkirchen zuo Baden ir vorigs erbieten vor unser gmciner Eidgnoschaft, der zwölf Orten und der Zuogewandten ersamen ratsbotschaften und vor menklichem also offenbar ernüwert haben, daß sy von iren gnedigisten und gnedigen herreu darmnb abgefertigct sigen, wellten och und erbutten sich wie vor, den alten waren cristenlichcn glouben gegen menklichem mit der hilf Gottes erhalten zc. „Und diewil also die ratsbotten von den zwölf Orten unser Eidgnoschaft und der Zuogewandten, deßglich ein merklich anzal der gelerten lüten also zuo Baden versamlet, und aber der Zwingli, och ander predicauten und gelert lüt riß Zürichpiet, weder von statt ald land, nit erschincn, sonder ußbliben waren, habend die gesandten ratsbotten von den zwölf Orten mit unser lieben Eidgnossen von Zürich ratsbotten, so ouch zuogcgen, allerley anzüg gethon, geredt und gehandelt, ob durch etlich Mittelweg funden, ouch in was gestalt, form und maß man dem Zwingli und iren gelerten lüten gleit geben und versichren müeßt, daß sich der Zwingli und ir predicantcn benüegen liessen und ouch uf sölich disputatz käinind, diewil doch sölich disputatz und gespräch der mcrteil von irtwegen angsehen wäre, mit vil und mengerley worten und Handlung, jetz unnot zc melden, und wiewol sölichs by den Kotten von Zürich unverfenklich und onfruchtbar geüebt, sonder von unser» Eidgnossen von Zürich durch ir Kotten und mit gschrift gänzlich abgeschlagen uß mengerley Ursachen, doch (als) die fürncmest (die) zuo worten (gehebt), daß der platz zuo Baden dem Zwingli nit gmein noch gelegen zc., und aber damit sich unser lieben Eidgnossen von Zürich, ouch Uolrich Zwingli und ander ir gelerten lüt deß nit beklagen möchten, wiewol wir Eidgnossen nach inhalt unser pünden keiner vcrgleitung bedürfen, darmnb zuo einem Überfluß, damit menklich spüren möcht, daß mir mit erberkeit, fromkeit und ganzer begird, niemand zuo gefaren, trülich Handleu wellten, so haben der siben Orten (denen Baden mit oberkeit zuogehört) ratsbotten uß unserm befelh und vollen gewalt inen gegeben, (unangesehen unser Eidgnossen von Zürich und des Zwinglis ungegründt fürwort und uszüg) ein copy und abschrift eins gleits und gleitsbriefs gestellt und unfern Eidgnossen von Zürich zuogeschickt, mit erbietung, ob sy sich deß benüegen lassen, ald was daran inen manglcte, und so in bester form, als man erdenken möcht, das wellten sy inen ufrichten und besiglen und inen zuoschicken, und lutet die copy des gleitsbriefs von wort zuo wort also. Des Zwinglis gleit. (S. o. Nr. 361, die erbsind. Darzuo alles das, das Zuinglj vorhat s anzuofechten in unserem waren s vngezweifelten gtanben. s 8oli äao Aloria. IZalriris. Nach dem Original (von Eck'S Hand) in den Dispntations-Acten: St. A. Lucern. — Gleichzeitige Abschristen im St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten, und K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV. „Deßglich hat doctor Mnrncr »f gemeltcn tag dise nachgeschribnen schlußreden och offcnlich an die kirchen zno Baden nfgeschlagen, die von wort zno wort also tutend: Die schlnßreden Doctor Mnrners s wider Uolrichen Zwingt! s und aller siner leeren anhenger. (1.) In dem sacrament der Vereinigung des leibs und blnots Jesu Christi Christum unfern Heilmacher under beiden gestalten gegenwürtig zno gelauben, anzuobetten und erwürdigen, mag kein abgötterep erachtet werden, von wegen der göttlichen gcschriften, die das lernet; ouch mag der nit eins diebstals anklaget werden, der das volk mit einer gestalt des brots berichtet, als ob er die gestalt des wins von dem Christen volk diebschlich gestolen hett. (2.) Es mag mit keinen heiligen gschriften beweret werden, alles das in zeitlichen gitteren oder die Personen betreffen, on rechtlichen sprnch, allein tätlich dem nechsten genomen würt, mit oder on gewalt entfrembdet oder wider sinen willen underftandcn, mit was titel doch, der mitten werk, einer reformatio!! oder fürwendung des glanbens, das beschehe, oder ursachlichen fürgcwandt wurde, sunder sol alles erachtet sein wider recht, eerlos, und unfrumlich gehandlet. Und so ich solches zno verantwurtcn nit bürgerlich, sunder peinlich bin angeklaget worden und verunglimpfet, wil ich niemans, noch sol antwurt geben, oder ouch sclbs anklagen, denn in gschriften. Thomas Murner, barfuoßer orden(s), s der heiligen gschriften und beider j rechten doctor, mit eigner Hand. underschriben hat, disse von ir selbs wegen, namllch die erwurdigen hochgelerten Herren I nachgonden in allen." "'*) Herr Melchior, wychbischof zuo Costauz > Johannes Schlupf, pfarrcr zuo Ucberlingen s Gallus Müller, pfarrer und ordinari zuo Tüwingen s all der Helgen gschrift doctoren,^) s Balthasar N., Pfarrer zuo Eßlingen I Othmarns Luscinius, Chorherr zuo S. Maurizen zuo Augspurg j Herr Albertus Kruß, propst zuo Wolfegg, der Heilgen schrift licenciat > Herr Pater Antonius Pirratha, predicant im thumbstift zuo Costanz. s Bei den Disputations - Acten des Lucerner Staatsarchivs liegt eine Copie sämtlicher Unterschriften mit folgender Einleitung! „Gesandten von minem g. Herrn, j Und diewil nach bemelter disputation die edlen gestrengen ?c. der zwölf Orten rats- botten von wegen der hochwirdigen surften, unsern g. Herren der dryen Bischosfen obgemeldt uns die gesandten, ouch ander hoch und wol gelerten von Stetten und Lande» uf diser disputation erschinen, an uns langen haben lassen, wir wollen gott dem allmächtigen zuo lob, unserm heiligen christenlichen glouben, der seelen seligkeit und christenlicher ainigkait zuo fürdernuß uns erlütern und anzeigen, ob wir solich obgemelte schlußreden durch benannten doctor Johannsen Ecken disputiert, christenlich und der Hailigen geschrift gemäß und darin gegründt erachten, oder derselbigen schlußreden widertail; us sotichs wir nachbenannten allain der warhait und unserm Hailigen christenlichen glauben, ouch der seelen seligkait zuo fürdernuß und unser gewissen zuo entladen, gloubent und erkennt oftgemelte schlußreden in der Hailigen geschrift gegründt, gemainer christlichen kirchen und allen Hailigen marterer(n) und leeren von ansang bis uf uns gemäß sin, deßhalb wir uns von (zuo) warer urkund desselbige» underschriben. s " Nebst besonderer Einleitung auch im St. A. Bern: Kirch!. Angelegenheiten. Sollte dieses Stück ein Bestandtheil des von der bischöflich-constanzischen Canzlei gelieferten Conceptes für die Vor- und Nachrede sein ? **) Das oben erwähnte Concept (E. C.) läßt den Titel „Herr" bei den einzelnen Namen meistens weg; wir denken, man dürfte ihm folgen. Das C. C. begreift auch die zwei Folgenden unter den Doctoren der hl. Schrift. Mai 1526, ggl Des hochwürdigen surften und Herren, hcrrn Christoffs, Bischoffen zuo Basel, gesandten in namen siner fürstl. gnaden, ouch von ir selbs wegen: Augustinus, wychbischof zuo Frysingen, predicant im thumbstift zuo Basel, doctor der Heilgen gschrift f (C. C. D. theologiä). Doclor Jacob Lemp, Ordinarius theologiä zuo Tübingen ^ Doctor Balthasar, Ordinarius und predicant zuo Tübingen, doctor theologiä > Mag. Jacob Zimmermann, decauus zuo Colmar i Johannes Silber- berger, doctor medicine et juris civilis, j (Die letzten drei Worte sind im C. C. von vr. Faber beigesetzt.) Des hochwirdigen fürsten Herrn Sebastian, Bischoffen zuo Losann, gesandten, von siner f. gm, ouch ir selbs wegjcn: Conradus Träger (Dräeger), doctor der Heilgen gschrift, provincial Saut Augustins ordcn(s). j C. C.: Theologie Doctor, Provincialis ordinis domini Augustini per Germanium superiorem. ^ Ludovicus Löublin, decanus zuo Bern, j Des hochwürdigen fürsten Herrn N., Bischofen zuo Chnr, gesandten, von siner f. g. und ir selbs wegen: Petrus Spiscr, beider rechten (v. j.) doctor, j Herr Diepolt Altmaushuscr, Herr Uolrich Sachser, thumbhcrren zuo Chur. j Von wegen unsers gnädigen Herren von Sant Gallen: (Diese Post fehlt im C. C.) Doctor Wendelin, predicant im Münster zuo Sant Gallen. Die vier Presidenten der Disputation: Herr Barnabas (Miles), Abt zuo Engelberg > Ludwig Bär, Doctor Parisiensis der Heilgen gschrift, Propst zuo S. Peter zuo Basel j Jacob Stapfer, Ritter, Hofmeister zuo S. Gallen j Hans Honegker, Maister, Schultheß zuo Bremgarten. (Im C. C. folgt hier noch: „Bruodcr Niklaus von Urp, (Zusatz von anderer Hand) ein einsidler.) Hienach stond ander gelert lüt, so onch uf der Disputaz gewesen und sich Doctor Ecken underschriben haben: Der fürstlichen Durchlüchtigkeit von Oesterrich ?c. Hofrat, Doctor Johannes Fabri. j Magister Caspar Turrerius Grecus j Matthias Kretz, Doctor der heilgcn gschrift, predicant im thumbstift zuo Augspurg. j Jacobus Jonas (C. C. Zonas), hebrcus j Magister Matthias Stör j (D.) Johannes Kißling, predicant zuo Meugen j ^ Magister Sebastianus Käser (Käfer?), pfarrcr zuo Fürstenberg j Cristophorus Golter, pfarrer zuo Merspurg j Magister Hans Medler, pfarrer zuo Ratolfzell^) s Magister Johannes Fiener, pfarrer zuo Kysleck i Jos Koller, caplan zuo Eßlingen s Magister Bernhart Käser, pfarrer zuo Herrenberg j Balthisar Stör, pfarrer zum Rütholz („Rüitpoltz"?) i ^Jeorius Herzog, pfarrer zuo Eichstetten j Magister Andres Schlaitz und Magister Johannes Liglinger, als gesandten Herrn Abts von Roggenburg, uß Ougspurger Bistumb j Martin Roeblin zuo Kluftern j Jos Schettlin, pfarrcr zuo Berkhaim > Jeorius Schürlin, tütsch ordens zuo Altschhusen. ^ In der Eidgnoschaft: Thomas Murner, der Heilgen gschrift und beider rechten Doctor, lesmcister zuo Lucern zun Barfuoßen j Johannes Scherrer (C. C. Hans Nasoris), tcchnn des Capitcls zuo Lnceru, pfarrer zuo Malters j Magister Peter Winma«, Chorherr zuo Luceru iin Hof i Jodocus Schinbcin, Chorherr zuo Luccrn f Daniel Kencl (Kcnnnel?), pfarrcr zuo Rußwpl j Bruoder Zticlans vou Ure, ein Einsidler (f. o.) i Heinrich Lömmli, pfarrcr zuo Schwiz j Johannes Gccwilcr (Gebwplcr?) vou Basel, Doctor der Helgen gschrift j Leonardas, predicant zuo Sant Peter j Thcobaldus Huoter, pfarrcr zuo Appenzell j Im C. C. folgt hier: Herr Andres, Abt und gemainer Convent des gottshus Wettinge». Die sechs eingeschlossene» Namen fehlen im C. C. Mai 152k, Balthisar (Lyfi?), pfarrer in Urneschen j Lanrencius Fäßler, caplan zuo Appenzell s Doctor Laurenz Mer(us), pfarrer zuo Baden in Ergöw > Ulricus Müller, pfarrer zuo Schneisingen j Ntarcns Brunncr, pfarrer zuo Würschjenlos s Ludwig Schercr, pfarrer zuo Dietikon j Johannes Breitschmid, pfarrer zuo Lcngnouw s Johannes Mascler, pfarrer zuo Kilchdorf j Johannes Schlininger, pfarrer zuo Birmcstorf j (C. C.: Johannes Krcchling von Kyslcgg), Helfer zuo Dietikon j Caplön zuo Baden (in der Statt): UolricuS Alder j Johannes Schach s Magister Hans Schürpf (?Schuoch, nrt> mag., C. C.) s Johannes Falch ^ Johannes Steinburger (Steinberger) ! Johannes Loser s Johannes Martin Schorneck s Johannes ErHardt j Johannes Truchsäß j Jeronimus Anshelm s Jodocus Gebhart s Zimprechtus Cammerer s Lienhardus, des am Stad Caplon j Alexius Cammerer, Helfer zuo Baden j Johannes Burkhards, Doctor der heilge» gschrift, predicant zuo Brem garten s Magister Johannes Schatt, Caplan j Daniel Schatt, Conventual zuo Mure j Thomas Löchlin, Cammerer zuo Muri s Uolrich Füchsli, caplan zuo Bremgarten s Niclaus Buocher, caplan j Hans Löchli, caplan I Hans Haberkern, caplan s Mathias Brotman, caplan s Heinricus Oftringer (C. C. Offertinger), cantor, und Othmarus Deck, beid Chorherren Zurzach s Andres Abte und gmeiner Convent des gottshus Wettingen. *) Uß des Husschins Hussen: Mathis Keßler, pfarrer uf Gaß in Appenzell, hat es mit Doctor Ecken in den zwei ersten schlußreden. Johanns Glotherus, pfarrer zuo Mülhusen, hats mit Doctor Ecken in der ersten, aber in den ander» schlußreden mit Doctor Husschin. Augustinus Krömer (Kramer?) von Mülhusen (,, „ „ „ „ „ „ ) ^ ,, „ „ schlußreden mit Doctor Husschin. Benedict Burgower von Sant Gallen ist nit wider die erst schlußred. C. C. im ersten, die Anhänger Ecks betr. Theil, auch im St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. Diß ist Doctor Husschins Hufen, sin byständer und anhiinger. Sodann habend sich diß nachgeschribnen Personen under Doctor Husschin ime als anhängig und byständig siner vernreinteu opinion und widerfechtung Doctor Ecken schlußreden zuogegen und widrig underschriben lassenj und stat by jetlichem namen hie ussen, in welchen und wievil schlußreden sich ein jeder underschriben lassen hat. Zal der schlußreden. Von Basel: Bruoder Johann Lüthart, predicant zun Barfuoßen j ij iij inj v Wolfgang Wissemburg(er), lütpriester im Spital zuo Basel j ij iij iiij v Meister Jacob Jmeli, lütpriester zuo Sant Uolrich zuo Basel j ij iij iiij v Marx, lütpriester zuo Sant Lienhart zuo Basel j jj jjj inj v (Bruoder) Thomas, predicant znn Augustinern j jj iij iiij v Hier hat das C. C., das überhaupt bessere Ordnung zeigt, den Titel: „Opponenten der andern (zweiten) schlußreden wider Doctor Johann Ecken von der Meß." Von anderer Hand ist oben beigefügt: „In der ersten schlußred haben sich dem Oecolampadio allein die baslischen predicanten underschriben; nomina ipsoruin non Imboo." Hier ist ein von dem Stadtschreiber zu Baden allsgefertigtes (oder nur copirtes?) Verzeichniß der Anhänger Oekolampades zu erwähnen, das mit dem folgenden, abgesehen von der Form, übereinstimmt, aber eine in den Lucerner Acten sehlende Einleitung hat: „Uf der disputation zuo Baden hat der wirdig Hochgelert doctor Johannes Egg zc. siben cristenlich schlußreden, die mit heiliger geschrift zuo erhalten, ufgeschlagen, dargegen sich aber doctor Johannes Husschin von Basel nnderstanden, die füns mit heiliger gschrift ze widersechten und umbzestoßen, und die zwo leisten schlußreden als für cristenlich angenomen; also us solicher disputatz bekennent sich dis nachgeschriben Personen", -c. -c. (die Nummern der angenommenen Thesen sind mit arabischen Zissern geschrieben). St. A. B-m: Ktrchl. Angel-gmh-tte». "*) Die Parenthese fehlt im Original. Mm >52«, 933 Zal der schlußreden. Von Schaffhusen: Meister Ludwig Oechsli (schuolmeister) j. S. 3, 5. Doch der bilder, der vierten schlußred halb last ers blyben by dem büechlin Enchiridion, so doctor Egg gemacht hat. Heinricus Lingg j. 2. 3. 4. 5. Cnonradus Wcrli (Wernlin), caplan zuo Schaffhuscn, diser hat vorbehalten, was sine Herren machend, welle er gern halten. Appenzell: Mathis Keßler, pfarrcr uf Gas 3. 4. 5. doch in der ersten und andern schlußred halt ers mit Doctor Ecken. Johannes Heß, caplon zuo Appenzell j. 2. 3. 4. 5. Pelagius Amstein, predicant zuo Trogen in Appenzell j. 2. 3. 4. 5. Item Fridli Brunner, predicant zuo Glarus, und Ludwig Rösch, caplon zno Schwanden, die zwen wollen nit disputieren, och sich keinem teil underwürfig mache», sonder sich bekennt, was mit Heilger gschrift erlütert würt, und was ir oberkeit, die von Glarus, ansehend, ordnend und machend, dem wellen sy gehorsam sin und nit darwider streben. Item Johanns Schindler, pfarrer zuo Wesen, und Herr Johanns Aernc, pfarrer zuo Schennis, die beid Hand nit wellen disputieren und sich keim teil underwürfig machen, sonder sich offenlich bekennt, was durch die heilig gschrift erlütert, und was ir Herren und obern von Schwiz und Glarus ansehend, ordnend und sy heißend, dem wellen sy gehorsam sin und nit darwider streben. Item der predicant von Bern (Bertold Haller) hat gedisputiert wider die andere schlußred, sunst hat er sich in der ersten schlußred nit merken lassen, und wiewol doctor Egg in in der disputatz gefragt, was er halt und gloub in der ersten schlußred, daruf hat er im nit wellen ant- wurten noch verjechen, was er vom sacrament des altars halt und gloub, und ist also demnach hinweg gfaren ungedisputicrt und hat sich (für) niemand underschriben. Item so hat sich Petrus Conzenus von Schöntal glichförmig gmacht dem predicantcn von Bern. Item Jodocus Burkhart von Solothurn. Item Johannes Glotherus, pfarrer zuo Mülhusen 2. 3. 4. S. In der ersten schlußred hat er sich Doctor Eggen underschriben. > Item Augustinus Krömer (Kramer?) von Mülhusen 2. 3. 4. 5. In der ersten schlußred hat er sich Doctor Eggen underschriben. Benedictus Burgower, pfarrer zuo Saut Gallen 2. 3. 4. 5. ist nit wider die ersten schlußred. Wolfgang Jufle (Justin), Helfer (ib.) j. 2. 3. 4. 5. Jacob Niner, caplan (C. C. Schnlmaistcr) (ib.) j. 2. 3. 4. 5. Doch so habend dise drig in der vierten schlußred also vorbehalten, sy lassend die bilder zuo, »ach lut der vierten schlußred, wo mau dieselben nit anbettet oder eret, oder wo sy (nit?) in mißbruch komend der ceremonicn halb, oder in vil vertruwens (?). Dominicus Zili, schuolmeister (C. C. auch caplan) zuo Sant Gallen b 2- 6- wider die vierten schlußred hat er disputiert. (C. C. zählt die Unterzeichner bei jeder Schlußrede einzeln auf. Als übersehe» sind nachzutragen bei der zweiten: Bern. Bcrchtold Haller; Petrus Toctinus, uß dem Sibentnl. Glarus. lldnlricus Studcn, pfarrer zuo Bettschwaudeu. Basel. Mauritius Waltuer. St. Gallen. Wolfgang Wetter, Helfer. Toggcnbnrg. Mauritius Mikes; Conradus Empfiger, im Turtal). Es ist ouch hierin von uöten und guot zuo wissen, und nit zuo verhalten, demnach sich by unser» lieben Eidguossen von Basel der hochgclert wyt berüempt man, Herr Erasmus von Noterdam, enthalt, daß vergangner taglcistungen, als mau sölich disputatiou angeschlagen und fürgnomcn, donials mit unser licben Eidgnosseu von 984 Mai >5LC Basel ratsbottcn gercdt und angesuocht sind, sölichen gelertc» man auch nf die dispntatz zc kamen vermögen, diewil doch von allen gierten zuo beiden partigen nit wenig ufsehen uf in gewesen und noch ist, und uf sölich unser lieb Eidgnossen von Basel ersuochen an Herrn Erasmus von Roterdam gcthon, so hat er gmeiner Eidgnossen sandtbotten ein beschlossne und besigelte missif, mit siner eignen Hand underschriben, vor ansang diser disputation by unsern lieben Eidgnossen von Basel ratsbottcn zuogeschickt, die zuo diser disputation nit undienstlich, sonder nutzbar ist, die von wort zuo wart also lutet: Überschrift: „Den strengen hochgeachtcn crenvestcn fromen fürsichtigen ersamen wysen Herren gmeiner Eid- gnoschaft gesandten Kotten von Stetten und Ländern setz zuo Baden in Ergöw uff dem tag by einandren versamlet, minen sonders günstigen lieben Herren." „Strengen hochgeachten fromen ercnvesten fürnemen ersamen wysen, sonders günstigen lieben Herren, e. st. ersamc wysheit sigend min willig dienst, mit gebürender ererbietung allzit zuo bevor. Wiewol, günstigen lieben Herren, nit allein üwer guot fürnemen, sonder ouch billicheit diser Handlung mich billich reizte, üch allen, denen ich von herzen guots gönn, besonder so ich des von einem ersamen Rat der statt Basel, denen ich zno allen dingen gebunden bin, nit minder früntlich dann ernstlich ersuocht, hierin willzefaren, hat doch (ob glich wol mich nützit anders verhinderte) min blödigkeit, die schwecher dann glas, und von einem jeden lichten zuofal schadeus wartend, besser entschuldigung, dann mir selbs gefallen, geben, daß ich by üwrer vcrsamblung nit Hab mögen sin, jedoch der geist Jesu welle ou mich üwern herzen heilsamen rat ingeben, daß ir all cinmüetig sigend in rechter gesunder leer der gmeinen christcnlichen kirchen. Aber eins hat mich wellen für guot ansehen, euwer ersam- keit ze ermanend, dwil doch söllich fach nit minder üch all, dann onch mich antrifft, namblich daß vor kurzen tagen ein büechlin, welches titel also lutet: „Des hochgclerten Erasmi von Roterdam und doctor Luthers Meinung vom nachtmal unsers Herrn Jesu Christi, neuwlich usgangen uf den rviijdcn tag Aprellens", von welchem büechlin nit wol ze reden oder zuo urteilen, ob das mer thorheit dann bosheit in sich halte, so in allen klettern der namen Erasmi einest über änderst gcncmpt würt, und doch der, so es geschriben, dheinerley wys sinen namen eröffnen darf, dann allein, daß er am cnd ein erdachten namen hinzuo setzt, das da glich anrugks ein anzöigung ist einer bösen conscienz; darnach erhebt er mich mit mechtigem lob, das ist, er zücht mich an mit erlicher schmach, der gstalt min wisheit und kunst lobende, uf daß er sich beflisse, menklich ze bereden, als ob ich gehillte der leer, so vor langen: verworfen ist von der gmeinen christenlichen kirchen, glichsam irtumbs gmeinschaft etwas wider die warheit vermöchte, und fürwar mit ganz thorechten anzeigungen slyst er sich zuo bereden, als ob ich etwas anders im herzen verborgen trüegc, dann ich mich wellte entblößen, zeigt darby an, als ob sölichs uß forcht bcschehe; deßhalb so list er zuosamen etliche ort uß minen Mechern, die er unverschamptlich felscht und argwönig iiiacht; aber desselben schribers dorcchte unsinnikeit ich in kurzen (villicht noch in sechs tagen) mit einem büechlin anzuozeigen willens, nun damit der rouch mins namens, mit welichem diser künstlcr sich bcslyst, die ougen der einfaltigen zuo verblenden, nit jemands villicht betriegc oder zuo fal friere, wil ich mich, günstigen Herren, deß vor üch hiemit bezöget haben, aller kctzcr fürst geachtet ze werden, wo in minen Kriechern (der ich doch vil geschriben) nnmen ein ort gefunden werden möge, das doch änderst halte von dem sacrament, dann die gmein kirch, uß auctoritet der gütlichen gschrift, uns bishar fürgehalten hat, oder ob doch je kein mensch gehört habe, mich die Meinung der Wiklefitcn beweren, die dann etlich zuo diser zit ernüwreud, das sige mir gnuog by den menschen. Ich bezüch mich aber an gott, der allein der menschen herzen erkennt, bitt ouch daß mir der meiner gnedig sige, rvo je die Meinung, die do widerstrebt denen, so bishar mit großer bewillignng die gmein christenlich kirch beschirmbt hat, je innrem herzen ingesessen sige; was aber andern geöffnet, luogcn sy zno, dann mich dheinerley Ursachen bishar haben mögen bereden, zc wichen von der satzung der kirchen, und ist das nit ein menschliche forcht, sonder ein religio,: und forcht des zorn gotteS; aber dise werfen mir unverschamptlich für die forcht, so doch sy ire name» ircn Mechern nit bedürfen zuoschriben, und achtend sich selbs küen, daß sy mit schmach und unsinnigen büechlinen, darby ouch mit nüweu Meinungen die welt vermischlend; sy sagen, so er änderst hielt, warumb schribt er nit darwider, als ob ein jeder, der nit darwider schribe, darin bewillige, oder als ob ouch nit lüt sigend, die sich mit gschriften darwider setzend. Es sind och etlich uf disem üwerm tag, die da gsehen haben, was ich angefangen hatt zuo schriben wider Carotstadts Meinung und die ursach, warumb ich min angesengt schrillen Mai 152K underlassen; es ist ouch dem müssend, der dises büechlin(s) eintmeders nrsncher oder anstifter ist; die aber, so sölich mer dann schandbüecher und nit allein schnndbüecher, sonder ouch zwytrachtrnrgen und kctzeryen, usgicssungcn on wäre anzeigung der statt, des truckers oder ursächers nsgon lassend, ouch by den Heiden mit der enthouptung gestraft wurden, und das so by denen ei» hoptlaster war, ist jetzt denen, so da vorfechter evangelischer ler gesehen wellen werden, schimpflicher juff (?). Also habend ir, hochgcachtcn Herren, die Meinung mins gmüets, mit guoteu trüwen erlütert; darumb, ob jemands umb dises schändlichen bücchlins willen ergernns empfienge, wirt nrir nit mögen zuogerechnet werden; ich Hab das min gethon. Fürer nun würt ümcr gerechtigkeit zuostan, für zuo ertrachten, daß nit solichen lichten und dorechten onstreflich gestattet werde, mit schaden eins andern lebens und ercn, ouch nit on verderblichen Nachteil des gmeinen nutzes, sölicher gstalt zuo schimpfen. Ich bcger, daß der Herr Jesus üwer guot fürnemen beglücken welle, hiemit mich e. st. ersamen wisheit nllzit bereits willens zuo aller wol- gefelligkeit befelhende. Uß Basel des sibenzechcndcn tags Meycns Anno zc. xxvj." Magnisicis dominationibus vestris addictissimus Des. Erasmus Roterodamus, hoc mea manu subscripsi. Das Original im Sl. A. Lucern: A. Disputation. — St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. — K. A. Solothnrn: Abschiede Bd. 14. „Nachdem und doctor Eck sin disputation vollendt und beschlossen hat, ist durch gheiß und nnchlassung der vier Presidenten ufgestanden Doctor Johann Fabri, mit vil erzelung in der gmein der widerwertigkeiten, falsches und unwarheiten der leren des Zwinglis, das er dann eins teils da offenlich las und meldet, (wie er) in Meinung wäre gewesen, sölichs mit Uolrich Zminglin selbs in angesicht menklichs zuo disputieren und rechtfertigen; so er aber je nit erschinen, überantwurt er den gmeinen Kotten der rij Orten ein gcschribcn buoch, in dry teil verordnet, darin er vermeint und wolt angezeigt haben irrthumb und unwarheit der zwinglischen leren, welches buoch die Presidenten von im empfangen, darby er sich mit sichcrm versprechen erbotten, daß er sölichs, als bald im möglich, in eim offenlichen truck wellt lassen usgon, hat damit für sin person sin fach ersetzt und beschlossen, mit ernstlicher großer klag, daß der Zwingli nit erschinen, und er also uß vermögen der Heilgen gschrift des gwissen sigs gegen dem Zwingli jetz müeßte durch des Zwinglis verzagt ußbliben verkürzt und vcrsumpt sin, mit mer Worten ?c. „Zuo dem dritten, uß nachlassen der vier Presidenten ist ufgestanden Doctor Thomas Murner, hat anzeigt, was in verursacht, Uolrich Zwinglin nit allein im glauben, sonder ouch in an sine» eren zuo ersuochen, darumb er da nünt dann gschriftlich handlen wellte, und läse offenlich in einem sertern sin schlußreden, so er wider Uolrich Zwinglin an die kirch thür zuo Baden geschlagen hatt, mit ufgebnng sius gleits; dann als er sagt, wißte noch wellte er mit niemands umb sin ere in einem gleit handlen, wie wol er Uolrich Zwinghin wellte zuolassen und vergönnen sins gegebnen gleits, sich deß ze getrösten und ze behelfen. Der gemelt doctor Murner hat onch darby sin lib und leben, ere und guot den ratsbotten der rij Orten in ein richterlichen spruch ergeben und gesetzt, und Uolrich Zwinglin da offenlich mit siner leren vierzig mal erlös usgerüeft, mit etlichen dargethonen Ursachen, so er dann da in vierzig schlußreden verfasset hat, lut desselben überautwurten sertern. „Nach welchem er an die Presidenten begert hat, dem Uolrich Zwingli da ze rüefcn, das ouch der streng erenvest Herr Jacob Stapfer, ritter und President, offenlich gethon hat, und nit allein dem Zwingli, sonder ob jemands von sintwegen da wäre, oder ob sunst jemand, wer der wäre, der sölich doctor Murnrrs schlußreden Widerreden wellt ?c. Als aber niemands wider in ufgestanden noch antwurt geben, daruf hat der obgenannt doctor Murncr in siner Handlung beschlossen, den gelesnen sertern den Presidenten überantwurt, nrit flisiger bitt, wo im in künftigen ziten not sin wurde, kuntschaft begeren und bezögen an die ratsbotten der rij Orten sins da geschechnen erschinens und siner Handlung, und damit sich den ratsbotten befolchen und sin Handlung beschlossen, aber zum höchsten sich des Zwinglis flüchtig usblibcn beklagende, mit mer warten zc. Beschluß. „Dicwil nun Zwingli, der recht hoptsächer und nnhab discr falscher verfücrischen ler in einer Eidgnoschaft, über alles unser erbieten, zuosageu und mer dann gnnogsam gegeben gleit, ouch wider sin selbs vorig erbieten, nit hat wellen erschinen, sins gtoubcns rechnnng zc geben, darzno die andern predieanten, so in einer Eidgnoschaft »ach Zwinglin ouch dise verfüerische ler geprediget und nß.gehciß einer weltlichen obcrkeit nf der disputation müessen erschinen, sich nit haben wellen lassen nnderrichten oder von fürgefaßtcm irthumb abstan, wie frnntlich und offenbar sy och ermant und überwunden sind worden, wie dann deß inen glich (menglich?), so gegenwertig 936 Mai 152K, gesin, gnuogsmn züknus geben, oder auch ein jeklicher glöbiger demüetiger crist uß den actis befinden mag, und aber von vil hundert jaren von der gmeinen kilchen beschlossen und geordnet, daß ein jeder, der sich understat, ein alte verdampte irthnmb wider uf ze erwecken oder ze beschirmen (als Zwinglin und sin anhang nit allein Wiklefs und Hussen, sonder och der alten kätzer ler in allen iren büecher(n) Herfürziechen und beschirmend), sollend an(e) all wyter erklärung in schweren bann fallen, von gmeiner kirchen usgestoßcn, abgesündert und gehalten werden, als von der gmeinen christenlichen kirchen verdampt; „Zno dem ouch eben (die) verkerte ler wider Martin Luther jüngst durch wyland säligoster gedächtnus Papst Leo. in einer offnen bull und nachgends durch den allerdurchlüchtigistcn großmechtigisten unscrn allergnedigisten Herren den römischen Keiser Karolum den fünften, (die) hohen schuolen Paris, Köln, Leva (Löwen) und ander mer für irrthumb und uncristenlich erkennt, verworfen und verdampt sind; „Herwiderumb, diewil unser alter Heilger gloub (darin von vil hundert jaren unsere eristenliche Voreltern seliklich gelebt und gestorben) also von den apostcln gepflanzet und geprediget an uns komm, und wir darin geboren und erzogen sind, ouch von des glouben wegen, den vor wenig jaren, ee und dise falschen leren entstanden, nit allein mir tütschen, sonder all cristenlich nacion(en) bekennt und einhelliklich gehalten haben, vil tusend martrer ir bluot vergossen und gestorben sind, „So haben wir Gott dem allmechtigcn zuo lob, der muoter Gottes und allen lieben heilgcn, ouch himlischem hör (Heer) zuo ere, uns und unfern underthonen und verwandten selen heil zuo guot, diser nachfolgenden cristen- lichen artikeln (uns) entschlossen, vereint und verglicht: „Nämlich daß wir das heilig Evangelium und andere gütliche gschrift nach gmeinem cristenlichem verstand, wie das die Heilgen lerer, so von der kirchen angnomen sind, uslegen, die ouch ir ler mit guoten crbern sitten und heilgem leben, darzuo mit irenr bluot vergießen und großen wundcrzeichen bestüt, also nnnemen und halten, och keins wegs liden und gestatten wellen, sölich Evangelium zuo verhindrung der loblichen eristcnlichen herkomcn und geprüchen, guoter wort und werken und warer cristenlicher brüederlicher lieb, zuo predigen noch in ander verkert sinn uszuolegen, und ob jemand verdainpte irrthumb oder lestrung von Cristo unserm seligmacher, siner hochgelobten muoter der Jungfrowen Maria und den lieben Heilgen, oder andere, das offenbare crgernus under den gmeinen cristglöbigen menschen oder ufruor geperen möcht, predigen oder sunst usbreiten und halten, und das durch eigne bekanntnus oder gloubwürdige kuntschaft und erfarung überwunden und schuldig erfunden murd, der sol darumb nach gstalt sines Verschuldens, verprechens und überfarens nach Ungnaden gestraft werden. „Und damit das heilig Gotswort also nach rechtem warem verstand und nslegung on ufruor und ergernus, sonder mit bescheidenheit geprcdiget werd, so wellen wir mit sampt unfern gnedigen Herren, den bischoffen und ordinarien in unfern landen und gebieten bestellen, daß keiner in der kirchen zuo predigen zuogelassen werden soll, er sig dann von sinem geistlichen ordjnarieu vorhin examiniert und darzuo togcnlich und gnuogsmn erkennt und Hab deß glaubwürdigen schin fürzebringen. „Wyter haben wir uns ouch entschlossen und vesteklich zuo halten fürgenomen und darob ze sin, daß in der Heilgen mess und reichung ald Mitteilung der sacramcnt, auch andern cristenlichen ordnungcn und geprüchen, mit fasten, bätten, bychten, fprcn und opfren, fürbitt und hilf für der abgestorbnen selen ?c. nichts verändert, sonder soll damit gehalten werden, wie das alles von den Heilgen vättern und unfern Voreltern loblich an uns komm ist. Darumb so wellen wir ouch all lerfisch Personen ernstlich strafen, die zuo dem hochwürdigen sacramcnt des nltars on vorgende bycht und absolucion nach form der kirchen zuo gan, oder dasselbig sacrament under beden gestalten (wider ordnung der Heilgen kirchen) begeren oder zuo empfachen sich understan. „Diewil ouch der alt bruch mit fleisch essen und andren verpottnen spiscn in der fasten und andern tagen uß guoten vernünftigen und christenlichen Ursachen durch die Heilgen vatter unser vorfaren ufgesetzt und nach jedes lands bruch bis an uns loblich Harkomen ist, so wellen wir die ergernus, so uß Übertretung der selbigen ufsatzung und gebruch cntstat, in unfern landen und gebieten wie vorstat nit infüeren lassen, sonder die Übertreter darumb endlich strafen. „So ouch am tag ligt, daß bishar die verdampten und verfüerischen leren, schmach und schandschriften allermeist durch die truckerig usgepreit ist, so haben nur fürgnomen und wellen, daß nun sürohin in unfern stellen, landen Mai 1526, 937 und gepieten kein buochtrncker einich buoch noch gmäl zuo drucken underston, es sige dann zuovor söllichs uns, oder den unfern darzuo verordnet, fürtragen, mit flis examiniert und zuo trucken zuogelassen worden. Welher aber usserthalb söllichcr erldubnns ze trucken underston wurde, der sol darumb »ach Ungnaden gestraft werden. Es sol (sollen) ouch des Luthers, Zwinglins und irer anhenger, och andere verfüerische und verbottne büecher, schand und schmachschriften und gmäl in unfern landen und gepieten durch niemand kouft, verkauft, verschenkt, noch in ander wys usgepreit werden, darnf wellen wir unser flißig ufmercken bestellen und gegen den nbertrettern nach irem verschulden handlen. „Damit aber dise unser cristenlichc vereinung bester stattlicher exequiert und vollzogen werden inüg, so wellen wir in unfern landen und gepieten etlich sonderlich darzuo verordnen, die zuosampt unfern amptlütcn ir flißig ufmerken und kundschaft haben und bestellen, die wissentlichen verprechen zuo erkundigen und die selbigen, sy sigend geistlichs oder weltlichs stands, der oberkeit daselbs anzeigen, die sp ouch fenklich annemen und wol verwarnet (sie) enthalten füllen, so lang und damit wir die selbigen verprecher nach irem verschulden strafen mügen, das wir ouch also thuon und niemand darin verschonen. „Und so jemand umb der verfüerischcn und irrigen Handlung und des obgenannten unsers ansehens und beschluß übertrettens und verprechens gestraft und deßhalb uß dem ort, darin er sträflich erfunden, verbocken wurd, der sol nit allein dasselb ort, darin er sträflich gehandelt hat, sonder unser aller landen und gepiet, so diser vereinnng verwandt, verbocken werden, und die so uß sorg der straf usträttend und flüchtigen fuoß setzten, sollen bp unser keinem zuo sicherheit angnomen noch enthalten, sonder uff des andern zuoschriben in straf angnomen werden. , — Des walt Gott. — z«s. Mern. 152K, 21. Mm (Pfingstmontag). KautonSarchiv Schwyz: Urklmdcn. Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede X. 130. Nathöbuch Nr. 209, p. 210, 251. KantoiiSarchiv ^reibnrg: Abschiede Bd. 65. KantonSarcinv Solothurn: Abschiede Bd. XIV. Gesandte: Lucern. (Peter Tammann). Freibürg. (Humbert von Perroman; Wilhelm Schweizer). — (Die andern unbekannt). l». Schultheiß, kleine und große Räthe von Bern geben den Botschaften der sieben altgläubigen Orie die feierliche Zusage, bei dem hergebrachten Glauben zu verharren. I». (Notiz aus dem Nathsbuch, 22. Mai): Auf Montag über 14 Tage (4. Juni?) ist der Nechtstag angesetzt zwischen den Eidgenossen und Thomas von Hofen. Zu n. 1) Wir geben den volle» Wortlaut dieses Actes: „Alsdann der frommen fürsichtigen ersnmen wpscn, unser» besondern guoten stünden und getrüwen lieben Eidgnossen (von den siben) Orten, nämlich Lucern, Uri, Schwpz, Underwalden, Zug, Frpburg und Solothnrn potschaft vor uns Schultheis, klein und großen Räten, ouch vor unsern Statt und Land erbern potschaften, bp uns versamelt, erschinen und uns mit gar früntlichen Worten nnd erpietens ermant und gepätten, uns wäder in gottlichen noch zytlichcn fachen van inen ze sündern ?c., nit not ze melden, deßhalb wir bitlich sülich ir früntlich Warnung und brüedcrlich ufsächcu van inen zuo großem dank ufnämcn, mit erpietung sülichcr nnd anderer früntschnftcn, liebp und gnotthaten niemerme zuo vergäßen, ouch semlichs unserm vermögen nach ze beschnlden, und diewpl nie in unser sinn und gednnk lommcn, noch je des willens gewäsen, uns cinichs wägs von gedachten nnsern lieben Eidgnossen ze sündern, wellen ouch semlichs in die cwigkeit mit gottes hilf nit thuon, dcß wir uns hiemit erlütcrn und ine» znogesagt ivellen haben, und uns flpßen, alles das ze thnond und erstatten, so unser piindt wpsen und frommen dnpfeui Eidgnossen zimpt. Ouch so wellend wir uns des gloubcns halb (darumb dann der spau), berüerend die heiligen sacrament, die mäß, die wirdigc mnoter gottes, die lieben heiligen und die kilchen zierden, halten wie von alter har und nach lut 118 / 988 Mai 152k, unsers nechst hievor usgangen(en) Mandats, doch den artikel, so in sölichem stat und wyset, ein jeden (das) ze glauben lassen, so in guot dunkt, wellen wir wider ab und nßgethan haben, damit durch sölichen zuo einichem mißglouben niemands ergernus und ursach gegäbcn werde. Demnach, als auch die selbigen unser lieb Eidgnossen obgenannt sich gegen uns erlütert und zuogesagt haben, umb sölichs gloubens willen oder sunst nützit nnfrüntlichs noch (das) zuo ufrüeren oder kriegen gedienen möcht, gegen iren und unscrn lieben Eidgnossen von Zürich noch andern anzefachen noch zuo handeln, deßhalb ist auch an dieselbigen unser trungcnlich frnntlich und ernstlich pitt, dem allweg zuo gcläben, als (wir) uns ouch des genzlich versächen und getruwen, so uns dheins wegs änderst will gepüren, dann daß wir unser geschworen püud gegen den gedachten iren und unfern lieben Eidgnossen von Zürich und andern so wol als gegen inen, unfern lieben Eidgnossen der siben Orten oberlernet (sie) halten, und daß sr> allwäg früntlich und güetlich mittel suochen, damit wir Eidgnossen uns von einander« wäder theilen noch sündern, welichs alles, so wir uf hüt dato all einhüllenklich mit unfern Eidgnossen ze leisten bestätigst, und ouch deßglichen von unfern gemeinden von Statt und Land ze thuond angesächen, haben wir deß zuo bekanntnis disern abscheid mit unser Statt secret insigel bcwaren lassen." Actum ze. Entsiegelte Originale in Papier. — Einen Abdruck gibt M. v. Stürler, Urkunden -e. I, 159-161. Minuten der Antworten der Botschaften aus den einzelnen Aemtern enthält das Berner Rathsbuch Nr. 209, x. 241—249. 2) Die frcibnrgische Votschaft hatte eine besondere Instruction, allerdings im Sinn der siebcnörtischen. Zu bemerken ist nur der zweite Thcil: „Und sodann gemein Eidgnossen abtrettcn, sollen die botten da innen bclibcn und unser Mitbürger von Bern trülich und ernstlich bitten, mit nnzöigen der brüederlichen liebe und des bnrg- rcchten, so die beid stett mit einander« verfaßt sind, dadurch ir unruow und trüebsal (ouch) miner Herren ist, darumb si inen füllen lassen zuo herzen gan das so von treu Eidgnossen angezöigt, daruf ir(er) Herren und Obern höchste bitt ist, daß si sich vereinbaren, und da dhein sündern beschech," w. ze. K. A. Freiburg: Instructionen Bd. I. 22. Z«4. Kognac. 1526, 22. Mai. Corps univorsel liiplomntiiuo, 1. IV. I. 451 LS. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede 2. 167—181. . KantonSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XIV. Einschluß der Eidgenossenschaft in die heilige Liga. 1) Wir lassen die wesentlichen Stellen folgen: V. Lonvontum est, ut in piaeiato exeroitu oonünncko ipsi eonkoecksrati enm numorum Iloivvtiorum peckitum oonckuoant, gui ipsis oonckuvonckus vickoditur; gua guicksm in rs oliristianissimus rsx lavors autori- tatoguo, gua apuck ovo poliet, prasstadit omnem oporaw, ut llonsstis oonckitionidus et oonvenienti stiponckio guuwprimum aeesckant. XI. kromittit okristianissimus rsx all magis ckooiaranckam dem an > voiuntatem suam erM ipsum bleckiolani ckuoem, ael eum pnritsr seourum prorsus rsckcksnckum, in utLnitatsm sibi illum oonzungere, traelennlv statiw ei in uxoroin unum äe reZio sunguins progenitam, guam sanotissimus ckominus noster papa opportunaw atgue ei oonäseentoin .juckioabit. Kursus all eumäom omnino oontirwanckum, utgus in ipso Nsckiolani ckuoatu retinonckum, poilioetur se ouraturum et omnem operum ckaturum, autoritatemgus suum intsrpositurum apuck niagnitioos ckominos oontoeckeratos ksivotiorum, ut oum illustrissiino ipso Nsckioluni äuoe jungantur all pruo- tat! ckuoatus ckeksnsionem et tutolam, eü korma, oonckitionidus et mockis, guidus zunoti erant sibi, vom dictum Neckiolani ckuoatum odtinedat; guo ousu pollioetur et ss lidsraturum cliotos ckominos Uoivetios ad olckigu- tione illa, guam seoum luckxckiant, guoack ckekencksnckum pro masestute sua ipsum Neckioluni statum. t)uo easu praekatus Neckioluni ckux Uelvotiis ponsiones ALneralos ao partioulares persoivere tsnsbitur, guas sin- Aulis unnis in kesto puriüoationis prastutus ckux mittet Helvetiis, apuck guock oomporiet unum ad ipso okristin' Mai 1526, 939 nissimo rs^o doputatum, cujus manidus porsolvontur diotav ponsiemss ipsis Lolvotiis, utguo 00 guidom modo, uo pari lormü kont diotuo ponsionos, so ousu guo pruokuti Ilolvstii roousuront susoiporo dioti duoutus dokonsionom. Ipso autom (lux psrmittot oosdom Lolvotios Zaudoro omnidu» immunitatibus st oxomptionibus in statu Nodiolunensi, c>nilms Zauclodant tomporo, . n>. Eine Antwort ist nicht aufgezeichnet. 11) 1526, 4. Juni. Bern an Freiburg. 1. Auf den heutigen Vortrag der Gesandten des Herzogs von Savoyen, besonders deren von Genf und Lausanne halb, wolle man am Mittwoch vor großem Rath Antwort geben. 2. Infolge der Zuschrift Freiburgs habe man aber sofort dem Vogt zu Grandson befohlen, Späher nach Burgund zu schicken, und jetzt abermals, bei Diesem Boten, die Weisung ertheilt, gutes Aufsehen zu halten und in dem Fall, daß das Schloß mit Geschütz nicht genügend versorgt wäre, sich an Frciburg zu wenden, damit man einem Einfall rechtzeitig begegnen könnte; denn warum der Herzog von Savoyen die Stadt Avcrdon mit einer Besatzung habe verstärken lassen, wisse man nicht genau... Es sei auch den cidg. Bote» in Baden von dieser Sache Kenntniß gegeben, zc. St. A. B-m- Tmtsch Missivm >, m ». 12) 1526, 5. Juni, Bern. (Vor Rath) „ist des grasen von Gruycrs Hofmeister erschinen mit fürtrag, wie der Herzog von Savoye sin Herrn beschriben und tnsent man im znozefüeren befolchcn in Pemont wider die Spagnier, mit bitt und bcger, sin wib, land und lüt in gnädiger günstiger bcfclch zc haben." 13) 1526, 5. Juni, Bern. „An (den) Küng von Frankrych ein fürdcrnuß von sinentwegen, des manots- solds halben in der Bicoque, und siner Pension." und nq im St. A. Bern: Rathsmanual. 942 Mai 152K, S««. Memnbmg. 152»». Man soll nicht vergessen, daß man dem (verstorbenen?) Ammann Stocker von Zug „ein" Fenster in sein neues Haus versprochen. Heimzubringen das dringliche Gesuch des Hans Nichincr, Nntervogt zu Nohrdorf, und des Feer von Wettingen, ihnen je ein Fenster in ihre neu erbauten steinernen Häuser zu schenken, «». Laut der Rechnung, die der Vogt im Thurga» ablegt, ergibt sich eine Einnahme von 120 Gl. aus dem Abzug, Während nun die Boten der VII Orte dafür halten, der Abzug gehöre zu den Niedern und nicht in die hohen Gerichte, meinen die Boten der drei (andern) Orte, man habe ihnen dieses Recht bisher noch nie entzogen. In Betracht der großen Unkosten, welche sie in den letzten Jahren des Thurgau's wegen gehabt, läßt man ihnen für Juni 1526, 945 diesmal den Mitgenuß nach; doch soll daraus für die Zukunft kein Recht erwachsen. Heimzubringen, z». Abermals geschieht ein Anzug in Betreff der Brücke zu Weinfelden. Es ist heimzubringen und auf einem der nächsten Tage zu berathen, wie der Bau zu fördern sei, und wer ihn unternehmen soll, da derselbe nothwendig ist, «j. Das Gesuch der Schützen von Frauenfeld, ihnen ein Geschenk zum Verschießen zu geben, soll man heimbringen, da ihnen bisher noch nie etivas gegeben worden, i Der Landvogt im Thurgau, Joseph Amberg, beschwert sich bei seiner Rechnungsablage über die großen Nachtheile und Verluste, die er bei diesen schwierigen Zeiten und namentlich bei dem Sturm auf Illingen erlitten; denn es seien ihm über drei Fässer Wein ausgetrunken, sechszehn (Laib) Käse und viel andere Lebensmittel verbraucht, und letztes Jahr die Fastnachthühner aberkannt nnd ihm damit ein ansehnlicher Theil seines rechtmäßigen Lohnes entzogen worden. Er bittet daher um Entschädigung und um das gleiche Einkommen, das seine Vorgänger genossen, wie es ihm auf einem Tag zu Lucern verheißen worden. Heimzubringen und zum förderlichsten Antwort zu geben, da er auf „die zwei Stücke" ohne Recht nicht verzichten will. s. Von Uri werden Briefe eingesandt, welche man auf zwei Landsknechten, die aus Mailand gekommen, gefunden hat, worin es heißt, daß einige Hauptleute von Landsknechten dem Ulrich von Frondsberg schreiben, er werde mit einem Haufen nach Mailand ziehen. Es wird mm denen von Uri aufgetragen, diese zwei Landsknechte bis auf den nächsten Tag in Baden in VerHaft zu halten, 4. Heimzubringen das Ansuchen des Schultheißen von Bremgarten, Meister Hans Honegger, der bei der Disputation zu einem Präsidenten verordnet worden, ihn für seine Unkosten zu entschädigen; ebenso die Bitte des dortigen Prädicanten und Doctors, ihm die in Baden gehabten Zehrungskosten zu bezahlen, wozu er seiner Armut wegen unfähig sei, da er doch im Vertraue» auf die Eidgenossen und ihnen zu Ehren auf der Disputation erschienen, n. Oswald Strub von Schaffhausen hat zu Ölten unter andern ungeschickten Reden gesagt, was der Doctor von Basel (Oekolampad) auf der Disputation zu Baden spreche, sei Wahrheit, aber was die Andern reden, sei erlogen und „Bubenwerk". Da man hierüber gute Kundschaft aufgenommen, schreiben jetzt die von Schaffhausen, man möchte die eingenommene Kundschaft ihnen zusenden, damit sie den bereits in Eid genommenen Thäter gebührend bestrafen können. Antwort auf nächstem Tag. v. Da zu Ende des Tages noch Briefe von Luceru und Uri gekommen sind, welche melden, wie der Castellan zu Bellenz von dem Vogt zu Mendris Bericht erhalten, daß die Spanier einen Einfall in das eidgenössische Gebiet gethan und über fünfzig Ochsen geraubt haben, und daß zu besorgen sei, es werde in der Eidgenossenschast nächstens ein großer Aufbruch geschehen, so hat man beschlossen, es solle jedes Ort Maßregeln treffen, damit jedermann zu Hause bleibe. . Da die Bauern zu Tablat dein Doctor Winkler, Rath des Abts von St. Gallen, sein Haus erstürmt und verwüstet haben, und auf dein Tag zu Napperswyl vorbehalten winde, die Frevler nicht unbestraft zu lassen, so soll jeder Bote heimbringen und so bald ivie möglich Antwort geben, wie man sie strafen wolle, ^ VoO einigen Jahren haben Etliche von Wohlen in dem Kloster Gnadenthal durch einen Einbruch gefrevelt und sind deßhalb um 129 Gl, gebüßt worden. Nun bringen dieselben, begleitet von ihren Verwandten, vor, sie können diesmal erst 49 Gl, geben, und bitten um eine Frist bis zur nächsten Jahr rechnung zu Baden; was ihnen alsdann nicht nachgelassen würde, wollen sie gütlich bezahlen. Heimzubringen. 5'. Da der Vogt in den Aemtern (Freie Acmter) vorbringt, es wäre nothwendig, das Schwesternhaus im Linsibühl wieder zu decken, daß es ihm aber zweckmäßiger scheine, dasselbe zu verkaufen, so soll dieses heimgebracht werden, Rechnungen der Vögte. Von den Einnahme» wurden jedem Ort zu Theil: 1, Von der Grafschaft Thurgau 12 Gl. 1 dicker Plnpart (der Gl. zu 15 Constanzer Btz.); dem Landvogt ist dabei die letztjährige Schuld abgetragen; 2, von den hohen Gerichten 9 Gl. (zu 15 Constanzer Btz.); 3, von dem Landvogt zu Sargaus 115 Pfd. Heller; 4. von der Steuer von Dießenhofen 9 Gl, 1 dicker Plp,; 5, von dem Laudvogt im Rheinthal 56 Gl, 946 Juni 1526, «In 15 Constanzen Btzl); 6, aus der Geleitsbüchse zu Mellingen 7 Gl,, zu 16 Btz,; 7, aus der Büchse zu Klingnau 1 Pfd, 6 Sehl, Hlr.; 8, aus der Büchse zu Koblenz 1 Krone; !l, aus der Büchse zu Znrzach 15 Btz.; 10, aus der Büchse zu Birmcustorf 8 Schl, Hlr,; 11, aus der Geleitsbüchse zu Bremgarteu 29 Btz.; 12, von des Schinders Hof zu Baden 15 Kronen; 13, von dein Stadhof 3 Gl. 2 Btz.; 14, ans der Geleitsbüchse von Baden 31^/2 Kronen; 15, dazu (von.Baden her?) 5 Gl. rhcin. 13 Btz,; 16, von dem Vogt in den Aemtern 60 Pfd. Hlr, n». Der Landiveibel (im Thurgau) und Marx „Wernli" sind ans diesem Tage erschienen und melden, das; sie bei den Herren von Zürich in Ungnade gefallen, weil diese „vermeinen", sie hätten „etliche" Heiden in ihrem Gebiete gefangen; wenn es sich so verhalte, so sei dies ohne ihr Wissen und nicht in böser Absicht geschehen. Darauf hat man den Boten von Zürich ersucht, seine Herren im Namen der übrigen Orte zu bitten, daß sie das Vorgefallene gütlich nachlassen oder den Beiden Geleit geben, damit dieselben, wie man hofft zur Genüge, sich vor ihnen verantworten können, ?»!». Die Verwandten des Uoli Bachmann von „Bäwel" (Beinwil) am Hallwyler See bringen vor, wie der Genannte ein armer, seiner Sinne beraubter und tauber 'Mann sei, und bitten um Hülfe und Rath, Da derselbe in den Gerichten von Bern wohnt, so wird die Berner Votschaft ersucht, das heimzubringen, damit seine Herren für ihn sorgen; die Verwandten erbieten sich, seine Kinder zu versehen. «e. 1526, 16. Juni (Samstag nach Viti und Modesti), Baden. Die Boten der sieben Orte an Zürich. Oswald Knecht, Hintersäß in der Grafschaft Baden, beklage sich, daß er von seiner Fran in Zürich verboten nnd zur Vertröstung des Rechten gcnöthigt worden. Da dies befremdlich sei, so ersuche man Zürich, ihn der Tröstung zu entlassen und die Frau anzuweisen, ihn in den Gerichten zu belangen, in denen er wohne, gemäß den Bünden. St. A. Zürich: A. Grafschaft Baden. «i«K. 1526, 18. Juni (Montag vor Joh, Bapt.), Baden. Die Boten der (sieben Orte) an Zürich. Coruel Schultheß, Vogt zu Kaiserstnhl, klage im Namen Konrad Hubers gegen Andreas Meyer von Tegern, wegen 8 Gl, Zins, die letzterer von seinen Gütern zahlen sollte, Meyer anerkenne den bezüglichen Hauptbrief, sage aber, er habe vor etwa dreißig Jahren mit seinen Vettern Simon und Hans Müller eine Theilung gemacht, wonach sie den Zins übernommen haben; er und sei» sel. Vater haben denselben nie gegeben nnd geglaubt, der Hauptbrief märe langst abgcthan. Man habe diesen Brief in Kraft erkannt, aber dem Meyer das Recht gegen seine Vettern vorbehalten und begehre nun, daß Zürich ihm gegen dieselben zu förderlichem Rechten verhelfe. . . St. A. Zürich: N. Grafschaft Baden. «v. 1526, 18. Juni (Montag vor Joh, Bapt.), Baden- Die Eidgenossen (fünf Orte) an Zürich. Hans Rudolf Segesser zu Mellingen, mit denen von Tägeri in? Streit, sei deßhalb vor den Landvogt, Thomas Meyer, gekommen; die letztem geben nun vor, wie Segesser den Vogt gebeten, das Urtheil zu besiegeln, was er aber längne; darum möge Zürich den Vogt verhören und schriftlich melden, wie es sich hiemit verhalte. St. A. Zürich: A. Freie Acmter. :>» aus dein Zürcher, aus dem Berner Abschied. Jenem fehlen s«, ^ v, diesem d—n', x, » dem Freibnrgcr und Solothurncr I»—l, t—^ größtentheils. Juni 1526, 3«S. 947 (Krve?). 1526, 21. Juni. Staatsarchiv Bern ! Mg, eidg. Abschiede, ii, sali, Gesandte: Bern. Jacob Tribolet. Freibürg: Hans Künzis. Aufnahme von Kundschafren über den Zehntenstreit zwischen der Landvogtei Orbc und dem Meyer von Lustrac, — in französischer Sprache. Beigelegt ist die Copie der keroZnitio üllvlitstis bomngii iigii des Edeln Johann von Lustrac im Namen seines Bruders Humbert, dd. 11. Februar 1517. 370. Münz. 152<», 25. Juni (Montag nach Johannis Baptisten Tag), KantonSarchiv Graiibunde». I. Zweiter Artikelbricf der III Bünde, In namen der Heyligen drüualtickeytt Gott vatter Sun vund heylgen geyst, amenn. Als dann von dem vall Ade durch vereudrung der zitte die sindtlichkeytt hin schlicht, Deshalb nott ist zuo vnderrichtung vnd eiviger j gedächtuusse dcu künftigen, wclich(en) die ding und fachen, so unzerstörlich (und) ewig leben sollen, der zügnussen geschriftlicher warheit zuo befelchen, bekeuneird wir landrichter und gemein dry Pündt einhellenklich und j unver- scheidenlich für uns und alle, so in unseren dryen Pündten oder usserthalb gesessen und wonhaft sind, daß wir durch gemeins mannes nutz und frommen, damit sich ein jeder der unseren deß behelfen und befröwen inöge, Z etlich stuck.und artikel sainentlich mit einandre» verdacht, beraten und ze halten angesechen und angenommen haben, wie dann die hierin von wort zuo wort begriffen und verschribcn sind. Und des ersten so Hand ^ uns erfordret die groß notdurft und notwendikait, daß wir gesetzt Hand, daß in unseren dryen Pündten kein Bischof zuo Chur, darby kain geistlich persou kain weltliche oberkait weder vögt, amman noch ämpter in j unseren geeichten zuo setzen und zno verordnen habe, besonders ain jeder rat, gericht und ganz geineiudcn, wann es zuo fallen kompt, oder die notdurft es erforderst, sölichs nach ircr gewüßni und guoten bedunken mit j frommen biderben lüten (versechen?), und daß hinfür kein des Bischofs amptlüt noch dieneren, dwil sy in sin(em) dienst gehalten werden und sind, in kein(e) landstag und in räten komm noch gebrucht werden söllent. Zum ^ andren, als von wegen korn, schmalz, kns oder wingült w. und zinsen, die dann erkouft und nit (als) erblechen verlassen sind, wellend wir, wo der zinsmeyer das wie obstat nit also gibt, so soll er doch nach lut des houptbr(icfs), j nämlichen von der houptsumm von zwcnzig einen g(uldcn), lib, ald anders das g'clt(e), darfür zinsen ze geben schuldig sin und in darby nsrichte» by pecn des honptbriefs, wie der uinb den zins Inhalt und nswyst, j Zum dritten, was aber erblcchenzins sind, soll man, dwyl der recht lechenherr dcu zins in hende(n) hat, so soll imJer zinsineyer nämlichen nach lut und sag sins bricfs zinsen und alles das korn, schmalz, las, win w, ^ (vorbehalten Pfeffer und derglycheu ungebürlich sartikelj) ze geben schuldig (sin), so wyt er dassclb hat; wo er aber sölich zins und das wert er (sie)' je nit hette, so soll er doch den zins mit gelt vcrgnüegen, wie das an gcmcltcm eud wert ^ und löufig ist, und sölich wert nit hernach andren verkonfen thüren (dürfen?) bi> verlierung eid und ccr, und für j lib. Pfeffer v, ß, d. 948 Juni 1526, Ob aber sölich lechen um gelt verkauft wurde, so mag der meyer, der das guot j in Händen hat, sölich zins an sich züchen und kaufen oder im um das houptguot zinsen von zwenzig ainen. Zum vierten, uf das unser vordern etlich zins an jarzit, es sige an stiften, clöster oder kil- ^ chcn geben und verlassen, und dardurch den abgestorb(n)en groß hüls und fürdrnng zuo erlangen, ewige selikait zuo thuon vermaiut Hand, derhalb ist unser mainung und fürnemen, daß (wir) biderb lüt, so j das verschafft hettind, oder iro erben furo nit wyter (die) ze geben verbinden wellen. Als aber zuo ziten etliche güeter von wegen sölicher jarzit zinsen dester nächer konft und verkouft sind, die selbigen j söllent desselben nächsten abgestorb(n)en erben und nachkamen voin selben geschlecht, so das verschafft hettint, haim dienen. So fer aber niemand aigentlich vorhanden wäre, soll und mag ain oberkait söl- j lichs armen lüten, oder wohin (es) sy göttlich oder geschickt sin bedunkt, verordnen. Zum fünften ist unser mainung, daß nun hinfür kein kloster weder jung noch alt wyter nit annemen, ouch fürhin nit witer ^ nf biderb lüt terminieren oder in bettels wys heim snochen, sonder soll ouch ein oberkeit biderb lüt darzuo verordnen, die järlich um innemen und usgeben rechnung von inen erfordrend und empfahent, und j und (sich sollend also ir zimlich erlich narungen lind wesen unz uf ir absterben oder wyter Kescheid in rnow haben unz uf ir absterben (sich, und aber die gült allda soll und inag darnach sömlich guot wyter j hinder sich dem rechten natürlichen erben heim dienen und fallen und werden, ob man die weißt! Ivo aber die selben nit vorhanden wärend, soll ein Pundt nach irem guoten bedunken sölich gült (ver oder hin-) j wenden. Zum sechsten, daß nun fürohin in unseren landen und geeichten niemand kein klein zechenden, es sy(e) welcherlei das wölle, so dar (dann?) zuo dem kleinen zechenden gehört, nit wer zuo geben schuldig sin j söllen noch (ge)geben werden. Zum sibenden, wo aber etwa erkouft zechenden wären, klein und groß, es wären (die) us den gemeinden oder suudren Personen und güetern, die soll man geben, wie hienach gesch- j riben stat, oder mit dem erkouften houptguot nach tut ir(er) briefen ablösen, und ist das der groß zehenden, nämlichen was in äckeren gebuwen wirt und wachst, vorbehalten Hanf, flachs und räben. j Zum achtenden, ob etwa zehenden ainlitzigen und sondren Personen glichen märend worden oder noch gelichen wurdint, das selbig soll einer ganzen gemaind daselbs, darin der zechendt gelegen ist, ob sy j das begerint, gelichen werden oder mögen sölichs an sich züchen und ouch thuon darumb, was sölich Personen thuond und thuon wölkten und möchte». Zum umnden ist unser ordnung, daß nun fürohin j niemand in unseren landen und communen kein zehenden von treit oder turn uf dem feld oder (den) äckeren ze geben schuldig sin sölle, sonders sölichs heimfüeren, vom tcnn von fünfzehen qnartonen eine (zuo) zehenden j gebe?i, ei» jedem by sim cid und secl selikait. Zum zechenden, wo aber wynwachs ist, soll man ouch von xv zuber(n) (oder) viertel(n) geben werden (sie). Zum elften, als dann etlich huoben, colonien oder lechengüeter, j sv bishar verlechnet gsin sind, und aber nit zuo ewigen erblechen, ist unser mainung und ordnung, fürohin sölich güeter, wo die in unseren landen oder in andren communen gelegen sind und von unseren j geistlichen Personen und Herren gelichen, setz hinfür zuo ewigen erblechen verliehen werde» söllint knaben und meitlin und iren erben, denen so die in Händen Hand, um einen gemeinen erberlichen j und zimlichen zins. Ob aber ein lechenherr, so sölich güeter zuo verliehen Hand (sich, ze vil oder zno schwer zins daruf schleichen und legeil wöllte, dasselbig soll allwegen an frommen unparti(i)schcn tüten ston, wie oder j was sy für ein zins daruf legint, vorbehalten ob etwa» vormals fry lechen von geistlichen verliehen nnzimlichen, halten wir cim jeden sine recht für. Zum zw elften, als dann arme lüt der fällen, j tagwanen und vögelmal halb (wegen) beschwerung gehebt Hand, deßhalben ist unser satznng, wo es in unseren Pündten wer zno fällen käm, daß mau für einen fall dem Herren j lib. d. zuo geben schuldig sy(e). > Darby der tagwen halben, wo man me dann ein tagwen ze thuon schuldig ist, vil oder wenig, soll dem selben ein tagwen nachgelassen werden; hett er aber nun ein tagwon ze jar, den soll er ouch thuon. Deßglichen j des vogelmals halben ist gesetzt also, wo ein Herr darum gegen den Juni 1526. 94? synen brief und sigel Hai als (ald?) sunst mit urteilen (inen) sölichs angehebt, sollen (sy das) hinfür ivic von alter her ze geben schuldig sin. Wo aber ein ! oberkeit gegen den sinen (iren) gar nüts hette, soll sölichs vogelmal gänzlich todt und ab sin. Wir habent hiemit ouch verordnet, daß fnrohin alle wildbandt (mv) und rünnenden wasser zuo jagen und zno fischen j eim jedem gericht, darin das gelegen ist, zuogehören, und ob einer an sölichem wie setz stat etwas erkouft hette, das soll im widerum geben und gelegt werden. Zum dryzeh enden so ist unser Meinung, daß nun j fürohin aincm jeklichem pfarrer solle ain zimliche und erliche narung nach ains jeden verdienen gegeben werden, uß welchein guot dann ain jedliche gemnind guot sin bedankt nach Michail, und soll ouch darby s ain jede gemaind gwält haben, alle zit amen pfarrer ze setzen und entsetzen, wann es sy guot bedankt. Zum vierzeh enden so habent wir verordnet, daß nun fnrohin in unseren landen allenthalben und in ein(em) j jeklichen gericht ain maß, ain gewicht und ain maß iuzuonemen und uszuogeben glichlich und nit zwayerlai sin solle, und soll sölich(s) alles by Chnrcr gewicht, niaß und maß (ge)geben und genommen werden. Darby s sond die von Chnr sölich gewicht und maß ane der dry Pündten rat und willen s das j nit verändrcn. Zum fü nfzeh enden, wo vogtyen oder vögt sind in unsern gottshüs(ern)/') Hand wir gesetzt, daß die frevel und buoßen, so in j derselben vogty falle», söllent der selben gemeinden zuogehören, die sond darus einen vogt betonen, und die übrigen güeter (so?) der vogty gehören, dem gstift heimdienen und den selben amptlüten uß des Herren j zinsen nach rat eins gottshus vergnüegt werden. Zum sechsz.ehenden, der wagenlaiti halben nnd(er) der Calven und ob der Calven habent wir verordnet, daß sölichs geben werden sölle wie von alter har. ^ Zum sibenzeh enden so ist unser mainnng, daß kain commnn noch gericht im gottshus kam appellatz mer für ain Bischof zuo Chnr noch für sine anwält züchen sölle, sonders allwegen, wer ein sach zu appellieren > Hütt oder bcgert, für das nächst gericht, das unpartysch sig, appellieren und züchen möge; by dem selben soll es one we(i)gren und appellieren bliben. Zum achtzehenden so ist unser mainnng und ordnung, wann nun furo- ^ hin ain tumbropst, techen, tumherr, pfarrer, caplan und ander geistlich, so pfrüenden in unseren landen im gottshus habent, mit tod abgal, daß dann ein jetliche pfruond, so also ledig wirt, ainem land(s)kind nß j den dryen Pündten, der geschick(t) darzuo ist, gelichen werden sölle, und kainem ußländischen noch frömbden dheinswegs, mit underschaid, wo es zuo schulden käme, daß man ai(n)en Bischoffen von Chnr erwelen söllte, s so soll (das) ain Capitel mit rat des ganzen gottshus im underen und oberen Pündten thno». Zum nünzehenden Hand wir ouch gesetzt, daß niemant hinfür kein intraden mer zuo geben schuldig sin sölle. Und zum j leisten, darmit sich unser Handlung und artiklen niemants beschweren noch sich dero zuo klagen bedörfe, so habend wir uns deß vereint und beschlossen, eim jeden heimschen oder ußländigen fürsten, j Herren, communkn und sonders») Personen recht ze gestattsen) und verfolgen lassen und sölichen rechtstjag bestimpt, nämlichen welicher ützit deßhalben zum andren ze sprechen und zuo besuochen Hab, daß der s oder dieselbigen hinnen Sant Alichels tag nächst nach datnm diß briefs koinen söllint und mögint und ein recht anrnofen, wie recht ist; (alsdann) soll inie recht angeben und gehalten werde», und sind zuo söl-s lichem rechten von jedem Pnndt fünf man (und?) ein richtcr verordnet, die ircr glübten und eiden des Pundts halben, nlldjewyl sy sölichs rechtens gcbruchend, erlassen, und darum urteilen und rechtlichen entsch- j scheiden (mv) söllent, alles das sy göttlich, Mich und zimlich recht sin bedankt, und ob aber die widerpart ivic obstat etivas rechtlichen erlangte, daß doch sölich(s) den anderen nnsern artiklen und satznngcn s ganz und gar nnnachtcilig und unzerstörlich sin füllend. Wo aber je niemandS inderthalb (der) gemelten zylen »nd tagen erschinc cmd um recht anrnofte, wie recht ist, so wellen wir dannehi» sölichs rechtens ^ nicmans mer gestatte» noch wyter vergnnnen, *) Das Original ist hier corrigirt „gohhuß". Juni 1526. sonder by solche» oberzelten satznngen und artikleu einandreu schirmen und handhaben und darum znosammen setzen lib, eer und guot, und soll jede gemeind und ^ commun in unseren dryen Pündten, so sy mit recht sölicher artikleu Halb angelangt werden, sinnlichen kosten, ob der iren zuo erkennt wirt, selbs entrichten und abzalen ane der andren gmeinden und Personen, s so nit in das rechten verfaßt noch gestanden wärend, kosten und schaden, alles zuo (in?) guoten trüwen. Diser vorverschribnen satznng, ordnung, stucken und artikle» alles zuo warer glaublicher Urkunde und me- ^ rcr sicherheit so habeut wir hieuach bemelten Landrichter und Rat im obren grauwen Pundt unsers Pundts eigen insigel, und ivir Burgermeister und Rat zuo Chur von wegen und in namen (der) gmeineu gottshus- s lüteu euthalb und herdißhalb de» gebürgen unser Statt zuo Chur aigeu insigole, und wir Landamman uf Tavas und (der) Rat gemeiner zechen Gerichten ouch unser eigen insigel, all uß befelch unser obren und ^ gemeinden gemeiner dryen Pündten offenlich hier an disen brief gehenkt für uns all, unser erben und nachtom inenden, darunder wir lws all vestenklich verbindcnt, Datum Mentag nach Johannis ^ Baptiste des jarts) do man zalt von gottes unsers lieben Herren gebnrt tusent fünfhundert lind sechs und zwanzig, 8ig-. Johannes Jäuick, Landschrybcr, Jacobns Barbule notavit, II. Beibrief (dem Instrument angehängt): Dwyl in den obcrzelten artikleu in etlichen ein mißverstand in künftigen zyte» entston und entspringen, darns spann und stoß s erwachsen (möchten); darmit aber jölichs fürkommen wcrd, so haben wir ctlich der selbigen bas erlütret, dann sy nach dem buochstaben j geschriben stand, erklart und vorbehalten, (l,) ivas dann im vierte» artikel der jarzyt zinscn halb begriffen ist, was sunst s an kilchen, es sig an zinsen oder güetern geben ivorden, daß sölichs alles den kilchen solle beliben und zuogehörcn, und j aber was an die jarzyten gegeben ivorden sind, es sy(e) an zinsen oder an güetrcn, das wollen wir lassen beliben, ivie derselbig s artikel sölichs inhalt und vermag, (2,) Zuo dem andren, als dann im achtenden artikel begriffen ist der zechenden s halb, so sondrigen und ein litzigen Personen gelichen ivorden wären, denJMen wir also erlütret, wöliche weltliche i Personen von geistlichen oder weltlichen Herren und Personen lenger dann in menschen gedächtnnß belechnot gewesen s wärend, by dem setz bigen lassen wir sy belyben, und soll ine» sölicher zehenden verfolgen nach tut des obgeschrib- s neu artikels, und snst lassen wir den selben artikel in sinen kreften beliben, (3,) Zum dritten, so behalten ivir j vor, ob unser getrüw lieb Pnndsgnossen voit Tisentis int obren gottshus chio) etlich verträg vor disen artiklen oder hienach j mit ircni Herren satzteiit und vertrüegen, die selbigen lassen ivir darby beliben. Und soll hiemit diser brief mit aller j siner inhaltnng und bedütung hiemit keins wegs geviiiidret, sonders in allen sinen kreften beliben und festen- j klich gehalten werden, Datum ivie vor vcrschriben stat, ma d-„ Si-g-w d» m Bünde, Einen vollständigen Abdruck hat Lttnig, Neichsavchiv: Dewlos. Donk. III, p. 104« —48. Einen lateinischen Auszug der wichtigsten Artikel gibt Do I'urta l. 148—51; einen deutschen C.v.Moor, Gesch. v. Eurrätien II, 106—7. III. Den eidgeitössischcn Orten wurde folgender Auszug mitgetheilt: „Zum ersten so soll kein bischof zuo Cur oder (kein) geistlich Herren kein weltlich oberkeit haben, weder vögt, amman noch ämpter zuo besetzen hau, „Zum andern, von wegen torn, käs, schmalz und wingült, so einer crkonft und nit erblechcn ist, hat der zinsmeycr die wal, das gelt, nllwegcir von xx einen, ze geben. „ Zum dritten, was erblechenzins wärent, soll man für ein scheffel korn xij ß, d, geben, für ein zubcr ivin j lib,, für ein kübel käs j c, (krönen?), für ein tübcl schmalz ij e, geben; Ivo aber die erbleichen verkoufr und verrückt wärent, so mag der pso) das lechen inhänds hat, an sich kousen und züchen. Juni 1526, 951 „Zum vierten söllent die, (so) vor ziten die alten gestift Hand umb ir(er) seel willen, all ad sin, hinfür nit wer geben werden, und (wo) die rechten erben nit wer (vorhanden) sind, mag ein gmeind das verwenden, wo si will, „Zum fünften soll man weder jung noch alt lüt wer in kein kloster nemen, sunder die so darin sind, ab lassen sterben, und nach irem absterben hat die gemeind gemalt, dieselben güeter alle zno verordnen nach ireni gefallen, „Znin sechsten soll fürohin kein kleiner zechent, welicherlei das sye, nit mer schuldig zno geben sin, „Zum sibenlen, wo etwan verkonft zechenden mären uf einer gmeind oder sunderen Personen, soll man (die) geben oder mit dem honptguot abkaufen, „Zum achten, wo zechenden sundrer pnrsame gelichen wärent, söllent (die) der gemeind, da der zechent lit, gelichen sin, „Zum nünten, es soll kein korn noch (al. und) treitzechent uf dem feld mer geben werden, nämlich ij f(iertel) von einer juchart und nit mer. „Zum zechenden, winzechenden soll inail von xvj f(iertcln) eins und nit mer gen, „Zum einliften, wo huoben oder derglich lechen wärent, söllent (die) fürohin für erblechen gelichen werden, „Zum zwölften, es soll(en) onch alle fäll, geläß, tagwan, faßliachthüener, stür, vogelmal und alle eigenschaft, lämberschaft und tnoch absin, „Zum drizechenden so söllent alle wildbänn, wasserflüß, holz, wunn und weid alls gemein sin in jetlichem geeicht, da es gelegen ist, „Zum vierzechenden, es soll ein Mich gemeind iren pfarrer setzen und entsetzen, als oft in(cn) geliebt, und im nach sinem verdienen zimlich narung geben. „Zum fünfzechenden, es soll in nnsern landen ei» mäß und ein gewicht sin, us(ze)geben und inzenemen, „Zum sechszechenden, es söllent ouch hinfür die fräfel und buoßen einer gemeind, da die fräset beschechcnt, heimfallen und nit dem Herren." St, A, Lucern: A. Gra'ubiinden, — St, A, Bern: A, Kirch!.Llngelenenheiten. Maden. 152N, 25. Juni f. (Montag nach Johannis Baptistä f.). Staatsarchiv Lucern: Mg-M. Abschiede II, k, Ivt, Staatsarchiv Bern: Allg,-idg, Abschiede s, 2bl. KantoiiSarchiv Basel: Abschiede. Kantoitsarchiv Freidling: Abschiede Bd, 12, Kantoiisarchiv Solothurn: Abschiede Bd, XlV, jia»to»Sarchiv Schasshauseil: Abschied-, LaudcSarchiv Appenze» I. N.: Abschiede, Gesandte: Zürich, — Bern, Niklans von Graffenried, des Raths, Lncern, Hans Hug, alt-Schultheis;, Uri, Jost Blätteli, des Raths. Schmyz, Gilg Nychmuth, alt-Ammann. Untcrwalden, Klans Halter, alt-Amnlann, Hug, Caspar Schell, Seckelmcister. Glarus, Basel, Adelbrecht Meyer, Biirgermcister; llrban vom Brniln, des Raths. Arcibnrg, Hans t^nglenberg, des llkaths, Solothurn. steter Hebolt, Schultheis;, Schaffhansen, Hans Peyer, all-Bürgermeister, Appenzell. Annnann (Ulrich) Eisenhut; Heinrich Banniann, des Raths, Abt St, Gallen. Jacob Stapfer, Ritter, Hofmeister. Stadt St. Gallen. Caspar Zollikofer, des Raths. Mühlhanscn, Bürgermeister , , , ^ E. A.A. l. 21b. tt. Da ein Strelcr von Bern, der zu Baden gebüßt worden, behauptet hat, die Eidgenossen haben einen Eid geschworen, den Zwingli zu tödten, wenn er nach Baden käme, und von dieser seiner Aussage, die er vor Rathen 952 Juni 1526, und Bürgern gcthan, nicht abstehen will, so wird beschlossen, dies heimzubringen und auf nächstem Tag Antwort zu geben, wie man gegen ihn handeln wolle, indem er die Ehre der Boten schwer verletzt hat, I». 1. Eine französische Botschaft, nämlich General Morelet, Caspar Sorman und Herr von Boisrigault, meldet erstlich, wie der König vor Kurzem mit deni Papst, dem König von England, den Venetianern ünd dem Herzog von Bar ein Bündniß geschlossen, worin er auch die Eidgenossen vorbehalten habe, ?c. 2. Sodann begehrt sie, daß die Eidgenossen dem König 8—10,000 Man» überlassen möchten, da jetzt leicht und ohne Gefahr großer Nutzen und Ehre erlangt würde, 3. Zum dritten schlägt sie vor, wenn der Kaiser oder sein Bruder, Herzog Ferdinand, die Eidgenossen auffordern sich zu erklären, ob sie in dem zwischen dem Kaiser und Frankreich errichteten Tractate eingeschlossen sein wollen, so mögen sie antworten, daß ihnen nicht gezieme, sich darüber auszusprechen, bevor der Kaiser und der König, als die Hauptfächer, den Tractat angenommen, — Nachdem man ihren schriftlich über reichten Vortrag vollständig verhört und ans den Instructionen erfahren hat, daß die königliche Botschaft in der letzten Zeit diese „Werbung" an einige Orte besonders und an die übrigen nicht gebracht, wird mit der Mehrheit der Stimmen folgende Antwort vereinbart: Da einige Orte bereits das Verbot erlassen, daß niemand irgend einein Fürsten zulaufe, während andere Orte noch nichts von diesem Handel wissen, und man somit nicht einstimmig sei, so wolle man das Gesuch der Botschaft heimbringen. Weil übrigens der König den Eidgenossen noch so viel schuldig sei an Sold für die Hanptleute und Knechte, die täglich ungestümer auf Bezahlung dringen, so könne man einstweilen auf den gehaltenen („schlechten") Vortrag sich nicht weiter einlassen, sondern müsse den König ernstlich bitten, mit allem Ernst dafür zu sorgen, daß man einmal vollständig bezahlt werde; da endlich die Eidgenossen über die neue Werbung noch nicht einig geworden, so müsse man die Botschaft ersuchen, das Geschäft ruhen zu lassen, bis alle Orte einig geworden, und keine Leute hinwegzuführen, indem der Mehrtheil jeden Ausbruch verboten habe. Heimzubringen, v. Es wird auch wieder der Antrag gestellt, „der tagen eins" eine Botschaft nach Frankreich zu senden, um sich persönlich bei dem König zu erkundigen, warum doch die Bezahlung so lange hinausgezogen werde, und ihm mit allem Ernst zu erklären, daß man solche „Aufzüge" nicht länger dulden könne noch wolle. «I. Ans dem nächsten Tag ist Antwort zu geben über das erneuerte Gesuch von General Morelet, ihm zu erlauben, nach Frankreich zu verreisen und seinen Sohn anstatt seiner zurückzulassen. t . Da die Hauptleute abermals klagen und auf Bezahlung dringen, so hat man den französischen Boten davon Kenntniß gegeben; sie erwidern aber einfach, es sei jetzt kein Geld vorhanden. — Heimzubringen, wie man den Hauptlenten und Knechten behülflich sein wolle. I. I. lieber die Beschwörung der Bünde sind Bern, Glarus, Basel, Schaffhausen und Appenzell der Ansicht, man sollte der bedenklichen Zeiten wegen die Sache verschieben; die VII Orte jedoch, nämlich die Waldstätte samt Zug, Freiburg und Solothurn, erklären einhellig, daß kraft der Bünde die Sache nicht länger verschoben werden könne, und haben zu diesem Behuf einen Tag angesetzt, nämlich auf Sonntag nach St. Iacobstag (29. Juli). 2. Während die obgenanntcn fünf Orte Willens sind, sich deßwegen von den andern nicht zu söndern und allen denen zu schwören, die auch ihnen schwören, sind die Vlk Orte der Meinung, man solle weder Zürich noch den Andern schwören, die dem lutherischen oder zwinglischen Mißglanben anhangen und ihre Prädicanten nicht hinwegtreiben wollen, und stellen an jene fünf Orte das höchste und ernstlichste Anstichen, nochmals zu betrachten, wie ihre Vorfahren in die Bünde zusammengetreten, bei dem wahren alten christlichen Glauben, worin die Bünde aufgerichtet worden, zu bleiben, und geben ihnen ferner zu bedenken, daß sie den Orten, denen um des neuen Mißglaubens willen irgend welche Gefahr zustieße, keinerlei Hülfe und Trost gewähren, sondern sie gänzlich verlassen würden, („und geursachct, witer darin zuo handlen"), während sie denjenigen, die zu ihnen stehen, in jeder Widerwärtigkeit, komme sie von Juni 1526, 95Z Fremden oder von den Unterthanen, nach Inhalt der Bunde mit Leib und Gut helfeu wollen. Endlich wollen die OII Orte nicht verbergen, daß sie denen von Zürich, sofern sie von ihrem Unglauben nicht abstehen, nicht schwören und auch nicht dulde» werde», daß dieselben im Namen der andern Orte den Eid geben oder empfangen. Es werden nun alle Boten dringend ermahnt, die Sache heimzubringen, und deßwegen ist ein Tag in Lucern angesetzt auf Dienstag vor Maria Magdalena (17. Juli). K. Für den Streit zwischen Basel und Solothurn wird ein Tag in Aarau bestimmt auf Mittwoch nach St. Ulrichstag (11. Juli), wohin die für diese Sache früher bestimmten Boten kommen sollen. I». Der Schultheiß von Lucern soll heimbringen, was mit ihm über den Abzug der Zurgilgen von Schaffhausen gesprochen worden, I. 1. Es wird der Disputation halb die Frage angeregt, was für Folgen man derselben geben wolle, und von einigen Orten der Wunsch geäußert , die Acten zu erhalten. Da jedoch die fünf Schreiber ihre „Bücher" in aller Schnelligkeit geschrieben haben, sodaß sie für andere nicht wohl zu lesen wären, so wird beschlossen, wenn der Schreiber Huber von Lncern das von ihm selbst verfaßte und ihm zugestellte Exemplar, das er beförderlichst und bei dein geschwornen Eide ohne alle Veränderungen ins Reine zu schreiben hat, vollendet, so soll es noch mit den andern Büchern, welche bei dem Vogt zu Baden hinterlegt sind, sorgfältig verglichen werden; dann ist ans Tagen zu berathen, ob man es auf die hohen Schulen schicken oder vor den Orten, die dasselbe zu kennen wünschen, durch einen Boten verlesen lassen, oder was man sonst damit thun wolle. Lucern wird ersucht, den Huber (einstweilen) nicht zu sehr mit andern Arbeiten in Anspruch zu nehmen, bis er seinen Auftrag vollendet hat. 2. Ferner wird beschlossen, es sollen in allen Orte», wo lutherische Geistliche sind, dieselben, sofern man sie nicht verjagen will, wenigstens nicht mehr predigen bis zum Austrag des Disputations-Geschäftes und bis man sieht, wer dem andern schwören wolle oder nicht, indem den Eidgenosse» aus diesen Predigten bisher lauter Unheil erwachsen ist, und ferner alles Uebel daraus erfolgen würde. 3. Endlich wird verabredet, es sollen die lutherischen Büchlein überall strenge verboten, und diejenigen verhaftet und bestraft werden, die solche (feil?) haben. .Ii,. Dem Landvogt zu Baden ist ein Gefangener übergeben worden, auf dein man einige Büchlein und Schriften gefunden, die von Capito, den Predigern zu Straßburg, von Oekolampad in Basel und Andern an Zwingli und seine Anhänger gerichtet waren. Da man „Unwahrheit und Lügen" darin, gefunden, und der Gefangene selbst bekannt hat, daß Capito und Wolf Köpfte, der Buchdrucker zu Straßbnrg, diese Büchlein gedruckt, so wirb den Ständen auf dem Reichstag zu Speyer geschrieben, sie möchten den Druck solcher Bücher verhindern und dahin wirken, daß die Schuldigen bestraft werden; dasselbe wird denen von Straßbnrg geschrieben. I. Doctor Faber begehrt im Namen des Bischofs von Constanz, daß die von den Eidgenossen, nämlich den betreffenden Obrigkeiten in, Sprengel, oder von Geistlichen belehnten Priester zu Constanz examinirt werden, ob sie nach den Satzungen der christlichen Kirche würdig und tanglich seien, die hl. Sacramente zu spenden, „wie Gott lind die heiligen Zwölfboten sie aufgesetzt" und die Kirche sie angenommen. Heimzubringen, i»». Aus den nächsten Tag ist Antwort zu bringen über die Einfrage des alten Schaffners zu Illingen, ob man ihn dulden würde, wenn seine Obern ihn wieder dahin verordnen sollten. Ii. Heimzubringen, was die herzoglich österreichischen Gesandten, nämlich Ritter Ulrich von Habsberg und Doctor Jacob Stürzet von Buchhcim (am 27. Juni) vorgetragen, «». Man soll auf dem Tag zu Lucern über alle Geschäfte Antwort geben, die ab der Jahrrechnung z» Baden in den Abschied gekommen sind, A». Es wird beschlossen, das Dorf Tablat um IG) Gl. zu strafen, ,z. 1, 1526, 26. Juni (Dienstag nach Johanni), Baden. Die Boten von Basel, Schaffhaufen, Appenzell, Abt und Stadt St. Gallen schreiben an Zürich: Auf dein der Disputation wegen gehaltenen Tage sei auch der Handel über den Jttingersturm zur Sprache gekommen; nachdem man die Antwort von Zürich (17. Mai?) 120 W4 Juni 1526, verhört, habe man die Boten der nenn Orte abermals freundlich gebeten, in Betracht der Schwere des Handels und des zu Einsiedeln ergangenen „Beiurtheils" des Obmanns zu gütlicher Unterhandlung einzuwilligen, in welcher man weder Mühe noch Kosten scheuen würde, Sie haben geantwortet, wenn .Zürich die Messe und die Bezierung der Kirchen zu Stammheim und St. Anna zulasse, so wollen sie das heimbringen, in der Hoffnung, daß ihre Obern die Gülllichkeit nicht abschlagen werden, x. Da man seither anderer Geschäfte wegen nichts mehr habe handeln können, und es jetzt nicht wohl angehe, sich zu theilen und eine Botschaft an Zürich abzuordne», so bitte man es hiemit freundlich, umgehend anzuzeigen, ob es jene zwei Artikel annehmen wolle, damit man entsprechend zu handeln wisse. St. A, Mich-A. Jiting->ha»d-l. 2. 1526, 27. Juni (Mittwoch nach Johann Baptist). Zürich an die Nathsbotschasten von Basel, Schafft Hausen, Appenzell, Abt und Stadt St. Gallen, jetzt in Baden versammelt. Dank für ihr freundliches Schreiben betreffend die unternommene Mittlung im Jttingerhandel. Auf ihre Anfrage, ob Zürich einwillige, zu Stamm- Heim und St. Anna die Messe und die Kirchenzierden wieder aufzurichten, was dem Span eine bessere Wendung geben könnte, habe es vorerst zu erwidern, daß es immer anerboten, sich ans der hl. Schrift belehren zu lassen; da nun die Eidgenossen letzthin zu Baden eine große („treffenliche") Disputation gehalten haben, in welcher auch „der Artikel der Meß" besprochen worden, so bitte es die mittelnden Orte, in seinen Kosten ihm eine glaubwürdige Copie der Arten des Gesprächs zu verschaffen; die werde es dann gründlich erwägen, und was es hienach, ohne das Wort Gottes zu schmälern, thun könne, werde es den Eidgenossen zu Gefallen gern erstatten. St. N. Zürich: Missiven. i'. Spruch der Villi in Baden regierenden Orte zwischen dem Abt von Wettingen und dem Leutpriester zu Baden, betreffend die geforderte Vermehrung des Pfrnndeinkoimnens. Druck im „Archiv des Höcht. Gottshauses Wettiugen," p. 437, 438. Im Berner Ercmplar fehlen Ii, >», im Frciburger A, M >, I>, im Basler und Solothurner K, Ii, ;», im Schaffhauser und Appenzeller ;>. Ii, in, >». Zu I». Es sind folgende Acten zu bemerken: 1) 1526, 15. Juni, Bern. Es „hat der frankrichisch bott anbracht, 1. wie daß dise löus anc krieg »it wol möglich zergan, deßhalb er pitt, so er begert, daß im erlaubt werd, vj oder viijm (knecht anzuonemen), und hieby betrachten, wie es vor gangen.*) 2. Demnach-wie der Papst, Engelland, Frankrich, (die) Venedigcr, (und der) Herzog von Meiland einen friden und vereinnng gemacht, darin min Herren die Eidgnossen (auch) vergriffen, als si Wyler vcrnemen werden. 3. Dennc, als der Keiser begert- in den friden, (so er) mit dem Küng gemacht, zno gan, bitt er min Herren, kein antwurt zuo geben; dann der frid sige noch nit ufgericht noch beschlossen, und was er deßhalb dem Knng von Engeltnnd, nnd er (diser) hinwidcrum geschriben haben; dann min Herren haben guot ursach, diewyl sy doch nit müssen noch underricht syen, wie und mit was maß sölicher ufgericht. 4. lind daß min Herren nit gestatten, dem Bischoffen von Loden kein knecht anzuonemen; dann sölichs wider in und im zuo Nachteil dienen" (wurd). St.A.Bern: RathsbuH mv, p. ?s, 74. 2) 1526, 18. Juni, Bern, Versammlung des großen Rathes. Abermalige Verhörung der französischen Botschaft. Es wird ihr geantwortet: 1. Es sei nicht Brauch, der Werbungen halb (8000 Man» betreffend) besonders (in den einzelnen Orten) zu antworten; man wolle aber nichts abgeschlagen oder zugesagt haben; wenn der König dem Bündniß nachlebe und hatte, was er schuldig sei, werde man sich auch nach Gebühr erzeigen. 2. In Betreff des von dem Kaiser begehrten Beitritts zu dem Frieden mit Frankreich wolle man die Frist der sechs Monate auswarten und sich dann je nach Umstanden entschließen, da man (in der That) noch nicht wisse, wie ^er Friede gemacht sei. 3. Wenn der Bischof von Lodi sich feindlich verhalte, so wolle man ihm Niemand zuziehen und die Ungehorsamen allenthalben gefänglich einziehen lassen.**) w. it>. p. so, si. *) Das Original, sehr flüchtig geschrieben, ist besonders hier undeutlich. »*) Dieser Paragraph ist im Original sehr mangelhast redigirt. , Juni 1526. 955 3) Am 19. Juni (Dienstag vor Joh. Bapt.) erschien die frnnzösische Botschaft, General Morelet und der Herr „von Angeran," genannt Boisrigault, auch in Solothnrn, um einen ungefähr gleichlautenden (hier besser redigirten) Vortrag anzubringen. Am 26. wurde von Rathen und Burgern ausweichend geantwortet, sie wollen an dem König die Vereinung halten, sofern er es anch thue, dem Boten nach Baden aber befohlen, (zunächst) nur anzuhören, was andere Orte thun wollen und dann mit denselben zu beschließen, was der Eidgenossenschaft nützlich und löblich sein möge, jedoch nicht Vollmacht haben, „Knechte zuzusagen." S°I. Rathsbuch Nr. 1», p. SV4—so?. Zu I. 1) Das Berner Eremplar hat noch folgende Stelle: Da sich Bern zu Stadt und Land durch einen ^ besiegelten Abschied verpflichtet hat, so setzt man (die VII Orte reden im ganzen Artikel) voraus, daß die Obern es bei dem Schwören nicht ausschließen werden, wiewohl man nicht erwartet hätte, daß es entschlossen sei, „solchen Leuten" zu schwören, die sich von dem alten wahren Glauben absöndern; man hofft aber noch und bittet zum höchsten, daß es sich „eines Bessern" besinne und sich uns gleichförmig machen werde, worüber man auf dem nächsten Tag Antwort erwartet. - (Absch.1s.2s7.) 2) Aus der Basler Instruction ist folgende Weisung hervorzuheben: Wenn die Eidgenossen deßwegen, weil man die Prädicantcn nicht abgestellt, behaupten, Basel sei lutherisch, und darum die Bünde mit demselben nicht beschwören wollten, so sollen die Boten anzeigen, daß man die Prediger von allen Parteien fürfahren lasse, mit der Beschränkung, daß sie nur das göttliche Wort gemäß dem früher erlassenen Mandat verkündigen, die in der Disputation erörterten Artikel aber bis auf weitcrn Bescheid nicht berühren sollen; damit habe die Obrigkeit sich selbst und die Gemeinde beruhigt; also sei man weder lutherisch noch zminglisch und könne deßhalb von der Bundesbeschwörung nicht ausgeschlossen werden. Wenn aber gewisse Orte dennoch auf ihrem Vorsätze beharrten, so wäre zu erinucrn, daß das Bündniß ewig und als solches beschworen sei, und dabei zu erklären, daß man.dasselbe treulich zu halten gedenke, ec. K.A. Basen MW-d-. (Voraus geht ein Artikel über die Bundesbeschwörung an sich: Antrag auf Verschiebung sder später wiederholt wurde), nebst dringender Vorstellung der Folgen einer Trennung in dieser Angelegenheit.) Zu i. 1) Der Folgen wegen, die sich an diese Verhandlung knüpften, wird hier die erste bezügliche Instruction von Bern (dd. 13. Juni) eingelegt. „Erstmals, als dann dise tagleistung fürnemlich angesalzt von wegen der bücchern nächst vergangner disputatz, in fünf glichförmig teil vergriffen, wie man fürer in der fach handeln well, ist miner gn. Herren Räten und Burgern ernstliche Meinung, daß inen derselben Mechern eins inhändig gemacht werde, sich des inhalts zuo erinnern nnd demnach ze rntslagen, was wytcr deßhalb ze thuond, und wohin man die schicken (well), harumb ir mit allem ernst und fliß vor allen dingen (üch) bewerben söllend, daß üch zuo Händen miner Herren eins der fünf bücchern überantwurt werde, und sunst dißhalb uit wpter handeln." St. A. Bein: Abschiede X. 440. 2) Da Basel ebenso bestimmt und beharrlich wie Bern die Mittheilung eines Exemplars der handschriftlichen Acten verlangte, was bisher weniger beachtet werden konnte, weil die Abschiede diese Thatsache öfter verschweigen, so lassen, wir einige charaeteristische Jnstructionsartikel folgen und bemerken hier für ein- und allemal, daß das Begehren, mit Verweisung auf die erklärten Gründe, auf jedem cidg. Tage wiederholt werden mußte. Den Boten habe man keine Vollmachten zu Beschlüssen geben können, „in ansehen, daß uns die aeten der disputation verborgen, nit zuo Händen gestellt und deßhalb dhein gnuogsam wüsten habe», mit was gründen die fünf disputierten Artikel von bedcn theilcn gehandlct spent, da uns aber nit zwifelt, es habent die doctores ir Meinungen mit solchem ernst dargethon, daß darüber ze raten wol hoher erwägung bedürfe. „Und demnach wir dise disputation um gmcinen fridcns und einigkeit willen eben mit schwerem kosten gchulfen leisten, einen Presidenten da gehept, ouch unsere geirrten, iviewol die fach fürnemlich umb des Zwiuglins willen angescchen, als ein partpe antivort gegeben, deßhalb uns der fünf büecher eins, darin die disputation begrasen, billich zuogchört, damit wir dann zno nachgendc» tagen Inhalt abscheids ernstlich von disein Handel rede», und wie der fachen fürer ze thuond sche, damit seid und einigkeit geufnet, ratschlagen mögend, so sollend unsere Kotten zuo dem ernstlichistcn begercn, daß unser lieb Eidguossen unfern erlittenen kosten sampt vorerzelten Ursachen zuo herzen nenien, ouch darneben, wie schwer es sche, umb ein unbekannte fachen, an deren aber so vil 95k Juni 1526, gelegen sin will, ze raten bedenken," zc. ze. „Und safer unser Eidgnosscn fürsorg trücgend, daß sölich bnoch und Handlungen von uns uskomen und publichwl werden sölte zc., mögend unsere Kotten inen fry sagen, daß wir sölich buoch in unserem gemalt wol vcrwaret behalten, niemand abschriften darvon geben, sonder allein in unserem Rat behalten und bruchen wellend." Weiter sollen die Boten sich nicht einlassen. K.A.»°su: MW-de. 3) 1526, 12. Juni, Constanz. Hugo, Bischof von C., an Herzog Wilhelm von Bayern zc. Dank für die Sendung des I)r. Eck zu der Disputation in Baden, mit Bezeugung des größten Lobes für dessen Geschicklichkeit, und dem Ausdruck der Hoffnung, daß diese Handlung nicht bloß in der Eidgenossenschaft, sondern auch in den äußeren deutschen Landen zur Ausreuiung des eingewurzelten Unglaubens dienen möge, u. s. w. St. A. Zürich: Zwingli-Schrifteu (Copie). - K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV. Zu le. Wir lassen gleich an dieser Stelle einige bezügliche Acten folgen: 1) 1526, 4. Juni, Straßburg. Farellus an Oswald Myconius in Zürich. Allerlei Nachrichten betreffend Vorgänge in Frankreich, Straßburg zc. Grüße an Zwingli, Leo (Jud) und Caspar (?). „Do ist nieinas hie, der sich nit freue, daß sy (die Zürcher?) keinen fuoß verändert haben," zc. (Deutsche Uebersetzung.) K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV. — K. A. Schaphausen: Abschiede. 2) 1526, 11. Juni, Straßburg. Wolfgnng Capito au Konrad Pellicau in Zürich. Nachrichten betreffend des letztern Schrift über Erasmi und Luthers Schriften über das Sacrament (Abendmahl), hebräische Studien, dazu dienliche Bücher zc. Bitte um Mittheilung eines Werkes in chaldäischer Sprache und um Bericht über de» Stand der evangelischen Sache in Bern, als woran viel gelegen sei. Grüße. St. A. Bern: Kirch!. Angelegenheiten. (Amts. Copie aus Baden). — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV (Copie). — K.A.Basel: Abscheidschriften. K. A. Schaphausen: Abschiede. 3) 1526, 28. Juni (Vigilia Petri et Pauli), Baden. Die Boten der zwölf Orte (?) a» Or. Wolf Capito in Straßburg. „Unser grnoß zc. Wir haben Key einem ewerem Kotten brief und gctruckte büechli von euch und andren an den Zwingli zuo Zürich nsgangen, darin wir erfinden, daß die wider die disputation, so wir zuo Baden in Ergöw haben erhalten, scind und i» solichen briefen und büechli vil ist, das da nit die warheit, sunder erdicht und erlogen ist, und hetten wol vermeint, ir wären sölicher büechli und schribcn wider uns nnd die warheit müessig gangen. Abrr wie dem (sei), solteu wir solicher biechlein und geschriften mer finden, wir wurde» gegen dem Kotten handlen, als sich wurde gebüren, und im nit gnad bewiscn, als disem bschehen ist; darnach mögen ir euch wissen zuo richten." Datum zc. St. A. Zürich: A. Rettgionssachen. — Tschud. Doc.-Sam>»lung, T. IX. Nr. SI. 4) 1526, 28. Juni (Vigilia Petri und Pauli), Baden. Die Boten der zwölf Orte (?) an (Straßburg). Es wisse ohne Zweifel um die Disputation, die man hier des Glaubens wegen gehalten; unterdessen sei dem Landvogt zu Baden ein Gefangener überliefert worden, Namens Johannes Buchli, der von Capito, dem Drucker Köpflin und Andern mit gedruckten Büchlein und geschriebeneu Missiven an Zwingli zc. geschickt worden. Nun finde sich in dem fraglichen Druck eine offenbare schä(n)dliche Lüge, welche die Obrigkeiten und die Boten bei dein gemeinen Mann verleumde, indem es da heiße, vr. Beer habe den Oekolampnd gebeten, im ersten Artikel, des Sacraments halb, nachzugeben, so werde sich in den andern wohl eine „rachtung" (Vergleich zc.) treffen lassen. Das wolle aber keiner von Beiden gestehen, und haben sie, von ihrer Obrigkeit deßhalb ernstlich befragt, erklärt, es sei dessen nie gedacht worden, zc. Da sich hieraus ergebe, was für ein Gotteswort diese Jrrlehrer brauchen und suchen, nämlich daß sie mit Lügen, Schänden, Lästern nnd heimlichen Practiken das gemeine unverständige Volk wider die Obrigkeit und Ehrbarkeit aufweisen, nur damit ihr schädliches Vorhaben gelinge, wenn das nicht init Gottes. Hülfe und Zuthun christlicher Obrigkeiten abgewehrt werde, so begehre man hiemit ernstlich, daß die Schuldigen nach Verdienen gestraft werden; denn der genannte Bote habe gestanden, daß der Capito und der (Köpfli) dieses Büchlein „unter einander" gedruckt, und ferner, daß dergleichen (in Straßburg) nicht mehr geschehe, allfällige Uebertreter aber ihre Strafe finden zc. Denn diesseits werde man auch keine Mittel spare», um Frieden und Ruhe zu erhalten, Blutvergießen und andere llebel, die bisher aus diesen Irrlehren entstanden, zuvorzukommen, zc. — Nachschrift: Das in dem Druck erwähnte Verbot, daß wer nicht disputieren wolle, nichts aufschreiben dürfe, und daß, was in Häusern oder anderswo geschrieben und nachher gedruckt würde, zum voraus für fälsch und erlogen erklärt sei, und die Schuldigen Strafe zu gewärtigen haben, (sei ebenso unwahr?). St. A. Zürich: Zwingli-Schriften (Copie). Juni 1526. 957 5) Zur Ergänzung ziehen wir die Basler Instruction bei! „Unsere Kotten sollend gemeinen Eidgnossen nf jetzigem tag das büechlin, so von der Disputation getruckt, darin vil unwarheiten und luginen begriffen, fürbringen und anzeigen, demnach darin die botten, so uf der Disputation gewesen, und die Presidenten eben hoch und schmächlich angezogen, daß wir darob ein merklichs mißfallen empfangen, onch wie Doctor Ludwig Ber darin eben hoch angezogen und nsgeschriben wirt, er habe mit dem Ecolampadio geredt, daß er sölte vom ersten artikel stan, so wellte er in den übrigen ein guote rachtung treffen »c., deß er sich und nit unvillich hoch beschwert; und so aber bede Doctores vor uns erschinen, sind si) einandern anred und bekanntlich; nenilich sagt Doctor EcalampadiuS, daß Doctor Ludwig ime solcher reden nie gedacht, deßhalb ers von im nit geredt, nnd bescheche Doctor Ludwigen doran »»recht zc." Sodann wird erklärt, daß die Basler Buchdrucker das Büchlein geprüft nnd auf besondere geschwornc Eide darin vier verschiedene Schriften erkannt haben, die ein Straßbnrger Drucker in andern Büchern gebraucht. K.A.Basel-Ws-hi-d-., Zu n. Nach Meldung des üblichen Grußes zeigen die Boten an, daß. der Kaiser vor einigen Monaten mit der „königlichen Würde" zu Frankreich einen ewigen Frieden nnd brüderliche Einigkeit gemacht, wozu ihn vornehmlich folgende drei Ursachen bewogen haben» 1) Die Betrachtung, daß dem allmächtigen Gott nichts gefälliger sei als Liebe und Frieden nnter den Christen, wodurch Blutvergießen nnd viele andere Ucbel verhütet werden können; 2) daß durch einen solchen Frieden die lutherische Secte, die den heiligen Glauben verwirre nnd Empörung gegen die Obrigkeiten pflanze, ausgerottet werden möchte; 3) daß der Kaiser Gelegenheit erhielte, ^ nach Rom zu ziehen nnd dorthin sowohl andere christliche Fürsten als die Stände des Reiches, darunter auch die Eidgenossen, zusammen zu berufen nnd mit ihrem gemeinsamen Nathe die „vielen Mißbräuche," die in der Christenheit „und besonders zu Rom" geübt werden, abznthun oder zu mildern, welchem die päpstliche Heiligkeit sich nicht wohl entziehen dürfte, da solche Mißbräuche bisher ani meisten Anlaß zur Entstehung neuer, verführischer Secten gegeben haben, und sich alsdann die geeinigtc Christenheit mit aller Macht gegen die Türken wenden könnte. — Nun müsse aber seine F. D. vernehmen, daß der König von Frankreich damit umgehe, de» geschlossenen Vertrag zu brechen; sie könne zwar noch nicht völlig glauben, daß es sich so verhalte; allein sie nehme an, daß der Papst, die Venediger und ihre Anhänger, die mehr ihren besondern Vortheil als Gottes Ehre und die Wohlfahrt gemeiner Christenheit erstreben, bei diesen Practiken thätig seien; eben der Papst, dem es doch eher geziemte, Krieg nnd Zwietracht verhüten zu helfen, sei jetzt beschäftigt, den genannten König mit dem Kaiser zu entzweien, bloß in der Absicht, daß letzterer nicht nach Italien kommen und die berührte (Reformations-)Handlnng unterbleiben sollte. Seine F. D. bewege aber ihre Liebe znr deutschen Nation zu dem Wunsche, all dem klebet, das aus dem Fricdensbruch erwachsen möchte, vorzubauen, wozu ohne Zweifel auch die Eidgenossen mitwirken werden. Wie sie vor Kurzen» eine Disputation des Glaubens wegen gehalten haben, deren Emst und Ruhm auch den zu Speier versammelten Fürsten des Reiches bekannt geworden, so erbiete sich auch seine F. D., für die Erhaltung des christlichen Glaubens alles einzusetzen nnd stelle nun an die Eidgenossenschaft das Ansinnen, daß sie zu dein heil, römischen Reiche halte und den König von Frankreich vermöge, dem bcschwornen Frieden nachzuleben, nnd wenn fremde Potentaten sie um Hülfe gegen jenen Vertrag ersuchen würden, dieselben abweise, insbesondere den Papst und die Venediger, und ihnen auch niemand zulaufen lasse. In Anbetracht, daß der Kaiser nur das Wohl gemeiner Christenheit im Auge habe, erwarte er von den Eidgenossen, daß sie seinen» Begehren willfahren »verde». Si. A.Bern: Abschiede X. LS1-SV4. — K. A. Schaphausen- Abschiebe. — K. A. Basel- Abschiede. — «. A. Freiburg - A. ä«k»iro5 keilbrula«. St. A. Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung Bd. l!. — K. N. Solothurn: Abschiede, Bd. XIV. 958 Juli 1526, S7T. Lcmis. 152s», 25. Juni f. (Montag nach St, Johann Baptistä f.). Jnhrrechmmst. StaalSarUiiv Zitricl,: Tschud, Abschiedi-Samml, Bd. 0, Nr.lv, Staatsarchiv Bern ! Nllg, eidg, Abschiede /, 2N9, jkantvnSarchiv Basel: Abschiede, KautvnSarchiv Arcilnira: Abschiede Bd, 102, Gesandte: Bern, (Hans Rudolf Nügeli). Basel. (Wolfgang Hütschi). Frciburg, (Peter Arfent), — (Die andern unbekannt), 1, Der Seckelmeister liefert die Landsteuer, nämlich 7026 Lauiser Pfund 10 Spagürli, in Kronen, Dncaten und Gulden ab, wie sie hier gangbar sind, 4 Gld, für 3 Kronen gerechnet, ze, (S. 1525). 2. Sonvico gibt 640 Pfd. in gewohnter Währung; Ponte 392 Pfd. 3 Spag,, dchgleichen; Marco 320 Pfd. in Gold, wie oben, und etwas Münze. 3, Die Zoller entrichten baar 800 Sonnenkronen, 4, Das Malefiz erträgt dieses Jahr 240 Kronen 1 dicken Plapart, was der Fiscal theils baar vorgelegt, theils im Namen der Obern für Löhne und andere Ausgaben verrechnet hat; der Ueberschuß der Einnahmen belänft sich auf 64 Kr. Die Rechnung des Vogtes wird gutgeheißen. 5. Weinzoll und Bank von Mendris werfen 100 Kronen ab, I». Dem Caspar von Sessa wird das Land wieder aufgethan und sein Vermögen zurückerstattet; dagegen hat er 100 Krauen Tröstung gegebeil, daß er zu Lauis Jedermann und auch den Obern des Rechten sein und Wohl oder Wehe gewärtigen soll. Luggaris. 1520, 4. Juli f. (Mittwoch nach Petri und Pauli f.). Jahrrechmmg. Staatsarchiv Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung Nd. 0, Nr. 32. Staatsarchiv Bern: Allg. cidg. Abschiede /. 205. KantonSarchiv Basel: Abschiede. KantvliSarchiv Freibnrg: Abschiede Bd. 102. t». Es weiß jeder Bote zu berichten, daß der Vogt von Mendris (diesmal) keine Rechnung gegeben hat, indem die Vögte meinen, daß alle Bußen für Vergehen, die nicht mit Todesstrafe belegt sind, ihnen zugehören. Die Boten sollen daran sein, daß den zur nächsten Jahrrechnung verordneten Gesandten befohlen werde, die Capitcl und Statuten, die man den Landschaften gegeben hat, zu untersuchen med alsdann mit voller Gemalt zu handeln, was sie für gut erachten, I». Ferner sollen die Boten ihren Herren und Obern vorbringen, daß Uri (neuerdings) Znrückerstattung oder Ersatz des früher nach Lnggaris für gemeine Eidgenossen geliehenen Geschützes und Pulvers verlangt hat, und zwar soll auf der nächsten Jahrrcchnung Antwort hierüber gegeben werden, t. Man soll auch heimbringen, daß von den Büchsen und Znbehör, die vor Jahren den Franzosen geliehen worden, noch gar nichts erstattet ist; da soll jeder Bote sich dafür verwenden, daß alles zurückgefordert werde, «K. Heimzubringen und nicht zu vergessen, daß Marc Morell von Lanis auf den nächsten Tag, der in Luccrn gehalten wird, vorgeladen werden soll, damit er sich gegen die Zureden des Vogtes Fleckenstein von Luccrn verantworte. Uebersicht der Einnahmen in Luggaris: 1, Das Malefiz hat ertragen 53 Kronen, 6 rhein, Gulden »nd 17 Groß. 2, Der Zoller hat den vollen Betrag seiner jährlichen Pachtfnmme, nämlich 1100 Kr, bezahlt, 3, Die Commune Gam- barogno gibt 275 Pfund, 5 Groß für 1 Pfd. gerechnet, 4, Von dem Statthalter im Mainthal hat man empfangen 600 Pfd. in obiger Währung, 5, An Holzbußen ebendorthcr sind eingegangen 71 Pfd, 6. Die Gemeinde Brissago entrichtet 68 Pfd, 7, Der Seckelmeister von Luggaris zahlt 1825 Pfd, 8, Verzasca gibt / Juli 1526. 959 112 Pfd. Der Commissar legt Rechnung ab über seine Ausgaben für Bauten am Schloß, für Läuferlohn und für die Büchsen, im Ganzen 25 Kronen; daran hat er vom Zoller 26, die übrigen 5 Kr. von den Boten erhalten. K. Die übrigen Ausgaben sind folgende: 1. Den Edlen von Luggaris 18 Kronen, die man ihnen jährlich zu zahlen hat. 2. Dem Schreiber 56 Kr. als Besoldung. 3. Dem Büchseumeister 45 Kr. als Jahrlohn. Demselben 9 Kr. 5 Groß für Arbeit an den Büchsen. 5. Dem Fiscal 12 Kr. als Lohn. 6. Einem Boten ans „dem Bund" 1 Kr. 1 Btz. für überbrachte Briefe. 7. Den Mönchen 3 Kr. um Gottes willen. 8. Den Mönchen zu U. L. Frauen 2 Gl. rh. als freiwillige Gabe. I». Nach Abzug aller Ausgäben in Lauis und Luggaris sind jedem Boten geworden 269 Kronen, 27 Duralen, 16 Gulden rhein. und 46 Batzen an Münze. 374. Wern. 152K, 6. Juli f. Staatsarchiv Bern: Mg. cidg. Abschiede X, p. 448. Nathsbuch Nr. 210, p. 135 »s. „UlZsponma sivo avtio öla^. Dom. Ilornonsinm «lata clit'tnntagus super petitinncnn pruäentissiurorum .. 0. uratarnm Illustrissimi Ocmüni >Iuris 8allauciias, apuä ipsos fam cliotos Ilcuuiuus IZeriuznses Imlütam 8" llulil Inn«. 1526." 1. Die Gesandten berufen sich auf das üu letzten Abschied erklärte Zugeständnis) und Versprechen Berns, in dem Streit um die Burgrechte mit Genf und Lausanne keinen andern Weg zu betreten, als den der Freundschaft und Gerechtigkeit, und bitten inständig, den Worten die That folgen zu lassen und die als Schiedleute oder Richter abzuordnenden Boten sogleich zu ernennen, indem der Herzog seine Spruchleute bereits bezeichnet habe in Aymo von Genf, Herrn von Lullin, und Anton Piochet. 2. Darauf werden Bartholomäus May und Anton Bütschelbach zu Gesandten erwählt, in der Meinung, daß wenn Freiburg den bevorstehenden gütlichen oder rechtlichen Tag auch besuche, jede Stadt einen Richter gebe, im andern Fall aber beide Boten von Bern in der Sache handeln sollen. 3. Ferner wird beschlossen (bewilligt), daß Genf und Lausanne keine Anwälte zu dieser Verhandlung schicken, auch ihre Briefe, Rechtsamen und Freiheiten gegen den Herzog nicht vorlegen, und daß die Gesandten von Bern, wenn irgend welche Personen von Bern, öffentlich oder heimlich, in: Namen deren von Genf und Lausanne zu handeln versuchte», solche Practieanten wcgweisen sollen. (Lateinisches Concept). 1) Das Schlußdatum lautet auf den 14. Juli. Nun verweist das Rathsmauuäl unter dem 8. Juli auf das Abscheidbuch; unter dem 14. ist notirt, daß auf weiteres Anbringen der savoyischcn Botschaft bewilligt worden, die Genfer und Lausanner auf dem Rechtstage nicht vertreten, sondern das Recht gänzlich nach Vorschrift der Bünde vor sich gehe» zu lassen. Es darf hicnach vermuthet werden, daß H 3 den am 14. Juli gefaßten Bescheid enthalte, wodurch die Differenz der Daten sich genügend erklärt. Am 15. wird den Boten des Herzogs weiter zugestanden, daß weder die Genfer selbst noch Jemand in ihrem Namen ihre Briefe und Privilegien nach Biel bringen und da vorbringen sollen. Alle diese Beschlüsse scheinen nnr von dem kleinen Rathe ausgegangen zu sein. Zur Ergänzung dienen folgende Acten: 2) 1526, 6. Juli. Bern an Frcibnrg. Man erfahre mit großem Bedauern, daß sich eine Anzahl Leute nuS beide» Orten erhoben habe», um nach Genf zu ziehen, indem aus solchem (Aufbruch) mehr Unruhe als Gutes erwachsen möchte; darum bitte man um genauere Nachrichten, deßglcichen um Aufschluß über den Handel zu Rolle. K. A. Fi-ciburg: A. Bern. 3) 1526, 7. Juli. Bern an Freiburg. 1. Die Botschaft des Herzogs von Savopen habe, mit Berufung auf die diesseitige Zusage, demselben wegen der Vurgrcchtc mit Genf und Lausanne das Recht zu erstatten, 960 Juli 1526. (gestern) das Begehren gestellt, daß man die Zusäher wähle; der Fürst werde das auch thun, in der Meinung, daß die Verordneten (zuerst) die Güte versuchen sollen. Man bitte nun um schleuuigeu Bericht, ob Freiburg in das Recht einstehe» wolle, w. 2. Die Boten haben auch eine Zuschrift des Herzogs vorgelegt, laut deren die Genfer einen Edelmann gefangen und in einen Thurm gelegt haben, was mau gar nicht billige; deßhalb habe man dahin geschrieben und ersuche Freiburg, von solchen Thätlichkeiten auch abzumahnen, da gar bald etwas Gefährliches angefangen wäre, w. St. A. Ben,, T-ms-h MM--,, q. so. 4) 1525, 7. Juli. Bern an Genf. Die Botschaft des Herzogs von Savopen habe angezeigt, daß ein Edelmann von seinem Hofe gefangen worden, was man beschwerlich finde, was auch nur böse Folgen haben könne, indem oft ein entzündeter Funke endlich eine Flamme erzeuge. Darum rathe man dringend, den Gefangenen unverweilt freizugeben, wodurch die Stadt für ihre eigene Ruhe und Wohlfahrt sorge. Wenn sie wider Verhoffcn hierin nicht willfahrte, gäbe sie damit Anlaß, nicht bloß die Vesahungsknechte heimzufordern, sondern auch das Burgrecht abzukünden, ?c. Si. A. Bern, ratet,,. Miss»-,, i. 2-u> 5) 1526, 7. Juli. Bern an Hans Hnbler in Genf. Entsprechende Weisung für die bernische VcsatzungS- mannfchaft. id. Teutsch Missiven »i. Die Boten, die zur Einnahme der Bundescide nach Bern gehen, sollen Vollmacht haben, den Sträler für seine Schmähreden zu berechtigen, ». (Für Wallis:) Die Erbietuugen deren von Wallis werden mit Freuden angenommen, und es wird ihnen erwidert, man werde das niemals vergessen. Auch ist ihnen ein Fürschreiben an den Papst gegeben, «. Die Boten, die nach Schaffhausen gehen, um den Bundeseid zu empfangen, sollen sich dann nach Rothweil verfügen, um ihn auch dort einzunehmen, was inzwischen Schaffhausen den Rothweilern anzeigen soll, K». Der Gesandtschaft des Königs von Frankreich wird auf ihren zu Baden gehaltenen Vortrag geantwortet: Wenn der König die Eidgenossen für alle ihre Anforderungen befriedigt habe und dann gemäß der Vereinung Knechte begehre, so werden ihm alle Orte samt den Zugewandten Antwort ertheilen, wie sich gebühre, und wie die Verträge erfordern; aber bis die Bezahlung erfolgt sei, werde man ihm keine Knechte zukommen lassen, «>. Nachdem der Span zwischen Basel und Solothnrn wieder verhandelt worden, und ein gütlicher Ausgleich derzeit nicht erreichbar scheint, hat mau den Boten von Basel gerathen, ein unparteiisches Recht vor zehn oder acht oder sechs Orten anzunehmen, oder denselben die Sache zu gütlichem Spruche anzuvertrauen oder aber von jeder Partei Vertrauensmänner aus den andern Orten auszuwählen und nötigenfalls einen Obmann beizuziehen, :c, Ueber diese Vorschläge sollen sich beide Theile auf dem nächsten Tage zu Lucern erklären, i (Für die VII Orte:) „Jeder bott M anbringen von wegen des predicanten zuo Bern (Bertold Haller?), daß denen botten, so gen Bern geschickt, daß in(en) befolhen werd, sr> nochmals anzekeren, daß" (sie). 1526, 14. Juli. Straßburg an die Boten der zwölf Orte in Lucern, Antwort auf ihre Zuschrift betreffend Dr. Capito und den Buchdrucker Wolf Köpflin. An dem Druck habe man kein Gefallen gehabt und deßhalb den Köpflin gethürmt und nur für eine Geldstrafe der Gefangenschaft erlassen, Dr. Capito verantworte sich, wie die Beilage laute; da er sich nun auf sein Schreiben (an Zwingli) berufe, so bitte man um vertraute Mittheilung des Originals oder einer glaubwürdigen Copie, nm die Sache gründlich erfahren zu können, zc. St. A. Lucern: N. Stmßburg (Perg.). I. 1526, 20, Juli, Lucern. Die Boten von Lucern, Schwyz und Glarus an Ulrich zum Graben zu Steinach, „Unsers gnädigen Herren von St. Gallen botschaft hat uns klagt, demnach sin gnad vergangner zit dir die bnrg Steinach zuo koufen geben und dir im kons mit lutern warten benembt und angedingt hat, daß etlich zins ald zechenden an ein pfrnond, so Herr Gallus besitzt, järlichs gange, die aber nit ablösig, sonder ewig, welches onch vom Gotshus lehen sige, sölichs nnangeschcn hast dn understanden, sölich zins ald zehcnd abzuolösen, deß du weder macht noch gwalt, aber villicht by deneik von St. Gallen folg und Nachlaß gefunden und nach einer vermeinten rechtfertigung das houptguot also erlegt und dins vermeinens damit die ewigen gült abgelöst habest, Sölichs ans nit wenig an dich befrömbd(et) nnd nit on ursach, Darumb so ist unser ernstlich Meinung, daß du diu houptguot wider nemen, der pfruond und dem guoten Herren sin ewig zins ald zechenden wie von alter har und wie dir im kons an(ge)dinget und eröffnet ist, füro geben und verfolgen lassen; daran thuost du uns gefallen. Wo du aber sölichs ze thuon nit vermeintest, daß du uf nächsten tag zuo Lucern, so sin wirt uf den ersten tag Öligsten, erschinen, diu antwort, grnnd und ursach darzuo geben wellest, (so) wirt darnach wptcr gehandelt Nach gestalt der sachm". , , Vadian, Bibl, in St. Gallen: Vitt, Also, II. 274 (Original). Juli 1526, 965 ». (Klage des Abtes von St. Gallen über die von Geißerwald, und Aufforderung der drei Schirmorte an die Gemeinde, sich auf dem nächsten Tage zu verantworten. —" (S. Nr. 388, r). q aus dem Solothurner Eremplar. Dem Berner fehlen I» 6, n, >» w., von l und <» je der letzte Satz, im Freiburger . «I, o sc., im Appenzeller dieselben und l. Im Lueerner Eremplar (Concept) ist i mitten im Schlußsatze abgebrochen; voraus geht I» 7, dann folgt b 6. Im Solothurner Abschied sind r und d6 verbunden, der erste Theil aber unvollendet geblieben. Zu Ii. Es sind hier einige Acten beizuziehen: 1) 1526, 12. Juli. Bern an (Freiburg und) Sotothurn. Da auf dem letzten Tage zu Baden beschlossen morden, aus Sonntag nach Jacobi die Bünde z» beschwören, woraus aber allerlei MißHelligkeit unter etlichen Orten erwachsen könnte, so bitte man frenndlich, im Hinblick ans das gemeinsame Wohl den Boten zum nächsten Tag in Lucern Befehl zu geben, dahin zu wirken, daß die Beschwörung um ein Jahr verschoben würde; vielleicht könne mittlerweile Ruhe und Einigkeit wieder hergestelltt werden, ?c. In gleichem Sinne habe man sich bei Frciburg verwendet. St. A. Bern: T-Utsch MW »-N A. S°l°thm,n Rathswch Nr. is, x. g. 6) In ausführlicher Instruction versucht Basel darzuthun, daß man es nicht als lutherisch ansehen könne, indem Messe, Singen, Lesen, Kirchenzierden und Bildnisse wie von Alters her noch bestehen, und darin noch nichts geändert sei. Die Prädicanten abzustellen, ginge aber nicht an, da dies zu großen Unruhen führen könnte; sie seien aber vor Rath beschieden und ernstlich ermahnt worden, dein Inhalt des Mandates nachzukommen. Um das Geschrei zu vermeiden, daß man das Gottswort nbthun wolle, lasse man sie nun in Gottes Namen predigen, die Artikel der Disputation jedoch ausgeschlossen. K. A. B»s-u MMbc. 7) (Zu § 3). Das Original des Abschieds führt die angedeuteten Motive specieller aus: „Zum dritten, als unser Eidgnossen von Basel Kotten uns ein antwurt geben lut ir instruction, und wiewol ir Meinung ist, die pündt trülich ze halten und ze thuon, was frommen redlichen Eidgnossen zuostand(e), daby ouch nit geacht wellent sin, daß sp luterisch oder zwinglisch sigent; dann si) in ir statt alle cristenliche brüch wie von alter har noch habent zc.; diewil wir aber verstand, daß (sp) den Ecolampadium, ouch den münch von Luccrn und ander, so dem irrigen und ketzerglouben anhangent und zuo Baden uf der disputatz wider das hochwirdig sacrameut des altars und andre cristenliche stuck gefachten und disputiert Hand, noch in ir statt ufenthalten, ouch noch predigen lassent, das uns nun zum höchsten mißfallt, und obschon sp sölich predicanten abstalltend, nit mer zuo predigen, so ist man dennocht nit sicher, wo sp ir ketzery und ler von mund und in gschrift heimlich on müssen der Oberkcil usgießent, darus uns Eidgnossen allen, ouch denen von Basel, bißhar wenig eer, lob, nutz noch friden entsprungen, als menklich weißt. So dann wir merkent, daß unser Eidgnossen von Basel nit gwaltiger oder nit des willens sind, dann dz sp sölich (lüt) ufenthalten, ouch daß in ir statt nit wenig mißbrüch wider cristenliche ordnung, es sig mit fleischessen zuo verbotncu ziten old anders, fürgang(en), das uns nun irem erbieten und guoten Worten nit glichförmig sin bedunkt, darum so ist unser Herren und oberu Meinung und will, soferr unser Eidgnossen von Basel sölich predicanten irs predgens und lerens nit ganz abstellent und uß ir statt vertribent und die mißbrüch abstellent und sich glichförmig machent in unserm alten cristenlichen glauben uns der merteil Orten, so wellent wir inen nit schweeren, ouch niemant zuo inen schicken; wo sp aber sölichs thuond, (als wir noch zuo inen verhosfent), so wellent wir inen schweeren und sp halten für unser trüw lieb Eidgnossen." Zu t. 1) Der Vortrag der französischen Botschaft findet sich abgesondert im Lucerner Exemplar sowie in der Solothurner Sammlung (Bd. XIV). Sodann gehören hieher: 2) 1526, 22. Juni, Angouleme. König Franz I. an Boisrigault, Morelet und Sorman, Gesandte bei den Eidgenossen. Seit dem letzten Schreiben, nämlich gestern, sei das Bündniß mit dein Papst zc. im ganzen Königreich verkündigt worden, wie die beigelegte Abschrift des Formulars laute. Das sollen sie den Eidgenossen auch mittheilen und ihnen dabei bemerklich machen, daß er in allen seinen Tractaten sie nicht vergesse, und daß er hoffe, sie werden „Ursache sein", daß ein allgemeiner Friede in der Christenheit zn Staude komme. Begehren weiterer Nachrichten. (Fmnz. Copi-). S. N. o. 3) 1526, 5. Juli, Bern. Morelet und Dangerant (Boisrigault) an Solothurn. 1. Auf dem Tage zu Baden haben sie von dem König Briefe empfangen mit einer Copie der Ligue mit dem Papst zc., deren Artikel damals den Eidgenossen vorgelegt worden; weil sie aber lateinisch verfaßt und etwas lang seien, so habe man die Gesandten ersucht, jedem Ort bis zum nächsten Tag ein (deutsches) „Doppcl" zuzuschicken; unterdessen haben sie einen französischen Auszug fertigen lassen, den sie hiebet mittheilen samt einem Briefe des Königs (s. o.) und dein Publi- cationsmandat. 2. In Italien haben die Venetianer Vortheile errungen, die der Marquis von Guasti ihnen mit bedeutendem Verlust und erfolglos abzudringen versucht; er habe sich dann nach Mailand zurückgezogen, zc. 3. Der Juli 152K, 967 König schicke jetzt unter dem Befehl des Marquis von Saluzzo 500 Hommes d armes nach Italien und unterhandle mit dem Herzog von Savoycn wegen Lieferung von Lebensmitteln, ?c. K. A. Soloihm»: Abschiede Bd, XIV, (Franz, Original), 4) 1526, 8. Juli. Bern an Wallis. Antwort auf das heute empfangene Schreiben dd. 5. Juli. Man verwundere sich über solche Aufwieglung durch Leute von Uri nicht wenig, da doch auf dem letzten Tage zu Baden, auf den Antrag der französischen Botschaft, beschlossen worden, das Weglaufen nicht zu gestatten; mau vermuthc daher, daß diese Werbung hinterrücks der Obrigkeit von Uri geschehe. Daß Wallis von jenem Beschlüsse nichts erfahren, billige mau nicht, da man vielmehr wünschte, daß es („als uit die rnindstcn") zu solchen Händeln berufen würde. Da nun deßhalb ein Tag in Lucern bestimmt sei ans Dienstag vor Maria Magdalena, so wolle man ihn hiemit verkündet haben, in der Erwartung, daß Wallis nicht ausbleiben werde, zc. 5) 1526, 8. Juli. Bern an Lucern. 1. Mittheilung der Zuschrift von Wallis und Anzeige, daß man letzteres zu dem nächsten Tage berufen habe, zc. 2. Bericht über einen Anschlag der Aargauer, sich mit Angehörigen von Lucern in Aarburg zu sammeln und von dort ans nach Bern zu kommen, um „etwas kilbi oder faßnacht" zu feiern; da die Zeitumstände nicht dazu angcthan seien, solche Versammlungen zu halten, so habe man diesseits Anstalt gemacht, eine allfällige Ausführung zu hindern, und bitte Lucern, der Sache nachzuforschen, zc. St. A. Bern: Teutsch Missiven H. 60 d — 62. 6) 1526, 12. Juli. Bern an Luccrn. Abermalige Beschwerde über die von Urner Hauptlcuten, zuwider dem Abschied, betriebenen Werbungen ... „Und so es nit änderst zuogan, und über alles abscheiden und ratschlagen sölichs und derglich gehandlet, wurden wir geursachet, ouch zuo unserm spil zuo luogen, damit uns hinderruggs nit. also die unfern hinweg gestiert, und wir allweg die leisten sin (müeßten); was aber guots willens darus erwachsen, mögen ir selbs betrachten"... n>. ib. os. 7) 1526, 13. Juli. Bern an Lucern. Die Boten des Königs von Frankreich haben angezeigt, wie sie vernommen, daß der Markgraf von Guasti und Anton von Leyva im Namen des Kaisers mit den Bündnern unterhandeln, um für dessen Truppen Paß zu erhalten, was dem König und den Eidgenossen großen Nachtheil brächte. Daher bitte man, den Bündnern zu schreiben, sie möchten den Widerwärtigen keinen Paß gestatten, zc. St. A. Bern: Teutsch Missiven H. 67 u. — St. A. Lucern: Missiven. 8) 1526, 13. Juli. Bern an Chur. Beschwerde und Bitte in gleicher Sache. n>. w. 67 b. Hier dürfte auch der nachfolgende (undatirte) Act die passende Stelle finden: 9) Vortrag von Capin (?), Boten des Papstes, über die Gründe, welche den König von Frankreich zu dem Abschluß der hl. Liga bewogen haben. Der Papst habe sich um den Frieden zwischen dem Kaiser und dem König viele Mühe gegeben, um dann die Macht aller christlichen Fürsten gegen den jetzt gewaltig vordringenden Türken in Bewegung setzen zu können. Nachdem er gesehen, daß der König der Gefangenschaft entledigt worden, an seiner Statt aber die Söhne habe stellen müssen, sei es ihm, wie vorher, hauptsächlich daran gelegen, daß jeder Fürst sich mit dem Seinigen begnüge, und da er wisse, daß es ohne Befreiung der genannten Personen zu keinem Frieden komme, wolle er bei dem Bündniß bleiben, das übrigens Eroberungen so vollständig ausschließe, daß der König auf das Herzogthum Mailand verzichte, zc. Die Eidgenossen wissen aus den ihnen von dem König zugestellten Abschriften des Vertrags, daß der Kaiser demselben beitreten könne, sofern er die Söhne freigebe; der hl. Bund sei aber vereinbart, um hierin billige „Ordnung zu schaffen". Da nun bisher nichts ohne die Eidgenossen geschehen, so sei er (der Bote) von dem König beauftragt worden, sie um Zulassung ihres tapferen Volkes anzusprechen, und Zwar mit der möglichsten Eile, da die Roth im Schloß zu Mailand schon groß sei, und dessen Wiedcrcrobcrnng, wenn es verloren ginge, große Opfer erheischen würde ... Solche Hülfe verspreche der hl. Vater nach Vermögen zu vergelten. Der hl. Bund verlange etwa 8 —10,000 Knechte, die auf den sichersten Wegen nach Bergamo geführt werden sollten, damit sie zn den Heeren des Königs, des Papstes nnd der Vcncdigei stoßen tonnten; au Geschütz und anderer Rüstung fehle es ihnen nicht, und für die Besoldung stehen die Verbündeten gut, die „die besten und schwersten Seckel der Christenheit" haben nnd nichts unterlassen wollen, um den Krieg zu gutem Ende zu führen. Einen gelesenen Musterplatz mögen die Eidgenossen jenseit des Gebirgs bezeichnen, zc. Si. A. Bern! Abschied- ü. 3SI-SS». Von der venetianischen Botschaft ist nichts vorhanden. 06« Juli 1626 Zu <1. 1526, 10. Juli (Dienstag vor Margarethe). Heinrich Wirz, Landvogt im Thurgau, an die Boten der neun Orte (X Orte ohne Zürich). 1. Er habe (bereits) an einigen Orten die Huldigung eingenommen und dabei die Mandate betreffend die lutherische Secte und den Spruch von Einsiedeln in Sachen der Zinse, Zehuten ?c. verkündet. Die Leute von Tobel weigern sich nun, ihrem Herrn anders zu schwören als mit dem Vorbehalt, ihm wegen des kleinen Zehntens, der Fälle und anderer Gerechtigkeiten vor den Eidgenossen Recht zu bieten, zc. Das Gleiche haben die von Lommis und andere Nachbarn im Sinn. Daher möchte er rathen, einen Tag nach Frauenfeld zu bestimmen und beide Parteien da zu verhören und rechtlich zu entscheiden; sonst würden die Bauern umhergetrieben und in große Kosten gebracht, während eine solche Verhandlung einer Unruhe vorbeugen könnte; denn die große Mehrheit sei noch gehorsam und hange nicht an der lutherschen Secte, sodaß die Uebrigen wohl bestraft werden können. 2. Sodann sei zu melden, daß die Thurgauer voriges Jahr sechszehn Mann verordnet haben, um in ihrem Namen in Sachen, die den kleinen Zehnten und andere Lasten berühren, vollmächtig zu handeln; dieselben haben auch etwa Rath gehalten. Diese Sechszehn könnten die Herren dann abstellen, da dies nöthig scheine; er habe auch bereits zu verstehen gegeben, daß man (ihr Treiben) nicht mehr dulden könne. Einer von ihnen, von Tobel, habe offen gesagt, der Abschied (betr. die Zehnten zc.) sei erschlichen worden, und hätte „ihr Seckel so wohl geklingelt als der der Gerichtsherren", so wäre das nicht geschehen zc. Dies melde er, um Bescheid zu empfangen, ob er den Betreffenden strafen solle. 3. Landammann und Landweibel begehren eine Antwort auf ihre zu Baden gegebene Erklärung gegen Zürich, 4. deßgleichen die Schützen von Frauenfeld über die auf der Jahrrechnung geschehene Bitte. St. A. Lucern: Misstve». Zu x. 1) Bemerke auch hier die Basler Instruction: Ernstliches Begehren, ein Exemplar zu erhalten, zc. „Und sölt uns nit unbillich beduren, wo man (das wir nit hoffend) vermeldtc acta uns versagen und die einer einzigen Personen vertruwen wellt, solche acta von Ort zuo Ort ze fiteren zc.". . . „Und so sy uns je die acta nit geben und daruf fallen wurden, durch ein einzige person von Ort zuo Ort fieren ze losten, alsdann sollen unsere Kotten sagen und inen anzeigen, diewil man uns die acta nit vertruwen, daß dann wir die von einzigen Personen ganz keins wegs nit anncmen noch empfachen werden." K. A. Basel: Abschiede. 2) Instruction Berns: „Und als dann uf nächstem Tag zuo Baden angesechen, daß der schriber Huober das ein buoch der disputation, so er geschribcn, widerumb abschriben und zuo denen Orten riten und inen das lesen sölle, die sin begeren, sind min Herren (deß) nit benüegig, sonders wellend der rechten fünf originalbücchern eins haben und durch ire eigen(en) schriber dasselbig abschriben lassen." — „Denne sind inqedenk des Revers- brief(s) von Nüwenburg." Abschiede x. 45». 455. Zu k. 1526, 11. Juli, Baden. I)r. Jacob Sturze! an Zürich. F. Dt. von Oesterreich habe die Bezahlung des Erbeinungsgeldes für die Häuser Oesterreich (und Burgund) angeordnet. Da er nun höre, daß die meisten Orte zu dieser Zeit ihren Theil nicht gerne von Zürich empfangen, so bitte er hiemit, zur Verhütung weiterer Irrungen, diesmal, jedoch den allseitigen Rechten unvorgreiflich, zu bewilligen, daß er jedem Ort das Seine (direct) zuschicke und Quittung dafür beziehe; dann werde auch Zürich seinen Theil erhalten. Begehren förderlicher Antwort. St. A. Zürich: A. Oesterreich. Zu Ucber dieses Geschäft liegen noch einige erhebliche Acten vor: 1) 1526, 21. Juni („Juli"), Straßburg. Wolfgang Capito an Zwingli. (Nach allerlei nicht hicher gehörenden Nachrichten:) „Ich Hab dem Ecolampadio geschribcn, was dem Luther in einem sandbrief zuo einem sinem anhangenden geschoben. O menschlich vertruwen, also mag Luther ufrichten den Camen (kämm) und alle ding verachten. Es bitt (bütt) unser buochdrucker, habest ein fuor (?) genomen der gselschaft (sio), wellest uns dasselbig' schicken, oder daß du dise ding usstrichen wellest; in zweien tagen und kurzen stunden magst du sölichs thuon; die wellest an dise fach legen, dann es fast not sin wirdet, daß man die disputation verkere"... .^) St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten lC°pie>. — K. A. Solothurn: Abschied- Bd. XIV. 2) 1526, 8. Juli, Straßburg. Wolfgang Capito an die Boten der zwölf Orte. Antwort auf ihr vorgestern an ihn gelangtes Schreiben vom 28. Juni (folgt Recapitulation der gemachten Vorwürfe und Drohungen). ') Ueber diese falsche llebersetzung (von Faber) ist zu vergleichen in Zwingli's Werken, Bd. II. 2, p. 518—520, über den ganzen Handel ebendort p. 515—518. Juli 152k, 969 „Welcher gschrift ich mich nit wenig entsetzt Hab; dann je nunc Meinung nie gewesen und noch nit ist, wider ein hochlobliche Eidgnoßschaft und die warheit zuo handle». Mit Eidgnossen Hab ich glückliche bywonungen oft gehabt und jüngst fünf jar zuo Basel gewonet, von inen vil ehr (sie) und guots entpfangen, deß ich allweg ingedenk gewesen und nie gelitten Hab, daß jemans in(en) etwas schmälichen nachredet, auch von den lüten, die besondcrlich pflegen von Eidgnossen selten das besser fürzuogebcn. Ob aber Eck und Faber diser getrüwcn Meinung allweg gewesen oder noch Hütt by tag sind, mag villicht euch wol kundlich sein. Min fürnemen ist allein, min gemiet zuo eröffnen, das wie gesagt gegen einer loblichen Eidgnoßschaft in aller fründlicheit gestanden; worum wolt ich dann jetzund etwas flndlichs underston unverursachet und (zuo) diser zit, do ich mir allein domit schaden möchte? Dann daß die geistlichen ire practik gern by euch anrichten und also ein Eidgnoschaft zuo trennen underston, ist der dapferen erberkeit nit für nnguot zuo haben, die do begcrt, by ir(er) vorelteren glauben zuo blybcn in aller einfalt, dero sich die päpstliche behendikeit mißbruchet, mit fürgeben, daß ir betrug der alt glaub sye, und nit das heiter wort Gottes, das uf Gottes ehr und vertrumeu uf Christum allein wysct, welchen bnpstlern mit warheit zuogeben wirt, was ungeschickter fürgoht, als dann in der disputation vil sich zuotragen hat, dariü die evangelischen vilfaltig vervortcilt gewesen sein, als nemlich in dem, daß die bäpstlcr alle tag geprediget und die warheit verhasset gemacht haben, ee dann itzedt (ützit) davon gehandlet worden ist. Dises wirt ufgerechnct den Ecken und Faberu und nit den frnmmcn Eidgnossen, so schon darzuo geholfen haben mögen. Darum, wiewol das büchlin von der disputation usgangen mir eigentlich zuo vertedigeu nit zuostot, mag es by den verständigen wider ein lobliche Eidgnoschaft nit nfgenummen werden; aber es ist gewißlich reichen wider die vermeinten geistlichen, so iren falsch gern by euch erhalten wollten, und mögen sich auch nimmer entschuldigen dero verlümdungen, sie lossen dann, was gehandelt ist, an das liccht kununen. Das wort Gottes und die warheit suochct iren schirm nit in Verdunkelung, sonder in ir selbs^erklärung am tag in Hellem liccht. Man wirt schriben und sagen, daß sy zuo Baden im Ergau by einer loblichen Eidgnoßschaft des strits undergelegen sind, bis daß sie die Handlung jederman mitteilen. In summa, strenge ers. w. und erenrichen Herren, was im büechlin und miner besondern gschrift sträflichs ist, belanget allein die bäpstlichen, welche gcwalt und nidertruckung der warheit durch frevel, lugen und todschlagung gern anstiften, dicwil daß sie kein warheit und gottswort haben und aber gedenken by irem bracht wider alle weit zuo blibeu. ^Darmn, besonders günstige Herren, bitt ich mich uß verdocht zuo lossen und dofür zuo haben, daß ich getrülichen begere üwer ehr, nutz und wolfart alles Vermögens zuo förderen. Wo ir aber etwas felcs witers an mir hellen, bitt ich mich solichs fründlichen zuo verständigen, will ich min unschulde dermaßen darthuon, daß ir und maniklichen deß wol zuofriden sin solle," ?c. Si. A. Zürich: A. Religionssachen. lGI-ichz-illge Abschrist °°» unbckanni-r Hand). 3) 1526, 13. Juli, Basel. Ockolnmpnd NN Zwingli. 1. lieber die Abcndmahlsstrcitigkcitcu mit Luther ?e. 2- „Das büechle, das die Straßburger gedruckt haben, habend langest her die Bäpstlcr geschickt, darmit sy die erzürneten Eidgnossen mer erzürnen möchten; sy sind aber von natur (so) daß sy sich liederlich lassent ufsetzen oder erzürnen. Unser Berus hat ganz für übel gehabt und mich berüeft für den Burgermeister und durch min zügnuß sich (wellen) schön machen, daß er mich nit gebetten Hab, darmit ich snit) abstände von der schlußred, von den übrigen mög man wol ein täding treffen, und so ich in entschuldiget Hab, ist er nit zuofriden gewesen, os iväre dann, daß ich in auch vor einem Rat entschuldigcte; wölicher der ist, so geschribcn hat, der hat unwyslich geschribcu; dann des Bereu und aller (andern Presidenten ?) red was, wann der erst nrtikel abgcricht, so wärcnd darnach die andern ouch bald nbgericht; wölkte gott, daß alle ding möchten gewüßlich angeschriben werden; dann warlich vil ding grob gehandlct sycnd. Ich will nit sagen, us gottlose wys, damit sy ir fach fürdcrtc(n), und vil der brücder die habend die fach hinläßig hingon lassen. Wann ich reden sollt, ich helle nit der zit und muoß, zuo gedenken alle ding . .. Hinzwüschen die Bäpstlcr nnder ire(n) luginen bedeckt lebend wol und berücmend sich eins sigs, ja wenn sy sründ wären der warheit," w. (Uebcrsetzung von fremder Hand). K. A. Soloihmn: Abschiede Bd. XIV. — K. A. Schasshausen: Abschiede. 4) 1526, 23. Juli. Basel an Straßbnrg. Erzählung des Hergangs bei der Beschlagnahme gewisser an Zwingli gerichteter Schriften und Ablehnung jeder Schuld au den bezüglichen Schritten der Eidgenossen, indem die Boten von Basel dazu gar nicht mitgewirkt haben, .'c. ^ B°s-l: MWv-» 5. wo. w?. Der Wortlaut dieses Schreibens mag anderwärts mitgetheilt werden. 970 Juli 1526, 5) 1526, 6. August. Straßburg an die Boten der zwölf Orte. Anzeige des Empfangs der lateinischen Copie von vr. Capito's Missive an Zwingli. Man habe denselben nochmals zur Rede gestellt, worauf er sich entschuldige, es sei gar nicht seine Meinung gewesen, die Disputation zu verkehren, indem der Ausdruck ,ut oatastroxko ckisputationis oxtarst" den (ihm zur Last gelegten) Verstand nicht haben könne. Da man von Kennern der griechischen Sprache vernehme, daß er Recht haben möchte, und jene Verdeutschung (s. N. 1) so großen Unwillen errege, so begehre man, daß die Eidgenossen den Inhalt des fraglichen Sendbricfs durch gelehrte, des Griechischen kundige Männer übersetzen lassen; werde dann die (von Capito) angezeigte Meinung bestätigt, so wissen sie dann, was sie gegen den Verdeutscher (vr. Faber) zu thun haben. Und wenn je künftig solche oder andere Dinge vorkämen, so mögen sie zuerst an die Obrigkeit (Straßburg) und nicht an andere Orte hin schreiben, zc. St. A. Lucern: A. Straßburg. Z78. Areiburg. 1526, 19. und 20. Juli. Kantonbarchi» Frciburg: Rathsbuch Nr. 4-t. I. (19. Juli). Die Botschaft des Herzogs begehrt, daß man für den Nechtstag in Biel den Obmann wähle. Mit Bern zu berathen. II. (20. Juli). Die Genfer begehren, daß man dem (Herrn von) Viry schreibe, sein Vogt solle das Geld, das er dein Gefangenen und den Kaufleuten abgenommen, (zurückerstatten), und daß anstatt des Hans Heid ein Anderer nach Genf geschickt werde. Bewilligt; es wird Hans Seiler dahin verordnet. III. (20. Juli). 1. Herr von Lullin fordert, daß der Nechtstag in Biel besucht, die Botschaft dahin gewählt und zuerst die Güte versucht werde. 2. Boten nach Bern (Schultheiß und Seckelmeister). Man will, laut des Abschieds, nicht eintreten. Vgl. Nr. 379 u,, nebst der Note. Z7S. Wem. 1526, 26. Juli. KantonSarchiv Hreiburg: Justmctioneu, Bd. I. 27. Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr. 210, p. 182. a,. 1. Gesandte von Freiburg — Dietrich von Engelsperg, Schultheiß, und Wilhelm Schweizer, Seckelmeister — sollen zu verstehen geben, es befremde ihre Herren, daß Bern von sich aus der Botschaft des Herzogs wegen des Tages zu Biel einen besiegelten Abschied gegeben, den dieselbe in Freiburg vorgewiesen habe, da doch das Burgrecht mit Genf und Lausanne eine gemeinsame Angelegenheit beider Städte sei; ferner bedauern sie an diesem Abschied, daß die von Lausanne und Genf auf dem Tage zu Biel nicht erscheinen sollen, um ihre Gerechtigkeiten darzulegen, da doch der Tag allein des Burgrecksts wegen angesetzt sei; könnten nun die Genfer und Lansanner ihre Freiheiten nicht darthun, so würde der Herzog (leicht) beweisen, daß sie seine Unterthanen seien, wie es auf frühem Tagen auch geschehen; damit würde das Burgrecht gefährdet und demjenigen, was man den beiden Städten mit Brief und Siegel zugesagt, nicht genug gethan. Darum wolle man Bern ersuchen, sich daran zu halten und den Zusagen gemäß ins Recht zu treten. Diese Meinung solle an den großen Rath Juli 1526, 971 gelangen. 2, Antwort Berns (des großen Rathes): Es wolle bei dem vorher Beschlossenen bleiben, daß also die von Genf und Lausanne zu Biel mit ihren Gewahrsamen erscheinen mögen. I». („Nota" der Fr. Jnstr.) „Beider Stetten vögten jarrechnung tag zuo bestimmen." (Geschah laut Berner Rathsbuch auf Sonntag über vierzehn Tage, d. h. 12. August, für den Schultheiß von Murten und den Vogt von Echallens („Tscherle"). Zu i». 1) Eine Minute der Freiburger Instruction ist im Rathsbuch unter dem 24. Juli eingetragen. — Unter dem 27. Juli entschuldigte sich Bern bei dem Herzog über die Aenderung des letzthin gegebenen Bescheids, die auf Andringen der Freiburger Botschaft durch den großen Rath beschlossen worden sei. (Latein. Missiven I. 238d, und Rathsbuch p. 185). 2) Die Autwort Berns und das Datum hat nur das Berner Rathsbuch. Am Tage vorher war auf Begehren der Freiburger Boten die Besammlung des großen Rathes bewilligt worden. Z8«. 1526, 29. Juli. Beschwörung der eidgenössischen Bünde. Das Bern er Rathsbuch nennt die zu den verschiedenen Orten abgeordneten Boten: Nach Zürich (Bernhard) Tillmann, nach Lucern (Anton) Bütschclbach, nach Uri (Peter) Stürlcr, nach Schwyz Willa- ding, nach Unterwalden (Peter) von Werd, Selsach; nach Zug (Niklaus von) Graffenried, nach Glarus Ibach, nach Schaffhausen und Nothwcil (Peter) im Hag, nach Basel (Rudolf) Nägcli, nach Appen- Zell und St. Gallen (Hans) Bischof, nach Freibürg und Solothnrn (? Jacob von) Wattenwyl und (Anton) Noll. (Hier kann für die Ausscheidung nur vermuthet werden, es gelte für Freiburg der erste Name). Laut des Freiburger Rathsbuchs wurden gesendet nach Bern Humbert von Perroman, Lucern Lorenz Brandenburg, Uri Konrad Merz, Schwyz Niklaus Vögeli, Unterwalden (Bernhard Garmiswyl) Venncr in der An, und Hans Studer d. j., Zug (Peter Tossis), Venner in der Neustadt, Glarus Jacob Fry- burger, Schaffhause» Niklaus Reif, Appenzell Schnewli. d. j. Im Solothuruer Rathsbnch sind folgcndh»Botschaftcn verzeichnet: Nach Bern und Frei bürg I. Hans von Noll, nach Luccrn Hans Hugi, nach Uri Franz Kalt, nach Schwyz Hans Dobcn, nach Ob- waldcn Niklaus von Wenge, nach Nidwalden Christoph Byß, nach Zug Durs Thoman, nach Glarus Hans Wcltmer, nach Schaffhansen (Konrad?) Glutz, nach Appenzell Hans Wagcnmaun. An bezüglichen Acten und Aufzeichnungen liegt im Uebrigen wenig vor. Wir geben die erheblichsten: 1) 1526, 24. Juli (Dienstag nach Magdalcne). Bern an die Aemter Seftigen, Zollikofen, «-ternenbcrg, Konolfingen, Nüggisperg, Thurncn, Wohle» und die vier Kirchspiele. Ladung zu der Bundcsbcschwörung auf nächsten Sonntag, zu welcher Alle über 14 Jahr alte zu gewohnter Zeit in der Lcutkirchc zu Bern erscheinen sollen, Zc. St. A. Bern! Teutsch Missiven cz. 7!t a. 2) 1526, 27. Juli (Freitag nach Jncobi). Zürich an Schaffhausen. Man vernehme gerüchtweise, daß sich die sieben Orte entschlossen haben, die Bünde ans den nächsten Sonntag zu beschwören, aber Zürich gänzlich davon ansznschließen, was um so befremdlicher sei, als man sich vielfach erboten, die Bünde in allen Dingen zu halten. Auf ein bezügliches Schreiben an einige Orte habe man (gute) Antwort empfangen, wonach man sich richten könne, aber von Schaffhanse», dem nächsten Nachbar ?c., noch keinen Bescheid erhalten, wessen man sich zu ihm 972 Juli 1526 versehen dürfe; da man nun Willens sei, die Bünde gegen Alle treulich zu erfüllen und zu erneuern, so begehre man hierüber Bericht. Archiv Schafshaus-n: Corr-spondeiiz-n. 3) 1526, 28. Juli (Samstag nach Jaeobi). Schaffhausen an Zürich. Antwort auf dessen Schreiben vom 27. d., betreffend die Beschwörung der Bünde :c. Man bedaure die geschehene Sönderung, an der man „luter Unschuld trage," habe sich auch nie anders erklärt, als daß man denen schwören wolle, die es Schaffhausen Hinwider thun. Hätte Zürich auf morgen mit andern Eidgenossen eine Botschaft geschickt, so würde man derselben so begegnet sein, daß es ob Gott will daran kein Mißfallen empfände; denn die schwebende Zwietracht sei Schaffhausen in Treuen und von Herzen leid, und wenn es dieselbe abzustellen vermocht, so hätte es Mühe und Kosten sich dafür nicht reuen lassen. ... Zürich solle sich auch keines andern denn aller Freundschaft versehen...; man habe auch wahrlich noch von Niemand gehört, der es nicht als Eidgenossen halten und anerkennen wollte... St. A. Zürich: A. Schaffhausen. 4) 1526, (8. August). Zürich an Glarus. Es dankt für die Freundschaft, die letzteres in den vergangenen Tagen der zürch. Botschaft bei der Erneuerung des Bundes erzeigt ?c. Um Hinwider zu beweisen, daß Zürich auch seine Pflicht willig und ehrlich erfüllen wolle, ersucht es Glarus, seine Botschaft auf Samstag vor Bartholomen (18. August) nach Zürich zu schicken, damit am folgenden Sonntag die Bünde auch von diesem beschworen werden können. St. A. Lim-h: Missw-n. 5) 1526, 8. August (Mittwoch vor Ilaurentii). Zürich an Schaffhausen. Es eröffne in seinem Schreiben über die Beschwörung der Bünde, daß es sich gebühreyd verhalten hätte, wenn von Zürich wie von den andern Eidgenossen eine Botschaft abgeordnet worden wäre. Darauf erwidere man: Das Ausbleiben dürfe in keinem argen Sinne gedeutet werden; es erkläre sich so: Wie Zürich seit längerer Zeit von etlichen Orten abgesondert worden und von den Tagen keine Abschiede erhalten habe, so sei ihm eine bestimmte Nachricht, wann die Beschwörung der Bünde stattfinden sollte, erst zwei Tage vor dem hicfür angesetzten Sonntag zugekommen, und deßhalb sei es nicht im Klaren gewesen, was es dabei thun könne. Auf die freundliche Kundgebung von Schaffhausen hin sei es jedoch mit Freuden bereit, seine Rathsfreunde und Botschaft dahin zu schicken, um die gewohnten Eide zu erneuern und seinerseits Alles zu erstatten, was die Bünde fordern. St. A. Zürich: Missiven. — K. A. Schaffhausen: Correspondenzen. 6) 1526, 8. August. Zürich an Appenzell. Meister Hans Jäckli, der letzthin zu den Eidgenossen abgeordnet worden, berichte wie Appenzell willig gewesen wäre, die Bünde auch Zürich in gewohnter Ordnung zu schwören, was aber durch die Rathsbotschaften einiger Orte verhindert worden sei; da sich nun Zürich getröste, daß Appenzell seiner eidgenössischen Pflicht nachkommen wolle, so werde es hiemit freundlich ersucht, sich darüber zu erklären und zwar dem Ueberbringer des Schreibens den Tag zu bezeichnen, wann es einen Gesandten zur Beschwörung des Bundes empfangen wolle. St. A. Zim-h: MM°-n. 7) 1526, 14. August (U. Fr. Abend im Ougsten). Ländammann und zweifacher Rath von Appenzell an Zürich. „Uewer schriben habend wir verstanden, und dankend üch früntlich üwers wol verguot Habens, und sind die, so gar gern üch und allen unfern Aidgnossen thuon und willfaren mettind, in pündschweren und anderm, was üch allen lieb und dienst wäre, und wann nit von etlichen andern... Aidgnossen ratsbotschaften ein sönderig wäre beschechen, (so) hettind wir on zwifel den aid von üwerm potten eben als gern genommen als von dem von Bern oder andern; dann wir luter nit der Meinung sind, jemand zno söndern, Hand auch nach verlesnng des pondtbriefs den selbigen geschworn nach lut des buochstabens, on alle usdingung und vorbehaltung; mit frünt- licher pitt, ir unser getrüwen lieben Aidgnossen wellend an sölichem unserm schweren ain benüegen und verguot hau und söllichs von uns verston im allerbesten, als es ouch beschechen ist" . . . St. A. Zürich: A. Appenzell. 8) 1526, 14. August. Schaffhausen an Zürich. Antwort auf dessen Zuschrift vom 8. d. M. Da man mehrfach eröffnet habe, daß man bei der Beschwörung der Bünde Niemand ausschließen wolle, so möge Zürich auf einen Samstag seine Botschaft hieher senden; dann wolle man sich morndes beweisen, wie sich gebühre, und sobald man es gelegen finde, eine Botschaft auch nach Zürich abfertigen, mm den Eid zu empfangen. „Denn ob wir glichwol unser botschaft uf den tag, wie bi uns geschworen ist, zuo üch gesandt, so wüsscn wir doch, als nechstmals Juli 152K, 973 die pündt ernüwert, daß ir uns gesondert und nit geschworen (Helten); sollten wir dann unser botschaft zuo iich geschickt, und wir kain müssen getragen haben, was uns hinwidernmb von üch beschcchen (wurd), wäre unser schicken vergeben gewesen" St, A, Zürich: A. Schaffhausen. 9) 1526, 18. August. Zürich an Appenzell. Ueber die Antwort auf das letzte (obige) Schreiben wolle sich Zürich nicht eigentlich beschweren, da es keinerlei schlimme Absichten vermuthe; allein die Sache habe noch eine andere Seite: den Bünden und der bisherigen Uebung gemäß habe Zürich als vorderstes Ort das Recht gehabt, den andern Orten der Eidgenossenschaft „die Eidcspflicht zu geben," was ihm aber kürzlich in Appenzell verweigert und dagegen dem Boten von Bern gestattet worden; wiewohl dies ebenso in Bern und Glarus zugegangen, so haben diese beiden Orte, damit Zürich in den Bünden nicht verkürzt und die ihm widerwärtigen Orte doch zufrieden gestellt würden, den Bnndeseid besonders geleistet; mit Rücksicht hierauf bitte Zürich nochmals, daß Appenzell gleicherweise zur Erstattung desselben einwillige, um so eher als auch Basel und Mühlhausen dies bereits in guter Freundschaft gethan haben.*) St. A. Mich: Misswm. Z8t St. Kassen. 152k, 31. Juli. DtaatSarctiiv Zürich: Acten Stadt St. Gallen. Staatsarchiv Bern: Allg. eidgenössische Abschiede 2. lkl. „Antwurt von klainen und großen Räten der Statt zuo Saut Gallen uf irer getrüwen lieben Aidgnossen von Zürich und Bern sandbotten anbringen geton" ic. 1. Sie sagen für das gethane Erbieten den besten Dank n. s. w. 2. Dann eröffnen sie die Erklärung, die sie ans dem letzten Tag zu Lncern des Schwörens und der „lutherischen" Lehre halb gegeben haben, nämlich daß sie den Austrag und Entscheid der Disputation zu Baden erwarten und alsdann demjenigen, was sich mit klarer heiliger Schrift erfinde, statt thnn und von anderem Borhaben sich gerne wollen weisen lassen; und ferner, daß sie die Bünde schwören und halten werden wie von Alter her. 3. Auf dieses Erbieten sei ihnen von den sieben Orten geantwortet worden, ivie der Abschied laute.**) ^ie hätten wohl erwartet, daß sie nach ihrem geziemenden Erbieten von den Eidgenossen nicht so abgesöndert würden; in welcher Meinung das nun geschehen, wollen sie nicht erörtern. 4. Als dann die Boten von Zürich und Bern den Eid zu empfangen begehrt und sich hinmider erboten, die Bünde an ihnen treulich zu halten, sei es ihnen leid gewesen, daß sie nicht haben schwören können, weil die Bundesbriefe sagen, daß sie schwören sollen, wenn die sechs Orte gemeinlich oder die Mehrheit den Eid verlangen und ihn aufzunehmen beschließen. Dabei wird der betreffende Artikel des Bundbriefes verlesen. 5. Darauf haben Bürgermeister und Rath die Gesandten der beiden Städte dringend gebeten, das in bester Meinung anzunehmen und ihren Herren zu melden, wie willig und bereit sie gewesen, ihnen zu schwören, aber durch die erwähnte „Ehafte" gehindert worden; sie mögen das freundlich bedenken, „damit Niewand die von St. Gallen als die anziehen könne, die hierin dem Inhalt des Bundes nicht nachgefahren wären." Mittlerweile wollen sie den Bund nach Vermögen halten, Leib und Gut zu ihnen setzen, um die Ehre Gottes zu fördern, und sich keineswegs söndcrn, wie wenn sie heute geschworen hätten. Sic hoffen zu Gott, daß sich die Eidgenossen mit ihnen versöhnen, sie bei ihrer Antwort bleiben lassen und sich eines andern besinnen; sobald die Mehrheit sie um den Eid ansuche, werden sie das Zürich und Bern zu wissen thnn und ihnen sowohl wie Ein anderes Concept von gleichem Datnm hat das letzte Motiv nicht. **) S. Absch. 377, l> b, hier in oxtonso citirt. .974 Juli 152K, Andern schwören, 6. Schließlich wollen sie ihre Stadt den beiden Orten empfehlen, da sie nichts Anderes vorhaben, als was dem Recht und den Ehren gemäß und vor Jedermann wohl zu verantworten sei. 1526, 8. August (Mittwoch vor Laurenz). Zürich an St. Gallen. Der Rathsbote, der letzthin dort und in Appenzell gewesen, habe die vielfaltige Ehre, Liebe und Freundschaft, die ihm St. Gallen erwiesen, hoch gerühmt, wofür der Stadt angelegentlich Dank gesagt werde, mit dem Erbieten treuer Wiedervergeltung. Dabei habe man aus der schriftlichen Antwort, die dem Gesandten übergeben worden, wie aus seinem mündlichen Bericht erkannt, aus welchen Gründen sie in dieser Zeit die Vereinung nicht beschwören wolle, und eingesehen, daß sie zu ihrer Entschuldigung gute Ursachen habe, und da Zürich zu St. Gallen volles Vertrauen hege, so beschwere es sich über jene Weigerung nicht, in der Hoffnung, die Stadt werde nach wie vor in guter Freundschaft ver- harren. ^ St. A. Zürich: Missiven. 58T Uern. 1526, 31. Juli. DtaatSavciilv Bern: Allg. eidg. Abschiede X. 463. — Nathsbuch Nr. 210, p. 196. I. Die Gesandten des Herzogs von Savoyen, Aymo von Genf, Herr von Lullin, und Anton Piochet, äußern den Wunsch, daß den bisher gemachten Abschieden betreffend den Zwist üher die Burgrechte mit Genf und Lausanne nachgelebt und bei allfälligem Scheitern gütlicher Unterhandlung das Recht gebraucht werde geinüß dem Bündniß mit den „zwölf" Orten. Sie begehren auch, daß Genf und Lausanne auf dem Tag in Biel (10. August) nicht zugelassen werden, da es dem Herzog aus verschiedenen Gründen nicht „angenehm" sei, niit ihnen zu verhandeln, zumal der Streit nicht eigentlich sie berühre; höchstens wolle er zugeben, daß ihre Anwälte bei der gütlichen Handlung gegenwärtig seien; jedenfalls sollen sie sich in die rechtliche Erörterung nicht mischen können. II. Darüber entschließen sich Schultheiß und Rath nach langer Besprechung wie folgt: .Sie wollen, wie früher erklärt, den Tag in Biel besuchen und dazu abordnen Bartholomäus May und Sebastian von Dießbach. Die Burger von Genf und Lausanne sollen da erscheinen, um ihre Freibriefe und alle andern Titel vorzuweisen, auf die sie sich stützen zur Erhaltung der Burgrechte, und nach Verhörung derselben sollen die Anwälte des Herzogs einerseits und von Bern (und Freiburg?) anderseits, wenn eine gütliche Verständigung nicht zu erzielen wäre, rechtlich absprechen nach Vernunft und Billigkeit. Wenn der Herzog beweisen kann, daß die von Genf und Lausanne seine Unterthanen seien, so will Bern von den Burgrechten abstehen, wie es die Bünde erfordern. Der Abschied ist französisch, die Aufzeichnung im Rathsbuch deutsch. Z8Z. Lucern. 1526, 1. August f. Staatsarchiv Lucer»: Allgem. Abschiede, II. 5. 20S. Staatsarchiv Zürich: Tschad. Abschiede-Sammlung Bd. «, Nr. S4. Staatsarchiv Bern: Allg. cidg. Abschied-, 2. 267. KantoiiSarchiv Basel: Abschiede. KautonSarchi» Freiburg: Abschiede, Bd. 57. UantonSarchiv Svlothurii: Abschiede, Bd. XIV. «antonSarchiv Schasshause»: Abschiede. Landcsarchi» Appen,cll I. R.: Abschiede. Gesandte: Bern. (Anton) Vütschelbach. Lucern. Peter Tammaun, alt - Schultheiß; Statthalter . . Z Junker Jacob von Hertenstein, alt - Schultheiß; Vogt (Jacob) Am Ort. U r i. Vogt Blättli. Schwyz. Vogt Juli I52K, 975 Reding. Obwalden. Ammann Halter. Nidwalden. Ammann Zelgcr. Zug..(Nicht angegeben). Glarus. Ammann Mad. Basel. (Marx Heidli). Freibnrg. Lorenz Brandenburg. Solothurn. Vogt Hugi. Schaffhausen. Burgermeister Peyer. Appenzell. (Ammann Lanker). — (Lucerner Ex.). l». Auf die Anzeige Freiburgs, daß Hauptmann Niclaus Hennigau (?) gestorben, wird vereinbart, es solle sich jeder, der Ansprachen an denselben zu haben glaube, auf Donstag nach Unser Frauen Tag im August (16. Aug.) mit seinen Gewahrsamen zu früher Nathszeit in Freiburg einfinden. I». Da die von Bern abermals „zum höchsten und ernstlichsten" begehren, ihnen eines von den zu Baden liegenden Büchern über die Disputation zu geben, »damit sie nicht geursachet werdent, mit mer Worten w.", welches Anbringen (den VII Orten) nicht zum besten gefällt, — so wird der letzte Abschied bestätigt, nämlich kein solches Buch zu verabfolgen, indem auch andere Orte jolche Gesuche gestellt haben, die ebenso viel Fug und Recht dazu hätten wie Bern. Denn Huber habe jetzt seine Abschrift vollendet, und nächstens sollen die beiden Notarien von Konstanz nnd Basel samt dem Schultheiß Honegger steh zu Baden versammeln, um jene Abschrift gemeinsam zu collationiren; daraufhin soll mau weiter berathen, was für Folgen der Disputation zu geben seien; es scheint nämlich nicht rathsam, ein solches Buch aushinzugeben, bevor man einen bestimmten Entschluß gefaßt und eine Erklärung erlassen hat, welche Partei die hl. Schrift recht verstehe und auslege; deßhalb soll Jedermann auf dem nächsten Tage hierüber Antwort geben. «. Der neuen Gatzen wegen, welche Zürich gemünzt, sind Etliche der Meinung, sie seien aus Kelchen, Monstranzen, Gottcs- zierden und Kirchengut gemacht nnd deßhalb zu verbieten. Heimzubringen. «R. Der Bote von Appenzell berichtet, was auf dem Schwörtag mit den zürcherischen Boten begegnet, wie nämlich, nachdem beim Schwören der andern Srte die Botschaft von Zürich hatte abtreten müssen, nnd Appenzell einen besondern Eid gegen Zürich zu leisten abgeschlagen, dieselbe das Siegel an den Bundesbriefen zurückgefordert habe. Da nun Appenzell um Rath bittet, >v hat man beschlossen, darüber auf dem nächsten Tag Antwort zu geben, v. Junker Wolf von Helmstorf, im Namen des Bischofs von Coustanz, begehrt abermals, daß die Eidgenossen zur Untersuchung der vorhandenen Anstände einen Tag festsetzen, an dem sich der Bischof persönlich einfinden werde, um die Mißbränche abstellen Zu helfen, damit Ordnung und Gehorsam wieder zurückkehre. Da man hierüber ohne Instruction ist und die Ansicht billigt, daß vorerst ein Beschluß über die Folgen der Disputation zu Baden gefaßt werden sollte, so wird verabredet, dies heimzubringen. Es soll nun jedes Ort in Erfahrung bringen, was „Jedermann vermeine sür Mißbräuche zu halten," um auf dein nächsten Tag in Baden zu erklären, ob und wann mau mit dein Herrn von Constanz dieses Geschäft an die Hand nehmen wolle, t. I. Damit die Angelegenheit betreffend die Disputation zu einem Austrag gebracht werde, soll man sich entschließen, ob mau die Acten in Latein ausfertigen, und ivohin man sie schicken will, da der Vorschlag gemacht ist, ein Gutachten („ratschlag oder erlütrung") von einer hohen Schule darüber einzuholen, und ferner die Meinung obwaltet, die Eidgenossen sollten auch von sich uus eine „Erläuterung" mit den Büchern verbinden und dieselben nicht ohne „Sentenz" ausgehen lassen. Um hierüber einen Beschluß zu fassen, wird nun ein Tag nach Baden angesetzt auf Sonntag nach Maria Himmelfahrt (19. August). 2. Auf diesen Tag sollen dann auch Schultheiß Honegger von Bremgarten, als einer der Präsidenten, und die Notariell von Coustanz und Basel, die zu Baden geschrieben haben, erscheinen, um die Abschrift Huber's nach den andern Büchern zu „corrigireu." K. Eine Botschaft deren von Bremgartcn beschwert sich in langem Vortrag gegen Zürich: Sie haben einen Untervogt zu Lunkhofen, den sie laut zuverlässiger Kundschaft als Verbrecher erkannt, alter Uebuug gemäß nach Zürich geschickt, damit er dort bestraft werde; Zürich aber habe denselben freigelassen und wolle ihn wieder nach Lunkhofen setzen, was ihnen widerwärtig wäre und Unruhen erregen möchte. Desgleichen klagen Einige von Lunkhofen über diesen Untervogt nnd einen Pfaffen, der von 976 Juli 1526, Bremgarten nach Zürich appellirt habe. Dies alles befremdet die Boten höchlich, da Zürich zwar Recht erbietet, aber nichts desto weniger in seinem Unterfangen fortfährt; darum erachtet man für geboten, denen von Bremgarten beizustehen; denn sie bitten um Hülfe und Rath, da ihnen Zürich „zu schwer wäre." — Infolge dessen hat man nach Zürich geschrieben und dabei beschlossen, die Sache heimzubringen und ans dem nächsten Tage zu Baden, zu welchem auch Zürich berufen werden soll, darüber Antwort zu geben. I». Abermals ist angezogen worden, daß der Vogt von Gottliebe» der Ansicht sei, es könnte» die Kosten, welche die X Orte mit den zwei Knechten daselbst haben, wohl erspart werden. Wird verschoben aus den Tag zu Frauenfeld. i. Ueber das Hauptgeschäft dieses Tages, nämlich (die Frage,) ob man dem König von Frankreich die verlangten Knechte vergönnen wolle, wird mit der Mehrheit beschlossen, bei den erlassenen Verboten zu bleiben; sobald er aber den Eidgenossen ihre Forderungen bezahlt habe und dann gemäß der Vereinung eine Anzahl Knechte begehre, werde man ihm gebührende Antwort geben. Dieser Bescheid ist den französischen Boten mitgetheilt. It. Da schon auf frühern Tagen und jetzt neuerdings der Antrag gestellt worden ist, eine Botschaft nach Frankreich zu senden, um mit dem König selbst zu reden, warum wir so lange mit der Bezahlung hingehalten werden, und theils die Ausrichtung des schuldigen (s. Z. geliehenen) Geldes, theils die Befriedigung der Ansprecher zu fördern oder eineil Rechtstag für sie auszuwirken, so wird jetzt vereinbart, eine Botschaft von den vier Orten Bern, Lucern, Schwyz und Unterwalden in aller Namen abzusenden. Diese Boten sollen auf Sonntag vor Bartholomäi (19. August) sich zu Bern versammeln und dann sogleich zum König abreisen. I. (Für Bern:) Auch die Angelegenheit Hauptmann Baumers von Saanen sollen die vier Boten bei dem König vorbringen; Bern soll sie seinem Boten in die Instruction geben. ,»> Uni den Streit zwischen Basel und Solothurn ans gütlichem Wege zu schlichten, sollen Bern, Lucern, Schwyz und Zug auf Sonntag nach Laurenz (12. August) Boten nach Basel senden. Man hegt auch die Zuversicht, daß beide Parteien dazu einwilligen werden, n. (Für Basel:) Die Witwe Hans Gallicians meldet, wie sie gegen die von Basel vor den Herren zu Straßburg, als „verwillkürten" Richtern, im Recht stehe, und wie nun Basel seine Gegenklage schriftlich zu Straßburg eingelegt habe, worin es (unter Anderm) sich beschwere, daß es „zun: Theil durch Unwahrheit in die französische Vereinung gebracht worden und bisher au Leib, Ehre und Gut Schaden daraus empfangen habe, mit langen Worten :c."; dies hat man mit großem Mißfallen gehört, daß Basel die Handlungeil der Eidgenossen an solchen Orten „auskündet"; wie dem aber sei, so wird es ernstlich gebeten, den Eidgenossen zu gestatten, den Handel jedermanns Rechten unbeschadet zu vermitteln, und sofern es das erlaubt, das au Solothurn zu berichten, damit dasselbe nach Straßburg um Stillstand im Rechten schreiben könne. «. (Für Obwalden nicht:) Der alte Landvogt von Luggaris, Hans Burrach von Unterwalden, verantwortet sich über die gegen ihn erhobenen Klagen. Da er nichts weiter eingesteht, als daß er von Zoppo 60 Kronen und von einem Andern 32 Kronen angenommen, die ihm geschenkt worden, so hat man den Handel für einstweilen angestellt. Jedoch wird der Vogt zu Luggaris beauftragt, von Zoppo weitere Kundschaft einzuziehen. Z». Schwyz bringt an, es solle niemand die Seinigen wegführen. Der nach Frauenfeld angesetzte Tag wird abgeändert und nach Baden verlegt, nin den Streit zwischen den Gcrichtsherrcii und den Gemeinden dort zu erledigen. >. 1526, 2. August, Luccrn. Ab dem letzten hier gehaltenen Tage ist ans die Klage der Botschaft des Abtes von St. Gallen denen von Geißerwald ernstlich geschrieben worden, sie sollen ihrem Herrn alles ausrichten und bezahlen, was er an Zinsen, Zehnten und Anderm mit dem Recht „erobert" und behauptet habe; wollten sie das nicht thun, so sollen sie ans diesem Tage erscheinen, um sich zu verantworten, zc. Da nun Niemand erschienen, und die Botschaft des Abtes außerdem klagt, daß auch die von Abtwyl sich noch nicht gefügt haben Juli 1526, und dem Gotteshaus gar nichts verabfolgen, so hat man nochmals ernstlich erkannt und befohlen, daß die von Abtwyl und alle andern Ungehorsamen dem vorigen Schreiben nachleben solle»; mcr das nicht thäte, habe sich auf dem Tage zu Baden, Sonntag nach U. Frauen (19, August), zu verantworten und ihre Strafe zu erwarten. Im Namen der drei Schirmorte (ohne Zürich) siegelt Lucern. s». sc. Zürich: A« Si.«. Archiv: OUginal-Abschied. 8. 1526, 4, August. Lateinisches Sendschreiben der eidg. Boten (Oratoros) an den Papst: Creditiv und Empfehlung für Konrad Brüllisaner, behufs Auswirkung der bisher rückständigen Soldzahlungen für ihn und andere Appenzeller. St. A. wc-rn: Wschi-b-u. Im Berncr Exemplar fehlt », im Frcibnrger I, in, im Solothurncr I, », im Schaffhauser Ii, I, n», ii, «i, im Basler Ii, I, «> und auffallender Weise auch n, im Appenzeller Ii, I, in, n, q. Zu 1526, 4. August, Lucern. Die Boten der sieben Orte an Zürich. 1. Beschwerde der Stadt Brem- gartcn . . und Begehren, ihr den Welti Lendi nicht mehr „aufzubinden" oder dann auf dem Tage zu Baden die Grunde anzugeben ?c. 2. Klage Einiger von Lunkhofen über die Appellation eines Pfaffen (Niklaus Lendi's?) nach Zürich . . Ansuchen, den Handel nach Baden kommen oder auf dem nächsten dortigen Tage (c. 24. August) erörtern zu lassen. St. A.Zürich: A.Bremgarten. Mehrere umfängliche Correspondenzactcn aus den letzten Wochen können wir hier ohne Schaden übergehen. Zu i. 1526, 9. August (Vigilia Laurentii), 19 Uhr Nachts. Bern an Solothurn. Antwort auf die eben erhaltene Zuschrift. 1. Die Abmahnung der weggezogenen Knechte sei dem letzten Abschied von Lucern gemäß geschehen. 2. Neber die „seltsamen Mären" (betreffend das Schicksal der eidg. Knechte) habe man durch einige Rathsherren bei den „Franzosen" nachgefragt; in den ihnen zugekommenen Briefen aus Lecco (und Mailand?), dd. 3. und 6. August, werde nun aber nichts davon gemeldet, daß Eidgenossen durch die Feinde geschädigt worden oder schon im Lager angelangt wären; man nehme also an, es seien jene Gerüchte unbegründet, werde jedoch weiter anzeigen, was man deßhalb erfahre; dabei möchte man bitten, daß der Verbreiter solcher Reden aufgesucht und nach Verschulden bestraft würde, wenn sich dieselben nicht bewährten. St. A. B-m: T-»,sch MWo-n y. «g. Zu tr. 1526, 10. August (St. Laurenzen Tag). Schwyz an Lucern. Daß man auf dem letzten Tage beauftragt worden, auch eine Botschaft an den König zu verordnen, sei etwas befremdlich, da man nicht annehme, daß der diesseitige Bote dazu eingewilligt habe. Weil man nun von keinen Geschäften wisse, die man in Frankreich zu besorgen hätte, so werde man keinen Boten schicken; man erachte für besser, daß General Morelet entlassen werde, da er doch seinen Sohn an seiner Statt „legen" wolle, was die Sache wohl mehr fördern würde, als eine eidg. Botschaft. . . Si. A. Lu--rn: Missi»-,,. Zu n. 1) Eine Menge von Verhandlungen betreffend die Angelegenheit der Wittwe Gallicians enthält das Solothurncr Rathsbuch (R. 1526 f.). — Vgl. Nr. 93. Vorläufig ziehen wir folgende Acten bei: 2) 1526, 9. August. Basel an Bern, Glarus, Frcibnrg, Schaffhansen und Appenzell. Man erfahre als landläufige Sage, daß die Witwe Hans Gallician s sel. auf dem letzten Tage zu Lucern durch Vogt Hugi von Solothurn habe klagweise vortragen lassen, wie man ihr das Ihrige seit langer Zeit widerrechtlich vorenthalte, während man das, was sie zurückgelassen, den Gläubigern zu gut rechtlich vergantet und liquidirt habe, sodaß gar nichts übrig geblieben. Deßgleichcn sei das Vorgeben erdichtet, daß die hiesigen Kauflcute die Frankfurter Messe dreimal nicht haben besuchen dürfen, daß man durch den Pfalzgrafcn bei Rhein genöthigt worden, ihr in Straßburg zum Recht zu stehen .>e. Wohl habe sich ein „verlorner" Edelmann in der Pfalz der Sache beladen, viele Drohungen ausgestreut und Basel bei dem Ehnrfürsien verleumdet; dadurch sei man veranlaßt worden, diesem genauen Bericht zu geben, worauf jener Edelmann unter seinem eigenen Ziegel die Sache habe ausgeben müssen; man habe dann eingewilligt, vor dem Rath zu Straßburg das Recht anzunehmen, das dann auch mit Klage, Antwort, Gegenklage ?c. in Gang gekommen sei. Nun verlaute, daß die Klägerin von gemeinen Eidgenossen einen Beistand in diesem Rechten erlangt habe, was man, soweit es Bern, Schnsfhanscn zc. angehe, nicht 123 9?8 August 1526, glauben könne. . .; man bitte nun aber um gründlichen Bericht, wie dieses Geschäft in Lucern behandelt worden, und ob der Bote von Bern, Schaffhausen zc. wirklich zu jenem Beschlüsse mitgestimmt habe. . . K.A.Basel: Missiven k. 112, 113. — K. A. Schaffhaus^n: Korrespondenzen. 3) 1526, 14. August. Bern an Basel. Antwort auf die Zuschrift betreffend die Wittwe Gallician's. Der diesseitige Bote, der damals auf dem Tag in Lucern gewesen, habe auf Befragen erzählt, daß die Mehrheit der Boten der Frau einen Beiständer bewilligt haben, wogegen er dargewendet, er habe deßhalb keinen Befehl, müsse aber geschehen lassen, was die Mehrheit beschließe. Man bitte also Basel, ihn sowohl als die Obrigkeit für entschuldigt zu halten, da man ungern zu etwas helfen wollte, was die Bünde schwächen würde. St. A.Bern: Teutsch Missiven H. 85 k. Z84. Konstanz. 1526, 6. August. KantonSarchiv Schaffhause»! Korrespondenzen, Tag der nachbenannten Städte. 1. Da sich in den Preisen des Fleisches ein Aufschlag zeigt, so haben die Botschaften zuerst bedacht, wie großer Schaden und „verborgene Schätzung" daraus folgen möchte, welcher gemeine Schaden doch nicht den Metzgern, sondern nur denen Nutzen brächte, die das Vieh aufziehen und verkaufen; zudem nimmt man an, daß bei allem Aufschlag des Fleisches weder mehr noch minder sein werde, und daß derselbe nie mehr abgestellt werden könnte. — Aus diesen und andern Gründen haben sie, jedoch nur auf Hintersichbringen, für gut und nothwendig erachtet, daß dieser Aufschlag nirgends geduldet, sondern das Fleisch zu den in den letzten Jahren üblichen Preisen ausgewogen werde, und keine Obrigkeit durch keinerlei Klagen sich bewegen lasse, den Aufschlag zu gestatten. — Wenn aber diese Maßregel sich nicht behaupten ließe, so soll es den andern Städten angezeigt und dann wieder eine gemeine Versammlung gehalten werden, um zu handeln, was die Umstände erfordern, 2. Eine wichtige Ursache dieser Theurung wird darin gefunden, daß die Viehtreiber, ehe sie auf den offenen Markt kommen, einander auskaufen; deßhalb hat man beschlossen, daß die Metzger kein von andern Viehhändlern aufgekauftes Vieh ankaufen sollen, womit ohne Zweifel viel Nachtheil verhütet wird. 3. Diese Meinungen soll jeder Gesandte an seine Herren bringen, und diese sollen dann die nächsten Nachbaren, Herren oder Städte, davon auch in Kenntniß setzen und sie um ihren Beitritt ersuchen. Sobald „eine" (jede) Stadt das gethan hat, soll sie Burgermeister und Rath zu Constanz benachrichtigen, die dann einen baldigen Tag an geeignetem Orte ausschreiben werden. Da sollen dann sowohl die heute vertretenen als die erst ersuchten Städte zc. mit vollmächtiger Botschaft erscheinen, um obige oder bessere Mittel endlich zu beschließen. Unterdessen soll jede Stadt ihre Metzger warnen, im Kauf behutsam zu sein, indem man vermuthlich keinen Aufschlag gestatten werde, 4. Es soll »nn handeln Ueberlingen mit den Herren von Salmansweiler und Werdenberg; Schaffhansen mit Nothweil, Villingen, Freiburg im Breisgau, Waldshut, Laufenburg, Hüfingen, Kaiserstuhl, Klingnau; Lindau mit Feldkirch, Nh eineck und dem Vogt daselbst; Ravensburg mit den Herren von Weingarten, Weißenau, dem Landvogt in Schwaben, Jörg Truchseß, Landcommen- thur von Altshausen, Altorf, Waldsee; Pfullendorf mit Mengen, Rüdlingen, Sulgen, Mundrachingen, Ehingen, Buchau; Buchhorn mit niemand; Radolfzell mit Tuttlingen, Ach, Allenspach, Au, Engen, Möhringen, Mülheim; Stein mit Oeningen, Steckborn, Dießenhofen, Stam mhe im; Stockach mit Meßkirch; Bregenz mit Mark Sittich von Ems; Martdors und Mörsbnrg mit niemand; Tettnang mit dem Herrn von Montfort; August 1526. 979 Frauenfeld mit dem Landvogt im Thurgau, Wyl, Bischofzell, Winterthur, Elgg; Constanz mit dem Bischof, dem Abt und der Stadt St. Gallen, Altstätten, Rorschach, Arbon. Wenn eine Stadt jemand meist, der hier nicht genannt ist und hiebe! mitwirken sollte, so soll sie mit demselben in gleicher Weise handeln. Vgl. den Abschied vom 17. October d. I. Z8S. Wiek. 1526, 11. und 12. August (Samstag und Sonntag nach Laurentii). Staatsarchiv Bern : Allgemeine eidgenössische Abschiede 237. Gesandte: Bern: Niklaus von Graffenried; Peter im Hag; Henz Schleif; Konrad Tübi; — Bartholomäus May; Sebastian Diestbach. Freiburg. Jacob Techter mann, des Raths; (Schultheist Dietrich von Endlisperg). Savoyen. Aymo von Genf, Herr zu Lullin; Anton Piochet, als Nichter im Namen des Herzogs. Genf. Ami Girard; Bezanson Hugucs; Boniface Peter (al. Hoffischer)*) I. 1. Nachdem die Botschaften der Parteien lange mit einander gehandelt, aber nichts ausgerichtet, haben zuletzt die Richter von Bern und Freiburg diejenigen des Herzogs ersucht, die Freiheiten und Gewahrsamen der Burger von Genf und Lausanne zu verhören und anderseits die allfällig vorhandenen Titel betreffend des Herzogs Gerechtigkeiten in den beiden Städten auch vorzulegen, damit man in der Freundlichkeit oder aus dem Rechtswege desto besser zu entscheiden wisse, zc. 2. Die Zugesetzten von Savoyen haben jedoch nicht zugeben wollen, daß auf Grund der Freiheiten von Genf und Lausanne ein gütlicher oder rechtlicher Spruch erfolge, auch den letzten Abschied von Bern nicht als verbindlich anerkannt, sondern sich durchaus mit der Einrede beholfen, sie seien hieher verordnet, um den Span zwischen dem Herzog und den Städten Bern und Freiburg in der Freundschaft oder mit dem Rechten auszutragen, kraft der mit den Eidgenossen beschworenen Bünde, aber nicht befugt, auf die Freiheiten von Genf und Lausanne sich irgendwie einzulassen; denn weil ihr Fürst des Kaisers Vicar, und Genf und Lausanne kaiserliche Städte seien, so stehe es den gegenwärtigen Nichtern überhaupt nicht zu, hierin zu handeln, sondern einzig dem Kaiser, :c. II. 1. Am Sonntag haben die Zugesetzten von Bern und Freiburg die der Gegenpartei nochmals freundlich gebeten, die Freiheiten der zwei Städte zu verhören, u. s. w. Das wurde jedoch abgeschlagen und einzig bewilligt, dieselben „mündlich" zu vernehmen, keineswegs aber, etwas davon schriftlich aufzuzeichnen und darauf gestützt einen Spruch zu thun. 2. lieber diesei? Abschlag haben die Richter von Bern und Freiburg ernstes Bedauern empfunden und desthalb vor Simon von Nömerstall, Meyer, und Martin Eberlin, des Raths in Biel, pro- lestirt wie folgt: Da sie mehrmals vergeblich verlangt haben, daß man die Freiheiten von Genf und Lausanne verhöre und alsdann entscheide, und die savoyischcn Anwälte zudem gänzlich abschlagen, dem letzten Abschied von Bern, dem die zwei Städte Bern und Freiburg nachgekommen, indem sie diesen Tag besucht, ihrerseits nachzuleben, so begehren sie darüber einen Abschied und besiegelten Kundschaftsbrief zc. 3. Dagegen wendeten die Gesandten des Herzogs ein, sie haben sich immer erboten, gütlich oder rechtlich zu verhandeln und zu prüfen, ob die beiden Städte nach den Bünden befugt gewesen seien, die von Genf und Lausanne als Burger anzu- Die durchschossenen Namen bezeichnen die „Zugesepten." 980 August 1326, nehmen; ferner haben sie bewilligt, die letzteren mündlich zu verhören, damit dieselben, wenn das Burgrecht widerufen und kein anderes Urtheil gegeben würde, eine „freundliche Sicherheit" für Leib und Gut, den beiden Städten zu Ehren, erhalten möchten; sie begehren nun, daß die Zugesetzten von Bern und Freiburg in diesem Handel gütlich oder rechtlich urtheilen gemäß den Abschieden der neun Orte, vom 11,, 12, und 16. April, und protestiren deßgleichen, daß ihnen solches verweigert worden, und die zwei Städte sich nicht an die Bünde halten; auch sie verlangen darüber besiegeltes Zeugnis;. — Das wird beiden Parteien unter dem Siegel des obgeuannten Meyers durch den Stadtschreiber von Biel, Ludwig Sterner, gegeben. Die Namen der Gesandten sind theils dem Abschied selbst, theils den Rathsbüchern und Instructionen enthoben. Das Siegel ist abgefallen. Zur Ergänzung dienen folgende Acten: 1) 1526, I.August, Freiburg. 1. (Jacob) von Wattenwyl, als Gesandter von Bern, stellt vor, daß man den Unwillen des Herzogs nicht reizen sollte, da man derzeit „nicht viel Unwillen bedürfe," und begehrt, daß man den Tag mit dem Herzog besuche und sich nicht absondere. 2. Der Herr von Lullin klagt, daß der zu Bern gemachte Abschied nicht gehalten werde; weil aber der Herzog „einen guten Willen" habe, so möge man eine Botschaft nach Bern schicken, um die Sachen „wieder aufzurichten;" sonst hätten sie (die savoyischen Gesandten?) keine Gewalt. Bor Räthe und Burger zu bringen. 2) 1526, 2. August, ebendort. Antwort an Wattenwyl: Man wolle den Tag in Biel besuchen. Den alten Span läßt man „bis ein ander mal" anstehen. y und 2) im K.«. F«ibu,g, Rathsbuch m. 44. 3) 1526, 7. August. Bern an Freiburg. Der Herr von Lullin und Anton Piochet haben „auf heute" geschrieben, sie wollen nächsten Freitag den angesetzten Rechtstag im Rainen des Herzogs besuchen und begehren daher, daß man diesseits die Zusätzer auch ernenne, ?c. Dies melde man in der Eile und ersuche Freiburg, seine Meinung bei diesem Boten anzuzeigen und die von Genf und Lausanne zu dem Tage zu laden. (Das Rathsbuch notirt diese Missive am 8. August). St.A.Bern: T-nts-h Mission, cz. sc«. 4) Am 8. August ernannte Bern seine Verordneten; am 1V. wurde für die „Antworter" eine Instruction verfaßt, deren Minute das Rathsbuch hat (x. 221). Z8«. Mttsel. 1526, 12. August (Sonntag nach Laurentii). Kanwnsarchiv Basel: Abschied?. Gesandte: Bern. Venuer (Konrad) Willadiug. Lncern. Vogt (Rudolf) Hünenberg. Schwyz. Ammann (Gilg) Rychmuth. Zug. Vogt (Konrad) Bachmaun. 1. Gemäß dein Abschied (Nr. 383) erscheinen die Boten der dort bezeichneten Orte in der Absicht, zwischen Basel und Solothurn gütlich zu handeln; ans unbekannten Gründen ist aber keine Botschaft von Solothurn eingetroffen, weßhalb in der Sache nicht nach Wunsch gearbeitet werden kann. 2. Um jedoch Frieden und Einigkeit so weit möglich zu fördern, haben die Boten den Rath der Stadt Basel ersucht, zu einer andern Tagleistung, in Baden oder Aarau, einzuwilligen und ihnen den Span zu gütlichem Vergleich oder Spruch anheimzugeben, in der Meiunug, daß nöthigenfalls das bundesmäßige Recht zur Anwendung kommen sollte. 3. Darauf hat Basel, den vier Orten zu Gefallen, nicht als Schuldigkeit, versprochen, einen andern gütlichen Tag, entweder in Baden oder Aarau, zu besuchen und den Boten die Unterhandlung anvertraut; wenn aber diese fruchtlos bliebe, so will es keinen Spruch ergehen lassen, sondern das Recht gemäß den Bünden an Hand nehmen. August 1526. 981 »87. Wern. 1526, 13. und 14. August. Staatsarchiv Bern : Allg. eidg. Abschiede X. p. 470. Nathsbuch Nr. 210. KantonSarchiv Freiburg : Muriner Absch. X. k. ö6. Jahrrechnuug der Städte Bern und Freiburg, für die Herrschaften Orbe (Echallens) und Murten. Gesandte: Frei bürg. Hans Krummenstoll; Wilhelm Schweizer, Seckelmeister. ». Dem Herrn Peter Agasse wird ungeachtet der Einwendungen der geistlichen Capellanen des „Clers" zu Orbe und der Klosterfrauen daselbst die ihm früher geliehene Capelle bestätigt mit der Bedingung, daß er sie persönlich oder durch einen befähigten Statthalter versehen lasse und der Fundatio» nachlebe; darüber wird >hm ein Schein zugestellt. I«. Der Span zwischen den beiden Städten und dem Meyer von Lustrach, betreffend den Zehnten bei dem Schloß, wird, weil noch dunkel („finster"), auf einen Tag in Orbe, auf den 2. September, verschoben, wo die Boten von Bern und Freiburg alle Kundschaften und Gewährstitel der Parteien verhören und namentlich den Brief, den der Meyer darüber hat, herausfordern und die Sache nach Befund entscheiden sollen, v. Die Appellation des Junkers Haus von Aubouue und der Nechtshandcl des Glaudo Martin von Freiburg werden auf denselben Tag gewiesen, «t. In dem Span, den die von Murten des Mooses wegen mit den sechs Dörfern haben, ist nach gepflogener Untersuchung erkannt: Diejenigen, die letzthin ihre Pferde in das Moos getrieben, sollen für den Frevel 5 Pfund Freiburger Währung geben und die Kosten der Pfändung tragen, und zur Verhütung künftiger Jrrnugcn wird den Muriner» und ihren Theilhabern („mitteilern") au dem Moos die Befugniß gegeben, Pferde, die sie dort finden, zu pfänden und für jedes 5 Schilling Buße zu beziehen, worüber sie einen schriftlichen Spruch erhalten, t . Dem Vogt von Cudrefin wird geschrieben, ^ solle die Muriner, die das gestohlene Gut „zu dem Felbaum," wo die Diebe es zurückgelassen, weggenommen haben, sowie den Wirth daselbst jetzt nicht anfechten, da sie in guter Meinung gehandelt, damit die Gestohlenen das Ihrige zurückerhalten; was noch vorhanden ist, soll denselben zugestellt werden, ohne Abbruch au des Herzogs Oberherrlichkeit. Je nach dem Inhalt seiner Antwort ist in der Sache weiter zu handeln. L. Auf die Klageil Etlicher aus dem „Cler" zu Murten gegen ihren Schaffner Gingo Jesselon wird gerathen, sie mögen chn begnadigen und wieder aufnehmen oder fahren lassen. K. Franyois Faure von Genf wird schriftlich ersucht, stinen „Schürer" zu Echallens seines bösen Rufes wegen zu entlassen. I». Der Vogt von Echallens bleibt nach der abgelegten Rechnung jeder Stadt schuldig: an Pfenningen 247 Pfd. 5 Groß 21/2 Pfg., an Korn 30 Mütt 71/2 Kopf, all Haber 28 Mütt 8 Kopf, Freiburgcr Münze und Lausanner Maß. I. Die Erben des verstorbenen Schultheißen von Murteil haben Rechnung gegeben, wonach ihnen jede Stadt schuldig bleibt 50 Pfd. ll^/2 Pfg.; dagegen haben sie jeder Stadt noch auszurichten: An Roggen Mütt, an Dinkel 3 Mütt, an Haber 14^/2 Mütt, alles Freiburgcr Währung und Muriner Maß. Hierin sind nicht verrechnet 152 Mütt Berner Maß Holzhaber vom „Achram" aus dem Galm für das Jahr 1525. Das Rathsbuch hat nur einen Theil der Geschäfte notirt. -» und fsind in Specialabschicden dd. 13. August etwas mehr ausgeführt: S. St. A. Bern: Teutsch Spruchbuch LL. 654—657. Ebendort (x. 653) findet sich der Wortlaut des nach «I gegebenen Nrtheils. 982 August 1526. Z88. Aern. 1526, 16. August. Staatsarchiv Bern: Teutsch Spruchbuch LL. 653. Die Gesandten von Genf und Lausanne erhalten folgenden Abschied: Usus lgävo^sr, petit et Zrgnä donssll, nomine» Is» äsux Dens äs Ig, vills äs Lerns, kgisons »ogvoir g ton» pgr so« pressntss, gus gusouräbu^, (gprvs?) gvoir sntsnäu lo rgpport äs no» äsputsö »ur In jouunss tsnus g Lisnns, g oguss äu äitksrsnt entrs illmo grinse st »signsur, monselAnsur Is äuo äs Lgvoxs st nou», gu»si nos trss vdor» oomdourgsoi» äs b'r^bourg, g sgu»s äs» bourgsoisiss eonolus» gvso Is» oitoxsns st dourgsoi» äs Ktonsvs st l.gu»gnns, gussi Is sontsnu äs Igbsodsiä »ur es emans, enssmbls Ig »uppli- ogtion äs» gmbussgäsurs äs» äits» oitss tlenovs st ll/gu»gnns, gvon» äs prsssnt Ig oboss Igis»s sn rspos, gttsnägnt Ig rosponso äuäit illmo äus, st ägvantgAö usus »onnnss äs nouvsgu äsolgirs» st prornstton» äs tsnir st odssrvsr los bourgsoisis» gvso Issäits äs 6snsvs st I^gusgnns pourggrlses, oonoluss st sursss tout ginsi gus leg In»truinont» »Völle» Is äsvissnt, susguss autgnt gus soxons pgr Ig tsnsur st viZusur äs» gllignos» tlläootrins et iousto nostrs äsrnior gbsodeiä vginsui?, gus ioslles bourZsoisis» ngz-ons psu goosgtsr, st »ur so oräorms äs »011 ou^rs luns in Igutrs äss äsux xgrtiss äuäit äuo ni ivells äs osux äs dsnevo st ckigusgnno »uns Igutrs, mgis gus gugnt luns vouärg kgirs plgintik äs Igutrs, gus Igbssnts »oit voguss pour ^ rssponärs, st Ig prsssnts nou gämiss ui ouxv gus Igutrs ns »oit presonts, gäouv Ig xgrtis gut soi trouvsrg gu tort gus isslls pg^srg g Igutrs touts» ooustss, Mission», trgi», intsrssts st äespsn» g oguss äs os soutsnuss. Du tssmoing st oorrodorgtion äs guoi gvon» gtlixs nostrs sosuu g oestes, äonnoss sto. Es ist wohl anzunehmen, daß auch Boten von Freiburg auf diese Erklärung hingewirkt haben. 152K, 18. August, Freiburg. Die Gesandten von Genf und Lausanne bitten um einen Abschied wie von Bern, des Inhalts, daß man sie bei dem Burgrccht bleiben lasse und keine Partei ohne Beisein der andern verhören wolle; wer dann Unrecht habe, solle die Kosten bezahlen. «. A. Fr-ibmg: R°qsbuch Nr. 44. 88S. SolotHurN. 1526, 16. August (Donstag nach Assumptionis Maria). KantonSarchiv Dolothurn! Rathsbuch Nr. lg, x. 42, 4g. I. Venner Willading von Bern und ein Nathsbote von Luceru, die wegen des Spans zwischen Solo- thurn und Basel, betreffend die eigenen Leute, in Basel gewesen sind, zeigen an, das; die Basler zu „wüssent- hafter täding" eingewilligt und deßhalb begehrt haben, daß Solothurn auf den nächsten Tag in Baden bevollmächtigte Boten schicke, um darin zu handeln. II. Darauf wird beschlossen, eine Botschaft zu verordnen und ihr zu befehlen, „mit wüssenthafter tädung zuo losen." August 1526. 983 SSV. Mern, Areiöurg, Solothurn. 152K, 19. August. Archive Bern, Frciburg, Solothurn! Rathsbücher. Beschwörung des Burgrechts der drei Städte. 1) Von Bern war Bote in Solothurn (Venner?) Willading; von Freiburg waren abgeordnet nach Bern: Jacob Techtermann, nach Solothurn Ulrich Schncwli. — Weitere Angaben fehlen. 2) >526, 14. August. Bern an Solothurn. Eine Botschaft von Freiburg habe heute vorgetragen, es sollte nunmehr, nachdem die Bünde in der Eidgenossenschaft beschworen worden, auch das Burgrecht der drei Städte erneuert werden ; man habe dazu eingewilligt und dafür einen Tag gesetzt auf nächsten Sonntag früh (19. August), und ersuche nun Solothurn, dazu seine Botschaft zu verordnen; Hinwider werden die Botschaften von Freiburg und Bern (auf die gleiche Zeit) nach Solothurn kommen. Si. A. B-rn: T-utsch MW»-» q. sc >,. SSt. Areiburg. 152k, 20. und 21. August. Staatsarchiv Bern! Mg. «dg. Abschiebe, X. -tSg. !i. SSI. KantonSarchiv Freiburg: Rathsbuch Nr. 4-t. Jahrrechnung der Städte Bern und Freiburg, betreffend die Herrschaften Grandson und Grasburg. Gesandte: Bern. Lieuhard Hübschi, Seckelmeister; Niklaus Graffeuricd, der Räthe. l». Die von Grandson bitten um eine Verordnung gegen den Mißbrauch, daß Dienstknechte und liederliche Leute („unnütze gesellen") die jungen Töchter bethören und zur Ehe nehmen, meistens nur des Vermögens wegen, wodurch viele Theilungeu und Abgang der „guten Häuser" geschehen. Darüber wird nun folgende Verfügung getroffen: Wenn künftig ein Sohn oder'eine Tochter unter den „mannbaren" Jahren ohne Wissen und Willen der Eltern oder, wenn diese verstorben sind, der nächsten Verwandten sich verehlichen, so sollen Vater und Mutter oder Verwandte ihnen keinen Theil oder Erbfall schuldig sein, sondern nur was die beiden Städte nach Verhältniß des Vermögens und (andern) Umständen bestimmen; wenn aber die Eltern oder Verwandten ihre Kinder nicht bei Zeiten („in zitbaren jaren") versehen und darin unredlich verfahren, um Gut zu ersparen oder zu behalten, so bleibt den zwei Städten vorbehalten, in jedem Fall nach Gestalt der Sachen zu entscheiden. I». Da die von Grandson klagen und erweise», daß der Statthalter nicht ein unparteiischer Richter sei, so ist dem Vogt zu schreiben, er solle den Statthalter an seine Pflicht erinnern und ihm bedeuten, daß man nach weiteren Klagen einen Andern suchen würde, v. Dieselben beschweren sich darüber, daß der Statthalter und andere Weibel in Urtheilen, die beiderseits gleich viele Stimmen haben, den Stichentscheid geben. Erkannt: Wenn der Vogt persönlich da ist, so soll er „das Mehr machen," in seiner Abwesenheit der Stadtschreiber, wie es früher Brauch gewesen ist. «I. Auf die angebrachten Beschwerden über die theuren Löhne und die Langsamkeit des Stadtschreibers wird dem Vogt befohlen, hierin Abhülfe zu schaffen, v. Dem Kirchherrn von Avonnand werden (jetzt) die 12 Kronen Kosten, die man ihm früher wegen des Spans mit St. Martin Überbunden, nachgelassen. L. Der Streit um das Moos zwischen denen von Montenach einerseits, und Chamblon und Averdon anderseits wird den Boten zur Entscheidung befohlen, die (nächstens) nach Echallcns gehen. K. Deßgleichen sollen 984 August 1526. sie den neulich erhobenen Span zwischen Grandson und Averdon, betreffend das Pfand, das der Weibel von Montenach „gethan," erledigen. I». Sie sollen auch den Wald besichtigen, den die von Provence empfangen haben, und den Befund heimbringen, I. Da die Ziegler von Grandson über die Theilung der Ziegel uneins sind, welche die beiden Städte weggeben, so wird die früher getroffene Verfügung bestätigt. Ii. Ueber die Spruchbriefe um den Zehnten zu Provence und die Märchen daselbst soll der Stadtschreiber von Freiburg („ich") Bestätigungsbriefe machen. I. Die von Montenach werden mit ihrem Begehren, von der „Gerberei" befreit zu sein, abgewiesen, sie erweisen denn die behauptete Befreiung, »»». In Sachen des Commissars Lucas, der von Jean Cälin an seinen Ehren verletzt worden ist, wird ein gütlicher Ausgleich getroffen (Detail), n. Demselben Calin wird gestattet, die von seinem Sohn verkauften Güter mit Bezahlung aller Kosten wieder einzulösen. z», «K. Straferkenntnisse für Frevel. >». Der Kirchherr von Giez, der die dortige Pfarre („Chur") wider den Willen der zwei Städte angefallen und den von ihnen wie von dem Collator, dem Coadjutor von Basel, dahin Gesetzten gebannt und vertrieben hat, wird abgewiesen; der Vogt soll die Pfründe bis aus weitern Bescheid durch einen Priester versehen lassen. Vier (genannte) Personen von Grandson meinen in den Zinsen und etlichen Gewohnheiten,den sog. Usages, durch die neuen Ordnungen („bekanntnussen, Offnungen zc.") mehr beschwert zu sein als früher; da nun aber der Kommissar zeigt, daß die fraglichen Beschwerden schon in den alten Offnungen gefunden werden, so hat man die Bittsteller aufgefordert, sie zu bezahlen. I. Bewilligung eines „Einschlags" in Montenach. Ii. Bestätigung eines früher gestatteten Einschlags, v. Dem Weibel von Montenach wird das halbe Dach (die Ziegel dafür) geschenkt, w. Der Commenthur von La Chaux (Jean Roland) soll auf einen Tag erscheinen, wenn er gesund ist; im andern Fall wird ihm der Vogt eine Frist vergönnen, x. Das Geschütz in Grandson soll der Büchsenmeister von Grandson nach Bedürfniß zurüsten. Die eben ledig gewordene Cur zu Assens in der Herrschaft Echallens wird dem Sohn des Commenthurs von Engelsperg überlassen. Sechs Amtleuten von Grandson und Andern werden für ihre Dienste Röcke geschenkt. k»tt. Erneuerung eins Lehens (Einschlags). 1,1». Bestätigung eines andern. ««. Weitere Gesuche wegen Einschlägen soll Bern abweisen, da Freiburg nichts mehr nachlassen will. «Ick. Eilf Personen in der Herrschaft Schwarzenburg haben in der Fastenzeit Eier gegessen, wofür sie 20 Pfund als Strafe geben sollen. Weil aber Einige arm sind, so wird dem Vogt oder dem Statthalter Vollmacht gegeben, dieselben-ledig zu lassen und ihre Buße den Neichen aufzulegen, damit die 20 Pfund bezahlt werden, vv. Nachlaß eines Zinses für Zehnten von Guggisberg. II'. Den Weibeln zu Schwarzenburg und Guggisberg soll man je nach drei Jahren einen Rock geben wie von Alter her. KK. Rechnung des Vogtes von Grandson. Iii». Rechnung des Vogtes von Grasburg. Bern hat zwei Exemplare; dem zweiten sind Kgs und Iiti entnommen. — Den Anfang des Tages bezeichnet das Freiburger Rathsbuch. ZST. Milden. 1526, 21. August f. (Dienstag vor Bartholomäi f.). Staatsarchiv Luecrn: Allgemeine Abschiede II. k. 217. Staatsarchiv Zürich: Tschad. Abschiede-Sammlung Bd.«. Nr. Sb. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössisch- Abschiede il. 27S. Kantonsarchiv Basel: Abschiede. KantonSarchiv Areibnrg: Abschiede Bd. 12. KantonSarchiv Solothurn- Abschiede Bd. XIV. KantonSarchiv Schaffhausen: Abschiede. Landesarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Bern. Anton Bütschelbach. Lucern. Junker Jacob Feer. Uri. Niklaus Muhcim. Schwyz. Jacob an der Nüti. Unter ivalden. Klaus Halter, alt-Ammann. Zug. Vogt (Heinrich) Zigerli, von Acgeri. August 1526. 985 Glarus. Marx Mad, Aminaun. Basel. Adelbrecht Meyer, Burgermeister. Freiburg. Junker Laurenz Brandenburgs erst Solothurn. Peter Hebolt, Schultheiß. Schaffhauseu. Haus Jacob Murbach. Appen- Zell. Heinrich Baumann. — E. A. A. I. 22 a. tt. Heimzubringen, ob man das Schloß in Luggarus bauen oder niederreißen wolle. I». Der Bericht des Landvogtes im Thurgau, daß kürzlich einige Knechte, gleich nachdem sie bei der Musterung den Sold bezogen, wieder heimgekommen, wird heimzubringen beschlossen, um zu berathen, wie man dieselben bestrafen wolle, v» Schwyz erinnert an das Begehren des alten Landvogtes im Thurgau, Joseph Amberg, ihn für seine Unkosten zu entschädigen. Heimzubringen und auf dein nächsten Tag eine endliche Antwort zu geben, was man ihm gewähren wolle, damit man der Sache los werde. «I. General Morelet bittet abermals, ihm gegen Zurücklassung seines Sohnes die Reise nach Frankreich zu erlauben, um der Eidgenossen Ansprachen desto besser betreiben zu können, indem er überzeugt sei, daß ihre Boten ohne ihn bei dem König wenig ausrichten würden; er werde nach Beendigung der Geschäfte sogleich wieder zurückkehren, w. Da nicht alle Orte darüber instruirt sind, wiewohl es die Mehrheit räthlich findet, ihn „fahren" zu lassen, so wird sein Gesuch heinizubringen beschlossen, um sich auf nächstem Tage zu einer endlichen Antwort zu entschließen, v. Bern stellt abermals das Begehren, ihm eines von den zu Baden liegenden Büchern über die Disputation anshinzugebcn, und droht, im Fall des Abschlags "icht mehr bei den Eidgenossen zu sitzen. Da Basel das Gleiche verlangt, die Boten (der VII Orte) aber keine Vollmacht haben, die Bücher zu „ändern" oder zu (ver)theilen, „aus allerlei Ursachen", so wird darüber Bedauern geäußert, daß Bern die auf den: (letzten) Tag zu Lucern gethane Bitte so wenig beachtet. Wie dem aber sei, so will man den schriftlich überreichten Vorschlag des Bischofs von Konstanz heimbringen, ob man ei» Exemplar („buoch") ins Lateinische übersetzen, oder wohin man die Acten schicken wolle, wie jeder Bote weiter berichten kann, k. Der Gesandte des Herzogs von Savoyen, der Venner von Romont, legt sein Creditiv und seine Instruction km, betreffend den Streit mit den Städten Bern und Freiburg, daß nämlich deßwegen ein Tag zu Biel gehalten worden, der aber erfolglos geblieben sei; daher bitte der Herzog nochmals, die neun Orte möchten gemeinsam oder einzeln ihre Botschaften nach Bern und Freiburg senden, um den Span wo möglich in Güte zu beseitigen. Nachdem man aber auch die Antworten der Boten von Bern und Freiburg gehört, hat man die Sache in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tage darüber zu antworten. K. Ein Anwalt des Abtes in der mindern Au, samt einem Conventherrn des Gotteshauses Nüti, nämlich dem Leutpriester zu Andorf, beschwert sich darüber, daß Zürich das Kloster zu Händen genommen und jetzt anfange, dessen Höfe, Zehnte» und Güter zu verkaufen; stc bitten daher, daß mau ihnen erlaube, die Zehnten und Güter, die nicht in zürcherischer Botmäßigkeit liegen, w Haft zu legen. Heimzubringen, da man nicht weiß, was daraus entspringen möchte. I», Für diese Geschäfte wird ei» anderer Tag angesetzt auf Sonntag nach Unser Frauen Geburt (9. September) nach Baden, l. 1. Auf das Schreibe» au den Bischof von Constanz, ab dem letzten Tag zu Lucern, läßt derselbe durch seineu Weihbischof weitläufig antworten.' Es dünke ihn nicht fruchtbar oder gut, die Acten über die Disputation ins Lateinische »u übersetzen »och an den Papst oder hohe Schulen zu versenden; den» solche Ketzereien seien bei denselben längst verdammt und abgethan; auch würden die Lutherischeu sie doch verachten und nichts darauf halten. 2. Es wäre aber sein Rath und Wille, daß die Eidgenossen den alten wahren christlichen Glauben beschirmen; zu diesem Zwecke werde vorzüglich diene», daß sie die Buchdrucker und Buchführer (Buchhändler, Hansirer) und die neuen Prädicante» »icht dulden. 3. Weiter gebe er den Rath, daß man, vor der Herausgabe der Acten, allenthalben in der Eidgenossenschaft ein Mandat verkünden lasse, mit einer erklärenden Vorrede, warum man die Disputation gehalten, wie mau dem Zwingli Geleit angeboten habe, ?c. 4. Demnach wird der Weihbischof ersucht, eine solche 124 986 August 1526, Vorrede aufzusetzen uud sie so bald wie möglich au Luccrn zur Begutachtung einzusenden, damit es auf dem nächsten Tag zu Baden darüber Bericht erstatten könne. It. Es liegen zu Lucern einige Spanier in VerHaft, auf denen man allerlei Briefe in lateinischer, wälscher und spanischer Sprache gefunden, welche zeigen, wie der Dietegcn (von Salis) aus den Bünden mit dem Herzog von Bourbou unterhandelt und ihm zugesagt hat, die Pässe offen zu halten, mit 2VV9 Knechten oder mehr ihm zuzuziehen und dafür etwas Geld empfangen; ferner wie der Herzog den, Petrus von Burius (Burgos?), einem Spanier, befohlen, mit dem Erzherzog von Oesterreich mündlich zu reden, ?c. Hierauf wird Luccrn beauftragt, bis auf weitern Bescheid diese Spanier im Gefängniß zu behalten; es soll dann auf dem nächsten Tage zu Baden Antwort gegeben werden, ob man sie dahin beschicken will, um sie weiter zu fragen, oder was sonst mit ihnen zu thun ist. I. Etliche Boten machen die Anzeige, daß den beiden Städten Zürich und Basel die Bünde nicht von vielen Orten geschworen worden, und daß sie von „guten Gesellen" erfahren, wenn man noch einmal Boten an dieselben absenden wollte, vielleicht vermittelt und eine Ausgleichung gefunden werden könnte. Nach vielem Berathen hat man beschlossen, solches in den Abschied zu nehmen, um auf dem nächsten Tag endliche Antwort zu geben, ob man noch einmal zu ihnen schicken, und ob solches gemeinsam oder nur von einzelnen Orten gethan werden solle, in. Der Schreiber Huber von Lucern bittet um eine Belohnung, da er auf Befehl der Eidgenossen eine Abschrift der (Acten der) Disputation verfertigt und zu Baden wie seither wohl sieben Wochen für sie gearbeitet und deßhalb große Kosten gehabt habe; er stellt übrigens keine bestimmte Forderung. Da Bern nichl dabei sitzen will, so wird das Begehren in den Abschied genommen, um sich auf dem nächsten Tag zu erklären, was man geben will. i». Der Abt von „Wettingen" (St. Johann?) bringt an, wie die Toggenburger mit dem Gotteshaus Magdenau allerlei ungeschickte Händel anfangen, uud bittet, die Eidgenossen möchten es beschirmen. Schwyz und Glarus werden beauftragt, in der Sache zu handeln, damit dasselbe sicher bleibe; deßgleicheu ist dem Vogt und der Grafschaft Toggenburg geschrieben worden, wie die Boten wissen. «». 1526, 17. August (Samstag vor Bartholomäus; nach einer Notiz am Schlüsse des Entwurfs erst am 9. September, Montag nach Nativitatis Maria, verschickt). Zürich an die Eidgenossen in Baden. Auf das bei der Jahrrechnung in Baden durch eine Rathsbotschaft augebrachte Gesuch um Aufhebung des Haftes, die der alte Landvogt im Thurgau über einige Zehnten zu Nußbaumen und Jrschhausen verhängt, sei noch keine Antwort erfolgt; deßhalb erneuere Zürich die Bitte, dieselbe zu gestatten, indem jene Zehnten zur Unterhaltung des Geistlichen in Stammheim dienen müsse, und dem jetzigen Landvogt die nöthigen Weisungen darüber zu geben. Eine schriftliche Antwort durch den Läuser umgehend erbeten. St. A. Zürich - MMm. H». Aus der Basler Instruction ist folgender Artikel beizuziehen: „Es soll unser bott, ilends so bald sy (sio) hiuuf komm, vor den Eidgnossen anziehen, uns lange an, wie sy unser Eidgnossen der Gallicin ein bistand wider uns zuogeordnet, dorab wir ein groß beduren und Mißfallens empfangen, in ansehen daß wir wol gemeint, wir hettind mit den vilfaltigen guotthaten, so wir einer loblichen Eidgnoschaft zuo dem dickernmal mit darstreckung unser lyb, eer und guot unverdrossen gethon, ouch fürer ze thuou guotwillig sind, vier umb unser Eidgnossen verdient, dann daß sy umb so einer kleinfüegen wibspersonen willen aller unser trüw vergessen und ir botschaft iren zuo guot wider uns verordnet Helten; doch Messend wir es beschechen lon, wiewol wir achtend, die bünd gebend solichs nit zuo ?c., mit beger, ob das beschechen, daß das wider abgestellt werde". . . «. A. Basel- AlM-d-. «I» 1. 1526, 18. August. Bern an den Bolen in Baden. Auftrag, mit den Boten der andern Orte den Bündnern zu schreiben, sie sollen Niemand (d. h. keine feindliche Truppen) passiren lassen. St.«. B-rn- Ra,hsb»ch 2. (Es wurde deßhalb eine Botschaft von Lucern und Uri auf den nächsten Bundestag abgeordnet, s. Nr. 399). August 152k, 987 i». 1526, 22, August (Mittwoch vor Bartholom«!), Baden, Die Boten von Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus (einzeln genannt) verhören einen Span zwischen Friedrich von Rappenstein („Mötteli") und der Gemeinde Roggwyl, betreffend den kleinen Zehnten, den letztere nämlich nicht mehr ausrichten wollen, Ihre Anwälte meinen, den Hanf- oder Wcrchzehnten haben sie nur um der Freundschaft willen, nicht aus Pflicht gegeben; sie wollen aber gewärtigen, ob Friedrich Mötteli mit Brief und Siegel beweisen könne, daß sie denselben schuldig seien; er habe sie auch im großen Zehnten überfordert, — Darauf antwortet Mötteli, er wisse nichts davon, daß er je den große» Zehnten weiter bezogen, als ihm solcher gehöre, erbiete sich aber, in einen» Untergang die Märchen festzusetzen. — Nach Verhörung der Parteivorträge und der eingelegten Briefe hat man zu Recht gesprochen, Mötteli solle bei seinem Briefe gänzlich bleiben, lieber den großen Zehnten mag und soll er versuchen, sich mit Hülfe biderber Leute mit denen von Roggwyl zu vertrage», StistSarchiv St. Gallen (Beglaubigte Copie dd. 7. Mai 1737). 8. 1526, 24, August (Bartholomäi), Baden, Die sieben Orte an Zürich, 1. Antwort auf die Zuschrift wegen Welti Lendi. Man habe dieselbe der Botschaft von Bremgarten vorgehalten, mit deren Aussagen sie aber nicht zusammenstimme; daher bitte man nochmals, den Lendi ans den dortigen Gerichten wegzuweisen. Im andern Falle begehre man, daß Zürich seine Botschaft auf den nächsten Tag in Baden (16, Sept.) schicke, damit man beide Theile verhören und wo möglich gütlich vergleichen könne; sollte dies nicht gelingen, so möge Zürich, da es denen von Bremgarten das Recht vorschlage, seinem Boten Vollmacht geben, das Recht zu veranlassen. 2, Nachschrift: Der Pfaffe zu Lnnkhofen (Niklaus Lendi) habe sich auf der Disputation so erzeigt, daß man denen von Bremgarten befohlen habe, ihn wegzuschicken; dennoch wolle, wie man höre, Zürich denselben wieder dahin setzen; man begehre nun ernstlich, daß es das unterlasse. S»,«, Zimch-A, Bremg°rt-n. t. 1526, 24, August (Bartholomäi), Baden. Die Boten von Lnccrn, Schwyz und Glarus schreiben an die Grafen Hans und Hug von Montfort ?c, „Uewer gnaden und gunst schriben, den predicanten, ouch die pfarr Zuo Wasserburg belangend, habend wir alles Inhalts verstanden, und so unsers gnädigen und lieben Herrn von Sant Gallen botschaft uf disem tag uns disen Handel ouch erzelt (und) um hilf und rat angeniest:c.; so also wir verstond, daß die pfarrgehörigen zuo Wasserburg an Herrn Abt zuo Sant Gallen und sinen statthalter zuo Wil als rechten pfarrer angesuocht und gebetten, inen ze bewilligen und nachzelassen, die pfarr am zal jaren zuo versehen; so aber wir wol gedenken mögen, ob den pfarrgehörigen sölichs zuogelassen, daß st ungezwifelt den predicanten, der doch sich nit schämt frevenlich ze sagen, daß er nit meß haben, ouch die sacrament (nit) mini- strieren welle, oder ein andern suis gelichen uf die pfarr setzen und komen lassen wurden, darum wir solichs unserm g, h, von S. Gallen gar widerraten und im zuogeschriben haben, sölichs den pfarrgehörigen nit zuo vergönnen in kam weg, sonder daß sin gnad sölich pfarr zuo Wasserburg mit cim vicary (oder) geschickten togcnlichen erbcrn Priester, der nach alter und cristenlicher gwonheit und ordnnng mit allen pfärrlichen rechten, predigen, meßhalten, ouch mittailnng der hailgen sacramenten die nndertonen wie von alter har versehe, und dieivil setz so schwer lönf vor ongcn, und die nndertonen etwas unrücwig sigen, daß ouch Herr Abt sölichs mit üiver gnaden rat und hilf tüeg. Darum so ist an üwcr gnad und gunst unser sonders fründlich und trungenlich ir ivellcn unserm g, h. von Sant Gallen zuo sölichcm bcholfen und beraten sin, darob und daran si»? und wit den üwern verschaffen, darinit si Herrn Abt unangefochten und unverhindcrt die pfarr verstehen lassen, und im harin das best ze tnon", zc. zc, SMs°rch>° S», cm-ichMge C»p>c). U. 1526, 24, August (Bartholomäi), Baden, Die Botschaft des Abtes von St, Gallen bringt klagweist vor, ihr Herr habe in» geistlichen Recht zu Constanz, auch zu Lucern und zu Napperswyl den Zehnten in der 988 August 152«. Pfarre Gostau behauptet, laut der Urtheilbriefe; dennoch weigern sich Einige von Juntartschwyl und Etliche im Land Appenzell, die zu Gostau Güter haben, den Zehnten zu geben, indem sie meinen, er solle sie in ihren Gerichten darum belangen; deßhalb rufe er (die IV Orte) an, ihn bei seinen Rechten zu schirmen. Hieraus hat man erkannt, wenn jemand ferner den Zehnten verhalte, so möge der Abt dessen Güter oder die darauf liegenden Früchte verbieten lassen, bis er befriedigt sei. Im Namen der drei Orte (ohne Zürich) siegelt Jacob Feer, Bote VON StiftSarchiv St. Gallen (Original). — St. A. Zürich: Abt St. Gall. Archiv: Copic. v. 1526, 23. August (Vigilia Bartholomäi), Baden. In dem Span zwischen Basel und Solothurn entwerfen die Boten von Bern, Lucern, Schwyz, Zug, Schaffhausen und Appenzell, nämlich Konrad Willading, Rudolf Hünenberg, Gilg Rychmuth, Konrad Bachmann, Hs. Jacob Murbach und Heinrich Baumann, — erstere vier dazu besonders verordnet, — folgenden Bergleicht 1. „Des ersten, daß alle die eignen lüt, so min Herren von Basel in miner Herren von Solothurn geeichten und erdrich sitzend, destglychen die eignen lüt, so nun Herren von Solothurn in m. h. von Basel geeichten und erdrich habent, und wie sich die also erfinden werdent, sölleut zuo beiden teilen sambt den stürm, wievil jetlicher järlichen ze stür gibt, ufgeschriben werden, und dann so söllent die obgenannten mine Herren von Basel man umb man mit sambt der stür mit einandern tuschen und abwechslen, und wo sich begäbe, daß etwan in dem Wechsel einem theil ein richer und dem andern ein armer, dagegen so soll allwegen der, so der richer worden ist, dem andern mit der stür oder sunst in zimlicheit ersatzung thuon. Also söllent sy ouch wyb und kinder mit einandren abtheilen und wechslen, und welicher teil dann mer eigner lüten in des andern gerichten und gebieten gesessen hctte, die selbigen eignen lüt, iro sigend vil oder wenig, söllent von der andern party gelediget und erkouft werden, wie das die obgenannten m. g. h. von der vier Orten Kotten oder von den sechs Orten oder von gmeiner Eid- gnoschaft ratsbotten, wie je das die vilgenannten beid partyen begerent, sprechen werdent. 2. „Es soll ouch vor und ee sölicher spruch des koufs der eignen lüten halb beschicht, der span und Handel, so die obgenannten m. h. von Solothurn an den hochwürdigen fürsten und Herrn, Herrn Christof, bischoffen zuo Basel, habend, geeicht und betragen werden, und söllent die vilgemeltcn m. g. h. von Solothurn sich gegen dem genannte» m. g. h. dem bischof zuo Basel in zimlicheit vernücgcn lassen und land und lüt von sinen gnaden nemen, so mineu Herren von Basel zum unglegnisten (sie) und unschädlichsten sye, wie dann sölichs von etlichen miner g. h. der Eidgnoschaft Orten Kotten an der brugg zu Dörnach abgeredt ist, »nd was dann jedem do geben, deß bann, deß mann sye. Es söllent ouch die obgenannten m. h. von Basel und Solothurn in mittler zit gegen einandern still sitzen und nützit unfründlichs gegen einandern fürnemen." Da die Gesandten von Basel einwenden, sie haben keinen Befehl, sich des Bischofs wegen auf etwas einzulassen, so wird ihnen (schriftlich) zugegeben, die Boten der sechs Orte haben diesen Vorschlag von sich aus gemacht, und dann gegen beide Parteien der Wunsch geäußert, daß sie die Annahme desselben in Bern anzeigen, damit ein baldiger Tag (für den Abschluß) bestimmt werden könne. St. A. Bern: Abschiede 2. ggS—S!>4. — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XI. — K. A. Basel: Abschiede. HV. Nachdem auf Tagen zu Einsiedeln und anderswo auf Begehren der Gerichtsherren im Thnrgau entschieden worden, daß die Bauern wieder thun und geben sollen, was von Alters her Brauch gewesen, daß ihnen aber das Recht vorbehalten sei, und man die Gemeinden zur Eröffnung ihrer Beschwerden auf diesen Tag geladen, worauf eine Anzahl derselben erschienen sind sowie ein Theil der Gerichtsherren, hat mau zuerst die „Machtboten" der Gemeinden verhört; weil aber viele daheim geblieben, indem sie sich mit ihren Herren gehorsam vertragen haben und nicht wider den Abschied von Einsiedeln handeln wollen, und die Gerichtsherren der ungleichen örtlichen August 1526. 989 Verhältnisse wegen gemeinsame Unterhandlung ablehnen, so hat man versucht, sie und die Gemeinden einzeln gegen einander zu verhören und zu entscheiden; da dies viele Zeit erfordert, so haben dann die Anwälte der Gemeinden sich dagegen gesträubt, jedoch ans Begehren der eidg. Boten sich bereit erklärt, alle Zinse, kleine und große Zehnten, Ehrschätzc und (andere) ans den Gütern haftende Beschwerden, für welche Briefe, Urbare oder sonstige Titel vorhanden seien, auszurichten, bitten aber, daß man die Lasten der Leibeigenschaft, als Fall, Laß, Leibtagwen, Ungenossamc, Fastnachthenncn, und besonders den Pfundschilling erleichtere. Da ihnen die Gerichtsherren nur theilweise entgegenkommen, nämlich die Leibeigenschaft (als solche?), die Fastnachthühner, die Leibtagwen mid den Pfnndschilling vorbehalten, wollen etliche Anwälte sich nur ans ein Hintcrsichbringen einlassen, und da ferner bemerkt wird, daß auch die Eidgenossen im Thnrgan niedere Gerichte und viele eigene Leute haben, so hat man, um hierin niemand an seinen Rechten zu verkürze», den Span wieder in den Abschied genommen; es solle» nun die Gerichtsherren wie die Gemeinden ans dem nächsten Tage, der ihnen verkündet wird, mit Vollmacht erscheinen, um die Sache endgültig entscheiden zu lassen; auch die Boten der neun Orte solle» die nöthigen Instructionen erhalten. St. A. Bern: Abschiede A. 283—284 (ohne Datum). — K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 12. — St. A. Lucern: N. Thurgau. K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV. — Stistsarchiv St. Gallen (Originalaussertigung dd. Vigilia Bartholoms, d. i. 23. August). E. A. A. datirt Montag vor Bartholomäi, ebenso das Berner, Solothurner und Basler Eremplar. » ist dem Glarner Abschied eigen, dem dagegen (durch Ausfall eines Bogens) U—I fehlen. Im Schaffhauser Eremplar fehlen t>, «?, x», Ii, im Basler I», e, A, im Appenzeller »— Zu v. 1) Instruction Berns: ... „Wann aber üch das abgeschlagen, alldann (sollend ir) üch erlütern, daß min Herren sich der disputatz halb nüt beladen und mann zuo tagen darvon geredt, daß ir Kotten abtretten söllen und der disputatz old (der) büechern halb nützit ratschlagen, . . . und wo die büecher usgeschickt uf die Höchen schuole», old anders darin gehandelt wurde, daß min Herren in sölichem unvergriffen und unbcmeldet spent." Abschiede X. 47«. 2) Auch hier ist die Basler Instruction herbeizuziehen: Abermals das dringlichste Verlangen zu stellen, daß ein Exemplar überlassen werde, zc. „Und will uns ganz nit gefallen, daß man die acta der disputation zuo latin inachen lasse und uf ein frömde universitet schicke noch zur zyt, sonder ist von nöten und guot, diewyl wir die disputation unfern landen zuo guot gehebt, daß dann vor allen dingen uns die acta zuo Händen gestellt, damit wir vor allen dingen, was gehandlet sye, sehend; wann das beschicht, wirdet uns die Handlung wol leren, was fürer not und guot spe". .. K.A. Basel: ms-hi-d-. Zu l'. Der Lucerner Abschied enthält außer der kurzen, im Texte gegebenen Recension den erwähnten Vortrag in vxtonso. Der Inhalt ist charactcristisch genug, um einen genauen Auszug zu rechtfertigen. 1. Die Einleitung wiederholt die mehrfach behandelten Thatsachen. — Dem Abschied vom 11. April gemäß habe der Herzog eine Botschaft nach Bern und Freiburg geschickt, um sie zu bitten, demselben ebenfalls nachzukommen und laut der Bundesbriefe einen Tag nach Viel anzusetzen; die beiden Städte haben sich dann schriftlich erklärt, ihm das Recht zu gestatten, später aber dieses Auerbieten wieder abgeschlagen und in einem andern Abschied gefordert, daß der Herzog seine Beweistitel für die beanspruchte „Herrlichkeit, Obrigkeit und Gerechtigkeit" über Genf und Lausanne vorlege, und daß diese Städte ebenfalls auf den Ncchtstag kommen, um ihre Freiheiten darznthun. Diese Antwort haben die Boten des Herzogs nicht annehmen wollen; darum seien sie verreist, aber von Noinout aus noch einmal schriftlich an Bern und Freiburg gelangt, um sie zur Beschickung eines Tages zu vermögen. Darauf hin seien dann beide Theile in Biel erschienen; allein die Städte haben dort den Anspruch erhoben, über die von Gens und Lausanne dargelegten Freiheiten und die Rechtsamcn des Herzogs zu urtheilen, was er sich nicht habe gefallen lassen können, iveil er großen Nachtheil voraussehen mußte, dann aber auch, weil Bern und Freiburg nicht befugt seien, seine Herrlichkeit über die zwei Reichsstädte Genf und Lausanne zu untersuchen. 2. Es sei wohl noch bekannt, daß in den letzten Jahren der Herzog in die Acht gethan worden, weil er, der Eidgenossen Rath folgend, eine ihm als Fürsten und Vicar des heiligen Reiches auferlegte Schätzung nicht 980 August IK26. habe entrichten wollen. Wenn er nun dulden würde, daß jene Städte sich der Oberherrschaft des Reiches entziehen, so dürste der Kaiser ihn für diesen Verlust verantwortlich machen, sodaß er große Gefahren zu fürchten hätte, zumal jetzt derselbe in Mailand so mächtig gerüstet sei. Um solcher Ursachen willen, „und sonst von keiner andern Sache wegen," wolle der Herzog die Gewahrsamen für seine übrigens zahlreichen Herrschaftsrechte nicht vorweisen und auch Niemand als Richter darüber anerkennen. 3. Nun bitte er die Eidgenossen, bei Bern und Freiburg soviel zu bewirken, daß sie den Streit durch eidgenössische Boten gütlich vermitteln lassen oder das Recht annehmen gemäß der Vereinung. Dabei eröffnet der Herzog, daß er in allen seinen Landen bei Strafe an Leib und Gut verboten habe, gegen die Eidgenossen in Mailand zu ziehen, und bittet schließlich, diese möchten den Aufruhr in Genf wohl im Auge behalten und die „armen Leute", die aus der Stadt vertrieben worden oder geflohen, mit Gnaden bedenken, damit dieselben wieder zu dem Ihrigen kämen. Eine spätere Copie dieses Actenstücks liegt bei den Acten (Savoyen) des Lncerner Archivs. Zu t>. 1526, 13. August (Samstag nach U. L. Frauen Assumpt.). Zürich an die in Baden versammelten Eidgenossen. Durch ein Schreiben des Landvogtes im Thurgau, Heinrich Wirz von Unterwalden, sei man soeben aufgefordert worden, auf nächsten Sonntag seine Botschaft nach Baden zu schicken, um auf eine Beschwerde des ' Abtes der mindern Au Antwort zu geben. Darauf sei zu erwidern, daß man von einem Span mit diesem Abt nichts wisse; hingegen sei wahr, daß ein Conventnal des Klosters Rüti, jetzt Pfarrer zu Aadorf, obwohl dem Abt und allen Conventherren zu ihrer eigene» Zufriedenheit ein genügendes Auskommen verschafft worden, einige zum Kloster gehörige Zehnten im Thurgau durch Erkenntnis; des Landgerichtes habe in Hast legen lassen und Zürich damit in Umtriebe, Kosten und Schaden geführt; da man jedoch die Rechte, welche der Abt der mindern Au und seine Mithaften an den Gütern des Klosters Rüti haben, gutwillig anerkenne, so bitte man die Eidgenossen, denselben zu beruhigen und den von dem Pfarrer in Aadorf bewirkten Haft wieder aufzulösen; man gedenke nämlich in der Angelegenheit so zu handeln, daß es „Gott loblich" sei und die Armen getröstet werden, und im Uebrigen alle Bundespflichten in guten Treuen zu erfüllen. St. A. Zürich: Missw-n. Zu It. 1) Bei dem Basler Abschied liegt ein Auszug von verschiedenen Schriften, deren Inhalt hier kurz anzudeuten ist: 1. (3. Aug.) Bartholome Vital de Tasis (sie) an seinen Freund Jean (al. Anton) de Tassis (Taris), obersten Postmeister zu Augsburg: Nachricht, daß „sie" (die Kaiserlichen?) in Mailand belagert worden, aber mit einer kleinen Verstärkung sich wohl an den Feind wagen würden. Das Schloß sei zu Händen des Kaisers eingenommen und gespeist. Der Hauptmann sei mit Briefen abgefertigt, an denen viel liege, ?c. 2. Derselbe an Sch. de Tassis: Nachdem die Venediger Lodi eingenommen, haben sie des Papstes Heer erwartet und dann an einem Samstag einen Sturm auf Mailand versucht, 20V Schüsse aus großen Stücken gegen die Porta Romana geschossen, aber in derselben Nacht sich nach „Marian" zurückgezogen, dort achtDage sich ruhig gehalten und dann versucht, in den Thiergarten zu ziehen. Das Kriegsvolk bleibe indessen in sehr guter Stimmung und wünsche sich zu schlagen. Der Feind liege 3 Meilen entfernt nach Cassano hin. 3. Ein Brief gehört „dem Gabriel", dem er zugestellt werden soll. Ein anderer meldet, der Herzog von Bourbon sei mit 50 Büchsenschützen und 200 Edelleuten gekommen. Jni schlimmsten Falle würde man sich in ein Viertel der Stadt zusammenziehen, um dieses behaupten zu können. 4. In der Instruction des Peter von Burius (?) an Fürst Ferdinand wird sofortige Sendung von deutschen Knechten verlangt, da sich die Schweizer möglicherweise des Krieges (gegen den Kaiser) annehmen, alsdann die Bündner auf ihre Seite bringen und dadurch veranlassen werden, den Dietegen mit den Seinigcn abzumahnen und die Pässe gegen die Deutschen zu schließen. In diesem Falle müßten die Landsknechte, deren nicht weniger als 4000 sein sollten, auf Mantua gewiesen werden. Der Unwille wegen Ausbleiben des Soldes sei völlig beschwichtigt und die Theurung (l Mütt 13 Pfd., d. h. beinahe 4 Kronen) durch die Zufuhr ans dem Wasser, von Biagrassa her, wieder ermäßigt. St. A. L»c-m: «s-hi-d- u. 2) Dem Berner Abschied sind in deutscher Uebersctzung beigelegt: 1. Schreiben von Francisc de Hemsle (?) an den Herzog von Bourbon, dd. Glnr(n)s, 13. August; 2. Kundschaft resp. Verzicht der drei gefangenen Spanier; 3. fragmentarische Instruction für einen Ungenannten, — letztere zwei Stücke undatirt. August 1526. 991 Zu I. 1) Der Bote von Basel soll denen von Glarus und Schafshausen sagen, daß man ihnen, „wie sie uns gethan", zu schwören gutwillig sei; dafür einen Tag mit ihnen zu bestimmen, hat er Gewalt. K. A. Basel: Abschiebe. 2) Instruction von Bern: „Und als dann (uf) letster tagleistung zuo Lucern der bott von Appenzell anbracht und begert in namen sine» Herren, wie st) sich halten uf anfordrung deren von Zürich Kotten, ir sigel von den bundbriefen ze geben, füllend ir mit andern Kotten das best zuo beider syt reden und ze erkennen geben, daß diser zyt nit füeglich, einich sigel haruszegeben noch fordern, sonders daß den künden gelebt werde." St. A. Bern: Abschiede X. 477. Zu «. 1S26, 18. August (Samstag nach Assumpt. Maria). Zürich an die in Baden mitregierendcn Orte, 1. als Antwort auf ihr aus Lucern unter dein 4. August erlassenes Schreiben betreffend den Welti Lendi. Die Sache verhalte sich nicht, wie die von Bremgarten sie dargestellt haben, sondern wie folgt: In dem Kelleramt zu Lunkhofen, Assen hohe Obrigkeit unwidersprechlich Zürich zustehe, sei vor einiger Zeit wegen ehrenrühriger Aeußerungcn ein Rechtshandel zwischen Welti Lendi von Jonen und einem Jacob Müller angehoben, hernach an Schultheiß, Rath und die Vierzig zu Bremgarten gewiesen worden, welche dann beide Parteien samt ihren Kundschaften verhört und endlich erklärt haben, sich mit dem Handel nicht weiter befassen zu wollen, und denselben nach altem Herkommen an Zürich gewiesen. Nachdem man die Sache an die Hand genommen und einen Rechtstag bestimmt, nm jedermann Gehör zu geben, der etwas dabei vorzubringen begehrte, der Widersacher Lendi's jedoch nicht erschienen, und die früher vorgelegte Kundschaft als unvollständig und nicht zutreffend erfunden worden sei, habe man den Welti ledig und straffrei gesprochen und ihm dieses Urtheil schriftlich ausgehändigt. Hierauf haben die von Bremgarten dem Jacob Müller ohne Weiteres dazu verhelfen, hinter dem befugten Richter und dem Widersacher neue Kundschaft einzuziehen; da aber diese nicht mehr aussage als die zuerst vorgebrachte, so sei allen Rechten gemäß, und nicht aus Gnade, wie behauptet werde, das erste Erkenntnis; bestätigt worden. Hiebet hätten die von Brcmgarten es dürfen bleiben lassen, statt den Lendi gefangen zu nehmen und Zürich zu verunglimpfen, als ob es wider alle Billigkeit gehandelt hätte. Daß man dann keine Boten deßhalb geschickt, sondern vorgezogen, sich durch dieses Schreiben zu rechtfertigen, werden die Eidgenossen, wie man hoffe, entschuldigen; zudem bitte man sie, Zürich bei deni Rechte (der hohen Obrigkeit im Kelleramt), das man von Alter her besitze und ausübe, unangefochten bleiben zu lassen. Wenn aber Bremgarten oder Andere Ansprüche zu machen hätten, so werde man den Bünden gemäß darum ins Recht stehen. 2. Mit dem Pfaffen, der nach Zürich appellirt, habe es die gleiche Bewandtnis;, und beharre man auf dem Standpunct, daß Niemand etwas dagegen einzuwenden befugt sei; deßhalb ersuche man die Eidgenossen, Brcmgarten zur Ruhe zu weisen, damit Zürich seines althergebrachten Besitzes nicht mit Gewalt und rechtswidrig beraubt werde; das gedenke man Hinwider durch treue Beobachtung der Bünde um alle Orte zu verdienen, ?c. S>. A. Aim-h: Misswn. ZSS. Aern. 1526, 23. August. Staatsarchiv Bern: Nathsbuch Nr. 210. — Abschiede, X. 479. 481. Berathung der Instruction für die zu Luceru (1. August) und Baden (21. August f.) verordnete Botschaft nach Frankreich, von Bern, Lucern und klnterivalden. Erinnerung an die dem König geleisteten Dienste, die vielfachen Aufzüge in der Bezahlung der Sölde zc. Gefahr großer Widerwärtigkeiten. Erkundigung nach den Ursachen, und Verwendung für die Lösung der gegebenen Zusicherungen, soivie für rechtliche Auseinandersetzung mit den Ansprechern, zc. Wir dürfen annehmen, daß eine gemeinsame Verhandlung stattfand. Bern gab iudeß auch eine besondere Instruction für Caspar von Mülinen, behufs Vertretung der Interessen theils des Ortes, theils einiger Privatpersonen. W2 September 1526. ZS4. Wern. 152k, 24. August (Bartholomäi). Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr. 2W, p. 2l>l. ». Erneuerung resp. Beschwörung des Burgrechts mit Neuenbürg. I». Eidesleistung der beiden Brüder von Wattenwyl wegen des Burgrechts für das Haus Colombier. Zu Am 4. August war von Seiten Berus der Tag bestimmt worden. Am 26. August (Sonntag nach Bartholomäi) sollte laut des Berner Rathsbuchs die Beschwörung in Biel stattfinden, mit welcher der nach Neuenburg verordnete (unbekannte) Bote beauftragt wurde. ZSS. Sol'oltsurn. 152k, 26. August (Sonntag nach Bartholomäi). KantonSarchiv Tolothurn: Rathsbuch Nr. IS. Die Räthe beschließen, die Boten von Biel diesmal heimzuweisen mit der Erklärung, Solothurn habe sich mit den VI Orten verbunden, denjenigen nicht zu schwören, die ihre lutherischen Prädicanten nicht abstellen; wenn aber Biel „den Prädicanten" beseitige, so wolle man schwören und thun, was man schuldig sei. 1) 1526, 16. August (Doustag nach Assumptionis Maria). Solothurn an Biel. Ansuchen, eine Botschaft auf den Sonntag nach Bern zu schicken, um vor den drei Städten die Beschwörung (des Burgrechts) anzuziehen, damit ein Tag bestimmt werde. 2) 1526, 23. August (Vigilia Bartholomäi), Solothurn. Beschluß, die Berathung über das Schwören mit Biel bis morgen zu verschieben. 3) 1526, 24. August (Bartholomäi). Anzeige, daß man auf Sonntag eine Botschaft schicken werde, -c. ZS«. (Kchallens). 152k, 3. September. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede 55. 317. Gesandte: Bern. Sebastian von Dießbach; Jacob Tribolet. Freibürg. Wilhelm Schweizer; Anton Krummenstoll. Entscheidung über den Zehntenstreit mit dem Meyer von Lustrac (Lussery?) und andere Geschäfte. Der Abschied ist französisch. — Wegen der andern Geschäfte ist Nr. 391 (l—N) zu vergleichen. September 152K. 993 3S7. Krandson. 1526, 4. September. Staatsarchiv Bern; Allgemeine eidgenössische Abschiede 2. 823. Gesandte - Wie in voriger Nummer. Französischer Abschied betreffend örtliche und private Angelegenheiten in der Herrschaft Grandson und Montagny. SS8. Maden. 1526, 19. September f. (Montag vor Erallationis Crucis f.). StautSarcffiv Lucern: Allg. Abschiede lt. k. 225. Staatsarchiv Zürich: Tschad. Abschiede-Sammlung, Bd. K, Nr. 37. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, X. »43. KautonSarchiv Basel: Abschiede. KantvuSarchiv Freiburg: Abschiede, Bd. lL. KautonSarchiv Solothuru: Abschiede Bd. XIV. KautonSarchiv Schaffhause»: Abschiede. LanbeSarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Bern. Anton Bütschclbach. Lncern. Heinrich Egli. Uri. Niklaus Muheim. Schwyz. Joseph am Berg. Unterwal den. Hans Burrach. Zug. Konrad Bachmann, von Menzingen. Glarus. Jost Tschudi, alt-Ammann. Basel. Heinrich zum Hermli. Freibürg. Hans Gnglenberg. Solothurn. Hans Hugi. Schaffhausen. (Hans) Jacob Marbach. Appenzell. Ammann (Ulrich) Eisenhut. — E. A. A. t'. 22 k. ». Zürich stellt das Ansuchen, den Arrest, den der vorige Landvogt im Thurgau auf die Zehnten zu Nußbaumen und Ilschhausen, zu der Kirchhöre Stammheim gehörig, gelegt, wieder aufzuheben, da niemand dm andern ohne Recht des Seinen entsetzen solle; da niemand darüber instruirt ist, so wird das in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tage darüber Antwort zu geben. I». Das Schloß Luggarus betreffend wird einhellig erkannt, dasselbe solle einstweilen nicht abgetragen werden, indem bei diesen bedenklichen Zeiten leicht Unruhen daralls entstehen möchten; dagegen sollen die auf die nächste dortige Jahrrechnung abzuordnenden Boten dm Auftrag erhalten, das Schloß genau zu besehen und ihren Befund an die Herren und Obern zu bringen, damit mau sich weiter darüber berathen kann; unterdessen soll der Vogt es in Dach und Fach erhalten, damit ^ nicht zu sehr verfalle, v. Da einige Orte noch immer keine Besatzung zu Luggarus haben, so wird dem Vogt befohlen, so bald wie möglich zu berichten, von welchen Orten keine Zusätzer dort sind, damit man sie Zu ihrer Pflicht anhalten könne. «I. 'Nachdem auf dem letzten Tage zu Baden der Antrag gestellt worden, noch einmal eine Botschaft gemeiner Eidgenossen nach Zürich zu sende», um kein Mittel unversucht zu lassen, mit Gottes Hülfe die Einigkeil wieder herzustellen, haben die Boten ihre Instructionen eröffnet und „allerlei Reden gkgen einander gebraucht," indem sich nicht alle Orte zu einer solchen Sendung verstehen wollen; diese werden uun beauftragt, die Sache treulich heimzubringeil und zu erwägen, daß die Eidgenossen schon viele unnütze Kosten Glitten, und daß man in dieser wichtigen Angelegenheit die Kosten nicht spare» sollte. Darüber sott auf dem uächsten Tage Antwort gegeben werden, und ob, wenn einige Orte nicht dazu stimmen, die andern dennoch den Versuch wagen wollen. «. Aus den Anzug, daß zu Basel die Messe und andere göttliche Aemter noch vollbracht werden, folgt der Rath, daß die Orte, die der Stadt noch nicht den Bundeseid geleistet, dasselbe nachträglich thun, indem dann desto eher zu hoffen wäre, daß die beide» Prediger abgestellt würden. Eine endliche 125 994 September 1526. Antwort wird auf den nächsten Tag verschoben, weil einige Boten dazu nicht bevollmächtigt sind. I. Man verhört die Beschwerde des Herrn Marx, Leutpriester zu Würenlos, daß er im Zürchergebiet viele Pfarrkindcr habe, welche in Zeiten der Krankheit gerne beichten und die hl. Sacramente empfangen würden, zu denen er aber das Sacrament nicht tragen dürfe; daß er in einer dortigen Capelle nicht mehr Messe lesen dürfe, und Viele ohne Empfang der hl. Sacramente sterben und ohne sein Wissen auf dein Kirchhof begraben werden; er bittet um Rath, w. Da die Sache wichtig ist („eben groß geachtet will sin"), so wird sie in den Abschied genommen. K-. Der Doctor (Laurenz Mär?), Leutpriester zu Baden, berichtet, wie er mit dem Propst von Zurzach einen Vertrag geschlossen, kraft dessen ihni diese Propste! übergeben würde, wofür er aber jenen sein Leben lang bei sich behalten müßte; da nun der Papst diese Propstei zu verleihen habe, so möchten sich die Eidgenossen für ihn bei dem Papst verwenden. Heimzubringen, da man nicht wissen kann, was daraus werden könnte. I». In Betreff des Urlaubs für General Morelet stimmen acht Orte dafür, ihm solchen bis Weihnachten zu bewilligen, mit der Bedingung, daß er seinen Sohn zurücklasse. Die vier andern Orte werden ersucht, die Sache nochmals heimzubringen und ihre Zusagen nach Bern zu melden, l. 1. Da die Boten über das Gesuch des Herzogs von Savoyen nicht gleichförmig instruirt sind, so wird abermals die Frage in den Abschied genommen, ob man gemeinsam oder einzeln an die beiden Städte Bern und Freiburg Boten abfertigen oder beiden Parteien einen Tag ansetzen wolle, um darauf mit ihren Briefen und Titeln zu erscheinen. 2. Bern und Freiburg erklären aber, daß der Herzog, wen» er seine Forderung nicht aufgebe, sie „mit Recht" suchen solle, „dann sie säßen in guten Gerichten." 3. Dem Gesandte» von Savoyen wird auch befohlen, dem Herzog zu sagen, daß er die verfallene Pension bezahlen möge. Ii,. Die zu Lucern gefangen sitzenden Spanier hat man auf diesen Tag beschickt und verhört, aber nichts anderes aus ihnen herausgebracht, als was die bei ihnen gefundenen Briefe melden, und daß „die zwei" aus „Virnöl" sind; es wird nun beschlossen, jene beiden sogleich freizulassen, den „rechten" Spanier hingegen wieder nach Lucern zu fertigen, und wenn in acht Tagen niemand schreibt, daß er länger dort bleiben solle, ihn gegen eine Urfehde fahren zu lassen. I. Der Streit zwischen den Gerichtsherren und ihren Unterthanen im Thurgan wird durch folgenden Spruch (der neun Orte, ohne Zürich), der dem Abschied beigelegt ist, erledigt: 1. Die Leibeigenschaft bleibt bestehen wie von Alter her, mit der Erläuterung, daß jeder Leibeigene seinem Herrn im Jahr nicht mehr als einen Tagwen leisten soll; wer solchen vordem mit einem Zug geleistet, soll dies auch fernerhin thun; diejenigen, die nur zu Tagwen mit Leib und Hand verpflichtet gewesen, sollen dieselben mit ihrem Leibe thnn, und wer vordem keine Tagwen schuldig war, soll auch hinfort davon ledig sein. Ferner soll jeder Leibeigene jährlich seinem Herrn ein Fastnachthuhn entrichten. 2. Wenn ein Leibeigener stirbt und ein Stück Vieh hinterläßt, so soll dasselbe von den Erben oder dem Vogte der Kinder geschätzt werden, und dann hat der Herr die Wahl, entweder die Hälfte der Schätzung in Geld zu nehmen oder das Vieh; im letztern Falle soll er den Erben die Hälfte des Geldes (der Schätzung) „hinausgeben." („Hauptfall"). Hinterläßt der Leibeigene kein Vieh, so ist der „Gewandfall" in gleicher Gestalt zu entrichten. Ist aber ein Hauptfall vorhanden, so darf kein Gewandfall gefordert werden. 3. Die „Ungenossame" (Ehefall) ist abgethan, mit dem Vorbehalte, daß eine Person, welche außerhalb der Ungenossame (sie) heiratet, ihrem Herrn, als Anerkennung der Leibeigenschaft, ein Paar Handschuhe oder 18 Pfenninge, aber nicht mehr, zu entrichten schuldig ist. 4. Wo ein „Geläß" fällt, soll dem Herrn, er mag geistlich oder weltlich sein, der zehnte Pfenning davon entrichtet werden, nach einer Schätzung durch rechtschaffene unparteiische Leute. - 5. Den Pfundoder Kausschilling soll man geben wie von Alter her, wo die Güter verkauft werden; wenn aber Einer auf solche Güter Geld und Zins anfnimmt mit dem Vorbehalt der Wiederablösung, sodaß er die Güter in seinen Händen 5 September 1526, behält und dabei kein Betrug geübt wird, so soll er keinen Kauf- oder Pfundschilling schuldig sein; doch darf Keiner ohne Wissen und Willen seines Lehen- oder Zinsherrn auf solche Güter Geld oder Zinse aufnehmen, 6, Zum letzten ist Jeder verpflichtet, dem Landvogt und den Gerichtsherren die Fastnachthühner zu geben, wie von Alters her. Die Unterthanen sollen ihren Gerichtsherren huldigen und schwören, wie es herkömmlich ist, ihnen alle Zinsen, kleine und große Zehnten, Ehrschätze, Tagwen und andere auf den Gütern haftende Beschwerden, worüber Briefe, Urbare und andere Titel vorhanden sind, ausrichten ohne Gefährde und Weigerung. ^ Sollte die Landgrafschaft Thurgau durch einen „gemeinen Einbruch" gefährdet werden, so ist jedermann schuldig, mit Hülfe und Steuer dazu zu thun wie bisher, i»». Der Bote von Solothurn begehrt im Auftrag seiner Regierung, daß der Brief über das Burgrecht zu Neuenburg (Landeron), dem vormals gegebenen Versprechen gemäß, aufgerichtet werden möchte, i». 1. Die Vorrede und der Beschluß zu den Büchern über die Disputation zu Baden hat man verhört. Da einige Boten noch keine Vollmacht haben, sie anzunehmen, so wird beschlossen, sobald Schreiber Huber die Vor- und Nachrede in aller Form aufgesetzt hat, sie in alle Orte zu schicken, damit sie sich erklären können, ob sie selbe annehmen wollen oder nicht; diejenigen Orte, die sie annehme», sollen dann in der Vorrede genannt und die Bücher in ihrem Namen ausgegeben werden. 2. Bern, Basel und Schaffhausen, die wiederum die Verabfolgung eines Exemplars verlangen, sind abgewiesen. 3. Lucern wird beauftragt, sich inzwischen nach einem Drucker umzusehen und mit demselben einen Accord zu schließen, damit die Bücher möglichst bald gedruckt werden. Sind sie gedruckt, so soll, bevor ein Buch aus der Druckerei kömmt und „verändert" wird, jedem Ort ein Exemplar versiegelt durch den geschwornen Läufer (von Lncern) zugestellt werden; dann soll man sich auf dem nächsten Tage berathen, wohin man sie (sonst noch) senden wolle. «. Da diesmal kein anderer Tag angesetzt ist, so wird Lucern beauftragt, einen auszuschreiben, sobald etwas Neues einfalle. I«. 1526, 7. September (Freitag vor U. L. Frauen Geburt). Zürich an die Eidgenossen in Baden. 1. Aus ihrem Schreiben betreffend Welti Lendi sei zu ersehen, daß Bremgarten von seinen Umtrieben noch nicht abgelassen; den Eidgenossen zu lieb wolle nun Zürich dem gestellten Begehren, daß Lendi die Niedern Gerichte von Bremgarten gänzlich verlasse, entsprechen; dagegen habe es zu klagen, daß der Burger, den es, dem Urtheil von Bremgarten gemäß, ihm zur Verwaltung der dort liegenden Güter bestellt und mit dem Einzug seiner Habe beauftragt habe, unverrichteter Sache abgewiesen worden unter dem Vorwand, der Handel sei an die Eidgenossen gebracht; hienach bitte es diese, den Bezug jener Güter ohne Aufschub zu gestatten, wogegen dann Lendi die von Bremgarten unbekümmert lassen werde. 2. Des Pfaffen halb willige es ein, denselben nicht mehr nach Lunkhoseu zu setzen; weil er aber schon betagt und für sein Leben lang ans jene Pfründe gesetzt worden sei, worüber gute Briefe und Siegel vorliegen, so bitte es aus Gründen der Billigkeit, ihm entweder einen Theil des bisher dort genossenen Einkommens zu verabfolgen oder eine andere Pfründe anzuweisen, damit er nicht in seinem hohen Alter noch betteln müsse. St. A. Zürich- MW»-». - Stadtarchiv Bremgartm (Original!). 1526, 12. September. Bern an die eidg. Boten in Baden. Mau vernehme, daß die eidg. Knechte in Mailand sich gänzlich auf den hl. Bund verlassen und gar keine eigene Wache halten, sondern ruhig und sorglos da liegen und Wohlleben. Welche Gefahr daraus erwachsen könnte, wenn etwa unter den Venetianern oder Römern Verrätherci versucht würde, sei leicht zu ermessen; daher möchte man rathe», den Knechten ganz ernstlich zu schreiben, sie sollten gutes Aufsehen üben, damit sie nicht wieder, wie vorher leider oft, verwahrlost WÜrdeN. St. A. Bern: Teutsch Misstve» y. SS i>. 99k September 1526, i. 1526, 13, September (Vigilia Exaltat, Crucis), Baden, Gemeiner Eidgenossenschaft Rathsboten an Bern. „Unser .»c, zc. Ueiver getrüwer lieber mitratsfründe Antoni Bütschelbach hat uf disem tag anzogen und uns ein copye von einer fründlichen fürgeschrift, so dann ab der disputatz von Baden nf begeren Herr Doctor Johanns von Egg an (den) Herzog von Peyern, sinen gnedigisten Herren, usgangen, lassen hören und daby entdeckt, wie daß ir, . , etwas Verdruß oder Widerwillens tragen, Ivo nwer mitratsfründe, der edel und streng Herr Caspar von Mülinen, Ritter, by sölichem gesessen oder darin bewilliget hette, und als wir nu sölich copp gehört und verstanden, und uf disem tag nit wer dann zwen ratsbotten, so nf der disputatz gewesen sind, denen wol ingedenk und wüssent ist, daß nach usgang der disputatz von den dingen geredt und anzogen ward, diewyl und Herzog Wilhelm von München uns Eidgnossen uf einen tag gan Einsidlen so früntlich zuogeschriben, wäre nit unbillich, siner f. Dt, in glicher gestalt zuo schriben und fründlichen dank ze sagen, und nach mengerley red wurde under inen den botte» das wer und beschlossen, sölich fründlich geschrift inhalt der verlesnen copye lassen uszegan; inen sye aber nit wüssent noch ingedenk, daß Herr Caspar von Mülinen darin bewilliget habe, Harns so ist an üch,. . unser gar fründlich bitt, ir wöllent sölich schriben dem gemelten Herr Caspar von Mülinen in dheinem argen znomessen, sunder das zum besten vermerken; dann uns will nit bedunken, daß sölich fründlich schriben uns noch üch deHein uneer oder Nachteil, sunder nutz und eer gebären und bracht habe; dann wir die andern Ort sind noch des willens, wann bemelter Herr Doctor Egg sölich schriben an unser Herren und obern begerte, si wurde im nit versagt noch abgeschlagen. Das wöllent also von uns im besten vermerken" ., , St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. 1526, 25. September (Dienstag nach Mathäi). Zürich an Hans Frei, Leutpriester zu Steinmaur, Von dem letzten Tag zu Baden haben die Eidgenossen an Zürich geschrieben, gütlich zu verschaffen, daß er einstweilen seine Jungfrau nicht ehelich nehme; hierauf wird nun die Erwartung ausgesprochen, daß er den Mandaten seiner Obrigkeit nachkomme und nicht weiter Ursache gebe zur Verunglimpfung derselben bei den andern Orten; würde er nochmals verziehen, so müßten ernstere Maßregeln folgen, sc A, Aimch: Mssw-n, E. A. A. datirt Montag nach U. L. Frauen Geburt, was übereinstimmt. Im Berner Exemplar fehlt », im Freiburger I', h>, u, im Solothurner nur I, K, im Basler », v—K, I, im Schaffhauser », l, l, im Appenzeller:»—«>, t, s>> I, Zu K. 1526, 11. September (Dienstag nach kl, L. Frauen Geburt), Baden, Die Boten der eilf Orte an Lueern. Der drei Gefangenen halb gehe die Mehrheit der Instructionen dahin, sie alle hieher zu „beschicken" und weiter auszufragen, doch nur „mit Worten." Daher begehre man, daß Lucern dieselben sanit ihrer Habe mit dem Untervogt von Baden herab fertige und einige Leute mitsende, damit er sie sicher hieher bringen könne. St. A. Lucern: Ungebundene Abschiede. »zu I. Der bezügliche Special-Abschied (alte Abschrift im St. A, Zürich) trägt das Datum Donstag vor des hl. Kreuzes Tag im Herbst (13. September). Er enthält wie gewohnt einen erzählenden Eingang, nennt die vertretenen Gemeinden einzeln und fügt einen Schlußartikel bei, der in den Hauptabschieden fehlt: Es soll jeder Theil seinen Kosten und Schaden dieser Sache wegen selber tragen und kein Theil dem andern dafür etwas schuldig sein. Die Artikel werde» von beiden Parteien gutwillig angenommen zc. St. A.Bern: Abschiede 55. 389—392. — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV. — Stiftsarchiv St. Gallen (Original und neuere Abschriften). Zu u. 1526, 18. September (Dienstag vor Mathäi Ev.), Tübingen, vi. Joh. Fabri an Schafshausen (und andere Orte). „Ich schick ü. G. hiemit ein buoch, so ich nit on sondern kosten Hab wider den Zwinglin trucken lassen, darin ich verhoff, die selbig ü. g. und ire verwandten verneinen werdent, mit was untogenlichen unchristenlichen leren gedachter Zwinglin wenig frumm christenherz versiert Hab. Sölichs wöllent von mir in allem besten usnemen" , . . Archiv Schasshausen: Korrespondenzen. September 1526 997 Zu I'. Das im Text gegebene Schreiben wurde veranlaßt durch folgenden Act: 1526, 7. September, Bern. Instruction nach Baden: „Den brief, dem Pfnlzgrafen ab dem tag zuo Baden zuogcsandt, berücrend, sollend ir nch erkunden und eigentlich erfaren, wer sölichen angeben und zc schryben bcfolchen, und damit ir dest gewnsser syend, ist üch desselben briefs ein abgeschrift geben, den landvogt zuo Baden, so den besiglet soll haben, ze erfragen, und daby den botten zc verston geben, daß sölichcr brief an(e) miner Herren geheiß und cmpfelch geschriben, und uf sölichs dheins wegs gestatten wellen, daß under irem namen ützit geschriben werde, deß st) iren botten, so je uf tage» sin werden, nit befclch gegeben, old st) die botten sich nstrucklichen deß vcrmächtigcn." St. A. Bm,: Abschi-b- x. r»4. - Vgl. Raihsbuch p. ssv. Es handelte sich um Note o 36 in Nr. 3öl. SSV Kavos. 1526, 12. und 13. September. KanlonSarchtt, Granbnnden. A.» Friedensschluß zwischen den III Bünden und dem Castellan von Musso. St. Schriftliche Antwort ans den Bortrag der eidgenössischen Botschaft Heinrich Flcckcnstein von Istiecrn und Heinrich Pnntiner von Uri — betreffend den Durchpaß ?c. Die Bünde haben nie im Sinne gehabt, ihre Knechte den Spaniern zuznfnbren »nd dies auch bei schweren Strafen verboten; ihre Pässe haben sie bisher wohl verwahrt und werden zu den Eidgenossen halten; dem Herrn von Grangis sei jedoch für den König von Frankreich die Besetzung der Pässe überlassen worden mit der Bedingung, im Nothfall 2000 Knechte in gleichem Solde wie die Eidgenossen dafür zu bewilligen.' Sie haben auch ans Verwendung der zwei Boten mit dem von Grangis einen Beschluß gefaßt über den Vertrag mit dem Castellan von Musso und erstatten denselben hiefür den besten Dank. Datum hl. Kreuz Abend im Herbstmonat (13. Sept.). St.«. eu--,» Abschob- n Zu i>. Ein besiegeltes Instrument ist nicht mehr vorhanden; wir geben daher den unS zuganglich gewesenen Text als Note: *) blssondo tra Ii magst 8st ds lo tra lliglrs et i> mag'st 8? ,lo. .Isoodo ds Nsdioi, 0sstslla.no ds ?.lusso. ststo gran dilksrontie st guvrrs, et per msjo et. opers «teil magst or(ator)i Ilsinriod 01sokenstoin llo Ivuosrna et awa Hoinriod blnt (?) clo Luit, >na(n)llati cta Ii III. et potsn. Agst llo Ii dudsoi t.'autoui Uslvsmi, per aoguistars st tinirs diots ditkersntio, kus oonolusa u»a trsgua de nrssi sei nsla lorma oomo lo prskats parti danno Ii oapitoli sigrltati, doppo llnita etiota trsgua, per opera st studio dsl molta ruagt" 8st ds Eraugis, 0on«ig(lis)rs st oratorv dsl r"'° (vristianissimo) Iis aprssso Ii prst'ati 8st ds Is Ingko, guals molto «s allatioato ad traotars st oompoirsre la peesoute pass tra Ii protz 8st st >rd iiitereossiouo (sie) st oowplaosntia do la Lst dsl nostro Kigst summo poiit(iiies) et dal rst" Iis et de la iltst^ 8st» Ouva de Wtano so devonuto » Ii inkr(a«oritt)i oapitoli st paoe. Ill'imv o stabilito et oonoluso tra Ii prslato 8st de (lrangis a noms dsl pst Oaatollano ouw Ii ptz 8st ds Is Ingds dona intsgra iuvioladito et psrpstua pass, oum promisaions de dsns vivinaro luna parte oum laltra, ooms so ooiivoniro tra boni arnivi st vioini st adiia mslio so per losa karo st vairssrvaro diota pass, Is diots parte so rsmsttanno luna a laltra tutts Is injuria (oks) sono da gua indrstto tra loro ssguits, ita »Iis piu per ladvsnirs von sia tsnuto ountro (^onnoto"!) alouuo ns memoria ns per rosa alouna, ode so possa dirc: o imaginäre, ss diauo alouno motestia ns impsdimonto luna parte a laltra, ns si pussano domandara rasa alouna, ma ssmprs rsstano dorn amio! st vioini in ognr tsmpo. Das vortiegeude Original, eine gleichzeitige ziemlich flüchtige Abschrift, zeigt viele veraltete oder willkürliche Wort? formen, deren Beseitigung nicht reichlich schien. September 1526. dks il pl» 81° dastsllan« IN oiasobuno tempo lassa passars st oonäure >1! viotualiö st msl'oantis st nitre robs nsl passe äspsi 8? äs Is trs Digke, oosi loro kaoiano il maäsmo eum il pl» 8l° dsstsllano. II pl» 8l° dastl» so aeoutonta, obs per lo oticus millo einque osntos souti, (piali äieti 8" äs lo trs Kigbs orario tonnt! aäarli a Ii viiiti uns äs rlgusto proxime passato, obs Ii 8? äsl oampo Ii promettano äars äieti äsnari inkra trs mesi, st il pl» 8l° dastsllano non molsstar Ii p" 8l per Ii äieti souti einqus millia Villaus esnto, st in oaso olrs äieti 8l äsl oampo non pagassono Ii proäioti äsnari al pl» 8l° dastsllano in äioto tsrmiuo, oosa olrs non ss orsäers äsbba aoeaäsrs, Ii pl 8? Ii äsbbano äars ogni apilo et kakors a eonso^uir Ii ssn^a spssa loro. kromette il pl> 81° dastsllano non molsstars Ii p« 8" äs Is trs Digbs ns soi sub(ä)iti äs qua st äs la äs monti, maxims quoll! äs dbiavsnna st Valtulina, per Ii äatij äs ipialeunque sorte msroantie" vbs von- äurano per sllavo st per terra, ina II lassara passars libsramsnts al loro piaeesrs, oonsignanäosi psro tutti loro a misso, oio s quäle olrs vsnsrano äa basso, o quali olrs non anäarano sine amuso, se äobiano von- signare a la tors äs dlonia per poäsrs tsnsrs ounoto, et Ii 8? äs la 8?" Inga pagarv per loro, oomo v stato eonvsnuto in tino, a tanto gli sia äata la äsbita reoompsnsa, st in easo, oosa vbs non si oroäe, vlis äieti 8l äs la 8?» Inga manobssssno äs pagars äioti äaei), o vsro äarti rsoompsnsa, Ii pl' 8? Ii äsbbano äari ogni ajnto et kakore aä oonssquirli senxa spssa loro, st oosi si pl» 8l° äs drangis, orators rvgiv, psr la auetorita a lui por la massta äsl Ks x?» äato proinottsrs obs la pl» M» gpaiata eon slko (?) vbs la 81» äsl papa st III?» 8l» äs Veneoia observerano Is prsäiots ooss promesso ntts (?) al pl» 8l° Hast?", vn inkra uno niese proximo vons Ii manäaramo la ratiboations in auetsntioa korma. 8s libsrano st absolvono m. dubsrta äe dastslmuro, kaptista äs (juaärio eon 8oipiono suo ügliolo äa kouts, Kops st Kino äs Valläslbit, Dominien konebalia, karnaräo Dorisso äa dlavsna st altri vlis banno aäbsrito al pl» 8l° dastsllano äe ogni ssntsntia st eonäsmnatione eontra 'lern kaeta psr qunleunque oausa, elrs sia äa qui intsrrotto et non la via äata molsstia ns la persona ns anelro la roba, st oosi aä m. poll (Kol.) äs dastsl- wuro et elrs volsuäo stare aprssso al pl" 8l» dastel» possano libortamonto goläore Ii s(u)oi bsni. dl>e il pl» 8>° dastl» non possa ns äsläia tsnirs a Nusso ns in lo trs pis(vs) alouno spsoials inimioo aut bannito äs Is p1° trs Diglie, siiniliter Ii pb 8ig? äe Is trs Inglnz non äsbsno tsnsrs ns lassars baditaro spsoiali inimiei aut danniti äsl p^I 8l° dast>l° nsl äominio st passe äopss trs Inglie, rsssrvati Ii oonksäerati äs Is parti. UvI pagamento ss kavsra a kars por Ii 8l' äal oarnpo äe la 8?» Inga aä nome äs la 81» äsl papa st III?» 8>',>» äs Venetia psr Ii souti eimpn; millia vinr>us osnto rsstanti, elrs II pl" 8l° dast»» balabia aä vatiskar quello rssta, a Ii oratori äs Ii 8? äs Is Inglis, i>uali korno ästonuti psr il pl» 81° dast°°, st ^usllo äomanäano äioti oratori sia vsrilioato psr m. äobannss Iraversa st äaeomo äe la loro. l'er olrs si 81° dastsllano äa Nusso äomanäa, ein; la possons äs tutti Ii bsni äs labbatia äs kiona (?) sia rslaxata al bgliolo äsl mag"> m. dosars äa llirago äe Ii czualo parto ns tonnsno esrti äs Largalia sn stato stabilito, obo Is parte usano äs la ra^ons loro, nanti Ii piäioi oompstsnti eun eprsstis eonäitiono, oks ss la ssntsntia venera in kakor äexsi äs kargalia, ei pl» 8l° da»t°» sia tsnuto kars rslaxars tuti I> bsni äspsa labbatia ali pl äs kargalia, e^uali sono ns lO trs plsbe^ äs oonverso, ss la ssntsntia sara äata in kakor äsl tigliolo äs pl» m. desaro, Ii pl 8l siano tsnuti kars rslaxars al äioto äa Ilirago tuti Ii bsni, obs sono sopra si äominio loro. Itsm psr eonssrvaeions äe la äita paes prnmettano Is äiots parti luna a laltro, non äar passo volun- tariamsnts sopra ei lora passe a gonts aleuna altrs vensssano all! äammi loro, rsssrvati Ii oonksäerati äs äiots parti. Item vbs Husli eonäurano 8alesiano oxempti jussimo al sasso äa Uusso äa pagamontn äs äati) st passanäo piu ultra, non siano eomprssi in c^ussti dapitoli, ma obs se obssrvi lo antiguo solito. Ikaoto, oonoluso st stabilito in la äista gsnsrals ovlsbrata a lbalias äis äuoäsoima Mensis 8sxtsmbris (anno) millssimo s>uingsntssiine vigssimo ssxto. Oktober 1526, 999 Folgt die Ratification: Ms >Io. üaeobns 527 (Donstag nach Jnvocavit, 14, März; Mittwoch nach Oculi, 27, März) erörtert. Ueberhaupt hatten Bern und Solothnrn in diesen Jahren über mancherlei Anstände unaufhörlich, schriftlich und mündlich, mit einander zu verhandeln, 401. Maden. 152k, (0. October f. Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschiede II. s. 231. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede X. 36l. KantonSarchiv Freiburg: Abschiede Bd. 12. KantonSarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. XIV. KantonSarchiv Schaphausen: Abschiede. LandeSarchiv Appenzell I. R.: Abschiede. Gesandte: Bern, Anton Bütschelbach, Lnecrn, Hans Hug, alt-Schultheiß, Uri, Niklans Muhcim, Schwyz. Joseph am Berg, Unterwalde». Hans Burrach. Zug, Götschi zu Hag, von Baar, Glarus. - Basel. Heinrich zum Hermli, Freibnrg, Penner Schnewli, Solothnrn, Niklans von Wenge, Schaffhausen, — Appenzell. (M) Töbeli. — E. A. A, k. 23 a. tt. Die Hauptleute, die zu Lambra (?) vor Mailand im Feld liegen, berichten, daß einige Hanptleute und Knechte „unverdient ihres Soldes, den sie von den Herren empfangen", und ohne Urlaub fortziehen; ferner daß vier Hanptleute, nämlich „der" von Schaffhauscn, Schultheiß Vögeli von Walenstadt, „Osrion" von Wyl und Jeronpmus vvn St, Gallen, wegen nicht bezahlter Sölde von ihren Knechten rechtlich belangt worden, jedoch ohne das Recht zu erwarten heimgezogen seien, — Da man darüber nicht gleich instrunt ist, so hat man Schaffhausen anheimgeseszt, seinen Hauptmann selbst zu strafen; über die Bestrafung der drei Andern und der ohne Urlaub heimgezogenen Knechte will man sich ans dem nächsten Tage bcrathen, indem die Eidgenossen solche 1000 October 1526. schmähliche Händel nicht länger ungestraft können hingehen lassen. I» Da dieselben Hauptleute berichten, daß sechs Hanptleute, nämlich der Armbruster, Jacob May von Bern, Hans Heid der Junge von Freiburg, Hans Stölli von Solothurn, Jacob Zindel von Sargans und Veit von Hewen am 3. October mit ihren Fähnchen und Knechten offen in das Gebiet Roms gezogen, und daß man vernommen, wie der Papst einen „Widerdruß" mit etlichen Römern habe, weßhalb er in die Engelburg gewichen sein soll, was irgend welche Arglist befürchten läßt, so werden die sechs Hanptleute durch ein Schreiben bei Eid und Ehre, Leib und Gut aufgefordert, sich mit den Ihrigen sogleich wieder in das Lager vor Mailand zurückzuziehen, mit der Androhung gegen die Ungehorsamen, daß man auf ihre in der Eidgenossenschaft zurückgelassene Habe greifen und auf Betreten sie an Leib und Leben strafen würde, v. Der Erzherzog von Oesterreich schreibt mit betrübtem Herzen, daß der tyrannische Türke den König von Ungarn in einer Schlacht besiegt habe und in Ungarn immer weiter vordringe, sodaß seine f. D. ihrer Erblande wegen besorgt sein müsse, und mahnt die Eidgenossen dringend um Hülfe und Beistand, um dem Feinde Widerstand leisten zu können. Zudem verlangt er, daß die Eidgenossen ihre Truppen ans Mailand heimberufen, weil sie weder dein Papst noch den Venetianern zu dienen verpflichtet seien, und dieser Krieg sie überhaupt nichts angehe, damit jene und andere Knechte gegen die Türken gebraucht werden könnten. Heimzubringen, um ab dem nächste» Tag schriftliche Antwort zu geben. «I. Nachdem man eine Gesandtschaft an den König van Frankreich abgefertigt, um die Bezahlung der rückständigen Gelder zu betreiben, erstattet jetzt Schultheiß Hug von Lucern, der einer der Gesandten gewesen, zuerst Bericht über den guten Empfang, der ihnen zu Theil geworden. I. Es sei aber dem König bisher vorgegeben worden, General Morelet habe eine große Summe bereits empfangen; dies habe sich nun als falsch erwiesen, indem wohl 300,000 Franken „mangeln"; deßhalb wünsche der König, daß wir dem General Urlaub gebe», um mit demselben die Rechnungen bereinigen zu können; er werde ihn dann sogleich wieder „herausfertigen" und dafür sorgen, daß die Eidgenossen ohne allen weitern Verzug befriedigt werden; er habe auch, damit die Sache um so eher befördert werde, den Caspar von Mükinen bei sich behalten. 2. Der König begehrt schriftlich, wir möchten den Unfern, die nach Mailand gezogen, in Gnaden verzeihen. 3. Auf die Anfrage der eidgenössischen Botschaft, in Betreff der Disputation in Baden, ob man deren Acten nach Paris oder auf andere Hochschulen senden sollte, stelle er die Bitte, daß man ihm ein solches Buch zuschicke; er würde dann nicht allein die Gelehrten zu Paris, sondern alle in seinein Königreich zusammenberufen, ihr Gutachten darüber einziehen und das Resultat den Eidgenossen schriftlich melden. Heimzubringen, ob man dem König ein Buch schicken will oder nicht. 1. Hug berichtet endlich, wie die Gesandten über die Befriedigung der Ansprechen sich berathen haben. Demzufolge wird Caspar von Mülincn beauftragt, in dieser Sache ernstlich zu arbeiten und den König dahin zu vermöge», daß er den General Morelet mit aller nöthigen Vollmacht darüber abferligcu wolle. « . Es ist berichtet morden, wie der Prädicant zu den Augustineru zu Basel letzthin auf Matthäi (21. Sept.) in einer Vesperpredigt unter anderm geäußert habe, es könne niemals erwiesen werden, daß Fleisch und Blut im hl. Sacramcnt sei; wäre es aber wahr, so müßten die Pfaffen die größten Blut- und Fleischverkänser sei»; und ferner, es lasse sich wohl denke», mann» die Disputation von Baden nicht ans Tageslicht gebracht werde;*) endlich, es seien alle Mörder, ja vierfache Mörder, welche Pensionen annehmen, zc. Es wird nun der Bote von Basel beauftragt, das heimzubringen und dafür zu sorgen, daß dieser Mönch nach Verdienen bestraft werde, und ans nächstem Tage zu berichten, was in der Sache gethan worden sei. Q Simon Rüper (?) von Basel bittet für sich und seinen Geschäftsgcnosscn Marian von Antorf, desgleichen für ihre „aufrechten redlichen 0 Das Original sagt: „Aber, lieben srnnd, wo ist die dispurap von Bade», warumb lat man sy nit harfür komme»; ich wollte wol niit nassem finger gan, da das widerspil probiert wurd." Oetober 152« 1001 Kaufmannsgüter" um Geleil, wie es Andern gegeben worden, weil doch die Eidgenossen davon nur Nutzen und keinen Schaden hätten. Heimzubringen. K. Ueber den ab dem letzten Tage zu Baden in den Abschied gekommenen Vorschlag, denen von Basel zu schwören, wird jetzt mit der Mehrheit beschlossen, einstweilen die Sache zu verschieben. I», Da Basel und Solothnrn noch keine Antwort gegeben haben, ob sie den zu Baden von sechs Orten aufgesetzten Vergleich annehmen wollen, und man sieht, daß die beiden Orte „eben hitzig" gegen einander sind, so wird abgeredet, es sollen sich dieselben ans dem nächsten Tage erklären, ob sie dem entworfenen Vertrage nachkommen wollen oder nicht, und in der Zwischenzeit nichts Unfreundliches gegen einander versuchen, sondern gemäß den Bünden das Recht erwarten, I. Solothurn, das sein Begehren um Besieglung des Briefes über Landeron erneuert, erhält den Bescheid, es solle den fraglichen Brief auf den nächsten Tag bringen, damit man ihn verhören und darüber gebührende Antwort geben könne. Ii. Obwohl ab dem letzten Tage zu Baden dem Vogt zu Lauis geschrieben worden, er solle kein Vieh vorbeiführen lassen, das den Feinden zukommen möchte, hat setzt doch der Bote von Schwyz im Namen seiner Herren, erklärt, daß sie dies nicht ertragen können und begehren, ihr Vieh bis nach Lauis und der Umgegend führen und daselbst verkaufen zu dürfen, ohne Rücksicht darauf, wohin es dann komme. Heimzubringen. I. l. Eine Gesandtschaft des Königs von Frankreich übergibt ein Schreiben desselben und meldet dabei mündlich, daß viele Knechte aus dem Lager vor Mailand abziehen, und daß auch einige Hauptleute heimzukehren drohen, ivas dem König zu großem Nachtheil gereiche. 2. Sie zeigt ferner an, daß der Markgraf von Saluzzo den Eidgenossen daselbst bedeutende Verstärkung, nämlich 6000 Mann Fußvolk und 600 Pferde, gebracht; endlich daß der Cardinal „Coloneser" (Colonna) und die Neapolitaner den Papst überfallen, sodaß er sich in die Engelsburg habe flüchten und init dem Kaiser einen Waffenstillstand auf drei oder vier Monate schließen müssen, mit dem Beding, seine Truppen im Feld vor Mailand zurückzuziehen; übrigens haben der König von Frankreich und die Venetianer einander neuerdings versprochen, nicht aus dem Felde zu ziehen, sondern Leib nnd Gut daran zu setzen bis zu Ende des Krieges, i» Ein Eilbote aus Frankreich berichtet, nach Wiederholung obiger Nachrichten, es sei des Königs Begehren, daß die Eidgenossen an ihre Hauptleute nnd Knechte schreiben (befehlen), nicht aus dem Feld zu ziehen, bis sie durch andere ersetzt wären' Heimzubringen, ob man ihnen schreiben will oder nicht, i». Der alte Laudvogt im Thnrgau, Joseph am Berg von Schwyz, erneuert sein früher (mehrfach) gestelltes Gesuch um Entschädigung, das durch ein Empfehlungsschreiben seiner Herren unterstützt wird, mit Rücksicht darauf, daß bisher noch keinem Vogt solche Unfälle zugestoßen, Und daß ihm ein Ersatz durch einen besiegelten Abschied versprochen worden sei; dabei erklärt derselbe, daß er ohne Rechtsspruch seine Anforderung nicht aufgeben werde. Heimzubringen. «. Den Hauptleuten im Lager vor Mailand ist geschrieben worden, sie sollen „gut Sorg haben" und auf nächsten Tag berichten, ob sie länger diene» wollen vder nicht, y». Es wird deßhalb ein Tag angesetzt ans Sonntag vor Allerheiligen (28. Oktober) »ach Lucern. hre Rathsstnbe zugesagt hat, sott auf dem nächsten Tage bezahlt werden. «. ^chaffhausen wird ersucht, seinem »ach Luggaris verordneten Zusätzcr, der jetzt „auch" vor Mailand liegt, zu schreibe», daß er sich wieder nach Zuggans verfüge, oder einen andern dahin zu schicken. 1002 October 1526 t. 152«, 6, October. Zürich au die eidg, Botschaften in Bade». Da ihm ein namhafter Thcil der im ewigen Frieden mit Frankreich versprochenen Summe noch nicht ausbezahlt sei, und die Eidgenossen wegen ihrer Anforderungen an die Krone Beschlüsse fassen und vielleicht Botschaften abordnen werden, so hoffe es, daß sie seine Ansprüche nicht von ihrer Verwendung ausschließen; den ihm gebührenden Theil der erlaufenden Kosten werde es gern übernehmen. Bitte um sofortige schriftliche Antwort. Zürich-Misswm. E. A. A. datirt Dienstag vor St. Gallen Tag (9. Oct.). r aus dem Berner, 8 aus dem Schaffhauser Exemplar. Dem Beruer und Freiburger Abschied fehlt «>, während i' auch dem Freiburger und Solothurner angehört. Im Schaffhauser mangelt i>, im Appenzeller Ii, 8. Zu « (auch l ?c.). 1526, 26. September (Mittwoch vor Michaelis). Lucern an Solothurn (deßgleichcn an Freiburg w. :c.). Von F. Durchlaucht von Oesterreich seien Briefe an gemeine Eidgenossen eingelangt, und zudem veruehme man, daß Hauptleute und Knechte ohne Urlaub heimziehen; der letzthin zu Baden erhaltenen Vollmacht gemäß habe man nun, um in solchen Sachen zu handeln, einen Tag nach Baden gesetzt auf den 9. October, der allen Orten mit Ausnahme Zürichs verkündet werde, w. K. A. Freiburg: A. Luceni. — K. A. Solothm'n: Abschiede Bd. XIV. — K. A. Basel: Abschiede. Zu I (auch i», «»), Zu beachten sind folgende Acten: 1) 1526, 24. September (Montag vor St. Michels Tag), Nachts, „Lumpra" vor Mailand. Wilhelm Hertenstein an Sch. und Rath in Bern. Dank für ihr väterlich treues Schreiben. „Daby so wölkend wüssen, daß Junker Franz Armbroster, Jacob May, Stölli, Hauptmann Heid von Fryburg, Vit von Höweu (und) Zindlcr von St. Gallen (sich sich understanden, mit iren fänlinen sampt den knechten von unfern Eidgnossen uß dein feld und uf nächst Frytag vor dato dis briefs von uns (ze) stechen und den nächsten uf Höchen Sieneu und danncnthin für und für bis in Napels uß gheiß und ufwysung des Bapsts lütiner, das nu mir und andern houptlüten sampt der inerteil knechten nit zum besten gefallt, ansechen(d) üiver vätterlich schrybeu uns gethan, also, daß wir uns erlich und redlich haltend, llf semlichs Hab ich init inen nit wellen, sunder allda mit andern Eidgnossen vor Meiland zuo verharren bis zuo ustrag der fach; semlichs wölkend wüssen in guoter Meinung und allda ermessen, ob scmlich ir ufbruch zuo guotem oder bösem dienen möge. Demnach . . so wölkend wüssen, daß ich bericht wird, wie uf hüt dato der Herzog von Orbin sampt den unfern Karmunen stürmen werden". . . Nachschrift: Nachricht daß Cremona erobert und die Besatzung abgezogen sei mit Ausnahme des Geschützes und der Munition; die Spanier sollen „richtig" auf der Straße nach Neapel, die Landsknechte in das Etschlnnd zurückziehen; wenn einer auf anderen Wegen betreten würde, so soll er an Ort und Stelle aufgehängt werden, ?c. K. A. Solothurn: Curiosa (Bd. 39): Copic. Bezügliche Antwortschreiben der Obrigkeit, dd. 39. September, haben die Berner Deutsch Miss. (j. 104 d. 1l>5. 2) 1526, 30. September. Bern an Freiburg und Solothurn. Aus einem Schreiben von den Angehörigen, die im Dienst des hl. Bundes in Mailand seien, vernehme man mit größtem Mißfallen, daß sich einige Hauptleutc mit ihren Knechten von dem Lager getrennt habe», um nach Neapel zu ziehen. In Betracht der vorhandenen Gefahren habe man denselben eilends geschrieben und sie bei Eiden und allen Pflichten ermahnt, bei dem Lager in Mailand zu bleiben, und da auch Etliche von Freiburg sich dabei befinden, so bitte man es dringend, die Seinigen in gleicher Gestalt abzumahnen, ?c. «. A. Freiburg - A. B-r». — St. A. B-rn- Teuisq MWmn «. 10s >>. 3) 1526, 2l. October, 9 11. Vorm. Bern an Lucern. In dieser Stunde haben die französischen Gesandten angezeigt, wie sie vernommen, daß die Graubündner beschlossen haben, jedem Herrn zuzuziehen, der sie annehmen wolle, sei es der Kaiser oder der König, und jedermann durch ihr Land passtren zu lassen; welch großen Nnchtheil das dem König und den eidg. Knechten, die jetzt im Dienst des hl. Bundes vor Mailand liegen, bringen würde, könne man wohl ermessen; deßhalb bitten die Gesandten um ein Schreiben an Lucern, mit dem Begehren, daß die Waldstätte gemeinsam eine Botschaft ine Namen der Eidgenossen an die Bündner schicken und dieselben ermahnen, den erst kürzlich auf Tagen gegebenen Verheißungen nachzukommen und allfällig vorhandene feindliche Anschläge abzustellen. Man bitte nun, in diesem Sinne zu handeln, w. Ei. A. V-,n- T-uych MWvm q. ew. October 152K 100Z 4) 1526, 27. October (Samstag vor Simon und Inda), vor Mailand. Ammann Troger und gemeine (eidg.) Hauptleute (im Dienst) des hl. Bundes an die zu Lucern versammelten Boten. 1. Antwort auf die Zuschrift ab dem Tage zu Baden, besonders die Aufforderung zu berichten, ob man weiter dienen wolle oder nicht. Da die alte Bestallung vermindert worden sei, so haben etliche Hauptleute den Dienst abgeschlagen und Paßporten genommen, einige sich aber in die neue Bestallung geschickt, etliche sich noch nicht entschlossen; mehr wisse man jetzt nicht zu melden. Die Bündner, 2000 und etliche Hundert, die herbeigezogen, seien mit dem Provcditore der Venediger noch nicht ganz vereinbart und beinahe gesonnen, wieder heimzukehren; ob es geschehe, wisse man nicht; jedenfalls sei nichts Gutes davon zu erwarten. 2. Gestern („uf nächsten tag vor dato diß briess") habe der Herr von Musso geschrieben, daß er etliche Briefe besitze, die der Dietegcn (von Salis) dem Herzog von Bourbon nach Mailand habe schicken wollen; die Copieen lege man bei und bitte um entsprechenden Rath. 3. Ferner schreibe er, wie der Vogt zu Lugano einen seiner Diener, den Sponghin, gefangen und durch öffentlichen Ruf zu Klagen und Kundschaften aufgefordert habe; als Niemand gekommen, habe ihm der Vogt 133 Ducaten für Zehrung abgenommen; nun bitte der Herr von Müß zu verschaffen, daß dem Gefangenen das Geld wieder zugestellt werde, da sonst gute Freundschaft nicht möglich wäre, ?c. Weiteres wisse man diesmal nicht zu berichten, :c. St. A. Lucern: A. Frankreich. Zu q. Vortrag des savoyischen Gesandten (Datum fehlt). 1. Es sei auf dem letzten „hier zu ^ Baden" gehaltenen Tage den Boten des Herzogs ein Abschied gegeben worden des Inhalts, daß die Eidgenossen jetzt ihre Boten nach Bern und Freiburg abordnen wollen, um auf die Widerrufung der Burgrechte mit Genf und Lausanne hinzuwirken und dadurch die alte Freundschaft zu erhalten ?c. Das sei des Herzogs dringendes Begehren, und er hoffe, es zu beweisen (?), bitte daher um Absendung der versprochenen Botschaft, wünsche auch, daß dieselbe bevollmächtigt werde, (nöthigenfalls) zu ihm zu kommen, um desto leichter zu einein Vergleich zu gelangen, ivofür er sich ivie immer zu aller Billigkeit erbiete. 2. Er müsse sich beklagen über die Genfer, die dem Abschied zuwider, daß beide Theile gegen einander an Leib und Gütern sicher M? sollen, die Gegner des Burgrechts verfolgen, von der Stadt und ihren Gewerbsgeschaften ausschließen und die Untcrthancn des Herzogs init schwerem Weinzoll belasten, zum Schaden des umliegenden Landes; infolge dieser Beschwerden und Neuerungen habe er (bestimmte) Märkte bezeichnet, wo die Genfer in? Fall von Mangel sich versehen könneil, jedoch unbewaffnet. 3. Der Herzog könne auch nicht verbergen, daß der Herr von Thorens und seine Verwandten drohe??, nach dein auf „der March" gesprochenen Urtheil einen Theil der savo?)ischen Lande . . . einzunehmen, und spreche dabei die Hoffnung aus, daß die Eidgenosse?? so grobe Verletzungen nicht zugeben werden, ?c. 4. Der Pensionen halb fehle es den? Herzog nicht an guten? Willen; allein er sei mit schwere?? Sorgen beladen gewesen, habe auch der Einfälle der Spanier wegen viele Einkünfte verloren und deßhalb die Bezahlung aufschieben müssen; da nun auf Allerheiligen die Steuern :c. eingehen werden, so bitte er die Eidgenossen, bis dahin Geduld zu haben; dann werde keii? weiterer Verzug eintreten, zc. S?. A. B-nn Mg. -?dg. M?ch?-d- 2. ?9g-2«s. Konstanz. 1526, 17. October. Staatiarchiv Zürich: Abschiede Bd.«, c. 290. KailtoiiSarchi» Schaafhausen. Tag des Abtes von Salmansmeiler, der Grafen Felix von Werdenberg und Hngo von Montsort, und der Städte Ueberlingen, Schaffhanse», Linda», Ravensburg, Pfullendorf, Radolfzell, St. Gallen, Stein, Feldkirch, Stockach, Bregenz, Tuttlingen, Markdorf, Meersburg, Mcßkirch, Steckborn nud Eonstanz, behufs einer Vereinbarung wegen des eingetretenen Aufschlags der Fleischpreise. Statt der getroffene?? Abrede lassen wir hier zwei andere Actenstücke folgen? 1) 152k, 7. December. Constanz an Schasfhansen. Was bisher über den letzten Abschied des Fleischkaufs wegen geantwortet worden, wolle man, da es sich so lange verziehe, jetzt nicht mehr verbergen. Den Abschied 1004 Oktober 1526 haben angenommen die Aebte von Weingarten und Weißenau, die Anwälte der Landvogtei zu Schwaben, Ueber- lingen, Pfnllendorf, Stein, Buchau, Waldsee, Wyl, Mörsburg, Stockach Die Grafen von Montfort, Ravensburg und Markdorf wollen ihn auch vollziehen, so lange es Andere thun. Der Landcommenthur zu Altshausen wolle sich halten wie Ravensburg, Mengen wie Pfullendorf. Der Abt von St. Gallen und die Stadt Meßkirch wollen dem Abschied so weit möglich nachleben, ihn aber nicht annehmen; die Stadt St. Gallen lasse sich den gefallen in der Meinung, die ihr Gesandter eröffnet habe. Mundrachingen, Rüdlingen und Sulgen wollen den Abschied, aber dennoch keinen Aufschlag dulden. Der Vogt von Wolfeck habe weder eingewilligt noch abgeschlagen, Ehingen wolle nichts davon wissen. Weitere Antworten seien noch nicht eingegangen; nur haben die oberen Städte: Memmingen, Kaufbeuren, Kempten, Wangen, Isw) und Leutkirch, geschrieben, daß sie den Abschied nach örtlichen Umständen so weit möglich beobachten wollen. Hierseits gedenke man, dabei zu bleiben, so lange Andere nicht davon abgehen. — Nachschrift vom 24. Während der Ausfertigung des obigen Schreibens sau alle Betheiligten?) sei etwas eingefallen, dessen Ende man habe erwarten wollen. Lindau habe zeitweise das Fleisch etwas höher verkaufen lassen, als der Aufschlag zugebe, aber seither die Schätzer in den Eid genommen' dabei zu bleiben; Ravensburg melde, daß einige Nachbarn sich nicht daran halten, sodaß es sich auch nicht daran binden könne, wenn es nicht Alle thun; deßgleichen Markdorf. In Betracht des Schadens, den der Aufschlag brächte, möge nun Schaffhausen wie Constanz und Andere bei dein Abschied bleiben. Archiv Schaffhausen: Korrespondenzen. 2) 1527, 21. März. Constanz an Schaphausen. Man nehme wahr, daß seit dem letzten Schreiben über den Fleischkauf einige Obrigkeiten von dem bezüglichen Abschied zurückgetreten seien, und hier selbst haben die Metzger mit theurem Verkauf der Zungen,, ohne Wissen des Rathes, die Ordnung gebrochen. . . Da zudem einige Städte erklären, sie werden sich in diesen Dingen mit Niemand mehr einlassen, so sei es für die übrigen nicht mehr möglich, bei dem Abschied zu bleiben ... »>. w. 4«». c^ucern. 1526, 26. October (Freitag vor St. Simon und Judas Tag). Staatsarchiv Bern : Acten Kirchliche Angelegenheiten. !. Gesandte von Bern — Peter im Hag; Benedict Schütz, Bogt zu Lenzburg — klagen gegen Rudolf Frei von Schlierbach, er habe ohne Ursache der Beruer Glauben faul gescholten, dazu bös geflucht, u. s. w., was Stadt und Landschaft nicht ungeahndet lassen können, wcßhalb sie begehre», daß der Thätcr ihrer Ehre Genugthuung gebe; wenn er aber längnen wollte, so wüßte man ihn mit gegenwärtigen Kundschaften zu über weisen, daß er die beklagten Worte gebraucht habe, :c. 2. Dagegen läßt der Beklagte reden, er erkenne, daß er zu viel und unrecht gethan hätte, wenn er sich so geäußert; es sei aber nicht so verletzlich gemeint und ausgedrückt worden; als er nämlich mit einigen Bernern zu Rickenbach getrunken und geredet habe, wie es beim Wein zu geschehen pflege, und er von ungefähr gesagt, er sei ein griter Lucerner, haben etliche Berner geantwortet, sie seien gute Berner und herausfordernd („fräfelicher wys") gefragt, ob ein Berner nicht so gut als ein Lucerner, da möge er unter Andern, wohl erwidert haben: „Es sind etlich, die Hand ein bösen nüwen glauben, und welcher unser lieben frowen und die lieben Heilgen verachte und nünt schätze, der sig nit als guot als er oder ein (anderer) Lucerner, etc." Darauf haben sie ihn angegriffen und so behandelt, daß es ihm „schier zu schwer" geworden wäre. Die Berner habe er nicht schmähen wollen; daher glaube er, ihnen keinen „Wandel" schuldig zu sein, wisse er doch von ihnen nichts als Ehrbares und Gutes zc. 6. Nach weiterer Ver- yörung beider Parteien wird in Betracht, daß die eingenommene Kundschaft mehr erweist, als der Beklagte October 1526. 1005 zugeben will, von Schultheiß und Rath zu Recht erkannt, Rudolf Frei solle einen Eid zu Gott und den Heiligen schwören, daß er denen von Bern mit seinen Zureden Unrecht gethan und von ihnen nichts anderes wisse, als was frommen Ehrenleuten und ehrliche«? Eidgenossen gezieme. Diesen Eid hat er sofort geleistet. Weitcrc Strafe ist vorbehalten. Darüber wird den Boten von Bern ein besiegelter Brief gegeben. 1526, 5. October. Bern an Luccrn. Man vernehme als wahr, daß ein lucernischer Hintersäß in der Nähe der Grafschaft Lenzburg kürzlich zu diesseitigen Unterthanen geäußert: „Jr fulen Berner, üwer Herren haben ein(en) fulen glauben." Da man diese Ehrverletzung keineswegs auf sich sitzen lassen wolle, so bitte und ermahne man Lucern, den Schuldigen zum Rechten vor der Obrigkeit oder an dem Ort, Ivo er jene Worte gebraucht, zu weisen und deßhalb einen rechtlichen Tag zu setzen; den Namen des Beklagten werde der Landvogt zu Lenz- bürg schriftlich anzeigen, ?c. St. A. sur-r»: Missim». - Ei. A. »->n: Teutsch Mtssive», q. ws i>. 4V4. Wern. 1526, 27. October. Staatsarchiv Ber». Vortrag einer savoyischen Botschaft, betreffend Grenzanstände mit den gemeinen Vogteien der Städte Bern und Freibnrg. Das Wesentliche gibt die von Bern an Freiburg deßwegen erlassene Missive: 1526, 27. October (Vigilia Simonis und Jndä). Bern an Freibnrg. „Uf datumb diß hat uns der Herr von Luliens (Lullin), f. Dt. von Savoye anwalt, mit langer red hals dann sin art ist) fürbracht nachfolgend artikel. 1. Des ersten, als dann (in) verrückten tagen sins Herrn, auch üwer und unser botschaftcn uf den flößen, so sich von wegen der marchen zwüschen Granson und Jverden, ouch des rors und (der) tischen halb daselbs haltend, erschinen und daselbs nit usträglichen gehandelt, dann daß an obbemeldter partyen oberkeiten sölichs gewachsen; so nun bemelter sin Herr der Herzog von Savoye in Hoffnung, by siuem fürnemen ze beliben und die bessern brief und gewarsame, die er erzöigt und noch zum teil nit dargethan, ze haben, hat er an uns langen lassen, in darvon nit ze trängen wellen; wo wir aber im hierin nit willfaren, damit niemands wider recht des sinen cntwert, begert, zuo usfüerung der fach eins andern tags uf den stoßen ze kommen und aller sisten gerech- tigkeiten ze vernemen und also früntlichen handle», daß sölichs zerleit möge werden. So wir nun des gedachten Herrn von Luliens bestich vernomen (und) daby verstanden, was hievor durch üwer und unser Kotten allda gehandlct, haben wir üch heimgesatzt, ein(en) andern tag ze ernennen, nochmals uf den stößcn ze bekommen. Harumb, wo üch sölichs anmüetig, mögend ir uns das zuoschriben, damit wir gedachtem Herrn von Luliens mit antwurt in üwerm und unserm namen begegnen mögen. 2. Demnach hat er uns angezöigt, was durch üwer und unser botschaft bi) dem felbonm der sul halb gehandelt, mit mancherlei inred, und so wir an im begert, sinen Herrn von unser wegen bittlich anzekcren, diser z»)t dhcin sul daselbs ufzerichten, sonders von fridcn und rnowen wegen anstan lassen, angesechen daß anlangest die sul da ufgericht und vor dheine da gestanden, sonders sich siner briefeu behelfen und getrösten, hat er uns sölichs abgeschlagen und uns umb recht gegen den, so die sul gesellt, angerüeft, mit oorgendem anzöig, wie die march bis in die mitte der Broye gange, und wann die steine sul niit den üwern und unfern schilten ufgericht, sincm Herrn ein großen Nachteil bringen wurde, wo sy nit in die mitte erstbemeltes wnssers gestellt, ouch wie die hölzin sul mit üwerm und unserm willen dargestellt, und deßhalb ein gcschrift durch zwen notariell gemacht, bcgerend daby ze beliben. So wir nun alles wie oblut vermerkt, haben wir üch sölichs sampt unser Meinung nit wellen bergen, hierin ouch üwern ratschlag ze thuond, damit allersyt obbcmcldt stöß früntlichen betragen wurden, will uns ouch tugenlich bedunken, derenhalb zuo Jverden und Granson unpartyg lüt darzuo ze erkiesen, wo obbenieldt Kotten sölich spänn nit möchten in der minne gestillen"... «. A. Fretburg^ Ä. Bern. - St. A. Bern: Teutsch Missw-n, «g. II«. IIS u. — Vgl. Rnthsbuch Nr. Sil, p. ««. 1006 October l52k. 40S. ^5ucern. 1526, 30. October s. (Dienstag vor Omnium Sanctorum f.) (Staatsarchiv Lucern : Allst. Abschiede H. k. 240. Staatsarchiv Zürich : Tschud. Abschiede.Sammlung, Bd. 6 Nr. 38. Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede /. 373. KantonSarchiv Freiburg: Abschiede, Bd. 57. KautonSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XIV. LandeSarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Bern. (Anton Bütschelbach; Peter im Hag). Freiburg. (Ulrich Schnewli; Hans Guglen- berg). Solothurn. (Hans Hugi). Appenzell. (Heinrich Bamnann). — (Andere nicht bekannt). Der alte Landvogt im Thurgau, Joseph Amberg, wiederholt sein Gesuch um Entschädigung und weist den besiegelten Abschied vor, der ihm Ersatz verspreche; wenn solcher ihm nicht gütlich bewilligt würde, so müßte er Recht darschlagen allen neun Orten insgemein oder jedem besonders; er ersucht deßhalb, ihm den Rechtstag anzusetzen, den Richter zu bestimmen und die Sache förderlich erledigen zu helfen, mit dem Vorbehalt jedoch, daß er mit einzelnen Orten sich i» Güte verständigen könnte, die dann des Rechten erlassen wären. Es wird nun mit Mehrheit berathschlagt, daß jedes der X Orte, die Antheil am Thurgau haben, ihm 4 Gl. rheiu. gebe. Obwohl der Landvogt nicht darein gewilligt, ist dieser Rathschlag heimzubringen und auf dem nächsten Tage bestimmte Antwort zu geben; wenn einzelne Orte jenen Beitrag nicht leisten wollen, so soll dann ihrethalb ohne Verzug das Nechtsverfahren angeordnet werden. >». 1. Abgeordnete von Merenberg bringen vor, es sei einem armen Gesellen ein Acker von dem Vogt Winkler zu kaufen gegeben worden, den er auch dem Winkler bezahlt habe; nun wollen ihm Einige denselben abziehen, in der Meinung, daß dieses Geld nicht in die Rechnung der sechs Orte zu Baden gekommen. Erkannt, es soll sich der Landvogt im Aargau darüber erkundige». 2. Ferner weisen dieselben den Entwurf eines Amtsrechtes vor und begehren dessen Bestätigung. — Antwort: Sie sollen dieses Amtsrecht sechsfach abschreiben und rechtzeitig jedem Orte mittheilen, die sich dann hierüber berathen und ans dem Tag der Jahrrechnung zu Baden Bescheid geben werden, ob sie dieses Amtsrecht bestätigen wollen oder nicht, v. Gebhard Bräsel, Kirchherr zu St. Margarethen im Rheinthal, bringt persönlich vor, er habe auf der letzten Jahrrechnung zu Baden einen „Abschied" erlangt, daß er die 20 Gl. Pension, die er vorher einem Priester zu Rorschach von der Pfründe habe geben müssen, nicht mehr entrichten solle; er bitte, ihn bei diesem Abschied zu schirmen, da der Priester, wie es scheine, von Ort zu Ort gehen wolle, um denselben abzuthun. Es wird nun der erlassene Abschied bestätigt und der Gegenstand heimgebracht, damit der Pfafs von Rorschach überall abgewiesen werde. «I. In Betreff der aus Mailand ohne Urlaub heimgekehrten Knechte und besonders der vier Hauptleute, die zuerst aufgebrochen und heimgekommeu sind, hat man verordnet: Sie sollen auf nächstem Tage verhört und je nach dem Maß ihrer Schuld bestraft werden; es sollen daher die Boten gehörige Vollmachten mitbringen, auch für die Bestrafung der „einspännigen" Knechte, die man „in den Zugewandten" und in den Vogteien ergreifen kann. Mit Bezug auf die aus den Orten weggezogenen Knechte wird der Abschied von Baden bestätigt, daß jedes Ort die Seinen strafen solle, v. Der Streit zwischen Basel und Solothurn wird wegen Erkrankung des Boten von Basel wieder verschoben und zwar auf den Tag zu Bern, wo sich dann die beiden Orte bestimmt erklären sollen, ob sie dem zu Bade» „geschehenen" Vertrage nachkommen wollen oder nicht; es soll dann auch jeder Bote mit gehöriger Vollmacht versehen sein, um weiter in der Sache zu handeln, wenn der Vertrag wäre verworfen worden, t Da Unterwalden den Altvogt von Luggaris, der wegen eingenommener und nicht verrechneter Gelder sich immer noch nicht hinlänglich gerechtfertigt und auch das zu ersetzende Geld »och nicht bezahlt, aus diesen Tag als Boten geschickt hat, so wird es ersucht, einen Andern zu senden, bis jener das Oktober 152K, 1007 Geld erlegt oder sich gehörig verantwortet habe, K. Man hat vernommen, wie sich, ein starker Haufe Landsknechte gesammelt, um nach Mailand zu ziehen; da man aber nicht weiß, welchen Weg sie nehmen werden, und vermuthet („zwyfelt"), daß sie vermöge der Ränke des Dietegen den Paß durch Graubünden erlangen möchten, so wird „auf des Königs Botschaft Begehren und Kosten" beschlossen, es sollen Lucern und Zug ihre Boten nach Bünden abordnen, um in der Sache zu handeln, damit dort nichts verwahrloset werde. Es ist auch deßhalb den Unfern im Felde geschrieben worden, I». Die Gesandten des Herzogs von Savoyen bringen abermals ihre Beschwerden vor gegen Bern und Freibnrg wegen des Burgrechts mit Genf und Lausanne, Da nun Bern und Freibnrg erklären, sie werden auf keinen Fall dieses Burgrecht aufgeben, und dabei gar nicht sagen, ob sie deßhalb das Recht annehmen wollen, und da man besorgt, es möchte aus diesem bösen Handel Krieg entstehen, so werden Bern und Freiburg ersucht, dem Herzog, wenn doch die Sache auf gütlichem Wege nicht beigelegt werden könne, gemäß der Vereinung vor Recht zu stehen; deßhalb ist auch beschlossen, daß jeder Bote auf den nächsten Tag zu Bern einen Mahnbrief mit sich bringen soll für den Fall, daß die beiden Städte sich nicht gütlich in die Annahme der Vermittlung oder des Rechtes schicken wollen, indem man wohl sieht, daß ohne ernste Mittel keine . Ruhe erlangt werden kann. Zu diesem Zwecke wird ein Tag nach Bern angesetzt auf Sonntag nach Othmari (18. November) und ausdrücklich verabredet, daß die Boten unfehlbar bis Abend dort eintreffen und nicht erst einen oder zwei Tage später kommen, daß die Mehrzahl (wie gewöhnlich: „allweg") auf einen oder zwei warten müssen, t. 1-, Eine Botschaft des Abtes von St, Gallen beschwert sich, daß ihm vor Kurzem ein Mandat von dem Kaiser zugekommen sei, an die auf dem Reichstag beschlossene Steuer 500 Gl, rhein, zu entrichten, und bittet um Rath, was er dabei thun müsse, indem er bisher wohl etwa kleine „Anschläge" um des Friedens willen bezahlt habe, aber eine so große Last nicht ertragen könne, 2. Sie klagt ferner, daß die von Wasserburg, die jcnseit des Rheins in des Kaisers Gebiet wohnen, die Gefälle an das Kloster, als Korn- und Weinzehnten und Anderes, nicht mehr entrichten, sondern daraus eigenmächtig einen lutherischen Prädicanten unterhalten wollen, und bittet auch hierin um Hülfe und Rath, Heimzubringen, da man hierüber ohne Instruction ist, 1^. Da es offenbar ist, daß ein Aufbruch von Landsknechten bevorsteht, die im Sinne haben, sich mit Lug und Trug durch die Eidgenossenschaft nach Mailand zu schleichen, um dort gegen unsere Leute zu ziehen, so ist verabredet, daß ihnen überall, und besonders in Lucern, Schwyz und Uri, der Paß abgeschlagen werde; wo sie hinkommen, soll man sie von Stund an heißen „hinter sich schwören" und nirgends weiter ziehen lassen; dafür soll überall aufs Ernstlichste gesorgt werden, (Vgl. K), I. 1526, 2, November, Lucern. Die eidg, Boten schreiben an König Franz I. von Frankreich, Sie müssen sich darüber verwundern, daß ihre Hauptleute und Knechte entlassen und heimgesendet worden, da doch der Krieg nicht zu Ende sei, weßhalb dieselben schriftlich aufgefordert worden seien, nicht heimzukehren, sondern weiter zu dienen nach Uebereinkunft; sie machen ferner die Anzeige, daß sie die nach Rom Gezogenen nicht heimzurufeu gedenken, und endlich, daß sie auf Begehren des königlichen Gesandten ihre Boten »ach Bünden abgeordnet haben, um zu verhindern, daß den Truppen des Kaisers daselbst Durchpaß gestattet werde, s«, s>, Lu«m: Ws-Me n, i»». 1526, 31. Oktober (Mittwoch Allerheiligen Abend), Zürich an die Eidgenossen, jetzt in Lucern, Mit Verweisung auf frühere Zuschriften über die Appellationen aus dein Kellcramt zu Lunkhofen (zeige man hiemit an,) daß man kürzlich denen von Brcmgarten geschrieben und an sie begehrt habe, Zürich an seiner Gerechtigkeit nicht zu hindern, worauf sie sich dann schriftlich entschuldigt und erklärt haben, ihm hierin keinen Eintrag thun zu wollen. Weil es aber vernehme, daß solcher von den Eidgenossen geschehe, so bitte es sie freundlich, es seiner herkömmlichen Gerechtigkeit nicht ohne Recht zu entsetzen, sondern ruhig dabei bleiben zu U)08 October 1523 lassen, und wenn sie dies nicht gütlich zn bewilligen gesannen wären, deßhalb einen Rechtstag anzusetzen, um nach Inhalt der Bünde zu handeln, worüber es schriftliche Antwort begehre, . . Si.A.AiMch: Myswen. i». (Berathuug über die Herausgabe der Disputations-Acten? — S, d. Note). k aus dem Berner Abschied (8 2), dem dagegen, sowie dem Freiburger und dem Solothurner, ld, «?, I', l fehlen. Das Lucerner Eremplar ist defect und mit Nr. 354 (K—«») zusammengeworfen. Von dem Glarner sind nur I» erhalten. Dem Appenzeller fehlen I», I) i. Zu >i. Das Berner und Freiburger Eremplar hat eine weitläufigere, wesentlich verschiedene Redaction, die unter Anderm ausführt, warum der Herzog das zu Biel eingehaltene Verfahren nicht anerkenne, dann die Bedenklichkeit des Handels vorstellt, aber die Ansehung eines Tages in Bern nicht berührt und mit folgender Apostrophe schließt: „Darum, uß guoter trüwer Meinung so ist nochmals unser das höchst und ernstlichost pitt- und ansuochen, in namen unser Herren und obern, die uns sölchs insunderheit befolhen, an unser lieb Eidgnossen von Bern und Fryburg, daß ir ansechend und wol betrachten die gmein vercinung, ouch sundere püntnus, verschribungen, abscheid, brief und sigel, so ir besunder mit dem Herzogen Hand, und nochmalen bewilligen und vergönnen, in der fach güetlich und früntlich ze handlen und den span hinweg ze thuon. Wo aber das je nit mag sin, daß ir doch dem Herzogen eins rechten sin und rechts gestatten nach inhalt der gemeinen pündnus und vereinung, wie ir üch dann vormals erbotten Hand, und allda lassen mit recht usfündig (machen) und erkennt werden, ob ir üwcrs sürnemens fuog und recht habent oder nit, und daß ir uf nächstem tag unfern Kotten ein guot fründlich antwurt gebeut und gar eigentlich ermesscnt, wo sölcher Handel zuo unruow und unfrid erwachse, in diser zit, was üch und uns allen, so wir suust so mit großen sorklichen kummerhaftigen fachen beladen, entstan möcht, und daß wir jetz vil bas bedürften fründ machen dann fyend, und lassent üch die fachen abwerden, bittend wir üch zum höchsten." Zu I. Zu de» Verhandlungen über die Disputations-Acten gibt die Basler Instruction für diesen Tag einen sehr erheblichen Beitrag, den wir wörtlich folgen lassen: „Zeletst soll unser bott gemeinen unfern trüweu lieben Eidgnossen zuo dem fründlichisten und mit ernst anzeigen, demnach uns uf nächstem tag zuo Baden gehalten zuogestellt sye ein vorred sampt einer beschlußred, die der Wichbischof von Costanz begriffen und man zuo den Acten gehaltner Disputation zuo Baden offenlich solte im truck usgon lassen, daß wir die selbige vor und schlußred zuo dem dritten mal mit bedcn unfern Räten und fürwar mit hohein ernst und flyß gehört und beratschlagt, und demnach wir darinnen mer dann luter befinden, daß nit allein der Luther und Zwinglin, sonder onch ire anhänger für verfüerer, ketzer, schelmeu und mit derglichen schändworten angezogen, gescholten und geschmützt, ouch darby ein verstand, wie man mit denselben, so die in einer oder der andern unser Eidgnoschaft Orten oberkeit betreten, mit gefänknus und straf handlen fülle, oergriffen, und aber darby bedenken, daß der Luther und Zwingst, als vil uns wüssen(d), bishar ein Eidgnoschaft an irem Harkomen und oberkeiten, so vil weltlicher oberkeit zuostat, nit geschmächt, gelestert noch geschändet; ouch darby erwegen, daß sich ir beder anhang eben wit strecket, dann es lyt ougenschinlich am tag, daß eben vil fürsten, Herren, grasen, frye», ritter, knecht und richstett der leer, so sy füerend, anhangend und dennocht nit ketzer, verfüerer noch schelmen gescholten, sonder frome christen wellen geacht sin, die aber in diser vor und nachrede verfüerer und schelmen gescholten, ja ouch als ketzer verdamt, und inen als anhängern frid und gleit, also zuo reden, in einer Eidgnoschaft abgeschlagen sin gedacht werde» möchte. Was nachtheils und schadens gemeiner Eidgnoschaft und sonderlich den iren, die frömde land bruchend, darus entston werde, das will uns not sin ze bedenken für guot ansehen, und ob glichwol der beder anhangs in der vor und nachrede möchte geschwigcn werden, und allein Luther und Zwinglin benannt, so ist dennocht wol zuo bedenken, wie Luther in verrückten jaren dem König von Engelland, von wegen daß der selbig König (in) eigner person wider den Luther geschriben, usgebutzt, und wie er siner Majestät so gar nit verschont hat, der doch keiserlicher Mt. wol verwandt gsin w. Wie wurde er dann erst einer Eidgnoschaft thuon, on zwifel vil fachen, die bishar sich verloufen (Gott wett, sy wärend underwägen pliben), dermaßen an tag thuon, daß wir Eidgnossen gemeinlich unser» glauben, achtung und November 1526. 1009 guot geruof by aller erberkeit vols (vollends?) verlieren und by allen menschen, zuo dem (daß).uns weder fürstcn noch Herren hold sind, so gar wurde verbitteren, daß wir gemeinlich dadurch verachtet und die, so uß einer Eid- gnoschaft frömde land bruchen wurden, deß größlich entgelten wurden. „Deßhalb will uns, uß den setz erzelten, mich andern Ursachen, so uns bewegen, ganz nit für guot ansechen, daß unser lieb Eidgnossen die gemelten vor und nachred mit den acten der disputation usgan lassend; denn sölte das also usgan, so ist sich dheins gewüsseren zuo versechen, dann daß uns Eidgnossen Hinwider (als man uns leider wol vil ufrupfen mag) gesagt, usgeschribcn und begegnen, daß uns leid wirdet. Darumb ist unser ernstlich beger, es wellend unser Eidgnossen diß also im besten zuo herzen nemen, auch ansechen, daß die surften und stände gemcinlich des hl. Rychs uf nächst gehaltnem Rychstag zuo Spyr irc händ an niemanden wellen verbrüegcn, ouch niemanden kctzer noch schclmen schelten, und diß vorred und schlußred nit lassen usgan, sonder- verhalten; das wirt uns allen gemeinlich zuo nutz und zuo guotem dienen. „Wellten aber unser Eidgnossen die Acten je mit einer vorred und schlußred lassen usgan, das möchten wir uf ein solche Meinung liden, daß in der vorred wurde gemeldet, wie gemeiner Christenheit zuo guot um fridens und einigkeit willen im christenlichen glouben ze pflanzen, ein christenlich gespräch und disputation angesehen, und (solichs) wie die acten uswysend, gehalten worden, weliche acten ein gemeine Eidgnoschaft allen christglöubigen zuo guot in offnen truck kamen und usgan lassen, damit ein jeder christ sich in christenlichem glouben bester bas müsse ze halten, und i» solchen vor und nachreden keinen theil verdammen, ouch niemanden den sig geben, sonder das urtel christenlichem glouben, wie der in göttlicher geschrift begründet, zuostellen. Das wurde on allen zwifel von uns Eidgnossen by allen guoten herzen zuo großem dank angenomen, ouch zuo frid und einigkeit dienen. „Wo aber unser Eidgnossen gemeinlich oder sonderliche Ort diß unser trüwe warnung nit annemen, sonder mit irer vor und schlußred je fürfaren und (die) in trnck wellten komm lan, soll unser bott sagen und bezügen, daß wir mit derselben vor und schlußred ganz nützit zuo schaffen haben, darin nit bewilligen, ouch nit gehebt haben wellen, daß wir darinnen jenan gemeldet noch gestellt werden; deß soll sich unser bott offenlich bezügen und in unserem namen protestieren." K.A. Basel- Abschied-. Anderes ist leider nicht erhalten. 40«. (Schwyz?). 152k, 8. November. Stiftsarchiv St. Gallen. Schwyz und Glarus schreiben au den Abt von St. Gallen: „Uf das vilfaltig besuochen und anrüefen um recht gegen unseren landlütcn, üwer fürstlichen gnaden lüt uß der grafschaft Toggenburg, durch ü. f. g. nnwält an uns bcschechen, und uf (die) Handlung, so der fach halb durch unser verordneten beschechen ist, Hand wir bedacht gestalt und form der dingen, (und) so dann ü. f. g. daran gelegen, und daß es die groß notdurft will erfordern, uns deßhalb mit einandern vereint und um die artikel sampt und sunder, dero sich ü. f. g. gegen inen beschwert, einen tag angesetzt und bestimpt gan Schwyz, nämlich daß die partyen zuo allen teilen da erschinen söllent am andern Sunntag im Advent nächst kommende nachts an der Herberge zuo finde, und alldann jeder teil mit im bringen soll alle gwarsami, so jeder teil hat und er vermeint, sich deß im rechten zuo behelfen und gänzlich mit vollem gwalt ane wytern ufzug noch hinder sich bringen, doch mit der bescheidcnheit, daß wir um jeden artikel insnndcrs, darum span ist, die güetigkeit nochmals besuochen, und welich artikel die güetigkeit fundeil werden mag, ist man des rcchtsprnchs vertragen; um was artiklen aber die güetigkeit nit erschießen, werden wir uns mit rechtsprnch uf jedes teils darthuon crlüteru, und ob etliche partyen ußbliben, wurden wir dem widerteil uf sinen fürtrag recht ergan lassen"... In gleichem Sinne sei au die Toggenburger geschrieben. » lieber die Eingangs erwähnten Verhandlungen wissen wir keine Acten nachzuweisen. 127 1010 November 1526, 407. Wern. 1526, c. 17. November (?). Kantonöarchiv Kreiburg: Instructionen Bd. I. 34 d. Die Boten von Freiburg — s, Nr. 468 — haben Auftrag, dahin zu wirken, daß den Genfern mit Schriften oder andern Mitteln geholfen werde, damit ihnen die Märkte nicht verschlossen, ihre Kauftnannsgüter nicht Hinterhalten, die Burger nicht angefallen und geschlagen werden. Sodann ist zu erklären, daß Freiburg entschlossen sei, bei dem Burgrecht zu bleiben, und eher dem Herzog („im") die Bünde abzufordern als dasselbe aufzulösen. Dabei soll zu bedenken gegeben werden, daß der Herzog, wenn er gegen die Genfer und Lansanner nur das Recht brauchen wollte, ihnen nicht so viel Unglück zufügen würde. 1) Im Berner Rathsbuch läßt sich eine Erwähnung dieser Votschaft nicht ausfinden. Unter dem 16. hat es folgende Stelle: „Des savoyischen bunds halb soll (die beratung) cmstan, bis die Eidgnossen kommen." Zwischen dem 17. und 20. November ist keine Verhandlung verzeichnet. 2) Die Minute der Freiburger Instruction, im Rathsbuch Nr. 44, dd. 15. November, nennt statt Seiler Jacob Wehrli und schreibt Zesoz; W. Schweizer fehlt. Weiteres folgt bei Ztr. 410. 408. Wer». 1526, 10. November f. (Montag nach Othmari f.). Sia-»»archiv Lucern: Allg. Abschiede II. I. 2SS. Staatsarchiv Bern: Allg. cid-,. Abschied- X. x. Sit. KantonSarchiv Basel! Abschiede. RantoiiSarchiv Frciburg: Abschiede Bd. IIS. KantvuSarcliiv Solothurn: Abschiede Bd. XIV. Kalltonsarchiv Schaffhauscn! Abschiede. Gesandte: Basel. (Adelberg Meyer, Bürgermeister). Freiburg. (Wilhelm Schweizer; Hans Guglcnberg; Ulrich Schnewli; Jacob Seiler; Wilhelm Chesaux). Appenzell. (Ammann Lanker). — (Die übrigen unbekannt). l». Ucber die Entschädigung des alten Landvogtes im Thurgau, Joseph Amberg von Schwyz, lauten die Instructionen verschieden, indem Lucern, Uri und Glarns gemäß dem letzten Abschied die 4 Gl. als Ersatz für die erlittenen Kosten geben wollen, Zug nicht instruirt ist, Bern, wie früher erklärt, von einer Entschädigung nichts wissen will, und Freiburg und Solothurn glauben, zu solchen Beitrügen nicht verpflichtet zu sein, da sie auch keinen Landvogt in das Thurgau zu setzen haben. I». Das Geschäft berührend die vier Hauptlentc, die unverdient den Sold bezogen und ohne Urlaub aus dem Lager des" hl. Bundes heimgezogen sind, muß wieder verschoben werden, weil nur Caspar Vögeli und Nofel von Miel persönlich erschienen sind; der letztere hat einige Schriften, als Paßportc zc., vorgelegt. Von den andern hat man Tröstung genommen. Was in das Feld und anderswohin geschrieben worden, ist den Boten bekannt. «. In dem Streit zwischen Basel und Solothurn, der durch ein Mißverständnis; des Nechterbictcns halb sich zu verschlimmern droht, wird erkannt, es sollen die Parteien nichts Unfreundliches und Thätliches gegen einander beginnen, sondern das Recht erwarten. Damit aber des Obmanns wegen, der gemäß den Bünden in ihrem Ncchtshandel (schon Anfangs) beigezogen werden soll, ein klarer Entscheid erfolgen kann, sollen sie auf den nächsten Tag ihre Bundesbriefe mitbringen, um da zu gewärtigen, was zum Austrag der Sache gehandelt werden mag. «I. Ungeachtet der von Ob- und Nidwalden eingegangenen Missive zu Gunsten ihres Landmanns, des gewesenen Vogtes von Luggaris, hat man nochmals November 1526, 1011 beschlossen, er habe das Geld, das er in der Verwaltung jener Vogtei bezogen und nicht verrechnet, gemäß den letzten Abschieden herauszugeben, v. Dem Landvogt zu Neuenburg wird in Beireff deren von Marin geschrieben, man wolle „sie" bei Brief und Siegel über die Verleihung ihres Weidgangs bleiben lassen bis auf die nächste Jahrrechnung, k. Des Kaufmanns Hieronymus Dade Gesuch um einen Geleitsbrief wird in den Abschied genommen; jedes Ort soll seinen Bescheid an Bern berichten, das (im Fall der Zusage) den Brief ausfertigen und dem Kaufmann zustellen soll. K. Die Gesandten von Schwyz und Zug zeigen an, daß sich zwischen zweien ihrer „Unterthanen" und dem Abt von Cappel ein Streit erhoben wegen etlicher Eimer Weingülten, und bitten um Verwendung für dieselben; sie werden jedoch freundlich ermahnt, sich einstweilen ruhig zu verhalten und weder den Abt noch die von Zürich deßhalb zit belästigen. I». Herr von Boisrigault, Anwalt des Königs von Frankreich, übergibt einige Briefe des Markgrafen von Saluzzo, mit Nachrichten aus dem Lager des heiligen Bundes, welche die Boten nicht vergessen werden; dabei begehrt er, es sollen die Eidgenossen ihren Hauptleuten und Knechten im Lager vor Mailand „tapferlich und ernstlich" schreiben (und befehlen), bis zu Ende des Krieges ehrlich zu dienen; ferner daß ein Haufe von Knechten gerüstet werde, damit sie, wenn der Herr von Frondsberg mit seinen Landsknechten einbreche, den Ihrigen zuziehen und sie vor einem Uebcrfall schützen könnten. Heimzubringen. I» Die Boten werden nicht vergessen, ihren Obern Bericht zu erstatten über die Briefe, die der zu Genf verhaftete Trabant aus Mailand gebracht, und über die Nachrichten betreffend den Aufbruch des von Frondsberg. Ii.» Auf das abermalige Begehren Berus um unverzügliche und bedingungslose Aushändigung eines Originalbuches von der Disputation zu Baden hat man einzutreten keinen Befehl, indem man bei den früher gefaßten Beschlüssen zu bleiben hofft. Nichts desto weniger wird es in den Abschied gesetzt, damit auf dem nächsten Tag Antwort erfolge. I» Heinrich Göldli von Zürich hat durch Felix Wyß eine lange Instruction vortragen lassen betreffend die Propstei M Zurzach; da jedoch früher schon durch den Doctor zu Baden etwas in dieser Sache angebracht worden ist, so wird der Anzug nicht weiter besprochen, sondern in den Abschied genommen, n». Jeder Bote weiß, was das päpstliche auf diesem Tage verhörte Breve enthält; dergleichen das freundliche, aber unverfängliche Empfehlungsschreiben, das m Sachen des Herrn von Cree und des Herrn von Lux (?) an den Papst erlassen worden ist. i». In dem Streit der Morcll von Lauis mit denen von Turins über das Geld, das der General Morelet schuldig ist und das laut des rechtlichen Spruchs zu Bern bei dem Vogt zu Lauis hinterlegt werden sollte, wird auf bittliches Ansuchen deren von Lauis in Betracht der guten Dienste, die sie auf dem Comersee, bei dem Abzug von Bicocca, geleistet, denselben bewilligt, das Geld zu ihren Händen zu ziehen und nicht hinter den Vogt zu legen; doch sollen sie dafür Bürgschaft leisten, damit sie darüber verfügen können, wenn die von Turins es ansprechen würden; wenn dann aber letztere dort Recht begehren, so sollen sie ebenfalls Tröstung geben wie die Morellcu. a. Der Bote von Basel gibt Bericht über die eingeklagte Predigt eines Augustiner Mönchs: seine Herren haben sowohl den Mönch als die Personen, die „an" der Predigt gewesen, und zwar Räthe, Burger oder Andere, darüber verhört, aber nicht gefunden, daß er so unziemlich geredet, als er beschuldigt worden; wäre es geschehen, so hätte die Obrigkeit nach Gebühr gehandelt; darum begehre sie, daß man die Sache ruhen lasse oder aber diejenigen anzeige, die solche Nede „ausgegossen"; dann werde sie darin weiter handeln. Freiburg wird nuu ersucht, auf dem nächsten Tage bricht zu geben, was der Prädicant, der die fragliche Predigt gehört, gefunden habe. I» Deni Napol (Noper, Napel) von Basel und dem Marian von Antorf wird das verlangte Geleit nochmals abgeschlagen, «z. Solothurn begehrt neuerdings die Besicglung seines Neversbriefes wegen Laudcrou. I'. Schultheiß Stölli von Solothurn l)at gebeten, ihm von jedem Ort ein Fenster in sein neues Hans zu schenken. Fällt in den Abschied. I. Auf bie Bitte, welche ab dem letzten Tage zu Lucern an die Städte Bern und Freiburg gerichtet worden, ihren Streit t 1012 November 1526, mit dem Herzog von Savoyen betreffend, erklärt Freiburg sich fest entschlossen, die Burgrechte nicht aufzugeben, sondern eher seine Bünde mit dem Herzog herauszufordern und Rechtsforderungen kraft derselben kein Gehör zu schenken, Bern in gleichem Sinne, mit der Erläuterung, es werde den ihm nachtheiligen Bundbrief vom 19. März 1509 herausfordern und ferner begehren, daß der Herzog den Genfern wie von Alter her feilen Kauf zugehen lasse und die andern Vertrüge halte; wenn er sich dessen weigere, so werde es alle andern Bünde mit ihm künden und dann erst zum Recht einwilligen. 2. Da man eingesehen, daß (bei solcher Gesinnung) der Streit weder gütlich noch rechtlich zu einem Ende' gebracht werden könne, so wird den Genfern angerathen, alle Neuerungen, die sie seit dem Beginn des Burgrechts gegen den Herzog und seine Angehörigen vorgenommen, aufzuheben, den flüchtigen Banditen, des Herzogs Anhängern, die Rückkehr in die Stadt zu erlauben und dieselben nach Recht zu strafen, wenn sie etivas Unbilliges gehandelt hätten. Desgleichen soll der Herzog die gegen Genf gebrauchten Neuerungen abthun, sowohl in Betreff der Märkte als in andern Dingen. Ueberhaupt mögen die Parteien nichts Unfreundliches gegen einander beginnen. Auf die Klage eines Kaufmanns von Basel, wegen Beraubung im Lager vor Mailand, wird an den Markgrafen von Saluzzo und den obersten Hauptmann im Lager des hl. Bundes geschrieben. Ii. „Sind ingedenk des pfensters zuo Sant Urban." v. (Basel) „Sind ingedenk Claus Henners Handels und fürtrags, hieby in befolchen haben." v»'. 1526, 20. November, Bern. Die eidg. Boten schreiben an Caspar von Mülinen: Nachdem man die Boten, die mit ihm nach Frankreich geschickt worden, über ihre Verrichtungen verhört, habe jedermann gute Hoffnung geschöpft, er werde in kurzer Zeit den Zweck seiner Sendung erreichen; da er nun so lange ausbleibe, und man nach den Boten und Schriften des Königs sehe, daß der fortwährende Aufzug nutzlos sei, empfinde man darüber nicht wenig Bedauern, weil in den gegenwärtigen Umständen aus solcher Zögerung nichts Gutes folgen könne; darum verlange man ernstlich, daß er mit dem König auf das Dringlichste rede und verschaffe, daß er heimkehren könne, und daß er künftig „unfruchtbaren" Verheißungen keinen Glauben schenke, da die Eidgenossenschaft durch solche schon genug Schaden erlitte»; deßhalb erwarte mau, daß er mit allem Fleiß und Ernst dafür arbeite, daß er ohne weitern Verzug befriedigt („abgefertigt") werde; denn man habe zu bedauern, daß General Morelet noch immer nicht zurückgekehrt sei, und gebe zu ermessen, was erfolgen würde, wenn der Gesandte die schuldigeil Summen nicht herausbrächte. SvA. B-mi Tmy-h Missw-n q, 122, „ aus dem Berner Exemplar. Im Freiburger fehlt I, im Solothurner >, q, 1, im Baslcr I, «, 1, im Appenzeller «?, K»', >>, >; t ist zweimal geschrieben. Zu >». Hieher gehören folgende Acten: 1) 1526, 22. November, Bern. Die eidg. Boten an die Hanptlente im Dienst des hl. Bundes. „Als dann uns gcmeinlichcn nnd insonderheit etlich schriftlich verklagnngen zuokommen von wegen der vier honptlüten, so den ersten ufbruch gemacht und, als ir schriben, unverdient das gelt hingetragen und ane urloub Harheim zogen, und etlich rechtflüchtig worden, haben wir sölichen unbillichcn Handel unersuocht »it wellen lassen und also vermögen, daß dieselben houptlüt fanklich angenommen (worden) und trostung haben müesseu geben; demnach hat es sich zuogctragen, daß sich etlich entschuldiget (und) ir paßporten dargelegt haben, dergestalt (daß) wir st) uit wyter bekümbern noch strafen könnden, wo uns nit wyter underrichtung irs Handels und abscheid(en)s halb von üch zuokommen wurd; harumb unser will und Meinung ist, üch an den Herren irs Handels ze erkunden, ob ir paßporten gerecht, (ob) inen urloub geben (worden) und welicher wys und gestalt sy abgestanden, und also deß alles uns berichten, damit wir aller gebür (nach) hierin handeln mögen; dann uns üben schimpflich will bedunken, daß dieselben so schwerlich anzogen, und aber (wir) dhein gewisse underrichtung haben"... St. A. Bern: Teutsch Missiven H 125. November 1526, 1013 2) 1526, 22, November, Bern. Die Boten von Luccrn, Uri, Schwpz, Zng und Glarus antworten dem Landvogt zu Sargans, Niklaus Amli, auf sein Schreiben betreffend Caspar Vögeli: Da der Handel schwer und groß sei, so lasse man ihn diesmal ruhen, begehre aber, daß der Vogt noch weitere Kundschaft einziehe und die gegebene Tröstung aufrechterhalte. St. A. Bern: T-uts-h MWven «. -so d. 3) 1526, 22. November. Die eidg. Boten schreiben an Schultheiß und Rath in Dießenhofen, zur Antwort auf deren Zuschrift betreffend den Hauptmann van Schaffhausen i Man habe gern gesehen, daß sie der diesseitigen Weisung nachgekommen, und begehre nun, daß die Tröstung zum Rechten in Kraft bestehe, bis man sich weiter entschließe. — (In gleicher Sache wurde geschrieben an Vogt, Schultheiß und Rath in Wyl, „von Nofel von Vonbüel wegen"). . n>. n>. e. isrv. Zu «. Den bezüglichen Erlaß, dd. 19. November, haben die Berner Deutsch Missiven H. 126 b. Zu in. (Spät genug!) 1526, 20. Juli, Rom. Papst Clcmcns VII.au die XIII Cantone. „viloeti, oot. Oxistimamus vovotiouibus vostris oognitas osso oausas, guao nos multum roluotantos et ab omni urmorum eonsilio longo sbkorrontos ad ipso tamon belli oonsilia guao lugiobamus, nsoossario adogoruut. Xam ot s a nostris ot a oarissimi in (lkristo lllii uostri, Oranoisoi Kogls llranvorum okristianissimi, Xgontibus ot Xuntiis vos bona instruotos kuisso non dubitamus, guod otiam oortius nobis ost, guod ipso oikootu oognosoimus vobis von solum auditas, ssd otiam proba- ^ tas luisso oausas nooossitatis nostrao; oa onim animorum promptitudins, oo oonsonsu voluntatuin nobis ot sodi apostolioao ao saluti ot libortati Italino vostram opom auxiliumgus obtulistis, ut in vobis pristinam vostram virtutom ot oum oadom sanota ^ socio oongunetionom rooognosvoro lusrit lioitum. Xuno kaov aä vos soribimus, tuin ut agamus vobis pro studio vostro orga bonum Italiao gratias, tum ut bortomur, ut guocl zustissimo ot prudontissimo a vobis dolibsratum ost, in partom buius l ot onoris ot bonoris voniro guam primum stucioatis, cpiocl studiosi utrunguo laoimus. Xam ot virtus vostra gratiain a nobis rnorita ost, ot oadom oontioiondis bono ooptis robus admodum ost oxpevtata. ()uod si volimus bollum, cpiod pro nostra ot l sanotao sodis apostolioao soouritato, pro liborationo st saiuto Itaiiao, pro dopollonda injuria, guantum in nobis orit, guao snpradioto Kogi vbristianissimo lodorato nostro ot illata antoa ost ot nuno inkortur, susoopimus, otiam ad vostram ot totius ^ istins lortissimas nobisguo dilootissimas nationis salutom et soouritatom susvoptum luisso ostonders, laoilo id gnidom sit. Iis onim guao aliona irnporia et status tam libontor ot tam laoilo opprimobant sibiguo usurpabant guo inajor ro- j linguobatur laoultas guod volobant ollioiondi, boo ad plura ot niasvra sowpor opprimondnm aditus struobatur, auota igitur oornm potontia ot vaiuntato' opprimondi oadow pormanonto, guid osso potuissot tutuin, vol nobis vol vobis ! vol omuibus gui sugum voiuntarias sorvitutis aooipsro noluissont? Ouit igitur nobis nooossarium » ooourroro inguriao, obsistero insolontiao ot nimiam oupiditatis lioontiam ooboroors. (Pia in ro spom guidom potissimam roponimus in -suinino j l)oo, guod is justain oausam adzuvabit noo sinot nos propugnatoros patriae nostrao ot asguitatis dokonsoros in tam pio oonatu suooumboro, doindo voro vostra oximia virtus et optima voluntas magno nobis ost soiatio; spom onim vorkam babomus ! vobis vostra arma lortissima nobisoum oommunivantibus paratam koro viotoriam ilii parti, pro gua zus ot aoguitas ot Ilolvotioum nomon »tot. Igitur sodos apostolioa in suis oooasionibus ad oosdom Ilolvotios revursum babot, gui ox ipsius j sanotao sodis dokonsions olarissimum oognomon sibi ot iiboris suis popororunt, guorum sooiotato ot armis sompor vinooro solita ost. Vos voro ut priorikus vostris kaotis ogrogiis ot praostantibus vumulum Kuno guoguo addatis vostramguo por- ! potnam laudom ot oonsuotudinom in tuonda libortato ooolosiastiva oonsorvotis, ost vostrao prudoutiao ot virtutis ouraro atguo oltlooro. Oo bis robus omuibus mandaviwus komini gui kas ad vos littoras attulit, ut nostris vorbis agat uboriu» ot ! oopiosius vobisvum, oui tidsm vos kaboro volumus, illud otiam atgus otiam ropotimus, sj boo tomporo gualos sowpor oxtitistis, talos vos in boo sodis apo- stolioao tomporo ad illius dignitatom ot auotoritatom dokondondam oxkibuoritis, magnam vos non voluptatom solum, sod otiam utilitatom omni postoro tomporo osso vapturos." Oatuw, oot. da. Ladolotus. St. A. Lucern: Breven. Einen Abdruck hat auch das Archiv f. schweiz. Ncf.-Gesch. II- 15, 16. 1014 November 1526, Zu n. 1526, 23. November. Die eidg. Boten schreiben an Hans Hösli von Glarüs, Landvogt in „Louwerz", die Gebrüder Jacob und Stephan Somazzo haben für sich nnd ihre Mithaften den langwierigen Handel vorgetragen, der zwischen ihnen und der Gemeinde Turms schwebe, des Geldes wegen, das des Königs Anwälte ihnen schuldig geblieben; sie haben auch einen deßhalb zu Bern ergangenen rechtlichen Spruch vorgelegt und gebeten, daß man ihnen vergönne, die fragliche Summe zu ihren Händen zu nehmen, um sie nicht, wie früher verfügt worden, hinter dem Laudvogt liegen lassen zu müssen, wogegen sie Bürgschaft stellen würden, für den Fall, daß die von Turms das Geld im Recht ansprächen, und als Bürgen haben sie erwählt den Junker Ludwig von Dießbach, der persönlich die Annahme erklärt habe. Damit nun der Handel zum Austrag komme, habe man erkannt, daß die von Turms ebenfalls Bürgschaft zum Recht stellen und bis nächste Fastnacht das Recht vollführen sollen; denn nachher wolle man, das Recht sei ergangen oder nicht, den Bürgen der Somazzo entledigt und diesen das Geld ohne Eintrag zuerkannt haben. Das Recht soll der Vogt nur unter dem Stab von Lanis stattfinden lassen, ic. S>. A. »->»: T -upch Missw-n H. iss. Zu «. Der Basler Abschied enthält einen Nachtrag von der Hand des Rathsschreibers Ryhiner: „Gedenken daß wir ouch in dem pund mit dem Herzogen vergriffen, und daß wir Hann ouch abzemanen habend." (Vielleicht Jnstrnctions-Artikcl?) Eine Minute der Erklärung der eidg. Botschaften hat das Berner Nathsbuch Nr. 211, p. 119. Zu t. Das Concept des Erlasses an Franciscus Guicciardini, Procurator der Venetianer, dd. 23. November, findet sich in den Berner latein. Missiven I. 246 a. Zu Vermuthlich lag folgender Bericht den Gesandten vor: 1526, 4. November, Paris. Caspar von Mülinen an Schultheiß und Rath in Bern. „Uf Mentag vor aller Helgen tag ist der General harkommen gon Paris. Also sind wir am dritten tag mit einandren zum Küng geritten nnd im anzeigt den Handel, dorum er denn den General beschickt hat, und in gcbctten, er well der fach einen ustrag geben. Also ist der Kanzler und der Grandmeister und Nobertct nit am Hof gesin, nnd hat sy der Küng beschriben, daß si uf S. Marlis tag sollend bin im sin zuo Sant Germen, so well er dann mit inen über den Handel sitzen und üch und ander in kurzem zuofridcn stellen. Dorum, gnedigen min Herren, ich han uich nuit können schriben, bis der General ist komen; denn wir Hand all Händel ufgeschlagen uf sin zuokunft. Er ist erlichen und wol vom Kuing empfangen mit vil guotcr warten, Gott well, daß im gelebt werd; denn der Küng hat sich noch allwegen vil guots gegen üch . . erbotten, und ligt uns nieman im widerspil denn der Kanzler, der ist uns worlichen nit hold. G. m. H., ich kann üch nüt nüwS schriben, denn ich gehör hie nüt, denn daß der Legat von Rom, der bim Küng von Engeland ist gesin, ist uf aller Helgen obend Harkomen mit einem großen triumf und seit vil guots vom küng von Engeland, und wie er sich erbiete, in eigner Person harüber zno faren, wo der Keiser im sin tochterman, den Delphin, nit herus geb, mit vil mer erbietcns uf den summer ze tuond"... St. A. Bern: A. Nüwe Zytung, I. 40S. Ziern. 1526, (21. und) 22. November. Staatsarchiv Bern: Allg.-idg. Abschiede X. S2». Rathsbuch Rr. 211, p. III, 117. Schultheiß, kleine und große Räthe erklären infolge des „eigentlich nicht nöthigen" Ansuchens der Eidgenossen, betreffend den Span zwischen dem Herzog von Savoyen und den Städten Bern nnd Freiburg, wegen ihrer Burgrechte mit Genf und Lausanne, nnd nach Verhörung der gegenseitigen Klagen und Vorträge des Herzogs und der Gemeinden von Genf und Lausanne, was folgt: 1. Das verlesene Bündnis; von Bern und Frciburg mit deni Herzog, dd. 19. März 1599, das die Freiheiten der beiden Städte beeinträchtigt, sei mit seinem Inhalt pernichtet nnd entkräftet. (2.) Alle andern Bündnisse wollen sie halten, sosern der Herzog keine Schritte thue, November 1526. 1015 »m ihre Mitbürger von Genf und Lausanne zu belästigen und anzufechten, sondern ihnen freie Zufuhr von Kaufmannsgütern und Lebensmitteln und offene Märkte gewähre, wie es sich zieme und von Alter her Brauch gewesen. (3.) Die fraglichen Burgrechte wollen sie unverbrüchlich behaupten. (4.) Wenn der Herzog von sich aus oder durch seine Unterthane» und Anhänger etwas unternähme, um dieselben zu lösen oder zu schwächen, namentlich wenn er das Recht anriefe, um sie aufzuheben, so will man (auch) alle ander.» Bündnisse mit ihm widerrufen, die Briefe herausfordern und alsdann das Recht erwarten, die Burgrechte aber aufrecht erhalten. Französischer Abschied, — theilwcise Ausführung von Nr. 408 s. Das Rathsbuch hat nur Minuten. 4R0. Aenf. 152k, 27. November f. (Dienstag vor Andreä f.) Staatsarchiv Bern : Mg. eidg. Abschiebe X. x. ssa. KantonSarchiv Preiburg! Acten XNoiros räckörolvs. Gesandte! Bern. Peter Stürler, Vcnner; Henz Schleif. Freiburg. Hans Guglenberg; Wilhelm Zeso. «. Die Zusätzer in Genf haben einen Lakaien, den der Herzog von Bourbon aus Mailand geschickt, gefangen. Dem Befehl, denselben über des Kaisers.und des Herzogs Anschläge zu verhören, sind die Boten nachgekommen; da sie aber mit aller Mühe nicht mehr aus ihm gebracht, als was die Verzicht enthält, so haben sie ihn auf eine Urfehde losgelassen. I». Da die Zusätzer in dem Schloß Allaman („Allemonien") drei Kriegspferde genommen, die dem Herzog von Burgund gehören, so hat Bern, damit weder den Genfern noch den Eidgenosse» etwas daraus erwachse, den Seinigen besohlen, die Pferde zurückzugeben; weil aber die Boten von Freiburg deßhalb keine Instruction besitzen, so haben die Anwälte beider Städte die Sache an ihre Obrigkeiten gelangen lassen, mit der Bitte um unverzügliche Autwort. v. 1. Die savoyischen und die genferischen Anwälte haben auf dem letzten Tage zu Bern ihre Beschwerden gegen einander vorgetragen; deßhalb sind die Boten der beiden Städte hieher abgefertigt, um sie weiter zu verhören. Anfänglich stellen nun die Genfer eine Anzahl armer Leute vor, die dem Bischof uud der Stadt zugchöreu, und bitten, dieselben zu vernehmen. 2. Da die savoyischen Anwälte, nämlich Herr von Luse (?), Bailli zu Boygey uud Herr Le Mcstre Presya (?), das Begehre» der zwei Städte, diesem Verhör beizuwohnen, abgeschlagen, mit dem Vorgeben, es sei ihnen von dem Herzog hiefür nichts befohlen, so wird in ihrer Abwesenheit zur Verhörung der erwähnten Kundschaften geschritten, die dahin lauten: Der Herzog habe auf den Tagen zu Lucern und Bern immer vorgegeben, es seien drei oder vier Märkte in der Umgegend von Genf bestimmt, wo die Genfer ohne Gefahr sich mit Lebensmitteln versehen könnten; als aber die Leute, darauf vertrauend, dort allerlei gekauft uud heimgeführt, sei das ihnen von den Savoyern gewalt- thätig weggenommen worden. 3. Dagegen legen die Anwälte des Herzogs ein schriftliches Verzeichnis; von zahlreichen Beschwerden gegen die Genfer vors welche die Letztern aber nicht anerkennen wollen. Auf die Bitte der zwei Städte, die Kläger vorzuführen, damit die Genfer ihre Antwort auch geben können, erwidern die Savoyer, die Verletzten seien zum Theil Verbannte aus Genf, die dem Herzog anhängig gewesen, zum Theil aus seinen eigenen Landen; sie müßten in Genf für Leib und Leben fürchten ?c. Auch die wiederholte Bitte der eidgen. Anwälte, die Kläger zu stellen, damit man erkenne, wer die Wahrheit oder Lügen geredet, und das Anerbieten, sie mit Reutern herzugeleiten, ja mit ihrer eigenen Person für deren Sicherheit einzustehen, haben die Savoyer abgewiesen, indem sie meinen, man sollte ihren Schriften Glauben schenken; sie müssen ihrerseits begehren, daß sich die Boten der Städte in des Herzogs Gebiet auf Grund der vorgelegten Klagen über die Sachen erkundigen. 1016 November 1526, Das haben aber die Verordneten nicht annehmen können, weil der lange Verzug, den ein solches Verfahren zur Folge hätte, für die Stadt Genf nicht ertraglich wäre, indem der Herzog den Verkehr gesperrt hat, und der arme Mann bereits Mangel leidet. 4. Nachdem die Boten gehört, daß der Herzog von seinen Ansprüchen an Genf nicht abstehen wolle, so haben sie von dessen Anwälten bestimmt zu wissen begehrt, ob er bei dem Abschied von Bern, vom Donstag und Samstag vor St. Katharinen Tag (22. und 24. November), bleiben wolle oder nicht. Darauf antworten sie, der Herzog habe bei ihrer Absendung den fraglichen Abschied noch nicht gekannt und ihnen darum keine Befehle gegeben; sie bitten um eine Abschrift desselben, die sie dein Herzog zusenden wollen, und versprechen eine Antwort bis Montag. Das hat man bewilligt und die Herren eilends benachrichtigt, damit sie sich über weitere Mittel zur Befreiung der Genfer zu berathen wissen. «>. Der Herr von St. Victor klagt über die ihm ^von dem Herzog zugefügte Unbill; er habe deßhalb die Städte um Hülfe anrufen wollen, sehe aber, daß nach dem Benehmen der Savoyer ein Krieg zu besorgen sei; als geistliche Person wolle er jetzt aber stillstehen, um zu keinen feindlichen Schritten Anlaß zn geben; wann aber der Span zwischen dem Herzog und der Stadt Genf vertragen sei, werde er (der Prior Franz Bonnivard) sich wieder um Hülfe bewerben; er bitte, dessen eingedenk zu sein. v. Die Bewachung und „Atzung" des Gefangenen hat 6 Kronen gekostet. S'. I. Die vier Syndics und der ganze Rath erscheinen vor den Anwälten der Städte und erinnern 1. an die große Gewalt, die der Herzog vordem gegen die Stadt Genf gebraucht, wodurch sie gcnöthigt worden, den allmächtigen Gott um Hülfe anzurufen; durch göttliche Gnade haben sie das Burgrecht mit Bern und Freiburg erlangt; dieses Burgrechts wegen habe ihnen der Herzog seit etwa sechs Wochen den feilen Kauf verweigert und sich damit als offener Feind erzeigt; dennoch haben sie, den zwei Städten zu Gefallen, nicht zur Gegenwehr gegriffen; da nun aber der arme Mann diese Lage nicht länger erleide, so müssen die „Regenten" einen Auflauf besorgen, in der Meinung, sie hätten das Volk durch Annahme jenes Burgrechts in solche Noth gebracht. 2. Sodann sei bekannt, wie vor Jahren wegen Zwistigkeiten eine Tagleistung in Morsee anberaumt worden, wie aber der Herzog mittlerweile sich gerüstet und Genf mit großer Macht überfallen habe; sie fürchten, daß der Herzog einen Aufschub wieder zu einem Gewaltstreich benutzen werde. 3. Etliche Edellente haben die Absicht geäußert, in nächster Zeit die Stadt an vier Orten anzuzünden, worüber ein Bauer den Bote» nähere Auskunft gibt. Sie (die Syndics und Näthc) bitten und ermahnen die Städte, ihnen zu Frieden und Ruhe zu Helsen. — Man antwortet ihnen, sie wissen, was die savoyischen Anwälte dein Herzog geschrieben; man müsse ihre Antwort erwarten; wenn aber dieselbe „heute" nicht komme, so werden die Verordneten heimkehren und dahin wirken, daß ihre Herren Ruhe schaffen. II. Die gleichen Tags eingelangte Antwort des Herzogs sagt nun, nach der mündlichen Eröffnung seiner Anwälte, sie seien bevollmächtigt, das Verbot gegen Genf zu widerrufen und der Stadt wie von Alter her freien Verkehr zu gestatten; das geschehe aber nur den zwei Städte» zu Ehren, denn sonst hätte ihn weder Kaiser, noch König, noch Papst dazu bereden können; dagegen stelle er die Bedingung, daß Bern und Frcibnrg die Genfer anhalten, das auf die Edeln und Pfaffen und seine ländlichen Unterthanen gelegte Umgeld abzuthun und die ihm anhängenden Banditen zu begnadigen und wieder zu dem Ihrigen kommen zu lassen. III. lieber diese Erklärung bemerken die Genfer, der Herzog habe die letzten zwei Artikel auch auf dem letzten Tage zu Bern angebracht; darüber sei dann ein Abschied ergangen, bei dem sie zu bleiben hoffen. IV. Hierauf hat man den savoyischen Anwälten erwidert, mit der Zusicherung des freien Marktes sei man zufrieden; aber die gestellten Bedingungen anzunehmen, haben die Verordneten nach dem letzten Abschied keine Vollmacht; sie wollen jedoch des Herzogs Begehren heimbringen, in der Hoffnung, daß die Obern darin vermitteln und den Frieden herstellen werden. V. Die Bitte um eine Copie der oberwähnteu Vollmacht und des offenen Mandats November 1526. 1017 betreffend den feilen Kauf haben indeß die savoyischen Anwälte abgeschlagen unter dem Vorwand, sie hätten dazu keinen Befehl; damit man aber sehen könne, daß die Savoyer ihre Zusage erfüllen wollen, werden sie morgen den Herold hinaussenden und persönlich herumreiten; sie bitten auch, bis Mittwoch hier zu bleiben, um über die Wirkung Bericht erstatten zu köuuen. VI. Die gleiche Bitte stelle» die Genfer; man hat ihnen willfahrt, dabei aber sofort den Herren und Obern geschrieben, damit sie Leute, die allfällig auf der Straße wären, um denen von Genf zuzuziehen, abwenden könnten, xx. Ami Versonay hat die Genfer verklagt, weil sie sein Haus m der Stadt zerstört, und die Habe weggenommen haben; was mau deßhalb gefunden, weiß jeder Bote. In Berchtold, bllibourA et Llsnöva, ?c., pp. 55—56, ist dieser Abschied irrig in den Mörz dieses Jahres versetzt; zudem sind einige Daten falsch. Vgl. p. 59, N. I. Zu 5» und I». Es müssen hier einige Details aus den Acten geschöpft werden: 1) 1526, 19. November (Montag nach Othmari), 6 Uhr Nachm., Genf. Die Verordneten von Bern und Freibnrg an ihre Obern. „Großmächtigen w. ?c. Jr habend in unserm nächst vergangnem schriben verstanden, wie dann der Herr von Allemaine, des Herren von Viry (Wirie) brnodcr, einen pfaffen har in die statt Jens geschickt, einen fisch zno kaufen, und als er nun mit dem fisch zuo der statt hinus wollt riten, haben in die thorwärter nit wöllen lassen faren nß der ursach, daß der Herzog von Savoy verbottcn hat, nützit (ützit) in die statt Jens zuo fiteren. Uf sölichs ist der Herr von Allcmaine uf nächst vergangnem Samstag har gan Jens kamen und sich crklagt (sie), wie er von dem Herzogen von Savoy befelch habe, des Keisers botschaft guot chiere zuo machen und in durch sin land zuo beitigen («io). Uf sölichs haben die regenten diser statt nachfrag gehebt und erfunden, daß es nit des Keisers, sunders des Herzogen von Burbun Hofmeister sye, wie dann sölichs alles unser nächst schriben inhalt. Uf sölichs, gnädigen Herren, so ist ein lageig (wo) oder fuoßknecht zuo einer Porten diser fiatt kamen; den haben die thorhüeler gefragt, wannen er komc; hat er inen zuo antwurt geben, er kome von Pinerol, und als sy in nun wyter gefragt, ist er in siner red wankelmitetig gesin; do haben sy in angenommen und für die regenten der statt Jens gcfücrt, und also etlich brief by im funden, die wir üwcrn gnaden hiemit zuoschicken, darin ir dann finde» werden, daß der ein brief nnder anderm inhaltct, was nit in dein brief stände, werde des Herzogen von Burbun Hofmeister si wyter berichten. Und als nun die„ genamptcn regenten uns sölich brief vorgeläsen, Hand si uns gefragt, wie der fach ze thnond sye. Do haben wir si gebetten, uns den vcrmeldtcn lageyen in ir gefänknuß zuo legen; do vermeinten die gemelten Herren, man niüeßte in in des bischofs gefänknuß legen; nun wäre (aber) zuo besorgen, daß er villicht möchte uskomen, als onch kurz vergangner tag zwen gefangen uß derselben gefänknuß komen sind, deßhalb si bedllechte, wir sölten in in unser hus ncmen und in bewaren, so wöllten si uns, wo wir es bcgerten, hilf zuogeben, die in hülfen vcrwaren. Uf sölichs . . haben wir den gemelten lageyen in unser hus und Herberg genomcn und in isen lassen stachen, und ob gott will, wcnd wir (in) wol verwaren, daß er uns nit müeß entgon, bis nur von üwern gnade» wytern Kescheid empfachcn." Bitte um eiligen Bericht, ob derselbe freigelassen oder weiter verhört oder „hinaus" gefertigt werden solle. ?c. St. A. Bern: A. Genf (Original). 2) 1526, 21. November (Mittwoch vor Katharinc), 16 Uhr Nachm., Genf. Die Verordneten von Bern und Freiburg an ihre Obern. Erinnerung an das vorausgegangene Schreiben betreffend den gefangenen Lakaien. „Und wiewol wir im jcmcrdar fürhalten, wo er die warheit nit sagen, werde er üwern gnaden überantwurt und mit marter darzuo genötiget, so können wir doch von im nützit bringen, anders dann daß sin befelch sye, gan Sant Glnndo (St. Claude), da der bischof von Jens jctzund ligt. Us sölichs . . fliegen wir üwern gnaden zuo müssen, daß nf gestrigen tag ein anderer lagey durch Jens gangen, der dann brief an etlichen orten gezöigt hat, wcliche brief von des bischofs bruoder von Jens geschriben sind; deßhalb, als uns sölichs fürkam, wären wir im gern nachgesin; do ivas er dann ein mit ivegs von uns, deßhalb uns nit möglichen ivas, in zuo erylen, und ?» zwifel Helten wir des Herzogen von Burbun anschläg eigentlich by im mögen erfaren; dann ir müssen, daß des bischofs von Jens bruoder by des Herzogen von Burbun lägcr und deßhalb wider den Kling und ein Eidgnoschaft ist. Nun in sölichem ist uns fiirkomcn, wie des Herzog von Burbun Hofmeister dry reisiger pferd in des Herren 12S 1018 November 1526. von Allemonien schloß habe stan, die werde er hinüber in Meiland fertigen, und diewil ir vormals üwern burgern von Jens, auch dem Herzogen von Savoy geschriben haben, alle die so hinin gan Meiland dem Herzogen von Burbun oder Hispanier wollten zuoziechen, die selben wider hindersich zuo wysen und nit passieren zuo lassen, also haben wir ctlich gesellen uß der statt Jens zuo uns gcnomen, also daß unser zechen waren sampt einein puren, der uns gen Allamonien füert, dann es lit zwo groß wälsch mil von Jeus, und als wir nun in das schloß A. kamen, hielten wir dem Herren für, daß wir keins wegs da wären, im noch den sinen schaden zuoze- fücgen; aber wir vernämen, daß er des Herzogen von Burbun Hofmeister Herberg gebe und in ufeuthielt, das uns an im befrömbdete, dann er wüßte wol, daß der Herr von Burbun ein offner find des Küngs und einer Eidgnoschaft wäre; darzuo so hätte er drü reisige pferd in sinem schloß stan, die des vermeldten Hofmeisters wären; darumb wären wir da, daß wir desselben Hofmeisters lib und guot begerten, Do louguet der Herr von Allamonien der fach; wol wäre war, er hätte dry pferd da stan, die wären (aber) nit des Herzogen von Burbun hofmeister(s), sunder eins edlen man, dem habe er zwei hundert und sin husfrom rrvj krönen daruf gelichen- Also gaben wir im zuo antwurt, wir wären eigentlich bericht, daß die roß des Hofmeisters wären; darumb wollten wir si haben, und wo sich erfnnde, daß er obbemelte summ daruf gelichen hätte, so müeßtc im dasselbig (gelt) wider werden. Und wiewol er jemerdar der fach lougnct, so haben wir uns nützit daran gekert, sunder die roß genomen, und als wir uf ein halbe mil gegen Jens zuokomen, ist uns ein jüugling nachgeritten; derselbig ist in obbemeltem dorf Allamonien ouch gesin, als wir die roß bannen füerten; der hat uns eigentlich gesagt, wir syen nit ein halbe mil von dem schloß und dorf A. gewesen, do sye des Herzogen von Burbun Hofmeister und der Herr von Rose, des vilgemelten von A. bruoder, komm; do habe inen genampter von A. gesagt, wie wir dar- komen und den Hofmeister des Herzogen von Burbun gesuocht, und als wir in nit funden, haben wir die roß hinweg genomen. Do ist des Herren von A. bruoder. . . fast zornig gewesen und vor zorn sin baret wider die erd geworfen; do hat der Hofmeister im zuo antwurt geben, im sye lieber, mir haben im die roß genomen, dann daß wir in gefangen hätten. Und als wir nun in die statt Jens in unser Herberg komm sind, Hand wir dem gefangnen, so by unS ligt, anzöug der rossen geben, der dann sprach, er bekannte si wol; uf sölichs haben wir in zuo den rossen gefüert; derselbig redt daß er sölich roß wol bekenne, und si syen nit des von Vurbuns Hofmeisters, sunder eins andern, der heißt der Herr von Lorsy (?), ist ouch des Herren von Burbun räten; der hat die roß harüher geschickt, daß st ein wil ruowen, und demnach sölte man si hinüber in Meiland schicken, als ouch uf morndrigem tag geschehen, wo das nit fürkommm wäre." Versicherung daß keine Person geschädigt oder beleidigt worden, und Bitte, anders lautenden Berichten der Savoyer keinen Glauben zu schenken. „Wytcr - - füegen wir üwern gnaden zuo müssen, daß sich die Herren von Jens als üwer getrüw burger erzöigen, wiewol si von irem Herren, dein bischof, wenig trost und hilf haben. Sodmne, .. als wir uf hütigem tag gau Allemonien geritten, sind uns begegnet arm lüt, denen ir wägen mit höu, korn und Haber genommen, har in die statt Jens zuo füeren, und besonder so Hand si den armen wybern ir körb mit eyern, piren, öpflm, vöglen und besonder einer armen swangern fronen ein vornen (Forelle?) einer krönen werth genommen, die haben die Savoyischen gessen, und vil ander ungeschickt fachen (geüebt), die wir üch schmal nit müssen zuo schribeu". . . Bitte, die Genfer bei dem Recht zu schirmen. - St. A. B-rn- A. G-ns. 3) 1526, 24. November. Bern an seine Gesandten, Peter Stürler und Heuz Schleis, in Genf. 1- Sic werden nicht vergessen haben, daß man ihnen befohlen zu verschaffen, daß keine Landsknechte durch Genf zu den Feinden in Mailand ziehen können, ?c. Dem solle stattgcthan werden. 2. Seitdem habe man aus einem Bericht der Verordneten erfahren, wie sie in dem Schloß Allaman drei Pferde genommen. Da nun den Genfer Kaufleuten aus einem solchen Schritte Schaden und Unruhe entspringen könnte, z. B. in der Lombardei, in Burgund, Flandern oder anderwärts, so erachte man für nöthig, daß jene Pferde zurückgegeben werden; zudem möchte man rathen, daß die Genfer und die Anwälte der beiden Städte sich stille halten und gegen die Herzoglichen nichts Unfreundliches unternehmen, sondern Unruhen und Unwillen zuvorkommen; das soll ihnen angezeigt werden. 3. Was seit der Abreise der Boten gehandelt worden, werde Bezanson melden. 4. Die Anwälte beider Parteien haben begehrt, daß die Gesandten sich nach der genauen Wahrheit erkundigen, damit man sehe, wer die Wahrheit vorgetragen oder „gespart" habe, ?c. St. A. Bern: Zeutsch Missiven y. 12? d, 128 u. — Vgl. die B-rner Rathsbeschwsse im Manual Nr. 211, p. 121, 122. November 1526. 1019 4) Die Gesandten der beiden Städte (der zweite von Freiburg „W. Hofstetter") berichten an ihre Obern, am 29. November Nachmittags drei Uhr (Vigilia Andres), daß sie am Dienstag nach Genf gekommen, auf Begehren der Syndics die Ankunft des Rathsherrn Besanyon erwartet, von denselben die Zusage erhalten, dem schriftlichen Begehren Berns zu entsprechen, ohne Rücksicht auf abfälligen Unwillen des Bischofs, und hernach den Gefangenen mehrere Stunden lang („von mittem tag hin bis in die nacht") mit allem Ernst verhört und mit der Marter bedroht, aber nicht viel erreicht haben, und wie hernach mit der Besatzungsmannschaft der aufgefangenen Pferde wegen gehandelt worden, über welche Angelegenheit schleuniger Bescheid erbeten wird, zc. St. A. Bern: A. Genf. — K. Bibl. Freiburg: Girard. Sammlung T. XV (Berncr Copie). 5) Am gleichen Tage (Vigil. Andreä), ohne Angabe der Stunde, berichten die bernischen Anwälte „insgeheim" an ihre Herren, gestern Abend spät sei von Freiburg der Rosse halb Bescheid gekommen, dahin lautend, daß die Freiburger, wenn Bern dieselben zurückgeben wollte, sie zu ihren Händen beanspruchen, während die Genfer wünschen, es möchten die Pferde (wieder) dahin kommen, wo „si sin söllten," damit der Stadt aus diesem Handel kein Schaden erwachse. St.A.Gens. Zu «, f. I) Einen genauen, mit dem Abschicdtert übrigens meist wörtlich gleichlautenden Bericht über dieses Geschäft gaben die Boten von Bern und Freiburg ihren Herren schon am Samstag nach Andreä (1. Dec.), um Mitternacht. St. A. Bern: A. Genf. 2) Der Anlaß zu dieser Verhandlung liegt in einem (in deutscher Ausfertigung besiegelten) Schreiben von Genf an Bern und Freibnrg, dd. Mittwoch »ach St. Martins Tag (14. Nov.), das an die früheren Reibungen mit dem Herzog erinnert, die Befugniß zur Eingehung des angefochtenen Burgrechts mit Citaten aus Freibriefen erweist und die neuesten Beschwerden weitläufig ausführt. Wir heben nur die wichtigsten Stellen heraus, geben sie aber im Wortlaut: Ungeachtet des bundesmäßig eingeleiteten Rechts in Biel „hat gemeldter Herzog... in sinen landen und gebieten lassen usrüefen und verbieten, daß von dißhin niemand der sinen, in was stats und wesens die syen, understande noch fürneme, in gemeldtc statt Jens einichcrlei spis, proviand, konfmannschatz noch ander ding zuo stieren, zuo verkaufen noch einiche Hantierung mit uns zuo handle» und fürzuonemen, alles by verlierung libs und guots denen, so darwidcr thuon wurden" . .. „Zuo dem sechsten kumpt uns für, wie gemeldter Herzog Carle von Savoy fürwende, obangezöugt beswerd und tröuwungen (die Stadt zu zerstören ec.) Hab er nß der ursach gethan, daß ein statt Jens etlich Zöllen und umbgelt ufgesatzt, die dann sinen underthanen zuo merklichem schaden langen und reichen. Daruf geben wir also antwurt, daß war sye, wir haben nf den nun ein umbgelt, wie ouch ander stctt thüegen, (gelegt), damit den merklichen last, täglichs uf ein statt Jens wachsende, zn erhalten; dann es je daher der bruch ist gewesen, daß ein statt Jens uf win, fleisch und anders das umbgelt hat mögen flachen, je nach gestalt und gelcgenheit der löufen, und diewil nun ein arme gemeind in gemeltcr unser statt Jens bishar vil und mengerlei beswerden erlitten, damit dann unser arme gemeind sölicher beswcrden zum teil überhebt wurde, so ist (sind) uß unsers gnädigen Herren des Bischofs und unser verwilligung jetzmal all beswerden dem gemeinen man nachzuo- lassen, usgenommen das umbgelt des wins, also daß alle die, so in unser statt win inlegen, von einem fester ein schilling und von einem faß sechs batzen geben söllen, deßhalb uns genampter Herzog unbillich verklagt, daß wir sölich umgelt uf die sinen legen. „Zuo dem sibenden, als dann genampter Herzog sürzvandt und zuo verstau gi(b)t, wie dann etlich, so uf siner fiten gewesen und dem burgrechten widerwärtig gesin, uß unser statt Jens gestoßen und vertriben syen, deßhalb ist unser antwurt, daß von wegen der widersprcchung des burgrechten, durch etlich die unsern fürgenommen, inen sölichc Missetat von üwertwegen nachgelassen und verzigen ist, noch inen deßhalb nützit ufgelegt; diewil si aber wider unsern gnedigen Herren den Bischof ufrüerig gewesen, ouch vil böser fachen in unser statt Jens durch si in ander weg begangen sind, ist angcscchcn, daß si darumb vor unscrm gnädigen Herren dem Bischof in bemeldter unser Statt, als ouch wir, erschinen und allda zuo hören, ob si schuldig oder unschuldig wurden erfunden, und wo si unschuldig wären, haben wir uns allwcg erbottcn, inen allen kosten und schaden abzuotragen. 1020 November 1526, „Vergangner nacht haben die Savoyischen in einem darf genamvt St, Gilgian (St. Julien), gegen Camerach zuo und ein mit megs von unser Statt gelegen, ungefarlich by sechs und zwanzig mulen nidergeworfen, welich uß Provence und Marsilien komen sind mit ir koufmanuschatz, die dann zum teil zweyen unser» burgern, ouch Azimus Cucher (?), deßgelichen zweyen uß Provenz zuogehörig ist. Uf das haben nur von stund an uwere burger beider Stetten sampt den kouflüten hinus gefertigt, den vogt zuo fragen, uß was grund und ursach st sölich guot nidergeworfen; (da) haben inen der vogt und die puren zuo autwurt geben, es fye inen von dem Herzogen befolchen, kein ässige spis in unser statt Jens nit kommen zuo lassen, und diewil das guot ässige spis fye, als mandel, winber und derglichen, darumb haben si das nidergeworfen und weß das guot fye, es fye der franzosen, keiserscheu oder anderer, so wällen st das nit in die statt Jens lassen; wo si aber das guot gan Galliard oder gan Zee fiteren, wällen si das faren lassen; aber was dero von Jens sye, das wällen sy behalten. Uf das haben die frömbdeu kouflitt in dem dorf fuorung wällen bestellen, das hat inen der vogt abgeschlagen, und »messen die guoten kouflüt erst von unser Statt fuorung bestellen, das guot Hann zuo fertigen, wie ir dann den Handel an dem instrument, durch einen schriber oergriffen, wyter werden sechen, hören und verstau" . . . „Harumb so ist an üch, unser getrüw burger und schirmer, unser höchst slißig bitt und beger, ir wällen zuo herzen fassen das unbillich fürmmen und großen gemalt des vilgedachten Herzogen von Savoy, und also in ansechen desselben uns armen lüt »it verlassen, sonder uß und von obangczöugtem gemalt und unrechten erlösen und darumb üwer lib und guot trüwlichcn zuo uns setzen und üch dermaß bcwyscn, als uns nit zwiflot, ir deß uß obangezöugten Ursachen geneigt syen ze thuond; dann wo uns söliche hilf von üch abgeschlagen, wurden wir geursachct, unser statt Jens zuo verlassen und mit wyb und linden zuo üch zuo stechen; dann ir wol mögen gedenken, daß ane üwer hilf der gcmelt Herzog uns zuo stark wäre" . . . St. A. B«»- MW-d-, x. ssi-ss?. Von den übrigen Acten können wir hier nur eine Auswahl geben: 3) 1526, 23. November (Freitag vor Katharina), Genf. Die Verordneten von Bern und Frciburg an ihre Obern. „Großmächtigen ?c. ?c. Wir stiegen üweru gnaden zuo müssen, als ivir uf gestern gan Allamonicn geritten, sind uns vil armer frouen begegnet, die uns geklagt, daß inen die savoyschen amptlut das ir genomen, zum theil gessen und suust verändret; haben wir uns mit sampt unfern mitgcsellen von Jens in das dorf, da den armen lüteu das ir genomen ist, (verstiegt) und allda dem tschachtlau und den armen lüte» lassen sagen, daß si den armen frouen das ir widergeben und har in die statt Jens lassen fertigen, uß ursach si syen nit des Herzogen, sunder eins bischofs von Jens; dann wo sölichs nit bcschechen, wurden wir hinus kercn und dasselbig mit hilf üwer burger von Jens mit gewalt reichen. Und als nun uf hütigeu tag die armen lüt des bischofs von Jens in das savoysch dorf komen sind, das ir zuo reichen, hayd si inen das nit wällen widcrgcben, sunder ir daran gespottet. Uf sölichs sind die armen lüt komen und uns in unserm morgenbrot übcrloffen und sich erklagt . . . Sölichs wir ü. g. uuverkündt nit wollten lassen, damit ir mögen gespüren den guoten willen, den die Savoyschen gegen üch . . . tragen." St. A. B-rn: A. Gens (Original). 4) 1526, 27. November f. kes Ai'ioks st plamtlks (los oitozmns, borgsois st balntans (Ii! Esnsvs sus Iss sxtorsions gus Isur ont ssts kaitss sus Iss paz's äs monssiAnour äs Kavo^o äspuis äsux mois sn oa. — Folgen 22 S. Text und am Schlüsse folgende Erklärung: ikait, ssorlt st äonno su la oits äs Esnsvo par äovant los sinälguss st apros prsssntss luvA apros lautrs a mssäits ssignsurs ambassaäsurs äos äoux villos Korns et IkribourA, pour mioux sstro inkormss äo la vorits, alln äs kairs la rolatioii a Isurs supsrisurs, la sopmaiiio äsrnikrs äu mois äo novsmbrs 1526. LiA. Uorralis. St. A. B-rn: A. Genf. Ein Abdruck dieses Documents kann hier nicht gegeben werden. 5) 1526, 30. November, Chambery. Herzog Karl von Savoycn an Bern. „Vros okors st trss ospsoiaux amis, alliss st sonksäsroi!. Kar Is rapport äs iios ambassaäsurs avons ontsnäu Ig. response gus Isur avs^ kalte, äemanäant la rostitution äs In partiouliors allianes gni sst ontrs vous st nous, gusst un oas gut äomonstro gus vous avss guslgus rsArst a Isnoontrs äo nous, os äs guai toutokois navons zamais psnso vous äonnsr oosasion, mais a tousgours osts st est nostrs voulsnts st intsution äs vous sntrstsnir st konoror vomms nos prluoipaux st plus anolsns amis st ullios, vous tsnant an tslls st si bonns amitis st November 1526. 1021 sstime (pie vmiärimis troup (?) plustost aoeroistrs ot oonLrmsr tu eonkeäeratiov et gllianos (jus u esto knitö et observse 6s st leugne motu äentre nos prsäeessssurs et vous, yue äs tu ronclre et unnötig?, veu tes Zrunäs biens gut eu sont prooeäe^ et gut en psulent resourärs u tu reputution et tranguillite de ees äeux sstuts. ?ur guoi (et eonsiäerunt uussi tsntiore uinour nvseguss (tu) Lünes sin^uliere gue vous uvons tous- jours porte st portons, gut ne nierito uns tstto restitution) »aus vous Prions utkeetueusernent vous sn voutoir cloportor, uins oontinuer äs vostre eouste en !umitte, oontoäorution et uttiunee gui est st Lonne st st touubte, eomme soiumss entiersment rssoulu^ et voutous tutrs äu nostrs, ot uu äsmourunt nous uvons munäe retueLsr tos vtvrss u esux äo tZeneve, uün guils en uz'snt oannus pur uvunt Iss probibitions, so guavons bleu voutu kutro pour umour äo vous et gunnä i plus äs bien vous veutt st «pri plus voutärott tutre pour umour äo vous, ete. — (Die Jahrzahl fehlt). St. A. Bern: A. Genf (Original). 6) 1526, 3. December (Montag nach Andrea), 6 U. Nachm., Genf. Die Boten von Bern und Freiburg an ihre Obern. Verweisung auf den letzten Bericht über die Unterhandlung mit dem Herzog von Savoyen. Nun sei heute um ein Uhr Nachmittags dessen Antwort augelangt, die zwar dem an ihn gestellten Begehren theilweise entspreche, aber zwei Artikel dabei vorbehalte, die man keineswegs billigen könne, weßhalb man die Sache zuvor heimberichten wolle. Da die savoyischen Anwälte nach langer und mühsamer Verhandlung zugesagt haben, morgen persönlich hinaus zu reiten und allenthalben zu verschaffen, daß der Stadt wieder feiler Kauf zugeführt werde, haben die Savoyer und Genfer gebeten, daß man hier verbleibe bis Mittwoch, damit man sehe, daß dem Versprechen nachgelebt werde, zc. Wenn Leute auf der Straße wären, um der Stadt zuzuziehen, so mögen die Herren sie „wenden", da der Handel jetzt hoffentlich zu gutem Frieden gebracht sei. A.A.B-rn: A.Gens. 41t Schwyz. 1526, 10. bis 14. December. Wegelin: Geschichte der Landschaft Toggenburg, II. 26—29. Rechtliche Verhandlung vor Boten von Schwyz und Glarus über die schwebenden Streitfragen zwischen dem Abt von St. Gallen und der Landschaft Toggenbnrg. (Vgl. Nr. 406). l». 1. Die Botschaft des Abtes von St. Gallen klagt, wie die Toggenburger „üppige, schnöde und auf- rührische" lutherische Pfaffen aufgestellt haben, die das Volk ungehorsam und der Obrigkeit abwendig machen, sodass zu besorgen sei, es möchten die armen Leute „an Seele und Ehren" verderbt werden; wenn etwa der Abt, als Lehensherr, solche Geistliche zur Strafe ziehen wolle, so hindern ihn die Unterthauen daran, und dasselbe widerfahre dem Bischof von Consta»; und dem Abt von St. Johann, die in der Landschaft Collaturen haben. Nun hoffe der Abt, daß ihn die zwei verbündeten Orte bei seinen geistlichen Rechten beschirmen. 2. Hierauf erwidern die Toggenburger, sie seien auf solche Klagen nicht gefaßt gewesen und können also keine genügende Antwort geben, :c. 3. lieber diesen Artikel erkennen die beiden Orte gütlich, es sollen der Abt von St. Gallen und die übrigen Collatoren bei ihren geistlichen Lehenrcchten verbleiben und die erledigten Pfründen nach Gutfinden besetzen, aber den Wünschen der Untcrthanen billige Rücksicht schenken. Wenn ein Priester dem Lehensherrn durch unehrbares und unchristliches Verhalten mißfällig wird, so mag ihn derselbe der Pfründe entsetzen; schiene aber diese Strafe der Gemeinde zu schwer, so ist die Sache au Schwyz und Glarus zu bringen, die durch ihre Verordneten darüber endlich entscheiden. Ebenso wollen die zwei Orte verfahren, wenn der Lehcnsherr die von den Unterthanen verlangte Entlassung eines Priesters, der ihnen überlästig geworden, verweigert, damit 1022 December 1526. weder ein Lehenherr noch die Unterthancn mit Pfaffen beschwert bleiben müssen. 4. Diesen Spruch begehren die Anwälte der Toggenbnrger an ihre Gemeinden zu bringen, während die Boten des Abtes die zwei Orte dringend ermahnen, ihm zum Rechten zu helfen. Nachdem aber die Toggenbnrger versprochen haben, das Mögliche zu thun, damit die neugläubigen Lehrer und unchristlichen Pfaffen beförderlich aus der Grafschaft entfernt würden, auch die dem Landesherrn schuldigen Pflichten zu leisten und über (andere) streitige Artikel sich gütlich mit ihm zu vertragen, gewähren Schwyz und Glarns einigen Aufschub, doch mit der Androhung, im Falle säumiger Abstellung der widerspänstigen Geistlichen sofort sämtliche Streitfragen nach strengem Recht zu entscheiden, und Hinwider mit der Zusage, sie mit keinen Kurtisanen beschweren zu lassen und ihnen durch Fürsprache bei den Lehensherren nnchristlichc Pfaffen abzunehmen, wobei festgesetzt ist, daß jeder Geistliche die ihm in der Landschaft geliehene Pfründe persönlich besitzen und verwalten soll. Schließlich werden die Grafschaftsleute freundlich ermahnt, zu bedenken, was für sie und die verbündeten Orte an der Sache liege, damit Frieden und Eintracht, wie sie bisher geivaltet, erhalten werden. Actum St. Josts Tag (13. December). I». Schwyz und Glarus nehmen das Gotteshaus St. Johann in ihren Schutz und versprechen, es bei allen seinen Freiheiten, Rechten und Gewohnheiten derart zu schützen, daß es nicht willkürlich und eigenmächtig davon gedrängt werden solle (14. December). Zu i». Das Original dieses Abschieds war uns leider nicht erreichbar, sodaß auch der Fundort nicht genannt werden kann. Dennoch durften die von Wegelin gegebenen, ohne Zweifel das Wesentliche erschöpfenden Auszüge hier etwas anders gefaßt werden. Es liegt uns nur folgender Act vor: 1526, 4. December (Dienstag vor St. Niklnus), St. Gallen. Vollmachtbricf des Abtes Franz für Marx Brunmnann, Statthalter zu Wyl, Ludwig von Helmstorf und Heinrich Schenklin, Reichsvogt in Wyl, zum Besuch des Nechtstages in Schwyz, auf nächsten Sonntag (9. Dee.), zc. ?c. Stiftsarchiv St. Gallen (Besiegeltes Original). Weitere Verhandlungen fanden im Jahr 1527 statt. Zu I». Die bezügliche Urkunde fehlt uns ebenfalls. Ztucern. 1526, 10. December f. (Montag vor Luciä f.). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschied- N. s. 2SS. Staatsarchiv Bern: Allg.-idg. Abschied- 2. »51. KautoiiSarchtv Basel- Abschi-de. KantonSarchiv Zreibiirg: Abschied- Bd. 57. Kantoiisarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XIV. Kantonsarchiv Schaffliausen: Abschiede. LandcSarchiv Appenzell I. N. : Abschiede. Gesandte: Bern. Sebastian von Meßbach; (Bernhard) Tillmaun. Lucern. — Uri. Ammann Dictli. Schwyz. Ammann Nychmuth. Unterwalden. Ammann Fruonz. Zug. Vogt Bachmann. Glarus. (Niemand). Basel. Adelbrecht Meyer, Bürgermeister. Frei bürg. Venncr (Ulrich) Schnewli. Solothurn. Hans von Roll. Schaffhau scn. — Appenzell. Ammann Jsenhut. — (Luccrner Absch.). ». Der Landvogt von Lauis schreibt, es seien der unruhigen Zeiten wegen Einige aus dem Herzogthum Mailand hergekommen, um im Gebiet von Lanis „Unterschlauf" und Wohnung zu finden, bis es besser werde; er wisse aber von denselben nichts anderes, als daß es fromme ehrbare Leute seien, die Vermögen haben („ihren Pfennig zehren") und niemandem etwas zu leid thun wollen; darum habe er ihnen den Ausenthalt bewilligt, aber nichts desto weniger davon Anzeige machen wollen, um den Willen der Regierungen zu vernehmen. Heimzubringen. ?». Da Bern neuerdings in ernstlicher Instruction das Gesuch stellt, ihm ein Buch von der Disputation Deccmber 1526, 1023 in Baden zu überlassen, so äußert man nicht geringes Bedauern über dieses so oft wiederholte Begehren und begründet den Abschlag nochmals damit, daß der Bücher zu wenige seien, um jedem Ort eines geben zu können, da doch die andern gleich viel Recht darauf hätten; der Druck desselben rücke übrigens täglich vor, und bald werde man im Stande sein, jedem Ort ein gedrucktes Exemplar zuzustellen; es möchte also Bern bis dahin sich gedulden und diese Antwort zum besten aufnehmen, zc. «. Ein Eilbote des Landvogtes zu Lauis bringt die Nachricht, daß die zu Varese liegenden Spanier sich entschlossen hätten, nach dem bevorstehenden Zuzug von zwei Fähnlein in das Lauiserthal einzufallen; er und die ganze Landschaft bitten daher um Rath und Hülfe. — Da man darauf nicht verfaßt gewesen ist, so wird den Vögten zu Lauis, Luggaris und Mendris befohlen, für gute Wache und Kundschaft zu sorgen und sogleich herauszuberichten, wenn etwas Erhebliches vorfallen sollte. Inzwischen soll das jeder Bote heimbringen, damit man sich überall rüste, um im Fall der Roth die Untcrthanen ohne Verzug entschütten zu können. «I. Acht Personen von Lunkhofen bringen eine Beschwerde gegen Zürich vor, betreffend die Appellationen, die sonst von Lunkhofen nach Bremgarten und von da nach „Baden am Stein" gegangen seien, während Zürich begehrt, daß sie von Lunkhofen nach Bremgarten und dann nach Zürich gehen sollen. Nun klagen die acht Gesellen, daß ihre Widersächer, weil sie den Proceß verloren und auch die Kosten tragen sollen, nach Zürich appellirt haben, und bitten um Hülse, indem sie nicht hoffen können, dort „gemeines Recht" zu finden. — Darüber wird erkannt: Es sollen diese acht Männer ihre gehabten Kosten von den Gütern ihrer Gegenpartei zu Lunkhofen beziehen und den erlangten Rechten nachkommen. Da Zürich nach Bremgarten deßwegen drohend geschrieben hat, sodaß „etwas fräfelichs" zu erwarten steht, so wird beschlossen, darüber nach Zürich zu schreiben und die Sache heimzubringen, um auf dem nächsten Tage Antwort zu geben, was man in dem so lange herumgezogenen Handel weiter thun wolle, v. Da auf einem frühern Tage denen von Obwalden versprochen worden, von jedem Ort ein Fenster in ihr Rathhaus zu geben, so soll dies, mit Ausnahme von Bern und Freiburg, die schon bezahlt haben, heimgebracht werden, damit sie bezahlt werden; es kostet ein Stück 4 Kronen. L. Es weiß jeder Bote, was der König von Frankreich auf diesen Tag geschrieben, und was der Bote von Bern dazu berichtet hat. Da man aus allen Umständen merken kann, daß die Sache auf die lange Bank geschoben werden sMe, so wird beschlossen, dem König sogleich zu schreiben, er möge auf dem nächsten Tag Antwort geben. Heimzubringen. K. Da man in Erfahrung gebracht, daß der eidgenössischen Knechte in Mailand nur noch wenige sind, so wird viel und mancherlei darüber geredet; man glaubt (aber) der Sache nicht trauen zu dürfen, indem der französische Gesandte auf diesem Tage keine Knechte begehrt, sodaß zu vermachen ist, es möchten Hauptleute aus Mailand kommen, lim Knechte (unerfordert) hinwegzuführen, was nicht geduldet werden könnte. Daher findet man rathsam, die Knechte zu Hause zu behalten, weil doch die Zeiten sonst bedenklich sind, und dieser Krieg die Eidgenossen nichts angeht. Heimzubringen, I». Ueber das auf dem Tage zu Bern von Schultheiß Stölli von Solothurn angebrachte Gesuch, daß ihm jedes Ort ein Fenster in sein neues Haus schenke, soll sich auf dem nächsten Tag jeder Bote erklären, I. Ritter Ulrich von Habsbcrg schreibt, wie er und Doctor Sturzel von der fürstl. Durchlaucht von Oesterreich und dem Pfalzgrafcn am Rhein beauftragt worden, den Eidgenossen etwas vorzutragen, was nicht „verdrießlich" wäre, und frägt an, auf welchen Tag er kommen sollte. Heimzubringen, ob mau sie in die Eidgenossenschaft kommen lassen und anhören wolle oder nicht. Ii.. Nachdem abermals der Span zwischen Basel und Solothurn vorgekommen, die Parteien weitläufig verhört, der Bundcsbrief verlesen und reiflich erwogen worden, hat mau gefunden, daß es jetzt nicht gut wäre, zu bestimmen, welcher Theil Kläger oder Autworter im Rechte sein solle, sondern für fruchtbarer geachtet, die beiden Orte nochmals ernstlich zu bitten, zu gestatteil, daß die Eidgenossen deßhalb einen Tag Halten, um Mittel und Wege zu suchen, wie die Sache 1024 Decembcr 1526, gütlich beigelegt werden könnte; sie mögen dafür vier oder sechs Orte selbst bezeichnen. Diese sollen dann zuerst den Span zwischen dem Bischof von Basel nnd Solothurn, betreffend den „Ueberschatz" der eigenen Leute, die Gerichte und Beeden, zu berichtigen suchen, und vor dem Abschluß des Handels ihren Vorschlag auch denen von Basel mitthxilen, indem ohne deren Wissen und Willen nichts beschlossen werden soll; dann Hütten sie den Streit zwischen Solothurn nnd Basel vorzunehmen und einen Spruch zu fällen, dem alle drei Parteien sich unterziehen müßten. Wenn aber wider Erwarten die zwei Orte diesen Vorschlag nicht annähmen, so wird man auf einem folgenden Tage nochmals den Bundesbrief zu Händen nehmen und darnach entscheiden, wie sie einander berechtigen sollen. Inzwischen sollen die Parteien gegen einander nichts Unfreundliches vornehmen. Ans dem nächsten Tage sollen sie über dieses Geschäft bestimmte Antwort geben, I. Für alle unerledigten Geschäfte wird ein Tag nach Lucern angesetzt auf der Unschuldigen Kindlein Tag (28, December), 1. Nach Beschluß des Tages erscheint Ammann Troger, der soeben aus deni Feld gekommen, und berichtet, wie die Landsknechte unter Georg von Frondsberg nach Bern aufgebrochen sein sollen, und wie der Dictegen vorhabe, 4660 Mann zu sammeln, um mit denselben zu ziehen, woraus für die Knechte der Eidgenossen Gefahr entstehen könnte. Demzufolge wird nach Bünde» geschrieben. 2, Er meldet ferner, daß nicht mehr als 2606 Eidgenossen und 1266 Bündner da seien, und stellt im Namen der Hauptleute das Gesuch, man möchte die Leute, welche Lust hätten dahin zu ziehen, nicht daran hindern. 3, Endlich zeigt er an, daß im Feld ein großer Mißbrauch eingerissen, indem Viele heinigezogen, sobald sie den Sold erhalten, was den Zurückgebliebenen beschwerlich sei und zu großem Schaden gereichen könnte, weßhalb er bittet, man möchte solche Heimkehrende strafen nnd die klebrigen nicht verlassen, indekn viele gute redliche Eidgenossen im Feld liegen, wo sie bis zu Ende des Krieges ausharren wollen, in der Hoffnung, mit Ehren heimzukehren. Heimzubringen, um über diese Puncte auf dem nächsten Tag Antwort zu geben, i». Sodann hat jeder Bote gehört, wie der „Viceroy", Feldherr des Kaisers, auf dem Meer unterlegen ist. Im Berner Exemplar fehlt « , im Freiburger >«. »I, v, im Basler, Solothurner und Schaffhauser b, «I, im Appenzeller I», «I, v. Zu I». Wir geben die originale Fassung noch im Wortlaut: „Und als uf disem tag unser lieben Eidgnossen von Bern potten abermals wie dann vor zuo tagen mer anzug gethan und zum höchsten erfordert und.begert hat, inen ein buoch der disputaciou zuo Baden ze geben, mit vil und langen warten ?c., söllich ernstlich und tratzlich ansuochen und erfordren uns nit wenig beduret, diewil doch vor zuo tagen zum dickern mal inen ursach und Mangel, warum man inen das nit geben kan, erzellet, dann nit minder, etlich und gar nach alle Ort sölich büecher eben als gern gehept, auch erfordert und vermeint, sr> habent glich als vil kosten, müeg und arbeit mit der disputatz erlitten, als unser Eidgnossen von Bern, und man soll inen die nit verhalten; so aber der büecher zuo wenig, daß nit jedem Ort eins werden mag, und uf einem vergangnen tag zuo Baden angsechcn und beschlossen ist, niemant kein buoch zuo geben, damit sich nicmant erklagen mög, sunder daß sölich buoch der disputatz gctruckt werden, darnach soll man jedem Ort eins zuoschicken zc., by sölichem ansechen lassent wir es genzlich bliben, und wann die truckt werden, als auch in stüter täglicher arbeit für und für gat, und ob gott will bald vollendt, so wirdt man jedem Ort eins zuoschicken; dann sölt man die büecher von einander» zerteilen, so stüende merklicher großer gfar und Nachteil daruf, so unser Eidgnoschaft daruß entspringen macht; deßhalb uß guoter und bester Meinung sölichs angsechcn und allen Orten abgschlagen ist, niemandt kein buoch jetzmal zuo geben, darum unser Eidgnossen von Bern sölichs im besten, als es beschicht, ufnemen und von irem fürnemen abstan wellent; das söllent die potten zum trüwlichesten anbringen." Zu »I. Der Abschied ist aus den folgenden Acten zu ergänzen: 1) 1526, 27. November (Dienstag vor Andrea). Zürich an Bern (auch an die übrigen in Baden regierenden Ort«). Ungeachtet aller bisherigen Schreiben und Vorträge an die sieben Orte, die Appellationen aus dem Kelleramt zu Lunkhofen betreffend, und der mehrfachen Erklärung, daß man ohne rechtlichen Entscheid nicht nachgeben könne, December 1526. 1025 vernehme man, daß die andern Orte die von Lunkhofen förmlich auffordern, nach Baden und nicht mehr nach Zürich zu appelliren, was man billig befremdlich finde. Weil man nun die so lange besessenen Rechte nicht dergestalt preisgeben dürfe, so ersuche man Bern nochmals dringend und ernstlich, von seiner bisher verfochtenen Meinung in Betreff der Appellationen abzustehen oder gemäß den Bünden das Recht darüber entscheiden zu lassen, worüber man umgehende Antwort erbitte, ?c. In gleichem Sinne habe man den sechs andern Orten geschrieben. St. A. Bern: Kirchs. Angelegenheiten. — St. A. Zürich: Missiven (undatirt). 2) 1526, 1. December. Bern an Zürich. Antwort auf das Schreiben betreffend die Appellationen von Lunkhofen. Man habe Zürich deßhnlb noch nie das Recht abgeschlagen, sei auch jetzt nicht dazu gewillt; damit sei man diesseits entschuldigt. Nun wolle man die Sache bis zur nächsten Tagleistung ruhen lassen und alsdann steh gebührend erklären. St. A. Bern: Teutsch Missiven H. 132 a. — St. A. Zürich: A. Bremgarten. 3) 1526, 13. December (Luciä), Lucern. Die Boten der zu Baden regierenden Orte an Zürich. „Uf das schriben, so ir unser» Herren und ober» gethon, eins spans (halb), von üch gegen uns fürgenomen, bcrüerend den alten brnch der appellation(en) von Bremgarten gen Baden an (den) stein zc., haben unser Herren und ober», ouch wir verstanden und darab etwas befrömbdcn enpfangen; dann wir üch gar nit gestündig, daß ir in rechtmäßiger besitzung, altem bruch, guotem titcl noch harkommcn sigen, daß die appellation von Lunkhofen gen Bremgarten und darnach für üch gon soll, sonder von alter har all appellationen von Bremgarten gen Baden an stein und für die acht Ort gangen und also gebracht sind, als sich wol erfinden (möcht), wo es not sin wurde. Uns ist ouch ungezwifelt, ir habend guot gedachtnuß, daß vergangner jaren der wirt zuo Jonen einen rechtshandel mit einem gchebt, die (der) dann uß dein kellcrhof gen Brcmgartcn und von Brcmgarten gen Baden an stein in appellationswps komm nach altem brnch, alda vor der acht Orte» botten (da üwer botschaft auch bp und mit gewesen) der rechtshandel usgeüebt, bp und endurteilcn ergangen und zuo end komm sind. Demnach ist des wirts widersächer (unangesechen daß er vor guotwillig, ouch billich nach altein bruch, das recht zuo Baden angnomm und on sperren sdas ußtragen), üch nachgelassen und in üch sölich Meinung und span erweckt, daß ir understanden und vermeint, die ergange» rechtfertignng und endurteilen hinder sich ze triben und abzethuon, sonder sölt der Handel in appellationsmys für üch komcn zc., damals der siben Orten botten üch ein ganz jnr zil geben, demnach sechs wachen und drp tag, und nach verschinung des alles noch ein mannt, ob ir etwas gewarsame, lüt ald brief hellen umb söllich üwer vermeinten bruch und Harkomen .. ., daß ir sölichs anzöigen wellten zc. Aber sölichs ist von üch nie geschechm, sonder mit leeren worten understand ir üch ein(en) bruch zc machen, das uns nun unlidenlich ist, daß ir uns understond von unser besitzung, altem bruch und harkomcn on recht also zc entsetzen und zc trängen, und nämlichen so sind aber by den acht Personen von Lunkhofen für uns komm, uns klagt, wie sy mit einein genannt Wälti Lendi umb etlichen kosten in recht gestanden, im zuo Bremgarten den kosten mit recht angewunnen, da der selb zuogcfarm und für üch geappeliert, deß er weder macht, fuog noch recht hat, sonder sölt er gen Baden nach altem bruch geappelliert haben, dadurch die acht gsellen mit ircm rechten gehindert und versperrt (werden). Ouch so verstand wir in landmärswps^), wie denen von Bremgarten etwas tröwung von üch begegnet sol sin, das uns nun hoch an üch beduret. Darumb so ist unser das höchst und ernstlichost bitt und beger in namen unser Herren und ober» an üch, daß ir von üwerm vermeinten bruch und sürnemen abston, die appellationen von Bremgarten gen Baden .. komen und gon lassen, und besonder die acht Personen mit irem erlangten rechten ungehindert fürfarm und iren kosten uf irs Widersachers güeter(n) ze bestechen (gestatten), als ouch wir in(m) vergönnt und sy geheißen haben das ze thuon, und daß ir uns von unserm alten bruch on recht nit entsetzen, sonder daby bcliben, ouch die von Bremgarten unbctröwt und unbekränkt lassen, und ansechen und betrachten wellen üwer und unser pündt. Wo ir aber je von üwerm vermeinen und sürnemen nit abston (wölkten), so könnten wir üch des rechten uf üwer ersuochm und klagen nit vorsin, und erbittend uns deß inhalt der bünden, in ganzer zuoversicht, ir werden über sölichs mit den üwern und unser» zuo Bremgarten und Lunkhofen nüts unfrüntlichs sürnemen, sonder üch nach unserm guoten vertruwen und aller billicheit dermaß bewisen, damit ir und wir vor wyter(er) unruow sigen". - . St. A. Zürich: A. Br-mgan-n. *) Dieser Ausdruck wurde vielfach gebraucht, um den Ursprung einer Nachricht zu verhüllen. Hier ist zweifellos anzunehmen, daß das erwähnte Schreiben an Bremgarten im Original oder wenigstens in Abschrift vorgelegen sei. 129 1026 December 1526. Zu f. 1) 1526, 2. December. Bern an Lucern. Es sei heute ein Schreiben des Königs von Frankreich an gemeine Eidgenossen eingegangen, und zudem habe man durch dessen Boten „sorgliche zytung" aus Italien vernommen; daher scheine nothwendig, bald einen Tag zu halten, und damit nichts versäumt werde, habe man denselben auf Dienstag den II. d. nach Lucern angesetzt, wo alle Boten mit Vollmacht erscheinen sollten, da viel an der Sache gelegen sei; deßhalb bitte man Lucern, ihn den übrigen Orten zu verkünden, doch ohne Basel, Freiburg und Solothurn, die von hier aus geladen werden. St.«. B-rn: Deutsch MWvm q, issv, isi». 2) 1526, 2. December. Bern an Basel, Freiburg und Solothurn. In gleicher Sache, mit entsprechend veränderter Fassung. Die angerufenen Schreiben fehlen. 3) 1526, 7. December, 1 U. Nachm. Bern an Lncern. Man habe den eingelegten Brief aufgebrochen und gelesen, und da nun viel daran hänge, so schicke mau ihn behufs einer Mittheiluug an die Eidgenossen mit, besonders an die Graubündner und Andere, durch deren Gebiet die venetianische Botschaft reiten werde, damit dieselbe frei und sicher nach Frankreich komme. Deßhalb seien auch Freiburg und Solothurn von hier aus benachrichtigt, und erwarte man, daß sie das Geleit nicht abschlagen werden; diesseits treffe man für Stadt und Land die nöthigen Anstalten, und bitte daher Lucern, an die übrigen Orte in gleichem Sinne zu werben, mit Rücksicht auf den zu erwartenden Nutzen und das ernstliche Schreiben der Hauptleute, ?c. St. A. Bern: Teutsch Mijsiven (j. 130 a. 4) 1526, 7. December. Bern an Freiburg und Solothurn. Entsprechende Verwendung, mit anderem Eingang, daß nämlich ein Schreiben gemeiner Hauptleute im Dienst des hl. Bundes an die eidg. Rathsboten eingelangt sei, worin sie begehren, daß die venetianische Botschaft, die nach Frankreich reisen wolle, bestens gefördert werde, zc. >v. n>. e. ws a. Zu le. Dieser Artikel ist im Original (Lucerner Concept) in zwei wesentlich verschiedenen Fassungen vorhanden; eine ausführliche, welcher der Text folgt, ist für Basel und Solothurn, die andere für die übrigen Orte bestimmt. Lncern. 1521», 29. December f. (Samstag vor dem Neujahrstag xxvj f.). Staatsarchiv Luccrn: Allg. Abschiede II. I. sei. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede i!. 4W. Kantonsarchiv Basel: Abschiede. KantonSarchiv Treibnrg: Abschiede Bd. 07. KantonSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XIV. Kantonsarchiv Schaphausen: Abschiede. Gesandte: Bern. (Sebastian von Dießbach; Bernhard Tillmann). Schwyz. (Joseph Amberg). Frei- burg. (Ulrich Schnewli). Appenzell. (Ammann Eisenhut). — (Die andern sind nicht bekannt). 1. Die Voten von Bern erinnern zu Anfang des Tages an das vielfach vorgebrachte Begehren um Aushändigung eines Buches der Disputation und legen die bezüglichen Befehle ihrer Obern vor, daß man sie im Fall des Abschlags weder in der Vorrede noch am Schlüsse irgendwie anführe; wenn man letzteres nicht bewillige, so sollen sie sogleich heimkehren und nicht mehr bei den Eidgenossen sitzen.-Da hierauf Basel und Schaphausen ebenfalls austreten, so empfinden die Boten der acht Orte über dieses Vorgehen großes Befremden; daher haben sie Bern auf das dringendste ersucht, sich doch deßwegen nicht von den Eidgenossen zu sondern; man würde dem zuletzt gestellten Ansinnen gerne willfahren, aber „die Geschichte, die Wahrheit und die Nothdurft" erfordern, daß man in der Vorrede melde, wer anfänglich mitgerathen und geholfen, welcher Orte Boten dabei gesessen, und wie alles zugegangen, da doch auch die Fremden genannt werden müssen. Als diese Vorstellung nicht gefruchtet, hat man den Boten von Bern einen Abschied gegeben und dasselbe ernstlich gemahnt, an die Antwort vom Pfingstmontag (1526) und die Bünde zu denken und sich nicht abzusondern. Dies Alles ist heim- December 1826. 1027 zubringen, um auf nächstem Tage weiter zn rathschlagen. I». Eine Botschaft deren von Baden beschwert sich über ein Schreiben von Zürich, worin es verlange, das; sie den Hans Ueberlinger, der Zürich beschimpft habe, strafen oder die Folgen gewärtigen sollen, indem es genöthigt wäre, gegen dergleichen schändliche lügenhafte unchristliche Reden entschieden einzuschreiten; sie bitten hierin um Rath. Nachdem man auch den Ueberlinger verhört, der nur Recht begehrt und sich erbietet, denen von Zürich, «dem Zwingli oder Andern, in Baden Rede zu stehen, dabei auch bittet, ihn wieder heim zu dem Seinen kommen zu lassen, hat man der Botschaft von Baden in den Abschied gegeben, dem Ueberlinger die Heimkehr zu gestatten, ihn bei dem Recht zu handhaben und zu schirmen. Nichtsdestoweniger wird beschlossen, die Sache heimzubringen, da man voraussieht, daß mit der Zeit nichts Gutes daraus entspringen möchte, v. (Für Schwyz:) Auf den Vorschlag des Vogtes von Baden wird Kaltwetter zum Untervogt .ernannt. Ä. Jeder Bote kennt den Handel berührend ein im Obersiebenthal gelegenes und den Klosterfrauen in Engelberg zugehörendes Gut. Nachdem Bern den Frauen hierüber geschrieben hat, wird dasselbe schriftlich ersucht, den Tag, wann es seine Boten ins Siebenthal schicke, (den Schirmorten) anzuzeigen, damit Lucern, Schwyz und Unterwalden ebenfalls eine Botschaft dahin schicken können. Es weiß jeder Bote, was an den Landvoqt von Sargans geschrieben worden ist betreffend den Hauptmann Caspar Vögeli von Walenstadt; wenn er deßhalb an die sechs Orte schreibt, so sollen dieselben einen Boten nach Sargans schicken, um ihm mit Rath und That beizustehen. I. Heimzubringen die Einfrage des Landvogtes von Sargans, ob er ein gewisses Stück Holzboden verkaufen oder verleihen solle, indem es sonst gar keinen Ruhen ertrage. K. Da Büren und Wölfe im Sarganserland großen Schaden anrichten, so bittet der Vogt im Namen der Landschaft um eine Belohnung für diejenigen, welche dergleichen Thiere erlegen. Heimzubringen. I». Auf die Anzeige, daß die zwei Dörfer Quarten und Murg ganz unchristlich und lutherisch geworden, wird beschlossen, dieses heimzubringen, damit, wenn Schwyz und Glarns sie nicht „bemeistern" können oder nicht strafen wollen, die sieben Orte, als die hohe Obrigkeit, daselbst einschreiten und strafen können, I Uri, Schwyz und Unterwalden sollen heimbringen, was in Betreff Caspar Göldlin's angezogen wurde. Ii.. Heimzubringen das Gesuch deren von Hitzkirch um Bewilligung eines Wochenmarktes; es könnte nämlich denen von Bremgarten nachtheilig sein, die doch bisher sich treu zu den Eidgenossen gehalten haben. I. Basel und Solothurn bringen den Streit zur Sprache, der zwischen ihnen waltet; Basel erklärt sich geneigt, den letzthin erlassenen Abschied anzunehmen, sofern der vorgeschlagene Umkreis von zwei bis drei Meilen von der Stadt auf drei bis vier erweitert, und vor Allem der Span zwischen den beiden Orten erledigt würde. Dagegen will Solothurn nichts wissen von einer Grenze in Betreff des Ueberschatzes und begehrt auch, es möchten zuerst seine Anstände mit dem Bischof von Basel gehoben werden; die Eidgenossen ersucht es dringend, Basel zu bewegen, von seiner Neuerung gegen die eigenen Leute Solothurns abzustehen oder dann nach Inhalt der Bünde deßhalb Recht anzunehmen. — Nach langer Berathnng wird Solothurn nochmals dringendst gebeten, dem letzten Abschied gemäß die Sache den vier Orten anzuvertrauen, da doch derselbe ganz unverfänglich laute, und auf dem nächsten Tage darüber Antwort zu geben. Basel erklärt sich auf wiederholte Anfrage bereit, dem genannten Abschiede nachzukommen. »»». Es wird angezogen, daß man den noch hängenden Nechtshandel der neun Orte gegen Zürich nicht länger aufschieben dürfe, indem später Krieg und andere Nachtheilc daraus entstehen könnten. Da zugleich der Obmann Entschädigung für seine bisherigen Auslagen begehrt, so wird die Sache in den Abschied genommen, um sich auf dem nächsten Tage über einen weiteren Rechtstag zn verständigen. Z». Heimzubringen die Anzeige des Landvogtes von Lauis, daß der Castellan von Musso vorhabe, das Schloß Valzol einzunehmen. «. Da der alte Landvogt im Thurgau, Joseph Amberg von Schwyz — der auf diesem Tag Bote gewesen — nochmals um Entschädigung nachsucht für den während seiner Regierung erlittenen Schaden oder dann vor den 1028 December 1526. neun Orten Recht begehrt, so wird das in den Abschied genommen, indem einige Orte geneigt sind, ihm zu willfahren; es soll daher auf nächstem Tag jeder Bote Antwort geben, wer denselben bezahlen, oder wer ihm vor Recht stehen wolle. Z». 1. Auf den Artikel im letzten Abschied, wonach man ans diesem Tage sich über die Knechte ini Lager vor Mailand und einen allfälligen Aufbruch berathen sollte, antworten die Instructionen der Boten nur in dem Sinne, daß die Mehrheit der Orte schon das Verbot erlassen habe, wegzuziehen; daher wird beschlossen, es dabei bewenden zu lassen, weil jetzt niemand, auch die französischen Gesandten nicht, mit dem Gesuch um Hülfe eingekommen, und man nicht weiß, was aus dem Kriege wird; obwohl es bedenklich scheint, die Leute, die noch in Italien sind, ohne Verstärkung zu lassen, kann doch diesmal nichts für sie gethan werden. 2. Es wird auch den Vögten im Thurgau, Rheinthal, Baden und Sargans geschrieben, sie möchten bis auf weiteren Bescheid das Verbot handhaben, «z. Es langen zwei freundschaftliche Briefe an von dem König von Frankreich, worin er sagt, daß er die Eidgenossen ganz sicher bezahlen und die Vereinung treulich halten wolle. „Sölichs laßt man brief und gschrift sin, wie dann derglichen vor me komm sind." Eine Antwort aber auf das ab dem letzten Tag an ihn gesendete Schreiben erwartet man alle Tage. Dabei verspricht der französische Gesandte Boisrigault, sogleich allen oder den nächsten Orten anzuzeigen, was ihm etwa aufgetragen werde, r. Für die unerledigten Geschäfte und der bedenklichen Zeitumstände wegen wird ein Tag nach Baden angesetzt auf Sonntag den 13. Januar (1527). 8. Es wird auch mit der Mehrheit beschlossen, daß man die Gesandtschaft des Herzogs von Oesterreich und des Herzogs Wilhelm von Bayern ans dem nächsten Tage zu Baden anhören wolle. t. 1526, 31. December („uf Silvestri"), Lucern. Gemeiner Eidgenossenschaft Rathsboten an Zürich. O(nu)phrion Setzstab habe erzählt, wie er eines Amtes wegen, das er gehabt, Bürgen und Tröstung gegeben, aber durch den Zug zum Herzog von Würtemberg in Ungnade gefallen sei, und wie nun die Bürgen um Rechnung und Bezahlung belangt werden; da diese aber ohne ihn aus der Rechnung nicht „kommen" können und bei erzwungener Rechenschaft großen Schaden zu gewärtigen haben, so haben sie /nn Enthebung ersucht, und er um Geleit für einige Tage gebeten, aber ohne Erfolg; deßhalb rufe er die Eidgenossen um ihre Fürbitte an. Weil man dessen Begehren nicht unziemlich finde „und wir im fünft geneigt" (sind), so stelle man die freundliche (und) ernste Bitte an Zürich, wenigstens den Eidgenossen („uns") zuliebe dein Ophrion Setzstab für einige Tage sicheres Geleit in die Stadt zu geben, damit er Rechnung ablegen, Bezahlung thun und seine Bürgen entledigen möge, da er um nichts Anderes Geleit begehre . . . St. A. Zim-h-A. Tagsahunge». Im Berner Exemplar fehlen t?—k, ni, im Freibnrgcr und Solothurner 1»—Ii, im Appenzeller auch m, n. Das Schaffhauser hat nur I, », p, «i,-Basel dieselben und i, «. Zu n. Die für Bern ausgefertigte Rcdaction vertritt die Stelle einer alle Motive entwickelnden Misstve, die sich namentlich auf den Abschied vom 21. Mai 1526 bezieht und im Fall des Abschlags die Zumuthung ankündigt, nochmals die Räthe und Geineinden zu bcsammcln, ?c. Dabei wird eine Abschrift der „Vor- und Nachrede" mitgethcilt. Zu I. Auch hier liegen zwei Redactionen vor; die kürzere enthält noch folgenden Schlußsatz: „Darumb ist sölichs in abscheid gnomen, damit uf nächsten tag jeder bott befelh hierin wyter ze handlen bringe." Januar 1527, 1029 414 Kens. 1527, Ansang Januar. Staatsarchiv Bern. Kantonsarchiv Freiburg. Handlung einer Botschaft von Bern (und Freiburg?) im Sinne nachfolgender Instruction: 1526, 29, December, Bern. Instruction für Peter Stürler und Hans Rudolf Hetzel, als Gesandte nach Genf und Savoyen. Sie sollen zuerst in Freiburg die diesseitige Missive abgeben, damit von dort aus ebenfalls eine Botschaft komme. In Genf werden sie sich zunächst genau erkundigeil, wie des Herzogs Edelleute die zwei (Verwundeten), die hier geklagt, mißhandelt haben, dann vor Syndiken und Rüthen eröffnen, daß man ihre Weigerung, den angesetzten Tag zu beschicken, nicht billige und nochmals begehre, daß sie ihre Botschaft abordnen; wenn sie aber bei dem letzten Abschied bleiben und den Banditen vor ihrem Fürsten (dem Bischof) gerecht werden wollen, so haben die Boten Gewalt, dem Rechtshandet beizuwohnen, jedoch dahin zu wirken, daß sie nicht zu lange ausbleiben müssen. Ob dann der Tag gehalten werde oder nicht, sollen sie zu dein Herzog reisen, ihm die nöthige Anzeige thun, über den Muthwillen klagen, den die Edelleute, die man wohl zu nennen wisse, an zwei Genfern verübt haben, und verlangen, daß er mit den Thätern und Andern verschaffe, daß sie die Genfer ruhig nud unbekümmert lassen; denn wenn er solches nicht verhüten wollte, lasse sich vcrmuthcn, daß wenn er auch nicht Anlaß gebe, eine Unruhe daraus entspringe, die sowohl ihm als der Gegenpartei nachtheilig werden könnte; er sollte daher, wenn er oder die Seinigen an die Genfer etwas zu fordern haben, darüber einzig das Recht walten lassen; sonst befürchte man einen Aufbruch, dem man nicht zu wehren vermöchte; das möge der Herzog bedenken w. Im klebrigen haben die Boten Bollmacht zu handeln, was zur Erhaltung des Friedens diene. St, A, Bern: Abschiede X, bS7-bS0, An Acten sind ferner einzulegein 1) 1526, 6. December (St. Niklaus). Bern an Freibnrg. Antwort auf dessen zwei Schreiben, z. Th. betreffend die Rüstung zu Aferten. Seitdem habe man von den Boten in Genf eine Missive erhalten, die man hier einschließe. Mit der beigelegten Antwort des Herzogs wolle man sich nun begnügen und bitte Freibnrg, sich mit der Billigkeit auch sättigen zu lassen und mit Rücksicht ans des Herzogs Klage über den Aufbruch von Knechten nach Genf die Scinigen zur Ruhe zu weisen, damit nichts Unfreundliches gegen die Savoyer gehandelt würde; denn wo je anderes unternommen würde, so-nähme man Anlaß, das Burgrecht mit Genf zu künden, ?c. K, A, Freiburg: A, Bern. 2) 1526, 19. December. Bern an Freibnrg. Die von Genf zurückgekehrten Gesandten haben über ihre Verhandlungen Bericht erstattet, worüber Freibnrg ohne Zweifel das Gleiche vernehme. Zu endlichem Austrag der Späne wegen der Banditen und des Umgclds möchte man nun rathcn, einen Tag hiehcr zu bestimmen, der van allen Parteien zu besuchen wäre, nämlich von Seiten des Herzogs, des Bischofs, der Burger sowie der Banditen von Genf, um zu versuchen, ob bei der gütigen Stimmung des Herzogs die Genfer sich bewegen ließen, die Banditen in ihre Häuser und Güter wieder einzusetzen. Wenn Freiburg, wie man hoffe, dazu stimme, so möge es selbst einen Tag bezeichnen oder Bern damit beauftragen und seine Antwort beförderlich melden; man wolle dann mit allem Fleiße dahin wirken, daß mit Hülfe des Allmächtigen guter Friede hergestellt werde, zc. St. A, Bern.: Teutsch Missw-n , n, o, dem Basler v, 8, zc., dem Schaffhauser 527, 9. Januar. Bern an die eilf Orte (einzeln). Man wisse, wie es auf mehreren Tagen fruchtlos ein Originalbuch der Disputation zu Baden gefordert, was es um so weniger erwartet habe, als es die Erklärung gegeben, daß es im Fall des Abschlags an den weitern Verhandlungen nicht mehr theilnehmen und in dem, was die andern Orte in der Sache beschließen würden, nicht begriffen sein wollte. Das alles sei erfolglos gewesen, und jetzt verlaute gerüchtweise, daß die fraglichen Bücher mit einer Vor- und Veschlußrede in Druck gelegt und in großer Zahl verbreitet werden sollen, worin nun Bern, als ob es dazu eingewilligt, genannt würde. Deßhalb habe es auf dem letzten Tag in Lucern (folgt Wortlaut der bezüglichen Instruction) erklären lassen, daß es „weder mit Namen noch Zahl" genannt noch sonstwie angezogen sein wolle, weil es den Inhalt der Vor- und Veschlußrede nicht kenne; wenn aber die Bücher gedruckt würden, so hätten die Orte, die das unternähmen, sich einzeln zu nennen ?c. Da diesem Begehren nicht entsprochen worden, so sei die Botschaft ihrem Befehle nachgekommen, sofort zu verreiten, doch nicht in der Meinung, daß Bern die geschwornen Bünde nicht halten und sich absondern wollte; auf die Ermahnung ab dem Tag zu Lucern erwidere es, daß es die angezogenen Bünde in keiner Weise zu schwächen gedenke und nie gedacht davon abzutreten. Hierauf habe es sich bestimmt entschlossen, „wann (ir) sampt andern . . Eidgnosscn je willcns sind, die Disputaz nslassen gan, daß sölichs bcschech on einichc vor noch beschlußred, ouch darin niemants geschmützt, gescholten, gekätzeret, recht old unrecht geben noch anzogen werd, sin fach erhalten, gewunnen noch undergclegen und verlorn haben, sonders allein wie die Disputaz zuo Baden ergangen, in die fädern alda gercdt und in schrift verfasset worden, on einiche ändrung, Minderung, Verbesserung, von noch zuothuon ciniches buochstaben, Worts old sentenz, als das in bysin der zwölf Orten botschaften zuo Baden allcrsyt gehandelt worden." Geschehe das, so werde Bern nichts dawider haben, sondern weiter dabei sitzen, Rathschlag geben und sich nennen lassen ?c.; wo aber nicht, so würde es die Sache „widerschreiben" oder im Druck anzeigen, daß die Bücher ohne seine Gunst und Verwilligung ausgegangen seien. In allen übrigen Dingen, die gemeiner Eidgenossenschaft „stat, wäsen und zuofäl" berühren, wolle es ungesöndert bleiben und in diesem Sinne sich auf dem Tage zu Baden erklären. Hierüber begehre es umgehende schriftliche Antwort. Archiv Schaffhausen: Correspondenzen. — St. A. Bern: Abschiede X. 543—54« (Jnstructionsarlikel). Teutsch Missiven H. 152, 153. Nathsbuch Nr. 212, p. 50. (Minute). 2) 1527, 11. Januar. Freiburg au Bern. Antwort auf dessen Kreisschreiben betreffend die Acten der Disputation zu Baden. Man habe am letzten Mittwoch (9. Jan.) im Großen Rath eine Instruction für den nächsten Tag berathen, die, wie man hoffe, zu Gutem dienen werde; die Boten seien wohl bereits verritten, ic- St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. 3) 1527, 12. Januar (Samstag vor Antonii). Solothurn an Bern. Antwort auf dessen Zuschrift wegen der Disputations-Acten. „Das Original betreffend haben wir allen unfern Kotten, so syt gedachter disputatz zuo tagen geritten, befolchen und angehenkt daran zuo sind, sofer deßhalb anzug bescheche, damit üch (das) begert buoch zuogestellt wurde, und dergelychen zuo unfern Händen ouch gefordrot, und also by uns nie erwunden ... Aber berüerend die vor und nachred, wo die unzimlich, anders dann der fach gemäß und zuo Baden gehandlet, vergriffen, wurde uns (das) ouch nit gefällig sin, und mögen achten, daß uf gcgenwürtig (üwer) schriben ... der Handel solicher maß bedacht werde, damit üch klagens ursach nit sölle zuostan". . . St.A. Bern: Kirchl. Angelegenheit-». Januar 1527. 1035 4) 1527, 20. Januar (Sebastiani). Schasfhausen an Bern. Antwort auf dessen Schreiben in Betreff der Disputationsbücher w. „Daruf sollen ir müssen, wo üch, unfern sonder lieben Aidgnossen, ainicherlai wider- wertigkait begegnen, daß wir deß nit klain mitliden wurden tragen. Daneben wollten wir üch nit verhalten, daß wir zuo verschinen tagen (wie noch in gemachten abschaiden würt erfunden) durch unser gesandten Kotten such ain buoch erfordert, und daß wir üch und andern Orten, welich der büecher begert, die folgen zuo lassen allweg bewilligt, ouch vil zuo tagen anzogen und geredt worden ist, ob man denselben büechern ain vor und beschlußred well geben oder nit, daß wir unfern Kotten allweg in (ir) instruction gestellt, uns gefalle, daß weder vor noch nachred, sonder allain die Acta und luter Disputation soll beschreiben werden. Nünts dester minder ist uns ain vor und nachred überschickt*), welch uns dermaßen gefallen, daß wir uns darüber entschlossen, die kninswegs under unserm titel usgon zuo lassen. Wir haben ouch unserm Kotten, den wir uf jüngst gehaltnem tag zuo Lucern gehebt, befolchen, unfern Aidgnossen solch unser mainung endlich zuo sagen; das hat er gethan. Daruf ist im geantwurt, man werde uns darin nit setzen; deß wellen wir uns versehen und on mittel daby bliben. Söllten wir aber hierüber in solch vor und nachred kamen, wurden wir das zuo großem mißfall(en) annemen und uns dagegen ouch erzaigen, wie sich gebürte; dann wir je des sinns wie ir sigen, nieman zuo schwächen, recht noch unrecht zuo geben, sonder die ding andern, höchcr verständigern dann wir sind, zuo ermessen und zuo erlütern befelchen. Wo aber die Acta der beschribnen Disputation usgond on von und zuothuon, wellen wir uns nit sondern. Und als ir üch ouch erbieten, die pündt trülich zuo halten, deß versechen wir uns trüwlrch zuo üch, und ir söllen üch zuo uns derglichen ouch kains andern versechen".. . St.». »mi- «r-hi.Angckgmh-itm. Zu «?. 1) 1527, 7. u. 8. Januar (Dienstag nach Trium Regum). Zürich an die zu Baden mitrcgierenden Orte (einzeln). 1. Nach den frühern Erklärungen über die Appellationen aus dem Kelleramt in Lunkhofen habe es eine freundliche Antwort erwartet; nun äußere sich aber ein Schreiben von der Tagleistung zu Lucern, dd. Lucia (13. December) 1526, mit einer Schärfe, die bisher unter Eidgenossen nicht vorgekommen sei; wie Z. verschuldet habe, daß man in solchem Tone mit ihm rede, sei ihm unbekannt, da es doch immer Willens sei, die Bünde treulich zu halten und Alles zu thun, was der Eidgenossenschaft insgesamt zu Lob und Wohlfahrt gereichen könnte, und Leib und Gut dabei nicht zu sparen. 2. Auf die Darlegung nun des berührten Schreibens, daß der Wirth zu Jonen in den letzten Jahren in einem Falle zuerst nach Bremgartcn, dann aber, einem alten Brauche folgend, unmittelbar nach Baden appellirt habe, sei zu erwidern, daß für letzteres keine Kundschaft zu finden wäre; denn vorerst sei derselbe an Zürich, und nur weil dieses nicht nach seinem Gefallen gehandelt, an die eidgenössischen Rathsboten in Baden gelangt; ebenso grundlos sei die Meinung, daß erst dieser Appellationsfall in Zürich „den Span erweckt"; vielmehr habe des Wirthes dringende Bitte die Rathsboten veranlaßt, eine Streitfrage aufzuwerfen; bis dahin habe niemals über die Appellation ein Streit gewaltet, und Zürich seit mehr als Menschengedenken das Recht unangefochten ausgeübt. Die Behauptung, daß es die ihm zur Vorlegung der Bewcistitel seiner Ansprüche gesetzte Frist von einem Jahr, sechs Wochen und drei Tagen, die später noch um einen Monat verlängert worden wäre, habe verstreichen lassen, ohne der Aufforderung nachzukommen, sei durch die Thatsache widerlegt, daß es niemals rechtlich vorgeladen noch je im Rechte deßhalb gestanden; wenn auch Her Wirth zu Jonen oder Andere von dem bezeichneten Zeitpuncte an ihre Rechtshändel nicht in Zürich betrieben haben? so werde dies seinem Rechte keinen Abbruch thun, und können die Eidgenossen mit einem solchen Falle den Besitz und Gebrauch nicht erweisen, indem dies nur eine vieljährige und wiederholte, öffentliche, unwidersprochene Ausübung eines Rechtes vermöge; deßhalb werde Z. den vorgeblichen Besitz der Eidgenossen nicht anerkennen, wogegen es, wie bisher, durchaus auf keine andern Appellationen Anspruch mache als auf diejenigen aus dem Kelleramt Lunkhofen, für deren rechtmäßigen und ruhigen Genuß es Briefe und „lebendige Kundschaft", und nicht bloß „leere Worte" vorbringen könne, wie das angeführte Schreiben in verächtlicher Weise sage. 3. Ferner bringe dasselbe zur Sprache, daß acht Personen von Lunkhofen sich vor den Eidgenossen beklagt hätten wegen einiger Kosten in dem Proceß Welti Lendi's; was Z. über diesen Handel früher berichtet habe, dabei gedenke es zu verbleiben; es müsse aber nochmals betont werden, daß Bremgarten den Streit zwischen Lendi und *) Das Kantonsarchiv Schafshausen verwahrt in der That ein Exemplar in den „Korrespondenzen," 1036 Januar 1527. Jacob Müller nach Z. gewiesen und diesem das Urtheil über Lendi's Leib und Gut anheimgestellt habe; weil nun Z. in dem Haupthandel der ordentliche Richter gewesen, und die nachträglich erhobene Kostenklage von diesem Gegenstand herrühre, sollte es billig auch diese zu entscheiden haben und die Forderung zu ermäßigen befugt sein? statt dessen habe B. alle Güter Lendi's als der Stadt verfallen erklärt und den zürcherischen Vogt, der dieselben einziehen wollte, nicht anerkannt; die acht Männer, die jetzt vor den Eidgenossen als Kläger auftreten, haben Zürich nicht vorher um Recht ersucht, das ihnen sonst beförderlich zu Theil geworden wäre, wozu es sich auch jetzt noch erbiete. 4. Mit den Z. vorgeworfenen Drohungen, die es sich hierum gegen B. erlaubt haben soll, verhalte es sich in folgender Weise: Der alte Schultheiß Honegger habe auf Tagen sich eifrig in der Sache Bremgarten's verwendet und vielleicht wohl etwa mehr gesagt, als ihm befohlen und der Wahrheit gemäß war; da dies Z. mißfallen, so habe es denen von B. darüber geschrieben; daß es aber denselben grolle oder gedroht habe, werde ihm mit Unrecht zur Last gelegt; wohl möchte indeß Honegger mit seinem unwahren Vorgeben Schuld sein an der Schärfe des Schreibens der Gesandten und anderem Unwillen. — Nach diesen Aufklärungen bitte Zürich die Eidgenossen nochmals freundlich, es nach Inhalt der Bünde bei seinem alten Besitze bleiben zu lassen; wenn sie das aber nicht wollen, so rufe es sie um gebührendes Recht an, der guten Zuversicht, daß sie, um sich selbst die vielen Unruhen und Kosten des Handels zu ersparen, ihm gütlich willfahren werden. St. A. Zürich: Missiven. — St. A. Lucern: Missiven. Das an Bern und Lucern adressirte Exemplar datirt Montag n. T. R. 2) 1527, 14. Januar (Montag nach Hilarii), Zürich. Instruction für M. Jacob Werdmüllcr, was er zu Baden wegen Lunkhofen handeln soll. Auf Grund der zwei letzthin ausgetauschten Schreiben soll er anzeigen, daß er dem Peter Baumann, dem von Bremgarten für Welti Lendi verordneten Vogt, als Beistand zugeordnet sei, und die Eidgenossen in bester Form bitten, Zürich der Appellationen halb ruhig zu lassen; im Fall des Abschlags soll er gemäß den Bünden um ein förderliches Recht anrufen. Wenn die Sache aufgeschoben wird, so ist zu begehren, daß die Forderungen der acht Personen auch stillstehen bis zu Austrag der Hauptsache. Vorerst aber soll in eine rechtliche Handlung nicht eingetreten werden. St. A. Zürich: A. Br-mgmt-n. 4R« MckN. 1527, 30. Zanuiiv (iS. Rathsbnch Nr. 212, p. IM. Nach Verhörung des Berichtes der zum Herzog von Savayen verordneten Botschaft und der Erklärung der Gesandten von Gens haben Schultheiß, Näthe und Bürger folgenden Beschluß gefaßt: 1. Der Herzog uud der Bischof von Genf werden zum Wohl ihrer Unterthanen ersucht, auf einem gütlichen Tag in Bern zu erscheinen, damit die zwei Städte Bern und Freibnrg alle Beschwerden gegen das Burgrecht hören und niit Zustimmung der Parteien freundlich darüber absprechen können. 2. Wenn alle Parteien zu einem solchen Tage einwilligen, so soll, was da verhandelt, verabredet und beschlossen wird, ihren Gerichten, Herrlichkeiten, Freiheiten und dem Burgrecht keinen Abbruch thun, sondern der schwebende Span nur in der Freundschaft vertragen werden; ausgenommen bleibt der Handel des gefangenen Franz Kartellier, dessen man sich nicht beladen will. 3. Wenn auf jenem Tage kein Entscheid erfolgt, so kehren die Parteien zu dem früheren Zustand zurück. l) Zu 8 1) Das Original enthält über diese Bestimmung folgenden Wortlaut: ... „xour onzm Isur pluintift propos st grisk», eslu kamt los uoooräsr pur vavo lluinidis pur Isur don vouloir et oonssntemsnt cluovsptsr lumiudls prononoiution uckonog tuioto ou tu renunosr, (oo) gui seru en lilirs volunts äes äsux pnrtlivo» et ävstiuseuno äs Isur, suvs les vonstruinärs sn tieulle prononoiution sn kuvon gue soit"... » Januar 1527. 1037 2) Das Berner Rathsbuch hat eine deutsche Minute dieses Beschlusses, dem unter andern Notizen für den Stadtschreiber folgender Satz beigefügt ist: „Des gefangnen Franciscus Kartellier (will man sich?) nützit annemen." Es sind noch folgende Acten zu bemerken: 3) 1527, 26. Januar, Freiburg. Die Genfer Voten werden mit ihrem Anbringen und der Instruction in Betreff der Banditen nach Bern gewiesen. «. A. Freibmg: Raihsbuch Nr. 44. 4) 1527, 3V. Januar (peuult. Jan.). Bern an Freiburg. Nach Verhörung des Berichts der jüngsthin nach Genf und zu dem Herzog von Savoyen abgeordneten Botschaft und der heute erschienenen Rathsboten von Genf habe man den abschriftlich beigelegten Beschluß gefaßt und begehre nun freundlich, daß Freiburg denselben genehmige; denn falls man solches unterließe, wäre nichts Gutes zu erwarten; zudem sei zu bedenken, daß den Genfern aus diesem Erkenntniß gar kein Schaden erwachsen könne. Man habe das auch dem Bischof geschrieben, in der Hoffnung, daß er es nicht abschlagen werde. St.«.B-m: TeutschMigwen «.res». 5) 1527, 4. Februar, Freiburg. Dein savoyischen Boten wird geantwortet, die Zweihundert werden, wenn sie sich versammeln, thun, was zu Frieden und Ruhe dienen möge. K. A. FMburg: Rmhsbu-h Nr. 44. 4R7 stucern. 1527, 31. Januar f. (Donstag vor der Lichtmeß f.). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede n. 2. k. 282. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede 9. Kautonsarchiv Basel: Abschiede. Katttonsarchiv Freibnrg: Abschiede Bd. 57. Kailtonsarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. XVI. KantvnSarchiv Schaffhansen: Abschiede. Landesarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Bern. (Anton Bütschelbach; Bernhard Tillmnnn; Licnhard Willading; Henz Schleif). Basel. (Wolfgang Harnest; Joder Brand). Freibnrg. (Lorenz Brandenburg). Solothnrn. (Hans Hugi, Seckel- meister). Appenzell. (Heinrich Baumann). — (Andere nicht bekannt). In Betreff der eidgenössischen Knechte, die von Mailand nach Rom gezogen, schreibt der Papst, daß sich dieselben jetzt bei zwanzig Meilen hinter Rom, im „Colonneser Land", befinden, und daß er, da sie ihm treulich dienen, sie ehrlich halten werde. Dazu schreiben auch die Hauptleute und Knechte, sie haben vernommen, daß die Eidgenossen diesen ihren Zug mißbilligen, bitten aber, das nicht arg zu deuten; denn sie haben es mit Wissen und Gunst des Papstes und auf „Verwilligung" anderer Regenten des hl. Bundes gethan. Heimzubringen, ob man ihrem Wunsche entsprechend antworten will. t». 1. Der Vogt von Lauis schreibt, der Castellau von Musso habe das Schloß Valzol eingenommen, in den letzten Tagen die Umwohnende» bei Feuer und Blut zu schwören genöthigt und gedroht, auch Lauis in seine Hände zu bringen, ^c. — Darauf wird dem Castellau geschrieben, er möge sich ruhig verhalten. 2. Der Graf von Arona, der früher versprochen, das Schloß den Eidgenossen zu überlassen, wenn er es in seine Gewg.lt bringen tonne, wird jetzt ermahnt, seinem Verheißen nachzukommen. 3. Später ist jedoch berichtet worden, der von Müß habe das Schloß nur darum besetzt, daß es den Spaniern nicht in die Hände fallen sollte; sonst wolle er es nicht ohne Gunst der Eidgenossen „verändern" lassen. Man will nun die Antwort des Grafen von Arona erwarten und sich dann weiter berathen, ob man das Schloß niederreißen, oder was man ferner in der Sache thun wolle, v. Der Vogt von Lauis stellt in Betreff des an Peter Morest» verübten Todschlags schriftlich die Frage, ob er die Thäter, wie sie begehren, bei ihrem Berufe dürfe bleiben lassen und ihre Güter einziehen solle. Es wird ihm geantwortet, er möge der Güter halb in dem Proceß fortfahren; ans der nächsten Jahrrechnung soll man dann in Erfahrung bringen, wie der 1038 Januar ,527- Todschlag vor sich gegangen. «I. Sodann ist der Bote von Bern aufgestanden und hat sich beschwert über die vielen Verdächtigungen und Schimpfreden, bieder lutherischen Lehre halb über die Obrigkeit und ihre Angehörigen ergehen; es müsse der Kosten wegen daraus verzichten, die Schuldigen je vor ihren Herren zu berechtigen, ersuche deßhalb die Eidgenossen, solche Reden zu verhüten; geschähe dies nicht, so würde es diejenigen nach Verdienen strafen, deren es auf seinem Gebiete habhaft werden könnte; damit wolle es sie gewarnt haben. — Hierauf wird keine Antwort gegeben, sondern beschlossen, auf Dienstag den 12. Februar eine Botschaft von den VII Orten nach Bern abzuordnen, welche dann vor dem Gewalt (Rüthen und Ausschüssen) von Stadt und Land am folgenden Mittwoch und Donstag handeln und ihre Anliegen eröffnen soll. (Bern wird ersucht, dafür Anstalt zu treffen). Solothurn hat noch nicht versprochen, zu dieser Abordnung zu stimmen, sondern will es heimbringen. «. Die armen Leute von Balgach beklagen sich über den Vogt von Grüncnstcin, dem sie alljährlich den Vogtlohn bezahlen müssen, während er sie nicht schirme und nie zu ihnen komme; sie bitten um Erlaubnis;, von dieser Vogtei sich loszukaufen. — Da der Vogt landcsabwcsend ist, so wird an Ludwig von Helmsiorf, als einen seiner Verwandten, geschrieben, er möge die Sache in Ordnung bringen und auf einem folgenden Tage darüber berichten. F. Rndolf von Marinels, als Gesandter der III Bünde und der Stadt Chur, verwendet sich für Caspar Vögeli mit der Bitte, ihn mit Weib und Kind wieder heimkommen zu lassen oder nach Landesbrauch in Walenstadt zu berechtigen. Heimzubringen. Nichts desto weniger wird dem Landvogt aufgetragen, dessen Habe zu Walenstadt in Arrest zu legen und bis auf weitern Bescheid zu behalten. K. Da in dem Handel zwischen Basel und Solothurn die Boten der Parteien noch nicht einig sind, so werden sie abermals ersucht, die Sache den vier Orten anzuvertrauen oder dann, der gegenwärtigen unruhigen Zeiten wegen, bis auf Ostern zu verschieben. IN. 1. Die französische Gesandtschaft begehrt Antwort auf ihren zu Baden gemachten Vorschlag. Es erzeigt sich nun, daß die Mehrheit der Orte mit dem König etwas Mitleid hat und bis zur Heimkehr Caspar von Mülinen's zuwarten möchte, der aber sofort abberufen werden soll. 2. Zum andern hat er (der Gesandte) uns Eidgenossen eine seltsame Practik entdeckt, die vorhanden sein soll, jetzt nicht zu erläutern nöthig, da jeder Bote sie ganz wohl kennt; es ist aber verordnet, Nachfrage zu halten, wer dabei betheiligt sei; wenn sie dann ausfindig gemacht sind, wird man weiter darin handeln. 3. Im klebrigen wird dem König geantwortet, wenn er bezahle, so werde man ihm auch über die Forderung von Knechten Bescheid geben, sonst aber sie zu Hause behalten. I Die Gesandtschaft des Herzogs von Savoyen erklärt, mit Berufung auf den zu Baden geschehenen Vortrag, es wäre demselben nichts angenehmer, als wem; der Streit zwischen ihm und dei; Städten Bern und Freiburg in Güte beigelegt würde, und ersucht die Boten der beiden Städte um Antwort, worauf aber dieselben erwidern: Sie wissen von keinem Span zwischen ihnen und dem Herzog; daher sei auch nicht nothwendig, sich mit ihm zu vertragen; sie haben vor wenigen Tagen (Wochen?) eine Botschaft bei dem Herzog gehabt, der derselben freundlich begegnet sei und das angezogene Geschäft beseitigt („nachgelassen") habe. — Weil aber der savoyische Gesandte davon nichts zu wissen erklärt, so wird die Sache auf einen andern Tag verschoben. Ii,. Vogt Burrach von Unterwalden wird nochmals aufgefordert, das zu Luggaris eingezogene Geld bis zun; nächsten Tag zu erlegen, indem es sich nicht gebühre, daß er als Geschworner und Amtmann der XII Orte vor denen von Unterwalden berechtigt werden sollte. I. Der Dolche halb wird beschlossen, sie sollen in der ganzen Eidgenossenschaft und in allen Vogteien verboten werden; Basel, Freiburg, Solothurn und Schaffhausen, die darüber keine .Instruction haben, sollen es heimbringen und auf einem späteren Tage darüber Antwort geben, »i. Da ein Knecht im Mainthal ermordet worden, so wird dem Vogt daselbst befohlen, die Thäter zu verhaften, und wenn er nicht stark genug dazu wäre, den Vogt in Luggaris zu Hülfe zu nehmen, damit die Thäter herausgebracht -» Januar 1527. 1039 würden. ». Dem Landvogt zu Frauenfeld wird infolge erhaltener Warnungen Auftrag gegeben, Frauenfeld gut zu bewachen; darüber wird auch nach St. Gallen geschrieben. «. Solothurn bittet abernials, ihm den Burgrechtsbrief wegen Neuenburg (Landeron) zu besiegeln. Da die meisten Orte es schon gethan oder versprochen haben, so werden ^'5 Zug, Glarus und Basel aufgefordert, es auch zu thun, und ihre Boten beauftragt, die Sache heimzubringen. <« I». Jacob Seeholzer, der eines Mordes wegen zu Baden verurtheilt worden, bittet um Gnade und um die Erlaubnis;, sich mit seinen Schuldnern abzufinden, wofür er einen vertrauten Mann bestellen möchte. Es ist nun dein Landvogt zu Baden befohlen, dessen Gut in Arrest zu legen und mit demjenigen, den Seeholzer bezeichnen werde, zu handeln; das Begnadigungsgesuch will man heimbringen. «». Es wird kein anderer Tag bestimmt, sondern den nach Einsiedeln auf Sonntag vor der Herren Fastnacht (24. Februar) verordneten Boten überlassen, einen anzusetzen, wenn es nöthig sein sollte. I». 1527, 3. Februar (Sonntag nach Lichtmeß), Lucern. Die eidg. Boten (?) an St. Gallen. „Uns langt je länger je mer an der mißbruch und ketzerisch Handel, so in üwer statt S. Gallen für und für gebrucht und gepflanzet wirt, mit Verachtung des hl. sacraments des altars, Zerrüttung der tasten und bildern in den kirchen, ouch mit dem nüwen toufen sterben (?) ?c., das uns alles hoch beschweret und befrömbdet, angesechen die brüederlich und stündlich ermauung und Warnung an üch von uns beschechen; Helten uns versehen, ir Helten solche Händel und mißbrüch abgestellt; so aber das nit ist, können wir mint anders darus ermessen, dann daß die letst irrung die böst sin ivirt, als uns ouch warlich anzeigt ist by unserm g. Herrn von S. Gallen, (wie) im in kurzen tagen ein schür mit merklichem guot verbrennt und ouch darzuo bracht, daß in siner gnaden gottshus nit mer meß dann mit beschlossner thüren gehalten söll werden zc. Wir haben üch bisher gencnut und gehalten für unser guot fründ, die wir ouch gern sin wölkten, sofer daß solichs verglicht wurde. Hierum so wölken wir üch nochmalen und setz zuoletst gewarnet und zum höchsten und fründlichsten gebetten haben, daß ir solich unzimlich und unchristenlich Händel abstellen und strafen wöllen, wie üwer und unser altvordern ouch gethan haben; sölichs unser gröste frend wirt zuo verneinen sin, in Hoffnung, das bescheche ... Wo aber soliches je nit möchte sin, so wellen wir üch nit verhalten, dann daß unser Herren und obern des willens und der Meinung, wo üch oder den üwern in einichen landen und Herrlichkeiten etwas um solichs mißgloubens (willen) begegnen söllte, des; wurden si sich ganz nit beladen, sonder mit diser Warnung sich alles schutzes und schirms entsagt haben"... t! ist im Berner Exemplar mehrfach anders redigirt (S. Stürler, llrk. I. 357). Im Basler, Freiburger, Solothurner und Schaffhauser Abschied fehlen t, p, im Appenzeller lk, . 7) I. „Uff nachfolgend Meinung soll unfern getreuwen lieben Eidgnossen, so uff nächstkünftig Sunntag nach Liechtmes in unser statt Zürich ankamen, erscheint und fürgehalten werden, nämlich also: „Wiewol wir vil zit und jar her mit euwercn Herren und obern, auch andern unfern lieben Eidgnossen in einer loblichen püntnuß und Vereinigung gestanden, wöliche uns allen und gemeiner unser Eidgnoschaft zuo vil lob und eren und guotem friden erschossen ist und mit der hilf gottes fürter erschießen wurde, wo wir mit so früntlichen und brüederlichen herzen, in maßen wie unser altvordern, die durch einmietigkeit von kleinfiegen dingen gewachsen und in ufgang komm syen, gegen einander gesinnet wären, welches aber alles durch unser mißhell (wo gott mit siner gnad das nit verhüete) widerumb in abfal kamen möcht, daran wir doch unsers teils gar ungern ursach gebint und schuld tragen, sonder vil lieber mit unserm zitlichen schaden davor sin wöllten, sölichs ewern Herren und obern, unser treuw lieb Eidgnossen, zuo disem tag zuo beschriben uns ursach geben hat. Februar 1527. 1043 „Und insonderheit euch unfern lieben Eidgnossen anzäigcn, was unser anligen und beschwärd gegen etlichen unfern Eidgnossen sye, geben wir euch zuo erkennen: 1. „Erstlich, wiewol wir von Zürich und nach uns je das vorderst Ort in unser Eidgnoschaft nach altem gebruch und herkomcn umb tagsatzung angesuocht werden, tag augesetzt und beschriben, onch der ordnung nach die ersten statt besessen, so haben doch unser Eidgnossen und sonderlich von Lucern, Uri, Schwiz, Underwalden, Zug und Fryburg uns on rechtmäßig Ursachen von ine» gesündert und usgeschlossen und by unser» verordneten rats- botten in raten und zuo tagen nit sitzen wällen, als ob wir und die unfern Türggcn und Heiden wären, sonder haben sy ouch vil tagsatzungen sürgenomen und angesetzt, darzuo sy ewer Herren und obern unser lieb Eidgnossen und uns zuo ziten beschriben oder underlassen haben, wie inen je nach gelegcnheit der händlen füegklich und eben gcwäsen ist, als ob wir ir uuderthon und sy unser Herren wären. 2. „Zum andern erklagen und beschwüren wir uns, daß obgemelte unser Eidgnossen, so sy glich wol zuo ziten uns zuo tagen beschriben, daß sy sich mit einander hindcr ^uns sonderlich der händlen halb, so vor uns gemeinlich gehandlet werden fällten, uuderredcn, besprechen und ire ratschleg machen und uns damit übersetzen und übermeren mit unser» großen Nachteilen, wie ir unser lieb Eidgnossen und ein jeder by im selbs ermessen mögen. 3. „Zum dritten haben genannte unser Eidgnossen und die ircn uns und zuo ziten unser ratsbottcn nit allein usgeschlossen und sich, wie hicvor stat, von uns gesündert, sonder haben sy uuser botten, so wir die unser, eignen obligendcn geschäften halb zuo inen geschickt, in vil weg verspottet, verachtet und verschmecht, ouch mermale» vor der tür etlich tag ston und unverhört für und wider gangen und sy (wie wir Eidgnossen gewon sind) oue nn- geredt und zuogesprochen schmechlich und verächtlich ston und bliben lassen, als ob sy nit der ereu wert wären, wiewol wir der herschung und bracht nit nachgefragt noch geachtet, dann wir vil kosten und arbeit damit erspart haben, so hat uns doch die und ander schmähen an unser Eidgnossen, von denen nur (statt) verschmächt beschirmt werden fällten, nit wenig bedurct, als wir in nachfolgenden unfern beschwärden sonderlich anzeigen werden. 4. „Zum vierten, wiewol alle und jede pünt und vereinungen, so wir Eidgnossen mit einander», ouch je ein Ort mit dem andern haben, luter uswisen und vermögen, daß wir Eidgnossen einander» nit allein wider die, so uns an lib oder guot beschädigten, sonder ouch wider die, so uns an unser» ereu und guoten lümbden schmachten und anlaschten, beholfen sin fällen, noch vil minder zimpt sich, daß ein Eidgnoß den andern schwäch oder an sinen eeren und guoten lümbden anlasche und verletze; solichs aber unangcsehen haben etlich unser obgemelten Eidgnossen und die ircn uns gemeinlich und sonderlich oue allen underschcid und fürwort in unser und der unseren gegenwirtigkeit und ouch in abwesen offenlich und vorbetrachtlich, ouch von uns und den unser» onangelassen noch verursacht, mit äfrung und wideräfruug ketzer genennt und gescholten, ouch schmach (und) schandsprüch und lieder, uns und den unfern ze schmach, spott und Verachtung, gesprochen, gesungen, ouch ire scherz und faßnacht- spil mit uns und den unfern gctriben, und ursach von uns genomen und das alles ze thuon den iren gestattet, verwillget und on alle straf fürgon lassen. Es find ouch newlich etlich der obgemelten unserer Eidgnossen durch unsere landschaft und gebiet gezogen und in und uf dem unser» die unser» ketzer gescholten, und nämlich habend unser Eidgnossen von Lucern den münch Murncr, den sy by inen in ir statt in großem wert und eeren enthalten, etliche schmach und schandbiechle und sonderlich eins, so er an euch und ander unser Eidgnossen von den zwelf Orten uf den tag, so zuo Einsidlcn uf Philippi und Jacobi der heiligen zwelf botten nächst verschinens jars gehalten, gedruckt und geschickt in und uß irer statt, uns zuo schmach und schand, ouch Verletzung unserer eeren und guoten lümbden, drucken und usgan lassen. 5. „Zum fünften, damit wir euch, unser lieb Eidgnossen, fürer anzöigen, was willens und gemücts die obgemelten unstr Eidgnossen gegen uns syen, wiewol es etwa schimpflich, so ist es doch uns schmächlich, und nämlich als nach inh'alt und vermög der Erbeinung, so wir mit Oesterrich haben der järlichen peiiston, so uns Eidgnossen gehört, uns gen Zürich geantwurt und erlegt und demnach ein jedes Ort sin gebürend anzal gegen gebürlicher quittung von uns empfahen sölt, habend etlich unser obgemelten Eidgnossen under inen geratschlaget und sich uuderredt, ouch entschlossen, solich gelt von unfern Händen nit zuo empfahen, der gestallt, wie wir nit anders gedenken können, als ob wir nit der eeren (wert) wären, daß sy solich gelt von uns nemen noch empfahen sölteu. 1044 Februar 1527. K. „Zum sechsten ferrer unser obgemelter Eidgnossen gemiet und willen an(ze)zöigen, ist kunt und menik- lichem offenbar, daß sy sich under einander vereinbart und entschlossen haben, uns die gewonlichen erneuwerung unserer pünten, die dann nach ir ordnung umb Sant Johanns tag zuo sonnwende nächstverschinen geschworen sin füllten, nit schwere» noch Herwider den eid von uns nit annemen noch empfahen wöllen, wie sy dann ouch gethon, uns nit geschworen noch die eid von uns ufgcnomen haben, daby wir aber kein anders gedenken, dann daß sy uns nit der eeren achten und dafür halten, daß uns eides zuo vertruwen syg. 7. „Zum sibenden, wiewol wir an dem Handel, so sich mit dem kloster Illingen begeben, kein schuld tragen, sonder der uns in tremen leid gewesen und noch ist, so haben wir uns doch umb guotes frides und rnoen willen in ein verwillkürt recht für einen gemeinen obman und zuosätz gen Einsidlen begeben, dem wir ouch unsers teils gern geleben und statthuon wöllen; so hat sich aber hiezwischend zuogetragen, als wir globlichen bericht sind, daß etlich unserer widerparty dem bemelten obman gedrewt und in mit dröuworten zuo bewegen underston sollen, dcß sich doch der frumm man erklagt hat; wie kann er dann ein glicher und gemeiner obman sin, wann er nit frye und offne Hand, nach der gerechtigkeit und sincr gcmissne zc urteilen, gehaben mag. Deßglichen, so wir die unfern zuo sölichen tagen verordnen und schicken, wie dann jetz abermals tag darin fürgenommen und angesetzt ist, werden sy gedratzt, hochmnot, schimpf und spott an sy gelegt und anders mit inen fürgenommen und gebrucht, das sich zuo rechtlicher Handlung nit gebürt; darumb sich ouch die unfern, so in solichen fachen ze handlen geschickt und togenlich wären, nit gern bruchen noch zuo tagen schicken lassen wollen. 8. „Zum achtenden, wiewol wir an der grafschaft Thurgöw unfern gebürenden anteil hoher und niederer gcrechtigkeiten und aller oberkeit mit unfern Eidgnossen gmein haben, so understat sich ir und unser landvogt im Thurgöw, den unfern, (so) hinder uns hushablich gsessen, ir zins, zehenden und derglichen in Haft und ver- bott zuo legen, verbüt ouch inen das, deß sy mit rechtmäßigem titel lenger dann jemand verdenken mag, in rüebigem besitz und inHaben gewesen sind, alles wider gmeine recht, landsbrüch und vermögen unserer pünten. 9. „Zum nüuten, wiewol die hohen gericht im Thurgöw üch etlichen und anderen unser» Eidgnossen und ouch uns,* wie vorstat, zuogehören, und wir alle recht und volziehung des malefiz daselbs haben und gebruchen, nit dester minder haben obgemelte unser Eidgnossen vergangner zyten den Oesterrichischen etliche, die unser landvogt in eweren und unseren Höchen und nideren geeichten fänklich annemen lassen het, hinder uns und one unfern gunst und willen, hinus zuo der Oesterrichischen Händen gestellt und geben, wöliche och vom leben zum tod gericht, und uns damit an unser gwaltsame und gerechtigkeit der hohen geeichten verletzt, Nachteil und schaden zuogefüegt. 19. „Zum zehenden, wiewol nach gmeinem rechten, ouch nach dem landsbrüch und vermög unserer pünten ein jeder ansprecher den antwurter, da er gsessen ist, rechtlich suochen, ouch ein jede mißtat an den orten, da sy ordenlich hin gehört, gestraft werden soll, so understat sich doch jetziger landvogt im Thurgöw die unseren, so in unfern hohen und nidern gerichten gesessen sind und irer geschifften halb für und wider durch die grafschaft ziehen, fänklich anzuoncmen, nimpt ouch die selbs in eigner person fänklich an, und so er sy glichwol bald wider ledig laßt, tribt er doch übermäßigen kosten uf sy und anders, wie dann das sonderlich anzeigt werden mag. 11. „Zum eilften, wiewol die warheit ist, daß der römisch Keffer oder sin statthalter, och curfürsten und fürsten und gmeine ständ des heiligen römischen Richs uf gehaltnem Richstag zuo Nürnberg im rrij und rriij(sten) jaren der mindern zal nächst verschinen beschlossen und in abschid gegeben haben, wo die Prediger in iren leren und predigen irrig erfunden werden, daß dieselbigen güetlich, cristenlich, sanftmietigklich, bescheidenlich und dermaßen davon abgewisen, daß darus »it oerstanden werde, als wöllte man die evangelische warheit in einichcn wege verhindern, nit dester minder söllen etliche obgemelter unser Eidgnossen ein sonderbare vereinung, verkomnuß und verstand uns zuo rugg und unwissend mit den Oesterrichischen gmacht, darin sy bschlossen haben, die cristen- lichen leer, ouch die cristenlichen predicanten, lerer und anhenger zuo durchächten und uszuorüten, doch alles under der gstalt und naiuen menschlicher als zwinglischer, luterischer und ketzerischer leer, wie dann ouch solichs die offenbar sag und gmein red gewesen und etlich gedruckte abschid und sonderlich einer uf den xxvj tag Jenners im rriiij jar der minderen zal zuo Lucern usgangen lnter uswisen; wie erschrockenlich und grusam das zuo hören wäre, möchte ein jeder, den die gnad gottes mit dem wenigisten funken erlüchtet hat, wol gedenken. Februar 1527. 1045 12. „Zum zwelften, wiewol wir abgedachte unser Eidgnossen durch mittel etlich anderer unserer lieben Eid- gnossen ansuochen und bitten lassen habend, daß sy uns die tractat und Handlung der gehaltnen disputaiion zuo Baden in unserem kosten geben und mitteilen wällten, so haben wir doch dasselbig noch bisher nit mögen by inen erlangen, und diewil wir bericht sind, daß sy dem surften von Peyern under andcrm zuogeschriben haben sollen, daß doctor Johanns Egg sine artikel und schlußreden mit heiliger göttlicher schrift bewärt und erhalten Hab, so wäre noch unser höchste begird und bitt, sy wällten uns die umb gottes eer und brüederlicher lieb willen ouch mitteilen, mit erbietung, wo wir in vcrmög heiliger biblischer geschrift alts und news evangelischen testamcnts bericht werden mögen, daß unser fürnemen und Handlung irrig, ketzerisch und uncristculich und dermaßen sye, als unser Eidgnossen es nennen und halten, wölken wir uns mit aller gedult und sanftmietigkeit jeins anderen berichten lassen und von unserem fürnemen abston. 13. „Zum dryzehenden habend wir hievor in beschribnng diß tags cwern Herren und obern, unfern getrewen lieben Eidgnossen, geschriben und anzeigt, wölher gestalt obgemclte unser Eidgnossen uns und die unfern verark- wonct und für ein warheit angcnomen haben, wie die unseren die grafschaft Frowenfeld mit gwalt überziehen und innemen wöllen, by dem selbigen unfern schriben und anzeigen lassen wir es nochmals bliben; als aber unser Eidgnossen den ircn und unfern im Thnrgöw warnung gethon, haben wir unser botschaft ins Thurgöm geschickt und uns deß entschuldiget, in Hoffnung, sy standen in guotem willen gegen uns*). 14. „Zum vierzehenden und leisten, welcher uns am meisten beherziget, dann wiewol wir, wie oben mermalen anzeigt, an der grafschaft Thnrgöw und andern Herrschaften mee gmeine gcrechtigkeiten mit unfern Eidgnossen haben; wiewol wir ouch nach Saut Pauls leer alle leer probieren, und welche guot, cristenlich und annemlich ist, anncmen und halten söllen, so gebieten und verbieten doch unser Eidgnossen an den selbigen enden hinder uns und one unfern gunst und willen, daß keiner das new noch alt testament und derglichen heiliger geschrift büecher haben, lesen noch davon reden noch gedenken, ouch an die ort und end, da cristenlich geprediget wirt, nit gon noch die hören, noch ouch keinen gunst und fürdrung gottesworts und der menschen, so demselben cristenlich und sanftmietiglich anhangen thuond, sonder die selbigen durchächten und verfolgen sollen by hohen penen und strafen, doch ouch alles under der gestalt und mit dem namen, als ob das allein menschen leer wäri) nennend es luterisch, zwinglisch und ketzerisch, welches ouch gottes wort ganz widrig und entgegen, ouch grusnm und un- cristenlich ze hören und uns von der unfern wegen in vcrmög unser gebürenden ordenlichcn oberkeit fürer ze gedulden nit gemeint ist, sonder daß menklich darin fry und ungebunden syg. (15.) „Dann wiewol ein jeder mensch mit sinem lib und guot und was er zitlichs hat, einer jeden oberkeit underworfen und der in allen zitlichen dingen gehorsame und undertänigkeit ze leisten schuldig ist, und welcher das ouch nit thuot, der widerstrebt gottes ordnung; was aber die sel und gewissne, welche allein uf gottes wort gerichtet und gott allein underworfen sin söll, belanget, mag der menschen zwang und urteil nimmer underworfen sin, dann durch gottes wort wirt die seel und gewissne fry oder gebunden; so mögen wir on gottes wort nit glouben noch leben und demnach nit sälig werden; es wirt sich ouch das göttlich wort weder durch unser oder unser Eidgnossen noch keins menschen zwang und gebott nit richten noch biegen, sonders wir alle müessend uns nach dem wort gottes richten und darnach leben. (16.) „Damit aber ir, unser lieben Eidgnossen, unfern verstand hierin gänzlich verneinen mögen, so haben wir das für gottes wort, die uns allein wisen und leiten uf den krüzgoten Cristum, daß der allein geprediget, gelert und groß gemacht werd, ouch uf brüederliche lieb, darby uns gott erkennt, daß wir sine jünger syen, und alle ander menschliche leer underlassen wirt, onangesehen alt gebrüch unser vorcltern oder unser, ungezwisclt wo die selbigen unser Voreltern die klaren warheit göttlichs worts zuo iren ziten gehept, wie wir sy haben, sy hettind die mit höcherem wert und mer dankberkeit dann wir angenomen; unser vorcltern sind aber darumb nit in ge- färlicheit irer seelen abgescheiden, uß dem spruch Johannis am rv, do er spricht, wann ich nit kamen wär und hett inen das eröffnet, so hetten sy kein sünd; so aber die warheit uns eröffnet, mögen wir uns mit unfern vorcltern nit verantwurten noch die hierin fürziehen. *1 Von einer solchen Botschaft ist uns sonst nichts bekannt geworden. 104« Februar 1527. (17.) „Es kann und mag auch kein mensch gottes wart erkennen, die gnad des heiligen geists schrib im dann das in sin herz; welcher aber kein ungläubig herz bsitzt glich einem febrigen menschen, den alles gedrank, wie sieh es ist, bitter bedunkt und schmeckt, das ist aber nit des tranks, sonder des febers und krankheit schuld; dann der mensch, wie Sant Paulus davon schribt, der nach dem fleisch siner eignen wisheit, Vernunft und begirden lebt, kann nit geistliche ding urteilen; das wort gottes ist aber allen gläubigen rein, klar und verständlich. (18.) „Daß aber unser predicanten buoben und mit vil andern schmachworten und reden hinderredt und gescholten werden, lassen wir sy menschen und sünder sin wie wir alle sind, das auch Cristus selbs geduldet hat; daß wir aber darumb ir leer nit von iren Personen, sonders von der warheit wegen geliebt und angenommen haben und noch lieben, warumb wällten wir dann, ob sy glich sölich lüt wären, die warheit von iren Personen wegen verfolgen oder ire Personen in gefärlicheit der menschen Händen geben; wo (wir) sy aber in offnen und ärgerlichen lästern, die inen mit unwarheit zuogemessen werden, möchten erfinden, wurden wir sy^ nit minder denn ander nach irem verschulden darumb strafen. (19.) „Und wiewol wir alle arme presthaftige menschen und siinder sind und (uß) eigner kraft »üt guots ze thuon vermögen, allein galt muoß by uns sin und nut uns arbeiten, so haben wir doch keinen zwifel, üwer Herren und obern, ouch ir, unser lieb Eidgnossen, tragend guoten willen und gunst zuo der eer und dem wort gottes, haben ouch deß ein slamma in ewern herzen befunden, darumb wir euch mit lenzeren schriften und umb- ständen zuo berichten underlassen wällen. (29.) „Wir möchten ouch liden und wäre unser höchste begird, unser Eidgnossen wällten uns ouch anzeigen, wamit wir sy doch in usserlichen und zitlichen dingen, dahin sich unser pünt und vereinungen und andere menschliche recht und ordnung strecken, gebeleidiget oder unser vorteil und genieß, inen zuo Nachteil, je gesuocht oder begert habend und noch begeren, sonder inen in allem dem, so uns one Nachteil göttlichs geheiß, mit unserm zitlichen schaden willfaren, uns ouch gern mit iuen in aller sanftmüetigkeit besprochen und underredt, damit wir unfern rat, hilf und trost nit by anderen ußwendigen, die unser aller und gmeiner unser Genossenschaft on ir schaden und Nachteil, dann allein in fachen zuo irem vorteil dienen, allweg begert haben, nit hctten suochen müessen. (21.) „Welhes aber alles nach uswisung aller geschichtschriber und Historien vorgeng und anzeigungen sind künftiger Zerstörung unsers vatterlands; darumb wirt uns zuo allen teilen not sin, daß wir unser ougen ufthüen und unser gebresten allenthalb erkennen, gott umb sin hilf und gnad bittend, die er uns ouch durch menschliche mittel, so wir in in vcrtruen, gnädigklich mitteilen wirt. (22.) „Diewil wir dann euch, unser getrew lieb Eidgnossen, für das mittel und den Werkzeug achten und als liebhaber frides und einigkeit erkennen, dardurch gott sin gnad uns werde erschinen lassen, so langt an euch, unser trew lieb Eidgnossen, unser höchst und slißigest bitt und bcger, ir wollend dise fachen mit iren anhängen und umbständen mit uns trewlichen zecherzen fassen, die ernstlichen bedenken und mit uns trewlichen helfen handle» und ratschlagen, welher gestalt wir doch mit obgemelten unsern Eidgnossen one Nachteil und Verletzung göttlichs worts in guoten willen und verstand komm und bliben, damit wir mit warheit einander» den titel „unfern trewen lieben Eidgnossen" schriben und warliche trew, frttntliche und brücderlichc herzen zuo einander», wie die unser vorder» gehabt, haben möchten. Darzuo wölken wir uns hierin und was zuo lob und eer gottes und zuo nutz und bestendigkeit ganzer unser Eidgnoschaft reichen mag, unsers teils gern schicken, und wöllen (uns) ouch so guotwillig und unverdrossen hierin erzeigen, als unser vertruen zuo euch stat, das umb cwer Herren und obern und euch, unser trew lieb Eidgnossen, sampt und sonder willig und früntlich zuo verdienen, wöllen wir allzit guotwillig erfunden werden." II. „Als dann die gesandten von unfern lieben Eidgnossen, nämlich von Bern, Basel, Schaffhusen, Appezell und Sant Gallen, angezeigte unser beschwärden gehört und daruf begert haben, diewil sy von iren Herren und obern mit keinem andern befelh abgefertiget wären, denn daß sy unser anligen hören und verneinen und das fürter hindersich an sy heimbringen und langen lassen, darumb sy an uns begerten, unser anligen inen schriftlichen ze geben, so wölkte jeder bott solichs an sin Herren und obern trewlich bringen und langen lassen, deßglichen inen ouch anzeigen wölkten, durch was Mittelweg by unsern Eidgnossen der fachen halb gehandlet werden möcht: daruf ist inen von uns diß nachfolgend antwurt gegeben und in geschrift verlesen worden, also lutend: Februar 1527, 1047 III. 1. „Als ier, unser trew lieb Eidgnossen, gestrigs tags unfern Herren und obern anligend beschwärden gehört und daruf under andrem begert haben, euch anzezöigen, durch was Mittelweg by unfern Eidgnosscn der fachen halb gehandlet werden mächt, solichs haben wir an unser Herren und obern langen lassen, die uns daruf befolhen, euch .. anzezöigen, daß ier will und Meinung gewesen und noch sig, daß sy, nachdem ir . . ir anligen und beschwärd gehört hetten, daruf vor allem ewern rat, willen und gemüct verneinen, sich ouch dem selbigen, soferr es in(en) jendert möglich war, verglichen wöllen, diewil doch etliche und die treffenlichisten unserer Herren beschwärden ewer Herren und obern und die iren zum teil setz oder hienach ouch bcriieren möcht(en); nit dester ininder, diewil ir . . deß begeren, so wöllen unser Herren und obern euch dennocht ir Meinung unverhalten haben und sagend also: 2. „Diewil sy nit anders gedenken, denn daß inen der unwill von unfern Eidgnosscn allein von des gotts- worts wegen entsprungen, davon sy aber nit abston köndcn noch werden, es wäri denn daß sy mit heiliger biblischer geschrift alts und news evangelischen testamcnts eins andren bcricht wurden, wie sy dann hievor in ieren beschwärden anzöigt und sich erbotten haben, daß dann unser Eidgnosscn unsere Herren und obern daby, ouch by dem, so sy mit dem lutern und unwidersprechlichen wort gottcs erhalten mögen, blibcn lassen wöllen, und sy darum nit hassen, vehen, schmehen und ussündren noch andren den iren ze thuon gestatten, diewil sich doch die pünt und vereinungen zwischcnd unfern Eidgnosscn und inen nit uf den glouben noch in die seel und gwissne und andere innerliche, sonder allein uff üsserliche und zitliche ding, als uff lib, eer und guot strecken noch verstanden werden mögen und sollen, wie sy dann ouch in iren beschwärden nebend andrem anzöigt haben. 3. „Deßglichen daß unser Eidgnosscn an den enden und orten, da unser Herren und obern gliche und gmeine gerechtigkeit der oberkeit und gwaltsame mit inen haben, (nit) das gottswort under einicher gstalt menschlicher leer abtriben noch verbietend, sonder die verkündiger desselbigen und ouch die underthoncn der enden fry und unbe- zwungen das gottswort ze predigen, ze lesen und ze hören blibcn lassen, wie der geist gottes sy wist. 4. „Uesscrlicher und zitlicher fachen halb, die unser Eidgnosscn zuo unfern Herren und obern ze suochen vermeinen möchten, wölkend unser Herren sich (rcchtlichs?) ustrags nach vermög der pnnten gern benüegen lassen; wo sy aber deß ouch Mangel hetten, wollen unser Herren und obern euch .. darum mitten lassen und sich dermaßen schicken, daß ir schinbarlich befinden sollen, daß unser Herren gern frid und einigkeit mit iren Eidgnosscn hetten. Das wöllen von unfern Herren und obern, ouch von uns den verordneten, dißmals für ein benüegig antwurt im besten annemen. IV. „Solichs alles habend die gesandten ratsbotschaften und ir jeder hindersich an sin Herren und obern trewlichen langen zuo lassen angenomen, und so die notdurft erfordren wurd, (daß) witer tag darin fürgenomen, daß sy by iren Herren und obern trewlich anhalten wöllen, damit sölichs förderlich beschech. Actum den fünften tag Hornung Anno ?c. rrvij." 8) 1527, 10. Februar. Bern an Zürich. „Nach verhör unserer Kotten, so by üch gewäscn, ouch üwer schriftlich anligen uns fürbracht, haben wir üwcrm begeren nach einen tag allhie in unser statt Bern, üwer fachen und beschwerden fürzenemen, angcsatzt, zuo wüssen Sonnentag S. Mathysen tag ze nacht an der Herberg zuo sind, und deßhalb sölichen tag üwern und unfern getrüwen lieben Eidgnosscn, so nächst by üch mit uns ir botschaft gehcbt, sampt den(en) von Glarus verkündt und zuogeschriben, ... guoter Hoffnung sy werden! nit ußbliben. Und wiewol obbcmeldt . . . von Glarus ir botschaft by üch nit gehebt, haben wir doch dhein zwyfcl, ir habind sy üwers anliggen(s) und aller Handlung (ouch) bericht, dadurch dcst fruchlbnrlichcr und usträglicher hierin gehandelt werde. Wellen wir unsers teils mit hochem flyß uns erarbeiten und fördern alles das, so zuo frid, ruow, einigkeit, ouch einer löblichen Eidgnoschaft erhaltung, lob, nutz und eer dienstlich und erschicßlich sin wirt," ?c. w. St. A. Bern: Teutsch Misswen «. WS b, 16? a. - St. A. Zürich: A. Bern. 9) 1527, 10. Februar. Bern an Basel, Schaffhausen, Appenzell, Glarus und St. Gallen.' Vcrkündung desselben Tages, jedoch in allgemeinerer und etwas breiterer Fassung. ws K, res». 10) 1527, 16. Februar. Bern an Zürich. Es sei nicht uöthig, daß es den Tag (in Bern) besuche. St. A. Bern: Rathdbuch. 1048 Februar 1527. TIS. Aern. 1527, 13. und 14. Februar. Staatsarchiv Bern! Rathsbuch Nr. 2lS, x. ist, lSS. KantonSarchiv Freiburg - Jnstr. Bd. I. so b. Gesandte: Lucern. (Hans Hug?). Freiburg. (Wilhelm Schweizer, Seckelmeister). — (Andere unbekannt). l». 1527, 13. Februar, Bern. Die „Org-toras Euntonum untigni loäoris suporioris llormunis" schreiben an die Markgräfin von Montferrat: Der Graf von Challant, Graf von Valangin, beschwere sich über widerrechtlichen Entzug von Gütern, die infolge des Hinschiedcs seiner (frühern?) Gemahlin ihm zugefallen seien. Man wolle nicht glauben, daß die Markgraf!» solches Unrecht veranlasse oder billige, und bitte sie daher, den Geschädigten in alle Rechte wieder einzusetzen, u. s. f. St. A. B-m: -at-w. MW°-n i. -ss b. I». I. Vortrag der siebenörtischen Botschaft (unbekannt). II. Darauf wird von Rüthen und Burgern geantwortet, 1. sie haben (in Sachen des Glaubens :c.) ein Mandat gemacht; dabei wollen sie bleiben und Jeden, der dawider handle, bestrafen, und wenn sie auch etwas daran zu ändern veranlaßt sein sollten, so sei nicht nöthig, daß „sie" (die Abgeordneten der Gemeinden?) dabei sitzen. 2. Betreffend die Bücher über die Disputation: Würden dieselben ohne Vor- und Nachrede ausgegeben und niemand gescholten oder geschmäht, und keinem Theil gewonnen oder verloren gegeben, so wolle Bern auch dabei sitzen, im andern Fall nicht und dann, wie früher beschlossen, dawider schreiben und drucken (lassen). 3. Wenn sich Jemand grob wider die Sacramente verginge oder sonst freventlich Handeste, so sollen die Boten denselben strafen helfen, sonst aber nicht mitsitzen. 4. Um Unruhen zu vermeiden, sollten die Zureden und Scheltungen abgestellt und gestraft werden; Bern wolle das seinerseits auch thun und die Bünde halten. Zu ». Am 27. März unterstützte Bern, das obigen Erlaß wahrscheinlich ausgewirkt hatte, denselben durch ein eigenes (kürzeres) Schreiben. S,. A. B-rn: MW»-,, i. es? ». Zu Ii. 1) Diese Verhandlung fiel auf den 14. Februar, laut des Berner Rathsbuchs. Hieher mag folgender Act gehören, dessen genaue Datirung durch die mangelhafte Fassung erschwert ist. 2) „Uf den fürtrag unser getrüwen lieben Eidgnossen von den siben Orten und die antwurt inen von ircn g. l. Eidgnossen von Bern dargcgen beschechen, lassent sy dieselben gesandten Kotten belyben in der gestalt, daß sy nochmals und insonderheit uf ir letst anbringen uf Hütt nach verhörung sölicher antwurt und ratschlags beschechen, daß st) die sandbotten in namen, uß befclch und gwalt irer Herren und obern nochmals begert uß kraft besigelts abschcids, inen zuo Pfingsten gegönnt, sich von inen nit ze sündern und des trucks halb der disputatz, wie das Hütt erlütert, die warhcit ergan zuo lassen, nämlich zum mindsten, daß ir gesandter bott darby gewesen, nit abzeschlachcn und daselbs nit ze understand, einich truck oder schriftcn (dawider) lassen usgan; dann wo sömlichs beschechen, wurdent st) geursacht, sich desselben wyter zuo beraten, und semliche antwurt nit anzuonemen, sunders by brief und sigcl zuo belyben. So aber inen in semlichen billichen gestalten gewillfarct, wurdent (als sy ver- hoffent) ir Herren und obern ein guot gefallen und benüegen daran haben, begerende, sidmals uf semlichen iren leisten fürtrag inen uf Hütt letstmals nützit geantwurt ist, dasselbig nochmals im besten zuo bedenken, darüber sich beraten und um all artikel ircn Herren und obern zum fürdcrlichsten das sin mag, besigelt antwurt zuoschicken wellent." Offenbar Erklärung der VII Orte, mit Siegelspur. R. Cysat, der das Siegel vielleicht noch gesehen, setzte daneben: „besigelt von Hans Hugen, dem gsandten von Lucern." St. A. Luc-r»- A. Dispui °u °n. 3) Die freiburgische Botschaft hatte eine besondere Instruction, betreffend 1. die Drohung Berns, die Schmähungen des Glaubens wegen nicht in andern Orten zu berechtigen, sondern die Schuldigen auf Betreten Februar 1527. 1049 im eigenen Gebiet nach Gntfindcn zu strafen: das sei bundeswidrig und vertrage sich auch nicht mit dem besiegelten Abschied (vom 21. Mai 1526). 2. Deßgleichen laufe die Abschaffung von Feiertagen zc. jenen Zusagen zuwider. 3. Daß Bern, das oberste Ort in der Disputationsangelegenheit, das unter den Boten „die Fragen gehebt", jetzt von der Sache zurücktrete, gezieme sich nicht, u. s. f. 4. Erinnerung an die guten Folgen der früher gehaltenen Einigkeit unter den Eidgenossen. 5. Wenn die Freundlichkeit nicht „die gebührliche Antwort" erlangte, und die Aemter nicht hergeladen wären, und die Boten der andern Orte den Landleuten schriftlichen Bericht geben wollten *), so soll der Bote sich nicht von ihnen söndern, und hat er alle Vollmacht zu handeln, wie es die VII Orte gemäß dem ihnen gegebenen Abschied für gut erachten, uni das alte Herkommen zu behaupten. K. A. Frciburg: Jnstr. Bd. I. 40. 4) 1527, (c. 17. Februar). Freiburg an Lucern. „Wir haben von unserm botten, so diß vergangen wuchen zuo Bern by üwern und andern üwcr und unser lieben Eidgnosscn botten gesin ist, vernommen was doselbs durch si verhandlet ist, welichs ir durch üwcre botschaft auch wol vernomen Hand, daby die großen unruow, so dann zwüschen unfern lieben mitburgeren von Bern ist, (ist) uns ungezwiflct, (daß) ir daran nit minder beduren Hand dann ouch wir, und so uns nit möglich ist, einich besser mittel darin ze finden, lassen wir es beliben by dem, so die botten doselbs Hand angesechen, daß man den genannten unfern mitburgeren von Bern schryb und si früntlichen bitte, daß si uf ein bestimpten tag ire landlüt und ämpter wellen beschryben, daß si dann ire botten da haben, und mit denselbigen red gehalten wcrd, was die notdurft erhöuschen wirt, ouch ob si dann die genannten landlüt nit wellen beschryben, so mögen die siben Ort nit an sin, dann daß si den selbigen landlüten allenthalben werden anzöugen den abschlag und das so inen begegnet von den genannten unfern Eidgnosscn von Bern; darumb so söllen si ouch antwurt geben, ob si dann den siben Orten willfaren wellen oder nit. Diserc unsere schle(ch)te Meinung wellen von uns im besten verstau," zc. K. A. Fmiurg - MM»-» Bd. ix.». x. so. Dieser Missive reihen wir noch folgende an: 5) 1527, 19. Februar (Dienstag vor St. Matthias). Zug an Schultheiß Hug in Luccrn. Beistimmung zu der getroffenen Abrede betreffend die Unterhandlung mit Bern, und Ermächtigung zu dem bezüglichen Schreiben zc. 6) 1527, 21. Februar (Donstag vor Matthiä). Uri au Lucern. Wenn die nudern sechs Orte gleicher Meinung seien, so wünsche man, daß das verabredete Schreiben an Bern erlassen werde. 7) 1527, 21. Februar. Schwyz an Lucern. Auf den Fall, daß Bern bewillige, die Gemeinden zu besammclu, sei man entschlossen, der Abrede gemäß eine Botschaft zu schicken; im andern Fall stimme man dazu, daß geschrieben werde, die VII Orte seien genöthigt, die Berufung der „Aemter" zu verlangen, zc. 5) — 7) im St. A. Lucern: Missiven. TT«. ZZern. 1527, 26. Februar. Staatsarchiv Zürich : Abschiede Bd. !>, k. S04. Staatsarchiv Bern : Mg. cidg. Abschiede X. SSV. Kantonsarchiv Basel - Abschiede. KantonSarchiv Schaffhaiise»! Abschiede. Landesarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Tag der fünf Orte Zürich, Bern, Glarus, Basel, Schaphausen, Appenzell und der Stadt St. Gallen (Gesandte Junker Caspar Zollikofer und Ulrich Appenzeller). I. Diese Tagleistung wird vornehmlich gehalten zur Anhörung der Beschwerden Zürichs, die den versammelten Eidgenossen mündlich und schriftlich vorgelegt worden sind; dazu hat man auch über Or. Murner's Calender oder Laßzeddel verhandelt, wie jeder Bote weiß. Hierauf haben sich die Anwälte der obgenannten Orte, ') Hier folgt eine gestrichene Stelle, die wir des Contrastes wegen wörtlich folgen lassen: „soll der bott die Eidgnossen bittlichen ankeren, ob si min Herren wellten darus lassen, und (si) nit in den bliesen gemeldt wurden, von nachburschaft wegen; wo si aber das nit guotwillig wellten nachlassen, soll er zc. 1050 Februar 1527, den fast einhelligen Befehlen ihrer Obern gemäß, entschlossen alles zu berathen und zu handeln, was zur Herstellung von Friede und Einigkeit in der Eidgenossenschaft dienlich sein möchte, jedoch alles auf Hintersichbringen, II. 1. Anfänglich ist erwogen worden, daß der gegenwärtige Zwiespalt den Feinden der Eidgenossen herzliche Freude bereite und ihren Hochmuth stärke, besonders in den sorglichen und gefährlichen Läufen, die jetzt vor Augen sind; demnach hat man betrachtet, daß aus solcher Entzweiung die Zerrüttung der Eidgenossenschaft hervorgehen müsse, indem der Mund der Wahrheit es klar ausspreche, daß jedes in sich getheilte Reich zerstört werde; daß also den VII Orten dringend ans Herz zu legen sei, was für Folgen es hätte, wenn eine Partei mit fremden Fürsten, sei es der Herzog von Oesterreich oder ein anderer gewaltiger Herr, sich verbinden würde, indem zuerst der eine Theil unterdrückt, der übrigbleibende jedoch auch geschwächt und am Ende ebenfalls vertilgt werden dürste, wie es bekanntlich die Fürsten schon mehrmals gegen die Eidgenossen beabsichtigt und ohne Zweifel noch im Sinne haben. 2. Es soll auch jeder Bote an seine Obern bringen, daß (auf Tagen) ernstlich gefordert werden sollte, die Schmach- und Schandbüchlein, Lieder, Schimpfworte n. dgl., die bisher von allen Seiten gebraucht worden, abzustellen, da nichts Gutes daraus erwachsen könne. 3. Weil sodann Zürich immer versprochen hat, die geschwornen Bünde treulich und tapferlich zu halten, Jedermann Recht zu gewähren und bessere Belehrung aus der hl. Schrift A. und N. Testaments gutwillig anzunehmen; weil die Bünde, laut des Buchstabens, sich nicht auf den Glauben, sondern allein auf äußerliche Dinge beziehen, als Hülfe, Rath, Beschirmung von Witwen und Waisen, Landen und Leuten, u. dgl.; weil zudem bekannt ist, daß im Reiche, obwohl dort ebenfalls Zweiung des Glaubens herrscht, die Städte und Bundesverwandten mit einander Tage halten und rathschlagen und zu Reichstagen in gleicher Weise berufen werden, ohne Rücksicht auf den Glauben, so könne man wohl ermessen, wie man sich in der Eidgenossenschaft zu verhalten habe. III. Dem entsprechend ist verabredet, alles Mögliche zu versuchen, um die VII Orte mit Zürich zu vereinigen, damit sie es wieder zu Tagen laden und wie vormals dabei sitzen lassen; daß die Bünde an demselben gehalten, Unwille und Widerwärtigkeit vergessen werden. — Um dies Alles ohne weitern Verzug bewirken zu können, sjoll eine Botschaft an die VII Orte abgefertigt werden, die in oben erläutertem Sinne mit ihnen zu unterhandeln hätte; diese Boten sollen sich in Bern versammeln auf den ersten Sonntag nach der alten Fastnacht (17. März), mit den Aufträgen ihrer Obern, alsdann mit der unterdessen in Bern aufzusetzenden Instruction von Ort zu Ort reiten oder dieselbe auf Tagen anbringen. IV. Dieser Abschied ist von Rächen und Burgern zu Bern gebilligt, und hierauf den anwesenden Boten dringlich empfohlen worden, mit allem Fleiß und Ernst in diesen Dingen zu handeln, damit die hiesür bestellten Gesandten, mit genügenden Vollmachten versehen, rechtzeitig in Bern erscheinen. I». Die Botschaft von St. Gallen D beauftragt, den aus Lucern gekommenen Brief den Eidgenossen vorzulegen und deren Rath zu vernehmen, sodann auch die Anlagen für den Türkenzug und das (Reichs-) Regiment zur Sprache zu bringen und darüber um Rath zu bitten. Stadtarchiv sc G°llm: RathsbuH. Zu 1) Hieher gehört zunächst die Instruction für die zürcherischen (nicht genannten) Boten: Zürich sei entschlossen gewesen, dem Rathe Berns, daß es keine Boten schicken solle, zu folgen und seine Beschwerden den Eidgenossen schriftlich zu übergeben; seither aber sei eine Schmachschrift von Murner in Form eines Calenders erschienen, worüber es nicht schweigen könne; deßhalb habe es sofort an Basel geschrieben, welches am meisten mitbetroffen sei, und ihm einen solchen Laßbrief zugeschickt; letzteres habe unverweilt geantwortet (hier dessen Missive vorzulesen) und gerathen, auch Bern und andere Orte zu benachrichtigen; sonst wäre keine Botschaft abgefertigt worden; daß es nun geschehen, möge Bern freundlich entschuldigen, zumal die Boten nicht im Sinne haben, an den Verhandlungen der gegenwärtig versammelten Eidgenossen Theil zu nehmen, sondern einzig über die genannte Schandschrift zu klagen, wozu sie durch den unter den Ihrigen erwachten Unwillen gedrungen seien. Februar 1527. 1051 Dazu haben sie seit dem letzten Tage zu Zürich neue Anzeigen erhalten, wie die mitgetheilten Schreiben ausweisen, was die VI Orte in den gemeinen Herrschaften eigenmächtig handeln wollen; was Gutes daraus hervorgehe, können die Eidgenossen wohl ermessen. Nach diesem Bericht sollen die Boten handeln, was ihnen sonst aufgetragen ist. St. A. Zürich: Acten I. Cappelerkrieg. 2) „Was min Herren von Zürich die Eidgnossen, nämlich Bern, Basel, Schaffhusen, Appenzell in bysin der von Glaris Doctor Murners usgegangnen kalenders halb bericht haben uf dem tag zuo Bern.*) 1. „Getrüwen lieben Eidgnossen, sidhar wir üwer erliche botschaften, so ir in unser statt bp uns zuo tagen gehapt, bericht und inen schriftlich in abscheid gegeben haben, ist uns zuokomen ein schmächlichs gedicht in form eins kalenders oder laßzedels, von Thoma Murner, Barfuosser ordens, der sich ein doctor heiliger geschrift und beider rechten, such ein pfarrer zuo Lucern nempt, und daselbs von im gemacht und im druck usgangen sin soll, der wir euch eins, wiewol vilicht die sunst an euch gelangt, hiemit zuosendcn, und wiewol solichs gedicht nüts anders dann ein lichtfertig und uncristenlich herz und gmüct des dichters anzeigt, und deßhalb keiner verantwurtung und anzugs wirdig wäre, nit dester minder, diewil ouch darus verstanden werden mag, daß des dichters will und Meinung sich dahin lendet, ein sündrung und Zerrüttung zwischend uns Eidgnossen zuo machen, als ob ein Ort oder Eidgnoß sins cristenlichen globens und anderer fachen halb besser dann der ander spe, dann daß er etlichen Orten unser lieben Eidgnossen mit namen und titel hoch lob und eer zuolcgt, für dieselbigen wir sy ouch achten und halten, so ist doch der gmein verstand unser achtung darundcr begriffen, als ob wir und ander unser Eidgnossen, so sonderlich nit benennt sind, davon usgeschlossen und gesündert und nit der ersamkeit wie die andren benennt unser lieb Eidgnossen sin füllten. Wir geben aber euch, u. t. l. E., solichs als den hochverständigcn zuo bedenken; so aber solichs gedicht, wie vorstat, im grund dahin gericht ist, das zuo Zerstörung unsers vatterlands und gmeiner unser Eidgnoschaft reichen soll, und wo Thoma Murner und sin Huf, so siner art und sect sind, solichs verfolgen, wäre ir begird erscttiget, möchten ouch dcß by vilen, so unser Eidgnoschaft nit wol wellen, guad, lob, dank und richen sold erlangen; wir wöllen aber zuo gott verhoffen, er werde durch mittel ewers cristenlichen insehens sin gnad geben, damit wir zuo allen teilen unser gebresten erkennen und uns siner guad empfänglich machen. 2. „Und wiewol üwer cristenliche und getrcwe verkündiger des wort gottes und derselbigen Nachfolger darin etlicher maß angezogen werden, so sind doch wir und die unfern der enden die vordersten im spil, darumb wir unserthalb für notdürftig angesehen haben, euch unser lieb Eidgnossen der fachen etwas zuo berichten, diewil wir doch nit allein das wort (angenomen?), sonder ouch die that (unsers Verstands) nach dem wort gerichtet, darumb wir ouch mer Unwillens und nids dann die andern erlangt haben, und hat nämlich die gstalt: 3. „Ir, unser lieb Eidgnossen, tragen guot wissen, daß wir uns in ansang des evangelischen Handels und werks ouch noch (sie) fürnamlich und vilfaltigklich erbotten und anzöigt haben, wer uns mit heiliger göttlicher und. biblischer schrift alts und ncus evangelischen testaments eins andren, dann unser verstand und fürnämen gericht ist, bericht, wöllen wir uns gern berichten lassen und unsers fürnämens guotwillig abston; des selbigen willens sind wir noch und wöllen uns dcß vor gott und euch, u. l. E. und aller erberkeit setz und zuo aller zit bezögt und erbotten haben. 4. „Wiewol unser lieb Eidgnossen dagegen anzögen möchten, daß st) die disputation zuo Baden uns zuo berichten angesehen hetten, und aber wir noch die unfern nit erschinen wären, darus geben wir euch den bericht, daß uns noch unfern cristenlichen predicanten nit gemeint noch gelegen gewest syg, zuo Baden ze disputieren, uß den Ursachen, der wir euch hievor mit und nebcnd andren unfern Eidgnossen nach der leirge bericht und im truck offenlich usgan lassen haben. 5. „Wir haben ouch nachfolgend nit (so vil?) vcrnomen, daß wir wölkten uf gehaltner disputation erschinen sin, oder daß wir vil cristenlichcr bcsserung zuo erlangen »erhoffen sollten, dabp wirs discr zit plibcn lassen und euch, u. l. E., nit witcr bemücgcn wöllen, mit früntlichcm bitt, uns die tractat gehaltncr disputation in unserm kosten mitzeteilen, mit der erbietung, wie wir ouch vormals in unfern beschwärden anzeigt haben. ") Dos Datum gibt die Abschrift in den Berner Abschieden 41—47) auf Mittwoch vor Matthiä (20. Februar). 1052 Februar 1527. 6. „Und wiewol sich uns und einem jeden cristcn zimpte, daß er sölich schmähen und Verfolgungen umb Crists eer und namen willen mit Unschuld gedultiklich anneme und onwidersprechenlich trüege, so wirt doch hiemit Cristus und sin cwigs wort mit uns geschmächt und verfolgt; deß git er uns selbs anzögung Johannis am achtenden, da er den Juden widersprach, daß er kein tüfel by im hett; darumb uns gepüre» und von nöten sin will, gebürlicher maß sölichs zuo verantwurten, besonders so wir ouch das als ein cristenliche und ordenliche oberkeit von der unfern wegen, die uns befolhen, zuo thnon schuldig sind, damit mir ouch die unfern, die dardurch in etwas unruo komen sind, rüebig machen mögend. 7. „Und als wir und die unfern in disem unctistenlichen und unbrüederlichen gedicht angezogen werden, als ob wir die sin füllen, die der Heilgen gröber zerbrechend, uß Meßgewändern den huoren göllerlin machend, uß kelchen, mustranzen, crützen, rauchfassen und derglichen münz schlahcn lassen, „Geben wir euch . . disen bericht: Nachdem wir ein lange zit das göttlich wort by uns, unser achtung nach rechtem cristenlichem verstand, gehört, haben wir wol mögen abnemen, daß wir vornacher, wie mmgklich. weißt, allein dahin gcfüert und gelert sind, daß die frumkeit an usscrlichem schin gelegen syg, als an stiftung der klöster, pfrüenden, buw der kirchen, ewig messen, vigilg, selgrett und derglichen, ouch die kirchen mit silbernen bilden und tafle» zieren, walfarten suocheu, ablaß lösen, selen verkoufcn (?), kerzen brennen und anders derglichen; so wir aber durch das wort gottes erlernet, daß der recht dienst gottes und die frumkeit des menschen gar nit an den usserlichen (werken), sonder im herzen gelegen, daß man ouch gott im geist und der warhcit allein suochen muoß, sind wir nach gnuogsamer gehör göttlichs worts sins willens bericht und haben nach zitlicher und cristenlicher Vorbetrachtung mit gmeinem einhelligem rat und willen, one alle ufruor und embörung, dise und alle andere usserliche und glißende frumkeit, darin man guote werk und söligkeit gesnocht hat, hinweg gethon und an statt des selbigen die leer und Verkündigung des göttlichen worts gepflanzet, welhes ouch allein zuo cristenlicher besserung und erfolung (erholung? erlangung?) ewiger seligkeit gnuogsam ist. Dann welher mensch kan doch den andren mentschen für frum gemißlichen urteilen, so doch die fromkeit im herzen ligt, darüber gott allein richter ist; dann wo des mentschen gloub und vcrtruwen zuo gott uß dem ußwendigcn kirchengon, vil blapperens, fastens und derglichen geurteilt werden soll, so ist es nit minder betrieglich, dann so ein Münch oder pfaff von wegen der kutten und blatten und ußwcndigen wandet frum geurteilt wurd, der doch in der Hut ein buob wäre. Hinwider einer in einem gmeinen zitlichen (weltlichen) kleid ein guoter crist und fründ gottes sin mag; darumb mag nieman über das, so allein gott bekannt ist, ein gewiß urteil feilen, gott ficht die Person an und urteilt uß fromkeit der person das werk; so haben wir vilzit har die person nach dem werk geurteilt. 8. „Wir haben ouch sölich usserliche und onnütze ding obgemelter maßen nit allein hinweg gethon, und der ougcn begird und mentschen tust, o.uch übermuot der Pfaffen, München und nonnen abgestellt, wie offenlich am tag cht, sonder haben wir das jörlich inkomen, Nutzungen und gefäll zuo einem almuösen an die rechten waren lebendigen tempel und heilgc» geschöpfen gottes gewendt, die armen dürftigen zuo trösten und zuo aller dienstberkeit des nächsten, nach dem wort und befelh gottes, Mathey am rrv, geordnet und gewendt. Wir gedenken ouch solichs hinfürer, somit sich unser oberkeit streckt und one ergernuß beschehen mag, darob ze halten und unser seel, lib, eer und guot daran ze setzen, wir werden dann uß heiliger geschrift eins bessern bericht, wie wir uns oben erbottcn haben, und als Murner in sinem gedicht undcr andren Ursachen anzögt, daß er disen kalender ze schriben darumb bewegt syg, nämlich ein gegenwort ze thuon für die cristenliche Oerter, die dise zwcn schelmshäls (OecolampadiuM und Zwinglin meinend) understanden umb seel, lib, eer uud guot ze bringen mit büechlinen, liedern, kalendern und mcer bösen stucken, und (so) aber daby dieselbigen Oerter mit iren namen nit anzögt (sind), mögen wir nit eigentlich wissen, wölhe Oerter er meinen wöll, wann daß wir achten, er meine die, so er in ansang für die alten cristenlichen Eidgnossen gehalten, und euch, unser lieb Eidgnossen, und uns davon usgeschlosscn hat. 9. „Murner setzt ouch in anzögtcm sinem laßzedel oder kalender, daß gott alle frome cristenlüt vor allen denen bewaren wöllc, die in dem kalender verzeichnet sygen, dann sy und alle die, so inen anhangen, o(n)mächtig erlös dieb und böswicht, lecker, schelmen und buobcn sygen w., mit dem anhang, er wölle inen des rechtens sin vor den zwelf Orten einer fromm loblichen Genossenschaft?c. Sa aber wir und die unfern verzeichnet und mit namen anzögt sind, wissend wir wol, daß er allen fromm cristcn vor uns warnung thuot; welhe aber die andren sygen, die (er) meinet, mögen ir, unser lieb Eidgnossen, wol gedenken. Februar 1527, 1H53 15, „Demnach, als Murner in sinem laßzedel witer meldet, unser predicanten und ir anhenger meinend, (sp) habend die cristenlichen Oerter understanden umb seel, eer, lib und guot ze bringen mit büechlinen, kalendern und mer bösen stucken, und wiewol wir mcntschlich ursach hetten, mit sölcher ungestümigkeit gegen disem dichter, wie er gegen uns, mit warten ze handlen, so wöllen wir doch sölichs im besten niederlassen, 11. „Und zöigen hieby alein unser Unschuld, daß uns und den unfern daran unrecht beschicht, daß wir oder die unfern je einich büechli, kalender noch anders, so unfern lieben Eidgnossen gmeinlich noch sonderlich noch ouch die (l. den) iren an seel, lib, eer oder guot verletzlich sin möcht, in unser statt trncken noch usgon lassen haben; wo uns aber das anzögt wurd, wöllen wir das mit grund der warheit verantwurten, wie sich frommen liiten wol gebürt. Und wiewol mir und die unfern in solchem laßzedel in vil weg angezogen werden, so gedünkt uns doch nit von nöten, solichs zuo verantwurten. 12. „So dann ir unser lieb Eidgnossen uß disem kalender nüts anders dann ein verkert uncristenlich und on- brüederlich herz des dichters, das wider gott und sin ewig wort tobt und wüet, und zuo Zerrüttung brüederlicher einigkeit und ganzer unser Eidgnossenschaft reicht, abnemen und verston mögen, wöllen wir euch, unfern lieben Eidgnossen, als den cristenlichen und hochverstündigen, solichs mit andren, so wir euch hicvor anzögt haben, zuo bedenken zuostellen und unser gmeiner Eidgnoschaft und derselbigen eer, nutz und wolfart hiemit befolhen haben." St. A. Zürich: Missiven. Einen häufig, wenn auch nur in unerheblichen Worten, abweichenden und jedenfalls nicht correcten Abdruck dieses Actenstückcs gibt Zellwcgcr, Urk, III. 1, 242—248. 3) 1527, 20. Februar. Basel an Zürich. Nach dem letzten Schreiben wegen Thomas Murner habe man heute die Zuschrift von Zürich und den Schmachcalender verlesen hören und darüber großes „Mitleiden" empfunden; es wäre nun dcßhalb mancherlei zu thun, das aber nicht zu Frieden und Einigkeit dienen würde. Weil es aber am fruchtbarsten, auch den göttlichen Geboten am gemäßestcn sei, Unfriede und Uneinigkeit zu verhüten, so erachte man für gerathen, zur Zeit in der Sache nicht zu eilen oder etwas Unfreundliches vorzunehmen, sondern da auf nächsten Sonntag St. Matthias Tag einige Orte nach Bern berufen seien, möge Zürich eine Rathsbotschaft „samt" einem solchen Schmachkalender dahin schicken, um seine Anliegen daselbst vorzubringen. .. St. A. Zürich: A. Neligionssachcn. — K. A. Basel: Missiven l. 128 b, 129 a. 4) Den Text mit den nöthigen Andeutungen über die beigefügten Figuren in dem „Kirchendieb- und Ketzcr- kalender" von Th. Murner hat E. Götzinger neulich herausgegeben in der kleinen Schrift: „Zwei Kalender vom Jahr 1527." Schaffhausen, 1865. Voran geht vr. Joh. C o p p's „evangelischer Kalender". Die Originale sind äußerst selten geworden. TSR Einsiedel!!. 1527, 26. Februar f. (Dienstag nach Matthiä f.) Staatsarchiv Lucer» : Allg. Abschied- II, 2, e, 2S0, Staatsarchiv Zürich : Abschiede Bd, s, e, so«. Staatsarchiv Bern - Mg, -idg. Abschiede XX. b7. KantonSbibliothck Frciburg: Gn<>rd. Sammlung T. III, Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XVI. StiftSarchiv St. wallen. Gesandte: Lucern. (Jacob Feer; Joh. Huber). Freibnrg. (Ulrich Schncwli). — (Die andern sind unbekannt). tt. Da dieser Tag für den Proceß wegen des Jttingerhandels angesetzt worden, der geschworne Schreiber aber, aus unbekannten Ursachen, nicht erschienen ist, so wird ein anderer Tag nach Einsicdcln angesetzt auf Dienstag »ach Mittefastcn (2. April), wohin die Schreiber und der Obmann berufen werden sollen, t». Zürich hat Antwort begehrt in Betreff des Kellcramts und der Appellationen von Bremgarten. Die Boten erklären, sie seien dafür nicht instruirt und können keine Antwort geben, bis der im Rechten hängende Span erledigt sei. Wenn Zürich, »ach Anstrag jenes Handels, etwas zu fordern habe und eine gütliche Verständigung nicht gelinge, so möge es 1054 Februar IK27, das Recht suchen. Dessen Begehren, daß die Eidgenossen auch ihrerseits bis zum Austrag des Rechten in dieser Sache stillestehen, will man heimbringen, v. Auf das Schreiben des Landvogtes zu Baden, betreffend Jacob Seeholzer, und das Bitten des Letztern selbst sowie seines Bürgen und anderer Verwandten, wird erkannt: Es solle das Haus den Kinder» verbleiben, sofern sie den Verkäufer befriedigen können; wenn sie aber jetzt oder später es räumen müssen, so soll es dem Ueberlinger und seinem Bruder (als den Bürgen) zugestellt werden, doch unbeschadet den Rechten der Eidgenossen. Sein Ansuchen um Gnade ist nochmals heimzubringen. «I. Da die Vögte von Lauis und Mendris um einen Nachrichter ansuchen, den sie schwer entbehren, so wird Lucern beauftragt, einen hinzusenden mit dem Lohn der frühern. «. 1. Der Abt von Pfäfers beschwert sich, daß die Bündner Artikel aufgesetzt haben und ihm kraft derselben die Zehnten schmälern, indem er nur noch einen Fünfzehntel erhalte; daß sie auch zu Maienfcld, Malans und Fläsch die Zehuten, Zinsen und andere Einkünfte seines Gotteshauses entziehen, die Kirchensätze abgethan, Fälle, Fastnachthühner und Tagwen abgekündet, das Kirchengut sich selbst angeeignet haben und sogar noch begehren, daß er auf seine Kosten den Pfaffen erhalte. Als sie neulich einen Krieg geführt, haben sie auf des Klosters Güter eine Steuer gelegt und dafür Bürgschaft genominen; auf sein Begehren um einen Rechtstag zu Walenstadt oder anderswo, nach Laut der Bundcsbriefe, haben sie ihm Recht geboten vor den zwei andern Bünden, was ihm aber nicht entsprechen könne, da dieselben die Artikel ebenfalls angenommen haben; er bitte die Eidgenossen um Hülfe und Rath. 2. Hierauf legt Rudolf von Manuels seine Instruction vor, wonach die Zehn Gerichte, als in dem Bündniß mit den VII Orten nicht begriffen, an die bezeichnete Malstatt nicht gewiesen werden können, der Abt von Pfäfers aber nochmals ersucht wird, die Sache den zwei andern Bünden anzuvertrauen. Da Niemand hierüber instruirt ist, so beschließt nian, das Geschäft im Abschied heimzubringen. 3. Schließlich wird Rudolf von Marmels ersucht, bei den Bündnern dafür zu wirken, daß sie bis auf weitern Bescheid mit der dem Gotteshaus Pfäfers angelegten Steuer innehalten. L. Junker Rudolf von Marmels bittet abermals im Namen der III Bünde und der Verwandtschaft Caspar Vögeli's, denselben wieder zu Haus und Hof, Weib und Kindern kommen zu lassen oder ihm in Walenstadt, gemäß dem Stadtrecht, das Recht vorzuschlagen. Nachdem aber der Landvogt zu Sargans die neulich eingezogene Kundschaft vorgebracht hat, wird den Bündnern und Vögeli's Freunden zulieb beschlossen, ihm das Recht zu gestatten vor dem Landvogt; Vögeki soll sich binnen vierzehn Tagen darüber erklären; dann soll ihm der Landvogt einen Rechtstag setzen und denselben auch den Eidgenossen verkünden; nimmt jedoch Vögeli diesen Vorschlag nicht an, so soll der Landvogt mit dessen Habe verfahren, wie ihm früher befohlen worden. K. Heimzubringen die Anzeige des Landvogtes von Sargans, daß die den Eidgenossen gehörigen Trotten zu Malans baufällig seien, und daß sie entweder gebaut oder wieder verkauft werden müssen. I». Jacob Hebdenring von Basel, Commissär zu Luggaris, und einige Burger vou dort melden in Betreff des Mainthalwassers, daß es dem Schloß und dem Kloster Schaden bringe, indem es die alten Wuhren theilweise weggerissen habe. Nachdem man auch den Vogt, die Burger und die Bauern von Luggaris (über die Frage) verhört, wer da zu wuhren pflichtig sei, hat mau beschlossen, es sollen beide Parteien einstweilen einander helfen, die alten Wuhren zn verbessern, so nämlich, daß das Kloster und das Schloß gesichert bleiben, doch jedermanns Rechten unbeschadet. Auf der nächsten Jahrrechnung sollen dann die dahin verordneten Boten die Sache untersuchen und entscheiden. K. Der Vogt von Luggaris berichtet, nach dem Tode des alten Grafen von Arona sei der Büchsenmeister auf der „Insel" nach Mailand gegangen, um dem Herzog von Bourbon die Uebergabe der Insel an die Spanier anzubieten; daraufhin habe er mit dem Potestat von Canobbio sich verständigt, daß derselbe das Schloß besetze. Es wird unu dem Vogt befohlen, ein gutes Aufsehen zu haben, einen Gewaltstreich wo möglich abzuwenden und sogleich zu berichten, wenn etwas Februar 1527. 1055 Feindliches unternommen werden wollte. Heimzubringen. Ii.» Das Schreiben der jungen Grafen von Arona, sie möchten wie ihr verstorbener Vater mit den Eidgenossen in guter Freundschaft und Nachbarschaft leben, wird freundlich erwidert. I. Dieselben Grafen antworten auf das ab dem Tag in Lucern an sie erlassene Schreiben wegen des Schlosses Valzol, sie wissen nichts davon, daß jemand feindselige Absichten dagegen habe; es sei dort alles in gutem Frieden, i». Die von Ascona und anderen Dörfern in der Grafschaft Luggaris bringen vor, es sei ihr Recht und alter Brauch, den Seckelmeister und andere Procuratoren im Rath, drei aus dein Dorf und vier außerhalb desselben, zu wählen, was aber nicht mehr geschehe; indessen fallen jährlich große Kosten auf das Land, welche die im Dorf anlegen, ohne die Aeußeren darüber anzufragen; sie bitten nun, sie bei ihren alten Bräuchen bleiben zu lassen und dabei zu schützen. Heimzubringen und auf der nächsten Zahrrechnung in Luggaris darüber Antwort zu geben, i». Heinrich Göldlin meldet in Betreff der Propstei zu Zurzach, welche jüngsthim dem Leutpriester zu Baden von den Eidgenossen zugesprochen worden, es sei ihn« dieselbe früher von dem alten Propst verheißen worden; dafür habe er große Kosten gehabt, weßhalb er wünsche, einigermaßen dafür entschädigt zu werden. «, Der Reichsvogt von Wyl erinnert im Namen des Abtes von St. Gallen, wie der Priester zu Bernang im Rheinthal dem Doctor Thalmann zu Jonschwyl jährlich 40 Gl. in Absenz geben müsse kraft einer von Abt Ulrich (Rösch) ausgestellten Verschreibnng, die auch er halten müsse. Auf die früher deßhalb an den Abt gerichteten Schreiben hat er geantwortet, er könne von jener Verschreibung nicht abgehen, habe übrigens nichts dagegen, wenn die Eidgenossen den vr. Thalmann abstellen; wenn es dem Priester, der jetzt die Pfründe besitze, nicht gefalle, könne er sie aufgeben; man finde geschickte Priester genug, welche diese Pfründe auch mit einer solchen Beschwerde gern annähmen, z». Heimzubringen, was für Maßregeln man ergreisen wolle, um den Spitzreden und Schmachliedchen (des Glaubens wegen) abzuhelfen, indem daraus wenig Gutes erfolgen kann. «>» Heimzubringen ist das Gesuch von Unterwalden, den Vogt Burrach entweder unangefochten zu lassen oder vor seinen Obern zu berechtigen. ». Die Boten sollen dessen eingedenk sein, was Zwei von Lunkhofen des Pfaffen Lendi wegen, in Betreff eines Erbes, vorgebracht haben. 8. Der Reichsvogt von Wyl, als Gesandter des Abtes von St. Gallen, macht einen Anzug über die aufrührischen Bauern, Peter Weber zu Waldkirch und Mithafte, wie dieselben zur Ruhe zu bringen seien; ferner, wie ein Bauer zu Utzwil, Moller genannt, gotteslästerliche Reden gegen die Messe gebraucht; wie noch viele Andere in der Landschaft des Gotteshauses sich gröblich und unchristlich äußern; endlich wie der Hauptmann von St. Gallen sich beschwere, daß man sich nichts mehr um ihn kümmere, u. a. m. Heimzubringen, t. Jeden: Boten wird eine Abschrift des Schreibens mitgetheilt, welches Zürich an den Abt von St. Gallen der Bauern von Waldkirch wegen erlassen hat; wie deßhalb an dieselben Bauern geschrieben worden, ist den Boten bekannt, »i. Der Bote von Uri erinnert an das dem Hauptmann Wenn ab Egg von Schaffhausen gehörende Geld, (das seine Obern in Beschlag genommen) weil der Genannte übel beleumdet sei. Sie werden nun ersucht, dasselbe bis zum nächsten Tag zu behalten; unterdessen will man dem Handel näher nachfragen und sich dann nach Befund entschließen, v. „Sind ingedenk das (des) antwnrten(s), das Schultheiß Honegger gethan, daruf im die von Zürich kein antwnrt geben Hand, wie jeder bott weißt." Es weiß jeder Bote, wie man Baptist und Peter Tnrosell, die den Peter Moresin entleibt haben, nach Lauis Geleit gegeben hat. », v, » aus dem Berner Eremplar, dem dagegen, wie auch dem Freiburger und Solothurncr, e—A, «, t fehlen. Zürich hat nur I» und u, das Stiftsarchiv St. Gallen nur <», !», < (letztere beiden Artikel mit der Bemerkung, daß sie die drei Orte Lucern, Schwyz und Glarus (mit)berühren. Im Berner und Solo- thnrner Abschied sind mehrere Artikel verkürzt; I besteht nur aus einem Satze: „Denkend ouch, was geschriben ist den Eidgnossen von den jungen grasen, des schloß Waldsold halb." 1056 Februar 1527. Zu :» (auch p) Bemerkenswerth ist die Basler Instruction: 1. Die Boten haben Gewalt, von guten Mitteln zu reden, damit Zürich mit den Eidgenossen wieder zu Frieden und Einigkeit kommen möge. Wenn aber neue Bündnisse vorgeschlagen würden, nämlich etlicher Städte gegen die Länder, so soll das abgelehnt werden, da man bestimmt darauf beharrt, daß ein Ort das andere ungeschmäht und unangefochten bei seinem Glauben lassen sollte. 2. Betreffend Murner sollen sie von sich aus keinen Anzug thun, sondern nur in dem Fall, daß Zürich oder andere Orte die Angelegenheit zur Sprache bringen, bestmöglich zu bedenken geben, daß in so schwierigen Zeitumständen alles sollte vermieden werden, was zur Zerrüttung der Eidgenossenschaft diene, vor allem aber darauf dringen, daß hinfllr solche Schmachbücher, Liedlein, Sprüche und anderes der Art abgethan und deren Verbreitung („ze machen, ze trucken oder feil ze haben") untersagt werde. K.». Bas-u M-hi-de. Zu . A. B-m: «>>41. Ang -i -g-nh -a-». Wir lassen hier auch die Antwort folgen: 2) 1527, 7. März, Sitzung des großen Raths, l. Verhörung des Begehrens der VII Orte, die Gemeinden von Stadt und Land zu versammeln, w. 2. Verlesung von Dr. Murners Kalender und „Hüpenbrief." — „Der Kalender soll anstan bis zuo zuokunft der fünf Orten." 3. Antwort an die VII Orte. 4. Beschluß einer Sendung nach Freiburg und Solothurn. St. A. B-m-RatlMuch. 3) 1527, 7. März (Donstng vor der alten Fastnacht). Bern an Lucern. „Ncwer schriben, in üwerm und der andern üwern und unfern lieben Eidgnossen der sechs Orten namen an uns gelanget, haben wir alles inhalts vernomen, darab wir hoch beduren und herzlich mißgefallm empfangen und uns deß dheins wcgs versehen Helten, vermeinend, ir und ander das betreffende (?) üch nnsrer billicher nächstgebner antwurt Helten crscttigcn lassen und uns nit wyter dnruf crsuocht, in ansehung daß wir üwern anwälten uf ir fürbringeu uuscrs bcdunkens fründlichen Kescheid und antwurt geben, deren ir on zwyfel noch gnot wüssen tragen. Nüt dest weniger, stdmnl ir in namen als obstat uns wyter ersuochend und anzöig gebend, wie dann unser antwurt mit ctwclicher verbittrung gemischet sye, uild (uns) üben hoch ermanend und ankerend, befröindet uns (das) nit wenig. Dann die geschwornen pünd solichs nit wol ertragen mögend, ist ouch bishar nit gebrucht worden, daß ein oder mer Orten der Eidgnoschaft des andern underthanen und zuogehörigen wider der obern wüssen und willen einicher Handlung underrichten füllen 1060 März 1527, noch mögen, als sich auch üwer ratsbott in namen der übrigen merken lassen und vor uns geredt, sy können wol ermessen, daß sy noch ir obern dhein gemalt haben, die unfern von statt und ländern ze versamlen, deß wir uns ouch hetten versechen. So aber in üwerm schriben das zcruck geworfen, sollend ir müssen, daß wir uns abermalen vereinbaret haben, by vordriger üwern und der sechs Orten Kotten nächst allhie gebner antwurt unverruckt ze beliben, also daß wir in den getruckten acten der disputation zuo Baden nit wollen gemeldet sin dheiner wys noch gestalt, mit dheinem buochstaben, sonders wo das darüber beschicht, mit geschriften dermaßen darwider streben, daß menklich verstan wirt, söliche Handlung und truck uns Hinderrucks, on unfern gunst, müssen, willen und zuothuon beschechen sin. Demnach geben wir üch ze erwägen, ob die pünd erliden mögen, daß ir und üwer anhängigen die unfern in stett(en), ländern und ämptern wider unfern willen einiches wcgs üwers anliggens und anderer fachen underrichten mögind noch söllind, und ob ir derglichen von uns gen üch ze beschechen erstatten möchten. Deßhalb wir üch uf das höchst ermanen, üch deß ze müeßigen und üwern, ouch unfern l. Eidgnossen, in deren namen ir uns dißmals zuogeschriben haben, das ze erkennen geben, daß wir dheins wegs lidcn können, mögend noch wellend, daß dergestalt Hinderrucks mit den unfern gehandelt werd; dann wo uns etwas mit den unfern von statt und land ze handlen begegnet und gesellig ist, können wir (das) wol ane üch und ander tuon; dann wir geneigten willen nit weniger dann ir haben, frid, ruow und einigkeit ze fürdern und erhalten. Das wellend von uns uf üwer schriben antwurts wys vernemen und hiemit dem Allmächtigen wol befolen sin." (Sch., kleine und große Räthe ?c.). St. A, B-m: T-Utsch Misswen 474, l?s n. — Ein Abdruck bei Stürler, Urk. I. 47S-480. 4SS Meggenried. 1527, 8. März. Tag der V Orte, wegen der von Lauis eingelangten Nachrichten über die feindliche Haltung der Spanier. Ein Abschied ist nicht vorhanden; der Tag selbst ist nur aus der folgenden Missive constatirt: 1527, 9. März (Samstag vor Jnvocavit). Lucern an Bern. Mittheilung eines Schreibens von dem Vogte zu Lauis. Weil die Angelegenheit Eile erfordere, so habe man den nächsten Orten, nämlich den III Ländern und Zug, einen Tag verkündet, der gestern zu Beggenried gehalten worden sei, auf dem man beschlossen habe, die Unter- thanen im Fall eines Angriffes von den Spaniern nicht zu verlassen, was man hiemit in guter Meinung verkünde, weil es gemeine Eidgenossen berühre; man bitte daher, auch Freiburg und Solothurn davon Nachricht zu geben, ?c. St. A. Bern: A. Lucern. — K. A. Solothurn: Lucerner Schreiben I. (Berner Copie). 4T4. Areiburg. 1527, (9. und) 10. März (Sonntag Jnvocavit). Staatsarchiv Bern: Allg. -idg. Abschiede. X. SSV. 569. x/t. 49. Kantonsarchiv Areiburg ! Rathsbnch Nr. 44. — Jnstruct. Bd. I. 42. 1. Gesandte von Bern — Anton Bütschelbach, Peter im Hag, Urban Banmgartcr, Heini Räber — beschweren sich laut ihrer Instruction über das aus Lucern im Ncpnen der VII Orte empfangene Schreiben. (Vgl. Nr. 425). II. Antwort.- Die Sache sei nicht zugegangen, wie Bern zu veriputhen scheine, sondern in bester Meinung; man wolle jetzt aber keine endliche Antwort geben, weil die Bünde und Burgrcchte angerufen seien; deßhalb sei nöthig, dieselben zu prüfen; zu solcher Berathung werde man die jetzt Abwesenden eilends berufen und sich dann weiter entschließen, wie es hoffentlich zu Frieden und Ruhe diene. Dem Burgrecht wolle man ehrlich nachleben, wie es vor Kurzem beschworen worden, indem man hoffe, daß die Mitbürger (von Bern) das Hinwider thun, zc. März 1527, 1061 1) Das Freiburger Raths buch sagt kurz: Mau werde sich vollzähliger („bas") versammeln und dann geziemende Antwort geben. Das Burgrecht wolle man treulich halten. Die Angelegenheit Zürichs lasse mau ruhen, bis die VII Orte zusammenkommen, 2) Laut des Bern er Rathsbuchs wurde schon am 27. Februar beschlossen, eine Botschaft nach Freiburg und Solothuru zu schicken, lieber den Zweck einer solchen ist aber nichts Näheres angegeben. Wir fügen noch folgende Acten bei: 3) 1527, 10. März (Jnvocavit). Lucern an Freibnrg. Auf das letzthin an Bern gestellte schriftliche Ansuchen der VII Orte habe dasselbe eine trutzliche und lange Antwort gegeben (folgt ein Auszug). Nun vernehme man, daß es nach Freiburg und Solothurn Botschaften sende, um die beiden Orte kraft der Burgrechte zu ermahnen, von den V Orten abzustehen, was man höchlich bedaure; man erkenne auch wohl, daß Bern, wenn es die beiden Städte auf seine Seite brächte, zu seinen Aemtern sagen würde, die Mehrheit der Eidgenossen stehe zu ihm. Wiewohl man sich zu Freiburg alles Guten versehe und wisse, daß es weise genug sei, zu bestimmen, ob ein Ort zwei Orte mahnen könne, und ob nicht vielmehr die zwei Orte befugt seien, das eine von unbilligem Vorhaben abzumahnen, besonders weil das Burgrccht den Glauben nicht binde, so bitte man doch zum höchsten, gründlich zu erwägen, wohin ein solches Unternehmen führen und was daraus erwachsen würde, wenn sich Freibnrg von den V Orten sönderte; man sei aber der Zuversicht, daß es sich handfest zeige, durch solche List die VII Orte nicht trennen lassen und dadurch viel Uebles verhüten werde, w. Man bitte auch um eiligen Bericht, was in dieser Sache gehandelt worden, sofern solcher (jetzt) möglich sei. K. A. FMburg: A. Lm-m. 4) 1527, 12. März. Freiburg an Lucern. Antwort ans dessen Begehren, über die jüngste Verhandlung mit Bern Bericht zu erhalten. — Folgt Erzählung, ganz genau dem Abschied conform. — In gleichem Sinne scheine Bern in Solothurn gehandelt zu haben; man wisse aber nichts Bestimmtes. Da nun der Handel seltsam und schwer sei, so möchte man rathen, einen Tag für die VII Orte zu bestimmen, damit sie allezeit vornehmen, was zu Einigkeit und Ruhe dienen möge; Lucern solle sich auch dessen gänzlich versehen, daß Freibnrg in solchen und andern Fällen sich nicht absöndern werde, ?c. K. A.Fr-ibm-g! MW»-» Bd. ix,». x. so-si. 4SS. Solothurn. 1527, 10. März (Sonntag Jnvocavit). Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede X. 5K6. 53. Kantonüarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XIV. und XV. jtantonSarchiv Freibnrg: Acten Solothurn. I. Gesandte von Bern — Niklaus von Graffenried; Bernhard Tillmann; Dicbold von Erlach; Peter Thormann — tragen ihrer Instruction (dd. 7. März) gemäß vor, 1. wie großes Bedauern und Mißfallen ihre Herren über das aus Lncern erlassene Schreiben der VII Orte empfinden, da es doch den Bünden zuwider sei, daß ein oder mehrere Orte dergestalt ohne der Obrigkeit Wissen und Willen die Unterthancn und Augehörigen eines andern Ortes ansprechen sollten; es sei solches auch nie vorgekommen, und besonders hätte sich Bern zu seine» lieben Mitbürgern, indem die drei Städte gleichsam mit Einer Ringmauer umgeben und verwahrt seien, der Zustimmung zu einem solchen Schreiben gar nicht versehen. Dasselbe soll hiebe! verlesen werden, sowie die darauf gegebene Antwort nach Lucern. — Alsdann sollen die Boten die versammelten Rüthe ernstlich an das Burgrecht erinnern »nd sie zu bedenken ermahnen, ob dasselbe zugebe, daß Solothurn mit den andern sechs Orten Botschaften oder Schriften in das Gebiet von Bern schicken und die Gemeinden „unterrichten" könne. Daher werde es zum höchste» ersucht, von diesem Vorhaben abzustehen und zu erwägen, wie mißfällig es solche Zumuthungen seinerseits aufnehmen würde; es möge sich deßhalb erklären, ob es das Burgrecht halten wolle oder 1062 März 1527. nicht; die Boten haben Befehl, ohne bestimmten Bescheid nicht heimzukehren. 2. In den Händeln betreffend Zürich hätte Bern wohl gehofft, daß Solothurn sich ihm anschließen und von keinem Theil sondern werde; daher bitte es dringend, zu Herzen zu fassen, was Arges daraus entspringen möchte, wenn Zürich immerfort derart verachtet würde, wie viel Gutes aber zu erwarten sei, wenn man es wie von Alter her zu Tagen mitsitzen lasse, da doch die Bünde nichts von dem Glauben, Gottes Ehre und geistlichen Dingen, sondern allein von weltlichen Angelegenheiten, als Erhaltung von Landen und Leuten und dazu dienlichen: Schirm und Hülfe, reden, w. II. Darauf geben Schultheiß, kleine und große Räthe folgende Antwort: 1. Was sie Bern kraft des Bundes und des Burgrechts schuldig seien, wollen sie in allen Treuen halten, wie sie und ihre Vordem bisher gethan; wenn jemand etwas anderes behaupten wollte, so geschähe ihnen damit Unrecht, da sie noch nie gesonnen gewesen, sich irgendwie von Bern abzusöndern, auch nicht dessen Unterthanen aufzuwiegeln noch sonst mit denselben etwas zu handeln, was sie ungehorsam machen könnte. 2. Daß sie sich mit den VII Orten verpflichtet haben, sei nur um Sachen des Glaubens geschehen, in der Hoffnung daß daraus viel Gutes erwachse, was ja Bern durch die Annahme der zu Lucern verabredeten Artikel auch gethan habe; das solle den Bünden und Burgrechten mit andern Orten keinen Nachtheil bringen, und darum gedenke man bei der Zusage, die man den VI Orten des Glaubens halb gegeben, zu beharren und versehe sich nicht, daß Bern dieß zu Undank aufnehmen werde. 3. Die Disputation betreffend habe man immer dafür gestimmt, daß Bern das verlangte Buch erhalte, was man auch jetzt noch leiden möge; der Vor- und Nachrede habe man sich bisher nicht viel beladen und wünsche daher, daß die Sache freundlich erledigt werde. 4. In der Frage, ob man Zürich wieder zu seinem Sitz auf Tagen wolle kommen lassen, werde Solothurn, „so sich hienach fuog zuotragt", sich wie bisher nach aller Gebühr verhalten. Der Abschied deutet auf die Instruction nur hin. 8 3 wurde mündlich zur Sprache gebracht. Den Wortlaut der Instruction hat Stürler, Urk. l. 18V—182. TS«. Wern. 1527, 18. und 19. März. Staatsarchiv Bern. Tag der vier Orte Bern, Basel, Schaffhausen und Appenzell und der Stadt St. Gallen. Gesandte: Basel. (Der alte Burgermeister; Marx Heidelitt). St. Gallen. (Ulrich Appenzeller). — (Andere Angaben fehlen). t». Berathung der Instruction für die Unterhandlung mit den VII Orten (S. Note). I». 1527, 19. März, Bern. Schultheiß und Rath von Bern und die Boten von Basel, Schaffhanscn, Appenzell und St. Gallen schreiben an das Regiment im obern Elsaß. 1. Vortrag der Beschwerden der Stadt Mühlhausen, in sechs Artikeln (s. 5. Juni, Ii). 2. Begehren um Abhülfe: „So wir nun geneigten willen haben, unfern cidsvcrwandteu in allen zimlichen billichen fachen bystand und hilf ze bewysen, langt an üch unser trungcnlich pitt, hoch beger und erman(ung), (daß) ir üwers teils angesinnet syend und die so üwer Verwaltung underworfen sind, anhaltind, mit unfern oftberüerten getrüwen l. Eidgnossen von Mülhusen und den iren fründlichen nach- bürlicheu brüederlichen nach vermög der Erbeinnng (und) der vertrügen zwischen üch, (onch) den üwcrn und inen nsgericht, onch alter fryheitcn und guoter gewonheiten ze gelebeu und vermögen, daß nützit thatlichen noch gewaltiger wyse angefangen, fürgcuommen noch antastet werde, sonders das recht fürgang habe, unverzogen urteil und März 1527, ' iggz sentenz, wann (ein fach?) zuo recht gesatzt wirt, gefällt werden, dardurch die vilgesagten von Mülhusen klagen absyend und nwern fründlichen willen, ouch diser unser fürgschrift genossen haben gespüren mögen", zc. St, A. Bern: Teutjch Missiven 82 u. Zu Die angeführte Instruction lautet in der Lucerner Abschrift wie folgt: 1. „Erstlich nach gewonlicher erpietung und vorred sollend ir anzöigen, was üwcr Herren und obern bewegt, daß sy gegenwärtig ansuochen thuond, fürnenilichen dadurch ein lobliche Eidgnoschaft widcrumb geeint, frid, ruow, einikeit, nutz, lob, eer und wolfart gefürdert und erhalten werd, das nun nit beschechen mag, es werde dann erstlich aller unwill, widcrdrieß und zweispaltung Hindan gethan und besonders dhein Ort zuo tagen usbeschlossen und sines altes sitzens entwert, und also die von Zürich widerumb zuo tagen bcrüeft, beschriben und sitzen, wie dann sölichs von alter harbracht ist, in betrqchtung, wo das nit beschechen, sonders für und für also beharret, daß nützit gnots darus entspringen und zuo besorgen, zertrcnnnng der Eidgnoschaft darus erfolgte, besonders in gegenwärtigen gcfarlichen sorklichen zytungen; dann der spenden hochmuot darus gestärkt und findliche durchächtung und ufsatz gemeret wärt, zuo dem daß göttliche warheit usgcsprochen hat, daß ein jedes rych, (so) in sich selbs zerteilt, werde zerstört. 2. „Demnach daß sy herzlichen wellen betrachten, was die pünt vermögen, daß die sich nit uf den gloubcn und seel, sonders uf beschirmung land, lüt, witwen, weisen, bewnrung der eren, Handhabung des rechten, beschützung vor gewalt und der glichen üsserlich fachen belangend. 3. „Und also wellen früntlicher brüedcrlicher Meinung dise güetige underhandlung annemcn und zuo herzen fassen das vilfaltig rechtlich erpietcn, christelichc underwisung (anzencmen), deren sich die von Zürich und das sy sich die pündt dapferlich ze halten mermalen begeben haben. 4. „Und hieby gliche warnemung und nnderwysung ansehen und ermessen an den Rychsstetten, des Rychs ständen und schwäbischem Pundt, so in glicher zweispaltung des gloubens sind, und nüntdestminder einandern in usserlichcn anligenden nöten nit verlassen, mit einandern gespräch halten, tagleisten, ratschleg thuond und einandern von irem sitz und stat nit tringen, Rychstag besuochen und einandern ungeschmächt und nnvcrruckt belibcn lassend, dadurch ir regiment und stat erhalten wärt, nnangesehen welches gloubens ein jeder sig. 5. „Zuo dem daß sy innerlich wellen betrachten, was uß sölicher zweyung entsinn möchte, wo sich ein partig einem frömbden Herrn ald fürsten ald andern gewaltigen in ald nssert der Eidgnoschaft anhengig machte, dadurch die andre partig niederdrückt und demnach die partig, so überbliben, dest schwächer und durch sölichen anhang und ussatz darnach ouch verdilget wurde, darus, als menklichem kundbar, die frömbden fürsten und Herren ze mermalen gestellt und noch ane zwyfel uß alter findschaft des fürnemens und willens sind. K. „Und damit aller unwill und mißhäll ze allen zyten Hindan gethan werden, daß alle gedruckte lieber, schmach und schandbüechli, kältender und der glichen schmützwort, darus nützit gnots bishar komen, ouch alle uf- hebung und verwysung der- kätzery, nüwes ald alten bäpstischen gloubens, allersit abgethan, usgcrütet und hinfür allenthalb abgestellt werden und vermitteu beliben. 7. „Das alles müssend ir ivol vermög üwers befelhs und nach gestalt der fachen, so üch begegnen werden, ze bessern, mindern, meren, aller gepür und notdurft früntlicher ernstlicher Meinung verhandlcn, und darüber fründlicher antivnrt in gcschrift begeren. Aetnm rviij Marcij A° ze. rrvij." Stattschriber zuo Bern. St. A. Bern: Allg. eidg. Abschicke X. S70—074. — St. A. Lucern: Abschiede U. 2 (Beilage zu Nr. 4SI). — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV. Zu i». Zur Ergänzung des Textes dienen folgende Schriften: 1) 1527, 19. März, Bern. Die Boten von Basel, Schaffhausen, Appenzell und St. Gallen an Freiherr Hans von Mörspcrg und Beffort. Die Botschaft von Mühlhausen klage über einen Handel, der in den letzten Jahreil au einem Priester, ihrem Mitbürger, verübt worden, nämlich daß ihm die Amtleute des Freiherr» sein väterliches Erbgut, zwei Weiher, verwüstet haben, nnd erst nach langem vergeblichein Werben auf die Zivischen- kunft der Stadt Mühlhausen. . . der verfügte Haft gelöst worden sei, jedoch mit dem Beding, daß er sich auf Montag nach Lätare zum Rechten stellen solle -c. Das alles sei der Billigkeit und der Erbeiuuug zuwider, und daher begehren beide Thcilc, daß vorher ohne Beding das Versperrte herausgegeben und der erlittene Schaden ersetzt werde; dann erbiete sich der Priester, in Mühlhausen, vor seinem ordentlichen Richter, zu Recht zu stehen zc. 10K4 März 1527, Da maa ihr Ansinnen billig finde, med sie darin um Hülfe bitten, so könne man ihnen als Eidverwandten das nicht abschlagen und begehre daher, daß sie bei ihren alten Freiheiten und der Erbeinung gelassen und klaglos gestellt werden, :c. St, A, Bem: T-utsch MW«-» q, iw d, iso a. 2) 1527, 24. März, Jsingen. Johann, Freiherr zu Mörsberg und Beffort, an die Botschaften der vier Orte. Antwort: Sie seien über die Sache nicht recht berichtet; denn der genannte Caplan habe das Sacrament mit wüsten Worten .. . geschmäht und die Unterthanen zum Ungehorsam aufgereizt; kraft der Mandate von Worins habe er, der Freiherr, ihn fangen und strafen und dessen Güter zu seinen Händen ziehen können und sollen, das jedoch nicht gethan; dagegen haben etliche Knechte, die zu Beffort als Zusatz gelegen, einen Weiher abgelassen und für kaum 4 Gl. Fische daraus gezogen. Nach langen Umtrieben. . . habe er sich erboten, dem Caplan das Seine zu ersetzen, sofern er sich, der Erbeinung gemäß, zum Rechten stelle in dem Gebiet, wo er gefrevelt, wodurch die Freiheiten der Stadt Mühlhausen gar nicht geschmälert werden; zudem sei nicht sie, sondern der Bischof von Basel des Priesters ordentlicher Richter, w. Daher begehre man, daß die Mühlhauser mit ihrer Klage abgestellt werden, ?c. 3) 1527, 15. April, Jsingen. Derselbe an die IV Waldstätte. Mitthcilnng obiger Missiven (in Copie), damit die Orte, wenn die Sache an sie gelangte, darüber benachrichtigt seien, ?c. y— »)im St. A. Lm-m: MW-m. 4T7. Areiöurg. 1527, 21. März. Ka»»tonsarchiv Freiburg: Instructionen Bd. I. 42 ti. Den Botschaften von Bern, Basel, Schaffhausen, Appenzell und St. Gallen wird auf ihr Anbringen die folgende Antwort ertheilt: 1. Man sage ihnen großen Dank für die treue Wachsamkeit ihrer Herren, um die Eidgenossenschaft (wieder) in Frieden und Einigkeit zu bringen, und erbiete sich, das bei jedem Anlaß zu vergelten. 2. Das Ansinnen betreffend Zürich habe man gern gehört und wünsche, daß es vor den andern Orten, die in der Sache gehandelt, auch angezogen werde; man wolle auch gern sein Bestes thun in Allem, was zu Frieden und Ruhe diene; doch sollen die von Zürich ersucht werden, den Eidgenossen auch einigermaßen entgegenzukommen; deßhalb werde man dein diesseitigen Voten geeignete Befehle geben. 4T8. Areiöurg. 1527, 21. März. Kantonsarchiv Freibnvg: Instructionen Bd. I. 43. Kalltonsarchiv Schaffhansen: Abschiede. Der Botschaft von Bern wird auf die (früherhin) gestellte Frage, ob Freiburg zu dem Schreiben der VII Orte gestimmt habe, Bescheid gegeben wie folgt: „Wie dann die genannten ir gctrüwen lieben Mitbürger von Bern guot wüssen Hand des abschcids der siben Orten Kotten, in ir(er) Statt mit inen gemacht, des willens zuo verriten, Hab sich des abends ein große unruow begeben, die den Kotten, ouch iren Herren und Obern ganz mißfällig und in trüwen schmerzlichen leid ^ gesin ist, nf das etwas ratschlags bcschechen und sich gefüegt, daß min Herren iren Eidgnossen von Lucern gemalt geben, doch der gestalt und maß, daß mine Herren nit vermeinen, daß sölichs den genannten iren Mitbürgern März 1527, 1065 von Bern oder den iren zuo einichem Nachteil oder schmächnng dienen, sonders daß es frid, ruow und einigkeit gebären solle, als solichs die bünd und burgrecht zuogeben, über die si ouch gesessen und nit können finden, daran st brüchig figen, vermeinen ouch Wich getrüwlichen gehalten haben und wollen mit allem dem, so inen golt ver- lichen hat, was ouch bißhar beschechen ist, zuo verkommen größere unruow und zwytracht, ouch frid und einigkeit zuo pflanzen. Und wiewol die genannten min Herren den sechs Orten anhängig sind, ist von des geloubens wegen, verhoffen ouch, daß solichs nutz und guot sige, mer zuo frid und einigkeit diene dann zuo ufruor, wie dann in annemung der Artikel zuo Lucern durch die genannten ir getrüwen lieben Mitbürger ouch beschechen ist, doch den bünden und burgrechten unschädlichen, welich si trüwlich, erlich und unbefleckt halten wöllen mit allem, so si an lyb, eer und guot vermögen." ATS SoLothlMl. 1527, 24. März (Sonntag Oculi). Kantousarchiv Solothurn: Abschied- Bd. XIV. Kantonsarchiv Schaffhansen! Corr-jponbenzm. I. Eine Botschaft von Bern, Basel, Schaffhausen, Appenzell und St. Gallen eröffnet vor kleinen und großen Rüthen ihre Instruction (Nr. 426), die sich besonders auf drei Artikel bezieht: 1. Das Ansuchen, dahin zu wirken, daß die bisher waltende Sönderung abgestellt, die Stadt Zürich wieder zu ihrem alten Sitze auf Tagen zugelassen und gemeine Eidgenossen dadurch vereinbart werden. 2. Die Abschaffung der Schmähschriften, die bisher von beiden Parteien gegen einander ausgestreut worden. 3. Die Unterdrückung der gegenseitig gebrauchten Schmachworte, damit Friede und Einigkeit desto besser erhalten werde. II. Darauf wird den Gesandten folgende Antwort ertheilt: Man habe diese Zwietracht immer bedauert und den Boten zu Tagen jederzeit befohlen, alle Mittel zu suchen, welche Ruhe und Einigkeit brächte»; Zürich habe man hierseits nicht geheißen, von den Tagen der Eidgenossen abzutreten, und auch gegenwärtig sei man bereit, zur Förderung des Friedens nichts zu sparen. Weil die Boten zu den übrigen sechs (altgläubigen) Orten auch reiten werden, so wolle man später zu Tagen rathen helfen, was zur Vereinigung der Gemüther dienen könne. Die Schmachbüchlein, Lieder, Kalender und andere „tratzliche Gedichte" samt den Schmähreden gefallen den Rüthen gar nicht, und wünschen sie lebhaft („mögen fast ivol erliden"), daß sich die Eidgenossen über eine Ordnung verständigen, um solches alles abzuthuu. Das Schaffhauser Eremplar ist Copie von der Hand des Lucerner Schreibers Huber. 4SS Bern und Areitmrg. 1527, (18. bis) 27. März. Archive Bern und Freibnrg. Verhandlungen in Sachen der Genfer. Eigentliche Abschiede fehlen; von den Acten heben wir nur die wichtigsten ans: 1) (1526 f.). Lupplioatio gratiao Ikranoisoi Oartollori. (6 Fol.-S. lateinischer Tert). K. A. Freiburg: A. Genf (Copie). 2) 1527, 15. Februar. Bern und Freibnrg an die Boten in Genf. Weisung in der Angelegenheit deS Cartclier: entsprechend dem Schreiben an Genf; den Kern der Motivirung enthält aber folgende Stelle: „Und 106K März 1527. so wol zuo zwyflen ist, daß der Herzog stets wartet, wie sich die fachen in Jtalia verloufen werden; sollt dann sölichs zuo einem krieg dienen, wo den unfern mißlung, so es setz in einem treffen ist, daß vil gelts uß Frankrych in die Eidgnoschaft kommen soll, und sölichs hiedurch sollte nidergeworfen werden, mögen ir wol ermessen, was Unwillens wir gegen unfern Eidgnossen wurden erlangen," ?c. K. A. Fr-tbmgi MM-» Bd. ix u. x. so v. 3) 1527, 15. Februar. Bern und Freiburg an Genf. Man vernehme, daß beabsichtigt sei, den Franyois „Calleri" (gl. Catellery: Cartelier) hinzurichten, finde nun aber, daß dies der Stadt zu großem Schaden gereichen könnte; denn würde C. gerichtet, bevor der Proceß dem Herzog oder den Eidgenossen gezeigt wäre, so möchte gesagt werden, es sei alles „tantasio"; deßhalb begehre und bitte man, den C. noch einige Zeit im Gefängnis; zu behalten, w. K. A. Freiburg: Missiven Bd. IX u. X. 20 ». 4) 1527, (c. 2l). Februar f.). Bern an Genf. Die eingegangenen Antworten der Stadt und des Bischofs betreffend die Abhaltung eines gütlichen Tages mit den Flüchtigen widersprechen einander, da jene ihre Zustimmung gebe, dieser aber wünsche, daß die Streitfragen vor ihn gebracht werden; da man nicht wisse, was nun (am besten) zu thun sei, so habe man dem Bischof sofort wieder geschrieben und ihn ersucht, zu dem Tage einzuwilligen; indem man dessen Antwort gewärtige, ersuche man die Stadt, den Tag auch abzuwarten, zc. St. A. Bern: Welsch Missivcn ä.. 1 d. 5) 1527, 1. März. Bern an Freiburg. Antwort auf dessen Schreiben und die beigelegte Copie der Zuschrift von den Genfern. Man habe dieselbe auch (direct) erhalten und ebenso die Erklärung des Bischofs; da er zu dem Tage nicht eingewilligt, so habe man ihn nochmals darum ersucht und Antwort begehrt; sobald diese komme, werde man weitern Bericht geben und den Tag verkünden. St.A. Bern: T -mi-h Mtssw-n q. iri o. 6) 1527, 2. März. Bern an Genf. Gemäß dem letzten Abschied, und um die gütliche Unterhandlung zwischen der Stadt und den Banditen fortzusetzen, habe man einen Tag hieher bestimmt auf Sonntag Judica, den 7. April, der allen Parteien verkündigt werde; man begehre nun, daß die Stadt denselben unfehlbar besuche; denn diesseits werde man alles Mögliche thun, um den Span zu vertragen, ?c. — Entsprechend an den Herzog von Savoyen. St. A. Bern: Welsch Missiven 3 b, 4 a. 7) 1527, 13. März. Genf an Bern (auch an Freiburg?). Ungeachtet der mehrmaligen Verwendung (der zwei Städte) bei dem Herzog von Savopen, damit er die Stadt in Ruhe lasse, und ihre Angehörigen in seinen Gebieten sicher seien, habe er das mehrfach nicht gehalten; nun sei ihr neuerdings eine große Schmach begegnet, indem etliche Flüchtige am letzten Montag (11. d. M.) in der Stadt Hermance den Jehan Gentil erschossen haben; der Thäter trage das Wappen des Herzogs. Man habe nun die Anwälte (der beiden Städte: vos oominis) an Ort und Stelle geschickt, um die Sache genau zu erforschen; dieselben geben über ihren Befund direct Bericht. — Man fühle sich durch diesen Vorfall sehr betroffen und könne (solche Feindschaft) nicht länger ertragen, und da Bern der Stadt bisher zu gutem Recht behülflich gewesen, so bitte man es, auch in diesem Fall seinen Beistand zu leisten; denn ungeachtet des anberaumten gütlichen Tages sei man gesonnen, die Schuldigen zu verfolgen, wo man sie finden könne. St. A. Bern: A. Genf. 8) 1527, 16. März. Bern an Genf. „Haus avons ontsnckn oo gns vous st nos oominis sn votro cito norm ont rosoript touobant llsban (Isntil st ls oas miserable on (sie) lui aclvsnu, clugusl sommos trss marris. Nsantmoins (nous) vous Prions et aclmonsstons gus vanille?: äosistsr cle vostre propo? st les traitrss st malkaistsnrs gui ont tuo lsclit (Iontri, no vsuills?: proobasssr ni variier la mort äs vostrs äit trsrs st aini par vous mssinos, mais oonsiclorsr guo avs? sn tisnl onckroit aoguiru? (sie) bonns gusrslls, oosasion st bon «lroit äs vous plairulrs. Uour antant veuills?: attonclrö lawiabls sournso gui est ostablie, sur laguollo Isckit (sie) alkairs onsombls les prooockans soront ouz^s st traits?, st sn sorts a laicls eis Dien, guo aurs?: oosasion äs vous oontsntsr; vsuills^ aussi oonsiclorsr vostrs bonneur et protit, st gus toujours avs?: promis clv von« oonäuirs par nous^. . . St. A. Bern: Welsch Missiven X. ». 11) 1527, 21. März, Bern, Sitzung der Näthc und Burger. „Dcnne haben sich die Gienfer crklagt, tvie man si erschieß und stech ze. Daruf haben min Herren geraten, an den Herzogen (ze schryben) um ein rechtstag, zum trungenlichesten, als im Missivenbuoch stat. — oass." St.A, B-r»i RaUM.ch, 12) 1527, 22, März, Freiburg, Vortrag der savoyischen Botschaft wegen eines Todschlngs; es sei Befehl gegeben, „denselben zu fertigen." Wenn die Genfer sich beklagen, so habe er (der Herzog) nicht minder Ursache dazu. Ferner beschwert er sich über einen Münzmeister, der ihm zugchöre, ?c. «.A. Fr-Wurg: RaNMu-h Nr. 44. 13) 1527, 23. März. Bern an Frciburg. Ein Anwalt des Herzogs von Savoyen habe heute vorgetragen, der auf den 7. April bestimmte freundliche Tag dahier sei sowohl ihm als den flüchtigen Genfern zu nahe, da etliche in Flandern und sonst in weit entfernten Gegenden ihres Gewerbes wegen abwesend seien; deßhalb werde eine Verschiebung des Tages auf Quasimodo gewünscht. Da man ohne Freiburgs Zustimmung nichts ändern wolle, so erbitte man sich Bescheid bei diesem Voten.. St.A. B-m: T-utsH MM-» cz. isev. 14) 1527, 24. März (Oculi). Bern an Freiburg. „Als nächst üwer und unser Mitbürger von Jens sand- botten vor uns und unserm großen Rat erschinen und ir anligen entdeckt haben, alles mit fürtrag und anzöig frisch verluffner mißHändeln, die inen begegnet und uns in trüwen leid sind, hatten wir uns mit unserm großen Rat darüber beraten, dem Herzogen von Savoye den Handel zuogeschriben, nämlichen daß er die Übeltäter irem verdienen nach strafen füllte und deßhalb einen rechtstag ansetzen, den ir und wir mit botschaften uf deren von Jens beger ersuochen (vio) wurden, und bemeldter fürstl. Dt. von Savoye darneben anzeigen, was darus und (uß) derglichen frävenlichen und gewaltigen fachen errünnen möcht, daß er sölichem vorsin wellte, weliche schrift bemeldt Kotten von Jens nit (Hand) wellen lassen fürfaren, sonders vorhin an üch und unfern großen Rat ze bringen understanden, das wir inen nit können abslachen. So sy nun by üch gewesen und aber die fach nit usgefüert, haben wir sy hüt beschickt und inen fürgehalten, daß uns solichc hindcrhaltung unsers schribens an bemeldten Herzogen nit wenig bedure, daby ouch zuo erkennen geben, wie wir in besorg und argwon syen, daß sy villicht krieglicher empörung gedachter fachen halb begeren, das nit allein uns, sonders inen zuo großem Nachteil und abfall gedienen möcht, und daß durch etlich villicht fürgenommen, die me uf unruow dann uf friden stellen, dadurch üch, (ouch) uns noch den Jenfern nit geholfen, besonders gegenwürtiger gefarlicher zyt. Dem allem vorzcsin, will uns fruchtbar bedunken, üch unsers ratschlags ze berichten, damit ir verstandind, daß wir willens syend, das angenommen burgrecht stät ze halten und den(en) von Jens zum rechten ze helfen und deHeiner gestalt zuo krieglichen ücbungen weder thätlich noch rätlich ze bewilligen, deß sich ouch uf hüt bcmeldt ratsanwält von Jens ouch merken lassen, in betrachtung daß sy und ein statt Jens deß übel entgelten möchten, wo gewaltiger wys hierin gehandelt wurd. Harum wellend die üwern, so zuo unruowen geneigt sind, abwysen und allen möglichen flyß ankeren, daß sölichs abgestellt und gewendt werde. So wir nun von bemeldten Kotten vernommen, daß ir inen üwern großen Rat uf nächst künftigen Zinstag besamten werden, und (ir) alldann diß fachen fürnemen und darüber ratslagen, haben wir üch nf üwer beger unfern cntsluß nit verhalten wellen, üch in den Handel dest komlichcr ze fliegen und ze betrachten gelegenheit der fach, zuo erhaltung frides dienstlich". . - >pt. A. Bern: T-Ulsch Missiven 188. 184 ». 1068 März 1527, 15) 1527, 25, März (ipsa Annunt. Maria), Bern, Instruction für Bernhard Tillmann als Gesandten nach Freiburg, Man entnehme wider Erwarten aus dein (letzten) Schreiben von Freiburg, daß es bei dein auf den 7, April festgesetzten Tage beharren und keine weitere Verlängerung zugeben wolle; das erscheine befremdlich, da doch die Vertriebenen von Genf in fremden Landen seien und so bald nicht erscheinen können, Deßhalb ersuche man Freiburg nochmals dringlich, zu der beantragten Verschiebung bis Sonntag Quasimodo (28. April) einzuwilligen, und zwar Bern zu Gefallen. Der Bote soll dabei vorstellen, daß es ganz nutzlos wäre, jenen Tag zu halten, indem es sich eben um die Verbannten handle, ohne deren Gegenwart man nichts Fruchtbares erreichen würde. Freiburg möge auch die Folgen bedenken, die aus diesen Händeln entspringen könnten, ec. St, A. Lernt Abschiede X, 57b, 57«, 16) 1527, 26. März, Freiburg. Ein Bote von Bern, (Bernhard) Tillmann, begehrt, daß man den Tag wegen der Genfer Banditen verschiebe und keine Unruhe anfange. — Dagegen klagen die Genfer über den großen Muthwillen, den sie von den Savopern erleiden. Doch wird dem Gesuch von Bern entsprechend der Tag auf Quasimodo verschoben. Wegen des Todschlags zu Hermance ist auf Sonntag Indien (7. April) ein Tag der beiden Städte in Genf bestimmt, den der Herzog durch seine Botschaft besuchen soll, um die gegenseitigen Beschwerden anzuhören und darüber abzusprechen. «. A. Freiburg- Rathsbuch Nr. 44. 17) 1527, 27. März. Bern und Freiburg an den Herzog von Savoyen. /I'rcs illustre, ete. et«, ^pros vous uvoir pur op «lcvunt plusisurs low pris et reguis, nos ober» oomkourgeois Äc donsvs preservs(r) Äs tous oultrugss, molsstutions, violonoss st Innovation«, gue pur vous ou vos sukjsts et uÄkoruns guol(s) gut soisnt, lour pourroient sstro irrogox, cio Äesistor st Äsportsr, aussi v insttrs orÄre st pourvoi? guo tisullss ns survsnisssnt, sur guoi u na» umkassuÄsurs aves? promis - Sieget von Bern. St. A. Bern: Welsch Misstven b b, 6, 7 n. Vgl. Rathsbuch Nr. 215, p. 19. — K. A. Freiburg: A. Savoyen (Berner Copie). März 1527, 1069 18) 1527, 29, März. Bern an den Bischof von Genf, Der Herzog von Savoyen habe anzeigen lassen, daß in Genf ein Münzmeister gefangen gehalten werde, den er in seiner Gewalt zu haben begehre kraft der Privilegien, die schon seine Vorfahren in solchen Sachen ausgeübt haben. Da dessen Rechtsame im Burgrecht vorbehalten sei, so bitte man den Bischof, ihm den Gefangenen auszuliefern, ec. ^ St.A. B-vn Latein, Missw-n i. 2571-, 4SI . Instruction des Freiburger Boten: Er soll darauf achten, daß in der zu verlesenden „Vovgeschrift" und Schlußrede Niemand geketzert und zu „fcrrenklich" gescholten werde; doch läßt man zu, daß der irrige verführerische Glaube so genannt werde. K. A. Freiburg: Insu. Bd. I. 4ü b, 4SS. Schwyz. 1527, 30. März („am 30 tag" Anno zc.). Ka»to»«archiv Schaffhausc»: Korrespondenz-,:. 1. Die Botschaft von den vier Orten und St. Gallen eröffnet in gesessenem Rathe ihre Instruction (folgt ein Auszug). 2. Es wird dieser Vortrag freundlich aufgenommen und bestens verdankt, und auf das gestellte Ansuchen folgende Antwort gegeben: Wenn die Orte, deren Boten hier erschienen, bei Zürich so viel vermögen, daß es Schwyz („ans und die unfern") mit Schmach- und Schänzelworten, Liedlein, Büchern u. dgl. nicht mehr beunruhigen lasse, so werde man hierscits, „wo es an uns ist", solche Dinge auch abstellen helfen. Aber Zürich wieder zu Tagen zu laden, liege nicht in der Gewalt des Nathcs; denn im Jttingerhandel und andern solchen Geschäften sei es bekanntlich selbst ausgetreten, und daraufhin habe man sich vereinbart, künftig nicht mehr neben ihm zu sitzen. Man wolle daher die Sache an die Landlcnte bringen und darnach mit den andern sechs Orten darüber Antwort geben, „dcro wir hoffend glimpf und eer zno haben". Wenn aber die vier Orte und St. Gallen Zürich bewegen können, sich den andern Eidgenossen, namentlich den sieben Orten, in allen Dingen gleichförmig zu machen, wie es zu der Zeit gewesen, wo die Vordem in die Bünde getreten, so würde man nichts lieber sehen und angenehmer empfinden, und wollte man, sofern das geschähe, alles thnn, was man schuldig, April 1527. 1071 und was zu Frieden und Einigkeit dienlich wäre; dann würde man auch mit den Zürchern und andern Eidgenossen niedersitzen, die Mißbräuche (in der Kirche) zu prüfen und abstellen zu helfen, so daß es gemeiner Eidgenossenschaft zu Ehren und Wohlfahrt gereichte. 1) Ueber die Konferenzen in Uri und Unterwald en ist gar nichts aufgezeichnet. Hier reihen wir noch folgende Aufzeichnung mm 2) 1527, 7. April (Sonntag Judica), Bern, Sitzung des großen Rathes. Verhörung der Boten, die bei den VII Orten gewesen, und der schriftlichen Antwort (?). St .A.B-rn: Rathsbuch. Zu bemerken ist noch das nroiusnto des Stadtschreibers (Gyro al. Zyro): „Uf tagen von den 7 Orten die antwurt ze Häuschen, und wo (si) nit bis Weyen geben (wurd), lag an(ze)setzen." 4SZ. Einsiedeln. 1527, 3. April f. (Mittwoch nach Mittcfasten f.). Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschiede II. 2. f. 296. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 9, 5. 309. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede XU. 65. Kantonsbibliothek Freiburg: Girard. Sammlung T .III. KantonSarchiv Solothurn : Abschiede Bd. XVI. Gesandte: Zürich. (Diethclm Röist, Burgermeister; Niklaus Setzstab; beide Zusätzer; . . . .). Bern. (Bartholomäus Ibach). Lucern. (Jacob Feer, Zusätzer; Joh. Huber, Schreiber). Schwyz. (Martin in der Matt, Zusätzer; Paul Kerngerter, Obmann . . .). — (Andere nicht bekannt). k». 1. Freiburg beschwert sich wegen eines Angehörigen, den es bei der Besatzung zu Gottlieben habe, und der von dem Landvogt im Thurgau immer noch nicht bezahlt werde, angeblich weil kein Geld vorhanden sei. Heimzubringen. 2. Auf nächstein Tag ist auch Antwort zu geben, ob die zwei Zusätzer, die jetzt dort sind, noch länger da bleiben sollen. I». 1. Der Commissär zu Bellenz schreibt an die III Orte, es seien zu Mailand einige Münzen, nämlich die dicken Plaparte mit dein geharnischten Mann, die mit dein Mönchskopf, auch die neuen zu Bellenz geschlagenen Nied andere bedeutend herabgesetzt worden. Heimzubringen. 2. Lucern wird indessen beauftragt, die dicken Plaparte und andere solche Münzen zu probiren und darüber Bericht zu erstatten. «. Der Landvogt von Sargans und Schultheiß Kramer daselbst berichten, wie sich Caspar Vögeli über die Anzeige des ihm gesetzten Reichstages geäußert habe, und wie er gedroht, es die Personen entgelten zu lassen, die nach Chnr kommen würden. Nachdem man auch dessen Schreiben verhört hat, worin er klagt, daß ihm Unrecht geschehen, und bittet, ihm das Necht nach Stadt- und Landrecht nicht zu verweigern, wird der Landvogt beauftragt, ihn zu verhaften, wo er ihn finde, und nach Verdienen zu strafen, sein liegendes und fahrendes Gut zu verkaufen, wie er der Eidgenossen Ehre und Nutzen glaube fördern zu können. Darüber wird auch den III Bünden und dem Vögeli selbst geschrieben. Ä. Lucern und Zug werden beauftragt, die Reuß zu untersuchen und öffnen zu lassen, wo es nöthig wäre, damit die Schiffahrt nicht gestört werde, v. Zwei aus dem Thnrgan bringen vor, wie ihres Vaters Bruder aus Erkenntlichkeit seiner „lcdigen" Frau all sein Gut vermacht habe, so nämlich, daß sie es lebenslänglich brauchen und nutzen könne; als aber die Frau vor Kurzein krank geworden, habe ein Landgerichtsknccht den Landvogt durch allerlei Vorspiegelungen bewogen, ihm die Frau mit Leib und Gut zu übergeben; zwei Tage darauf sei die Frau gestorben, was etivas Argwohn erwecke. Sie bitten nun die Eidgenossen, als Erben aller „Ledigen", fie möchten sich hier ms Mittel legen und jenes Vermögen, das nur als Lcibding von ihres Vaters Bruder an die Frau gefallen, ihnen überlassen. Heimzubringen med auf der Jahrrechnnng zu Baden darüber Antwort zu 1072 April 1527, geben; bis dahin sollen jene Güter gänzlich unverändert bleiben, L. Die neuen Berichte wegen des Schlosses Vatzol, das der Castellan von Musso (bleibend) in Besitz nehmen will," und wegen der Insel im Langensee soll jeder Bote heimbringen, indem man diese uns offenen Hänser nicht gern von Händen geben möchte. K. Auf den Vorschlag Zürich's, das Geschäft wegen der Appellationen von Bremgarten zu verschieben bis zum Austrag des noch schwebenden Rechtshandels, wird mit der Mehrheit erkannt: Weil man derzeit im Besitze jener Appellationen sei, so wolle man dabei bleiben und niemand stillstellen; wenn aber Zürich diesen Besitz bestreite, so möge es darum Recht suchen; das werde man ihm dann nicht verweigern. I». Ein Entschluß über die Abstellung der Schmachworte und Lieder wird auf den Tag verschoben, wo man (die VII Orte) zusammenkommen wird, um sich über die Antwort an die vier Orte zu verständigen, ii. Betreffend Vogt Burrach von Unterwalden wird neuerdings beschlossen, er habe das unterschlagene Geld den Eidgenossen abzuliefern. Ii.« „Dem potestat von Löwin schriben von der Dumenser wegen, was sy brucht haben mit den unfern im Lowisthal, daß solichs für- kommeu, und solichs der landschaft anzeigt sye." I. Da der Castellan von Musso uns schriftlich warnt, es möchte die Insel in die Hände der Spanier kommen, so wird dies in den Abschied genommen, indem man einen Betrug dahinter vermuthet. i«. Es soll jeder Bote zu Hause Bericht erstatten über das Schreiben desselben Castellans, daß ein Frieden geschlossen sei zwischen dem Papst und dem Kaiser mit gewissen Vorbehalten, daß auch Andere darein treten mögen, i». Man soll eingedenk sein des Berichtes von dem Vogt zu Lauis, daß die Spanier einigen Kauflenten ans Ponte 500 Kronen weggenommen, und (berathen), wie man ihnen behülflich sein könne. «. Konrad von Schwalbach, Commenthur des Hauses zu Tobel, legt eine lateinische Missive des Ordensgenerals, des Herrn von Viterbo, vor, des Inhalts, Rhodus sei verloren; gemäß seinen Regeln rüste sich aber der Orden nichts desto weniger gegen die Feinde des Glaubens. Dabei stellt er das Gesuch, die Eidgenossen möchten dem Orden die zum Hause Tobel gehörigen Güter zu jenem Zwecke verabfolgen lassen. Heimzubringen. Z». Auf die Beschwerde deren von Lauis und Luggaris, daß der Herr von Musso ihnen den Salzkauf nur gegen einen ungebührlicheil Zoll gestatte, wird an den Castellan geschrieben, er möge sich nachbarlich verhalten, wie man es von Seite der Eidgenossen auch thue. Heimzubringen, wie man den armen Leuten Helsen wollte, wenn er nicht entspräche, «z. Schriftlich beschwert sich auch der Vogr zu Mendris, daß die Spanier auf seinem Gebiete wüsten, rauben und Gefangene machen, den Kalif von Como her verbieteis und nichts mehr zuführen lassen; er bitte um Hülfe und Rath. — Darauf hat man an die Befehlshaber zu Mailand und Como geschrieben, sie möchten solche ungebührliche Vorgänge abstellen und gute Nachbarschaft leisten. Nichts desto weniger nimmt man das in den Abschied, i. Junker Wolf voll Helmstorf bringt als Anwalt des Bischofs von Constanz vier Artikel vor: 1. Man möchte den Bischof bei seinem geistlichen Recht und seinem Consistorium, namentlich in Ehesachen, „Blumen" und geistlichen Dingen, bleiben lassen und schützen; dann sei er geneigt, dasselbe den Eidgenossen zu Gefallen nach Bischofszell zu versetzen. 2. Die Consolationes, die bei den Decanen liegen, möge man ihm verabfolgen lassen. 3. Man möge ihm auch fernerhin die „ersten Früchte" entrichten lassen, welche bisher die neugewählten Pfarrer gegeben haben. 4. Wenn die Eidgenossen gesonnen wären, die vielen vorhandeil „gewesenen" Mißbränche abzustellen, so anerbiete er ihnen seine Mitwirkung; auch wolle er mit ihnen zur Ausrottung des lutherischen Glaubens Leib und Gut nicht sparen. Heimzubringen, um auf dem nächsten Tag über diese Artikel Antwort zu geben. 8. Junker Wolf von Helmstorf entschuldigt'die von Grünenstein gegen die Anklagen deren von Balgach mit ihrer Abwesenheit; wenn sie wieder zurückkommen, „werden sie thun, was sie sollen." t. Heimzubringen die Beschwerde des Neichsvogtes zu Wyl, im Namen des Abtes von St. Gallen, daß die von Abtwpl den kleinen Zehnten gegen die ergangenen Sprüche verweigern. Mau hat deßhalb ernstlich an die Bauern AM 1527, 1073 geschrieben, sie sollen gemäß dem Urtheil von Rapperswyl dein Abt geben, was sie schuldig seien, indem man es sonst auf andere Weise eintreiben werde. »i. Der Rathschlag über eine Verhandlung init Schaffhausen, Appenzell und St. Gallen wird auf den nächsten Tag verschoben, v. Der Hauptmann von St. Gallen meldet, wie die Stadt den Burgermeister von Watt und drei Nathsboten an den Abt gesendet, um ihm sieben Beschwerden vorzulegen und namentlich über den Doctor Wendelin zu klagen, der ihre Prediger verleumde; es sei aber denselben bewiesen worden, daß ihre Prediger auch den Doctor beschimpfen, indem sie öffentlich ausrufen/wer beichte und das Sacrament empfange in dein'Glauben, daß Fleisch und Blut Christi darin enthalten, sei des Teufels, und wer Wendelin's Predigten höre und zu ihm stehe, sei ein Ketzer und Böselvicht, mit vielen andern ungeschickten Worten. Darauf habe man versprochen, hierüber nachzufragen und die Fehlbaren zu bestrafeil; das sei aber bisher »och nicht geschehen. Heimzubringen. Hv. Jeder Bote kennt den wieder vorgebrachten Anstand mit dem Abt von St. Gallen, wegen der Pension Doctor Thalmann's von der Pfründe zu Bernang im Nheinthal, welche Pension. demselben durch Abt Gotthard und den Convent zugesichert worden sein soll. Nachdem man nämlich die Instructionen verhört hat, die nicht gleichförmig lauten, trägt ein Anwalt I)r. Thalmann's vor, daß derselbe keine Pfründe mehr habe und alt gewordeil und nur noch wenige Jahre leben werde, übrigens bereit sei, im Nothfall die Pfarre zu Bernang selbst zu versehen; der Abt sei aber befugt, statt des jetzigen Priesters, den er nicht belehnt habe, einen andern dahin zu setzen, der mit dein Einkommen zufrieden wäre. Das wird in den Abschied genommen, x,. Da Zürich in Betreff der Appellationen im Kelleramt vorschlägt, daß alles, was außer der Stadt Brem garten ins Recht gesetzt und dahin appellirt werde, nach Zürich gehöre, was aber zu Bremgarten „angefangen" und appellirt werde, nach Baden gehören möge, und dabei bittet, bis zur Erledigung des Jttingerhandels die Appellationen aus dein Kelleramt unerledigt zu lassen, so wird das Geschäft nochmals heimzubringen beschlossen. ) Zürich begehrt, daß der Zehnten zu Nußbäumen, zu der Pfarre Stammheim gehörig, der durch den alteil Landvogt mit Arrest belegt worden, wieder freigegeben werde. Da man aber diesen Zehnten zurückbehält, weil zu Staiinnheim nicht mehr Messe gelesen wird, so hat man das Begehren (nur) in den Abschied genommen. Der Tag in Lucern, zur Vereinbarung einer Antwort an die „fünf Orte", wird auf Donnerstag in der Osterwoche (25. April) angesetzt. »»,. Heimzubringen das abermals vorgebrachte Begehren des Vogtes Amberg, ihn für den bei dem Sturm auf Illingen erlittenen Verlust zu entschädigen oder ihm vor Recht zu stehen. KI». I. 1. Da der Jttingerhandel nach langen Reden und Verhandlungen beinahe zum Rechtssatz gekommen, so anerbietet Zürich nochmals wie bisher, es wolle die Schuldigen ebenfalls strafen helfen, die in der Botmäßigkeit der X Orte im Thurgan wohnen, die aber, welche allein zu Zürich gehören, selber strafen. Hicnach freundlich angefragt, ob es, wenn die Bestrafung seiner Angehörigen ihm überlassen würde, dieselben anhalten und nöthigen wollte, für Schaden, Schmach, Raub, Brand und erlaufene Kosten Entschädigung zu leisten, gibt es „gütliche Antwort." 2. Darauf haben der Obmann und die Schiedlente beider Parteien die Frage gestellt, ob sie den Streit auf gütlichem Wege beseitigen dürften? Dies hat man ihnen bewilligt, jedoch auf Gutheißen der Herren und Obern hin und mit Vorbehalt von Jedermanns Rechten. II. Demnach werden von dein Ob mann und den Zusätzern folgende „Mittel" aufgestellt: 1. Es sollen die Eidgenossen von Zürich die Ihrigen von Stein und andern Orten, die zu ihrem Gebiet gehören, nämlich außerhalb der Botmäßigkeit der X Orte im Thurgan wohnen, und die an dem Sturm zu Illingen Theil genommen, anhalten, an den entstandenen Schaden und die Kosten 3000 Gl. zu Händen der X Orte zu erlegen. 2. Ferner soll von allen klebrigen, die im Thurgan in der Botmäßigkeit der X Orte sitzen und an jenem Frevel mitschuldig sind, als Strafe und Schadenersatz die gleiche Summe zu Händen der Obrigkeit bezahlt werden. 3. Es bleibt alsdann den X Orten 135 1074 April 1527. überlassen, wie sie die Summe unter einander theilen und was sie dem Gotteshaus an seinen Schaden verabreichen wollen. 4. Hiemit soll dann dieses Geschäft berichtigt und abgethan sein. III. 1. Da nun kein Theil diesen Vorschlag anzunehmen Vollmacht hat, so wird er in den Abschied genommen und hiefür ein anderer Tag nach Einsiedeln angesetzt, nämlich auf den ersten Sonntag im Mai (5. Mai), wo dann jeder Bote Antwort bringen soll, ob man diesen gütlichen Vergleich annehmen wolle oder nicht. 2. Für den Fall, daß die eine oder andere Partei ihre Zustimmung nicht geben wollte, sollen beide auf den benannten Tag mit Vollmacht zur Fortsetzung des Rechtes ausgerüstet sein, um über diesen und alle andern Artikel einen Spruch zu fällen. 3. Es ist den Boten bekannt, daß Zürich keine Vollmacht gehabt, rechtlich in die Sache einzutreten, sondern nur die Lösung der Hauptfrage verlangt hat, ob es oder die Eidgenossen seine Angehörigen zu strafen habe; „darum wir zno solicher güetlicheit destcr ee geursachet sind." vv. Die Boten von Zürich sollen heimbringen, wie in ihrer Gegenwart Ofrion Setzstab sich vor den Eidgenossen beklagt hat über die Ungnade seiner Herren, des würtem- bergischen Zuges wegen; da er ihr Gebiet nicht betreten dürfe, so sei es ihm nicht einmal möglich, seine Schuld von dem Amte her, das er dort „gethan", zu bezahlen, weßhalb er sie verbürgt habe; seine Herren fordern aber mehr, als er glaube schuldig zu sein. Ungeachtet aller Bitten um Geleit habe er bisher noch nicht dazu gelangen können; so sei er endlich genöthigt, die Verwendung der Eidgenossen nachzusuchen, die aber, wie er vernommen, wegen Ueberhänfung mit Geschäften noch nicht habe angebracht werden können; er begehre übrigens nichts anderes, als abzurechnen, seine Bürgen zu ledigen und alle seine Schulden zu bezahlen und zu erlangen, was ihm von Rechts wegen gehöre. Darinn bitten die Eidgenossen die Herren von Zürich, demselben um ihretwillen ein freies sicheres Geleit zu geben, damit er seine Pflichten erfüllen und im Nothfall das Recht brauchen könne, anerbiete er doch, sich strafen zw lassen, wenn er das Geleit mißbrauchte. Man hoffe zuversichtlich auf ein Entsprechen und begehre das um Zürich zu verdienen. «R«R. Das dem Ammann Stocker sel. von Zug geschenkte Fenster ist von Bern (auch Freiburg) noch nicht bezahlt. aus dem Zürcher, «IN aus dem Berner Exemplar. Jenes hat sonst nur x und und zwar verkürzt; im letzteren fehlen «?, t, », v, rv, im Freiburger e, «I, «—x, im Solothurner «—x, I>!» w.; «I ist gestrichen. Im Lucerner finden sich <» und z» zweimal auf demselben Blatte; die zweite Redaction ist etwas vollständiger und bei <» darin abweichend, daß die Herausgabe aller Güter des Ordens verlangt zu werden scheint. Zu >»!». 1527, 4. April (Donstag nach Lätarc), Einsiedeln. Verbalproceß der Rechtsverhandlung zwischen den neun Orten und Zürich. St. A. Zürich: A. JNingeistmm. — St. A. Luccrn: A. Religionshändel. Eine undatirte Abschrift dieses Actes, von der Hand des beeidigten Schreibers Locher, hat das Lucerner Archiv; die Zürcher Copie, nach aller Wahrscheinlichkeit ebenfalls gleichzeitig ausgefertigt, seither durch Feuchtigkeit beschädigt, hat 25 Seiten ziemlich enger Schrift. Mit Rücksicht aus die in Nr. 249 gegebenen Auszüge und die , sonstige Actenfülle betreffend diesen Handel können wir auf eine selbst verkürzte Wiedergabe des neuen Textes hier wohl verzichten. 4Z4. Mern. 1527, 4. April. Staatsarchiv Bern: Urkunden. Erneuerung des Burgrechts zwischen Bern und Propst und Capitel von Neuenburg. Die Urkunde lautet wie folgt: April 1527. 1075 „WIR der Probst vnnd Capittell Zuo Nüwennburg Thuond kundt vimd bekennen offennlich j mitt discm brieff, Allst wir dann jetz vnnser volmechtig bottenn by den Edlenn, strenngen, j frommen, vestcn, fürsichtigen vnnd wysenn Hernn Schultheissenn vnnd Rhat der Statt Bernn gehept l vnnd pittlich vermögenn, Das ewig burgrecht, von vnnsern vorder» mit freu vorder» vor vill Jarenn ^ angenomen, ze ernüwernn vnnd bevestnen, Vnangesechen, das söllich burgrecht vns vnwnssend ein lange > Zyt dahar vngeäffert bclibenn. So nun söllich ernüwrung beschcchenn, Vnnd vns desthalb schrifftlich i gewarsame inhänndig gemacht, habenn wir hinwidcrumb gelopt vnnd hiemit by guottenn trüwen ver- l sprachen, by bcmelltem ewigen burgrcchten ze belibenn, Söllichs war, statt, vest und unwandelbar alles j sins inhalts zuo hallten, Da wider nützit fürzenämen, ze thuond noch ze hanndeln, das dem zuo letzung j old abbruch einichs wegs dienen möcht, Sonnders ouch die Zwey mark silbers Järlichen ze waren, s Alles erberlich vnnd vngeuarlich, jnn krafft diß brieffs. Des zuo vrkund mit vnsers Ca- pittels an- i Hangendem jnsigell verwart. Beschcchenn Donstag den Vierden tag Aprellens Nach Christi j Jesu vnsers Heillands gepurt gezollt thusent fünsfhundert zwentzigk vnnd Sibenn Jar." Die Erklärung Berns (Copie vor der Uebertragung auf das Pergament?), dtn 4. März (verschrieben? Daten aus dem April gehen voraus und folgen) hat das Deutsch Spruchbuch 0O. 206, 207, sowie die Abschrift obiger Urkunde am gleichen Ort, p. 203, 209. 4S5. Masel. 1527, 10. April. KantonSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XV. Gesandte: Basel. Jacob Meyer, Oberstzunftmeister; Adclbcrt Meyer, alt-Burgermeister; Lukas Zeigler, alt-Oberstznnftmeister; Wolfgang Harnascher; Hans Brattler, beide der Rathen; Heinrich Nyhiner, Rathsschreibcr. Solothurn. Hans Stölli, Schultheiß; Hans Hugi, Scckclmcistcr und des Raths; Thomas Schund, Bogt zu Dornach; Hans Hachenberg, Vogt zu Thierstein. Verhandlung über die Späne um die eigenen Leute: 1. Nachdem der früher zwischen dem Bischof von Basel und der Stadt Solothurn an der Birsbrücke zu Dornach gemachte Abschied nach der Angabe der solo- thurnischen Botschaft bestimmt, daß der Bischof den Ueberschuß an eigenen Leuten Solothurns, die in seinem Gebiete sitzen, mit Flecken und Herrschaften ausgleichen solle, wogegen Basel ihm hat ansagen lassen, daß er und die Stift durchaus keinen Boden weggeben dürfe, sodaß jener Abschied bisher nicht zur Vollziehung gelangt ist, haben sich jetzt die beiden Städte (soweit) gütlich vereinbart, daß Basel dazu einwillige, und zwar daß für die Zu Händen der Stift gebrachten eigenen Leute die Dörfer und Herrlichkeiten Brislach, Montscvelicr, („Mntz- wyler"), Kleiu-Lützel, Fertuwüd (?), der Hof im Wyler und die Mnoltcn abgetreten werden mögen, jedoch mit folgenden Bedingungen: 2. Wenn sich findet, daß Solothurn's Vorschuß an eigenen Leuten mehr werth ist, als die genannten Flecken, so soll der Bischof deßhalb mit ihm ein billiges Abkommen suchen; wenn aber diese Plätze mehr gelten würden als der Ueberschuß an eigenen Leuten, die im Gebiet der Stift bleiben, so soll hinwidcr Solothurn mit dem Bischof nach billiger Schätzung sich verständigen. Und damit ein solcher Abtausch bei dem Bischof desto leichter ausgewirkt („erlupft") und der Stadt Solothurn damit zur Ruhe geholfen werde, verspricht Basel sich nach Kräften dafür zu verwenden; deßhalb ist verabredet, daß beide Städte den Bischof um eine Tagsatzung ansprechen und den alsdann bestimmten Tag mit einander besuchen wollen. 3. Wenn es mit Gottes Hülfe gelingt, den Bischof zu diesem Tausch zu vermögen, so soll es in Betreff der eigenen Leute beider Städte so gehalten werden, daß alle Solothurner im Gebiet der Stadt Basel hinfür dieser zugehören, und Hinwider die 1076 April 1527. Basler, die je in der Obrigkeit Solothurns wohnen, dem letztern zustehen, und dannt ohne Rücksicht auf die ungleiche Zahl der Wechsel vollzogen sein soll. Jedoch soll Basel für den Ueberschuß, den Solothnrn abtritt, in baarem Geld 4V0 Gulden geben, und jede Partei ihre bisherigen Unterthanen der Eide und Dienstbarkeiten entlassen, damit dieselben künftig nur der Obrigkeit ihres Wohnsitzes verpflichtet seien. Wenn aber die vorgeschlagenen Flecken höher geschätzt würden als der Ueberschuß von Solothnrn, und deßhalb in jenen Plätzen eine „Aenderung" (ein Abzug) geschähe, so ist Basel schuldig, für den Ueberschuß der ihm zukommenden Leute mit Solothnrn billig abzukommen, wogegen dieses zu freundlichem Vergleich bereit sein wird. 4. Damit der jetzt gegenseitig erklärte gute Wille sich erhalte, und kein weiterer Span der eigenen Leute halb sich erhebe, ist vereinbart, daß Solothnrn vor der bezüglichen Auseinandersetzung mit Basel keine weitere Unterhandlung mit dem Bischof vornehmen, daß Basel bei einer solchen mitwirken und also beide Händel (gleichsam) mit einander erledigt werden sollen. It. Der streitigen Märchen und Bänne halb ist abgeredet, es solle Basel einen Tag an einen gelegenen Ort bestimmen, jede Partei ihre Gewahrsamen und Kundschaften dahin bringen, zwei redliche Männer als Zusätzer mitnehmen, von diesen vier Richtern alles verhört, dann nach bestem Gewissen geurtheilt und deren Spruch ohne alles Einreden und Appelliren vollzogen werden; falls aber die vier Männer sich gleich theilten, so sollen beide Städte oder sie selbst Gewalt haben, einen unparteiischen Obmann aus einem andern, ihnen nicht zugehörenden Gebiet zu erwählen; der Spruch, deni sodann der Obmann zufällt, soll unweigerlich von beiden Theilen anerkannt werden. — Dieser Abschied wird zweifach ausgefertigt und besiegelt, einerseits von Jacob Meyer und Lux Zeigler, anderseits von Hans Stölli und Hans Hugi. Das benutzte Original scheint ein vor der Ausfertigung bereinigtes Concept zu sein, von der Hand eines Solothurner Schreibers. Weggenried. 1527, 15. April (Montag nach Palmtag). Archive Zürich und Bern. Tag der V Orte. — Ihre Boten erlassen folgendes Schreiben an Bern: 1) „Uf jetz den Palmtag ist unfern und üwern lieben Eidgnossen von Luzern etlich schriftlich Warnung von gloubsamen Personen zuokomcn, darumb sy uns als die nächsten Ort ilends gen Beckenriet berüeft und uns söllich schriften fürgehalten, darab wir merklich befrömbdung empfangen, und in summa so halten söllich schriften die Meinung inn, daß üwer und unser Eidgnossen von Zürich in heimlicher pratik und Handlung si(e)n mit der Statt Costanz, daß die Eidgnossen werden söllen und in etlich pündnuß kommen, und daß die von Zürich das Thurgew innemen und denen von Costanz zno Händen stellen w., mit mererm inhalt. Dcknn wo dem also war (als wir noch nit verhoffend, das kein Eidgnoß gegen dem andern also handlcn söll)^); wo es aber je geschechen, könnden wir es niemand znomessen, dann daß der falsch nüm verstand über das gottswort, so in den nüwen christen alle lichtfertigkeit erweckt und pflanzt, söllich übel ouch erheben, uß welchem dann größer zwytracht und ufruor und nüt gnots erwachsen wurde; dann söllichs sind die frücht der nüwen leer. Und wiewol wir noch das besser glaubend und unfern Eidgnossen von Zürich vertruwend, sy wcrdint in ansechung unserer bänden und von natürlichem rechten sich ni( understan, unser Herren und obern, onch üch und ander von den min Orten irer herlichcit, oberkeit und gerechtigkeit, so sy im Thurgew Hand, also Hinderrucks on der nün Orten müssen und willen mit gemalt zuo entsetzen, nüt dester minder, dwil sich (die) warnung nit von kleinfüegen Wen harfließt, und die von Costanz DieConstruction dieses Satzes ist offenbar mangelhaft; ähnliche Flüchtigkeiten kommen übrigens auch bei andern Schreibern vor. April 1527, 1077 kurzlich ir putschest zuo Zürich gehebt, und täglich vil gesprächs und heimlichen wandet zuosamen Hand, sampt andern stetten ?c., das nun in unfern Herren nnd obern, auch uns nit wenig argwons erweckt und darzuo bewegt, bester bas für sich zc luogen und (sich) zuo versechen, und ob etwas untrüws hinder der fach steckote, damit man ouch versechen nnd gerüst wäre, der »ntrüw und fräveln mit gemalt ze begegnen und das unser ze handhaben, deßhalb (haben) wir nf disen tag ein ratschlag gethan, ob nnser(n) Herren und obern etwas wyter mit der that begegnen, wie man sich dann halten wurde. Was uns dann also wyter zuo Händen stoßt, und ob sich die fachen zuo ufruor erziechen, das wellen wir üch by tag und nacht ilends ze müssen thuon, mit früntlicher höchster bitt an üch, daß ir üch dermaß darzuo schicken, rüsten und halten und ein trüw ufscchen uf uns haben; dann wir ungezwyfelt achten, ir sigend nit minder dann unser Herren und ober», ouch wir geneigt und willig, das üwer und unser ze handhaben und ze beschirmen. Das wellend also im besten (als es warlich beschicht) vermerken." In gemeinem Auftrag von Lucern geschrieben und besiegelt. St. A. Vem: A. Kirchs. Angelegenheiten. St. A. Zürich: A. Bern (Copie). Hiczu dienen einige weitere Acten: 2) 1527, 18. April (hoher Donstag). Bern an die V Orte. Antwort auf ihr Schreiben ans Beggenried... „Wiewol wir nit minder dann ir ab sölichem-Handel, wo der an im selbs war wäre, mißgefallcn Helten, mögen wir doch dem nit glouben geben, also daß üwer und unser lieb Eidgnossen von Zürich mit den(en) von Costanz einichc pratik, üch old uns schädlich, frieren Döllen, und möchten wol liden, daß die Personen, so üch sölichs an- gezöigt, nns bekanntlich wurden. Doch wie dem allem, ist an üch unser hoch ermanen, nützit unfründlichs noch gewaltigs anzefachen, sonders in ruowen zc verharren und vor allem dem sin, so zuo kricglich(er) empörung gcdicnen nröcht, das wir unsers teils ouch thuon wellen. Dann wo ir old ander . . Eidgnossen ungründt und (on)warhaft Ursachen (deß wir üch nit gctruwcn) anncmen rmd also gewnlt wider recht ze bruchen understüendcnd, söllend ir deß gewiß sin, daß wir uns nit also bewegen wurden lassen, sonders nach eidspflichten denen bystan, so wider recht und billigkeit genötiget und überfallen wurden. Das haben wir üch fründlichcr Meinung antwurts wys zuogeschriben, üch demnach müssen ze halten".. . Si. s>. »->»: T-nisch MW»«, , wi». — St. sr. Zürich: A. B-r». 4) 1527, 21. April. Zürich an Bern. Herzlichen Dank für das letzte Schreiben und den eingeschlossenen Brief der zu Beggenried versammelten Orte. Es ersehe aus dieser Anzeige, daß Bern vor allen andern Eidgenossen Zürich's Wohlfahrt im Auge habe. Auf die geäußerte Besorgniß der genannten Orte, daß Zürich damit umgehe, Constanz in den eidgenössischen Bund hereinzuziehen, den Thurgau zu erobern nnd dann jener Stadt zu übergeben, habe es Folgendes zu erwidern: I. daß eine solche Absicht wie anderes, was letzthin den fünf Orten eingebildet worden, vollständig . unwahr und erfunden sei. 2. Wenn auch Lucern diese Anzeige von „glaubsamen" und gar nicht etwa „kleinfügen" Personen erhalten haben wolle, so glaube Zürich doch nicht, daß dies wahrhaftige Leute seien, müsse vielmehr annehmen, daß sie nur begehren, Unwillen und Aufruhr in der Eidgenossenschaft zu erwecken und sie dadurch zu zerstören, und wenn es Lucern um die Wahrheit zu thun sei, so sollte es billiger Weise diese vorgeblichen Gewährsmänner anzeigen, damit Zürich ihnen gegenüber und vor allen Eidgenossen sich gehörig verantworten und dergleichen Verdacht austilgen könnte; cS hoffe anch zuversichtlich, 1078 April l527. sofern es dazu Gelegenheit erhielte, seine Unschuld und den Betrug jener Anklage offenbar an den Tag zubringen. (3.) Daß Lucern und andere Orte solche Dinge einzig dem falschen neuen Verstand des Gotteswortes zuschreibe, indem derselbe, nach ihrer Meinung, alle Leichtfertigkeit pflanze, habe Zürich nicht zu verantworten, da es den alten christlichen, rechten und wahren Glauben bekenne; hätte es diesen, der es Liebe zu Gott und den Nächste.» lehre, wirklich nicht, so würde es die Spott- und Schmachworte, die ihm ohne Unterlaß zugemessen werden, nicht so lange geduldig ertragen haben. Des Glaubens wegen wolle es Niemand anfechten; wenn es sich aber in äußerlichen Dingen verfehlte, so wisse es, wo gemäß den Bünden und Verträgen Recht zu finden wäre, dem es auch gerne nachleben würde. (4.) Ueber die fernere Beschwerde, daß Constanz in letzter Zeit eine Botschaft in Zürich gehabt, und daß täglich „viel Gesprächs und heimlicher Wandel" zwischen ihnen und andern Städten sei, diene als Bericht, daß allerdings kürzlich eine Botschaft von Constanz vor dem Rathe zu Zürich erschienen sei — dies sei aber auch in Schaphausen und bei andern Nachbarn geschehen — um offen anzuzeigen, was in ihrer Stadt mit dem Bischof und der Pfaffheit sich zugetragen und warum diese weggezogen, und die Bitte vorzubringen, daß man andern Berichten über diesen Vorfall keinen Glauben schenken möchte; dies habe Zürich auch freundlich angenommen und die Gesandten in gewohnter Weise abgefertigt, indem es von Alter her mit Constanz nur gute Nachbarschaft unterhalten und immer der Meinung gewesen, dies könne gemeiner Eidgenossenschaft keinen Nachtheil bringen und werde ihr hoffentlich niemals Unfrieden erwecken. (6.) Dabei wolle es jedoch nicht verhehlen, daß der Unwille, den etliche Orte der Eidgenossen seit langer Zeit gegen Zürich gezeigt; die Beobachtung, daß dieselben mit dem Ausland und besonders mit Oesterreich heimlichen Verkehr unterhalten; daß der Adel und die Gerichtsherren im Thurgau ihre Fastnachtfreuden in auffälliger Weise dort gesucht; daß jene Orte die von Zürich meiden, als ob sie Türken und Heiden wären: es bewogen haben, mit Constanz und andern guten Nachbarn ein freundschaftliches Verhältnis; zu pflegen, was es auch ferner hoffe thun zu dürfen; wenn es aber jemals veranlaßt und gedrängt würde, mit Constanz in eine nähere Verbindung zu treten, so werde es sie dermaßen gestalten, daß sie seiner Ehre, seinen Bünden und gemeiner Eidgenossenschaft ganz unschädlich sein solle. — Nach Obigem sei also kein Grund vorhanden, von Zürich etwas Thätliches zu befürchten; denn sofern es solche Gedanken hätte, wären ihm Ursachen dazu längst gegeben; es hoffe aber zu Gott, davor bewahrt zu bleiben. Darum bitte es Bern, dergleichen Anschläge, die gegen alle Bünde wären, ihm nicht beizumessen und sein Bestes zu thun, damit solche Beschuldigungen in seinem ganzen Gebiete keinen Glauben finden, mit Erbietung freundeidgenössischer Gegendienste. St. A. Zarich - Migw-n. 4S7. Lucern. 1527, 26. April f. (Freitag nach Georgi f.). Staatsarchiv Luccril! Mg. Abschied- II. s. k. soo. KantonSarchiv Frcibnrg: Abschiede Bd. 57. Kantonsarchiv Solothurn: Abschied- Bd. XVI. Tag der VII Orte. »». Da man sieht, das; Schaphausen, Appenzell und St. Gallen samt Bern und Basel bald in Zürich, bald in Bern tagen und letzthin auch Boten zu den VII Orten geschickt haben, was den Herren und Obern nicht gefüllt, so wird jetzt Folgendes verabredet auf Genehmigung der Obrigkeiten hin: 1. Die VII Orte senden .eine Botschaft zuerst an Glarus, um demselben für seinen guten Willen zu danken und es aufzumuntern, auch fernerhin zu ihnen zu halten. 2. Dann soll sich die Botschaft nach Appenzell verfügen, um dort ihr Befremden auszusprechen, daß sich dasselbe mehr zur Minderheit hinneige und von der Mehrheit absöndere; es möge die Bünde wohl betrachten, auf Tagen zu den VII Orten stehen und ihre Beschlüsse unterstützen, wie es guten Eidgenossen gezieme. 3. Trotz dem Borschlag etlicher (Boten), daß die Gesandtschaft sich hierauf nach Schaphausen verfügen sollte, um dort in gleichem Sinne zu handeln, wird dies jetzt unterlassen. 4. Heimzubringen und auf April 1527 1079 dem nächsten Tage zu Einsiedeln Antwort zu geben, ans welchen Tag und wie man die Boten herumsenden wolle. 5. Weil St. Gallen über alle Maßen und „gröber als sonst Jemand" nnchristliche Reden und Handlungen duldet gegen Gott, den Glauben und die „Eidgenossen", und weil es auf mehrere Schreiben der VII Orte nicht einmal geantwortet hat, wird auch dorthin keine Botschaft abgeordnet; ans dem Tage zu Einsiedeln will man aber berathen, wie man sich fernerhin gegen diese Stadt verhalten werde. I». Die neuen dicken Plaparte, welche aus Mailand kommen, und welche zu probiren Lucern beauftragt worden ist, sind gewerthet wie folgt: 1. Die dicken Plaparte, die zu Belleuz geschlagen sind, mögen 9 Schl. 4 Heller gelten. 2. Die dicken Plaparte mit dem glatten Kreuz auf der einen und einem quadrirten Schild auf der andern Seite 9 Schl. 4 Heller. 3. Die neuen Mönchs-Dicken-Plaparte, auf deren einer Seite ein Mönch mit einer Palme in der Linken, auf der andern Seite ein Amulet, 9 Schl. 4 Heller. 4. Die dicken Plaparte, die ans der einen Seite einen geharnischten Mann, auf der andern einen Adler tragen, gelten nicht mehr als 7 Schl. — Es mag sich jedermann darnach richten, v. Schwyz soll zu Hause berichten über die Beschwerde Lucerns, daß Einige der Senti zu Luceru für Verpflegung armer Kinder schuldig sind, aber nichts bezahlen. «K. (Für Uri, Schwyz und Uuterwätden:) Der Spitalmeister von Zug bittet lim ein Fenster. «?. Da „die fünf Orte" Boten zu den VII Orten herumgeschickt haben, um ihnen Verschiedenes vorzutragen, worauf ihnen der Bescheid gegeben wurde, man werde ihnen später Antwort geben, so hat man jetzt eine solche vereinbart und schriftlich jedem Boten mitgetheilt; doch ist dieselbe bis auf den Tag zu Einsiedeln geheim zu halten, wo dann jeder Bote die Erklärung seiner Obern mitbringen soll, ob sie bestätigt werde; auch nachher soll sie geheim bleiben, bis auf einem später» Tage die fünf Orte die Antwort begehren, damit sie von allen gleichförmig laute, ii. Heimzubringen daß denen, welche die Münzen probirt haben, eine Belohnung verabreicht werden soll. K. Lucern wird beauftragt, einen Tag auszuschreiben, wenn die Correctur des Buches über die Disputation zu Baden vollendet sein wird. I». Luceru, Uri und Schwyz werden beauftragt, Maßregeln zu ergreifen, damit der Fürkauf mit Korn und daheriger Betrug abgestellt werde. t. 1527, 27. April (Samstag nach Jeory), Lucern. Die Boten der V Orte an Schultheiß und Rath zu Baden. „Es ist uns jetz uf disem tag und vor me ivie lands (?) angelangt vil seltsamer anschlug und heimlicher pratika, so in unser Eidgnoschaft au etlichen enden vorhanden sin söllen, darus (wo es war war) wol große unruow entston möcht, und wiewol wir nit vil gloubens und grund darus setzen, ouch den selbigen, so man also verargwonct, sölichs und keins argen (uit) vertruwend; nüntdesterminder, dem alten sprüchwort ze folgen, guote sorg sigc dem wol vertruwcn nit schädlich, und uß guoter trüwer Meinung ist unser rat und fründlich beger, ir wellen dester fürer guot sorg und ufsehen haben, und ob etwas »ntrüws und ufrüerigs üch begegnen und zuo Händen stoßen, (als wir nit vcrhoffend, und ob Gott will nit beschicht), daß ir üch dann wie die frommen und tapfern halten und in anschung üwer eren und eiden üch dermaß bewyse», als wir üch sonder(s) wol getruwend; das werden unser Herren und ober», ouch wir, mit trüwem ufsehen und was darzuo gehört, gegen üch ouch thuon", zc. Eidg. Archiv In Aamu: Abschiedsactc» I. Im Freiburger Eremplar fehlen «l, ebenso im Solothurner. In der Lucerner Sammlung sind Art. :> (in verkürzter Fassung)—v, A —I von Nr. 445 irrthümlich beigeheftet, weßhalb sie jenein Abschied mangeln. Zu 1527, (c. 29. April), Frciburg. Instruction für Lorenz Brandenburg I. ans den Tag in Luceru, auf Donstag nach Ostern (25. April), und 2. ans den Tag in Einsiedeln, den ersten Sonntag im Mai. — Das Haupt-Tractandmn (für 1.) ist die Ablehnung des Vortrags der unparteiischen Orte. Der dritte Absatz enthält den Vorschlag, dyß Zürich veranlaßt werde, „zuo einem ansang" in einer Stadtkirchc täglich drei Messen lesen, die sieben Zeiten singen und alle Sacrnmente nach der alten Ordnung verwalten zu lassen; dann wolle man es wieder zu Tagen berufen wie von Alter her, zc. K. A. FMburg: Insu. Bd. i. 44. 1080 April 1527 Zu 1527, (c, 26, April). Antwort der VII Orte auf den Vortrag der vierörtischen Botschaft, (Project). „Frommen ?c, -c. (zum Theil gestrichene Einleitung). 1. „Demnach, getrümen lieben Eidgnossen, als üwer instruction vermag und inhalt, daß zwüschen uns Eid- gnossen nit möge einigkeit und ruow erfunden werden, es werde dann erstlich aller unwill, widerdrieß und zwy- spaltung hindan gethan und besunders dheiu Ort zuo tagen usbeschlossen und sines alten sitzes entwert, und die von Zürich widerumb zuo tagen berüeft, beschriben und (inen) ir sitz gelassen wie von alter har zc., sagen wir also darzuo, daß üch und mcnklichem wol kundt und offenbar, wannenher solich zwyspaltung und widerwill kompt, wer deß anfänger und ursächer ist. Dann wo üwer und unser Eidgnossen von Zürich by dem alten glauben, cristenlicher kirchen ardnung und guoten brüchen, wie ire und unsre vordren, als sy zuosamen in (den) pund kamen, und bis uf uns her gcloubt und gehalten Hand, beliben, sich nit durch wenig lichtfertig pfaffen zuo abfall bewegen lassen und sich von gemeiner cristenlichen kirchen gesündert und dermaß nit gehandelt hetten, als menklich weißt, so wäre ungezwifelt kein widerwill noch zwyspaltung under uns Eidgnossen, sonder stüende es bas in unser Eidgnoschaft, dann es setz leider stat. 2. „Und wiewol ir vermeinen, daß unser pünd sich nit uf den glauben und'(die) seel, sonder zuo beschirmung sder) land (rmd) lüt, bewarung der eren und derglichen fachen :c. belangend, das uns nit wenig befrömbdt, dann ungezwifelt unser altvordern sich zuo niemand verbunden hetten, der inen im cristenlichen glauben nit einhellig, glich und gmäß gewesen, und ongezwifelt die bösen fachen, so setz leider fürgond, hertiklich ze strafen ir lib und leben dargestreckt und vil änderst darin gehandelt hetten, weder wir setz leider thuond; es wäre auch ungezwifelt den alten Zürichern selgen, so fromm erlich biderb lüt und redlich Eidgnossen gwesen sind, so zuo den ziten gelebt, als die pünd ufgericht, nit minder leid und widerwärtig dann unfern vordren gewesen. Es sind ouch die bösen thaten, so setz leider zuo unfern ziten fürgond, by unfern vorfarcn und noch in unlangen jaren zuo Zürich und by uns allenthalb an lib und leben gstraft worden, das aber setz an etlichen Orten nit mer unrecht sin vermeint wirt. 3. „Deßhalb uns will bedunken und vermeinend ouch, daß unser pünd nit dahin füllen gemessen werden, daß wir zweierlei gloubens, einandren widerwärtig, sollen ald mögen haben, sonder in dem glauben beliben, als unser vordren glaubt und gehalten, als sy zuosamen in (die) pünd kamen sind. Dann warlichen diser nüw mißgloub zum teil dem cid, damit wir unsre pünd bekräftigend und bestätigend, etwas abgerissen, nämlich daß an etlichen Orten der lieben heiligen hilf nit mer im cid begriffen, sonder verachtet wirt, welches unser» pünden nit glich- förmig und dem gar nit gmäß, als unser vordren mit cinandren gelebt Hand, darrnnb uns will bedunken, daß die pünd »it allein in dem österlichen, sonder uns an seel, eer, lib und guot wol erschussen, wo wir all täten und glaubten, als unser vordren gethan und glaubt Hand. 4. „Und darumb, getrüwen lieben Eidgnossen, wir könnten wol ermessen und betrachten, daß dise zwytracht und widcrwill uns Eidgnossen nit zuo guotem kau und mag erschießen, ist uns ouch von herzen leid; aber wer des zwitrachts ursach und anfänger stg, mögend ir und menklich wol wissen. 5. „Ir Hand uns ouch erinant, warnung und erempel ze nemen an den Rychstetten, Rychständcn und (dem) schwäbischen Pund ?c.; möchten wir unsers teils wol erliden, daß wir in einer Eidgnoschaft ouch dermaß handletend wie sy in disen löufen; dann als wir verneinend, wo sy ein luterschen pfaffen ankommend, so henkend sy den an ein boum und strafen die thaten der Luterschen zum strengsten; wo wir Eidgnossen dem ouch also täten, hetten wir me frid, ruow und wäreud bas eins dann wir sind. 6. „Aber wie dem allein, dwil dise fachen dermaß erloffen und so vil ingewurzelt, daß mit der strenge nit guot zuo handlcn, und wir ouch mint liebers dann frid, ruow und einikeit haben, ouch des willens nie gewesen und noch nit sind, mit jemand ze kriege» noch unfrid anzefachen, sonder darzuo helfen raten und alles das thuon, so uns möglich, ouch gegen Gott und nach den eren verantwurtlich ist, damit wir Eidgnossen widerumb zuo einikeit uiid ruowen komm, 7. „Darumb..., dwil unser Eidgnossen von Zürich diser zweispaltung anfänger, so will uns für guot ansechen, daß ir zum ersten by inen allen möglichen und höchsten flyß ankeren, by inen so vil werben, handlen und sy darzuo vermögen, daß sy die hcilgeu Sacrament, das ampt der hl. meß und ander cristenlich ordnung in ir statt und gepiet widerumb ufrichte», glauben und halten, wie ire frommen vordren gethan Hand; ob dann schon im April 1527, 1081 ansang nit alle ding zum strengsten und zum gnöwsten in (das) vorig wesen gestellt, gesetzt und gehalten, wenn doch nun ein ansang der widerkerung beschäche, und man spüren und merken könnt, daß die von Zürich doch in etlichen weg sich wysen lassen und nit also uf ir strengen hertigkeit beharren wellten. Alsdann sollen ir. . an uns nünt unglichs noch unzimlichs erfinden, sonder wellen wir uns mich wysen lassen, (uns) darin schicken und dermaß üch entgegen gon, daß (es) uns loblich, eerlich und unverwisenlich ist, und daß ir sehen und spüren müeßten, daß ivir lieber frid, ruoiv und cinikeit haben wellten, dann sunst nünt anders. 8. „Der schmützworten, schwach und schandschriften halb w. syen wir nit minder dann ir geneigt, damit die allenthalb in aller unser Eidgnoschaft zuo beiden partigcn abgestellt und zum höchsten verbotten und fürkommcn werd." — Hiemit zc. zc. St, A,Luc-rn: A, R-ligi°nÄMb-l, Eine >m Wesentlichen gleichlautende Copie hat K, A, Freibnrg: Abschiede Bd, 57, — K. A, Solothurn: Abschiede Bd. XV. — K. A. Basel: Abschiede. K. A. Schaffhaus-n (Zum Abschied vom It, Sept. 1525 verseht). — L. A. Appenzell I. R,: Abschiede. 438. Wern. 1527, 27. und 29. April. Staatsarchiv Gern : Nathslmch Nr. 213, p. 85. 88. I. (27. April, im Rath). Verhörung einer Botschaft von Zürich und der schriftlichen Antwort (auf die Anklagen der V Orte). II. (29. April, im Großen Rath), Nach abermaliger Anhörung des Boten von Zürich und der (bezüglichen) Schriften wird gerathen, Zürich solle auf Tagen verlangen, daß die Personen, die es heimlicher Umtriebe wit Constanz ?c. beschuldigt haben, genannt werden z seinerseits wolle dann Bern den Boten Befehl geben, darin auch zu handeln. Zu I. Der Bote von Zürich, M. Jacob Werdmüller, hatte laut der im Concept erhaltenen Instruction zunächst zu erinnern an die kürzlich gewechselten Schriften betreffend die Klagen der V Orte. Damals haben die Sachen nicht au Räthe und Burger gebracht werden können, und da nun verlaute, daß besonders die Eidgenossen von Lucern in steter Rüstung und „Empörung" seien und ihre Hauptleute verordnen, sei Zürich veranlaßt, eine Botschaft nach Bern zu senden, um mündlich Rath einzuholen oder zu vernehmen, ob Bern infolge der gethanen Schreiben etwelche weitere Schritte gethan habe, um die V Orte zur Ruhe zu bringen. Seinerseits habe Zürich nichts anderes gehandelt, als was es den Bünden gemäß zu thun berechtigt sei, und hoffe auch, nicht weiter gedrängt zu werden. Da nun Bern sich immer beflissen, der Eidgenossenschaft Wohlfahrt und Ehre zu äufnen, und man zu ihm so viel Herz und Trost gesetzt, daß man ihm früherhin alle Beschwerden eröffnet und es (letzthin) nebst andern Orten (anher) beschrieben habe, so bitte man es, sich diese Sachen zu Herzen gehen zu lassen und Zürich bei Recht und Billigkeit zu handhaben, wie man demselben vertraue. Der Bote soll daher dessen Rath und Meinung vernehmen und in dem Fall, daß es mit Luccrn in dieser Sache eine Verhandlung angeknüpft hätte, das Ende erwarten, damit man desto gründlichem Bericht erhalten könne. Dann soll er auch in Solothurn vortragen, was man früher nach Bern geschrieben, ?c. (Datumlos). St. A, Zürich: Instructionen I. lS7, WS. 43». Klarus. 1527, c. 28. April. Ttaatsarchiv Zürich: Acten I. Cappelerkrieg, Eine Botschaft von Zürich — M. Johannes Bleuler — hat seiner Instruction gemäß vorzutragen, 1. wie seit einiger Zeit in Stadl und Landschaft (Zürich) das Evangelium nach seinem rechten Verstand gepredigt und 136 1082 Mai 1527, darnach in geistlichen und zeitlichen Dingen viele Veränderungen und, ob Gott will, Verbesserungen unternommen worden, welche aber bei etlichen Orten, als Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Freiburg, Aergerniß gebracht und Ursache gegeben haben, Zürich von den eidgenössischen Tagen auszuschließen, es an seiner Ehre anzutasten, Ketzer zu schelten, Schmachbüchlcin, wie z. B. Murner's Calender, zu verbreiten und Zürich böser Pläne gegen das Thurgau zu beschuldigen. Deßhalb seien letzthin einige Orte, worunter auch Glarus, zu einem Tag nach Zürich berufen worden, um sich darüber zu besprechen. 2. Dann sei zu erzählen, wie die V Orte kürzlich an Bern geschrieben, und was an dem Verkehr mit Constanz thatsächlich sei, und demnach die Bitte anzubringen, daß Glarus bezüglichen Reden keinen Glauben schenke und Zürich völlig vertraue, daß es die Bünde redlich hälten werde, auch wenn es in einigen Kirchengebräuchen von andern Eidgenossen abweiche, die übrigens nur die Seele berühren. (Actum 26. April). Eine Antwort ist nicht erhalten. TA«. Züern. 1527, 29. April (Montag nach Quasimodo). KantoiiSarchtv Freiburg: Instructionen Bd. I. -IS k. Gesandte von Freiburg — Wilhelm Schweizer und Hans Guglenberg — haben Vollmacht zu klagen über Schmähungen gegen Stadt und Gemeinde Freiburg, daß sie meineidig seien; die betreffenden Kundschaften liegen in ihren Händen; doch können sie nach Gutfinden diese Angelegenheit unberührt lassen. ?». Der Genfer halb sollen sie anzeigen, daß den Zusagen des Herzogs und seiner Anwälte nicht nachgelebt werde, wie aus vielen Thatsachen hervorgehe; daher sollte man des Herzogs Boten tapfer heraussagen, er möge die betheiligten Edelleute als Straßenräuber bestrafen; geschähe das nicht, so würde Freiburg den Genfern erlauben, Gewalt mit Gewalt abzutreiben und unbillige Angreifer zu strafen; denn solche Dinge, mit den verschriebeneu Zusagen nicht verträglich, könnte nian nicht länger dulden, v. In Betreff der Banditen ist dahin zu wirken, daß nicht alle Strenge gebraucht würde, da nicht alle gleich viel „gesündet" haben. Weitere Notizen gehen uns ab. Bezügliche Acten folgen unter Nr. 441. 44t Werl!. 1527, 1. Mai (Philippi und Jacobi). Staatsarchiv Bern! Rathsbuch Nr. 21s, x. s«. 97. Auf den Vortrag einer Botschaft von Genf (Stadt und Bischof) wird beschlossen, vier Boten dahin zu senden, mit einer Instruction (deren Hauptartikel im Beschlüsse erwähnt sind). Wir holen hier einige Acten nach und schließen zugleich Verwandtes ein: 1) 1527, 18. April. Bern an Freiburg. Der heute erschienene Anwalt des Herzogs von Savoyen habe die Bitte gestellt, — da er bewillige, seine Botschaft auf Quasimodo (28. d.) zu schicken — den Bischof und die Genfer zu vermögen, die zwei Gefangenen, den Franz Cartetier und den „Meister" auf den genannten Tag auch kommen zu lassen; darin habe man ihm willfahrt (Verweisung auf eine Copie). In gleichem Sinne möge nun Freiburg, darum bitte man es, dem Bischof und den Genfern auch schreiben. A. Freiburg: A. B-m. Mai 1527. 1083 2) 1527, 18. April. Bern an Genf. Man vernehme, daß die Flüchtigen den ihretwegen gesetzten Tag besuchen wollen ; es sei min aber wünschbar, daß auch die zwei Gefangenen, nämlich Franz Cartellier und Meister de Laie (sie), dazu erscheinen; daher begehre man, daß die Stadt (resp. Syndics und Räthe) dafür ihre Zustimmung gebe, zc. St. A. Bmi: Welsch Missimn X. 7 d. 3) 1527, (c. 27. April). Vortrag der Boten von Genf. Wiewohl c« den beiden Städten schon mehr als einmal gefallen, ihre Klagen zu hören und den Herzog von Savoyen durch Botschaften und Briefe um Abhülfe anzusprechen, worauf er ihnen jeweilen geantwortet und zugesagt habe, solche Gewaltthatc» zu verhüten und die Uebelthäter nach Verdienen zu strafen, so sei das bisher doch nie geschehen, und könne man (daher) nicht mehr glauben, daß er seine Versprechungen zu halten gesonnen sei; man erkenne dies aus dem, was kürzlich gegen Jehnn Gentil und Loys Roget geschehen; den zwei Städte» zu Ehren habe man sich seither geduldet und die verheißene Gerechtigkeit und Ersatz erwartet. Indessen habe am Dienstag vor Ostern (16. April) ein Edelmann, Pierre Clave, einen Kaufmann, Gonin Malliet, eine Meile vor Genf überfallen, mit seiner Handbüchse und seinem Schwert geschlagen, verwundet und beinahe getödtet. Am folgenden Donnerstag haben der Herr von Rousset, des Herrn von Vir») Bruder, und einige andere Edelleutc aus der Waat, zusammen acht Mann zu Roß und Fuß, den Niklaus Castro von Freiburg auf dem Heimweg von Lausanne nach Kens auf Tod und Leben angegriffen; nachdem er sich lange gewehrt, sei er durch die Zwischenkunft anderer Leute entronnen und liege jetzt krank. Zudem werden die Güter der Genfer in der Waat und in andern Gebieten des Herzogs fortwährend versperrt und beschädigt. Hicuach bitten sie, ohne weiteren Aufschub Fürsorge zu treffen, damit sie zur Ruhe kommen, und zu bedenken, daß sie seit der Annahme des Burgrechts sich immer gefügt haben. Sodann seien die Boten beauftragt anzuzeigen, daß sich die Genfer entschlossen haben, solchen Ucberdrang nicht mehr zu dulden, sondern nach Vermögen zu rächen, da die Schuldigen unbestraft bleibe», wie z. B. der Herr von Vernenu, der Urheber von Gentil s' Tod, in der Nähe von Genf ganz frei verkehre. Daher bitten sie die zwei Städte, ihnen aus Mitleid Sicherheit zu verschaffen; denn lieber wollen sie mit einander sterben als sich so einer nach dem andern tödten lassen. „Großmächtigcn Herren, wir bitten üch (zum) aller dcmüctiglichostcn, ir wellend ingedcnk.sin des abscheids, so uf den xvj Ougsten letst verschinen uns geben, und daß nach dcmselbigcn sich der Herzog von Savoy und sin nnwält uf gehaltnen tagen allwcgen am unrechten, und wir am rechten erfunden worden, und also vermögen, daß wir unscrs erlittnen kostens und schadcns nach inhalt desselben abscheids vcrnüegt werdint; dann wo das beschickst, werden ir bemeltcn Herren von Savoy verursachen, üwer anstehen nnster dann beschechcu ze halten; sunst wurden wir gekrängt, die selben Kotten mit recht ze erfordern. „G. H. Ucch ze willfarcn sind wir uf gegcnwürtigem tag crschincn, der zuoversicht die abgctretncn von Jens Helten sich hie finden lassen; damit ir erinnert wurdcnt der großen vcrfluochtcn verrätcry und Mißhandlungen, so sy von acht jaren har begangen haben, und da mit uns harbracht das buoch ir(cr) räten sampt andern vilen iren falschen Handlungen, die wir, wo es üch gesellig zc besechcu, fürlcgcn wellen, wieivol s>) sich entschuldigt haben durch bemeltcs Herrn von Savoy Kotten, nit Harkomen sin nß forckst des Herrn bischoffcn von Jens, wcliche entschuldigung unnütz, dann menklichcu wol ze müssen ist, daß sy nit in sincm geivalt und im ungehorsam sind, harumb ir daran sin sollen, daß die straf nach erhöuschung des rechten und irer Mißhandlung über sy gange nach inhalt üwers abscheids uf dem rriiij tag Novcmbris gemacht." St.sr. B-m: »Mb- mr-su,. 4) 1527, 27. April, Freiburg. Eine Botschaft des Bischofs (von Genf) und der Genfer erstattet freundlichen Dank und bittet, ihnen zur Ruhe zu helfen. «. Fr.-b.»g- Ra.h-b»ch er. 5) 1527, 27. April. Freiburg an den Bischof von Genf. Verwendung für den gefangenen Jehan Gervais. Wenn die Genfer, an die mau dcßhalb auch gelangt sei, durchaus ein llrtheil gegen ihn gefällt haben wollen, so möge der Bischof ihm Gnade und Verzeihung gewähren. — Als Motiv wird angegeben, daß er die frei- burgischen Kaufleute früher gut bedient habe, und die Bitte seiner Frau. «. A. Fr-wurg i M.ssw-u Bd. ix ». x. s, v. 6) ,527, (E. April?), Freiburg. Instruction für Jacob von Wippingcn, behufs einer Unterredung mit Hrn. Lullin, Gouverneur der Waat. Mißvergnügen über dessen "schreiben an den Abt von Marsens, wodurch 1084 Mai 1527, derselbe zu den Ständen in Moudon berufen iverde, zumal der Gouverneur immer vorgebe, guter Freund und Nachbar sein zu wollen, während er das Gegentheil thnc, zc. K.A, Fr-ibmg: Insu, Bd. i. rs. 7) 1527, 1. Mai, Bern an Genf. Verwendung für die Entlassung des „Delale" aus der Gefangenschaft, auf Ansuchen seiner Frau, mit Rücksicht auf seine Kinder und die lauge Haft. St,«.Bein: W-ych MMve» ä.. s... 8) 1527, 1. Mai (Philipp! und Jacobi), Bern. Instruction für die Gesandten zu dem Herzog von Savoyen und dem Bischof von Genf: Sebastian von Meßbach, Peter Stürler, Lienhard Willading und Konrad Tübi. 1. „Erstlich werden ir üch verfliegen zuo fürstlicher Durchlüchtigkeit von Savoy und ir fürhaltcn mit allem flyß und ernst, wie min gnädig Herren Rät und Burger hoch beduren haben ob dem, daß für und für die sinen die von Jens überfallen, übcrtringen und beleidigen, und nämlichen so habe er uf sin vilfaltig erbieten und zuo- sngen die, so Jehan Geutil und Loys Rouget gelibloset, nit gestraft noch befolchen fänklich anzenemen; dann der so Jehan Gentil schandlich erschossen, im land umher wandle und ivol begriffen mächt werden; sonders begeben sich ander muotwillen und übertrang, als nächst vor Ostern durch Pierre Clave (?) an Gonin Malliet begangen, und ouch Niclausen Castro von Fryburg, den der Herr von Roussey setbs acht angriffen hat. Sölich und dinglichen vor und nach gebracht frevel unlidlich sind, deß sich min Herren nit verstehen uf ir vilfaltig Warnung, schriftlich und durch botschaftcn au bemelt f. Dt. gelanget, das bishar nit erschossen hat, uf sin, bemeldtes Herzogen von Savoye schriftlich und mundlich, (oüch) . . siner pottcn zuosagen, vor sölichem zc sin und bemeldt von Jens rüewig und unangefochten zc lassen, ouch das ir widerzekeren, dem bishar nit statt gethan, dadurch min Herren abermals verursachet, zuo fürdrung frides und erhaltung stündlicher Nachbarschaft ir Kotten schmal hinin ze fertigen, sölich der Jenfern von wegen der banditen beschwerden (und) Jehan Gentils seligen fründschnft uß Wallis sürtrag anzezöigen, ouch des bischoffeu von Jens Kotten anbringen nf gehaltnem tag von wegen der banditen, die nun nit uf ir zuosagen erschinen sind. Das alles min gnädig herreu eigentlich ermessen haben und doch nit befinden können, nß was Ursachen sin f. Dt. für und für gestatte, daß die von Jens also genötiget, und die fach nit mag zuo ustrag kommen, das min Herren gemeinlich hoch bcdurct und befrömdet, und hetten sich gänzlich anders verstehen. Das alles sollend ir im mit mer Worten fürhalten und was druf und dran ist, ernstlichen erscheinen, dadurch min herreu und die von Jens gerüewiget und ferrer kost, müe, arbeit, Unwillen und unrat vermittele werd; dann wo das nit beschechen, wurde nützit guots darus folgen, und das dißmal für all gefeit zc. 2. „Der abgetretnen und banditen halb ist üch gemalt geben, mit dem Bischoffen von Jens ze reden und mit Pitt an in und die burger (ze) vermögen, daß sy begnadet und widcrum zuo dem iren gelassen werden, und damit das fruchtbarste!) bescheche, fry sicher gleit dahin und wider an ir gewarsame, wo sy nit vereinbaret wurden, ze geben. 3. „Demnach ist üch unvergessen der anzug, so Jacob Tribolet gethan, darin ir ouch handeln sollen und dem Herzogen tapferlich sagen, daß er die sinen von sostchcn tröuwungcn wyse; dann es in die harr nit möcht erlitten werden und nützit guots darus entstan wurde. 4. „Zuoletst ist üch befolchen, abermals den pundbricf hicvor ze meren malen gehöuschen, das bistum Wallis bcrüerend, harus von bemeldter f. Dt. ze erfordern, und daß der üch werde, üwcr best und wägst ze thuond." 5. Generalvollmacht zc. St. A. Bern: Jnstructionsbuch ä. 4. s. g «. 9) Am 2. Mai wurden, ohne Zweifel auf das Ansuchen der Genfer, dem Seckelmeister von Genf Empfehlungsschreiben an den König und seinen Statthalter in Lyon bewilligt. Sodann erhielten die Voten von Genf „einen Abscheid des gestrigen Handels", und ebenso des Bischofs Boten. 10) 1527, 2. Mai, Frciburg. Beschluß des Großen Nathcs: „Uf mincs Herrn Scckelmeistcrs und Herrn Hans Guglenberg widcrbringen, die Banditen von Jens berüerend und ander Jensisch Händel, ist abgeraten, Kotten zuo im (dem Herzogen) zuo schicken und im fürzuohalteu, wie er oft unfern botten fürgcben, zuo der fach zuo thuond, damit die Übeltäter gestraft wurden, das aber nit beschechen, mit mer Worten. Ouch sond die genannteil unser botten den bund harus fordren, so zuoletst mit dem Herzogen augesechen ist worden. Und sind dar zuo riten verordnet von (den) Räten Herr W. Schwizcr, seckelmeister, Herr Haus Guglenberg; von Sechzgern Rudolf Löwistein, von Burgern Wilhelm Zesoz. Archiv Freibmg: Rathsbuch 44. 11) Aus obigen Acten ergibt sich, daß man es hier mit dem auf den 28. April gesetzten Tag zu thun hat, der also am 1. Mai geschlossen wurde. Der in N. 9 erwähnte Abschied fehlt. Mai 1527, 1085 44S Kinstedelit. 1527, 7. Mni f. (Dienstag nach Miscricordia f.), Staatsarchiv Lucci-n: Allg, Abichiede II, 2, I, »14, Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd, 9, k, Sil, Staatsarchiv Bern - Allg, eidg, Abschied- .IX, s», KautoilSarchiv Basel: Abschiede, KantoiiSbibliothek Areiburg: Girard, Sammlung T.III, KantonSai-chiv Solothurn: Abschiede Bd, XVI, Äautousarchiv Schaffhause»: Abschiede. LaudcSarchiv Appenzell I. N.: Abschiede, Gesandtes Zürich, (Diethelin Röist, Bürgermeister; M, Niklaus Setzstab; M, Rudolf Thumise»; M, Hans Bleuler; Konrad Escher, Bogt zu Eglisan "), Bern, (Bartholomäus Ibach; Sebastian vom Steinest. Lucern, (Jacob Feer; Joh, Huber; , , , ). Basel, (Adelberg Meyer; Joder Brand). Freiburg. (Lorenz Brandenburg). Solothurn, (Urs Start, Seckelmeister). Schaffhansen. (Hans Peyer). Appenzell, (Ainmann Eisellhut). — (Die andern unbekannt). »». Baptist Turasell und sein Schwager, die den Peter Moresin entleibt haben und deßhalb von Lauis als Banditen geflohen sind, bitten um Gnade und Erlaubnis), wieder heimzukehren, und ferner um gütliche Vermittlung zwischen ihnen und der beleidigten Verwandtschaft. Heimzubringen, um den Boten auf die Jahrrechnung Zu Lanis und Luggaris dafür Vollmacht zu ertheilen. I». Auf der Jahrrechnung zu Baden ist Antwort zu geben über das Gesuch des Landvogtes im Thurgau und der arme» Leute von Müllheim, denen 24 Häuser abgebrannt stnd, um Unterstützung, damit sie wieder bauen können, « . Meister Franz Wolfangel, Arzt des Herzogs von Würtemberg, beschwert sich, wie er mit dem Fürsten und dem Regiment von Oesterreich einen Proceß habe, weil chm dieselben Hab und Gut widerrechtlich vorenthalten; der Proceß liege in den Händen des Bischofs von Konstanz, dem auch schon die nöthigeu Kundschaften eingereicht seien, der aber mit dem Urtheil immer noch zögere; er bitte daher die Eidgenossen, ihm zu einem Spruch zu verhelfen oder sich soweit für ihn zu verwenden, daß Hm seine eingelegten und bezahlten Kundschaften zurückgegeben werden. Heimzubringen, um ans dem nächsten Tag, menn bis dahin die Sache nicht berichtigt werden sollte, Antwort zu geben, wie man ihm behülflich sein könnte, ^ Joder Zopfi von Gleims, dem eines Todschlags wegen ein Unfall begegnet, wcßhalb er seines priesterlichen Amtes „beraubt" worden ist, bittet, ihm behülflich zu sein, daß er wieder Messe halten dürfe. Der Abt von Pfäfers und der Dccan, denen aufgetragen war, in der Sache zu handeln, haben es ihm ans des Papstes Gnade hin bereits zugelassen; diese Verschreibuug sollte jetzt auch der Landvogt von Sargans besiegeln; da jedoch solches uoch nie vorgekommen, so trägt man Bedenken, sogleich zu entsprechen und nimmt das Gesuch in den Abschied. * ' Nachdem man Caspar Vögeli's wegen den Landvogt und einige Kundschaften verhört, welche sagen, daß er schwer gewaffnet ins Land komme und Drohungen ausgieße; nachdem man ab^r auch die Schreiben seiner Verwandten und der Büudncr vernommen, ans welchen ersichtlich ist, daß Vögeli klagt, es geschehe ihm Unrecht, und m könne zu keinem Rechten gelangen, wird an die Bündner geschrieben, man wolle ihnen zu lieb über Vögeli Necht ergehen lassen und ein Gericht bestellen gemäß der Eidgenossen Freiheiten und Gerechtigkeiten im Sarganscr- iaud; nur müsse er innert vierzehn Tagen auch seine Zusage- geben. — Dabei wird jedoch dem Landvogt befohlen, dm Arrest auf Vögeli's Gütern fortbestehen zu lassen und ihn selbst ans Betreten zu verhaften und nach Verdienen zu strafen, 1'. Heimzubcrichten, was jetzt über das Vermögen einer ledigen Frau im Thurgau von den Parteien vorgebracht worden ist, und ans dem Tag der Jahrrechnung zu Baden Antwort zu geben. Dem Landvogt ist befohlen, die streitigen Güter einstweilen bei seinen Händen zu behalten. K» Deßgleichen soll man dann ") Aus dem Vollmachtbricf dd. 8. Mai, Vgl. Ztr. 433. Beide Name» aus Missiveu. Das Jnstrnctiouenbuch il,, das mit diesem Tag beginnt, nennt nur Ibach. 1086 Mai 1527, Antwort geben über das Schadenersatzbegehren Joseph Amberg's, namentlich über den Vorschlag, ihm 40 gute Gulden zu bezahlen, entweder aus den hohen Gerichten im Thurgau oder aus der Entschädigungssumme vom Jttinger-Handel. I». Bern hat seinen Boten geschrieben, sie sollen die Eidgenossen benachrichtigen, daß sich Oesterreich gewaltig rüste, um Zürich und die Anhänger der lutherischen Lehre mit Krieg zu überziehen, und daß Bern daher auf Mittwoch nach dem Sonntag Jubilate (15, Mai) einen Tag nach Baden angesetzt habe. Da diese Nachricht unerwartet kommt, und man nicht weiß, wie lang man zu Einsiedeln bleiben muß, so wird Bern schriftlich ersucht, den Tag um etwas hinauszuschieben, damit man ihn auch besuchen könne, I. Heimzubringen ist die Bitte des Vogtes von Gottlieben für seinen Schwager, der vormals zu den Bauern gezogen ist, jetzt aber seinen Fehltritt ernstlich bereut, Ii.. Betreffend die Besatzung zu Gottlieben wird beschlossen, man wolle sie in Betracht der bedenklichen Zeiten einstweilen noch da lassen; Freiburg und Unterwalden sollen sie bis auf die Jahrrechuung zu Baden besolden, wo man diese Auslagen dann wieder erstatten will. I. Da man über das auf dem letzten Tag vorgebrachte Begehren des Herrn von Tobel ungleicher Meinung ist, so wird es wieder in den Abschied genommen; unterdessen sollen alle Häuser des Ordens Rechnung ablegen und diese Rechnungen dann den Eidgenossen vorgelegt werden, »»». Der Bote von Mühlhausen hält einen Vortrag an die zwölf Orte, worin er sich über die Regierung zu Ensisheim beschwert und um Rath und Hülfe ansucht, wogegen letztere sich in einem Schreiben verantwortet. Heimzubringen, i». Das Anerbieten von Doctor Murner in Lucern gegen Zwingli wird in den Abschied genommen, a. Der Laudvogt von Neuenburg stellt schriftlich die Bitte, daß den auf die nächste dortige Jahrrechnung abzuordnenden Boten Vollmacht gegeben werde, die Angelegenheit der eigenen Leute und der Märchen zu erledigen. K» Heimzubringen das Begehren von Glarus um Fenster in die neue Kirche oder Capelle zu Nüfels. «K. Junker Wolf von Helmstorf und Junker Hans von Landenberg, als Abgeordnete des Bischofs von Consta»;, halten einen Vortrag über die Abstellung der Mißbräuche, Antwort: Es solle darüber auf nächster Jahrrechnung zu Baden Antwort ertheilt werden, wo entweder der Bischof persönlich oder seine bevollmächtigte Gesandtschaft sich einfinden möge, um dann Artikel aufzusetzen, wie man sich in dieser Sache gegen einander verhalten wolle. Da soll auch über die andern jetzt vorgebrachten Puncte, betreffend die geistlichen Gerichte, das nach Zell an: Untersee verlegte Consistorium, die Consolationes und die „ersten Früchte" Antwort gegeben werden, i. Wegen ungleicher Instructionen muß der auf dem letzten Tag zu Lucern von den VII Orten gefaßte Beschluß, nach Glarus, Basel, Schasfhansen, Appenzell und St, Gallen eine Botschaft zu senden, wieder heimgebracht werden, Wegen der Strafen für den Jttinger-Handel soll ein Tag im Thurgatt gehalten werden, I. Die Beschwerde des (Herrn) von Goldenberg, daß er von den Landvögten im Thurgau an deä- Ausübung seiner Freiheiten und Rechte beeinträchtigt werde, wird nach einem frühern Beschlüsse (und einem Anzug von Zürich, Z. A.) auf den Tag der Jahrrechuung zu Baden verschoben; unterdessen soll der Landvogt die Sache ruhen lassen, Ii. Ans dem genannten Tage soll dann, dein Antrag Zürichs gemäß, auch das Geschäft über die streitigen Appellationen im Kellcramt zur Verhandlung kommen, v. Auch das Geschäft wegen der verhefteten Zehnten zu Nußbaumen und Jrschhausen wird ans die Jahrrechnnng gewiesen, v». Da Zürich, nachdem der Jttinger-Handel durch die Annahme des gütlichen Spruches erledigt worden, worauf die neun Orte auch die übrigen anfangs ins Recht gesetzten Artikel sogleich verhandeln wollten, jetzt weder gütlich noch rechtlich sich darauf einlassen will, so wird ein anderer Tag nach Einsiedeln angesetzt auf Sonntag vor der Auffahrt (2K, Mai), wo dann alle noch streitigen Geschäfte, als um Stammheim, den Zoll und die Schanze zu Stein, erörtert und gütlich oder rechtlich erledigt werden sollen. Wenn Zürich diesen Tag nicht besuchen will, so soll es zu rechter Zeit die andern Orte benachrichtigen, x. 1. Eine Botschaft des Abtes von St, Gallen macht den Mai 1527, 1087 drei Orte» Luccrn, Schwyz und Glarns die Anzeige, daß der Kaiser der verweigerten Neichsstener wiegen zwei Mandate gegen ihn erlassen habe, und bittet ihm zu rathen, ob er das Geforderte geben solle oder nicht. Heimzubringen. 2. Sie berichtet sodann über die Weigerung deren von Abtun)! und Jonkartschwyl, den Zehnten zu entrichten, ybschon dieselben, als im Kirchspiel Goßau liegend, in dem zu Napperswyl erlassenen Urthcile inbegriffen seien. Darüber sollen die Boten instrnirt werden, die auf den Tag zu Wyl kommen, um dann die Angehorsamen vorzuladen »nd ihnen Gefängnis) oder andere Strafen anzudrohen. 3. Sie meldet, daß sich die von Zuzwil und Andere den Verordnungen nicht unterziehen wollen, welche bei den Kirchweihen und Versammlungen öffentlich bekannt gemacht werde» Die nach Wyl gehenden Boten sollen ihnen verdenten, sie haben sich ohne fernere Ausflüchte dem Nrthcil von Napperswyl zu unterziehen, da sonst die Uebcrtretcr ohne Unterschied gebüßt würden. 4. Betreffend die Pension Doctor Thalmann's wird an den Abt und den Vogt im Nheiuthal von den sieben Orten geschrieben, es solle der Priester, der gegenwärtig die Pfründe zu Bcrnang versieht, dem Doctor öie Pension ausbezahlen oder die Pfründe verlassen. 1527, 9. Mai, Einsiedel». Eine Botschaft der Stadt St. Gallen gibt Antwort auf die schriftlich geäußerten Beschwerden (der altgläubigen Orte) über unchristliche Dinge, die daselbst vorgehen. Sie läßt eine ^unge Instruction verlese», die viel gute Worte und Versprechungen enthält, aber das Vorgefallene nicht als unchristlich will gelten lassen. Man findet aber diese Darstellung gar nicht im Einklang mit den gerügten Händeln, öa in der Stadt, selbst im Rath noch Widcrtäufer seien, die Tanfe nicht mehr nach kirchlicher Ordnung gebraucht, das Sacrament des Altars mit Worten und Werken verachtet und nicht mehr gehalten und an dessen Statt eine Schüssel oder ein hölzerner Napf mit Bäckerbrot gebraucht werde, andere Sacramente ganz nbgethan seien, die verkehrten und verlogenen Pfaffen schmähliche und ärgerliche Dinge wider den alten wahren Glauben predigen dürfen, etliche sogar offen reden, wer hinter einer Messe stehe oder eine halte, sündige mehr gegen Gott als ein Mörder im Wald; zudem werden Schnmchbüchlein und beschimpfende Worte gegen die Eidgenossen in der Stadt gemacht, u. s. w. Da dies am Tage liegt, so hat man die vorgebrachte Antwort nicht weiter beachtet und will >>e auch „icht in den Abschied nehmen, da die Boten wohl wissen, daß die Herren weder Gefallen noch Gensigen haben an gute» Worten, denen thätlich zuwider gehandelt-wird. Wenn aber die von St. Gallen die hl. Messe und die (andern) Sacramente nach altem Brauch wieder herstellen, daran glauben und in allen christlichen München dem Beispiel der Vorder» folgen, die auch fromme weise vernünftige gottesfürchtige Leute und gute Eidgenossen gewesen sind, und sobald man spüren kann, daß sie zu dem alten Glauben zurückgekehrt sind, so werden die Herren das mit Freuden vernehmen. Weil aber das nicht geschieht, so stellt man den Obern anhcim, w den Sachen weiter zu handeln. ' Si. A. Lm-m: A. Re>igwnshii»del. 1527, 9. Mai, Einsiedcln. Die Boten der nenn Orte an Eonstanz. „Wir sind bericht, als dann in unser Herrlichkeit und oberkcit der landgrafschaft im Thurgöw nächst vor üwer statt und dem Crüzlingcr tor am Hütten und Hofstatt gewesen, darunder vor jaren fry landgericht gehalten, solich Hütten aber setz von üch oder den üwcrn abgebrochen und die Hofstatt mit zünnng ingefaßt, uns und unser oberkcit zuo Nachteil und abbruch cntwcrt vn unser Herren und obern gunst, wissen und willen, das uns uu nit wenig bcfrömbd(e)t, und dicwil solich Hütten und Hofstatt der landgrafschaft znogchörig, onch ain anzöig und wortzaichen unserer Höchen oberkcit, darnmb so ^ unser begcr an üch, daß ir darob und daran sin, damit solich Hofstatt widernmb usgeschlagcn, die Hütt ufgcricht und gemacht, und wir des unser» nit also gwaltiklich entsetzt werden, bester lieber wir üch auch guote nachburschaft hewyse»; wo ir aber vermainte» ursach sölicher Handlung ze haben, daß ir uns dcß berichten und uf nächsten 1088 Mai 1527. tag uns antwurt zuoschriben, ob ir unserm beger statt thuon wellen oder nit, uns ouch darnach witer wissen ze halten." Siegel von Martin in der Matt, alt-Landammann zu Schwyz. Stadtarchiv C°»s,an, (C°pie °°n Gg. Vög-ly. Zur Ergänzung ziehen wir noch einen andern Aet bei: 1527, 2. Mai, Freiburg. Instruction für den Boten in Einsiedel«, „missivenweise" nachgeschickt. 1. Antwort auf die Meldung betreffend den Beschluß über das Geleit nach Mailand. Da die Boten von Uri und Schwyz dessen Ausführung hintertrieben haben, so begehre man nochmals, daß das verabredete Schreiben nach Mailand vor sich gehe, und die zwei Orte von ihren Practiken abgemahnt werden, da solches für die Eidgenossenschaft weder löblich noch vortheilhaft wäre, und allerlei Unwille aus der Hinderung des Geleits erwachsen möchte. 2. Befehl, mit der Mehrheit zu handeln, um auf die (unparteiischen) Orte, Schaffhauseu zc., einzuwirken, ll. Die Antwort der VII Orte (auf den Vortrag der fünfstädtischen Botschaft) lasse man gelten („in allem werd beliben"), indem man sie als geziemend und gut ansehe. K.A. FMburg: Jnstr. Bd.i. rs v. Das Berner Exemplar datirt direct 7. Mai. Der Zürcher Abschied hat nur tn. Im Berner fehlen «I, v, Ii, p, i , x, im Freiburger <1, «, Ii, z», q, », iv, x; i' ist zweimal copirt, einmal jedoch gestrichen. Im Solothurner fehlen »I—f, >», ii; auch hier ist i doppelt eingetragen. Im Basier mangeln I», »I—Ii, >», i' zc., dem Schaffhauser I», «I—Ii, p—x, im Appenzeller », I», »I—I», >», i zc. Zu Ii. 1) Das erwähnte Schreiben, d. d. Montag nach Misericordias (6. Mai) und adressirt an die eigenen Boten, enthält noch folgende Details: Das von König Ferdinand und den Reichsständen gerüstete Heer solle 130,000 Mann stark im Aargau und an andern Orten einbrechen, um Zürich zu überwältigen und wieder zum alten Glauben zu bringen; wenn sich Jemand dessen annähme, so werde mit demselben gleichermaßen gehandelt! übrigens soll das Reichsheer mit Geld und andern Bedürfnissen wohl versehen sein, sodass die Ruhigen nichts zu fürchten hätten. — Ferner verlaute, wenn Zürich auf dem Tage zu Einsiedeln sich nicht füge, so werde Lucern sofort 600 Mann nach Vremgartcn senden und die Stadt besetzen. Bern glaube zwar an dieses Vorhaben noch nicht und traue den Eidgenossen nicht zu, daß sie ein Vcrständniß mit Ferdinand haben; die täglich eingehenden besorglichen Nachrichten machen jedoch dringend nöthig, daß man sich baldigst versammle und gegenseitig eröffne, wessen sich jeder Theil vom andern zu versehen hätte zc. (An Seb. o. Stein). St. A. B-m: Tmisch Misstom , iss. Ein entsprechendes Schreiben wurde auch an Zürich, Basel, Freiburg, Schaff Hausen zc. erlassen. Es mögen hier noch andere bezügliche Acten folgen: 2) 1527, 8. Mai, Einsiedeln. Gemeiner Eidgenossenschaft (sio) Rathsboten an Bern. Antwort auf die Meldung betreffend feindliche Rüstungen im Reiche zc. — Die Motive sind den oben entwickelten confortn ausgeführt (an sich immerhin etwas künstlich). St. A. Bern: A. MM. Angelegenheiten. 3) 1527, 8. Mai (Mittwoch vor Jnbilate), Einsicdcln. Die Boten von Bern NN ihre Obern. Begleitschreiben zu Obigem (sachlich ohne Bedeutung). » ib. A. Tagsahung. 4) 1527, 10. Mai. St. Gallen an Zürich.. Das von Andreas Geßler, Burger von Zürich, angezeigte Gerücht, daß Erzherzog Ferdinand ein Heer rüste, um den neuen Glauben auszurotten, werde durch die Kaufleute, die in den letzten Tagen von Nürnberg herauf gekommen, nicht bestätigt, indem sie übereinstimmend melden, daß sie nirgends dergleichen gehört oder gesehen haben; es werde auch von auswärtigen Burgern nichts derart geschrieben. Dabei wolle man aber nicht verbergen, daß nächstens eine Anzahl Fürsten, zu denen auch Ferdinand zähle, zu Breslau in Schlesien einen Tag halten wollen; der Erzherzog begehre dort mit einem starken Gefolge einzuziehen, was aber die Stadt zu verhindern entschlossen sei, zc. St. A. ZiviM A. Stadt St. Gallm. Zu in. Des Zusammenhangs wegen (vgl. Nr. 426) legen wir noch einige Acten ein: 1) 1527, 25. März. Mühlhanscn an Bern. Dank für die freundliche Aufnahme der diesseitigen Rathsboten, und Bitte, die Klagen (resp. Antworten) der Regierung von Ensisheim mitzutheilen, zc. St. A. Bern: A. Miihlhaus -N. Mai 1527, 1089 2) 1527, 15, April (Montag post Palmarum). Bern an Mühlhausen. Mittheilung der Antworten des Regiments in Ensisheim und des Herrn von Befort. Da man sehe, daß jene Räthe und Regenten sich über M. nicht weniger beklagen, als es gegen sie, so bitte und crmahne man es dringlich, mit denselben freundlich und nachbarlich zu leben und alles zu erstatten, was zur Erhaltung der Ruhe diene; denn es könne aus diesen Schriften selbst entnehmen, was ihm sonst begegnen möchte, ?c. 3) 1527, 15. April (Montag post Palmarum). Bern an Basel. Kcnntnißgabe der Antwort der Regenten und Räthe zu Ensisheim, damit Basel, sofern die Sache auf (eidg.) Tagen zur Sprache käme, benachrichtigt wäre, und Bitte um ein Schreiben an die von Mülhausen, daß sie sich guter Nachbarschaft befleißen möchten, ?c. 4) 1527, 15. April (Montag post Palmarum). Bern an Schasfhausen. Mittheilung einer Copie der Antwort aus Ensisheim, mit dem Ansuchen um Benachrichtigung deren von Appenzell und St. Gallen, da man das Original nach Mühlhausen geschickt habe, ?c. 2)-«) w, Si, A, B-m- T-ms-h Migw -n q, iss, iss», 5) 1527, 23. April. Basel an Mühlhausen. „Wir haben uf hüt datum von üwern und unfern trüwen lieben Eidgnossen von Bern geschriften (do wir achten sy üch derselbigcn glichen coppen, wie und welcher gestalt das Regiment Ensisheim inen uf das schribcn der fünf Orten tut ümer anbriugung geantwort, ouch eigner botschaft behändigt) empfangen. So wir nun dieselbigcn der längi nach verlesen hören, will uns nach gstaltsami des Handels geraten und fruchtbar sin bedunken, daß ir üch noch zur zyt gegen dem Regiment Ensisheim, (ouch) allen ircn verwandten keins andren, dann was zuo frid, ruow und einikeit dienen mag, halten wellen, domit ufrueren und Widerwärtigkeiten, so lychtlich (in) disen gesarlichen zyten (wo anders gehandelt) darus entston möchten, wie ir dann als die wysen solches selb zuo ermessen, verhüetet bliben".. . K. A. Bas-r- Mission, e, isi. K) 1527, 29. Mai. Mühlhausen an Bern. Erzählung der bisherigen Verhandlungen auf eidg. Tagen in Betreff der Beschwerden gegen das Regiment zu Ensisheim, und Bitte, die Botschaft auf den nächsten Tag in Lucern zu geziemender Entscheidung zu bevollmächtigen, ?c. S«, A, B-rn, A, MMh-msm, Die Beschwerden der Stadt Mühlhausen folgen später. Zu 11. Bezügliche Acten stehen uns nicht zu Gebote. Zu Wir lassen hier den angerufenen Spruch im Wortlaut folgen: 1) 1527, 9. Mai. „WIR diß nachbencmpten Paulus Kerngerter, Pannermaister zuo Schwiz, gcmainer obmau, Jacob Fer, des Rats zuo Lucern, und Marti in der Matt, alt Amman zuo Swiz, der edlen strengen fromen vesten fürsichtigen, ersamen und wysen der nün s Orten der Aidgnossen, nemlich Bern, Lucern, Uri, Schwiz, Underwaldcn, Zug, Glarus, Driburg und Solenturn zuosätz; Diethelm Röust, Burgermeister, und Niclaus Setzstab, des Rats zuo Zürich, der edlen, strengen, fromen vesten fürsichtigen er- j samen und wysen Burgermaister und Rat der Statt Zürich zuosätz, unsern gnedigen lieben Herren, in diser nachfolgenden fach, bekennen und tuond kunt allermenklichem offenbar mit disem brief, als sich dann merklicher s span und stoß gehalten hat zwischent den vorgemelten unsern Herren und getrüwen lieben Aidgnossen den nün Orten ains tails, und Burgermaister und Rat der Statt Zürich anders tails, uferstanden und harlaugende, daß die nün Ort i der Aidgnossen Maister Hansen Oechßlin, lütpriester zuo Burg vor der statt Stain, in der landgrafschaft Thurgöw gelegen, sänklich aunemen lassen, deß sy dann fuog und recht gehept haben, darus ctlich unser Aidgnossen von Zürich > hindersässen und underthonen, so in iren Höchen und nidcrn geeichten, und etlich so in iren der von Zürich nidcrn geeichten sitzen, sich mit aim stürm embört und on allen grund und ursach gewaltcnklich in das gotshus Jttingen gefallen ^ syen, alda sy dem gotshus uß aignem nmotwillen daS sin genomcn, geroubt und entwert und zuolctsi das selbig gotshus mit für angestoßen und zum tail verbrennt, uf welicheu muotwilligen frävel, nam, roub und brand als obstat zuo j Jttingen, in unser Herren der zechen Orten Höchen obcrkait begangen, unser Herren die nün Ort getruwt haben, daß die benannten tätcr von inen den zechen Orten lut der pünden gestraft werden sölten, dar- gegen aber unser Herren von j Zürich vermaintcn, daß die iren zuo angezaigtcm stürm guoter maß geursacht, damit die schuld nit von inen darlnugen sye; die ircn hettcn ouch disen mißhnudel nit allaiir begangen, sonder wäre der ouch von etlichen uß dem Thurgöw, j in unser Herren der zechen Orten oberkait gesessen, und villicht andern ouch beschechen, dadurch semlichs unbillich allain den iren zuogelegt wurde, und sidmalen aber si an diser 137 1090 Mai 1527, bösen Handlung groß mißfallen gehept, und noch, j Helten si sich glich nach dem stürm zuo Frowenfeld, und für und für allwegen gegen iren lieben Aidgnossen von den nun Orten erbotten, mit inen zuo strafen, die so übel gehandelt, und si mit enandern zuo strafen, welhe si aber allain i zuo strafen hetten, die wellen si selbs strafen, des erbietens wären si noch, der Hoffnung, daß nach vermög der geschwornen pündcn die iren niemand strafen sölt dann si, wie si dann deßhalb in merklicher schwarer rechtfertigung vor uns j den zuosätzen vorher gegen enandern oft gestanden syen, sidmal si uns die zuosätz inhalt der geschwornen pünden darzuo erwelt, ouch wir uns des Handels uf unser Herren und obern gcpott belade», und demnach wir die zuosätz in ainer urtail zerfallen > und dero nit ains warent, den abgedachten obman nach sage der pündcn erkiest haben, der ouch von sinen Herren darzuo gehalten worden ist ze., und nun wir obman und zuosätz diß spans halb ain rechttag uf Zinstag nach dem Soutag Letare mit- > fasten hievor verschinen in dem gotshus Ainsidlen gehalten und baid partyen domaln in dem Handel, den si obbegriffner gestalt in klag, antwurt, red und widerred, mit mer Hund) leugern warten, alhi'e zuo beschribeu unnottürftig, vor uns dargethon ! und doch nit zuo ainem rechtsatz gebracht, gnuogsamklich und nach aller Notdurft gehört und verstanden, haben wir gegen inen zuo baidersyt so vil gehandelt und früntlich ankert, damit si uns bewilgt, harinne güetlich Mittelweg zwisch- s en inen ze suochen, dadurch diser Handel nit mit dem rechten usgeüebt werden müeste und wir recht- sprechens vertragen sin möchten, wie dann uns semlich güetlichait nach lut der pündcn ze besuochen gepürt hat, und wir deß schuldig gewesen syen. ^ Uf das wir etlich artikel, so wir vcrmainten den partyen güetlich anzuonemen sin, in geschrift gestellt, und si zuo baidersyt gepetten, sich durch uns dergestalt güetlich zuo berichten lassen und enandern (des) rechten wyter zuo vertragen, weliche artikel ^ si, unser Herren von den nün Orten und von Zürich, in abschaid hindersich an ir Herren und obern zuo pringcn angenomen, und als diß unser güetlich Handlung unser Herren und getrüw lieb Aidgnossen (von) Basel, Schaffhusen und Appenzell ange- j langt, haben si als getrüw lieb Aidgnossen, denen diser zwitracht zwischen unfern Herren von den nün Orten und von Zürich, iren lieben Aidgnossen, in trüwen laid gewesen ist, und vorher ouch dickermal güetlich Mittelweg gesuocht haben, disen span ^ zwischen baiden tailen one recht hinzuolegen zc., uf disen tag, dato ditz briefs, als deßhalb aber ain tag gen Ainsidlen angesetzt ist, ir ratsbotten, nämlich unser lieb Aidgnossen von Basel Adelberg Meyern, iren alten Burgermaister, und Joder Brand, des j Rats, von Schafhusen Hansen Payer, iren under Burgermaister, und von Appenzell Uolrichcn Jsenhut, amman, dahin verordnet, die uns obman und zuosätzen in irer Herren namen in dem Handel gegen obgenannten baiden tailen so vil haben helfen handlen, dadurch ^ unser Herren der nün Orten und unser Herren von Zürich volmächtig anwält zuo baidersyt für ir Herren und obern uns der dry Orten Kotten, ouch obman und zuosätzen, nach großer merklicher müeg und arbait, so wir harinne gehept, damit j st mer unruow, kosten und schaden, der uf die fach, wa sölhe mit recht usgeüebt werden sölte, gan möcht, verhüetiut, des Handels vertruwt und versprochen haben, wie wir si entschaiden und zwischen inen güetlich ussprcchen syen, j daß si darbi beliben, dem in allweg trüwlich und gestragks nachkomcn und darwider niemer nichts reden, tuon noch schaffen gethon werden wellen, weder setz noch hiernach. Uf das haben wir zwischen inen in der güetlich- j nit und mit offner wissenthafter täding usgesprochcn und sprechent in kraft ditz briefs, gemainlich und ainhellenklich, inmaß wie hernach vergriffen, dem also ist: Des ersten sprechent wir, daß unser Herren und j lieb Aidgnossen von Zürich uf die iren, so in iren Höchen obcrkaiten und nidern gerächten usserthalb der landgrafschaft Thurgöw wonhast und seßhaft, so in ob- gemeltem stürm zuo Illingen gewesen sind, und mit nam, roub, j brand oder in andrer gestalt gefräfelt und miß- handlet haben, zwaitusent guldin, je fünfzechen Costenzer oder sechszechen Schwizer batzen für ain guldin, straf legen und von inen inzüchen, weliche zwai tusent guldin unser ^ Herren von Zürich unser» Herren und lieben Aidgnossen den nün Orten uf Sant Jacobstag des meren apostels, nächst nach dato ditz briefs komende, zuo iren sichern Händen geben und überantwurten söllen, on allen iren kosten und schaden, j Am andern sprechent wir, daß unser Herren und lieb Aidgnossen die nün Ort mit sampt unfern Herren und lieben Aidgnossen von Zürich alle, die zno Illingen im stürm gewesen sigen, onch in sölichem stnrm dem selben gottshns Illingen! schaden zuogefüegt und allda fräset und muotwillen begangen haben, so in der Höchen oberkait der landgrafschast Thurgöw wonen und sitzen, unangesechen in wz nidern gerichten si iren sitz oder wonung (haben), ald wem sölhe zuogehörent, strafen > söllen, und was oder wie sich uf die schuldigen sampt ald sonderlich ersindt, si verwürckt und gehandelt haben, darnach soll inen dann ain straf ufgelegt und die von inen bezalt und usgericht werden, es war Mai 1527. 1091 dann, daß ainer ald mer, vil oder j wenig, über kurz oder lang zit erfunden wurden, so dz hailig hochwirdig sacrament usgeschütt oder das bemelt gotzhus anzündt, dieselbigen, ouch alle die, so darzuo hilf, rat oder gethat geben ald gethon Helten, mögen unser Herren die zechen Ort j darumb an irem lib und guot strafen, nach irem willen und gefallen. Und wie also die zechen Ort gemainlich oder mit dem meren den tälern straf uflegen, darbi soll es beliben und der minder tail dem meren biständig und beholfen sin. An ^ semlichen obgedachten zwai tusent guldin und den strafen, wie die den schuldigen, als vorlut, noch von den zechen Orten ufgelegt werden, söllen unser Aidgnossen von Zürich ouch ain tail haben, wie ain ander Ort. Und so die benempten zwai j tusent guldin von unfern Aidgnossen von Zürich geantwurt sind, sond die unverändert ligen, bis die strafen von denen, so in der zechen Orten Höchen oberkait sitzen und wonen, ouch ingezogen werden, und das strafgelt also zuosammcn i kompt, alsdann soll an inen unfern Herren den zechen Orten ston, was si darvon dem gotzhus Illingen an sin schaden geben, und wie si das hingeben oder under inen ustailen sycn. Am dritten und letstcn sprechcnt wir, daß diser vertrag j baiden partyen an iren geschworncn pünden, vorußgangnen sprächen, vertrügen, fryhaiten, briefcn, siglen, rechten und gerechtigkaitcn in allweg unvergriffen, unverletzlich und ganz on schaden sin soll. Und damit sond baid obgenannt tail umb obbe- j griffnen iren span, den stürm, nam, roub und brand zuo Illingen verloffen berüerende, alklich und ganz mit cnandern geaint, betragen, gericht und verschlicht haißcn und sin, bi irem zuosagen ob darumb gethon, gcferd und arglist harinne vermittcn und j genzlich usgeschlossen. Und deß alles zuo warem offem urkund und vester stiller sicherhait, so haben wir obgenannten obman und vier zuosätz und wir der dry Orten, nämlich Basel, Schafhusen und Appenzell ratsbottcn ^ und insonder ich Adelberg Meyer für minen mitgcsellen, von siner pitt wegen, unser jeklicher sin aigcn insigel als früntlich undertädinger, doch uns und unfern erben in allweg one schaden, osfcnlich an diser briefcn zwcn glich j lutende gehenkt, und jeder party ainen geben uf den nünden tag Mayen nach Cristi gepurt fünfzechenhundert und im sibenundzwainzigisten jare. Staatsarchiv Luccrn: Perg.-Urkunde mit acht hängenden Siegeln. Ebenso im St. A. Zürich. Ein Auszug, die Vertragsbestimmungen enthaltend, liegt bei dem Berner Abschied 93—96, auch im K. A. Schaffhauseu: Abschiede, und im K. A. Basel: Abschiede. Wir fügen als nicht unerheblich noch zwei andere Schriftstücke bei: 2) 1527, 3. Mai (Jnventionis Crucis). Bern an Zürich. Es wisse, wie viel Mühe man sich gegeben, den Jttingerhandel und andere Zürich berührende Geschäfte freundlich beizulegen und zu vermitteln; da nun jener zu gütlichem Vergleich gebracht worden, so bitte man Zürich, sich etwas Geld nicht reuen zu lassen, um dessen los zu werden, und den Spruch daher anzunehmen. Dem diesseitigen Boten nach Einsicdeln seien die entsprechenden Befehle ertheilt, was man in Eile anzeigen wolle.. . St. A. Bern: Teutsch Missiven H. 195 a. — St. A. Zürich: A. Jttingerhandel. 3) 1527, 4. Mai (Samstag nach Jnvent. Crucis). Zürich an Bern. „Wir haben üwer schriben, darin ir uns guoter Meinung ersuochent, den Jttinger Handel an einem kleinen gelt nit ze erschlachen (zerschlachen?), sonders umb frid und ruow willen in der güetigkeit uns den ab werden ze lassen, sins inhalts verstanden und damit abermalen ougcnschinlich gespürt und befunden üwern geneigten willen und daß ir unser fachen gern guot und ufrecht sächint, deß wir üch hiemit zum höchsten dank sagent, mit erbieten, das um üch allzit ungespart alles unsers Vermögens libs und guots zuo beschulden und zuo guotem nit zuo vergessen," ?c. :c. St. A. B-rn: Kirchs. Angelegenheiten. Zu In der vorliegenden Actcnsammlung des Constanzer Archivs folgt auf diese Missive ein Resumö der geltend zu machenden Einwendungen: „Nun ist aber dise Hofstatt niemalen in das landgcricht gehörig gewesen, besunder hat die Statt vor alten jarcn ain aignen gezirk gehebt bis an Käsbach; aber do den alten das landgricht zuo iren Händen knmmcn ist, haben sy glich zno der statt das landgcricht gsetzt, damit sy nit bis in Käsbach gon müeßten, dann vorhin dasclbsten das landgricht gwcscn ist, als dann noch in menschen gedächtniß swcllen und guote gmerk oder zeichen gesehen sind. Darzuo hat die Statt ain altes büechli, darin der Statt ätter begriffen ist, das hernach bas gemeldet wird. Do aber im Switzcrkrieg, der im 1599 (sie, st. 1499) jar gsin ist, das landgricht den Aidgnossen geben ward, ist der Statt ätter ouch also hingangen, (darum?) daß die Statt den nie erfordert, besunder haben die landvögt ir oberkeit bis gar herzuo getriben." 1092 Mai 1527, 44Z. Genf (und Kljamliery?). 1527, c. 10. Mai f. Kantonsarchiv Freiburg: Instructionen Bd. I. 47. I. Gesandte von Freiburg — Wilhelm Schweizer, Hans Guglenberg, Rudolf Löwenstein und Wilhelm Chesaulx — die auch zum Herzog abgeordnet sind, sollen zwischen dem Bischof, der Stadt und den Verbannten nach ihrem Gutfinden scheiden und strafen helfen und alles versuchen, was zur Erhaltung des Friedens dienen kann. Was die Genfer in der Freundlichkeit an Bußen bezogen haben, soll ihnen bleiben; wenn aber Einzelne durch ein Urtheil (zu gewissen Strafen) verfällt sind, und der Bischof sie begnadigt, so soll er vermocht werden, der Stadt aus dem Geld, das er denselben abnimmt, an ihre Kosten auch etwas zu geben, wie er es verheißen hat. II. Die Gesandten von Freiburg haben Befehl, wie die Boten von Bern, 1. dem Herzog von Savoyen rund heraus zu sagen, er solle die Unruhigen und Missethäter, die bisher so viel Muthwillen gegen die Genfer oder andere Verwandte der beiden Städte verübt haben, dermaßen strafen, daß solches künftig unterbleibe; denn falls es ferner geschähe, und ihm darüber etwas begegnete, so würde man sich nicht darum kümmern, indem man ihn nicht mehr warnen wolle; müßte man Gewalt mit Gewalt abwehren, so wäre es dann seine Schuld. 2. Gleich wie Bern fordert man den Bundesbrief vom Jahr 1509 heraus, worin die Gesandten denen von Bern sich ganz gleichförmig verhalten sollen. Zu I. Obiges ist der dritte Absatz der Instruction. Die Verhandlung mag mit dem 19. Mai begonnen haben. Zu II. Wie Bern sich bctheiligte, ist aus Nr. 441, N. 8 zu ersehen. Im klebrigen ist folgender Act zu bemerken: 1527, 23. Mai, Freiburg. Auf den Bericht der in Genf gewesenen Boten, betreffend den Herzog von Savoyen, ist beschlossen, nach Bern zu schreiben, ob es gefalle, von jeder Stadt einen Läufer „hinein" zu schicken, um den Bundbriefen (mit dem Herzog) die Siegel abzuschneiden und den Bund herauszufordern. Der Banditen halb ist ein unparteiisches Ort zu suchen, um (schiedsgerichtlich) die Sache zu Ende zu bringen. K. A. Fr-iburg: Rathsbuch Nr. 44. Waden. 1527, c. 16. Mai. Archive Zürich, Bern, Toloihur». Gesandte: Zürich. — Bern. (Peter im Hag). Solothurn. (Niklaus von Wenge). Tag einer Ungewissen Anzahl von Orten, gemäß Nr. 442, I. Ein Abschied kain nach aller Wahrscheinlichkeit nicht zu Stande; nur die nothwendigsten Andeutungen ergeben die Instructionen der Zürcher und Berner Botschaften. 1) Die Zürcher Boten sollen denen von Bern, Basel, Schaffhausen, Appenzell und St. Gallen (1.) ü' Erinnerung bringen, was wegen der Beschwerden Zürichs gehandelt worden; eine Antwort der Orte, welche dieselben berühren, sei nun aber noch nicht vorhanden; doch möchte es gern vernehmen, was die Boten (der vier Orte) ausgerichtet haben, laute es freundlich oder nicht. (2.) Es soll angezogen werden, wie die V Orte Zürich verdächtigt haben, als ob es Konstanz in die Eidgenossenschaft hereinziehen und demselben das Thurgau übergeben wollte ?c. Es habe sich deßwegen bei Bern verantwortet und wolle die Unwahrheit jener Beschuldigung ferner erweisen; deßhalb bitte es um Mittheilung der Namen von denen, die solche Dinge ausbreiten, damit es seine Mai 1527, 1093 Unschuld aller Gebühr nach darthun könne. Würden diese Angeber verheimlicht, so müßte Zürich annehmen, sie hätten das Alles zn seiner Verunglimpfung aufgebracht; darum hoffe es, daß die Verleumder genannt werden; die Boten haben auch ernstlichen Auftrag, das zu verlangen, ?c. Si.A. Ziwch: A. l. CapMrkricg : Abschiede. Gesandte: Bern. (Anton Bütschelbach). Bafel. (Franz Bär). Frcibnrg. (Lorenz Brandenburg). Appenzell. (Vogt Brüllisaner). — (Die andern sind unbekannt). 1. Zu Anfang des Tages hat der Bote von Bern in weitläufigem Vortrag erzählt, wie seine Herren durch eine allgemeine Sage erfahren, daß Fürst Ferdinand von Oesterreich samt dem Reich und dem schwäbischen Bund sich ernstlich rüste, um Zürich und andere lutherische Orte mit Krieg zu überziehen, und daß die VII Orte damit einverstanden sein sollen; deßhalb habe Bern in der Eile einen Tag nach Baden ausgeschrieben, auf dem aber diese Orte nicht erschienen seien, was Bern nicht wenig befremden müsse, indem es oft wegen viel geringerer Sachen ausgeschriebene Tage besucht habe. Ferner fühle es sich dadurch beschwert, daß die VII Orte den Balthasar Bläsi, der „solche Rede ausgegossen", darum nicht berechtigt haben, was als ein Zeichen von Verachtung gegen Bern gedeutet werden könnte, w. 2. Darüber äußern die VII Orte etwelches Verwundern, indem das alles keineswegs aus Geringschätzung geschehen sei. Daß sie den Tag zu Baden nicht besucht haben, erkläre sich einzig daraus, daß ihnen die Einladung dazu auf dem Tage zu Einsiedeln zugekommen; weil aber die Boten nicht gewußt, ob sie rechtzeitig ihre Obern darüber berichten könnten, so haben sie sofort nach Bern geschrieben, sie wünschen, daß der Tag zu Baden verschoben und den Orten einzeln verkündet würde; darauf sei den VII Orten von Bern aus kein anderes Schreiben zugegangen, sodaß sie angenommen haben, es finde der Tag nicht Statt; daher dünke sie wahrlich schimpflich, einer Sache beschuldigt zu werden, um die sie nichts gewußt; hätte aber der Schreiber zu Bern sich die Mühe nicht verdrießen lassen, jenen Tag den VII Orten wie den andern anzuzeigen, so wäre ohne Zweifel der «Fehler nicht geschehen. — Den aus leichtfertiger Rede entstandenen Argwohn, als ob die VII Orte mit dem Fürsten von Oesterreich, dem Reich oder dem schwäbischen Bunde gemeine Sache gemacht, empfinden sie billigermaßcn als eine bittere Kränkung, indem sie weder mit den genannten Fürsten noch Andern wgendwelchen Verkehr gehabt haben, der so dürfte gedeutet werden; es würde ihnen freilich ein solcher Vorwurf Rcht unbillig gemacht, wenn sie so viele Zusammenkünfte mit den Schwäbischen hätten und sie zu Schießen einlüden, wie gewisse Orte es thnn („den selben würt aber sölichs nit harfürzogen als uns"); nun werden sie so schändlich „angelogen", womit ihnen aber Unrecht geschehe; darum hätten sie erwartet, daß Bern, bevor es einen 1094 Mai 1527, Tag ausgeschrieben, dergleichen Reden an sie gebracht hätte, damit sie sich hätten verantworten können. — Die Zumuthung, daß sie den Balthasar Bläst hätten berechtigen sollen, befremde sie ebenfalls nicht wenig, da ihren Obern bisher noch nichts darum geschrieben worden, und sie gar nicht wissen, wer solche Lügen erdacht; noch viel mehr aber wundern sie sich, daß Bern einen solchen verlogenen Mann, den es in Händen gehabt, nicht am Seil zum Geständniß gezwungen, woher er seine erlogenen Reden habe; dann dürfte auch „die Tagsatzung" und Anderes unterblieben sein; wenn es jetzt auch noch möglich wäre, jenen Verleumder zu ergreifen, so möchten sie doch mit ihm und anderen leichtfertigen Leuten, die durch ihre schändlichen Lügen den Samen der Zwietracht und des Aufruhrs säen, nicht die großen Kosten haben, um sie zu berechtigen, was vielmehr Bern anstünde. — Uebrigens hoffen sie, Bern werde dies thun, diese Verantwortung als genügend betrachten und sich in Zukunft hüten, solchen Leuten Glauben zu schenken, zc. ?». Der Vogt von Mendris hat kläglich erzählt und einen schriftlichen Bericht der armen Leute gebracht, wie die Spanier da viel Muthwillen treiben, täglich das Volk berauben, Personen wegführen und kürzlich vier Bauern, die viele kleine Kinder hinterlassen, ohne alle Ursache getödtet haben; zudem lassen sie und der Gnbernator zu Como den Unfern nichts mehr zugehen, weßhalb sie dringend um Hülfe rufen. Da man sieht, daß die nach Mailand geschickten Schreiben gar nichts fruchten, und es seither nur schlimmer geworden, so hat man das in den Abschied genommen, um ernstlich zu berathen, wie man die armen Leute beschirmen könne, und auf dem nächsten Tage deßhalb Beschluß zu fassen, e. Sodann hat man aus Briefen von Lauis vernommen, daß die Grafen von Arona mit den Spaniern sich zu verständigen scheinen, um das Schloß Valzol denselben in die Hände zu spielen; dagegen schreibt Einer vom Langensee, der Castellan von Musso habe im Sinn, dasselbe an sich zu bringen und dann dem Herrn von Pisterna zu geben, zc. Da die Instructionen ganz ungleich lauten, indem einige Orte rathen, das Schloß zu schleifen, die andern damit nichts zu thun haben wollen, so wird das nochmals heimgebracht. Den Grafen soll indessen geschrieben werden, man erwarte, daß sie das Schloß nicht veräußern. Ein bestimmter Entscheid wird ans die Jahrrechnung zu Lauis verschoben. «R. Die Botschaft von Mühlhausen bittet um freundliche Antwort über den zu Einsiedeln gethanen Vortrag. Da man hierüber nicht gleicher Meinung ist, so nimmt man das in den Abschied, hat aber dem Boten gerathen, dahin zu wirken, daß die Beschwerden der Stadt jedem Orte schriftlich mitgetheilt werden. Die Antwort soll auf dem nächsten Tage erfolgen. «. Zürich hat den angesetzten Tag in Einsiedel« abgeschlagen, aus Gründen, die man für unlauter achtet („ganz untogenlich und eben gefarlich"); um aber zu einem Austrag zu kommen, hat man aus Sonntag den 2. Juni einen andern Tag bestimmt. L. Die Boten, die nach Einsiedeln kommen, sollen Gewalt haben, für die X Orte einen Tag nach Frauenfeld anzusetzen, um den Spruch in dem Jttinger-Handel, die Strafen betreffend, da zu vollziehen. K. Der schriftlich eingereichte Vortrag des Generals Morelet und des Herrn von Boisrigault wird im Abschied heimgebracht, da man keilte bezüglichen Aufträge hat; um darüber Antwort zu geben, ist ein Tag in Luccrn angesetzt auf Dienstag vor Pfingsten (4. Juni). I». Ferner zeigt der General an, daß etliche Orte damit umgehen, dem (Herrn Anton) von Leyva und den Mailändern Geleit zu geben, was wider die Vereinung sei, weßhalb er bitte, solchen! zuvorzukommen. Antwort ans nächstem Tag. K. 1. Da die Bücher der Disputation vollendet und den Eidgenossen von Lucern große Kosten daraus gegangen sind, so hat man die Vorschläge erwogen, die Bücher denen von Lucern zu überlassen oder dann die bisherigen Kosten samt denen, die für die Belohnung I)r. Murners und Anderer noch zu bestreiten sein werden, zu gleichen Theilen zu tragen. Wiewohl die meisten Orte sich für den erster« erklären, hat man die Sache doch nochmals in den Abschied genommen, um ans dem nächsten Tag endliche Antwort zu geben. 2. Es ist auch jedem Boten ein Exemplar übergeben, jedoch in der Meinung, daß es nirgendshin ausgeliehen oder veräußert, sondern Mai 1527, 1095 in jedem Ort im Rath verlesen und dann wohl behalten werde, da viel daran gelegen ist, daß die Bücher nicht bekannt werden („uskoment"), bevor man weiß, wann sie ausgehen sollen. Ii.. Sodann ist verabredet, von jedem der VII Orte einen Boten nach Glarus und Appenzell zu schicken, und zwar so, daß die Boten ab dem nächsten Tag in Lucern dahin reiten sollen; dafür sind die Boten gehörig zu iustruiren, und von Lucern aus soll dann denen von Glarus angezeigt werden, auf welchen Tag man erscheinen wolle. I. Man hat auch davon geredet, daß es gar gut und nöthig wäre, nochmals eine Botschaft „dahin" (nach Bern) zu schicken und „ein Versuchen zu thun"; darüber soll mau sich ans dem nächsten Tage entschließen, und sofern man einig würde, sofort einen Tag ansetzen, um die Botschaft nach Bern zu senden. Das Luccrner Exemplar ist defect (vgl. Nr. 437). Die nöthigen Anhaltspunkte bieten aber vollständig das Berner und das Freiburgcr Exemplar. Jenein mangcln l—I. Basel hat :»—«!, A, Ii; im Schaffhauscr fehlen s (größtentheils), t?, I', i- I, im Appenzeller n (ebenso), I», e, v, I', k, >. Zu In den meisten Exemplaren ist dieser Artikel auf fünf oder sechs Zeilen reducirt. Das Concept hat die Lucerner Sammlung. Es mögen hier etliche verwandte Acten eine Stelle finden: 1) 1527, 2l). Mai, Bern. Instruction für Anton Bütschelbach auf den nächsten Tag in Lucern. 1. „Erstlich werden ir alle Handlung anzoigen, so Herr Peter im Hag ab dem nächsten tag zuo Baden gebracht, und für- nemlich daß min Herren ein hoch bcduren haben ab dem, daß sölichcr tag uf ir ansatzung nit besuocht worden," zc. zc. 2. „So dann auch (uf) nächst gehaltner tagleistung zuo Einsidlen der statt Sant Gallen ratsbotten schwächlich gehalten und ganz usbeslossen, ouch ir entschuldigung nit mögen verhört werden, sollend ir, wo der Handel biß tags angezogen (wurd), das best darzuo reden, darin mittlen und vermögen, daß sy nit also verachtet, sonders ir entschuldigung güetlich verhört werde, in ansechung daß sy hievor ouch mit Unschuld verleidet worden zc., und wann den Eidgnossen etwas angelegen und (si) ansprach an bemeldt von S. Gallen vermeinte» ze haben, (daß) sy (dieselben) alldann lut der püuden rechtlich ersuochcn." St.A. B-rni Jnstr»cti°nzbuch il.is. Die übrigen Artikel sind als unerheblich bei Seite gelassen. 2) 1527, 25. Mai. Zürich an Lucern. In den letzten Tagen habe man erfahren, daß Lucern von einigen Personen überredet worden sei, Zürich stehe mit Constanz in Unterhandlung, damit dasselbe eidgenössisch würde, gedenke den Thurgau zu erobern zc. (wie 21. April an Bern), und daß es diese Berichte auch andern Orten mitgcthcilt, worauf sie einen Tag in Beggenricd gehalten hätten. Zu der ihm hiemit widerfahrenen Ehrverletzung und Schmach könne Zürich nicht schweigen; es müsse sich mit allem Ernste vertheidigen, um solchen bösen Verdacht von sich abzuwenden, da ohnehin durch solche erdichtete Reden viel Unwille verbreitet sei, und um auch zu verhüten, daß die Obrigkeit die ungcbürlichcn Schmachworte und Schriften, die von Lucern ausgehen, desto eher ungestraft ließe, wie denn kürzlich Pfarrer Murner wieder solche ausgestreut habe. Dcßhalb bitte es angelegentlich, daß die Personen, von denen jene Anklage herrühre, gutwillig genannt werden möchten; denn je mehr dieselben für glaubwürdig gelten, desto dringender sei für Zürich das Bedürfniß, sich zu verantworten; es hoffe übrigens seine Unschuld augenfällig zu erweisen. Wenn die Anzeige jener Personen nicht bewilligt würde, so müßte man glauben, daß Lucern vorsätzlich den Widerwillen nähre, was aber Zürich nicht annehmen möge, indem es vielmehr in gutem Vertrauen erwarte, daß dasselbe, wie es treuen Eidgenossen gezieme, entsprechen werde. Bitte um schriftliche Antwort. St. A. Zürich: Misswn. 3) 1527, 27. Mai. Lucern an Zürich. Antwort: 1. „Uewcr schriben uns fürhaltcnde, wie uns durch gloubsam lüt etlich pratik und Handlung, so mit üch, so mit den Constanzcrn und dein Thurgöw vorhanden, angelangt, daby üwer verantwurtung und beger, habend wir alles inhalts verstanden, und wiewol wir mit begird und vil lieber üwer entschuldigung (die wir gloubwirdig achtend), dann so etwas daran sin, vernomen und gehört, so haben wir doch in üwcrm schriben eins nachgrifigcn gesuochs,. ja wo wir üch die Personen nit anzöigcn, möchtend ir gedenken, wir wellten für uns selber Widerwillen wider üch zuo üwerm Nachteil und unfuogen anmaßen zc., gemerkt und darab nit wenig bedurens empfangen, da wir uf üwern gefarlichen ersuoch und mißtruwen uns 109K Mai 1527, hiemit zum ersten wellen mit warheit verantwnrt, daß mir sölichs in keinen weg erdacht, als dann nit allein wir, sonder ander üwer und unser lieb Eidgnossen etliche Ort deß guot wissen haben. Daß aber wir uns für andre Ort, so sy nit minder dann uns antrifft, usschießen und inen on wissen in sölhem fal ützit ze handlen gezimen, (ist nit?), sonder zuo nächstem tag das an . . die Ort, so mit uns darin verHaft, langen lassen und mit dero rat und hilf uf üwer schriben üch antwnrt geben; das wellen also setz diser zit früntlicher und bester Meinung von uns verneinen". . . 2. „Sodann, lieben Eidgnossen, als ouch in nwerm schriben angezogen wirt, wie by uns und den unfern wider üch und die üwern ungebürlich reden und geschriften müntlich beschcchen und in offnem trnck, besonder setz kurzlich durch unfern pfarrer Murner usgangen sigen zc., ist nit minder, wa vor etlichen jaren und tagen ir . . sölichcn fal bedacht, da ir zuo tagen von der Eidgnossen Kotten dickermals zum höchsten umb abstellnng der truckten und schriftlichen schwächlichen und verletzlichen büecher und usgießungen gebetten und ersnocht, daß ir damals die üwern hinderhalten und abgestellt, so hetten ir verhüet und nit ursach geben andern geletzten und unverschnldt bezignen, sich zuo entschuldigen und zuo verantwurten. Es ligt am tag die manigfaltigkeit der lieber, schwach und schandbüechli in üwer Statt, on namen des dichters getruckt, hat ouch by üch die abstellnng nit mögen erfunden werden. So nun der hochgelert würdig unser pfarrer, Herr doctor Thomas Murner zuo rettung sin und andrer christlichen doctores eren und zuo entschuldigen irs zuogefüegten bezigs etwas im trnck für sich selbs, on unser heißen und wissen, usgon lassen, och setz besonder sich gegen unfern lieben getrüwen amptslüten etwas uf in erdachten unwarhaften reden verantwnrt, daby er aber sin namen allweg darzuo gesetzt, och sich des rechten erbottcn hat und noch thuot, vor den zwölf Orten der Eidgno- schaft zuo erwarten zc., haben wir (das) also geschehen lassen, dann niemand (unsers bedunkens) in verant- wnrtung siner eren, libs und gnots gehindert werden sol. Wir haben aber nie gehört, daß der Zwingli sich sölher gestalt wie Murner zum rechten ze ston je erbotte» hat; aber wie dem allem, so üwer und unser lieb Eidgnossen von allen Orten, och ir sampt uns in sittlichem fal in der ganzen Eidgnoschaft fürsehung thuon, abstellen und verhüeten, so wellen wir uns nit minder dann ir und ein ander Ort gebürlich und darzuo hilflich erfinden lassen". . . St, A, Zürich: A. R-ligionSsachen. — St. A, Lucern: A, Religionshändel, Zu «. 1) 1527, 23. Mai (Donstag nach Cantatc), 12 Uhr. Zürich an die eidg. Voten in Lucern, oder an Schultheiß und Rath allein. Man sei Willens gewesen, den bestimmten Tag in Einsiedeln zu besuchen; nachdem man aber die von Stein zu der Vorberathung berufen, finde man es unmöglich, die nöthigen Briefe und Kundschaften beizubringen; darum stelle man die freundliche Bitte, diese späte Abkündung zu entschuldigen und „Mitleiden zu haben"; bis zu einem andern Tag, der hierum angesetzt werde, wolle man sich Mühe geben, um nach Nothdurft verfaßt erscheinen zu können, ?c. S,. A. Luc«.,: s>, R-ligwushäub-l, Ein solches Schreiben wurde auch an die einzelnen Orte erlassen, laut der Zürcher Misstvensammlung. 2) 1527, 24, Mai („Anno rriiij"), Lucern. Die neun Orte an Zürich, Antwort auf dessen Anzeige, aus welchen „vermeinten" Ursachen es den festgesetzten Tag in Einsiedeln nicht besuchen werde zc. Mau hätte zwar erwartet, daß es sich mit dem geschehenen Aufzug begnügen würde, wolle aber nochmals, um den endlichen Austrag zu fördern, seinem Begehren willfahren und habe daher auf den 2. Brachmonat einen andern Rechtstag bestimmt, den es hiemit kraft der Bünde mit Vollmachten zu beschicken ermahnt werde; man ersuche es auch, den gemeinen Schreiber dahin zu laden, w. St, A, Lucern: A, RcliglonSHSndel, Zu K. „Der künklichen botschaft uß Frankrich, Herrn general Morelets anbringen und beger, ufs kttrzist in summa begriffen." Vorlegung der Creditive für M. und Herrn von Boisrigault. Gruß zc. „Demnach (hat er) wyter uns fürbracht, als dann er Herr Morclet von hinnen gescheiden und zum Künig komen und den Künig aller händlen und geschäften, wie es in einer Eidgnoschaft stand, alles eigentlich bericht, das ouch nit mit kurzer zyt, sunder mit langer wyl und großer arbeit beschcchen, dann er, Herr Morelct, als der guotwillig an dem ort weder müeg noch arbeit gespart und fürhin bcgert zuo thuon als der guotwillig, und als der Künig und sin Rat die rechnung verhört, gesehen und erfaren, was noch in cin(er) Eidgnoschaft usständig und ze bezalen, da sig nit minder, er habe den Künig und die Rät ganz gnädig und guotwillig erfunden, mit sölichem willen und begird, uns Eidgnossen redlich und erlich ze bezalen, es sig um die verfallnen Pensionen, item die kriegslüt, item das entlechnet gelt und die zins, in maßen wie hernach folgt. Mai 1527, 1097 „Und nämlichen so Hab der Künig in also widerum zuo uns Eidgnosscn geschickt, uns (das) zuo erstatten so er verheißen, und ime bcfelch und ein instruction geben, was und wie er handlen sölle. Nämlich so habe der Küng .. an der summ, so er uns Eidguossen schuldig, ... in disem gegenwirtigen jar ze bezalen verordnet sechsmalen hunderttusend franken und in, Herrn Morelet, darum versichert und gwüß gemacht, daß um die summ da kein abgang noch Mangel sin soll. Und mit namen sige im an der summ setz also bar worden und abgefertiget mit drümal hunderttusent franken, und wyse sin befelch und instruction luter us, daß er zum ersten bezalen söll die restanz der schulden der houptlüten, so in des Admirals zug gedienet, Inhalt derselben rechnung, so mit inen geschehen ist. Item demnach daß er uns Eidgnossen von stett und ländern gemeinlich und suuderlich sölle bezalen ein jarpension, nämlich des jars im rv«rrv. verfallen. Item darzuo etlich zins, so der Küng ouch schuldig ist, das alles bringt die summ die drümal hunderttusent franken ... Demnach so werde er .. nit von hinnen scheiden, sonder mit allem flyß arbeiten, damit im die andern drümal hunderttusent franken ouch zuo sinen Händen kamen, als er ouch deß gnuogsam versichernuß Hab, und also in disem sar uns Eidgnossen . . . aber ein Pension, so er verfallen ist im rv° und xxvj jar, usrichten und bezalen und sich dermaßen darin schicken und handlen, daß wir daran gefallen haben söllent, mit ganz früntlichem erbieten zc. „Daruf uns zum höchsten bittende, von wegen des Klings und sin selbs, daß wir E. sin lang usbliben, das doch in keinem gfer(d), sonder uß großer notdurft also gcschechen, nit für übel ufnemen, dann es im nit ee möglich gewesen, und daß wir in betrachtung des großen Unfalls, schadens, verlursts und unsäglichen kosten, so der Küng setz ein zyt erlitten, jctzund an des Klings ansechen und sinem befelch für guot haben, dann wir uns gwüßlich zum Küng nüt anders verschen und deß gwüß sin söllent, daß er uns mit der zyt gar und ganz bezalen, ouch erfaren, daß wir keim undankbaren fürsten gedient hnbent, und daß er die vereinung trülich und redlich gegen uns halten welle, der Hoffnung, wir Eidgnossen werden das ouch thuon, deß er sich (und) nüt anders verficht. „Wyter diewyl der Kling mit großer trücbsclikeit beladen, und ine die gefänknuß siner zweyen kinden in Hispanien weder tag noch nacht ruowen laßt, sunder im geblir und zuostand, nit minder zuo rettung siner eeren dann zuo entledigung der zweyer fürsten siner kinden, so sige der Küng des willens und fürnemcns, in kurzen tagen ein großen mächtigen starken züg uf die ban anzuorichten und mit denselbigen understan, sine sün wider zuo erobern, das er uns nit Hab wellen verhalten, und diewyl er des ungezwyfelten vcrtrnwens gegen uns Eidgnosscn ist, wir werden in nit verlassen und das best thuon, wie wir dann bishar ouch gethan habent, darum sp ist des Klings höchst bitt, beger und erfordrung, daß wir nach lut und sag der vereinung . . . ime acht oder zechen tusent man unser kriegslüten zuoloufen lassen wellent, welche unser knecht der Küng bruchen wirt in Meiland mit sampt der Herrschaft Venedig kriegsvolk, dann der Küng und die Venedigcr in kurzen tagen rrrvj>» suoßknecht by einander haben wellent, und was den unfern zuogsagt wirt, darum söllent sy redlich bezalt werden, und nämlich von der mustrung wegen soll die bcschehen . . im cirkel der Eidgnoschaft; doch ob es wyter möcht erstreckt werden, wäre dem Künig lieb, damit daß die knecht nit nach der mustrung wider heimluffent. Und wiewol der Bapst etwas bestands gemacht, deß achtcnt der Künig und (die) Vencdiger nit, in Hoffnung, nüt dester minder irem fürnemen tapfer nachzekomen und erlichen ustrag ze geben. „Und daß wir uf sölich sin beger und erfordrung fürderlich und on allen Verzug uns entlich erlütren und guot(e) antwort geben und sölichs nit in die lenge verziehen noch stellen, wie vor etwa geschechen, nämlichen als der Herzog von Burbun und ander des Küngs figend in Provenza gefallen, da ouch eben lang Verzug gebracht/ das aber dem Küng zuo gröstcm schaden und Nachteil erfolgt, und wo man by zyt an(e) verzug ufgfin, so wärent des Klings figend nß dem land verjagt und groß cer da ingelcgt worden, darum sölicher zug und ufzichen dem Küng nit guot noch crschießlich, sonder sinem fürnemen ganz undicnstlich und zcrstörlich, und aber den figcndcn ganz guot und ein ivnrnung sind, sich dester bas müssen darin ze schicken, dann je zno diser zit sölichs nit beit haben noch crliden mag; darum uns zum ernstlichisten crsuochcnde, daß wir thuon als sine liebsten bundgnossen, fründ und gvattcr und ime lutcre entliche antwurt geben, damit er sich darnach wüß ze richten; dann er vertruwt, wir werden in nit verlassen, in Hoffnung dadurch zuo erlangen crlcdignng siner kinden und ein gmeinen gnoten friden in der ganzen cristenheit. 138 1098 Mai 1527, „Sodann der ansprechern halb zc. sagt Herr Morelet, daß der Küng im befolhen uns ze sagen, daß er in kurzen tagen ein Edelman Harns schicken, derselbig werde mit den ansprechern früntlich oder rechtlich überkommen und (der fach) ustrag geben." St. A. Bern: Abschiede III—115. — K. A. Basel: Abschiede. — K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 57. — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XV. K. A. Schafshausen: Abschiede. — L. A. Appenzell I. N.: Abschiede. Zu i. Es sind noch folgende Acten zu bemerken: 1) 1527, 4. Mai. Lucern an Basel. Da jetzt der Druck der Disputations-Acten zu Ende gediehen, so haben die eidg. Rathsboten, die kürzlich hier versammelt gewesen, für gut erachtet, das Gedruckte mit „dem Eremplar" vergleichen zu lassen und Lucern mit den dafür nöthigen Schritten beauftragt. Hienach ersuche man Basel, den Notar, der „uf doctor Husschyns party" geschrieben, auf den 15. Mai hieher zu schicken, um die Bücher zu lesen und zu „rechtfertigen." St. A. B->n- KIM. Ang-l-g-nh-itcn (Basm C°p>e). 2) 1527, 7. Mai. Basel an Bern. Am 6. d. habe man von Lucern ein Schreiben erhalten . . . (obige Beil.), dem man aber nicht zu entsprechen gesonnen sei, weil das zu Tagen bekanntlich öfter gestellte Begehren um ein geschriebenes Eremplar der Acten der Disputation abgeschlagen worden, wiewohl Basel m.ehr als andere Orte Kosten gehabt. Daher gedächte man, wenn Bern nichts Anderes rathe, zu antworten, man finde es nicht gelegen, einen Notar zu schicken, wünsche aber ein handschriftliches Eremplar und ein gedrucktes zu erhalten, die man dann hier vergleichen wolle, ob sie „concordieren"; finde mau sie gleichförmig, „on einichcn zuosatz oder uslöschung der scntenz, Worten oder buochstabe^n", so werde man die darüber zu fassenden Entschlüsse nicht verbergen. Dies habe man zu etwaiger Verbesserung anzeigen wollen, zc. S». A. Bem: Kiichl. Ang°l-gmh-ii-n. 3) 1527, 9. Mai. Bern an Basel. Antwort auf dessen Zuschrift betreffend die Acten der Disputation. Da man diesseits von den bezüglichen Nachschlagen und Beschlüssen gar nichts wisse, so stelle man Basel anHeim, einen Notar zu schicken oder nicht, indem man sich der Sache gar nicht belade, sondern bei den früher gefaßten Rathschlägen verharren wolle. St. A. B-rn: T-upH MW°-» cz. 202 >>. 4) (1527, Mai). „Diß ist der kost, so über den truck der disputatz gangen ist, angfangen uf Sampstag nach Andrer Ao. 1526." Detaillirte Aufzählung der Kosten für Anschaffungen aller Art, Löhne, Geschenke, Zehrung zc. (bis Samstag vor Cantate), „Verehrungen" an den Präsidenten Honegger und den Notar von Constanz, für die Kollation, Läuferlöhne, Buchbinderkostcn zc. (Die Druckbogen wurden in das Nathhaus abgeliefert und dort zusammengelegt zc.). R. Cysat findet die Summe von 734 Pfd., thut 275 Gl. St. A. Lucern: A. Disputation. 44« Wyk. 1527, 25. Mlli (Auf St. Urbans Tag). Staatsarchiv Zürich: Abt St. Gallische Documentcn-Sammlung. Gesandte: Schwyz. Heinrich Ncding, Landannnann; Ulrich Gupfer, des Raths. Glarus. Heinrich HM/ alt-Scckelmeister; Hans Landolt, des Raths: alle zugleich im Namen Lucern's. 1. In dem zu Napperswyl am 17. Juli 1525 aufgerichteten Spruch der IV Orte wurde festgesetzt, daß der Abt von St. Gallen bei den (bisher üblichen) Geboten an Kirchwcihen, Fastnachten, Hochzeiten oder andern Versammlungen bleiben solle, damit Frieden und Ruhe erhalten und Schaden desto eher verhütet würde. Die von Zuzwpl und Andere sind aber diesem Urtheil nicht nachgekommen; wenn nämlich Etliche, die wider solche Gebote gefrevelt, im Rechten geständig oder überwiesen („bezügct") worden und nichts anderes mehr einzuwenden gewußt, denn daß sie das (betreffende) Verbot nicht gekannt, so haben sich die Nichter vermessen zu erkennen, es solle derjenige, der geloben oder beschwören könne, daß er von solchem Verbote nichts gewußt, der Buße lcdig sein, soweit es sich nicht um einen einfachen Frevel handle (darüber hinausgehe). Darüber hat sich der Abt auf Mai 1527, 1099 deni letzten Tag in Einsiedeln vor den drei Orten beklagt und begehrt, daß er bei seinen Verboten und dem Urtheil von Rapperswyl geschirmt werde. 2. Die Gesandten, als verordnete Obleute, haben nun die von Zuzwyl auf die Pfalz beschickt und die Befehle ihrer Herren eröffnet, daß nämlich dieselben es bei dem erwähnten Urtheil gänzlich bleiben lassen ohne alle Rücksicht auf die Ausreden und Einwürfe, als habe Einer das Gebot nicht gehört zc., und daß daher Zeder, der dagegen freveln würde, dem Verbot gemäß strafwürdig erkannt werden solle: da jener Spruch von den Boten der IV Orte ausgegangen. 3. Hierauf haben die von Zuzwyl sich gütlich erboten, die Gebote zu halten, über deren Befolgung zu wachen und die Uebertreter nach Verschulden strafen zu lassen. 4. Dem Abt von St. Gallen wird hierüber auf sein Begehren eine Urkunde zugefertigt unter dem Siegel von Heinrich Neding. Ein Exemplar dieses Druckes findet sich wohl auch im Stiftsarchiv St. Gallen. Das Original kam uns nirgends vor. 447 Wyk. 1527, (c. 25. bis) 28. Mai. Ttiftsarchiv Dt. Gallen. Gesandte: Schwyz. Heinrich Reding, Landammann; Vogt Ulrich Gupfer, des Raths. Glarus. Heinrich Hässi, alt-Seckelmeister; Hans Landolt, des Raths. Gütliche Mittlung zwischen dem Abt von St. Gallen und einigen Gerichten, Gemeinden und Personen aus der Grafschaft Toggenburg, betreffend 1) den Strickzehnten in der Kirchhöre Kirchberg, 2) den Zehnten zu Oetwyl, 3) die Steuern, Fälle und Fastnachthühner in der freien Weibelhub, 4) die Steuern der Gemeinden ini Unteramt, 5) die Leistungen der zum Schloß Jberg gehörenden Gotteshausleute, an Zinsen, Hühnern und Ehrtagwen. Es liegt uns nur eine vidimirte Copie (dd. 19. Oct. 1799) des hier gefällten gütlichen Spruches vor. 1) Da die Toggenburger denselben nicht annahmen, so blieb der Span hängen bis im September, wo dann eine rechtliche Entscheidung erfolgte. Deßhalb wird von einer Mittheilung der Vergleichspuncte Umgang genommen. Ueber die seit dem December 1526 gepflogenen Verhandlungen, die der folgende Act berührt, ist sonst nichts ersichtlich. 2) 1527, 29. April (Montag vor dem Maitng). Schwyz an Glarus. Auf den schriftlichen Vorschlag des Letzteren, dd. 25. April, noch einmal eine gemeinsame Botschaft in „die Grafschaft" hinanszuschicken, um zwischen dem Abt von St. Gallen und den Toggenburgern gütlich zu vermitteln, erwidert Schwyz, daß es nicht gut scheine, den bereits angesetzten Rcchtstag (25. Mai?) abzuändern und sich abermals auf eine freundliche Verhandlung einzulassen, indem sonst die Bauern ihren Willen durchsetzen oder gar den Gesandten offenen Trotz bieten könnten, woraus für die beiden Orte nur weitere Unruhen erwachsen würden; zudem habe der Abt sich erklärt, von einer bloß gütlichen Unterhandlung nichts wissen zu wollen. Nach dem Bericht über die Besprechung in Petcrszell habe Schwyz seinen Boten nach Utznach die nöthigen Instructionen für dieses Geschäft schon crtheilt. St. A. Zitrich t Tschud. D-cumcnt-n-Sammlung T. IX. LS. 1100 Mai 1527, 448. Ireivnrg und Wer». 1527, 24. und 29. Mai. Kantousarwiv Arclburg! Rathsbuch Nr, >ll, Staatsarchiv Bern! Rathsbuch Nr, SlS, p, ISO, I. (Freiburg, 24. Mai). Eine Botschaft des Bischofs von Genf gibt zu verstehen, daß er in das Burgrecht zu kommen wünsche wie seine Unterthanen, damit er im Frieden mit ihnen leben könne. (Beschlossen), nach Bern zu schreiben. II. (Bern, 29. Mai). Auf den Vortrag (einer Botschaft) des Bischofs von Genf wird ein Tag bestimmt auf Sonntag nach Pfingsten (16. Juni). Unterdessen will man sich erkundigen, ob es nützlich und füglich sei, den Bischof in ein Burgrecht aufzunehmen. Deßhalb ist an Freibnrg zu schreiben. Erst am Sonntag Eraudi (2. Juni) wurde dem Stadtschreiber befohlen, die Tagsetzung den Freibnrgern zu verkünden; wir lassen dieses Schreiben folgen: , 1) 1527, 2. Juni (Dominica Eraudi). Bern an Freiburg. Antwort auf dessen Schreiben und den Vortrag der bischöflichen Botschaft. Auch diesseits billige man nicht, daß der Bischof auf die (Güter der) Banditen greife, und habe deßhalb den Genfern geschrieben, sie möchten von diesem Vorhaben abstehen, um die möglicherweise daraus erwachsende Unruhe zu vermeiden, (wenigstens) bis zur nächsten Taglcistuug, die man des nachgesuchten Burgrechts wegen angesetzt habe, nämlich auf Sonntag Trinitatis (16. Juni), zu welchem auch Freiburg seine Botschaft abfertigen möge. St, A. Bern: Teutsch Missw-N q. LOS b. — K. A. Fr-iburgl A, Bern, 2) Das entsprechende Schreiben an Genf, von gleichem Datum, das die Werbung des Bischofs auch berührt, haben die Berner Welsch Missivcn 12 a. 44». Neuenbürg. 1527, 28. Mai f. (Dienstag vor der Ausfahrt f.) Jahrrcchnung. Staatsarchiv Lncern: Acten Neuenburg. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede 117. Kantousarchiv Basel: Abschiede. Kantoilsbibliothek Freibnrg: Girard. Sammlung T. XV. KantonSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XVI. KantonSarchiv Schasfhauseu: Abschiede. Gesandte: Zürich. Johannes Jäckli. Bern. Venner (Konrad) Willading. Lucern. Moriz Metteuwpl. Uri. Heinrich Püntiner („Büntinger"). Schwyz. Joseph am Berg. Unterwalden. Niklaus Halter, Ammann. Zug. Götschi Zhag. Gtarus. Bernhard Schießer. Basel. Hans Graf. Freiburg. Anton Pavillard, Ritter. Solothurn. Hans Hugi. Schaffhansen. Hans Werli. — (Basler Absch,). tt. Nachdem man früher dem Landvogt zu Neuenburg den Auftrag gegeben, ein zu Grissach gelegenes, stark zerstreutes Gut zu verkaufen, das mit schweren Zinsen an Korn, Wein, Geld, Nüssen und Capaunen belastet war, an dem aber die Obrigkeit immer großen Verlust gehabt, ist dieses Gut dem Meister Hans Gibelin von Solothurn überlassen worden mit der Bedingung, daß er den Zins wieder ablösen könne nach Landesbrauch, wenn er das Gut zusammengebracht hat. Da nun Gibelin das Gut an Hans Hngi, Seckelmeister von Solothurn, veräußert, und dieser das Hauptgut, nämlich 1000 Pfd. Neuenbnrger Währung, bei dem Landvogt erlegt und (damit) den Zins abgelöst hat, so soll jeder Bote heimbringen, ob man das Geld vertheilen oder andere Zinsen daraus ablösen wolle, die man ab der Herrschaft Neuenbürg entrichten muß. Darüber soll dann der Landvogt Bescheid erhalten. I». Abermals begehrt eine Botschaft von Bern und Freiburg, daß man gegen Mai 1527, 1101 Valtravers zwischen den beidseitigen Herrschaften marche, damit größeren Unruhen vorgebengt würde. Darauf habe» die zehn Orte auf den ersten Sonntag im August einen Tag angesetzt für eine Unterhandlung mit den Burgundern und die Sache in den Abschied genommen, in der Meinung, daß. auf der Jahrrechnung zu Baden die Boten dahin bezeichnet und bevollmächtigt werden sollen, auf gütlichem oder rechtlichem Weg die streitigen Märchen zu bereinigen. In der Zwischenzeit sollen beide Parteien sich friedlich verhalten, v. Der Anzug, daß einige Chorherren und Capläne von Neuenburg ihre Pfründen nicht selbst versehen, sondern anderwärts wohnen, wird in den Abschied genommen, um zu berathschlagen, ob mau solche Absenzeu und Mißbrauche dulden wolle; auf der Jahrrechnung zu Baden ist darüber Antwort und dem Landvogt Bescheid zu geben, wie er sich gegen jene Pfaffen verhalten solle. «I. Frau Margaretha von Flandern läßt ihren Theil der Erbeinungsgclder mit 50 Gl, für jedes Ort (3 Kronen für 4 Gl. gerechnet) bezahlen. Die Antheile für Appenzell, Abt und Stadt St, Gallen werden dem Boten von Schwyz übergeben, Ueber die ganze Summe ist eine Quittung ausgestellt, v» Sebastian Nägeli, Dompropst zu Bern, nnterstützt von Venner Willading, begehrt, daß man ihn seine Chorherrcnpfründe zu Neuenburg in Ruhe nutzen lasse, indem er dieselbe persönlich versehe, und seine Obern zu Bern ihm bewilligt haben, jeweilen dahin zu gehen. Heimzubringen, da man findet, es könnten Andere das Gleiche verlangen. I» Nachdem man den Untervögten das Korn und den Haber, und dem Landvogt den Wein in Geld berechnet, beträgt die Einnahme für jedes Ort, nach Abzug aller Ausgaben, 38 Kronen (Bern 25 Kr.). K. Die Amtleute hat man wieder bestätigt; jedoch ist Wilhelm Arsent von Freiburg auf fünf Jahre als Vogt an die Zihl gesetzt worden, mit dem Beding, daß er da wohne und sich gebührlich halte. Das haben aber die Boten von Zürich, Bern und Basel in den Abschied genommen. I». Der Schaffner, Peter Chambrier, klagt, er habe dem Junker Hans Rudolf Hetze! für die Verbesserung der Reben in Serrieres 200 Kronen geben und sich außerdem zu einem jährlichen Zins von 6 Mütt Wein an die Eidgenossen verpflichten müsseni Nun seien ihm aber bisher nie mehr als 4 Mütt in einem Jahr gewachsen, weßhalb er bitte,'ihm mit Rücksicht auf den schweren („wörtlichen") Schaden, den er erlitten, und auf seine vielen Kinder den Zins zu erleichtern und wo möglich in Geld anzuschlagen, etwa 1 Mütt zu 5 Pfd. Sieben Orte, nämlich Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus und Basel, haben dazu eingewilligt; die andern bringen es heiin und wollen sich dann schriftlich erklären, I. Man hat auch Etliche von Auvernier („Avernach"), Corcelles und Lignieres von der todten Hand befreit und der Tagwen halb mit ihnen vereinbart, daß sie jährlich fünf Fahrten mit Holz leisten, dazu alle Steuern, Zinse und Zehnten bezahlen sollen laut des Urbars; sie sollen aber nicht mehr taillalrtas heißen, sonder» frei sein wie ihre Nachbarn. Desgleichen hat man einigen Andern, welche „Comand" (?) heißen, dieses Wort abgenommen und fie auf die erwähnten Bedingungen gefreit. Das nimmt der Bote von Freiburg in seinen Abschied. It. 1527, 6, Juni, St. Johann. Die Gesandten der XII Orte (am Schlüsse angegeben) entscheiden einen Streit zwischen denen von Landeron und dem Abt zu St. Johann, Rudolf von Beuoy. Erstcrc klagen, der Abt habe ihnen nach dem Absterben ihres Pfarrers ohne ihr Wissen und Willen einen andern gesetzt, was bisher nie so zugegangen, da er dieses Recht erweislich nie besessen, Sie müssen einen Kirchherrn aus ihrem Gut „erziehen", dürften also erwarten, daß ihnen ein tauglicher Priester gegeben würde, der sie im christlichen Glauben und in guten Sitten unterweisen könnte; der neulich vom Abt gesetzte halte sich aber lüsterlich und schändlich mit gemeinen Weibern, ivas wider Gott und die Billigkeit und ihnen ganz besondere mißfällig sei; es kränke sie, daß der Abt sie so verachte, ?c. — Dagegen will der Abt durch eingelegte „Briefe" beweisen, daß ihm das Recht, ohne Vorwisscn der Obrigkeit und der Ktrchgcnossen den. Priester zu setzen, von Alter her zustehe (24, Zum 1231, mit Beschreibung). Ucbrigens habe er den Laudvogt zu Neuenburg darum begrüßt und ihm 1102 Juni 1527, seine Titel vorgelegt; da derselbe sie gut befunden, so habe er den Priester in Posscß gesetzt. Was die behauptete Unfähigkeit des Kirchherrn betreffe, so glaube er, es dürfte wohl in der ganzen Grafschaft kein tauglicherer Caplan gefunden werden, sowohl bei der Messe als in andern zum Gottesdienst gehörigen Dingen. — Darauf wird erkannt, es solle der Abt einen gelehrten und fähigen, nicht einen lutherischen Priester anstellen, sondern einen, der denen von Landeron gefalle. Wenn ihn dieselben nicht dulden wollten, so ist der Landvogt beauftragt und bevollmächtigt, sich über dessen „Wesen" zu erkundigen und dann nach Billigkeit zu entscheiden, wobei es bleiben soll. Was zu der „Fabrik", au das Licht und an den Patron gegeben wird, fällt nicht dem Kirchherrn (Pfarrer) zu, dagegen alles was für Jahrzeilcn und Messen gestiftet ist; er soll das Wort Gottes und das hl. Evangelium predigen, wie es vordem verordnet worden ist. Wilhelm Bablet (?) wird „wiederum" gesetzt und bestätigt, mit dem Beding, daß er das Obgeschriebene halte. Siegel von Balthasar Hiltbrand von Basel, Landvogt zu Neuenburg, und unterzeichnet von Clado Baillot, Schreiber und Vogt zu Valtravers. St. A.Lu«m: A. Neuenbürg cC°pi°). k, I» aus dem Berner, i aus dem Freiburger und dem Solothurner Exemplar, denen dagegen A fehlt, wie auch dem Schaffhauser Abschied. Basel hat Zu I». Der Solothurner Abschied hat für den zweiten Satz einen andern Text: Da der Marchenstreit zwischen den Grafschaften Neuenburg und Burgund noch nicht ausgetragen ist, so hat man den Seckelmcister Hans Hugi von Solothurn, der früher schon in der Sache gehandelt, und den Landvogt beauftragt, auf den erste» Sonntag im August (an Ort und Stelle?) zu erscheinen; dafür ist ihnen Vollmacht gegeben, im Namen der Eidgenossen abzuschließen. Zu «. Ein bezügliches Empfehlungsschreiben Berns an die eidg. Voten, dd. 2. Juni, haben die Berner Teutsch Missiven, H. 209 k, 210 u. Zu f. Der Unterschied in den angegebenen Zahlen scheint daher zu rühren, daß neun Orte sich den Wein bezahlen ließen. 4S<>. Einsiedet,!. 1527, 3. Juni f. Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschiede N. 2. 5. 330. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede ^.147. KantonSbibliothek Freiburg: Girard. Sammlung T.III. Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XVI. Gesandte: Zürich. — Bern. (Peter von Werd). Lucern. (Jacob Feer; Joh. Huber; ...). Freiburg. (Lorenz Brandenburg). Solothuru. (Niklaus von Wenge). t». 1. Da man auf diesem Tage zusammengekommen ist wegen des Ncchtshandcls betreffend Stammheim, die Schanze und den Zoll zu Stein, so wird die Botschaft von Zürich angefragt, ob sie dem letzten Abschied gemäß mit Vollmacht versehen sei, im Rechten zu antworten. 2. Hiegegen verlangt sie, diesen Abschied vorerst zu hören, wonach Zürich befugt gewesen, den angesetzten Tag abzukündcn, was dann auch geschehen ist. Sodann eröffnet es mit dem Ausdruck des Bedauerns, daß ihm ab dem Tage zu Lucern ein Schreiben zugekommen, worin es kraft der Bünde gemahnt werde, obwohl ihm dieselben bei dem letzten Bundesschwnr von der Mehrheit der neun Orte nicht geschworen worden, während sie doch den einen Theil so gut wie den andern binden sollten und darum auch Bünde heißen; deßhalb erwarte es, — „aus allerlei Ursache», hierin nicht gemeldet", — daß man ihm auch schwöre und den Eid von ihm abnehme, wie es unter Andern Bern und Glarus bereits gethan haben. 3. Ferner werde es jedesmal zum Recht gefordert uud müsse immer auf alle gegen Zürich erhobenen Juni 1527, 1103 Ansprachen Antwort geben; es vermeine aber, daß man ihm himvider auf seine Klagen zu antworten verpflichtet wäre, „damit es nicht dahinten stehen müßte", — alles mit viel weiterem Inhalt. 4. Da von Zürich keine andere Antwort erhältlich gewesen, so wird dies in den Abschied genommen, um zu berathen, wie man ferner hierin handeln wolle. I». 1. Constanz entschuldigt sich durch eine Botschaft über die ab dem letzten Tag schriftlich angezeigte Klage, daß es die Hütte, worunter sonst das Landgericht gehalten worden, niedergerissen; es sei dieselbe so baufällig gewesen, daß den Armen, die etwa darunter Schutz suchen, ein Unfall hätte begegnen können; zudem sei der Platz der Stadt Eigcnthum, indem sie denselben gekauft habe; übrigens wäre es ihr leid, wenn sie den Eidgenossen zu Widerwillen Anlaß gäbe, indem sie gern in guter Nachbarschaft mit ihnen leben möchte. 2. Dieselbe Botschaft beschwert sich darüber,'daß die im Thnrgan gelegenen Zinse und Gülten, die an die Pfründen zu Con- stanz gehören, von dem Landvogt, empfangener Weisung gemäß, vorenthalten werden, weil da nicht mehr Messe gehalten werde; da diese Gülten um baares Geld gekauft worden, so sei es unbillig, dieselbe» zurückzuhalten; daher begehre die Stadt, ihr dieselben wieder verabfolgen zu lassen. Heimzubringen und auf der Jahrrechnung zu Baden Antwort zu geben, v. Heimzubringen den Bericht des Landvogtes in: Thurgau über den Pfaffen zu Stammheim. Nachdem auf dem letzten Tage beschlossen worden, die bei dem Jttinger-Handel betheiligten Angehörigen der Landvogtei Thurgau nach Laut des Vertrages zu bestrafen, wird hiefür ein besonderer Tag in Frauenfeld angesetzt, nämlich auf St. Johannis (24. Juni), auf welchem die Boten der X Orte erscheinen sollen. Zu I». 1) 1527, 25. Mai, Constanz. Instruction für Jacob Zcllcr und Heinrich von Ulm, als Gesandte zu den Boten der neun Orte zu Einsiedeln oder zu Lncern auf Sonntag Voccm Jucnnditatis (26. Mai), 1. zur Beantwortung einer Zuschrift betreffend den Abbruch der Hütte, unter welcher vormals das Landgericht gehalten worden, ?c. 2. Beschwerde über die Vorenthaltung der Einkünfte für verehlichte Priester. Stadtarchiv Constanz. 2) Die Constanzer Actensammlung fügt dem Worttaut dieser Instruction die folgende Bemerkung (von Gg. Vögeli) bei: „Wiemol nu uf discm tag nichts gehandelt, dann der tag (um) acht tag erstreckt ward, so sind doch dise zwen verordneten uf Sonntag Eraudi (2. Juni) gen Ainsidlen kummen und habent ir Werbung gethan; doruf ist.inen zuo antwort worden, daß sy die Aidgnossen ab des Rats antwort ain guots benüegen habent; doch so solle der Rat schriftlich oder mündlich (sin antwurt?) gen Baden uf den tag, der uf Johannis gehalten werd, (dises wort antwort habent st) mit nameu genennt), so die Aidgnossen hernach widerumb uf dise Hofstatt ain Hütten buwen wellten, daß der Rat das nit sperren wollt; dann wiewol, als der Rat anzeig, das ain erkaufter boden, so st)g er doch zuo der Hütten geben worden und solle darumb dabp blyben." lieber diese Verhandlung wurde am 8. Juni zu Constanz Bericht erstattet und dabei gemeldet, daß Martin in der Matt die schriftlich verlangte Antwort verweigert habe. Stadtarchiv Consta»». 4St Lncern. 1527, 5. Juni f. (Mittwach vor Pfingsten f.). Staatsarchiv Lucern: Allgem. Abschiede II. 2. f. 320. Staatsarchiv Bern : Allg. eidg. Abschiede 125. KantonSarchiv Bafel: Abschiede. KantonSarchiv Kreiburg: Abschiede Vd. 57. KantonSarchiv Solothnrn : Abschiede Bd. XV. KantonSarchiv Schaffhansen: Abschiede. LandeSarchiv Appenzell I. St.: Abschiede. Gesandte: Bern. (Anton Bütschelbach). Basel. (Adelbert Meyer). Freiburg. (Lorenz Brandenburg). Solothnrn. (Hans Dobi, des Raths). — (Andere nicht bekannt). tt,. 1. Auf einem früheren Tage war dem Landvogt zu Lauis ans eine Beschwerde des Castellans von Mnsso befohlen worden, das Geld, das er dessen Diener Sponghin (bei der Entlassung aus seiner Haft) abgenommen, ihm wieder zurückzustellen; nun ist aber kürzlich, infolge eines mündlichen Berichtes desselben Vogtes 1104 Juni 1527, auf dem Tage zu Einsiedel», das früher an den Castellan geschickte Schreiben widerrufen worden; deßhalb bittet dieser angelegentlich, man möchte die erste Verfügung in Kraft bleiben lassen und dieser gemäß dem Vogt befehlen, dem Sponghin das abgepreßte Geld zurückzuzahlen, 2, Mit Rücksicht darauf, daß der Herr von Müß jetzt „nicht zu verachten ist" und sich in jüngster Zeit als guter Nachbar betragen hat, wird ihm freundlich geant- iportet, man werde die Voten auf die Jahrrechnung zu Lauis darüber instruircn und ersuche ihn, dort zu erscheinen, I». Die Botschaften der zwei zu Luggaris gehörenden Gemeinden Centovalli und Jntragna bringen abermals ihren langwierigen Streit des Weidgangs wegen vor; die ersterc begehrt, daß ihr das Recht wieder geöffnet werde, die letztere hingegen, daß es bei den wiederholten Sprüchen der Landvögte und den zweimal zu ihren Gunsten gefallenen Urtheilen der eidgenössischen Boten bleiben möchte. Fällt in den Abschied zur Instruction auf die Jahrrechnung in Lauis. «. Ebenso sollen die Boten dahin bevollmächtigt werden, die Frage betreffend das Schloß Valzol zu entscheiden. «I. Auch die durch den Vogt von Mendris vorgebrachten Klagen und Beschwerden der dortigen Unterthanen werden auf jene Jahrrechnung gewiesen, v. Der Anzug, daß Uri, Schwyz und Nidwalden dem Statthalter des (Herzogs) von Bourbon (Berner Jnstr. „dem von Lewen", A, von Leyva) und den Mailändern „hinterrücks" Geleit gegeben, erregt bei den andern Orten ernstes Befremden, zumal solches gegen die Vereinung mit Frankreich ist. Nachdem man darüber allerlei geredet, hat man beschlossen, das in den Abschied zu nehmen, um sich auf dem nächsten Tag zu entschließen, was man mit den drei Orten deßhalb reden, und wie man solches Practiciren abstellen wolle, t Von den VII Orten wird beschlossen, auf den Pfingsttag (9. Juni) eine Botschaft nach Glarus zu schicken, und auf den Mittwoch (12. Juni) nach Appenzell, um je am folgenden Tage ihre Aufträge auszurichten. K. (Für Schaffhausen:) Die Angelegenheit des Meister Franz Wolfangel wird auf die Jahrrechnung zu Baden verschoben, I». Die schriftlich eingelegten Beschwerden Mühlhausens über das Verhalten der Negierung zu Ensisheim und dessen Bitte um Hülfe und Rath werden nochmals in den Abschied genommen, weil einige Orte erklären, sie wollen sich der Sache nicht annehmen, bis Mühlhausen dem neuen Mißglauben entsage, während Andere für gut und löblich erachten, eine Botschaft dahin zu senden, um gütlich zu Mitteln und damit Aergeres zu verhüten. Der Bote von Mühlhausen verantwortet übrigens seine Herren nach Kräften und spricht dabei die Hoffnung aus, daß eine Botschaft auch des Glaubens halb gute Folgen haben könnte. Antwort auf nächstem Tag. I. Die Beschwerde der Gemeinde Lauis, daß der Castellan von Musso einen zu großen Zoll für das Salz fordere, wird auf die Jahrrechnung zu Lauis verschoben. Ii. Wiewohl auf einem Tage zu Einsiedeln dem Dr. Thalmann ein besiegelter Abschied gegeben worden, daß der Vicar zu Bernang im Rheinthal ihm ferner seine Pension verabfolgen solle, hat er doch nichts erhalten können. Es wird daher dieses Geschäft auf die Jahrrechnuug zu Bade» gewiesen, wo beide Parteien sich einfinden sollen. I. Für die Antwort an den König von Frankreich sind zwar die Boten verschieden instruirt; dennoch wird der französischen Gesandtschaft nach dem Antrag der Mehrheit folgender Bescheid gegeben: Sobald der König bezahle, was er den Eidgenossen schuldig geblieben, werde man sich zu entsprechender Antwort vereinigen; bis dahin könne man ihm keine Knechte zukommen lassen. Da jedoch diese Antwort dem General Morelet und seinen Mithaften nicht genügt, so halten sie einen neuen Vortrag, der ebenfalls schriftlich überreicht wird, und bitten um beschleunigte Entscheidung! darum wird das Geschäft wieder in den Abschied genommen und ein Tag nach Lucern angesetzt auf Sonntag nach Pfingsten (16. Juni), wo die Boten rechtzeitig und mit bestimmten Vollmachten versehen erscheinen sollen. >»». Die „Bücher der Disputation" zu Baden wird man auf der nächsten Messe in Zurzach zum Verkauf bringen. m aus dem Berner Eremplar, dem dagegen lk, g, Ii fehlen. Im Freiburger und Solothurner mangeln 8', I, im Basler v—K, Ii, im Schaffhauser «, I, Ii, im Appenzeller »—«I, zx, I. Juni 1527, 1105 Zu I». 1) Dieser Artikel wurde iu einem besiegelten Specialabschied dem Gesandten von Mühlhausen zugestellt. St. A. «»-er»: A. Miihlhausm. 2) 1527, 2. Juni (Sonntag Eraudi). Mühlhausen an die-Boten der zwölf Orte in Lucern. Auf den letzten Abschied von Einsiedel» habe mau die dort vorgebrachten Beschwerden in aller Kürze schriftlich zusammengefaßt, laut der hier eingeschlossenen Beilage. Da die Sache wohl nicht nothwendig erheische, daß man alle Orte einzeln init solchen Klagen bemühe, und man lieber im Beisein der Gegenpartei sich erkläre, als hinter derselben, so bitte man, diese Schrift zu verhören und darüber guten Rath zu ertheilen, damit man nicht mit Gewalt von den hergebrachten Freiheiten gedrängt werde, indem man gar niemanden des Seinen entsetzen wolle; sollte sich erfinden, daß von dieser Seite etwas gefehlt worden, so werde man sich gern davon weisen lassen. Die Eidgenossen mögen auch durch Schriften an das Regiment oder Verordnung von Botschaften sich hülfreich zeigen, :c. St. A. Lucern: Missiven. 3) Beschwerden der Stadt Mühlhausen, vormals zu Bern, später zu Einsiedeln vorgetragen. 1. Den Erbgulden betreffend sei zu Mühlhausen wie in den Gebieten der Nachbarschaft überall Brauch, daß ein Erbe falle, wo der Verstorbene Burger oder Hintersäß gewesen, und daß jeder Ausländer, der denselben beerben wolle, der zuständigen Obrigkeit zuvor einen Gulden gebe, wornach er alle hinterlassenen Güter, wo sie je liegen, zu seinen Händen ziehen könne, ohne andern Herrschaften, wo die Güter liegen, dcßhalb etwas schuldig zu sein. Diesem Herkommen zuwider haben die Amtleute des Hans Truchseß, Pfandherrn zu Landser, einem mühlhausischen Hintersäßen zu Jllzach, dessen Mutter ebendort gesessen und verstorben, einen Erbgülden abgefordert wegen der Güter, welche dieselbe zu Sewesheim (Sausheim?) gehabt, und ihm, da er die Zahlung verweigert, jene Güter verboten, und auf diesfälliges Schreiben habe die Regierung zu Eusisheim geantwortet, der Schultheiß zu S. und der Hardweibel zeigen bei ihren Eidspflichten an, es liege da keine Neuerung vor, es werde solches auch gegen Basel gebraucht, weßhalb sie den Truchseß hierin nicht abweisen könne, ?c. Man wisse aber wohl, daß jener Brauch seit unvordenklicher Zeit bestanden, und der Truchseß eine Neuerung anfange, die der ganzen Landschaft beschwerlich fallen werde und unbillig sei; wolle er seinen Anspruch erweisen, so sei man ihn zu hören begierig; aber der Schultheiß von S. sei ein Widersacher der Stadt Mühlhnusen und spare nichts, um ihr seinen bösen Willen zu zeigen. Nun sei ihr an dieser Sache viel gelegen; denn die Ihrigen haben in der Umgegend viele Güter, und so könnte es dahin kommen, daß die Erben eines Verstorbenen in sechs oder acht Bännen den Erbgulden entrichten müßten; welche Beschwerde das wäre, sei wohl zu ermessen. Laut der Erbeinung sollten aber beide Theile einander bei dem alten Herkommen bleiben lassen, weßhalb man sich dieser Neuerung billig widersetze, zc. 2. Heinrich Schaller, Burger zu Sentheim, habe in der Stadt M. geschworen, vor dem Stadtgericht dem Peter Thiser, den er einen „Kuhbrüter" gescholten, Antwort zu geben; das Recht sei vor sich gegangen, der Beklagte aber vor Erlaß eines Urtheils gewichen und trotz allem schriftlichen Mahnen nicht mehr erschienen; als dann der Kläger ein Urtheil erlangt, das auf Widerruf und Ersatz der Kosten laute, dessen Vollziehung aber nicht habe ausgewirkt werden können, und darum die Sache nach Rothweil gezogen, habe das Regiment den Beklagten dort abgefordert und das Recht in sechs Wochen und drei Tagen zu vollenden verheißen, aber seit anderthalb Jahren den Rechtssatz von einem Termin zum andern hinausgeschoben, worüber man endlich billig habe klagen müssen. Das Regiment behaupte freilich, es habe den Kläger behandelt wie eigene Unterthanen, also von dem Recht nicht ausgeschlossen, und die Klage als eine Verunglimpfung aufgefaßt; es sei aber die Klage über die vielen Aufzüge im Rechtsgang allgemein, die Beschwerde also nicht muthwillig; zudem sei das gethanc Versprechen, sobald möglich das -Urtheil zu verfassen, noch nicht erfüllt, und noch weiterer Aufschub zu besorgen, während es bei solchen leichtfertigen Schmähungen und frevlen Eidsverletzungen jeder Obrigkeit Pflicht wäre, dieselben zu strafen, wofern sie sich freundlicher Nachbarschaft befleißen wollte; es sei freilich wohl bekannt, wie ungern (dort) die Schmachworte gegen Eidgenossen bestraft werden. 3. Dem Pfarrer zu Jllzach, wohin das Dorf Sewesheim mit allen pfärrlichen Rechten gehöre, dessen Kirchensatz der Stadt M. zustehe, seien Warnungen zugekommen, daß ihn die Herren des Regiments fangen und nach Ensisheim führen wollen; darauf habe man ihnen geschrieben, sie sollen den Priester unangefochten 139 1106 Juni 1527, lassen; wenn er aber etwas Unbilliges gegen sie oder die Ihrigen thäte, wolle man ihn nicht ungestraft lassen ?c. Hierüber haben sie dann wohl rauh geantwortet, jedoch nichts Bestimmtes gegen den Pfarrer vorgebracht, aber bald nachher, die Rechte der Stadt mißachtend, einen eigenen Priester nach S. gesetzt und nicht bloß die pfärrlichen Rechte und Gefälle dem zugewiesen, sondern auch eigenes Gut, baares Geld, Korn und Anderes, das den armen Leuten geliehen gewesen, verboten, also mit Gemalt genommen und die Stadt ihres Rechtes entsetzt, zudem durch die um Jllzach her schwärmenden Reisigen es dahin gebracht, daß der Pfarrer, weil nicht mehr sicher, in die Stadt habe weichen müssen, was deren Obrigkeit auch verletze; denn Jllzach, der Dorfflecken Modenheim, der Kirchcnsatz in S., Zwinge und Bünne, hohe und niedere Gerichte und alle Zubehörden seien von der Herrschaft Würtemberg frei erkauft, und das Haus Oesterreich habe da überall keinerlei Rechte. 4. Die Klage, daß der Einnehmer zu Thann (etliche) Angehörige von M. („die unfern") überritten, „ge- hochmüthigt" und geschädigt habe, rühre davon her: Ein Tischmachcr, der von den Bürgern oder Geschwornen zu Burnhaupten zwei Buchbäume gekauft, welche der dortige Bannwart gefällt, sei mit zwei Wagen dahin gegangen, um das Holz heimzuführen; als sie auf dem Heimweg in „das Dorf" gekommen, sei der Einnehmer von Thann ihnen selbzwölft zu Roß und zu Fuß begegnet; er habe den Tischmacher sofort „gerechtfertigt", woher er komme, und ihn angerannt, um ihn zu erstechen; als derselbe „entwichen" und Recht in Thann oder Mühlhansen erboten, habe der Einnehmer „Alle" mit Roß und Wagen gefangen und sie nach Thann führen wollen; erst auf Zureden des Fuhrmanns habe er sie im Dorfe bleiben lassen, nachdem sie geschworen, sich nicht zu entfernen ohne seine Erlaubniß; da haben sie dann das Ihre verzehren und das gekaufte Holz zurücklassen müssen, obwohl der Einnehmer gar keine rechtmäßigen Ansprachen habe. Ob da Klagen nicht noththue, werde jeder Verständige wohl erkennen. Die Regierung habe dann dem Einnehmer Glauben geschenkt und diesen Artikel bestritten; dagegen sage man, die Betheiligten werden seiner Zeit wohl Bericht zn geben wissen. 5. Der Herr von Mörsberg habe dem Caplan Ulrich Glareti zwei Weiher „fischen" lassen, die dessen Erbgut seien, wiewohl der Priester von keiner Ansprache oder Zwietracht etwas gemußt, was der Herr von M. selbst bestätigt habe; auf die mündliche Frage, was ihn zu jener Verfügung bewogen, habe er einzig die Ursache genannt, daß der Priester ein Eheweib genommen, mit dem Bemerken, eher hätte er zwölf „Hürlein" bei ihm geduldet; später, als die Sache bei dem Regiment betrieben worden, habe er mehrfach erklärt, dessen Geheiß zu folgen, und erst Hintenher eine Klage aufgebracht, daß nämlich der Priester unchristlich gegen das Sacrament geredet, was nicht wohl glaublich scheine, da derselbe wie anfangs so jetzt noch „streitmäßig" gegen die Verächter des Sacra- ments gewesen sei. Die Herren vom Regiment haben angezeigt, sie hätten dem von Mörsberg dreimal und zwar zuletzt bei 19 Mark Silber geboten, das Entwerte zu ersetzen; aus den vorhandenen Schriften ersehe man deutlich, daß da nur ein Trotz und Widerwille im Spiel sei; denn er habe die Weiher von Neuem verboten und um jene vor drei Jahren gebraucht sein sollenden Worte gegen den Priester einen Proccß eingeleitet. Dennoch meinen die Gegner, man habe keine Ursache zu klagen und gehe immer auf Verunglimpfung aus; wer wollte aber glauben, daß man nach den Kosten und Mühen, die man bisher gehabt, zu grundlosem Klagen Lust empfände? Wäre man dessen begierig, so hätte man freilich Ursache genug, da täglich unleidliche Händel sich zutragen, die endlich das Schweigen unmöglich machen. Map begehre nur Handhabung bei Recht und Billigkeit, wozu man sich Hinwider erbiete. (6.) Die Herren vom Regiment haben noch viele Artikel angezogen, die man vor einem Jahre schon bei den Eidgenossen schriftlich verantwortet habe, deßgleichen bei dem König von Böhmen und Ungarn, und zwar so genügend, daß dieser in einem vorhandenen Schreiben sich befriedigt erklärt habe. Die Regimentsherren seien aber immer beflissen, die Stadl zu verdächtigen; so klagen sie jetzt, man habe mit den aufrührischen Bauern ein Vcrständniß unterhalten und ihnen Wortzeichen geben lassen zc. Das sei aber reine Erdichtung; mau wisse ja wohl, was die Aufrührer gegen Mühlhausen im Schilde geführt haben, woraus sich errathen lasse, wie großes Gefallen man an ihrem Unternehmen gehabt, w. Was dem Stadtschreiber zur Last gelegt worden, habe er bereits genugsam verantwortet (folgen Andeutungen von Details, die ohne Vergleichung anderer Acten nicht verständlich sind); zudem erbiete er sich zu weiterer Rechtfertigung dessen, was er damals wirklich gethan. St.«. eurer»: A. Miihlhmisen. Juiii 1527, 1107 Zu I. 1) Vortrag der französischen Anwälte (durch Morelet angebracht). Ueberreichung eines Briefes von dem König, zc. Die Antwort, die sie auf den letzten Vortrag empfangen, habe sie höchlich erschreckt und überrascht, da doch das versprochene Geld bereits geschickt und für das Weitere, wie früher angezeigt, alle nöthigen Anstalten getroffen seien. Der König setze sein ganzes Vertrauen auf die Eidgenossen als seine allerliebsten Freunde und richte alle seine Nachschlage nach der Voraussetzung, daß sie ihn nicht verlassen; er habe daher den Graf Peter von Navarra (?) mit 10,000 Fußknechten und 500 Glenen über Jvrea nach Mailand geschickt, wo er die Eidgenossen erwarten solle, um Alles vorzubereiten; denn der König sei entschlossen, sein ganzes Vermögen an diesen Feldzug zu setzen, um die Städte und Schlösser, die er noch nicht besitze, zu erobern und seine Söhne befreien zu können. Dazu ermuntern ihn nicht wenig die Umstände, daß der Herzog von Bourbou todt und sein Statthalter im Schloß zu Mailand mit dem König in etwelchem Verständniß sei; daß der Kaiser, wiewohl er in Rom gesiegt, dabei viele Leute verloren habe, sodaß das französisch-venetiaqische, 26,Ovo Mann starke Heer die Mailänder verhindern könne, demselben Hülfe zu bringen; so hoffe der König einen guten Erfolg, der ihm wie den Eidgenossen die gehabten Kosten ersetze. Sie haben auch wohl zu erwägen, daß der Kaiser, wenn er keinen Widerstand finde, bald Herr von ganz Italien würde und der Eidgenossenschaft ein schwerer Nachbar werden dürfte. Sie mögen indessen bedenken, wie große unsägliche Kosten der König in den letzten Jahren gehabt, sodaß es ihm jetzt, und wenn er die Krone darum verlieren müßte, nicht möglich wäre mehr zu thun, als er durch den letzten Vortrag anerboten. Darum bitten die Gesandten zum dringendsten, diese Umstände zu bedenken und dem König die Knechte nicht abzuschlagen, indem die Roth jetzt keinen Aufschub dulde; die Eidgenossen mögen sich jetzt als wahre Freunde erweisen und nicht übersehen, daß gegenwärtig der günstigste Augenblick sei, den Kaiser zu schwächen, während bei längerm Verzug für den König und sie die schädlichsten Folgen zu befürchten wären. Der König habe anzuzeigen befohlen, daß er mit dem König von England ein Verständniß gemacht zu dem Zwecke, jeden Angreifer des einen oder andern Theils gemeinsam zu bekriegen; die Eidgenossen seien darin eingeschlossen und sollen aus dieser Thatsache erkennen, daß er ihre Freundschaft behalten wolle. Endlich sei zu bemerken, daß Uri, Schwpz und Nidwaiden etlichen Mailändern Geleit bewilligt haben, was den König beschwere, da die Vereinung sage, daß die Eidgenossen seinen Feinden weder Geleit noch Aufenthalt geben sollen; er bitte daher die andern Orte, dahin zu wirken, daß die drei Länder von ihrem Vorhaben abstehen, zc. St. A. Bern: Abschiede 131—135. — K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 57. — K. A. Schaffhausen: Abschiede. — K. A. Basel: Abschiede. 2) Aus der Basler Instruction ist hier folgender Artikel beizuziehen: „Ob sich gefüegte, daß Herr General Morelet der Pensionen halb red mit üch haben (wurd), mögend ir anzöigen, wir habend uns entschlossen, daß wir kein sondere Personen der heimlichen Pensionen halb in die rödel stellen könnend; aber wir bewillgend, daß man einen Rath dcrgestalten inschribe, daß ein ersamer Rath empfahen solle uf fünfzig Personen Pension, die wir um merung guoten willens gegen der krön Frankrich dem gemeinen guot, damit die nit allein fünfzig Personen, sonder ouch gemeiner Burgerschaft zuo nutz komen, zuo- geeignet habend, und daß wir dergestalten quittieren sollend." Dabei die gemeine Pension für 1523, 1524 und 1525 zu fordern, da sie andern Orten früher schon bezahlt worden. K. A. Basel: Abschiebe. Zil n>. Zum letzten Mal ist die auf die Disputations-Actcn bezügliche Instruction Basels anzuführen: „Item so man unserem bottcn der gedruckten biecher eins, die disputation belangend, geben wellt, soll er das nit nemcn, es sig dann fach, daß man im der originalia eins, so zuo Baden von den notariell gcschribeu, darzuo geben wellt; dann mag crs annemen und sonst nit, inen ouch darby erscheinen, so mir beide biecher bi) einander» haben, wellen wir st) lassen gegen einander verhören und kollationieren; wann sl) dann gerecht, wie das zuo Baden abgeredt und in die seder vergriffen erfunden, wellen wir uns aller gcbür darunder halten; wo das nit, werden wir solche biecher, so st) in unser statt komen, abthuon und undcrtrnckeu, darbp ouch kein kosten ze geben bewilligen; wellt man im aber der zuo Baden gcschribnen biecher eins alleinig geben, soll er (das) ouch annemen." K.A. Baselt Abschiede. 1108 Juni 1527, 45T. Kturns. 1527, 11. Juni (Psingstdimstag). StaatSarct)iv Lucern: Acten Religionshändel. Acten Glarus. Kautonsarcliiv Freiburg: Abschiede Bd. 57. Acten ^.tkairLs köäöralos. KautonSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XVI. Kautouöarchiv Schwyz: Acten Glarus. Auf die freundliche Ermahnung der VII Orte, bei den alten christlichen Bräuchen zu bleiben, auf Tagen über die lutherischen Händel rathen zu helfen und zum Erlas; von Schreiben oder zur Sendung von Boten mitzuwirken, damit die Eidgenossen wieder einig würden zc., entschließen sich Landammann und Gemeinde zu folgender Antwort: (1.) Man wolle bei dem guten alten Herkommen, nämlich bei den hl. Sacramenten der Messe, der Fürbitte der würdigen Mutter Gottes und aller lieben Heiligen ?c. bleiben, wie vormals zugesagt worden; wo man mit den VII Orten zu Tagen komme, wolle man die Widersacher der genannten christlichen Bräuche strafen helfen, auch wenn solche in diesseitigem Gebiete wären, damit man des lutherischen Mißglaubens entledigt werde. (2.) Ferner wolle man rathschlagen, schreiben und Boten senden helfen, um wieder zur Ruhe zu kommen, und darin handeln, was gemeiner Eidgenossenschaft Nutzen und Ehre fördern könne. (3.) Jetzt aber eine Botschaft nach Appenzell mitzuschicken, erachte man nicht für nöthig, sei auch dafür nicht verfaßt. Das Schwyzer Archiv hat eine Copie von der Hand Gilg Tschudi's. — Zu vergleichen ist die Chronik von Val. Tschudi (Archiv IX.) p. 341, 351 und die Note zu Nr. 376. 4SS Appenzell!. 1527, 13. Juni. Vortrag der (siebenörtischen) Botschaft von Lucern und Unterwalden im Sinne von Nr. 432. 1) Ein Abschied oder anderweitige bezügliche Acten sind nicht vorhanden. Nach Zellweger's Gesch. III. 1, 127 wurde die Beantwortung des gestellten Ansinnens verschoben. (Vgl. N. 2). Weitere Verhandlungen folgen. 2) Aus der Lucerner Instruction für den Jahrrechnungstag in Baden (Nr. 461) merken wir hier folgenden Passus an: „Und als dann man kurz verschiner tagen unser Eidgnossen von zweyen Orten, nämlich Lucern und Under- walden, in aller (siben) Orten namen zuo Appenzell ir botschaft gehebt, sy zuo pitten, sich von uns in unserm alten waren cristenlichen glouben nit ze sündren ?c., habent sr> domalen dhein endlich antwurt den selbigen potten geben, sunder sich daruf beraten und zuo künftigen tagen (zuo) antwurten (versprochen), das aber bishar nit beschechen ?c. Daruf ist unser befelch und Meinung, mitsampt den übrigen (von den) siben Orten, sölich antwurt an sy zuo erfvrdreN ?c." St. A. Lucern t Abschiebe ». 2. 4S4. UznaH. 1527, 13. Juni (Donstag nach Pfingsten). Kaiitonsarchi» Tchwyz: Acten Uznach. Gesandte: Schwyz. Vogt (H.) von Krieuz. Glarus. Vogt Vogel. In Gegenwart Peter Haslers, des Untervogtes in Uznach, der dem Gotteshaus und Spital zum Vogt gesetzt ist, um dem Lienhart Federliu (und) dem Bruder Konrad in der Verwaltung behülflich zu sein, wird mit Juni 1527. 1109 Bruder Konrad „Kelen" (?) nnd Heinrich Güntensperger gerechnet und gefunden was folgt: An ausstehenden Gülten 143 Gl. 1 Pfd. 10 Schl. 11 Hlr., wogegen das Gotteshans schuldig ist 103 Gl. 1 Pfd. 7-/2 Schl. Dem Br. Konrad soll „man" 82 gute Gulden. — An Kernen hat das Gotteshaus ausständig 40 Mütt, au Fäsen 13 Malter 2 Mt., au Haber 27 Mir. 3 Mt. 1 Vtl., an Gerste 3 Mt. 1/2 Vtl., an Anken 15'/s Mciß. — Im Hause sind gefunden an Fäsen 3 Mtr. 2 Vtl., an Haber 3 Mt., an Gerste 2 Vtl. — An Kornzehnten nnd Haber ob der Linde „halb und halb" 3 Mtr. 2 Mt. 3 Vtl. 1 Kopf, an Heuzehnten und Haber 3 Mtr. 3 Mt. 2^/2 Vtl. — Außerhalb hat das Gotteshaus St. Antonien 10 Ochsen, 11 Kühe, 10 Kälber, 7 Faselrosse, auf welchem Vieh zusammen 150 Gl. stehen. — Im Hause sind 11 Kühe, alte Kälber 9, junge 5. Au „Halbvieh" hat es im Nheinthal 22 Kühe nnd 23 Rinder, das (nämlich) zur Hälfte den Bauern gehört; auf diesem Theil hat das Hans 127 Pfd. Pfg. 1 Schl. Pfg. 3 Pfg. 1 Hlr. — Die Schuld des Landwcibels Döiber zu Schennis ist nicht gerechnet; die erste Summe bringt 6 Gl. Zins, der Hurdacker 2 Gl. Ebenso ist die Schuld des Oelmachers von Zürich nicht eingerechnet, desgleichen diejenige Untervogt Haslers von des Kochen Haus. Endlich sind auch andere Posten nicht in Anschlag gekommen, sowie aus (?„ussert") dem Jahrzeitbuch nichts verrechnet wird. — An Halbvieh sind abgegangen 4 Rosse, 5 Ochsen, 2 Kühe, 4 Kälber; im Rheinthal 5 Kühe, 1 Kalb. An Schulden findet man 100 Gl. weniger als voriges Jahr. Auf das Vieh im Nheinthal sind entlehnt (?„entlichen") 70 Gl. Auf dem Halbvieh im Rheinthal sind 16 Pfd. Pfg. mehr denn „ferndt." 4SS. Lucern. 1527, 18. Juni f. (Dienstag nach Trinitatis f.). Staatsarchiv Lncern: Allg. Abschiebe II. 2. f. 332. Staatsarchiv Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 6, Nr. 41. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede XX. 139. KantonSarchiv Basel: Abschiede. KantonSarchiv Freibnrg: Abschiede Bd. 57. KantonSarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. XVI. KantonSarchiv Schaffhansen: Abschiede. LandeSarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Bern. (Wilhelm von Meßbach; Anton Bütschelbach"). Basel. (Joder Brand). Freibürg. (Hans Praderwan). Solothurn. (Hans Hugi, Seckelmeister). — (Andere nicht bekannt). Betreffend die Anstände Mühlhansens mit der Regierung zu Eusisheim wird beschlossen, eine Botschaft von vier Orten nach Mühlhauscn zu senden und die Stadt aufzufordern, den Glauben ihrer Väter wieder anzunehmen; sofern sie es thue, werde man sich auch bestens dafür verwenden, daß ihr Handel gütlich vertragen werde. Vier Boten von Freibnrg und Solothurn, Uri und Nidwalden werden hicmit beauftragt und angewiesen, „auf jetzt Samstag über acht Tage" (29. Juni) in Basel bei einander zu sein. I». Ungeachtet des Schreibens von dem Vogt zu Lauis wird die Verhandlung über das Schloß Valzol auf die dortige Jahrrechnung verschoben. Heimzubringen, wie angezogen worden ist, daß man sich über eine gute Münze verständigen sollte. «I. Das von einigen Orten (Uri, Schwyz und Nidwalden) den Mailändern gegebene Geleit betreffend wird denselben geschrieben, daß sie niemanden ins Land berufen möchten, und den eidgenössischen Amtleuten ennet dem Gebirg befohlen, niemanden passircn zu lassen. Heimzubringen, wie man weiter in der Sache handeln wollte, wenn jene Drte auf ihrer Meinung beharren würden, v» Schwyz soll heimbringen, was mit ihm betreffend den Schmid von Udligenschwyl geredet worden ist. 1. 1. Auch dießmal ist man nicht gleicher Ansicht über die Antwort an Frankreich; der Mehrtheil der Orte ist nämlich geneigt, die verlangten Knechte zu bewilligen, während andere sie ') Das Rathsbuch erwähnt den Letztern. 1110 Juni 1527, verweigern, und etliche nochmals heimberichten wollen; um jedoch die Angehörigen in Italien, denen aus längen» Verzuge großer Nachtheil erwachsen könnte, nicht im Stich zulassen, entscheidet sich die Mehrheit für den Aufbruch; jedoch hat mau mit den Boten des Königs einige Artikel aufgesetzt, die allen Orten abschriftlich mitgetheilt werden, 2. Dabei wird verabredet, daß Lucern und Unterwalden in des Königs Kosten Verordnete zu der Musterung senden, um mit den Hauptleuten und Knechten zu reden und zu verhindern, daß die bisher vorgekommenen Mißbräuche und Betrügereien wieder versucht würden; dafür werden sie eine Instruction erhalte». S. Es wird jetzt kein anderer Tag angesetzt; was sich ereignen möchte, soll auf die Jahrrechnung nach Baden verwiesen werden. Im Berner, Basler und Freiburger Exemplar fehlt im Solothurner und Schaffhauser «I, v, im Appenzeller Ii, «l, nn der lutherischen Secte halb beschuldigt werde, so erinnere man die Gesandten an das erste Mandat (1523), das sie selbst an den Kirchthüren gelesen zu haben erklären; es sei daraus genugsam zu ersehen, daß man nichts llnchristliches vornehme, sondern einzig auf den allmächtigen Gott und seinen ewigen Sohn Jesu««« Christum allen -rrost und alle Hoffnung sehe und begehre, daß sein hl. Wort nach dem Inhalt beider Testamente, ohne mensch- lichen Zusah, gepredigt werde; die Prädicanten haben auch keinen andern Befehl, und wenn jemand vermeinte, sie predigten „anders", so seien sie erbötig, ihm aus der hl. Schrift Rede und Antwort zu geben, wozu man sie bisher angehalten und ferner halten werde, mit Abstellung alles anfrührischen Prcdigens. — Der Verehrung der Heiligen wegen wird die Ordnung betreffend die Feiertage, Krenzgänge und andere Bräuche verlesen, die gründlich zeigt, daß man nichts Christliches abgethan, wohl aber unchristlichc Mißbrünche beseitigt („gebessert") habe. — Die uneheliche Beiwohnnng bei Pfaffe» und Laien habe man nntcrdrückt; daß sich dann etliche (Geistliche) verehlicht, habe man nicht wehren können, da es nicht wider Gott, sondern der hl. Schrift gemäß sri und an vielen andern Orten im Reiche und in der Eidgenossenschaft gestattet werde. — Wenn Unschicklichkeiten einzelner Personen angezogen werden, so sei man nicht der Meinung, jemand eigenmächtig (in kirchlichen Dingen) handeln zu lassen, sondern (Uebergriffe) zu strafen und abzustellen; übrigens sei zu bedenken, daß es an Leuten, sich mit Reden und Andern« vergehen, anderwärts auch nicht mangle; wenn aber solche angezeigt (genannt) werden, so «volle man mit gebührendem Ernst einschreiten und damit beweisen, daß man unchristliche Handlungen nicht billige. Mit den Bildern habe man gar nichts (Gewaltthätiges) handeln lassen, und wenn unnöthige Zeremonien und erfundene Werke abgethan worden, so habe man damit den Gottesdienst nicht gemindert, sondern gebessert. In der Hoffnung, das Geschehene sei nicht unchristlich, stelle man die freundliche Bitte, diese Antwort «in Besten anzunehmen und den Eidgenossen vorzubringen, von denen sie ohne Zweifel genehmigt werde, u. s. w. II. 1 . Darauf haben die Boten ihre Ermahnung und das Begehren erneuert, alles Lutherische oder Zwing- üsche abzuthun und bei dein alten Herkommen zu bleiben; wenn das nicht förmlich zugesagt und gehalten «verde, fv wollen sie in den Angelegenheiten der Stadt nicht weiter handeln, sondern heimkehren und sich der (ihnen befohlene») Geschäfte nicht mehr beladen. 2/ Wiewohl man de«« Eidgenosse«« in allen möglichen Dingen gerne willfahren würde, hat man, «veil es die Ehre Gottes und der Seele Seligkeit gilt, die gegebene Antwort doch nicht ändern können, dabei aber dic Boten zun« allerhöchsten gebeten, diese Erklärung nicht „also" zu verwerfen, sondern in den Geschäften fortzufahren;chwcnn sie aber nicht entsprechen sollten, so mögen sie doch diese Antwort getreulich an ihre Herren gelange«« lassen, indem man immer noch hoffe, dieselben werden sich damit begnügen und der Stadt ihre Hülfe nicht entziehen, «vas man Hinwider jederzeit «im sie zu verdienen wünsche. Eine Instruction für Dobi, zur Unterhandlung mit den« Regiment zu Ensishcim, theils für Mühlhausen, theils in eigenen Angelegenheiten (betr. Kienberg) hat der Sol. Absch. Bd. 15. > 1116 Juli 1527. 4«t. Waden. 1527, 1. Juli f. (Montag vor St. Ulrichstag f.). Jahrrechnung. Staatsarchiv Lucern : Allg. Abschiede U. 2. f. 040. Staatsarchiv Zürich ! Abschiede Bd. b, I- SIS. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede XX. 167. KantonSarchiv Freiburg! Abschiede Bd. 12. Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XVI. KantonSarchiv Schaffhausen! Abschiede. Landesarchtv Appenzell I. R.t Abschiede. Gesandte: Zürich. M. Rudolf Thumisen, des Raths. Bern. Konrad Willading, Venner. Lucern. Hans Golder, des Raths. Uri. Niklaus Muheim. Schwyz. Heinrich Neding, Ammann. Unterwalden (Obwalden). Hans am Stein, alt-Ammann. Zug. Götschi Zhag, von Baar, des Raths. Glarus. Hans Aebli, Ammann. Basel. — Freiburg. Hans Gugelberg *). Solothurn. — Schaffhausen. — Appenzell. (Vogt) Konrad Brüllisauer, des Raths. — E. A. A. 1. 24 a. 1. Meister Hans Burger, Landmann zu Schwyz, hat im Namen seiner selbst und seiner Mithaften und Brüder, mit Beistand des Peter Radheller, Vogt in den Freien Aemtern, vorgebracht, wie seine Voreltern zu Mettmenstetten eine Caplanei gestiftet und ihren Nachkommen die Verleihung derselben vorbehalten, und wie nun Zürich dieselbe samt den jährlichen Zinsen und Gülten eingezogen und die Caplanei aufgehoben; wie er sich dann hierüber bei Zürich beklagt und die Verlesung des Stiftungsbriefes verlangt, aber nichts erreicht habe; hierauf habe er gemäß einem Beschluß der VII Orte auf einem Tage zu Lucern die nicht im Gebiet von Zürich liegenden Güter und Einkünfte der Caplanei mit Beschlag belegt, und nun bitte er dringendst, man möchte ihm und seinen Geschwistern zu dem verhelfen, wozu sie „Glimpf, Fug und Recht" haben; er erbiete sich, denen von Zürich „des Rechten gehorsam zu sein", aber vor den VII Orten insgemein oder irgend einem besonders; denn es scheine ihm ungebührlich, daß er bei seinen Widersächern Recht suchen solle, wie dieselben ihm zumuthen. 2. Darauf entgegnen die Boten von Zürich: Solche Güter und Zinse seien als Gottesgaben verordnet worden; darum haben ihre Herren sie auch zu Almosen für die Armen bestimmt; wenn also Meister Burger und seine Verwandten nicht darauf verzichten wollen, so haben sie in Zürich Recht zu suchen laut der Bünde, welche sagen, daß von keinem Orte weiter appellirt werden soll. 3. Da nun die Boten nicht instruirt sind, so hat man diesen Handel in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tag zu berathen, wie man dem guten Manne zu Hülfe kommen wolle; einstweilen soll das angelegte Verbot in Kraft bleiben, wie jeder Bote weiter zu sagen weiß. t». 1. Der Abt von Pfäfers beschwert sich schriftlich über die von Maienfeld und Fläsch, daß dieselben ihm die Zehnten vorenthalten und auf sein Gotteshaus einen „Schnitz" (Steuerantheil) gelegt haben. Daher wird an die III Bünde ernstlich geschrieben, sie sollen die genannten Gemeinden anhalten, den Zehnten wie von Alters her an den Abt von Pfäfers zu entrichten und ihm und den VII Orten („uns") den „Schnitz" zu erlassen, oder nach Weisung der Bünde und Capitel, welche die Eidgenossen mit den zwei Bünden haben, vor Recht zu stehen und bis auf den nächsten Tag zu Baden Antwort zu geben. Dieser Brief wird zu persönlicher Bestellung dem Landvogt von Sargans übergeben. 2. Ferner hat der Abt geschrieben, daß Einige in Bünden an ihn das Begehren gestellt haben, gemäß den neuen Artikeln den Zehnten ablösen zu lassen, indem sie sonst gar keine Zehnten mehr entrichten würden. «. Einige von Ragatz, genannt die Huber, schreiben wegen etlicher ihrer Güter, welche Mannlehen des Klosters Pfäfers seien; da nämlich dieselben, wenn ein Besitzer ohne ehelichen Sohn absterbe, an andere Leute fallen und nicht an die Töchter, so bitten sie, daß man ihnen gestatte, diese Güter von dem Abt *1 Auch eine Urkunde vom 5. Juli (s. ibk) nennt Guglenberg, die Freiburger Instructionen-Sammlung I. 5t dagegen Niklaus Vögeli. Juli 1527. 1117 als Eigen zu kaufen, damit die Töchter sie ebenso gut erben könnten wie die Söhne. «I. Da man in Erfahrung gebracht, daß der Abt einen Lehnten für 1401 El. verkauft hat, fo wird der Anllag gestellt, einmal von dem Abte Rechnung zu nehmen, damit man wisse, wie es mit den Gütern des Klosters stehe, v» Die Loten kennen das Begehren des Vogtes von Sargans, daß man zwei Boten in aller (VII Orte) Namen zu ihm sende zu gütlicher Berichtigung einiger „unter ihm" entstandener Streitigkeiten. Alle diese Artikel sind heimzubnngcn und auf dem nächsten Tag zu Baden zu beantworten, I Es wird dein Landvogt in Sargans befohlen, da Easpm Vögeli von Walcnstadt das ihm vorgeschlagene Recht nicht annehmen wolle, dessen Güter so gut wie möglich zu verkaufen, aus dem Erlöse vorab die Kosten zu bezahlen, dann dessen Schulden zu berichtige» und einen allfälligen Uberschuß zu der Eidgenossen Händen zu behalten. K. Eine Botschaft deren von Balgach (Balgen) aus dem Rheinthal beschwert sich gegen Jost von Grünenstein, der mit Beistand seines Vetters, Ritter Ludwig von Helmstorf, erschienen ist, daß sie dein von Grünenstcin und seinein Bruder, der in der „Esche" wohne und seht bei Georg von Frondsberg zu Rom sei, jährlich eine große Steuer entrichten müssen für Schutz und Schirm, den sie aber nicht zu genießen haben; wenn die Steuer nicht pünctlich verabfolgt würde, so treibe man sie mit gioßcn Kosten ei»; sie bitten nun, die Eidgenossen möchten sie von dieser Steuer befreien oder sich dafür verwenden, daß sie sich davon loskaufen könnten, ivie es ihnen ans einem Tag zu Lucern laut eines Abschiedes zrigesagt worden sei. — Nachdem man auch die Verantwortung des Jost von Grünenstein und des Ludwig von Helmstorf angehört, wird die Sache in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tage zu Baden Antwort zu geben, wie man den armen Leuten bchülflich sein wolle. I». Das Hülfsgcsuch der Brandbcschädigten von MüUhcim muß wieder in den Abschied genommen werden, theils iveil nicht alle Boten darüber instrnirt sind, theils weil ewige Orte 20, andere 30 und etliche 40 Gl. zu schenken vorschlagen, I Hans von Goldenbcrg, der noch immer bei der Ansicht bleibt, daß er durch den Vertrag mit den Gerichtsherren im Thurgan nicht gebunden sei, indem er nicht dazu eingewilligt habe, fordert Antwort ans sein früher gestelltes Begehren. Obschon auch Zürich die Absicht äußert, ihn nicht ohne Rechtsspruch darein binden z» lassen, hat man doch den, Landvogt im Thurgan den Auftrag gegeben, „dieselben" Frevel vor dem Landgerichte zu fertigen, die Bußen einzuziehen und dem von Goldenbcrg gemäß den, Vertrag seinen Antheil zu verabfolgen, den Fall ausgenommen, daß er die Eidgenossen mit Recht „absetze" (d.h. nachweise), daß ihn derselbe nicht binde. Ii.. Wolf von Helmstorf, als Gesandter des Bischofs von Constanz, begehrt Antwort über die auf einem frühern Tage angebrachten Artikel. Es wird ihm, obwohl nicht alle Boten instrnirt gewesen, folgender Bescheid gegeben: Es gefalle uns nicht, daß die Appellationen nach Mörsburg hinüber gezogen werde» sollen; der Bischof möge dafür sorgen, daß sie zu Bischofzell oder Arbo» gefertigt würden. In Betreff der geistlichen Gerichte, der ersten Früchte und der Consolationcs möge der Bischof (bestimmte) Artikel" aufsetzen und dieselben ans den nächsten Tag in Baden senden, »m sie dahe.m bcrathcn zu können; man hoffe, daß dann die Herren darin handeln werden, wie sich gebühre. I. Der Landvogt im Thurgan ist laut seiner Rechnung de» X Orten 40 Gl. von den hohen Gerichten schuldig geblieben ; diese Summe soll er dem Ammann von Untcrwaldcn abliefern an die Ausgaben fü> die ^M'g ZU o ic en. ,»». Auf dem nächsten Tage zu Baden ist Antwort zu geben, ob man die Znsätzer in Gottlieben noch langer da lassen .volle. ». Der zu Franenfeld angesetzte Tag in Baden wird ans den Sonntag vor G4 .Nana Magdalena (21. Juli) hinausgeschoben. «». Der Abt von Wettingen tragt vor, er besitze einen Zehnten und Kirchensatz zu Thal.v l a... Zürichs.; jetzt begehren die Unterthanen daselbst, er olle dem Lentpneter d.e Pfründe verbessern, damit er einen Priester zur Verkündnng des Gotteswortes anstellen ko.we; er se. a er nicht schuldig, dort zwei Priester zu haben, und es stehe das auch nicht m lewem Vermögen. Darüber hat 1118 Juli 1527, sich dann auch Zürich erklärt und vermeint, der Abt könne billig angehalten werden, einen Priester dahin zu setzen, weil er doch einen Zehnten dort habe; die Unterthanen können jetzt das Gotteswort nicht entbehren, :c. Der Handel wird in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tage deßhalb Antwort zu geben, z». Die Meinung von Bern, Freiburg und Solothurn, es sollte die Besoldung des Vogtes im Thurgau nicht bloß aus den hohen Gerichten bestritten, sondern auch ein (besonderer) Beitrag der VII Orte wegen der ihnen zustehenden nieder» Gerichte dazu geleistet werben, ist für denselben Tag in den Abschied genommen, ez. Heimzubringen den Bericht des Abtes von St. Gallen, daß einige Priester in der Stadt Weiber nehmen und keine Messe mehr lesen, daß dieselben aber außerhalb der Stadt in seiner Landschaft Einkünfte haben, und die deßhalb gestellte Anfrage, wie er gegen dieselben sich verhätten solle. ». Der Bote von Lucern wird beauftragt nachzufragen, wann der Tag zu Peterlingen stattfinden solle. 8. Der Bote von Lucern soll die Beschwerde des Zollers von Mellingen heimbringen, daß die Schiffleute von Lucern den Zoll nicht gehörig entrichten wollen; daß dieselben eben letzthin 30 Saum Güter in Kisten („Drucken") und 15 Saum Reis vorübergeführt und nicht mehr als 5 Pfd. Heller dafür bezahlt haben, t. Auf diesem Tag sollte Antwort gegeben werden, ob man die zu Neuenburg liegende Ablösungssumme theilen oder dort wieder anlegen wolle; da sich die Stimmen gleich getheilt haben, so soll das wieder heimgebracht und auf dem Tage zu Baden ein endlicher Entscheid gefaßt werden, u. Da man dem Schaffner zu Neuenburg die Reben für Wein geliehen hat, so ist heimzubringen, ob man den Wein oder das Geld nach den: gesetzten Anschlag nehmen wolle, v. Da zwischen den zehn Orten und denen von Bern und Freiburg ein Span waltet wegen einiger Märchen zwischen Neuenburg und Grandson, so werden zu deren Bereinigung von den zehn Orten abgeordnet Ammann Halter von Unterwalden, Ammann Toß von Zng und Seckelmeister Hugi von Solothurn; diese Boten sollen am ersten Sonntag im August (4. August) zu Neuenburg sein. TV. In Betreff der Domherren und der anderen Pfaffen zu Neuenburg wird beschlossen: Es sollen keinem die Einkünfte von seiner Pfründe verabfolgt werden, der sie nicht persönlich versteht; dies wird dein Landvogt sofort geschrieben. Die Sache Propst Nägeli's von Bern will man noch einmal heimbringen, x. Es wird abgeredet, den Wilhelm Arsent bis zur nächsten Jahrrechnung als Vogt an der Zihl (Thielle) bleiben zu lassen; je nach seinem Verhalten wird man ihn dann wieder bestätigen oder „abthuu". z. Ammann Vogler aus dem Rhcinthal bittet um Fenster in sein neues Hans zu Rheineck. Heimzubringen, Ebenso das gleichartige Gesuch von Heini Läusi, Zoller zu Koblenz, i»». Der Ammann von Glarus erinnert an das früher gestellte Gesuch um Fenster in die nene Kirche zu Näfcls und zeigt an, daß eines 10 Gl. koste. S»I». Die Anzeige des Ammanns von Schwyz, daß man seinen Herren von Georg Karrer her 10 Kronen und für Anderes 14 Kronen schulde, ist heimzubringen und auf dem Tag zu Baden zu antworten, wo und wann dies bezahlt werden soll, «v. Vor einem Jahr haben Einige aus dem Freien Amt mit einem jungen Mädchen bei Bremgarten schändlich gehandelt und sind deßwegen flüchtig geworden; jetzt verwendet sich für einen derselben seine Verwandtschaft und bittet, man möchte ihm eine Strafe auflegen und ihn dann wieder zu Weib und Kindern heimkommen lassen. Heimzubringen. Da Lucern die Nößler wiederum verrufen hat, so soll heimgebracht werden, was man sin' „die arme Gemeinde" thnn könne, damit sie nicht innner so zn Schaden komme, «v. Rechnung der Vögte und Zoller. Nach Abzug aller Ausgaben ist an jedes Ort verabfolgt wordein 1. Von dem Vogt zu Sargaus 56 Gl. (1 Gl. 2 Pfd. Heller Bader Währung); von der Strafe Caspar Vögeli's jedem der sechs Orte (ohne Zürich.) 13 Kronen. 2. Von dem Vogt im Thurgau, als von den Niedern Gerichten, 10 Gl. (der Gl. zu 15 Constanzer Batzen). 3. Von der Steuer von Dießenhofen 7 Kronen. 4, Von dem Vogt im Nheinthal 60 Gl. (zn 15 Batzen). 5. Aus der Büchse von Bremgarten 6 '/s Gl. (zu 2 Pfd. Heller Bader Währung). 6. Aus der Juli 1527. 1119 Geleitsbüchse von .Zurzach 2 Pfd. gleicher Währung. 7. Aus der Büchse vo» Koblenz 1 Krone. 8. Aus der Büchse von Birmenstorf 8 Schl. Hlr. B. W. 9. Aus der Geleitsbüchsc von Klingnan 2^2 Pfd. Hlr. B. W. 19. Aus der Geleitsbüchse von Mellingen 11 Gl. 8 Schl. B. W.- 11. Von dem Vogt zu Baden 12^/2 Pfd. Hlr. B. W. 12. Von dem Vogt in den Freien Acmtern 99 Pfd., und jedem der V Orte 23 Pfd. Strafgeld. 13. Ans der Geleitsbüchse von Baden 19 gute dicke Plaparte, 4 „böse" dicke Plaparte, 14 Rößler, 6 Kronen 4 Batzen (die Krone zu 21 Constanzen Batzen), 9 Gl. an Schwyzcr Batzen (der Gl. zu 2 Pfd. Heller), 11 Batzen, 35 Kronen und 1 Gl. rhein. 14. Von des Schinders Hof 15 Kronen. 15. Vom Stadhos 2 Kronen Btz. 16. Es bleiben noch 99 Gl. unvertheilt aus den Freien Acmtern, die auf dem nächsten Tage vcrtheilt werden sollen; es trifft auf jedes Ort 15 Gl. „Meister Ruodolf, gedenkend und bittend min Herren von des rocks wegen, so mir vogt Rnbly in irem namen geben hat, und ich noch dem tnochmann daby iij guldin schuldig bin, daß st mir sölich iij guldin ouch wellent schenken, will ich verdienen." KK. Die von Constanz haben der Hütte wegen geschrieben, worunter vor Zeiten das Landgericht gehalten worden; daß sie dieselbe niedergerissen und den Platz eingezäumt, möge man nicht übel deuten; denn die Hütte habe bei ihrer Baufälligkeit nicht mehr stehen können, zc. I»I» Es wird angezogen, daß in Constanz etliche Priester Weiber nehmen und nicht mehr Messe halten, und die Frage aufgeworfen, ob man ihnen die im Thurgau fälligen Zinse verabfolgen wolle oder nicht. Darüber ist ans dem nächsten Tag in Baden Antwort zu geben. ii. 1527, 4. Zuli (St. Ulrichs Tag), Baden. Die Boten von neun Orten entscheiden einen Streit zwischen Christoph Giel, Gerichtsherr zu Wengi, und der Gemeinde daselbst, betreffend die Taverne, die jener dem Kuoni Rebmann verliehen mit der Zusage, daß sein Leben lang keine andere errichtet werde. Die Gemeinde behauptet, der Gerichtsherr habe dazu keine Befugniß gehabt, indem solches wider ihre Öffnung und altes Herkommen sei. Darum haben die Parteien einander vor dem Landgericht zu Frauenfeld rechtlich gesucht, welches nach Verhörung der Briefe zc. erkannt hat, es sollen die von Wengi nicht an einen Wirth gebunden sein, sondern nach ihrem Nutzen und Gefallen mehrere haben, die aber gemäß der Öffnung (deren Wortlaut citirt ist) die „Täferi" von Christoph Giel empfangen sollen wie von Alter her. Da Giel dieses Urtheil vor die X Orte appellirt hat, so wird nach Einsicht der vorgelegten Titel und Anhörung beider Parteien erkannt, daß die Verleihung an Rebmann ungültig sei; daß Giel demselben das ausgegebene Geld wieder erstatten, und Rebmann die Taverne wie Andere Zu Lehen empfangen solle, zc. Ueberhaupt wird der Spruch des Landgerichts vollkommen bestätigt, mit dem Beding, daß die Besieglung des abgethanen Lehenbriefs dem Giel an seinen Ehren nicht schaden solle. St. A. Zürich! A. W-Ngi (Original). 1527, 5. Juli (Freitag nach St. Ulrichs Tag), Baden. Die Boten der neun Orte (X Orte ohne Solothurn) erkennen auf den Vortrag des Herrn Ludwig von Helmstorf, im Rainen des Abtes von St. Gallen, wie etliche Eigenleute, die das Gotteshans im Thurgau habe, sich weigern die Fastnachthenuen zu geben, gemäß dem kürzlich in Baden gemachten Vertrage, und auf das Gesuch, dieselben hiezn anzuhalten: Es sollen alle Leibeigenen des Gotteshauses St. Gallen, die im Thurgau sitzen, die Fastnachthühner jährlich geben wie von Alter her, und der jeweilige Landvogt daselbst die Ungehorsamen nöthigen, dieselben auszurichten. StiftSarchiv St. Gallen (Original und neuer- Copie). II. 1527, 6. Juli (Samstag nach St. Ulrich», Baden. Die Boten der acht Orte an die Gemeinde Altstätten im Rheinthal. „Wir werden von unserem landvogt by üch und dem edlen gestrengen Herrn Ludwig von Helmstorf in namen Herren Abt zuo Sank Gallen bericht, wie daß ir nnderstanden, ein Ammann und Rat by üch by iren alten brüchen, fryhciten und herkommenheitcn nit lassen ze bliben, sonder inen durch üwer gmeindcn, 1120 Juli 1527, so ir habend, irrtung (machen), und wol siben artikel von nüwem nfgesetzt und vermeint, die also zuo halten, das uns uf das höchst mißfallt, wollend ouch sölichs deHeins wegs von üch liden, und ist deßhalb unser ernstlich Meinung, und gebietend üch by üwern geschwornen eiden, daß ir von sölichem üwerm unbillichen fürnemen standint und dhein gmeind wider und on ansechen und bewilligen unsers landvogts und des aminans und des rats by üch bestimmen, ansechend noch vertiefend, sonders ob dieselben amman und rat etwas handletend, fürnämend oder tötend, das üch bedunkte unzinilich und wider den alten brach wäre, söliches unserm landvogt by üch anzeigen; der wirt in der fach handlen, als sich wirt gebüren, oder aber den Handel an uns bringen, damit nach der billicheit darin gehandlet werde". . . Stiftsarchiv St. Gallen (Neuere Abschriften). aus dem Zürcher Abschied, dem dagegen Ic, «I, I', «I«! fehlen. AK, Iii» sind dem Freiburger Exemplar entnommen. Im Berner fehlen I»—ii , t?«?, «I«I, «« zum Theil und das Folgende, im Freiburger gs, «>, «l, i', «, ls, im Solathnrner die gleichen ohne im Schaffhauser :» l, I, ^n, o—x zc. Das Appenzeller Exemplar hat nur Ic, ^ und von vv Z. 4). Eigenhändig fügt der Bote hinzu, Vogt Golder fordere für ein Fenster 3 Gld. 2 Btz. ?c. Den angesetzten Tag werde „Bastli" nennen. Zu vv. Im Zürcher Abschied fehlen bei Ziffer 1) und 12) die Strafgelder und Z. 16). Zu AA. Den Wortlaut des angeführten Schreibens an die neun Orte, dd. 22. Juni, hat ein Actenband im Stadtarchiv Konstanz. Demselben geht folgende Berathschlagung voraus: Keine Botschaft nach Baden zu schicken und auf das zu Einsiedeln gestellte Begehren weder mit Ja noch mit Nein zu antworten, „uß ursach, ob man nain sagte, daß man diser ziten villicht etwas Widerwillen ufwecken möcht; sollte man dann ja sagen, so wäre es der Statt ain großer nachtail, und eh man das bewilligen, sollt man eh beston, was gott darüber wurd schicken; dann so man jetzo gestattete, ain Hütten dahin ze machen, wurd man darnach ain hus oder bollwerk darus machen; so man aber 'weder abschlach noch zuosag, so möge villicht die fach also one wyter geeicht (?) lassen Hingan." Zu i». 1527, I.Juli. Die Verschiebung fand auf den ausdrücklichen Wunsch von Zürich statt, laut Bericht von R. Thumisen an seine OberN. St. A. Zürich: A. Jttmgerhandet. AKT. Maden. 1527, 22. Juli f. (Auf St. Maria Magdalena f.). Staatsarchiv Luc-rn: Mg. Abschiede II. 2. k. Sb7 b. Staatsarchiv Zürich - Abschied? Bd. s, e. S24, Staatsarchiv Bern - Allg. eidg. Abschiede S.S.. ist. Kantonsarchiv .rrciburg: Abschiede Bd. 12. KantonSarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. XV. Gesandte: Zürich. M. (Rudolf) Thnmisen; Meister (Hans) Bleuler. Bern. Bernhard Tillmann, Seckel- meister. Lucern. Vogt (Heinrich) Fleckenstein. Uri. Vogt Jost Blätteli. Schwyz. Ammann Heinrich Neding- Untcrwalden. Vogt Bünti. Zug. Vogt (Konrad) Bachman», von Monzingen. Glarns. Ammann (Hans) Aebli. (Basel und Schaffhansen nicht anwesend). Frei bürg. Vogt (Hans) Guglenbcrg. Solothurn. Vogt (Hans) Tobi. Appenzell. Vogt (Konrad) Brüllisauer. — E. A. A. k. 24 b. t». Jacob Zelter, Ncichsvogt, und Hans Wellenberg, als Boten von Konstanz, übergeben eine weitläufige Instruction und zwar in Abschrift für jedes Ort. worin sich die Stadt darüber beschwert, daß der Landvogt im Thurgau die an drei Orten in der Grafschaft angelegten Einkünfte (von 400 Gl.) ihrer Herberge zu St. Jos oder des Seelhauses, worin die fremdeil Pilger umsonst beherbergt und gespeist werden, mit einem Verbot belegt habe, weil der dortige Frühmesscr keine Messe mehr lese. Heimzubringen, da der Handel nicht in allen Orten gleich „verstanden" wird. Nebenbei wird an den Landvogt im Thurgau geschrieben, er solle genaue» Bericht Juli 1527, 1121 gebe», wie es sich mit diesem Arreste verhalte, k. Den arme» Leuten von Müllhcim werde» 36 Gl, n» ihren, Brandschaden geschenkt. Der Landvogt im Thurgan soll diese Summe bezahlen und den X Orten verrechnen, v« 1, Da ans letzter Jahrrechnung zu Baden der Vogt in Sargans das Ansuchen gestellt hat, man möchte von zwei Orten Boten zu ihm verordnen, und jetzt von ihm und den drei Bünden Antwort eingelangt ist, so wird beschlossen, es soll von jedem der VII Orte ein Bote geschickt werden, die sich ans Sonntag nach St. Lorenz (II. August) zu Sargans einzufinden haben; diese Boten sollen zuerst von dem Abt zu Pfüfers Rechnung abnehmen, dann sich nach Granbünden verfügen, um die Bünde ernstlich aufzufordern, dem Abt und seinem Kloster die Zinsen und Zehnten ivie von Alter her zu entrichten und ihn sowohl als die Eidgenossen des aufgesetzten „Schnitzes" (Steuer) gütlich zu erlassen oder ihnen im Fall der Weigerung Recht darznschlagen gemäß den bestehenden Bünden, 2, Dieselben Baten sollen Gewalt haben, andere Anstünde unter den Angehörigen der Eidgenossen auf gütlichem oder rechtlichem Wege abzuthnn, 3. In Betreff der Hnber zu Ragaz sollen sie Erkundigungen einziehen, ob die begehrte Lösung dem Abt und Convent zu Pfafers nicht zum Nachtheil gereiche, und darüber Bericht erstatten, «R. Jeder Bote weiß, wie man sich über die Vertreibung der Zigeuner berathen hat, nämlich ob man, wie früher verabschiedet, an den Grenzen verschaffen wolle, daß dieselbe!? sofort zurückgewiesen würden, wo sie sich zeigen sollten, t. Eine Botschaft von Mellingen berichtet, es sei dort vor einigen Tagen eine Caplanei ledig geworden; da nun der Armen-Spital ganz baufällig sei, so bitte die Stadt, obschon Lehensherr der Pfründe, um die Erlaubnis), die Einkünfte der Caplanei drei Jahre lang (für den Spital) beziehen zu dürfen. Heimzubringen, l. Auf die Beschwerde des Capitels vom St. Pelagienstift zu Bischofzell, daß ihm der Frechen- Ulrich „zu der hohen Sar" einen Zehnten zu Binvyl in Haft gelegt habe, ist den? Landvogt in? Thurgan befohlen, sich bei dem Herrn von Sar zu verwenden, damit er den Arrest aufhebe; in? Fall des Abschlags sollen beide Parteien vor den Rüthen der Eidgenossen erscheinen. Heimzubringen, K. Unterwalden, Glarus und Freiburg und der Vogt von Gottlieben begehren abermals Wiedervergütnng ihrer Vorschüsse für die Besatzung daselbst, was aus jedes der X Orte 9 Gl. (zu 16 Constanzer Batzen) treffe. Das hat man in den Abschied genommen, damit auf dem nächsten Tag Alles bezahlt werde. I». Heimzubringen die Anzeige Lucerns, daß bei den? gegenwärtigen Auszug (für Frankreich) viele junge Hanptlcnte seien, weßhalb es gut seil? dürfte, ans die „andere" Musterung zwei vertrauenswürdige Männer zu verordnen, die das Geschäft zu leiten hätten, zumal verlaute, daß sich unter den Geworbenen viele Landsknechte befinden, I. Ammann Reding fordert Antwort betreffend die Kosten, welche Schwyz init einen? zu Einsiedeln gefangenen Karrer gehabt hat. Es wird ihm entgegnet, er möge ans diese Koste,? verzichten, iveil auch andere Orte solche schon öfter getragen; dennoch begehrt er, daß man es in dei? Abschied nehme und ans nächstem Tag Antwort gebe, k,. Die VII Orte solle«? auf St, Bartholomäustag (24, August) ihre Boten nach Frauenfeld senden, um von allen Klöstern in? Thurgan Rechnung zu nehmen und ihre liegende und fahrende Habe zu verzeichnen; die Rechnungen und Jnventarien sind bei dein Landvogt zu hinterlegen, alles ans Kosten der Gotteshäuser. — Dem Landvogt wird dies angezeigt, damit er die Klöster zu benachrichtigen wisse. I. 1. Eine Botschaft des Abtes von St. Gallen berichtet an die drei Orte Lncern, Schwyz und Glarus, denen das Gotteshaus mit ewigem Burg- und Landrecht verwandt ist: Obschon der Zehnten in ber Pfarre Goßau vor Jahren zuerst vor den geistlichen Gerichten zu Konstanz, dann auf einem Tage zu Lucern vor dei? Boten der IV Orte, endlich zu Nappcrswyl ebenfalls vor den Boten der IV Orte zu Händen des Klosters mit Urtheil und Recht „erobert" worden; obschon ferner die von Junkartswyl, die in der Pfarre Gostau Linter haben, dnrch die gegen sie erlassenen Abschiede aufgefordert worden, die Zehnten dei? besiegelten Briefen M?äß zu entrichten, mit der Androhung, daß die Pflichtigen Guter und Früchte in Beschlag genommen und vor 1122 Juli 1527. Entrichtung der Zehnten nicht eingeräumt würden: so weigern sie sich doch beharrlich und haben ihm Recht dargeschlagen in der Meinung, daß der Abt sie vor den Gerichten ihres Wohnorts belangen solle; — er bitte deß- halb die drei Orte um Rath, wie er gegen diese Ungehorsamen einschreiten solle. 2. Ferner berichtet die Botschaft, daß auch die von Abtwyl, ungeachtet der Urtheile und Abschiede der drei Orte, den Zehnten nicht mehr entrichten und der Vorladung nach Baden nicht folgen wollen, und ersucht auch ihretwegen die drei Orte um Rath und Hülfe. Heimzubringen, um auf nächstem Tage darüber Antwort zu geben. i»i. Zürich begehrt Antwort über den Arrest, den der Leutpriester von Andorf auf eine Summe Geldes, die der Spital zu Wyl schuldig ist, gelegt hat. Da die meisten Boten hierüber nicht instruirt find, so wird Zürich eingeladen, die Sache durch die Eidgenossen in Güte vermitteln zu lassen. Ihrerseits dazu nicht bevollmächtigt, äußern die Boten Zweifel über einen Erfolg, da sie mit dem Leutpriester bisher nichts ausgerichtet hätten; doch lassen sie merken, sie zweifeln nicht, daß sich der Leutpriester, wenn er jene Pfründe nicht mehr versehen könne, mit einem Herrentisch im Gotteshaus Rüti und jährlich 3V Gl. zufrieden geben würde. — Es wird nun dem Herrn von Andorf geschrieben, er möge sich auf dem nächsten Tage stellen, damit man versuchen könne, diesen Anstand gütlich zu berichtigen. Ii. Der Ammann von Schwyz bringt im Auftrag seiner Obrigkeit an, wie der Herr von Geroldseck, vormals Pfleger zu Einsiedeln, zu Zürich im Einsiedlerhof Wohnung genommen, obwohl er bei dem Weggang aus dem Gotteshaus sein Siegel zerhauen und das Siegel des Convents abgegeben, und wie Zürich schon mehr als einmal umsonst ersucht worden sei, ihn fortzuweisen. — Hierauf werden die Boten von Zürich ermahnt, das getreulich heimzubringen, damit der von Geroldseck aus ihrer Stadt weggewiesen und Schwyz, als Schirmherr des Gotteshauses Einsiedeln, von demselben nicht mehr angefochten werde. Heimzubringen, was zu thun wäre, wenn diese Mahnung erfolglos bliebe. «». Derselbe HAmmann) zeigt an, daß der Leutpriester zu Weiningen, der von dem Kloster Einsiedeln belehnt werde, mit dessen Schaffner iiber eine Verbesserung der Pfründe sich gütlich verlragen und darüber einen Brief errichtet habe, sich damit nicht mehr begnügen wolle, sondern des Gotteshauses Güter und Zinse angreife. — Auch das soll Zürich heimbringe», um demselben Ruhe zu schaffen, indem man sonst Mittel und Wege finden würde, den Priester von der Pfründe zu entferne». K». Die Gesuche Ammann Vogler's aus dem Nheinthal und des Heini Löifi von Koblenz um Fenster sind abermals heimzubringen, und zwar so, daß ans nächstem Tag Antwort gegeben werden soll, ob man sie ans gemeinem Gut oder von jedem Ort besonders schenken will. «ß. In dem Span zwischen Zürich und Hans Burger, jetzt seßhaft zu Schwyz, wegen der Caplanei-Pfründe zu Mettmenstettcn, hat man die Boten von Zürich ersucht, den Stiftungsbrief über die Pfründe vorzulege», aus dem sich vielleicht ergäbe, daß man den Bürger gütlich abweisen könnte; sie erklären aber, denselben nicht bei Händen zu haben, und nachdem man ihnen vorgeschlagen, die Sache durch die Eidgenossen gütlich vergleichen zu lassen, indem dieselbe nicht wohl zu Zürich ausgemacht werden könne, antworten sie, Hans Bürger sei noch Burger von Zürich und habe als solcher gemäß den Bünden und ihrem gcschworneu Briefe allein mit ihren Herren zu thun. — Hierauf wird erkannt, Zürich möge auf deu nächsten Tag den Stiftungsbrief bringen und seinen Boten Vollmacht geben, die Sache auf gütlichem Wege abzuthun. Z Auf die bei der letzten Jahrrcchnung zu Baden von deni Abt zu Wettingen vorgebrachte Beschwerde, daß das Kloster auf der Pfründe zu Thalwyl am Zürichsce zwei Priester halten sollte, wie die Unterthanen begehren, erwidert jetzt Zürich schriftlich: Der Abt sei schuldig, die Unterthanen zu Thalwyl mit einem Priester zu versehen, der denselben das Wort Gottes nach den Mandaten ihrer Herren verkünde; geschehe das nicht, so werden sie die Hand über des Gotteshauses Zehnten schlagen und selbst einen Priester anstellen; dazu glauben sie Fug und Recht zu haben, da die Eidgenossen auch Mandate erlassen, gegen welche Zürich nichts einwende. Da die Boten die Juli 1527 I 1 23 Mitthcilung einer Abschrift dieser Antwort verweigern, so wird beschlossen, den Handel heimzubringen. Weil beim Abwehren über die Frage, ob man die zu Neuenbürg liegende Ablösungssumme thcilen oder wieder anlegen 'volle, die Stimmen (abermals) gleich stehen, und Basel und Schaffhansen abwesend sind, so wird die Sache nochmals in den Abschied genommen, um ans dem nächsten Tag bestimmte Antwort zu geben, t. Wahrend aus diesen Tag den sechs Orten von denen von Wohle» 40 Gl. und von einem Andern 50 Gl. bezahlt werden sollten, bringen die von Wohle» nur 20 Gl. und bitten dringend um Nachlas; der andern Hälfte. Heimzu- bringe». — Der Andere bringt 40 Gl. und bittet nm Nachlas; des Nestes; er wird ihm nachgelassen; doch soll er den Untcrvogt für das von Bog) Cgli sel. gemachte Versprechen, ihm ein Paar Hosen und ein „Wamsol" daraus zu schenken, zufrieden stellen"). — Es hat nun jedes Ort 11 Gl. (der Gl. zu 2 Pfd. Heller Bader Währung) davon erhalte», ii. Der Gesell, der vor Jahren bei Brcmgarten so schändlich mit einem Mädchen umgegangen ist, soll ans Betreten verhaftet n»d nach Verdienen bestraft werden, v. Die Boten, die man nach Sargans abordnet, sollen beauftragt werden, sich bei den Bündnern für die beiden von Fnlach, Chorherren zu Chur, nach Kräften zu verwenden. Zürich regt abermals den Streit wegen Lunkhofen an und theilt seine diesfällige Ansicht jedem Orte schriftlich mit. Es beruft sich auf sein Schreiben vom (7. 8.) Januar und erklärt, sein altes Recht behaupten zn wollen. Diese Instruction wird heimzubringen beschlossen, um auf dem nächsten Tag Antwort zu geben, ob man die früher gegebene Antwort bestätigen wolle, oder was weiter in der Sache zu thun sei. x.» Da die ungünstige Witterung und die seltsamen Zeitumstände in und außerhalb der Eidge- uossrnschaft immer mehr Besorgnisse erwecken, so soll jeder Bote an seine Obern bringen, das; es gut wäre, Kreuzgänge oder andere Gottesdienste anzuordnen, um Gott, seine liebe Mutter und alle Heiligen um Erhaltung von Frieden und Einigkeit anzuflehen, z» . I. Als das Hauptgeschäft dieses Tages war bestimmt, die Strafe für die am Sturm zn Illingen Bethciligten endgültig festzusetzen. Da nun aber Zürich meint, es werde durch den Vertrag zu Einsiedel», der getroffenen Abrede zuwider, der Unschuldige mit dem Schuldigen gestrast, weszhalb es denselben nicht habe besiegeln wollen, bis die „Sprnchleute" sich für den Nothfall zur Erläuterung über den bestehenden Anstoß erboten, so wird jetzt das Anerbieten gemacht, aus gegenwärtigem Tage nochmals gemeinsam zu rathschlagen, um gemäß dein Abschied von Frauenfeld die aufgesetzten Strafbestimmunge» zu mindern oder zu mehren. — Nachdem Zürich darauf eingetreten und diese Verhandlung in Gang gekommen, hat sich dasselbe doch wieder zurückgezogen mit der Erklärung, daß es mit einer solchen Vermittlung nicht einverstanden sein könne und weitere Vollmachten einholen müsse. Dies hat man auch bewilligt; die zurückkehrenden Boten bringen dann aber den Entschluß, die Sache neuerdings vor die Schiedsrichter gelangen zu lassen und diesmal zu weiterem Vorgehen nicht mitzuwirken. II. Darauf haben die nenn Orte gemäß dem Vertrage die Strafen folgendermaßen angelegt: 1. Der Gemeinde Stammheim 1000 Gl. 2. Nußbäumen 150 Gl. 0. Wagenhansen 150 Gl. 4. Ober- und Nieder-Neunforn 150 Gl. 5. Dem Jttinger-Amt 800 Gl. 0. Denen vor der Brücke zu Stein 150 Gl. Dießenhofen 100 Gl. 8. Herder» 20 Gl. 0. Dem Lorenz Freienmnth von Wigoltingen 20 Gl. und jedem der Vier, die ihm haben fischen helfen, 5 Gl., zusammen 20 Gl. 10. Vier Mitschuldigen von Eschenz je 5 Gl., zusammen 20 Gl. 11. Der Frau des Vogtes von Stammheim 800 Gl. 12. Vier Mitschuldigen aus Langeu- dorf und Kurzendorf jedem 5 Gl., zusammen 20 Gl. 13. Dem Marx Syz von Frauenfcld 8 Gl. 14. Christian Haak von Hüttwylen 13 Gl. 5 Schl. Die ganze Summe beträgt demnach 3521 Gl. 5 Schl. Pfg. (der Gl. zn Constanzer oder 10 Schwyzer Batzen). III. Für die Entrichtung dieser Strafgelder wird ein Ziel bis künftige Die letzten Sätze enthalten statt des „er" beständig ein „sie" INui. 1124 Juli 1527, Ostern bewilligt, innert welcher Zeit sie dem Landvogt im Thurgan ohne alle Einrede bezahlt werden sollen, IV. Sodann ist dem Landvogt im Thurgan befohlen, sich ohne Verzug zu erkundigen, wer sonst noch an dem Frevel Theil genommen, jeden um 5 Gl. zu strafen und diese Bußen in der genannten Frist einzuziehen; wer sich als unschuldig ausweist, soll frei ausgehen; wer aber als stärker betheiligt erfunden wird, soll auch höher als die Andern gestraft werden, Heimzubringen, wann man die 2000 Gulden von Zürich fordern wolle, »t». (Für Lucern:) „Gedenkent gegen den(en) von Soloturn ein tag anzuosetzen," I«I». Bern begehrt Antwort betreffend die Pfründe Propst Nägeli's. Man bleibt aber bei dem zu Neuenburg gefaßteil Beschluß, e«. Die drei Orte Bern, Freiburg und Solothurn werden ersucht, von ihrer Zumuthung, daß der Vogt im Thurgau nicht bloß aus dem Ertrag der hohen Gerichte besoldet werde, abzustehen und die VII Orte bei dem Herkommen bleiben zu lassen, da vor der Erwerbung der hohen Gerichte kein Vogt dort gesessen und die Herren seinethalb auch keine Kosten gehabt haben. «Ick. (Freiburg) „Gedenkent denen von Glarus an ir feilster," VI», »'»' aus dem Berner Eremplar, dein Hinwider e, ie, I, t—v, :»» fehlen. Im Freiburger und Solo- thurner mangeln <», «?, I, »». t—:»», l»I», im letztern auch Ii, »VI. Dem Zürcher fehlen tl, l, I, x, 2, VI». Zu i». Der Text enthält über den Gegenstand der Klage nichts. Die nöthige Auskunft ist aus den bezüglichen Acten zu schöpfen: 1) 1527, 25. Juni, Constanz. Instruction für Jacob Zeller und Hans Wellenberg, als Boten an alle (X) Orte der Eidgenossen. Sie sollen von Ort zu Ort reiten lind nachbarliche Dienste anbieten w., sodann anzeigen, wie die Pfleger der St. Jos-Herberge oder des Seelhauses, worin alle fremden Pilger um Gottes willen beherbergt und gespiesen werden, im letzten Jahre wegen der Frühmesserei, die dazu gehöre und dem Rathe zu verleihen zustehe, 4l)l) Gulden an drei Orten im Thurgau um Zins angelegt und dafür die landesüblichen Verschreibungen empfangen haben. Wiewohl nun dieselben zugeben, daß die Zinse ohne alles Verheftcn und Verbieten ausgerichtet werden sollten, habe der Lnndvogt im Thurgau die Gülten doch in Beschlag genommen, weil der Priester, den der Rath als Frühmesser dahin gesetzt, keine Messe mehr halte; die deßhalb geführte Beschwerde und das Begehren um Auflösung des Haftes sei jedoch abgewiesen worden mit der Angabe, daß die Obern befohlen haben, allen Priestern, welche Weiber genommen oder nicht Messe hielten, keine Renten und Gülten mehr zu verabfolgen. Dies habe den Rath befremdet, weßhalb er vor die neun Orte, die auf Sonntag Erandi zu Einsicdeln gewesen, eine Botschaft verordnet und sie freundlich gebeten habe, davon abzustehen, allein ohne Erfolg, wodurch er veranlaßt sei, die Eidgenossen gründlich zu berichten. Wenn es auch den Anschein habe, daß 'Etliche von der Priesterschaft bei ihren Boten geworben und ein solches Verbot ausgewirkt haben, da man nicht glauben könne, daß die (eidg.) Gesandten es aus eigner Bewegniß erlassen hätten, so wäre es doch von bedenklichen Folgen und der Stadt Constanz beschwerlich, wenn ihre Zinser deßwcgen nicht mehr Zinsen wollten oder dürften, weil in der Stadt keine Messe gefeiert oder irgend eine andere Ordnung eingeführt würde, indem ja solche Verordnungen weder die Zinser noch die Eidgenossen in ihrem Regiment und anderm Wesen berühren oder hindern, zumal wo die Zinsen, Zehnten oder Gülten nicht der Messe oder anderer (kirchlicher Dienste) wegen verschrieben seien, sondern für baar empfangenes Geld, oder wo die Zinser ihre Güter mit solchen Beschwerde» erkauft oder geerbt haben. Denn sollten ^ je dergleichen oder ähnliche Einreden gegen die Erfüllung von Briefen und Verträgen Geltung erlangen, so würde zuletzt gar keine Verschreibung mehr in Kraft bleiben, indem gegen alle Zinse und Gülten leicht ein Vorwand zu erheben wäre, um andern ihr Eigenthum „abzustreifen"; was für Zerrüttung und Schaden das überall hervorbringen müßte, und wie einer solches vom andern lernen würde, könne jeder Beständige einsehen ... Die Zinser berühre die Frage nicht, ob der Einnehmer seiner Stiftung oder dem Amt nicht genug thue; das gehe allein den Stifter, den Lehensherrn oder die Obrigkeit an, die dann je nach Umständen und Nothdurft gegen die Priester einschreiten mögen. Darum sei man Hinwider, wenn Jemand, der in der Eidgenossenschaft wohne oder dessen Altvordern etwelche Pfründen oder Anderes in Constanz gestiftet, darüber zu klagen hätten, daß die Stiftung Juli 1527 1,25 nicht gehalten würde, und das gewidmete Gut zurückbegehrte, um es anderswohin zu verwenden, und deßwegen an den Rath gelangte, zu gebührlicher und genügender Antwort bereit. Es soll daher in allen Orten darauf gedrungen werden, daß. sie dem Landvogt'(im Thurgau) befehlen, das Verbot wieder nbzuthun und die Untergebenen zur Bezahlung ihrer Schulden anzuhalten. Denn der Rath würde ohne Zweifel, wenn sich Einer von Constanz unterstünde, den Eidgenossen oder ihren Priestern das Ihrige deßwegen vorzuenthalten, weil sie Messe hielten oder nicht, Weiber nähmen oder nicht, ihn nöthigen zu bezahlen, was er schuldig wäre, und das Uebrige der Oberkeit des andern Theils überlassen. Demgemäß hoffe er, daß die Eidgenossen ihm das Gleiche beweisen, zumal in Betracht des Basler Friedens, der Jedermann bei dem Seinigen schirme, und des letzten speirischen Reichsabschiedes, der jeder Obrigkeit anheimstelle, in Glaubenssachen nach ihrem Gewissen zu handeln. Zusatz des Stadtschreibers von Baden: Sodann sind sie nochmals vor uns erschienen mit der eben von Hause erhaltenen Anzeige, daß der Landvogt im Thurgau auf ihre Spitalgülten und andere Einkünfte neue Verbote gelegt. Das soll auch heimgebracht und ans nächstem Tag darüber geantwortet werden. St. A. Zürich: A. Constanz. Das Datum zeigt nur das Concept im Stadtarchiv Constanz. Eine Botschaft ging von Ort zu Ort, um in obigem Sinne zu handeln. Es sind uns nur folgende Aufzeichnungen vorgekommen: 2) 1527, 4. Juli, Bern. Auf den Vortrag der Botschaft von Constanz ist beschlossen zu antworten, man wolle zu Tagen Bescheid geben, mit dem die Stadl sich begnügen werde, und den Boten bezüglich der im Thurgau verhefteten Gülten Befehle geben. St. sc. Bern: RaiMuch. Eine Copie des Vortrags liegt in den Berner Abschieden 195—198. 3) 1527, 5. Juli, Freiburg. Eine Botschaft von Constanz bittet, dem Pfleger der Elenden-Herberge die Einkünfte aus dem Thurgau folgen zu lassen; mehr begehre die Stadt für einmal nicht, ?c. — Antwort: Man werde sich mit andern Eidgenossen berathen und thun, was zu Frieden und Ruhe und aller Billigkeit diene. K. A. Freiburg: NathSbuch Nr. 45. Zu n. Dieser Handel hatte bereits eine Geschichte, die hier durch Nachholung einiger Acten documentirt werden muß, um die folgenden so heftigen wie langwierigen Verhandlungen zu erklären. 1) 1526, 16. November (Freitag nach Martini). Die zu Tübingen versammelten Grafen und Herren*) an Schwyz. Das Gotteshaus Einsiedeln sei von Kaisern und Königen mit der Freiheit begabt, daß der Abt vom Consent erwählt werde», und daß er ein Conventsglied sein und von Fürsten, Grafen oder Herren stammen soll. Nun höre mau, daß ein Abt erwählt sei, der diese Eigenschaften nicht besitze, daher der Abtei nicht fähig sei, was den Rechten der Herren er. Abbruch thuc. Da nun Schwyz als Kastvogt das Gotteshaus bei seinen Freiheiten handhaben sollte, so ersuche man es, dafür zu sorgen, daß dasselbe bei seinem alten Brauch und Herkommen bleibe, und den Grafen und Herren im Reich und ihren Nachkommen ihre Rechte nicht entzogen werden. SI. A. Zürich: A. Ewsi-d-w M-ichz-itig° Copie). 2) 1527, 4. März. Schwyz an Zürich. Nachdem man Ludivig Blarer als regierenden Herrn und Abt zu Einsiedel» erwählt und in das Gotteshaus mit allen Rechten eingesetzt, auch den Gotteshauslcnten die Eidspflichten abgenommen, sei er auf St. Matthias Tag (24. Februar) in Stäfa erschienen, um. auch da sich schwören zu lasse»; allein die dortigen Gottcshauslcute haben das abgeschlagen mit dem Vorwand, sie müßten zuvor den Rath ihrer Herren einholen. Da man nichts anderes wisse, als daß Zürich die Seinigen anhalte, Jedem zu leisten, ivas sie schuldig seien, so bitte man dringlich, die Leute von Stäfa sc. gütlich zur Huldigung anzuweisen ze., worüber mau schriftliche Antwort begehre. St. A. Zürich: A. Schwyz. 3) 1527, 9. März. Schwyz au Zürich. 1. Antwort auf dessen Erwiderung, daß der Herr von Gcroldscck, des Gotteshauses Einsiedel» Pfleger, auf die Abtei noch nicht verzichtet und die Leute von Stäfa der ihm früher *) Von gleicher Hand ist vermuthungsweise („als ich wen") beigefügt: Helfensee (?), Snlz, Zorn, Werdeuberg, Mont- fort, Zimmern, Gundelfingen, Truchscß »c. 112k Juli 1527 geleisteten Eide noch nicht entbunden habe w. Der von Geroldseck sei zu Einsiedeln nie Abt gewesen und in der letzten Zeit sogar nicht mehr Pfleger, indem er die Pflegerei vor Landammann und Rath („uns") aufgegeben, den bezüglichen Brief zerschnitten und das Siegel zerbrochen habe, auf sein vielfaches Bitten auch förmlich entlassen worden und dann unaufgefordert und unerlaubt aus dein Gotteshans weggezogen sei. Darum habe man pflichtgemäß nach dem jetzigen Abt geworben, dem die Abtei von dem alten Abte, Konrad von Hohen-Rechberg, willig übergeben worden sei, und den man dann auch als regierenden Abt in den Geschäften des Klosters eingesetzt habe. Das alles sei mit dem von Geroldseck nie geschehen, indem er auf alles, was er mit der Pflegerei besessen, Verzicht gethan und das Gotteshaus gänzlich verlassen habe. Aus diesen und andern Gründen betrachte man die > von Stäfa als ihrer Eide entledigt und schuldig, dem jetzigen Abte wie die andern Gotteshausleute zu schwören. Man gedenke das Gotteshaus bei seineu Freiheiten und Rechtsamen nach Vermögen zu schirmen, und ermahne nun Zürich, da es sich immer erbiete, die Bünde treulich zu halten, nochmals freundlich und mit ernstlicher Bitte, die Leute von Stäfa zur Huldigung anzuhalten. Wenn dann der Herr von Geroldseck eine Ansprache erheben wolle, so wolle man ihm den Bünden gemäß gutes Recht ergehen lassen. 2. Wiederholtes Begehren, dem Joseph Arnberg, alt-Landvogt im Thurgau, Antwort zu schicken, daß Zürich ihn bei seinem Rechtbieten laut der Bünde wolle bleiben lassen. 3. Gesuch um Entschädigung an Christen zu Bäckst, für die im dortigen Steinbruch erlittene Verletzung (worüber ziemlich viele Korrespondenzen vorliegen). 4. Begehren einer Antwort über eine zu Rüti von einer Gräfin von Toggenburg gestiftete Pfründe (mit der Verpflichtung zu einer täglichen Messe zu Ehren U. Frauen, mit der Androhung von 5V ft. Buße für jede Unterlassung, dein Gotteshaus Einsiedeln verfallend). 5. Zusendung eines Befehls an den Landvogt im Thurgau, den Haft zu lösen, den er auf ein von dem Abt zu Stein dem Kloster Einsiedeln „vertestamentirtes" Gut gelegt. St. A. Zim-h-A. Sch»»». 4) 1527, 16. März (Samstag nach Jnvocavit). Gangolf von Hohen-Geroldseck an Zürich. Sein Bruder Diebold und er haben jüngst in Zürich ange^eigst wie jener in Schmyz und bei den Gotteshausleuten von Einsiedeln verleumdet werde, daß er das Gotteshaus verlassen habe und sich in der Heimat wie ein Kriegsmann halte. Er, Gangolf, habe denselben bei Schivyz gebührlich verantwortet und auf Begehren der Herren von „Schwerstes", daß sein Bruder noch eine Zeit lang abwesend bleibe, in der Hoffnung, daß indessen alles sich gut gestalte, denselben vermocht, wieder heimzureiten, jedoch init dem Vorbehalt, daß er damit seine Rechte keineswegs aufgebe w., laut beigeschlossner Copie. Weil nun seitdem nichts mehr gehandelt und dem Bruder dasjenige, das ihm zustehe, nicht verabfolgt worden; da auch ein Mönch von St. Gallen . . als Abt zu Einsiedcln regieren ivolle, wiewohl er nicht rechtmäßig erwählt und der Abtei nicht fähig sei . . ., worüber die Grafen und Herren im Reiche bei Schwyz bereits Beschwerde erhoben, so könne Diebold die Sache nicht länger anstehen lassen. Da er nun Burger von Zürich sei, so werde dieses ersucht, denselben bei dem zu handhaben, wozu er Fug und Recht habe, ?c. St. A. Zürich : A. Schwyz. 5) 1527, 16. November (Samstag post Martini). Derselbe an Zürich. Dank für die bisher bewiesene Hülfe und Empfehlung zu weiterem Schirm ?c. — Desgleichen 1528, 20. März (Freit, u. Oculi). n>. w. 6) 1527, 20. April. Schmyz an Zürich. Mau habe als glaublich und unzweifelhaft erfahren, daß Diebold von Hohen-Geroldseck ohne alle Anforderung an den Abt zu Einsiedeln oder dessen Schirmherrn und Kastvogt in des Gotteshauses Hof in Zürich eingeritten sei, denselben mit Gewalt besitze und da wider alle Billigkeit des Klosters Güter genieße. Das könne man nicht gestatten; man werde auch keine Kosten bezahlen, die er da mit Essen und Trinken dem Gotteshaus aufladen möchte, und zwar aus folgenden Gründen. Weil man ihn nicht habe handeln lasse» nach seinem Gefallen, so sei er an den Rath gelangt mit dem Vorgeben, er erkenne seine Ungeschicklichkeit in „der Sache", bitte daher ihn der Pflege zu entlassen und ihn mit einer Pfründe zu versehen, die einein Conventherrn gebühre. Man habe ihn der Pflege entledigt, auch den guten Willen gehabt, ihm eine anständige Couvcntpsründe zu verordnen; er aber habe das nicht erwartet, sondern das Siegel zerbrochen ?e., ohne Erlaubniß (resp. Abschied) von dem damals noch vorhandenen Abt oder dem Kastvogt den Orden „liegen lassen" und das Gotteshaus mit Allem übergeben, nachdem er demselben nicht zum besten Haus gehalten. Darum finde man nicht gebührlich, ihn nach seinen früheren Freveln und so unschicklicher Handlung wieder einzulassen und Juli 1527 1127 ihm etwas als Besitz zu vergönnen. Wenn er aber den Abt oder Schwyz mit einer Ansprache „besuche", so werde man ihm gutes Recht halten, gemäß den Bünden; dagegen solle er des Gotteshauses Güter unbekümmert lassen, bis er etwas mit Recht beziehe; eine billige Ansprache stehe ihm aber nicht zu, weil er muthwillig das Kloster verlassen und dem Vernehmen nach den Orden aufgegeben. Daher sei auch offenbar, daß die Gottcshausleute der ihm geleisteten Eide gänzlich entbunden und ihm deßhalb nichts mehr schuldig seien; denn sobald er von dem Pflegeramt abgetreten, seien die Eide entkräftet gewesen, Indern die Leute nur einem Äbt oder Pfleger und nie einem (bloßen) Conventherrn schwören. Wenn er aber vermeine, Burger von Zürich zu sein, weil bisher jeder Abt oder Pfleger von Einsiedel» im Burgrccht von Zürich gestanden, so hoffe man zwar, daß Zürich den Abt oder Pfleger des Gotteshauses auch fortan als Burger erkenne; weil aber „dieser" weder Abt noch Pfleger sei, so könne er. auch nicht Burger sein, und Zürich seiner gegen Schwyz sich nicht beladen. Wenn es aber wider Verhoffen demselben gegen das Gotteshaus oder Schwyz zum Recht verhelfen wollte, so erwarte man, daß es gemäß den geschwornen Bünden verfahren werde. — Da jener von Geroldseck vorgespiegelt, daß man einen Mönch von St. Gallen wider päpstliche und kaiserliche Rechte und Freiheiten als Abt intrudirt, dix Gottcshausleute zur Huldigung genöthigt und damit etwas Ungebührliches gehandelt habe, so sei zu erwidern, daß man nichts ohne reifliche Prüfung der Urkunden gethan habe, und protestier man, daß kein Stiftungsbrief bestimme, daß nur Grafen und Adelspersonen zu Aebten erwählt werden dürfen; man habe auch „diesen" (Abt) mit Gunst und Wissen des alten Herren von Rechberg sel. angenommen, und dieser bei guter Vernunft die Abtei und Prälatur freiwillig übergeben; darum wolle man hierin nichts wider päpstliche und kaiserliche Rechte gehandelt haben. Und damit Zürich erkenne, daß der von Geroldseck sich unbillig beklage, so erbiete man ihm Recht vor päpstlicher Heiligkeit oder gemäß der Erbeinung, je nach seiner Wahl, da man kein Recht glaube scheuen zu müssen. Man hoffe nun, daß Zürich sich nicht bewegen lasse, ihm irgendwie anders beizustehen als zum Recht, wie man es hiemit dargeschlagen, und daß es ihn eher abweisen werde, in der Erwägung, was für Freundschaft, Einigkeit oder Ruhe aus solchem Handel erwachsen könnte. Dem allem zufolge begehre man freundlich, daß Zürich den von Geroldseck von seinem unbilligen Vorhaben abweise oder dann anhalte, sich mit dem erbetenen Recht zu begnügen ?c. Denn sollte das nicht geschehen, so könnte mau nicht umhin, die Sache au die Eidgenossen zu bringen und deren Hülfe anzurufen, weßhalb man umgehende schriftliche Antwort erwarte. St. A. Zürich: A. Schwyz. Dieses Schreiben theilte Zürich dem Beklagten mit. Diebold von Geroldseck zog die gegen ihn gerichteten Sätze in vierzehn Artikeln aus und beantwortete sie einzeln. Seine Schrift wurde dann der Antwort Zürichs beigelegt und von Schwyz in einem folgenden Schreiben (14. Juni) theilweise refutirt. Wir lassen die Klagartikel weg und geben das klebrige wörtlich. 7) Antwort Herrn Diebolds von Hohen-Geröldseck, sc. 1. „Daß ich zuo Zürich in des gotshuses Hof und hus geritten, ist war; denn wohin sollt ich billicher rytcn dann in das min, das mir als ein(z)igem conventherren nach allem rechten und billicheil allein zuogehört, ja unerfordert des Blarers, der sich wider alle des gotshuses fryheit und alt harkoiümen für ein Abt tragt und intrudiert hat, und so ich des bemeldten gotshus by rrviij jarcu ein Pfleger und conventherr mit eeren, als ich hoff, gewesen und nach abgang mins Abts und prelaten ein einig glid und kein ander convent(herr), sunder ich allein, verhoff ich, ein jeder verständiger könn wol ermessen, daß ich hie gar kein gwalt gebracht, ouch des gotshuses güeter zuo zimlicher underhaltung nüße nach der billicheit und wie mir von recht zuostet wll 2. „So mine Herren von Schwyz der Pflicht, so sy schirms halb schuldig, nachkommen wollend, wie sy sich denn deß beniesend, werdend sy mir das gotshus unvcrschuldter fach nit allein nit verhalten, sundcr mich all, den einigen convcntmünch, der des gotshuses allein vehig, das ze besitzen, schütz und schirm geben, damit das gotshus by dem alten harkoiümen und wie es von klingen und kcisern gcstift und gefryt ist; will mich also hiemit referiert haben uf iren schirmbrief und alle des gotshuses brief und fryheiten." ll. „Ich bekenn mich, daß mine Herren von Schwyz mir nit allein in des gotshuo fachen gnots gethon, sunder mir und miirrn briiedern in unfern anligenden geschäften allzit gar früntlich und tniwlich geholfen, deß mine briieder und ich inen zno guot(em) meiner vergessen, sunder willig in allweg nach unsenn vermögen umb sy beschulden und verdienen wölkend zc." I 128 Mi 1527, 4. „Ich Hab des gotshns fachen us eignem gefallen nie begert ze handlen, wie onch das menklich weißt, nnd mit allem ernst und fliß zuo allen ziten gchandlet alles, das mich Pflicht und eer wyste; wo aber das nit beschechen, ist mit keinen geverden oder untrüw, sunder uß unmüglicheit oder unverständige und unwüssenheit bcschehcn ?c." 5. „Do ich vom regimcnt gestellt, Hab ich notwendig Ursachen minen Herren von Schwyz, einem gesessenen Rat, fürgehalten, hoff ff) habind die noch in frischer gedächtnuß, bedarf hie nit wyter verantwurt(cns)." .6. „Nachdem minc Herren von Schwyz und die gotshnslüt mit mir gehandlct hatten von wegen einer ecrlichen eonoentpfruond, fiel in der wirtenbergisch zug, deßhalb ich von minen brüedern ernstlich beschriben und berüeft ward init fürwendung treffenlichs nnligens; söllich anligen ich miner Herren von Schwyz botten dazemal zuo Einsidlen, Amman in der Matt und vogt von Kriens, in bywesen Meister Franzen und vogt Weidmanns, fürgehalten und sy gebettcn, minen brncdern und mir hierum hilf und rat ze bewyscn, damit, ob mine brüeder von dem wirtenbergischen zug angriffen wurdend, ff) nit init der that wider der Eidgnossen knecht müeßtend handlen, uf das puch mine brüeder still gestanden, über das der Herzog in Sulz (sy?) uffordert w. Söllichs habend sy angenommen an ein gesessnen Rat ze bringen. Verglichen Hab ich auch diß miner brüedern und min anligen des wirtenbergischen zugs halb allen botten miner Herren der Eidgnossen zuo Einsidlen fürgehalten, wie ich in minem hinryten auch üch mine Herren (zuo) ratszit besuocht und gnedig guot antwurt befand, Deßhalb ich nnbillicher >vys verklagt nnd verunglimpfet wurd, ich sy(e) on müssen und willen und unerfordert mincr Herren von Schwyz, als der kastvögten, vom gotshus geritten und mich geüssert.'c, Denmach do die pürisch empörung nnd ufruor (ein) end hatt, ward ich beschriben von den gotshuslüten wider hcimzekommcn, deß ich bereit nnd setz nf den füeßen was; (da) langt ilends ein treffenlich schrift miner Herren von Schwyz an min bruodcr und mich, inhalts, ich solle nit wider zuo minem gotshus kommen, sy wollend mich da nienen müssen ?c, Uf sittliche geschrift Hab ich mich geüssert und nit wölken (mich) in gcfarlicheit geben," 7, „Disen artikcl wölkend mins bedunkens ctlich also verstau, als ob ich (init) des gotshus sigel unerberlich gehandlet und (sölichs) zerschlagen habe, das doch nit ist, deßglichen den pflegbricf zerhowcn und muotwillen hie gebracht habe sölchermaß, als ob ich hiemit mich vcrzigen Hab alles deß, so ich by dein gotshus fähig wäre, dem aber nit also ist nnd im grnnd nit recht verstanden wirt, hat aber dise Meinung, Do mir die pfleg angehenkt ivard, zerschluog min Abt sin sigel, domit er von des gotshuses wegen besiglct halt, und siglet hinfür kein eehafte me, muoßt ich von wegen mins amts ein sigel lassen inachen, wie onch mine vorfaren die pfleger gebrucht, damit ich als ein Pfleger in des gotshus fachen für und für gesiglct Hab, Verglichen gab mir min Abt ein brief, allein die pfleg betreffende. Als ich nun uß eehaften angezöugten Ursachen die pfleg übergab, gezimpt mir das pflegersigel nit wyter ze brachen, und so ich söllich sigel ganz behalten, möcht ich ininer eeren übel verdacht sin worden, Hab also dasselb zerschlagen, glichermaß wie onch min Abt, do er mir die pfleg nnd das regiment übergab. Deßglich ist onch des bricfs Halb gehnndlet; denn do ich die pfleg und das regiment minem Abt wider übergab, was diser brief glich kraftlos und nützt mich nit me, deßhalb ich den zerstochen minem Abt wider gab, so er doch allein die pflegen) betraf und mir nit gebe» ivas von wegen daß ich ein glid und conventmünch wäre, als aber etlich verstau wöllend. Hierum diß mirffm aller miner gerechtigkcit, so ich zuo dem gotshus Hab, gar nit nachteilig, sunder Hab ich gehandlet, als mir gezimet hat, wie dann ir mine Herren und ein jeder verständiger wol ermessen mag Domit ir aber grundlich verstandind, daß ich das rechte alt gotshus oder couventsigel nit habe verändert oder einichen weg mißhandlet, so sollend ir müssen, daß ich dasselbig alt gotshus oder conventsigel, nachdem ich die pflegery übergeben, unverletzt by mir als der ejnig conventherr behalten Hab und das, so es not was, gebrucht und damit von des gotshus und des convents wegen besigelt, und als ich uß obbemeldten Ursachen zuo minen brüedern riten wolt, Hab ich das selbig sigel sampt andern bricfen und des gotshuses fryheiten den gotshuslüten zuo Einsidlen ze bewaren und behalten gebe», bis daß ich wider heimkommen möcht?c." 8. „Des ordens halb Hab ich mich mittler zit by minen brüedern gehalten, wie mir gezimet und (ichs) gegen gott und menklichem wol verantwurten mag. Das gotshus sampt den gotshuslüten und güeter(n) Hab ich mich nie verzigen noch die übergeben, weder müntlich noch schriftlich, sunder mich allzit der gotshuslüten gehalten und mich schriftlich allzit gegen in(en) embotten, alles das ze thuon, dozuo mich (min) pflichi wyst, deß ich mich Juli 1527. 1129 uf die gotshnslüt bezüge. Mins hushaliens halb Hab ich um all fachen järlich guot rechnung geben und hierum nie gescholten, untrülich gehandlet (ze) haben, verhoff ouch, es habe sich erfunden, daß ich mins regiments halb dem gotshus gar unschädlich sy(e) gesin und als ein frommer gehandlet Hab, deßhalb ich billich söllicher schmutzen fällt überhebt werden. Ich geston ouch nit, daß einiche nnerliche handgeschrift hinder mir sy(e) funden; ob sy aber sölliche hinder mir funden habend, darin ich mich ützit verzigcn oder übergeben Hab, oder söllichs Inhalts sycnd, darum sy recht habind mich deß zuo berauben, dorzuo ich göttlich recht Hab, mögend sy darthuon, will ich mit recht vor üch minen Herren gnot antwurt geben zc." 9. „Hab ich cinichermaß gehandlet, das einem frommen mt gczimt, und ich mit eeren nit verantwurten mag, will ich(s) entgelten, und so ich des gotshuses Hof und hus innhab und güeter nüße, bruch ich gar kein frävel noch gwalt, sonder Hab darzuo göttlich recht, will also hierum bemeltem Blarer, als gewaltigem und ingestoßnem besitzer, des rechten sin vor üch minen Herren. Ich bedarf ouch nit mit recht des gotshus güeter zc beziehen, die ich doch mit gott und dem rechten als der einig conventmünch des gotshuses besitze, und so der Blarer das nit mag crliden, will ich im wie vorgemeldt des rechten sin vor üch minen Herren zc." 19. „Ich Hab vormals gnuogsam verantwurt, daß es sich nit finden wirt mit der warheit, daß ich mich in einichen weg des gotshuses oder miner gerechtigkeit, so ich darzuo Hab, weder schriftlich noch müntlich entzigen oder verzigen oder begeben Hab; findt man aber lüt oder brief darum, will ich deß en(t)gelten. Ich Hab mich ouch by minen brüedern und fründen gehalten, als mir gczimt. Der eidspflicht halb, so die bidcrbcn gotshnslüt mir schuldig und in annemung der pfleg mir gethan, Hab ich sy noch nie ledig gczelt, und wiewol ich die pfleg übergeben Hab, folgt (darus) nit, daß sy darum der eidcn, so sy mir gethan, lcdig syend, dann bishar es also der bruch und harkommen gewesen, daß ein regierender Herr, so vom regiment gieng und übergab, stnond für die gotshnslüt selbs persönlich und sagt sy ledig der Pflicht und eiden, so sy im von des gotshus wegen gethon, und diewyl das selbig nit beschehen was, schwuorcnd die gotshnslüt keinem andern. Also hat im ouch min Abt gethon, do mir das regiment oder pfleg übergeben ward; deßhalb die biderben lüt zuo Einsidlen, in Höfen und anderschwo nit on ursach sich dem Blarer ze schweren und hulden gewideret habend, und so sy nit gwalt cntsessen, villicht noch uf hüttigen tag »it gethan hettind zc. Wie nun nach tod und abgang mins Abts die nbty und alles so darzuo gehört, an mich als an den einigen conventmünch von rechtem und der billicheit gefallen, also ist ouch die ' Pflicht, so die biderbe» gotshnslüt dem gotshus schuldig sind, an mich gefallen, ob ich sy glich vormals der eiden mir gethan ledig hette gelassen, das doch nit beschehen ist, deßhalb sy nunzemal niemand von des gotshus wegen pflichtig sind denn mir allein." 11. „Daß sy aber vermeinend, ich nit üwer burger sy(e) und das burgrecht mir gar nit zuostande zc. . . ., antwurt ich also, das bnrgrecht betreffe Abt oder Convent, so kan sich mit dem rechten nicman deß halten oder anncmcn dann ich allein, so doch die abty von rechts wegen an mich gefallen als einigen conventmünch, folgt ouch, daß söllich bnrgrecht an mich gefallen, und so man den bnrgrechtsbrief besicht, findt sich, daß söllich burgrecht allein ist von wegen der gült, so das gotshus i» üwer miner Herren gebiet hat. Diewil denn die abty sampt der gült und allem, so das gotshus hat, an mich von rechts wegen gefallen wie vorgemeldt, folgt ouch daß söllich burgrccht nienian znogehört denn mir; uß sittlichem grund ich mich deß halten wird, der Hoffnung, mich werd nieman geibaltiklich davon tringen; ob aber söllichs jeman wider mich understüende, demselben will ich des rechten flau vor üch minen Herren, crbüt mich ouch, üch in. h. alles ze erstatten, das solch burgrecht erforderet." 12. „Ich begcr kcinSwcgs, daß ir m. h. üch minen beladind oder wider jeman nnnemcnd und wider die pünd ützit minthalbcu handlind; ich hoff aber, diewyl ich üwer bnrgcr bin, so syc nit wider die pünd, sonder gebind (die) zuo, daß ir mir vor gemalt und zum rechten schirm gcbind, dann ich je kein anders beger, denn menklichem vor üch in. h. um allen Handel recht ze geben und »einen, der Hoffnung, nach inhalt der pünden sölle ich wyter nit getrungen werden." 13. „Die keiserliche(n) fryhcitcn des gotshuses ivyscnd, daß man das gotshus so! lassen blibcn by allen alten gerechtigkeiten und herkommen, deß sich ouch inine Herren von Schwyz in nnnemnng des schirms und kaflvogty gegen dem gotshus verbriefet und vcrsiglet habend. Nun ijt des gotshuses alt, ja eltifl harkommen und findt sich »it anders denn ldnß) allivcg bis uf disen Blarer keiner ze abt oder ze conventmünch ermelt oder angenommen, 1130 Juli 1527 er sy(e) denn vom geschlecht der grasen und fryen. Item keiserlich bries haltend auch inn, daß ein abt von und uß den conventherren allein erwelt werde, deßhalb am tag ligt, daß bemelter Blarer wider des gotshnses keiserliche, ja auch bäpstliche fryheiten ingestoßen ist, diewil er weder vom geschlecht ist, als hie erfordret wirt, noch des convents, ouch vom convent nit darzuo erwelt, dann etlich bäpstliche bull »f einen söllichen abt und convent gestellt und darum gebe», daß abt und convent geboren Herren syend, und ob glych min Herr selig bemeldtem Blarer die abty hettc übergeben, deß ich doch kein bericht Hab, so Helte er deß kein recht gehebt, wurde im rechten ein nullitet geachtet, diewyl solche Übergebung on den convent und wider alle keiserliche fryheit bescheheu ze." 14. „Ich vermein nit von nöten sin, min ansprach oder gerechtigkeit vor bäbstlichem rechten ze erlangen, diewyl doch die abty und alles, so dem gotshus Einsidlcn zuogehörig, von gütlichem rechten und aller billicheit an mich als den einigen couventmüuch gefallen, will also güetlich erwarten, ob mich vor üch m. h. mit recht mins ererbten rechts jemand entsetzen wölle, dem selbigen dann im rechten vor üch guot antwurt geben und mir das selbig wol und wec thuon lassen, gänzlicher Hoffnung, diewyl ich kein frömdcr, sonder üwer burger und ein landsäß bin, ir werdind mich inhalt der pünden nit witer tringen lassen, und wiewol ich mir vor des keisers und des richs ständen fürzuokommen gar nit cutsäße, jedoch will mir nit gezimen, von dem gotshus und desselbigen güetern, darzuo ich göttlich erlangt recht Hab, mich ze üssern und ze wichen. Es ist ouch richtigs wider die Erbeinig und de» vertrag zuo Basel gemacht, so dise rechtfertigung usserthalb die Eidgnoschaft gezogen wurd. Hiemit ich vermein, nunc Herren von Schwyz von Blarers wegen an söllichem minem erbieten benüegig sin söllind, so ich mich des rechten var üch m. h. lut der pünden nit widern noch üssern, beger ouch keins andern bystands von üch hals sy vermeinend), denn was mir das recht vor üch gibt oder nimpt, güetlich daby ze beliben, und ob min fürgebc» nmvarhaft und min fürnemcn unbillich (als ich geschulten wird), will ich deß entgelten und mit recht güetlich davon gewyst werden, ze. ze. (Der Schluß bewegt sich in Wiederholungen.) St. A. Zürich: A. Schwyz. 8) 1S27, 14. Juni. LA. und Lnndrath von Schwyz au BM., Rath und Großen Rath in Zürich. Antwort auf das Begleitschreiben zu Geroldseck's Verantwortung ze. Man verdanke das Erbieten, gütliche Mittel suchen zu helfen, zum höchsten und erkenne daraus 'den freundlichen Willen, den Zürich hege. Aber auf das lauge unbegründete Schreiben des von Geroldseck zu antworten, erachte man jetzt für unnöthig, da man von Zürich und nicht von ihm Antwort begehrt habe. Man hoffe übrigens wohl zu erweisen, daß er nicht bloß das Gotteshaus samt Leuten und Gütern aufgegeben, sondern sogar den Orden verlassen habe, wie es in seiner eigenen Handschrift (?) am Tage liege; daher gebühre sich nicht, ihm irgend etwas nachzulassen und in der Güte mit ihm zu handeln. Auch sein Vorwand, daß der jetzige Abt wider des Gotteshauses Freiheiten eingesetzt worden, sei nicht stichhaltig, da kein Stiftungsbrief bestimme, daß nur Adelspersonen zu Aebten, Pflegern oder Conventherren gewählt werden sollen; es sollen vielmehr (ohne Ansehen des Standes) die Geschickten und Tauglichen dazu genommen werden; die Briefe habe man übrigens vorher wohl besehen. Daraus möge Zürich selbst erkennen, daß er sich fälschlich dessen Burger nenne ... Da man nun samt dem Abte Ludwig Blarer in Gewalt und Gewer sitze, so werde mau sich nicht anders als mit Recht davon drängen lasse» und die Güte nicht annehmen; daher bitte man Zürich nochmals freundlich und ernst, sich Schwyz lieber sein zu lassen als den von Geroldsea und sich desselben zu entschlagen, ihn von seinem Anspruch abzumahnen oder, sofern er nicht nachgäbe, zu»> bundesmäßigen Recht zu weisen. Denn geschähe das nicht, so würde die Pflicht gegen das Gotteshaus erfordern, das den Eidgenossen vorzubringen und um deren Rath und Hülfe zu werben, ze. ze. St. A. Zürich: A. Schwyz- 9) Auch diese Zuschrift wurde von dem Beklagten beantwortet; es enthält jedoch das bezügliche, ziemlich kurze Aetcustück nichts sachlich Bedeutendes, das nicht schon früher gesagt worden wäre; einzig der vorletzte und der Schlußabschnitt mögen hier, und zwar wörtlich, folgen: „Daß aber ich und nit der Blarer üwer burger syg, Hab ich in miner vorigen underricht ouch gnuogsaw anzeigt. Ich verhoff ouch mich nach dem burgrccht gemäßer gehalten (zuo haben) denn der Blarer; dann er by zyten sins inkomens einen münch zuo einem predicanten »(gestellt, der üwer und der üweren leer und gethat >» gegenwürtikeit der üweru on grund göttlicher gschrift umkert, geschmächt und lästret, sich ouch üwer lieb Eidgnossen wider üch zuo bewegen und ze Hetzen understat; wie gemäß das einem syg, der sich vermeint, üwers burgrechtens zuo getrösten, mag ein jeder verständiger wol ermessen. Mi 1527 HZ, „In.summa, ich beger nüts von üch minen Herren, will üch hiemit wider niemand bewegt haben, dann allein diewyl ich bin ein einiger conventherr, und deßhalb üwer burger, mins gottshus Einsidlen und mich dcs- selbigen nit verzigen Hab, und gcdachts mins gotshus Hof und güetere in besitz und inHaben bin by rrviij jaren, und von rechtswegen nieniand sins inhabcns on rechtlich erkanntnuß entsetzt werden soll noch mag, so ruof ich üch an als der enden ein cristcnliche und ordentliche obrigkeit, daß ir mich by mynem iuhaben und besitz beliben, mit gwalt und der that nit darus trybcn noch andren (das) ze thuon gestatten, sonder mich als üwern burger darby handhaben, schützen und schirmen; so erbüt ich mich hiemit dem Blnrer und sunst menklichem, wer zuo mir ze sprechen hat, vor üch eins rechten ze sin und was von nch gesprochen werd, dem selbigen ze leben und nachze- komen" ... ' SI> A, Zürich: A. Schwyz. 10) 1527, 16. Juni (Trinitatis). Zürich an Schwyz. Anzeige des Empfangs eines Schreibens betreffend Diebold von Geroldseck, mit dem Versprechen baldiger Beantwortung. St.«. Mich: Migw-n. 11) 1527, li. Juli (Samstag nach St. Ulrichs Tag), Zürich. Rathsbeschlnß: „Min Herren Nät und Bürger habent sich uf her Dicbolds von Hochen-Geroldseck underricht und beger uß beweglichen Ursachen entschlossen und im für Kescheid anzeigen lassen, daß er allhie in des gotshus Einsidlen Hof und uß desselben nutzen, güetern und gefallen sin zimlichen enthalt, sinem stand gemäß, haben sölle, so lang und vil, bis er des mit gebürlichcm rechten... entsetzt werd, und soll dise Meinung unseren Eidgnossen von Schwyz mit den besten fnogen zuogeschriben werden." St. A. Zürich: Nathsbuch k. 49 a.. 12) 1527, 6. Juli. Zürich an Schwyz. Ans dessen jüngstes Schreiben, welches Antwort begehre in der Sache des Diebold von Geroldseck, bekenne Z., wie ihm zugemuthet werde, daß ihm allerdings an Eidgenossen mehr gelegen sei als an jenem Manne; allein es habe für denselben nicht Partei ergriffen, sondern auf dessen Anrufen um Recht, als ordentliche Obrigkeit an den betreffenden Orten, ihm solches nach aller Gebühr wollen zu Theil werden lassen. Da Zürich nicht genugsam berichtet sei, wie er seinen Sitz im Convent zu Einsiedeln verwirkt haben soll, so habe es ihm keinen füglichcrn Ersatz leisten können als die Einräumung des Hofes in der Stadt, samt dem nöthigen Einkommen, bis er in aller Form Rechtens desselben entsetzt werde; dies möge nun Schwyz dem Sachverhalt gemäß würdigen und sich überzeugen, daß Zürich nicht anders habe handeln können. St. A. Zürich: Missiven. Zu n. Den Wortlaut der Zürcher Instruction enthält eine BeiInge des Bcrner Abschieds in 199, 29V. Zu >. 1) Den vollen Wortlaut der erwähnten zweiten Instruction der Zürcher Boten (dd. 26. Juli, Freitag nach Jacobi) enthält das Zürcher Jnstrnetionenbnch III, k. 2. Wir fügen noch einige frühere Acten bei: 2) 1527, 8. Juli (Montag nach lllrici). Zürich an Bern. Zu den bereits mehrmals angezeigte» Beschwerden, die es von etlichen Orten der Eidgenossen erfahren, habe sich kürzlich eine neue gesellt in der Angelegenheit des Jttinger Handels, wodurch es veranlaßt werde, an die acht Orte nach Laut der beiliegenden Copie zu schreiben. Wiewohl es nicht nöthig wäre, sich deßhalb auch bei Bern zu beklagen, da dessen Gesandter in Frnncnfeld gern das Beste gethan hätte, so habe ihm Zürich dieses Schreiben doch wenigstens nicht verbergen wollen, womit es die Bitte verbinde, für den Fall, daß jene harten Strafen Unrath nnd Aufruhr erwecken würden, ein getreues Aufsehen zu haben und sich gegen Zürich freundlich zu erzeigen, was es in gleichem Falle redlich zu vergelten gedenke. S«. A. Bern: Abschiede ä-r. 202—205. — St. N. Zürich: Missiven. 3) 1527, 8. Juli (wie oben). Zürich Nil die acht Orte. Ans den« letzten Abschied von Frauenfeld ergebe sich, daß in der Ansehung der Strafen für den Jttingcrhandel dem zu Einsiedel» gemachten Vertrag nicht ganz gleichmäßig verfahren worden sei, indem dieser unzweideutig bestimme, daß diejenige», welche zu Illingen irgendwie gefrevelt haben, gestraft werden sollen; nun seien aber die Bußen nicht dem Maß der Schuld entsprechend, sondern »ach dem Vermögen und der Zahl der Hänser angeschlagen, was jenem Vertrage stracks zuwiderlaufe. Es sei doch bekannt, daß eine große Anzahl der llnterthanen dein Sturm unwissend nachgelaufen, in der Meinung ihre ^ Eidespflicht zu erfüllen, ohne an dem Kloster irgend welchen Mnthwillen zu verüben, also leine Strafe verdient haben; wie sollen sie nun nach Anzahl der Personen nnd der Feuerstätten gebüßt werdend Die Natur und Billigkeit erfordere, daß jeder für seine That selbst verantwortlich sei nnd nicht der Unschuldige für den Schuldigen 1132 Juli 1527, leiden müsse. Zudem seien auf Ober- und Niedcr-Stammheim 2000 fl., aus einige andere Gemeinden ebenfalls beträchtliche Summen, auf das Vermögen des Vogtes Hans 1000 fl. angelegt, der doch seinen Antheil mit dem Leben gebüßt und 12 oder 13 Kinder hinterlassen habe; nach den Berichten der Rathsboten, welche zu Einsiedel« gewesen, habe Zürich erwarten dürfen, daß die ganze Strafsummc nicht höher als auf 4000 fl. steigen werde, während man jetzt bedeutend mehr fordere; da es in der Lage sei, genau zu wissen, was die betroffenen Unter- thanen ertragen können, so finde es dieselben über ihr Vermögen belastet. Um sie aber bei diesen gefährlichen Zeiten nicht zu verbittern, richte Zürich an alle betheiligten Orte die Bitte, daß sie ihren Rathsboten für den nächsten Tag in dieser Sache ernstlich befehlen möchten, nach Weisung des Vertrags von Einsiedeln zu handeln, wogegen es an seinem Theil treulich dazu beitragen werde, daß das Böse nicht ungestraft bleibe. - St. A. Zürich: Missiven. 4) 1527, 10. Juli. Bern an Zürich. Antwort auf dessen Beschwerde über die zu Frauenfeld gesetzten Strafen im Jttingerhandel. Man würde aufrichtig bedauern, wenn etwelcher Unrath daraus „errünnen" sollte, und dem soweit möglich zuvorkommen; denn alles, was zu Frieden und Ruhe diene, sei man zu erstatten immer bereit, ivas Zürich schon öfter gespürt haben werde. . . - St. A. B-r,n T-uych Mysivm y. ssi». — St. A. Zürich: A. B-m. Zu <»:». Laut einer Lucerner Instruction handelte es sich um Angelegenheiten des Gotteshauses St. Urban. Genf und Khamvery. 1527, 22. Juli f. Archive Beri, und Arciburg. Verhandlungen der Botschaften von Bern und Freibnrg. Ein Abschied wurde schwerlich ausgefertigt; Veranlassuug und Zweck sind nur aus den Acten zu erkennen, von denen die erheblichsten folgen: 1) 1527, 1l. Juli. Bern an Freiburg. Es „ist an uns gelanget, wie dann der span, so sich zwüschen üwern und unfern burgern von Jens und den abgetretnen dadannen haltet, für und für sich eröuge und zuo größern unruowen kommen möcht, uß Ursachen, daß die von Jens sampt irem Vischoffen zuogefare» und derselben banditen matten gemeiget, das heuw ingefücrt und zuo dem all ir güeter inventarisiert haben, vermeinende die der Herrschast confisciert und verfallen sin, daruf dann dieselben banditen den Herzogen von Savoy angerüeft, inen ze erlauben, der Jenfern güeter in sinen landen gelegen und betretten, anzefalle» und sich damit irs verlursts ze ergetzen und in(ze)kommen, uß welichem nützit dann unrat ze entspringen ze besorgen ist. Dem allem diser sorklichcr gefarlicher zytung vorzcsin, haben wir uf üwer gefallen angesechen, denselben partyen tag gan Neuws angesetzt, nämlichen nächsten Sonntag nach schürest kommend Saut Jacobs tag (28. Juli) allda nachts au der herbcrg ze sin. Harumb wir üch zuo guotein der fach trungenlich gebetten wellen haben, üwer potschaft mit uns dahin ze verordnen und abfertigen, damit die fach ustragen werde, und ir, ouch wir zuo rsiowen kamen und der fachen halb hiufür mer angesuocht werden. Wir haben sölichen tag dem Bischof und den Burgern zuo Jens zuogeschriben und oer- kündt, guoter Hoffnung (daß) sy den besuochen und dheinswegs usblyben werden, bcgcren ouch hieby, daß ir inen deßhalb ouch ernstlichen schriben, daß sy den tag leisten und dazwischen der banditen güeter unverruckt lassen. Wir vertruwen ouch, der Herzog werde die banditen anhalten, daß sy uf sölichem tag erschynen". . . St. A. Bern: Teutsch Missiven 22». — K. A. Freiburg: A. Bern. Die deßhalb an Genf, den Herzog von Savoyen und den Bischof von Genf gerichteten Schreiben haben die Berner Welsch Missiven ^c. 21, 22, alle unter dem gleichen Datum. 2) 1527, 14. Juli. Syndics und großc und kleine Näthe von Genf an Freiburg (dcßglcichcn an Bern). Uaxnillgusk, puissa.no et tres redoubtos soigneurs, ete. ete. Hier gue tust oamedv tresieme de oo snviron Kult lleures de matin, un gros nomtwe uov notre prinoo n kniot prnndrs lssditss Oknvo^ennss st nultros de oeste vi »o nz 'nnt, intölliASnoes nvsoguss nosdits ennswis, et pur les dsspositions dnulounAs doulx nosdits onnoin)'s nvoisnt en obnrAs de prnndro monssiAnsur notro prinoo et 1o msnsr u büinmborvx ou le tusr sur In plnsso, pour tero unA uultro svosguo n leurs uppotvs. (lonsoguunnnont nvoisnt dsliboro/ de kero trenvlrsr los tostos nux guntro Lindioguss et tous do nostro potit Oonssil, enssinbls plusiour» untres mnolrinntions kort vbssornbles. onuso do <^uoz' suines on Arossos ornintss et trsstort oxeandalli /e?!, pour- gusz« .. vous supplions nous voulo)or (sie) onvover vint liommss dos vostrss, pour nous oonsoler et oonduirs, onr le ons le roguisrt. lUt sur os, eto. otv. I'. N. Bitte, bei Bern für Gewährung dieses Gesuches wirken zu weiten. K. U, FrUburg: A, Gens. 3) 1527, 18. Juli, Freiburg. Es kommt ein Schreiben von Genf, daß des Herzogs Edellcute und die Banditen die Stadt haben überfallen wollen, weßhalb sie bittet, ein Dutzend tapfere Männer zu schicken und ihr auch mit Rath beholfen zu sein. — Nach Bern zu schreiben. «. A. Freiburg: RaHsbuch m. rs. 4) 1527, 19. Juli. Bern an Freiburg. Autwort auf dessen Schreiben samt den Missiven von Genf. Da man nicht räthlich finde, jetzt einen Zusatz hineinzuschickeu, so habe man sich entschlossen, eine Botschaft (Bütschelbach und Hetze!) nach Genf und zu dem Herzog abzuordnen und namentlich diesen zu ermahnen, solchem Unrnth abzuhelfen, sich des Friedens zu befleißen und die Seinigcn im Zaum zu halten, damit sie gegen die Genfer nichts Unfreundliches vornehmen, da solcher gewaltthätiger Muthwillc nicht lange könnte ertragen werden. Den Boten habe mau übrigens befohlen, sich genau zu erkundigen und nach ihrem Ermessen eilends zu berichten, ob ein Zusatz nöthig wäre; sie sollen sich auch dafür verwenden, daß der bestimmte Rechtstag auf den 23. d. von allen Theilen besucht werde. Damit das alles desto besser von Statten gehe, bitte man Freibnrg, Boten mit gleichen Befehlen sofort abzusenden, da die hierseitigen ohne Aufschub verreiten, und die Umstände Eile erheischen, ?c. St. A. Bern: Teutsch Missiven H. 222 Ii. Vgl. Nathsbuch, p. 85. — K. A. Freibnrg: N. Bern. Das bezügliche Schreiben an den Herzog, ebenfalls vom 19. Juli datirt, verweist auf die Eröffnungen, die den Gesandten befohlen seien, und wiederholt übrigens die gewohnten Ermahnungen ec. St. A. Bern: Welsch Missiven 23 d. 5) 1527, 2t). Juli, Freiburg. Berathung über die Antwort Berns. Es werden nach Genf verordnet der Schultheiß (Dietrich von Engelspcrg) und der Vcnner auf der Burg (Jacob Freiburger), um der Sache nachzuforschen. K. A. Freibmg: Raihsbuch Nr. 4b. 6) 1527, 19. Juli, Bern. Instruction für die Boten nach Genf ?c. 1. „Anfangs werden ir üch eigentlich erkunden des Handels, so sich verlosten hat, daß die edellüt mit einem fuoßvolk sampl den banditen mit gcwapneter Hand den Bischoffen von Jens haben wellen fachen und gan Camrach füeren oder aber in erstachen, ouch den kleinen Rat sampt andern der statt Jeus bürgern enthaupten zc., alles nach anzöig deren von Jens schriben, und nach dem ir das befinden, dem Herzogen anzöigen und im fürhalten, daß min Herren darab hoch befreunden haben, daß er also mit solichen frevenlichcn Händeln gegen den von Jens fürfart und solichen gcwalt brucht, der uit allein im, sonders dem ganzen land großen schaden in die harr bringen möcht, daß er sölichs abstelle und dem alles sins Vermögens vorspe, in bctrachtung was darus entspringen möcht, und daß nein Herren nllwegen sich crbotten, die bünd trüivlich an im zc halten; dann wo wistcr unrat darus entstan, könnend min herreu nit anders ermessen, dann daß etwas args darhinder stecke, und in die harr sölicher muotwill nit möcht erlitten werden; dann sy je ir burger von Jens also gcnötiget nit verlassen möchten; darnach wüß er sich zc halten". . . Für Weiteres ist auf den Inhalt dcS Crcditivs verwiesen (das uns fehlt). 2. „Demnach ist üch bcfolchen, mit allen partpcn trungcnlichcn ze reden, daß mit dest minder der rcchtstag, so min Herren augesetzt haben gan Neuws uf Sonntag nach St.Jacobs tag, ei» fürgang gcwünne und geleistet werde"... 1134 Juli 1527, 3. „Wyter, wo iich bedunken wurd, einen zuosatz gan Jens nf ir scheiden ze schicke», füllend ir min Herren deß by tag und nacht berichten, an den orten zuo handle», was die notdurft erfordert, 4. „Und damit das alles frnchtbarlich beschcch, sollend ir allen flpß und ernst mit den Kotten von Fryburg ankeren, daß die fach zuo eud zogen werd und darin dapferlichen gehandelt, als ir das ivol thuon könnend und deßhalb volkomen befelch und gmalt haben." St,A, B-mi Jnstr»c>i°»sbuch .e, »i, »2», 7) 1527, 24. Juli (Vigilia Jacobi). Bern an Bütschclbach lind Hetzet in Genf, Mitthcilung einer Abschrifl der heute mündlich vorgetragenen Klägden der savoyischen Botschaft, mit dem Auftrag, genaue Erkundigungen einzuziehen, da sich bisher nicht alles bewährt habe, was die Parteien gegen einander geklagt; auch soll dies den (Rathen) von Gens angezeigt werden, sowie daß der Herzog den Rechtstag besuchen wolle; deßhalb wären sie zu ermahnen, das auch zu thun, zc. St, A, B-rn- TeutsH Miss,»-» q. 22t «. g) 1527, 2, August, Freiburg. Berathung über das „Wiederbringen" des Schultheißen (aus Genf). Der Seckelmeister (Lorenz Brandenburg) soll nach Bern reiten und die Mitbürger ermahnen, die Händel zu bedenken, die Genfer nicht zu verlassen und ihnen eilig zu Hülfe zu kommen. Man willigt zu einem Tage in Lausanne ein. Hans Lenzburger und Hans Laupcr sollen (als Boten und Beobachter) nach Genf. K. A. Freiburg: Nathsbuch Nr. 45>. 4«4. Lncern. 1527, 24. Juli (St. Jacobs-Abend), Staatsarchiv Lncern: Acten Mi'mzwescn. Tag der IV Waldstätte. Es wird zunächst über den letzten Abschied Antwort gegeben. Wiewohl etliche Boten vermeinen, die Bellenzer dicken Plaparte sollten für gut gelten, wie sie geschlagen sind, nämlich für 10 Schl. 8 Hlr., indem einer wohl so viel werth sei als 6 Basler Plaparte, wird doch nach langer Erörterung eilte Abrede getroffen, die der Probe entspricht, und wie der gemeine Mann es ertragen mag, damit nicht das Land mit geringer Münze erfüllt wird, die man später wieder mit großem Schaden verrufen müßte. 1. Die dicken Plaparte mit dem Mönch im Sessel sollen 10 Schl. gelten. 2. Die zu Bellenz geschlagenen dicken Plaparte 10 Schl. 3. Die dicken Plaparte mit dem breiten Kreuze ebensoviel. 4. Um der dicken Plaparte, die auf der einen, Seite einen geharnischte» Mann und auf der andern einen Adler haben, von denen aber drei sehr ungleichwerthige Sorten cursiren, loszuwerden, soll man sie nicht höher nehmen als für 8 Schl, 5. Die Nößler sollen 22 Angster gelten. 6. Die Basler Münze läßt man bei ihrem bisherigen Werthe. I». Da ans dem letzten Tage der Antrag gestellt worden ist, daß keines der V Orte ohne der andern Wissen und Znthnn irgend eine Münze verrufen sollte, Luccrn aber diesen Artikel nicht annehmen will, weil es dadurch an seinen alten Freiheiten und Gerechtigkeiten beeinträchtigt würde, so schlägt es folgende Uebereinkunft vor: Wenn Jemand neue ausländische Münze in die V Orte bringt, so soll das Ort, wo dieselbe ausgegeben worden, ans denselben greifen, wenn er ein Inländer ist, ihn heißen stillstehen, einen Fremden aber verhaften oder Bürgschaft von ihm nehmen, bis die Münze auf seine Kosten probirt ist; sofern sie gut erfunden wird, läßt man sie gehen und sollen die andern (vier) Orte benachrichtigt werden; ist aber die Münze schlecht, so soll man sie sogleich verbieten und den oder diejenigen, die sie ausgegeben, an Leib und Gut bestrafen, und je ein Ort das andere warnen. Antwort auf nächstem Tag. v. Jedermann soll verhüten, daß aus Münzen wieder Münze geschlagen werde. Zu Hieher gehört ein „Rodet der münz, uf Zinstag vor Marie Magdatene" (16. Juli); mit einigen nähern numismatischen Angaben. Anglist 1527, 1135 4«S. (SHwyz). 1527) 27. Juli (Samstag nach St. Jacobs Tag). KantouSarchiv Schwvz. Stiftsarclnv St. Gallo». Schwyz und Glarns verkiindcn dcn Toggeilbnrgern eincn Rcchtstag wcgcn der Streitigkeiten mit dem Abt von St. Gallen. Es liegen nur die bezüglichen Missiven vor; daß eine Konferenz der beiden Orte stattgefunden, läßt sich aber vermuthen. Wir geben hier einen Auszug: Man habe in dem leidigen Span, den sie gemcinlich und etliche Gerichte besonders mit dem Abt und Convcnt des Gotteshauses St. Gallen haben, auf ihr Begehren schon viel gehandelt und um des Friedens willen aus eigenem Antrieb gütliche Mittel zu einem Vergleich gesucht, deßhalb Tage geleistet und eine schriftliche Abrede getroffen, welche fünf Jahre dauern sollte, in der Zuversicht, daß sie, als die Landlcute der beiden Orte, dieselbe willig annehmen würden; da sie aber solche gänzlich abgeschlagen, so werde man kraft des Landrechts mit dem Gotteshaus angerufen, dessen Gerechtigkeiten aufrecht zu halten und gegen die Toggenburgcr das Recht zu gewähren. Da man diesem Gesuche zu entsprechen nicht umhin tonne, so habe man einen Rechtstag in Schwyz vereinbart auf St. Verenentag (1. Sept.), wo jede noch nicht vertragene Partei mit Vollmacht und allen Gewahrsamen erscheinen solle; man ermahne daher die betheiligten Landlente, dieser Ladung Folge zu leisten und sich dem Rechten zu fügen. Wenn sie aber samt oder sonders demselben ausweichen wollten, so fordere man »sie bei den Eiden, die sie auf das Landrecht gethan (folgt Cit. von Art. 1), zum Gehorsam auf, wozu sie durch ihre eigenen Botschaften vor Rüthen und Gemeinden zu Schwyz und Glarns und zuletzt an der Gemeinde zu Wattwyl sich gegen die Gesandten von beiden Ländern erboten haben; denn falls die eine oder andere Partei nicht erschiene, würde man den gehorsamen Theil auf sein Anrufen doch ohne Aufschub verhören und ihm ein Urtheil geben, w. Unter gleichem Datum wird dem Abt von St. Gallen in einein erheblich kürzeren Schreiben der gesetzte Rechtstag verkündet. » 4«K. Wrmmen. 1527, 2. August. Staatsarchiv Luccrn: Acten Religionshändel. Die Boten von Uri, Schwyz und Nidwalden schreiben an Lucern, sie haben etwas vorzutragen, woran ihnen merklich gelegen sei, und bitten daher, auf nächsten Montag (5. d.) kleine und große Räthe zu versammeln, die alsdann erscheinende Botschaft gütlich zu verhören und ihr günstig zu entsprechen. S,.A. ung-b. Ws-hi-w. Näheres wird vermißt, da sich über die Verhandlung in Lucern nichts Schriftliches erhalten zu haben scheint. 467 Uern. 1527, 4. August. Staatsarchiv Bern: Nnthsbuch Nr. 2l4, p. 124. 12b. 1. Vor Rathen und Burgern erscheinen die Botschaften des Herzogs von Savoyen und der Stadt Genf, wegen der von dem erster» ausgegangenen Drohungen. Die savoyische Botschaft erklärt, der Herzog sei geneigt, N3K August 1527, den zwischen ihn? und der Stadt wegen der Verbannten gesetzten Tag zu besuchen, sofern derselbe hier gehalten werde. 2. Dafür wird der 19. Augnst bestimmt und allen Parteien verkündet, den Banditen freies Geleit zugesichert, damit sie keinen Vorwand haben wegzubleiben. 3. Ferner wird beschlossen, man wolle, wenn der Herzog unterdessen gegen die Genfer Gewalt brauchte, oder diese etwas Thätliches gegen ihn unternähmen, wider dei? „AnHeber" mit Geivalt verfahren und demjenigen Theil, der nur das Recht begehrte, Beistand leisten. 4. Das alles wird an Freiburg geschrieben und dessen Einwilligung nachgesucht. Eine etwas anders redigirte französische Ausfertigung hat das Berner Jnstructionsbuch .4. 35. Zur Ergänzung dienen folgende Acten: 1) Ein Gesandter von Freiburg, Lorenz Brandenburger, soll 1. anzeigen, daß der Herzog von Savopen in seinem (feindlichen) Treiben beharre, sodaß nichts Gutes zu hoffen sei; deßhalb ist Bern des dringlichsten zu ermahnen, die den Genfern gegebenen Zusagen zu bedenken und sie nicht zu verlassen, sondern ihnen irgendwie wirksame Hülfe zu gewähren; darüber wird eine Antwort begehrt. 2. Daß der Herzog den Tag zu Nyon besuchen wolle, vernehme man gern, wünsche aber, daß der Tag nach Lausaune verlegt^verde. 3. Wenn („uf inorn Samstag") die Burger sich nicht versammeln, so soll der Bote vor den (kleine??) Rath kommen und begehren, auf den Sonntag verhört zu werden; wenn jedoch die Boten voi? Genf vorziehe??, bis Montag zu warten, so inag er das bewilligen. Würde er gefragt, ob mau Leute nach Genf geschickt habe, so wäre zu antworten, daß zivei „bescheidene" Männer dahin verordnet seien, um Unruhen vorzubeugen und bis auf weitem Bescheid den Genfern behülflich zu sei??, (auch) dainit mau jederzeit den wahren Grund der Sachen erfahren könne. «.sc. Fnibmg: J»s?nic?. i. ->»?>. Diese Instruction schließt sich an Nr. 463, Zt. 8 an. 2) 1527, 4. August. Bern an Freiburg. „Wir habe?? durch unser verordneten anwält, so mit den üivern gm? Jens geritten, verstanden, was si daselbs des Herzoge?? halb funden, und wie demnach die unser?? zum Herzogen gan Camrach sich gefücgt, und was dann ine?? au beiden orten begegnot ist, daran wir nit wenig bedurens empfangen, und wiewol der gemeldt Herzog den unser?? mit hitziger antwurt begegnet ist, nit deskerminder durch sin brief und botschaft, uns setz zuogeschickt, habe?? wir vcrnomen, daß gemeldter Herzog zuo hinlegung des Handels und spans, (so) zwüschen im und einer statt Jeus der bauditeu halb erwachsen, guotwillig che früudtlich handle«? zuo lassen, und daß wir daruf einen tag har in unser statt verrumen und ansetzen söllen, doch mit de»? underscheid, daß zuovor ir und wir den gemeldten banditen eil? fr?) sicher gelcit, har und dannen an ir gewarsame zc kommen, zuoschicken «völlen. Und so ir nun wüssen, was üch und uns ni? der fach gelegen sin will, haben mir «ins entflossen, beiden partyen, dem Herzogen von Savoy, ouch den banditen, deßgelichen denen von Jens zuozeschriben, uf de??? nünzechcnden tag diß monats Ougstcn nachts an der Herberg . . hie zuo erschincn und dannathin den ob(a??)gczöigten Handel und span fürzuonemen; deßhalb ist an üch unser stündlich bitt und beger, den obgemeldten banditen ein fr?) sicher gelcit, glychförmig dein unser??, zuozeschicken und demnach üiver botschaft uszuoschießen und zuo verordnen, damit si uf obangezöigteu tag .. an der Herberg erschine und dannathin mit hilf der französischen und unser anwält alles das zuo handle«? (helfe?), so zuo hinlegung des Handels und spans sich wirt gebären". . . St. A. Bern: Teutsch Missiven H. 233. — K. A. Freiburg: A. Bern. Den Wortlaut des Geleits (dd. 4. August) für die Widersacher des Burgrechts zwischen Genf und den zwei Städte??, nämlich die Flüchtige??, enthält die Sammlung der Bcrner Welsch Missiven, 29. 3) 1527, 4. August, Bern. Rathsbeschluß über die Genfer Händel. „?Lvoir «nosssig'nsurs cku pstit st grnnck donssil cks In ville cko Horns ontsnctu Is rnpport gue lau?» ambassackours out kniet aar 1a obarZe guils avoisNt on latkairs touskant Illustrissims soi^nour st prinoo, ?nonss?A??our cks Kavoz-s, st lours eow- bourgoois cko Llonsvo, sn aprss Iss propositss gno lanrbassacksur ckuckit ill. prinev st «nivant los ambassackours cks Llsnovs, aussi ioolu? cko inssssiAnsurs cko IkribourA ont taiot, st ou^ss ssrtainss Isttros, ost aprss tout sola kaisto pur mosckits ssi^nsurs rssolutio?? st osnolusion ou sorto guo sonsuit. dost assavoir, ckspu?» Isckit ill. Peines et soigmour monssigmour cks 8nvIe et xaeiilgue, veulsnt assister et la preserver äs violenee. IZt äavantaAS sera clonns saukoonäuit es lorono)'» cle Kensvs et (a) tous autres auxguels il attouolre, paar eomparoistrv sur leclit sour en taute seurete, sn espoir gue los partis ^ aoguitteront"... Si, A. B-»n Znftruttionsbuch x, ss. Wern. 1527, 5. August. Staatsarchiv Bern: Jnstructionenbuch 36. Rathsbuch Nr. 211, p. 127 f. 131 f. KantvnSarchiv Freibnrg: Jnstr. Bd. I. 53. Muriner Absch. t. I. Jahrrechnung der Städte Bern und Freiburg, mit den Amtleuten zu Murten und Echallens. Gesandte: Frei bürg, Wilhelm Schweizer, Lorenz Brandenburger, alter und neuer Seckelmeister. t». Dem Maurer, der das Korn- und Gerichtshaus zu Echallens gebaut hat und über seinen Lohn hinaus ein Geschenk begehrt, wird ein ganzes Kleid verordnet. I». Die Klage einer Frau Magdalena von Orbe, die von ihrem Manne das väterliche Gut zurückfordert, wird auf den Bericht des Vogtes, daß sie sich gegen den Mann vergangen, abgewiesen; ihm soll es freistehen, sie zu „begnaden", v. Dem Vogt zu Echallens ist wegen des Edlen Anton von Gleresse, betreffend Franz Tavel, geschrieben und befohlen, dem letztern ein Gelübde abzunehmen, daß er sich weiterer Drohungen und Zureden wider den von Gleresse enthalte und ruhig bei dem gesprochenen Urthcil bleibe; wenn er dem keine Folge leistete, so müßte er verhaftet werden, «I. Dem genannten von Gleresse ist eine Empfehlung an alle Hauptlcutc (aus) der Eidgenossenschaft gegeben, wegen seines Sohnes, der sich im spanischen Lager zu Marignano befindet, «. Denen von Orbe, die voriges Jahr den Zehnten admodicrt haben, ist des Mißwuchses wegen die Hälfte nachgelassen, Ix Boten von Murten zeigen an, wie des Bischofs von Lausanne Vogt zu Wiblispurg, Pierre Major, vor einiger Zeit (Wein?) über den See nach Averdon geführt, aber die Zahlung des Umgeldes verweigert habe, weil er gemeint, der Bischof sei davon befreit. Darauf ist erkannt, die Muriner sollen bei ihrem Umgcld bleiben, und der Bischof es geben wie Andere, Dieselben Boten erinnern, daß das Hochgericht durch die ringsum aufgewachsenen Bäume verdeckt werde; da es aber nicht nützlich wäre, diese Bäume zu beseitigen („schwendtcn"), so wünsche die Stadt, das Hochgericht an einen andern Ort zu versetzen. Einen solchen sollen die beiden Seckelmeister, die nach Murten gehen, um den Zollstock „aufzubrechen", ausfindig machen. I». Deßgleicheu wird ihnen befohlen, des Galms halb auf Begehren der Nachbarn und Bannwartc über das AbHolz zwischen den Parteien zu entscheiden, der im Schloß liegenden Ordnung gemäß, i» Ferner sollen sie sich nach den Einschlägen im Moos erkundigen, die Parteien verhören und nach Befund endgültig absprechen, Ii,. Sie sollen auch die Piuten und Maße zu „Lugnouroz" (Lugnorre) „erfeckeu" und verschaffen, daß sie gezeichnet werden, und zwar sollen dieselben denen von Marten gleichförmig sei», I. Endlich sollen sie dafür sorgen, daß die unordentliche Gewohnheit in dem Gericht zu Lugnouroz, daß die Verwandten die Fürsprecher und Urthcilgeber sind, abgestellt werde. »». Wie der Propst und Wyler und Summer (?) von Murten vereinbart sind, ist „kundbar", i». „Deßglichen bemelter Herr Probst und Hans Studer, schultheiß zno Murten, der worten halb, so der probst dein schulthcißcn zuogeredt zc." «. Nachdem die Boten beider Städte l43 1138 August 1527, die streitigen Märchen der Bannwartschaft(en) Wyler und Gnrrvolf (Eourgcveaux) cm Ort und Stelle besichtigt und auf dieser Jahrrechnnng Bericht gegeben; nachdem man auch die Kundschaften und Gewahrsamen vollständig verhört, und einen bei dem Rcctor zu St. Katharinen liegenden Brief gewürdigt, der nun deutlich beweist, daß der nach der Aussage der Muriner zu der Bannwartschaft Gnrwolf gehörende Acker in derjenigen von Wyler liegt, hat man endlich gesprochen, daß dieser Acker nebst dem dabei liegenden Gehölz, der schnnrrechten March gemäß, in der Bannwartschaft Wyler gelegen sei, daß also die von Gnrwolf nichts daran fordern können; doch sollen beide Parteien wie von Alter her gegenseitig Tratt und Weidgang haben („uf einandren trettoten" :c.). Z». Zwischen den Priestern von Orbe und Marc Barba ist erkannt, sie sollen einander zu Orbe berechtigen, und der Bann, den die Priester „halten" wollen, abgestellt sein, «z» Den Gebrüdern von St. Paul ist auf die Bitte ihrer Vettern Sebastian und Wilhelm von Meßbach die'Hälfte von dem „Lob" ab dem Hause Menton, die den beiden Städten zufiele, erlassen; die andere, die dem Vogt zu „Cherling" (Echallens) gehört, sollen sie ohne Abbruch ausrichten, i . Das zu Murten ergangene Urtheil betreffend Jacob „zun Brüdern" von Kerzers wird bestätigt; über den Handel des Andern, das Sacrament belangend, ist gerathen, es bei der erlittenen Gefangenschaft bleiben zu lassen, weil er „ein Gauch und nicht bei Sinnen" ist; es sollen also Beide lcdig sein. Rechnung des Schultheißen zu Murten, Hans Steider, Rechnung des Vogtes zu Echallens, Hans Künzi. Zil,«. Hieher sind vermuthlich folgende Acten einzubezichen: 1) Instruction für die freiburgische Botschaft: 1. Dem Gesuch der Muriner, das Umgeld wie bisher zu behalten, zu entsprechen. 2. Auch die Herrschaft Münchenwyler soll beiden: alten Herkommen bleiben; würde das gütlich nicht zugestanden, so sollen die Boten das Recht vorschlagen gemäß dem Burgrecht. 3. Die Metzger zu Domdidier sollen angehalten werden, den verweigerten Zoll zu entrichten. 4. „Gegen den Brobst von Wyler: Des ersten söllent die von Wyler, und das je und je gebrucht ist worden, ein gefangnen gan Murten über- antwurten und daselbs lassen richten in namen miner gnädigen Herren beider Stetten. Zum andren sind je und je die von Wyler mit den appellatzen gan Murten kommen und daselbs ist (es) bcliben. Zum dritten müessen die von Wyler, wann man mit dem vennlin nszücht von Marten, ein man geben und mit dem panner zwen in irem kosten. Zum vierten gibt ein Brobst von Wyler dem Schloß von Murten in namen miner gnädigen Herren beider Stetten järlichs zins um den schirm als oberhuot lx ß. und ein pfund Pfeffers. Zum fünften sollen und sind (sy) schuldig den weiblen von Murten die garben zno geben als ein andrer uß der Herrschaft Murten, und dasselb wie obstat ist je und je gesin." K.A. Fr-tburg: Insu. Bd.i. °s. 2) 1527, 9. August. Bern an Freibnrg. Man habe sich in den letzten Tagen über den Gcrichtszwang und die Herrlichkeit zu Münchenwyler berathen und mit den freiburgischen Boten und dem Amtmann und der Botschaft von Murten die vorgelegten Schriften des Priors geprüft, aber nicht gefunden, daß die Ansprüche, welche Freiburg und Murten in Betreff der Appellationen, der verwirkten Personen, der Weibelgarben w., überhaupt der hohen Gerichtsbarkeit erheben, zuläßig seien, indem das Priorat zu M. mit allen Rechtsamen und Nutzungen der Stift zu Bern zustehe, deren Kastvogt und Schirmherr man sei, sodaß man da nach eigenem Gefallen unbehindert walten könne und deßhalb auch das Gericht verlegt habe, zu welcher Aeuderung man ebenso wohl befugt gewesen sei als Freiburg, indem es die Gerichtsgäuge von Gimmels, Libistorf und Grissach, die vorher nach Murten gehört, in seine Stadt gezogen habe. Es wisse auch wohl zu würdigen, ob die Muriner wegen des Burgrechts, das die von Wyler hinterrücks ihrer Herrschaft mit ihnen gemacht, sich da Rechte zueignen können; daher sei man der festen Zuversicht, von Freibnrg und Murten deßhalb nicht rechtlich belangt zu werden, zc. St. A. Bern: Teutsch Misstven H. 226 I>, 2S7. — K.A. Freibnrg t A. Bern. 3) Unter obigem Datum forderte Bern durch ein französisches Schreiben die von Villars -les -Moines auf, dem seinerzeit unbefugt errichteten Burgrecht mit Murten sofort zu entsagen, unter der Androhung, die Ungehom samen ohne Weiteres zu verjagen. Welsche Misswen so ». Raihsbuch Nr. 21-«, p. «>. :«s. August 1K27, 1139 4«S. Wattravers. 1527, 5. August. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede Xä.. 227. Kantonsarchiv Solothuvu: Abschiede Bd. XVI. Tagleistuug der Botcu vou den zehn Orten, wegen der Märchen zwischen den Herrschaften Grnndson und Val Travers, mit den Anwälten der Städte Bern und Freiburg. Zu Anfang haben die Boten der beiden Städte einen zwiefach besiegelten Vidimus vorgelegt, laut dessen vor etwa huudertundsiebzig Jahren zwischen den Herren von Neuenbürg und Grandson über die Grenzen ihrer Gebiete ein Span gewaltet, worüber dann durch viele Fürsten und Herren ein Spruch gefällt worden ist, nach welchem die Herrschaft Grandson gar weit gegen Val Travers hinab reichen sollte; die Städte begehren nun bei diesem Briefe und den darin bezeichneten Märchen zu bleiben. — Dagegen zeigen die Anwälte der zehn Orte drei Aulaßbriefe, die seit jenem Spruche theils durch Herren von Grandson, theils durch die zwei Städte in der gleichen Sache aufgerichtet, wonach dann durch die Schiedleute viele Kundschaften verhört und schriftlich verfaßt worden sind; hiedurch, glauben sie, sei der vorerwähnte Brief entkräftet und das Recht der zehn Orte an den fraglichen Märchen erwiesen, weßhalb sie ihrerseits bitten, sie bei dem alten Besitz und Herkommen bleiben zu lassen, damit ein Proceß erspart werden könne. — Darauf hat man beiderseits die vorhandenen Titel geprüft und abgeredet, deren Inhalt heimzubringen; die Anwälte der zehn Orte haben indcß (jetzt schon) den Vorschlag gemacht, den so lange hinausgezogenen Streit auf freundliche Schiedleute zu „setzen", damit man endlich zu einem Austrag gelange. Dies hat jeder Bote in den Abschied genommen, um auf dem nächsten gemeineidgenössischen Tag in der Sache weiter zu handeln. 47«. JÜNch. 1527, 12. bis 14. August (Montag bis Mittwoch nach Laurcntii). Staatsarchiv Zürich: Acten Wiedertäufer. Staatsarchiv Vera: Allg. eidg. Abschiede 243. Evangel. Abschiede X. 1. Kantonsarchiv Basel: Abschiede. Kantonsarchiv Schaphausen: Abschiede. Tag der Städte Zürich, Bern, Basel (Wolf Hütschi), Schaffhauscn, St. Gallen, tt. (Berathung von Strafmaßregeln gegen die Wiedertäufer). I». (Vortrag Zürichs über die in der Eidgenossenschaft waltende Verderbniß und Zwietracht). Zu k) Die Stelle der Acten vertritt das erste Conccpt der beabsichtigten Druckschrift, nnter dein Titel: „Was diß nachfolgende ratsbotschaften, nämlich von Zürich, Bern und Sant Gallen uf hindcrsichbringen an ir Herren und obern der widertöufcr halb onvergryfenlich beratschlagt haben, nämlichen daß von inen allen gemeinlich ein offner trnck uf nachfolgende form usgan füll, und habend die beid Kotten von Basel und Schaffhnsen nit mer gwalt gchcbt, dann allein uf die bcschribne tngsatzung zuo losen, was allda gchandlct wcrd," d. d. Mittwoch nach Laurcntii (14. August), vou der Hand des Zürcher Stadtschreibcrs Or. W. Mangolt. Der Schluß, von rein geschäftlicher Natur, setzt fest, daß auf dem nächsten Tage, der ans U. L. Frauen Nntivitatis (8. Sept.) nach Zürich anberaumt wird, besonders über die „Pönfälle" und das Maß der Strafen berathschlagt werden soll. Schaffhausen hat nur eine Abschrift des Mandats, ebenso Basel. — Die Fassung des Titels in dem Zürcher Eonccpt weicht von der Abschrift im Berner Ercmplar darin ab, daß die crstere nur Basel als noch nicht zustimmend nennt. l140 August 1527, Es sind sodann noch folgende Acten zu bemerken: 2) 1527, 2, August. Zürich an Bern, Basel, Schaffhausen, Chur, Appenzell und St. Gallen. Erzählung, wie es bisher mit der Secte der Wiedertäufer gütlich gehandelt und endlich mit Strafen gegen sie eingeschritten. „Nütdesterminder hat sölhe sect und sündrung in und usserhalb unser Eidgnoschaft, vilicht uß somsäli der oberleiten, die sölher sect nit wargenomen und die nit gestraft, sich merklich gemert und gestärkt. Diewil wir auch guot erfarung haben, daß derselbigen widertöufer und ir(er) anhänger will, anschlug und fürnemen sich dahin ländt und gericht ist, nit allein den waren rechten innerlichen glouben der cristenlichen herzen, sonder auch die üsserlichen und menschlichen ordnungen und satzungen eristenlicher und ordenlicher oberkeit, wider brüedcrliche lieb und guot sttten, zuo zerrütten und zuo vcrtrucken, ouch wider gmeincn friden und. rechten ze handlen, so will sich üch und uns, ouch allen gwälten und oberkeiten je gebüren und von nöteu sin, daß unt ernst und tapferkeit dar- gegen gehandlet werd. So wir dann ouch bericht sind, daß sich solche widertöufer by üch und umb üch ouch enthalten und iren zuoker und wandel haben sollen, langt an üch, unser lieb Eidgnossen, unser früntlich pitt, ir wollen gott zuo lob, ouch gmeincm cristenlichen frid und dem vatterland unser Eidgnoschaft zuo guot üwer ersam ratsbotschaft zuo uns in unser statt Zürich verordnen und abfertigen uf Sonntag nach Laurenzii nächstkünftig..., und morgens Montag mit etlichen unfern lieben Eidgnossen, so wir zuo disem tag ouch beschriben haben, und uns underred haben und ratschlag machen, wie und wölher gestalt sölchem unerberen, ufrüerigen und beschwerlichen fürnemen und Handel, der von tag zuo tag inbricht und sich mert, begegnet und der usgerüt werden mög," ?c. St. A. Zürich: Missiven. A. Wiedertäufer. — St. A. Bern: Abschiede 207—210 (d. d. DonstUI vor Oswaldi, d. h. I. August). K. A. Schaffhausen: Korrespondenzen. 3) 1527, 5. August. Chur an Zürich. Verdankung der Zuschrift betreffend die Wiedertäufer. Man habe derenthalb gegenwärtig keine Roth und wisse Niemand, der sich der Secte belade. Den angesetzten Tag könne man ohne Begrüßung der Bünde nicht besuchen, „dann wir sunst gegen etlichen unfern nachburen und bunds- gnossen von des worts gotts wegen in gefarlichait und Widerwillen stond," was Zürich im besten aufnehmen wolle. St. A. Zürich: A. Graubünden. 4) Ein vollständiges Programm für die Verhandlung enthält die Instruction von Zürich, unter dem Titel: „Welcher gstalt mit unfern trüwcn lieben Eidgnossen ratsbotschaften der töufer und irer straf halb gehandlet werden möcht." St. A. Zürich - A. Wi-d-rtiiuftr. Da der aufgesetzte Erlaß das Datum dieses Tages trägt, so geben wir dessen Text an dieser Stelle: 5) 1. 1. „Wir die burgermeister, schultheißen, rät und die bnrgcr der stett von Zürich, Bern ze. wünschen allen und jeden, so diß unser geschrift zuokumpt, die lesen oder hören lesen, gnad und frid von Gott durch Christum, und fliegen üch hiemit ze verneinen: Als sich dann vergangner zyten nebend dem ewigen und heilmachenden wort Gottes ein sect und sündrung etlicher, so man die widertöufer nempt, zuogetragen, welche ouch glychcr gstalt ir fürnemen uß heiliger, göttlicher und biblischer gschrift alts und nüws evangelischen testaments zuo gründen und erhalten sich widerstanden; so aber durch der heiligen geschrift gelerten mermalen davon ghandlet und disputiert, ouch mit grund heiliger gschrift so vil befunden ist und wir berichts empfangen haben, daß der widertouf nach dem wort Gottes nit bestan, sunder verworfen und gemeiner christenlicher ordnung wider und entgegen, und der kindertouf, so bishar by gemeiner Christenheit gebrucht, gerecht und dem wort Gottes gemeß sig, haben wir in unfern oberkeiten und gebieten allen müglichen flyß fürgewendt, sölich irrtumb des widertoufs und desselbigen anhang und nachfolg abzestellen, und die unfern deßhalb ernstlich (und) güetlich ermanen lassen, der abzestan und sich gemeinem christenlichen gebruch hierin zuo verglychen. Als wir aber etlich hartmüetig und verstopft, die sich davon nit haben wellen äbwysen lassen, ouch daby erfinden, daß sölche sect und sündrung in und usserthalb unser Eidgnoßschaft sich merklich gemert und gestärkt; diewyl wir ouch gründlich erfarung haben, daß derselbigen widertöufer und ir anhänger will, anschlag und fürnemen dahin länden und gericht sind, daß sy sagen und halten, ouch under inen selbs gebieten, daß dheiner der iren an der predicanten, so von einer christenlichen gemeind zuo predigen und leren berüeft und erwelt sind, predigen und leren gan und die hören sölle, dann sy falsch, dorig, verfüercsch leren und predigen, schelten und schmächen dieselben zun« höchsten; daneben leren und predigen sy für sich selbs an heimlichen stellen, in den hüsern, winkten, wülden und uf dem feld, ouch zuo den zyten, so ein christenliche gemeind August 1527, 1141 samcntlich an offner gewonlichcr statt das Gottswort von den gemein erwelten predicanten, die das wort nach rechtem christenlichem verstand verkündigen und leren, hören fülle, und haben damit ein eigne abgesündrete Versammlung, rotticrung und sect ufgeworfcn, alles zuo Nachteil, ergernuß und vertruckung gemeiner christcnlicher Versammlung und gemeins christenlichen stands. 2. „Item, au etlichen enden nnsrer landschaft und gebieten haben, under dem schyn des wort Gottes und christcnlicher und ordenlicher liebe, etliche, die glychwol in eelichen rechtmeßigen banden der ee verpflicht gewesen sind, andre wibsbilder in gestalt und form einer geistlichen ee sich zuosamen versprochen, ring und kleinot der vermächlung cinandren gegeben, darus dann unverschampte und ärgerliche laster des ecbruchs kommen und gefolgt sind, ouch in vil ander weg sy under dem schyn des guoten mit cefrowen und junkfrowcn unzimliche Handlung fürnemen und bruchen, 3. „Item, sy vermessen ouch ane schäm und forcht Gottes und aller erberkeit sich zuo berüemcn, daß inen Gott durch syn geheiß und den geist grusamliche laster, als todschlag, ouch an iren natürlichen brüedern, und andre übel ze began, eröffnet und fürgebildet Hab, wie dann sölichs ouch mit der that bcschächen ist. 4. „Jtein, sy haben sich ouch vergangner zytcn an etlichen enden unser stett und landschaft »»der dem schyn göttlicher ordnung und Wunderwerk erzöigt, als ob sy verzuckt und tod wären, und göttliche Heimlichkeit und offenbarung im geist gesechcn hätten, 5. „Item, sy understaud durch iren mißbruch göttlicher gschrift zuo erhalten, daß der tüfest begnadet und selig werden soll. Etliche under inen halten und glouben ouch, diewyl Paulus zun Römern anzöige, daß denen, so in Christo syen, nützit usserlichs schad syn mög, us solchem gruud gezime ine», one alle sündrung und undcr- scheid, nach irem anmuot und tust ze faren und handlen, wie sy ir lichtfertig und unwüssend gcmüct füere, darum sy dann in gegcnwürtigkeit der erbarkeit und menklichs ze schweren und nndrc crgerliche laster zuo vollbringen nit bergen noch schämen, sunder sich damit berücmen, daß inen sölichs gegen Gott unnachteilig und unschädlich sye und syn söll, 6. „Item, wicwol sy nit alle das usserlich Wasserzeichen des widertoufS gebruchcn, so sind sy doch mit andern zeichen und brandmalen verzeichnet und beschruwen, nämlich: daß keiner tegen tragen, noch syn usständig schulden mit recht und gericht inbringcn söll; sy halten und sagen ouch, daß kein christ von dem andern, so er änderst ein christ syn well, kein zins noch gült und cinicherlei chouptguot ivcdcr geben noch »einen söll; daß ouch alle zytlichen güeter fry und gemein, und jeder vollkomne eigenschaft dnrzuo haben mög, wie wir dann eigentlichen bericht sind, daß sy sölichs in ansang irer sclbs ufgeworfnen bruoderschaft vilfcltiglich angezogen und die armen einfaltigen inen anzehangen damit bewegt haben; sölichs alles und vil mer, so wir hie um der kürze willen undcr- lasscn, haben sy under dem schyn des fridens, ouch brüederlicher trüw und lieb getan, ir buobcry, muotwillig und ufrüerig wesen damit zuo beschönen und vertecken, 7. „Item, sy halten und leren ane alles entsitzcn, vermessen sich ouch mit heiliger gschrift zuo erhalten, daß kein christ kein obrer syn mög, und wie wol kein oberkeit one die Pflicht und das band des eidcs erhalten werden noch bestand haben mag, so leren und halten sy doch one alle sündrung und undcrscheid, daß kein christ kein cid (ouch der oberkeit) und sunst niemands thuon noch schweren sölle, alles zuo schwach und vertruckung christcnlicher und ordeulicher oberkeit, aller erbarkeit, brüederlicher lieb und gemeines fridens. 11. 1. „Diewyl wir dann, wie oben nnzöigt, bericht sind, daß der kindcrtouf durch die allgemeinen worl: „Gand hin und lcreud alle Völker, sy toufendc in dem uamcn des Vaters und Suns und heiligen Geists", alle menschen und Völker begriffen, und niemand davon gesündert noch nsgeschlossen wirt, und aber die widertöufcr einen undcrscheid zwüschen dem touf der alten und onch der kinder, ane Gottes wort und ane alle christcnlichc und gegründte Ursachen der sündrung machen, so doch ouch die weltlichen recht wellen, daß man by dem gemeinen gescch beliben söll, es werden dann rechtmcßig Ursachen der sündrung nugczöigt; diewyl sich doch ouch nit gezimpt, »f bispil, was geschcchen sye, sunder was gcschechen söll, ze urteilen, als die widertönfer sagen, „die Apostel habend glöubig und verständig getauft und aber nit kinder, darum söll um» sy nit tonfcn"; diß ist ein betrug und falsch, und mag beschlicßlich »it folgen; so wirt ouch by den christlichen lcrcrn, die unlang nach der Apostel zyten gelebt 1142 August 1527. haben, luter befunden, daß der bruch des kindertouf von den zyten der Apostel an dieselbigen domals komm sye, darum ouch der kindertouf in gemeiner Christenheit christenlich und loblich Harkomen und gehalten ist. 2. „Uß disen und andern christenlichen und gegründten Ursachen, so vormals in gehaltnen disputationen gnuogsamlich anzöigt, sind wir als christenliche und ordenliche oberkeiten, so dann mit solchen befleckten und ufrüerigen Personen beladen, bewegt, uns zesamen ze thuon und derohalb underred und ratschlag (ze halten), wie wir diß unchristenlich, boshaftig, ärgerlich und ufrüerisch unkrut usrüten und tämmen möchten, und haben uns demnach einmüetiglich entschlossen, wie hernach von einem an das ander begriffen ist. 3. „Und nämlich des ersten haben wir angesechen und zuo halten geordnet und fürgenommen, so einer oder eine, frowen oder mann, jung oder alt, mit disem lastcr des widertoufs verdacht und verargwonet, daß der oder die angends von irer oberkeit der enden beschickt, und trüwlich und ernstlich davon abzestan, ouch daby der pen und straf, so ime daruf stände, ermant werden füllen. 4. „Und damit sölicher verdacht und argwon offenbar werde, so soll ein jeder unser burger, underthanen und hindersäßen bp christenlicher ghorsame und siner gethanen eidspflicht schuldig und verbunden spn, wo er einen oder eine mit sölichem widertouf argwönig und verdacht wüßte oder erfüere, daß er die spncr oberkeit der enden leiden und anzöigen wolle. 5. „Item und welche also in dise sect und sündrung des widertoufs fielen und sich nit beßren noch davon gänzlich abstan wellten, und in österliche, offne, tätliche Handlung oder ergernuß kommen, so sy dann der enden burger oder insaßen sind, sollen sy der oberkeit zuo pcnfal und straf . . . unabläßlich zuo bezalen verfallen spn. K. „Wann aber einer frömd und usserthalb unser stett und landschaften dahin kommen wären (oio), füllen sy glych erstmals, so sy mit dem widertouf besteckt kuntlich erfunden, von den enden verwysen und verboten werden, und soll der für frömd gehalten werden, der usserthalb unser stett und landschaft oder dero, so mit uns in sölchem verstand wären, geboren und Harkomen sind (sie). 7. „Item und welicher also, über daß einer pon statt und land verwisen und verboten wurde, wider sin gethane eidspflicht widerum an die end käme, daß dann der oder dieselbigen one alle gnad ertränkt werden füllen. 8. „Item und so einer oder eine under den burgern und inwonern unser stellen und landschaften anderwert mit dem widertouf befleckt, und das uf den oder die kundlich erfunden wurde, soll der oder dieselbigen mit noch einest so vil, als er davor zuo buoß bezalt hat, gestraft und gebüeßt werden. 9. „So aber einer oder eine von sölichem irem fürnemen nit.abstan, sunder fräfenlich daruf verharren wellten, oder daß einer diser sect und rottierung ein nämlicher fürgesetzter, als ein lerer, töufer oder ein underschlöufer, umschweifer und redlisfüerer wäre, old vormals darum us fänknuß gelassen und sich zuo bessern und davon abzestan versprochen, gelobt oder geschworen hätte, welichs under deren eins wäre, daß der oder dieselbigen ouch ertränkt werden füllen. 1V. „Item, als wir denn ouch by den verwetten widertöufern eine sündrung und zerteilung mit dem nachtmal Christi befunden haben, ist unser ansechen, will und Meinung, daß sy sich andern gemeinen kirchen der enden, da sy ir wonung haben, verglichen und von andern kirchen nit sündren, sunder mit densclbigen das nachtmal Christi Hegau oder aber, diewyl das ungefär wol beschechen mag, gänzlich damit stillstan füllen. 11. „Und nachdem wir ouch bericht sind, daß vil armer, unschuldiger und einsaitiger Personen, frowen und mann, jung und alt, mit den glißenden Worten der widertöufer, so sy sich gebruchen, in diß sect ingefüert und vcrfüert, die das verborgen gift nit wüsten noch erkennen mögen, so behalten wir uns sampt und sunder hiemit bevor, die verwetten unsre bestimpten strafen ze mäßigen, mindern oder ändern nach gestalt und gelegenheit der Personen und fachen, ouch nach eins jeden verschulden, wie uns das je zuo zyten für zimlich und recht gedunkcn will, ungefarlich. 12. „Item wir haben uns ouch mit einander» vereint und vertragen, ob einer, so mit disem widertouf verdacht und argwönig wäre, syn flucht und zuokeer in unser eins (old) der andern stett, landschaft und gebiet setzen, dahin fliehen und sich alda enthalten wellt, soll unser kein statt oder land densclbigen wider des andern willen nit enthalten, sunder den usser ir statt und land wisen, oder aber den und dieselbigen uf erfordern deren, von den(en) er entwichen märe, zuo Händen komm lassen, ungefarlich. August 1527, 1143 13. „Zuo dcm haben wir uns hicmit vorbehalte», ob etlich ander stett, landschaften und commun, unser jedes nachpuren oder anstößer, sich mit uns und wir mit inen, diser widertöufer und irer bösen, lasterlichen und ufrüe- rigen Verhandlung halb, glycher gstalt inlasscn, vereinen und vertragen wellten, daß wir das zuo jeder zyt wol thuon mögen, damit ir bös fürnemen bester fuoglicher abgestellt werde, doch jctz und hinfüro unser» pünden, so wir mit unser» lieben Eidgnossen haben, in allweg unvergriffenlich und ganz unschädlich. III. „Und soll ein jeder bot sölichs unvcrgriffenlicher gstalt an syne Herren und ober» langen lassen, dnrinnc ze meren und mindern oder ganz davon abzestand, wie das inen füegt und eben ist.; sunderlich sollen sy von den penfällen reden und ratschlagen, wie hoch die bestimpt werden, wie jeder bott wol weiß. „Demnach soll man uf unser lieben Frowen tag Nativitatis nächstküuftig widerum alhie in der statt Zürich erschinen und syner Herren und ober» willen und gmüet hierin anzöigcn." St. A. Zürich: A. Wiedertäufer. — St. A. Bern: Allg. eidg. Abschiede 243 f. Eine neuere Copie in Evcmg. Absch. Einen vollständigen Abdruck hat Stürlcr iu den Urkunden I. 311—318. Vgl. Nr. 480. Zu I». Es liegt nur die Erklärung (resp. Instruction) der zürcherischen Botschaft vor: „Was usserhalb der beschribnen tagsatzung an unser lieb Eidgnossen von Bern, Basel, Schaffhusen, Appenzell und Sant Gallen langen soll, folgt hernach. „Wiewol ir unser lieb Eidgnossen diser fachen halb nit beschribcn, hat sich doch hiezwischend und dem bestimpten tag (leider) etwas beschwärlichs zuogetragen, dardurch wir verursacht werden, achten mich, wir sycn das nit allein nach vermög unserer pündten, sonder uß dem geheiß goties und brüederlicher trüw und lieb einander!! ze thuon schuldig, wären ouch vorlangst willig und beging gewesen, sölhs unfern lieben Eidgnossen, sonders von den siben Orten, anzezögen und st) vor allem dcm, das inen und uns allen, ouch gmciner unser Eidgnoschaft zuo unrat und schaden hette reichen mögen, zuo vcrwaren; so haben sy (aber), wie osfcnlich am tag ligt, unserer Handlung, thuon und lasscns ein sondern mißfal, darumb unser guotwillige und trüwe Warnung zuo wenig frucht- barkeit, sonder vil mer zuo Unwillen hette mögen dienen. „So wir ouch scchen den gegcnwirtigen schaden, der uns billich zuo herzen gat, so wölten wir je gern mit der gnad des allmächtigen inen und uns allen, und gmciner unser Eidgnoschaft noch merem schaden und Nachteil vorsin. „Und nachdem uns nit zwifelt, üwer Herren und obern, ouch ir für üwer Personen, lassen üch disc infäll und fachen nit minder dann uns zuo herzen gau, sind wir bewegt, mit üch von disen dingen red ze halte», ob doch uf Mittelweg gedacht und gehnndlet, damit ein einhclligkeit, trüw und lieb in unser Eidgnoschaft gepflanzt und bestendiglich erhalten werden möcht. „Dann wir leider täglich sächen, wahin uns der eigen nutz und frömbd guot füert und ivas darus folgt; wann ob wir glichwol den geschichten^so gott durch sin wort im alten Testament mit Mosen und andren geivürkt, ouch im uüwen uns zuo lcr und nnderricht geben und hindcr im verlassen hat, nit globen wölten, so haben wir doch nß erfarung der vergangnen geschichten von den wcltwisen ouch der uuglöubigcn Völker, (so vil?) daß wir doch denselben (so uns glichwol das wort gottes verhaßt wäre, als es dann by etlichen warlichen verhaßt ist) globen und unser üsserlich regiment und wesen darnach richten sölltcn. „So wir dann auch daneben unserer vorcltren wesen, leben, narung, Handlung und als (l. alles) ir thuon und lassen gegen dein unfern bedenken und crwcgen, erfinden wir, daß sy sich der narung irs lands begangen und betragen mit essen, trinken, bekteidnng und andrem, zimlich und mäßig gehalten und sich dcß wol benüegt haben. Dagegen werden unsere jetzige brüch und sitten gehalten und daby wargcnomen, wie (wenig) glychmäßig sy den brächen und sitten unserer Voreltern syen. „Unser Voreltern haben sich frömbder Herren nüt nmb gelt und irs eignen Vorteils und genieß, sonder umb der gerechtigkeit willen beladen und angcnomen, und damit je und allweg gcrechtigkcit mit der gnad gottes beschirmbt und erhalten; ivic (aber) by nnsern ziten eigner nutz uns eigen macht, uns ouch zuo schimpf, spott, Verachtung, verkleinung und verlusl der eeren, libs, fryheit, land und lüt bringt, wirt leider täglich wol erfarcn. Gott wöll uns in sölhcn gefarlicheiten begnaden. 1144 August 1527, „Ouch haben unser Voreltern, so sy glychwol zuo kriegshandlungen kamen sind, eerlich und rechtmäßig krieg gefüert, damit sy die bösen frid zerstört haben; by disen unfern gefarlichen ziten (wird hingegen) krieg geüebt, dardurch guoter frid und einigkeit zerrütt werden möcht. „Die vermelten unser vordren haben by iren ziten den muotwilligen unadenlichen adel, mit allem übermuot, tyranny, junkfrowschwechung und allen lästern besteckt, getempt, gestraft und vertriben; aber by unseren ziten werden nüwe müessiggcnger, mit allen lästern umbgeben, gepflanzt, gezogen, geuffet und erhalten. „Die furgesetzten der kriegen und gmeins nutzes habend by unser vorelteren ziteN je und allweg ir ruow, frid und stille der gemein nach all irem vermögen bedacht; aber by disen unseren ziten wirt der gmein arm man umb kleins schnöds gelts willen uß sinem fridsamen vatterland, von siner arbeit, sinen wib und linden in frömbde land gezöchnet (gelockt) und zuo tod geschlachen, damit ouch unzalich witwen und weisen gemacht; die fürgesetzten nemend das gelt bim Hufen, komm davon und werden nütdestminder für Herren und fürgesetzt lüt gehalten. Wo diß dem gmeinen man ingebildet werden söllt, mag ein jeder verständiger gedenken, zuo was gefar das reichen möcht. „Unser Voreltern sind ouch durch ir einhelligkeit von kleinen dingen mit der gnad des allmächtigen zuo großen dingen ufgewachsen, sich in ruow, friden, fryheit, schirm und rechten erhalten. Wohin uns aber das widerspil, wann wir unser leben und wesen, ouch all unser thuon und lassen gegen gott, mit ufung und sürdrung sins heiligen worts, ouch usserlicher und mentschlicher ordnung und satzung halb nit andren noch besseren, bringen werd, haben ir unser lieb Eidgnossen, als liebhaber der warheit, wol zuo bedenken. „Uß solichem und andrem, so uns ouch bishar vilfaltiglich begegnet ist, haben wir uns nit mögen enthalten, mit üch von disen dingen ze reden und handlen, und als ouch unser trüw lieb Eidgnossen von Bern vergangner tagen einen tag gen Baden, uns allen und gemeiner unser Eidgnoschaft zuo gnotem verstand, beschriben, und wiewol wir deß sonder fröid empfangen und unser botschaft dahin verordnet hellend (sie), so ist doch der minder teil unser Eidgnossen damals da erschwert und nüts fruchtbärs gehandlet worden, und wiewol wir daneben in vil ander weg von unfern lieben Eidgnossen von den siben Orten Unwillen abnemen mögen, das uns leid ist, wir inen ouch deß kein ursach geben, so begeren wir doch nütdesterminder ir aller und gmeiner unser Eidgnoschaft heil an seel, eer, lib und guot, das zügen wir uns an gott. „Wa wir uns aber keins andren und bessern, dann wir ein zithar gespürt haben, by inen versehen, als wir doch nit hoffend, so möchte unser Notdurft mit der zit ouch erforderen, uns mit eeren und fuogen by disen gefarlichen ziten guok fründ und nachpuren ze machen, das wir üch an statt üwer Herren und obern, ünsern trüwen lieben Eidgnossen, zuo denen wir ein sonder hoch vertruwcn tragen, nit haben wollen verhalten, sy umb ir hilf, rat und bystand in allem, so uns allen und gmeiner unser Eidgnoschaft zuo eeren und beständigkeit reicht, hiemit früntlich und flißig bittende. Actum Mittwoch nach Lorenzii Anno rrvij." St. A. Zürich: Abschiede Bd. 0, k. Sgl. — St. A. Bern: Abschiede SS7—2gl. — K. A. Basel: Abschiede. — K. A. Schafshausen: Abschiede. 47R Ireiömg. 1527, 12. August. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede 251. Gesandte: Bern. Lienhard Hübschi, Seckelmeister; Urban Baumgarter. Der Streit zwischen dem Comnnssar (zu Grandson) und dem dortigen Gotteshans Karthäuser Ordens, zwei Maß Oelzins ab einem gewissen Gute betreffend, wird dahin entschieden, daß dieses Gut, als von einem Herrn von Grandson vergabt, dem Gotteshaus bleiben und den beiden Städten kein Oel zinsen solle, t» Da die von Grandson, ans einen Brief vom Juli 1420 gestützt, begehren, daß nicht sie den Spitalmeister besolden („versehen") müsse», so wird dieser Brief (für einmal) bestätigt, jedoch verfügt, daß der von ihnen zu setzende August 1527. 1145 Priester, der Spitalmeister sein soll, jeweilen den Vögten der beiden Städte zu präsentiren sei und jährlich genügende Rechnung zu geben habe vor dem Vogt und Leuten von Grandson; würde er sich nicht gebührlich halten, so müßte er des Amtes entsetzt und mit Vorwissen der Herren ein anderer gewählt werden; dabei behält man sich überdies weitere Verordnungen nach Gutdünken vor. v. Die von Grandson verlangen Bezahlung ihrer Gerichtstaglöhne. Darüber hat man erkannt: Bei den täglichen Gerichten soll es bleiben wie von Alter her. Wenn Sachen vorkommen, die keinen Verzug ertragen, so soll der Vogt ein („gekauftes") Gericht halten lajsen; wenn dann diejenigen, die das begehren, es selbst verschuldet haben, so soll den Gerichtsherren für die erste Sitzung 10 Groß, für jede folgende 5 Groß werden; sind aber letztere schuld, daß man Gericht halten muß, so haben sie nichts zu fordern. «I. Die Gerberie von Montenach soll bezahlt werden wie von Alter her, es wäre denn daß gute Kundschaften oder Briefe die Befreiung erweisen, v. Da Etienne Bailli die Avouerie (?) nicht ganz bezahlen will, weil er nicht einen ganzen „Pflug" habe, so soll der Vogt untersuchen, wie viele Güter derselbe besitze, und je nach Befund verfügen, I. Dem Grilltet, der früher wegen Unterschlagung eines Pfandes um 3 Kronen gestraft worden ist, haben die beiden Städte, mit Rücksicht aus seine Armut und Weib und Kinder, ihren Theil nachgelassen; aber dem Vogt soll er den Rest (1 Kr.) bezahlen. K. Franz Gevillioz von Zjvonnand erhält an seine neue Behausung 2000 Ziegel geschenkt. I». Der Schreiber von Grandson ist für seine Dienste mit einem Rock belohnt, i. Malprovent soll für seinen Bruder die 15 Kronen Strafe bezahlen. It. Die von Provence klagen, daß die von Bonvillard in ihrem Walde weiter greifen, als sie berechtigt seien. Das soll der Vogt untersuchen und wenn es sich so verhält, das klebrige um billigen Zins an die von Provence verleihen; dagegen werden die Ordnungen deren von Bonvillard, die zum Schutz der Wälder dienen, aufs neue bestätigt. I. Die Klage der Ziegler von Grandson, daß die von Montenach die Ziegel zu billig, nämlich das Tausend zu 26 Groß, erhalten, und ihr Begehren, der herrschenden Theure wegen ejnen Aufschlag zu gestatten, wird abgewiesen, den Zweien aber, die vorher keine Röcke gehabt, je einer geschenkt, i»». Dem Pierre David von „Wiettenbon", der gegen die Savoyischen rechtlich einen Wasserlaus erstritten hat, sind 10 Pfd. oder drei Säcke Korn an seine Kosten gegeben worden. iA. Die Fischer von „Lysarnons" sollen den Zins bezahlen, den sie übernommen haben, und künftig den beiden Städten für jeden Fisch 4 Batzen geben. «. Da Perrin von Nvonnand klagt, daß er die Avoyrie (f. o.) doppelt bezahlen müsse, so soll der Commissär sich darüber erkündigen und nach Billigkeit handeln, z». Dem Weibel von Avonnand hat man für seine guten Dienste einen Rock geschenkt. Y. Der Prior in der Karthanse zu la Lance soll an dem neuen Portal, das er machen will, die Wappen von Bern und Freiburg anbringen lassen; ist das geschehen, so soll dann Freiburg Gewalt haben, im Namen beider Städte eine Beisteuer zu geben, i. Ungeachtet des obigen Artikels (I) betreffend die Ziegler hat man denen von Montenach geschrieben, sie mögen, mit Rücksicht auf die Theure des Holzes w., für das Tausend 30 Groß geben; thn» sie es nicht, so bleibt es bei der erwähnten Verfügung; wollen aber die Zieglcr nicht nachgeben, so wird ihnen der Nock entzogen. «. Dem Franyois Chuat (?), der klagt, er habe den zwei Städten gewisse Güter „nachgültig" verkauft, soll der Vogt 2 Gl. geben. 4. Der Prior der Karthanse erhält einen Fürderniß- brief an den Vogt zu Val Travers, damit er zu seinem Bau Holz überlasse, ii. Denen von Provence wird eine Empfehlung an den Abt in St. Moriz erthcilt, daß er ihnen gestatte, einen Tanfstein in ihre Capelle zu wachen, da es ihnen beschwerlich („sorgsamklich") sei, die Kinder nach St. Anbin zu tragen; doch soll das der Cur keinen Abbruch thun. v. Die 20 Groß Zins, die das Schloß Grandson jährlich nach Nomainmoticr gibt, soll der Vogt ablösen, v». Cr soll auch den Brunnentrog im Schloß erneuern lassen, x. Dem Zehnder zu Bullet sind mit Rücksicht auf den großen Mißwuchs 6 Kopf Korn und 6 Kopf Haber geschenkt. Der Vogt 144 j 1146 August 1527. zu Schwarzenburg hat angeregt, es sollte der Heuzehnten zu Steinhaus (wieder) „aufgerichtet" werden. Die Landleute sagen aber, sie haben ihn immer mit Geld bezahlt. Daher ist dem Vogte befohlen, der Sache nachzuforschen; erfindet sich, daß dieser Zehnten früher bestanden, so ist er wieder herzustellen; sonst bleibt es bei dem Herkommen. In Betreff der March zwischen Guggisbcrg und Plafeyen ist verabredet, es solle zu Freiburg nach bezüglichen Schriften gesucht werden; finden solche sich nicht, so werden dann beide Städte ihre Boten abordnen, um mündliche Kundschaft zu erheben und darnach zu marchen. Auf die Klage des Vogtes im Namen der Landleute, daß Einer, der schon früher deßhalb gestraft worden, sich offen lutherisch nenne, ist dem Vogt befohlen, ihn um 26 Gl. zu büßen, nach dem Mandate von Frciburg, das derzeit die Strafe zu bestimmen hat, und das Geld seinerzeit zu verrechnen. ?»?». Hans Rudolf von Meßbach, Vogt zu Grandson, legt Rechnung ab, laut deren er jeder Stadt schuldig bleibt 241 Pfd. 2 Groß 1 Pfg., 42 Mütt 2 Kopf 1 Wierling Korn und 21 Mütt Haber, kleine Münze und Grandsoner Blaß. vv. Der Vogt zu Grasburg, Wilhelm Hertenstein, hat jeder Stadt zu entrichten 49 Pfd. 7 Schlg. 2 Psg., 11 Mütt Dinkel, 2 Mt. Roggen, 2 Mt. Mischelkorn, 2 Mt. Gerste, 114^2 Mt. Haber, in Berner Währung und Maß. Zu >»t>, <; aus dem Zürcher, Ii, I aus dem Glarner Exemplar. Zu e. Im Glarner Abschied ist der letzte Satz in unerheblicher Weise abgeändert. 47». cLucern. 1527, 14. August (Auf u. Frauen Abend im August). Staatsarchiv Lucorn: Acten Münzwesm. Tag der V Orte. I. Auf Begehren der vier Orte (Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug?) werden in ihrer Gegenwart folgende Münzen probirt: 1. Die neuen zu Bellen; geschlagenen Nößler: Die Mark hat au feinem Silber 7 Loth. 2. Die alten Nößler, die der Trivulz geschlagen: Die Mark hält feines Silber 8 Loth weniger 1 Quintlein. 3. Bei den neuen Lucerner Schillingen hält die Mark 5 Loth weniger 1 Qt. feines Silber. 4. Bei den alten Lucerner Schillingen 5 Loth Qt. 5. Von den Basler Plaparten sind zwei Proben vorhanden; die erste hält Loth weniger ^/s Qt., die andere 7^/s Loth 1/2 Qt. 6. Von den neuen zu Bellen; geschlagenen dicken Plaparten werden zwei Proben genommen; in der ersten hält die Mark feines Silber 8 Loth V2 Ol., die andere 8 Loth. II. Dieser Probe zufolge gehen von den zu Belleuz geschlagenen dicken Plaparten 25 auf eine Mark; der Schlagschatz oder des Münzmeisters Lohn beträgt also von einer Mark 5 Schl. 2 Hlr., und wenn nun die 8 Loth 1/2 Qt. Silber und der Schlagschatz zusammengerechnet, und die Mark Silber z» 9 Gl. rhein. oder 17 Batzen für 1 Gl., angeschlagen wird, und 25 Bellcuzer dicke Plapartc, die eine Mark ausmachen, jeder zu 10 Schl. gerechnet, dagegen abgezogen werden, so hat man an einer Mark 12 Schl. Gewinn; kauft man überdies; die Mark Silber billiger als um 9 Gl., so gewinnt mau um so viel mehr. III. 1. Wird auf gleiche Weise mit den Lucerner Schillingen, deren 160 auf eine Mark gehen, gerechnet, so bleiben ungefähr 12^/2 Schl. als Gewinn. 2. An den Baslcr Plaparten, deren 114 auf 1 Mark gehen, werden von der Mark ungefähr 9 Schl. gewonnen. IV. 1. Hierauf haben die Boten der drei Länder -samt Zug sich unterredet und folgenden Antrag an Lucern auf allseitiges Hintersichbringen gestellt: Daß die dicken Plaparte mit dem Mönch im Sessel 10 Schl. gelten, die mit dem breiten Kreuz und einem qnadrirten Schild auf der nudern Seite ebenfalls 10 Schl., / 1148 August 1527, die mit dem geharnischten Mann und dem Adler 8 Schl., die neuen und alten Rößler von Bellenz 3^/2 Schl,, die Basler Plaparte wie bisher 2 Schl., die Lucerner Schillinge wie bisher. Da die Bellenzer Dick-Plaparte laut der Probe nicht mehr als 10 Schl. werth sind, so will man sie so gehen lassen. 2. Lucern gibt die Antwort, es könne sich diese Ansätze gefallen lassen, in der Meinung, daß zwar die bisher zu Bellenz geschlagenen Dick- pfenninge für 10 Schl. Curs haben niögen, daß aber die III Länder den Münzmeister anhalten sollen, künftig solche nicht mehr zu machen, sondern bessere zu schlage», da der Gewinn ein gar großer ist. Lucern behält sich auch vor, die neue Münze ohne Unterschied der Herkunft zu probiren und nach ihrem Werthe auszurufen, jedoch die andern Orte immer vorher zu „warnen". I». Lucern beantragt als das beste Mittel, um durch die neue Münze der Wälschen nicht betrogen zu werden, daß die V Orte übereinkommen, alle neuen Münzen, welche aus Mailand kommen, sie mögen schlecht oder gut sein, schlechtweg zu verbieten und zu verrufen; denn wenn auch eine neue Münze gut ist, so pflegt, sobald dieselbe in Umlauf gekommen, gleich eine große Menge von geringen» Gehalte, aber mit dem gleichen Gepräge, geschlagen zu werden, wodurch der gemeine Mann betrogen wird. « . Betreffend den Vorschlag, daß kein Ort ohne Vorwissen des andern eine Münze höher oder niedriger werthen sollte, erklärt Lucern, es habe zwar nie ohne Begrüßung der andern Orte eine Münze erhöht oder abgerufen, und werde das auch ferner nicht thun, wolle sich aber dadurch nicht binden, fondern die Freiheit vorbehalten, wenn eine neue Münze komme, dieselbe zu probiren und nach ihrem Werthe gehen zu lassen, jedoch immer die vier Orte freundlich warnen, bevor es eine Münze verrufe oder herabsetze, «t. Lucern bringt an, daß dermalen eine große Theurung der nothwendigsteu Lebensmittel herrsche, was großentheils daher rühre, daß die Eidgenossen ihr Vieh, Käse, Zieger, Leder und Anderes ihren Feinden nach Mailand zuführen, wobei viel Fürkauf getrieben werde, weßhalb es gut wäre, wenn solche Ausfuhr verboten, oder wenigstens der Fürläuf eingeschränkt würde durch die Bestimmung, daß einer, der Vieh kaufte, das er nicht selber brauchte oder nach Mailand führte, dasselbe wenigstens einen Monat lang „an seinem Futter und Gras" haben sollte. Da die Boten hierüber nicht instruirt sind, so wird das heimzubringen beschlossen. « . Schließlich wird über obige Artikel, namentlich der Münze halb, verabschiedet: Werden sie genehmigt, so soll man darüber einen Ruf ergehen lassen; wenn aber das eine oder andere Ort daran ein Mißfallen hätte, so soll es bis Dienstag (2V. August) nach Lucern berichten, lieber die andern Artikel ist auf nächstem Tage Autwort zu geben, tl. Auf dem nächsten Tage soll die Angelegenheit betreffend das Schloß Valzol wieder zur Sprache gebracht werden. Zu Die Beschreibung einiger Stücke lassen wir aus einer Beilage des Abschieds wörtlich folgen: 1. „Item die nüwen ticken plaphart, so uf einer siten ein halb brustbild eins antlit, und dorumb geschriben stand dise buochstaben -j- - p . lucas . fliscus. lauanie . eo . m. d ., und nf der andern syten ein münch, sitzend in einem sessel, in der linken Hand habende ein palmcn, die andern Hand ufhebende mit zwei gereckten fingern, darumb stat geschriben . S . teones . Martir, und ist ander dem sessel in dem cirkel der gschrift ein vögelin mit zertonen flügeln; dero dicken plapharten gand rrv uf ein march minder s quintli," ?c. 2. „Item die Bclletzer ticken plaphart, so uf einer syten drü schiltli der drycn Orten Ure, Schwiz, Under- walden, darob ein adler, und dorumb geschriben stat Vranie . Snit et . Vnder, und uf der andern syten eins geharnischten manns bild mit eiin ufgethonen mantel anhabende, in der rechten Hand ein längs stängli mit enn fendli, und in der linken Hand niderglassen ein schwcrt habende, und stat im cirkel dnrnmb geschriben dise buochstaben . S . Martinus . episcopus . die dicken plaphart wägend rrv ein march nach der prob; so halt die ganz march an sinem silber viij lot j quintli und ein xvj teil. 3. „Item die dicken plaphart, so uf einer siten ein schilt quadriert, oben uf der rechten siten im schilt das vierteil stat oben gschrasfiert und wysglatt, darnach gen der linken siten ein adler mit zwei köpfen; item unden im andern viertel zur rechten siten ein grad krüz mit vier buochstaben darneben, und zur linken siten unden, wie August 1527. 1149 oben zur grechtcn fiten stat, und stat dorumb geschribcn Bonifacius . Mar . Montis . fera . und uf der andern syten stat ein crnz in glattein fcld, darumb geschribcn im cirkel . pp . Sacri . Ro . imp . princ . vicarius . dero wägend rrv ein march; nach der prob so halt die ganz march fins silbers v lot iij qnintli.. 4. „Item die dicken plnphart, so nf einer sitcn stat ein geharneschter man mit cim mantel, in der rechten Hand ein fendli, in der linken Hand ein schwert habende, darumb stat im cirkel geschribcn . Sanctns ternestus Mar., und uf der andern siten ein adler mit eim köpf und ein krön darob, darumb stat Petrus . lucas . fliscus . la . M. C., haltend nach der prob ein ganze march fins silber viiij lot, dero dickpf. wägend rrv ein march. 5. „Item die alten Münchs dick plaphart, so uf einer ststen stat das antlit, darumb im cirkel geschribcn ludovicus fliscus . lauanie . 7 . C. Do . , und nf der andern siten der münch in eim sessel sitzend und in der linken Hand habende ein palmen, darumb stat geschribcn . S . theoncstus . Martir . X . haltend ein ganz march fins silber r lot j qnintli." 474. Wer». 1527, 17. und 19. August. Staatsarchiv Bern : Nathsbuch Nr. 214, p. 153. 154. I. (Samstag nach Assumptioiüs Maria). Eine Botschaft von Mühlhauscn beklagt sich über den Abschied, den gemeine Eidgenossen auf dem letzten Tag in Betreff der Späne mit dem Regiment zu Ensisheim erlassen haben, und bittet zum dringlichsten, in dieser Sache behülflich zu sein, damit der Streit geschlichtet werde. — Darauf antwortet (der Rath), es sollen die Boten auf den nächsten Tag Befehl erhalten, nichts zu sparen, um den Span zu vertragen. Au jenem rauhen Abschied habe er auch kein Gefallen, und hoffe, daß seine Botschaft dazu nicht gestimmt habe; denn solches sei ihr nicht befohlen gewesen. II. (Montag vor Bartholoms). Abermals erscheinen die Boten von Mühlhansen und tragen in langer Rede ihre Anliegen vor, entschuldigen auch die Wiederholung und erneuern das Begehren, daß Bern so gütig und gnädig sei, mit einem, zwei oder mehr Orten sich des Handels anzunehmen und ihn entweder freundlich zu vergleichen oder zun: Recht zu leiten, da ein weiterer Aufschub größeren Schaden und Kosten verursachen würde; wobei sie eröffnen, daß Solothurn seinen Beistand auch zugesagt habe. — Darüber wird beschlossen, gemäß dem srühern Erbieten, wenn ein oder mehr Orte ihre Boten nach Ensisheim schicken, es auch zu thun und da gütlich zu unterhandeln und weder Arbeit noch Kosten zu sparen. Man will das auch auf dem nächsten Tag anziehen, damit etwas geschehe, indem man die Instruction der Botschaft, die im Namen der zwölf Orte dort („daniden") gewesen, nicht kennt und zu der Sendung („dergestalt als es beschechen") nicht eingewilligt hat. — Wenn Zürich und Basel sich des Geschäftes auch annehmen, so sollen die Boten von Mühlhauscn dafür sorgen, daß man davon benachrichtigt und an das Regiment geschrieben werde, es möge sich „zu der Handlung schicken"; dann wolle man einen Tag bestimmen, der in Basel stattfinden würde. lieber diese Verhandlungen wurde am 19. August ein Abschied ausgefertigt, den das Bcrner Jnstructionenbuch (X. 43 b, 44) enthält. Die Fassung desselben ist breiter und allgemeiner als der Eintrag im Rathsbuch und in sachlicher Hinsicht ohne besonderen Werth. 1150 August 1527. 475. Mern. 1527, 22. und 23. August (Donstag vor Bartholoms f.). ^ Staatsarchiv Bern: Jnstructioncnbuch X. <ü >>. KantvnSarchi» Areiburg: Acten Bern. Gesandte: (Nach Roget fünf Boten von Savoyen, neun von Genf, einer von Seiten des Bischofs, zc. — Namen sind nicht angegeben; auch die von Freiburg sind nicht zu ermitteln gewesen). Versuch einer gütlichen Unterhandlung zwischen der Gemeinde von Genf und den Verbannten, nebst bezüglichem Spruch der Räthe von Bern. Wir lassen den Wortlaut nach einer Originalausfertigung folgen: 1. 1. IZnsuivant larrsst äsrniörsmsnt kaiot a sause äu äiiksront psnäant sntrs les Oitozsns st lkorsnsos äs tu villo et vits «ls (lvnovo. äs pronunoer sur oests souinee pur vvss äamitis et äouloeur, sont este ouses ambos parlves en In prossnoo äss ainbassaäeurs äs illustrissims prinoo et ssi^nsur, monssignsur 1e I)uo äs Kavoz's, et osulx äs mosssignsurs äs lkribourg, prsrnisreinent äsvant inssssigneurs än petlt (lonssil, apres avoir sntsnäu les plaintiks st äoleanoss guo lesäits vitozmns avoiont pur esoript proposss, st a Ion- oontre les response« äesäits kuZitiks snr sola kaiotes, aussx leur plaintiks et les responsss äesäits oitoz'ons sures äonneos, tout pur esoript, prsmisrement en la pressnos äs vsrtains äsputes a osla ouvr, inisss sn sikeots sn lsnAus kranooxss pur les ssorstairss Uontunet äapart les bannis, st Vauäells äapart osulx äs Ltsnevs, sur ls Notier äss partes», puls upros translatos sn alainan pur inoy ls soubsigns tiäslemsnt sans imutation äs In substanoe. 2. tlsla estrs passes et anvs, ont inssseignsurs evoogus les part^os, avoir sntsnäu leur prooures st ont ässires gus iosllss oonässosnäsnt sn amiable pronunoiation, st äavantaigs sont sstssi pris les ambassa- äsurs äuäit illustrissimo seignsur äs sc»)' insslsr et obargs(r) äuäit äikloront pour ls paoiüs(r) amiablswent, eoinnis äiot est, ls(s)gusls so)' sont outksrt äs ls kairs oonnns oommis äuäit ssignour. 3. tlela kniet est tenus propos ss lkorensss gui ostoi(e)nt au noni äoulx st äss aultres lsur oomplioos st aäbsrans, äs vouloir oonssntir sn arniabls pronunoiation, lö(s)glleulx ont rssponäus gus ls vouloi(o)nt kairs, toutsko^s rsssrvso leur aoeeptation et Joosts lsur proours. 4. Luis apres sont estos! vooguo lesäits oito^sns, auxgusulx est tenus semblabls propos, lesgusulx ont par äsux koxs rvsponäu/ gue lsur vbargs pourtoit guo les oas sox äou/ ventilsr äsvant msssoiZneurs äu petit st granä (lonseil, st illaiog sstre vuiäs. 5. tlela a plus Zranä travail et äiN^knos ostre passs, sont rennsss los partes« äsvant ls petit st granä (lonssil, prssons los susnowmss ambassaäours, st illeo äs roobisk ouves toutss olames et ästkonsss et plusisurs allegations äs tout oouste sn avant inisss, ioi a rsoitsr non nsoessairss. ß. Oont prsmiorsmsnt est la oboso oonnns par ov äsvant vsntilss, puis apres attsvtss pronunoiation amiable, st sstro ou^s la supplioation ässäits oitozwns, oontenant avoo aultres artiolss äs non vouloir gawais (laisser?) rotourner lesäits ku^itiks sn la vills et oits äs tlsnevs. Luroo sont reguirus äs insttrs sn esoript osulx gus ns vouloint laisser sntrer Iss plus prinoipaulx aävorsaires st osulx gas soistoi(e)nt (?) ls plus oontrs oulx et la oits äo tlonsvs ineskaiots, st sont ioeulx gui äoibvsnt ässmoursr sn äroit, nowwos- inent Niobel Usrgas!, (luillaumo Dans, Uanlo?, Oekonte, Uisrre .lolv, äsban äu Laut, tlouAV lkauro, lkorterat, Uisrrs Vieulx, Uisrrs lkornsx, Roulst, Ubilipps llos, Uranoavs lkosta, Leporta, äaogus lkro^on, ^.ntoine Versonay, Natbieu Unnau, Varaubtsl. 7. Ues nows susoripts sstro publigusmsnt Isu/ e(s)t kaioto pronunoiation sn sourts gno sonsuit. Lstrs oonsiäsrs et avoir entenäus gus los susnowmes kuA(it)iks, sn noinbrs äixkuit, ostoint les priinn- paulx st lss plus apparans pratioisrs gus so)' sont, oonnns äiot est, moskaiots, s(s)t pronunos guo iosulx äoigent äoslivrsr st prornptsinout pa)'e(r) auxäits (litoisns äs (lsnosvs tant a oause äs lsurs rneskaiots et August 1527. 1151 gussi pour iss ooustos, krgis et Mission« gus Ig vüle et eite äs dsnssvs g sause äe es g soutksrt, vin^t mille esous, osig im et äödvent ostrs rsintsgre(s) äe isur diens, gus oeuix äs (Isnesvo ont risrs euix st mis en grrost. 8. üss guitrss iignnis et gdsons, iss gusuix ioi ässsus ns sont nommss (36), pourront sntror en ig. oits et vilie äe Ltenesvo, kaisant satiskgotion ssion ioräonngnee äe mssssiZneurs äes äeux viiies; mgis Iss guitrss äessns esoripts ns äsdvront ns pourront sntror en igäits eits et vüle sgns is sonsentsment, soou st vouioir äes o^toisns. 9. L!s nsansmoinAS ksront Inns partes g iguitrs st tisnäront seurts en oorps et dien» en tous lieux et paz^s, st ssuix ur juriäiegue, gssavoir äimenode proedgino gprss ig Zginote tiroix g tenir g üosgnns, Xouiei>gstei ou üisnns, sn gusi lieux piaisrg ss pgrtiss, gus ssrg g ieur eisetion, ig pro- inisrsment gttsntsr igmitis, et ss seig ns psut gvoir iisu, guo so)' kasso prossguution äs.justice, oomms ü gpgrtisnt. II. 1. liest oräonngnss sstrs ss pgrtios pudiieo, ont Iss gmdgssgäeurs äuäit üiustrissime ssiAnour protestsx ä^ non vouioir sonsentir, pgrsiiismsnt oeuix äs denesvs, impiorgnt.juslies, toutekois so^ sud- mettgnt g ioräonngnos äs messoignsurs, ssion ie oontsnu äs ieur pigingirs puissgnos. 2. Ivss guatrs dannis gu nom äs tous ies gutres äsingnägnt terms pour inirs rsigtiou g iours gä- iisrgns st gvso eux oonksrir igikgirs, si is vsuisnt gooeptsr ou non, st puis gprss sn gävertir messsiAneurs, gusi pgrti vsuient prenärs, oe gus isur est ouitroxo (sie) äe kgirs sn kjuin/s jours gprss ägts äs oestss. 3. üst gussi tsnu propos spsoigiement gux gmdassgäours äuäit üiustrissims prinos et ssiAnsur äs Igävsrtir gus ospsnägnt ns sov kassont pgr lux ns sss sustjets gusunss innovgtions oontrs ig viiis, iuäntmis et oito^sns äs llsnssvs, gusioongus en kgoon gus soit, gins äsntrstenir pgix st trangniiiits. Nssmsmsnt sst tonus? propos ssäits äe livnosvs st kuZitiks äs kgirs is ssmiäaizis st äs soi oontenter äs raison st oguito. 4. Ii st gussi oräonns «pio iss izisns ässäits izgunis gus oeuix äs lZsnvsvs ästisnnsut et ont mis sn grrsst, so penäant äoigent ginsx äsmours(r) sans x touoiis(r) ns t>ougs(r), .jusrpio g taut gue stn'iäiegue sxe- guution soit kaioto st sentenos tingie äonnss. I'giet en ig viiis äs Horns viZiiia ügrtiroiomsi anno sts. xxvst llironus lirdis Lsrnsnsis g Lsorstis. Von dm vorhandenen Acten lassen wir hier nur die wesentlichsten noch folgen: 1) 1527, 23. August (Vigilia Bartholoms). Bern an den Herzog von Savoycn. üiustrissims, eto. üuisdisn gus summss oertgins gus vos gmdgssgäsurs Es waltet seit Langem ein Anstand zwischen Bern und Freiburg einerseits und den übrigen zehn Orten anderseits wegen der Landmarchen zu Neuenburg und Landeron, der bisher nicht ausgeglichen werden konnte. Da die beiden Städte auf dem deßhalb gehaltenen Tage auf einen gütlichen Spruch nicht eintreten wollten und auch jetzt darüber keine Befehle haben, so wird ihren Boten der Auftrag gegeben, ihre Herren zu bitten, sie möchten unparteiische Männer bezeichnen, was die Eidgenossen auch thun werden, denen dann die Sache übergeben würde, um die Briefe und Titel beider Parteien zu prüfen und darnach auf gütlichem oder rechtlichein Wege die Märchen festzusetzen und so init geringen Kosten den Span zu erledigen. Darüber sollen sich die beiden Orte auf dem nächsten Tage erklären, und wenn sie auf diesen Vorschlag nicht eingehen wollten, Vollmacht mitbringen, sich über einen Nechtstag zu verständigen. — Für die Boten der andern Orte wird abgeredet, auf den nächsten Tag Vollmacht zur Ansehung eines Rechtstages mitzubringen auf den Fäll, daß die zwei Städte, was man nicht erwartet, der Gütlichkeit nicht Gehör gebei? wollten, ß'. 1. Herr von Boisrigault erscheint samt einem Edelmann als Gesandter des Königs von Frankreich und berichtet, daß die Unternehmung der Franzosen in Mailand gut von Statten gehe, unsere Knechte sich da wohl halten, Genua bereits eingenommen und das Heer jetzt im Begriffe sei, gegen Alessandria zu ziehen, in der Hoffnung den Krieg bald zu glücklichem Ende zu führen. Hierauf wird ein Schreiben an die Leute im Felde erlassen, wie die Boten wissen. 2. Dem General Morelet hat man das Gesuch, zu denselben reiten zu dürfen, abgeschlagen, indem mau der Meinung ist, daß er überhaupt nirgendshin gehen solle. Es weiß jeder Bote, wie der Priester von Knonau sich geäußert hat, es sei ein Preis auf Zwingli geboten gewesen, sodass er, wenn er auf die Disputation zu Baden gekommen, ungeachtet seines Geleites „erstochen und erschossen" worden wäre. Da nun diese Rede den Eidgenossen zu hoher Schmach gereicht, so soll man aus dem nächsten Tag Antwort geben, was hierin zu thun sei. I». Des zu Neuenburg erlösten Geldes halb wird dem Landvogt geschrieben, er solle dasselbe auf nächsten Tag mitbringen; dann soll sich jedes Ort erklären, ob es das Geld wieder anlegen oder seinen Antheil nehmen wolle, i. Es ist beschlossen, nach Zürich zu schreiben und die Bezahlung der 2999 Gl. zu fordern gemäß dem Vergleich von Einsiedcln. Ii.« Heimzubringen das Schreiben der Frau Margaretha, Erzherzogin zu Oesterreich, die Eidgenossen möchten sich bei dem Admiral von Frankreich dafür verwenden, daß die Vereinung und der Friede zwischen dem König von Frankreich und der Grafschaft Burgund erneuert werde. Z. Ammann Rychmuth, der Bote von Schwyz, berichtet weitläufig über die Anstünde zwischen Schwyz und dem ehemaligen Pfleger zu Einsiedeln, (Diebold) von Geroldscck, daß er nämlich immer noch eigenmächtig in dem Hofe des Klosters zu Zürich wohne und demselben die Zehnten und andere Einkünfte vorenthalte, und daß Zürich ungeachtet wiederholter Aufforderungen von Schwyz ihn dulde und schirme, weßhalb seine Herren denen von Zürich gemäß den Bünden Recht vorgeschlagen, und auch dein von Geroldseck Recht geboten sei vor dem Papst oder gemäß der Erbeinung zwischen dem Haus Oesterreich und den Eidgenossen, was alles jedoch bisher erfolglos gewesen sei. Daher bittet Schwyz um ein Schreiben an Zürich, daß es den von Geroldscck entweder fortweise oder dann vermöge, das ihm vorgeschlagene Recht anzunehmen, indem sonst die Obrigkeit entschlossen iväre, für das Gotteshaus und den Abt Leib und Gut einzusetzen. Heimzubringen, da August 1527, 1155 diese Sache zu bedenklichen Unruhen führen könnte, und zu besorgen ist, daß mit einem einfachen („schlechten", bloßen) Schreiben bei Zürich nichts ausgerichtet werde, »»». Jeder Bote kennt das Schreiben der zu Ueberlingen versammelten Grafen und Herren betreffend die von Konstanz, desgleichen das Verbot, das die Grafen zu Werdcn- berg in ihrer Herrschaft erlassen haben, um den Priestern zu Konstanz ihre Einkünfte zu „verlegen", «». Uri, Schwpz, Unterwalden und Zug werden erinnert, daß sie auf den nächsten Tag dem Münzmeister von Lucern für den Untersuch der Münzen seinen Lohn bringen sollen; er fordert von jedem Ort 2 Kronen. Es wird kein anderer Tag angesetzt, sondern Lncern beauftragt, einen auszuschreiben, sobald es die Nothdurft erheischt, H». 1527, 29. August, Lncern, Die Boten von Städten und Ländern schreiben an Zürich) 1, Hans Burger, jetzt in Schwpz wohnhaft, klage abermals, daß er aufgezogen werde, da Zürich den Stiftungsbricf noch nicht vorgelegt habe, und thne dar, daß es als Partei nicht zugleich Nichter sein könne, begehre daher um Gotteswillen unparteiisches Recht, Man bitte es nun ganz ernstlich, auf den nächsten Tag eine Botschaft zu gütlicher Unterhandlung zu schicken, oder, wenn das nicht verfinge, von einem unparteiischen Rechten reden zu lassen, da „der gute Mann" solches gern vor Zug oder gemeinen Eidgenossen annehme; man begehre darüber schriftliche Antwort, 2. Ferner sei das gesetzte Ziel auf St. Jacobs Tag verstrichen, ohne daß die 20V0 Gl. bezahlt worden, zc. zc. St. A. Zürich: A. Tagsatzung. Im Berner und Freiburgcr Exemplar fehlen «I, n, im Basler und Schaffhauser auch im Appenzeller «l, i>. Zu ». 1527, 29. August (Dienstag vor Bartholomäi). Lucern an Freiburg. Heute habe Schwpz geschrieben und einen Brief des Vogtes zu Lauis an gemeine Eidgenossen beigelegt, des Inhalts daß laut zuverläßiger Kundschaft die Spanier auf dem Wege seien, um die Landschaft Lauis zu überziehen, weßhnlb das Volk, von großem Schrecken befallen, eilig flüchte („grimmes slöken" zc.) und um treues Aufsehen und schleunige Sendung eines Zusatzes bitte, ?c. Da Schwpz dcßhalb die Ansehung eines nahen Tages verlange, die Sache aber gemeine Eidgenossen berühre und allerdings nicht zu verachten sei, so habe man einen solchen Tag der XII Orte bestimmt auf Dienstag nach Bartholomäi (27. Aug.), ?c. zc. K.A. z«il»irgi A. Lu«m. Zu l. 2. Es ist bemerkenswert!), wie wichtig diese Angelegenheit gewissen Orten erschien; wir legen daher einige bezügliche Acten ein: 1) 1527, 18. Juli. Bern an Frciburg. Antwort auf dessen Schreiben samt der eingelegten Copie. Man habe gestern auf gleichen Bericht dem General dringlich geschrieben, er solle, die Folgen bedenkend, sich nicht entfremden, zc. Deßgleichcn sei den Boten zu Aelcn (erpreß) befohlen, ihn hichcr zu weisen, im Fall der Weigerung mit Gewalt zurückzuhalten und nicht über das Gebirge ziehen zu lassen; auch den Hauptlcutcn habe man ernstlich untersagt, denselben mit ihnen zu führen, „mit fürhalt, was daran gelegen zc." Dasselbe möge nun Freiburg ihun. St. A. Bern: Zeutsch Mlsfivm cz. sss a. — K. A. Fielburg: A. Bern. 2) Ein sehr ernstlicher Befehl an die Hanptleutc (Armbroster, Map, Meßbach, Weingarten) war schon am Mittwoch den 17. d., 9 II. Vorm. abgegangen. Ebcndort f. 221 b. — Das an General Morclct selbst erlassene Schreiben, dd. 1K. Juli, das ihn crmahnt, die ihm aufgetragenen Geschäfte (auf den Musterplätzen) zu erledigen und sofort nach Bern zurückzukehren, haben die Bcrner Welsch Missiven X. 23 a. 3) 1527, 29. Juli. Bern an die Hanptlente im Feld. Antwort auf ihr Schreiben betreffend General Morclct. In gleichem Sinne habe der Herr von Lantrcc geschrieben. Da nun dieses Ansuchen gemeine Eidgenossenschaft berühre, so könne man diesseits nichts bewilligen; denn wiewohl die Hanptleutc meinen, es wäre des Königs und der Eidgenossenschaft Nutzen, wenn der General nach Asti käme, über die Musterungen und Verheißungen Bericht gäbe, und die Knechte dadurch beruhigt würden, so könne man doch nicht glauben, daß er (wieder) weggeritten sei, ohne seine Sachen jemanden zu übergeben und die Rödel entweder dem Herrn von Lantrec oder dem General Hurot zuzuschicken. Indessen habe man ihm angezeigt, wie man dem Herrn von Lantrcc schreibe, und ihm 1156 August 1527, anheimgestellt, im Fall der Roth hinein zu reiten, dies den Eidgenossen zu eröffnen und deßhalb in Eile einen Tag verkünden zu lassen, :c. St, A, Bern: Teutsch Missiv-n q, WS. Ein entsprechendes, aber kurz gefaßtes Schreiben an Lautrec befindet sich in den Welschen Missiven iL. 27 u. 4) 1527, 4. August, „vor Poschg im läger". Jacob von Cre und gemeine eidg. Hauptleute an Bern. Nachdem ihrem letzten Schreiben betreffend General Morelet nicht willfahrt worden, seien sie genöthigt, dieser Sache wegen zwei Boten an gemeine Eidgenossen abzuordnen und durch sie nochmals zu bitten, daß der General zu ihnen gesandt werde, bis er dem Herzog von Lautrec Bericht gegeben über die „Bestellungen" und Verheißungen, die er den Hauptleuten und Andern gethan; sobald irgend möglich, werde man ihn wieder in die Eidgenossenschaft schicken. Wenn nicht bereits ein eidg. Tag bestimmt wäre, so möge Bern in Eile einen solchen allen Orten verkünden, mit Anzeige des Grundes, damit die Boten sofort bestimmte Entschlüsse fassen können, w. St. A. Bern: A. Mailänderkriege. 5) 1527, 14, August (Vigil. Assumpt. Mariä). Bern an Lucern. „Es haben üwer und unser gemeiner Eidgnoschaft houptlüt, so setz in des Klings dienst in Jtalia sind, ir botschaft Harns abgcfertiget, deßgelichen der Herr von Lautrec einen edelman mit einem credenzbrief an gemeiner Eidgnoschaft sandtbotten, wo die versampt scheu; so wir nun dieselben Kotten verhört und iren fürtrag verstanden, der in summ dahin langet, den Herrn general Morelet hinin ze riten lassen, den Herrn von Lautrec ze berichten der bcstellungen und zuosagungen, so den houpttüten und knächten gethan sind, dann niemands darus kommen mög, und als bald das beschickst, wöllen sch in angends widerumb harus schicken. So nun üben vil an sölichcm gelegen ist, und obbemeldten Kotten eins ilenden tags begert, bestimmen wir den in üwer statt Luzern ze halten uf nächstem Donstag vor Sant Bartholomeus tag schirrest kommend nachts an der herbrig ze sin; den wollend üwcrn und unfern l. Eidgnosscn von Uri, Schwyz, Underwalden, Zug, Glaris, Schaffhusen und Appenzell ilends in des Küngs kosten verkünden und sy des Handels berichten, damit sy ir botschaften mit völligem gewalt verordnen und uf obangesatzten tag ane alles usbliben erschincn. Wir haben auch söliche tagsatzung üwern und unfern l. Eidgnosscn von Basel, Fryburg und Solothurn zuogeschriben," zc, ?c. St, A, Bern: Teutsch Missiven ei, 2S9. 6) 1527, 20. August. Bern an Freibnrg und alle übrigen mit Frankreich verbündeten Orte. Die Hauptleute in französischem Dienst in Italien haben eine Botschaft herausgeschickt mit dem Auftrag, den die beiliegende Copie anzeige. Deßgleichen habe der Herr von Lautrec mit dieser Botschaft einen Edelmann abgeordnet mit einem Credenzbrief und denselben Weisungen. Da nun keine Tagleistung stattfinde, so habe man dies eilends berichten wollen, mit Beifügung einer Abschrift des Briefes, den Lautrec dem Herzog von Savoyen geschrieben. Freiburg ?c- möge sich nun bis zum nächsten Tage entschließen, ob es dem General erlauben wolle, (nach Italien) hinein zu reiten; die Voten rathen nämlich, es ihm zu gestatten, aber zwei Gesandte mitzuschicken, die ihn anhalten würden, beförderlich zurückzukehren, zc. K. A, Fretburg: A, Bern, — St. A, Bern: Teutsch Missiven q, 24S b, 24«, Für Lucern ist eine kürzere Fassung vorhanden, die als Antwort auf dessen (unbekannte) Zuschrift diente. Zu Ic. 1) Die Lucerner Instruction zu diesem Artikel lautet, „daß min Herren nüt schriben wöllent." 2) 1527, 6. September. Bern an die Princessin von Orange und die Regenten der Grafschaft Burgund. Antwort auf die schriftlichen und mündlichen Eröffnungen ihres Gesandten Claude Tissot, betreffend die Erneuerung der Neutralität. Das früher begehrte Schreiben an den französischen Admiral habe man bereits erlassen und dem Boten zu dem letzten Tag in Lucern den Auftrag gegeben, die eingesandten Schriften dort vorzulegen. Den jetzt geäußerten Wünschen entspreche man ebenfalls gerne und freue sich über die Verlängerung der Neutralität, indem man hoffe, daß Ruhe und gute Nachbarschaft um so eher erhalten werden. St.A. B-m: Welsch Missiven rr. so». Unbedenklich ist anzunehmen, daß hauptsächlich Bern sich um die Sache bemüht habe. Zu m. Es sind uns nur folgende, immerhin erhebliche Acten bekannt: 1) 1526, 18. Deccmber, Eßlingen. „Supplication Herren der Grafen, Feyen, Ritterschaft und Adels des Lands zuo Schwaben an Rom. kais. Mt. bescheen in den spännen und zwayungen sich zwüschen dem hochwürdigen Fürsten und Herrn, Herrn Hugcn, Bischoffen zuo Costanz und ir f. G. Thumbcapitel ains und denen von Costanz anders Wils haltende." (^.) August 1527. 1157 2) (1527?) „Burgermeister und Rats zuo Costanz vcrautwurtung gegen röm. kais. Mt. und des hail. Reichs Statthaltern und Regiments Räten im hl. Nych uf etlicher von Grafen, Frpcn, Ritterschaft und Adel des lands zuo Swaben ingebrachte Supplication betreffend Herrn Bischoffen und das Thumbcapitel zuo Costanz." — (Datum fehlt). (IZ.) 3) (1527) „Des hochwürdigen Fürsten zc., mins gnedigen Herrn von Costanz, auch seiner f. G. Thumb- capitels warhafte underricht gegen Burgermaisters und Rats der statt Costanz vermainten antwurtung an des Hailigen Reichs Statthalter und Regiment, auch ctlich Grafen, Freiherren von der Ritterschaft und Adel des^ lands zuo Swaben von inen beschechen." (<ü. v.) 4) (1527) „Eingriff und Neuerungen durch die von Costanz bescheen nach gehaltnem tag zuo Ueberliugcn."(N.) 1)—im St. A. Lucern: A. Bischof Constanz (Abschriften aus der bischöfl. Canzlei). 5) 1527, 30. Juli. Mandat der Gebrüder Christoph und Felir, Grafen zu Wcrdeubcrg und Hciligenbcrg, den nach Constanz entwichenen Priestern, Mönchen und Nonnen keine Renten und Gülten zu verabfolgen, bis sie zum alten Wesen zurückgekehrt sein werden, ?c. zc. St. A. Lucmn A. N-UglmishSnd-l cAbschristZ. 6) 1527, 16. Juli, lleberlingen. Instruction für Joh. Melchior von Bubenhofen und Wolf von Helmstorf, Vogt zu Bischofzell, als Gesandte von Domdecan und Capitel der hohen Stift Constanz, was sie mit Schultheiß und Rath von Lucern verhandeln sollen. Nach Uebergabe des Creditivs und Verrichtung der Grüße haben sie vorzutragen: 1. Sie (Sch. u. R.) mögen bereits wissen, wie vielfältig Bm. und Rath von Constanz den Bischof und die Stiftsverwandtcn, wider alle geistlichen und kaiserlichen Freiheiten, Verträge, Briefe und Siegel zc., je länger je mehr beschweren und ihrer Rechte mit Gewalt entsetzen. Daraus sei gefolgt, daß ihre Angesippten von Grafen, Freien, Rittern zc. in Schwaben auf dem letzten Reichstag zu Speier von sich aus, ohne Klagen und Zuthun von Seiten der Stift, solche Eingriffe zu Herzen gefaßt und ohne Zweifel auch erwogen haben, wie viel ihnen selbst und ihren Nachkommen an der Erhaltung dieser Stift liegen müsse, und was für ein beschwerliches Beispiel zu ihrem Nachtheil es werden könnte, wenn das Vorhaben deren von Constanz nicht gehindert würde. Darauf haben sie mit Vorwissen und Beistand der Räthe des Königs von Böhmen und Ungarn eine Votschaft nach Constanz geschickt, um für die Abstellung jener Beschwerden zu arbeiten zc. Weil aber die Constanzer das abgeschlagen, so haben die genannten Grafen und Herren zu Eßlingen eine Supplication an das Reichsregiment verfaßt und damit so viel bewirkt, daß beide Parteien zu gütlichem Verhör nach Ueberlingen geladen und etliche Räthe des Reichs(-Regimcnts) als Commissaricn dazu verordnet worden. Auf dem bestimmten Tage seien der Bischof, die Domherren, auch die Grafen und Freien von deren Verwandtschaft mit großen Kosten erschienen, in der Absicht, die Gütlichkeit anzunehmen; aber die Gegner haben den Tag so „schimpflich, verzügig und verächtlich, auch ohne vollkommenen Gewalt" besucht, daß man ohne Abschied habe scheiden müssen. Die Constanzer seien auch mit ihren Eingriffen nicht stillgestanden, sondern immer weiter gegangen. Unterdessen hätte die Sache ans dem Reichstag zu Regensburg vorgebracht und ein Entscheid gefaßt werden sollen, wenn der Tag zu Stande gekommen wäre. Da nun die erwähnten Grafen ?e. die Angelegenheit als eine eigene behandelt, so habe man bisher die Freunde und Mitbürger von Lucern, als die samt ihren Bundesgenossen sonst mit allerlei wichtigen Geschäften beladen seien, damit nicht behelligen, sondern ihrer so viel möglich verschonen wollen. Nachdem aber der erwähnte Reichstag „ohne Wirkung" vergangen, und die Constanzer sich vermuthlich immer Aergeres erlauben werden, so wäre eS nicht zu oerantworten, wenn man diese Anliegen länger verschweigen wollte. 2. Damit nun sie — Sch. und Rath — aller Sachen gründlich berichtet werden und desto ersprießlicher zu rathen wissen, so sollen die Gesandten zuerst die berührte Supplication (Beil. ^.) ubergeben, sodann die Antwort deren von Constanz (Beil. L.), ferner die Gegenschrift des Bischofs und der Stift (Beil. d.), endlich das Verzeichniß der nenesten Beschwerden (1).*). Da sie daraus ersehen werden, daß die von Constanz wider die goldene Bulle, den Landfrieden, die Rcichsabschiede, wider alle Vernunft, geistliche und weltliche Rechte zc. handeln, so stelle man die ernstliche dringende Bitte, die Unbilligkeit solcher Eingriffe zu beherzigen und deßhalb guten Rath Diese Bezeichnungen stimmen theilweise mit den obigen nicht. 1158 August 1527, zu ertheilen. Wenn sie die Sachen anders vernommen hätten, als die obgenannten Schriften sie darstellen, so wollen sie sich dadurch zu keiner Unfreundschaft bewegen lassen, sondern des hohen Stiftes Güter, so viele in der Eidgenossenschaft liegen, sich zu bürgerlichem Schirm empfohlen sein lassen, w. St. A. Lucern: Nugeb. Abschiede (Besiegeltes Original). 7) 1527, 10. August (Samstag Laurentii), Ueberlingen. Domdecan und Capitel von Constanz an Lueern. Creditiv für Johann Melchior von Bubenhofen und Wolf von Helmstorf, als Anwälte in dem Span mit der Stadt Constanz, um getreuen Rath einzuholen, ?e. St. A. sucnn: A. Bischof Konstanz. Zu i». 1527, 2. September (Montag nach Verenä). Zürich an Lucern ?c. 1. Antwort auf das ab dem letzten Tag in Lucern erlassene Schreiben. 1. In Betreff Hans Burger's sei zu melden, daß man dessen Nachwerben bei den Eidgenossen bedanre, da er als Burger von Zürich das wohl unterlassen dürste. Wiewohl man die Sache zu Tagen bereits genugsam erläutert habe, wolle man den Verlauf derselben doch nochmals darlegen.. - Man sei nun der Zuversicht, daß die Bünde und alle Rechte das diesseits beobachtete Verfahren „zugeben", und begehre daher, daß Burger abgewiesen werde, indem die andern Orte sich in gleichem Falle solche Zumuthungen auch nicht gefallen lassen würden, w. 2. (Zu l.) Dem Vertrag betreffend die 2000 Gl. vom Jttinger Handel her sei man nachzukommen bereit, sofern das anderseits auch geschehe; man zeige daher an, daß das Geld hier als zu der X Orte Händen erlegt sei. Nachschrift: In dem Burger'schen Handel könne man nicht als parteiisch gelten, da in der Landschaft in jeder Kirchhöre die Gottesgaben zur Erhaltung der Armen verwendet werden, und die Obrigkeit daraus keinerlei Nutzen ziehe, w. St. A. Lueem: Misswen. 47«. Schwyz. 1527, c. 2. September f. Kantonöarchiv Schwyz: Acten Abtei St. Gallen. StiftSarchiv St. Gallen. Gesandte: Schwyz. Heinrich Reding, Landammann, nebst ganzem Rath. Glarus. Fridolin Dolder, alt-Vogt im Aargau; Dionys Bussi, alt-Vogt zu Werdenberg. Abt von St. Gallen. Marx Brunnmann, Conventherr und Statthalter zu Wyl; Heinrich Schenkst, Reichsvogt daselbst; Heinrich Fleckenstein von Lucern, als Beistand. Grafschaft Toggen bnrg. Hans Nndlinger, Ammann im Thnrthal; Bernhard Küenzli und Oswald Egli, Ammänner im untern Amt;. Heinrich an der Wies, Ammann zu Wattwyl; Heinrich Steiger, Stadtschreiber zu Lichtensteig. t». Unterhandlung wegen verschiedener Beschwerden der Landschaft Toggenburg gegen den Abt von St. Gallen^). 1. Der Fastnachthühner halb erklären die Landleute, sie reden nichts darein, soweit der Abt Brief und Siegel habe; wenn aber Jemand davon befreit wäre oder sie abgekauft hätte und das beweisen könnte, so sollte er dabei auch bleiben; wo das nicht der Fall sei, und die Hühner nach altem Brauch bezogen werden, wollen sie darum nicht rechten, bitten jedoch, darin Mittelwege zu suchen, damit arme Leute, schwangere Frauen und Kindbetterinnen nicht beschwert würden. — Das finden die Herreit (Gesandten resp. Schiedleute) annehmbar, nämlich so daß Jeder die Hühner gebe oder für ein Huhn einen halben guten Batzeit; wo aber schwangere Frauen wären, die zum Sacrament gehen, Kindbetterinnen, arme Witwen, Waisen und arme Miethsleute U Das Original hat folgenden allgemeinen Titel: „Spruch nnd giietlich Widerhandlung der spann, stoß und mißverstand, so sich ein zit dahar zuogetragen durch die jetz niiwen ingerißncn schwebenden luterischen fachen und händlen zwüschen unscrm gnädigen Herren von S. G. und unfern landliiten uß der grafschaft Toggenburg, wie die hienach in klag und antwurt sürgewendt, vergrissen, uf den anlaß hierum beschechen giietlich mit beider teilen willen, müssen und wllssenhafter täding hingelegt (worden) sc. Das Ganze ist nur ein Concept; daß der größere Theil des Textes (». l—3, 6, 7) gestrichen ist, erklärt der Schluß (Art. o, 8 4). August 1527, 1159 („huslüt"), sollte nichts genommen werden, „je nach Bedünken der Amtleute" des Abtes; was bisher augestauden, soll dahin sein, — Der Abt will so viel nachlassen: Wo eine schwangere Frau, eine Kindbetterin oder arme Leute sind, die dem Almosen nachgehe;:, soll man nichts nehmen;, wo aber (sonst) die Knechte Hühner finden, soll man sie geben; wo keine wären, ist für das Huhn ein Behemsch zu entrichten; das Vergangene soll abgethan sein, und armen Witwen, Waisen ?c. sonst Gnade bewiesen werden. — Die Grafschaftslcnle begehren nochmals, daß von armen Leuten nichts genommen werde, wollen aber deßhalb keine Verschreibung aufrichten lassen, sondern bei dem Herkommen bleiben. 2. In Betreff der Fälle bemerken die Grafschaftsleute, sie wissen (eigentlich) nicht, was der Abt klage; was aber die Briefe und Freiheiten enthalten, fechten sie nicht an; hätte jemand dawider gehandelt, so sollte das (freilich) nicht die Landschaft entgelten; die Thäter mögen rechtlich belangi werden. Weil (es oft vorkomme, daß) arme Kinder ihren Vater verlieren, so bitten sie, hierin eine Milderung zu erwirken, wie es anderwärts auch geschehen. — Der Abt antwortet, er begnüge sich mit dein, was der Kaufbrief und das in Glarus ergangene Urlheil zugeben, fordere (also), daß das Halbvieh getheilt werde. Wenn jemand in (Landes-) Nöthen als Gehorsamer auszöge und umkäme, oder wenn einer um der Eidgenossen willen einem Verbündeten zuzöge und stürbe, so würde man, wie bisher, nichts beziehen; sofern aber jemand wider Verbot und wider der Eidgenossen Willen einem Herren diente, sei es billig, den Fall zu nehmen. Auch sollte Niemand auf dem Todbett über seiir Vieh durch Vermächiniß verfügen. Wenn ein Vater absterbe und Kinder hinterlasse, so sollte auch je von dem Nettesten, der abstürbe, der Fall gegeben werden; doch werde, wenn das bald auf einander geschehe, immer Gnade geübt. — Die auf dem Hemberg und einige Andere, die den Hauptfall schuldig sind, wollen denselben geben, aber nur einen „rechten". — Ueber diese Frage wird abgeredet und beschlossen, die Landleute sollen die Fälle geben gemäß den erwähnten Briefen, jedoch mit der „Gnade", zn der sich der Ab! erboten hat. 3. Der Zehnten und besonders der Strickzehnten, Heu-und Kleinzehnten wegen klagt der Abt gegen die von Kirchberg, indem er darthnt, daß dieselben dem Gotteshaus zugehören, das dem Priester ein Corpus geben müsse; er begehrt also, daß die Zehnten entrichtet werden wie von Alter her. — Antwort der Landleute: Sie wissen nichts, das sie oder ihre Vorder« je für den Zehnten empfangen hätten, wiewohl sie aus Furcht ihn gegeben; darum wünschen sie zu vernehmen, woher die Last eigentlich komme, und bitten um Nachlaß, oder um einen Mittelweg, so nämlich daß sie den Kornzehnten gäben, oder daß der Abt denselben ablösen ließe. Ferner verlangen sie, daß ausgemessen („usgangen") werde, wie weit der Strickzehnten gelte („gang"); denn sie glauben zu weit genöthigt zu werden. — Der Abt will bei seinem Besitze bleiben, er würde denn dessen durch das Recht entsetzt, erbietet sich aber, für den kleinen Zehnten Geld zu nehmen, und zwar jährlich (von jeden: Pflichtigen?) 1 Pfund Pfenning. — „Um den Strickzehntcn" wird abgeredet, daß alle, die denselben schuldig sind, den großen Zehnten, nämlich von Korn, Fäsen, Haber, Gerste, Roggen und Heu gebe» sollen; für den kleinen haben sie jährlich 1 Pfd. Pfg. zu entrichten. Z» Ehren der beiden Orte werden die Rückstände gestrichen. 4. (Auf die Klage des Abtes) wegen der Frevel und Bußen von hohen und Niedern Gerichten'erwidern die Landleute, sie haben von dem alten Brauch gehört, daß die Landleute das Gericht besetzt und Bußen erkannt haben; nun müssen die Richter, wenn ein Gericht gehalten (? „besetzt") werde, schwören zu nrthcilcn, was sie recht dünke; dabei sollten sie billig bleiben dürfen, und deßhalb bedauern sie die Zumuthung („söliches gesüech") des Abtes sehr ^); denn sie meinen, sie wollen Handel» als ehrbare Leute und sich durch keine Tädignng in ihren Gewissen binden lassen, zc. — Nachdem man den Landleuten gewisse Mittel vorgeschlagen, sind sie auf dieser Antwort *) Der Inhalt der Klage oder Forderung des Abtes ist aus dem Terte nicht erstchtlich. Vgl. u. lI60 August 1527. »erharrt und haben die Bitte und Ermahnung angebracht, den Abt dahin zu vermögen, daß er sie bei den alten Freiheiten bleiben lasse *). 5, Da die von Oetwil alle Zehnten geben ohne den vom Heu, so vermeint der Abt, sie sollen auch diesen geben wie von Alter her, da es ein Kirchenzehnten sei, — Die Beklagten antworten, sie seien immer gehorsam gewesen; da nun der Abt und seine Amtleute öfter vorgegeben, bezügliche Briefe zu haben, so mögen solche jetzt vorgelegt werden, — Darauf erwidert der Abt, er begehre (nur) bei dem langhergebrachten Besitze zu bleiben, er würde denn mit Recht davon getrieben, besonders bei dem großen Zehnten, als Korn, Haber, Roggen und Gerste. — Darauf wird erkannt, daß alle nach Oetwil Zehntpflichtigcn diesen großen Zehnteil geben sollen wie von Alter her, und für den kleinen jährlich 1 dicken Pfenning; des letztern wegen dürfen sie aber auf die Güter des Gotteshauses keine Steuer („nüt") legen. 6, Der Abt fordert von denen von Degersheim („Tägerschm") die herkömmliche Steuer sowie die Fälle und Fastnachthühner. — Sie bestreiten die Steuer nicht, haben sie aber, weil man ihnen Hühner und Fälle „anheische", die sie nicht schuldig zu sein glauben, zurückgehalten; werden sie, wie „der Brief" laute, als Freie behandelt, so wollen sie die Steuer gerne geben. — Hierauf wird an dein Abt „erfunden", daß er den zwei Orten zu Gefallen, aus Gnaden und deni Artikel gemäß, daß die Leute gehalten werden sollen wie die Freien, jedoch seinen Gerechtigkeiten und dem (früher) erlangten Urtheil sonst ohne Schaden, denen im Gericht in der Weibelhube die Fälle nachläßt; dafür sollen sie die verfallenen Stenern entrichten und auch künftig Stenern geben, auch die Fastnachlhühner wie Andere in der Grafschaft Toggenburg. 7. Betreffend den Wildbaun und die Fischenzen, die laut des Kaufbriefs der Herrschaft gehören, meinen die Landleute, sie müssen Wege, Straßen und Brücken herstellen, an welche der Abt ihnen nichts gebe; auch habe er an der Thür eigene Güter, die in die Wehren mitbeschlossen werden, ?c. Gewild haben sie wenig anderes als Wölfe und Bären, die ihnen nur Schaden zufügen; wenn der Abt ihnen die abnehme, so sei es ihnen nur lieb; es könnte ihnen aber billig gütlich gestattet werden, einen Fuchs oder einen Hasen ?c. zu „fangen", und wenn etwas gefangen würde, so brächte man es doch dem Abt oder seinen Amtleute» wohlfeiler („nächer"), als er selbst es fangen könnte; sie bitten daher, das ihnen nachzulassen. — Der Abt hält, ihnen entgegen, daß dieses Recht der Obrigkeit zugehöre, und daß er es laut des Kaufbriefes erworben und bezahlt habe. An die Brücken etwas zu geben, sei er nicht schuldig, wiewohl er etwa ans Gnaden Beiträge bewilligt habe. Von den Gotteshausgütern, die er gekauft, müsse er zudem steuern wie andere Landleute; er könne also nichts nachlassen.—Der Abt behält sich (nun) vor das Roth- und Hochgewild, als Hirsche, Hinden, Rehe und Gemsen; wer das übertritt, den sollen die Landleute strafen helfen. Für das andere (Gewild) sollen sie von dem Landvogt die Erlaubnis; nehmen, die er ihnen geben soll. Der Fischenzen halb wird zugestanden, daß die Grafschaftsleute, deren Güter an den Gewässern liegen, von oben her bis zum Schloß Schwarzenbach fischen mögen, doch nur mit Beren, Rüschen und der Schnur, aber nicht mit dem Sireifgarn, und wenn jemand zu fischen begehrt, so soll er den Landvogt zuerst darum fragen, „und ob dann der Landvogt etwa ein fischezen wüßte, da sond sy in ouch (da)by bliben lan." In Betreff des Wildbanns ist beschlossen, daß Jedermann in der Grafschaft Voglen und jagen möge, wo und wie er will, mit Vorbehalt des Hochwilds, das der Abt verbannt wissen will, sodaß niemand es unerlaubt jagen soll °^). 8. Ueber die .Zinsen, Ehrtagwen und Fastnachthühner an das Schloß Jberg antwortet der Anwalt *) Im Original bemerkt der Schreiber, B. Stapfer: „Diser artikel ist zuo diser zyt güetlich angestellt und sta» lassen." **) Hier hat der Concipient die vermuthlich eingetretene Verwendung der Schiedleute nicht berührt; daher die Härte dieses Uebergangs. "*) Das Original wiederholt hier in etwas andern Ausdrücken die vorausgehenden Bestimmungen und läßt einen neu redigirten, etwas bestimmteren Passus über die Fischenze» folgen, der übrigens sachlich nichts Neues enthält. August 1527, 1161 der Landleute, er habe keinen andern Befehl, als zu fordern, daß des Abtes Gewahrsamen angezeigt werden; je nach deren Inhalt sei er angewiesen zu antworten oder die Sache heimzubringen, und wollen dann (die Leute) mit dem Abt abkommen. Der Fastnachthühner halb sei ihm nichts befohlen; was von gemeinen Landleuten deßwegen „gemacht" werde, nehme man auch an. Da die Hoftagwen nur die armen Leute beschweren und der Herrschaft wenig nützen, so bitten sie, ihnen solche nachzulassen. — Dagegen erklärt der Abt, er habe nicht „Gruft noch Briefe" durchsucht, weil vordem alles fleißig gegeben und geleistet worden; es sei hier nicht viel Beweisens nöthig; nur die Urbare wolle er verhören lassen, indem er hoffe, bei der alten Besitzung zu bleiben, w. Da der Zins verweigert werde, so könne er die Ehrtagwen auch nicht schenken. — Hierauf ist abgeredet, daß die Hofjünger und Gotteshausleute die Zinse an das Schloß ausrichten sollen wie von Alter her; für den Fall, daß Jemand dies übersähe, erbieten sich die Landleute, denselben zu seiner Pflicht zu weisen; dagegen soll der Abt aus Gnaden den Hoftagwen nach Jberg ihnen erlassen. 9. Der Abt beklagt sich wegen der Stenern von den Gemeinden Aerniswald, Wülfikon, Ganderswil, Anwil, Gonzenbach, Hummelwald, Wylersfeld und Spreitenbnch, daß ihm von Etlichen Eintrag geschehe. — Die Anwälte der Beklagten bekennen, daß sie solche schuldig seien und von jeher gegeben haben; wenn aber jemand sie nicht entrichten wollte, solle man denselben rechtlich belangen; dann wollen sie dazu behülflich sein, daß die Steuern immer gegeben werden. — Dabei lassen es die Schiedleute mit beidseitigem Willen bleiben, in der Erwartung, daß die Landlente ihrem Erbieten nachkommen werden. I». Der Pfarrer zu Rickenbach bringt vor, er habe im Dorfe Schwarzenbach laut der verhörten Briefe einen Zehnten, den jetzt aber die Pflichtigen nur theilweise anerkennen, indem sie sich auf das Wort „Brache" stützen, was vorher nie geschehen, indem der Zehnten nm 90 Kronen erkauft, der Brachzehntcn aber kaum 20 Kronen werth sei, weßhalb er um Hülfe bitte. «. 1. Da dem Bogt von Schwarzenbach zu Jonschwyl ein Gefangener mit Gewalt entrissen worden ist, was der Abt bestraft wissen will, so antworten die (Anwälte) von Jonschwyl, es werde sich niemals erweisen, daß die Gemeinde das gethan habe; die That gefalle ihnen nicht, und wenn es sich finde, daß einer der Ihrigen schuldig sei, so wollen sie ihn strafen helfen. — Der Abt erwidert, die Sache sei zu Jonschwyl geschehen, und die Knechte des Landvogtes wissen die Thäter nicht anzugeben; wiewohl man nicht annehme," daß die Gemeinde es gethan, glaube man doch, sie sollte die Thäter anzeigen, damit sie bestraft werden könnten. — Die von Jonschwyl entgegnen, die Gemeinde habe sich deßhälb zweimal versammelt und der Sache nachgefragt, aber nichts erfahren; weil das nun den Knechten des Landvogtes begegnet sei, so mögen diese die Thäter bezeichnen; damit wolle die Gemeinde sich verantwortet haben. — Zuletzt wird dem Landvogt befohlen, dem Handel nachzuforschen und alsdann nach Gebühr zu verfahren. 2. Der Abt klagt gegen die von Ober-Iltzwyl wegen des Kornzehntcns, der bis voriges Jahr „redlich" gegeben, seitdem aber zurückgehalten worden sei, und wegen der Vogtsteuer, die seit „etlichen" Jahren nicht mehr gegeben werde; er bitte, die Pflichtigen anzuhalten, daß sie dieselbe entrichten; sonst wüßte er das Recht anrufen. - Die Bauern antworten, sie werden unbillig angesprochen, denn sie „haben etwas dafür", legen einen Brief ein und begehren, daß derselbe verhört werde; dann ersuchen sie die Schiedleute, den Abt zu bitten, sie dabei gütlich bleiben zu lassen. — Darauf erwidert der Abt, der Zehnten sei ein Klosterlehen und habe immer dem Gotteshause zugehört. — Die Bauern wollen aber ganz und gar nichts anderes thun, als was ihuen „eben" ist, kehren sich an freundliche Vorstellungen nicht, und auf die Bemerkung, daß sie sich ver- wuthlich doch fügen müssen, hat einer („etlicher") geantwortet, er sehe Schwyz und Glarus nicht an und wolle sie nicht zu Nichtern. 3. Hierauf hat man mit ihnen („nnsern landlüten"; allgemein?) weiter geredet und sie gefragt, vb sie den Abt bei seinen geistlichen Lehen bleiben und ihm die schnöden üppigen Pfaffen strafen helfen oder ihn »ach seinem Gutdünken gegen sie handeln lassen wolle». Sie bemerken, sie wollen einfach bei der obigen Antwort 146 1162 August 1527 bleiben, nämlich die Uebertreter mit dem Recht bestrafen helfen, seien es „rechte" Pfaffen oder Laien. — Der Abt entgegnet, wenn es dabei bleibe, so haben sie ihn seiner Lehen entsetzt; also beharre er bei seiner oben erklärten Antwort und rufe laut des Landrechts um Recht an. 4. Wiewohl man also nicht weiter gekommen, haben die Gesandten doch keine Mühe gespart, um freundliche Mittel zu finden, aber bei den Toggenburgern nichts ausgerichtet; weil der Abt ihnen nicht hat zulassen wollen, um Bußen, Frevel und malefizische Händel nach ihrem Bedünken richten zu lassen, so habeil sie alle vorher festgesetzten Artikel betreffend die Fälle, Fastnachthühner, Wildbann, Fischenzen w. „lassen nüt sin", und wollen also die Dinge bleiben lassen wie vordem. Darum läßt auch der Abt die Dinge so ansteheil, indem er das gestellte Begehren gar nicht („mit keiner gewüßne") annehmen könne und dazu keine Gewalt habe. 5. Daraus haben die Landleute abreisen und nichts weiter hören wollen; die Gesandten und Schiedleute haben sie aber nochmals vorbeschieden und ihnen mit vielen freundlichen Worten vorgestellt, was für jämmerliche Sachen durch die aufrührischen Pfaffen entstanden, und sie deßhalb gebeten, die zwei Länder mehr anzusehen als die schnöden bösen Pfaffen, den Abt bei seinen geistlichen Lehen unbeirrt bleiben und nach seinem Belieben gegen die Pfaffen handeln zu lassen; wenn sie das zugäben, so würde man den Abt ersuchen, die Landleute um Bußen, Frevel und Strafen in hohen und Niedern Gerichten auf ihre Eide richten zu lassen, so zwar daß Nutzungen und Kosten gleich getheilt würden, und dieses Abkommen fünf Jahre dauern sollte, jedoch dem Gotteshaus an seinen Kaufbriefen, Freiheiten, Lehen, Urtheilen und Rechten unschädlich. Sie werden an das erinnert, was sie zugesagt haben, und daß das Gotteshaus nicht bloß mit Schwyz und Glarus verwandt sei, und ermahnt, die Folgen wohl zu bedenken, namentlich aber die Ihrigen zu vermögen, daß sie Zinse, Zehnten, Steuern, Gülten w. gemäß den Briefen und dem Landesrecht gehörig entrichten, die bösen Pfaffen strafen helfen und widersetzliche nach Schwyz und Glarus zum Rechten weisen, zc. 6. Darauf geben die Landleute die Antwort: Die Pfaffen, die sich vergangen hätten oder ferner übel handeln würden, wollen sie mit dem Rechten strafen helfen, sodaß jedermann daran Gefallen haben solle. Wenn Jemand die schuldigen Zinse zc. verweigerte, so wollen sie nach Kräften und mit dem Recht ihn anhalten, seine Pflicht zu leisten, soweit Briefe und Urbare vorhanden und der Besitz erwiesen sei. Falls eine Gegend der Landschaft mit dem Abt einen Span bekäme, wollen sie ein unparteiisches Gericht darum einsetzen und gutes Recht ergchen lassen, und wenn einzelne Personen gegen die Herrschaft widerspänstig wären, so würden sie dafür sorgen, daß keine Verwandte oder (andere) parteiische Leute in das Gericht gesetzt würden *). 7. Der Abt bringt vor, daß er mit der Grafschaft (Toggenburg) „den Zehnten" in Rindal und Ramsau erkauft habe, der bis auf die letzten vier Jahre immer entrichtet worden sei; aber seither geben die Rindaler von hundert Garben kaum drei., die Ramsauer gar nichts; daher bitte er, daß man sie anhalte, den Zehnten zu geben wie von Alter her. — Die Rindaler antworten, sie geben gern, was sie schuldig zu sein wissen; sie seien aber arme Leute und nmssen die Last der Abgabe schwer empfinden; auch wissen sie nicht, woher dieselbe rühre, begehren daher, daß man verhöre, was darum vorhanden sei, wünschen jedoch, daß man ihnen den Zehnten gütlich erlasse. — Der Abt erwidert, er könne denselben nicht nachlassen, da er mit der Grafschaft keinen andern erkauft habe, und fordere also kleinen und großen laut Brief und Siegel. — Darauf haben sich die Rindaler entfernt und weiter nichts gehandelt. «I. Rechtsverhandlung zwischen dem Abt, Decan und Convcnt des Gotteshauses St. Gallen und den Landleuten in der Grafschaft Toggenburg. Im Namen der erstern erscheinen Marx Brunnmann, Statthalter zu *) Im Original fehlt der Schlußtheil des Satzes, wahrscheinlich wegen Aussall eines Bogens, und der vermnthliche Schluß- Dagegen folgt noch die Verhandlung wegen der Rindaler Zehnten zc. August 1527, 1163 Wyl, Heinrich Schenkli, Reichsvogt daselbst, und als Beistand Heinrich Fleckenstein, des Raths von Lucern; im Namen der letztern Hans Rüdlinger, Ammann im Thurthal, Bernhard Küenzli, Oswald Egli, Am- männer im untern Amt, Heinrich an der Wies, Ammann zu Wattwyl, und Heinrich Steiger, Stadtschreiber zu Lichtensteig. 1. Die Anwälte des Abtes klagen durch ihren Fürsprech, wie die Toggenburger sich unterstehen, ihn an den geistlichen Lehen zu beeinträchtigen, woraus viel Unruhe und Ungehorsam erwachse; er vermeine nun, sie sollten ihn bei seiner Lehenschaft bleiben lassen, wie das Gotteshaus sie vor der jetzt eingerissenen Glaubensnenerung ruhig und rechtmäßig besessen habe kraft seiner Freiheiten und Kaufbriefe; dazu sollten sie also mit dem Recht gewiesen werden. — Darauf lassen die Landleute antworten, es habe sich die ganze Landsgemeinde der Grafschaft vereinigt und entschlossen, den: Herrn von St. Gallen alles zu geben und zu thun, was sie schuldig seien, und wofür er besiegelte Briefe und Titel habe; dabei sei es aber nicht geblieben, indem sie immerfort „umgezogen" werden, was ihnen beschwerlich sei; deßhalb hoffen sie, daß die zwei Orte Schwyz und Glarus, als ihre lieben Herren und Landlente, ihnen dazu beholfen seien, daß der Abt dasjenige, womit er sie erkauft habe, „für das Seine nehme", damit hinfür beide Theile und die zwei Orte ruhig blieben, und sie schaffen und handeln könnten, was ihnen gelegen und vortheilhaft wäre; sie begehre» nun darüber eine Entscheidung, ob er nicht dazu solle gewiesen werden. 2. Des Abtes Anwälte erwidern, sie seien nicht bevollmächtigt, etwas wegzugeben oder zu verkaufen, sondern beauftragt, um die spännigen Artikel zu rechten. Weil aber dieser Einzug geschehen, begehren sie den Kaufbrief um die Grafschaft T. zu verhören, indem dann wohl bekannt würde, daß derselbe keine Losung zugebe, und der Abt nicht genöthigt werden könne, sie zu gestatten. 3. Nach vielen weiteren Vorträgen der Parteien wird zu Recht erkannt, es solle der eingelegte Kaufbrief verlesen werden. Nachdem das geschehen, haben die Nichter zu besserer Aufklärung der Sachen auch den Landrechtbrief der zwei Orte mit der Grafschaft Toggenburg verhört, worauf die Anwälte des Abtes weiter vorgetragen haben, sie hoffen, daß der Kaufbrief anerkannt werde, und setzen das zu Recht. Die Landlente haben infolge der mit den zwei Orten gepflogenen Berathung sich begeben, diesen Brief nicht anzufechten, und deßhalb die Meinung geäußert, es sei jetzt unnöthig, den Brief zu bekräftigen, was sie Hinwider zu Recht setzen. 4. Nach weiterem Wortwechsel haben die Richter auf ihren Eid mit der Mehrheit zu Recht erkannt: Weil die Landlente von Toggenburg um den Kaufbrief nicht rechten wollen, so soll der Brief weder gebessert noch geschwächt sein, sondern bleiben wie er ist, und sollen jedem Theil seine Rechte und Ansprüche gegen den andern vorbehalten sein., 5. Die Anwälte des Abtes erneuern nun ihre anfangs erhobene Klage betreffend die geistlichen Lehen, worauf die Landlente nähere Angaben fordern, wo der Abt in denselben verkürzt worden sei; was gemeine Landschaft berühre, wollen sie dann genügend verantworten. Da hierauf die äbtischen Anwälte viele Eingriffe erzählt haben, „hie unnot ze melden", entgegnen die Landlente, die angebrachten Beschwerden berühren nicht die ganze Landschaft; darum wollen sie sich nicht weiter damit befassen; sie reden übrigens dem Abt und dem Gotteshans nicht in die geistlichen Lehen, anerkennen ihn als Lehcnherrn und wollen ihn bei dem, wozu er Brief und Siegel und Recht habe, bleiben lassen; wenn Einzelne darin ungehorsam wären, so möge der Abt dieselben berechtigen an den Orten, wo sie wohnen, ivas auch billig sei; sofern aber einzelne Gemeinden („befunden gcg- ninen") Eingriffe thnn, so möge er sie beklagen laut des Landrechts vor Schwyz und Glarus, oder wo es gebührlich wäre; dagegen verhoffcn sie, daß der Abt diejenigen unter ihnen, die um Caplaneien oder Anderes besiegelte Briefe und Gerechtigkeiten haben, dabei auch bleiben lasse. t>, Hieraus tragen des Abtes Anwälte ferner vor, es sei zwar (von den Gegnern) freundlich geredet worden; aber wenn die zwei Orte Boten oder Briefe zu ben Toggenburgern geschickt, um die bösen Pfaffen, die solche Neuerungen eingeführt, zu strafen und abzustellen, 1164 August 1527 haben dieselben Landräthe, Gemeinden und Versammlungen gehalten und gemeine Sache gemacht, sodaß der Abt zu keiner Abhülfe gelangt, und dem Gotteshaus seine Gerechtigkeit gesperrt worden sei; dadurch sei er genöthigt worden, das Recht anzurufen, und verhoffe nun, bei seineu geistlichen Lehen unbeirrt bleiben zu können, ?c, — Die Anwalte der Landleute entgegnen, es müsse sie kränken, daß man die ganze Landschaft beschuldige; sie haben mit den Pfaffen vielfach gehandelt; weil aber dieselben immer Recht geboten, haben sie nicht weiter einschreiten können, wotnit sie kein Unrecht glauben gethan zu haben. Der Lehen halb, soweit es sich um gemeine Landschaft handle, bleiben sie bei der vorigen Antwort und setzen das auch ins Recht. 7. Darauf haben Landammann und Räthe nach gründlicher Erwägung des Handels auf den Eid „mit der meren urtel" zu Recht gesprochen: „Diewyl am tag und offenbar, daß der nierer theil unser landlüten in der grafschaft Toggenburg dem jetzigen nüwen Handel so vil gestands geben, daß die nüwen predicanten und pfafsen also bishar enthalten, dardnrch unserm gnädigen Herren sine lechen nit haben mögen verfolgen, daß danne sy die gedachten unser landlüt uß der grafschaft Toggenbnrg unfern gnädigen Herren und sin gottshus Sant Gallen in ftnen geistlichen lechneu, darum er bricf und sigel und guote gewarsame inhat, nngesumt und ungeirrt bliben und damit verfaren lassen söllint, die zuo besetzen und zuo entsetzen, wie von alter Harkomen ist, es sye denn daß sy in davon entsetzint mit recht. Dargegen, ob jeman under inen in der gemelten grafschaft bries und sigel und gwarsami um sömlich ding inhette, dem soll hiemit daran ouch nüt abkennt noch abgesprochen sin." 8. Nachdem die Anwälte des Abtes ihre schriftlich verzeichneten Beschwerden betreffend Fälle, Zehnten, Fastnachthühner zc. verlesen, klagen sie auch mündlich über den dem Gotteshaus geschehenden Eintrag und begehren, daß die Landleute mit dem Recht gewiesen werden, ihre Schuldigkeit zu thun wie vor der jetzigen Neuerung. — Dawider bringen die Beklagten vor, sie seien nochmals erbötig, dem Abt und Gotteshaus St. Gallen zu leisten, was sie laut Kaufbrief, Freiheiten, Urtheilen, Bräuchen und Landrechten schulden; wenn aber irgend welche Personen das nicht thun, so meinen sie, der Abt sollte dieselben darum suchen, wo sie sitzen, gemäß ihren Freiheiten, dem Landrecht und altem Herkommen; 4a wollen sie ihm gegen die Ungehorsamen gebührliches Recht ergehen lassen, sodaß hoffentlich Niemand sich beklagen könnte; würden sie aber nicht richten, wie es rechtschaffenen Leuten geziemte, so möge man sich weiter beklagen; sie hoffen auch, hierin nicht weiter gedrängt zu werden. 9. Hierüber wird endlich zu Recht erkannt: „Daß bed partyen dem, wie bries und sigel jetwedrem teil das wysent und zuogebent, gelebint, nachkommt und statt thüegint, wie von alter har kamen. Und um spänn und stöß, gemein landlüt uß der grafschaft Toggenburg und besunder gegninen daselbs belangend, darum sy nit güetlich betragen und eins werden möchten, sollend sy einander» berechtigen vor uns beden Orten Schwyz und Glarus, wie das landrecht das wyst und zuogibt. Was aber besondere Personen oder besondere dörser anträs, um dieselben spänn soll unser gnädiger Herr von Sant Gallen dieselben nüt recht bcsuochen, da sy gesessen, inhalt der fryheiten, briesen und landrechten und nach altem Harkomen." Es wird über diese Verhandlung ein Brief in zwei Exemplaren ausgefertigt unter dem Datum Donstag nach St. Verenentag, d. i. den 5. September. Wir bemerken folgende Acten: 1) 1527, 26. August (Montag nach St. Bartholomäus), St. Gallen. Abt Franciscus, durch Krankheit verhindert, den von Schwyz und Glarus nach Schwyz auf den I . September angesetzten Rechtstag zwischen dem Gotteshaus und der Grafschaft Toggenburg persönlich zu besuchen, gibt dem Statthalter zu Wyl, Marx Brunnmann, und dem Reichsvogt Heinrich Schenklin Vollmacht, die Klage anzubringen, des Abtes Gewahrsamen vorzulegen, Bei- und Endurtheile anzunehmen w., überhaupt alles zu thun, was er selbst thun würde; verspricht auch bei seinen Würden und Treuen, wahr und redlich zu halten, was sie schaffen werden ... St. A. Zürich: A. St. Galt. Urk. (Original). September 1527. 1165 2) 1527, 26. August. Abt Franciscus an Lucern. Anzeige des TageS in Schwyz und Bitte, auf Kosten des Gotteshauses einen Beiständer dazu abzuordnen. A.A. Lu«r»i MWv-„. Zu «I. Es liegt uns nur ein Druckeremplar vor, das sich im Stiftsarchiv St. Gallen findet. 47S. Zjrunnen. 1527, 3. September. Staatsarchiv Lucern: Ungebundene Abschiede. Tag der III Waldstätte. Ihre Boten schreiben an Lucern: „Uns ist angelangt, nachdem und setz unser losung vorhanden und villicht kouflüt uß Wälschland zuo uns kommen und by uns vech und anders kaufen möchten, daß den vögten zuo Lowis, Luggaris und Mendris ab einem tag von gemeinen Eidgnossen oder dem merentheil zuogeschriben und befolhen sig, daß sy nieman mit vech oder andern derglichen koufmanschaft, so sy by uns erkauft, für der Eidgnossen landschaft nidcr verfaren lasten söllint, und wo dem also sin sollte, mögen wir wol ermessen und betrachten, daß uns die kouflüt dardurch verhalten und versperrt, und wir damit unser losung verhindert und stillgestellt müeßten werden, das aber uns ganz beschwerlich, und könden noch möchten sömlichs keinswegs erlydcn. Deßhalb so langt an ü. c. w. unser früntlich ansinnen und begeren, ir wöllint in üwer und unser dkr übrigen dryer Waldstetten namen den gemeldten vögten förderlich zuoschriben, daß sy jedermann, ob jeman zuo uns komm und by uns kaufen wurde, unverhindert mit dem sincn lassen verfaren wellint; ob ir aber söllichs ze thuonde üch gewalts nit beladen wellten, bitten wir doch, ü. e. w. (wo nit sunst in kurzem tag angsetzt wurde) welle dorumb ein tag beschriben, dann die notdurft sölichs unserthalb erheischen wirt"... Begehren schriftlicher Antwort. 48«. JÜNlH. 1527, 9. und 19. September (Montag und Dienstag nach Nativitatis Maria). Staatsarchiv Zürich: Acten Wiedertäufer. Kantonsarchtv Basel: Abschiede. KautonSarchiv Schasfhauseu: Abschiede. Tag der Städte Zürich, Basel, Schaffhausen und St. Gallen, betreffend die Wiedertäufer. Während Bern, St. Gallen und Zürich den auf Mittwoch nach Laurentii gemachten Abschied einhellig angenommen und beschlossen haben, die damals aufgesetzte Fassung desselben im Druck auszugeben, nur mit Weglassung benannter Geldstrafen, eröffnen die Boten von Basel und Schaffhausen eine andere Meinung: Sie bekennen zwar, daß ihren Herren die Sache der Wiedertäufer nicht minder mißfalle als Andern, wcßhalb Basel gegen dieselben ein ernstes Mandat erlassen, das hier vorgelegt wird, und mit hohen Strafen einschreiten will, wozu sich auch Schaphausen erbietet; damit aber andere Eidgenossen keinen Verdacht schöpfen, als ob man hinter ihrem Rücken handeln und sich absondern wollte, so erachten sie einstweilen nicht für gerathen, einen offenen Druck ausgehen zu lassen. — Da von Bern keine Botschaft erschienen, sondern nur eine schriftliche Bewilligung eingelangt ist, so will nun Zürich demselben über die geäußerten Ansichten Bericht erstatten, dessen weitem Entschluß vernehmen und darnach mit St. Gallen beschließen, was sich gebühren wird. 1) lieber diese Verhandlung schreibt Zürich an Bern unter dem II. September (Mittwoch nach Nativil. Maria): I. Zur Autwort auf dessen Schreiben (dd. 6. Sept.) betreffend die Wiedertäufer: Da die Botschaft von Basel erst Montag Nachts eingetroffen, so habe man den Läufer aufgehalten, um ihm Bericht mitzugeben, wie 1166 September 1527. sich Basel und Schaffhausen entschlossen hätten (folgt Auszug des Abschieds). St. Gallen stimme in Allem zu, die Geldstrafen ausgenommen, zum Theil weil die Münzen nicht gleich seien. Nach aller Verhandlung habe man für gut angesehen, Bern zu benachrichtigen, ehe man sich zum Drucke des Abschieds entschließe. 2. Daß die Regierung zu Ensisheim die gütliche Unterhandlung mit Mühlhausen abgeschlagen, bcdaure man sehr; man wolle die Sache derzeit Gott befehlen, sei aber zu Allem bereit, was den Eidgenossen von M. zu Gutem gereichen tonne, ze. St. A. Zürich: A. Wiedertäufer. 2) Bern antwortet am 14. September (Eraltat. Crucis): Man finde nicht nöthig, den Druck jetzt vorzunehmen, und rathe, ihn zu unterlassen, sei aber nichts desto weniger entschlossen, gemäß dem von Zürich gemachten und hierseits angenommenen Mandat, dieses aufrührische Wesen auszureutcn und bitte daher, die nach Zürich Geflüchteten wie die Seinigen zu strafen, wogegen Bern ebenso diejenigen, die in seinem Gebiete Unterschleif suchen würden, zu bestrafen wünsche . . . (Erkundigung nach der Abzugs-Ordnung). St. A. Zürich: A. Wiedertäufer. — St. A. Bern: Teutsch Missiven t). 259. 3) In gleicher Sache schreibt Zürich an Augsburg (?) am !5. September, unter Mittheilung der Mandate einzelner Städte. 4) „Abschid der Stette Zürich j Bern vnnd Saut Gallen, s von wegen der wider- s teuffer außgangen." — Am Schluß: . . . „Actum Montag nach Natiui- j tatis Marie Anno w. XXVII." Ohne Druckort. K Blätter klein Quart (9 S. Text). — Auffallend ist die durchweg befolgte deutsche Schreibung. Die Kollation zeigt in diesem Drucke mehrere erhebliche, durch Versehen zu erklärende Auslassungen. — Vgl. Nr. 470. 4«K. Lucern. 1527, 19. September (Dienstag nach Nativitatis Maria). Kalltonöarchiv Basel: Abschiede. Tag der IV Waldstätte. — Die versammelten Boten schreiben an Basel (vielleicht auch an einige andere Orte): l». „Es begegnet uns etwas beschwerden, sonderlich unfern Herren und obern den dryen Ländern, als dann wir allweg zuo discn ziten geivon sind, unser vech, es sigen ochsen, roß, ouch ander unser mar und Hab, so wir das ganz jar erstechend und daruf rüstend, in Mailand ze füeren oder den kouflüten, so Harns komend, zuo verkaufen, das ouch unser narung und losung, glichsam als an andern orten der herbst und ander gwerb ist; nun aber so Hand die vögt zuo Lowis, Luggaris und Mendris etlich verbott gethon, dardnrch die kouflüt, so gwonlich zuo uns komen, nit wol sicher, sonder also verhalten sind, das uns nun merklich beschwert, und wiewol die vögt sagend, es sig inen von gmeinen Eidgnossen befolhen, will uns bedunken, (daß) dem nit also, sonder irs eignen fürnemens geschechen sig, und so wir deßhalb uf hütigen tag darumb versamlet, damit den vögten gcschriben, daß sy die kouflnt verfaren ließen, nütdesterminder hat nnscrn Eidgnossen von Lucern, auch uns gefallen, sölichs on iiwer gnnst und wissen nit ze thuon." I». „Wyter so mögend ir wissen durch üwern botten, so us der jarrechnung zuo Lowis gewesen, wie der Castellan von Muß den nwern und unfern zuo Lowis und Luggaris das salz vorhält, si) merklich mit zoll beschwert, me dann von alter har, dardnrch mit im geredt; es hat aber wenig beschossen, sonder klagend sich die von Lowis und Luggaris je lenger je iner, uns nmb hilf und rat anrüstende, ze." v. „Zum dritten, als dann uf der jarrechnung zuo Lowis dem Kastellan von Muß das schloß Waldsol übergeben und mit lutern worten angedingt ist, daß er das in etlichen tagen (so langest verschinen) sollte schlißcn und zerbrechen, das aber noch nit geschechen ist, sonder verstand wir, daß er das schloß verscche und zuorüst mit gschütz, spys und lüten zc." «I. „Zum leisten so langt uns die drü Länder an, ivie der Kastellan September 1527, 1167 etwas pratik nf Bellenz gemacht soll haben zc. Diewil dann ans sölichs und anders begegM, so nit allein uns, sonder üch und gmein Eidgnoschaft antreffen, ouch nit wenig daran gelegen ist, haben wir uß notdurft angsehen, gmeine Eidgnossen ze beschriben und deßhalb einen tag gesetzt, nämlich nf Montag nach Sant Matheus tag (23. Sept.) nächst zuo Lucern nachts an der Herberg ze sind, (und) ist daruf an üch unser stündlich bitt und beger, daß ir nwer botschaft uf solchen tag mit befelch und gwalt, in obgemelten stucken, ouch andern fachen, so im nächsten abscheid vergriffen oder so noch zuofallen möchten, ze handlen, schicken und nit usbliben wellend," zc. Lucern. 1527, 25. September f. (Mittwoch nach Matthäus f.). Staatsarchiv .Lucern: Allgem. Abschiede II 2. k. SSS. Staatsarchiv Zürich! Tschub, Abschiede-Sammlung Bd. S, Nr. «4 ». Staatsarchiv Berit! Allg. -idg. Abschiede, a,ä,. 271. KantonSarchiv Basel: Abschiede. KantonSarchiv Freiburg: Abschiede, Bd. b7. KantonSarchiv Tolothuru: Abschiede, Bd. XV. KantonSarchiv Schaffhausen: Abschiede. LandeSarchi» Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Bern. (Hans Bischof). Basel. (Jacob Götz). Frei bürg. (Niklaus Vögeli). — (Andere unbekannt). 1. Zuerst wird das Geschäft vorgenommen, wegen dessen dieser Tag ausgeschrieben ist. Es beschweren sich nämlich Uri, Schwyz und Nidwalden: Sie und Andere haben von Alter her auf Bartholomäi ihre Pferde nach Bellenz auf den Markt geführt und da verkauft; obschon sie nun dieses Jahr (wie immer) den Markt als frei ausgerufen, haben doch die Vögte zu Lauis, Luggaris und Mendris ein Verbot (dagegen) ergehen lassen und damit den Kaufleuten, die gewöhnlich aus Mailand nach Bellenz gekommen, Sicherheit und Geleit abgeschlagen, sodaß dieselben den Markt nicht haben besuchen können. Sie begehren nun, daß gemeine Eidgenossen den Vögten befehlen, von ihren Geboten abzustehen und den Kauflenten den Besuch der Märkte zu gestatten; denn es würde den drei Ländern zu unleidlichem Schaden gereichen, wenn sie jetzt ihre Pferde und bald auch ihre fetten Ochsen und Anderes nicht absetzen könnten, zc. 2. Gegen diese Vorstellung wird geltend gemacht, daß eine bedenkliche Theurung aller Lebensmittel drohe, und es nothwendig erscheine, Fleisch, Butter, Käse und Anderes im Lande zu behalten und nicht etwa zehn oder zwanzig Fürkäufcrn zu lieb, welche Vortheil daraus ziehen, viele Taufende darben zu lassen, namentlich wenn es den Feinden in Mailand zugeführt werde, die ihrerseits jegliche Zufuhr von Lebensmitteln bei Leibesstrafe verboten haben. Was für die Angehörigen zu Lauis, Luggaris zc. nöthig sei, tonne man allerdings wohl gestatten. Die drei Orte sollen bedenken, daß ihre Waare in der Eidgenossenschaft genug gelten werde, und nicht bloß den höchsten Preis, sondern auch den allgemeinen Nutzen ins Auge fassen, und dabei sich nicht verbergen, daß durch ihre Schuld der Mangel schwerer und die ohnehin unerhörte Theure unerträglich würde, wenn man nicht vorsorgte; wollten sie aber auf ihrer Meinung beharren und das Ihrige in Mailand verkaufen, so könnten sie es andern Orten nicht wehren, ihr Korn auch da zu verkaufen, wo sie dafür am meisten lösten, und daraus würde augenscheinlich nichts Gutes erwachsen, indem bald jedes Ort nur für die Seinigcn sorgen wollte. 3. Alan hat sich dann namentlich darüber berathcn, wie man die Fürkänfer abstellen wolle, da sie Korn, Ochstn, Anken, Käse und Anderes in den Winkeln und nicht ans offenem Markte zusammenkaufen, und deßhalb vorgeschlagen, solches allenthalben zu verbieten und zum strengsten zu bestrafen. Besonders sollte jedes Ort mit allem ^rnst verhindern, daß den Mailändern Lebensmittel unserseits zugeführt werden, damit man den eigenen Angehörigen desto besser zu Hülfe kommen könne. Weil aber kein Bote etwas zu beschließen Vollmacht hat, so wird 1168 September 1527, das heimgebracht, um auf dem nächsten Tage einen Beschluß zu fassen, wodurch der gemeine Nutzen gefördert und großer Schaden und Hungersnoth vermieden werden, 4. Dem Ansuchen der drei Orte ist jedoch theilweise entsprochen, indem man den Vögten ennet dein Gebirg geschrieben hat, sie sollen den Verkauf der Pferde dulden, aber keine Lebensmittel außer Landes führen lassen. Da Basel sich gegen Einige von Uri, namentlich einen gewissen Zimmermann, beschwert, der auf dem letzten Markte zu Basel in unverschämter Weise („fräfelich") aufgekauft und dadurch einen großen Aufschlag des Korns bewirkt, dann sogar noch außer der Stadt einen Haufen an sich gebracht habe, so wird Uri ermahnt, den Seinigen für die Zukunft solches streng zu verbieten; Basel dagegen wird ersucht, solchen Ans- oder Verkauf nicht zu dulden und die Freiheit des Marktes zu schützen, e. Nachdem „die III Bünde in Graubünden" ihre Zusage gegeben zu einem Tage zur Beilegung ihrer Anstände mit dem Abt von Pfäfcrs, so wird für die VII Orte ein Tag nach Einsicdeln angesetzt auf Sonntag vor St. Gallen Tag (13. October). «t. Die auf diesen Tag zu sendenden Boten sollen insbesondere beauftragt werden, mit den Graubündnern ernstlich darüber Rücksprache zu halten, daß sie kein Korn mehr durch ihr Land nach Mailand führen lassen, auch daß sie weder Korn, Vieh noch andere Lebensmittel den Feinden der Eidgenossen verkaufen, sondern den Eidgenossen helfen, den Fürkauf zu verbieten und abzuschaffen. «. Appenzell sollte auf diesen Tag den VII Orten Antwort geben über den durch ihre Boten an dasselbe gehaltenen Vortrag, war aber hiefür nicht instruirt; es soll sich nun auf dem nächsten Tag erklären. V. Der Vogt von Lauis verantwortet sich schriftlich gegen die Anschuldigung, als sei er geflohen. Die drei Städte Bern, Freiburg und Solothurn begehren Antwort auf ihren Antrag, daß der Landvogt im Thurgau nicht allein aus dem besoldet werde, was das Malesiz abwirft, sondern auch aus den Einnahmen der Niedern Gerichte. Ist auf den nächsten Tag verschoben. I». Es wird von der Mehrheit beschlossen, das zu Neuenburg erlöste Geld wieder anzulegen, ii. 1. Herr von Lautrec beklagt sich schriftlich: Wiewohl er die Eidgenossen im Felde gut und redlich bezahlt und die Kranken wohl versorgt habe, sei doch eine große Zahl von Siechen und Gesunden, ans die er all sein Vertrauen gesetzt, ohne Bewilligung weggezogen, wodurch er und die übrigen eidg. Knechte, mit denen er dem Feinde gegenüber gelegen, samt seinem Geschütz in große Gefahr gekommen sei. Er stelle nun das Gesuch, daß man den ihm treu gebliebenen Hauptlenten eine neue Werbung gestatte und mit den Ausrückenden rede, daß sie ehrlich dienen und nicht ohne Urlaub wegziehen sollen, da sonst für den König und die ihm dienenden Eidgenossen großer Nachtheil daraus erwachsen könnte. — Nachdem man auch etliche Briefe verhört, welche die Hauptleute von Bern an ihre Regierung geschrieben, worin sie das Gleiche melden und die Bestrafung der Fehlbaren fordern, so hat man vorgeschlagen, den Leuten im Felde hierüber zu schreiben; weil aber einige Orte nicht instruirt sind, so wird es in den Abschied genommen; es soll jedoch, da die Sache keinen Verzug leidet („nit anzehenken ist"), bis Mittwoch nach Michaelis (2. October) jedes Ort seine Meinung Lncern anzeigen, damit dieses, wenn die Mehrheit dazu stimmt, der Abrede gemäß an die Knechte schreiben kann- 2. Es ist auch beschlossen, dein Herrn von Lautrec (in diesem Sinne) zu antworten. Zt.. „Hans (Bürger) Scherer" in Schwyz bittet abermals um Hülfe gegen Zürich. Es wird nun Zug beauftragt, dem Kläger einen Nechtstag anzusetzen und über die ans seinem Gebiet gelegenen Einkünfte (der Caplanei Mcttmenstettcn) das Recht ergehen zu lassen, damit dem guten Mann geholfen werde. I. Jeder Bote soll ans dem nächsten Tag Antwort geben über das Entschädignngsgcsnch des Panncrherrn von Schwyz für seine Auslagen als Obmann im Rechtshandcl zu Einsiedeln. i»». 1527, 27. September. Lateinisches Schreiben der eidg. Boten an den „Herzog von Bar": Verwendung für einen Bruder des Generals Morclet, Amator (?) Thyzart, damit Derselbe in sein früher bekleidetes Amt in Mailand wieder eingesetzt werde. s«. A. sucern- Abschied- n. 2. (B-nag- dieses Ms-ht-ds). September 1527. 1169 i». 1527, 28. September. Lateinische Missivc derselben Boten an Graf Friedrich vonArona: Beschwerde, daß der Statthalter in Mailand, Anton von Leyva, am Langensee einen Capitan eingesetzt, der mit seinen Untergebenen den Paß von Locarno aus und den Verkehr mit Lebensmitteln abschneide und zudem vorhabe, die Insel durch Betrug in seine Gewalt zu bringen; darum die Bitte und Mahnung, diesen Unfug abzustellen. ««-. «. 1527, 21. September (St. Matthäus T.). Fridolin Mathps, Hauptmann des Gotteshauses St. Gallen, an die Botschaften der IV Orte in Lucern. Meister Sebastian Gräbel, Pfarrer zu Berg, zeige mit seinen Brüdern an, daß Dr. Caspar Wjrth ihn um etliche verfallene Pensionen von seiner Pfründe belange, wie der Zeiger dieses näher melden könne. Da nun solche Pensionen früher von den Eidgenossen auch abgestellt worden, so bitte er, der Hauptmann, in Betracht daß der Pfarrer der lutherschen Secte sich gar nicht annehme, und daß ihm an Opfern und Anderm allerlei abgehe, denselben von dieser Last befreien zu helfen, zc. S«. A. Misstmn. Im Bcrner Exemplar fehlen I»—v, I», im Frciburgcr l»—«I, t, k, Ic, im Schasfhnuscr I»—ti, I», I. Basel hat nur i», Ii, l, I, Appenzell i», I; Ii ist gestrichen. Schaffhansen war laut des folgenden Schreibens nicht vertreten. 1527, 2l). September (Freitag vor Matthäi). Schaffhausen an die eidg. Gesandten in Lncern. Die Boten der IV Watdstätte haben ab dem Tag zu Lucern auf Dienstag nach Nativitatis Maria einen Tag verkündet, den man gerne besuchen würde; man sei aber gegenwärtig mit hinderlichen Geschäften so sehr belade», daß man keine Botschaft abordnen könne, zc. St.A. Luc»»: MG°m. Zu 1) 1527, 2. September. Hans Hösli, Landvogt zu Lauis, an die eidg. Boten auf dem nächsten Tag. Sie kennen die hier seit Langem herrschende „grimme" überschwängliche Theurung der Lebensmittel, bei der die Unterthanen nicht bestehen können; die Ursache liege darin, daß ans dem Herzogthnm beinahe gar nichts heraufkomme, indem es dort bei hohen Bußen, „bei Henken und aller Böse" verboten sei, während die Mailänder die hiesigen Märkte besuchen und aufkaufen, was sie finden, einander überbieten und die Sachen vorbestellen, sodaß alle Preise auf das Doppelte steigen. Nun habe er bisher keinen Befehl erhalten, solches zu wehren; die III Länder wollen das Ihrige verkaufen und hier durchführen, woran sie Niemand hindere; hingegen komme nur herauf, was „verstohlen" «verde. Daher bitte er um Bescheid zc. . . . (Abwehr eines Gerüchtes über ihn, daß er „im Hemd" entronnen sei, ?c.). St. A. Lucevn: Mtssiven. 2) 1527, 4. September. Derselbe an Dieselben. Antwort auf das Zuschreiben ab dem letzten Tag in Lucern. Er habe dasselbe den Landleuten eröffnet, die dafür zum höchsten danken, in der Zuversicht, daß man sie nicht verlassen »verde; sie «vollen übrigens auch das Ihrige thuu zc. Da sie mit Spähern und Wachen große Kosten gehabt und «vohl auch ferner haben, so bitte er die Herren, sich bei des Königs Anwälten zu verwenden, damit ihnen etwas an diese Kosten ersetzt würde, zumal die Theurung so drückend sei. Nachschrift: Da die arme«« Leute dieser Theure wegen viel schuldig geworden, so fordern die Gläubiger, daß er dieselben in den Schuldthurm lege oder das Recht nach den Statuten ergehen lasse; er finde das aber in solchen Umständen zu hart uird bitte daher um Bescheid; „dann warlich under inen ist wenig mitlidens einer mit dem anderen." w. 3) Bemerke die Basier Instruction: „Als sich dann die drü Länder des Verbots, so die vögt zuo Lnggaris, Loivis und Mendels des uichkoufs halb gethou, beschweren, svll unser bott anzöigen, daß uns noch übler bedurc, daß unser Eidgnossen von (den) Ländern über und wider daß so großer mnngel an fleisch in unser» landen spe, ir fleisch in Meiland und lieber den spenden dann unser Eidgnoschaft znotriben und gönnen wellen, und dieivil dann das fleisch hie im land eben thür und nie dann gnuog giltet, darzuo die unscrn zno selb ligen, und deßhalb ganz unzimlichcn wäre, den spenden spps zuo ircr cnthaltung zuozefüeren, so lassen wies bp dem beschchenen verbotl bliben; dann «vo es also zuo wellte gan, so werden wir ouch verursacht inzesechen, daß wir den kornkouf, so von uns in die Länder gat, abzestellen"... S.A. Basel: Abschiede. Zu I». Dieser Artikel ist im Original in zivei Fassungen vorhanden, die eine für Uri, die andere für Basel bestimmt; im Texte sind sie zusammengezogen. 147 1170 September 1527, Zu l. 1) 1527, 2, October (Montag nach Michaelis). Schaffhausen an Lucem. Erklärung über (Art. i) des letzten Abschieds. Man hätte nicht wenig Mißfallen daran, wenn die Knechte ohne Urlaub heimkämen, und lasse sich daher gefallen, daß denselben geschrieben werde, man erwarte, daß sie redlich dienen, ?c. St. A. Lucern: Missiven. 2) 1527, 3. October (Dienstag n. M.). Basel an Lucern. Man bewillige, daß den Hauptleuten und Knechten in dem verabredeten Sinne zum ernstlichsten geschrieben werde. »>. w. 3) 1527, 5. October (Donstag n.M.). Uri an Lucern. Nachdem man heute den letzten Abschied „gefertigt", lasse man es bei der mündlich gegebenen Antwort bleiben, daß man sich des Geschäftes gar nicht belade, weil man keine Leute „da" habe, wolle daher in dem fraglichen Schreiben nicht genannt sein, wiewohl man sich freue, wenn (die Knechte) Glück haben, ?c. Wenn aber in Zukunft von hier ans Leute in Dienst gingen, so würde man sie ermahnen, „nach den Ehren" zu dienen und nicht ohne der (Kriegs-)Herren oder der Hauptleute Gunst und Erlaubnis; heimzuziehen, und mit den andern Eidgenossen die Uebertreter bestrafen, ?c. S«. A, Luc-rn- MUw-n. Zu i>. 1527, 12. September. Hans Hösli, Landvogt zu Lauis, an die Boten der XII Orte. Am 13. d.' seien einige Spanier ?c. nach Varese und Gallera(te) gekommen, wo sie rauben, was sie finden; über ihre (weiteren) Absichten könne man nichts erfahren; wenn aber etwas Verdächtiges begegne, werde er bei Tag und Nacht Bericht geben. Der Castcllan zu Musso habe durch eine Botschaft sich bereit erklärt, im Fall eines Angriffes mit Leib und Gut, mit seinem Kriegsvolk und 833 Hakenbüchsen zu den Eidgenossen zu stehen, und zwar auf seine Kosten ... St. A. Lucern: Missiven. Zu <«. 1527, 29. September (St. Michels T.), Nheiucck. Melchior Gysler, Landvogt im Rheiuthal, au die Boten der IV Orte (Zürich, Lucern, Schwyz und Glarus) in Lucern. Sebastian Grübel zeige mit Beistand seiner Verwandten an, daß er ab seiner Pfarrpfründe zu Berg dem vr. Caspar Wirth „zu einer Absenz" jährlich 23 fl. rh. geben müsse, was ihm zu schwer sei, da bekanntlich (jetzt) mancherlei abgehe, ?c. Da dessen Unterthanen bezeugen, daß er sich mit der Messe und andern Sacramenten christlich halte, so möchte er, der Landvogt, die Herren bitten, demselben beholfen zu sein, damit er solcher Beschwerde entledigt würde, ze. St. A. Lucein: Missiven. 48Z. Zürich. 1527, 28. September (Samstag St. Michels Abend). Staatsarchiv Zürich: Missiven. Kantottsarchiv Basel: Abschiede. Kantonsarchiv Solothurn: Abschiebe, Vd. XV. 1. Botschaften von Bern, Glarus, Basel und Solothurn eröffnen im Namen der eils Orte, die kürzlich zu Lucern versammelt gewesen, zuerst vor dem kleinen Rath das Ansuchen, daß dem Hans Burger, der als noch „ungeurlaubtcr" Burger das Laudrccht von Schwyz angenommen, ein sicheres Geleit in Stadt und Land und daraus gegeben werde, damit er sein Burgrecht aufgeben und sonst thun könne, was sein Bedürfnis; erheische. 2. Darauf hat man den Gesandten vorlesen lassen, was Jeder, der zun? Bürger angenommen wird, schwört, was denn auch Hans Burger geschworen; sodann wie Einer sein Burgrecht „aufsenden" soll, worüber jedem Boten eine Abschrift ans dem Stadtbnch gegeben wird; daraus werden die Eidgenossen leicht erkennen, wie der ' genannte Burger seinen Pflichten gemäß gehandelt hat. Dennoch habe derselbe Zürich auf Tage?? verllagt und Unwahrheit vorgegeben, und zwar nicht bloß in seinem Namen, sondern auch für seine Brüder, die zun? Theil noch Burger geblieben seien und sich nicht beklagen. Und wenn er auch gegründete Ursache hätte, Klage zu führen, so gebührte ihm solches doch nicht, da seine Mutter, die den? abgestorbenen Priester näher verwandt sei als er, noch lebe. Zudem habe er das Urtheil, das man früher in diesen Sache?? gegeben, in Kraft erwachsen lassen , man habe übrigens (das bestrittene Gut) nicht sich selbst, sonder?? den Armen zuerkannt und setze voraus, daß September 1527. 1171 Burger's Mutter, die noch Bürgerin sei, nötigenfalls allen andern Dürftigen vorgehen sollte. Hienach begehre man, daß Burger angehalten werde, seine bürgerliche Pflicht zu erfüllen; man bezweifle übrigens nicht, daß die Eidgenossen, da sie gehörigen Bericht über den Grund der Sachen empfangen haben, ihn von seinem Vorhaben abweisen. I». Ueber das von den Boten gestellte Ansinnen, den Herrn Diebold von Geroldseck aus dem Hof des Gotteshauses Einsiedeln wegzuweisen, haben Räthe und Burger folgende Antwort gegeben: Der von Geroldseck sei allerdings hieher in den Einsiedlerhof gekommen und habe da seinen Aufenthalt genommen; Schwyz habe sich darüber beschwert, und es seien deßwegen allerlei Schriften gewechselt worden; zuletzt habe Schwyz durch eine Botschaft das eben jetzt angebrachte Gesuch auch gethan. Darauf habe man es zum höchsten und freundlichsten gebeten, in der Sache gütlich handeln zu lassen; da die Botschaft dies gütlich heimzubringen angenommen, so habe man gehofft, daß das nicht abgeschlagen werde, und eine Antwort immer erwartet; deßwegen hätte man keineswegs geglaubt, daß die von Schwyz bei den Eidgenossen Beschwerde einlegen würden. Man bitte nun die Gesandten, da sie die Antwort des von Geroldseck auch gehört haben, sich in dem Sinn zu bemühen, daß die Sache gütlich abgethan werde; an dem von Geroldseck werde man so viel arbeiten, daß er sich gebührlicher Dinge befleiße. Da die Gesandten seinen Vortrag schriftlich zu empfangen gewünscht haben, so hat man ihn bewogen, denselben (zu diesem Zwecke) dem Stadtschreiber zu geben. Schließlich bittet man, diese Antwort als genügend anzunehmen, v. Ferner verlangen die Boten, daß die 2000 Gulden Strafgeld, die des Jttinger Handels wegen denen von Stein (und Andern) auferlegt sind, laut des Vertrages nach Lucern geliefert werden. Darüber wird geantwortet: Es sollte zwar dieses Geld hier zu Händen der Eidgenossen wohl behalten sein, und man habe auch bisher dem Vertrag treulich nachgelebt; man könne sich aber nicht entschließen, das Geld nach Lncern zu legen; indessen sei man gern bereit, dasselbe gegen gebührliche Quittung zu Händen der X Orte nach Bern zu geben, damit es nebst andern Summen dem Vertrag gemäß verwendet und vertheilt werde. Zu Ii. Hicher gehören folgende Acten: 1) 1527, 26. September (Donstng vor Michaelis). Schwyz an die Boten der Eidgenossen in Zürich. Mittheilung einer Copic der Handschrift, die der Herr von Geroldscck beim Abschied aus dem Kloster zurückgelassen. Wir geben die wichtigsten Stellen wörtlich: „Zum ersten bekenn ich mich nntogcnlich zno söllichcm schweren regiment. „Zum andern so henkt min Herr von Einsidlen den welschen vil an, das er billich fürsatzte dem gotshns; sollichs beschickst, als mich bedunkt, uß dem mißfallen, so er hat mins regiments. „Zum dritten so ist offenbar, daß wir cristenlichen genempt (?) müessend ein schweren fall und abnemen erlydcn, dann die besten sül und stützen, darnf wir gebuwen Hand, die sind und werden täglich »mgehuwen durch das wort gotts, so jetz klar harfür kumpt, nämlich so ist unser meßhalten ein grüwel, das bet (gebet) verkaufen under dem schyn geistlicher kleider ein glichsnery. (Folgen Gründe in Zwinglischer Denkweise). „Zum vierten so grifen mir etlich miner gotshuslüten von Einsidlen, Cuonz Krämer und ander, in min regiment und gwalt in dem, daß sy mich zwingen, ein erlichen frommen dicner und burger von Zürich hinweg ze thuon, »f wölhen sy dhcin böses mögen sagen, und thuond das hinderrncks einer oberkeit, eins vogts, der raten und gmeind, und über daß sy mir mit cid verpflicht sind, gehorsam zno sin, und dermaßen, daß ich von des gotshns wegen ein burger (von) Zürich bin und groß inkomen dahin" (?). Folgen noch drei Abschnitte, in denen obige Motive weiter ausgeführt sind. St. A. Zürich! A. Schwyz lCopic). — K. A. Basel: Abschiede. 2) 1527, 26. September. „Herr Dietbolds von Geroldseck nnderrickst, den vier ratsbotten von Bern, Glans, Basel und Solothurn in namen der eilf Orten gethon." (Diese Verantwortung wiederholt in kürzerer Redaction die oben (Nr. 462, n 7) entwickelten Gründe, um zu beweisen, daß er auf seine Rechte niemals verzichtet habe. Nur in unerheblichen Details wird die frühere Schrift ergänzt). St. A. Zürich t A. Schwyz. — K. A. Basel: Abschiede. 1172 October 1527. 3) 1527, 7. October. Basel an Schaffhausen. „Demnach der elf Orten unser Eidgnoschaft ratsbottcn ab nächst gehaltnem tag von Luzern zuo üwern und unfern Eidgnossen von Zürich, des Herren von Geroldseck halb, uf unser Eidgnossen von Schwyz anrüefen ze handle» verordnet, ist fürgefallen, daß die selben Kotten einen andern tag, nemlich Sonntags vor Galli (13. October) nachts zuo Einsidlen an der Herberg ze sind und uf den abscheid (von) Luzern, ouch das so (zuo) Zürich funden, witer ze handlen, angesetzt und uns üch solchen ze verkünden befolchen haben, welichs wir üch hiemit im besten ze müssen thuond, damit ir bestimpten tag glich als wir be- suochend und handlen verhelfen, was unser aller notdurft erfordert. Der allmächtig Gott verlyhe uns allen sinen K. A. Basel: Missiven s. 104 a. 484. Wttset. 1527, 4. October (St. Frauciscns Tag, ?c.). Kautonsarchiv Solothur»! Nilunden. Gesandte: Basel. Adelberg Meyer, Burgermeister; Wolfgang Harnasch, des Raths; Heinrich Nyhiner, Nathsschreiber. Solo ihnrn. Hans Stölli, Schultheiß; Hans Hng(i), Venner und des Raths; M. Jörg Hertwig, Stadtschreiber; Thomas Schund, Vogt zu Dornach; Hans Hachenberg, Vogt zu Thierstein. Bischof von Basel. Philipp, Bischof; Andreas Sturze!, Dompropst; Philipp Jacob von Andlan, Sänger der Stift zu Basel. Die Verordneten der Stadt Basel und Abt Niklans von Bellelay erledigen den Streit zwischen dem Bischof von Basel und der Stadt Solothnrn, betreffend die Auswechslung der leibeigenen Leute ?c., durch folgenden gütlichen Spruch: (1.) „Anfänklich haben die Herren underthädinger bedacht und erwegen, daß die nachfolg, so von eigenschaft der Personen darrüert, ouch daß bishar ein theil dem andern die sinen zuo burger angenommen, diser spännen uit die kleineste ursach ist, und wa die nit abgestellt, witere irtnng geberen wurde; demselben vorzesin so habend die herreu underthädinger des ersten erlüteret, erkannt und gesprochen, daß nun hinfüro zuokünftigen ewigen tagen und ziten dhein der obgemelten partig der andren ire underthanen und verwandten zuo burgern oder in iren schütz noch schirm annemen, ouch die so ein theil dem andern uf disen tag solcher gestalten angenommen, sollend von stund an one verziehen der angenommenen burkrechten, schütz und schirms ledig gelassen, dero fürohiu nit fähig sin noch genießen. Und daß zwüschen den obgemelten Herrn Bischoffen und der Statt Solenthorn und iren ewigeil nachkamen irer eignen lüten, underthanen und verwandten halb, wie sy die bedersits uf diseu tag inHaben oder künftig überkommen werden, ganz kein nachfolg, sonder sollend beider partigcn eigene lent (mo), underthanen und verwandten nun hinsür von ir einer zuo und linder die andere partige ze zieheil fry zügig sin und sürohin deß bann deß mann on alle nachfolgung der eigenschaft gehalten werden. (2.) „Zuo dem anderen sollend alle und jede eigene litt, die hochgcmeldter unser gnädiger Herr von Basel uf den hüttigen tag hinder und in der Statt Solothnrn obcrkeiten und gebieten sitzen hat oder künftiger zit undel sy ziehen werden, nnn mer der Statt Solothnrn zuostan, derselbigen stüreu, dienen und gehorsam leisteil, als lang sy under inen gesessen, doch denselben armen litten wie obstat iren frigen zug under unfern gnädigen Herreil von Basel thuon (ze) mögen, alle zit vorbehalten. (3.) „Glicher gestalt sollend ouch alle und jede der Statt Solothorn eigene litt, die rüerende joch von ir(en) selbs gethaneu köufcn oder dem gottshus Bennwyt dar, und (die) sy us den heutigen tag in allen und jede» October 1527, 1173 »nsers gnädigen fünftens nnd herrns des Bischofs nnd den hochivürdigcn Stift zno Bafel oberkeilen, herligteitcn und gebieten sitzen hat odcn künftig undcr sy ziehen wenden, dheinc »sgenonnnen noch vonbehaltcn, hochgemcldtein unsenm gnädigen hcnnn von Basel nnd sincn fünstlichcn gnaden nachkommen Bischoffen mit der eigcnschaft, stün, diensten und fällen nnd sonderlich in allen maß wie ein Statt von Solothnnn die von in selbs oder des gots- huses Beinwyl wegen diser zit ingehabt, zuostan, sinen fürstlichen gnaden stürm, frönen, hoch und nidcr dienen und gehorsam sin, doch denselben wie vorgemelt iren frygen zug nnder ein Statt Solothorn und nit witers vorbehalten, (4.) „Es ist onch hieby sonderlich erlütcret nnd gesprochen, daß die Personen, so des gottshuses Bcinwpl eigen nnd jetzt unser», gnädigen Herrn von Basel vcrmög discs Vertrags »ach inhalt der gesandten von Solothorn eegistcrs übergeben, von nnscrm gnädigen Herrn fällig sin und die säll sampt aller dicnstbarkcit, wie st) vorhin der Abtp Beinwyl, also jetzund nnserm gnädigen Herrn von Basel bezalen nnd thno», darzno ei» Statt Solothorn als kastvögt die eigenen halten und vermögen söllcn; doch sind die fäll, so die Abtp Bcinwyl »f nnd ab etlichen ligenden güetern in unsers gnädigen Herrn von Basels oberkeit, da die besitzere derselben güeteren des gottshus Beinwyl nit eigen, fallen hat, berüerter Abty Beinwyl durch disen vertrag nit benommen, sonder vorbehalten, (5,) „Und dwyl sich aber nach abzug beder partyen eignen lüten befindet, daß ein Statt Solothorn noch ein merklichen überschätz eigner lüten hinder nnserm gnädigen Herrn von Basel sitzen hat, so in kraft bis Vertrags wen nun mer empfallent und nnserm gnädigen Herrn von Basel zuogehören werden, da so haben die Herren undertädinger erkannt nnd gesprochen, daß vilgeinelter unser gnädiger fürst und Herr der Bischof ze Basel sampt wen fürstlichen gnaden Capitel der hohen Stift Basel der Statt Solothorn und dero ewigen nachkommen zno verglichnng vorangezeigten Überschutzes und besonder von (deß)wegen, daß hinfür deß bann deß mann gehalten werde, zno Händen stellen und übergeben sollen erstlich das dorf Kleinentützel mit den lüten, onch aller gerech- t'gkeit, Nutzung und siner beschwerde, in aller maß wie unser gnädiger Herr von Basel dasselbig dorf diser zit, "nd unser Eidgnossen von Solothorn hievor ingehebt haben, Zno dem andern soll unser gnädiger Herr von Basel vorgenannten unser» Eidgnossen von Solothor» zno irer Statt Händen stellen nnd übergeben das dorf Berschwyl mit zwing und bann, Höchen nnd nidcren geeichten, mit lüten, zinsen, zechenden nnd aller gerechtigkeit, wie unser gnädiger Herr von Basel das alles diser zit inhat; doch sollend umb verhüetung künftiger spän willen d>sc bestimpte dörfer, vor und ec die einer ersamcn Statt Solothorn übergebe», in bysin beder vorgenannter parken innerthalb vierzechen tagen, wie die billicheit erfordert, eigentlich nndersteint nnd nndergangcn werden, damit ein jedes dorf sine louchen »nd marchen (Hab), und insonders nach der übergab jede partig wissen möge, woby sy beliben und wcß sy sich halten solle, Hieby ist onch lutcr entscheiden nnd gesprochen, daß dise Übergebung sich allein strecken solle uf zwing, bann, hoch nnd nidcr gericht, lüt, zechenden, zins, rent nnd gült, so ein Bischof von Basel nf den heutigen tag zno Kleincnlützel nnd Berschwyler für sich selbs zc nießen, inzenemen nnd wider darvon ze verzinsen gehebt hat, nnd sunst allen nnd jeden geistlichen nnd weltlichen Personen, die sigen der hoch- würdigen Stift Basel, als Herr senger, verwandt oder nit, an allen iren lehenschaften, zinsen, zechenden, reuten, gälten, lüten, güetern und gerechtigkeiten on allen abbrnch sin; dann dieselben alle sampt nnd sonders by iren ikhm, zechenden, zinsen, lüten nnd güetern nnd gerechtigkeiten, wie die ir jeder nf disen tag inhat, beliben, die snver wie bishar empfahen, inHaben nnd nutzen sollen one intrag der Statt Solothorn nnd sunst mcnklichs. ,3»o dem dritten soll unser gnädiger Herr der Bischof von Basel obgemelt einer Statt Solothorn übergeben und zuostellen irc bischofliche guarten »nd zechenden zno Dornach »nd Breitenbach mit irer zuogehörd, wie ein Bischof die bishar für sich selbs genntzet hat, mit sampt den zins nnd gälten, so vilgenannter unser gnädiger 1174 October 1527. Herr zuo Breitenbach, Erstivyl und Grindel gehebt hat, und ctwau geil Nüweusteiu zalt worden, ist ongefarlich by elfthalb viernzel korn und Haber und elf hüener, mit den dritthalb viernzeln guots, so sin fürstlich gnad bishar ab dem Hof ze Himniels Ried für zius und zechenden an das Schloß Pfeffingen zc niesten gehebt hat. Doch ist hieby lnter erkannt, daß unser gnädiger Herr von Basel die zechenden, so in disem stben und zwenzigsten jare zuo Dornach, Berschivyl und Breitenbach in win, korn und habern verfallen, noch inneinen und damit verfaren, und was unser Eidgnossen von Solothorn davor im fünfnndzweinzigsten und sechsundziveinzigsten jare zuo Dornach und Breitenbach ingenommen, das soll inen sampt dein, so künftiger zit nach disem sibenundzweinzigsten jare verfallen wirdet, beliben. (6.) „Und so wann die obbestimpten dörfer Kleinenlützel inid Berschwyl wie vorstat understeint, dann sollend voil stund an bede partyen ir eigene litt an gelegene malstattcn zuosammen bernofen, (sy) der eidspflichten ledig zelen uild jetwedere partye die iren, so in kraft dises Vertrags ze übergebeil schuldig, der anderen mit allen rechten, wie sy hievor gehebt hat, an die Hand in gehorsame und eidspflichte überantwnrten, uild die personell, so st) (sich?) solchen uswechsels sperren möchten, durch den theil, der die übergeben soll, dem anderen gehorsam mache». Und so das also erstattet und dann einer ersainen Statt Solothorn die dörfer Kleinenlützcl und Berschwyl mit sampt den vorbestimpten zinsen und zechenden, ouch geschriftlicher gewarsami, so unser gnädiger Herr von Basel über gerüerte dörfer, zins und zechenden by Händen hat, ingeantwurtet sind, dann soll ein Statt Solothorn glich uf den tag, so inen (sich die nnderthanen zuo Kleinenlützel und Berschwyl geschworn und zuo iren Händen übergeben sind, anheben niesten und sich darvor gefallener Nutzung nit nnderziechen, sonder soll dieselbige gefallene Nutzung unserm gnädigen herril von Basel zuostan, und die inzebringen durch unser Eidgnossen von Solothorn gefürderet iverden. Glicher gestalt soll unser gnädiger Herr, sobald irer fürstlicheil gnaden der Statt Solothorn eigene lüt übergeben, von stund an, was von denselbigen in stür(en), tagwan, gefällen lind anderm ze niesten ist, anheben nutzen, innemen, und soll damit einer Statt Solothurn ires Überschutzes der eigenen tüten vernüegt sin und fürer deß bann des; mann zwüschen diß beden partyeii und iren ewigeil nachkommen in allen landschaften, die sy jetz habend oder künftig überkommend, on alles inbrechcn und usziehen gehalten werdeil. (7.) „Fürer, als dann ein Statt Solothorn all die Birsmatten by Pfeffingen ansprach ze haben vermeint, da soll ein Statt Solothorn derselben gerechtigkeit abstan und die berüerte Birsmatten einein Bischof von Basel und sonderlich zuo dem schloß Pfeffingen gehören. Es sollen ouch unser lieb Eidgnossen von Solothorn ire bries und gewarsami, so sy um berüerte Birsmatten habend, unserm gnädigen Herrn von Basel zuo Händen geben und stellen. - (8.) „Uild demnach linser gnädiger fürst lind Herr von Basel sich erklagt, daß die vorgenannten unser lieb Eidgnossen von Solothorn iren fürstlichen gnaden, über und wider darnmb ufgerichte verträg in iren gebieten Basler Bistumbs die geistlichen jurisdietion irer fürstlichen gnaden zuo großem schaden ganz abgestellt zc., da habend die undcrthädinger zwüschen erstgeinelten partyen abgeredt, das; die verträg zwüschen wylnnd Bischof Christophen loblicher und seliger gedächtnuß und der Statt Solothorn wie vor angezeigt der geistlichen jurisdietion, onch anderer fachen Halb ufgericht, unabgethan by allen wirden und kreften also bliben; doch söllend bede partyen solcher jurisdietion Halb by disen gefarlichen ziten mit enander gedult haben, und dhein teil den anderen hierin gefarcn, bis sich die lönf (als sich zuo verhoffen) widerumb in so guotc ruow schicken, daß bedachten vertrügen glich wie andern darin vergriffnen artiklen, also onch der geistlicheil jurisdietion halb mit guotein friden gelebt oder suilst durch gemeine Ständ der Christenheit etwas ordnung hierin fürgenommen und angeseheil wurde, demselben (als dann billich ist) nachzekomcn und ze gelebe». Es söllend aber unser Eidgnossen von Solothorn in October 1527, 1175 mittler zit, man» sy psrüenden verlihen, ire Priester, so von i»c» belechnet, vermöge», das, sy ir investiturc» oder co», missen by nnser», gnädige» Herrn -»einen und sich darin ouch der ersten fruchten halb ze sürkommen gehorsam erzeigen. Aber dagegen soll nnser gnädiger Herr von Basel oder siner gnaden Vicarius nf der Statt Solothorn fnrgschrift und bitt sich gegen den Priestern jeder zit so gcbürlich, zimlich und gnädillich halten, damit dieselben »it wie vornahcr (als sy sagen) beschehen, der Investituren und ersten fruchten halb so hoch beschwert, sonder in bedcnknng ircr pfrnondcn nbgang^ lidenlich gehalten werden. Was sich onch für ecsachen in unser Eidgnosscn von solothorn obcrkciten Basler Bistnnibs zuotragen, die sollen für nnsers gnädigen Herrn von Basels Official Zuo rechtlichem entscheid gewisen und durch den Official, nachdem die kundschaften gehört und die fach von den partyen zuo recht geseht, gestracks on gcfcrlich verziehen nsgetragen und die partyen ab dem kosten gebracht werden. Wo aber der Official die partyen nach beschechnem rcchtsatz gefarlich nfzichcn, zuo kosten bringen, und das zuo klag koinen wurde, dann soll der Official den partyen denselben kosten abzetragen verbunden sin. (9.) „Des bronnens halb, den unsere Eidgnossen von Solothorn uß nnsers gnädigen Herrn oberkeit ennet der andern march an die brnggcn gen Dornach gelegt, dwyl die gesandten der Statt Solothorn solichs nit arger meinnng oder nnserm gnädigen Herrn zuo Nachteil siner oberkeit beschehen sin bekennen und inen das güetlich »achzelan gebctten und dnrby erbotten habend, ob sich derglichen gegen i>;en mit der zit begeben, nnserm gnädigen Herrn (darin) onch zc willfnrn, so habend die underthädinger erkannt, das; solcher bronn also bliben, doch nnscrin gnädigen Herrn von Basel an siner oberkeit kcin(en) Nachteil gebären solle. (10.) „Sodann die fischenzen zuo Arlisheim belangend, dwyl Jacob Rych, der villicht ansprach daran ze haben vermeint, nit gegenwärtig, so haben die underthädinger disen artikel, allen partyen (an) iren gerechtigkeiteu und sonderlich unserm gnädigen Herrn von Basel an irer (sie) Höchen oberkeit unverletzlich, diser zit in rnow angestellt. (11.) „Fürer, als sich dann die gesandten der Statt Solothorn von wegen irer herreu erbieten, das; ein ^chultheß der Statt Solothorn die landgrafschaft im Bußgauw von nnserm gnädigen Herrn von Basel, wie von alter har komm, fürer zuo lehen empfahen solle, lassends die Herren underthädinger by solichcm erbieten und das; dem also Vollzug beschehc, bclyben. (12.) „Antreffend das jagen zuo Mutzwiler, dwyl die gesandten von Solothurn nit abred, daß der vogt von Thierstein unserm gnädigen Herrn der enden und villicht hinwiderumb unser gnädiger Herr ein Statt Solothorn nberhaget, doch urbüttig sind, solch nnwcrnng abzestelle», so lassends die underthädinger, das; angeregte übergriff und nüwernngen zno beiden siten abgestellt und jede partyc by iren wildbännen belibe, beschcchen. (13.) „Und demnach ein crsamc Statt Solothorn als kastvögt des gottshuscs Bennwyl vermeinen wellen, das; der Hemberg, so bishar gen Pfeffingen gehört, des gottshns Bennwyl eigen und dcmselbigen zuostäudig sin fvlltc, haben die underthädinger mit beider thcil vcrwilligen hierum entscheiden, das; der Hemberg mit dem wald "nd aller oberkeit, nntznng und cigeuschaft, wie der eigentlich usgemnrchet, zuo künftigen ewigen ziten an das schloß Pfeffingen gehörig, demselben on intrag menklichs zuoständig sin und beliben, und ein Statt Solothorn noch das gottshus Bennwyl fürer kein ansprach noch Gerechtigkeit an den berüertcu Hemberg haben sollend in dhein wysc. Aber dargegen soll einer Statt Solothorn die Löchlinsmatten, so vorhar zuo Angenstein gehört, fürohin zuo ewigen ziten zuoständig und zuo dem schloß Dornach gehörig sin, doch unserm gnädigen Herren von Basel an der Höchen oberkeit one schaden. (14.) „Witcr, die achtzehepthalb vicrnzel körn »nd habergelts zuo Grindel, so an die caplany gen Pfeffingen gehören sollen, belangend, habend die underthädinger disen artikel gegenwärtiger zit in rnow angestellt, doch also, 1176 Octobcr 1527, ob je zuo ziten ei» capla» z»o Pfeffingen solcher nießung nit mangle» nnd deren halb ansprach nit absin will, daß er deren halb, ivie er trnwt ze genießen, wol recht bruchen und suochen mög, und soll hiemit niemands sin gerechtigkeit verletzt sin. Das jagen by dem Nesselgraben in Pfeffinger Herrschaft berüeren(d), da unser gnädiger Herr sich erklagt hat, daß ein Statt Solothorn sinen gnaden ingriff gethon, soll man denselben span besichtigen und jede partye by dem sy fuog hat beliben lassen, (15.) „Und demnach ein Statt Solothorn als inhabere und pfandherren der Herrschaft Blamont unserm gnädigen Herrn von Basel etliche eigne lüt zuo Reeller, Danwa und Grandfontainio (sie) in Pourntruter Herrschaft gesessen angesprochen und zuo bedachter Herrschaft Blamont ze ziehen understanden, darnmb sy dann denselben erberen lüten unserm gnädigen Herrn von Basel fürer nit ze sturen noch ze dienen verbotten ze,, da haben vil- genannte underthädinger erkannt und gesprochen, daß ein Statt Solothorn vermelten eigenen lüten von stund an das beschechen verbott widernmb entschlahen und dieselben erberen lüt unserin gnädigen Herrn von Basel nach besag sincr fürstliche» gnad brief und siglen verfolgen lassen, nnd dcrenhalb, als lang sy die Herrschaft Blamont inhands haben, doch andern one schaden, kein intrag thuon sollen, alles nfrecht, erberlich und ongeserdt, „Divyl nun vermeldte underthädinger diß partyen mit irem endlichen spruch obgemeldter fachen und spännen in vorgelüterter wyse entscheiden, gerichtet und betragen, und dann gerüerte partigen by solchem entscheid ze beliben disern sprach »nd vertrag, was sy der zuo beden siten bindet, stet, fest und onverbrochenlich ze haltend »nd ze vollziehend, mit verzichung aller gnaden und frigheiten, rechten, inreden, so jemands Hierwider erdenken, nnd für- nemlich des rechten, das gemeiner verzichung, da nit ein sundere vorgat, widerspricht, by ircn fürstlichen nnd handgegebnen treuwen an geschworner eidsstatt zuogesagt, gelobt und versprochen, so haben wir Burgermeister und Rat der Statt Basel und Nicolaus, Abt zno Bellelny, als underthädinger uf der pariigen beger diser briefen zwen an warten glichlutend verfertigen und umb warheit willen mit unser» anhangenden secret insigeln, doch uns und unfern nachkomen in allweg one schaden, bewaren und jeder party einen behändigen lassen. „Und dwyl wir Philipp, von gottes gnaden Bischof ze Basel, disen spruch und entscheid, wie davor gelütert stat, mit guotem rat für uns und unser nachkomen angenommen lind das also ze halteil by unfern fürstlichen eeren und trüwen gelobt und versprochen, so dann wir Andreas Sturtzel, Thumbprobst, Nicolaus von Meßbach, Dechan, Philipp Jacob voil Andlouw, Sänger, und Cornelius von Liechtenfels, Schuolherr, zuosampt andern des Capitels gemeinlich der hochwürdigen Stift zuo Basel, bedachtem unserm gnädigen Herrn von Basel zuo annemung dises Vertrags unfern gunst, willen und gehell gegeben, als wir onch iren fürstlichen gnaden in und mit kraft diß briefs verwilligen und den also ze halten für uns und unsere nachkomen geloben und versprechend, so haben wir :c. ?c. (folgt Bezeichnung der Siegel, zc.) Perg,-urku»de mit fu»f h-i»g-ni>-» Si-g-l». (Die Namen der Gesandten sind der Einleitung dieses Vertrages entnommen), I». Vergleich über die Anstände zwischen den Städten Basel »nd Solothurn, Wir lassen nur den Hauptinhalt folgen: „Also daß alle und jede unser der Statt Basel eigne lüt, die wir in unser lieben Eidgnossen von Solothurn oberkeiten, gebieten lind landen, wie sy die jetzt inHand oder künftiger zit überkommen werden, sitzen haben oder künftiger zit hinder sy ziehen werden, nun hinfür unser» lieben Eidgnossen von Solothurn zuoständig, onch der eidspslichten, damit sy uns bishar verwandt gewesen, in kraft diß briefs von uns ledig gelassen, entschlagen und nun nie inen ze schweren, darzuo hoch und nider ze dienen verbunden sin, und daß wir und unsere nachkamen an die vermeldten übergebnen eigene leut (sie), so jetzt in Solothurner oberkeit gesessen oder künftiger zit von uns hinder sy ziehen werden, ganz nit nachzefolgen habend, Hinwidernmb nnd glicher gestalt sollend alle und October 1527. 1177 jede unser der Statt Solothurn eigene lüt, ganz dhcine nsgcnonnncn noch vorbehalten, die in der Statt Basel rinkmnren, oberkciten, ämptcrn, gebieten nnd landen, die sp diser zit besitzend oder künftig überkommen werden, gesessen oder zuo folgenden tagen und ziten hinder unser lieb Eidgnossen von Basel ziehen werden, von hüt dato unfern Eidgnossen von Basel mit allem rechten, wie wir die gehebt, znogehörig und der cidespflichten, damit sp uns verpflichtet gsin, in kraft disi briefs von uns erlassen, lcdig gezelt nnd nun mc nnsern lieben Eidgnossen von Basel ze schweren, darzno wie andere die ircn hoch und nider ze dienen verbunden sin, und daß wir und unser ewig nachkamen ganz dhein untere nachfolg an die unfern, so jetzt hinder der Statt Basel gesessen oder künftig in ir land und gebiet ziehen werden, haben, sonder sollen unser beider Stetten Basel und Solothorn eigne lüt, underthonen und verwandten nun hinfür zuo ewigen tagen und ziten von unser jeder Statt und Land, >n eind under die andere ze ziehen frpgzügig sin und fürohin deß bann deß mann zwüschcn (uns) nnd unfern nachkamen, on alle »achfolg der eigenschaft, ewigklich gehalten werden. Nnd divpl unser Burgermeister und Rat der Statt Basel trüw lieb Eidgnossen von Solothorn mer eigner lüten hinder uns dann wir hinder inen sitzen gehebt, so habend wir inen umb (deß) willen, daß sp uns dieselben wie vorstat güetlich zuo Händen gestellt, ouch von wegen daß hinfür deß bann deß mann zwüschen uns und nnsern ewigen nachkamen onc alles widertribcn gehalteii werden solle, also bar nsgerichtct nnd bezalt sechshundert krollen, die wir Schnltheß und Rät der Statt solothorn empfangen, derenhalb die bedachten unser lieb Eidgnossen von Basel quitt und lidig («ich zelend, dann ww damit unsers fürschutzcns der eigenen lüten verwiegt und fürohin wie obstat deß bann deß mann ze halten guotwillig und pflichtig sind, und ob es von nöten, daß wir zuo beiden siten die eigene lüt, so wir in kraft diß briefs einandren übergeben, in iro der eigenen Personen bpsin unter entschlagen und ein theil dem andern die sinen an die Hand in gehorsame antworteil sollend; das wollen wir thnon uf Mentag nach aller heiligen tag schierst künftig früeger tagzeit, so wir der spennen halb die louchcu und marchen unser zuo beiden siten anstoßende» herrschten betreffen, zuo Lönfclfingen zuosameu komen nnd nach inhalt vorangercgten abschcids handlen sollen"... (Gegenseitige Ängelobung und Schluß). K. A. Solothurn: Perg.-Nrkunde mit den Siegeln beider Stiidte. lieber die Einleitung dieses Tages gibt die folgende Missive Ansknnft; an welchem Tage die Verhandlunge» begannen, vermögen wir nicht anzugeben, da in diesem Fall eine Verspätung um zwei bis drei Tage wohl gedenkbar ist. 1527, 12. September (Donstag nach Nativit. Marin). Basel an den Bischof. 1. BM. Adalbert Meper, Wolfgang Harnischcr nnd Rathsschreibcr Heinrich Nyhiner haben berichtet, was zwischen ihm und der Stadt Solothurn der eigenen Leute halb vereinbart worden, und daß zu endlichem Abschluß des Geschäfts auf Dienstag nach Matthäi (24. September) ein anderer Tag nach Delsberg angesetzt sei, wie es auch der Abschied sage. Da man jetzt aber vernommen, daß es daselbst „angefangen zu sterben", und ein solcher „sterblicher Luft" etwas Abscheu erwecke; da es vielleicht dem Bischof auch sonst nicht gelegen wäre, dahin zu kommen, so schlage man vor, den genannten Tag hieher zu verlegen und bitte um sofortigen Bericht, ob er persönlich erscheinen ivolle oder nicht, damit man die andern Parteien nnd Verordneten zu benachrichtigen wisse, :c. 2. Der Span über die diesseits getroffene Wahl der zehn Mann (ans dem Rath), wegen der noch schwebenden Streitigkeiten, werde ohne Zweifel gütlich erledigt, wenn der Bischof de» gesetzten Tag in eigener Person besuche. K. A. Basel: Mlssiven k. WS d, WS a. Zu I». lieber die Ausführung liegen uns nur ungenügende Acten vor: 1) 1527, 11. October. Basel an Solothurn. I. Erwiderung der schriftlichen Danksagung sin die bei der Unterhandlung mit dein Bischof geleisteten Dienste. Man verdanke zuvörderst das sieundliche Erbieten, solches gern zu vergelten, nnd verberge dabei nicht, daß man keine Mühe gescheut habe, um den solothurnischen Gesandten soweit irgend möglich behülflich zu sein, und zwar mit großen Freuden, und werde das auch ferner thnn, w. 148 1178 Oktober 1527, 2. Die zwei von Solothnrn zu Schiedsleuten ernannten Personen nehme mon diesseits nn und ernenne hinmider Hans Gyse (Gisi?) von Höllstein und Heini Wirz von Geltertindcn, die man für der Sache verständig und ehrbar halte; man sei auch willig, die Boten auf den bestimmten Sonntag Abend nach Allerheiligen (3. November) nach Läufelfingen zu schicken und ersuche Solothnrn dringend, seine Verordneten zu einem freundlichen Vergleich zu bevollmächtigen, ?c. «. A. Basel - MM»-» e, in , »>, 2) 1527, 16. October. Basel nn Solothurn. Man habe bei der Tagsahung auf Sonntag nach Allerheiligen nicht bedacht, daß die hiesige Messe gerade in jener Zeit „am tribncsten" sei; zudem könnte der dazu verordnete Wolfgang Harnest (sie) wegen vieler eigener Geschäfte nicht wohl nach Läufclfingen kommen; man habe daher den Tag bis Mittwoch nach Martini (13. November) „erschürzt" und ersuche nun Solothurn, seine Botschaft auf diese Zeit abzuordnen. w. a». iss l>- 485. Kinstedel'n. 1527, 14. October f. (Montag vor St. Gallen Tag f.). Staatsarchiv Murr»: Allg. Abschiede U.S. k. M7. Staatsarchiv Zürich! Abschied- Bd.». k. !i-il. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschied- SX. 2?!>. KantonSarchiv Basel! Abschiede. Kantonsbibliothce Freiburg: Girmd. Sammlung T.III. KaiitonSarchiv Solothnrn! Abschiede Bd. XVI. . Gesandte: Zürich. (M.Johannes Jäckli). Bern. (Hans Bischof). Basel. (Konrad David?). Freiburg. (Konrad Merz). — (Andere unbekannt). t». 1. Eine Botschaft des Castellans von Mnsso verantivortet denselben der Knechte halb, welche die von Uri und Andere verloren haben; sie thut mit^ vielen Worten dar, daß er daran keine Schuld habe. Heimzubringen. 2. Sie erklärt ferner, er sei weder kaiserlich noch spanisch gesinnt; denn sein Bruder diene unter dem von Lautrec, und des Königs und seine Sachen seien unzertrennlich. 3. Da sich die Eidgenossen über den Zoll auf das Salz beschweren, so anerbiete er gern, denselben hierin behülflich zu sein, wenn sie das Salz bei ihm nehmen, damit kein Betrug vorfalle. — Darauf wird ihm geschrieben, er möchte den früher gethanen Zusagen gemäß sich gegen die Angehörigen der Eidgenossen freundschaftlich halten. 4. Da endlich Baptist Somazzo von Lanis ihn öffentlich verleumdet habe, wie er im Sinne gehabt, Bellenz zu überfallen, so gedenke er ihn deßhalb vor Gericht zu belangen; die Eidgenossen mögen ihm nur ratheu, wo er das thun solle. Heimzubringen. I». Der Panner- mcister von Schmilz begehrt abermals, für die Auslagen, die er seiner Obmannschaft wegen gehabt, entschädigt zu werden; sie betragen die Summe von 7(1 Gl.-rhein. Da er von beiden Parteien zum Obmann erwählt worden ist und auch beiden gedient hat, so scheint es billig, daß Zürich die Hälfte trage. Darüber soll ans dein nächsten Tag Antwort gegeben werden, v. Da Solothurn meldet, daß der für die Ansprechcr gesetzte Rechtstag nicht besucht worden sei, so hat man Lucern beauftragt, dafür zu sorgen, daß die französischen Abgeordneten einen andern Tag bestimmen, damit die Anspreche? endlich befriedigt würden. «I. Da Zürich die 20(1(1 Gl., die es laut des Vertrages über den Jttingcr-Handel geben soll, bereits erlegt hat, so wird beschlossen, es sei das Geld nach Lncern zu bringen und Zürich dafür zu qniltiren. «. 1. In dem Handel betreffend den ehemaligen Pflegt zu Einsiedeln, der noch des Gotteshauses Güter in Zürich besitzt, bleibt Schmilz m>f seiner vorgefaßten und jetzt wiederholten Meinung, was die andern Orte „eben hoch" befremdet. Deßhalb wird es ernstlich ersucht, die Sn^ nochmals heimzubringen und die Eidgenossen gütlich vermitteln zu lassen. .Zugleich aber ist beschlossen, es sollen die bestrittenen Güter „stille stehen", und der Amtmann (des Hofes) zu Zürich dieselben zu seinen Händen beziehen und bis zum Austrag der Sache behalten, damit man sie jederzeit zu finden wisse, da man die Vorschläge October 1527, 1179 der Parteien »ich! billigen kann, Deßhalb wird ein Tag nach Baden angesetzt ans Sonntag nach Allerheiligen (3. November), wo die Sache entweder gütlich abzuthnn oder festzusetzen sein wird, wo die Parteien das Recht suchen sollen, 2. Da der von Geroldseck die zurückgelassenen Kleider verlangt, so will Schwyz, auf die Bitte der Eidgenossen, das heimbringen und auf dem Tage zu Baden Antwort geben, weil der Bote keine weitere Vollmacht hat. L. Da man nach weitläufiger Berathung zu dem Schluß gekommen ist, daß mit einem allgemeinen Mandat gegen den herrschenden Fürtauf nichts erreicht würde, hat man abgeredet, es solle jedes Ort von sich aus Verbote erlassen; wenn sich dann jemand aus einem andern Orte dagegen verfehlte, so mag das betreffende Ort denselben beHaften und strafen. K. 1. An die Vögte zu Lanis und Luggaris wird geschrieben, sie sollen aus nnsern Gebieten nichts nach Mailand wegführen lassen außer demjenigen, was man ab dem Tage zu Lucern gestattet habe. 2. Ebenso hat man den Boten von den Bünden zugemuthet, wirksame Maßregeln zu ergreifen und den Fürkauf abzustellen. I», Da Bern, Freiburg und Solothnrn abermals anbringen, es sollte der Vogt u>> Thurga» aus allen Nutzungen und nicht bloß ans dem besoldet werden, was das Landgericht eintrage, so antworten die VII Orte, man müsse allein des Landgerichts wegen einen Vogt im Thurgan haben, und ersuchen daher die drei Städte, sie bei der bisherige» Hebung bleiben zu lassen. I. Der Abt von Mellingen bittet um ^ath, wie er sich in Betreff der Pfründe zu Thalwyl zu verhalten habe, wo Zürich, weil er dort keinen Priester »ach dessen Gefallen einsetze, den Zehnten Hinterhalte. Darüber ist auf dem Tage zu Baden Antwort zu geben, wo auch die Botschaft von Zürich mit bezüglicher Vollmacht erscheinen soll. Ii,. Da öfter einzelne Boten zu den ausgeschriebenen Tagen gar nicht rechtzeitig erscheinen („sich verhindern"), wodurch die andern in Kosten kommen, f» ist heimzubringen, daß man die Tage besuchen soll, wie sie angesetzt und verkündet worden. I. Zürich wunert abermals an den Span um das Kelleramt zu Lunkhofen und begehrt eine Antwort, ob man es bei ^»i .herkommen wolle bleiben lassen. Heimzubringen und ans den: Tag zu Baden darüber Antwort zu geben, wohin dann Zürich alle zur Kenntniß des Handels nöthigen Schriften bringen soll. in. Jeder Bote soll seiner ^brigtdit melde», was für eine Antwort die Bündner des Fürkanfs halb gegeben haben, was in dieser Sache »erfügt worden sei, »nd was sie ferner thnn wollen, i». Da dieser Tag hauptsächlich deßwegcn angesetzt worden, »in den Streit zwischen dem Abt von Pfäfers und denen von Mayenfeld und Fläsch in Güte beizulegen, die »»n Mayenfeld und Fläsch aber nicht Vollmacht zu haben erklären, endgültig anzunehmen, was etwa beschlossen werden sollte, so werden von den Boten der VII Orte Artikel aufgesetzt, die sie für beide Thcilc annehmbar finden, und beiden Parteien mitgethcilt. Wenn die von Maycnfcld und Fläsch dieselben nicht annehmen wollen, f» sollen sie in acht Tagen den Landvogt zu Sargans davon benachrichtigen, der es dann ans den Tag zu Baden »leiden soll, damit die VII Orte gemäß den Bünden einen rechtlichen Tag ansetzen können. <» „Sind indenk by üwern Herren ernstlich anzuobringcn, als der bott von Bern mit üch gercdt hat, von Hans Bürgers wegen zuo Schwyz, damit onch zuo tagen antwurt werd." «» aus dem Zürcher Abschied, dem dagegen :i, «' fehle». Bern hat nur -»—l». Im Frciburger und Solo- thuruer Eremplnr fehlen l, I zc., im Basler »l, Ii, »,>;>» ist gestrichen. Zu I». Der Zürcher Abschied hat folgenden Passus! „Aue wyteru ufzug hat man (das) in die abscheid gcuomeu und sollend die zechen Ort irc botten uf nächsten tag hierum mit gelt und bcfelch abfertigen, innc zuo bezalcn, in nusecheu, daß jeder des siucn bedarf." Dagegen fehlt die Bestimmung, daß Zülich die Halste zu tragen habe. Zu und «. 1527, 26. Octobcr (Sanistag vor Simon und Inda). Schwyz an Bern. Man habe vernommen, was zu Einsiedel» in dcni Span betreffend den von Geroldscck gehandelt worden (folgt Rekapitulation), könne aber, so gerne man sich willfährig zeigte, keineswegs entsprechen, da der Pfleger das Amt und den Orden 1180 November 1527. von sich geworfen zc. Daher sei hier keine Gütlichkeit mehr ain Platze, und verdiente es eher Lob als „Undank", daß man nicht nachgeben wolle. Demgemäß finde man den Beschluß, daß die Einkünfte des Gotteshauses in Zürich verwahrt werden sollen, befremdlich, da dies den Bünden ganz zuwider sei. Da man nun bisher das Recht erboten habe, so sollten andere Orte es gütlich dabei bleiben und dem Gotteshaus das Scinige verabfolgen lassen; wenn der von Geroldseck ein Burger von Zürich sei, so solle er das Gotteshaus und dessen Schirmherr» den Bünden gemäß belangen; sei er aber wie seine Brüder ein Landsaße des Hauses Oesterreich, so habe er das Recht laut der Erbeinung zu suchen; würde aber beides abgeschlagen, so müßte man mit Zürich ins Recht stehen und das entscheiden lassen, ob jenes befugt sei, einen solchen Mann ans Kosten des Gotteshauses zu schirmen zc. Hienach bitte man Bern, entweder für gütliche Abstellung desselben oder für die Einleitung des Rechtes wirken zu wollen, zc. St. A. B-MI Kkchl. Angel-g-ich-iwi. 48«. Milden. 1537, 4. November f. (Montag vor St. Martinstag, oder M. »ach Allerheiligen f.). Staatsarchiv Lucern: Mg. Abschiede n. e. svs. Staatsarchiv Zürich ! Abschiede Bd. II, e. S4!>. Staatsarchiv Bcr» : Mg. eidg. Abschiede 2S7. ÄantonSarehiv Basel: Abschiede. KalltonSarciiiv Freiburg: Abschiede Bd. 12. Äantousarcliiv Svlothuru: Abschiede Bd. XVI. Bd. XV. KautouSarchiv Schaffhauseu: Abschiede. Laudeöarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte! Zürich. M. Rudolf Thumisc»; M. Hans Jäckli, beide des Raths. Bern. Bcnner (Hans) Bischof. Lucer». Hans Golder, des Raths. Uri. Vogt (Ulrich) Türler, des Raths. Schwyz. Heinrich Reding; Gilg Rychmuth, neuer und alter Ammann. Unterwal den. (Niemand). Zug. Oswald Toß, von Baar, Ammann. Glarns. Bernhard Heer, des Raths. Basel. Wolf Hütschi. Freibürg. Niklaus Vogeli, des Raths. Solothurn. Urs Stark, Seckelmeister. Schaffhausen. Hans Ziegler, Burgermeister. Appenzell. Ammann (Ulrich) Eiscnhnt; Jörg Schmid (Meyer!). — E. A. A. 1. 25 a. »». Pie Botschaft des Bischofs von Constanz übergibt jedem Ort die Artikel, die man auf einem frühern Tage zu Baden zu erhalten gewünscht hat, in der Meinung, daß die Boten sie an ihre Obern britigen und auf dem nächsten Tag Antwort geben werden, und daß, wenn die Eidgenossen in einzelnen Puncten nicht einverstanden wären, sofort ein Ausschuß zu dem Bischof abgeordnet werden möchte, um darüber ins Reine zu kommen. I» Der Vogt von Lauis schreibt unter Anderm, ivie der Castellan von Mnsso mit den Anstößer» der Herrschaft „allerlei handle", ihnen ihr Eigenthum nehme und dasselbe durch das Gebiet von Lauis führe, um damit die Besatzung seines Schlosses zu unterhalten. Auf eine Mahnung, hievon abzustehen, habe er geantwortet, er betrachte jene Leute als seine erklärten Feinde. Es wird nun dem Castellan freundlich geschrieben, er möge das unterlassen, die armen Leute nicht also schädigen und verhüten, daß unsere Angehörigen dergleichen entgelten müßten; dabei wird er abermals aufgefordert, seinen Zusagen gemäß das Schloß Valzol endlich abzubrechen und dem Landvogt zu Lauis schriftlich zu antworten, ob er es thun wolle oder nicht, v. Eberhard von Reischach der ältere, wohnhaft zu Dießenhosen, zeigt an, es befinde sich dort ein Lehen, das den Vit Orten zustehe, aber einer Frau geb- von Nandeck, des Hans von Schellenberg zu Hüfsingen Ehefrau, von einem Landvogt im Thurgan und Wols von Winkelsheim, als einem Lehentrager, sei verliehen worden; es möge aber jenem Vogte unbekannt gewesen sein, daß dies ein Schild- oder Mannlehen „gewesen" und deßhalb einer Frau nicht könne verliehen werden, dadurch könnten nun die Eidgenossen Gefahr laufen, die Lehenschaft zu verlieren; darum bitte er dringend, man möchte ihm, in Betracht daß er schon bei vierzig Jahren in der Eidgenossenschaft wohne und Leib und Gut zu den Eidgenossen gesetzt, dieses Lehen gnädiglich verleihen; dabei anerbietet er sich, die Kosten eines allfälligen November 1527. 1181 Rechtsstreites mit dem von Schellenberg selbst zu tragen. Da nun auch der Landvogt im Thnrgnu geschrieben hat, daß er im Lehenbuch das fragliche Lehe» als Schild- und Mannlehcn verzeichnet finde, die Boten jedoch nicht instrnirt sind, so wird das Geschäft in de» Abschied genommen, um anf nächstem Tage Antwort zu geben, wie man sich in der Sache verhalten wolle. «I. Ucber die Abstellung des Fürkaufes, und namentlich die Ausfuhr von Vieh zum Vortheil der Feinde lauten die Instructionen verschieden; namentlich äußert sich Schwyz, es könnte solches nicht ertragen. Da im Nathschlag angezeigt wird, daß die ennetbirgischen Unterthancn ans Mailand auch (wieder?) Zufuhr erhalten, die Sperre also nicht gerechtfertigt sei, so hat man beschlossen, dies nochmals heimzu bringen, v. Der Vogt von Gottliebe» bittet abermals, ihm das den Znsätzern vorgestreckte Geld zurückzuerstatten, und meldet zugleich, daß nur noch ein Mann im Schloß als Besatzung sei. Hierauf hat man dein Vogt im Thurgau schriftlich befohlen, mit dem genannten Vogt abzurechnen und den schuldigen Rückstand aus den 80 (al. 90) Gl. zu bezahlen, die auf nächste Weihnachten von einein Erbe fallen werden; den noch anf Gottlieben befindlichen Mann möge er beurlauben. Heimzubringen, ob man das Schloß einstweilen „also" lassen oder weiter (stärker) besetzen wolle. Antwort auf nächstem Tag. l. 1. Jeder Bote weiß zu sagen, in welcher Gestalt denen von Constanz das im Thurgau mit Arrest belegte Einkommen wieder freigegeben worden ist. 2. Dabei hat man ihren Boten vorgehalten, daß die Unfern im Thurgau mit neuen Zöllen belästigt werden. Hierauf erwidern dieselben, es seien allerdings („villicht") gegen die Leute des Bischofs etwelche Nenerungc» unternommen; da sie aber sehen, daß es die Eidgenossen beschwere, so werden die Herren ohne Zweifel den Zoll wieder abthun. K» Dieselben Boten berichten, wie ihren Obern täglich Warnungen zukommen, daß sie von dem Adel oder Andern überfallen werden sollen, und daß die Bündischen an die Eidgenossen werben, sie auf diesseitigem Gebiete lagern zu lassen, weßhalb sie bitten, ihnen zu „rathen", wessen sie sich hierin zu den Eidgenossen getrösten und versehen dürfen. Es wird beschlossen, dies heimzubringen und auf dem nächsten Tage darüber Antwort zu geben, da uns die Sache fremd ist. I». Briefe von gewissen ausländischen Personen melden in Sachen des Auslandes Zwischen der Frau des Hans Gallician scl. und der Stadt Basel, daß wenn letztere der Frau nicht innert Rkonatsfrist Ersatz leiste für ihren erlittenen Schaden oder vor etlichen genannten Fürsten und Städten ihr vor Recht stehe, sie der Freundschaft halb die Frau nicht verlassen könnten, sondern thun müßten, was sie lieber unterlassen möchten. Da der Bote von Basel hierüber nicht instrnirt ist, aber bemerkt, daß die Sache sich nicht verhalte, wie die Briefe sagen, so gibt man ihm Abschriften der erwähnten Briefe mit dem Auftrag, die Sache getreulich heimzubringen, damit seine Herren und Obern verhüten, daß für sie und uns aus dem Handel Unruhen entstehen, und zu berichten, was etwa der Pfalzgraf oder Andere weiter in der Sache thnu. I. Der Vogt zu Klingnan und ein Fischer von Koblenz zeigen an, daß soeben, nämlich auf Montag nach Allerheiligen, Graf Rudolf von Sulz in eigener Person samt einigen Leuten zu Roß und zu Fuß nach Koblenz gekommen sei, dm Fischern ein Wuhr oder Fach, das sie seit Menschengedenken ohne irgendwelche Einsprache benutzt, trotz allen Rechtsboten zerstört und die Renschen in den Rhein geworfen habe. Hierauf wird der Landvogt zu Baden beauftragt, nach Küssenberg hinüber zu dein Grafen oder seinem Vogt zu reiten und sich zu erkundigen, warum der Graf gegen alles Nechtbictcn so verfahren sei, und auf dem nächsten Tage darüber Bericht zu erstatten. Ii,» Peter Koch von Nothweil hat sich gegen Zürich beklagt und dasselbe an seinen Ehren gekränkt. Dies hat dann dessen Bote sogleich hennberichtet und den Befehl erhalten, denselben für eine Rechtste tigung verhaften zu lassen, da er die Herren verleumde und seine Urfehde nicht gehalten habe; diese legt dann der Bote vor, und da '»an vermuthet, daß der Koch mit seiner Rede auch andere Orte habe schmähen wollen, so wird beschlossen, es soll derselbe eine» Eid zu Gott und den Heiligen schwören, die Stadt Baden nicht zu verlassen, sondern hier 1182 November 1527, das Recht zu gewärtigen, das Zürich ihm vorschlagen werde. Heimzubringen, wo er zu Recht gestellt werden soll, I. Da Zürich der 2000 Gl. halb, die es bezahlen soll, die Meinung äußert, der Vertrag bestimme nicht, daß sie nach Lucern gelegt werden sollen, weßhalb es sie bei Bern hinterlegen wolle, so wird beschlossen, sich bis zum nächsten Tag zu erkundigen, was der Vertrag hierüber enthalte; wenn derselbe keinen Ort nennt, so soll das Geld bei dem Landvogt zu Baden erlegt werden *). ,«». In dem Span zwischen dem Abt von Einsiedeln samt Schwyz einerseits und dem von Geroldseck samt Zürich anderseits hat man beide Parteien sowie ihre Gewahrsamen gegen einander gehört; weil aber keine gütliche Ausgleichung zu finden gewesen, so wird Zürich nochmals aufgefordert, die Sache heimzubringen, den von Geroldseck aus der Stadt zu weisen und sich desselben nicht weiter anzunehmen; auf dem nächsten Tag soll es bestimmte Antwort geben, ob es das thun wolle oder nicht; im Fall des Abschlags müßte es denen von Schwyz gemäß den Bünden vor Recht stehen. »». Abermals ist heimzubringen der schon lange waltende Streit zwischen den sieben Orten und Zürich in Betreff der Appellationen von Lnnkhofen, weil nicht alle Boten darüber instruirt sind. Autwort auf nächstem Tag. «. Herr von Boisrigault, als Gesandter des Königs von Frankreich, bringt ein Schreiben des Herrn von Lautrec au die Eidgenossen, worin sich derselbe „verantwortet", daß ihm die eidgenössischen Knechte nicht mehr haben dienen wollen, wiewohl er sie gut bezahlt habe, und dann zu wissen begehrt, ob ihm die Eidgenossen ohne Verzug einen anderen Aufbruch („Versammlung") gestatten würden, wenn der König darum ansuchte. Antwort: Man sei nicht instruirt und müsse dies heimbringen, werde aber auf nächstem Tage Bescheid geben. Z». Der französische Gesandte (Boisrigault) wird ersucht, auf dem nächsten Tag Auskunft zu geben, wann der König den Ansprechen antworten wolle, wie er früher versprochen. «K. Es weiß jeder Bote, wie die Hauptleute, die sich im Dienst des hl. Bundes befinden, schreiben, daß sie schlecht bezahlt werden und großen Mangel au Essen und Trinken leiden müssen; nichts desto weniger wollen sie dienen, so lange sie können. Z. Betreffend die Entschädigung an den Pannerherrn von Schwyz für die mit der Obmannschaft gehabten Kosten wird jetzt beschlossen, es solle Zürich die eine Hälfte tragen, und die andere von den nenn Orten ausgerichtet werden. «. Herr von Lautrec nennt in einem Schreiben die Leute, die in seiner Garde gedient, Geld und Kleider von ihm angenommen, dann aber heimgezogen sind/ und fordert, daß dieselben bestraft werden; darunter wird ein Niklaus Ackermann von Lucern, von Bern ein Ludwig Spichti von Burgdorf genannt. <. Da die „acht Orte" gemäß dem letzten Abschied von Lucern Appenzell um Antwort ersuchen, ob es die hl. Messe und die Bilder beibehalten wolle oder nicht, erwidert dasselbe: Es wolle die geschwornen Bünde und die Spruchbricfc treulich halten; es seien aber einige Priester in der Landschaft, über die es keine Gewalt habe, indem der Abt von St. Gallen das Recht habe, dieselben ein- und abzusetzen; eine eigentliche Antwort aber auf die geschehene Anfrage ertheilt es nicht, u. Für diese und andere Geschäfte wird ein Tag nach Baden angesetzt auf St. Katharinen Tag (25. November), v Hartmann Löifi's von Koblenz sel. Sohn erinnert an sein auf der letzten Jahrrechnung zu Baden angebrachtes Gesuch um Fenster iu sein neues kostbar erbautes Haus; heimzubringen, da man hiefür nicht instruirt ist. In dem Marchenstreit zwischen der Herrschaft Negensbcrg oder dem neuen Amt und „den hohen Gerichten" ist ein Tag angesetzt ans Sonntag »ach St. Othmarstag (17. November) zu Kaiserstuhl, x. „Sind ingedenk der kuntschaft des manns halb, so z»o Meningen uinbbracht sol sin." Wir lassen hier (als Ergänzung zu m und dem ganzen Abschied) noch einen andern Act folgen: 5'. 1. Da dieser Tag angesetzt ist, um den Span zwischen dem Abt von Einsiedeln und den Herren von Schwyz, als seinen Kastvögten, einerseits, und Diebold von Geroldseck mit den Eidgenossen von Zürich anderseits, Schon Nr. 485 <1 meldet ausdrücklich, dah die 2voa Gl. bezahlt seien: „als sy auch gethan." Vgl. Nr. 49t) Ic. November 1527. 1183 in der Güte beizulegen, so wird zunächst der Herr Abt mit samt denen von Schwyz angehört; sie legen ihre Briefe und Freiheiten dar und erklären in langem Vortrage, nichts anderes zu begehren als das Recht, das sie dem Beklagten an mehreren Orten umsonst dargeschlagen; zuletzt anerbieten sie es ihm in Schwyz und genügsames Geleit zu seiner Sicherheit; es werde ihm alle Billigkeit widerfahren, wenn er darauf eingehe. 2. Nun erzählen auch die Boten von Zürich den Verlauf des Handels; da ihre Obern um Recht angerufen worden, so finden sie billig, daß die Gegenpartei des Geroldseck dasselbe vor ihnen suche. 3. Die Entscheidung über diesen Anspruch stellt Schwyz dem bundesmäßigen Rechte anHeim. 4. Hienach haben die (cidg.) Boten ihren Rath eröffnet und an Zürich die dringende Bitte gerichtet, die Sache noch einmal ernstlich zu betrachten, ans ein so ehrliches Ort >nehr zu achten als auf einen Mann, der den Eidgenossen in keiner Weise verwandt sei, denselben wegzuweisen, sich seiner nicht mehr anzunehmen und auf dein nächsten Tage eine Antwort darüber zu geben. Wenn es diesem Borschlag nicht beitrete, so soll es nach Inhalt der Bünde mit denn? von Schwyz ins Recht treten über die Frage, ob sie den Geroldseck in Zürich zu berechtigen haben, oder ob er sie mit Recht suchen soll. Damit wird auch das Anstichen verbunden, den? Abt von Einsiedel», wenn er etwas (von seinen Einkünften im Zürchergebiet) brauchen sollte, dasselbe gütlich verabfolgen zu lassen. Der Abt bringt ferner vor, daß seine Gotteshausleute zu Eschenz einen Span haben mit denen von Steil? wegen ihres Weidgangs. Nachdem man auch die Boten von Zürich gehört, hat mau sie ersucht, diesen Handel heimzubringen und auf dein nächsten Tage zn antworten, ob sie den Untergang wollen stattfinden lassen, wie er vormals angeordnet worden ist. »t». Weiter beklagt sich der Abt über die von Stäfa und Männcdorf, die ihm nicht mehr huldigen und schwören wollen, von ihn? aber die Abhaltung eü?es Gerichtes fordern, was er uuter solchen Umständen nicht bewilligen könne. Darüber bemerken die Boten von Zürich, daß die genannten Leute dem Pfleger wirklich geschworen haben; wenn dieser sie des Eides entbinde, werden sie sich nicht weigern, die verlangte Huldigung zn leisten. Es wird erkannt, daß an beiden Enden gerichtet werden solle bis zum Austrag der Sache, jedoch beiden Thcileu an ihren Rechten ohne Schaden. I»k». Die Boten von Zürich melden, daß zwei Frauen ans den? Kloster Dänikon sich mit Pfaffen verehlicht haben, lind begehren, daß denselben ihre Habe gütlich herausgegeben werde; es wird ihnen erwidert, daß man bei dem frühern Beschlüsse bleibe, solchen Frauen nichts verabfolgen zu lassen, ee. (An Zürich:) „Gcdenkent a» Herr Dechau von Zurzach, in? ein gleit zuo verschaffen." hat nur die Zürcher Abschiedsammlung, Bd. 10, k. 12, und zwar uudatirt; dabei sind auch Ii,i, ii eingereiht. Außerdem besitzt dieselbe an den? von? bezeichneten Orte den Hanptabschied, dem noch v—x entnommen sind, während ihm » und i»—u fehlen. Im Bern er mangeln e, t, x; im Lucerner ist v gestrichen. Dein Freiburger fehlen ii, «, i, Ii, ii, v w., im Solothurncr «?, i, n, «, v, iv ec., im Schaffhauser «, v, l', i—I, ii, «», i', t, v ?c., im Appenzeller zudem it>, dagegen « nicht, im Basler bis n dieselben, dann > t, v ?c. Zu :i. 1) Eil? Original der Artikel nebst Begleitschreiben hat das Kantonsarchiv Basel in der Sammlung „Abscheidschriften". Neues enthalten sie nicht. 2) 1527, 31. October, Mörsburg. Der Bischof von Konstanz an Zürich (und andere Orte). Begleitschreiben zu den schriftlich (allen Orten) übergebenen Beschwerde-Artikeln, die mm? so weit gemäßigt und beschnitten habe, daß sie dein Recht und aller Ehrbarkeit gemäß und, wie zu hoffen, für jede weltliche Obrigkeit annehmbar sein werden, wie sich denn etliche andere Fürstenthümcr und Regierungen damit schon vergliche» haben, wonach mau Zürich bitte, sich dieselbe?? auch gefallen zu lassen und deren Vollziehung nicht zn hindern, und dabei zu bedenken, daß gegen die jährliche Bezahlung der Zinse, die allein in der Eidgenossenschaft über 2300 Gulden betragen, ivofür größtentheils die bischofliche?? Gefalle und Einkünfte verschrieben feie??, die dringende Nothdurft 1184 November 1527, erfordere, dasjenige einziehen zu können, was man von Recht und Billigkeit wegen besitze und von jeher ruhig genoffen habe. St. A. Zürich: A. Bischol Constanz. ter^o: „Nüt ist ein antwurt. Actum Mentag nach Otmari . . . rrvij" (18. November). Zu , könne wider daher bringen; aber was übrig noch da sig, dwil der Rat deß begcr, ivcllc er verbieten; das ist ouch beschechcn. Aber nachmals hat Riuderjos landgerichtsknecht (dein) Zunftmaister Hüetlin gesagt, daß der landvogt im gcschribcn Hab, er sölle doctor Petern den übrigen wiu ouch lassen, doch daß er dagegen im lnnd hundert gülden vertröste. II. So nun durch practicierung der pfaffen die statt Costeuz dermaß vilfaltig belästiget wirt und ze besorgen ist, daß die fach zuo einem krieg sich möchte ziehen, habent klain und groß Rät vil von denen dingen geratschlagt und erwägen: 1186 November 1527. „Erstlich daß die statt Costanz jewelte» her so trüwlich und wol am römischen Rich, vorab auch am hus Oesterrich gefaren ist und von deren wegen land und M, auch lyb und guot verloren hat, auch daß die Statt bis dahar des schwäbischen Mnds und des Richs bollwerk gegen den Aidgnossen gewesen ist, und daß die Aid- gnossen an allem irem land kam ort habent, daruf sy größer sorg dann uf Costanz haben, und sos zua kriegen kumpt, allweg ufs mindst r"> man uf Costanz warten lassen müesseut, und wo Costanz by inen war, daß st) dann gegen den Swaben ain ganz beschlossen land hellend. „Zum andren, daß im vergangnen Switzerkrieg der swäbisch Punt nit gnnog daran gehebt, daß man denen von Costenz alles das sy im Thurgöw gehebt, verbrennt, darzuo ire lüt erstochen hat, besunder hat man erst denselbigen krieg mit der statt landgericht gericht(et) und das den Aidgnossen geben, dardurch der Statt unsäglicher schad an iren güeteru und sunst ist zuogestanden. „Zum dritten, daß sölche getrüwe und nützliche dienst, ouch das gründlich verderben der Statt by dem Kaiser, ouch by dem Küng von Behaim als Erzherzogen zno Oesterrich, deßglich by dem stväbischen Punt und by dem hegöwischen Adel so gar unbedacht und vergessen ist, daß nit nun der Rat und (die) statt Costanz by inen kam hilf suochen noch begeren dörfen, besunder daß sy gestattent, daß in iren landen dermaß wider die statt Costanz gehandelt werd. „Zum vierten, daß ire rüter bis an das tor herzuo straifent und die lüt von wegen des evangelis und leer Christi rechtfertiget und tröuwent, sy durch die backen zu stechen oder an die böum ze henken. „Zum fünften, das den gaistlichen inwonern zuo Costanz (begegnet?), also (daß) das ir uß ufstiflung / der Pfaffen im Thurgöw, deßglich in des Abts von Richenow oberkait und an andern orten verlegt wirt und verbotten. „Zum sechsten, daß uf verschinem Richstag zuo Spyr Küng Ferdinandus den Burgermaister Gaißberg nit selbs verhören, noch ine für sich ze kummen hat zuolassen wellen, das ain anzaig ainer großen ungnad, ja undankberkait ist der guotthäten, die die Statt dem hus Oesterruch gethon, und des schadens, den sy von sinen wegen gehebt hat. „Zum sibcnden, daß uf das schriben, das der Rat gen Zell, Ravenspurg und Ueberlingen der rüter halb, die die frygen (?) habent nidergeworfen, gethon hat, von Zell und Ravensprurg gar kam antwurt, aber von Ueberlingen am schlechter beschaid kummen ist, darab man vermerkt, daß sy der dingen kam mißfallen traget und nit willens sind, solche rüter nit ze enthalten. „Zum achten, daß verschincr zyten an gmain Aidgnossen ist geworben worden, daß sy vergönnen und zuolassen wellten, Costanz uf irem boden ze belägern, darab.man merkt, daß man der Statt nit nun irer trüw - - kam belonung ze thuon, besunder von der pfasfen wegen gar ze vertilgen understande. „Zum nünden, daß verschincr ziten, do der Steffan von Stain in des Rats gefängniß gewesen und durch die Aidgnossen begert ist, daß man inen den hinus söllt geben, Herr Hans Jacob von Landow an statt und usser befelch des Küngs von Behaim, damals noch »it Küng, als Erzherzogs zuo Oesterrich, in bysin der gmaincn Aidgnossen sandtbotten im Rat begert hat, der Rat söllt den Aidgnossen den man geben; dann wo sys nit thäte», so wisse der Rat, daß die Statt vil gült(en), zins und güeter im Thurgöw und der Aidgnoschaft Hab, welche die Aidgnossen der Statt ufhältcn und nemen möchten, welches er ouch also grew (?) redet, daß ouch die Aidgnossen das selbs widersprachent und sagten, es wäre (in) irem gemüet und mainung nit. „Zum zehenden, daß verschincr jaren, do an die Aidgnossen geworben ist zuo verguust(ig)en, daß man uf der Aidgnossen boden Costanz belägern möcht, ain österrichischer houptman (man sagt, es syg Herr Mark Sittich von Ems gewesen) ain ort zuo der belägerung gesuocht und nämlich angeschlagen Hab, zwischen dem kloster Crüzlingen und der Hofstatt davor, da vor das landgericht gestanden ist, das läger ze schlachen. „Zum ainliften, daß den Rat ist angelangt, doch nichts gewisses, daß dcrselbig Herr Merk zuo Rineck und Roschach geworben soll haben, ime zuo vergönnen, daselbst herab ain züg ze füercn, welches aber im versagt ist worden. „Ab welchen allen disen dingen und ab vil andern practiken, die wider die Statt gehandelt werdent, und das über alle rechtbott, ouch über daß man nicmauds das sin verhalt noch belaidiget, ouch über das sich niemand November 1527. 1187 ains kriegs gegen der Statt merken la(ß)t, darum haben klain und groß Rat ainhellig beschlossen, daß der Statt not sig, umb hilf und umb ain rucken ze luogen; doch soll man das zuovor an die gemaind oder zünft ouch bringen, und hat man in die zünft ze gan verordnet Jacoben Zeller, des Richs vogt, Ruland Muntpraten, Pctern Mößli (?) und Gabrielen Apotcker sampt dem Stattschriber. Und sind also all zünft garby (?) ainhellig worden, daß man umb hilf trachten soll, und solches ze thuon ist klain und großen Räten befolchen; doch soll man endlichs nichts mit jemands hinder den gemainden beschließen. Item so habent klain und groß Rät uf den 12. (21?) tag Octobris . . den haimlichen befolchen, in solchen fachen ze handlcn, doch ouch nichts endlichs ze beschließen." Stadtarchiv Eonstanz. Zu Ii. 1527, 15. October (Dienstag S. Gallen Abend). Philipp Wollschläger, genannt von Altdorf, Wirrich von Thun, Oswald von der Bisscnberg, Wolf Wil von Gant, Hans Wil von Gant, Heinrich Klein von „Litzenburg", Wendel Ruw von Cleff, Rcinhart von Gundorf, Dielman von Rynyn, Jakob von Walderfingen, Klaus von Freiburg, Jörg von Augsburg und Andere an gemeine Eidgenossen. Erinnerung an die gewaltsame plötzliche Vertreibung der (damals schwangern) Frau Joh. Gallicians, mit Verweisung auf andere Schriften betreffend den Handel, und Begehren um unverweiltes Einschreiten, damit der Klägerin binnen vier Wochen geholfen werde, ?c. St. A. Basel: Abschiede (Copie aus Baden). Zu K. Der Zürcher Abschied hat noch eine andere Redaction: Als dann Herr Peter Koch von Rothweil, der zu Zürich im Gefängniß gelegen war, vor den Boten erschienen ist und die Eidgenossen von Zürich jener Haft wegen mit einigen Schmachworten „angezogen" hat, ist auf deren Beschwerde erkannt worden, demselben einen Eid aufzulegen, daß er in Baden das Recht erwarte; dagegen meint der Bote von Zürich, da Koch schon einen Eid gebrochen habe, so könne ihm des zweiten halb nichts Besseres zugetraut werden, und sollte man seinen Herren gestatten, denselben sofort „einzulegen" ?c. „Und insonders so hat Herr Peter söliche schmachwort in ansang siner red geprucht." Zu >. Bemerkenswerth ist der Zürcher Vorschlag (Instruction auf obigen Tag, Acten I. Cappclerkrieg), des Obmanns Lohn aus dein Strafgeld zu zahlen, das den Angehörigen Zürichs auferlegt ist. Zu ». Die verschiedenen Exemplare geben je nur die ein Ort berührenden Namen an. Zu v. Zürcher Instruction: „Und sollent ir der Eidgnossen boten berichten, was schwach und schand minen Herren mit iren geschenkten wappen und fenstern mit zerschlachen und sunst begegne, und begeren, daß sy dasselbig verhüeten und die, so die zerbrochen, widerumb darzuo halten wcllint, damit die gemachet werdint.. ." Zu v. (Zürcher Instruction:) In dem Span zwischen der Herrschaft Regensberg und dem Neuamt und der Grafschaft Baden hohen Gerichten ist auf einen: Tag zu Kaiserstuhl durch Meister Setzstab und M. Meyer gehandelt; es sei aber noch nicht klar, auf welchem Fleck gefrevelt worden; da der Landvogt die Sache vorbringen werde, so schlage Zürich vor, zur Ersparung der Kosten für weitere Untersuchung einfach die Buße zu theilen. 487. Mern. 1527, 17. November. Ausschreibung einer Disputation über den Glauben auf Sonntag nach Neujahr (1528, 5. Januar). 1) Der bezügliche Beschluß oder „Rathschlag" findet sich in gleichzeitigen deutschen Abschriften im Staatsarchiv Bern: Acten Kirchl. Angelegenheiten, in den Deutschen Missiven tZ. 299 ss. Einen Abdruck gibt Stürler, Urk. I. 204-208. In latei Iiis eher Uebcrsetzung enthalten denselben die Lateinischen Missiven l. 206—208, in französischer die Wälschcu Missive» 55 hienach abgedruckt bei Herminjard 11. 54-58. Da die wesentlichen Vorschriften in später mitzuthcilenden Acten thcils wiederholt, theils weiter ausgeführt sind, so können wir es wohl unterlassen, den Beschluß hier abzudrucken. Dagegen haben wir einige andere bezügliche Schriften einzulegen: 1188 November 1527, 2) „lieber dise nachfolgend Schlußreden wellend wir Franciscus Kolb und Berchtoldus Haller, beid predicanten zuo Bern, sampt andren, die das Evangelium verjechend, einem jeden mit Gott antwurt und bericht geben uß heiliger biblischer gschrift, nüws und alts Testaments, uf angesetzrein tag zuo Bern, Sonnentag nach Circumcisionis im jar N.V.XXVIII. I. Die heilig,christenlich Kilch, deren einig houpt Christus, ist uß dem wort Gottes geboren; im selben belybt sy und hört nit die stimm eines frömbden. II. Die Kilch Christi machet nit gesatz und bott on Gottes wort. Deßhalb all menschensatzungen, so man nempt der Kstchen bott, uns nit wyter bindend, dann sy in göttlichem wort gegründt und (ge)botten sind. III. Christus ist unser einige wysheit, gerechtigkeit, erlösung und bczalung für aller welt sünd. Deßhalb ein andern verdienst der säligkeit und gnuog thuon für die sünd bekennen, ist Christum verlougnen. IV. Daß der lyb und das bluot Christi wesenlich und liblich in dem brot der danksagung empfangen werd, mag mit biblischer geschrift nit bybracht werden. V. Die Meß, (so) jetz im bruch, darin man Christum Gott dem vatter für die sünd der lebendigen und todten ufopfere, ist der geschrift widrig, dem aller Heiligosten opfer, lyden und sterben Christi ein lesterung und mnb der mißbrüchen willen ein grüwel vor Gott. VI. Wie Christus ist allein für uns gestorben, also soll er ein einiger mittler und fürsprech zwüschen Gott dem vatter und uns glöubigen angerüeft werden. Deßhalb all ander mittler und fürsprechen usserthalb disem zzst anzerüefen, von uns on grund der gschrift, ufgeworfen. VII. Daß nach disem zyt kein Fegfür in der gschrift erfunden wirt. Deßhalb all todten dienst, als vigil, seelmeß, seelgrett, sibend, dryßgost, jarzyt, amplen, kerzen und derglychen vergeblich sind. VIII. Bilder machen zuo vereerung ist wider Gottes wort, nüws und alts Testaments. Deßhalb, wo sy in gefar der vereerung fürgestellt, abzethuond syend. IX. Die heilig Ee ist keinem stand verbotten in der geschrift, sunder huory und unküschheit zuo vermyden allen ständen (ge)botten. X. Diewyl ein offcnlicher huorer nach der gschrift im waren bann, so folget, daß unküschheit und huory der ärgernuß halb keinem stand schädlicher (sye) dann priesterlichem. Alles Gott und sinem heiligen wort zuo eeren." St. A. Bern: Kirchliche Angelegenheiten. — Teutsch Missiven H. 299, 300 a. Abdrücke sind bei Stürler, in den „Acten" der Disputation, bei Herminjard (französisch), und anderwärts. 3) 1527, 17. November. Bern an Zürich (und alle übrigen Orte ?c.). „Unser w. ?c. Wir überschicken üch hiemit den Ratschlag der Disputation, so wir angesechen haben in unser statt Bern ze halten, früntlichen und trungenlichen (bittende?), (daß) ir denUiwern gelerten und besonders den seelsorgern und predicanten fürhalten wellend, und sölichs uns nit zuo argem messen, dann (es) fürwar früntlicher christenlicher trüw und Meinung beschechcn ist. Ir wellend ouch daby dieselben gelerten, wo üch das nmnüetig ist, anhalten und vermögen, sich uf das gespräch in irem kosten ze verfliegen, und wo einicher wäre, der sich des geleits, so in dem büechly gemeldet, nit getrösten noch daruf lassen wellt, mag (er) uns umb volkomners ankeren, werden wir dem und den selben das gnuogsamlich und formklicher zuoschicken. Deßglichen so langt an üch unser früntlich pitt, (daß) ir glicher gestalt ouch thuon wellend und allen Personen, geistlichen und weltlichen, frömbden und heimschen, so sich uf die Disputatz verstiegen wellten, niemands usgenomen, fryen und sichern durch und Hinzug durch üwer land und gebiet nachlassen und vergönnen, und also menklichem fry sicher geleit gäbind zuo und von uns an alle beleidigung, wellicher party sy doch anhengig, und damit wir und die, so deß notdürftig sind, gesichert (syen), begeren wir deß üwers schriftliches zuosagcns by disem potten, damit niemands gleits halb ursach Hab, sich ze üssern und ußzebliben". . . St. A. Bern: Teutsch Missiven q. soi d. — St. A. Zürich: A. R-ligionssachen. — K. A. Fretburg: A. Bern. Das deutsche Concept der an die Bischöfe erlassenen Einladung haben die Teutschen Missiven, (j. b. Herminjard übergeht diesen Act. 4) 1527, 19. November, Bern. Bertold Haller an-Zwingli: Ueber die Anstalten zur Disputation. St. A.Zürich: Zwingli-Schriften (Original). — Abdruck in Zwingws Werken, eck. Schuler und Schultheß, VIII. IIS—119. November 1527, 1189 5) 1527, 2V, November. Bern an Zürich, Den über die Disputation gehaltenen Rathschlag (f. St, 1) wünsche man den Angehörigen mitzuthcilen; da man nun viele Exemplare haben müsse, so erachte man für gut, hiemit das Original zu senden, um es beförderlich in den Druck zu geben; daher bitte man um den Dienst, einen geschickten Drucker auszuwählen, der das Büchlein von Wort zu Wort dem Original getreu besorge und davon vierhundert mache, dazu hundert Zeddel, auf welchen nur die Schlußreden gedruckt seien. Die Kosten werde man gütlich bezahlen, sobald die 400 Exemplare und die 100 Zeddel geliefert worden, » St. A. Zürich: A. Neligionssachen. 6) 1527, 3. December (Dienstag post Andrea). Zürich an Bern. 1. Der Auftrag, 400 Exemplare (des Büchleins) betreffend das „Gespräch" und 100 „Zedel" der Schlußreden beförderlich drucken zu lassen, sei sofort dem Christoffel Froschauer übermittelt worden, der die Sache bestens versehe und schon bis nächsten Sonntag das Verlangte liefern werde. 2, Sodann habe man eben heimliche Kundschaft erhalten, daß in Lucern die Rede ausgegangen, die Unterthanen von Zürich hätten kürzlich vier Täufer, die gerichtet werden sollten, durch einen Auflauf befreit, den Meister Ulrich (Zwingli), den Löwen (Leo Jud) und Andere herausgefordert, und drei von Baden her Gekommene wären nächtlicher Weile erstochen worden; das alles sei gänzlich erdichtete Schmachrede, -c. St, A, Zürich: Mlssiven (undalirl). — St. A. Bern: Kirch!. Angelegenhcitc» (mit Datum), 48«. KaiserstuHt. 1527, c. 18. November (Montag nach Othmari). D«aat«->rchiv Zürich: Instructionen I, lS6, Tag zur Besichtigung der Märchen zwischen der zürcherischen Herrschaft Negensberg oder Nenamt und den hohen Gerichten der Grafschaft Baden, 1) Der Tag war während der jüngsten Tagleistung zu Baden vereinbart worden, laut bezüglicher Instruction der Botschaft von Zürich, ib. ib. 125 b. 2) Die zürcherischen Boten, M. Niklnus Setzstab und M. Peter Meyer, haben Auftrag, sich besonders an den früher (im I. 1471, 29. October) gemachten Vertragsbrief zu halten und dahin zu wirken, daß derselbe gehalten werde, lieber den Erfolg dieses Tages ist nichts aufgezeichnet. — Ein zweites Geschäft, einen zu Meningen geschehenen Todschlag betreffend, ist unerheblich. Vgl. Nr. 486 x. 48S Kens. 1527, c. 20. November f. Archive Bern und Areiburg. Botschaften von Bern und Freiburg erkundigen sich über den Sachverhalt betreffend gewisse Klagen ^avoyens gegen die Genfer. — (lieber weitergehende Aufträge sind die Noten 16 und 17 zu vergleichen). Ein Abschied ist nicht vorhanden. Wir geben daher die unserseits gefundenen Acten, vom 11. September an. 1) 1527, 11. September, Frei bürg. An die Genfer zu schreiben, sie sollen jetzt nichts Neues anfangen, sondern warten, bis sie das Ihrige in die Stadt gebracht haben, und die dermaligen Umstände bedenken. ' ^ K. A. Freiburg: Rathsbuch Nr. tb. 2) 1527, 15. September (Sonntag nach Eraltationis Crucis). Bern an Frcibnrg. „Uf Fnstag nächst ver- schinen hat uns des Herzogen von Savoye bott (Fontane!) fürbracht, wie dann sin Herr hoch bcdmens gehebt ab dem abscheid, so letstes allhie gehaltne» tags zwüschen den Jenfcrn und banditen nsgangcn, fürnemlich daß den 1190 November 1527. banditm so große summ gelts, nämlich zwenzigtusent krönen, ufgelegt worden w., demnach sich hoch erklagt, daß von wegen der großen schwach, so im die von Jens bewisen in verwüestung sins wapens an der Insel, nüt geratschlaget noch abgesprochen sye, daß er bewegt und getrungen, dieselben von Jens darnmb rechtlich anzefordern. So denne sye in besorgen (sio, statt „besorge er", „in sorgen" w.), daß er die sinen nit enthalten noch beheben mög, daß si mit denen von Jens nit etwas anfachend uß Ursachen, daß die von Jens uß zuoversicht und under dem schin des burgrcchten von irem muotwillen und Überpracht nit abstand(ind), das nun gedachtem Herzogen noch den sinen nit ze dulden sye. So wir nun besorgen, daß nützit guots darus folge, in ansechen daß die banditen dheinen andern tag annemen wellen, haben wir fruchtbar, zuo guotem und ustrag der fach ze sin erachtet, uf üwer gefallen hinin dem Herzogen und (den) banditen, ouch (den) Jenfern ze schriben und iiben trungenlich anzekeren, daß nämlich der Herzog und die banditen sechs erber wolverständig man erkiesen, die den Jenfern angenem syend, und die Jenfer ouch sechs man, die dem Herzogen und (den) banditen gefellig, die dann über den Handel sitzen und aller partyen anliggen, klag und antwnrt vernemen und demnach früntlicher ald rechtlicher wyse darüber entscheid und entlich lüterung geben und sy vereinbaren, zuodem daß dieselben rij man einen obman erwelen, wo ir der zuogesatzten Meinung zwyspaltig erfunden, daß er dann den Handel besichtigen und erwägen und mit sinem usspruch demnach entscheide, daby es ouch beliben söllt, alles mit förmlichen mittlen, fuogen und gestalten, die zuo sölichen dingen gebüren und notdürftig sind"... Bitte um Antwort. K. A, Freiburg: A. Bern. — St. A. Bern: Teutsch Misslvsn y. 2b0 d, 2bl. 3) Schon am 14. (Eralt. Crucis) schrieb Bern dem Herzog, es habe die Genfer sofort ermahnt, das Wappen wieder herzustellen und gegen die Angehörigen Savoyens gute Ruhe zu halten, unter der Androhung, ^ im Kriegsfall demjenigen Theile beizustehen, der die Verträge beobachtet habe. Da dem Secretair Fontane! für den Paß durch Genf die verlangte Sicherheit verschafft worden sei, so möge der Herzog den Genfern Hinwider sichern Verkehr gewähren, :c. — Das bezügliche Schreiben an Genf enthält in sachlicher Beziehung nichts Eigenes. St. A. Bern: Welsch Missiven 37 b, 33. 4) Am 22. September (vimsnoko apros In Lt. Uattbiou) wurde obiger Vorschlag eines Schiedsgerichts den Parteien eröffnet; — der Wortlaut für den Herzog ist vorhanden am gleichen Orte, 40 b, 41 a. 5) Zu vergleichen sind die Minuten im Berner Rathsbuch Nr. 214, p. 221—223. Nach Freiburg wurden verordnet Graffenried und Hetzel, die laut Jnstructionsbuch 53, 54 den Auftrag erhielten, einen Tag in Nyon anzuordnen, resp. mit Freiburg darüber Rücksprache zu nehmen, zc. Vgl. N. 6. 6) 1527, 18. September, Freiburg. Wilhelm Schweizer soll nach Bern, um zu berathen, was zu Frieden und Ruhe diene, nnd wer die Schiedleute sein (möchten). Dabei soll er anzeigen, daß die Genfer das Wappen des Herzogs nicht beseitigt haben wollen und sich erbieten, die Schuldigen dem Richter zu überweisen. K. A. Freiburg: Nathöbuch Nr. 45. 7) 1527, 19. September. Bern an Freiburg. „Ein antwurt uf ir schryben, min Herren setzind den partyen heim, wo sy die zuogesatzten nemen." 8) 1527, 21. September (Matthäi). Bern an den Herzog und die Genfer. „Der zuogesatzten halb, als min Herr Stattschriber weiß." — S. N. 4. St.B -m: Rathsbuch Nr. 214, p. 225,242. 9) 1527, 4. October. Bern an Genf. „Rons avons ontondu es gne von» a plan nous osoriro touolmnt lallaire de vostre prinoo et soiAneur, monsoi^neur de Llonovo, eis mettre ordro guo a, lui soient rotournoos et romisos los ubbuz'vs de Luga et ?inorol, onsoinblo autros bonolloos, aussi son urgent otv. Von« advor- tissons guo en oboses u nous possiblos vous atouobant sommos prosts de von« ooinplairv; mais do nous meslor dos allairos dudit soignour votro prinoo nv nous est oonvonablo. ?our autant no 1o vouilloü avoir u rogrot"... St. A. B-rn: Welsch Miss!«-» td. 44 ». 10) 1527, 4. October, Bern, Rathssitzung. „Als dann anzogen ist von des Herzogen von Savoy brief wegen, die harus zuo fordern, disern Handel soll man in ruow anstellen zuo diser zit, von wegen gegenwürtiger löufen, ouch der knechten halb in Lamparten." 11) 1527, 4. October, Bern. Schreiben an den Herzog: „Mit den sinen zuo verschaffen, kein gwalt mit denen von Jens anzuofachen, sunder inen guot recht zuo halten." ny und uz im St.A.V-ru: Rathsbuch Nr.ms, p. 27. November 1527, 1191 12) 1527, 31. Oktober (Vigilia Omn. Sanetormm). „Min Herren (des kleinen Raths) habe» sich vereinbaret, daß sy die artikel, so die Burger vom Herzogen Harns fordern, jetzmal anstan wöllen lassen von uneinig(keit) wegen der Burgern." ib. n>.o». 13) 1527, K. November. Bern an Freiburg. 1. „Es ist hüt datumbs vor uns crschinen des durchlüchtigen fürsteii und Herrn, des Herzogen von Savoye botschaft (Piochet) und hat uns allerlei beschwernuß, so üwer und unser Mitbürger von Jens crstbemeltes (sie) Herrn bewisen haben, mit langer red fürbracht und erscheint, erstlich daß bemelt f. Dt. bedurens Hab ab dem, daß die gedachten von Jens zuo fründlicher tagleistung nit haben wellen bewilligen, deßhalb die abgetretnen dadannen verursachet, das angefangen recht zuo Vienne ze vollstrecken. Zuo dem andern so haben bemelt von Jens unser schriben nit so vil geachtet, dann daß obberüerter f. Dt. wapen, so ab der Insel gerissen, noch allwcgen wüest lyt und die brugg noch ungemacht (che). Zum dritten so Hab vil- bemelter fürst einen edelmann gan Jens geschickt, das ampt des vidomats ze versechen, und als er sich den Jenfern presentiert, haben sy in dermaßen empfangen, daß er da dannen hat gemüessen, und sy die von Jens zuo im gesprochen, der Herzog hette nützit da ze regieren ze. Zum vierten so syend die von Jens zuogcfaren und haben einen bemeltes Herren amptman geplündert in sinem hus, nit ferr von Jens in des Herzogen land gelegen, mit gewalt ufgebrochen und darns genomen, was inen hat gefallen, und gan Jens tragen lassen. Zum fünften so haben bemelt von Jens ein pfarr in Chablay, hinder dem Herzogen gelegen, mit gewalt ingenommen und des Herzogen lüt darns getriben, die salvaguarde dadannen gerissen und des Bischofs von Jens dargethan und geredt, die kilchen sye des Bischosfen und nit des Herzogen. Zum leisten, als sy die statt Jens mit grüben und bolliverken bewaren, bezwingen sy des Herzogen underthan(en), so dahin ze merkt gand, daß sy müessen helfen graben und werken, und wann sy das nit thuon wellen, (be)handlen sy dieselben übel ze. Das alles Nun dem Herzogen unlidlich (sye) und er hinfür nit gedulden welle. Uf sölichs . . haben wir (die) gelegenheit der fachen erwägen, daß nützit dann unruow darus entspringen mag. Dem vorzesin haben wir angesechen, unser potschaft hinin ze fertigen, oberlütert artikel eigentlich ze erkunden; dann uns hievor eben vil in klagwys fürkommen, das sich an im selbs nit alles hat mit der warheit erfunden; ir tragend onch guot wüsten, daß den Jenfern zuogesagt ist, dhein anklag wider sy in irem abwescn zuozelassen noch darüber an(e) ir wüsten nützit ze handle», sonders bcid partyen samenthaft ze verneinen, und dwedere die andre unbillichen verklagt, die der andern den kosten abtragen solle. Sölichem statt ze thuond habend wir unser botschaft . . hinin verordnet; die wirt uf Mitwuch nächst by üch sin, mit beger (daß) ir glicher gestalt ouch thuon wellend und einen Kotten mit dem unfern gan Jens schicken, mit demselben ze handlen, was die notdurft erhöischt, die dann beid partigen vernemen und widerstanden ze betragen, alles zuo guotem der fach und fürkommen größerer unruowen; wo sy aber nützit mögen schaffen, alldann beiden obberücrten partyen tag für uns setzen und bestimmen, aber nach gebär darinne ze handlen, sc." 2. Auf die letzten Montag (4. d.) von Freiburg (auch Lausanne) erhaltenen Schriften, betreffend die 8WV Landsknechte, die durch Burgund ziehen, gebe der General (Morelet) die beiliegende Antwort (abschriftlich). St. A. Bern - T -Utsch Missioen q. 2S7—2»s — K. A. Fr-Iburg: A. Bern. Im Berner Nathsbuch (K. Nov.) ist der Beschluß notirt, die Klagen nach Genf zu schicken, was aber erst am 12. geschah. Als Bote wird (Peter) Stürler abgeordnet. 14) 1527, 12. November (Dienstag nach Martini). Bern an Freiburg. Antwort auf dessen Schreiben und den Vortrag der Botschaft. „Wiewol wir uns versechen, ein potschaft hinin ze schicken, die warheit ze erkunden, will uns doch (jetz das) unnot ze sin bedunken, so wir uß Hansen Loupers, üwers burgers, mund vermerkt, daß die savoysche potschaft zum theil die warheit fürgcben, und erstbcmcldtcr üwer burger sölichcr gcivaltigcr häudlen »it ein kleine ursach ist, als er selbs bekanntlich und uns um gnad gcbetten; füllend ir wüsten, daß wir zuo großem undank haben, daß er des Herzogen nnderthnn(cn) also gewältigct; wann er uns zuo versprechen stuond, wurden wir in ungestraft nit lassen. Doch ivie dem allem, so haben wir hinin gcschriben, guoter Hoffnung, üwer und unser Mitbürger von Jens werdind sich hinfür sölicher händlen müeßigcn und nicmands gestatten fürzenemen das, so zuo unruow dienen möcht, verhoffend (onch, daß) ir nit minder dann wir onch üwer bcsts thuon werdind und die üwern darzno vermögen".. . ^ T-up-h Miss!»-,, y. 20». Als Boten nach Genf wurden abgeordnet Hans Rudolf Nägeli und Vogt (Licnhard) Willading, laut Rathsbuch dd. 13. Nov. 1192 November 1527. 15) 1527, 12. November (Naräi upros 1a 8t. Nartin). Bern an Genf, „des sours passos nous a loou^or Uiooliot au nom äs son soiZnour st maistro par plaintik oxposo suivans artiolos. Uromieromont, puis Kien guo a nostro roguosto los dannis äs Llonovo oussont oonsonti a lawiablo sournoo par novo äornioromont ostablio, os noantinoins vous »vox voulu oonäosoonärs, taut guo losäits koronsis sont apres pour poursuivrs Isur ärnit a Vivimo sto. Du apres guo non odstant nos lettres guo von» avions touobant lös arinos äuäit seiAneur äo liste arraolrees osoriptos, uz^ a^ssl enooro äonno lieu. Nioroowont a^ox kait rokus äs aoooptor lö viäomo guo vous ostoit onvovo, allsgaut >;uo no (sio) avoit guo kairo. (juartomont guo a>ox prins par koroo uns eure en (.'lialile et arrasso (sio) la sauvoZaräo äuäit soi^nour, et aussi koraZo ot butino uns maison cluu liuissior äuäit prinoo aupros äo vostro villo sur sa torro. 1' i n a Ioruont gue axox oontrainvt los sullsots äuäit soiZnour äouvro (sio) pour vous ou rokorooruont äs votro villo, losguollos violonoos loäit prinoo no poult ni voult plus soulldir. 8ur vo (nous) avions oräonno nostro amdassaäour pour oxporimontor, si tont sola ostoit vrai. Nais ooponäant nous ont nos oornlzourAoois äo l'riliaurg resoript st onvn^o Ilans Uoupor, loguol nous a inkorme äo tout et laiot oxouso a nostro soinblant insullisantos, äisant guo on <;uolguo onäroit il ostoit on oauso äosäitss vouluntos, nous priant lui paräonnor oto. ^ ooste oauso vous tonons aulounoment oxousos ot lavons a Aranä ro^rot «pro loäit lmupor a oonstraint auouns a laboror, ot «pio vous )' avox oonsonti. Oortos, si il ostoit äos nostres, nous lo olrastoxoront (sio) on sorto guo olrvsoun vorroit nous ostro laiot äoplaisir. (lo non odstant vous Prions äo vous äoporter paroi apros äo tiouls atkairos ot vous ontrotonir ainiablomont avoo loäit soiAnour ot los sions ot non ooinportor tioullos violonoos ot äavanta^o roinottro losäitos armes pour don äo paix ot tranguillito". . . St.A.Bern: W-ych Miss. x. 46 v, 47 ». 16) 1527, 15. November (Freitag nach Martini), Bern. Instruction für die Gesandten nach Genf. I. Aufzählung der von der savoyischen Botschaft erhobenen Klagen gegen die Genfer (f. N. 13, 15). 2. Auftrag, dieselben den Genfern vorzuhalten und sie zu ermahnen, keine Unruhe zu stiften, sondern dafür zu sorgen, daß innner „der glimpf ir sye" und Bern, das ihretwegen schon viele Mühe und Kosten gehabt, nicht zu Unwillen gereizt werde. 3. Da vermuthlich des Herzogs Botschaft auch in Genf sei, so soll sie ersucht werden, ihre Anliegen zu eröffnen, wogegen die Genfer auch ihre Verantwortung anbringen könnten; geschähe das, so hätten die Gesandten Befehl zu versuchen, ob die Parteien vereinbart werden könnten; wo nicht, soll ein Tag für sie angesetzt werden, wo man sie gegen einander verhören würde. 4. Die Genfer sollen ersucht werden, Bern zu Gefallen das Wappen an der Insel wieder aufzurichten, des Herzogs Abzeichen (Salvaguarda) wieder an die Pfarre zu thun, dem Amtmann Schaden und Kosten zu ersetzen. Auch soll ihnen gesagt werden, daß man es nicht billige, daß sie des Herzogs Leute genöthigt haben, an den Stadtwerken zu arbeiten, wozu sie ohne Zweifel eingewilligt, obwohl Lauper sie deßhalb entschuldigt habe; man wünsche, daß solches künftig Unterlassen werde. 5. „Wyler ist üch befolchen ze erkunden, wie es mit der chorherren von Losen tschachtlan zuo Saint Pre ergangen; dann die von Losen sollen (in) in sinem floß überloffen haben, in fänklich angenommen und in bloßem Hemd uf ein roß gesetzt und ein sprenzel in den mund gefüegt, daß er nit schryen möcht, und als sy mit im gan Versoir kommen, sye das roß under im gefallen und er darmit, der ingeleit sprenzel krochen und er geschruwen, daß die puren daselbs zuosamen geluffen und in entschütt haben, und die von Losen hinweg geluffen." 6. (Auf dem Wege) sollen die Boten in Freiburg dahin wirken, daß von dorther auch eine Botschaft mit ihnen komme; wenn dies aber nicht erzielt würde, so sollen sie allein nach Genf reiten und handeln. St. A. B-rn: Jnstructionsbuch x. 70 i>, 7l-?s. 17) 1527, 16. November, Freiburg. Hans Guglenberg soll mit einer Botschaft von Bern nach Genf reiten, um „die Sache" zu vertragen; gelingt es nicht, so ist beiden Parteien ein Tag zu verkünden. K. A. Freiburg: Rathsbuch Nr. 4S. 18) 1527, 30. November (koste 8t. iLnäriou). Bern an den Herzog von Savoyen. 1. Aufzählung der letzthin von Piochet vorgebrachten (sechs) Klagartikel gegen die Genfer. 2. Um die Sache zu prüfen, habe man eine Botschaft nach Genf geschickt; aber erst bei deren Abreise seien Gesandte von Seiten des Herzogs erschienen, die dann zudem mit den Genfern nicht haben handeln und die Artikel erörtern wollen. Nun haben die Genfer sich vor der diesseitigen Botschaft (und schriftlich?) verautworstt, und zwar genügend, sodaß man finde, Piochet habe nicht der Wahrheit gemäß geklagt, was man nebst dem Benehmen der (andern) Gesandten mit großem Befremden November 1527. 1193 vermerke. Daher ersuche man de» Herzog, in Zukunft nur die reine Wahrheit vortragen zu lassen, indem er selbst ermessen könne, daß Haus falschen Klagen) Unordnungen und Unwillen erwachsen möchten; er wolle sich der vielfältigen Ermahnungen erinnern, die Genfer nicht zu belästigen oder anzufechten, und bedenken, daß man diesseits schuldig sei, sie nicht zu verlassen. Ferner ermahne man ihn, gute Nachbarschaft zu erhalten, den Bischof von Genf in seine Stadt zurückkehren und dort ruhig leben zu lassen, ihm dafür Geleit zu geben und freien Verkehr zu gestatten, w. Wenn etwa die Genfer ihn beeinträchtigen sollten, so möge er in ihrer Gegenwart klagen auf Kosten der Partei, die man im Unrecht finden werde; dann wolle man so ernstlich dazwischen treten, daß Friede und Freundschaft dadurch erhalten werden; (denn) diesseits wolle man alte und neue Bündnisse und Burgrechte halten. Begehren um schriftliche Antwort bei dem Ueberbringer. St.A. Bmn Welsch M>ssi°°» x. so. ->i. 4S«. AlldeN. 1527, 26. Novemffep f. (Dienstag nach St. Katharinatag f.). Staatsarchiv Luccrn: Mg. Abschiede N. 2. k. «7. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. S, t. »SS. Staatsarchiv B-r» - Allg. -idg. Abschiede SX. 29» Kaiitoiisarchiv Basel! Abschiede. KantvnSarchiv Frcilnirg: Abschiede Bd. 12. Kantoiisarchjv Solothoru: Abschiede Bd. XVI. Kautoiisarchiv Schaffhauscn: Abschiede. Landcsarchiv Appenzell Z. N.: Abschiede. Gesandte: Zürich. M. Rudolf Thnmisen; M. Hans Jnckli, beide des Raths. Bein. Hans Bischof, Venner. Lncer». Hans Golder, des Raths. Uri. Ulrich Türlcr, des Raths. Schivyz. Gilg Rychmuth, alt-Ammann. Unterwal den. Anton Hauser, Landschreiber. Zug. Konrad Bachmann, von Meuzingen, des Raths. Glarns. Bernhard Heer, Seckclmeister. Basel. Heinrich Meltinger, nlt-Burgermcister. Frei bürg. Peter Dosse (Tossis, Spitalmeister), des Raths. Solothurn. Hans Tobi. Schaffhausen. Hans Ziegler, Burgermeister. Appenzell. Jörg Schund (Meyer!), des Raths. — E. A. A. k. 25 ft. k». Die Botschaft des Bischofs von Constanz eröffnet das Ansuchen, daß die Eidgenossen den Abt von Kreuzlingen und den Landvogt im Thurgan beauftragen, die Anstände zu beseitigen, die er allfällig mit denen von Arbon hätte, damit den armen Leuten die Kosten erspart würden, welche durch das Erscheinen auf den Tagen verursacht werden. Heimzubringen. I». Nachdem „der aus dem Thurgau", der den Eidgenossen 160 Gl., herrührend von einer Erbschaft, schuldig gewesen, dieselben auf diesem Tage entrichtet hat, wird der Vogt zu Gottlieben daraus bezahlt, desgleichen die Schuld an Glarns und Freiburg für die der Besatzung daselbst gemachten Vorschüsse abgetragen; der Ueberschuß ist unter die X Orte vcrtheilt (für jedes 5 Gl. zu 16 Btz.). «?. Da die drei Städte Bern, Freiburg und Solothurn ihren Anzug in Betreff der Besoldung des Vogtes im Thurgau erneuern und gemäß den Bünden Recht vorschlagen, wenn ihnen nicht entsprochen würde, so hat man das wieder in den Abschied genommen, nm darüber ans nächstem Tag Antwort zu geben. «I. Es wird gemeldet, daß die von St. Gallen dem St. Katharinenkloster in ihrer Stadt, ohne Rücksicht auf dessen Widerstand, alle Freiheiten, Briefe und Einkünfte genommen und ungeachtet der Zusage, es bei seinen christlichen Ordnungen, Sacramcnten, Messe und Beichte, bleiben zu lassen, demselben bald hernach den Doctor Schappcler zu einem Prediger gegeben "nd dadurch die hl. Sacrameute, Messe, Beichte und andere christliche Bräuche abgeschafft haben. Daher wird "ach St. Gallen ernstlich geschrieben und begehrt, daß die Stadt mit solchem Verfahre» innehalte. Heimzubringen, was man weiter mit ihr vornehmen wollte, wenn sie nicht willfahren würde, v. Der Burgermeister von Basel Zeigt an, daß seine Herren verordnet haben, „keinem mehr denn zwölf Säcke mit Korn auf einem Markt zu lassen." L. In Betreff des Lehens zu Dießenhofen, das die Frau Clara von Randeck, Hans von Schellenbergs Ehefrau, innehat, und das ein Schild- oder Mannlehen sein soll, wird dem von Schellenberg geschrieben und dem 150 1194 November 1527, Landvogt im Thurgau befohlen, auf den nächsten Tag das Lehenbuch mitzubringen. Und da die VII Orte der Ansicht sind, daß ihnen allein das Lehen zu verleihen gebühre, so haben sie die Sache in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tag darüber Antwort zu geben. K. Des Fürkaufs wegen ist beschlossen, es solle bei dem bleiben, was zu Einsiedeln verabschiedet ist. Dieser Beschluß wird auch den ennetbirgischen Vögten mitgetheilt, doch mit der Weisung, wenn jemand den Unfern Lebensmittel zuführte, demselben ebenfalls solche, „in stichs wys", zukommen zu lassen, Korn jedoch ausgenommen; auch sollen sie darüber wachen, daß hierin kein Betrug geübt werde, I». Die Vögte von Lauis und Mendris melden schriftlich, wie der Gubernator von Como gedroht, drei ihnen vorgeschlagene Artikel mit Gewalt zu erzwingen; ferner daß acht Fähnlein Spanier und Landsknechte nach Varese gekommen, und sie „wahrlich gewarnt" (seien), daß dieselben auf St. Katharinen Abend oder am folgenden Tage (24, 25. November) in das Thal von Lauis einfallen werden. Darauf ist dem Gubernator von Como ernstlich geschrieben, daß uns seine Drohung sehr mißfalle, indem wir nicht seine Feinde seien; wenn er sich aber unterstünde, die Unsrigen derart anzugreifen oder zu schädigen, so solle er sich darauf gefaßt halten, daß die Eidgenossen ihre Angehörigen nicht verlassen, sondern ihnen mit Leib und Gut beistehen würden. An die Vögte wird geschrieben, sie sollen sich vorsehen. I. In dem Span zwischen Zürich und Schwyz wird nach langer Bcrathung erkannt: Wenn Zürich den von Geroldseck llicht aus der Stadt weise, so soll es nach den geschwornen Bünden mit Schwyz ins Recht stehen und sich darüber aus dem nächsten Tag endlich erklären. Für den Fall, daß es dieser Aufforderung nicht entspräche, soll dann jeder Bote mit gehöriger Vollmacht versehen sein, zu berathen, was man weiter thun wolle. Ii.» Gemäß deni Vortrage von Einsiedeln hinterlegt Zürich auf diesem Tage die 20l)() Gl. bei dem Landvogt zu Baden. I. Der Burgermeister von Basel verantwortet seine Herren und Obern gegen das trotzige Schreiben, welches etliche unbekannte Personen ihnen zugefertigt, die Ehefrau des Hans Gallician betreffend, und bittet, allfällig einlangenden Verunglimpfungen gegen Basel keinen Glauben beizumessen, inden? es nicht anders als rechtlich zu handeln begehre; es begehre auch, daß die Eidgenossen es nicht im Stiche lassen, wenn der Stadt etwas Leides zugefügt würde. Heimzubringen und auf dem nächsten Tag Antwort zu geben, ob man an den Herzog von Lothringen und den Pfalzgrafen, unter denen jene Personen sich befinden sollen, darüber schreiben will, sie mögen mit denselben verschaffen, daß sie nichts Gewaltthätiges vornehmen, sondern mit dem vorgeschlagenen Recht sich begnügen, in. Da Peter Koch von Nothweil den Eid, den er ans dem letzten Tage zu Baden, als von Zürich angeklagt, daß er eine geschworne Urfehde nicht gehalten, hat schwören müssen, bis zu Austrag des Handels Baden nicht zu verlassen, abermals gebrochen hat, so wird beschlossen, es soll ihn jedes Ort fortweisen, wohin er kommt. 1. Der französische Gesandte, Herr „Pärgall" (Borigal, Boisrigault), begehrt Antwort ans das letzthin den Eidgenossen übergebcne Schreiben des Herrn von „Latrat" (Lautrec) und auf seinen mündlichen Vortrag betreffend die vom König begehrte Werbung eidgenössischer Knechte. Daraus wird ihm entgegnet, er möge zuerst erklären, ob der König die eidgenössischen Hauptleute und Knechte für ihre Ansprache» seiner Zusage entsprechend befriedigen wolle; dann werde man auch auf sein Gesuch eintreten. 2. Er erwidert: Der Herr von Solieres sei unterwegs, um sich mit allen Ansprechern abzufinden, aus gütlichem oder rechtlichem Wege, gemäß der Vereinung, worauf dem Gesandten, im Auftrag der Obern, eröffnet wird: Wenn der König öen Hauptleutcn und Knechten bezahlt habe, was er ihnen schuldig, und wie es verheißen sei, so werden die Eidgenossen desto geneigter sein, dem König zu dienen. «. Da man von allen Klöstern im Thurgau Rechnung abgenommen hat, so wird der Antrag gestellt, es sollte auch von dem Abt zu Muri Rechnung verlangt werden. Heimzubringen. A». Thomas Spiegelberg und sein „Mitgesell" von Schaffhauscn und Onophrion Sctzstab haben eine Appellation von Baden auf diesen Tag gebracht; da man jedoch nicht instrnirt ist, so wird verabredet » November 1527. 1195 heimzubringen, ob man die Boten auf den nächsten Tag bevollmächtigen wolle, die Parteien zu verhören und darüber abzusprechen, «y. Heimzubringen, ob man ferner mit Zürich tagen und solche Autworten von demselben annehmen wolle, wie es deren seit.einiger Zeit gegeben, r. Auf die erneuerte Bitte des Hans Burger (al. Scherer), ihn und seine Brüder bei dem Verbot zu schirmen, das sie auf einige Zinse und Gülten gelegt haben, erwidern die Boten von Zürich, ihre Obern seien der Meinung, er habe ihnen nichts zu verbieten, da er ihr Burgrecht noch nie ausgegeben, und sollte bei dem Urthal bleiben, das er von ihnen und dein Großen Rathe erhalten habe; denn ihrein geschwornen Brief und den Bünden gemäß seien sie nicht schuldig, ihm an andern Orten „gerecht zu werden." Hiernach werden die Boten ersucht, Folgendes heimzubringen: Da sie selbst zugeben, daß die genannte Caplanei (Mettmenstcttcn) durch Burgers Voreltern gestiftet worden, und erklären, daß sie deren Güter zum Nutzen der Armen verwenden werden, so möchten sie in Betracht ziehen, daß er und seine Brüder auch arm seien und zwölf lebende Kinder haben, und ihnen darum aus Müdigkeit von jenen Gülten etwas nachlassen. Wenn sie aber nicht dazu einwilligen, so wollen sie entweder einen Boten verordnen, um mit denen von Schwyz und Zug die Sache gütlich zu erledigen, oder sie den Eidgenossen anvertrauen, s. In dem Span zwischen dem Abt von Einsiedeln und denen von Stein hat Zürich im Namen der Letztern erklärt, daß es den begehrten Untergang wolle geschehen lassen, t. „Item wöllent ingedenk sin, daß (dem) Ofrion Setzstab sin gleit förderlich zuogeschickt werde." Der Bote von Bern weiß anzuzeigen, daß nach dem Bericht des Vogtes zu Lnggaris etliche Berner und Walliser viel Vieh „hinein" treiben und verkaufen, v. „Und als dann unser Eidgnossen von Appenzell uns uf nächstem tag antwurt geben von wegen der Menschen pfaffen, und weß wir uns zuo inen versechen und getrösten füllen, damalen st) uns eben mit schlechter antwurt begegnet, dero sich unser Herren und obern nit versuchen hellen, und daß (st) sölichen Handel bas zuo herzen nemen und uns uf nächstem tag mit anderer und besserer antwurt zuo begegnen, als der bott wol witer weißt. Wir haben ouch unserm gnädigen Herren von Sant Gallen geschriben, die pfaffen, so sich der Menschen sect merken lassen und von im belechnet sind, von iren pfrüenden zuo verstoßen und die mit andern cristenlichen Priestern versechen wölke, darumb ouch wir mit dem botten unser Eidgnossen von Appenzell ernstlich gercdt, daß sy an sölichcm gedachten unfern gnädigen Herrn mit sölichen pfaffen wölke lassen verfaren und im Hann kein intrag und snmnuß thnon; das werden unser Herren und obern umb st als unser lieb Eidgnossen willig haben zuo verdienen." Hv. 1527, 21. November (Donstag nach Othmar). Zürich an die eidgenössischen Rathsboten in Baden. Zörg Grebel zu Maur habe seiner Zeit eine eheliche Tochter im Stifte Münsterlingcn im Thurgan mit IVO Pfund Pfennig in eine Pfründe eingekauft und wünsche nun, da er ein „erlebter" Mann geworden und „die Sachen der Gotteshäuser sich so zutragen", sie samt dem Einsatz wieder herauszulösen und in anderer Weise zu versorge», wobei er sich darauf stütze, daß im genannten Kloster keine Gelübde, sondern bloß Gehorsam gegen die Obern gefordert, und die Frauen übrigens wie andere laische Personen geachtet werden. Wenn die Eidgenossen stin Gesuch gewähren, so hoffe er seinen Zweck* wohl zu erreicheil. Darum bitte nun Zürich um freundliches Entsprechen lind die nöthigen Empfehlungsbriefe an Pröpstin und Capitel des Gotteshauses. St. A. Zürich: Misstven. X. 1527, (c. 23. November), Konstanz. Instruction für Jacob Zeller und Hans Wellenberg, als Gesandte zu dein Tag in Baden. 1. Antwort zu fordern über den Vortrag der Botschaft ans dem letzten Tag (Jacob Zeller und Jörg von Schwarzach), die ans diesen Tag verschoben sei, nämlich auf die Frage, wessen sich die Madt zu den Eidgenossen in den gegenwärtigen Läufen versehen dürfe, ?c. 2. Wenn darauf die Meinung geäußert würde, sie wüßten keinen bessern Rath, als daß sie sich zu den Eidgenossen halte, so sollen die Boten 119k November 1827, zu verstehen geben, daß sie hierüber zwar keine Befehle haben, aber gerne davon ein Mehreres hören, da derzeit bei ihren Obern mehr als sonst je in solchen Sachen erlangt werden könnte, jedoch alles nur auf Hintersich- bringen; dabei soll aber ausdrücklich erklärt werden, daß die Räthe ohne Wissen und Willen der Gemeinde nichts beschließen wollen. Sofern es dann zu einer Besprechung der dienlichen Mittel käme, sollen die Boten die ihnen zugestellten Artikel anbringen, jedoch nicht schriftlich übergeben, es wäre denn daß das wirklich nöthig erschiene, und auch dann nur den Vertrauten, Wenn aber aus der Antwort der Eidgenossen hervorginge, daß sie an eine solche Verbindung nicht denken, so ist ihnen gegenüber ebenfalls zu schweigen. 3, „Aber doch sollend sy alsdann mit den andern Orten, die uf nächstem tag red mit ime, Zeller, und dem von Swarzach gehalten habent, deßglich mit allen andern Orten, die sölcher mainung sin wellten, ains burgrechts halb red halten, uf wys und maß, wie inen deß ouch artikel verzaichnet überantwurt sind; deßglich mögent st) in discm fall, ob es sy not bedunkt, die lutere copy des burgrechtsbriefs ouch zöigen," 4, Vertraute Anfragen bei einzelnen Botschaften, ob es möglich wäre, die Verbote des Landvogtes im Thurgau gänzlich zu beseitigen, zc. Stadtarchiv Consta»;, I —t aus dem Zürcher Abschied, dem dagegen «I, «, <», «» fehlen. Dem Berner ist » eigen, dem Appenzeller v. Jenem mangeln «I, «», <> t zc., dein Freiburger I, l, <», >», > ?c., dem Solothurner I,«», p, » zc-, dem Basler, Schaffhauser und Appenzeller »—«I, l, « zc. Zu «I. 1527, 28, November (Donstag vor Andrea), Baden, „Von Stett und Landen unser Eidgnoschaft Ratsbotten zuo Baden i. E. by einandern oersampt" (doch wohl nur 7, 8 oder 9 Orte) an St. Gallen. — Dem Abschied entsprechend, nur etwas weitläufiger redigirt. Es sei ihr „Wille und Meinung", daß vr. Schappeler („den wir üch vormalen gebetten niendert predigen zuo lassen") abgestellt, das Gotteshaus bei den alten Bräuchen ruhig gelassen und den Frauen ihre Briefe zc. zurückgegeben werden, was man bestimmt erwarte. Antwort aus den nächsten Tag. Stadtarchiv St. Galle». Zu zx. iz 1527, 111. November (St. Martins Abend). Hans Hösli, Landvogt zu Lauis, NN die eidg. Boten auf dem nächsten Tag. Es sei ihm zweimal gleichförmig befohlen worden, gar kein Vieh in das Herzogthum führen zu lassen. (Dagegen sei nun zu erinnern:) Der Raget von Ponte im Laniserthal, Zeiger dieses, habe den zu Carra gefangenen Eidgenossen, besonders denen von Uri, so viel Hülfe geleistet, um sie auszulösen, daß er und seine Gesellen bei 599 Kronen dafür vorgestreckt, wofür sie thcilweise Vieh empfangen haben; das liege ihm des fraglichen „Rufes" wegen hier mit großen Kosten auf dein Hals; daher stelle er, der Vogt, die freundliche Bitte, demselben zu erlauben, daß er mit diesem Vieh „richtigs" hinab fahren könne; dann werde er mit allem Fleiß versuchen, damit in das französische oder venetianische Lager zu kommen, zc. K. A. Freiburg: A. T-ssm. Vogt-ien (Luc. Copt°> 2) 1527, 25. November (Katharina). Bern au Luccrn. Man hätte erwartet, daß es dem letzten Schreiben wegen des Fürkaufs über das Gebirge Rechnung tragen würde, vernehme jetzt aber gerüchtweise, daß ein Genueser ein bedeutendes Quantum Korn, das er in der Eidgenossenschaft gekauft haben solle, durch das Gebiet von Lucern geführt habe, was man bedaure, weßhalb man es dringlich ermahne, das in Zukunft zu vermeiden; sonst wäre man verursacht, hier jede Ausfuhr nach Lucern zu verbieten ... St. A. Lu-er»! Mssw-n. Zu Ii. 1) 1527, 11. November (St. Martins Tag), Lauis. Hans Hösli und Heini am Brunnen, Vogt zu Mendris, an die XII Orte: zuerst in Uri zu eröffnen, dann nach Lucern zu schicken. „Ersamen w. n- (Es) sig üwer gnaden zc wüsten, wie uf Sunnentag vor Martini (19. Nov.) nach beger und erfordrung des gubcrnators von Chum han ich ein botschaft zuo im in gheim geschickt; dann er mit mir begert zuo reden von wegen etlicher beschwernuß, so im angelegen wäre und von mir wölkte gehebt han, oder bösers wurde mir und üwer» armen lüten zuo Händen stoßen. Also hat er fürgehalten dry artikel, da er etlich und mit beschluß will von »in und dem vogt von Lowis oder aber offnen krieg (anfangen) und das land schleipfen. „Zum ersten will er von mir und dem vogt von Lowis gehebt han, daß wir inen (sie) lassend allen styeu kauf und alle spysung zuogan mit fryem gleit aller der sinen, und wo das nit, will ers mit gewalt reichen. November 1527. 1197 „Zum andern will er haben, daß kein bnrger von Chum und dero zuogewandten in üwer miner Herren gebiet sich ufenthalt noch wonhaft und seßhaft an(e) sin erloubnuß und gunst sigc, oder er will sy mit den üwern schädigen und reichen. „Zum dritten will er haben, daß aller ansprach, kosten, schaden, abtragen guot, so er oder die sinen könnent erfordren, ich im sy abtragen und ersetzen (söll), oder er wölle das mit gewalt nemen. „Uf sömlichs, g. h., ist üch ze wüssen, ivas gwalts und »lacht wir vögt, üwere diener in üwcrem namen, habent, insunderhcit wir an(e) statt, schlösser und bürgen sind, onch an alle Provision widerzestreben noch uns ze beschirmen, onch kein gewalt habent, weder alt ansprachen noch nniv mit keinem frömden Herrn ze beschließen, deßglichen onch kein gewalt, die spisung im zuozelassen und vil minder gewalt, im die vorzehaben, deßglichen es ein arm ding ist, daß fromm biderb lüt uf üwer(m) gebiet nit mögen sicher sin daan allein nrit eines frömden Herren gunst und geleit. Uf sömlichs, damit üwer land nit undergange und beroubt werde, ist min fründlich bitt und üwer armen luten feste ermanung, sy ze beschirmen und sinnlichem fürzesechen und inen den tirannen abnemen und verschaffen in aller il, daß das verstehen werd; dann warlich der gnbevnator endlich (und) gründlich das fürhalt, wo wir das nit thüegend wie obstat, ... wird er schädigen, berauben und fachen üwer arm underthanen an alles mittel, denen er grimmlich tröwen ist. Wir Hand onch gwüsse kundschaft, daß in der statt Chum vis fändli ligend, die man achtet uf ritt» man; (die) mögen uns fast wol schädigen ane entblößung der statt. — Der Herr von Lautrec lit zuo Plescnz in großer stille... Sömlichs alles wie obstat han ich mit dem vogt zuo Lowis selber persönlich geredt uf hüt datum, welcher zuo allem ist ü. g. bitte» und crmanen wie obstat," ?c. Bitte um schleunige Antwort. K. A. Freiburg: A. Tcssili. Vogieien (Luc. Copie). 2) 1527, 10. November (Othmari). Luccrn an Freiburg. Mitthcilung der heute aus LauiS und Mendris erhaltenen Briefe. Da die Sache gemeine Eidgenossen berühre, so habe man das Geschäft auf die nächste Tagleistung in Baden gewiesen, zu welcher nuu die Botschaft entsprechend instruirt werden möge, ?c. K. A. Freiburg: A. Lucern. Zu I. 1) Der Zürcher Abschied weicht von der summarischen Nedaction des Luccrner Exemplars durch Anführung bemerkenswerther Details ab; wir heben heraus, was dort nicht gegeben ist. „Und als dann unser Eidgnossen von Zürich sich ir antwurt entschlossen von wegen des spans, so sich haltet zwüschcnt inen, auch Herr Apt zuo Einsidlcn, sampt uuscrn Eidgnossen von Schwiz, darin wir nit verstanden, dann daß si zum teil aber uf ir vorigen autwurt blibent, uf sölichs so haben wir unser» Eidgnossen von Zürich abermals fründtlich und ernstlich gcschribcn und sy gcbcttcn, nochmals die fach zuo herzen zuo fassen und den von Geroltzegg hin und abzuowisen, und inen ein söllich loblich Ort und uns all lieber lassen sin, dann ein söllichen ußländischcn man, der weder inen noch uns zuo versprechen stände; dann wo das je nit sin, so habent wir uns entschlossen, daß si den gcmeltcn unfern Eidgnossen von Schwiz des rechten gehorsam söllcnt sin, inhalt unscr geschwornen piinden, und so nu die selben unser Eidgnossen von Zürich uns nf sölichs fründtlich gcschnbcn und gcbctten, wir wöllcnt nochmals unser lieb Eidgnossen von Schwiz ankeren und an !» vermögen, damit si fründtlich lasscnt darin handle», damit und dem von Geroltzegg ein zimliche Provision geschöpft, damit er sin uarung gehaben möge, und so wir mm den Amman von Schwiz fründtlich ankert und gebetten, dann zuo bewilligen, habent wir kein folg an im mögen erfinden. Daruf so haben wir es by vordrigc». lassen blybcn, also wo die genullten unser Eidgnossen von Zürich den von Geroltzegg nit hin und ab wöllcnt ivisen, daß si cum ?c. (wie im Texte). 2) 1527, 27. November (Mittwoch nach St. Kuourats Tag), (Baden). Die Boten von Zürich ... au ihre Obern. 1. Die Eigcnosscn ... („sy") haben über die Instruction betreffend den von Geroldscck großes („gar cm ) Mißfallen bezeugt und erklärt, sie haben in Befehl, eine bestimmte Antwort zu fordern, ob Zürich dci.selben abweisen wolle, oder festzusetzen, wo die Rechtfertigung geschehe» solle; wenn Zürich diese ausschlüge, so mochte etwas Anderes daraus erwachsen, „mit vil scharpfen Worten und tröwnngen." 2- Entgegen dem Erbieten, die 2000 Gl. nach Bern zu lege», verlange» die nudern Orte, daß dieselben nach. Bade., gelegt werden.der Bote von Bern habe sodann eröffnet, daß seine Herren das Geld nicht annehme., würden. Darum bitten die Boten un. weitern Befehl, indem sie dünke, „es well eben wit langen".. . S.. A. -ym-h: A. 1198 November 1527, 3) 1527, 28. November (Donstag nach Katharina). Zürich an die Boten der zwölf Orte in Baden. 1. Anzeige des Empfangs ihres Schreibens. Da selbiges etwas scharf gehalten sei, so gebühre es Zürich, zu besserer Unterrichtung über diesen Gegenstand Folgendes zu eröffnen: Diebold von Hohen-Geroldseck sei vor einiger Zeit in dein Einsiedlerhof eingekehrt und dann vor den Rath gekommen mit der Erklärung, er sitze in dem Seinigen, da er „sich des Gotteshauses nie „verzigen" habe", und erbiete sich gegen den jetzigen Abt und Jedermann, der etwas zu fordern hätte, zum Recht in Zürich; hienach habe dieses geglaubt, nach göttlichem Recht und aller Billigkeit schuldig zu sein, ihm zum Recht zu verhelfen, med wenn der Abt Blarer oder sonst Jemand es in gleicher Gestalt begehrt hätte, so wäre es ohne Verzug auf eine solche Verhandlung eingetreten; deßwegen habe es keineswegs einen Span mit Schwyz gesucht und trage es auch keinen Unwillen gegen dasselbe, und ebenso dürfe es den wiederholt geäußerten Vorwurf ablehnen, daß es für den von Geroldscck Partei ergriffen habe; wenn aber die Eidgenossen vermeinten, daß Zürich hierin sich gegen die Bünde vergangen habe, und es dessen überweisen könnten, so werde es sich ihrem Spruche fügen, da es allezeit begehrt habe, seinen Pflichten getreulich nachzukommen; damit nun aber der Handel erledigt und eine mühsame Rechtfertigung vermieden werde, stelle es nochmals die dringende Bitte, daß die Umstände und Dienste des von Geroldseck genau erwogen werden, und daß ihm eine geziemende jährliche „Provision" entweder in Zürich oder anderswo angewiesen, und er nicht so zurückgesetzt und verstoßen werden möchte. Wären die Boten zu einem solchen Vergleich nicht bevollmächtigt, so mögen sie doch diesen Vorschlag zu Hanse bestens empfehlen, damit auf nächstem Tage die Sache gütlich beseitigt werden könnte. 2. Die 2(>vi) fl. Strafgeld werde der Seckelmeister noch heute gegen gebührliche Quittung dem Landvogt in Baden zu Händen stellen. St. A. Zim-h - Miisiven. Das bezügliche Begleitschreiben an die Boten ist nicht von Belang. 4) 1527, 28. November (Donstag vor Andreä), Zürich, Rathsbeschluß: Da der Handel zwischen dem Abt von Einsiedeln und dem Herrn von Geroldseck sich in die Länge zieht, und bereits viele Kosten darauf gegangen, so ist dem Letzteren zu sagen: „Sofer man sinetwegen witer müeßte güetlich oder rechtlich handlen, daß er luoge und das gelt darthüege, dergestalt daß maus im seckel Hab; dann man well im deßhalb nit also uß gemeiner statt guot ze hilf kommen." Rathsbuch k. »7 >>. Zu I. 1) Dem Schaffhauser Abschied ist ein Verzeichniß der Personen beigelegt, die wegen Hans Gallicians Witwe an Basel geschrieben haben. 2) 1527, 2. Decembcr. Basel an Zürich. Der Bote ab dem letzten Tag in Baden habe gemeldet, wie Zürich und andere Orte in dem Handel mit Hans Gallicians Witwe gar guten Willen bezeigt haben, wofür man sich größlich bedanke. Da nun die Sache weit ausgreife, indem die Edelleute, die sich derselben beladen, auf ihrem Vornehmen beharren wollen, so gebühre sich, mit andern Eidgenossen zu berathschlagen, wie man solchem hochmüthigem Trotz begegnen könnte, da dergleichen bald auch für die Eidgenossenschaft Nachtheil bringen könnte. Deßhalb bitte man Zürich, einen nahen Tag auszuschreiben und umgehend die gefaßten Beschlüsse kundzugeben ?c. K. A. Basel: Missiv-n l. 15« b. Zu n. 1) 1527, 21. November. Bern an General Morelet. Erinnerung an die dem König geleisteten Dienste. Da nun aber seit fünf Jahren die versprochenen Zahlungen rückständig seien, so könnte daraus ein Unwille erwachsen, der den Interessen der Krone schädlich wäre, und vielleicht die Abberufung der in ihrem Dienste stehenden Leute veranlassen. Man bitte und ermahne daher den General, ohne Aufschub für die Entrichtung der Pensionen besorgt zu sein, ?c. zc. S«.A. B-m: Welsch MWvc» ir. 4 ?l>. 2) In diese Zeit mag die nachstehende Beschwerdeschrift der eidg. Hauptleute zu setzen sein. Wir geben sie in gedrängtem Auszug: 1. In dem mailändischen Feldzug des I. 1524, wo ein Abzug von Mailand nach Biagrassa stattgefunden, und wo der Herr von Montmorency und General Morelet oberste Führer der Eidgenossen gewesen, sei etlichen derselben etwas Sold versprochen, allein noch nie bezahlt worden; diesen bitten nun die betreffenden Hauptleute für sich und ihre Knechte zu bezahlen nach dem Erkenntniß gemeiner Eidgenossen; dazu glauben sie auch den Maisold nicht empfangen zu haben. November 1527. 1199 2. Eine Anzahl der Eidgenossen, die etwas vor der unglücklichen Schlacht bei Pavia ausgezogen und zum Theil noch um die gleiche Zeit nach Italien gekommen waren, seien für den hiemit verdienten Sold und das baar geliehene Geld noch nicht befriedigt worden. 3. Nachdem der König in diesem 1527. Jahre abermals um Knechte zur Eroberung des Herzogthums Mailand geworben, und man ihm solche habe zulaufen lassen, seien die Hauptleutc durch eine besondere Ordonnanz, die man auf dem Tage zu Luccrn aufgesetzt, jeder persönlich verpflichtet worden, dem König zu dem bezeichneten Zwecke treulich zu dienen; dann haben sie der ihnen gegebenen Weisung zufolge den Weg nach Jvrea und Asti genommen und ihren Marsch nach Kräften beschleunigt, in der Erwartung, dort Geschütz und Reisige zu finden, wie mau ihnen vorgetragen; obwohl hierin getäuscht, habe» sie sich dann bereden lassen, ohne solche Verstärkung bei Nacht gegen den Feind bei Castelloz(zo) vorzurücken, denselben geschlagen und nach Poschga (Bosco) vertrieben, wobei viele der armen Knechte durch übermäßige Anstrengung krank geworden und umgekommen seien; dennoch sei man gegen Genua, dann vor Alessandria gezogen und immer nach Kräften bereit und willig gewesen; dessen ungeachtet habe Lautrec mit einigen Andern, deren Namen jetzt aus Schonung nicht bezeichnet werden sollen, nachdem er Landsknechte erhalten, einigen Hauptleuten unverschuldet Urlaub gegeben und sie aus dem Lande geschickt, sodaß sie nicht einmal wissen konnten, warum dies geschehen^; deßhalb glauben sie rechtmäßigen Anspruch auf den Urlaubsold zu haben. 4. Da die Hauptleute durch schöne Zusagen vor dem Aufbruch veranlaßt worden, den Knechten ihrerseits entsprechende Verheißungen zu machen, die sie jetzt, da ihnen selbst nicht Wort gehalten werde, nicht wohl erfüllen können, so begehren sie, daß ihnen diese Kosten vergütet werden. 5. Vor Alessandria habe dann Lautrec die übrigen Hauptleute zu sich berufen, Ersatz für die abgezogenen Knechte gefordert und ihrer gemeinsamen Erklärung (s. u.) zuwider angezeigt, daß er nach Romagna ziehen wolle, uneingedenk daß die Theilung des Heeres für den König früher nicht vortheilhaft gewesen. 6. Der Sturmsold, der vor Eroberung von Pavia verheißen, auch redlich verdient worden, sollte ebenfalls noch bezahlt werden. 7. Die vor dem Sturm von Lautrec geforderte (erpresse) Abzählung der Leute habe man nicht zulässig gefunden, da sie unmöglich, gefährlich und bisher nie bräuchlich gewesen; die Hauptleute begehren einfach je bei der letzten Musterung zu bleiben, wie die Rödel beschlossen und signirt sind. 8. Ferner vernehmen die Hauptleute, daß Lautrec sie schriftlich bei ihren Obern verunglimpfe, als ob sie den Urlaub begehrt oder eigenmächtig genommen hätten, was sie alle sehr befremde, indem sie zu Gott hoffen, daß sich dies niemals erfinden werde; damit aber die Herren über diese Sache gehörig berichtet seien, wollen sie den Hergang genau erzählen: Nachdem Pavia genommen worden, habe Lautrec die Hauptleute insgesamt angefragt, ob sie nach (der) Romagna mitziehen wollten, worauf sie geantwortet, daß sie, obwohl von ihren Obrigkeiten angewiesen, nur in Mailand zu dienen, für ihre Personen nichts dagegen hätten, daß aber die gemeinen Knechte kaum dazu geneigt wären; deßhalb möge er den Antrag auch diesen vorlegen; nur müßte zuerst der Krieg im Herzogthum Mailand vollendet werden, damit es nicht ginge wie früher, zu großem Schaden des Königs und der Eidgenossen. Ungeachtet dieser wohlgemeinten Warnung habe Lautrec ihnen Urlaub gegeben und sofort andere Hauptleute angenommen; hieraus ergebe sich klar, daß er ihnen den Urlaubsold schuldig sei. Zuletzt (9.) haben sie zu bemerken, daß sie zur Zeit der Entlassung schon einige Tage im 5. Monat gedient haben, sodaß sie laut der Vereinung mich zur Forderung des ganzen Monatssoldes berechtigt seien. Hienach empfehlen sie sich der Gnade ihrer Herren und Obern. St. A. «ue-rm Abschiede ii. 2. Zu x. Die Baslcr Instruction lautet: „Wenn die von Constanz ans ihr (früheres) Anbringen Antwort begehren, so soll der Bote sagen, sie haben von Basel nichts als Liebes und Gutes zu erwarten, was es von ihnen hinwidcr hoffe; weitere Anzüge sind in den Abschied zu nehmen." K. A. Basen Abschiede. 1200 December 1527. 4SR Stein. 1527, c. Ende November. Staatsarchiv Zürich. Vorläufige Verhandlungen zwischen Zürich und der Stadt Konstanz wegen eines Bnrgrechts. Diese Einleitung ist in einiges Dunkel gehüllt; wir glauben daher die erhaltenen Acten vollständig geben zu sollen. 1) 1527, 3. December (Dienstag nach Andreas). Der Große Rath von Zürich an Konstanz. In der heutigen Sitzung haben Burgermeister und Obristmeister Anzeige gemacht von bisher gepflogenen Unterhandlungen über ein Burgrecht und die entworfenen Artikel desselben vorgelegt; weil er nun ermessen könne und zu dem Allmächtigen hoffe, daß dieses Unternehmen zu allem Guten gereichen werde, so habe er den Personen, die bisher in der Sache gehandelt, Vollmacht gegeben, das Geschäft abzuschließen; deßhalb werden Burgermeister und Rath von Constanz ersucht, einen Tag abermals nach Stein zu bestimmen und diesen umgehend zu melden. St. A. Zürich i Misstven. 2) 1527, 5. December. Constanz an Zürich. „Strengen, zc. ?c. Uff üwer schriben, das uns Hütt zuokumen ist, habent wir ein botschaft verordnet, die unverzogenlich by üch zuo Zürich sin und handlen würt. Welten wir üch sampt erbietung unser willigen diensten nit verhalten." Datum ?c. S>.«. Zürich: Acte» Constanz. Zu vergleichen sind Nr. 49V x und 493. 4S« Lucern. 1527, 10. December (Dienstag nach Nicolai). TtaatSarchiv Luceru: Acten Neligionshändel. Tag der V Orte. 1. Unterwalden meldet nach Berichten guter Ehrenleute ennet dem Brünig, wie dort große Unruhe herrsche des neuen Mißglaubens wegen, und wie dort einige Pfaffen Weiber genommen, (wie auch etliche Personen von Stadt und Land damit übel zufrieden und bekümmert seien, daß die acht Orte in dieser Sache nnthätig bleiben). Es wird auch bemerklich gemacht, daß die VII Orte dem nicht ruhig zusehen dürfen, sondern nochmals ernstlich mit Bern unterhandeln sollten, damit den Gilten zu Stadt und Land, die noch des alten Glaubens sind, geholfen würde. 2. Nachdem man auch das Schreiben verhört, welches Bern an alle Orte der vorgenommenen Disputation halb gerichtet, hat man in dem Nathschlag gefunden, daß jene Disputation nicht bloß dem Eid, den die Berner von Stadt und Land geschworen, und den besiegelten Abschieden zuwider wäre, sondern den (sieben oder) acht altgläubigen Orten zu großem Nachtheil, Spott und Schmach gereichen müßte, indem die (lobliche und kostbare) Disputation zu Baden dadurch gänzlich verachtet, beiseit gesetzt und viel Unheil daraus erwachsen würde. Daher wird der Antrag gestellt, eine Botschaft nach Bern zu senden und alle Mittel zu versuchen, um die Disputation zu verhindern oder zum wenigsten eine Verschiebung zu bewirken, so könnte man wohl gelehrte Leute dazu schicken. Dagegen wird erinnert, daß die Mehrheit der Orte Niemand.zu der Disputation werden abordnen wollen- 3. Schließlich vereinigt man sich auf den Vorschlag, es sollen die acht Orte bald möglichst einen Tag halten, und die VII Orte, die früher schon ihre Botschaft in Bern gehabt, nochmals eine solche schicken; die müßte dann die Frage stellen, ob Bern bei dem besiegelten Abschied, den es uns übergeben, und bei dem Eid, welchen Stadt Dccember 1527. 1201 und Land (am Pfingstmontag 1526) geschworen, beharren wolle; die Botschaft würde erklären, die angeordnete Disputation sei jenem Abschied und Eid zuwider und die Stadt auch nicht befugt, ohne Wissen und Willen ihrer Aemter eine Acndcrnng vorzunehmen; sie hätte deßhalb zu fordern, daß die Acmtcr wieder zusammenberufen und die Sache diesen vorgebracht werde; wollte Bern sich dazu nicht verstehen, so würden die Boten die ihnen zuzustellenden Mahnbriefe abgeben, welche Bern erinnern müßten, daß es ohne seine Aemter zu keiner Aendernng befugt sei, und man es darum kraft der Bünde zum Rechten mahne; wenn Bern dem allem keine Folge leisten, sondern auf seinem Vorsatz beharren wollte, so hätten dann die VII Orte Ursache genug, ihre Klage (von sich aus) an die Aemter zu bringen?c, 4. Deßhalb ist ein Tag ans Montag nach St. Jost (16. Dccember) nach Lncern angesetzt, wo alle Boten mit ausreichender Vollmacht sich einfinden sollen, ohne Hintersichbringen einen Beschluß zu fassen, indem die Sache keinen Aufschub erleidet. 5. Glarus, Freiburg und Solothnrn werden schriftlich ersucht, ihre Boten auf diesen Tag zu senden. 6. Da ferner das Schreiben von Bern das Gesuch enthält, daß nur unsere Seelsorger und Gelehrten auch zu der Disputation senden und jedermann sicheres Geleit geben möchten, so findet die Mehrheit, es sollten die acht Orte niemanden schicken und auch niemandem Geleit geben und darin fest zusammenhalten. I». Es soll jeder Bote (den Vorschlag) heimbringen, daß die VII Drte den Tag in Zürich nicht besuchen (sollten), und auf dem nächsten Tag darüber Antwort geben. v. 1527, 10. Dccember (Dienstag post Nicolai), Lucern. Die Botep der V Orte schreiben an St. Gallen: Sie begehren, daß das letzthin aus Baden ergangene Schreiben betreffend das Gotteshaus St. Katharinen auf den nächsten Tag in Lucern ... an die acht Orte beantwortet werde, die noch des rechten alten wahren christlichen Glaubens seien, und daß die Stadt das nicht unterlasse, damit man sich weiter zu „schicken" wisse. Stadtarchiv St. Gallen. Zu ». Einige oben eingeklammerte Zusätze sind den bezüglichen Schreiben an Glarus und Freiburg (dd. 10. Dec.) entnommen, die übrigens dem Abschiedtext größtentheils glcichlauten. St. A.Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung. -- K. A. Frelburg: Actey ^Kairos toäörales. Zu I». Es ist Nr. 495 zu vergleichen. Zu 1527, 12. Decembcr (Donstag nach U. Frauen Empfängniß), St. Gallen. Erklärung der Priorin und des Convents von St. Katharinen, daß die zu Baden vorgebrachte Klage über gewaltsame Wegnahme ihrer Freiheitsbriefe zc. unwahrhaft sei, mit genauem Bericht, wie die Bevogtigung vor sich gegangen, ?c. Stadtarchiv St. Gallen (Abschrift oder Concept, größtentheils von vr. Vabians Hand). ANS. (Stein a. Hth.) 1527, lt. und 12. Dccember. Staatsarchiv Zürich! Acten Constanz. — Stadtarchiv Konstanz. Bcrathungen zwischen Botschaften von Zürich und Constanz ». über ein Burgrecht und I». über ein eventuelles Bündniß der Stadt Constanz mit gemeiner Eidgenossenschaft. Ein eigentlicher Abschied ist vermuthlich nicht ausgefertigt worden. Wir lassen die vorhandenen Projecte und anderweitige Acten folgen: Zu Aus einem Entwurf von Constanzischer Seite, der aber möglicher Weise nicht das erste Concept enthält, sind folgende von dem definitiven Vertrage abweichenden Vorschläge hervorzuheben: Eingang: Wir die Burgermaistcr, Schulthaisscu, Amman, Rät, Burgere, Landlüt und ganz gmainden hernach bestimpter Stctt und Länder, nämlich Costanz, Zürich, Bern ?c." 151 1202 December 1527. Dieser Ausdehnung entsprechend werden die contrahirenden Theile fast durchweg allgemeiner bezeichnet: „jegliche (ainiche, andere) dises burgrechts verwandte," „alle Oberkeiten" ?c. Als Folge ergibt sich die Bestimmung : Ohne Wissen, Willen und Rath der andern Mithaften oder des Mehrtheils soll keiner einen Krieg beginnen. Die Besatzung betreffend „wirt not sin, daß die andern dises burgerrechts verwandte in irem kosten ain zusatz, ob und wie vil sy je nach notdurft begerten, inen ze geben." Abänderung von Georg Vögeli: ain zuosatz gen Costanz legint, ob die von Costanz oder wie vil sy deß je nach gstalt der fach und notdurft begerten." Landerwerb: „Es gefüegte sich dann, daß die statt Costanz ouch aigen land und lüt überkäme," ?c. Ausschreibung von Tagen: „Aber sunst on ehaftig Ursachen sollend kaine Oberkaiten dann allain die stett N. oder N. (corr. Costanz und Zürich, je ainc umb die ander) gewalt haben," ec. „Item und alle täg fällend zuo N. (corr. zuo Costanz und zuo Zürich, je ainer umb den andern) gehalten werden," .>c. Dauer des Burgrechts: Lücke; von Vögeli ausgefüllt: Zehen (Jar); Randbemerkung des Zürcher Stadtschreibers: „achten rv jar für zimlich." Beschwörungsform: Fehlt noch. Kleinere, mehr formelle Varianten bleiben unberücksichtigt. St. «.Zürich: Acte» Consta»,. Zu >>. 1) „Artikel aiuer verainigung ?c." 1. Erstlich, daß die statt Costanz ain Ort der Aidgnoschaft syg und zuo tagen in räten und mit allen dingen wie ain Ort gehalten werde. 2. Zum andern, daß die landgrafschaft und (das) landgericht Thurgöw mit aller Mannschaft, oberkait, gerichten, Nutzung und rechten in aller wys und maß, wie die Aidgnossen die jetzo inhabent, der statt Costanz aigentlich werd zuogestellt. 3. Zum dritten, daß alle insaßen der landgrafschaft Thurgöw, edel und unedel, der statt Costanz trüw und ghorsamkait swerint, und ob sich ainicher landsaß sölliches widern wurd, daß dann die Aidgnossen sich des- selbigen nichts annemen, besunder schuldig sin sollen, der statt ze helfen, damit der gehorsam gmachet werd. 4. Zum Vierden, daß die Aidgnossen schuldig syen, uf irn kosten die statt by sölher landgrafschaft und landgericht ze schützen, ze schirmen und ze handhaben wider allermenklich. 5. Item, ob etwar, wer der wäre, der die statt Costanz oder die ireu von deß wegen, daß sy sich zun Aidgnossen gethon hett, belaidigen, (mit) kriegen überziehen oder das ir verhalten wellte, daß dann die Aidgnossen schuldig syen, uf iren kosten, ouch mit irem lib und guot sy ze retten und ze schützen und ze schirmen nach irem besten vermögen. 6. Item sy söllen ouch der statt Costanz und den iren hilflich sin, daß inen das gelt, das inen by der kaiserlichen Majestät und der kön. Mt. zuo Hungern und Beham usstat, bezalet werde. 7. Item, (daß) die statt Costanz wol möge burger annemen und empfahen, edel und unedel, stett und gmainden, und wen sy also annement, die söllend gmain Aidgnossen ouch schuldig sin ze schirmen vor gwalt und zum rechten ze handhaben. S. Item ob die gmainen Aidgnossen krieg hetten in tütschen, wälschen oder andern landen, was dann darin gwunnen wirt, am selbigen sollend die von Costanz wie ain anders Ort thail und recht haben. Item wie die Hilfen gegen ainandern sin, deßglich wie die rechtfertigung hin und wider beschehen soll, und anders darzuo notdürftig müeßte ouch beratschlagt werden :c." St. A. Zürich: A. Consta«, (C°pi- v°» Gg. VSg°li). 2) Das Stadtarchiv Constanz hat einen andern Entwurf, vielleicht die erste Grundlage der Berathung: „Artikel ainer ewigen püntnuß." 1. Daß die statt Costenz ain Ort sye. 2. Item daß die statt by iren fryheiten, rechten und brüchen belibc. 3. Item daß die statt in fachen des gloubens handle» müg, das sy getruwe gegen gott und mit der gschrift verantwurten. 4. Item daß die grafschaft Thurgöw sampt dem landgricht mit aller Mannschaft, wie die Aid gnossen die Habens der statt geben werd. 5. Item daß alle landsäßen der statt swercn söllen. tl. Item daß die December 1527. 1203 Aidgnosscn dic statt by der grafschaft handhaben sollten. 7. Item daß die Aidgnosscn die statt schützen sollten, ob etwar sy von diser püntnuß wegen anfechten wurd. 8. Item daß die Aidgnossm der statt und iren burgern hilflich sollen sin, daß si von keis. Mt. und dem hus Oestrich bczalt werd. 9. Item, wie jcklicher theil dem andern hilf und bystand in aller Widerwärtigkeit thuon söll. 10. Item daß jede party die ander umb hilf ze manen Hab. 11. Item was man eroberte, daß die statt ouch theil daran Hab. 12. Item daß kein theil den andern beschädigen soll und den iren noch jemands ze thuon nit gestatten. 13. Item wie die frefel und wer dein andern schaden thät, sollte gestraft werden. 14. Item, ob die Aidgnossm zwyträchtig wurden, daß die statt Costenz sich kcins teils annemm soll. 15. Item daß man einandcrn feilen kons solle zuo lassen gan. 16. Item daß niemands den andern des sinen entsetzen sölle. 17. Item daß kein theil des andern lnt oder bnrgcr in schirm annemm sölle. 18. Item daß die statt Costenz mög bnrgcr annemm, wen sy will. 19. Item wie man einandcrn rechtfertigen und by recht söll bliben lassen." (Das Ganze in sehr flüchtiger, oft kaum lesbarer Schrift, von G. Vögeli). —- Vgl. Nr. 490 x. Zu » und v. 1) 1527, 5. December, Constanz. Instruction für Hans Wellenberg, als Gesandten nach Zürich. Er soll, mit Anknüpfung an das empfangene Schreiben, erinnern, daß die diesseitigen Verordneten schon vordem erklärt haben, der Rath sei nicht befugt, ohne Wissen und Willen der Zünfte etwas zu beschließen, daß also die (nächstens abzuschickende) Botschaft nicht mit Vollmachten versehen werden könne; man erachte aber nicht für fruchtbar, die Sache der Gemeinde vorzubringen, ehe man sich vereinbart habe; zudem wisse man nicht, wie die Andern, die etwa in dieses Burgrecht zu treten gedenken, sich über die aufgesetzten Artikel entschlossen haben; sobald Zürich deren Meinung kenne, dieselbe anzeige und einen Tag bestimme, werde man wieder eine Botschaft abordnen, um eine Abrede zu treffen, die dann, wie man hoffe, auch von der Gemeinde gebilligt würde. Stadtarchiv Constanz (Concept). 2) 1527, 14. December (Samstag nach Luciä). Bürgermeister, Obristmeister zc. von Zürich an Jacob Zeller, Burgermeister, Ruland Muntprat und Hans Wellenberg, Räthe der Stadt Constanz. Sie haben durch die Gesandten vernommen, was letzten Mittwoch und Donnerstag über das Burgrecht verhandelt worden, und setzen voraus, daß alles gebilligt werde; man stoße sich nur daran, daß im Eingang der aufgesetzten Schrift Constanz vor Zürich genannt sei, und fürchte, dies möchte hierseits im Großen Rathe „allerlei Red verursachen" und für den Fall, daß andere Eidgenossen beitreten wollten, ein Hinderniß werden. Darum, mit dem Vorbehalt aller Ehren der Stadt Constanz, die freundliche Bitte, dem eidgenössischen Brauch gemäß Zürich den Vorgang zu gestatten, damit es bei den Eidgenossen nicht verkleinert würde; nicht aus Uebermuth, sondern aus redlichen und christlichen Ursachen stelle man dieses Gesuch, dessen Gewährung mit gutem Dank angenommen und freundlich vergolten werden solle. St. sr. Ztm-h: MUive». Ein anderes Concept (Acten Constanz) hat als Datum Sonntag nach Luciä. 3) 1527, 16. December. Constanz an Zürich. „Wir habent iiwer schriben, das ir etlichen der unfern gethon habent, uf Hut verlesen und füegent daruf üch ze wissen, daß wir in den fachen nit fyrent, besunder für und für handlent, und darumb, so wir wyter zuo tagen zuosamen kumment, getruwent wir, wir wcrdint uns des Handels, darumb ir gcschribcn habent, wol verglichen. Das wellend guotcr mainnng verstou und darby wissen, daß wir guotwillig sind, üch allerzit was üch früntlich, lieb und dienst ist, ze bewysen." Datum zc. St. A. Zürich: Acten Constanz. 4) 1527 (c. 15. December), Constanz. Instruction für Jacob Zcller und Haus Wellenberg, als Gesandte zu den Eidgenossen. 1. „Erstlich sollen sy gen Zürich ritcn und daselbst den verordneten, die by inen zno Stain gewesen sind, anzöugen und fürhalten, als sy inen zuo Stain den Handel ainer durchgenden verpüntnus mit gmainer Aidgnoschaft fürghaltcn und by inen gefunden habint, daß es inen ain wolgcfallen syge, uf das habiut groß und tlain Rät vom Handel geredet, ouch mit den gmainden gehandelt und an dcnsclbigcn willen gfnnden, also daß dic gmainden die fach großen und klainen Räten endlich und bcschlicßenlich ze handle» übergeben und bcfolchcn habent. Uf solche befelch, ouch uf deren von Zürich guoten willen und molgfallcn habint groß und klain Rät beschlossen, uf ain durchgcnds mit gemainen Aidgnosscn ze handkrn. So man sich aber nit möchte am selben ort verglichen, so 1204 December 1527. sygm doch groß und klain Rät entschlossen und der mainung, mit denen von Zürich des burgrechts (halb), wie davon geredet syg, fürzefaren und das anzcnemen. Doch sollend sy arbaiten, daß Costanz erstlichen oder vor denen von Zürich gesetzt werd, und anzöigen, daß dises burgrecht mit denen von Zürich nit als mit Aidguossen angenommen werde, sonder als am statt mit der andern; so syge jewelten Costanz vor Zürich gsessen zc. Doch ob sys nit erhalten mögcnt, so söllcnt st das nachlassen. 2. „Darnach füllend si zuo Schultheiß Hugen(?) riten und im fürhalten, als er an sy Hab werben lassen ainer ewigen püntniß halb, habe der Rat sy zuo im verordnet und ine darin zuo verhören und zuo verstau, was oder wie er in (den) fachen wellte handlen; dann der Rat wol möchte liden, daß das beschäche. Item sy füllend im darby anzöigen, daß der Rat und (die) statt Costanz vor allen dingen notdurft haben wurd, daß sy ain Ort der Aidgnoschaft und nit das mindst sin wurd. (Folgen in anderer Redaction Art. 4, K, 7, 8, 18, s. N. b 2). So dise artikcl by den Aidgnossen erlanget möchten werden, so wurde die statt darnach wyter von der fachen, und was wyter darzuo notdürftig wäre, hören reden, des achtens, man wurde sich sunst wol verglichen. Item, ob man inen begegnen wurd, daß vormals ouch etwa in derglich gehandelt syg worden, und aber allweg etwas drin kummen, daß nichts uß den fachen worden syg, mögen sy anzöigen (antworten), daß man mit den gemainden so vil gehandelt Hab, daß da kam hinderniß sin werd, wo änderst dem Rat begegnet, daran er kummen mög. — Item obs not, oder sy guot bedüechte, so mögen sy gan Luzern riten und mit den selbigen und andern Kotten, ob etlich daselbsten sin werden, ouch gliche mainung handlen. — Item so sich in den reden begäbe, daß man des bischofs ze entred (sich wurde, so vergessent nit, daß ir meldent, daß von nöten sin werde, daß die Aidgnossen sich des bischofs und der gaistlichcn lüt gegen der statt Costenz nichts annement, besunder vil mer inen (der Stadt!) in allweg behilflich syM." Stadtarchiv Consta», (Canc-pt). 4V4. > Lucern. 1627, 17. und 18. December (Dienstag vor Thomä f.). Staatsarchiv Lucern: Allg. Wschl-d- II. L. l. III. Kalltonsarchiv Hrelburg: Abschiede Bd. !>7. Kantonsarchlv Dolothurn: Abschiede Bd. XVll. Tag der acht (altgläubigen) Orte. Gesandte: Frei bürg. (Rudolf Löwenstein). Solothurn. (Schultheiß Peter Hebolt). — (Die andern sind unbekannt). Der Vogt von Lauis macht die Anzeige, daß Einige von Schwyz mit Ochsen nach Lauis kommen, dieselben an die Mailänder verhandeln und sich um seine Verbote nichts kümmern. Hierauf hat der Bote von Schwyz offen erklärt, es seien die Schwyzer des Willens, das Ihrige hineinzuführen und zu verkaufen nach Gutfinden, indem der gegenwärtige Krieg sie nichts angehe; zudem seien neulich auch aus dem Zürchergebiet einige fette Ochsen hineingeführt worden. Dies gibt einigen Orten Anlaß zu der Beschwerde, es sehe Jeder nur auf seinen Nutzen und berücksichtige weder das allgemeine Wohl noch die gegenwärtige Theurung; besonders klagt Lucern, . daß trotz dem scharfen Verbot gegen den Fürkauf Korn in Menge nach Mailand und Como geführt werde, und Einzelne aus Uri und andern Orten durch ihre großen Käufe die Theure verschlimmern; wenn es doch einmal so gehen solle, daß Jeder für sich allein sorge, so werde es seinerseits ebenfalls nur die Seinigen versehen zu Stadt und Land und sich nicht weiter darum kümmern, wie sich Andere dabei befinden, und was daraus erfolge:c. Es wird nun beschlossen, daß jeder Bote dies heimbringen solle; namentlich soll Uri ernste Maßregeln gegen den Fürkauf ergreifen und dafür sorgen, daß das Korn nicht weiter geführt werde, als zu Angehörigen der Eidgenosse», indem sonst Lucern und andere Orte anfangen dürften, bloß die Ihrigen zu versehen, „Gott gebe, wie es andern Leuten gehen würde." I». lieber die Frage, ob der nach Zürich angesetzte Tag zu besuchen sei, stimmen sechs December 1527. 1205 Orte dafür, niemand dahin zn senden; der Bote von Solothurn gibt leine bestimmte Antwort, bemerkt aber, das; seine Herren, wenn die sieben Orte niemanden schicken, es ohne Zweifel auch nicht thnn werden. Da Schwyz hingegen Willens ist, Boten dahin abzuordnen, — wahrscheinlich um eine Antwort betreffend das Kloster Einsiedeln zu fordern, — so werden Schwyz und Solothurn dringend ersucht, von den andern Orten sich nicht zu söndern und niemanden zu senden; wünsche es Schwyz, so werden die acht Orte auf nächsten Tag die berührte Antwort von Zürich schriftlich einfordern, v. Der Abt von Muri stellt persönlich das Gesuch, man möchte ihm die anbegehrtc Rechnung erlassen. Heimzubringen. «I. Der Vogt von Siders im Wallis hat einen Streithandel mit dem Herzog von Savoyen, der ihm ganz ungebührlich begegnet, seine Zusagen nicht hält und keinen Obmann aus der Eidgenossenschaft haben will. Heimzubringen und aus dem nächsten Tag Antwort zu geben, was dem guten Mann zu rathen sei. v. Die von St. Gallen entschuldigen sich schriftlich des Klosters St. Katharina wegen; sie geben jedoch keine bestimmte Antwort und äußern nur, daß sie verunglimpft werden, t. Dagegen berichtet der Hauptmann von St. Gallen im Auftrag des Abtes, wie dieselben die Capläne im Münster vor sich beschieden und sie zum Besuch der Disputation in Bern aufgefordert haben, um die Messe zu „beschirmen" zc. Es wird ihnen geschrieben, sie sollen niemanden dahin nöthigen; übrigens hat man die Sache in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tag Antwort zu geben, was mit denen von St. Gallen vorzunehmen sei, „dieweil sie so gar ungeschickt sind." K. Da in dem Rechtshandel zwischen dem.Abt von St. Gallen und seinen Gotteshausleuten, worüber zu Rapperswyl ein Urtheil ergangen, einige Artikel nur für Jahresfrist beschlossen worden, und nun über zwei Jahre seither verflossen sind ohne Erläuterung, und der Abt nicht begreifen kann, warum sich niemand der Sache angenommen, so begehrt er, daß die drei Orte darüber Kundschaft einziehen möchten. Heimzubringen. I». Es wird ein anderer Tag angesetzt auf Sonntag vor dem Neujahr (29. December), »in obige unerledigte Geschäfte zu behandeln, I Nach Eröffnung der Instructionen über das Gesuch von Bern, daß man die Gelehrten auf die dorthin ausgeschriebene Disputation senden möchte, zeigen sich die VII Orte darüber einstimmig, niemanden zu schicken und auch niemandem die Erlaubnis) dafür zu geben. Da indeß Glarus sich äußert, es werde zwar niemanden abordnen, wolle aber auch niemandem wehren dahin zu gehen, so wird es von den VII Orten dringend ersucht, sich von ihnen nicht zu söndern und an seinen Versprechungen festzuhalten. Auch ist die Mehrheit der acht Orte entschlossen, auf diese Disputation kein Geleit zu geben. Ii.. Ueber das Hauptgeschäft dieses Tages, nämlich die Abordnung einer Botschaft nach Bern, um es von der Disputation abzumahnen, wie die V Orte vorgeschlagen haben, sind die Boten verschieden instruirt; es meinen nämlich einige, lind vor allen Uri, dies würde keinen Erfolg haben, während andere keine Vollmacht haben, für rechtliche Mahnung zu stimmen. Da man sich hierüber nicht verständigen konnte, so wird mit der Mehrheit beschlossen, an Bern noch einmal dringend zu schreiben: Man wundere sich, daß es so sehr auf dieser Disputation beharre, während doch die Artikel, worüber disputirt werden soll, gegen die christliche Ordnung und Ehrbarkeit, gegen die Disputation zu Baden, gegen die geleisteten Eide und die gegebenen Briefe und Siegel seien; darum bitte man es nochmals, von seinem Unternehmen abzustehen, oder dann die Aeinter zusainmenzuberufen, damit die Boten der VII Orte sie fragen tonnen, ob sie das Vorhaben der Obrigkeit billigen; darüber solle es auf nächsten Tag zu Lucern Antwort geben. Im Freiburger Exemplar fehlen », v, v—A, im Solothurner nur «I—8 Zu I». Dieser Artikel ist im Lucerner Abschied in zwei nach Umfang und Inhalt ziemlich abweichenden Fassungen gegeben: die ausführliche für Schwyz und Solothum bestimmt, die andere für die übrigen Orte. Zu f. Das bezügliche Antwortschreiben der acht Orte, dd. Mittwoch vor Thomä, findet sich im Stadtarchiv St. Gallen. Es entwickelt die im Abschiedtcxt berührten Motive in breiterer Redactiou und knüpft au das 1206 December 1527, Begehren, daß die geistlichen und weltlichen Angehörigen des Gotteshauses nicht beunruhigt werden, die Anzeige, daß die Mehrzahl der versammelten Orte zu der Disputation in Baden (sie) kein Geleit geben, :c. Ueber v und > soll St. Gallen aus den nächsten (genannten) Tag in Lucern bestimmte Antwort schicken. Zu i. 1) Der nachfolgenden Verhandlungen wegen schieben wir hier die bezügliche Instruction Solothurns ein: Des oft erklärten Willens, in Glauben und christlichen Bräuchen bei den VI Orten zu bleiben, sei man noch derzeit. „Aber nachdem min Herren von Bern die Disputation allenthalben hin verkündt und darzuo in truck haben lassen usgan, achten min Herren unfruchtbar, ützit darwider fürzenemen, und wo einich botschaften deßhalb gan Bern gefertiget sollten werden, ist zuo besorgen, daß dahär großer unwill möchte erwachsen und bidcrb lüt deß entgelten; deßhalb füllen ir nach allem üwerm vermögen daran sin und arbeiten, damit diser zit deHein bot- schaft an vorgedacht end gan Bern gesandt werde, und ob die übrigen Ort sich vereinbarten, daselbs hin jemand ze fertigen, füllen ir üch erlütren, daß min Herren niemand darzuo verordnen werden. Aber nachdem sollicher Handel der Disputation nit kleinfüeg, und allerlei nüwrung darus zuo besorgen, mögen min Herren crliden, daß in namen der siben oder acht Orten ein fründliche schrift an die abgedachten min Herren von Bern gesandt werde, darin st) mit guoten Worten underricht allerlei zwytracht, unruow und spanes, so inen gegen iren under- thanen und gemeiner Eidgnoschaft harus entspringen möchte, und si also zuo ersuochen, fürgenomne Disputation diser zyt anzuostellen, diewyl söliche fach eben vil uf ir tragen will, mit geschickten worten darby vermanende deß, so si sich hievor sampt iren landlüten und zuogehörigen vereinbaret, wöliches inen noch unvergessen, doch darby nit fürhalten den geschwornen eide oder daß inen diß ane müssen derselben ir(er) landlüten nit gebüre, oder stmst einich tratzlich oder hitzig wort ze brnchen; denn wo das füllte beschechen, wöllen obbemelten min Herren darin nit begriffen sin noch werden" ... K. A. Solothum: Absch!»- Bd. e«. ». Bd. w. 2) 1527, 18. December (Mittwoch vor Thomä), Lueern. Die Boten der acht Orte an Schaffhnnsen. Mittheilung ihres Abmahnungsschreibens an Bern, mit Anzeige des angesetzten Tages ?c. „Und so wir vernomen, daß ir ouch kein gfallen ab sölichcr fürgenomner disputatz, darumb haben wir üch unser fürncmcn und Handlung nit wellen verhalten, versehend uns ouch zuo üch, ir werden niemand uf die disputaz schicken, und ob es üwers willens und gfallens wäre, möchten wir wol gedulden und gern von üch haben, daß ir uf obangesetzten tag üwer botschaft schicken, sampt andern Kotten (zuo) helfen handle», damit üwer und unser Eidgnossen von Bern von irem fürnemen abgwisen und witer unrat verhüet werde" . . . K. A. S-haffhaus-n- E°r«spo »d -nze». Zu Ic. 1) Zu bemerken ist die freiburgische Instruction: Der Bote hat Vollmacht, mit dem Mehrtheil der VII Orte zu handeln. „Doch so soll er mit dem Kotten von Soloturn red haben umb willen daß si mit denen von Bern wyter mit bnrgrecht verwandt sind, daß si die übrigen Ort sollen ankeren, ob es fach wär, daß si die manbrief darthuon wellten, daß die übrigen Ort si deß erlassen wellen; wo aber die obgemelten (V) Ort si deß nit erlassen wetten, so fand „si" sich ouch nit von inen sondren, sonders uf dem beliben, was inen vormals zuo- gesagt ist." K. A. Freibm'g! Jnstr. B. I. 5S b. 2) 1527, 18. December. Die Boten der acht Orte an Bern. „Unser stündlich willig dienst, ze. ze. Demnach ir vergangner tagen unser» Herren und ober» den acht Orten und jedem insonders geschriben, mit Überschickung eines ratschlags der Disputation, so ir in üwer statt Bern ze halten fürgenommen, welches unser Herren und obern niit allem inhalt verstanden und warlich nit minder schräcken dann verwundern darnb entpfangen, was doch üch unser lieb Eidgnossen zuo sölichem bewegt und verursacht, sölich artikel und schlußreden, in üwerm ratschlag fürgenomen, ze disputieren, welch(e) doch nit allein unser Herren und obern, ouch uns, sonder vor kurzer zit, nit zwey jar old minder verschinen, üch selbs (wir wellen üwer und unser fromen cristenlichen altvordern geschwigen) ganz wider alle erbarkeit,. wider christenliche ordnung und satzung, ouch wider unser alt Harkomen und geschworen pündt sin gescheht und geacht handt, ouch wir noch achtent. Aber wir können nit änderst gedenken, dann (daß) ir (als wir besorgen, Gott sigs klagt) üwern nüwen ufrüerischen predicanten den zoum zuo lang gelassen, zuo vil glauben geben, daß (es) die ouch dahin gebracht haben zuo sölichem fürnemen, damit, ob sy durch sölich mittel ires niderlags und verlurstes, so sy zuo Baden uff der eerliche» dispntatz erlitten, da die kraft und der klar glast der warheit und Helgen gschrift sy als blind uff de» Herd December 1527. 1207 geschlagen, widern,» mit erdichtem schin etlichen weg verkleiden und ein färb anstrichen möchten. Ach, lieben Eidt- gnossen, nun ist doch nnverborgcn, wer die Disputation zuo Baden anfenglich Hab helfen anschlachm, darzuo rat, stür und hilf geben, nieman änderst dann die zwölf Ort der Eidgnoschaft, warlich darin ir nit die mindsten, sonder die strengsten und ernstlichsten gewesen, daß sölich Disputation für sich gang und gehalten werd; ir Hand ouch zno tagen für ander daruf trungen und der begert, als man das noch wol in abscheiden fnnde, und wiewol etliche Ort under uns und der mertheil keiner Disputation bedörfen, dann wir mit gmciner christenlichen kilchcn und wie unser vordern uns dcß wol benüegcn lassen Helten, wie es an uns komm ist, mit dest minder, diewpl ir und etliche Ort mer uf sölich disputation getrungen, so haben wir darin bewilligst und ist sölich Disputation mit rat, hilf und zuothuon der zwölf Orten, ouch mit bewilligen und zuolassen der Bischoffen (dero geistliche oberkeit und wächterschaft in unser Eidgnoschaft reicht und gat), für Hand genomcn, darnf vil gelerter eerlicher lüt bcrüeft und komm, darb,) ouch der zwölf Orten ersam potschaftm gewesen sind. „Wie sölichc Disputation so loblich, erlich, schickcrlich mit allen züchten, friden und sicherheit vollendet, das ist nit allein üch und uns, sonder gemeiner dütscher Nation nun wol eröffnet und unverborgm, Gott Hab lob; wir Eidgnossm bedörfen und wellen uns dero mit beschämen, sonder berüemm und ob gott will, allweg lob und eer haben. Uewer potschaft ist ouch von ansang bis zuo end unwiderrueft beliben und helfen vollenden. Aber daß ir üch Harnach ein Unwillen geschöpft, um daß üch der eremplar eines der Disputation nit hat möge» verlangen, und dardurch vermeint, üch von diser Disputation zno sündern, das mag bi einem jeden vernünftigen ermessen werden, üch nit gnuog und gar kein ursach sin, darum üch also ze sündern und abzeston, angsechm daß ander Ort der Eidtgnoschaft eben als gern als ir der büechern eins gehept hettm; es hat aber bi den zwölf Orten nie mögen das mer werden, sonder was allweg das mer worden, das ist geschehen, wie dann ir dcß alles noch wol ingedenk und bericht sind ?c. „Darum, lieben Eidtgnossm, wo ir selbs der fach und dem Handel, wie die Disputation zuo Baden sich erhept, von ansang bis zum md ergangen, eigentlich nachdenken und besonder ermessen und bedenken wellend, als wir die siben Ort unser potschaft uff dem Pfingstmentag im rrvste» jar vergangen bi üch gehept, was da gehandelt und ergangen, was unfern potten zuo antwort worden, was ir und die üwern von statt und land zuo- sammen geschworen, und warum ir uns versiglet abscheid geben, die wir noch wol behalten, wann ir das alles zuo herzen fassen und erwägen, so haben wir üch so für fromm erlich redlich Eidgnossm und eermlüt, ir werden selbs gedenken, daß uns verwundrung und mißfallen nit unnot thnot, und daß üch üwer fürnemm und sölich ungeschickt artikel üwers ratschlags selber mißfallen und erkennen werden, daß sölich wider die Disputation zuo Baden, wider dm cid von statt und land geschworn, wider die besigloten abschcid, ouch wider üwer und unser pündt und wider gemeiner christenlichen Kilchen ordnung und satzung ist, und daß üch und den üwern, ouch unfern Herren und obern und dm iren und gmeiner unser Eidgnoschaft gar nützit guots darus erwachsen, sonder zuo großem Nachteil, schaden, zuo ufruor, empörung und allem übel dienen möcht. Gott der allmechtig well üch und uns vor sölichemverhüetm. „Deßhalb, getrüwen lieben Eidgnossm, so wir Eidgnossm einandern schuldig und pflichtig sind, vor schade» und unfal und vor allem dem, so uns unerberlich und übel anstat, ze warnen und ze verhüetm; darum wir nochmals uß brüederlicher trüwer Meinung und guotem herzen bewegt «sind, üch zum fründlichostm und aller höchsten anzekeren und alles deß ze erinnern, so üwer und unser vordern je liebs und leids mit einandern gehept und erlitten, und ob unser vordern üwern vordern je liebs, dienst und guots gethan, ir lib und leben zuo mm gesetzt Hand, daß ir deß nochmals gedenken, die alten trüw und lieb, so üwer altvordern zuo den unfern gehept, üwer bluot erwermm und das herz und gmüet gegen uns bewegen und besitzen lassen, das unser Herren und obern, ouch wir gegen üch ze thuond beging und geneigt sind, so hoffen wir ungezwifelt, ir werdend unser ansuochen, pitt und beger guotwillig entpfachm und uns das ze gewären ganz ring und licht schetzm und üch etlich und fast wenig lichtfertig, frömd Harkomen Personen nit also in Widerwillen gegen uns und in trücbsälikeit, angst und not bewegen und stieren lassen. „Und ist das unser früntlich brüederlich und das aller ernstlichost bitt, beger und. erfordern an üch zum aller höchsten: 1208 December 1527. „Zum ersten, dnß ir von sölicher üwerer fürgenomner Disputation gänzlich abstan und die underwegen lassen, uß Ursachen, ob und hernach erzelt. „Zum andern, ob ir bi dem cid, so ir und die üwern von statt und land geschworen, und by den besegelten abscheiden, uns den siben Orten gegeben, beliben, dem geleben und statt thuon, daß ir uns uf nächstem tag, so zuo Luzern angesetzt und sin wirt uf Sonntag vorm nüwcn jars tag schirrest komend, durch üwer potschaft allda (ald?) in gschrift luter endlich antwurt geben wellend. „Zum dritten, ob doch all unser ernst, flyß, mich und arbeit nüt erschiessen, dann daß ir mit der Disputation fürfareu wellen (als wir doch niemer verhosfend und üch des bessern vertrumen), daß ir dann üwer ämpter zuo üch wider uf einen bestimpten tag vor der disputatz beruofen und vcrsamlen und uns den tag by guoter zyt verkünden, so werden unser herreu und obern ir potschaft zuo üch schicken und mit üch und den üwern nützit anders reden, dann was der erberkeit zimpt und uns notdürftig und angelegen ist, und ob Gott will, üch und den üwern, auch uns und den unfern vor großem Unfall und schaden sin, zuo guotem, zuo friden und ruowen dienen wirt. Dann unser Herren und obern, ouch wir, je achtend und vermeinend, daß die notdurft erfordere, ob ir je in sölichen artiklen und stucken, so ir von statt und land zuosamen geschworen, und darum ir uns brief und sigel geben Hand, endrung thuon welltend, daß dann sölichs ir mitsampt den üwern, so mit üch das ze halten angenomen und geschworen Hand, thuon söllent ?c. „Ouch, lieben Eidtgnossen, es möchte by üch und von den üwern etlich ungeschickt reden fürgan, ja ir welltend von etliche» Orten uit bevogtet, nit geregiert, nit gclert noch ze glouben gezwungen werden, mit mer warten ?c. Ach lieben Eidgnossen, es ist unfern Herren und obern noch uns nie zuo sinn noch gcdank komm, wir begeren üch nit ze regieren noch ze bcvogtcn; wir tringend und zwingend üch zuo keinem minien glouben; allein ist unser Herren und obern, ouch uuser beger und Meinung, daß ir und wir by einandern beliben, mit einander» hushabeu und regieren, wie üwer und unser altvordern, in dem waren alten rechten christenlichen glauben, in welchem glauben üwer statt erbuwen, gepflanzt und ufkomen, in welchem glouben üwer altvordern und ir erborn und erzogen, in welchem glouben üwer vordem und ir zuo großen eren, land und lüt kamen, in welchem glouben üwer vorder» zuo unfern vordern in püntnuß kamen und Eidgnossen worden sind, in welchem glaube» üwer und unser vorder», ouch ir und wir vil erlicher sig erlangt und unser find zum dickern mal überwunden Hand, Gott Hab alweg lob und dank. By sölichem glouben und by der gemeinen christenlichen Kilchen begeren wir ze beliben und pitten Gott von herzen, der welle üch durch sin gnad verhüeten und bewaren, daß ir üch nit allein von uns den acht Orten, sonder noch vil merer (slo) von der ganzen Christenheit und gemeinsame der christenlichen Kilchen nit sündern noch abtreten, sonder üch zuo verlichen, daß ir wie üwer fromm altvordern beliben und üch halten wellend, als fromm handvesten guotm christen und redlichen Eidgnossen zuostat. Denn warlich, lieben Eidgnossen, nit einer statt, nit einem ganzen land, nit einem küngrich ?c. gezimpt, ouch des nit gewalt und macht hat, ändrung in dem christenlichen glouben ze thuon, sonder die gemeinsame der ganzen Christenheit soll sölichs' verwalten und handlm. Und ob ir glich wol möchten sprechen, ja die zwölf Ort Hand doch ouch ein Disputation gehalten u., ist war; wir pitten aber üch, ir wellen zum ersten betrachten, daß die zwölf Ort der Eidgnoschaft sölich Disputation zuo Baden nit darum fürgenomm, daß sy wider gemeine Christenheit und christmliche Kirchen nützit endlichs beschließen, sonder als sy die Disputation angsechen, usgeschribm und verkündt, alweg vorbehalten und sich protestiert haben, ob etwas uf der disputatz old sunst zuo tagen von ruowen und friden wegen angsechen und gemacht wurde, daß doch sölichs nit änderst bestan, dann uf ein gemein christenlich Concilium, was dann daselbs angsechen und beschlossen, da weiten sy sich nit von sündern w. Darby so wellen ir eigentlich erwegen die siben artikel und schlußreden, so zuo Baden fürgenomm und disputiert, daß söliche nit wider die gemein christenlichen Kirchen, nit wider christenlichen verstand des heiligen gotts wort, sonder mit der Kirchen und in der heiligen gschrift fundiert sind. Aber so ir üwer fürnemm und artikel besechend, ist sölichs dem fürnemm und Handlung der zwölf Orten nit glich, sonder ganz widerwertig, dwyl ir üch merken land, was by üch angesechen und beschlossen, das söll und müeß zuo ewige» zyten gehalten werden u., das doch hert zuo hören ist; dann so ir üwer artikel recht ergründend, so werdend ir wol merken, ob die mit oder wider genuine Christenheit, und ob die der erberkeit, fromkeit und christenlichem leben, altem herkamen und wesen gemäß syend oder uit ?c. December 1527 1209 „Ob aber ir, unser lieb Eidgnossen, üch zuo sölichem ungmässen üwerm fürnenren bewegen und Ursachen lassen wellten der geistlichen oberkeit und regiment, auch die mißbrüch, damit zum theil wir leyen etlicher maß beschwert pnd übergriffen sind, das kann (üch) von üwerm unbillichen fürnenren nit entschuldigen; dann ir wissend, daß wir uns zum dickermal nit minder dann ir deß erklagt und zu vil tagleistungen erpotten Hand, mit üch und andern Eidgnossen von allen Orten darüber ze sitzen, ze raten und ze helfen, damit wir der überflüssigen beschwerden und mißbrüchen entladen und darin Mittelweg gesnocht wurden zc., als ouch sich die Bischoff früntlich und guot- willig mit uns ingelassen und zuo volstrecken erpotten handt. Darum, lieben Eidgnossen, wir der mißbrüchen und beschwerden wol andrer gestalt abkamen mögen, dann mit sündrung und nbfallung von gemeiner christenlichen Kirchen und der ganzen Christenheit zc. „Hierum, lieben Eidgnossen, ir wellen alle ding wol ermessen und vorhin bedenken, so zwyfelt uns nit, ir werdend üch hierin gegen uns bewysen, als wir uns dann zuo üch versechen und getruwend; größer fröud und gefallen möchte unfern Herren und ober», ouch uns, von üch jetzmal nit begegnen; dieselben, wir ouch, wellend (das) ouch üch zuo guotem meiner mer vergessen und um üch und die üwern alzit bereit und willig sin ze be- schuldnen und verdienen, und begerend hieruf, daß ir uns uf sölich unser schriben guot luter entlich antwurt geben und zuoschicken wellend uff obangesetztcm tag, damit sich unser Herren und ober», ouch wir darnach wyter wüssen darin ze schicken. „Wzster, lieben Eidgnossen, als dann ir in üwerm schriben begert, die Personen uff die disputatz komende zuo vergleiten zc., geben wir üch die antwurt, daß unser Herren und obern vertruwend, ir standent von üwerm fürnemen ab, und bedörf deß nüt; ob aber es je nit anders gsin möcht, dwyl dann unser Herren und obern nit mögen wissen, wer die Personen sind, soferr dann inen die selben genempt, so werden unser Herren und obern darnach aber thuon nach gstalt der fach. Es möchten aber etlich Personen sin, so vormals unserm gleit, das wir inen uf die besten sicherheit uf die disputatz zuo Baden ze komen gegeben, nit vertruwt, sonder uns und unser gleit schwächlich vcracht und verspottet haben zc., denselben werden unser Herren und obern, wo sp zuo gepieten haut, kein sicherheit zuosagen und kein gleit geben; darnach wiß sich jederman ze richten; vermeinend ouch, wir haben darzuo glimpf und fuog. „Wir wellen ouch üch nit verhalten, ob glich wol ir mit der disputatz fürfaren, daß unser Herren und obern deß einhellig sind, von den acht Orten uf sölich disputatz nieman ze schicken, noch daruf ze komen bewilligen; das wellend also im besten verneinen. Datum und mit unser lieben Eidgnossen von Lucern secret (insigel) beschlossen uff Mittwuch por Sant Thomas tag Apostoli, Anno domini zc. rxvij." (Unterschrift:) Diser Orten der Eidgnoschaft, nämlich Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden ob und nid dem Kernwald, Zug, Glaris, Friburg und Solothnrn ratsbotten, jetz uff disem tag zuo Luzern versampt. St. A. Zürich: Acten I. Cappelerkrieg (Berner Copie). — St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten (Original). — K. A. Freibnrg: ^tkalrov köcköralv«. — St. A. Lucern: A. Neligionshändel. — Abgebruckt bei Stürler, :c. I. 515—522. 3) 1527, 27. December. „Antwurt Schultheißen, kleinen und großen Rats der statt Bern nf die usgangne Missive der acht Orten botschaften, zuo Lucern versampt, an sy schriftlich gelangt und demnach in vil truckten büechlinen usgespreitet zc." (Gleichzeitiger Titel.) „Unser zc. zc. Uns ist von üwer und anderer unser lieben Eidgnossen der siben Orten ratspotschaften nächst zuo Lucern versampt ein missive zuokomen, derselben wir üch ein abgeschrift hierinne verschlossen übersenden, mit früntlichem begär und höchstem ermanen, (daß) ir die sampt diser unser antwurt darüber unverdrossenlich verneinen wollend. Erstlich als derselb brief anfangs meldet, ir habind nnscrn ratschlag fürgenonnicr Disputation by uns mit etwas schräcken und verwundren empfangen, darumb daß in demselben etlich artikel und schlußredeu vergriffen, die wider alle crbcrkeit, wider christenliche ordnung und satznng, wider die geschworncn pündt und altem Harkomen spend, getrüwen lieben Eidgnossen, wir hätten uns anders zuo üch vcrsächen, dann daß ir uns dergestalt mit Vorgericht angetastet und der unerberkeit gezigen; dann wnrlich was wir des gesprächs halben für- genomen, haben wir christenlicher Meinung zuo der eer gottes gethan, verhoffend ouch nit die Leschwornen pündt damit einicher wys geschwächt noch verletzt haben, sonders gäben üch ze raten, ob sölich üwcr(er) botten tratzlich und hochmüetig schriben denselben pünden gemäß sye. Daß aber unser predicanten uns zuo sölichem gesprech 152 1210 December 1527, verursachet, dadurch sr> irs niderlags und verlursts zuo Baden widerumb zuokommen und ir siglosc dannt mider- bringen und etlicher maß verfärben möchten; getrüwen lieben Eidguossen, ir sollend uns nit darsür achten, daß wir den grund und vcrsichrung des rechtgeschaffnen uralten christenlichen gloubens und göttlicher rvarheit uff einicheu menschen setzen noch haften; daß wir aber unfern predicanten den zaum zuo lang gelassen, können wir in uns selbs nit finden, wie das zuogangen, ir wellend dann achten, daß wir dadurch übel gefält, daß wir allenthalben in unfern stellen, landen und gepieten das gotts wort unverspert haben lassen predigen und usspreiten, „Sodenne, getrüwen lieben Eidguossen, daß die Disputacion zuo Baden mit unserem wüssen, rat, zuothuon und hilf volzogen, können wir nit in abred sin; weliche party aber da ob old nider gelägen, wie sich ein jeder daruf gehalten, was da gehandlet, sind wir deß nit eigentlich bericht; wir wellind dann dem glouben geben, der die Acten derselben Disputation sampt vor und beschluß(red) getruckt hat, das wir nit wol thuon können; dann er der eeren und des gloubens nit wert ist; wo uns aber uff unser vilfaltig ersuochen der originalbüechern eins verfolget, hellen wir darus erlernen mögen, was warem altem christenlichem glouben, rechtgeschaffnen und mit göttlicher warhcit bewärt(en) gotsdieusten gemäß wäre, uns deß ouch benüegen und fettigen und villicht unser gegenwürtig gespräch underlassen; so aber je das nit gsin mögen, und wir in den truck nit bewilliget, darzuo uns deß uff mengen tagleistungen entschlossen haben, dem allem nach sich die zwyspaltung für und für genieret, hat uns fruchtbar ze sin bedüecht, ein gemein gespräch ze halten, die seelsorger und predicanten in unfern landen und gepieten, sampt den bischoffen ze beruosen, nit daß wir uuderstandind, einich ändruug ze thuond in unserm alten heiligen christenlichen glouben, in den rij artikleu verfaßt und von unfern Voreltern bekennt, sonders dem trüwlich nachzekommen, den, als frommen christen zuostat, schützen, schirmen und handhaben und uns dheins wegs von der waren christenlichen Kilchen, dero houpt Christus Jesus unser Heiland ist, sündren. Dann so wir in unserm ratschlag by göttlichem wort und warheit, deß sich ane zwyfcl obbemelte heilige Kilch träft und haltet, begeren ze beliben, werden wir uns mit hilf und gnad gottes davon nit trängen lassen. Allein die beschwerden, vermeint und vergeblich gotsdienst, mißbrüch und derglichen irtumb, under dem schin und namen der christenlichen Kilchen, doch usserthalb göttlicher warheit, durch die so sich geistlich genempt, ingetruckt und dem armen einfaltigen mönschen ingebildet und ufgeladen, werden wir mit hilf und gnad des allmächtigen und bericht sines heiligen worts Hindan setzen und verbessern, darzuo uns allein die ccr gottes und der unfern seelen heil, herzlich bcger frides, ruow und einikeit verursachet, tribt und nötiget, so doch die langwirigen betrug und mißbrüch, darin die mönschen uß vermessenheit eigens guotdunkens gefallen, an tag komm und uß göttlicher gnad und barmherzikeit niemand verborgen sind. Hierumb, getrüwen lieben Eidguossen, uns unbillicher wys zuogeleit wirt, wir wellind von gemeiner Christenheit und christenlicher Kilchen abtretteu, es sye dann, daß ir die gemeine Christenheit und christenliche Kilch schetzen und achtend die, so sich der mönschensatzungen und ordnungen, ane grund göttlicher geschrift ingesetzt, gebruchen, üeben und halten, old die so solich ordnungen, satzungen und ceremonien angericht haben, das wir doch nit vermeinen, daß ir noch dhein christenmönsch (so) gcsinnet syend, deßhalb wir der unerberkeit unbilliches, unzimblichs, ungemäßes und unredliches fürnemens ane grund der warheit und unverschuldter fach anzogen und beschuldigot werden, so wir solichs gespräch uß oberzelteu Ursachen fürgenommen und üwer geirrten sampt den vier bischofst" christenlicher, brüederlicher trüw und Meinung beschriben haben, mit erpieten, wo dieselben old ander nnS, unjer seelsorger und predicanten uß göttlicher warheit und mit dem wort gotts irthumbs bewisend und bessers uudei- richtent, dem selben stattzethuond und ze folgen und niemands zum glouben ze zwingen, dann der fry und un- bezwungen sin soll, und so vil geloubt, als gott gnad gibt. „Fürer, getrüwen lieben Eidgnossen, so uns hieoor mermals und aber diser zyt der eid uf dem Pfingstmentag des rrvju» jars fürgehalten wirt, uns desselben ze erinnern, deßglichen der versiglot abscheid; wiewol wir üch «o ) anderen antwurt darüber ze geben nit schuldig, fliegen wir üch doch ze vernemen, daß ir uns an dem ort nit ze rechtfertigen Hand; dann das wir mit den unser» handle», thuon und lassend, haben wir deß gewalt, macht, glimpb recht und fuog, und ir noch niemands uns darin ze reden noch darwider ze handlen, besonders was den glvu ei berüert. Nun' ist war, daß uff obbemelten Pfingstmentag »vir uns zuosamen gefüegt und die unfern von jta und tand berüest haben, ist dozemaln beschechen von wegen schwebender löufen, so üben sorglich und gefarlicy December 1527, 1211 waren, und haben uns mit den unfern vereinbart und einen cid geschworen, des gloubens und nit der pünden halb, sonders ane meidung derselben, ouch ane schaden und (denen) unvergriffenlich und dheins wegs üch noch andren unser lieben Eidgnossen, dozemaln geschworen, verpflicht noch verbunden, ze glouben, was ir old sy glaubend. Der vermelt abscheid gibt ouch das nit zuo, der üwern potten worden, so dozemal on das und unberüeft by uns warent, villicht im besten, deß wir üch und inen dank sagen. Daß wir aber uns domaln allein mit den unfern und nicmands andern vereint habind, mag darus kundbar sin, daß unser Mandat, so vor langest usgangen und den unfern zuogeschickt was, der selben zit verlesen worden und darnach ze halten geschworen, und derselben Handlung bemelten potten uff ir pittlich ersuochen versigloter abscheid, nit der Meinung, als ir und ander verstand zc. „Demnach hat sich zuogetragen, daß vil mer unrats, nuruow, zwrstracht und mißhäll uß solichem eid dann frid, ruow und einigkeit erwachsen, dadurch wir verursachet, uns und den unfern zuo guotem solichen eid abzelassen und unser erstgetruckt Mandat im^rriij>°n jar usgangen, widerumb an die Hand ze nemen, das nun mit unserm gunft, müssen und willen und annemung des vil merern theils der unfern von statt und land beschechen ist, und wir, ouch die unfern deß glimpf, eer, fuog, recht, gemalt und macht an(e) menkliches intrag haben; verhoffend ouch, daß sölichs unfern eren unverletzlich sye, sonders dero gegen menklich hiemit wol bewart, des unverruckten willens, gegen «wirklichen die eidspsticht und geschwornen pünd vermög des buochstabcn getrüwlich ze halten, un- gez^yfleter Hoffnung, (daß) ir deßglichcn gegen uns gesinnet und bereits willens siend. Doch wellen wir niemands zwingen, das oder jenes ze glouben, disen oder andern gotsdienst ze vollbringen, so doch die pünd solichs nit zuogeben und nit vermögen, ouch sich nit uff den glouben, sonder allein uff lib und guot und nit witer strecken. Daß aber unser und üwer Voreltern in glichein glouben in die pünd (al. burgrecht) und geschwornen fründschaft zuosamen komen, und (die) also lohlich harbracht haben, mögend wir das nit widersprechen, daß sy üsserlicher werken und ceremonien halb, doch nit an allen orten glich, den glouben anzöugt haben; was sy aber in herzen gehept, ist niemands dann allein gott offenbar; wo sy aber zuo iren ziten des Entchrists betrug und falschs als wol als ir und wir bericht, wären sy ane zwifel nit so lang in irthumb belibcn, desglichen ir und wir ee zuo erkanntnuß des waren christenlichen gloubens komen, und die vermeinten geistlichen uns nit so lang verfüeren lassen, deß menklicher allein gnuogsamlich mit dem überzüget und besetzt ist, daß gar wenig christen de» römischen ablas (wir geschwigen ander verfücruugen) schetzen. Harumb, getrüwen lieben Eidgnossen, lassend üch unser christenlich anfachen nit so unbillich dunken und nit also zuo arg legen; dann wo wir unbillicher und unchristenlicher wys handlotend, stüende üwern eeren vil me zuo, üwer gelerten uns zuo schicken, dann jemands das gelcit abzeschlachen und den üwern zuo uns ze komen verpieten, zuo dem daß üch eidspflichten halb gebürt, uns brüederlichen und trüwlichen ze beschützen, schirmen und handhaben by dem, so wir mit gott understan, christenlichen fürzenemen und ze handlen wider die, so uns an dem end etwas intrags und hindrnng zuogestatten wellten, deß wir üch ouch hiemit in kraft der geschwornen pünden, wann es zuo schulden kam, ermant und von üch ein müssen wellen haben, weß wir uns zuo üch in disem fal versechen und getrösten füllen; dann daß wir von fürgenomner disputatz standind, werden wir umb dhei» fach thuon, sonders alles das, so uns gott verliehen hat, darstrecken zc. „Sodenne, getrüwen lieben Eidgnossen, als wir in obbemeltem schriben ermant werden alles liebs und leids, so üwer und unser altoordern mit einandren gehept, ouch aller liebe, dienst und fründschaften, so sy einandren bewysen w., und uns etlich lichtfertig Harkomen Personen nit also in Widerwillen gegen üch, in trüebsälikeit, angst und not bewegen und füeren lassen, sollend ir deß versichert sin, daß wir solicher guottaten meiner vergessen werden, sonder als vil uns möglich ist, allen flyß, ernst, kost, müc und arbeit ankeren, üweren und unser» »vider- wertigen widerzestreben, üch hinwiderumb ermanende, desglichen ouch ze thuon, und besonders den frömbden, so weder uns noch gemeiner Eidgnoschnft günstig sind, dhein glouben geben; dann fürwar uns bedunken will, ir und ander unser lieb Eidgnossen den frömbden, die zerrüttung gemeiner Eidgnoschnft suochen, ze vil vertruwend, darus dann trüebsal, angst »nid not entstan möcht; gott der allmcchtig sig darvor. „Witer, getrüwen lieben Eidgnossen, vermerken wir uß vil berüertcm üwer potschastcn schriben, villicht »iß üwer befälch an »ms ab jüngst gehaltner tagleistung zuo Lucern gelanget, wie ir abermals uns ankeren, wo »vir von unser»!» nngemäßen fürnämen (als ir sprechend) nit stau wellten, aldann unser ämpter zuo »ins vor der disputatz ze beruofen, (so) werden dann ir und ander üwer und unser Eidgnossen ir botschaft zuo »ins schicken zc., 1212 December 1527. füllend ir müssen, daß uns solich ansuochen zum höchsten befrömbdet, so wir üch und andern solichs hievor abgeschlagen, uß Ursachen, daß es unser oberkeit, ouch den geschwornen pünden nachteilig und nit gemäß, auch wir die unfern an(e) üch wol können berüefen und mit inen handlen, das der erberkeit und billikcit glichförmig, und haben solich anmnotung von üch üben zuo dank empfangen, wie ir onch thuon.wurden, wann wir üch der ivys ersuochten; darumb wellind abstan und uns deß hinfür nit gedenken; dann ir gnuogsam hie ob erlernet (belehrt) sind, wie wir uns und die unfern des cids am Pfingstmentag entladen haben. „Ouch, getrüwen lieben Eidgnossen, als ir und ander üwer und unser lieb Eidgnossen der acht Orten vermeinen, wir haben verdrieß ab dem, daß uns ungeschickt'reden fürkomen, daß die unfern sprechend, sy wellind nit von etlichen Orten bevogtet sin, nit gelert, geregiert noch ze glauben gezwungen zc., ist nit an, wir wurden als ungern von üch haben, daß ir uns witer dann die pünd zuogend, ersuochen und wysm sölltend, als ir das von uns hellend, und wurden das .dheins wegs eren halb gedulden noch gestatten; weß ir üch zuo uns der pünden halb getrösten, und weß gloubens wir begären ze sin, ist üch hie oben gnuogsamlich anzöigt, üch zum höchsten ermanende, uns darby beliben ze lassen, wiewol wir vcrtruwen, die potten, so nff obbemeltem tag gesin, villicht iner gewalts angenomen, denn ir aber inen befolchen. „Daß aber üch, unser trüw lieb Eidgnossen, bcduret, daß wir in unserm ratschlag beschlossen, was zuo end der disputation mit göttlicher warheit erhalten und bewärt, daß sölichs in die ewigkeit durch uns und die unfern gehalten solle werden, söll üch nit frömbd bedunken und uns nit zuo argem gemessen (werden); dann fürwar, so wirt das wort gottes in die cwikeit beliben, und alles das daruf gebuwen ist, wann schon die, so geistlich gescheht, ouch weltlichen fürsten und Herren, dheiu concilium hievor gehalten und noch hinfür nit halten werden; dann jedem christen wol zuo müsse» ist, daß die concilia das wort gottes weder uf noch absetzen mögend und neben demselben nützit anrichten sollend, das dem nit gemäß sye, harumb nit von nöten, daß wir uf die concilia warten noch daruf verharrend, sonders des eignen zuosagens und verheißens unsers Heilands Jesu Christi uns getrösten und von sinem heiligen wort nit abtretten; der allmechtig gott well aller Christenheit solichs verlichen und (si) damit bewarcn. „Zuoletst, getrüwen lieben Eidgnossen, bitten wir üch nochmals trungenlich, daß ir allen geistlichen und weltlichen Personen, frömbden und heimschen, fry sicher geleit durch üwer stett, landen und gepietcn zuo und von uns gebend, ouch den üwern nit abschlachind, zuo uns ze komm; das wellen wir umb üch bereits willens verdienen und zuo guotem meiner vergessen. „Uns langt ouch an, wie vil bemeldt missive, von Lucern ußgangen, daselbs in truck solle komm, ist üch unvergessen, was uf tagen versechen, daß solich (ge)dicht, so unruow gebären möchten, nit getruckt werden; harumb wellend dem vorsin; sunst wurden wir eren halb geursachet, dawider ouch ze truckm. Das haben wir üch uff der vilbemelten üwer potten schriben und ansinnen antwurts wys guoter Meinung zuogsandt, üch fürer in die fach müssen ze schicken, und hinfür üch vor solichem tratzlichm schwächlichen schrybm ze verhüllen. Hiemit sye die gnad und der frid gottes mit üch und uns allen. Datum uff Johannis Evangeliste Anno zc. rxviij." Schultheiß, klein und groß Rat so man nempt die Zweihundert der Statt Bern. St. A. Zürich : Acten l. Cappelerkrieg. A. Neligionssachen. — St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten.*) Teutsch Missiven-Buch H. b— 324. Abgedruckt bei Stürler, Urkunden zc. I. 224—232. *) In diesem, von dem Unterschreiber gefertigten Exemplar steht am Schluß von der gleichen Hand die Bemerkung- „Wiewol in der trnckten Missive der acht Orten acht Ort benamset, ist doch offenbar, daß zwei Ort, nämlich Glarus und Solothurn, zuo solichem brief nit verwilliget haben, deßhalb dise verantwurtung sy nützit berüeren soll zc." December 1527, 1213 4SS. JÜrilH. 1527, 23. December (Montag nach Thomä). jiautoilsarchiv Basel: Abschiede. Gesandte: Zürich. (Dicthelm) Röist, Bürgermeister; M. (Johannes) Binder; M. (Rudolf) Thumiseil; (Johannes) Schweizer.'^) Bern. (Hans Bischof). Solothurn. — Schaffhauscn. — Die Botschaft von Basel hat instrnctionsgeinäß vorzutragen, ivie Haus Galliciau als Burger lind Raths- glicd vormals auf eidgenössische Tage nnd besonders ivegen der Vereinung mit Frankreich nebst andern Boten zn dem König geschickt morden; mie man dann, als er wegen der univahrhaften Berichte, die er ab solchen Tagen gegebeil, und ivegen anderer Vergehungen aus der Stadt geflohen, sein Vermögen inventirt nnd ans vielfältiges Anrufen seiner Gläubiger vergantet und den Erlös, mit Ausnahme von 250 Gulden, die aus den, Stadtgilt dem Schuldner geliehen gewesen, den Ansprechen, überlassen, nnd wie weder Galliciau noch dessen Frau, Maria Jungermann, ungeachtet der ihnen zugesagten Sicherheit, die verkündeten Rechtstage besucht habe. Nach Gallician's Absterben habe die Witwe samt den Kindern eigenmächtig und aus bösem Muthwillen eine unbillige Ansprache, die sie vorher nie geltend gemacht, dem Haus von Erlikon übertragen; sobald man das vernommen, habe man eine Botschaft zu Pfalzgraf Ludwig, in dessen Fürstenthum der von Erlikon gesessen, ^abgefertigt und' mit Bewilligung beider Parteien so viel erwirkt, daß Hans voi, Erlikon die fragliche Ansprache gütlich aufgegeben und deßhalb Brief und Siegel ausgestellt habe, und der Streit mit der genannten Maria und ihren Kindern, nämlich deren Forderung und eine Gegenklage der Stadt, zu endlichem Austrag an den Rath zu Straßburg gewiesen worden, laut des darüber errichteten Anlaßbriefs. Da sich über die Zulassung einiger Zeugen ungleiche Meinungen und andere Schwierigkeiten gezeigt, so habe man an den Rath von Straßburg als verwillkürten Richter um ein bezügliches Erkenntniß angestrengt und die Gegenpartei dazu citiren lassen; die sei aber aus frevler Vermessenheit, ungeachtet des geschwornen Eides, den. Rechten Folge zu leisten und das Endurtheil zu erwarten, nicht erschienen, sondern «nt einer vermeinten Protestatio,,, zu welcher sie keinen Grund habe, aus dem Recht getreten, lind sich einer Anzahl Personell (Philipp Wollschläger zc. zc.), die im Wasgau und Westerich wohnen, anhängig zu machen, die hierauf, wie die Eidgenossen aus der Beilage (s. Nr. 486 ll, N.) ersehen, in hochinüthigcm Schreiben gefordert haben, daß man sich stracks mit der Jungerniaunin vertrage, mit Androhung von Tätlichkeiten; man habe den genannten Edelleutcn geantwortet laut der Copie IZ und ihnen angezeigt, daß man bei dem angefangenen Recht beharren und dem erfolgenden Spruche unweigerlich nachkommen wolle; mit diesen, überflüssigen Erbieten haben sie sich aber nicht begnügt, sondern wieder geschrieben, was man aus Beilage O vernehme, welche mit ihren unwahrhaften Behauptungen zeige, daß sie von ihre», »lnthwilligen Vorhaben nicht abzustehen gedenken. Infolge dessen habe man zwei Botschaften, nämlich (eine) zu dem Herzog von Lothringen und (eine) zu dem Reichs- eegiment in Speyer abgefertigt; wiewohl man gerne zuvor der Eidgenossen Rath und Beistand angesprochen, habe man doch geglaubt, die Abfertigung der Botschaften nicht verschieben zu können wegen der Bcsorgniß, daß den Burgern auswärts etivas Nachtheiliges begegnen dürfte; man bitte also, diese Eile nicht arg zu deuten. Hienach sollen die Boten an die Eidgenossen die dringlichste Bitte richten, dem Herzog von Lothringen, dem Reichsregiment und dem Grafen Neinhart von Büsch, in dessen Gebiet die meisten jener Edelleute ihren Wohnsitz, und von dem sie vielleicht auch Beistand haben, ernstlich zu schreiben, daß sie den zwölf Personen nachdrücklich *) Die Zürcher Abgeordneten sind im Rathsbuch genannt. 1214 December 1527. untersagen, gegen Angehörige Basels etwas Thätliches zu versuchen, sondern sich der genannten Frau und ihrer Kinder zu entschlagen und sie an das eingeleitete Recht zu weisen, u. s. f. Auch wäre dabei anzuzeigen, daß die Eidgenossen widrigenfalls die von Basel nicht verlassen würden, zc. :c, (Die Instruction füllt 8 engbeschriebene Folioseiten). Ein Abschied ist nicht vorhanden. Da nur wenige Orte vertreten waren, so dürste das einzige Resultat der gepflogenen Verhandlung das folgende Schreiben sein! 1) 1527, (c. 23. December), Zürich. Die Boten von Zürich, Bern, Solothurn und Schafshausen an die übrigen Orte (ohne Basel). Zürich habe sie auf die Bitte Basels ersucht, auf Sonntag nach Thomä (22. d.) mit ihrer Botschaft in Zürich zu erscheinen; daß dies nicht geschehen, bedaure man; weil aber an diesen Sachen für gemeine Eidgenossen, nicht für Basel allein, etwas gelegen sei, so habe man einen andern Tag nach Baden bestimmt auf Sonntag nach Neujahr, den 5. Januar, und bitte freundlich, denselben mit Vollmacht zu besuchen. St. A. Zürich: Missiven. Zur Ergänzung reihen wir noch zwei andere Schriftstücke an: 2) 1527, 3. December. Basel an Schaffhausen. Ein Burger, der kürzlich durch Sch. nach Schwaben gereist, zeige an, wie er in Stein von sechs Reitern angehalten und in Eid genommen worden, daheim zu sagen, daß sie jedem Basler, er sei „Großhans oder Kleinhans", den sie betreten können, die rechte Hand abhauen, ihm die in den Busen stecken und ihn wieder heimschicken werden. Da man vermuthcn müsse, daß sie durch die Anwälte der Witwe Hans Gallicians dazu aufgestiftet seien, und man auf dem letzten Tage zu Baden über diesen Handel genügenden Bericht ertheilt habe, so bitte man hiemit, nach Namen, Herkunft und Aufenthalt jener Reuter ernstlich zu fragen und darüber auf Kosten Basels Nachricht zu geben, auch bei Gelegenheit die zu Betretenden zu verhaften, damit man gegen sie als gegen abgesagte Feinde zu handeln wisse, was sich gebühren werde... K. A. Basel: Missiven k. 157. — K. A. Schaffhausen: Correspondenzen. 3) 1527, K. December. Zürich an die eilf Orte. Basel habe schriftlich gemeldet, daß es, nachdem auf der letzten Tagleistung zu Baden der Streit mit der Witwe Hans Gallicians vorgebracht worden, das dringende Bedürfniß habe, des hochmüthigen Tratzes etlicher muthwilliger Edelleutc entladen zu werden, und wünsche, sich darüber mit den Eidgenossen zu berathen, weil diese Schmach auch ihnen gelte; dafür habe es einen „kurzen" Tag begehrt, den Zürich bestimmen und allen Orten verkündigen solle, mit der Bitte, daß ihre Boten mit ausreichenden Vollmachten zu weiterer Handlung abgefertigt werden möchten; dem gemäß ersuche sie Zürich, auf Sonntag nach St. Thomä (22. December) in seiner Stadt zu erscheinen, um Montags zu früher Rathszeit das Geschäft vornehmen zu können. St. A. Zürich: MGvm. 1527, 5. December. Bezügliche Anzeige von Zürich an Basel. n>. ib. 4S« Zürich. 1627) 23. bis 25. December. Staatsarchiv Lucern: Urkunden. Staatsarchiv Zürich: Acten Constanz. Abschluß des Burgrechts zwischen Zürich uud Constanz. — Beilage t». 1) Das Zürcher Rathsbuch sagt unter dem Datum Montag nach Thomä (23. Dcc.): „Eodem die vor Rät und Burgern. Uf disein tag ist das Burkrecht zwüschen minen Herren von Zürich und der Statt Costanz beschlossen und angenomen, und ist das mer joxiij händ gsin." Copieen des Vertrags hat auch das Stadtarchiv Constanz. 2) Zu bemerken ist an diesem Orte die Baslcr Instruction für den vorstehenden Tag: Der Bote soll, wenn deren von Constanz halb etwas angebracht oder vorgenommen würde, nichts bewilligen, aber „eigentlich acht nemen", wie sich jedes Ort dazu verhalten wolle, und alles heimbringen. December 1527. 1215 3) 1527, 26. December, Constanz. Instruction für Hans Wellenberg, als Gesandten nach Zürich. Nachdem der Handel zwischen den beiden Städten beschlossen sei, habe man den verabredeten Entwurf, der „uf vil stett und oberkeiten und also wytschweif gestellt" worden, entsprechend abgeändert, jedoch ohne alle Beeinträchtigung der Substanz. Um das Geschäft zu fördern, habe man auch für nothwendig erachtet, die Hauptbriefe ohne allen Aufzug auszufertigen, und deßhalb den Unterschreiber mitgeschickt, stelle aber Zürich frei, das Exemplar, das es Constanz übergebe, selbst schreiben zu lassen, w. Deßgleichen könnte es mit den beiden Beibriefen gehalten werden. „Das werde ouch, als der Rat achtet, die fachen by denen von Bern, Basel und andern fürdern, dann der Rat nicht dest minder willens syg, ain botschaft gan Bern uf jetzigen tag der tisputation ze schicken und (da) ze Händler: in maßen (als) des Rats und deren von Zürich verordnete sampt andern, die by inen zuo Zürich gewesen, darvon geredet haben. Ob dann daselbst ouch etwas fruchtbars gefunden, so wurde man ouch brief, wie sunst der bruch ist, darüber ufrichten und fertigen. — Item, als dero von Zürich, ouch des Rats (von C.) und andere für guot geachtet habent, daß die mannng im burgrechtbricf begriffen, den glouben belangende, als unnotdürftig underlassen söllte wSrdcn, damit andere (Ort), denen villicht dises burgrecht hernach ouch anmüetig sin möcht, dest minder schlichen habint, welle der Rat ime dasselbig ouch gefallen lassen und Hab deßhalb die selbigen wort in der copy usgethon. Ob aber denen von Zürich mer gemaint wurd sin, sölche manung im burgrechtbricf ze haben, so welle der Rat das ouch beschechen lassen." Stadtarchiv Consta», M°»c.). 4) Der erwähnte Bcibrief (doppelt ausgefertigt) wird bei dem Hauptvertrage abgedruckt. 5) Einem Abschied vom 27. Januar 1529 vorgreifend muß hier noch bemerkt werden, daß Zürich vor dem Abschluß mit Constanz auch Schaffhausen dafür zu gewinnen suchte, freilich ohne Erfolg. Das Nähere folgt später. 4S7. Areiöurg. 1527, 28. December. Staatsarchiv Bern: Nathsbuch Nr. 216, p. 4. 7.12. Jnstructionmbuch f. 82 k, 88. Gesandte von Bern: (Bernhard) Tillmaim, (Anton) Bütschelbach, Hans Rudolf von Erlach, Wolfgang von Weingarten. I. 1. Die Boten sollen die ihnen mitgegebene Abschrift der von Lucern aus ergangenen Missive der acht Orte vorlegen und sich erkundigen, ob die Boten von Freiburg zu derselben eingewilligt haben, dann zu erkennen geben, welches Bedauern Bern darüber empfinde, und dann auch die darauf erfolgte Antwort verlesen lassen. Mit Hinweisung auf die verhörten Schriften sollen sie dann erklären, man hätte bestimmt geglaubt, Freiburg würde solche Dinge seinen Boten nicht befehlen; haben dieselben vielleicht ihre Befehle überschritten, so sei dabei Zu beachten, daß das Schreiben im Namen der acht Orte erlassen worden, was sie wohl hätten verhindern sollen mit Rücksicht auf die besonderen Pflichten, die Freiburg mit Bern verbinden. Man wolle es nun ans das höchste kvmahne», von dergleichen heimlichen Handlungen abzustehen; ja man wolle schlechthin wissen, ob es künftig demjenigen nachzuleben gedenke, was die Eide und die gegenseitige Bürgerschaft enthalten, ze. 2. Nach diesem Vorhalt sollen die Gesandten zuerst mündliche und dann schriftliche Antwort begehren vor Rüthen und Burgern und die Burgrcchte einlegen; wenn die Räthe nicht nachgeben wollten, so müßten die Boten die Mahnbriefe vorlegen und nochmals Antwort fordern. (Dat. Johannes Evangelistä xxvij). II. (Eine Antwort ist nicht bekannt). Zu I. Da Freiburg der begehrten Antwort auszuweichen suchte, so ist hier der geeignete Ort, den Mahu- . brief einzulegen: 121U December 1527. 1527, 27. December (Joh. Evang. rrviij). Bern an Freiburg (resp. Solothurn). „Den frommen ze. :c. Als dann uns von üch und andern üwern (und) unfern lieben Eidgnossen von den siben Orten ab gehaltnem tag zuo Lucern ein beschwerlich missive, unser fürgenommen disputatz bernerend, fürkommen, und wir die nit anc beherzigung verstanden, sind wir zuo rettung und bewarung unser eeren und unserer merklicher notdurft nach bewegt worden, zuo üch, unfern besondern lieben Mitbürgern, unser treffenlich botschaft ze schicken, die ir der lange nach sampt allen: Handel vermerkt haben, und darumb (daß) ir uns mit gnuogsamer antwurt nit haben begegnen wellen, vermanen wir üch hiemit in kraft des Burgrechten und so hoch wir üch ze ermanen haben, daß ir von sölichem üwerm fürnemen standint und denen, so ir üch wider uns und nnsern ratschlag der disputation zuogeeint, , hinfür wider uns dheinen bystand, hilf noch rat bewysend, als ir das eidspflichten halb ze thuond schuldig und verbunden sind"... Abgedruckt bei Stürler, Urkunden .'c, I. 224. Voraus geht die im Text verarbeitete Instruction (p.222,223). St. A. Bern: A. Kirchs. Angelegenheiten (Siegel weg). Teutsch Missiven 314 d. Zu II. 1) Das Freiburgcr Rathsbuch erwähnt nur den Vortrag und notirt unter dem 29. December, daß eine Berathung darüber stattgefunden. Vgl. Nr. 498, N. 4. 2) 1527, 31. December (Neujahrs Abend). Bern (Näthe und Burger) an Freiburg. Necapitulation der letzten Erklärungen, mit dem Ausdruck des Befremdens über die der diesseitigen Botschaft ertheilte ungenügende Antwort und den genommenen Aufschub. (Wir) „hellen wol vermeint, es helle deß nüt dürfen, sonders wärend des burgrechten und vermög desselben wol vorhin erinnert, daß ir des nidersitzens über die artikel, so üch fürgetragen sind, und wir (des) Widerwillens ge(ge)n üch entbrosten wären; so aber je das nit gsin mögen, und uns daneben durch üwer schriben fürkompt, daß ir etwas verdruß habend ab dem, daß wir den üwern und unfern zuo Granson und Eschallens unfern ratslag der disputation zuogesandt und die curaten, gelerten und predicantcn an den enden uf unser disputatz berüeft haben, ab welichem wir nemen mögen, weß gemüets ir gegen uns sind, so wir doch als vil als ir an den orten ze gebieten und unfern ratslag fürgenomner disputation so wyt usgesprell haben, daß er nit allein üch, den üwern und unfern, sonders ouch allen üwern und unfern Eidgnossen und Pundsgnossen und gar nach aller tütscher Nation guoter christlicher Meinung zuokomen ist, deßhalb wir wol verhoffet, (daß) ir üch nit so tratzlich wider uns merken lassen, besonders in den Herrschaften, so wir mit üch gemein haben, und da als vil und villicht mer dann ir ze gebieten und verwalten haben; so aber je nit anders gsin mag, dann daß ir üch so vil gewalts annemen, daß ir mt allein denen, so ane alles mittel üwer verwaltigung underworfen sind, nit bewilligen wellend, zuo uns uf angesatzte disputatz ze komm, sonders ouch denen, so »ns glycher wys als üch und mer verwandt und gehörig sind, das nit gestatten wellen, als das üwer missive zuogibt, will uns eeren und weltlicher oberer regierung halb nit gebüren, üch sölichs nachzelassen, sonders üch ze ermanen, all die so zuo uns ze kommen beging sind, nit ze hindren, fürnemlich die so als wol uns als üch zuogehörig und underthan sind, so wir doch niemands bezwingen wellend, uns des gloubens halb anzehangen. Wo aber je das nit statt haben möcht, wurden wir geursachet, die Herrschafte», so wir mit üch gemein haben, mit üch ze teilen, damit wir hinfür von üch nnbekümbert belibcn. — Wyter, lieben Mitbürger, so ir hievor uns wider billichs und wyter dann üch gezimpt und das Burgrecht vermag, ersuocht und understanden, mit andern Orten für unser gemeinden ze riten und die ufrüerig wider uns ze machen, ouch diser zyt üch abermals merken lassen und mit andern begärt, wo wir von fürgenomner disputatz nit abstan, alldann unser ämpter zuo uns ze beruofen tt.; darzuo so habend ir üwern boten gan Lucern verordnet und verriten lassen, über daß wir (üch zuo) guote(r) llsi schriftlich ermant, in bis uf nnser(er) botten zuo üch zuokunft ze enthalte», das nun nit beschcchen. Uß mas grund ir das gethan, mögen wir wol ermessen, und uf sölichs haben wir uns hüt vereint und gänzlich entflossen, sidmal ir uns dheiu vollkommen endlich antwurt geben wellen, ob ir das Burgrccht halten und nit also üch wider uns stellen und mit andern Eidgnossen uns Hinterrucks und zuowider tagen, darüber ir ouch unfern offnen manbrief behalten haben, und uns in oberzelten stucken allweg widerwärtig sin wellend, daß wir sölichs hinfür nit liden noch gedulden, sonders siner zyt beide, das Burgrecht, so wir mit üch allein, und demnach das, so wir mit üch und mit der statt Solothurn haben, als wyt es üch berüert, abkünden werden. Hienach wüßt üch in die stich ze schicken und uf diß unser schriben mit volkumner antwurt ze begegnen." Vollständig abgedruckt bei Stürler, Urkunden Ze. I. 232. St. A. B-r„: Teutsch Mtssto-n «.»270-029. December 1527, 1217 4S8. So!'ot!)urn. 1527, 29. December (Sonntag vor Circumcisionis rxviij). Staatsarchiv Bern: Acten Kirchliche Angelegenheiten. — Instructionen X. ss. KantonSarchiv Solothurn: Abschied- Bd. XV, I. Gesandte von Bern — (Anton) Noll, (Peter) Im Hag, Dicbold von Erlach, Andreas Zülli — eröffnen ihre Jnstrnction (s. Nr. 497) und begehren entsprechende Antwort. II. Daraus antworten kleine und große Räthe, nach Erwägung des Handels, wie folgt: 1. Einerseits von Zürich und anderseits von den V Orten zu Taglcistnngen geladen, haben sie zur Erhaltung des Friedens ihre Botschaften zu beiden abgefertigt, und zwar Schultheiß Hebolt nach Lucern, mit dem Befehl, zu handeln, was Gutes bringen könne, aber nichts, was der Stadt Bern nachtheilig oder ehrverletzlich sein möchte; dem habe er auch nachgelebt, und obwohl Solothurn in der erwähnten Missive genannt worden, sei das doch ohne seine oder seines Boten Bewilligung geschehen; man hoffe also, in dem und andcrm wider die geschworncn Bünde und Burgrechte nichts gethan zu haben, und wolle auch ferner die alten Bundes- und Freundschaftspflichten getreulich beobachten ?c. 2. Die mit besiegelter Mahnung begleitete Aufforderung, entweder auf den nächsten Tag in Lncern oder an andere Orte, wo gegen Bern gerathschlagt und gehandelt werde, keine Boten zu schicken oder (wenigstens) bei solchen Rathschlägen nicht mitzusitzen, vernehme man mit nicht geringem Befremden, indem man solches nicht glaube verschuldet zu haben. Daher werden die Gesandten von Bern ersucht, den Mahnbrief mit der hier empfangenen Antwort heimzubringen; man hoffe, daß ihre Herren daran kein Mißfallen haben. Um sich denselben willfährig zu zeigen, wolle man den nächsten Tag in Lucern nicht besuchen, behalte sich aber ausdrücklich vor, überall hin, wohin man berufen werde, zu Tagen zu reiten, dem löblichen Herkommen gemäß, doch den Pflichten gegen Bern ohne Schaden und Abbruch. Bis nächsten Donstag Abend (2. Jan.) werde man indeß eine Botschaft nach Bern senden, um da weiter zu handeln, wie sich gebühre. 3. Bei der frühem Erklärung betreffend den Stadtschreiber und das Geleit ^sse man es einfach bleiben. 1) Die Antwort rccapitulirt im Eingang den Vortrag der bernischen Botschaft. Das Datum gibt das Solothurner Exemplar. 2) Das Verner Rathsbuch sagt unter dem 31. December (Dienstag Neujahrs Abend): „Sind verhört die boten, so zuo Fryburg und Soloturn gsin, und sind min herreu bcnüegig der antwurt von Soloturn und treffenlich fro, und (Hand) ein wolgefallen daran." 3) 1527, 30. December (Montag vor Circumcis. Dom. rrviij). Solothurn an Freiburg. Am Samstag und gestern sei vor den großen Nöthen eine Botschaft von Bern erschienen, die nach Eröffnung der Gründe, warum der seiner Zeit geschworne Eid bei Seite gesetzt und eine Disputation veranstaltet worden, die Copie einer Missive von acht Orten verlesen lassen, darüber Beschwerde geführt und eine Antwort verlangt habe. Ungeachtet des Bescheids aber, daß Solothurn zu jenem Schreiben nicht gestimmt, haben die Boten eine Mahnung eingelegt, daß man den nächsten Tag in Lucern oder anderswo wegen dieser Sache nicht besuche oder nicht dabei sitze, was nicht wenig befremde; jedoch habe man sie durch gute Worte vermocht, die Mahnung zurückzunehmen, da man sich entschlossen, Niemand zu dem Tag in "Lucern zu schicken und dabei verheißen, bis Donstag Nachts eine Botschaft nach Bern zu schicken, um über diese Sachen weiter zu handeln, jedoch mit Vorbehalt aller Rechte. Da nun Freiburg in den gleichen Pflichten stehe, so habe man ihm das nicht verbergen wollen und bitte Hinwider um Bericht, wie es selbst gehandelt habe, w. K. A. Freiburg: A. Solothurn. 4) 1527, 31. December (Nüwcn jars abend). Freiburg an Solothurn. Antwort auf dessen Schreiben betreffend die Verhandlungen mit Bern. Man habe dessen Botschaft nur die Antwort gegeben, daß man sich nächsten Freitag (3. Jan. 1528) über ihr Anbringen berathen und dann weiter erklären wolle, könne also von 153 1218 December 1527. einem Rathschlag noch nichts anzeigen; Solothurn dürfe aber darauf zählen, daß man fest entschlossen sei, bei dem alten Glauben zu bleiben, wie sich die VII Orte vereinbart haben; man hoffe, daß es seinerseits das Gleiche thun werde. Wenn man die Bünde und Bnrgrechte recht verstehe, so geben sie auf diesen alten Glauben „großen schin", daß man ihn zu allen Thcilen („siten") halten sollte; man sei übrigens ganz.gewillt, sie ohne Abbruch getreulich zu halten, ?c. K. A. Freibmg: Missiven Bd. IX und X. so d. 4SS. Lucern. 1527, 30. December f. (Montag vor dem neuen Jahr f.). Staatsarchiv Lucern : Wg. Abschiede II. I. I. 272. Kantonsarchiv Freiburg : Abschiede Bd. !>7. Tag der VI altgläubigen Orte, nebst Glarus. Gesandte: Fr ei bürg. (Rudolf Löwenstein). — (Die übrigen nicht bekannt). k». Der Vogt von Sitten (Siders?) ruft die Eidgenossen abermals um Hülse an in seinem Handel mit dem Herzog von Savoyen. Da man beschlossen hat, darüber an den Herzog zu schreiben, so erklärt der Bote von Freiburg, seine Regierung wolle mit dem Herzog nichts zu schaffen haben und darum in dem Schreiben nicht angeführt sein, obschon sie dem Vogt von Sitten alles Liebe und Gute gönne. I». Da der Gubernator von Como den Vögten von Mendris und Lauis einen „tratzlichen" Brief geschrieben, weil sie einigen Flüchtlingen von Como auf ihrem Gebiete sichern Aufenthalt gewährt haben, und sie aufgefordert hat, dieselben fortzuweisen, indem er sonst ihr offener Feind sein würde, so wird darüber an den Gubernator und an die Vögte geschrieben, wie die Boten wissen, e. In Betreff des Korns und des Viehs, welches über den Berg geht, wird angezogen, daß es zwar vielleicht nicht den Feinden zukomme, aber von einigen Reichen zu Lauis, Luggaris und Bellenz zusammengekauft und aufgeschüttet werde, um es zu behalten, bis es noch theurer werde; dadurch werde der gemeine arme Mann unerträglich beladen und überschätzt, indem ein solcher Aufschlag im Korn bisher nie erhört worden sei; wenn man dem nicht zuvorkomme und den Fürkauf überall streng verbiete, so werden die Armen endlich nicht mehr bestehen können. Da nun aber, was den Vögten zu Lauis, Luggaris und Andern schon öfter geschrieben worden, noch nichts geholfen hat, so wird beschlossen, eine Botschaft dahin zu senden, nämlich von Uri und Schweiz, welche auf hl. Dreikönigtag (6. Januar 1528) von Uri abgehen und im Namen aller Orte handeln sollen, was folgt: 1. Sie sollen mit den Säumern in Livinen reden, daß sie nicht so „überschwenglichen" Gewinn aus das Korn schlagen, dasselbe nicht aufschütten und sich mit einem mäßigen Gewinne begnügen. 2. Zu Bellenz, Lauis, Luggaris, Mendris und überall in der Eidgenossen Gebiet sollen sie die aufgeschütteten Vorräthe öffnen lassen und dafür sorgen, daß das Korn den Unbemittelten um einen mäßigen Preis verkauft werde, gegen einen anständigen Gewinn, dabei aber strenge verbieten, daß irgendwo neue Vorräthe aufgeschüttet und Hinterhalten werden. 3. Sie sollen verschaffen, daß das Korn von den Reichen nicht in Kasten geschüttet werde, und daß die täglichen Zufuhren im Lande verbleiben und nicht nach Mailand, Como oder anderswohin gehen. 4. Sie sollen verordnen, daß auch die Ochsen, welche aus der Eidgenossenschaft hineingeführt werden, nicht weiter kommen, sondern in der Landschaft verbleiben. 5. Endlich sollen sie überhaupt alle Mittel und Wege suchen, daß der Fürkaus wirksam abgestellt und die allgemeine Theurung gelindert werde. «I. Lucern und Uri werden ersucht, ihre Fürkäufer, die das Korn hineinfertigeu, abzustellen und Anstalten zu treffen, daß die „ennct dem Berg selber herauskommen und einkaufen, da man hofft, daß die Armen alsdann bedeutend weniger belastet werden. December 1527. 1219 v. Die französische Gesandtschaft meldet der Pensionen halb, sie erwarte das Geld jede Stunde, und längstens bis Lichtmeß (2. Februar 1528) werde es vorhanden sein, um jedermann befriedigen zu können, I. Sodain, hat der König von Frankreich den Herrn von Savonnieres herausgeschickt der Ausprecher wegen, um in Güte mit ihnen abzukommen; da aber deren so viele und mit so großen Fordeningen seien, daß es des Gesandten Befugnis; übersteige, so habe er an den König zurückgeschrieben, um fernere Instructionen zu erhalten, die er täglich und stündlich erwarte; er verspricht übrige«,s, nicht aus dein Lande zu gehen, bis jedermann befriedigt sei. K. Beim Beschluß des Tages laugt ein Schreiben von Solothurn ein, worin es anzeigt, daß es durch etliche Geschäfte verhindert worden sei, diesen Tag zu besuchen; es werde sich übrigens auf nächstem Tage darüber rechtfertigen ; dam, gibt es zu verstehen, es habe erfahren, daß man eine Missive betreffend die Disputation zu Bern wolle drucken lassen, und bittet, man möchte um des Friedens willen den Druck einstellen oder dann wenigstens seinen Namen dabei nicht brauchen. Ii. Junker Wolf von Hclmstorf, als Abgeordneter des Bischofs von Constanz, berichtet zum ersten (1.), der Bischof sei von Bern auf eine Disputation „erfordert" worden bei Verlust seiner Herrlichkeiten und Gerechtigkeiten in dessen Gebiete; er sei jedoch gar nicht Willens, eine solche „vermeinte" Disputation zu beschicken, aus vielen Ursachen, welche die Instruction angibt; er bitte daher die Eidgenossen um ihren Schutz und Schirm. 2. Er werde durch die voi, Constanz überall verleumdet um Dinge, die ihm nie in Sinn gekommen; wenn etwa dieselben Hülfe bei den Eidgenossen suchen wollten, so möchte man ihnen keinen Glauben schenken. 3. Die Eidgenossen mögen St. Gallen anhalten, die Frauen des Klosters zu St. Katharinen bei ihren Freiheiten und ihrem alten Glauben zu belassen, und sie mit keinem neuen Prediger beladen. — Da man hierüber früher schon nach St. Gallen geschrieben, aber noch keine Antwort erhalten hat, so wird beschlossen, diesen Anzug heimzubringen und auf nächstein Tage zu Lucern darauf einzutreten. I. Es wird deßhalb sofort nach St. Gallen geschrieben, sie mögen auf dem nächsten Tag Antwort geben und „uns (die sieben Orte) nicht weiter zu verachten." Für den Fall aber, daß sie es unterließen, soll jeder Bote Vollmacht bringen, weiter in der Sache zu handeln. It. Auf das Schreiben von Statthalter und Regenten zu Innsbruck, daß man die Werbung der Stadt Constanz, mit den Eidgenossen in ein Bündniß zu kommen, abweisen möge, da gemäß dem zu Basel nach dein Schwabenkrieg abgeschlossenen Frieden die Eidgenossen keine Befugnis) hätten, dieselbe anzunehmen, wird eine freundliche Antwort gegeben. I. 1. Die von Bern auf diesen Tag erwartete Antwort ist nicht eingetroffen, dafür aber ein langes Schreiben an Lueern, das jedem Orte zugekommen sein soll; dieses hat man verhört und besprochen; man hat jetzt einsehen müssen, daß es an der Zeit ist, sich zu entschließen, was geschehen soll, indem sich aus glaubwürdigen Berichten ergibt, daß im Thurgau, im Toggenburg, unter den Gotteshausleutcn von St. Gallen, im Rheinthal und allenthalben „ein groß uflosen und warten ist uff die disputatz zuo Bern, da sy Erhoffend, es söll etwas nüws darns werden." 2. Man sieht ein, daß ernsthaft dagegen eingeschritten werden müsse, indem sonst für die altgläubigen Orte viele Arbeit und Unruhe daraus entstehen könnte, und daß die Umstände sich immer schlimmer gestalten, wie denn auch das Schreiben aus Innsbruck über die von Constanz Mcht ohne Bedeutung ist; da mau jedoch jetzt nichts weiter zu handeln weiß, so wird ein anderer Tag angesetzt 'mch Lucern auf Sonntag vor St. Antonientag (12. Januar 1528), welcher den zwölf Orten und denen im Wallis verkündet werden soll. 3. Dabei beschließen die V Orte, nach Glarus, Freiburg, Solothurn, Basel, Schaffhauseii und Appenzell eine Botschaft abzuordnen, um mit denselben über diese Angelegenheit zu reden. Zeder Bote soll ans den genannten Tag bevollmächtigt werden, zu jenen Orten zu reiten und nach Nothdurft Mit ihnen zu handeln. — Uri wird noch besonders ersucht, sich in diesem Falle nicht zu söndern und wohl zu betrachten, wie viel daran gelegen ist. »». Der wegen Basel auf nächsten Sonntag (5. Januar 1528) angesetzte 1220 December 1827. Tag in Baden wird jetzt abgesagt und an die von Basel geschrieben, sie mögen, wenn ihnen etwas an der Sache liege, den Tag zu Lucern besuchen, wo man auf ihren Wunsch eintreten werde, it. Betreffend die Disputation zu Bern beschließen die sieben (sechs) Orte samt Schaffhansen (!), man wolle niemanden dahin schicken, auch niemandem Geleit dahin geben und niemandem Rede und Antwort geben, wenn Einem dort etwas begegnen sollte. «. Jeder Bote soll seine Herren und Obern ersuchen, den Abt von St. Gallen (St. Johann bei Erlach?) gegen (al. „in") Bern in Schutz zu nehmen. p. 1527, 31. December (Sylvester), Lucern. Die Boten von Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus und Freiburg an Zürich. Es sei auf einer früheren Tagleistung zu Baden ein Span betreffend das Gotteshaus Einsiedeln und den von Geroldseck an Zürich gebracht, von diesem aber noch nie eine Antwort darum gegeben worden; auf Anrufen von Schwyz ersuche man nun um guten endlichen Bescheid auf den nächsten Tag in Lucern, nämlich Sonntag vor Mtonii (12. Januar 1528), wo der zwölf Orte Boten zusammen kommen, und zwar „in gschrift", ohne längern Verzug. St.«.Mich: «.Schwyz. Dieser Abschied ist in der Lucerner Sammlung der Allgemeinen Abschiede nach einer irrthümlichen Datirung von späterer Hand ins Jahr 1526 versetzt. Zu 1527, 19. December (Donstag vor Thomä), Meyrin. Philipp am Henggart, Bischof zu Sitten ec., und Hauptmann und Rathsboten der sieben Zeuden von Wallis an Lucern. Dank für die dem Vogt von Sitten durch eine Botschaft an den Herzog von Savoyen geleistete Hülfe, und Bitte, die Angelegenheit abermals dem Vogt Jacob am Ort zu befehlen, ?c. St.«. Luc-rn- Mtssive». Zu A und I. 1) Im Original befindet sich, mitten im Artikel l, ein durchgestrichener Abschnitt, der den Inhalt des übrigen Textes trefflich ergänzt: „So ist ouch kein bott von Solothurn uf disem tag gsin, Hand uns euch nünt geschribeu, irs ußblibens (halb); wol so Hand wir vernomen, wie die von Bern ir treffenlich botschast zuo Fryburg und Solothurn gehept und sy gemant, lut irs burgrechts von uns abzestan ?c., da wol zuo gedenken, daß es nit zum basten zuo Solothurn stände." 2) Zu bemerken ist aus dem Rathschlag Lucerns über diesen Abschied folgender Absatz: „Item, dero von Solothurn halb söllen unser botten anziechen, wenn ein mers (eine Abstimmung) y^rder uns den siben Orten gemacht (wurd), daß sich die mindrcn nit darus ziechen noch sündren söllen." Zu l. 1527, 31. December (Auf Sylvcstri rxvij). Die Boten der acht Orte (sie) an St. Gallen. Befremden über das beobachtete Schweigen, w. „Dann üch sig unverhalten, wir habend üwer stillschwigen in abscheid genommen, und ob ir glichwol uns kein antwurt schicken, so werden doch unser Herren und obern betrachten, wie der fach zo thuon sig, damit man von üch unverachtet blibe," zc. Stadtarchiv St. Galle». Zu Ic (auch I»). 1) 1527, 28. December (Samstag nach der Geburt Christi), Mörsburg. Hugo, Bischof von Konstanz, an Schaffhausen. „Uns langt geloMich an, wölchermassen die von Costanz sich mit etlichen Oertern ewer Aidgnoschaft in etwas verstand und pündnuß einzelnsten bedacht und willens sein söllen. Dieweil nu ir und ander unser besonder lieb freund die Aidgnossen der vilfältigen beschwerlichen und untrüglichen newerungcn, eingriffen und gewaltsame, so sy uns und den unfern an unfern gaistlichen und weltlichen regierungen wider recht unser und unsers Stifts freihaiten, vertrag, brief, sigel und alt rechtmäßig herkommen allain ausser eiteligem bösem gemalt unerlcidenlicher weise bisher bewisen und auch noch täglich thuen, derenhalb dann wir und unser Thunw- capitel gegen inen in anhangenden spennen steen, hievor durch unser botschaft genuegsam bericht, und sy aber (wie güetlich ze glauben) umb kainer anderlai Ursachen willen sich umb angeregten verstand und pündnuß ietzan bewerben, dann damit sy dardurch irer uuvcrautwurtlicheu Handlungen und unthatcn schirm, rucken und fürschucb suechen und erlangen möchten, so haben wir euch solchs ires Vorhabens freuntlicher mainung erinnern und um angezaigt nit lassen wölleu, und ist auch hierauf unser hoch ernstlich ansinnen und bitt, daß ir euch umb angeregter Ursachen und liebe willen der gerechtigkait der gedachten von Costanz, deren spann halber, so wir mit und gegen inen haben, nit beladen noch inen dergestalt wider uns, unser Gestift lind die unfern mit hilf, rath oder gethat Januar 1528, 1221 beiständig sein, besonder vilmer uns und die unfern, als die mit euch in langhergebrachter freundsamer nachpaur- schaft bisher gestanden und noch fürter hin ze kommen (?) begeren, unserm Höchen verkamen nach in getrewer befelch haben," zc. zc., „hiemit ewer wilfärig antwurt begercnde." K.A, Sch°ffh°us-n: Co>>csp°nb°nzen. 2) 1527, 20. Deccmber (Freitags ?c.). Größtentheils gleichlautend an Luccrn, mit dem Gesuche, die Angelegenheit auf dem nächsten Tage zur Berathung zu bringen, zc. Si.A. «ucmn A. Bisch°s Constanz. 3) Ebenfalls am 20. Dec. schreiben Domdecan und Capitcl der Domstift aus Neberlingen an Lucern, mit Bezugnahme auf die Büudmßverhaudlungen, und wünschen, daß sich Lucern bei den Eidgenossen für den Bischof und die Stift gegen die Verunglimpfungen von Seiten der Stadt Konstanz verwende, u. s. f. w. w. Zu I. Das hier angerufene Schreiben aus Innsbruck ist wie mehrere andere, die später erwähnt werden, verloren. Zu in. I) 1527, 27. Decembcr (Freitag nach Christi Geburt), Freiburg. Instruction für die Botschaft (nach Lucern): Sie soll dahin wirken, daß der von Zürich (und andern Orten) angesetzte Tag zu Baden wegen Basel nicht besucht werde. K.A. Freiburg: Rathsbuch Nr. 45. 2) Das bezügliche Schreiben an Basel, Schaffhauscn zc., d. d. auf Splvestri (31. December), unterzeichnet von den Rathsboten der V Orte mit Glarus und Freiburg, gibt die Gesinnung der versammelten Botschaften betreffend die Beschwerde der österreichischen Regierung (k) etwas ausführlicher kund als der Abschied selbst, bezeichnet auch den angesetzten Tag in Lucern (I) ganz ausdrücklich als einen verbindlichen, zeigt dagegen, daß man den nach Baden ausgeschriebenen nicht besuchen werde, weil nach dem jetzigen Abschied die Zeit zu kurz wäre, um jenen zu „erlangen", und ladet demnach Basel ein, allfällige Anliegen in Lucern vorzubringe». St. A. Zürich: A. Constanz (Copie von der Hand eines Zürcher Voten). — K.A. Schafshausen: Correspondenzen. Zu Ii. Der Freiburger Bote ist instruirt, sich von den sieben Orten nicht zu sondern; „doch soll er si ankeren wie vormals, ob si mit den manbriefen wällten fürfaren, ob si min Herren desselbigen erlassen wollen, von wegen daß min Herren inen mit burgrecht verwandt sind; wo si aber das nit thuon wällten, soll er si ankeren um ein abgeschrift des manbriefs und das minen Herren zuoschicken, so werden im m. H. das von stund ane Verzug (wider?) lassen zuokommen" (mit Bescheid?). K. A. Fr-iburg-. Insu. Bd. i. so. SV«. Wern. 1528, 4. Januar. Kantonbarchiv Dolothurn: Abschied«, Bd. XV. Ttaatöarchw Bern: Rathsbuch Nr. sie, P.M. I. Gesandte von Solothur» — Hans Stölli, alt-Schultheiß; Hans Hugi, Venner; Ludwig Specht; Hans Rudolf Vogelsang, des großen Nathes — tragen nach Necapitnlation der letzthin stattgehabten Verhandlungen wegen der Disputation und Erwähnung des von einer bernerischen Botschaft eingelegten Mahnbriefs vor: Ihre Herren von beiden Rüthen befremde ein solches Ansinnen zum höchsten; denn wiewohl sie ihren Boten nach "ucern geschickt, sei doch das zur Förderung von Frieden und Ruhe geschehen; auch haben sie da nichts gehandelt, , das Bern irgendwie zu Unehren oder Schaden gereiche» konnte, vordem das Geleit zu der Disputation bewilligt und durch Schultheiß Hebolt genauer dargethan, daß sie zu dem Wortlaut der berufenen Missive nicht gestimmt, wiewohl dieselbe des Mehren wegen auch im Namen Solothurn's unterschrieben worden. Dejscn ungeachtet haben die Berner Anwälte die Mahnung eingelegt, was man sehr bedaure, indem man Bünde und Burgrechte bisher glaube gehalten und sich sonst gegen Bern derart getragen zu haben, daß es nicht nöthig hätte, ei» solches Ansuchen, geschweige eine Mahnung zu thun, zc. Wenn man in Glaubenssachen mit den VI Orten sich vereinbart habe, so ftj das nicht zum Schaden Berns oder anderer Orte geschehen. Obwohl man sich früher schon genügend 1222 Januar 1528. entschuldigt, habe man doch auf den nächsten („jetzigen") Tag in Lucern niemand geschickt, wolle Wengens darin frei sein und an alle Orte, wohin man zu Tagen berufen werde, nach löblichem Herkommen Boten fertigen, was Bern nicht zum Argen deuten dürfe, da man bisher dein Bund und Burgrecht nicht „widerkommeu", und das auch ferner nicht zu thun gedenke. Dabei wolle man Bern erinnern, wie freundlich und nachbarlich die beiden Städte mit einander gelebt, und es zu bedenken bitten, daß solche Mahnungen vordem nie gebraucht worden, und Solothurn zu einem ähnlichen Schritt, wiewohl Bern einmal bei widerwärtigen Händeln gesessen, nicht vorgegangen sei. Zudem finde man, „daß in diserm Handel den gelouben betreffend, diewrfl in dem bunde und burgrechte deßhalb dhein Meldung, diser manung unnot gewesen." Sodann ersuche man Bern in freundlicher Meinung, den Handel der Disputation und die gegenwärtigen gefährlichen Umstände wohl zu betrachten, damit ihm keine mißfälligen Folgen daraus erwachsen, die man gemäß der bestehenden Freundschaft und Liebe zum höchsten bedauern müßte. Endlich wolle man es (nochmals) erinnern an die bisanhin gegen einander bewiesene Freundlichkeit in beidseitigen Händeln und deßhalb bitten, daß es künftig bei Geschäften, welche die Untcrthanen und Anderes berühren, in seinen Schriften etwas bescheidenere Worte brauche, als in der jüngsten Zeit; das wolle man Hinwider thun und alle verschriebenen Pflichten getreulich erstatten, u. s. w. II. Zur Antwort wird der Botschaft für ihr freundliches Zusagen gedankt, mit der Bitte, in solcher Freundschaft und Liebe zu beharren; das wolle man auch thun. Mit der (vor einigen Tagen) erhaltenen Antwort sei man zufrieden, und so wolle man Solothurn nicht abschlagen, (mit den sechs Orten) zu tagen, sofern das nicht wider Stadt, Land und Leute, Ehre, Seele und Gut (Berns) gerichtet sei; zum Gleichen erbiete man sich gegen Solothurn, indeni man die (beschwornen) Pflichten treulich erfüllen wolle. Die Mahnung sei im besten geschehen. Das Datum und die Antwort hat das Berner Nathsbuch. Eine Abschrift derselben ist im Justructionsbuch O. 86) eingetragen, aber gestrichen, was die Notiz von Cyro erklärt: „Haben die Kotten dhein abscheid erfordert." svt. Wem. 1528, 4. Januar. Staatsarchiv Btrnl Jnstru-ti-n-nbuch t. St. A-t-n Kirchs. Angelcgenh-itm. Rcuhsbuch Nr. Li«, p. 2t—LS. Ranto»«archiv Areiburg! Atsch. Bd. It«. Den Gesandten von Freiburg — Wilhelm Schweizer; Hans Guglenberg; Jacob Seiler; Hans Burger — wird auf ihren schriftlichen und mündlicheil Vortrag folgende Antwort ertheilt: Da die verlesene Instruction darthun wolle, daß Bern durch die Unternehmung der Disputation das Burgrecht ebenso wohl („als bald") als Freiburg gebrochen habe*), und auf die Zumuthungen Berns keine genügende Antwort gebe, so habe man die herbeigezogenen Einwürfe gründlich erwogen, jedoch nicht finden können, daß man sich irgendwie gegen Freiburg und das Burgrecht vergangen habe, wie (hingegen) Freiburg (gethan); denn Bern habe sich nie unterstanden, vor dessen Gemeinden zu treten, dieselben aufrührisch zu machen, auch nie so herausfordernd („tratzlich") geschrieben, was Freiburg selbst anerkenne, indem es sage, es habe dem Boten dazu völligen Gewalt gegeben; das sei nun aber nicht dem Burgrecht gleichförmig, da doch beide Städte als Eine gelten und die Burger der einen auch als die der andern geschätzt werden sollen; man hätte also viel eher erwarten sollen, daß Freiburg einer solchen ") Der seiner Kürze wegen mangelhafte Ausdruck des Originals erfordert die Ergänzung: „Wenn je ein Theil das Burgrecht verletzt habe," oder es wäre zu lesen: „Eher noch als Freiburg haste Bern" zc. Januar 1528. 1223 Handlung (der andern Orte) widerstünde und Bern nicht derart schmähen ließe, wie es seht durch den in ganz Deutschland verbreiteten Druck der von Lucern ausgegangenen Missive geschehen sei, Deßhalb könne und wolle mau derzeit auf so vielerlei Artikel keine vollkommene Antwort geben, auch den Mahnbrief nicht zurücknehmen, bis man lautern und unbedingten Bescheid erhalte: 1, Ob Freibnrg das Burgrecht gemäß dem Buchstaben, ohne alle Einschränkungen und Vorbehalte des alten Herkommens wegen, worein es auch den Glauben ziehen wolle, zu halten gedenke? 2. Ob es unzweideutig zusagen wolle, künftig nicht mehr an Orten zu tagen („sitzen"), wo wider der Berner Seele, Ehre, Leib, Gut, Lande und Leute gerathschlagt und gehandelt werde, besonders des Glaubens halb, und dem Burgrecht und dem Mahnbrief entsprechend zu solchen Händeln nicht mehr mitzuwirken und einzuwilligen? — Wenn eine solche Zusage und Verheißung in genügsamer Form geschehe, so werde man mit schriftlicher Antwort begegnen und alles thun, was die alte brüderliche Freundschaft vermöge, in der Hoffnung, daß sich Freiburg damit wie billig begnüge, und der hievor erweckte Unwille mit Gottes Hülfe gänzlich ausgelöscht werde. Obige Antwort findet sich gedruckt bei S türler, Urkunden w. 234—236. Vgl. id. 73, 74. Wir geben die erwähnte Instruction (die bei Stürler fehlt) soweit nöthig im Wortlaut: Einleitung: Gruß rc. Recapitulation der Vorwürfe und Forderungen Berns. „Getrüwen lieben Mitbürger und Brücder. Des ersten so ist unser brüedcrlich bitt und beger, (daß) ir uns nit zuo argem messen, daß wir üch mit langsamer antwurt begegnet sind, daß (l. dann) solichs uß dheinem argen noch gefarlikeit beschickst; dann von wegen der heiligen zyt, ouch daß der Handel nit wenig ertreit, und etlich unser Räten nit anheimsch, und uß gnoter zuoversicht, üwer brüedcrlich fründschaft und liebe wurd dcß deHein beduren haben. „Wyler, g. l. M. u. B., um das beduren, so ir ab der missiv Hand, so üch von Lucern in namen der acht Orten zuogeschickt, ist nit an(e), wir haben uf schriben unser lieben Eidgnossen von Lucern unfern Kotten mit vollem gwalt abgefertiget, mit den übrigen Orten zuo handle»; wir können aber nit erkennen, daß gemelte missiv so tratzlichen sig angesechen, als ir sy zuo herzen fassen, dann allein in aller fründlicher trüwlicher und brüederlicher Warnung und ermanung, üch, den üwern und uns allen zuo fridcn, ruow und einiglest, darzuo dheins wegs wider unsre burgrecht noch bünd, sonders dcnselbigen zuo kräftigung; dann als wir luter vermeinen und das burgrccht verstanden, so gibt es luter dar, daß wir by alter gcwonheit und harkommcn bcliben sollen und darzuo einandren helfen handhaben, schützen und schirmen, ist das an uns bishar nit erwnnden noch fürhin beschechen soll; dann sonders, so wir etlich zwyträcht von wegen des alt harkommcn gelonbens undcr üch befunden Hand, sind wir mit andern üwern und unfern Eidgnossen botschaftcn by üch gesin, üch güetlich, stündlich, brüedcrlich und mit allen trüwen ankert, by üwerm alt harkonnnenden gelouben zuo bliben ennant. Ist von üch geantwurt, ir sigen noch im alten wesen bis zuo der zyt bcliben, es sig mit der kilchenzierd, mit den sacramentcn und anderm, davon (darum?) ir billichen unersuocht füllten bcliben, das sidhar in guoter zuoversicht also bcliben ist. Und so wir aber nun sechen, daß in den schlußreden üwer disputation solichs alles soll abgethan werden, will uns bedrucken, daß unsere burgrecht darwider sigen, die luter hingeben (sich wie obgemelt ist, by alter Harkomen und gewonheit zuo bcliben. Und so wir üch vormals in üwer Statt crsuocht, by solichen zuo bcliben, das aber mit hat mögen erschießen, und (so) wir witer mit andern Eidgnossen gehandlot, unser alt harkommcn zuo handhaben, vertruwen wir dheins wegs wider das burgrecht noch cidspflicht gethan haben; dann wir dhein loblicher gewonheit noch besser alt harkommcn müssen, dann unser alter christenlicher geloub, und so ir vermeinen, unser Vorder« haben in iren bnrgrecksten sich dheins gelonbens erlütert, sonders allein, was lyb und guot antreffe, vermeinen und achten wir ganz das widerspil; dann st das zytlich nit sovil geackst haben, als leider wir jetzmalen all zuo diser zyt thuond, und an(e) zwyfel haben sy den sprnch des Evangelii in gedächtnuß gehebt, so da sagt: Suochen(t) voran das rych Gottes, so würt üch das übrig alles nndcrthänig. Und daß solichs war sig, ist uß dem wol zuo verstau, so unser bnrgrecht den Helgen vatter den Bapst und das heilig Rych, als (die) zwei Höupter der Ehristenheit, vorbehält, ist von dheins Verstands wegen noch pündtnnß, dann allein von gchorsamkeit und gelonbens wegen beschechen. Ob aber üwer disputation schlußreden nit wider den Bapst oder (den) Stuol von Rom sigen, 1224 Januar 1528, mag mmklich wol erkennen, so nit allein die mißbrüch der prelaten begriffen, sonders ouch zuo undertruckung des hochwürdigen heiligen sacraments des fronlichnams Christi, das wider gemeine Christenheit ist, und so vil als an uns ist, dasselbig in Würdigkeit wie von alter har beHaben wölken. Ouch wyter, daß unser Vordem den gclouben eigenlich gemeint haben, ist ougenschins mit bezügnuß der heiligen Dryfaltigkeit Gottes und siner lieben Heiligen alle Handlung darin begriffen bestätiget haben; darzuo in kriegszügen geschworen, kilchen, klöster ?c. in eeren und wesen zuo lassen, ouch in Verwaltung üwer Aempteru damit alle frommkeit gebrucht, an dem Höchen Donstag nach empfachen des hochwürdigen lybs Cristi von der kilchen uf das Rathus, üwere Aempter zuo besetzen von üch, ouch üweren Vordem bishar gebrucht. Getrüwen lieben Mitbürger und brüeder, (es) beduret uns nit wenig, wo solichs alles sollt zuoruck geschlagen werden. Es ist ouch gewüßlich und versechenlich, daß wo unsere Vordern nit einhälliklich im gelouben gewesen wären, daß si sich nit mit solicher brüederlichtr trüw so lange zyt in guotem frid, mow und einigkeit enthalten Helten; dann das Evangelium spricht: Ein jedes rych under im selbs zerteilt wirt trostlos und verlassen, das ficht man täglichs. Darumb, allerliebsten Mitbürger und brüeder, so wöllent die obgemelten ding nit dergestalt^ fassen, als ir bishar angezöugt haben, sonders unser trüwlich, brüederlich und warlich anzöugungen in guotem, und das so uns allen daruf stat, zuo bedenken, und ob joch ir sprechen, ir wöllent niemands zum glouben zwingen, so thuoud üwer schlnßreden wider unser alt harkommen, als vorgemeldt, darzuo üwer geschriften, daß ir vermeinen uf dem zuo belyben, nnangesechen was von alter har gcsin oder in das künftig bessers erfunden werden möcht. Getrüwen l. M. u. B., damit aber ir wüsten Heigen nach inhalt üwer anfordrung, ob wir unser burgrecht und eidspflicht an üch halten wölken, sprechen wir ja, und das trülichen und brüederlichen, und verhoffen durch obangezöugt Ursachen darwider nützit gehandlet (haben), vermeinende, ir Helten obangezöigt artikel des burgrechten wol ermessen und uns nit so wyt mit dem manbrief ersuocht; jedoch so lassen wir es ein guote fach sin, mit fründlicher und brüederlicher bitt, uns denselbigen wider abzuonemen und uns by dem burgrecht zuo beliben (lassen) wie von alter har. Und ob wir joch mit andern Orten taget haben wie oblut (nit ane ursach), darzuo sind wir ouch gefryet, daß wir als wol tagen mögen (unsre eidspflicht bewart), als ouch ir . . mit unfern Eidgnossen von Zürich, Basel, Schaffhusen und Appenzell gethan haben. Solichs wöllent ouch zuo keinem argen, sonders zuo guotem verstau. Gctrüwesten ?c. w., wiewol üwer missiv eben hoch und tratzlich gesin, insonders die leiste, so ist (doch) unser höchste und ernstlichoste bitt, ir wellen! unser verantwurten in obgelütreter gestalt gnuogsam und zuo guotem annemen und üch in den Handel schicken, der zimlikeit und billikeit gelychförmig, uns umb das burgrecht nit wyter ersuochen, als wir hoffen; dann wir. demselbigen wellen statt geben ane bekränkung, des höchsten vertruwens, ir werden dergelichen ouch thuon; solichs wöllen wir allzit verdienen. Wo aber ir je vermeinten uns nit zuo erlassen, so erbieten wir uns zum Rechten nach inhalt gemelts unsers burgrechten; dann wir je nit verstan können, darwider gehandlet haben. „Getrüwen lieben Mitbürger, des geleits halb geben wir (solichs) zuo nnserm teil in unser Statt und Landschaft mit dingen, daß die so sich des geleits gebruchen wellen, (sich) geleitlich und nit wider unser Mandat halten; das wölkend im besten von uns vermerken. „Getrüwen w., als üwer letste missiv wyter inhalt veM wegen der Herrschaft(en) Granson und Eschallens, daß üch unbillich bedunkt und nit gestatten wöllen das verbott, so wir gethan haben, und villicht wyter da ze herrschen dann wir ?c., können wir nit wüsten, uß was Meinung ir vermeinent (da) ivytern gemalt zuo haben; doch lassen wir sölichs in sinem wert beliben. Was uns aber zuo sölichem verbott bewegt, .. als ir denen in obgemelten Herrschaften zuogeschriben Hand, daß sy by verlierung ir(er) pfruonden zuo üch uf gemelte disputation füllten kommen, bedüecht uns, (daß) ir sölichs so hoch zuo (ge)bieten ane uns nit gemalt haben, dann wir st vormals an(e) üch mit unsern Mandaten, so wir allenthalb geschworen, nit Hand wellen besuochen, damit ir dhein ursach an uns hellen; ob fach wäre, (mögen?) ir inen schriben unzwungenlich, welich üch besuochen wellen, daß si das thüegcn, lassen mir ouch irem fryen willen unsträflich zuo; wir bitten, üch desselbigen zuo benüegen lassen. Und betreffent die teilung der obgemeldten Herrschaften wellen wir üch ouch gebetten haben, das lassen beliben wie von alter har; dann wir üch bishar uit verursachet haben sölichs zuo thuon; wo es aber über ein nit sin möcht, müesten mir sölichs lassen beschechen." Schluß: Nach Verlesung dieser Schrift sollen die Boten den Mahnbrief (von Bern) mit freundlichen gebührlichen Worten zurückgeben, ?c. Eine Abschrist findet sich in den Freiburger Missiven Bd. IX n. X. 33 f. Januar 1528. 1225 S0T. Aern. 1528, 5. und 6. Januar. Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr. Lls, i>. 2b, 27. I. (5. Januar). Es werden (im Rath) die Botschaften von Konstanz und Zürich verhört wegen des Burgrechts. Deßhalb sollen auf morgen die Burger berufen werden, um dasselbe zu verlesen. 11- (6. Jan.). In der Versammlung der Räche und Burger wird beschlossen, die von Constanz zu Burgern anzunehmen und die Artikel zu erörtern. Darüber sollen Stadt und Land schriftlich benachrichtigt werden, daß kein Verzug habe stattfinden dürfen („daß es nit beit mögen hau"). 1) Am 8. Januar (Mittwoch »ach Trium Ncgnm) nahm der Nach die Prüfung der Artikel vor, lt. Rathsbuch p. 32—35. Wir lassen noch eine Anzahl bezüglicher Korrespondenzen folgen, die zum Theil in Nr. 503 übergreifen. 2) 1527, 26. Dccember, Constanz. Instruction für Jacob Zeller und Hans Wellenberg, als Gesandte zu der Disputation in Bern. 1. Anzuzeigen, daß sie dem M. Ambrosius Blarer beigegeben seien, ?c. 2. Mit den Boten von Zürich ist dahin zu wirken, daß Bern in das Burgrecht auch eintrete; wenn es die bereits mit Zürich verbrieften Artikel annehme, so haben die Boten Gewalt, (sofort) zuzusagen. 3. „Item, obs not wurd, mit denen von Zürich gen Basel, Soloturn, Schaffhusen oder anderswohin ze ritcn, füllend sy das thuon, und welches Ort das burgrecht annimpt, wie es zwischen Costanz und Zürich ist nfgericht, sollend sy's von wegen des Rats ouch zuosagen und annemen." Für jedes Ort wären besondere Briefe aufzurichten, doch so daß der mit Zürich unverändert in Kräften bestehen soll. 4. Wenn die Disputation nicht beendigt ist, wann diese Geschäfte erledigt sein werden, so soll der Neichsvogt (Zellcr) heimkehren und Wellenberg bei Blarer bleiben. Stadtarchiv Constanz. 3) 1528, 6. Januar (HI. drei Königen), Bern. Kundgebung für Stadt und Land. „Als unser lieb Eidgnossc» von Zürich sich mit der statt Costenz in burgerschaft vereint, ist durch derselbe» unser Eidgnossen von Zürich, ouch dero vou Costenz ersam botschaft an uns bittlich bewerbung beschechen, sy ouch zuo burgern ufzenemen, uf sölichs wir (die) gelegcnheit der statt Costenz, so ein slüssel der Eidgnoschaft ist, angescchen haben, daby betrachtet, wie dieselbe statt Costenz gemeiner Eidgnoschaft wol erschießen mag, zuo dem daß nit vor vil jaren gemein Eidgnossen dieselbe gern zuo einem Ort ufgenommen hellen. Sölich und dcrglichen Ursachen haben uns bewegt, daß wir sölich burgrecht zuo guotem gemeiner unser Eidgnoschaft angenommen haben und also dariune geylt, damit etwas, so vorhanden was, daSselbig nit verhinderte und zerslüege. Dcß haben wir üch wellen berichten, damit ir nit vermeinend, uns ane ursach solich burgrecht mit der statt Costenz bestanden haben, sonders uns, üch und gemeiner Eidgnoschaft zuo wolfart." St.A. B-m- T -uy-h MW «n «. »»2 >>. 4) 1528, (7. Januar?), 4 Uhr Nachm., (Bern). Dicthelm Röist, Johannes Bleuler (und Wolfgang Mangolt, Schreiber) an Bin. und Rath in Zürich. 1. Mit denen von Grüningen habe man drei Tage lang, Freitag, Samstag und Montag, rechtlich gehandelt; Bern wolle sich für das Urtheil Bedenkzeit nehmen und es seiner Zeit schriftlich anzeigen, w. 2. „Wyter, der fachen halb, das burgrecht mit unfern Mitbürgern von Costenz belangend, hellen wir uns versechen, daß erst zuo end der disputation deßhalb gehandlet worden wäre; diewyl sich aber allerlei practik zuogetragen hat, dadurch sölich fürnemen möchte verhindert worden sin, hat die guot- willigen für nutz und guot angescchen, daß die fachen in keinen Verzug gestellt wurden, besonder ouch angescchen, daß uf Sonntag nächstkünftig ein tag gen Lucern angesetzt, ouch jetz angends gen Bern und villicht in andre Ort geschriben ist, wie das Regiment vou Jnspruck gemeinen Eidgnossen so ernstlich geschriben, daß sp die Statt Costenz nit annemen (sollen), wie ouch das dem Bericht zuo Basel nit gemäß sig. Und in anstehen sölicher Ursachen haben wir geylt und uf Sonntag vergangen mit sampt unfern lieben Mitbürger» von Costanz die fachen an den kleinen Rat zuo Bern und demnach uf Montag an den großen Rat langen lassen und daselbs frölichc antwurt empfangen, nämlich daß sy zuo großem dank annemen, daß wir sy dafür achten und halten, daß wir 154 1226 Januar 1528, söllich fründschaft by inen suochen; sy wöllen ouch die burgerschaft, in maßen wie wir inen dann ein abschrift fürgelegt haben, annemen, allein etlicher klcinfüegen stucken halb, der sy sich mit uns wol verglichen wöllen zc.*) Sy haben ouch etlich verordnet, mit uns dcrenhalb ze handle«, so das gelegenheit der zyt, der disputation halb, erlyden mag. Und so wir uns daneben by vertruwten Personen erkundigen, so sind es ganz kleinfüeg artikel, die wol zuo erlyden sind. Doch werden wir on üwcr wissen nünts andren. Dicwyl ouch etlich vermeinen, es wurde guot sin, so die fachen zuo Bern erhalten wurden, das fürter by unfern Eidgnossen von Solotorn (deßhalb) ouch ansuochen beschechen sollte, begeren wir von üch Kescheids, ob Bern und Kostenz beraten wurden, gen Solotorn ze ryten und die fachen ouch dermaßen ze »erstrecken, ob wir deß ouch gwalt von üch haben füllen. Wir sind ouch also daruf by einandren belibcn, und ist unser keiner verritten, bis wir üwer antwurt empfachcn; hoffen, dise vier stett in ein brief und bnrgrecht ze bringen, und (daß) darus vil guots folgen sölle. 3. Die disputation ist uf Montag um zwey ur angehaben, und wirt (da) mit großem ernst und tapferkeit gchandlet." — Angabe von Gelehrten aus Straßburg und Basel, zc. Bitte um Bescheid, ob Bleuler und der Stadtschreiber heimkehren oder den Abschluß des Burgrechts erwarten sollen. St. A. Zürich-A. B-rn. 5) 1528, 12. Januar (Sonntag nach Trium Regum), Bern. Diethelm Nöist, Johannes Bleuler (und Wolfgang Mangolt) an Bm. und Rath in Zürich. „Frommen .'c. zc. Uewer jüngst schriben, darin ier uns anzeigen, zuo Bern bis zuo cnd der fachen zuo verharren, haben wir vernomen und sind guotwillig, dem selbigen statt ze thuon. Wir wöllen üch aber nit verhalten den großen kosten, so wir täglich haben müessen, dann alle ding sind in hochem werd und ist die zerung thür. So ligen wir an zweien enden zuo Herberg und sind also zerteilt, und diewyl Meister Uolrich mit vertruwten tüten versechen ist nach aller notdurft, so fache uns für guot und nutzlich an, wann die fachen das burgrecht belangend geendet wurden, daß wir dann hcimritten, als wir hoffen fürderlich zuo geschechen, damit dann och ein nämlicher kost möcht erspart werden; dann die disputation gat ganz gmachsamlich zuo, und ist die erst schlnßred noch nit zuo end disputiert; die Bäpster bruchend sich fast- Was aber üwer unser Herren will und Meinung sig, wöllen uns zuo üwer gelegenheit berichten"... St. A. Zürich: A. Neligionssachen. 6) 1528, 14. Januar, Bern. Rathsbeschluß! „Morn die Bürger (ze besamten), ob die von Zürich (?) allein mit denen puncten, wie sy es g(e)ändert, in ein burgrecht mit minen Herren ze komm." St. A. B-rn: Rathsbuch Nr. 2Ui. Ein bezüglicher Beschluß des Großen Rathes ist nicht aufgezeichnet. 7) 1528, 15. Januar, Bern. Diethelm Röist und W. Mangolt an Bm. und Rath in Zürich. M. Bleuler werde mündlich berichten, wie es hier zugehe; es sei aber zu besorgen, daß er trachte, nicht mehr hicher zu kommen, sondern seine Geschäfte schriftlich auszurichten; das wäre für die Boten beschwerlich und würde bei den Bernern den Argwohn wecken, als ob Zürich „der fachen nit tust hette." Darum bitte man, M.Bleuler wieder abzufertigen und die diesfälligen Kosten nicht zu scheuen, indem man hoffe, daß sie wohl angelegt werden .. - . St. A. Zürich: A. Neligionssachen. 8) 1528, 21. Januar (Dienstag nach Sebastian!), Bern. Diethelm Nöist und Wolfgang Mangolt an Bm- und Rath in Zürich, l. Antwort auf das letzten Samstag empfangene Schreiben; M.Johannes Bleuler werde über den Handel des Vurgrechts genauem Bericht erstatten, deßgleichen über das Geschäft mit denen von Grü- ningcn ... Man erwarte die weitern Befehle durch Bleuler. 2. Wilhelm von Dießbach habe ab dem Tage zu Lueern (Heimkunft am 19. d.) berichtet, daß das dahin geschickte Schreiben von Zürich, des Fürkaufs halb, die Boten zu großem Unwillen gereizt habe, besonders durch den Anzug betreffend die fremden Herren und die Pensionen; sie haben unter anderm geredet, „sy müssend an(e) üch wol mit frömbden Herren ze handle«; wann u »u inen ein ustruckcnliche vechd geschriben Helten, so wüßtent si sich doch darnach ze richten." Ein anderer Tag sei nun angesetzt auf Agathä. 3. Daneben habe W. v. Dießbach berichtet, „wie des burkrechts halb mit denen von Costanz red gehalten sig, und als er inen anzöigt, daß sin Herren von Bern in sölich burgrecht ouch gangen wären, hellen si die köpf gehenkt und keiner nützit mer davon geredt. Was fürer deßhalb gehandlet werd/ mag niemand müssen." Den Abschied habe man noch nicht zu sehen bekomme»; W. v. Dießbach habe aber auf Befehl *) Der Sah ist hier unvollständig; es fehlt etwa die Formel: „wellte» si sich wyter berate»." Januar 1528, 1227 des Rathes in besonder», Vertrauen die beigeschlossene Schrift (?) übergeben, auch dem Boten von Konstanz dieselbe zu zeigen begehrt; Zürich werde sich darnach wohl zu richten wissen. 4. In der Disputation seien nun fünf Artikel wohl zu Ende gebracht, und walte gute Hoffnung, daß sie in acht Tagen zum Schlüsse komme und daraus viel Gutes folge ... St. A. Mich: A. B-r». 9) 1528, 23. Januar (Donstag nach Sebastiani), 6 Uhr Morgens, Bern. Diethclm Röist und Wolfgang Mangolt an Bin. und Rath in Zürich. 1. „Ucwcr vättcrlich und gctrüw schriben nächst verschinens Mentags umb die achtenden stund nach mittag an uns usgangen, haben wir uf Mitwuchen umb die fünften stund vor mittag empfangen und desselbigcn inhalt etlichen üwern und unfern bekannten und vertruwten fürgehalten und irs rats dal») bcgärt. Die achten dise fachen ganz ring und geben uns trost, ir Herren . .. werden mit ernst und tapferkeit darin handle», und He ir rat, daß wir dise Meinung uf Frytag nächstkünftig an ein kleinen Rat langen lassen; soferr dann denselbigen der Handel ze schwer sin wurd, werden st den an die Bürger, so ouch uf denselbigen tag zesamen komen, bringen; niittlerwist mögen wir ander unser vertruwt guot fründ des Handels ouch berichten; st achten aber, es werde kein not haben, si werden dermaßen darin handle», damit kein sorg sin werd. Tätlichem irem guoten bedanken nach werden wir handle» mit allen trüwen ... 2. Und was ir unser Herren des vogts von Baden oder unser Eidgnossen von Zug halb ald in ander weg erkundigen, so uns ze müssen not ist, wellen uns anc Verzug kund thuon. 3. Der Disputation halb, die gat für »nd für, in Hoffnung, ft) werde . . St. A. Zürich: A. NeligionSsachen. 10) 1528, 24. Januar (Freitag nach Sebastiani), Vormittags um die 7. Stunde. Zürich an Burgermeister Diethclm Röist und Stadtschreiber Wolfgang Mangolt, jetzt in Bern. 1. Anzeige des Empfangs der Nachrichten betreffend Grüningen und die Disputation, samt den vertrauten Mittheilungen des Herrn von Dießbnch über den letzten Tag zu Lncern ,c. 2. „Nachdem wir in geheimbd allerlei spcch und nfmerknng habent, ist uns jetz von einem erenmann angelangt, daß unser Eidgnossen von Luzern und die Länder in emsiger Handlung und pratit standint und sonderlich willens Heut, sich gegen einander» mit nüwcn cidspflichten zuo verbinden und zno vcr- schriben, bei den sibc» sncramentcn, ouch andern alten gebrüchen und ccrimonicu zuo bliben und sollichs bi den Wallissern, ouch der grafschaft Thurgow, Brcmgartcn, Mellingen, Baden und andern, (so) ine» und uns zuo- gehörig, ze geschcchcn müglichcn flyß ankeren. Es sol ouch Schulthes Honcggcr zuo Bremgarten etlichen gen Zug gcschriben haben, wo er nit (werte?), daß die fach zuo Brcmgartcn schon überhin wäre, und wie (man) bi inen die Länder käsbüch schelte und derglich." 3. Auf nächsten Sonntag soll deßhalb wieder ein Tag in Lncern stattfinden. Mittheilung an Bern, zc. A.A. Zürich: MM-n. 11) 1528, 25. Januar (Convcrsionis Pauli), (Bern). Diethclm Röist und Wolfgang Mangolt an Bm. und Rath in Zürich. 1. „Ilcwer schriben belangend die Handlung, so sich zuo Soloturn verlosten, deßglychen das fürnemcn unser Eidgnossen von Lucern haben wir uf Frytag ze nacht (24. d.) von üwerm bottcn Hansen Radegger empfangen, und glych morndeß Sampstag mit üwern und unser» vertruwten von (den) Anten zuo Bern geredt und irs rats begärt; die haben die fachen Soloturn halb an sich genomen, an ein gescssnen Rat ze bringen. 2. Unser Eidgnossen von Lncern halb haben wir die Presidenten (der disputation) bericht, guot gesellen, so des wegs ziechen, zuo verwaren, und wellen uns ungezwifclt vcrscchen, es werde nach aller gebär darin gehandlet; doch haben wir noch uf dise stund keinen Kescheid. 3. Wir haben ouch den vorigen Handel, des vogts von Baden halb, vormals ouch an ein(en) Rat langen lassen, dem si gestern Fritags gcschriben und also antwurt von un erwarten, ungczwyfelt, ft) werden in allweg mit ganzen trüwen und tapferkeit handle»; dcssclbigen irs rat» wi, erwarten . . wellen. 4. Uf hüt Sampstag hat sich die tisputation geendet, und (ist) angefangen mit den Weitsche» zuo tisputieren, und wirt sich, als wir uns verstehen, uf morn Sunntag ganz enden. 5. Dazwischen hat sich gefüegt, daß einer, (so) nnscrn Eidgnossen von Bern zuogehörig, in dcrsclbigcn gebiet öffentlich tzeredt, . Uolrich Zwingli sig ein dieb und hak zwenzig gülden gestolcn. Diser Handel ist an die bemcldten niiser Eidgnossen ouch gelangt; die haben sich nach der gebür darin ze handle» entschlossen, darumb wir uch unser oder M. Uolrichs Zuokunft nit mögen berichten by disem vergebncn Kotten; aber bim Radegger, den wir darumb »Halten, ,Völlen wir üch eigentlich berichten, in Hoffnung zuo gott, mit eren und fröiden in kürze anHeim ze komen . . . Si. A. Zürich: A. Bern. 1228 Januar 1528 In ^ 1 ist vermuthlich die^Posse gemeint, die einigen durch Solothurn heimgekehrten Geistlichen gespielt worden war; wir lassen die bezügliche Aufzeichnung folgen: 12) 1528, sc. 23. Januar?). „Als dann M. Heinrich Lüte, prcdicant ze Winterthur, Herr Lorenz, predicant zuo Stammheim, und etlich mer ab haltender disputation von Bern mit sampt etlichen von Basel gen Solothurn kommen, der Meinung die statt zuo besechen, ist inen nachfolgender Handel begegnet. Nämlich, als sy für Solothurn kommen, syen inen vier in tüfels(„düffels")kleider(n) entgegen gelaufen und aber sich glich widerumb kert, der statt zuogeloufen, die thor zuogeschlagen, stein fürgeleit, und darnach die tüfel die stein wider dannen kratzet, und die thor widerumb ufgethan, und sind (die prcdicanten) also in die statt kamen, und die tüfel mit irem Heer („hör") die straß den nächsten fürgefarcn; do habe sy ein anderer ein andern weg, nämlich den nächsten in das wirtshus zum Löwen gefüert, darfür das tüfelvolk mit einer großen menge kommen und daselbs gehebt ein geschundneu fuchs, der gefroren wäre, und etlich in bärenhüten bekleidet, und nämlich den gefrornen geschundnen fuchs uf ein stud gestellt und ein laßbrief unden daran geschlagen, darfür der bär knüwet und den fuchs angebetet, und den übrigen gewinkt, damit sy auch zuohin kämind und betotind. Demnach zuo nacht sye» sy mit solichem tüfelgesind und anderm wideruinb für das wirtshus kamen, als nämlich mit vil können, salzfassen und anderm, was darzuo guot gewesen, und habint alda gar nach die ganzen nacht bis umb die zmey darmit ein wild schryen, rechsen und rumplen gehebt, darzuo etliche schantliche rmcrbere lieder gesungen, auch die uf einer sackpfifeu gemachet, nämlich, der Zwingli ist ein man, hat ein wiße märcheu gehygt, und hat im sy der Lew gehan, und der Zwing!' ist ein dieb, und wäre er nit ein dieb, so wäre er denen von Zürich nit lieb, und andere, auch vil Ungeschicklichkeit die selben zit gebrucht." St. A. Bern: Kirchl. Angelegenhette» (aus der Zürcher Canzley. sos. Disputation zu Wer». 1528, 6. bis 25. Januar. Vorbemerkung: Wie bei der Disputation zu Baden geben wir alle bezüglichen Korrespondenzen, Regle- mente und sonstige Acten, um den Verlauf des Geschäftes vollständig darzustellen. Zur Erleichterung der Uebersicht wird das Material in Gruppen getheilt; doch mußte im Uebrigen eine rein chronologische Anordnung und fortlaufende Numerirung räthlich erscheinen. Vorgängige Verhandlungen über die Theilnahme an dem Gespräch und die Organisation desselben (1527, 27. November bis 1528, 6. Januar). 1) 1527, 27. November. Bern an den Bischof von Lausanne (um zehn Tage verspätet!). „8ese totos cksckunt, revorenckissims patsr, pastor viZiiantissime. bitsi siapsis ckiebus saepiuseuie proptsr presentew licksi ckissentionem manckata in pubiieum sckicksrimus, ea spe lreti ut nostras ckitioni subckitos so paeto in aitaw paeem et tranguiiiitatsm reponersmus ingus verae ebristianae licksi unitatem reckavtos Ose optima maxrwo obtswperantes reckcksremus, guock non tantum kruetus protulit, guin subincko ckispar licksi intsiieetus pro- lluxerit, ob ick Asneralem ckisputationom instituere nobis eonckuoibilo visum est, guock ex libello guew vobis eum bis transmittimus ockiseere potsritis, obnixe prsoantes, so guas paternitatsm vestram eonoernunt ("! vsstri est mnneris), ackimpiers acknitemini (sie), llam, bereis, si guick per vos omissum luerit, eertum babeat>8> nos eontru vos aeturos guae nseessitas et nostrum ckeoretum exguirunt. Ilt autem Paternität! vestrae suisgne ckoetis viris nuiia oooasio cketur ab Iiav ckissertationo se absentancki, omnibus et singubs per presentsm salvuw vonckuetum eommeatumguo ckamus ack nos vonisncki patriosgue l,arvs revisencki, suis tamvn sumptibu» oow meatugue erZa aiios servato. blase boni eonsulite bisgus ioeum ckats, guum paternitatis vestrae oklimuw «it non solum tonckers, verum etiam (lbristi ovss pasoero. Valet» basiiive." St. A. Bern: La«. MM-n l. Abdruck bei Hermiujard ll. 61, 62. 2) 1527, 5. Deeember, Freiburg. Verbot, zu der Disputation nach Bern zu gehen. Des Geleits will man (sich nicht den V Orten anschließen?); doch soll Niemand dem diesseitigen Mandat zuwiderhandeln. K.A. Freiburg: Rathsiuch Rr. 4b. Januar 1528, 1229 3) 1527, 6. December (Freitag St. Niklaus T.). Schniyz an Bern. Antwort auf dessen Schreiben in Betreff der projectirten Disputation. Der Größe und Schwere der Sache wegen sei es jetzt LA. und Rath nicht „anmuthig", sich zu einer endlichen Antwort zu entschließen; man werde sich aber mit andern Eidgenossen darüber berathen und später eine geziemende Antwort geben, ?c. St. A. Bern- A. Kirch.. A»gmg-nhciien. 4) 1527, K. December. Zürich an Bern. Antwort auf die Zuschrift wegen der Disputation zc. Man wolle den mitgetheiltcn Anschlag den Gelehrten und Prädicantcn anzeigen und dann weiter Bericht geben. Der Ver- gleitung halb durch diesseitiges Gebiet wolle man gern entsprechen . . ., und damit der Bischof von Constanz desto getroster sei, habe man ihm bei dem Bcrncr Boten ein schriftliches Geleit in bester Form zugeschickt, zc. Ib. Ib. 5) 1527, 6. Deecmber. Mühlhausen an Bern. „Streng, fromm, ?c, zc. Wir haben ab üwcrm zuoschriben, den ratschlag üwers fürgenomnen gesprächs oder disputation (berüerend), verstanden und könnend darus wol abnemen, daß ü. e. wpsheit die ding nß guotcr christenlicher und getrüwer Meinung haben angesechen, den allmächtigen innerlich bittende, er welle zuo solichem christenlichen notdürftigen werk sin gnade senden, daß solichs alles vorab zuo siner cre und unser aller seligkeit fruchtbarlich vollendet werde, darzno wir auch üwcr bcgeren gegen unfern predicantcn gern erstatten wellen. Und so denn üwcr bittlich ansuochen ist, daß wir alle die, so sich zuo sölicher disputation verfüegen wellen, durch unser oberkeit zuo wandten fryen und sichern, mag sich ü. liebe zuo uns mal vcrsechen, daß wir darzno als zuo cim crlichcn billichen ding on das geneigt, und so wir nun das verstanden, (daß) üch solichs walgcfcllig, werden wir so vil mer geflisscner sin, so vil uns mcr angelegen ist, üch vor andern walgefallen zuo bewisen". ... ib. ib. K) 1527, 7. December (Samstag nach Nicolai). Basel an Bern. „Wir haben üwcr schriben, uns von wegen der disputation, (so) by üch angesehen, getan, alles Inhalts sampt dem ratschlag und (den) artiklen gemeltcr disputation vernomcn (und) geben üch darus guoter und stündlicher Meinung zuo verneinen, daß wir solichen angesetzten tag by üch durch unser verordnet ratsbotschaft besuochen werden; wir haben such darus gemelten ratschlag und artikel der disputation den predicantcn by uns in unser statt Überantwort und zuo irem fryen willen und gefallen, daß sy sich mögen uf die disputation verfüegen oder anheimsch bliben, doch daß sy uns, was sy deßhalb rätig werden, uns demnach wytcr haben ze gerächten, verständigen söllen, gestellt. Sodann des gleits halb, so ir denen, die dann uf die disputation kcrcn und durch unser statt und gebiet ziehen werden, zc geben begert zc., vergwisscn wir üch hicmit solichen gleits, also daß alle die, so uf anzogen disputation ze kommen willens, fry und sicher durch unser statt, gebiet und lnndschaft, unser, der unfern (und) snnst mcnklichs und aller deren halb, so wir mächtig, unbeleidiget und on cinich beschädigung oder unfrüntliche zuofüegung wandten und ziehen mögen" (Das Folgende betrifft den Handel mit Anken). K.A. Basel- Missw-n e. u>s >>. 7) 1527, 8. December. Bin. und Rath von Chur und etliche Nathsbotcn gemeiner III Bünde an Bern. „Hemer schriben und zuoschicken des ratschlags und (der artikel) der disputation, so ir in üwcr statt ze halten angesechen und uns zuogeschickt, haben wir verstanden, das unS von ganzein herzen aiin.ücjig ist und fröid dal ab tragen, und üch dcß zum höchsten dank sagen, ivicwol gcmainer unser landen ratsbotten, so dann setz zc tagen by ainandcrn versammlet gewesen, setz zerrütten und von ninandern sind, daß man üch uf üwcr begcrcn dev glaiw halb kam endliche antivurt hat können zuoschriben; aber mit bester minder so werdcnt wir sölichs allenthalben in unfern landen verkünden lassen, damit jcdcrman deß bcricht werde; wir sind ouch der Hoffnung und zuovcrsicht, daß (es) des glaits noch anderer fachen halb in unfern landen kam not Hab, sonders jcdcrman sicher und on alle belaidigung wandle» und handle., möge, wie sich gebürt".. . S.. si. B-r..- A. Kirch.. An„Urg-nh°i.°n. 8) 1527, 9. Dcccmbcr. St. Gallen an Bern. Antwort .>c. „Und fliegen hieruf c. w. zuo verneinen, daß wir ab sölchem (fürnemcn) sonder guot gefallen empfangen haben, zuo gott dem allmächtigen vcrhoffcnde, daß allda gehandelt und erfunden, das gott und sineni Halligen namen loblich und unser seclen hallsam werde, und sind deßhalb willig und berait, die unser» uf sölich angesehen gcspräch und disputation ze verfliegen, ouch menklich, wclicher party die doch anhängig, so in und durch unser statt und gerächt, in willen (sich) uf söl.ch disputation zuo verfüegen, wandlcn wurdend, fry sicherhait und glait onc alle belaidigung nach aller notdurft ze geben und so vil unscrs ver.nöacns ist. alles das zc tuon, das zuo der fach förderlich und e. w. dienstlich und gesellig sin mag." ^ St. A. Bern: A. Kirchl. Angelegenheiten. 1230 Januar 1528. 9) 1527, 10. December. Appenzell (LA. und zweifacher Rath) an Bern. Dem gestellten Begehren sei man gutwillig zu entsprechen und habe daher Jedermann, der die Disputation zu besuchen gedenke, durch diesseitiges Gebiet Geleit zu geben beschlossen, was auch bereits in allen Kirchhören des Landes verkündet sei. St. A. Bern: A. Kirchl. Angelegenheiten. 10) 1527, 10. December (Dienstag nach Nicolai). Rothweil an Bern. „Gestrengen ?c. w. Ewer schreiben, die disputation etlicher artikel unsers christcnlichen glaubcns betreffend, so ir jetzo bei euch zuo halten fürgenomen, darin ir under anderm begeren, daß wir die unfern zuo derselbigen disputation auch verordnen und diejenigen, so die ersuechen und durch unser statt und gebiet ziehen wurden, frei sichern hin und Zugang geben und lassen wellen ?c., haben wir empfangen, seins ferrern Inhalts gelesen und verstanden, und stiegen euch hierauf zu verneinen, daß uns jemands der unfern auf solhe euer fürgenomen disputation zu schicken nit gemaint noch gelegen ist, dann wir nochmals, bis solhe spennigen artikel durch gemaine christenhait klarlich erleutert und enlschaiden, auch meniklichem verkündt werden, bei unserm alten glauben und satzungen der Hailigen christcnlichen kirchen beleiben wellen. Dann die durchziehenden Personen belangend ?c., sofer sich dieselben glaitlich halten, wellen wir inen sichers glaits genuogsam gestatten; so aber jemands under inen in solchem hin oder durchziehen sich bei den unseren mit predigen oder anderm nit dermaßen, wie wir solchs noch zur zeit in unserm gebiet gebrauchen, halten, wurden wir, ärgernus und infall zuo verhüeteu, verursacht, den oder dieselbigen nach gelegenheit irer Verhandlung zuo strafen. Wollten wir euch auf euer schreiben und begeren im allerbesten nit bergen, ernst fleißiklich bittende, uns solichs nit zuo verargen," zc. zc. St. SK.B-rn: A. Kirchl. Angelegenheiten. 11) 1527, 11. December, Zürich. (Druck). „IVJr der Burgermeyster, Nadt lind groß Nadt, so man nempt ! die zweyhundert, der Statt Zürich thuond kund vnd bekennend offenlich mit disem brieff. Demnach s die Frommen, Fürsichtigen, Wysen, Schultheiß, Klein vnd groß Rädt der Statt Benin, unsere sonders guot fründ vnd j getrüw lieb Eydgnossen, vngezwyflet guoter Christenlicher getrüwer meynung, 'nit allein sich selbs vnd jre biderben vnderthoncn, znoge ^ hörigen vnd verwandten vor zwytracht, widerwertigem verstand vnd zweyspaltung des gloubens ze bewaren vnd zuo uerhücten, son- j ders ouch den waren verstand rechts Göttlichs Evangelischen wort vnd glantzes fürzebringen vnd in der Christglöubigen menschen I hertzen dest fürer zuo erwecken, Ein gcmeyn Gespräch vnnd Disputation in jr statt Bernn zuo halten angescchen, nämlich Sonntags j *) nächst nach dem Nüwen jars tag schierest kommende, nachts daselbs an der Herberg zuo crschynen vnd zuo nachfolgenden tagen die Disputation zuo volsücren, wie j dann ir ginnet vnnd was sy harzuo verursache, in einem besonderen Druck gnnogsamklich vnd klarlich gemeldet wirt. Das wir darusf, als liebhaber Göttlichs j worts, ouch frides, suon, ruow vnd eynigkeyt, damit das dest bas an die Hand mög genommen vnd gefördert werden, So die eer Gottes vorab vnd demnach gmey- ^ ncr Christenheit wolfart vfnen vnd förderen mag, Allen vnd yetlichen, geystlichen vnd weltlichen, Fürsten, Prelaten, Ebten, Edlen vnd vnedlcn, Hochs oder ni- ^ der(n) stands, frömbden vnd heymschen, wo oder in wellichen orten vnd enden die wonhafft oder gesessen, Ouch wie sy mit jrenn gebürlichen Titeln vnnd namen jrer ^ wirde vnd wäsens gcrüembt oder geheyssen sin söllend, So vff obbestimpte gen Bern angesechne Disputation geordnet werdent oder sunst vmb Disputierens oder s znv' loscns willen sich daselbs hin verfliegen wellend, Vnser offen, fry, sicher Glcyt vnd trostung habend gegeben, Vnnd gebend inen ouch sölichs hiemit sampt vnnd > sonders wüssentlich vnd in krafft diß bricffs, Also das ein yetlicher mit sinem lyb, Hab vnd guot, ouch dieneren vnnd verwandten, durch vnser statt Zürich, ouch j ander vnser Oberkeyt, Herligkeit, Landtschafften, Gericht vnd Gebiet vff obangezeygte Disputation gen Bern kommen, ryten, gan, wandlcn vnd bassieren und j nach vcrschyuung sölicher Disputation vnd gcsprächs widcrumb durch die obuermelt vnser Statt vnd Landschafft an sin gwarsame keren sol vnd mag. Der gstalt, j das jnen, ouch jreir dieneren vnd verwanten (so vcrr sy sich ouch gleytlich haltend vnd vnder den unseren dhein prattik, anschleg oder böß versamlungen zuv vffruor ^ vnd vngehorsamc oder schwccherung unserer vor vßgangnen gcbottcn rcychcndc, machind) Einich widerdricß, schmach, arx oder beleydigung nit sol begegnen > oder zuogefüegt werden. Wir gebietend ouch haruff vestenklich, vnd ist vnser ernstlich will vnd meynung, das alle vnd yetlich vnser obere vnd vnderuögt, wey- ^ bel vnd andere ") Hier hören die durch die Vignette verkürzten Zeilen auf. — In der Copie ist nur die Interpunktion verändert. Januar 1528 1231 ainptlüt, deßglychen vnser Stetten, Landen und Gebieten ynwoner, hindcrsässen vnd vnserer Verwaltung zuogehörig, niemants vßgeschlossen, j söllich Gleyt war, stät vnd erlichen haltind, dem nachkomind vnd nützid darwider mit Worten oder werken thüegind vnd handlind, so dem zuo abbruch vnd ver- I letzung möge dienen, So lieb einem yeden syg vnser schwäre herte straff vnd vngnad zuo vermyden. Vnd als wir von frids vnnd ruowcn wägen yetz ein guote j zyt daher iro vilen, welliche dem Göttlichen wort äben fräfenlich sich widersetzt, darwider geredt vnd groß vnruow gcmachet, Übersechen habend, Ist vnser entlich s meynung vnd wellend von den selben, die sygind geystlich oder weltlich gcheyssen, gehcpt haben, das sy sich vff obangczcygte Disputation gen Bern in jrcm kosten j verfüegind vnd alda ir widcrwertig spitzpfündikeit, ynträg vnd geprächt erhaltind, Oder aber fürterhin rüewig vnd jrcr wortcn dcst behuotsamer sycn, ouch jncn j das gfallcn lassind, So wir yc zuo zyten als ein Christenlichc Oberkcit mit guotem Nadt nach vermög des worts Gottes setzend, ordnend vnd erkennend: Dann I wo das nit beschechen, vnd dieselben widcrwertigen von jrcm fürnemmcn nit stan, wurdind wir st) vß erheyschung der noturfft vnd billigkeit rüewig machen und ye j nach gstalt der fach straffen. Es ist onch hiemit vnser ansechen vnnd wellend güetlich zuolassenn, das die Pfarrer allenthalb in vnscrn Stetten, Graffschafften, j Herschafften, Gerichten vnd Gebieten gesessen, so des lust habend vnd es gern thuon wellend, vff jren oder jrer vnderthonen kosten wol vff obgedachte Disputa ^ tion kommen mögind, doch das st) daheymen ire Küchen in mitlcr zyt der gcbür nach ver- sechind. Vnd des alles zuo warem vesten vnd rechtem vrkund, bestannd j vnd sicherheyt, So habend wir sölich vilbenampt vnser vergleytung, crkantnuß vnd ansechen mit vnser Statt Zürich vffgetrucktem Secret ynsigel vcr- wa- j ren vnd den unseren allenthalben, sich darnach müssen zuo richten, zuokommcn lassen. Mittwuchen nach Nicolai, Nach Christus geburt gezalt fünffzehcn hundert j zwentzig vnd siben jar." St. A. Zürich - A. R-ligio„ssache». Ob ähnliche Mandate auch von andern Orten erlassen worden, vermögen wir nicht anzugeben; doch läßt sich vermuthen, daß keines die Sache mit solchem Aufwand gefördert habe. 12) 1527, 12. Deccmber (Donstag vor Luciä). Der Bischof von Sitten an Bern. „Großmächtigen ?c. ?c. Ucwer brief, meldcnt die zweyung unscrs christcnlichen glonbcns, onch disputation uf (solich) zwytracht von üch angescchcn, haben wir mit grund ir(s) inhalt(s) wol vernommen. So nun üwer Gnaden wysheit begert unser bywcsen in solichcm Handel, wölkten wir gern derselben in allen gebürlichen fachen willfaren; doch will uns ungeschickt dunken, der zweyung einicherlei beladung nf uns ze nemcn, so gegenwärtig ist, daß allein ein gefecht (darus witer Widerwärtigkeit zuo besorgen sige) ane entlich(en) beschluß geursachet werde, so kein gemeine Versammlung christenlicher ständen (die doch fast notdürftig wäre), bi üch erschinct, und die partycn kein richter Hand, wurde e»twed(r)er teil dem andren nützit nachlassen, und ist zuo besorgen, sölich disputation werde mer unruow weder eiuigkeit Ursachen, und so wir bi den gnaden des Allmächtigen in unser landschaft (berüerend den Handel) in dhciner zwytracht sind, werden wir uns dhciner disputation beladen, sonder, so üwer predicanten in dem vierten artikel ir(cr) fürwendung vermcincnt, daß fleisch und bluot Christi, nnscrs behaltcrs, durch liblich wcscu in brot und nun nit sige, und sich solichs durch kein biblische schrift mög ivysen, darwider gar lutcr redent die heiligen Evangelisten Matthens am XXVI., Marcus am XIV., Lucas am XXII., Johannes am VI. capitcl, wie Christus, unser bchaltcr, do sin heilig lidcn nahet, am leisten nachtmal in kraft sincs Testaments allen christglöubigcn zuo bezalnuß wäre» erlösung zuo letze ließe in form brot und win sin heilig bluot und fleisch, nit under glichnus, sundcr in klarlichen förmlichen Worten, „das ist min lib", in glichcr gestalt mit dem kclch des wins, sincs heiligen blnots, und wie sin göttlich gebott ist solichs zuo nießen, ouch der heilig Apostel Paulus in siner cpistel zuo den Corinthcren am XI. capitel gar klarlichcn darvon schribt, und so dcrselb Paulus verzückt im Himmel die ewige gotthcit sich verwundern (sro) sprach: o höhe des Achtums, knnst und wysheit Gottes, wie unbcgrifenlich sind sine geeicht und »nerforschlich sine weg; wer hat bekennt den sinn des Herren, oder wer ist sin rat gesin, oder wer hat uns zum ersten geben und wird im widerkert? dann riß Gott, durch Gott, in Gott sind alle ding; im sige gesagt ere und glorr in die Nmen. „So nr... der heilig Apostel verzückt in, gcist un(er)grü»dlich hat erfunden die wysheit und macht des Allmächtigen, werden wir kein, predicanten losen, der doch wider die höchste gab, so Gott uf erden der Menschheit hat gelassen, ze reden sich rnrdcrstat, und ist schwer ze gloubcn, daß unser beHalter s.ncn userwelten das heilig liden Christi unfruchtbar (lassen?) und rv» jar irrung des gloubens Hab wöllcn gestatten, so doch sine heiligen 1232 Januar 1528. zwölf boten Petrus, Jacobus und ander Hand meß gehebt und conserwirt (consecriert), achten wir, daß in den itzigen predicanten nit mer influß sige des heiligen Geists weder in den heiligen Vätern, die ir bluot Hand vergossen durch Cristus ere, und uf erden von denselben wunderzeichen sind gesechen, die doch ane Gottes kraft niemants vermag, (ouch?) nit mögen beschechen. Und so üwer predicanten abstellent einicherlei mittler anzuorüefen gegen Gott, hoffen wir, si sigen wol ersaren, daß Gott den sünder nit verhört in beharrung siner fänden, und so ein christen- mensch sich erkennt unwirdig, ist Gottes will, daß sine Heiligen dem menschen gnad erwerben. Oder warumb hat der Allmächtig Moisi, sinem diener, wölken geben die zwo tafelen der X pott? Ouch so ine der küng Pharo hat verfolget, hat er mit siner ruoten das zner uftan, das sich gehalten hat wie zwo murcn zuo der rechten und linken Hand, und do die kinder von Jsrahel durch Moisen an das land kommen, hat sich Moises umkert und mit siner ruoten in das mer geschlagen, das wider zesamen gefallen ist und küng Pharo mit aller siner ritterschaft versenkt. Gott gab ouch demselben Moises gnad, do die sinen großen durst litten, daß er mit siner ruoten in ein Herten berg schlug, und ein bach wasser usfloß. Dasselb mocht Gott thuon ane mittel der menschen; sin göttliche gnad hat (aber) wollen vergönnen, daß solichs bcscheche durch mittel siner userwelten dieneren. So will uns ouch dunken, die jetzigen predicanten spreiten iro ler ser us uf zitlich wollust, so (dargegen) die guoten altväter durch Gott Hand gelitten, ouch uns allen ze wüssen ist, wie bruoder Claus von Underwalden, der in unscrni alten christenglouben sine tag hat geendet, allein uß Gottes kraft (denn der Täfel vermags nit) rir iar ane libliche narung hat gelebt, deßglichen üwer und unser frommen Altvordern, im alten christlichen glouben beharrend, von Gott und der welt sind geert worden, ouch erufnung landen (und) lüten mit Überwindung unser spenden uß göttlicher gnad Hand erlanget. Was denn die heiligen sacrament berüeren (ist), werden wir dhcins predicanten uslegung, sunder den warten Gottes, die klar sind, nachfolgen; wol verjechen wir, daß vil merklichs mißbruchs von geistlichen und weltlichen, den Worten und gesatz(en) Gottes widrig, in üebung sind, die abzuostellen und besser wesen anzeuemcn fast notdürftig wären, darzuo wir dem Allmächtigen und siner heiligen gesatz zuo ercn uns guotwillig wurden schicken, begeren also unser sel in guoter Hoffnung dem Allmächtigen (ze) opfern, sind ouch ungezwifelt, üwer fürnemen sige nit anders denn daß ir damit Gott wol vermeincnt ze dienen. Wir werden uns halten des göttlichen worts, also sprechen(de), ir sott nit mer ersaren, denn not sige zuo wissen. Ob aber durch die gnad Gottes ein gemeine Reformation der hl. christenlicheu Kilchcu (die wir notdürftig achten) wurde angesechen, soll durch uns gehorsamlich alles das beschechen, was trüwen christglöubigen ze tuon gebärt. Witer, gnädigen Herren und getrüwen Pundgenossen, die selben üwer brief meldent, daß wir erwelter (Bischof) von Sitten bi üch persönlich sollen erschinen uf bestimbten tag der disputation, by verlieren unsers Bistumbs rechten in üwern landen; will uns dunken, solich bott sige genuog streng, uß vil Ursachen, setz nit not zuo melden, und berüercnd solich geistlich recht, hinder üch gelegen, werden wir uns behelfen üwer gelübd, brief und sigel unser löblichen und ewigen pündten, darwider ir sunder zwifel nützit werdent handlen. Hiemit bitten wir den Allmächtigen, üch und uns zuo verliehen und erlüchten, damit wir samentlich kinder werden der ewigen seligkeit, Amen." St. A. Bern: A. Kirchl. Angelegenheiten. — K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 143 (Lucerner Copie). Abgedruckt bei Stürler, I. 511—514. 13) 1527, 13. Deccmber. Schaffhansen an Bern. Man wolle allen Geistlichen und Weltlichen, Fremden und Heimischen, Niemand ausgenommen, die sich zu der Disputation verfügen wollen, für den Hin- und Rückweg freies sicheres Geleit zugesagt haben, ?c. St.«. B-r-n «M. Angel-g-nh-it-n. 14) 1527, 13. December. Freiburg an Bern. Das Begehren, den hiesigen Stndtschrcibcr zu der Disputation zu schicken, müsse zuerst an den großen Rath gelangen; was der beschließe, werde man dann nicht verbergen. Ii-. 15) 1527, 14. December (Samstag nach Luciä). Solothurn an Bern. (1. Betreffend Fraubrunnen w.) 2. Auf das Begehren, den Stadtschreiber zu der Disputation zu schicken, wolle man, obschon es beschwerlich se>" werde, desselben zu entbehren, ihn auf die bestimmte Zeit abfertigen, damit er thun könne, was sich gebühre, „so wyt sin verstände reichet." 16) 1527, 14. December (Samstag nach Luciä), Beru. Nathschlag von Rüthen und Sechszig betreffend die Anordnungen zur Erhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit während der Disputation, u. dgl. Wörtlich mitgctheilt von Stürler, Urkunden ?c. I. 215—213. Januar 1528. 1233 17) 1527, 15. Dcccmber, Ingolstadt. Joann Mayr von Eck, Pfarrer und Vicecancellier, an Wilhelm von Zell, zu Mindclhcim. „Mein willig dienst zuvor, günstiger lieber Junkhcr. Ich Hab euer schreiben und beiligcnden brief des aussetzigen verdampten kätzers des Zwingli empfangen und Hab gegen euer vest gar kein mißfallen oder Widerwillen, daß sy mir des kätzers brief zuogeschickt hat; dann von Basel ist mir solh Handlung ouch zuogcschickt worden, sonder sage e. v. fleißig dank mit erbietung, dasselbig um e. v. zu verdienen, und wa euch mer etwas zuokompt von disem abgewichneu vom Hailigen glauben, so wollents mir aber zuoschicken. Die kätzcr, wie je und je ir sitt gewesen ist, suochcn nur winke! und besonder spelnnken, darin st) dispnticren in finsternus, st) kommen nit an das liecht. Wann die böswicht mainen, st) seyend gegründt in der gschrift, warum kommen sy nit auf offen plätz, wie ich oft gethan und mich jetz gegen dem gottslestrer zu Ulm erpotten Hab, wie c. v. an beiligcnden ausschreiben verneinen wirdet; das wollcnt auch lesen und allein gott die eer geben und euch vor aller ketzerei hiieten". . . St. A. Zürich: A. Rcligionssachm (Coxic). . 18) 1527, 16. Dcccmber (Montag nach Lucia), Solothurn. Georgias Hcrtwig (Stadtschreiber) an Bern. Dankbare Annahme des ihm gewordenen Auftrags, wiewohl er besorge, daß Bern nicht am besten mit ihm verschen sein möchte, ?c. Da vielleicht auf der Disputation hebräisch oder griechisch verhandelt werde, so wolle er rechtzeitig melden, daß er diese Sprachen zu schreiben oder zu lesen nicht sähig sei, damit für den Fall des Bedürfnisses ein Anderer gewählt werden könnte. St. A. B-mi A. KUHl. Ang-r-genh-iten. 19) 1527, 18. Deccmbcr (Mittwoch vor Thomä). St. Gallen a» Bern. „E. w. schriben und bcgcr, üch unfern alten burgcrmaistcr, Doctor Jo(a)chim von Watt, uf fürgcnomnc disputatz in c. w. Statt zuo einem Presidenten zuo vergönnen, haben wir vcrnomen und stiegen hieruf e. w. zuo verneinen, daß wir voran zuo siirdcrung der eer gottcs und demnach e. w. zuo ecren und gefallen hierzuo ganz willig und genaigt sind, haben ouch sölichs (dem) genannten Doctor Jochim von Watt fürgehalten, und wiewol er sich zuo sölchcr Verwaltung nit gemäß achtet, in doch, so vil im müglich ist, guotwillig erfunden und werden also in mitsampt etlichen predicantcn und verordneten uf die bestimptcn und angesetzten zeit (sio) der disputation zc erschincn in unserem kosten abfertigen," zc. >b. 20) 1527, 18. Dcccmber (Mittwoch vor Thomä). Bern an Nothweil. „Wir haben üwcr schriben, uns uf das unser, die fürgenommcu disputation betreffend, gethan, alles iuhalts vernommen, das wir nit zuo undank empfangen, wo uns damit nit überantwurt und behändigt wäre worden ein dicht und schmachbüechli, von dem üwern, Jörg Nüwdorf, an uns usgangen, und wiewol wir uß üwcrm schriben nit rönnen vermerken, solichs mit üwerm wüsten und willen beschcchen sin, will uns doch nit gebären, von der eer gottes wegen, wir geschwigen der unfern, solichs ungeäfcrt und unangetastet ze lassen. Harum wir das bücchlin abschriben lassen und die copy hindcr uns behalten und das recht original, so uns überschickt worden, üch widcrum zuogcsandt, üch uf das höchst und trnugenlichst bittende, und als hoch wir üch anzekcreu haben, crmancndc, denselben Jörgen Aüwdorfcr ze vermögen und in anhalten, sich uf (das) bestimpt gcspräch zc verfliegen nud uns da irrthnmbs zc bcivysen old aber ze entslacheu, deß er uns und unser predicantcn unbillichen anzücht, wir ouch umb üch nit vermeinen beschnldt haben, daß unser anscchen und ratslag, den wir uß gnaden gottes vermeinen gethan haben, nicmands verletzlich, sonders christenlicher Meinung beschcchen, also sölle verschmächt und durch deil üwern geschallt werden; uß ivas grund das beschcchen sye, mögen wir wol ermessen. Doch wie dein allem, damit bemeldtcr Jörg Nüwdorfer uns, unfern predicantcn und iren anhängcrn sinem verwegen nach und als er spricht, uß gcheiß des heiligen zwölf- botten Petri zc thnond, schuldig ist, rcchnuug gebe sius glonbens und offnung jedem fragenden, langt abermals wie ob an üch unser ernstlich bitt, beger und erman(en), ine anzehaltcn, uf augesatzte disputation sich zc schicken und mundlich bericht (zc) geben," ?c. Zusage sichern Geleits, uöthigenfalls auch der Bestreitung der Kosten; aber im Fall des Abschlags Vorbehalt empfindlicher Ahndung bei Gelegenheit, und Begehren schriftlicher Antwort, zc. > ^ ^ St. A. Bern: Teutsch Mlssivcn H. 307, 308 a. 21) 1527, 18. Dcccmber (Mittwoch vor Thomä). Bern an Propst Ludwig Läubli in Solothurn. „Uns Zwifelt nit, ir habind gcsechen den ratslag der disputation, so wir von zweyspaltung wegen des glonbens by uns Ze halten angcsechen. So ir nun in der zal der gelcrtcn sind, und ouch zuo Baden in Ergou uf gehaltncr disputation gewesen, zuo dem daß ir üwerm vatterland berätlich zc sin schuldig, ist an üch unser stündlich bitt 1234 Januar 1528. und ermanen, üch uf solich disputation ze verfüegen, darzuo und von wir üch frr> sicher gleit geben und üch beschirmen wellen vor anforderung üwers Widersachers, meister Heinrich Wölflis, diewyl die disputatz wäret, und vermögen, daß ir widerum an üwer gewarsame komend on alle beleidigung, on anfechtung lybs und guots; deß füllend ir üch gänzlich zuo uns getrösten und nit usblyben".. . St. A. B°rn: T -uU Misswm q. sos v. 22) 1527, 18. December. Der Bischof von Lausanne an Bern. „NaSnitiei st potentes xroteotores nostri, prestantissimigus llomini, premissa. sulute. llx ellillus nostris puternis reäeuntes in vivitate Imusanensi llesteruo llie rscläito nollis kuerunt litere exoollentiarum vestrarum, ooneernontes liäsi outkolieo llisputa- tionsw illio kuturaw pioxima llomiulea post ksstum Lllroumoisionis llomiuioe, guillus multa msntis amaritulline eoneitamur et Zruvi lloloris ueuleo perturllumur, intelligentes exvrtam litlei llullitaticmem gua (sie) siw- plioiter st ürmiter allllerers tsnsmur, non gutem getillus vontontiosis in vvrllis dallsntium oontrgrias voluntatos eirea viotoriam oonsisten(tillus), ooallungtis turllis presuwptuoss llisosptare, presertim gllsguo uuetoritato suoesssoris eins, oui Lkristus llixisso perllilletur, (juollvungus ligavei'is vet., gliorumgue prelgtorum, prin- sipum et ellristianorum ovoeations, ns körte nollis asorillatur temeritas vsl arroAgntig, si nostro jullioio truetare tentewus, guoll universalem tillolium eonosrnit oongregutionein, preeipue eum jam all ipsg lliktinituw sit. llion tamen roeusgmus lullorss susoipere, prout nostre diligentie ineumllunt okkoio. Kell veremur guoll imminet psrioulnm, ne in lluiusmolli lliseeptgtiono illoiuni vepres st spine gut proprio pruciontie inituntur ulleo invaleseant, gnoä (I. ut) spergtgm kruetuositatom nostrum impeäiant, guum kaviliter llelori negueunt gui mnltorum oorllillus sie pullliss eontenllen(llo) llillusius et llamngllilius imprimuntnr errores. lleteruw, -acl tam arlluum negotium viros in sgorg pagina erullitos impossillile srit inkrg tum krvvo tempus kore pgratos, guillus llilllieas veteris et novi llestamenti soripturus watnra üelilleratione spgrsim revolvere et reoenti memorie eommanllare opers pretiuin est, all kaeilius oonkutanllum opiniones eorum gui non sollrie, soll körte plus guam oportet saperent et saeris llootrinis presumptuosgm llorum gullaeigm prompte et evi- llsnter rekrenanllum. Unlle attenta (ll)iewis intemperie, guae ullniollum ineongrua villetur viris longo lalloro attritis et llellili sensetuts ealluois, in lloe magnikeentias vestras llenigne innixegue exorgtas esse voluwus, guatenus llivm prslliete llisputgtionis «altem prorogare äignevtur et in alincl tempus eonvenientius äitkerre. llios interim juxtg Pastorale susoepti regiminis okiivium eurallimus, oirea ill intenä(entes) kervsntibus rotis instantinsgue vaoare ae opsross stuclium sollieitullinis iwpertiri, ut gregis nodis orsäiti animaruw saluti eonsulatur, ne in pernieism misera eeoitate lallantur, soll llestruetis errvrillus universis sinvera ^.ltissiwo mente äessrviant, gui prosperitatem magnilieentiarum vestrarum all vota oonoervet. l'lx eivitate llausanons> lleeimo guinto l. 28) 1527, 23. December (Montag vor Weihnachten). Bern an Basel. Antwort auf dessen Zuschrift betreffend Hr. Bär. Man ersehe daraus gute Geneigtheit, den diesseitigen Wünschen zu entsprechen, und bitte daher nochmals dringlich, im Namen Berns den Doctor anzugehen, daß er das Amt eines Präsidenten verwalten möchte, mit dem wiederholten Erbieten, ihn kostfrei zu halten ze. Wenn er aber durch leibliche Schwäche verhindert wäre, das anzunehmen, so bitte man Basel, einen andern Gelehrten als Präsidenten abzuordnen, jedoch auf Kosten Berns, und darüber umgehende Antwort zu geben. St.A. Bern: Zeutsch MG»-» i>. 29) 1527, 23. December. Bern an den Bischof von Lausanne. „Ilumiii reoommenckntiono promissn, reverenckissims pnter, pnstor vigilnntissime. Vickimus, perlogimus et intslleximus en guibus super institutn ckisputations r. pnternitns vestrn Neris nostris responcket, imprimis msntionem taoiencko, r. pnternitntem Oestrum ogro nverbogue nnimo suseepisse iickvi ckubitntionem sxortam, eo guock eonoervntis turbis ventilnri ckebent nbsgue nuetoritnte illius gui ketri vioem implsre knlso asseritur, in- vitatione bne nvertere ckebent, nee in nliuck tempus ick prorognro possimus. t)uoeiren r. pnternitntem vestrnm iterum ntgus iterum nckmonemus, preenwur st instnntissime reguirimus, primis nostris Neils ob baue enusnm illi ckestinntis sntisknoint looumgue ckot, ut non solum pnsture vestre eIii entin, verum etinm commissi gresis nmor im publieum prockent. Erat in et pnx Vei sit vobiseum, ^men." St. A. Bern: Latein. Missiven I. Lea >1 („loratum« !>). Abdrücke geben Stürler I. 219, 229 und Herminjard II. 76, 77. 30) 1527. 24. December (Big. Nativit. Christi). Rothweil an Bern. Antwort auf dessen Beschwerde über das von Georg Ncndörfcr, Prior zu den Predigern dahicr. geschickte Büchlein. Dieses sei ohne Wissen und 1236 Januar 1528, Gunst des Rathes und der Gemeinde ausgegangen und nach Bern gefertigt worden; man habe daran nicht kleines Mißfallen und bitte daher freundlich, das Geschehene nicht der Obrigkeit beizumessen, ?c. St, A, Venu Kirchl, Angelegenhelten, 31) 1527, 24. December (Dienstag nach Thomä). Zürich an Bern. „Uewer und unser Eidgnossen von Sant Gallen habent ir botschaft vor uns gehebt und under anderm uns lassen hören ein gschrift, (so) an sy von den acht Orten ab jüngst gehaltnem tag zuo Luzern usgangen, am letsten inhaltende, daß ire Herren und obern sich vereint habint, niemants uf (die) angesechne disputation in üwer statt ze schicken; der merteil Orten under inen syent ouH willens gar niemants, wo und als wyt sy ze gebieten habent, geleit dahin ze geben zc., das uns warlich zum höchsten befrömbdet. Diewil dann darnebcnt uns ouch allerlei beschwerlicher reden und tröwungen, wie M. Uolrich Zwingli und ander nit sicher zuo üch komm mögint, und ob glich er der Zwingli zuo üch komme, mücsse er doch nit wider lebendig, sonders tod abhin kamen, fürkommen, hat uns von nöten ze sind bedüecht, üch unser lieb Eidgnossen deß und was uns begegnet ze berichten, mit früntlicher und ernstlicher beger, dest tapferer in die fachen ze sechen und darin ze handlen, damit unterer unrat uud Übels, so daher folgen möchte, vermitten blybe, als dann wir üch sunst ze thuond geneigt wüssen, und wie die fach bi üch stände, und was üch in solichen und dinglichen fallen anlange, deßglich wie"wir die unfern zum sicheristen und ftteklichisten zuo üch fertigen mögint, deß wellent uns by disem unserm Kotten geschriftlich berichten, uns darnach in allweg dest bas haben ze richten." id. 32) 1527, 26. December (St. Stephans T.). Basel an Bern. Antwort auf das abermalige Ansuche» (dd. 23. December?), den vr. Bär zur Uebernahme der Präsidentschaft zu vermögen?c. Man habe sich mit allem Fleiße dafür verwendet, aber ohne Erfolg, werde jedoch beförderlich einen Andern, der zu diesem Amte tauglich sein möge, aufsuchen und wo möglich zur Theilnahme vermögen; was man erreiche, wolle man nächstens durch eine Botschaft melden. K, A, Basel: Missiven e. IS« d, — St. A. Bern: Kirchl, Angelegenheiten, 33) 1527, 26. December (St. Stephans T.). Bern an Freiburg und Solothurn. Man habe von den Botschaften der acht Orte ab dem letzten Tag zu Lucern eine Missive erhalten, auf welche man bis nächsten Sonntag schriftlich oder durch Boten in Lucern Antwort zu geben aufgefordert sei, was man derzeit nicht wohl thun könne. Damit aber die beiden Städte,- als die nächsten (Orte) und besonders Verwandten von der (pro- jectirten) Antwort Kenntnis; erhalten, gedenke man auf morgen eine Botschaft zu ihnen zu schicken und zu eröffnen, wie tief man jene Zuschrift beherzige, und begehre, daß sie ihre Botschaft (nach Lucern) zurückhalten, bis man sich vor ihnen erklärt habe; denn auf den genannten Tag in Lucern werde man keine Antwort schicken. St. A. Bern: T -Utsch Missiven SI2 i>, — K, A, Freiburg: A, Bern, Abgedruckt bei Stürler, Urkunden ?c. I. 221. (Vgl. Rathsbuch Nr. 216, p. 4). 34) 1527, 27. December (Freitag St. Joh, Evang. T.). Ulm an Bern. Der Prädicant Conradus Som, Licentiat, habe den Rath um die Erlaubniß ersucht, die Disputation zu besuchen; man habe ihm solche ertheilt und empfehle ihn NUN zu freundlicher Aufnähme, Zt. St, A. Bern: A. Kirchl. Angelegenheiten, 35) 1527, 27. December (Johannis Evangelistä). Bern an Zürich. Antwort auf das empfangene Schreiben und Mittheilung einer Abschrift der Missive von den acht Orten, betreffend die Disputation, und der diesseitigen Antwort. . . Da nun besonders auf M. Ulrich Zwingli gelauert werde, so habe man eine Rathsbotschaft verordnet, die ihn von Zürich bis Bern geleiten solle, damit jedermann spüre, daß man die Disputation ernstlich ausführen wolle; man habe auch in das Aargau geschrieben, daß gegen männiglich das Geleit zu beobachten sei; Zürich möge also mit den Seinen, die sich hieher verfügen, „uf das sicherlichst handlen"; diesseits werde kein sein. ' Tcutsch Missiven H. »13 b. 36) 1527, 28. December (rrviij). Freiburg an Bern, „Wir haben vernommen, wie ir üwern und unfern Priestern und gelerten zuo Grandson uud Eschallens verschriben Hand, daß sy sich uf üwer disputation verfliegen sollen, ouch die schlußreden offeulich verkünden, und so solichs wider üwern und unfern alten bruch, darzuo wider üwer angenommen artikel ist, und wir ouch etlich Mandat haben lassen usgan, Hand wir die üwern und unser» rüewig und wie von alter har lassen bcliben, und von obangezöugter Ursachen wegen so ist unser stündlich bitt, ir wöllent die obgemelten üwern und uusern ... also rüewig lasseil ... Hieruf begeren ivir ouch by disem Kotten üwer güetig antwurt". . . Sl, A, Bern: Kirchl, Angclegenheiien, Januar 1528. 1237 37) 1527, 28. December (Unschuld. Kindlein T.). Zürich an Schaffhausen. „Wiewol an uns gelanget ist, daß etlich unser Eidgnossen des fürnemens und willens syen, uns und ander, so zuo fürgenomner dispntation gen Bern verordnet und geschickt werden, nit zuo vergleiten, sonder daran zuo verhinderen, so wollen wir uns doch nach vermag unserer pünden und sunst eins anderen und besseren by inen versechen; darumb, ob söllichs glicher gstalt au üch gelanget wäre, bitten wir üch früntlich, ir wällen üch nit verhinderen noch hinderstellig machen lassen, sonder üwere gelerten dahin verordnen und abfertigen, ungezwifelter Hoffnung, es werde gott zuo lob und gmeiner unser Eidgnoschaft zuo eeren, friden und ruowen reichen, und ob üch die gemeinschaft und gesellschaft der unfern füeglich und anmüetig ist, mögen ir die üwern uf den nüwen jars tag zuo uns in unser statt fertigen; allda sind wir unserer lieben und getrüwen Mitbürger von Kostenz, ouch unserer lieben Eidgnossen von Sant Gallen verordneten, so gen Bern riten, gewärtig; (da) soll üch guote gesellschaft gehalten werden". . . Begehren schriftlicher Äntwort. Archiv Schaffhausen: Korrespondenzen. 38) 1527, 28. December, Speyer. Das kaiserliche Rcichsregiment an Bern. „Ersamen lieben getreuen. Wiewol (als wir nit zweifeln euch wissend sei) in den mißhellungen oder zweispaltungen des christenlichen glaubens, so die je zu zeitcn einfallen, allweg einem römischen Keiser oder Künig, als vogt, beschirmer und Haupt der Christenheit, wie billich die vorderst sorg gewesen, dieselben durch ordenlich weg, als gemeine cristenliche concilia, in Vereinigung und vergleichüng zu fürdern und zu bringen, welcher unser vorvordern am Reich fueßstapfen wir als römischer Keiser jetzo in disen beschwerlichen eintringenden anfcchtungen und mißhellungen des glaubens nachzufolgen begirig und dieselbig irrung, mißverstand und zweiung durch gemeine christenliche concilia (wie dann solchs bei nnsern des Reichs churfürsten, fürsten und andern stenden des heiligen Reichs für ein notdurft erwegen) in verainigung und vergleichüng zu fürdern und zu pringen am höchsten geneigt, auch solchs vor discr zeit in einen ansang und gang zu leiten gewilligt gewesen und gethan hetten, wo wir durch etlich hohe stend, so uns ein zeit hero on unser verursachen mit widerwertigkeit und feindschaft unpillicher weis entgegen gewesen, an solchem und andern notdürftigen fachen nit merklich verhindert wären; so langt doch unser keiserlich Regiment im hl. «Reich an, daß solchs unangesehen ir für euch selbst aus eignem bewegen solcher zwitracht halber ein disputatiou fürgenommen und die zu halten uf Sonntag nach Circumcisionis Domini nächstkommend ausgeschriben haben sollent, dannocht mit anzeig etlicher vor langem auch ingefürter unchristenlichcr und durch die heiligen concilien verworfener und verdampter articul, so euer prcdicanten frevenlich zu erhalten uudersten sollen, und mit dem anhang, was bei euch derhalb abgeredt, angenommen und hinfüro zu halten gemeret und beschlossen werde, daß solichs on alles mittel und widersagen kraft und ewig bestand haben soll; welches nu, wo dem also, als ein große vermessenheit von euch nit unbillich zu befremden wäre, dweil ir doch wissen solt, daß in einer solchen infallenden irrung des glaubens zu determiniren und zu beschließen nit einem commun zustet, noch ein landschaft oder nation allein, sonder gemeine stend der Christenheit belangt, denselben auch gemeinlich in ordenlich weg durch concilien und wie sich in solche» fachen eigne, fürzunemen, zu handeln und zu entscheiden gebürt. „Diewcil wir nu nochmals des entlichen fürnemen(s) sein und je gern sehen wollen, daß solch zwispaltung und zweiung im christenlichen glauben in vergleichüng und einhelligkeit gewendet und gebracht, deßhalber auch für uns selbst gnediglich gewilligt, ein concilium (wie abgedacht und durch gemeine stend begert ist) ze fürdern, und dann auch auf dem gemeinen reichstag, so wir auf nächstkomend Montag nach dem Sonntag Jnvocavit in der fasten gen Regenspurg ausgeschriben, neben anderm das so zuo hinlegung der irrung und zweiung im glauben dienlich, gehandelt werden soll, wie dann unser keiserlich ausschreiben das klärlich inhält, wir uns auch zu euch als denen, so bishero im christenlichen glauben wie euer ältern ungewankelt pliben und für gut christcn gehalten und geacht gewesen, zu versehen, daß ir diser zeit kein sonderung oder Neuerung ansahen werden, so haben wir euch hiemit gnediglich erinnern wollen, daß euch solch fürnemen der disputatz (sofcr die angeregter maß bei euch angesehen) keinswcgs gepüre; ist auch darauf unser ernstlicher befelh, ir wollet mit derselben dispntation bis nach enduug unsers ausgeschrib(n)en reichstag(s) genzlich stillsten, sonder unserer und des Reichs stend oder gemeines concilii beschluß und determination erwarten, und ob auch die bischosf, so ir auf ernanute zeit zu euch persönlich und sonst beschriben, nit erscheinen wurden, denselben also an irer amtsoberkeit und herlichait nichts entziehen noch also wider recht und mit gewalt des iren bi euch nit entsetzen wollet in kein weg. Des alles 1238 Januar 1528. wollen wir uns also zu euch (deß ir auch von recht und pillichait schuldig seit) gnediglich versehen; ir thuet daran unser ernstlich Meinung." Kign. Wyzmontfort, des kais. Statthalterampts verweser. Abgedruckt bei Stiirler, I. 523—525. 39) 1527, 30. December (Montags vor Circnmcis. Dom. A. 28). Schaffhnusen an Zürich. Antwort auf dessen Schreiben vom 28. d. (Unsch. Kindt.), die Disputation zu Bern betreffend. Wiewohl man hierin gern entspräche, sei man doch dieser Zeit mit andern Geschäften und Anliegen so beladen, daß man keine Botschaft nach Bern werde schicken können. . . St. A. Zürich- A. R°l>gi°nssachen. 40) 1527, 3l. December (Dienstag vor Neujahr). Basel an Bern. Anstatt des vr. Bär habe man jetzt Meister Niklaus Briefer, Domherr zu St. Peter, den man zu dem Präsidentenamt befähigt erachte, gefunden und schicke nun denselben samt der verordneten Rathsbotschaft, ?c. St. A. B-m- mrchl. Angelegenheiten. 41) 1527, 31. December (Dienstag vor Circumcis. Domiili). Schaffhausen an Bern. „Uewer schritten am datum uf den rvij tag Novembris nächsthin mit beigelegten artiklen üwer angesechncn disputation haben wir unfern gelerten (so uns zuo versprechen stand) anzaigen lassen. Nu sind wir aber unsers bedunkens gelerter lüt halben by uns (die als zuo besorgen in disputationsachen dhain sondern ruom möchten erlangen) nit versechen; zuodem waißt ouch nieman, wie (die) lüt von andern orten oder enden (durch die man muoß passieren) sich mit gelait gegen menklichem wellen halten; daruf an üch . . unser früntlich bitt langt, ob von uns by gemelter disputation nieman wurde erschinen, solichs nit arger, sonder guoter mainung, darin es geschieht, zuo bedenken und uns, was deßhalb by üch gehandelt und gemacht wirt, ouch zuo überschicken". . . n>. 42) 1527, 31. December (Dienstag vor Neujahr), Kyburg. Hans Rudolf Lavatcr an Bin. und Rath "> Zürich. Antwort auf deren Schreiben betreffend den Landvogt im Thurgau und das Geleit „gegen denen von Constanz." Er habe sofort die nöthigen Anstalten getroffen und einen gewandten Späher nach Frauenfeld geschickt, der heimlich aufmerken werde, was vorgehe, und eilends zu berichten Auftrag habe. Er werde sich jetzt nach Winterthur verfügen, damit er, wenn „etwas Krummes" käme, baldigst in Frauenfeld sein könnte. Der Rüstung und des ihm befohlenen Aufsehens halb fasse er seine Aufgabe so: Wenn der Landvogt sich unterstünde, die Rathsbotschaft von Zürich, die zum Geleit durch das Thurgau verordnet sei, mit Gewalt anzugreifen, so würde er sofort mit den Grnfschaftsleuten aufbrechen und thun, was möglich wäre; von Zürich aus dahin zu ziehen, möchte Verspätung bringen; dagegen dürfte es gerathen sein, die Winterthurer schriftlich anzusprechen, da sie „ein wolgerüst und gehorsam fölchli" haben ... St. A. Zürich: A. I. Cappeler Krieg. 43) 1527, 31. December (Dienstag nach der Geburt Christi rrviij), Mörsburg. Hugo, Bischof von Constanz, an Bern. „Unfern fründlichen grnoß voran, gestrengen fürsichtigen wysen lieben freund und getreuen pundgnossen. Euer schreiben sambt belügendem gedrucktem büechlin, außer (l. aus) was Ursachen ir alle prelaten, seelsorger und predicanten zc. euerer stett und landschaft(en) auf Sonntag nach Circumcisionis diß rrviij. jars in euer statt Bern zuo berüefen bewegt seien, und darauf begert, daß wir neben unfern lieben Herrn und freunden den Bischöfen zuo Basel, Losan und Wallis in eigner person auch erscheinen und unsere gelerten im wort Gottes mitbringe», dieselben ze disputieren anhalten und bei verlierung alles deß, so wir bischoflichs ampts und würdi halber hinder euch ligen (haben), keinswegs ausbeleiben wölkten, neulicher tagen an uns gelangt, haben wir alles inhalts vernommen und ab solchem euerm fürnemen nit weniger schrecken dann befremdens empfangen, doch nit darumbe daß wir die evangelisch warheit und göttlich geschrift in ainicherlai wege begeren ze verhindern oder das hailig wort Gottes nach seinem waren und rechten verstand allenthalb gleichförmig gepredigt zuo werden nit erleiden möge»; dann wir uns außer bischöflichem amptc unsere von Gott befolchnen schäflin nit allain (wie uns von euch genuogsam unbeschaidenlich zuogemessen wirdet) ze scheren, besonder vil mer in rechter warer christenlicher lere ze waiden, si auch vor falschen, irrigen und verderplichen unleren, wo und wann die je zue zeiten durch falsch Prediger entsten und einbrechen, all unsers Vermögens ze verhüeten und ze warnen schuldig erkennen und auch wol genaigl wären. Darumbe dann wir als ain getreuer fleißiger Wächter und bischofe gleich in ansang diser eingewurzelten verfüerischen leren, und als wir derselben unchristenlich endschaft und gegenwärtigen ausbrnch besorgt und bei uns selbs geargwont, an allen und jeden örtern, darin sich unser bischoflicher chrisam und gaistliche jurisdictwn Januar 1528. 1239 erstrecket, und zu voran der enden, da crmelte irrsal sich am meisten crzaigt, zuo mermalen, jetzt durch unser treffenliche botschaften mundlich, dann durch unser vätterlich ermanungen, Mandaten und befelchen schriftlich und im truck usgegangen, zum treulichsten angemant und gewarnet haben, sich vor denselben ze verhüeten, deren abzesten und bei der gemainsame der Kirchen, auch (dem) alten waren ungezweifelten christcnlichen glanben standhaft zuo beharren und entlich nichtzit, so zuo erhaltung unsers christenlichen glaubens, aufnung göttlicher eren und diensten, auch ausrcutung eingewachsner irrsal und fürdrung gemains christenlichen srids, rue und ainigkait gediencn mügen, underlassen. Weßhalben aber solch unser möglicher fleiß und getreu väterlich ermanungen bei vilen wenig und gar nichts verfangen, befelchen wir dem Allmächtigen. Aber darab tragen wir mit und gegen euch ain herzlich bedauren und mitleiden, dieweil euch sonder Zweifels wol ze wissen, mit was hochem ernst, mite und arbait auf euer und der ailf Oertcr ainer loblichen Aidgnoschaft ansuochen, auch mit unser der vier obermelten Bischoffen bewilligung, zuothon und merklichem kosten erst in nächst verschinem rrvj. jar so ain lobliche christenliche ver- samlung viler frommer, hoch und wolgelerten männcr, doch nit (in) mainung, ichtzit christenlichs oder göttlichs abzethon, besonder unser(n) Hailigen glanben dardurch zuo erhalten, auch diejenen, so von der christenlichen gemainsame abgefallen, ze widerbringen und die cingerißnen irrsal dester fruchtbarlicher auszereiten, zue Baden im Ergöw gehalten worden, in wölcher dann (wie all fromm christen, so darauf gewesen oder die Acta derselben verlesen, billich der warhait zcugnuß geben) unser alter hailigcr, vilhundertjäriger glaube, als auch in den gemainen christenlichen versamblungen vor oft beschechen, wider aller neuer secten lerer so offenbar und unwidersprechcnlich erhalten, gerecht nnd warhaft erfunden ist, daß ain jeder christglöubiger, so in christenlicher ainfaltigkait ze leben und nit mer dann not ze griblen begerte, derselben billich benüegig nnd ferrers Zweifels wol ober (sio) wäre, und des so vil mer, dieweil auch unser lieb freund die zwölf Oerter, und darunder ir als das oberst Ort und damals Presidenten, alsbald (!) darnach dieselb disputation im truck ausgen und sich gegen aller mäniglich osfenlich verneinen haben lassen, bei derselben und unserm alte» christenlichen glauben, auch den satzungen und Haltungen der Kirchen zue beleiben, deß auch ainander (als uns anlangt) bei hochem glauben zuegesagt, versprochen und euern underthanen land und leuten zum gestrengsten gepotten, darumbe dann wir getröster Hoffnung gewesen, daß ir solchen neu aufgeworfnen verfüerschen secten und leren nit allain nit statt gegeben, sonder nach christenlicher Pflicht nidergetruckt nnd ausgcreitet haben sollten. Daß ir euch doch deß alles unangesechen in angezognem euerm ausschreiben jetzan hören und verneinen lassen, als ob euch und andern in obangeregter christenlicher versamlung nit genueg beschechen sei, und deßhalb euer notdurft erfordert habe, diß jetzig und neu disputation fürzenemen, mit ermeldung etlicher schlußreden oder artikeln, wölche doch euer verinainten predicanten, über daß si vor vil hundert jaren und auch zue unser» zeiten von vilen gemainen christcnlichen Versammlungen, allen alten und neuen hailigcn lerern, päpste», bischofen und Höchen schuelen sanient und sonderlich als falsch, irrig und ver- füerisch erkennt, verdambt und verworfen seien, außer (aus!) biblischer geschrift neus und alts Testaments zue erhalten unbestentlich (sie) berüemen und fürgeben; dann dieselben nichtzit anders als Verachtung aller sacramenten, aufhebung und hinnemung des kostbarlichen opfers der Hailigen meß, Verspottung der hailsamen beicht, entziehung gepürender ere und fürbittung Marie und aller Auserwölte», und vergessung der armen gefangnen seelen im fegfeur austruckenlich in sich halten und mitbringen, und dann auch allen christenlichen concilien, gebotten und verbotten der ganzen gemainen Kirchen und in summa aller christenlichen zucht, andacht und gotsforcht widerstreben. Und wiewol wir nu euch, gemaincr euer statt und landschaft zue frid, wolfart und ainigkait, zuo voran in fachen unfern hailigcn glauben belangende, gnädigs willens gern raten nnd helfe», uns auch one bedanrung ainichs kostens euerm jetzigen begeren gemäß crzaigen ivölltcn, wo wir solch euerer predicanten fürgcnommen disputation außer christenlicher ainfalte und nmvisscnhait angesehen sein, nnd daß sie sich lernen und underrichten ließen oder an rechtein warem christenlichen glauben ainichen Mangel bisher gehabt hctten, jemer gedenken old verhoffen möchten; wann wir aber durch vilfältig Historien und tägliche erfarnnß, besonder als euer predicant Berchtoldns Haller auf der disputation zue Baden scins glaubens nach der ler Sanct Petri weder rcchnung geben noch von seinen fürgcfaßten irrthnmben absten wollt, gcnuegsam erlernt haben, daß bei allen den jenen, so sich von dem gemainen ainhelligen bcwärten verstand der christcnlichen Kirchen abgesundert und neuJalsche und ver- füerischc leren under das christgläubig volk gepflanzet, ainich schreiben, underricht noch ermanungen, wie väterlich, 1240 Januar 1828. freundlich und wolgegründt 'die je gewesen, bisher verfange», besonder daß si auf irm verstockten gemüet und Unverstände (den si niemand underwerfen) gestracks beharren und iner weis und gelerter dann vil hailiger marterer, beichtiger (bekenner?), ja auch alle christenliche concilia, so in fünfzehnhundert jaren gelebt, geschriben und gewesen, onangesechen sein, auch solchen iren unfuege (wie dann auch euer predicanten) mit dem beschönen wollen, die geschrift und (das) hell wort Gottes solle sein selbs richter sein, und kam mensch, wölchs dann inen leichtlich nachgelassen würde, wo si die geschrift nit nach irem aigensinnigen selbsgetrosten verstände wider den gaist der Kirchen, außer wölchem dann die Hailigen väter und christenliche concilia disen verstände, deß wir uns numer vil hundert jar christenlich und wol beholfen, uns entdeckt und gegeben haben, auslegten, sonder sich dergestalt (wie ander fromm demüctig christen) dem angenommen langgewärten ainhelligen verstände der allgemainen Kirchen, den alten Hailigen vatern, lerern und concilien verglcichten und underwürfen. „So si nu aber iren aignen Unverstände (wie obstet) der hailigcn Kirchen auslegung weit fürsetzen und endlich von niemand, wie gelert der immer sei, nnderricht oder überwunden sein, wie fast si sich deß erpieten, noch zue richter haben wollen, und deßhalb bei inen ninich disputation (nit?) vcrfenglich, sonder si vilmer, nach der ler Sancti Pauli, nach ainer und der andern ermannngen (nmb daß si verkert) ze meiden seien: „Dem allem nach, und auch dieweil one das niemand sondrigem von fachen und artikeln, den Hailigen glauben berüerende, zweifelicher mainung ze disputieren oder dieselben one ainhellig bewilligung der gemainen christen- lichen Kirchen und concilien abzethon, ze vernichten oder ze andren gepürt, so will uns außer angeregten nrsachen ainich ferrer disputation ze halten oder zuo gestatten unuot achten, auch unserthalb darein zue bewilligen oder dieselb durch uns old unser gelerten zue besuechen nit minder beschwerlich dann auch gegen baiden unfern Ober- kaiten und allerineniglich unverantwurtlich sein, getröster Hoffnung, ir sollen diß unsers ausbeleibens und rechtmäßiger entschuldigung wol benüegig und zefriden sein, uns auch darüber an üebung und gebrauch unsrer ober und herrlichaiten unverhindert und bei recht beleiben lassen. „Und ist hierauf unser freundlich und gnädig beger, daß ir Hierumben, und dieweil wir doch außerhalb unser väterlichen Warnung dißmals nichtzit merers vermügen, euch zuo Verachtung old verlnssung christenlicher und der Hailigen Kirchen sacramenten, satzungen, gebreuchcn und Haltungen, auch des bewärten, langgewärten ainmüetigen Verstands der Hailigen geschrift, imnaßen die von euern christlichen altvordern an euch loblich gewachsen, kainswegs bewegen lassen, noch derenhalber ainich zweifenlich disputation, auch vil weniger ändrung darin gestatten wället, euch auch mit nichten irren lassen, ob gleichwol etliche sacrameuta und satzungen der Kirchen in der Geschrift nit offenlich ausgetruckt seien, wie auch nit von nöten gewesen, angesechen daß die lebendig stimm der Kirchen nit geringer zue achten ist als die Geschrift selbs, auch die Geschrift ain zaichen der Kirchen und von der Kirchen wegen, nit die Kirch von der Geschrift wegen eingesetzt; so ist auch die Kirch in ansang, vor und ee kam Evangelium noch Epistel je geschriben was, nit unvollkomncr noch klainfüegers gewnlts als darnach gewesen. Und so nu von den zeiten der Zwölfboten die hailig Kirch, die siben Sacrament, von Christo aufgesetzt, und deren satzungen der Geschrift nit widrig, sonder aus vernünftigen und wolgegründten Ursachen Gott zu lobe und dem menschen zue hail angesechen sein, one allen Zweifel geglaubt und gehalten, und dann anch so vil menschen außer allen Nationen, und darunder euer vorfarn auch von vil hundert jaren her, in christenlicher ainfaltigkait und gehorsame disen der gemainen Kirchen sacramenten und satzungen gelebt und darunder seliklich abgestorben, so ist unmöglich? daß si nach dem oilfältigen zuesagen, so Christus seinem gemachel, der Kirchen, gethan, geirret haben oder bis anher betrogen seien. Ir wollen auch daneben erwegen, daß nachdem die hailig Geschrift an ir selbs etwo dunkel und schwer ze verstau, auch dem todten buechstabcn nach an etlichen Orten, gleich als ob si ir selbs zewider wäre (deß doch nit ist), erscheint, so mueß je jemand sein, der si red, ausleg, erklär, derselben rechten sinn und verstand gebe, anch damit wir den willen Gottes erlernen und was wir thun oder lassen, auch zue erhaltung unser aller seligkaiten in dem wege des Herrn wandern füllen, aine gegen der andern vergleiche. Nu söllen wir aber nach dem verbott Christi und Pauli nit ainein jeklichen, der sich des gaists und rechten Verstands der geschrift für all ander berüemt, gelauben, besonder derselben waren unfelenden verstände bei der gemainen Hailigen Kirchen und deren angenommen(en) lere(r)n suechen, lernen und geleben; dann je Christus seinen Hailigen gaist der Kirchen? und daß er ewig bei ir beleiben und si alle warhait leren wölle, verhaißen hat Johannis am riv. und rvlj. Januar 1528. 1241 capitel, Matthei am rrviij. Der Kirchen hat Christus versprochen, si werd im glauben nit manglen noch irren, Luce am rrij. Der Kirchen hat Christus zuegesagt, die Porten der Hellen werden über si nit gewaltigen noch herrschen, Matthei am xvj.; der Kirchen hat auch Christus verheißen, daß er alle tag und bis zue end der welt bei ir sein wolle, Matthei am rrviij. So hat auch Christus die Kirchen lieb gehabt und sich von deren wegen in tode ergeben, damit er si hailigte, hat si gcrainigt mit der wäschung des Wassers im wort des lebens, auf daß er si ime selbs vermächelte, am erenreiche Kirchen, die nit hette makel oder runzel, sunder wäre hailig und unbefleckt, znc den Ephesern am v. Es ist auch die Kirch aiu firmament und sul der wnrheit, darum dann ein jeglicher, der sich understet dasjen, so von gemainer Hailigen Kirchen angenommen, gehalten, gebraucht und so vil hundert jare her in christenlicher ainigkait loblich volnzogen (wie hoch auch sein verständnuß sei), zeruck ze werfen und ze widerfechten, der verfüert sich selbs und wirdet betrogen, nach der lcr Pauli zue den Römern am rj. und rij. capitel und in der ersten Epistel zue den Corinthern am vj. capitel, in der ersten zue Timotheo am dritten, und an andern orten mer. Und so dann obermelter euerer predicanten fürgenomne schlußreden falsch, irrig, ver- füerisch und gotslestrig, der Hailigen Geschrift und klaren hellen Worten Jesu Christi, auch den Hailigen concilieu, in dem gaist Gottes versamelt, den Hailigen lerem und vätcrn und in gemain der christenlichen Kirchen, außerhalb dero niemands selig mag werden, zuwider und entgegen seien, so ermanen und warnen wir euch vor disen abtrünnigen im glauben von bischoflichs amts wegen ganz väterlich und getreulichen, dainit si euch und die euern nit noch weiter in unwiderbringlichen schaden der seelen füeren, besonder daß ir die wort des Herrn im Evangelio Matthei am rriv., Marci am riiij., Petri in seiner ander(n) Epistel am dritten, Pauli in der ersten am vierten, Thadei am ersten capitel, zue herzen fassen wölket: Es werden in den letzten, sorglichen Zeiten die ketzereien gewaltiklich einreißen, und wie Pauli zue Timotheo spricht, In den letzten tagen werden sein gefarlichc Zeiten, und die menschen sich selbs lieb haben, zeitig, übermüetig, hochfärtig, gotslästerer ?c., haben ain gestalt des göttlichen diensts, aber sein kraft verleugnen, und wie Jamnes und Mambres dem Moisi widerstanden seien, also widerstanden auch die der warhait, menschen ains verstörten gemüets, verworfen bei dem glauben; aber si werden »it weiter zuenemen, dann ir thorhait wirdet offenbar sein allen menschen. „Solich unser väterlich ermanung wölket (in) bester mainung (wie si dann entlich euch und den euern zue nutz, eer und wolfart an scel und leib beschicht) von uns verneinen, auch dem nach euch und die euern vor solchen falschen verfüerschen leren dermaßen verhüeten, wie ir für euch und si an jüngstem Gericht rechnung erstatten wöllen und entlich müeßcn. Dann wo ir euch über solch unser ermanungen wider die satzung und Haltungen der Hailigen christenlichen Kirchen in disputation oder ander weise ferrer einlassen und wider euer seelen hail oban- gezaigten euerer verfüerschen predicanten leren (deß wir uns doch mit nichteu versechen) folgen und darein gehellen würden, so wollen wir uns doch diß orts gegen Gott dem Allmächtigen und allermeniklich entschuldigt, auch hiemit protestirt und bezeugt haben, daß wir solch euers abfalls und irsälen kam schuld tragen, besonder uichtzit (so uns als euerm gaistlichen Hirten und bischofen zuegestanden) underlassen haben, damit wir euch davor und bei der gemainsame der Hailigen christenlichen Kirchen, zu euer und der euern seligkait behalten und vor ungemach sein Helten mügen; dann euch gnädigen willen zue erzaigen seien wir urbitig." Datum w. Einen Abdruck gibt auch Stürl e r, 1. 525—533. St. A. Bern- A. «r -hl. Ang-legmh-um. 44) 1528, 1. Januar, Pruntrut. Philipp, Bischof zu Basel, au Bern. „Uewern bericht, uß was Ursachen ir bewegt, unsere Herren und fründ (die) Bischöfe zuo Kostenz, Wallis, Lösau und »ns sampt andern, so in üwer statt, landschaft und gebiet geistlichs standS sind, uf crnempten tag ze berüefeu, w. (Necapitulation), haben wir vernommen und darob sonders befrömbden empfangen, in ansechen (daß) um merer theils aller puncten, durch üch gemeldet, kurz hievor zuo Baden in Ergöuw, dabi und mit üiverc verordnete gewesen (doselbst ouch unsers achtens si geholfen mehren (sie), was cancludicrt wurde, dabi zc beliben), zuo eim Überfluß disputatioir und erörterung gehalten, an welchem ort damalen ein große anzal gelerter lüt, derentwillen unser vorfnr ouch nit wenig kosten erlitten, erschinen, der alt war christcnlich gloub deren pnncten halb, die ir abermalcn von nüivem in zwifel ziehen, mit der hilf gottcs erhalten und darnach gemcinlich in truck usgebrcitet, als wir ouch achten guuogsame eremplaria fundcn mögen werden. Sollten nun wir jetz abennalcn vorerörterte puncten bp üch disputationswys müessen erhalten, »meßten wir aber, nit on incrklichen kosten zuo underhaltuug unserer gelerte», 1242 Januar 1528. thuon, und wäre zuversichtlich, daß wir bald von einem andern Ort oder Gemeind aber erfordert, doselbst ein anders, dem vordrigen villicht widrig, beschlossen wurd. Solichs uns ganz unträglich und zuo großem verwpsen dienen mächt; wir wellen geschwigen (wie gern wir üch als unfern lieben nachburen wellten willfaren), daß uns dannocht, als eim surften und glid des hl. römschen Npchs, nit gebürcn noch gegen beiden unsern Oberkeiten oder andern christenlichen Ständen verantwurtlich sin wurd, zuo dermaßen fürgenomner sondriger Handlung ze kommen und in den zwrstel, so vormalen uß beruofung unserer guoten fründcn einer gemeinen loblichen Eid- gnoschaft usgelöschen und (aber) bi üch obgemeldter artikel halb setz etwas von nüwem wider entstanden, zuo gehelle»; dann üch oder uns noch niemand andcrm (als vor oftermalcn angezeigt) für sich selbs und abgesünderter Meinung nit zuostat, in angeregten nrtikcln wider der heiligen Kirchen ufsetzcn und ordnungcn, einhelliklich herkommen, on allen zwifel dem hl. Evangelio und göttlicher schrifNiit widerig, sonder uß gruud derselbigen ermessen und gezogen, ichzit zuo erkennen oder zuo ändern, und obwol darwider von uns und üch einich nüwerung beschlossen oder zuogelassen, und doch die bi andern christenlichen Ständen, wie billich, für nichtig und frevel geacht (wurden); demnach ist unser früntlich väterlich crmanen und bitt an üch, ir wellen üch von bisher gehaltnen christenlichen ordnungcn nit lassen abwenden und darvon nit wpchen (als uns ouch ungezwpfelt, ir (das) nit thuon werden), sonder üwer fürgenommen berüefung underlassen und erwarten, bis diser oder derglpchen Handlungen halb von gemeiner christenlicher Versammlung uß gnaden des hl. Geists, und wie geschehen soll, lüterung oder änderung fürgenommen und beschlossen, uns ouch deß, so uns als geistlicher Oberkeit bi den üwern zuostat, nit zuo entsetzen; dann wir in Hoffnung sind, die selbigen bisher nit übel gehalten und durch gegebne lütpricster christenlich geweidet worden sigen, und üch bewisen, als wir uns üwer vil vorerzeigten guotthaten und fründschaften, onch sonderer nachburschaft (nach) zuo üch tröstlich versechen," ?c. zc. St.A. Bcm: Kirchl.Ang°l-genh-it-n. Einen vollständigen Abdruck hat Stürler, Urkunden I. 533—535. 45) 1528, I. Januar (Neujahrstag). Mühlhauseu an Bern. Beglaubigung zweier (nicht genannter) Geistlichen, die zu der Disputation verordnet worden, und Bitte um schriftliche Mittheilung der allfällig gefaßten Beschlüsse, zc. St. A. B-rn: Kirchl. Angelegenheiten. 46) 1528, 1. Januar. Freiburg an Bern. Antwort auf dessen jüngstes Schreiben, das man nicht minder bedaure; man könne aber auf diesen „hochzeitlichen" Tag keine weitere Antwort geben, zumal jetzt mehrere Räthe abwesend seien. Man habe sie jedoch auf spätestens morgen Abends beschrieben und wolle morgen und am Freitag sich über eine gebührliche Erklärung berathen. St. A. Bern: «rchl. Angelegenheiten. Abdruck bei Stürler, Urkunden zc. 1. 539. 47) 1528, 2. Januar. Bern an den Vogt zu Grandson. Er solle Niemanden auffordern oder zwingen, zu der Disputation zu kommen, sondern Jedem seinen freien Willen lassen. St. A. Bern: Rathsbuch Nr. ms. 48) 1528, 2. Januar, Vauxmarcus. Hans Lando an Bern. Antwort auf den ihm heute zugegangenen Auftrag, bei der Disputation das Schreiberamt zu versehen. Er würde seinen Pflichten nach gern willfahren, finde aber die Sache zu schwer, da er noch bei keiner solchen Verhandlung gewesen; deßhalb trage er Bedenken, das Amt anzunehmen, und bitte in aller Demuth, ihn hiefür zu entschuldigen und einen Andern zu wählen, zumal er den Herren von Freiburg auch unterworfen sei, die aus ihren Gebieten Niemand zu der Disputation wollen gehen lassen, als wen sie (selbst) dazu verordnen, weßhalb er in ihre Ungnade fallen möchte und das vielleicht später zu entgelten hätte. Wenn aber Bern auf seiner Meinung beharrte, und der Landvogt sowie der Schultheiß zu Murten ihm die Erlaubniß geben, so wolle er als Gehorsamer thun, so viel er vermöge, ec. St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. 49) 1528, 3. Januar. Hans Stnder, Schultheiß zu Murten, an Bern. Antwort auf die erhaltene Zuschrift« Das erwähnte Verbot von Freiburg, die Disputation zu besuchen, sei in der Herrschaft Murten nicht verkündet worden; darum habe er jedem Curaten geboten, zu derselben zu erscheinen. S«. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. 50) 1528, 3. Januar (Freitag vor Trium Regum). Biel an Bern. Ans die Zuschrift betreffend die Disputation habe man wegen Abwesenheit des Stadtschreibers bisher keine Antwort geben können; nichts desto weniger wolle man den: gestellteil Begehren nachkommen und Allen freies Geleit gewähren, denen Bern solches zugesichert habe, zc. ' w. u>. Januar 1528, 1243 51) 1528, 4. Januar, Neuenburg. Hans Lando an Bern. Er habe die Berufung zu der Disputation dem Landvogt angezeigt, der ihm darauf zu bedenken gebe, daß die Mehrheit der Eidgenossen von der Disputation nichts wissen wolle, die daher ein Mißfallen daran haben und ihn aus seinem Amt verstoßen möchte, wenn er ohne ihr Wissen und Willen darauf erscheinen würde, da er allen Orten gemeinsam geschworen. Daher bitte er, mit Rücksicht auf die früher gemeldeten Gründe, nochmals demüthig, diese schriftliche Entschuldigung günstig aufzunehmen, zc. zc. St. A. B-rn: Kirchl.Angel-gmlMm. 52) 1528, 4. Januar, Lucens. Der Bischof von Lausanne an Bern. ^UaZniüois ckominis ao prepotontissimis inckissolubill ückolitatis vincmlo teckeratis Kebastianus cke Nontokaloono, Lpisoopus Lausannensis, salutem in eo gui est pax nostra et tooit utraguo unum. Ltsi susvepti rvgimiiu» oura nostris bumsris imposita uitckigue gravius premat, so maZis tamon animum anZit, guock auckiamus guosckam (esse) minus rsote traotantes verbum veritatis, gui a veritate oxso)ickornnt et subvertorunt guorunckam ückem, uncke guotguot sunt buius karine, proüiZantur a (losare, roZibus Ealliarum, Lritannorum, Illspanorum, HunAarorum votorisguo prin- vipibus et ma^istratibus et tote pouo orbi rockckuntur invisi. bluuo voro, ut vickore est, nonnulli oollatis nervi« aooinAuntur, ut xi/ania ckissewinent inter tantopero probatum tritioum intemsrate ückei vllristianissimorum Lelvetiorum, in vestra inolita Lernens! urbe statnentes saero ückei m^storia oribrare siont tritioum. (juo kaotum est, ut buinsmecki tam exitiali animarum perioulo ex ackverso ooourrers ckeoroverimus oum nonnulli» ckootis nostrs ückei suratissimis, et Lausannam eZressi, permittonte Leo, rspentinum oasum ex animali, guo vobobawur, inourrimus et Aravitor iesi (nobis omnibus ckissuackentibns) veüioulo ckeportati ack looum Luvin! tanckem pervonimus. Verum intumesoente ornre ronibusgue Kravitor ckemcckiti» non vicksmns nos ultsrius Posse pro^rocki, guoviroa visum est vos esse litteris nostris premonenckos cke nonnullis gue sperabamus ore- tsnns ooramgue voll!» proponore. Koitis, speotatissiwi ckomini, guam sepius oontingät oum ro mntare von- silium; ickeo, si nobis oreckitis, eavencknm srit, ne ex oon^ressione titteraria intentata ausa mnltis cketur propensioris erroris, et nos in Korixturam temere oküoiamns, gui in Lrovorbüs xx'"" oapito leZimus, Honor ost bomini gni separat so a oontentionibus, et II. llim. 2, Holl verllis oontencksrs, ack nidil enim utile est, nisi ack Subversionen! aucllontium, et ack ll'itum 3, Oontentionos et puZnas legi» ckevita, sunt enim inutiles ot vano. Katius esset igitur oum mnltis et vite sanotimonia et signorum olaritato probatis stabiliri guam oum pauois ot rooontioribus abcknoi. (juock si sunt gui Keckem apostolioam et vaput eovlesio ministsriale aspernentur, nos illi ckekorro bumilitor vvlumus in lllls gue non militant ackvorsus vorbum Lei. InckiZnuw est proteroa, ut guock universalem tanZero soimus eoolosiaw, pauoornm zuckioio subzaoeat ot nostra ürmetnr sentontia, guock totius ollristianismi oensuram roguirit. (leterum non vickemus, guo kruotu traotontur lloo axiomata apnck plobom vulgarosgue persona», apuck guas plerigue statuunt lommata, guibus possint ingerere nut exousare guocklibet. Lo potissimuw lleo ckisputatio nvbis minatur ünom oontusum, oum, ut oavetur, vckioto nullus sit ibi zuckex aut arbiter tnturus, Koriptura so sola suckioante; guo futurum ost, ut vix intontus ünis llabeatur, oum utraguo pars oitaro valoat sentontias, guo vickoantnr inter so puZnantos, in guibus pars guolibot illuck apostoli sibi arroMnckum putabit, Luto, inguit, guock sonsum tlluisti baboam; Koriptura autom guomocko erit suckex, eum abckitissima passim babeat ovoulatissimis viris impsrvia, in gua abissus abissum invooat, presertim oum non omnibus omnia larAiatur Spiritus, sock ckivickat sinAulis pro sua voluntato? Kunt in Laulinis opistolis, si Lotro vrockimus (II. op. 3) gueckam ckiküoilia intellootu, guo inckooti ot instabiles ckepravant. Ijuack si cpiis oontonckit, nibil prorsus oallgiui» esse in saoris litteris, auckiat ortbockoxos, guorum nullus est lloo non preckioans, guorum bona pars assovorat nonnulla exosckero oaptum kumanuw. Lt tamen bnrum arva in sublimi korobatur seoura, rsoontiorum soapba boret in sirtibus. Ki autom generalis eoolesie ckaretur vonvontus, guock aliis esset obsourum, aliis Spiritus aperirot; sio ex oollatione sin^ulorum nibil remanerot eooutiontie, ubi suam guisguo apooalipsim alkerret. tjuock autom nibil reoipiatur nisi moru« oortox Koripturo, lloo esset atramentalium tbeolo-zorum, oum apostolus ckioat, Littora oooickit, Spiritus vivi- Koat; ibigue preoluckitur via Kpiritus sanoti, ubi non Spiritus, sock littera babot auotoritatom. Lssot item in ückei nsAotio morosius a^enckum, noguo enim cke lana, ut aiunt, oaprina ost ckiplackiatio, nee agitur cke ovrriAia oalviamonti, ut tompvris possit olaucki augustia, guvck ost ckioenckum in re tam sublimi et arckua. 1244 Januar 1528, Ddiotum siguidsm dominationum vestrarnm non vita post ipsius datam aooepimus, nnds merito oausamur dslidsrandi tsrminum assiZnatum, gui non snllloiat pro tanto rsi majsstats. (Quantum spootat ad losum, liest inolita Lsrnensis urbs nodis in suspioionem alignam non vsniat, in gna kam multas insiZnss gravssgus psrsonas ds^ors sompsrtum llademus, st äs guarnm kodsro multum nodis tridnimus, nullo pasto tamsn dootos nostros illno portraksrs potnimus, onm audiant plsdsios altsri parti gMoi nsgus, nt aiunt, lidsrs, gnod Kpiritns suAgorit, anders prosegni; üsri autom minime xotest, ut in neZotio lldei okristians assevs- rando guis alignotiss non inoandsat et non inoouclitins aligua sladantur eis, gni onm mnltis, sisgus pnAnaoissimis, rem liudont; sal snim, nisi remordsat, insulsum est, guo Sontra odiotum pro minimo soow- mirto minitatnr psrieulum vite. (juantnm antsm negotium nos et äediinm eure pastoralis oontingit, non kaoimus in>imoni nostram preoiosiorem osteris, «piln illam sxponsremus psrionlo pro ovidus rosommissis, «! itag vor hl. 3 Königen). Heinrich Wirz, Landvogt im Thurgau, an LA. und Rath von Obmalden. Bm. und Rath von Constanz haben ihn schriftlich um Geleit für ihre Prediger ersucht zu der Disputation in Bern, worauf er ihnen geantwortet, er habe von seinen Herren dazu keinen Befehl; wenn sie aber Geleit begehren, so mögen sie sich an die Orte wenden ?c. Hicnach, vielleicht auf den Wunsch von Constanz, habe Zürich den Seckelmeister Werdmüller hinausgeschickt, um die Pfaffen durch das Thurgau zu begleiten; der habe hier auf dem Wege nach Constanz ihm, dem Vogt, seinen Auftrag eröffnet, mit der Hlw Weisung auf die Rechte, welche Zürich besitze, und Erinnerung an ungeschickte Reden, deren Ursprung er nicht kenne. Er habe demselben gerathen, die untere Straße („nnden us") zu gehen und nicht hier (in Frauenfeld) durchzuziehen und dafür zu sorgen, daß von der lutherischen Lehre geschwiegen werde, da die Herren es ungeru hatten, ?e. Werdmüllcr habe geantwortet: „Du hast das gegen inen guot zuo verantworten; dann ob jemand understan wurd, sy nit faren ze lassen, so ist mit dem vogt von Kyburg geredt und verschafft, daß er gerüst tzv söll >c., in Meinung sy mit gwalt zuo beleiten." Demnach seien die Pfaffen „den Rin" hinab gefahren. Wenn nun Jemand im Thurgau sie aufgehalten oder geschädigt hätte, so wäre ohne Zweifel große Unruhe daraus erwachsen, da die Bewohner der Grafschaft Kyburg wirklich gerüstet gewesen. Nachdem Zürich und Constanz ei» Januar 1528, ^ 1 245 Burgrecht geschlossen, seien er, die Stadt Frauenfeld und die Landschaft Thurgau zwischen Roß und Wand, zumal auch andere Anstößer mit der lutherischen Secte ganz behaftet seien, und jetzt haben die Züricher den Zwingli, wie verlaute, mit Söll Mann und etwas Geschütz, als ob es in einen Krieg ginge, zu der Disputation geleitet, sodaß, wenn andere Orte das nicht „für angenehm" hielten, über Nacht ein Unglück und schwerer Schaden erfolgen könnte. Daher bitte er, der Vogt, dies alles den Eidgenossen auf dem nächsten Tage anzuzeigen und auf alle Fälle hin ein gutes Aufsehen zu haben, da man sich sonst keiner Hülfe getrösten könne, zc. —> Nachschrift. Er vernehme soeben noch, daß Jedermann in der Grafschaft Kyburg mit Harnisch und Gewehr versehen sei und den Befehl habe, auf den ersten Glockcnschlag nach Frauenfeld zu laufe»; was weiter geschehen werde, wisse er nicht. K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 57 (Copie). 54) 1528, 5. Januar. Bern an den Bischof von Lausanne, „lös, ckovotiorrs gua, in (llrristum, sorvstorsm nostrum, nos totos ckocksro äobomus, gusntuin vos oonoornit, prsmisss, rovorenäissimo pster. Roäckito nodis sunt litoro vestro, guibrrs inspsratum ossuin vsstrum intolloximus, wirnin in mockum ex I.ne tristitis stkeoti; nsm eerto soimus vsstrsm suratissimorumgus vostrorum ckootornm virorrrm prosontism Iruie nostro neZotio msxime prokuisse. (suo sutem sps nostra neu krustremur, guum reversncko psternitsti vsetrs per vsletuäinem sckvorssnr non lieest nee lleri possit proprio persona nobis sckosso, saltem ckoetos vostros, guos parato8 soinnw, Iure transmittat; nsm ex preckioti8 literis vestris satis psroepiinus illas ex vir! ssors Leripturv psriti oktioine prvckii8se. Unna suosguo similos sä nos mittatis, gnuin alis8 promptis8imi sint in Umitroplro loeo snt seripti8 vontenäere. Ut sutem Uli äs sslvo oonckuetu et oommestu osrti sint, lrune xrsssntsin vackuoestorem uck vos trsnsmittimus, gui illos lruo eonckuest et absoluta äisputatione salvos omnigus molestia liberos rsäueat. Iiis assentite, veigue gloris oonsulstis nostregue instanti Petition! looum äetis. (Zuock si non trat, eertum babeatis, omnia gue furo pastorali in ckitionibus nostris babere pretenckitis, (nos) vobis ckensZaturos. Valetv xontiüoaliter." St, A. B-m: Latein, Missiven I, 271 v. Abgedruckt bei Stürler I. 246, Hcrminjard II. 64, 95. . 55) 1528, 5. Januar. Bern an Freibnrg. Erinnerung au die bisherigen Zuschriften wegen der beschlossenen Disputation, Ungeachtet des gänzlichen Abschlags, die^Gclchrten zu schicken, hoffe man doch nicht, daß Frciburg bei seinem Vorsatze beharre, und bitte es abermals zum allerdringlichsten, wenigstens sein Stadtkind, vr. Träger, Provincial St. Augustiner Ordens, hieher zu schicken; „dann sölichs uns wol erschießen und üch, ouch im, crlich sin wirt, so er (doch) so wol in allen landen berüembt und fürbündlich gelert geachtet und gehalten ist"; darum ermahne man Freiburg kraft der bürgerlichen Pflichten, denselben hieher zu vermögen, da man bereit sei, von jedem Gottesgelehrten Bericht anzunehmen; zudem sei man durch die beiden Prädicanten vvn Straßburg darum ersucht worden, wie aus ihrem Schreiben hervorgehe; demzufolge zähle man auf Willfahrung ... Dafür wolle man ihm auch das beste mögliche Geleit zugesagt haben und ihn vor jeder Beleidigung schirmen und in dem Fall, daß Frciburg oder er die Kosten scheute, solche gänzlich übernehmen. Darüber begehre man (schriftliche) Antwort. S>. N. Bern: Teutsch Missivc» cj, »SS, — K. A. Fr-iburg: A. Bern, 56) 1528, 5. Januar. Bern an Luccrn. „Uns zwifclt nit, ir tragind guot wüsse» uusers usschribcns für- gcnomncr disputation atthie b>) uns ze halten, und wiewol wir uns gänzlich vcrsechcn, (daß) ir nit so beschwerlich das von uns ufgenommen, sonders darinnc uns gewillfart und nit znowider gewesen, und also uwer gierten und besonders doctor Thoman Mnrner har vermögt hcttcn, darumb daß er sich in disem Handel des glonbenS halb vil usgibt und bcrüemt und üben vil büechli im truck us lat gan; so wir nun bereit, von je ein uß go t i )e» geschrift bcricht zc ncmcn, Helten wir wol vermeint, (daß) ir uns denselben überschickt Helten, das aber mt Tschechen, dcßhalb wir unscrthalb, ouch uf ansuochen der prcdicantcn von Straßburg, nämlich Eapitouio und Buccri, verursachet, üch .. abcrmal anzcsinne» und zc bitten uf das höchst, bcmcldteii doctor Mnrner har ze vermögen, und damit er sich sichrung halb des geleits nit zc beklagen, sonders sich frolrch des getrosten mog, haben wir iure disen unser., überrüter zuogesandt, in fry sicherlich aue alle belerd.g.mg har und .mwum au sin g-warsame ze beleiten, alles in uuserm kosten, der über in, gedachten doetor Mnrner, gan mochte, h.ndangesetzt alles das. so er wider uns old wider die unser'., gcredt und gehandlet möcht haben, deß wrr rm. drcw.fl er b.) uns si„ wirt mit gedenke» noch darum anlangen werden in dhei.rer w.)s, allein daß er hlc bcr.cht sincr leer und 1246 Januar 1528. zügsame sins gloubens gebe, fürnemlich bemeldten prcdicanten von Straßburg, die sinen insonders begeren, als ir und er uß irem hierin geleiten schryben vermerken mögend"... Bitte um schriftliche Antwort, wiewohl man aus keinen Abschlag hoffe. St. A. B-m: Tmtsch Misswen y. sso. 57) 1528, K. Januar (Trium Negum, rrvij!). Lucern an Bern. Antwort auf das heute eingegangene Ansuchen, den I)r. Murner zu der Disputation zu schicken. Man verwundere sich darüber, da doch Bern noch vor Kurzem geschrieben, derjenige, der die Disputation (zu Baden) gedruckt, verdiene keinen Glauben ?c.; das lasse man jetzt aber bis zu seiner Zeit anstehen und achte ihn für einen Biedermann und christlichen Doctor. Obwohl er selbst nicht ungeneigt wäre, dem Begehren Berns zu willfahren, so habe man ihn doch daheim zu bleiben geheißen, da die acht Orte beschlossen haben, bei der Disputation von Baden zu bleiben und die in Bern nicht besuchen zu lassen, indem ihnen jene genüge, und aus „andern Ursachen"; von diesem gemeinsamen Beschluß könne man jetzt nicht abgehen, ?e. St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten (Original). Abgedruckt (unter falschem Datum) im Archiv X. 284. 58) 1528, 6. Januar (Trium Regum). Bern an den Kaiser. Antwort auf seinen Erlaß betreffend die unternommene Disputation (s. Nr. 38).' „Wiewol üwer k. Mt. in (ge)pürlichen fachen ze gehorsamen wir sonders geneigten willen tragen, dester minder nit, darum daß ü. M. schryben uns erst hüt behändigt, und die unfern, so wir berüeft haben, gemeinlich bp uns sind, können wir (die) fürgenommen disputatz nit underlassen, so doch ein lange zrst dahar zwcispaltung des gloubens gewäret, und aber gemein stand der Christenheit zuo hinlcgung dero bishar nie beratslaget noch sich beflissen haben, das uns bewegt hat, solich gespräch ze halten allein für uns selbs und den unfern zuo guotem, deß wir getruwen verfryet sin, üwer k. Mt. demüetiklich bittende, uns das nit ze argem ze messen".. . St.A. Bern: Teutsch Missinen «j. sso 69) 1528, K. Januar (hl. drei Königen). Freiburg an Bern. Antwort auf die Ladung des Provincials - - - „Unser g. Herr von Losan hat sin vormals ouch begert, dem wir verwilliget, in uf üwere disputation ze füeren, deß er sich eigenlich haltet und daruf wartet, darumb er zuo üch kommen wirt, und ob dasselb nit wär, wetten wir üch (dennocht?) willfaren und in zuo üch schicken." St.A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. t>9) 1528, 6. Januar. Bern an „Barfüßer zu Grandson." Dritte Aufforderung an „N. de Marce Palndc," zu der Disputation herzukommen, und zwar, in Betracht seiner Armut, auf Kosten Berns. (Fehlt bei Herminjard). St. A. Bern: Latein. Mlssiven I. 272 a. L. Allgemeine Anordnungen und Nachrichten über die Leitung der Disputation. 81) „Ordnung diser Disputation, und was sich mittlerzyt zuogetragen hat." (Aus den gedruckten Acten). 1. JSt des ersten zuo vermerken: Als der gcsatzt tag disers Gesprächs, nämlich Mentag vj. Januarii Anno zc. XXVIII. erschinen, ist desselbigcn tags die erste berüefung und bcsamlung im Barfücßer Kloster zuo Bern, da dann diß gespräch in der Kirchen vor menklich gehalten, nach mittag beschechen, und anfangs menklich, so da zuogegen gewesen, mit früntlichem grnoß brüederlichen empfangen. Uf sölichs ist obberüert Mandat (17. Nov.) offenlich verläsen, demnach die ordnung diß gesprächs. Erstlich der Herren Presidenten befelch; die haben by guoten trüwen an cids statt gelobt, der Ordnung, die inen anzeigt wurde, gehorsam ze sin. 2. Demnach allen muotwilligen zank und Hader ze tämmen und ze stillen, ouch alle üppige geschwätz und was im wort Gottes keinen grund hat, nit zuozelassen. 3. Item die ding, so einest uff der bau gewesen und verantwurt worden, nit mer one not cräfern noch fürbringen lassen, muotwillige Verlängerung ze vermeiden. 4. Doch nützit zuo urteilen, richten noch erkennen über die Schlußreden, iren inhalt, argumcnt und schrist, so wider oder für die dargethan und fürtragen wurden, sonders sich in aller Handlung halten nach vermög des usgesandten Mandats, mit namen die heilig biblisch sehnst sich selbs urteilen und die dunkle mit der heiteren erklären lassen. Und sind diß die Herren Presidenten: die hoch und wolgelerten erwirdigen geistlichen Herr Joachuu von Watt, Bürgermeister zuo Sant Gallen, Doctor; Herr Propst zue Jnderlappen; Meister Niclaus Briefes Dechan zuo Sam Peter zuo Basel. Und nach etlichen sessionen, als Herr Propst von Jnderlappen krankhcit hol Januar 1528. 1247 abtretten, sind an sin statt zwen ander verordnet, nämlich Herr Apt von Gottstatt und Meister Cuonrad Schmid, Commenthur zuo Küßnacht in Zürichpict. Die vier haben bis zuo end des gesprächs das Presidentenampt verwäsen. 5. Die vier verordnet Schryber, nämlich beid Stattschryber von Bern und Soloturn, Gerichtschryber von Bern und Stattschryber von Thun, habend ouch by trüweu an eids statt in Herrn Schultheißen von Bern Hand gelopt, dz sy ungeachtet party, sect, gunst, findschaft, liebe ec. alles dz, so in die fäder geredt, ouch in geschrift yngeleit wurde, gctrüwlich ynzeverzeichnen, one gefärde, ouch ze verwalten, wz inen bcfolchen wurd. 6. Sy haben ouch ein jeden disputanten mit namcn nfzeichuet und nach jeder session alles das je verzeichnet, collationiert, gegen einander» gehept und verläsen. 7. Darzuo was die Disputanten beider fit uß der Presidenten Nachlaß in schrift yngeleit, das haben die schryber in die Acten verfasset, zwo protestationen usgenommen, nämlich Fridti Brunners von Glaris und Melchior Tilmans von Luzern, dero Meldung bald Harnach beschicht ?c. Deßglychen etlich reden, so in die fäder kommen, und aber uß bewilligung beider partyen ustilket. Ouch sind usgelassen der inerteil protestationen, so nit in die fädern geredt. Deßglychen sind die underschrybungen beider partyen hierin nit vergriffen, damit die Acten dest geschmückter und der läscr, ouch zuohörcr nit verdrüssig wurden, ouch die ding, so zuo der fach nit gar dienstlich ze läsen und hören, und also in die Acten allein das, so zuo dem Handel dienete, vergriffen. Was die vier Schryber wyter gehandlet, findt man in der Herren Presidenten Abred, so unferr vom end diser Acten bcschriben stat. 8. Es ist ouch darneben jederman erlaubt und vergönnt ufzezeichnen, was dann disputiert wurde, doch mit gedingen, daß all die, so also für sich selbs schrybend, ir namen den verordneten notarien angebend, nnd daby gelobt, daß sy uüt deß, so sy ufzwicken, trucken lässen, vor dem und die Acta usgangen. 9. Ouch wider die Acta nützit ze schryben. Wo aber in den Acten etwan geirret wäre, aldann das einer Oberkeit zuo Bern güetlich nnzezeigcn. Item daß sy nit gemietet noch underschoben oder einichs wegs böslich yngefüeret syend, sonder allein zuo guotem der warheit schriben wellcnt." 82) „Der Disputierenden Ordnung." (Aus den gedruckten Acten). 1. Daß die, denen nachgelassen ze disputieren, zam, sittenklich und gsatzlich reden, damit die vier Notarien die wort glychlich verfassen möchtind. 2. Daß ouch keiner reden sölte one erloupnuß der Presidenten, oder so sy in der mnfrag Harum fragtind und crloubtind ze reden. 3. Es ist ouch zuo guotem und fürdrung der warheit jederman mit ordnung ze reden nit abgeschlagen worden, und also menklich erlaubt, zuo Handhabung der warheit einem jeden Respondenten und Opponenten zuozespringm. 4. Zuo dem so ist (wie in den Actis befunden wirt) uff beiden partyen zuogelassen, daß ein jeder dem anderen hilflich und rätlich sin möchte, schriftlich oder mundlich zuoschub geben. Ouch daß jede party einen, zwcen, dry oder mer der gelertesten und geschicktesten verordnen möchten, die in irer aller namen disputieren, antwurt, red und gegenred geben. Und sind also gar nach zuo allen sessionen deß ermant worden, und fürnemlich im ansang eins jeden artikels geheißen worden, sich den verordneten schribern anzegeben, vorab die so den Conclusioncn ze widcrfechtcn willens wären. Doch so ist niemands bezwungen worden, sich diser oder jener party ze undcr- schriben, sonders menklichem sin sryer will gelassen. 5. Es ist ouch für und für in bcschluß jedes artikels usgeschruwcn worden, ob jcmands mer vorhanden, der wyter darzuo oder wider reden welle, ?c. 8. Und also beider sit (wie erst gefeit ist) die, so die artikcl, all oder etlich, widerfcchten weltc», und ouch die, so die handhaben, gerecht und christenlich erkannten, sich jeder sins gefallen« underschribcn. Wcliche under- schrybung von kürze wegen (wie obgemeldct ist), einen jeden mit synem namen ze benamsen undcrlassen ist. Gott weißt, wer sinem wort vertruwet, dann er allein der menschen herzen erkennt. 1248 Januar 1528. 7. Ist ouch zuo müssen, daß anfangs des gesprächs ein offenlich berücfen beschehen ist aller dero, so uff diß gespräch beschriben und früntlich geladen gewesen, lut des usschribens. Des ersten, so sind nach einandern berüeft worden die vier Bischöfe von Costanz, Basel, Wallis und Losa», ob sy oder jemands von irent wegen zuogegen wäre, hat niemants geantwurt, sonders all vier sich gschriftlichcn irs ußbliben(s) entschuldiget, darüber siner zyt ouch bttrlichen soll geantwurt werden, und insonders uf des von Losan vilfaltig schriben; dann derselbig, ouch sin gelertcn durch ein Oberkcit zuo Bern zc mcrnialen, sich uff dise Disputatz zc fliegen, gebäten und angcsuocht sind worden, und wiewol etlich siner Doctores allhie geivesen, haben sy sich doch keiner gestalt merken lassen, sonders stummer dann die fisch hiehinnen abgescheiden, darab man nemen mag, wie fast solicheu Hirten der christcnlichcn Herd weidung zuo herzen gat; Gott sye es geklagt. 8. Demnach sind nach der ordnung die Ort der Eidgnoschaft und ir verwandten von Stetten und Länderen berüeft, und sind zuogegen gsin von Zürich ein ersamc Natsbotschaft und vil irer gelertcn pfarrcrn und prcdi- canten von ir statt und landschaft. Von Lucern uicman, wiewol sy insonderheit von einem crsamen Rat zuo Bern bittlich ankert worden ?c., iren pfarrer Doctor Thoman Murncr uff diß Disputatz zuo vermögen, mit zuoschribnng eins gnuogsamcn gcleits, dz aber nüt hat erschossen, über sin hoch bcrücmen und erbieten. Von Uri, Schwyz, Undcrwaldcn, Zug niemand. Von Glaris etlich, mit namen Fridli Brunncr, Pfarrer zuo Matt; hat offenlich bekannt, wie er uß Nachlaß siner Herren in sinen kosten zuogegen wäre, und helle zuo Glaris geprediget, die meß ein grüwel vor Gott ze sin zc., darumb er ouch darvon gestanden, und als er uff dis Disputatz kommen wolt, sye er vorhin vor sinen Herrn erschinen und den pfarrer von Glaris sampt sin(cn) mithaftcn erfordert harzekomen und siner leer rechnung ze geben; nun so sy nit gegenwürtig, well er zuohören, ob jemand die artikcl mit biblischer gschrist umbstoßen mög oder nit ?c., und erkenne die erste schlußred christcnlich und im wort gottes gcgründt. Von Basel eine crsame Natsbotschaft und vil gelerter männer, predicanten und pfarrer zc. Von Fryburg der Provincial. Was er geredt, findt man in Actis. Von Schaffhusen Heinricus Lincky zc. Von Appenzell die, so in Actis benamset sind. Von Sant Gallen ein Ratsbotschaft und ander gelertcn zc. Von Biel etlich. Von Milhusen ziven predicanten. Von Notwil niemands. Und ist erfordert worden Jörg Nüwdorfer, Prior zun Predigern zuo Rotwyl; danu er vor diser Disputatz einer Oberkcit zuo Bern ein bücchli wider die zechen Schlnßred(cn) znogeschickt hat, dem ouch geschickter zyt, Ivo es in truck usgienge, soll geantwurt werden. Und wiewol an sin Herrn Bürgermeister und Rat zuo Rotwyl gschriftlich bitt gelanget, ine har in der statt Bern kosten zno vermögen, ist er doch ußbcliben zc. Von den drycu Grauwen Püuden Melchior Tilinan von Lnzcrn, predicant und vorständcr der pfarr Jenatz in Brätigömv, (hat) nß gchciß siner tilchhöry sich hargefüegt; der hat sich offenlich erbotten siner leer und predig menklichcn antwurt ze geben, und fürnemlich dcn(en), so in und sin leer gescholten haben, denen er zum teil sin harkommen zuo wüsten hat thon w-, protestierende sin leer mit heiliger geschrift zc erhalten zc. Demnach sind berüeft worden die von usiern stellen, und sind zuogegen gsin von Costcnz ein Ratsbotschaft und zwen predicanten, von Straß bürg die in Actis benampt sind, von Augspnrg etlich sundrig Personen, von Ulm, von Memmingcn, von Lindouw, von Iß nach etlich. Dem allem nach ist ein gemein usrücfcn beschehen, ob jemand von andern stellen und landen zuogegen wäre, möchte harfür trctten, wurde im statt und platz geben. Zuo letst sind erfordert der statt und landschaft Bern prclaten, pfarrer und all ir geistlich, nach (ir) ordnnug, und die insonders beschriben waren, die ouch all haben »messen gegenwürtig sin und bis zno end der Disputatz verharren. 9. Es ist ouch zuo wissen, daß im ansang einer jeden session ein gemein gcbätt beschehen ist, daß Gott de» allmächtig den rechten waren verstand sins heiligen worts verlychen wölte zc. 10. So denn ist zc merken, daß dise Disputation vil anrennens erlitten, und daß von vilcn unverstanden ist, die zc verhinderen, als durch etlich Ort der Eidgnoschaft, die dann ein missive zuowider habe» lassen usgan, darüber aber gnuogsamlich geantwurt worden ist. Wyter so hat Doctor Johannes Eck dise Disputation mit schmächlichem usschriben angetastet, darinnen er sin nydig herz erküelet und vil mer sin natcrzungen harfürgcstreckt, dann christenliche liebi und Warnung anzeigt, und mit unwarheit ein christenliche Oberkcit der statt Bern ir eeren beladen und so unmenschlicher wys gehandelt, dz es einer verantwurtung nit wert ist. Gott geb im erkanntnuß sins selbs. So denne hat Coeleus ouch etlich gschriftcn zuo hiudrung disers gesprächs erdichtet, denen fücglich"' Januar 1528. 1249 zyt mit antwurt sol begegnet werden. Die griiwlichen Helden haben sich treffenlich gerissen, aber mit geschafft, dann der glänz des wort gottes hat sy verblendt und die weltliche eer sy verstopft. Der gyt hat sy gar umgeben und die entchristischen satznngcn ganz umfangen; woran es inen gelegen sye, mag ein jeder frommer christ wol gedenken. 11. lieber welches alles und was noch wider dise Disputation geschriben, geredt und usgespreit möcht werden zuo Verkleinerung diser Acten, wirt (ob gott will) mit glimpf und fuogen allwegen geantwurt, vorab zuo Handhabung der eer gottes und sins heiligen worts und entschüttnng gegenwürtiges christcnliches Handels, ouch rettung und bewarung der ecren der frommen christenlichen Oberkeit zuo Bern. 12. Fürer ist zno müssen, als der Wälschen Dispntatz uff dz end geschoben, ist harfürgctrettcn ein wälscher Doctor, und etlich wälsch pfaffen im zuogestanden. Der hat wider die zechen schlußred gedisputiert und im Guilielmus Pharellus, predicant zuo Elen, darüber geantwurt. Wirt mit der zyt in latinischer sprach in truck usgan. So vil in kurzer summ von der ordnung diser disputatz und was sich der wil zuogetragen hat. Das übrig ist in Actis ustrncklich vergriffen, sye alles den christenlichen läsern und zuohörern befolhcn. 63) Zur Ergänzung der abstehenden Vorschriften und Berichte ist beizuziehen die vollständige „Ordnung und ansechen, wie die Disputation der Presidenten, Schribern, Disputierenden und Zuohörer halb, frömbdcn und heimschen, dester geschickter und fridsamer gehalten werden mög." (Project?). (81) Der Präsidenten halb (Vier Sätze, in Obigem genügend ausgezogen). (8 2) „Der Schribern halb ordnung, daß man nit müeß von wort zno wort in die fädern reden." „Daß sy ouch schwccren oder geloben sollind, welches dann den Herren gefällig (sin) wurde. „Erstlich daß sy on alle gcfärd (und) on ansechen (der) party, scct, person, gunst oder Ungunst das, so einem empfolchen wirt, verwalten wcllind trüwlich (und) ungefarlich. „Daß sy erstlich nf den grund des Redenden, er sig widerredcr oder schirmer, sechind und alles, darin (sy) etwas grnnds oder Hafts sins fürncmcus sechind, getrüwlich nfzwickcn, vorus die gründ und ort der geschrift anzeichnen wcllind. „Daß sy einem jeden, von dem sy erfordert werden, von wort ze wort etwas uf(zuo)zcichnen, gchorsamind. „Daß sy einen jeden, der anhebt ze reden, mit dem namen verzeichnind, und wo sy den nit erkennen, in fragind von sinem namen, stat oder Heimend, und demnach im sin red verzeichnend wie obstat. „Daß die schribcr die gefaßten Materien von stund an nach jetlichcr gchaltner session mit einander» besprechind und so vil sy einander» in gedächtnuß bringen mögind, dassclbig der Stattschriber ze Bern in rechte hälle actio» diurnal usbreite und stelle alles on gefar, und beschicht solichs dornmb, daß alle ding verzeichnet wcrdind, ee und man die disputatz beschließe, dicwil die, so gcrcdt Hand von beiden teilen, noch by einander» sind. „Und nachdem die acta recht und nach vermögen nsbereit, daß dann der Stattschriber in bywescn der andern schriber einem jeden sin red und Handlung fürhalte. „Und safer sich der besnocht klagte, sin Meinung nit recht verfasset sin, daß dann die schriber im crloubind, mit stirer eignen Hand sin red ze verzeichnen. „So aber einer in dem verzeichnen stirer Worten etwas unnütze geschwätz tribcn, das nit not, ouch nit grund haben, das die schribern bednnktc, oder das vormals nit (gc)dacht wäre, sollend sy sölichs den Presidenten aiizöugcn und nach derselbigen geheiß in die acta referieren oder nit. „Begäb sich aber, so einer ander gründ anzeichnete, weder er öffentlich vormals mit »rund geredt, so sollen die genannten schriber solichs den Presidenten anzöigcn, und so die dassclbig erkennend etwas lrasl hau und vor nit angczöngt sin, sollend sy das widcrum öffentlich äfercn und lassen die Presidenten verantwurtcn. (8 3) „Von denen die in der gen.eind ufschribend" (Sechs Sätze, substantiell im Text enthalten). (8 4) „Von der ordnung der disputierenden, soll also vorgelesen werden". „Daß die, denen nachgelassen wirt ze reden, zam und mit allermeister ordnung redind, damit die schriber die summ dest bas mögind verfassen. 157 1250 Januar 1528. „Daß keiner red, bis im(s) die Presidenten erloubind oder so sy in der nrfrag Harum fragend und erlaubend ze reden. „Daß die Presidenten die ordnung habind: Erstlich die bischoff oder ir Kotten, demnach (von) unfern lieben Eidgnossen nach den Orten und Zuogewandtcn, zum dritten von den Stetten Kostenz, Straßburg, Ulm, Memmingen, Jsnach, Lindouw, und zuoletst all die, so sunder(s) beschriben sind von den Herren, als Buochstab, pfarrer von Brugg und der glychen, ouch der Nüwdorfer von Rotwyl. „Und so das beschechen, daß demnach die genampten geistlichen durch alle unser gebiet hin von einer vogty zuo der andern, jeder insonders von den Presidenten erfordret (werde), ob er der predicanten gründ vernüegig sy(e) oder nit, und wo nit, sine gründ anzeige. „Daß zuo guotem end und fürdrung der warheit ein(em) jeden, der zuo red und Handlung erfordert wirt, wie obgemelt, zimen (soll?) nach erloubung der Presidenten zuozespringen, wo er meine, daß die warheit jenen wollte dahinden blibe(n) oder verdunklet werde(n). „Als dann von frömbden und heimschen hie sind, die mit iren widersttchern spän und darumb erlütrung hie ze geben oder zc nemen eintweders verhoffcnd oder angesagt habend, bedunkt uns guot, daß derselben ein jeder sinem widersächer rüefe und in fragen mög, ob er der fach also oder also vernüegt sie, und sofer der Widersacher nit vernüegt wöllte sin, er im darumb ursach anzöige, damit allweg vorbehalten der Presidenten ir ampt, daß sy niemand lassind ein gnuogsam verhörte matery nülich und muotwillig widerunib eriifren. „Daß all Pfarrern und seelsorgcrn und predicanten von unser Herren statt und land und gebieten, ouch ander berüeften, nit verruckind bis zuo eud der disputation. „Deßglichen all pfarrer verschriben und ufgezeichnct werden. „Haben die Presidenten begert, sy des eids ze erlassen und (sich) gebür(end)er gelübt und trüw (ze) benüegen; haben min Herren darinne inen gewillfaret. „Deßglichen begert etlich (ze) geben von wegen der Wülschen." St. A. B-m: KUchi. Angelegenheiten. 64) „Die so für sich selbs uf der disputatz schriben wellend und die ordnung, irthalb angescchen, ze halten gelobt Hand." Von Zürich! Meister Uolrich Zwingli Conradus Pcllicanus Franciscus Zitik Caspar Großma» Nicolaus Zender Hans Fries Johannes Schneid, pfarrer zuo Tellikon Ulricus Zink, pfarrer zno Dirntcn Johannes Wagner, pfarrer zuo Pfcffikon Johannes Bumman, von Altstetten Wolfgangus Kröul, schuolmcister zuo Rüti Petrus Schinder, von Laufen Heinrich Pfyffer, lütpriester zuo Maschwanden Johannes Haller Wilhelm Keller. (Von Stein sind zwei genannt, Jakob Grotsch und Lienhard Wirt, aber hier durchgestrichen, da sie weiter unten folgen). Wintertur ?c. Heinricus Lüti Johannes Boßhart Uolricus Werdmüller, von Rickenbach Laurentius Meyer, von Wintertur Johannes Seiler von Slatt Wolfgang Grüter, lütpriester zno Nümlnng M. Johannes Brunner von Meßlingen*) Johannes Stucki, von Rotenflik' 'Michel Schaller, hclstc zuo Bern Burcardus Notpletz, von Brombach byBasel Johannes Hug Küng**) Cuonradus von Mettmcnstetten Fridli Brunner von Glarus Sebastianus Häßli, schuolmcister zuo Basel Oecolampadii diener Johannes, lütpriester zuo Kilchberg in Baseler pict. Mathens Hiltbrand van Bruck M. Jacobus Jmcli Uolrich Kräinc», zuo Rußikon Heinricus Linky, von Schaffhusen. Petrus Wernli, von Schaffhusen Johannes Ungler, von St. Gallcn. Straßburg: II. Wolfgangus Capito Martinus Bucerus Georgius Uolrichcr. Augspnig - Johannes Stosflcr Caspar Hubcr Wolfgang Weckinger. Mcmmingcn: Georgius Gigi, predicant z- Johannes Klober, schuolmcister. Lindouw: Bonaventura Schmidli Thomas Gasser, predicant z. L. Pauluo Fagius, schuolmcister zuo Jsna (Jsuy). Uolrich Gcracher, uß Franken Kilchherr von Rorbach, Johannes Gepell (?) Beringen Wir(temberg?): Melchior Studly Johannes Mag von Schaffhusen, schuolmcister Z»o Burgdorf, hat geschriben uf den inj artikel. - St. A. B-m: KUHl. Angelegenheiten. 65) 1528, 12. Januar. Bern an den Bischof von Lausanne. ^Uovorsnckissims prosul, prsviu oowwon ckutions ckollitu. 8pos nollis erat putornitatom vsstrnm ckispntutionom noatram ack illustrunäum gioriam Um *) Vgl. Zt. in, z i (Hans Briner von Wifiliugeu). ^) Vgl. ebendort Joh. Hug, pf. z. Höngg. Januar 1528, 1251 et sinosritatsm tids! nostrorum prowovsndum duntuxut institutum suo oonsilio et uuotorituts non bonsstu- turum tuntum, »sä st nobisoum moderaturum, quo st dsoontius st majori suis kruotu vsritatis ubsokvorotur. Donsidorubumus onim die cuin oktieium putsrnitutis vsstrs tum nostru in cum msritu. Duid namens mugis sx otlioio spisoopi quam summum impsndors ourum, quo sus tidsi commissi in temporo eibum vitus psr- cipiunt, kos est, Vorbum sulutis agnoscunt? tjuoä quam knorit non nobis solum, ssci toti tsre ordi obsou- rutum, no dieum prorsus sublutum, eluwut in primis vsl primorum in scolesiustico ordins vitu. Dt igitur nibil squo pium institusre nos potuiwns, quam sxemplo Dsrcssn(sis) soolesio s^ct. 17) soruturi in Lcripturis äs prusdiouto nobis Dvungslio, ita furo suns optima äs putsrnituto vsstru sporubumus udjumsnto nobis, si non per so ipsum, sultsm psr dootos suos, tuturum studiosissimo, id quod esrto st nostru in illum studiu citrus okticiu morusrunt. Iii» porpsusis, non potuit nobis non molsstissimum ssss, non »oium p. ipsum non udvsnisss, sod stium quo» misorut dootos, insulututis nobis nonclum ud ünsm dispututions porduotu Inno abiisso. Drunt st »itisnts» veritutis uurss st indubis intor nos Dominus, qui so voi tribus in nomine suo oongrogutis udtuturum promisit. dum cum ilii st sui snum ssss dootorss tboologos intolloximus) st putsrni- tutis vsstrus (quo provipuum oururo lioo quod sum oruvimus sx otlioio dsbst) otlioii immsmorss ssss de- oiururunt, tum sxpertos udso omni» bumunitutis, ut nobis signiüours ubitus sui ouussus non sustinusrunt, vsrondum nobis est, ut sunotum institutum nostrum, quod illis tum dispkiouit, ut ab so prstor uilum rutionom st oontru suum st putsrnitutis vsstrs dignitutom turtim (ssss) subduxsrint, iniquis suis prssudiviis «int intumuturi, u qua ut ubßtsrrsut eos putornitutem vsstrum xstimus et suis nostio roquiiimus. Li namquo buius quippium uudsront, predioimus id nos itu uooopturos, ut proonl dubio kuveuts Domino tuturum sit, quod tum so« quum uiios qui su in ro ipsis vonsensorint, posnitout. lilonsmus ergo in tempore. Rsliquu quo liuo do rs putornitutsm vsstrum sviro voiomus, porsoribomus, uizi u5solutu tuvsnts t 'Inisto tusrit nostru dispututio. Lsrvutorl nostro dosu Dkristo p. v. oommendumus.^ St. A, Bc»n La«-w, MiMe» i, s?s d. <.i°vawm«>. Abdrückc haben Stürler I. 239, 240, und Herm injard II. 96—98. Der Letztere äußert die Vermuthung, daß nicht Cyro, sondern Farel diese Missive concipirt habe. Zu dem Motiv, das er anführt (N. 2), kommen nach meinem Bedünkcn gewisse Nuancen des Stils, die eine geistliche Feder verrathen. Ferner ist zu bemerken, daß Cyro bei der Disputation sehr stark beschäftigt war. 66) 1528, 2l. Januar. Der Bischof von Lausanne an Bern. „Augnitici est. ^oesximus litsrus vestrus, guibus pro voto nostro psr sinAulu respondsro non spistolum, sod Austum propo volumsn vxi^sret. Verum, ns non nilnl rsspondsumus quod spsrudutis prssontium nostrum dispututioni vsstro oonduesrs, spsrubumus st ipsi simul st oupisbumus pro viribus exsqui, uisi udvsrsu kortunu vstuissst. Duusumini do reoessu dootorum quos buius roi gratis ipsi misorumus, quod immsmorss okticii ot totius bumunitutis oxpsrtss non nbsokutu dispututions protsr rutionem, olunoulo et vokns insulututis ubiorint. Ilunc vsstrum qusrsmonium oum illis otkiouoius inAorssrs)mus, tuli extemporuneo rssponso vobis nobisqus sutistuoisndum puturunt. Niiiil, inquiunt, iuviviks st (in)bumuuum srZu spsotundos Donsulos Lornsusss u nobis ox(li)ibitum sst, qui susti- nuimus ssx diorum sputio, si quid iutini sormonis üb uuotoribus uxiomatum (que voount) in voibi Doi ^rutium dspromsrstur; sod spoctrum nobis visum sst, quo idiomutö nobis ineoxnito res ugutur, cum tumon ipsu uxiomutu lutino uccoxorimus. Vidomus insupsr rem cbristiunum xono exuloorutum, quin, non truditur äovtis vsntilundu, sod vsrnucuiu Dormunorum linguu vui^o proditur uxud promiseuum multitudinsm, mugno skristiuno ooneordie detrimsnto. Doctor gentium bubot lue, quo tovst imbsciles; bubet eibum solidum, quo vogotut kortss, st bubst supientium, quam non upud quoslibot nso in proxatulo, sed upud porkoetos in oceulto prskert. Drunt sitisntes veritutis uures, kutsmur. Dur ergo non imitabuntur luticss lutmo üusntss alvso, oum ibidem sturemus tunquum multu speetuntss sidoru? Lultom probussont orutionis dduvio quid latsrot in nobis, uut sultsm nos monuissont ud sustinentium. Dstorum loetis m Lonutu littoris inbibitorns Vssures Nuzestutis, rslutum sst nobis sx Donsulum dscrsto, ut quod bonum in oculis nostr.s videretur kucsrsmus, quod Ilcsntis nsdum squivulst, ssd prostat. Lutius igitur duximus xururs rsgrsssum quam Me tsmpus tsroro, ulioqui nobis non otio ubsumsndum. Hoc W. Detorum, ubi ser.bit.s vsrondum vobis vsso, no bi dooti nostru(tss) institutum vsstrum, quod sunotum protitsmini, sint inkumuturi, ot id u nobis 1252 ' Januar 1528, fürs vsstro reguiritis illis inbibcnclum, ne perperam bee inkerprotgntnr, ckeckimus epcram, ut sobristati vor- borum eonsuluut, (guoä et sxoponcksrunt. Verum guin et ipsi ministri verbi De! sunt, et guuäeagesimale tempus est in zanuis, omnes uä Kvan^c.Iium se uooinAunt, Quorum alter pstit Imtetiam, ulius aä Kegunoos, ulius vero prok(oi)soitur all Vllebeo^os, religui suos l;uisgue penates repsckurunt. (juuntum vero negotium uo8 vontingit, ne invisum aclipsii» sueru öäes patiutur, ex jure eure nostre 1>oe upostolioo pliurmnoo msäeri visum e8t: Obssoro vos per nomen Oomini no8tri ,1ö8u Obristi, ut neu sint in vobis sobismutu, st ckigno umbuletis voeutiono guu voouti estis, vum omni bumilitute et munsuotuckine 8oiiiviti ssrvars unitatem Spiritus in viuouic» puois. O^o guickem, ubsens oorporo, Presens autsm spiritu, et bov vobis opto, utinam abs(o)in- äa(n)tur cpn vos eonturbunt. Ooo suikeosrit vir!» evungeliois, Ovales vos et speramus et eoukäimus. RoZamus gutem, monemus st ick in nomine Oomini exi^imus, ut nibil in Lckei causa ckekniutis ubsgue osnsura kuturi eonoilii, aut sattem notieia eonventus impsriaiis propo ckiem in imporiali oivitate Ke^ensburg velebrancki, ne körte orbis totus, euius negotium siout st nostrum azzltur, nobis sueeenssat, et ut aeeuratius probetis, gue sit voluntas Osi, plaoens et perkeeta, <>ue liebet esse soopus et psrpsncliouium omnium aetuum nostroruw. Oretsrea in ipso mox eaiee iittsrarum poilieemini nobis perseribere sa gu« äisputatione vestra absoluta nos soire voletis, gua in re (vos) ro^atos volumus, ut si guick eonvlusum iusrit sanetionibus sanetorum Oatruw et Asneralium eonoiliorum ortbocloxorum äsro^an» (cpioil non arbitramur), nee siZniüestis nee nos kuio pe- Zotio implioetis, guoniam nunguam futurum est, ut alitsr «ontiamus guam priores eeolesie Oei oolumne, sanetimonia et signis eorrusoantss. Valeant, est. est. Oausanns, XII. Kai. Kobruarn U.O.XXVIII.^ St. A. Bern: A. Kirchl. Angelegenheiten. Abgedruckt bei Stürler I. 554—556 und bei Herminjard II. 99—162. Es ist zur Erläuterung zu bemerken, daß der Bischof durch ein besonderes Schreiben des kaiserlichen Reichsregiments ermahnt wurde, die Abhaltung der Disputation zu verhindern (v. ltuobat I. 367 ss). Infolge dessen rief derselbe seine Abgeordneten sofort zurück. Gegen Herminjard, der die Entschuldigung der Letztern in einem Puncte in Zweifel zieht, halten wir es nicht für nnmöglich, daß einzelne Nathsglieder von sich aus die erwähnte Aeußerung gethan haben könnten; der obwaltenden Stimmung entsprach sie vollkommen. O. Besondere Verfügungen des Berner Rathes. 67) 1528, 5. Januar, Bern. 1. Es werden der Prädicant und der Schulmeister von Memmingen und ihre „Fürdernuß" verhört und darauf beschlossen, ihnen die Acten der Disputation zu geben. 2. Auch der Stadt Ulm Empfehlungsbrief für ihren Prediger (wird verlesen). 63) 1528, 6. Januar (hl. drei Königen), Rathsbcschluß. 1. Es sollen die Wälschcn in Latein disputircn, (und zwar) zuletzt. 2. „Am morgen um die 7, nach dem mal um das ein das zeichen lüten mit der gloggc» zuo der disputatz." 3. Einen offenen Brief an den Prädicanten zu Murten, herzukommen in Berns Kosten. 69) 1528, 8, Januar (Mittwoch nach Trium Regum). Der Commentur von Küsnacht und der Abt von Gottstatt werden zu Präsidenten erwählt, Niklaus Manuel zu einem Rufer auf der Disputation. 76) 1528, 9. Januar (Donstag nach Trium Regum), Bern, Rathsbeschluß - „Daß man um kürzerung willen des Handels anfänklich allen Priestern ruofen und die, die den ersten artikel widerfechten, uf ein ort stellen und die, die darby blyben dörfent, ivyter nit (?) und demnach dieselben samcnthaftig samt allen iren Helfern als mol als die predicanten zesamen sitzen und einandern in ir(en) Meinungen verhelfen, stürm und zuo guotem sin mögen, doch daß sr> einandern losen, und nit zwen mit einandern reden; doch wenn einer redt, und ein andrer uf stnet syt dasselb bessern, mag er (das) wol thuon, doch daß sy nit unster reden, dann das in die federn verfaßt, und nit predien söllen." 71) 1528, 16. Januar, Bern, Sitzung des Großen Rathes. Es „haben min Herren geraten, daß nicmands der disputierenden unnützes geschwätz gcbruchen (sölle) wider miner Herren Mandat, welichs die Presidenten ämscklich versechen (söllen). Ob ouch einem disputierenden etwas ze erlütern, das nit in die fädern komm (muoß ?), gefallen, (der) mag das thuon mit erloubnuß der Presidenten; soll ouch allein die göttlich gschrift anzogen werden".. - 72) 1528, 11. Januar, Nachmittag. Nathsverfügung: Die Disputation soll morgen vor dem Imbiß ein- gestellt („ufgeschlagcn"), nachher aber gehalten werden. Januar 1528. 1253 73) 1528, II. Januar, Rathssitzung. 1. Der Provincial erscheint und klagt, wie die Lutherischen, „als ir gewonheit ist, in angelogen", ?c. — Antwort: Wenn es ihm gefalle, so möge er seine Erwiderung schriftlich verfassen, doch auf das kürzeste, dem Mandat gemäß; man bitte ihn aber, ohne Scheltworte in der Disputation fortzufahren; wolle er nicht, so möge er heimkehren. — Er begehrt nun schlechtweg Urlaub, da er nicht frei sei, alles zu reden, was ihn passend und dienlich dünke. — Darauf ist ihm erlaubt, nach der Disputation mit denen von Straßburg (allein) zu disputircn. 2. Der Amtmann des Bischofs von Lausanne trägt vor, es sage dessen Gelehrten nicht zu, „dergestalt" zu disputircn; darum seien sie verursacht heimzukehren. — Schreiben an den Bischof: Ausdruck des Mißfallens, ?c. (S. Hcrminjard II. 97, N. 5). 74) 1528, 13. Januar, Bern. Rathsbeschluß: 1. Es „habend min Herren geraten, daß alle tag, so die disputation wäret, vier weibel by den schranken an vier orten standint und uf alle die, so Unzucht bcgand (Unordnung machen), acht haben; doch (daß) die vier vennerweibel dem schultheißen dienen und warten sollen." 2. Modisication der am 9. getroffenen Anordnung betreffend die Scheidung der Parteien, :c. „Darzuo, daß all Pfarrer, Priester, predicanten . . von beiden partyen von Ort zuo Ort berüeft werden, sich underschryben lassen und die, so die artikel ungerecht (finden), es sye einen oder wer, an ein ort, uamlich in das kor dasclbs zun Barfnoßeu gemeinlich zuosamen komm und vereinen und crwclen die allergeschickt(ist)en under inen, in ir aller namen ze disputieren, und was die bewärent old nit, daß sy sölichs halten und glauben wellint, damit sich nie- mands zuo erklagen Hab. Es soll ouch niemands zuo beiden theilen hinweg keren ane gunst und willen miner Herren." 75) 1528, 14. Januar. „Mit den Presidenten ze reden, was einer einmal inzogen, (daß er das) nit wider antaste." 76) 1528, 14. Januar. Bern an Cochleus. Antwort: „Min Herren mögen wol liden, daß er und ander persönlich erschynen; doch wellen sy kurzer zyt ime, villicht nach verhör sins schrybens, mit antwurt begegnen." «?)-7S) im St. A. Bern: Raihibuch Nr. SIS. I). Verlauf des Gesprächs. 77) Schema der Disputation. Bemerkung: Da hier nicht der Ort ist, auf den theologischen Inhalt der Disputation einzugehen, eine Uebersicht des formalen Verlaufs aber gegeben werden sollte, so wurde hiefür die folgende Form gewählt, die einerseits auf die Zeitfrage möglichst genaue Antwort gibt, anderseits annähernd den Antheil erkennen läßt, den jeder der genannten Sprechet' an der Verhandlung genommen hat. Zur Erläuterung ist nur soviel zu bemerken, daß jede Schlußrede von einem Berner Prädicanten eröffnet wurde, welche Einleitung mitgezählt ist. Die Zahlen geben an, wie oft der Betreffende als Redner aufgetreten. Je nachdem der erste Vortrag über ein Thema, resp. in einem Tag, von einem Defensor oder einem Opponenten ausging, wurde „?ro" oder „(tontrn" vorausgestellt- Eingestreute, allgemein gehaltene oder nebensächliche, Aeußerungen sind durch Parenthesen ausgezeichnet. Für die Darstellung der Zwischen acte und die Schlußerklärungen lassen wir den Acten das Wort. Verlesung des Ausschreibens und der festgesetzten Ordnung w. Eröffnungsreden von Joachim Vadian (s. u.) und Franz Kolb (7. Jan. Morgens). Schlußrede I. (Januar 7.—12.). Jan. 7. Ill-o: Haller 4, Oekolampad 1, Butzer 4. — (tontrn: Alexius Grat 7. „ 8. ?ro: Hnller 7, Butzer 4, Zwingt! 1. — (tontrn: Grat 6, Huter 5. „ 9. (tonten: Träger 5. — ?ro: Capito 3, Butzer 1. „ 10. ?ro: Butzer 1, Zwingli 4, Haller 4. — (tonten: Hüter 5. „ 11. (tontrn: Huter 1, N. Christen 11. Jak. - ?ro- Zwingli 5, Haller 10, Oekolam- Edlibach 4. päd 1- „ 12. (tontrn: Christen 5, Schatt 5, Murer 5, — 1'ro : Haller 9, Zwingli 4, Butzer 1. Edlibach 1. 1254 Januar 1528. Schlußrede II. (Januar 12.—14.). Jan. 12. I'ro: Kolb 1, Butzer K, Zwiugli 1. — vontru: Buchstab 6. „ 13. dontrn: Buchstab 6, Huter 3, Grat 10. — I'ro: Butzer 14, Zwiugli 1, Haller 4. „ 14. dontrn: Grat 2. — I'ro: Butzer 1. III. (Januar 14.). I'ro: Haller 2, Butzer 8, Amstein 4, — (lontru: Buchstab 8, Huter 4. Klarer 1, Keßler 1, Forrer 1. IV. (Januar 14.—13.). Jan. 14. I'ro: Kolb 1, Zwiugli 2. — doutru: Burgauer 2. „ 15. (lontru: Burgauer 9, Buchstab 3, Huter 2. — I'ro: Zwiugli 6, Oekolampad 6. „ 16. (loutru: Vurgauer 14, Althamer 5. — I'ro: Oekolampad 9, Zwiugli 9. „ 17. Llontru: Burgauer 20. — I'ro: Oekolampad 8, Zwiugli 13. „ 18. Ooutru: Burgauer 19. — I'ro: Oekolampad 3, Zwiugli 12, Butzer4. „ 19. dontru: (Burgauer 2), Huter 8, Buch- — I'ro: (Zili 1), Zwiugli 4, Klarer 7, stab 2. ' (Amstein 1), M. von Secugeu 1/ Som 1). V. (Januar 19.-21.). Jan. 19. I'ro: Haller 6. — Oontru: Buchstab 4, Murer 2. „ 20. doutra: Murer 24, Buchstab 7, Huter 2. — I 'ro: Zwiugli 12, Butzer18, Ockolampad3. „ 21. Oontru: Mauuberger 6, Buchstab 5. — I'ro: Haller 9, Butzer 1, Zwiugli 1. „ VI. (Januar 21. und 23.). — Am 22. wurde nicht disputirt. Jan. 21. I'ro: Kolb 1, Wächter 5, Zwiugli 14. — (lontru: Lottstetter 2, Murer 16. „ 23. (loutra: Buchstab 12, Hüter 1. — I'ro: Haller 6, Oekolampad 5, Zwiugli 3, (Beck 1). VIl. (Januar 23. und 24.). Jan. 23. I'ro: Hnller 2, Zwiugli 5, Oekolampad 1. — (lontru: Mauuberger 2, Buchstab 4. „ 24. tlontru: Buchstab 12, Huter 1. — I'ro: Haller 9, Oekolampad 3, Zwiugli 1> „ VIII. (Januar 24.). I'ro: Kolb 1, Zwiugli 4. — Oonkru: Buchstab 2, Huter 3. „ IX. (Januar 24. und 25.). Jan. 24. I'ro: Hallcr 1, (Würb 1), Zwiugli 3. — dontra: Buchstab 3. „ 25. Oontru: Buchstab 4. — I 'ro: Zwiugli 2, Oekolampad 1, Haller 1? (Blaurer 1). „ X. (Januar 25.). I'ro: Kolb 1, (Haller 1). — Loutru: Niemand; (Buchstab 1, Hüter 1)- Januar 26.: Schlußerklärungen von Haller, Zwiugli, Capito, Butzer, Vadian). 78) Eröffnungsrede von Vadian (aus den gedruckten Acten). i^Nwürdig, hoch und wolgelert, gc- Z streng, edel, vest, fromm, fürsichtig, wys, gnädig und günstig min Herren, ,,-^lieb und guot fründ. Diewyl wir uf hüttigen tag zuo ingang der löblichen und christenlichen Disputation, sa min gnädig Herren Schultheiß und Rät diser loblichen statt Bern usgeschriben Hand, ansang in dem namen Gottes ze thuond versamlet sind, so ist fürnemlich miner Herren mitpresidcntcn früutlich bcgär an all frömbd und heimsch, daß umb der cer Gottes willen und liebe sines worts (zuo wclichem billich alle guotmüetige herzen geneigt sin sollend) sich fridlich, früntlich und mit ernstlichem vermerken harzuothuon und schicken wellend, in ansehen, daß der Hände nit schimpflich, sonder groß und unserer seeleu heil betreffen ist. Sonderlich aber bcgeren min Herren die Presto denten, daß alle die, so ze disputieren willens und verfasset sind, sich zuovor deß usgangnen Mandats und aller ordnung, so dem gespräch zuo guot nf gestrigen tag von Herrn Stattschrybcr nß ansechen der Herren verläsen sind, lrüwlich mit flpß und sorg halten welliud. Dann wo sölichs nit beschäche, wurdcnd sp (deß sp doch gern ab >u> Januar 1528. 1255 ivelten) daryn ze reden und die überirenden ze wyscn und ze ermanen geursachct, guoter Hoffnung, es werde niemants anders faren, dann dem Handel diser loblichen Disputation und gedachter ininer gnädigen Herren von Bern Mandaten, ordnungeu und abscheiden (wie sy sich mit der geschrift verglychen) gelägen und gemäß sye. Uf solichs so mögent ir min Herren die predicanten üwerem erbieten nach die erst Schlußred in des Herren namen an die Hand uemen und die mit geschrift befestnen, damit den Herren, geistlich oder weltlich, so (etwas) dargegen ze haben vermeinend, ze disputiere» anlaß geben werden möge." 79) Zu I. (7. Jan.). Dem „Beichtvater" (Grat) wurde in seiner fünften Collation „durch die Presidenten geweert und abgeschlagen, nach ordnung der Herren von Bern, dhein Lerer anzezüchen." 8V) (9. Januar, Anfangs). „Disem nach, als dann die Disputation von etlichen etwas partyg geacht, uß dem daß by dem tisch der Predicanten vil gclerter lüt sitzen, und by den andern gar niemand, und also trostlos; deßhalb so habend die Presidenten uß ordnung und ansechen Schultheiß und Rat zuo Bern geöffnet und gesagt, daß die, so wider den ersten artikcl disputieren wellen, sich in das Chor füegen und einen geschickten wolbercdten erwelen, der inen die red thüege, und die besten zuo inen sitzen, inen helfen und raten, damit die fachen gefürdert werden. Dasselb ist ouch den Predicanten zuogelassen, und welich disputieren wellend beider syt, sollend das notwendig summaric in die fäder reden und das ander uslasscn, und (daß) das in anderen artiklen ouch also gebrucht werde; darzuo einanderen stüren, raten und zedel überschicken mögend. Und ob jemand selbs wyter darzuo reden wellte, ist niemand abgeschlagen, w. 81) „Nach diser ... offnuug ward der erwirdig hochgelert Herr Doctor Cuonradus Treiger von Fryburg uß Uechtland, Provincial Augustiner Ordens, ob er nit allda zuogegen, berüeft, diewyl und er hievor von den Predicanten von Straßburg angezogen, daß er hinuf uf die brüge käme und da fryen platz und statt haben ze disputieren. 82) „So nun sölichs durch die Presidenten wie oblut dargethon, und die, so die schlnßredcn ze ividerfcchtcn understanden, sich zuosamen gefüegt und etlich verordnet haben, sölichs in irer aller namen ze thuond, ist bemclter Doctor Cuonradus Treiger . . . hiuuf zuo den disputanten getretten und anfangs protestiert mit langer red: Als er dann vernommen, daß in beid Predicanten von Straßburg angezogen, ouch er sonderlich darumb beschriben, sye er zuogegen, nit von siner oberkeit, Schultheißen und Nat der statt Fryburg, noch (dem) Bischoffen von Losen har gesandt, von ircntwegcn ze disputieren, sonders für sich selbs und sunst für nicmands, und ouch dasselbig allein zuo eren mynen gnädigen Herren von Bern und diser Disputation, wider die r schlußredcn bereit ze fechten und etwas fürzetragcn, sich protestierende und beziigende, was er disputieren und allda lyiformklichs handle» wurd, sölichs gcbür(end)er oberkeit christeulicher kilchen und gemeinem Coucilio underworfcn haben und sy (l. sich) die selben wysen lassen." xxv. o. 83) (10. Januar). Nach einem längeren einleitenden Vortrag von Butzer und einer Bemerkung von Zwingst trat folgender Zwischenact ein: „Uf söliche red, als der Provincial anfieng zuo reden: Ersamen, frommen, lieben Christen, es hat Hütt den ganzen tag Martin Butzer vil seltsamer red yngefüert und ein lange predig lassen hören, w." 81) „Und als die Presidenten wollt bedunken, daß bemclter Herr Provincial wöllte die predicanten von Straßburg ires Handels halb, so sy gegen einandern Hand, wyter antasten und lange red bruchen, zuo gegenwärtiger disputatz nüts dieuent, haben min Herren die Presidenten (der) Herren Nöten und Burgeren zuo Bern ordnung, zuo abstellung umschweifender und unnotwendiger reden angesechen, eröffnet: 85) „Nämlich daß man by der schrift belybcn sölltc, und nach iuhalt miner Herren Mandat disputieren sölltc und aller schmützworten und antasten der Personen ganz ab sin. Und was der Provincial und die predicanten von Straßburg mit einander» ze handle» haben, sölle diser zyt angestellt werden, und (si) demnach (zuo) gelegner Zyt einandern darumb ersuochen. Wo aber Herr Provincial die schlußrcden ze widerfcchten willens wäre/ sye im erlaubt, gegen den predicanten mit heiliger geschrift ze disputieren und on wyter Umschweifen fryglich ze handle». 86) „Uf sölichs hat der Provincial protestiert (wie ob) und dnrby anzeigt, daß er sin anzogncn gschriften mit nachfolgenden anhängen erlütret, zuo der fach sius Verstands notwendig, und safer im nit volllomuer platz / 1256 Januar 1528. zuo reden, was zuo der fach dienen, vergönnen möge werden als uf einer frycn disputation, diewyl dem Butzer sölichs Hut zuogelassen, welle er nit disputieren, dann die Acta möchten in truck usgan, und so im nit bewilliget nach notdurft ze reden, möchte geachtet werden, daß er dasselb ze thuond nit gewüßt, so im ein gsatz gemacht und das null verschlossen wäre. — Hienach redten die Presidenten, als hernach folget: 37) Meister Cuonrad Schneid, Comentur zuo Küßnacht, in namen aller Presidenten. „Miner Herren der Presidenten Meinung ist, den Handel, so nein Herr Provincial und Doctor Wolf Capito und Martinus Butzer, predicanten zuo Straßburg, gegen einander nun ein zyt lang gehebt, hie anzogen und geantwurtet, nit wyter wellen gestatten vor der gemeind zuo Bern in angesechner Disputation zuo vollenden und vollstrecken: dann wir von unfern Herren von Bern zuo Presidenten verordnet sind, über ir artikel und dheins wegs über einicherlei frömder Handlung nnd spän, so jemands wider den andern möchte haben; darum wir uns begebend, dem selbigen amt allein ze dienen. Aber minem Herrn Provincial erlauben wir fry ze reden und ze disputieren mit den predicanten von Bern wider ir fürgenomen artikel, uß göttlichem wort, nach ordnung und ansechen miner gnädigen Herren von Bern, damit kein kilch oder gmeind (und) dhein Person, hie zuogegen oder anderschwo, nit werd angetastet, was jeder glaubt oder nit glaubt; daby wir in auch bittend slyßlich, daß er sich deß wyter undernem zuo erlüterung des Handels und den span, so er mit den predicanten von Straßburg hat, zuo anderen zyten wol möge vertädingen durch schrift oder mundlich. 88) Des Comenthurs protestatz insonders. „Ich protestier mich hie, daß mine Herren die Presidenten dem Provincial kein stillschwygen habend ufgeleit oder abgeschlagen ze reden und disputieren, sonders im erlaubt fry ze reden und disputieren mit den predicanten wider ir artikel, in onch gebetten sölichs ze thuon, um mer erlütrung willen, daß die göttliche warheit dester mer und heiterer eröffnet werde, (nnd) im nit mer abgeschlagen ze reden dann den Handel und span (berüerend), so er mit den predicanten von Straßburg hat, darüber wir nit Presidenten sind." 89) Meister Niklnus Briefers protcstatz. „Ir habend, Herr Provincial (wie ir gesprochen), zween loeos aoripturaa angezeigt, aber daby vil ingezogen, guav ncm kuorunt soripturae, soll lacti, nämlich den Handel, so sich mit den predicanten von Straßburg Verlusten hat, antreffende; deßglichen habend die predicanten Doctor Capito und Martinus Butzer ouch harfür gebracht, und sölichen disen Handel will ein ersamer Rat und (die) Presidenten nit zuolassen, in dise Disputation wyter in(ze)züchcn und vermischen, sonder soll allein gehandelt werden, was da dienet für oder wider die schlußreden der predicanten, wie vorgemeldet ist. „Wyter, Herr Provincial, damit ir nit mißverstanden eins crsamen Rats und der Presidenten Meinung, üwer würde ist erlaubt, ze disputieren mit der schrift und nit allein mit der schrift, die mit heiteren und usgedruckten warten sye wider die schlußreden der predicanten, sonder ouch mit schrift, uß welcher schrift ir darthuon und anzeigen mögend, daß uß der selbigen gschrift warhaftiklich folge, das da sye wider die schlußred der predicanten. 90) Capitonis und Buceri protestation und bezügung. „Der Provincial beklagt sich, er habe nit platz uf unser red zuo antwurten, die unchristeulich und wider die warheit sig; nun haben wir nichts mit im ze thuond, dann safer er wider die zwo erst(en) schlußreden, an denen der ganz christenlich Handel stat, in unser kilchen geschriben und gehandlet hat; dero halb hatten wir unser gnädig Herren von Bern gebetten, in zuo heschryben. Von dem haben wir allein mit im ze handlen begert. So aber er die gemeinen ynred wider die gemein christenlich leer, nach siner alten gewonheit, on gschrift yngcfüert hat, ist von nöten gewesen, die selbigen ze verantwurten, und das haben wir mit gschrift und dienstlich den zwo ersten schlußreden gethan. Nun hat er fryen platz, mit gschrift wider die zwo ersten schlußreden ze handlen; mag er das nit, so ligt sin ganzes fürnemen; mag ers thuon, so thüe e(r)s, so wirt er wie an der Hauptfach, also an allem, das ich wider in geredt Hab, gesigen. So er das nit thnon will, wie ers ouch nit vermag, ficht jedermann höll und klar, daß sin glaub, leer und alles sin thuon on geschrift ist. So dann aber die geschrift alles guots inhaltet, erkennet menklich, was sin thuckn und leer sye, die er mit göttlicher geschrift nit weißt zuo erhalten, und wie göttlich das unser, das er mit göttlicher schrift nit hat widcrfcchten mögen. Ir cristen, bedenkends und richtends- Januar 1528. 1257 Wir erbieten uns aber darby, er bringe harfür, was im geliebt (warheit ist ir selbs nimmer unglych), wir wellend im gnnogsam antwurt geben. So aber uf biß ort, da allein soll mit geschrift gehandlct werden, ander tand nit gehört, schribe er, soll im überflüssig geantwurt werden. Wir habend ouch die erwirdigen Herren Presidenten flysstg gebetten, sy füllen im vergönnen, uf diß mal antwurt ze thuond sins gefallens, wellend wir niendert uf antwnrten, dann allein (uf das) so uß der geschrift von im wider die zwo ersten schlußreden fürgebracht wurde, und all ander red fürgan lassen. So aber sölichs nit hat (von wegen unser gnädigen Herren von Bern Mandat) sin mögen, so wellend wir in gebetten haben, er thüe mit geschrift harfür, was er möge; sölle im verantwurtet werden, daß alle christen sechend, daß wir die eer Gottes suochend." 91) Meister Uolrich Zwinglis protestation, nach Doctor Cuonraden Treigers protestatio!: beschechen. „So protestier ich mich vor menklich, daß der Provincial die anred gehebt, da aber menklich weißt, daß allweg dem beklagten zimpt ze antwnrten. „Da er sich protestiert, im ziine nit fry ze reden, protestier oder bezüg ich mich vor der ganzen gmeind, daß im wol zimpt zuo reden, doch uß Gottes wort, underlassen schmütz und schmachred, wie dann miner Herren Presidenten verkündung setz uß des ersamcn Rats empfelch gehört ist, da er sagt, im zime besonder nit gegen mir ze reden; bezüg ich mich aber uf die Acta, da Ecolampadius und ich grad erst uns embotten haben, uß gottes wort rechnung unser leer zUo geben, doch (daß) mit züchten und gottesforcht gehandlet werd. „Daß er aber bezöget, er wölkte gern unsere allergrößte verfüernuß und Mangel dem einfaltigen christenlichen volk anzeigen, so verstrick man uns, bezüg ich, daß wir sölichs gern wölkten hören mit gottes wort beschechen, das ouch wol sin mag one alle lestrung und schmach, wie dann gester von im gebrucht ist." G-dr. Handlung oder Acta Bl. XINV l> — XNVI d. 92) Zu IV. (19. Jan.). Zu Aufangl „Pfarrer von Sant Galen" (Benedict Burgaucr). „Hoch und wolgelert, fürsichtig wys gnädig Herren und christenlichen brüedcr, wie ir hie versamlet sind, den beschluß, deß ich mich uf gestrigen tag in die fädern ze erzelen erbotten Hab, mit kurzer Meldung über die viert Con- clusion, gib ich also für. Also stat min gewüßne schmal, darumb min begeren ist, daß mir niemands nüt verärgere (Gott welle allzyt sin gnad geben), nämlich daß ich bekenn, mich uß fürgehaltncn gcgcnschriften und erklärungen miner geliebten Herren und brüederen Zwingli, Ecolampadii und Buceri dergestalt bericht sin, daß ich, als ich zuo der stund besinnet und willens bin, mich gegen diser schlußred dergestalt wie gethan nit (wyter) ynzelassen noch widerfechten, guoter Hoffnung, die gnad Gottes, durch welche das liecht der warheit etlich jar so schynbarlich eröffnet hat, werde in gegenwürtigem Handel mir und anderen ouch entdecken, was für ungezwyfelt daran anzenemen sye, und will also mir allezyt wyter bericht mit Gottes wort vorbehalten haben, und hiemit minen mithaften, so an disem tisch gesessen, nüt ufgelcgt noch abgenommen haben: bestich sölichs alles in summa göttlicher erlüchtigung und dem christenlichen leser." (Diese Erklärung wurde im Jahre 1539 von den evangelischen Städten gegen Burgauer geltend gemacht). 93) Dominicas Zilli, predicant zuo Sant Gallen. „Ersamen, w. ?c. Wie wir von unfern Herren, einem ersamen kleinen und großen Rat der statt Sant Gallen, Hieher uf diß gespräch abgefertiget sind, in der Meinung des Herrn abentmals widerwärtig, hat sich Herr Benedict, der pfarrer daselbs, hie zuogegen, ouch vor einem ersamen Rat by uns christenlich erbotten, bericht zuo geben und zuo nemen, in der Hoffnung, er werde ouch bericht finden, als dann beschchen ist (Gott dem Herrn sy(e) lob). Diewyl er aber sich zum teil erkennt bericht ze sin, beger ich im und allen von gott dem Herrn, daß er im das übrig ouch zuo verstau gebe, darzno ein herz, beständig an demselben ze beharren. Beziig mich hie vor diser ersamen versamlung, von unserer gemeind wegen zno Sant Gallen, daß wir setz ein lange zyt nüt gespart haben und allen flyß ankert, daß wir einmüetig die warheit Christi und sin wort predigten, haben ouch vil gespräch nach befelch unserer Herren gegen einandern gehalten, in welchen der pfarrer ouch etwa» nit antwnrten hat können, das ich alles Gott dem Herrn bcfilch, der da in erlüchten mag in disem artikcl und mich verblenden nach sinen ' wundcrbarlichen werken, ein schreckcnlicher Gott, dem sy(e) ouch kraft und rych und dank zuo ewigen zyten, Amen. 94) Pfarrer von Sant Gallen. „Ich laß bcliben, wie ich vor geantwurt." Acta Vi. cwxi >>». 158 1258 Januar 1528, Gegen Ende der Disputation über diese These: 95) Pelagius Am Stein, Predicant zuo Trogen, Waltherus Klarer, pfarrer zuo Hundwyl, all von Appenzell. „Erwirdig zc. zc. Dieivpl der pfarrer von Appenzell (Huotcr), unser mitgnoß, sich bishar wider all schluß- reden ingelassen und die selben ze widerfcchten undernommen hat, dem gedachten pfarrer persönlich widerstand ze thuond in allen artiklen der schlußredcn, war unsers großen willens gsin, und im sin vermeint gegenwürf mit hällem klarem wort gottes abzeleinen oder umzestoßen. Diewyl aber unser lieb Herren und brüeder predicanten diser loblichen statt Bern sampt andern gelerten sölichs bishar gnuogsamlicher und geschicktlicher gethon, dann wir können hatten, geben wir inen die eer gern und lassends gern also by demselben belibcn, mit sölichem anhang, daß wir uns hie offenlich bezüget und protestiert haben wellen, daß wir die zehen schlußredcn für cristenlich und in der gschrift gegründet glauben, halten und prediget Hand, auch mit der hilf Gottes wyter mit flyß und ernst thuon werden. In welcher bekantnuß glicher maß stat Herr Matthias Keßler, pfarrer uf Geiß in Appenzell, unser bruoder, der von im selbs wegen uß verwilligung siner kilchen hie zuogegen stat und bereit wäre, sines gloubens und predigens rcchnung zuo geben, so jemands sölichs von im begerte. Wir möchten auch gemeinlich liden, der pfarrer (Huoter) ließe sin uuschriftlich schlecht darthuon anstan und loste und undergäbe sich dem hallen wort gottes, in welchem wir uns billich vereinbaren sollten, welichs auch der einig befelch und begeren unser Herren und obern von Appenzell ist, und die einig ursach, darumb wir hiehar gesendt sind. Der Herr verliche gnad, sin heilig, ewig und unwidersprechenlich wort, unser einig heil und trost, trüwlich und dapfer zuo verkünden, uf daß der name gottes gebrisen werde von setz und in ewigkeit, Amen." Acta Bl, eu.xvm. Den Schluß bilden folgende zwei Erklärungen: 96) „Herr Matthias, pfarrer zu Sängen (Secngen), uf Anzug des Comenthurs zuo Küßuacht, als collatorn und lechenherren der genempten pfarr zuo Söngen, umb rechcnschaft siner leer, hat sich derselb Herr Matthis offenlich bekannt, daß er das Evangelium gcprediget Hab und alle ceremonien abgestellt, so vil im möglich. Aber des Sacraments halb habe er uß den Evangelisten Mattheo, Marco, Luca, Johanne und Paulo den buochstaben anders nit verstanden und also geprediget, wie der pfarrer von Sant Gallen: Und wie derselb bericht, also sye er auch durch Meister Uolrich und nuder bericht: benüege sich der erklärung wol. Und wie er hievor uf dem ersten haudvest gewesen, also well er setz auch by disem vest und handhaft sin, so vil im gott sin hilf verlycht, zc." 97) Conradus Som von Rotcnacker, predicant zuo Ulm. „Frommen christenlichen lieben Herren und brüeder, ich bin nit der Meinung hie, daß ich die schlußred widerfechten welle, sonders halt ich sy für christenlich und in göttlicher gschrift so wol gegrüudt, daß weder tüfel noch menschen etwas darwider vermögend. Darzuo Hab ich dicselbigen einer christenlichen gemeind zuo Ulm geprediget und insonderheit die vierte schlußred, (so) inhaltet vom Nachtmal des Herren, gelert, nämlich daß der lyb und das bluot Christi im brot und wyn nit wesenlich empfangen werde. Uf sölich min leer hat mich Doctor Hans Eck zuo Jngolstatt, der wytberüempt fyend aller dero, die das Evangelium Christi trüwlich verkündend, uf das schmächlichest antastet und ein lasterbüechli wider mich im truck lassen usgan, darumb (?) er mich diser leer halb ein gottslesterer und ketzer schiltet: ja er überschütt mich vor aller welt mit so vil unwarhaftigen schmachworten, daß ich acht, sin schryben hette uf zwei blettli mögen begriffen werden, wo er die lesterwort harus- gelassen Helte. Dercnhalben ich im zuogeschribcn, in uf das höchst und by christenlicher Pflicht erfordert Hab, daß er sich hiehar verfüege, da welle ich im miner leer rechnung und antwurt geben: bin ouch der Hoffnung gewesen, er wurde crschynen, so doch der platz sicher und gmein ist, und kein biderman anders sagen kann, dann daß die Disputation (lut miner gnädigen Herren von Bern usschrybens) ganz nnpartyesch gehalten wirt. Aber mir ist sin eigne Hand- gschrift hiehar geschickt worden, darin er sich widert Harzekommen: laßt sich hören, als ob im die zyt ze kurz angesetzt sye, er könne nit fliegen: und sind aber setz schier dry wachen verschinen, daß im min brief überantwurt ist worden, darumb er wol angeflogen hett mögen Harkomen. Aber es hat in min lieber Herr und bruoder, Meister Uolrich, laug darvor uf die Disputation erfordert, deßhalbeu er sich der zyt halb nit beklagen mag. Darnach schändet er in sinem brief die christenliche Disputation, schiltet sy ketzerisch und schtächt mir vil richter für, vor Januar 1528, 1259 weliche» er mit mir disputieren welle, will also das urtheil der geschrift von der christenlichen geineind uf ander richter wenden, welches doch der schrift ganz wider, wie in vergangnen tagen gnuogsam gehört worden ist. Darzuo hat er selbs vormals on richter zuo Baden disputiert: jetzt aber will er uns unverwcgert richter habe», darumb er weder schrift noch crempel der schrift hat. So er nun nit hie ist, und ich gegen im nüt handlen kan, bezüg ich mich offenlich vor diser geineind Gottes, daß ich urbüttig bin, dem Echen und menklichem miner leer antwurt ze geben, weiß sy ouch mit göttlicher schrift zuo erhalten, wo mir ein fryer sicher(er) platz bestimmt wirt, verhoff also, es werdind all fromm verständig christcn erkennen, daß die fach an mir nit erwunden hat, sonder daß ich mer dann ich schuldig gewäsen wäre, gethan Hab." Act« Bl. cmxix. 98) Zu VI. (23. Jan., Schlnß). (Protestation von) Paulus Beck, predieaut zuo Gißlingeu. „Hochgelcrt ?c. ?c. Min Meinung ist nit, wider dise schlußrcden zuo fechten, dann ich sp selbs der merteil geprediget Hab, bin aber von einem ersamen wysen Rat der statt Ulm verordnet und gesetzt in die statt Gißlingen, irer Herrschaft, und mir ernstlich von inen befolcheu, daselbs das heilig göttlich wort, uuvermischt mit menschlicher leer, rein und luter dem volk fürzuotrageu und zuo verkünden. Solichs Hab ich, nach minem vermögen, mit ganzem höchstem flyß gethan. Nun ist aber ein pfarrer in der gemelteu statt Gißlingen, mit namen Doctor Jörg Oswald, der zum dickernmal mich, den geringsten, mit andren frommen christenlichen predicanten schmächt, ketzert (als) ver- füerisch lerer vor dem einfältigen volk usrücft und mit vil andren lestruuge» angrift, ouch dise zechen artikel zum oftern mal antastet hat, darzuo sich zuo dem dickern mal offenlich erbotten, vor den hohen schnellen und allen gelertcn siner leer rechnung zuo geben in eigner Person oder schriftlich. Wyl nun jetzuud ein versamnung viler treffenlicher gelerter mänuer hie versamuot ist, Hab ich uf solich sin hoch erbieten schriftlich uf das allerhöchst in erfordret, daß er sich hiehar uf disen fryeu platz verstiege, (so) welle ich im vor den gelerteu und vor diser christenlichen gemeind rechnung und antwurt miner leer geben, harwiderumb ouch in siner irrthumb mit heiliger schrift wysen und leeren. Bin gänzlich der Hoffnung gewesen, er wurde sincm Höchen erbieten nach erschinen sin, Hab deßhalb sin gewartet bis uf den hüttigeu tag; aber ich sich in noch nit. Ob nun er oder jemand von sinent- wegen nut siner schrift hie wäre, der mich miner lere halber anziechen wöllt, bin ich bereit, im vor diser gemeind Gottes antwurt zuo geben, will mich ouch deß hie offenlich protestiert und bezöget haben und hoff, ich Hab vor allen frommen christen, wie eini christenlichen predi(g)er gebär, gehandlet." Acta Bl. ouvn». 99) Zu IX. (24. Jan.). Gleich nach Eröffnung der These durch Halterl (Erklärung) Jacobus Würben, Predicant zuo Bieln. „Ersamen lieben christen. Ich bekenn hie offenlich vor diser löblichen versamlung, daß die zechen artikel oder schlußreden christenlich, in göttlicher und biblischer schrift gegründt und mit derselben erhalten und bewärt, deren mich willenklich und gern underschribcn. Hiemit will ich mich ouch protestiert haben, daß ich vor diser christenlichen versamlung erschinen bin, miner leer, die den zechen artiklen oben gemcldt glychförmig ist, menklichem ursach anzuozeigen, und insunderhcit denen, so mich in miner Herren statt von Biel» lngenprediger und gelübd- brüchig gescholten, antwurt zuo geben, wie ich mich deß zuo Bieln offenlich am canzcl, Sunntag nach Circum- cisionis, ergeben und sy har uf dise gegenwärtige Disputation geladen Hab. Derohalb, ist jemand hie von Bieln oder anderschwo har, der mich miner leer und Handlung anziechen und strafen will, und besonder diser jetzigen schlußred halb, dem will ich hie antwurt geben." IVO) Eine ähnliche Protestation und Provoeation an gegnerische Geistliche aus den III Bünden gab Melchior Dillmann von Lucern, Pfarrer zu Jcnatz im Prättigau, von seiner Kirchhörc nach Bern abgefertigt, schriftlich ein. St. A. Bern: Ktt'chl. Angelegenheiten. 101) Zu IX. (25. Jan.). Am Schlüssel (Erklärung von) Meister Ambrosius Blarcr, predicant zuo Costeuz. „Lieben frommen christcn, es haben unser gnädig Herren von Bern einen ersamen Nat zuo Eostenz schriftlich ongclanget und gebetten, ctwarn uß ircn predicanten allhar uf diß ir loblich christenlich Disputation, so dann jetz >" üebung und bynach zuo glücklichem eud (Gott Hab lob) geloffen ist, zuo verordnen, welichcs mincn Herren von Eostenz inen zuo früntlichcm wolgefallcn gethan und also ein erbcre ratsbotschaft und mich, mit derselbigen har- zuokommcn, abgefertiget haben, mit keinem sondern befelch, ützit wider jemand hie zuo handlen, dann allein wo 12K0 Januar 1528. Doctor Johann Eck, so dann von Meister Huldrichen Zwinglin und Cuouraten Som, predicanten zuo Ulm, minen lieben brüedcrn; oder Jörg Nüwdorfer, Predigerordens zuo Rotwyl, der durch mine gnädigen Herren von Bern sich harzuozefüegen ernstlich und trungenlich gefordcret ist, kommen, märe ich willens gewesen, ir beider schmachschriftcn, darin sy zum teil mine Herren von Kostenz, zum teil mich min person sonderlich, mit frevel und der unwarheit angetastet haben, müntlich mch uf das allerkürzest abzeleinen, die sunst warlich nit wert sind, daß st) schriftlich verantwurt und mine Herren oder ich mit schriben, und ander mit lesen deßhalb benüegt werden. Nüt destcr weniger, wo auch sunst jemand und insundcrheit von Kostenz hie zuogegeu wäre, der da vermeinte, daß ich oder die andren mine geliebten brüeder und Mitarbeiter im wort zuo Kostenz etwas gelert oder geprediget Helten der jetzund hie gedisputierten artikel halber, das unchristcnlich und dem wort Gottes widrig wäre (wie mich dann seltsam uubillich reden, so etlich hie usgießen, glaublich anlangen) den oder die selbigen bitt ich umb Gottes eer und brüederlicher liebe willen, sölichs hie in anhören der gelerten und hochverständigen harfür zuo tragen, (so) will ich darumb mit Gottes hilf und verwilligung der eerwirdigen Herren Presidenten stündliche, brüederliche und in allwcg christenliche antwurt geben, dcß ich mich auch also hiemit vor aller mcnklichem hie zuogegen bezüget und protestiert will haben, damit sich nachmals niemand güdeu möge, daß er mich zuo rechtfertigen hie erschinen, und aber der Mangel an mir gewesen sye, dann ich mines gloubens und lerens allweg und einem jeden rechnung zuo geben bereit und willig bin." Acta Bi. ooxxxm. Zu X. (Jan. 25.). Nach Kolbs Eröffnung der These und der Bemerkung, daß Niemand dawider habe disputiren wollen, folgen nachstehende Erklärungen! 10?) Johannes Buoch st ab. „Zum beschluß. Hiemit wellen wir all unser reden beschlossen und den christlichen leser vermant haben zuo betrachten, wie uf unser gegenparty vil Hochgelerter Wen sind, und by uns kein sonders gelerter mann nit ist, damit alle fachen, uns zuodienend, uf das geschicklichest dargethan wurden. So haben wir sölichs auch vornacher nie gebracht noch geüebt. Darumb wir alle christen bitten, an unser einfaltigkeit für guot ze haben und uns, so wir nit allwegen bim scherpfsten geantwurt Helten, zuo verzichen. Dann ein jeklicher, so sölicher fachen >nt wol geüebt, so ylends uf einen jeden gegenwurf schwerlichcn antwurten kan. Gott keer es alles zum besten- bäut, llat." 103) Thcob albus Hnot er. „Ich underwirf mich gemeiner christenlichen kilcheu, will ouch by allen schlußredcn, so bishar gehalten sind, gemeiner christenlichen kilchen befolchen haben. Sant Paulus spricht zun Ephes. inj. Ein Herr, Ein gott, Ein touf und Ein gloub sye ?c. Also ouch ein gemeine christenliche versamlung geregiert wirt von dem heiligen geist, welicher im selbs nit widerwärtig ist, by demselben zuo bliben. Und ob ich geirrt hette in dein waren wort Gottes, mich zuo berichten lassen und folgen als ein gehorsamer, deß ich mich also offenlich protestiert Hab, Th. H., pfarrer zuo Appenzell. Amen." 104) Berchtoldus Haller. „Herr pfarrer, ich bitt üch, ir wellen bliben by der heiligen christenlichen kilchen, die Christus durch sine« geist und wort regiert, so werden ir ane zwyfel keiner unser schlußredcn widersprechen." Acta Bl. ovxxxim. 105) Fridolinus Brunner, pfarrer zuo Matt in Glaris. „Ersamen w. :c. Uech soll müssen sin, mich nit von minen Herren von Glaris insunderheit hargesandt, aber doch von den selbigen vergunnt und nachgelassen, ob jeman lust Hab an angeschlagne disputation von minen gnädigen Herren von Bern, wol in sinem kosten dahin keren mög. Warumb aber ich mich hiehar uf die disputation in minem kosten gefüegt Hab, will ich kurzlich (die) ursach erzelen und üwer wysheit fürhalten. „Es hat sich begeben uß gnaden gottes, daß das gemein volk zuo Glaris im ganzen land gar »ach ist durch min und ander predicanten leer und predig bericht worden, die meß ein grüwel und gottslästerung sin. Nun, nachdem das geniein volk deß ein wüsten hat gehebt, stuond mir zuo, mincr leer glychmäß ze leben und von solchem grüwel gottes abzeston. Nachdem ich das Hab understanden und ein pfruond in der houptpfarr zuo Glaris, mir meß ze halten verlychen, uf Hab geben, ist (damit ich es kurz mach) ein gespan entstanden. Do han ich vor Januar 1528. 1261 eini ganzen gesessnen Rat zuo Glans begert, miner leer rechnig ze geben, und erforderet den pfarrer zuo Glaris und sin mithaften sampt eim ratsbotten setz uf genannte disputation für die gelerten, damit das arm voll zuo friden und cinigkcit des glonbens möchte kummen; das wurde aber also beschechen, wann eintwcder teil, so unrecht erfunden, nachlassen wurde. „So aber (weder) er noch sin mithaften nit gegenwärtig sind, so ich mich doch gefröut hett, mit inen gespräch ze halten und miner leer grund anzezeigcn, will ich sust zuohörcn, ob angezeigte artikel von erwirdigen gelerten, predicanten einer loblichen statt Bern, Berchtoldo Haller, welche ich ouch zum teil gelert Hab, mit biblischer geschrift mögind umgestürzt werden; wo dem also, wellt ich von minem leeren abstan. Wo aber das nit beschicht, als ich von gott verhoff, will ich mit miner leer wie bishar, ist es gotts will, fürfaren. „Demnach so undcrschriben ich mich dem ersten artikel, von dem erwirdigen predicanten Bcrchdoldo fürgchalten, nämlich daß er christenlich sy(e) und in gottes wort gegründt, daß Christus das einig houpt sy(e) der christen- lichen gemeind, welche ouch allein uß dem wort gottes geboren und von dem allein ernert und enthalten werd." St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten (Nntographon). (26. Januar). Die predigtartige Rede von B. Hallcr weglassend, geben wir nur die Vortrage der klebrigen. 106) Meistern Huldrichen Zwinglis, Doctorn Johannis Ecolampadi, Doctorn Wolfgang Fabricij Capitonis und Martini Nutzers beschluß und erbietung. „Fromm wys gnädig lieb Herren und brüeder. Nachdem und ir durch all artikel und schlußreden hin wol vermerkt haben, daß wir nit an allen orten alle geschrift, die zuo gegenwärtiger fach diente, harfür gezogen, sunder uns vernüegt, den Widersachern uf ire gegenwürf geantwurt haben, wiewol hie mit rechter, satter unentwegter grnnd (sio) von Berchtolden und Franzen, üwern predicanten, gnuogsam anzeigt, ist alles zuo pnzug und mindrung des kostens, der etlichen schwer gnuog, und zuo gewün» des zytes beschechen. Sofer aber jemand, sampt oder sunders, üwere disputation mit schriftlichem usbrechen zuo widerfechtcu undcrstüendc, erbieten wir uns, mit der hilf Gottes harfür ze stau und sölich widcrfechtcr zuo bestriteu und gchandletc warheit, die so klar uf der crlichen göttlichen disputation harfür bracht ist, mit gottes wort zuo handhaben. Es soll ouch üwcr crsam wysheit nit bekümbrcn, daß wenig der hochbenempten Doctorn, die dem Bapsttum vorfechte», zuogegen', dann ob si) glych nit persönlich, sind sp doch mit irer leer, argumeutcn und gründen gegenwärtig gewesen, das alle die bekennen, die irer schriften belesen sind. Zeigen hicmit üwcr ersam wysheit an, daß sunst andre schelt und schmach- wort (als Eggen unzüchtig verschmclerung) unscrs bcdunkcns nit zno verantwurten sycn: wir söllen gern lydcn, so man uns uinb Gottes willen schwächt, sofer die warheit damit nit geschwächt, sonders gefcstnet wirt. Dann was söllen die, so überwunden sind in iren eignen conscienzen, anders thuon weder iren schmerzen mit wybischem schelten uswcrfcn. Und harwidcrnmb, wer ist so unwys, der nit merke so uugebürliche reden nit uß vcrtruwtcm, sonders verzwifleten herzen kommen. Hierum, fromm wys Herren und brüeder, gebe üch der Gott alles siidens und trostcs waren festen gloubcn, standhafte in allem guotcn, zuonemen in einem christenlichen leben, sampt üwern »ndcrthanen und befolchnen, daß ir üwcr oberkeit also nach gottes willen bewaltcnd, daß ir sampt den üivern und >^llen gläubigen frölich mögen crschinen an dem tag, der allen gottsfründcn trostlich und frölich, aber allen gottlosen jämmerlich und forchtsam sin wirt. Damit bcfclchcn wir üch dem allmächtigen Gott. Und aber üwcr wysheit empfelchen wir alle, die uß einfaltigkeit gcirret und doch sich selbs zum höchsten gegen Gott und der zyt versnmpt haben, nach gewonlicher güete und wysheit mit inen zuo handle» und unser fürnemen zum bellen verstau und ufncmen. Die gnad nnsers Herren Jesu Christi syc mit üch zuo aller zyt, Amen. 107) Abrcd Doctor Joachim von Watt, Bürgermeisters von St. Gallen, in namcn der Herren Presidenten, zuo einem beschluß. „Erwürdig w. -c. Dicwyl sich diß christcnliche disputation zuo cnd gezogen, und nun Herren die Presidenten von mincn g. Herren Schultheißen und Rat diser löblichen statt Bern uß dem grnud, gedachter disputation vor- zuostand, verordnet sind, daß sy schidlich der partycn halb wären, daby höchsten flyß ankerten, damit red und widerred sanipt alles fürtraqs zuo der fach dienende, in die Acta von Herr Statische,ber und den andern verordneten schribcrn nach ver.nög der gelübden, so sy gethan, verfasset und zuosamen gebracht wurden, befelchen m.r gedacht min Herren, mcnklichcm zuo eroffnen, daß sy in sölichem allen jcmer vermoglichen flyß ankert und darb.) 1262 Januar 1528, sunder ufsechcn und sorg gehabt haben, daß der partyen, so wider einandrcn gestanden sind, fürträg nach inhalt der Worten, so gebracht sind, eigentlich in die sehnst kämen, und sind darnf die schriber anzuozeiMN, ob jendert in der fach mangel wäre, mit ernst crfordret, by wclichcn man niit anders dann gelychsamen verstand und ein- hälligen vergriff (wie sy dann von einer scssion zuo der andren anc verzug collaci(o)nicrt und entgegen gehalten haben) erkundet und erfunden hat. Demnach gedacht min Herren Presidenten alle acte», wie sy nach der länge gestellt sind, den frommen ?c. ?c. Schultheissen und Rat diser statt Bern zuo ircn Händen hingeben und übcr- antwurt(et) wellen haben, wyter mit sölichcn nach irem guotbedunkcn zuo handlen. Und wellen also diß lobliche disputation beschlossen und vollendet haben, doch mit dem anhang, ob jemand wäre uß deren zal, so gedisputiert haben, die ir gethan reden oder argument nit gnuogsamklich, wie sy söliche geredt, in die fedren kommen sin vermeinen und darin Mangel haben wellten, daß den selbigen nochmals uf hüttigcn tag zuogelassen sin soll, vor gedachten Herren Presidenten iren Mangel anzuozcigcu, damit mcnklichem gnuog bcschcche, und sich nachmals niemand beklagen möge. Wyter, günstigem lieben Herren und guoten fründ, vorus ir min Herren von der priesterschaft, miner Herren Presidenten ist an all und jeden insunders christenlich früntlich bitt und bcgcr, diewyl sich verloffen, daß in diser disputation zum mercrn mal die, so disputiert Hand, angeredt und vilicht mit etwas ernstlichen warten, nach erhöuschung der fach (damit miner Herren von Bern usgangncn Mandat gelebt wurde) gewisen oder geheißen worden sind, daß jctlicher sölich reden nit anders ufnemc», dann sy geschechen sind, und zuo keinem argen dieselbigen züchen welle; dann ir ivill und füruemen nit anders vor im tragen hat, dann die warheit zuo fürdren und jetlichem zuo rechtem fürtrag siner argnmenten mit flyß verholfen sin, hierumb sy nochmals urbüttig sind, allen denen, so disputiert haben, allezyt guots mit geneigtem willen zuo bewysen." 108) Danksagung von Herrn Berchtolden Haller, uß befelch Herr Schulthessen und Rat der statt Bern bcschechcn. „Erwürdigen, ?c. w. Ir syend von unfern trüwen lieben Eidgnossen von Zürich, Glaris, Basel, Schaffhusen, Appenzell, Bieln, Saut Gallen, Mülhusen, geistlich und weltlich, Mitbürger oder von andren stellen und ländren, so har uf dise disputation, Gott zuo lob, unfern gnädigen herreu zuo guotem, crschiucn sind zuo fürdrung der warheit. Unser gnädig Herren, Schultheiß, klein und groß Rät, so man nempt die zweihundert, diser löblichen statt Bern befelchen mir ungeschickten, üwern Ecren uf das allerhöchst zuo danken, daß ir mit üwer erlichen gegenwürtigkeit, großem kosten, müeg und arbeit ir angescchne disputation besuocht haben und in allweg geholfen mit allem üwerem zuothuon, ir göttlich fürnemen christenlich zuo vollstrecken. Erbieten sich hiemit, allen und jeden Herrschaften und Personen sölichs in dankbarer wys »iemer zuo vergessen, sonders mit hochem flyß und geneigtem willen zuo allen zyten, so wyt ir vermöge» ist, (ze) bcschuldeu und verdienen. Demnach, als dann ein große menge volks hie erschinen, da jemand vilicht etwas unzucht begegnet wäre, deß doch min gnädigen Herren kein müssen tragen und insonders leid wäre, bitten sy, meuklichen welle sölichs iren gnaden nit verargen: dann so wyt es in irem müssen märe, wurden sy sölichs nit ungestraft lassen. Hiemit soll sölich üwer erlich gegenwürtigkeit, disputieren, antwurten, predigen und bywesen, deß (sich) ein lobliche statt Bern uf das höchst gefröut, niemcrmer z»o guotem vergessen werden. Befelchen allermenklich der gnad und dem fridcn gottes. Verstand es alles bas, weder ich kleinfüeger redner habe mögen darthuon." 109) Nachwort an die Leser. „Frommen christenlichen läser und zuohörer, wellend um gottes ecr und üwers, such ümers nächsten frommen willen den Handel diß gesprächs mit christenlichen gcmüeten erwägen und gründlichen ermessen, one allen zorn und one antaftung jemands ceren, und darby warnemen, wedere party die gschrift zum trüwlichesten harfürbrachst ouch dem geist gottes allerglychförmigest die usgeleit und erklärt, demnach urteilen, ob nit ein christenliche ersann Oberteil der loblichen statt Bern uf sölich gehabt Gespräch die vermeinten gottsdiensten und cercmonien billichen usgcrütet und lut der gemeinen Reformation christenlichen gehandlet habe. Gott der Allmächtig well uns allen sinen geist geben, daß wir des rechten Verstands sins heiligen worts fächig, und unser laben darnach richten mögen, Amen." Januar 1528, 1263 zz. Sammlung der Unterschriften. 11V) Da Bern, laut der Einleitung, mit Vorbedacht die Acten ohne die Unterschriften ausgehen ließ, so könnten die letzteren, streng genommen, auch hier wegfallen. Wir wählen indeß einen Mittelweg, indem wir die nicht im Gebiete Berns verpfründeten Geistlichen zusammenstellen. Es ist dabei zu bemerken, daß mehrere Verzeichnisse der Theilnehmcr, fast alle nur in flüchtigem Concept, mangelhaft geordnet und einander theilweise ergänzend, vorhanden sind, aus denen die folgenden Namen zusammengesucht werden müssen. Den größten Theil, mit Ausnahme der Zürcher, gibt Stärker in seinen Urkunden. :c. I. 541—553. III) 1. Tignrinit M. Hnldrich Zwingli s Caspar Großman j Cnonradns Pellicnnus j Jacobus Ammanus > Rudolphus Collums ^ Hans Fritz j M. Franz Zink > Jos Has j Hilarius Karnor s Ulricns Span s Hans Bcstl») j Bcnedictus Finsler j Johanns Fries j Petrus Simler, prior von Cappel s Heinrichus Bullinger, schuolmeister zuo Cappel > Heinrich Buchter, pfarrer zno Kilchberg j Hans Schmid, pfarrer zuo Tellikon j Wolf Grüter von Rümlingen ^ Peter Schinder, genampt Frick, pfarrer zuo Laufen l Udalricns Zink, pfarrer zuo Dür(n)ten, Grüninger ampt l Marcus Büechi, pfarrer zuo Turbental, Kiburger ampt j Johanns Seiler, pfarrer zuo Schlatt, K. A. j Johanns Hugo, pfarrer zuo Höngg i Johanns Wagner, pfarrer zuo Pfeffilon, K. A. j Gebhart Wirtcnberger, pfarrer zuo Wpl uf Rafzerfeld > Johanns Schwetinger (?), pfarrer zuo Regenstorf I Jakob Toggenburger, pfarrer zuo Rußikon, K. A. j Heinrichus Kramer, Helfer zuo Rußikon j Cuonrat Bur von Mettmenstetten > Heinrich Pfifer von Maschwandcn j Johanns Klinger von Ottenbach I Jakob Näf von Affoltern j Ulricns Pfister, pfarrer zuo Ustere, Grifensee vagty ^ Uolrich Hafner von Eglisow, pfarrer zno Glattfelden ^ Hans Stumpf, pfarrer von Buobikon ^ Dieterich Hasenstein, pfarrer zuo Eglisow s Pelagius Schörlin, pfarrer zuo Velten by Wintertnr ^ M. Heinrich Lüti von Wintertnr j Heinrichus Custor von Wintertnr j Wolfgang Cröul von Rüti j M. Hans Briner von Wißling(en), K. A. l Ouirinus von Leiden j Nikolaus Fürstein, pfarrer zuo Oberglatt ^ Laurentius Meper von Wintertnr, predicant zuo Stammen j Jacobus Grotsch, Pregentinus, predicant von Stein ^ Balthasar Pherus (?) uf dem stachtat (?), predicant zuo Oberwintertur j Hans Boßhart von Wintertnr ^ Ulrich Werdmüller, predicant zuo Rickenbach j Jacobus Rasoris von Wintertnr, predicant zuo Din(h)art j Felir Silbcriscn von Mcilan ^ M. Wilhelm Keller ^ Doctor Baschion Hofmeister j Doctor Arnoldus von Tanncnbrunn ^ Hans Hallcr, Helfer (zuo) Zürich > M. Hans Schneewolf (Schürivolf?) von Wien ^ Michael Hücker, pfarrer zuo Buchs j Nicolaus Züchender j Caspar Alberhofer, pfarrer gsin (zuo) Lintal in Glans j Hans Buman von Altstetten I N!. Jörg Stäli, pfarrer zno Winingen j Jacob Kciscr, pfarrer zno Schwerzenbach I Johannes (?), pfarrer von Diebendorf j St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten t»°n den Acten getrennt). 2. Gtarnst Fridolin Brunner, Pfarrer zu Matt. 3. Baselt vr. Johann Ockolampad, Pfarrer zu St. Martin, Marcus Bertschi, Leutpriester zu St. Leonhard, Wolfgang Wyßenburger, Prädicant im Spital, Franciscus Hagenbach, Ruprecht Winter, Erhard Roß, Caspar Ougli, der stumme, Matthias Nppiarius, Heinrich Bcling, Urban Schwarz, Jakob Helweg, Apotheker, Hans Rohrmann, Sebastian Häsli, Schulmeister, 1264 Januar 1628. Jacob Jmeli, Leutpriester zu St. Ulrich, Burkard Rothplch von Brombach, zu Minder-Basel, Petrus Weruli, von Schaffhauseu, Johannes Grell, Leutpriester zu Kilchberg, Matthäus Merk, Leutpriester zu Buus, Matthäus Hiltbrand, Leutpriester zu Oltingen, a. Schafmatt, Johannes Stucki, Pfarrer zu Rothcuftuh, Ambrosius Syragrius, Pfarrer zu Riehen. 4. Appenzell: Pelagius Amstein, Prädicant zu Trogen, Walther Klarer, Pfarrer zu Hundwyl, Matthias Keßler, Pfarrer auf Gais. 5. Graub ünden: Melchior Tillmann, Pfarrer zu Jenins (Jenatz). 6. Müh Ihausen: Wilhelm Hiltdoch, Kirchhcrr zu Jlzach, Jacob Augsburger, Prädicant zu M. (Art. 4 ausgen.), Augustin Gemuseus, Prädicant daselbst (deßgl.). 7. Biel: Jacob Würb, Prädicant daselbst. 8. Bischöflich Basel: Simon Weber, Prädicant zu Thcrwpl und Ettingcu, Georg Gattenheimer, Prädicant zu Laufen, Jodocus Himmelkron, Prädicant zu Bärschmyl, im Laufenthal, Haus Schmidli, Peter Hans Meyer, von Laufen, dem Pfarrer Simon (...?) von der Gemeinde zugeordnet, (? Johannes Balthasar von Nheinfelden, vormals Prädicant zu Laufen). 9. Jsny: Paulus Fagius, Schulmeister. 10. Augsburg: Hans Stosfler. 11. Matthias Ritter von Uechtersheim bei Heiderberg. Eine wirklich vollständige Zusammenstellung der Fremden scheint nicht mehr möglich. 112) Gegen die X Artikel erklären sich: Von Freibnrg: vr. Conrad Treyer, Provincial, für sich selbst. „ Solothurn: Jacob Edlibach (von Zürich), Pfarrer zu Grenchen. „ Appenzell: Theobald Huoter, Pfarrer daselbst, Joseph Forrer, Pfarrer zu Herisau. „ bischöflich Basel: Petrus Gabrielis, Curatus in Ligerz, Jacobus Bovin, Kirchherr auf Teisenberg. 113) Gegen Art. IV: Burgauer (f. o.), Andreas Althammer, Jacob Augsburger und Augustin Gemuseus (f. o.). 114) Einem von Stadtschreiber Cyro gefertigten Verzeichniß der zu der Disputation berufenen Gelehrten aus dem Gebiet von Bern und andern Orten entheben wir folgende Notiz: „Doctor Cuonrad Treger, S. Augnstws ordens Provincial; ouch D. Thonras Murner, Barfüeßer ordens, pfarrer zuo Lucern, sind insonders beschribcn us ansuochen Capitonis und Buceri." St. A. B-rnt Kirchl. Angelegenheiten. 1?. Ausgang des Gesprächs. 115) 1527, 22. Januar (Vincentii), Bern. Disputation mit acht Widcrtäufern, vor allen Botschaften nud der Mehrzahl der Gelehrten. „(Und hat) Zwingli vorab si irs irtnmbs beivist ?c." Folgt Angabe der Straf- maßregeln. St. A. Bern: Rathsbuch Nr. sro. 116) 1528, 23. Januar (Donstag post Vincentii). Bern an Straßburg. „Uf das fründlichest danken von Capitonis und Buceri wegen, und daß sy sich erlich gehalten, und (sye) höcher (zuo) achten, (daß si für sich stl erschinen?), dann wann st (wären) beschribcn worden." S«. A. B-m: Rathsbuch. Januar 1528. 1265 117) Am 27. wurden auch an Appenzell und Mühlhausen entsprechende Dankschreiben erlassen; „dem von Chur" ward schriftlich bezeugt, daß er seine Widersacher herausgefordert und sich unterschrieben habe. Die (Gesandten und Prediger) von Zürich erhielten einen „abscheid oder sürdrung(bricf), wie sy sich erlich des buxgrechtcn von Costanz und der disputation halb gehalten." Auch D. v. Gcroldseck erhielt ein Zeugniß, daß er „inen zun eren hie sye gsin und sin Pfennig verzert." Am 3l). wurde auch gegen Ulm die Sendung eines Predigers verdankt. 118) Der Stadtschreiber von Solothurn erhielt für seine Arbeit 25 Kronen, die Präsidenten von Basel und St. Gallen je 30 Kronen als „Ehrung"; zudem wurden sie frei gehalten, auch die Knechte beschenkt. — Am 28. wurden dem Burgermeister von St. Gallen 40 Kronen, seinem Knecht 3 Kr. gesprochen. 119) 1528, 27. Januar („Montag"), Bern, Sitzung des großen Rathcs. 1. Den Präsidenten wird für die bewiesenen Ehren und Dienste gedankt, mit der Bitte, zu rathen, was weiter zu thun sei. 2. Die (neugläubigen) Priester bitten um Hülfe und Rath, da sie sich unterschrieben haben, die Artikel (der Disputation) für christlich erkennen und in Ewigkeit nicht widerfechtcn und mit Leib und Gut sich gehorsam beweisen wollen. 3. Die der Gegenpartei haben erklärt, man wisse noch nicht, wer gewonnen habe; darum haben sie sich zu der Widerpart einschreiben lassen, indem sie vermeinen, die göttliche Schrift auch dargethan zu haben. Sie begehren daher, daß man der Aenderung halb sie nicht übereile, sondern ihnen rathe, wie sie sich daheim mit der Messe oder andern Dingen halten sollen. 4. Die Präsidenten Vadian, der Abt zu Gottstatt und der Commentur zuo Küsnacht rathen nun, die (Reformation) tapfer an die Hand zu nehmen, da sich jetzt in der Disputation genugsam gezeigt habe, was die Wahrheit sei. 5. Dagegen meint der Präsident von Basel, es wäre nicht gut, gleich nach der Disputation eine Aenderung vorzunehmen, sondern gar nothwendig, die Sache mit großer Vorsicht und gründlich zu bedenken. 6. „Deßglcichen" räth der Abt von Gottstatt, den Handel bei Zeiten den Angehörigen vorzutragen, damit sie sich in Gegenwart der Priester berathcn können. 7. Der von Küsnacht erzählt, wie Zürich in solchen Dingen verfahren sei. 8. Vadian schlägt vor, (öffentlich) zu erbieten, sich eines Bessern belehren zu lassen und das zu erwarten (inzwischen aber im Sinne der Reformation zu handeln?). 9. Folgen betreffende Beschlüsse: Motive zu einem Vortrag für Stadt und Land, zc. St. A. Bern: Rathsbuch Nr. ow. 120) 1528, 28. Januar (Dienstag vor Lichtmeß), Knonau. Hans Bergcr an Bin. und Rath in Zürich. In der Nacht haben zwei (benannte) Personen aus dem Amt, die gestern zu Jonen gewesen, ihm angezeigt, daß ihnen ein Biedermann, der über die Ncuß gekommen, als Geheimnis) mitgetheilt habe, daß die sechs oder sieben Orte sich zu Baden und Bremgarten gefaßt machen, den Zwingt! aufzufangen, damit er nicht mehr nach Zürich käme. Da solche Versammlungen leicht zu andern bösen Anschlägen führen, so sei zu besorgen, daß es sich nicht bloß um Zwingli handle, und bleibe er deßhalb zu Hause; er bitte übrigens um weitere-Weisungen. St. A. Zürich t A. I. Cappeler Krieg. 121) 1523, 7. Februar, Bern. Neformntionsmandat für Stadt und Land (häufig auch nur als „Reformation" erwähnt). — (Wie die Folge zeigt, bildete dasselbe, nebst den „Acten", auch für die kirchliche Neugestaltung der bundesverwandten Gemeinden Grundlage und Vorbild). Vollständiger Abdruck bei Stürler l. 252—262. C. Geschichte der Acten. 122) 1528, 11. März. Bern an Zürich. Christoph Froschauer habe vorgebracht, es wäre ihm ohne schweren Nachtheil nicht möglich, die Acten der Disputation, die er drucke, nach Frankfurt auf die Messe zu liefern, wenn ihm nicht erlaubt würde, das (bereits) Gedruckte „inzcschlnchen"; damit er nun nicht „^Schadens halb sei", habe man ihm entsprochen, mit dem Beding, daß er nichts einschlage, bevor es durch die Verordneten von Zürich geprüft worden, damit in fremde Lande nichts komme, was Bern an seinen Ehren nachthcilig wäre. Man bitte^ hierin das Beste zu thun. — Nach Chur habe man geschrieben, wie die beiliegende Copic ausweise. St. A. Zürich: A. Reltgionssach-n. — St. A. Bern: Teutsch Mlssi-en y, 252 u. 123) 1523, 22. März, Zürich. I)r. Heinrich Engelhart, Pfarrer zum FraucnmüIlster, und Heinrich Utinger, Custor zum Großenmünstcr, bezeugen, daß sie nach dem ihnen gewordenen Auftrag, die hier gedruckten Acta der Disputation zu Bcru zu prüfen und zu corrigircn, das Gedruckte dem handschriftlichen Original ganz gleichförmig 159 1266 Januar 1528. und gerecht befunden haben, bis „an wenig liechtträchtig fel, so den sentenz nit verfälschend", die aber hinten verzeichnet worden sind. Das bekräftigen sie mit ihren Siegeln. (Schrift von Utinger). » St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. Die Froschauer'sche Original-Ausgabe gibt entsprechend den 23. März als (Schluß der) Druckzeit an. Abgedruckt bei Stürler, Urkunden I. 562. Den Text der „Acta", größtentheils von Cyro's Hand, verwahrt das Berner Staatsarchiv bei dem Titel „Kirchliche Angelegenheiten". 124) Hier mag sich am passendsten die Vorrede aus den gedruckten Acten einreihen lassen: „^.Llen und jeden from- i men Christen spe kund und offenbar, daß uns Schultheiß, Rät und Burger der Statt Bern in Üechtland vil und mancherlei Ursachen bewegt haben, diß gegenwärtig gespräch ze halten, die nun merteils in sorgendem Mandat der usschrybung vergriffen sind, den christenlichen läser und zuohörer bittende, disen Handel nit zuo verargen, noch argwenig (zuo) achten. Weißt Gott, daß unser und der unfern halb die unvermydcnlich notdurft dz erhöuschen hat; wir geschwygen der andren. Und darum so haben wir sölichen Handel uß den vier Originalbüechern der notarien, so die Acten in die fäder empfangen, gezogen, in truck usgan lassen, damit nit verstände, jemands ze zwingen noch ze Hindergan, diß unser ansechen anzenemen, dann allein als vil die gnad gottes ein jeden zücht und ermant. Wir haben ouch uff sölichs ein Reformatz gemacht, dero wir und die unfern hinfür geläben werden, menklich bittende und vermanende, dise Acten mit christenlichem gemüet und herzen ze merken und die keinerlei gestalt noch wäg schwächlich noch verächtlich an(ze)tasten. Wir wellen ouch um kein fach nachlassen noch vergönnen, dz die in ander spraachen, dann in tütscher, on unser gunst, müssen und willen usgespreit werden. Das welle menklich christenlichcr Meinung (als es ouch beschechen) von uns ufnemen. Hiemit sye der frid und die gnad Gottes mit uns allen." 125) Von Acten über die Disputation der W älsch en, die lateinisch verfaßt sein sollten, haben wir durchaus keine Spur und keine officielle Erwähnung gefunden; weder liegt ein Druckauftrag oder eine bezügliche Korrespondenz noch eine Aufzeichnung in den Rathsbüchern vor. Herminjard (II. 99, N. 3) beruft sich, um die Existenz solcher Acten wahrscheinlich zumachen, auf K. Geßner. Daß Farel dieselben zu bearbeiten und herauszugeben gehabt hätte, bedarf keines Beweises; jedenfalls liegt aber die unzweifelhafte Thatsache vor, daß du Regierung von Bern die Sache zu gering schätzte, um sich damit zu beschäftigen. Indem sie schließlich auf eine lateinische Ausgabe der deutschen Gesprächsactcn verzichtete, erklärte sie den Text der letztern als allein maßgebend. Die inneren politischen Bewegungen mußten sie vollends in dieser Richtung befestigen. Zu erörtern, ob Farel selbst oder ein Buchdrucker die Gefahr übernommen habe, die fraglichen Acten herauszugeben, würde hier zu weit führen; nur so viel mag noch bemerkt werden, daß der Umfang einer solchen Ausgabe nicht erheblich sein konnte. 126) 1523, 6. Mai, Bern. Nathsbeschluß, morndcß dem großen Rath etwas vorzutragen betreffend eine lateinische Ausgabe der Disputations-Acten. — Am 7. beschließen Näthe und Burger, sie in Latein zu drucken- Die Obrigkeit scheint in dieser Frage öfter geschwankt zu haben; eine lateinische Ausgabe kam jedenfalls nicht zu Stande. S«4. Lucern. 1528, 14. Januar f. (Dienstag vor St. Antonis Tag f.). Staatsarchiv Lucer»! Mg. Abschiede U. 2.0 417. Kantonsarchiv Schwyz: Abschiede. Kantonsarchiv Basel: Abschiede. Kantonsarchiv Hreiburg: Abschiede Bd. S7. Kantonsarchiv Solothur»! Abschiede Bd. XV. Kantonsarchiv Schaffhausen! Abschiede. Landesarchiv Appenzell I. N.: Abschiede. Gesandte: Bern. (Wilhelm von Dießbach). Basel. (Wolfgang Öder). — (Andere nicht bekannt). 1. Wiewohl schon öfters den Vögten zu Lauis, Luggarns :c. geschrieben und auch vor Kurzem eine Botschaft hinverordnet worden, um den Fürkanf abzustellen und das Korn im Lande zu behalten, wird doch Januar 1528. 1267 neuerdings geklagt, daß alle Befehle nichts helfen, indem fetzt sogar des Nachts das Korn und andere Lebensmittel über die Grenze gebracht werden, wodurch nicht allein die Verbote übertreten, sondern auch der Zoll entzogen wird; deßhalb wird jetzt den eben dort weilenden Boten geschrieben, sie sollen allenthalben ausrufen lassen: Wer Nachts oder Tags den Verboten zuwider etwas über die Grenze führe und keinen Zoll entrichte, solle Leib und Gut verwirkt haben, sodaß Jeder ungestraft auf ihn greifen dürfe. 2. Ferner wird an die Communen Lauis und Luggarus geschrieben, sie sollen ihrerseits dazu helfen, daß dieser Bekanntmachung nachgelebt werde, indem man sonst genöthigt wäre, ihnen nichts mehr zukommen zu lassen. 3. Endlich wird noch ein „eben spitziger" Brief aus Zürich verlesen, der in Betreff der Theurung erklärt, wenn die Eidgenossen den Fürkauf und das Hinwegführen von Vieh und Korn nicht abstellen, so werde es sich und die Seinen »ach Gutfiuden versehen und wolle dann gegen diejenigen, welche in seinem Gebiete feilen Kauf zu finden begehren, seine Ehre verwahrt haben, „mit mehr überflüssigen Worten". I». Zürich sendet jetzt eine schriftliche Antwort betreffend den von Geroldseck, welche aber die Eidgenossen nicht befriedigt. Auf das Ansuchen von Schwyz wird der Handel wieder heimgebracht m der Meinung, daß auf nächstem Tag entschieden gehandelt werden soll, um weiterer Unruhe überhoben zu sein. « Heimzubringen die von Doctor Eck eingesandte Druckschrift, worin derselbe verschiedene Anerbietungen und Vorschläge macht. «I. Jeder Bote weiß zu berichten über den Anzug des Boten von Schwyz, daß man ernstlich bedenken möchte, wohin der Dienst für fremde Fürsten und Herren die Eidgenossen gebracht habe, zc. v. (Für Schaffhauscn:) Der Nechtshandel und die Appellation zu Baden zwischen Zweien von Schaffhausen und Onophrion Setzstab wird auf die Jahrrechnung zu Baden verwiesen, I. Da zu Lucern beschlossen worden, von Muri und andern Klöstern in den gemeinen Aemtern Rechnung abzufordern, so übernehmen es jetzt die fünf Orte Lucern, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus, auf die alte Fastnacht (1. März) ihre Boten nach Muri zu senden, um von dem Abt Rechnung einzunehmen und dann zu gleichem Zweck die andern Klöster zu besuchen. A, Es beschwert sich Hans Schindelt, Pfarrer zu Büren, über die unbillige Handlungsweise deren von St. Gallen gegen chn und bittet um Rath und Hülfe. Heimzubringen. I». Auf das freundschaftliche Schreiben deren von Wallis und die abschriftliche Mittheilung des Briefes, den sie nach Bern geschrieben, wird ihnen freundlich geantwortet. I» 1. Nachdem Zürich die von Constanz zu Bürgern angenommen, hat auf geschehenen Anzug der Bote von Bern eröffnet, daß seine Herren dasselbe gethan; dagegen langen nun Schreiben ein von den beiden Regierungen zu Innsbruck und zu Ensisheim, sowie von den Hauptleuten des schwäbischen Bundes, welche an den Frieden von Basel erinnern, der nach dein Schwabenkricge geschlossen worden, und dessen sechster Artikel sagt, „daß hinfür beine Partei die Angehörigen der andern in Bürgerrecht, Schutz, Schirm oder Verbindlichkeiten annehmen solle, bem andern Theil zu Schaden oder „Unfug", es wäre denn, daß jemand in dem Gebiet des andern sich haus- häblich niederlassen wollte, den Gerichten übrigens, wozu jeder seines Wohnsitzes halb von Alter her gehört habe, unbeschadet." 2. Da man besorgt, daß aus diesem Handel Unruhe oder gar Krieg erwachsen könnte, so wird dies Alles in den Abschied genommen, um auf den nächsten Tag Antwort zu bringen, was den beiden Regierungen und dem schwäbischen Bunde zu antworten sei, während man ihnen vorläufig erwidert, man werde ihnen uuf nächstem Tage antworten. 3. Abschriften der oben genannten Briefe werden auch nach Bern geschickt, damit ^ sich darnach zu verhalten wisse, und gleichzeitig zu bedenken gegeben, was aus der Sache erfolgen möchte; denn man sei fest entschlossen, sich wegen Constanz zu keinem Kriege führen zu lassen, ik. I. Es ist nun offenbar, duß die neue lutherische oder zwinglische Sectc sich täglich mehrt und zunimmt, und die Erwartung der Orte, die noch des alten wahren christlichen Glaubens sind, nicht in Erfüllung gegangen ist, nämlich daß diese böse ^ecte sich von selbst wieder mindern und abgehen werde, wenn sie die argen Früchte ermesse, welche daraus 1268 Januar 1528. erwachsen; weil aber leider der Mensch immer mehr zur Sünde und Leichtfertigkeit, als zu Gehorsam und Ehrbarkeit geneigt ist, und das gemeine Volk stets nach einem neuen Regiment begehrt, so nimmt jetzt dieser schlimme Handel desto leichteren Fortgang. Nachdem man nun in den letzten Jahren Zürich, und nachher auch Bern öfter theils durch Botschaften, thcils durch Schreiben dringendst crmahnt und gebeten, aber nichts ausgerichtet hat, und die Sache mit der Zeit nur immer böser geworden, indem sie unter Andern? schon wiederholt zur Antwort gegeben, die gcschwornen Bünde betreffen nicht den Glauben, was höchst befremdlich ist; da nun Zürich und Bern mit der Stadt Konstanz eil? Burgrecht geschlossen habe??, und zu besorgen steht, es möchte?? noch einige andere Orte und Städte Verbindungen und Verträge init einander eingehen zur Handhabung des neuen Mißglaubens, was ganz gewiß zu Unruhen und Kriegen Anlaß geben würde; da man hieraus ersieht, daß sie sich stärken, Rückhalt suchen und dabei vermeinen, das alles gehe die Bünde nichts an, und sie seien dazu befugt, wogegen aber die acht Orte des festen Willens sind, an den? alten, wahren, christlichen Glauben festzuhalten und sich nicht davon treibe?? zu lasse??, so müssen auch sie dafür sorge??, daß jedes auf das andere sich verlassen könne. Darun? haben sie sich ernstlich berathen und nach weitläufiger Verhandlung beschlossen und verabschiedet, daß die acht Orte ebenfalls ein neues Verkommniß mit einander aufrichte??, verbriefe?? und mit einen? Eide bekräftige?? wollen, damit sie, wenn es je des Glaubens wegen zu Aufruhr und Krieg kommen sollte, wissen können, was jedes von den? andern zu erwarten und zu hoffen habe. II. Daher wird von den acht Orten zur Erhaltung des alten christlichen Glaubens, wie er von den Vorväter?? hergekommen, und wie ihn die allgemeine christliche Kirche bisher gehalten, folgende „Abrednng, Verstand und Erläuterung" getroffen: 1. Mai? will bei den? alten christlichen Glaube??, ii? welchen? die Väter ii? die Bündnisse zusammengekommen, welchen die Kirche lehrt und die ganze Christenheit bisher einhellig gehalten hat, namentlich bei den hl. sieben Sacramenten, insbesondere de??? Meßopfer und den andern christlichen Ordnungen, Satzungen, Bräuchen und Gewohnheiten, nichts ausgenommen/ gänzlich verbleiben und einander dabei handhaben und schirmen. 2. Wenn es, was Gott verhüte, dahin kommen sollte, daß eines oder mehrere Orte, Angehörige derselbe?? oder solche, die dieser Verkommniß beitreten, des Glanbens wegen von irgend welcher Seite, Niemand ausgenommen, angefochten oder angegriffen würden, so wollen die genannten Opje und alle andern, die noch zu ihnen kommen, Leib, Ehre und Gut zusammensetzen, einander nach Nothdurft behülflich sein und einander darum zu mahnen das Recht haben bei Ehre?? und Eiden. Und namentlich, wenn einem der Orte, welche in diesem Vertrage begriffen sind oder noch werden, die Unterthanen in dein alten Glauben nicht mehr gehorsam sein wollten, und dieses Ort die andere?? um Hülfe mahnte, so sollen ihn? dieselbe?? mit Mannschaft und Gut bcholfei? sei?? und Leib und Gut daran setze??, Jedermann in seinen eigene?? Kosten, um die abtrünnigen Unterthanen wieder gehorsam zu machen. 3. Alle?? denen, welche diesen Vertrag jetzt oder später annehmen und eidlich bestätige??, will man zur Aufrechthaltnng des alten Glaubens, so oft es nöthig wäre, mit Leib und Gut beispringen, wie sie auch ihrerseits thnn sollen. 4. Wein? einige Orte oder Andere in der Eidgenossenschaft, die mit den? neuen Mißglauben behaftet sind, wegen dieses Glaubens angegriffen und in einen Krieg verwickelt würden, so wollen sich die durch diesen Vertrag verbündeten Orte desselben nicht annehmen, und es sollen jene Ncuglünbigen keine Hülfe von denselben erwarte??, da sie ja immer behaupten, baß die alten Bünde den Glauben nicht berühren; denn die verbündeten Orte wollen der neuen Lehre wegen niit niemanden kriege??, sondern beim alten Glauben bleiben und lieber Friede?? als Krieg haben. 5. Wie man scho" öfter aus früher?? Tagen anerboten, so erbietet man sich auch jetzt wieder, die vorhandenen Mißbränche abzustellen, indem man init den geistliche?? Obrigkeiten, den Bischöfe?? und Prälaten darüber zu Rath sitzen und Mittelweg?' suchen wird, die Mißbräuche und überflüssigen Beschwerden endlich zu beseitigen. 6. Uebrigens ivill man hiemll Januar 1527. 1269 nichts Unabänderliches oder Ewiges beschlossen haben, sondern wenn ein allgemeines christliches Concilium oder eine andere hiezn befugte Versammlung, zu der auch eine Abordnung der Eidgenossenschaft berufen worden und wirklich beigewohnt hätte, etwas Anderes, Besseres und Christlicheres verordnet und beschließt, so will man als fromme gehorsame Glieder der christlichen Kirche das thnn und halten und sich von der ganzen Christenheit nicht sondern. — Diese Verkommniß ist auf Genehmigung und Verbesserung der Obrigkeiten in den Abschied genommen worden mit der Abrede, daß man dieselbe mit Brief und Siegel ausfertige und beschwöre. III. 1. Damit nun dieses Geschäft förderlich vollzogen werde, soll es jeder Bote treulich heimbringen, und wird von den sieben Orten ein anderer Tag nach Lucern angesetzt auf Montag den 27. Januar, wo jeder Bote mit Vollmacht sich einsinden soll, um die Sache abzuschließen und sogleich, wenn man sich wirklich vereinigen kann, herumzureiten, .um den Eid abzunehmen.") 2. Sobald die acht Orte, was man zu Gott hofft, zur Beschwörung des Vertrages gekommen st»d, soll weiter Rath gepflogen werden, wie man auch die Zugewandten und die Vogteien dahin bringen wolle, der Verkommniß beizutreten und dieselbe zu beschwören. 3. Endlich wird den Bundesgenossen im Wallis dieser Vertrag und Beschluß ebenfalls mitgetheilt, mit der Bitte, denselben zu beschwören, woran man übrigens, zufolge ihres letzten Schreibens, nicht zweifelt. I. (Für Uri:) Nachdem man kaum angefangen, über obigen Handel sich zu berathen, hatte der Bote von Uri den Austritt genommen mit der Erklärung, daß er angewiesen sei, einer Verhandlung über die lutherische Lehre nicht beizuwohnen, obschon Uri fest an dem alten Glauben halten wolle; dies haben die andern Orte, namentlich die Waldstätte, mit Bedauern und Schrecken gehört, indem sie erkannten, daß bei solcher Absönderung der ganze Plan sich zerschlagen könnte, und die Mißgläubigcn große Freude und neuen Muth daraus schöpfen würden. Wohl wären die andern Orte ebenso gern wie Uri der Sache entladen; es steht aber leider so, daß sie mit ganzem Ernst darzu sehen und einander Beistand thun müssen, da es sonst bald dahin kommen durfte, daß besonders die vier Waldstätte erleben und leiden müßten, was nie erhört worden ist und was zu ihrer Unterdrückung, Schmach und Verachtung dienen würde. Darum wird an Uri die dringende Bitte und Mahnung gerichtet, es möchte die Kosten nicht scheuen und helfen, das Vorhaben auszuführen, indem es jetzt noch viel leichter sei, die Sache mit Boten abzumachen, als nachher sich mit Gewalt zu erwehren; es möge daher die Sache zum allcrernstlichstcn heimbringen und seinen Bescheid ohne Verzug nach Lucern schreiben, damit der Fortgang dieses Handels nicht gehemmt werde, i». Weil der Handel betreffend „das Burgrccht der Stadt Eonstanz" viel auf sich trägt, und noch andere wichtige Geschäfte vorhanden sind, so wird ein gemeinsamer Tag für die zwölf Orte nach Lucern angesetzt auf St. Agathen Tag (5. Februar), wo die Boten mit gehörigen Vollmachten sich einfinden sollen, um diese Angelegenheiten zu erledigen. i». Hier ist ein Artikel der Basler Instruction anzuziehen: „Unser bott soll ouch unsern treuen und lieben Eidgnossen Kotten von Zürich, Bern, Schaffhuscn und Solotorn in geheim die nüwe» mär, so iniserm stattschriber uou einein siner gnoten fründ, doctor Fabri belangend und was der by etlichen geredt, zuokommcn, anzeigen und f? die lesen und hören lassen, damit sy die bn iren Herren und obern ouch anzöigen mögen." Vgl. die Note). K. A. Basel: Abschiede. Im Schivyzer und ine Freiburger Exemplar. fehlen v, I; im letztern sind I und As, weil ans Versehen eingetragen, durchgestrichen. Dem Solothnrner mangeln f, I, dem Schaffhauscr t' Ii, k in, dem Appenzeller —1>, >i—»i. Basel hat nur :»—«I und I. Zu I». Es liegt uns nur folgender Act vor: 1528, 25. Januar (Samstag vor Caroli), Zürich. Nathsbeschluß: Auf das lauge Schreiben von Schwyz (fehlt), betreffend den Handel mit dem von Geroldseck, die schließliche Mahnung zum Recht in Einsiedeln und ") Im Llicerner Exemplar ist das Procedere bei der Beschwörung speciell ausgeführt, der ganze Passus aber durchgestrichen. 1270 Januar 1528, die Aufforderung, auf dein nächsten Tag in Lucern zu erklären, wie man sich hierin verhalten wolle, wird nach gründlicher Erwägung des Handels erkannt, man gedenke deßwegen gar nicht zu rechten, da Zürich des Genannten halb mit Schwyz gar keinen Span habe; wenn der von Geroldseck selbst mit Schwyz den Bünden gemäß das Recht üben wolle, so lasse man das geschehen; auf sein Begehren sei man bereit, ihm zu gütlicher Unterhandlung beholfen zu sein, jedoch nichts weiter, und alles in seinen Kosten. Das alles soll ihm schriftlich angezeigt werden, damit er sich zu entschließen wisse; ob er aber Antwort gebe oder nicht, behält man sich vor, sich in Lucern zu erklären, wie man es für gut und nützlich erachtet. Donstag nach Purificat. Mariä (K-. Febr.) wird auch Zwingli zu einem bezüglichen Rathschlag verordnet. Nathsbuch t. 115. Zu «I. Das Luceruer Exemplar enthält eine ausführlichere Redaction, die aber durchgestrichen und nur theilweise lesbar ist; die kürzere, für sich allein nichtssagend, müßte aus jener einigermaßen ergänzt werden. Zu Ii. 1) 1523, 1. Januar. Der Bischof von Sitten ?c. an die acht Orte. Bern habe in den letzten Tagen eine Anzahl Schriften betreffend die vorbereitete Disputation geschickt, die er mit großem „Aberwillcn und Grausen" empfangen, und die wohl gleicherweise den acht Orten zugestellt worden seien. Aus vielen Gründen werde er sich nun dieser Disputation nicht annehmen, sondern nur die abschriftlich beigelegte Antwort nach Bern senden. Die Zuschrift ab dem letzten Tag in Lucern sei ihm erst auf den 28. December (Unschuldigen Kindlein Tag) zugekommen, deßhalb also unmöglich gewesen, auf den Sonntag eine Botschaft abzuordnen; er bitte nun die Eidgenossen, wie bisher in dem alten christlichen Glauben zu verharren und durch arglistige Prädicanteu sich nicht trennen zu lassen; das wollen er und die Seinen auch thun, sich von ihnen nicht söndern und in Lieb und Leid zu ihnen halten, w. St. A. Lucern: A. Neligionshändel (Copie). — K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 57. — K. A. Schaffhausen: Abschiede (Beim 14. Januar 1527). 2) 1528, 9. Januar (Donstag nach Epiphaniä), Meyriu, Sitten. Philipp am Hengari, Bischof von Sitten, mit Hauptmann und Rath der Landschaft Wallis, an die acht Orte. 1. Antwort auf ihr Schreiben, das er nicht ohne merklichen Schrecken empfangen habe. Der Ladung auf den nächsten Sonntag zu folgen sei unmöglich, da der Brief erst am Montag angelangt und man gewohnt sei, keinen Boten „mit Befehl" zu senden ohne Versammlung des Landrathes. Wenn nun Bern in seinem Unternehmen beharre, so wisse man dagegen nichts Besseres zu thun, als Gott um seine Gnade zu bitten und (zu wünschen), daß ein gemeines Concilium zur Reformation der Kirche verordnet werde, was jetzt wohl geschehen könne, da der Papst aus der Gewalt der Feinde befreit sei und bei dem Anblick der waltenden Widerwärtigkeit billig selbst begehre, die Reformation der Kirche an die Hand zu nehmen, und da dieselbe dringend („fast") nöthig sei, so hoffe man zu Gott, die weltlichen Stände werden dazu Hülfe und Rath geben; geschähe das nicht, so wäre noch größere Zwietracht in der Christenheit zu besorgen. Da nun eine Reformation des Glaubens nothwendig sei, so bitte man die acht Orte freundlich und ernstlich, der eingetretenen Entzweiung wegen sich zu keinem „Aufruhr" bewegen zu lassen, sondern im alten christlichen Wesen zu verharren, wobei man auch handfest bleiben wolle, und die allgemeine Reformation, die ohne Zweifel solche Zwietracht abstellen werde, zu erwarten. Wenn aber Jemand sie mit Gewalt überziehen und von dein wahren Christenglauben drängen wollte, so werde man brüderlich Leib und Gut zu ihnen setzen, was man Hinwider von ihnen hoffe. „Witer . . . berüerend etlich burgrecht, so dann in Handel ist mit denen von Kostenz, wüssent wir darzuo wenig zuo raten; doch ist unser fründlich bitt und beger, n wellend darfür sin und keine ußländige nüwe bündnuß oder burgrecht anuemen, darus künftig unruow oder krieg möchte geursacht werden; dann uns will je guot dunken, die innren zwptracht güetig abzestellen, eb daß ein lobliche Eidgnoschaft witer ußwen- digen Unwillen von fürsten und ständen uf sich laden"... 2. Dank für die treue Verwendung bei dem Herzog vo» Savoyen in der Angelegenheit des Vogtes von Sitten, zc. K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 57. — K. A. Schaffhausen: Abschiede (Beim 14. Januar 1527). Zu l. Ein Theil der erwähnten Acten scheint verloren; die noch vorhandenen leisten aber ziemlich genügenden Ersatz. 1) 1528, 9. Januar. Philipp, Markgraf zu Baden :c. ?c., an BM., Rath und Gemeinde zu Konstanz- Abmahnung von dem Burgrecht mit den Eidgenossen. St. A. Zürich: A. Constanz (Copie). — Stadtarchiv Cmstanz (Copie). Januar 1528, 1271 2) Der Abschrift dieser Misfive fügt der Constanzer Stcidtschreibcr folgende Erzählung bei: „Es hat auch der burgermaister angczaigt, daß im der bott gesagt, er Hab in befelch, in am jede zunft und irem znnftmaistcr ain brief von der kais. Regierung zc überantwurten. Doruf der täglich Rat dem Kotten gesagt, nachdem er sich nf gestern gegen dem BM. Hab merken lassen, daß er an ain jeden zunftmaister und zunft ouch ain brief Hab, welle der Rat im hiemit anzöigt haben, daß der Rat in namen aller zünft und ganzer gemaind gesetzt und geordnet syge; darum solle er dieselbigen brief dem Rat überantwurten; der werd die lesen und sich darnach drin schicken, wie sich gebäre. Doruf der bott gesagt hat, er welle gern ain abschrift der briefen dem Rat geben; aber sunst werde er, als er in befelch Hab, aim jeden zunftmaister und zunft ain brief überlifern, das acht er, werd im der Rat nit waigern. Aber der Rat hat im doruf gesagt, die zunftmaister und der Rat sygcn da versammelt, die sygen Rat, Gemaind und Zünft, darumb solle er die brief dem Rat überantwurten; der werd die hören und darnach handlen, das er mit eren getruw zuo verantwurten; das syg des Rats bruch und altes herkommen, was an die zünft ze bringen syg, daß das vorhin dem Rat werd überantwurt; das solle er ouch thuon. Also hat er dieselbigen brief dem Rat überantwurt; das ist (aber) nichts anders gewesen dann copien des briefs, der dem Rat hat zuogehört". . . Stadtarchiv Konstanz, 3) 1528, 10. Januar, Bern. Instruction, für den nächsten Tag in Lucern. 1. „Des ersten sollend ir ver- nemen und hören, was die geschrift, so von dem Regiment zuo Innsbruck, belangend die von Costenz, unfern lieben Eidgnossen zuo Lucern zuo kommen, inhalt und demnach abtretten und darvon nit witer handlen, sonders an uns widernm langen lassen und heimbringen. 2. Und als dann gegenwärtige tagleistung allein von obbemclten schriben(s) wegen angesechen, ist miner Herren will und befelch, daß ir nach solichem vermerken ir getrüw lieb Eidgnossen gemeinlich in geheim berichten und inen zuo erkennen geben, wie sy dann die von Costenz schon zuo burger angenommen und solichs vor langest gern gescchen und begert, daß ein statt von Costenz mit etlicher cid old bundespflicht ge(ge)n einer Eidgnoschaft verwandt sind (wären?) worden. 3. Ouch habend sy guot müssen, daß etlich ander oberkeiten bewerbent, ei» statt Costenz zuo burger ufzenemen, die dann usscrhalb einer Eidgnoschaft gesessen und gelegen sind". . . St.A. B-rn: JnstrucUonmbuch zr. S7. Vgl, Ib. RathÄ'Uch Rr, SW. p. 44, 4) 1523, 14. Januar, Speyer. Philipp, Bftirkgraf zu Baden zc., kaiscrl. Statthalter, und andere Räthe des Reichsregiments an Zürich. Es werde unzweifelhaft in gutem Gedächtniß haben, wie seiner Zeit durch Galeaz Visconti zwischen dem Kaiser Maximilian und dem schwäbischen Bund samt anderen Verwandten und den Eidgenossen zu Basel ein Vertrag geschlossen worden, der im sechsten Artikel bestimme, daß von dessen Datum an kein Theil die Angehörigen des andern in Burgrecht, Schutz und Schirm aufnehmen solle zc. . . Nichts desto weniger vernehme man, daß Zürich die Stadt Constanz, die „ohne alles Mittel" dem Reich zugehöre, gewisser- maßen zu Burgern angenommen habe, was nicht wenig befremde; weil es nun wohl einsehen könne, daß jener Vertrug wie Briefe und Siegel überhaupt von ehrbaren Leuten gehalten werden, und es ganz unbillig wäre, jenes vermeinte Burgrecht zu gestatten, so ermahne und befehle man Zürich im Namen kaiserlicher Majestät, die von Constanz in solchem Burgrccht nicht zu behalten, sondern ihnen dasselbe förderlich zu künden und sich derselben gänzlich zu entschlagen. . . St, A. Zürich: A, Constanz. In weniger sorgfältiger Schrift an Schaffhausen (gl. Datum). Auch an Basel wurde ein solches Schreiben erlassen; es liegt uns dessen Antwort vor: 5) 1523, 23. Januar. Basel an Markgraf Philipp von Baden und die Räthe des RcichsrcgimcntS. Antwort auf die Zuschrift betreffend die Stadt Constanz, nämlich das Ansinnen, bei Zürich auf die Auflösung des Burgrechts mit derselben hinzuwirken, zc. Man sei derzeit mit wichtigen Geschäften beladen, sodaß es bis jetzt unmöglich gewesen, über diesen Handel sich stattlich zu bernthen, wolle sich aber mit thunlichstcr Beförderung darüber entschließen, zc. Miss.»-., e, >«s. Eine fernere Beantwortung ist uns nicht vorgekommen, und es dürfte vermuthet werden, daß obiger Bescheid die wahren Motive verschweige. 6) 1528, 20. Januar (Montag nach Antonii). Luccrn an Zürich. 1. Antwort auf dessen Beschwcrdcschreibcn wegen gewisser Reden. Man habe der Sache nachgefragt; weil aber auf dem letzten hier gehaltenen Tage der 1272 Januar 1528, Handel nii die Eidgenossen gebracht und deßhalb verabschiedet worden, daß (Lucern) sich des nähern erkundigen und den Befund wieder vorlegen solle, so habe man Kundschaft aufgenonUnen, die auf dem nächsten Tage, Dienstag nach Conversionis Pauli, an die Boten aller Orte gelangen solle; was dann beschlossen werde, werde Zürich zu wissen gethan werden. 2. Ferner sei auf dem letzten Tage den zwölf Orten ein Schreiben von „Herzog" Ferdinand oder dem Regiment und Statthalter zu Nürnberg zugekommen, das zum Theil Basel berühre; darin werde wie in allen andern Schriften der Kaiserlichen die Erbeinung mit dem Haus Oesterreich immer besonders angezogen; weil aber die Pension des eben verflossenen Jahres noch ausstehe, so habe Luccrn den Auftrag erhalten, Zürich um gründlichen Bericht anzusprechen, wie es mit dieser Sache stehe, damit solcher den Eidgenossen vorgebracht werdeil könne. St. A. Zürich! A, Tagsahungen. Zll k. 1) Daß Zürich und Bern von diesen Nachschlügen frühzeitig Kunde erhielten, ist schon aus den Noten unter Nr. 5l)2 ersichtlich. 2) Den vollen Wortlaut des aufgesetzten Entwurfs hat außer den oberwähnten Sammlungen eine besondere Abschrift in der Tschadischen Abschiede-Sammlung, Bd. 6, Nr. 45. 2) 1528, 24. Januar (Freitag vor Caroli). Zürich an Hans Mntschli und Wernhcr Schodeler, neu- und alt-Schultheiß zu Bremgarten. „Under andern schweren sorklichen und seltsamen reden und laufen, so setz allent- halb usgand und vor ougen schwebend, ist uns angelanget, daß unser Eidgnossen von Luzern mitsampt den übrigen Waldstetten und etlichen Orten mer in pratik und emsiger ücbung standint, ouch willens syent, mit der landschaft Wallis, der landgrafschaft Thurgöw, denen von Mellingen und den unfern by üch zuo Bremgarten zuo handle» und mit allem ernst anzehalten, sich mit inen mit nümcn eidspflichten zuo verbinden, by den siben sacramcntcn zuo bliben, und daß dhcin Ort ane das ander darin ützit möge ändern oder nachlassen, das, wo dem also, uns nit wenig beschwärte; dann wir vermeinent, daß sölich nüwrungen weder den unser» by üch noch andern, so uns nit minder dann den übrigen Orten zuo versprechen stand, nit zuogemuotet oder daruinb ersnocht söltint werden. Diewil nu wir üch beid vornaher für gnot Züricher erkennt und also befunden, habcnt wir üch dcß, so obstat, vertruwter Meinung wellen berichten, mit fründlicher und ernstlicher begcr, ir wellint uf die ding ein ge- süssen ufmerkung tragen, und ob ir vermeintint gnot, nuch und notwendig ze sind, die fach iviter an die Rät by üch langen (zuo) lassen, oder Ivo das nit, zum wenigisten, sofcrr ir darumb ersnocht ivurdint, daran ze sind und ze velschaffen, daß dhein untere eidspslicht »och zesainenverbindung angenommen (iverd), angcsechcu daß wir uns allzit berichts und rechtens erbottcn und so vil teil by üch als ein ander Ort habent, und wcllcnt üch in dem und andcrm, so uns oder den unser» zuo abbruch, schaden und Nachteil möchte reichen, bcivysen, als wir üch wallich wol und zum höchsten vertruwent". . . Stadtarchiv Bremgarten. Zu ». Geheimer Bericht über Angriffspläue des Kaisers gegen die Eidgenossenschaft*) (Vertraute Einleitung). „Und als ich dir vor gcschriben, daß sich bald etwas groß(es) (da) oben erheben sölt, und daß an etlichen orten rüstung und anschläg wären, und ich selbst nit wüßte, wohin es reichen wurde, als dann war ist gewesen, . . . weiß ich dir in großem vertruwen nit zuo verhalten, wie ich darhinder komm bin uf dicselbigeu nacht. Do sind Doctor F., N. und N. gras 3k. gäst gewesen und sind ganz frölich und guoter dingen gewesen, und als man zuo tisch saß, huob der gras an, Doetor F. under andrem zuo lieben und satzen und fragt in, tvo blibt ir mit üwercn Schwizeren, wie hat es doch ein gstalt, wann raufend sy doch cinaudren; ir habt min Herren vil vertröst, es wurd nit vil müeg und arbeit nemcn, ir hellend so vil guots by inen geschafft, daß sy sich stlbs »»der einanderen zerryßcn wurdend. Do sagt Doctor F., ich hetts nicmer gelonbt, daß die keiben als lang verzogen und einander nit erbürstet, ich mein, sy habend den braten geschmeckt. Sagt der gras, ja lieber, was braten, ir werdend inen we thnon. Do huob F. .an sprach, ich gloub wol, daß e. g. und ir andren all nüts darumb müssend, usgcnomcn 3k. Do half im der gras an und ücbt in; spricht F., Wolan, wir sind doch all fünf eins Herren diener, und diewil e. g. nit (darum) wissen, will ich hie under der roscn sagen und in gheim, es schadt als nüts, daß e. g. alles müssend, ir müesscnds doch erfaren; es ist war, sagt er, da wir zuo Baden gewesen, ') Daß mit den im Text enthaltenen Andeutungen dieses sonst nicht leicht datirbare Actenstück gemeint sei, ist nur unsere Vermuthung. Januar 1528, 1273 habend wir allem anschlag und Verheißung nach verhofft, diewil sy des nüwen gloubens halben so unrüeivig gmacht und dannocht dem einen teil, so st) darwider huwend, etwas zuosatz beschächen; es hat aber noch bishar gefeilt; wärs aber für sich gangen, so hetts nit halb so vil Wesens mit in(en) bedörfen. Aber das ist war, man hat sich nit so gar uf das verlassen, stmder ist langest ein anderer anschlag gewesen. Es kann weder der Keiser »och min gnädiger Herr st) langer lyden; (ich) zwyfel ouch nit, es sye des Kciscrs anschlag gewesen, als bald er könnt, st), wie er ouch schuldig, das vom Rych abgetrnngen, widerum zum Rych zuo bringen, vil mcr (das so) zum hus Oestcrrich gehört; das könnend st) keins wegs dahinde» lassen, und das österrychisch bluot ircr vorderen zuo rächen. Zum anderen sind sy dem Keiser nit zuo lyden, dann er oder keiner, der Meiland oder anders zum Rych zuogehörig in Italien, so lang die Schwizer uit erlegt werdend, mit friden oder ruow meiner behalten mag. Zum dritten, ob er glich all tag ein friden mit dein Franzosen macht, so wurd doch keiner gehalten, und keiner zwischen dem Keiser und Frankrich zuo hoffen, so lang die Schwizer vorhanden sind, diewyl sy der Franzos, so oft er will, um gelt erkoufcn mag. Zum vierten ist zuo sorgen, daß der Keiser kein gehorsam im Rych meiner erhalten werd, so lang die Schwizer nit usgerütct; dann er all weg und mal besorgen muoß ein Überfall, oder daß sich jcmands zuo inen schlag (und) verbündt, wie dann mit Basel, Milhuseu und ander mer, ouch wälsch stett, zuo ineu komm oder ein verstand mit inen inachen. Er sagt sust ouch vil inhar; ich konnts aber nit alls behalten. Aber der gras fragt in des anschlngs halb wider sy. Do sagt er, es muoß aber glaub (?) sin, sunst sag ichs nit; es solls mir ouch nicman nachsagen, dann ich wurds nicmau gstan. Wo der vertrag zwischen dem Bapst und Keiser für sich gangen, wär es mit dem Franzosen onch vertragen worden, und was das der anschlag, und i» den heimlichen artiklcn, die der viccroy von Napols mit dem Bapst von des Kciscrs wegen allein gehandlet » hat, hat der Bapst dem Keiser znogcsngt sechs mouct lang (was?) zuo halten, und es hat der Keiser dein Bapst helfen wellen die lutherisch kähery usrüteu, doch daß man zuovor und allerersten alle Schwizer angrif und tämme; als dann well der Keiser dem Bapst die lutherisch kätzery helfen nsrüten; sunst hat der Bapst »it willigen wöllen. Do sollts zum ersten über die Schwizer und in eim zug zuogon. Sollt der Franzos onch ein merklich anzal, wie wol nit offcnlich, sonder uß Burgund und andre ort bestellen, dann man besorgt, daß er sich so bald offenlich ^ wider die Schwizer uit merken ließ. Item die Italischen söltend etlich zuo roß und fuoß geschickt, und sölt der selbig züg den nächsten inen zuozogen (sin), dann hiudcn zuo, und uf der sitcn hinyu der Herzog von Lutringen, dem der Franzos darzuo hett helfen sollen. Vermögen frow Margreten, der bischof von Lüttich vil reisiger nider- ländscher knächt; dann vor inher an sy warcnt hoptlüt bestellt am Bodcnsee, die ein mcrklich(en) Hufen landsknächt ufbringen söltcnt haben, alles im schy», als ob man wider den Türken ziehen haben wölkt, und wie wol man die bünd(ischen) understuond ouch anzuozichcn, so hat man doch gförcht, die stett im bund wurdend nit darin willigen, dann sy byßcnd die Schwizer nit; aber zuo crhaltung des kricgs so ist man gctröst gewesen und noch uon bischoffeu, übten, prclateir und geistlichen ein unsäglich summ gelds, und das dorumb und vil deyt liebe», dieivil es die Meinung, daß man, als bald man die Schwizer gedämpt hette, die lutherischen scct uszuorüten willens, und aber die Schwizer vor erlegen müeßt, diewil man bsorgr, daß die stett und der lutherische Huf, als gemcinlich alle puren, zuo den Schwizercn, oder zuo inen die Schwizer schlahen möchtcnt und dem fürnemcn zuo stark werden; darumb miießtc das mit den Schwizcrn in allweg vorgan. Er meint ouch, wo man dieselben und die großen puren in stetten (nit?) wol erpusinier, daß der Keiser und Küng kein ghorsam, stmder allweg uflöuf und anhangs ze besorgen Hab, und wieivol sich solcher anschlag verzogen durch das, daß der vertrag mit dem Bapst nit fürgangcn, so sy(e) doch täglich hosfnung, daß der vertrag zwüschen dem Bapst, Frankrich, Keiser gmacht werd; er könnt oder möcht nit länger anstaii, und ob g ichwol der vertrag meiner bcschäche, so wnrd und muoß der Keiser und Küng doch uf ander anschlag, die vorhanden wärend, an den Bapst und Frankrich mit den anderen darwider houwen, ob es sich ivitcr inr.ssc, und wellend mt sunst schlafen, bis sy irc vorderen, das österrichisch edel bluot an den tüten rächen und sy strafen werden, so bald inen so vil luftS werd; dann sy könnend inen länger nit zuosche». Vil mer hat er noch gesagt; ich konnts by glauben nit alls behalten; er sagt uns schier zwo stund doran. Und warlich, ich Hab darfür, nachdem guot zuo I«Z0 1274 Januar 1528. gedenken, was der Kciser und Ki'mg für ansprach zu den Schwizeren hab(m), und was er für ein herz zuo inen haben mög, zuo dem daß inen schier niemans hold ist, daß es nit lang anstan bliben werd. Nun wärs mir dennoch in dem fal nit lieb, dann manger guoter brnoder vom adcl under inen ist, der wir eins teils kennen".. > St. A. Zürich: Zwingli-Schriften. s«s. Lucern. 1528, 29. Januar f. (Mittwoch vor Lichtmeß f.). Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschiede II. 2.1. 426. KantonSarchiv Freiburg: Abschiede Bd. 57. KantonSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XV. Kantonsarchiv Schwyz: Abschiede. Tag der VIII altgläubigen Orte. Es haben einige Burger von Lncern Ochsen nach Lauis geführt, in dein Glanben, daß es ihnen nichts „schaden" solle, wenn (doch) die von Zürich und Schwyz dasselbe thun, und beschweren sich nun, daß sie von den Boten, die noch in Lauis sind, verhindert worden seien, dieselben zu verkaufen, weil doch die Unterthanen sie jetzt nicht bezahlen könnten; deßhalb rufen sie um Hülfe, indem sie sonst in Armut gerathen würden. — Desgleichen klagen Einer von Luceru und Einer von Uri, es seien ihnen einige Ochsen weggenommen worden, und bitten, daß man sich bei dem Müsser oder andern für sie verwende, damit sie wieder dazu gelangen könnten und nicht mit Weib und Kind zu Grunde gerichtet würden. Weil man jedoch keine bezüglichen Vollmachten hat, so wird dies in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tage Antwort zu geben, wie den biderben Leuten geholfen werden kann. I». Da man sieht, daß immerfort Ochsen aufgekauft und über das Gebirg geführt werden, obschon bekannt ist, daß die zu Lauis und zu Luggaris sie zu kaufen nicht vermögen, wie die dorthin geschickten Boten heraus geschrieben haben, sondern daß dieselben an die Feinde verkauft werden, wodurch unsäglicher Schaden erwächst und die Theurung vergrößert wird, so wird beschlossen, es soll jedermann das Verbot erneuern und verschärfen; namentlich sollen Lucern, Uri, Schwyz und Zug kein Vieh mehr fortlassen. Heimzubringen, um auf nächstem Tag einen endlichen Beschluß zu fassen, v. Glaubwürdigen Nachrichten zufolge steht es in Bremgarten so, daß ein Ausbruch zu besorgen ist, wenn man nicht schleunigst Maßregeln ergreift; namentlich wird heimlich gesagt, daß der Zwingst auf der Heimkehr (von der Disputation in Bern) dort durchziehen werde, »ud ein Streich beabsichtigt sei. Da man bestimmt weiß, daß die lutherische Secte daselbst überhand nimmt und mit nichtsnutzige" Anschlägen umgeht, so hat die Mehrzahl der Boten, der Nothdurft wegen, sich des Gegenstandes gemächtigt und beschlossen, es soll von den IV Waldstätten und Zug auf nächsten Freitag jedes Ort einen Boten nach Zug senden, die sich nach Bremgarten verfügen sollen, um den Burgern ihr ungeschicktes Verhalten zu verweisen und von ihnen Autwort zu fordern, wessen man sich zu ihnen zu versehen habe. Es soll aber niemand ausbleiben; wenn ein Ort seine Boten nicht schickte, so müßten die andern wieder heimkehren; was dann für Alle daraus erfolgen könnte, mag Jedermann wohl ermessen. «I. Ueber die Aufrichtung der vorgeschlagenen Verkomniniß, wofür hauptsächlich dieser Tag angesetzt ist, lauten die Instructionen der Boten verschieden, obschon alle sieben Orte darin übereinstimmen, daß mau bei deni alten christlichen Glauben verbleiben, einander dabei handhaben, die Ungehorsamen gegenseitig strafen helfen und dafür Leib und Gut einsetzen wolle. Uri, Schwyz und Solothurn erachten es aber nicht für nothwendig, jetzt neue Verträge abzuschließen, sondern halten, wie namentlich SchwYZ, für besser, die Ungehorsamen und Abtrünnigen, die den sieben Orten zugehörcn, ernstlich zu strafen. Der Bote von Freibnrg hat der Ungleichheit der Antworten wegen seine Vollmacht gar nicht eröffnet; dennoch erwartet »>nu Januar 1528, 1275 von seinen Obern alles Gnte, Daß man es hienach zu keinem Beschlüsse bringen kann, bereitet den übrigen Orten großen Kummer, da mau besonders von llri und Schwyz keinen solchen Bescheid erwartet hätte, wieivohl sie vielleicht gute Absichten haben; damit jedoch das angefangene Werk nicht rückgängig werde, hat mau die Sache wieder heimgebracht, um auf dem nächsten Tag zu Lucern darüber Antwort zu geben; dabei werden Uri und Schwyz durch besondere Abschiede eindringlichst gebeten, sich nicht auszuschließen und diese neue christliche Ver- kommniß aufrichten zu helfeil, die zu Ehre, Friede, Ruhe und Einigkeit dienen werde. Darum soll jeder Bote von deil VII Orten, der auf dm nächsten Tag zu Lucern kommt, vollen Gewalt und Befehl bringen, m der Sache abzuschließen, und sofern sie einig iverden, unverzüglich die Beschwörung allenthalben vorzunehmen, wie sie darüber zu Nathe werden mögen und früher verabschiedet ist. <- fehlt im Freiburger und Solothurner Exemplar. Zu «I. Wir lassen alle bezüglichen Acten folgen: 1) Instruction des Frciburgcr Gesandten: Wenn andere Orte, die vor Freibnrg sitzen, dem Verkoiirmmß beitreten, so will man es auch thun; sofern aber etliche sich weiter bedenken, soll der Bote ebenfalls Aufsthu begehren, damit man gegen Bern desto mehr Glimpf habe; doch will man halten was zugesagt ist, des Glaubens halb bei den „VII Orten" zu bleiben und Leib und Gut daran zu setzen. K.A.Fr-ibmg- Insu. B. i. ->o >.. 2) Instruction Solothurns: l. Ein neues Bündniß einzugchen und dafür bei Andern zu werben wird abgelehnt. 2. Der Handel wegen des Burgrcchts mit Constanz soll gütlich angestellt, und keine Partei schriftlich davon abgemahnt werden, jedenfalls nicht in, Namen Solothurns. K. A. Abschied- Bd. xvi. 3) Der Abschied für Uri und Schwyz (Entwurf im Lnccrncr, Copic im Schwyzer Exemplar) fuhrt die maßgebenden Motive der übrigen Orte specicll und charakteristisch aus: Man habe von ihrer Antwort wahMch Schrecken und Verwundern empfangen und zweifle nicht, daß eine bessere erfolgt wäre, wenn ,,c ernstlich m Betracht gezogen hätten, wie viel Trost, Ruhe und Friede aus dieser christlichen Verkomnu.iß erwachse», und welch großen Abbruch und Schrecken sie de» neuen Mißgläubigeu bringen würde; ja daß sie nicht bloß gemeiner Eidgenossenschaft löblich »nd nützlich, sondern auch Gott, seiner ehrwürdigsten Mutter, der Königin Maria, allen Heiligen und Engeln wohlgefällig und'angenehm wäre. Daß sie einige Scheu empfinden, diese neue Vereinung einzugchen, in der Befürchtung, daß Zürich, Bern und Andere dadurch bewegt und verursacht werden mochten, dasselbe gegen die sieben Orte zu thun -c., sei „schimpflich zu hören", da die genannten zwc. Orte solches ja schon gethan durch ihr Burgrccht mit Constanz, und überdies zu besorgen stehe, daß sie noch mit andern Labten, in und außer der Eidgenossenschaft, zur Handhabung ihres Mißglanbens bereits Verständnisse getrosten oder eß- halb in Werbung begriffen seien, sodaß sie von einem Tag zum andern stärker werden. an ja ^ Anlaß genug, und es sei auch nothwendig. daß Alle, welche bei dem alten wahren Glaube., bleiben wollen ) entschließen zu erwäge», wiesle einander dabei schützen können; zudem sei nun teiuc Zeit „„r/m.,.,, kein besseres Mittel zu finden als die Aufrichtung eben der vorgeschlagenen Verkommmß. ^ ' ^ sich darauf steifen, daß die Bünde nur zeitliche Dinge betreffen, und durch diese Erklärung ds» ü m " » Man in den Bleien und den Zugewandten aus ihre Seite bringe... so thue es wahrlich noth, "Z ^ ^ ^ sitzen und zu schweigen. Uri und Schwyz werden wissen, >Pic Zürich und Bern sich nl weg ' ^ ' Bünde treulich n Men; nichts desto .veuiger treiben sie ihr Werk immer weite.-, ^ die Bünde nichts angehe; wenn nun die andern Orte ihren alten wahren Glaube., d-haltm uwllei.. so werde dies Zürich und Bern cbcnfaUs nichts angehen; also könne die gewünschte Verkommniß F - bringen. Und ohne Zweifel .verde dieselbe, wenn Gott sei.re Gnade ,"°r ^ könnte, viel Frucht und Nutzen schaffen, die Vogteren und fu> 'r » g a Ungehorsamen komnrniß göttlich und ehrlich se. ...rd zum Fneden f"h^n wc^ mum j ^itt und beger, sich einesLlessern besinnen und der ernstlichen Bitte — „das atleryoayr, ein,... j ^ 1276 Januar 1528, so hoch wir jemer könnden und mögen" — entsprechen werden, daß sie von den andern Orten sich nicht absondern wollen; denn so gewiß die vier Waldstätte und Zug sich hiezu vereinigen, so werden auch Freiburg und Solo- thurn sich ihnen anschließen und der vereinigten Werbung der sieben Orte Glarus nicht widerstehen; während es, da es zwiespältig sei, kaum zu ihnen halten werde, wenn sie selbst die Sache nicht fördern können; dagegen würde ihr Beispiel die „Guten" stärken und die „Bösen" desto leichter unterdrücken. Darum mögen Uri und Schwyz auf den nächsten Tag zu Lucern ihre Botschaften bevollmächtigen, die Verkommniß anzunehmen und zu beschwören :c., wie ihre Boten, nebst anderm was jetzt nicht zu schreiben sei, ihnen weiter berichten werden. 4) 1528, 4. Februar (Dienstag nach Purificat. Mariä). Solothurn an die Botschaften von Lucern, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Zug und Glarus auf dem Tag in Lucern. Erklärung über den Abschied betreffend die Verkommniß wegen des alte» Glaubens w. „Und ist nit ane, wo wir achten möchten, daß sölich fürnemen und eide ützit guots gebären möchte, wurden wir uns darin unverwysenlich und also halten, damit ir befinden an unserm guoten fliße nützit erwinden, das so die gebüre mag erfordern. Diewyl aber (wie wir üch hievor anzöigen lassen) ursach folgen möchte, daß ander sich dem zuowider ouch wyter vereinbaren wurden, da ir und menklich ermessen, was by der zyt guots oder args darus erwachsen möchte, sind wir noch des gemüetes und willens, söliche sundrc verkomnus des gloubens halb nit anzenämen noch uns mit einicherlei pflichten oder eids- schwuor darin binden ze lassen, uß Ursachen obangeregt, dann wir unsers teiles alles das, so wir üch, ouch üwern Herren und obern des gloubens halb zuogcsagt, zuo erstatten ungewandloten gemüetes, darzno das so unser pünde uns wysen mögen, mit Gottes hilf ze halten guotwillig sind; deßhalb diser zyt einich nüwe verkomnus oder eids- pflichte anzcnemen, achten wir überflüssig und gemeiner Eidgnoschaft by der zyt nachtheilig". . . Entschuldigung des Ausbleibens diesseitiger Botschaft. Si.A. «»«rn: AM»-». Vgl. Nr. 5l)9 i nebst der Note. SO«. Aern. 152Z, 31. Januar uud 1. Februar. Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr. 2l«, p. 124. I. (31. Januar). Vorträge der Botschaften des Herzogs von Savoycn uud der Stadt Genf. II. (1. Februar, Sitzung des Großen Nathes). 1. Die Boten von Genf (wiederholen ihren Vortrag und machen dabei das Anerbieten,) das Priorat von St. Victor den Spitälern der drei Städte Bern, Freiburg und Genf zu übergeben. 2. Darauf wird geantwortet, man wolle von dein Priorat nichts, und init den Späneu wegen der in Beschlag genommenen Güter der Banditen und der entwichenen Priester wolle mau (weiter) auch nichts zu schaffen haben, aber treulich erfüllen, was der Buchstabe des Burgrechts enthalte. Infolge dieser Verhandlung wurde an den Herzog geschrieben: 1528, (2. Februar). Bern an den Herzog von Savoyen. Die Genfer haben soeben geklagt, daß ihre Güter in savoyischem Gebiet vcrheftet werden, sodaß sie dieselben nicht genießen können, und daß sie nicht schnelles Rech finden. Da man dieser Händel wegen beiderseits schon viele Mühe und Kosten gehabt, so bitte man den Herzog, die Güter der Genfer ledig zu lassen, und zwar Bern zu lieb, um Frieden und Rühe zu erhalten. Die Güter der Verbannten betreffend, welche die Genfer confisciren wollen, könne man nicht hindern, daß sie es thnn, da sie laut ihres Stadtrechtes dazu befugt seien; jedoch sollen die im Gebiet des Herzogs liegenden unberührt bleibe». Deßhalb schreibe man den Genfcrn, sie sollen nicht weiter greifen, sondern gute Nachbarschaft halten, >c. St. A. Bern: W-lsch Missimn ol- . Am 4. wurde eine Copie dieser Misstve nach Genf geschickt, begleitet von freundlichen Ermahnungen, " Ruhe nicht zu stören, w. zc. w. e. es Die übrigen Acten geben die wünschbaren Aufschlüsse nicht. / Februar 1528, 1277 507. Ziern. 1528, 31. Januar und 2. Februar. Staatsarchiv Bern: Nathsbuch Nr. 21K, p. 119, 126. Stadtarchiv Consta»»;. tt. Abschluß des Burgrechts zwischen Bern und Constanz. — Beilage t»a. I». Beschwörung desselben, Abordnung einer Botschaft nach Constanz (zur Empfangnahme des Gegenschwurs): Sebastian von Dießbach und Wolfgang von Weingarten, 1) Laut einer gleichzeitigen Notiz des constanzischen Stadtschreibers wurde dieses Burgrecht schon am 23. Januar von den Nöthen in Constanz, mit Wissen und Willen der Gemeinde, angenommen und behufs des Abschlusses eine (neue) Botschaft nach Bern verordnet in Jacob Zeller und Hans Wellenberg, die schon am 2. Februar den Eid der bernischen Röthe empfingen. , 2) Ein mehrfach corrigirtcs Concept des Bnrgrechtsbriefes, von der Hand Georg Vögelins, hat das Stadtarchiv Constanz unter dem Titel: „Copy des bernischen burgrechts, die letst und grecht." Eine gleichzeitige Copie ist eingetragen in dem Berner Teutsch Spruchbuch Ol). 547—562, mit dem Wunsch: Dil bona vertont. 508. Wremgarten. 1528, 2. Februar (U. L. Franc» Pnrificationis). Staatsarchiv Lucern: Acten Neligionshcindel. Eine Botschaft der V Orte erscheint vor Schultheiß, Rathen, Bürgern und Gemeinde mit dem Ansuchen, duß dieselben des neuen Glaubens halb sich offen erklären zc. Nach gehabtem Rathschlag wird die Antwort gegeben, uuui sei des Willens, bei den alten Gebräuchen des Gottesdienstes zu bleiben und diejenigen, die sich dawider Ergehen, nach Gestalt ihrer Missethat zu bestrafen, 1) Besiegeltes Original auf Papier. — Einer Botschaft von Zürich wurde im Jahr 1529 in dem ihr ertheilten Abschied vom 19. Februar diese Erklärung mitgegeben. Si,».Zürich-A,Bre,»garien. 2) 1528, 7. Februar. Bern an den Vogt in Lenzbnrg. Auftrag, sich in Baden, Mellingen und Bremgarten („Baden") zu erkundigen, was die V Orte da gehandelt haben, und darüber Bericht zu geben. St, A, Bern» Rathsbuch Nr. Ll«. 50S. Zlucern. 1528, 5. Februar f. (Auf St, Agathen Tag f.). TlaatSarchiv «Ucee»! Mg, Abschied- II, s, k, «SS. Staatsarchiv Bern - Mg, cidg, Abschiede sr, !!0!>, Kantonsarchiv Basel! Abschiede, KantonSarchiv Areibnrg. jtantottöarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. XV. KantonSarchiv Scliaffliansett: Abschiede. Gesandte: Zürich. (Hans Bleuler; Hans Eschcr), Bern. (Hans Bischof). Basel. (Wolfgang Hütschi; lndreas Bischof). Freiburg. (Rudolf Löwcusteiu). — (Die andern sind unbekannt). t». Nachdem des Königs von Ungarn und Böhmen Statthalter, Regenten und Räthe zu Innsbruck und ^nsisheim auf frühere Tage schon „mehr als einen Brief" an die Eidgenossen geschrieben haben betreffend das ^vrgrccht, das die Stadt Constanz mit Zürich und Bern angenommen, und ans diesem Tag desselben Königs 1278 Februar 1528, Gesandter, Hans von Friedingcn, jetzt Landvogt in Schwaben, sich eingefunden, um den Inhalt der vorigen Schreiben nochmals vorzutragen und das Ersuchen anzubringen, daß die Eidgenossen, um weiteren „Unrath" zu verhüten, sich deren von Constanz nicht beladen und auch Zürich und Bern vermögen, die von Constanz abz» weisen in Betracht des Berichts (Friedens) zu Basel und der zwischen dem Haus Oesterreich und der Eidgenossenschaft bestehenden Erbeinung, da weder der Kaiser noch das Reich noch die Stände des schwäbischen Bundes solches dulden könnten zc,, hat sich die Mehrheit der Orte laut ihrer Instructionen zu folgender Antwort vereinigt: Es sei ihnen leid und mißfällig, daß Zürich und Bern mit denen von Constanz dieses Burgrccht gemacht haben, indem sie wohl ermessen können, daß dasselbe weder dem König noch den Orten, die am alten rechten Glauben hangen, zu Lieb und Gefallen geschlossen worden sei. Nin jedoch ernsteren Folgen vorzubeugen, werden sie mit Zürich und Bern darüber reden und ernstlich darauf dringen, daß jenes Burgrecht wieder ausgelöst'werde, w. Auf den Fall aber, daß diese Bemühung zu keinem Ziele führte, haben sich die Orte Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Freiburg entschlossen und erklärt, daß sie, wenn Zürich und Bern oder Andere mit ihnen dieses Burgrechts und der Constanzer wegen in einen Krieg verwickelt würden, was Gott verhüten möge, sich solches Krieges nicht annehmen, überhaupt niemandem Hülfe leisten wollen. — Diese Antwort hat man dem königlichen Boten schriftlich gegeben und zugleich nach Zürich und Bern geschrieben, sie möchten von diesem Burgrecht wieder abstehen, wie jeder Bote weiß. 1». Derselbe königliche Bote eröffnet vor den acht altgläubigen Orten: Da die lutherische, zwinglische und ketzerische Secte sich täglich vergrößere, so sei der König „des gnädigen Willens", Solchem entgegenzutreten, und weil er sehe, daß die Eidgenossen dasselbe zu thun entschlossen seien, so möchte er von ihnen Rath und Weisung empfangen und vernehmen, wie dabei zu verfahren wäre; denn er sei geneigt und ^ erbötig, ihnen dabei zu helfen mit Rath und That, so viel in seinem Vermögen stehe, „mit viel mehr und längern geschickten Worten." Heimzubringen, da man darüber ohne Vollmacht ist. e. Schwyz bringt abermals den Span betreffend den von Geroldseck zur Sprache und zeigt an, es habe die von Zürich gemäß den Bünden zum Recht gefordert und eine Antwort direct oder an diese Tagsatzung verlangt, aber noch keine erhalten. Da man dies befremdlich findet, so hat man beschlossen, nochmals nach Zürich zu schreiben, es möchte auf den nächsten Tag entsprechende Antwort geben. Es soll dann auch jeder Bote mit Vollmacht erscheinen, zu beschließen, was man serner mit Zürich reden oder handeln wolle, wenn es das Recht abschlüge, indem man solchen Hochmnth nicht länger ertragen kann. «I. Der Landvogt zu Neuenbürg schreibt, Bern habe zwei Knechte in den „Kennel" gelegt mit dein Befehl, niemanden mit Korn passiven zu lassen, wenn er nicht schriftlich zeige, wohin er mit den: Korn fahren wolle, was für die Landschaft eine Neuerung und große Beschwerde sei. Heimzubringen. «. Es wird beschlossen, man soll keine Ochsen und Rinder mehr über den Berg führen lassen, und Jeder seine Angehörigen davor warnen, namentlich sollen Lucern, Uri, Schwyz und Zug Jedermann zurückweisen, der Vieh dorthin treiben wollte, t. Die Boten, die nach Muri abgeordnet sind, sollen sich auch nach Bremgartcn begeben, um daselbst die lutherischen Bücher gemäß der crthcilten Zusage abzufordern und dann auf dem Platze zu verbrennen. dann ist in den Abschied genommen, daß jedes Ort verbiete, ans bevorstehende Fasten den lutherischen Städten und Leuten Vieh zu verkaufen, damit sie in der Fasten kein Fleisch „fressen" können. Darüber wird auch an alle Vögte geschrieben. I». Für.obige unerledigte Geschäfte und andere, welche die bedenklichen Zeiten mit sich bringen, wird für die zwölf Orte ein Tag angesetzt nach Lucern auf Mittefasten (22. März). Wenn sich inzwischen etwas Wichtiges zutrüge, so hat Lucern die Vollmacht, einen Tag auszuschreiben, ii. 1. In Betreff der Aufrichtung eines Verkommnisses zu Beschirmung des alten Glanbens wird von den sieben Orten — Solothnrn hat keinen . Boten da, aber seine Meinung schriftlich eingesandt — wieder Berathung gehalten, lind da nun auch Wallis Februar 1528. 1279 sich dafür erklärt, so sind Lucern, Uri, Schwyz, Uuterwaldcn, Zug, Freiburg »ud Solothuru samt der Landschaft Wallis in dem Entschlüsse einig, an dein alten Glauben der Väter, festzuhalten, einander dabei zu schützen und zu schirmen, Leib und Gnt für einander einzusetzen und die abtrünnigen Unterthanen zu strafen. 2. (Allein für Glarus:) Von Glarus, das immer noch keine bestimmte Antwort gegeben, obschon es früher schriftlich und mündlich mehrere Male das Beste versprochen hat, erwartet man, daß es bei seinen Zusicherungen verbleiben und von den andern Orten sich nicht sondern werde; dennoch will mau nicht unterlassen, es nochmals driugendst zu bitten, daß es auf dem Tage zu Mittesasten sich lauter darüber erkläre, damit man wisse, wessen man sich von ihm zu getrösten habe; dessen Bote wird ersucht, diese Mahnung in Aller Namen treulichst anzubringen, da er wohl Meist, was für gefährliche Anschläge vorhanden sind, die man jetzt nicht eröffnen darf. 3. (Für Alle:) Wiewohl man sich über diese guten Gesinnungen der acht Orte freut, halten es einige Orte doch für besser und tröstlicher, wenn die versprochene Verkommniß aufgerichtet würde, weil dies auch den Vogteicn und Zugewandten viel Gutes bringen würde. Wenn aber die acht Orte nichts thun, um die Zugewandten auf ihre Seite zu ziehen, so möchte bald etwas geschehen, was ihnen zum größten Schaden gereichen müßte, da viele seltsame Practiken und Händel vorgehen, die jetzmals nicht zu eröffnen sind. 4. Es soll nun Schwyz diese Verkommniß und den bezüglichen Artikel im letzten Abschied noch einmal vor die Landsgcmcinde bringen und sich dafür verwenden, daß seine Botschaft zur Aufrichtung derselben ermächtigt werde. Sobald Schwyz seine Zustimmung au Luccrn gemeldet hat, soll Letzteres nach Uri schreiben, damit dieses seine Landsgemeiude zusammcnberufe, auf welche dann' Luccrn, Schwyz, Uuterwalden und Zug ihre Boten senden sollen, um auch dieses Ort zum Beitritt zu vermögen. Uri wird beßhalb ersucht, den letzten Abschied von Lucern nochmals zu verhören und der Gemeinde vorzutragen, damit die Wrkommniß bestätigt werde. Ii.. Erst nach Beschluß des Tages langen die Boten von Zürich an und erzählen weitläufig den bisherigen Verlauf des Spans mit Schwyz wegen des Geroldseckcrs, beschweren sich auch, daß Letzteres ihre Herren mit Berufung auf die Bünde eidlich zum Recht gemahnt habe; aber sobald man sie ihnen beschwöre, wie andere Eidgenossen gethan, werden sich dieselben auch daran halten und das Recht nicht verweigern, -,»>it viel trutzlichcn Worten". Weil nun Schwyz keiner Gütlichkeit mehr Gehör geben will, Zürich aber sein letzthin Zu Baden eröffnetes Anerbieten fallen läßt und mit solchen Reden zum Vorschein kommt, und die beiderseits 'waltende Hitze etwas Schlimmes besorgen läßt, so will mau dies heimbringe», um sich überall z» berathcn, wie Man Mittel und Wege finden könnte, die Sache zu erledigen. Schließlich werden beide Parteien crmahnt, inzwischen uichts Unfreundliches gegen einander vorzunehmen. I. Auf die Beschwerde des Castellans von Musso, daß der Landvogt zu Lauis seinen Hauptmann und Diener gefangen genommen, wird dem Vogt und dem Castellan ^schrieben. Heimzubringen. »»». Heimzubringen das Gesuch des Obristmeisters der Johanniter, ihm die Nutzung uon den Johanniter-Häusern (im Thurgan zc.?) verabfolgen zu lassen, i». 1. Es bringt eine Botschaft der Landlcutc von Wallis vor, daß fünf Zehnten mit den drei Orten (Lucern, Uri und Unterwaldcn) im Bündniß stehen, der ^schof „ud die zwei Zehnten Narou und Lenk aber nicht, obschon sie in Kriegen und sonst zusammenhalten und bie Lasten gemeinschaftlich tragen; sie bittet nun, man möchte den Bischof und die zwei Zehnten auch in das Vnndniß aufnehmen. 2. Sodann beschwert sie sich, daß das Bündniß ihnen etwas „ungleich" vorkomme, indem sw, wenn sie den Eidgenossen zu Hülse ziehen, es in ihren Kosten thun müssen, während, wenn die drei Orte 'hncn helfen müssen, es auf der Walliser Kosten geschehe; sie bittet, diese Bedingung zu „mildern", da Wallis bisher treulich zu den Eidgenossen gehalten und diese Rücksicht zu ewigen Zeiten mit Leib und Gut um sie ver- bleuen wolle. Sollten etwa noch einige andere von den sieben Orten mit ihnen in besagtes Vündniß lleten wollen, so würden sie gern dazu Hand bieten. Heimzubringen und wohl zu bedenken, da den drei Orten an Wallis nicht 1280 Februar 1528. wenig gelegen ist. «. 1. Es weiß jeder Bote, wie der Gesandte von Bern vor Aller Augen sich geäußert hat, es sei des Kaisers Botschaft ans den Tag beschrieben; da lasse sich wohl denken, daß es nicht umsonst zugehe, was so viel heißen sollte, als nähmen die Eidgenossen heimlich Geld vom Kaiser an. 2. Ferner hat derselbe in einem Wirthshaus auf die Frage, wie lang der Tag noch danre, geantwortet: Die sechs Orte sitzen da oben und flicken („Kletzen") am alten Glauben. Diese und andere beschimpfende Aeußerungen sollen heimgebracht werden; auch hat man deswegen an Bern geschrieben. >». 1528, 4. Februar. Bern an seinen Gesandten (in Lucern), Venner Bischof. (Er solle den Gesandten der Princessin von Orange,) Tissot bei den Eidgenossen empfehlen (und fördern) und sagen, man habe hier (in guter Meinung) den Brief des Kaisers geöffnet. — (Unsicher ist uns die Deutung des Beisatzes: „inj brief St. A. Bern: Nathsbuch Nr. 216. «y. 1528, 24. Januar, Bern. Instruction für den Tag in Lucern ans Agathe. „Sodenne betreffend doctor Ecken schmachbüechli, so er gmeinen Eidgnossen zuogeschickt hat, darin er miner Herren disputatz ketzerisch nempt, und als ob sy in einer spelunk oder mördergruoben gehalten sye, gescholten und sunst mit hochmüetigen schmäch- lichcn worten dermaß angetastet hat, daß min Herren »it bedunkt gelegen sin, solichs diser zyt gegen im ze verant- wurten. Aber darum daß in dem nächsten abscheid von Lucern diß Handels halb gemeldet wirdet, daß bemeltes Ecken schriben fründlich sin solle zc., beduret min Herren das zum höchsten, daß ir Eidgnossen solich schmächlich und lasterlich schriben für fründlich schetzcn, Helten wol vermeint, es hettc den sandbotten nit mindcrs mißgcfallcii dann minen Herren; dann eins jeden Eidgnossen schmach und schand ist des andern Eidgnossen ouch, und soll under inen gliche Meinung der eeren und uneeren von eim wie von dem andern geachtet werden, und einer des andern eer bewaren soll, wie dann das die 'bünd zuogebend. Deßhalb min Herren nit wenig beschwachet, daß sy also durch frömd lüt füllend verschmächt, und solichs durch ir Eidgnossen fründlichs geachtet und also in alle welt (wie ouch Murner gethan hat) usgespreitet werden". . . (Auftrag, den erwähnten Abschiedartikel vorzulegen). St. N. Bern: Jnstructionsbnch ä.. 88 d, 89 a. Die meisten Exemplare, so Bern, Frciburg, Solothurn, datiren Donstag nach St. Agten Tag (6. Febr.). Im Berner fehlen I», l, s, i, in—a, im Freiburger und Solothurner I', in, n, im Basler I«, l, U in, n. Schaffhausen hat nur n und n. Zu n. Die angerufene Misfive müssen mir im Wortlaut folgen lassen: 1528, 8. Februar (Samstag post Agathe). „Von Stett und Ländern der merteil Orten der Eidgnoschast Ratsbottc», jetz zuo Lucern versamlet," an Zürich (deßglcichen an Bern). „Unser früntlich willig dienst zc. Als dann ir verrückter zit mit der statt Kostenz ein bnrgrecht gemacht und sy zuo burger ufgenommen, in wölher gstalt und init was vorbehaltung das vergriffen und beschlossen, mögen ir bas dann wir wissen; aber als uns die fach anficht, so will unfern Herren und obern, ouch uns bedunkcn, daß solich burgrecht unser Eidgnoschast wer Nachteils und schadens dann nutzes, eeren und lobs darus entspringen mög und werd; dann üch ist ungezwifelt unvergessen, wie der kö. Mt. zuo Hungern und Beham zc. beide Regiment Jnnsbrugk und Ensheim, deßglichen die houptlüt des Schwäbischen Punts und zuoletst Statthalter und Rat des keiserlicheu Regiments im Rich Z"" Spier versamlet, uns zuo vergangnen tagen zuogeschriben belangend die von Costanz zc., als wir achten, ir das wol vernommen und verstanden; demnach uff diser tagleistung der kö. Mt. botschaft, der Landvogt in Schwaben, uns müntlich fürgehalten die vorigen gschriften uns zuokomcn, widerumb und ernstlich angesuocht, daß wir wol erwegen, daß solich bnrgrecht denen von Costanz nit gebürt noch not thuot, dann allein zuo hanthabung irs miß^ gloubens angenommen, darus aber vil unrats erfolgen wurd, angesehen daß weder die keis. Mt., ouch des heiligen Richs noch des Punts zuo Schwaben Stend solichs nit erliden werden noch mögen, deßhalb an uns begerende, daß wir uns dero von Costanz nit beladen noch annemen, ouch solichs by üch, ouch üwern und unfern Eidgnossen von Bern (resp. Zürich) abstellen und die von Costanz abwisen, wie dann solichs mit lengcrn worten in geschust und von mund anzogen ist, jetz unnot ze melden zc., deßhalb von uns antwurt erfordert zc. So dann vor söliche> Februar 1528. 1281 Handel in abscheiden an unser Herren und obern gelanget, und disc tagleistung allein darumb angesehen, und aber unser Herren und obern der mertcil Orten an solichem burgrecht mit denen von Costanz, sy br> irem mißgloubcn ze hanthaben, gemacht, gar kein gefallen haben, und uns leid ist, daß ir solichs gethon, angesehen so ir den Handel selber ermessen, wohin der langen, werden ir befinden, daß zno besorgen, (daß) »üt gewissers darus erfolget, dann daß wir Eidgnossen in offen verderblich krieg gefüert werden möchten, da aber unfern Herren und obern, onch uns, schmal nüt widerwertigers noch schwerers ist, dann so wir kriegen füllten llld müesten, sind onch des willens, uns darvor ze hüeten, und besonder so man betrachten und crmessen, was der bericht zno Basel, deßglichcn die Erbeinung mit dem hus Oesterrich ufgericht inhalt, darin ir als vil als andere Ort vergriffen und verschribcn stand, daß wir Eidgnossen deß weder glimpf noch fuog oder recht hetteu; darumb, gctrüwen lieben Eidgnossen, so langt an üch uß befelch und in namen unserer Herren und obern unser früntlich bitt und beger, daß ir von sölichem burgrechten, mit denen von Costanz angenommen, gänzlich abstan, üch iren nüt beladen noch annemen und besonder eigentlich ermessen, was der bericht zno Basel, darzuo die Erbeinung vermag, die ir nit minder dann wir ze halten schuldig und pflichtig sind, und was uß sollichcr fach erwachsen und werden mag, so zwifelt uns nit, wann ir als die wrffen und verständigen solichs wol erwegen, ir werden sölichs geneigt und guotwillig sin, von solichem burgrechten abzeston, üch und uns und gemeine unser Eidgnoschaft vor unruow, unfrid und schwerem krieg, den wir sonderlich diser schweren türen Herten zit nit erlyden mögen, zno verhüeten, ouch niemand ursach ze geben, üch und uns ze schelten, daß wir brief und sigel nit haltind, das on üwer und unser eeren Verletzung nit beschechen möcht. Darumb so bewysend üch nach unserm Höchen vertruwen; das werden unser Herren und obern, ouch wir umb üch allzit früntlich zno verdienen und beschulden ganz guotwillig und geneigt sin. Und so aber solich unser früntlich bitt und ansuochen an üch nit erschießen, sunder daß ir uff üwerin fürnemen und dem burgrechten beharren und nit darvon ston, als wir doch nit verhoffend, so wöllcn mir üch setz hiemit nit verhalten, sonder erscheint und geöffnet haben, ob ir ald ander mit üch von solichs burkrechts ünd dero von Costanz wegen in offen krieg kommend, daß unser Herren und obern der merteil Orten des willens und fürnemens sind, sich solichs kriegs und dero von Costanz nüt zno beladen noch anzenemen, und daß sich uff uuser Herren «nd obern der merteil Orten niemand getrösten soll, sonder werden wir mit niemand kriegen noch uns kriegs annemen von dero von Costanz wegen; darnach wissend üch ze richten. Das wölkend also im besten von uns vernemcn, und begercnd hieruf üwer verschribcn antwurt uf nächstkünftigen tag zuo Lucern." Datum w. St. A. Zürich: Acten Constanz. — St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. — Stadtarchiv Constanz (Copie). Zu i. 1528, 12. Februar. Bern an Solothurn. Der von der letzten Tagleistung in Lucern zurückgekommene Bote habe angezeigt, daß Solothurn keine Botschaft, sondern nur einen Brief dahin geschickt, aus welcher Missive man brüderliche Gesinnung gegen Bern vermerke; das wolle man nimmer vergessen, sondern dermaßen „einbilden", daß auch die Nachkommen es wissen werden; man bitte und ermahne nun Solothurn ernstlich und geflisscn, in so gutem Willen zu verharren; diesseits wolle man es treulich erstatten, ze. So hoffe man, daß es (nöthigcnfalls) die schuldige Hilfe nicht abschlagen werde, während etliche andere Orte auf jenem Tage und schriftlich erklären, wegen des Burgrechts mit Constanz, „das wir (weiß gott) nit allein uns zuo guotem, sonders gemeiner Eidgnoschaft angenommen haben," (keine leisten zu wollen) ... St. A. Bern- T-utsch MW»-» 7 d. 1. Rudolf Thumysen und Hans Escher tragen als Gesandte von Zürich den Rüthen und der Landsgemeinde mit vielen Worten den Handel wegen Diebold von Geroldseck vor und begehren darüber Antwort. 2. Nach der deßhalb gepflogenen Berathung wird zur Erwiderung erinnert an die Form, in welcher der von Geroldseck das Gotteshaus Einsiedel» verlassen; an die seinetwegen an Zürich gerichteten Schreiben und Gesuche denselben von seinen Ansprüchen abzuweisen; an die öfter gethanen billigen Rechtsvorschläge, an die Bestimmung der Bünde, kraft deren jeder Angesprochene vor dem Gericht seines Wohnortes gesucht werden soll, und hieraus nochmals die freundlichste nnd höchste Bitte gestellt, daß Zürich auf Schwyz mehr Rücksicht nehme als auf eine» Fremden, der keiner Partei verwandt sei, ihn also entweder von seinem Vorhaben abweise oder anhalte, von den dargeschlagenen Rechten eines anzunehmen nnd demgemäß das Gotteshaus nicht weiter zu belästigen, bis er etwas mit Recht erlangt hätte; das wolle man ihm dann gütlich zu Theil werden lassen. Die Gesandten werden ersucht dahin zu wirken. Wenn aber Zürich diesem Ausinnen nicht entspräche, so habe man bereits auf geschworuen Eid Februar 1528. 1283 erkannt und beschlossen, Zürich vermöge der Bünde zun? Recht zu mahne??, um durch gleiche Zusähe entscheide?? zu lassen, ob der voi? Gcroldscck den Abt von Einsiedel?? gemäß den Bünden (ii? Schwyz), oder dieser denselben in Zürich zu suche?? habe. Bei dieser schriftlich übergeben«? Mahnung lasse man es gänzlich bleiben. 1) Das Original dieses Abschieds mag "verloren sein; es liegt nur eine ungefähr gleichzeitige Copie, als Anhang zu einer Abschrift der den gleichen Gegenstand betreffenden Instruction für den vorausgegangene?? Tag in Lucern (dd. Freitag nach Agathe, d. h. 7. Februar), an den? bezeichneten Orte vor. Weitere Notizen iiber diese Verhandlung fehlen. Wir legen zur Ergänzung noch folgende Acten bei: 2) 1528, 29. Februar (Samstag vor Jnvocavit). Zürich an die eilf Orte. Mai? habe schon ans mehreren Tagen und besonders auf dem jüngsten zu Lucern über den Handel mit Schwyz, des von Geroldseck halb, mündlich und schriftlich Bericht gegeben, erfahre ???»? aber, daß jener (letzte) Vortrag nicht in die Abschiede gekommen sei, was ivohl mich früher begegnet sein möchte. Dadurch sei man veranlaßt worden, eine Botschaft an die Lauds- gemeinde in Schwyz abzuordnen und darüber Klage zu führen. Weil nun viel an der Sache liege, so bitte man freundlich, den beiliegenden Bericht, der dein zu Lucern eingelegten gleichlaute, und den bezüglichen Artikel des Abschieds zu'prüfen und darnach zu handeln, was sich nach Recht und Billigkeit gebühren werde. St. A. Luccrn: Misflven. — St. A. ZiiUch: A. Schwyz. 3) 1523, (Ende Februar). Beilage: Der erwähnte Bericht führt im Eingang an, daß der Schultheiß von Lucern den Boten von Zürich einen schriftlichen Abschied bewilligt, die Schreiber aber trotz mehrfachem Begehren denselben verweigert haben. Dann versucht er darzuthun, daß Schwyz keinen rechtmäßigen Grund zur Klage habe und nicht befugt sei, Zürich kraft der Bünde zum Rechten zu mahnen, indem Schwyz dieselben bei der letzten Erneuerung nicht beschworen habe. Wenn es aber mit den hierseits vielfach gethanen Erbiettinge?? sich nicht begnüge, so sei Zürich bereit, gemäß den Bünden ins Recht zu setzen, ob es nicht billig die Bünde beschwören solle, bevor es zum Rechten mahne. St. A. Zürich: A. Schwyz. — St. A. Luccrn: Misstvm. — K. A. Sol-Nhurn: Abscht-dc Bd. XV. Zur Vergleichung ist der Wortlaut des gerügten Abschieds (Nr. 509, o) beigefügt. SIS. Zürich. 1528, 24. Februar (Auf Matthiä). Staatsarchiv Zürich: Acte» Konstanz. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede XX. SS9. Tag der Städte Zürich, Bern (Gesandter Sebastian voi? Dießbach) und Eon stanz, tt. 1. Den Gesandten voi? Canstanz werden die Schriften voi? dem kaiserliche?? Regiment zu Speyer und von den Eidgenosse?? ab dein letzten Tag zu Lucern mitgetheilt, als worin bestimmt gefordert wird, daß Zürich und Bern das Burgrccht mit denen von Constanz absage??. Darauf habe?? letztere ausführlich dargelegt, daß sie »ohne alles Mittel" dein heilige?? Reich zngehören und dieses Nnrgrecht allein zu den? Zwecke angenommen habe??, ^ Friede?? und Recht zu bleiben, da sie sonst alles Schutzes und Schirms beraubt wären. Wiewohl sie früher uüt den? Hanse Oesterreich unterhandelt ??? der Meinung, sich demselben mit einigen Capitcli? zu verpflichten, habe?? doch die Stände des Reiches die ihnen zur Gutheissung vorgelegten Artikel nie bewilligt; darum sei der Ertrag auch niemals aufgerichtet noch vollzöge?? worden, und haben sie auch den? Kaiser als Linsten von Oesterdeich weder gelobt noch geschworen. Zudem habe der jetzige Kaiser Carolus als Kaise? und als Fürst von Österreich der Stadt Constanz alle ihre Freiheiten und Gnade?? wider de?? Bischof „aufgehoben und denen derogat, daß sie nichts gelten sollen"; auch haben der König voi? Böhmen und die drei Regierungen zu Innsbruck, Würteniberg und Ensisheim dieselben „dem Bischof zu schirmen gegeben"; für all dieses ,verde?? glaubwürdige 1284 Februar 1528. Schriften verlesen, die zu näherer Prüfung den beiden Städten anerboten sind. 2. Hienach haben Zürich und Bern beratschlagt, was sie samt oder sonders auf die Zuschrift aus Luccr» zu erwidern haben; die uöthigcn Veränderungen sind noch zu bedenken. Kleine und Große Räthe von Zürich haben auch bereits erklärt, daß sie zu einer solchen Verhandlung Boteil abordnen wollen. 3. (Beigelegt sind ursprünglich) „Ein ratschlag und vergriff, wölichcr gstalt by unfern lieben Eidguossen uff nächstkünftigem tag gehandlet werden mächt", bezeichnet mit (Vgl. Nr. 517, m). — „Vergriff, was m. h. von Zürich an das kcis. Regiment gen Spyr ze schriben willens wären", bezeichnet mit L. (S. Note a, 6). — „Aber ein vergriff, was von beder Stetten wegen an die Eidgnossen der gmeincn Herrschaften und obrikeiten halb laugen soll", bezeichnet mit E. (Vgl. N. 7). I». Wie dem Abt in der Reichenau geschrieben worden ist betreffend die gegen Constanz angeordneten Arreste, und wie man, falls er abschlägig antworten sollte, in der Sache weiter zu handeln gedenkt, wissen die Boten wohl anzuzeigen. Zu 1) Die in § 3 aufgezählten Beilagen fehlen bei den Abschieden, finden sich aber bei den Acten zerstreut. Dagegen wirft der bezügliche Rath schlag Zürichs auf diese Verhandlung einiges Licht. I. Zürich und Bern sollen sich zuerst allein unterreden und zn folgendem Anbringen an Constanz vereinigen: Wiewohl die beiden Städte wohl wissen, daß sie kraft ihrer Bünde alles Recht gehabt haben, dieses Burgrecht einzugehen, und auch darüber keinen Zweifel hegen, daß Constanz befugt gewesen sei, es anzunehmen, so habe doch Zürich, weil die vorliegenden Schriften des kaiserlichen Statthalters und der Eidgenossen eingelangt und vielleicht noch andere kommen möchten, für gut angesehen, einen Tag zu halten, um einander gründlicher zu berichten, was für Befugnisse jeder Theil habe, damit man den Gegnern gebührlich und einhellig zu antworten wisse, wozu ja Constanz sich früher mehrmals erboten habe. II. Die Schrift von Statthalter und Rüthen des kaiserlichen Regiments erscheint nun aber verdächtig; es sind folgende Puncte zu bedenken: 1. Sie ist weder von der Hand des Statthalters noch derjenigen eines Secretärs unterzeichnet, was zu dem Canzleigebrauche nicht stimmt; 2. der Brief trägt das Datum 14. Januar und ist doch erst am 12. Februar abgegeben, hat also auf den von Lucern warten müssen, „damit er einen Mitgefährten hätte"; letzterer ist unter dem 8. d. M. ausgegangen, und beide sind beinahe zur gleichen Zeit an die Herberge gekommen; 3. jenes Schreiben beruft sich auf den Frieden von Basel und darauf, daß Constanz eine unmittelbare Reichsstadt sei; es ist aber offenbar, daß jener Friede nicht mit dein Reiche geschlossen worden, da die Eidgenossen mit dem Reiche nie Krieg geführt haben, sondern er bezieht sich allein auf das Haus Oesterreich; glücklicher Weise wird keine Verbindlichkeit der Constanzer gegen Oesterreich angezogen; 4. Constanz ist ohne allen Widerspruch eine freie Reichsstadt und hat mit dem Burgrecht nichts anderes bezweckt, als bei dieser Freiheit geschirmt zu werden, will auch ferner den Abschieden und Verordnungen des Reiches nachkommen und behält dasselbe vor wie die andern Städte; 5. es gehört nicht zum schwäbischen Bunde; aber wenn es demselben auch verwandt wäre, so hätte es durch den im Burgrechtsbrief ausdrücklich g^ machten Vorbehalt desselben seiner Pflicht genug gethan. Aus alldem folgt, daß dieses Burgrecht gegen das Reich wohl zu verantworten ist. St.A. Zürich: A.C°nst-mz. Wir fügen noch einige andere Acten bei: 2) 1523, 14. Februar. Zürich an Philipp, Markgraf zu Baden, Statthalter, und Räthe des Ncichsrcgi- ments in Speyer. Antwort auf ihr Schreiben wegen des Burgrechts mit Constanz. Weil man in einer so wich' tigen Sache nicht eilends Antwort zu geben gefaßt sei, so wolle man sich darüber stattlich berathen und alsdann, „so es not wirt", weiter berichten; denn daß man mit diesem Burgrecht zum Nachtheil des Reiches gehandelt oder ferner zu handeln Willens, sei keineswegs der Fall. St. A.Z«r!ch: A.C°nl>°»z. 3) 1523, (c. 15. Februar). Zürich an Constanz. Man habe in den letzten Tagen Briefe von dem Reichsregiment und einigen Orten der Eidgenossen empfangen, welche darthun wollen, daß man nicht befugt gewesen, das Burgrecht zu schließen ?c. Wiewohl man dadurch nicht „bewegt" sei, erachte man doch für gut, daß sich ^ drei Städte dcßhalb berathen, und habe dafür einen Tag hiehcr angesetzt auf Sonntag Estomihi (23. Februar). St. A.Zürich! Missw-N. Februar 1528, 1285 4) 152S, 19, Februar, Konstanz, Instruction für Jacob Zeller und Hans Wellenberg, als Gesandte zu dein Tag in Zürich. 1. Speciellc Erörterung der von Seilen Oesterreichs gegen das Burgrccht geltend gemachten Beschwerden*), um zu beweisen, daß Konstanz in jeder Hinsicht befugt gewesen sei, dasselbe einzugehen, und die beiden Städte zu beruhigen zc. Deßhalb sind ihnen auf ihr Begehren Abschriften von den angerufenen Documenten zuzustellen. 2. Es soll Rath gepflogen werden für den Fall, daß den constanzischen Klöstern die ihnen zugehörenden Renten zc. verboten würden, was zu besorgen sei, zc. Stadtarchiv E°»stanz, 5) 1528, 4. März. Bern an Zürich. Antwort auf das Schreiben betreffend 1. den Geroldsecker, 2. die Umtriebe der acht Orte, 3. die Zuschrift an das Regiment zu Speyer, 4. den Grüniuger Handel. Ueber Art. 1 werde man sich berathen und dem Boten auf den nächsten Tag bezügliche Befehle geben. 2. Den acht Orten erachte man für nothwcndig zu schreiben und sie zu ermahnen, daß sie in den Gebieten, wo Zürich und Bern mit ihnen zu regieren haben, die Gemeinden ruhig lassen und zu keinen besonderen Eidspflichten anhalten u. f. w., wie aus beiliegender Kopie zu erkennen. Nichts desto weniger wolle man den Rathschlag, den Zürich mit dem diesseitigen Boten gefaßt, erdaurcn, auf der nächsten Tagleistung antworten und alles thun, was die Nothdurft erfordere, jedoch rechtzeitig Bericht geben. 3. An das Regiment möge Zürich unter seinem Siegel im Namen beider Städte schreiben, wie das vorgelegte Concept laute, nur noch beifügen, daß „wir" in dem Burgrecht mit Konstanz alle Bündnisse, so auch die Erbeinung vorbehalten haben wolle». 4. Den Grüninger Handel könne man nicht vornehmen ohne Anwesenheit der Parteien; darum sei hiefür ein Tag in Bern angesetzt auf Sonntag Lätare (22. März), was den Grüningern bereits gemeldet worden. St. A. Bern: Tcntsch Missiven H. 343, 349 a. — St. A. Zürich: A. Bern. 6) 1528, 7. März. Bürgermeister, Schultheiß, Räthe und Burger von Zürich und Bern an das Rcichs- regiment in Speyer.. Antwort auf dessen Mahnschreiben (vom 14. Januar) betreffend das Burgrccht mit Konstanz zc... „Daruf geben wir E. F. G. Lieb und gunst uf vorig unser schriben witer zuo erkennen, nämlich so wir disen bericht („zuo Basel"...) mit allem fliß ermessen, könnden wir nit vermerken, daß derselbig mit keis. Mt. als einem römischen Keiser und houpt des heiligen Richs, sonder als mit einem Erzherzogen zuo Oesterrich und von wegen siner keis. Mt. grafschaft Tirol, damit er domaln ouch im Schwäbischen Punt gewesen, ufgericht syg, besonder diewil ouch unser Eidgnossen und wir gegen dem heiligen Rich in dheiner fecht noch krieglicher ufruor nie gestanden sind, darumb on not gewesen ist, einicherlei verträg und bericht zwischend dem heiligen Rich und uns den Eidgnossen und unfern verwandten ze machen, und als unser Mitbürger von Kostenz uns fürgeben, daß sy und die iren wider recht und des heiligen Richs ufgerichten landfriden, ouch wider gemeiner Stäud des heiligen Richs abscheid, uff jüngst gehaltnem tag zuo Spier usgangen, begwaltigct und gcnottrengt werden, und damit sy solichem vorsin und bim heiligen Rich bliben mögen, wölken sy solich burgrecht mit uns aunemen und aber das heilig Rich, wie wir gegen inen und sunst mengklichen, mit denen wir in püntnuß sind, ouch gethan, und sonderlich in solichem burgrechten alle ander vorgcnd püntnuß, darunder dann ouch die Erbeinung, so wir mit dem hus Oesterrich haben, in allweg fry und on allen anhang vorbehalten und usgedingt, der und sunst keiner andren gstalt, niemand zuo Nachteil und schaden, sonder gwaltiger tat vorzesin und frid und recht ze handhaben, haben wir solich burgrecht mit inen angenommen, und wiewol wir üch anstatt keis. Mt. in allen zimlichen und möglichen fachen gern willfaren wölkten, sv will uns doch nit gebären, den(cn) von Kostenz das angenomen burgrecht ufzesagen. Das wöll E. F. G. lieb und gunst keiner verächtlichen Meinung, sonder uß der billicheit und noidnrft vermerken, und uns deß by der keis. Mt., unscrm allcrgnädigistcn Herren, guädiglich und günstlich ver- antwurtcn und für üch selbs entschuldiget haben," zc. St.A. Zürich-A. Conswnz. 7) 1528, 7. März. Zürich an die V Orte. Man werde berichtet, daß einige der sieben Orte sich entschlossen haben, die Gemeinden in Gebieten, wo Zürich ebenso wohl als andere Orte zu regieren haben, in besondere Eidcs- pstichten zu nehmen, wie es kürzlich in Bremgarten geschehen; das sei den Bünden nicht gemäß und ganz unerträglich; man hoffe auch, daß solches nicht unternommen werde; doch wolle Zürich zum höchsten fordern und uiahnen, daß dergleichen Sachen unterlassen werden, da es solches ohne Recht nicht gestatten könnte. Begehren schriftlicher Antwort. St. A. Zürich! Arten I. Capp-lerlri-g. — St. A. Lticer»! Missivm. *1 Statt hier auf Einzelheiten einzugehen, verweisen wir auf die später folgende Denkschrift d. d. 27. April. 1286 März 1528. Zu I». 1528, 29. Februar (Samstag nach Esto mihi). Marcus, Abt zu Reichenau, an Zürich und Bern. Antwort auf das Schreiben ihrer Botschaften, d. d. Zürich 27. Februar. Er habe den kürzlich in seinem Gotteshaus gewesenen Boten den Bescheid gegeben, es stehe nicht in seiner Macht, den geistlichen Personen in Constanz, die ihren Stand verlassen, die Renten und Gülten aus seinen Gerichten folgen zu lassen, da ihm von dem röm. König Mandate zugegangen, die ihm solches verbieten; zudem haben der Bischof von Constanz und die Herren des Domstifts ihn in gleichem Sinne angerufen. Daß er seiner Obrigkeit gehorchen müsse, können die beiden Städte selbst ermessen. Er habe jedoch zugesagt, ihr Begehren an den König und den Bischof zu bringen und deren Antwort anzuzeigen; dieser sei er nun täglich gewärtig, und sobald sie ihm zukomme, werde er nicht unterlassen, sie allen drei Städten mitzutheilen. Das Gleiche habe er denen von Constanz mündlich eröffnet (resp. eröffnen lassen?). St. A. Zürich: A. Bischof Eonstanz. 5R4. Muri. 1528, 2. März f. (Montag nach der alten Fastnacht f.). Staatsarchiv Zürich: Acten Muri. Tag der fünf Orte Lucern, Schwpz, Nnterwaldcu, Zug und Glarus, behufs Abnahme der Rechnung von Abt und Convent. I. 1. An jährlichen Zinsen werden gefunden 25V Pfd. in Münze, ferner 641 Mütt Kernen, 106 Malter Korn, 146 Malter Haber, 52 Mütt 1 Viertel Roggen, 16 Mütt „Vaßmis". 2. Die Zehnten bringen dieses Jahr: In das Zehntenhaus zu Bremgarten 990 Stück, 30 Stück von dem „äbne zendcn". Zu Muri und Wohlen „fünfthalbhnndert fier und fierzig stuck", zwei Theilc Kernen, der dritte Haber. Die Zehnten der Kirche zu Sursee ertragen 515 Mltr. Korn und Haber, 300 dgl. von dem „acker buw". 3. An Fällen und Ehrschätzen in gewöhnlichen Jahren 30 Gl., mehr oder minder. 4. An Vieh sind vorhanden 33 Melkkühe im Senken und ein Kuhstier; 30 Haupt Galtvieh, ein „Ninderzug" im Gotteshaus, zwei Noßzüge, „sind xj Hengst"; 5 Faselrosse, zwei Reithengste in dem Markstall; 60 Schweine; 36 Ochsen „uf denen lüten stan". 5. In den Speichern sind bei 600 Malter Korn und Haber. II. Ausgaben des Herrn von Muri: 800 Mütt Kernen in die Pfisterei zum Verbrauch. 300 Malter Haber den Nossen, Gästen, Schweinen und für den Hausverbrauch; 50 Mütt Vaßmis in die Küche; 60 Gl. für Salz. Den Priestern auf den Pfründen des Gotteshauses 500 Stück; den Nebleuten zu Thalwyl, zu Brcmgarten, Lunkhofcu und Muri 300 Stück; dem Lentpriester zu Sursce und nach Oberkirch mit den Laienzehnten 101 Mltr. Korn und Haber; den Schmieden, dem Sattler und dem Wagner 200 Gl.; den gedungenen Dienstleuten 200 Gl. Für Fleisch und Fische 200 Gl. Um Leinen- und Wollentuch iu das Haus 100 Gl- Jährlich 100 Gl. für Fenster und Krüge, zum Verschenke» au Ehreuleute. „Abzins" 70 Gl. und dem Bischof von Eonstanz für seine Rechte. Den Ammänncrn zu Sursee ihre Jahrlöhue und die Kosten bei der Verleihung der Zehnten. Schneiden von Koru und Haber 50 Gl. Lohn. Schweinung 100 Gl. Vgl. Nr. 509 r. Zur Ergänzung geben wir folgenden Act: 1528, (c. 7. März). Zürich au Bern. (Undatirte Nachschrift). 1. Anzeige des von König Ferdinand begehrten Tages in Chur. 2. Nachdem die Boten einiger Orte „letzten Mittwoch" bei dem Abt zu Muri Rechnung eingenommen, habe man erfahren, daß sie nach Bremgarten reiten wollten, nm die Testamente und andere christliche Bücher zu verbrennen, wie sie schon öfter gedroht; deßhalb habe man sofort eine Botschaft dahin geschickt, >n>t 1528. 1287 dein Auftrag, die von Brcmgartcn zu bewegen, daß sie hinter Zürich und Bern nichts Nachteiliges handeln lassen. Jene haben dazu guten Willen gezeigt und versprochen nichts zu verbergen; das sei auch geschehen, und es habe sich darnach „fast" um die unschuldigen Bücher gehandelt; die von Brcmgartcn haben dann auf den Entscheid der nächsten Tagleistung in Luccrn abgestellt. Es seien Boten von Lucern, Schwyz, Unterwaldcn und Zug da gewesen; die Botschaft von Glarus habe, da sie die von Zürich gesehen, mit den andern sich nicht einlassen wollen.' Da man zu Brcmgartcn viel guten Willen verspüre, so werde nöthig sein, zu bernthcn was gut sei. 3. Die Schreiben an die acht Orte und an das Regiment zu Speyer habe man dem Wunsche Berns entsprechend ausgefertigt. St. A. Zürich: A. I. Cappelcrkrieg. SRS. Meggenried. 1528, 9. März (Montag nach Fridolin). Staatsarchiv «iic-r»! Allg. Abschiebe II. s. k. ne solche Sönderung abzuthun und (die Prediger) bei dem gemeine» Landfrieden bleiben zu lassen. 3. Weiter sollen sie erinnert werden, wie sie mit ihren Bedürfnissen und Gewerben nach Zürich gewiesen seien, wozu man ihnen jederzeit gerne förderlich gewesen lind es ferner sein wolle; daß sie sich immer erboteil, zwischen den Eidgenossen und Zürich gute Mittler zu sein, die Bünde geschworen und Hinwider den Eid empfangen und sonst viel guten Willen erzeigt haben, was man nicht vergessen werde; man könne aber nicht verschweigen, daß in dem Schreiben ab dem letzten Tag in Lncern, das Burgrecht mit Constanz betreffend, die Unterschrift laute „von der werteil Orten", diese aber dem alten Brauche zuwider nicht genannt seien; da man nun bestimmt annehme, daß Eoi, Basel, Schaffhanscn, Solothnrn und Appenzell darin nicht begriffen seien, so müsse man argwöhnen, daß Glarus mit Lncern, Schwyz, Unterwalden, Freiburg und Zag das Mehr gemacht und in jener Sache gehandelt, während das Burgrecht nicht bloß Zürich (und Bern), sondern der ganzen Eidgenossenschaft zu Gutem diene, und in dem Schreiben alle Hilfe und Trost abgeschlagen habe. 4. Desgleichen, als die Boten von etlichen Orten ^tzthin heimlich nach Bremgarten gegangeil, um da christliche Bücher, welche sie ketzerisch und unchristlich nennen, „abweg" zu thnn oder zu verbrennen, sei der Bote von Glarus dabei gewesen; was er da gehandelt, wisse man nicht. 5. Dem allem nach sollen die Boten der Städte die Glarncr nochmals dringendst bitten und crmahnen, biesen getreuen angebotenen Rath in guter Meinung aufzunehmen lind in diesen großen machen, welche die Ehre Gottes und der Seele Seligkeit berühren, sich nicht durch menschliche „Anfechtung" bewegen zu lassen, sondern 162 1290 März 1528. Gott um seinen Geist zu bitten und dann die Sachen wohlbcdächtlich zu ermessen; könne man ihnen hierin Rath und Trost erweisen, so werde man allezeit dazu gutwillig sein*). II. Antwort von Landammann, Rath und ganzer Gemeinde zu Glarus: „Als dann der strengen frommen:c. zc. Eidgnossen von Zürich und Bern erliche botschaft vor uns erschinen, haben (sy) uns mit hüpschen worten anzöugt und erscheint den großen mißfallen und beduren, so die gemelten unser getrüwen lieben Eidgnossen von unser Uneinigkeit, zwytracht und mißhellung empfangen. Harumb wir inen als unfern g. l. Eidgnossen umb ir groß müeg und arbeit Höchen flyßigen dank sagen (lassen), mit erbietung, solichs umb sy zuo beschulden, und wo wir fürothin in alweg gegen inen und andern unfern g. l. Eidgnossen mitler und schidlnt sin könden, Welten wir des; ganz geneigt und guotwillig sin, mit früntlicher ernstlicher bitt, sich fürothin in unfern fachen, wie bißhar beschechen, zuo bewysen nach unser»? vcrtruwen." ?». I. Eine Botschaft der V Orte (Sprecher Schultheiß Hug von Lucern) ermahnt die Geineinde abermals, bei den alten christlichen Ordnungen und Bräuchen zu beharren und sich darin nicht von ihnen zu sondern:c., mit vielen „hübschen" Worten. II. Darauf wird ihr folgende Antwort gegeben: 1. „Des ersten so wellen wir nochmals by dem alten waren christenlichen glouben, brächen und ordnungen, nämlich der meß, den heiligen sacramenten und dem touf belyben und uns deßhalb dheins wegs von inen sündern, es wär dann fach, daß villicht in mittler zyt durch ein gemeine Eidgnoschaft oder Concilium etwas anders erfunden, wurden wir alldann aber darin handlen, deß wir getruweten glimpf, fuog und eer ze haben, und deßhalb by der vordrigen antwurt und entschluß, so wir gemelten nnsern lieben Eidgnossen gegeben, belyben. 2. Demnach wo vogtyen sind, do etlich Personen wären, die sölichein allem wie obstat nit wellten gcleben noch nachkommen, wurden wir alldann mit gemelten unfern lieben Eidgnossen zuo tagen nidersitzen und dieselben helfen strafen nach gebürlichait. 3. Wyter, als dann die gemeldten unser getrüwen lieben Eidgnossen der mißbrüchen halb anzug gethon haben, wäre unsers willens und gcfallens, daß man in mitler zit darüber säß und deßhalb lütrung geben, damit man derselbigen entladen und abkommen möcht ?c." :» aus den Zürcher und Berner Quellen, 1» aus dem St. A. Lucern: Acten Glarus (Original und zwei Copiecu). I» II findet sich aber abschriftlich auch im Staatsarchiv Zürich: A. Glarus. Frciburg hat nur V >u einer später» Copie mit geändertem Datum; Schwyz eine Copie von Aegidius Tschudi. Die Instruction für die Gesandten von Zürich und Bern ist zu den Berner Abschieden vorn I. 1529 gekommen; die besondere Instruction Berns, die ganz kurz und unerheblich ist, gibt das Jnstruct.-Buch ^r. 96 a. Zu a. Das von Zürich an Bern erlassene Einladungsschreiben, dd. 7. März (Sainstag vor Reminiscere), ist im Zürcher Staatsarchiv, Acten Glarus, noch erhalten; der Text mag an einen? andern Orte abgedruckt werden- Bern beschloß sofort — 9. März — eine Botschaft abzusenden. Die Instruction wurde in Zürich aufgesetzt. *) Aus der „By-Jnstrnction für ininer Herren von Zürich und Bern botschaft gen Glarus" ist folgende Stelle zu bemerken- „Ob sich usf die verlesen Instruction etwas wyter reden begeben winden, wissen ir denselbigen je nach gestalt der jachen wol zuo begegnen, insonders der schrift halb von Lucern iisgangen, och der Handlung halb zuo Bremgarten, und was üch für antwurt begegnet, wollen schriftlichen abscheid begeren. So sy sich dann des evangeliums halb etwas guots verneinen liessent, mögen >r inen wol trostlich zuosprechen, wer inen deshalb zuosetzen und sy trengen, wöllten wir unser lib und guot zuo inen setzen." (Beiblatt)- März 1528, 1291 SR? Lucern. 1528, 24. März f. (Dienstag nach Lätare f.). Staatsarchiv Luceru: Allgemeine Abschiede II. 2. f. 442. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 10, k. l. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede ^.319-326.339. 5tantonsarchiv Basel: Abschiede. KantonSarchiv Freiburg: Abschiede Bd. 57. KantonSarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. XV. KantonSarchiv Schaft'hansen: Abschiede. StiftSarchiv St. Gallen. Gesandte: Zürich, (M. Nndolf Thnmisen; Hans Eschcr). Bern, (Hans Bischof; Peter von Werd). Basel, (Adelbcrt Meyer; Joder Brand). — (Die andern nicht bekannt). Der Connnissär von Bcllenz bittet für die zwei Geineindcn Jntra lind Pallanza („Ballensen"), ihnen in Betracht ihrer großen Armut und der gegenwärtigen Thenrung zu gestatten, daß sie 200 Mütt Roggen, die sie außerhalb der Eidgenossenschaft ankaufen wollen, durch unser Gebiet fertigen lassen, Antwort ist auf den nächsten Tag zu bringen. K». Derselbe Connnissär bringt vor, wie sich die von Lauis über ihren Schreiber, Meister Heinrich Springinklee, beschweren; die Untersuchung wird indeß auf die Jahrrechnung zu Lauis verschoben. «» Da der Abt von Wettingen kürzlich gestorben, so ist beschlossen, es sollen Lucern und Uri, die in den letzten Jahren Vögte zu Baden gehabt haben und mit den Händeln jenes Klosters am besten bekannt sind, ihre Boten Zu der Wahl eines neuen Abtes senden, die samt dem Landvogt zu Baden bei den Prälaten sitzen und sich dafür verwenden sollen, daß ein geschickter tauglicher Herr erwählt und die bedeutenden täglichen Ausgaben des Klosters vermindert werden. Die Wahl wird auf Dienstag in den Osterfeiertagen (14. April) angesetzt; wenn jedoch von den Prälaten und dem Convent eine kürzere Frist verabredet und den beiden Orten angezeigt würde, so sollen dieselben diesen Tag besuchen. «I. Ein armer Gesell von Luggarns, der vor Jahren aus Nothwehr einen Todschlag begangen hat, bittet dringend, mau möchte ihm wieder erlauben, zu Weib und Kindern heim zu gehen. Mcil seine Gegner mächtig sind, so will man sein Gesuch heimbringen und den Boten für die dortige Jahrrechnung befehlen, sich für den armen Mann zu verwenden, e. Hans Krämer von Lucern und der „Prescgg", sein Mitgesell, beschweren sich, daß ihnen Ochsen weggenommen worden, und zeigen an, was der Castellan von Musso dnbei gethan; da sie mit ihren Kindern an den Bettelstab gebracht würden, wenn man ihnen nicht zu Hülfe käme, so stellen sie das Gesuch, ihnen zu erlauben, den Thätern ihr Eigcnthiun wieder wegzunehmen. Hiczu nicht ermächtigt, hat man dies in den Abschied genommen; dem Castellan wird deßhalb freundlich geschrieben, t. Heggli auf dein Lindenberg klagt, daß er in Lucern zu Händen der sechs Orte ins Gefängnis; geworfen worden sei auf b>e Aussagen einer Unholden (Hexe) hin, die dann später widerrufen habe, und bittet min, man möchte ihn für die erlittenen Kosten etwas entschädigen. Heimzubringen und auf der Jahrrcchnung zu Baden Antwort zu geben. T» In dem Streit betreffend das Kloster Einsiedeln und den von Geroldseck erklärt Zürich in einer weitläufigen Instruction, es erachte sich nicht für schuldig, vor Recht zu antworten, bevor die Bünde zwischen ihm und Schwyz erneuert und beschworen seien. Da hingegen Schwyz, nach langein Vorbericht, ernstlich bittet, mau möchte ihm zum Recht verhelfen, und da man wohl einsieht, daß aus diesem Span nichts Gutes erwachse» würde, wenn er nicht in Güte beigelegt werden könnte, so haben die Bote» der übrigen Orte beschlossen, nochmals zn beiden Parteien Botschaften zu schicken; Lucern, Uri, Unterwaldcn und Zug sollen nach Schwyz, dagegen Bern, Glarus, Basel und Schafshauscn nach Zürich ihre Boten verordnen und zwar auf Sonntag nach St. Jörgen (26. April), um "«t allem Ernst und Fleiß Mittelwege zu gütlichem Ausgleich zu suchen oder dann das Recht einzuleiten. ^ Sodann lesen die Boten von Zürich ihre ganze Instruction vor, die aber wegen überflüssiger Länge von den Schreibern in folgende Artikel zusammengezogen wird: 1. Es sollen die Eidgenossen im Thurgau, zu Baden 1292 März 1528, und anderswo ohne Zustimmung Zürichs keine Gemeinden versammeln, denselben nichts befehlen »och verbieten, sie auch nicht strafen weder für das Lesen von (evangelischen) Schriften, noch für Predigten, Fleischessen und andere Dinge, welche von Gott nicht verboten sind, 2. In den gemeinen „Oberkeiten" soll kein Prädicant, der nach der Bibel predigt und lebt, beleidigt, in Untersuchung gezogen oder gestraft werden. 3. Aus den gemeinen Herrschaften soll niemand, der des Gotteswortes oder anderer Dinge wegen in Untersuchung gezogen wird, in eine andere Obrigkeit geführt, sondern da berechtigt werden, wo er verhaftet worden; weil solches vormals oft ohne Zürich's Einwilligung geschehen, so behält es sich für gelegene Zeit die Klage vor. 4, Die aus dem Thurgau fließenden Einkünfte deren von Constanz und Zürich sollen von den darauf gelegten Arresten befreit, und der freie Verkehr mit Fleisch, Hühnern, Eiern :c., der für die gegenwärtige Fastenzeit unterdrückt worden, wieder hergestellt werden, indem sonst Zürich zu gleichen Maßregeln genöthigt würde. — Ferner enthält die Schrift noch einen „Sermon und Predigt" über das Wort Gottes und erinnert au viele auf Reichstagen erlassene Abschiede, die wohl hätten wegbleiben können. 5. Weiter begehren die von Zürich, daß ihnen die Bünde von denjenigen Orten, die es noch nicht gethan, beschworen werden; die es nicht thun wollen, mögen sich darüber erklären. 6. Sie verlangen zu wissen, ob man ihnen den alten Sitz mit Stimme und Rath auf Tagen, als dem ersten Vrt, lassen wolle oder nicht, indem sie solche Zurücksetzung nicht länger ertragen können, 7, Da eine Anzahl Orte an Zürich und Bern ab einem der letzten Tage geschrieben, daß sie diesen Orten nicht beistehen würden, wenn sie wegen des Burgrechts mit Constanz in einen Krieg geriethen, so begehren beide, daß die Orte sich nennen, die diesen Entschluß gefaßt haben. —Da man über diese Artikel nicht instruirt ist, so werden sie in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tage darüber Antwort zu geben (wenn es den Obern gefällt: Lucern). I. Es wird auch angezogen, daß die überall ausgehenden Druckschriften nichts als Zwietracht, Unfrieden und alles Böse säen, und daß aus den Schmäh- und Spitzworten, welche die Boten im Rath und sonst gegen einander brauchen, auch nichts Gutes entspringe, daß daher nothwendig wäre, Solchem beiderseits Einhalt zu thun. Heimzubringen, um auf dem nächsten Tage darüber zu antworten. It. In Betreff der zu Bremgarten liegenden lutherischen Bücher ist verabredet, es solle Lucern darnach schicken, und auf dem nächsten Tag jeder Bote Antwort bringen, was mau weiter in der Sache thun wolle, I. Schultheiß Hcbolt von Solothnrn meldet, es sei seinem Sohne die Anwartschaft auf eine Chorherrenpfründe zu Neuenburg versprochen, durch einen Fehler des Schreibers aber ein Streit mit dem Schaffner zu Neuenburg veranlaßt worden, indem jetzt Letzterer den Vorrang anspreche. Erkannt, es soll jedes Ort seinem Boten auf die Jahrrechnung zu Neuenburg die nöthigen Befehle geben, damit des Schultheißen Sohn geholfen werde, in. 1, Eine Gesandtschaft des Königs von Ungarn und Böhmen, nämlich Friedrich Graf zu Fürstenberg, Ritter Ulrich von Habsberg, Vogt der IV Waldstädte, Doctor Jacob Sturze! von Buchheim und Hans von Friedingen, Landvogt in Schwaben, begehren von den zwölf Orten — in Abwesenheit der Boten von Zürich — Antwort auf den früher gehaltenen Vortrag über das von Zürich und Bern mit denen von Constanz geschlossene Burgrecht. 2. Nachdem man Zürich und Bern ersucht hat, die Meinung ihrer Obern zu eröffnen, geben sie ihre Antwort mündlich und schriftlich ab und zwar großentheils übereinstimmend. Auf das fernere Gesuch aber, der genannten Gesandtschaft von sich aus zu antworten, oder wenigstens beizuwohnen, wenn man ihren Bescheid derselben eröffnen würde, wollen sie nicht eintreten, indem sie dazu keine Vollmacht hätten. — Da nun ihre Antwort lang ist und viel Anderes enthält, was der königlichen Botschaft und den Ausländischen nicht vorgebracht werden darf, so hat man denselben auf's kürzeste mündlich geantwortet: Es geben Zürich und Bern die Erklärung, vor Abschluß des Burgrechts haben sie die Erbeinung und den Frieden von Basel genau geprüft, aber darin nichts finden können, was Constanz berühre, und seien März 1528, 1293 daher der Ansicht, daß durch dieses Burgrecht weder die Erbeinung noch der Friede von Basel verletzt worden, und daß sie dazu Fug und Recht gehabt, indem es weder gegen das Reich noch Kaiser oder König, noch gegen das Haus Oesterreich geschehen sei, sondern vielmehr um des Friedens und der Ruhe willen; Konstanz habe in besagtem Burgrecht das hl. römische Reich ausdrücklich vorbehalten, und dergleichen die zwei Orte das Reich, Kaiser und König und das Haus Oesterreich und alle diejenigen, die vorher mit ihnen im Bündniß gewesen; Zudem sei Konstanz eine freie Reichsstadt; darum seien sie des festen Willens, das Burgrecht nicht wieder aufzulösen. 3. Darauf antwortet die königliche Gesandtschaft mit einer allen Boten eingehändigten Schrift, welche aber Zürich, obschon dringend darum ersucht, nicht anhören wollte, während die Boten von Bern dazu eingewilligt haben. Hienach wird die Sache in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tage darüber zu rathschlagen, damit nicht weitere Unruhe daraus erwachse, i». Auch Statthalter und Räthe der kaiserlichen Regierung zu Speyer und die Stände des Bundes zu Schwaben, in Augsburg versammelt, schreiben auf diesen Tag wegen des Burgrechts mit Konstanz, man möchte dahin wirken, daß dasselbe abgethan würde. «. Es weiß jeder Bote, was die Gesandtschaft des Königs von Ungarn und Böhmen in Sachen des Abtes in der Reichenau vorgebracht, und was die Boten von Zürich und Bern mit derselben geredet haben. K». Da dieselbe Gesandtschaft anzeigt, daß sich noch einige Banditen und vertriebene Bauern in der Eidgenossenschaft aufhalten, und begehrt, daß man sie fortweise, so wird ihr geantwortet, man werde dieselben überall vertreiben und nirgends dulden und deßwegen auch an die Vögte schreiben, «z. Auf den mündlichen und schriftlichen Vortrag der französischen Gesandten wird erwidert, sie sollen dafür sorgen, daß möglichst bald den Eidgenossen Antwort werde der Ansprachen halb, indem man nicht länger warten könne noch wolle. Sie sagen solches zu. ». 1. Für alle unerledigten Geschäfte wird ein Tag nach Lucern angesetzt auf Dienstag vor dem Maitag (28. April), auf welchem die Boten aller XIII Orte sich unfehlbar einfinden sollen. 2. Dabei wird ferner beschlossen, es sollen die Boten, die nach Zürich und ^chwyz gehen werden, nach Verrichtung ihrer Geschäfte jenen Tag besuchen, um über den Erfolg ihrer Sendung Bericht zu erstatten, damit man dann, sofern es nöthig wäre, in der Sache weiter handeln könnte. Im Zürcher Exemplar fehlen I», «I, Ii, «z, im Berner l, Ii, im Basler, Freiburger und Solo- thurner die gleichen und «. Das Stiflsarchiv St. Gallen hat A m—i. Zu Ii. 1) Rathschläge der beiden Städte Zürich und Bern, was sie auf dem nächsten Tage zu Lucern anbringen wollen. Der von Zürich vorgeschlagene Entwurf wurde von dem Berner Stadtschreiber mehrfach, doch meist nur redactionell, verändert, resp. ernüchtert und verkürzt. Da der Abschiedtert die hier von beiden Städten gestellten Forderungen (1—4) resumirt, so geben wir nur den „Sermon" im Wortlaut (nach der Berner Redaction). „Damit aber bemeldt (VII) Ort der Eidgnoschaft abnemeu und verston mügen, daß dis beger und anmuotung nit uß menschlicher anfechtung und arger Meinung, sonder uß dem gehciß und pott gottes, darzuo (wir) m. h. als ein christenliche und ordenliche oberkeit verbunden sind, harfließe, auch damit gmcin befolchne unterthanen in ungehorsame nit beweget, sonder irer seel und libs heil und seligkeit allein zuo suochcn (begcren), so haben die vij Ort, als die sich die alten und waren christcn ncmeu und schribcn, luter zuo bedenken, wiewol ein jeder mensch mit sinem lib und guot und was er zitlichs hat, zitlicher oberkeit undcrworfen und der in allen zitlichen dingen gehorsame und underthänigkeit zuo leisten schuldig ist, welichcr ouch das nit thuot, derselbig gottes ordnung widerstat; was aber die seel lind gwüßne belanget, allein uf gottes wort gerichtet und gott allein underworfcu ist und der menschen Zwang und urteil meiner mer undcrworfen sin mag; dann durch gottes wort wird die seel und gwüßne der menschen fryg oder gebunden; so mag man ou gottes wort gott und sin willen nit erkennen, in inn nit vertruwcn noch das leben, selig zuo werden, darnach richten; es wirt sich ouch das göttlich wort nach dheins menschen zwang noch gebott nit richten noch biegen, sonders wir alle müessen uns nach dem wort gottes richten und darnach leben. Daß aber verstanden werde, was (wir) in. h. für gotts wort haben, zeigen (wir) sy an, daß (wir) sy die helige 1294 März 1528, biblische geschrift des alten und niiwen evangelischen Testaments (weliche uns allein wiscn und leiten nf den gekrüzgoten und wider uferstandnem Cristum, daß der allein gepredigct, gelert und gebriscn werd, und alle ander menschliche leer, alt gebrüch, eigen guotgednnken und derglichen underlassen werden) für gotts wort halten, ouch ganz nit beherzigen lassen, daß unsere vorelteren so vil jaren geirrt haben, daß si darumb in gfarlikeit irer seligkeit gewesen und darin verscheiden syen, uß dem trostlichen spruch Johannis am rv., da Christus redt, wann ich nit kommen wäre und hett in(cn) das eröffnet, so hellen st) dhein sünd ?c. So aber das liecht göttlicher warheit uns setz eröffnet, sollen wir das nit in wind schlachen, sonders mit dank ufnemen und unser vorelteren hierin nit fürziechen, die on zwifel das by iren ziten mit wirden und dankbarkeit angenommen und nit dergstalt (wie beschicht) verfochten swiderfochten) hellen; denn gottes wort zuo erkennen ist nit in menschlichem vermögen, dann die gnad des heiligen geists muoß es in die herzen der menschen schriben, weliche gnad aber dhein ungläubig herz besitzt, glich wie eim kranken oder febrigcn menschen alles getrank, wie stieß das ist, bitter beduukt, das ist aber nit des tranks, sonders der krankheit und (des) febers schuld; dann der mensch wie Sant Paul davon schribt, der nach dem fleisch siner eigenen wisheit, Vernunft und begeren lebt, kann nit geistliche ding urteilen; das wort gottes ist aber allen gläubigen rein, klar und verständlich. Und als bemeldt Ort beider Stetten Zürich und Bern trüwe Prediger mit schmach und scheltworten antasten und ir ler damit argwonlich zuo machen vermeinend, laßt man sy blöde menschen und arme sünder sin, wie all menschen sind, und ob sy schon die wären, darfür sy von etlichen gescholten werden, so kan man doch ir ler und predig darumb nit bös und argwönig halten, dann in sölichem die Personen nit söllen angescchen werden, sonders die warheit. Wo st) aber in offnen und ärgerlichen lästern, die inen doch mit unwarheit zuogemessen werden, erfunden, wurden st) nit minder dann ander nach irem verschulden darumb gestraft" (Die Schlußapostrophe ist gestrichen). Sl, A, B-m- Abschiede ,->21-5.27, Die zürcherische Redaction ist den Zürcher Instructionen, Bd. I. 144—147, zu finden. 2) 1528, 21. März (Samstag vor Mittefasten). Ertrainstruction für die Botschaft von Zürich. Sie soll (drittens) anziehen, „wie unser Eidgnossen hinder .. Bern und minen Herren gehandlet in den vogtyen, ämpteren, grafschaften und Herrschaften, so wir mit inen gemein und als vil teil als ein ander Ort daran habend ..., und nämlich, so es sich in den reden begäbe, mitsampt dem Kotten von Bern .. (anzeigen), daß unser Herren in landmärswis fürkomcn, daß mit denen zuo Frowenfeld etlicher Pensionen halb gehandlet und an sy gebracht sige, wo sy sich für ein krön Franrrich, die setz not lidt, als bürgen um r-" krönen verpflichten, so welti man inen järlich schöpfen hundert krönen und Frowenfeld daby versicheren, nämlich mit sechscn us den Orten, die da (teil) an Frowenfeld habend. Sölichs ist gehandlet im Rat (daselbs) uf den riij tag Merzen, daruf sich der Rat hat erkennt, sy wellind werken und sich witer mit eren began wie bishar; welich gesüech und bratik und Werbungen hinder nnnen Herren beschächind und inen fürter ze gedulden unlidenlich sigend"... St.A.Zi>r>ch:Jnstruct>°nmbuch iil. e, v. Zu l. 1523, 3V. März (pcnult. Martii). Bern an Unterwalden. „Uns ist fürkommcn, wie dann etlich der üwern uns und die unfern mit schmächworten beladen und sunst, wann die unfern zuo üch kommen, äben tratzlich mit inen gehandlet werde, als dann zuo Alpnach einem der unfern begegnet ist; deßglichen so soll der kilchhcrr zuo Lungern geprediget han, daß die üwern mit den unfern dhein gemeinschaft haben, inen weder ze trinken (oder) ze essen (geben) noch (sy) behcrbrigen söllen by des Bapsts bann, und wo etwar dawider thäte, daß er denselben das sacrament nit geben wellt w., das nun alles uns unlidlich, ouch den gcschworncn pünden nit gemäß ist, und wiewol wir gänzlich verhoffen, (daß) ir daran kein schuld habind, sonders die, so mee uf unruow dann friden stellen, (strafen?), nüt dest minder haben wir üch deß wellen berichten, damit ir vor solichem syend und die üwern, so solichs handleten, strafind, dann wir es in die harr eeren halb nit können liden. Darum wellend in solichem fürsechung thuon, (so) werden wir glicher gestalt gen üch ouch thuon und uns beflißen, früntlichen und nachpürlichen mit üch ze leben".. . St. A, B-nn T-utsch Missiv-n q. »so i>. Am 3. April wurde in anderer Fassung das gleiche Begehren gerichtet an die Landvögte zu St. Morizen, Saanen und Oesch. n>. r. ss» >-, Zu m. 1. Der dem Lucerner und Berner Exemplar beigelegte Vortrag der „kaiserlichen" Botschaft resumirt alle Rechtsgründe, die bisher im Texte berührt worden sind; dazu kommen noch folgende: Constanz sei in dem März 1528, 1295 Kriege, der dem Bericht von Basel vorausgegangen, namentlich eingeschlossen, da es in Folge desselben das Landgericht im Thurgau verloren habe; ferner habe es mit Oesterreich eine ewige Verschreibung, nach welcher es ohne Einwilligung des Fürsten keinerlei Verträge oder Bündnisse machen dürfe; wenn es gegen Oesterreich etwas zu klagen hätte, so sei lauter vorgescheu, vor wem solche Beschwerden ausgetragen werden sollen; die fürstliche Regierung habe jedoch mehr Ursache zu Klagen als die von Constanz. K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XV. — K. A. Schaffhausen: Abschiede. Zu n». 2. 1) Aus der Antwort von Zürich sind nachfolgende, im Text übergangene, Motive hervorzuheben: Es habe vor einiger Zeit einen von Lucern besiegelten Brief empfangen mit der Unkerschrift „Von Städten und Ländern der Mehrtheil Orten der Eidgenossenschaft Rathsboten, in Lucern versammelt"; nach altem Brauch hätte es erwartet, daß diese Orte genannt worden wären, damit es bei denselben nach Nothdurft sich hätte verantworten können; denn es sei bisher schon öfter vorgekommen, daß man Zürich mit Vcrschweigung der Wahrheit und Hervorstellung der Unwahrheit fälschlich beschuldigt habe, wie es zu seiner Zeit sich erfinden werde. — Sodann werde es an die vielen den Eidgenossen zugekommenen Beschwerden über sein Burgrecht mit Constanz erinnert; von diesen könne es aber, weil es nicht zu Tagen berufen worden und nicht im Rath gesessen, wenig wissen; das kaiserliche Regiment im Reiche habe ihm zwar ein bezügliches Schreiben zugeschickt, aber auch sofort guten Bericht darüber empfangen. Was die Botschaft des Königs von Ungarn des Burgrechts halb vorgebracht, sei ihm unbekannt; jedenfalls hätte es sich geziemt, deßwegen Zürich auch zu berufen, um seine Verantwortung anzuhören und getreu in den Abschied zu nehmen. — Wenn sodann geäußert werde, daß es denen von Constanz weder gebühre noch noth gethan habe, ein solches Burgrecht einzugehen, da es einzig zur Behauptung ihres Mißglaubens geschehen, so überlasse es Zürich ihnen, sich hierüber zu rechtfertigen, und begnüge sich mit der Erklärung, daß es den Bünden gemäß befugt gewesen sei, Constanz in sein Burgrccht aufzunehmen, wobei es nicht nur sein eigenes Interesse, sondern auch die Wohlfahrt gemeiner Eidgenossenschaft ernstlich in Betracht gezogen, weßhalb es gehofft, eher Gunst als Undank dafür zu erlangen. — Die Beschuldigung, daß Zürich die von Constanz bei ihrem Mißglauben schirmen wolle, sei unbillig, indem doch im röm. Reiche verabschiedet worden, daß jeder Stand in Glaubenssachcn handeln und regieren solle, wie er es vor Gott und kaiserlicher Majestät hoffe verantworten zu können. Da nun dieses Burgrecht weder dem Reiche noch dem Hause Oesterreich oder dem schwäbischen Bund zum Schaden geschlossen sei, so müßte es denen, welche Frieden und Einigkeit wollen, nicht mißfällig sein, wohl aber denjenigen, die ihren eigenen Nutzen dadurch gefährdet sehen und gemeiner Eidgenossenschaft Nachtheil zu fördern begierig wären. — Daß ein schwerer Krieg aus diesem Burgrecht erwachsen werde, der bei diesen theuren Zeiten verderblich wäre, glaube Zürich nicht; wenigstens sei es des festen Willens, zu einem ssolchen keine Ursache zu geben und sich überhaupt vor allen Kriegen zu hüten. — Für die wohlgemeinte Ermahnung, den Frieden von Basel und die Erbeinung mit Oesterreich zu berücksichtigen, sage es Dank; allein es finde in diesen Verträgen keinen Grund, von dem Burgrecht abzustehen, da jener Friede nicht mit dem römischen Kaiser, sondern mit Maximilian, als Fürsten von Oesterreich, der als Graf von Tirol im schwäbischen Bunde gewesen, gemacht worden, wie denn die Eidgenossen sich niemals gegen das Reich empört haben; ferner sei Constanz, als eine unmittelbare freie Reichsstadt, wie andere Städte, die noch vor kurzer Zeit mit den Eidgenossen in ewige Vereinung gekommen, zu einem solchen Bündniß berechtigt, weßhalb auch die Erbeinung dadurch keineswegs berührt werde; zu dem allem kommen die beiderseits gemachten ausdrücklichen Vorbehalte... Zürich begehre andere Eidgenossen nicht in dieses Burgrecht zu ziehen; dieser Handel und anderes, was ihm täglich begegne, geben ihm aber Ursache zu dem Begehren, daß die Orte, die ihm bei der letzten Erneuerung der Bünde nicht geschworen haben, es noch thun und hinwidcr seine Eide empfangen, und daß sie sich offen erklären, ob sie dies thun und ihm seinen altgewohnten Sitz auf den Tagen lassen wollen oder nicht, damit es je nach ihrem Bescheid erwägen könne, was seine Nothdurft erheische, ?c. St. A.Zürich: Acten Stadt Constanz. — K. A. Schaffhausen: Abschiede.— Stadtarchiv Constanz (Copie). St. A.Bern: Absch. 529—534. K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XV. 2) Eine in den Hauptgedanken und der Ordnung ganz übereinstimmende Rechtfertigung wurde der Botschaft von Bern als Instruction zu eröffnen befohlen; dieselbe trägt das Datum 20. März. St. A. Bern: Jnstructionsbuch X. WS—IN. 1296 ApriM528, Zu q. Der erwähnte Vortrag, im Abschiedterte nur genannt, enthält im Wesentlichen folgende Puncte: 1. Der Sprecher (?), seiner Zeit mit dem Herrn von Liancourt abgeordnet, um die Ansprechen gütlich oder rechtlich zu befriedigen, meldet nach den gewohnten Einleitungen, daß der König neuerdings mit dem Kaiser zerfalle» sei der Gefangenschaft seiner Söhne und der Verhaftung seines Gesandten wegen, weßhalb er sich zum Kriege entschlossen habe und auf Beistand auch von den Eidgenossen zähle; diese Angelegenheit sei der vornehmste Grund, warum der von Liancourt, der letzthin an den Hof geschickt worden, noch nicht zurückgekehrt sei, und deßhalb könne das Geschäft der Ansprachen einstweilen nicht vorgenommen werden. Daß die versprochene Terminzahlung nicht von Statten gehe, bedaure der König von Herzen; doch habe er bereits in dem „Staat und Ordonnanz (Büdget) für dieses. Jahr" Vorsorge getroffen, daß mit der Zeit alles gehörig bezahlt werde, wie er ja bisher seine Verheißungen noch immer erfüllt und schon große Summen abgetragen habe... 2. Wenn der Kaiser den Eidgenossen vielleicht schon etwas habe vortragen lassen, so sollen sie ihm keinen Glauben schenken, weil er sie damit nur täuschen wollte, was sie aus frühern Erfahrungen wissen werden. 3. Endlich lasse sie der König wohlmeinend bitten, daß sie einträchtig bleiben und durch die Practiken, welche sie zu trennen beabsichtigen, sich nicht verführen lassen; hierüber möchten sie ihm schreiben, damit er zu ihrer Vereinigung als guter Freund mitwirken könne. St. A. Bern: Abschiede 335—337. — St. A. Lucern: Abschiede. — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XV. — K. A. Schaffhausen: Absch. SR8 Kens (und Kljambery). 1528, Anfang April f. Staatsarchiv Bern. KantonSarchiv Freibnrg. Gesandte: Bern. (Sebastian von Dießbach; Anton Bntschelbach; Caspars?) und Weingarten*). Freiburg. (Anton Pavillard; Hans Guglcnberg; Hans Vögeli; Hans Neif). Auf die Acten angewiesen, geben wir sie hier vollständig: 1) 1528, 14. Februar. Genf au Bern. Antwort auf dessen Zuschrift und die beigelegte Copie der Missivc an den Herzog. Man verdanke die damit erwiesene Ehre und Güte demüthig und bitte Bern, in diesem Wohlwollen zu beharren, namentlich auch dahin zu wirken, daß der Bischof sicher zurückkehren und hier wohnen und seine Unterthanen trösten könne, und daß seine Einkünfte ihm restituirt werden, zc. zc. St. A. Bern: A. Gens. 2) 1528, 25. Februar. Genf an Bern. Bericht über den Streit zwischen dem Burger Jacgucs Malbuisso» und Herrn „Dallusfen", dessenthalb Bern bereits an den Herzog geschrieben, aber ohne Erfolg. Erzählung, svic D. dem Recht ausgewichen, eine Beschlagnahme seines Pferdes gewaltthätig vergolten, einen Burger mißhandelt und allen Genfern, die er träfe, das gleiche Loos angedroht habe. Klage über diese unaufhörlichen Anfechtungen und Bitte um wirksames Aufsehen, zc. St. A. Bern: A. G-nsi 3) 1528, 4. März. Bern an den Herzog von Savoyen. Mittheilung der Klagen des (Genfer Münzmeistcrs?) Claude Savoye über Begegnisse in Chambery, mit Empfehlung zu gutem Recht. 4) 1528, 4. März. Bern an Denselben. Herr von Lullin (eig. dessen Diener) habe vorgetragen, warrnn die Stände berufen seien; man billige gänzlich die waltende Absicht, die Unterthanen an ihre Pflichten zu erinnern und die verweigerten Zahlungen durchzusetzen, und wollte.diesseits nichts thun oder gestatten, was der Ehre und Pflicht zuwider wäre. Dies eröffne man auf den Wunsch des Secretärs des Gesandten, damit der Herzog vernehme, daß derselbe seinein Auftrage nachgekommen. 5) 1528, 4. März. Bern an den Gouverneur der Waat, Herr von Lullin. Ansuchen, den Herrn „Daluffcnfl zu vermögen, von Angriffen, wie er sie kürzlich gegen Jacques Malbuisson und andere Genfer Burger verübt, endlich abzustehen, um schlimmere Folgen zu vermeiden, zc. y-b) im St. A. B°m: W-ls-h MM -n x. ««, <" »- *) Laut Rathsbuch am 31. März abgefertigt. April 1528, 1297 6) Schon unter dem 2. Februar ist im Rathsbuch eine bezügliche Minute eingetragen, in welcher nur der Schluß bemerkenswcrth scheint: Anerbieten des (eventuell nöthigen) Beistands gemäß den Bünden. Dabei steht aber von der gleichen Hand (Cyro's): „Ist angestellt, ms autors, bis Mittwuch; ist geändert." 7) 1528, 26. März. Bern an den Herzog von Savopen und die Genfer, „als im-Missivenbuoch stat." — Copie der Klägden, Amtleute Thäter, Krieg nicht erleiden, Antwort, Cartignier. (8io). Ein solches Schreiben fehlt. S,. A. Bern: Rathsbuch Nr. si?. 8) 1528, 3V. März, Freiburg. Berathung über die Anliegen der Genfer und den Vorschlag einer Votschaft von Bern, eine Botschaft nach Genf zu schicken, um sich genau zu erkundigen. Als Gesandte die Obgenauntcu verordnet. Sie sollen thun, was Frieden und Ruhe fördern könne, haben aber keine Vollmacht, einer Partei abzusagen, K. A. Freiburg! Rathsbuch Nr. 45. 9) 1528, 30. März, Bern. Instruction für die Gesandten (Namen fehlen) zu dem Herzog von Savopen. 1. Sic sollen ihm zuerst die jüngst wieder eingelegten Klagen der Genfer vorhalten und das ernstliche Befremden der Herren zu erkennen geben über die fortgesetzte Beleidigung der Genfer durch seine Unterthane», -c. 2. Zudem habe er diejenigen, die etliche Genfer getödtet, ungestraft ledig gelassen und mit Aemtern begabt, ungeachtet seiner Zusage, dieselben nach Verdienen zu strafen. Um den Frieden zu erhalten, wolle man abermals beide Parteien ermahnen, nichts Gewaltiges gegen einander vorzunehmen; namentlich solle der Herzog verschaffen, daß den Genfern ihr Schaden ersetzt werde, da Etliche zu Thonon und Ternier gefangen und dem Priorat St. Victor das Schloß Cartigny entzogen worden, und daß sie in savoyischcm Gebiete sicher handeln und wandeln dürfen, was er selbst öfter schon zugesagt habe. Und damit der Span endlich erledigt werde, ersuche mau beide Parteien dringlich, nochmals einen freundlichen Tag zu leisten, für welchen die Boten Zeit und Ort zu bestimmen Gewalt haben; inzwischen müßten alle Parteien ruhig bleiben. Wenn dann eine Partei sich mit der Billigkeit und dem Rechten nicht begnügen wollte, so würde man ihr den bundesmäßigen Schirm und Beistand entziehen, was man hiemit ohne alle Vorbehalte erklären wolle, da man sich nicht länger derart wolle bemühen und beunruhigen lassen. Die Parteien sollen sich darüber bestimmt erklären, da aus solchen Freveln und Gewaltthaten zuletzt nur Unrath und Landesverderben erwachsen könnte. — Die Boten wissen übrigens nach Umständen auch weiter zu handeln, damit man einen Krieg vermeide, zc. St. A. B -nn Jnstmctionsbuch ä. 114 v, ns, ns ». 10) 1523, 2. April, Menne. Excommunication des Bischofs und sämtlicher Bewohner der Stadt Gens wegen beharrlicher Rechtsverweigerung in Sachen der Kläger Jehan de Montfalcon, Franyois Fourverat, Pierre de Ferner und Mithasten. Druck im St. A. Bern: A. Genf. Ein Abdruck dieses Documents wird anderswo besser am Platze sein. 11) 1528, 4. April, a »ix Iiouro» äs nuit. Genf an Bern (kleinen und großen Rath), (auch an Freiburg?). »NuMiliguss, sto. etc. llsspui» 8 8vrpri8, ot tout inoontivont, oar a oo quo ino8«öiAll0llr8 vos umlmssuäeui» out ontonän pur gon» mo8mos äuäit 8öignsur äs Navo^o, nous äovono avoir uno louväv vonvo avant ?08quos; vo8 oxoslloiivoo uous ont tousjours iutvoitis äo vou» oävortlr äo donno lrouro ot avant quo Iu88lons surpris ni allollos, oo quo Iai80i >8, nous oovüant ontioromont quo vv8 oxoo1Iönoö8 lo lörout (liou uulunt,^ vtv. St. A. Bern: A. Gens. 12) 1528, 12. April. Genf an Bern (wohl auch an Freiburg). Creditiv für Bezanson Hugues, Jehan Louis Ramcl, Michel Sept und Boniface Offixer (sie), die sehr bedauerliche Dinge vorzutragen haben werden, und Bitte, „x clonnor oräro ot romoclo ilo oorto quo puissions vivro äio)' on uvant on ropos, mioux quo navons vosou pur lo pu88ö; auteomont nouo ooriono lo8 plus wi8orablö8 qui soiont 8ur In torro"... St. A. Bern: A. Gens. Zu vergleichen ist besonders Roget, a. a. O. I. 285 f. StS. Stanz. 1528, 6. April. Staatsarchiv Liicer»: Acten Graublinden. Gesandte: Luc er». Hans Hug, Schultheiß. Glarus. Vogt (Bernhard) Schießer, t». I. Die Gesandten begehren zuvörderst Antwort auf ihren letzten Vortrag, und zwar ehe die Kaiserlichen verhört oder verabschiedet würden. Darauf geben die Boten der Bündner in weitläufigen Worten etwa folgende Erklärung: 1. Sie wollen dem Kaiser und den Seinigen keinen Paß gewähren, sondern dessen Anwälte mit kurzen Worten abweisen. 2. Auch wollen sie jetzt ein Verbot erlassen, daß niemand zu irgend einem Fürsten oder Herren ziehe, und die Ihrigen daheim behalten, indem der Castellan von Musso von dein König abgefallen, und man nicht wisse, was er weiter im Sinne habe, und zudem andere schwere Händel vor Augen seien. 3. Von den Eidgenossen wollen sie sich nicht absöndern, sondern als treue fromme Bundesgenossen zu ihnen halten; doch bitten sie („mit langen stündlichen Worten"), die Eidgenossen möchten für den Frieden wirken, sich der Kriege entladen, soweit sie vermögen, und bedenken, was „uns allen" bisher daraus erwachsen sei. II. 1. Aus diesem Vortrag greifen die Gesandten die Erklärung heraus, daß die Bündner, wenn der Kaiser den Durchpaß mit Heeresmacht erzwingen wollte, weder an Leuten noch an Vermögen stark genug wären, ihn abzuwehren, ?c. Es wird ihnen vorgestellt, daß die Eidgenossen wohl geneigt wären, nicht weniger als sie, den Frieden zu erhalten, aber auch ihre Pflichten gegen den König zu bedenken haben, wiewohl noch nicht gewiß sei, wie sich die Obrigkeiten über eine derzeit noch nicht geschehene, aber mögliche Werbung um Knechte entschließen werden. Da w>» die Bündner sagen, sie wollen die Ihrigen keinem Fürsten zuziehen lassen, so wünsche man zu vernehmen, ob ße dieselben dem König vergönnen würden, wenn er ans seine Kosten den Dnrchpaß zu verhindern unternähme? ^ 2. Auf diese Frage waren die Boten der Bündner nicht gefaßt; sie entschuldigten sich, nahmen Bedenkzeit und gaben dann folgende Antwort, allerdings nur von sich aus, doch in der Hoffnung, daß solche von den Ihren (den Gemeinden zc.) nicht abgeschlagen iverde: Sofern andere Eidgenossen dem König Knechte überlassen, um einen Durchbruch des Kaisers zu verwehren, wollen sie, die Bündner, es auch thnn; denn sie wollen ihre Hand nicht allein in die Glut stoßen, indem sie das nicht vermöchten. I» Auch eine Botschaft von Zürich ist da gewesen, hat aber wenig zn Gunsten des Königs gehandelt, sondern heimlich und öffentlich den gemeinen Mann zu überreden April 1528, 1299 gesucht, dem König die Vereinung aufzukünden und aller Fürsten und Herren sich zu entschlagen; deßhalb sollten die Bündner weder dem Kaiser noch dem König Durchpaß gestatten und denselben auch keine Leute bewilligen, sondern Frieden halten, ?c. Dieser Abschied, von der Hand Joh. Huber's, ist eigentlich ein Gesandtschaftsbericht, Zu d. Zur Beleuchtung des Textes sind folgende Acten beizuziehen: 1) 1528, 14. Marz. Zürich an Burgermeister und Rath zu Chur. Man vernehme, daß der König von Ungarn und Böhmen im Sinne habe, auf seine Kosten einen Tag in Chur zu halten und zwar aus Sonntag Mittefasten (22. März); ob dem also sei, und wozu derselbe dienen solle, könne Zürich nicht ermessen; da nun allerlei gefährliche Umtriebe auch in der Eidgenossenschaft vorgehen, und ihre Mißgönner eine Zerstörung derselben gern sehen würden, so bitte es seine Freunde und Bundesgenossen, die etwa obwaltenden Anschläge zu vereiteln und förderlich Bericht zu geben; die Antwort auf das beiliegende, in ähnlichem Sinne gehaltene Schreiben von Bern (d. d. 11. März) werde Zürich vermitteln. St. A. Zürich: Misfivcn. — Das Berner Schreiben findet sich im St, A, Bern: Teutsch Misfivcn SSl I-, 2) 1523, 19. März. Chur an Zürich. Antwort auf dessen Schreiben (mit Bern). Der König von Ungarn zc. habe schon zum dritten Male um einen Tag geschrieben und zuletzt anerboten, den zu bezahlen, worauf man wirklich einen Tag auf Sonntag Mittefasten (22. März) angesetzt habe; man wisse aber noch gar nicht, was die Botschaft des Königs anbringen und begehren werde. Wenn deren Vortrag etwas enthielte, was den beiden Städten oder gemeinen Eidgenossen schaden könnte, so wolle man dem nach Kräften begegnen und dann weiter berichten. St. A. Zürich: Acten Graubünde», 3) Instruction für M. Jacob Werdmüller und M. Hans Jäckli als Gesandte Zürichs zu den III Bünden in Churwalen. Nachdem man kürzlich vernommen, wie der König von Ungarn und Böhmen anstatt des Kaisers einen Tag in Chur begehrt, ivorauf Bern und Zürich an Burgermeister und Rath zu Chur geschrieben, und man seither erfahren, daß der Kaiser um Durchpaß für sein Kriegsvolk geworben, um Mailand zu überziehen, was ohne Zweifel mit geschickter Einleitung an die Bünde gelangt sei, habe man sich entschlossen, eine Botschaft an sie abzufertigen, obwohl man der Hoffnung lebe, daß sie nichts gestatten werden, was den Eidgenossen und deren Anstößern und Verwandten zum Nachtheil gereichte. Hätte die Zeit es erlaubt, so wäre auch Bern durch eine Botschaft erschienen. Weil uns nun der allmächtige Gott durch sein heiliges Wort getreulich verwarnt, unsere Mißbräuche aufgedeckt und uns zur Selbsterkenntniß gebracht, so wolle uns gebühren, unser Leben nach seinem Worte zu richten und die Laster, die seiner Ehre und der Nächstenliebe widerstreiten, abzustellen, und da des Kaisers Ansuchen andern christlichen Mitgliedern zum Verderben gereiche, indem es Todschlag und Blutvergießen, Hungersnoth und allerlei andere Uebel mit sich brächte, was von den Häuptern der Christenheit, von denen wir Schirm, Frieden und Recht erwarten sollten, noch weiter zu besorgen stehe, wenn wir die Warnung Gottes nicht erkennen, und weil dazwischen das göttliche Wort von ihnen unterdrückt und der gemeine Feind der Christenheit, der Türke, zum Einbruch ermuthigt und die ganze Welt mit mancherlei Strafen heimgesucht werde, so stelle Zürich an seine lieben Bundesgenossen das christliche ernstliche Ansinnen und Begehren, diese Sache mit allen ihren Anhängen und Umständen mit treuem Herzen zu bedenken, nämlich welchem Schaden sie sich aussetzen, wenn sie dem Kaiser oder dem König von Frankreich Durchpaß gewähren, daß sie aber niemand verkürzen, wenn sie ihr Land „frei und beschlossen" behalten, daß sie bei aller Ehrbarkeit Lob und Ehre ernten und ihr Vaterland, sowie die Anstößer und Verwandten in gutem Frieden erhalten. Wenn jemand sie deßhalb zu bedrängen unterstünde, so erbietet man sich, Leib und Gut zu ihnen zu setzen. — Was den Gesandten weiter begegnet, wissen sie wohl zu verantworten. St. A. Zürich: A. Graudünbcn. — Rathsbuch k. lso «. 1300 April 1528. SS«. Miel. 1528, 6. April (Montag nach Palmannn). Staatsarchiv Bern : Allg. eidg. Abschiede 365. Abschiede der Städte Bern*), Freiburg, Solothurn und Biel. 1. Zwischen den Herren von Bern im Namen des Gotteshauses Münchenbuchsee und den Landlcnten daselbst waltet ein Span um etliche Tagwen und Fuhren, welche die letzteren nicht mehr leisten wollen; da sie bisher alle gütlichen Ermahnungen, dieselben wie bisher zu erstatten, abgewiesen, so hat ihnen die Obrigkeit endlich Recht geboten nach Biel, vor den drei Städten, die jede vier Mann aus ihren kleinen Rüthen als Richter hieher geschickt haben. 2. Die Botschaft von Bern hat nun heute ihre Klage eröffnet, die bezüglichen Schriften eingelegt und ein Urtheil begehrt. 3. Darauf hat der Commenthur von Münchenbuchsee an sie und die Zugesetzten die Bitte gerichtet, mit ihm dahin zu reiten und in der Güte für einen Vergleich mit den Unterthanen zu arbeiten, wozu er seine Dienste anbiete. 4. Die Boten von Bern erwidern, sie haben dazu keinen Befehl, wollen aber die Richter nicht hindern, das zu versuchen, und ihren Herren sogleich mündlich darüber Bericht geben, damit dieselben weiter zu handeln wissen, was ihnen gefalle. Sie wären zwar befugt, die Laudleute von M. zu nöthigen, ihren Pflichten nachzukommen, wollen aber viel lieber als Gewalt anzuwenden, das Recht brauchen und seien deßhalb hier; weil nun die Gegenpartei nicht erschienen, also die Nichter und das Recht förmlich verschmäht haben, so wollen die Herren eher Leib und Gut daran setzen, als sich dergestalt von den Ihren herausfordern („Überbochen") zu lassen, begehren jedoch zuvor einen rechtlichen Spruch. 5. Die Zugesetzten antworten, sie tragen Bedenken, in Abwesenheit deren von Bnchsee ein Urtheil zu geben, und bitten daher die Boten freundlich und eindringlich, mit ihnen dahin zu kommen, um eine gütliche Vereinbarung erzielen zu helfen zc. 6. Die Gesandten von Bern verdanken das Anerbieten gütlicher Zwischenkunft, beharren aber auf dem Vorsatz, wieder heimzukehren, und begehren schriftliches Zeugnis;, daß sie hier gewesen, was ihnen bewilligt ist. Hiezu gehören noch einige Acten: 1) 1528, (A. April). Beschwerden der Gemeinde des Gerichts (München-)Buchsce: Sieben Artikel, hauptsächlich über dürftige Gegenleistungen des Gotteshauses für Fuhren, Tagwen, Zinse, ?c. St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. 2) 1528, 3. April. Bern an Freiburg. Klage über den Ungehorsam der Leute von Münchenbuchsee, in Betreff der Tagwen und Fuhrungen, :c. Dafür sei nun ein Rechtstag nach Biel angesetzt, auf Sonntag Palmarum (5. April) Nachts daselbst zu erscheinen, und bitte man Freibnrg, vier Personen aus dem kleinen Rath als Richter zu verordnen, die mit andern Gesandten in den Kosten Berns Recht sprechen sollen; darum habe man auch Solothurn angesucht, zc. St. A. Bern: Teutsch Missiv-N . A. B-m: Teutsch Mtssloen q. »es so». ") Bote» waren Willadiug, Stiirler, Gesteli, Sibold (?). April 1528. 1301 STR. Aern. 1528, 7. April. Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr. 217, p. 210, 211. 1. Es erscheinen Botschaften von Freiburg und Solothurn und der Meyer von Biel, wegen deren von Münchenbuchsee, die nach langem Wortwechsel einen Fürsprecher aus den drei Städten begehren und Stölli darum ansprechen. Da Niemand für sie reden will, hat man ihre Artikel und „die Briefe" verlesen und wieder gefragt, ob sie gehorsam sein wollen oder nicht. Hierauf haben sie nochmals „gebeten", und einer von ihnen geredet, das Evangelium vermöge nicht, daß er für Einen arbeiten müsse, der mehr besitze als er. „Ist im gcnntwurt nach siner frag." Sie sagen, hätte man da noch Messe, so würden sie thun wie von Alter her; (übrigens) vermeint der Ammann, ein Bruder sollte mit dem andern theilen, ?c. Vermöge Bern die drei Städte, die Sache in Biel zu erörtern, so könne man sie auch nach Buchsee bringen; „und haben sich des; erbotten da uß und hie." Darauf ist ein Mechtstag angesetzt nach Münchenbuchsee auf Montag nach Quasimodo (20. April). 2. Abermals gefragt, ob sie Gehorsam leisten wollen oder nicht, haben sie geantwortet, sie wollen ab den Gütern ziehen, und auf die Frage, ob sie alle dazu entschlossen seien, haben Durs Küng und Hans Hofcr ihre Güter aufgegeben, und Hemmnu von Baumgarten sich dazu erboten, wenn ihm die Lehenschaft bezahlt werde. Darüber haben die Boten mit ihnen geredet; es bleibt aber bei der Tagsatzung, ohne Appelliren. 1) 1528, 9. April (Hohen Donstag). Bern an Freiburg. Dank für die kürzlich in dem Handel mit denen von Münchenbuchsee geleisteten Dienste. Zur Erwiderung ziehe mau den kürzlich geschickten Mahnbrief wegen des Burgrechts zurück, in der Zuversicht, daß Freiburg dasselbe (ohnehin) halten werde. Den Rechtstag in der erwähnten Sache betreffend zeige man an, daß die von Buchsee heute durch eine Botschaft die Zusage des Gehorsams gegeben haben, weßhalb Freiburg seine Botschaft nicht mehr abzufertigen brauche. K. A. Freiburg: A. Geistl. Sachen. 2) Am Ostcrdonstag (16. April) erboten sich die von Buchsee zum Gehorsam und hielten um Verzeihung an. Die bezüglichen Schlußnahmen gibt das Bcruer Nathsbuch an (p. 119). 5TT. Zürich. 1528, 14. April (Dienstag nach Ostern). Staatsarchiv Zürich: Acten Constanz. Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede 349. Stadtarchiv Konstanz. Gesandte: Zürich. — Bern. (Bernhard Tillmann). Eon stanz. (Jacob Zcller; Konrad Zwick). 1. Da der Kaiser und der König von Ungarn samt andern Ständen, auch etliche Orte der Eidgenossen und Andere mehr au dem bürgerlichen Verein der drei Städte großes Mißfallen haben, wie die dcßhalb au sie gelaugten Schreiben deutlich beweisen, so haben Zürich und Bern dem kaiserlichen Regiment in Spcier auf dessen Schreiben geantwortet, wie sie es für genügend erachten, und lassen es dabei bleiben. Wiewohl die von Constanz dem Regiment bereits auch gründlichen Bericht zugeschickt, warum sie das Burgrccht angenommen haben, so werden sie doch noch ein Weiteres thun nnd beförderlich einen offene» Druck an das Regiment und andere Staude und Obrigkeiten ausgehen lassen. 2. Nachdem Zürich und Bern auf dem letzten Tag zu Lucern den Eidgenossen, zur Antwort auf ihr Schreiben, in einer weitläufigen Instruction angezeigt haben, warum und wie sie jenes 1302 April 1523. Burgrecht aufgerichtet, und.daß sie dies nicht bloß um ihrer selbst, sondern um gemeiner Wohlfahrt der Eidgenossenschaft willen gethau, ist jetzt berathschlagt, weil die Eidgenossen auf dem nächsten Tag mit Vollmacht erscheinen werden, von beiden Städten auch eine ansehnliche Botschaft, von jeder wenigstens zwei Räthe, abzuordnen, die vorige Instruction zu erneuern und darin besonders zu erläutern, warum die Stadt Konstanz der Eidgenossenschaft in Lieb und Leid von Nutzen („kummlich und gelegen"), und wie viele Sorgen, Kosten und Anstrengungen derselben erspart würden, wenn Constanz ihr in Kriegszeiten nicht widerwärtig wäre, was die des Schwabenkriegs Kundigen wohl wissen. 3. Weil die von Constanz bei den Eidgenossen durch die Oesterreichischen verleumdet werden, als ob sie nicht befugt gewesen wären, dieses Burgrecht einzugehen, wegen eines Vertrags mit Oesterreich (von welchem die Berner Gesandten auch eine Abschrift haben), welcher aber nicht in Kraft getreten, so sind Etliche der Meinung, daß sie durch eine beglaubigte Botschaft auf dein nächsten Tag in Luccrn (wofern es ihnen nicht zu beschwerlich fiele, was man ihnen überläßt) sich gegen solche Verunglimpfung ernstlich verantworten könnten, mit kurzer Darstellung des Handels und dem Ausdruck des Bedauerns, daß dieses Burgrecht Unwillen gegen die drei Städte verursachen sollte, da selbiges doch Niemandem zu Nachtheil und Schaden gereiche und, soweit es Constanz betreffs nur aus Noth geschlossen worden, weßhalb sie gehofft hätten, mehr Gunst als Widerwillen dafür zu verdienen, daß sie sich mit Eidgenossen verbunden haben. Dabei ist auch bedacht, daß es nicht gut wäre, wem: sich Constanz mit den Oesterreichern in eine Verhandlung („Red oder Strit") einließe, damit den Eidgenossen kein Anlaß geboten würde, darin Abschiede und Urtheile zu geben und sich des Geschäftes zu beladen, da ein Entscheid derselben leicht wider Constanz ausfiele, der dann der Stadt so beschwerlich sein möchte, daß sie demselben nicht nachkommen wollte, was den Unwillen nur vermehren und einen Uebertritt (der Eidgenossen?) zur andern Partei zur Folge haben dürfte. Um dein vorzubeugen, sollten die von Constanz die beiden Städte und sich selbst in Kürze verantworten und dabei besonders auf diejenigen Artikel des Friedens von Basel und der Erbeinung hinweisen, welche Oesterreich betreffen. Es soll dies aber zuerst noch von den Obern berathen und ihrem Gefallen anheimgegeben werden. Wenn Constanz aus dem nächsten Tage mit einer Botschaft erscheint, so sollen Zürich und Bern in deren Abwesenheit ihren Vortrag anbringen, wie oben angedeutet ist; wenn aber jene Gehör erhälf, so sollen die Boten der beiden Städte auf- und zu ihr stehen und sie unterstützen/). I». Ferner haben die von Constanz etliche Beschwerden angezeigt und darüber Rath begehrt; die Mehrzahl derselben hat man jedoch aus erheblichen Gründen für einmal bei Seite gelegt und nur folgende besprochen: 1. Wenn sich ein Heer der Stadt nähern würde, so sollte Zürich (wofern die Sache so viel Verzug ertrüge) eine Botschaft mit einer solchen von Constanz zu demselben schicken und Auskunft begehren, wessen man sich zu versehen hätte; wenn aber größere Eile nöthig wäre, so würde Constanz allein solchen Bescheid verlangen. Damit ist man einverstanden. 2. Nachdem die Mönche zu Predigern seiner Zeit dem Schreiber zu Kreuzlingen für etliche hundert Gulden Zinsbriefe übergeben und ihm als ihrem Anwalt befohlen, die Zinse einzuziehen, wolle derselbe die Hauptbriefe, die der Rath von ihm fordere, nicht aushändigen unter dem Vorwand, vr. Wendel (Oswald?), Prädicant zu Einsiedeln, und die Eidgenossen, auf dessen Anrufen, hätten es ihm verboten. Antwort: Die Stadt soll den Schreiber fragen, welche Obrigkeit und welche Orte diesen Haft befohlen hätten; wenn er keinen wahren Bescheid geben kann und die Sache verdächtig erscheint, so mag sie denselben, wo sie ihn auf ihrem Gebiet betreten kann, gefangen nehmen und handeln, wie sich gebührt. 3. Obwohl hinter dem Abt zu Kreuzlingen *) Diese Antithese ist im Original nicht bestimmt genug formulirt. Dieser Mangel im Ausdruck verliert jedoch alle Bedeutung dadurch, das, nach dem Rathe Berus (22. April, Schreiben an Zürich) Constanz keine Botschaft nach Lucern schicken sollte, sondern allfällig ein unverfängliches Schreiben dahin richten könnte. April 1528, 1303 auch eine Monstranz, die dein Predigerkloster in der Stadt gehört, verhastet worden, so habe der Abt dieselbe doch eigenmächtig zu Or. Antonius Händen hinansgcgcben. Rathschlag: Den Abt nochmals zu ersuchen, das; er die Monstranz wieder in Haft stelle; wenn er es abschlüge, so mag Constanz, wenn es eine Botschaft auf den nächsten Tag in Lucern schickt, ihn dahin vorladen lassen und vor den Eidgenossen verklagen, wobei Zürich und Bern dann auch gegenwärtig sein wollen. 4. Die Häfte und Verbote ennethalb des Sees, die vornehmlich durch den Abt in der Au geschehen, über welche Constanz sich höchlich beklagt. Darüber ist berathschlagt zu erwarten, was die Eidgenossen dem letzten Abschied zufolge auf dem nächsten Tage deßhalb antworten werden; je nachdem will man dann weiter handeln, was die Nothdnrft erheischt. 5. Als der Landvogt ^un Thnrgau dem Or. Peter, der sich als Pfarrer zu St. Stephan in Constanz ausgebe und doch jene Pfarre nicht einen Tag besessen, einigen Wein, der hinter ihn zu gemeinen Händen gelegt worden, eigenmächtig aushingegeben, habe er auf das Ersuchen der Stadt geantwortet, Or. Peter habe ihm Brief und Siegel vorgewiesen, daß die Pfarre ihm 'geliehen sei. Daraus ist gerathen, Constanz möge von dem Landvogt nochmals freundlich fordern, den Wein wieder in Haft zu legen; thäte er dies nicht, so hätte die Stadt Recht und Ursache, gegen ihn zu klagen; man stellt aber ihr anHeim, was sie für thunlich erachte. 6. Dem Vogt von Kyburg soll eilender Hülfeleistung wegen sofort Befehl uHeilt werden, wie Constanz es begehrt hat. 7. Nachdem Constanz in der Stadt und ihrem Gebiet die Messe abgestellt und solches im Kloster Petershauscn, das in der Vorstadt gelegen, auch thun wollen, habe sich der Abt geweigert und abgeschlagen, vor den Convent zu gelangen, und dabei erklärt, „sie" seien der Dinge nicht „geschickt"; er bchelfe sich des Brauches der christlichen Kirche und habe sich durch seinen Eid verpflichtet, des Gotteshauses Freiheiten, Rechte und Herkommen zu handhaben, sei ein Prälat des Reiches und biete Recht vor dem Kaiser oder dem König von Ungarn, als seinem Kastvogt ?c. Weil nun das Kloster im Gebiet von Constanz liegt, der Abt und Convent bisher unbestritten des Raths Geschworne und ihm botmäßig gewesen; weil der Stadt ferner in Sachen des göttlichen Worts und ihrer ordentlichen Obrigkeit, die sie dort besitzt, daraus großer Nachtheil folgen möchte, so ist berathschlagt, sie soll ihr Recht nicht aufgeben, sondern thun, was Gottes Ehre erfordert, und mit dem Kloster verfahren wie mit andern in ihrer Herrschaft und Gott walten lassen. 8. Da man vernommen und selbst wohl weiß, wie großer Schaden der Stadt durch das Kloster Petershausen zugefügt werden könnte, so ist dies besonders ernstlich erwogen und denen von Constanz gerathen worden, keine Kosten zu scheuen und sich durch keinen Unwillen hindern zu lassen, um beförderlich einem solchen Schaden vorzubauen und mit öem Rath der Kricgsverständigcn zu handeln; denn sollte das Kloster so bleiben und nicht geschleift werden, so dürfte der Lage und Ausdehnung der Gebäude wegen daher ein unwiederbringlicher Nachtheil entstehen, was doch verhütet werden sollte. Der Herr wolle Alle zur Ehre und Rettung seines Wortes barmherzig beschirmen. «. Alles klebrige, was dazwischen besprochen und gehandelt worden, weiß jeder Bote mündlich zu sagen. Bei » sind folgende Acten zu beachten: 1) 1528, 3V. März. Bern an Zürich. Nach dem Bericht der Gesandten, die von Lncern heimgekehrt, über die Handlung betreffend das Burgrecht mit Constanz, erachte man für geboten, sich allseitig zu berathen, um gleiche Antwort zu geben; demnach stelle man Zürich anhcim, einen Tag dafür anzusetzen und denen von Constanz auch anzuzeigen, da nach dem Vortrag der königlichen Botschaft, wovon die Zürcher Boten ans dem Tag in Lucern eine Abschrift erhalten, die Nothdnrft erfordere, sich deßhalb zu einigen. St. A. Bern: T -Utsch Misstue» '. 217. — St. A. Zürich: A. Consta»;. 2) 1528, 30. März, Constanz. Instruction für Konrnd Zwick und Peter Labhnrt, Boten nach Zürich. 1- Seit etwa sechs Wochen erhalte der Rath vielfältige Nachricht, wie die Herrschaft Oesterreich in den vorderen Landen Rüstungen und Auszüge betreibe, sodaß jeden Tag ein Aufbruch stattfinden könne; man bemerke auch IU04 April 1528. wohl, wic großes Mißfallen sie an der Burgerschaft der drei Städte habe, und höre nichts anderes, als daß jene Truppen wider Constanz dienen sollen. Wenn diese Absicht wirklich bestünde, so möchte dann der Angriff sich wohl noch weiter erstrecken. Sodann habe man viele Warnungen, daß es einen jähen Ueberfall gelte. Wiewohl man zu Gott hoffe, daß er dieser Landschaft den Frieden gebe, und sich denke, daß diese Rüstungen vielleicht mehr aus Besorgniß als in der Absicht auf einen Ueberfall unternommen worden, habe der Rath doch für nöthig erachtet sich vorzusehen und zu überlegen, was für den Fall eines plötzlichen Angriffes geschehen müßte, ob man z. B. Thurgauer, die etwa der Stadt zulaufen würden, einlassen sollte, wie man sich gegen Gottlieben zu verhalten Halle, zc. Stadtarchiv Constanz. 3) 1523, 1. Aprils Constanz an Zürich. Man zweifle nicht, daß es bereits wisse, wie sehr das Burgrecht der drei Städte dem König von Ungarn und seinen Regimenten in den vordem Landen mißfalle; jetzt vernehme man auch, daß ein Herzog von Braunschweig etliche hundert Pferde bis nach Augsburg herauf gebracht habe, die freilich laut einer Sage nach Wälschland geführt werden sollen; dagegen verlaute jenseit des Sees, es könnte auf dem Weg ein Angriff gegen Constanz gemacht werden, und zudem werde dort überall Mannschaft ausgezogen mit dem Befehl, sich zu stündlichem Aufbruch bereit zu halten ..., wiewohl auch zu spüren sei, daß diese Rüstung aus Furcht vor den drei Städten angeordnet sein möchte; immerhin könnte man sich auf einem Tage besprechen, wie einem allfälligen Angriff zu begegnen wäre w. Dabei hätte man zu bedenken, daß der Bischof und seine Pfaffheit in der Sache verdächtig scheinen und den Städten aus dem Schloß Gottlieben in einer Fehde nicht wenig Nachtheil zufügen könnten. Ferner höre man, daß der Landvogt zu Nellenburg im Namen des Königs von Ungarn, oder vielleicht auch des Bischofs von Constanz, die Reichenau in seine Hand bringen wolle, was den Städten auch schädlich werden müßte... Bitte um Bericht, was zu Lucern der Häfte wegen gehandelt worden, deßgleichen um Antwort auf obige Anzeigen. St. A. Mich: A. Constanz. 4) 1528, 3. April (Freitag vor Palmtag). Zürich an Bern. Den Vorschlag, auf den letzten Abschied von Lueern sich mit Constanz zu berathen, finde Zürich gut und nothwendig; ein eben eingelangtes Schreiben von Constanz theile es deßhalb in Abschrift mit; darum habe es einen Tag auf Osterdienstag (14. April) angesetzt. St. A. Zürich: Missiven. 5) 1523, 3. April. Bezügliches Schreiben an Constanz, mit Beilegung der Missive von Bern und Anzeige des nächsten Tages in Baden. n>. n>. Zu I» 1. 1528, K. April, Constanz. Instruction für die Botschaft zu dem Tag in Zürich. Der Rath schlägt zunächst vor, was der Abschied aufnimmt. — Wenn einer der drei Städte abgesagt würde, oder sonst ein Angriff als gewiß zu erwarten wäre, so sollte man wo möglich zuvorkommen und den ersten Streich thun. Ueber das Nähere für die Ausführung ist man noch nicht (völlig) entschlossen. Wenn der Feind gegen Stein zöge, so müßte man „zuo ruck" (von hinten) auf ihn fallen, die Insel zwischen „dem See" einnehmen und dann nach Umständen handeln. Käme er gegen Constanz, so müßte von Stein aus Hülfe kommen, Zell belagern und allfällig das Hegau besetzen. Für diese Fälle sollte aber ein Zusatz nach Constanz gelegt und ein Auszug bestellt werden, der auf das erste Geschrei, daß der Feind anrücke, nach Constanz ziehen könnte. Wenn jedoch ein Ueberfall so plötzlich geschähe, daß man ihn (in den Vorstädten) nicht abwehren könnte, so müßte man eine Anzahl Thurgauer aufnehmen. Gottlieben betreffend hat man nur zu fordern, daß die Eidgenossen das Schloß nicht dem Bischof überlassen. Wenn der König von Böhmen die Au einnehmen wollte, so wüßte man dagegen nichts Z» thun; falls aber der Bischof sie besetzte, könnte» die drei Städte das nicht ertragen, und müßten sie sich berathen, um es abzuwenden. — (Die übrigen Artikel hat der Abschied). Stadtarchiv Constanz. April 1528. 1305 STS. Wem. 1528, 20. April. Staatsarchiv Bcr»! Rathsbuch Nr. 2l7, p. 147. l4S. Tag der Städte Bern und Frei bürg, wegen der Genfer Händel. Nach Anhörung der Botschaften von Savoyen und Genf wird abgeredet, einen Tag zu freundlicher Unterhandlung nach Peterlingen zu setzen, nämlich von heute über drei Wochen (11. Mai), in der Meinung, daß man derjenigen Partei, die den dannzumal fallenden Spruch nicht hielte, die Hülfe entziehen wolle. Wiewohl die Boten von Genf nicht haben einwilligen können, hat man auf der Tagbestimmung doch beharrt, und ersucht man beide Parteien, inzwischen ruhig zu bleiben und den freien Verkehr in keiner Weise zu hindern. Auf jenem Tage soll dann ein „freundlicher ziemlicher aufrechter" Spruch gegeben werden, und von jeder Stadt (Bern, Freiburg) will man vier Mitglieder des Rathes und zwei „Bürger" dazu verordne». Eine französische, etwas mehr ausgeführte Redaetion ist im Jnstructionsbuch 120 b, 121 a eingetragen. Wir legen noch einige Acten bei: 1) 1528, lK.April, Frciburg. Bericht der bei dem Herzog gewesenen Boten, zu Gefallen angenommen. Die Geschenke werden ihnen überlassen, „wann es nit vil was." K.A. Fr-wurg: Rathsbuch Nr. 45. 2) 1528, 17. April. Bern an Freiburg. Nach Verhörung der Boten, die letzthin mit denen von Freiburg bei dem Herzog von Savoyen und den Genfern gewesen, sowie der heutigen Eröffnung der Botschaft von Genf befinde man, daß die Lage ziemlich gefährlich aussehe und gutes Rathes bedürfe. Damit nun kein Unrath daraus erwachse, habe man eine Berathung bis nächsten Montag (20. d. M.) verschoben und bitte Freiburg freundlich, eine Botschaft abzufertigen, mit vollkommener Gewalt, in diesen Sachen zu handeln und die zwei Städte vor Krieg, die Genfer vor Gewalt zu schirmen; die Botschaft möge auf Sonntag Abend hier an der Herberge erscheinen, zc. St. A. Beritt T-Utsch Missw-I, cz. sso a. 3) 1528, Ig. April, Freibürg. Botschaft nach Bern, der Genfer wegen: Wilhelm Schweizer, Hans Guglenberg, Hans Vögeli, Hans Reif der ältere. Wenn es nicht anders möglich wäre, den Genfern Ruhe zu schaffen, so haben die Boten Gewalt, eipen gemeinsamen Auszug zu thun oder einen Zusatz nach Genf zu legen. K>. A. Freiburg: Nathsbuch Nr. 45. 4) 1528, 20. April, Bern, Sitzung des großen Rathes. „Der Graf von Gryers, Lullin, Villarsee, Herr von Steffis und ander (sind) erschinen von des jenfischen Handels wegen und trungcnlichcn pctten, vor dem ufbruch Ze sin. Der savvysch bvtt VUch." St. A. B-ru: Rathsbuch Nr. 217, p. I4S. 5) 1528, 20. April. Schultheiß, kleiner und großer Rath von Bern und die vier Boten von Freiburg an Genf. Mitthcilung des hier vereinbarten Abschieds. Da die Genfer Gesandten keine Vollmacht gehabt haben, zu irgend einem Tage einzuwilligen, so wolle man hiemit die Stadt ermahnen, den bestimmten Tag unfehlbar zu beschicken und zu bedenken, daß sie sonst größere Widerwärtigkeiten zu besorgen hätte; denn jetzt Krieg anzufangen, wäre weder ihr selbst noch den andern Städten vortheilhaft und würde mehr zu allseitigem Schaden ausschlagen. Hierüber erwarte man ausdrückliche Antwort. St. A. V-rn-W-ych NM»-» rr.sr». K) 1528, 21. April, Freiburg. Das freundliche Anbringen des Herrn von Lullin, mit Beistand der Herren von Greyers, Villarsel nnd Stäffis «nd etlicher Andern aus der Waat, die Genfer berührend, wird verdankt, mit der Erklärung, daß man sich mit dem Tage zu Payerne begnüge, zc. «. ». Fr-iburg- Rathsbuch Nr.«. 7) 1523, 22. April. Bern an den Herzog von Savoyen. Gesandte von Genf haben soeben von neuem geklagt, daß den Ihrigen Lebensmittel und Herberge infolge der Ercommunicaliou versagt werden, und einige Edelleute bald bewaffnet bald ohne Waffen die Stadt umstrcifen, sodaß die Bewohner und Burger sich nicht hinauswagen. Mit Rücksicht auf den letzten Beschluß betreffend eine gütliche Tagleistung bitte man nun den 164 1306 April 1628. Herzog, Anstalt zu treffen, daß seine Unterthanen Lebensmittel nach Genf führen ungeachtet des Banns, und daß die Genfer in seinen Gebieten sicher verkehren können bis zum Entscheid des nächsten Tages, w. St. A. Bern: Welsch Missiven 84 Ii. 8) 1528, 23. April, 6 Uhr Nachm. Bern an Frciburg. Antwort auf das eben empfangene Schreiben samt der beigelegten Instruction. Wiewohl man den Genfern und Freiburg gern willfahrte, könne man es doch in diesem Falle nicht thun, da man dem Herzog in gleichem Sinne bereits dringlich zugeschrieben, wie sich aus der beiliegenden Copie ergebe; man hege nun die Zuversicht, daß der Herzog sich dadurch bewegen lasse, seiner Zusage und dem Abschied nachzuleben, zc. K. A. Freiburg: A. Bern. 9) Die Beilage, dd. 22. April, erinnert an die Klagen der Genfer über die gewaltsame Sperrung der Zufuhr von Lebensmiiteln und die Unsicherheit der Straßen und ersucht den Herzog, durch ein allgemeines Mandat den freien und sichern Verkehr für die Genfer bis zu dem festgesetzten Tage wieder herzustellen, w. w. sc. S°vM». Ergänzende Nachrichten gibt Rogct 1. 290 s. 5T4. Lucern. 1528, 24. April (Freitag nach St. Jörgen Tag). Staatsarchiv Luccr»: Acten Münzwesen. l. In Gegenwart der Boten von Uri, Schwyz und Nidwaldcn werden die Bcllcnzcr Zweibatzenstücke probirt. Von der einen Sorte hält (die Mark) an feinem Silber 8 Loch, und gehen ans die Mark 44 Stück in der ersten Wägung, 44^/s bei der zweiten Wägung, von einem andern Hansen. Die andere Probe hält an feinem Silber acht Loch weniger 1 Quintchen, „und ein wenig richer." 2. Die Bellenzer Plaparte mit dem Rößlein in der vordersten Capelle halten an einem Stück 7 r/2 Loch feines Silber, bei einem andern etwas weniges mehr. 3. Die 2 - Batzen - Stücke von Bellenz, „in der mittlesten capell", zeigen in einer Probe 8 Loth, in einer andern Quintchen weniger. 4. Die alten Basler Plaparte „in der Capelle zur linken Hand" haben so viel feines Silber wie die Doppelvierer, und es gehen deren auf eine Mark 122. 5. Die Doppelvierer in der Capelle zur rechten Hand halten 8 Loch feines Silber, weniger l'ch Quintchen ungefähr; die für 1 Mark nöthige Zahl hat man nicht zusammengebracht. Eine andere Probe zeigt nur ?r/2 Loth. 6. Die Basler Plaparte mit U.L.Frauen in der Sonne halten 8 Loth minder 1 Qt. feines Silber, die Sorte ohne die Sonne ?r/2 Loch. 7. Der Münzmeister von Lucern erinnert an die am 15. August (U.L.Frauen Tag) 1527 vor den V Orten geschehene „Aussetzung", worüber jedes Ort einen Abschied habe; bei der dort ausgeführten Rechnung über den Schlagschatz bleibe er, und in diesem Korn sei er bereit, die Münze zu machen. 8. Bei den Zweibätznern findet man auf die Mark 8 Schilling Schlagschatz, die Mark zu 9 Gl. rh. gerechnet, „und findt man, daß einer ertragen mag v ß j angster, und sind v hlr. an einer march hinder, und gand uf ein march xliiiij. 9. Bei den Basler Plaparten, von denen 122 ans 1 Mark gehen, wobei der Gl. rh. zu 50 Schl. gerechnet wird, beträgt der Schlagschatz 8 Schl. 3 Angster! es mag einer 11 r/2 Angster gelten, „und ist ein march viij ß schwächer dann einer um xij angster." April 1528. 1307 STS. Mern. 1528, c. 26. April. KantonSarchiv Frciburg: Jnstr. Bd. I. !>l >>. Gesandte von Frciburg — Wilhelm Schweizer, Hans Gnglenbcrg, Niklaus Vögeli, Peter Tossis, Walther Heid, Niklans Welliard itud Peter Stäubt — haben zur Antwort auf das empfangene Schreiben zu eröffnen, daß sie beauftragt seien, die obwaltenden Anliegen zu vernehmen und nöthigcnfalls zwischen der Obrigkeit und den Unterthanen gütlich zu handeln, wie es zur Vermeidung größeren Uebels dienen möge. Ein Abschied fehlt; die bezüglichen Verhandlungen sind aber aus den Acten zu erkennen: 1) 1528, 24. April (Freitag post Jeorii). Lucern an Freiburg (deßgleichen an Solothurn). Soeben vernehme man, daß die Siebenthaler und andere Oberländer, die bei dem Glauben der Väter zu bleiben begehren, sich gegen die Herren von Bern erhoben haben; da man nun von der Sache nichts Genaueres wisse, so bitte man um umgehenden gründlichen Bericht, damit man thun könne, was gemeiner Eidgenossenschaft Nutzen und Ehre erheische, w. — Vgl. Nr. 527. ' K. A. Frciburg! A. Luccrn. 2) 1528, 25. April, 5 Uhr Morgens. Bern an Zürich. Die Leute von „Juderlappcn", die sich empört haben, stehen gerüstet bei Thun; was weiter begegne, müsse man erwarten und Gott walten lassen; denn es gehen „große" Warnungen ein, daß „etliche" Eidgenossen mit ihnen verbunden seien, was man zwar nicht glaube; dennoch bitte man Zürich, darin sein Bestes zu thuu und eilends zu berichten, was es vernehme. Darum behalte man die nach Zürich und Basel verordneten Botschaften zurück, schicke aber den Gesandten von Zürich, die ohne Zweifel zu Basel sein werden, die hier bcrathene Instruction und „die Büchlein" zu, in der Hoffnung, daß sie auch allein etwas „Verfängliches" schaffen werden. Dem hiesigen Büchsenmeister Fabian möge Zürich anzeigen, daß er eilends heimkehren solle. St. A. B-rn: T-uisch Misswm y. ssr b. - St. A. Mich- A. Bern. Das an die zürcherischen Boten in Basel gerichtete Schreibe», dd. 25. April, entschuldigt das Ausbleiben der Berner Botschaft mit den Vorgängen im Oberland und gibt de» Auftrag, die mitgcsandte Instruction im Namen beider Städte den kleinen und großen Rächen vorzulegen und überhaupt zu handeln, was der Sache dienlich sein möge. — Vgl. Nr. 527. St.A. Bern: Deutsch Misstm» iZ. »SS b. 3) 1528, 25. April. Bern NN Frciburg. Antwort auf die schriftliche Zusage brüderlichen Aufsehens, ze. Wider Vcrhoffen haben sich jetzt die Jnterlaker erhoben und stehen bereits gewaffnet bei Thun, um vor Bern zu ziehen und Zinse und Zehnten mit Gewalt abzuladen. Hierauf habe man heute Morgen um 3 Uhr abermals eine Botschaft zu ihnen geschickt, um sie freundlich abzumahnen, in der Meinung, daß sie ihre Anliegen durch Botschaften vorbringen sollen; was sie ausrichte, wisse man noch nicht, habe sich aber zur Gegenwehr entschlossen; darum bitte man um 1l)v Mann von Freiburg, besonders Büchscnschützcn, die auf weitere Mahnung sofort aufbrechen sollten, w. St. A. Bern: Deutsch Missiven q. SS7 i>, S8S u (ohne Schluß und Datum). — K. A. Frciburg! A. Geistl. Sachen. 4) 1528, 25. April, um 6 U. Morgens. Bern an Solothurn. Im Wesentlichen gleichlautend; Gesuch um Bereithaltung von 50 Mann; deßgleichen an Biel, um 25 Mann. St. A. Bern: T-msch Missiven q.sss b. 5) 1528, 25. April (Samstag Marci), 3 Uhr Nachm. Solothurn an Lnccrn. Antwort auf die Anzeige von der Empörung der Siebenthaler. Man wisse davon nicht mehr, als was Bern soeben selbst angezeigt, nämlich daß die von Jnterlakeu sich weigern, Zins und Zehnten zu geben und deßhalb bewaffnet nach Thun gezogen seien, was die Obrigkeit verhüten wolle ?c. Darauf habe man sofort eine Botschaft von beiden Rüthen abgefertigt, mit dem Auftrag, in der Sache gütlich zu Mitteln; was dieselben berichten, werde man dann nicht verbergen, w. St. A. Lucern: Missiven. 6) 1528, 26. April. Bern an Frciburg (deßgleichen an Solothurn und Biel). Seit dem gestrigen Schreiben (habe man erfahren), daß die zu den empörten Bauern abgeordnete Botschaft mit Mühe deren Heimkehr habe bewirken können, und daß sie zu Thun eine Botschaft von Untcrwaldcn gefunden, nämlich Ammann Halter und 1308 April 1528, Scckelmeister Wirz, die nach bestem Vermögen vermittelt haben; es sei also nicht mehr nöthig, Freiburg zu beunruhigen. Weil indessen die Umstände immer noch gefährlich bleiben, und man seltsame Reden höre, so bitte man, wiewohl man keine Zweifel hege, um eine Erklärung, wessen man sich in solchen Händeln versehen dürfe, und ob man bei weiterem Aufruhr hundert Mann oder mehr auf eine Mahnung nach dem Burgrecht erhalten würde, worüber man umgehende schriftliche Antwort zu erhalten wünsche, zc. St. A. Bern: Teutsch Missiven H. 390 b, 391 a (irrig rvj April). — K. A. Freiburg: A. Geistl. Sachen. 7) 1528, 26. April. Bern an Obwalden (LA. und Rath). „Unser botschnft, so wir letst by den ufrüerigcn puren, den unfern von Jnderlappen, zuo Thun gehebt, hat uns ze erkennen geben, wie sy üwer crsam botschaft da befunden und ir befelch verstanden, daß sp von üch zuo stillung der nnruowen dahin gefertiget wären, deß wir üch großen dank sagen, mit erpieten solichen geneigten willen, mite und arbeit umb uch ze beschuldcn, üch ernst flissiklich bittende, wo künftiger zyt derglichen unbillich fürnemen sich erheben wurden, alldann aber in solichem das best (ze) thuon, in betrachtung, wo solich gewaltig Händel nit sollten abgewendt werden, daß nützit guots darus entspringen und zuo Zerrüttung der regimenten und oberkeiten reichen, das üch und ander nit minder dann uns belangen wurd. Harum wellend üch, wie ir üch schmal zuo guotem der fach erzöigt, fürer (als wir üch wol gctruwen) thuon, wirt Hinwiderum zuo handhab aller billigkeit unsers theils dhein Mangel sin. Wellend ouch nit zuo argem ufnemen, daß unser Kotten, so zuo Thun bp den üwern gewesen, sich gegen inen nit erzöigt haben mit eerbcwysung, als sy aber billichen gethan sollten haben, und (uns) gefällig gsin wäre". . . St. A. Bern: Teutsch Missinen q. ssg b (irrig rvj April). 8) 1528, 27. April. Bern an Zürich. Antwort auf das heute früh empfangene Schreiben betreffend die empörten Bauern. Damit Zürich deßhalb beruhigt werde, möge es wissen, daß man sie zum Abzug habe bewegen können; was sie zum Aufruhr getrieben, sei schon in der Missioe vom 25. d. angezeigt. Da man gleichwohl noch in Sorgen stehe, so bitte man Zürich um treues Aufsehen, und müßte man es weiter um Hülfe anrufen, so hoffe man, daß es Bern nicht verlassen würde, damit man sich vor unbilliger Gewalt beschirmen und solchen Muth- willen däminen („gethämen") möchte. St.A. Bern: T-utsch Misstve» cz. W2 b. — St.A. Zürich: A. Bern. 9) 1528, 27. April. Freiburg an (Solothurn). Es wisse vermuthlich um die Unruhe in einem Thcil des Berner Gebiets; deßhalb habe Bern zum Beistand gegen die empörten Unterthanen 166 Büchsenschützen verlangt und zu wissen begehrt, wie sich Freiburg in dem Handel zu benehmen gedenke. Da nun die Entscheidung schwer sei, so bitte man um schleunigen Bericht, ob (Solothurn) zugesagt oder abgeschlagen habe, damit man sich gleich zu verhalten wisse. Wenn es aber besondere Anliegen hätte, so möchte man wünschen, sich auf einem Tage zu Wyleroltigen oder Aarberg zc. darüber berathen ztt können, zc. K.A. Fr-ibmg: Missiven Bd .ix u. x. 44 v. 16) 1528, 28. April (Dienstag vor Philippi und Jacobi), nach Mittag. Solothurn an Frciburg. Antwort auf die Anfrage, was für Bern zu thun sein möchte, zc. Man habe von Bern eine gleiche Zuschrift erhalten und darauf erwidert, was die Beilage enthalte, und hoffe, es werde sich damit begnügen. Eine Tagleistung der beiden Städte wolle man bis auf weitere Berichte anstehen lassen, wünsche aber, daß man sich ferner gegenseitig benachrichtige, zc. (Die erwähnte Beilage fehlt). K. A. Fr-wmg: A. S°l°qur». 11) 1528, 28. April (Dienstag nach St. Marr Tag), 3 Uhr Nachm., Bern. Diethelm Nöist und Jos von Kuosen an Bm. und Rath in Zürich. Sie seien gestern „um die sechste Stunde" (Abends?) hier eingetroffen und haben sofort Einigen (vom Rath) ihre Aufträge eröffnet; ... heute haben sie dieselben nochmals augezeigt, worauf der Rath für das bewiesene treue Aufsehen verbindlich gedankt und nebenbei gemeldet habe, daß nach vielfachen Warnungen „unsere Eidgenossen" denen von Jnterlaken viel zugesagt haben, und darum gebeten, eilends heimzuschreiben, Zürich möchte (auch ferner) gutes Aufsehen halten; die Boten haben sich auf die an sie gerichtete Bitte entschlossen, noch etwa zwei Tage hier zu bleiben ... (Beischluß eines Kundschaftbriefs). Bern erbiete sich, alles anzuzeigen, was es erfahre, und begehre, daß Zürich es Hinwider thue. Es schreibe den Boten in Lucern, sie sollen an die Eidgenossen die Frage stellen, wessen es sich zu ihnen versehen dürfe. Die Bauern von Jnterlaken werden auf den nächsten Sonntag ihre Botschaft hieher schicken und ihre Beschwerden vortragen; daneben hv^ man, daß Einige vorschlagen, sich bei Köniz zu lagern und nicht wegzuziehen, bis die Herren die Zinse und Anderes nachlassen. . , St. A. Zürich: A. B-rn. » April 1528. 1309 ST«. Mmmelt. 1528, 26. April. Tag der V Orte. — Da eine directe Nachricht über diese Zusammenkunft fehlt, so lassen wir einen andern Act folgen, der wohl etwelche Anhaltspunkte gewährt: 1528, (c. 1. Mai). Zürich an Bern. Es habe glaubliche Nachricht, daß auf Sonntag den 26. April die Botschaften der fünf Orte in Brunnen versammelt gewesen, und da sie vernommen, daß Glarus auf. denselben Tag seine Landsgemeinde halte, an dieselbe einen Brief gerichtet haben des Inhalts: Sic hätten erfahren, daß Zürich, Bern und Konstanz kürzlich mit einander getagt und berathcn haben, die Städte Brcmgarten, Mellingen und Baden in ihre Gewalt zu bringen; deßhalb erachten sie es nun ihrerseits für nothwendig, jene Städtchen zu besetzen, was Glarus auch befördern möge. Dieses Schreiben sei aber zu spät gekommen und nur an den Rath gelangt; einige der Böswilligen haben sich dann u. A. geäußert, jetzt sehe man, daß die zwei Orte damit umgehen, über die andern Herren zu werden. — Da die Böswilligen an jener Landsgemeinde gesehen, daß „das Evangelium zugenommen", sodaß ein Mehr von 115 Händen sich dafür ausgesprochen, wobei auch die Hintersäßen — die Dienstknechte allein ausgenommen — gestimmt haben, so seien sie „in Ungeduld gefallen" und in großer Zahl hinweg gelaufen; die klebrigen haben jedoch, um arge Nachreden zu verhüten, die Abmehrnng auf den 16. Mai verschoben. Weil nun jene offen erklären, daß sie bei den Eidgenossen Hülfe suchen, und man bereits erwarte, daß diese ihre Botschaften dahin schicken werden, so haben „gutherzige" und verständige Leute den Wunsch und Rath ausgesprochen, daß Zürich und Bern ebenfalls nach Glarus schicken möchten, was Zürich richtig finde, zumal ein Anlaß gegeben sei durch die abgemeldete Beschuldigung, wogegen sie sich zum höchsten verantworten müßten; dabei könnten sie aber auch handeln, was zur Förderung und Rettung des göttlichen Wortes dienen würde; dcßhhab sollen sie unerschrocken fortfahren zu Gottes Lob und Ehre, wie er es denn fordere. Wenn nun dieser Vorschlag Bern „anmuthig" sei, so möge es auf nächsten Donnerstag den 7. Mai seine Botschaft nach Zürich schicken, damit man sich unterreden und mit einander verreiten könne. Antwort bei dem Ueberbringer dieses Schreibens. S«. A. Zürich: Mlssw-n. Am 3. Mai bezeichnete Bern seine Botschaft mit der Weisung, auf Donstag Abend in Zürich zu sein. ST7. Masel. 1528, 28. April. Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede SSI. S7S. Staatsarchiv Zürich: Acte» Basel. Der Botschaft von Bern (Niklans Manuel; Bernhard Tillmann, Seckelmeister) wird auf die angebrachte Beschwerde wegen etlicher Schmachbüchlein und Missivcn, welche von vr. Johann Eck zu Ingolstadt über die Disputation zu Berit ausgegangen und später in Basel nachgedruckt und offen verkauft worden, sowie auf das Begehren, daß dergleichen künftig verhütet und der Drucker bestraft werde, geantwortet: Man bedanre das Geschehene, von dem man nichts gewußt habe; der Drucker sei derzeit nicht daheim, sodaß man jetzt in der Sache nicht handeln könne; sobald er aber heimgekommen, wolle man ihn vorberufcn und dermaßen einschreiten, daß Bern erkenne, wie leid der Handel der Obrigkeit sei; man wolle auch Anstalt treffen, damit solche Bücher nicht weiter verkauft, sondern alle zu Händen der Obrigkeit gebracht werden. (Gez. Caspar Schaller). Dieser Act ist der Ergänzung durch anderweitige Doeumente sehr bedürftig; wir lassen die erheblichsten folgen und verweisen daneben auf die „Basler Chroniken", Bd. I. p- 64 k. 1) 1528, 15. April, Basel. Mandat betreffend die theilweise Wegräumung der Bilder aus einigen Kirchen; Verbot von Schmähungen des Glaubens wegen, ?c. S». B. Bem: Kn-hl. Angelegenheiten (Druck, Piae-n). 1310 April 1528, 2) 1528, 24, April. Basel an Schaffhausen. 1. „Vor uns ist der fromm und fürsichtig Zunftmeister Murbach . . erschinen und anzöigt, wie er von euer liebde, demnach sy vernommen, daß sich etwas unruowen zwüschen uns und unser gmeind erhaben, darundcr zuo abstellung derselbigen ze hnndlen abgefertiget sige, deß wir üch . . . Höchen flyßigen dank sagen, wellen ouch solichs gegen euer liebde zuo erwidren in keinen vergeh stellen, und (ist) nit wenigers, es sind etliche unserer gemeind unrüewig gewesen, aber von den gnaden gotts wider und wol gestillet worden, deßhalben ferrer darundcr ze handlen von unnöten." 2. Beschwerde über einen Brauch im Kaufhaus zu Sch. K. A. B°s°l: MM°m e. wo. 3) 1528, (25. April), („Samstag um zwei nachmittag"), Basel. Jacob Frei und Hans Bleuler an Bm. und Rath in Zürich. Sie haben bisher ihre Instruction nach Vermögen vollzogen und wollen es auch ferner thun, wenn die Boten von Bern gekommen. Die Lage der gutwilligen Basler sei aber gefährlich; sie haben vorgestellt, daß es wenig fruchten möchte, vor den großen Rath zu kehren; denn sollte es da „fehlen", so würde der päpstische Haufe dadurch erst recht gestärkt; denn es habe den Anschein, daß die Päpstischen um 10 bis 15 Hände „vorziehen" werden, wenn nicht Gott seine Gnade gebe. Das gemeine Volk sei auch so hitzig, daß es wild zugehen könnte, wenn der „Gewalt" nicht ein ernstliches Einsehen thue. Der Schultheiß aus der kleinen Stadt solle wohl 3V Mann mit ihm in den großen Rath gebracht haben, die dem Gotteswort nicht hold seien. Leute von beiden Parteien versehen ihre Häuser mit guten Steinen; es gehe auch viel verdorbenes Kriegsvolk in der Stadt umher, was dem gemeinen Mann sehr mißfalle, und dergleichen Untreue sei gar viel. Zunftmeister Murbach von Schaffhausen sei auf Donnerstag Abend auch hieher gekommen mit einem Auftrag, die Unruhe stillen zu helfen. Dein jüngsten Befehle werden die Boten in Treuen nachleben. St. si. Zürich: A. Bas-r. 4) 1523, (April). Instruction für eine Botschaft von Bern und Zürich nach Basel. Sie soll vor kleinen und großen Rüthen eröffnen, man habe seit einiger Zeit zu erkennen geglaubt, daß unter ihnen ein verborgener „inmüetiger" Widerwille walte, der wohl von der Zwiespältigkeit der Prädicanten herrühre; man erinnere sich aber wohl, wie löblich und mit wie großen Kosten sie auf der Disputation zu Bern erschienen, worüber man auch sehr erfreut gewesen; Hinwider vernehme man, daß zum Theil aus ihrem Geheiß einige Büchlein, die sowohl die Disputation als die christlichen Männer, die dabei gewesen, schmähen und au ihren Ehren verletzen, in ihrer Stadt gedruckt worden seien, was man wahrlich nicht wenig bedaure. (Die fraglichen Büchlein sollen die Boten bei Händen haben). Wenn die Lehre nicht einhellig sei, so könne begreiflich das Volk auch nicht einmüthig sei»; das sei den zwei Städten in Treuen leid. Da nun der gemeinen Wohlfahrt nichts schädlicher sei, als Trennung und Mißhell, die auch große Dinge zu Fall bringe, so wolle man die Räthe als liebe Eidgenossen freundlich zu bürgerlicher Einigkeit ermahnen und sie ersuchen, die „Schulpredigten" in Stadt und Land abzustellen und das lautere Evangelium frei predigen zu lassen und demselben gemäß zu handeln. Wenn es ihnen dann zu dessen Handhabung gefiele, mit den zwei Städten und Constanz in ein Burgrecht zu kommen, so wolle man sich h>e>»il erboten haben, davon zu rede» und sich in alles zu schicken, was zu Gottes Lob und aller Theilc Nutzen dienen möge. (Abschriften der Vurgrechtsbriefe mit Constanz sollen die Boten vorlegen können und auf Hintersichbringen in dieser Sache zu handeln Vollmacht haben). Si. A. Zürich: A. Basel (dd. 20. April). Jnstruct. I. 1«s. — St. A. Bern: Absch. .r.v. gel—lje>g. — ib. Jiistruclionmb. 4.12«, 121, -r (dd. 2«. April). Einen Abdruck hat Bd. I (p. 65, 66) der „Basler Chroniken". ST8. Zürich. 1528, 28. April (Dienstag nach St. Marx Tag). Dtaa«»archiv Zürich: Rathsbach k. u>l. Den Botschaften von Glarus, Basel und Schasfhansen, die im Namen gemeiner Eidgenossen begehren, de" Handel betreffend den Herrn von Geroldseck ihnen anzuvertrauen ?c., wird folgende Antwort schriftlich verlese». April 1528, 1311 Die Sache berühre nicht Zürich, sondern den von Geroldseck, dein man ans sein Anrufen das Recht nicht habe abschlagen können. Wenn die Gesandten nach Inhalt des letzten Abschieds von Lnccrn mit ihm als dem eigentlichen „Selbsächer" gütlich handeln, so werde man gerne Boten dazu verordnen und das Beste thnn, im, des Spans los zu werden. Sofern das geschehe, und er mit einer geziemenden jährlichen Provision versorgt werde, sei damit die Sache erledigt. Daher bitte man die Gesandten nochmals freundlich, in diesem Sinne handeln zu wollen; denn so gerne man den Eidgenossen alles Gute vertraue, so sei es doch bedenklich, das Geschäft ohne Vorbehalt seiner gerichtlichen Obrigkeit zu ihrem Entscheid zu stellen. Man hoffe dagegen, daß der von Geroldseck mit sich handeln lasse, und bitte, diesen Bescheid im besten anzunehmen. lieber die Verhandlung der gleichen Botschaften mit Schwyz (vgl. Nr. 529 Ii 1) ist uns nichts bekannt. SS». ch5ucern. 1528, 29. April f. (Mittwoch vor dem Maitag f.). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede II. 2. s. 455. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. IN, f. 7. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede 377—380; 327—330; 381. KantonSarchiv Basel: Abschiede. KantonSarchiv Freiburg: Absch. Bd. 57. KantoilSarchiv Schaffhausen: Abschiede. Gesandte: Zürich. (Rudolf Dumisen; Hans Escher). Bern. Graffenried; —. Lucern. Schultheiß Zukäs; Schultheiß Tammann; Schultheiß Hug; Jacob Feer; Vogt am Ort. Uri. Vogt Türler. Schwyz. Ammann Zbächi. Unterwalden. Amman» Arnstein; Niklaus Wirz. Zug. Vogt Bachmann. Glarns. Vogt Dolder. Basel. (Wolfgang Öder), Münzmeister. Freibürg. (Rudolf) Löwcnstein. Solothnrn. (Niklaus von Wenge). Schaffhausen. Bürgermeister Zicgler. — (Lncerncr Absch.). Jacob Hebdenring von Basel, Landvogt in Luggaris, beschwert sich über ein ihm neulich von den L Orten ab dem Tage zu Lnccrn zugekommenes Schreiben, worin ihm vorgeworfen worden, daß er das Korn den Langensee hinab passiren lasse und dafür Erlanbnißscheine („poleten") gebe, also den ihm ertheiltcn Befehle» offenbar zuwiderhandle; damit geschehe ihm Unrecht, und er erkläre den, der ihn dessen angeklagt, als einen döswilligen Verleumder und wünsche, daß man ihm denselben nenne, damit er ihn gerichtlich belangen könne. Da auch die Schloßknechte zu Luggaris in einem Schreiben den Vogt vertheidigen, und man nicht bestimmt („eigentlich") weiß, wer Klage geführt hat, so wird seine Verantwortung für einmal angenommen. Indessen (oll man überall dem Kläger nachfrage», um der Sache ans den Grund zu kommen. I». Der Landvogt zu 1'anis entschuldigt und verantwortet sich schriftlich in derselben Sache, wie jeder Bote weiß. e. Eine Botschaft der Gemeinden Lanis und Luggaris bringt vor, sie haben Tag und Nacht Wache gehalten, damit das Korn im Lande bleibe und der Eidgenossen Gebot aufrecht erhalten werde; darum bitten sie, man möchte ihnen, wie man bisher das Mögliche getha», auch fernerhin Korn zukommen lassen, zumal es' nur noch etwa sechs Wochen daurc, bis die neue Frucht „hereinkomme"; auf der Straße liege zwar noch viel Korn, das aber verdorben und ungenießbar sei; wenn man ihnen keines mehr zuführen ließe, so müßten sie das schlechte thenrcr bezahlen als das gute. Hierauf bvt man beschlossen, Uri solle sich der Sache annehmen und durch eine Botschaft dafür sorgen, daß überall das 'ilorn dem Verkehr übergeben und zu anständige» Preisen veräußert werde; im klebrigen wird der frühere Beschluß der vier Orte bestätigt. «?. Bern und Solothnrn werden beauftragt, je einen Mann zur Besatzung nach Luggaris L> senden, v. Der Vogt im Mainthal schreibt, daß ein Dorf eine Kirche und neue Pfarrei zu errichten wünsche 1312 April 1528. wegen des fernen und schlechten Weges, den die Leute zur Pfarrkirche haben, was aber der Pfarrer zu „Maindorf" nicht zugeben wolle. Wird auf die Jahrrechnung verschoben. Doch ist dem Vogt einstweilen befohlen, einen Versuch zu gütlicher Ausgleichung zu machen. I. Der Landvogt im Thurgau macht die Anzeige, daß er einen Bauern, Hans Müller von Roggwil, den? erhaltenen Befehl gemäß wegen einiger Aeußerungen gegen das hl. Sacrament vor das Landgericht geladen, daß ihm aber Zürich geschrieben habe, er möge mit dein Processi innehalten, indem es auf diesem Tage in der Sache handeln wolle. Da nun aber Zürich auf diesfälligen Anzug erklärt, es gebe keine Antwort, bis man auf seine Artikel geantwortet habe, und da Marx Wehrli zu Zürich gesangen liegt, so wird diesem zu gut an den Landvogt geschrieben, er solle die Sache einstweilen ruhen lassen. Heimzubringen. K. 1. Ueber das Burgrecht mit Constanz um Antwort ersucht, verweist Zürich zuerst auf die bereits eingereichte Erklärung und den Abschied, daß auf diesein Tage Bescheid gegeben werden solle; wenn man auf seine Artikel jetzt antworte, so werde es weiter unterhandeln; so lange dies aber nicht geschehe, könne es sich auf diese Frage nicht einlassen. 2. Nachdem nun die acht Orte — in Abwesenheit der Boten von Bern, Basel, Schaffhausen und Appenzell — sich zu besonderer Berathung vereinigt, erfindet sich, daß einige Orte das Geschäft noch nicht vor die Landsgemeinde gebracht und daher keine Vollmachten haben; darum wird dasselbe wieder in den Abschied genommen bis auf den nächsten Tag, in der bestimmten Erwartung, daß dann alle Boten Gewalt haben, denen von Zürich zu antworten. Dieser Beschluß wird ihren Sendboten initgetheilt und dainit nochmals die Bitte verbunden, daß sie die Instruction über das Burgrecht eröffnen möchten, allein auch diesmal ohne Erfolg. 3. Weil aber der König von Ungarn und Böhmen und die Regierung zu Innsbruck dieser Sache wegen wieder geschrieben und Antwort begehrt haben, und man immer mehr besorgen muß, es könnten für die Eidgenossen Unruhen und noch schlimmere Folgen daraus erwachsen, so werden Zürich und Bern nochmals dringend aufgefordert, im Namen der eilf Orte dies heimzubringen med wohl zu bedenken, daß dabei Friede und Nnhe ans dein Spiele stehen; da sie doch selber immer rühmen, nach Frieden zu trachte??, so bitte man sie, von dein Burgrecht abzustehen. Auf nächstein Tage soll jeder Bote Antwort geben, was den Kaiserlichen zu erwidern sei. Schließlich vernimmt man von Bern, daß es seinen früher gegebenen Bescheid bestätige. I». 1. Da der Span zwischen Zürich und Schivyz betreffend den von Geroldseck angezogen wird, so erstatten die deßwegen an beide Orte abgeordneten Boten über ihre Sendung Bericht und melden, wie beide Parteien auf ihren vorgefaßten Ansichten beharren, ivorauf Schwyz erzählt, wie der von Geroldseck von drei oder vier Rechtsboten keines angenommen; daß es Zürich Recht habe vorschlagen müssen, dieses aber fortfahre, dem Gotteshaus Einsiedeln seine Einkünfte vorzuenthalten, weßhalb es die Eidgenossen „zum höchsten anruft", sie möchten ihm zun? Recht verhelfen, „nnt vielen und langen Worten". Dagegen will Zürich wiederum ans die Sache gar nicht eintreten, weil »in» auch ihm auf seine Begehren keine Antwort gebe. 2. Um nun die beiden Orte endlich mit einander zu vergleichen und gefährlichen Unruhen vorzubeugen, hat man erkannt und von den streitenden Theileu ernstlich gefordert, daß sie gemäß den Bünden an's Recht kommen, wobei zunächst folgende Fragen beantwortet werden sollen.' 1) ^ Zürich kraft der Bünde das Recht habe, den von Geroldseck zu schirmen und dein Gotteshaus Einsiedeln seine Einkünfte vorzuenthalten oder nicht; 2) ob Schwyz vor Beginn der Rechtfertigung mit denen von Zürich die Bünde durch die Beschwörung erneuern solle oder nicht. Was dann zu Recht erkannt wird, dem sollen beide Parteien nachkommen; inzwischen sollen sie nichts Feindliches gegen einander vornehmen, sondern dem Proceß seinen Lauf lassen, I. Bern macht die schriftliche Anzeige, daß seine Bauern zu Jntcrlaken („Hinderlappcn") sich empört haben und drohen, vor die Stadt zu ziehen, weßhalb es von jedem Orte besonders wissen möchte, wessen es sich im Fall der Roth zu versehen habe. It., („In Zürich nicht":) Es weiß jeder Bote, wie Ainmmm April 1528. 1313 Vogler im Rheinthal und sein Volk gehandelt haben, und was dem Vogt im Rheinthal deßhalb aufgetragen worden. I. Das Anbringen des Kaplans im Schloß zu Luggaris in Betreff seiner Pfründe wird auf die dortige Jahrrechnnng verschoben. 1. Eine Gesandtschaft des Königs von Frankreich, Herr von Boisriganlt und Herr von Savonnieres (al. Henneqnin und Savonnieres) übergibt ihre Instruction, worin ein Vorschlag zur Absindung mit den vielen Ansprechen: an den König enthalten ist. Dieser Antrag wird gutgeheißen und daher Lucern als der Platz bezeichnet, Ivo die Verhandlungen stattfinden sollen; doch ist den Gesandten auch bewilligt, mit den Ansprechen: von Bern, Freibnrg, Solothnrn, Basel, Wallis, der Grafschaft Greyerz ?c. in Solothnrn zu unterhandeln. 2. Auf Sonntag Kantate (10. Mai) soll mit der Sache augefangen, und zwar zuerst Bern, dann Lucern und so der Reihe nach ein Ort nach dem andern vorgenommen werden; nach Abfindung mit den Orten sollen auch die Zugewandten an die Reihe kommen; es soll auch Jeder nur erscheinen, wenn er vorgeladen wird. Dabei sollen Lncern oder Solothurn, wofern die Gesandten es begehren, Vollmacht und Auftrag haben, die Gesandten vor Gewalt, Drohung oder Muthwillen zu schirmen. Sodann findet man gut, daß jeweilen aus dem Orte, mit dessen Angehörigen unterhandelt wird, einige Schicdleute beigezogcn werden. Die Gesandten sollen diese Verhandlungen beförderlich zu Ende bringen und nicht weiter aufschieben, n. Da die Bezahlung der Pensionen und anderer Gelder immer weiter hinausgezogen wird, so ist vorgeschlagen worden, ein ernstes Schreiben an den König zu richten und einen eigenen Läufer damit abzusenden. Heimzubringen. «. Jeder Bote kennt den Anzug Berns, daß es Willens sei, die Pensionen abzustellen, und die Eidgenossen ersuche, ihm dabei behülslich Zu sein. A». Auf den Bericht, was Bern im Sinne habe gegen den Abt und das Kloster Erlach in der Grafschaft Neuenburg, das auf der Landmarch gelegen ist, wird dem Vogt zu Neuenburg die Sache empfohlen, bis die Boten auf der Jahrrechnung Weiteres verfügen werden, «z. Da Glarus beschlossen hat, auf Sonntag Cantate (1V. Mai) eine andere Landsgemeinde zu halten, und man große Unruhen besorgt, so verabreden Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug, auf jenen Tag ihre Boten hinzusenden mit gehörigen Vollmachten, um dort zu unterhandeln, i». Es wird ein anderer Tag nach Lucern angesetzt auf Dienstag vor der Auffahrt (19. Mai), auf welchem die Boten aller XIII Orte gewißlich erscheinen sollen. Der Anzug des Boten von Schaffhauscn, betreffend eine Appellation Junker Hans von Klingenbergs gegen den Herrn von Heuen, wird auf die Jahrrechnung zu Baden gewiesen. I. Die Zürcher Botschaft hatte noch folgendes Geschäft anzubringen: Auf dem Hörnli sei ein alter Ahorn (hier kern.) umgefallen oder abgefault, der als rechte March zwischen vier Herrlichkeiten gedient habe, indem die drei Grafschaften Toggenburg, Kyburg und Thurgau und die Herrschaft Grüningen da zusammenstoßen; der Landvogt im Thurgau sei deßhalb schriftlich ersucht worden, einen neuen Marchstein aufsetzen zu helfen; da er aber ohne besonderen Auftrag nicht handeln wolle, so seien die Eidgenossen anzusprechen, daß sie dem Landvogt i» der Sache Befehl geben, damit Zank und Irrung in Zukunft verhütet werde. Si.A. Mich: Jnstmct. i. soe >>. «. 1528, 30. April (Mai Abend), Lucern. Die V Orte und Glarus fordern Bremgarten aus, die Etherischen Bücher ohne Rücksicht auf den von Zürich und Bern erwirkten Haft herauszugeben. Stadtarchiv Bremgartm, . « aus dem Schaffhauser Ercmplar. Dem Zürcher fehlen «I, Ii—«I, dem Berner l», <1, dem Frcibnrger «I, k, q, dem Schaffhauser «I, I, Ii, p, q, dem Basler dieselben. Zu I. Dieser Handel bedarf einiger Beleuchtung aus den Acten, die wir chronologisch ordnen: 1) 1528, 2. April (Donstag vor dem Palmtag). Heinrich Wirz, Landvogt im Thurgau, an Zürich. „Demnach Marr Werli, landgcrichtsknecht, min anstatt ewer und ander miner Herren der Aidgnosscn diener, von wegen etlicher Worten, so von im gebrucht sin sollen ?c., in e. w. gefenknus kommen, deßhalb ich als der, dem solichs in irüwen ll>5 1314 April 1528, laid ist, e. w, ernstlich gebetten, in diser fenknus gnädiglich ledig und mit mir haim ze ryten lassen, das ich aber an e. >v. nit mögen erfinden, sonder on in Hab müessen abschaiden; so nun ich har gen Frowenfeld kommen bin, und siner frowen und sinen kinden in als iren mann und vatter nit mit mir bracht, gehaben sy sich deß gegen mir mit semlichem kummer, klagnen und wainen so übel, daß sy gott erbarmen möchten und ich ganz kam ruow vor inen Hab; dann sy arm lüt und klains Vermögens syen zc. Harumbe, gnädigen Herren, dwyl ich dann gedachten Werli als inin(en) diener und knecht mit mir von Frowenfeld gefüert und bi mir gchebt Hab, und die red, so von im usgangen sin sol, in aincr winfüechti, unbesinnt wohin die lange, und villicht als er darzuo geanlasset, gcredt sin mag, erman e. w. ich abermals aller der diensten, so c. w. ich jendert bewyst hett oder noch erzaigen könnt, darzuo ich genaigt sin welt, mit undertheniger ernstlicher pitt, die wellen in ansechung, daß er lange zit üwer unkr ander miner gnädigen Herren der Aidguossen trüwcr diener gewesen ist, angezaigte red nit zum höchsten und argisten ermessen, sonder die siner Unvernunft und unbesinntlichait zuorechnen. und an sölher siner gefänknus damit gebüeßt gnädig benücgen haben, in von min, ouch von siner frowen, kinden und fründen wegen widerumb ledig darvon kommen lassen".. . St, A, Zürich - «, Thmg-m. 2) 1528, 7. April (Dienstag nach Palmarum), Zürich. Instruction für M. Johannes Wegmann, was er im Thurgau handeln soll. Da Marx „Wernli" von Frauenfeld, der hier im Gefängniß liegt, die ihm vorgehaltenen Artikel nicht alle zugeben will, sondern gewisse Personen darüber zu verhören begehrt, so soll der Bote zuerst des Verbotes halb, das derselbe zu angehender Fasten in Weinfelden und Fischingen gethan haben soll, sich an beiden Orten erkundigen, was daran sei, indem W. läugnet, auf jene Zeit dort gewesen zu sein. Der Reden wegen, die er hier zum Schwert gethan, sind Hans Müller von Roggwyl und des Möttelis Schreiber gründlich auszufragen, wie alles zugegangen, und wenn sie noch andere Thurgauer als Zeugen nennen, so sollen auch diese verhört werden. Ueber das der Aebtissin zu Dänikon angelegte Verbot ist an Ort und Stelle Bericht zu vernehmen. Da Wehrli bestreitet, was der zu Wyl gerichtete Wüst ausgesagt, und behauptet, daß die genannten Personen ihn vor dem Landgerichte „entschlagen" und klar bezeugt haben, daß er von ihnen keine Bußen bezogen, so soll nachgefragt werden, ob einige von denselben noch leben, und diese zu verhören, ob die Sache sich also verhalte. Ferner behauptet er, gegen Junker Hug von Landcnberg, jetzt in Herdern wohnhaft, in Einsiedeln ein Urtheil erlangt zu haben, das beide schriftlich genommen, und der Junker ihm habe zahlen müssen zc. Bei diesem das Nähere zu erforschen. Wenn sich noch anderes findet, so soll der Bote das auch untersuchen, damit man die Wahrheit erfahre. Weil verlautet, W. dürfe nicht mehr nach Wyl kommen, so ist darüber ebenfalls nachzufragen. Endlich in Stammheim, wie W. zu der Zeit, als die „Götzen" aus der Kirche entfernt worden, einen „Wirth" so hart geschlagen habe, daß ihm ein Arm unnütz geworden sein soll. St. A. Zürich: A. Thurgau. 3) 1528, 22. April (St. Jeorius Abend). Heinrich Wirz, Landvogt im Thnrgau, an Zürich. Antwort auf dessen letzte Zuschriften. 1. Es begehre, daß er dem Hans Müller von Roggwyl, den er wegen etlicher im Zürichbiet geäußerten Reden vor das Landgericht citirt, zu dem Gericht und davon ein freies sicheres Geleit gebe ?c. Er habe aber von den andern Orten Befehl, denselben vor dem Landgericht zu beklagen; da er nun nicht wisse, was da gefunden werde, so könne er ohne Vermilligung der Eidgenossen kein Geleit ertheilen; habe der Beklagte nicht geredet, was ihm zu Nachtheil diente, so werde er dessen genießen und keines Geleites vom Rechten bedürfen; wenn aber die Eidgenossen willfahren, so wolle er, der Vogt, ihn dabei handhaben - - 2. (Gewöhnlicher Criminalhandel). 3. „Und so dann E. W. der von Nußbäumen halb befrömdt, daß ich inen abgestrickt und verbotten Hab, daß sy nit zuo iren alten kilchgnossen, den von Stammhain, zuo predig gon söllint zc., gib E. W. ich zuo verstand, daß min vorfar, Landvogt (Amberg) von Swyz, uß befälch miner Herren der Aid- gnossen, als E. W. wol müssen mögen, scmlich gebott gethan hat, und wie das der unterthanen und des zechenden halb beschechen und etliche jar unzhar gehalten ist; darby vermainen sy, min Herren, zuo beliben, und bin m) by mincr aidspflicht schuldig, sölichs in irem namen bis uf wytern iren beschaid oder abschlag zuo handhabe», dadurch ich nit gcwalt Hab, harinnc ainich ändrung ze tuond; deßhalb mögen E. W. min Herren die Eidgnossen darumb anlangen, und wie die semlichs füro ordnen, oder was sy in dem nachlassen, das ist mir gefällig".-> St. A. Zürich: A. Thurgau. April 1528, 1315 4) Die Zürcher Instruction beauftragt die Voten, im Namen kleiner und großer Rilthe zu erkläre», Zürich könne schlechthin nicht dnlden, daß der genannte Müller oder Andere in den gemeinen Herrschaften um Sachen, die den Glauben und das Gotteswort betreffen, gestraft werden, und wenn die Eidgenossen gegen Müller weiter vorgehen wollten, so wäre zu sagen, Zürich werde dadurch veranlaßt, den Leuten jener Herrschaften seine Beschwerden nach Nothdurft vorzutragen. St, A, Zürich- Jnsn-uu, i. soi, 202. 5) 1523, 1. Mai (Freitag nach Misericordia). Zürich an die Botschaften der zwölf Orte in Luccrn. Antwort auf ihr Schreiben für den gefangenen Marx Wehrli, Man habe dessen Handel noch nicht vollständig untersucht; sobald man alles „zusammengebracht", werde man gegen ihn thun, wie es frommen biderben Leuten zustehe, „Vermerkent (das) von uns im besten und sind gott unserm Heiland trüwlich befolchen," St, A, iumn-MUwe», K) 1528, 5, Mai (Dienstag nach dem Maitag), Zürich, Urthcil über Landweibcl Wehrli, „Als dann Marx Wernli von Frowenfeld, der da gegenwärtig stat, verjechen, demnach er uf einen gchaitnen tag gen Luccrn geritten und hie zum Schwert im wirtshus uf der brück Übermacht gsiu, und etlich von den jetzigen leeren ob einem tisch zuo red ankommen, habe er geredt, wann er wüßte, welicher nit in sin ordenliche pfarr gienge und des landvogts Kotten deßhalb nit gehorsam wäre, so wellte er denselben holen und dem landvogt überantwurten, unangesechen wie hoch einer im Thurgöw wäre, und wie in etlich gcbetten, er gienge (deß) wol müeßig, und welltind von den dingen nüt reden, redte er aber, sanier botz macht, gott gcb dem Abt von St. Gallen St. Vits tanz, daß er das ketzerwerch, als fleischessen, (zuo) predigen gan und anders nit abstellt, dann es wäre wider gott, und welicher nit gloubte, so oft und dick der Priester meß halt und die ost(i)en ufhcbt, daß da war gott und war mensch, wie er mit bluot und fleisch' am stammen des heiligen krüz gehanget ist, sige, der sig ein ketzer und ein böswicht. Daruf seite Hans Müller von Roggwyl, uß der landgrafschaft Thurgöw, das gloub ich nit; dann gott ist im Himmel. Demnach, wie er diser Marx und der Müller obgenannt gen Lucern kommen, habe er sölich des Müllers gethane red so vil uskündt und usgesprcit gegen"') Josephen am Berg, alten landvogt, daß das die (den) Eidgnossen fürkommcn, und also denselben Müller in groß gefar, schaden und Nachteil understnuden ze bringen und zum teil gebracht**). Umb sölich des genannten Marx Wernlis frefen schantlich zuoreden, übel und mißthuon ist zuo im nach gnaden also gericht, daß er dem nachrichter befolchen werden" (soll), ?c. zc. (Die gewöhnliche Formel). Si.A. Zürich - Rath- u»d Nichtbuch wes, nw. u-n. e. 11s. Weiterer Detail kann hier nicht aufgenommen werden; doch bemerken wir noch folgende Stelle aus der nächsten Luccrner Instruction, die bei dem Abschied liegt: 7) „Item Hans Müller von Roggwil (belangend), der Marx Werlin verklagt hat und wider das sacrament geredt, soll unser bott gcwalt han und daran sin, damit im gericht werd, wie M. Werlin selgen gericht(et) ist." Zu K. Es sind hier ebenfalls einige Acten beizuziehen: 1) 1528, 27. April. Constanz an die Boten von Zürich nud Bern in Lucern, Wie ihre Obern gerathcn, habe es sich entschlossen, keine Botschaft zu schicken, sondern die Eidgenossen dnrch eine Schrift über den Vertrag mit Oesterreich zu berichten, und demgemäß solche doppelt ausgefertigt, die eine Copie für Zürich und Bern, die andere für gemeine eidgenössische Rathsboten zc.; man wisse nämlich nicht, welches das fruchtbarste sei, ob man sie letzter» übergeben sollte, oder ob die Boten von Zürich und Bern sie von sich aus vortragen und einlegen wollen; man überlasse dies ihrem Gutfindcn; halten sie für besser, daß man den Eidgenosse» eine Schrift zustelle, so mögen sie das betreffende Exemplar dem Ueberbringer zu diesem Zwecke (wieder) verabfolgen. St. A. Bern: A. Ausland III. (Kaiser)- Original. — St, A. Zürich: A. Eanstanz (Copie). Das Constanzer Stadtarchiv hat eine an gemeine Eidgenossen gerichtete Missive im Concept, das die Denkschrift einschließt. *) Das Urtheil ist mehrfach corrigirt; hier stand zuerst: „gegen etlichen sonderen gewaltigen Personen." **) Die Aenderungen in diesem Schlußsatze scheinen etwelche Redactionsverlegenheite» zu verrathen. — Im klebrigen stimmt das Urtheil mit den wenigen noch erhaltenen Verhören überein. 1316 April 1528. 2) 1528, 27. April. Denkschrift von Constanz über die vorgeblichen Verpflichtungen gegen Oesterreich, den schwäbischen Bund ?c. 1. Da die Räthe des Königs von Ungarn ?c. den Eidgenossen unablässig vorspiegeln, es sei die Stadt nicht befugt gewesen, mit Zürich und Bern in ein Burgrecht zu treten, wobei sie sich theils auf den Frieden von Basel, theils auf Erbeinungsverträge mit der Eidgenossenschaft und Constanz berufen, so erinnere man zuerst daran, daß die beiden Städte, ehe sie sich mit Constanz verbunden, den Basler Vertrag und die Erbeinung ohne Zweifel genugsam erwogen haben, und wenn sie darin irgend welches Hinderniß gefunden, sich gewiß nicht so weit eingelassen hätten, und daß man seinerseits das Gleiche gethan; man würde auch unzweifelhaft solches selbst nicht unternommen haben ohne die Ueberzeugung, dazu völlig befugt zu sein. 2. Damit man aber bei Niemand etwelcher Unbilligkeit verdächtigt werden könne, so wolle man nicht verbergen, daß dieses Burgrecht weder dem Kaiser noch dem hl. Reich, oder der Eidgenossenschaft noch irgend Jemand anderm zum Schaden oder Nachtheil geschlossen worden, sondern aus vielen ehrlichen dringenden Ursache», vorab um sich aus täglich drohender Gefahr zu erretten, sodann in der Absicht, Unruhen in der Umgegend so viel möglich Z» verhüten; daher sei man der Meinung, daß die Eidgenossen, wenn sie alle Umstände gründlich erwögen, daran viel eher Wohlgefallen haben, als sich von Jemand zu Widerwillen bestimmen lassen würden, indem doch alle Theile Kaiser und Reich, auch die Eidgenossenschaft und die frühern Verträge und Einungen vorbehalten haben. 3. Dabei auf das Haus Oesterreich Rücksicht zu nehmen, habe die Stadt Constanz keinen Anlaß gehabt, da sie demselben in keiner Weise zugehörig, verbunden noch verwandt sei; wohl habe sie vor Jähren (1510?) mit dem Kaiser von wegen der Häuser Oesterreich und Burgund einen ewigen Vertrag abgeredet und bei geschwornein Eide wie der Kaiser bei seinem fürstlichen Ehrenwort denselben zu halten versprochen; allein weder er noch seine Erben haben irgend welchen Artikel jener Abrede aufgerichtet oder vollzogen, obwohl man vielfach, mit großer Mühe und Kosten, sich darum beworben; bloß habe man einiges Geld erhalten, das aber im Vergleich zu der Summe, die der andere Theil schuldig geblieben, ganz geringfügig sei. 4. Die Regierung zu Innsbruck habe, wie doch die Abrede laute, keine Verschreibung gegeben, auch keine Anstalt gemacht, damit die Stadt die 1200 Gulden, die sie jährlich erhalten sollte, zu finden wüßte, zudem seit einige» Jahren nichts mehr bezahlt. Ferner sei kein Vertrag wegen eines austräglichen Rechts gegen die Eidgenossen errichtet und Constanz in die Erbeinung mit denselben nirgends eingeschlossen, überdies der Stadt weder die Landgrafschaft Thurgau noch das Landgericht daselbst, oder auch nur ein Bezirk davon, zugestellt oder irgend welcher Ersatz dafür geleistet, das ebenfalls versprochene Gebiet jcnseit des Rheins ihr nicht eingeräumt, Hülfe von Nellcnburg oder andern Orten her nie (verbindlich) zugesichert, die Stadt auch nicht in alle „Reichsanschläge" eingeschlossen, und von den Ständen des Reiches keine Verwilligung zu diesem ewigen Bündniß ausgewirkt worden. Dies alles sollte aber der Kaiser der Abrede gemäß vollzogen haben. Wer könnte nun noch die Meinung theilen, daß man daran gebunden sei, da auch andere Verschreibunge», die man bei Händen habe, nicht aufgerichtet und in Kraft gesetzt worden? 5. Es möchte aber vielleicht eingewendet werden, wie es von kön. Rüthen geschehen, man sollte zuerst den begehrten Paß (gegen wen, sei nicht angezeigt) gewähren und dem Vertrage seinerseits nachleben und dann erst davon reden, wie man sich über die andern Artikel vergleichen könnte; wenn dies dann nicht möglich wäre, so möchte man vor den Obmann und die Zusätzer kommen, ?c. Es werde jedoch der einfachste Verstand erkennen, wie unbillig eine solche Zumuthung sei, indem ja die Stadt zu dem Vertrag nie verbunden gewesen, es wären denn die abgeredeten und zugesagten Gedinge und Artikel zuvor vollständig erfüllt und aufgerichtet worden. Zudem sei der Artikel betreffend die Rechtfertigung keineswegs zu dem Zwecke aufgenommen, den Beschluß der Abrede zu bewirken; sondern vor allen Dingen hätte der Kaiser dasjenige, was er für die Oeffnung des Passes versprochen und verschrieben, auch vollziehen und aufrichten müssen, und wenn später zwischen den Parteien um anderer „zufälliger" Sachen willen ein Span entstanden wäre, so hätten diese in das Recht des Obmanns un der Zusätze gestellt werden können. Es seien übrigens alle Artikel mit aller Bestimmtheit und den klarsten Worten abgefaßt und ebenso unzweideutig bedungen und zugesagt, daß „dieselbe (Abrede) geschehen" solle, wcßhalb es April 1528, 1317 mmöthig, ja unbillig sei, wenn der Stadt zugemuthet werde, ihre Verbindlichkeit (allein) zu erfüllen und gebunden zu sein, aber um die Verpflichtung des andern Theils erst noch einen Entscheid zu gewärtigen^). 6. Da nun ungeachtet vielfachen Ersuchens an des Königs Räthe und Kaiser Maximilian die Stadt nie habe erlangen mögen, daß der Vertrag aufgerichtet und vollzogen würde, und da der Inhalt desselben in keinem Stücke zur Erfüllung gekommen, mit Ausnahme von etwelcher Bezahlung (s. o.), so sei man auch keineswegs schuldig, denselben zu halten. Und wäre auch der Vertrag je gehörig aufgerichtet worden, so habe doch der Kaiser wider dessen Inhalt, (wonach er schuldig wäre, die Stadt wider Jedermann, mit Ausnahme des Reichs und der christlichen Kirche, zu schirmen), den Bischof und das Capitel in seinen Schutz aufgenommen und denselben alle ihre Freiheiten (darunter eine alte nichtige, daß der Bischof die Stadt beherrschen solle) bestätigt und erneuert, und dagegen diejenigen der Gemeinde, die sie von Kaisern und Könige» und dem Herzog von Oesterreich erlangt, soweit sie denen des Bischofs zuwider seien, cassirt und vernichtet, wodurch jener Vertrag wieder abgethan wäre. 7. Es wäre auch ganz umsonst, deßwegen vor den „Gemeinen" und die Zusätze zu kommen, da man wohl einsehe, daß der Kaiser, der dem Bischof solche Schirmbriefe gebe und bisher nie Willen gezeigt, die Artikel aufzurichten, nicht gezwungen werden könnte, einem allfälligen Spruch des Obmanns und der Zusätze und seiner Schuldigkeit nachzukommen. Da wohl jeder Theil den Ausspruch nur anerkennen würde, wenn der andere künftig den Vertrag auch hielte, so wäre gewiß besser, die Kosten solcher Rechtfertigung zu ersparen, indem sie doch zu nichts Weiterem führen könnte als zu einem deutlichen Beschluß, daß derjenige Theil, dem in Zukunft das van dem Obmann und den Compromissarien gütlich oder rechtlich Gesprochene nicht gehalten würde, an den Vertrag nicht mehr gebunden sein sollte, Weil nun jede Partei, um dem ergangenen Urtheil nicht nachleben zu müsse», davon abstehen dürfte, sofern sie den andern Theil des Vertrages auch entledigen wollte, so sei ein solches Rechtsverfahren unnützer Ueberfluß. 8. Zu noch gründlichen» Beweise, daß der Vertrag nie aufgerichtet worden, zeige man an, daß er »ach dem Abgang des Kaisers und je nach zehn Jahren hätte erneuert und beschworen werden sollen, was aber nie geschehen; denn als die Stadt einmal aufgefordert worden, denselben zu beschwören, habe sie es schriftlich verweigert, bis er vollzogen und in Kraft gesetzt würde. In gleichem Sinne habe man später Jörg Truchseß und andern Röthen des Königs, welche Paß begehrt, und sonst noch mehrmals Autwort gegeben; es sei dann die Sache bis heute angestanden. Wenn aber angezogen werden wollte, der Kaiser habe der (ihm) zugesicherten „Oeffnuug" und des Vertrags wegen viel Geld bezahlt, so sei dagegen zu halten, daß er der Stadt noch viel mehr schuldig geblieben, nicht bloß vermöge der vorhandenen Briefe und Siegel, sondern auch wegen des großen Schadens, den sie im vergangenen „Schweizerkricg" und sonst erlitten, wie ihr denn (damals) viele Zusagen geworden, daß ihr aller Schaden abgetragen werden sollte; nicht nur sei das nicht geschehen, sondern noch das Landgericht im Thurgau hinweg gegeben. 9. Die Einrede, daß der Vertrag ihr nie abgekündet und sie dessen nie entledigt worden, sei nicht stichhaltig, indem es gar nicht nöthig gewesen, sie zu entlassen, weil er nie beschlossen und aufgerichtet worden; deßhalb sei man auch nie dazu verbunden gewesen, und ohnehin wäre derselbe, sofern er je bestanden hätte, durch den Schirmbrief für den Bischof abgekündet und vernichtet worden. Zudem sei die Stadt gegen Niemand beschirmt, und seien ihre Burger in den österreichischen Landen niedergeworfen, beraubt und geschädigt worden. Aus allen diesen und andern Ursachen, die man jetzt nicht auszuführen brauche, könne wohl ermessen werden, daß mau Oesterreich jenes Vertrags halb in keiner Weise zugehörig, verwandt oder verpflichtet sei und deßhalb gar wol Macht und Grund gehabt habe, das Burgrecht mit Zürich und Bern anzunehmen. *) In einer datumlosen Antwort auf den Vortrag österreichischer Boten, betreffend das Burgrecht mit Zürich und Bern, worin die Instruction artikelwcise aufgenommen und bündig, großentheils mit gleichen Worten wie obiges Memorial, widerlegt ist. die übrigens wegen einzelner Details immer noch sehr lesenswerth bleibt, findet sich unter andern folgende Stelle: Es-sei überhaupt keiner der abgeredeten Artikel einein Schiedsgericht anheimgesellt. als der Fall, daß das Landgericht üi 5—g Jahren der Stadt nicht zurückgestellt werden könnte, wo dann der ihr zu leistende Ersatz zu bestimmen gewesen wäre. id. id. 1518 April 1528, 1V. Den Basler Vertrag anzuziehen, wäre nach Obigem unnöthig; doch wolle man sich auch hierüber erklären. Es sei wohl bekannt, daß der Krieg, dessentwegen jener Vertrag aufgerichtet sei, keineswegs zwischen dem Reich und den Eidgenossen geführt worden; denn er habe, wenn auch etliche Reichsverwandte darein verflochten gewesen, den König Mar bloß als Herzog von Oesterreich, wegen der Grafschaft Tirol, und den schwäbischen Bund berührt, und daß der Friede auch nur diese Theile angehe, zeige der klare Buchstabe von Anfang bis Ende. Wenn der VI. Artikel desselben bestimme, daß keine Partei die Angehörigen der andern in Burgrecht und Schirm aufnehmen solle, so müsse doch Jedermann zugeben, daß diese Verpflichtung nur unter den streitenden und vertragenen Parteien und ihren Verwandten gültig sein könne. Zudem seien nicht nur der Kaiser und seine Erben in den Häusern Oesterreich und Burgund, und der Bischof von Constanz, als Fürsten des Reiches und Glieder des schwäbischen Bundes, sondern auch mehrere freie Reichsstädte, seit jenem Frieden mit den Eidgenossen in Verträge, ja zum Theil in ewige Vereinung gekommen. Da man nun weder dem Hause Oesterreich noch dem schwäbischen Bunde verwandt oder zugehörig sei, wie sollte denn Constanz mit jenem Vertrage abgestrickt sein, Schirm und Burgrecht bei den Eidgenossen zu nehmen; wie könnte ihm verboten sein, was Fürsten, Grafen und Städten des Reiches von jeher unverweislich gewesen? 11. Und wiewohl man seiner Zeit als Glied des Bunds zu Schwaben an dem Kriege (gegen die Eidgenossen) Theil genommen, sei man doch bald nachher, nachdem man an Landen und Leuten unersetzlichen Schaden erlitten und ohne eigenes Wissen und Wollen um das Landgericht (im Thurgau) gekommen, wieder aus dem Bunde getreten und habe sich dessen vor vielen Jahren cntschlagen, sodaß man längere Zeit vor der Eingehung dieses (bestrittenen) Burgrechts auf Erden Niemand als dem hl. Reiche zugethan und verbunden gewesen ... Schluß. St. A. Zürich: A. Constanz. 3) Aus der Basler Instruction sind folgende Paragraphen zu bemerken: 1. „Item es sollen ouch unsere Kotten uns gegen unfern Eidgnosscn von Zürich im rat und sunst entschuldigen, daß wir der briefen halben, so kön. Mt. von Hungern oder (dem) Bund zuo Schwaben geschriben, darinne die hilf inen als Mitbürgern deren von Costanz abgeschlagen, kein Wissens haben, ouch nit darbp, dieselbigen zuo beratschlagen, gesessen sind. 2. „Item des burkrcchten halb, so unser lieb Eidgnosscn von Zürich und Bern mit denen von Costanz angenommen haben, sollen sich unser Kotten so wenig sy mögen daryn stecken, sonder zuovor hören, was uf disem tag deßhalb wpter fürfallen oder begert wirt, dasselbig wider hindersich an uns bringen; so aber die keiserschen je antwort begeren oder haben wellten, füllen unsere botten daran sin, daß inen unser Eidgnosscn von Zürich und Bern antwort schriftlich zuogestellt werde. Und so jenen Mittelweg, daß gemein Eidgnosscn in solich burkrecht kämen, funden möcht werden, wär uns (das) ouch lieb." K. A. Basel - Abs-hi-b-. 4) 1528, 2. Mai. Zürich an Constanz. Heute um 8 Uhr Morgens seien die Rathsboten, die man zu Lucern gehabt, heimgekommen mit den, Bericht, was dort des Burgrechts halb und sonst gehandelt worden. Weil die Eidgenossen abermals keine bestimmte Antwort gegeben, sondern die Sache auf Dienstag vor der Auffahrt (19. Mai) verschoben, so haben die Boten in bester Meinung den ihnen geschickten Brief zurückbehalten, und zwar aus der Besorgnis), daß der Läufer des Königs und des Regiments (von Innsbruck), der mit einem Schreiben erschienen, jener Schrift wegen Aufträge erhalten würde, was dann wohl nachtheilig werden möchte; dieses Verfahren billige man. Da die Verantwortung gut und gründlich gefaßt sei, so rathe man nun, auf den nächsten Tag noch ein Exemplar für die Eidgenossen auszufertigen, da man das für sie bestimmte geöffnet und bei Händen behalten und das andere Bern mitgetheilt habe (eher umgekehrt). Man lege hier die Artikel des jüngsten Abschieds von Lucern bei, die das Burgrecht betreffen, damit Constanz sich darnach zu richten wisse. St. A. Zürich: A. Consta«,. 5) Bemerkenswerth niag hier ein Artikel der Zürcher Instruction erscheinen: Zu erkundigen, waS Bern über die Schleifung des Klosters Petershausen beschlossen habe, und dessen Rathschlag heimzubringen. St. A. Zürich: Jnstrucl. I. sol, sos. — St. A. Bern! A. Ausland III. (Kaiser). Zu 1. 1528, 28. April. Bern an die eidg. Boten in Luccrn. „Wir gedenken, ir habend etwas wüssens der ufruor und empörung, so under den unseren (zuo) Juderlapcn sich erhaben hat, safer daß sy mit gcwapneter Hand gewalteitklich bis gen Thun gezogen und dasclbs kümcrlich durch unser treffenlich botschaft und ander der unsere» April 1828. 1319 im Oberland beredt sind worden, dz sy zum teil zerloufen und sich wider hcimgcfiicgt habend. So aber nütdest- minder uns für und für beschwerlich reden fürkomen, wie sy nit so gar gestillet, dann dz sy sich irs unbillichen fürnemens merken lassen, über alles ir zuosagen und rcchtbott, so wir inen getan, und mir noch in sorgen stand, dz sy für unser statt gewaltiklich züchen werden und uns leid zuozefüegen understandind, darzuo daß sy sich merken lassen, dz etlich Ort der Eidgnoschaft inen hilf und bystand zuogesagt haben, dem wir doch kein glauben geben, deshalb (sind) wir verursachet, üch des ze berichten, dardurch ir söllichs an üwer Herren und obren förderlich langen lassen; dann gemeiner unser Eidgnoschaft daran nit wenig gelegen ist; dann ir wol mögend gedenken, wo den ungehorsamen ufrüerigen puren an einem ort gelingen sölt, daß andren bald gewinkt wäre, und also allenthalben zins und zechenden abgestellt und Verachtung der obrigkeit, wir geschwigen ander übel, darus cntstan wurden. Disen schweren Handel wellend zuo herzen fassen und unverzogcnlich an üwer Herren und ober» bringen, und damit wir müssen haben und versichret sigend, meß wir in söllichen fällen gegen üch und üwcren obren, unser(n) lieb(en) Eidgnossen, (uns) versechen sollend und vor gemalt geschirmt mögen werden, begercn wir, daß ein trüm ufsechen uf uns gehalten werdi in kraft und nach vermög der geschwornen bündcn, also wo uns derglichen begwaltigung (und) unbillich Überfall über unser vilfaltig rechtbieten begegnen, dz (ir) alldann uns hilf bewisen nach vermög angeregter bünden, wo wir jemand darum ersuochen wurden. Und damit wir deß versichret und der argwon, uß vil seltsamer reden und Warnungen uns ingebildet, Hingenomen (werde), begeren mir hierüber jedes Ortes fürderlich antwurt, uns darnach müssen ze halten." Sl. A. Bern: Zeutsch Missiven tZ. sgs b. SSV. — St. A. Zürich: A. Bern tCopie). Zu It. Da uns keine bezüglichen Acten vorliegen, so wissen wir diesen „Anzug" nicht zu erläutern. Zu m. Der Anfangs erwähnte Vortrag entwickelt nur im Allgemeine» die Wünsche und Bedürfnisse der Unterhändler; diesen entsprechen ziemlich genau die bestimmten Anordnungen der Tagsatzung. St. A. Bern : Abschiede 345—347. Zu u. 1528, 23. April (Uf Jeorii). Lucern an Bremgarten. „Demnach zuo vergangnen tagen mit üch geredt und gehandelt von wegen der nüwen getruckten lutcrschen old zwinglischen und ircr anhängcr büecher, so by üch erfunden, und weß ir üch begeben und erbottcn, das üch alles noch wol ingedenk; nun uf das alles so ist uf nächstverrucktem tag in unser statt gehalten darvon anzug geschcchcn, und habend sich der siben Orten Kotten deß entschlossen und verabschcidct und uns befolhen, daß wir nach den büechern schicken, und uf nächstkomenden tag so wirt man sich entschließen, was man darmit wyter handlen well ze. Darum so schicken wir disen unfern diener zuo üch, mit begcr daß ir söliche büecher ime überantwurten und geben und hilflich sin wellen, damit er die haruf fertigen mög, und bcwysen üch üwerm erbieten nach und als wir üch wol getruwend"... Stadtarchiv Vremgartcn. SS«. ZZaset. 1528, 30. April (Donstag (vor) St. Philipp und Jacob). Kantonttarchi» Tolothur»! Abschiede Bd. XV. Gütlicher Vergleich zwischen Basel und Solothurn, betreffend das Dorf Wiesen?c. Wir geben diesen Act im Wortlaut: 1528, 30. April. 1. „Erstlich so soll die hoch Herrlikcit, als das malcfiz und was lyb und leben verwürkung form der rechten nach antrifft, sampt den hochwälden, wildbännen, Hagen, jagen, so wyt einer Statt Basel hoch herlikeit an demselben cnd zuo Wiscn reicht, und den rütinen, wie die von einer crsnmcn Statt Solothurn den armen lüten zuo Wisen oder andern in die Höchen gcricht dienend, zuo rüten vergönnt, deßgclychen die zins, so dieselben armen lüt der Statt Solotorn darvon ze geben ingangcn, fürcr in die cwikeit der Statt Basel ze nutzen und ze empfachen zuogehören, doch der gestellt, daß ein Statt Basel dieselben armen lüt zuo Wiscn nit fercr noch höchcr dann inen von einer Statt Solotorn gelichen, an (den) bestimpten rütczinscn stcigrcn Möllen oder söllen. Deßgclychen so söllen von disem tag hin die armen lüt zuo Wisen onbcgrüeßt einer Statt Basel, als an demselben >320 Mai 1528, ort die oberherlikeit, in den hochwalden zuo rüten kein fuog noch macht haben, und so inen etwas in den hoch- wälden zuo rüten vergönnt wurde, sollen dieselben armen lüt durch ein Statt Basel oder iren vogt zuo Farnsperg nmb ein lidenlichen zins gehalten werden. 2. „Zum andren so sollen die armen lüt zuo Wisen für sich selber kein buwholz zuo Hagen, ire güeter damit zuo bewaren, oder schädlich brennholz, als eichen, buochen und dergelychen schädliche Hölzer ze homen nit macht haben, suuder so si der und dergelychen Hölzer, wie hievor erlütret, zuo irem gebruch ze buwcn und sunst howen wölltcn, söllen si das nit (on) vorwüssen und erloubnus eins obervogts zuo Varspnrg, den si zuo allen zyten darumb begrüeßen söllen, thuon, doch vor allen dingen umb das buwholz, so inen alsdann ze feilen erlaubt, tnit echnesin vogt von Varspurg verkommen, wölich holz inen durch ein(en) obervogt zuo V. zuo ir(er) notdurft und buiven nit verseit oder abgeschlagen soll werden. So aber jemand sölichs fürgicng (und) für sich selbs unerlaubt eines obervogts zuo N. buwholz howen wurd, der soll mit der straf wie ander in der grafschaft V. gehalten werden, doch unschädlich brennholz nit wyter dann zuo gebruch in iren hüsern, und hagholz mögen si wol wie bishar unersnocht eines vogts zuo V. howen und hierin nit vergriffen sin. Deßgelychen söllen und mögen dieselben armen lüt zuo Wisen by irem weidgang, wie sich dann der hieuach erfunden und inen nszirkt wirt, bliben und sich desselben fröwen und behelfen. 3. „Zum dritten so söllen die nidren gericht sampt allen fräveln bis an das malesiz, wie hievor bestimpt, deßgelychen das umbgelt, die appellationen und anders, darzuo die armen lüt in vermeltem dorfe Wisen jctz und hienach gesessen, einer ersamen Statt Solotorn in die ewigkcit zuogehören; doch so soll kein nüwer zoll daselbst angesechen noch ufgricht werden. 4. „Zum vierten so füllend die armen lüt zuo Wisen einem vogt zuo Varsperg in frontagwan noch zuo Hagen nit schuldig noch verbunden sin ze dienen, si thüend dann das williklich und gern. 5- »Zum fünften so soll das umgelt in dem dörfle Oltingen sampt der appellation daselbst, die geschechen joch, wann si wöllen, fürer einer ersamen Statt Basel in die ewigkeit zuoständig sin und gehören; sunst soll es des stabs und der nidren geeichten halb daselbst hinethin, wie bishar von beiden Stetten gebracht, umbgan und gehalten werden. K. „Zum sechsten söllc disc betragung angezöigtcn beiden Stetten Basel und Solothurn an allen andren iren briefen, gerechtikeiten und zinsen, si sygcn eigen oder widerköusig, keuchen) Nachteil noch schaden gebären oder bringen in dhein wys noch weg." Die angegebene Quelle hat zwei Abschriften. SZt Sitten. 1528, l. Mai. KantonSarchl» Wallt«. Abschluß eines hunderiundeinjährigen Bundcsvertrages zwischen dem Herzog von Savoyen und der Landschaft Wallis. -- Beilage ?. Vorbereitende Acten sind uns nicht erreichbar gewesen. . Mai 1528. 1321 SZT. Uern. 1528, 1. Mai f. Archive Zürich und Bern. Verhandlungen mit einer Botschaft von Zürich in Betreff der Unruhen im Oberland. Es liegen nur Korrespondenzen und Notizen vor; das Wesentlichste geben folgende Acten: 1) 1528, 2. Mai (Samstag nach Maitag), Bern. Diethclm Röist und Jos von Kuoscn an Bm. und Rath in Zürich. Verweisung auf ihr früheres Schreiben ... Nachdem sie zwei Tage gewartet, haben sie heimzurciten begehrt; am Maitag nach der Predigt habe dann der kleine Rath sie ersucht, ihre Aufträge auch vor den Burgern zu eröffnen; nachdem sie entsprochen, haben ihnen die Räthe Briefe vorgelegt von den unruhigen Bauern, des Inhalts daß die Herren sie bleiben lassen sollen, wie sie an Bern gekommen, und sich von den sieben Orten nicht sondern; wenn sie aber bei der Messe und den sieben Saeramcnten nicht bleiben dürften, so wollen sie weder Zinse noch Zehnten mehr geben, w. Die Räthe haben den Boten zum höchsten gedankt, sich zu allem Guten erboten und gebeten, bis Montag oder Dienstag (4. 5. d.) zu bleibe», damit man („wir") die Beschwerden der Gemeinden auch kenne» lerne w. Man habe das nicht abschlagen können und hoffe, daß es der Obrigkeit nicht mißfalle, könne auch nichts anderes finden, als daß Zürich wohl daran gethan, eine Botschaft zu schicken, indem das hier besonders guten Willen erweckt habe. Man habe den Bernern zur Beruhigung angezeigt, wie die Bauern in Zürich anfangs auch uugeschicktc Meinungen auf die Bahn gebracht haben, aber die Sache durch Gottes Gnade wohl geschlichtet worden sei; zur Erleichterung fernerer Unterhandlung bitte man nun, eine Abschrift der bezüglichen Artikel hicher zu senden . . . (Fürbitte Berns für einen vormals in Meilen gewesenen Priester). S>. A. Zürich I A. B-r». — Vgl. St. A. Brm: Rathsbuch Nr. 217, p. 1S2. 2) 1528, 2. Mai (Samstag nach dem Maitag), Bern. Diethclm Röist und Jos von Kuosen an Bm. Heinrich Wälder in Zürich. (Verweisung auf einen früheren, verloren geglaubte» Brief an Bm. und Rath). Auf heute Morgen sei Nachricht gekommen, daß sich die Bauersame zu Gottstadt in das Kloster gelegt habe und über den Abzug der Leute von Jnterlakcn sich unwillig zeige; dagegen kommen Boten von den Gemeinden, um der Obrigkeit Gehorsam und Treue zu geloben; morgen solle» alle antworten, wer gehorsam sein wolle. St. U. Zürich: A. Bern. 8) 1528, 4. Mai, Bern, Sitzung des großen Nathes. Den Boten von Zürich wird zum höchsten gedankt, mit dein Erbieten, (die jetzt bewiesene Treue) in Ewigkeit nicht zu vergessen. S>. A. »«»>: Rathswch N>. 21?. SZ3. Wern und Areiburg. 1528, 2. bis 9. Mai. Archiv« Bern und Freiburg. Verhandlungen der beiden Städte mit dem Herzog von Savoyen und den Genfcrn. Wir lassen unmittelbar die Acten sprechen: 1) 1528, 2. Mai, Freiburg. Auf das Schreiben von Genf wird der Botschaft des Herzogs gerat)cn, daß er sich gütlich finden lasse, wenn der Tag (in Payernc) gehalten werde. » ^ g>ui»»»° »sig- mons'' cke Kuvo^o n^ optempore point, guslgue promesss guil lasse, dar liier en la vills cke dursills (drussilles?) uulounAS cke nos dourgeois bouokers gui estoiont alles au marolie kurent inestimublement outragos et monassss ckostre mis en louu, aultro(s) plus avant Icker en la vllle cke Ko^ssel semblublement auouns nos bourgsois kurent oontraint sortir en dato cke lackito vills, ckisant sils ne vuickoleut lours muisons, la lour ckosrovtieroisnt et los msttroient au Rosne, pour guoi . . vous ckisons gue tant ckoultruAes no pourrions plus onckurer ni sautlrir, suppliant vos oxoellontss ssigneuries guil vous xlaise ckonner ordre sur le tout a oella kin guo puissions vivre en paix"... St. A. B-m.- A. G-ns, SS4. (Waienftld?). 1528, 7. und 10. Mai. jta»to»«archiv Graubünd«». Staatsarchiv Zürich. l». (7. Mai). Gütlicher Spruch von Victor Büchler, w, Vogt auf Orteustein, als Obmann, Hans Bünzli („Künzlin"?), Schultheiß zu Walcnstadt, Johann Travers von Zuz, Jacob Zendel von Sargans, Moriz Jenni von Uebersax, Haus Pfennig von Flims, Jörg Madlena von Fanas, als zugesetzte Spruchleute, in dem Streit zwischen dem Abt von Psäfers und der Gemeinde Nagaz einerseits und der Stadt Maienfeld anderseits, betreffend Wuhren und Märchen am Rhein. Wir schließen hier einen ähnlichen Act au, über dessen Geschichte sonst nichts vorliegt: I». (10, Mai). Niklaus Amly, Landvogt zu Sargans, und Caspar Mannendorfer, Landvogt der Herrschaften Vaduz, Schelleubcrg und Blumeneck, im Namen des Grafen Rudolf von Sulz zc., beide zusammen als Obmann, entscheiden in einem Marchenstreit zwischen den Gemeinden Gretschins (Klägerin) und Balzers nebst Klein-Mels, der durch (benannte) Zugesetzte ungleich beurtheilt worden. Mai 1528. 1323 Zu s. Nachdem zwei „gleiche" Urtheilc ergangen waren, verwendete 'sich der Obmann bei den Herren beider Parteien für gütliche Ausgleichung; nachdem dann dieselben die Entscheidung nochmals den genannten Spruchlcuten übertragen hatten, wurden die Parteien an Ort und Stelle neuerdings gründlich verhört und hierauf erkannt: „Daß die von Maienfeld den köpf, so sy vor irem wuor gemacht habent, gar dannen thuon und abschlyßen sollent, und ob sy wöllent, mögent sy den hindersich an das lang wuor, doch nit schupfswys, sonder grad nach der gredin des langen wuors, doch uf das trocken land setzen und machen und dann dasselbig besseren nach irer notdurft. Und als beid theil etliche marchen . . zuo setzen begertent, habend wir ein inarch gesetzt und geordnet, also daß von St. Wolfgangs kilchen die gredin herab gegen oder über den Rhyn fünfzig sail, da jedes dryzehen klafter lang sig, ein march sin soll, »nd ob dann die von Maienfeld wyter wuoren welltend, ob oder under dem obgemcldten wuor, söllent sy die nit wyter noch fürcr herus setzen, dann wie die gredin von der abgestimmten march gegen dem jetzig gemachten wuor vornen am ort hinuf zeigt; doch sollent sy nit mer schupfwuor, sonder nur strichwnor machen. Als dann beid theil einer mark eins gewesen und die einandern zuo Gerelgen (Jeriellien) an Jörg Jcnnis guot vornen am bort in einem großen stein oder blatten gezeigt, und da dannen grad hinus ein march siben sail lang, da jedes dryzehen klafter lang sig, gemessen, habent wir erkennt, daß ob der jetzgemcltcn march die von Ragatz dheinen gwalt söllent haben, oberthalb ze wuoren, doch vorbehalten, ob der Ryn daselbs so fast inbrcchen oder schaden thuon wöllt, mögent die von Ragatz einen landvogt zuo Sargans dcßhalben nnruofen, derselb soll dann mitsambt einem landvogt zuo Maienfeld uf die stöß kercn, und was^alsdann die beid Herren die landvögt des wuorens oder ander dingen halb erkennent und ordnent, bym selben soll es blibcn; ob aber beid Herren die landvögt in sölichem ouch nit eins werden möchtent, alsdann mögent sy einen obmann, doch allweg an der antwurter land zuo inen erwelcn und nemen, der fachen halb ze handlen"... (Verpflichtungsformel, -c.). Es liegt uns nur eine neuere Abschrift vor. Einen Auszug gibt die „Urkunden- und Acten-Sammlung der Gemeinde Ragaz", von Fl. Egg er (1872), S. 55, auf welche wir mehrfach zu verweisen Anlaß haben. Zu id. „Des ersten, daß alle brief und sigel, so von den wolgeborncn Herren Wolfen und Sigmund, Fry- herren von Brandis, deßglichen von den Herren den Eidgnossen Ratsfründe», ouch den Landvögten (zuo) Sargans und Werdenbcrg dero spann halben gegeben, in kräften und würkung bliben, und unser spruch jetwederm teil sinen Herren an iro herrlikeiten, försten und dergtichen unvergriffen und unschädlich sin, und söll zwüschent der al(en steinen mur und dem stadel(?) nf Selvaplana, do gehalten worden ist uf das halb teil mit schritten, schuohcn oder ruoten gemessen, uf das port gegem Ryn ein marchstein gesetzt, und von demselben marchstein anderthalb Ryns in den vordersten büchcl und spitz gegen dem Ryn, wie gezeigt ist, ouch ein marchstein gesetzt werden, und was der gredi halb von eim marchstein in andern anzeigt und uswyst, soll oberthalb dem kilchspel von Balzers und underthalb der kilchhöri von Gritschins zuogehören und bliben, doch denen von Balzers und Trisen, ouch denen von Gritschins in andern iren rechten, als wunn und weiden halb, so vil brief und sigel vermögen, deßglich jederman an steg und wegen, wie von alter har brückst ist, onschädlich, und füllen hiemit all spann und stöß, deßglichen aller unwill und widcrspann ... nun hinfür tod und ab heißen, syn und blybcn," w. Von den beiden Landvögten besiegelt und doppelt ausgefertigt. St.«. Zürich: A. Sarg»»- Was für Antworte» auf die Vorträge erfolgten, läßt sich nicht bestimmen, was der Bericht von Valentin Tschudi (Archiv IX. 358) einigermaßen erklärlich macht. Mai 1528. 1325 SS«. H»eterl'inge,l. 1528, 12. Mai. Kantonsarchiv Frciburg: Jnstr. Bd. I. k. «2 a, »2 b. Gesandte: Bern. (Sebastian von Tachbach; Niklans von Graffenried; Hans Bischof; Diebold von Erlach; Wilhelm Zieli). Fr ei bürg. (Wilhelm Schweizer; Hans Guglenberg; Anton Pavillard; Lorenz Brandenburg; (Anton Krummcnstoll), Stadtschrciber, nnd Hans Reif). Genf. (Bezanson Hngnes; Ami Girard; Roberl A^el; Bonifaz Hoffischer). „Beschluß nnd artikel, angcsechen von beiden Stetten Bern und Frybnrg Kotten .., zuo einikeit der spännen und stoßen Wüschen dem D. Fürsten Herr Herzogen von Savoye zuo einem und den Jenferen zuo anderen: teil." 1. Das Bnrgrecht zwischen den „drei" Städten") nnd Genf soll in Kraft bleiben. 2. Da auf der Insel des Herzogs Wappen „ausgezogen" oder ausgebrochen ist, so soll dasselbe wieder eingesetzt werden, nnd wenn die Genfer sich dessen weigern, so sollen die beiden Städte auf Kosten jener es einsetzen lassen, jedoch dem Bischof und der Stadt an ihren Rechten unschädlich. 3. Der Herzog soll bei dem Vidomat bleiben wie von Alter her, jich aber dadurch nicht mehr Gewalt zueignen, als vorher Brauch gewesen. Die Genfer sollen den Vidome, den ^ dahin schickt, empfangen, unter der Bedingung, daß er einen Ehrenmann dazu wähle, der nicht Unruhe suche und fähig sei, das Amt zu verwalten, auch schwören soll, des Bischofs und der Stadt Gerechtigkeiten nicht anzutasten. Die Genfer sollen hierin nichts weiter begehren, als eine Protestation z» fordern, daß ihnen das gegen dem Bischof nnd diesem selbst nicht schade; wenn Letzterer meinte, daß dies seiner Autorität zuwider wäre, so mag ^ den Herzog rechtlich belangen. 4. Wegen der Beschwerden, die den Genfern seit dem Abschluß des Burgrcchts uon des Herzogs Leuten zugefügt worden, mit Todschlägen, Verwundungen, Raub ?c., sollen sie Recht suchen, u>o diese Frevel begangen sind, wo ihnen auch förderlich" Recht gehalten werden soll; wenn die eine oder andere Partei Boten von den beiden Städten für die Rechtsverhandlnng zuziehen möchte, so soll das bewilligt werden; d>e Kosten trägt dann der unterliegende Thcil. 5. In gleicher Weise können der Herzog nnd seine Unterthancn das Recht „erforschen" bei den Genfern, soweit sie Ansprachen zu haben glauben, ebenfalls an den Orten, wo die (allfällig beklagten) Frevel geschehen sind. 6. Es soll „an denen Enden" auch Jedermann frei und sicher jkin, mie im Folgenden weiter bestimmt wird. 7. Der Banditen halb (ist festgesetzt), daß die achtzehn im Abschied von Bern genannten außerhalb des Gebiets der Stadt Genf bleiben, nnd ihre dort gelegenen Hänser und Güter dkr Stadt verfallen sein sollen, weil sie jenen Abschied nicht angenommen. In Betreff der übrigen wird erkannt, ks soll jeder, dem „die Stadt erlaubt" ist, 150 Sonnenkronen geben, nnd wenn er (wieder) dahin kommen will, bis Johannis (Baptistä) 50 Kr. erlegen, über ein Jahr noch 100 Kr. und damit weiterer Strafe entledigt sein, ^er das annimmt, soll es bis nächsten Johannistag der Stadt anzeigen; wer dies unterläßt, dessen Güter in bkr Gemarchung von Genf sind der Stadt' zu freier Verfügung verfallen. „Sie" (die Zurückkehrenden) sollen auch das Burgrecht mit den beiden Städten beschwören nnd sich bürgerlich halten, keine Umtriebe wider die Stadt "och das Burgrecht machen; sonst würden die Fehlbaren an Leib und Gut bestraft. 8. Der Herzog soll verschaffen, daß die achtzehn genannten Banditen von einem Proceß gegen die Genfer abstehen und dieselben in Ruhe lassen, ihnen auch bei der hienach bestimmten Strafe weder Aufenthalt noch Beistand gewähren. Er soll auch Im Original ist gestrichen „beiden stetten nnd der" und in der Zeile fortlaufend gefetzt „dryen" zc. 1326 Mai 1528, den übrigen Verbannten, die diesen Vertrag nicht annähmen, keine Hülfe leisten, 9. Der Herzog soll in allen seinen Landen einen Ruf ergehen lassen, daß der Span zwischen ihm und den Gcnfcrn vertragen und vergessen sei, und deßhalb bei schwerer Strafe gebieten, die Genfer allenthalben frei und sicher wandeln zu lassen, ihnen keinen Schaden zuzufügen, w. Dagegen sollen die Genfer die schuldigen Zölle bezahlen und sich verhalten, wie es sich biedern Lenten geziemt, 19, In gleicher Weise sollen die Genfer in ihrem Gebiet die Schlichtung ihres Spans verkündigen, u. s, f, 11. Es sollen auch beide Parteien mit einander freundlich verkehren, nichts Unfreundliches und Unbilliges unternehmen, sondern gegenseitig nur das Recht brauchen, und wenn je Unruhen oder MißHelligkeiten entstünden, so soll derjenige Theil, hinter deni solche vorgefallen, dem Kläger unverzüglich gutes Recht ergehen lassen und die Schuldigen strafen, damit die beiden Städte erkennen, daß die Parteien den Frieden erhalten wollen. Geschähe das nicht, und würden ihnen deßhalb Klagen vorkommen, so wollen sie die Sachen gründlich prüfen, und die Partei, die dann überwiesen würde, das Recht verschleppt oder das Uebel nicht gestraft zu haben, hätte zu erwarten, daß die zwei Städte sie verlassen und sich zu der andern schlagen und ihr zu ihren Rechten behülflich sein würden gemäß den Bünden oder Burgrechten. 12, Die Boten setzen ihren Herren heim, das Weitere zu bestimmen, damit dieser Vertrag gehalten werde. Wenn eine Partei denselben nicht annimmt oder ihn verletzt, so wollen „meine Herren" zu der andern stehen und ihr nach Nothdurft beholfen sein. 1) Das Original ist ein ziemlich flüchtiges Concept von der Hand des Freiburger Stadtschreibers. Die Absätze haben keine Nummern. Auf der letzten Seite findet sich, vor 8 12, die folgende Stelle, aber durchgestrichen: „Die Kotten sind wol ingedenk, wie die französisch botschafi die Kotten beider Stetten Hand ankert, daß si früsntlichen in der fach lassen handlcn?)". — Im Berncr Rathsbuch (dd. 9. Mai) findet sich die Notiz: „An die iij französischen botten (schriben, daß sy) einen under inen erwclen gan Betterlingen." 2) 1528, 9. Mai, Bern. Instruction für die Gesandten nach Payernc. 1. Auftrag, den Parteien eine gütliche Verständigung zu empfehlen und schlimmere Folgen zu vermeiden, indem man keine weitere Tage halten könne. 2. Da die vor einiger Zeit in einem Abschied den Genfern zugesprochene Summe gar groß sei, so dürfte sie billigerweise ermäßigt werden. 3. Die Banditen," die nicht das Leben verwirkt haben, könnten wohl wieder eingelassen werden; die andern, die an Leib und Leben straffällig geworden, wüßte man nicht zur Einlassung zu empfehlen. 4. Des Herzogs Besitztitel betreffend das Vidomnt sollen verhört, in dem Spruch aber jedenfalls die Freiheiten und Rechte der Stadt Genf vorbehalten und das Burgrecht nicht angetastet werden. 5. Wenn es sich zeigt, daß die Parteien zu gütlicher Unterhandlung nicht einwilligen, so soll das Recht vor sich gehen; zuvor soll aber den Genfern der beigelegte Brief*) übergeben werden. Wenn eine Partei sich nicht einlassen wollte, so ist das Geschäft wieder heimzubringen; doch sollen die Boten beiden Theilen einschärfen, daß sie nichts Unfreundliches unternehmen. St. A. Bern: Jnstructionsbuch IS9, 140 a. SZ7. Wern und Areiburg. 1528, 15. und 20. Mai. Archiv» Bern und Areiburg. I. (15. Mai, Bern). Verlesung des Abschieds von Peterlingen und Anhörung der Boten von Freiburg und Savoyen. Die Burger wollen den Artikel betreffend den Vidome nicht annehmen, sondern begehreit, daß aller Parteien Briefe und Siegel verhört werden. Es wird alles verschoben und dafür ein anderer Tag bestimmt ') Ohne Zweifel ist Nr. 533, N. 5 gemeint. Mai 1528, 1327 nach Peterlingm, nämlich auf Sonntag nach Corporis Christi; das soll auch den Banditen verkündet werden, „durch den Herzogen den tag ze besuochen." Si. A. B-m: R-ahsbuch Nr. sn. II. (20, Mai, Freibnrg). Der Herr von Grcyers, der Gouverneur in der Waat, der Herr von Villarsel, der Herr von Stäffis, Bernard Mussei) (?) bitten die versammelten Räthe, sich mit dem Herzog wegen der Ansprache von Morsee her zu vertragen, — Es wird die Bedingung angenommen, daß auf nächsten St. Johanns Tag (24. Juni) 1000 Kr. und auf den gleichen Tag alljährlich 1000 Kr. bezahlt werden, im Ganzen 7000 Kr. Die 2000 Gl. Pension sollen auf St. Michels Tag erlegt oder verzinst und auf Chatel St. Denis versichert werden. Den obgenannten Boten ist auf ihre Bitte die Bürgschaft für die 7000 Kr. erlassen, „und ist geseht uf Stäffis, Cudrefin und Chastel St. Denis." ».A. zmimrg: RiukM»ch Nr.4?>. Diese Hauptacte ergänzen wir durch einige weitere Stücke: 1) 1528, 16. Mai. Bern an den Herzog von Savoyen. „Von des münzmeisters wegen von Jens, im fürderlich recht lassen gan." 2) 1528, 16. Mai, Bern. Heute sind die zu Pcterlingen verabredeten Artikel bestätigt. St. A. Bern: Riithsbuch Nr. Ll7. 3) 1528, 16. Mai. Bern an Freiburg. Wiewohl sich gestern wegen der Fertigung der zu Petcrlingen verabredeten Artikel etwelcher Zwist („etwas spers", spans?) erhoben, und deßhalb auf den 14. Juni (Sonntag nach U. Herrgotts Tag) ein anderer Tag bestimmt worden, habe man sich heute auf den Vortrag der k. französischen Boten und nach gründlicher Erwägung der Umstände und Folgen entschlossen, die von dem Freibnrger Stadtschreiber aufgesetzten Artikel gänzlich gutzuheißen und zu bekräftigen, nnd sei deßhalb dem hiesigen Stadtschreiber befohlen, dieselben „in wälsch" zu verdolmetschen und den Parteien zur Nachachtung zuzustellen. St. A. Bern: Tentsch Missiven H. 404 o. — K. A. Freiburg: A. Bern. 4) 1528, 18. Mai, Freiburg. Auf das Schreiben von Bern, die Artikel von Peterliugcn betreffend, ist beschlossen, bei deren Wortlaut zu bleiben. 5) 1528, IS. Mai, ebendort. 1. Der savoyischen Botschaft wird geantwortet, was zu Paycrne beschlossen sei, lasse man bleiben; wenn aber die Genfer es nicht annehmen, so werde man deßwegen ihnen die Hülfe nicht abschlagen. 2. Auf das Begehren der herzoglichen Botschaft, den Handel von Morges (1519 f.) zu vertragen, will man „losen". Dazu werden verordnet: Schweizer, Willing, Krummenstoll, Brandenburg, Guglenberg, Vögeli, die Venner, der Stadtschreibcr und Peter Dick. t) „nd ->) im K. A. Fr-wurg: Rmhsbu-h Nr. «s. 6) Der ebendort unter dem 20. Mai erwähnte Abschied „mit der savoyischen Botschaft" ist uns nirgends begegnet. 7) 1528, 19. Mai. Genf an Berit. ... „UaAnillguos soiZnours, nous avons sntondus par nos ambassa- «Isars äs uns journss sstablis a Daiorno sur lss äiiksrsnts äu vidompnat äs dousvo st autrss au jour äimanolig aprss la koste Visa, pour soi somparoistrs avsogus tous droits oonosrnant laaotorits st juridiotion äs sssts villo, parsillomönt ill°>° ssiZnour monsoiZnour äs 8avo)'o sss droits, par lss gusux il guorolls Isäit vidompnat. sssts oaaso snvoz-ons dos ambassadoars a monsoiZnour äs Llsnovs, alin cpiil onvo^o sss ambassadoars sur la journoo, au czuol jour ssmblablsmont avons dslibsro onvoz-or nos ambassadoars, pour inkormor vos oxoellsnoos, oommsnt ill soipneur mons >' äs 8avoz o na nulle austorits vi juridiotion on sssts vito äs Llsnovs, osporants guo äs vos Araoos prossrvsrsii nos droits, ainsi gas droit st justice lo roguiort, st oommsnt toujours lavons demando sans oborobsr kavsurs gusloongues kors guo ri>-usur äs droit. Dt avoir dssbattu nos droits a Daiorno, lss artiolos st droits au dit liou montrss duno Portio st dautrs st ostro lisouü (sio) dovant vos oxosllsnoss potit st grand oonssil on vostro vills, osporons lo bon droit estrs a un sbssoun Aardo, on sorto gas los partiss auront osoasion do non oontrsvonir a vostro ordonnance, mais ioollo obsorvor, guo sora oauso guo lodit appointsmont sora do tout oostss pardurablo au plaisir do nostro seiZnour. (tonseguawmont .., a oauso guo nos ambassadours pretsndont gas nostro bommo gui est dotsnu prisonuior a Tvrnior, kust libsro do prison, so noantmoins est toujours dstsnu, »; auch bittet es die andern Orte um treues Aufsehen und Beistand im Nothfall. Der Bote von Glarus hat diesen Bericht bestätigt und dabei angezeigt, daß eine Antwort an Schwyz ans die Pfingsttage verschoben sei. — ^ a man voraussieht, daß die Toggenbnrger, ungeachtet der ihnen zugeschickten Warnung, den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen, und Schivyz mit de» Waffen einschreiten werde, lim dieselben zu strafen, so wird in den Abschied Mnomimm^ daß die nächsten Orte, sobald die Schwyzer aufbrächen, ihre Botschaften dazwischen schicken sollen, nm bm Frieden zu vermitteln, es sei bei Tag oder Nacht ; doch soll auch im Ucbrigen Jedermann thnn, was die Glinde erheischen. K. Dem Landvogt im Thurgan wird geschrieben, er solle den Müller von Roggwyl vor dem Landgericht berechtige» und strafen und sich darin nicht irren lassen. I». 1. Der Eastellan von Musso läßt durch Botschaft vorbringen, man möchte seinen Boten und Dienern in der Eidgenossenschaft Sicherheit und Geleit äkben, indem er dann seinerseits dasselbe thnn werde. Heimzubringen. 2. Zugleich verantwortet er sich der Ochsen h»lb, welche seine Soldaten dem Hans Krämer von Lnccrn und dein Presegg von Uri weggenommen; er habe auln keine Schuld, i. Da Bern ans sein Hülfegesnch wegen Jnterlakcn Antwort begehrt, und man vernommen, atz der Aufstand gottlob bereits unterdrückt sei, so haben die meisten Orte nicht nöthig gefunden, sich darüber zu berathen. Ii,. Die zwei Parteien in Glarus, nämlich diejenigen, die dem alten Glanben treu geblieben, und Neuglänbigen, bringen ihre Beschwerden gegen einander vor. Zuerst eröffnen Jene, sie haben an der letzten andsgemcinde Hill. Mai) eingesehen, daß man beabsichtige, durch eine neue Abmehrung Beschlüsse zu fassen, welche der Zusicherung gänzlich zuwider wären, die sie ans letzten Sonntag Oculi (15. März) den V Orten gegeben; sie haben daher kein anderes Mehren zulassen wollen und ihrem Widertheil Recht dargeschlagen vor den e>lf Orten — indem Zürich leider nicht mehr bei den Eidgenossen sitze — und bitten nun dringend, man möchte 'h»en zu,» Rechten verhelfen und entscheiden, welcher Theil Recht oder Unrecht habe. — Die andere Partei erklärt Zgegen gemäß ihrer Instruction, sie stehe nirgends vor Recht als im Lande Glarus, und begehrt, sie bei ihrem »ndesbrauch und Landesrecht bleiben zu lassen, „mit langer Meinung, jetzt alles zu melden nicht nöthig." — wird dieser bedauerliche Span in den Abschied genommen, nm ans dem nächsten Tag Antwort zu geben, wie w Sache vermittelt werden könnte. Schließlich werden beide Parteien ernstlich ersucht, sich inzwischen friedlich 6" betragen und nichts Unfreundliches zu beginnen. I. Gleichlautend mit seiner eingelegten schriftlichen Instruction hält der französische Gesandte, Herr von Boisrignnlt, einen Vortrag und erklärt im Namen des Königs, 1. daß für den streitigen Sturmsold von Pavia jedem Mann ohne Unterschied des Grades einen einfachen Sold geben ^de und nicht mehr, daß er diesen Sold aber nur denjenigen verabfolgen könne, die an dem Sturme Theil Monimen, und nicht gemäß der Musterung zu Alcssandria, indem gleich nach derselben Viele heimgezogen, ^»»nt aber die Eidgenosse» spüren, daß der König lieber in gutem Einverständniß als im Streit mit ihnen 1t'.7 1330 Mai 1528, stehe, wolle er entweder vor den eben versammelten Boten oder vor ihren Obrigkeiten zum Recht kommen und ihren Spruch ohne Weiteres anerkennen, 2, Es sei dem König berichtet worden, daß einige Orte Mittel und Wege suchen, sich der Vereinung mit ihm zu entledigen, was er besonders daraus schließen müsse, daß dieselben die Pensionen abschaffen wollen; das Hütte er nicht erwartet, indem er sich immer bestrebt habe, alles zu halten, was die Vereinung fordere; darum müsse er auf die Vermuthung kommen, daß heimliche Umtriebe gemacht werden, lim die Freundschaft und Vereinung zwischen ihm und den Eidgenossen zu zerstören; deßhalb bitte er sie dringend, auf ihrer Hut zu sein, da solche Practiken keinem Theile Gutes bringen dürsten; ganz besonders müsse er sie aber mahneil und bitten, in Friedeil lind Eintracht mit einander zu leben und Zwietracht und Unwillen zu verbannen ; wenn er ihnen dazu behülflich sei» könnte, so würde er sich weder Kosten noch Mühe verdrießen lassen, 3. Was endlich die Befriedigung der Ansprecher betreffe, so habe der König bereits seine Rechtssache bestimmt und ersuche die Eidgenossen, auch ihrerseits zwei Personen zu bezeichnen, damit dann die vier Nichter die Forderungen untersuchen, vermitteln oder wo uöthig Recht sprechen könnten, :c, — Nach Anhörung dieses Vortrags wollen sich die Boten über den genannten Sturmsold nicht einlassen, sondern die Sache heimbringen; Lucern und Unterwalden aber werden beauftragt, beförderlich zwei Richter zu bezeichnen, die mit den Zusätzern des Königs die streitigen Ansprachen beurtheileu sollen; nichts desto weniger mag jedes Ort gemäß dem letzten Abschied eigene Schiedleute zu diesem Handel verordne», in. Die (sechs oder fünf) Orte, welche Antheil au Baden haben, beschließen mit Mehrheit, es solle Bremgarten, seinen Zusagen gemäß, die lutherischen Büchlein und Schriften nach Lucern überantworten; wenn Zürich und Bern dagegen Einsprache erheben, so »lögen sie nach Inhalt der Bünde das Recht suchen, i». Basel macht die Anzeige, daß es noch eine Anforderung von 10(1 Gl. rh, habe von der Zeit her, als Junker Ludwig voll Dießbach Vogt zu Lauis gewesen. Da jedoch Letzterer eine Quittung der XII Orte hat, die ihm in Baden A, 1525 ausgestellt worden, so sieht man nicht ein, woher diese Anforderung rührt. Heimzubringen, daß man sich überall darnach erkundige, «. Es wird beschlossen, an den König von Frankreich zu schreiben, wie die Boten wissen, z». Lucern, Schwpz und Glarus legen ein Schreiben vor, welches Zürich an den Abt von St. Gallen geschickt, und worin es begehrt, daß der Abt seine Unterthanen in Glaubens- sachcn nicht strafe; denn wenn es von den Gotteshausleuteil um Hülfe angerufen würde, so könnte es, als eine christliche Obrigkeit, denselben Hülfe, Rath und Beistand nicht versagen. Da dieses Schreiben wichtig ist, so wird es in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tage darüber Antwort zu geben. », «?, zx, i, I, n», «, >», im Berner I», «, A, in, im Freiburgcr und Solothurner i», l, in, im Basler und Schasfhauser .»—<>, 8, l, in. Das Glarner Eremplar hat nur Zu A'. 1528, 8. Juni (Montag Medardi). Zürich an den Landvogt (Wirz) im Thurga», Ungeachtet des letzthin an ihn gerichteten Schreibens vernehme man, daß er gegen Hans Müller von Roggwyl gerichtlich vorgehen und die Jahrrechuung zu Baden nicht erwarten wolle. Daher begehre man nochmals ernstlich, daß er bw zu Ende jenes Tages stillstehe; da wolle man dann die Eidgenossen „endlich berichten". Er solle auch die Verwandten Marr Wehrli sel. verpflichten, gegen den Müller nichts Thätliches vorzunehmen. Geschähe das »>»1' so würde man zu Schritten genöthigt, die man gern unterließe; deßhalb verlange man umgehend schriftliche Antwort, ob er Müller inzwischen sicher wolle bleiben lassen. St, A, AtM-h: MW»-». Zu l. Der Vortrag der französischeil Botschaft ist im Abschicdterte nicht ausgezogen; mich der gefußt Beschluß findet sich mehrfach als Separat-Abschied; einzeln oder beide zu findeil in der Berner Sannnlnvl! All. 393—396, in Basel, in Freiburg (Bd. 57), in Solothurn (Bd. XV), auch in Lucern. Mai 1525. 1331 Zu in. 1) Ob auch Glarus in dem angegebenen Sinne gestimmt hat, läßt sich nicht ermitteln. Die Meinung Zürichs (und wohl auch Berns) liegt in folgender Stelle: „Von wegen der bücchlin, so unser Eidgnossen von Bern und wir hinder den unfern von Bremgartcn zuo recht verbottcn und in Haft gelegt, haben unser Kotten ein missif, von gcmelten von B. an uns usgangen; do ist unser befelch, daß unser Kotten (mit) unserer Eidgnossen von Bern Kotten, so nf nächstkünftigcm tag zuo Lncern sin werden, reden, inen die missif anzöigen und mit inen ratschlagen sollen, was hierin ze thuond syg, nnd wäre unser Meinung und guotgcdunken, unser Eidgnossen von Bern und unser Kotten hellen (wurden) mit der nnsrcn von Bremgarten Kotten, so setz nf den tag gen Lucern kamen werden, ernstlich gercdt (reden) und inen von unser von Zürich und Bern wegen anzöigt (anzöigen), daß st) gedächten, daß sy die zuo recht vcrhcften bücchlin on recht nit hinus geben; dann wa das beschechen sollt, so wurden wir das by inen suochen, Sy sollen mich, ob sy das für guot ansechen wurd, unsrer Eidgnossen Kotten die fachen mich mit den besten fnogen anzöigen und inen sagen, wir werden die verHeften büechlc^on recht schwächlicher wys hinus zc geben keinswegs verwillgen noch beschechen lassen." St. A. Z«>ich: Jns.mci. i. 2) 1528, 23. Mai (Samstag nach dem Auffahrttag). Zürich an Bremgarten. „Uns haben unser ratsbotien, so wir setz jüngst uf gehaltnem tag zuo Lncern gehabt haben, bericht, was von unser Eidgnossen ratsbotten daselbs der verbottnen nnd vcrhcften bücchcr halb erkennt und verabscheidet syg ?c. Daruf stiegen wir üch ze wissen, daß wir by dem Haft nnd verbott, so unser Eidgnossen von Bern und wir gethan haben, nochmals bliben und uns deß halten werden, und bcgeren daruf an üch ernstiichs fliß, ir wällen unserm verbott nünts zuo Nachteil beschechen lassen, sonder hierin recht und billicheit ergon lassen," ee. Stadtarchiv Bnmq°>t-n. Einige andere bezügliche Korrespondenzen übergehen wir. Zu i». lieber dieses Geschäft sind besonders folgende Acten zu vergleichen: 1) 1528, ö. Mai (Mittwoch nach Maitag). Zürich an den Abt von St. Gallen. „Wiewol wir ü. g. vor ei(ne)m jar nächst verschinen geschribcn und under andern. gcbetten und begert haben, den üwern nit zuo verbieten, evangelische testamcnt nnd andere cristcnlichc büecher zc haben und ze lesen, so langt uns doch setz an, wie ir kurz vergangner tagen etliche pfarrer und ander die üwern für üch berüeft und sy irer leeren und predigen, ouch irs gloubens und lebens halb mit warten hoch angezogen, inen mich darby getrüwt haben sollen, wa sy irs sür- nemens nit abstanden, daß ir mit pinlichen geeichten gegen inen handlcn wellen, und insondcr söllcn ir ctlich erber lüt iiwer oberkcit darzuo gehalten, daß sy ein todtncn lichnam usgraben und an andre end, usserhalb der gmeinsame, haben begraben müessen, alles under dem schin, als ob ir glonb und leben nit cristenlich, sonder ketzerisch stg; ir vermessen üch auch, sölichs mit hilf unserer lieben Eidgnossen von Luccrn, Schwyz und Glarus uszerütcn. So wir aber hierin von üch als das fürnenllst under den vier Orten unser Eidgnoschaft, dem ümer gotshns nnd desselbigen lüt ze versprechen stonv, gcsündcrt nnd usgeschlossen werden, so haben wir lychtlich zuo gedenken, daß sölichs ouch von wegen unsers gloubens, leer nnd lebens beschechen syg. Als wir uns aber allwcg crbotten haben und noch erbieten, wa wir mit göttlicher und biblischer schrift nlts nnd nüws evangelischen tcstaments eins andren und bessern bericht werden, wollen wir unsers fürnemens mit dankberkeit güetlich abston, hellen wir uns zno üch gänzlich verscchcn, ü. g. als ein geistlicher prelat hettc uns, vor nnd ec ir uns von unser gcrechtigkeit Inhalt unser brief nnd sigel gesünder! und usgeschlossen, unser irrung gloubens und lebens halb nf gehaltncr disputation zuo Bern oder in ander weg cristenlich bericht oder durch irc prcdicantcn und der göttlichen schrift geleerten berichten lassen. Diewyl ouch diser Handel des cvangeliums by den Höchen nnd des hl. Richs standen in solchen zwyfel gestellt, daß noch bißhar nünts cndlichs darin entscheiden, sonder uf ein künftig concily oder national versamlung ufgcschobcn ist, darnmb wir verhofst, ir hellen dcrselbigen erlütcrung mich erwart(et) und nit mit solcher streng wider den glauben, der doch fryg und uiinngebunden sin sol, gchandlet; gibt uns ouch nit wenig anzeigen, als ob ir den nnwille», so unser lieb Eidgnossen diser fachen halb zno uns tragen, ze meercn und das für grösser zc machen, etwas besondren lust haben, wiewol wir zuo gott nnd inen verhosscnd, uns mit der zyt mal mit inen zno verglichen. So .vir dann, wie vorstat, unsers gloubens und lebenS halb von üch unserer -M'chtigkcit, die .vir in ver.nög der houptmanschaft zuo dem gotshns und desselbigen lnten haben, usgeschlossen 1332 Mai 1528, sin sollen, so bitten wir doch ü, g. als ein geistlichen prelaten umb gottes und sins hl. worts eer willen, ir wollen uns nochmals nß obermelter göttlicher schrift berichten, daß unser gloub, leer und leben göttlichem wort nit gemäß und glichförmig sig, mit erbietung wie obstat, oder ob das uß andren Ursache» beschechen wäre, uns (das) an- zezeigen. Wa aber das nit beschäche, daß ir uns dann nit sündren noch (von) unser gerechtigkeit usschließen füllen. Es ist ouch hiemit unser will und ernstliche Meinung, daß ir die biderben lüt üwers gotshus, under unser houpt- manschaft gesessen, geistlich noch weltlich, in fachen des gloubcns, und die ir fürnemen, leer und leben mit hl. biblischer schrift alts und nüms testaments verantwurten und erhalten mögen, weder pinlich noch bürgerlich strafen füllen; dann wo das beschechen, und wir von den gotshusliiten gemeinlich oder sonderlich angeniest werden sollten, so möchten wir doch als ein cristenliche oberkeit nit lassen, wir müeßten uß dem geheiß gottes und in vermög unser verwandtnuß inen trostliche hilf, rat und bystand, so wyt sich uns gebürte, erzöigen, damit sy sölicher unbillicher strafen über(hoben) und vertragen bliben möchten. Wa sich aber die bemeldten gotshuslüt in üsscrlichen fachen, den glauben und wort gottes nit belangend, ongehorsam erzöigen, gegen denselbigen wollen wir handle» und darob sin, daß sp zuo gehorsam gebracht wurden, wie sich uns gebärt und die verwandtnuß unser houpt- manschaft vermag. Darumb wölle sich ü. g. hierin so cristenlich und güetlich erzöigen, als unser vertruwen (zuo äch) stat, erbieten wir uns mit ganzem willen zuo verdienen, und wiewol wir uns (eins abschlags by üch ver- sechen, so begeren wir doch üwer verschribcn antwurt by disem unserm Kotten, uns darnach wissen ze richten." St. A. Zürich: A. Abtei St. Gallen: Concept. Einen Auszug dieser Missive gibt H. G. Sulzberger in den „Mittheilungen zur vaterländischen Geschichte, vom histor. Verein in St. Gallen", (I. Folge), III. p. 24—25. Zunächst veranlaßt war sie durch eine Klagschrift des Christoph Landenberger, Caplan zu Oberbären, d.d. I.Mai (gedruckt in Zwingli's Werken VIII. 17V—173). 2) 1528, 7. Mai (Donstag nach Phil. ». Jacobs T.), Wyl. Abt Franz an Zürich. Antwort auf dessen Klage über Bestrafung und Bedrohung von Predigern w. Die habe ihn nicht wenig beschwert; weil aber das alles in der Eile nicht zu „verantworten" und er gegenwärtig mit Rüthen nicht wohl verfaßt sei, so wolle er sich später darüber bedenken und dann eine Antwort senden, welche Zürich, wie er hoffe, nicht mißfallen werde, ?e. St. A. Zürich: A. Abtei St. Gallen. 3) 1523, 16. Mai (Samstag nach Cantate). Glarus an Zürich. Der Hauptmann zn St. Gallen habe mündlich angezeigt, wie etliche Gotteshausleute, die von dem Abt (resp. dem Hauptmann) gestraft worden, in Zürich geklagt, als wäre ihnen Unrecht geschehen, und damit Glauben gefunden haben, worauf Zürich dem Abt geschrieben habe; weil er im Namen der IV Orte Hauptmann sei, so hätte er vermeint, es sollte Zürich ihn zuerst verhören, indem er nichts gethan, das er vor den IV Orten nicht wohl zu verantworten hoffe; er möchte wünschen, nicht derart verunglimpft, verachtet und verschupft zu werden. Dies melde man in der Zuversicht, daß Zürich das Beste handeln werde. St. A. Zürich: A. Abtei St. Gallen. SS». Meggenried. 1528, 22. Mai (Freitag nach der Auffahrt). Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschied- II. s. t. 47K. (Tag der IV Waldstätte). Dieser Tag wurde angesetzt, um die heimlichen Pensionen abzuschaffen; Zug aber, das nicht erscheine» konnte, schreibt, man solle mit Uri unterhandeln, daß es die Zwietracht und Unruhe in seinem Lande beseitige- Es wird nun beschlossen, nach Uri zu schreiben, daß es sobald möglich eine Landsgemeinde versammle und den Tag nach Schwpz melde, damit Letzteres die andern drei Orte auch dazu berufen könne. I». Schwpz macht die Anzeige, daß in seinem Gebiet ein Haus und eine Scheuer abgebrannt, und daß Einer mit einer Büchse gesehen worden und einige Andere herumgestrichen seien, „schier den Heiden gleich". Heimzubringen, auf daß jedes denselben auflaure. e. Heimzubringen die Anzeige, daß Einige aus der Schweudi sich unterstehen, Knechte hinweg' znführen, was in diesen mißlichen Zeiten unmöglich gestattet werden kann. Mai 1528, 1333 S40. MÜNtllH. 1628, 23. Ami (Samstag nach der Auffahrt nnsers Herrn). Staatsarchiv Zürich: Tschad. Docum.^Sammlung T. IX. 34. Gesandte: Schwyz. Vogt Gupfer; Vogt Hännner (?); Vogt Fügli. Gtarnst Vogt Schnler; Vogt Vogel; Fridli Zay. Die Boten der zwei Orte haben in Gegenwart Peter Hasler's, Untcrvogt zn Utzuach, den Lienhard Fäderlin, Metzger und Bürger von dort, zn einem Vogt für das Gotteshaus »nd Spital zu St. Antonie» daselbst erwählt und gesetzt, um mit Meister Konrad Kellen (?) demselben beim Ausgang und Einnehmen und allen nothwendigen Ziemlichen Dingen beholfen und bcrathcn zn sein; auch haben sie mit den Beiden gerechnet und an Einnahmen gefunden 443 Gulden lli Schilling, und an Ausgaben 443 Gld. 13 Schl. — Sodau» haben sie gefunden, daß das Gotteshaus St. Antonien außerhalb dem Haus und Spital besitzt 14 Ochsen, 10 Kühe, 11 Kälber, ^ Faselrosse, 2 Füllen; auf all diesem Vieh 145ich Gulden 15 Schl. 3 Pfg.; im Hanse 9 Kühe, 6 Kälber, 2 Faselrossc, 2 alle und 2 junge Füllen, auch 2 Fohlen; weiter im „Thönier Hans" 7 Karren- und Ncitrosse. An Kernenzinsen findet man 45 Mütt 2 Viertel; noch ausständig 14 Malter Fäsen; verfallen sind 33 Malter und 3 Mütt Haber, 20 Viertel Gerste und 23 Mäß Anten. Ferner hat das Thönierhaus i?och einzu- ziehen 145 Gulden 13 Schl. an Zinsen und Schulden; dagegen ist dasselbe auswärts schuldig 115 Gld. 8 Schl. 2 Pfg, Die Namen der Boten sind im Original nicht nach Orten geschieden, weßhalb nicht alle sicher vertheilt werden können. S4t. Zürich. 1628, (im Mai). Staatsarchiv Zürich: Acten Älarus. Die von Glarus, die dem Ammanu und dem Mehrtheil der Landsgemeindc gehorsam sind, begehren von Zürich („üch")^ p^ß es die Landlcntc, die sich von dem Ammanu und der Mehrheit gesöndcrt und widerwärtig Zumacht haben, gütlich anweise, sich, zu fügen und dem Landrecht und Landesbrauche zn nnterivcrfen, damit man 'v Frieden und Ruhe bleibe. Schlagen sie aber das aus, was man nicht hoffe, so bitte und erfordere mau ^Zürich), kraft der Bünde, dieselben dazu anzuhalten und beholfen zu sein, daß sich die Gegner dem Landbuch "vergleichen", das festsetze, daß das Mehr wahr und stät bleiben und die Minderheit sich fügen solle. Geschehe Elches, so ,ocrde „,n„ „»f allfällige Klagen nach dem Laudbnch richten. Die Bote» wiederholen die gestellte Vitte »nd begehren darüber freundliche Antwort. Das Original ist nicht datirt und bloß Eoncept, von der Hand des Zürcher VtndtschrciberS (Mangolt); rs könnte sich auch wohl ans Bern beziehen; doch liegt es näher, an Zürich zu denken. Ergänzende Notizen fehlen, sodnß nur ungefähr sich vcrmuthen läßt, es sei dieses Ansinnen noch im Mai an Zürich gestellt woiden. 1334 Mai 152», 54T. Zürich. 1528, 2. Juni (Dienstag nach dein Pfingsttag). Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 1v, 1.2V. Acten I. (5appelertrieg. Staatöarcliiv Beri»: Allg. eidg. Abschiede 4»it Anerbieten einer Abschrift; ob in der Sache etwas zu Handel», damit nicht etwa eidg. Knechte dem Herzog von Bayern zuliefen? Stadtarchiv Constanz. Zu Wir haben folgende Schriften als bezügliche anzuführen: 1) 1528, 22. Mai. „Ratschlag etlicher j kjilligtll, Blschoffcn, Fürsten i und Herren wider die durchlüch- i tigen zc. Fürsten vnnd Herren zc. f Herrn Inhausen zc. Hcrtzogen zuo Sachsen, f vnd Herrn Philips Landgraffen zuo j Hessen ?c. vß vrsachen ivie j hierin» angezeygt. j .Vnno U.V.XXVIII." (Freitag nach Vocem Jucunditatis). II S. Text klein 4d. Si. A. B-rn-«. Rüw-Zytungm i. 2) 1528, 1. Juni, Prag. König Ferdinand weist in einem gedruckten Manifest das von Kurfürst Johann von Sachsen und Landgraf Philipp von Hesse» ausgestreute Geschrei über ein feindliches (katholisches) Vündniß als Erdichtung zurück, zc. Zk. St. «. Zürich: A. Kaiser. — Si. A. V-M t A. Ausland III. (Kaiser). Gez. Ferdinand, besiegelt zc. — Placat in gr. Fol. 3) 1528, 5. Juni, München. Wilhelm und Ludwig, Pfalzgrafen bei Rhein, Herzoge in Ober- und Riedel - Bayern, publiciren einige über das sog. Packischc Bündniß gewechselte Misstven. — Placat in groß Folio. 4) 1528, 16. Juni, München. Dieselben schreiben an Bern, warum sie obigen, der Missive beigelegten, Druck veranstaltet haben. 5) 1528, 17. Juni, Stuttgart. Das Regiment an Bern (ebenso an Zürich). Ablehnung des Verdachtes betreffend das Pnckische Bündniß. -ll -5) im Si. A. B«»: A. Niim-Zyiu,.^,. i. 1336 Juni 1528, 54Z. Hlenenöurg. 1528, 2. Juni f. (Dienstag nach Pfingsten f,). Jahrrechnung. Staatsarchiv Lucern: Acten Neuenburg. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 10, 1'. 21. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede 109. KantonSbibliothek Freibnrg: Girard. Samml. T. XV. Äantonsarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XVI. Kantonsarchiv Schaffhansen: Absch. Gesandte: Zürich, (M. Johannes Jäckli). Bern. (Jacob von Wattenwyl; Jacob Wagner). Freibürg, (Wilhelm Schweizer). — (Die andern nicht bekannt). t». 1. Anfangs haben die eilf Orte den Streit mit Bern betreffend das Gotteshaus St. Johann und die Anstände zu Lignieres und Grissach angezogen und gemäß dem letztjährigen Abschiede zu marchen begehrt; dagegen erklären die Boten von Bern, darüber nicht instruirt zu sein, indem ihre Obern stets in ungestörtem Besitze des Klosters Erlach und darum des Glanbens gewesen, daß man sie i» Nnhe lasse» werde, zninal die eilf Orte ihnen mit einem besiegelten Reversbrief zugesagt haben, sie in ihrem Posseß und der Nutzung gegen die Grafschaft Neuenburg bleiben zu lassen. 2. Da Bern also keine Vollmacht haben will,, weder in die Sache einzutreten, noch zu marchen, so wird es ersucht, ans jenem Kloster nichts zu entfremden, auch keine Kirchenzierden wegzunehmen bis nach der Jahrrechnung zu Baden, wohin jedes Ort seine Boten mit Vollmacht abfertigen soll, den Streit auf gütlichem oder rechtlichem Wege beizulegen; zum Zwecke gründlicher Instruction wird auch jedem Orte eine Copie der Gewahrsame mitgetheilt, die sie haben. Endlich wird denen von Bern nochmals Recht geboten mit der Mahnung, in dem gedachten Gotteshause nichts Gewaltthätiges vorzunehmen bis zum Austrag der Sache. I». Das Begehren von Freiburg und Bern, mit ihnen gegen Valtravers zu marchen, wird ebenfalls auf die Jahrrechnung in Baden verschoben; es soll auch jeder Bote seinen Obern anzeigen, was für Gewahrsamen sie haben, um sich darnach richten zu können. Unterdessen soll aber keine Partei etwas Thätliches vornehmen, e. Es weiß jeder Bote, 1. wie der Vogt von Erlach denen von Grissach gedroht, und wie Bern denselben eine Buße auferlegt hat, weil sie Vieh auf ihren Gütern gepfändet; 2. wie die von Ins mit denen von der Zihl im Streit sind wegen des Weid- und Streurechts im Moos, welches Letztere bisher ungehindert innegehabt haben. Es sollen auch diese Händel treulich heimgebracht werde», damit sie auf dein Tage zu Baden gütlich oder rechtlich erledigt und die Unterthanen vor größerem Schaden bewahrt werden können, «i. Die Schreiber, welche die Urbarbücher erneuert haben, fordern ihren Lohn. Da jetzt kein Geld vorhanden, dem Schaffner zu Serrieres aber eine Summe geliehen ist, die er des großen.Zinses wegen abzulösen begehrt, so soll auf der Jahrrcchnnng zu Baden beschlossen werden, ob man das Hauptgut annehmen wolle; wenn dies gebilligt wird, so wird man den Landvogt anweisen, die Schreiber aus jenem Gelde zu befriedigen, e. Es wird von allen Untervögten Rechnung abgenommen; die Summe aller Restanzen bringt auf jedes Ort 15 Kronen, für den Wein 16 Kronen, zusammen 31 Kronen. Zu Die angeführte Copie hat den Titel: Bericht zwischen Frau Elisabeth, Gräfin von Neuenbürg, und Denen von Bern, betreffend die Kastvogtei des Gotteshauses Erlach; sie ist datirt vom Mittwoch nach Mitte März (17. März) 1395. Zu t». 1) Zürich hat eine besser ausgeführte Redaction, die wir noch folgen lassen: Vogt Willading, als Gesandter von Bern, und die Botschaft von Freiburg ersuchen und mahnen dringend, die Marchen zwischen ihrer Herrschaft Grandson und Valtravers endlich festzustellen; es scheine ihnen, daß man die Sache nur immer verschiebe, wodurch sie aber verkürzt werden, da sie Briefe und Siegel aufgefunden, welche genau bestimmen, wie weit ihr Gebiet reiche; wenn die übrigen Orte Einspruch erhebe» wollen, so werden Bern und Freiburg ihnen Recht gestatten nach Inhalt ihres Burgrechts mit der Grafschaft Neuenburg. Hierauf hat mau sie ernstlich gebeten, einstweilen nichts Thätliches vorzunehmen; auf der Jahrrechnung zu Baden gedenke man Juni 1528. 1837 ihnen bestimmte Antwort zu geben, ob man den Rechtsweg betreten wolle. Dann Hai man die Burgrechtsbriefe untersucht und den hier einschlagenden Artikel („Gewunnen aber wir Margrafs Philip vorgenämpt" zc.) in den Abschied gesetzt. 2) Hiezu dient „ein Spruch zwischen dem Grafen von Neuenburg und dem Grafen von Nidau, der beiden Herrschaften halb, d. d. Montag nach Aller Heiligen Hochzeit 1303" (4. Nov.). Die Exemplare für Bern und Freiburg sind hierin gleich dein Zürcher. Zu v. Im Berner Exemplar ist der zweite Theil des Satzes gestrichen. S44. Sarnen und Staus. 1528, c. 18. Juni f. Staatsarchiv Bern: Jnstructionsbuch .r, l«8 b, l-io. Venner (Hans) Bischof, als Gesandter von Bern, hat in Ob- und Nidwalden folgende Instruction vorzutragen: „Erstlich werden ir inen der länge nach fürhalten, wie dann minen Herren begegnet sye, daß st), die von Underwalden, gemeinlich und sunderlich sich geüebt haben, zwytracht und Widerwärtigkeiten mit Worten und werken Ze machen und also »nner Herren underthanen darnf gewyst und zuo ungehorsame gereizt haben. „Zum ersten, daß st) als kastenvögt des klosters Engelberg einen pfaffen gan Briens geschickt, der da meß gehalten wider miner Herren ansechen und ir ginein reformation, darus ouch dann nnt guots entsprungen ist. „Zum andern so haben st) uf unsers Herrgotts tag nächst verschinen zwen pfaffen hinüber geschickt, die daselbs ineß gehalten und ir fest begangen haben wider miner Herren Mandat, nß welichen und derglichen wer sachen, dero setz geschwigen ivirt, inen aber wol zno ivüsscn (sind), es sye in der Jnderlapern ufruor oder snnst vergangen, uützit guots erwachsen ist. Ob solich Händel uiid ingriff den geschivornen püiiden gemäß, mag menklich >vol ermessen, ouch wie glychförmig die syend irem brief, den sy zletst minen Herren znogeschickt, mögend sy ivol gedenken, darinne sy ustrucklich zuogesagt haben, min Herren des gloubens halb in dhein weg ze bekümbern, sonders die pünd getrüwlich ze halten. Harum ir sy trnngenlich ermanen sollen und hochgeflissen ankeren, daß 5b sich sölicher händlen hinfür müeßigen, die pünd trülich halten, darzno die iren regieren und sich miner Herren uuderthanen mit beladen, (so) werden min Herren glicher gestnlt hinwidernmb ouch thuou. Dann wo anders sollte beschechen, wurden min Herren sich wyter beraten und sölich ingriff nit mcr lyden; darnach (füllen sy) wüsten sich ze halten. Daß sy ouch miner Herren schryben, so von wegen des pfaffen zno Briens an sy gelanget, erstattnen, das wellen min Herren gehebt hau. Dann daß sy einen oder mer pfaffen in iren landen gedulden, die da meß halten, werden sy um dhein fach thuou; darum die von Engelberg einen Priester gan Briens thuo» sollen, der miner Herren Mandat ane alles mittel gelebe, oder min Herren werden einen darthuon. „Das alles müssend ir ze mindern, meren (und) verbessern je nach gestalt und gelegenhcit der sachen, so uch begegnen werden. Actum xvj Junii Anno zc. xxviij." lieber das Datum der Verhandlungen in den beiden Orten liegen durchaus keine Angaben vor; auch von den Antworten ist nichts aufgezeichnet. Es ist übrigens namentlich folgender Act zur Ergänzung dienlich: 1528, 10. Juni. Bern an llnterwalden. „Wir haben üch und andern kastenvögten des gottshns Engelberg von wegen des kilchensatzes zuo Briens, in unser oberkeit gelegen, üben trnngenlich und unsers bedunkens ernstlich 168 1338 Juni 1528. zuogeschriben; wie vil das erschossen, haben wir wol (an dem) gespürt, daß demnach ir und ander zuogefaren und einen pfaffen dahin geschickt, der die götzen widerumb ufgericht und allda wider unser christenlich ansecheu meß gehalten hat; was guots darus entspringen, können wir wol crmessen. Daß uns aber lidenlich sye, sölichen priester da ze dulden und also mit der meß fürfarcn (ze) lassen, mögend ir wol bedenken, daß es uns tut ze thuond ist; dann als ungern ir haltend, daß wir üch dergestalt belüedeu, als ungern wir ouch das haben. Darum wellend das best bedenken und denselben Priester dannen nemen und einen andern darsetzen, der nnserm Mandat gemäß und glich- förmig sye; dann wir ouch kilchensätz haben hinder üwern und unser» lieben Eidgnossen; wo wir sy (nun) mit Priestern beladen sollten, die iren Mandaten nit gelebten, mögen wir wol erkennen, daß si das nit vertrüegcn. Haruin wir üch abermals trungcnlich ankeren, uns und die unser» in disem fall nit wyter nnzemuoten, damit uns nit werde ursach geben, anderer gestalt dazuo ze thuond." Gesuch um Mittheilung an die Mitschirmorte und unoerznglnhe Antwort. St. A. Bern: Tentsch Mifsivcn H. 4t0- ?lm 12. wurde der Schultheiß in Untersten schriftlich beauftragt, den Unterwaldncr Pfaffen zu verhaften und herzuführen. Rathsbuch Nr. 218. 545. Wer» und Areivurg. 1528, 15. Iiis 19. Juni. Archive Bern und Freibnrg. Verhandlungen in Sachen der Genfer und des Herzogs von Savoyen. Wir lassen die Acten folgen: 1) 1523, 1. Juni (Pfingstmontag). Bern an Anton Bütschclbach, Hans Holzer, idl. Markstein und Andere in Genf. „Uns ist der Handel, so sich zuo Cartignie verluffcn hat, der länge nach fürkommen, der nun uns nit wenig beduret, daß ir sölich unfuogen fürgenommen, dadurch dann Tiebold Löffler selig um sin leben kommen. So ir aber einen edelmann dadnnnen fänklich gefüert und zuo Jens also enthalten, darzuo ein roß, ist an üch unser ernst i^ erman, denselbigcn edelman ane Verzug ledig ze lassen ane alle entgeltnuß, darzuo das roß wider- zestellen, als lieb üch ist unser Huld ze behalten und schwere straf an üwerm lpb und guot ze vermiden, ouch üch dadaNNe» Machmd". ... St.A. Bern: T-Utsch Missive» «. rw b. Schon am 1. Juni klagte der Bote des Herzogs von Savoyen, laut Rathsbuch Nr. 217, p. 279. 2) 1523, 15. Juni, Freiburg. Eine Botschaft von Genf eröffnet ihre Instruction betreffend das Vidoinal und begehrt, die Stadt bei ihren Freiheiten und guten Rechten zu handhaben und ihr zur Ruhe zu verhelfen. — An Bern zu schreiben (Diese Missive fehlt). K. A. Freiburg: Rathsbuch Nr .rs. 3) 1528, 18. Juni. Bern an den Herzog von Savoyen. 1. Nach Anhörung der Klagen seines Gesandten Piochet und des Vortrags der Boten von Genf sowie der von ihnen eingelegten Briefe, betreffend das Vidomat, und der beiderseits angebrachten Gründe habe man beschlossen, einen andern Tag in Payerne zu halten und zwar auf Sonntag vor St. Jacob, um diese Frage zu erörtern. Man bitte nun den Herzog, ^diesen Tag anzunehmen, Gesandte dafür abzuordnen und seine Schriften auch vorzulegen, da seine Botschaft erklärt habe, wo die Genfer einen Brief (zu ihren Gunsten) besitzen, habe er zwei dagegen; denn keinem Theil wolle man Unrecht geschehen lassen, :c. 2. Die Genfer Boten klagen, daß ein Flüchtling de Porta gewisse Güter in dem Gebiet von Ger, oerhaftet habe; man bitte, diesen Haft zu lösen, indem man die Genfer Hinwider ersuche, den gefangenen Edelmann freizulassen. St. A. Bern: Welsch Mijstven 04 l>. — Vgl. Rathsbuch Rr. 2l8, I>. es. 4) 1528, 19. Juni, Bern, „^evoir messeigueurs äu potit et granä oonseil entsnäu los xlaintits et pro- posites, los guolles lesender Uioelmt u kuit ckupart illustrissiino seigneur monsoigneur äo Lava)'« voutre lee amdilssuckeurs ckv (lenvve, et iesux sur Melles uvoir rosponcku et pieckuit uueuns titres, spooiulomvnt touodaick lo vickvmpnat, out mesckits seignours pour vuickunoe ckv la aause et ckikksrsnt ontre lesckitos partios ponaan Juni 1528, 1339 sstnbli uns gutes zournos g Ug^srno, gssavoir proobgin Zimgnolis avsuit kost« Kumt .Igguo, «ur Igguslle iösäitsL pgrtiss, snssmbles las ssiAnsurs äss äsux villss snvo)srnnt lours gmdass(gZ)surs pour outisismsnt vuiäsr Isäit äitksrsnt st ouir los titrss äambss xartiss. Ont aussi mssäits ssiZnsurs oräonno gus Iss pri- sonnisrs Zun vosts st Zgutrs Zorjsnt sstrs luxes «uns inolsstsmsnt gus soit.^ St. A. Bern: Jnstructionsbuch 15-1 u. 5) 1528, 19. Juni. Bern an den Herzog von Savope». „Von des Verbots wegen zu Ge(r), der Jenfern güetern." (Weiteres fehlt). — (Vgl. N. 3, 8 2). St. A.Bern: Rathsbuch Nr. 21s,SI, 5L« Wem. 1528, 19. und 21. Juni. Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr. 248, p, :>l, »7. I. (19. Juni). Nathsbeschluß, mit den Boten von Zürich niederzusitzen, um über den Abschied von Zürich zu rathschlagen, und die Sache morgen vor die Burger zu bringen. (Beauftragt sind) Tillinanu, Werd, Grafenried. II. (21. Juni, Versammlung des großen Raths). In Gegenwart der Boten von Zürich wird der Burgrechtsbrief verhört und der Entwurf angenommen, ausschließlich des Artikels über die gemeinen Herrschaften, die mögliche Hülfe betreffend; „ist diser zpt angestellt," 1) Zu bemerken ist noch der Eintrag: „Scheiben in die Ort in beider stetten namcn, für Rät, Burger und Gmeinden tag setze», etwas inen fürzetragen, das gemeiner Eidgnoschaft nutzlich, (Nachtrag:) Ist angestellt, bis das bnrgrecht geschworen wirt." — Vgl. Nr. 543, 2) 1528, 19. Juni (Freitag nach Viti und Modesti), 1t) Uhr Vorm.,' Bern. Diethelm Röist, Hans Bleuler (und Wolfgang Mangolt) an Bm. und Rath in Zürich, 1. Bericht über die Verhandlung mit denen von Grüningen ... Es sei nun ein anderer Tag gesetzt aufAllontag nach Jacobi. 2. In den andern Sachen habe man der vielen Geschäfte wegen nichts handeln können; heute sollen aber die Boten von den Burgern verhört werden, von denen guter Bescheid zu erwarten sei. S,.A, Zürich: A, B-m, Die Boten waren seit dem 14. Juni in Bern, laut obigen Schreibens. S47. Waden. 1528, 22. Juni f. (Montag vor Johannis Baptistä s,), Jahrrechnung. Staatsarchiv Lucer»! Mg, Abschiede n, 2, r, 477, Staatsarchiv Zürich! Abschiede Bd. Ill, e, »2, Staatsarchiv Ber» : Mg, -idg, Abschiede 4s., 42», Kantoiisarchiv Basel: Abschiede, ÄantoiiSarchiv Freiburg! Abschiede Bd. 42, btailtousarchiv Solothuru: Abschiede, Bd, XVI, Kantonsarchiv Schaffhansell: Abschiede. Gesandte: Zürich, (M. Rudolf Thumisen). Beru, (Peter im Hag). Basel, (Egolf Offenbnrg). Frei bürg, (Ulrich Schuewli). Solothuru, (Urs Stark, Seckelineister.) — (Die andern nicht bekannt)/) tt. Zürich verlangt eine „Bekanntuiß" betreffend die Appellationen ans dem Kellcramt; weil aber die Boten darüber nicht instrnirt sind, so ivill man es heimbringen, I». Der Bote von Bern und der Hofmeister von ') E. A. A, k. 26 a hat ein Verzeichnis, das kaum hieher gehört; wegen Ausfall eines Bogens ist es eher bei dem 26. October zu berücksichtigen. 1340 Juni 1528, Königsfelden bringen an, sie haben in einem Urbar gefunden, daß etliche Bußen und Frevel, welche zu Birmenstorf auf den Gütern des Gotteshauses Königsfelden begangen werden, dem Kloster zustehen, und ersuchen nun, sie dabei bleiben zu lassen. Nachdem man aber im Urbar zu Baden gefunden, daß es deutlich sagt, das Kloster zu Königsfelden habe da keine weitere Befugniß, als bis auf 3 Schl, Buße zu richten, und überdies von dem Landvogt vernommen, daß die ältesten Personen, bei denen er sich darüber erkundigt, übereinstimmend sagen, Frevel und Bußen haben immer nach Baden gehört, so wird der Bote von Bern ersucht, das seinen Obern vorzustellen und an sie zu begehren, daß sie die VIII Orte bei dem Urbar zu Baden bleiben lassen und aus nächstem Tage hierüber Antwort geben. Heimzubringen, was zu thun wäre, wenn sie nicht davon abstehen wollten, «. Konrad Bernhard von Walenstadt, dessen Frau wegen Ehebruch und Verkehr mit einem Priester von dem geistlichen Gericht in Chur zu Bett und Tisch (sie) geschieden ist, bringt vor, daß er mit seiner jungen Haushälterin drei Kinder bekommen, und bittet um die Gunst, daß ihn diese Kinder in liegenden und fahrendeil Gütern beerben dürfen, als wären sie ehelich; alle seine Verwandten und nächsten Erben, einen ausgenommen, haben ihm das nachgelassen; dafür legt er auch einige Empfehlungsbriefe vor; desgleichen verwendet sich der Vogt von Sargans für ihn. Heimzubringen, »m auf nächstem Tage Antwort zu geben, «K. Der Vogt zu Sargans zeigt an, daß das sdortige) Urbar alt und schwer („nit wer kanntlich") zu lesen sei, und eine Botschaft nöthig wäre, um das und Anderes in Augenschein zu nehmen. Heimzubringen, ob von zwei oder mehreren Orten Boten dahin gehen sollen, « . In Betreff der Huber-Güter, welche Manulehcn des Gotteshauses Pfäfcrs sind, also von Töchtern nicht beerbt werden können, welche aber der Abt von Pfäfers zu des Klosters Händen kauft, dann als „eigene" verleiht, damit sie nicht mehr geerbt werden können, sollen die Boten, die man hinauf schicken wird, mit Bollmacht versehen werden, darin zu handeln, t. Schultheiß und Rath zu Mellingen einerseits und acht ihrer Burger anderseits erscheinen wegen eines SpanS; den sie mit einander haben; die Mehrheit hatte nämlich beschlossen, eine neue Gesellenstube auf dem Thor bei der Brücke zu bauen, und deßhalb eine Gemeindesteuer angelegt, während die Andern vermeinten, dieser Bau wäre unnöthig, und es sollten, weil dies eine gemeinsame Stube werde, Arme und Reiche daran gleich viel steuern; dazu äußern sie den Wunsch, daß die 100 fl., die der Schultheiß und seine Frau vor Jahren für eine Jahrzeit verordnet, der später von ihnen ausgewirkteil Verfügung gemäß an diesen Bau verwendet würden. Heimzubringen, K, Für die zwei Burschen voii Wohle», die vor einigen Jahren ein Mädchen bei Bremgarten mißhandelt haben, verwenden sich deren Eltern und Verwandte, man möchte ihnen eine ziemliche Strafe auferlegen, dabei aber die Heimkehr zu den Ihrigen erlauben. Heimzubringen, I». Der Vogt „im Aargan" erstattet Bericht über den baufälligen Zustand des Schwesternhauses im „Jsenbnhl"; wolle man es nicht verkaufen, so werde man Kosten haben, um das Dach herzustellen. Heimzubringen, > Die von Dottikon, die früher im Bernergebiet zur Kirche gegangen, nun abe> nach Hägglingen gehe», bitten lim einen eigenen Priester und meinen, derselbe könnte ans dem zum Kloster Königsfelden gehörenden Zehnten besoldet werden; ist ebenfalls heimznbringen. Ii,. König Ferdinand von Ungarn uud Böhmen sendet auf diesen Tag ein Schreiben betreffend das Kloster Königsfelden, unter Andcrm des Inhalts, die Eidgenossen sollen Bern vermögen, dem Gotteshaus alle Einkünfte zurückzuerstatten, damit der Gottesdienst nach der Stiftung der Vorfahren des Königs gehalten werden könne. Daher wird Bern eine Copie dieses Briefes zugestellt. I. Da der König und die Regierung zu Ensisheim Antwort begehren über das zwischen Zürich, Bern und Constanz geschlossene Burgrecht, so wird denselben, nachdem man die Antwort der beiden Orte vernommen, geschrieben, wie jeder Bote weiß. »»». Jacob Christoph von Bernhausen zu Hagenwiil und Anwälte der Gemeinde Roggwyl erscheinen gemäß einem Abschied von Lucern, und nachdem man die Parteien gegen einander verhört, Juni 1528. 1341 hat man denen von Roggwyl ihre besiegelte Öffnung bestätigt, mit Ausnahme zweier Artikel, betreffend das Mcsserzucken, nämlich 1, Wenn dem Twingherrn nicht geklagt wird) so mögen sie (die Parteien) sich wohl verständigen ; und um Frevel soll von ihren Gerichten nicht appellirt werden an das Landgericht im Thurgau, noch an den Gerichtsherrn. 2. Wenn Einer in eine Buße verfällt und sie auf einen Andern wälzen will, so darf weder der Twingherr noch der Landvogt die Buße einziehen, bis die Gegenpartei „gerechtfertigt" ist. Diese Artikel hat jeder Bote heimzubringen, damit auf nächstem Tag Antwort gegeben werde, ob man sie anerkennen wolle. Der Sohn des Vogt Haas sel. von Lucern zeigt an, daß er die erste Anwartschaft (ans eine Chorherrenpfründe) zu Neuenbürg habe. Nun habe Propst Nägeli von Bern daselbst eine solche Pfründe gehabt, sie aber an den Sohn des Schaffners zu Neuenburg übergeben; da diesem aber eine „Wart" von den Eidgenossen zugesichert gewesen, so habe der Schaffner dieselbe eigenmächtig einem andern Sohn zugewendet; ans diese Weise werde ex (Haas) immer hingehalten; er bitte nun, ihm hierin behülflich zu sein. Heimzubringen. «. l. Da der Streit zwischen den Landleuten von Glarus^) ab dem letzten Tage zu Lncern auf diese Jahrrechnung vermiesen worden, so hat man beide Parteien angehört und sie hierauf dringlich gebeten, die Sache den Eidgenossen zu gütlicher Vermittlung anzuvertrauen; dessen ist die eine (die altgläubige) Partei zufrieden, die andere aber will dazu keine Vollmacht haben, sondern es heimbringen und spricht die Erwartung aus, daß man sie von ihrem Landbuch und den geschworncn Bünden nicht werde drängen wollen; dabei verhehlt sie aber nicht, daß „ihre Herren und Landleute" wenig Lust haben, deßwegen fernere Tage zu besuchen. 2. Es wird nun nach langer Berathung beschlossen: Jedes Ort soll auf Sonntag vor Maria Magdalene (19. Juli) einen Boten nach Einsiedeln schicken, um da entweder gütlich zu handeln oder das Recht einzuleiten. 3. Dabei macht aber der Bote von Zürich die Anzeige, daß seine Obrigkeit der einen Partei auf ihr Gesuch versprochen habe, ihr mit Leib und Gut beizustehen, wenn man sie von dem Landbuch und den geschworncn Bünden drängen wollte. K». Der Bote von Uri meldet, daß er von seinen Obern schriftlich den Befehl erhalten, von einer soeben gemachten Verordnung Anzeige zu geben, des Inhalts: Wer durch ihr Gebiet wandle und von der lutherischen oder zwinglischen Secte vede und einer Ermahnung von dem Wirth oder Andern, zu schweigen, nicht gehorche, solle gefangen gesetzt und der Obrigkeit überantwortet werden. Es möge nun jedes Ort seine Angehörigen warnen, q. Während man die Nothwendigkeit einsieht, ein Verbot zu erlassen, damit niemand mehr Vieh über das Gebirge treibe, erklärt der Bote von Schwyz rund heraus, es wollen seine Herren die Hand offen behalten; dies wird nochmals heimzubringen beschlossen, um zu berathen, wie man sich dabei verhalten wolle. ». Gemäß dem Abschied von Neuenbürg sollte auf gegenwärtigem Tage ein Beschluß gefaßt werden über das Gotteshaus St. Johann zu Erlach. Nun hat aber der Landvogt von Neuenbürg eben vor Eröffnung der Instructionen geschrieben, es habe Bern vor einigen Tagen die Bilder in jenem Kloster verbrannt und die Kostbarkeiten der Kirche weggeführt. Darauf antwortet Bern, es habe dazu vollen Fug und Recht gehabt, indem das Gotteshaus in seinem Gebiet, auf seinem Grund und Boden stehe. Es wird nun darüber große Verwunderung ausgesprochen und gerügt, daß es nicht bie Beschlüsse dieses Tages abgewartet habe. 8. Ferner wird die Anzeige gemacht, daß Bern denen von Grissach (Cressier) eine Buße auferlegt habe, weil sie Vieh gepfändet, und ihnen Weide und Streue bei denen von Ins uicht mehr zu lassen beabsichtige, t. Bern und Frciburg stellen abermals das Gesuch, mit ihnen zu marchen, 'vie es auf dem Tage zu Neuenbürg versprochen worden. ». Auf dem Tage zu Neuenbürg wurde in den Abschied genommen, wie man etliche Schreiber, welche die Urbare abgeschrieben, bezahlen, und namentlich ob man *) Als Anwälte der Altgläubigen nennt Val. Tschndi die früheren, Dolder und Bnssy, als Bolen der Gegner Hans Wichfer ans der Rüti und Niklans Schüler, die in Zürich Rath erholten. Vgl. Nr. 54g. 1342 Juni 1528, zu diesem Zweck einige Weingülten verkaufen wolle. Es wird jetzt aber mit Mehrheit beschlossen, daß dort nichts mehr verkaust werden solle. Diese (vier) Artikel will man ihrer großen Wichtigkeit wegen nochmals heimbringen, um aus dem nächsten Tag zu berathen, wie man mit Bern marchen und das Recht brauchen wolle; wenn ein Rechtstag nach Neuenburg angesetzt wird, so sollen dann die dahin verordneten Boten Gewalt haben, sich mit den Schreibern des Lohnes halb gütlich abzufinden, v. Da berichtet wird, daß der Castellan von Musso wieder mit feindlichen Anschlägen umgehe, indem er Steigleitern habe machen lassen, um die Schlösser Lauis, Luggaris und Bellenz zu überfallen und zu erobern, so wird au die dortigen Vögte ernstlich geschrieben, sie sollen sich wohl vorsehen, »» Gemäß einem Abschied von Lucern erscheint Hans von Schellenberg zu Hüffingen wegen des Lehens in Dießenhofen, welches an seine Gemahlin, geb, von Randegg, von ihrem Vater gekommen, das aber ein Schildlehen sein soll, somit nicht an eine Frau fallen durfte. Nachdem mau den Lehenbrief des von Schellen- berg und die Copieen aus dem Lehenbuch zu Franenfeld angehört, die gleichlautend sind, und aus Letzteren! ersehen, „daß Wolf von Winkelzan (dasselb) des beinelten Hansen von Schellenberg egmachel von unserm vogt im Thurgöw in namen der siben Orten gelyhcn, das uns etwas verwundert," wird Schellenberg zur Rede gestellt, warum er nicht selbst dessen Trager sei; hierauf antwortet er, wenn die Eidgenossen nichts dawider haben, so wolle er sich als Trager verschreiben lassen, wogegen Eberhard von Nyschach der Aeltere, wohnhaft z» Dießenhofen, zuversichtlich erklärt, wenn dieses Lehen ihm verliehen würde, so wolle er gern in seinen Kosten es dem von Schellenberg rechtlich abgewinnen. Heimzubringen, um darüber auf nächstem Tage Antwort zu geben, x. Es weiß jeder Bote, wie der Landschreiber zu Frauenfeld und sein Sohn um ihren Lohn gebeten haben si'»' die Arbeiten und Kosten, die sie bei dem Proceß um den Jttingerhandel gehabt. Man hat einige Boten zu ihm verordnet/um über die Belohnung mit ihm abzukommen, und da er 250 Gl. gefordert, so hat man ihn vorberufen, ihm etwelches Bedanern zu erkennen gegeben und dann 200 Gl. angeboten, mit denen er sich begnüge» will, doch nur den Herren zu lieb; denn wäre es jemand anders, so würde er weniger als 400 Gl. nicht annehmen. Heimzubringen. Indessen werden ihm gleich 100 Gl. von denen von Nußbäumen ausbezahlt. (S. »-) Z. 1- Auf diesen Tag hätten die Strafgelder aus dem Thurgau erlegt werden sollen; es ist aber nicht mehr ei» gegangen, als von Stammhcim400 Kronen, von Dießenhofcn 50 Gl. und von Nußbäumen 100 Gl. Einige andere Gemeinden beschweren sich über ihre Strafen und bitten dringend,, ihnen etwas nachzulassen, indem sie nicht im Stande seien alles aufzutreiben, und der Mehrthcil an der Sache keine Schuld habe; da nu» auch der alte Land- vogt meldet, daß man die Meisten mit Weib und Kind von Haus und Hof treiben müßte, wenn mau sich bezahlt machen wollte, so hat man das heimzubringen beschlossen. 2. Dann wird abgewehrt, sowohl die eben bezahlten Gelder, als die von Stein eingegangenen und bei dem Untcrvogt zu Bade» Hinterlegten 2000 Gl. Z» theilen; es hat dann jedes der X Orte erhalten 204 Gl. (theils zu 15 Coustanzer Batzen, theils zu 16 SchimM' Batzen gerechnet) und 40 Kronen. 3. Hienach stellt sich die Rechnung über die Strafgelder wie folgt: Nieder- »»d Ober-Stammheim 1600 Gl.; daran sind bezahlt 400 Kronen; die Frau des sel. Vogtes vo» Stammhcim 300 Gl., die Gemeinde Nußbäumen 150 Gl.; davon sind 100 Gl. bezahlt (s. o.); die Gemeinde Wagenhanseu 160 Gl., die Gemeinde Nieder- und Ober-Neunforn 150 Gl.; das Jttinger-Amt 300 Gl.; die vor der Brücke zu Stei» 150 Gl.; die von Dießenhofcn 100 Gl.; daran sind 50 Gl. bezahlt; die Gemeinde Herdern 20 Gl.; Lorenz Freicnmuth von Wigoltingen 20 Gl.; jeder seiner Helfershelfer 5 Gl.; vier von Eschenz jeder 4 Gl. A» nuugsabnahme von den Vögten und Zollern. Es hat jedes Ort erhalten: 1. Von dem Landvogt im Thurg»» a. von den hohen Gerichten 23 Gl. (zu 15 Constanzer Batzen), >>. von den Niedern Gerichten 11 ^2 Gl. 2. Vo» dem Vogt zu Sargaus 92 Pfd. 2 Schl. 2 Heller Bader-Währung, und von dein Proceß Caspar Vögclio Juni 1528, 1843 4 Kronen. 3. Von dem Vogt in den Freien Aemtern 17 Gl, (1 Gl, — 2 Pfd. Heller Bader-Währung, 4, Aus der Geleitsbüchsc zu Lunkhofeu 2 Pfd. Hlr. 5. Vou dem Vogt im Rheinthal 4(1 Gl. (zu.15 Constauzer Btz.). 6. Aus der Geleitsbüchse vou Bremgarten 8^/2 Pfd. Bader-Währung, 7, Aus der Büchse von Koblenz Z'/o Pfd. 7 Schl. B.-W. 8. Aus der Büchse vou Zurzach 2 Pfd. 4 Schl, B.-W. 9. Aus der Büchse von Klinguau 11 Btz. 19. Aus der Büchse vou Mellingen 14 Pfd. Hlr. B.-W. 11, Aus der Büchse von Baden 38 Pfd, 2 Schl. und 314/2 Kronen. 12. Von dem Zins von Dießcnhofen 7 Kronen, 13, Vom Schindcrhof zu Baden 15 Kronen. 14, Vom Stadhof zu Baden 3 Gl. rhein, und 2 Btz. »t». (Für Lucern:) „Jnukher Jacob, gedenkent an das fenster, darumb der mirt im Stadhof gebetten hat, im in sin nüwe louben ze schenken." Iii». Heini Glättli von Arn! bringt vor, er habe mit Uoli Bär von Jonen Streit wegen beschimpfender Aeuße- rungen, die Letzterer zu Bremgarten über ihn gethan und denselben dort ans Recht gefordert; dieser- behaupte aber, die Sache gehöre in das Kelleramt Lunkhofeu, wo sie beide gesessen seien; Schultheiß und kleiner Rath von Bremgarten haben dieseir Handel für ihre Gerichtsbarkeit in Anspruch genommen, der Große Rath hingegen die Parteien nach Lunkhofeu gewiesen; gegen diese Verfügung hat nun Glättli an die Tagsatzung appellirt. Die Botschaft von Zürich setzt ans einander, daß ihre Obern gegen diese» Zug nichts einwenden, sondern einzig Sachen, die aus dem Kelleramt nach Bremgarten gehen, in letzter Instanz zu beurtheilen verlangen, wenn eine Appellation stattfinde, und begehrt eine bestimmte Anerkennung dieser Nechtsame; da man hiezu keinen Befehl gehabt, so wird die Sache in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tage Antwort zu geben. ««. Ofrion Setzstab beschwert sich, daß etliche Burger von Zürich, denen er etwas schuldig sei, ihn verfolgen und seine Güter überall in Beschlag nehmen, während er von Schuldnern, die daselbst wohnen, nichts empfange, weil er nicht dahin kommen dürfe, da er kein Geleit erhalte; deßhalb bittet er, ihm das Recht der Beschlagnahme gegen seine Schuldner ebenfalls zu vergönnen. Es wird nun dein Boten von Zürich empfohlen, diesen Handel treulich an seine Obern zu bringen und sie im Namen aller Orte dringend zu bitten, dasP sie dem Setzstab ein Geleit geben und die Ihrigen zur Erfüllung ihrer Pflicht anhalten möchten, wie es die Billigkeit erfordere, und den? Petenten ohne Verzug schriftlich antworten, damit er sich zu verhalten wisse. «I«I. Die Klage des Bischofs van Eonstanz, daß der Vogt von Kyburg ihm an den nieder» Gerichten in Uhwiesen Eintrag thue, soll der Bote von Zürich heimbringen, vv. „Herr der Amann, gedenkend an daK fenster, darumb der wirt im Stadhof gebetten hat, im w sin nüwe lonbcn ze schenken," II. „Und als dann der Ammann von Glarns uns erscheint, im zwpftc nit, wann er setz heim kommen, so werde er ersuocht werden, gerietst und recht zuo halten, und so aber wir wüssent die zwcispaltung, so by inen sye, bat (er) uns früntlichen, imc ze raten, wie er sich darin halten sölle, und diennst nun Glarus ein loblich Ort wie ein ander Ort der Eidgnoschaft sye, ouch ein gut landrecht und land dnoch habcnt, da wäre unser Meinung, daß sy einander», auch heimschen und frömbden, guot recht halten und ergan lassen sölleut; wo aber je söllichs nit gsin möchte, so werden die bottcn, so hinuf komen, in diser fach onch ferer handlcn ze." KK. Es wird angezogen, daß das Schloß Bibcrstein von jeher als erkauftes Gut zu dem Gotteshaus Lcuggern gehört, und der Eommenthnr daselbst die Schaffner eingesetzt und entsetzt habe, ?c. Demgemäß wird Bern (vou den altgläubigen Orten?) ersucht, das genannte Schloß bei dem alten Herkommen bleiben zn lassen und auf dem nächsten Tage darüber Antwort zu geben, I»I». Bern soll sich des Bauern erinnern, dem der Vogt Thormaun vor einigen Jahren die Nutzung eines gewissen Holzes verboten hat, in der Meinung, daß dasselbe in der Herrschaft Schenkenberg liege, was die 4T1 Orte bestreiten, wcßhalb dann ein Untergang vorgenommen und Kundschaften eingezogen worden sind, aber ohne Erfolg; da nun derselbe Meyer wieder erscheint und um Gottes willen um Hülfe anruft, so soll der Bote von Bern das heimbringen, damit 1344 Juni 1528, jenes Verbot gelöst werde. Die Antwort ist an den Landvogt zn Baden zu schreiben, Ii. (Freibnrg). „Herr vogt, gedenkent an den undervogt zuo Rordorf, sins fensters halb," Ii Ii Die Boten von Basel und Schaffhausen ziehen abermals an, daß ihre Herren die Itll) Gl,, welche Ludwig von Dießbach jedem Orte schuldig (gewesen), noch nicht erhalten haben. Da man hierüber nichts weiß, so mögen sie der Sache weiter nachfragen, II. 1528, 22, Juni. Bern an Lucern und die eidg. Boten in Baden, „Es sind länglicher Majestet von Frankrich hie by uns anwält in sorgen, (daß) ir villicht verdruß empfachind ab dem, daß sy so lang by uns beharren und nit förderlicher die ansprachen verfertigen; sollend ir müssen, daß si bishar wenig ruowen gehcbt, sonders tag und nacht drob gesessen, die ansprecher verhört und aber noch nit gar abgefertiget, hätten ouch nit vermeint, daß by uns so vil zuo schaffen gsin; daruvt sy üch fründlich bitten lassen, geduld ze haben; dann als bald es jenen (jemcr) inen möglich ist, und sy all ansprecher by uns verhört, werden sy hiehinnen verrücken und also für und für nach lut hierüber usgangnen abscheids fluckerlich (?) handlen" ... St, A, B°mt T -uy -h Missiv -n q, 429 o. im»». 1528, 25. Juni (Donstag nach St. Johanns des Täufers T.), Baden. Hauptmann und Reichsvogt des Abtes zu St. Gallen zeigen den Boten der IV Orte an, wie der Vogt zu Oberburg Einen gefangen, aber auf die Drohungen und Angriffe von Etlichen habe entlassen müssen, der dann aber zu Lichtensteig mit dem Schwert gerichtet worden, med wie nun einer jeuer Frevler, Namens Ulrich Schasfhuser, gen. Knüpfler, aus der Goßauer Kirchhöre, verhaftet sei, dessen Verzicht jetzt vorgelegt wird. Nun sei, wenn die Räthe denselben (auf erbotene Tröstung) ledig lassen, nichts Gutes zu erwarten, und deßgleichen, wenn sie ihn straften, obwohl sie kraft eines (citirten) Artikels in dem Rechtsspruch von Rapperswyl dazu wohl befugt wären; deßhalb bitten sie um Rath, damit sie weder zu viel noch zu wenig thun. — Darauf geben nun die Boten folgende Meinung zu erkennen: „Daß unsers Herreu von St. Gallen Amptlüt und weltlich Rät den obgenannten Uolrich Schasfhuser umb sinen mißHandel für ein Hochgericht stellen und im das recht ergan lassen, und ob etlichesrj in semlicher maß mißhandelt hellen oder fürer mißhandle» wurden, daß sy in sölicher gestalt gegen denselben ouch handlen mögen; daby werden sy unser Herren und Obern nach irem vermögen schützen und schirmen." St. A. Zürich: Gedruckte Abt St. Galt. Doc. Sammlung. — Stiftsarchiv St. Gallen (Druckexcmplar). I»I»—»ltl sind dem Zürcher, ll dem Glarner, j>Ä, M, dem Berner, ii dem Freiburger, KK dein Schaffhauser Exemplar eigen. Dem Berner fehlen 8 i, (»:>"«'); von dem Glarner Abschied sind wegen Abgang der ersten Blätter sonst nur x, vorhanden; dem Freiburger und Solothurner mangeln »—4, größtenteils, (:»»—1,1,); dein Basler »—i, I, in, n-—nn -c.; dem Schaffhauser »—l, n, « Zn le. Die Abschrift des erwähnten k. Schreibens, dd. Innsbruck 19. Juni, liegt in den Berner Abschieden 489, 490, auch bei dem Schaffhauser Exemplar. Zn >. Der Zürcher Abschied enthält als Beilage die Eopie eines Schreibens von dem Kön. Regiment ZU Innsbruck, dd. 7. Juli, als Antwort auf das oben angeführte Schreiben (29. Juni) der VII Orte: Erneuertes Ansuchen, die von Bern und Zürich zn einer dem König entsprechenden Entschließung zu bewegen, und falls diese Orte die Sache aufschieben wollten, für ihren Thcil zu erklären, wie sie die Erbcinung zu halten gedenken. St. A. Bern- Abschiede «70- Zu IN. Die Ausfertigung für die Parteien, dd. 27. Juni (Samstag nach St. Johanns des Täufers Tag) führt sechs Klagepuncte des Gerichtsherrn an: 1. Die von Roggwyl wollen sich nicht nach der neuen Öffnung richten, was nicht bloß den nieder» Gerichten, sondern auch der hohen Obrigkeit zu großem Nachtheil diene. 2. Sie thun ihm Eintrag in der Besetzung der Gerichte, indem sie die von Lengwylen ausgeschlossen haben. 3. Sie zcrtheilen die Zinse und die Höfe, wozu sie gar kein Recht haben. 4. Die Fastnachthcnnen geben sie nicht nach Laut des Vertrags zwischen den Gerichtsherren und den Gemeinden. 5. Des Mcsserzuckens halb wollen sie bei ihrer alten Öffnung bleibe», (die bestimme) daß der Gerichtsherr, wenn ihm solches nicht förmlich geklagt, sondern nur sonst berichtet werde, nicht strafen dürfe, und „sie" die Sache unter einander vertädingc» Juni 1528. 1345 können. 6. Wenn schon Einer einen Frevel „verfalle", so müssen der Gerichtsherr und der Landvogt doch warten, auf welchen Theil „das Recht gebracht werde", und was die von Roggwyl darin sprechen, lassen sie nicht apel- liren, zc. SI. A. Zürich: Abi St. Gull. Archiv: Copir. Zu inm. Dieses Erkenntniß trägt den Titel: „Bestätigung des ersten Articuls in der Rapperschwcilischen Nrtel, daß man für einen verhaften und verlcumb(de)ten Gottcshnsman kam trostnng anzuoncmcn schuldig." S48. (Zürich.) 1528, 25. Juui (Doustag vor Petri und Pauli). Abschluß des christlichen Burgrechts zwischen Zürich und Bern. — Beilage 8. 1) Das Zürcher Rathsbuch sagt k. 175 a: „Dises tags ward das cristenlich burgrecht mit der Statt Bern angenomen und Hans Escher hinuf gen Bern zuo rytcn, das ufzuorichten, die brief zuo schryben und zuo besiglen verordnet." 2) 1528, 25. Juni (Donstag nach Joh. Vaptistä). Zürich an Bern. Den Entwurf des bcrathenen Burgrechts haben Kleiner und Großer Rath gebilligt in der Hoffnung, daß es Gott und seinem heiligen Worte löblich, den beiden Städten und allen Gottselige» ehrlich und tröstlich werden möge. Zu förderlichem Abschluß der Sache schicke nun Zürich seinen substituirtcn Schreiber Johannes Escher nach Bern, um die beiden Briefe förmlich aufzurichten und sogleich mit dem Siegel Berns zu versehe», uud schlage es ferner vor, daß Letzteres dann ohne Verzug seine Botschaft abordne, um deu Eid uud das Siegel von Zürich zu empfangen; alsbald werde dieses seinerseits von Bern „die Pflicht annehmen" lassen. St.».Zürich: Missive». 3) Am 28. Juni wurde von Bern beschlossen, den Burgrechtsbrief aufzurichten, und Im Haag, der sich damals in Schaffhausen befand, als Bote bezeichnet zur Aufnahme des Eides in Zürich. St. A. Bern: NalhSmcnmal. S4S Zürich. 1528, 25. Juni (Donstag vor Petri und Pauli). Staatsarchiv Zürich: Ra'.hsbuch k. ,7« a. - A-.m GiaruS. I. Die Abgeordneten des nengläubigen Theils von Glarns erscheinen vo. tleiiien iind groß Landesbrauch und bitten ans das dringlichste ..... Hülse und Rath, damit sie bei den den ^ ^ ^ und alten. Herkommen ....geschwächt bleiben könnten und „.cht auf fremde ^ Antwortet, man längeren Worten. II. Nach stattlicher nnd gründl.cher Envag.u.g ^ treulich halten nnd smde ihr Begehren nicht unziemlich, wolle auch au .hncu und drängen wollte, Leib Zu den (uenglünbigen) Glarner», wenn jemand sie von .hre.n Land ech ^ dieS.nal und Gut sehen nnd sie bei ihren Rechten und billigen Dmgen hm.dhab n ^ >ucht nach Baden zu gehen, sondern sich ans ihr Land.e.st .... u . ° geschehen; doch sollen sichte zu kommen; sofern sie aber «l hätllu, u^ ^oten auf die Jährte sich vor den Eidgenossen in gar kein Recht einlassen. 1 . gmideln wisse. Rechnung, M. Thnmisen, schriftlich anzuzeigen, damit er in der ^achc » ) Igg 1346 Juni 1528. 550. LlttttS. 1528, 28. Juni f. (Sonntag nach Johann Baptist f.). Jahrrechmmg. Staatsarchiv 4!»lceril: Lauis und Luggaris-Abschiede I. 38. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede. 439. KantouSarchiv Kreibnrg: Abschiede Bd. 102. KatttvnSarchiv Basel: Abschiede. Gesandte: Bern. (Hans Bischof, Venner). Freibnrg. (Rudolf Löwenstein).— (Andere nicht bekannt). 1. An Bußengeldern sind eingegangen unter Vogt Hösli von Glarus 180 Kronen; dagegen haben die Fiscale ausgegeben für Besoldung des Henkers ?c. 169 Kronen 2^/s Dicken; daher müssen die Fiscale noch 10 Kr. 10/2 Dicken abliefern, was auch geschehen ist. 2. Vom Malefiz sind noch ausstehend von dem letzten Jahr her 14 Kr., weßhalb die Fiscale beauftragt werden, sie einzuziehen und dem Malefizschreiber als Besoldung zu verabfolgen. I». Die Rechnung des Landvogtcs Hans Hösli wird gutgeheißen. «. Der Seckelmeister von Lauis liefert die Landstener ab, die 7026 Lauiser Pfd. 19 Spagürli betragt (das Pfd. zu 5 Groß); davon sind aber aus Auftrag der Herren schon 35 Kronen ausgegeben an Vogt Stalder und Vogt Blätteli, die des Korns wegen da hinein verordnet worden. «I. Der Steuermeister und Zoller zu Meudris und Balerna, (Pietro de la Turre), hat Rechnung abgelegt und gemäß derselben 100 Kronen abgeliefert, ohne 2 Kronen, welche er für eine» Herrn ausgegeben, wie die Boten ans seiner Rechnung wissen; dieselbe wird in Allem gutgeheißen. Der Vogt von Mendris, Heinrich Ambrnnnen, legt Rechnung ab; laut derselben hat er mehr ausgegeben als eingenommen 14^/s Kronen, welche ihm vergütet sind, t 1. Die Gemeinde Ponte liefert ab 392 Lauiser Pfd. 3 Spagürli in Gold nnd währschaften Münzsortcn. 2. Die Commune Sonvico gibt 640 Lauiser Pfd- in guter Währung. 3. Morco gibt 320 Lauiser Pfd. in Gold und in gangbarer Münze. 4. Die Zoller liefern 800 Kronen ab statt der vertragsmäßigen 1000 Kronen; die 200 werden ihnen nachgelassen wegen der großen Theurung und der erlittenen Verluste. K. Die von Mendris und Balerna beschweren sich persönlich, daß an ihren Grenzen Spanier und andere Kriegsvölker liegen, die kein Korn auf das Gebiet der Eidgenossen bringen lassen; das sei ihnen sehr nachtheilig, und sie bitten daher die Eidgenossen um Abhülfe. I». Es wird abermals der Beschluß erneuert, daß kein Kurtisane noch Priester eine Pfründe erhalten soll, der sie nicht selbst versieht- i. Hans Hösli von Glarus, der die letztern zwei Jahre zu Lauis Vogt gewesen, hat sich so ehrlich, löblich und wohl gehalten, daß keine Klagen oder Appellationen an die Voten gelangt sind; dieser guten Dienste wegen wird ihm ein urkundliches Zeugnis) ausgestellt, wie die Boten wissen. Ii.. Als Jahrloh» werden dem Schreiber, Meister Heinrich, 10 Gl. an Gold, dem Henker 53 Kronen verabreicht. 551. KltgeiHerg. 1528, 29. Juni (Auf Peter und Paul). Staatsarchiv Lueern: Ungebundene Abschiede. Tag der Schirmorte der Abtei. 1. Hans Berchtold von Uutcrwalden ob dem Wald, Vogt zu Engelberg, legt mit seinem Schaffner Heinrich Stulz Rechnung ab. Die Einnahmen betragen 3697 Pfd. 3 Sehl. 6 Heller, die Ausgaben 3584 Pfd. 10 Schl. 4 Heller; daher hät der Schaffner dem Kloster zu bezahlen 1l2 8 Schl. 2 Heller; dabei ist aber ihre Entschädigung mit inbegriffen. 2. Das Kloster hat 1770 Pfd. Schulden, 290 Pfd. mehr als letztes Jahr; dabei sind aber 669 Pfd. a» Bauten und Nutzungen augelegt. 3. An Vieh Juli 1528. 1347 besitzt es 41 Kühe, 1 großen Stier, 5 große Ochsen, 1 großen Zwick, 4 Zcitochsen, 2 Zcitstiere, 24 Meislinge und 20 Kälber; ferner l Mähre mit 2 Füllen, l Mönch, 1 Maulesel, 8 Schweine, 4 Geißen und 3 Schafe. 4. Es hat an Wein 20 Eimer am Zürchersce und gegen 30 Saum im Kloster; an Korn 46 Malter Zngcr Maß, 7 Malter Haber, dazu 250 Käse und 15 Mäß Salz. 5. Vogt Heß hat für die Klosterfrauen eingenommen 521 Pfd. und ausgegeben 457 Pfd. 9 Sehl.; es beträgt daher der Uebcrschnß 63 Pfd. und 6 Schl.; dagegen ist man ihm von früher her schuldig 133 Pfd. 14 Schl., seine Entschädigung mit inbegriffen. 6. Die Frauen besitzen an Vorrath 12 Mütt Kernen, und 6 Mütt Kernen liegen in Aaran, sowie 16 Mütt Haber. 7. Vogt Ambühl bleibt den Frauen nach Abzug der Ausgaben von den Einnahmen noch schuldig 48 Pfd. sss Luggaris. 1528, 3. Juli f. Jahrrechnung. Staatsarchiv Lucern: Lauis- und Luggarus-Abschiede 1.37. Staatsarchiv Zürich: Tschad. Abschiede-Sammlung. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede 447. KautvuSarchiv Freiburn: Abschiede Bd. 102. «.» Heimzubringen der Besatzung halb, ob man sie ergänzen oder vermindern solle; ferner in Betreff des Schlosses, ob man es reparircn wolle oder nicht. I». Urthcil zwischen der Bürgerschaft der ganzen Commnnitüt Mggaris einerseits und Bartli Nobnschot, seinem Bruder Hans und Peter Soldat, wohnhaft zu Luggaris, anderseits. Nach Anhörung der Klagen und Antworten beider Parteien, der Instrumente »nd Freiheiten der genannten Commune, die sie von den Grafen erlangt und erkauft; der Statuten, die ihnen das Recht einräumen, e>»en jeden nach Brauch und Gewohnheit zu besteuern; der mündlichen Kundschaften, die erweise», wie viel der ^Gegenpartei auferlegt, und daß diese Auflage durch die ordentlichen Geschwornen geschehen; der Capitel, welche Mggaris von den XII Orten erhalten; dagegen der Urtheile, welche die drei Genannten auf einem Tage zu ^ucern erlangt haben, überhaupt aller Briefe, Titel und Nechtsamen, welche beide Parteien ins Recht gelegt; endlich der Instructionen der Obern, mehrentheils dahin lautend, daß den Bürgern ihre Rechte nach genauer ^rhörung bestätigt werden sollen; nachdem man ferner erfahre», daß genannter Nobaschot von all seiner Habe, Zinsen und gewerblichem Einkommen bisher keine Steuer entrichtet hat, wird zn Recht erkannt, es sollen die beiden Nobaschot und Peter Soldat sich der bestrittenen Auflage unterziehen. Dabei wird auch festgesetzt, daß Mtan, nie,in Stenern oder Schätzungen angeordnet werden, dieselben durch rechtschaffene Männer, ans Edel» und bürgern ernannt, bei ihren geschwornen Eiden vertheilt und aufgelegt werden sollen, nach bisherigem Brauch und bekannten Freiheiten und Gerechtigkeiten. «. Einnahme» ans der Vogtei Luggaris: 1. Von Brissago 68 Pfd. (bcis Pfd. .Ii g Groß). 2. Von Verzasca 112 Pfd. 3. Von Gambarogno 275 Pfd. 4. Von dem Seckelmeister wn Luggaris 1825 Pfd. 5. Von dem Zoll zu Luggaris 7091 Pfd.. oder 669 Kronen (die Krone zn 53 Groß). Zoller geben dabei Auskunft, warum der Zoll dieses Jahr weniger ertrage als früher, weil nämlich der > ^oß thAs wegen Verboten, theils wegen Pest nie offen gewesen, und wegen der merklichen Theurnng und der "'""er währenden Kriege. 6. Von dem Mainthal 600 Pfd. 7. Von dem Fiscal 28 Kronen 17 Groß für Mnlefizsache,^ nach Abzug seiner Ausgaben baar 10 Kr. 17 Groß. «I. Ausgaben: 1. Der Eonnnissär hat ""-'gegeben für Länferlohn, Deckcrlohn, für die Büchsen zc. 53 Kronen 24 Groß. 2. Der Fiscal 18 Kr. (s. o.). Dein Büchscnmeister als Jahrgchalt 45 Kr. 4. Demselben für Arbeiten im Schloß 13 Kr. l'/s Dicken, v- Dem Schreiber als Jahrgehalt 50 Kr.; demselben und seinem Volk (Gesinde) 5 Kr. Trinkgeld. 6. Dem 1348 Juli 1528. Zoller als Jahrgchalt 20 Kr. 7. Dem Altvogt als Reiseentschädigung („Reitlohn") 10 Kr. 8. Dem Meister Caspar für seine Arbeit 15 Kr. 9. Dein Fiscal als Jahrgehalt 12 Kr. 10. Den, Seckclineister von Luggaris 20 Btz. 11. Den Mönchen zn St. Franciscus als Almosen 30 Btz. 12. Dein Mönch auf dem Stein als Almösen 10 Btz. 13. Dem Mönch in Cngniasco 10 Btz. 14. Dein Hans Jöri 2 Kr. für Bestellung eines Briefes. 15. Den Weibeln 5 Dicken. 16. Dem Knecht des neuen Vogtes 1 Kr. v. Nach Verrechnung aller Ausgaben und Einnahmen sowohl hier als zn Lauis sind jedem Boten verabfolgt worden 159 Kronen, gute und schlechte, 17 Ducaten und 10 Gl. rh. Zu I». Vielleicht gehört folgender Artikel der Bern er Instruction hieher: „Des ersten sind ir noch wol ingedenk, wie dero von Lucaris botschaft kurzlich hievor vor minen Herren erschinen von wegen der frömden, so sich br> inen niderlassen, winschenken und ander koufmanschaft triben und aber vermeinen, der beladnussen fry (ze) sin und darzuo der fryheiten (ze) genießen, darum sp (doch) mit geben haben noch geben wellen, es spe zoll, tell oder anders, darum daß sy dhein ligend güeter da haben. Ist üch befolchen, mit andern Kotten darin ze handlen, was die notdurft und billigkeit erfordert." St. A. Bern: Instructionsbuch X. 150 a. sss. Lucern. 1528, 10. Juli (Freitag nach Ulrici). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede H. 2. 1. 489. Tag der V Orte. Unterwalden berichtet, wie die von Hasli und ihre eigenen Boten gemeldet, daß sie in großer Besorgniß seien, von Bern überfallen zu werden, weßhalb sie um Hülfe angerufen, auch an die von Wallis, im Siebenthal u. a. m. geschrieben haben. Es habe nun denselben Hülfe mit Leib und Gut versprochen, ihnen einige Lebensmittel gesandt und sie getröstet, daß die IV Waldstätte und Zug sie nicht verlassen werden. Da die biderben Leute in wirklich ernster Gefahr sind, indem man keine Stunde, weder bei Tag noch bei Nacht, sicher ist, wann der Sturm kömmt, und die von Unterwalden sich entschlossen zeigen, Leib und Gut zu denen von Hasli zu setzen, wahrend einige Orte noch keine Vollmacht haben, einen Anschlag für die Gegenwehr zu machen, so wird aus nächsten Montag (13. Juli) ein Tag nach Bezgenriet) angesetzt für die IV Waldstätte und Zug, um daselbst einen Beschluß zu fassen sowohl wegen der Hülfe für Hasle, als zur Sicherstellnng von Rapperswpl, Weingarten und anderen Plätzen. Sollte in der Zwischenzeit ein Hülferuf kommen, und Unterwalden ihnen beispringen, so soll auch Uri denselben zu Hülfe ziehen samt der Landschaft Wallis, den Siebeuthaleru und andern Freunden, namentlich aber soll dann sogleich jedes Ort vier Voten absenden, zwei nach Bern und zwei nach Hasli, um Z« vermitteln. Auf dem Tage zu Bezgenriet» soll dann über diesen Rathschlag umständlich geredet und alles genau festgesetzt werden, damit im Fall des Ausbruchs Jedermann sofort weiß, wohin er eilen soll; denn nach da Zusage, die den biedern Leuten gethan worden ist, kann man sie schlechterdings nicht verlassen. — Es solle» aber alle Beschlüsse so geheim als möglich behalten werden, und Jedermann sich rüsten und wohl Obacht haben. Juli 1528, SS4. 1349 (Amuenfeld). 1528, c. 10. Juli. Staatsarchiv Zürich: Jnstructionciigl, lSS. Ein Gesandter von Zürich, Hans Escher, hat mit dem Landvogt im Thurgau zu handeln wie folgt: 1. Vor kurzer Zeit habe man Niklans Steinbock zum Pfarrer in Neunforn verordnet, wo das Kloster Töß die Lehenschaft, und ein Burger von Zürich die Niedern Gerichte habe, und da man demselben befohlen, das hl, Evangelium und Gotteswort den Kirchgenossen nach dem wahren und lautern Verstand zu predigen, müsse man vernehmen, daß der Landvogt die Absicht zu erkennen gebe, den Pfarrer thätlich zu strafen, sofern er nicht bei den alten Bräuchen bleibe, sodaß dem guten Prädicanten vielleicht Gewalt und Unrecht widerfahre, ?c, Deßhalb begehre man ernstlich, baß der Landvogt von einem solchen Vorsatz, wenn er ihn je gefaßt hätte, abstehe und den Prädicanten ruhig kasse. 2. Wollte er das nicht thun und sich ans besondere Befehle der Eidgenossen berufen, so soll der Gesandte verlangen, daß er stillstehe, bis man dieselben auf Tagen benachrichtigt hätte. Wenn er auch dazu nicht einwilligt, !a ist zu begehren, daß er den Prädicanten bei Recht im Thurgau bleiben und nicht ans der Grafschaft führen kasse; hierüber soll bestimmte Antwort gefordert werden. Beharrt der Landvogt auf aller Strenge, so mag der Gesandte erklären, der Prediger thue nur, was Zürich ihn heiße; darum gebühre sich nicht, daß man ihn ver- gwaltige» lasse; wenn also solches versucht werden wollte, so würde man sich veranlaßt sehen zu handeln, was uian lieber vermeiden möchte. Damit soll sich der Bote verabschieden. 3. Fände er den Vogt nicht zu Hanse, so mag er ihn etwa in der Nähe aufsuchen, (sonst aber) diese Meinung, soweit nöthig, dem Schultheiß und Nach in Frauenfeld eröffnen. Actum Dienstag nach Ulrici (7, Juli). Die bezüglichen Corrcspondenzen müssen hier übergangen werden. S5S. Aern. 1528,^2. Juli. Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr. 218, p. 92. 03. 04. ». Beschwörung des Burgrechts mit Zürich, I». Ans den Vortrag der zürcherischen Botschaft betreffend den Glaubcnszwist in Glarns wird für den Gesandten nach Einsiedel« eine Instruction entworfen, v. Desgleichen wird er instrnirt in Betreff der von den acht Orten für das Thurgau und Baden erlassenen Mandate, «> Der Beschluß, von Ort zu Ort zu reiten, wird suspcndirt bis nach dem Landtag zu Glarns, (mit Rücksicht auf die) »hiesigen Läufe", v. Den Boten wird für ihre (bezüglichen) Zusagen Dank erstattet. Zu i>« Der entsprechende Act fand in Zürich am 6. Juli statt. Als Beleg geben wir folgenden Brief, der nebenbei andere dienliche Aufschlüsse gewährt: 1528, 3. Juli, (Zürich), Joh. Vogler an Bin. Joachim von Watt. „Gratiam -c. Ich mag üch nit verhalten, wie kurz mir ze schriben zpt worden ist, der botschaft halb. Uf nächst Mcntng (6. Juli) sind miner Herren von Bern botschaft zuo Zürich vor klain und groß raten erschincn und den aid gcnomcn, (nf) die nüiv Verbindung und burgerschaft nach lut der artiklen ze halten cwiklich, dcß ich üch in kurzein ein copy zuo senden verhoff. Uf Bichs ritend maistcr (Johannes) Blüwler und seckelmaister (Jacob) Werdmüller des tags dato hinuf gen Bern, daselbs inen ouch (ze) schweren, glicher wis st gethon und besiglct, werden st) och versiglen. Gott st)e hoch gelobt 1350 Juli 1528. des christlichen fürnemcns, der gebe sin kraft. Uf nächst Sonntag, hat mir ob tisch der Jacob Werdmüller gsagt, werde sölichs der ganzen gmain zuo Zürich verlesen, die werden also ainhelliklich ouch schweren. Was witer sin wurde, will ich üch nit verhalten, sonder als erst müglich wissen lassen. Ich wird noch ein monat beharren müessen der schnoler halb ... Ich gon zuo M. Uolrich zuo Tisch . . . (Schriften gegen Luther). Glaris ist handfest des zuosagens, (so st) den) Zürichern und Berncrn gethonll' Nachschrift: „Fragen disen Kotten, was st der zit zuo Zürich gehandlet haben, und ir antwort (so sy) empfangen." Vad. Bin. w St. Galle»: Lttt. Mise. 11. Zu «. Die Zürcher Instruction für diese Conferenz gibt hierüber folgende Auskunft: Da glaublich verlaute, daß die Eidgenossen in etlichen Mandaten für die gemeinen Vogteien, in welchen sie bei merklicher Strafe gebieten, bei den alten Bräuchen zu bleiben, die zwei Orte Zürich und Bern auch nennen, als ob diese dazu eingewilligt hätten, so rathe man, in jene Landschaften gemeinsam zu schreiben und zu erklären, daß man entschlossen sei, bei dem göttlichen Worte zu bleiben. Zu bemerken ist außerdem der letzte Artikel: Was der Gesandte Hans Escher von dem Landvogt im Thurgau zur Antwort erhalte, werde man schriftlich anzeigen, wenn es nöthig erscheine. St. A. Zürich: Jnstruct. I. 141, 112 a (Montag nach Ulrici, 6. Juli). SS«. Aern. 1628, 12. Juli f. Staatsarchiv Ver». Verhandlungen über das Verhältniß Genfs zu Savoyen. Wir haben nur einige Acten zur Verfügung: 1) 1528, 4. Juli. Bern an den Herzog von Savoyen. „Illustrissimo, etc. oto. Mus sommos advortis das inkamos st viluinss pnrolos gui doivont ostro usoos pur In sompaiAiiio du sa.pZta.ino Uonvoiro aupros du pont darva (vis), Sontra osux gui kaisoiant 1o galt (guat), antra guonlx vstoiont sartains oompn^nons dos nostras st da IdribourA, losguollos pnrolos, si somins Ion nous a rapporto sont pnssoss, on sommos tros inalsontans, aar ollos svnt si tros deslionestos st ordos, gus ns las osons diro. sssto onuso vous supplions dsn kairo inguisition st sn prondro Information, all n guo ovux gui los ont usoos, soisnt olmstoz'os; autrs- msnt sariant (ssrions) sonstraints dv pourvoir ds nous mosmos. tüsla doit ostro pusso a Ibouro guo Ion n prins pur korss au pro du priour do Naint Viatour'' 1o koin ot lsnninsx (?) ot tiro auouns soups do lisZuodutos oontro ooux gui audit lisu kaisoiont lo gait. Vous Prions guo wotts^ ordre et romodo, (alln) guo plus Arand ossandlo nonsuivo, et guo lodit priour do 8t. Vistour ni aussi no« oombourgoois do (Zonovo naz'Svt oooasion do soi plaindro ou do tairo auouns tuinultos". .. St. B. Bern: W-ls-h Missive» x. ss b. 2) 1528, 12. Juli, Bern. Der Herzog von Savoyen schlägt den Besuch des Tages (in Peterlingen) ^ und erklärt, sich an den Abschied zu halten, welcher sagt, daß Bern zu der Partei stehen wolle, die dabei bleibe; nun haben die Genfer ihn nicht gehalten; »org-o"; er erbietet sich, Leib und Gut für Bern einzusetzen und bittet, seine Angelegenheiten für empfohlen zu halten. St.«. B -rn: R-uhsbuch Nr. 21s. 3) 1528, 12. Juli. Bern an den Herzog von Savoyen. Piochet habe die ihm gegebenen Aufträge in Betreff des anberaumten Tages eröffnet, (die dahin lauten), daß der Herzog sich an den letzten Abschied von Bern halten und jenen Tag nicht beschicken wolle. Um Unruhen zu vermeiden, bitte man ihn aber, denselben anzunehmen, indem man einen guten Ausgang hoffe, und hierüber entspechende Antwort zu geben. 4) 1528, 12. Juli. Bern an Genf. Der Herzog habe durch Piochet anzeigen lassen, daß er den letzthin angesetzten Tag nicht besuchen, äber den Gefangenen freilassen wolle, wenn die Genfer den bei ihnen verhafteten Edelmann ebenfalls ledigen. Des Tages halb habe man ihm sofort geschrieben und ihn dringend gebeten, dazu einzuwilligen ?c. In Betreff der Gefangenen hoffe man, daß er den Seinigcn zuerst entlassen werde, sobald man Juli 1528, 1351 wisse, daß Genf den Edelmann (oelni clu p«our lls 8t. Viotour) freigebe; man wünsche daher dcßhalb benachrichtigt zu werden. s) und 4> i»> S>, A, Bm>- Wm-h Missiv-n «v, b, 5) 1528, 15. Juli. Bern an Genf. Heute habe Piochct unter andern Klagen betreffend den Prior von St. Victor angezeigt, daß Genf den Faucigner habe hinrichten lassen, ohne ihn dem Castellan zu Gaillard zu überliefern, was bisher nicht Brauch gewesen sei; er begehre nun, daß man ans Genugthuung dringe gemäß dem Bündniß mit dem Herzog, das älter sei als das Burgrecht mit Genf, in welchem zudem seine Rechte vorbehalten seien. Man bitte daher Genf, von dergleichen Neuerungen abzustehen, damit man nicht veranlaßt werde, von dem Burgrecht zurückzutreten. St, A. Bern: W-ls-h Mgiu-n os b. 557. Weggenried. 1528, c. 13. Juli. Tag der V Orte, gemäß Nr, 553, Directe Nachrichten oder sonstige Aufzeichnungen sind uns unbekannt; dagegen mögen hier die erheblichsten Acten folgen: 1) 1528, 8. Juli (Mittwoch vor St. Cyrill). LA. und Rath von Obwalden an Statthalter und Schreiber (Lütolt?) zu Hasle. 1. „Wir sind wol bericht, wie ir dann beschwert sind von etlichen Worten, die üwcr umman sich hat merken lassen; (das) Hand wir unfern lieben Eidgnosscn den übrig(cn) dry Waldstetten mit sampt Zug auch zuogcschriben und inen tag verkündt uf nächst(en) frytag .. gan Lucern ... 2. Witer, getrüwcn lieben nachburen, ist unser früntlich bitt an üch, ir wellend guot sorg han uf üwcr Herren, ouch darby stau wie guot from cristen, wie ir von alter har kommen sind und allweg uns by guotcr zit, tags und nachts, berichten was üch begegne und zuo Händen stoßt, so wend wir allweg das best thuon und zuo üch setzen alles das uns gott beraten hat, an(e) alles hindersich scchcn, wo ir by der meß und den sibcn Sacramentcn bclyben wellend, und bitten üch früntlich, ir lassen üch nit erschrecken, begeren wir umb üch früntlich zuo verdienen". . . » St. N. Lucern: A. Neligionshändcl (Original). 2) 1528, 8. Juli (Mittwoch vor St. Cyrill), Obwalden an Lucern, Ein Schreiben aus Hasle melde, wie der Ammann geredet, er möge die Landlcute nicht bemcistern, wolle aber etwa dreitausend „zu Weg bringen", die sie gehorsam machen werden ?c. Darauf habe man eine Botschaft z» ihnen geschickt und sie dem zu Lucern gemachten Abschied gemäß insgeheim getröstet. Hienach sehe man für nothwendig an, daß die V Orte sich unterreden, wie mnn in der Sache handeln wolle, und habe man der Dringlichkeit wegen einen Tag in Lucern angesetzt auf den nächsten Freitag früh, mit der Bitte, dazu eine Botschaft zu verordnen und darin handeln zu helfen, „das, ob gott will, unser aller lob, nutz und ccr sin wird." In gleicher Weise habe man de» übrigen Orten geschrieben. St, A, L»«m: Misswen. 3) 1523, 13. Juli (Kaiser Heinrichs Tag). Statthalter, Rath und ganze Gemeinde von Obwalden an den Landsfähndrich zu Hasle. „Als wir üch jüngst geschriben Hand, üch zuo berichten, was zuo Lucern gehnndlet wnrd, so stiegen wir üch zuo wüsten, daß die vier Waldstett mit sampt Zug, wo die von Bern üch nit wend lassen beliben wie von alter har by der meß und den heligen siben Sacramentcn, daß die gcmelten fünf Ort wend lib und guot zuo üch setzen, Ivo die güetlicheit nit helfen mag; ouch so Hand wir nf gester ein große lnndsgcmcind gehan und ein ratschlag getha», da wir nf Hütt sechshundert man usnemend und sich in maßen rüsten, daß ir müessen spüren, daß wir üch nit verlassen wend, und ist unser höchste bitt an üch, ir wellend üch nit von dem alten glauben trängcn noch erschrecken lassen, Ouch so ist uf Hütt ein tag angesechen gan Bcggcnried, wer mit uns üch zuo hilf kamen, und die andern dann uuden in das Ergcw ein nfscchcn habend, und wcß wir da bericht werdend, wend wir üch dann ilends berichten". ... St. A, Lucern: A, Rcligi-nshiindel (Original), 1352 Juli 1528. SS8. Sinstcdeln. 1528, 16. und 17. Juli (Donstag und Freitag nach St. Margaretheu Tag). Staatsarchiv Zürich! Acten Schwyz. Rechtshandel zwischen Zürich und Schwyz. Gesandte: Zürich. Hans Escher*), als Redner; M. (Niklaus) Setzstab und M. Rudolf Stoll, als Zugesetzte; M. Kainbli, M. Rudolf Thuinisen, Rathgcbcr; (Burkhard Wirz), Unter(stadt)schreiber, als Schreiber. Schwyz. (Heinrich Neding?), Ammann; Joseph Amberg; (wahrscheinlich noch einige andere). I. a. Klage von Schwyz, durch Joseph Amberg vorgetragen. (1.) Da zwischen Zürich und Schwyz ein Span walte betreffend das Einreiten des (Herrn) von Geroldseck in den Einsiedlerhof zu Zürich, so sei ihm von seiner Obrigkeit befohlen, in das Recht zu tragen, daß sie vermeine, es sei den geschworneu Bünden zuwider, daß derselbe dort ferner Aufenthalt finde, sondern es setzen die Bünde ausdrücklich fest, daß jeder Kläger den- jenigen, an den er etwas glaube fordern zu können, vor dessen Richter rechtlich belangen solle, zc. Ans dem eben verlesenen Artikel ergebe sich klar, daß Niemand den Andern verHeften solle wegen streitiger („ungichtiger") Schulden, und jeder den Angesprochenen an dessen Wohnsitze zu suchen habe. Da nun der von Geroldseck an das Gotteshaus Ansprachen erhoben, die der Abt nicht zulassen könne, so meinen dagegen sie, die Herren von Schwyz, er habe so viel verwirkt, gegen geistliche und weltliche Rechte, die Stiftungsbriefe und des Gotteshauses Regeln und Herkommen sich so weit vergangen, daß er nicht mehr Conventherr sein könne, weßhalb der Abt und sie seine Forderungen nicht anerkennen; daher trauen der Ammann und er, der Redner, den Herren Sätzen zu, (sie werden erkennen), es sei in Betracht der angezogenen Bundesartikel genugsam erwiesen, daß der von Geroldseck schuldig sei, den Abt von Einsiedeln vor dessen Richter zu suchen, und nicht der Abt und Schwyz, ihn vor den Eidgenossen von Zürich zu belangen. 2. Es verlaute, daß der Einzug des von Geroldseck mit Bewilligung Zürichs geschehen, sowie daß ihm erlaubt worden, die Güter des Gotteshauses im Gebiete von Zürich zu Recht zu verbieten. Wenn dies auch wirklich begegnet sei, so hoffe Schwyz doch, daß ein solches Verbot kraftlos wäre, und Zürich kraft der Bünde rechtlich dahin gewiesen werde, das Gotteshaus wie bisher über das Seinige verfügen zu lassen; man berufe sich auf den Artikel, daß Niemand einen Andern verHeften solle, -c. Nun halten weder der Abt noch die Schirmherren dafür, daß sie oder Jemand in ihrem Namen dem von Geroldseck etwas (schuldig zu sein und zu leisten) gelobt und versprochen; hätte das aber Jemand gethan, so würden sie es jetzt widerrufen, als ohne allen Befehl geschehen; deßhalb vermeinen sie genügend erwiesen zu haben, daß die dem von Geroldseck bewilligten Verbote den Bünden zuwider seien, ?c. 3. Ferner sage ein (zu verlesender) Artikel, es solle Keiner für einen Andern Pfand sein. Auch daraus folge, daß Niemand „verpfändet" ins Recht stehen solle; darum sei Schwyz der Zuversicht, daß der von Geroldseck, bevor er rechtlich etwas erlange, dem Gotteshans nichts verbieten dürfe, da solches wider Stadt- und Landrecht wäre. (4.) Aus einein andern (verlesenen) Artikel erkenne man, daß Niemand den Andern an seinen Gerechtigkeiten und altem Herkommen kränken noch davon drängen solle. Da nun den Herren von Schwyz laut der Briefe von Kaiser Sigmund die Schirmhoheit über das Gotteshaus Einsiedeln befohlen sei, so hoffen sie, daß Zürich vermöge der Bünde sie bei dieser Schirmherrschaft wie bisher bleiben und samt dem Abt nach Gutfinden und Umständen handeln lasse, daß also *) Anfänglich war der Stadtschreiber, 0r. Wolfgang Mangolt, ernannt; infolge seiner Erkrankung sollte ihn Escher ersehen; auch diese Versügung scheint aber geändert worden zu sein; vgl. I. b. Juli 1528. 1353 sie, wenn der von Geroldscck das Gotteshaus weiter als erträglich drängen wollte, über dasselbe zu richten haben, da es in ihren hohen und Niedern Gerichten liege, bei welchen sie,zn schirmen und zu handhaben Zürich durch die Bünde verpflichtet sei; sie meinen daher, daß der. von Geroldseck, als der Ansprecher, das Gotteshaus vor dessen Richter, nämlich ihnen, rechtlich suchen solle, weil der Abt und sie alle rechtlichen Ansprachen gegen ihn fallen lassen, sofern er nur das Gotteshaus bei dem Seinen ruhig lasse ze. (Folgt Recapitulation und Rechtsatz). b. Antwort von Zürich, „durch Herrn Stattschriber beschechen": Es sei da eine lange Klage angebracht worden, die er noch nicht näher berühren wolle; die Gesandten von Zürich befehlen ihm, vorerst anzuzeigen, daß sie auf diesen Tag abgefertigt seien, nicht weil sie auf die Mahnung von Schwyz es glaubten schuldig zu sein, sondern allein zu Ehren und Gefallen der Eidgenossen, von denen die Abschiede über diese Sache ausgegangen, und um die gute Nachbarschaft mit Schwyz zu erhalten, aber keineswegs kraft der Bünde, indem diese gegen Zürich derzeit noch nicht beschworen seien, wie sich gebührte. — Ferner bezeugen die Gesandten, daß sie sich ans den Handel zwischen dem Abt und dem von Geroldseck nicht weiter einlassen werden, als er die Rechte, Freiheiten lind Herkommen der Stadt berühre; sie wollen keiner der genannten Parteien ihr Recht gemindert oder gemehrt haben, sondern selbiges üben lassen, wo es sich gebühre. Auf die eingeführte Klage geben sie so viel Zur Antwort: Weil diese Rechtfertigung sich auf die geschwornen Bünde stütze, die aber seiner Zeit, wo es der Ordnung nach hätte geschehen sollen, iveder von Schwyz noch von Zürich gegen einander beschworen, worin Zürich Zu nicht geringem Befremden von den andern Eidgenossen ausgesondert wordeil, so gebühre sich nicht, daß Schwyz, bevor die Bünde gegenseitig beschworen seien wie unter andern Orten, kraft dieser Bünde Zürich zum Recht fordere, '»dem dieselben laut des Buchstabens eivig währen, also auch ewiglich beschworen werden sollen. Weil Zürich von den Eidgenossen gesondert sei, — warum, lasse sich leicht vermuthen, — so inüsse es auch besorgen, von dem Inhalt der Bünde ausgeschlossen zu sein und sich dessen nicht mehr getrösten und freuen zu können. Da es uun aber kraft derselben rechtlich ersucht sei, so gebühre sich, daß sie, die den eigentlichen Grund dieser Rechtsverhandlung bilden, vor allem beschworen werden, und bevor das geschehen, hoffe man nicht schuldig zu sein, zum Recht zu erscheinen; die Gesandten begehren daher, daß rechtlich erkannt und gesprochen werde, es solle Schwyz Legen Zürich die Bünde schwören und dessen „Huldigung" annehmen, und daß es vorher nicht zum Recht mahnen könne. Wenn Zürich gehalten werde wie andere Eidgenossen, so werde es dann auch thnn, was sich gebühre, :c. II. a. Einrede von Schwyz. Es hätte sich einer anderen Antwort versehen; damit aber nichts versäumt Vierde, und man sehe, daß es den Handel gerne bald zu gutem Ende brächte, wollen die Boten wieder antworten. 1. Sie können ihr Bedanern über den Einwand Zürichs, die Nichtbeschwörnng der Bünde betreffend, v>cht unterdrücken, da die Bünde, deren Zürich und Schwyz unter einander drei haben (1351, 1352, 1481?), Vach ihrem ganzen Wortlaut eivig heißen und selbst in dem Falle, daß sie nie beschworen würden, nicht entkräftet wären. Der Bund, welcher bestimme, daß er alle 13 Jahre zu beschwören sei, sage nicht, daß er dadurch gcfcstnet und gemehrt, geschweige gemindert werde; deßhalb bedünke Schwyz billig und gerecht, daß Zürich jetzt oder später w jedem Fälle Antwort gebe, wozu sich Schwyz auch seinerseits hiemit erbiete. 2. Auf die Vorbehaltung der Herrlichkeiten der Stadt Zürich sei zu erwidern, daß man darein gar nichts rede, dieselben 'auch nicht schwächen wolle; man rechte hier um eineil Artikel, der in den Bünden wohl gegründet sei; Schwyz wolle seine Freiheiten vur behalten und hoffe, daß auch Zürich nicht gesonnen sei, (sie anzufechten), lieber die Protestation des Herrn Stadtschreibers, daß seine Herren ans den Streit zwischen dem Abt und dem von Geroldseck nicht eintreten und keine Partei im Rechten stärken oder schwächen wollen, sei zu sagen, daß man gar nicht rechte um allfälligc Ansprüche, die der Abt und das Gotteshaus gegen den von Geroldscck erheben könnten, sondern allein über die 1354 Juli 1528, Frage, ob es den Bünden zufolge billiger sei, ob der von G, das Gotteshaus vor dessen Richter (in Schwyz), oder der Abt ihn zu Zürich oder anderswo suchen solle, indem der Abt an ihn nichts fordern wolle. 3. Das Bedauern betreffend, welches Zürich über seine Absonderung bei der letzten Bnndesbeschwörung äußere, gebe man zu, daß die Bünde die Beschwörung fordern; allein der (erste) Bund zwischen den beiden Orten bestimme die Frist auf 10 Jahre, die noch nicht verflossen seien; wenn dies geschehen, und Schwyz von Zürich deßhalb ersucht werde, so wolle es darauf ehrbare Antwort geben. Wenn Zürich anziehe, daß der Bund andern Orten geschworen worden, ihm aber nicht, so habe diese Unterlassung nicht den Zweck gehabt, die Bünde zu schwächen, da die Obern von jeher und jetzt noch des Willens seien, die Bünde treulich und redlich zu halten, sofern das von Zürich auch geschehe. Daß aber von andern Eidgenossen und Schwyz damals die Beschwörung verschoben worden, um die 10 Jahre vorerst verstreichen zu lassen, sei wegen etwelcher MißHelligkeit geschehen, von der sie gehofft, sie werde sich mittlerweile bessern, was mit der Gnade Gottes wohl noch gelingen könne; darum wollen die Gesandten ihre Obern hierin verantwortet haben, daß die Huldigung nicht dem Bunde zum Nachtheil unterlassen morden, auch nicht Zürich zu Leid oder Nachtheil, da sie sich jederzeit guter Nachbarschaft gerne befleißen. Da Zürich alle Billigkeit befleiße, sobald die Bünde mit ihm beschworen seien, so stelle man die Frage, ob es, wenn die Rechtfertigung wegen des Bundschwörens heute oder morgen zu Ende gelangte, auf die heutige Klage auch sofort Antwort geben wollte oder nicht? Weil nun aber die Bundesbeschwörung andere Orte mitbetreffe, als Lnccrn, Uri, Unterwalden, Zug, Freiburg und Solothurn, so möchte man wünschen, daß Zürich dieselben auch ersuchte; man erkenne übrigens dabei als billig, diesseits ans Anforderungen Zürichs auch Antwort zu geben. Damit setze mau den Handel zu Recht, in der Zuversicht, daß man nicht rechtlich genöthigt werde, mehr zu schwören, als der Bund ausdrücklich zugebe. b. Gegenrede von Zürich: Die Gesandten wollen die heute eingelegte Protestation jetzt und ferner wiederholt haben und in die Hauptsache sich nicht weiter einlassen. Auf die Einwendung von Schwyz, welche darthun wolle, daß die Nichtbeschwörung der Bünde nicht Zürich zu Leid geschehen, zc., erwidere man, daß man nicht wisse, aus was für Gründen damals oder jetzt die Eidgenossen von Schwyz die Bünde nicht beschwören sollten; daher bitte man nochmals, die Usrachen lauter und unverhüllt anzuzeigen; seien dieselben (bereits) beseitigt, so hoffe man, daß Schwyz nicht länger zaudere, die Bünde zu erneuern; im andern Fall, und wenn es Zürich irgend möglich sei, diese Hindernisse abzustellen, um Schwyz die Beschwörung zu erleichtern, zweifeln die Gesandten nicht, daß ihre Herren alles Mögliche thäten, um zu beweisen, daß sie gerne gute Freunde und „liebe" Eidgenossen sein wollen. — Die andern Orte um die Beschwörimg der Bünde zu ersuchen, (sei nicht nöthig?), da jene Zürich nicht zum Recht gemahnt haben, wie es Schwyz gethan; wenn das geschähe, so wären dann wohl auch die gleichen Einreden am Platze. — Aus der Bemerkung, daß sich Schwyz mit andern Orten vereinbart habe, Zürich von der Beschwörung auszuschließen, könne jeder Verstandige selbst ermessen, wohin es führe, wenn fünf oder sechs Parteien, die in einem Bündniß stehen, dasselbe beschwören, aber eine Partei von den andern gänzlich absondern; welchen Trost, welche Zuversicht der einzig Ausgeschlossene zu den übrigen insgemein und sonderlich haben könne, wenn sie ihre Tagleistungen und Rathschläge mit einander halten und sich unter einander besonders verpflichten, den Einen aber ohne alle rechtmäßigen Ursachen nicht bloß als einen Fremden, sondern wie einen Türken behandeln? wie sich derselbe seiner Bünde getrösten und freuen könne? Darum glaube man, jene Ursachen seien im Rechten nicht begründet. — Das Erbieten von Schwyz, den Bund nach Ablauf der 10 Jahre zu beschwören, vernehme man mit Bedauern; denn iväre das der wahre Grund („wenn es die gestakt sölt gehebt haben"), so hätte die Erneuerung der Bünde auch gegen die andern Orte als ganz unnütz unterlassen werden Juli 1528, 1355 können; da sie aber geschehen und Zürich nicht geringer als Andere zu achten sei, auch Leib und Blut, Ehre und Gut so treu wie Andere für die Eidgenossenschaft eingesetzt habe, warum sollte es denn so verachtet und vernichtet werden? Zudem liege am Tage, daß die zu Staus gemachte Verkommniß die Frist der 10 Jahre auf 5 verkürzt habe; es möge der bezügliche Artikel hier verlesen werden. Damals haben die Eidgenossen wohl bedacht, wie schnell jetzt der Mensch „zu seineu vernünftigen Jahren auswachse", und deßhalb die Zeit gekürzt, die dann auch bei der letzten Erneuerung bereits verflossen gewesen, — Auf die schließlich gestellte Frage Vogt Amberg's, ob Zürich Antwort geben werde oder nicht, erkläre man wie vorher: Wenn die Eidspflichten gemäß den Bünden und der Verkommniß von Staus gegen Zürich wie andere Bundesverwandte erstattet seien, so können die Gesandten wohl versprechen, daß Zürich nicht bloß in diesem Handel, sondern in Allem, was die Bünde vermögen, unzweifelhaft thun werde, was es schuldig sei, in der Zuversicht, daß Schwyz dasselbe auch gutwillig thue. Aus den erörterten Gründen hoffen sie nun, daß die Zusätze erklären und sprechen werden, was man früher gefordert habe, und sofern nichts „Neueres" vorgebracht würde, wolle man diesen Handel ihrem Erkenntniß anheimgestellt haben. III. u. Gcgeuantwort von Schwyz: Wie Zürich protestire, sich nicht weiter einlassen zu wollen, bezeugen die Gesandten von Schwyz, daß sie den schwebenden Handel nicht anders zum Recht setzen, als wie die Eidgenossen ab dem letzten Tage zu Luccrn ihn ans Recht gewiesen haben. Zu eröffnen, warum Schwyz die Bünde mit Zürich nicht beschworen, haben sie keinen Befehl; denn das Recht sei auf eine andere Frage veranlaßt... Da der 5 Jahre halb einem Artikel der Stanser Verkommniß gerufen werde, so begehren sie, daß ein anderer verlesen werde, der ausdrücklich sage, daß die alten Bünde vorgehen und „weiter binden", und die Verkommniß dieselben nicht schwäche, sondern gänzlich vorbehalte, — Ferner begehre man den Artikel in dem (ersten) Bund zu hören, der vermöge, daß kein Schwören die Bünde befestne oder ewig mache, sondern daß sie von den Vordem bei der ersten Annahme auf ewig beschlossen worden, und nur die Eide erneuert werden; der außerdem deutlich sage, daß Aufschub oder Unterlassung des Beschwörens je nach zehn Jahren den Bünden unschädlich sein solle. Nun seien die 1t> Jahre noch nicht vorüber („für"). Daher vertrauen sie, die Gesandten, anstatt ihrer Herren zu Gott und den Zugesetzte», daß dieselben nichts gehandelt haben, was ihnen in dieser Rechtfertigung Nachtheil brächte. — Auf das Erbieten Zürichs, alles zu leisten, was die geschwornen Bünde vermögen, antworten sie, daß ihre Herren, wenn es rechtlich erkannt werde, daß sie vor Ablauf der zehn Jahre das Bündniß mit Eiden Zu erneuern schuldig seien, das auch erstatten werden. Damit setzen sie den Handel zu rechtlichem Spruch. 5. Nachrede von Zürich: Man wiederhole das früher Gesagte und sei mit Vogt Amberg einig, daß vian nicht anders handeln wolle, als wie der Abschied von Luccrn es fordere; sonst wäre man nicht hier. — Die Erinnerung, daß das Unterlassen der Beschwörung die Bünde nicht aufhebe, nehme man auch an; deßhalb habe man zu erfahren gewünscht, warum dieselben gegen Zürich nicht beschworen und erneuert worden; die Ursachen möchten vielleicht derart sein, daß man gebührlich zu begegnen wüßte. Weil man sie aber nicht kenne, und die Bünde mit andern Eidgenossen beschworen seien, so fühle sich Zürich dadurch beschwert und veranlaßt, vor ullem das Begehren zu stellen, daß die Bünde geschworen werden; das thue man nochmals, damit man sich in diesem Proceß wie in andern Dingen desto unverweislicher zu verhalten wisse. Und weil sich Schwyz für das Nichtschwören ans eine Ursache stütze, so sollte diese billig angezeigt werden. — Es werde ein Artikel der «stanser Verkommniß angezogen, der enthalte, daß dieselbe den älteren Bünden unschädlich sei. Man finde das besonders befremdlich, weil doch unsere Vorder» nicht ohne dringende Gründe beschlossen haben, die Frist ans 5 Jahre zu kürzen, wie es der Eingang der Verkommniß anzeige. Nun werde die Sache so gewendet, daß die Bünde nicht beschworen werden müßten, weil der nachfolgende Vertrag denselben unschädlich sei. Man verstehe (umgekehrt) 1356 Juli 1528. den letztern Artikel so, daß die Verkommniß den Bünden in den Puncten unschädlich sein solle, die in der Verkommniß nicht erwähnt und geändert seien; weil aber statt der 16 Jahre 5 gesetzt worden, so sei billig der Bund alle 5, und nicht erst alle 10 Jahre zu beschwören, wie es auch seitdem und noch zuletzt gehalten worden, nur mit Ausschluß Zürichs. Weil nun das ohne alle rechtmäßige Gründe geschehen, so sehe man dem Spruche entgegen, den die Gesandten früher begehrt haben, und damit setze man die Sache zum Recht. Das Resultat dieser Verhandlung liegt in folgendem Act: k. 1528, 17. Juli (Freitag nach St. Margarethen Tag), Einsiedeln. „Demnach mine Herren die zuosätz klag, antwurt, red und widerred sampt etlichen artikeln, so min Herren von Swiz und Zürich gegen enandern fürgewendt und zuo inen zuo recht gesetzt, gehört und verstanden, will sy bedunken weger und besser sin, die spenn, wie min gnedig herrrn die partyen sölhe gegen enandern haben, werden in der güetlichait hingelegt, dann mit recht usgesprochen, damit vil müeg, unwill, kost und schaden, der daruf gon möchte, verhüet belibe. Deßhalb so haben die abgedachten min Herren die zuosätz ein güetlich mittel gestellt, wie hernach folgen wirt, in Hoffnung semlichs sölle von baiden tailen der billichait nach güetlich angenommen werden, also: Daß min gnedig Herren von Schwyz minen gnedigen Herren von Zürich schweren, und dargegen min Herren von Zürich inen Huldigung tuon söllen, wie von alter har von inen beschechen sige, und söllen m. h. von Zürich m. h. von Swiz zuosagen, so inen von m. h. von Swiz obbegriffner gestalt geschworen werd, daß sy alsdann mit dem von Geroldseck verschaffen, daß er das gotshus Ainsidlen an sinen güetern rüewig und ungesnmt lasse, mit dem anhang, wa er min gnedigen Herren von Ainsidlen von des gotshus wegen (siner) ansprach nit erlassen well oder möge, daß er dann sin gnad in den gerächten, darin sin gnad gesessen ist, und vor siner gnaden ordenlichem richter mit recht fürnemen und suochen sige, in lut der bänden, oder aber das recht gegen minem Herren von Ainsidlen bruche nach sage der Erbainung, semlichs rechtens sin gnad im gestattnen und nit vor sin sölle, zc." St. A. Zürich: A. Schwyz (Ausfertigung von Locher). Das Anfangsdatum ist aus bloßer Vermuthung aufgenommen, indessen doch sehr wahrscheinlich richtig. Zu Ueber die Einleitung dieses Tages liegen folgende Korrespondenzen vor: 1) 1523, 27. Juni (Samstag nach Johannis Bapt.). Schwyz an Zürich. (Recapitulation der bisherigen Verhandlungen). Da Zürich in das Recht über die zwei zu Luceru (29. April f.) gestellten Fragen eingewilligt, die Sache nun aber so lange angestanden, daß es sich nicht gezieme, länger zu warten, so setze man hiemit einen Rechtstag nach Einsiedeln auf Dienstag nach St. Ulrichs Tag (7. Juli) und ermahne Zürich bei den Bünden, „dero ir dry mit uns und wir mit üch habent", dieses Recht zu erstatten. Und um die Sache zu fördern und Kosten zu sparen, schlage man, damit ein Schreiber auf dem Tage anwesend sei, Johannes Locher den jünger» zu Frauenfeld vor; wenn er Zürich gefalle, so möge es denselben im Namen beider Orte berufen. Begehren umgehender schriftlicher Antwort. St. A. Zürich- A. Schwyz. 2) 1523, 1. Juli (Mittwoch nach Peter und Paul), Zürich an Schwyz. Den ans Dienstag nach St. Ulrich (7. Juli) angesetzten Rechtstag würde es gern besuchen, wenn nicht diejenigen Rathsfreunde (Rud. Thumisen und Hans Escher: Rathsbuch), welche der Sachen am besten kundig, abwesend mären; auch sei derselbe sonst etwas zu früh; vermöge des Abschieds von Lucern, von Auffahrt Abend (2V. Mai), mache nun Zürich Gebrauch von der Befugniß, einen andern Tag zu bestimmen auf St. Margarethen (15. Juli), den es auch dem vorgeschlagenen Schreiber anzeigen werde. Bitte um schriftliche Zusage. St. A. Zürich- MG»-». 3) 1528, 3. Juli. Schwyz an Zürich. Antwort auf die Anzeige, daß es den auf Dienstag nach St. Ulrich (7. Juli) angesetzten Rechtstag wegen andern dringenden Geschäften auf St. Margarethen Tag (15. Juli) zu verschieben wünsche. Man sei bereit, bis dahin zu warten, und bitte, den genannten Schreiber auf letztern Tag zu berufen. St.A. Zürich- A. Schwyz- Juli 1528, 1357 Sodann sind auch einige spätere Acten zu beachten: 4) 1528, 26. Juli (Sonntag nach Jacobi). Bern an Zürich. Antwort auf das Gesuch betreffend die Wahl Hans von Erlachs zum Obmann. Wiewohl der Genannte um der Schwere des Handels willen sich anfangs geweigert, die Sache auf sich zu nehmen, habe er nun doch willfahrt; es sei ihm aber nicht möglich, auf den 3. August in Einsiedeln zu erscheinen und das llrtheil zu eröffnen; deßhalb bitte man beide Parteien, ihm einen Aufschub bis St. Laurenzen Tag (10. Aug.) zu gewähren; dann werde er unfehlbar dort erscheinen und sich morndeß über die Urtheile der Zugesetzten erklären; doch solle dieser Aufschub den Bünden keineswegs schädlich sein. St. A. Bern: Teutsch Missiven 456. — St. A. Zürich: A. Bern. 5) 1528, 30. Juli (Donstag nach Jacobi). Schwyz an Zürich. Bern habe auf das hierseitige Schreiben betreffend den zum Obmann erwählten Schultheißen Hans von Erlach angezeigt, daß demselben der angesetzte Tag des 3. August zu nahe sei, und er wünsche, den 10. August (St. Laurenzen T.) zu erwarten. Darin willfahre man gern und ersuche nun Zürich, sofern ihm das gefalle, den Schreiber von Frauenfeld bis dahin zurückzuhalten. St. A. Zünch: A. Schwyz. 6) 1528, 5. August, Bern. (Uf hüt) „hat min Herr Schultheiß von Erlach siner obmanschaft halb, Zürich und Schwyz belangend, min Herren des Rats gemeinlich ratswys angelangt, ir Meinung darzuo ze sagen. (Daruf) haben min Herren einhälligen rat und ir lütrung geben, daß der Züricher zuosätzern urtheil irs Verstands die , gerechter; daß ouch genanntes mins Herrn Schultheißen hievor (diß) urtheil conscienz und gewüßne vor der rats- pflegung gewesen sye, hat er das testiert. Ist dornf Herrn Schultheißen vergönnt, daß min Herr Stattschriber die urtheil schriftlich stellen nnd (daby) melden (sölle), wie m. h. Schultheiß wyser lüten rats pflegt, die sölich obgemelte urtheil, ouch er darvor, die Züricher urtheil aller wys und gstalt für die besser und gerechter erkannt haben." St. A. Bern: Nathsbuch Nr. 218, p. 160.161. Ein Theil der zugehörigen Schriften darf als verloren betrachtet werden. S5S. Ansiedeln. 1528, 20. Juli f. Staatsarchiv Lueern: Allgemeine Abschiebe II. 2. k. 490. Gesandte: Bern. (Niklans Mannel). Basel. (Andreas Bischof). Frei bürg. (Konrad Merz). — (Andere sind nicht ermittelt). ». Der Abt von St. Gallen macht die Anzeige, es sei ini Munster zu St. Gallen eine alte Stiftung, daß täglich früh ein Amt von U. L. Frauen wegen gesungen werde; für diese Stiftung liegen auch Bullen und Briefe vor; da aber einige der Priester, welche gemäß der Stiftung das Amt singen sollten, außerhalb des Klosters, in der Stadt St. Gallen wohnen, so seien dieselben vor kleinen und großen Rath beschieden nnd aufgefordert worden, entweder jenes Amt nicht mehr zu singen, überhaupt keine Messe mehr zu lesen, die nur ein Greuel vor Gott nnd Ketzerei sei, oder dann Stadt nnd Gebiet zu verlassen; es haben dann aber jene Priester erklärt, daß sie on der Messe festhalten und lieber in das Kloster ziehen werden, wo sie mit den Andern gewärtigen und erdulden wollen, was man über sie verhänge; auch gehe schon das Gerücht, die Obern der Stadt wollen Abt und Convcnt bittlich ersuchen, die Messe aufzugeben nnd sich ihnen „gleichförmig" zu machen, und im Fall der Weigerung ihren Willen mit Gewalt durchsetzen („villicht wyter handle»"); er bitte nun die Eidgenossen, ihm mit Rath und Hülfe beizustehen, wie er sich zu verhalten habe. Heimzubringen und auf nächstem Tage darüber Antwort zu geben. — Zugleich wird an die von St. Gallen geschrieben, sie möchten bis auf weitern Bescheid die Priester Messe halten lassen. I». Da die Stadt St. Gallen den Abt an seiner Obrigkeit beeinträchtigt, dagegen außerhalb 1358 Juli 1528, der Stadt, auf dem Gebiete des Abtes, eine Walke besitzt und dieselbe nirgends anders anlegen könnte, so begehrt der Abt Rath von seinen getreuen „Schirmherren" Lucern und Schwyz, ob er der Stadt jene Walke auch abstricken und künstig zu benutzen untersagen solle, v. Heimzubringen, was die Boten des Abtes ferner gemeldet, und was für Briefe er aus Zürich erhalten, ans denen wohl zu ersehen ist, daß dieses unter dem gemeinen Mann wenig Gehorsam pflanzt; anch hierüber ist auf nächstem Tage Antwort zugeben. «I. HVerhgndlung wegen Glarus. — Vgl. Nr. 560). Zu Die VII Orte an St. Gallen, dd. 20. Juli. Dein Tert conform. Siegel von Heinrich Reding, Landammann. Stadlarchiv St, Gallen. Zu In den hier folgenden Acten mögen alle erwähnten Schreiben beigebracht sein: 1) 1528, 27. Juni (Samstag post Joh. Bapt.). Zürich an den Abt von St. Gallen. „Uns zweifelt nit, ü. g. trage guot wüssen, welicher gstalt unser lieb Eidgnossen von Schwpz gegen iren landlüten, unfern lieben nachburen und anstößern der grafschaft Toggenburg in fürnemen, sp mit der that ze überziechen, gewesen syen, wölichs uns in ganzen trüwen leid gewesen, auch von der unfern wegen nit wenig beschwert und ursach geben hat, uns denacht in rüstung ze halten, damit wir, wa das die notdurft erfordern wnrd, darin handlen möchten, das sich unserhalb gebärt Helte. So aber dieselbigen (gott sig lob) sich zuo friden und ruowcn gezogen haben, verneinen wir denocht landmärswrjs, daß ü. g. Hjnr die üwern in den selbigen cmpörungen by unsern l. Eidgnossen von Schwyz und anderswo nit wenigen fiirschuob gethan, darzuo setz sampt einem andren prelatcn des fürncmens sin sollen, etliche predicanten der enden bemeldter grafschaft, sy spcn belechnet von wem sy ivöllen, irer pfrüenden ze entsetzen iind des lands zuo vertrpben, darus dann, als wir besorgen, Iva ir das beharren sollten, unterer und nüwer widerwill und nnruow folgen und entston; wahin das zuoletst langen »röcht, hat ü. g. bi) diseii seltsamen und geschwinden löufen wol zuo bedenken, zuo dem daß villicht wir »och ander oberkeiten die iren nit enthalten noch der gewaltig sin möchten. Demnach langt an ü. g. unser flpßig bitt und ansuochen, s>) wölle sich selbs und uns all hierin bedenken und diß und anders dinglichen sürnemens, so uns allen zuo onrat reichen und erschießen möcht, güetlich abston; das bcgeren wir umb dieselbigen ü. g. willig und früntlich zuo verdienen." St. N. Zürich: A. Toggenlmrg. Auszug in Mitth. z. vaterländ. Gesch. III. x. 25, 26. 2) 1528, (A.Juli?). Zürich an den Abt von St. Gallen. Er werde sich ohne Zweifel erinnern, wie man ihm früher vorgestellt habe, welcher Schaden aus einem Krieg wegen der Landleute nr Toggenlmrg erwachse» möchte, zc. Man hatte sich deßhalb versehen, daß er die Sache samt ihren Folgen reiflich erwöge; nun höre man aber, daß er in dem Zwiespalt, der zu Lichtensteig ausgebrochen, gegen die Mehrheit Partei nehme und durch seine Amtleute die Minderheit stärken lasse. Das finde man nicht wenig befremdlich, da man keineswegs sehe, daß der zeitliche Gehorsam Abbruch leide, sondern daß die Landlente nur bei dem göttlichen Wort bleiben wollen. Weil man nun vermuthe, daß man im Fall eines thätlichen Aufruhrs der eigenen Leute nicht gewaltig wäre, und Niemand wisse, wie Andere sich verhalten würden, so stelle man nochmals an den Abt das ernstliche Begehren, sowohl das Gotteshaus als die Seinen und Andere wohl zu bedenken, und wünsche darüber eine schriftliche Antwort. St. A. Zürich: Migw-N. 3) 1528, II. Juli. Zürich an den Abt von St. Gallen. Man vernehme glaublich, daß ungeachtet des von den IV Orten zwischen dem Abt und den Gotteshausleuten vermittelten Vertrages Etliche um nicht malefizischc Sachen, und ohne Rücksicht auf die anerbotene Vertröstung, gefangen und in andere Gerichte geführt werden, >v>c es neulich zu Goßau geschehen, was einem Schirmort ganz unleidlich sei. Dazu höre man, daß die Leute >» ihren Geschäften nicht Gemeinden halten dürfen, und müsse vermnthen, daß solches daher rühre, daß man hie» zu Stadt und Land die göttliche Schrift gebrauche, weßwegcn man vormals dem Abte geschrieben (6. Mai), aber noch keine Antwort empfangen habe. Man begehre nun zum höchsten, daß der Abt die Gotteshausleute bei dein erwähnten Vertrage gütlich bleiben lasse und sie nicht davon dränge; „dann wo das »it beschechen und die gotts- huslüt wider billichs gedrängt und uns deßhalb nnrüefen sollten, kündtcn wir fnogen halb »it underlassen, wir Juli 152«, 1359 wurden inen, wie sich uns gebürte, verholfen sin, damit sy by brief und sigel, auch by aller billigkeit gehandhabt wurden; und wiewol wir uns keins abschlags versechen, so begeren wir doch uf diß und unser vorig schriben schriftlicher antwurt, uns darnach haben ze richten," S«, A, Zürich: A. su»-! Si. Gallm, Die Originalausfertigung im Stiftsarchiv St. Gallen hat das Datum Freitag den zehnten Tag Juli und stimmt nicht völlig überein; in der wörtlich mitgctheilten Stelle folgen wir dieser Redaction, welcher vor dem Schlußsatz die Stelle fehlt: „Wir wölken uns aber eins bessern zuo üwern gnaden getrösten." 4) 1528, 12. Juli. Abt Franciscus von St. Gallen an Zürich. Antwort auf dessen Beschwerde, daß die Gotteshausleute wegen geringfügiger Sachen gefangen werden ze. Er empfinde darüber nicht wenig Bedauern, da er sich bisher treulich beflissen, die Verträge stracks zu halten. Daß er auf frühere Schreiben nicht geantwortet, sei aus keiner Verachtung geschehen; es sei aber auch jetzt nicht möglich, über Alles zu antworten, da die Rttthe nicht im Lande seien; sobald sie heimgekommen, werde er sich mit ihnen berathen und mündlich oder schriftlich gebührende freundliche Antwort schicken. St. A. Aimch- A, mm S«. Gair-n, 5«<>. Marus. 1528, c. 22. bis 24. Juli. Bai. Tschudi's GIar»er Chronik, (Archiv IX. ssg, 300). Unterhandlungen eidgenössischer Botschaften (von zwölf Orten) in dem Glaubenszwist der Landleute. Uebcr den äußern Verlauf gibt V. Tschudi einige Andeutungen, die aber jedenfalls nicht genügen. Ohne Zweifel theilten sich die Eidgenossen in drei Gruppen, die in ungleichem Sinne wirkten: Die VII Orte; Zürich und Bern; Basel, Schaffhansen und Appenzell. Wir glauben uns auf die Mittheilung der vorhandenen Acten beschränken zu sollen und verweisen im klebrigen namentlich auf Or. I. I. Blum er's Geschichte der Reformation im Lande Glnrus, im Gl. Jahrbuch IX. 27—31. 1) Vorschlag der neugläubigen Partei: „In dem span, so sich dann leider ein zit lang under uns Lantlüten zuo Glarus erhept, und (damit) doch der selb mit der hilf Gottes abgestelt und Hindan gesetzt werd, haben wir dis nachbenempten artikel unfern lieben Landlüten anzöigen wölken, damit sy unsers willens bericht werden." (1.) Weil die größte Zwietracht der fremden Priester halb entstanden, welche an ihren Ehren dermaßen geschmäht werden, daß es auch die Ehre ihrer Anhänger schwächen würde, wenn dem also wäre, so sollen vorerst alle Prädicanten im Lande zusammenberufen werden, mit dem Befehl, die göttliche Schrift so zu erlesen und zu prüfen, daß man sehe, wer Recht oder Unrecht habe; dazu ist ihnen ein freier gemeiner Platz anzuweisen. (2.) Wird uns solches nicht vergönnt, so begehren wir, daß in allen Pfarrkirchen des Landes die Kirchgenossen Priester annehmen dürfen^ welche ihnen die göttliche Wahrheit ohne alle Furcht verkünden mögen, was sie nämlich mit der hl. Schrift des A. und N. T. beweisen können, und daß dieselben dabei geschirmt werden; sofern sie aber irrige Lehren „einführten" ungeachtet ein- oder zweimaliger Warnung, sollen sie ab den Pfründen gestoßen werden und weitere Strafe zu erwarten haben. (3.) Wie wir uns vormals zu Tage» vor de» Eidgenossen, auch an den Gemeinden erboten, der Messe halb, sind wir dazu immer bereit; doch sollen die Kirchgcnossen wie von Alter her zu mindern und zu mehren Gemalt haben. (4.) In Betreff der päpstlichen Satzungen, als des Fleischesscns und der Feiertage halb, soll Jeder seinen freien Willen haben, doch daß damit Keiner den andern reize („trotze"), und nächstens („der tagen eins") Ammann und Rath der Feiertage halb eine Ordnung zu machen befugt seien. (5.) Wenn die Landlcute über einen Richter sich vereinigt und Gericht und Rath beseht haben, sind wir erbötig, dem Ammann und seinen Geboten gehorsam zu sein, auch Gericht und Recht halten zu helfen, damit der Gute vor dem Bösen geschirmt werde. 1360 Juli 1528. (6.) Die Landleute der andern Partei missen, wie sie dem Landammann bisweilen geantwortet, er habe ihnen keine Gebote anzulegen, da sie nicht mit „uns" rathen und handeln wollen. Das finden wir verächtlich, indem wir nicht glauben Leute zu sein, die man so zu verabscheuen hatte, und begehren daher zu vernehmen, ob etwa Leute wären, die man nicht mit Ehren in Gericht oder Rath haben sollte; die werden wir, wenn es sich so erfindet, entsetzen. (7.) Auch hören wir, wie schwere und tratzliche Drohworte die Encrn wider uns ausgießen, was uns sehr mißfällt; wir bitten freundlich, solches abzustellen, da nichts Gutes daraus entspringen kann. (8.) Wir haben aber den Eidgenossen von Basel, Schaffhausen und Appenzell eine gütliche Unterhandlung bewilligt, zu Gefallen unseren Landleuten, um desto eher'bei Frieden und Ruhe zu bleiben, jedoch den Bünden und dem Landrecht, auch unfern beiderseitigen Nachkommen unvorgreiflich. (9.) Wir meinen nun, man solle uns wegen dieser und anderer Sachen nicht vor fremde Gerichte ziehen, sondern was wir in unscrm Lande mit einander zu handeln haben, vor unfern Herren Recht geben und nehmen- (1V.) Hierin wollen wir uns aber nicht weiter verbinden; denn wo über kurz oder lang etwas Besseres gefunden und man aus der göttlichen Schrift eines Andern berichtet würde, so wollen wir es gern annehmen Und von UnserM Vorhaben abstehen. Undatirte Copie im St. A. Zürich: A. ÄlaruS. 2) Erklärung des altgläubigen Thcils: „Antwurt der Landlüten zuo Glarus, so anhangend dem loblichen christenlichen glauben, so unser fromm Altvordern an uns hargebracht, uff den fürtrag und anbringen, so unser landlüt (als der gegentheil) schriftlich an uns gethon." „Des ersten, als si) dann in irer gschrift melden, wie die frömbden priester, so sy angenomen, von uns gröblich gescholten und verschmächt, das ouch inen zuo Verachtung diene zc., ist unser antwurt also: So doch menklich in müssen trag, daß von den selbigen frömbden Priestern die heilig Meß und ander guot loblich brüch zuo mermalen als kätzerisch und abgöttisch genempt worden; diewyl und sy nun die sind, die vormaleu etwan meß gehept und anders mer geüebt, daß sy jetz so größlich schelten, meinen wir je, wo das unrecht gesin, sy(e) inen billich schand und schwach zuozelegen, als denen so solichs getriben Hand, dann nie kein lay meß gehan hat- Zuo dem haben ouch die selben priester offenlich und frävenlich wider inhalt des zuosagens, so wir den Eidgnossen gethon, geprcdiget, als das offenbar ist, sind ouch in unser landschaft komen onerzeigt einicher formateu priester- stands oder kundsame brief oder sigel iro abscheidens, so sy an andren orten gethon, das uns billich hoch befrömbdet, dann uns je dardurch vil Widerwillen und zwyspältigkeit entsprungen ist. (aä 1.) „Zum andren, als dann ir Meinung inhalt und begerend, daß man alle predicanten in unserm land zesarnen verfliege, die heilig gschrift zuo erduren, ist on not, dann unser vordren, ob gott will, die heilig geschrift ouch luter und klar gnuog gehept (und) die ouch wol verstanden, by deren wir ouch ze belyben begerend. Uns benüegt ouch wol des berichts der gehaltnen Disputation in vergangnem (jar) zuo Baden volfüert, bis uf Vereinbarung gemeiner Eidgnossen oder uf versamlung eines Conciliumbs, wie das heiter vor einer Landsgemeind gemert worden ist. (ncl 2.) „Zum dritten, von wegen annemung der Priestern, ouch predigung der biblischen geschrift, die ouch, so on dero irren wurden, ab und hinweg ze thuon zc., wäre unser höchst begcren, daß man in jeder pfarr und gnoßsame guot tugenlich from priester, dero wandet und wesen man wüßte, die ouch nit wider das zuosagen, so wir unfern lieben Eidgnossen gcthan, predigotind und dem nachgiengind, so von unfern eltercn an uns gewachsen, die ob gott wil ouch biderb lüt und guot christen gesin (als wir ouch noch ze sin begerend) anneme, und ni.cht die hargeloffnen priester, so nieman weißt, wannen sy sind, die ouch mer ufruor denn süen ze machen begerend, ouch ir unnütz geschwätz dem kleinverständigen mit verkertem sentenz zuo mermalen für das hell gotzwort fürgebend, und wie wol sich die selben priester alwegen der irthumen ze berichten lassen sich erbieten, das vor ouch dick mer beschächen, so hat man doch alweg wol gesechen, daß sy ir grob verkerten sinn und verfüerte ußlegung der göttlichen gschrift je lenger je größlicher gemert und glicher maß, wie wir an inen die frucht irs boums besächend, also finden wir ouch nichts guots darus komen noch entsprungen sin dann Verachtung aller ober und erberkelt, großer nyd, haß und merklich Uneinigkeit (als wir leider jetz sächen), des wir vor ganz vertragen waren, (nä 2)' Juli 1528. 1361 „Zum Vierden, der meß halb, dero ir nun urbiittig sind (doch mit geding), daß jede kilchöre fiirhin mindren und mcren mög wie von alter har ?c., merken wir darin ttw.ercn ivillcn und Meinung gar wol, das sich in vorhar gefloßnen fachen von im selbs eröffnet und kundbar worden ist, nämlich daß ir vermeinend, sofer ein jede kilchhöry für sich selbs meren mächt, wurden ir den gwalt wellen hau, in jeder kilchöry anzeuemen und ze inereu, was üch gesellig wen, das nun villicht an etlichen enden aber zuo verletzüng und umbstürzung der alten 'loblichen brächen diente und dem zuosagen, von uns den Eidgnossen beschchen, widrig sin mächt. Ist war, wir können nit absin, daß billich ein jeder tagwan und kilchöry umb ir eigen geschäft meren mögend wie von alter har, dem ouch nachgangcn werde» solle von jeder gnossamc, alda solichs beschicht, doch mit lutrem underscheid, daß alle und jede mer, so von landsgemeinden, gerächten und raten gemacht (als wir vermeinend), denselbigen billich und von recht vorgon, und denen vor andren insunderheit gelept und nachgangen werden soll, so doch ouch der artikel im landsbuoch das zuogibt, der mit namen also lutet: „Wes die landlüt genreinlich ze rat werden und überein kommend und das mer nnder inen wirk, das sol war und stöt belyben, und sol das minder theil dem meren folgen und in den selben fachen nit sumen." So nun dis also vorstat, so mag das nachgendt das vorgendt nit abthrton, das dann also Intel: ' „Dasselb sol ouch jetlichem tagwan und jeklicher gnoßsamy in unscrnr land (verstand ze meren) vorbehalten sin." Ouch so gibt das landbuoch nit ferrer zuo, dann daß wir allein ze mindren und ze meren habind, was im selben buoch verschriben stand mit gar heitern warten, unangeregt den glauben und umb ander fachen (ußgenomen inhalt der landrechtcn und brächen) ganz nichts berüerende. (all 3). „Zum fünften, umb fleisch essen, ouch die bäpstlichen satzungen und statuten ?c., habend etwa einfalt und zwyfalt Rät Mandat und gebott darumb uslassen gon, die doch von etlichen gröblichen Übersechen und nicht gehalten, als das offenbar ist, das wir doch ouch für ein guten alten bruch, ouch der zusagung und antwnrt den Eidgnossen gegeben, fächig sin vermeinend, (all 4). „Der sirtagen halb hatten wir ouch ein ordnuug ufgeuomeu vor zwyfalten Räten, dem ouch von etliche» nit gelept ist. (all 4). : „Zum sechsten, des Ammanns gebott, ouch gericht und rat berüerende ?c., sind wir allweg willig und urbiittig, wenn wir an üwerem theil gespüren mögent, daß ir den zuosagungen und meren, so vor gemeinden und räten (des gloubens halb) gemacht und beschechen, nachgon und geHuren (?) wellen (als das billich ist), werdend wir dann des Ammans zimlicher und billicher gebott gern gehorsam syn, ouch gericht und rat mit üch helfen erhalten, ufnen und üeben, doch vor nicht, bis wir zu entscheid, end und ußtrag unsers zwyspaltigen Handels kommend. Dann, lieben landlüten, betrachtend, daß so ferr den beschechnen zuosagungen und meren nicht gelept werden sölt, daß ouch jetz vergeben sin wurd, ob wir schon gemeinden, gricht und rät mit einandren Helte», wo unsere» gemcchten nit anders statt beschechen sölt. (all 6). »Zum sibenden, als dann wir vermeinend, (daß) der Amman uns jetzmal kein gebott uflegen sölt ?c., beschicht allein uß vorbcgriffner Meinung; darby lassen wir es belyben. (aä k). „Zum achten, so dann üch von den unser» etwas tratzwort begegnet, als ir klagen ?c., tragen wir deß dhein sunder wüsten; wir vermeinen wol uns ze klagen genöter syn, so doch uns mengerlei widerwill über das zuosagen und ergangne mer, vor gemeinden und räten beschechen, vilmalen muotwilliklich begegnet, das wir jetzmaln umb frids willen unangeregt rnowen wellen lassen, (aä 7). „Und als dann ir unseren lieben Eidgnossen von Basel, Schaffhusen und Appenzell in der fach ze handle» ° vergönnt, allein ze fründschaft, wie das üwer gcschrift inhalt, und darby vorbehalten üwer und unser püud und landsrecht ?c., das wir doch unsers theils noch bißhar ob gott will gar trüwlich gehalten und fllro noch thuon wellen, in Hoffnung, ir werden üch glicher maß bcwysen. (all 8). „Fürer begerend ir, das mau üch für kein frömbd gericht ussert lnnds nit nöien noch laden sol, sunderS vor inländischein gricht nmb fachen uns betreffend recht geben und nemen ?c., des ivir üch alzit gern verwilliget, wo nicht gerüer und empörung wider die ergangne zuosngung und mer, von laudliiten und räten den Eidgnossen beschechen, erwachsen wärend; dann wir, wie joch die mer ergangen wärind, ob schon die nach üwerem gefallen, üch darin keinswegs intrag gethon haben weiten, als aber uns beschechen, dorumb uns not gethon, glich und 171 1362 Juli 1528, billichen, rechtlichen oder güetlichen entscheid by unseren lieben Eidgnossen ze suochen, dero cid und punds- geschwornen ir und wir sind, dardurch grosser zwytracht und unwill oermitten wurd. (nä 9). „Zuo letst, das Gottswort berüerende, alda ir üwer Hand alweg offen ze han begerend w., vermeinend wir hierumb gewüsser mtscheid(en) gnuogsam verfaßt syn an den zwei antwurten, so wir unseren lieben Eidgnossen, erstmals den Siben Orten, nachmals den Fünf Orten, gegeben habend. (Folgt wörtliche Abschrift). St. A.Zürich: A. Glarits. (Copte in dem unter Nr. 3 beschriebenen Actenstück). — Actum Freitags Vigilia Jacobi (24. Juli). K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XV. — K.A.Basel: Abschiede. 3) 1528, 28. Juli. Beschwerdeschrift der altgläubigen Glarncr an Zürich. (Dieses Actenstück trägt die Spur eines kleinen Siegels und regelrechte Adresse, enthält aber keinen Eingang, sondern beginnt mit der oben in 2) mitgetheilten „Antwort", läßt derselben die angerufenen zwei Erklärungen vom tk. Juni 1527 und 15. März 1528 folgen und wendet sich dann erst, auch das noch in ungewöhnlicher Form, an Zürich): „Und als dann (strengen frommen fürsichtigen wysm und lieben Eidgnossen von Zürich) ir vor etwas vergangnen zyten üwer ersam wys botschaft uf den Sonntag Cantate dises jars zuo Schwanden an offner lands- gemcind by uns gehapt, die selbig erber botschaft uns domalen ernstlich fürgehnlten, wie ir von unser uneinigkeist zwytracht und mißhell veruomeu, die üch von herzen leid, des erbictens, wo ir mit üwerm lyb und guot uns wider in einigkeit, frid und rnow ze bringen ze mittlen helfen und raten wüßtent, üch an dem dhein müeg, kost und arbeit nit ze duren lassen w., mit vil mer früntlichs und brüederlichs erbietens, deß wir uns domalen und sidt (dem) allwegen zuo üch verhofft, guots vertruwens, ir als unser lieb Eidgnossen wurdent üch unser zwy- spältikeit zuo herzen lassen gan und nach üwerem erbieten bewysen, als wir on zwyfel in solchen fällen gen üch gethon haben wellen. „Und so nun pohar leider die zwytracht under uns je lenger je größer erwachsen, hat sich begeben, daß die lmlllU unsers gegentheils, ouch wir unser botschaften gen Baden abgefertiget, mittel und süen (in) unser Uneinigkeit by üch und andren unfern lieben Eidgnossen ze suochen, güetlich oder rechtlich, dann wir dheins andren nie begert, in Hoffnung, ir wurden uns insondws harzuo gefördert und geholfen haben. Hierzwüschen sind wir gruntlich bericht worden, wie damalen an dem fürwandern unser gegentheil vor üwcrcn klein und großen Räten erschinen, üch fürgehalten, wie wir unsers theils sy gwaltigklich wider recht von dem gotswort, pündcn, landbuoch und brüchcn ze trengen sürnämind, villicht mit mer Worten ?c., daran uns doch unfrüntlich und ungüetlich beschicht, hoffend ouch solichs vor minn oder recht (deß wir allein begerend) kundbar ze machen, als ir deß in obverschribner unser gegebner antwurt zum theil bericht verneinen werdend. Und so nun üwer lieb uf solichs unsers gegentheils ansuochung inen lyb und guot zuozesetzen versprochen, ouch hilf und rat ze (be)wisen (als uns fürkumpt) wider alle die, so sy obbemelter meinig trengen oder notzogen wurdind, haben wir, sobald wir das vcrnomen, merklich verwundern darab empfangen, haben ouch uß solichem zuosagcn, so ir unserem gegentheil gethan, nichts anders können erlesen noch ermessen, dann daß solichs allein uns unsers teils berüeren und antreffen sig, so doch wir die verklagten und ir uf jener klag hilf zuogesagt. Uns bedunkt ouch, wo solichs an im selbs (also wäri), üwerm vorigen erbieten, so ir gethon, ganz unglichförmig und ungemeß sin, dann wir uns je deß zuo üch keins wegs versehen, sonder allweg vertröst, üch unser zwytracht leid ze sin, ouch guot mittel iu dero von üch gesuocht werden, als ir deß vorhar erbieten gethon, und wir Eidgnossen gemeinlich einandern in spennen ze thuon schuldig, güetlich oder rechtlich ze vertragen, nach vermög unser geschwornen pünden, die üwer und unser vordren, ir und wir ewenklich zuosamen gcschworn, die ouch nit zuogebend, daß dhein Ort dem andren einich hilf zuosagen sol, iusonders wider die so recht begerend, ouch unverhört des gegentheils, über das so wir des rechten als wol uf üch als ander Eidgnossen komm sind, zno dem daß wir die ewigen pündt üch als wol als unser gegentheil geschworen, und ir uns glichermaß, die wir ouch trüwlich an üch ze halten begerend, und uns nie keins andren crbotten. Wir vermeintind ouch, ir sollend billichen betracht haben, daß wir in verschinen jaren und zyten in üwerm fachen allweg gern guot mittler und scheidlüt gesyn wärm, uns ouch in keinen weg von üch nie sündren haben wellen, weder ze tagen noch sunst, deß ir guot müssen tragen. Und' soferr üwer lieb nochmals des willens, uf solichem zuosagen zuo verharren und ze blyben, ist nit on, wurden wir gnuogsamlich verursachet, ineinten ouch hieran nit Juli 1528. 13K3 unrecht ze thuon, sonders deß fuog und glimpf ze haben, für und zu den ümeren nfftert (sie) in grafschaften, Herrschaften, landschaften und gebieten, wo die sind üch von recht und gebiir zuogehörig, ze schicken und ze leren, denen eigentlich fürzehalten und sy ze berichten durch gschriften, briefe oder potten von mund üwers znosagens unserem gegentheil gethon, ouch wie ir uf unser anschryen uns zuo recht nit verhelfen, und ander mer oberzelt Ursachen rc., an inen ouch eigentlich ze crfaren, ob sy solichs üwers zuosagens ouch wüssen tragind oder ineu och dcrglichen ze willen sig, oder ob sy üch in solichen fallen ouch hilf bewysen und hyständig syn (weiten) wider die, so allein rechts begerend, und deß uf üch selbs mitsampt andren Eidgnosscn zuo recht komen sind, mit erzclüng uusers Handels von ansang har, guoter Hoffnung, meng biderman, so unfern Höchen glimpf und zimlicheit, ouch gelich und billichen rechtlichen fürschlag verneinen und hören, wurdint die noch nit der Meinung und willens syn, niemands wider uns einich hilf zuo bewysen, sonders vil billicher uns (als wir vertruwtind) zuo recht ze verhelfen geneigt sin. Was nun hierus nutzlichs oder guots entspringen (möcht), geben wir iiwer lieb selbs zuo ermessen, als den verständigen, mit höchster pitt, üwer ersam wysheit welle gar wol bedenken und zuo herzen fassen üwer und unser ewig geschworen pündt, ouch dero vermog und inhalt, desglichen üwer und unser altvordern, die jewelten har triiw und lieb einandern bcivist, dann wir ouch des willens, glichermaß wie ouch sy gethon, die pündt trüwlich an üch und mengklichem, so sy berüerend, ze halten, als frommen Eidgnosscn zuostat, desglich unser landbuoch, alt brüch und Harkomen, wie das von unfern elteru an uns gewachsen, mit trüwcn volfüereu und dem nachzegan als biderb landlüt, als wir das je und je gethon. „Solichs haben wir üwer lieb nit wellen verhalten, das wir zum theil glicher maß üwer ersam botschaft uf nächst Maria Magdelene hie in unser(m) land fürgewendt, die wir ouch mer denn einmal für unfern theil güetlich ze kommen erfordert, dann wir (sy) wandten und vermeinten uns zuo vereinbaren, güetlich oder rechtlich, Harkomen syn, habcnt sy doch uns in dem nie wellen gehorchen noch wilfaren, daran wir etwas beduren gchebt, wiewol ufs letst sy uf unser manigfaltig ansuochen vor wenigen der unfern erschinen, allda wir inen unser meinig fürgehalten, sind sy uns mit antwnrt bcgegnot, wie sy von iren obern allein für ein ganzen zwyfalten oder dryfalten rat oder versamlung einer landsgemeiud, alda ir befelch ze entdecken, die sy in einer instruction vergriffen, und nicht für einiche oder sondere party ze kcrcn abgefertiget :c. Hellen wir wol vermeint, (daß) ir billichen üwer botschaft mit'andrem befelch und gegebnem gwalt usgeschickt haben sollend, die uns beidersit in einigkeit zuo bringen versuocht und für Hand genomcn hettind z dann ir on zwyfel des wol wüssen getragen, daß wir jeh etwas zyts gericht, rät noch gcmeind mit einandren nicht gehept und solichs füro und noch nit thuon werden, bis zuo end und ustrag uusers zwyspaltigen Handels, wie das ob in unser antwurt mit meren warten vergriffen, darzuo uns gott bald verhelf, darmit wir wider zuo rechter einigkeit, brüederlicher lieb, guotem fridlichem stand und wescn komind, wie unser altvordern ouch gesyn. Deß wir üch nochmals, uns herzuo ze verhelfen, zum höchsten und ernstlichsten als unser lieb Eidgnosscn gebetten haben wellen, mit crmanung der liebe und trüw, so üwer und unser altvordern von jewelten zesamcn gehept. Wo dann wir solichs mit unser lyb, eere und guot jemer umb üch beschulden und verdienen könnend, ouch lieb, fründschaft und gefallen himvider (be)wisen, wellend wir deß zuo jeder zit gnotwillig erfunden werden und ungespart nicht lassen. Datum Zinstag nach Jacob! Apostoli Anno rrviijd." — Unterschrift fehlt. St.A.Zürich: ».Glarus. 4) Antwort Zürichs auf obige Schrift (c.A. August: Samstag I.Aug, wurden sieben Personen zur Berathung obiger Schriften verordnet). 1. „Als dann kurzvergangner tagen ein schrift au uns gelanget ist, des luts und ausechens, als wäre die selbig von unfern lieben Eidgnossen, landammann, räten und ganzer gmeind zuo Glärus an uns usgangen; so wir aber weder an Niederschrift noch bcsiglung gedenken noch globcn, daß der von iueu, sonder uns von etlichen andren sondrigen Personen der iren zuokomen sig, und wir aber der selbigen namen noch gebürlichen titel nit wissen mögen, wölken wir inen in der gmein unfern willen und gmüet eröffnet und airzeigt haben. 2. „Und als sy dann in irer geschrift anzöigcn, wir haben unser botschaft nf Sonntag Cantatc zuo Schwanden an offner landsgemcind gehept, sy irer Uneinigkeit klagt, mit erbietuug, unser lib und guot zuo inen zuo scheu ?c. (folgen weitere Wiederholungen), daruf sagen wir war sin, daß wir sampt unfern lieben Eidgnossen und christen- lichen Mitbürgern von Bern unser ratsbotschaft an den enden und mit dem angezögten erbieten vor einer erbren 1364 Juli 1528. landsgmeind gehapt und der selbigen .. solich trostlich zuosagcn gethon haben, sind och noch des selbigen beständigen und ongeänderten willens, inen sölichs nach inhalt und vermög unser pündten trüwlichen zuo halten. Nach dem aber domals, als die selbig wol versamlct landsgmeind in den fachen, darumb st) zuosamen berüeft worden, haben meeren wollen, sind etlich Personen von derselbigen landsgmeind und von dem meren und grössern teil der gmeinen versamlung abgetretten, haben sich von inen gesündcrt, ein eigne selb ufgewachsne rottierung und versamlung, nachfolgend ein besundern Hufen und zuosamenblasung gemacht und ufgcworfen und mit dem annnan, als irei» fürgesetzten hopt, und dem nrercn teil der landsgmeind, als irer rechten und ordenlichen oberkcit, nit meeren wollen. 3. „So dann das die Personen sind, so sich vorbestimptev maß und gestalt gesündert und rottiert haben, so erkennen wir st) nit weder für die landsgmeind noch für unser Eidgnossen von Glarus, denen wir weder hilf, rat noch bystand wider ir oberkeit, sonder wol irer oberkeit wider st) hilf ze thuvn schuldig syen. 4. „So wir och glichwol inen und ir versamleten rott allein und für sich selbs dermaßen, wie st) anzöigen, zuosagen gethon hellen, als wir doch nit haben, so wurde doch uns nit gebüren, (uns) inen anhängig ze machen und st) wider gottes wort in ongehorsame wider ir oberkeit und landsrecht zuo enthalten, wann wir inen glichwol cide darumb geschworen hellen; dann nach vermög aller rechten sind gott und die oberkeit usgenomen und m allweg vorbehalten. 5. „Witer, als ir vermelte schrift meldet, daß sidhar die zwytracht je lenger je größer erwachsen ?c., darzuo sagen wir, daß uns solichs billich in ganzen trüwen leid sig; wir wissen aber niemand die schuld und ursach zuozemessen dann allein denen, so sich von dem mcrern teil und ir obrikeit gesündret und davon abgetretten syen; wölicher nun ursach eins schadens erweckt, der wirt billich geacht den schaden gethon haben; deßhalb die merung dis Unwillens niemand gethon hat dann die selbs, so sich ietz (der) merung des Unwillens erklagen, darby ivirs pliben lassen. 6. „So st) aber fürter anzogen, daß sy gen Baden geschickt, uns und unser Eidgnossen, inen güetlich ode» rechtlich zuo verhelfen, ansuochcn lassen und keins andren nie begert haben ec., zuo dem ist unser antwurt, uut was befelch sy ir botschaft gen Baden abgefertigt haben, mögen wir nit wissen, thuond uns och deß nit sonders beladen; es ist aber nit on, zuo zyten des nächstgehaltnen tags zuo Baden sind etlich von Glarus am fürryten zuo nnserm burgermeister in unser statt komen und sich anzöigt, wölicher och inen vor uns zuo erschinen fryou zuogang augebotten hat. Nach deni es aber villicht den selbigen damals nit fücglich noch gelegen gewesen, sind sy verritten und nit für uns kamen. 7. „Demnach sind aber uff die selbigen zyt etlich ander Personen von Glarus in unserm wol versamleten großen Rat erschinen und uns als ir lieb Eidgnossen in aller zimlicheit und one menklichs verunglimpfen angestwcksi und zum höchsten gebetten, daß wir sy by irem landsrechten und landsbuoch schirmen und handhaben wölken; die selbigen haben wir für unser Eidgnossen von Glarus erkennt, die sich dem landsrechten von Glarus under- würfig gemacht und daby gehandhabt ze werden gebetten und begert haben. 8. „Soferr dann die Personen, von den(en) die schrift an uns usgangen ist, die sind, so sich dem landsrechten und landsbuoch, inmassen wie die andren gethon haben, underwürfig machen, wölken wir inen dis unse> zuosagcn och zuo statten kommen lassen, damit sy by dem göttlichen wort, der warheit, irem landsrechten und landsbuoch beliben und gehandhabt werden mögen; deßhalb bedürfen sy ab unserm zuosagen kein verwundern tragen- 9. „Wie sy dann vermeinen, wir handlen unserm vorigen zuosagen onglichförmig ec. (Wiederholungen), »uo dein geben wir disc antwurt, daß wir das, so wir unfern lieben Eidgnossen von Glarus zuogesagt haben, trüwlich halten wöllen; wir erkennen aber die, von den(en) die schrift an uns usgangen, . . . nit für unser Eidgnossen von Glarus, sunder für gesündert und abgetretten lüt und für ein selbs usgcworfne rott, die uf eins ainmano als irs hopts berüefung, gebott und erfordren weder zuo räten noch gmeinden gehorsam sind, darumb st) och unbillich sich vermessen, daß ir usgcworfne rott die landsgmeind in Glarus und deßhalb ein Ort der Eidgnoschust sye, und uns nach inhalt und vermög unsrer pündten zuo erfordren haben; dann wir die, so der oberkcit anhangt und der gehorsame leistet, für die landsgmeind und unser lieb Eidgnossen haben und halten, und sunst tue- mand andren. Juli 1528. 13 f. 5 10. „Daruf sy dann meinen, die pündt trüwlich an uns ze halten, des willens sind wie och; wir gedenken och trüwlich darob ze sin, daß sy von andren trüwlich gehalten werden. Wir haben och darumb nnsern lieben Eidgnossen gmeinen landlüten von Glarus sollich trostlich znosagen gethon . . . 11. „Demnach sy witcr in irer schrift melden, sofcrr wir uf unserm znosagen verharren nnd bliben ivöllten, vermeinen sy nit unrecht ze thuon, so sy die nnsern in grafschaften . . . und gebieten dises Handels (und) unsers zuosngens mit schriften oder bottcn . . . berichten, mit witerm und mererm inhalt und sonderlich mit dem anhang, wir sollen sclbs ermessen, was hierns nntzlichs nnd gnots entspringen möcht :c. Ab disem irem fürncmen hat ein jeder frommer und verständiger luter abzenemcn, was dise abgetrettnen gesünderten sclbs ufgewachsnen in irem herzen on zwyfel lang getragen, und so sy sich nit lenger. enthalten, setz damit herusgcbrochen und iren willen nnd gmüet eröffnet haben, nämlich daß sy sich irs eigen lasters der ungehorsame nnd empörung wider die oberkcit nit benüegen lassen, sonder ander, als unsre frommen guotwilligen und gehorsamen zuogehörigen lüt wcher uns als ir oberkeit in unrnom und nfrnor zuo bewegen. Ob das der erberkeit zuostande nnd den geschwornen pündten glichmessig sig, mag abermals ein jeder, so eer und warheit lieb hat, wol ermessen. Wir wällen aber sy zum höchsten dafür gcbetten nnd verwarnet, inen och hiemit zuo ermessen geben haben, was hierns nntzlichs oder gnots entspringen möcht, wann sy sich des ze thuon underston sollten. 12. „So sy dann in irem schriben melden die gutthät, so ir und unser altvordren, onch wir und sy einandren gethon haben, das lassen wir inen gern zuo; dadurch mögen sy aber iren nnfnog und ungcbürlichc Handlung nit schirmen noch beschönen; wol (aber) folgt darus, daß wir die selbigen ir Handlung abzestellcn bester williger nnd begiriger sin sollen, wie wir deß nach.inhalt. . unsrer pündten ze thuon schuldig sind. 13. „Denne als sy anzöigen, unser botten haben nsf Marie Magdalena nächst verschinen in irem land, als sy für sy ze kamen gcbetten worden, nit komen wöllen, bis ufs letst w., ist nit on, wir haben unser» gesandten nit anders in bcfelch geben, dann für einen zwyfalten oder dryfalten rat oder vcrsamlung einer ganzen lands- gemcind zno erschinen und unfern willen und befelch zuo eröffnen. Als sy aber für dieselbigen nit haben komen mögen, in ansechen, daß dise widerspennige nnd ungehorsame Personen uff des ainmans gebott und berüefen nit erschinen, wie sy sich nachgends verneinen lassen, fürohin weder rat noch gmcind ze halten bis zuo nstrag irer zwyspeltigkeit, haben sich unser botten, wiewol über nnsern befelch, mit glatten worten bereden lassen, für dise rott nnd vcrsamlung zuo keren; da sy aber zuo inen komen und-sy gehört, haben sy nit so vil abnemen noch verston mögen, daß sy verhofften, daß sich diser span zno vil rnow und friden ziechen möcht; deßhalb sy och on alle frucht von inen abgescheiden sind. 14. „Besonder diewyl wir für und für by inen finden, daß sy irs teils weder gericht, recht, rät noch gemcind halten noch fürgon lassen wöllen bis zuo cnd irs zwyspaltigen Handels (als sy es nenne»), was by denjenigen gllots zuo verhoffend sig, die ländliche guote ordnung und polity eines crlichen loblichen lands und Orts der Eidgnoschaft, frid, recht und landliche einigkeit zno vertrncken nnd zerstören begeren, söndrung, nfrnor, empörung und rottierung erwecken und verursachen, inag aber ein jeder zimlichs Verstands, der frid, recht und gehorsame lieb hat, wol gedenken; ja wann man inen die fachen nach irem eigennützigen wolgefallen handle», usfüercn und meeren wollt. 15. „Diewyl dann dise abgetrettnen nnd ongchorsamcn gegen irer oberkeit in irer »»gehorsame verharren und damit in das laster der verletzten oberkeit gefallen, wölichs in allen rechten by Höchen penen nnd strafen so hoch verbotten ist, daß sölich strafen vilmalen uf die kind und erben gezogen werden, so wurde sich uns je nit anders gebüren, dann wa die selbigen ongehorsnmcn irs fürnemens nit nlyton wurden, daß wir sy in vermög nnsrcr pündten verhulfen in gehorsame ze bringen. 16. „Dann sollte es die gstalt haben, wann sich ein wenige anzal Personen in stett(cn) oder ländcr(n) unser Eidgnoschaft, uillicht umb irs eigen Vorteils und gcnieß(es) willen wider den merern teil setzen, nit mit inen meeren, sonder sich üssrcn, abtrettcn ald dem mcrcn »it statt thuon und frömbdc ußländische recht, bcsunder wider heitre und lutrc geschribnc landsntzungcn suochcn nnd brnchen ivöllten, wie wurden stett, land nnd lüt in wcsen bestan und regiert mögen werden? 136K Zuli 1528. 17. „Nun ist je ein lntre geschribne landsatzung im landsbuoch begriffen, also lutend: Weß die landlüt gemeinlich zno rat werden und übereinkommend, und das meer under inen wirt, das soll war und stät beliben, und soll das minder teil dem meeren teil folgen und in den selbigen fachen nit sumen. Demnach stat ein artikel in vermeltem landsbuoch, also lutend: Dassclb sol och jetlichem tagwan und jetlicher gnossami in unserm land (verstand ze meeren) vorbehalten sin. „Die vermclt gesündert und ongehorsame rott hat och in iren übergebnen antwurten, so sy einer erbren landsgmeind, die sy aber in der schrift iren gegenteil nennen, uff iren vierten artikel . . . dem ein färb angestrichen, ja sy haben allein ze mindren und ze mcren, was im selben buoch verschriben stand, onangeregt den globen. Ist unser antwurt, wir lassen (das) sin, ist och nit von nöten gwesen, diewyl der glob ein innerliche gab und gnad von gott ist, daß der mit menschlichen satzungen begriffen werdz so aber die üsserlichen frncht und werk des innerlichen globens, als och die gebrüch der kirchen allen kirchgnossen, armen, richen, frömbden und heimschcn, und sunst mänglichem in den selbigen kirch(en) glich geinein sind und einen so vil als den andren berüeren und angond, warumb sollt dann nit ein jeder cristenlicher kirchgnoß darumb meeren und urteilen mögen; es wurde doch einer gedrengt, sine frncht und werk sins globens nach eins andren urteil und crkanntnuß, und nit »ach urteil siner eigen kirchen und gewissne ze richten, wie dann och hievor, als ein ganze landsgmeind unser» lieben Eidgnossen des globens halb antwurt gegeben, gemeret und geurteilt hat; nß was grund und ursach sollte jetzmals ein ganze landsgmeind deßhalb nit och meeren und urteilen; darumb ist dise rott wider sich selbs. 18. „Und wiewol wir vor gott und nach unser gewissninen schuldig wären, disen verirrten abgctrettnen und ongehorsamen ir irrtumb, die sy nit allein wider ir ordeuliche oberkeit, üsserliche regiment, guot sitten und ordnungen, sonder och wider gottes wort fnrnemen und zno bestryten nnderston, anzezögcn, als wir das uß iren antwurten uff die artikel, unsren lieben Eidgnossen von Glarus übergeben, luter finden, so wöllen wir doch das diser zyt im besten underlassen und vilgemelten unser lieben Eidgnossen von Glarns ze verantwurten und sunst allen cristenlichen und guotherzigen zno urteilen befelchen, sy och zum höchsten nochmals ermant haben, von irew fürnemen, das doch och by den Heiden verworfen ist, abzeston, ir oberkeit erkennen und ir erlich vatterland >n frid, recht, einigkeit und wesen enthalten wöllen. 19. „Bittend und begerend hieruf, ob diser Handel unserhalb andrer gstalt dann wir hievor anzöigt haben, an üch gelangt märe, oder noch langen wurde, ir wöllen dem bis an unser witer verantwurten keinen glauben geben, sonder üch zuo uns ongezwyfelt versechen, daß wir hierin nütz suochen dann allein gottes lob und eer, och unser lieben Eidgnossen von Glarus und gemeiner unser Eidgnoschaft nutz und wolfart gegen gott und im zyt, damit wir alle . . . nach disen zergenglichen die ewigen und jemerwärenden güeter mit einander besitzen und messen mögen, darzuo uns allen verhelf der güetig Vatter durch sinen geliebten Son und einigen mittler CristuM Jesum, unfern Herren, amen." St. A..Zürich: A. Glarus. Daß diese Missive abgesendet wurde, beweist ein Schreiben der Neugläubigen an Zürich, dd. 31. August. Mit ganz unwesentlichen Acnderungcn bildet dieselbe die bezügliche Instruction für den nächsten Tag zu Baden, dd. Samstag vor Laurentii (8. Aug.) St. A. Zürich: Jnstruction-nbu-h i. 7-w. m. ?-io. Daß auch diese Instruction zum Vortrag gekommen, ergibt sich aus der Antwort der altgläubigen Glarner- Vgl. Nr. 573 k, Noten. Endlich gehört der erste uns bekannte Vermittlungsvorschlag hieher: 5) „Artikel so die drü Ort Basel, Schaffhnsen und Appenzell gestellt Hand." „Zum ersten, als sich leider ein span zwüschen den erbern landlüten zuo Glarus haltet, ist unser Meinung und guot bedunken, ob einich unwill, span und irtnm wäre, daß der mit der hilf des allmächtigen tod und ab sin solle, und kein teil dem andren zuo argem meiner mer gedenken. „Zum andren, der Priestern halb, daß jetliche kilchöri macht und gwalt Hab wie von alter har, ein fromen erlichen Priester anncmen mögen (sie), und so einer nit uß irem land wärt, daß der selb (um) sin stand und harkomen, wie er abgschciden wnri, glaubwürdigen schin bringen sol, und die selben priester, so angenoinen werden, sollen nüt anders predigen, dann was sy mit der heligen göttlichen gschrift bewysen und darthuon mögen, und zuo guotem frid und einikeit diene. Juli 1528. 13K7 „Zum dritten lassen wir es bliben der meß halben, wie sy sich vormals erpotten han(d), und daß der, so das wort gottes verkündt, den so meß hat, uf der lanzcl »it anzieche, und (so) er die meß nit will rüemen, daß er sy ouch nit schelte, und der so meß hat, den so prediget ouch nit schelti, und dargegen under den landlüten keiner den andren verachten sölle, er gange joch, wo er hin well und (wie in) gott ermant. „Zum Vierden, des fleisch essens halb und die firtagen belangend, ist unser pitt und beger an die ersamen landlüt, daß sy die selben bed artikel stan lassen, bis daß sy mit der hilf gotts ein ersamen rat und rcgiment wider überkommen, daß dann die selben darüber sitzen, und wie es dieselben ansechen, daby soll es blyben. „Zum fünfte», grichts und rats halb lassend wirs by irem landrecht blyben. „Zum sechsten, daß allerley tratzliche reden fürgangen sin sollen, daß nun hinfür die selben zuo beiden fiten abgestellt und die, so sich erfinden mächt, nit der eren wärend, ruowen zuo lassen in gricht und rat. „Zum sibcnden lassend wir jedcrman blyben by synem rechten, wie dann üwcr landbuoch und pünd wisend. „Zum achten, des gotts worts halb wäri unser Meinung, daß das helig Evangely luter und klar, wie es dann an im selbs ist, geprediget wurdi, wie das die helig göttlich gschrift vermag, und daß sich nllwegeu die predicanten flissen, das völkly ze wysen uf ghorsamy und was zuo guotem friden dienen mag, und allwegen unruow und unfridcu abstellen wellen nach irem besten vermügen, als fromm cristenlichen Hirten der schäflin gotts Mol gezimpt." St. A, Zürich: DaiumloseS Blau in Acten Glarus. Arauenfeld. 1528, c. 24. Juli. Dtaatöarchiv Zürich: Instructionen I. 131. Ein Bote von Zürich — Hans Escher — soll dem Landvogt im Thurgan eröffnen, 1. man sei mit der Antwort, die er kürzlich wegen des Lentpriesters zu Nennforn gegeben, für einmal wohl zufrieden. 2. Nun solle er aber seither dem Leutpriester zu Steckborn, der als geschickter und friedsamer Mann gerühmt werde, bei bestimmter Buße geboten haben, sich zu entfernen und da nicht mehr zu predigen, und als sich derselbe darüber höchlich beschwert, solle der Landvogt ihm freundlich geantwortet haben, er möge sich nur an die Herren und Obern wenden; was sie nachlassen, werde er, der Vogt, ihm wohl gönnen. Es sei aber dem Priester nicht gelegen, alle Orte zu besuchen; deßwegen habe er in Zürich gebeten, ihn bei seinen Unterthanen, die da auch erschienen seien, bleibenzulassen; wenn Jemand etwas an ihn zu fordern hätte, so wolle er sich au gebührlichen Orten verantworten; er begehre nur, nicht mit Gewalt und Gefangenschaft übereilt zu werden. Da nun Zürich über solche Geschäfte mit den andern Orten zu verhandeln gedenke, so begehre es, daß gegen den Pfarrer einstweilen nichts Thätliches nnternommen werde; geschähe dies dennoch, so wäre man genöthigt zu thun, was besser unterlassen bliebe; darum begehre mau hierüber eine bestimmte Autwort, nach der man sich richten könne. — Das klebrige weiß der Gesandte nach Umständen wohl zu verrichten. Actum Die Maria Magdaleue. Wir fügen noch folgende Acten bei, die sich unmittelbar anschließen: 1) 1528, 25. Juli. ZüriH an den Landvogt im Thurgan. Ungeachtet seines Erbictens, die behaupteten Bergehnngen des Pfarrers zu Stcckborn, Benedict Wyder, anzuzeigen, habe er sie dem zu ihm abgeordneten Boten Hans Aeschcr, auch auf dessen ausdrückliches Begehren, nicht eröffnen wollen; dies müsse sehr befremden, da er doch Zürich ebenso wohl mit Eiden verwandt sei als den andern Orten; darum fordere es ihn jetzt bei seiner Amtspflicht auf, dem Läufer umgehend die bisher vorenthaltene Auskunft schriftlich zu geben, damit es wisse, warum er den Pfarrer verwiesen, und nach Gutsinden in der Sache handeln könne. 13K8 Juli 1528, 2) 1528, 25. Juli, Zürich a» Burgermeister und Ruth zu Stcckboru. Auf die Klage, welche ihre Botschaft, begleitet von Pfarrer Benedict Wyder, über den Befehl des Landvogtes, daß letzterer in 14 Tagen seine Pfründe räume, in Zürich vorgebracht, theile es mit, daß cS bereits einen Boten an denselben verordnet, aber noch nichts ausgerichtet habe; deßhnlb werde es genöthigt sein, andere Mittel und Wege zu versuchen, um die biderben Leute vor solchen Anfechtungen zu schirmen, was nicht mehr lange anstehen dürfte. Einstweilen mögen die Behörden dein Pfarrer Mitleid beweisen, bis die Sache, wie zu hoffen, sich zu einem guten Ausgang schicken werde. St. A. Zürich: Misswen. 5«S. gittern. 1528, 2. August. Staatsarchiv Lucern: Acten Neligionshändel. Tag der V Orte. — Ein Abschied fehlt; dagegen liegt eine Missive vor, deren Datum oben steht: Die Rathsboten der IV Waldstätte samt Zug an Fähnrich und Gemeinde zu Hasle. „Wir verneinend täglich, wie ir des gnoten willens und fürnemens sigeich, by dem waren alten rechten cristenlichen glauben, wie üwere vordren an üch gebracht, by den hcligen würdigen sacramenten und by gemeiner cristenlichen kirchen ze blibe» und üch nit darvon trängen ze lassen, das wir niit sondern fröiden gern von üch verneinen, und unser» Herren und ober» sonder wol gefallt. Gott der allmächtig, auch sin wirdige Muoter und all lieb heiligen und enget, die wellend üch darin bestäten, fürbittlich und hilflich sin. Und so aber mir allein darunib fetz versammlet, ob etwas mit nnsern Eidgnossen von Bern von üwertwegeu ze reden und ze handlen sig, so will uns bedunken, daß es ganz unfruchtbar und vergebens sig, sy vil ze bitten und inen ze schriben, und daß jetzmal Wäger und besser sig, underwegen glassen, nß vil Ursachen. Daruf so ist aber an üch unser ganz früntlich, ernstlich und trnngenlich bitt von wegen unser Herren und ober», onch unser selbs, daß ir in üwcrm gnoten fürnemen beharren, üch darvon weder mit tröwen noch andern dingen nit trängen noch triben lassen und üch als guot fromm alt cristcn halten, nngezwifelt Gott der allmächtig mit sinen gnaden und hilf wirt üch byständig sin. Ob aber je die von Bern sich understan, üch mit gwalt von üwerm alten hargebrachten waren cristlichen glauben ze trängen und ze zwingen, deß doch (unsers achtens) sy weder snog noch recht Hand, wo dann unser Herren und obern, onch wir guots darzwischen reden und handlen, die von Bern irs fürnemens abzestellen, onch was sy üch rätlich, hilflich und byständig sin und das best thuon könnden und mögen, und weß man sich vor gegen üch erbotten, das wirt man thnon und weder kost, mücy noch arbeit beduren lassen; das wellen also im allerbesten von uns vermerken." corigway. Von bezüglichen Acten ist nur folgender zu bemerken: 1528, 23. (oder 24.) Juli. Bern an de» Abt von Engclberg, jetzt in Brienz. „Uns langt warcr bericht an, wie ir üch gan Briens uß bcfelch unserer lieben Eidgnossen der dryen Örtcrn, üwers closters kastenvögt, verfliegt habind und allda meß haltind, ouch die nüweu mißbrüch, (so) nebend dem gottswort nit lange zyt durch menschen guotdunken erdacht, in üebung haltind, das uns nit wenig beduret, sonders uf das höchst befrömbdet und beschwert. So wir nun diser fach halb, als ir wol wüssen mögend, unfern l. Eidgnossen, üwern kästen- vögt(en), eben ernstlich oftmaln gcschriben, und aber uns noch dhein endlich antwurt mögen gelangen, dann daß uf ein mal unser Eidgnossen von Underwaldcn (uns) zuogeschriben haben, sy wölkten uns und die unfern des gloubens halb rüewig und uubekümbert lassen, ouch die pünd trülich an uns ze halten, deß wir uns getrost (haben). So aber wir täglichen vermerken, daß dem nit will gelebt werden, erhöuscht unser hoche notdurft darzuo Juli 1528. IZgg ze thuond. Harum, dwyl ir darüber gan Priens kämmen, und (wie obgescit ist) die gottslästrige meß und abgöttisch cercmonien in üebung und bruch ze halten undcrstand,. wellen wir üch fründlicher Meinung gewarnet han, daß wir sölichs uit dulden werden. Wo ir aber üch des gottswort und unsers ansechen halten und gebruchen wellend, mögen wir üch wol belyben lassen; dann daß wir jcmands siner gerechtigkeit ane göttlich ursach entweren wellind, werden wir hob gott will) dhcins wegs mit der warheit mögen beschuldiget werden. Wir haben auch diß Handels halb den unfern von Ringgenberg geschriben, mögend ir glicher wys inen diß unser Meinung fürhalten; wellend daby ingedenk sin des Mandats, so wir der meßpfaffen halb haben lassen usgan, damit ir deß gewarsamer sin mögind, hierüber üwer schriftlicher antwurt erwartende by disem unserm Kotten; dann es dißmal uns der gar us ist (?) diß Handels halb, wellen ouch hiemit unser eeren bewart haben; darnach wüßt üch ze halten." St. A. Bemi Teutsch Misstvm lj. «so d. 4bl ». s«3. Wern. 1538, 2. und 3. August. Staatsarchiv Bern: Nathsbuch Nr. 218, p. 149—152. ». 1. Die Botschaft von Zürich zeigt an, daß die Grüninger sich zum Gehorsam erbieten und von dem Rechtshandel abstehen wollen. Das bestätigt der Bote des Amtes Grüningen ausdrücklich und erklärt den Entschluß, den über ihren Span gefallenen Sprüchen nachzuleben. 2. Infolge dessen wird Zürich freundlich ersucht, den Leuten zn verzeihen und das Beste zu thun. 3. Verhandlung betreffend gefangene Wiedertäufer, I». 1. Eine Botschaft von Basel bietet ihre Dienste an zu gütlicher Stillung der Unruhe unter den Bauern; ihre Herren wollen Leib und Gut zu Bern setzen, ?c. 2. Dabei bringt sie den Span mit Solothurn zur Sprache. «. 1. Die Genfer beschweren sich über den Herzog wegen ihres Münzmeisters, worauf der herzogliche Bote antwortet. 2. Ferner klagen sie gegen den Bischof. 3. Es wird dieser Geschäfte wegen an Freibnrg und an den Bischof geschrieben, «i. Der Bote von Zürich zieht die Häfte im Thurgan und die Gefangenschaft eines Priesters an. Das will man auf dem Tage zu Baden erörtern, aber keine Gewalt brauchen. >» 2 und «I wurden am 3. August besprochen. Zu Da diese Angelegenheit Zürich allein berührte, so haben wir davon nur soweit Notiz genommen, als »öthig schien, um die Acten gemischten Inhaltes nicht zu verstümmeln. Zu I» 2. Auf dieses Geschüft kann die Abschiedsammluug keine weitere Rücksicht nehmen; dürftige Andeutungen gibt das Berner Rathsbuch, x. 159. Sodann ist auf die im Teutschen Spruchbuch VO. p- 821, 822 eingetragene Kundschaft, dd. 3. August, zu verweisen. Zu <. Es sind hier einige Acte» beizurückcn, die den allzu dürftigen Text sowohl ergänzen als erläutern können: 1) 1S28, 27. Juli. Bern an Freibnrg. „Es sind hütigs tags vor uns crschiucu des durchlüchtigen Herr» Herzogen von Savopc eins, und üwer, och unser lieben Mitbürgern von Jens Kotten und anvält anders teils, und haben uns beider stst mit laugen worte» ir anligcu und befelch schriftlich und mündlich entdeckt. So nun der Handel eben schwer und groß (ist) und üch nit minder dann uns berücrt, . . . hat uns fruchtbar ze sin bedüecht, daß si glicher gefüllt üch ir auliggen eröffnen, und ir darüber beratschlagen?, was fürer ze Handleu spe; dann die fach uns dcrmaß anficht, daß st) guots rats bedarf. Harum wellend dem besten nachsinnen und uns deß, (so) ir üch entfließen, schriftlichen verständigen, uns ouch darnach müssen ze halten." St. A. B -Nlt Tmisch Misstvm . — Vgl. Raihsbuch Nr. 2lS, p. III!!. 172 1370 Juli 1528. 2) 1528, 31. Juli. Bern an de» Bischof von Genf. Antwort auf de» Vortrag seines Boten Franciscus de Mandalla(z). Man bedaure lebhaft, daß er mit seinen Unterthanen streiten (in pulostram ässoonäors) wolle, und ersuche ihn, denselben mehr Gunst zu beweisen, zumal sie sonst vielfach beunruhigt werden, und dergestalt mit ihnen zu handeln, daß man nicht genöthigt werde, ihnen kraft des Burgrechts, das man diesseits aufrecht erhalten wolle, zu Hülfe zu kommen. St. A. B«»: «am». Missim» i. 2ss>>. Laut des Berner Rathsbuchs waren auch Boten der Stadt (wieder) erschienen und ein (bezügliches) Schreiben von Freiburg eingegangen. 3) 1528, 2. August. Bern an Frciburg. Antwort auf dessen Vorschlag betreffend die Angelegenheiten der Genfer zc. Dem Herzog zu schreiben, wie es meine, könne man sich nicht entschließen, aber ihn nochmals dringend zu ersuchen, einen Tag in Peterlingen zu besuchen und da seine Rcchtstitel vorzuweisen, da doch seine Boten öfter erklärt haben, wenn die Genfer einen Brief darlegen können, so habe er drei dagegen. Wenn Freiburg diese Meinung billige, so wolle man dem Herzog im Namen beider Städte schreiben, und da der von Freiburg bestimmte Tag zu nahe wäre, so habe man denselben auf St. Bartholomäus Tag hinausgeschoben. Bitte um Antwort. St. A. B-m: T-utsch Missiven q. rss d. 4) 1528, (c. 4. August). Bern (auch im Namen Freiburg's) an den Herzog von Savoycn. Man habe ihn kürzlich zweimal gebeten, nochmals seine Botschaft zu einem Tag in Payerne zu senden. Nachdem man seine Gründe und die Vorträge der Gegner erwogen habe, bitte man ihn abermals dringlich (trss utkootususomont supplions), den Tag zu genehmigen, den man jetzt auf Bartholomäi (24. Aug.) nach Payerne augesetzt habe, und da namentlich seine Schriften betreffend das Vidomat zu Genf zu produciren, da sein Gesandter mehrmals gesagt habe, wenn Genf einen Titel besitze, so habe er (der Herzog) drei (dagegen). Diesseits wolle man allen Fleiß anwenden, um die Sache zu gutem Ende zu führen, weßhalb man günstige Antwort hoffe. St. A. Bern: Welsch Missiven Ivo u. 5) 1528, 6. August. Bern an den Herzog von Savoyen. Claude Savoye von Genf begehre in seiner' Angelegenheit Recht; da nun der Gesandte Piochct gutes und kurzes verheiße, die Sache aber nicht hier erörtern, sondern an den zuständigen Richter wolle weisen lassen, so ersuche man den Herzog dringlich, dem Genannten sicheres Geleit vor Gericht und zurück zu verschaffen und seiner Mutter die verhefteten Früchte verabfolgen zu lassen, indem sie für Fehler ihres Sohnes billigerweise nicht büßen sollte, zc. Si. A. B-r»- W-lsH MMm» x. ioi >>, ti) 1528, 6. August. Bern an den Herzog von Savoyen. „Illustrissimo, Kto. oto. Vostrs ssou^or lllooliot norm a arrjourälrui tonn propos an In prvssnoo äss amdassträsurs eis nos oomlrourgsois äs dsnsvs a oauss äu gontilirommo gm est äktsuu prisonnisr u (tonovs, krussi eoux äs ttox oto., legusl an vostrs now u roponäu, guanä nos oomdourgsois Iuolror(o!)ont lsäit gontiltioininv, gus »äonog vous laolroro?! oolui guost ästenu u 'l'ornior, (st) touolnrnt los oaptivss äs (llsx äsmanäoit gus iosux kusssnt romrs a Isur jugo oräinairo, sur guoi Iss irmdussnäsurs äs Conovs roponäirsnt guo lsäit gontitliomms estoit sn prison a viruss äs Ilromiviäs gusstoit oommis a (lurtignis sn In psrsonns äs ll'isdolä I^ökklsr, nostrs bourgoois, st gus in olroso sstoit uostrs; toutsskois, guanä 1o prisonnisr gusst ästsnu u ll'ornisr, prsmisrsmsnt ssrort laolro, guo uäono lsäit gontillromms ssroit lidsrs. Vouolumt osux äs (tax (ils) äissnt gus sont lurrons, o ossts suuss lss vsulsnt j rigor oomms äs raison. Or uvoir ontsnäu Iss propositss äun oosts st äkrutrs, >oi a. rsoitsr iion ussssskriros, (nous) uvous sur so uäviss st oonslu oomms ssnsuit. Brsmisrsmsnt vous prrons trss aosrtss gus soit äs vostrs 1>ou plaisir äs lkrolisr Is prisonnisr äs Nsrnior, st pour os gus In okoso passe sn dormo sorto, sst nooossairs guo vous st uos oomdourgoois äs Consvs vous aovoräo^ äuns Iroure st pluoo, ' s» laguolls vous rsmottisis tun a lautre sss prisonnisr«. ll'ouolrant osux äs Ltsx, äspuis gus sont aoousos ässtrs larrons, voulons guo justioo sn soit taioto, (st) äsrsolrisk vostrs bonigno gruoo sup- plions gus pour Iung)ur äs nous st don äs xaix st pour oHtsr plus grunä osounäls gut pourroit snsurvro, soit äs vostrs plaisir äs äanner liou kr oolui atkuiro" . . . St. A. B-r-y W-Isch Missivm x. ivob, roi». Am 6. August waren die Boten beider Parteien wirklich vor Nöthen und Bürgern zu Bern. Die uöthigen Anhaltspuucte und Ergänzungen gibt Roget a. n. O. 1. 2ö9—304. Juli 1528, 1371 S«4. Ajern. 1528, 3. (und 4.) August. , Kantonsarchiv Kreiburg: Muriner Abschiede 5. 6. Staatsarchiv Bern: Jnstructionenbuch 177 b. Nathsbuch Nr. 218, p. 153 ». Jahrrechnuug der Städte Bern und Freiburg mit den Vögten zu Murten und Echallens (Orbe). Gesandte: Freiburg. Wilhelm Schweizer, Lorenz Brandenburger: alter und gegenwärtiger Seckelmeister. Der Zollner von Murten betlagt sich über den kürzlich durch den Hagel erlittenen Schaden nnd bittet, ihm die 2 Mütt Korn und Haber, die er von dem ihm zu seinem Amt geliehenen Zehnten („zendly") dem Schultheiß zu entrichten hat, dieses Jahr nachzulassen. Es wird ihm entsprochen. K». Dem alten Zollner, der für seine langjährigen guten Dienste, mit Rücksicht auf sein „schweres" Alter, um eine Pfründe gebeten, werden diesmal 2 Muriner Mütt Korn und für die Zukunft je 1 Mütt jährlich, ans Lebenszeit, angewiesen, e. Der Schultheiß von Murten nimmt das Schirmgeld von Münchenwyler, 1l) Schilling, für sich als Amtmann in Anspruch, während Bern, als Oberschirmherr daselbst, dasselbe nicht mehr will entrichten lassen; da die Botschaft von Freiburg hierüber nicht instruirt ist, so wird das Geschäft in den Abschied genommen. «I. Die Herren von Bern wollen den Anwälten von Freibnrg nicht verhalten, daß sie von dein Müller zu Kerzers ivegen seiner uiiehelichen Geburt kraft ihrer Freiheiten 100 Kronen ererbt haben, was aus dem gleichen Grunde in den Abschied fällt, v. Es ist abgeredet, daß der Schultheiß von Murten von Jedem, der wider das Verbot aus dem Gebiet der beiden Städte Korn wegführt, 10 Pfund als Strafe für jede Uebertretung beziehen soll. L. Zwischen etlichen Parteien aus der Herrschaft Echallens, die wegen eines Weidganges in dem Holz „Orinloix" (Orjulaz) mit einander im Streit liegen, ist erkannt, daß die althergebrachten Besitzer bei ihrer Nutzung bleiben sollen, bis sie rechtlich derselben entsetzt werden mögen. Der dortige Amtmann soll deßhalb beförderlich gutes Recht halten und die Kundschaften und Briefe nochmals verhören; wer sich dann weiter beschwert, mag appelliren, wohin es sich gebührt. K. Sodann hat der Vogt zu Echallens („Scherling") geklagt gegen die von Orbe, die ohne Wissen und Erlaubuiß der beiden Städte Almenden eingeschlagen und um Zins verliehen haben. Darüber wird erkannt, es sollen die von Orbe die seit drei Jahren eingeschlagenen Grundstücke zu gemeiner Nutzung wieder öffnen nnd hinfür keine solche Eingriffe machen, bevor beide Städte es bewilligt hätten. I». Im Namen der Dorfsäßen zu Goumoens wird von Etlichen die Bitte gestellt, ihnen zu dem alten noch einen neuen Ofen zn bewilligen, was ohne Nachtheil der Herrschaft geschehen möge. Es wird ihnen unter der Bedingung entsprochen, daß sie sich schriftlich verpflichten, beide in gutem Staub zu erhalten; der bisherige Zins wird auf beide zusammen gelegt, >u der Meinung, daß bei dem Abgang des einen Ofens der übrige wieder den ganzen Zins tragen soll. 1« Ueber die Appellation des Marcus Barba ist erkannt, daß er dem Vogt für die „Nathsfrage" (Besammlnng des Gerichts?) 12 Groß zu entrichten und für die übrige Bemühung ihn billig zn entschädigen habe. Dabei wird verordnet, es solle künftig jedem Amtmann in seinen Eid gebunden werden, daß er über alle Appellationen uach bestem Verstand entscheide, ohne Kosten für die armen Leute; wenn er sich aber nicht getraut, ein Urtheil M geben, so soll er nach Landesbrauch und Gewohnheit Nathsfrage halten, wofür er von jeder Appellation 12 Groß und Belohnung für seine Mühe zu beziehen hat. Ii.» Dem Untervogt zn Orbe werde» auf seine Bitte, zur Vergeltung guter Dienste, an seinen Bau 20 Pfd. Lausanner Währung geschenkt, die der Vogt aus öor für zwei Faß Wem den zwei Städten schuldig gebliebeneu Summe entrichten soll. I. Der Vogt von Echallens hat einen silbernen Kelch und ein Krenzlein gebracht, welche er bei einem gerichteten Schelmen gefunden; nachdem 1872 August 1528. mau beschlossen, den Werth dieser Stücke anszumittelu, haben die Boten von Freiburg gebeten, ihnen den Kelch zu überlassen, was ihnen bewilligt wurde, jedoch mit Vorbehalt des Wcrthantheils für Bern. »Z. Zur Abnahme der Rechnungen von Grandson und Grasbnrg soll Bern auf Laureutii Nachts < 10. August) seine Botschaft nach Freiburg senden, i». Hans Studer, Schultheis; zu Murte», gibt Rechnung über sein Amt. Die Einnahmen betragen an Pfenningen 106 Pfd. 16 Schl., an Roggen 11 Mütt, an Dinkel 6 Mütt, an Haber 29 Mütt. Die Ausgaben belaufen sich, Burghut und „ Ncchnunggeld " eingeschlossen, auf 222 Pfd. 7 Schl. 10 Pfg- (Folgt das Facit und die Verthcilung). «. Hans Künzi, Vogt zu Echalleus, zeigt an Einnahmen 784 Pfd. 1 Gros; 6 Pfg., Korn 100 Mütt 3 Köpfe 1 Mäs;, Häher 74 Mütt 1 Kopf; an Ausgaben 210 Pfd. 10 Gros; (aus;er-80 Pfd. für Burghut, Rechnnnggeld und Kastcnzius), Korn 20 Mt. 4 K. 1 Ms;., Haber 7 Mi. Er bleibt also jeder Stadt schuldig an Geld 286 Pfd. D/s Gros; 10 Pfg., Korn 39 Mt. 11 K., Haber 33 Mt. 6 K., Wein 1 Faß („vas"). S«5. Waden. 152k, 11. August f. (Dienstag nach Lorenzi f.). Staatsarchiv Lueern: Allg. Abschiede It. 2. f. 492. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 10, 5.50. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiebe ». 47S. Kantottsarchiv Basel: Abschiede. Kantonsarchiv Hreibttrn: Abschiede Bd. 12. Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XVI. KantonSarchiv Schaffhansen: Abschiede. Gesandte: Zürich. Rudolf Thumiscn, des Raths; Dr. (Wolfgang) Mnngolt, Stadtschreiber. Bern- B ernhard Tillmanu, Scckelmeister; Niklaus Manuel, des Raths"). Lucern. Hans Hug, Schultheiß. Uri. Ulrich Türler, des Raths. Schwyz. Ulrich Auf der Mauer. Unterwalden. Heinrich zum Brunnen, des Raths. Zug. Oswald Tos;, Ammaun. Glarus. — Basel. (Adclberg Meyer, alt-Burgermeister). Freiburg. Lorenz Brandenburger, des Raths. Solothurn. Niklaus von Wcngi, des Raths. — (Aus Urk. c>.). « Der König von Frankreich sendet eine Antwort, worin er die Eidgenossen gütlich zu bezahlen verspricht und zugleich meldet, daß er seinen Gesandten den Auftrag gegeben habe, darüber mit ihnen zu unterhandeln und annehmbare Termine festzusetzen, daß er aber nichts desto weniger eine Summe herausschicken werde, um die dringendsten Schulden und Ansprachen zu tilgen. Antwort ans nächstem Tag. I». Heimzubringen und auf nächstem Tage Antwort zu geben über den Antrag, in den Freien Aemtern ein Hochgericht aufzurichten, t Pr^r und Eonveut des Gotteshauses zu Illingen schreiben, das; sie des vor Jahren erlittenen Sturmes wegen eine nc»c Kirche bauen müssen, und bitten, ihnen hiefür eine „Summe Gulden" zu verabreichen. Heimzubringen. «> Der Landvogt im Thurgau bringt vor, es habe Zürich etliche Briefe an ihn geschrieben, das; er die Priester zu Steckborn und Ober-Nennform auf ihren Pfründen lassen solle, während ihm ab dem letzten Tage zn Baden ein Befehl zugekommen, diese und andere Priester, die den Beschlüssen und Mandaten der Mehrheit der Orte nicht nachleben, von ihren Pfründen zu entfernen. — Diese Nachricht hat Befremden erregt, indem Zürich frühem versprochen hat, gelten zn lassen, was von der Mehrheit in Sachen der gemeinen Vogteien beschlossen werde; daher wird dessen Boten ernstlich erklärt, man halte dafür, daß kein Ort befugt sei, einen Beschluß der Mehrheit zu widerrufen; es solle also den Priester zu Ober-Neuuforn auwciseu, sich deu Maudaten, welche die Mehrheit erlassen, zu unterziehen, da sonst der Landvogt ihn wegweisen würde, „alles mit mehr Worten, wie jeder Bote D Das Berner Jnstructionenbuch, auch das Rathsbuch, uenut nur den Letzter». August 1528, 1373 weiter davon zu sagen weiß." v. Schivyz erneuert das Gesuch, seinen Pauuerherrn für die Auslagen bei der Rechtfertigung des Illingen Handels zu entschädigen l es treffe auf jedes Ort 4 Gl. rhein, weniger 2 Btz. Heim- zubringen, damit er auf dem nächsten Tage bezahlt werde, t. In dem Span unter den Landlenten zu Glarns haben Basel, Schaffhansen und Appenzell, nämlich die als Mittler beauftragten Orte, einige Borschläge und Artikel aufgesetzt, welche beide Parteien heimzubringen angenommen haben, um auf dem nächsten Tage zu Baden Antwort Zu geben, ob sie dieselben annehmen wollen oder nicht. K. Der Vortrag des französischen Gesandten ist heimzu- bringen, I». lieber das jedem Orte schriftlich (französisch und deutsch) eingereichte Begehren der Markgrüsin von Neuenbürg soll ebenfalls auf nächstem Tage Antwort gegeben werden, I. Da die Boten von Zürich abermals rme Erkanntniß begehren über die Appellationen von Lunkhofen nach Bremgarten und vor ihre Herren, worüber nicht alle Boten instrnirt sind, während Glarns abwesend (d, h, nicht in ordentlicher Vertretung anwesend) ist, >a soll dies heimgebracht werden, um zu Tagen darüber zu antworten, !>< Bern stellt das Begehren, den Arrest, dm der Landvogt zu Wälsch-Nenenbnrg auf die in der Grafschaft gelegenen Zehnten und Einkünfte des Gotteshauses St. Johann zu Erlach gelegt, wieder aufzuheben oder deßhalb gemäß den Bünden ins Recht zu stehen. Die Mehrheit beschließt dies heimzubringen, um auf dem nächsten Tage sowohl einen Ncchtstag anzusetzen, als die Richter dafür zu bezeichnen. Dabei wird dem Boten von Freibnrg aufgetragen, eine Abschrift des Vertrages von Neuenburg auf den Tag mitzubringen, damit man wisse, wie man die Sache an die Hand nehmen solle, I» Heimzubringen, ob man das Schloß zu Luggaris bauen oder niederreißen wolle, i»». Es ist auch abgeredet, daß jedes Ort über die Abschiede der Jahrrechnnngen von Luggaris, Neuenbürg und Baden sich berathen solle, um auf dein nächsten Tag über alle Artikel Rede und Antwort geben zu können und endlich der vielen hängenden ^eschllftj. ^s zu werden, i». Es wird ein anderer Tag angesetzt auf Mittwoch nach St. Bereuen Tag (2. September) nach Baden. «. 1528, 11, August (Dienstag nach St. Laurenzen), Baden, Jacob Christoph von Bernhausen zu Hagen- wylen klagt über die Ansprüche deren von Roggwyl in den auf der letzten Jahrrechnnng noch nicht entschiedenen Ttreitartiteln und bittet um Antwort. Diese wird ihm ertheilt wie folgt: (1.) Wenn künftig Jemand gegen einen Andern zuckt, und der Gerichtsherr oder der Landvogt das vernehmen, so sollen und mögen sie den Thäter strafen, wie das früher unter dem Vogt Hieronymus Stocker Hebung gewesen ist. 2. Wer von dem Gericht zu Roggwyl beschwert zu sein glaubt, es betreffe Bußen, Frevel oder Anderes, der mag wohl an den Gerichtshcrrn, dann vor das Landgericht oder den Landvogt und znletzt an die eidgenössischen Näthe appelliren, wie es im ^hurgau überall Brauch ist. 3. Wenn einer in eine Buße verfällt, so mag der Landvogt samt dem Gerichtsherrn dieselbe einziehen, und sollen sie nicht schuldig sein zu warten, bis „sie die auf einander bringen," St, A, Zürich- Abt St. Sali, Archiv - Copir, I». (Besondere Berathungen der katholischen Orte? — S. Note). Im Zürcher Ercmplar fehlen >l, ) im usschriben ircr disputatz sonderlich gemeldet, daß st) niemand zum glauben zwingen wellen zc., daß dann sy die von Hasle und ander ouch daby bliben lassen wellten, mit andren vil mcr Worten, und ob man dann iro dero von Wallis botschaft onch darzno begerte, wellten sy ouch gern mit den andren Orten helfen handlen zc. Sölichs soll unser bott mit den Orten des alten gloubcns Kotten anziechen -und davon ratschlagen uud hierin gwalt han ze handlen." 5. „Item als dann unser Eidgnossen von Basel sich nit als iibel schickend und halten zc., sol unser bott och anziechen, ob man botschaft zuo inen schicken wellt." 6. „Item mit den siben Orten Kotten reden von wegen der knechten, so jetz hinweg lonfend." St. A. Lucern: Abschiede H. 2. 173 1378 August 1528. S««. Arciömg. 1528, (11. und) 12. August. Staatsarchiv Berit! All», eidg, Abschiede 4öS. Kantoilsarchiv Hreiburg! Rathsbuch Rr. <>!. Jahrrechnuug dcr Städte Beru und Freiburg für die Herrschaften Grasburg uud Grandfon. Gesandte: Beru. Lieuhard Hübschi, alt-Seckelineister; Kourad Willading. tt. Die von Orbe haben gebeten, drei Iucharten Land, das sie innert drei Jahren ausgeliehen, ihnen zu überlassen, weil sonst die daran stoßenden Reben schwer geschädigt würden. Man findet ihre Bitte an sich nicht unbillig; weil es sich aber nicht geziemt, auf einer Rechnung zu ändern („brechen"), was auf der andern verfügt ist, so wird dem Landvogt schriftlich befohlen, den Zins zu nehmen und die Güter bis zur nächsten Rechnung 'nicht „ausschlagen" zu lassen. I». Den Zehnten zu „Sommerowen" hat man dem Peter von S. lebenslänglich für 2 Pfd. Pfg. jährlichen Zins geliehen, v. Der Vogt zu Grasburg soll einen Schreiber beiziehen und auf Michaelis (29. September) den Zinsrodel erneuern, wozu ihm beide Städte durch ihre Botschaft behülflich sein werden. «I. Er soll auch von Hans Gilgj enj die 10 Gl. Buße, die Freiburg (als Hälfte) zu fordern hat, einziehen uud ihn soweit nöthig pfänden lasse», v. Der alte Vogt Willading soll bei seineu Pfändern von („gegen") Blanzon bleiben, t. Diesem Blanzon soll der Vogt zu Grandfon im Namen beider Städte 1 Mütt Korn verabfolgen. K» Den Zehndern von Bonvillars ist von dem vorjährigen („vordrigen") Zehntel? 1 Mütt Korn und 1 Mütt Haber nachgelassen. I». De»? N. Nutillart, der mit viele?? kleinen Kindern belade?? und noch alte Zinse schuldig ist, hat man um Gottes willen 1 Mütt Korn gegeben. 1. Da der Zoller nicht weiß, wie viel Zoll er von Papier fordern darf, so soll er sich erkundigen, wie solches anderswo verzollt werde, und zu Moutenach dann auch ein Billiges nehmen. Ii,. Denen von Onnens, die große Kornzinse entrichten müssen, soll der Vogt den letztjährigen Zins ii? Geld anschlagen nach dem damals geltenden gemeinen Schlag. I» Die von Montenach sollen die Gerberie ohne weiteren Widerspruch bezahlen. Iii. Da sich die von Avonnand beklagen, daß die von Uverdon ihr Maß vergrößert haben, und sie nun auch mehr geben sollten, so hat man dem Vogt befohlen, das zum Schloß gehörende Maß zu prüfen; wäre dasjenige von Averdon wirklich größer gemacht, so soll es bei dein alten bleiben; zur Vorsorge soll er noch eii? neues Exemplar anfertigen lasse?? (ein „schlofmäß")- l». Die Bitte deren von Avonnand, ihnen des erlittenen Hagels wegen ai? den Zinsen etwas nachzulassen, wird abgewiesen, da der Schaden nicht so groß ist, wie sie vorgegeben. «». Zur Erledigung des Spans zwischen denen von Provence und denen von Bonvillars und Andern, einen Wald betreffend, solle?? der jetzige Vogt st? Grandfon, Commissar Lukas, der alte Vogt Willading und der Stadtschreiber voi? Freibnrg auf Mittwoch nach Assumptionis Mariä (19. August) ai? Ort und Stelle erscheine??. A». Den baufälligen Backofen zu Grandso» soll der Vogt wieder herstelle??, da die zwei Städte de?? Zins empfangen, «z. Jehai? Treytorrens zu Grandfon erhält für seine?? Bau die halbe Dachnng. i . Herr Guillaume Gallaudat soll „les usages" bezahlen wie die Andern, weil er die Güter besitzt. 8. Den? Loys Loup werden an der ihn? auferlegten Buße voi? 10 Pst»^ 4 Pfd. nachgelassen. I. Francis de Turcis, der neue Weibel, erhält einen Rock. ». Der Zicgler Loys Violet wird für die zu Grandfon geleistete?? Dienste nachträglich mit einem Nock belohnt, wie die andern, v» Dein Claude Favre hat man für seinen Bau zu . . . 3000 Ziegel gegeben. Dein N. Nicolet, der de?? Zwei Städten in der Abmarchnng gegen Sainte-Croix und in andern Geschäfte?? viel gedient hat, ist 1 Mütt Gerste, den er als Zehnten schuldig gewesen, nachgelassen, x Dein IN Vulliod (?), der zu Bonvillard gebaut hat, hni August 1528. 1379 mau 6 Pfd. als Beisteuer gescheukt. z. Dem Müller von „Wittenbonx", der au der Grenze gegeu die Herren von Savoyen und Vergier, im Gebiet der beiden Städte, neu gebaut hat, ist als Beillag die halbe Dachung gegeben, Es soll ein Mandat erlassen werden, daß Jeder, der binnen sechs Wochen nicht das „Lob" empfängt, seine Güter verloren habe, und wer um Güter, die den beiden Städten unterworfen sind, bei einem andern als ihren geschworncn Schreibern Briefe aufrichtet, soll 5 Pfd. zur Strafe verfallen sein. «.». Dem Statthalter von Grandsou soll auch ein Rock zukommen. I»?». Zu dem Untergang zwischen Schwarzcnburg und Plafeycn sollen beide Städte ans St. Bartholomäus Tag (24. August) ihre Boten nach Schwarzcnburg schicken, ve. Den Amtleuten (daselbst) soll der Vogt (zu Grasburg) ihre Röcke verabfolgen, da die drei Jahre ihres Dienstes verstrichen sind. «t«I. Hans Rudolf von Meßbach, Vogt zu Grandsou, legt Rechnung ab, wonach er jeder Stadt schuldig bleibt 144 Pfd. 4 Groß, an Korn 45 Mütt 3 Kopf, an Haber 27 Mütt. vv, Wilhelm Hertenstein, Bogt zu Grasburg, ist laut seiner Rechnung jeder Stadt schuldig 97 Pfd. 3 Schl. 4 Pfg., an Dinkel 13 Ml, I K., an Haber 103 Mt., au Gerste l'/s Mt., an Mischelkorn 1 -/2 Mt. Zu Es ist auf Nr. 564 g Bezug genommen. S«7. Lucern. 1528, 14. August (U. L. Frauen Abend im Aug.). Staatsarchiv Bern: Mg. eibg. Abschiede ^.49.3. Tag der vier Orte Bern, Lucern, Schwpz und Uuterwaldcn. 1. Die Boten von Bern"') eröffnen, warum ihre Herren diesen Tag ausgeschrieben, lassen dam?, um weder zu viel noch zu wenig zu sagen, ihre Instruction verlesen und erzählen noch mündlich, wie die Uuterwalduer ^""ge Meßpfaffeu nach Brienz geschickt, und erst neulich Vogt Berchtold „sclbzmölft" einen dahin geführt habe, 'vas wider die von Bern vollzogene Reformation, auch wider die geschworncn Bünde, namentlich einen Artikel ^ Verkominniß vou Staus sei, der bestimme, daß niemand dein andern die Scinigcu ungehorsam machen solle ?c.; Bern begehre daher, daß Nntcrwaldcn von solchem (Treiben) abstehe, die Ungehorsamen zu Brienz und Hasle "'cht bestärke und in diesem Gebiet sich keine Gewalt anmaße; denn Bern würde seinerseits gar ungern im Gebiet der drei Orte, wenn es da Kirchensätze hätte, so freventlich handeln und seine Priester in andere Obrig- ^'ten führen; es könne solches nicht länger dulden und bitte, das abzustellen, um weitere» Unruhen vorzubeugen, ?c. ^"d weil die drei Waldstätte Kastvögte des Gotteshauses Engelberg seien, so mögen sie verschaffen, das? die von Bdienz einen Priester erhalten, der den Erlassen der Obrigkeit nachlebe. Wenn der Kirchensatz daselbst verkauft "der vertauscht werden wollte, so würde Bern, um Zank und Unruhe zu vermeiden, gebührlich entgegenkommen, "^s mit Mehreren?. 2. Darauf antworten die Bote?? von Unterwalden: „Was zno Briens mit dem Priester ^handelt, das ivärc von sondrigen Personen ii? keine»? bösen noch arge»?, uß unbedachtem muot, und nit mit ^ oberkeit gunst »»d verwilligen geschehe??, mit bcger, inen das nit zno verarge?? ?c., und aber daß sy die von Hasle »och ander zno ungehorsame wider ir Herren und ober» bewegt ald gestärkt, das sig nit, wol das widcrspil '"drd sich erfinden, daß st) inen allwcg geraten und mit inen gercdt, st) söllen ircn Herren und ober?? gehorsam st" in allen zimlichen dingen wie von alter har ?c." 3. Da die Bote?? der drei Orte auf das Anbringen von *) Peter voi? Werd und Jacob Wagner, — laut Jnstruct.-Buch /d. 132 b—?84 u. 1380 August 1528, Bern zu antworten keine Vollmacht haben, so nehmen sie es in den Abschied, um auf dem nächsten Tage, wo der stattfinden möge, Bescheid zu geben, I». Wie die Boten von Bern auf den Wzug, daß ihre Obern ein Mandat gegen die Meßpfafseu erlassen, geantwortet haben, weiß jeder Bote. Zu :» 1. Mit Schreiben vom 5. August hatte Bern sich mit gleicher Klage an Lucern gewendet und deßhalb einen Tag auf Donstag nach St. Laurenzen (13. Aug.) begehrt, mit der Anzeige, daß es auch Schwyz und Unter- walden bitte, denselben zu besuchen. S«8. Zürich. 1528, 16. August. Staatsarchiv Zürich: Acten Constanz. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede XX. 537. Stadtarchiv (Lonstanz. Gesandte: Zürich. (M. Kambli; dazu vermuthlich M. Rudolf Thumiscu, M. Binder und Stadtschreiber Mangolt). Bern. (Bernhard Tillmann; Niklans Manncl). Constanz. (Konrad Zwick; Thomas Hüetli). „Ratschlag und abscheid der dryen Stetten Zürich, Bern und Costanz ratsboschaften." ». 1. Da den drei Städten und ihren Zugehörigen die Renten, Zinse, Zehnten und andere Einkünfte (aus Oesterreich) durch den König von Ungarn w. in Haft gelegt und vorenthalten werden, so ist berathschlagt, auf gemeine Kosten im Namen der drei Städte an jene Orte hin zu schreiben, nämlich an das Rcichsregiment zu Speyer, an die Stünde des Schwäbischen Bundes, und die Ncgimcnte Innsbruck, Stuttgart und Ensisheim, laut der dafür aufgesetzten Entwürfe. 2. Der Häfte wegen, die denen von Constanz im Thurgau angelegt sind, wird für gut erachtet, daß die Stadt auf den nächsten eidgenössischen Tag, der auf Verenä stattfinden soll, eine Botschaft sende, den früher in dieser Sache erlangten Abschied vorbringe und ernstlich begehre, dabei gehandhabt zu werden, mit dem Erbieten, den ausgezogenen Pfaffen ihre Pfründen lebenslänglich zu verabfolgen und denjenigen, die für Singen und Messe an die Pfründen etwas gegeben haben, das nach Billigkeit zu ersetzen; stw den Nothfall sollten die Boten Vollmacht haben, sich in dieser Sache auf unparteiische Orte, als Basel, Schafshanse» und Appenzell, zu „veranlassen." 3. Mittlerweile sollen die hicrseits gegen Auswärtige bereits verfügten oder ferner geschehenden Häfte in Kraft bleiben, bis das Unsrigc völlig freigegeben und sicher zu unfern Händen gebracht wird. I». 1. Da Zürich und Bern, und namentlich ersteres, von den Thurgauern, den Gotteshausleuten von St. Gallen und andern Angehörigen gemeiner Herrschaften, von Geistlichen und Weltlichen, hievor und ans diesem Tage zum höchsten ermahnt und gebeten worden sind, sie bei dem göttlichen Wort und freier Predigt desselben zu schirmen und ihnen auch darin zu helfen, daß sie nicht so hart, unbillig und unerträglich gestrast werden w., so hat man berathschlagt: 2. „Wiewol man inen nach dem geheiß gottes, ouch Inhalt des burgrechten, hilf ze thuon schuldig und beging wäre, so wölle sich doch sölichs uß vil beweglichen Ursachen discr zyt om merkliche fürsorg krieglicher nfruor und andrer gfarlicheit nit wol stiegen; besonder ouch hierin angesechen und ermessen, daß der Handel mit unfern lieben Eidgnosscn von Glarus und iren landlüten noch nit zuo end komcn ist, darin (aber) ein merkliche ändrnng zno vermnoten ist, darnach man sich dann ouch richten mag, weg »nd mittel fürzenemen. 3. Und nß dem grund ist ouch geraten und für guot angesechen, in allen andren Händeln, als für die gmeinden oder zno tagen für der Eidgnosscn ratsbotschaften zuo schicken, stillzesto» und des ustrags des nächstkünstigen tags zno erwarten, damit ouch unser Mitbürger von Costanz in irem anbringen nit verhindeU werden. 4. Mittlerzyt soll ein jede statt dem Handel flyßlich nachgedenken, ivie man den armen underthonen in August 1528, 1381 wem ängstlichen anligen ze hilf komcn, was auch ein jede uf künftig tag vor den gemeinden oder de» botschaften für beschwerden fürbringen und anzöigen wölk, 5, Jnsonder(s) sol ouch hiebt) crwcgcn werden, daß diser zwang und harte straf der armen in den fachen, als flcischessen, bilder nß den Alchen thuon, am firtag werken ze., nit so streng gebrucht sind von bäpsten oder bischoffen, und das nit nnbillich; dann die den Höchen geeichten nit anhangen noch nndermürfig sind. Ob es onch glichwol fachen wären, die ketzcry berüertcn, so möchte und sollte ^ doch nit ane vorgende warnung nach der streng der Höchen gerichten gestraft werden. Es vermögen ouch sölichs weder gottes wort, die pünd, päpstliche noch keiserlich noch onch statt noch landsrccht, daß dise übermäßigen strafen dergestalt gebracht werden mögen." v. Was dem Abt von Au des begegneten Mißvcrstands wegen zugeschrieben worden, weiß jeder Bote. «I. „Sind ingedenk des fenster und Wappens, darnmb (üch) die schützen gebetten haben." Zu » 1. Dem Constanzer Eremplar ist eine in Zürich gefertigte Copie des von Zürich an die drei Rcgi- mente nnd die schwäbischen Städte vom 25. Juli abhin erlassenen Schreibens beigelegt. Zu » 2. Die Constanzer Instruction (dd. 8. August) entwickelt bereits alle die Beschwerden, die später an gemeine Eidgenossen gebracht wurden. Vgl. 3. Sept. ?c. Zu n 3. Der hierüber im Lauf dieses Jahres gefaßte gemeinsame, ausführlich motivirte Beschluß findet sich in gleichzeitiger Abschrift aus der Zürcher Canzlci in den Berner Abschieden 1113. 375, 376. Eine bedeutende Anzahl bezüglicher Acten muß hier übergangen werden. Zu I». 1) Vorerst ist hier die Instruction der Bern er Botschaft zu bemerken: 1528, lt). August, Bern. 1. ...„Zum andern, als dann onch (uf) diser tagleistung zwllschen beiden stellen Zürich und Bern ein berednuß sich halten soll, wie man von Ort zuo Ort ryten und allerlei beschwärden anzöugen soll, sampt.und sonders, was dann die notdurft erhöuscht, es sye von wegen gemeiner Herrschaften, der schmütz- und schmachworten halb und ze ersaren, wie jedes Ort insonders gegen beiden obbencmpten stellen gesinnet she, und weß sy sich zuo inen versechen mögen oder söllcn w., deßhalb soll jetz ein ratslag beschechen und ein Instruction gestellt werden, dannenthin die Kotten von Zürich Harns ryten, werden alldnnn mincr Herren Kotten mit inen des ersten gan Fryburg, dannenthin von Ort zuo Ort ryten und miner Herren anliggen den gemeinden fürtragen. 2. Sodenne berüercnd das verbotst so der laudvogt von Nüwenburg gethan des closters zuo Erlach güetern, so >n der grafschaft N. gelegen sind, sollend ir üch (bi) Zürich erkunden, ob sy sölich verbott ze thuon befolhen habind; dann min Herren je nit gloubcn wellind, daß ir Eidgnossen, so teil an der grafschaft Nüwenburg haben, das dem landvogt gemeinlich befolchen habind, und besonders ir Eidgnossen und mitburger von Zürich. 3. Belangend den Priester von Wil, so zno Sant Gallen gefangen ist, sollend ir, Herr Niklnns Manuel, mit dem bottcn von Zürich darryten und in berechtigen, wie sich gebürt".. (Vgl. Nr. 569). Si. A. Bmn JnstrmN°»sbuch isr, ws». 2) 1528, (A. Juli?). Im Zürcher Staatsarchiv (Acten I. Cappclcrkrieg) befindet sich das Concept einer Instruction, „was unser Kotten n und n uf nächstkünftigem tag zuo Baden by nnsern lieben Eidgnossen rats- botschaften handlcn und werben füllen", ohne ein Datum, das aber aus dein Inhalt insofern sich ergibt, daß dieser projectirte Vortrag das eben geschlossene Bündniß Berns mit „nnsern Eidgenossen" (von Zürich) zu rechtfertigen sucht. - Die Schrift ist diejenige vi. Wolfgnng Mangolt's, des zürcherischen Stadtschreibers. Es >si übrigens nicht ersichtlich, daß eine solche Eröffnnng je wirklich geschah. Daß aber die beiden Städte sich längere Zeit mit dein Gedanken beschäftigten, ihre Anliegen »nd Forderungen ans dem angedeuteten Wege den übrigen Orten zu eröffnen, läßt sich ans den früher mitgethciltcn Acten eonstntiren. Eine Reihe anderer wird deßhalb hier bestell gelassen. Zu 1) 1523, 29. Juli. Constanz an Zürich. Ans der mitgetheilten Copie des von Zürich und Bern an den Abt von der Au gerichteten Schreibens ersehe man, daß „in der geschicht geirrt ist"; denn der Abt habe im Bhurgau nichts verboten, wohl aber der Abt von Kreuzlingcn am 14. Juni durch seinen ststarrer einen ihm vom Bischof oder dessen Vicar zugeschickten Proceß gegen die Frauen zu St. Vewr ans der Kanzel verkünden lassen, 1382 August 1528. mit langer Erzählung, wie jene Frauen in päpstlichem Bann und kaiserlicher Acht seien, und dabei geboten, denselben weder Zinse noch Zehnten noch Schulden zu bezahlen. Eine Abschrift dieses Processes habe Zürich durch Zunftmeister Hütlin erhalten. Der Abt von Au habe einen gleichlautenden Proceß samt einem königlichen Verbot- bricf zu Wollmatingen verkünden lassen; Wolmatingen liege aber nicht im Thurgau, sondern jenhalb Rheins, in des Abtes hohen und nieder» Gerichten; da möchte nun der Jrrthum walten, daß W. auch zum Thurgau gehöre. Ferner habe der Bischof oder sein Vicar einige Pfründen, deren Lchenschaft der Stadt zustehe, Personen verliehen, denen man sie keineswegs lassen könne noch werde, und hoffe mit Hülfe des Regiments zu Innsbruck und des Abtes von An w. mit diesen Pfründen nach seinem Gefallen zu schalten. Deßgleichen könnte man es nicht dulden, wenn der Bischof oder Andere die Güter und Gülten ?c. der Klöster in der Stadt zu seinen Händen nähme; gäbe man hierin nach, so würde da kein Aufhören sein. Man bitte, das gelegentlich auch Bern zu berichten, da der Abt das fragliche Schreiben schwer aufgenommen und nach Innsbruck geführt habe; es werde nöthig sei», ihm anders zu schreiben. St. A. Zürich: A. Constanz. — St. A. Bern: Kirch!. Angelegenheiten (Copie ans Zürich). Die Sache hängt mit dem Geschäft i» zusammen, weßhalb hier, mit Ausnahme des folgenden Stückes, Weiteres wegfallen soll. 2) 1528, 16. August, Zürich. Die Boten von Zürich und Bern an den Abt von Reichenau. Seine Beschwerde über die Schreiben, die er letzthin von Zürich und Bern erhalten, sei veranlaßt durch den Jrrthum eines Schreibers, der im Glauben gewesen, Wolmatingen liege im Thurgau; man bitte ihn, diesen Mißverstand zu -entschuldigen und nichts Böses dahinter zu suchen. Da er, wie man vernehme, kürzlich bei Statthalter und Rüthen zu Innsbruck gewesen und wieder heimgekehrt sei, so hoffe, bitte und begehre man zum dringendsten, daß er, wie man schon einmal gebeten, denen von Constanz das Einkommen, das er ihnen verboten, wieder freigebe und zu ihren sichern Händen kommen lasse, was »ach den Reichsabschieden, dein kaiserliche» Landfrieden und aller Billigkeit zu erwarten sei; sollte dies nicht geschehen, so würde man genöthigt, Mittelwege zu suchen, um die Mitbürger bei dem Ihren zu schützen, und wolle man auf diese» Fall sich hiemit selbst verwahrt haben. St. A. Zürich: A. Constanz. s«s. St. Gallen. 1628, 22. August. DlaatSarchiv Zürich: Acte» Abtei St. Gallen. Gesandte: Zürich. Jacob Frei. Bern. Niklans Manuel. St. Gallen. Othmar Weißer, t». Dr. Joachim von Walt, derzeit Neichsvogt, beurkundet folgende Verhandlung: 1. Vor Gericht ist gestellt Meister Franz Sounenscheiu von Ammern, dessen offene Verzicht verlesen wird, also lautend: (1.) Zwischen Ostern und Pfingsten in diesem Jahre sei er mit dem Pfarrherru zu Wyl und dem von Rickcnbach an letzter»! Ort auf des Grenters Laube gesessen; zwei Jünglinge, die „von hinnen" gekommen, haben sie geheißen zu ihnen sitzen und darauf ein Gespräch begonnen, doch mit der Abrede, daß sie einander nichts zürnen wollen. Da habe er, Sonnenschein, gesprochen: „Ich muoß es je reden, oder es muoß herus, daß die von Zürich, Bern und St. Gallen mit schelmen und buobenwerk nmbgond." Weiter bekennt er, auf der Canzel, als er von den Concilien gepredigt, geredet zu haben, „wie in dem Concilio Niceno sechshundert bischoff ire underthoncn bcruoft und ermant habend ze bitten nmb die gnad gottes und den Hailigen gaist; daß sy (die Bischöfe?) in der disputatz (zno Bern?) nit gewesen, darum soll man sich nicht daran keren, dann es sye buobenwerk und des tnfels ding." (2.) Mißbrauch von Geld ?c., die „der Abt" ihm zum Studiren an der Hochschule zu Paris gegeben; (3.) Betrug an einem Franzosen. — Der Beklagte anerkennt sein Geständniß und bringt nichts Weiteres vor, als daß er Solches gethan, als er „noch im Unglauben gewesen." II. Nachdem die August 1528, 1383 Kläger, nämlich die obgeuaunteu Gesandten, ihre Klage eröffnet haben, läßt „der arme Mensch" durch seinen Fürsprecher auf die Frage der Boten von Zürich und Bern, ob er seine Rede gegen ihre Herren begründen („darbringen") ivolle, die Erklärung geben, er möge und wolle das nicht, da er jene Worte „in kainer Vergessenheit, sonder nach vorigein verstand sines nngloubens" leider gebraucht habe, was er herzlich bereue; er habe übrigens nachmals seinen Jrrthum auf offener Canzel zu Wyl widerrufen, wie die Gemeinde wohl wisse; darum bitte er die ehrsamen Botschaften, um Gottes Barmherzigkeit willen die Strafe mildern und ihm das Leben „uf den tag dato ?c." fristen zu lassen; das wolle er mit Besserung seiner selbst und mit Preisung der beiden Städte eikenneu; mnu möge auch seine lauge und harte Gefangenschaft und erlittene Marter betrachten, :c. III. Darauf wird, „ach Verhörung der Widerrede und aller Vorträge und geschehener Umfrage, zu Recht erkannt, Meister Fianz Sonnenschein habe so übel gehandelt, daß er nach der Strenge des Rechten wohl an Leib und Leben gestraft werden möchte; aber aus Gnade sei ihm die Strafe so viel erleichtert, daß er nach dem gewöhnlichen käuten der Glocke vor das Rathshans geführt, und nachdem sein Geständuiß verlesen, dem Nachrichtcr übergeben und auf den Pranger in das Halseisen gestellt und da eingeschlossen werden solle, bis auf die Abfordernng durch dm Reichsvogt; dann soll er wieder auf das Nathshaus geführt, ihm die gewohnte Urfehde vorgelesen werden, er dieselbe feierlich beschwören und sich durch diesen Cid verpflichte», zur Stunde die Stadt und ihre Gerichte zu "erlassen und zu ewigen Zeiten nicht mehr dahin zu kommen. Das alles ist wie erkannt, so geschehen und völligen worden. (Verhandlungen über kirchliche Angelegenheiten der Stadt und Kirchgemeinde Arbon, — S. die Noten). Zu «». Hieher gehören folgende Acten: 1) 1528, 22. Mai (Freitag nach der Auffahrt). Zürich an St. Gallen. Freundliche Danksagung für die gemachte Anzeige betreffend jenen Pfaffen, die sogleich an Bern mitgethcilt morden, dessen Antwort Hinwider ohne Berzug an St. Gallen vermittelt werden solle. Unterdessen möge Letzteres so genau wie möglich Kundschaft eingehen und Zürich den Namen des Helfers angeben, damit es seinen eigenen Amtleuten die nöthigen Weisungen geben könnte. St. A. Ztw-h- Missw-n. 2) 1523, 24. Mai. Bern an Zürich. Antwort auf dessen Zuschrift betreffend die Schmähreden des Helfers Zu Wyl. Es erheische nun zwar die verletzte Ehre, jenen unverschämten Lügner zu berechtigen; aber in Wyl ihn vorzufordern, finde man nicht geratheu, da wohl zu ermessen sei, was für ein Recht daselbst gehalten würde, llm aber solche schändliche Reden theilwcisc abzustellen, erachte man für gut, daß Zürich an St. Gallen und Eonstanz schriebe und begehrte, daß auf den Helfer geachtet und derselbe auf Betreten gefangen und dann gemeinsam beklagt würde; oder wenn Zürich auswirken könnte, daß er das Recht vertröste» müßte, und ihn an den Orten, wo er jene Reden geäußert, rechtlich belangen wollte, so würde man ebenfalls eine Botschaft auf den angesetzten Bag verordnen, :c. St. A. Bem: Tmych Mysw -n e beiden Orte und St. Galleu so unleidlich beschimpft habe, sobald er im Gebiete einer der befreundeten Städte betreten würde, gefangen und von den geschmähten Orten berechtigt und zu abschreckendem Beispiel ernstlich bestraft werden sollte, sei jetzt zu melden, daß derselbe in die Gewalt der Stadt St. Gallen gerathen und dort festgehalten werde; weil man nun auf ll. L. Frauen Assumptionis (15. August) in Zürich zusammenzukommen gedenke, so sei St. Gallen bereits ersucht, bis dahin zu warten, und möge Bern seine Boten bevollmächtige», in diesem Handel das Nöthige zu verfügen. St.«. Zürich- Mysivm. - S>. A. B-m- KiM. Ang-legmh-uen. 1384 August 1528 Zu I». Wir legen die vorhandenen Acten ein: 1) 1528, 16. Juni. St. Gallen an Zürich. „Es habend etlich burger von Arbon, so sonder begird zum Hailigen gottswort und Evangelio tragend, uns mit hohem ernst in gehaim ankert, mit erzelung, wie vor etlichen ziten durch etlich predicanten das hailig Evangelium und wort gotts hell und luter, on Vermischung menschlicher satzung, in der Pfarrkirchen zuo Arbon verkündt und geprediget, dadurch vil und der mertail der underthanen in und vor der Statt so vil erbuwen worden, daß sy dem anzehangen ganz beging gewest und noch syend; so Hab doch der syend der warhait durch etlich, es sye den Bischof zuo Kostenz, sine Rüth, dcßglich den Vogt und etlich Rath zuo Arbon, so vil zuo weg bracht, daß inen die selbigen predicanten vertriben und ander an die statt» so das widerspil geprediget, geben worden. Nu aber, so sy vermaint, sy wiirend derselben widerwärtigen Prediger abkamen und widerum mit cristenlichen predicanten versehen, so werde widerum praticiert und fürgenomen, inen die selbigen widerum ze nemen und widerwärtig an die statt ze setzen, das inen doch schwer und ganz unlidenlich sye ... Jedoch diewyl sy jetzmals ander traft und rath nit wissend ze suochen dann by E. W. als denen, so dann sonder liebhaber, uf(n)er und mcrer des gütlichen Wortes und handhabcr der gerechtigkeit syend, doch besorgen Messend, daß E. W.ur und ires Handels villicht deHain erkanntnuß oder wissen habend, und deßhalb inen rath, hilf und traft ze bemisen des (dest) minder genaigt sin mächt, habend sy uns uß sondcrm uachbürlichen vcrtruwen ernstlich ankert und gebetten, inen mit unser fürschrift an E. W. zuo erschießen." Hierum ?c. (folgt das Gesuch um günstiges Gehör und guten Rath zc>). s». A. Zürich: A. Stadt S«. G°a-». 2) „Instruction des anlangens, so die gesandten von wegen niner kilchhüri der statt Arbon an die crsamen botschaften von Zürich und Bern jüngst zuo Sant Gallen geworben Hand." „Zum ersten so sye ain großer mertail ainer kilchhüri zuo Arbon des ewig beständigen wort gottes beging von herzen, mit beger dasselbig in(en) geprediget ze werden fry und ungeferbt zuo merung cristmlichs lebens und irer seien hail. „Solichs aber habend sy vor ansinueu des vogts ires Herrn Bischoffs zuo Kostenz, deßglych der zwölf mannen des Rats zuo Arbon langer zit nit bekamen mögen, und wie in allen ernstliche» Handlungen von jewelten har der pruch gesin ist, daß man ain ersame gemaind gestellt und durch dicselbigen ufgenomen hat, worby zuo belyben sye, och das minder dem meren nllweg trüwlich gefolget, so mögend doch die biderben lüt wyter in so anligendem Handel zuo kainer gemaind komm, villicht daß man sich vorhin verficht, was das mer in solicher altharkommen versamlung werden möcht, und deinselbigen vorzekoineu man dem alten bruch und Harkomen trang und abbruch tuot, dcß sich die biderben lüt zuo merem mal beschwert habend und noch beschwerend. „Uf sölichs Hab ain kilchhüri des worts gottes nit lenger Wüllen absin, sonder uff iren aignen kosten, und das one Verhinderung der pfärrlichen rechten, aineu fromm gclcrten tauglichen priester zuo predigen verordnet, alles so er (ivic er sich erbotten) mit biblischer schrift ze erhalten vertruwt; derselbig hat nu bishar in der capell des spitals geprediget, welicher platz der nanntlichm (sie) mmgi volks, so zuo der predig kompt, vil zuo eng und unfuogsam sin will; dann es sich nit nur ain mal, sonder oft begeben, daß man schwanger frowen, jüngliug und alt lüt von anmacht wegen und ntenlose uß der capell tragen »messen, die zuo mg ist; dann es sich schickt, daß zum inereu mal anderthalb tusent menschen und mer zuo der predig zuo erschinen gewon sind. „Nu hat am kilchhüri den pfarrer gebetten, um gottes und der warhait willen iren fürgenomen predicanteu doch nur ain stund vor mittag in gemainer Pfarrkirchen ze predigen zuozegcben, ungehindert sins fürnemens oder alten bruchs, ivie er den noch an der Hand hat, (hatj> er der gnraind solichs abgeschlagen und gänzlich versagt- „Hierum gemainer kilchhüri trungeulich und höchst pitt und beger ist um gotts und sines worts willen, an die fromm vesten crsamen fürsichtigen und rvysen Vurgermaister, Schulthaissm, Rät und Gmaindm der frowen stellen Zürich und Bern, zuo denen sy als liebhabern und schirmern cristenlicher warhait alles ir herz, genutet und vertruwm in diser zit setzen, gedacht ir gnädig Herren wollend der kilchhüri rätlich und hilflich sin, damit rr platz geben werd, doch ain stund iren versoldtcn priester in der kilchen ze hören, damit das volk rüewig und ungetrengt ston und irer seel hail mit ernst und begir, wie menklich genaigt, schaffen und handlen müg; das sitz' jetzmal ir höchst begeren. August 1528. 1385 „Und (daß sy) dnrby neu gnädigen Herren von Kostenz (ob sin gnad wyter intrag tuon wöltc, als sich ain kilchhöri besorgt) schriftlich oder mündlich darzuo inlaitcn und vermögen wöllind, daß sin gnad »f so trcffenlich erbieten des predicanteu das best tnon und ainer kilchhöri mit embörung oder gewaltiger tat nit abstellen, hin- nemcn oder verjagen wölle. „Daun ain ersami kilchhöri urbüttig sye, all rent, gült, schoß und schuld mcnklichem und vorns der oberkait trüwlich, ufrecht und on widerred zuo legen und bezaleu, wie bishar ouch beschcchen, auch aller andrcr Verpflichtung halb menklichcm laistcn by ecren und aiden alles das, so sy nach lut derselben schuldig si(e)n. Aber ircr gewißninen halb vermaiut ain kilchhöri gott mer schuldig ze sin dann dem menschen, darum sy ouch allain uf gott und sin wort vermaint ze tringcn, (und) achten, es sollte sölichs der billichait nach menklichem gefellig und nit überlestig oder mißfellig sin. „Bittend also die crsam botschafl, solichs iren Herren ufs trüwlichist anzczaigen; (das) will ain kilchhöri mit lib und gnot zuo beschuldeu allzit gehorsam erfunden werden." St. A. Zürich i Instructionen I. Sil, sls n. tGleichzeilige Handschrist von A. Fechter in St. Gallen). — St. Zt. Bern: Mg.eidg. Absch. UV. SS7—SS». 57«. Schwyz. 1528, 23. August. Staatsarchiv Zürich: Rathsbnch k. sol d. Beschwörung der Bünde zwischen Zürich und Schwyz. Das Zürcher Rathsbuch sagt, nach Erwähnung des von dem Obmann gegebenen Spruches i „Ist sölich schwecren beschechen ns Sonntag vor Bartholomey, und nämlich Meister Johannes >L'chwizel, chanuerherr, zuo Schwiz gesin und den cid ingcuomcn." Ob ein entsprechender Act auch in Zürich stattgefunden hat, läßt sich "icht feststellen. 571 (St. Klltlen?). 1528, 25. August (Dienstag nach St. Bartholomäus). Stadtarchiv St. Galle». Berhaudlung zwischen dem Abt voll St. Galleu und der Gemeinde zu Appenzell. I - Der Ammaiui und etliche Räthe als bevollmächtigte Anwälte der Gemeinde Appenzell richten an den Abt und das Gotteshaus das freundliche Begehren, den Haberzehnteu, den er aus dein Laude bezieht, in einer billigen ^"»lllie anzuschlagen, ihn für dieselbe ihnen zn verkaufen nnd diese Sninmc „in eine ziemliche Wiederlosnng zu ellcn", dmmt sie später, wenn sie Geld bekämen, solche ablösen könnten und „des issen gelts (?) in irem land abkomm" möchten, wogegen sie sich zn frcnudlicher Nachbarschaft nnd allen guten Diensten erbieten; sie bitten ^st Vergünstigung, damit sie nicht alljährlich mit dem Abt oder seinen Amtleuten des Zehntens halb markten 'Unssten nnd künftig bestimmt wüßten, ivas jeder schuldig sei, da jetzt viele Leute gar ungeschickt seien nnd dem ^ nur wenig geben würden, wenn sie irgendwo einen Rückhalt fänden. Die Obrigkeit wolle aber Jedem ^'kommen lassen, was ihm gehöre, und alles thun, was zu guter Freundschaft diene, u. s. f. 2. Darauf anll bortet der Abt, er sei nicht befugt, diese Gült zu verlausen, nnd könne sich nicht wohl dazu entschließen; denn jener Zehnten sei ungefähr die beste Gült, ans welche das Gotteshaus „gewidmet" und gestiftet worden. Weil 174 138K August 1528, aber die Bote» der IV Orte auf der Jahrrechnung zu Baden bewilligt haben, die von Appenzell gütlich anzw hören und mit ihnen zu handeln („merkten"), wolle er gewärtigen, was sie ihm bieten, und den Zehnten auf eine bestimmte Summe veranschlagen, damit nicht jedes Jahr die Hälfte abgemarktet oder abgebrochen oder sein Recht noch mehr verkürzt werde; er wolle auch eine billige Summe auf einen geziemenden Widerkauf stellen, 3, Die Anwälte von Appenzell erwidern, sie seien über des Abtes hohes Gebot"') erschrocken, und wenn er bei seinem Anschlag beharrte, so hätten sie „wenig Befehl", mit ihm zu handeln; sie hoffen aber, es sei ihm damit nicht ernst, sondern er bedenke sich besser und berücksichtige, was ihre Aeltern seinen Vorfahren in der Abtei etwa dafür gegeben haben, was der Hauptsnmme bei Weitem nicht entspreche; wenn er keine andere Meinung eröffne, so dürfen sie solches nicht heimbringen; ja sie besorgen, daß es ihm bei den aufrührischen Leuten, wenn sie davon hörten, großen Nachtheil brächte, da sie eben viele haben, die das nicht verstehen würden. Darum bitten sie nochmals, das einzelne Viertel Haber um ein billiges Geld zu veranschlagen; dann hoffen sie das Geschäft zu gutem Ende zu bringen, w. 4. Hierauf, und nach weiterem Wortwechsel, fordert der Abt für ein Viertel Haber einen Schilling Pfenning, bei welchem Anschlag er ohne Wanken bleiben zu wollen erklärt, mit dem Begehren, es wohl zu würdigen, daß er eine ewige unablösliche Gült so niedrig schätze und die Ablösung gestatte; für die Summe biete er zwei Losungen an, welche Vorschläge""") die Anwälte annehmen oder heimbringen mögen, worauf er dann ihre Antwort erwarte, 5, Die Anwälte von Appenzell erklären, es falle ihnen schwer, daß der Abt die Sache so festgesetzt und sich nicht davon abbringen lasse; sie wollen jetzt aber, mit Rücksicht auf seine vielfältigen Zusagen, seine Anträge an ihre Obern gelangen lassen und geben sich der Hoffnung hin, daß der Kauf beschlossen werde; sie erneuern auch ihre Versicherungen, nach besten Kräften dahin zu wirken, um die gute Nachbarschaft zu erhalten. S7T. Areiömg. 1528, c. 1. September. Staatsarchiv Bern: Jnstructionsbuch 202 b. Die Boten von B e r n — Wilhelm von Dießbach, Jacob Wagner, Wilhelm Zielt und Hans Huber halten den folgenden Vortrag: 1. Auf dem letzten Tag zu Peterlingenseien die Botschaften von beiden Städten erschienen, desgleichen die von Genf, um ihre Briefe zu zeigen; da hingegen der Herzog von Savoyen jenen Tag nicht habe besuchen wollen, so erachte Bern für fruchtbar, gemeinsam zu rathschlagen, was zu endlicher Entscheidung des Handels dienlich sein möchte, damit die beiden Städte zur Ruhe kämen, 2, Es habe räthlich gefunden, daß des Herzogs Boten seine Briefe betreffend das Vidomat dahin (nach Freibnrg?) tragen und in Abwesenheit der Genfer prüfen lassen; sie haben es jedoch abgeschlagen, mit der Angabe, daß sie dieselben jetzt nicht bei sich haben, und erklärt, sie werden den Tag nicht besuchen und begehren Frist, um die Briefe zusammenzubringen und dann den beiden Städten vorzulegen, aber nicht in der Meinung, daß diese einen rechtlichen Spruch darüber zu geben hätten; darauf seien sie weggeritten, 3. Wegen der Gefangenen von Gex soll dahin gewirkt werden, daß dn Genfer sie gegen genügende Bürgschaft für Leib und Gut ledig lassen, so nämlich daß sie sich (jederzeit) in der ") Der Text gibt keine Summe an. ") Auch über diese ist nichts Näheres gesagt. Näheres gibt Note 9. August 1528. 1387 Stadt zum Rechten zu stellen hätten, wenn sie vorgefordert werde». 4. Dem Herzog soll im Namen beider Städte freundlich geschrieben werden wegen des Münzmeisters von Genf, damit derselbe gutes Recht finde, und seine Mutter die verheftetcn Güter zurückerhalte. (31. August). Das Freiburger Rathsbuch gibt für genauere Bestimmung des Datums keine Anhaltspunetc. Es sind zur Herstellung des Zusammenhangs einige Arten nachzuholen: 1) 1528, 12. August, Freiburg. 1. Auf Begehren des Herrn von Villarsel, im Namen des Herzogs von Savoyen, daß man ihm laut des letzten Vertrages schwöre, ist beschlossen, die Bünde zu prüfen und mittlerweile einen Tag anzusetzen. 2. Der 1000 Gl. halb, die der Herr von Virp zu verzinsen hat, wird dem Herzog bewilligt, „von ihm den Zins zu nehmen", mit dein Beding, daß das vormals bestimmte Pfand, nämlich Rolle, bei Freiburg bleibe. 3. An den Herzog, daß die Pension ausgerichtet werde. K. A. Fr-iburg- R°ihsb»ch Nr. es. 2) 1528, 13. August, Frciburg. Der Herzog hat in Fässern großes Geschütz nach Jferten geschickt, wolle auch Häuser schleifen und Bollwerke machen lassen und „zu seinem Fürnehmcn kommen oder sein Land verlieren." K. A. Freibmg: Nathsbuch Nr. 46. 3) 1528, 14. August. Bern an Freiburg. Heute habe der Anwalt des Herzogs von Savoye» in Gegenwart der Botschaft von Genf ein eben empfangenes Schreiben seines Herrn eröffnet, laut dessen derselbe den Tag ans Bartholomäi nicht besuchen könne noch wolle, aus Ursachen, die er durch den Edelmann Piochet habe erzählen lassen, sodaß nun ein weiterer Entschluß verschoben sei, bis er den Piochet darüber gehört haben werde. Auf die Bitte der Genfer Boten melde man dies, damit die Sache zu Ende gebracht werden könne, :c. St. A. Bern: Teutsch Missiven H. 470 n. 4) 1528, 18. August, Bern. 1. Beschluß, den Herzog von Savoyen im Namen beider Städte zum Besuch des Tages iu Peterlingen aufzufordern, mit der Androhung, auch in Abwesenheit seiner Botschaft den Tag zu leisten (und nach Ermessen zu handeln). 2. Wahl der Gesandten: Grafenricd, Wagner, Sch. von Erlach, Huber. 5) Ein diesem Beschluß entsprechendes Schreiben, dd. 18. August, das von beiden Städten erlassen werden sollte, findet sich in den Berner Welsch Missiven, 102 n; dabei steht aber, dem morndeß erfolgten Rathschlag gemäß: „ist geändert." 6) 1528, 19. August, Bern. 1. Vortrag der herzoglichen Votschaft (Sccretair Fontane!). 2. Beschluß, den Herzog freundlich zu dem Tage einzuladen. 3. An Freiburg: Man gedenke den Tag zu besuchen und nach Umständen wieder einen andern anzusetzen. St.«. B-m- RavMich sn. sis. 7) 1528, 19. August. Bern an Frciburg. Antwort auf dessen Zuschrift wegen der Tagleistung in Peterlingen. Man habe nun eine „treffliche" Botschaft dahin verordnet, die auf Bartholomäi anlangen werde, und ersuche auch den Herzog schriftlich, den Tag zu besuchen. Wiewohl man hoffe, daß er es thue, habe man doch, um mit mehr Glimpf zu fahren, den diesseitigen Boten befohlen, nichts vorzunehmen, wenn keine Botschaft des Herzogs erschiene, sondern einen Tag anzusetzen, auf welchem sich beide Städte berathen würden, was weiter zu handeln wäre, damit man allerseits zur Ruhe käme. St. A. B-rn- T-uis-h Missw-n e. rsi v. 8) 1528, 22. August. 1. Bern an Freiburg. „Ob sy geratschlagel, die dry dicbcn, so die Jenfer gefangen, us bürgschaft für lyb und guot uszelasscn, sig (es) minen Herren ouch gefällig; Ivo das nit, (füllen si) min Herren deß berichten." 2. „An (den) Herzogen von Savoye ein stündliche sürschrift des münzmeisters gwalthaber, und (daß) dcrselb hnndlen (mög), als wenn der selb münzmeister zuogcgen, und soll der Herzog darum fürderlich recht lan gan; was sich dann mit urtheil besindt, soll sich der münzmeister deß halten." St. A. Bern: Rathsbuch Nr. SIS, p. sio. S) Laut der Genfer Korrespondenzen (s. Rogct I. 304) fand auf Bartholomäi (c. 24. August f.) wirklich ein Tag in P a gerne statt, insofern wenigstens daß die Boten der drei Städte erschienen, aber drei ^age lang umsonst eine Abordnung des Herzogs erwarteten. In den Archiven von Bern und Freiburg haben sich diesfällige Aufzeichnungen nicht finden lassen. 1888 September 1528. 1») 1523, 23. August, Beru. 1. Es „ist de» savoyschen botten befolchen, mit dem Herzogen ze reden des gefangnen halb zno Chillion, in harschicken; antwurt" (begert). 2. Jnstructionsartikel für die Verhandlung in Freiburg. Zu 1). Dieses Geschäft war seit längerer Zeit anhängig, scheint aber die Genferhändel nicht zu berühren.*) 11) 1528, 2. September. Bern an Freiburg. „Des tags halb, daß sy sich by inen des jenfischen Handels halb vorberaten und uf bemelten tag ir(en) pot harschicken, sich irs ratschlags ze entdecken, (so wellen) min Herren alldann iren ouch geben und den Handel zuo end züchen." Si. A. B-m: R-ithswch Nr. sw. Ajltden. 153^, 3. September f. (Donstag nach Bereuen Tag f.). Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschiede II. 2. k. 499. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. itt, f. 62. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede 497. KantonSarchiv Basel: Abschiede. Kantonsarchiv 'Freiburg: Abschiede Pd. 12. Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XV. KalltvnSarchiv Schaffhansen: Abschiede. Gesandte: Zürich. (Rudolf Thnmiscn; Wolfgang Mangolt). Bern. (Anton Noll, des Raths). Lncern. (Hans Golder, des Raths). U r i. (Ulrich Türler, des Raths). Schmyz. (Ulrich auf der Mauer, des Raths). Unterm alden. (Heinrich zum Brunnen, des Raths). Zug. (Konrad Bachmann, des Raths). Glarus. ^ Basel. (Wolfgang Hütschi). Freiburg. (Konrad Merz). Solothurn. (Niklaus von Wenge). t». Ans diesem Tag ist beschlossen, daß hinfort kein Ort mehr als einen Mann bei der Besatzung zu Luggarus haben soll. I». Ein eben eingelangtes Schreiben von der Gemeinde Lauis meldet, daß etliche der Ihrigen gegen den König von Frankreich Ansprachen haben, und bittet, ihnen einen Rechtstag „zum KlösterlU (in Polleggio) anzusetzen, indem Peterlingen ihnen nicht wohl gelegen sei. Heimzubringen. « . 1. Da die Mark- gräsin von Neuenbürg ans ihr kürzlich eingereichtes Schreiben Antwort begehrt, die Instructionen aber nicht übereinstimmen, ja einige Boten darüber gar keine Befehle haben, so wird dies wieder in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tag endliche Antwort zu geben und (der Frau) weitere Kosten zu ersparen. 2. Auch der Streit wegen des Gotteshauses zu Erlach wird verschoben, bis entschieden ist, ob man die Grafschaft Neuenbürg wieder abtreten wolle oder nicht. «I. Der Bogt im Rheinthal schreibt, daß ein Pfaffe ans Appenzell häufig nach der Letzi (Landwchre, s. Air. 576, Note l> 1) komme und predige und namentlich aus Altstätten großen Zulauf habe. Es wird daher Appenzell beauftragt, seinen Pfaffen und Prüdicanten anzubefehlen, daß sie in ihrem Land und in ihren Kirchen predigen und nicht Andere an sich ziehen und verführen. « . Ferner meldet der Bogt im Rheinthal, es habe Ammann Vogler neulich an derselben Letzi einen Brief gelesen, worin stehe, wer in Zürich Bürger zu werden wünsche, werde angenommen. Da aber die Boten von Zürich nichts davon wissen wollen, so wird dem Vogt zu Rheineck befohlen, sich darüber genau zu erkundigen und auf nächstem Tage Bericht zu erstatten, t. Wiewohl man erwartet hätte, daß der Span unter den Landlcnten von Glarus durch die letzthin zu Baden vorgeschlagenen Artikel beigelegt würde, hat sich diese Hoffnung doch nicht bestätigt, indem die eine (die nenglänbige) Partei weder von einem gütlichen Vergleich noch von einem Rechtstag etwas wissen will, sondern die Versammlung einer andern Landsgcmeinde verlangt, während die andere Partei das Recht begehrt und dringend darum anruft. Nachdem man sich lange über diesen Handel besprochen, ist durch Mehrheit erkannt: Es sei der Ammann von — . - 0» *) Am 21.' September wurde Antwort binnen vierzehn Tagen gefordert, ob der Gefangene todt oder noch am Leben sei- Augenscheinlich sind hier Lücken in den uns zugänglichen Aufzeichnungen. September 1528. 1389 Glarns beauftragt, nochmals alles z» versuchen, »in aus gütlichen, Wege den Streit zu schlichten oder dann beide Parteien zu bewegen, nach Weisung des vorausgegangenen Abschieds die Sache dem Recht zu übergeben. Wenn ihn, aber auch das nicht gelingt, so soll er dies unverzüglich an Lncern berichten, das dann sofort eine» Tag auszuschreiben Auftrag hat. Auf jenen Tag soll jeder Bote Vollmacht bringen, zu entscheide», wie man derjenigen Partei, die das Recht begehrt, dazu verhelfen könne. Da der Bote des Abtes von St. Galle» und der von Schwyz berichten, daß die von Lichtensteig gegen alle Verbote neulich die Altäre und Bilder aus chrer Kirche entfernt und zerbrochen haben, und um Rath bitten, was sie thnn sollen, um die Frevler z» strafen und wieder zun, Gehorsam zu bringen, so wird von der Mehrheit beschlossen, an die von Lichtenstcig deßhalb ernstlich zu schreiben. Dabei wird aber Schwyz ersucht, in Betracht der seltsamen und gefährlichen Zeiten die Sache einstweilen ruhen zu lassen »nd keinen Aufbruch vorzunehmen; in dieser Erwartung ,volle man die Sache Neulich heimbringen und auf dem nächsten Tag über die geeigneten Mittel und Wege sich vereinbaren. I». Da - Appenzell „abermals" an die vier Orte das Gesuch stellt, den Abt von St. Gallen dahin zu vermögen, daß er gestatte, den Haber-Zehnten, den es jährlich an das Kloster zu verabfolgen habe, zu Geldzins zu schlagen und je mit 2V Gulden abzulösen, so erklärt die Botschaft des Abtes: Es sei ihn, nichts feil; zudem habe sie darüber keine Vollmacht. „Und umb allerlei Ursachen, so dann gemeldet wurden, so habent wir das in unser abscheid genommen" ?c. I. Der Abt von St. Gallen läßt ferner vorbringen, daß Einer von Goßau, der für einen Frevel bestraft worden und dafür Bürgschaft gestellt habe, davon nichts mehr wissen wolle, und daß auch die Bürgen sich beiger», etwas zu geben; „weß sy sich getrösten, mag man nit wissen." Soll auch heimgebracht werden. Ii.» Heimzubringen das schriftliche Begehren, das eine Botschaft von Constanz eingereicht hat. t. Da schon auf mehreren Tagen von den Hanptlenten ,»>d Knechten der Sturmsold für die Schlacht vor Pnvia begehrt worden ist, und du' französische Gesandte abermals erklärt, daß jedem mir ein Sold gebühre, und hierüber die Entscheidung der ^oten anruft, so wird dies heimzubringen beschlossen, weil man jetzt nicht instrnirt ist. >»». Die französische Gesandtschaft begehrt abermals Antwort nach Laut des letzten Abschieds; es wird ihr von der Mehrheit folgender Bescheid zu Theil: Man könne jetzt keine Knechte wegziehen lassen; wenn übrigens der König den ausstehenden Sold, die Pensionen und die Privat-Ansprachen bezahlt hätte in den Termine», die von ihn, selbst bestimmt ^ worden, so wären ohne Zweifel die Obrigkeiten ganz geneigt, die Vereinung und die daraus folgenden Verpflich- tungen zu halten. — Dagegen erinnert nun der Gesandte an die vielen Auslagen, die der König habe, und an dw harte Gefangenschaft seiner Söhne, und spricht die Hoffnung ans, daß die Eidgenosse» in solcher Roth ihn >ucht verlassen werden, wenn sie seine Lage besser betrachten. Hienach wird die Sache abermals in den Abschied Mammen, um auf dem nächsten Tag Antwort zu geben. «. Da neuerdings angeregt wird, den Fürkauf zu verbieten, und Schwyz wieder erklärt, es wolle sich darin nicht binden lassen, sonst aber die Mehrheit für das Terbot stimmt, so soll man ans den nächsten Tag Vollmacht bringen, eine Botschaft an die versammelte Gemeinde Zu Schwyz abzuordnen, um derselben vorzustellen, daß ein solches Verbot ihr mehr Nutzen brächte. (Znsatz im Bcrner Ex. Es ist davon die Rede gewesen, daß auch ans dem Gebiet von Bern noch Vieh „hinein" getrieben werde). «. Schwyz und Untcrwaldcn werden beauftragt, ihre Boten nach Sargans zu senden, um in Aller Manien daselbst ein neues Urbar aufzurichten nach Angaben (Kundschaften ?c.) der Landleute, und allfällig auch andere Geschäfte abzuthnn. z». An den Landvogt im Thurgau ist geschrieben, er solle auf Martini (11. No vember) die Strafen für den Jtlinger Handel einziehen; denn gleich nachher werde man entweder „draußen" °>uen Tag halten, oder sie (die Schuldner, anderswohin) „beschreiben". «Z. Heimzubringen, ob man den »Linsibühl" wieder baue» oder verkaufen wolle, i Für obige (unerledigte) Geschäfte ist ein Tag nach Baden 1390 September 1528. angesetzt ans Sonntag vor St. Michelstag (27. September). 8. Der Bote von Zürich verwendet sich für den Pfaffen in Neunforn; es wird ihm jedoch aufgetragen heimzubringen, daß seine Obern denselben beseitigen sollen, indem sonst der Landvogt gegen ihn einschreiten würde, wie ihm befohlen ist. t. Der Bote von Bern und der Hofmeister von Königsfelden haben abermals den Span wegen der Bußen von Birmensdorf angezogen. Nachdem man die beiden Urbare verglichen und von den Birmensdorfern selbst gehört hat, daß sie nie mehr Bußen (als 3 Schl.) bezogen, wird Bern nochmals ersucht, das Urbar von Baden gütlich (als bindend) anzuerkennen, da sonst die andern Orte das Recht brauchen müßten. ,i. 1528, 5. September, Baden. In dem Streit um die Appellationen aus dem Kelleramt Lunkhofen geben jetzt die sieben Orte (die Botschaft von Glarus ist jedoch nicht genannt) auf Begehre» der Gesandten von Zürich einhellig folgende Antwort l „Daß unser Herren und ober» nach erfarnng der fachen die vorgenannten ... Burgermeister und Rat der Statt Zürich und ir ewig nachkamen by iren fryheiten, gerechtigkeiten und altem Harkomen wöllent lassen bliben, also was rechtfertigungen nu hinfür zuo ewigen ziten in dein Kellerampt zuo Lunkhofen angefangen, welicher dann einer urteil vermeint beschwert ze sin, der und dieselben mögent die ziechen und appellieren für die unfern einen Schultheißen und Rat zuo Bremgarten, und welicher an demselben end ouch vermeinte beschwert zuo sin, der und die selben söllent dann die ziechen und appellieren für . . . Burgermeister und Rat der Statt Zürich, als ire rechte Oberkeit, one irren und sümnuß unser aller Herren und Obern. Was aber zuo Bremgarten rechtlichen angefangen und nit uß dem Kellerampt in appellierenswise gezogen würt, sölich appellation(s)sachen gehörend für uns die acht Ort, als die recht Oberkeit, ouch ane menklichs widersprechen*). Es ist ouch hieby der vorgemelten unser Herren und Obern lütrnng und beschluß, was rechtfertigungen und appellationsachen vor datumb dis briefs vor uns ergangen, daß es bp denselben bliben und dewedere party die gegen der andern nit äfern sölle in deHein wise," zc. K.A. Aargau: Perg.-Urk. mit hängendem Siegel. (Im I. 1820 ertrndirtes Zürcher Exemplar). « aus dem Zürcher, t aus dem Berner Exemplar. Jenem fehlen I, in, diesem »I, v, Ii, l, «», q, («)» die gleichen dem Freiburger und dem Solothurner; deni Basler und Schaffhauser U, «?, Ii—k, « q, 8 Zu «I. 1) 1523, (E.Juli?), Appenzell. Uli Kölbiner und Andere an Zniingli. „Gnad ?c. ?c. Wissend... daß wir am erweltcn bredikanten in nnserm land zuo Trogen, her Boläg (Pelag) am Stain, habend; ... der verkündt das wort gotts in unserm land an der letzi, die da stoßt an das Rintal; da kumpt groß! weit zuo- samen, die da turstig send (sind) nach sincm wort. Nun hat der jetzig nüw vogt, Bälly (Pauli) under der Halten von Schwitz, am knecht und brief geschickt an Sant Maria Magdalenen abend (21. Juli) und min Herren gar treffenlich und hoch crmanet, daß sr> den bredikanten wellend abstellen, mit vil warten, nit not ze schribcn; dann er müge sölichs nit erlideu, denn es gang uß dem Rintal ain großi mengi soll an die bredig. Da ist cm (im) nit verwilliget worden und cm jetz zemal abgeschlagen unz an ein großen rat, und (well man) da wogen, wie man der fach witer thuon well; wir send aber in Hoffnung, em werd nit gelingen. Da send wir in guotem vertrmven zuo gott und üch, trüwen lieben Aidgnossen von Zürich, ir werdend den armen beschwärten gvogtcten lüten in etlich weg ze hilf kommen. Söliches haben wir üch in ainer trüwen mainung nit (wellen) verhalten. Den brief soll läsen der burgermaister Rösch und maister Uorich Zwingli, und wer inen geliebt"... St. A. Zürich: Zwingli-Schriften. Einen vollständigen, aber nicht ganz correcten Abdruck hat Zellweg er in Urk. III. 1, p. 307, 308. 2) 1528, 29. August (Samstag vor Verenä). Zürich an Pauli unter der Halden, Landvogt im Nheinthal „Uns haben die erbren unsre getrüwcn und lieben besondren gemein kirchgnosscn zuo Altstetten ansuochen und bitten lassen, nachdem st) der mercr teil willig und beging wären, das göttlich wort und heilig evaugelium nach Wie Zürich selbst jederzeit, laut vorliegender Urkunde, anerkannt hatte. September 1528. 1391 rechtem cristenlichcn und einfaltigen verstand ze höre», daß mir dann inen einen geschickten predicanten uß den unser» anzöigen und den in icrem kosten und one Nachteil eins -pfarrers by inen vermögen möllten (sy zuo ver- sechen). Diewyl wir dann ir bitt cristenlich und zimlich geacht und inen das mit keinen fuogen abschlachen mögen, haben wir inen ein erberen redlichen mann anzöigt, den wir och (darzuo) vermögen haben. Ist unser früntlich bitt und beger an dich, du wöllest dir den selbigen von unser wegen trülich lassen befolchen sin. Du sollt und magst dich ouch by den gemelten kilchgnossen von Altstetten uünts anders dann aller gehorsame und guotwilligkeit versehen, darob wir ouch trülich halten wölken, sy ouch nit verdenken, daß sy vormals noch setz weder din noch andrer unfuog by uns fürgewendt oder verklagt, sonder vil mer din bescheidenheit berüemt habend"... St„A. Zürich: Missiven. Zu v. Vermnthlich handelte es sich um die Möglichkeit, in das „christliche Burgrecht" zwischen Zürich und Bern aufgenommen zu werden. Daß wenigstens die Stadt St. Gallen den ganze» Sommer hindurch sich um ihre Aufnahme bemühte, ergibt sich aus vorhandenen Korrespondenzen. Zu t. 1) Das Zürcher und das Berner Exemplar enthalten noch folgenden Passus: „Die botten von Zürich und Bern söllent ouch an ir Herren und obern bringen, ob st von dem einen teil umb rat angesuocht werdent, sye unser beger, inen ze raten, daß si sich lassent vertragen oder das recht anncment, damit man der fach zuo ruowen kome." 2) Hieher gehören zwei Denkschriften der altgläubigen Partei von Glarus: I. „Antwurt deren uf dein alten waren hargebrachten cristenlichen glouben zuo Glarus uf das schwächlich fürhalten Burgermeisters, Räten und Burgern zuo Zürich, so hievor uf vergangne tagleistung verschinen Laurent!! zuo Baden vor den Eidgnossen geschechen und nachwerts uf dem tag zuo Baden Mitwuch nach Verene durch die altglöubigen von Glarus verantwurt worden. (Dieser Titel ist, wie eine andere Zeile, die das Datum bestimmt, von Aeg. Tschudi geschrieben). (Indem wir diese Schrift folgen lassen, bemerken wir voraus, daß die einzelnen Absätze der Erklärung von Zürich, wie sie der Refutation einverleibt sind, weggelassen und die in der Antwort aufgenommenen wiederholenden Eingänge soweit thunlich gekürzt, und außerdem behufs bequemer Vergleichung jene Absätze sowie die einschlagenden Paragraphen der Apologie numerirt werden). 1. „Des ersten, als st sagcnt, inen ein schrift zuokomen syn, ?c., sprechen wir Nein; dann in ebemeltem schrybcn weder Amman, Rät noch gemeinde in sölchem berüertem schyn nicht gestellt und gänzlich in keinen weg begriffen noch genempt worden, deß wir uns uf Inhalt derselben schrifte bezügent, deßhalb uns zuogelegt wirt, das wir nicht gethon habent. „Demnach sprechent sy, sy mögcnt unfern namen und gebürlichen titel nit wüsten, ?c. Hieruf sagen wir und nimpt uns frömbd, wohin sy gedacht, als sy sölichs von uns fürgcben, nämlich sy mögen unfern namen und gebürlichen titel nit wüsten, glichsam als ob. sy nicht erkennint und inen verborgen sig, wer wir sigcnt, so doch ir ratsbotschaftcn (als sy Harnach in disem schryben selbs ouch meldcut) vor uns erschiueu, uns zum theil wol gesechen und persönlichen mit uns geredt, denen wir domaleu solich Meinung, so wir demnach gen Zürich geschribc», daruf sy uns diß antwurt gestellt, muutlich fürgehalten und anzöugt habent, daruf ouch die selbig ir botschaft an uns bcgert und gcbetten, inen sölich fürhaltung, deßglich ouch die antwurt, so wir derzyt unserm gegeuthcil gethon, in schrift ze geben (folgt von Aeg. Tschudi corrigirte Stelle), „das wir uf iro beger gethon", darumb sy uubillichcn fürgebcnt, wie sy unser nicht wüsten tragind. 2. „Anfangs, als sy irs fründlicheu zuosagcns uns gethon beständig ze., lassent wir inen (das) nach; uns will aber bcdunkcu, sy habind das an uns nicht wol bewyst und gclcist, nachdem sy sich vil crbotten hattent. „Demnach gebeut sy für, als die wol versamlet landsgmcind zuo Glarus umb die fachen, darumb sy zuo samen berüeft worden, meren habind wellen, sigiud wir uuscrs theils von derselben landsgmeind und von dem mcreru und größern theil abgetrcttcn ?c. Daruf sagen wir, daß vor und e wir von den ungehorsamen unsers gegeutheils abgetrcttcn, sind vorhin alle und jede fachen, darum wir an ein landsgmeind ze kommen berüeft worden, geniert, ufgericht, gemacht und beschlossen, unser land und ämpter besetzt, ouch das landbuoch erlesen, verhört und gcmcinlich samcnthaft geschworen, deßhalb domaleu vor unser absündrung alles das, darum wir 1392 September 1528. einander» versamlot, volkomenlichen vollendet was, darumb uns ganz unrecht beschicht und von inen zuogemessen wird, deß wir nicht schuld tragen. „Und umb daß sy sagen, uns von dem merern und größern teil abgetretten syn zc., ist unser antwurt, daß wir von den ungehorsamen, die weder zuosagung noch ergangne wer, (so) vor gemeinden und raten beschcchen, halten woltent, abgetretten sind und nicht von dem nierern theil; dann wir vorhar noch allweg, auch noch zeletst crgangncm mer u>n den span, so wir mit unserm gegentheil habent, der mertheil gewesen, deßhalb die unwarheit durch sy von uns dargethon worden ist;^) wiewol wir gespürend, daß sy vermeinend durch ir ufwiglen und onunderlaßlich anstören und rottiern so vil zuo weg gebracht haben, daß st) sürhin ein mers haben möchtind; doch ist es noch nie ergangen. Wie erberlich aber sölichs sye, etwa einfaltig volk wider vilfaltig zuosagcn ze handle» anzerichten und in unglouben ze bringen, gebend wir jedem verständigen ze ermessen. „Wyter werden wir von inen angezogen, wie wir ein eigne rottierung und zuosamenblasung gemacht, Zc. Daruf sagen wir, daß uns ungüctlichen beschicht, dann wir dhein zuosamenblasung nit gemacht, ouch dhein anders nit begert noch nnserstcils fürgenommen, dann by unser» gemachten zuo belyben und den Eidgnossen ir zuosagen ze halten, haben uns ouch nicht wider den Amman gesetzt, deßglychen ouch nicht von dem meren theil ze mercn gesündert, sunders von den ungehorsamen. Umb (das) aber daß wir von den berüerten ungehorsamen unsers gegentheils gestanden und abgetretten sind, wirt in dem schriftlichen fürtrag, so wir üch, unfern lieben Eidgnossen, jetz fürzehalten begerent, gnuogsam vermerkt. 3. „So nun die von Zürich uns allein für ein gesünderte rott achtent zc., habent wir uns der rottierung hicvor gnuogsam verantwnrtet. Umb aber daß wir nit Eidgnossen sin sollten, loben wir Gott, daß wir nicht an ir erkanntnuß gebunden sind, deßhalb um ir erkennen weder gethon noch gelon; dann in glichem wert, wie st) uns achtent, dermaß werden wir st) Hinwider halten; wir Hassent ouch, daß unser lieb Eidgnossen die andern Ort guot wüsten tragind, wer wir sigent, uns ouch für fromm ufrecht Eidgnossen habind, die wir ob gott will mit trüwer stätigkeit syn und belyben wellent, ob es schon den giftigen nydigen galten unser mißgünnern im herzen leid war. „Deiynach lassen sy sich merken, wie sy uns weder hilf noch bystand wider unser oberkeit ze thuon schuldig zc.; geben wir antwurt, daß wir wider ein oberkeit nie gewesen, sunders allein wider die ungehorsamen unsers gegentheils, die der oberkeit allweg ungehorsam erschinen sind, dardurch wir zuo disen spänen kommen, als das offenbar ist, darumb sy unbillich uns die ungehorsamen nemend. Deßglich der hilf halb, die sy uns nicht ze thuon schuldig sin vermeinend, so doch wir die wider ein oberkeit von inen nie begert noch (sunst) wider jemands, sunder allein zuo dein rechten ze verhelfen, das uns dennocht von inen nicht hat mögen verlangt werden, deß wir klagcnbar sind; ob sy aber uns hilf ze thuon schuldig oder nicht, wirt in dem punt der fünf Orten, darin mir ouch vergriffen, gar heiter erklärt, den wir sy bas ze erlesen crmant haben wellent. 4. „Wyter zc. Darzuo sagen wir, daß uns der zuogelegten ungehorsame wider ein oberkeit und unser landsrecht ganz unrecht beschicht, als das offenbar ist, und wir wol kundtlich machen wellent. Des gottesworts halb sind wir eins ungczwyfelten rechten gloubens, de» unser vorder» ouch gehebt, dero glücklich wolfart umb irs waren gloubens willen, deß sy von Gott belont, wir noch genießent; by sölchem waren gotteswort, wie das von den berüerten nnsern vättern und eltern an nns komen, wir ouch ze belyben begerent; so aber sy von Zürich des gloubens, den ouch ir und unser vordern gehcbt, nicht mer sind, ouch den für ungerecht verdamment, als ob der gott dem allmächtigen widrig wäre, dardurch sy villicht uns, so dem alten anhangent, wider gottes wort syn ver- meinent, deßglich, ob sy uns schon zuosagen gethon, ouch cid geschworen hettind, umb dero ursach willen uns nicht ze leisten schuldig sin ?c., darby unser lieb Eidgnossen (von) Lutzern, Uri, Schwyz und ander mer, so dem alten glauben, dem ouch wir anhangent, wol abnemen und verston söllten, was sy sich sölcher zuosagungen und eiden vertrösten sölltent. 5. „Und als wir wyter von inen angezogen werdent der sündrung, so wir von unser oberkeit und dem meren teil der landlüt gethon haben söllent zc., ist nicht war, wir Habens ouch hie ob gnuogsam verantwurtet; ') Die folgenden Zeilen sind von Tschad! in das gewöhnliche Spatinm zwischen den Absätzen hineingedrängt. September 1528. 1393 des leids, so sy tragent, haben wir noch wenig gespürt. Den spruch, so sy harfür ziechent und uns zuomessent zc., sölichs sölten si uns Mich nicht zuoleggen, sunders unserm gegentheil, der doran schuld tragt, von demselben dirre schaden erweckt worden ist und nicht von uns, deßhalb uns unbillich sölich lasier zuogeeignet wirt. 6. „Der abfertigung (halb) unser Kotten gen Baden vor langem beschechen, die Eidgnossen um recht an- zelnngen zc., ist war, wir habent deß begert, begercnt ouch noch dheins andern. Der antwurt, so uns die von Zürich gebent, sy mögind nicht müssen, mit was wir dicselb botschaft gen Baden abgcfertiget habind zc., darzno sagen wir, daß sy unser zweyung im land wol gewüßt, dero (halb) wir uf sy sclbs und gemein Eidgnossen zuo recht kommen, ouch sy und ander Eidgnossen uf einem tag zuo Luzern, der vor dem zuo Baden gehalten, von uns umb recht angelangt worden sind. „Und dann der botten halb, daß die nicht vor irem gesessncn Rat zuo Zürich erschinen sind zc., gebeut wir antwurt, daß wir denselben unfern botten weder für sy von Zürich noch für dhcin Ort snnderbar ze kcren befolt habent, dann wir unsers stoßes und rechtbietens uf alle Ort gemein und glich kommen warend, wiewol wir unser» botten domalen in befelch geben, für den Burgermeister zuo Zürich allein zc keren und im unser Handlung für- zehaltcn, ob wir durch sy dester ee nach unserm begeren des rechten gefürdert worden wärint. 7. ... „Zuo dem geben wir kurz unser antwurt, daß uns frömbd nimpt, daß sy die ufrüerischen ungehorsamen, mit namen (die) von unserm gegentheil, für ir Eidgnossen erkennt und himvider uns, so da allweg und noch bißhar unser landsrecht und die pünd gchorsamlich und gar trüwlich gehalten, für ufrüerisch und abgetretten lllt gescheht und nicht für ir Eidgnossen haben wellen, dardurch wir gedenken müesscn, daß die ungehorsamen unsers gegentheils (und) ouch sy glych gesinnt sind. 8. „Des landrecht und landbuochs halb ist unser antwurt, daß wir unsers teils das trüwlich und wol gehalten, wellent ouch das füro noch thuon; aber unser gegentheil habent das nit gehalten und zuo mermalcu gebrochen, des zuosagens halb wie obstat zc. Darzuo sagen wir, daß uns dero von Zürich zuosagen wenig genützt und ganz uuerschießlich gewesen, deßhalb wir irs trosts nicht bedürfend, daß sy uns das ze statten kommen wellen lassen, dann wir nicht ermessen könnent, daß wir durch sölich zuosagen ichts gestärkt wärind, Hinwider, ob sy schon das abschlacheut, nichts geschwächt, dann wir nunme iren unglouben gnuogsam erlernet. 9. „Als wir dann durch die von Zürich abermalen geschmächt und nicht für Eidgnossen erkennt, sunder für gesündert und abgetretten lüt und für ein selbs ufgeworfne rott zc., gebent wir antwurt, daß sy sich nit der warheit erkennt, dann wir allweg guot fromm Eidgnossen gesyn und füro noch syn wellent, wie ouch hievor angezöigt ist. „Und umb (das) daß wir von inen für abgetretten lüt gescheht zc., ist unser antwurt, daß das so wir gethon, ist mit glimpf und eren beschechen, als wir darmnb gnuogsam antwurt ze geben wüssent, deßhalb wir mit inneren und unfuog nie abgetretten sind, und ob uns aber die von Zürich darfür halten, so klagent wir über sy gewalts und Unrechts, so uns von inen beschicht. Wyter gebent sy für, daß wir des Ammans gebott weder zuo raten noch gemeinden gehorsam gewesen zc. Daruf sagen wir, daß uns unsründlich und unrecht beschicht, dann ouch unser landamman selbs vor uns offenlich bekennt und verjächen das nicht ivar syn. „Demnach melden sy, wie wir uns nit vermessen söllint, daß wir die landsgmeiud in Glarus oder ein Ort der Eidgnoschaft sigent zc. Darzuo geben wir antwurt, daß wir uns für die ganz landsgmeind zuo Glarus je usgeben habind, wirt sich nit erfinden. Um (das) aber daß wir nicht ein Ort der Eidgnoschaft syn sölltiud, wir ouch dardurch also von inen verschupft und mit tratzworten veracht werdint, können wir von inen in guotem nicht ufnemen, dann unser vordem und ouch wir in der Eidgnoschaft nöten wol als übel gelitten und verloren, ouch nach unserm vermögen wol als erlich gehandlet, gcfaren und gethon habent als ouch sy, dann ouch von inen nie ichts fürers beschechen ist dann von andern. Deßhalb wir begerend, daß die von Zürich füro gerüewiget wellint sin und uns nit mit sölchen schandworten antasten; dann wo sy hiervon nicht abston wurdint, möchten wir in die harr sölichs nit gedulden, so doch wir mit inen nie ichts unfrüntlichs gehandlet dann allein rechts vor inen begert, und wir sy uns ze hassen nie geursacht und von uns inen dheiu leid nie bewyst worden. 1V. ... „Uf sölichs geben wir antwurt also, sy habent uns den pundt glich als wol als unserm gegentheil geschworen. Ueber das vergessent sy irs eids, so sy uns gethon, und habent uns setz zweimal nicht für Eidgnossen 1394 September 1528. geacht, sunders Hindan bekennt und gesetzt. Wo sy nun irs eids so ring sich selbs also lcdigen mögcnt, so können wir uns auch der pünden zuo inen nit wol getrösten. 11. „So nun wir aber durch die von Zürich für abgetrcttcn und ungehorsam lüt (gegen) der oberkeit genempt zc., das wir doch hicvor gnuogsam verantivurtet, meinten wir, sy sölltind nnme von sölichen lasterworten abston und im christenlicheu gloubeu, den sy setz ctwan lang für ander (als sy wänend) gcregiert Hand, nit solch äfren und schelten gelert haben; (es) will uns aber bedunken, der heilig geist habe glichsam by inen gewürkt, wie auch by unserm gegentheil, by denen man doch nichts guots gespüren kan. „Wyter sprechen sy, wir habind die ireu zuo nfruor wider sy wellen bewegen zc., ist unser antwurt, wir habind den iren wellen fürhaltcn, wie wir rechts begercnt, und sy nicht wider ir oberkeit nfreizen wellen, dann von uns nie dhein anders gehört worden, auch in sölichem schryben, so wir gen Zürich gcthon, nicht wyter vergriffen ist. „Demnach vermeinend sy, die pündt gebent sölichs nit zuo, inen für die iren zc keren zc. Darzuo sagen wir und tragent dcß verwundern, daß sy anfangs uns nicht haben wellen bekennen, deßhalb sy uns in gemein geantwurt; demnach habent sy uns zweimal nicht für ir Eidgnossen erkennt, sunders hindnn gesetzt und verworfen; zeletst haben sy uns ouch geschmächt, wie wir nicht ein Ort sigcut, »nd setz hieob thuond sy uns dest pund für- zicchen, darus wol ze merken, daß sy uns wol erkennt, und daß wir ouch noch Eidgnossen sind, deßhalb sy unfern lieben Eidgnossen wider sich selbs sürgeben Hand; wie aber sy von Zürich sölich pünd gehalten, als sy ir botschaft in die grafschaft Toggenbnrg geschickt für die, so inen nichts, sundcrs andern Orten pflichtig und zuogehörig, die mich keins rechten (wie wir) begert hatten, geben wir mcnklichem zuo ermessen. „Umb aber daß sy uns warnent, nicht für die iren ze komen zc., so doch wir nicht mit den iren handlen, wie sy in der Grafschaft gethon Hand, ist unser Meinung, daß wann die notdurft sölichs erhöischeu wirt, so werden wir wie obstat für die iren schicken und von disem fürnemc» nicht abwyckie», so doch wir inen nichts anders eröffnen wellend, dann wie wir rechts begerind, deßhalb wir unbewegt uf sölichem fürnemen bcharrent. 12. „Wir müssen nicht, daß wir je wider gebürlichs gehandlet habind. Ob aber sy van Zürich unser glimpfliche Handlung, so wir gethon habent, abzcstellen underston wurdent on ergangen recht, wie wir das begert, wurdcnd wir zcvor unser lyb und guot daran strecken; deß füllen sy müssen von uns tragen. 13. „Wir gespüren wol, daß sy den heiligen geist der warheit noch nicht habent, so doch (als wir woutend) der setz lang by inen gerichsnet; so wir aber wüssent, daß der heilig geist nicht unwarhaft ist, und aber die von Zürich die warheit so ganz an uns gespart in dein, daß sy uns zum andern mal jetz zuomessend, wie wir des Ammans gebott Übersechen habind zc., und doch der Amman, so irer rcligion, dcß selbs nicht bekanntlich ist, wir ouch sölichs nit gcthon habent. — Umb aber daß ir botschaft dhein frucht an uns nit hat mögen finden, als sy mcldent, gebent wir antwurt, daß sy doch mit warheit nit dargethuon mögent, daß sy args oder unerlichs by uns fanden habind. 14. ... „Darumb wir gericht, rat und gemeind ufgeschlagen habent, hat uns not gethon, wirt ouch gnuogsam vermerkt und verstanden in der antwurt, so wir unserm gegentheil gegeben, uß was ursach wir sölichs gethon, ist ouch nit beschechen ze undertruckcn und zuo zerstören unsers lands ordnung, als sy falschlich fürgcbent. — So aber uns der cigennutz darin fürgezogen wirt zc., wölkten wir gern einen hören, der uns anzöugte, was nutz wir darvou gehabt, deßhalb wir wol lyden möchtind, daß sölich unwarheit fürzegcben vermittelt wurd. 15. „Als wir abermalen von denen von Zürich so hoch geschmächt, für ungehorsam abgetrcttcn lüt genempt werdent zc., darzuo sagent wir und fragent ouch sy von Zürich, by wclichem Christo sy gelert habind sölich vilfaltig schänden und schmächen, so sy uns on ursach thuond; sy werdent wol durch Christum underwyst: Schlacht dich einer an ein backen, so heb im den andern dar; so sy aber (also in der form ze reden) von uns nie geschlagen sind, ouch inen von uns dhein leid nie beschechen, nichts destmindcr thuond sy uns an underlaß schelten und schmächen, darby man iren Christum wol merken und erkennen soll, deßhalb sy uns die kind und erben nicht fürziechen bedürfend. 16. „Wir habend uns wider den vierteil nie gelegt, ouch dhein ergangen mer nie gebrochen, sunders haben mir uns allein von den ungehorsamen abgesündert, die den ergangnen inerinen und gemächten nicht statt thuon wollten, deßhalb uns in ebcmcltcm anzieche» von denen von Zürich unrecht beschickst. September 1528. I3W 17. „Die artikel berüerende in unserm landsbuoch zc., darzuo sagen wir, daß wir unserm gegentheil gnnogsam warhaft angefärbt antwurt darüber gegeben habent, als sich das erfinden wirt, deßhnlb nns frömd nimpt, was sich die von Zürich nnsers landbuochs und rechten annemen wellint, so doch wir uns irs stnttrcchtens auch nichts beladent; sy wärind auch noch dirre urteil ze sprechen früeg gnuog komm, wann sy mit sampt andern Orten uns nach form -des rechten (wie wir deß an sy begert) entscheiden hettind. Umb daß sy uns aber so schnell urteilend, sollend wir wol kleinen traft zuo inen haben, so doch wir in guoter Hoffnung und vertruwen des rechten auch uf sy mit sampt den andern kommen warent. „Umb (das) dann, daß sy vermeinent, ein jeder christenlicher kilchgnoß des gloubens halb mcren und urteilen mög zc., zuo dem gebeut wir antwurt, daß by uns sölichs nicht der bruch je gewesen, daß ein jede pfarr in sölichen großen fachen besnnders mcren sollt, sunders was ein landsgemeind sament(lich) gemacht und gemerct hat, daby ist man gewon gesyn zuo blyben. Ob aber sölich fryheit by denen von Zürich ist, daß ein jeder kilchgnoß des gloubens fry und nach siner gewüßne und guotbedunken meren mag, warum habent sy dann nicht mengen biderman und gnossame in ir(em) gebiet die meß und ander alt loblich christenlich brüch belyben lasse», so dcro begert und gern Hehebt hettind; deßglich waruin werdent ouch die toufer in ir(o) landschaft zc Grüeningen und anderswn von inen abzeston gezwungen? 18. „Als wir abermalen des irthnmbs und ungehorsame, ouch wider Gottes wort syn durch die von Zürich geschulten werdent zc., darzuo sagen wir, daß wir weder verirrt noch abgetretten lüt, sunders guot fromm ccrlich Eidgnossen, ouch aller billichkeit, unserm landsrecht und buoche gehorsam sind. Des gloubens halb sind wir glichförmig unfern lieben Eidgnossen von Luzern, klri, Schwyz, llnderwalden und andeni mcr. Und so nun der span, den wir habend in unserm land, von des gloubens wegen ist, uß ursach, daß wir vermeinend, unsern lieben Eidgnossen den siben Orten die zuosagen, inen an offner landsgmeind beschechen, ze halten, welichs aber unser gegentheil abzcthuond vermeinent, ouch zno sölichem von denen von Zürich vilfaltiklich ufgereizt werdent, darby unser lieb Eidgnossen die siben Ort «dermalen wol verston mögcnt, was willens die von Zürich zuo inen tragind, deßhalb in disem vilfaltigen fürgeben dero von Zürich gnnogsam verstanden wirt, was unruow, zweyung und mißhell sy in einer Eidgnoschaft zuo großem verderblichem Unheil der landen ze pflanzen und ze bewegen für- nemind, besonders so sy unserm gegentheil hilf zuosagent und vilfaltenklich stärkent und Hinwider uns, so allein rechts begert, gänzlich usschließent, schmächend und nicht für Eidgnossen haltend, sich also partyg wider nns machent, und aber wir emsers theils noch eeie dhein Ort sampt noch snnders um hilf evider unsern gegentheil angesnocht, deß wir unser lieb Eidgnossen ze gezügen stellent, dann wir rechtlich und nicht ufrüerisch und cmbörlich ze handlen begert, als wir noch füro, so lang möglich ist, nnsers theils thuon wellen; deßhalb unbillich durch die von Zürich sölich sorglich nnruow angezettlet und gestift wirt, dann sy ine Evangelio nicht zwytracht und Uneinigkeit ze meren gewyst, ouch sölich schmächen und die umvarheit von frommen leiten fürzegeben nicht darin fanden habent, deßhalb wir wol vermerkent, daß der Tüfel by inen noch nie zeichen dann Christus selbs würkt, dann by Christo alle senftmüetigkeit und warheit, by dem Tüfel aber alles »nhcil, ufruor und falschheit ist, umb deß willen sy uns den glouben nicht leren bedürfen. 19. (Eine Antwort auf diesen Schlußabschnitt ist nicht vorhanden. Zu dem Schreiben von Zürich ist nachträglich zu bemerken, daß als Datuni (der Genehmigung von Rächen und Burgern) Laurentii genannt wird). K. A. Schwyz: A. Glarus. II. „Unser der landlüten von Glarus des alten loblichen christenlichen gloubens, so noch vorhar an allen und jeden versamlungen gemeiner landlüten vor gemeinden und rieten alle und jede neer, so von des ebemelten alten loblichen gloubens wegen, den unser fromm eltcrn und vordem an uns gebracht, beschechen, ouch zeletst ergangnem mit mercr Hand erhalten habent, antwurt dem gegentheil unserer landlüten, die sich unverschampt ungemeret siderhar den meren theil genempt, uf das falsch und erdicht fürgcben, so sy vor unseren lieben Eidgnossen uf nächst gehaltnem tag zuo Baden uf Laurentii gethon"... Diese Schrift enthält zum Eingang den zu widerfechtendeu Vortrag der Neugläubigen, dann, in bitterem Tone und rhetorischer Weitschweifigkeit, eine allgemeine Erzählung der bisherigen Glaubcnswirren in Glarus. Um den auf die Gegner gemälzten Vorwurf des „Ungehorsams" nach allen Seiten zu begründen, werden theils 1396 September 1528. die den altgläubigen Orten auf Psiugstdienstag 1527 und Oculi 1528 gegebenen Zusagen, theils die vom Landrath und der Landsgemeinde erlassenen Mandate und Stellen des Landbuches betreffend aufrührisches Tragen von Waffen ?c., theils einzelne Artikel aus dem Bundcsbrief der fünf Orte (1352), dem Sempacherbrief und dein Stanser-Verkommniß, betreffend die Mahnung um Hülfe, die Schonung der Gotteshäuser, Verbot unordentlicher Versammlungen zc. wörtlich eingeschaltet. Die ganze Darstellung, ein Denkmal der herrschenden Leidenschaften, verräth eine damals ungewöhnliche literarische Bildung. Dieser Charakter, der beiden Schriften zukommt, und die häufigen Correcturen von Tschudi führen auf die Vermuthung, daß dieser der Verfasser, zum mindesten aber als Nathgebcr und Gehülfe bei der Ausarbeitung der „Antworten" betheiligt gewesen sei. Noch sicherer läßt sich annehmen, daß er diese Actenstücke nicht in die Gewalt einer neugläubigen Landesregierung kommen ließ und dieselben entweder längere Zeit bei sich behielt und in dem seit 1556 wieder entsponnenen Kampf der Parteien dem eifrigsten und nächsten Vorkämpfer seiner Sache, dem Stande Schwyz, übergab oder vielleicht auch früher schon dort in Sicherheit brachte. 3) Auch der neugläubige Theil der Glarner richtete eine Zuschrift an die eidg. Boten, unter dein Datum St. Bereuen Tag (I. Sept.). Eine gleichzeitige Copie derselben ist in der Basier Abschiede-Sammli^ig erhalten. Wir gedenken sie anderswo abzudrucken. Zu 8'. Es sind hier folgende Acten zu beachten: 1) 1523, 24. August (Bartholomäi), Wyl. Abt Franz an Schultheiß, Rath und gemeine Stadt Lichtenfteig. „Wir werdend durch unscr(n) landvogt gründlich bericht, wie ir uf setz vergangen Sunntag ain mers in unser statt Lichtenstaig gemacht der bildern halb, die selbigen nit mer in der kirchen zuo haben, sunder die nbweg und nshin zuo tuond, deß wir uns zuo üch als den unfern nit versehen hettiud, ouch uns sölichs in guoten trüwen laid ist, wo sömlichs von üch ain furgang haben söllte. Und als wir verneinend etlich unser burger derselben statt Lichtenstaig denen, so dann die bildnuß ushin gemeret, habend recht potten, und zno dem habe unser landvogt inen zuo baider partr) frid gegen ainandern anglegt und gebotteu, da nüts zuo handlen noch fürzuonemen, ouch deHain ändrung in der kirchen zuo machen dann mit recht zc., us sölichs ist an üch als die unfern unser stündlich bitt und beger, ir wellind üwers fürnemens und des meren, so ir gethan, güetlich abstan und den friden, ouch das rechtbott gegen ainandern trüwlichen halten und den gebotten gehorsam zuo sin. Dann wo ir sölichs nit guots willens tuon, so gebütend wir üch allen und jedem insunders stillzuostand und die bild in der berüerten kirchen beliben zuo lassen, wie die von alter und bisher gewesen sind, by d.en aiden, so ir uns zuo tuond geschworen Hand und schuldig sind. Sömlichs wir von üch . . . gänzlich gehebt und gehalten haben wellent." Stistscuchiv St. Gallen (Ungefähr gleichzeitige Copie). 2) 1528, 27. August (Donstag nach Bartholomäi). (Heinrich Steiger, Stadtschreiber zn Lichtensteig) au Zwingli. „Gnad zc. zc. Es hat sich uf nächst Sunntag vergangen begeben, daß wir von Liechtcnstaig ain gemaind ^ gehebt, die ouch acht tag darvor bim aid (ge)potten ist, und anfangs der landvogt ain lange red inzogen, wie sich der Handel dero von Schwiz halb verloste», uns wellen schrecken, damit wir in der abgöttery bliben, und dav also geraten. In dem (hat) ainer gredt, daß man zuo aller erst ratschlagen (söllt), wer mindren und meren, ob die hindersäßen, so bi uns in der statt sitzen, das ouch tuon (söllen), darumb der schulthaiß ouch gefragt bim aid- Also ist graten zno ainem tail, uf der evangelischen siten, dwil st) den gemaiuen landaid mit uns geschworn, übel und guots mit uns liden in dem Handel, ob man über uns zogen, lib und guot müeßen wagen, ouch an omer landsgemaind glich wol als wir zuo meren, und diß den glauben und die eer gottes, und nit das burgerrecht, unser alme noch güeter betreffen, daß sy ouch dann wol mit uns mindren und meren mögen zc. Und uf der andren siten, daß sy nit meren, dwil sy nit burger, und (das) vor nie beschehen sin. Also ist unsers das mer worden, und als dasselbig beschehen, (Hand) sy mit ainandren geratschlagt, (sind) von uns uß der ratstuben gangen- Also (haben) wir den waibel zuo inen geschickt, dann der landvogt und schulthaiß bi inen gewesen, si zuo uns wider inher ze kommen (crmant), und ob sy nit kommen, wellen wir ratschlagen, dwil doch die gmaind vom Schulthaißen und Rat angeschlagen und uns bin aiden potten, sy des selbigen erniant, und ob sy nit komen, (wurden) wir nichts dester minder handlen. Uf das, was sy den hindersüßen truwt(?), haben sy uns recht potten- Uf das wir gredt wie vor, (wir) wellen inen dar(um)b ains rechten sin, wo es billich. Uf das (hat) der landvog September 1528. 1397 baiden partyen frid gegen ainnndrcn pottcn. Und daruf (sind wir) des rätig worden, alles bannen (ze) tnon, wie ir, ümer und unser lieb Herren von Zürich. Also (hat) der landvogt darzuo getan, daß min Herr von St. Gallen ain brief geschickt, darin uns bim nid potten, divyl sy recht fürgcschlagen und frid gemacht, der fach halb still ze stand. Also nichts dester minder haben die, so von der gmaind dnrzuo verordnet (sind), götzen und altar uß der kilchen getan am Zinstag und an der Mitwnch früe, der landvogt aber so vil vermöge», daß sy im zwen bellten zuogcbcn zuo min Herren (Abt), nmb recht anznoruofen, dnrzuo ze helfen; ivie es ergan (wird), mag ich nit müssen, sind noch nit umher kommen. Ist aber wol zuo bedenken, er min Herr werd nit firen, die von Schwiz anrüefen; dann dwil es bi uns überhin ist uf den trost, so üwer Herren (von) Zürich uns geben, die im Underampt werden »achin farcn ze. Darnmb wellen so wol tnon, min Herren von unsert wegen nmb hilf und rat (ze) bitten; dann wir werden weder zuo Schwiz noch vor mincm Herren (Abt) rechten, sonder ob es (je) grechtet werden (muoß), recht für unser Herren Zürich, Bern oder Sant Gallen, sofer an mir ist, fürschlagen. Darnmb tuond allweg das best, als wir wüsscn; war villicht guot, daß mine Herren (Zürich) minem Herren (dem Abt) schriben, der dingen rüewig ze sin; aber was ir raten das best sin, befelhent es disem Kotten, ist ain geschickter man evangelis halb und sunst, ouch von unser gmaind uszogen"... Nachschrift: „Ist mir ouch von der gmaind befolhen, üch ze schriben, das best ze tuond." St.». Zürich: Zwingu-EckM-n. 3) 1528, 1. September (Dienstag nach St. Bolaycn T.), Wyl. Abt Frauciscus an Zürich (die M). Antwort auf dessen heute empfangenes Schreiben: Er habe ans die vorige Zuschrift mit denen von Lichtenstcig so viel gehandelt, daß es zum Frieden hätte dienen sollen; da es aber noch wenig gefruchtet, so sei die Botschaft ans den Tag zu Baden instruirt, mit den Boten von Zürich und andern Orten zu versuchen, so gut ivie möglich auf Beruhigung hinzuwirken, ?c. St.». Zürich: ». Toggmbmg. 4) 1528, 4. September, Knonau. Hans Berger an Bm. und Rath in Zürich. Durch den Zeiger dieses, den er nach Art, Lowerz, Schwyz und Steinen geschickt, habe er zu erkunden gehofft, ivas die Schwyzer mit den Toggenbnrgern zu handeln vorhaben, aber nichts „Gründliches" erfahren können; auf dem Sattel habe derselbe endlich vernommen, daß auf nächsten Sonntag (6.) eine Landsgemcinde berufen sei. Bitte um Weisung, ob der Bote dahin zu schicke» wäre. St. A. Zürich: A. I. Capp. Krieg. 5) 1528, 5. September (Samstag nach St. Verenen), Baden. Die Boten van Lucern, Uri, llnterwalden, Zug, Basel, Freibnrg, Solothurn, Schnffhausen und Appenzell an Schultheiß, Rath und Gemeinde zu Lichtensteig. Der Abt von St. Gallen und die Botschaft von Schwyz beschweren sich höchlich, daß ungeachtet der bestehenden Eidspflichtcn und der noch kürzlich erthcilten Zusagen, bei den» alten Glanben zu bleiben, die Bilder nnsers Erlösers und der Heiligen, auch die Altäre aus der Kirche entfernt und zerstört worden seien, was man mit Schreckeil und Bedauern vernehme... Nin wcitaussehenden Widerwärtigkeiten vorzubauen, begehre man ernstlich, daß sie so ernste Folgen erwägen, die Altäre wieder aufbauen, die Bilder darauf und darein stellen und thun, was Frieden und Ruhe bringe; sollst könnte man nicht nmhin, den Eidgenossen von Schwyz auf weiteres Ansuchen Hülfe Und Rath zu beweise», Zt. Si.A. Zürich: ZwingN-Schrifte». (Gleichzeitige Copie, von Zwingli's Hand betitelt und adressirt). Zu Vgl. Nr. 571. Zu le. 1528, (E. August), Constanz. Instruction für Haus Wellenberg und Thomas Hütli, Abgeordnete an die Boten der X im Thurgau regierenden Orte, auf dem Tag zu Baden, nach Verenä. Daß die eidg. Boten mehrmals einen Haft ans die Renten »nd Gülten der Geistlichen in Eonstanz verfügt, sei ohne Zweifel bloß auf das vielfache Begehren des Bischofs und seines Capitels geschehen, die natürlich die Verhältnisse nach ihrer „Aninnth" und nicht der Wahrheit gemäß werden dargestellt haben. Es werde namentlich auch Or. Peter Spyser, der sich Pfarrer zu St. Stephan in Constanz nenne, die Rathsboten der X Orte verleitet haben zu glauben, daß er dort Pfarrer gewesen, aber vertrieben worden ?c. Dies verhalte sich jedoch ganz anders. (1.) Denn Hans Spräter habe noch bei Lebzeiten, nachdem er die Pfarre lange Zeit ruhig und rechtmäßig innegehabt, dieselbe vor dem Capitel zu St. Stephan der Stadt übergeben und auf das Einkommen verzichtet, ivie die vorhandenen Briefe ausweisen; erst einige Zeit nachher habe des Bischofs Vicar zu Zell ihn citirt, in 1398 September 1528. der Meinung, ihm die Pfarrei abzubringen, dann der Bischof sich „darein geflickt" und sie dem Dr. Peter (Speiser) verliehen, obwohl weder dieser noch seine Vorder» je ein Recht dazu gehabt noch in Constanz eine Pfründe besessen, indem er erst seit dem Abzug des Bischofs zu demselben gekommen sei. Es werde also nicht dem M. Hans Spräter etwas „verlegt", sondern der Stadt, und was Dr. Peter wegnehme, entziehe er nicht dem Spräter, sondern der Stadt, die letzterem jährlich IVO Gl. geben müsse, wohin auch je die Pfarrgüter kämen. — Ferner habe man im letzten Jahr auf Kosten der Stadt den Rebgarten der Pfarre im Thurgau „gebaut", den Wein gesammelt und in den eigenen Fässern zu Kreuzlingen in Haft gelegt; aber Dr. Speiser habe denselben aus dem Haft und den Fässern weggenommen und nach Mörsberg geführt, ohne Tröstung dafür zu geben, wie der Landvogt sie gefordert, indem er diesem vorgegeben, der Abt von Kreuzlingen werde für ihn gut stehen. Weil nun die Pfründe der Stadt gehöre, und Dr. Peter, von der neuen Machenschaft mit dem Bischof abgesehen, sein Leben lang nie ein Recht an dieselbe gehabt und sie nie besessen oder verwaltet habe, so hätte man hoffen dürfen, daß die eidg. Rathsboten solchen Haft nie verfügen würden, und erwarte man, daß sie denselben jetzt entschlagen und den Dr. Speiser anhalten, das Eingenommene wieder herauszugeben. (2.) Der Chorherren von St. Stephan halb sei Folgendes zu berichten: Die Stadt habe zwei eigene Pfründen; zwei andere Chorherren seien geblieben, und drei hinweg gezogen; nun ziehen diese geradezu die Nutzung von allen Gütern im Thurgau für sich allein, was doch die Eidgenossen schwerlich beabsichtigt haben; darum sollen sie freundlich gebeten werden, den Haft zu lösep, wogegen man sich erbiete, das Einkommen unter alle gleich zu vertheilen und Angehörigen der Eidgenossen um das vergabte Gut für Stiftungen, welche nicht mehr gehalten würden, gebührliche Antwort zu geben. (3.) Die Pfründen der Bruderschaft zu St. Stephan gehören weitaus der Mehrzahl nach der Stadt, zum Theil als Lehe»; auch seien alle Glieder, mit Ausnahme jener drei Chorherren und zweier Caplane, in der Stadt geblieben; nun unterstehen sich aber die wenigen Ausgetretenen, das Einkommen der ganzen Bruderschaft für sich zu beziehen, was sie kraft jenes Verbotes thun. Auch dies könne nicht der Eidgenossen Meinung sein, vorab weil die Bruderschaft wenig Gestiftetes, sondern beinahe bloß mit baarcln Geld Erkauftes besitze. Was aber für die Messe oder Anderes gekauft oder gestiftet worden, sei man erbötig, den Stiftern oder ihren Erben wieder zu erstatten; darum bitte man, auch diesen Haft zu lösen, so werde man den Aeußeren ihren Antheil so gut wie den andern zukommen lassen. (4.) In gleicher Weise verhalte es sich mit der Bruderschaft und der Präsenz im Münster, deren Renten und Gülten im Thurgau ebenfalls verlegt seien, während mehrere der in Constanz gebliebenen Priester ihren Antheil um baares Geld erkauft haben, und dennoch werde ihnen solcher durch die andern vorenthalten, obwohl dieses Einkommen laut der beschwornen Statuten und besiegelten Briefe keinem gegeben werden solle als dem wirklich zu Constanz Wohnenden. Aber noch mehr, jene (Ausgetretenen) wollen nicht einmal den Burgern die verschriebenen Zinse und Leibgedingc bezahlen. Auch für die Bruderschaft und Präsenz im Münster bitte man hienach um Lösung des Hafts; dagegen werde mai( den Aeußcrn das ihnen Gebührende auch verabfolgen lassen- (5.) Ferner seien einige andere Pfrnndgüter im Thurgau, der Mehrzahl nach Lehen der Stadt, auch verheftet, was die Eidgenossen nach dem früher gegebenen Abschied von Baden, insbesondere bei Stiftungen, welche nicht die Messe und dergleichen betreffen, schwerlich im Sinne haben, weßhalb man sie um Freigcbnug jener Gülten bitte, w. Sei dies nicht erreichbar, so sollen sich die Boten dafür bemühen, daß einstweilen den verbrieften Rechte» kein Eintrag geschehe, und den Priestern, die etwa Briefe ins Thurgau bringen, um das Ihrige einzuziehen, nickst auch jene (Schriften), wie es geschehen, genommen werden. (6.) Dabei sollen die Boten die Beschwerden anzeigen, die der Stadt wegen der „Fabrik" durch die Domherren widerfahren. Obwohl nämlich von Rechts wegen das Einkommen (des Hauses) »ach Constanz gehen sollte, haben doch jene (Priester) heimlich eine große Summe an Zinsbriefen aus der Stadt weggebracht, und ziehen sie nicht nur diese, sondern auch diejenigen Einkünfte an sich, deren Briefe noch bei der Stadt geblieben, um solche zu Ueberlingen nach ihrem Gefallen zu verbrauchen. Auch geben sie den Bürgern, die Zinse und Leibgedingc ans der Fabrik haben, dieselben nicht heraus, sodaß die Stadt ihnen (für den Schaden) gut stehen müsse. Dazu haben sie den Schreiber zu Kreuzlingen als Anwalt bestellt, um alle Zinse im Thurgau einzuziehen, auch wenn September 152k, 1399 die Stadt die Briefe besitze, was er kraft des (eidg.) Verbotes auch bewerkstelligen könne, während die Zinser viel lieber nach Constanz als nach Uebcrlingcn ihre Pflicht leisten würden. Bitte wie oben . . . Sollte Jemand von den Eidgenossen etwas an den „Bau" gegeben haben, so sei man, wenn solches mit bestimmter Verpflichtung geschehen wäre, zu ehrbarer Antwort bereit. Schließlich sollen die Boten zu verstehen geben, wie viel klnrath die Geistlichen von jeher unter den Laien gestiftet, und wie zu vermuthen, daß dieselben jetzt nicht bloß des Einkommens wegen so handeln, sondern auch in der Absicht, Constanz und die Eidgenossen gegen einander zu verbittern, was aber bei der Stadt niemals gelingen solle, u. s. w. St. A. Zürich: A. Constanz. — St. A. Bern: Abschi-d- NN. t!7g—SS4. - K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XV. — Stadtarchio Constanz. Zu «. 1523, 1. September (St. Bereuen). Zürich an die Kirchgemeinde der „beiden Nennforn". Wünscht eine Abordnung auf nächsten Samstag (5. September) zu empfangen, die über den Pfarrer und andere Sachen genauen Bericht geben könne. St. A. Zürich: MUw-n. 574. Mern und Ireivurg. 1528, 7. September f. Archive Bern und Freiburg. Verhandlungen über die Angelegenheiten der Genfer. Wir hahHp nur folgende Acten zur Verfügung: 1) 1528, 7. September, Freiburg. Die Genfer klagen, sie werden durch den Herzog so lange Zeit aufgezogen und können zu keinem Ende gelangen; sie bitten daher, ihnen zu einem Austrag zu helfen. — Da sie sich „ergeben", den beiden Städten ihre Rechte zu „zeigen", so soll das geschehen. Dann sollen die Boten (von Bern und Freiburg) darüber „sitzen". Geschieht das (die Vorweisung der Titel) nicht, so sollen die Boten sonst Gewalt haben, nach Billigkeit in der Sache zu handeln und den Genfern zur Ruhe zu helfen. Nach Bern zu schreiben, und da ihnen von dein Herzog „die Speise" abgeschlagen wird, so ist mit „dem Boten" zu reden, daß solches nicht (mehr) geschehe, und dem Herzog geschrieben werde. K. A. g>-ilm>g: Naihswch Nr. rs. 2) 1528, 8. September. Bern an Freiburg. Man billige dessen Rathschlng über den Handel zwischen Savopen und Genf und habe nun jm Namen beider Städte den Herzog ersucht, der Zusage seiner Botschaft gemäß seine Titel betreffend das Vidomat den Boten der zwei Orte, in Abwesenheit der Genfer, vorzulegen, und dafür einen Tag hieher bestimmt ans den 24. d. M. Da mögen dann aber auch die Genfer ihre Briefe abgeben, damit man die Gewahrsamcn beider Theile prüfen und nach Umständen sich weiter entschließen könne. Von dein Herzog erwarte man eine Antwort, die man nicht verhalten werde. Si. A. B-rn: Teutsch Mtsstv-n n. n>. 3) 1528, 9. September. Bern an Freiburg. Seit dem gestern gemeldeten Beschluß über die Genfer Händel seien die Botschaften beider Parteien (heute) vor Räthen und Bürgern erschienen, um denselben als nicht genügend darzustellen; man habe sich nun veranlaßt gesehen, einen andern Rathschlag zn fassen, den man abschriftlich mittheile (fehlt) und dem Herzog zuschreibe; wenn Freiburg denselben genehmige, so möge es die Briefe befördern, im andern Fall sie Hinterhalten. Sofern der Herzog darauf keine willfährige Antwort gäbe, wolle man sich dann gemeinsam weiter berathen, wie man die Sache zu endlichen: Austrag bringen und fernere Mühe und Kosten ersparen könne. Man schicke hicmit auch des Herzogs Brief, der an beide Städte ndrcssirt sei. St. A. Bern: Teutsch Missiven 11. 21 d. Weitläufige Andeutungen zu den: Schreiben an den Herzog hat das Bcrncr Nnthsbnch, p. 277, 278. 4) 1528, 9. September. Bern (Namens beider Städte) an den Herzog von Savopen. „Uluktriksimo, oto. Nona nvons ontoncku oo guo cksrniersmont von» n plsu noua rssoripro; or ckopuis guo vos nmbnssnclonrs 8vi scmt otkort vt gno nous ont ckonno (n) ontonckro guo ostiox cko bou voutoir cto nous mynstror kos titrss 1400 September 1528. gnnvo?! tonoiinnt 1o viäompnnt äs Llonsvo, toutokois gno osin tust kniet SN nbssnov cls nos oombourAvois äs (Zonsvo st »ans Iv sstro von» ni trouvo, ni nnssi pnrsonno on Isars noms, st mozmnt (moxon) gus usus n^ äoussions (npros) nvoir vsn vos titrss äonnor ssntsnos ni äokinition ni n onuso cls sola (sstrs) ostndü sonrnso, sto. bin guoi vonions nnooro oonäosoonäro, von» trss nosrtos suppiinns gnv soit äs votro ponlgno Arnos äs nons onvoxsr vosäits titrss Ig plus tost guo vons ssrn possibio, st nous Iss voirons vn inbsonoo äos äits äs dsnovo. doponännt est nostrs vouioir gus nosäits oombourAoois äs (Isnsvo soisnt ssurs snr vos pnzs st torros, on oorps st dions, »ans iss troubior, onnuirs ni inoisstsr on sorts gns soit. dnr si nutrsmont äsust nävonir, vons nävortissons gno rsgnräsrions Inlli-mco gnnvons nvoo vons, nnssi in bonrAsoisis gun- vons nvoo nos oomdonrAvois äs tZsnovs, st ssion in tsnour st viAnonr äivoiiss nävisörsisons, n ingusiio pnrtio on tisui snäroit nous snrions sntonus äs äonnsr niäs. 8ur os äosirons vostrs rosponso pnr prosont portour, nonnnnnt is sour snr iocznsi nurisü vosäits titrss ioi." St. A. B-m- Welsch Mtsslne» x. um >>. 5) 1528, 9. September. Dasselbe (resp. mit Freibnrg) an Genf. 1. Mitteilung einer Copie des an den Herzog erlassenen Schreibens, anstatt eines Abschieds. 2. „1'onolmnt is äoinournnt oonosrnnnt los prisonniors äs Llox gas vons ästonos!, ns nous sn mssions nutrvmont, sinon von» nävsrtissnnt gus nons ssinbio nävis guo ioonx gui ont noiists iss vnoiiss on kromnAvs snr in montniAno, äovox inxor snr oaution pour oorps et bion, pour obsir st sistor sn äroit; tonobnnt iss nutrss gui ont kournZs iosäitss bostss st kromnissss, on P0UVS2 oräonnor on sorts gus vons on pnissio-i rouäro oompto n Diou st nu inonäs" . . . ib. ib. k. 104 a. 6) 1528, 13. September. Bern an Freiburg. Antwort auf dessen Schreiben, das der vom Herzog zurückgekehrte Läufer (von Bern) gebracht. Nachdem man heute die Boten der Genfer gehört, habe man dem Herzog laut beiliegender Copie im Namen beider Städte geschrieben. In Betreff der Gefangenen von Ger lasse man es bei dem vorigen Entschlüsse bleiben. S«. A. B-rn- T-uts-h Missim» ». r. os o. 7) 1528, 13. September. Bern und Freiburg an den Herzog von Savoyen. 1. Erinnerung an die bisherigen Verhandlungen wegen des Vidomats in Genf. 2. „litt gprss nous ont vos nmbnssnäonrs äonns (s) ontonärs guo vons ostios vontsnt äs nons inonstror vosäits titrss, kors gns sola tonst knit on inbsonos ässäits äs Llonsvs, so gni nons n piou, st snr so vons sstnbii zour ponr proänirs vosäits titrss; nins vos nmiznssnäonrs rosorvnnt gus n ssiis onnss no von» äsust ostrs ostndiio zonrnoo, ot gno ns vouiiiisil oon- ässoonärs gusn üss(i)ons nnonno ooAnoissnnos ni oräonnnnoo; snr sota ssroit prssnäiognor n vostrs pro- ominsnoo gnv ostos prinso st vioniro äompirs, ot äeroAntivs n vostrs nutorito st gno «ans tont mokant (sie) in v0A>roissnnos äuäit äitkorsnt soi äsust kniro pur iompsrsur, sto., äs guoi nons morvoiilons. 0s nonnsmoins, ponr vonir an but äs intknirs st z- msttro bonno kn, vons äoroobok snppiions st nnssi nä- monostons gno vons piniso äonvoz'or vosäits titrss snr is xxiiij äs os inois, st nons los visitsrons st ssion guo Iss trouvsrons, lzssoiAnorons on intknirs, gno n Iniäs äs Diou tont rsäonäorn n bonns tin, ot si isäit zour vons ost trop ionA, is ponvss! aädrsvisr. 3. -Vu snrpius sommss nävsrtis oommo nzw/ ks.it äskönss sn vos pn^s, «jus nuiü äs vos soubZöts mono vivrss sn in oito äs ttonovo (st) aussi tnitos ästsnir lours ms.roiis.näisos äs 0zmn, äs guoi sommss kort siznins. .-V ossto onuso vons Prions guo vouiiiox sonsiäsror is.tks.iro st z- svoir röAsrä, ot suros, ponr ismour äs nons, vonsiäorsr is tsmps prosont st nosäits bourAvois äs Llonsvo inissor on pnoilioation st sourto snr vos pnz^s, »ans ios tronbior, moiostvr ni onnuirs sn sorts gno soit on ionrs oorps, bisn« ot maroinlnätsss. 0ar si sola no äout nvoir iisu, (vons) ponvoil sonsiäsror «znvi inoonvsnisnt pourroit snsnivro, guo pourroit roäonäor sn Arnnä prszuäioo äs vons st äs nons. ?our autant z? vsuiiiox obvior, aar autrsmont sommos vn orainto gns guoigus tronbio ot omotion äs vos oommunos soi kasssnt, iosgusüss ns pourrions ni sonurions rvtsnir^ . . . St. A. B-rn- Welsch Missivm ä. IMb, WS. 8) 1528, 18. September, Chambery. Herzog Karl von Savoyen an Bern und Freiburg. 1. „Mos obsrs, trss sspsviklnix nm^s, nilio/ ot oonkoäorsii, nons nvons rsosu vox isttros, ot äu rokns gunvons kniet äon- vo^or n in zonrnoo vons nvozi pnr nos ambnssnäours ontonäu ios urAontos ot apparsutos raison» n os nous invuvant?, gui no proosäsnt ännionno motmnoo gnaz-ons vn vystro snäroit; onr nous nvons tousjours kou . September 1528. 1401 st avons en vous I» oontldonoe teils guo Ports lo dvbvoir cls la bonos st anoionns amitis st allianos gui est dontrs nous, par laguolle (somms soavoch ns summes point tonus Iss ungs aux aultros äs kairs appareoir daulouns titrss au pourekas st Petition des subjeots, aouv (?) bion äs portor st pretorsr los droits et prooininsness lss un^s dss anltrss. (lo noantmoins, pour sn os vous gratiker et vous donnsr a ooZnoistrs lamour et kanoo guavons en vous, nous vous envoxsrons nos droits et titres touobant lg vidompnat uno- mont pour los veoir, non pas au )our guo nous ssorive^, oar nous ne voulons point de piur assiZno sur oooi (pour les raison« tpis vous avons kait rsinonstrsr, et guo nous rsplisguos par vostro lettre); inais oo sera tout au plutost gas nous pourrons apres avoir kait assomblsr toutes nos pioeos ssrvants a la matioro, a gnox nous avons donno ordre, st vous en advsrtirons liuit jours devant, sspsrant guo sn oe et toutes aultrss slioses vous ksrs^ oküoe de vrais ainis et allis/ onvers nous, oommo nous avons toujours kaiot et voulons kairs onvers vous. 2. „(juant a os guo diotss avoir oste advortis ipiavons kait doksuss guo nullx mono (des) vivres a Eonovo, st guo kssons dsstsnir lours marobandisos ds ll^on, vous trouvvrsx guavox esto inal intorms(^), oar dskenso nous non avons point kait st moins kait dstsnir lours marobandisos, et sil a esto kait, oost sans nostro soeu et sans os guo oeulx ds Llonevs ls nous avont kait sntendrs, a guoi nous sussions pourvsu; mais sont oulx gui kont los desordres st gui ont traite et traitsnt sournoliomont si mal nos aultros sujets gui vont la, guüs lss oonstraignent ds non plus allor, tssmoing oo guils ont kait de kros, oommo vous sorox plus au lonA inkorme(^) par nostro seoretairo lkontanol. lüt a oe vous pourres manikostoment oomprondre guo eulx ns oessent par lours kallaoos st mauvais portomont ds kairs au pis guii/. psulont pour onvenimor los akkairos dontro vous et nous, et pour troublor st anniolnlor nostrs oommuns amitis et allianos, au tres Zrand i(n)terest et doiuxmaigo de vous et de nous, oommo par plusisurs kois vous avons kait remonstror. 8i vous Prions tres aoertss ^ avoir os^ard de vostro oosts et oonsideror guavons toujours esto st sumes lo msillour et plus anoien ami et allie guo vous axo/, et guo dssirons oontinusllsment entrstenir ladits amitis et allianoe ds nostrs oosts, oomme aussi nous nous oontlons et vous Prions kairs du vostro. 3. ,,1'ouobant ls maistrs de la monno^s, sil vient on onvoz-s dovors nous, pour nous dsmander justiso (oo guii na point kaiot onoorss), nous la lui ksrons administrer, et envoz'ant aussi sa mere pour nous kairs appareoir des bions quelle dit estro a olle, oo guslls na Gamals kait, nous korons lsvor ls» ompoolismsnts ds os guo lui touolre, oommo vous avons kait dirs par nos ambassadeurs," sto. K. A. Freibmg: A. Savoyen (Copie). 9) 1528, 23. September. Bern an Freiburg. 1. Mittheilung der Autwort des Herzogs von Savoyen in Betreff des jüngst angcsehten Tages. Da nun der Handel reiflicher Erwägung bedürfe, so crmahne und bitte man Freiburg brüderlich, sich darüber sofort ernstlich zu berathen und auf Sonntag Abend (27. d.) eine Botschaft hieher zu verordnen, um morndeß gemeinsam Mittel zu suchen, wie man die Sachen endlich zur Ruhe bringen möchte. 2. Da der Span zwischen denen von Curwolf und ihrem Priester noch nicht verglichen sei, so bitte man ferner, dem Amtmann zu Murten zu befehlen, auf den genannten Tag mit den Parteien zu erscheinen, zc. St. A. Bern: T-Utsch Mtsiw-N Ii. 2«. — K. A. Fr-Iburg: A.B-rn. 575. Samen ttlld Stans. 1528, 20. lind 21. September. Staatsarchiv Bern: Jnstmctionsbnch 207—211. Gesandte von Bern — Hans von Erlach, Bernhard Tillmann, Peter von Wcrd, Lienhard Willading, Jaeob Tribolet, Lienhard Hübschi und Albrccht Sigwart — haben den Rathen und Landsgcmeinden instrnctions- genms; vorzutragen, ihre Herren seien durch unleidliche Eingriffe und Zureden veranlaßt, ihre Beschwerden hiemit in der Kurze zu eröffnen, l. Sie klagen darüber, das; die von Untcrwalden ans unsers Hergottstag (11. Juni) zwei Pfaffen nach Hasle geschickt, die da Messe gehalten haben ividcr das Mandat, woraus große Unruhe und 173 1402 September 1528. Widerwärtigkeit erwachsen sei. 2. Dann haben die Ungehorsamen in Unterwalden einen Rückhalt gesucht und günstige Zusagen erwirkt; das habe sich darin gezeigt, daß häufig Botschaften der Unterwaldner nach Haste gekommen; es sollen auch letzthin bei dreißig Personen dort gewesen sein, und was da gehandelt worden, sei schriftlich in der Beilage ^ verzeichnet (aus welcher die Voten.das Dienliche vortragen sollen, jedoch ohne die Personen zu nennen, damit die Gewährsleute nicht verklagt werden). 3. Das alles sei aber noch nicht genug gewesen; denn etliche Unterwaldner, die man wohl nennen könnte, haben Bern und dessen Angehörige theils in der Heimat, theils in Wallis, in Lucern, in diesseitigem Gebiet und anderswo an ihren Ehren angegriffen, nämlich lutherische Ketzer, Hunde, Juden n. dgl. gescholten und dabei gedroht, das Spiel werde nicht ohne Krieg ablaufen, und den Ungehorsamen Leib und Gut zugesagt, um sie bei der Messe zu handhaben; das wüßte man bestimmt zu erweisen, unterlasse aber (nähere Angaben) um des Friedens willen. 4. Obwohl man geglaubt, die Ehrbarkeit in Unterwalden wisse um solche Sachen nichts, habe man doch aus der nach dem Tag in Bezgenriet? verbreiteten Rede, daß 600 Mann aufgeboten seien, großen Argwohn schöpfen müssen; das haben drei Unterwaldner, die etwa zwei Monate lang zu Wallis im Bad gewesen, am Kandersteg merken lassen; desgleichen Andres Zuber von Unterwalden, der zwei Läufer von Bern im Wirthshaus zu Lucern „katzbalget" und (unter anderm) gesprochen, wenn er in das Berner Gebiet käme, so wollte er mit so großer Gesellschaft erscheinen, daß man ihn sähe; und was die Boten von Unterwalden im Jnterlakener Aufruhr zu Thun gesagt, wisse man wohl. Man habe darauf wenig gesetzt und zu keiner Gegenwehr gerüstet, sondern sich der Bünde getröstet. Weil mau aber immerfort seltsame Reden höre und besorge, daß etliche Leute mit gefährlichen Unternehmungen umgehen, besonders im Hinblick ans die letzthin geschehene Handlung der dreißig Unterwaldner in Hasle und die den Ungehorsamen ertheilten Zusagen (wobei mau auf den Brief von Peter Rickart an seine Verwandten in Hutwyl, Beilage L, verweise, de» die Boten nach Gutfindeu verlesen mögen), so zwinge die unumgängliche Nothdurft zur Vorsicht. 5. Gleich unerträglich sei die Zumuthung wegen des dem Gotteshaus Engelberg zustehenden Kirchensatzes in Brienz. (Folgt die Erzählung der bisherigen Vorgänge, mit Hillweis aus Beilagen (l und O, auf einen Artikel der Stanser Verkommniß, D, und einen Brief, kraft dessen die Unterwaldner diesseit des Brünig keinen Angehörigen Berns zum Landmaun annehmen sollen, ?). 6. Damit man nun wisse, was man von Unterwalden in diesen Sachen und hinsichtlich der Bünde zu erwarten habe, begehre man darüber unverzügliche Antwort, besonders auch über die zu Lucern vor den Waldstätten augebrachte Werbung betreffend den Kirchensatz. 7. Wenn aber die Unterwaldner die Antwort verziehen und sich weiter berathen wollten, so sollen die Boten erklären, daß man gesonnen sei, etwas zu thun, wozu man sich sehr ungern entschließe, nämlich die Bundesbriefe herauszugebeil; denn solche gewaltthätige Eingriffe, Verachtung und Schmähungen wolle man keineswegs dulden, sondern „lnogen, ivie den fachen zuo thuond sye." 1) Wir habe» nur diese, vom 9. September datirte, Instruction und keine anderweitigen Aufzeichnungen über diese zwei Tage. Zu bemerken ist nebenbei, daß die genannten Boten auf dem Rückweg auch in Hasle und Briens zu handeln hatten; die bezüglichen Weisungen sind auf p. 211 d, 212 s. eingetragen. Die angerufenen Beilagen scheinen all lux? in ei» Heft („büechlin") zusammengetragene Abschriften gewesen zu sein; diese Acten sind vernluthlich verloren. 2) 1528, 9. September. Bern an Obwalde». Man sehe sich genöthigt, der Landsgemeindc etwas vorzutragen, und bitte daher freundlich, dieselbe auf Sonntag den 29. d. M. nach Sarnen zu berufen. Da die diesseitige Botschaft große und schwere Händel zur Sprache bringen müsse, so hoffe man, daß sich Landammann und Rath hierin gutwillig zeigeil, zc. Kimiii korma an Nidwalden: Wegen Berufung der Landsgemeindc auf Montag St. Mathäus Tag (21. d.)< Ht. A. Bein: Tcutsch Missiven Ii. LI ». September 1528. 1403 S7«. Lucern. 1528, 23. September (Mittwoch nach Matthäi). Staatsarchiv L'nccr» : Allgemeine Abschiede N. 2. k. 5VZ. Tag der V Orte. t». 1. Die Boten von Schwyz berichten, wie „die Ihrigen" in der Grafschaft Toggenburg zu Lichtensteig und im Kloster St. Johann „mißhandelt" (gefrevelt), dann aber durch eine Botschaft „gute Worte gegeben" haben; da es Solchem nicht länger zusehen könne, allein ohne Gunst und WAleu der vier Orte nichts unternehmen wolle, so ersuche es sie jetzt um Rath und Hülfe. 2. Es werden nun die Instructionen der einzelnen Orte angehört, wobei sich zeigt, daß Uri und Zug nicht hinlängliche Vollmacht haben, indem sie die Sache noch nicht an ihre Gemeinden haben bringen können, daß sie aber denen von Schwyz den Rath ertheilen, noch einmal an Zürich zu schreiben, nämlich um eine bestimmte Erklärung, ob es im Fall eines Aufgebots gegen die Toggen- burger sich derselben annehmen würde, und daß man überhaupt nicht zu eilig vorgehen, sondern die Sache ans den nächsten Tag zu Baden bringen sollte. 3. Da Lucern und Unterwalden sehen, daß die V Orte nicht alle und nicht gleich instruirt sind, so wollen sie Schwyz nichts anrathen, indem sie dasselbe für weise genug achten, zu wissen wie es sich gegen seine Angehörigen zu verhalten habe; sollte es übrigens etwas unternehmen, so werden Lucern und Unterwalden thun, was sie versprochen haben und was die Bünde zugeben, und init Leib und Gut zu ihm stehen. 4. Da man somit jetzt keinen Beschluß fassen kann, und da man auch Freibnrg und Solothurn gern zu Rath ziehen würde, so wird das Geschäft auf den nächsten Tag zu Baden verschoben, wo jeder Bote mit genügender Vollmacht versehen sich einfinden soll. 1». Auch das Geschäft wegen Ammann Vogler's im Rheinthal und des Predigers daselbst wird auf den Tag zu Baden verwiesen, v. Da diejenigen Glarner, die auf den: alten Glauben sind, an Lucern geschrieben haben, daß die Gegenpartei in keinen gütlichen Vergleich sich einlassen und den Span auch nicht ans Recht wolle kommen lassen, weßhalb sie dringend um Hülfe bitten, so wird beschlossen: Es soll auf dem nächsten Tage zu Baden jeder Bote mit hinlänglicher Vollmächt erscheinen, uin einen endlichen Beschluß fassen zu können, ob und wie man „den frommen Leuten" helfen wolle. Zu it. Wir legen noch einige Acten ein: 1) 1528, 12. September (Samstag vor Eraltat. Crucis). Schwyz an Zürich. 1. Aus den Neuerungen im christlichen Glauben, die sich leider seit einigen Jahren erhoben, seien an vielen Orten Aufruhr und unschickliche Handel entsprungen, indem sich die Untcrlhancn ihrer natürlichen Obrigkeit widersetzen, was auch in Toggenburg täglich begegne. Da nun der Abt von St. Gallen, dem die Landschaft mit hohen und Niedern Gerichten gehöre, und Schwyz, dein sie durch ein Landrccht verbunden, entschlossen seien, jene Neuerungen nicht zuzulassen, und der Abt sich den Vorgängen in Lichtensteig und anderswo wie billig widersetzt habe, wogegen Zürich demselben geschrieben, als ob solches unbillig wäre, und daß er die Landleute an ihrem Vorhaben nicht hindern solle zc., so habe man nicht ohne großes Befremden vernommen, daß es sich der Toggcnburger, die es gar nichts angehen, so weit belade und den rechten Landesherrn hindern wolle zu thun, was er von jeher für recht und billig erkannt. Da die Grafschaft mit Zürich in keiner Weise verbunden, mit Schwyz aber durch ein ewiges Landrecht verwandt sei, so stelle man nun die ernstliche Bitte, daß es den Abt von St. Gallen und Schwyz („uns") nicht hindere, mit den Ihrigen (nach Gefallen) zu handeln, da sie Hinwider sich deren von Zürich auch nicht beladen, gemäß den Bünden und der kürzlich beschwornen Verkommniß der VIII Orte . . . (Citat). 2. Bei der kürzlich vollzogenen Beschwörung der Bünde haben die Boten von Schwyz an den Grundsatz erinnert, daß man den Ansprächigen rechtlich an seinem Wohnsitz belangen solle; daher begehre man nun, daß Zürich den von Geroldseck 1404 September 1528, wcgweise oder anholte, das Recht nach den Bünden zu suchen. 3. Ferner habe man damals um freundliche Antwort gebeten, den Personen von Schwyz, die in Zürichs Ungnade gefallen, zu verzeihen oder sie bei bundesmäßigem Rechte bleiben zu lassen; diese Antwort habe es wohl in guter Meinung verschoben. Bitte um freundlichen Bescheid bei dem umgehenden Boten. St.«.Zürich: A. T°gg-»burg. 2) 1528, 14. September (Montag Crucis). P (Stadtschreiber zu Lichtensteig) an Zwingli. „Unser fach halb, wie ir mir ungezwifelt bericht, ist uns ein(e) missiv, wie die abgeschrift wist, zuogesandt, deßhalb wir am gemaind gehebt (und) deß rätig worden, den brief für erberen landsrat uf setz Donstag ze bringen. Ist nit minder, mins bedunkens sige unser widersächer, das sy gehandelt, gcruwen, dann wir söliches nit verguot gchebt, sind inen zuo starch, setzen unseren grund dahin, daß die gmaind bim aid gebotten, sy init uns gcmeret, ufgehebt und lassen zelen, erst dem selben nach, so irs nit das mer worden, recht Kotten; (hett) mich ouch gar wol versechen, daß sy abstan und nit rechten (wurden). Darumb wellen so wol thuon (und) uns rätlich sin, ivie wir handle», ob wir uns vor gemainen Aidgnossen vcrantwurten und inen von Schwiz recht fürschlachen oder vor denen von Schwiz ald üwcrn und unser» lieben Herren zuo Zürich; dann wir jeder mänklichem recht fürschlachen, und ob es gnuog wärt, vor üwercn und unseren trüwcn lieben Herren; wellend sölches in unserem namen tuon und uns solches, was ze tuond, wüsscn lassen. Sölches (hat) mir die gmaind üch als getrüwen landman und ufsecher ze schriben besolhen" . . . Si, A.Ziiriih: Zivingli-Tchlisten. Das Original trägt irrig das Datum 1527. 3) 1528, 19. September (Samstag vor Matthäi). Schwyz an Basel (dcßgleichen an Freiburg und andere Orte). Klage über die Unruhen in der Grafschaft Toggenburg, die täglich gröber und unerträglicher werden, sodaß es genöthigt sei (weil andere Mittel nichts helfen wollen), sie mit der Hand zu bestrafen und den Gehorsam herzustellen; deßhalb bitte es dringlich, freundlich und ernstlich um Hülfe und Rath und getreues Aufsehen und günstige Antwort auf dem nächsten Tage zu Baden, :c, St. A. Basel: Abschiede. Zu I». Hiehcr ziehen wir folgende Acten: 1) 1528, 25. September (Freitag vor St. Michels T.), Nheineck. Pauli „Vndcrhalden" von Schwyz, Landvogt im Rheinthal, beurkundet eine ab dem letzten Tag zu Baden von ihm geforderte Kundschaft über einen gewissen Brief, von welchem Ammann Vogler gesprochen w. Von drei Zeugen gibt Pfarrer Jacob Heller zu Marbach den ausführlichsten Bericht: „Amman Vogler Hab ein(en) brief, stand (dar)in, wer der wär, der wider si weite handlen in denen Secten(?), so hellen si ein versigleten brief von denen von Zürich und Bern; die Hand zuosamcn geschworen ein(en) eid, den (ze) strafen an lib und guot. . . Zum andern stat darin, welicher welte burger zuo Zürich und Bern sin, der ires gloubens wäre, zum selben setzen (sy) ir lib und guot. Zum dritten, daß si (die Rheinthaler) sönd ein predicanten setzen und erwelen nach irem gefallen, daran söll si niemand sumen noch irre». Die und ander artikel het Ammann Vogler osfenlich uf Kaps an der predig gelesen; darzno hat ers Caspar Bluomen von Sanct Gallen ouch gelesen w." St. «.Zürich: A. Rheinthal (Copie aus Baden). — St. A.Bern: Abschiede tl/r. 517—510. 2) 1528, ? (Fragment eines Schreibens von Ammann Vogler). Er habe seine Antwort (über die gegen ihn erhobenen Klagen) den Boten von Zürich übergeben lassen, um sie nach Baden zu bringen, glaube auch, daß sie dahin gekommen; übrigens sei noch eine Copie vorhanden. Sie sage ungefähr Folgendes: Es sei wahr, daß er nach einer Predigt an der Letze im Appenzcllergcbiet etlichen Gutwilligen eine Copie des christlichen Burgrechts zwischen Zürich und Bern vorgelesen, namentlich den Artikel betreffend die Aufnahme von Bundesgenossen; ebenso habe er das etwa in Wirthshäusern gethan; aber keineswegs habe er Jemand aufgefordert, sich zur Annahme zu melden; das werde sich bei offenen Verhören nimmer erweisen; zu solchen erbiete er sie, andere weise er ab. St. A. Bern: Abschiede VL. »51. Zu 1528, 22. September (St. Morizcn Tag). Lucern an die Altgläubigen in Glarus. „Uewcr schriben Hand wir verstanden, und ist üiver zwitracht und span, so ir im land Hand, uns von herzen leid; aber daby so hörend wir von herzen gern, daß ir uf üwerm teil so handfest und beharrlich sind, deß wir üch zum höchsten danken mit crbietung, mit lib und guot das umb üch zuo verdienen, und uf sölich üwer schriben fliegen wir üch September 1K28. 1405 ze wissen, daß wir sölichs trülich, wie ir begert Hand, an üwer und unser lieb Eidgnossen den nächsten Orten langen lassen; auch so haben wir unserm botten, so uf nächsten tag kommen wirt, vollen gewalt geben, in der fach ze handlen und ze helfen, damit ir zuo recht kamen mögen; wo aber je üch nit zuo recht macht geholfen werden, haben wir unserm botten aber wyter gewalt und befelch geben, darin mit andren botten ze handlen. Wir sind ouch gnoter Hoffnung, nwer und unser fach werde und welle sich zuo gnotem schicken, damit nch geholfen niög werden; darunib sind handfest, sind wir des vertruwens, ir werden nit allein van erenlüten und frommen cristen und von vil redlichen Eidgnossen, sonder von gott, siner würdigen muoter und allen lieben heiligen bystand, trvst Und hilf erlangen Und haben." K.A. Schwyz- A. GlaruS (Original). Diese Missive ging, wie eine Notiz auf der Rückseite zeigt, durch die Hände Gilg Tschndi's und wurde von demselben vermuthlich an Schwyz aushingeliefert. S77. Zürich. 1528, 23. September (Mittmoch vor Michaelis). Staatsarchiv Zürich: Rathsbuch 1. 214 i>, 215. tt. Eine Botschaft von Burgermeister, Rath und Gemeinde von Steckborn bittet kleine und große Räthe um Rath, was sie auf die Schriften des Landvogtes antworten sollen, da sie bei Empfang der letzten Bedenkzeit genommen, jedoch vor dem angesetzten Tag zu Baden Antwort zu geben versprochen haben. — Darauf gibt man den Bescheid, sie sollen ihren Prädicanten, wie er wieder heimgekommen, behalten und sich auf jenem Tage schriftlich verantworten, und zwar in guter Form, etwa wie ihr erstes Schreiben an den Landvogt laute, mit dem Erbieten, in äußerlichen Dingen geistlichen und weltlichen Personen alles zu leisten, was sie von Alter her schuldig seien. i». Vor einiger Zeit hatte die Gemeinde Altstätren im Rheinthal um einen Prädicanten geworben, der sie mit dem göttlichen Wort wohl versähe; nachdem man ihnen willfahrt und einen dahin geschickt, haben etliche Orte ab dem jüngsten Tage zu Baden ins Rheinthal geschrieben und sonderlich denen von Altstüttcn bei ihren Eidspflichten geboten, bei dem alten christlichen Glanben zu bleiben; desgleichen hat eine Botschaft von Schwyz in diesem Sinne gehandelt. Nun bitten die Leute durch eine andere Botschaft um Schirm und Rath. — Darauf hat man M. Johannes Jäckli und Ulrich Funk als Gesandte dahin verordnet, die da überall mit dm biderben Leuten, die das Gotteswort anzunehmen begierig sind, in folgendem Sinne reden und handeln sollen: Man werde sie, wenn Jemand sich unterstünde, sie mit Gewalt vom Gottesworte zu drängen, beschützen und schirmen, und wolle Leib und Gut treulich zu ihnen setze». Dagegen soll denen von Altstätten eingeschärft werden, daß sie als gehorsame gute Unterthanen Renten, Zinsen, Gülten, Zehnten und andere jährliche Gefälle, die sie von Alter her schuldig seien, auch hinfort treulich entrichten und abtragen sollen, wozu ihre Gesandten sich gutwillig erboten haben; dann werde man sich zu Tagen und sonst für sie gern verwenden. 1406 September 1528. 578. Wrunnen. 1528, c. 25. September? Verinuthlicher Tag der III oder IV Waldstätte, vielleicht aller V Orte. Es liegt weder ein Abschied noch ein bezügliches Schreiben vor, sodaß kein sicheres Datum gegeben werden kann. Den (wichtigsten) Gegenstand der Verhandlung erfahren wir nur aus der Luccrner Instruction für den folgenden Tag in Baden. Wir geben die bezügliche Stelle im Wortlaut: „Item uff den abscheid zu Brunnen, den artikel Herr Mark Sittichen von Embs berüerend zc., will uns gfallen, daß man sölich erbieten und hilf nit verachten, dwil doch unser widerpartig auch hilf suocht, wie mau weist, und soll unser bott in diser fach gwalt han ze haudlen und daran sin, damit man ein botschaft zuo im hinus schick und eigentlich crkuune, wie es ein gstalt Hab, und mit im red darvon halt, und darnach wider an uns gelang, und daß sölichs in still gehandelt wcrd, wie dann unser bott wyter weist." St. A. Luccrn: Abschiede II. 2. 57S. Zürich. 1528, 20. September (Samstag vor Michaelis). Staatsarchiv Zürich: Nathsbuch s. 210—218. I. Die von Norschach bitten durch ihren Ammann um Rath, ob sie der Ladung des Abtes von St. Gallen auf den Tag zu Baden folgen sollen, ze., da der Mehrtheil der Gemeinde begierig sei, das göttliche Wort heiter und klar zu hören. II. Es wird ihnen gerathen, in Baden nicht zu erscheinen, sondern in guter Form zu schreiben, sie glauben nicht schuldig zu sein, „ireiu Herrn dein Abt für gemein Eidgnossen fürzegand", weil die IV Orte allein ihre Schirmherren seien, und sie wissen, daß Zürich ... des göttlichen Wortes wegen nichts wider sie thun werde, und in Glarus auch die Mehrheit dem Gotteswort anhange zc. Der Gemeinde wird auch förmlich zugesagt, sie nicht zu verlassen. ?». 1528, 2ti. September (Samstag vor Michaelis), Zürich. I. Da die große Mehrheit der Kirchgcnosscu zu Arbon des Gotteswortes von Herzen begierig, bisher aber nicht dazu gelangt ist, so haben sie eine Botschaft hichcr gesandt, um ihre vielfachen Beschwerden vorzutragen, l. Daß ^p letzter Zeit die Glockenseile in der Pfarrkirche aufgezogen und die Glocken mit Schlössern „vermacht", aber nachher doch wieder freigelassen worden. 2. Die Schußlöcher im Schloß seien nur gegen das Städtchen geöffnet, und der Twinghof so gerüstet worden, daß die Gemeinde wenig Gutes erwarten könne. 3. Auf die an den Rath gestellte Frage, wessen sie sich des Gottesmorts halb zu versehen habe, sei keine Antwort erfolgt. 4. Ihr Ansuchen, das Gotteswort in der Pfarrkirche nur eine Stunde lang vor Mittag predigen lassen zu dürfen, sei gänzlich abgeschlagen. Sie bitten in diesen Anliegen dringend um Hülfe und Rath. II. Darauf hat man M. (Jacob) Frei nach Arbon verordnet, um dein Vogt und Rath die erzählten Artikel vorzuhalten, ihnen das ernste Mißfallen Zürichs zu vermelden nnd eine bestimmte Erklärung zu fordern, was die Gemeinde des göttlichen Wortes halb zu gewärtigen habe; man sei der Zuversicht, daß sie dem Gottcswort sich nicht widersetzen, sondern es in der „rechten Pfarrkirche" frei und offen predigen lassen. — Besonders soll M. Frei mit dem Vogte tapfer reden und zu wissen begehren, gegen wen und warum die Schußlöcher und die Rüstung (im Twinghof) geschehen sei. Dem Gesandten ist von Rüthen und September 1528. 1407 Burgern ferner aufgetragen, der Gemeinde nnd allen denen, die das göttliche Wort zu höre« begehre», ausdrücklich den haudfesteu Schutz vou Zürich zu verheißen; doch soll er zuvor vernehme», was man deßhalb Hinwider von ihnen zu hoffen habe. Zu Die Actcnsnmmlung „Abtei St. Gallen" im Staatsarchiv Zürich hat eine weitläufigere Ausfertigung. 580. Ijltden. 1528, 28. September f. (Montag vor St. Michels Tag f.). Staatsarchiv Lncern: Mg. Abschiede Ii. 2. 5 .505. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Vd. 10, 5.06. Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Absch. 509. Äantonsarchiv Basel: Abschiede, ätantonsarchiv Treib,irg: Abschiede Vd. 12. KantvnSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XV. Kantonsarchiv Schaphausen: Abschiede. Stistsarchiv St. Gallen. Gesandte! Zürich. (Dicthelm Nöift, Bürgermeister; Vi. Nndolf Thumisen). Bern. (Peter Stürlcr; Anton Noll). Basel. (Heinrich Meltinger, Bürgermeister; Andreas Bischof). Fr ei bürg. (Ulrich Schuewli). Solothurn. (Niklaus von Wenge). — (Die übrigen nicht bekannt). 1. Die Boten von Schwyz setzen aus einander, was die von Lichtensteig in ihrer Kirche, und Etliche aus' der Grafschaft Toggenburg im Gotteshaus St. Johann, znm wilden Haus genannt, vollbracht und gefrevelt haben, und bitten im Namen ihrer Obern dringend um Rath und Hülfe, indem sie solchem Hochmuth und MißHandel nicht länger zusehen können, mögen noch wollen. 2. Darauf haben auch Zürich und Bern ihre bezüglichen Instructionen eröffnet. 3. Dann eröffnen Basel, Schaffhanscn und Appenzell das Gesuch, daß man ihnen den Span zur Vermittlung anvertraue, damit Krieg, Aufruhr nnd Widerwillen vermieden bleiben. Hienach haben die Parteien, nämlich Zürich und Bern einerseits, Schwyz anderseits, sowie die andern Orte, als Lucern, Uri, Unterwalden, Zug, Freiburg und Solothurn, ihnen den Handel übergeben, damit sie Mittel und Wege suchen, ihn auf gütlichem Wege abzuthuu, jedoch nur auf Genehmigung der Obern hin. 4. Es haben dann die Boten der drei Orte folgende Artikel vorgeschlagen: Sie wollen einen Tag nach Baden ausschreiben, auf welchem die Grafschaft Toggenburg durch eine bevollmächtigte Abordnung vertreten sein soll; wenn sie dann keine Vereinbarung mit Schwyz zu Stande bringen, so wollen sie sofort ein rechtliches Verfahren einleiten und einen Rechtstag ansetzen; jetzt soll man ins Toggenburg schreiben, daß inzwischen mit den Kirchen :c. nicht weiter vorzugehen, sondern Alles bis auf den erwähnten Tag ruhig zu lassen sei; dagegen soll auch Schwyz bis dahin nichts Unfreundliches unternehmen. Ii. In dein Streit zwischen den Landleuten zu Glarus ist abgeredet, es sollen dieselben drei Orte die Parteien auf den bestimmten Tag zu Baden einladen; beide Theile sollen dann ihren Botschaften Vollmacht geben, die Sache in Güte ausgleichen zu lassen; sollte auch dann wieder kein Vergleich gelingen, so werden die drei Orte versuchen, die Parteien ins Recht zu bringen med entscheiden, wo sie einander berechtigen sollen, v. Zürich und Bern eröffnen das Begehren, daß in den gemeinen Vogteien, au welchen sie Theil haben, Diejenigen, die das Wort Gottes hören möchten, wie die beiden Orte es predigen lassen, es hören dürfen, da ihre Herren der Meinung seien, daß man solches Niemandem abschlagen könne. — Dieser Autrag wird mit Befremden vernommen, indem er wider das Versprechen ist, daß den Beschlüssen der Mehrheit von Allen nachgelebt werde» solle. Da nun der Wortwechsel darüber ernstlich geworden, so anerbieten Basel, Schaffhausen und Appenzell, auch diesen Streit zu vermitteln, und schlagen vor, es sollen beide Parteien die Sache heimbringen, um darüber nochmals reifliche Berathnng walten zu lassen und ans dem nächsten Tage zu Baden mie endliche Antwort zu geben; Zürich und Bern werden dringend ersucht, mittlerweile sowohl in den gemeinen l4C8 September 1528. Vogteien, als in dm Gebiete» des Bischofs von Konstanz nnd des Abtes von St. Gallen an Bildern, Altären nnd Ceremonien nichts ändern zu lassen, Niemandem zu solchen Handlungen Rath zu ertheilen, auch keine Prediger zu geben, wenn solche begehrt würden, sondern die Dinge gerade so zu erhalten, wie sie gegenwärtig bestehen; sie sollen ferner auf dem nächsten Tage erklären, ob sie Beschlüssen der Mehrheit (ohne Vorbehalt) sich unterziehen- wollen oder nicht. Desgleichen sollen die andern Orte unterdessen den jetzigen Zustand bleiben lassen und ihren Vögten befehlen, bis auf weitern Bescheid in solchen Dingen keine Strafen zu verhängen. Ä. Uri berichtet, das; Landsknechte, welche gegen die Eidgenossen gefochten, durch sein Gebiet ziehen, und daß denselben leicht eine „Schmach" begegnen könnte. Darauf wird den ennetbirgischen Vögten befohlen, den Landsknechten bis auf weitern Bescheid den Dnrchpasz abzuschlagen. Heimzubringen, ob man sie wolle durchziehen lassen, v. Es wird abermals angezogen, wie der Fürkauf zu verhindern wäre, während Schwyz auf seiner öfter gegebenen Antwort beharrt; deßhalb werden dessen Boten aufgefordert, es heimzubringen und zu bedenken, welch großer Nutzen aus einem Verbot des Fürkaufs für den gemeinen Mann im ganzen Land entspringe, und auf den nächsten Tag eine bessere Antwort zu bringen, wo die andern Boteil mit Vollmacht sich einfinden sollen, eineil Beschluß zu fassen, wie nian Schwyz voll seinem Standpunkt abbringen könnte, l. Der französische Gesandte, Herr von Boisriganlt, begehrt Antwort in Betreff der 6000 Mann, die der König gemäß der Vereinnng von den Eidgenossen gefordert hat, ferner über die Verlängerung der Termine für Abbezahlung seiner Schulden. Antwort.' Mann könne einstweilen keine Mannschaft aus dem Lande ziehen lassen; sobald jedoch der König die Rückstände bezahle, werde man ihm gebührliche Antwort geben. K'. Es wird wieder ein Tag nach Baden angesetzt aus Sonntag vor St. Simon und Judas (25. October). I». (Für Zürich:) „Herr Burgermeister, wöllent ingedeiik sin der verantwlirtllng vogt Brüllisowers von Appenzell, und wo min gnedig Herren nit ein benüegen dardn wölleil haben, im alldann ein sry sicher gleit zuoschicken, will er gan Zürich komen und sich vor minen gnedigen Herren selbs verantwurten, und ob st begeren, will er inen den anzöigen, so das geredt hat." j. Der Zwist um die Bußen von Birmensdorf wird von Neuem erörtert, jedoch ohne Erfolg, und Bern abermals dringend ersucht, von seiner Forderung gütlich abzustehen, da man ohne Recht nicht nachgeben könnte. Ii.» 1528, 1. October (Donstag nach Michaelis), Baden. Die Boten von Zürich, Lncern nnd Schwyz schreiben an den Abt von St. Gallen: Die Eidgenossen von Appenzell habeil auf diesem Tage abermals Antwort begehrt wegen des Haberzehntens, den sie noch jährlich geben sollen; die Meinung der Schirmorte gehe nun dahin, sie möchten ihrerseits wohl leiden, daß der Abt den Appenzellern den fraglichen Zehnten zu einem billigen Preise anschlüge und als Geldzins entrichten ließe; doch wollen sie das dermalen dem Abt anheimgestellt haben. Stiftsarchiv St. Gallen. K. 1528, 26. September, Constanz. Instruction für Hans Wellenberg und Thomas Hütli, als Gesandte nach Baden. 1. Erinnerung an das letzthin angebrachte Begehren und Bitte um Eröffnung der damals verschobenen Antwort. 2. Beschwerde über den Schreiber zu Kreuzlingen, der einige ihm als Procnrator vor Jahren anvertraute Briefe des Priors und Convents zu den Predigern nicht herausgeben wolle, wobei er sich auf ein Verbot der Eidgenossen berufe, :c. zc. 8. Begehren um Verabfolgung der zur Pfarre (St. Stephan?) gehörigen Früchte und Gülten. 4. Ablehnung der Ansprüche dreier Chorherren von St. Stephan, die sich für das ganze Capitel ausgeben. — (Vgl. die Note). Stadtarchiv Konstanz. Vermuthlich darf hieher auch folgender Act gezogen ,Verden: i»». Anbringen der französischen Botschaft, betreffend die neuen „Zeitungen" ans Neapel und Mailand. Enthält Nachrichten über die durch die Pest nnd feindliche Angriffe erlittenen Verluste, die jedoch als unbedeutend September 1528, 1409 dargestellt werden, sodaß mit Hülfe der anrückenden Florentiner weitere Nachtheile abzuwenden seien zc. Am 17, September habe der Herr von St. Pol die Stadt Pavia eingenommen und den größten Theil der Besatzung umbringen lassen, ?c, Bitte um gutes Aussehen auf den König. — Undatirt. St. A. B-m: Abschiede IM. 2S7—259 (ins I, 1520 verseht). — K. A. Solvthum: Abschied- Bd. XV. i». (Vorläufige Beantwortung des von der Gräsin von Neuenburg gestellten Gesuches um Rückgabe der Grafschaft. — S. Note). «. (Geheime Berathung der V Orte, — entsprechend Nr. 578). Ii aus dem Zürcher, i aus dem Beruer Exemplar. Dem ersten fehlt dagegen l', dem Basler, Freiburger, Solokhurner und Schaffhauser (k), i. Das Stiftsarchiv St. Gallen hat nur :> und x». Zu 1) Das Zürcher und das Berner Exemplar enthalten noch folgenden Passus: „Der beider stette» von Zürich und Bern Kotten habent ouch inen Hann luter usbedingt und vorbehalten das war gotteswort, daß das selbig fry offcnlich geprediget und niemand davon getrengt solle werden." 2) Die Instruction der Zürcher Boten (Acten I. Cappelerkrieg) enthalt folgende Momente: Sogleich nach ihrer Ankunft in Baden sollen sie sich zu den Gesandten von Bern verfügen und sich nach deren Befehlen erkundigen, ihnen die Ansicht der Obern vorlegen und mit ihnen rathschlagcn über alles, was zur Ehre Gottes und zur Handhabung des christlichen Burgrechts diene. Das Schreiben von Schwyz, betreffend das Kloster St. Johann, sollen sie mittheilen und ebenso die Antwort, welche Zürich darauf zu geben gedenke, nämlich so: Man bedaure die begangenen Frevel der jungen, muthwilligen Leute und habe großes Mißfallen daran; weil aber die Obrigkeit (in Toggenburg) daran nicht betheiligt, sondern vielmehr willig sei, den Handel gebührlich zu strafen, so halte Zürich es nicht für gerechtfertigt, daß Schwyz die Landschaft mit Krieg überziehen wolle. — Da ferner Letzteres sich in jenem Schreiben beschwere, daß die Toggenburger die vielen guten Worte und Versprechungen, die sie gegeben, wenig halten und nur immer ungehorsamer werden, weßhalb es Ursache habe, sie mit Gewalt zu weisen, so sollen die Gesandten an Schwyz die Frage stellen, worauf sich denn eigentlich der beklagte Ungehorsam beziehe; wäre damit nur die Zerstörung der Bilder, Altäre u. dgl. gemeint, die man in Zürich und vielen andern Orten für gerecht, gut und christlich halte, so könnte man nicht gestatten, daß die Landschaft deßhalb überzogen würde, und erwarte man, daß (der Abt von) St. Gallen, auch Schwyz und andere Eidgenossen die Sache wohl bedenken werden; denn sollte es deßhalb zum Kriege kommen, so wäre schwer zu ermessen, wie weit dieser führen möchte; darum bitte und ermahne man Schwyz aufs höchste, von seinem Vorsatz abzustehen, wogegen Zürich in allen äußerlichen Dingen bereit sei, den Bünden gemäß nach ganzem Vermögen Leib und Gut einzusetzen, um dasselbe bei seinem Rechte zu handhaben. 3) 1528, 26. September, Bern. Instruction für den nächsten Tag in Baden. 1. (Antwort ans die Zuschrift von Schwyz, betreffend die Toggenburger). Man wolle die Bünde treulich halten, soweit es sich um Leib und Gut handle; aber in Dingen, die das Gotteswort und die Seele berühren, könne man wider die diesseits gefaßten Beschlüsse und die Disputation nicht handeln oder deßwegen Jemand bedrängen. 2. Die Boten wissen, wie sie sich mit denen von Zürich unterreden und nach Umständen des Gottcswortes halb sich vor den Eidgenossen erklären sollen. St. A. Ben,! Jnstwctionsbuch X. 2l7 b, 2l8 a. 4) 1528, 26. September (Samstag vor Michaelis), Freiburg. Instruction für die Botschaft nach Baden. (8 5) 1. „Als unser lieben Eidgnossen von Schwyz uns geschriben Hand betreffend den übertrang, so inen durch die luterschen zuogefüegt wirt, das si nit mer können noch mögen erlyden, und weß sy sich zuo uns versechen sollen, ?c., soll der bott mit den sibcn Orten daran sin, daß unser altharkomen cristenlich gloub gehandhabet werd, als si das einandern zuogcseit Hand; min Herren wöllen ouch by demselbigen zuosagen verharren und darzuo setzen, was in ircm vermögen ist; aber was mit recht oder in frllndschaft zerlcit möcht werden, soll der bott mit den obgemeldten siben Orten daran sin, daß solichs werd angenommen, eb dann krieg; doch soll er alles das handle», das einer Eidgnoschaft zuo Handhabung unsers alten cristenlichen gloubens, lob und eer dienen mag. 1410 September 1528. 2. „Und ob es dann fach war, daß es zuo krieg kam, das gott wend, angesechen daß mine Herren von Fryburg nienderts zuo unfern Eidgnossen kommen mögen dann durch unser Mitbürger von Bern landschaft, soll der bott si (die V Orte?) ankeren, ob si min Herren wellten also lassen stillstan in der wart, und ob das nit sin möcht, daß doch ein anschlag beschech, damit unser Mitbürger von Solothnrn und unser Eidgnossen von Wallis zuosamen kamen möchten, auch wie man einander» botschaft und brief zuoschicke» möcht, dann das über unser Mitbürger von Bern Herrschaft nit gestattet wurd, so si doch so treffenlich in dem widerspil ligen. 3. „Er soll ouch mit dem Kotten von Solothurn red hatten, wes willens und anschlags si si(e)nt, domit man mit der fach dester bas und gewüßner handlen mög." «. BM. Fr-ibmg: Gimrd. Sammlung T. iv. 5) 1528, 28. September. Zürich an Schwyz. „Wir habent vergangner tage» üwer schriben etlicher gsellen halb, so zuo Sant Johann im kloster lut üwers anzöigens gefräfelt und ungeschicklich gehandlet, an uns usgangen, mit sinem Inhalt verstanden, und diewyl under anderm darin gemeldot wirt, daß üwer will und fürnämen sig, sy mit der Hand zuo gehorsame ze bringen, uns daruf vermanende, uff üch ein gctrüw ufsächen ze haben, nrit anzöig, daß die pünd vermögent, ob jemants die sinen ungehorsam wurdint oder warint, daß wir schuldig syen, die selben nugehorsamen zuo gehorsame ze bringen, so will unserthalb die merklich notdnrft erforderen, üch unsers gemüets eigentlich zuo berichten, und hat nämlich die gstalt: Demnach gott der allmechtig sin ewig wort zuo unfern zyten und tagen heiterer und klarer, dann vornacher beschächen, hat lassen au den tag kommen und harfür tragen, und wir und vil ander mer als von herzen und rechtem inbrünstigem christenlichem gmiiet begirig worden, daß uns sölich obernempt gottes wort hell und on zuothuon und vermischluug menschlicher lere und satzungen verkiindt und geprediget, als wir onch das (wie inenklich weist) vor Inngest in unser statt »nd landschaft allenthalb ze halten und ze pflanzen angenommen, ouch sölich gotteswort misampt unfern lieben Eidgnossen und christenlichen Mitbürgern von Bern durch offen gesprech und disputacionen (darzuo ir und ander unser lieb Eidgnossen mit iren gelerten ouch erfordert), mit warer rächter biblischer schrift nlts und nüws testnmcnts erhalten, und nach bißhar uiemants kommen, der uns lut unsers allwägen gethanen erpictens eins bessern bericht, noch das ze thuond under- standen habe; safer dann ir die biderben lüt in obgemelter grafschaft Toggenburg zuo Saut Johann oder an andern enden (über daß sy sich erpietent und guotwillig sind, alles das in üsserlichen und weltliche» dingen ze leisten und ze thuond, so sy schuldig sigent, als gehorsam lüt), umb daß sy die bilder und nltär uß der kilcheu gethan haben, oder derglichen füll und fachen, die wir in unser statt und landschaft für eristeulich, guot und gerächt lere», bekennen und halten, und vil ander mer, so glicher Meinung mit uns sind, überziechen, beschedigen oder sy an lib oder guot strafen söltint, wellent wir üch hiemit ernstlicher Meinung nit verhalten, daß wir üch und allen denen, so üch harzuo hilflich und bistendig sin, sölichs gwalts, beschedigung und Überzugs dheins wegs gestatten, sonder wurdint uns dargägen mit traft, hilf und zuothuon aller guotherziger frommer cristen, so das göttlich wort ufrächt ze halten begirig, sölicher dapferkeit in die gägenwer schicken und die uß der grafschaft Toggenburg, noch vil minder ander, so uns ouch mit üch und andern unfern Eidgnossen zuo versprächen stand, nit oerlassen, und lib und guot zuo inen sehen; dann wir lichtlich ab üwerm fürnämen zuo vermerken habent, wo ir die Toggenburger undertrucken, daß es nahm an uns und andern ouch sin wurde, danucnhar unS billich zuostat, uns zuo abwendung üwers ruchen fürnämens darzuostrecken alles das, so uns gott beraten hat. Uns ist aber vil lieber, ir bedenkint gstalt und gelägenhcit der fachen mit iren »mbständen und anhängen, als die verständigen glich wol und ermessint, wohin (so der krieg von üch angefangen) es reichen wurde, und besinnint üch eines besseren, standint von üwer Meinung und setzint üch nit so hart und tratzlich wider gottes wort und die biderbeu lüt, so dem anhängig syent. Vermerkent von uns uß merklicher notdnrft im besten, dann wir des erpietens sind, wo wir üch in üsserlichen dingen und fachen, die unser pünt berüeren, hilflich und trostlich sin und unser lib und guot zuo üch setzen künten und möchten, daß wir das nach allem unserm vermügen, als sich gelrütve» Eidgnossen gebürt, gern thuon wellen. Datum Mentag vigilin Michaelis Anuo ?c. rrviij." St. A. Zürich: Missimn. ki) 1528, 29. September (St. Michels Tag). Schwyz an Zürich. Antwort auf dessen Schreiben betreffend die Gotteshausleute von St. Johann. Man hätte sich nie versehen, daß das Vorhaben, die Angehörigen n" Poggenburg zum Gehorsam zu bringen, den Verdacht erwecken könnte, daß man auch gegen die von Zü>äh September 1528. 1411 einschreiten würde, nnd nehme das sehr zu Herzen, da man gar nicht Willens sei, Jemandem die Seinen abzuziehen, sondern Jeden mit den Seinigen handeln lasse, wie es ihm „füglich und eben" gewesen; noch viel weniger sei die Besorgniß begründet, daß man Jemand angreifen wolle; man habe nichts anderes vor, als die eigenen Verwandten gehorsam zu machen, wozu man wohl befugt zu sein glaube, und hoffe, daß Zürich kraft der Bünde solches nicht hindern werde, sondern eher Beistand beweisen sollte. Ei. A. Zürich - A. Schwyz. 7) 1528, 2. Oktober, (Baden). Diethelm Nöst und Rudolf Thumiseu au Bm. und Rath in Zürich. Am Mittwoch Morgens (3V. Sept.) sei man zum ersten Mal zusammengekommen. Nachmittags haben die Botschaften von Basel, Schaffhausen und Appenzell bei denen von Zürich und Bern freundlich gehandelt und die Bitte gestellt, die Sache gütlich schlichten zu lassen; nach vielem Reden habe man sich vereinbart, daß der Toggenburger halb kein Theil den andern überziehen solle; die drei Orte werden dann einen Tag bestimmen, wo beide Parteien zu gütlichem Ausgleich oder Einleitung eines Rechten erscheinen sollen. Ueber den Handel der Glarner wollen die Boten nach ihrer Heimkehr berichten. St. A. Zürich- A. T°gg-«b»rg. Hier mag endlich auch folgender Act, der zunächst die „alte Landschaft" des Gotteshauses St. Gallen berührt, eine Stelle finden: 8) 1528, 23. September (Montag Vigilia Michaelis), Zürich. Nachdem man zu mehrmalen vernommen, wie viele biderbe Leute zu Wyl und in der Umgegend unter dem Abt von St. Gallen des ewig beständigen Gotteswortes von Herzen begierig seien, wie aber die geschickten Helfer, welche die von Wyl gehabt, verstoßen worden, so hat mau zur Förderung der Ehre Gottes und seines heilsamen Wortes M. (Johannes) Bleuler nach Wyl abgefertigt, um anfänglich bei den Gutwilligen sich über die Sachen genau zu erkundigen und dann vor Schultheiß und großem Rath mit allem Ernst das Gesuch zu stellen, daß sie das göttliche Wort durch einen geschickten Prädicanten, auf Kosten der Gutwilligen, verkünden lassen und sich dem, wie billig, nicht widersetzen. Genannter Rathsfreund soll auch denen von Wyl eröffnen, daß Zürich den festen Entschluß gefaßt, ihnen und Andern, die des göttlichen Wortes begehren, wo es einen Theil der Obrigkeit habe, mit Leib und Gut beizustehen :c. Dagegen erwarte man, daß sie in weltlichen Dingen erstatten und leisten, was sie schuldig seien. Der Gesandte soll dann auch vor dem Abt erscheinen und ihn zum höchsten und dringendsten ermahnen, zu bedenken, wie seiner Unterthanen von Wyl ?c. Gemüth allein auf Gott und sein Wort gerichtet sei, sie dabei bleiben zu lassen und das seinen Amtleuten einzuschärfen; dabei ist ihm auch die gegebene Zusage an die Gutwilligen zu Wyl zu eröffnen. St. A. Zürich: Nathsbuch 5.219. Zu v. 1) Zürich und Bern haben obigen Vorbehalt auch bei diesem Geschäfte erklärt. 2) Die bezügliche Lucernische Instruction ist besonders ausführlich und bezeichnend: „Sol unser bott vollen gwalt hau, alles das fürzcnemcu und ze handlen, so da möglich ist, mit sampt andren bottcn, damit den frommen biderben lüten zuo recht geholfen werd, und wie wir uns vormals mer erbotten und unser antwurt geben, darby lassend wir es bliben, daß uns weder kost, müy und arbeit nit beduren sol, damit die fach güetlich oder mit recht ustragen und inen geholfen werd, wellen ouch unser lib und guot zuo inen setzen und inen, wo es nit änderst gsin mag, mit der Hand und that zum rechten zuo helfen und die pünd trülich an inen ze halten, an söllichem allem, safer andre Ort, so ouch gemaint (gemant?) sind, ouch das best thuon wellen, so sol au uns nünt erminden, wie unser bott wyter weist." Zu 1528, 26. September (Samstag vor Michaelis), Zürich. „Min Herren Rät und Burger habcnt sich der gemeinen Herrschaften und vogtyen halb, so dem göttlichen wort anhängig, und da st nit minder teil und gerechtigkcit dann ein ander Ort habent, uf das täglich nahinloufen und anschrygen, st bi göttlichein wort ze handhaben, entschlossen und iren Kotten . . . mit unfern Eidgnossen und Mitbürgern von Bern gesandten, oder wo die selben nit gnuogsam befelch (hätten), für sich selbs von ininer Herren wegen unfern Eidgnossen uf setz haltenden: tag heiter anzuozöugen und harus zuo sagen, daß st die bidcrben lüt in den gemeinen Herrschaften und vogtien, so das göttlich wort inen ze predigen beging sycnt, wo man st mit gwalt davon trengen und nit darbi bliben lassen Welte, nit werdint verlassen und lyb und guot zuo inen setzen, diewyl sy urbütig und guotwillig syent, alles das ze thuond und ze leisten, so sy als gehorsam underthanen schuldig und pflichtig sycn." St. A. Zürich - Rathsbuch e. 2lii l>. 1412 October 1528. Zu Ii. Etwelchen Aufschluß über dieses Geschäft erhalten wir aus folgender Missivc: 1) 1528, 12. September (Samstag nach Felix und Regula). Zürich au Appenzell. Rathsherr Brüllisauer habe letzter Tage in Wattwyl vor biderben Leuten behauptet, daß die Boten von Zürich auf einem zu Lucern gehaltenen Tage nach ausdrücklichem Befehl ihrer Obern denen von Schivyz Hülfe versprochen hätten, um mit ihnen die Toggcnburger gehorsam zu mächen. Wiewohl er seither diese Aeußerung bestritten und sich mit hohen Betheurunge» entschuldigt, so haben doch auf dein letzten Tage zu Baden Amman» Jsenhut und der Landschreiber den Boten von Zürich gesagt, daß derselbe jener Worte geständig sei; da aber die beschuldigten Boten, Rudolf Thumisen und Hans Escher, sich aufs beste verantwortet, den Brüllisauer als ehrlosen Lügner und Bösewicht bezeichnet und sich zur Rechtfertigung erboten haben, so müsse Zürich in guter Meinung zu verstehen geben, daß es ihn für keinen Mann achten könne, wenn er zu solchen Aussagen schweige. Si. A. Zürich! Missw -n. 2) 1528, 3. October (Samstag nach Michaelis), Zürich. Nachdem sich Vogt Brüllisauer von Appenzell ans dem letzten Tage zu Baden über die Aeußernngen, die er zu Wattwpl über M. (Rud.) Thumisen und Hans Escher gethan, ernstlich „entschuldigt" und zu weiterer Verantwortung, wenn das nicht genügte, ein Geleit begehrt hat, wird ihm ein solches gegeben. St. A. Zürich: Rachsbuch e. 22s». Zu I. Der Zürcher Abschiedband 9 (1524—1527) enthält (k. 347, 348) einen Bogen, dessen Inhalt zum Theil schon in Absch. 436 mitgetheilt werden mußte; das zweite Blatt gehört hieher. Beide Acten sind von der gleichen Hand und zwar Abschriften aus der Constanzer Canzlei. „Uff disem tag ist von uns der nün Orten unser Eidgnoschaft ratsbotten erschinen der frummen fürsichtigen ersamen wpsen unser guoten fründeu, Burgermaister und Rats der Statt Costanz ersame botschaft, und öffnet, wie dann sy usf nächstem tag ouch vor unser Eidgnoschaft ratspotte» erschinen, und irs anbringens und begerens des jedem potten ain instruction geben, dieselben hnbcnt sollich ir anbringen an unser Herren und ober» langen ze lassen angenommen; deßhalb begerent sp früntlich, daß wir inen solich unser Herren und ober» antwurt eröffnen wellent, und ouch inen den vorusgangnen gegebenen abschid (sio) in kraft erkennen, alles mit wptern worten, 011 not alle zuo bescheiden ?c. Und so wir die potten uns unserer Herren und obern antwort entschlossen, so habeut wir den usgangnen abschid uff Mentag Omnium Sanctorum, Anno w. im rrvij. usgangen und den obgenannten unfern guoten fremden, Burgermeister und Rat der Statt Costanz versigelt geben, in kraft erkennt, also daß derselbig unangesehen der siderhar usgangnen abschiden by sinen kreften gänzlichen beston und pliben sölle; und deß zuo urkund, so hat der frumm wps unser getrüwer lieber Landvogt zuo Baden im Ergöw, Jacob an der Rüti, des Rats zuo Swyz, sin aigen insigel in uamen unser aller getruckt in disen abschid. Actum als obstat." Auch in den Solothurner Abschieden Bd. XV. Zu 11. 1528, 15. October, Blandy, Die Gräfin Johanna an die Eidgenossen (XII Orte). Sie habe aus dem Abschied vom 2. October, betreffend die Rückerstattung der Grafschaft, ersehen, daß die Boten anderer wichtiger' Geschäfte wegen ihrem Anbringen kein Gehör haben leihen können, und deßhalb den König (von Frankreich) gebeten, ihnen darüber freundlich zu schreiben, und bitte ihrerseits nochmals aufs dringendste, zu^ bedenken, wie großen Schaden und Verdruß sie guten Freunden und Nachbarn zufügen, und wie wenig Gewinn sie haben, wenn sie ihr die Grafschaft vorenthalten, da sie es doch um die Eidgenossen nicht verdient habe. Sie schicke zu ihnen den Herrn von „Monralen", mit dem Befehl, in ihrem Namen zu handeln und bitte, ihr solche Billigkeit zu erweisen w. (Ilebersetzung). St. A. Zürich: A. Neuenbürg. S8I. Mern. 1528, 4. October. Staatsarchiv Bern: Jnstructionsbuch 219 b. Der Botschaft von Müh Ihausen wird auf ihre Werbung um Aufnahme in das christliche Burgrccht m>l Z ürich die Antwort gegeben, man könne diesmal noch nichts zusagen, indem man sich zuvor mit Zürich darübe> Oktober 1528. 1413 berathen und die Bünde genau erwägen wolle; was man gemeinsam als glimpflich und fruchtbar ansehe, werde man um Allerheiligen schriftlich anzeigen. Inzwischen würde man in jedem Falle die Bünde treulich halten. Wir gcbcn »och folgende Acten bei: 1) (1523), 28. September (Montag St. Michels Abend). Zürich an Bern. „Es ist nf hüt dato vor nns erschinen der frommen, fürsichtigen und wysen Bürgermeister und Rats zuo Milhusen . . eerlich botschaft, mit namen mcister Achatius Gilgower, alter Burgermeister, und Hans Oschwalt Gamshart, ir stattschryber, und haben in unser burgrecht zc konicn nns mit höchstem fliß und geschicktesten Worten sy darin zc empfahen angesnocht und gcbctten, uns onch daby bericht, wie sy willens wären, glycher gstalt by üch anzesnochcn und ze begcren. Und wiewol nns die fachen ganz anmüetig und ungczwifclter Hoffnung gewesen waren, unser bürgere und großer Rat, wo wir die fachen an sy langen lassen hätten, wären onch nit minder dann wir crfröut worden und hätten iren gunst und willen darzuo geben, so hat sich doch unserthalb nit wellen gebüren, uns witer mit inen hinder üch inzelassen. So wir dann onch wissen, daß ir gegen inen mit aller guotwilligkeit geneigt sind, langt an üch unser fründlich bitt und beger, ir wollen sy güctlich hören und abfertigen, und wcß ir üch entschließen, werden wir uns in allweg verglichen, damit unser lieb Eidgnosscn von Milhusen by nns nit minder guotwilligkeit, dann wir by inen, spüren und abnemen mögen".. . St. A. Bern: si. Zürich i. 2) 1528, 4. October. Bern an Zürich. Antwort auf das heute erhaltene Empfehlungsschreiben für die Aufnahme der Stadt Mühlhansen in das christliche Burgrecht. Man habe daneben auch deren Werbung durch eine Botschaft gehört und nach gepflogener Bcrathung für gut erachtet, vor Ertheilnng einer Zusage mit Zürich die Angelegenheit zu besprechen und die Bünde zu prüfen; was dann beschlossen werde, wolle man seiner Zeit denen von Mühlhausen schriftlich verkünde», zc. St. A. B-r«: T-upch Misstve» n. so >>. — Vgl. Rathsbuch eis, p. «s, s«. Am 5. October beschloß der große Rath, einstweilen die Bünde zu prüfen. 3) 1528, 8. October. Mühlhausen an Zürich. „Unser ersam ratsbotten, (so) nächst by üwer ersamen wyshcit gewesen, haben nns mit hochcm rüemen anbracht, wie ir sy crlich und wol („wal") gehalten, unfern anligendcn befelch von inen gehört und darnf früntlich erlich antwnrt geben, mit etlicher fürderung zuo den strengen zc. Schultheiß und Rate der Statt Bern, ... das alles uns zuo sundern freuden und danknemigem gefallen reicht, wellend onch solichs zuo verdienen meiner, vergessen. Wir haben daby onch verstanden, wclichcr gstalt dieselben unser liebet, Eidgnosscn von Bern gemeldte unsere Kotten abgefertigt, nemlich daß sy sich zuovor mit ü. e. w. darüber witer berate», dem Handel nachsinnen, die bünd eigentlich besichtigen und ermessen, und was denn sy für guot, onch uns glimpflich und fruchtbarlich ansehen, wellen sy nns umb nächstkünftig Allerheiligen tag zuo schribc», wie wir wol achten, sy des von ü. c. w. schriftlich bericht sye. Wiewol wir nun üwer beder christenlichcn erlicheu stetten guotwilligkeit setz wie vornacher allweg gnnogsam bericht, zuo denen wir onch nach gott unser höchst vcr- trnwen setzen, so haben wir dannoch in üwer christenlich bnrgrccht ze konnnen snndcrc begirde und deßhalb uß guoter erberer Meinung darum werben lassen, damit wir by dem heiligen wart gottes sampt üch verbliben mögen, guoter Hoffnung, solichs soll unfern vorigen pünden zuo keinem abbruch, sunder zuo merung und befestigung derselben verstanden werden, so wir doch diß mit niemans fremden, sunder allein mit und by denen, so vor mit uns in ewiger pündnuß und erliche Ort der Eidgnoschaft sind, suochcnd und den pünden nützit züowider handle» wellen in keinen wegc, >,nd diewil uns onch der evangelischen Handlung halb aller schirm und trost abkündet ist, wie ir von unfern botten eigentlichen verstanden haben. Harumb ermanen wir ü. e. w. hiemit der bittlichen Handlung und Werbung unserer nächstgcsandtcn botten, gcdrnngens fliß(es) früntlichest bittende, hierin unser Notdurft und anligen gctrüwlich zuo bedenken und init sampt üwern und unser» getrüwcn lieben Eidgnosscn der Statt Bern uns in gnädigem befelch zno haben, damit wir üwcrs christlichen bnrgrechtens auch mitgnossen sin und nns üwer christculichcn Handlung freuen mögen. Darumb wellen wir den Allmächtigen, unser» himmclschen vatter prisen und solichs umb üwer ersam liebe zuo verdienen allzit willig und bereit sin." St. A. Zürich: A. Mülhausen. 1414 October 152«. S«T. Zürich. 1528, 6. October (Dienstag vor Dionysi). Staatsarchiv Zürich: Rachsbuch k. 224. I. 1. Eine Botschaft von Stadt und Amt Zug, nämlich Vogt (Heinrich) Zigcrli, Seckelmeister Steinmann und Ruodi Amz von Baar, trägt den (beiden) Räthen vor, wie bisher zwischen den Zürchern und Zugern allerlei Uliwillen gewaltet und grobe Scheltungen beiderseits gebraucht worden seien; ihre Herren und Obern erkennen wohl, daß daraus nichts Gutes entspringen könnte, wenn es nicht abgestellt würde; darumhaben sie sich ernstlich vereint und entschlossen, ihrestheils dagegen einzuschreiten und sich dcßhalb mit Zürich zu verständigen, wie das ani besten zu erreichen wäre, ob man ein gebührliches Recht bestimmte oder gütliche Tage hielte. 2. Daneben verwenden sich die Gesandten für L. Dossenbach von Baar und bitten, ihn gnädig freizulassen zc. II. Der Handel betreffend die Zureduugen (im Allgemeinen) wird an Räthe und Burger gewiesen; den Dossenbach läßt man, der Fürbitte zu Ehren, ohne weitere Strafe heimkehren, weil es nicht genugsam erwiesen ist, daß er die Zürcher geketzert habe. Für den Frevel, den er an Heinrich Buchenegger begangen, soll er 100 Pfund vertrösten auf den Fall, daß er zum Rechteil gefordert wird. Der Schluß des Absatzes sagt: „Hans Escher (Advocat) hat für in vertröst." Buchenegger ist auf eine Urfehde ledig gelassen. S8S. Zürich. 1528, 10. und 14. October. Staatsarchiv Zürich: Rathsbuch t. 225, 226 d. (10. October: Samstag nach Dionysi). 1. Die Gemeinde Ermalingen läßt durch eine Botschaft anzeigen, daß sie eine besondere Begierde trage, das göttliche Wort lauter und klar zu vernehmen, und bittet deßhalb um Hülfe und Rath, um einen geschickten Prädicanten zu finden. 2. Antwort: Mail habe an ihrer Werbung großes Gefallen und werde ihnen zu ihrem Vorhaben gerne behülflich sein; sie sollen aber Renten, Zinse, Zehnten und andere Gefälle treulich ausrichten ivie bisher. — Diese Antwort haben die Gesandten *) verdankt und verheißen, Ungehorsame zur Ruhe zu weisen. ?». (14. October: Mittwoch vor Galli). 1. Boten der Gemeinde Steckborn zeigen an, daß der Landvogt und die Gerichtsherren im Thurgau ein Gebot verkündet haben, daß wenn ein Sturm ausginge, Jedermann bei Haus und Hof bleiben sollte; zudem verlaute allerlei von einem drohenden Ueberfall, weßhalb man wachen müsse; daher bitteil sie um einen Zusatz :c. 2. Antwort: Sie sotten Tag und Nacht gute Wache halten und im Nothfall den Sturm ergehen lassen; man werde deßhalb all Stein und den Vogt zu Kyburg schreiben ?c. (folgt Inhalt ivie Note b). 3. Sodann wird der Stadt St. Gallen und den Mitbürgern von Consta»; des erwähnten Verbotes wegen anch geschrieben, mit dem Ersuchen um Kundschaft. *) Ein Nachsatz von anderer Hand gibt ausnahmsweise die Namen dieser Boten an: Wolfgang Ribi und Hans A»>- mann, gen. Küß, vom Dorf E., mit Hans Ii, von den drei Gemeinden Salenstein, Frutwyl und Triboltingen zuverordnet. October 152«. 1415 Der Raum gestattet nicht, die nach erhaltenen Acten über die propagandistische Thätigkeit Zürichs im Thurgan, der Landschaft St. Gallen :c. vollständig vorzuführen; wir geben daher nur das Erheblichste. Zu :». 1528, 16. September (Mittwoch nach Felicis et Regula). Zürich an Bern. „Als dann wir zuo tagen mit üwern Kotten mermalen red gehalten nnd uns nit wenig beschwert habcnt, daß die biderben lüt im Thurgöw und andern gemeinen Herrschaften und vogtyen, umb daß sy das wort inen klar und heiter predigen ze lassen begirig und demselben anhängig syen, gestraft und elen(di)klich um das ir in vil weg gebracht werdent, und wir vermeint, durch unser schriften und Handlungen an die landvögt je zuo ziten beschechen, etwas frncht- barlichs ze schaffen, so hat es noch nit so vil erschossen, dann daß die klegten und sonderlich uß dem Thurgöw je lenger je größer nnd unlidenlichcr für uns als die nächsten anstößer getragen werdent. Diewil dann nnsers achtens die merklich notdurft will erhöischen, die fachen mit dapferkeit und allen trüwen zuo handlen und anzuo- grifen, ouch uns in unserer beidersits angenomner burgerschaft eigentlich zuo ersechcn nnd die mit worten und werken zuo bckreftigen und die armen nnderthanen nit also des göttlichen worts halb plagen, vexieren und kestigen ze lassen, so ist nß grund desselben nnd sonderlich zuo fürdrung der ere gotts und sins ewigen worts an üch unser' gar hoch trungenlich und ernstlichs begeren, ir wellint diß unser schribcn und die beschwerden darin angczöigt als die verständigen zuo herzen fassen, üch darüber beratschlagen und üwer botschaft uf nächst haltende tagleistung gen Baden mit vollmächtigem gwalt abzefcrtigen (sie), mit unfern gesandten stattlich ze handlen, es wäre daß wir unfern Eidgnossen harusseitind, daß mir gcnötiget wurdint, diewil es nit anders zuogan wellte, für die gmeindcn im Thurgöw ze kcren und st) aller unser Handlung, thuon(s) und lassens ze berichten, oder sunst in ander weg, wie üch für guot und notwendig anscchen wellte, mit inen ze reden und zuo handlen, und wellint üch Hann erzöigcn, als unser ungezwifelt vertruwcn zuo üch stat. So vil dann an uns ist, werdent wir unser botschaft nach notdurft nf obernemptcn tag gen Baden mit den üwern ze handlen ouch abfertigen nnd an uns nützit, weder kost, müeg noch arbeit erwinden lassen," ze. ?c. St.A. Bern: Abscht-de oo5-sos. Zu >«. 1528, 14. October (Mittwoch vor Galli). Zürich an den Vogt in Kpburg und an Stein. Man sehe täglich, was für arglistige Anschläge im Gange seien, und erkenne dies aus dem neulich erlassenen Gebot der Gcrichtsherren und des Landvogtes im Thurgan, daß bei einem allfallig ausbrechenden Sturme Jedermann zu Hause bleiben solle; ebenso höre man, daß der Landvogt gegen geistliche und weltliche Personen des göttlichen Wortes wegen freventlich zu handeln entschlossen scheine, weil er dazu Befehl habe; endlich sei man inne geworden, daß etliche der Eidgenossen mit den Herren jenseit des Sees Unterredungen haben, sodaß bei einem Stimm die Fremden ins Thurgan einbrechen und die Anhänger des Evangeliums unterdrücken möchten. Deßhalb begehre man von den Obgenannte», daß sie fortfahre», getreues Aufsehen zu haben, und sich bereit halten, falls von Steckborn oder Andern, die des göttlichen Wortes wegen angegriffen würden, ein Sturm ausginge, demselben nnverweilt zuzulaufen nnd eilig den Obern zu berichten. St. A. ZtMch: Mtssw-n. S84. Ijem und Ireivurg. 1528, 15. bis 21. October. Archive Bcr» und Areiburg. Verhandlungen in Sachen der Genfer. 1) 1528, 2i>. September (Michaelis), Bern, Beschluß des großen Nathcs. „Dem Herzogen (ze schrybcn), wie (wir) im dick geschriben, (und er) vil znogescit, (aber) nützit darab tha», den armen litten das ir verbiete, korn nnd min w. So nun min Herren alle mittel gcsnocht, ime ze scheiden, nnd das von wegen der alten pündnuß, die er immer anzüche, than haben, (begeren wir, daß er) »och hüt by tag (den Jcnfcrn) das irc verfolgen lasse, denn es jctz an der zyt (syc); dann so nnst er das nit thuon ivöll, (mög er) denken, was ime dnrns erwachsen (möcht), das ime und mincn Herren nnd den iren zuo beiden ststcn nit ivol erschießen, sonder ein fach erheben, 1416 October 1528, die iine und uns leid Mrde sin, Dorum (spe) miner Herren nochmals (das) höchst beger, bitt und ermanen, daß er ouch sins theils betrachten (well), den sorklichen und verderblichen Handel und die alte fründschaft und pündnuß, so sy bishar gehebt und inen bishar beider syt wol erschossen, in Hoffnung, wo er das erkennen als min Herren, (daß uns) das ob gott will fürer erschießen mag." St. A. B-m: R-vhsbuch Nr. 21». Bloß Concept zur Vorberathung mit Freiburg? Die französische Ausfertigung, vom gleichen Datum, ist bedeutend breiter angelegt, enthält indeß keine neue Momente; zu bemerken ist nur die Aufforderung „xour In äornisrs kois" und das Begehren baldiger Antwort. ib. Welsch Missiven 107 b, 108 a. 2) 1528, 2. October. Bern an Freiburg. Antwort auf dessen Vorschlag, in dem Schreiben an den Herzog den Zusatz aufzunehmen, daß man, wofern er keine Antwort schickte, über das Vidomat und andere Sachen rechtlich absprechen würde, ?c. Man habe diesseits dem Besten nachgedacht, aber nicht ersprießlich gefunden, das zu erklären, bleibe also bei dem vorigen Rathschlag und habe deßhalb allein an den Herzog geschrieben, von dem man umgehend eine gute Antwort hoffe, ?c. St. s>. B-rn: T -utsch Mssiv-n n. si >-. 3) 1528, 4. October. Bern an den Herzog von Savoyen. „Illnstrissims, sto. II novo ont los marod an äs änIamaiAns kalt plaintik, eommo Isurs marodanäisss gus vonäuissnt pur nostrs pavs, soisnt pur knuts äs odnrrotons nrrsstsss n dsnsvs, es <;uo Isur roäonäs n ^ranä prsjnäios, äs gnoi, somms Iis äisont, vous ou vos otRoisrs on sont sauss, pour 00 gunvs2 kalt äsksnss gus nulli äs vos subjsts nllsnt a dsnsvs, mosmsnt Is sdastollain äs llornior gut a kalt inliiditlon sxprssss es vdarrotons gut soloisnt oonäuirs los- äitss marodanäisss jusguo a dssss?. Dono vous trss atksotusussmsnt supplions ^ äonnsr orärs, aar pouvss oonsiäsrsr gusl äomma^s a vous st a nous pourrolt aävsnir, si Issäits marolianäs äsussont prsnärs autrss odsmins gus pur vostrss st nostrss (sio) paxs." St. A.Bern: W-lsch Missiven X. los b. 4) 1528, 5. October, Bern, Versammlung der Räthe und Burger. Auf das Anbringen der Genfer ist beschlossen, die Antwort des Herzogs zu erwarten. St. A, Bern: Rathsbuch Nr. 210. 5) 1528, 11. October. Bern an Genf, „blous sommss osrtainvrnsnt inkormss oomms vous st aussi auouns äs dlssins^, los gusux avsü snvogus pour vous uläsr snoontrs Is äus äs Kavoio, a lui kairs ssolanärss, turdations st autrss vliosss importunos etc., äs ^uoi nous inorvoillons gus vous ns taxs2 risn nostrs ladsur, granäss soustss st missions guavons süss st journsllsmsnt avons pour lamour äs vous; oar Is äus nous n promis („promsotzi") sur nostrs rssoript a lui äernisromont kniet, gus pour lamour äs nous il ns veut point kairs oontrs vous odosss insonvoniadlss ni injustss, insis prooursra sn sorts gus Ion ns vous ksra äsksnss pour Iss vivrss st mssmomsnt vous laissora parvsnir sn rspos, saus arrsstsr vos disns gusloonguss- Kur 00 trosaosrtss vous Prions gus vous vous äoports/ äs so guavssi sntrspris äs kairs snoontrs Isäit äuo äs Ko voz'S, ni sominsnosr aussi vlroso . w. rw b. 11) 1528, 20. October, Frciburg. Der Herr von St. Martin, Antonie Motzy (?), der alte Spitalmcistcr von R. (?) zeigen im Namen der ganzen Waat an, daß ihnen gegen den Genfern „nichts verboten" sei, und bitten Freiburg, das Beste zu thun und keinen Krieg anzufangen; dafür wollen sie sich bei dem Herzog verwenden, daß er sich gegen die Genfer gebührlich halte. «. A. Freiburg: R-uhsbuch Nr.««. 12) 1528, 21. October, Bern, vor Räthen und Sechszigen. Es „habend die Kotten uß der Vauld miucn Herren zuo erkennen geben, wie sy dann bericht, wie sich die von Jens mcrmals erklagt habint, (daß sy) inen feilen zimlichen kons abgeschlagen, das aber nit sye, sonders inen noch allwegcn das best mit spys und allen dingen than und noch thuon wellen, und min Herren gebetten, allwegen das besser (ze) glauben und nit (etwas) gwaltigs an(ze)fachen, dann es inen und minen Herren nachteilig (sin wnrd), sonders bcgercnd sy fründlichen und nachbürlichen mit minen Herren und denen von Jens ze leben und alles das ze thuon, so inen lieb und dienst sye, zc." St. A. Bern: Rathsbuch Rr. 210. S8S. THnrgtM. 1528, 24. bis 26. October. Staatsarchiv Zürich: Acten I. Cappelertrieg. ». Instruction der Rathsbotcn von Z ü r i ch (S. Note). ?». AnNvort von Schultheiß, Rath und Gemeinde zu Frauenfeld: 1. Sie erstatten zuvor ihren unterthänigen Dank für das freundliche Erbieten der Gesandten und für alles Gute, was Zürich seit dein Schwabenkriege der Stadt erwiesen, und erklären sich willig, das init Leib und Gut in treuem Gehorsam zu vergelten; sie äußern auch ihr herzliches Bedauern über den Span, der zivischeu den Eidgenossen walte, uud bitten Gott, daß derselbe zum besten geschlichtet und guter Friede und Einigkeit wieder hergestellt werde, zumal die Uuterthaneu, die sich uud ihre Kinder mit harter saurer Arbeit ernähren müssen, in einem Krieg unter den Eidgenossen großen Schaden leiden würden; darum bezeugen sie nochmals ihren guten Willen, einem Beschluß der VII Orte oder des Mehrtheils derselben sich gehorsam zu fügen; sie hoffen übrigens, Zürich werde sich mit den sechs Orten so freundlich vertragen können, daß es niemals zu Krieg und Aufruhr komme; sollte dieses dennoch geschehen, so würde es dem ganzen Thurgau zum Verderben gereichen. 2. Ucber das Mandat, daß Niemand einem allfälligen Sturme nachlaufen sollte, verantworten sie sich folgendermaßen: 178 1418 October 1528, Es sei dasselbe in der besten Meinung von dem Landvogt und der Stadt getroffen morden, damit man ruhig bliebe, sich keiner Partei annähme und desto weniger Widerwärtiges zu fürchten hätte, und keineswegs in der Absicht, daß die Fremden desto leichter in das Land dringen möchten; das sei ihnen niemals in den Sinn gekommen; im Gegentheil werden sie nach Vermögen sich anstrengen, einen solchen Einfall abzuwenden. 3. Die Verordnung, daß man in allen Häusern Mehl haben solle, sei ebenfalls wohl begründet und in guter Meinung getroffen, indem die Bewohner der Stadt bei dem Sturm zu Illingen (den auch Zürich bei dem besten Eifer nicht habe verhüten können) so sehr mit Leuten bedrängt worden, daß man habe fürchten müssen, im eigenen Hause nicht Meister zu sein; um sich vor solchem Ueberfall in Zukunft zu schützen, habe man befohlen, daß Jeder für 1—2 Tage sich mit Brot versehe; mehr habe man nicht bezweckt. 4. Sodann sei vor einiger Zeit ein Bauer aus der Grafschaft Kyburg hier gewesen, der sich geäußert habe, die Zürcher werden in Kurzem einziehen und hier „zu Morgen essen", mit andern seltsamen Worten. Deßhalb bitten der Landvogt und die Stadt, keiner Rede Glauben zu schenken, die ihnen Untreue zur Last legen würde, sondern sie allezeit zuvor zu verhören und als arme Leute unangefochten zu lassen, was sie Hinwider thnn wollen; wenn aber Jemand erweislicher Maßen diese gute Nachbarschaft verletzte, so sollte er je von seinen Obern gestraft werden. 5. Am Gotteswort haben sie gegenwärtig keinen Mangel, indem zwei oder drei Priester dasselbe zum treulichsten verkünden und ernstlich lehren, sodaß alles Böse unterlassen und allein Gutes erstrebt würde, wenn man ihrer Lehre folgte. Actum Samstags vor Simonis und Judä (24. October). e. Die Gemeinden zu Weinfelden, Nieder- Buß » ang, Müllheim, Wigoltingen und Märstetten haben an den ihnen vorgebrachten Artikeln des Glanbens halb kein Mißfallen; sie sind vielmehr Willens, bei dem Wort Gottes zu bleiben, soweit der allmächtige Gott ihnen seine Gnade verleihe, und da die Gesandten begehren, mit einem glaubwürdigen „Schein" zu vernehmen, wessen sich Zürich zu den Gemeinden versehen dürfte, seien sie (letztere) diejenigen, die als gute fromme einfaltige biderbe Leute gerne alles thnn, was ihren gnädigen lieben Herren und Obern gefallen möchte. — So haben sie kürzlich dem Landvogt zu Händen der VII Orte geschworen und gedenken bei diesem Eide zu bleiben, insbesondere auch in dem Artikel, daß bei einem Ausruhr in der Eidgenossenschaft Jeder zulaufen und Land und Leute solle retten helfen, soweit er mit Leib und Gut vermöge; da dieser Eid nie abgeändert worden, so wollen sie denselben halten und ihren Obern gehorsam, pflichtig und gewärtig sein wie von Alter her; was Zürich mit den sechs andern Orten vereinbare, dem wollen sie getreulich nachkommen und Alles, was Gott ihnen verliehen, für dieselben einsetzen, wie sie bisher allerwegen gethan; dabei hoffen sie auch bleiben zu dürfen. Datum Sonntag vor Allerheiligentag (25. October). «I. Die Gemeinden Scherzikon (Schcrzingen), Bottikofen und Jllig- hausen erwidern den Vortrag der zürcherischen Gesandten, den dieselbe» zu Münsterlingen im Kloster „gegeben" haben, mit folgender Antwort: 1. Sie sagen den Herren von Zürich für ihr väterliches Heimsuchen großen Dank und erbieten sich, solches nach Möglichkeit zu verdienen. Das göttliche Wort zu äufnen und zu pflanzen sind sie von Herzen begierig, hoffen auch demselben mit Gottes Gnade nachzufolgen, und versprechen, den Herren von Zürich, wenn Jemand sie mit Gewalt davon drängen wollte, mit Leib und Gut beizustehen, dabei übrigens ohne Widerspruch Jedermann zu geben und zu leisten, was sie bisher schuldig gewesen; doch behalten sie de» Eid n»d die Huldigung vor, die sie jedem Landvogt thun müssen „im Namen" der VII Orte, den sie keineswegs wollen schwächen oder vertilgen lassen, indem sie meinen, daß derselbe des Gotteswortes halb Niemand binde. 2. Da ihnen vom Landvogt ein Mandat zugekommen, des Inhalts, daß Niemand, „gott gäb joch was usgienge", stürmen »och dem Sturm nachlaufen, sondern Jeder zu Hause ruhig erwarten solle, ob der Landvogt oder seine Boten das Volk aufrufen würden, ihm zu folgen, bei hoher Strafe für Ungehorsam, so geben sie hierüber zur Antwort, Octobcr 1528. 1419 daß sie bei ihrem Eide zu bleiben gedenken, der im Gegentheil vorschreibe, daß bei einem ausbrechenden Sturme jeder Biedermann demselben nachlaufen und das Beste thun solle; daß sie also das neue Mandat, das diesem Artikel zuwider sei, nicht anerkennen wollen, indem sie nicht wissen, „womit des Mensche» Kinder umgehen", und ob solches Mandat ans guter oder böser Absicht verkündet („hin und wider geschickt") worden sei, zumal sie hören, daß Zürich, Bern und Glarus nicht dazu eingewilligt haben. Actum Montag vor Simon und Inda (26. October). Die Antworten der Thurgauer Gemeinden sind, dem Verlans der Verhandlung gemäß, in gesonderten Aktenstücken erhalten. Zu 1) 1S28, 22. Octobcr (Donstag nach Galli), Zürich. M. (Joh.) Bleuler und M. (Hans) Wcgmaun, M. (Jacob) Frei und M. (Peter?) Meyer werden von Nöthen und Bürgern in den Thurgau abgeordnet, mit einer Instruction. St. A. Zürich: Rathsbuch c. 230 ». 2) Vortrag der zürcherischen Botschaft: Nachdem der allmächtige Gott sein ewiges Wort wieder hell und klar an den Tag kommen lassen, haben Burgermeister und Räthe von Zürich aus gerechtem Herzen und frommem inbrünstigem Gemüth nach Vermögen gefördert, daß ihnen solches Wort Gottes lauter »nd rein, ohne alle Beimischung menschlicher Lehren und Satzungen, verkündet würde; sie haben es auch bekanntlich in ihrem Gebiet allenthalben gepflanzt und mit ihren Eidgenossen und christlichen Mitbürgern von Bern durch offene Disputationen mit wahrer biblischer Schrift behauptet. Wiewohl bisher noch Niemand gekommen, der sie nach ihrem Erbieten, bessern Bericht anzunehmen, eines andern zu lehren unterstanden, seien sie doch um der Wahrheit willen vielfach angefochten, gehaßt und die Anklage verbreitet worden, als ob sie nicht christlich, nicht eidgenössisch handelten, was sie bisher um der Ehre Gottes willen ertragen und ihrerseits nach Friede, Ruhe und brüderlicher Liebe getrachtet haben. Weil sie nun aber glaublich vernehmen, daß denen von Frauenfeld geboten sei, sich mit Harnisch und Gewehr zu versehen und für genügende Backeinrichtung zu sorgen, und nicht wisse», was den Thurgauern vorgegeben und mit ihnen gehandelt werde, so habe Zürich die gegenwärtige Botschaft abgefertigt, um seine Anliegen und Beschwerden auch zu eröffnen. „Und erstlich wellent wir üch hiemit von der selben unserer Herren ivegen guotcr Meinung erinnert und zum höchsten ermant haben, daß ir eigentlich bedenkint und zuo herzen sassiut, was früntschaft, trost und darstreckung libs und guots üch in vergangnem schwabenkricg von unsern Herren begegnot, was ir an inen gehcpt, und ouch sidhar nllwcg in allem dem, das sy. üch zuo cre, nutz, guot und wolfart, nit minder dann andern, so inen allein zuogcthon und verwandt sind, hettint können und mögen thuon, erzöigt und bewisen sige, wellicher und anderer guottäten ir ungezwiflot noch als die dankbaren in frischer gedächtnuß (sind?). Und habcnt also unsere Herren gar keinen zwifel, ir lassint üch nicmands dahin bringen und so lieb sin, der zwüschent üch und inen die lang hargebrachtcn einigkeit und guote nachburschnft mit luginen und andern prntikeu (mit welichen man jctz leider umbgat) wellte schwächer», vertilgen und zuo nüti machen. Und damit ir deß, so unsere Herren in den gmeinen Herrschaften und vogtyen, by üch und anderschwo (da sy uit minder theil dann ein ander Ort) gehandlot, warhaften bericht cntpfachint, söllent ir wüsseu, daß in etlichen gcginen und gmcinden, als zuo Steckboren, Ermatingen, Altstetten im Nintal, Roschnch, Arbo» und andern enden sich die bidcrbcn lüt mit mercr Hand vereint und ir botschaften zuo unfern Herren abgefcrtiget habent, mit heiterem anzöigeu, daß sy des ewig beständigen wort gottes von herzen bcgirig wärint, und begertind dasselbig inen frig ungefärbt zuo merung christculichs lebens und irer sclen heil gcprcdigot zc werde», ouch inen ze fürdcrung desselben alle (als?) irc Herren und oberen und als das vordrist und obrist Ort unser Eidgnoschnft hilf, rat und trost zc bcwysc». Darnf unsere Herren (als inen dann uß schuldiger Pflicht wol zuogestandcn und gcbürt) inen znogesagt und si vertröst habent, wo sy jemands vom wort gottes mit gwalt tribeu und nit darby bliben lassen, daß sy alsdann ir lib und guot trüwlich zuo iuen setzen und sy nit welltint verlassen, doch ouch »it anderer gestalt, dann daß sy ircm erbieten gnuog tätiud und jedermann in üsserlichen und weltlichen dingen alles das gcbint, so sy schuldig wäriud, als gehorsam undcrthanc». Sunst habent unser Herren nicmands, wie von inen möchte fürgcbeu werden, in söllicheu gmeinen Herrschaften 1420 October 1528, zum glauben wollen zwingen und mit mit inen, sy sigent dann vor zno inen kommen, und by inen an iren gmeinden das mer worden, mit zuosag oder sunst gchandlet. Sy werdent ouch noch hinfür, wo man sy nit darnmb ansnocht, niemans zum glauben nötigen und dargcgen enkeincm siner sel heil und seligkeit vorsin, dcßglichen die biderben lüt in söllichen gmeinen Herrschaften göttlichen worts halb nit mer also mit gfänknus und in ander weg strafen, beleidigen und verjagen lassen; der und keiner andern Meinung ist von vilgemelten unseren Herren unzhar gehandlot worden, und wo das widerspil, als ob wir üch andern Eidgnossen entzüchen und allein Herren im Thurgöw sin welltint, als wir doch nie in unser sinn und gedank genommen, under üch getragen wurde, wüsscnt ir nume diserem unserem fürtrag stifen glouben ze gäben und all ander reden als falsch und allein üch und unsere Herren gegen einandern zno verhetzen und in Uneinigkeit ze stieren erdacht, fallen ze lassen. Dann wir üch uß befälch unserer Herren auch hiemit nit wellend verhalten, daß sy angelanget, daß ein frömd volk über den Bodensec inhin in ein Eidgnoschaft gefertiget sollt werden, villicht mine Herren und üch zuo schädigen; was guots oder args üch biderben lüten im Thurgöw und andern enden daruß möcht erwachsen, mag ein jeder by im selbs lichtlich ermessen und gedenken, sonders so ir und unser Herren von denen, so uns nit hölder und dem göttlichen wort allein umb irs eignen nutzes und Höchen geprachtes willen widrig, gegen einandern zuo nnfrid und cmpörung (als ob gott will niemer geschicht) sollten kommen. Harumb . . . wellent üch wol und gruntlich in discn dingen erinnern, gestallt und gclegcnheit aller fachen eigentlich betrachten und vorab die eer gottes, üwer seel heil und kein weltlich tröwen und pochen anscchen, und unfern Herren und obern in söllichem fall, was joch usgienge, und . ob krieg davon kommen söllt, als doch sy niemands darzno verursachen wöllent, ein heitere und lutere antwurt geben, weß sy sich zuo üch halten, trösten und versächen söllint; dann ir wüssent und Hand sy leider vil jaren daher übel mit verlierung üwer bidcrben lüten, so üch elendklich in die reisen gcfüert und umbgebracht, und nämlich je zuo ziten üwere vätter, sün, gebrüedern, fründ und verwandten verloren und dahindeu gelassen, und wo man gottes wort nit gwaltiger gstalt also wellte undertrucken und verjagen, das doch ein große unsiuuigkeit, frefcl und torheit ist, so möchte meng fromm bidcrman siner seel heil und unrücwiger beschwerter conscienz ruow uß heiterem predigen des göttlichen worts befinden und darin alle sin Hoffnung und zuoversicht stellen. Das und anders wöllint mit dem ernst und tapferkeit, wie es sich zuo thuon crhöischt, zuo herze» fassen und üch zuo unser» Herren setz und allwegen nützit anders dann aller cren, früutschaft, trüw, liebe und guotcs versächen, und daß sy üch, wie vormaln im schwabcnkrieg beschächen ..., ob üch not anstieße, nit wurdint verlassen. Hinwider stnt und ist ir hoche Hoffnung und zuoversicht zuo üch und andern frommen biderben lüten im Thurgöw und andern gemeinen Herrschaften, ir sigent sölicher und keiner andern Meinung, gmüets und willens gegen inen unfern Herren, an- gesechen daß sy doch kein zitlichs oder eigennützigs in den dingen suochen, sonders allein der seel heil, und daß wir alle durch einanderen recht, wol und cristenlich lebtind, handletind und wandletiud, »ach allem irem vermögen begerent, darzuo uns gott der allmächtig allzit mit sinen gnaden well verhelfen." St. A. ZiinH: A. i. Capp°l-nr>cg. S8«. ZZern. 1528, 25. Oktober. Staatsarchiv Bern: Instructionsbuch 225. Nathsbuch Nr. 210, p. 116—118. Katttonsbibliothek Areiblirn: Girard. Sammlung T. V. ÄantonSarchiv Solothnrn: Abschiebe Bd. XV. Gesandte: Freibnrg. Lorenz Brandenburg; Rudolf Löivenstein; Jacob Wicht; Hans Burger (Bonrgey?)- Solothnrn. Hans Hngi, Venner; Urs Stark, Scck'elmeistcr; Konrad Tägcschcr; Urs Schlnni, des großen Raths. I. Auf die am letzten Freitag (23. d. M.) den beiden Städten zugeschickte Mahnung sind deren Botschaften (am 24. Nachmittags) mit nahezu gleichen Befehlen und Erbietnngen erschienen, nämlich ihr Bestes beizutragen, damit der Krieg verhütet würde. Es wird dafür Dank gesagt, zugleich aber bemerkt, es sei zu bezweifeln, daß Oktober 1528, 1421 eine gütliche Unterhandlung etwas ausrichten könnte; damit aber die Mitbürger vernehmen, warum die Obrigkeit sich entschlossen, der Gewalt mit Gewalt zu begegnen, zeige sie hiebe! ihre Beschwerden an: „Daß sich etlich der gottshuslüten von Jnderlappei? mit irem anhang anfänklich wider rechts und billichs, ane rechtlich Ursachen, wider ir cid und eer, wider alles rechtbieten krieglich und mit gewaffneter gewaltiger Hand erhebt und empört haben wider ein Statt Bern, ir oberkeit, des willens gewaltigen Überzug ze thuond und also mit heres givalt das kloster Jnderlappen überfallen und das erödet, was si fuuden Hand, deß si sich nit benüegt, sonders demnach mit starker Hand gan Thun zogen, des fürnemens wie obgeseit ist, minen Herren gwalt wider recht anzestatten, damals sich aber bemeldt min Herren aller güetigkeit beflissen, wiewol s?) gnuogsam ursach gehcbt, gwalt mit gwalt ze vertriben, das aber damals im besten und damit kein bluotvergießen bescheche, underlassen ist uf underhandlnng etlicher biderber tüten von statt und land. So nun die selbigen nfrüerige» wider Heimwerts zogen, und der Handel für die von statt und land gewisen, und daruf botschaften beschriben und ein gemeiner tag hie geleistet, der nfrüerigen anliggen verhört und so wyt kommen, daß abermals die fach und spät? nf acht erber Kotten von statt und land gewyst, die nun sampt miner Herren botschaft hinuf gan Jnderlappen kert und da abermals allen Handel für die Hand genommen und fründlicher wys betragen, das dam? von ininen Herren, onch den widerwärtigen, mit Hand und mund angenommen, daruinb guot brief und sigel ligen, deß si sich ein zyt lang gehalte?? und vorhin einen vogt, von minen Herren inen geben, angenommen und geduldet, darzuo minen Herren gewärtig ze sin geschworen, bis kurz verschiner tage??, do si zuogefaren sind wider ufgericht verträg, wider eid und eer und all rechtmäßig Ursachen zuogefaren, mit gemalt die sischezen zuo Undersewen zerstört, die schwell! zerbrochen, das doch weder inen noch niemands zuo nutz dienet, sonders zuo schaden gemeiner landschaft, zuodem daß si im kloster gemnotwillet und was da gsin ist, erödet, das alles min Herren geduldet und inen für die iren von statt und land recht Kotten und deßhalb einen rechtstag gan Thun gesetzt, den si nit wölken bestan, sunders darüber den vogt vertriben und einen andern under inen, onch einen venner gesetzt. Daß nun solichs mer lidenlich sye, ist nit möglich; dann es alles nützit erschossen hat, weder brief noch sigel, eid noch eer, rechtbieten noch einiche miltikeit; derwegen min Herren uß rechtmäßigen Ursachen bewegt, gwalt mit givalt ze widertriben und sind des willens, das mit hilf des allmächtigen ze thuond. Und wiewol die botten voi? Fryburg und Solo- thurn sich nit wyter dann obbemcldt erlütret, nütdestminder syend min Herren der zuoversicht, si syend init ?v?)ter?n givalt abgefertiget ze sagen, ob si die bünd und burgrecht halten, dem manbrief statt geben wölken »der nit." II. Hierüber haben die Boten Bedenkzeit erbeten; weil sie aber nichts weiter zusagen wollen, so wird der Artikel in dem „neuen" Bnrgrecht der drei Städte, der die Hülfe(leistnng) betrifft, öffentlich gelesen und daraufhin die Ermahnung wiederholt, daß dem pünctlich nachgelebt werde, und deßhalb bestimmte Antwort gefordert. Die Boten wollen auch jetzt nicht iveiter gehen, sondern begehren Mittheilung der Klage, um diese an ihre Herren zu bringe??, und spreche?? die Zuversicht aus, daß dieselbe?? billige Antwort geben werden. Darauf hat Bern eine beförderliche Erklärung verlangt, nach der es sich richten könne. Zur Orientirung und Ergänzung legen wir noch einige Acten bei: 1) 1528, 23. Octobcr, 2 Uhr Nachm. Bern an Zürich. Die früher aufrührisch gewesenen Oberländer haben sich neuerdings empört, sodaß die dringende Nothdurft erheische, Geivalt mit Gewalt abzutreiben; man vernehme auch, daß die Untcrwaldner ihnen zuziehen, und sei dadurch verursacht, sich zur Gegenwehr zu rüsten; deßhalb sei ein Auszug zum Panner gemacht, um zu jeder Stunde aufbrechen zu können. Demzufolge mahne man Zürich zu getreuem Aufsehen und für den Fall einer weiteren Aufforderung zu unverzüglicher Sendung voi? Hülfe. Die gleiche Mahnung habe man an die cidg. Boten zu Bade?? gerichtet. S?. A. Altrich: A. B-rn. — St. A. Bern: Zeutsch Mission, k. SS I>, Sgl» (ebendort k. dg l>, von das Schreiben a» die cidg. Bote» in Baden). October 1628. 2) 1528, 23. October. Dasselbe an Freiburg und Solothurn. Größtentheils gleichlautend, mit Bezugnahme auf das Burgrecht, aber Nichterwähnung der Unterwaldner. K. A. Freiburg: A. Bern. — St. A. Bern: Teutsch Missiven IL. 60 d. 3) 1528, 23. October. Bern an Lausanne, Oesch, Gruyere, Pnperne, Vulangin. Mahnbriefe mit der Forderung bestimmter Zuzüge. St. A. Bm>: W -lsch Missiven x. m o, 112, ns ». Am 5. November wurde der Zuzug von Valendis, am 28. der von Lausanne freundlichst verdankt, ib. k. 114 b, IIS a. 4) 1528, 25. October (Sonntag). Zürich an Bern. Antwort: Man habe sofort einen Auszug zum Stadt- bauner gemacht und sich gerüstet und sei auch Willens, auf weitere Mahnung bei Tag oder Nacht aufzubrechen, ?c. St. A. Zürich: Missiven. 5) 1528, 24. October, Nachmittags, Bern. Die Boten von Freiburg tragen (im Rath) vor, sie haben aus dem Mahnbrief ersehen, daß die Unruhe von dem neuen Glauben herrühre, und bitten Bern, bei dem alten zu bleiben und nicht einigen (wenige») Pfaffen zu folgen, da es im alten viel Land und Leute gewonnen habe, zc. Sie wollen aber, ihrem Befehl gemäß, gerne Gutes zu den Sachen reden, u. f. f. — Darauf wird der Mahnbrief verlesen. Das Anbringen wird auf morgen an die Burger gewiesen. t>) 1528, 25. October (Vormittags). Die Boten von Solothurn geben (im kleinen Rath) ihren dringenden Wunsch zu erkennen, daß Bern in der Sache vermitteln lasse, da jetzt das Volk geneigt sei, sich freizumachen, und ein (glücklicher) Anfang bald zur Unterdrückung aller Obrigkeit ermuntern könnte;, denn von etlichen ihrer Bauern haben sie vernommen, daß dieselben „einander" nicht schlagen wollen. Um daher Krieg und große Unfälle zu vermeiden, wollen sie keine Mühe sparen und bei den Bauern einen gütlichen Austrng versuchen. * s) und v) im St. A. Bern: Rathsbuch Nr. 2NI. 7) Die Solothurn er Instruction, der die Namen der Gesandten von S. entnommen sind, gibt das lebhafteste Bedauern über die Empörung zu erkennen, weist aber sofort auf die Gefährlichkeit eines bewaffneten Einschreitens hin, da der gemeine Mann sich jetzt allenthalben seiner Pflichten zu entledigen strebe, und zu besorgen sei, daß (im Fall des Mißlingens) nicht bloß der Ungehorsam nicht bestraft, sondern die übrigen Unterthanen, auch in andern Orten, veranlaßt würden, sich zu vereinigen und zu erheben, was zur Vertilgung aller Obrigkeit führen könnte. Das soll in den geschicktesten Worten vorgestellt und demnach Bern ersucht werden, solchem Schaden zuvorzukommen, also nicht mit dem Panner auszuziehen, sondern gütliche Unterhandlung eintreten zu lassen, zu welcher die Boten sich in bester Form erbieten sollen. Wenn eine solche bewilligt wird, so sollen sie sich ohne Aufschub zu den ungehorsamen Bauern verfügen und bei denselben dahin wirken, daß sie über ihre Ansprüche entweder sich gütlich mit den Herren vertragen ließen oder das Recht vor gemeinen Eidgenossen oder besonderen Orten annähmen. Wenn eine Votschaft von Freiburg in Bern wäre, so sollen die Gesandten nach deren Befehlen fragen und im Fall gleicher Gesinnung mit ihr handeln. Anderes was vorkäme, wäre heimzuberichten. Die späte Abordnung sei durch Säumniß des Boten zu entschuldigen. K. A. S°l°ihmn: Ws-hi-de Bd. xv. 8) Die FreibuhAer Instruction (der die Namen der Gesandten von F. entnommen sind) weist auf die Gefahren hin, die bereits aus dem neuen Glauben erwachsen und ferner zu besorgen seien; daher möge Bern den „bösen Pfaffen", von denen solches herrühre, nicht so viel Glauben geben, zc. Die Boten sollen sich mit denen von Solothurn verständigen und nötigenfalls einen besondern Tag bestimmen, zc. 387. Wem. 1528, 26. October. Staatsarchiv Bern: Raihsbuch Rr. 2is, p. 120. 121. 122. 1- Eine Botschaft von Biel erbietet ihre Dienste zur Verinitllung in der Sache der „bösen Bauern"- Darauf wird ihr geantwortet wie (gestern) den beiden Städten, daß nämlich bisher alle gütlichen Mittel Octobcr 1528. 1423 fruchtlos geblieben, und die Obrigkeit dadurch geuöthigt sei, das Böse zu strafen; deschalb solle die Botschaft erklären, ob Biel mit Leib und Gut zu Bern stehen wolle. III. Die Boten erwidern, sie haben für den Fall, daß Bern eine freundliche Unterhandlung nicht zuließe, den Befehl, gemäß den Bünden zu eröffnen, daß sie alles für Bern einsetzen würden, indem sie erkennen, daß sie an den Bauern, wenn diese die Oberhand gewönnen, „kleinen Rücken" hätten. IV. Für dieses Erbieten wird ihnen ans das höchste gedankt und das Gleiche zugesagt. S88. Waden. 1528) 26. October f. (Montag vor Simon und Judä f.). Staatsarchiv vucern: Mg. Abschiede 11. 2. 1. 512. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 10, 1.74. KantvnSarchiv Basel: Abschiede, jtailtvnsarchiv Freibnra: Abschiede Bd. 12. ÄantonSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XV. Voten: Zürich. (Diethelm Röist, Bnrgermeister; Rudolf Thnmiscn). Ba ßel. (Adelberg Meyer; Wolsgang Oeder). Freibürg. (Niklaus Vögeli). Solothurn. (Niklaus von Wenge, Bauherr). — (Die übrigen nicht bekannt). k». Bern sendet einen Mahnbrief ein, der jedem Ort abschriftlich mitgetheilt wird. Heimzubringen, damit jedes Ort sich berathe, wie man sich „darin" verhalten wolle; doch hat Zürich sofort erklärt, es habe den Bernern bereits Hülfe versprochen. I». Die Regierung zu Innsbruck begehrt schriftlich, die Eidgenossen sollen Zürich und Bern vermögen, das Bnrgrecht und Bündniß mit Konstanz wieder aufzulösen, und meldet, wie ihr die beiden Orte drohend geschrieben, worauf sie aber gemäß der Erbeinnng gütliche Unterhandlung oder das Recht dargeschlagen; für den Fall, daß sie das nicht annehmen und irgend etwas Gewaltthätiges unternehmen würden, stellt sie das Gesuch, daß die andern „Oerter" den beiden Städten keinen Beistand leisten möchten. Heimzubringen; wie man darauf geantwortet, weiß jeder Bote. «. Nachdem man auf dem letzten Tage zu Baden dem Hauptwann Rudolf Ziegler von Zürich und seinen Mithaften ein Verwendungsschreibcn an einige Florentiner ertheilt, wegen einer Geldsumme, welche der Papst ihnen schuldig geworden, und wofür Letztere die Bürgschaft übernommen, ist deren Antwort eingelangt, die aber nicht befriedigend lautet; daher beschwert sich Ziegler, daß ihn die Florentiner um seine Ansprache bringen wollen, und bittet um die Befugnis;, wenn florentinische Waaren in der Eidgenossenschaft betreten würden, dieselben mit Arrest belegen zu dürfen. Heimzubringen, weil man darüber ohne Vollmacht ist. «R. In dem Streit zwischen Schwpz samt dem Abt zu St. Johann zum wilden Haus einerseits und der Grafschaft Toggcnbnrg anderseits wird nach gepflogener Unterhandlung beschlossen, Schwyz solle das Recht annehmen laut seines LandrechtSbricfes; wenn ihm dann der Rechtsspruch in der Beziehung unbillig vorkäme, daß die Frevler nicht gestraft werden sollten, so bleibt ihm vorbehalten, seine Forderungen weiter geltend Zu machen. Inzwischen sollen die Toggenbnrgcr an ihren Kirchen, Bildern ?c. nichts ändern und dem Abt und jedem Andern, der es begehrt, freies sicheres Geleit gewähren. Auf die Bitte der Eidgenossen haben beide Theile diese Verabredung in den Abschied genommen zur Empfehlung an ihre Obern, v. Eine Botschaft von Baden beschwert sich darüber, daß sie und ihre Nachbarn von Bremgarten und Mellingen durch einige Baslermünzen bedeutenden Schadeil leiden, indem sie dieselben theurer annehmen müssen, als sie werth seien und anderwärts angenommen werden; deßhalb begehrt sie eine Weisung, wie man sie nehmen solle, oder um die Befugniß, eine Verordnung darüber zu erlassen, daß nämlich der Baslcr -Plapart 23 Heller und die Doppelvierer und Ginfachen nach Verhältnis; gelten sotten. Heimzubringen, tl'. Doctor Winkler, Pfarrer zu Altstätten im Rheinthal, 1424 October 1528. beschwert sich über den neuen Prädicanten, der in seinen Predigten die hl. Messe und die altgläubigen Priester angreife und Letztere Seelenmörder, Diebe und Bösewichte schelte; der auch letzthin ein Kind auf die neue Secte getauft und zwei Personen zusammengegeben, welche kein Pfarrherr im ganzen Rheinthal habe copuliren dürfen noch wollen; ferner haben er und Ammann Vogler neulich das geweihte Wasser zum Taufen ausgeschüttet und ungesegnetes dafür hingestellt; man müsse jede Stunde erwarten, daß sie es mit dem hl. Sacrament ebenso machen; darum bittet er um Hülfe und Rath. Heimzubringen. K. Auf diesen Tag waren beide Parteien der Landleute von Glarus berufen worden; die eine hat aber schriftlich den Besuch abgeschlagen, während die andere abermals dringend bittet, man möchte ihr zum Rechten verhelfen, und zu diesem Zweck einen besiegelten Mahnbrief einlegt. Nach langer Berathung wird von der Mehrheit erkannt, man wolle sie nicht rechtlos lassen, aber nochmals an beide Parteien schreiben: Sie mögen die schwierigen Zeitumstände betrachten und beiderseits ihre Botschaften mit Vollmacht abfertigen, um auf gütlichem Wege den Streit beilegen zu lassen; man hege immer noch die Hoffnung, daß sie mit Hülfe des Allmächtigen wieder vereinigt werden können. Sollten aber nicht beide Parteien auf dem festzusetzenden Tage erscheinen, so wird man sich berathen, wie man der Partei, welche um Recht ansucht, dazu verhelfen wolle, damit dieser Handel endlich erledigt werde. I». Die Boten von Zürich bringen eine weitläufige Antwort über das an sie gestellte Begehren, die Beschlüsse der Mehrheit anzunehmen; sie erklären, daß ihre Obern von einer Bewilligung, des Gotteswortes wegen abzustimmen, gar nichts wissen, wogegen sie ein Recht der Mehrheit in weltlichen Dingen gerne gelten lassen. — Da man diese Antwort mit großeni Befremden gehört, so wird allerlei darüber gesprochen und zuletzt den drei Orten Basel, Schaffhausen und Appenzell empfohlen, mit Zürich zu unterhandeln, damit es von seinein unbilligen Vorhaben abstehe. Für den Fall jedoch, daß sie dort nichts ausrichten würden, soll jeder Bote auf den nächsten Tag Vollmacht zu weiteren Beschlüssen bringen, t. Der französische Gesandte, Herr von Boisrigault, trägt vor, daß der König dein General Morelet und ihm geschrieben, wie ihm die Glaubensirrung unter den Eidgenossen von Herzen leid sei, sodaß er keine Mühe und Arbeit und keine Kosten sparen wolle, diese Zwietracht wieder zu beseitigen, und abermals anerbiete, eine Gesandtschaft abzuordnen, um darüber zu unterhandeln; dabei bitte er die Eidgenossen, in diesen Dingen vorsichtig zu sein und nichts zu übereilen („glichen"), damit sie nicht zertrennt werden und ihr Erbfeind darüber sich freuen könnte; er hoffe übrigens bald einen Frieden zu erlangen, nach welchem er sich dann im Verein mit allen christlichen Fürsten dafür bemühen wolle, daß ein allgemeines Concilium versammelt werde, um den Jrrthum im Glauben abzustellen, ik. Frau Margaretha von Flandern übermittelt auf diesem Tag jedem Ort 50 Gl. rhcin. gemäß der Erbeinung. I. Es wird ein Tag nach Eiusiedeln angesetzt auf Sonntag vor St. Othmarstag (15. November). Der Bote von Nnierwaldeu beschwert sich im Namen seiner Obern, daß Metzger oder andere Personen aus Zürich und Bern die Ihrigen des alten Glaubens wegen „ketzern" und schändlich schmähen; deßhalb eröffnen sie ihren Beschluß, gegen Jeden, der sich hierin verginge, ans Betreten in ihrem Gebiete zu verfahren nach ihrem Willen und Gefallen; das wollen sie zur Warnung gesagt haben, ii. (Basel). „Herr Burgermeister, siud angedenk das anbringen, so dann die siben Ort anbracht, wo unser Eidgnossen von Zürich nit von irem für- nemen wellten abstau, weß sich doch si gegen üwern Herren und obern vertrösten sotten, und uf dem tag zuo Einsidlen darumb antwurt bringen." (Beigelegter Ledde!). «». (Verhandlung über die verlangte Rückgabe der Grafschaft Neuenburg? — S. die Noten). I». (Beschwerde der Constanzer Botschaft über den'Landvogt ini Thurgau? — S. Note). in aus dem Zürcher Abschied, dem dagegen :i, Ii, Ii fehlen, n ist dem Basler Exemplar eigen; diesem sowie dem Freiburger und Solothurner fehlen «?, I', (in). October 1528. 1425 Zu i«. Dem Freiburger Abschied ist eine Copie (ohne Tagesdatum) des Mahnschreibens beigelegt. Vgl. Nr. 586. Auch Schaffhausen hat eine solche Abschrift. Zu t». Wir legen einige der erheblichsten Acten bei: 1) 1528, 29. August. Zürich an die drei Rcgimentc zu Innsbruck, Stuttgart und Ensishcim. ... (Wiederholungen aus einem frühern Schreiben an den schwäbischen Bund, die Reichsstädte zc., c. E. Juli). Wiewohl die drei Städte bei den königl. Regierungen nnd andern Obrigkeiten sich beklagt und zum höchsten um Abstellung dieser Häfte gebeten, und obwohl sie auch bisher Jedermann, ohne Unterschied des Glaubens, das Seine gütlich haben verabfolgen lassen, so habe doch dies alles noch nichts gewirkt, indem immerfort ihnen und den Ihrigen, entgegen den Reichsordnungen, dem Landfrieden und dem Speirischen Abschied, das ihnen Zugehörige vorenthalten werde, was sie aber nicht länger zu dulden gesonnen seien. Deßhalb richte man nochmals an die Regierungen die freundliche und ernstliche Bitte, bei dem König darauf zu dringen, daß er solche Entwehrung abstelle und die drei Städte mit dem Ihrigen handeln und fahren lasse, wie es ihnen entspreche, und jener Abschied zugebe...; wenn aber dies nicht geschähe, so würde ihnen die Nothdurft gebieten, Mittel au die Hand zu nehmen, damit sie nach Gebühr zu dem Ihrigen kommen möchten ... ° Si. A. Zürich: A. Conswnz. blut. mut. erklärte sich Bern wahrscheinlich übereinstimmend. 2) 1528, 28. September, Innsbruck. Statthalter, Regenten und Räthc d. o. ö. L. an die eidgenössischen Rathsboten zu Baden. „Edlen gestrengen zc. zc. Wir haben üch hievor zuo meren malen ersuocht und bcgert, der Statt Costenz burgerschaft und pündtniß by denen von Zürich und Bern abzuostellen, daruf wir aber bißhar kein endliche antwurt empfangen noch erspürlich Handlung zuo sölicher abstellung empfunden haben, darus erfolgt ist, daß uns gemelte stctt jetzo mit etwas ernst und angehenkter dröwung geschriben, daruf wir inen widerumb geantwurt, inmaßen ir uß billigenden copyen zuo verneinen habt. Diewil wir dann zuo frid und einikeit geneigt und urbüttig syen, deßhalben zuo güetlicher tagleistung fürzekomen oder inen güetlichs oder rechtlichs ustrags inhalt der Erb- einung, oder vor den Ständen des Richs, diewil si sich uff der selben abscheid referieren, oder vor gemeinem Pundt des lands zuo Schwaben, dem si dann die Handlung zuogcschriben haben, statt zuo thuon, demnach ist abermals unser ernstlich früutlich und flissig beger an üch, ir wcllent nochmals daran sin, damit obgcmelte burgerschaft und pündtniß, darus wie ir secht, nichts dann unruow und krieg crwechst, abgethan werde, oder doch daß obgemelt stett obbemelts irs dröwens und gewaltiger Handlung absteen, von uns an statt kü. Mt. söliches unsers zimliches erpietcns benüegig und zuofriden syen, oder wo sölichs auch by inen nit erlangt werden möchte, daß doch ir als die andern Oerter inen zuo sölicher irer unbillichen uunotdürftigen gwaltigen tätlichen Handlung kein hilf noch bystand tuent, sunder in sölicher Handlung doch zum wenigisten stillsitzint, inmasscn wir uns der billicheit und der Erbeinung nach gänzlichen zuo üch versechen, das wir üch (ouch?) in gliche,: fällen widerumb gen üch erkennen und verglichen wellen." Datum zc. (Copie aus Baden). St. A. Zürich: A. O-st-rr-t-h. 3) 1528, 19. October. Die drei gemeinen Hauptleute des Bundes zu Schwaben au Zürich (und Bern?). Antwort auf das empfangene Schreiben berührend den r. König, die Regierung zu Innsbruck zc. Dem Begehren, dasselbe gemeiner Versammlung bei ihrer nächsten Zusammenkunft vorzulegen, werde man treulich entsprechen und hoffe auch, daß sie dermaßen handle, daß Zürich keine Ursache zu Mißfallen habe. Das möge es nun freundlich erwarten und inzwischen keine thätlichc Maßregel ergreifen, zc. St. A. Zürich: sr. Conswnz. 4) 1528, 21. October. Bern an die Hauptleute des schwäbischen Bundes. Auf ihr eben empfangenes Schreiben (in Sachen der Häfte) könne man ohne Berathung mit den andern Betheiligten nicht weiter antworten, verdanke indessen das gcthane gute Erbieten höchlich, das man gerne freundlich erwidern werde. St. A. Bern: Tentsch Missiven R. 55 d. Zu »I. 1) Schwyz hat über diese Verhandlung einen besonderen Abschied, wogegen der Hauptabschicd fehlt. Die Redaction zeigt, daß sich beide Parteien auf eingelegte Briefe stützten, und die drei vermittelnden Orte zu keinem Vergleiche gelangen konnten; daß dann Schwyz den Streit an die zehn Orte brachte, vor denen die Parteien sich abermals weitläufig erklärten. Gemäß dem ausdrücklichen Anerbieten der Toggenburger wurde endlich der im Texte enthaltene Entscheid gefaßt. 1426 October 1528. 2) 1528, 1V. October (Samstag nach Dionysii). Schwyz an den Abt von St. Gallen. Was die von Lichtensteig und andere Toggenburger an Kirchen, Gotteszierdcn und Sacramentcn übel gehandelt, habe man zu hohem Undank aufgenommen, und da man die Sache nicht ungestraft wolle hingehen lassen, so habe man deßhalb allen Eidgenossen geschrieben, sie um Hülfe und Rath angesucht und ans dem letzten Tag zu Baden Antwort gefordert, die auch von der Mehrheit der Orte gegeben worden sei; daneben haben aber Basel, Schaffhnusen und Appenzell zu bedenken gerathen, was aus dem Handel erwachsen möchte, und alle Theile gebeten, ihnen eine freundliche Unterhandlung anzuvertrauen; wenn dann solche fruchtlos wäre, so ließe sich weiter von einem Rechten reden. Deßhalb sei wieder ein Tag nach Baden angesetzt ans Sonntag vor Simonis und Inda. Da nun die Sache besonders den Abt berühre, und niemand mehr als er dafür zu wirken befugt sei, daß das Geschehene geahndet werde, so ersuche man ihn freundlich, allen betheiligten Personen und Gemeinden jenen Tag zu verkünden und denselben auch seinerseits mit aller Gewahrsame zu besuchen, um zunächst gütlicher Handlung Gehör zu geben, im Fall des Mißlingens solcher aber gemeine Eidgenossen um Recht anzurufen; wenn er dann eines Beistandes von Schwyz begehre, so werde man ihm gern willfahren und bezweifle zudem nicht, daß auch Lucern ans Begehren Hülfe gewähren würde, zc. Stistsarchw St. Galle» (Neuere Cople). 3) 1528, 19. October. Bern an den Landrath der Grafschaft Toggenburg. „Uewer schrybcn, uns by disem üwcrm Kotten znogesandt, haben wir alles sins inhalts verstanden, daruf wir üch antwurtswys guoter christenlichcr Meinung füegen ze wüsten, daß uns von herzen leid ist, daß ir in solichen sorgen stand. Uf sölichs, wo wir etwas thnon oder handlcn mögen, das üch zuo guotem, ouch friden und ruowen dienen mag, werden wir uns nit sparen und demnach unfern bottcn, so uf nächsten Tag gan Baden ryten werden, in befclch geben, üwerthalb ' das best ze reden". . . St. A. Bern: Teutsch Mlssiven n. 5t a. Zu bemerken ist namentlich folgender Act: 4) 1523, 29. October (Donstag nach Simon und Judä), K Uhr Nachm., Baden. Rudolf Thumiscn und Jacob Werdmüller an Bin. und Rath in Zürich. 1. Erst heute sei (in pleno) etwas verhandelt worden; bisher haben nur die drei Orte gehandelt in Sachen der Toggenburger, wie sie wohl selbst anzeigen; Letztere geben ehrbare Antwort, die Jedem wohl gefallen müsse. 2. Uebrigens sei viel vorhanden, erstens das Begehren der Regierung von Ensisheim an alle Orte, wessen sie sich versehen dürfte, wenn sie die Stadt Constanz „nöthigen" wollte; das sei in die Abschiede genommen. 3. Gerüchtweise höre man, daß die IV Waldstätte ihr geschrieben, sie würden das nicht hindern, sondern (eher) Hülfe leisten, wenn sie nicht selbst beschäftigt wären, und weiter, daß sie vier Boten zu den Kaiserlichen geschickt haben, unr Rücken zu suchen. 4. Heute Morgen früh haben die hier erschienenen (katholischen) Orte Rath gehalten, weil ein Bote von Bern die Nachricht gebracht, „daß sy gegen einandren nf syend"; darauf sei Vogt Bachmann (von Zug) hinweg geschickt worden; wohin, wisse man nicht. Bern habe keine Votschaft hier. St. A. Zürich: A. i. Capp. Krieg. Zu xx. Zu berücksichtigen sind vorzüglich folgende Acten: 1) 1528, 7. October (Mittwoch vor Dionysii). Die Landleute von Glarus, die dem göttlichen Wort anhangen, an Zürich. Es wisse ohne Zweifel um den großen Span unter den Landleutcn, das Gottcswort betreffend; weil aber der Mensch vom göttlichen Wort das Leben habe, so könne man darin nicht nachgeben, sondern sei man schuldig, dasselbe verkünden zu lassen, und danke für das tröstliche Erbieten und Zusagen Zürichs. — Nun sei wieder ein Tag nach Baden angesetzt und dem Ammann befohlen, die Evangelischen („uns") zu vermögen, denselben zu besuchen; man habe aber schon genugsam angezeigt, warum man ihn abschlage, und bitte Zürich, die Partei dafür zu verantworten. Auch habe man aus etlichen Kirchen die Altäre entfernt, in der Zuversicht, daß es bald auch in andern geschehen werde, was den Widerpart nicht wenig ärgern dürfte; deßhalb wäre, auch wenn man eine Botschaft schickte, wenig Aussicht auf einen Vergleich vorhanden, da man zu keiner Vermittlung Hand bieten, sondern stürzen und beseitigen wolle, was Gott und seinem hl. Worte zuwider sei. Darum bitte man Zürich, wie bisher in diesen Sachen das Beste zu thun und sie zu einem gütlichen Ende zu führen, damit man beim göttlichen Worte bleiben möge. St. A. Mich: A. Wams. October 1528. 1427 2) 1528, 12. October. Bern an die neuglnubigcn Landteute von Glarus. Antwort auf das eben durch ihren Boten übergebene Schreiben (nebst der ab dem letzten Tag in Baden an sie ergangenen Zuschrift). „Dwyl nun berüert iiwer schryben bemcldet, daß ir (den) angesatzten tag nit wellen bcsuochen, ist uns von herzen leid, daß söliche mißhäl under üch so lang wäret, und möchten wol lyden, daß üwer amman iich hett mögen früntlichen vereinbaren; so aber das nit gsin, und üch uit amnüetig will sin, können wir uns der fachen nit fürer beladen, dann uns nochmals erlüternde, daß wir dem gestrags gelcben und nachkamen wellend, das wir üch hievor durch unser botschaft zuogcsagt haben, nämlichen die pünd trüwlichen an üch ze halten, by üwerm landbuoch und rechten bclyben ze lassen und des gottsworts halber, wo jemand üch darvon mit gwalt understüende ze trängen, alldann üch init lyb und guot zuozestan. Deß und aller fründlich und billigkeit mögend ir üch zuo uns ungezwyfelt versechen".. . St. A. Bem - T-utsch MW«-» n. 4b. Vielleicht bezieht sich auf obige Missivc der Eintrag im Nathsbuch (18. Oct.): „Ist den Bürgern gesellig die schriftlich antwurt, an die von Glarus gethan." (Es waltete nämlich in den vorausgegangenen Wochen einige Spaltung unter den Näthen, namentlich wegen der Confessionspolitik). 3) 1523, 13. October (Dienstag vor Galli). Die evangelischen Landleutc von Glarus an Schasfhauscn (auch Basel und Appenzell?). Dank für die gütliche Unterhandlung der drei Orte in dem Span des Gottesworts halb w. Den durch den Ammann verkündeten Tag habe man jedoch abgeschlagen, aus den schon vielfach eröffneten Gründen, daß man das Recht im Lande und nicht vor Fremden üben wolle!, zx. Bei dem Wort Gottes wolle man bleiben und nichts annehmen, das demselben hinderlich wäre, und daneben die Bünde an Jedermann treulich handhaben, in der Hoffnung, daß es auch von Andern geschehe. Die eigene Botschaft zurückzuhalten werde man auch dadurch bewogen, daß die Gegner offen behaupten, „unsere boten reden diebslüg von inen"; daher könne man rechtschaffene Leute nicht nöthigen, (nach Baden) zu kommen; man würde sich übrigens schämen, den Eidgenossen Lügen für Wahrheit vorzubringen . . . Archiv Schaffhauftn: Korrespondenzen. 4) 1528, 19. October (Montag nach St. Gallen Tag). Die dem alten christlichen Glauben anhangenden Landleutc von Glarus an Schultheiß, Räthe und Burger (Gemeinde?) von Luccrn. Anrede :c. „Sodann üwer lieb (uns on zwyfel) in frischer gedächtnuß habt (die) Ursache des bösen sorklichen spans, in unserm land zwüschen uns und etlichen unfern landlütcn uferwachsen, von wegen mäniger ergangncn meren, die wir mit merem thcil der landlüten an versamleten landsgemeindcn, auch in Räten zum dickcrn mal mit offner fryer Hand ermeret, dero etlicher und insonders des letst ergangnen inhalt, bedütung und vermög ir, unser getrüw lieb Eidguossen, guot müssen tragend, und desselben von uns gemeinen landlütcn dozemal schrift empfangen ?c. Ueber das haben sich etlich unser landlüt obberüert sölichem mecr widerspännig gemacht und das gewaltenklich abzethuon und nider- zelegen fürgenommen, daruf wir inen für üch und ander üwer und unser getrüw lieb Eidgikvsscn die zwölf Ort offen, fry, unverholen recht fürgeschlagen und solichs jetz mengmalen ze angesetzten tagen besuocht, und uns dem gern underwürfig und gehorsam machen welltind und alle billichkeit leisten; so aber die berüerten landlüt unserer widcrparty sölich fürgeschlagen recht bishar nit angenommen, wir ouch keius geliehen mit inen bekommen mögen, und doch uf jetz letst gehaltnem tag zuo Baden üwer und ander unser getrüwen lieben Eidgnossen ersam Kotten nochmals den dryen Orten Basel, Schaffhusen und Appenzell ... bcfolchen und vergunnt, beid partyen in unserm land uf nächstkünftigcn angesetzten tag ze beschrpben und wie vormalen uns güetlichen zuo vereinbaren versuochen ze., sölichs wir üch und andern unfern lieben Eidgnossen ze lieb und wolgefallen nochmals gern thuon und vollfüercn wcllent, doch sofer, ob dick bemelte landlüt unsers gcgenthcils denn(zuo)malcn sich mit uns nicht vertragen wurdint oder allda- nicht erschinind, oder dem rechten, wie wir das begert, nicht undergeben wclltint (als wir uns nochmals dheins andern zuo inen versächend), so wellen wir üwer lieb gemant haben und maneud üch jetz in kraft üwer und unserer ewig geschwornen pündten, die ir und wir zuosamen Hand, nach dero vermög und inhalt uns dannenthin förderlich on langen ufzug zuo dem rechten verhelfen und ze schaffen, daß die landlüt unsers gegentheils gewyst werdint, dem statt ze thuond, damit großer kumber, kost, müeg und arbeit vermitten und wir wider recht nit geträngt werdint, wellent üch also gemant haben, so hoch und ferr wir üch ze mancn habind nach inhalt aller Worten, puncten und artiklen, wie die in üwern und unsern alten löblichen pündten vergriffen sind, 1428 October 1528. guoter Hoffnung und zuoversicht, ir werdent üch ge(ge)n uns bewpsen, wie üwer und unser fromm vordren und eltern von jewelten gegen einandern gethon; dann wir des willens, sölichs, wo das jemer ze statten käme, mit unser(in) lyb und guot u?nb üch ze verdienen und allzit üch in glichem, sölichcm und andern? Hinwider ze thuon guotwillenklich gebunden syn"... Siegel von Ludwig Tschudi d. ä., Vogt R??dolf Wichser, Hans Stucki, Panner- Herr, Bernhard Heer, Seckelmeister, da in diesen Spänen kein Theil von dem Landessiegel Gebrauch mache. St. N. Lucern: A. GlaruS (Original mit sämtlichen Siegeln). Zu Ii. Die bezügliche Instruction (St. A. Zürich: Acten I. Cappelerkrieg) entwickelt außer der Antivort auf die vorliegende Frage eine Reihe von Beschwerden,, die in frühern Missiven und andern Schriften mehrfach angezogen sind. Zu ii. Zur Ergänzung des vorstehenden wie des letzten Abschieds ziehen wir folgende Stelle der Basler Instruction herein: „Und als dann unser Eidgnossen von Luzern uf nächstem tag des bundschwerens halben angezogen w., sollend unsere Kotten antworten, daß es eins nit gefallen noch angenem sin wälle, daß uns die siben Ort, so uns nächst- mals nit geschworen, und Hinwider wir inen schweren sötten; dann so man das au die Hand nemen, tragen wir merkliche fürsorg, daß etwas darunder zuofallen, so mol als bald zuo Unwillen als zuo fründschaft dienen mächt. Es wurde ouch erst by unfern widerwärtigen die theilung, so leider under uns ist, ernüwert, so setz etliche Ort und nit die andern schweren wurde??? und dieivpl es dann noch umb ein kleine zrst ze thuond, daß man die bürid gemeinlich ernüwern und schweren soll, so wollend wir im namen Gottes derselben zyt erwarten und aber mittlerwyl fürohin wie bißhar die pündt trüwlich halten, glych als ob die mit dem schweren ernüwert wären, und ungezwifelt sin, unser Eidgnossen, so uns glich nit geschworen, werdend soliches ouch thuon." Si. A. Bas-r-zuschi-d-. Zu ,. (??°ws.>. Ein französisches Original im Archiv „äu gusnton ctg c-lmtkouiiö" (Correspondenzen). Zu >». 1528, (c. 24. October), Konstanz. Instruction für^Konrad Zwick und Thomas Hütli, Gesandte nach Baden und Zürich (2. Nov.). 1. Erinnerung an den auf dem letzten Tage bewilligten Abschied, ?c. Nun habe der Landvogt im Thurgau dem damals ihm gewordenen Auftrag gemäß gütlich unterhandelt, aber (wider Befehl) die Gülten und Güter, für welche mai? Briefe habe, nicht verabfolgen lassen, auch im klebrigen nichts geschafft, da sich die Gegenpartei mit dein ihr gebührenden Antheil nicht begnügen wolle, sondern schlechtweg alles fordere. Daher bitte Konstanz, bei dem Abschied zu bleibe?? und den Landvogt ernstlich anzuhalten, die Häfte zu lösen, und besonders wünsche es, duß ein allgemeines Mandat im Sinne des Abschieds an Gerichtsherren und Gemeinden in? Thurgau erlassen werde, ?c. Auf ein allfälliges Ansinnen, beide Parteien zu verhören, sollen die Boten nicht October 1528. 1429 eintreten, sondern auf das gethanc Erbieten verweisen und auf Vollziehung des erwähnten Abschieds dringen. 2. Wenn die drei Orte, die zwischen den andern zu handeln haben, die Boten um Mitwirkung ansprechen, so sollen sie ihnen willfahren ... Stadtarchiv Konstanz. S8S. AlN'berg. 1628, 28. October (Simonis und Judä App.). Kailtonsarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XV. Kaiitonsbtbllvthck Frcibtirg: Girard. Sammlung T. III. (Berathung der Städte Freiburg und Solothuru über ihr Verhalten zu dem Aufruhr im Berner Oberland). Die Boten der beiden Städte haben nach Verhörung der von ihren Obrigkeiten aufgesetzten Artikel betreffend den Aufruhr zu Intcrlaken, da dieselben nicht übereinstimmen, auf Hintersichbringen folgenden Nathschlag verabredet : Weil Bern die vordem von beiden Städten in guter Meinung augebrachte Bitte, sie in der Sache gütlich handeln zu lassen, zu ihrem großen Bedauern abgeschlagen, und man daneben vielfach vernimmt, daß sich die Unterthanen zu Jnterlaken und ihre Mithaften zum Recht erbieten, so soll Bern nochmals des geflissensten und dringlich ersucht werden, mit Rücksicht auf die enge („hoch und streng") Verwandtschaft der drei Städte doch noch zu bewilligen, daß man zu den Seinen reite, in allen Treuen mit ihnen rede und handle, indem man hoffe, daß sich dieselben mit einem billigen Rechten begnügen und gegen ihre Obrigkeit nicht weiter Gewalt brauchen werden; wenn Bern es wünsche, so wolle man gestatten, daß alles in Gegenwart seiner Boten geschehe, damit sie sich überzeugen können, daß man nichts Nachtheiliges unternehme; man verhoffe auch, daß Bern kraft des Burgrechts, laut des Artikels betreffend die Hülse, hierin zu willfahren schuldig sei. Wenn es aber dieses Ansinnen nochmals abwiese, so würden beide Städte es kraft des Purgrechts förmlich mahnen, stillzustehen und nirgendshin zu ziehen; in dem Fall daß es meinte, man habe es nicht zu mahnen, sondern seinen vorausgegangenen Mahnungen Folge zu leisten, sollen beider Städte Boten sich zu ernstlicher Erörterung (dieser Frage) erbieten. Der Abschied ist von der Hand des Solothurner Stadtschreibers. 'Der von Solothurn über den Abschied von Bern gefaßte Rathschlag, dd. Vigilia Simonis et Inda, entwickelt weitläufig die oben schon angedeuteten Bedenken gegen einen bewaffneten Aufbruch. Gegen einen fremden Angreifer wäre man wohl geneigt, die Unterthanen aufzubieten; aber in diesem Fall könne man die Stadt nicht entblößen und den Landleuten wenig Gehorsam zutrauen, da man allerlei Reden höre, daß sie gegen ihre „Mitgenossen" sich nicht rüsten wollen w. („wo man nß den Stetten züchen, daß man denselben heiß genuog machen werde" zc.), wie überhaupt die Bauern seit längerer Zeit, zum Nnchtheil der Obrigkeit, nach muthwilliger Freiheit und Abwerfnng ihrer schuldigen Pflichten trachten, zc. Zudem haben die drei Städte der Sacramcnte halb ungleiche Mandate, und wenn ihre Leute zusammenkämen, so wären deshalb Irrungen und Aergcrcs zu besorgen. Daher sollte man Bern (der ganze Aufsatz ist gewissermaßen als Vortrag an Bern redigirt) ersuchen, zu dem befürchteten Schaden keinen Anlaß zu geben, sondern auf die andern Obrigkeiten, deren Interessen auch im Spiele seien, Rücksicht zu nehmen, und es hinwidcr mahnen, von dem vorbereiteten Auszug abzustehen und sich der früher, bei Gelegenheit der Disputation, gethanen Warnungen zu erinnern, ?c. Wenn aber die Unterthanen mnthwillig fortführen und sich mit einem geziemenden Rechten nicht begnügen wollten, so würde man dann thnn, was Bünde und Burgrechte erheischen, w. Solanum- Ws-hi-de Bd .xv. 1430 October 1528. SSV. Areiöurg und Sototlsurn. 1528, c. 29. October. Staatsarchiv Bern: Jnstruitlonsbuch tr. 22? d. 22S. Gesandte von Bern — in Freiburg Niklaus Graffenried und Wilhelm Zili; in Solothurn Anton Noll und Lienhard Willading erinnern an den Abschied, den die Boten der beiden Städte jüngsthin erhalten haben, und äußern ihr höchstes Verwundern darüber, daß die von Bern begehrte beförderliche Antwort auf den Mahnbrief noch nicht eingegangen sei; deßhalb seien sie beauftragt, dieselbe zu fordern, da nicht nöthig sei, darum viel zu rathschlagen und nachzuforschen; denn die Bünde und Burgrechte seien klar und jedermann wohl bekannt; die Räthe und Burger werden also ohne längeres Bedenken erklären können, ob sie die beschwornen Pflichten halten wollen oder nicht; das zu thun werden sie nochmals dringend und ernstlich ermahnt. — Wenn sie sich nicht aussprechen wollten, so sollen ihnen die Boten vorhalten, daß man vernehme, wie die Aufrührer zu merken gegeben, daß die zwei Städte ihnen Beistand zugesagt haben; man setze zwar keinen Glauben darauf, müsse aber aus ihrem Schweigen doch einigen Argwohn schöpfen und sich darnach richten. (Simon und Judas, d. i. 28. October). Wir fügen noch die dienlichen Acten bei: 1) 1523, 27. October, Freiburg. Auf die Mahnung von Bern wird eine Botschaft*) dahin verordnet, um Frieden und Ruhe fördern zu helfen und (wo nöthig) vor die Gemeinden zu reiten. Die Boten sollen den Mitbürgern (von Bern) zu bedenken geben, wie viel Kummer ihnen (bereits) „bei dem Glauben" entsprungen sei, und (dagegen) was sie an Land und Leuten bei dem alten Glauben gewonnen, sie also (ermahnen), den wieder anzunehmen. Auch sollen die Boten erkunden, was für ein Stoß zwischen ihnen (den Herren) und den Landleuten sei, (und erklären?), „wir wellen wider die, so des alten gloubens spgen," (nüt tätlichs handeln?). K. A. Freiburg: Nathsbuch Nr. 10. 2) 1528, 28. October (Simonis und Judä), 7 U. Nachm. Bern an seine Boten in Freiburg: Niklaus von Graffenried und Wilhelm Zili. In dieser Stunde haben Ammann Brunncr von Blumensteiu und sein Gefährte angezeigt, was sie und andere Boten von Stadt und Land bei den aufrührischen Bauern zu Jnterlaken gefunden, und dabei gemeldet, wie die Bauern offen heraus geredet, die von Freiburg haben den Unterwaldnern ihr Geschütz verheißen und wollen es ihnen zuschicken, was die in der Instruction berührte Aussage bestätige. Das sollen nun die Boten den Näthen und Burgern eröffnen und ihnen tapfer heraussagen, daß man sich einer solchen Haltung nicht versehen hätte, und daß man sie hiemit ermahne, offen zu erklären, ob das Gemeldete wahr sei, oder sich darüber hier zu „entschuldigen"; sonst behalte man sich weitere Schritte vor. St. A. Bern: T-utsch Mlsstve» Ii. ?l. Vgl. das Berncr Rathsbuch 219, p. 128. 129. 130. — Die Boten wurden am 23. abgeordnet. 3) lieber die Verhandlung in Solothurn verweisen wir auf Nr. 591, N. 3. SSt. Lucern. 1528, 30. October (Freitag vor Omniuin Sauctorum). Staatsarchiv Freibnrg: Acten äMUrvs köäöralos. Tag der V Orte. — Ein Abschied fehlt; dafür liegt ein Schreiben an Freiburg vor: Es werde aus dem letzten Schreiben und anderswoher wohl wissen, wie sich Bern gegen die Seinen aus dem Siebenthal zc. erhoben, und wie die Unterwaldner, da sie den Letztern mit dem Panner zn Hülfe gezogen, ") Lorenz Brandenburg, Rudolf Löwenstein, Jacob Wicht, Hans Burger. October 1528. 1431 die andern Orte zu treuem Aufsehen und Absenkung von Zusatztruppen gemahnt haben. Well man nun laut der Bünde einander Hülfe schuldig sei, so begehre und ermahne man hicmit ernstlich, daß Freiburg bei allfälligem Auszug der V Orte ein treues Aufsehen halte und zu ihnen ziehe, wie man es erwarten dürfe, zc. Zur Ergänzung dienen folgende Acten: 1) 1528, 28. October (Simonis und Inda), 4 Uhr Nachm. Lucern an Frcibnrg. In dieser Stunde habe Obwalden eine Mahnung geschickt wegen der Ereignisse im Berner Oberland .. . (Rekapitulation); es begehre auch, daß man Frcibnrg und Solothurn benachrichtige und in gleicher Weise mahne, was man hicmit thun wolle; „dann wir des willens und in der rüstung sind, unser lieb Eidgnosscn von Underwaldcn nit zuo verlassen"... Man erwarte daher, daß Freiburg auf beide Orte ein getreues Aufsehen habe. K. A. Fr-ibmg: A. Luccm. 2) 1528, 23. October (Simon und Inda), 8 Uhr Vorm. Obwalden an Luccrn. Man vernchme glaublich, daß Bern aufgebrochen sei, um diejenigen (Unterthanen), die noch dem alten wahren christlichen Glanben und der Messe anhangen, zu strafen, was den mehrmals verabredeten Zusagen (der V Orte) und dem darüber gemachten besiegelten Abschied zuwiderlaufe; daher könnte man es mit Gott und Ehren nicht verantworten, wenn diesen Zusagen nicht nachgelebt würde, und sei man, nachdem man dringlich um Beistand angerufen worden, entschlossen heute auszuziehen, wenn kein anderer Bericht einlange, um Leib und Gut für jene alten Christen einzusetzen. Infolge dessen wolle man Lucern in Kraft der Bünde zu treuem Aufsehen mahnen, :c. A.A. Lucern.- Missivm. 3) 1528, 29. October (Donstag nach Simonis und Inda). Solothurn an Frciburg. Nachdem die gestern heimgekehrten Boten berichtet, was sie mit denen von Freiburg (in Aarbcrg) gehnudelt, sei unversehens heute früh eine Botschaft von Bern erschienen mit dem Begehren, den großen Rath zu bcsammeln und auf die geschehenen Mahnungen bestimmte Antwort zu geben. Weil aber die Angelegenheit groß und folgenschwer sei, und viele Rathsglieder sich jetzt auf den Märkten zu Biel und Ölten befinden, so habe mau zugesagt, den großen Rath auf morgen früh zu versammeln, und da nun allem Vermuthcn nach Bern au Freiburg das gleiche Ansuchen gestellt, so erachte man nicht für thunlich, heute (wieder) Anwälte auszusenden, bitte also um Entschuldigung ihres Ausbleibens und umgehenden Bericht über die auf Berns Begehren gefaßten Beschlüsse, damit man sich desto besser zu verhalten wisse, zc. K. A. Freibmg: A. Solothurn. 4) 1528, 29. October (Donstag nach Simon und Judas), Knonau. Hans Berger an Bm. und Rath in Zürich. 1. Gleich nach Empfang des Befehls, über das Verhalten der Unterwaldncr Kundschaft einzuziehe», Sonntags um Mitternacht, habe er den Ueberbringcr dieses weggeschickt; der sei zuerst nach Sarnen gegangen, wo er vernommen, wie man sich gerüstet, um den Siebenthalern wider die von Bern zu helfen, und wie da von der Hülfe der Walliser, der Savoyer und eines andern Herrn geredet worden. 2. Am Dienstag habe er in Luccrn viele Leute aus Uri, Schwyz und dem Äargau versammelt gesehen und allerlei gehört, namentlich aber bemerkt, wie sich die Lucerncr rüsten, jedoch sagen, sie wollen sich der Siebenthaler nicht annehmen :c. Im Zugergebiet sei an einer Gemeinde gerathen worden, den Tag in Baden nicht zu erwarten; „dann wenn der Zwinglp mit sinen büechern zum rechten kumm, so mögint ire pfaffen nüt schaffen." 3. Nach dem Mandat dd. Simon und Jndas habe er die vormals ausgewählte Mannschaft in der „Wahl" bleiben lassen, aber den klebrigen doch geboten, sich bereit zu machen ... 4. Einige aus dem Amt haben ihn gebeten, dahin zu wirken, daß die Landschaft bei einem Uebcrfall durch andere Leute gedeckt würde; er habe sie au die Herren gewiesen... 5. Klagen über Verrath an Boten, die ihm als Kundschafter dienen, und Drohungen der Zuger (gegen diese Späher) ... St. A. Zürich: A. I. Capp. Krieg. 5) 1528, 30. October, K Uhr Nachm. Freiburg an Lucern. Antwort: Man werde morgen den großen Rath besammeln und sich dann weiter erklären, sodaß gespürt werden könne, daß man den alten christlichen Glauben wolle handhaben helfen. k) 1528, 2. November. Dasselbe an die Voten der V Orte in Luccrn. Antwort: Man sei gesonnen zu halten, was man verheißen habe und schuldig sei, wolle sie aber bitten, in Betracht zu ziehen, daß man weit von 1432 October 1528. ihnen sitze, und Steg und Weg zu bezeichnen, wie man zu ihnen gelangen könne; zum allerhöchsten ersuche man sie aber zuvor, sich weder Mühe noch Kosten reuen zu lassen, um die Sache freundlich auszutragen, da „sie", die Mitbürger von Bern, kein Ort angreifen, sondern die Ihrigen; zudem gehen allerlei Warnungen ein ... St. A. Lucern: Missiven. SST. Wern. 1528, 31. October. Staatsarchiv Bern: Nathsbuch Nr. 219, p. 144—146. I. Die Boten von Freiburg und Solothurn entschuldigen sich (vor dem kleinen Rath) gegen die Reden deren von Jnterlaken und begehren dringend, daß man die Urheber derselben nenne, da sie den Unter- waldnern nichts zugesagt haben. Sodann bitten sie nochmals, sie Mitteln zu lassen oder ein gezieniendes Recht anzunehmen. II. (Vor Rathen und Burgern). Es wird ihnen weitläufig geantwortet und erzählt, wie die Unterwaldner Städte und Schlösser eingenommen, und gefordert, daß die Boten sich einmal erklären, ob ihre Herren das Burgrecht halten und Bern in den frühern Besitz wieder herstellen wollen. III. Nach gehabter Bedenkzeit mahnen sie abermals, daß man sich mit dem Rechten begnüge, da sie auch von Andern gemahnt seien, und vermeinen genug zu thun, wenn sie (Bern) zum Recht verhelfen. Ihre Mahnbriefe hat man aber- nicht verlesen. 1) Das Original hat nur eine flüchtige Skizze der Verhandlung; bessern Bericht gibt die Missive au die Hauptleute im Feld. — Schon am 30. erschien die freiburgische Botschaft vor dem Rath. Wir tragen aus dem Berner Rathsbuch einige andere Aufzeichnungen nach: 2) 1528, 27. October („Zinstag"), Bern. 1. Die Boten von Lausanne eröffnen, daß die fünfzig (verlan gten) Büchsenschützen auf dem Wege seien, bitten aber, in der Sache Mitteln zu lassen. 2. Die von Neuenstadt haben auch ihre Botschaft geschickt und versprochen, dem Mahnbrief Folge zu leisten.. 3) 1528, 28. October (Simonis und Judä). Denen von Lausanne sollen sechs Mann entgegengehen. 4) 1528, 29. October. 1. Die von Neuenburg entschuldigen sich (wegen ihrer Zögerung), sie können nicht wider ihre Herren die Eidgenossen ausziehen, ?c. Da man ihnen vorstellt, daß man nur gegen die eigenen Ungehorsamen und nicht gegen andere Orte ziehe, so haben die Boten zugesagt, die geforderte Anzahl Leute zu schicken. 2. Der Botschaft von Basel, die sicherbietet, das Beste zu handeln, wird eine Abschrift der Instruction gegeben, die für Stadt und Land (verfaßt worden ist). 3. Nachricht, daß 800 Unterwaldner mit ihrem Panner nach Briens gekommen. 4. (Bei dem Auszug) soll Jedermann das Kreuz -s- führen. 5. „Aber ein brief von Manuel, wie die Underwaldner fürfaren." St.A. Vmn Rathsbuch Nr .sw. SSZ. Zürich. 1528, 2. bis 4. November. Staatsarchiv Zürich: Acten Constanz. Staatsarchiv Bern: Attg. eidg. Abschiede ^.543. Stadtarchiv Constanz. Gesandte: Zürich, (unbekannt). Bern. (Crispinus Fischer). Constanz. (Konrad Zwick; Thomas Hüetli). St. Gallen. (Dr. Joachim von Watt; Konrad Mayer; Ulrich Appenzeller; Christoph Krcnk). Mühlhausen. (unbekannt). November 1528. 1433 !b. Die Eidgenossen von St. Gallen sind von den beiden Städten (Zürich und Bern) zu Mitbürgern angenommen. — (S. Beilage H a). I». Sodann erscheint eine Botschaft von Burgermeister und Rath zu Mühlhausen mit der dringendsten Bitte, in dieses Burgrecht aufgenommen zu werden, aus vielen christlichen und vernünftigen Ursachen, die sie angezeigt hat. Der Gesandte von Bern berichtet jedoch, wie seine Obern einer Botschaft, die früher mit dem gleichen Begehren an sie gelangt, mit Rücksicht auf die schwebenden gefährlichen Händel keine bestimmte Antwort haben geben können, damit zwar nichts abschlagen wollen und auch jetzt nicht dawider seien, sondern die Zusage ertheilt haben, wenn der Stadt mittlerweile um des Glaubens oder anderer Dinge willen etwas Unfreundliches begegnete, ihr alles zu leisten, was sie den Bünden nach schuldig wären, und Leib und Gut zu ihr zu setze». Dieses Versprechen haben auch die Herren von Zürich gegeben. Wiewohl es ihrethalb schon diesmal an einer endlichen Antwort nicht gemangelt hätte, so haben sie es doch unterlassen, weil solches ohne Einwilligung der andern Burgcrstädte sich nicht geziemt. Darum soll dies jeder Bote treulich an seine Obern bringen und zu gebührlicher Zeit Antwort geben, ob sie die von Mühlhausen annehmen wollen oder nicht, l Da Constanz Bericht begehrt, wie es sich mit Unterhandlung oder Anderem verhalten sollte, wenn im Thurgau eine Unruhe und Empörung ausbräche, der Bote von Bern aber deßhalb keinen Befehl gehabt, so hat er dies wieder hinter sich zu bringen angenommen, und ist verabredet, daß die Stadt in solchem Falle am besten thäte, ruhig zu bleiben, sich selbst zu decken und im klebrigen weitern Bescheid zu erwarten. «?. Auf das fernere Anbringen deren von Constanz, die Häfte und Verbote betreffend, die entgegen den ausgewirkten Abschieden der Eidgenossen noch nicht aufgehoben worden, sollen die Boten der beiden Städte auf dem nächsten gemeinen Tage mit den Eidgenossen über dieses Verfahren ernstlich und tapfer reden, und wenn dies nicht fruchten sollte, so will man auf den folgenden (Burger-)Tagen sich weiter berathen, was man hierin thun könnte. Dies soll der. Bote von Bern ebenfalls mit Ernst an seine Obern bringen, v. Der gemeinen Verbote halb, die von dem Hause Oesterreich und Andern gegen die drei Städte geschehen sind, um derentwillen sie auch dem Reichsregiment, den Ständen des schwäbischen Bundes und den drei Regierungen zu Innsbruck, Stuttgart und Ensisheim geschrieben, und dagegen kürzlich von dem Regiment zu Speier ein schriftliches Anerbieten zu gütlicher Unterhandlung empfangen haben, hat der Bote von Bern, der schwierigen Lage wegen, in welcher seine Obern sich jetzt befinden, keinen andern Befehl als anzuhören und heimzubringen; Zürich meint, mit Bezug auf den Rathschlag von Constanz, es werde kaum zu erreichen sein, daß zuvor jede Partei in ihren Posscß eingesetzt würde; darum schlägt es vor, dem Regiment in Spcicr zu schreiben, daß mau ihm zu Ehren und Gefallen gern in einen gütlichen Tag, aber jeden: Theil ohne Schaden an seinen Rechte», willigen werde, wenn eine passende Malstatt bestimmt würde, als etwa Basel, Schaffhansen oder Lindau zc.; wenn je die Vermittler oder die andere Partei eine gütliche Handlung dort nicht anfangen wollten, so wäre es dann (für die drei Städte) weniger nachtheilig und „verweislich", daß eine solche sich an der Wahl der Malstatt zerschlüge als au der Verweigerung der Gütlichkeit selbst. Bern und Constanz sollen dies heimbringen und Zürich ohne Verzug berichten, ob es in dem angedeuteten Sinne nach Speier Antwort schicken könnte, was dem Schreiben des Regiments gemäß eben bald geschehen sollte. L. (Für Bern allein:) Zürich hält für gut, sobald der Krieg (im Oberland) zu Ende gebracht ist, sich gemeinsam zu berathen und zu verabreden, wie man sich gegen die Unterwaldner und Andere, die wider die Bünde gehandelt, in diesem und jenem verhalten sollte. K. Das Uebrige weiß jeder Bote mündlich zu sagen. t fehlt im Constanzer Exemplar. Zu u. 1) Bei dem Conccpt der Einlcitungs- und Schlußformel (von der Hand W. Maugolt's) findet sich die gleichzeitige Notiz: „Die von St. ) aigenlich angenomen, ewiklich ainandercn darby ze handhaben, was iren bürgeren zuostand, dem mindsten als dem maisten, das wort gotts betreffend, ainandercn helfen ire burger schützen, ?c. ... Darzuo hör ich manchen erenmann, miner Herren große günner, verhoffen, sy füllen die ersten sin in der verbüntnus; gott füege es, daß es bald gescheche"... (Theolog. und Privates). (Nachschrift, Nachts:) „Wissend, als ich ob tisch Meister Uolrichen rats fraget, wie ich minen Herren und üch vorab ein copy der Vereinigung ze wegen bringen möchte, (und) bat in, das best darin ze handlen; also hat er haimgsuocht burger- maister und rät etliche, in(en) anzaigt üwer begcren, ist im nachgelassen abzeschriben, das by üch in. h. lassen (ze) beliben, bis uf wyter Handlung nit lassen abschrybcn, (doch) nit verbotten, der burgerschaft ze lesen oder andern nachburen. Sölichs uß befelch Maister Uolrichs üch ze schriben, dann er überus beladen ist mit geschäften, wiewol vonantie sind 14 tag. Es hat Alexius'ein halben tag gewartet daruf. Ich hau uß rat und ghaiß M. Huldrichs den substituten ain dicken d. geben zuo vertrinks, und hat es Doctor Mangolt selbs corrigiert, daß es gerecht und war ist dem original"... »ab. Ml. in St. Gallm- imt.Msc.ii. N. sso. ssu 3) 1528, 22. September. Bern an Zürich. Antwort auf dessen Schreiben betreffend die Werbung der Stadt St. Gallen. Man habe dieselbe mit großer Freude vernommen und sei ganz geneigt, sie in die christliche Burgerschaft aufzunehmen; es sei aber nöthig, vorher die Bünde, welche die Stadt mit andern Orten habe, zu besichtigen, ob das Burgrecht denselben nicht zuwider und nachtheilig wäre. Damit die Sache gefördert werde, möge Zürich einen Tag ansetzen, um mit denen von St. Gallen die Bünde zu prüfen, und wenn sich darin nichts finde, was die Aufnahme hindern könnte, einen nahen Tag ausschreiben, um das Burgrecht zu beschließen und zu schwören . - - Was Zürich darin für schicklich erachte, möge es schriftlich berichten. St. A. Zürich: A. NcligiouSsachen. — St. A. Bern: Teutsch Missiven R. 25. Vgl. NathSbuch 219, p. 3. 4) 1528, 29. September. St. Gallenszan Zürich. Zusendung der begehrten Declaration über die Bünde, mit dem Ersuchen, dieselbe aus den Fall hin zu erwägen, daß man irgend einem Eintrag begegnen müßte, und deßhalb mit Beförderung einen Tag anzusetzen. St. A. Zürich- A. Stadl St. Gall-n. 5) 1523, 7. October. Bern an Zürich. 1. Antwort auf dessen Schreiben samt beigelegter Declaration, die Werbung der Stadt St. Gallen um Aufnahme in das christliche Burgrccht betreffend. Da man sich schon früher dazu geneigt erklärt habe, und es Zürich auch gefalle, und dieses Bern Gewalt gebe, einen Tag zum Beschluß des Burgrechts zu bestimmen, so setze man solchen auf Aller Heiligen (1. Nov.) an. 2. Ferner, weil Mühlhausen das gleiche Begehren geäußert, so habe man demselben diesen Tag auch verkündet, um dessen Botschaft anzuhören, jedoch nichts abzuschließen, sondern nur auf Heimbringen zu rathschlagen, da es sich mit Mühlhausen etwas anders als mit St. Gallen verhalte, „gelegenheit halb der Laudsart"... Damit aber St. Gallen dieser „Tagsatzung" erinnert werde, möge Zürich dasselbe benachrichtigen. St. A. Bern: Teutsch Missiven R. 40. — St. A. Zürich: A. Neligionssachen. Das entsprechende Schreiben an Mühlhausen haben ebenfalls die Berner Teutsch Missiven R. 41. 8) 1528, 30. October, Bern. Instruction für den Tag in Zürich. (8 2) „Belangend das burgrccht mit der statt Sant Gallen, darum dann diser tag fürnemlich angesetzt ist, sollend ir darob und daran sin, daß die brief ufgericht und der Handel, wie sich gebürt, volkomenlich beslossen und mit dem cid bcstätet werde, erstmals Zürich und demnach zno Sant Gallen, daimeuthin hie, und füllend also von Zürich gnn S. Gallen rpten >m^ dadannen die burgrechtbricf harbringen, die ze versiglen, und die botten von S. Gallen mit üch harryten, alles zuo vollenden." St. A. Bern- Jnstructionsduch ti. L2S b. Ucber die Vollziehung dieses Vorschlags fehlen uns die wünschbaren Angaben. November 1528. 1435 Zu v. Es ist zunächst Note u 5, H 2 zu bemerken. Sodmm dient zur Ergänzung der folgende Act: 1528, 4. Novcmbcr, Zürich. Eine Votschaft der Stadt Mühlhausen bittet vor Rüthen und Bürgern um Aufnahme in das christliche Burgrecht zwischen Zürich und Bern, was sie mit „geschickten und vernünftigen Ursachen" begründet. — Darauf wird ihr, in Gegenwart des Gesandten von Bern, die folgende Antwort ertheilt: Wiewohl das Bündniß, welches Mühlhausen mit den Eidgenossen habe, unter anderm bestimme, daß es sich ohne deren Gunst und Willen mit Niemand durch Gelübde und Eide verbünden solle, so stehe man doch mit dem Gesandten von Bern in den: Glauben, daß es auf sein früher gestelltes Gesuch, wenn nicht eben damals große Gefahr vor Augen gewesen, von Bern eine austrägliche Antwort empfangen hätte, die sich auch jetzt noch hoffen lasse, da deßhalb guter Wille vorhanden und die Sache nicht abgeschlagen sei. Weil nun Zürich nicht gebühre, ohne Varmissen der Mitbürger Jemand aufzunehmen, so werde man die Werbung Mühlhanscns „abschiedsweise" an die andern Städte gelangen lassen, jedoch mit der tröstlichen Zusage, daß sie alle, wenn denen von Mühlhausen inzwischen des Glaubens wegen etwas Widerwärtiges begegnen sollte, nebst dem was sie kraft der Bünde schuldig, Leib und Gut zu ihnen setzen würden. St.A. Zürich: A. MMhausm. Zu >, vs. 1440 November 1528. 5) 1528, 8. November, 4 U. Nachm. Basel an die Botschaften der V Orte, jetzt in Lucern. Antwort auf ihre Zuschrift dd. Dienstag nach Allerheiligen, die man (erst) heute empfangen, und worin sie begehren, daß man auf den nächsten Tag in Einsiedeln sich erkläre, wessen sie sich zu versehen hätten, ?c. Man habe der Botschaft, die dahin kommen werde, die bezüglichen Befehle bereits gegeben, zc. K. A. Basel- Mtsswm e. 210. 6) 1528, 8. November (Sonntag vor Martini). LA. und Rath von Schwyz an die Flüchtigen von Hasle. „Unser früntlich ?c. ?c. Jnsunders guoten fründ, lieben und getrüwen mitbrüeder, eins verderlichen schadens, so üch von üwern Herren zuogestanden und noch in besorgnus ligt, was nnstcr darus werde, welichcs zuo einem (von gott verhängten) unfal zuo rechnen, sind wir bericht, weliches uns in ganzen herzlichen trüwcn leid, und wo wir vor semlichem ufbruch und ufruor deß crsuocht, wellten wir darin und darzwüschen gehandelt haben mit hilf des Allmächtigen und anderer unserer lieben Eidgnossen, so vil und dermaßen daß ir anc ufruor by ruowen, ob gott will, beliben; so es aber leider harzuo kommen und wir geschuldigt und anzogen, als ob wir villicht nach üwerm ufbruch mit der that harzuo gethan sollten haben, und (ir?) uns deshalb hocher dingen vermant, was üwern und unfern altvordern, so ouch um des criftengloubens willen viel liebs und leids erlitten, gan Nonr zogen, allda gestritten, unser löblichen zeichen sampt nnscrn fryheiten erlangt ?c., und wenn ir gewüßt, daß wir in sölicher gestalt mit unser panner in das feld gezogen, was ir darzno gethan wellt(cn) haben ?c.*) Früntlichen getrüwen lieben mitbrüeder, wir bekennen alle hievor vergangnen ding, so üwern und unfern frommen altvordern durch gottes genad begegnet, und was sy dardurch um Cristus gloubens willen mit Höchen ceren erlangt, habend ouch semlichs in ewig gedächtnns gebildet, also daß es, ob gott will, gegen üch und den üwern und dero nachkommen meiner vergessen, sunder in brüederlicher trüw, lieb und fründschaft nllwcgen erkennt werden soll. Diewyl wir aber üwers willens noch fürnemens in disem fall im grund nit bericht gewesen, wir ouch von üch noch nicman anders von üwertwegen weder durch Kotten noch nun (nur) einiche geschrift um hilf noch umrat ersuocht, bis machdem und sich der Handel zuo der ufruor erhaben, das uns leid, dann wir in sölicher empörung kein guot cnd mögen erkiesen zuo finden sin; aber doch war unser will und gemüet guot gewesen und noch, üch zuo helfen mit lib und guot, dardurch ir bim rechten (und) bp dem alten waren glauben hellend mögen beliben, wo wir semlichs zuo thnon fuog gehebt, bcsorgnuß halber unser landen und lütcn, so wir am anstoß dero von Zürich habent, dcßhalb wir ouch semlichs zuozugs von üwern Nachkuren, unser» lieben Eidgnossen von Undcrwalden, unersnocht beliben; aber darzwüschen güetlich zuo handle», hatten wir unser botschaft verordnet mit andern Eidgnossen; was aber die haben geschafft, lit üch leider vor ougen ... . . (Recapitulation aller Motive). So es aber leider harzuo kommen, so wellend doch wir uns hiemit entschuldiget und daby angezeigt haben, daß ir nit mögen gedenken, (daß) wir üwer vergessen und ir uns nit hoch angelegen; dann wir noch wie oben gemeldet, des willens, gnoten Herzens und gemüets, üch zuo helfen, zuo raten, mittel, steg und weg zuo snochen, ungespart unsers Vermögens, dorum wir abermalen unser botschaft usgesandt, werden ouch semlichs ane underlaß Leben, dardurch ir möcht(en) zuo fridcn und zuo ruowen kommen und daby beliben. Dis haben wir üch ... nit wellen verhalten, mit bitt, uns hierüber zuo berichten, in was form und gestalt ir vermeinten, üch allcrkommlichest und best wärzuo helfen, um daß wir dester bas wüßten den Handel anzuogryfcn und zuo Leben . . . Hiemit sind dem Allmächtigen befolhen, der üch mit frid und fröiden widerum ins vatterland verhelfen welle." St. A. Lu «rn- A. R-ligionshiwd-l (Original». 7) 1528, 9. November. Bern an Basel. Antwyrt: Das zu Unterseen gehaltene Lager sei gestern abgebrochen worden, und das Volk im Heimziehen; aber gegen diejenigen, die Eid und Ehre zuwider gehandelt, werde man nichts desto weniger mit Strafe vorgehen, w. St. A. Bern- Teutsch MUimn u. e. so 8) 1523, 10. November. Basel an Bern. Antwort ans dessen Schreiben vom 7. d. M. 1. Ucbcr die Rüstung der Kaiserlichen und Oesterreicher wisse man so viel, daß der Markgraf Ernst von Baden und Andere in ihren Landen gerüstet zu sein befohlen haben, daß jedoch keine Mannschaften zusammengezogen seien; wider wen es gelte, wisse man nicht. 2. Von einer Botschaft gewisser Orte nach Ensisheim, um dort Hülfe zu verlangen, sei h>^' *) Diese Stelle ist unklar, wie es die schwerfällige Schreibart Stapfer's mit sich brachte. Vielleicht enthalten diese Sät" einen gedrängten Auszug von einer Zuschrift der Hasler. November 1528. 1441 gar nichts bekannt; man könne auch den Wechsler nicht finden, der davon geredet haben soll, ersuche aber Bern, von Roggenbach den Namen oder die Gestalt desselben zu erfragen; dann werde man thun, was sich gebühre. 3. Eine Botschaft von Ensisheim sei allerdings hier erschienen mit der Eröffnung, daß sie zu gütlicher Unterhandlung Befehl habe; ob sie aber weiter geritten, wisse man nicht. K.A. B-is-u MW»-» r, mo v, 211 ... SS«. Arauenfetd. 1528, 10. November (St. Martins Abend). Staatsarchiv Zürich: Acten Thurgau. I. Gesandte von Zürich _ M. Peter Meyer und M. Jacob Frei, (designirter) Hauptmann des Abtes zu St. Gallen — eröffnen vor den versammelten geistlichen und weltlichen Gerichtsherren und den Anwälten der Gemeinden im Thurgau, ihre Herren haben mir gerüchtweise erfahren, daß diese Versammlung stattfinde und Botschaften ihrer Eidgenossen von den VII Orten hier erscheinen sollen; dieses letztere Vorhaben, wenn dem also sei, müßte sie befremden, da sie davon nichts gewußt, wiewohl sie auch Theil am Thurgau haben; weil sie nun nicht haben wissen können, was da verhandelt werde, so haben sie eine Botschaft abgeordnet, um die Gerichtsherren und Gemeinden zu begrüßen und ihnen anzuzeigen, daß sie vor kurzer Zeit in Frauenfeld und andern Gemeinden auf die vorgetragene Instruction Antworten empfangen haben, die ihnen wohl gefallen; weil jetzt aber vermuthlich die Anwälte von andern Gemeinden zugegen, bei denen die frühere Botschaft nicht gewesen, so begehren sie die gleiche Instruction, die sie auch für den letzten Tag zu Baden bereit gehalten, zur Erklärung ihres guten Willens und ihrer Entschuldigung nochmals verlesen zu lassen. II. Nachdem dieselbe verlesen und Weiteres mündlich angebracht worden, hat man den Boten von Zürich folgende Antwort gegeben ; 1. Daß die Herren von Zürich dieser Versammlung wegen Bedauern und Unwillen haben, empfinde man als eine Beschwerde, da mau in guter Meinung zusammengekommen, weil sie und andere Eidgenossen ui einer Spannung seien, die man von Herzen und treulich bedanre, um als gcschwornc Unterthanen die Bitte an, sie zu „legen", ihre Späne gütlich zu vertragen oder in ein Recht zu leiten, damit Aufruhr und Krieg vermieden bliebe; wenn aber diese Bitte vergeblich wäre, was man nicht hoffe, (so möchte man die andere stellen), daß sie die Thurgaucr bei Hans und Hof bleiben ließen, da sie sich keiner Partei beladen wollen, laut des gestrigen einhellig gemachten Abschieds, der hiebe! verlesen wird"). 2. Die Gerichtsherren und die Anwälte der Gemeinden bitten die *) Der Wortlaut des erwähnten Beschlusses ist dem Original dieses Abschieds einverleibt; wir lassen ihn als Note folgen: „Uf das anbringen, so min Herr der landvogt an die gemainden im Thnrgöw gethan und langen lassen hat, habe» vor- Pmelt gemeinden durch ir vollmächtig anwält dem genannten minem Herren dem landvogt (die) antwurt geben, daß sy (des) fiunemens und ganz gnots willens syen, den aid, so sy m. h. dem landvogt in namen miner gnädigen Herren der siben Orten der Aidgnossen geschworen haben, trüwlich zuo halten, ouch inen und irem landvogt gehorsam und gewärtig zuo sin und ir eer, lib und guot zuozesetzen. Und so aber vorgenannt min gnädig Herren die Aidgnossen gegen cnandern in span und widerwärtigkait ston, war ir mainnng wie der gerichtsherren und edcllüten, daß von inen den gerichtsherren und gemainem Thnrgöw am botschaft für min gnädig Herren die Aidgnossen nf nächsten tag gen Ainstdlen verordnet wurd, sy zuo bitten, daß sy sich irer spänn und zwy- üachtigkait mit enandern güetlich verainen, damit sy frid und rnow bi und under inen erhalten syen. Wa aber das je nit sin Möcht, und krieg zwischen inen uferston und erwachsen sölt, darvor gott sin welle, daß dann sy min Herren sy die Thurgöwer by '«n hüsern und kleinen kinden stillsitzen lassen, so wellen sy sich dehainer parry beladen noch annemen und also bi hus und Hof Mchaimsch beliben, dann sy als arm litt kam krieg erlydeu möchten. Ob aber etwas litten über See oder Nin ald von andern Lsgninen, wannenhar die wären, niemand usgeschlossen, kämen, und min Herr landvogt und das Thurgöw überfielen, weiten sy w selbigen, so das täten und sy gemainlich oder sonderlich nit by recht beliben zno lassen und gewalt an sy zuo legen vermainten, 181 1442 November t528. Gesandten von Zürich, mit dieser Antwort sich zu begnügen und keinen Verdacht zu fassen, als ob man zum Schaden oder mit Hintansetzung Zürichs etwas vorgehabt hätte; denn hätten sie nicht selbst vorzutreten begehrt, so würde man sie durch Boten berichtet haben. Und da Zürich in seiner Instruction die Zuversicht äußere, daß die Thurgauer die hergebrachte Einigkeit und gute Nachbarschaft durch Lügen und andere Practiken nicht schwächen lassen und nicht jeder Klage über Zürich Glauben schenken, so bitte man es Hinwider, wenn geistliche oder weltliche Personen, Gerichtsherren oder Unterthanen, Reiche oder Arme samt oder sonders verklagt würden, die Verklagten immer zu gnädiger ungewaltsamer Verantwortung kommen zu lassen oder in ihren Gerichten zu berechtigen, damit Niemand erdachte Reden unschuldig entgelten müsse. 3. „Und des gottsworts halb, das sige bißhar bi inen allenthalben im Thurgöw verkündt, und wäre niemand darwider, min Herr Landvogt hat (habe) ouch allwegen befolhen und setz den gerichtsherren aber in befelch geben, mit iren Priestern zuo reden, daß sy das heilig gotts- wort nach dem haitern text, wie sy das singen und läsen, verkünden; (sy) vermainen, sy wellen darby beliben." III. Da die Rathsboten diese Antwort, damit sie dieselbe „ungemindert oder gemehret" ihren Herren heimbringen könnten, schriftlich begehren, wird ihnen solches verwilligt. Sie versprechen auch treulich die Bitte anzuzeigen, daß die Verklagten verhört werden möchten, und lassen hoffen, daß darin kein Mangel sein werde, indem ihre Obern Niemand wider Recht übereilen („gachen"), nicht allen Reden Glauben geben, auch Niemand von der Messe drängen wollen, es wäre denn daß die Mehrheit einer Gemeinde sie anriefe, sie bei dem Gottesworte z» schirmen; dazu seien sie willig und nach ihrer Meinung verpflichtet; sie gedenken auch Leib und Gut zu denen zu setzen, die sie dergestalt anrufen würden. 5S7. Zürich. 1528, 14. November (Samstag nach Martini). Staatsarchiv Zürich: Atten I. Cappelerkrieg. Nathsbuch 5.235 b. Kantoilöarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XV. Vortrag einer Botschaft von Basel, Schaffhausen und Appenzell, betreffend die gemeinen Vogteien. Zürich beantwortet ihn ablehnend wie folgt: „Als dann unser lieben Eidgnossen von Basel, Schaffhusen und Appenzell ir ersam botschaften vor mincn Herren kleinen und großen Räten gehcpt und uff das, so vornahar von inen zuo tagen der gemeinen grafschaften, herschaften und vogtien halb gehandlot, zum früntlichisten und höchsten ersuocht und gebätten habcnt, von «'er jüngst gegebnen antwurt zuo Baden in Aergöm nach vermög gestclter instruction abzestand und es bi dem bliben ze lassen, so je zuo ziten von denen Orten, so an den gemeinen herschaften teil habent, das mer werde, mit mer und bessern worteu, hie ou not ze melden; daruf habcnt sich die gemelten mine Herren Rät und Burger entschlossen und den gesandten botten von den drygen Orten nach gethaner danksagung irs crpietens und unzhar gehegter kost, müeg und arbeit geantwurtet, 1. st werdint des gütlichen worts halb, sovil dasselb berüer, nit stillstan, sonders damit fürfaren, und diewil vornahar zuo tagen unfern Eidgnossen guuogsamklich erscheint sige, wcß willen und mit der hilf gottes riß dem land vertriben und in gemainer landschaft, inincin herreu dem landvogt als obstat allwegen lib u» guot zuosetzen, soser das langen möge, und im gehorsam sin in lieb und laid, und danken hiemtt ime minem Herren landvog suis fridlichen und srüntlichen erbietens, sich hinwiderumb gegen im erbietende, semlichs umb in in aller dienstbarkait underthenikncy zuo verdienen; sy begeren ouch kam andern schirm anznonemen »och ze suochen, sunder miner gnädiger Herren der Aidgnosstn als irer gn. Herren und obern schirm, wie sy den unzhar von inen gehebt haben, zuo behalten. Actum zuo Frowenseld Wentag vor Martini A° zc. xxviij." November 1528, 1443 gemüets m. h. spgent, nämlich erstlich, daß si die pünt trülich und erlich halten, als st auch die gehalten habint; wie aber andre Ort den piinten gelept, seche und müsse man auch wol. 2. Zum andern, daß si hinfür die biderbcn lüt in den gemeinen herschaften und vogtien, da si nit minder teil dann ein ander Ort habent, des gütlichen worts halb, wo man si darnmb an lib, ere oder guot strafen und mit gwalt davon wclte trengcn, nit werdint verlassen, und solichs nit mer dulden noch erliden, daß es nochmaln bi dem selben gänzlich solle bliben, mit dem heiteren anhang, daß m. h. iren zuosag, den biderbcn Wen in den gemeinen herschaften, von wegen des wort gottes uff ir ansuochcn getan, erlich und redlich halten und lib nud guot zuo inen setzen, wie dann das die antwurt, uff jüngstem tag ... gegeben, unter vermag und inhaltet." 81^. Undcrstattschribcr Zürich. Das Solothurner Exemplar ist aus der Feder des Schwyzer Landschreibers B. Stapfer (copirt). — Einen Auszug hat Nr. 600, o. SS8. Mern. 1528, 15. und 16. November. Staatsarchiv Bern : Nathsbuch Nr. 219, p. 189.190.194. I. 1. Boten von Basel stellen die ernstliche Bitte, zu einem freundlichen Tage einzuwilligen, um die noch vorhandenen Späne zu vertragen. 2. In gleichem Sinne erbieten sich drei Boten von Straßburg, mit Hülfe anderer unparteiischer Orte an einem Vergleich zu arbeiten, „mit vil hübschen stündlichen Worten". Auch bitten sie um Schonung für die Gefangenen und Abgetretenen. II. 1. Ihr Anerbieten wird ihnen verbindlich verdankt, dann aber vorgestellt, daß man sich in dieser schweren Sache noch nicht zu freundlicher Unterhandlung entschließen könne; ihrer Bitten wolle man aber eingedenk bleiben. 2. „Den Straßburgern mit vj kanncn schenken und beid botschaften von Basel und Straßburg ab der herbrig lösen." III. (16. November). 1. Abermals bitten die Boten von Basel, den Gefangenen Barmherzigkeit zu beweisen'") und die Sache zu gütlicher Verhandlung kommen zn lassen, indem die Nachbarn über unsere Zwietracht mehr Freud als Leid empfinden würden, 2. Auch die Boten von Straßburg wiederholen ihr Ansuchen in diesem Sinne. IV. Der große Rath bestätigt die gestrige Antwort; er überläßt es den Straßburgern, deßhalb einen Tag anzusetzen, behält sich aber vor, denselben zu besuchen oder nicht. Der gleiche Bescheid wird den Baslern gegeben. sss. Iüern. 1528, 16. bis 18. November. Staatsarchiv Bern: Rathswch Nr. Slg, x. 192—ls?, 200, 201. t». 1. Die Boten von Frei bürg beschweren sich über die Rede, daß sie (rcsp. ihre Herren) nach Solo- thurn Geschütz geschickt, das wider Bern hätte dienen solle», und den Bauern Hülfe zugesagt haben; das sei der Wahrheit nicht gemäß, und sie begehren, daß man ihnen die Verleumder anzeige; die wollen sie dann berechtigen und ihre Unschuld erweisen. 2, „Densen) von Frpbnrg in kurzem antwurt nf ir begcr der zuored halb; wann *) Am 24. erging das Todesurtheil über Trachsel, mit ausdrücklicher Rücksicht auf die Fürbitte der Eidgenossen und der Straßburger zn gewöhnlicher Hinrichtung gemildert. 1444 November 1528. sy (so. min Herren) die fach erknnden (sie, statt: sie wollen sich genan erkundigen?), und sunst sürhalten, was sy verschuldt, und das burgrecht Harns (fordern), wann man mit den(en) von Underwalden grech" (worden). — Beisatz des Stadtschreibers Cyro: „Ist rnch mit inen gercdt zum Löuwcn, irw ^oa8izntv.^ I». 1. Die Boten von Zürich geben zu erkennen, wie die Eidgenossen (die V Orte) die von Mellingen und Bremgarten aufgefordert haben, den Paß zu sperren, damit die Zürcher nicht durchkommen könnten, und dafür 280 Mann als Besatzung anerbotm, die aüch schon auf der Straße gewesen seien, und ferner, wie die V Orte denen von Mellingen zu bedenken gegeben, sie müßten der Mehrheit gehorchen. Die Boten begehren nun, daß man sich über diese Sachen gemeinsam berathe. 2. (Vorläufig) wird ihnen für das treue Aufsehen, die Hülfe und Warnung gedankt und redliche Vergeltung zugesagt. «. Das Burgrecht mit St. Gallen wird beschworen und bestätigt. «I. 1. Die Wallis er werden ersucht, deu Span um die Fischcnzen einstweilen ruhen zu lassen. 2. „Des Bischofs halb, sye er nit uf der disputatz erschinen; doch (wellen wir) ouch mittler zit . . darüber antwurten." v. Verhandlung zwischen Zürich und Bern: I. 1. Da die beiden Städte des Glaubens halb gleich gesinnt, und deßwegen etliche Orte gegen sie unwillig geworden sind, so haben sie für gut erachtet, sich zu einer christlichen Verwandtschaft zu verbinden, wogegen dann die acht, jetzt (aber) nur sieben, Orte sich auch besonders verpflichtet haben, und da sich nun hieraus bekanntlich eine große Entzweiung erhoben, so wurde mit Bezug ans die gemeinen Herrschaften, als Thurgau, Baden zc., wo etliche Kirchspiele Begierde zeigen, das göttliche Wort zu hören, von beiden Städten beschlossen, die biderben Leute in den gemeinen Vogteien, die das Gotteswort mit der Mehrheit angenommen haben oder später annehmen, nicht bloß nicht zu strafen, sondern in dem Fall, daß Jemand sie davon drängen und deßhalb überziehen oder wider Recht nöthigen wollte, sie nicht zu verlassen, vielmehr mit der Hülfe Gottes dabei zu handhaben und zu .schirmen, weil dieselben erbötig sind, in Dingen, welche Leib und Gut berühren, ihrer Obrigkeit gehorsam und gewärtig zu sein nach altem Herkommen. Hinwider wollen die beiden Städte Niemanden zu oder von einem Glauben zwingen, wie ihnen fälschlich zugetraut wird. Auch wird jetzt räthlich befunden, aus Tage» gemeinsam zu erklären, daß sie mit andern Eidgenossen in weltlichen Dingen rathen und stimmen und dem Mehr nachkommen wollen (wie bisher), aber mit den sieben Orten in Sachen, die das Gotteswort berühren, gar nicht zu mehren, sondern dem Gotteswort seinen Gang zu lassen gedenken. 2. Sodann wird als nothwendig angesehen, den Verlauf („ansang, mittel und end") des Jnterlakischen Krieges in kurzer Erzählung durch den Druck bekannt zu machen. Die Entwerfung einer solchen Schrift ist dem Venner Niklaus Manuel und dein Stadtschreiber aufgetragen. (§ 1 wurde ani 17. November berathen, am 18. von dem Großen Rathe bestätigt). II. Vom 18. November ist noch eine andere Uebereinkunft der beiden Städte datirt: „Nachfolgender ratslag soll heimlich gehalten werden bis siner zyt, und ist noch nit von (den) Burgern vollzogen." 1. „Als die von Underwalden nächst verrückter tagen ane billich, redlich, rechtmäßig Ursachen, unangesagts kriegs, wider die geschworncn pünd gewaltiklich mit ir banner ufgcbrochen und über den Brünig gezogen, miner Herren von Bern land, lüt, stett, slösser, dörfer und flecken mit gewaffneter Hand und findlichen gemüeten ingenommen, geplündert, verherget und verwüest haben, das alles zuo merklicher Verachtung und schinach, ouch großem kosten und schaden einer loblichen statt Bern gelanget hat, geschwigeu die schmach, so (si) miner Herren botten zuo Underwalden bewisen; zuo dem daß etlich Ort init ir panner oder fänli ufgesin und inen zuozüchcn wellen, ouch etlich Ort in krieglicher rüstung gestanden, etlich gmein plätz, als Bremgarten und Mellingen, ze besetzen understanden, November 1528. 1445 unbemeldet die ussern"krieglich(en) eröugungen und geschwind pratiken; zuo dem daß etlich Kotten der Eidgnoschaft, so uf jüngst gehaltnem tag zno Baden by einander» vcrsamlet (gewesen), große fröud empfangen ab dem, daß min Herren ir panner sollten verloren haben und in die flucht geslagen und kümerlich in die statt entrunnen sin, und solich unwarhaft mär in heimsch und frömde land usgespreitet; uß was grund das gangen, oder was dar- hinder gestecket, mag ein jetlicher ouch kleinverständiger wol vermerken. Ouch uß dem, daß min Herren in der ersten, ouch diser ufruor der puren von Jyderlappen gemein Eidgnossen vermög der pünden und burgrechten ein trüw ufsechen ze haben ermant, und besonders beid stett Fryburg und Solothurn mermals darum ersuocht, da aber noch diß tags kein antwurt hat mögen usbracht werden, zc. „Nun wie dem allem, dwyl die von Underwalden den krieg (wie obgeseit ist) angefangen haben und demselben nach die Kotten von Basel und Straßburg min Herren trungenlich ankert und gebetten, den Handel zuo fründlichen tagen kommen ze lassen, deß nun min Herren willig, sofer inen schwach, schand, kosten und schaden widerlegt und abtragen wcvde(n), ist anfänklich der Handel also anzcgrifen, daß wann ein früntliche tagleistung dißhalb beschriben wirt, daß min Herren ir treffenlich botschaft verordnen und die abfertigen mit einer instruction, miner Herren anklag wider die Underwaldner nach der länge inhaltende, die nun fürbracht und verhört soll werden, und demnach, dwyl der Handel unser lieb Eidgnossen und christenlich Mitbürger von Zürich mich berüert, söllcud ir botten . . in namen ir(er) Herren und ober» ir anligen (onch) anzöigen, es sye(n) was beschwerd(en) das wellen, und fürnemlich daß etlich Ort die passeil oder anders haben wellen inncmen zuo Bremgarten und Mellingen, und darnach miner Herren botten znostan und sich deß beladen, glich als (ob) soliche schwach, schand und Überzug beiden stellen glichlich begegnet wäre. Die sollen dann samenthaft eröffnen und anzöigen, dwyl die von Underwalden die geschwornen pünd nit gehalten, sonders wider ir eid und eer bundbrüchig worden und den krieg unabgesagter fach angehebt, so gebüre sich nit, daß sy wer zuo tagen sitzen, sonders die pundbrief Harns geben und ouch die iren inen überantwurt werden; dann slechtlich beid stett Zürich und Bern fürer mit inen zuo tagen nit sitzen wellend. Wyter so vermeinend obbemeldt beid stett Zürich und Bern, die von Underwalden habind verwürkt iren teil der gemeinen Herrschaften des Thurgöws, Baden und anderer, deßhalb sy sich dero hinfür müeßigen sollend, zc. „Wann nun solichs alles eröffnet wirt, alsdann (sollen) sich beider stellen botten nit wyter inlassen, sonders vorhin über solich artikel von gemeinen botten antwurt begercn. Deßglichcn, ob es fuog hat und nützlich geachtet Wirt, die beschwerd, so beid stett haben gegen den übrigen vj Orten, ouch entdecken, wie die Harnach gestellt und darüber beratslaget wirt. „Dann wie billich es wäre, daß die vj Ort, die partyg sind, den span fründlichen zerlcggen füllten, mag k>» jeder wol denken, daß es kein gstalt (hätte), in anscchen daß sy sich znosammen insonders versprochen und wie ob zum teil gemeldet ist, (sich) der Uuderwalduern beladen und angcnommcu haben zc., und etlich bishar sich nit erlütern wellen, ob sy die pünd und burgrecht halten wellend oder nit, zc. „Dem allem nach, Ivo minen Herren von beiden stellen und besonders mincn Herren von Bern fründlicher wys nit begegnet und inen nit abgetragen und ersetzt wurde die schand, schwach und kosten, so inen in disen Händeln nnbillichen znogesücgt, so syend sy des willens, das mit gwalt und ouch mit hilf und bystand anderer Eidgnossen, so cid und eer gehalten und fürer ze halten willens sind, widerzebringen und rächen zc. „Das habend die botten von Zürich an ir Herren und obern ze bringen angenommen." 2. „Dem keiserschen Regiment zno Spir ein antwurt uf ir beger ze schryben." 3. „Der Hüsten halb befelchens min Herren iren lieben Eidgnossen und Mitbürgern von Zürich ze thuond Vach Inhalt irs ratslags, in der drycn Stetten abscheid vergriffen." s«. A. B«»i Infam»«»«) z. sss d, 234, ess. 1446 November 1528. «Ott. KmstedelN. 1528, 17. November f. (Dienstag nach St. Othmarstag f.). Staatsarchiv .Lucern: Mg. Abschiede II. 2. k. big. KantonSarchiv Basel: Abschiede. KantonSbibliothek Freiburg: Girard. Sammlung T .III. Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XV. KantonSarchiv Schaffhauscn: Abschiede. Gesandte: Basel. (Adelberg Meyer; Wolfgang Oeder). Frei bürg. (Jacob Fryburger). Solothurn. (Hans Dobi). — (Die andern sind unbekannt). Der Landvogt zu Sargans und Schultheiß Kramer schreiben, daß die Landschaften, im Landrath und in den Gemeinden, sich erbieten, beim alten Glauben zu verbleiben und zu den V altgläubigen Orten zu halten, und daß sie von Herzen gerne mit Hülfe und Rath zu einer Vermittlung beitragen würden; es sei (bisher) nur eine Kilchhöre zur neuen Lehre übergegangen. Antwort: Man lasse allen Gemeinden freundlich danken;, doch mögen sie nochmals bei der abgefallenen das Mögliche versuchen, damit dieselbe sich nicht söndere und wieder gleichförmig mache, und über den Erfolg auf nächstem Tage berichten, zugleich aber anzeigen, was für eine Gemeinde es sei. I». Heimzubringen das Gesuch des Heinrich Suter, Wirth zum Pfaneu in Napperswyl, es möchte ihm jedes der V altgläubigen Orte ein Fenster in seine neuerbaute Stube schenken. «. Eine Botschaft der Gerichtsherrcn und Gemeinden im Thurgan trägt vor, daß ihnen der Zwist unter den Eidgenossen herzlich leid Ihne, und daß sie gerne zu gütliche» Mitteln Hand bieten würden, um Frieden und Ruhe wieder herzustellen; sollte es aber zum Kriege kommen, so seien sie entschlossen, sich ruhig zu verhalten und keiner Partei Hülfe zu leisten, weil sie beiden gleich viel schuldig; denn sie seien arm und könnten einen Krieg nicht bestreiten; wollte aber Jemand versuchen, ins Land zu dringen, über den Rhein, über den See oder anderswoher, so würden sie mit Leib und Gut sich zur Wehr stellen. Diesen ihren Entschluß habe» sie auch bereits an Zürich mitgetheilt; sobald die Eidgenossen wieder einig seien und wieder bei einander sitzen werden, wollen sie gerne auch wiederum allen gehorsam sein und keinen andern Schirm suchen. 2. Es sei ihnen ein Mandat von dem Landvogt zugekommen, welches sage, sie sollen, was auch vorfallen möge, ruhig bei Weib und Kindern verbleiben und die Stadt Franenfeld schützen; diesem Mandate werden sie gutwillig und treulich nachleben. Diese Erklärung hat die Boten etwas befremdet; da jedoch Niemand instruirt ist, hierin zu handeln, so wird beschlossen, den Gegenstand heimzubringen. «I. 1. Der französische Gesandte, Herr von Boisrigault, trägt vor, die Eidgenossen möchten an vergangene Zeiten denken, z. B. an die Römer, deren Entzweiung ihr Untergang gewesen; auch nach dem Wort Gottes sei die Zwietracht der Ruin aller Reiche und Regenten; der König habe ihn und den General Morelet beauftragt, alles zu versuchen und keine Mühe noch Arbeit zu sparen, um die Einigkeit und Ruhe unter den Eidgenossen wieder herzustellen. Es wird deßwegen sofort ein Danksagungsschreiben an den König erlassen. 2. Ferner bringt der Gesandte vor: In Betreff des Sturmsoldes, der ausstehenden Pensionen und der übrigen Ansprachen seien er und der General beauftragt, sich mit den Eidgenossen abzufinden; bis zum Monat Februar werde der König eine Jahrespension senden und in der Ausrichtung des Sturmsoldes von Pavia mit den Hauptleuten sich so vertragen, daß sie zufrieden sein sollen, v. I. Auf dem letzten Tage zu Baden war den drei Orten Basel, Schasfhausen und Appenzell der Auftrag gegeben worden, sich bei Zürich dafür zu verwenden, daß dasselbe in allen Geschäften, welche die gemeinen Vogteien betreffen, sich den Beschlüssen der Mehrheit unterziehen möge. Darauf antwortet nun Zürich: Es danke den Boten der drei Orte für ihre Bemühung; es gedenke aber, soweit das Wort Gottes in Frage sei, auf dem eingeschlagenen Wege fortzufahren und nach den Grundsätzen zu handeln, November 1528. 1447 die es auf mehrern Tagen erklärt habe, nämlich: 1. die Bünde trcn und redlich zu halten, was es auch redlich glaube gethau zu haben; wie hingegen die andern Orte sie halten, sehe man wohl; 2. die biderben Leute in den gemeinen Herrschaften und Vogteicn nicht zn verlassen, wenn sie des göttlichen Wortes wegen angefochten oder gewaltthätig bestraft würden, sondern vielmehr das denselben gegebene Wort zn halten und ihnen mit Gut und Blnt beizustehen. II. Uebcr diese Antwort äußern die Boten der drei Orte selbst, daß sie ihnen nicht gefalle, daß aber alle Gegenvorstellungen nicht mehr gefruchtet haben; doch machen sie den Vorschlag, man möchte ihnen nochmals die Sache anvertrauen und gestatten, einen Tag für alle Orte an einem geeigneten Platze auszuschreiben, damit man noch einmal den Weg gütlicher Vermittlung versuche, um Krieg und Zerrüttung der Eidgenossenschaft abzuwenden. — Schivyz schlägt dagegen vor, Zürich gemäß den Bünden zum Recht zn mahnen. III. 1. Da es nothwendig ist, sich hierüber zu bedenken und reiflich zu berathen, so wird es in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tage darüber Antwort zu geben. 2. Es sollen auch, wie zu Baden verabredet, die Boten in die Vogteien reiten und ihre Aufträge ausrichten und je nach dem Erfolg ihrer Sendung Vollmacht haben, einen Tag anzusetzen, t. Heimzubringen das Gesuch des Sebastian Zieglcr von Rapperswyl, ihm Fenster zu schenken, da er zwei Häuser von Grund ans neu gebaut und namentlich das eine zn einem Bad und einer Niederlage eingerichtet habe. DerVogt von Baden schreibt, daß die Gemeinde ihm versprochen habe, bei dem alten Glauben zu bleiben und treulich zu den V Orten zu halten, daß sie aber bitte, man möchte sie in Obhut nehmen. Es wird geantwortet, man werde sie nicht verlassen. I». Da beantragt worden ist, in die Aemter von Zürich zu schreiben und denselben zu verstehen zu geben, daß man Niemanden bekriegen oder von dem Seinigen drängen wolle, sondern vielmehr erwarte, daß die V Orte in Ruhe gelassen werden, so wird das in den Abschied genommen, um sich im Geheimen darüber zu berathen und auf dem nächsten Tage Antwort zu geben, I. Nachdem man ans das Schreiben an Basel und Schafshausen, wessen man sich von ihnen zu versehen habe, Antwort begehrt, erklären dieselben, es thue ihnen die Zwietracht unter den Eidgenossen von Herzen leid; das könne man daraus erkennen, daß sie in allen diesen Händeln sich als Vermittler anerboten; sie haben auch die Bünde von Neuem untersucht und in einem Artikel gefunden, wie sie sich in Spänen, welche zwischen den Eidgenossen entstehen, zu verhalten haben, und daraufhin beschlossen, alles treulich zu erstatten, was die Bünde fordern. Diese Erklärung wird ihnen verdankt und Gleiches zugesagt. Ii.. Uri beschwert sich über die Verleumdung, daß es sich bei der Hülfemahnung von dlnterwalden nicht beeilt (sondern „gemach gethan") habe. Es weiß jeder Bote, was man hierauf erwidert hat. Für die Beilegung des Spans zwischen den Landlcnten von Glarns ist noch wenig ausgerichtet worden; daher hat man beiden Parteien einen Abschied zugestellt und sie ersucht, zu beherzigen, was ihnen und den Eidgenossen daran gelegen sein müsse, daß sie über die Artikel sich gütlich vereinbaren; zugleich wird der Ammann beauftragt, ßch nach Vermögen für die Einigung zn bemühen. i»i. Eine Botschaft von Straßbnrg, die sich zn Bern aufhält, anerbietet sich zu freundschaftlicher Mitwirkung, damit die Zwistigkciten unter den Eidgenossen beigelegt werden, und begehrt hiefür die Ansehung eines Tages, indem sie der Hoffnung sei, etwas Geeignetes ausfindig zu machen. Heimzubringen. Zugleich wird ihr für ihre freundlichen Anerbietungen gedankt, n Eine Abordnung aus den Bünden meldet, daß ihnen die Zwietracht unter den Eidgenossen in Treuen leid sei, und daß sie alle ihre Kräfte, nn- llEpart Leibs und Guts, anstrengen wollten, um dieselbe ausgleichen zu helfen. Dafür wird ihnen freundlich gedankt. ^ Nachdem man nnn die vielen Unruhen nnd Widerwärtigkeiten, die sich leider überall zutragen, dagegen auch diese Anerbietungen zu deren Schlichtung betrachtet, haben die drei Orte und die Bundesgenossen in Bünden einen Tag angesetzt auf Sonntag St. Jost (13. December) nach Baden, welcher den sieben Orten und Glarns mündlich ^"gezeigt wird, aber auch der Gegenpartei nnd denen von Straßbnrg verkündet werden soll. A». Heimzubringen, 1448 November 1528. daß die gegenseitigeil Beschimpfungen verboten werden sollten, indem sie zu nichts Gutein führen, «z. Auf nächsten Sonntag (22. November) soll jedes Ort seine Boteil nach Schwyz senden, um daselbst mit der Landsgemeinde in Betreff des Fürkaufs zu unterhandeln. Basel und Zug werden ihre Boten auch hinsenden. Im Basler und Schaffhauser Exemplar fehlen «?, i?—><-. «I, im Freiburger I», k lc, «I» im Solothnrner I», < -> Ii, I<, >«, «l» Zu v. Dem Freiburger Exemplar ist eine wörtliche Copie der Antwort Zürichs beigelegt. Vgl. Nr. 597 Note. Zu I. Hier ist ein bemerkenswerther Paragraph der Basler Instruction anzuziehen: Auf die Zuschrift der Regenten zu Jnsbruck, betreffend das Burgrecht mit Constanz, soll die Botschaft sich nicht einlassen, sc. „Zuo dem wött uns gefallen, daß ouch ander unser Eidgnossen, ob sy glich sich deren von Costanz nützit beladen wellten, ires gemüets nit entschlössen, in ansecheu daß ir eutschluß dem fürsten von Oesterrich erst ursach geben möchte zuo schädlichem krieg, das aber zuo unser aller verderben reichen'(wurd) und deßhalb billicher vermittln blibt. „Hieby füllend unsere Kotten fründlicher wyse anzöigen, wie wir ein bedurens haben, daß die Oesterrichischen uns mit disen geschriften ansuochend by disen schweren löufen, darin on diß me unruow under uns dann guot ist, welche unruow mit solchen schriften nit gestillet, aber wol gcmeret wirdet, deßhalb uns.für guot wette an- sechen, daß man den Oesterrichischen diser zyt nit also loste, sonder st jetzmalen abwise; achten wir, (das) wurde zuo besserm friden under uns Eidgnossen dienen." K. A. Basel: Wscht-de. Zu I. 1528, 19. November. In dem Span zwischen den Landleuten von Glarus haben die drei Orte sowie die VII übrigen Orte bei den Parteien nichts erreicht, zum Schluß aber den folgenden Abschied gemacht, mit der Bitte denselben anzunehmen und durch Mittelspersonen zu versuchen, sich unter einander selbst zu vertragen auf Grund der jetzt entworfnen Artikel. 1. „Zuo dem ersten, daß aller unwill, unfrid und zweyung im land beidersyts hin, tod und ab sin solle und süro wol vermitten und verhüet werden in sölicher gestalt, wer joch von der fach wegen den glouben berüerend gestraft, daß mau den(en) die straf ushin geben, und ob noch neißwer von deßwegcn strafwirdig, daß das alles hin, todt und ab sin und nieman den andern darum ersuochen, ouch nieman zuo Nachteil dienen und an glimps und an eeren nüt schaden (sölle). 2. „Zuo dem andern, so doch im Serneftal etwas zits kein meß gehalten, ouch die kilchenzierden daselbs abgethan sind w., daß es also dergstalt süro beliben sölle; doch ob einich oder mer wib oder manspersonen in dem selben tal zuo zyten iro Hinscheidens oder sunst in ander weg das heilig sacramcnt beschicken und begereu wurd(en), so soll sölichs denselben von nieman entwert noch verspert werden, sunder fry willig unverspert zuo- gelassen werden. 3. „Zuo dem dritten, um die uß Betschwanden, allda zwo pfruonden sind, die ein den kilchgnossen daselbs, die ander gemeinen landlüten zuogehörig, daß daselbs in der einen, (so) den kilchgnossen zuogehörig, allein geprediget und das gottswort verkündt soll werden, uf der andern, da gemein landlüt lechenherren sind, und ouch meß zuo halten in kurzen jaren durch sunder Personen gestift, daß ouch allda noch fürohin meß gehalten werden soll, oder ob es den kilchgnossen nit gemeint, allda lassen meß zuo haben, daß sy dann das guot derselben pfruond zuogehörig den landlüten ushin geben und das anderschwo lassen verwenden, da man meß habe, wie inen gelicbc. 4. „Zuo dem vierten, dwyl zuo Schwanden vorhar dry pfruonden gewesen, die ouch meß zuo halten gestift, wellen wir, so doch die kilchgnossen allda vilnach glich geteilt, daß allda ein predicant gehalten werde, der das gottswort verkünde, darby daß ouch ein Priester gehalten, der meß habe und wo das begert (wurd), ouch das Evangelium und gottswort den zuohörenden verkündte, und daß entwederer den andern schwache, und ouch einem so vil als dem andern zuo belonung geben werden soll. 5- „Zuo dem fünften so füllen die andern pfarrer und kilchen im land, als by iren alten kröchen und har- kommen, by der meß sacrament insundcr(s), deßglych ouch by den gezierden, bildern, cerimonien und andcrm, November 1S28. 1449 wie, wo und an welichcn enden das noch uf disen tag ist, rücwenklich und ungeirrt bliben und stan und allda wyter nützit verändern. ' 6. „Zuo dem sechsten so sollen die predicanten zuo dwedcrm teil weder die meß, sacrament, bilder, kilchenzicr noch anders des nttwen noch alten stands nnd gloubens bräche schelten, schwächen noch bösem, sy ouch selbs ein- andern weder schmutzen noch args reden, sunder allein das luter Evangelion verkünden, daby lasier und sünd strafen, unangeregt obbemeldt usgestellt artikel. 7- ,/Zum sibenden so söllen all und jede Priester und predicanten, sy syen jetz im land oder kommen noch hinin, guotglöubig urkund in brief und sigel bringen, voran uß irem vatterland, ouch von den enden, da sy vormalen ir wonung gehcbt, wie und in welichcn weg sy abgescheidcn, nnd was ir Handlung anderschwo gewesen sye; wo dann dero ctlich erfunden, die sich unerberlich und böslich gehalten, soll der und die selben von und uß dem land vcrwiscn und dheins wegs darin geduldet noch gebrucht; deßglichen ouch (die), so sölich obbemeldt Urkunde nit bringen, glicher gestalt ouch söllen gehalten werden. 8- »(Zum achten), item so dann uf dem Sunntag Oculi vergangner fasten durch ein versammlete lands- gineind zuo Glarus uns Eidgnossen von den siben Orten zuogesagt worden ist, inen sampt und sunders die unghorsamcn in den vogtycn und ämpteren, so inen mit uns sampt und snnders zuo versprechen stand, so da ufrüerig im glauben oder ander ungeschickt ding wider alt harkommen und bruch des gloubens ufblasen und erwecken wurden, die helfen strafen und in demselben fall von uns denselben Orten nit sündern wellten ec., setzen und vermeinen wir, derselb artikel um die zuosagung in kreftcn beliben, also daß dieselbe» unser lieb Eidgnossen von Glarus denselben siben Orten, einen otzpr mcr, mit denen sy land und lüt haben zuo verwalten, zuolassen söllen, sölich obberüert ungehorsamen nach des sundern zuogesagten artikels lut und sag zuo strafen und deß den andern Orten, einem oder mer, mit denen sy zuo verwalten haben wie vorstat, theins wegs vorsin noch entweren söllen, daß die so obbemelter maß mißhandelt, nit gestraft, sunder das den Eidgnossen, einem oder mer Orten, ungehindert zuolassen söllen. g, „(Zum nünten), und dann die firtag und (das) fleischessen an verbotnen tagen berüercnd, setzen wir einem Amman und Nat zuo Glarus heim, darüber zuo handle». 1V. „Zuo dem leisten so ist unser endlich beschließen, bitt und begeren, daß sy beidersyt dise ordnung und früntlich bekomnuß hievor gemeldt nnncmen und in kreftcn behalten, von beiden partyen war, fest und stät beliben soll nach datum diß abscheids bis uf nächst kommenden Meyen, also daß hiezwüschen weder Amman, Gericht, Rat noch Gemeind, ob das also angenommen, als wir hoffend, harwider nit handlen noch twedercr party litten gestattet werde zuo thuon bis zuo der zyt obbcnieldt, und damiethin soll es nach gemeiner landlüten oder des meren teils under inen will und guot bedunken gehandelt werden. „Doch so wellen wir unser» Herren und ober» hierin vorbehalten nnd usbcdingt haben, ob inen das mt annemlich, sunder lieber unser Eidgnossen von Glarus gemeinlich um die zuosagung, wie inen die in geschrift überantwurt, ersuochen, oder inen etwas anders mit inen zuo handlen wellte gefallen, daß sy das wol thuon und inen das (so obstat?) ganz nnbegrifcnlich (sie) sin söll. „Und ob fach, daß dis also, als wir hoffend, angenommen, daß sy dann wider Gericht, Nat und recht, wie von alter har gebrucht, halten, einem Amman ir(er) eidspflicht nach gewärtig und gehorsam und einander» beholfen und beraten sin und das best thuon söllen, wie das getrüwen landlüten zuo thuon einander» schuldig. Ob aber sölichs nit wurde angenommen, so füllend sy beliben im lnndsfriden und aller ding, wie sy in dem span bishar bliben sind." K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XV (Handschrist v. B. Stapscr, Landschreiber zu Schwyz). — K. Bibl. Frciburg: Girarb. Sammlung T. III. (Beil. d. Absch. unter den: Titel: Der Glamer Artikel, und ohne Einleitung). — K. A. Basel: Abschiede. Zu «>. Ucber diese Verhandlung ist uns sonst nichts vorgekommen. 182 1450 November 1528. ««t. Aürics). 1628, 21. November (Samstag vor Katharina). Staatsarchiv Zürich: Rathsbuch k. 2tl. I. Eine Botschaft der Glarner, die dem Wort Gottes anhangen, trägt Rathen und Burgern vor, wie sie den Tag zu Einsiedeln besucht und nach Anhörung von allerlei gütlichen Vergleichsartikeln einen Abschied begehrt, aber keinen erhalten haben; daher bitten sie um Hülfe und Rath, was sie ferner mit ihren Landleuten und den Eidgenossen handeln, und namentlich, ob sie den Tag zu Baden besuchen sollen w. II. Es wird ihnen geantwortet, man höre gern, daß sie so tapfer und handfest auf dem göttlichen Worte beharren. Da sie (aber) seit Johauni weder Gericht noch Rath gehabt, so gebe man ihnen zu bedenken, ob sie Gericht und Rath wieder aufrichten oder damit zuwarten wallen; jedoch werde man, ob sie, das wieder halten oder nicht, die gegebene Zusage (Wortlaut wiederholt) an ihnen treulich halten. Daneben rathe man ihnen, sich die Kosten einer Botschaft nach Bern nicht reuen zu lassen, um dort genauen Bericht zu geben; den Abschied, den ihre Boten dort erlangen, werde man dann wieder berathen und ihnen schriftlich oder mündlich eröffnen, was man des Tages zu Baden und anderer Dinge halb für thunlich erachte. Zur Verbindung mit Nr. 600 l dient folgender Brief: 1528, 14. November (Samstag nach Martini), Glarus. Hans Wichscr, Fridli Elmcr, (Phi)lipp Brunner und andere Anhänger des g. Worts an Zürich. Antwort auf dessen letztes Schreiben: Sie haben auf das vorige die Landleute (zusammen)berufen, Boten verordnet und die Gegenpartei davon benachrichtigt; darum könne man die Boten (nach Einsiedeln?) nicht zurückhalten, so beschwerlich man es finde, daß Zürich die seinigen nicht schicke; man werde aber keinen Vergleich annehmen, der den Bünden und dem Landrecht zuwider wäre. St. A. Zürich: A. GlaruS. «<»T. Z^ucern. 1628, 25. November (Auf St. Katharina). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede II. 2. k. 525. I. Die Boten der drei Orte Lucern, Uri und Unterm alden berathen sich über die Erneuerung ihres Burg- und Landrechtes mit Wallis. Lucern und Unterwalden sind nun der Meinung, es könnten die aufgesetzten Artikel ohne Aendcrung angenommen werden; Uri stellt dagegen noch Bedingungen und hat keine Vollmacht, endgültig einzuwilligen. Diese Sonderung ist obigen zwei Orten sehr mißfällig, indem sie dafür halten, es dürften die Artikel, wie sie entworfen sind, unbedenklich angenommen werden, zumal auch Wallis sich geäußert hat, es hätte Vollmacht dieselben aufzurichten. Damit nun aber ein so wichtiges Unternehmen nicht gehindert oder vereitelt werde, wird Uri ersucht, auf künftigen St. Andreastag (30. November) eine Landsgemeinde zu versammeln, wohin die zwei Orte ihre Boten senden werden, um mit derselben zu unterhandeln. II. Und weil es ihnen lieb wäre, wenn auch Schwyz diesem Bündnisse beitreten würde, wozu Wallis gerne einwilligt, so wird ferner beschlossen, daß Lucern, Uri und Unterwalden ihre Boten ans Samstag St. Niclaus Abend (5. December), — weßhalb Schwyz ersucht wird, auf St. Niclaustag (6. Dec.) eine Landsgemeiude zu halte», — dahin senden sollen, um dieselbe zum Beitritte zu vermögen. Sobald dann die IV Waldstücke einig sind, soll man sich berathen, November 1528. 1451 ob man deßhalb auch nach 'Zug senden wolle, um dasselbe in dieses Burg- und Landrccht zu bringen; letzteren Vorschlag soll Wallis hcimberichten. III. Ist endlich das Geschäft so weit gediehen, daß die Artikel allseitig angenommen werden, so will man eine Botschaft nach Wallis abfertigen, die sich auf Sonntag vor Weihnachten (20. December) zu Sitten, wo die jährlichen Landsgemeinden abgehalten werden, einfinden soll. Wenn dies aber so bald nicht möglich wäre, so soll darüber an Wallis berichtet und die Berufung einer andern Gemeinde verlangt werden. Zu I. Entwurf eines neuen Burg- und Landrechts mit Wallis: „Wir N. und N. zc. thuond kund allen denen, so disen unfern brief sanjsechent oder hörent lesen, als dann unser frommen altvordcrn uß merklicher bewegung mit einandern in ein bürg und landrecht verfasset worden und noch sind, auch noch lut brief und sigel dorumb ufgericht, und(er) dntum zc., und wiewol inhalt sölicher briefen uns von Wallis seer bindet, und doch darin bis uf dise zit beharret sind in brüederlichem wesen, das nun uns zuo beiden partyen zuo manigfaltigem nutz hat erschossen, und uff daß wir in sölicher trüwer lieb für uns und unser nachkommen in die ewigkeit handfest mögen beharren und mit eintätigem (?) gemüet guotwillig und wol bedacht wellen und erkennen, daß sölich bürg und landrecht, in vier briefen oergriffen, fürterhin erlütert sigen und verstanden werdent nach lut und inhalt (der) capiteln, lütrung und fründlichs nachlas hienach gemeldetzc. 1. „Des ersten söllen wir beid partyen stündlich und brüederlich mit einandern leben, jetwedercr teil des andern nutz fördern und schaden wenden, wie das stündlichem und brüederlichem wesen gepürt, one allen trug und argtist zc. 2. „Item ob unser obgemelten teilen eintwederer mit krieg wurden beladen durch fürsten oder Herren, welche die wärind, begirlich unser land und lüt, so wir zuo diser zit in besitzung Hand, gwaltenklich zuo schädigen und abbruch zuo thuon, soll entwederer teil des andern fyenden hilf, stür, tritt, paß, zuolouf lüten oder narung uit gestattnen, sonder dem teil, so mit krieklicher ufruor beladen wirt, früntliche hilf bewysen mit trostlichem zuozug, und was hilf von kricgsliitcn ein teil dem andern in sölicher gstalt zuoschickt, des selben soll sich der teil, dem semliche hilf gesandt wirt, benüegen lassen. 3. „Item ob dann uß ursach sölicher hilf der teil, so die hilf schickt, ouch in krieg verfellt wurde, als(danu) ist jetwedere party schuldig, die andern zuo schirmen gewaltenklich oder nach gstalt der fach, und wann sölichs beschickst, so soll entwederer teil one des andern gunst und verwilligung mit sinen spenden nit frid oder cinicherlei bestand machen, dann in sölicher gstalt söllen wir beliben mit einander» und dwcderer teil unwüssent des andern teils nützit beschließen. 4. „Item so dann mengerlei zwcyung sich erhept in unserm waren cristenlichcn glauben uß ursach nüwer steten, durch sonder Prediger undcr dem schin des heiligen gottesworts usgespreit, dadurch etlich stett und Herschaft von dem alten waren cristenlichcn glauben abgefallen und nüwe vermeinte ler angenomen Hand, die doch cristen- lichem gsatz widrig ist, sind »vier obgemelten partyen schuldig jetwedere der andern, ob uns jeman in unfern landen von der waren gsatzt gottcs und von unserm alten cristenlichcn wesen und glauben weite trengcn, daß wier lib und guot zuosammen setzen wellen, und einandern darby schirinen, und sölle alle obgemelte hilf beschechen in dessen eignen kosten, der dem andern somliche hilf bcwist. 5. „Item ob sich bcgeb, das gott lang wenden well, daß unser dwcdcrteils undcrthanen des andern teils underthanen einen liblos tat, so soll umb sölichen todtschlag gcricht werden an denen enden, da sölich todtschlag beschechen ist. 6. „Item es soll ouch dwcderer des andern underthanen umb cinicherlei schuld oder ander erlich Händel nit vcrschlachcn, verhcftcn noch verpictcn, und ist schuldig der klegcr sin schuldncr zuo jagen und zuo berechtigen vor sine», ordcnlichcn richtcr, und daselbs soll ouch umb scmlichc schuld förderlich und ustragenlich gericht gestattet werden. 7. „Item eS soll ouch entwederer teil dem andern sine undcrthanen mit cinicherlei beschwürst als zöllcn oder andern ufsätzen, nit beladen, sonder soll es zuo beide» sitcn beliben, wie es von alter har gebrucht ist zc. 8. „Item es soll ouch zwüschen uns beiden partyen feiler kons und verkauf, wie stündlich und nachpürlichen ist, allzit gebrucht werden. 1452 November 1528. 9. „Item und ob sich bcgeb, das gott ewcnklich wende, daß die fünf Ort mit einander» in zwytracht kamen, und der ein teil rechts begert, und der ander teil dem rechten nit welte begegnen oder statt geben, alsdann sind wir von Wallis schuldig, dem rechtsbegerenden zuo verhelfen zuo dem rechten und znm rechten byständig zuo sin; deßglich sind auch wir die fünf Ort denen von Wallis schuldig, ob sy mit einem der fünf Orten zuo stoßen kämend, inen auch zuo dem rechten zuo verhelfen und byständig zuo sin. 19. „Hierin behalten inen beid partyen vor all ir geistlich und weltlich alt fryheiten, bruch, üebung und harkomcn, wie sy es zuo beiden partyen in iren stellen, landen, dörfern und flecken gebrucht Hand. 11. „Item hierin behalten wir zuo beiden partyen uns vor all elter pündt, darin wir vor datum obgemelts bürg und landrechts verfaßt sind, allein usbeschlossen den artikel berüerent den. cristenlichen glauben; den zuo schirmen soll uns kein elter pündtnus nit irren. 12. „Item es sind auch in dis obgcmelt bürg und landrccht gangen ein Herr und bischosf, auch das erwirdig capitel zuo Sitten, und die zwen Zenden Löuk nnd Raron; die haben ouch vorbehalten all clter pündt, doch ouch usgeschlossen den artikel berüercnd den cristenlichen glauben; den zuo schirmen soll sy ouch kein elter pündtnus nit irren. 13. „Item wir söllent ouch somlich unser bürg und landrecht ewcnklich allwegen in zechen jaren einest, wenn es von eintwcderem teit begert wirt, mit unfern eiden, wie das brüchlich ist, ernüwern, und ob villicht sölichs nit beschech, söllent doch die nütdesterminder, wie unser brief inhaltent, festenklich von uns und unfern nachkommen, die wir ouch harin verbindent, gehalten werden und in kreften beliben. Actum uff Catherine A? zc. 1528." St. A. Zürich: Tschub. Doc.-Samml. T. IX. Nr. 36. — St. A. Lucern: A. Wallis (mit einzelneu ganz unwesentlichen Abweichungen). — K.A. Schwyz. Zu II. Das Schreiben, wodurch die Boten der drei Orte Schwyz über die gepflogenen Verhandlungen in Kürze benachrichtigen und um Besammlunq der Landsqemeinde ersuchen, liegt im Original, dd. St. Katharinen Tag, im K. A. Schwyz: A. Wallis. Dasselbe war laut der Missive von einer Abschrift des fraglichen Bündniß-Entwurfes begleitet, die sich am gleichen Orte befindet. «vs. Appenzell, Wyeintyal', Hyurgau, :c. 15ZZ, 30. November (Auf Andreas). Staatsarchiv Lucern: Mg. Abschiede II. 2. k, 5,27. Es weiß jeder Bote, was man in Appenzell vorgebracht, und daß man 1. die Anfrage gestellt, ob es den Bund an den V Orten halten wolle? 2. begehrt, daß es die Scinigen aichalte, mit denen im Rheinthal nicht mehr Zusammenkünfte zu halten, ivic es bisher geschehen; 3. Antwort verlangt, ob es dazu stimme, daß einem Beschlüsse der Mehrheit Folge geleistet werden solle? Darauf haben die von Appenzell ihre Antwort schriftlich gegeben, welche aber die Boten nicht haben annehmen können, weil sie zu wenig bestimmt gewesen, dagegen das Versprechen abgenommen, auf den nächsten Tag zu Baden eine lautere Antwort zu schicken. K». 1. Sodann haben die Boten die vier Höfe iin Nheinthal vorberufen und von ihnen die Erklärung gefordert, ob sie der Mehrheit der Orte gehorsam sein und mit ihnen am alten christlichen Glauben festhalten wollen- 2. Zudem ist ihnen vorgehalten worden, daß sie ans jedem Hof fünf Männer bezeichnet haben, welche die Straft» auflegen und einziehen müssen, ohne Rücksicht auf den Landvogt oder den Abt von St. Gallen, als ihren eigentlichen Gerichtsherrn, und dabei bestimmt erklärt, daß mau dieses Unternehmen nicht billige und erwarte, daß ß^ diese eigenmächtig angenommene Obrigkeit abstellen. 3. Ferner haben ihnen die Boten untersagt, mit denen von Appenzell Gemeinden zu halten und zu mehren. 4. Endlich hat man sie bei ihren geschwornen Eiden aufgefordert, November 1528. 1453 das hl. Sacramcnt (der Messe), die Bilder und alle christlichen Brauche und Satzungen ungcmindert und ungestört bleiben zu lassen und sich gegen einander friedlich zu verhalten. 5. Allein sie haben auf diese Vorstellungen hin ungeschickte Reden gebraucht, sich ungehorsam und trotzig gezeigt und keine Antwort gegeben. 6. Dagegen hat der Hof im obcrn Riet (Oberriet) versprochen, den V Orlen treu und gehorsam zu sein und Leib und Gut zu ihnen zu setzen, mit der Bitte jedoch, daß man sie nicht verlasse, wenn ihnen deßhalb etwas Widerwärtiges begegnete. 7. Auch die Gemeinden Nheincck und Thal haben freundlich das Gleiche zugesagt, v. Es haben dann die Boten von Lnccrn und Schweiz die Rorschacher bei ihren geschwornen Eiden ermahnt, das hl. Sacrament und alle andern Dinge bleiben zu lassen, wie es von Alters her gewesen; sollten sie es nicht thnn, und ihnen etwas Unangenehmes darans erwachsen, so mögen sie dann sich selbst die Schuld beimessen. Sie wollen es vor die Gemeinde bringen. «I. Da Schwyz einen Vogt in das Nheinthal gesetzt hat, der zwar ein unbescholtener Mann, allein seiner schwierigen Stellung nicht gewachsen ist, sodass viel Ungehorsam entstanden und Schwyz genöthigt worden, ihm einen Gehülfen beizugeben, Letzterer aber wieder heimkehren und nicht mehr in seiner untergeordneten Stellung bei dem Vogt verbleiben will, so wird vorgeschlagen, daß Schwyz ihm oder einem Andern die Vogtei gar und ganz übergebe, damit die übrigen Orte auch mit ihm versehen wären. «. Der Abt von St. Gallen hat die Boten dringend ersucht, ihn den . Herren zu besonderem Schutz zu empfehlen. F. Zu Wyl haben die Boten vor Schultheiß und kleinein und großem Rath das Gesuch gestellt, sie möchten bei dem alten Manbm verbleiben, und den Bescheid erhalten, sie wollen es gerne thnn; doch möchte man ihnen hülflich beistehen and sie „jchj verlassen, wenn Jemand sie deßwegen anfechten würde. K. Was der Gesandte des Vogtes (Mark Sittich) von Ems mit ihnen zu Nheineck gesprochen med gehandelt hat, weiß jeder Bote. I». 1. Nachdem die ^dcln und Lnndsaßcn, geistliche und weltliche Gerichtsherrcn, auch Abgeordnete aller Gemeinden im Thnrgan auf geschehene Vorladung zu Fraucnfeld erschienen, haben sie dieselben freundlich und ernst ermahnt, beim alten angezweifelt wahren christliche» Glanben zu bleiben und sich von der Mehrheit der Orte nicht zu söndern, sondern vielmehr dem Landvogt behülflich zu sein, wenn derselbe die Uebertrcter bestrafe; sollten ihre Herren nicht Recht finden und im Thnrgan oder anderswo mit Gewalt angefochten werden, so möchten sie (Gerichtsherren und tNmeinden) ihnen mit Leib und Gut beistehen zc. 2. Die Anwälte der Gemeinden wollen dies heimbringen und auf Mittwoch nach Ricinus (9. Dccember) zu Wetnfeldc» Antwort geben, ii. Aber die Gemeinden Arbo» und ^guach Huben dem Landvogt zu Händen der V Orte den Bescheid gegeben: Sie wollen bei der Disputation zu Se>n bleibe», indem ihnen diese gefalle, und in Glanbenssachen sich nach Zürich richten; in weltlichen Angelegensten jedoch wollen sie gehorsam sein und alles thnn, wozu sie verpflichtet seieil. Ii. Auf die angestellte Nach- i^uge, ,vic sich das Volk im Thnrgan im Allgemeine» verhalte, hat man den Bote» geantwortet, es sei da beinahe ^'iii Gehorsam mehr, und das Ucbel könne nicht wohl gestraft werden. I. Hierauf haben sie einen Tag nach ueern angesetzt auf Montag nach Nicolai (7. Deccmber) für die V Orte, um über diese und andere Geschäfte ^ Weitern zu rathschlagcn. i»». Der Landvogt im Thnrgan hat gleich nach einander zwei Mörder hinrichten äffen, die Auskunft über einige ihrer Helfershelfer gegeben haben, welche sich in den kleinen Spitälern und "bösen" Hänsern versammeln und als Erkennungszeichen bleierne oder messingene Ringe am linken Daumen ^ugen; ftu'ner haben sie angezeigt, was für Zeicheil sie an Scheunen, Kircheniiianern, Bildern zc. malen, um anzudeuten, wohin ein Jeder ausgezogen sei. (Folgt Beschreibung einiger solcher „Schilde": Waidmesser, Michels- M'nlein, Kreuze, Kcßlerhamincr zc. ?c.). ii. Schultheiß und Rath zu Franenfeld habeil im Namen ihrer Stadt bas Gesuch angebracht, man möchte ihnen einen Zoll erlaube», ivetl sie arm seieil, nirgends Gülten oder Zinse blitze» lind sich niit großer Arbeit ernähren müssen, dabei aber Brücken unterhalten und für andere Dinge große 1454 November 1528. Unkosten tragen müssen, sodaß sie ihre Stadt kaum in Ehren halten können, wie sie es (gerne) möchten. Fällt in den Abschied. «. „Item es ist geredt und angezogen, ob man in der von Zürich und Bärn ämpter könnd schicken, sy zuo prichten w." K». (Nach Hohembaum van der Meer, Gesch. v. Rheinau x. 135, gelangte das an die Thurgauer gestellte Ansinnen auch an den Abt zu Rheinau, und antwortete dieser am 9. Dec. schriftlich: Die Schirmorte dürften der Religion halb gar nicht zweifeln; bei einem Kriege könnte indeß die vom Stift zu leistende Hülfe nicht beträchtlich sein; er, der Conveut und die Seinigen würde» sich daher auf eifriges Gebet um den Frieden beschränken, Zc.). Diese Aufzeichnung ist eher ein Gesandtschaftsbericht als ein Abschied; nur fehle» die sonst bei solchen Berichten einfließenden Daten. Der 30. November muß als der End tag betrachtet werden. Zu b. (Nachträgliche) Antwort der vier Höfe an die V Orte. „Als dann in verruckten tagen unser gnädig Herren der fünf Ort ratsbotten etliche anmuotig oder artikcl an uns im Rintal der vier Höfen, zuo Marbach gemainlich versammlet, gebracht mit hoher ermammg, wir wölkend nf sölich ir fürbringen als onverzogenlich ant- wurten, wie es sich dann der billichait nach gebüre; dwil aber der artikcl vil, etlich auch seltsam und schwer, deßhalb unserm klainfüegen verstand in il zuo antwurten übergwaltig zc., haben wir dieselben unser g. h. Kotten gebetten, daß sy sölich artikel uns schriftlich vcrzaichnet hindcr in(en) welltend lassen, die (by) uns zuo betrachten und ze beraten, damit und wir bester geschickter, als billich, u. g. h. mit antwort möchtcnd begegnen, welches ouch von genannten u. g. h. botten güctlich verwillget, hieruf die selben artikel, wie sy muntlich uns die fürtragen, doch etwas maß geändrct, in gschrift überantwurt habend, usgenomcn etliche aid, so uns hiemit angclait worden, so in gedachter gschrift onverfaßt bliben. So nun wir die vier Höf dise artikel, gcschribnc und andere, uns damals fürghalten, mit statten, wie ouch dannzcmal unser versamlete gmaind mit merer Hand rätig ward und ze Händen nam, betrachtet und innerlich besichtiget, bedunkt uns onnot, jeden artikel insonders zuo verantwurten und mit vil warten unser g. h. zuo bcmüegen, dicwil die ganz summ diser artikel unsers bedunkens irr zwen gcaint und gebracht mögen werden; dann ains tails wirt hierin angezogen das, so weltlich (ding), lib und gnot betrifft, anders tails gaistlich, die seel und das gewüssne der conscienz, darum wir die vier Höf uf alle artikel, uns in geschrift oder anders fürgehaltcn, in ainer summ ze antwurten mit merer Hand überaint (aio) habend, welche antwurt u. g- h- bas und genaigter wellend verstau (und) güetlicher «nnemen, dann wir klainfüegen gestcllen mögen; dann was hierin mangelt, soll kainswegs unser onghorsame oder sumsäly, sonders dem onverstand zuogmessen werden; dann wir in allweg unfern g. h. uf das allcrgcschicktest und billichest zuo begegnen gcnaigt sind. Es ist allwcg der(en) im Rintal von den vier Höfen mainig, soll ouch ob gott will unser gmüet von billichcm nit gewendt werden, wie Harnach folgt, mit wart Keffers underrichts, wie wir im Rintal die vier Höf mit aidspflichten unfern g> h' den acht Orten, als unfern obern und gnädigen Herren, verbunden sind, und das mit großem willen, und n»e wir von u. g. h. von Appenzell an die gelangt (und) komm; darus ist kainswegs unser mainig, ob wir glich möchtcnd, (uns) ze schütten oder onghorsamlich ze retten, dann wir gnaigts und guots willens sind, uf das »lim flissigest u. g. h. den acht Orten wie billich gehorsam ze sind und alles das, so denen unser halb ze verwalten von jewelten har zuogstanden, nit zuo mindren, sonder mit vollem nach unserm höchsten vermögen erstatten, on das so in kurzem nüwes uf uns möchte unwissend gworfcn (?) sin, deßhalb wir uns abermals erbietend, uns«" g. h. und jedermann, wellents ouch mit der hilf gottes mit der tat usrichten, schuldige Pflicht, so vil zitlichs, » und guot betrifft, in ainer summ, nichts usgenomen, wie wir an u. g. h. gelangt sind, ze bezalen, gehorsam zc sin und trülich us(ze)richten. Das aber, so die seel, (die) gwüssne, die conseicnz antrifft, welches nllain gott zc verwalten stat, das ouch er durch sin onbetrüglich wort und niemand andern: ze regieren bekannt ist, sind wir n» merer Hand überainkommen, uns mit gwalt deß nit wellen beraubt zc werden, dicwil wir uns ganz zuo unstru g. h. vcrscchend, sy werdend uns darzuo schirme»; dann unser aller mainung und guoter fürsatz ist, uns dem wort gottes also zuo verglichen, daß wir dardurch je länger je mer u. g. h. und jederman gehorsam laistcn m geschickt werdend; darum dicwil ain jeder mensch siner seel am jüngsten tag selbs rechmmg geben muß, und a er November 1528. 1455 darzuo nünt geschickter dann das wort gottes berait(et), ist unser demüetig flißig bitt, u. g. h. wellend uns unser fürnemen des wort gottes halb nit verargen, sonder disc unser antwurt, wie dann wir kl(e)inen das nit bas vermögen, für guot annemen und uns armen u. g. h. underthanen gnädiklich betrachten, wellend wir das mit allem fliß unserm vermügen nach mit undertäniger gehorsame allweg verglichen." Si. A. Bem: michi -de vv. avs. (Undatirte Copie von Ammann Vogler s Hand). Zu v. Zu genüglichcr Erklärung dieses Ansinnens legen wir folgenden Act ein: 1528, 21. November, Zürich. Instruction für Rudolf Thnmiscn, Voten nach Wyl und St. Gallen*). 1. In Wrfl soll er anbringen, daß etliche Burger begierig seien, das Evangelium Christi nach lauterem Verstand zu hören, was der Obrigkeit gänzlich ohne Schaden wäre; sie sei zwar demselben nicht geneigt und habe deßhalb kürzlich mit gewissen Personen unterhandelt; dennoch wünsche Zürich dringend, daß die ganze Gemeinde versammelt und dem Boten gestattet würde, ihr sein Anliegen vorzubringen. Schlägt man dies ab, so soll er es anzeigen und sofort verreisen. Wenn „sie" (Schultheiß und Rath) aber die Gemeinde „stellen", so soll er derselben melden, daß Einige bereit wären, einen Prädicanten auf ihre eigenen Kosten zu haben, um das Evangelium lauter und klar zu höre», ohne Nachthcil für die Obrigkeit und sonst Jedermann; daß ihnen aber solches versperrt werde und sie weder sich versammeln noch mit Zürich verkehren dürfen, müsse dieses sehr befremden; es wünsche, daß ein freies Mehr gestattet würde; entscheide die Gemeinde für das Gotteswort, so werde Zürich mit Leib nnd Gut zu ihr stehen, um 'sie dabei zu schirmen; wolle sie aber mit Mehrheit bei den alten Bräuchen bleiben, so werde es sie nicht weiter drängen, aber nichtsdestoweniger seine Pflicht erfüllen; es könne aber nicht dulden, daß Jemand des Glaubens wegen, und weil er Hülfe und Rath bei ihm suche, mit Gewalt verfolgt, gefangen oder gestraft werde. Der Bote soll hierüber eine bestimmte Antwort abwarten. 2. Dann soll er den Burger und Nalhsfrcund Jacob Frei zu St. Gallen oder Norschach aussuchen nnd sobald es die Umstände erlauben, vor den Abt und dessen Räthe treten und nach Erbietung aller guten Dienste anzeigen, daß die Obern den Genannten zu einem Hauptmann erwählt haben, da sie ihn für tanglich nnd geschickt halten, nach Inhalt der Briefe das Amt zu verwalten, immerhin unter Vorbehalt des göttlichen Wortes und der Mandate seiner Herren; demnach wollen sie denselben dem Abte bestens empfohlen haben. S>. A. Zürich: A. mm St. Gallen. Eine Reinschrift mit dem Datum Samstag vor Katharinc (21. Nov.) hat die Zürcher Jnstrnctioncnsamm- lung I. 133, 134. Mehrere andere einschlägige Acten müssen hier übergangen werden. Zu Ii. Der Wortlaut der bezüglichen Instruction der fünförtischcn Votschaft befindet sich im Zürcher Abschicd- band 10 unter dem Titel „Abschaid usf Zinstag vor Barbare zuo Frowcnfcld" (1. Deccmber): „Als dann mincr gnädigen Herren der fünf Orten der Aidgnoschaft Natsbottcn, nämlich Lucern, Ury, Schwyz, Underwalden und Zug vor den gnistlichcn und weltlichen gcrichtsherrcn nnd den gmaindcn im Thurgöw erschinen sind, habend st) ire Herren und obern etlicher reden, und insonder daß st) nin frömbd volk understnndcn über See oder Npn in das land zc bringen, entschuldiget, mit vil früntlicher crpictung, als jeder pott siner gmaind wol Zc erschaincn waist, nnd ist ir begcr, dnrnmb st) dann von ircn Herren usgcsandt sind, in dry artitel gstellt, wie hernach folgt: „Des ersten, daß gmain insäßcn der landschaft Thurgöw, ir gcsworncn und nndcrthonen, by dem alten nnd ungczmifelten ivorcn christcnlichen glauben bclyben als (wie) ir Herren nnd ober», und in maß wie st) und die Thurgower den von ircn altvordern ercrpt und bis uff disc zit loblich harbracht haben, nnd sich in disem fal, des globens halb, von inen als dem meren teil Orten, denen st) ghorsam ze sin schuldig scheu, »it söndern, biß daß st) minc Herren ains bessern berichten wcrdent, nnd ändrung im globcn machent oder annement. „Am andern, ob denn etwar in der landschaft Thurgöw wider den alten christcnlichen glaube», anders dann wie von alter har gcbrucht wär, frävenlich handelte oder thtttc, und min Herr der landvogt uß ircm bestich st) ch Mittwoch nach Othmari (18. Nov.) wird R. T. verordnet, mit dem Hauptmann Jacob Frei „aufzureiten". 1456 December 1528. ze strafen understüende, daß dann menklicher ime, miner Herren dem landvogt, beholfen sin welle, daß sölich über- tretter mit recht gestraft werden nach irem verdienen. „Und zum dritten, ob sich begäbe, daß sy in krieg kämen von (deß)wegen, daß inen nit rechtens gestattnet werden weit, und sy an iren herlichaiten und oberkaiten, an lyb oder guot, hie oder anderswa mit gwalt on recht getrengt wurden zc., daß dann ain gmaine landschaft inen lyb und guot zuosetzen welle, inen vor gwalt zuo sin, wie dann sy nach iren geswornen aide» inen, als dem mertail, des schuldig, und sy hinwiderumb inen, denen (im) Thurgow, das ouch pflichtig und alzyt zuo helfen sonders genaigt; dann ir Herren, in betrachtung allerlai schadens, so inen und iren underthonen und verwandten uß kriegen erwachsen möcht, nit willens sycn, mit jemand zuo kriegen, sy werdind dann größlich darzuo verursacht, daß sy es thuon müeßten. — Semlich obgeschriben artikel sind von den anmalten der gmainden angenommen hinderstch ze bringen, und darus zuo Win- selben mit vollem gwalt zuo erschinen und antwort ze geben uff Mitwoch nach Sanct Niclas tag nächstkünftig. Actum zuo Frowenfeld uff Sanct Andres tag Apostoli ?c. rxviij." Zürich erhielt diesen Abschied abschriftlich von verschiedenen Seiten. «<»4. Ajern und Arcivmg. 1528, 5. bis 21. December. Archive Bern und Areiburg. Verhandlungen in.Sachen der Genfer. 1) 1S28, 2. December, Bern, Sitzung des großen Rathes. Der savoyische Handel soll anstehen, bis die Räthe zahlreicher versammelt sind; unterdessen (sollen die Parteien?) ruhig bleiben. Auf die Rede, daß der Herzog den Freiburgern etwas zugesagt habe, setzt man keinen Glauben. St. A. Bern: RaihsbuH Nr. 220. 2) 1528, 3. December. Bern an den Herzog von Savoyen. „Illustrissimo, oto. Ilous nvons ontonäu 00 guo vos nmbnssnäours, lo soiAnour äs IniIIiu, Aouvornour äo Vnuä, ot 1s soiAnour äo I'orox, äo vostro pnrt nous ont proxoso, ot nussi 00 guo lo trosorior :Vmi Llirnrä au nom ot äs In xnrt äo nos oomdourZsois äo Llsnovo nous n oxpliguo, promioromont touollnnt los xrisonnisrs äo (lox, guo iooux lussont äolivros sur vnution ot tinnoomont gus äoäuns lospnoo äo äoux mnis npros lour rolnoliomont nuxäit» äo (Ilonovo soroiont paz:o los vnobos, vonux ot lroma^os gui lour 8ont osto prins, äs guoi Inmbnssnäour äs Llonovo est osto vontont st n nooo^to osstux point. llo nonns moins 08t survonu guolguo mospriso, n snvoir guo loäit nin- dnssnäour äs Llonovo nvoit sntsnäu quo los tinnvos äou88snt sstro en In oito äs tlonovo ot nussi (äonns) llnnov pour los äosxsns, krnis ot missions, os gus vosäits nmbnssnäours nont voulu nvoir ontonäu, nins gas ooux äs Llonovo soi äsu8ssnt oontontor äs8 ünnvos äo In bnronio äs llox ou nutros; onr on In oito äo (lonovo ils non snuroiont trouvor, 8ur guoi Inmbnssnäour nlo Llonovo oommo pnr nvnnt rosxonäit, gas si 1s8 llnnoos Nö8toiont äo douovo, gllö N)' snuroit kniro nutro (oluZ8«z); onr sils äeus8önt nooopter äö8 tinnoes äo vostro ynvs, soroit In oboso oommo pnr nvnnt. Kur guoi (nou8) nvions trauvo movoti, n8savoir guo nous voulions llnnoor IssäitZ xrisonniors pnr oonäition guo äoänns äoux mois npros lour äolivrnnvo I08 vnokos, vonux ot lromn^os, nussi loa ooustos lussont pnxoos, ot guo vv8äit8 nmbnssnäours nou8 üssont (?) obligor äo nous Anräor inäomzznos, so guils ont rotuso, äisnnt guo non nvoiont point äo obnrAö. ^.insi ost oostu)' nrtiolo äsmouro. Kur los nutros nrtiolss (nous) nnvons prosontomont xou oräonnsr n onuso guo nos ntkniro« no sont onooro vuiäox, ot nussi ne sommos xns lüon nssomblos; äono nvons remis lo ons sn nutro tomxs, vous prinns ot nämonsstnns guo 00 ponännt vouillsii ostro xnoiliguo8 ot Iss nssosts äos dions äo nos bour- Asvis äo tZnnovs Inollor, äos äokonsos äos vivros lovor ot onsomblo nminblomont voisinor. ll'ouoliaot lall' vortisssmont ot (lo) rnpport guo Ion vous n lnit guo vos nmdnssnäours, lo soi^noui' äo l.aisio ot vostro soorotniro Idontnnol niont tonu Molguo propos n Idribourg guo lour ävussio?. nvvir promis niäo oontro »ous, December 1528. 1457 SSMIUSS iZnorant 6s ssln et vous tsnous prsssntsmsiit j>nuv sxouss. — ?. 8. bin outrs out vosäits am- birssnäsurs pris tsrms äs vous nävsrtir, si vsuillox gus usus lnmeons xour Iss prisonuisrs, oorums äit sst ou »i vous trouvss: Iiiiiioes on 1a vits äs ksnovo, gus aäono Iss prisonuisrs soieut ässlivrss." St. A. B-m: Welsch Mlsstven X. 117, Iis u. 3) 1528, 3. Dccember. Beim an Genf. Mittheilung einer Abschrift obiger Missive, mit entsprechenden Rüthen. ib. ib. II« b. 4) 1528, 5. Deeember, Freibnrg. Die Botschaft des Herzogs von Savoyen stellt das Begehren, daß man die Genfer auffordere, die Gefangenen auf Bürgschaft freizulassen. Und da die Genfer drohen, einen Krieg anzufangen, so wünsche er zu wissen, ob man ihnen dazu behülflich wäre. K.A. Fr-iburg: R°thsb»ch Nr.i«. 5) 1528, 7. December, cbcndort. Schreiben an den Herzog, an Genf nnd^ie dort dienenden Freibnrger. ib. 6) 1528, 18. December, Bern. Dem Boten von Genf ist ein Abschied zu geben über das, was er zuletzt gehandelt hat. . St. A. Bern: Rathsbuch Nr. 220. 7) 1528, 13. Dccember. Bern an den Herzog von Savoyen. „Illustrissiruo, sto. blos oombour^sois äs Llsusvs von» ont nävsrtis pur Isnr aiubassaävur gui est par äson, ooiuuis äonx osuts Iiomiuss äs Ausrrv soisut mir Iss tsrrss äs dklitiZnis, appurtsuautss n Saint Vivtsur, Iso gusulx molsstsut los pnuvrss Zons äs 8. Viotsur st aussi untres pnssans, st äavantaAS aiont loura^s uns AranAsris äs dornst, oonsoillsnr äs (Ivnvvs, gusst olioss bis» sstranAS snr Iss uävsrtissomons gus vous nvous taits, gus pour dou st sntrs- tsnoinont äs paix voulsississi msttrs oräro et remsäs s, tienls insonvsnisns st Insu voisinsr nvss nosäit» bourAsois äs Llsusvo, ss gus äersodsk vous Prions st trssaosrtss supxlious gus Issäits äsux ssns Iioniiuss vsuilliox lairo vuiäsr äs In st oonnns ungusrs vous avous rssoript 1o iis äs es inois, a. sola äonnsr lisu, atin gus nosäits bourZsois äs Llsusvs naisnt ooonsion äs soi plniuärs äs vous. illouollant Is mnistrs äs 1a inonnozis äs Llsnsvs vous Prions gus au inoins los bisus äs sa insrs no vsuilllm oooupsr ni arrostsr st a lui aärninistrsr zustioo, ooinms pur vi äsvant sur nostrs rsguosto avos: proniis"... St. A. Bern: Welsch Misswen ll. 120 b. 8) 1528, 21. December (Thomü Ap.), Bern, Sitzung des großen Rothes. „Dem botten von Jens ein abscheid, wo der Herzog sy begwaltigen wellt wider recht, alldann min Herren inen halten, was das burgrecht inhalt und zuogibt." — „Soll der Herzog brief und sigel zöugcn." — oass. St. A. Bern: RaihsbuH Nr. 220. 9) 1528, 21. December (Rkomas ^rpostoli). Bern an den Herzog. Mittheilung des über den Streit wegen des Genfer Vidomats gefaßten Beschlusses. (Der Text desselben fehlt; vgl. N. 19). St. A. Bern: Welsch Missive» X. 121 lt. 19) 1528, 21. Dccember (8aint-RIiomas), Bern. Dem Gesandten von Genf, trssorior et ooussillsr, wird auf seinen Vortrag betreffend das Vidomat von kleinen und großen Rüthen der Bescheid gegeben: l)us loxosllsnoo äs uroussiAnsur äs 8avoxs äoit moustrsr st proäuirs sss Isttrss, titrss st sssls guil prstsnä äavoir a oauss äuäit viäownat, ainsi oomrns äsga par plusisurs kois su ost ssto oräouns, non abstaut labsoliöiä äeruisrouisut tait a ?az:oriie". . . St. A. Bern: Jnstructlonsbuch X. 211 b. 11) 1528, 22. Dccember, Freiburg. Es fällt ein Anzug, man solle mit dem Herzog reden, doch mit dem Beding, daß die Walliser vorgehen. K. A. Fr-wurg: Rathsbuch Nr. so. 12) 1528, 23. December (Mittwoch vor Weihnacht), Bern. Boten aus der Waat begehren, daß der Genfer Handel freundlich geschlichtet werde, und bieten dafür ihre Hülfe an. Man dankt ihnen und bemerkt, man sähe diese Sache gern vertragen; sie mögen die Edclleute „abweisen", die den Gcnfern Gewalt anthnn, und bei dem Herzog um einen freundlichen „Anlaß" werbe». St. A. B-m: Ra«hsl>»ch Nr. 220. 13) 1528, 23. December. Bern an Freibnrg. Antwort auf dessen Zuschrift und den Vortrag der Boten aus der Waat. Man sähe zwar gern, daß der Span zwischen dem Herzog und den Genfer» freundlich beigelegt werden könnte, habe aber keinen bestimmten Rathschlag fassen und auch keinen Tag bestimmen wollen, indem man 183 1458 December 1528. ja nicht wisse, ob der Herzog dazu einwilligen würde; darum habe man jenen Boten die Antwort ertheilt, sie möchten zuerst bei ihrem Fürsten eine Erklärung auswirken, ob er den Handel nochmals zu freundlicher Unterhandlung wolle kommen lassen, und dann darüber Bericht geben, damit man sich weiter zu verhalten wüßte, w. St. A. Bern: Teutsch Missiven Ii. 123. — K. A. Freiburg: A. Bern. «os. Wurgau. 1528, 6. December f. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede vlL. L49. „Was die gesandten von Zürich (Peter Meyer, Johannes Jäckli) und Bern (Anton Noll) nf Sonntag nach Nicolai und darnach an nachfolgenden enden im Thurgöw gehandlet haben." t». Da die Mitbürger von Constanz in vertrauter Weise angezeigt, daß Joseph Amberg oder Andere nächstens sich in das Schloß Gottlieben einschleichen und dann im Namen der V Orte da bleiben wolle, was zu Mörsburg so practicirt worden sei, und nebenbei den Vogt zu Gottlieben (vorläufig) haben warnen lassen, so hatten die Boten Auftrag, in der Eile (d. h. zuerst) dahin zu reiten, von dem allem dem Vogte Kenntniß zu geben und ihm einzuschärfen, daß er zu diesem Anschlag keine Hand biete und weder von Fremden noch Heimischen eine Besatzung annehme ohne Gunst und Erlaubnis; von Zürich und Bern; denn er möge selbst einsehen, daß man eine solche Besitznahme nicht ertragen könnte, und daß ihm selbst nur Schaden daraus erfolgen würde; wenn er aber einen Ueberfall fürchten müßte und einen Zusatz uöthig hätte, so rathe mau ihm, aus der Umgegend, als von Ermatingen zc. tüchtige Leute an sich zu ziehen, um die Landschaft Thurgau vor dergleichen listigen Plänen zu schirmen, u. s. w. Das hat M. Jäcklin ausgerichtet und eine Antwort erhalten, welche den Boten bekannt ist. I». Zu Weinfelden ist ihnen von den Gerichtsherren und den Anwälten der Gemeinden die folgende Antwort geworden: Sie seien gesonnen, bei dem früher zu Frauenfeld gefaßten und der Botschaft von Zürich schriftlich mitgetheilten Beschlüsse, den sie auch zu Einsiedeln eröffnet haben, zu beharren und hoffen, die beiden Städte (eigentlich „sy", d. h. Zürich) und andere Eidgenossen werden sich den genügen und gefallen lassen- Und da der Glaube in keines Menschen Zwang stehe, so wollen sie darin niemand zwingen, weder Geistliche noch Weltliche, Jung noch Alt, sondern Jeden unangefochten und ungestraft bei demjenigen bleiben lassen, was er mit göttlicher biblischer Schrift zu behaupten wisse, e. Die Boten haben den Abt von St. Gallen ersucht, denen von Wyl und Norschach „christliche" Prädicanteu znznlassen und besonders den (Pfarrer) Z" Norschach, der die beiden Städte und ihre Anhänger im Glauben mehrmals öffentlich Ketzer gescholten, zu ent- ferucu und samt einem Andern, der sich gleich vergangen, zn berechtigen. Darüber hat der Abt Bedenkzeit genommen, um die Sachen an seine Näthe zu bringen, «l. Der Gemeinde Sommeri halb haben die Boten die Antwort empfangen, „sie" (die Kirchgcnossen zc.) wollen sich keiner Partei (der Herren) gegen die andere beladen, sondern ihre Pflichten in zeitlichen Dingen, als Zinsen, Zehnten ?c., gegen Jedermann erfüllen. Im GottcswoU halten sie jedoch zu Zürich und Bern. «. Des (Herrn) von Eins und Ammann Vogler's halb weiß jeder Bote, was gehandelt ist. I'. Das übrige alles, das ihnen „begegnet" ist, weiß jeder anzuzeigen. Der Abschied ist unterzeichnet: „Stattschriber Zürich." Die Jahrzahl fehlt. Zu t» sind folgende Acten zu beachten: 1) Die (erste) Zürcher Instruction enthalt eine weitläufige Beantwortung des fünförtischen Vortrags- Es mag genügen, die wesentlichen Momente anzudeuten. December 1528. 1459 1. Die Verhandlungen zwischen „den Eidgenossen" und den ausländischen Herren seien nicht unbekannt geblieben; eben diese haben Zürich und Bern bewogen, mit St. Gallen und Konstanz christliche Burgrechte einzugehen, nicht bloß um sich selbst und ihre (näheren) Angehörigen in Frieden und Ruhe zu setzen, sondern um auch Andere, wie die frommen Thurgauer und (überhaupt) die Anhänger des Gottesworts desto besser zu schirme», in der Hoffnung, daß die Thurgauer sich gebührlich erzeigen und wohl bedenken, daß ungeachtet der guten Worte, die man ihnen (von gegnerischer Seite) gebe, heimliche Anschläge sowohl in der Eidgenossenschaft als in andern Landen betrieben werden, allein um Pracht, Gewalt und Eigennutz zu erhalten und mit süßen Worten das göttliche Wort zu unterdrücken. 2. Aus der Ermahnung an die Thurgauer, bei dem alten christlichen Glauben zu bleiben, erkenne man wohl, daß die Boten der V Orte nicht wissen, was der alte unbezweifelte Christenglaube sei; sie scheinen nämlich (zu vergessen), daß der wahre Glaube nicht vererbt und als bloße Gewohnheit hergebracht werden könne, sondern aus freier und unverdieuter Gnade Gottes und dem Anhören seines Wortes komme und folge; er sei auch weder dem Mehrthcil noch dem Miudertheil der weltlichen Obrigkeit unterworfen, da dieselbe nur über Leib und Gut zu gebieten habe. Wenn die Eidgenossen eine Acnderuug und Besserung in, Glauben annehmen möchten, so würde man sich darüber zum höchsten freuen; aber bisher sei es noch nicht (einmal) dahin gekommen, daß man die Mißbräuche, die mau doch nahezu einstimmig anerkenne, hätte abstellen können. Hinwider erbiete sich Zürich, wie es seit dem Anfang gethan, bessern Bericht aus göttlicher Schrift jederzeit anzunehmen, -c. ?c. (wie schon öfter). So lange nun Niemand komme, um solche Unterweisung zu geben, wolle es bei dem Gotteswort beharren. Und wiewohl es seine Gesinnung früher schon den frommen Thurgaueru habe eröffnen lassen, wolle es jetzt doch abermals erklären, daß es, mit Vorbehalt der weltlichen Rechte, jeder Kirchhöre und Pfarre, die sich im Glauben gleichförmig mache, dazu förderlich sein und sie wider Recht davon nicht werde drängen lassen, sondern nöthigenfalls auch Leib und Gut treulich zu ihnen setzen wolle. Dagegen sollen auch diejenigen, die bei den alten Bräuchen und Ceremonien zu bleiben begehren, nicht mit Gewalt davon genöthigt werden. 3. Auch in dem ferner» Artikel, der den Thurgauern zumuthe, die Uebertreter des alten Glaubens nach Verdienen strafen zu helfen, sei wieder der Mangel, (daß die V Orte ihren Glauben für den altchristlichen halten...). Als christliche Obrigkeit lasse mau freilich zu, daß ein Uebertreter des Glaubens rechtlich gestraft werde; es könne aber nicht „beigebracht" werden, daß derjenige ein Uebertreter des (rechten) Glaubens sei, der nur wider päpstliche und menschliche Satzungen handle, die für Geld wieder erlassen werden; man habe seit vielen Jahren wohl gesehen, wie Dinge, für welche Päpste und Bischöfe früher 6 oder 10 .Kreuzer genommen, jetzt mit ebenso viel Gulden bezahlt werden müssen, wodurch der arme Mann schwer und wider Gott und Recht bestraft werde; man schweige davon, daß etwa einer an eine christliche Predigt gehe oder in seinem Hause biblische Schriften lese. Es sei aber offenbar, wie übel, freventlich und gewaltthätig bisher allein des göttlichen Wortes und des Ncchtthuns wegen mit den Thurgauern verfahren worden, wie der gemeine Mann geplagt und ausgesogen worden, sodaß er mit seinen Kindern habe Mangel leiden müssen. 4. Die Aufforderung, im Kriegsfall der Mehrheit der Orte beizustehen, . . . (Abbruch des Originals). St. A. Zürich! Jnstwct. I. ISS—ISI. 2) Eine ziveite, für dieselben Boten bestimmte, aber undatirtc Instruction enthält nur folgende Stellen, die wir wörtlich zu geben vorziehen: 1. „Demnach unser gesandten uns anzöigcnt, daß Amman Voglers bcgcr sigc, hinnf zuo ritcn und mit etlichen gmcmdeu (im Nintal), einer oder mcr, so sich des göttlichen worts halb inen nit glichförmig erzeigt, ernstlich zuo reden .'c., habcnt wir das ze thuon, sofcr es not ist, inen bcfolchen und zuo handle» (ufgcbeu), als sy wol wüsscnt. 2. „So ist der Edcllütcn und Gerichtsherren halb im Thnrgew diß unser befelch, daß unsere gesandten sy uüt heißen noch wcren an die gemcind zuo kcrcn oder nit, doch mit inen ernstlich reden, daß sy den bidcrben lütcn dheiu übcrtrang tüegint, sonders sy blyben lassen und sich hinfür bas dann bishnr gegen minen Herren schicken. 3- „Unfern gesandten und sonderlich Peteru Meyger ist wol zuo wüsscu uf das, so dem Abt von Fischsugen begegnet, was sy mit etlichen Personen reden söllent." w. n>. iss«. 1460 December 1528. Obwohl diese zwei Boten sonst nirgends mehr neben einander vorkommen, wollen wir doch nicht behaupten, daß obiger Nachtrag genau hieher gehöre; doch dürfte er kaum erheblich später datirt werden. 3) 1528, 3. December, Bern. Instruction für Anton Noll, als Gesandten zu der Landsgemeinde im Thurgau. 1. „Anfangs inen fürhalten, daß minen Herren beschwerlich sye, daß die v Ort solich anmuotung an sy die Thurgöwer than Hand ane beider stellen Zürich und Bern müssen, nämlichen uf dry artikel gegründt. Des ersten, daß sy by dem alten ungezwyfleten waren christenlichcn glauben belyben, den sy von iren altvordern ererbt, glych als ob min Herren einen unchristenlichen glouben angenommen Helten und understücndind, die so inen ze versprechen stand oder sunst oerwandt sind, zuo Unglauben ze zwingen, das doch in ir sinn, dank noch fürnemen nie kommen sye. Wol sye war, daß sy uß bericht gottes wort etlich abfüerisch üsserlich abgötteryen usgerütet und demnach mit der statt Zürich ein christenlich burgrecht ufgericht, darin beid stell sich entflossen, niemands, der dem gottswort anhängig, in iren landen und gebieten, ouch gemeinen Herrschaften darum ze strafen, auch daby niemands zwingen, den glouben und das gottswort anzenemen, dann ouch solichs in menschenzwang nit beftat. Darzuo so habind sich beid obbemeldt stell erlütert, ire underthan und ander, so sy mit andern Eidgnossen gmcinlich ze regieren Hand, wo sy die evangelische leer guots willens und mit merer Hand angenommen oder noch annemen wurden, und jemands understüende, sy mit gwglt ane recht daroon ze krängen, daß sys alsdann nit verlassen wellten, sonders lyb und guot zuo inen setzen und sy mit hilf und gnad gottes vor gwalt verhüeten, als das frommen christenlichcn obern zuostat; des willens min Herren noch syend. 2. „Daß sy aber recht abslachind oder von des gloubens wegen, den sy angenommen, jemands ze bekriegen understandind, werden sy um dhein fach thuon, aber doch darneben sich ouch darvon nit trängen lassen. 3. „Harum sy die frommen lüt im Thurgöw ermant wellen haben ze betrachten, welches Ort an dem andern brüchig worden und krieg angefangen Hab, und als fromm underthan(en) ermessen, wie billich die v Ort den abgesagten zweyen stetten Hinderrucks ein fromme landschaft Thurgöw verhaßt und abtrünnig understand ze machen, deß sich doch min Herren gegen bemeldten biderbcn lllten dheins wegs versechen, sonders syend sy ungczwyfelter zuoversicht, sy werdind in schuldiger gehorsame belyben und die göttliche warheit helfen handhaben. „Das sollend ir kurzer Meinung anzeigen, doch daby dem Kotten von Zürich in üwerm anbringen glyäp förmig sin und der landsgemeind fürtragen, was zuo den händlen dienstlich, und die Notdurft erfordert. 4. „Der Hüsten halb habend ir gwalt, mit minen Herren von Zürich und Costanz ze handlen und ratslagen je nach gestalt der fachen, doch nüt cndlichs besließen bis uf unser gefallen. Actum Frytag nach Andree," ?c. St. A. Bern: Jnstruct. ä.. 230 b, 231. «««. Kinstedelll. 1628, 7. December (Montag nach Nicolai). Staatsarchiv Zürich: Acten Schwyz. (Zweite) Nechtsverhandlung zwischen Zürich und Schwyz. Gesandte: Zürich. M. Niklaus Setzstab und M. Rudolf Stoll, als Zugesetzte; M. Ulrich Kambli und M. (Rudolf) Thumiseu, als Rathgcber; Johannes Escher, als Redner. Schwyz. Gilg Nychmuth, Ammann, und Vogt (Martin?) von Kriens, als Zusätzer; Ammanu Neding und der Laudschreibcr (Balthasar Stapfer)/ als Rathgeber; Joseph Amberg, als Redner. (Ein Abschied fehlt. An dessen Statt benutzen wir den Bericht der Zürcher Gesandten, von der Hand des zürcherischen Unterschreibers Burkhard Wirz, der dieselben auf jeden Rechtstag begleitet zu haben scheint). I. Nachdem die Gesandten auf St. Niklaus Tag am Abend in Einsiedeln angekommen und morndeß um Mittag in die Abtei berufen worden, habe Ammann Reding von Schwyz sie niedersitzen geheißen und sie dann December 1528. 1461 ungefähr in diesem Sinne angeredet: Es bestehe seit längerer Zeit ein Span mit dem Pfleger von Einsiedeln und den Herren von Zürich, der mehrmals vor den Eidgenossen angezogen, aber zu keinem Beschluß gebracht worden sei; das habe seine Herren von Schwyz verursacht, Zürich laut der Bünde zu mahnen, und es sei nun Joseph Amberg beauftragt, den Handel gemäß den Bünden zu Ende zu führen. — Darauf habe Amberg, an diese Anzeige anknüpfend, seine Mitgesandten und den erwählten Schreiber genannt, die Botschaft von Zürich freundlich begrüßt und den Handel eingeleitet. II. Die Gesandten (von Zürich) haben sich Bedenkzeit genommen, um eine Antwort auf diese Vorträge zu berathen; die diesseitigen Zugesetzten seien ihnen (aus dem Saale) nachgefolgt; aber sie, die Anwälte Zürichs, haben denselben vorgestellt, es wäre „förmklicher und unverwyslichcr", daß sie dem Nathschlag nicht beiwohnten, damit es nicht den Anschein hätte, als ob sie Rathgebcr und Nechtsprecher sein wollten. Die Beiden haben sich schweigend sofort wieder in die Stube verfügt. — Die Gesandten haben sich dann zu folgendem Vortrag vereinigt: Daß Ammann Neding einen Span „zwischen dem Pfleger" angezogen, lasse man vorerst auf sich beruhen und erstatte den Eidgenossen von Schwyz den freundlichsten Gruß u. s. w. Von einem Span, wie er Eingangs erwähnt worden, wisse man nichts, wie Schwyz aus vielfachen Schriften und Vorträgen auf Tagen gehört haben werde; die Herren hätten deßhalb verhofft, daß sie nicht laut der Bünde gemahnt werden sollten; da es dennoch geschehen, so haben sie der Tagsatzung Folge geleistet und sich zum Rechten verfaßt gemacht (Nennung der Richter). Sofern nun die Zugesetzten von beiden Seiten sich setzen nach Ordnung der Bünde, so wolle man Antwort geben und die empfangenen Befehle eröffnen; man hoffe den Handel nach so langer Dauer bald zu gutem Ende zu bringen. Bevor sich aber die Richter (Zugesetzten) setzen, wolle man offen erklären, daß man aus keiner Ursache laut der Mahnung erscheine und den Pfleger oder den von Gcroldseck betreffend keine Antwort geben, sondern bloß die Freiheiten, Rechte und Herkommen der Stadt und Landschaft Zürich, wie man die von den Vordem ererbt und bis heute erhalten, vertheidigcn werde, daß man sich auch in Ewigkeit ohne Recht nicht wolle davon drängen lassen. Wenn „sie" (die Schwyzer) auf diese Instruction hin handeln wollen, so mögen die Zugesetzten sich setzen; auf irgend welchen andern Anzug werde man nicht antworten. III. Joseph Arnberg habe erwidert: Es dünke sie befremdlich und unbillig, daß Zürich in Sachen des Geroldseckers keine Antwort geben und auf seinem Vortrag beharren wolle. Sie (die Boten von Schwyz) begehrten einen „Verdank", zu dem sie auch ihre Sätze fordern müßten, weil ja dieselben noch nicht geschworen hätten. Alle mit einander seien hinausgegangen, wobei Ammann Rychmuth geredet habe: „Dabi mag man mol hören, wie wir bishar ufzogen sind, (und) welte setz aber gern geschechen; es werd aber setz noch meiner mer erlitten, weder setz noch hernach." Nachdem alle wieder eingetreten, habe Joseph Amberg gesprochen: Sie merken wohl, daß abermals ein Aufzug beabsichtigt werde; inzwischen gebe Zürich dem Pfleger Aufenthalt in dem Hof des Gotteshauses Einsiedel,! und lasse ihn dessen Güter nutzen und verkaufen; daß nun das in die Länge gezogen würde, könne man durchaus nicht dulden; denn die Eidgenossen haben diesen Handel nach Einsiedeln gewiesen, um zu erläutern, ob Schwyz die Bünde beschwören solle, bevor es Zürich bei denselben zu mahnen habe, oder ob Zürich zuvor über den Handel des Geroldseckers rechtlich Antwort geben solle. Die Eidgenossen haben das mehrmals „verlouguet", daß nämlich diese Weisung zu Lucern nicht geschehen sei. Weil nun die Boten hören, daß sich Zürich nicht anders einlassen wolle als oben vorgetragen, so begehren sie den Vortrag schriftlich, um dann die Sache wieder an die Eidgenossen zu bringen und sie um Hülfe und Rath anzurufen, damit sie des Handels los werden mögen; denn so sei es schlechterdings nicht zu ertragen. IV. Hierauf haben die Gesandten von Zürich ihre Zusätzer auch zu dem Rathschlag gefordert, weil die Gegner die Ihrigen auch beigezogen, und damit den Ausstand genommen. Mittlerweile seien „da innen" viele seltsame Reden geschehen, (namentlich) von Ammann Rychmuth, was man durch biderbc Leute wohl zu erfahren hoffe. Nach gehabter Berathung habe mau die Antwort eröffnet: Man beharre bei dem vorhin angezeigten Befehl. Was Joseph Amberg behaupte, daß Zürich die Weisung von Lucern „verläugnet" habe»), könne man nicht zugeben, da solches niemals erweislich sein werde; denn wäre Zürich des von Geroldseck wegen hieher gewiesen worden, ") Die verschiedene Ausdrucksweise des Textes über diesen Punct beruht aus dem getreu übersetzten Original. 1462 December 1328. so möchte die Vermuthung entstehen, daß es als Partei betrachtet würde; es ergebe sich aber ans allen Schriften und Vorträgen ihrer Boten, dgß man sich des Geroldseckers nie habe annehmen wollen; wenn sich aber der Span in Güte vertragen ließe, so würde es nach Vermögen dazu beholfen sein; geschehe das aber nicht, so könne man den von Geroldseck ohne Recht nicht wegtreiben lassen, weil er die Obrigkeit nur um Recht angerufen, nach Inhalt der herkömmlichen Freiheiten der Stadt und Landschaft, und wie sie von Alter her den Ruhm genossen, daß sie jedem, der sie um Recht ersucht, dazu verhaften habe, werde sie ihm und Andern in gleicher Weise Recht halten. Wenn nun Schwyz in diesem Sinne handeln wolle, so sei man dafür gefaßt; im andern Fall werde man den gethanen Vortrag nicht übergeben, sondern bei dem angezeigten Befehle bleiben. V. Joseph Amberg habe geantwortet! So sehe man denn, daß Zürich in dem schon öfter besprochenen Haupthandel keine Antwort geben wolle, und daß es, nachdem man die Bünde dem ergangenen Rechtsspruch gemäß einander geschworen, „jetzt hinter sich zufe"; er begehre daher einen weitern Verdank. „Uf das runet der Vogt von Kriens etwas dem Amman Richmuot. Do redt der Amman Richmuot, sommer botz wunden, ist es denn nit ein jämerliche klag, daß wir dem rechten statt Hand than, so von unfern Eidgnossen von Luzern ab gehaltner tagleistung gewyst ist, und so dasselb überhin und wir im statt Hand than, so wcnd die von Zürich uns im houpthandel dhein antwurt gen. Sommer botz wunden, es mag nit erlitten werden, und du Escher, daß du noch als groß wärist, so wirts nit erlitten. Stuond uf, ruckt sin schwert zuorecht und redt, ja es wirt nit erlitten, und stimmt es nit, daß ir unsere Herren wellint sin, und sommer botz wunden, es wirt bi dem nit bliben, dann üwere vordem Hand es den unfern ouch thon, und sommer botz wunden, si Hand üch nit mögen zum rechten bringen, und sömlichs wirt üch nit vertragen, das wüssent üben." VI. Darauf habe man bemerkt, Zürich habe bisher die Bünde gehalten und niemand wider Recht geschädigt; es werde das auch serner thun und sich in Ewigkeit nicht ohne Recht „davon" drängen lassen; das solle jedermann wissen. Als die Gesandten (von Schwyz) zum Verdank hinausgegangen, habe Rychmuth unter der Thüre wieder gesagt, „es wurd bi dem nit bliben, und (wir) müeßtint ire Herren nit sin, und söltint wir es gehygt han." VII. Nach diesem Auftritt seien die Boten von Zürich in ihre Herberge zurückgekehrt. Ammann Reding, Joseph Amberg und der Landschreiber haben über das Vorgefallene ihr Bedauern bezeugt und dringend gebeten, die Sache nicht zum ärgsten aufzunehmen, sondern in Gottes Namen wieder „hinauf" zu kommen und den Handel wieder anzufangen. Wenn man den Ammann Rychmuth als Zugesetzten nicht mehr haben wolle, so wollen sie den Ammann Reding für ihn setzen und jenen als Rathgeber nehmen. Sie bäten nochmals zum dringendsten, das Geschäft an die Hand zu nehmen, und wenn Rychmuth etwas geredet oder gethan hätte, das man nicht wollte hingehen lassen, so möge man ihn darum belangen, indem der Vorfall den (andern) Herren leid sei. VIII. Man habe geantwortet, die Boten seien auf die Mahnung bei den Bünden hieher gesandt worden in der Hoffnung, daß da nichts Ungeschicktes begegne; da nun Ammann Rychmuth sich so geäußert, so werde man in der Sache nicht weiter handeln, sondern den Herren und Obern Bericht erstatten; was die dann weiter beschließen, lasse man geschehen. Des Zusammenhangs wegen sind zunächst folgende Acten beizurücken: 1) 1328, 14. November (Samstag nach Martini). Schwyz an Zürich. Nachdem man sich gegenseitig die Bünde geschworen, und Schwyz durch seine Boten wie auch schriftlich Zürich gebeten habe, den von Geroldseck ab den Gütern des Gotteshauses E. zu weisen oder zu bundesmäßigem Recht anzuhalten, sei man freundlicher Antwort gewärtig gewesen, aber noch gar keine erfolgt, was nicht wenig befremde. Nun höre man, daß der von Geroldseck nicht bloß (widerrechtlich) die Güter des Klosters genieße, sondern solche verkaufe; wie das zu ertragen sei, möge Zürich selbst ermessen. Darum stelle man nochmals die ernstliche Bitte, ihn wegzuweisen zc., und um sofortige schriftliche Antwort. St. A. Zürich: ». Schwyz. 2) 1528, 25. November (St. Katharinen Tag). LA. und zweifacher Landrath von Schwyz an Zürich- Antwort auf dessen Erwiderung vom 16. d. (Othmari). Auf das freundliche Erbieten, dem von Geroldseck hierseits gutes Recht ergehen zu lassen und ihn auf sein Begehren genugsam zu verglciten, habe man noch immer keine Antwort empfangen. Da man nun den Frevel und Gewalt, den er wider alles Nechtbicten übe, nicht länger December 1528. 1463 dulden könne, so wolle man Zürich nochmals dringendst ermahnen, die gute Freundschaft und Liebe, die man einander bisher bewiesen und ferner haben solle und wolle, zu Herzen zu nehmen und ein Ort einem fremden Manne, der Zürich doch nicht angehöre, vorzuziehen w. Wen» es aber wider Vcrhoffcn nicht willfahren wollte, so mahne man es kraft der beschwornen Bünde, auf Sonntag St. Nicolaus Tag (K. Dcc.) mit gleichem Zusatz nach Einsiedeln zum Recht zu kommen, um den Artikel zu erläutern, ob es Zürich gezieme, dem von Geroldseck derart Aufenthalt zu gewähren, oder ob es ihn zum Recht nach den Bünden zu weisen schuldig sei. Wenn es den Johannes Locher als Schreiber annehmen wolle, so möge es denselben beschreiben. St. A. Zürich: A. Schwyz. Zum Schlüsse für den gegenwärtigen Band lassen wir von den übrigen noch die erheblichsten folgen: 3) 1528, 12. December (Samstag vor St. Lucien Tag). Landammann und ganzer Landrath von Schwyz an die Zweihundert in Zürich. Dank für den Besuch des kürzlich angesetzten Nechtstages zu Einsiedeln. Daß sich da etwas Widerwärtiges in Worten zugetragen, sodaß die Gesandten von Zürich keine Antwort mehr haben geben wollen, bcdaure man herzlich und möchte wünschen, daß solches erspart worden wäre, bitte auch, das Geschehene nicht arg zu deuten und den Unwillen abzulegen ?c. Da man nun in der Sache nicht stillstehen könne, so setze man abermals einen Tag „zu den Einsiedeln" auf Sonntag vor St. Thomas (2V. Dec.) und crmahne Zürich kraft der Bünde, denselben mit gleichem Zusatz zu besuchen w. Und da die Bünde sowie der Pfaffenbrief vielfach sagen, daß Niemand den Andern ohne Recht angreifen und an Leib oder Gut schädigen solle, und der von Geroldscck des Gotteshauses E. Güter mit Gewalt innehabe, so fordere man Zürich laut der Bünde und des Pfaffenbriefs auf, ihn bis zum Austrag des Rechten abzustellen, damit er die Güter des Klosters weder brauchen noch sonst darüber verfügen könne. Wenn Zürich ab der „zornmüthigen" Rede des Ammanns Rychmuth ein so großes Mißfallen hätte, daß es ihn nicht mehr im Rechten wollte milsitzen lassen, so sei man geneigt, einen andern tauglichen Mann dafür zu verordnen. Den Schreiber möge es selbst berufen. Begehren schriftlicher Antwort. St. A. Zürich: A. Schwyz. — K. A. Schwyz: A. Einsiebeln . Heimzubringen und ans dein nächsten Tage Antwort z" geben über die eingelangte Missive des Königs von Böhmen und Ungarn, I Da Heinrich Güttinger zu ^Nienstädt geäußert hat, die Eidgenossen haben den alten Herzog von Mailand verrathen und den jungen vertust, so soll das heimgebracht und ans dem nächsten Tag Antwort gegeben werden, wie man gegen denselben ^»schreiten wolle. It.. Der Landvogt im Thurgau stellt das Begehren, man möchte ihn entlassen und einen widern für ihn ernennen ans Zug, oder dann ihm seine Belohnung erhöhen. Heimzubringen und ans der Jahr- ''chunug darüber Antwort zu geben. I. Appenzell gibt folgende Erklärung ab: Es wolle wie bisher alles Mögliche thun und keine Kosten, Mühe noch Arbeit sparen, um die Zwietracht unter den Eidgenossen vermitteln zu hAfen; sei das ohne Erfolg, so halte es sich dem Inhalt seines Bundes gemäß nicht für verpflichtet, irgend einer Partei anzuhangen oder Hülfe zu leisten; vielmehr solle und könne es sich ruhig verhalten, i». Die ans dem Thurgau haben gleiche Antworten schriftlich eingesandt, wie sie ans dem Tage zu Einsiedeln mündlich gegeben wurden. Da der (alte) Hauptmann von St. Gallen mit dem Abt abgerechnet haben soll, so wird ihm ^fohlen, auf den nächsten Tag nach Baden zu kommen und den IV Orten Nechnung abzulegen, damit es nicht ^he, wie mit dem Hauptmann Degen selig. «». „Lieber Vogt, gedenken an min Herren von Zug und Friburg." V. Die Botschaft von Basel zeigt an, wie die Stadt gegen die Frau Hans Gallicians sel. im Recht gestanden 1468 December 1528. und ledig gesprochen worden, wie nun aber die Anhänger der Frau mit Angriffen (auf die Burger von Basel) drohen, ja merken lassen, daß etliche Orte sie darin fördern werden; deßhalb begehre sie, daß die Eidgenossen die Bünde treulich an ihr halten, wie sie es bisher auch gethan. — Darauf wird ihr geantwortet, man werde die Bünde getreulich halten; wenn Basel einzelne Orte kenne, die dergestalt ihm entgegen handelten, so möge es dieselben auf dem nächsten Tag nennen, damit sie sich „zu verantworten wissen", qs. (Verhandlungen über den Religionszwist in Glarus? — S. die Noten), i». (Besprechung zwischen Zürich und Bern, wegen der Glaubenszwietracht in Rothweil. — S. Note). p ist dem Basler Exemplar eigen. — Im Zürcher fehlen I», Ii—o, I größtentheils, bei A der Inhalt der Beschwerde Berns; im Berner », I», I, Ii—«, A wie bei Zürich; im Freibnrger und Solothurner :», I», k—n, im letztern auch n; im Basler I», Ii ?c., im Schaffhauser «, b, K mit Ausnahme des Schlußsatzes, Ii ?c. Zu «I. Die allgemeine Basler Instruction enthält folgenden Artikel: „Es sollend ouch unsere Kotten die andern untertädinger, ouch ob es guot und von nöten sin (wurd), gemein Eidgnossen, was wir unfern Eidgnossen von Bern, item denen von Straßburg, und sy uns harwider geschriben, und diewil wir die von Straßburg ze komen nit bescheiden noch gcbetten, deßhalb sy nit erschinen werde», berichten, damit, ob es gemeinen Eidgnossen gefallen, die von Straßburg hienach zuo beschriben, aber was guot sye, beschehen möge." Zu «. (Ans derselben Instruction:) „Unsere Kotten sollend mit ernst daran sin, daß die schändlichen schmach- büechli, als so vom alten und jungen Bären, item das Zän usbrcchen, und derglichen gemacht, diewyl nüt anders dann merklicher unwill darvon erwachst, sampt andern scheltworten dapferlichen abgestellt werden." K.A. Basel: Abschiede. Hier ist auch Z 2 von Note i zu beachten. Zu f. 1) Der auf die Glaubenshändel bezügliche Passus des Vortrags von H. v. L. lautet wie folgt: „Großmächtigen günstigen Herren, als dann der Kiing, min gnedigoster Herr, üwer guot fründ, pundgnoß und gevatter, der zwyspaltung und uneinikeit, under üch nüwlichen empöret und erhept, bericht ist, und demnach er üch durch die Herren sine Kotten allhie zuogegen hat lassen erschinen und mengerley fürhalten, üch gnuogsamklich all sorg, ungefell, unrat und verderblichen schaden, in die ir fallen und üch widerfaren, anzöugt, deßhalb lieben Herren, er nit des willens, sunder hoch und mächtig betruret, umb die großen neigung und herzlich begird, so er hat, üch witer zuo sechen mit guoter bestäntlicher einikeit, einhällikeit und fründschaft mit einandren zuo leben, wie ir allzit und noch bißhar gethan, so hat er mir gebotten, mich zuo üch zuo füegen und ein brief überantmurten, den ir allhie vor üch sechen, üch nit allein zuo sagen, sunder ganz ernstlichen trüwlich zuo bitten, ir wellen söllich(er) uneinhällikeit, zerteilen und nidigen zank ein end geben, ufhören und darvon lassen, ouch von üch zuo schlachen, zuo üssern und vertriben alle fünkly, so ir meinten oder besorgten, üch harzuo ursach und em ufenthalt zuo sin, und diewyl üch sölich uneinikeit (wie er vernimpt) von des Helgen cristenlichen gloubens erwachsen und entstanden, als der üch allwegen guotz gunnt, als sinen getrüwen guoten stünden und pnndtgnossen, und üch wett helfen und raten zuo ruowen und einikeit, vor aller uneinikeit und kriegischen grimmen fürsetzen, nit allein von der schädlichen und verderblichen erfolgung, so üch hierus möcht entspringen, ouch daß ir durch sölich nidigung und zwytracht, darin all ander Nationen der ganzen Cristcnheit fallen und komen mögen, nit darum verantwurt, gebessert und durchtilgen wären, so hat er mir darum gebotten, üch in sinem namen trungenlich ZUv bitten, daß ir nützit unfrünilichs gegen einandren fürnämen und mit der tat bewysen, sunder üch davor zuo hüeten, absin und tuon, ouch all üwer zerteilen, stöß, spän, zuospruch an ein gemein guot Consilium zuosetzen und nfschlan, by welichem beschlossen mag werden, und ouch ein ordnung und reget gesetzt zuo leben, wie ein jetlicher sich dann hat zuo halten, und diewyl ouch kein nachhang, gwalt noch übertrang keiner gegen dem andern bruchen, noch zuo leben andrist dann wie er gewonet." K. A. Soloihurn: Abschiede Bd. XV. — K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 57. — K. A. Schaphausen: Mschied 17. Nov.). — K. A. Basel: Abschiede. Es liegt uns hier offenbar eine ungeschickte Uebersetzung vor. December 1528. 1469 Das angezogene Schreiben des Königs, dd. Fontainebleau 14. (al. 13.) November, findet sich in deutscher Übersetzung (aus der Gesandtschaftscanzlei) im St. A. Lucern: A. Religionshändel. Es führt die oben entwickelten Motive weiter aus und anerbietet schließlich seine freundschaftlichen Dienste, zc. Ein Original in Pergament hat Lucern: Wissiven der frz. Könige. Zu A. 1) Die Instruction der Berner Votschaft (dd. 11. December) rcsumirt die bekannten Klagen, unter Hinweisung auf die der zweiten Botschaft nach Unterwalden gegebenen Aufträge, und folgt im Uebrigen dem am 17. November gefaßten Rathschlag (f. Nr. 599 s). Neu sind nur folgende Weisungen und Notizen: (1.) Wenn die VI Orte eine freundliche Unterhandlung versuchen wollten, so sollen die Boten solche gar nicht bewilligen, sondern erklären, daß man keineswegs nach Laut der Bünde mit den Unterwaldnern rechten wolle, da sie dieselben nicht gehalten haben, und wenn Freiburg und Solothurn zu den V Orten stehen wollten, so sollen die Boten die Burgrechte und Bünde verlesen und die zwei Städte kraft derselben mahnen, von ihrem Vorhaben abzustehen, den sechs Orten insgemein aber sagen, sie seien Partei, da sie sich der Unterwaldner beladen und sich besonders verbunden haben, zc. (Erinnerung an ihr Verhalten während des letzten Aufruhrs, die Anstalten der Urner, zc. mit Berufung auf einen Zeddcl ZZ, betreffend die Werbung um fremde Hülfe). (2.) „Wyter so werde zuo Underwalden offenlich geredt, sy wellind in dryen wuchen wider ufzien zc., lut des schultheißen von Thun brief, mit kk gezeichnet; doch sönd ir die Personen, von denen es kumpt, nit melden, dwyl noch hütbytag die von Underwalden min Herren ketzer schelten und sprechen, zuo ustagen werde der Bär guot ze fachen (sin), dann er sich der zyt muse, und werde die Kuo uf in stigen. Dise wort hat der landschryber Huser und vogt zum Brunnen von Underwalden geredt zuo Lucern zum Rößli." St. A. Bern: Jnstructionsbuch 237—240 a,, 244. 2) Die bezügliche Instruction für die zürcherischen Boten (St. A. Zürich, Acten I. Cappelerkrieg) enthält folgende Einzelheiten: Sie sollen gleich nach ihrer Ankunft in Baden mit denen von Bern zusammentreten und ihnen erklären, daß sie den Auftrag haben, gemeinsam zu handeln, was den beiden Städten zu Gutem dienen möge, und daß die Obern entschlossen seien, für Bern mit Leib und Seele, Ehr und Gut treulich einzustehen. Wenn die Klage vorgebracht werde, so sollen die Gesandten vor allen Eidgenossen erklären, es ergebe sich aus dem Vorgetragenen genugsam, daß Unterwalden so viel verwirkt habe, daß es künftig nicht mehr ein Ort der Eidgenossenschaft bleiben und in ihren Rüthen sitzen und handeln könne, sondern die Briefe und Bünde herausgeben und seines Antheils an den gemeinen Herrschaften entsetzt werden sollte; denn nicht ersättigt von seinem vermessenen bundbrüchigen Unternehmen gegen Bern, habe es Zürich verhindern wollen, dem angegriffenen Orte die nach den Bünden schuldige Hülfe zubringen, indem es an seinem Theil dazu geholfen, den Paß zu verlegen; deßhalb ermahne und erfordere Zürich alle Eidgenossen, die es mahnen könne und solle, kraft der Bünde, daß sie die Partei der beiden Städte ergreifen und diese unerhörten Frevel strafen; denn wer das Laster nicht strafe, lade den Vorwurf auf sich, daß er sich desselben theilhaftig mache. In obiger Instruction ist schließlich der Handel betreffend Dicbold von Gcroldseck angezogen: „So habent unser gesandten ganz vollmcchtigen gemalt des Handels halb, so sich jüngst zuo Einsidlen von Amman Nichermuot umbillicher verächtlicher wis zuogetragen, darin, er werd anzogen oder nit, mit hilf und rat unsrer lieben Eid- gnossen und christenlichen Mitbürgern Won Bern ze thuon und zuo handlen, als ft) vermeinent unser statt lob, nutz und eer zuo sind, und wir inen sonders wol vertruwent; dann wir inen auch alle Handlung, wie sich die verlosten, schriftlich zuo iren Händen gestellt habent, sich destbas darnach müssen ze richten." Vgl. Nr. 696. 3) 1528, 11. December. Bern an die Boten von Zürich in Baden. Da beide Orte den bevorstehenden Tag besuchen, so habe man diesseits eine ansehnliche Botschaft abgefertigt, nämlich Drei von den Röthen und Vier von den Burgern; weil nun verabredet sei, daß beide Theile zusammenhalten wolle», so erheische die Nothdnrft, daß die Botschaften in der gleichen Herberge wohnen, damit sie sich desto bequemer unterrede» und verständigen können, und bitte man daher, für diesen Zweck eine Herberge z» bestellen und den diesseitigen Gesandten dieselbe anzuzeigen, damit sie dirccte („den nächsten") da einkehren. St. A. B»n: Tcutsq Missivm u. >i4 v. Zu Ii. 1523, 10. December, Innsbruck. König Ferdinand (seil, dessen Statthalter) an Schultheiß, Rath und Gemeinde von Lucern oder deren Boten zu Tagen. „Ersamen weisen besonder lieben. Wir haben aus dem 1470 December 1528, schreiben, so cur und der von Underwalden, auch der von Zug sandboten aus Baden an S. Simon und Judastag nächst verschinen unsern lieben bruder und Herren, dem röm. Kaiser, gethan haben, cur erbieten vernomen, daß ir euch dero von Costenz ires vermainten burgrcchts und pündnus halben, mit denen von Zürich und Bern angenomen, nit beladen noch inen in kainerlai weg hilf, trost noch beistand beweisen wellen, und sagen euch von wegen irer kais. Majestät, auch für uns selbst solches eurs erbietens gnedigen dank, mit weiterm gnedigem begeren, daß ir in solchem eurm vorhaben und erbieten verharren und (euch) Hiewider nit bewegen lassen wellen; das wirdet ungezweifelt ir kais. Majestet gegen euch in gnaden erkennen, und wir wollen das für uns selbst auch thun." St. A. Lucem: A. Neligionshändel. Zu i». Eine bezügliche Special-Jnstruction der Basler Botschaft, dd. Samstag vor Luciä, die einigen Detail enthält, liegt bei dem Basler Abschied und in der Zürcher Jnstructisnensammlung I. 143. Zu q. Wir müssen vermuthen, daß nicht bloß Zürich und Bern, sondern auch die altgläubigen Orte sich mit dieser Angelegenheit beschäftigt haben, und legen daher die betreffenden Acten ein: 1) 1528, 12. December. Bern an seine Boten in Baden. 1. Anzeige der Antwort, die der heute erschienenen Botschaft von Glarus auf ihr schriftliches und mündliches Vorbringen gegeben worden (abgekürzt). 2. Da sie geklagt, daß sie Rath und Gericht laut des letzten Abschieds von Einsiedeln nicht halten dürfen, sofern sie die dort gesetzten Artikel nicht annehmen, was allerdings beschwerlich sei, so sollen die Boten sie trösten und soweit möglich dazu verhelfen, daß Gericht und Rath könne gemäß dem Landbuch gehalten werden, zc. St. A. Bern: Teutsch Missiven li. 118 b.. 2) 1528, 22. December. Frciburg an (Luccrn?). 1. (Der erste Thcil des Tertes ist so stark verstümmelt, daß nur folgender Satz mit Sicherheit ermittelt werden kann): Wenn es möglich, so wünsche man in eine Mahnung an (Glarus) nicht eingeschlossen zu werden; wenn aber die Meinung waltete, daß eine gemeinsame Mahnung mehr fruchten könnte, so gebe man hiemit Vollmacht dazu... 2. ,>Wir Hand auch (verstanden die?) pündnuß, so ir und ander unser lieb Eidgnossen mit unfern E. von Wallis besinn wellen, daby von üwern und andern unsern Eidgnossen Kotten den geneigten willen vermerkt, so ir zuo uns Hand, uns darzuo ouch lassen ze kommen, deß wir üch uf das höchst dank sagen, und so wir das umb üch verdienen könnden, wellen wir angespart lybs und guots mit guotem willen thuon; wir wellen (ouch) üch uf das früntlichest gebetten hau, daß ir uns in disein Handel trüwlich befolchen haben und uns die copy derselbigen früudschaft und pündnuß, als unser botten uns angezöugt haben, by disem unserm botten zuoschicken, (so) werden wir uns darüber beraten, gnoter Hoffnung, üch darüber mit gebürlicher antwurl (ze) begegnen. 3. Witcr so haben wir ouch verstanden das werben des Herrn Herzogen von Savoye/von des gloubens wegen mit üch ein früudschaft ze machen, als wir dann witer von unsern botten verstanden haben zc. Und wiewol der gemeldt Herr Herzog geschwind und listig ist, jedoch angesecheu die seltsamen löuf, so vor ougen sind, möchten wir wol erlpden, daß mit im red gehalten wurd von des gloubens wegen, und sofer er mit dem glauben käin, möchten wir wol erlyden, daß ein fründschaft mit im gemacht wurd, aber nit wyters, dann wir sunst mit gemeldtem Herrn Herzogen gnuogsamlich und er gegen uns verscheiden stat; jedoch so wär unser Meinung, daß nützig mit im beschlossen, die bcrednuß gegen unsern Eidgnossen von Wallis wäre (dann) vor beschlossen, domit daß wir dannzemal gemeinlich mit dem Herzogen des gloubens halben cm beschluß täten, der uns allen zuo ufcnthalt des selbigen dienen möcht"... K. A, Fr-iburg: Misswm B .ix.u. x. Die Jahrzahl fehlt im Original. 3) 1528, 23. December (Mittwoch vor Christtag). Solothurn an Luccrn. Der Venner habe ab dem letzte» Tage zu Baden neben dem Abschied die Copie eines Mahnbriefs au Glarus gebracht, den die V Orte vorschlage»- Man lasse denselben auf sich beruhen und müsse erinnern, wie man bisher sich nicht weiter gebunden habe, als daß man bei dem alten Glauben beharre wie die V Orte, aber dcßhalb mit Niemand Gezänk und Händel anknüpft" wolle, aus denen mit der Zeit Krieg erwachsen möchte, wie man schon öfter zu erkennen gegeben, zumal der Bund (mit Glarus zc.) dazu nicht so viel Anhalt biete, wie den V Orten. Man habe aber eine Missivc an Glarus entworfen, die mau hier beilege, und stelle Lucern auhcim, dieselbe neben dem Mahnbrief abzufertigen oder zurück- Zuhalte», ?c. — Vgl. N. 5. S«, A, Luiew: ivttssioen. December 1528. 1471 4) Eine in Baden gefertigte Copie der Mahnung, dd. Donstag nach St. Niklaus Tag (10. Dec.), hat der Solothurner Absch. Bd. 15, mit der Weisung, daß ein solcher Mahnbrief bis 27. Dec. (St. Johann) nach Lucen, geschickt werden sollte. Vgl. Nr. 007, N. 1 1. 5) 1528, 23. December (Mittwoch vor Christtag). Solothurn an Glarus. Man habe seit Langem mit Bedauern gesehen, wie wegen der Auslegung des Gotteswortes (unter den Landleuten) Zwietracht herrsche; es sei auch wohl bekannt, was man diesseits und mit andern Eidgenossen für gütliche Vereinbarung gearbeitet habe. Wären sie dem Rath der VII Orte gefolgt und nicht den Prädicanten, die die alten Lehrer verachten, so hätten sie solche Späne verhüten können. Da solches nicht geschehen, die Vereinigung aber nothwendig sei, so bitte man sie freundlich, den Ursprung dieses Handels und die voraussichtlichen Folgen wohl zu erwägen, und sich wieder in die alte Einigkeit zu schicken, was nicht besser geschehen könne als damit, daß sie den früher gegebenen Zusagen und Abschieden nachkommen, wie es Ehre und Pflicht gebieten. St. A. L»«r» - MW»-» (C°pte). 6) „Dise als verordnete Botschaften sind j vor Rat erschinen und sich in j namen aller altgläubigen im land j protestiert, daß sie mit den fünf I Orten nit rechten, sonder an inen j halten was st schuldig, und vom ^ alten glauben nit wychcn." „Her Amman Busst. j Her Amman Schudi. > Vogt' Mad. j Vogt Störi. j Houptman Jos Schudi. j ' Vogt Uolrich Schudi > Houptman Küechli. j Jacob Tolder. ! Houptman Landolf Schudi. j Houptman Blest. ^ Licnhnrt Vogel, j Houptman Fridli Schudi. i Ruodolf Sutcr. j Jakob Dietrich von Urnen, j Nuodolf Galliti. s Valentin Stucki. j Jakob Dietrich von Näfels. j Hans Schudi. > Oswalt Schiesscr. j Jöri Fröwler. j Hans Kubli. i Fridli Küng. ^ Bntt Hößli. s Marti Wäber. j Matheus Landolt. i Toman Kubli. ^ Franz Wäber. j Hans Ott. j Nuodolf Aebli. j Nuodolf Kubli. j Melchior Hässi. j Bcrnhart Schiesscr.) Lärgi Schudi. s Caspar Hässi. j Heini Arzathnser. i (Gilg Schudi?)" j St. A. Lucein: Acten Glarus (Nobel von der Hand Aeg. Tschudi^s.) Zu 1528, 17. December, 1 U. Nachm. Bern an seine Boten in Baden. 1. „Wir haben üwer brief sampt ingelciten copycn empfangen und alles irs inhalts wol verstanden, daruf wir unser botschaft gan Rotwyl abgefertiget mit befelch, da zc handlen, das zuo frid und cinigkeit dienstlich zc. 2. Fürer so ist uns ein schmach- büechli, so der Murner wider unser usschryben der disputation usgan lassen, behändiget, welches wir üch überschicken; werdend ir selbs sechen, wie schantlich der erlös Münch uns anlastet. Das selbig büechli sollend ir den bottcn fürhalten und wider die von Lucern ein schwere klag thuon, als ir das wol könnend, nämlich ob das den geschwornen bünden glichmäßig syc, daß sy den schelmen Murner, der etwa mengs schnmchbüechli wider uns hat gemacht, in ir statt enthalten, dwyl (doch) solich lasterbüechli vornacher uf vil tagen verbotten, auch sy, die von Lucern, vormals uns zuogeschriben haben, sie wellten hinfür vor solichem sin zc. Wie das gehalten, ficht man wol, und söllend inen harussagen, daß wir sölichs nit lyden werden, wo sy den schantlichen erlosen München nit strafen, und sy dcß by iren eiden ermanen und antwurt erfordern, ob sy die geschwornen pünd an uns halten wellen oder nit, uns darnach wyter ze halten. Wir werden ouch, wo wir an ir underthan stoßen, inen disen schweren Handel anzöigen und uns deß erklagcn." St. A. B-rn- Teuisch MW»-»«-v, iss». Nachschrift: „Das büechli land nit dahindcn, bringcnds mit üch wider haruf." «OS. Dem. 1528, 16. und 23. December. Staatsarchiv Berit! Rathsbuch Nr. 220. I- (16. December: Mittwoch nach Lucia). „Denen von Biel (ist) zuogseit, sy in das christenlich burgrecht ^ lassen, und sollend gan Zürich rytcn (und) ouch da bitten ?c. Den vordrigen pünden und pflichten des reisens a»e Nachteil." 1472 December 1528, II. s23. December: Mittwoch vor Weihnacht), 1, Die Boten von Biel begehren, daß das Burgrecht beförderlich aufgerichtet werde. 2. Auch wünschen sie, daß der Abt von Erlach ihre Pfarre genügend versehe mit der Korngült; dann wollen sie auch thun, was sie ihm schuldig seien, und Bern verlange. 3. „Sollen gan Zürich ryten und (da) glyche Werbung thuon um das burgrecht." 1528, (c. 23. December). Bern an Zürich. „Es haben unser getrüw lieb Eidgnossen und nachpuren von Biel durch ir ersam botschaft trungenlich an uns beworben, sy in üwer und unser cristenlich verpflicht und burger- schaft kommen ze lassen und ze empfacheu. Dwyl sy nun üch und uns des gloubens halb ganz glichförmig und sich vorhar als dapfer lüt in unfern nöten und setz zuoletst im indcrlappischen krieg wol erzöigt Hand und uns trostlich zuozogen sind, haben wir inen unsers teils zuogesagt, sy in gedacht burgrecht ze ncmen und doch daby sy gewisen, glyche Werbung an üch ze thuond, haruf sy ir botschaft zuo üch nbgefertiget Hand. Die wellend güetiklich vernemen, in günstiger befelch halten und irer pitt gewären, dadurch sy geneigten willen an üch und diser unser fürschrift wol genossen haben gespüren mögind. Wo üch dann die fach wie uns anmüetig und gefellig, (wellend ir) uns dcß berichten, damit die burgrechtbrief ufgericht und ufs fürderlichist die fach vollzogen werde".. - St. A. Bern: Deutsch Missiven R-. 128 b, 129 a. Ueber die bezüglichen Verhandlungen in Zürich ist uns nichts bekannt. Zürich. 1528, 19. December (Samstag vor Thomä). Staatsarchiv Zürich: Raihsbuch t. 248 b. I. Eine Botschaft von Schaff Hausen, nämlich Burgermeister (Johannes) Peyer, Christoph vom Grüt und der Spendmeister, stellt an Räthe und Burger das Gesuch, den auf die Rheinbrücke gesetzten Landtag (Landgericht) nicht zu halten, da solches seit Menschengedenken nie vorgekommen :c. II. Da die Gesandten die bezügliche Freiheit der Grasschaft Kyburg bestreiten, so wird ihnen aus dem Stadtbuch eine bezügliche „Bekanntnuß" vorgelesen. Nachdem sie auch diesen Eintrag in Zweifel gezogen, da ihre Herren von einer solchen Gerechtigkeit nie gehört, und ihr Ansuchen wiederholt haben, werden sie mit der Antwort entlassen, man wolle ihrer dringlichen Bitte zu lieb die Sache für einen Monat verschieben und sich inzwischen stattlich darüber berathen, in der Hoffnung, daß ihre Obern seiner Zeit einwilligen werden, zu Anhörung eines genauen Berichtes kleine und große Räthe zu versammeln. — Dem Vogt zu Kyburg ist deßhälb befohlen, den Landtag bis ans weitern Bescheid wieder abzukünden. Zu I. Die vorausgegangenen Verhandlungen können hier keine Berücksichtigung finden. Zu II. Das Zürcher Stadtbuch 4, II. k. XXVI enthält folgende Stelle: „Anno domini cccclxr uf Mitwuchen vor Sanct Laurentieistag ist für uns Bürgermeister und beid Räte der Statt Zürich kamen unser lieben Eidgnossen von Schafshusen Burgermeister Uolrich Trüllerey und hat vor uns erzelt, daß inen fürkommev sye, daß wir unscrm vogt zuo Kyburg befolchen hettcn, umb den todslag, der jeh leider in unser grafschost Kyburg beschechen wäre, uf dem dritten joch ir(cr) Ninbrugg landgericht zuo halten und darumb zuo richten, ob söllichem sin Herren und fründ erschrocken und des bcswert syen, dann als suß noch zwo oder dryg grafschasts" gar nach umb ir Statt lägen und darzuo stießent; sölten wir nu sölich unser fürnemung vollzüchen und du Herren der andern grafschaften das vernemen und dcßglich auch fürnemen, das wäre inen unfüeklich und uneben. Nu wären sy uns bekanntlich, das der gemclten unser grafschaft Kyburg gcricht bis uf das dritt joch ü(c>) Rinbruggcn giengint, und redten uns darin nühit, und bat uns daruf gar ernstlich und früntlich, anzuoseckpu und zuo betrachten, was inen gegen andern erwachsen mächt, ob wir uf unserm fürnemen beliben söltind, un December 1528. 1473 daß wir so güetig sin und sölich richten uf dem dritten joch mnb iren willen underwegcn und usserthnlb ircn . werinen, wo uns das eben wäre, unfern vogt richten und den landtag haben lassen wöltind; wo sy sölichs seiner mnb uns könnent verdienen, das sölte mit gnotem willen von inen beschechen. Also haben wir angescchen sölich unser lieben Eidgnosscn von Schaffhiiscn ernstlich flißig bitte ,ind insunderheit, daß sy uns bekanntlich sind, daß unser grafschaft Kybnrg geeichte bis nf das dritt joch ir(er) Rinbruggen gat, und hnbent sy sölicher ir bitte gecret und den obgenannten Bürgermeister wider für uns genomen und im gesagt, daß wir sy sölicher ir bitt eren und ouch das uf unser Statt Buoch schriben lassen wellen, für künftig abbruch unser grafschaft herlikeit und gerechtikcit, und Hand ouch daruf Heinrichen Stapfer, unser», vogt zuo Kybnrg, geschriben, uf dem obgenannten joch nit zuo richten, besonder vor iren wcrincn umb« die letzen, wo in bedunke das an dem komlichistcn und füeklichistcn zno sind." Die 1523—1529 über dieses Geschäft geführten Verhandlungen wurden von dem damaligen Stadtschrciber Schasfhausens in einem Hefte zusammengetragen, das unter den Urkunden eingereiht ist. «II Hlothweit. 1528, c. 20. December f. Staatsarchiv Zürich: Acten Rolhweil. Eine Botschaft von Zürich und Bern verwendet sich für die Vereinigung der zwieträchtigcn Burgerschaft in dem evangelischen Glauben. 1) Weder die Rathsbücher noch die Instructionen des Zürcher Archivs enthalten etwas diese Sendung Betreffendes. Ueber deren Veranlassung und Zweck geben die vorhandenen Missiven etwelche Anhaltspuncte; die Anregung ging übrigens von Constanz aus, mit Schreiben vom 9. Decembcr an Bern (und Zürich?). 2) Zu bemerken ist vorerst folgender Act, der wohl um einige Tage früher zu datircu ist! „Fürtrag an mine Herren von Zürich, die Statt Rotwyl betreffende." „Unsere Herren Burgermeister und Rat zuo Zürich werdend glaublich bericht etwas zwytrachts und Widerwärtigkeit, so sich täglich zuotrage zuo Rotwyl, von wegen des heiligen worts gottcs, zwüscheu dem Rat einsteils und dem pfarrer und (der) gemeind daselbs andersteils, von deßwegcn daß bemeldter pfarrer nach dem befelch gottcs das heilig evangelium klar verkündt, welches aber dem Rat (zuo)wider ist, die gemeiud aber sölichs begirlich hört und annimpt, und so aber bemeldter Rat und Oberkeit täglich weg suocht, wie sy denselben iren pfarrer urloube und hinfertige, deß sy aber nit gwalt habend on die gemeind, ja ouch (als wir glaublich beri'cht werdend) pratik gemacht durch Herrn Graf Ruodolf von Sulz, daß die gemeind nützit anders warten muoß sampt irem pfarrer, denn daß all tag ein keiserlich Mandat komme, allda inen gebietende by höchster pen und ungnad, dcß- glychen by verliernng des Hofgerichts und ir(er) Privilegien, daß der pfarrer hingeschickt und Hingethon werd, und das wort gottcs undergetruckt ?c., uß welchem vil der frommen burger zuo Rotwyl besorgend uflouf und bluotvergießen, und sölichs fürzekommen sich gegen und an unser Herren beworben durch etlich mittelpersoncn unser Mitbürger zuo Kostenz, damit der Handel und zwytracht etlichermaß zertragen und hingenommen (wurd), und ist die Werbung und beger obberüerts pfarrers und vilcn von der gemeind zuo Rotwyl au unsere Herren also wie hernach folgt. „Item dwyl sy besorgend und täglich mit smcrzcn wartend des obbcmcltcn kciscrlichen Mandats, dorus dann vil, wiewol sy des worts gottes beging und (das) angenommen, uß ir swäche und (dem) großen trönwen der kciscrlichen ungnad abfallen möchtcnd, daß dann unsere Herren samt nnsern gctrüwcn lieben Eidgnosscn und christenlichcn Mitbürgern von Bern ir getrüw christcnliche botschaft on länger» Verzug gen Rotwyl schicken wölltind, allda, wie in(en) wol gebürt von wegen der pündnuß, so sy mit der Statt Rotwyl habend, fründlicher und christcnlichcr wys ze handle» und mittlen, domit unruow vermitten und das heilig wort gottes by in(cn) geufnct 185 1474 Dccember 1528. und die guotherzigen christm dasclbs gestärkt (werden). Und ob unfern. Eidgnossen von Bern nit gelegen von wyte wegen, ir botschaft ze schicken so ylends, daß denn unser bott von Zürich ouch in irem namen gewalt habe ze handlen zc. „Item so am tag ligt, daß der Rat und Oberkeit daselbst dem heiligen wort gottes und ouch dem verkünder desselben gar widerwärtig sind, wirt not sin, daß unser botschaft iren beselch der gmeind fürtrage und sich (durch) den Rat nit lasse abwysen; sunst wär es alles umsunst und vergeben. „Item diewyl der Rat allda so gefarlich handlet und weert, daß die christenlichcn büechcr in ir(er) Statt nit kauft und verkouft werdind, deßglich ouch durch merklich wachen vergoumend, daß die frommen burger, so dem wort gottes und irem pfarrer anhangend, nit dürfend weder tag noch nacht zcsammcn wandten (und) red mit einander« haben, dorus denn großer unwill erwachsen, daß sy vermant werdint zuo christenlicher bürgerlicher cinigkeit und jederman fry lassind davon reden und lesen, dorus wir unser seligkeit erlernend, deßglychen die christenlichcn büecher jederman fry lassind kaufen und verkaufen. „Item daß söliche unser botschaft ylends hingefertigt werde, damit söliche Werbung und Handel vor Wienacht geschech; dann sy iren gwalt und (die) ämpter uf Wienacht setzend. „Item und domit sich unsere Herren sölicher botschaft nit beswerind, so habend sich der pfarrer und sin anhang bewilligt und crbotten, allen kosten güellich abzetragcn, domit sy sölicher großen Widerwärtigkeit etlicher maß gerüewigt und die bösen pratiken hindcrgestellt und fürkommen werden. „Item sy besorgend ouch, daß sy in irer statt überfallen mit frömbdem züg und bcgwaltigt werdind, wie denen von Memmingen ist geschechen, dorus dann groß übel und bluotvergicßen der frommen christen cntstan und erwachsen wurde. „Item unser Herren möchtend sich ouch beraten und ein geschrift an Herrn Graf Ruodolfcn lassen langen, begcrende daß er sich sölicher Händel und pratiken entlüede, die unfern pundsgnosscn von Rotwyl und andern zuo Nachteil kommen möchtind, daran er unfern Herren groß gefallen thuon wurd zc. „Item daß hierin geylt werd, dann ze besorgen, wo das keiserlich Mandat zevor gen Rotwyl kommen wurde, vil, so noch swach (sind), abfällig und erschreckt, und das gottswort ze boden gesellt wurd; dann wir ouch glaublich bericht sind, daß diser tagen ein zunft zuo den andern gefallen, die am wort gotles hangend, die aber zevor dein wort gottes gar widerwärtig warend, und damit die eer gottes gcufnet, slyß wirt anzekeren und sinnige ze vermiden. „Item so ein botschaft abgefertigt, wurd dieselbig by uns wyter bericht nemen alles Handels, so wider den bemeldten pfarrer ungüetlich gehandlet, domit die botten, in die gegenweer genuogsamlich verfaßt, zuo allen dingen gnuogsam antwurt geben und begegnen möchtend, welches setz um kürze willen hie nit vergriffen wirt zc." St. A. Zürich: A. Nothweil (Original von unbekannter Hand). 3) 1528, 17. Dccember, Bern. Instruction für Wilhelm von Dicßbach, als Gesandten nach Rothweil. 1. Er soll zunächst in Zürich eröffnen, daß er beauftragt sei, mit der zürcherischen Botschaft in Nothweil dafür zu wirken, daß Friede und Einigkeit aufrecht bleibe, und beider Parteien Wohlfahrt gefördert werde, zc. 2. Der Obrigkeit und der Burgerschaft soll er dringlich vorstellen, wie schlimme Folgen aus solcher Zwietracht erwachse» könnten; daher mögen sie der Stadt Lob und Nutzen wohl bedenken, besonders auch die Ehre Gottes, und steh unter einander derart „setzen", daß die Feinde darüber mehr Leid als Freude empfinden; was man ihnen laut der Bünde schuldig sei, wolle man ihnen mit der Mehrheit der Eidgenossen gern erstatten. 3. Verbindlichen Dank zu sagen, für die s. Z. nach Bern verordnete Botschaft, zc. 4. Auftrag betreffend Verwendung bei den Roth' weilern für die Frauen von St. Peter in Eonstanz, damit denselben gutes Recht zu Theil werde. Bei dem von Zürich in beider Orte Namen deßhalb erlassenen Schreiben lasse man es (übrigens) bleiben. St. A. Bern: Jnstructionsbuch 240 b, 241 a- 4) 1523, 24. Dccember (Vigil. Nativ. Christi). Nothweil an Zürich. „Ewcrcr Natspottcn und gesandten Handlung und Werbung an uns und unser ganzen gemaind schriftlich und mündlich gethon, die unainigkait nn zwytracht, darinnen wir christenlichs glaubens halben gegen und under ainander steen sollen, betreffend, haben w» nach der leng gehört und verstanden, und bedanken euch als unfern getrewcn lieben Eidgnossen von unser un gcmaincr unser Statt wegen solhs cwers getrcwen haiinsuechens zum allerhöchsten, mit erpictung, dasselbig unserö December 1528. 1475 Vermögens allzeit gegen Euch und den Ewern ganz willig und freundlich zu verdienen und zu beschulden. Und füegen Euch daneben zu verneinen, daß wir noch heutigs tags bey unserin alten christenlichen glauben, den Hailigen Sacramenten, Messen und andern ordnung und satzungen der Hailigen christenlichen kirchen seind und wellen mit der hilf des Allmechtigen bey denselbigen beleiben und uns fürtcrhin nnverwisenlich und unverkerlich halten. Solhs haben wir Euch . . . auf ir (ewer?) ratspotten und gesandten begern gueter freundlicher maimmg nit bergen wellen." " St. A. ZÄrcch: A. Rothwett. «KT. ZZern, Kreivurg, Solothurn. 1528, 24. Deeeniber bis 1529, 2. Januar. Staatsarchiv Bern- Rathsbuch Rr. LM, p.so.Sl.Sö. Kantvnsarchiv Areiburg: Rathsbuch Nr. 4«. Kantvnsarchiv Solothur»! Rathsbuch Nr. IS. I. (Vigilia Natalis), Bern. Ein Bote der Stadt Besauyou begehrt, daß man das Bnrgrccht erneuere, und zeigt Gewaltbriefe vor, die ihn beauftragen, hier zu schwören und Hinwider den Eid aufzunehmen. Die Erneuerung wird beschlossen. II. (Montag der Kindlein Tag), Bern. Das Burgrccht mit Besanyon wird bestätigt, mit Vorbehaltung des Gottesworts. III. (30. December), Freibnrg. Abermalige Beschwörung des Burgrechts mit der Stadt Besantzvn, in Gegenwart ihrer Botschaft. IV. (1529, 2. Januar: Samstag nach Circumcisionis), Solothurn. Vor Rathen und Bürgern wird das Burgrecht mit Bisanz verlesen und gemäß der Bestimmung, daß man es von fünf z» fünf Jahren mit Eiden erneuern solle, dasselbe von „beiden Rüthen" beschworen. «RS. Wasel. 1528, 26. Deeeniber bis 1529, 6. Januar. Staatsarchiv Zürich: Acten Basel. Staatsarchiv Bern: Acten Kirchliche Angelegenheiten. Gesandte: Zürich. (M. Rudolf Stoll; Jacob Werdmüller). Bern. (Licnhard Hübschi, Alt-Seckclmeister; Milans Manuel; Lienhard Willading). Lucern. (Hans Hng, Schultheiß; Jacob Feer, Spitalmcistcr). Uri. (Ungenannt). Schwyz. (Joseph Amberg). Zug. (Götschi Zhag). Solothurn. (Peter Hebolt, Schultheiß; Hans Hugi). Schaffhausen. (Unbekannt). Mühl Hausen. (Vier Ungenannte). Straßbnrg. (Unbekannt). Vermittlungsversuch in der thätlich ausgcbrochenen Glaubensparteiung der Basler Bürgerschaft. Wir geben die uns zugänglich gewesenen Acten*): 1) 1528, 23. December, Basel. Die vierzehn Zünfte (s. u.) an Bern. „Unfern willigen dienst, alle trüm und guotes zuovor. Getrüwcn lieben Eidgnossen, wir burgcr der nnderschribnen zünftcn . . fliegen üwer trüw und liebe ze wissen, wie daß wir uß christlicher lieb zno der eer gottcs und umb mehrcr (sie) frids willen uf den hüttigen tag by der stund des usgsandtcn botten lassen ernstlich supplicieren und in bittlicher wys an unser *) Eine Anzahl derselben ist abgedruckt in Bd. V der „Beiträge zur vaterländischen Geschichte, herausgegeben von der historischen Gesellschaft zu Basel". (1854), p. 299 f. Wir citire» nur „Beiträge" V... 1476 December 1528. obern und Herren ein kleinen Rath langen, daß hie abgestellt werde die zwyspaltig predig und auch die bäpstliche meß, damit größere lieb under uns geufnet werde, und wir uns auch zuo üch . . desda (desto) handlicher und getrüwlicher in alleu gfarlikeiten halten mögen. Bitten hiemit ufs aller fründlichcst und flyßigest, ir als liebhaber der eer gottes und anch christenlichcr lieb, die wir allein in unseren fachen suochen, wöllend hierin uns beholfcn und byständig sin mit zuosendung einer dapfern botschaft, die uns in dem fürgenommen(en) Handel mit rathen oder auch fllrbitt an unsere Herren, wo uns dero not wurd, beholfen sin, hoffen das soll zuo vil guotem dicuen. Das zuo beschulden soll by uns in kein vergeh nimmermer gestellt werden," ?c. Unterzeichnet sind die Zünfte zum Schlüssel, der Weinleute, zum Saffran, der Rebleute, Schuhmacher, Gerber, zum Bären, der Gärtner, Metzger, Schneider, Weber, zum Sternen, zum Himmel, „zun Spywettern." St. A. B-rn-K!rchMi>gkl-genhei,m. 2) 1528, 24. December (Weihnacht Abend). Bern an die vierzehn Zünfte zu Basel. Antwort auf ihre Zuschrift: Man habe ihre Bitte mit herzlichem Leid vernommen und sofort eine Botschaft abgeordnet, mit dem Befehl in diesen Sachen das Beste zu thun, Friede und Einigkeit und das göttliche Wort zu erhalten, und deß- gleichen an Bm. und Rath geschrieben, denselben die Botschaft angekündigt, dabei aber verschwiegen, daß die Zünfte geschrieben, und rathe daher, davon auch nichts merken zu lassen. —> „Beiträge" V. 313. St. A. Bern: Teutsch Missiven v. Ii,. 130 1>. 3) 1528, 24. December (Weihnacht Abend), Bern. Instruction für die Gesandten nach Basel. Sie sollen erstlich eröffnen, daß man die ausgekrochene Unruhe und Zwietracht herzlich bedaure und sie beauftragt habe, zwischen Bm. und Rath und der gemeinen Burgerschaft, die dem Gotteswort anhange, zu reden und zu handeln, was zu Frieden und Einigkeit ?c. dienlich sein möge; dabei erinnern, man habe noch in frischer Gedächtnis), wie Basel öfter seine Botschaften hieher geschickt, nm in dergleichen Fällen gütlich zu wirken, wie z. B. jüngst im Jnterlakischen Handel, wofür man freundlichen Dank erstatte. Weil nun in Basel etwelcher Zwiespalt sei, so habe man in guter Meinung, den Bundespflichten gemäß, eine Botschaft abgefertigt, für die man um gute Aufnahme bitte. Dann sollen sie zum höchsten bitten und ermahnen, zu bedenken, welcher Schaden der Stadt wie gemeiner Eidgenossenschaft aus dieser Widerwärtigkeit erwachsen könnte, und den evangelischen Spruch zu erwägen, daß jedes in sich getheilte Reich zerfalle, zc., und ferner, daß der Eidgenossenschaft Erbfeinde seit langer Zeit Mittel und Wege gesucht haben, um sie zu trenneu und zu vernichten, was ihnen nicht besser gelinge, als wenn bürgerliche Uneinigkeit, besonders des Glaubens halb, gepflanzt werde. Darum mögen Bm. und Rath und die Burger (,,sy") dem hl. Gottesworte die Ehre geben und dasselbe lauter und cimnüthig predigen lassen, in Betracht daß Gott diesen Handel bisher wunderbarlich geführt habe. Das alles mögen die Gesandten nach Umständen verbessern, mindern oder mehren, w. — „Beiträge" V. 317—318. St. A. Bern: Jnstniu. B. 24s, 2»s. 4) 1528, 24. December (Weihnacht Abend). Bern an Basel. In kürzerer Fassung der Instruction der Berner Gesandten entsprechend. St.A. zm»: Teutsch MWvm n. 12s >>, wo». 5) 1528, 26. December (St. Stephans Tag rrir), 7 Uhr Nachm. Zug an Luccrn. Man habe soeben glaublich vernommen, wie „der Husschin" (Oecolampad) von Basel an Zwingli geschrieben, daß die Anhängt des alten und neuen Glaubens sich gegen einander erhoben (folgen Details), worauf Zürich eine Botschaft dahin abgefertigt habe . . . Wenn Lucern für gut erachte, seinerseits Boten nach Basel zu schicken, so sei man dazu auch bereit, um mit ihm darin zu handeln; deßhalb bitte man um Bericht, w. St.A. wc-m: Missw-n. 6) 1523, 23. December (Kiudlein Tag), drei Uhr Nachm., Basel. Rudolf Stoll und Jacob Werdmüllcr, Gesandte, au Bm. Nöist in Zürich. „Nachdem und ir uns mit sampt unfern gnedigen Herren gesandt han ilcnds in Basel zno ritcn und da alles zuo haudlcu, das frid, ruow und cinikeit bringt, doch on Nachteil dein wort gottes, werdend wir thuon, und uf das, als wir am Helgen tag vor nacht gen Basel kamend und da dur) die klein statt rittend zuo der hcrberg, da fundcnd mir ciu laufenden Kotten von Bern, der seit, wie daß er hette bricf bracht, daß sine Herren kämind, uf das wir verzugend bis am Stefans tag am morgen, und do sy no) nit körnen warend, do kamend wir für Rat und zöigtend uns an mit vil enbietens und auch wie wir warten wärend unser lieben Eidgnosscn und mitbnrgern von Bern, darnm wir nit am abind ilends für sy kert hctlln Daby bleib es bis uf den abind am Sant Stefans tag; da kumcnd dry ratsfründ von Bern, mit gcschriflli )er December 1528. 1477 befelch, wie wir von mund haltend. Und nun, als wir am abend kamen warend durch die klein statt riten, hat man uns gesechcn und hattcnd sich in der kleinen statt zuasamcn gcthan in Harnisch und mit gewer, also daß die evangelischen sich ouch zuosamen gethan uf die tusent man, und der ganz Rat in unruow saß die ganz nacht und uns unwüsseud. Nun uf das, als wir stets begcrtcnd uf Johanni rat zuo haben, und aber beid gemeinden wareud widerum abgestellt, begcrten wir für ir herreu, mocht uns (aber) nit verlangen, das uns frömbd nam; jedoch so ward die unruow so groß, daß man uf dis nachtmal der gemeind rat gehalten und also uf morn der Kindlin tag sy verhören und uns, und stand gar sorgklich; denn die bepstler handlend, als sy meinend, gen Ensen, und in die Lander sind villicht etliche underwcgcn, (und) werdend, sofer sy komend, mit guots schaffen, dann der Rat allhie zuo Basel wenig schafft noch schassen will, gefallt uns warlich gar übel, wie wir (ouch) bed par- tyen hoch ermant still zuo flau, als sy dnnu von einander» sind; ko(me)nd sy me zuosamen, so muoß man jammer sorgen, gott schicks („schips") zum besten. Witer land wir üch müssen, daß die evangelischen ein uszug uf drissig man (gethan), die sond in ir aller namen handlen, dann sy vil etlicher burger by i»(en) Hand, by xij edler, ouch von groß und kleinen Räten; es sind etlich by inen, die xv° guldin j jar zuo verzeren Hand. Und also uf jetz an der Unschuldigen kindlinen tag Hand wir in namen gottes den ansang gethan und ein party verhört, und ist der Handel schwer und groß, dann aller adel und stett zuoluogt, und jederman schwigt, . . . und Hand an einander» gehandelt bis nach dem einen nachmittag". . . St. A. Zim-h- A. Basel. 7) 1528, 23. December (Kindlein T.), Basel. Die Gesandten von Bern an ihre Obern. „Unser» ?c. w. Als wir am Samstag (26. Dec.) gan Basel kummen, sind wir bcricht, daß die vergangne nacht die in der kleinen Statt by den achtzig stark im Harnisch gestanden, welche der meß begeren, deß sich die von (den) Zünften in der großen Statt, ob zwölfhundcrt stark, ouch in Harnisch und gcgenwcr rüst(et)end, welche begcrend des wort gottes, mit abstellung der päpstlichen meß, weliches willens vil der größer teil in Basel ist, in beden stellen, ouch vernünftig, herrlich und mächtig rich Personen. Aber am selbigen abend stalltend wir sampt denen von Zürich ab die kricgliche rüstung, daß jedermann in bürgerlicher ruow hat mögen schlafen. Doch sind wir gestern Sunntag verhindert durch den gwalt, daß wir nit Hand mögen für Rat kummen, wie stündlich, ernstlich und trungenlich wir den Bürgermeister und (Ober?)Zunftmeister darum gcbetten, ouch gcwarnet Hand, vor Unwillen und ufruor zuo sind, so ein Gemeind ab sölichcm ufzug »einen möcht, deß ouch die gemeind sich gegen uns merklich beschwert erklagtend, sorgende ein groß unruow, welche nit an(e) schaden zergan möchte, dann sy besorgtend bös pratiken und sechend mencherlei Postens hin und wider, sonderlich gan Ensen (Ensisheim), herum sy begcrtcnd die schlösset zuo den thoren, beden partyen glych zuo übergeben. Das habend wir ouch dermaßen gehandlet, daß sy dise vergangne nacht zuo beder part rüewig sind gwesen. Aber die, so des willens sind, die meß abzuothuond, Hand von irem teil dryßig man verordnet, die alle fachen uf ein hindersichbringeu füllend beraten, und von den dryßigen Zwölf, die botschaft und Werbung thuond au ein Rat zuo Basel und als mittlcnde Personen, und so ein christcnliche supplication gestellt, daß sy nit lobwürdiger möcht erdacht werden. Also Hand der gwalt und klein Rat Hill rat gehalten und verhört irer gemeind anbringen, deßglich ouch uns die ballen. Als sich aber red, rat und wider- antwurt bis um die zwei nach mittag verzogen, habend wir zuo aller syt den Handel bis uf morn angestellt, guoter Hoffnung etwas nuhlichs zuo schassen; dann die vom Rat Hand gwüsse mär, wie in der statt Meidenburg (Magdeburg), so ouch glych wie zuo Basel ein bistum ist, ein sölche zwytracht erstanden, dardurch des Bischofs anschlug und anhang ufbrach sechshundert pferd, die nachts in die Statt kummen und den evangelischen teil crwürgen sollten; do habend die selbigen zweihundert pferd nachts ingelassen, demnach die schutzgättcr fürgcfällt, die übrigen duß beschlossen, und sind-bed partygen an einander» geraten dermaßen, daß achthundert Personen todt bliben sind (in) der selben nfrnor; welche mär die vom gwalt dahin dringend, daß wir hoffend, unser under- handlung werd nit unfruchtbar, sunder erschießlich sin mit hilf des allmächtigen"... — „Beiträge" V. 299—361. St. A. Bern: A. Kirchliche Angelegenheiten. > 8) 1528, (r. 28. December), Basel. Supplication der Zunft „zum Spywctter" an Bürgermeister und Rath, betreffend die Abstellung der zwiespältigen Predigten, der Messe zc. (3 S. Fol.). ' ' o ^ ^ .> St. A. Bern: Kirchl.Angelcgenh-lt-n (Basler Copie). 9) 1528, 29. December („Dienstag"), Basel. Die Gesandten von Bern an ihre Obern. „Uf gestern Hand bie gesandten von der Gemeind . . an iren gwalt und Rat lassen bringen ein beger, nämlich daß alle die, so 1478 Dccember 1528, vom Bischof und (dm) Pfaffen belechnet wärend, oder inen fünft durch fründliche sipschaft verwandt, dcßglich ouch ire amptlüt, sölltend vom Rat abtreten setz in diser gegenwärtigen Handlung. Do stuond all bed Bürgermeister (und) ein obrister Zunftmeister, welche sind von den vier höuptern der Statt die drü, ouch stuondcn hinfür die zwen teil der Raten, alt und nüw, (us?). Also nf ernstliche bitt des Rates Hand wir an denen von der Gemeinde so vil erlangt, daß der ganz Rat, niemand abgesändret, soll anfangs bim Handel sitzen, bis daß es dahin wurde reichen, daß ein endlicher rechts oder fünft (ein) usspruch füllte gesellt werden; denn soll es stan an eim Rat und uns, wer zum abtretten erkennt werde. So vil und nit mee ist gestern den ganzen tag geschaffet; denn der Handel ist unsers bedunkcns ufzogen, bis daß ander Eidgnossen ouch gan Basel kämend. Also ist nächtig Schultheiß Hug und der Spitalmeister von Lucern knmmen gen Basel und Hut erschinen vor Rat, sich stündlich zuo handlen erbotten, daruf wir angesuocht sind, ob uns gefallen wellte, mit andren Eidgnossen, der» man noch Hinacht warten syge, zuo handlen; ist unser antwurt gsin, wer der Meinung syge zuo frid und ruow zuo helfen, der syg uns lieb und unverworfen; es möchtend aber etlich Eidgnossen kummen, by denen wir nit sitzen noch ützit mit inen handlen wurden. Hieby verstuondend sy billich die von llnderwalden. Demnach Hand die von der Gemeinden uns in gheim um rat angesuocht, ob sy die siben Ort füllend lassen im Handel undertädinger sin oder nit, diewyl und sy doch inen die pündt mit andren Eidgnossen nit Hand wellen schwemm, ja ouch eben von des gloubms wegen, darum diser Handel setz in ücbung stände. Denen Hand wir geantwurt, wir wcllmds inen weder werm noch raten. So vil ist uf hüttigen Zinstag verhandlet"... — 30. Dccember (Nachschrift). „Hüt uf Mittwuch nach dem Wienacht tag sind wir früe in (den) Rat berücft und Hand (da) funden ein botten von Schwyz, nämlich Joseph am Berg, von Zug GÜtschi Zhag; vor denen allen sampt, dem Rat sind bed partygcn erschinen mit ingelegten supplicationen, und zuolctst nach red und widerantwurt Hand sich der gröst teil, nämlich die so die meß begerend abzuothuond, bis uf morn genomen zuo bedenken. Darum enthalten wir Uolrichen Not, üwern botten, üch by im, was not sin wirt, zuo berichten . . . Der Zünften supplication schicken wir üch hie ein ab- geschrift." —> „Beiträge" V. 301—303. St. A. B-m- Kirchl. Ang-l-g-nheitm. 10) 1520, 1. Januar (Freitag nach der Geburt Christi), Basel. Die Gesandten von Bern an ihre Obern. „Ein guot selig jar, w. ?c. Hüt dato Hand wir üwer schrybm um die nünte stund vormittag (empfangen), und wärend bed guotwillig, uns gehorsam zuo erzeigen; es hat uns aber der Burgermeister gestern bericht, daß die von Basel von wegen irer großen schweren und allersorglichesten geschäftm wegen (sie) den angesetzten tag zuo Baden habend uf gestrigen tag üch und andren (Orten) by eignem darum gesandtem botten abgeschribm; hieby lassend wirs deßhalb belyben. Aber berüerend den Handel zuo Basel so müssend, daß uf Mittwuch zuo uacht kummen ist von Schwyz Joseph Amberg, gestern der bott von Uri, ouch Schultheiß Hcbolt von Solothurn, und Hans Hugi; ouch sind vier botten von Mülhusen hie, all in scheidens wys; gott well, daß es zuo guotem erschieß; dann die party, so das wort gottes ane zuosatz begcrt, Hand uf nächtin sich entschlossen der Meinung, daß Bürgermeister und Rat füllen beder Stett ganze genieind uf ein bequemlichm platz versamlcn, alda beder part(en) supplicationen verhören und was demnach das meer under gemeiner burgerschaft werde, darby maneud sy uns der pünden, sy zuo handhaben. Sölichs habend wir dem Rat anzöigt und fürgehalten, was jamers zuo besorgen sy(e), so die gemeinde zuosamen füllte kummen; dann vil der größer und mcrer teil will die meß nit dulden; wicwol sich der ander Huf berüempt fünfhundert stark sin, wirt doch Hinwider gcrcdt, iro syge nit über zweihundert, aber die meß abzuothuond sy(e) ein mächtige zal, als wol zuo vermuotcn, diewil so ein groß folk in beden stellen Basel ist. Nun will der groß teil die meß nit lyden; so will der klein Huf lyb und leben darby lassen. Haruf unser von Zürich und Bern fürschlag ist, daß sy die meßpredigcr und (meß)halter und die andren, so sy ei» grüwcl schelte», ofsenlich vor allem folk zuo disputieren anhalten, das beschcch hie zwüschcn Ostern, und (daß) sunst ungeschmächt onch bürgerlicher frid belybe, und was demnach von zunft zuo zunft das meer werde, dem füll das minder folgen, divyl sy doch hicvor ouch die Pension uf und ab gelychcr gestalt genieret hellend; das aber die übrigen Eidgnossen keins wegs Hand wellen lyden, aber iren rat dahin gesetzt, daß man den Hände in Verzug, ufschlag und anstand brächte, jeder bott hinder sich an sin Herren und ober», was sy sich hierüber bericteud, und ein andren tag über dry wuchcn ansetzte. Das wirt aber, (als) zuo besorgen, nit mögen au der December 1528. 1479 großen part fnnden werden, ouch zuo großer unruow mee dann zuo miltikeit dienen. Haruf wartend wir nun was vom Rat angenommen oder wyter gehandlet werde". . . —- „Beiträge" V. 303—305. St. A. Bern: Kirchlich- Ang-leg-nh-ite». 11) 1529, 2. Januar. Bern an die Boten zu Basel. Antwort: „Wir haben üwer schriben, deß datum wist Mittwuch nächst verschinen, belangend das so ir zuo Basel bis (zuo) derselben stund gehandelt, wol verstanden und nit wenig befrömbdens und bedurens an den Räten zuo Basel empfangen, daß sy üch also Hinderrucks den tag zuo Baden abgeschriben, und villicht dest schimpflicher, so doch vil an inen und zum höchsten (daran) gelegen sin will, (daß) gehandelt wurd; doch so haben wir nütdestminder unser botschaft uf die angsatzte tagleistung zuo Baden abgefertiget, üch hiemit befclchcnde nit ze verrücken, bis die fachen zno Basel zuo endlichem ustrag kommen, und ob fach (wär), daß die vis Ort mit üch in sölicher Uneinigkeit handlen wellten, sollend ir dheins wegs by inen sitzen, noch ützit mit inen handlen noch iro beladen, dwil und sy denen von Basel die bünd nit geschworen haben, demnach üch gegen beiden Partien aller müeg und arbeit beflyßcn, damit söliche unruow gcstillet und bürgerliche einigkeit erhalten werde, doch nützit handlen noch mittlen, das der eere gottes und sinem wort widrig sige, des tapferen erbietens, daß wir zuo der ere gottes und dem meren teil der burgerschaft zuo Basel unser lib und guot setzen und alles das erstatten werden, so die bünd vermög des buochstaben inhalten; deß mögen sy sich und theins andern zuo uns ungezwifelt versechen und gctrösten; dann es je ein unbilliche fach, daß der minder den meren teil beherrschen, oder der meren teil dem mindern in ungöttlichen dingen folgen füllte, so gestrags wider (die) bünd sye. Sölich unser befelch und lütrung füllend ir nit allein den Räten, sonders allen partyen in sonderheit eroffnen und entdecken", w. — „Beiträge" V. 314—315. St. A. Bern: Teutsch Missiven R. 136 b, 137 a. 12) 1529, 3. Januar (Sonntag nach Ncujahrstag), Basel. Die Gesandten von Bern an ihre Obern. „Uewer schrybcn, deß datum wyst uf den andren tag Janunrii dis jars, Hand wir empfangen, und müssend des ersten, daß der Handel zuo Basel so sorklich und ernsthaft (stat), daß nit ein wunder ist, daß sy niemand uf den tag gan Baden schickend; aber ir fuoßbott, der die abschrybung des tags üch zuotragcn, hat sich gesumpt und zuo Liechtstal übcrnacht bliben, der doch tag und nacht sollt gcloufen sin. Aber berüerend den houpthandel zuo Basel so müssend, daß uns der Bürgermeister doselbst eröffnet hat, daß ein Rat erkennt Hab, wir füllend uns ein tag oder zwen nit lassen bcduren, ob (glich) man uns nit berüef, es bcscheche guoter und nit arger Meinung. Hieruf sind wir bericht, als wirs ouch Hütt gesechen, daß der Rat sechs mann vom kleinen Rat und vier mann von der gemcind genommen zum Handel erwelt Hand, die Mittelweg suochend, wie die burgerschaft zuo friden zuo bringen sigend. Und uf Hütt am morgen hat man uns zuo allen syten berüeft uf das Rathus zuo den zuo- gesatzten vom Rat verordnet, uns Kotten und gesandten, nämlich von Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Zug, Solothurn, Schaffhusen, Mülhusen und Straßburg. Do Hand die zuogesatzten uns ire erfundnen mittel lassen vorlesen; der (die) halsten) kürzlich in, daß die zwyspäliig brcdig hin und abgestellt sin fülle und mit anders dann das klar pur heiter heilig wort gottes zuo bredigen in Mandats wys gcbotten werden, ouch daß ssichj alle bredicanten zuo allen wuchcn einest zuosamen kumen sollen, sich besprechen und vereinbaren, und welcher etwas mangels an des andren leer hette, daß denn derselb, so gelert hat, dem fragenden uß altem und nüwcm gesatzt bericht geben und nemen fülle. Zum andren, daß kein Priester meß zuo halten gezwungen werden, sunder welcher beschwerte conscienz der meß halb trage in klöstren und anderschwo in ir(cr) verwaltigung, der von der meß stan wellte, dem solle sin pfruond nütdestminder gefolgen. Zum dritten, daß niemand die sinen, wib, kind oder dienst zuo der meß und glauben zwingen fülle, llf das so Hand sy uns gebetten, uf morndrigen tag vor der Versammlung dcro gcmeind, so die meß nit wellend, stündliche bitt zuo thuond, sich abgehörter mittel zuo ersettigcn lassen. — Nun um mittag sind zuosammcn kummcn, wie das dem Rat und uns anbracht ist durch die verordneten, by drü tusend ingescssner burger und Hand dein Rat nnd nns Eidgnosscn und Schidlüten fürgehaltcn, man habe inen geboten, um die sibcut stund zuo den Barfuoßcn zuo sind, das inen nit fuoglich, sundcr der platz, (dann) sy wellind nit also yntnn werden; sodennc syge ine» die stund zuo frücg; dann zuo Basel um die sibui ist zuo Bern erst sechst; dann sy wellen des tags erwarten und einer den andren sechcn. Zum andren so sollend inen die schlüsscl zuo den torcn unpartygisch verwart und alle tor beschlossen (und) verhüct werden; ouch wellen sy 1480 December 1528. oersichert sin, daß inen weder cid noch gebott »fgelegt werdend, oder sy wellend nit von einandren. Also ist inen ir beger zuogesagt, und sy uf Hinacht Sunntag . . von einandren gescheiden im friden. Nun gefallen die ob- geschribnen artikel dem Rat zuo Basel, aber den Eidgnossen gar nit; doch werdend wir morn, ob gott will, wyter erfaren." — „Beiträge" V. 305—307. St. A. Bern- Kirchl. Ang-legenh-It-n. 13) 1529, 4. Januar (Montag nach Neujahr), 4 Uhr Nachm., Basel. Die Boten von Bern an ihre Obern. „Uf hüttigen tag . . sind zuo den Barfnoßern zuo Basel versammlet gestanden die, so die meß begerend abzuo- thuond, als wirs achtend vil über drü tusend strytbarer burger. Denen hat der obrist Zunftmeister doselbst eröffnet der Räten anbringen und beger sampt verlesnen mittlen, hievor in geschrift zum kürzisten verfasset. Harns sy durch iren verordneten redner ganz züchtiger wys gcantwurt, sy bittend ir gctrnw lieb Eidgnossen, die auch ungesündert gemeinlich, so jetz zuogegen sind, sampt den botten von Straßburg all 'einhellig vor ougen stuondend, daß sy Bürgermeister und Nat wellten mit inen bitten, daß sy gott zuo eren und gemeinem bürgerlichem friden zuo fürdrung das anbringen lut irer supplication wellten erstatten, oder wo das nit syn möglich funden wurd, ein meres under ircm Hufen und demnach ouch under der widerpart, die zuo den Bredigern versampt in der stund warend, zuo machen, und ivas sich bcfunde das mcr zuo sind, daß wir all als ire Eidgnossen sy by dem selbigen vermög der pündten wellten handhaben, schützen und schirmen, welcher pündten sy uns hiemit wclltend ermant haben und in ir kraft sölichs be(ge)rt. Sunst Hand sy ouch kein mittel wellen annemen noch jemand gemalt geben, vollmächtig iren Handel zuo stieren. Hann sind ouch die botten von der Eidgnoschaft all bittlicher gestalt by- gestnnden, und hat der bott von Zürich, Werdmüller, in unser aller namen die red uf dem kanzel getan, demnach die von Straßburg ouch glycher gestalt. Aber sy sind by obberücrter antwurt beliben, mit erbietung nüts gwaltigs noch unfrllntlichs anzuofachen; glycher gestalt Hand alle vorgenemptcn gesandten zuo den Bredigern vorder andren party ouch gehandlet, die wir achtend nit über vierthalbhundert (iiij°) stark; aber wiewol sich die selbigen bisher allweg zum höchsten erbotten Hand, eim Bürgermeister und Rat zuo vordrist in allen fachen gehorsam zuo sind, und was sy machend, wol guot zuo haben, lyb und guot darzuo zuo setzen, so Hand sy doch hüt sich erlütret, daß sy der fürgeschlagnen mittel keins annemen, (sunder) strags blyben, wie sy jetz vor inen habend, und daran ir bluot und leben setzen, ouch dem Nat den Handel nit anders vertruwen zuo machen, über daß der Nat bed partygen, und wir mit inen gebetten Hand, was fürhin zuo lob und eer gott, sim wort und gemeiner statt Basel not nnd erlich sin werd, der messen nnd aller dingen halb (dem Rat) zuo vertruwen sampt dem großen Rat, ist es doch strags abgeschlagen. Und also Hand wir noch zuo frid (geraten?) und Hand bishar uns noch nit gar erlütret, damit, ob ein bluotvergießen drus wurde, daß wir nit geachtet, als hellend wir den ein(en) teil gestärkt und ufgewisen. Doch werdend wir zuolctst, ob es nit besser werden mag, »nserm befelch trülich gcnuog thuon- Der Handel stat sorklich, gott wcnd es zum besten"... — „Beiträge" ?c. V. 307—309. St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. 14) 1529, 5. Januar, Basel. Erkenntnis; von Bürgermeister und Rath in Sachen des zwiespältigen Pre- 5)iHen3, zc. Officielle Abschriften im K. A. Schafshausen: Corr. — St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. 15) 1529, 6. Januar (hl. 3 Königen), Zürich. Instruction für Hans Schweizer, Jacob Wcrdmüller und Rudolf Stall, Gesandte in Basel. Da bei 2000 Mann bei dem göttlichen Wort und rechter evangelischer Wahrheit bleiben wollen, dagegen nur etwa 400 der Messe und den (andern) päpstischen Bräuchen anhangen, so sollen du Boten dein „gutwilligen" Theil die Zusage geben, wenn Jemand sie, als die Mehrheit, von dein Gottesivort nnd den Bünden ohne Recht drängen wollte, so werde Zürich Seele, Leib, Ehre, Gut und alles Vermögen treulich zu ihnen setzen und sie nicht verlassen. St. A. Zürich - Instruction-». 16) 1529, 6. Januar (Drei Könige» Tag), nach dem Morgencssen, Basel. M. Rudolf Stall und Jacob Werdmüller an Bin. und Rath in Zürich. „Es hat ein Rat von Basel nach uns allen, so hie(har) in schcidens wis geschickt, nämlich von allen Orten und mit sampt denen von Straßburg, und da inleitung (mo); Hand wir a geantwnrt, sy syend als die verständigen, der recht lnntman ist der recht ivegwis, dann uns der Handel sunst hoch und schwer nnlig. Uf das Hand sy abermal artikel gestellt an der dry küng nbind nnd die uns fürgchalten und abermal rat und inleitung von uns allen bcgert. Und sind diß die artikel nachfolgen: Des ersten füllend a messen in Basel ganz an allen orten hingcleit sin, allein dry messen blibe», eure im Münster, eine zuo Saut December 1S28, 1481 Peter und die dritt in der kleinen statt, und sollend wären uns oder bis am Sonntag nach Pfingsten; dann sond sy (die Geistlichen) ein offen gespräch hau zno den Barfüeßern und allein uß biblischer geschrift, n»d demnach all Zunft mit den Räten meren, und was dann allda das mer wirt, daby soll es gänzlich bliben. Zum andern sollend all bäpstler bredicantcn abstan, zuo predigen nit nie, und allein cristenliche darthan werden, die all wnchen söllend den andern rechenschaft geben irer leer und mit biblischer geschrift alba erhalten. Und zum dritten, ob sin ein gemeind begert, so wöll ein Rat jeder Zunft brief und sigel geben, semlichs zuo halten wie obstat. Und so wir all sandbotten uns des entschlossen, als Zürich, Bern, Milhusen und die Herren von Straßburg, (und) geantwurt, sidmal ein Rat semlicher artikel ganz lntcr eins sygcnd, semlichs so obstat den iren an der dryg kiing tag beden gemeinden fürzuohalten, so sy(e) unser entschluß, ir(em) beger nach allda das best und wägst zuo thuon und allen sliß ankeren, damit ir Meinung angenommen werd. Und uf disen fürtrag .. hat Hug mit den andern vier Orten geantwurt, ir befclch sy(g) ouch zuo scheiden; aber daß sy könnend daby (sin), daß man die heilig meß abthüe, und mit vil warten, ja es wurd wider ir Herren sin, und allda begert, inen nüt für übel zuo haben, sy werdend nit daby sin, und ob man beger, wällend sy Heimriten oder in ir hcrberg bliben.*) Demnach und diß vorgeschriben ist beschcchen vor tag an der Helgen dry küng tag, so sind wir doch demnach am tag uf das rathus beschickt und uf die selb stund beid partyen, die evangelischen und die bäpstler, jeder teil in ein kloster, so hat sich doch der Handel uf dem rathus verzogen unz nach mittag vil schier, und in dem ein rat mit uns handlotend, damit wir und unser Eidgnossen uns nit sündertend, und jede gemeind gcmeinlich zuo ermauen, wo sy die vorgeschribnen Nuttel nit anncmind, wurdcnd unser obern sy dahin wyscn. Uf das Hand die von (den) Ländern (das) zuogelassen, doch wenig geredt, und nach allem, so lang und vil zuo meldeu wär, mag nit wil han, dann man die thor glich bcschlüßtz doch sind die vorgeschribnen artikel gänzlich angenommen, daruf unsers bedunkens nur Cristo unserm erlöser groß lob, bris und dank sagend ... Datum in il..., als Uolrich Seiler uns ein brief von üch unfern Herren bracht." St.A. Zürich: A. Basel. 17) löLö, 6. Januar (hl. drei Königen), 4 Uhr Nachm., Basel. Die Gesandten von Bern an ihre Obern. „Gestern Hand sich Bürgermeister und bed Rät, alt und nüw, .. einhellig erkennt, daß sy wöllen, daß das einhell evangelisch bredigen setz von stund an sin ansang und fürgang haben sölle, und demnach ouch znoglich alle messen in Basel bis ane dry, die ein im Münster der Höchen Stift, die ander zuo Sant Peter, die dritt in der kleinen statt, söllend nbtan syn, und keine wyter weder in klöstrcn, pfarren noch andren kilchen gehalten söllend werden, . . . und soll das wären bis uf nächst kummenden Sunntag nach Trinitatis in disenr jar, wirt syn an der zyt acht tag minder dann fünf manot. In der zyt und uf dem selbeu tag söllend beder Meinung bredicantcn, die meßrüemer und (die) schelter, ein offenliche tisputation in der Barfuoßerkilchen vor menklichem halten, und nachdem die verhört, soll das urteil, die wal und erkanntnus in eins jeden bnrgers herz stau und von znnft zuo zunft darum geraten; was dann das mer mag werden, das soll angenommen und demselbigen gestrags nachgelebt von allen und jeden in irer Statt und Landschaft imvonern, ouch jeder zunft von stund an hierum brief und sigel vom Rat geben werden, uf daß sy sicher sygcnd, daß sölichs erstattet und durch kein mittel vcrhindret werde. — Söliche mittel Hand uns die Rat lassen fürhalten, nämlich allen, so sich scheidcns wys fürgebend da zuo sind, »fit ansuoch und fründlichcr bitt, daß nur all nnverscheidcnlich mit den Burgermeistcr(n) und beden Räten hüt siüeg für ir gemeinden knmmcn (und) sy trungenlich bitten, daß sy söliche mittel güetlich nimemcn wellend. Deß Hand sich die von Straßburg, Zürich, Schaffhusen, Mülhnsen und wir zuo thuond früntlich erbottcn, aber die von Lucern, Uri, Schwyz, Zug und Solothurn Hand vermeint, sölichs wäre iren Herren und oberen zuo thuond »it gesellig, und habind deß kein befelch, harnin sy nit zuogegen bittlichcr gestalt erschynen, werdend aber fünft nit verrytcn, sunders zuo end der fach erwarten, ob das gott wende; (wo aber) ufruor und übel sich erheben, wurdcnd sy zuo dem besten scheiden. Sunst habend sy sich ouch warlich züchtiger und früntlicher warten gcbrncht. Jedoch hüt früc Hand sy sich begeben, mit uns zuo gand sampt und sundcrs, sofer wir allein wellind bitten, daß die gemeinde sich nit welle widren, snnder iren Herren ghorsam syn. Das Hand wir von Bern und Zürich zuogesagt. Also sind sy mit dem Bürgermeister, alt und nüwem Rat allsamenthaft vor den gemeinden erschincn; Durchgestrichen: „sag ich (I. Wcrdmüller?), der tüfel hat sy hartragen." 186 1482 December 1528. da Hand wir offenlich am kanzel so ernstlich gebetten und das voll ermant, inen auch lyb und guot zuozesetzen znogesagt, nämlich dem großen und meren teil zuo den Barfuoßen, daß sy söliche mittel mit vorberüerten anhängen haben angenommen und zuogesagt zuo halten. Deßglich hats ouch die widerpart, aber doch mit großem Unwillen, angenummen. Und so bald wir mögend, werdend wir kummen"... St. A. Bern: Kirchliche Angelegenheiten. Die gesperrt gedruckte Stelle ist im Original unterstrichen. — „Beiträge" V. 399—311. Sämtliche Schreiben der Berner Gesandten sind von N. Manuel's Hand. 18) 1529, 6. Januar (3 Königen), 19 Uhr Vorm. Bern an seine Gesandten zu Basel. Antwort auf ihre zwei letzten Berichte. Man nehme den Handel sehr zu Herzen; dennoch bitte und begehre man ernstlich, daß sie neben andern gutgesinnten Boten mit allem Fleiß in dem Sinne wirken, daß der Span ohne Blutvergießen geschlichtet werde, doch in alle Wege der Ehre' Gottes und seinem Worte ohne Nachtheil. Was sie bisher gethan, lasse man sich ganz wohl gefallen, zc. — „Beiträge" V. 316. St.A. Bern: T-upch MGm» ». iss i>. Zu vergleichen sind besonders die „Basler Chroniken" I. 67—78, wo sich der Text von N. 14 abgedruckt findet. Schließlich muß hier bemerkt werden, daß sich in den Archiven der katholischen Orte keine bezügliche Korrespondenzen finden ließen. Lucern. 1528, 30. December (Mittwoch vor dem Neujahr). Staatsarchiv Luccrn: Allgemeine Abschied- II. L. k. b<2. (Tag der V Orte). Jeder Bote weiß, wie sich Unterwalden auf die Klage Berns verantwortet, und was ihm himvider angerathen worden ist. I». Da aus einem frühern Tage beschlossen worden, daß die VII oder V Orte Glarus zum Rechten mahnen sollen, und man von dieser Mahnung Gutes erwartet, so soll das heimgebracht werden, damit jeder Bote die Mahnung auf den nächsten Tag nach Baden bringe, oder (man soll sich dahin vereinigen?), daß die sechs Orte gemeinsam eine Mahnung von Baden aus erlassen. «. Heimzubringen den Vorschlag, an den Kaiser oder seinen Bruder, den König Ferdinand, und ebenso an den König von Frankreich zu schreiben. «I. Lucern beschwert sich über ein Schreiben, welches Nri ihm zugeschickt, und das in scharfen und spitzigen Ausdrücken sage, daß Lucern die Urner mit neuen Aufsätzen und Fünden beschwere; das komme ihm sehr befremdlich vor, indem es nichts anderes von ihnen beziehe, als was sie von Alters her gezahlt haben, und wozu es Fug und Recht habe. v. Lucern beklagt sich ferner, daß einige Personen von Uri einen Handel mit Korn anfangen, dasselbe zusammenkaufen und „zur türen mnli" (Dürrenmühle?) aufschütten; daß Einige alle Wochen zehn Mütt oder mehr einkaufen und doch erweislicher Maßen in ihrem Haus nicht mehr verbrauchen als einen halben , Mütt, diese Frucht zuerst nach Brunnen, nach Beggenried oder andere Orte bringen und dieselbe später dort holen lassen, überhaupt betrüglich zu Werke gehen, was Lucern nicht länger dulden könne. Es stelle daher an SchwYZ und Unterwalden das Gesuch, Uri dahin zu vermögen, solche „Gremplerci", Kaufmannschaft und Fürkauf nnt dem Korn bleiben zu lassen, in Berücksichtigung daß die Speicher und Kasten schon größtentheils leer stehen lind die Theurung immer größer wird. Sollte dies nicht aufhören, so würde es sich anders mit Korn versehen und ^ Burger und Landsaßen im Fürkanf auch gewähren lassen; was Gutes daraus für die IV Waldstätte erfolgen möchte, könne Jeder selbst ermessen. Da die Sache sehr wichtig und von großen Folgen ist, so wird sie in de» Abschied genommen, um auf nächstem Tage darüber Antwort zu geben, t. Einige Ehrenleute von Glarns, welche wegen der Ansprachen zu Lucern gewesen, übergeben am Schlüsse des Tages eine Schrift, welche ihnen December 1528. 1483 ihre Landslentc des alten Glaubens zugesendet, worin berichtet wird, daß die Böswilligen, zuwider ihren Versprechungen, zu Schwanden die Bilder und Kirchenzierden zerschlagen haben, worüber große Unzufriedenheit entstanden sei; sie bitten nun dringend, da man sehe, daß ihre Gegner morgen brechen, was sie heute zusagen, und denselben noch Schlimmeres zutrauen dürfe, daß man sie nicht verlasse und ihnen mit Rath und That beistehe. Es wird beschlossen, dies in den Abschied zu nehmen und auf dem nächsten Tag zu Baden Antwort zu geben, wie man ihnen behülflich sein wolle. Zu Die Antwort llntcrwoldcns auf die Klagen Berns bringt der folgende Band. — Erläuternde Acten zu den übrigen Artikeln sind uns nicht bekannt. «RS Zürich. 1528, 31. December. Staatsarchiv Bern. Stadtarchiv Consta»,. Gesandte: Zürich. — Bern fehlt. — St. Gallen. — Consta nz. Hans Wellenberg; Thomas Hüetli; Lucas Stark. Ein Abschied oder ein sonstiger Erlaß ist nicht vorhanden; alles Wesentliche ergibt sich aber aus den einleitenden Acten: 1) 1528, 23. December (Mittwoch nach Thomä). Zürich an Bern. „Ihr mögent (als uns nit zwifelt) numc wol bericht sin der schantlichen lästerlichen trücken und büechern, so von dem Mnrner, gehaltner loblicher und cristenlichcr disputation halb in üwer statt Bern usgand, darin wir, (ouch) ir und in summa alle die, so uß dem göttlichen wort irer seelcn heil und trost begerent zno suochen, zum höchsten, verachtlichisten und dermaßen unserer . eren, glimpf und guoten lümbdens in vil weg angetastet und beschuldiget werdent, daß es billich ein jeden frommen soll beherzigen und übel beschwachen. Und diewyl unsers achtens die groß merklich notdurft erhöischen will, uns on verzag zuosamcn ze thnond und sölich obangercgt schand, schwach und Verachtung nit lenger gedulden oder erliggen ze lassen, habent wir einen kurzen tag verrnmt und angesetzt, nämlich uf Mittwuchen vor dem nüwen jarstag (30. Dec.) nächst nachts in unser statt Zürich an der hcrberg zno sind. Und begerent demnach mit höchstem ernst, uf das allertrungcnlichost üch ernianendc, ir wellint üwer trcffenlich ersam botschnft mit vollmächtigem gwalt nf obernempten tag abfertigen, mit befclch die fachen mit sölichem ernst und dapferkcit anznogrifcn und zuo verhandle», damit wir einmal doch ab den dingen kommen und müssen mögent, woran wir sycnt. Dann so vil an uns ist, sind wir des endlichen fürgcsctzten willcn(s) und gemücts, von nächstem tag hin, so zuo Baden soll gehalten werden, dhein anderen tag incr zuo suochen, sonders den Handel dasclbs gänzlich zuo entdecken und dannenthin iviter zuo wogen, was uns loblich, nützlich und erschicßlich sin iverd. Und wellent die fachen also wie abgemeldet under üch selbs stattlich erwägen und üwer gesandten daruf nach notdurft zno hnndlen zuo uns abfertigen, wie wir üch ze thnond wol geneigt wüsten . . . Wir habent ouch üwcrn und unsern lieben Eidgnossen und Mitbürgern von Sant Gallen und Costcnz obgemelten tag zuogeschriben und vcrkündt, ungezwifcltcr Hoffnung, st) werdint den ouch besuochen und nit usbliben." Sl.A. B-m: «r-hi. A»g-l°g-,.h. 2) 1523, 26. December (St. Stephans Tag i. I. rrir). Bern an Zürich. „Uewer schryben belangend die tagsatzung von wegen Murners schmachbücchern haben wir alles sins inhalts verstanden, daruf wir üch antwurts wysc stiegen zuo müssen, daß uns bestimptc tagleistung mit unser botschaft ze besuochen nit gelegen will sin, uß Ursachen, des ersten, wicivol wir gnnogsamlich bericht, daß der bidcrb man Mnrner üch, uns und ander mit Unschuld und unwarheit schmächlichcn und eervcrletzlichcn antastet, nit allein in beiden jüngst usgangncn büechern, sonders vorhin vilfaltiklichcn, haben wir nüt dest weniger unserer cercn und glimpfs wer dann siner verschonen wellen und also bishar sin unverschämt gedicht unversprochen gelassen; so er aber nit darvon stat, geben wir denen, so im solichs gestatteu, nit minder schuld dann im. Nun solichs abzestellcn will noch diser zyt also ylends nit 1484 December 1528. fuog haben, angesechen daß wir unser treffentlich botschaft diser stund zuo Basel haben von wegen der nnruowen daselbs, verstehen uns auch gänzlich, (daß) ir die üweren dahin gesandt habind. Deinnach so wüssend ir, wie wir abermals uf nächstem Sonntag nach dem niuvcn jarstag unser potschaft von dero von Underwalden wegen zuo Baden haben müessen. Uech soll ouch unverborgen sin, daß wir das ein Murners schmachbüechli, uf (den) viij. tag 5ns manots usgangen, unfern Kotten, so nächstmals zuo Baden gsin, zuogesandt, hat aber der löufer st) da nit betrctten mögen, sonders im am harufryten begegnet. Dwpl' aber die fach uns nit minder dann üch beherziget und hoch beschwachet, werden wir einen ratslag darüber thuon und denselben unfern botten, so wir uf bestimpten tag gan Baden abfertigen werden, in befelch geben ze eroffnen; deßglichcn mögend ir ouch thuon, damit wir einmüetiglich handle», was die notdurft erfordert". . . S«. A. B-m: T-utsch Misstvm n. isi b, wo ». Auf die früher zwischen Bern und Lucern wegen l>r. Murner gewechselten Schriften (16. und 21. Juli) und andere ihn betreffende Anzüge können wir hier nicht eingehen. Das Programm der in Aussicht genommenen Verhandlungen entwickelt in belehrender Weise der folgende Act: 3) 1528, 28. December, Coustanz. Instruction für die (drei) Gesandten zu dem Burgertag in Zürich. 1. Den Gesandten von Zürich und Bern zu erklären, daß man den Handel mit Murner nicht weniger ernst nehme als sie und gern dazu helfen wolle, daß ein solcher Mann bestraft werde; man finde aber räthlich, die Sache mit solcher „Bescheidenheit" zu betreiben, daß unter dem Volke kein Aufruhr entstehe und kein Landkrieg daraus erwachse, der dann ja viele Unschuldige kosten würde. „Item wir gedenkent, daß wol ze erwägen syg, ob villicht diser Mn.rner durch etlich lüt, die nit nun denen von Zürich nnd Bern, sonder ouch denen von Luzern selbs und allen andern Aidgnossen abhold sind nnd ir regimcnt und wolfart nit gern scheut, underricht und angeordnet mög sin, dermaßen Händel anzerichten, damit die Aidgnoschaft in sich selbs zertailt und gänzlich zertrennt und dadurch mit fremder Herrschaft besetzt und überherret werde. Und ob glichwol etlich unvorsichtiklich solches nit betrachtent und uß Unwillen oder von anderer Ursachen wegen solcher oder derglichen ungeschickten Handlung nit widrig sind, besunder darzuo möchten verhelfen, nochdann ist nit von derselbigcn wegen ein ganze menge in gefarlichkeit ze stellen und dem gemeinen man, der solches nit fürkommen mag, verderben anzerichten; dann in kriegschen ufruoren der unschuldig gmain arm man den schaden und beschwerden tragen muoß, so (während) die jenen gwonlich, die der kriegen ursach sind, vor schaden sich beschirmen können." Besonders sei zu bedenken, daß ein Aufbruch andere Orte bewegen möchte, andere Völker aufzubringen, unbekümmert um die Folgen, die das für sie selbst haben könnte. Ferner sollte man auch der Städte und Anderer im Reiche schonen, die das Evangelium angenommen und sich auf die Eidgenossen verlassen, auch in Frieden und Sicherheit bleiben werden, so lange diese einig seien. Darum soll zuvor alles Mögliche versucht werden, um den Krieg zu verhüten. Um aber Murners Muthwillen nicht ungestraft hingehen zu lassen, möchte man rathen, daß die. Boten von Constanz und St. Gallen nach Lucern gingen, vor Rath die Schmachbüchlein verlesen ließen und dann erklärten, sie setzten voraus, daß Murner dergleichen Dinge nur von sich aus geschrieben, und daß die Obrigkeit daran kein Gefallen hätte; da nun Zürich und Bern sich darüber sehr beschweren, so seien sie von ihren Herren in guter Meinung verordnet, Lucern zu bitten, die Folgen wohl zu betrachten, sich des Glücks zu erinnern, das die Eidgenossen durch Einigkeit errungen haben, und zu erwägen, daß es ihnen zum Verderben gereichen könnte, wenn der Murner ungestraft'fortfahren könnte; daher bäte man, daß der Rath ihn dermaßen strafe, daß man sein Mißfallen erkennen möge; geschähe das, so würden Zürich und Bern sich ohne Zweifel beschwichtigen und das Vergangene ruhen lassen. Je nach der darauf erfolgenden Antwort sollen die Boten gütlich weiter handeln, ivas zur Schlichtung des Spanes dienen mag. Wenn sie aber von dem Ruthe einen Abschlag erhielten, so mögen sie versuchen, die Gemeinden der Landschaft zu bewegen, bei ihren Herren gütlich dahin zu wirken, daß Murncr bestraft würde, oder Zürich und Bern bestimmen, gegen Lucern vor den andern Eidgenossen in dem Sinne zu klagen, daß es den Murner zum Recht stellen müßte, oder andere Mittel berathen. Denen von Zürich und Bern sollen sie bedenken geben, daß es derzeit räthlichcr scheine, ernste Schritte aufzuschieben, da durch Gottes Gnade die Sache des Evangeliums immer mehr zunehme, und die Macht der Gegner sich täglich vermindere, was nicht der Fan wäre, nHnn man gleich anfangs thätlich gehandelt Hütte, indem gerade das Wüthen dagegen es fördere, und nicht das Schwert, sondern Geduld uud Nachsicht es vertheidigcn müsse. Wenn aber weder ein Aufschub noch ein December 1528. 1485 Frieden erreicht werden könnte, so sollen die Boten heimbringen, was ihnen begegnet, und beantragen, daß die andern Gesandten das auch thun, damit man sich allerseits weiter darüber berathen könne. 2. Da Zürich in seinem Schreiben erklärt habe, nur noch den nächsten Tag besuchen zu wollen, so sei auch dies abzurathen, da es nur die Zwietracht vermehren würde; wenn Zürich fortfahre zu handeln wie bisher, so werde, wie bereits augenscheinlich, sein Ansehen wachsen, die Partei der Gegner abnehmen, so daß zuletzt ohne Schwertschlag und Mühe erlangt werde, was bei den jetzigen Umständen nicht ohne große Gefahr und Schaden erkämpft werden dürfte. 3. Zürich soll ermahnt werden, derzeit den Span mit Schaffhansen, als an sich geringfügig, ruhen zu lassen und zu verhüten, daß größerer Unrath daraus hervorgehe. 4. „Item ir sollend anfangs, so ir gen Zürich komment, Doctor Mangolten oder, ob der noch krank wäre, Bürgermeister Röisten anzöigen, wie zno verschincn ziten, als unser und deren von Sant Gallen gesandten zuo Bern gewesen syen, die gesandten von S. G. sich Herfür gethan habent und den Vorgang und obsitz ob den unfern haben wellen, villicht uß der ursach, als sy sich habent merken lassen, daß sy in der schenki, die die von Bern den unfern und inen thaten, erstlich genempt syen worden; wo nun uf jetziger tagleistnng die gesandten von S. G. aber des willens sin, so werden ir inen deß nit gestatten und eh üch iren üsscrn; dann ob schon wir etwarn andrem den vorstand zuoglassen habent, so welle doch uns das gegen denen vom S. G. in keinen weg gemeint sin; bittende deßhalb, er wellte so vil handlen, damit es zuo sölchcm zank nit werde kamen." 5. Anerbieten zu gütlicher Unterhandlung in dem Span gegen Unterwaldcn; wird es angenommen, so sind die Boten beauftragt, deßhalb auch nach Baden zu reiten, ?c. Wenn aber Zürich und Bern verlangen, daß man zu ihnen stehe, so soll ihnen entsprochen werden, wenn sie sich nicht bewegen lassen, darauf Verzicht zu thun. ' ' . , ' . , ' Beilagen. Verzeichnis der Beilagen. 1, 1521, 5. Mai, 2, 1523, 5, Februar, 3. 1524, 23. September. 4. 1525, 7. December. 5, 1526, 8, Februar. 6. 1527, 25. December. 6 a. 1528, 31. Januar. ?. 1528, 1. Mai. 8. 1528, 25. Juni. 8 a. 1528, 3. November. 8 b. 1529, 28. Januar. 8o. 1529, 17. Februar. 8 3. 1S29, 3. März. 8 a. 1529, 15. Oktober. Vereinuug zwischen König Franz I. von Frankreich und den zwölf Orten (ohne Zürich), nebst ihren Zugewandten . . . . Beitritt des Gotteshausbundes und der X Gerichte zu dem Bündnis; zwischen Frankreich und der Eidgenossenschaft Ewiger Bundesvertrag der III Bünde Fünfundzwanzigjähriges Burgrecht der Städte Bern und Freiburg mit Lausanne Fünfundzwanzigjähriges Bnrgrecht der Städte Bern und Freiburg mit Genf Zehnjähriges Burgrecht der Städte Zürich und Konstanz . . Zehnjähriges Burgrecht zwischen Bern und Constanz . . . Hundertnndeinjähriges Bündniß zwischen Herzog Karl III. von Savoyen und der Landschaft Wallis „Christliches" Burgrecht zwischen Zürich und Bern . . . Burgrecht der Städte Zürich und Bern mit St. Gallen Bnrgrecht der Städte Zürich und Bern mit Biel Burgrecht der Städte Zürich und Bern mit Mühlhauscn Burgrecht der Städte Zürich und Bern mit Basel Bnrgrecht der Städte Zürich, Bern n. Basel mit Schaphausen Giirt Seite. Abgedruckt Seite. 30 1491 271 501 846 1214 1277 1500 1502 808 1505 1507 1511 1511 . 1320 1516 1345 1521 1433 1526 Für diese 1526 vier Stücke 1526 ist auf den nächstfolgen1522 den Band zu verweisen. 1522 > 187 , - s ^ ^ ! > i ^ ' - V Veroinung zwischen König Franz I. von Frankreich nnd den zwölf Orten (ohne Zürich), nebst ihren Zugewandten. Lntern. KSTt, S Ä?tai. Staatsarchiv 4!ucer»i: Urkunden. Oorps äiplomnUquo, IV. I, p. ggg. „Draotatus itsratas Donkosäsrationis intsrDran- oisoum I., ksgsm Dliristianissimum, aö una, st Dominos innAnns st antiguas Ingas läslvstisas, ad altsra parte, Westum Dussrnas, Nie 5. Naii ^nno 1521." ^ranciscus von gottcs gnaden kling zno Frankrich, iM'zog zuo Mciland nnd Herr zno Genoiv .'c., und wir Burgermeister, Schulth(eisse)n, Amman, Rät, Gemeinden, Burger (und) Landlät (der) Stetten, Landen nnd Herrschafften des grossen und alten pnndts ober tntschcr lgnden, ilamlich von .... ^), Bern, Luzern, Ury, Schmyz, Underivalden j ob nnd nid dem kernwald, Zug mit dem ussern ampt, Glaris, Basel, Friburg, Solothnrn, Schaffhnsen und Appen- Zell, sampt dem Herren Apt und der Statt Sant Gallen, ouch sampl dem Hoptnian, ober», Castelanen und landlüten der landen der drien gramen Pünden und Wallis, Statt Mälhusen, Rolwil nnd Biel, thuond kund j mmgklichem, gegenwärtigen nnd künftigen, daß als nämlich in der Statt Lnzern ein gwüsser tractat eins pnndts, vereimmg, Verpflichtung und Verstands durch potten vnd verordnet lnt unser beider teilen lstichförmig ingangen, concordiert und beschlossen, ivel- ches tractats lnt von wort zuo ivort hernach volget, und ist also. In j namen der hcilgen unzcrteilten Trifaltikeit, Amen. Allen und (etlichen gegemvürtigen und künf- Dransisous, Dsi gratia Dranoorum Dsx, Nsäio- lani Dux et Dsnuas Dominus, st nos Durgimagistn, Ksultsti, ^.manni, Donsulss, Dommunitatss, Divss, Datriotas Divitatum, Datriarum st Dominiorum magna« st antiguas Ingas supsrioris ^.Ismannias, viäslisst äs Dsrna, Duosrna, Drama, Kuivia, Dnäsrrvaläsn supra st sud szäva, Kug sum sx- tsriori Dt'lioio, Dlarona, Dasilsa, Driliurgo, Koliäoro, Koliaplmsia st ^ppsnissl, una sum Domino ^Vläiats st Dppiäo Kanoti Dalli, stiam Dapitanso, Najoribus, DastsIIanis st Datriotis Datriarum trium Digaruni Drissarum st Vallssii, Dppiäo Nülliussn, Dotilvvil st Lisi, notum laoimus univsrsis prasssntibus st kuturis, guoä sum nupsr in urös Duosrnsnsi ssrtus traotatus ligas, unionis, oonkosäsrationis st Intal Ii- gsntias psr oratorss st äsputatos ambarum partium rsspeotivs initus, oonooräatus st oonolusus kusrit, sujus guiäsm traotatus tsnor äs vsrbo aä vordum ssgmtur st sst talis. In nomins sanotas st inäiviäuas Trinitatis, I^mon. Dnivsrsis st singulis, prasssntibus st tu- *) Verschiedene Abschristen setzen das Wort „Wir" voran. Lücke fiir Zürich. 149^ tigen, so disen gcgenwürtigen brief ansehent, sye kundt und offenbar, als dann vor langest zwüschen dem übertreffenlichosten und mechtigosten surften Francisco, von gottes gnaden dem aller cristenlichosten küng zuo Frankrich, Hertzogen j zuo Meiland, grasen zuo Ast und Herr zuo Genom zc,, eins teils, und uns Burgermeistern, Schulth(eisse)n, Amman, Räten, Gemeinden, Burgern, Landlüten und imvonern der Stetten, Landen und Herrschaften des großen und alten pundts (in) ober tütschen landen anders teils, ein guoter rüewiger und lutrer frid und fründschaft, zuo ewigen ^ ziten werende, gemacht und ingangen ist, mit gwüssen ge- dingen und Vereinbarungen in dem tractat dar über gemacht vergriffen, nitdesterminder gedachter cristen- lichoster küng nnd wir Eidgn(osse)n, in unserm gemüet betrachtende die hochloblichen gschichten, die bißhar durch ire Voreltern, nämlich guoter gedechtnis der küngen zuo Frankrich j und unser Herren vorgemelts großen und alten pundts, der zit als sy in warer einung verbunden und verpflicht undcr inen gewesen, verwürkt und geschechen sind, und wie fast uß disem ir namen und glori gewachsen, also daß sp nit allein sich selbs und das ir kreftenklich vor aller unbillichkeit beschütztent, sunder andern Nacionen forcht und ^ schrecken brachteud, und also von sölichcr Ursachen wegen, nachzuofolgen den fuoßstapfen gedachter unser Voreltern, zuo beschützung, beschiermung und beHaltung unser Personen, stäten, küngkrichen, Herzogthumben, ertrichen, landen und Herrschaften, aller und jeder, so wir inhaltend und besitzend, hie diset und enct ! dem gebirg, habend wir ufgesetzt zwüschen uns ein pündtnus, vereiiumg, Verpflichtung und verstand gemacht und beschlossen zuo werden, Und harumb wir beb gedachten partyen verordnet potten mit vollem gwalt letst in die statt Luzern, hernach geschribne ding zuo vollenden, nämlich der aller cristenlichost küng suis j teils sin lieben und getrüwen rat und Hofmeister, Antonium von Lamet, ritter, Herren gedachter Herrschaft, für sin potten, und wir von . , , Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Underwalden ob und nid turis, bas prassontss littsras inspeoturis notum sit et manitsstum, guod liest sam dndum inter sxosllsntissimum ao potsntissimumprinoipomDran- oisoum, Dei Aratia Dranoorum ltsAem tübristia- nissimum, Nediolani Duoem, Domitem ^.stonsem st Dsnuas Dominum sx nun, st nos DurAimaAistros, Leultetos, ^mmannos, ttonsules, Dommunitates, Dives, Datriotas et Inoolas Divitotuin, Datriarum et Dominiorum nmAime et antiguae l u»ue supsrioris rLlemanniao, partibus ex altern, bona, guista st sinoera pax ot ainieitia porpetuis temporibus dura- tura laota et inita kuerit, eum oertis paotis et eon- ventionibus in traotatn clesuper kaoto eonventis; nilülominus praststi obristianissimus Itex st nos Domini Donkoodorati anirno volonte» (volvsntes?) kArs^ia kaoinora, guao baotenus per praedeoessores nostros, videlioet bonae nreinoriae Dranoorum Ito- Ass, st nos Dominos prasdiotae magmae st anti- guae Digue tempore, guo vera nnione oolliMti et oontbederati inter so kuerunt, aota et Aesta ox- titere, guantumgue ex so nomen eorumgue Aloria erovsrit, aclso ut non solnm so et sua tortitor ab omni injuria tutarentur, verum etiam oaetoris nationibus terrori essent et tormidini; bis itaguo rationibus cluoti, mseguenclo vesti^ia cliotorum praecleeessorum nostrorum, ligam, unionem, oon- tboderationem et intolÜAentiam pro tuitiono et dskensions eonservationegue nostrarum persona- rum, statu rsAnorum, duoatuum, tsrrarum, patria- rum et dominiorum guorumounguo, guae tenemus et possiclemus tam vitra guam ultra montes, inter nos ipsos fleri st oonoludi clsorsvimus. Icloirvo ambae momoratae partes, videlioet ips^ ebristianissimus Itex parte sua ciileetuin ot flclelom sonsiliarium ot ma^istrum suas clomus, ^Vntannu» Delamst, militsm, dominum diot! looi, oratorern suum, ot nos praelati Domini de Dorna, Duoerna, Urania, Kuioia, Dndervaldon supra et sub s/lva, >iuA oum sxteriori otfloio, Dlarona, Dasilsa, Diu- 1493 dem kcrnwald, Zug mit dem ussern Ampi, Glans, Basel, Friburg, Solothmm, Schaffhusen und Appenzell, sampt I dem Herren Abt und der Statt Sant Gallen, auch dem Hoptman, Obern, Castelanen und Landlüten der landen der drien gramen Pünden und Wallis, Statt Mülhnsen, Notivil und Biel, nnsers teils potten uß allen obgenanten Orten und zuogwandten unser Eidgnoschaft. Also habend nur potten nß kraft unserer befelhuug ^ und gmalts ein wäre reine lutere und alles lists und betrugs mangelbare pnndtnus, vereinnng, Verpflichtung und verstand uß gunst göttlicher miltikeit concordiert, beschlossen und ingangen in wys, form und gstalt, die hernach folgt, doch anse) alle ernüiv- rung oder mindrung vorgedachts lractats des ^fridens und fründschaft, j ouch von sölichem einicherlei wegs zuo wichen, sunder er also blibende in siner kraft. I. Habent wir egemelten potten von ersten (sio) concordiert, übereinkommen und beschlossen, also daß ein guoter getrüwer und lulerer pundt, vereinung, Verpflichtung und verstand, alleil list und betrug usge- schlossen, setz zuomal ingangen, gemacht j und beschlossen ist zwüschen egeineltem übertreffenlichosten und mechtigosten fürsten Francisco, küng zuo Frankrich eins teils, und zwüschen uns vor geuante» Herren des großen und alten pundts anders teils, zuo sicherheit, beschütziulg, beschiermung und beHaltung Personen, stäten, küngtrich, Herzogthumben, ertlichen und aller ^ herrschasten gedachter unser beder Partien, die wir beden halben inhalten und besitzend hie diset und euet dem gebürg, gegen und wider menklich, welcherlei wirden, eigcnschaft und gwalts die sigent, niemant usgenom- men, ob er glich mit mererer wirde fürlüchte, der uns obberüerteil bed Partien an unseren Personen, künk- ^ richen, Herzogthumben, ertrichen, landen und alleil Herrschaften bedersit verletzen, beschwüren, beschedigen oder krieg oder spenn in allerlei form und gstalt, uß was ursach das sye, machen, bewegen oder an uns zuo legen understüendeut, und sol gegenwürtige pündtilis, ver- tnli'Ao, Koliäoro, Kobapllusia, st ^ppsn^sls, una oum Donrino ^.bbats st Dppiäo Kanoti llalli, stiam (kapitanoo, Nasoribus, Oasteilanis st Ontriotis Da- triarum trium Ingainnii Drissarum st Vallssn, Dppiclo NüIImssn, Dotrvil st Lisi, parto nostra oratorss nostros sx sing-ulis oantouis supralliotis st oolii^atis oontosäsrationis nostras, oum plsnaria potsstats all inten soripta psraAsnäa novissims aä urbom Duosrnsnssm äostinavimus. (B>i guiäsm virtuts suarum oonimissionum st taoultatum Ii gm», unionsln, oonkooclsrationsm et intsIiig'Lutiam vsram, purum, sinosram ao omni clolo st trauclo oarsntsm, clivina tavonts DIomsntia, inisruiit, oonooräarunt st oonolussrunt Zu moäum gui ssguitur, absgus tili neu aligua innovatious ssu climiuutions prastati paois st amioitiao traotatus, uso all ooäom aliguo moilo llisosclsnclo, ssct ipso in suo rokoro psrma- nsnts omnino. I. In primis oonvsusrunt, oonooräarunt st oonolussrunt prastati oratorss, gnocl bona, tlllslis st sinosra liga, unio, oontosäsratio st intslliASntia, omni «lolo st kraucls ssolusis, sx nuno inita, taota st oonolusa sst intsr prastatum sxssllsntissimum ao potsntissimum prinoipsm Dranoisoum, Drauoo- rum llsg'sm, st nos praslatos Dominos Mainas st antiguao Di^as, sx ambadus partibus, pro so- suritats, tuitions, clotsnsions st oonssrvationv psr- sonarum, statuum, rsAnorum, äuoatuum, tsrral'uni st clominiorum guorumounguo ambarum äiotarum partium, guas rsspsotivs tsnsmus st possiäsmus, tum oitra guam ultra montos, Sontra st allvsr- sus amnss st guosoungus, oususounguo «ligni- tatis, gualitatis st autoritatis sxistant, nomine sx- sspto, stiamsi mazori praotulgsat cliAnitats, gui praskatas ambas partss in «liotis nostris porsonis, rsgnis, äuoatibus, tsrris, patrüs st äomimis gui- busoungus rsspsotivs otksnclsrs, Kravaro, äamni- iiearv ssu ksllum vol gusrram guovis moäo, oausa vsl oooasions kaoors, movsrs aut inksrrs nitorsu- tur; äurabitguo prasssns liga, unio, ooutosclsratio 1494 einung, Verpflichtung und verstand wercn, als lang diser j aller cristenlichost küng lebt, und drü jar lang nach sinenr abgang. II. Witer sind wir übereinkommen, concordiert und Hand beschlossen durch mittel gedachter pündtnis, vereinung und Verpflichtung, daß als dick und vil oft- gemetter aller cristenlichost küng in sinen küngkrich, herzogthumb Meiland, der Herrschaft ^ Genow und in allen ertrichen und Herrschaften, so er inhalt und besitzt hie diset und enet deni gebirg, angesprengt, angefallen, verletzt oder (zuo) krieg bewegt wurde durch menklicheu, er sige ein fürst oder ein anderer, welcherlei Wirde, eigenschaft oder stats der sige, niemand usgenommen, und ob er glich mit mererer Wirde fürtreffe, zuo j schiermung und handthabung genants sins küngkrichs, Herzogthumben, ouch andrer ertrichen und Herrschaften, möge ein zal der Eidgnossen gewapnoter fuoßknechten, sovil er wil, nemen, überkonimen und ufprechen, doch nit minder dann sechs tusend, ouch nit vier dann sech- zehen tusend, es gescheche dann durch verwill- j gling unser Herren der Eidgnossen, und ire hoptlüt (män- ner guots lümbdens und fromkeit) uß allen Orten und unfern ewigen pnndtgnossen, als in nachfolgenden artikeln begriffeu, uslesen »ach sinem gfallen, doch in sinem cpsten, und der selben knechten vor begert, welche hoptlüt und suoßknecht zuo dienst und hilf gemelts cristenlichosts küngs zuo ^ ziehen wöllend, wir die genanten Eidgnossen sollen in dhein weg verhindern, behalten oder irren, snnders die lassen an allen verzng und entschul- digung zuo gan und ziehen in zechen tagen, nach dem und sy (uff) erster tagleistung gefordert worden, und sollend die selben hoptlüt und knecht in dienst des küngs blibeu und beharren, so lang der krieg j weret, und als lang es im gefalt, söllent ouch von uns, iren ober», nit wider berüeft werden, bis der ganz krieg be- schechen und vollendet ist, und söllent bcsöldet werden in gedachts küngs costeu nach gwonlichem pruch. Ob aber diser zit wir (die) gemelten Herren die Eidgnossen in unsern eignen ertrichen, landen und Herrschaften mit krieg beladen, > also daß wir (allen list und betrug et inteilipeiitia guamclin ipsv vbristianissimus liex vixerit, et per tres annos post ezus äeoessunr. II. ?raeterea mecliante cliota li^a, uniono et eonkoeckeratione eonventum, ooneorckatuw et oon- elusum est, guocl toties guoties piaetatns vbristianissimus Rex in suis rsKno braneiae, cluoatu Ne- ckiolani, äominio denuae et »Iiis terris et clominiis, guae teuet st possiclet tain eitra guam ultra montes, insultabitur, invacketur, ollencketur aut bellum mo- vebitur per gnemoungue sive prinoipem sive alium, oujusoungue cbgiiitatis, gualitatis oonäitionisve exi- stat, uLiniuo exoepto, etiamsi masori praekul^eat clig'nitato, poterit ipse vbristianissimus Hex pro clekensione st oonservatione ckiotorum suorum re- Quorum, äuoatuum et uliarum terraruiu et clomi- niorum tantum lunneruin peclitnm Ilelvotioruui armatorum, guantum volnerit, vapore, vomparare et levare, nnu miuus tamen sex millilms nee plus sexckeeim millibus, uisi cke eouseusu praekatorum clominorum tlontoeckeratorum, eorumgue eapitaneos, viros virtuto et tama pravclitos, ex omnibus Lau- touis et uostris ^.lligutis perpetuis, ut in seguvnti artivulo voutinetur, äiligere ucl libitum suum, suis tamen expensis, et ipsis peckitibus prius petitis, guos guiclem /Äpitimeos et peckitvs armatos all servitium et auxilium clioti vbristianissimi llepis ire volentes nos prasckioti clomiui vvnkoeckerati uon potvrimus aliguo moclo retarckare, retiuore !U >t impeäire, imo siuvmus et permittemus eos, omni äilatione et exeusatione eessuutibus, ire et pro- tioisei inkra cleoem clierum spatium, postcpiam in prima «Zieta tuerint pstiti; äebebuntgus clioti oa- pitanei et peäites morari et permanerv in servitio ipsius olnistiamssiini lkepis «lurante bello, et guam- cliu sibi plaouerit, nee potsruut a nobis suis 8u- perioribus revovati, äonee totum bellum kuerit oonkeotum et llnitum, eruntgue stipencliati expensis praekati lkepis more solito. 8i tamen so tempore nos praeclioti clomiui Eoukoeäerati in nostris pro- 1495 Hindan gesetzt) nit möchten dein aller cristenlichosten küng genant fuoßknecht geben an(e) unfern merklichen schaden und beschwört), in solichem fal sollend wir uff das mal ledig und fry sin, und sollend macht und gwalt han, sölich knecht widerumb zno berüefen an(e) allen verzng, und nit anders. Die s selben also abgeforderten knecht sol der kling als dann angends urloben. III. Und ob sich begcb, das; vcrmeltcr aller cristen- lichoster küng an etlich ort wider etlichen sinen figcnd von kriegs wegen (sich) in eigner person verfliegen Welte, mag er in sinen costen annemen und ufprechen so vil (der) Eidgnosscn hoptlüten und knechten, als er wil, doch j nit milider danil sechs tusend, und sol die genanten hopttnt erwelen von jetlichem Ort unser Eidgnoschaft und lmsern ewigen pnndtgnossen, nämlich de»l Herren Abt und Statt Sant Gallen, von den dricn gramen Plinden, Wallis, Mnlhnsen, Notivil »nd Biel. IV. Er sol ouch sölich hoptlüt und knecht in werendcm krieg nit von einandcrn j teilen, sunder söllent sy bp einandern blibeil. Doch mag er sy ussert dem krieg voll ein andern teilen und an mencherlei orttcn, stett und schlösser, zno hnot und beschicrmnng sölicher orten, stellen und schlösser» senden. V. Sy söllend gedachtem cristenlichosten kling nit verbunden sin nff dein mer, sunder alleiil uff dem ertlich j zno dienen, mit denen gedingen, daß der aller cristenlichost küilg von fyenden beschwärdt oder angesprengt sye. VI. Und damit in künftigem von der bezalung wegen der sölden gedachter knechten keili zwitracht entspringe, ist concordiert und beschlossen, daß iren jek- licher für ein ganzen inoliat sold (das jar zno rechnen ^ für zwölf monat) haben und enpfahen sölle vier Rinisch gülden und ein halben, oder ein gliche summ in andrer münz, die da gedachten fünfthalben Rinischer guldinen gemäß sy(e), nach gelegenheit der enden, an denen genante bezalung beschechen wirt. Die selbigen söld söllend ansahen der zit, als die selben knecht von ^ irn priis torris, patrüs et äominüs bello Aravaromur, aeleo guoä, omni clolo ot krauclo oossantibus, non valeromus ipsi obristianissimo lle^i «liotos pollitos praestare sine nostro maximo clispenclio ot Arava- mino, oo oasu pro illa vioe vrimus libori, ot nobis lioebit lliotos pollitos rovooaro absgue llilationo, et non aiiter. l)uos guillom pollitos sie rovooatos Rex mox lioontiaro llobebit. III. Dt si oontin^orot praelatum obristianissl- mnm De^om alioubi a«Iver8U8 aliguom inimioum 8UUM eausa belli in proprio persona sua proöoisoi, potorit oxpensis suis oapere ot lovare tot eapita- neos (ot pollitos) guot voluorit, non minus tamvn sex millilms. Dligetgue lliotos oapitanoos ex uno guogue Dantono lliotorum Donloelleratorum et nostrorum Eolligatorum porpotuorum, villolioot a Domino cle Kanvto dallo, Dppillo Kanoti dalli, llo drisonis, Vallosia, Nülbusen, Dotevil et Diel. IV. üeo potorit eosllem oapitanoos ot pellites in aotu belli soparare, imo simul remanere «lebe- bunt; attamon extra bellum oiclom Ilogi livebit eos soparare et aä llivorsa laoa, oivitates, oppnla ot oastra, pro oustollia et tuitiono ipsorum loeorum, oivitatum, oppiciorum et oastrorum transmittero. V. Dt non tenebuntur insorviro llioto obristia- nissimo IloAl in marl, soll tantummoäo in terra, et in evontum guocl ipso vbristianissimus Ilux ab bostlbus Arav(ar)etur vel insultotur. VI. Dt no in postorum super solutione stipen- lliorum lliotorum pollitum oriatur llisoorllia, oon- oorclatum et oonolusum est, guoll guilibot eorum pro stipenllio unius monsis integri (anno pro lluo- (loeim mensibus vomputato) babebit ot reoipiet guawor lloronos Dbenonses oum llimillio, aut parom summam in alia monota oguivalente lliotis guatuor lloronis Dbenensibus oum llimillio, seoun- clum looarum lliversitatem, in guibus cliotam so- lutlonom llori oontinAot; c^uao «plillem stipvnllia I4W hüsern uß gond, und »ach dein als sy angnonnne» werden, füllend sy enpfahen und haben bezalung für dry monat, ob schon der cristenlichost küng sy minder zits in sinem dienst behielte, welcher drier monaten erste bezalung den knechten werden sol, so sy noch in iren landen sind, und e sy darus ziehent. Der andern ^ zweien monaten bezalung sol beschechen an andern fuogk- lichen orten, nach erfordrung des Handels. Und ob der cristenlichost küng die genanten knecht wölte über dry monat behalten, ist er inen schuldig, (die) vorbe- rüerten sold zno geben von monat zuo monat, als lang er sy behalt, und als lang, bis sy zuo iren landen zimlichen j mögend kommen. Die hoptlüt, lütiner, vennrich, weibel und ander amptlüt sölleitd besoldet werden wie gewon(t) ist und als geprncht ist wordeil durch die küng von Frankrich loblicher gedechtnis. VII. Ob aber wir genanten Herren die Eidgnossen an unfern Personen, ertrichen, landen und Herrschaften, die wir setz inhaltend und s *) besitzend, mit krieg gcfexiert, oder wir von einem fürsten oder einein andern Herren, wer der sige, oder von einem jeden andern Herren, wz ivirden, stats oder eigenschaft der sige, ob er glich mit grösserer Wirde fürträffe,' angefochten ober angesprengt wurden, als dann sol egedachter cristen- lichoster küng, so lang der krieg weret, ^ zuo beschiermung berüerter unser ertrichen, landen und Herrschaften unS vermelten Herren den Eidgnossen schuldig sin hob er erfordert wirk), zuo hilf und ufenthalt (ze) geben zwei hundert tanzen, sampt zwölf stuck büchsen, nämlich sechD großen und sechs mittelmässigen, in sinen costen, mit aller notdurft und bewarung. j Und witer zuo ufenthalt gedachts kriegs, und so lang der weret, sol der selb cristenlichost küng geben und zuo zelleu (zaleu?) verschaffen uns Herren den Eidgnossen, in der Statt Lion, für jetlich fierteil jars fünf und zweinzigk tusend gold krönen, er sye mit kriegen beladen oder nit. Ob aber -y „und" ist Aufaugs der neueu Zeile aus Verseheu wiederholt. initium sumsnt a tsmpors, guo ipsi psditss s suis domikus oArodisntnr. Dt postguam sos lsvari sontigorit, rsoipisnt st kaksknnt trimsstrsm so- lutionsm, liest okristianissimus lkox pro minor!« tsmporis spatio sos in suo ssrvitio rstinsrst. (juorum trium msnsium solutio primi kist sisdom psditikus intra suam patriam sxistsntikus, st prius- guani sxtra sam so sonkorant; dnorum vsro alio- rnm msnsium solutio kist in aliis hloois) oonvv- nisntikus, ssonndllin vasus sxigsntiam. Duodsi okristianissimus Ikox volusrit diotos psditss ultra trss msnsos rstinsrs, tsnskitur sisclsin stipsndia praodiota unognogus msnss, guamdiu sos rsti- nusrit, st «lonss ad snam patriam livits potorunt psrvsniro, tradsrs; oapitansi vsro, looum tonsntos, kandsrsti, sorvisntss st aln oküoiarii stipondiakuntur mors solito, st prout oonsustum est kisri psr Konus insmorias Dranoorum lksASS. VII. 8i vsro nos dioti Domini Donkoodsrati in nostris psrsonis, tSrris, patriis st dominus, guao nuns tsnomus st possidsmus, Kollo vsxursmur uut uk aliguo prinoips ssu ulio domino guoounguo, onjusoungus dignitatis, gualitatis aut sonditianis sxistut, stiumsi majori prasknlgsrst di^nitats, in- vadsromur aut insultarsmur, tuno praokatus okristianissimus Iksx, durants ksllo, pro dsksnsiono diotarum nostrarnm tsrrarum, patriarum st domi- niornm tsnskitur, ssi rsguisitus kusrit), nokis Do- minis Donkosdsratis in opsm suksidium tradors duosntas lanosas, unaoum dnodssim maskims kolliois, vidslisst ssx Arossis st ssx msdiooribus, sxpsnsis suis, oum omnikus munitionikus nsoos- sariis, st insupsr pro supportando disto Kollo, st so durants, dabit idsm skristianissimus Dox st numsrari taoist nokis Dominis Donkosdsratis, »> vivitats Dugdunsnsi, pro guolikst trimsstri ssu guarta parts anni, summam vigintiguinguo milln um ssutorum auri, sivs Kollo gravstur vsl non. Du od si nos domini Donkosdsrati maluorimus looo diotarum duosntarum lanosarum duo millia s«u- 1497 wir eberüerten Herren die Eidgnossen lieber ^ wellend an statt der gemelten zwei hundert lanzen zwei tusend krönen in gold für jedes fierteil jars über die vor gesprochnen sum der fünf und zweinzigk tusend krönen, sol in unser wal ston, die selben zwei tusend krönen in gold ze neinen, und sol der selb cristenlichost küng uns das geben und f verschaffen zuo zellen in dem fal, als er der zwei hundert lanzen uns zuo geben entprosten ist, und nach end des kriegs sollend wir genanten Herren die Eidgnossen genantem cristeulichosteu küng die zwölf stuck büchscn wider geben und zuo stellen, sy werend denn verloren. VIII. Witer ist concordiert und beschlossen, ^ ob durch zuostaud etwas kriegs usteilung und vcrkonfnng des salzes uns oft gemelten Herren den Eidgnossen abgschlagen wurd, in dem fal sol der cristenlichost küng nachlassen und vergönnen, daß wir in sinen landen mögend überkommen und koufen salz zuo unser Notdurft, und uns komlich zuo unser bewarung > und versehung, glicher wys als ander ußlander, die sölichs in sinen Herrschaften zuo koufen gewon sind. IX. Fürer so ist concordiert und übereinkommen, ob der genant cristenlichost küng oder wir genanten Herren die Eidgnossen villicht kriegen wurden! wider etlichen irer spenden, so sol dwedre party bedcr sit j handlen oder frideus, fründschaft oder bestands in gon mit genantem fpend, es sye dann daß sy das vor der andern party zuo müssen thüeg, und die selbe» in sölichem friden, fründschaft oder bestand vorbehalte und vergryfe. Die selbig party mag (ob sy will) genanten vergriff und vorbehaltung annemen. Ob aber dasselb »it, j so mag doch die party, so friden wie obstat machen wil, fürer in genantem friden, fründschaft oder bestand ze handlen billichen fürfaren. X. Disem allem nach so ist concordiert und beschlossen, daß der aller cristenlichost küng nit mag und sol einichen unserer underthanen in sinen schien» »einen, und Hinwider wir ! oftgemelten Herreu die Eidgnossen nit mögend und söllend einichen oftgedachts cristenlichen torum nuri, pro guolikot trimostri sou gunrtn pnrto nnni, nitro prnocliotnm summnm vichutipuiugcio millium soutorum, orit in options nostrn, onckom cluo miltin soutn nooiporo, et tonokitur icksm okri- stinnissimus l'ox nokis trncloro ot numornri tnooro; guo onsn orit kkor n cliotis äuoontis Innoois, et clioto lullo iinito tonokimur nos clioti Oonkovclornti roclcloro et rostituoro clioto oliristinnissimo llo^i prnockiotns cluoclooim mnokinns Kollions, nisi ossont poräitno. VIII. Illtorius oonoorclntum ot oonolusum ost, guoä si, ooonsiono nlioujus Kolli, clistrikutio ot vonckitio snlis clonogurotur nokis Hominis Oonkoo- clorntis, oo onsu okristinnissimus llox pormittot, guocl in pntriis suis possimus rooupornro ot omorv snl nokis nooossnrium ot oonvonions, pro nostrn muuitiono ot Provision«, guomnclmoclum »Iii ox- trnnoi, gm illucl solont omoro in suis ilominiis. IX. Insupor oonvontum ot oonoorclntum ost, guocl si cliotus okristinnissimus llox, vol nos Do- mini clioti Llonkaoclornti kollum korsitnn movoromus oontrn nliguoni Kostom vol inimioum, noutra clio- tnruni nmknrum partium rospootivo potorit aut clokokit trnotnro uut iuiro pnoom, nmioitinm sivv inäuoins oum llioto kosto, guiu prius nltori pnrti signikoot, ot oum in cliotn pnoo, umioitiu inckuoiis- guo rosorvot ot oomproksnclnt. Oui pnrti liookit, si voluorit, cliotnm oomprokonsionom ot rosorvn- tionom noooptnro; si nutom ssio), pars oontrnkvns potorit ultra nä äiotnm pnoom, nnuoitinm sivo incluoins trnotnnclum lioito prooocloro. X. ?ostromo vonooräntuni ot oonvlusum ost, guocl okristinnissimus llox non potorit nut clokokit nliguom sukclitorum nostrorum in sun protootiono rooiporo. Kit oontrn nos clioti Oomini Eonlooäornti non potorimus nnt äokokimus nliguom sukclitorum 18? 1498 küngs underthan in unfern schierm, burgkrecht oder landtrecht ouch nemen oder ufenthaltcn. XI. Es sol ouch dwederer (sio) vermelten partyen der andern party fyeud, widerwertigen oder banditcn in iren gebieten, landen und Herrschaften s einicherlei wegs schiermen, ufenthalten oder wandten zuo vergönnen, sunders die nach allein irm vermögerr ustriben, verjagen und hindersich ze halten, nach form und lnt genants tractats des fridens und fründschaft. XII. Zum leisten, damit und wir vor berüerten Herreu die Eidgnossen klarlich und offenbarlich erkerr- nent die j innerlich liebe, liberalitet, guotivilligkeit und neigung genants cristenlichostcn küngs gegen uns, sol der selb cristenlichost küng zuo auzöugung einer befestnis siner liebe und gnotwillikeit geben und verschaffen zno bezalcn alle jar, so lang gegcnwürtigcr pundt, vereinung und Verpflichtung wcret, einem jeden Ort genanter s unser Eidgnoschaft tusend franken über die ftnu der zwei tusend franken, die jedes Ort enpfahen und haben gewon ist von vorgenantem eristenlichostcn küng, welche Pension sölicher tusend franken jedem der selben Orteil sol bezalt werden uff zit, ende» uud zileu, iu wys und form, als die andern Pensionen ^ berücrter zwei tilsend franken bezalt werden und bezalt zuo werden gewon sind. Fürer sol der cristenlichost küng geben unser» zuo gewandten järlichen, so lang gegenwürtiger pnndt und Verpflichtung weret, über die gemein Pension, so söliche unsere zuogewandten jetz enpfahent, zuo me- rung sölicher s Pension den halben teil der sum der gemeinen Pension, welcher halber teil den selben unfern zuo givandten sol bezalt werden (in) wys, gstalt und zilen, nff welche gedachte gemein(e) Pension bezalt ivirt. XIII. Es iverdent in gcgenwürtigcm pnndt, ver- einung, Verpflichtung und verstand durch den cristenlichostcn l küng vorbehalten unser aller heiligister vatter der Napst Leo der zechend, die Römsch Kilch, der heilig Stuol zuo Rom, das heilig Römsch Nich, die küng von Engclland, Schotten und Dennmarch, die praokati oliristianissinri Ikogis in nostra otiam pro- tootiono, eivilogiis sivo llurgosia rooiporo aut sustinoro. XI. Xo otiam noutra partium praodiotarum dokrodit altorius partis inimioos, oontrarios sivo bannitos in suis jurisdiotionilzus, patriis et domi- nüs aligua modo lovoro, sustinoro aut moatum oonoodoro, imo illos toto suo posso oxpolioro, lüpilrv ot oolülloro, juxta kormam ot tonorom dieti traotatus paois ot amioitiao. XII. Dornum, ut praokati Nagnilloi Domini Donkuodorati olaro ot aporto oagnosoant intirnum amorom, iilroralitatom, lronovolontiam ot alkvotio- nom dioti oliristianissinri Högls in oos, ipso olrris- tianissimus lkox, pro ipsius amoris ot donvvolontiao oomprolrationo, dabit ot solvi kaoiot singulis annis, duranto praosonti liga, uniono ot oonkoodorationo, uniouicpro Dantono diotorum Dominorum Donkoo- doratorum summam lillrarnm miilo Durononsiunr, ultra summam duarum millium lilrrarum guam gui- lilrot Dantonus rooiporo ot lralroro oonsuovit a prao- lato olrristianissimo lkogo. ljria guidom ponsio miilo librarum solvotur oisdom Dantonis ot onikilrot oo- rum tomporo, looo, torminis, modo ot korma, gur- Irus aliao ponsionos dnarnm milliunr likrarnm sol- vuntur ot solvi oonsuovorunt. Draotoroa olrristia- nissimus l!ox daliit istis, gui nolris diotis Dominis Donkoodoratis alligati sunt, guolilrot anno, guandiu praosons liga ot ooukoodoratia duralrit, ultra pon- sionom gonoralom, guam ipsi allogati nuno poroi- piunt, ot (ad?) rnoromontum ipsius modiotatoin summao ipsius pvnsianis gonoralis, guao guidom modiotas oisdom alligatis solvotur modo, korma ot torminis, guilms praokata ponsio gonoralis solvitur. XIII. In praosonti tamon liga, uniono, oonkoodorationo ot intolligontia, pro parto olrristia' nissimi Dogis rosorvantnr sanotissimus Dominus nostor I'apa, Don Dominus, Dvolosia Ilowana, Kanota 8odos Xpostolioa, Kaorum Imporium, Dogos Xngliao, 8ootiao ot Daoiao, Duoos Kalraudrao, 1499 Herzogen von Savoy, Lotringen, Holsten und Geldren, die Herrschaften von Venedig > und Florenz, das über- treffenlich Hus von Medicis, die margrafen von Brandenburg und Montferrat, und durch uns ob berüerten Herren die Eidgnossen iverdent vor behalten glicherwys unser heiligoster Vattcr der Bapst Leo der zehcnd, der Stnol zuo Rom, das j heilig Nömsch Nich, die Herrschaft zno Florenz, das Hns von Medicis, der Herzog von Savoy, das Hus Oesterrich, unser geschwornen pündt und all unser zno gwandten und pnndtgnosscn, und die so mit uns in burgrcchten oder landtrechten sind, nämlich der Herzog von Wirteinberg, ^ Octavianns Marin Sfortia, Bischof zuo Loden, In sölichem fal, ob einicher unser beder teilen verletzen, beschwüren oder krieg anheben welte wider etlichen der andern party vorbehaltnen; ob aber etlicher nß den genanten vorbehaltnen beder sits eintwcdern unser Partien in irn küngkrichen, Herzogthumben, landen, ertlichen und herschaften, j die sy Inhalt und besitzt, hie diset und cnet dein gebirg, beschcdigen, beschwüren oder bekriegen weit, so sol als dann die ander party, unan- gsechen dise vorbehaltnng hilf und schierin thuon niid beiviseu der angriffnen und geletzten party wider den letzenden »nd angrifenden (sye wer er well), (in) wis und gstalt, als j ob geschriben und gelütert ist. Beschcchen zuo Luzern liff dein fünften tag des monats Meyens, gezalt von Cristi nnsers Herreil tusend fünfhundert zweinzig und ein jar. Harnmb habend wir vor berüerten bed partyen, nämlich ivir der cristenlichost küng lind ivir egenanten Herren j die Eidgnossen disen pnndt, vcreinnng, Verpflichtung und verstand für bestät und angnon (angnem?), lobent, bewärent, bestülent >ind befestne(ii)t sy, wellent ouch und verheissend, alle und jede obgeschribncn ding, so durch geinelt unser pottcn beder teile» ingangen, concordiert und beschlossen sind, stätiklich und nnzer- störlich halten und j bcwaren, doch nit daß ivir ver- meinent, durch disen pnndt, vercinung und Verpflichtung etlichs wegs zuo mindren oder widrig siii dem tractat des ewigen fridens und fründschaft, zwüschen >ms beden laitluiriugiao, Dolsatiae et (!uel,lriae, Dominium Venetorum et DIorentiao, inolita Domus cle Nelliois, ^larobiones Dranäeburgensis et Nontislerrati; et parte nostrorum clietorum Dominorum b.'oiitoe,le- rntoriuu reservantur iäem sanotissimus Dominus noster Dapa, Deo Deoimus, Keiles ^.postolioa, Kaorum Imperium, Dominium Dlorentiao, Domus «le Nelliois, Dux Kabaueliao, Domus ^ustriao, Digae nostrae snratae et omnes -Vlbgati et tüol- ligati nostri, et gui nobisomn sunt in oivilegio vel burgesia, viclolioet Dux «le ^Virtonborg, Dvtavianus Naria Klortia, Dpisoopus Daucliensis, oasu guo altera ainbarum partium oontralientium respeotive ollenäere, gravare seu bellum movere voluerit contra aliguem ex reservatis altorius partis. Kell si guispiam ex lliotis reservatis respeotive alteram anibarum partiunr oontralientium in suis regnis, lluoatibus, patriis, terris et «lominiis, guae tonet et possiilet tam oitra «pmm ultra montes, ollen- «lere, gravare seu bellum movere voluerit, tone- bitur alia pars, non obstante eliota reservatione, llare et impenilore parti invasao et olleusav auxi lium et subsiclium oontra ollenilontem aut inva- «lentom, (guioungue sit), nio«lo et korma suporius clesoriptis et speoilloatis. rVota tuerunt baoo Duoernae .) tag des monats (Julii), gezalt von Cristus gepurt tilsend fünfhundert zweinzig und ein jar, und unsers cristenlichosten küngkrichs im sibenden. Pergament-Urkunde mit dem Majestätssiegel des Königs und den Siegeln der (18) genannten Stände. Für Zürich ist in der Reihe eine Lücke gelassen. Eine Abschrift des lateinischen Originals konnte leider nicht herbeigeschafft werden, indem die französische Archivdirection einfach aus Dumont verwies, dessen Text aber mancherlei Verbesserungen erheischte. — Zu bemerken ist noch, daß der Text in unserer Urkunde keine Absähe, wohl aber häufige Naumlücken hat, welche die Uebersicht erleichtern sollen. Die Reihenfolge der Artikel stimmt nicht ganz mit derjenigen der Entwürfe überein. Deßhalb ist auch die hier aufgestellte Numerirung selbständig. Abdrücke des deutschen Textes (doch nicht genau) geben die „Sammlung der vornehmsten Bündnnssen^ (mit Frankreich), Bern 1732, p. 154—172, nach ihr Zellwege^, Urk. III. 1, 139—148, Bluntschli n. A. s. Beitritt des Gotteshausbundes uud der X Gerichte zu dem Bündnis; zwischen König Franz I. von Frankreich und den zwölf Orten der Eidgenossenschaft. Chnr. I5TS, 5. Februar. Kantonöarchiv Grattbünden. >i Frauciscus von gottes gnaden künig zuo Frankrych, Herzog zuo Mailand und Herr zuo Zenow ?c>, an ainem, und -wir burgermaister, vögt, amman, richter, rät, geschwornen und all gemainden, j edel und unedel, arm und rych, aller und jetlicher stellen, ländern, dörfern und geeichten in berg und tal der zwayen grawen Pündten, nämlich vom Gotzhus zno Chur und den zechen Gerichten j am andern tail, bekennend uns offenlich und thuond kund allermeuklichem hie mit disem brief: (l,) Demnach wir obgenanter küuig vergangner jarcn mit unfern fürgeliebten fründen, ! den zwölf Orten der Aidgnoschaft des großen alten pundts ober tütsch(er) landen, sampt dem ainen grawen Pundt und etlichen andern iren ewigen pundtsgnossen, ain wari fründtschaft, aini- gung, j Verpflichtung und verstäntnus unser leben lang und drn jar die nechst künftigen darnach angenomen, gemacht und beschlossen nach uswysung und inhalt der briefen darüber begriffen, s in welichen die dry Püudt benempt sind, alda aber noch bißhar nun der ain Pundt bewilliget gehept, nach lut ains gegenbriefs, so wir darumb gegeben habend;^') Daß wir uns hieruf j durch mittel und zuothuon der obgemelten Herren der Aidgnossen, als die uns baiden tailen zno eren, nutz und guotem in ainigkait und guot fründtschaft ze helfen beging gewesen sind, mit den obge- j titelten zwayen Pündten und sy mit uns durch unser vollmächtig potten zesamen verfliegt und Zu etwelchcr Erläuterung dieses Moments verweisen wir auf Absch. 2b, a. nc>8 amllas partes, antea inito et eeneluso, nee all eociem cliseeciere, iinn ipsum ooullrmars et vor- rollorare. In guorum omnium singulorumgue tiäsm et tsstimcmium praemissorum uns memoratae am- dae partes das praesentes litteras si^iliis uostris muniri jussimus. Datum per rms (ssontoocieratos Duoernae, ciie septima Mensis Naii, et per nc>s Dllristianissimum iiegem . . (sie (o. xx.) Mensis (llulii) ^rnno Domim millssimo guingoutesimo vioe- simo primo, et Degni nostri IkeMs ellristianissimi soptimo. »» am leisten in der statt Chur durch unsern lieben getrüwen rat und sandpott, Ludwigen Dan- s gerant, Herr zuo Boisrigault, fründtlichen verainiget, concordiert und beschlossen iumassen, daß wir obgemelten zwen Pündt uff fründtlich Werbung der erstgenanten unser getrüwen lieben pundts- j gnossen der Herren den Aidgnossen in die obangezöigten verainling, pündtnus und fründtschaft für uns und die unsern onch bewilliget, die also mit küngk- licher Mt,, wie die Herren die Aidgnossen j mit allen pnncten und artickeln frnndtlichen angenomen und ze halten zuogesait und versprochen habend, begebend, verpflichtend und versprechend uns onch hieinit wüssentlich und wol- bedacht, j in kraft dis briefs, demselbigcn sürohin von artickel zuo artickeln trüwlichen ze geleben lind statt ze thuonde, jedoch harinne vorbehalten alle und jeden gaistlich und weltlich fürsten, Herren, stell und länder, j wie dann die in den gesaitcn briefen der Herren der Aidgnossen begriffen, die hie mnb kürze willen ze erzellen nit not sind. (2.) Uff sölichs wir obgenanter küng de» selben unsern guoten fründen uß j gnädigem gcnaigtem ivillen znosagen lassen habend, sy die ziven Pündt sürohin in disem fal, und so lang dise verainnng und fründt schaft wäret, ze achten und ze halten wie zway Ort der j Aidgnoschaft, es sig mit der erbesserung der zwar) tusent franken järlicher peilsion, onch im hilf gelt, desglichen mit dem gcschütz und den zway hundert glcnen, iveun (es) sich füegte und j zuo dem käm, daß lvir dasselbig lut der veraiuung schuldig lverdent, darby onch sy die zwen Pündt mit hoptlüten, und ire knecht in irer besölduug, wann wir dero begerend, wie der Herren j der Aidgnossen knecht halten und bedenken. (3.) Sodann ist onch harin erlüteret und hat sich der aller cristenlichost kunig zuo merer anzöignug gnädigs ,villens und nfnung guoter fründtschaft j cntzigen der ansprach, so sin küngklich Mt. zuo lind au die dry pfarren am Chumersee, mit namen Grabodana, Tung und Slirg mit ir zuo gehörd von wegen des herzogthumb Mailands ze haben vermaint, j daß sin tlich gnad und der(o) nachkomen nns die dry Pünt ilunfüro rüewig und unersuocht darby pliben lassen sol und wil. (4.) Es hat sich ouch sin küngklich Mt. hiemit guotwillig begeben, uns zwayen > Pündten sölich obgerüert erbesserung, die zway tusent franken Pension und darby die sechs tusent franken, so er uns gemaineu dry Pündten vorhin onch järlich ze geben gewon ist, nunfürohin j allwegen zuo Lyon und setz angendts mit der Herren der Aidgnossen gelt ze bezalen verschaffen, und hieby dem gotzhus Tisentis järlich ain hundert krönen, so im dann von wegen etlicher j alten .ansprach gepürend, ze legen und ußzerichten. (5.) Uff sölichs und zum leisten, so habend wir obgenanten baid partyen, nämlich wir obgeschribner küng, sölich znosagen ze halten j angenomen, und wir die genanten zwen Pündt für uns und unser nachkomen, by unsern guoten trüwcn dise bemelten verainnng mit aller ir in- haltnng nach sag der hoptbriefeu s war, vcst und stät ze halten, dero onch getrüwlichcn ze geleben und nachze- komen. Und zuo gezügnus und glouben diser vorgeschribnen dingen so habend wir obgenanter kunig unser s küngklich insigel an diser brief zwen glicher mainung, jedoch ainer latiuischer, der ander tütscher zungcn nach beschriben, Haisseil henken, daran ouch wir die zwen Pündt, nämlich wir j genant vom Gotzhus der statt Chur (unser getrüwen lieben pundtsgnossen) sccrct, lind wir von den zechen Gerichten uuscrs gcmaincn Pundts insigel in unser aller namen offen- j lich thuon henken. Gebe» und beschcchen in der statt Chur uff den fünften tag February, nach der gepnrt Cristi unsers Herren gezclt fünfzechen hundert zivainzig und j drn jar, uilscr des aller cristenlichosten küngs sins rychs im nünden. Pergament niit in Kapseln liegenden Siegeln der beiden Bunde; dasjenige des Königs ist nicht mehr vorhanden. I 502 Z Ewiger Bimdesvertrag der III Bünde. Jlanz. IST4, TZ. September. Ka»«o»sarchi» Graubiindc». "ADlIr Andres Abt zno Tiseutis; Ich Hans von Marinals, her zuo Noziins, und wir all geniaiiiden kain fryilng noch sichernuß haben, und so aiuer, der ain sölichen unredlichen todschlag begieng und sich in ain ander gericht flüchtig machte, und im dem selbigen todtschleger die früntschaft des entliptm nach ylteut, so sol der selbig rich- j ter und gericht den selbigen tödter rechtlich annemen und inhalt der urtail recht fertigen, und des kosten halb sol es by des gerichts erkantnus bliben. Ob aber ainer ain(eu) redlichen todschlag begieng, der selbig sol nach ains jetlichen j gerichts gewonhait und bruch gehalten werden. (22.) Wir gedachten pundtsgno(sse)n habend ouch angesechen, daß je uff das zwelft jar ain jeder Pundt erweleu und dargeben solle zwen mann, die sich siegen und komm sollen von ainer ge- ^ maiud in die ander in allen dryeu Pündten und also in jedem gericht die aid ernüwcren und innemen sollen. (23.) Item ob sich begibt, daß zwen ald mer under uns obgenauten pundtsgnossen gegen ein ander stichmessig wurdent, so solleut j die selbigen frid geben und nämen, so bald die erfordert wevdent, und alle die da by werent und dar zuo kämmt, sind schuldig, von inen frid ze fordrm, ufzmämen und ze empfahm, by iren ge- schwornm aiden, und welicher da» j sölichs überseche, der soll nach jetlichs gerichts bruch gestraft werden. (24.) Es mlsoll sich ouch niemants partym oder partyesch machen, by den aiden, so dann jeder sinen Herrn und obren geschworen hat; ob aber ainicher oder mer sölich(s) nit hieltmt, ^ der oder die selbigen sollend nach jedes gerichts gewonhait, do sölich partym beschicht, mit recht gestraft werden, es were dann fach, daß einer sinen uechsten fründe, so dann ime zuo dm dritten und necher (verwandt war?), wund seche und durch den oder die j selbigen schad bescheche, so sol dan darin aber nach jedes gerichts bruch fürgmommen und gehandlet werden. (25.) Wir abgedachten puntsgnossen habent ouch in andren (dingeil?) amen jeklichm her(re)n, lmder, gericht, statt und dörfer, edel und j unedel, arm und rich, uiemaut us genommen, sin recht vorbehalten, also daß ein jeder by sinen alten Harkomen bliben sol und mag. (26.) Doch ist beredt, daß wir obgenauten pundtgnossen, so in disem Pundt gehärmt, diß vor beschribm ^ fachen, gedink und artikel mögen bessereu, erlüteren, mindren und merm, wie da» uns gmain dry Pündten gmainlich beduiik(t) notdürftig und besser gethau dan vermittm, one alle geferde, uiid sol das uns an unseren eren und j aiden kainen schaden noch abbruch bringen kainswegs. (27.) Wir obgenauten pundtsgnossen habent in diser unser pündtnuß gemainlich vorbehalten ain jeder Pundt sin alten Hern und pundt, ouch alle besondere pündtnuß vor disem > pundt bescheche». (28.) Und aber hie mit so sollen sunst alle verpflichten, pündtnus oder verschrybungm, so wir gemain dry Pündt gemainlich oder ain Pundt wider den andren vor datum diß briefs besiglet und gelegt habent, gar und j gmzlich entkreftiget, tod und ab, ouch niemants nutz noch schad sin kainswegs, jedoch denen articklm, (so) nüwlich gegen den gaistlichm lind andren gemacht und verbrieft, der datum wyst Mentag nechst nach dem Sontag Quasinio(do) j geniti w. dises jars, onvergriffen, sollend all wegen in iren kreften ston und beliben. (29.) Und daß diser pundt mit allen vorgenantm stricken und articklm von uns den dry Pündten, allen unseren nachkomendm setz und j hienach zuo ewigen zytm war, vest und stet beliben und gehalten werden, so haben wir all und jeklicher besunder geschworen gelert aide zuo gott und dm heiligen, diss alles zuo halten, uszerichtm und zuo volfieren in wysc, form lind j gestalt, als vor geschriben ist. Und des zuo vestm urkund und stäter sicherhait, so habeilt wir obgenauten her(re)n und pundtsgiiossen, nämlich wir 1505 Andres, apt zuo Tisentis, und ich Hans von Marmals, unser j jeder sin aigen insigel, und wir voin grauwen Pnnt unsers geinainen pnndts, des; glich wir geniain gotzhnßlntt der statt Chur, und wir von den ailf geeichten onch unsers gemainen pnndts insigel für uns und I unser jedes tails nach komm, die wir hier zuo vestenklich verbinden, offcnlichen lassen und thuon henken an diser bricf dry glich lutend, dero unser jedem Pundt ainer geben ist am Frytag nach Sant Matheus j tag des Helgen zwelf Kotten und evangelisten im jar, als man zalt nach der geburt Christi tusend snnfhundert zwcnzig und vier jar. Perganimturlunde mit vier an Pergament-Streife» hängenden Siegel». Das Siegel des Grauen Bundes fehlt. Ein getreuer Abdruck mit etwas vereinfachter Schreibung und Angabe einiger Varianten im Bregeller Eremplar ist gegeben von Conr. v. Moor, Geschichte von Currätien zc. II. 65—72, nach einer Erörterung über den angeblichen Bund von Vazerol. Von demselben Autor wurde ein Abdruck eingeschaltet in seine deutsche Bearbeitung von Ulrich Campell, Zwei Bücher ratischer Geschichte, Chur 185l f., II. 107—113. 4 Fünfundzwanzigjähriges Burgrecht der Städte Bern und Freiburg mit Lausanne. Bern. tSTS, 7. December. KantoiiSarchiv Freiburg. DlVlld UVZIMI8 ^VKl'lldCt'V. Cunotis guidus darum IoAoncti auäienäivo oopia (laditur, patilin sit, uvs Consulos, Konatoros Civosguo urdium Lornonsis ot dr^dur^onsis ad una, an nos dudornatoros, ^onatoros ^ et Civos Civitatis et Connnunitatis dansanonsis, ad alia parto, dano mutuam ainioitiam sud oivilsAÜ nomiuo den«! oonsuitos aä ilostrnin nostrarumguo roruin pudiioarmn, sudäitoruin ctitionuinguo prosiäium, ao propuZnaouium i aä jilstitiao, paois tranguiiiitatisguo tolnontunl et sustontaoulum, mutua donovolontia et antigua vioinitato aä doo nos aämovonto, ammis iniisso »ratissimis, in duno gui soguitur moäuin. (I.) lül dlkliUIZ utringuo Civitatidus nostris oarumguo ^ immunitatidus et lidortatidus äonantos una pars altoram in suos voros aido guoguo oivium suorum äosoriptos vivos susoipiontos, inutnuin donorom, oonunoäum, prokootum, tiäom, praosiäium oonstantomguo amoroin juranäo ao omno gfuoä tiäos j oivos äooot oxoguonäo. (2.) llt autom koronäi auxilii, propuisanäarum iniuriarnin dostiiiumguo aä^rossionumguo ratio dadoatnr, duiusmoäi intor nos kaota est ennoioatio. (jVCI) soilioot, si iinpostorum doo oivilogio äuranto oontin- j Aat prokatos dudornatoros, Konatoros Civosguo Civitatis ot Communitatis dausanonsis dostilidns armis a guidusounguo oitra las ot oguitatom invaäi, oppugnari ant opprimi, ooruin privitogiis, lidortatidus, juridus, äoininiis, s torris, donis ao possossionidus vis ot äotrimontum inkorri, nodis prokatis Consulidus, Konatoridus Cividusguo Lornonsidsus) ot dridurgonssikus) juramontorum nostroruin aiiiAationo utrunr duiusmoäi armorum iniuriarumguo iilatio protor jus s ot aoguitatom viguo tiat, ponsiouianäum, trutinanäum ooAnosoonäumguo orit, kaota autoin oog'nitiono ot äooiarationo duiussjmoäi invasionom, losionoin, opprossionom, rnoiostiain ao violontiam praetor jus ot aoguitatom dori, nos prao- j äioti dornonssos) et Ikr^durg-onssos) prokatis dausanonsidus sio invasiv, iosis, inoiostia atkootis ot opprossis nooossarias suppotias, auxilium, juvamon ot äokonsionom pro viridus nostris, ooruin tainon dausanonsium propriis suiuptidus s ot stiponeliis prostaro tonodimur d IlddldMi s?). (3.) dlos pronominati dudornatoros, ^onatoros Civosguo Civitatis ot Conununitatis dausanonssis) prociiotis Lornonsidus ot dr^dui'Konsidus 180 1506 simili kortuna laborantibus, invasis, ^ molostatis st oppuKnatis pro uostris viribus et kaoultatibus, stiam sumptibus st stipoucliis uostris propriis auxilium prostars promittimus st tsuomur. Volonte» iusupor oivitatom nostram cjuaoouncpco usosssitato, kortuna bollorumpuo tuinuliibus jpsis patoro. (4.) l'ltlVl'Dltl'lV intsr nas prskatas partos uuamini (sio) oousilio prolooutum oouolusumguo est, «zuacl usutra nostrarum protaotarum partium altorius partis bostos, iuimioos vol ! aävs(r)sarios suo »situ iu suis urbibus, oivi- tatibus äitiouibusvo tolsrst aut kovsat, nso trausitum ullo paoto prskoat, verum pro viribus slimiust st propulsot, partl tamon Justitium imploranti eaÄom c^uooios opor- j tumim viclobitur, acbuinistrauäa srit. (5.) DI Mi liVI'l'IIi sspskatas partes subäitosvo uostros justitis clsksotu «zuio^uam äissonsiouum av «^uorolaruin impostsrum smorAat, eouvsutum est, «puxl si von- ^ tiu^at alic^uom uostrum nostrorumvs alium pro czuaouuczuo oausa ^uriclioo proso^ui, aotor forum rsi soczustur, «kobobitczus .jus sius alic^ua clilatious 6s «Iis in ciism uclministruri. tjuo6 si rsus prima oitatiouis j 6io uou bsus vonsultum uoo oonsiclsratum asousatioui st petitioui iu so faotas rssponäenä! oausamizuo äioouäi allsAst, «Zabitur si soounäa. 8i iu soouuäa uou rospouäst, tsrtia st ultima äios ilii oouosäotur, oaäomosuo > rosponäoro eoAstur. (6.) lusupsr uattuor arbitros acl Irso cloputatos st olootos, vicleliost ox cpialibst url>e llsrnenssi) st Drz'burAousi unum, ot oivitats Dausausussi) cluos, omnss ssnatorii orcliuis, czui seiliost c^uattuor arbitri j in lmiuseo oausa appsllata juramsutorum suorum obli^ations, juxta asc^uitatom puii- oabunl, aut oousensu partium amioabilitor pronunoiabuut, st (puocpiicl per sos uuanimitsr seu majorem partsm s cliliiiitum, promul^atum prouuuoiatumc^us fusrit, obsorvari clobsbit omni appsllatioms rskuAÜ^uo sps rsmota. (8.) Huocl si in ssutsuoia clisoorclss, ita ipuxl iluo uuius, ot alii äuo altorius sontouoiao fusrint, clsbobunt ^ ipsi arbitri, si aotor IZorusnsis aut Dr^burAousis, ox Kouatu Valssiousi; si Dausauousis, ex Lisuuousi ssczussti'um sivo mscliam porsonam oonsoriboro, st ois clari ab illis Kouatoribus potsrs, «für soiliost I soczuostor so pari juramcmto astriugot onus prouuuoiauäi in so susoipious, sontsntias Äisoro- pautos oausarum msrita, partum allsAatiouss ot clskonsiouss pousivulats psrpsnclsns, äeiucls sua (lsoisiono ot soutsutia ilii arbitrarum ssutsu- j oiae, cpiac; as^uitati ratio lucpis vioinior maAisczuo ooukormis visa kuorit, aZbasrsrs; cisbsbittzus buiusmocli appsllatio spatio äuarum bspäomaäarum sKeotum sortiri st acl liucuu äsäuoi. (9.) tjVVN VDRO tama publioa teratur iu j oivitats Dausansusi ob oiusäom libortatss st privilessia multos malskaotorss impuuitos, üa^itiosos clillamatos^uo soolsribus sustsutari, ao illuo tarxzuam acl asz^luw oontlusrs, uo impostsrum icl vioio asoribatur laoiuorumcpio ^ portsuta opprimantur, bis oautum est, c^uoci si prokati Dausaususss publioos malskaotorss aut buiusmo

  • us aliquot oivitatis Dausanou(sis) militos 1507 ad Zills re^idus, ^ priuoipidus aut eorum exeroituum duoidus aooeptari oonsoridigue, voiiiinus nos saepe dioti Loruonses et Dridui-Aenses erZa preiste« re^es, priuoipes so eorum duoes nostris instantidus preoidus mteroedere, guo ilds ^ Dausaueusidus militidus paria cum nostris militilais stipendia elmAiaillor. (11.) OD- NVU DDD8DM oivilenium solum vissiuti guingue aunorum ooutinuorum spatio perdurare SV vifere votu- mus, uiodilomiuus illo tem- j poro eklluxo uostrarum amdarum partium oouseusu prorogare passe. (12.) DI' dVOO singulo gnogne ipiinguoimio soleumidus gurameutis iu prelatis tridus urdidus preseutidus utriiupie oratoridus uostris verum oou- ^ sulidus, ^uderuatoridus, seuatoridus oividusgue die deoimaguiuta lanuarij reuovetur et stadilietur. (13.) D/1' IU IIII3 parte uostrorum dousuium (et) Keuatorum Deruen(sium) et DridurAeu(sium) reservantur sauota Kodes ^rpostodoa, saorum Domauum t Imperium, omues doukederati et dolÜAati nostri, veteres et uvvi, omuesgue et sinZuli dives et vetsri, oum cpndns voi eorum maioridus uuiouos, intelleKeutias, loedera, eivilo^ia oddAatiouosguo inieusgue iuivimus et eoutraxi- j mus, spies emnes ao si uominatim et siAÜIatim die exprimereutur, pro expressis daderi volumus. (14.) D^ldi'D VDDO uostrorum duberuatorum, Keuatorum diviumgue (Civitatis et dommuuitatis Dausa- ueu(sis) exvi- j piuutur et reservautur saorum Domauum Imperium, revereuclissimus dominus uoster Dpis- «opus Dausaueusis oioscpio suooessores oauouioe eleoti, guos tauguam superiores, supremvscpis et veros domiuos in omni j auotoritato et superioritate reooAnosoimus. (15.) II'D.Ii lVDI'W est doo Presens eivilexium illustrissimi Ouois Kaudaudie (sie) et revereudi domini Dpisoopi Dausauensi, suis )ori5us, pre(e)minontiis et auotoritatidus guibus- i ounguo reservat!« ao intaotis uullogue proposito illis doro^andi. DI' IV IlllDIllKKOIiVIi omnium et singulorum stabilitatem iuoououssamgue odservatiouem nos Don- sules, Keuatores divesgue urdium Lerueu(sis) > et DridurKeusis, etiam nos dudernatores, Lenatores et dives divitatis et domnmnitatis Dausanensis das iitteras duius mutuae initae amioioiae veraoissimas teste« tripdoata paglna erevtas, guidus invioladidter inte^rague s llde satislaoere, stare pareregue utriugue poldoemur, urdium nostrarum moioridus (sio) sigülis appensis oommunivimus, data« Dernau «optima die mensis Oeoembris anno divini Verdi inoarnati ourrente miiiesimo ^ guiuKeutesimo vignsimo (ffuin^o. Pergament-Urkunde mit dem noch hängenden Siegel von Freiburg. Das Verner Archiv hat nur eine deutsche Uebersehuug auf Papier. 5. Fünfundzwauzigjähriges Burgrecht der Städte Bern und Freiburg mit Genf. Luceru. IST«, 8. Februar. Kantonsarchiv Frciburg. dem »Iime» der Heiligen Höchen Drisnttigkeit, Gott des Vetters, Suns und Heiligen Geists, Im». Wir sUßdie Schulthcissen, Rät und Bürger der zmeyen Stetten Z Bern und Frybnrg au einem, und wir die (^^Santisgnes, Nät und Burger der Statt und Geincind zuo Genf, dem andern theil, thnoud kund und zuo müssen allen denen, so discrn gegeuwürti- j gen bricf jctznnt und hinfnr sächent oder hörent läsen, (1.) Daß wir mit gnoter vorbetrachtnng und einhälcm rat, und in sunderheit uß bewcgnus glioter früntschaft und alter nachpurschaft, onch gelegenheit un^ > (ser) aller sit stellen, land, tut und gcpietcn, dem allem zuo Handhabung, 1508 und damit wir by dem, so uns der allmechtig Gott verlichm und zuo Händen geflossen hat, ouch by recht, frid und ruow dester fürer mögent j pliben, so habent wir die genannten Schultheissen, Santisques, Rät, Burger und ein ganze Gemeind der stett Bern, Fryburg und Genf, jede statt in der andern unser dry stetteu für uns und unser nach- j komm und die unser» in denselben stetten gesässen, ein ufrecht und redlich burgrecht uf und angenomen und empfangen, als wir ouch das nach unser stetten recht, fryheit und loblichem altem Harkomen ze thuond gwalt j und macht habent, und (das) wol thuon mögend, empfachen und nämen ouch also einander» wüssentlich zuo rechten und ingesässnen burgern, Also daß wir zuo Gott und den Heiligen mit ufgehapten Händen, ouch ge- j lerten worten schweren sollend, nämlich unser jetliche statt der andern trüw und warheit zuo leisten, ir nutz, eer und frommen zuo fördern j und schaden zuo wänden, und alles das ze thuond, so trüwen burgern gebürt. (2.) Damit aber hilf und bistand einander» ze bewisen und thuond underscheid gehalten, ist zwüschen uns söliche erlütrung beredt und beschlossen: Zuo wüsten, wo sich in künftigen (zyten) diß burgrecht j wärende begäben, daß einer oder mer, welich die wärmt oder sin wurdent, so obbemelt Santisques, Rät und Burger der statt und gemeind zuo Genf an lib, eer und guot, an land und Mm, herschaften, j friheitm, guoteu gewon- heiten und altem harkomm wider rächt und billigkeit schwechern, letzen, schädigen oder mit dheinen andern fachen gewalt, frävel, angriff, muotwill oder Überfall, wie das jemer sin möcht, uu- j derstan und fürnämen wollte, als dann so sollen wir die obbemeltm Schultheissen, Rät und Burger der stetten Bern und Fryburg by unser» geschwornen eidcn ermässm, erwägen und erkennen, ob sölich angriff, j beleidigung, überfal und andere Nötigung wider recht und billigkeit beschächm, und wo sich dann nach gethaner bekanntnus und erlütrung erfinden, sölichs wider recht, billigkeit und mit gewalt begegnen und wider bemeldt von I Genf fürgenomen würden, alsdann so söllent wir obbemelt von Bern und Fryburg gedachten von Genf, also angriffen, geletzt, gmötiget, überfallen und beschwärdtm, notwändig hilf, zuozug, bistand und schirm unsers Vermögens, ^ doch in iren, derselben von Genf, kosten und besoldung bewysm, (3.) Hinwiderumb wir obbemelten Santisques, Rät und Bürger der statt und gemeind zuo Genf haben gelobt und zuogesagt gedachten Schultheissen, Rät, Burger j und Gemeinden der stetten Bern und Fryburg, glicher gestalt (als ob erlütert ist) angriffen, überfallen, genötiget und bekümbert, unsers Vermögens lybs und guots, ouch in unserm eignen kosten und besoldung, hilflich und bistän- j dig ze sin- (4.) Und doinit solich beider theil burgrecht zuo Mistigen zyten wol gelütert sye, dester baß gehalten und dem geläpt mög werden, so haben wir diß vor und nachbenempten artikel und punxteu gegegem (sich einander» ^ stät zuo halten beredt und angenomen, Nämlichen daß wir obgenannteu partyen by allen und jetlichen unser» landen, lüteu, herschafteu, gerichtm und rechten, fryheiten, gnaden, Privilegien, ouch guoten gewonheitm j füllend beliben, uns dero gepruchen und behelfm, wie von alter har ist komm. (5.) Und. ob jemand, wer der wäre, unserem dwäderen teil, sampt oder sunders, wider solichs mit gewalt (als obstat) überziechen, von dem unseren trengen! oder daran frävenlich bekümberu und ir(r)en wöllte, wo dann ein teil des andern hilfs und zuostands notdürftig sin und die durch sin geschriften oder botschaften begären und erfordern wurde, so soll je die genannte (gemaute) party der j manmdm ir getrüw trostlich hilf zuosänden, je nach gestalt und gelägenheit der fach, doch mit entscheid, erlütrung, kosten und besoldungm, wie die hi (hie ob?) angezöigt und beineldt ist. (6.) Denne ist zwüschen uns angesächen, daß in j unfern ufrechten, waren und redlichen kriegen jetwäder teil dem andern all und jeklich stett, schlösser und passeyen (Pastym, Passagen?), es sye uns oder den unfern, von wägen unser geschäftm offen und ufgethan söllm sin, also daß j jederman an denselben enden wandle», wonen, in und usgang haben möge, so dick inen das notdürftig ist und sin würt, doch daß die uß ordnung und ansächm eins jeden herschast und gnuogsamer uuderwysuug derselben also j darzno gehalten wärdeut, daß sölichcr in, durch und widerzug den 1509 insässneru und dem land an(e) allen schaden beschächen und darzuo ußgericht, bezalt nnd abgetragen wärde alles das, so sich nach billigtest und dem rechten j gebürt zuo bezalen. (7.) Es soll onch dwädcrer teil in sinen stetten, landen und gepieten des andern siend ufenthalten, beschirmen oder inen einichen durchgang gestatten, sonders sy nach irem vermögen mit den werken j ustriben, so dick das zuo beschulden kumpt, doch dem, so das recht anniesen wirt, dasselbig unabgeschlagen. (8.) Und damit in künftigen zyten diß burgrecht wärende, under uns vorberüerten partyen und unser (under?) unfern j underthanen dhein irtung, klegt oder Unwillen in gebruch und gewonheit des rechtens uferstande, so ist zwüschcn uns beredt, beschlossen und angesächen, ob wir vorgenannten zwo stett Bern und Fryburg gcmeiulich oder j sundcrlich wider die genannten von Genf, oder sy wider uns ansprach gewunncnt, wie und in welichen wäg das sin möcht, die sich dann gebürten mit recht uszetragen, alldann so mag die klagende party der (den?) an- > sprechenden teil zuo gemeinen tagen erfordern und beruofen gan Losen und daselbs zwen von unfern beiden stellen Bern und Friburg, nnd zwen von der bemelten statt Jeus als für schidlüt uämen, und denselben vol- j mcchtigcn gemalt gäben, die selben spän zno sächeu, zuo hören und zuo erfaren und dorüber nach ir gewüssne nützit anders dann Gott und gestalt der fach anzuosächen, welichen iren entscheid by iren eidcn zuo ^ Gott und an die Heiligen sy in manots frist söllen thuou und ussprecheu, und was durch dieselben vier oder den meren theil uß inen entscheiden wirt, das soll stät, vest und angenäm gehalten wärde» an(e) appellierung. (9.) Ob aber die vier zuogesatzten in iren urtheilen zwyträchtig, also daß under inen dheins mcrs noch cinhäls in iren rcchtsprüchen erfunden wurde, so soll nnd mag der klagend theil, ist der von bei- j den stetten gemciulich oder von einer insnndcrs, einen obman in Wallis; ist aber die statt Genf klagend, alsdann uß dem Rat zuo Biel erweleu, und weliches theils zuogesachten (sio) er, derselb obman, gehillt, j daby soll es bcliben. (10.) Ob aber zwüschcn sundrigen Personen oder unsern nnderthaucn gegen einem oder mcr der obbemelten dryen stetten spän, stöß und ansprach (umb was fach das wäre) erwüechsen, darumb j soll der kleger dem antwurter nachfolgen und in vor sinem ordenlichen richter besuochen und anlangeir, und allda förderlich recht an(e) einichen nfzug von einem tag zum andern gehalten würden, j Wann aber der vcrsprecher uff erstem gerichtstag zuo antwurten nit wol bedacht noch beraten sin fürwänden wurd, alsdann soll im der ander tag gegönnt, und ob er uff sölichem nit antwurtet, der drill und j letst tag nachgelassen und uff demselben sin antwurt zesetzen und gäben gctrungcn würden. (11.) Demnach, ob in sölichen rechtshändcln knutschaft not wurde, uud die zügcn innerthalb der Eidgnoschaft und nächst j anstossenden landen würint, söllent dieselben indrnnt drycr wuchen; wo sy aber frömbd und ußländig und wyt gcsässen, in achtzechen wuchen gestellt würden. (12.) Ober (sich aber der kleger oder verantwnrter in ^ sölicher urtheil und bekauntnus beschwärt wurde, alldanu so mag er die für die vier zuogesatzten und den obman (wie obstat) in glicher gestalt zuo gemeinen tagen ziechen, und was alldann doselbst durch j dieselben zuogesatzten, dem meren theil oder den obman erkannt würt, daß dem allein ane wyter weigren und appellieren geläpt und nachgangen sölle würden. Soll ouch fürgcnomne appellatz in j vierzechen tagen ußtrag gewümen (sie). (13.) Demnach so ist zwüschcn uns verkommen, daß ein jede party der andern burger und nnderthan(en) mit iren geschäften und konfmanschaftcn in iren ^ stetten und gepieten trüwlichen bchüeten, beschirmen, ouch inen sicher geleit gäben und bürgerliche friheit, welicher gestalt das sye, gestatten. (14.) Es söllend ouch unser lüt einander» nit verHeften, verpieten, verpfänden ^ noch hinderhalten dann umb gichtig schulden, oder welich schulden durch gloubivirdig geschrift und brief erzöigt und kuntlich gemacht mögen werden. (15.) Es ist ouch hierin beredt und beschlossen, wann sich begäben, j daß unser von Bern und Fryburg kriegslüt einichem küng, fürsten oder Herren zuoziechen und uinb besoldung dienen wurden, und zuo sölichem krieg vil oder wenig der statt Jens kriegsknccht von denselben I klingen, fürsten und Herren, oder iren houptlüten angenomen uud 1510 beschriben wurden, wellent wir obbemelten von Bern und Fryburg dieselben küng, fürsten, Herren old ir houptlüt mit trungenlicher ^ pitt ankeren, daß dieselben angenomen kriegslüt von^Denf glicher besoldung mit den nnsern gehalten werden. (16.) Zuo letst ist hierin eigentlich beredt, verkamen und beschlossen, daß sölich burgrecht von dato diß j briefs fünflindzwenzig jar einandern nach wären und in wäsen bestem solle, und von fünf jaren zuo fünfen mit gepürlichen eidcn in biwäsen unserer dryer Stetten botten durch uns Schultheissen, j Santisques, Rät und Burger uff dem andern Sontag in der Fasten, als man in der Alchen Neminiscere singet, ernüwert und bestätiget werde, und nach usgang sölicher fünfundzwenzig jaren wir die j obbemelten dry Stett oder unser nachkamen, ob es uns oder inen geliept, widerumb annämen und ernüwern. (17.) Und also von wägen diß burgrechten so behalten wir die obbemelt(en) zwo stett j Bern und Fryburg vor den heiligen Stuol zuo Rom, das heiligen (sie) Nömsch Npch, all und Mich unser lieb Eidgnosscn von Stetten und Lande», ouch all und Mich, mit denen wir vorhin in pündtnus, j vereinung, burgrechten, verstäntnns oder andern pflichten verwandt sind. (18.) Deßglichen wir die genannten von Genf behalten ouch vor unfern aller gnedigosten Herren, den Bischoffen von ^ Genf und sin nachkamen, rechtlich erwelt, die wir für unser oberherren in allem gewalt und oberkeit erkennen. (19.) Zuodem sind hierin ußtrucklich und eigentlich vorbehalten fürstlich durch- ^ lüchtikeit von Savoye, ouch erstgemelt bischofflich Hochwirdigkeit von Genf beider friheiten, gerechtigkeiten, gewalt, oberkeiten und herligkeiten, die sy haben möchten, an(e) inbruch, schaden ^ und schwechrung derselben, in kraft diß briefs. Und der obgeschribnen dingen aller und jeder zuo bestäntnis und unbewegter stäthabnng so haben wir die Schultheissen, Rät und Burger ^ der stetten Bern und Fryburg, ouch wir die Santisques, Rät und Burger der statt und gemeind zuo Genf diß brief diser gegen einandern ingangner früntschaft war zügen dryfaltig ufgericht, welich j wir unverbrochenlich mit ganzen trüwen gnuog zethuond gestan und gehorsamen ze beiden fiten gelobt haben mit unser stetten grossen anhangenden insiglen verwaret. Beschächen zuo Bern uff dein achten j tag des manots Hornung, nach der mönsch- wärdung Christi unsers Heilands gezalt tusent fünfhundert zwenzig und sechs jar. « Burgrecht zwischen Zürich und Constanz. tSS7, SS. December. K n. Bern und Konstanz: 1528, 31. Janmr. StnntSnrchiv Viiccr». die Burgermaister*) (Schulthniß, Burgermaister), klnin und groß Rät, ouch all bürgere und ganz gemainden der Stett Zürich (Bern) und Costanz, thuoud kunt allermeuklich mit disem brief: Als sich zuo disen tagen gar geschwind, swär und sorgklich löuf zuotragent, vil uubillicher angriff beschechent, ouch ungerecht ^ *) Da die beiden Urkunden größtentheils wörtlich übereinstimme», so werden hier die kleineren Abweichungen in Parenthesen (mit kleinerer Schrift), die größeren in bezifferten Roten angezeigt. Die kürzeren, im Berner Bnrgrecht fehlenden Stellen sind in eckige Klammern eingeschlossen. Die Zeilenabtheilnng der zweiten Urkunde hervorzuheben, durfte bei dieser Anordnung als überflüssig erscheinen. 1511 fachen verhandelt werdent, dardurch sich ansehen laßt, daß große Zerrüttung landtlicher und bürgerlicher ainigkait und unachtung des Hailigen Rychs ufgerichten landtfriden, und also verclainerung des römischen Rychs, mos uit durch gnad des allmächtigen gots fürkummen, nach- j folgen werde; (1.) Also und von des wegen, ouch mit denselben gnaden gots, und im namen Jesu Christi, des ewigen snns gots, unsers erlösers, ouch dem Hailigen römschen Rych, darzuo gmainer diser landschaft und (sunderlich) uns selbs zuo handhab, sterk, ere, nutz und wolfart, habent wir (alle) umändern und unser jede die andern (all) zuo rechten trüwen burgern sund schirms- gnossen uf und) angenommen. Wir wellend ouch als ufrecht und getrüw Mitbürger ainandern und jekliche die andern by unfern landen und löten, onch by unfern gerichten, fn)haiten, rechten, gerechtig- j kaiten, lyb, Hab und guot schützen, schirineu und handhaben, ouch jetwederer thail des andern thails lüt, lyb, Hab und guot in guoter gwarsame, gehorsame und uuderthenigkait beheben und behalten, ouch failen kouf und verkouf ainandern gestatten und zuo allen j eren und nutz ainandern fördern. (2.) Damit aber dises burgerrecht in allweg dest bas, und wie wyt sich das strecke, verstanden werd, so habent wir dasselbig hiemit durch nachgeschriben artikel erlütern wellen. Und fürnemlich, als der gloub und seligkait der j seelen in niemands gezivang oder vermögen bestat, besunder ain fryge unverdiente gnad und gab von gott ist, sollend deßhalb wir baid Partien, nämlich jede in irer oberkait, in fachen des gloubens und selicher säligkait haudlcn sund sich Haltens, das sy getruive, gegen gott und ^ mit hailiger geschrift zuo verantworten, wider welhes ouch dhaiu tail den andern betrüeben noch anfechten, ouch niemands andcrm, wer der wäre, der sich darwider zethuon vermäße, beholfen sin noch rätlich, noch in ainich weg zethuon gcstattnen, (3.) (^ Begegnete aber unser ainichem j thail von wegen des gloubens oder evangelischer lere von jemands, wer der wäre, setwass begwaltigung, es wäre daß man uns oder den unfern unser Hab und güeter vorzehalten, zeverlegen oder zebeschädigcu oder uns zeüberziehen, zesahen oder in ainich weg wider recht mit uns zehandlen j understüende, es beschäch von was ursach wegen das welle, so füllend wir baidersyt, und nämlich jeklicher thail uff sin aigue» losten, ouch mit nnserin lyb und guot, ainandern schützen, schirmen und by dem unfern handhabend) (4,) Jtein (Dann) ob ainicher thail under uns zytlicher fachen j halb gegen jemands, der disem burgerrecht uit zuogehörig wäre, zwayung überkäme, darumb sollend wir uns des rechten gebruchen, aller zimlichait flysscn, mit niemands ainich fecht »och krieg oue des auderu thails wissen, willen und rat ansahen noch triben; dann wo ainiche j party das thäte, so füllend die andern inen ainiche hilf noch rettung zethuon nit schuldig sin, dann allain daß sy durch irc stell, land und oberkaiten inen schaden oder übertrang zuozefüegen ^) „Begegnete aber unser ainichem tait von wegen des gloubens und evangelischer lere, deßglichen ouch anderer weltlicher fachen halb, von jemands, wer der wäre, begwaltigung, Verletzung, beläger ung, not oder Überzug, oder ob etwar uns oder die unfern bym rechten nit welt pliben lassen, oder von unfern fryhaiten, brächen, haben und güetern triben, alsdann sollend wir baidersyt, und nämlich jetlicher tail nff sineu aignen rosten, ouch mit unserm lyb und guot, ainandern schützen, schirmen nnd by dem unsern handhaben, als getrüwcn burgern znostat, und füruämlich, ob sich künftiklich begäbe, daß wir von Costanz durch jemands bekümbert oder angefochten wurdint, der gstalt daß wir oder die unfern nit ain sichern wandet hellen oder haben könnten, alsdann sollend vermelte von Bern in irem costen uns beHolsen sin und die sllaßen Helsen rumen und verhandlen, damit wir unfern frygen und sichern wandet in und uß der Statt Cosianz haben mögint. Ob sich aber jcziten begäbe, daß unser ainichcs tails sunderbar persone», burger oder verwandte in frömbden landen nidergeworfen, geschätzt, gefangen oder fünft belaidiget, oder inen ir haben verspert und vorgehalten wurdcnt, und dann dcrsclbigcn beschädigten oberkait one wissen, willen und rat der andern party das mit der gethat zewiderbringen understou und kriegsüebung darumb ansahen wurde, in demselbigcn (sall ch soll die ander, party ir nit schuldig sin, mit hilf zuozeziehen." Dann zc. 1512 niemands gestatten, auch ire sind nit ufhalten noch passieren, darzuo inen kain provand noch anders, j das den andern inöcht schädlich sin, znogon lassen sollend, (5,) (2 Ob aber dieselbigen, die also zytlicher fachen halb mit jemands zwayung hetten, sich aller zimlichait gesiissen, ouch das recht nit versagt hetten, nnd urbüttig wärind, lut irer fryhaiten den ansprächigen recht zegeben und zenemen, ^ und man sy darüber bym rechten nit welt pliben lassen, von iren fryhaiten, brüchen, haben und güetern triben, und für frömbde gricht oder richter ziehen, oder in anderweg von dem iren trengen, oder so sy gegen iren widersächern zuo kainem glichen oder zimlichen rechten kummen I möchten, oder ob sunst jemands, wer der wäre, uns oder unser ainichen thail von wegen dises burger- rechts oder anderer fachen halb, was namen die habent, oder wie sich immer die begeben möchten, an unfern land, lüt, güetern oder was gstalt das beschähe, angriff, Überzug, belägerte, sienge, j schätzte oder in ainicherlai wys beschädigte, so soll die ander party uff iren aignen costen mit irem lyb nnd guot, so bald sy des durch die beschädigete gemant oder sunst gwar werdent, von frischer gethat zuolousen, nachilen und den schaden abwenden, wider erholen und eben handle» j und inen lassen angelegen sin, als ob es inen begegnete und iren selbs und aigen fach wäre. (6.) Und was also mit frischer gethat nit gewendt mag werden, und deßhalb am beharlicher krieg, fecht oder feldzug erwachsen oder zethuon not sin wurd, oder ob sunst die notdurft so groß wär, j so soll jekliche party in iren selbs kosten uff des notdürftigen thails ersuochen und manen, es beschähe durch geschrift oder mit mund, sich mit irer macht und offnem zaichen on allen gefarlichen Verzug erheben und den benötigten zuoziehen, inen ir land, lüt und guot helfen retten und j by dem iren beschirmen, so oft sich das begibt. Und ob ainicher unser vorgenannte» Partien von jemands an unfern land, lüt oder guot fräfler angriff begegnete, und dieselbig das vermainte zestrafen, und also des andern thails hilf, rat und bystand bedürfte, die soll inen j ge- trüwlich mitgethailt werden, je nach gstalt der löuf und fachen. (7.) Und ob sich in sölhem begäbe, daß dieselbigen beschädigten ire beschädiger in schlössen oder andern sterkinen betretten wurden und dieselben belägern, lind zuo solhem die andern umb hilflichen bystand ersuochen, j wie vorstat, so soll inen der unverzogenlich gelangen, wie sich der notdurft nach erhöuschen würt,^) (8.) Wo ouch wir baid thail init ainandern, uns und unfern land und lüten zuo schütz, schirm lind handhab, berietint niit unserm offnen zaichen, es wäre bannern oder fenlin, uszeziehcn j lind läger oder besäß zethuon, so füllend nnd wellend wir ainandern trostlich zuoziehen mit lüten, gezüg nnd lvas darzuo notdürftig ist, jeklicher tail nach sinem vermögeil und gelegenhait, darinnen ouch kain thail mit geferden hinderhalten noch sinnig sin soll, (9.) Als aber wir j von Costanz kain landschaft noch zuo- gehörige lüt habent, dann allain die ill der statt und graben sitzen!, stat in unserm vermögen nit, vorab so etwas sorgen ail der landtsart umb Costanz wäre, mit lüten anderswohin zeziehe», besunder sollend und wellend wir von Zürich (Bern) s in unserm kosten ainen zuosatz gen Costanz siegen, ob oder wie vil die von Costanz^ je nach gstalt der fach und notdurft begerten (schicken), Doch daß wir von Costanz nicht destminder unser getrüwes ufsehen uff die von Zürich (Bern) habint, mit aller sürderung, die uns möglich, hilf thüegint j und inen durch unser statt kamen schaden oder nachtat! beschehen lassint. (19.) So es sich aber gefüegte, daß wir von Costanz ouch aigen land und lüt überkämen!, oder so umb lins kainer gesarlichait zebesorgen wäre, alsdann füllend wir, sovil in unserm vermögen ist, ouch hilf schicken, j Und ob etwas, was das wäre, es sygen stett, schloß, herschaften, land, lüt oder anders, ivie das namen hat, in solichen kriegen sdurch uns baid tailj erobert und gewunnen wurde, das soll alles uns baiden Partien, die iin feld bym Handel in dapferer kriegsüebung oder an I andern orten voil dises kricgs wegen verfangen und beladen wärind, zuogehören, und jeder party sovil als der andern 2) Diese Stelle fehlt gänzlich. A 1513 darvon znogepüren.^) (11.) Wurdint wir onch (ouch ivir) also mit jemands zuo krieg klimmen, so soll der van baiden Partien dapferlich beharret, und kam richtung noch s betrag angenommen werden, dem verletzten und beschädigten syge dann bekerung und crsatznng beschehen, wie uns baiderthalb mit ainanderil billich und der fach gemäß bednecht. (12.) fJtcmj es mögcnt ouch lvir bald tail sampt, oder jede party für sich selbs, (^doch mit gnnst s und lvillen der andern, bnrger annemcn, und welhe also künftiklich von ainer party zuo burger ufgenommen werdent, die sollend der andern ouch hnldung thnon und sivercn, und damit ouch in disem burgerrccht verfaßt sin. Und so sich begeben, daß etlich mer stell, I communen oder oberkaiten von uns baiden partim in gemain zuo glicher burgerschaft ufgeironlnien wurdint, so oft dalli? zwo oberkaiten, solchem burgerrccht verwandt, in etwas zuofälliger fachen für notdurft anseheilt, daß nin Versammlung aller bnrger gchept ivurd, so s sollend sy macht haben, am gmainen tag uszeschriben, ouch alle bnrger schuldig sin, denselbigen tag ze suocheu. Ob aber die fachen dermaßen gstalt(ct) und so nötig sin wurdint, daß sy kamen verzng erlidcu möchten, alsdann mag jekliche oberkait für sich selbs und allain alle I burger zuosanunen bctageii, die sollend abcrmalen gehorsamklichen crschiilcn. Aber sunst, on chaftig Ursachen sollend kaine oberkaiten, ob als obstat wytcr und mer oberkaiten, stell oder conunnu in dise burgerschaft kämmt, kam macht noch gwalt haben, ainichm tag usze- s schribm, dann allain wir von Zürich und lvir von Costanz. So aber am oberkait, die also künftiklich in dises burgerrccht kuinmcn wnrd, etwas ivißte oder hette, das sy bedüechte not sin, an gmain burger ze bringen, das mag sy uns baiden stellen oder unser ainer s ze wissen thnon; alsdann sollend lvir, wie sich gepürt, handle». Item und alle täg söllcnd zno Zürich und zuo Costanz, je ainer umb den andern, gehalten werden, es wäre dann daß jeziten (sie) uß redlichen Ursachen angesehen wurde, amen tag an nun andern ort ze laisten; > das soll hiemit nit abgestrickt sin/) (13.) Item ob sich begeben wnrd, daß wir von Zürich (Bern) zuo denen von Costanz, oder harwidcrumb wir von Costanz zuo denen von Zürich (Bern) zuospruch gewunnent, darumb soll kam party mit der gcthat, noch mit frömbdm gerächten nichts gegen s der andern handle» noch fürnemeu, snuder sich des rechten, wie hernach folgt, benüegen lassen, Nämlich daß nllweg der klagend tail die ansprächigm party gen Schaffhnsm (Zürich) uff amen gerumptm tag erfordern, daruf ouch der gegentail herschinen^), und söllend baid tail s (^jekliche uß irem täglichen Nat zwen mann darsetzm und gebeir^), und vor denen baider syt in geschrift oder mit unmd, je nachdem es die znosätz für guot ansehmt, ir klag, antwort, brief, sigel, knntschaft und all ir notdurft, wcs dann jeder tail getrnwct zegenießen, darthnon und s fürtragcn, und so sy also gnnogsamklich verhört sind, sollend die ^) Znsatz: „So aber unser getrüwe und liebe Aidgnossen und mitbnrgcr von Zürich, die mit uns von Costanz ouch mit burgerrccht verwandt sind, in solchen kriegen ouch verfaßt und im feld oder andern orten von des wegen verfangen wärind, so soll inen ouch sovil als unser ninem tail von allem, das gewunnen und erobert würt, zuogepüren und zuogeteilt werden. Deßglichen wann mit bewilligung unserer obbemelter partim ander Ort der Aidgnoschaft in diß burgrecht kummen und ufgenommen werden, daß dieselben ouch, so sy mit uns in höreszug und kricgsücbungcn wärind, so soll denselben glich als vil als uns von allem dem, so in solichem gewunnen wurde, gliche tailung gelangen, wie nechster artikel das erlütert und zuogibt." ^) ... „selbs, in oder usserthalb der Aidgnoschaft, burger annemen; doch welhe party on wissen und willen der andern also burgcr künftigklichcn aunimpt, denselbigen bürgern soll der ander tail von solhes burgerrechts wegen hilf zethnon, noch sy in disem bnrgerrecht verfaßt zehaben nit schuldig sin." Z „Nämlich die klagend uß des nngcsprochuen tails, und herwideruinb der angesprochen uß des klagenden tails klainem Rat zwen mann zuo zuosätzen erkiesen und nemen", Zc. *) Die Vorsilbe her statt er kehrt in den Schriften Georg Vögeli's, des Schreibers dieser Urkunden, nicht selten wieder. 190 1514 zuosätz mit rechtlicher urtail sy mischenden, und was dieselbigen zuosätz ainhelliklich oder mit der merern stimm erkennent und zuo recht sprechent, nit nun der Hauptfach, besunder ouch des costens und schadens j halb, darby soll es pliben, und von baiden partim on Wyler wegern (sio) stät gehalten und volzogen werden. (14.) Und ob jezuozitm die zuosetzen sich kainer urtail, weder mit ainigkait noch mit merer stimmen, verainen oder verglichen möchten, so soll die klagend party (^uß des gegen- > tails klainem Rat ainen zuo obmann erkiesen 6), ^ den soll ouch sin oberkait die obmanschaft anzenemen wysen und darzuo halten, und welher der zuogesetzten urtail solher obmann uff besichtigung der klag, antwort, kuntschaft und aller fürgetragner hcndlen folg gibt und j zuofellt, dic- selbig urtail soll kreftig sin und durch die Partien gehalten und deren gelept werden. Es sollend aber jede party die zuosätz und obmann in sölhe» fachen allwegen irer Pflicht und aid, darmit sy inen verwandt sind, erlassend) (15.) Es sollend ouch alle zyt und in allen j disen dingen die partim, ouch die zuosätz und obmann, förderlichen handlen und kamen gefarlichm oder unnotdürftigen Verzug thnon noch zuolassen; doch ob dm zuosätzm oder obmann ains Verdachts oder ratpflegms not wurd, der soll inen allweg zuogelassm sin, aber nit lenger, j dann daß jeziten nach dein rechtsatz durch die zuosätz und durch den obmann, nachdem er der zuosätzm urtail gehört hat, in monats frist die urtail zuo usspruch und fürgaug kumme, on all ander inzüg und geferden. (16.) Hellen aber sunderbar Personen, unser ainicher party zuoghörig, j an die andern oberkait zesprechm, (^so soll der ansprächig uß siner oberkait klainem Rat^) sine zuosätz nemen, und snnst die rechtfertigung und erkiesung des obmans und der andern zuosätzm in allermaß beschehen und gehalten werden, wie erst oben begriffen ist, dann ^ allain ob der ansprächig begcrt, so söllend wir uns baider syts mit darsetzung zwaier zuosätzeu, deren jede party ainen gebe, von mindern kostms wegen bmüegm lassen. (17.) Dann in allen disen rechtfertigungm sollend baid partim, nämlich ir jekliche ire zuosätz für sich selbs, > aber den obmann in gmainem kosten erhalten, und was sy sprechent, dankbarlichm annemm und inen darumb noch von deswegen kamen Unwillen zuoziehm. (18.) Doch mögent allweg baider tail zuosätz, deßglich der gmaiu mann, so der gnonunen würt, die güetigkait by den j Partien suochen uitd sy der spännen güetlich zuo betragen flyß ankeren. Möchten sy aber in der güetigkeit nichts verfmgklichs erlangen, so söllend sy niit dem rechtspruch fürfaren, wie oben erlütert ist. (19.) Hellen aber sunderbar Personen, uns baiden tailen verwandt, zuo am- j andern zuo sprechen, die söllend umändern, nämlich allweg der kleger den antworter vor sin des antworters oberkait und in den gerichtm, darin er gesessen ist, rechtlich ersuochm, und fürnemlich, ob die ansprach antrifft laufend schulden, darumb kaine j brief, sigel noch verzyhungm vorhanden sind, so soll der kleger den antworter suochen in den gerichtm, darin er gesessen, oder wie an jeden orten biß dahar der bruch in sölhm fachen gwesm ist. (20.) Was aber verbrieft zins, gültm oder schulden belangt, das mag ingebracht > und gerechtfertiget werden nach tut und sag derselbigeu brief und sigel. (21.) Aber fachen umb unzüchtm, buoßm, besserungen, erb, aigen oder ligende güeter, söllend all gerechtfertigt werden an den orten und in den gerichtm, in denen sy beschehen, gefallen oder gelegen sind, ^ alles nach derselbigen gricht und orten har- kummen, und wie das von alter har gebrucht ist. (22.) Item es söll ouch dises burgrecht, schirm und betrag weren und kreftigklichm beston von dato diß briefs hin zehm jar die nechstm, und von tainer party nit ufgesagt, ! onch kaine darus gelassen werden, es syge dann der andern party ouch lieb und gesellig. (23.) Darzuo soll 6) „ainen zuo obmann erkiesen zuo Zürich im klamm Rat" :c. ^) Zusatz: „und die zuosätz anfangs der rechtfertigung ainen aid zuo gott thuon, deßglich der obmann, ob der genommen würt, daß sy der pillichait nach urtailen und recht sprechen wellind." 6) „So sollend die angesprochnen uß des ansprächigen oberkait klainem Rat" w. 1515 dises burgrecht anfangs von uns Micheii^) Burgennaistcr, klain und großen Räten, als für uns selbs und anstatt unser ganzen gmainden der andern statt geord- j neten Ratsbotschaften zuo gott gesworen und mit dein aid bestätet und bekreftiget lo), und nach verschynnug fünf jaren ividerumb crnüwert, discr burgrechtsbricf offenlich verlesen, und die aidspflicht, ivie jetzo anfangs bescheheu, ufgcnommeil werden, nämlich j was dise burgcrschaft bindet oder binden mag, ufrecht und redlich zehaltcn und dem gnuog zcthuon ungefarlich. (24.) Und hat hieb,) unser jeklicher tail in disem burgrecht ir vorbehalten und usgedingt die Pflicht, darmit sy der kay? Maiestat und dem hailigcn > Rych, als von des Nychs ivcgcn, und instinder wir von Zürich (Bern), damit wir unfern lieben Aidgnossen, denen wir mit ewiger pündtniß verwand(t) und zuogethon, ouch all ander ainung und pündtniß, so vor dato diß briefs mit jemands gemacht sind; sunst aber soll sich ^ dises burgrecht strecken und ghalten werden wider allermengklich, gar niemands usgenomen noch Hindan gesetzt, gcfärd und argen list hier innen sganzs ver- initten. Dises alles zno kreftigcr bestendigkäit Habcut wir obgemelte baid stett Zürich (Bern) und Costanz unser jede ir gmainen j statt merers insigel an discr bricfen zwen glichlntcude henken lassen, ("die geben sind nff den sünfundzwainzigistcn tag des monats Deccmbris, nach der gepurt Christi gezalt fünfzchcnhnndcrt und sibcnund zwninzig jar4^) Das'Pergament des Zürcher Burgrechts zeigt in der Mittellinie fünf Schnitte; bei dem letzte» ist auf der rechten Seite ein Stück abgerissen und wieder angenäht. Das Berner Jiptrument hat in der Mitte eine» großen unregelmäßigen Schnitt. An beiden scheint je das erste Siegel samt den Schnüren weggerissen worden zu sein; besonders das Berner Exemplar ist arg beschädigt. Im Consta nzer Stadtarchiv sind keine Originalien mehr vorhanden. Eine modcrnisirtc Abschrift des Zürcher Bnrgrechts ist gedruckt bei Hottinger (Fortsetzung von Müller) VII. 463—469. Bcibricf zum Zürcher Vertrag. Ze wisse» und kunt syg nllermenklich, als die strengen, frumen, fürsichtigen, ersamen und wysen Burger- maister, Rät > und ganze gmainden der Stett Zürich und Costanz ain zehcn järig burgerrccht mit ainandern angenommen, und darin j under andcrin abgeredt habent, ob nmb Costanz etwas sorklichait sin wurd, das; dann die von Zürich in ireiu kosten > amen zuosatz gen Costanz, ob und wie vil des; die von Costanz begeren wurdint, legen sollend ?e., also habent sy s uebcnt demselbigen burgerrecht mit ainandern ain abred gethon, so sich der fal begeben, das; die von Costanz ains zuo- j satzcs von notdnrft ivegcn begeren wurdent, das; dann die von Zürich in ircm aignen kosten bis in drühundert mann gen s Costanz zuo aim zuosatz legen und erhalten sollend, so längs die notdnrft erfordert. Ob aber die von Costanz ains größcrn j zuosatzes notdürftig sin wurdint, so söllcnd aber die von Zürich densclbigen darlegen; doch was über die drühundert j mann im zuosatz sin werdent, das sott in baidcr stett gmainem kosten erhalten werden, also daß jede statt den halben tail s desselbigen Kostens bezale. Doch soll es snnst anderer ylendcr und beharlicher hilf und snnst aller anderer fachen halb j by dem burgerrecht- brief, wie dcrsclbig lutet, pliben, dann discr bybricf nichzit dann den zuosatz (ob der gen Costanz zelegen werc) j belanget. So ouch noch aine oder wer stett oder commuuen in bemeltes burgerrecht kummen oder genommen Z Zusatz: „Schulthaißen und". ^o) Zusatz: „(als ouch bcschähcn ist)". ") „Geben und beschehcn Frytags, was der lctst tag des monats Jenners, nach der gepurt Christi Jesu unscrs Hailands gezalt tuscnt fünfhundert zwninzig und acht jare." 1516 werdent, so soll j aber diser jetziger bybrief und sin inhalt us und ab sin, ouch vernicht und abgethon werden, und by dem burgerrechtbrief j in allweg pliben. Des zuo urkund sind diser briefen zwen glicher lut geschriben und jeder partyen ainer geben, ouch j mit jeder statt secret insigel verwaret. Beschehen uff den fünfundzwainzigisten tag des monats Decembris, nach Christi j gepurt gezalt fünfzehenhundert und siben und zwainzig jar. Urkunde mit dem Siegel Zürichs; das Constnnzische ist abgelöst, dagegen hangt noch der Pcrgamentstreifen. St. A. Ziirich: Acten Constanz. 7. Hundertundeinjähriges Bündniß zwischen Herzog Karl III. von Savoyen und Wallis. Sitten. RST8, t Mai. ?lrchi» Wallis. u. Buildcsbrief. Karolns, dux Knbnuäio oto., Et II05 jAHiIippu8 clo ll'Inton, olootu8 Ilpiseopu« Köäunvnsis, prokootu8 ot aoinos Vnllosn; .Vntixmiil« Vorrats, IZnilrvua; Iolranno8 'Worrn, Anllornntor ^ inkoriorra pntrro Vnlloori; doorAM8 äo Kuporsaxo, iniles; Krmon Inalllon; Moolau8 I^alllormattor, oastallanus Koäunansis; dgiclius ?orron, dollnu8 Inr^et, Vlrooäolu8 Dauert, dlauärus L^mon, ^.näroao dnllat, llollnnnos dnllnt, ^ da.8par Kollmiäor, llollannoa dinllor, Nartinus ItonA, pro oivrtato ) clomini duois oon8titnto ot oonstituta, moram traliontos ot liabi- tantos, ot cpii iu luturum moram tralront et lral>ital>unt, ot in 8pooio oivitatos dokononsis ot Viausanon(sis), ^ ipsvrumcpm oivo8 ot inoolas in oivo8 no8tro8, IzurAonsos, patriotas, oonlodoratos 8ou aliud proteotionis Aonus ullo uncpiam tempore admittoro, reoiporo vol aovoptaro, 8alvo tamon in promissis ao roaorvato Irominibus ot inooli8 oarundom oivitatum prodiotarum liboro transitu ao aditu j in patriam Vallosii, illlo moram taoiondi, ro8idondi, ao mutua oommoroia ot noA0oiationos prosoquoudi pro ip8vrum lidoro arkitrio, dummodo tamon Imio no8tro lodori advorsa non moliantur, uam ot ö08clom vol oorum ali- «juom ante pro8ontium datam non rooopimu8 noo aoosptavimua. (IV.) Lt «leeve?^« no8 dux protatus or^a prokatum rovorondum dominum Lpisoopum magciitioos^uo Lailivum, donsulos et patriota8 in simili ol>8orvantia paritor odliFamur. (V.) Ite/n cpnxl noutri no8trarum partium cpnxauupm oxc)uisito voloro liooat alic^uas czuorolas vol aotiono8 a ^ cpiilcusvis oxtoris vol de patria ip8a ro8pootivo aoooptaro, aocpüroro, prosocpu, intontaro, ori^oro oontra altoram partom oiuavo 8ul>dito8 oommunitor vol divi8im, dirooto vol por indirootum. (VI.) Item cpmd pro cpul>usounc>uo lioroditariis suooossionibus ot propriis oroditi8 aroKrapliariis ^ ao aliia aotionil)U8 suloditos amlzarum partium no8trarum oonoornontiliU8, aotoro8 rovrcim lorum 8ocpu tonoantur, noo pro- Imiusmad! dalntis ot aotionil>U8 oivilil>u8 liooat 8ul>diti8 «piilius- ouncpn! oontra doliitorom roum potoro 8o«^uo8trum, inoaroorationo8 vol moroantiarum 8nl>lm8tationo8, ^ sod ordinarii judiooa roorum tonobuntur ot dolzodunt potontil)U8 lirovom ot oxpoditam )u8t!tiam miniatraro, 8ola taoti voritato iv8poota, udi amioakilitor oau8ao Imiusmodi 8odmä ot oonoordari non potorunt, cpiocpiidom via amioaliilia por ip808 sudioos priu8 tontari dokokit. (VII.) Item 8i oontin^orot alicpioni audditum modiatum vol immodiatum 8gu all«zuo8 8ulzdito8 Imiusmodi nostrarum partium oontra dominum 8ou suporioroa 8U08 tomorarioa ot rolzollo8 tiori, nullo modo potorit altera pars talilzus rol)ollilm8 auxilinm alicpiad, opom vol tavorom proataro, ^ czuin imo tonoliimur 8nporioritato8., )ura, proominontias nostraa oontra talos rokollos ad invioom, cpcantum oum rationo tiori potorit, doliito oonaorvaro ot tuori, postc^uam notioia data tuorit, cpioc^uidom prolmminonoio ot pira oum aliis a«> tenus soüta in ipsis loois äiote äiooesis übern possit exoreeri. (IX.) ^ «t üoo Presens nostrur» teäus omni sorupulo, äolo irauäerpie et ambi^uitate oareat aoczue sinoerus partium alleotus c^uo alterutrum nos partes proäiote atbvimur, pro «puxpre oonservatione rei publioe nostre ao bens oonvioinanäi j moäa observanäo, volumus nos pronominale parte«, ut üae ipsum nastrum leäus unionis, amioioie et oun- ksäerationis rpunaä sui mutuam obssrvantiam äuret et äurare «lebest aä eentum et unum annos proximos a «int« ipsins oamputanäos. (X.) /«.'/ i« xromi«Lis reservantur ^ viäeüoet parte nostra äuois 8abauäis, summus Dontikex, saneta 8eäes apostoüoa, serenissimus Imperator, saerum komanum Imperium, obristianissimus Dranooruin Hex, serenissimus Hex Dortug'aüe, magmiüoi äomini urbium Ler- nensis, Driburgensis et Koloäorensis, neonon ^ aüi illu. et maA? äomini treäeoim (lantonorum, amioi et eonkeäerati nostri previpuiz reservantur etiam (priourxpie eonkeäerati nostri veteres. I^arto autem nostri Dpisoopi, Laiüvi et eonsulum civitatis Keäunensis et patrie Vailesii pariter reservantur smrmms Dontikex, ^ saneta 8mies apostoliea, serenissimus Imperator, saerum llomanum Imperium, obristianissimus Dranoorum Hex, mas? äomini IZernenses, Duoernenses, Ilranie, Dnäervaläen, ao Keneraüter maZvi äomini treäeoim (lantonorum, eonkeäerati nostri obarissimi, et aüi vum c^uibus j priom oontraximus keäera. (>«^o omni« et sin^nla nos äux prekatus ex una, et nos Dpisoopus, Ilailivus et oonsules ao patriote supranaminati ex altera partium pro nobis proprüs subäitis«zue et sueoessoribus nostris re- speotive perpetuo babere ^ rata, Frata et lirma, eaäenxpie inviolabiüter observarv promittimus bona üäe nostra, nos äux in verko prinoipis, nos«p«e Dpisoopus manu aä peetus posita, Daiüvus vero et oonsules ao patriote prramentis nostris per nos prestitis, omni äolo, krauäe et sinistra maobi(natio)ne j penitus exolusis, etiam inviolabiüter observare poüoemur. /n «/nornm üäem, rabur et testimqpium bas nostras per seoretarios nostros subsi^natos subsoribi keoimus, et si^ülis nostris muniri. Xota kuerunt boo 8eäuni in eeolesia tlatbeärali boate Narie virA(in)is ^ äie prima mensis Naij anno a nativitate Domini nostri ourrenti miüesimo «zuinAentesimo vioesimo ootavo, presentibus ibiäem vonera- biübus äominis .lobanne äe Diatea, oküoiali, .lobanne äe llrista et Xarolo Delalex, oanoniois Leäunensibus, neonon viris äisoretis äoäooo Xalbermatter, ^ (lapi?, Iloäolpbo Nvt^ilten, Xioolaa Imeiob, .lobanne >Vrt (sio) et äobanne Xlbi, kamiüaribus prelati äomini Ilaiüvi patrie Vallesü, testibus aä premissa astantibus. ms baurontio äs Lortbsrinis äs Lionto^io, Ksännsnsis äioossis, saoris apostoliea st imperial! auot(oritat)ibns notario publioo, «^o! prsmissis omnibus st sinZulis, änm sio ut pro- mittitur kslisitsr traotarsntur, bsrsnt st oonoluäsisntur, unasum prsnominatis j testibus ao notarus subsiAuatis prsssns kui st sa sio bor!, traotari et oonoluäi vläi st auälvi, läso sa omnia st sinZula suprasoripta äs wanäato maZnilloorum st Asnsrosorum äominorum tllauäü äs Narssoa, Domim äs b»)'so^, ^ntbonil äs Nontskorti, äomini ! Dsxriaoi st oaxitansi Obillionsnsis, ll'ranoisoi I.xasss, )urium äootoris, st äobannis Naria äs Navinis, ssorstarü oratorum st proprium psrsonam prskati illu'"! äownu äuois Labauäio reprsssntantium, nsouon msmoratorum rsvoronäissimi äomini olsoti spisoopi Zsäunousis, «pro j äominorum ballivi, eonsulum st oratorum oivitatis Loäunsnsis et Septem ässsnoruw patrrs Vallosü »upsrius nominatorum, ipsam totam patriam Vallssü rsprssontantium, unaoum notariis subsiZnutis miobi aäbsrsntibus, notavi, st in bans publicum st uuotsntioaw ^ instr(umsnt)i koäsris tormum roäegu 8iZn. bloturn 1519 msnuqns ins«, propris soripsi, inäe^ue ras sndsoripsi, et siZnsto meo tsdellionstus,

    <> in tsiidns utor, nnncum prskstorum äominorum iliu^' äuois Lsüsnäis, r») slsoti spisoopi Lsännsnsis, et Septem äessnornm patrie VsIIssü siAÜiornm sppensions j tiäeliter signsvi, in ääsm, rodnr et vsritstis tsstimonium omninm et sin^nlorum premissornm. Ms it-l^nv .iolmnne Xlsinmsn 6s LriZs, oive Lsäun., publioo ssoris spostoliss st imperisli sustori- tstidus notario, v>ui premissis omnibus st sin^nlis, moäo et terms nt premittitur Pestis, trsststis stc^ue sonolnsis, Presens interkni esc^us sie trsri viäi st suäivi, j inäe «piaipio unsoum notsrio presoripto so snt>- siAnste Presens instr(nmsntu)m ksäernm, nnionis et smioiois in äs rsoepi, si^no so nomine meis ms sndsiAnsvi in tiitoin premissornm omninm et sinAulornm. — (8ecp si^n. not. 6. Xlsiumunn). tmM; sAo Msolsn» lknrer, oivis Lsännensis, snotoritste spostoiios notsrins pnblious, tpn etism in premissis omnidus et sinAulis moäo et torms nt prsmittitur sotis, Zestis, trsotstis stcpis oonoinsis j prsssns interkni emjuo sio iiari viäi st suäivi, inäe cpiop uo unsonm notariis suprssoriptis Presens instrumöntum keäernm, nnionis et smioiois inäs reospi, «ignsv! so nomine meis (sio) sudsiAnsvi in käsm j premissornm omninm et sinAutornw. - Uioo^"» tkursr, not. Pergament mit acht hängenden Siegeln. 1». Bcibncf. All llomiüt Doilli») Amt». Inno s nstivitsto oiusäom äomini millosimo qniugsntosima vioosimo ootsvo, ^linäiotiono prims, äio voro prims Mensis ^ 51 -iij, Vuvert't moäornorum prosontis, et kuturoruni pastv- ritss non i^norot, cplnä postcpism äie presenti kolioibus snspioiis opitulsnte Doo optimo msximo, pro mntiüd smioiois so Imno oonvioinsnäi inocio olzsorvsnäo ^ trsotstnm sit ot oonoiusnm por ot intor msMitioas et Avnorosos äominos dlsuäium äs Nsrosos, äominum äo 1nl)'soy, ^.ntlionium <1o Konto- korti, ciaminnm ll«!vrisei ot ospitsnoum Lärillionis, Ikrsnoisoum I.vssso, jurilim äootorom, j ot äolisnnom Nsris äo Ksvinis, soorotsrium, oratoros illustrissimi prinoipis Ksksuäio limo, rovoronä. äo- minmn l'itilippum äo ?latos, olootum Ilpisoopum Koäunonsom, prokootum ot oomitom Vsllosii, msZuitioos äominum j bsllivum, oonsulos ot orstoros oivitstis Loäunonsis ot soptom äosonorum pstrio Vsllosii ox sltors, pro sääitionilms psrtioulsribus inkrssoriptis ipsao psrtos pronominsto oonvonorunt in moäum ot kormsm suksolzuontos. (I.) /w czuoä illuwus äominus äux prokstis äominis, oonsulibus ot oom- Munitstibus pstrio Vsllosii äsro ot oonsiAnsro äolzsst votoros rooo^nitionos pro pstris sudtus Nor^ism, ijUiun ipso rovoronä. äominus olootus ot proooros pstrio ! possiäont. (II.) /teilt lpioä violontis, nsnssoris ot osptionos pisosrio in slvonm Hoääsni protor sntilzunm usum immorss son ropasito tolluntur, sor- votnrczuo ritus sntic^nus pixts vim Isto sä oaussm pisoinsrum Iminsmoäi sontonoio j intor msAmtioos äominos llornonsos ot Vslosionsos, ot vontrslsoiontos tonosntur sä dsnnum )näiois ot omonäsm ox- ponssrnm psrtis, oni intorrotur ^rsvsmon. (III.) /tem > domini duois deolinaret, et daoiorum ao onerum oommunium beret mutatio vel au^mentum, <^uod niobilominus, ! von obstante buiusmodi mutatione, c^uiSuncfue patriate Vallesn et ibidem babitantes non teneantur ovo debeant solvere vel iib ilbs exig'i possit per leidarum vel aliarum exaotionum pro u«ouinpio rebus et meroantiis suis, preter uutuprun oansuetudinem, sed ipsi okboiales et vommissarii pro tempore eon- stituendi oontentarä debent solutione Imiusmodi daoiorum et ouerum, prout et j c^uemadmodum buo usczue in usu babuorunt exi^endi Imiusmodi daoia et onora oives et inoole debennenses preter impo- sitionem alterius veotiAalis. K/ Pivever«« i^uod nos Kpisoopus, Lallivus, eonsules et patriote terre Vallesn non imponemus ^ duoalibus subditis aut eorum bonis in putiiu ipsa nostra Vallesü novo, veot!- Aalia seu alia onera, ynio zaudere debeant ipsi duoales subditi in eadem omnibus privilegüs, immuni- tut!Im« et exemptionibus, cpubu« Aaudont et potiuntur in premissis j alü oonkederati nostri, oum czuibus federe ^'unAimur. (VII.) //om puod patriate et inoole terre Volle«!! in ditione, dominio et terris prekato illu"!" (domino) subditis utilrui ao potiri valoani omnibus et sinZulis immunitatibus, exemptionibus et ^ privile^üs, cpiibu« in eisdem Zaudent et potiuntur ma^") Ilolveoü, ezuibus kedere astrin^itur. KromiserAwk insupor prekati domini oratores, «piod in etkeotu praourabunt et optinebunt ob illu".'" domino duoe prinvipe suo Kabaudio, > «piod artioulos presoriptos oxeell'i sua in forma publioi instrumenti oe sub appensione sigilli sui laudabit, rot!iieol>!t et expediri kaoiet. Iw Quorum bdem, robur et testimonium lios presentes littero« de )ussu et mandato prokatorum ^ dominorum oratoruni duoaliuin, oo rep" domini Ilpiseop! elooti Kedunensis, M!>p'f""'."'ue Presens publioum instr(umentu)m j unaoum notariis subsi^natis reoepi meczue sub- si^navi in bdem premissorum omnium et sin^ulorum. do"«» Klein'""", not. Itaczue e^o Moolaus Kurer, oivis Keduuensis, auotoritate apostolioa notarius publious, """ Kurer, not. Ne csuocsue Kaurentia de Lertberinis de KonteZio, Kedun. diaoesis, saoris apostolioa et imperiall auotoritatibus notario publioo, czui premissis oonventianikus, promissionibus osteris^ue omnibus et sinZulis suprasoriptis, dum sio ut premittitur aZerentur ^ et bereut, unaoum prenominatis testibus et notariis Presens interkui et ea sio beri vidi et audivi, ideo oa in notam sumpsi unaoum diotis notariis publiois et in suprasoriptam pu? instr(ument)i kormam redetzl mamupie mea propria soripsi, !ndesn8i8 duli) anno domini m!Uo»!mo guinASNtosimo viAssimo ootavo. Domsinis?) prs8snt(ibus?), du». dDsronimo ds-^Zasus, I DanosUario Kabaudis, ^ dobanns sowits tlnmsrs, > Viosoomits Nanrisnus, i DsrtoUino ds Nonts, ! Domits Druasbaobs (?), j magno magistro boapioij, > sx mUitidus ordini», > DIaudio ds Nursssa, j Domino ds Dnvsssv, ! Mools ds DsUotorti, j Domino Laliagnis, ! Vuiiikt. doknnns Dddinsti, j b'raneisoo Ms, ! domino LsUsgards, j 8sbn8tia.no Lovtuor)' (?), j Domino Naroonnao, j Nsasgsistsris bospioi). ! Die beiden Urkunden (a, b; o) sind durch eine dreifache grünseidene Siegclschnur verbunden; das Siegel des Herzogs hangt in einfacher Blcchkapsel. «. Burgrecht zwischen Zürich und Bern, zum Schuhe des evangelischeu Glaubens. Bern. IST«, TS. Juni. 8 ci. Burgrecht der Städte Zürich und Bern mit Basel. Bern. 152!), 3. März. 8 nnscrn gcrichten, frygheiten, rechten, gerechligt'citen lib, Hab, eer und gnot schützen, ^ schirmen und handhaben, onch (b)jetwederer(H) teil des andern teils litt, lib, Hab nnd guot in guoter gewar- same, gehorsame nnd linderthenikeit beheben nnd behalten und einander» zuo allen eeren und nutz fiirdern solle». (3.) Nnd fürneinlich, dieivit der glonb iind seligkcit der selen ein frygc nnvcrdiente («)gnad I nnd gab («) von gott ist und in nieinans gczwang 20 und 2" vermügcn ^bestat'^, söllcnt wir 22 Heid 22 partyen, nämlich ein jede iit irer oberkeit, in suchen des gloubcns und selicher (sich seligfeit handlen und 23 sich 2s haNen, des wir getruwent gegen gott und mit heiliger geschrift zno verantwurten, wider welichs ouch dheiu > teil den andern betrücben noch anfechten, ouch nieinans andern, wer der wäre, der sich darwider zethuönd vermässe, beHolsen'iioch beraten sin noch in einichen weg ze thuond gestatte». (4.) Begegnete aber unser einichem teil von wegen des gloubens oder evangelischer lere (ch von jemans, iver der were hch, etwas begwalti- > gnng, es were, daß man uns 24 under dein schin zwiiiglischer oder lutcrscher leer und sect von gütlichem wort in der gmein oder von den christenlichen schlußreden, in offner christenlicher versamblung insonder(s) 2^ zuo jüngst zuo Bern erhalten und angenomen, mit gwalt zetringcn, iNlscre Hab und güeter2« vorzehalten, j 2? zuo verleggen 2? oder zebeschedigen, 2» oder uns 2» ze überziechen, ze fachen oder in einichen weg ivider recht mit uns zehandlen understüende, es beschechc von ivas nrsach das wolle, so söllent wir 2»l>eidersit2" uiid »ainlich 2c>jetwedercr teil, er werde dcs^ von dem andern teil 3 6. l«) Einschaltung resp. Nachholung: und nit mit frävel (4) noch (4) gewaltiger that davon getriben, noch das göttlich wort der gestalten verdruckt werde. 1?) in dem 18) iüten und verwandten, so wir diser zyt haben oder künftig bekommen möchten. 12) Zusatz: herlicheitcn 20) „och 2l) ^at 22) obgenante 23) uns. 24) Einschiebung: nnscrc liit, nnderthanen nnd angehörigen, die nns (?) obbemetdten dryen (?) stellen gemeinlich oder sonderlich oder mit andern unfern Eidgnossen ze versprechen nnd verwalten stand. 23) zuo fehlt. 2«) Einschaltung: darnmb 2?) zuo (8) verletzen (8). 28) uns oder die unser» obbemeld(t) 2») obgenante partyen ^0) sttwedcre der andern, wir werden joch. 3 o. E) fehlt (4) und (b) jetlicher E) gab und gnad (?) obgenannten vier (S) verleggen. 1 524 gemant oder sunst gwar, uff ^^sin^^ eignen ^ kosten, mit unfern lib und guot einandern schützen, (^)^ schirmen'^(^) und bi dem unfern handhaben^. (5.) ^Uiid als mir dann ouch etlich grafschaften, herschaften und vogtyen mit unfern lieben Eidgnossen gmeinlich und sonderlich zno verwalten haben, uns ouch die selbigen zuo unserm ge- bürenden teil znogehören j und zuo versprechen stand, und aber etlich derselbigen unser gmeinen underthanen und zuogehörigen uß gnaden gottes begirig werent und fnrter werden möchten, das gütlich wort und heilig evangelium luter und rein zuo hören, und ir leben und wesen nach dem selbigen zno richten, und aber von j den vögten und ambtlüten unser lieben Eidgnossen und nnsern nit allein daran verhindert, sonder die priester, so das christen- lich und seuftmüetiklich gepredigen, des lands verjagt, die evangelischen und christenlichen büecher verbotten und die arman (sich underthanen gefangen, gemartert und ^ gestraft, wie bißhar mermaln unbillich beschechen ist; daruf habent wir uns vereint und entschlossen, daß hinfür dhein predicant, der ze predigen ordenlich berüeft ist, in gemelten nnsern gmeinen grafschaften, herschaften und vogtpen, der sin ler und predige, ouch sin leben und wesen mit j gütlicher und biblischer geschrift alts und uüws evangelischen testaments erhalten und verantwurten mag, nit beleidiget, gefangen, gestraft, von siner pfruond vertriben noch des lands verjagt werden sölle. (6.) Deß- glichen ouch dheiner unser gmeinen underthanen, geistlich noch weltlich, ^ so sich in den zwölf sinken unsers uralten waren cristenlichen gloubens, den alle cristen von juget an geleruet haben, nit verschulde und sin fach mit warcm gottes wort verantwurten mag, ouch nit gestraft werde, ob einer glich wol wider lutere meutschen satzungen, von gott nit verbotten, j den usserlichen schin des gloubens belangend, handlete, (7.) Ob ouch etlich geistlich Personen, man oder wib, der enden sich uß bericht des gütlichen ivorts, Iren gewüssiuen ze raten, uß den clöstern thätind, soll inen das, so sy umb ir pfruonden bezalt und in die clöster gebracht Helten, widerumb ^ verfolgen und geben werden, (8,) Weliche ouch unser gmeinen underthanen das evangelium und wort gottes mit merer Hand ir gmeinen kilchgnossen anuemen und sich dem selbigen glichmessig zuo halten willens weren, füllen von niemans mit gwalt und der that one j recht davon gedrungen oder darumb gestraft; Hinwider weliche kilchhörinen mit merer Hand bp den jetzigen brüchen und ceremonien bliben wellen, sollen ouch mit der Hand und getat nit be- gwaltiget noch bezwungen werden^, (9,) ^Witer habent wir uns mit lutereu warten hierin^ ^ vorbehalten und usbedingt, ob sich über kurz oder lange zit durch schikung des allmechtigcu füegcn, daß unser lieb Eidgnossen gmeinlich, oder jedes Ort sonderlich, oder ire und unser zuogewandten des gütlichen worts so vil bericht, also daß sp zuo lins iil dis unser cristenlich burgrecht und > verwantuus zuo kommen ivilleus und sich deßhalb init uns verglichen wurden; diewil wir danil irer und unserer selen heil zuni höchsteil von gott begeren liild bitten, wellen wir uns hicmit setz als dann und dann als setz ertütert und entschlossen haben, daß wir sy in dis unser (ich burger- ^ lich(^) verein willentlich und gern ufuenlen wellen, (1(1.) Ob wir' ouch mit der zit beraten wurden, ander oberkeiten, stell nld comuneil iil dis unser- burgrecht uild verstand zuo ncmcu, ivellen wir uns mit unser ^5 beiden-ss teilen gmeinen verwilgnng^ ouch vorbehalten haben, (11.) Und soll dis ^ unser burgrecht, (6) schirm uild verwantuus (ch hinfür iveren und ^ chreftenklich bestan und von dheiner party nit ufgesagt, ouch ^dheine^ darus gelassen iverden, es sige dann ^der andern party ^ ouch lieb und gefellig, (12.) Darzuo 8 et. 3lh unfern selbs ^) Zusatz: an allen Verzug, getrüivlich und on gefärde. Wh fehlt gänzlich. W) Wir habend uns ouch chch hierinne ch") mit Intern warten. ^) aller W) Einschaltung: (^)anzenemen(^); olich fehlt. ^) künftiklichen (?) ^) dheincnl thcil. W) dhein unser Statt, ^) den andern beiden Stetten. 9o, (°) schirmen: hier hergestellt. E°) Hann christentich burgrecht und ebenso ouch. 1525 soll dis bnrgrccht anfangs von uns jetlichen Burgermeisteru, > (4») Schultheißen, klein(en) und grossen Räten, als für uns selbs und an statt unser ganzen gmeindcn der anderen " statt 4> geordneten ('Z Ratsbotschaften (44) zuo gott geschworen 2>ind" mit dem cid bestetigct und bechreftigct und allweg nach vcrschinnng fünf jaren widernmb ernüwcrt, diser bnrgrcchtsbrief j offcnlich verlesen und die eidspflicht, ivie jctz anfangs bcschcchen, nfgenomen werden, nämlich was dise burgerschaft bindet oder binden mag, ufrecht und redlich zuo halten und dem gnuog ze thnond ungfarlich. (13.) Sunst sollcnt die pündt, wie die hievor zwüschent uns ^nnd den beiden j Stetten^ und andern unfern (Z lieben l'ch Eidgnossen^ begriffen sind, in allen puncten und artigklcn bi iren chreften bliben und gehalten werden. (14.) Und hat hieb! unser (etlicher teil in disem burgrechten vorbehalten und us- gedingt die Pflicht, damit wir der keiscrlichcn Majestät und ^ dem heiligen Römschcn Rich, als von des Richs ivegen, "auch^ das burgrecht, damit wir 4»mit45 der statt Costcnz und die statt Eostenz uns verwandt und zuogcthan sind4«. (15.) Sunst '-aber2 soll sich dis burgrccht strekcn und gehalten werden wider allermenklich, wie vorstat, gar nie- j mans usgenomcn noch Hindan gesetzt, geferd und arglist harin ganz vermitten. 4?Diß44 alles zuo chreftiger bestendigkeit habeut wir 4S obgemclte bcid stett Zürich und Berits unser jede ir 2 ^meinen 2 statt merers insigel an diser briefen 4«zwcn42 glich lutende henken lassen, s 50dsx st„d »ff Donstag, was der fünf und zwenzigist tag Brachmonats der jaren (sio) »ach der gebnrt Christi Jesu, uuscrs einigen Heilands, gezalt fünfzehenhundert zwenzig und achte 5°. Es liegen beide Originalpergamcnte entsiegelt und mehrfach zerschnitten vor. Unsere Abschrift ist »ach dem in der Zürcher Canzlei gefertigten Exemplar genommen. Das in Bern geschriebene hat, bei gleicher Breite des Pergaments, 48 Zeilen (das Zürcherische nur 36) und weicht auch in der Schreibmeise bedeutend ab. Abdrücke geben Bullinger's Reformationsgeschichte II. 8—13, und Keßlcr's Sabbata, eck. Götzinger II. 148—154 (in 8 a eingeschlossen und nicht vollständig gleichlautend). 8ä. ») Stetten. 42) den (45)dryen (r. vier) Stetten obgemeldt(45). Zusatz: von Stett und Länder». 44) darzuo (4«) Zürich »ud Bern. 45) hjcuorich). 4«) Zusatz: vorbehalten, doch dem göttlichen wart in allweg ane nachtheil. 4?) (^.) Und des. 48) obbcmeldt (^)von Zürich, von Bern und von Basel (4^). 4») dry (r. vier) 50) Beschechen und dise bricf geben zuo (48) Bern uff den dritten tag Merzens nach der geburt Christi Jesu, unsers einigen Heilands, gezalt fünfzechen hundert zwenzig und nun jare.(48) 8ck ist dreifach vorhanden. Alle Exemplare stammen aus der Berner Canzlei. 8«. (U) Einschaltung: und ("> Ratsbotten l'Z Einschaltung: anderen; abgemeldet sehlt. l>°) Einschaltung: Wir beid Stett. (") von Zürich. Bern, Basel und Schasshusen. (4») Baden in Ergöw Fritag des fiinfzehenden tag Octobris »ach der geburt Ehristi gezalt fünfzehenhundert zwenzig und nün jar. Alle vier Exemplare von 8 0 sind von der gleichen Hand in Zürich geschrieben. 1526 8 n. Burgrecht zwischklll Zürich und Bern einerseits und der Stadt St. Gallen anderseits. Zürich. RSS8, S. November. 8 t>. Burgrecht der Städte Zürich und Bern mit Biel. Bern- 1529, 28. Januar. 8 c. Burgrecht der Städte Zürich und Bern mit Mühlhausen. Zürich. 1529, 17. Februar. Staatsarchiv Lnccr». WIR die Bürgermeister und Schultheißen, klein und groß Nät, all bürgere und ganz gmemden der stell Zürich und Bern an einem, und wir der ^Bürgermeister^, die Nät und Burgere gmeinlich der statt zuo lZ^Sant Gallen 2 (!) am anderen teil, thuond kunt mit j disem brief: Als dann zwüschent uns den beiden stetten Zürich und Bern vergangner ziten, gott dem allmechtigen zuo lob, ouch Pflanzung und handhab sind gütlichen worts, ein sonderer versprnch und burgrecht ufgericht ist, von wort zno wort also lutende: (folgt der ganze Text von 8), Uff sölichs habent uns die vcrmclten beid itctt die (2) ^ fürsichtigen (^)ersaiiien j und wysen(2) i Bürgermeister' und Rat der statt l?) 2 Saut Gallen 2 (!), unser lieb Eidgnossen!, zum höchsten ansnochen und bitte» lassen, diewyl sy dein gütlichen wort, sovil ineii got gnad verlichen, hold und anhengig weren und darumb gegen desselben widerwertigen in Widerwillen und gefar stau s mneßten, wir (!) wellen (!) sy in chrast des artigkels in (dein) (5) obgeschribnen (b) burgrechtsbrief begriffen^), in unser burgrecht, schütz und versprnch annemen, welichs ivir beid stett gethan, ouch wir von (!)2Sant Gallen2(!) Ire Mitbürger worden sind, nämlich alles das zehalten und zuo volziechen, I das in (hierin) verlyptem burgrechtsbrief gcschribcn (?) und ^ begriffen ^ (?) stat, sovil uns das setz oder in künftig zit berüert und berüeren mag, aller maß wie die beid stett deßhalb burgrechts wys zuosaminen verbnnden sind, also sollen wir gegen inen sambt und sonders, ouch wir von s den beiden stellen gegen unfern lieben Eidgnossen von (^)>Sant Gallen!(() Haft uiid verbnnden sin nngfarlich. Wir haben uns ouch zno allen teilen in disem burgrechten vorbehalteil und usbedingt die Pflicht, damit ivir oder unser jede statt der teiserlicheu Maiestat und dem hei- j ligen Römischen Nich als von des Nichs wegen verpuuden, ouch die pündt, wie die hievor zwüscheiit uns den drygcn stetten und andern unsern liebeii Eidgnossen begriffen sind. Dann unser will und gmüet ist, daß die bi iren chreften bliben und gehalten werden söllen.6 Sunst soll sich dis burgrecht streben und (?) ouch (?) gehalten würden uff allermenklich, wie darin luter begriffen ist, gar niemand « 8 l>. >) Meyer 2) Biel 2) Einschaltung: frommen ') Zusotz: und nachpurcn 2) vergriffen. 2) Einschaltung: Deßglichen wir von Bern behalten uns luter und insonders vor die pünd, so zwüschen uns und gemeldten unsern lieben Eidgnossen von Biel ufgericht und loblich harbracht sind, ouch alle gcrechtigkeit, so wir, die von Bern, au den orten habe», wie dann sölichs alles von alterhar komeu und in pünden, ouch andern vertrügen und verkomnussen vergriffen und gemeldet ist, es sie des reisen oder anderer fachen halb. 8 o. (>) Mülhuseu E) Eingeschoben: frommen E) wisen (Z weltind (^) obgeschribnem. E) Zusatz: und geschriben stat. fehlt. 1527 usgenomen noch Hindan gesetzt, gsärd und arglist ganz vermitten. Diß alles zuo chreftiger beständigkeit habent wir obgemelte von Zürich, von Bern j und von (HSant Gullens) unser (^)ein(^) jede irer statt merer(s) insiget an discr briefen dryg glich lntcnde henken lassen. ^Jst beschechen^ und dise brief geben ^)zuo(^) ^Zürichn „st »den (°)dritten tag Novembris der jarcn »ach der gebnrt Christi Jesu, nnscrs einigen Heilands, gezelt tnsent fünf- j hundert zwenzig und acht jar.^ Es liegen alle drei Exemplare entsiegelt und zerschnitten vor. Sie stammen ans der Zürcher Canzlei, sogar ans der gleichen Feder, sind aber in Format und Zeilenabtheilung verschieden. 81>. Beschechen Bern Z Donstag den acht und zwenzigsten tag des manots Jenner nach der Menschwerdung Christi Jesu, unsers Heilairds, gezalt fnnfzehenhnndert zweinzig und nun jar. Von diesem Vertrag sind zwei Originalien erhalten, die in der Berner Canzlei, aber von ungleichen Händen gefertigt wurden. Das Bieler fehlt, indem es nicht nach Lncern gebracht werden mußte. 8 o. («) Vorsatz - Und (») sil> enzehenden tag February nach der gebart Christi Jesu, unsers einigen Heilands gezalt fiinfzehenhundert zwenzig und nun jar. Hier gilt in vollen: Umfang die Bemerkung zu 8 a. - mll'lctsc a mmlnna der älter« Eidgenössischen Abschiede. Anhang und Register zu Band IV, Abtheilung 1 a. (1521-1528). Brugg. Druck von Fisch, Wild und Comp. 1874. Anhang. 182 I. Fürstentafel zu diesem Bande. I. Päpste. Leo X. 1513 — 1521, 1. December. Hadrian VI. 1522, 9. Januar — 1523, 14. September. Klemens VII. 1523, 13. November — 1534. S. Römische Könige und Kaiser. Karl V. 1519—1556. Statthalter: Ferdinand I. 1522, April — 1531. Ä. Könige. Aragon ien und Castilien: Karl I. 1532 Pfalz, Pfalzgrafen: Ludwigs 1508 — 1544. Salioycn, Herzoge: Karl III. 1504 — 1553. Türkei, Sultane: Suleiman I. 1520 — 1566. Urbino, Herzoge: Lorenz» lde Medici). 1516 — 1522. Franz Maria (della Rovers). 1522 — 1538. Venedig, Dogen: Leonardo Loredano. 1501 — 1521. Antonio Grimani. 1521 — 1523, 7. Juli. Andrea Gritti. 1523, Juli — 1539. Würtcmlicrg, Herzoge: Ulrich. 1438— 1550. Karl V. (Kaiser). 1520, 6. Februar — 1522, Ende März. Ferdinand von Oesterreich. 1522, April — 1534. S. Bischöfe. Von Basel: Christoph, von Utenheim. 1502 — 1527 (Januar). Philipp, von Gundelsheim. 1527, 28. Febr. — 1553, 3. Oktober. Von Chur: Paulus Ziegler. 1503 — 1541. Von Constanz: Hugo, von Hohen-Landenberg. 1496 — 1532. Von Genf: Johann Franz, von Sävoyen. 1513 — 1522, 8. Juni. Pierre IV., de la Beaume. 1523, 12. April — 1544. Von Lausanne: Sebastian, von Montfancon. 1517 — 1560. Von Sitten: Matthäus Schuiner. 1499 — 1522, 30. September. Philipp II., am Hengart (de Platea). 1522, 20. Oktober — 1529. II. Verzeichnis der Boten der Eidgenossen und Zugewandten auf de» in diesem Bande enthaltenen Tag- scchnngen, Conferenzen :c. (Auch die Botschaften an Auswärtige sind hier verzeichnet). Zürich. Berger, Johannes. S. IL. 17. 32. 73. 83. 110. 128. 171. 175. 173. 212. 222. 231. 241. 311. 531. 533. 538. 704. Binder, Johannes. 1213. 1334. 1380. Bleuler, Hans. 464. 701. 830. 833. 836. 306. 308. 1081. 1085. 1120. 1153. 1225. I226(ch. 1277. 1282. 1310(2). 1333. 1343. 1411. 1417. 1413. Brunner, Niklans. 832. Effinger, Beat(?). 363. Effinger, Hans. 770. 813. 816. 851. Engelhard, (Heinrich?). 222. (241). Escher, Hans. 1277. 1282. 1231. 1311. 1328. 1345(2). 1343. 1350. 1352. 1356. 1367. 1368. 1412(2). 1460. 1462. Escher, Konrad. 444. 472. 486. 435. 517. 518(2). 531. 533. 538. 587(2). 613. 624. 666. 683. 634. 637.638.813. 816. 1085. Frei, Jacob. 503. 1310. 1382. 1406. 1117. 1413. >441. Funk, Ulrich. '851. 852. 1405. Trebel, Felix. 16. 25. 32. 73. 83. 110. 144. 159. 175. 179. Trebel, Jacob. 5. 12. 25. 32. 73 83. >20. 121. 128. 145. 171. >75. 179. 187. 193. 222. 241. 243. 253. 300. 312. 320. 323(2). 392. 412. 465. 467. 472. 486. 435. 533. 704. 705(2). Hager, Hans. 666. Holzhalb, Jacob. 12. 101. 110. 128. 153. 622. Jäckli, Hans. 372. 1100. 1178. 1180. 1133. 1233. 1336. 1405. 1458. Kaiubli, Hans. 363. 647. Kambli, Ulrich. 861. (1352?). (1380). 1460. Knosen, Jos von. 369. 383. 444. 466. 673. 832. 1308. 1321 (2). Lavater, Hans Rudolf. 501. Luchsinger, Konrad. 466. Mangolt, 11r. Wolfgang. I?25. 1226(2). 1227(»). 133S. 1352. 1353. 1372. 1380. 1388. Meyer, Peter. 701. 1187. 1183. 1417. 1419. 1441. 1458. 1453. Meyer, Thomas. 517. Ochsner, K. 145. Röist, Diethelm. 501. 533. 538. 587. 613. 624. 813. 816. 838. 851. 880. 886. 1071. 1085. 1083. 1213. 1225. 1226(S). 1227(2). 1282. 1308. 1321(2). 1333. 1407. 1411. 1423. 1465. Röist, Marx. 25. 32. 51(2). 73, gg. zw. 175. 173. 198. 213. Rordorf, Othmar. 222. (241). Rttbli, Heinrich. 352. 363. 434. 438. 439. 450.451(2). 4115. 467. 486. 431. 495. 641. 638. 770.^343. Schmid, (Felix). 5. 12. 128. 159. 236. 241. 246. 247. 243. 253. 261. 300. Schönenberger, Hans. 369. Schulthest, Eornel. 144. 241. 464. 486. 435. 675. Schweizer, Johannes. 1213. 1323. 1324. 1385. 1480. Sehstab, Nikiaus. 363. 466. 503. 533. 587. 641. 665. 638. 758. 1071. 1085. 1083. 1187. 1189. 1352. 1460. Span, Heinrich. 363. 466. 861. Stoll, Rudolf. 661. 1352. 1460. 1475. 1476. 1480 (2). Thumisen, Rudolf. 517. 518(2). «47. 75g. ggg, gR>, ggg. 836. 306. 908. 1085. 1116. 1113. 1120(2). 118». 1193. 1213. 1282. 1231. 1311. 1328. 1334. 1333. 1352. 1356. 1372. 1380. 1388. 1407. 1411. >412(2). 1423. 1426. 1455. 1460. 1465. Ustri, HanS. 369. 1534 Walder, Heinrich, 236, 241, 2Kl, 293, 312, 320, 369, 392, 412. 1334, Wegmann, Johannes. 369, 517(2). 513, 1282(2), 1314, 1417, 1419. Werdmüller, Heinrich, 517, 518. 813, 816, Werdmüller, Jacob. 171, 432, 851, 942. 1031, 1036, I08I, 1244. 1299, 1349, 1426, 1475, 1476, 1480(2). Wirz, Burkhard (als Schreiber). 1352. 1460.' Wyß, (Matthias). 5. 25, l59. 1334. Bern. Armbrnster, Bernhard, 220, Baumgartner, Rudolf. 12, 83. Banmgartuer, Urban. 1060, 1144, Bischof, Haus. 971, 1113, 1153, 1167, 1 178. 118». 1193. 1213. 1277. I280(2> 1281. 1291, 1325. 1337. 1346. 1465. Btttschelbach, Antou. 220. 806, 865, 866, 943. 959, 962. 971, 974. 984. 993, 996, 999, 1006. 1037. 1060, 1093. 1095. 1103, 1109, 1110. 1133. 1134, 1215, 1296. Dierbach, Ludwig vom 848. 853, Meßbach, Rudolf von, 794, Meßbach, Sebastian von, 58, 59. 83, 89, 90, 97, 101. 102. 128. 162. 253. 261, 311, 355, 360. 371, 383. 389. 392, 470. 486. 569. 595. 761. 786. 802. 806, 865, 866. 942, 974, 979, 992. 1022, 1026. 1031, 104». 1084. 1277, 1283. 1296, 1325. Meßbach, Wilhelm von. 1109, III». 1226. 1266, 1386, 1474, Erlach, Anton von. 806, 848, 853. Erlach, Diebold von. 52, 1061, 1217. 1325. Erlach, Haus von, 36. 65. 106. 145, (1387), 1401, 1465. Erlach, Haus Rudolf von, 1215, Erlach, Ludwig von, 5, 12. Fischer, Crispinns. 1432. Gesteli, bl, 1300. Grasseuried, Niklaus von, 951. 971, 979. 983, 1061, 1190, 1311, 1325, 1339, 1387, 1430(2). Hag, Peter im, 504, 646. 666. 793(2), 971. 979. 1004. 1006, 1041, 1060. 1092. 1093. 1095, 1217. 1339. 1345, Haller, Sulpitius, 1465, Hetzel, Hans Rudolf, 1029. 1133. 1134. 1190. Huber, Hans, 1386, 1387. Hübschi, Lienhard. 88. (97), 319, 748, 983, 1144 1378. 1401, 1475, Ibach, Bartholomäus. 417. 971. 1071. 1085. Jsenschmid, Hans. 17. 28. 7». 80. 89, 90. 97. 101, 110. 128. 137, 182. 184, 187. 193. 199. 201. Manuel, Niklaus, 1309. 1334. 1357. 1372. 1380. 1381. 1382. 1465. 1475, 1482, May, Bartholomäus, 25, 205, 220, 317. 479, 959, 974, 979, Mülinen, Caspar von, 25, 32. 162. 179. 205. 231. 236. 238. 241. 246. 257. 290, 293. 310. 317, 320. 346, 412. 416. 432, 569, 640, 641(2), ß4t>, ggg. g?5. 779. 776. 777, 781, 782. 787. ?96. (805). 809(2), 89», ggg, 895. 896. 908. 909(2), 910(2). 911. 913. 920. 991. 996, 1000, 1012, 1014, 1031, 1032, 1033(2). 1296(2), 1465. Nägeli, (Hans) Rudolf, 5. 12, 73, 103, 115, 116. 122, 124, 129. 130(2). 145. 159, 162. 958. 971. 1191. Noll. Anton, 360, 392, 666. 770. 971. 1217. 1388, 1407. 1430, 1458. 1460, Räber, Heini, 1060, Schleif, Henz. 979, 1015, 1018. 1037. Schütz, Benedict, 1004. 1465. Selsach, 14, 971, Sibold, K, 1300, Sigwart, Albrccht, 1401, Spillmann, Anton. 1. 17. 28, 120, 417, Stein, Albrecht vom, 59. 61. Stein, Sebastian vom, 187, 193. 212, 220. 249, 253, 261. 320. 389. 434. 444, 453, 455, 457, 458, 459, 472- 486, 491, 504, 515, 538, 555, 571, 581, 587(2). 592, 602, 613, 624. 661, 663, 735 855. 876. 878, 880, 1032, (1040), 1085, 1088, Stürler, Hans. 786. 848. 849, 853, Stürler, Peter. 120, 175, 179, 319. 486, 495. 515, 673. 689. 749. 772. 781, 802, 819, 820, 865, 971. 101S- 1018. 1029. 1041. 1084, II9I, 130», 1407, Thormann, Hans. 167. Thormann, Peter. 80. 646. 793, 865, >061. Tillmaun, Bernhard. 688, 892, 908, 909, 910(2), 911. 971, 1022, 1026. 1031. 1037. 1040. 1041. 1061. 1068(2), 112», 1215, 1301, 1309, 1333, 1372. 1380. 1401. 1465. Tribolet, Jacob, 947. 992, 1401. Tübi, Konrad, 979. 1084, Vogt, Kourad, 70, 110. 184. 205, Wagner, Jacob. 1288. 1323, 1328. 1336. 1379. 1386. 1387. Wattenwyl, Jacob von, 971, 980(2). 1336. Weingarten, Hans von, 106, 162, Weingarten, Wolfgang von, 1215. 1277, (1296?), Weißhahn, Wilhelm, 848. Werd, Peter von. 781. 848. 971. 1102. 1291, 1339. 1379. 1401. Willadiug, Konrad, 48. 66. 88. 137. 167. 170. 171. 174- 220. 330. 418. 440. 479. 699. 748. 806. 828. 838. 960. (971?). 980, 982. 983. 988. 1100, 1116. 1378. Willading, Lienhard, 794, 863. 940. 1037. 1084. 1191- (1300?). (1336?). 1401. 1430. 1475. Zieli, Wilhelm. 1325. 1336. 1430(2). Zülli, Andreas. 1217. 1535 Lucern. Bili, Altton, 17, 59, KI. Egli, Heinrich, 48k, 495, 504. 564. 666. 672. 704. 793. Feer, Jacob. 5. 12. 25. 32. 73. 83. 124. 171. 175. 179. 213. 231. 246. 249. 253. 257. 472. 486. 504. 538. 587. 595. 602. 613. 624. 661. 673. 689. 761. 772. 803. 855. 876. 890. 962. 984. 988. 1053. 1071, 1085. 1089. 1102. 1311. 1328. (1343?). 1475. 1478. Fleckenstein, Heinrich, 171. 222, 943. 997 (2), ,,29. 1158. IIK3. 1328. Glestig, Hans. 412, 418, Golder, Hans, 1116. 1120. 1180. 1193. 1388. 1465. Gössi, Hans. 17. 110. 129. 236. 355. 360. 389. 392, 418. 595. Haas, Hans. 418, 432, 675. Hertenstein, Jacob von, 17. 110. 231. 236. 241. 383. 389. 412. 418. 569. 595. 761. 962. 974. Hnber, Johannes (als Schreiber). 455. 538. 542. 555. 602. 613. 624. 6kl. 855. 1053. 1071. 1085. 1102. Hug, Hans. 25. 261. 293. 311. 317- 383, 389, 390. 392. 407. 444, 453, 455, 472. 544. 569. 595. 793. 794. 838. 890. 911. 912. 951. 960. 962. 999. 1000. 1031. 1048. 1290. >298. 1311. 1328. 1372. 1475. 1478. 1481. Hünenberg, Rndols von. 980. (982?), 988. Meggen, Niklans von, 412. 466. 704. 706. 793. 794. 942. Meggen, Werner von. 12. 212. 231. 329(2). 434, 1153, 1328. Metienwyl, Moriz. 110». Ort, Jacob, am. 17. 36». 389. 392. 538. 569. 974. 1153. 1220. 1311. 1328. Tanimann, Peter. 17. 32. 355. 360. 383. 389. 392. 412. 595. 937. 962. 974, 1153- 1311, Welti, Hans Ulrich, 641. Znkäs, Hans. 16. Znkäs, Peter. 128. 231. 236. 352. 355. 360. 383. 389. 392. 412. 495. 569. 681. I3II. llri. Beroldingen, Josua von. 5. 25. 159. 193. 293. 472. Blättli (Blättler), Jos. 32. 294. 36». 392. 661. 772. 89». 943. 951. 962. 974. 1120. 1153. 1346. Dietli, Hans. 17, 145, 193. 418. 538. 613. 761. 809. 1022. Gisler, Melchior. 329(2). Jauch, (Hans). 675. Jmhof, Ulrich, 432. Muhen», Nillans. 17, 486. 495. 673. 689. 838, 984. 993. 999. 1031. 1116. Oechsli, 5l. 12. 129. 175. 179. Pro, Jacob de (a). 942. Püntiner, Heinrich. 997. 1100. Regel, Martin. 320. Scherer, Heinrich. 246. 249. 253. 261. Troger, Jacob. 5. 145. 212. 231. 236. 241. 320. 324. 355. 360. 383. 389. 392. 412. 444. 569. 581. 749. 879. 880. Türler, Ulrich. 16. 25. 32. 73. 83. 110. 434. 595. 624. 1180. 1193. 1311. 1328. 1372. 1388. 1465. bl. Seckelmeister. 187. Schwyz. Amberg, Joseph. 249. 329(2). 352. 993. 999. 1026. 1027. 1031. 1100. 1352(2). 1355. 1461(2). 1462. 1475. 1478(2). An der Matt (in der Matt), Martin. 110, 145. 212. 320. 472. 486. 495. 538. 587. 613. 624. 860. 883. 884. 943. 1071. 1088. 1089. 1103. 1128. Aufdermaur, Ulrich. 1372. 1388. Fügli, (Matthias?). 838. 1333. Gupfcr, Ulrich. 1098. 1099. 1333. Hämmer (?), «. 1333. Kerngerter, Paul. 73. 179. (675). 1071. Kriens, Martin von. 1108. 1128. 1460. 1462. Lilli (Lülli), Heinrich. 83. 124, 145. 159. 227. 254, 261. 704. Merz, Hans. 666. 704. Merz, Heinrich. >75. 213. Reding, Heinrich. 5. 12. 383. 569. 581. 595. 689. 749. 772. 809. 962. 975. 1098. 1099(2). mg, ,,20. II2I. 1158. 1180. 1352. 1358. 1460(2). Z4U2. Rüti, Jacob, an der. 432. 666. 984. Rychmuth, Gilg. 16. 25. 294. 320. 355. 360. 389. 392, 412, 418. 434. 444. 472. 486. 491. 495. 538. >569. 571. 581. 595. 661. 673. 761. 890. 894, 951. 960. 980. 988. 1022. 1153, 1 154, 1180. 1193. 1460. 1461(2). 1462. 1463(2). Stalder, Caspar. 1346. Stapfer, Balthasar (als Schreiber). 1460. 1462. Ulrich, Jacob. 17. Zäch, N) 942. Zbächi, Martin. 32. 129. 171. 1311. 1328. 1465. Zeberg, Paul. 236. 241. 246. «. (Kerngerter?), Pannermeister. 193. Unterwalden. Adacker, Anton, Nidivalden. 838. AmNrnnnen (ZumBrunnen), Heinrich, Obivalden. 666, 1372. 1388. 1465. Bnrrach, Halls, Nidwalden, 993. 999. 1006. Fruonz, Arnold, Obivalden. 25. 32. 129. >45. >71. 175. 179. 246. 249. 254. 261. 320. 355. 360. 434, 444. 538. 613. 624. 661. 1022. 1031. 1032. Fruonz, Hans(?), Obivalden. 803. 1536 Fruonz, Heinrich (?), Obwalden. 159. Halter, Niklaus, Obwalden. 212. 249. 383. 389. 392. 412. 418. 432. (486). 496. 569. 581. 675. 749. 761. 772. 809. 890. 951. 962. 975. 984. 1100. 1118. 1307. Hauser, Anton, (Obwalden?). 1193. Heinzli, dl., Obwalden. 17. Kretz, Hans, Nidwalden. 16. 25. 32. Lussi, Hans, Nidwalden. 6. !2. 145. 360. 472. 486. 495. 749. 761. Matt, Heinrich von, Nidwalden. 666. 673. 943. Pünti, 77., Nidwalden. 942. >120. Stulz (Stolz), Bartholomäus, Nidwalden. 73. 83. 159. 241. Winkelried, Arnold, Nidwalden. 383. Winkelried, 77., Nidwalden. 187. 193. Wirz, Niklaus, Nidwalden (?). 1311. Wirz, Peter, Obwalden. 1. 2. 6. 236. 241. 1308. Zelger, Marquard, Nidwalden. 17. 110. 320. 329(2), 389. 392. 412. 418. 962. 975. ZnmBnel, Hans, Nidwalden. 294. Zumstein (Amstein?), Hans, Obwalden. 73. 83. II» 689. 1116. 1153. 1311. 1328. 77 . 77. Landschreiber, Obwalden. 12. 77 . 77. Seckelmeister von Obwalden. 187. 193. 495. Amz, Rnodi, von Baar. 1414. Bochmann, Konrad. 12. 32. 360. 472. 486. 666. 96». 980. 988. 993. 1022. 112». 1193. 1311. 1388. 1426. 1439. 1465. Jörg, Hans. 212. Jten, 77. 581. 761. Müller, Hans. 241. 383. 432. Nnßbanmer, Konrad. 355. 689. Oelegger, Heinrich. 145. 171. 444. Schell, Caspar. 17. 294. 666. 89». 951. 962. Schönbrunner, Heinrich. 171. 236. 389. 412. 613. 838. Stadlin, Hans. 329(2). Staub, Ulrich. 389. Steinmann, 77. 1414. Stocker, Hieronymus. 17. 145. 179. 222. 317. 32». 495. 538. 57». 613. 624. Stocker, Thomas. 434. 438. 45». 451. 749. 772. 8V9. 943. Toß, Oswald. 1118. 1153. 118». 1372. 1465. Trinkler, Hans. II». Wittwer (ZerWittwen), Heinrich. 290. 433. Zehnder, Hans. 73. 246. 418. Zhag, Götschi. 25. 32. 73. 175. 254. 392. 495. 569. 661. 673. 942. 999. 1031. 110». 1116. 1475. 1478. Zigerli, Heinrich. 6. 25. 83. 110. 187. 261. 675. 984. 1328. 1414. GlaruS. Aebli, Hans. I03I. 1116. 112». 1328. 1343. Bussi, Dionys. 1158. 1328. 1341. Dolder, Fridolin, Näfels. 32. 666. 1158. 1311. 1328. 1341. Gallati, (Fridolin?). 17. Hässi, Heinrich. 595. 673. 674. 1V98. 1099. Heer, Bernhard. 1180. 1193. Landolt, Hans. 704. 879(2). 1098. 1»99. Luchsinger, Rudolf. 472. 486. 495. 613. 624. 666. 672. Mad, Marx. 110. 129. 145. 175. 236. 329(2). 434. 444. 538. 689. 750. 761. 771. 772. 838. 839. 890. 943. 962. 975. 985. Schießer, Bernhard. 73. 83. 222. 352. 355. 36». 432. 942. II»». 1298. Schindler, Konrad, Mollis. 1328. Schuler, Fridolin. 241. Schuler, Niklaus. 1328, 1341. Schüler, dl. 675. 1335. Tschudi, Jost. 6. 12. 212. 246. 249. 254. 261. 294. 389. 392. 418. 432. 569. 581. 809. 993. Tschudi, Ludwig. 704. Tschudi, dl. (Landschreiber). 25. 32. Vogel, dl. 11 »8. 1333. Wichser, Hans. 1341. Zay, Fridolin. 1333. dl. Seckelmeister. 32». Basel. AmRein, Heinrich. 879. Bär, Franz. 294. 666. 1093. Bischof, Andreas. 495. 787. 809. 1277. 1357. 1407. Brand, Theodor (Joder). 569. 1037. 1085. 109». 1109. 1291. Brattler, Hans. 1075. Brunn, Urban vom. 150. 179. 355. 392. 418. 666. 809. 89». 911. 943. 951. 962. David, Konrad. 1178. Dichtler, Anton. 12. 70. 73. 101. 1U2. Falkner, Ulrich. 17. 28. 43. Fischer, Paulus. 673. Gallician, Hans. 12. >7. 28. 43. 59. Gerster, Hans. 187. Götz, Jacob. 392. 581. 1167. Graf, Hanl». II». 129. 432. 661. 761. 766. 942. 110». Harnischer, Matthias (?). 171. Harnischer, Wolfgang. 241. 261. 688. 1037. 1075. 1172. 1177. 1178. Heidli (Heidelin), Marx- 975. 1031. 1062. Hermlin, Heinrich, zum. 772. 993. 999. Holzach, (Eucharius?). 25. 1537 Hütschi, Wolsgang, gSS, 1139. 1153. 1180. 1277. 1328. 1388. Koch, Caspar. 25. 32. 61. 73. 83. 101. 102. 124. 175. 187. 223. 246. 274(2). ggg. 371. 375. 444. 531. 534. 538. 542. 613. 624. 681. 750. 796. 799. Meltinger, Heinrich. 28. 80. 145. 150. 249. 254. 288. 371. 375. 434. 436. 613. 624. 664. 681. 688. 689. 838. 876. 878. 943. 1193. 1407. Meyer, Adelbert. 274. 531. 534. 538. 542. 890. 911. 951. 962. 985. 1010. 1022. 1075. 1085. 1090. 1091.1103. 1172. 1177. 1291. 1372. 1423. 1446. 1465. Meyer, Jacob. 6. 80. 83. 261. 288. 320. 383. 390. 407. 738. 1075. 1076. Oberriet, Hans. 32. 35. 24 >. 681. Oeder, Wolfgang. 1266. 1311. 1423. 1446. 1465. Ossenburg, Egolf. 1339. Roth, Jacob. 6. Ryhiner, Heinrich. 521. 522. 551. 600(2). gltl. 738. 1075. II72. II77. Schaller, Caspar. 580. 613. Trnttmann, (Hans?). 159. Zeigler, Lur. 681. 1075. 1076. Zürcher, Ludwig. 159. 261. 472. 486. Freiburg. Ammann, Hans. 205. 216. 223. 346. 355. 371. 392. Arsent, Peter. 794. 854. 855. 859. 863. 958. Brandeck (?), bl. 641. Brandenburger (ai. Brandenburg), Lorenz. 193. 486. 495. 504. 523. 544. 569. 581. 587. 666. 761. 794. 808. 809. 820. 865. 866. 962. 971. 975. 985. 1031. 1037. 1069. 1079. 1085. 1093. 1102. 1103. 1134. 1136. 1137. 1325. 1327. 1371. 1372. 1420. 1430. Bürger, Hans. 1222. 1420. 1430. Chesaur (Zeso), Wilhelm. 1010(2). 1015, ,g84. 1092. Dick, Peler. 1327. ^'»dlisperg (Cnglisperg?c.), Dietrich von. 1. 17. 38. 43. 59. 178. 276. 278. 480. 612. 786. 795(2). Mg. 808. 809. 820. 827. 865. 890. 970. 979. II33. (Falk, Peter). 805. Fryburger, Jacob. 808. 865. 971. 1133. >446. Gadion, s. Ammann. Garmiswyl, Bernhard. 971. Gech, Hans. 1465. Gruyere, Jacob. 6. 12. 17. 28. 31. 43. 73. 83. 120. 145. 150. 162. Gngleuberg (Gugclberg), HanS. 70. 150. 162. 444. 453. 472. 774. 820. 890. 951. 993. 1006. 1010. 1015. 1082. 1084. 1092. 1116. 1120. 1192. 1222. 1296. 1305. 1307. 1325. 1327. Hans, Ludwig. 808. Heid, Walter. 808. 1307. Helbling, Jacob. 1. 6. 12. Krnmmenstoll, Anton. 1. 368. 641. 940. 992. 1325. 1378. Kruinmenstoll, Hans. 89. 240. 285. 305. 312. 320. 336. 389. 417. 479. 747. 808. 981. 1327. Künzis, Hans.' 947. Lanper, Hans. 1134. 1191. 1192. Lenzburger, Hans. 1134. Löwenstein, Rudolf. 809. 1084. 1092. 1204. 1218. 1277. 1311. 1328. 1346. 1420. 1430. 1465. Martin, Fridolin. 231. Merz, Konrad. 612. 971. 1178. 1357. 1388. Papyrer, Jacob. 809. Pavillard, Anton. 809. 940. 1100. 1296. 1325. Perroman, Humbert von. 25. 32. 137. 159. 223. 29«. 432. 479. 675. 937. 971. Perroma», Petermann von. 673. 793. Praderwau, Hans. 1. 231. 236. 689. 1109. Reif, Hans. 1296. 1305. 1325. Reif, Niklaus. 504. 971. Rogiuits?), K. 808. Ryf (Reif?), Niklaus. 1114. Schnewli, Ulrich. 25. 32. 61. 70. 80. 124. 175. 179. 184. 199. 360. 371. 383. 412. 418. 430. 434. 453. 470. 531. 538. 602. 613. 648. 661. 750. 772. 796. 809. ' 828. 888. 942. 943. 983. 999. 1006. 1010. 1022. 1026. 1053. II II. 1153. 1339. 1407. Schnewli, R. (97). 808. 809. 971 (2). Schweizer, Wilhelm. 182. 184. 291. 747. 786. 795(2). Mg. 809. 82«. 827. 865. 866. 937. 970. 981. 992. 1010(2). 1048. 1082. 1084. 1092. 1137. 1190. 1222. 1305. 1307. 1325. 1327. 1336. 1371. Seiler, Jacob. 1010(2). >222. Stäubi, Peter. 1307. Studer, Hans j. 971. Techtermaun, Jacob. 66. 83. 110. 129. 137. 159. 167. I7>. >87. 193. 199. 212. 215. 241. 246. 249. 254. 261. 282. 285. 294. 320. 336. 780. 979. 983. Techtermaun, Ulman. 595. 624. 735. 808. 8u9. Tossis, Peter. 971. 1193. 1307. Villing. K. (327. 'Vögeli, Hans.' 1296. 1305. Vögeli, Jacob. 417. 612. Vögeli, Niklaus. 793. 971. 1116. 1167. 1!80. 1307. (1327?) 1423. Welliard, Niklaus. 865. 1307. Wer«, Caspar. 808. Werli, Jacob. 1010. Wicht, Jacob. 1420. 1430. Wippingeu, Jacob vom 699. 1083. K. (Zimmermann? Krnmmenstoll?), Stadtschreiber. 231.305. 193 1538 Svlothnrn. Byß. Christoph. 971. Doben(Dobi),Hans. 971. 1103. I114.1115. 1120. 1193.1443. Gisiker, Burkhart. 341. Glich, Konrad. 432. 495. 688. 971. Hachenberg, Hans (von). 793. 1075. 1172. ' (Hebolt, Niklans). 805. Hebolt, Peter. 25. 32. 129. 145. 171. 179. 187. 216. 220. 269. 320. 453. 472. 486. 523. 555. 569. 581. 595. 600. 602. 613. 624. 625. 646. 761. 766. 772. 793. 855. 890. 906. 907. 912. 951. 962. 985. 1204. 1217. 1221. 1475. 1478. Hertwig, Jörg, (Schreiber). II72. Hugi, Hans. 212. 249. 254. 261. 269. 355. 453.470.531. 538. 555. 646. 675. 75». 793. 796. 809. 823. 838. 971. 975. 977. 993. 1006. 1031. 1037. 1075. 1100. 1 102. 1109. 1118. 1153. 1172. 1221. 142». 1465. 1475. 1478. Kalt, Franz. 971. 1113. Ochsenbein, Niklans. 17. 110. 220. 269. 641. 646. 802. Noll, Hans von. 73. 83. 661. 781. 787. 971. 1022. Schliini, Urs. 1420. Schmid, Thomas. 793. 1075. 1172. Specht, Ludwig. 1221. Stark, Peter. 383. Stark, UrsnS. 25. 32. 175. 193. 246. 294. 641. 1085. 1 180. 1235. 1339. 1420. Stölli, Hans. 6. 12. 17. 124. 145. 159. 220. 241. 360. 389. 392. 412. 418. 434. 802. 942. 1011. 1075. 1172. 1221. 1301. Tägescher, Konrad. 1420. Thoman, Durs. 971. Vogelsang, Hans Rudolf. 1221. Vogt, Hans Heinrich. 320. Wageinann, Hans. 971. Weltmann (Weltmer), Hans. 666. 971. Wenge, Niklans von. 689. 943. 971. 999. 1092. 1102. . >311. 1372. 1388. 1407. 1423. Winkeli, Hans Heinrich. 444. kl. kl., Alt- und Nen-Schultheiß. 162. Vögte zn Dorneck. 269. 793. Vögte zu Thierstein. 269. 793. Schafft),,»se». Assenstetter, Pirminns. 131. Värz, Johannes. 131. Fnlach, Eberhard von. 16. 25. 32. 101. 103. 129. 131. 175. Fnlach, Ludwig von. 17. 171. 187. 241. 216. 249. 254. 261. 389. 392. Grüt, Christoph vom. 1472. Hag (Haak?), Hans. 364. Jrmensee, Heinrich. 689. 698. Meyer, Konrad. 832. Murbach, Hans Jacob. 131. 320. 472. 595. 613. 624. 838. 890. 985. 988. 993. 1153. 1310(2). Peyer, Hans. 73. 83. 249. 444. 538. 613. 624. 661. 666. 951. 962. 975. 1085. 1090. 1465. 1472. Rudolf, Ha»s. 832. Schwarz, Hans. 124. Seiler, Hans. 355. Spiegelberg, Thomas. 432. Stuber, Hans. 412. Weber, kl. 675. Werl! (Wernli), Hans. 942. 1031. 1032. 1100. Ziegler, Hans. 6. 12. 25. 32. II». 129. 131. 145. 159. 179. 320. 360. 375. 383. 772. 890. 1180. 1193. 1311. 1328. Appenzell. Banmann, Heinrich. 666. 689. 890. 943. 951. 962. 985. 988. 1006. 1031. 1037. Berenweger, Bartholomäus. 371. 372. Broger, kl. 355. 383. 389. 855. Brnllisauer, Konrad. 1093. I116. II 20. 1328. Eisenhnt (Jsenhut), Ulrich. 6. 12. (17). 418. 444. 523.531. 538. 569. 581. 661. 673. 739. 809. 866. 880. 890. 943. 951. 962. 993. 1022. 1026. 1041. 1085. 1090. 1180. 1412. 1465. Erler, Ulrich. 246. 249. Franz, Martin. 241. Gaiser, Othmar. 261. Gartenhäuser, Hans. 329 (^). Goldiner, Hans. 179. (412?). Gunther, Hans. 159. Hurler, kl. 261. Kölbiner, Ulrich. 175. Lanker, Hans. 182. 199. 305. 523. 531. 855. 975. 101». Meyer (Schund?), Jörg. 110. 129. 294. 538. 613. 624. 772. 838. 1180. 1193. Pfetner, Ulrich. 254. Schlnmps, Andreas. 32. Schmid, s. Meyer. Snter, kl. 472. Tanner, Niklans. 329. 430. Töbeli, kl. 999. Weser, Christen. 124. Widmer, Ulrich. 159. Zydler, Matthias. 25. 32. kl. kl., Animann. 809. kl. kl., Landschreiber. 1465. kl. kl., Landweibel. 360. 383. 389. Abt vvn St. Galleu. Blarer, Jacob. 145. Brennwald, Felir (von Zürich). 32. 159. 1539 Brimnmann. ?, Mar». 352. 353. 1022. 1153. 1162. 1161. Helmstorf, Ludwig von. >7. 256. 352. 353. 389. 489. 569. 1022. 1119(2). Köchtin, Jost (von Lucern). 352. 353. Schenkli, Heinrich. 73. 83. 595. 1022. 1055(2). zmg, 1158. 1163. 1164. Stapfer, Jacob (von Zürich). 193. 890. 951. Stadt St. Gatten. Appenzeller, Ulrich. 1049. 1062. 1432. Graf, Peter. 32. Keller, Lienhard. 774. Keller, 14. (Lienhard?), Seckelmeister. 569. 595. Krenk, (Christoph. 1432." Krumm, di. 73. 159. Mayer, Konrad. 1432. Müller, Andreas. 453. 890. Ramsperg, Hans. 774. Vonbüel, Caspar. 28. Watt. Joachim von, (Vadian). 83. 453(2). 454. 1432. Weißer, Othinar. 1382. Zollikofcr, Caspar. 890. 907. 951. 1049. 14., Burgermeister. 17. 14. 14., Seckelmeister (f. Keller). 145. 193. (271). 489. Graubünden. Benz, Hans. 32. Gemminer, Georg. 32. Manuels, Hans von 73. 83. 159. Marmels, Rudolf von. 1038. 1054(2). Sager, Marti». 32. Wallis. Albon, Simon, in. 17. 320. 569. 738. 854. 862. Ehivron, Franz von. 854. 862. Kalbermatter, Theodor (Joder). 17. 854. 862. Schalon, Thomas von. 389. bliest, Jlgio (Gillian). 124. Zen Trugen, Johann. 247. 854. 862. Nothweil. Richer, Hans. 83. Mnhlhansen. Gamshart, Oswald. 1413. Mlgauer, Achatius. 1413. 14., Burgermeister. 17. 890. 951. ^ 14., Stadtschreiber. 17. 890. Biel. Eberlin, Martin. 793. Rebstock, Rudolf. 688. Rechberger, Benedict. 688. Wyttenbach, Benedict. 688. Genf. Baudichon de la maisou neuve. 941. Bon, 14. 866. Charpillet, dt. 866. Favre, Franyois. 866. 941. Franc, Dominic. 866. Girard, Ami. 871. 979. 1325. 1456. Hoffischer (Offtscher zc.), f. Peter. Hugues, Bezanson. 979. 1018. 1019. 1030. 1298. 1325. Hugues, G. 866. Mabosson, 14. 866. Peter, Boniface. 866. 979. 1298. 1325. Plongeon, 14. 866. Ramel, Jean Louis. 1298. Sept, Michel. 866. 1298. Bändel (Vandelli), Robert. 871. 115». 1325. Stadt Lausanne. Benoit, 14. 781. Chapelle, 14. von. 781. Pre, Friedrich von. 781. Tv^genburg. Egli, Oswald. 1158. 1163. Künzli, Bernhard. 1158. 1163. Rndlinger, Hans. 1158. 1163. Steiger, Heinrich. 1158. 1163. Wies, Heinrich, an der. 1158. 1163. Bischof und Dvmstift Basel. Andlan, Philipp Jacob von. 1172. 1176. Meßbach, Niklaus von; (von Bern), Coadjntor. 220. 793. Flachsland, Hans von. 220. Gundelsheim, Philipp von, Bischof. 1172. 1176. Hallwyl, Johann Rudolf von. 220. Hattmansdörfer, Anshelm. 220. Klett, Lukas. 220. Liechtenfels, Cornelius von. 1176. Stürzet, Andreas. 1172. 1176. Bischof »nd Dvmstift t?o»stanz. Anwyl, Jacob Fritz von. 313. 317. Bubenhofen, Johann Melchior von. 1157. 1158. Helmstorf, Wolf von. 362. 889. 975. 1072. 1086. 1,17. 1157. 1158. 1219. Laudenberg, Hans von. 1086. 14. 14., Vogt zu Gottlieben. 362. Bischof «nd Domstift Lausanne. Genelliati, 14., Generalcommissar. 781. Vernetis, 14. de, Ofsicial. 781. 14. 14., Vicarius. 781. III. Verzeichnis der Orte, wo die in diesen» Bande enthaltenen Tagsahungen, Conferenzen ?c. stattfanden. Aarau. 960. Aarberg. 1429. Appenzell. 93. 145. 186. 253. 464. 503. 555. 1108. 1452. Baden. 48. 66. 167. 171. 212. 246. 249. 253. 261. 293. 434. 444. 472. 486. 495. 538. 555. 613. 624. 661. 673. 689. 772. 838. 890. 943. 951. 984. 993. 999. 1031. 1092. >116. 1120. 1180. 1193. 1339. 1372. 1388. 1407. 1423. 1465. Basel. 6. 16. 89. 209. 269. 287. 292. 166. 551.611.677. 735. 739. 759. 767. 980. 1075. 1172. 1309. 1319. 1475. Beggenried. 98. 261. 410. 429. 495. 1060. 1076. 1287. 1332. 1351. Bellcnz. 146. 235. Berg (Zürich). 450. Bern. 3. 42. 43. 55. 93. 109. 216. 223. 231. 240. 269. 272. 276. 289. 291. 305. 312. 327. 328. 336. 355. 368. 386. 433. 465. 468. 480. 494. 501. 519. 521. 544. 610(2). 639. 645. 681. 682. 738. 747. 774. 780. 785. 803. 806. 807. 808. 813. 820. 827. 833. 846. 851. 854. 862. 865. 874. 879. 937. 939. 943/ 959. 970. 974. 981. 982. 983. 991. 992. 1005. 1010 (2). 1914, 1036. 1048. 1049. >062. 1065. 1074. 1081. 1082(2). 1100. >110. 1135. 1137. 1149. 1150. 1187. 1221. 1222. 1225. 1228. 1276. 1277. I30I. 1305. 1307. 1321(2). 1326. 1338. 1339. 1349. 1350. 1369. 1371. >399. 1412. 1115. 1420. 1422. 1432. 1435. 1443(2). 1456. 1471. 1475. Besan^on. 355. Biel. 979. 130». Breingarten. 1277. (1439). Brunnen. 5. 106. 145(2), 2Zg, Iigg. lzgg, I4g,z. Burgund. 178. Chalons (a. d. Saone). 58. Ehambery. 853. 1092. 1132. 1296. Chiavenna. 849. Chur. 101. 171. 174. 253. 271. 346. Cognac. 938. Konstanz. 495. 978. 1003. 1282. Cornol. 689. Ste-Eroir. 65. Davos. 997. Delsberg. 793. (1177). Dijon. 59. Dorneck. 646. Echalleus. 992. Einsiedeln. 230. 311. 531. 555. 584. 587. 602. 855. 876. 880. 1053. 1071. 1085. 1102. 1178. 1352. 1357. 1446. 146». Elsaß. 664. Engelberg. 259. 1346. Ernlisbach. 999. Franenfeld. 171. 203. 204. 241. 382. 460. 504. 560. 648. 666. IUI. 1349. 1367: 1441. Freiburg. 88. 150. 167. 319. 355. 479. 645. 748. 781. 785. 795. 802. 803. 827. 865. 875. 939. 970. 983(2). 106». 1064(2). 1065. 1100. 1144. 1215. 1321. 1326. 1338. 1378. 1386. 1399. 1415. 1430. 1456. 1475. St. Gallen. 271. 552. 629. 636. 973. 1382. 1385. Genf. 793. 865. 1015. 1029. 1092. 1132. 1189. 1296. Glarus. 466. 503. 549. 837. 861. 1081. 1108. 1288. 1323. 1359. Gostau. 553. Grandson. 65. 97. 239. 285. 443. 479. 641. 794. 863. 933. Grießen. 832. Jegistorf. 999. Jlanz. 407. 501. 820. 947. 1298. Italien. 99. 1541 Kaiserstuhl. (1187). 1189. Kreuzlingeu. 57. Laufen. 658. Lauis. 52. 210. 303. 440. 69». »58. 1113. 1346. Lausanne. 260. 827. Liestal. 29. (52). Lodi 124. Lömiswyl. 553. Lucern. 17. 28. 39. 61. 70. 80. »7. 101. 120. 137. 145. 150. 162. 182. 184. 187. 193. 199. 205. 231. 236. 241. 282. 320. 330 (2). 346. 352. 355. 360. 371. 383. 389. 392. 412. 418. 428. 430. 452. 470. 523. 534. 569. 580. 581. 595. 623. 749. 761. 787. 796. 809. 817. 828. 832. 864. 866. 889. 962. 974. 1004. 1006. 1022. 1026. 1037. 1058. 1069. 1078. 1093. 1103. III». 1134. 1147. 1153. 1166. 1167. 1200. 1204. 1266. 1274. 1277. 1291. 1306. 1311. 1328. 1348. 1368. 1379. 1403. 1430. 1437. 1450. 1464. 1482. Luggaris. 53. 21 1. 304. 442. 702. 958. III3. >347. Madrid. 827. Maieufeld. >322. Mailand. 135. 199. Marbach. (1454). Marthalen. 450. Mellingen. (1439). Muhlhausen. 1114. Minnpelgard. 273. Muri. 1286. Multen. Ii. 42(2). 97. 120. 417. Neuenburg. 36. 40. 108. 192. 290. 351. 432. 486. 675. 842. 1100. 1336. Neuenstadt (?). 57. Neunforn, Ober-Nennforn. 186. 222. 235. 241. Orbe. 347. Peterlingen. 1325. (1386, 1387). Peterszell. (1099). Pwntrnt. 688. Napperswyl. 610. 682. 704. 739. Rheineck. (1453). Rheinfelden. 522. 53». Rheinthal. 1452. Rom. (35). Nomont- 612. 809. Rorschach. 329. 553. (1453). Rothweil. 647. 1473. Sargans. 56. 311. 602. 836. 1146. Samen. 1337. 1401. Schafshause». 459. 503. 554. 684. 756. Schwanden. 961. 1323. Schwyz. 28. 179. 191. 229. 771. 1009. 1021. 107«. 1135. 1156. 1282. 1385. Sitten. 549. 1320. Solothurn. 197. 205. 220. 355. 467. 503. 519. 55». 580. 609. 780. 785. 787. 794. 816. 982. 983. 992. 1061. 1065. 1217. 1430. 1475. Staus. 229. 240. 272. 341. 1337. 1401. Stein a. Rh. 198. 1200. 1201. Stockach. 700. Strasiburg. 613. Thnrgau. 1152. 1417. 1452. 1458. Thonon. I. Tobel. 450. 778. Ustnach. 1108. 1333. Val Travels. 1139. Waldshut. 835. Weesen. (50). Weinfelden. (1458). Wyl. 553. 636. 1098. 1099. (1453). Zell. 744. 756. Zosingen. 285. Zug. 89. 97. 106. 453. 464. 56». Zürich. 5. 7. 12. 25. 32. 38. 40. 73. 83. 94. 105. 110. 128. 159. (163). (170). 175. 179. 228. 328. 342. 380. 455. 519. 551. 562. 601. 609. 771. 777. 806. 1041. 1139. 1165. 1170. 1213. 1214. 1282. 1283. 1301. 1310. 1333. 1334. 1345(2). 1380. 1405. 1406. 1414(2). 1432. 1442. 145«. 1472. 1483. Zwingen. 52. Verzeichnis) der Landvöqte in den gemeinen Herrschaften. t. Baden. Sebastian vom Stein, von Bern, 1519— 1521, Mitte Juni. Heinrich Nnbli, von Zürich, 1521, Juni — 1523, Ende Jnni. Heinrich Fleckenstein, von Lucern, 1523, E.Juni — 1525, E. Jnni. Ulrich Türler, von Uri, 1525, Ansang Juli — 1527, A. Juli. Jacob an der Rüti, von Schwyz, 1527, A.Jnli —1529, October. S. Freiamter. Heinrich Zigerli, von Zug, 1519 — 1521, Mitle Juni. Ludwig Tschndi, von Glarns, 1521, Jnni— 1522 (?). Fridolin Dolder, „ „ 1522 (?)— 1523, E.Juni. Thomas Meyer, von Zürich, 1523, E. Jnni — 1525, Jnni. Heinrich Egli, von Lnceru, 1525, Jnni — 1527, Ansang Juli. Peter Radhellcr, von Schwyz, 1527, Juli— 1529, October. A. Thur^au. «Ludwig Vili, von Lucern, 1520, Juni— 1522. I Statthalter« Anton Bili, 1521, August — 1522, Januars?). Heinrich Fleckenstein, 1522, Febrnar(?)— 1522, s Anfang Juli. Niklaus Muheini, von Uri, 1522, A. Juli — 1524, Mitte Jnni. Joseph Amberg, von Schwyz, 1524, Mitte Inns — 1526, Mitte Juni. Heinrich Wirz, von Obwalden, 1526, Mitte Juni — 1528, Ende Jnni. Jacob Stocker, von Zug, 1528, Ende Juni— 1529. 4. SarganS. Moriz von Mettenwyl, von Lucern, 1520, Febr. — 1522, Febr. Hans Jauch, von Uri, 1522, Februar— 1524, Februar. Hieronymus Schorns, von Schwyz, 1524, Febr. — 1526, Febr. Niklans Omli, von Obwalden, 1526, Februar — 1528, Febr. Ulrich Staub, von Zug, 1528, Februar — 1530. 5. Nhemthal. Konrad Brüllisaner, von Appenzell, 1520, Juni — 1522,A.Juli. Felir Grebel, von Zürich, 1522, A. Juli — 1524, M. Juni. Hans Golder, von Lucern, 1524, M. Juni— 1526, M. Juni. Melchior Gysler, von Uri, 1526, M.Juni — 1528, E. Juni. Paul au der Halden, von Schwyz, 1528, E. Juni — 1530. Gehülfe:Cajp.Stalder „ „ 1528,(Juli?)—Nov.(?) <». Neuenbürg. Niklans Halter, von Obwalden, 1520, M. Mai —1522, E. Mai. Oswald Tost, von Zug, 1522, E. Mai — 1524, A. Jnni. *)Bernhard Schiester, von Glarns, 1524, A.Juni—1526, E. Mai- Balthasar Hiltbrand, von Basel, 1526, A. Jnni —1528, M. Juni- Hans Guglenberg, von Freiburg, 1528, M. Juni — 1529. 7. LauiS. Jacob v. Wippingen, von Freiburg, 1520, A.Jnli — 1522, E .Juni- Ludwig von Dießbach, von Bern, 1522, A. Juli — 1524, M. Juni- Caspar Stalder, von Schwyz, 1524, M. Jnni — 1526, E. J»ui. Hans Hösli, von Glarns, 1526, A. Juli — 1528, E. Juni- Benedict Hugi, von Solothurn, 1528, A. Juli — 1529(?)- *) Die Angabe Valentin Tschudis (Archiv IX. 335), daß an der Landsgemeinde von 1523 Schiester zum Landvogt in Neuenburg erwählt worden, vermögen wir mit den übrigen uns zugänglichen Daten nicht zu vereinigen; trat er mit Anfang Juni 1523 ein, so tonnte er im August 1525 (s. S. 754, Z. 1 v. o.) nicht mehr Vogt sein; überdies ist er S. 432, Nr. 1^2, als antretender Vogt bezeichnet. Hinwider fällt uns ans, dast Freiburg in einem Schreibet! vom 11. Juli 1527 an Hau6 Guglenberg ihn bereits als Landvogt in Neuenbürg bezeichnete. Vielleicht löst sich diese Schwierigkeit dnrch die Vermuthung, dag in beiden Fällen die Wahl des Vogtes sehr früh getroffen wurde, während dieselbe, soiveit uns bezügliche Aufzeichnungen bekannt sind, sonst nur um einige Monate deni Antritt vorausging. 1543 1530, «. Luggaris. Thomas Schmid, von Solothurn, 1520, Anfang Juli 1522, Anfang Jnli. Hans Zoger, von Lnccrn, 1522, A, Juli —1524, E, Juni. Hans Burrach, von Nidwalden, 1524, Ende Juni 1526, Aufaug Juli. Jacob Hebdenring, von Basel, 1526, Mitte Juli 1528, Anfang Juli. Thomas Spiegelberg, von Schasfhansen, 1528, M.Jnli 1530. !». Maienthal. Haus Haak, von Schasfhausen, 1520, A. Juli — 1522, A, Juli. Michel Sehstab, von Zürich, 1522, A. Juli — 1524, E. ,Fu»i. Caspar Jmhof. von Uri, 1524, E. Juni —1526, A. Juli. Marti» Boßhart, von Zug, 1526, M. Juli - 1528, A. Juli. Niklaus Alt, von Freiburg, 1528, M. Juli — 1530. X» Mendiisiv und Balerna. Caspar Gysler, von liri, 1522, Juni — 1524, M. ^uni.^ Martin Gasser, von Schwyz, 1524, M. Juni — 1526, E. Jui». Heinrich Znmbrunnen, von Obwaldeu, 1526, Anfang Juli — 1528, Ende Juni. Ulrich Bochmann, von Zug, 1528, A. Juli — 1530. Von Ntznach, Bellenz. Bol.euz und Riviera finden sich nur verengte oder gar leine Namen. Die Vogte der M Bünde fallen außer Betracht zumal a.ch ^ den Zeitpuncl der Jahrrech- Jm Atlge.n°.neu sc. noch bemerkt, da A" t>t^ UN ^g 8 Tagesdateu zu geben ist für diese uung der betreffenden Hcrisc)aft ^ Woche, Ende die letzte Woche eines Monats. Ginge unvollständige Z°.t unmöglich. Anfang bedeutet " «^.^Ber eichuisse t.n Ganzen auf gute» Quellen beruhen. Viele Namen konnten '' ^^^d n Abschieden gezogen werden. Dieser Umstand, verbunden mit der Unbestimmtheit der w«ng. "..er besondern Ueberstchtstafel e.npfehteu. chu. Bezeichnung „der 1a. g , ^ gelegenen Herrschaften nach der Rangstusef nur bei D.e Reihenfolge der O^te nhtct fch ^ stchszehnsährigeu Periode den letzten Vogt setzte. In den ^aden zeigt sich eine Ausnahme, m ei Auivendung. das erst beim Ueberblick eines weuigsteus niiietbirgi scheu Vogteie» der XII Orte kam en, auveico - 24jährigen Zeitraums definirt werden kann. RR Gaster. Heinrich Reding, von Schwyz, 1520, (Juni?) — 1522, (Juni). Hans Vogel, von Glarus, 1522 — 1524. X. X., von Schwyz, 1524 — 1526. Hans Vogel, von Glarus, 1526 — 1528. Matthias Fügli (Stocker?), von Schwyz, 1528 — 1530. tS. Gchallens (Orbe). Jacob Tribolet, von Bern, 1520 — 1525, A. August. Haus Künzi, von Freiburg, 1525, A. August — 1530. IS. Grandsv«. Peter Arsent, von Freiburg, 1520 — 1525, A. August. Rudolf von Meßbach, von Bern, 1525, A. August RA Graöburg (Schwarzenbürg). Ulrich von Endlisperg, von Freiburg, 1520 — 1525, A. August. Wilhelm Hertensteiu, von Bern, 1525, A. August — 1530. RS. Murten. Jacob zum Stein, von Bern, 1520, August— 1525, A. August, t Ludw.v.Perroman, Freiburg, 1525,M.Aug.—1526,M.Juli(P). j HansStuderd.j. „ 1526, M.August—1530. Verzeichnis? der in den Tagesdaten erwähnten Namen von Heiligen :c. Aegidius, 208, Agatha. 171, 270. 601. 1226. 1269, 1277, 1280, 1283. Alexius. 220, Allerheilige». 120(2). 123(»), 128. 144. 246. 339(2). 346. 348. 349(2). Z5o, 4g2. 522. 523. 526. 527. 782. 795. 796. 799. 1001. 1003. 1006. 1007. 1177. 1178(2). ,17g. 1180. 1181. 1191. 1418. 1430. 1434. 1437(2). >438. 1439. 1440. Allerseelen. 124. 530. 788. 800. Ambrosius. 410. Andreas. 144. 145. 148. 258. 352. 354. 468. 482(2). 48g. 533. 536. 643. 659. 720. 803. 808. 1019(2). 1021. 1024. 1189. 1192. 1198. 1200. 1450. 1452. 1456. Antonius. 155. 257. 363. 366(2). 367. 831. 843. 1034. 1219. 1220. 1266. 1271. Apollonia. 4. 11. 171. 270(2). 274(2). 570. 580. 581. Augustinus. 90. 94. 334. Barbara. 149. 353. 1455. Barnabas. 440. Bartholomäus. 81. 88. 89. 90(2). gl. 92. 9g(S). 230. 233. 234. 237(2). 248. 317. 3I8C). 320. 321. 322. 328(2). 333. 334. 468. 469. 476. 477. 479(2). 480(2). 484. 486. 499. 521. 751. 758. 759(2). 76g. 972. 976.984. 986. 987(4). 988. 989. 992(2). 1112. 1121. 1137. 1149. 1150. 1151(2). 1152(2). 1155. 715g. ,784. 1370(2). 1379. 1385(2). 1387(2). 1396(2). Carolus, Kaiser. 263. 1269. 1272. Clemens. 351(2). Cyrill. 1351(2). Dionysius. 106. 1414(2). 1426(2). Dorothea. 272. 580. Drei Könige (Trium Regum zc.). 2(2). 146. 149. 159. 162. 261. 266. 267. 269. 482. 540. 544. 552. 554. 555. 560(2). ggg ggg g,g gZV. 1029. 1030. 1035. 1040. 1218. 1225(2). 1226. 1244. 1246(»). 1252(»), 1467. 1481(2). i4g2 Elisabeth. 529. Erasmus. 45. Fabian. 166. Felir und Regula. 771(2). 773. 1412. 1415. FranciScns. 240. 241. 245. 517 (2). 522. 785. 999. 1172. Fridolin. 272. 1287. Gallus. 108. 112(2). 113 (2). 1,4. 115. 118. 121. 245(°). 331. 336. 338(»). 339(0). 349. 341. 342. 343.344(2). 349. 479. 497. 501. 503(2). 504. 513. 515(2). 517. 518(2). 519(2). 780. 786. 787(2). 739. 79g. 791(2). 1992. 1168. 1172. 1178. 1187. 1414. 1415. 1419. 1427(2). Georg. 42. 286. 396. 412. 416. 417(2). 419. 420. 421. 425. 624. 628. 885. 888(2). 4973, 4979. 1307. 1314. 1319. Gertrud. 180. Gregorius. 183. Heinrich, Kaiser. 57(2). 62. 63(2). 2I8C). 219. 239. 961. 1351. Hilarius. 160. 164(2). 944. 257. 355. 367. 558. 560. 581. 1031. 1036. Jacobus. 65(4). 73. 493. 212. 213. 223. 224. 228(2). 342. 464(2). 487. 468. 469. 480(2). 485(2). 524, 706. 739. 741. 742(2). 746. 952. 962. 971. 972. 1090. 1161- 1432. 4433. 4434(2). ,435. 1155. 1338. 1339(2)- 1357(2). 1362. 1363. Johannes Baptist. 44(2). 54, 52. 58. 64. 85(2). 497. 499(2). 205. 207(2). 208. 209(2). 240. 244. 289. 293. 297. 298. 303. 309. 437. 442. 449(»). 450. 454(2). 474. 475. 684. 685. 686(2). 688(2). 689. 692. 695. 699- 700. 738. 894. 920. 946(2). 947. 950. 954. 953. 954. 955. 958. 4044. 4403. 1144. 4413. 1325. 1339. 1344(2)- 1345. 1346. 1356. 1358. Johannis Collatio. 91(2). Johannes, Apostel, Evangelist. 259. 1212. 1215. 1216- 1236(2). 4471. 1477. Johann und Paul. 56. 201. . Jost (Jodocus). 1022. 1201. 1447. Jungfrauen, eilftausend. >20. 1545 Katharina, 139, 141, 248, 249, 524, 529. 531. 533(2). 1016. 1017. 1020. 1182. 1193. 1194. 1196. >198. >450(2). 1452, 1455. 1462. Kilian. 70. Kindlein, unschuldige, 156. 818 (2). ,324. 1237. 1270. 1475. 1476. 1477(2). Konrad. 137. 532. 533. 1197. Laurentius. 71. 73. 79 (2). 82 (2). g?. 92 (2). 222. 307. 315(2), 316. 317. 325. 736. 742. 749, 750. 752. 753. 754(2). 757(»). 758(2). 963. 972. 974. 976. 977(2), 979. 980. II2I. >139(2). ,144 1,5g. 1357(2), ,ggg. 1372(2). 1373(2). 1380. 1391. 1395(2). Leodegar. 106. Leonhard. 124. 248. Lucas. 109. 116. 145. 248. 344(2). Lucia, 155. 156. 258. 355(4). 538. 542(2). 543(2), ,1 ,22. 1025. 1035. >203. 1231. 1233. 1463(2). ,435. ,470. 1471. Lucius, 1056. Marcus. 285. 421. 425. 1307. 1308. 1310. Margaretha. 63. 68. 70. 217. 308. 310. 318. 446. 453. 454. 455. 459. 460(2). 4gZ(->). 466. 734. 738. 961. 965(2). 966. 968. II 12. 1352. 1356(2). Maria Empfängnis! (Eoncept.). 155. 1201. Maria Geburt (Nativit.). 90. 91. 94. 97. 109. 232. 236. 237. 322. 327. 334. 489. 494. 768. 769. 770. 985. 986. 995. 996. 1139. 1143. 1165(2). ,,66(2). 1177. Maria Heiinsnchnng (Visitat.). 55. 56(2), gg. 214. 215.219. 738. Maria Hininielfahrt (Assnmpt.). 47. 73. 74. 79(2). gg. 83. 99. 95. 133. 229. 230. 231(2). 232. 233. 234. 235. 917. 320. 323, 324. 325(^). 326. 327. 471. 472.477. 576. 758. 765. 972. 975. 977- 982. 990. 991. 992. H47. >149. 1156. 1378. 1379. 1383. Maria Präsentatio, 141(2). ,42. 257. Maria Reinigung (Purisicat., Lichtmeß). 4. 8(2). 163. 164(2). >67. >69. 264. 270(2). 271. 362. 363. 369. 379. 38». 369. 579. 58». 597(2). 821. 822. 823(2). 829(2). 832. 838. 840(2). 851. 1032. 1037. 1039. 1041. 1042(2). 1219, 1265. 1270. 1274. 1277. 1282. Maria Verkündigung (Annnntiat.). 183(2). >84. 282. 610. 1068. Maria Magdalena, 61. 63(2). 66. 68. 69. 70(-). 217. 222. 306. 4621 463(2). 464. 466. 469. 48». 692. 705. 726. 734. 735. 741. 743. 953. 967. 971. III7. 1120. 1134. 1341. 1363. 1365. 1367. 1390. 1434. Marlin, Bischof. 94. 110. 128. 130(2). 131 (2). ,41. 142, 143. 144. 252. 253(2). 320. 336. 346. 350(2). 35,. 468. 509. 523(2). 526. 528(2). 533. 534. 549(2), 799. 800. 801. 802(2), ,g,g. ,,25. 1126. 1178. >180, 1191. 1192(2). 1>gg(2). ,389. 1440. 1441. 1442(2) ,45g. 1462. ' Matthäus. 98. 102(»). 103. 236. 237. 238. 241. 243. 330. 334(»). 335. 336(2). 43g. 49g. 495(2). 501. 774. 777. 778. 780. 996(2). ,ggg. 1167(2). ,igg(2). ,,77 ,,gg 1402. 1403. >404. 1505. Matthias. 160. 167. 171. 172. 174. 175. 178, 382. 601. 854. 862(2). 1047. 1049(2). ,35,. ,353^-). ,357 ,97g 1125. 1282. 1283. Mauritius. 98. 101. 243. 336. 351. 514. 1404. Medardns. 42. 43. 44. 48(2). 288(2). 289. 434. 438(2). 439(2). 943. 133». (Michael) 84. 97. 105. 108. 194. 200. 236. 239. 244(2). 330. 331. 333. 516(2). 777. 780. 1002(2). ,,73(<). 1171. 1404, 1405. 1406(2). 1407. 1409. 1410. 1411(2). 1412. >413. 1415. Modestus, s. Vitus. Niklaus, 136. 138(2). ,55. 95,. 5^2. 534 536(2). 537(2). 645. 798. 804. 808(2). 809(2). 1022. 1029. 1200. 1201. 1229. 1230. 1231. 1450. 1453(2). 1456. 1458. 1460(2). 1463. 1464(2). ,471. Onuphrius. 46. 913. Oswald. 66. 224. 230. 231. 245(2). 3,2. 316(2). 5,7. 323(2). 473. 472(2). 748. 751. 757. Othmar. 110. 130. 131. 527. 528(2). 529(2). 533. 534(2). 537. 1007. 1010. 1017. 1182. 1184. 1189. 1195. 1197. 1424. 1439. 1446. 1455. 1462. Ottilie. 816. Pankratius. 191. 663. 665. Pauli Bekehrung (Convers). 27. 165. 257. 269. 272(2). 357. 360. 367. 1042. 1227. 1272. Pelagius. 1153. 1397. Petri Vincula. 70. 228. Petrus und Paulus. 57. 69. 212. 215. 309. 310. 444. 447. 450. 693(2). gg7. gg8. 731. 884. 956(2). 358. ,345(2). )346. 1356. Philipp und Jacob. 189. 421. 613. 1043. 1082. 1084. 1308. 1319. 1332. Ritter, zehntausend. 65. Scholastika. 173. Sebastian. 159. 162. 165(<). 167. 169. 359. 362. 365. 367. 810. 820. 828. 831. 1035. >041. 1042. 1226. 1227(2). Simon und Judas. 109. 123. 126. 127. 129. 242. 337. 342. 345(2). zig. 5,3. 52,. 522. 527. 793. 794. 799. 811. 1003. 1004. 1005. 1179. 1408. 1418. 1419. 1423. 1426(2). 1429(2). ,433(2). ,,31(1). 1432. 1470. Stephan. 533. 817. 1236(2). 1476(2). 1483. Sylvester. 1028. 1220(2). ,221. Thomas. 8. II. 156. 250. 251(2). 253, 256. 257. 357. 542. 813. 814. 816(2). 818. 820. 1204. 1205. 1206. 1209. 1213. 1214(2). ,220. 1233(2). 1234. 1235(2). ,23g. 1457(2). 1463. 1472. 1483. Ulrich. 38. 49. 50. 65. 69(2). 206. 212. 214. 216. 218. 239(2). 294. 299. 305. 308(2). z,g. g,, 447^). 44g. 134 154« (Ulrich.) 452. 454(2). 477. g?8. g82. 093(2). 694. 098(2). 705 (2). 794. 7g5. 737. 810. 888. 953. IIIS. 1119(2). I131('). 1348. 1349. 1356. Urban. 42. 192. 195. 1098. Ursula. 344. 518. Valentin. 172. 174. 279. 581. 584. 585. 587. 597(2). 601. 034. 809. Verena. 89(2). 94. 94. 97^. ,99. 9,7. 474. 454(2). 49g. 490(2). 494. 520. 521(2). 093. 698. 701. 765. 706(2). 767. 709. 999. 1135. 1153. 1156. 1164. 1373. 1375. 1380. 1383. 139». 1396. 1397. 1399. Vincentius. 170. 270. 307. 831. 1264(2). Vitus und Modestus. 50. 51(2). 52. 203. 289. 293. 297. 298. 299. 300. 309. 438. 449. 946. 1339. Da hiemit der erste Versuch gemacht wird, einen schweizerischen Heiligenkalendcr ans einer bestimmten Zeit und einer fest- geschlossenen Gruppe von Urkunden zusammenzustellen, so soll nicht verschwiegen werden, daß dies mit allen nöthigen Vorbehalten unternommen wurde. Da nicht alle wirklich gesammelten Daten Verwendung finden konnte», so war jene Vollständigkeit des Katalogs, die bei umfassender Ausbeutung der Archive zu gewinnen wäre, natürlich nicht zu erreichen. Daß daneben nie die Rücksicht auf den im Datum gebrauchten Heiligennamen die Ausnahme eines Actes empfahl, ist zwar selbstverständlich, und demzufolge die auf die einzelnen Namen kommende Zahl von Erwähnungen nicht willkürlich; dennoch geben diese Zahlen keinen völlig sicheren, sondern nur einen annähernd richtigen Maßstab für die allgemeine oder örtliche Geltung der einzelnen Heiligen, zumal sich wohl erkennen läßt, daß Gewohnheit oder Laune der Schreiber großentheils auf die Wahl des Datumträgers einwirkte. (Relativ am wenigsten hänsig bezog sich der Berner Stadtschreiber Ehra ans die Heiligentage). Die Anwendungen zu erörtern, die ein solches Verzeichnis; finde» kann, darf hier füglich unterlassen werden. O VI. Berichtigungen und Znsatze. Seite 3, 3, 10, 13, 37, 4«, 41. 45, 43. 49. 52. 53, 70, 77. 95, „ „ „ Original, , zu - . . — (Inzwischen hat sich dasselbe vorgefunden.) (Einige Erläuterungen sind ans zürcherischen Acten zn schöpfen, die anderswo gedruckt werden sollen.) m: Es handelte sich um eine» Anssehe» erregenden „Justizmord", welchen llnvvv'« Annalen erzähle», zur Note: Datum der ersten Mahnung 1520, 28. März (Mittwoch vor dem Palmin-,; Datum Zeile 15 von oben, ist zu setzen: prslmlnta -lolib. ,. 1 .. unten, ,. .. dritte» Bande (IV. 1 o). 22 oben „ Original. . zu - - . — (Inzwischen hat sich dasselbe vorgesunden/ 20 ,. nach Zeile 4 von unten: Nr. 17, Ergänzung zur - - der zweiten 30. Juni (Samstag nach Petri und Pauli). Zeile 17 von unten, ist zu setzen: aufgehoben. ig ergänzen: (Erzherzogin oder Princcsstn)» g ^Der Zürcher Hauptmann war Easpar Götdli; s. S. 31, Note k 2). i» Art. k, ist zn sagen: den Aarauern die Fuhr auf seinen Markt.. . Zeile 14 von unten, ist z» setzen: 25. Juni s. 4 oben „ ,, Vaurmarcns. I 45 I nuten, I .. 1520. - Vgl. Band III. 2. Nr. 835 Note o. 23 , „ ,, -- werde. " j " " (Zur Erläuterung sind Z. 18, 1? «. u. beiznziehen, indem dieser Entschluß in den erhaltenen Acten mehrmals erwähnt wird.) " u setzen: an sin g»ad ... „ (zu September) f. „ Parlaments. ' „ entsetzt worden sin. „ datz doch alles... „ so wölltind er ... „ inc» paß, „ einander... streichen: die (vor Seinigen), setzen: der König doch an. , „ »ogium. kolioitato oonsorv. „ oder mündlich. der Hiilfszusage. „ Gehör finde». „ Eidgenossen. „ „ de» eidg. Zu Schwi .z vgl. S. 213, Z .2v. °. ist zn setze»: (statt Zweck: vermnthl.ch) R.negg. „ „ „ Bettikon. dem König ... 100, Zeile 2 von unten, 101. ., 13 „ oben, 108. „ 8 ,, unten, 133, „ 17 , oben, ,40, 14 „ unten, 142. „ 13 „ oben, ,43. ,. 1 „ „ 141, 22 „ unten, 151, „ 20 „ „ 152. ,. 13 „ oben, 153. 1 ,, unten, 155, 4 „ oben, 136, ,. « „ unten, 182, „ 11 ,, oben, 201, „ 24 „ unten, 205, „ 3 „ oben, 208, ., 15 „ nntcn, 212, .. II ,, oben: 214. ., 15 „ unten, 223, 2 „ oben, 50 18 „ nute», 1548 Seite 286, Zeile 19 von unten, ist zu setzen: Mailand (Moyland schrieb Krütli). „ 237, „ 2 „ oben, „ „ „ Gemeinde auf, „ 251, Art, x, (Nachträglich hat sich im Zürcher Archiv ein Act gefunden, der sehr wahrscheinlich diese Rüge veranlaßte, kaum aber den Beschluß auf Seite 256 v rechtfertigte, wenn nur jener in Betracht fiel. Es soll derselbe an geeignetem Orte abgedruckt werden,) 256, Art, v. (Die Parenthese ist unbedenklich zu tilgen). 260, Nr, 122, zu Note 1: Hier ist auf die bezügliche Urkunde vom 80. October 1522 in den Xrvstivss äo In sooiöts ck'bistoiro ^ jenem Bande völlig vereinzelt, und wohl auch fraglich, ob eine solche Angelegenheit damals in eidg, Berathung kommen konnte. Der positive Beweis, daß das Geschäft hieher gehört, ergibt sich übrigens aus den spätern Erwähnungen und bezüglichen Acten, worüber das Register zu vergleichen ist, 301, Zeile 10 von oben, ist zu setzen: Herzog, oder an Verulan? 321, „ 5 „ unten, „ „ „ geschädigt. , . 337, „ 17 „ „ „ „ „ aboentia. 34», „ 4 „ „ „ „ „ »ach Gargangc: (Ealcagni?) — Vgl, S. 312, Z, 3 v, 0l 362, Art, x. (resp, S. 368, als Schluß:) Bullinger's Reformations-Geschichte I, 142 f, und nach ihm Bluntschli, Bundesrecht II. 236—238, auch I, 308—310, erwähnt ein am 26, Januar 1524 in Lucern erlassenes Religionsmandat der zwölf Orte, in vierzehn Artikeln, das von dem ein Jahr später aufgesetzten Refdrinproject erheblich abweicht. Eine handschriftliche Ausfertigung dieses Actes ist uns leider nirgends begegnet, und ebenso wenig ein in der Schweiz gedrucktes Exemplar, Zu vergleichen sind deßhalb Nr. 173 Note a, Nr, 176 I mit Note, besonders aber Note g (S. 417), endlich S, 1044, Z. 3 und 2 von unten, nach welchen Stellen an der Existenz eines solchen Erlasses nicht gezweifelt werden kann. Zum Ueberflnß findet sich eine gleichzeitige Druckschrift, deren Beschreibung unsere Annahme bestätigt: „In disem büchlin sindt man s etliche Mandat wider die nüwe eutberung (sio) des s glaubens, so vßgangcn nämlich von hertzog s Ferdinande in dem hertzogthum von wirtenberg, s Item von dem hertzogen von Lutheringen, s Item von den rij, orten gemey s ner Eydtgenoschafst zuo Lutzern versamlet." Hinten: „Getruckt in dem Jar nach der geburt Ehristi M, D. XXIIII, vff Saut Mathis abent," 4». (12 Blätter). — 2, und 3. Blatt: „Adscheid gemeyner Eydgeno- s sen vfs iüngst gehaltnem tag zuo Lutzern vsj den s XXVI. tag des Jenners im XXIIII. iar." Eine Vergleichuug des hier gegebenen Textes mit dem Bullinger'schen gedenken wir anderswo mitzütheilen, 376, Zeile 14 von oben, ist zu setzen: nichts anderes. „ statt: 1519: 1509, — Vgl. Bd. III, 2. S. 468. „ „ von Ellikon, , , „ Jedoch strafet... „ „ haben, in , . . 434, Note 4), Zeile 3 von unten, ist zu setzen: Montag (statt Freilag), — Statt des letzten Satzes: Vgl. Band III, 2, Nr, 359. 438, Zeile 12 von oben, ist zu tilgen, nach Zürich, das Semikolon. 445, „ 9 „ „ „ „ setzen: Schaffhansen , . . 448, „ i „ „ „ „ „ Schasshansen und Appenzell, 454, „ 11 „ unten. (In der Zahl der Orte oder in der Ausdehnung des gestellte» Begehrens liegt eine Ueber- schreitung des genauen Sachverhalts.) 491, Zeile 12 voll unten, ist zu setzen: VerHörer - , , 382, „ 5 „ unten, 382, „ 6 » „ 405, „ 11 „ oben, 421, „ 21 „ nuten, 499, 500, 500, 513, 525, 6 „ „ „ „ „ Strnpler, Kelnhoser... 13 „ oben, „ „ „ nach Vernang: (Berlingen). 22 „ „ „ „ „ Versicherung. Kleinhans . . . 10 „ unten, „ „ „ Ludder (vnd) Zwingst ,. . Ill „ „ „ „ „ Worte zn geben. . , Werke zu , , 528, Note m. Es ist an die Verhaudlnngen im Jahr 1522 zu erinnern; vgl. S. 164 1549 Seite 53g, Zeile l> von oben, (Die hier erwähnten Artikel mögen verloren sein, — oder sollen die ans S. «2», »21 »22 initgcthcilten hiehcr gehören?) „ 55», Zeile K von oben, ist zu setzen: PfrnndlehenS... „ 5»2, „ 7, K „ unten, „ „ „ nicht bloß »in .. ., sondern auch -. . ,, 578, „ 22 „ oben, „ „ tilgen: das vorgesetzte Datum. ,, 578, „ 18 ,, unten. (Nicht ein Abdruck, sondern ein Auszug findet sich bei Bluntschli, und zwar im Tert (I. 312—3ll>), nicht im Nrknndenbnch. — Während des Druckes dieser Boge» war leider ein Eremplar dieses Werkes nicht erhältlich.) » 58», Zeile 22 von unten, ist zu setzen: Picro v. G. „ 5!»», „ 9,1V „ „ „ „ ,, de» Eidgenosse»... solle... »28, „ ,3 „ „ „ ,, „ Fiirstenbcrg, ,, 663, ,, 4 „ oben. (Nach der Haltung, welche die V Orte während des Bauernkrieges beobachteten, dürfte ver- muthet werden, das; sie zu diesem Schreiben »ichl mitgewirkt haben; da uns das Original nicht bekannt ist, und Schreiber auf manche Nebensachen zu wenig achtete, so läßt sich freilich nichts Bestimmtes behaupten). » i>75, Zeilen 5 und K von oben: Vogt i » Zeile 5 von unten, ist zu ändern: urkundlich verschreiben. ,, 689, „ 4 . oben, „ „ setzen: sollen die... (aus Z. 5 heraufzuholen). ,, »94, „ 22 „ unten. lZur Angabe des Sicglers: Vgl. obige Notiz zu S. »63). ,, 769, „ 2 „ oben, statt (letzterer): (jener). > ! „ 737, zu Note a, 1. (Die vermißten Schriften sind inzwischen auch in Zürich entdeckt worden). „ 74», Zeile 20 von unten, ist zu setzen: annehmen. ,, 763, „ 3 „ oben, „ „ „ Hegau . . . ,,78», „ t,2 „ „ (Ohne Zweifel war dieses Geleit für die Genfer bestimmt). ,, 792, ,, 11 „ „ Savope». (Ist hier vielleicht eine Vcrschrcibnng des Originals anzunehmen?) ,, 795, Note 2, Z. 1, ist z» setzen: 1525; Note 3, Z. 1: 5. Nov. ,, 813. Als Note 3) ist beizufügen: Eine besondere Ausfertigung, unter dem theilwcis irrigen Datum Eoncept. Mariä (8. Dcc.) 15Ai, hat das Lncerner Staatsarchiv bei den Acten B.Basel, aber »nr in einer Abschrift aus dem XVII. Jahrhundert. Auch im L. Archiv Nidwalden fanden wir eine neuere Copie. — Vgl. Nr. 412, 413. ,, »41, Zeile 14 von oben, ist zu setzen: So nn. . . ,, 841, „ 2 „ unten,,, „ lesen: befelhen sein .. . ,, 84», ,, 14 „ „ Mitte, ist zu setzen: St. A. Bern. ,, 857, „ 13 „ „ (Der Ausdruck „alle Orte" ist wohl nur relativ zu nehmen). ,, 868, „ i „ oben, ist zu setzen: (Zusatz im Berner Absch.). „ 885, „ 8 „ unten, „ „ ,, auch hinfür. .. ,, 889, Nr. 359, Schlußsatz. — Zu vergleichen ist zunächst S. 975, Art. o. ,, 892, Zeile 12 vo» oben, ist zu setzen: Die lönf - - . 65«, „ lo „ „ „ „ brennt, ,, »02, „ 8 „ „ „ „ „ gunnen. ,, »02, Note 9). Nachträglich hat sich durch Zufall im Staatsarchiv Zürich unter vermischten Schriften (jetzt den „Zwmgli- Schriften" beigelegt) eine gleichzeitige, sehr getreue Copie, und endlich auch das Original vorgefnndeu; beide zeigen, unter sich übereinstimmend, viele Abweichungen im mundartlichen Habitus; einige für den Sinn erhebliche folgen hier: »02, Zeile 8 von unten, statt trenne: temme - - - 903, „ 25 „ „ „ etlicher: erlicher.. . 903, „ 8 „ „ „ mit minen: mint .- 904, „ 15 „ ,, nimm: min -. - 905, „ 7 „ oben, „ vor zuosehend: vorzuo sehend. 905, „ 9 „ „ nach berüemte(n): fryen . .. »05, „ 16 „ „ „ sunst: gern . . . »05, ,, 17 „ „ statt nie: nie. . . »05, „ 20 unten, „ darin: darum.. . »07, 10 „ ist zn lesen: Schultheiß ... »07, „ I ,/ „ „ „ „ nit not, 1550 Seite 941, Zeile 9 von oben, ist zu setzen, nach Faure: (Favre) . . . „ 956, „ 2 „ unten, Parenthese zu ändern: sei (übrigens) den gefaßten Beschlüssen gemäß? — (Ein Mangel im Ausdruck liegt jedenfalls vor). „ 960, Zeile 7 von oben, ist zu setzen: 1526, „ 981, „ ll „ unten,,, „ „ nach Fanre (Favre)... „ 984, „ 6 „ oben, „ „ „ Gerbcrie... „ 986, „ 14 „ unten, „ „ „ dienen müssen, „ 996, ,, 5 und 24 von unten, ist zu setzen: Matthäi. „ 1006, Zeile 1 von unten: (Warum nicht schon am 10. Sept.? — Nr. 398). „ 1015, „ 15 „ oben; 1017, Z. 13 v. o., und S. 1018, Z. 9 v. u., lies: Allcmvguc (in Ger). „ 1015, „ 16 „ „ nach Burgund: (Bourbon?). „ 1020, „ 9 „ „ ., Zee: (Ger?). „ 1024, „ 13 „ „ ist zu setzen: Eidgenossen.. . „ 1028, Art. t. On. Setzstab mar als einer der heftigsten Altgläubigen entflohen oder vertrieben; erst 1532 fanden Verhandlungen über die Begnadigung statt. „ 1040, Zeile I von unten, nach einen: (Sebastian vom Stein) .. . „ 1064, Nr. 427 : Als Note ist beizufügen: Den vollständigen Wortlaut hat Zellweger in Urk. III. 1, 249, 250. „ 1067, Zeile 21 von unten, ist zu setzen: zuozcschriben, „ 1068, „ 24 „ „ „ vermnihlich zu setzen: llosüant statt des unverständlichen ckosiuanäo. „ 1075, Nr, 435. (Zum Datum ist zu bemerken, das; der 10. April der Endtag war). „ 1088, Art. na, (In diesem Act liegt eine Undentlichkeit, vielleicht gar ein Mißverständnis)). „ 1098, Zeile 15 von unten, ist ohne Zweifel zu setzen: Z75 Gl. „ II25, „ 2 „ „ „ zu setzen nach Helfcnsee: (Helfenstein). „ l!35, Nr. 466, Zusatz: Es darf vermuthet werden, daß es sich um das bestrittene Geleit für Mailänder handelte. „ 1137, Zeile 3 von unten, ist zu lesen: von Wyler.. ., „ 1178, Art, a. (Die nöthigsteu Aufschlüsse gibt das im „Archiv" XVIII. 418, 419 abgedruckte Schreiben über den Unfall bei Earra). „ 1186, Zeile 22 von nuten, lies Navcuspurg. ,, 1194, Art. k, ist zu lesen: Vertrage. . . „ 1195, Zeile 19 von unten, ist zu setzen: (daß er) die pfaffen, „ 1197, „ 10 „ oben. „ „ „ sin dann allein.. . „ 1197, „ 7 „ unten,,, „ „ Eidgenossen... „ 1219, „ 14 „ „ „ „ „ Lnerrn, „ 1226, Note 6). Sollte in dieser Notiz eine Andeutung zu dem später geschlossenen Burgrecht liegen? „ 1245, Zeile 16 von oben, ist zu lesen: oktivina. „ 1261, Note 106), In den „Zwingli-Schriften" des Zürcher Archivs befindet sich das Autographou, aus dem wir drei Correcturen schöpfen: Zeile 10 von oben: leer argumenten . .. „ 13 „ ,, geschwächt, „ 2 „ unten: unser fürbriligcn ... „ 1269, Columnentitel: 15N. „ 1272, Zeile 4 von oben, zu § 2: Die hier erwähnte Missive ist uns unbekannt und der ganze Anzug dunkel. „ 1282, Nr. 511, Note I), Zu Bern: Vgl, S. 1277, Nr, 507. „ 1294, Zeile 21 von oben, ist zu setzen: ist iu den . , . „ 1306, „ 1» „ „ „ „ „ Lebensmitteln . . . „ 1309, „ 20 „ „ „ „ „ deßhalb „ 1328, Art, >1. (Es kann nicht genug betont werden, daß die Abschiedschreiber, besonders die Lucerner, es mit der Zählung der in ihren, Sinne stimmenden Orte sehr wenig genau nahmen und damit ofsenbar Mißbrauch trieben, was auch damals mehrfach gerügt wurde. Hier ist beispielsweise zu beachten, daß Glarus nicht mitgezählt werden konnte; ob Solothurn völlig zugestimmt, mag zweifelhaft erscheinen. Ebenso iu andern Fällen. — Auf S. 1319, Noten, durften, da Zürich und Bern jedenfalls nicht für jene Maßregel stimmten, Glarus vielleicht neutral blieb, höchstens sechs Orte genannt werden; denn Freiburg und Solothurn hatten hier keine Rechte. 1551 Seite 1330, Zeile 0 von unten, ist zu setzen: wandten des Marx W. „ 1354, „ 14 „ oben, „ „ „ Billigkeit verheiße. „ 1300, „ 24 „ unten, „ „ „ das sy setz... „ 1404, „ 0 „ „ „ „ „ erbiete er sich, „ 1408, „ 17 „ oben, ,, „ ,, Man könne... „ 1423, Art. d. (Vgl. Nr. 608, Note I>). ,, 1434, Zeile 10 von oben, statt vonantie: vacantie... „ 1454. „ 4 „ „ ist zu setzen: Hohenhain». „ 1471, Note «). vr. I. I. Blum er weist in einer brieflichen Mittheilung dieses Verzeichnist in die Jahre 1550 ss,, wo die Namen besser passen; Bnssy z. B. konnte im Jahre 1528 noch nicht als Amman» bezeichnet werden. Nach Prüfung aller Umstände (vgl. auch S. 1428, Z. 4 und 5 von oben) folgen wir jener Annahme ohne Bedenken und lassen die aufgeführten Personen im Register weg, wo also nur diejenigen erscheinen, die im übrigen Text genannt werden mußten. „ 1475, Zeile 0 von oben, ist zu lesen: St. A, Zürich: „ 1483, Nr. 015, Zeile 8, statt Ihr ist zu setzen: Jr. - - — Deh»»»gs-h kommt in schweizerischen Acten ans dieser Zeit beinahe nirgends vor; nur m Basier- oder St. Galler-Ncten findet es sich, aber immer noch sehr selten; ebenso verhält eS sich mit dem Dehnnngs-e. (Einzelne im Drucke vorkommende Versehen gegen diese Regel können leicht berichtigt werden.) Dabei ist zu beachten, daß zum Theil der häufigere Verkehr der Grenzstädte mit den deutschen Eanzleien diese Neuerung erklären mag, theilweise auch die Anstellung fremder oder in Deutschland geschulter Schreiber). „ 1507, Zeile 8 von unten, ist zu schreiben Bern (statt Lucern). „ 1510, „ 13 „ „ nach nanssorm: (?), „ 1521, „ 2 „ „ ist deutsche» in Parenthese zu setzen. Ans kleinere Drucksehler, die übrigens nicht zahlreich sind, durste hier keine Rücksicht genommen werden. .uzcka .. »! v ^SLl ,11'iiiii! .. .vöLl « s .uzcka « Mb, .l/; -?>i Ii?j6iwm >!' tji ,II7!IIU HC <1 zliih 17! l ZI.'Z'! tnIgMV >, „ .. . yzj yj tzv« « „ .cklj 7? -iS7Z ' „ „ ... smiöl i»M „ „ .(,l ZwK Mö .iK .IgT> .6 .I7>'.- ,LL»j iiiioinil .ziiiwliy'i Unti ,Nickc> iio? »l zlii^- ,7!^l .yiiwSiizöoH. : in,)'-! u! >ü « « i ,. .»<'.» l. - I !-.. n< min »,j,»q '>ttiili„l!»M N7chilpi7-I -7NI7 Iii isizm I -I w I! j ^1 .s. ., > .!>!! ' ' NIIIIlI'. I'! II chlll, >" -il 77,l!n Mi Illim' .? HIN! i »ist»!, inmok' ,i>t Iii! 'III - I ''II! I'I ,'I I ' l -i -iim I > !i! I Iduo s^nüi'mll 7,»a stmiMH '!!' - I»sli,!'! i'l !,!Il Ksln 7-N .)>7'II ilini"!' Uli IIZI,M7-'Is II7>I-)lij7s'!!IV Zlli „zsso! ijllll uniillllll 117677111 >NIINII7)I ' I '" ' . i. Ii-.1 .. II! --i ,,.','7 7II'N n' > > I N' 7, II 'I!' IIZI-HII !is III IIIII,,'! II 'Iiiiiiilili 7 ' ' ' 7/, II»I)7> III >li III»! ,i7 7>l?^ .älii iN ,I!9> l - III .»! - -.'7 ljtti! »»Nil. 1.7. 771Z0 77>s»" Ii! IHN i INI! ,.'6ll7I>!!l! ,6oni»s >17^ II ! - III 7! >1! IIIIII IIII?7I>I/ 'li.ül II-! 7IN lill'II i>!III>l!i I? III.'I! Iii» chil s» llll^IIll oiinä, 7. l 7 III'N ' . INI I, 1,7 Iii,)! NM? n-ij II I Iii'-n/ 11^ IN iiila ' l.iiziliiiil jliiich!,^ jchiz! 'I , 'Il,-'NI NN >,I!I. 7Si7'7lI '.ll . l'Ii'II I! ' '.,'7 z>.7I:I7II7iI. Si'N I I! ..IIN'I !>'6 . .(l7-jisichD 77llllld!Zft .(IIIZZII^ ttviii nizix n7Si,ichj uz Iii ,ii7iiiil uou Z>i7zi, ,70 »i77>«sn«n chou s>l „ .11,1)71 In 7!7li!i!7wt' II, II7l!lilII7l! I" „ ü „ . lLÜl '' 7^-1 »" '' . Register zu . ! 5, ' ^ - I! ^ - . - , ^ ^ ,> - . - ^ ^ ^ ^ '-' ^.i'l ^ -' " ' ^ '-' ' - ',^ - " n i - ' : . - .' ^ ^ V ^ ^ - Band 4, Abteilung 1 a, der Abschiedesmnmlung. 195 Bemerkungen. 1. Die Zahlen beziehen sich ans die Tertseiten der Abschiede; ans die Beilagen nnd die Anhänge ist nur bei den Hanpt- materien Rücksicht genommein 2. Wenn ein Gegenstand, ein Orts- oder Personenname ans derselben Seite mehrmals erscheint, so wird dies durch die hinter der betrefsenden Zahl in s) beigefügte Ziffer angedeutet. 3. Bei Verweisungen bedeutet M.-N. Materienregister, O.-R. Ortsregister, P.-R. Personenregister. Wo auf einen Artikel im gleichen Register verwiesen werden muß, ist diese Abkürzung weggelassen. 4. Die Orte, wo Tag leistnngen gehalten worden sind, verzeichnet Anhang III. 5. Die Namen der Tagsatz nngsgesandten sind, nach den Ständen geordnet, in Anhang II. zusammengestellt, weßhalb im Personenregister jeweilen dahin verwiesen wjrd. K. In den Anhängen wie in den Registern zeigt II. hinter einem Geschlechts- oder Ortsnamen an, das! der Taufname unbekannt sei. 7. Als Hauptartikel des Materien-Registers sind mit besonderer Ausführlichkeit behandelt die Titel Bauernkrieg, Botschaften, Briefe, Bünde; Herrschaften, gemeine; Klöster; Kriege; Religionssachen; Solddienste; Tagsatz ungen. 8. Den eigenthümlichen Verhältnissen des dargestellten Zeitraums und der Natur des verarbeiteten Stoffes gemäß mußte auch das Orts-Reg ist er einläßlicher als sonst behandelt werden. ». Im Personen-Register konnte die Heimat oder der Wohnort nicht immer sicher angezeigt werden; bei Einzelnen mußte der Name einer Landschaft genügen; bei einigen Andern wurden zwei (successiv geltende) Aufenthaltsorte genannt. — Zu beachten ist noch, daß bei den in Anhang II. verzeichneten Personen nur die Angaben, die sich nicht auf deren Eigenschaft als Gesandte beziehen, in das Register aufgenommen sind. i Materien-Register. A. Absordcrung von Soldknechten, begehrt oder beschlossen. KL. 63. 74. 92(<), »3(2). 101. 137. 138. 139. 146. 148. I55(2>. 192, I7g, ,73. ,84. 188. 227. 596(2), 537, 598(2). 599. 600. 605. 769. 770. 773. 774, 868, 879. 977. 1000. Ablaß; Ablaßbriefe, falsche. 379. 405. 457. 807. ,, Taren. 1459. „ Verbot. 575. Ablösung, von Zinsen oder Gullen 494. 577. 632. 649. 654. 659. 668. 728. 729(2). 944. 994, ,145. Abschiede, Kosten. 54. 305. „ einseitige Fassung. 420. 421. 422. Absenten, Verbote. 408. 574. 577. — Vgl. Pfrundsachen. Abtwahlen: zu Wcttingen. 1291. Abzug, Abzugsfreiheit. 294. 295. 300. 306 (2). 559, 932. 709. 81». 953. 1287. — Vgl. Herrschaften, gemeine, II. Acherum. 89. 981. Acht, Aberacht, Reichsacht: gegen Wallis. 25. 43. 45. „ Hallau. 47. 48. 133. 134. „ Hans Heinrich von Klingenberg. 315. „ vr. Christoph Winkler. 741. Herzog Ulrich von Wiirtemberg. 51. 69. 85. ,, „ Karl III. von Savoyen. 989. ,, Graf Christoph von Nellenburg. 172. Ackerthaber. 660. Ackertzins. 650. Aemter im Aargau^ s. Herrschaften, gemeine, I. 2. Almeuden, s. Gemeinmarken. Almosen, s. Herrschaften, gemeine. Andreas-Kreuze. 187. Angster, s, Münzen, 2). Ansprachen, von Privaten für Dienste sc. a» Frankreich. 7. II. 30 (2). 44(2), 9g. 91, 175. 209. 217. 218. 219. 276. 278(2). 27g. 283. 284. 362. 373. 974. 441(2). 446. 469. 482. 484. 539. 571. 788. 789. 797. 890. 942. 963. 976(2). 199g, z»70. 1098. 1178. (Ansprachen, Forts.) 1182. 1194. 1219. 1293. 1313. 1319. 1330.1344. 1388. 1389(2). 1482. Vgl. Rechtstage; Solddicnstc; auch O.-R. Frankreich, au Herzog Maximilian Sforza. 279. 818. 819. an verschiedene auswärtige Herren. 29. 151. 216, 1423. Appellationen. 25. 38. 45. 56. 193. 298. 299. 303. 337. 346. 351. 363. 432. 438. 439. 453. 603. 660. 676. III9. 1138. 1373. Arreste, Hafte, Verbote, f. ReligionSsachcu. Asyl, s. Freiheit, Frciung. Aufbrüche, für Solddienste, Organisation. 7. 164. 224. 321(2). „ eigenmächtige. 62. 63. 151.. 482. „ Verbote. 945, 952. Vgl. Solddienste. Aufläufe. 360(2). Z79. 379. 377(2). 394. 39g, Nusrührer, in Italien. 10. 12. Aufwiegler, s. Solddienste. Augustiner, s. Orden. Ausfuhrverbote. 356. 362. 363. 419. 427. 428. 431. 432. 1148. 1tt>5. 1166. 1167. 1330. 1341. — Vgl. Herrschasten, gemeine, VI. 1); auch Viehhandel. Ausreißer. 98. 104. 107. 120. 126. 130(2). 182. 183. 184. 185. 190. — Vgl. Solddienste. Aussähige, Sondersiechen. 313. 739. Avoucrie. 1145(2). B. Backöfen, herrschaftliche. 291. 369. 1371. 1378. Bäder: zu Baden, s. Herrschaften, gemeine; Baden. Banditen, Verbannte, Flüchtige: „ Ausschluß von eidg. Gebiet. 21. 1498. — Vgl. Bauernkrieg. „ Aufenthaltsbewilligungen, s. Herrschaften, geineine, VI. 1). „ Mailändische insbesondere. 70. 71. 72. 81. 102. 106. 112. 121. 122. 125. 129. 180. 182. 210. 262. 324. 330. 427, 430. 440. Materien-Register. Bann, Kirchenbann. 66. 82. 84. 90 (d). 91(5). 276. 321. 433. 446. 447. 498. 984. 1297. 1305. 1306. „ in politischen Händeln. 90. 91. 97(2). „ wegen Geldschulden zc. 198. 321. 379. 382. 405. 408. 437. 575. 642. 645. 658. 807. 1138. „ Jnterdict. 408. Banngeld. 660. Bannschatz. 650(2). Barfüßer, s. Orden. Baubeschränkunge». 630. 632. 649. 668. 711. 732. Bauernunruhen: 1) Bewegungen im Innern, s. gemeine Herrschaften, Thurgau; — ferner O.-R. Bisth. Basel, Abtei St. Gallen, Solothurn, m. 2) Bauernkrieg in Deutschland. Unruhen in den Gebieten von Stühlingen (Lupfen), Hegau. 437. 488. 491. 509. 510. 515. 517. 525. 527. 528. — Vgl. Hegau, im Hegau. 509. 51». 515. 517. 527.528. 598. 611. 625. 626. 628. 647. 684. 685(5). 686. 687. 692. 700. 701. 702. 703. 763. 810. im Kleggau. 515. 516. 527. 693. 697. 698. 7N0(»). 744. 745. 746(2). 751. 756. 757(4). ?58(«). 759(->). 791. 797. 798. 800. 801(2). 802(2). am Bodeusee. ßI5(2). 625. 628. im Allgau. 625. 628. m den Herrschaften Fürstcnberg und Schclleuberg. 688. 699. im Schwarzwald (St. Blasien m.). 523. 525. 528. 547(2). 625. 628. 647. 661. 663. 665. 692. 695. 701. in Waldshut, s. O.-R. Oesterreich; Waldshut. im Breisgau. 663. 665. 666. 678. 679(»). 680 (2). . 631. im Sundgau. 664. 666(4). 677. 679 (2). 680. 681. 698. 735. 736. 737. 738. 759. 760. 764. 766. 767. 768. 769. 770. 774. im Elsaß. 663. 664. 665. 673. 677. 680. 698. 735. 736. 737. 738. 759. 760. 761. 764. 766. 767. 768. 769. 770. 774. in den Markgrafschafte» Bade». 678. 681 (2). ^l». Einwirkung der neuen Glaubenslehre. 510. 525. 527. 547. 626. 685. 757(2). 758. 759. Betheiligung eidg. Uuterthauen. 488. 510. 516. 517(4). 541. 615(2). 758. 759. 763. 766. 767(2). 79g. 769(2). 770. 773. 774. 791. 796. 801. Gerücht über einen eidg. Angriffsplan gegen Oesterreich. 883. Neutralität der Eidgenossen. 510. 517. 570. 615. 625. 665. 673. 694. 701. 757. 758(2). 75g. 799. 797. 768. 769. 770(2), 77g, 774. 79g, ggg. Wehranstalten der Herrschasten. 510. 625. 628. 699. 701(2). 702. 757. 753. 760. 761. 764. 768. 797. 798. 801. 802. (Bauernkrieg, Forts.) Metzeleien im Elsaß. 665(2). 673. 679(2). ggl. 764. 768. 769. Hülfsbegehren an die Eidgenossen: von Seiten österreich. Regierungen. 487. 488. 510(2). 541. 570. 664. 670. 678. 679. 687. von Bauerngemeinden. 666. 685(2). ggg, 99g. 995. 698. 702. 757. 759. 766. 768. 769. 770. Werbungen in der Eidgenossenschaft. 758(2). 75g, 799. 767(2). 768. 769. Vermittlung durch eidg. Botschaften. 516(2). 517(2). 522(2). 523. 529. 530. 541. 615. 626. 647. 663. 664. 665(2). 666(2). 677. 9?8(»). 679('). 680(2). 681(2). 994. 685. 686. 687. 688. 693(2). 994. 695. 697. 698(2). 999. 79g. 7g). 792. 735. 736. 737(2). 738 (S). 739. 744. 746. 756. 757. 758(4). 759(2). 76v(S). 761(2). 764. 737. 7g8. 769. 770. 801. 802. 832. 833. Vermittlung des Markgrafen Philipp von Baden. 768(2). 769(4). 770(2). 774. Strafen gegen die Bauern- 763. 768. 770. 789. 800. 801. 330. 832. Anstände und Vergleiche mit den Bauern. 628 (2). 647 664. 666. 677. 678(2). 679('). 68»(°). 681.687. 693. 695. 697. 698(2). 699. 701. 702. 735. 736. 737(4). 744. 745. 746. 751. 757(2). 758. 759(2). 760 (2). 73, (»). 734. 73g. 796. 800. Flüchtlinge in eidg. Gebieten. 739. 740. 752. 754. 764. 767. 791. 796. 798. 80«. 810. 834. 877. 380. 883(2). 1293. Verleumdungen gegen eidg. Vermittler. 828. 832. 833.835. Gerichtsklageu dagegen und Strafen. 832. 833. 835. Vgl. O.-R. Oesterreich; Schaphausen; Zürich, w. Bauten, s. Brücken; Straßen; Herrschaften, gemeine. Bäume, als Marchzeichen. 41. 1313. Batzen, s. Münzen. Begräbnis;, in geweihtem oder ungeweihtem Erdreich. 615. Beistände, Anwälte, Sachwalter. 204. 504. Beleidigungen, gegen fremde Gesandte. 74. 203. Belohnungen, fürBoten, Bevollmächtigtem. 172.—Vgl. Geschenke. Benedictiner, s. Orden. Bergwerke. 85. 87. 88. 206. 286. 295. 321. 322. 362. 596. 700. Zehnten. 87. 362. 700. ' Richter. 87. 88. 362. 596. „ Ordnungen. 87. 88. Berichte, s. Briefe; Gesandtschaftsberichte. Besetzung und Bewachung von Schlössern. 6. 8. 51. 54. 67. 71. 80. 89. 137. 146. 172. 176(2). 179. 199. 204. 279. 312. 313. 315. 320. 330. 331. 383. 428. 429. 430(2). 499. 497 442. 4gz. 491. 497. 59g. 626. 636. 690. 751(2). 791 792. 829. 855. 867. 1086. 1117- 1131. 1311. Materien-Register. (Besetzung u. Bewachung v. Schlössern, Forts.). Säumnis! einzelner Orte. 312. 320. 33 l. 430. 437. 442(2). 480. 823. 8K7. 933. 10K9. 1113. 1153. Vgl. O.-R. Gottlicben; s. auch Herrschaften, gemeine, VI. 2. 4. Besthanpt. 297. 298. «51. 994. — Vgl. Fall. Bettler. 151. 210. 264. 313. Bilder, Bilderstürme?c., s. Religionssachen. Bildhänser, als Marchsteine. 811. Bisthiimer, s. O.-R. Basel, Chur, Conio, Constanz, Genf, Lausanne, Sitten. Blattysli (Fische). «42. Bodeuzinse, Grundzinse. 339(2). 451. 494. 55«. «32. «49. 654(«). «59(S). «60. 668. 709. 719. 720. 747(2). 884, 947. 948. 950(0). 968. 984. 989. 995. 1144. 1145. II«0. II«I. 1IK2. 1378(»). Blutharst (Freiknechte). 15. Bäspfenning,. Steuer. «42. «45. 675. «77. Boten, Posten, fremde. 161. 163. „ eidg. Läufer, bei Volksansbriichen ?c. IK4. — Vgl. Solddienste. Botenlöhne. 509. «70. «31. Botschaften, Gesandte: I. Auswärtiger an die Eidgenossen: 1) von den Päpsten Leo X., Hadrian VI. und Ele- mens VII. Allgemeines. 223. 963. Eapin (?). X. 9K7. Falconus, Gnilelmus (Wilhelm de Falconilms). 10. 34(2). 47 f,2. gz. 73. 74. 84. 112. 158. Philonardns, Ennins, Bischof von Veroli; Verulan, B.u.Vernlam. «2. 67(2). 7». 71(2). 74. 73, 79(2). 84. 87. 90(2). 94. 95. 96. 97. 101. 117(2). 122(2). 130. 146. 155. 158. 159. 162. 163. 165. 176. 177. 178. 185. 22«. 295. 237. 299(«). 300. 306. 307. 310(2). 319(0). 322. 326(2). 994. zgz. 394, 4,4. 417. 420. 424(2). 45,. 494. 474. 943, «18. «19 (°). «20. «2«. «27. 811. Pncci (Pnccens), Antonius, Bischof von Pistoja. 7. 9(2). 40(7). 42. 43. 14, IN, 34(0). 44. 47. «3. 64(2). ,«7. — Vgl. P.-R. 2) von römischen Königen oder Kaisern (Karl V. und Ferdinand I.). Allgemeines. 7. 13. «8. 74. 84. 150. 166. 168. 172. 234. 320. 431. 528. 547. 682.810(0). 1280(2). 1293. 1294. 1441. Bergen (Siebenbergen, Zevenberghen), Marimilian, von. 25. 33. 73. Vrunner, Hieronymus. 73. Hugo, Bischof von Eonstanz. 25. Friedingen, Hans von. 1278. 1292. 1293. Fuchs, Ehristoph. (701. 758). Fiirstenberg, Graf Friedrich von. 1292. 1293. (Botschaften, I. Forts.) Habsberg, Ulrich von. 953.963. 1023. I02S. 1292. 1233. Homburg, Wolfgang (Wolf) von. 25. 33. 73. 15g. 160. 31«. Landeck, Hans Friedrich von. 796. Mecklenburg, Herzog Heinrich von. 25. 33. Mettene (?), Johannes von. 160. Montevaur, Graf Laurenz von. 160. Montfort, Wolf von. 509. Mure, X. de la. 139. Reichenbach, vr. Wilhelm von. 510, 517(2). 518(0). 524. 525. 526. 534. 536. 656. Schilling, Sebastian. 509. Schinner, Matthäus, Cardinal, Bischof von Sitten. 73. 74. 75. 76. Stnrzel, vr. Jacob. 9. 25. 33. 66(2). «7. «8. 73. 159. 160. 264. 316. 531. 532. 539. 541. 557. 559. 570(0). 571. 578. 583. 615. 625. 656. 670. 683. «38. 701. 737. 796. 953. 963. 968. 1023. 1028. 1292. 1293. Sulz, Graf Rudolf von. 73. 159. 160. Snter (Suiter), Veit (Vit). 9. 25. 33. 49. 51. 66. 67. 68.73.137.138.133.146.148.153.157(2). 153(2). 164(2). 4,45. 4644, 47g. 343. 47g. 487 498(0). 488 489(2). 4-,0(2). 498. 549. 517(2). 518(0). 528. 534. Wilhelm, Bischof von Strastburg. 159. 16». 3) von England (König Heinrich VIII.): Knight, Wilhelm. 170. 177. 173. 180. 4) von Frankreich (König Franz I.): Allgemeines. 7. 8. 17. 19. 3». 62. 70. 116. 117. 163. 173. 174(2). 226. 237. 242. 251. 252. 256(2). 263. 315(2). 320. 321. 331. 338(2). 347(0). 348. 351. 362(2). 872. 389(2). 393(0). 412(2). 44g. 448. 4Z6. 438. 453. 454. 463. 481. 482(»). 485. 486. 483. 531. 539(2). 540. 574. 599. 615(2). 327. 789. 890. 892. 907. 920. 952. 954(2). 955. 933. 934. 937. 973. 977. 1001(2). 1002. 1007. 1031. >033. 1038. 1104. 1110. 1154. 1156. 1178. 1219. 1287. 1293. 1296. 1319. 132«. 1344. 1373. 1377. 1389(2). 4438. 4433. Ballazol, Raphael. 387. 383. Boisrigault, von. (Daugerant, Ludwig). 296. 318. 335. 340. 350. 358. 366. 374. 391. 406. 41«. 42«. 449. 468. 469(2). 432. 485. 59«. «04. «9k. 751. 788. 943. 952. 955. 966(2). 1011. 1028. 1094. 109«. 1154. >182(2). 4494 484z 1329. 1408. 1424. 1446. 1501. Grangis, X. von. 80. 81. 82. 135. 997. 998. 999. Hennequin, X. von. 1313. Lamet, Anton von. 18(0). ,9, zg(H. 38. 39. 44(H. 45. 59. 60. 80. 82. 92(2). 403(2). 433. 437. Materien-Register. (Votschaften, I. Forts.) 110. 138. 147. 150. 152. 172. 173. 174. 175. 182. 185. 188(°). 190. 131. 134. 13«. Hn». 280. 306. 307. 324. 414. 4«8. 4K3. 482. 1432. Langnedoc, X. von, General. 156. Lavan (?), ltl. von. 1466. 1468. Liancourt, U. von. 1236. Lodi, Bischof (Octavian Sforza). 838. 856. Longuevitle, 14. von. 414. Marcellitt, Gabriel. 485. Merveilleur (Wunderlich), Johann. 130. 131. Morelet, (Moriz?), General. 15». 218. 277. 278. 282. 236. 318. 324. 325. 374. 436. 446. 443(2). 454. 468. 469(«). 482(»). 483. 484. 485(2). 599, 531. 533. 571. 536. 606. 636. 75 l. 772(2). 788. 817. 828. 308. 320 (2). 343. 352(2). 955, 999 (2). 377. 385. 334. 1000. 1011. 1012. 1014. 1032. 1033(2). ,g7(>. 1994(2). 109g. 1938. 1104. 1107(2). il54. H55(»). >i5k(S). 1193. 1131. 1138. 1424. 1446. — Vgl. O.-R. Frankreich. Palisse, N. de la. 15». 151. 156. Savonnieres, !^l. de. 1213. 1313. Savoyen, (Renat von), Bastard, Grandmaitre. 150. 151. 156(2). 157. 158. 161. 173. 181. 183. 131. 134. 136. 200. 206. 21«. 2I7(«). 218. 213(2). 223(2). 224(2). 228. 233. 276(2). 279. 282(2). 236. Senlis, Bischof N. 150. 152. 156. Solieres, ü. von. 1134. Sorman, Caspar von. 383. 406. 605. 858(2). 993. 920. 943. 952. 966. Treytorrens, N. 62. 63. 81. Vangueres, Graf ül. von. 156. Villars, Graf 5l. von. 156. Visconti, Galeaz. 136(2). 133. 150. 151. 156. 136. 856. 5) von Venedig. 363. 1026(2). 6) von den vereinigten Reichsständen, s. Z. 2. 7) vom Schwäbischen Bund. 66. 67. 74. 84. 85. 8) von Fürsten: von Bayern (Herzog Wilhelm). 1023. 1028. von den österreichischen Regierungen: Regiment Gnsisheim, 264. 473. 487. 517. „ Innsbruck. 487. 490. Stuttgart. 487. 430. von Regiment und Ständen von Wnrtemberg: Raminger, Jacob. 253(2). 3) von Burgund, Freigrafschaft (Stände, Herzogin von Flandern, Princessin von Oranicn). 36. 40. 41. 43. 55. 6». 108. 150. 16». 168. 172. 193. 201. 223. 268(»). 275. 230. 335. 337. 333. 346. 468. 485. 582(2). 682. 1156. 1280. (Botschaften, I. Forts.) 10) von Mailand (Herzog Franz Sforza, Regenten). Allgemeines. 263. Castello, Catellone de. 181(2). Cribello (Crivelli), Lncchino (Luighino). 160. 162. 181(2). 183. Moresin, Bernhard (von Lanis). 263. Stampa, Johann Franz. 172. 173. 174. 180(2). 183(2). 184. 185. 202. 203. 206. 208. 216. 218. 224. 229. 231. 233. 234. 244. 307. 308. 347. 349. 350. 11) von Savoyen (incl. Waat); Herzog Karl III.: Allgemeines. 6. 43(2). 55. 71. 216. 254. 314. 349. 389. 425. 430. 431(2). 435. 43g. 443(2). 433. 675. 785(2). 783. 78g. 795. 798. 804. 820. 821 (2). 823. 824(2). 856. 892. 994. 1001. 1003. 1007. 1032. 1038. 1135. 1136. 1305. 1326. 1369(2). 1387. 1388. 1457. 1518. Aymo, von Genf, s. Lnllin. Bell«), Bischof Ü. 480. „Brinsing", Ii. von. 483. Fontane!, ü. 1150. 1189. 1190. 1387. 1401. 1456. Greyerz, Graf Johann von. 1305(2). 1327. Lambert, Peter. 138. 187. 188. Le Mestre Presya (?), 1015. Lnllin, Aymo von. 858. 941. 953. 360. 970. 974. 379. 380(2). 1995 1296(2). 1395(2). 1327. 1456. Loisie (?), ltk. de, 1456. Lnse (?), D. von. 1015. St. Martin, D. von. 1417(2). Mesiere, Ii. von. 803. Moine (Monachus), Jacob. 65. Monneron, U. 316. Moyy (?), Antonie. 1417. Mussey, Bernard. 1327. Perer, ibl. de. 1456. Pingon, X. 4. Piochet, Anton. 940(2). 959. 974. 97g. 939. 1068. 1191. 1192(2). 1338(2). 1350(2). 1351. 1370(2). 1387. Rive, Georges de. 356. Stäsfis, ü. von. 1305(2). 1327. Venner von Romont (N. It.). 340. 385. Villärsel, bl. von. 1305(2). 1327. 1387. 12) von Florenz (Medicis). 74(2). 77. 34. 132. 183. 185. 188. 189(2). 190. 134. 136. 201. 203. 13) von Herzog Ulrich von Wnrtemberg. 223. 362- 539. 548. 772. 14) von Grafen nnd andern weltlichen Herren: Grafen von Arona. 18. 31. 71. 155. 134. 201. 202. 223. 226. 236. 276. 278. 289. 321. 347. 361. 484. 487(2). 497. 506. 625. 787. Materien-Register. (Botschaften, I. Forts.) Graf von Genf. Kit), — Vgl. P.-R. Genf. Graf Rusca. 146. Joh. Jacob de Medicis, Castcllaii von Musso. ll78. 1329. 15) von Bischöfen: Erzbischof von Besanyon. ,08. 488. 525. Bischof von Genf (Pierre de la Beaume). 847. 858. 874. 875. ,082. ,083. I»84. ,100(2). ,1,0. Illl. ,150. ,37». Vgl. Anhang II. ,8) von Städten: Besanxon. 327. 355. ,475. Consta»). 29. 328. 462. 1078. 1103(2). ,120. 1,24. ,125(»). ,,84. ,185(2). ,,gs. 1 ,99. ,203(2). ,2,5. 1225. ,277. 1282. ,285. ,301. ,303. 1334. ,380. 1389. 1397. 1408. 1412. 1424. ,428. ,432. ,438. ,483. Nothweil. 83. 413. Stratzburg. 551. 1443. ,445. Waldshut. 518. 522. 601. 602. 17) von Banern-Gemeinden. 677. 684. 686. 757. 766. 768. II. Gemeinsames: Anträge ans Wegiveisung von Botschaften. 163. 168. 172. 181. 133. 185. 186. 188. 224. 231. 234. 263. 297. 534. 555. 571. 820. Anordnung von Verhaftungen. 306. 307. Klagen über Unruhestiftungen :c. 525. 526. 534. (550). 555. 565. 820. — Vgl. Religionssache», IV. 2; auch O.-R. Oesterreich. Verhöre mit fremden Botschaften, s. P.-R. Stampa, Suter. Verletzungen, f. o. Beleidigungen. III. Botschaften von Auswärtigen an Auswärtige, von England. 1034. „ Frankreich 571. ,, Papst Clemens VII. ,014. IV. Von den Eidgenossen an Auswärtige: 1) nach Italien (Mailand, Rom -c.). 9». 92. 97. 99. 100. 101. 102(2). 103. 105. 106(2). zzg. ,,2. 113. 114. 115. 117(2). 120. 121. 122. 124. 126. 127(2). ,28. 129(°). 130. 131. 135. 136. 137. 133. 140. 389. »ach Mailand resp.Lauis -c. ,99. 203. 208. 210. 2,2. an Grafen von Arona. 856. 866. 2) nach Frankreich. 43. 44(<). 55(2). 5g. 59. 59. 60. 61. 67. 74(2). zgz. ,<55. 276. 676. 691. 696(2). 697. 751. 754. 788. 976. 977. 991. 1000. 1012. 1014. 1031. 1032. von Bern, Freiburg und Solothurn besonders. 483. 484. 485. 486. 3) nach Savoyen, Waat, Lausanne, Genf. I. 2. 43 (2). 71. 138. 139. 260. 337. 338. 612. 775. 776. 786. (Botschaften, IV. Forts.) 798. 803. 809. 848. 849. 853. 854. 863. 940. ,029. 1036. 1083. 1084. ,092. 1,33. ,220. 1296. 1297. ,305. »ach Genf besonders. 776(2). 777. 782. 786. 790. 793. (826). 863. 865(°). 940. 970. 10,5. ,029(2). 1068. 1082. 1084. 1092. ,133. 1,34. 1136. 1189. ,19,(2). 1,92(2). 1296. 1297. 4) nach Burgund. 172. 173. 178. 273. 274. 275. 5) nach Deutschland. 242. 245. 596. 600. 603. 605(4). 615(2). 66l. 736. 746. 760. 828. 832. 835. 836. 1426. 1439. 1440. 1471. nach Lothringen nnd Pfalz. 12,3. nach Constanz. 438. 495. 1282(2). »ach Münipelgard, zu Herzog Ulrich v. W. 521. 522. 750. 751. nach Straßbnrg. 542. 551. 613. 6) nach Flandern. 789. 7) Vermittlnngsbotschafien im Bauernkrieg: von Zürich: 516(2). 517 (S). 522(2). 523. 529. 530. 6,5. 626. 647. 664. 665. 666. 677. 679. 681. 687(2). 693. 695. 697. 698(2). 69g, 799(2), 79,, 702. 744. 746. von Schwyz. 615. von Zug. 615. von Basel. 522. 529. 530. 664. 677. 678. 679. 681. 737. 738. 760(°). 764. 768. 769. von Solothurn. 664. 665. 677. 679. von Schaphausen. 522(2). 523. 529. 530. 6,5. 626(2). 647. 687(2). 695. 699. 700. 701. 702. 746. V. Der Eidgenossen unter sich: 1) von der Tagsatzung an einzelne Orte, zugewandte Stände ,c. (zum Theil wegen Glanbenssachen). 30. 31. 33. 98. 101. 102. ,05. ,38. 145. 168. 171. 172. 174(2). 175. ,76(2). ,78. 179. 185. 186. 187. 199(2). 209. 210. 224. 228(2). 229(»). 234. 237. 240. 249. 251. 253(2). 263. 272. 283. 285. 286. 287. 294. 307. 310. 314(2). 315. 326. 328. 33,. 361. 373. 375 (2). 376(«). 381. 410. 444. 445. 453. 454 (2). 455. 45g. 462. 463. 519. 544. 545—548. 549(2). 550. 551. 552. 553. 554. 555. 560. 570. 740. 750. 751. 762. 763. 764. 771. 773. 777. 798(2). 829(2). 849. 868. 874. 875. 986. 997. 1007(2). 119g. ,123. 1170. 1291. 1293. 1298. 1442. 1448. — Vgl. Z. 2. 2) von V, VI, VII altgläubigen Orten an neugläubige oder neutrale. 519. 540. 54l. 544. 560. 562. 806. 807. 811. 829. 833. 834. 889. 890. 937. 961. 993. 1038. 1048. ,078. 1079. 1086. 1095. ,104. 1,08(2). 119g. 1114. 114g. 1299. ,20,. ,205. 1219. 1274. 1277. 1287. 1288. 1290. 1309. 1313. ,323. 1437. 1439. 1447. 1452. 1467. Materien-Register. (Botschaften, V. Forts,) 3) von neutralen Orten an altgläubige. 1050. 1063. 1064. 1065(2). 1069. 1070. 1071. Vgl. Religionssache». 4) von Lncern. llri, Unterwalden. 1450. 5) von einzelnen Orten oder Bnndesverwandten (vgl. Anhang II.): Basel, Bischof, Stift. 26. 48. 197. 199. 220. 393. 396. 446. 640. 793. 1172. 1176. 1436. Basel/Stadt. 6. 8(»). 521. 551. 580. 609(2). g,g. 1369. 1432. 1436(2). 1443. Bern. 57. 12». 205. 640(2). 786(2). 795 (->), 806. 814. 819. 834. 848. 1004. 1029. 1041 (2). 1060. 1061. 1068 (2). ,,gg, 1192. 1215. I2l7. 1277. 1288. 1297. 1307. 1309 (2). 1323. 1337. 1386. 1401. 1430. 1458. 1471. 1473. Biel. 1422. 1423. 1471. 1472(2). Eonstanz, Bischof, Stift. 38. 75. 102. 176. 198. 313. 317. 362. 393. 396. 446. 470. 556. 830. 889. 975. 1072. 1086. III7. 1157. 1158. 1219. Freiburg. 109. 120. 123. 291. 640. 774. 780. 785. 808. 809. 848. 849. 854. 970. 971. 983. 1010. 1082. 1110. 1134. 1136. 1150. 1190. 1191. 1222. 1301. 1305. 1307. 1326. 1420. 1430. 1432. 1443. St. Gallen, Stadt. 1236. 1436. Glarns. 40. 771. 772. 1333. 1345. 1450. 1470. Granbiinden. 391. 1447. 1466. Lausanne, Bischof, Stift. II. 393. 396. 781. 787. 821. 874. Lausanne, Stadt. 774. 776. 781. 787. 795. 807. 874. 982(2). 1014. 1432. Lucern. 292. 585. 645. 681. 794(2). 864. 1436(2). Miihlhausen. 1149. 1412. 1413(2). 1432. 1433. 1435. 1478. Neuenbürg. 1432. 1436. Neuensladt. 1432. Obwalden. 1351. Rothweil. 1436. Schafjhausen. 519(2). ,g,6. ,472. Schwyz. 864. 1405. 1436. Schwyz und Glarus. 1099(2). Svlothnr». 109. 521. 522(2). 640. 646. 1217. I22l. 1301. 1307. 1420. 1432. Untermalde». 1307. 1308. 1402. Uri. 1323. 1436. Valangin, Gräfin. 754. Wallis. 738. 854. 862. 1435(2). 143« (2), Zug. 1414. 1436. Zürich. 28. 191. 360. 361. 369(2). 378. 385. 463. 464(2). 465. 466(2). 467(2). 561. 503(4). (545). 567. 813. 816. 834. 851. 861. 1045. 1081(2). 1189. 1225. 1244. 1282. 1286. 1288. 1298. 1299. 1307. (Botschaften, V Forts.) 1308. 1309. 1310. 1314. 1321. 1323. 1339. 1345. 1349(2). ,Z67. ,36g. ,335. ,394. ,405. ,4,1. 1417. 1419. 1435. 1436. 1441. 1444. 1455. 1458. 1459. 1473. ' 6) von cidg. Hanptleuten und Knechten in fremden Diensten. 182. 184. 361. 365. 366(2). 367. 389(2). 395. 1156. 7) Botschaften auf Kosten Auswärtiger. 251. 283. 789. 1007. 1110. 1287t Brandstenern, f. Fenersbriinste. Brandstifter, gedungene. 446. Brantlauf. 71. 255. 258. Briefe, Korrespondenzen. — Vgl. Gesandtschastsberichte. Beschlagnahme und Erbrechung. 143. 153. 156. 157. 163. 164.165. 166. 168. 170. 231. 233.234.297.307. 321. 323. 324. 389. 393. 481. 945. 986. 990. 1011. 1017. — Vgl. Botschaften, II. Briefe, falsche. 188. „ Classification: I. Auswärtige an Auswärtigem Papst Clemens VII. an Herzog Karl III. von Savoyen. 809. von und an Botschaften der Päpste. 158. 163. 176. „ „ „ „ des Kaisers (Vit Snter). 157. 158. 163. 164. 170. 172. 489. 490(2). von Lautrec an den Herzog von Savoyen. 1156. von und an mailändische Boten. 180. 181 (2). ,83. 184. 202. 203(2). g31. 233(2). 234(2). g44. 301. 302. vom Schwäbischen Bund an Waldshnt. 601 (2). von Waldshnt an den Schwöb. Bund. 601 (2). von dem Regiment in Stuttgart an Rothweil. 230. von Markgras Ernst von Baden an Boten der vorder- österreich. Städte. 523. von den Vorderösterreich. Städten an das Regiment in Ensis- heim. 522. 523(2). „ „ „ „ an Markgraf Ernst von Baden. 530. von dem Herzog von Savoyen an England. 859. von Bischof Hngo von Konstanz an Herzog Wilhelm von Bayern. 956. von X., Propst von Waldkirch, an den Bischof von Constanz. 481. von demselben an Albrecht von Landenberg. 481. II. Auswärtige an die Eidgenossen: 1) von Päpsten, Legalen und Kardinälen. Allgemeines. 7. 10(»). 11. 34. 44. 47(2). 62. 63(2). 79(2). gl. 97. III. 112. 141. 153(2). 154(2). 175. 177(2). 178. 295. 299. 310. 3I9(>). 322. 326(2). 391. 393. 417. 420. 424(2). 471. 619. 626. Materiell -Register. (Briefe, II. Forts! Vreven und Bullen, von Leo X. 10. 63. 79. 85. 86. 87. 110. 112. 117. 118. 119. ,, „ „ von Hadrian VI. 194. 195. 196. 216. 218. 299. 319. » „ „ von Clemens VII. 391. 420. 423. 424. 471. 472. 539. 542. 556. 613. 618. 619(2). 79g. 792. 793. 839. 1011. 1013. 1037. 1039. 104». 2) von Kaiser Karl V. an gemeine Eidgenossen. 13. 50. 51. 68. 137. 139(2). 149.. (153). 157. 160. 178. 224. 226. 227. 262. 305. 315. 347. 1280. von demselben an Zürich. 7. 9. 13. 50. 51 (2). ggf»), 149. 226. „ „ „ Bern. 335. „ Lncern. 146. 147. 162. „ Basel. 336. „ „ „ Schasfhansen. 153. von Erzherzog Ferdinand an die Tagsatznng oder einzelne Orte. 252. 317. 357. 358. 359. 517. 598. 613. 614. 746. 760. 880. 885. 1000. 1002. 1299. 1312. 1340(2). 1344. 1467. 1469. 1470. von Reichsständen und Reichsrcgiment. 50. 51. 175. 259. 880. 881. 882. 887. 1237. 1271 (°). 1293. von kaiserlichen Botschaften. 148. von Boten Ferdinands. 312. 316. 419. 424. 518. 536. 578. 625. 689. 968. von päpstlich- kaise rlich en Heerführern. 128. 135. 137(2). 138. 868. von Herzog Karl von Bonrbon. 470(?). 3) von König Heinrich VIII. von England. 168. 170(2). 224. 227. 4) von K. Franz I. von Frankreich. 82. 103. 104. 110. 116. 156(2). 251. 252.253. 264. 268. 276. 277. 296. 300. 330. 331. 347. 356. 358. 373. 374. 416(2). 426. 427. 436. 446. 449(2). 4gg(2). 470. 484. 485. 531. 532. 533. 571. 586. 599. 600. 908. 963. 966. 1000. 1001. 1023. 1026. 1028. 1031. 1032. 1070. 1107. 1372. 1428 (»). 1466. 1469. von Königin Louise, Rcgentin. 605. 606. 790. 832. von französischen Botschaften. 156. 183. 296. 350. 366. 391(2). 406. 426. 485. 858. 966. von Galeaz Visconti. 855. von französischen Statthaltern und Heerführern in Mailand. 8. 14. 62. 74. 361. 362. 365. 366. 367. 395. 426. 430. 449. 586. 1155. 1168. 1182(2). 1194. vom Markgrafen von Salnzzo. 1011. (Briefe, II. Forts.) 5) vom Schwäbischen Bund an gemeine Eidgenossen oder einzelne Orte. 69(2). gg ggg ggg 598(2). 887. 1267. 1280. 1293. 1425. 6) von Fürsten: von Herzog Wilhelm von Bayern. 121. 881. 884. 885. 1335(2). von Herzog Ludwig, Pfalzgraf. 1335. von Markgraf Philipp von Nied er-Baden. 768. 769. von österreichischen Regierungen: Reg. Ensisheim. 217. 219. 250. 254. 359. 407. 678. 679. 737(2). 759. 761. 769(2). 779^. 773. 1086. 1267. 1280. Reg. Innsbruck. 69. 70. 472. 516. 1219(2). 1221. 1225. 1267. 1280. 1312. 1318. 1344. 1423. 1425. Regiment Stuttgart. 193. 203. 255. 259(2). 1335. von österr. Rüthen, Commissaricn und Befehlshabern im Bauernkrieg. 598. 625. 647. 687. 698. 701 (2). 758. 759. 764. 767. von Ulrich von Habsberg. 396. 763. 1023. von Burgund (Habsbnrg, Oranien): von Erzherzogin Margaretha. 268. 789. 1154. von Princessin Philiberta von Oranien. 150. 268 (2). 315. 35». von Herzog Franz Sforza von Mailand. 160. 236. 242. 243. 250. 261. 497(2). 506. 507. 797. 800. von Herzog Karl III. von Savoyen. 239. 281. 308. 389. 425. 482. 1020. 1021. 1297. 1399. 1400. 1401. 1416. 1417. von savoyischen Botschaften. 980. von Gesandten von Florenz. 182. 183. 189. 201. 203. von Ständen der Landschaft Würtemberg. 259 (2). von Herzog Ulrich v. W. 69. 70(2). 79, 87. 255. 362. 531. 549. 673. 694(2). von demselben an Lncern und Solothnrn (zugleich oder einzeln). 274. 275. an Basel. 288. „ „ a» Zürich. 597(2). 7) von Grasen und andern weltlichen Herren: von Grafen von Arona. 202. 219. 1055(2). von Markgräfin Johanna von Neuenburg. 1373. 1377. 1412. von Gräfin (Claudia), von Valangin. 42. 754. von Graf Rudolf von Sulz (an Zürich). 527. von Eastellan von Musso. 1040. 1072(2). 1281. von Freiherr (Hans) von Mörsperg und Belfort. 1064(2). 196 Materien-Register. (Briefe, II. Forts.) von ungenannten deutschen Grafen und Herren. 1155. 8) von Bischöfen und Aebten: von Bischof und Stift Co »stanz. 47. 75. 8g. 97. 257(0). 343. 344. 385. 451 (2). 59z. 571. 615. 885. 985. 1183. 1220. 1221 (»). von Bischof und Stift Basel. 8(»). 79. 207. 222. 344. 1241. 1242. von d. Bischof von Gens. 821(2). ^92. 848. von d. Abt von Reichenau (anZürich und Bern). 128«. von d. Bischof (Octavian Sforza) von L 0 di. 838. 840. von Bischof und Stift L ansann e. 42. 774. 775(2). 1234. 1243. 1244. 1251. 1252. 9) von Städten: von Antwerpen. 281. 286. 294. 318. von BesaiiHon. 37 (2). 280. vouConstanz. 89. 23«. 488. 489. 528. 1003. 1004(2). 1119. 1120. 1184. 1185. 1200. 1203. 1287. 1304. 1315. 1381. 1473. von Genf. 821. 827. 847. 1019. 1029. 1030(2). 106«. 1132. 1133. >190. 1296(2). 1297. 1298. 1321. 1322. 1327. 1417. von Lindau. 284. von Memmingen. 1234. von Nürnberg. 305. 356. 671. 676. 751. 754. von Rheinseldcn. 172. von Rothweil. 18. 74. 206. 207. 230. 320. 325. 372. 374. 435. 488. 647. 1230. 1235. 1474. 1475. von Straßburg. 964. 970. 1475. von Ulm. 1236. von Villingen. 193. 195. 687. von Waldshnt, Lanfenburg, Seckingen. 175. 518. 10) von Adel?- und Ritter-Gesellschaften, im Hegau, Elsaß, Sundgau -c. 687. 768. 769. 770. 1125. 1187. 1194. 11) von Hauptleuten deutscher Bauern-Gemeinden. 655(0). 679. 680(2). g8l. 685(0). 686. 688. 692. «95. 757. 768. 769(2). 77g. 12) von geistlichen und weltlichen Privaten: von Or. Wolfgang Capito. 968. 969. von vr. Eck. 473. 476. 477. 490. 505. 512. 5,3. 514. 515. 810. 811. 812. von Desid. Erasmus. 934. 935. von 0r. Joh. Faber. 843. 908. 996. von Gangolf von Geroldseck. 1126 (2). von Hans Jacob von Heideck. 515. 527 (2). von Hans Kloter, Zürich. 231. 233. von Joh. Franz Stampa. 160. von Friedrich und Maximilian Stumpf. 79. (Weniger wichtige sind übergangen). (Briefe, III.) III. Von den Eidgenossen (der Tagsatzung oder einzelnen Orten) an Auswärtige: 1) an Päpste. 10. 14. 58. 276. 279. 280. 362. 374. 379. 391. 481. 484. 964. 977. I0II. von Zürich au Leo X. 95. 96. „ „ an Clemens VII. 839. an Cardinäle. 214. von Zürich au Cardinal Schinner. 215. an päpstliche Botschafter und-Anwälte. 34. 44. 223. 226. 279. 310. 393. 417. 811. 2) an den Kaiser und die Reichsbehörden. an Karl V. 213. 230. 348. 1470. von Bern. 51. au Ferdinand. 317. 614. 656. 733. 913. 1340. von. Basel. 357. 887. an die Reichsstände und das Reichsregiment. 175. - 244. 315. 953. von Zürich und Bern. 1246. 1284. 1285. 1287. 1288. 1380. 1445. von Basel. 1271. an das Kammergericht. 242(2). 244. an kaiserliche und österreichische Botschaften. 146. 316. 615. 689. an kais. Befehlshaber in Mailand. 1072. 1194. 1218. 3) au E ngland. 230. 4) an Frankreich und französische Anwälte. an König Franz 1. 7. 8. 9. 43. 45. 47. 56. 74. 148. 252. 276(»). 278. 279 C). 280(2). 28l.. 282. 289. 307. 310. 315(0). gjg 338.339. 347. 356. 362. 374. 419. 469. 481. 484. 538. 540. 569. 773. 788. 890. 1007. 1023. 1038. 1330. 1446. von Bern, Freibnrg und Solothuru gemeinsam. 162. 280. 327. von Zürich. 38. von Bern. 37. 93. 162. 258. 268. 289. 339. 351. 486. 697. 788. 847. 858. 941. 1084. 1152. von Freiburg. 162. 268. au Königin Louise, Regentiu. 604. 627. 676. 631. an Botschafter und Heerführer ?c. 10. 30. 31. 82. 12l. 136. 142. 175. 225. 276(2). 278 .273. 280. 282. 318. 321. 356. 361. 469. 772- 817. 828. 890. 1012. 1168. von Zürich. 217. 228. 233. von Bern. 325. 374. 414. .II 55. II 56. 1326. 1138. an Statthalter in frz. Provinzen: von Bern, Freiburg und Solothnrn. 162. 280. von Bern. 162. 268. 339. 1084. von Freibnrg. 162(2). 268. an den Kanzler. 469. an Robert de la Marche: von Bern. 586. Materien-Register. (Briefe. III. Forts.) 5) an Venedig. 25». 252. 254. 362. 367. 368. 374. an Franz Gnicciardini. I»I4. 6) an den Schwäbischen Bund. 67. 84. 262. 3»6. 307. 308. 3l». 596. 1267. von Basel. 887. von Bern. I4S5. 7) an Fürsten: an Bayern (Herzog Wilhelm). 881. 912. 913. 996. 997. an Oesterreich (Regierungen und Commissarien): an das Regiment in Ensisheim. 25». 254. 679. 680. 761. 768. 769(2). 1062. 1267. von Basel. 769. 737. 759. 760. an das Reg. in Innsbruck. 472. 1219. 1267. 1423. an das Regiment in Stuttgart. 187. 255. 262. von Zürich und Bern an alle drei Regg. 1423. 1425 (2). von Zürich, Bern »nd Constanz. 1380. an österreichische Botschafter: von Zürich. 518. an Ulrich von Habsberg. 172. 250. 254. 481. an Befehlshaber im Bauernkrieg. 625. 628. 647. 685. 694. 753(2). 764. 767. 768. an Herzog Ulrich von Würtembe rg. 43. 45.67. 74. 84. 251. 255(2). 994. 35g. 511. 525. 570. 661. 669. 690. von Zürich. 549. 597. von Bern (an Ulrich oder dessen Amtleute). 69. 275. 288. 663. 672. 695. von Bern, Freibnrg und Solothnrn. 45. von Lucern. 275. von Basel. 274(2). 275. 522. von Basel, Luccrn und Solothnrn. 287. an Burgund (incl. Oranicn). an Erzherzogin Margaretha. 789. von Bern. 263. an das Regiment. 321. 351. an die Princessin von Oranien. 45. 226. 315. 321. 339. 350. 449. von Bern an die Princessin. 60. 226. 268(2). 335. 339. 351. 358. 1156. von Bern und Freiburg. 747. an Mailand (Hans Sforza), an Herzog Franz. 487 (2). 497 (2). 788. 790. 856. 857(2). ,168. an Maximilian Sforza. 280. von Bern. 819(4). an Hieronymus Morone: von Bern. 605. an mailändische Amtleute. 211. 225. an Savoyen (incl. Waat), an Herzog Karl. 138. 146. 284. 308. 315. 338. 362. 393. 419. 449. 468. 469. 482. (Briefe, III. Forts.) von Bern. 2. 4. 45(2). gs^s). 345. 316(2). 318. 319. 348. 349(2). gg2(S), 4,4 42g. 425. 426. 431. 443. 470. 775. 776. 777. 780. 785. 786 (2)- ggl. 847. 865. 940. 941. 971. 1066. 1132. 1133. 1151. 1152(2). 1190(2). 4ig2. 1193. 1276. 1296(2). 1297. 1305. 1327. 1338. 1339. 1350. 1370(2). 1387(2). 1399. 1400(2). 1415. 1416(2). 1417. 1456. 1457(2). von Freiburg. 1387. 1457. von Solothnrn. 808. von Bern und Freibnrg. 240. 1068. 1370. 1387. 1399. 1400(2). an den Landvogt der Waat: von Bern. 94. 239. 449(2). 129g. von Bern und Freibnrg. 239. 282. 494(2). von Bern, Freibnrg »nd Solothnrn. 93. 94. 494. an Amtleute der Waat: von Bern und Freibnrg. 747. 981. an L othringen: von Bern. 327. 8) an Grafen und andere weltliche Herren. an Grasen von Arona. 219. 281. 856. 866. 1037. 1055. 1094. 1169. von Bern. 202. 219. an Gräfin Hl. von Montferrat. 1048. von Bern. 1048. an G raf Wilhelm von Fürstenberg. 43. 45. 294. von Basel. 274. 287. 283. 289 (°>). 317 (°>). 318(«). an Grafen von M 0 nts 0 rt: von Lucern, Schwyz und Glarus. 987. an Gräfin Ruf ca. 53. an Gras Rudolf von Sulz: von Zürich. 516. an Freiherrn Johann von Mörsberg und Belsort. 1063. an den Castellan von Musso. 1037. 1072. 1178. 1180. 1279. 1291. an den Castellan von St. Hippolyte: von Bern. 349. an Herrn bi. von Vara: von Bern. 349. 9) an Bischöse und Aebte. an Bischof und Stift Basel. 689. 796. an Bischof und Stift Constanz. 29. 97. 137. 179. 262. 263. 541. 571. 985. a» den Bischof von Genf: von Bern. 1037. 1066. 1069. 1132. 1370. von Freibnrg. 1083. an Bischof und Stift Lausanne. 276. von Bern. 42. 260(2). izgg. 1235. 1245. 1250. 1251. Materien-Register. (Briefe, III. Forts.) von Freiburg. 324. 341. von Bern und Freiburg. 11(2). 494 (»). von Bern, Freiburg und Solothurn. 494. 782. an Octavian Sforza, Bischof von Lodi. 25. an den Abt von Bellelay (Nicolaus l.): von Bern und Freiburg. 443. von Bern. 65(2). an Abt von Citeaur. 14. an den Abt von Reichenau: von Zürich und Bern. 1284. 128«. 1381(2). 1382(2). 10) an Städte und Landschaften. an Antwerpen: von Lucern. 25«. an Augsburg: von Zürich. 116«. an Besanyon: von Bern, Freiburg und Solothurn. 280. 327. von Bern. 366. an Eonstanz. 488. 489. 498. 1087. von Zürich. 1070. 1200. 1203. 1284. 1288. 1304. 1318. 1414. an Genf. 469. von Bern. 4. 821. 941. 960. 1029. 1030. 1066 (»). 1083. 1084. 1100. II32. 1152. 1190(»). 1192. 1276. 1296. 1297. 1322(2). 1328. 1351. 1400. 1416. 1417. 1457. von Freibnrg. 866. 1189. 1457. von Bern und Freiburg. 1066. 1305. 1400. an Kleggau: von Zürich. 758. an Luino. 1072. an Mümpelgard. 661. 690. an Nürnberg. 308. von Bern 672. an Rothweil. 18. 262. 278. 282. 307. 310. 323. 372. 488. an Straßburg. 579. 953. 956. an straßburgische Boten: 1447. von Basel. 609. 969. von Bern. 1264. an Ulm: von Bern. 1265. an Villingen. 187. 687. an Waldshut: von Basel. 522. 602. an die Waldstädte am Rhein. 172. an Uferten: von Bern und Freiburg. 747. an Zell. 691. 11) an Adelsgesellschaften und Bauerngemeinden. an die Ritterschaft St-. Georgen-Schilds. 686. an den Adel im Elsaß und Sundgan. 768. 769. an Bauern. 680(2). «86. 687. 768. 769. von Zürich. 527. von Basel. 666. 679. (Briefe, III. Forts.) 12) an geistliche und weltliche Private. an Ur. Wolf Capito. 956. an Ilr. (Johannes) Cochleus: von Bern. 1253. an Ur. Eck. 488. 490. 514. an F. Favre: von Bern und Freibnrg. 981. an Vogt H. zu St. Ursitz: von Bern und Freibnrg. 443. 13) an Unbekannte. 224. IV. Der Eidgenossen unter sich. ->. ab Tagsatzungen oder Conferenzen (z. Th. auch von einzelnen Orten). 1) an eidg. Botschaften, und umgekehrt. 67. 81. 97. 11». 120. 124. 125. 129. 137. 172. 211. 446. 605(2). 974, ,999, 4942. 4939. 1214. 1267. 1274. 2) an eidgenössische Hauptleute und Knechte in Päpstlichem Dienst. 30. 31. 32. 34. 58. 62. 67. 70. 90. 93. 97. 104. 110. 120. 125. 127 (2). 129. 134. 136. 137. 144. an Hanptleute und Knechte in französischem Dienst. 62(2). 74, g9, g2. 93, 97. 102. 104. 106. 110. 120. 136. I73(»). 179. 332. 338. 339. 349. 356. 361. 366. 367. 380. 385. 388 (-'>). 406. 415. 416. 425 (2). 426(2). 53,. 533 55g. 599. 1999. 1901. 1002. 1007. 1010. 1012. 1137. 1154. 1168. an Botschaften und Knechte im Würtemberger Zug. 603. 604. 605. 3) an einzelneOrte und Zugewandte (Bundesgenossen), oder an Gruppen, an Appenzell. 509. 539. 542. 603. 762. an Basel. 48. 49. 81. 299. 347. 412. 533. 909. 1220. 1221. an Bern. 376. 438. 676. 892. 908. 910. 911. 921. 996. 1027. 1058. 1059. 108«. 1088. 1206. 1207. 1208. 1209. 1215. 1236(2). 1267. 1280(2). ,281. an Biel. 65. 480. 484. an Freibnrg. 252. 324. 341. an St. Gallen, Abt. 453. 481. 802. 1009- 1087. 1135. 1408. an St. Gallen, Stadt. 766. 880. 891. 1039. 1041. 1193. 1196. 1205(2). 1219. 1220. 1357. 1358. an Glarus. 1424. an Granbünden, Chnr, ?c. 148. 168. 176 l^)- 179. 182. 307. 311. 363. 395.541. 556- 569. 870. 898. 1024. 1056. 1071. 1085. III«. 1146. an Lucern. 996. Materien-Register. (Briefe, IV. Forts.) an Mühlhausen. 81. 679. 796. an Rothweil, s. III, 19. an Saanen: von Bern, Freibnrg nnd Solothnrn. 82t. 827. an Schasshauscn. 245. 376. 488. 489. 490 (2). 498. 905. 1206. 1221. an Schwyz. von Lncern, Uri nnd Unterwalden. 1452. an Solothnrn. 906. an Uri. 247. 250. 284. 309. 742. an III Waldstätte (2Vs Orte). 1109. an Wallis. 138. 256.395. 605.613.1267. 1270. a» Zürich, Stadt. 31. 43. 46. 163. 165(2). 169. 174. 201. 202. 218. 219. 228. 234. 237. 245. 267. 30». 376. 454. 477. 525. 528. 543. 579. 580. 598. 599. 681. 693(b). 780. 789. 796. 799. 858. 870. 872. 873. 892. 905. 9(18. 913. 914. 946(»). 953. 954. 976. 977. 987. 996. 1025. 1028. 1096. 1153. 1154. 1155. 1198. 1220. 1280. 1281. 1315. an Zürich, Landgemeinden. 39. 40. an die Zugewandten, überhaupt. 163. 337. 4) an abhängige Landschaften, Städte und Dorfgemeinden. an Altstätten, Nheinthal. 1119. 1120. 1405. an Baden, Stadt. 194. an Brenigarten. 438. 663. 796. 799. 1313. 1324. an Burg, bei Stein. 791. 792. an Dießenhofen. 753. 810. 1013. an Einsiedel», Vogt. 453. an die ennetbirgischen Lande. 67. 138. 1267. an Frauenseld. 753. an Klingnau. 373. an Landeron. 762. an Lichtensteig. 1397. an Neuenburg, Stadt. 750. an die Rheinthaler. 541. 762. an Toggenbnrg. 986. 1135. an Wyl. 1013. 5) an Edelleute nnd Gerichtsherren. im Thurgau. 29. 151. 255. 256. 373. 753. in Neuenbürg (Vanrmarcus). 582. 6) an Vögte, Amtleute, Besahungen. an die Vögte insgemein. 172. 251. 337. 338. 603. 1028. 1278. ail Vögte in den freien Aemtcrn. 453. an Vögte zu Baden. 356. 380. an Vögte der ennetbirgischen Lande. 153. 216. 218. 225. 233. 236(2). 242. 247. 250. (Briefe, IV. Forts.) 255. 263. 276. 278. 281(2). zu. Zl2. 330. 339. 347. (350). 362. 430. 470. 484(2). 487, 497. 507. 556. 603. 661. 773. 798. 857. 867. 944. 1001. 1014. 1023. 1038. 1109. 1153. 1154. 1168. 1179. 1194(2). Z2i8. 1266. 1279. 1342. 1408. an Vögte zu Neuenburg. 56. 94. 468. 494. Ivtl. 1118. 1154. an Vögte im Rheinthal. 596. 691. 883(2). 1087. an Vögte in Sargans. 371. 771. 796. 1013. 1027. 1032. an Vögte im Thurgau. 137. 232. 249. 255. 278. 279. 282. 314. 337. 355. 371. 445. 446. 470. 539. 624. 626. 657. 752. 753. 1032. 1039. 1120. 1121. 1181. 1312. 1329. 1389. an verschiedene Beamte im Thurgau. 159. 168. 172. an eidg. Besatzungen in Vogteicn. 137. an Vögte der bernisch-freiburgischen Gebiete. 1137. 1378. 7) au Private, Geistliche, Klöster. an N. ü. Priester zu Aadorf. 1122. au das Kapitel St. Gallen. 691. an Ludwig von Dießbach. 603. an Ludwig von Helmstorf. 1038. an die Klosterfrauen von Münsterlingen. 779. an Hans von Schellcnberg. 1193. an Caspar Vögeli. 1071. 8) von einzelnen Gruppen der Orte. von IV oder III Schirmortcn der Abtei St. Galle». 704. 705. 964. 965. 987. 1055. 1057. 1058. von III Waldstätten. 5(2). 106. 219. 235. 1135. 1165. von IV Waldstätten. 773. 856. 864. 1166. 1332. von V Orten (in Glanbenssachen). 410. 411. 452. 541. 623. 624. 889. 1076. 1077. 1079. 1201(2). 1309. 1368. 1430. 1437(»). 1438. von V Orten in andern Angelegenheiten. 1311. IV. I>. Von einzelnen Ständen, Korporationen oder Personen an die Tagsatzung oder einzelne Orte. 1) von Orten und Zugewandten: von Appenzell. 239. 341. 447. 620. 873. 972. 1230. von Basel. 49. 81. 82. 166. 209. 214. 228. 239. 243. 245(2). 248. 274(2). 275(2). Materien-Register. (Briefe, IV. Forts.) 287. 288(2). 292(S). 293. 318. 321. 325(2). gg6(S). 35g. 3gg. 40k. 421. 448. 454. 466. 533. 534. 542. 552(2). 581. 601. 619. 664. 665(2). ggg, 37g, ggi, 395. 760. 761. 764. 766. 774. 799(»). 816. 869. 874. 878 (2). 895. 907. 908. 911. 920. 977. 1042. 1050. 1053. 1089. 1098. 1170. 1172. 1177(2). 1178(2). 1198. 1214. 1229. 1234. 1236. 1238. 1310. 1439. 1440(2). 1441. 1475. 1476. von Bern. 2. 4(->). 8. ll. 12. 31. 37. 46. 56. 57(«). 62. 63(°). 65(°). 66(2). 99(0). 91. 92(«). 93(2). 97(8). 79-^»), 79g, 116. 120. 123(»). 124. 130. 141(6). 161. 172. 173. 174(2). 7gZ. 186(2). 201. 209. 222. 231. 238. 239(»). 240(2). 248(2). 252. 253(2). 2gg. 260. 264. 270(2). 272(2). 273. 275. 282. 285. 286(2). 288(2). 399. 318(2). 323(2). 327. 333(2). 334^. 335(2). 33g. 339. 344(2). 359. 355 (S). 366. 380. 385. 386. 39»(»). 391. 406(2). 414. 415(2). 4,6. 422. 425. 42k(->). 428. 431. 433. 434(2). 443. 44g. 443. 449(°). 450. 469. 480(2). 435. 436. 515. 516. 517. 542. 544. 549. 597. 606. 614. 620. 628. 639(2). 640(2). 646(4). gg(j(»). 663(4). 335 372. 676(2). 395. 393. 697(6). 742. 754(2). 759. 737, 733. 779. 775(6). 776(4). 777. 735. 783(4). 795. 799. 804(4). 807. 809. 818(6). 819(2). 820. 822. 826. 830. 854. 858. 863(2). 335(2). 866. 869. 873. 874(2). 339(2). 393 (2). 910(2). 973. 929(2). 947. g59(2). 939(2). 965. 967(»). 971. 977. 978. 980. 983. 986. 995. 1002(2). 7995(2). 7018.1025. 1026(4). 1027. 1029(6). 1031.1033. 1034. 1037. 1047 (2). 1059. 1060. 1066(4). 1067(2). 1077(2). 1082. 1083. 1086. 1088(2). 7999(0), 7997. 7993. 7799. 1102. 1113. 1132(21. 1133. 1134. 1136. 1 138(2). 7 152. 1155(6). 1156(2). 1165. 1166. 1188. 1189(2). 1190. 1191(2). 1196. 1299. 1210. 1211. 1212. 1216(2). 1219. 1227. 1233(2). 7934, 7-735, 7236(2). 1242. 1245(2). 1246. 1265(2). 7377. 7339, 1281(2). 7285, 7283(2), 7294(2). 1299. 1300(2). 1301. 1302. 1303. 1305. 130«. 1397(5). 1308(5). 7372, 7373. 7,379, 1321. 1322. 1327. 1337. 1338(6). 1344. 1357. 1368. 1369. 1370. 1376. 1377. 1380. 1383. Ig87(°). 1388. 1399(2). 1400(2). (Briefe, IV. Forts.) 1401. 1413. 1416(2). 7427. 7432(6). 1426. 1427. 1430. 1432. 1434(5). 1439. 1440. 1457. 1458. 1465. 1469. 1470. 1471. 1472. 1476(2). 1478. 1479. 1482. 1483. 1484(2). von Biel. 480. 1242. von Chur. 178. 391. 886. 1140. 1229. 1299. (Vgl. Graubünden), von Freiburg. 1. 2(5). 37. 42. 52. 62. 65. 215. 239. 252. 285. 325. 334(4). 358. 449(2). 439, 929. 775, 78ß, 795, 394. 822. 826. 865. 866(2). 889. 941 (2). 1029(2). 1034. 1041(2). 1049. 1061. 1092. 1133. 1155. 1190. 1191. 1217. 1218. 1232. 1235. 1236. 1242. 1246. 1306. 1307. 1308. 1338. 1370. 1399. 1400. 1416(2). 7437 (2), 7439, 7457, 1470. von St. Gallen, Abt. 50. 344. 389. 535. 1165. 1332. 1359. 1396. 1397. von St.Gallen, Stadt. 423.611.891.965.1042. 1088. 1205. 1229. 1233. 1383. 1384. 1434. von GlaruS. 161. 186. 238. 270. 310. 521. 818. 1042. 1099. 1332. 1362. 1363. 1366. .1403. 1424. 1426. 1427(2). 1450(2). 7494. 1483. von Granbünden. 167. 176. 208. 290. 1121- von Lncern. 18. 82. 91(6). 93, 799, 74g. 156. 163. 166. 168. 183(2). 739, 799, 196. 244. 245. 257 (2). 270. 274. 275. 287(2). 288. 292(2). 293. 312. 330. 339. 345. 350. 358. 359. 367. 370. 415. 423. 425. 426(2). 429(2). 449. 527. 611. 742. 802. 819. 856. 928. 1002. 1033. 1058. 1060. 1061. 1095. 1096. 1098. 1155. 1156. 1197. 1246. 1271. 1272. 1307. 1319. 1404. 1405. 1431. 1439. 1464. 1484. von Mühlhausen. 207. 321(2). 325(2). 679. 1088. 1089. 1105. 1229. 1242. 1413. von Nidwalden. 219.272.428.865.869. 1010. von Obwalden. 273. 345. 84». 101». 1351(6). 1431. von Rothweil, f. II. 9. von Schafshansen. 97. 123. 131. 242. 245. 373. 421. 425. 432. 448(2). 499, 575. 529. 536. 628. 647. 685. 693. 700. 750. 757. 759. 766. 767. 873. 945. 972(2)- 1035. 1042. 1169. 1170. 1232. 1238(2). von Schwyz. 28. 98. 145. 165. 224. 227- 229(2). ZZ8, 270. 276. 285. 309. 386. 421. 425. 429. 462. 495. 520. 671. 818. Materien-Register. (Briese, IV. Forts.) 377. 1049. 1099. 1l25(2). ,126(2). ,127. 1130. 1155. 1171. 1179. 1180. 1229. 1356(2). 1357. 1403. 1404(2). ,49g(«). 1410. 1411. 1426. 1440. 1462(2). 1499. von Svlothur». 52. 165. 231. 274. 275. 286. 287. 310. 344. 367. 422. 448. 550. 600. 620. 640. 647 (2). ?gg (2). 7g?, 78I. 785. 869. 873. 878. 977. 992. 1034. 1177. 1217. 1219. >232. 1235. 1276. 1300. 1307. 1308. 1431. 1470. 1471. von Uiiterwalden. 370. 818. von Uli. 5. 170. 189. 190. 262. 285. 287. 311. 312. 415. 422. 429(S): 431. 742. 800. 831(2). 864. 869. 873. 1049. 117». 1288. 1341. 1482. von Wallis. 247. 819. 854. 862. 967. 1220. 1267. 1270(2). 1328. von Zug. 90. 423. 560. 619. 869. 1049. 1332. 1476. von Zürich. 10. 31. 39. 56(2). gg. gg. 71. 73. 91. 116. 124. 164. 166(2). ,67. zzg. 184. 191. 201. 202. 203(2). 208. 2,7. 234(2). 238. 258. 263. 270. 295. 309. 319. 328. 342. 357. 359 (2). 369. 370. 375. 381. 382. 385. 398. 420. 421. 424. 437. 447. 448. 460. 463(2). 4g4. 472(2). 516. 520. 521. 526. 527. 528(»). 535 (2). 536(2). 5Z7. 54g. 55g. 55g. 599. 694. 606(2). g,g. g57. ggz. g?4(2). 693(2). 700. 742. 757. 758.'765. 772. 773. 799. 816. 852. 853. 857. 862. 367. 868. 871. 872. 886. 906(2). <3)7. 919. 954. ggs(S). 971. 972(2). 973. 974. 986. 990. 991. 995. 996. 1002. 1007. 1024. 1025. 1027. 1035. 1036. 1041. 1042. 1050. 1053. 1055. 1057. 1077. 1078. 1091. 1095. 1096. 1123. 1125. 113». 1I3>(<). 1140. 1156. 1165. 1189. 1195. 1198. 1214 (2). 1226(»). 1227ss). 1229. 1236.1237. 1267. 1271. 1272. 1282. 1283. 1285. 1286. 1287. 1288(2). ,299. ,2gg. ,394. 139g. 1309. 1312. 1315. >330(2). ,331(2). 1345. 1356. 1357. 1358(4). 1363. 1364. 1365. 1366. 1367. 1368. 1372. 1383ss). 1390. 1391. 1395. 1399. 1410. 1412. 1413. 1414. 1415(2). 1422. 1434(2). 1438. 1439. 1462. 1483. 2) von abhängigen Städten und Landschaften: von Baden, Stadt. 528. von Bremgarten. 674. 773. 774. 1331. von Burg bei Stein. 536. (Briefe, I V. Forts.) von Frauenfeld. 169. von drei Dörfern in den Freien Aemtern. 472. vo>i Kliugnau. 374. 386. von Lauis. 187. 189. 371. 419. 1388. von Livinen. 867. von Neuenburg. 646. von Toggenburg. 202. 1426. 3) von eidg. Vögten und Amtleuten. 102. 105. 137. 144. 148(2). ,49. ,5z, 155(2). izg(S), ,gg. ,37. i8g(S). 201. 207. 217. 230. 231(2). 233(2). 236. 237(2). 238(»). 242. 243. 246. 261. 262. 276. 278. 284. 296. 311. 312. 322. 323(2). 330(«). 33,. ZZ2. 333. 338. 339. 340. 346. 347. 348. 349. 355. 356. 361(2). 362. 365. 371. 373ss). 374. 380(»). 413(->). 414. 416. 417. 419(2). 425. 427(b). 428(°). 429(4). 431(2). 432. 435. 445. 453. 454. 463(2). 471(2), 4gg(2). 43g 487(2), 497(2). 504. 526. 532. 535. 537(2). 538(2). 580. 596(4). 598. 599(2). g93(S). 611. g2ß. 629. 635. 669. 672. 673. 674. 705.741. 751. 752. 754. 755. 756. 764. 779(2). 789. 790. 791. 797. 798(2). 799. 399(2). ' 801(2). 831(2). 836. 838. 840. 856. 857. 867. 868. 877. 880. 883. 888. 944. 945. 968. 1013. 1022. 1027. 1032(2). 1037. 1054(2). i9g9. 1969. 1971(2). 1972(2). 1086. 1109. 1153. 1155. 1168. I169(»). 1170(2). ii89. 118I. 11-14. 1195. 1196(2). 1204. 1242(2). 1244. 1245. 1278. 13II(»). 1312. 1313. 1314. 1341. 1388. 1404. 1446. 1447. 4) von Bischöfen, Acbten und Klöstern: vom Bischof von Sitten. 1231. 1232. 1270(2). von Klöstern und Aebten. 297. 571. 578. 579. 788. 810. 1116. 1372. 1373. 5) von Hauptleutm und Knechten in fremdem und eidg. Dienst: an die Tagsahung oder einzelne Stände. 31 (2). 32. 34. 46. 62. 64(2). 7g. 79. 92. 194 (2). 107. III. 116- 120. 122. 126. 127. 128. 131. 141. 142. 143. 144(2). 153. 180. 183. 184(2). 185. ,86. 187. 330.332(2). 333. 340. 319. 350. 357. 358. 361. 365. 366. 367. 379(2). 385. 386. 387(2). 388. 390. 406. 414. 415(2). 425. 42g. 531. 532. 557. 572. 599. 605(2). 1002- 1003. 1026. 1037. 1155. 1156. 1168. Materien- l -Register. (Briefe, IV. Forts.) unter einander (in feindlichen Lagern), 112, 113. 114. IIS. 121. 123, 126. von der Besatzung in Luggaris. 180. 6) von Privaten. 34. 196. 201. 237. 244. 323. 324. 373. 753. 867. 1056(2). 1071 von Zwingli. 896. 897. 899. 902. 915. Brückenbauten. 37. Brunnen, als Marchpuncte. 40. 41. 108. Buchdrucker, Buchhändler. 255. 292. 293. 390. 412. 413. 417. 419. 421. 422. 437. 43g. 552. 811. 842. 844. 845. 887. 917. 953. 956. 957. 964. 1053. 1096. 1189(2). 1230. 1265. 1309. 1310. 1466. Bücher, altgläubige. 512. 513. 579. 580. 841. 898. 904. 906. 913(->). 914. 917. 919. 933. 935. 996. 1043. 1049. 1096. 1212. 1223. 1233. 1235. 1258. 1267. 1280. 1309. 1310. 1313. 1466. 1468. 1471. 1483(2). „ neugläubige. 225. 292. 293. 374. 413. 422. 423. 512. 514. 552. 557. 558. 559. 562. 563. 576. 590. 592. 791. 811. 820. 842. 843(2). 844. 877. 881. 885. 8H7. 894. 899. 902. 903. 904. 914. 915. 922. 934. 937. 953. 956(2). 957. 964. 969. 985. 1008. 1052. 1053(2). 1057(2). 1096. 1266. 1278. 1286. 1287. 1319. 1331 (^. 1334. 1466. „ nenglänbige, Verbrennung. 893. 901. 1278. 1286. 1287. 1289. 1292. ,, „ Verbote, f. Religionssachen. Büchsen, s. Geleitbüchsen. Büchsenmeister, s. Herrschaften, gemeine, VI. 2. Büchsenschützen. 13. 224. 373. Bücklinge. 168. Bullen, s. Briefe, II. 1). Bundesbeschwörung, s. Bünde, I. 1). Bundesgelder, s. Pensionen. Bnndeshülfe, s. die einzelnen Bünde; auch O.-R. Bundschuh. 225. 256. 258. 259. 262(2). 354, 639. Bünde, Bündnisse, Burgrechte -c. I. Der Eidgenossen unter einander: 1) Allgemeines; Anrnfungenin Streitfrage», Versicherungen der Bnndestreno, n. s. f. 28. 147. 157. 227. 228. 232. 246. 248. 250. 251. 263. 284. 285. 306. 357. 361. 370. 371. 378(2). 394. 415. 421(2). 430. 435. 437. 446. 447. 459. 467. 471(2). 477. 502. 504. 519. 520. 523. 524(2). 525. 528. 533. 540. 543. 544. 545(2). 54g (S). 547. 548. 549. 550(2). 552. 553. 554(»). 559. 562. 563. 564. 565. 568(2). 57g, 57g. 53g 587. 590. 592. 593. 594. 606. 614. 624. 639. 645(2). 676. 755. 766. 796. 797(2). 79g, 810. 814(2). 815. 816(2), 817. 829(2). 334. 835. 345. 853. 855. 856. 861. 862. 872. 873(2). 874. 881. 898. 901. 903. 904. 914. 916. 917. 918. 919. (Bünde, I. Allgemeines.) 920(2). 937. 938. 944. 953. 962. 965(2). 971. 972. 973. 978. 930. 986. 991(2). 1008. 1025. 1026. 1031. 1034. 1035(2). 1036(2). 4042(2). 1047. 1048. 1049. 1050. 1059. 1060. 1061. 1062. 1063. 1065. 1076. 1077. 1078. 1081. 1082. 1090. 1091. 1096. 1102. 1111. 1115. 1116. 1122. 1126. 1154. 1156. 1180. 1182. 1193. 1195. 1197. 1198. 1201. 1209. 1211(2). 1212(2). 1215. 1216(2). 1217. 1218. 1221. 1222. 1223. 1224. 1275, 1279. 1285. 1294. 1295. 1312. 1319. 1328. 1329. 1330. 1333. 1334. 1337. 1341. 1345. 1352. 1353. 1354. 1356. 1360. 1361. 1362. 1364. 1367. 1368. 1373. 1375. 1376(2). 1379. 1381. 1392. 1393. 1394. 1402. 1403(2). 1404. 1409(2). 1410. 1411 (2). 4443)2). 1427(2). 1428. 1429. 1430. 1431(2). 1432. 1433. 1435(2). Z43g, 1437(2). 4438. 4439. 4443. 4444. 1445(2). 4447 (0). 4459. 4452. 1461. 1462. 1463(2). 1464. 1465(2). 1466. 1467. 1468. 1469(2). 4474. 4474. 447g. 4480,2). Beschwörung, oder Erneuerung, der ältern (vor 1521 geschlossenen) Bünde. 355. 691. 797. 810. 891(2). 952, 955(2). 994. ggg. 963. 964(2). 935. 971 (2). 972(0). 973(2). 974(2). 991. 992(2). 1001. 1428. 1475(2). Verhandlungen über die frühere Ausschließung von Freiburg, Solothurn, Schasshansen und Appenzell. 468. 481. 497. 506. 669. 675. 691. 797. Deutung bezüglich der Glanbensfragen. 814. 835. 845. 861. 891. 904. 917. 952. 1039. 1046. 1047. 1050. 1061. 1062. 1063. 1080. 1206. 1209. 1211. 1218. 1222. 1223. 1224. 1268(2). 1275. 1329(2). 1409. 1452. Verhandlungen über Ausschluß der neugläubigen Stände von der allgemeinen Bnndesbeschivörnng- 810. 952. 955(2). 934. ggg. 963. 965(4). 966(2). 975. 986. 992. 993. 1301. 1102. 1312. 1328. 1353. 1354. 1355. 1428. 1478. 1479. Erörterung der Verbindlichkeit zur Beschwörung (Zürich, Schwyz). 1353.1354(2). 4355(2). 4356 (2). 1357. Besondere Bnndesbeschivörnng zwischen Zürich und Schwyz. 1385. 1403. 1462. Bnrgrechtsbeschwörung der III Städte Bern, Frei- bnrg, Solothurn. 983(2). Beschwörung der jüngeren Bundesvertrage: des christlichen Burgrechts zwischen Zürich »nd Bern 1349(2). 1350. 1434. des christlichen Bnrgrechts mit St. Gallen. 1433. 1434. 1444. Materien-Register. (Bünde, l> Allgemeines; Forts.). Anträge auf Rückforderung der Bünde, gegen Zürich. 364. 526. 532. 534. 662. 1464. Anträge auf Rückforderung gegen Unterwalden. 1402. 4445. 1467. 1469. Vgl. Religionssachen; auch Vorbehalte. 2) Die einzelnen Bundesverträge. n. Aeltere (bis 1520 geschlossene) Bünde, chronologisch ! Bund der III Waldstätte. 568. Bünde mit Zürich. 559. 1353. Bünde mit Glarus. 1393. 1396. Burg- nnd Landrecht der IV Orte mit der Abtei St. Gallen. 353. 554(2). g-jg. g82. 706. 708. 709. 711. 726. 1121. Burg- und Landrecht der sechs Orte mit der Stadt St. Gallen. 553. 973. 1434(2). i4g4. Bund der VIII Orte mit Freibnrg und Solo- thnr». 269. 270. 295. 468. 481. 1010. 1023. 1470. Bund der VII Orte mit Granbllnden (II Bünden). 148. 168. 199. 790. 1054. 1116- 1121. 1146. Basler Bund. 6. 235. 454. 534. 552(2). 738- 101». 1023. 1447. Schafshauser Bund. 134. 167. 177. 468. 481. 554. 971. 1447. Appenzeller Bund. 465. 504. 1467. Mühlhauser Bund. 973. 1273. 1413. 1435. Rothweiler Bund. 6. 13. 32. 103. 235. 413. 414. 435. 964. 973. Vgl. Z. 1 nnd O.-R. Freiburg, Solothuru, Basel, Schaphausen, w. Eidg. Verlommnisse und besondere Bündnisse oder Bnrgrechte einzelner Orte. Pfafsenbries. 592. 1463. Sempacher Brief. 592. 872. 1396. Stanser Verkommniß. 248. 477. 502.592)2). 1353. 1355(2). 1356. 1379. 1396. 1402. 1403. Bern nnd Biel. 992. 1423. 1526. Bern nnd Neuenbürg (auch Valendis). 49. 333. 395. 432. 646. 750. 754. 762. 992. 1428. 1432. Bern nnd Wallis. 1435. Bern, Freibnrg nnd Solothnrn. 2. 66. 75. 938. 1060. 1061. 1062. 1215. 1216(2). 1222(2). 1223. 1234. 1421. 1422(2). 1429. 1430. 1432. 1444. 1469. Bern nnd Freiburg mit Greperz und Saancn. 260. 261. (Bünde, I. Allgemeines; Forts.) Lucer», Freibnrg, Solothnrn mit Neuenbürg. 625. 676. 942. 1428. Freibnrg mit Genf. 1. 2. 940. Solothnrn mit Viel. 992(2). Solothnrn mit Landeron. 38. 213. 750. 879(2). 882. 995. 1001. 1011. 1039. Lncern, Nri, Unterwalden mit Wallis. 1279. 1450. Lncern und Uri mit Mosar (Trivnlzio). 762. Lucern mit Bischof und Domstist Consta»;. 1157. 1158. 1221 (2). Schwyz und Glarus mit dein Gotteshans St. Galle». 1021. 1135. Schwyz und Glarus mit Toggenlmrg. 1135. 1163. 1164. 1329. 1403. 1423. Bünde unter den III rätischen Bünden. (1504). 2) b. Seit 1520 errichtete Bündnisse und Burgrechte: Ewiger Bund der III Bünde. 501. 1502. Schirmvertrag des Abtes von St. Johann mit Schwyz und Glarus. 1022. Christliches Bnrgrecht zwischen Zürich und Bern. (1226). 1334. 1335. 1339. 1345("). 1349(2) 1350. 1381. 1388. 1391. 1404(2). 1444. 1460. 1521. Aufnahme anderer Städte: St. Gallen. 1391. 1433(2). 1434 (b). 1435. 1459. 1464. 1522. 1526. Mühlhanscn. 1413(4). 4433, 1434. 4435. 1522. 1526. Biel. 1471. 1472(2). 1522. 1526. Basel. 1521. Schafshausen. 1521. Pr 0 jecte: Aendernng rcsp. Erweiterung des Landrechts der Waldstätte mit Wallis. 1279.1450. 1451. 1452. Theilnahme Freiburgs. 1470. II. Der Eidgenossen mit Auswärtigen. 1) Aeltere Bundesverträge. Mit Papst Leo X. 9. 10. 12. 15. 32. 35. 36. 46. 47. 62. 67. 72. 74. 77. 78. 79(2). 94. 85. 91. 95. 102. 117. 118. 119. 125. 138. 143. 144. 153. 154. 155. 157. 160. 395. 618. mit dem hl. Stuhl überhaupt. 177. 185. Mit dem Hans Oesterreich-Burgund. Erbeinnng (von I5II). 6. 15. 26. 27(2). 32. 33. 36. 37. 43. 49. 51(2). 55, 37(2). gg(2). 75. 84. 137. 138. 139. 146. 150. 161. 162(2). 163. 165. 166. 168. 172. 178. 226. 227. 250. 264. 266. 268. 275. 315. 316. 335. 197 Materien-Register. (Bünde, II, Der Eidgenossen mit Auswärtigen, Forts.) 338. 33g. 347. 350. 356. 359 (»). 370. 407. 481. 4UV. 510. 511. 517. 518(2). 595)2), 526. 531. 532(2). ggg, 5Z7. 53g, 54,, 557. 559. 565. 566. 578. 582. 583. 584. 598(2). 613. 627(2). 656. 664. 670(2). 685. 687. 694. 701(2). 746. 754. 764. 767. 769. 770. 774. 796. 880. 882. 888. 963. 1043. 1062. 1063. 1064. ItvI. II05. 1127. 1130. 1154. 1180. 1272. 1278. 1281. 1285(2). 1292. 1293. 1295.1302. 1316. 1344. 1423. 1424. 1425. Verhandlungen über eine eidliche Erneuerung. 26. 27. 33. 150. 168. 172. 178. Anträge ans eine Aenderung (zum Ersatz der französischen Vereinung). 84. 670. 689. 696. Mit andern deutschen Fürsten und Herren: mit Herzog Ulrich von Würtemberg. Allgemeines. 29. Lucern und Solothurn. 29. 30. 70. 84. 90- 223. 273. 274. 275. 287. 288. 317. 627. 628. 661. 673. 739. 750. 751. mit Bischof Hugo von Constanz. 134. mit Graf Wilhelm von Fürstenberg. Basel. 274. 275. 287. 288. 289. 294. 299. 317(4). 313 (°). 347. Mit Städten: mit der Niedern Vereinigung (1474). 738. mit Besanyon: Bern, Freiburg, Solothurn. 1. 37. 45. 162. 327 (°). 355(5). ,475(4). mit Florenz. 58. 77. 84. 86. 185. 189. 190. 194. 196. 203. 1^499(2). Mit Frankreich. Verträge von Gens. 19. (31). Ewiger Friede. 15. 18. 19(2). 23. 24. 30. 38. 39. 147. 1002. 1492. 1493. 1499. Mit Mailand. 6. 24. 59. 76. 158. 938. 939. mit den Grafen von Arona. S. O.-R. Arona. Mit Savoyen. Bündnis, der acht Orte. 3. 188. 254. 262. 283. 306. 312. 315. 319. 324. 349. 356. 362. 414. 435. 775. 804. 805. 853. 974. 979. 980. 990. 1008. 1518. Bündnisse der Städte Bern, Freibnrg, Solothurn. I. 3(2). 4. 7. 188. 349. 356. 362. 414. 435. 824. 848. 853. 856. 858. 871. 874. 875. 879. 880. 939. 940. 941. 974. 979. 98». 982. 990. 1008. 1010. 1012. 1014. 1015. 1020.1021. 1084. 1092(2). 1111. 1190. 1191. 1193. 1351. 1387. 1400. 1401. 1415. 1416. 2) Jüngere (seit 1520 geschlossene) Bündnisse, Burgrechte oder Projecte. (Bünde, II. Der Eidgenossen mit Auswärtigen, Forts.) Vereinung mit Frankreich: Vorverhandlungen. 16. 17. 18(4). ,g)3), gg. 27. 28. 29. 30(4). 31(»). 32. 38. 39ss). 40. 44(2). 51. 55. 58. 59. 60. 72. Entwürfe. 17. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 28. Bestand seit dem Vollzug. 62. 72. 77. 80. 81(2). 91. 99. 102. 106. 115. 117. 118. 119. 120. 136. 138(2). 139. 140. 141. 147. 150. 152. 157. 158. 161. 165. 180. 185. 188. 196. 197. 200. 206. 209. 218. 219. 224(2). 227(2). 228. 229(2). 232. 236. 237. 240. 248. 263. 271. 276. 284. 296. 301. 307. 312. 321. 326. 338. 347. 349. 35». 356. 362. 367. 368. 371. 374. 389. 390. 394. 396. 416. 435. 436. 468. 469. 470. 483. 485(2). ggg. ggg, ggg. 604. 606. 616. 627. 697. 954. 955. 963. 976. 1094. 1097. 1104. 1107. III0. 1199. 1213. 1299. 1330. 1377. 1389. 1408. 1491 f. Vgl. O.-R. Frankreich. Theilnahme der III Bünde. 44. 45. 56. 60(2). 164. 176. 183. 208. 219. 251. 271. 312. 387. 469. 1299. 1491. 1493. 1500. 1501. Anträge Auswärtiger zu Bündnissen gegen Frankreich. 161. 224. 227. 326. — Vgl. Z. 1), Oesterreich. Mit Mailand (Sforza). Anträge des Herzogs an die Eidgenossen und die III Bünde. 158. 251. 252. 253. 256. 263. 276. Mit Savoyen. Wallis. 1320. 1516 f. Anträge zu einem Bündnis, mit den V Orten, zum Schutze des alten Glaubens. 1470. Project einer Verbindung mit Waldshut und andern Waldstädten. 543. 544. Project eines Burgrechts mit Strastbnrg. 542. 543. 544. 551(2). 552. 609(2). 610. 613. 737. 738(2). Burgrecht von Bern und Freiburg mit Lausanne: Vorverhandlungen. 774. 775(2). 77g. 732(2). 783. 784(2). 735. 737, 30z. 804(2). 307. 808(2). ,5g5 s, Bestand seit dem Abschluß. 809. 821(2). 827. 848. 854. 356. 865. 871. 375. 879(2). 939. 940. 970. 974. 979. 980. 982. 1001. 1014- 1015. 1422. Bnrgrecht von Bern und Freiburg mit Genf: Bewerbung der Genfer bei den III oder II Städten. 824. 825. 846. 847(2). 848(7). 849. 870. 1016. 1019. Materien-Register. (Bünde II. Der Eidgenossen mit Auswärtigen, Forts.) Bestand seit dem Abschluß. 854. 856. 858. 8K5(>). 8). I285(S). 1289. 1292(2). zg93. 1295. 1301. 1302. 1303(2). 1304(2). 1312. 1315. 1316. 1317. 1318(2). 134(1. 1344. 1423. 1425. 1435. 1448. 1459. 1470. Vgl. O.-R. Bern, Eonstanz, Oesterreich, VI Orte, Zürich. III. Auswärtiger mit Auswärtigen. Papst Leo X. mit Frankreich. 14. 80. 81. 86. 100. 103. 135. 152. 161. 571. Papst Leo X. mit Kaiser Karl V. 35. 36. 75. 78. 81. 84. 95. III. 117. 125. 152. 153. 161. 185. K.Karl V. mit Frankreich. 152. 161. Karl V. mit England. 161. 227,(2). 230. 323. 431. Karl V. mit Venedig, Mailand w. 319. 323. 326. Karl V. mit Savoyen. 483. Frankreich mit Venedig. 100. 250. 368. 531. 571. 604. Frankreich mit Savoycn. 188. Heilige Liga (von Eognac): Papst Clemens VII., Frankreich, (England), Venedig, Maximilian Sforza. 938. 939. 952. 954. 963. 966(2). 967. 1013. Einschluß der Eidgenossen. 938. 939. 952. 954. Pnckisches Bündnis). 1335(7). Burger, auswärtige, Annahme oder Entlassung. 1. 2. 3. 4. 6. 7. 23. 26. 27. 33. 35. Bußen und Frevel, s. Herrschaften, gemeine. C. Eanonicate, Ehorherrenstifte, s. Klöster. Eapitel, mailändische, s. Bündnisse II. Censnren, päpstliche. 82. — Vgl. P.-R. Lescun. Eivilrechtliches, s. Herrschaften, gemeine. Collaturen, s. Pfrnndsachen. Comand (Höriger?), llvl. Eoncilien s. Religionssachen. Consolationen, bischöfliche. 580.830.856.889.1072.1086.1117. Eontingente, für auswärtigen Kriegsdienst. 7. 164. Controleur, französischer. 147. Korrespondenz, s. Briefe. Ereditive, Beglaubigungsschreiben, s. Botschaften; Briefe» Kurtisanen. 66. 372. 374. 379. 405. 437. 446. 458. 575. 584. 717. 748. 1022. 1346. D. Denkschriften: Von Schafshausen, betreffend den Streit mit mit dem Bischof von Constanz. 131, 132, 133, 134. Von Zürich in Sachen der Reformation. 393, 394, 395. 398, 399, 400, 401, 402, 403, 404, 405, 406. 501, 502. 562, 563, 564, 565, 566, 567, 568, 569. 590. 592. 814, 815, 816. 1042, 1043, 1044, 1045, 1046. 1051, 1052, 1053. 1143, 1144. Von den Bischöfen, gegen die Reform. 397, 398. 841, 842, 843. 1231, 1232. 1238, 1239, 1240, 1241 (2). 1242 1243, 1244. Von den altgläubigen Orten. 410, 411. 452. 544, 545, 546, 547, 548. 1080, 1081. Von den Religionsparteien in Glarus. 1360. 1361. 1362(2). 1Z(jZ, IZgz (ZgZ, IZg^ ZM5(2) ZggN(2). Von Zürich und Bern, Entgegnungen. 1363, 1364, 1365, 1366. 1376. 1377. Von Eonstanz, betreffend das Verhältnis) zu Oesterreich w. 1316, 1317, 1318. Dicken, Dickpfenninge, s. Münzen, 2). Diebstähle. 278. 283. 595. Dienstgelder, s. Pensionen. Dingstätten, s. in den einzelnen Bundesverträgen. Disciplin, militärische, s. Solddienste. Disputationen, s. Religionssachen. Dolche, Verbot. 1032. 1038. Doppelvierer, s. Münzen, 2). Drohungen, s. Kriegssachen. Druckschriften, s. Bücher. Duralen, s. Münze». Durchpaß, für Gefangene. 221. Durchpaß, für fremde Kriegslente (Landsknechte w.). >70. 788. 798. 867. 945. 1007(2). 1015. 1017. 1018(2). 1024. 1408. — S. bei den einzelnen Bundesverträgen. Vgl. O.-R. Granbündcn. E. Ehesachen, unter geistlicher Gerichtsbarkeit. 322. 382. 408. 409. 540. 575(2). 577. 889. 1072. 1086. 1117. 1175. 1340. Ungenossen-Ehen, s. Ungcnossame. S. auch Herrschaften, gemeine, und O.-R. Abtei St.Gallen. Ehrenerklärungen. 109. 1005. Materien-Register. Ehrschatz. 198. 352. 353(2). 354. 538. 539. 612. 625. 630. 631. 632. 649. 668. 703. 710. 723. 73». 73t. 732. 884. 989. 995. Ehrtagme». 1099. — Vgl. Frohndienste. Eide, Huldigungen, (.Herrschaften, gemeine. Eideserneuerung unter den Eidgenossen, s. Bunde I. I). Eigenlente, Leibeigene. 198. 220. 250. 265. 269. 433. 461. 506. 524.576(4). 632. 640. 641. 642. 648. 654. 667. 675(2). 708. 810. 942. 989. 994. 1086. Vgl. Besthanpt; Fall; Frohndienste; Laß; Ungenossame, :c.; auch O.-N. Einschläge, s. Lehen; auch Herrschaften, gemeine, VIII. Eisenerz-Gruben. 41. 108. Emdzehnten. 297. — Vgl. Zehnten. Empfehlungen, Fürbitten, Fürdernißbriefe. 18. 25. 26. 33. 45. 94. 138. 134. 199. 216. 224(2). 225. 231. 234. 237. 256. 262. 264. 267. 276. 278. 279(«). 280(4). 284. 310. 315ft>). 318. 325(2). 363. 389. 390. 454. 468. 469(2). 481(S). 552(2). 57,, 57g. 552. 601. 656. 632. 693. 706 (2). 748. 762. 858. 883. 892. 943. 946. 977. 1011. 1012. 1028. 1074. 1113. 1123. 1137. 1153. 1168. 1321. 1343. 1404. 1423. Erbeinung, s. Bündnisse, II. Erblehen. 215. 948. — Vgl. Lehen; Herrschaften, gemeine. Erbrecht der Herrschaft, an Leibeigenen. 354. 433. 612. 630. 635. 711. 712. 732. 1101. Erbsachen. 26. 43. 214. 277. 278. 373. 385. 389. 435. 439. 471. 476. 585. 1071. 1085. 1340. Erbschaftslasten, s. Abzug. Erzschmieden. 65. Esel, in Kirchen. 629(2). Etsch-Sechser, s. Münzen, 2). Ercommnnication, s. Bann. Erspectanzen, Warten, Anwartschafte», s. Herrschaften, gemeine: Neuenbürg, (Ehorherrenstift). F. Fähnchen, in fremdem Dienst. 13. Fähndriche, Eid. 15. Fährenzins. 631. 634. 720. Fall, Todfall zc. 297. 298. 576. 612. 629. 643. 648. 651. 654. 667(2). 684. 708. 709. 728. 884. 348. 951. 968. 989. 1099. 1159. 1160. 1162. 1164. Vgl. Gewandfall. Fastnachthühner. 295. 854. 381. 473. 556. 630. 633. 634. 642. 644. 648. 651. 652. 654. 658. 667(»). 691. 708. 709. 722. 723. 728. 734. 855. 884. 945. 989. 994. 1054. 1099. 1119. 1158. 1159. 1160(2). 4434 4432 1164. 1344. Fehdebriefe. 230. Feldzeichen, eidgenössische. (151). 1432. ,, fremde. 151. 182. 184. Fenster, gemalte. 13. 235. 475. 476. 508. 739. Fenster, geschenkte und erbetene. 48. 67. 94. 97. 177. 179. 213. 214(2). 230. 235. 247. 276. 291. 341. 433.435. 437(2). 434. 532. 616. 658. 632. 762.-857. 883. 944(2). 1001. 1011. 1012. l»23(2). >032. 1074. 1079. 1086. 1II8(»). 1120. 1122. 1124. 1182. 1343(2). 1344. 1381. 1446. 1447. Fenster, zerschlagene. 1187. Fcuersbrünste. 276. 283. 291. 377. 399. 476. 747. 1085. ,, obrigkeitliche Beisteuern. 291. 747. 1121. Fischenz en, Fischerrechte. 214. 215. 461. 643(2). 344, 34g, 652. 659. 660. 667. 884. im Gebiet von Basel. 643. 644. im Bodensee. 29(2). im Rhein. 214. 215. 1181. im Thurgau. 230. im Gebiet der Abtei St. Gallen. 354. 612. 630. 683. 712. 728. in Toggenburg. 1160 (2). 1132. in Sargans. 836. 1147. in Graubllnden. 943. 951. in der Aare. 433. 434. — Vgl. O.-R. Bern, in der Rhone. 1444. 1519. in der Birs. 225. 659. in Unterseen. 1421. in Grandson. 1145. in Murten. 434. Fischer-Ordnungen. 433(4). 434(5). 33g. Vgl. auch Netze. Fischzölle. 265. 266. 642. Fleischpreise, Aufschlag. 978. 979. 1003. 1004. 1169. Flüchtlinge, s. Banditen; Bauernkrieg; auch O.-R. Genf. Flnßpolizei. 214. 691. 1071. Frechtkernen, Abgabe. 654. Freiheit, Freinng, Asyl. 488. 489. 490(2). 491. 511. 515. 519. Freiheit, Verletzungen. 407. 483. Freiknechte, Freiwillige, in fremdem Kriegsdienst. 13(2). 45. 31. 324. Frevel und Bußen, s. Herrschaften, gemeine. Friedbrüche. 214. 231. 460. 498. 74». 750. Friedensvermittlung der Eidgenossen, in Italien (1521). 71. 84. 9». 93. 97. 98. 99. 100. 101. 103(4). 434. 406. 107. 115. 116. 117. 120. 121. 122. 124. 125. 126. 127(2). 428. 129(2). 433. 434, 435. 43g. 437. 440. (152). 180. Eidg. Friedensvermittlung im (1.) Müsserkriege. 788. 790. 797. 823. 849. 850. 997. 998. 999. Friedensverträge der Eidgenossen mit Auswärtigen: mit Oesterreich (und dem schwäbischen Bund), Friede von Basel. 27. 29. 204. 1125. 1130. 1219. 1225. 1267. 1271. 1278. 1281. 1284. 1285. 1292. 1293. 1295(2). 1302. 1316. 1318. Materien-Register. (Friedensverträge, Forts.) mit Frankreich, s. Bündnisse, II. I). Friedensverträge nnter Auswärtigen: Zwischen Papst Clemens VII. und dem Kaiser. 1072. „ K. Karl V. und Venedig. 319. K. Karl V. und Frankreich. 827. 858(2). 890. 892. 957. „ Frankreich und England. 839. Einschluß der Eidgenossenschaft. 827. 832. 858. 890. Friedensverhandlungen zwischen Frankreich »nd der päpstlichkaiserlichen Liga sZnmnthnngen an die Eidgenossen zur BetheiligttNg). 190. 195. 196. 224. 299. 300. 301. 302. 310. 319(»). 322. 326. 39l. 393. 417. 420. 424. 471. Friedgcbote, resp. Nachlaß. 260. 296. 304. 460. 643. 65». 668. 730. l087. 1089. 1099.' Friedgcbote für Geistliche. 303. 409. 575. Friedgeld, französisches, s. Pensionen, 2). Frohndienste, Tagwen. 630. 633. 642. 644(l>). 645. 648. 651(2). ggz. 654 658. 659. 667. 678. 714. 722. 723. 734. 948. 951. 989. 994. 995. 1054. 1160. 1161. 1300(2). Fröschpfenning, Abgabe. 654. Fürbitten, kirchliche. 214. Fürkauf, Barkauf. 93. 731. 732. 978. 1079. 1148. 1167. II68(»). I179(»). 1181. 1194. 1196. 1204. 1218(2). 1226. 1266. 1267. 1389. 1408. 1448. 1482. Fntterhabcr. 633. 722. G. Galgen (Hochgerichte), Aufrichtung oder Beseitigung. 1 1. 225. 1372. Garbenzins. 494. 747. Garden, Besoldung. 43. 59. 61. 175. 217. 219(2). g77. „ Pensionen. 59. „ in französischem Dienst. 43. 59. Garne, s. Neste. Gastmähler, bei fremden Botschaften. 244. 302. Gebietscrwerbnngen : der XII Orte (Mendris, Balerna, Brissago). 6. 8(2). 9. 23. 59. 136. 144. 146. 148(»). 149. einzelner Orte: f. O.-N. Stadt Basel, Solothnrn, Schafshansen. Gebietsverlnste, s. O.-R. Bisthnm Basel, Bisthum Konstanz, Granbünden. Geistliche Güter. 75. 167. 197. 198. 214. 215. 220. 221. 257. 277. 278. 291. 303. 329. 352. 353. 354. 357. 368(2). 369(2). 371. 381.382. 403. 408. 409. 418. 437(»). 438(°). 442. 445. 451. 473. 474. 475. 476. 487. 494(2). 4gg, 504. 505. 506(2). 507. gzg. 539(2), 545. 55g. 576(4). 585. 603. 614. 631. 689. 703. 716(2). 747(2). 743. 749. 779(2). g28. 876. 927. 945. 949. 950. 985. 990. (Geistliche Güter, Forts.) 1027. 1054. 1109. 1111(2). 1116(2). 1117. 1121(2). 1I46(»). 1147(2). 1172. 1173. 1174. 1175. 1176. 1183. 1286. 1328. 1333. 1340(4). 1343. 1347. 1373. 1389. 1397. 1398. 1399. Geistliche Personen: Anthcil an feindlichen Korrespondenzen. 181. 182. 321. 324. 325. 341. 363. 372. 481. Concnbinat. 403. 574. Ausbeutung der Laien. 574. 575. Ausschluß von weltlicher Regierung. 947. 949. Erbrecht der Verwandten. 408. Erbschleicherei, Verbot. 408. 575. Freiheiten: Eremptio» von den ordentlichen weltlichen Gerichten. 346. 372. 507. 575. Befreiung von Steuern, Tagwen, Zöllen zc. 577. 578. 675. 677. 747. 749. 1054. 1116. 1121. 1137. 1146. Anträge auf Beschränkung. 575. 577. 1504. Händel mit Laien. 5(4). 303. 346. 385. 409. 481. 505. 575. 585. 752. 754. 756. 1138. 1399. Händel unter Geistlichen. 489. 519. 520(2). 521(2). 524. 532. 558. 584. Kleidung. 409. 574. Scheltunge». 255. 257. 263. 293. Seelsorgspflichten. 403. 574. Unfugen, Unruhestiftuugen. I. 54. 90. 91. 207. 214. Verbrecher. 257. 575. 1085. VerHaftnahme, wegen Bannbeschwerdcn. 276. „ wegen politischer Umtriebe. 321. 324. 334. 338. 341(2). 348. 481. Vertreter und Gegner der neuen Lehre, f. Religionssachen, besonders IV. 1, 2, 3), auch P.-R. Geleit: für Botschaften und Herren. 182. 188. 189. 190. 194. 203. 206. 216. 218. 229. 253. 263. 297. 306. 312. 316. 320. 414. 473. 518(2). 525. 526. 528. 536. 549(2). 555. 613. 619(4). g20(4). 626(2). 32?. 682. 701. 738. 838. 856. 1023. 1026. 1069. 1088. 1094. 1104. 1107. 1109. 1329. für Marimilian Sforza, Project. 817. 8I8(^). 8I9(S). für Kanfleute. 187. 195. 20». 212. 216. 230. 232. 237. 242. 247. 250. 251. 254(2). 261. 262. 372. 482. 487. 496. 497. 499. 614. 788. 789. 797. 810. 838(2). 868(2). 877. 1000. 1001. 1011(2). für Inden, verweigert. 753. 755. für Fremde überhaupt. 232. 235. 253. für Knndschastsaufnahme. 254. 262. 839. zu rechtlicher Verantwortung. 30. 43. 83. 209. 216. 234. 237. 250. 264. 267. 520. 524. 693. 762. 1028. 1055. 1074. 1136. 1153. 1183. 1195. 1343. 1408. 1412. Materien-Register. (Geleit, Forts.) zu Glaubeusgesprächen. 447. 505. 5l4. 548. 567. 839. 842. 846. 867. 868. 831 (2). 883. 886. 831. 834 (2). 835 (2). 836. 897. 300. 301. 305. 306 (2). 997. g<)8(2), 303(2). 3ll>2). zig, 917, 91g. 924, 925. 995. izgi, 1205. 1203. 1211. 1212. 1217. 1220. 1221. 1224. 1228. 1229(°). 1230(2). 1231. 1232. 1233. 1234. 1235. 1236. 1237. 1238(2). 1242. 1244. 1245(4). Geleitsbüchsen, s. Herrschaften, gemeine; Baden. Gemeinden; Hof- und Landsgemcinden; Versammlungen ic. 473. 474. 478. 507. 611. 612. 629. 630. 632. 635. 650. 653. 669. 672. 682. 706. 713(2). 7,4, 792. Vgl. Herrschaften, gemeine, II; auch O.-R. St. Gallen, Abtei. Geineinmarken; Rechte der Herrschasten und Gemeinden. 612. 633. 650. 652. 653. 655. 723. 733. Gerberie. 984. 1145. 1378. Gerichte und Gerichtsbarkeit: Geistliche, in weltlichen Sachen. 29. 232. 303. 322. (334). 352. 373. 382. 405. 408. 409. 458. 574. 575. 703. in Ehesachen, s. 0. unter E. über Kirchengüter. 408. 539. 575. 703. über fehlbare Priester. 54 (2). 250. 255. 257. 263. 303. 324. 334(0). zzgg, 941(2), 949, 972. 373. 336. 397. 405. 408. 533. 575. 703. 751. 1340. über Wucher. 408. Vgl. O.-R. B. Basel, Ehur, Constanz, ic. Geistliche Gerichte: Verhandlungssprache. 403. 575. Taren. 405. . 575(2). Appellationen. 403. Vgl. O.-R. Bisthümcr Ehur, Eonstanz, -c. Weltliche Gerichtsbarkeit: hohe und niedere Gerichte, s. Herrschaften, gemeine, einzeln. Pfalzgericht des Abtes von St. Gallen. 632. 704. 716. 741. fremde Gerichte. 169. 232. Hofgericht in Rothweil. 29. 32. 47. 48(2). 49. 132. 133. 172. 177. 235. 372. 1473. Reichskammergericht. 204. 208. 888. Schiedsgerichte, s. Rechtshändel. Gerichtskosten. 642. 645. Gesandte, s. Boten. Gesandtschaftsberichtc cidg. Voten, nebst Kundschaften ?c. an Zürich. 5l (2). 364. 463. 464 (2). 547, g,g(2), 599(2) 542. 543 (2). 606. 623. 698. 701. 702. 758. 770. 886. 1120. 1197. 1225. 1226(«). 1227 (2). 1308. 1310. 1321(2). 1333. 1411. 1426. 1476. 1477. 1480. 1481. an Bern. 115. 116. 122. 129. 130. 133. 416. 696.697. 770. 776. 777. 843. 896. 908. 903 (2). gig(2), 911, 1014. 1015. 1016. 1017(»). 1019(0). 1020. 1021. 1031. 1032. 1033. 1088. 1432. 1471. 1477(2). 1478(2). 1479. 1480 (2). 1481. 1482. (Gesandtschaftsberichte, Forts.) an Lucern. 911. 912. an V Orte. 462. 1452. 1453. 1454. an Freibnrg. 854. 865. 1015. 1016. 1017 (»). 1019(2). 1020. 1021. an Solothnrn. 600. 646. 906. 907. 912. an Basel. 102. 103. 156. 157. 274. 275. 307. 1177. an Schafshansen. 375. 376. 638. Gescheidsrechten (?). 660. Geschenke: von Auswärtigen an eidg. Voten und Andere. 46. 157. 244. 266. 280. 302. 795. 1305. heimliche. 227. 300. 615. 625. von eidg. Orten für Boten von andern, oder fremde. 38. i486. 1443. bei Jahrrechnungen. 53. 54 zc. — S. Herrschaften, gemeine: Lauis, Lnggaris. Gewandsall. 65l(^). 994. Gewehre, Zerhauen derselben. 321. Gewerbsconcesnon. 53. Glaser (Glasmaler?). 179. Glanbensfragen, s. Neligionssachen. Goldschmiede, Ordnung. 7. Groß, Groschen, s. Münzen, 2). Grundzinse, s. Bodenzinse; Hofstattzinse. Gulden, s. Münzen. Gülten, s. Zinse. Güter, s. Lehen. .H. Hagelschaden. 453. 516. Hagstolz. 576. Halsherr, Lcibherr. 576. — Vgl. Eigenleutc. Hand, antragende. 576. Handel, Handelschast, s. Kanslcute; Geleit. Harnische. 7. „ Durchfuhr. 217. 788. Hauptlente, Hanptmannschaften^ in fremden Diensten; rechtliche Stellung ?c. 7. 13. 20. 24. 44. 46. 67. 96. 147. 152. 174. 182. 224. 230. 244. 251. 252. 256(2). 264. 277. 279. 306. 307. 321. 324. 332(2). 350. 387. 388.389. 391. 335. 336. 406(2). 412(2). 4^5. 41g 499. 4«1(2). 430. 531. 532. 572. 533. 603. 605. 614. 620. 637. 817(2). 820. 828. 868. 952. 363. 375. 976. 993. 1000- 1001. 1002. 1003. 1006. 1010. 1012. 1013(2). 1024. 1026. 1032. 1033. 1110. 1121. 1137. 1155. 1156^)- 1182. 1198. 1199. 1434. Hauptlente, Eid. 15. Hauptmannschaft im Gotteshans St. Gallen, s. O.-R. Heiden. 313. 582. 595. 601. 626. 882. 1332. Heller, Haller, s. Münze», 2). Herbsthühner, s. Hühnerstener. — Vgl. Fastnachthühner. Materien-Register. Herrschafte», gemeine, der Eidgenossen: Allgemeines: Taggelder nnd Entschädignngcn für die Landvögte. 198. 218. 691. 755. Betrieb einer Verbindung für den allen Glanben. 1227. — Vgl. Religionssachen. I. Vogteien im Aargan. 1) Grafschaft Baden. Archiv, eidgenössisches. 288. (690. 764). Urbar, allgemeiner Inhalt. 242. 247. 691. „ Rechte der VIII Orte. 360. 541. 1340. 1390. Hohe Gerichtsbarkeit: Allgemeines. 49. 346. 848. 360. 370. 378. 376. Z» Weiningen. 360. 370. 376. 384. 395. 399. 435. 445. 502. 524. 527. 532. 556. 559. Gcrichtsvertrag mit dem Bischof von Constanz. 346. 348. 381. Gerichtsvertrag mit Zürich. 435. 445. Märchen gegen Regensberg (Zürich). 1182. II87. 1189. Streit mit Schenkenberg (Bern). 49. 50. 212. 1343. Rechte in Birmensdorf (gegen Bern). 1340. 139». 1408. Appellationen. 437. 1343. 1390. Streit mit Zürich, wegen der Appellationen ans dem Kelleramt (Lnnkhofen). 526. 542. 580. 585. 586(5). 603. 674(5). ggi. 74g. 772. 799. 976. 977. 1023. 1024. 1025(5). zggz. zggg. igZ6(2), ,053. 1054. 1072. 1073. 1123. 1179. 1182. 1339. 1343. 1373. 1390. Todschläge, Morde. 1032. 1039. 1054. Huldigung in Kaiserstuhl, Klingnan, Zurzach. 67. Lehenhöfe und Güter: Hegnaner Hof. 50. 296. Schindcrhof. 213. 438. 692. 946. II 19. 1343. Stadhof. 50. 213. 296. 438. 692. 946. 1119. 1343(5). Geleitsbüchse»: in Baden. 50. 213. 29«. 438. 692. 946. II 19. 1343. bei den großen Bädern. 692. in Birmensdorf. 946. 1118. in Brcmgarte». 50. 213. 296. 438. 692. 946. 1118. 1343. in Klingnan. 50. 213. 296. 438. 692. 946. 1119. 1343. in Koblenz. 50. 213. 296. 438. 692. 946. 1119. 1343. in Lnnkhofen. 296. 438. 692. 1343. in Mellingen. 50. 213. 296. 437. 438. 538. 690. 692. 946. II 18. 1119. 1343. Befreiungen. 437. 446. 690. 691. in Zurzach. 50. 213. 296. 438. 692. 946. 1119. 1343. Fischcnzen im Rhein. II8I. (Herrschaften, gemeine, I. 1), Forts.) Amtleute: Landvögte, allgemein. 172. 306. 307. 346. 360. 373. 374. 376. 380(5). 381. 384(5). 395. 399. 401. 437. 453. 471(5). 472, 499.509. 541(2), 542. 616. 622. 624. 692. 693. 797. 798. 828(5). 835. 836. 860. 997. 1032. 1039. 1054. 1181. 1227(5). 1291. 1344. 1447. einzelne genannte: Heinrich Rnbli, von Zürich. 169. (697). Sebastian vom Stein, von Bern. 212. Heinrich Fleckenstein, von Lncern. 348. 361. 375. 476. 491. 517. 571. 617. Ulrich Türler, von Uri. 692(5). 697. 698(5). 751. 800. 801(5). 836. 908. 913. 915. Jacob an der Nllti, von Schwyz. 1412. Allgemeine Stellung. 50. 212(5). 254. 256. 497. 499. 578. >182. 1194. Untervögte. 163. 215. 370. 380. 498. 535(5). 627. 697. 944. 1027. 1184. 1344. Stadtschreiber von Bade». 80. 169. 172. 201. 215. 477. 535. 697. 836. Amtskleider, geschenkte. 214. 215. 697. 1119. Jahrrechnungen. 50. 213. 296. 438. 692. 946. 1118. I119. 1343. Wehrwesen: Allgemeines. 172. Schloß, Rüstung. 169. Eontingent zu Reiszügcn. 7. 164. Mannschastsrecht in Lienheim, Rheinheim und Then- gcn. 801. Verbote gegen Neisgeläuf. 147. 570. 1028. Geistliche nnd kirchliche Angelegenheiten: Schirmhoheit über das Kloster Wettingen. 194. 255. 257(4). 263. 437. 932. 954. 1117. 1122. 1179. 1291. Schirmherrschaft über die Stift Zurzach. 169. Pfründe zu Eich. 215. Eomthurei Lenggern. 375. 506. 1343. Verbreitung der neuen Lehre. 346. 348. 356. 375. 380. 381. 453. Gegenmahregeln. 346. 348. 356. 360. 373. 374. 376. 381. 384. 453. Stellung der Stadt Baden. 1079. 1227. 1288. 1309. 1437. 1447. 2) Freie Aemker (Acmter im Aargau, -c.) Amtsrecht von Meyenberg. 1006. Hochgericht. 1372. Gerichtskosten. 498. Todschläge. 498. Frevel und Bußen. 295. 498. 501. 788. 945. 1118. 1123. 1340. Buße» für Uebertretnng kirchlicher Gebote. 438. 1119. Materiew i-Registcr. (Herrschaften, gemeine; Freie Aemter, Forts.) Entschädigung für unschuldig Verhaftete. 1291. Lehen. 381. Fastnachthühner. 295. 381. Maße. 314. Wochenmärkte (Hitzkirch). 1027. Wegebau (Heltersberg). 7. 9. Beschwerden über das Geleit zu Mellingen. 538. Jahrrechnungen, Ertrag. 50. 213. 29«. 438. «92. 94«. 1119. 1343. Landvögte, allgemein. 381. 438. 445. 498. 538. 614(2). 788. 100«. 1340. einzelne genannte: Thomas Meyer, von Zürich. 360. 361. 372. 377. 381(2). 394. 453. 94«. Peter Radheller, von Schwyz. 1116. Untervögte. 662. Mannschaftscontingent zu Reiszügcn. 7. 164. Verbot des Reislaufens. 147. Geistliche Stiftungen. 381. 437. 438. 445. «14. 662. 689. 690. 772. 788. 945(2). 1267. 1340. 1389. Antheil an der Reformationsbewegung. 360. 361. 372. 374. 377. 394. 438( 453. 662. 3) Städte im Aargau, s. O.-R. Baden, Bremgarten, Mellingen. 4) Klöster im Aargau, f. u. Klöster: Gnadenthal, Hermatschwyl, Linsibüel, Muri, Wettingen. II. Thnrgau (Landgrafschaft). 1) Die Landvogtei. Grafschastsrechtsame: Antheilsanspruch der III Städte (Bern, Freiburg, Solothurn). 373. 383. 386. 1010. Jahrrechnungsertrag. 50. 213. 296. 438. 945. Urbarbuch. 73. Lehen (in Dießenhofen). 18. 49. 73. 214. 1180. 1181. 1184. 1193. 1194. 1342. Marchsachen (gegen Zürich). 175. 186. 222. 230. 236. 241. 254. 262. 271. 283. 811. Mühlen. 145. Rechte im Bodensee. 29. Fischenzen und Weiher. 230. Eid und Huldigung; Landeid. 18. 25. 80. 14«. 460. 461. 614. 968. 1418. Solddienste, Mannschaftsaufbrüche sc. 83. 89. 97. III. 159. 163. 176. 177. 203. 278. 282. 330. 337. 413. 602. 985. Antheil an Reisgeläuf. 61. 62. 74. 83. 330. 332. Verbote. «2. 74. 83(2). 97. 147. 163. 180. 185. 213. 548. 57». 602. 1028. Bußen und Strafen. 50. 51.146.171. 180.188 .212. 242. 249. 262. 278. 330. 337. 438. 602. 1112. Streit zwischen den VII Orten und den III Städten (Herrschaften, gemeine; Thurgan, Forts.) wegen Vertheilung der Reisläuferbußen. 50. 212. 213. 230. 232. 240. 241. 247. 248. 251. 255. 263. 269. 270(«). 279. 286(1). 295. 307. 314. 321. Zoll. 1181. 1184. — Vgl. O.-R. Franenfeld; Stein. Brandschaden, Beistenern. 1121. Brückenbauten. 6/0. 876. 945. Einzug. 438. Eigenschaft der Unehelichen (Ledigen). 534. 540. - 558. 668. Inden. 753. 755. Erbfälle. 1181. 1193. Abzngsrecht. 242. 244. 246. 249. 282(2). 283(2). 284. 295. 300. 306(2). 37g. 55g, Zig. g44. Vertheilung des Ertrags. 944. 945. Pest. 778. Amtleute: Landvögte, allgemein. 18(2). 29. 34. 49(2). gg. gl. 67. 73. 80. 85. 89. 137. 145. 146(2). 151 (2). 204(»). 205. 231. 232(1). 242(2). 246. 255. 271. 278. 279. 282(2). 283(2). 294. 297(2). 300. 305. 306(2). 307. 313. 328. 330(2). 34g. Zgg. 360(2). 36l(2). 371. 380. 381. 382(2). 383. 413. 419. 435. 436(2). 433 (2). 43g. 44g. 446. 451. 453. 460(1). 4g1(S). 462. 470. 473. 474. 477. 479. 487. 488(2). 4gg(L). 4gg. 492(2). 493. 496(2). 4gg. 504(2), 505(4). ggg, 509(2). 524. 527. 531. 532(2). 538(2). 539(2). 540. 541(2). 542. 544. 54g. 543. 556(2). 557 (2). 558(2). 55g. 56». zgl. 534. 565. 566. 571. 584. 587. 588. 593. 594. 602(2). 603(2). 604. 606. 607. 611. 614(2). g24. 626. 656. 667(2). 668(7). 690. 691. 740. 750. 752(2). 753(7). 763. 765. 767. 778. 779 (1). 730(2). 789. 810(1). 830, 352, 855(2). 373^, 377(0), 882(2). 963. 968. 985. 986. 1032. 1039. 1044(2). 1071(2). 1085(2). 1086, 1103(2). im, 1112(2)- 1117(2). 1 119. 1120. 1121(2). 1124(2). 1125. 1126. 1152. 1153. 1180. 1181(2). 1184. 1185. 1193. 1194. 1238. 1303. 1312. 1313. 1314- 1329. 1330. 1334. 1335. 1342. 1349. 1367(2). 1368. 1372. 1389. 1390. 1398. 1405. 1414. 1415. 1418(2). 1428. 1435. 1441. 1442. 144«. 1453. 1464. 1467. einzelne genannte: Ludwig Bili, von Lucern. 49. 159. 168. 169. 170. 172. 176. Niklaus Muheim, von Uri. 222. 235. 331- 373. 374. 446. 453. 470. 488. 305. 556- Joseph Amberg, von Schwyz. 450. 454. 463(2). 491. 499. 535. 537(2). 538. 564. 565. 5««- Materien- ^-Register. ^Herrschaften, gemeine; Thurgau. Forts-) 571. 587. 588. 589. 590. 593("). 594(4), 59g 606. 607<»). 608. KI 7. 621. 622. 626. 629. 655. «57)2). 671. 674. 690. 691. 692. 739. 740. 741. 742. 751. 752. 753(5). 754. 755. 756. 763. 791.8I1.8I4.8I6.860.945. 1314.I3I5.I342. Heinrich Wirz, von Obwalden. 884. 968. 990. 1185. 1244. 1313. 1314. 1330. Jacob Stocker, von Zug. (1467). Statthalter. 80(2). S3. 85. 89. 151. 163. 172. 175. 179. 188(2). zgl. Besoldung der Vögte, überhaupt. 1467. Streit zwischen den VII Orten nnd den III Städ. teil. 1118. 1124. 1168. 1179. 1193. Entschädigungsgesuche Vogt Arnbergs. 691. 755. 882. 945. 985. 1001. 1006. 1010. 1027. 1028. 1073. 1086. Streitigkeiten einzelner Vögte l Vogt Bili mit den Landrichtern. 159. 168. 169. 170. 172. 176. Vogt Amberg mit Zürich. 532. 535. 537(2). ggg. 541. 546. 558. 559. 560. 571. 608. 617. 622. 692. 753. 754. 811. 814. 860. 1126. Derselbe mit Hug Dietrich voll Landenberg. 740. 741. 742. 750. 753(2). 75g 733. Landschreiber. 159. 201. 203. 204. 222. 242. 382. 436. 146. 453. 479. 499. 509. 524. 558. 584. 754. 1342. 1373. Verwahrnng des Siegels. 204. 242. Siegelgcld. 242. 296. 436. 453. 470. 505. Landammann. 85. 159. 205. 507. 509. 524. 656. 670. 690. 741. 968. Landsgemcinde. 83. — Vgl. unten. Wehranstalten, allgemein. 67. ^1. 80. 83. 89. 137. 146. 172. 176. 179. 199. 204. 214. 279. 312. 313. 383. 430. 436. 453. 461. 596. 603. 626. 690(2). 7kl. 762. 855. 976. 1032. 1039. 1086. N17 (2). i,2z, Z458. Vgl. O.-R. Gottliebe». Sturm und Aufgebot im Jttingerstnrm. 460(2). 45z, Verdächtigtes Stnrmverbot des Landvogtes. (l528). 1414. 1415. 1417. 1418 (2). ,419, 1446. Streitigkeiten unter Gemeinden: »m Weidgänge-c. 297. 1112. II 13. 1152. 1183. 1195. Verkehr mit Constanz. 232. 242. 249. 283. 373. 382. 656. 1111. Vgl. O.-R. Constanz. Angelegenheiten der Edellente. 18. 25. 34. 50. 62. 80. 145. 146. 159. 163. 168. 171(2). 17g. 177. 180. 188. 203. 204. 212. 213. 231. 232. 235. 237. 242(2). 244. 246. 249. 255. 262. 279. 280. (Herrschaften, gemeine, Thurgau. Forts.) 282. 294. 297. 300. 305. 349. 355. 373. 382. 435. 436. 438. 445. 460. 461(5). 470. 496. 499. 500. 504. 505(2). 524, 54g, 55g. 55g. 560. 561. 593. 616. 626(2). 629(2). 649(4). 557 74g(S) 741. 742. 750. 753(2). 755, 75g 792, 7gg. 791. 855. 876. 882. 883. 884. 888. 944. 1070. 1078. IUI. 1153. 1340. 1341. 1344. 1373. 2) Das Landgericht (hohe Gerichtsbarkeit). Gerichtsherrenvertrag. 232. 382. 435. 445. 461. 507. 668. 855. 877. 1117. Vertrag mit Zürich. 590. 593. 594. 606. 622. 779. 789. 811. 839. Hohe Gerichtsbarkeit l in Burg (gegen Stein). 498. 508(2). 509. 524. 587. 589/ 590. 593(4). 594(5). 606. 607. 617. 765. 789. 791. 792. 884. 889. 1090. in Stammheim, Nußbäumen sc. 509. 545. 603(2). 616. 617. 621. 789. 791. 810. 811. 1090. 1100. in Abt St. Gallischem Gebiet. 611. 7.32. in Ellikon. 855. 877. 944. Niedere Gerichte l in Burg (vor Stein). 762. in Nennform 1349. des Gotteshauses St. Gallen. 232. 283. 389. 500. 732. 1119. Befugnisse der Edellente resp. Gerichtsherren überhaupt. 231. 232. 235. 283. 297. 382. 435. 445. 502. 565. 593. 594. 649. 658. 668. 855. 877. 1086. 1117. 1341. 1344. 1345. 1373. — Vgl. unten. Ertrag. 691. 1118. 1342. Landgericht. 34. 146. 159. 169. 171. 175. 176(2). 179. 180. 188. 201. 203. 204(5). 297. 34g. 35g. 361. 371. 438. 496. 504. 528. 537. 603. 668. 763. 779. 789(2). 794(2). 4479. 4347, iggg. Vgl. O.-R. Franenfeld. Bußen, Antheil von Franenfeld. 204. 205. Malefiz- nnd Blntgericht. 194. 204. 213. 330. 331. 337. 436. 667. 668. Strafproceß des Wißhans Marti. 159. 171. 175. 180. 188. 313. 355. 356. 361. 371. 384. 385. 389. 39». 419. 657. 779. 780. Friedbrüche. 460. 740. 750. Todschläge, Morde. 146. 151(2). 330. 331. 337, Hinrichtungen. >453. Gerichtsbeamte: Landweibel. 83. 85. 146. 151(2). 171. 356. 385. 670. 690. 741. 882. 946. 968. 1314. 1315. Marr Wehrli's Proceß in Zürich. 1312. 1313. 1314(2). 4345 (5). Landgerichtsknechte. 83. 89. 97. 171. 385. 461. 1071. 1185. 198 Materien-Register. (Herrschaften, gemeine; Thurgau, Forts.) Uebergrifse gegen Zürich. 882. 946. 1044. Nachrichter. 204. Appellationen. 346. 438. 603. tilg- 1373. Bestätigung landgerichtlicher Urtheile. 438. 763. 1119. Cassation landgerichtlicher Sprüche. 371. 385. Gerichtliche Fristen. 283. Beistände der Parteien. 504. Ertrag der hohen Gerichte. 50. 213. 296. 438. 691. 945. II 17. 1342. Verhandlungen mit Eonstanz, wegen der Landgerichts- hlltte vor Kreuzlingen. 1087. 1091. 1103(2). mg, 1120. Constauzer Gerichte. 232. Vermächtnisse, angefochtene. 294. 305. 470. 496. 505. 3) Volksbewegungen (1524—1528). u. In weltlicher Richtung. Gefahr des Aufruhrs. 460. 471. 473. 474. 491. 492. 507. 54». 544. 546. 557. 592. 626. 629. 763. 771. Aeußernngen gegen die Oberherren. 473. 474. 478. 488. 500. 505. 507. 546. 557. 629. 789. 791. 968. 1112. Feindselige Lieder. 751. 752. 754. 756. Verweigerung von Zinsen, Gefällen :c. 473. 474. 496. 556. 562. Verständnisse unter Gemeinden. 478(2). 491. 508. 557. 587. Eigenmächtige Gemeindsversammlungen. 473. 474. 478. 507. Ausschuß (16) der Landsgemeinde. 968. Verbindungen mit benachbarten Gemeinden und Landschaften. 473. 474. 491. 432(2). 540. 547. 557. 674. 758. 791. 876. VerkehrmitennetrheinischenBauern. 547. 611.615(2). 629. 1086. Mißachtung und Bedrohung der Landgerichtsknechte. 474. 763. Absichten auf gemeine Theilung. 474. Gehorsams-Erklärungen von Gerichtsherren und Gemeinden. 497. 499. 500. 501. 560. 561. 779. Streitigkeiten zwischen Gemeinden und Gerichtsherren. 438. 629. 649. 658. 671. 855. 876. 883. 884. 968. 976. 987. 988. 989. 994. 995. 1119. 1340. 1341. 1344. 1345. 1373. Beschwerden und Forderungen der Unterthanen: Allgemeines. 561. 626. 628. 648. 649. 650. 651. 652. 653. 654. 655. 656(2). gg?. ggg, 669. 671(2). 876. 883. 884. 994. 995. 996. Wahl der Räthe, Ammänner zc. 652. 653. Hos- und Landsgemeinde». 650. 653. 669. Gerichtsbesetzung. 649. 667. 884. 1344. (Herrschaften, gemeine; Thurgau, Forts.) Gerichtsstand. 667. Rechtsungleichheit. 654. Leichtfertige Anklagen. 461. 649. 668. Landgerichtsknechtc. 461. Gefangenschast. 461. 653. 668. Rechtsvertröstnng. 649. 653(2). ggg Friedgebote. 460. 650. 668. Ersatz von Proceßkosten. 649. 667. Frevel und Bußen. 651. 653(4). 654. 671. Erbansprüche der Herrschaft. 461. 649. 651(2). 668. 1071. 1085. Beerbung der Gerichteten. 649. 668. Erbrecht und Vermächtnisse. 650. Flözer (Schinder?). 654. Besieglung der Schuldbriefe. 668. Ofsuuugeu, herrschaftliche. 649. 653. 1344. Steuerfreiheit der Gerichtsherren, Klöster, Geistlichen. 649. 655(2). kg?, 668. Zollfreiheit der Geistlichen. 655. Kosten von Aufgeboten. 461. 649. 667. 995. Vogtsteueru w. 650. 651(2). gg->. Jagdschade». 649. 667. 756. Wildbann. 461. 649. 667. 884. Jagd- und Schießverbote. 461. Fischenzenzwang. 461. 649. 652. 667. 884. Bannschatz (von verirrten: Vieh). 650(2). Banbeschränkungen. 649. 668. Taverneurecht. 649. 667. 1119. Ungeld. 649. 667. Verkaufs- und Verpsändnngslaste» (Pfnndschil- ling -c.). 649. 654. 667. 671. 989. 994. 995. Kausfertignngsfrist. 653. Heimfall der Lehen. 649. 668. Theilung der Lehen und Zinse. 651. 1344. Ehrschatz. 538. 539. 649. 668. 884. 989. 995. Ehrtagwen. 648. 667. 995. (Vgl. Leibtagwen). Holzfuhren. 652. Holzuutzungen. 652. 653. Trattrecht. 652. Einzug von Almendgütern. 650. 652. 653. 655. Zinse. 556. 649. 654(«). 884. 968. 989. 995. Ackerkzins. 650. Ewige Zinse. 649. 668. Fastuachthühner. 556. 648. 651. 652. 654. 658. 667(2). 691. 855. 884. 945. 989. 994. 1119. 1344. Frechtkernen. 654. Fröschpfenninge. 654. Mistzins. 651(2). gzz, »54. Psefserzins. 654. Rebsteckenzius. 654. Materien-Register. (Herrschaften, geineine; Thurgau, Forts.) Zinsablösung. 649. 654. 668. Zinsnachlässe. 650. 668. Zehnten, allgemein. 651. 667. „ großer. 648. 654. 669. 884. 987. 989. 995. kleiner. 648. 669. 884. 968. 987. 989. 995. „ von Hanf und Werg. 987. Leibeigenschaft überhaupt. 648. 654. 667. 989. 994. Besthaupt. 651. 994. Fall. 461. 648. 651. 654. 667(2). 884. 968. 989. Gewandfall. 651(2). 334. Laß, Geläß. 461. 648. 667(2). 884. 989. 994. Leibtagwen. 648. 651(2). 652. 654. 658. 667. 989. 994. Gesuch um Loskauf von Fall und Laß. 506. Mannrecht. 667. Ungenoßsame. 382. 461. 648. 651. 654. 667. 989. 994. Beschwerden gegen den Bischof von Eonstanz (als weltlichen Herrn). 650. 651. 652. 653. 654. Beschwerden des Bischofs gegen seine llnter- thaneu. 651. 653(5). b. In kirchlicher Richtung. Beschwerden über geistliche Gerichte. 382. Eollaturrechte, Mißbrauch. 648. 667. Pfrundsachen. 648. 652(5). gzz. 337. 374, 752. Forderung freier Pfarrerwahl. 648. 652. 653. 667. 752. Forderung evangelischer Predigt. 654. 669. Antrag auf Abstellung der Jahrzeitgülten. 654. Drohungen gegen Klöster (vgl. Jttingersturm). 279. 473. 474. 478. 491. 492. 493. 615. 4) Geistliche Angelegenheiten. Klöster und andere Stifte; Aufsicht. 283. 346. 360. 382(2). 436. 438. 439. 45». 451(2). 47g. 495. 496. 505. 506. 507. 532. 557. 584. 604. 624. 657. 690. 740. 75». 763. 779(2). 823. 876. -962. IUI. 1121. 1152(2). 1153. 1194. 1372. Frauenklöster. 330. 331. 436. 460. 487. 504. 556. 561(2). 603. 657. 779. 791. 1152. 1153. 1183. II 95. Verbot gegen Erwerbung in tobte Hand. 283. Jttinger Sturmi Allgemeine Erwähnungen. 465. 466. 467. 470. 472(2). 473. 474. 475. 489. 500. 502. 503. 505. 508(4). 5t)g(2). 593. 541. 545. 552. 558. 604. 1433. (Herrschasien, gemeine; Thurga», Forts.) Veranlassung. 460. 462. 491. 558. 559. 564. 587. 588. 589. 593. 1089. Verlauf. 462. 463(4). 475 479 477 ^2 493. 564. 565. 589. 591. Frevel und Schädigungen. 462. 473. 475. 476. 478. 492. 493. 507. 564. 566. 590. Gegensturm. 460. 461. 462. 500. 507. 691. Vermittelnde Botschaften. 461(2). 492. 463(4). 464. 471. 545. 552. 591. Botschaft des Regiments Innsbruck. 472. 488. 489. 49». 498. Theilnahme zürcherischer Unterthanen. 462. 463(°). 464. 475(»). 477. 478. 491. 492. 493. 508(»). 509(2). 5ZZ, 344, 34g, 33g 394 397 397 » 588. 589. 590(2). 591. 607. 617. 621. 622. 892. 1089. 1090. Spannung der V Orte gegen Zürich. 464(«). 545. 564. 591. Verhandlungen mit Zürich wegen Bestrafung der Theilnehmer. 461. 462. 464. 465. 466. 470. 471. 472. 473. 477. 488. 489. 493. 4971 502. 508. 525. 527. 545. 558. 565. 567. 587. 588. 591. 592. 607. 621. 622- 623. 859. 1090. Verhandlungen über die Auslieferung der Gefangenen von Stammheim .'c. 471. 472(2). 473. 477(2). 567. 588. 589. 591. 592. Verhöre, Kundschaften, Geständnisse- 473. 477. 478. 488. 490. 491. 492. 493. Verhandlungen über die Aussagen Bachmanns. 537(«). 549. 542. 543. Verfolgung der flüchtigen Theilnehmer. 473. 488. 489. 490. 495. 498. 509. 617. 691. 779. 789. 857. 859. Strafen. 473. 474. 489. 490. 497. 498(2). 499. 505. 507- 508. 509(2). 528. 533. 535. 537. 544. 546. 549. 550(2). 552. 558. 566. 567. 571. 588. 590. 607. 608. 617. 621. 622. 623. 624. 859. 892. Anspruch der neun Orte aus Bestrafung der zürcherischen Theilnehmer; bezüglicher Rechtshandcl. 498. 502. 508. 509. 524. 527. 532. 533. 534(2). 535(2). 536(2), 54g. 543(2). 545. 34g 557. 558(2). 55g. 560. 587. 588. 589. 590. 591. 592. 593. 594. 604. 607. 621. 623. 1089. 1090. — Vgl- Nechtshändel. Strafen nach dem Vergleich der X Orte. 1086. 1090. 1091. 1094. 1103. 1111. III2. III7. 1120. 1123. 1124. 1 131(2). 1132(2). 1152. 1342. 1389. Materien-Register. (Herrschaften, gemeine; Thurgau, Forts.) Verwendung des Ertrags. 1342. Schadenersatzsrage. 473. 502. 507. 533. 535. 558. 590. 593(2). g,?. gg,, 622. 876. 1073. 1074. 1091- 1342. 1372. 1373. Verhandlungen über Nachlaß der Erbschaft Vogt Wirths. 509. 533. 534. 535. 608. 617(2). 622. 623. 860. 1112. 1123. 1132. 1399. 1342. Kosten des Urfehdebriefs. 537. R e f o r m a t i o n s b e w e g u u g. Neugläubige Prediger. 330. 331. 361. 374. 445. 460. 471. 474. 478. 491. 492. 504. 505. 506. 509. 518. 533. 557. 608. 617. 621. 629. 657(2). 671. 690. 753. 754. 755(»). 791. 828. 1103. 1349. 1367(2). 1368. 1390. 1399. 1405. Antheil des Volkes. 372. 373. 374. 38». 383 436. 460(°). 474. 504 (2). 595. 52g. 532. 535. 536. 541. 544. 545. 546. 549. 556. 557. 5Y1. 562. 602. 607. 608. 614(4). g,g, g,7, 621. 624. 629. 654(2). ggs. 657(2). 754. 755, 763(2). 778. 779(2). 7gg, 7g,. 828. 852. 877(2). 1045. 1103. 1112. 1219. 1334. 1349. 1367(2). 1368. 1384(2). 1385. 1399. 1406. 1414(2). ,41g, ,4,7, 14,8. 1419. 1442. 1453. 1458(2). 1464. 1465. Bilderstürme und Aufläufe in Stammheim ?c. 360. 370. 377. 383. 404. 445. 454. 457. 458. 471. 474. 475. 477. 493. 508. 533. 535. 545. 589. 607. 616. 620. Capelle zu St. Anna. 445. 474. 475. 477. 478. 491. 535. 545. 607. 608. 616. 620. 621. 622. 859. 954. Bilderzerstörung in andern Gemeinden. 532. 535. 556. 561. 629. Anträge und Gebote betreffend Wiederherstellung, von Kirchenzierden. 533. 535. 608. 616. 620. 621. 622. 754. Einfluß von Zürich. 330. 331. 360. 380. 452. 556. 562. 604. 606(2). gL2, ß23. 629. 657. 740. 756. 763. 780. 791. 810. 834. 851. 852. 1045. 1152. 1244. 1282. 1288. 1314. 1349. 1367. 1399. 1406. 1417. 1419. 1441. 1442. 1446. 1453. 1458. 1459(2). Einflüsse von Konstanz. 474. 488. 504. 505. 529., 779. Mandate gegen Kirchenfrevel, Neuerungen und Unruhen. 374. 474. 479. 496. 499. 545. 589. 616. 620. 621. 622. 629. 669. 778. 779. 791(2). 830. 968. Strafmaßregeln gegen Anhänger des neuen Glaubens. 330. 361. 380. 445(2). 44g. 454, 4gg(2). 462. 463. 471. 474. 488. 491. 497. 504. 505. (Herrschaften, gemeine; Thurgau, Forts.) 506. 507. 509(2). 518. 546. 564. 604. 614(°). 621. 624. 629. 655. 657(2). 669. 670. 752(»). 753(2). 7gz, 778, 779(2), 855. 1112. 1312. 1314(2). lIigs»), ,829. 1330. 1349. 1368. 1372. 1415(2), Coufiscation evangelischer Bücher. 877. Maßregeln gegen flüchtige Bauern und PriHer ,1525 f.). 739. 740. 752. 754. 767. 791. 810. 1044. Verbote (Arreste) auf geistliche Güter, Zehnten sc. 75. 357. 505. 656. 810. 944. 886. 990. 993. 1044. 1073. 1086. 1103. III!. 1119. 1120. 1121. 1122. 1124. 1125. 1126. 1153. 1181. I184(»). 1185. 1196. 1292. 1303. 1314. 1334. 1335(2). 138». 138!. 1397. 1398. 1399. 1408. 1412. >428. 1433. 1435. Gerüchte über feindliche Anschläge Zürichs. 537. 1032. 1039. 1042. 1045. 1076. 1082. 1092. 1095. 1324. Botschaften der V oder VI Orte wegen der Glaubensfragen. 560. 561. 1287. 1453. 1455. ,456. Neutralitätsbeschlüsse der Gerichtsherren und Gemeinden. 1441. 1442. 1446. (1453). 1458(2). 1465. 1467. III. Im Oberland: Grafschaft Sargaus. Urbar. 50. 56. 1340. 1389. Briefe. 295. 311. 837. Landmarchen, Streitigkeiten. 25. 27(2). 28. (311). Märchen und Wuhren gegen Maienseld. 1322. 1323. Märchen gegen Balzers. 1322. st323. Güter, Gebäude, Lehen der Herrschaft. 437. 944. 1027. 1054. Bergwerke. 85.87.88.206.286. 295.321. 322.362.596. Fischenzen. 836. 1147. Vogelmahl. 837. Wildbann, Wildschaden. 837. 944. 1027. Zoll am Scholberg. 837. 1147. Gülten, Ablösung. 944. Restanzen. 213. Landgericht. 624. 625. 779. . Erbrecht. 1340. Niedere Gerichte. 596. Landrath. 669. 779. 836. 837. 944(2). Rechte der Walenstadter. 670. 836. 837. 944. Aufrührische Umtriebe. 836. 837(2). Handel derstechs Orte (VII O. ohne Zürich) mit Caspai Vögeli von Wälenstadt. 625. 669. 670. 764. 77l. 779. 796. 810. 829. 836. 837. 944. 1054. 1056. 1071. 1117. 1118. 1147. 1342- 1343. Materien-Register, (Herrschaften, gemeine; Sargans, Forts,) Schloß, Ausrüstung, Zustand. l8l>, Schützen, Gaben, 437, Verbote gegen Reisgeläuf, 147. 1028, Landvögte: Allgemeines: ISI, I8V. 213(2), 295(2). 310, 314, 371. 437(2), 584(4), 595, 625, 669. «70, 7«4, 771, 719, 79«, 83«, 837(H, 877. 883, 944(b), 1027(»), 1032. 1038, 1054(2), IVS». IV7I, I085(ch, III«, ,117(2). ULI, II7S, 1323(2), 1340(2), 144«, Einzelne genannte: K, Brennwnld, von Zürich, 28. Moriz von Mettcuwpl, von Lucern. 27. 28, (180), H«»s Jauch, von Uri, 180, 308, 310, Niklaus Omli, von Unterwalden. 1013. 1322, Jahrrechuungeu, Ertdag, 50, 213, 29«, 438, «92, 945, III8. 1342, Geistliche Angelegenheiten: Pfrnndsachen. 1147, 1147. Gotteshaus Pfüfers, 371, 584(2), 585, «89, «92, 740, 788, 837, 1054, 1116(2), ,1,7, ,,2,, II4K (2), I147(°), 1168, 1179, 1322, 1340, Drohungen gegen dasselbe, 837, Verbreitung, resp. Bekämpfung, des neuen Glaubens. 295(2). 308, 310, 535, 53«. 584(4), 624. 625, «69. 761, 779, 829, 83«, 837(6), 862, 876, 1027, 1032, 1056, 1147, 114«. 4V, Im Rheinthal (Herrschaft Rheineck sc,). Allgemeines, Unbestimmtes, 286 (2). 435(2). 50«, 762, 771. Aeußere Gefahren. 787, Grundbesitz und Lehen der regierenden Orte, 241. 247. 251(2), 307, 440, Letze (March), 251, 255, 438, 440, 1388(2), iggg, 1404 (2). Bauten ans der March, 251, 255, 440, Besitzrechte von Appeuzclleru, 439, 440, Appellationen an den Vogt und die regierenden Orte, 298. 303, 363, 439. Anferziehung von Waisen. 241, Verbote gegen Ncisgeläuf, 1028. Jahrrechnungen, Ertrag, 50. 213, 296, 438. 692, 945, 1118, 1343. Landvögte, Allgemeines, 435, 439, 471. 487. 496, 596. 691, 798, 867, 888, 1119. 1120. 1313, 1388(2). 1452. 1453, Einzelne genannte: Konrad Brüllisauer, von Appenzell, 102, (213), Felix Grebel, von Zürich, 213. 241, 247, 251(6). 254, 256. 297, 362, Hans Golder, von Lncern, 526. 883(2). 888(2), Melchior Gysler, von Uri. 888, 1170. (Herrschaften, gemeine; Rheinthal, Forts.) Paul an der Halden, von Schwyz, 1388, 1 390(2). 1404, 1453. Gehülfe: (Caspar) Stalder. 14K4, Rechte des Abtes von St, Gallen. 241, 256, 297. 298, 303. 322, 329, 439, 765(2), 1452, Besthanpt, 297, 298, Fall, 297, 298, Appellationen, 298. 299. 303, 363, 439. Streit mit den Unterthanen, 692, 740, 762. 765. 766, 883, 888(»), Streit um Roscnberg. 329. Weinlanf, 241, 251. 256, Weinzehnten, 765, 888, Zehnten, großer. 888. „ kleiner, Nachlaß. 888. Freiheiten der Landschaft, 298(2), 299, 302. 303. Gemeinden und Botschaften, 251. 297, 298, 299, 1405. Gefahr der Empörung, 473. 674. 690. Vier Höfe, 25«, 298, 888. 1452. 1454, 1466, Satzungen, 298. 302. 303, 329, Regiernngsausschuß. 1452. Bewegung in Altstätten, II 19, 1120, Rückkauf der Niedern Gerichte zu Widnan, 241. 247, 297, Streit mit den Herren von Grünenstein. 362, 363, 1038. 1072, 1117. Geistliche Angelegenheiten, Pfrnndsachen, 496. Priester und Prädicanten, 214, 303, 489, 496. 691, 765, 1055. 1073, 1087, 1104, 1403, 1423, 1424, Verbreitung des neuen Glanbens, 372, 487, 529. 541. 691. 743, 765, 883. 1219, 1313, 1319. 1388. 1390. 1403. 1404. 1405, 1424, 1452, 1453. 1454. 1455, 1464. 1466. Einfluß von Zürich. 1405. 1459, Einwirkungen aus Appenzell. 1388, 1390. 1452, Altgläubige Gemeinden, 1453. 146«, Maßregeln gegen fremde Flüchtlinge, 883, V. Grafschaft Neuenburg. Märchen gegen Burgund. 37. 38, 40, 41, 42, 89, 108. 290. 295, 468. 469, 48«, 496, 943, 1101, 1102, „ gegen Grandson, 66, 494, 1100. 1101, 1118, 1139, 1154, 1336(2). 1337, 1341, gegen Bern, 36, 49, 433, 453, 625, 1336, 1341. 1342. „ gegen bischöflich Basel. 26, 28. 79, 80. 169. 172, 197, 880. 881. Marchstreitigkeiten um Weidgänge/ am Ehaumont :c. 41 42. 45(2). 197, 213. 223. 313, 330, 333, 337° 338. 351. 453, 468. 48«. 676. 750, 754(2). 1011- 1013, 1086. Materien-Register, (Herrschaften, gemeine; Neuenburg, Forts,) Verhältnis! zur Grafschaft Valendis. 23V. „ zum Bischof uon Basel. 290, Schirmgeld von Mortean (200 Frk. resp, 1000 Gl,). 12, 37, 38. l08. Hohe Gerichtsbarkeit, 2-16. 290. Gerichtsherren, 246, 290(2), 676. 754, Verschmelzung von Gerichten, 290, Appellation, 25, 38. 45, 56, 193. 337. 351, 432. 453, 676. Justizmord, 36, 37, 167, Urbar, Erneuerung, 1336. 1341, Guter und Lehen. 290(2). 675. 810. 942(5). 1086. 1100, Güterbesserung. 290. 1101, Ehrschah, 625, Lob (Laudemium). 277, 278. 283. Zinse. 36, 213. 29», 675 (2). 1100. 1101(2). 1118, Zehnten. 45. 313, 1101, Tagwen, 675, 1101, Eigenleute, Leibeigene. 675(2). 810. 942. 1086. „Eomand". 1101, Todte Hand, Nachlaß, 433, 1101, Steuern. 1101. Zölle. 433. Märkte und Kaufhäuser, 433, Bauten, 943. Jahrrechnungen, Zeitbestimmung. 25. 28. 29. 188. 191. 194, 276, 290. 396, 661. 881. Competenz, 25. 37. 38, 676, Ertrag. 37. 193, 290. 433. 676. 943. II0>. 1336, Verwendung von abgezahlten Kapitalien, III8, 1123. 1154. II68. Verrechnung von Korn und Wein. 108, 193. 290. 433(2), 676, 1101, 1102, 1118, 1336, Kosten. 28. 37. 943. Herberge für die Boten der XII Orte. 290. 433, Landvögte: Allgemeines, 36. 37. 45(2). 56. 66. 207. 213, 246 (2), 276, 277. 290. 295. 313(2), 316. 330. 337. 412. 468, 494, 675(2), 677, 810(2). ggg. 942. 1086, 110». II0I, 1102. III8. 1278. 1313. 1341. 1373. 1381, Einzelne genannte: Oswald Tos!, von Zug. 207, 333. 433, Bernhard Schießer, von Glarus, 754. Balthasar Hiltbrand, von Basel. 1102. Reitlöhne. 193. 213, Uuterbeamte. 413. 810. 1101. ms. Wehranstalten: (Herrschasten, gemeine; Neuenburg, Forts.) Thurms, resp. Bauten, in Val Travers. 192. 433. zu Neuenbürg, 338. in Landeron. 246. 295. Burgrecht mit Luceru, Freibnrg und Solothurn. 625. 676. 942, 1428. „ mit Bern, 49. 333. 395. 432. 646. 750. 754. 762. 992, 1428, 1432. Ansprüche Berns, kraft des Burgrechts; Verhandlungen über den bezüglichen Reversbrief, 37. 38. 49, 395. 432. 433. 446. 453. 614, 625. 662. 663(5). 57g. 677. 762, 773. 788. 797. 81». 829. 839, 851, 852, 857. 868. 879. 882. 968. 1336. Reversbrief für Solothurn, wegen Landeron. 879(2), 882, 995, 1001, 1011. 1039. Gesuche um Restitution der Grafschaft. 60. 1373. 1377. 1388, 1409, 1412. 1424, 1428(5). Stadt Neuenburg. 41. 45. 47. 193. 313, 330. 333. 337(2). 338(2). g5i, 45g, 675. 676(5). 690. 754. 942, Geistliche Angelegenheiten, 192(2), II0I. 1102. Kastvogtci über St, Johann. 36. 1313, 1336(2). 1341, 1373, 1381, 1388, Ehorherrenstift in Neuenburg. 192. 207, 330. 333. 337. 338. 943. 1074. 1075. 1101(2). Wartstellen, 192, 943, 1292. 1341. Prediger. 193. 213. 676. Gebühren für kirchliche Dienste. 676. Güter und Gülten. 193. Weinzehuten, 313. 316. 337. Engeld und Böspfenning. 675, 677. Burgrecht mit Bern. 1074. 1075, Pfarrpfründen, 207, 413. 432. 1101(2). 1118,1124. Unfugen von Priestern, 207, 276. 676, 1101. Bannsprüche. 276. 433. 446. Strafen gegen neugläubige Geistliche. 468. VI, Ennetbirgische Voc^teien (Lauis, Luggaris sc.). 1) Gemeinsames. Gefährdung und Schuh des Gebietes (gegen Kriegsvölker), 67. 136. 146(2), ,48, ,56. 169. 173. 180, 181, 182. 183. 185. 187, 189. 200. 201. 202(2). 224. 225. 228. 230. 231. 232. 235(2). -236. 237. 238. 262. 277. 278(2), 281, 284. 304(2), 311 (2), Z,2(2). 3,3. 3,5. 32». 322. 323(5). 33„(2), Ig,. 33g, 4,7. 4 ,9. 427(4). 428. 429(«), 430(5), 432. 437. 442, 446. 480(2). 487. 497, 556.-580. 596 (2), 598, 599, 603(2). 69». 699. 700, 703, 704. 751 (2), 799, 800. 818(2). 819(2). 829, 831(4). 832. 834. 838. 840(2). 853. 857(2). 868. 944. 945. 1023, 1054, 1060. 1094. 1153. 1155. 1194. 1196. 1218- 1342. — Vgl. 2) und 4). Materien-Register. errschafteu, gemeine; Ennctbirgische, Forts.) Feindseligkeiten spanischer nnd italienischer Truppe». 201. 202. 217. 230. 23l. 232. 23S. 237. 238. 262. 322. 427. 428(4). 487. 497(2). 535. 818. 840. 857. 863. 867. 868. 941 (2). 944.-945. 990. 1002. 1023. 1037. 1040. 1054. 1060. I072(»). 1094(2). zig?, ,45g. >455. 447». Beschlagnahme von Privatgütern, durch mailändische Behörde». 225. Aufgebote zum Schuh der eidgenössische» Söldner in Mailand. 373. 415(2). 417. Hülfeleistung gegen Bern. 1436. Auswanderung nach Italien. 156. Banditen und Flüchtlinge ans Mailand. 106. 136. 180. 210. 330. 427. 430. 440. 1022. Nachbarverhältnisse. 53. 148. 155. 156. 173. 189. 210(2). 233. 262. 441. 507. 1169. Verkehr mit der Lombardei. 200. 201. 202. 210. 238. 241. 242. 246. 247(2). 250. 255. 261. 356. 427. 428. 431. 480. 487. 497. 1165. 1166. 1167. 1194. Sperren gegen Mailand. 173. 247. 250. 255. 261. 362. 363. 419. 427. 428. 431. 1001. 1165. 1166. 1167. 1168. 1179. 1194. 1196. 1218. 1266. 1267. 1274. 1278. 1281. 1291. 1311(2). Salzsperre von Bellenz gegen Lauis nnd Lnggaris. 304. 323. 356. 372. 383. 419. 442. 699. Wucher und Fürkanf. 1218. Besieglnng der Jahrrechnungsbeschlüsse. 441. Nachrichter. 49. 52. 53. 210. 304. 440. 499. 1054. 1113. 1346. 2) Lauis. Feindseligkeiten gegen die Lombarden. 180. 210(2). 442. Schutz des Gebiets; Besatzungen. 187. 189(4). 201. 202. 210(2). 211. 225. 228. 232. 236. 238. 304. 311. 312(2). 320. 33». 338. 348. 361. 365. 441(2). ggg 4,)Z1 Z923. 1040. 1113. 1196. 1197- Schloß Lauis. 232. Schloß Valsolda. 361. 365. 427. 430. 432. 441.442. 480. 481. 487. 507. 599. 603. 661. 662. 703(2). 704. 751. 773. 787. 1027. 1037. 1040. 1055. 1072. 1094. 1104. 1109. 1113. 1114. 1148. 1166. II80. Kriegsdienste in mailändischem Sold. 440. 441(-). Verräther. 361. Flöchnen in mailnndisches Gebiet. 441. Wachdienste auf Kosten der Landschaft. 441. Benutzung entlehnten Geschützes. 626. 702. 703. 867. 958. — Vgl. 4) nnd O.-R. Uri. Reibungen mit dem Kastellan von Musso. 1003. 1027. 1037. 1040. 1072(2). 1103. 1104. 1166. 1167. 1178. 1180. 1279. 1281. 1291. 1342. (Herrschaften, gemeine; Lanis, Forts.) Salzsperre und Zoll. 1072. 1104. 1166. 1178. Frenndschaftserbietungen. 1170. 1178. Lauisersee. 211(2). 497. Huldigung der Landschaft. 440. Jahrrechnnngen, Zeit des Beginns. 48. 51. 199. 430. Ertrag. 52. 53. 210. 212. 304. 440. 699. 700. 958. I113. 1346. Steuern von Gemeinden. 52. 210. 295. 296. 303. 440. 699. 958. II 13. 1346(2). Zölle. 53. 210. 303. 440. 441. 699. 958. 1113. 1267. 1346. Pacht. 52. 210. 1113. Nachläße. 210. 304. 313. 440. 699. 1346. Befreiungen. 419. 441. 446. Bergwerke. 700. Schulden der XII Orte. 210. 211. Darlehen an Ludwig von Meßbach. 440. 482. 506. 603. 614. 663. Gerichtsbarkeit: Malefiz. 52. 210. 304. 361. 440. 441 (4). ggg 958. I113. 1346. Todschläge. 441. 1037. 1055. 1085. Begnadigungen. 958. Einziehung von Gütern. 210. 277. 361. 1037. Bußen. 210. 1346. Restanzen. 52. 210. 304. 699. Gebote nnd Verbote; Polizei: gegen Schcltnngen. 53. gegen Wucher. 53. 1169. gegen unruhige Banditen. 440. 699. Friedgebote. 304. Ansenthaltsbewilligung für Banditen. 210. 304. 427. 440. 699. 1197. 1218. Bettler. 210. Tuchgewerb. 53. 249. 254. 446. 867. 877. Landvögte: Allgemeines. 53(4). ,gg. zg,. ,gg, 17g. igg. 157. 210. 230. 231(2). 236(2). 242. 249. 261. 262. 263. 276. 277. 278. 281(2). 296. 304(»). 338. 347. 356. 361. 962. 371. 429. 430(2). 440(°). 441(4). 497. 5Z5. 55». 596. 598. 603(2). 661. 699. 700. 867. 944. 1001. 1003. 1022. 1023. 1027. 1037(2). 1054. 1060. 1072. 1103. 1104. 1109. 1153. 1155. 1179. 1180. 1194. 1204. 1279. 1311. Einzelne genannte: Jacob Stocker, von Zug. 52. Jacob von Wippingen, von Freiburg. 105. 144. 148. 155. 156. 189(4). Ludwig von Meßbach, von Bern. 233(2). 238. 243. 284. 285. 311, stlst- 323(4). 332- Materien l-Register, (Herrschafte», gemeine; Lanis, Förch) 339(2), 349. 350, 362. 365, 373, 414. 425. 427(»), 428, 429. 432. 481, Caspar Stalder, von Schwyz. 599, 790. 831, 838. Hans Hösli, von Glarns, 1014, 1040, 1168, 1169(2). 117g. ii9k(2). Hg?, 1343(5). Ehrenzengniß für Landvogt Hösli, 1346. Landschreiber. 52, 210. 304, 305, 314, 440. 441(2). 1291, Schreiber und Dolmetscher. 699. Fiscal, 52, 53. 210, 304, 440. 699, 1346, Weibel, 148, 210. 304. 441, Nachrichter. 49, 52. 53. 210(2). 304. 440. 499. 1054, 1113. 1346, Gehalte der Amtleute (Gescheute inbegriffen). 52. 210. 304, 440, 441, 399, 1113, 1346(2). Ausgaben überhaupt, 52, 53. 210. 304. 440. 441(2). 699, 700, III3, 1346(5), Almosen und Geschenke an Klöster und Priester. 53. 146, 210, L04, 441. 700 (2). 1113. Pfrundsachen, 699, 1346, Gemeindefreiheiten und Statuten, 296, Gemeinde Lanis: Münzrecht. 361, 365. 371. 372. Handel mit Morest» -c. 276. 277. 284. 285. 295. 296. 356, 362, 371. 838, Privathandel, 263. 276. 279. 284, 285. 295. 296. 362 (2), 371, 700. 797. 867. 877, 1011, 1014, 1388. 3) Mendris (und Balerna), Besitznahme durch Beeidigung, 136. 138, 144, 148, Streit mit Frankreich, s, O,-R. Frage der Bevogtignug, 144, 146, 164. 210. 223. 224, 225, 228, 230, 234, 237, 242. 247, 251. 256. 258, 263. 441. 700. Landvögte: Allgemeines. 278, 281, 311. 313. 430, 441, 700(4). 944, 945. 958. 1054. 1072, 1092, 1104, 1194, Einzelne genannte: Mark Morell(?), 313, Heini amBrunnen, von Obwaldcn. 1196, 1197, 1346. Gehalt, 441. 958. Statthalter. 441, Uebrige Beamte, 136, 210, (441?). 700. Eid. 441, Rechnungen (vor 1521), 312. „ (seit152I), 441 (2), 700, 958(2), 1346. Weinzoll und Bank. 441(2), 7^ ggg (1346). Malefiz, Bußen. 441(2). Todschläge. 441, (Herrschaften, gemeine; Mendris, Forts,) Ausgaben, 441(2), 700, 1346. Verschiedenes, 53, 210. 285. 304, 441, Statuten. 958, ^ Verhältnis! zu St, Ambrosius und Mailand, t 44, 148. Kriegsgefahren und äußere Angrisfe, 189. 1072. 1094. 1104. Wachen und Späher. 700. 4) Lnggaris (Lnggarus). Märchen. 53, Verhältnis; zu Luino. 146. 149. Aufnahme und Beeidigung von Brissago, 149, Wehranstalten: Schloß, 232. 428, 773. 1054, Bauten und Wuhre», 54, 97, 149. 442, 773. 959, 1054, 1113. 1114. Beivassnung, Ausrüstung, Geschütz, 54. 169, 180. 182. 183. 238. 304. 428. 442. 484. 487(2). 497, 703. 857. 866, 877, 958(2). Frage betrefsend die Schleifung. 442, 751. 762. 985. 993, 1347. 1373. Büchsenhaus. 442, 603, Büchsenmeister, 54. 305, 442, (443?). 959, 1114, 1347, Besatzung, 54, 173, 180, 182, 201. 202, 211, 212. 225. 228. 237. 238(2), 284, 304(2). 312. 320. 331. 427, 428. 429(2). 43g. 442(2), 443. 480, 487, 596, 603, 690, 703. 751. 762. 829, 831(2). gg7, ggg, 40»!, 1069. 1113(2), 1153(2). ,154 ,3,,, ,347, ,33g, . Jahrrechnungcn, 54, 211, 212, 304, 305, 430, 442, 702, 958. 1113, III4, 1347, 1348, Angefochtene und suspendirte Entscheide, 216. 217, 218, 453, 1347, Competenzfrage. 305, 453, 703, Guthaben und Schulden der XII Orte, 212, 305. 959. 1114. Steuern von Gemeinden, 54, 211. 212. 304. 305, 443. 958, 1114, 1347, Zölle: Pacht, 54(2). 282, 305, Nachlässe, 54, 212, 304, 305, 313, 443. 1114, Ertrag. 212. 304, 305. 442, 703, 704.958. INT 1347. Gerichtsbarkeit: Mnlesiz, Bußen; Ertrag, 54. 149, 211, 304. 442. 443. 703, 958, 1347, Verbrechen und Strafen. 242. 243. 443, Todschläge. 1291, Landvögte: Allgemeines. 54(»), 97, 106, 146, 149. 182. 199, 200. 211, 212(2). giß. 217. 225. 235. 236. Materien-Register, (Herrschaften, geineine; Luggaris, Forts.) 242. 255. 261. 304(2). 342, 333. 418. 430. 442(2). 470. 480. 484(2). 48k. 487(2). 497(2). 504. 580. 536. 538. 603. 703. 773. 857. 976. 993. 1054. 1063. III4. 1154. 1179. 1135. Einzelne genannte: Thomas Schmid, von Solothur». 149. 155. (199.) 201. Hans Zoger, von Lucern. 237. 243. 374. 427(2). 428(4). 429. 431. 442(4). Hans Burrach, von Nidwalden. 751. 773. 789. 798. 831 (2). 840. gg4, 97g. 4999. 4949, 1011. 1032. 1038. 1055. 1072. Jacob Hebdenring, von Basel. 1054. 1311. Unterschlagungen von Vögten, s. 0. Burrach. Beschönigungen. 1032. 1055. Landschreiber. 54. 305. (312). 443. 959. 1114. 1347. Fiscal. 54. 305. 443. 959. II 14. 1347. Gehalte der Amtleute. 54. 305. 443. 703. 1114. 1347. 1348. Geschenke an Beamte und Diener. 54. 305. 443. II >4. 1347. 1348. Almosen. 305. Ausgaben überhaupt. 54. 149. (212). 304. 442. 443. 1114. 1347. 1348. Verkehr und Handel. 200. 211. 212. 305. 442. Wasserschaden. 1054. Streit unter Gemeinde». 217. 1104. 1114. Beschwerden von Gemeinden. 470. 1054. 1055. Gemeindesteuer von Luggaris. 1347. 1348. I4KK. Privathändel. 216. 216. 225. 374. 442. 703. 792. Geistliche Angelegenheiten: Gerichtsbarkeit des Bischofs von Eomo. 54(2). 79g. 792. Bischöfliche Lehen. 703. 792. Pfrnndsachen. 418. 442. 674. 792. 1313. Gottesdienst für die Schloßbesahnng. 54. 305. 442. 443. 674. 1313. Geschenke an Klöster und Priester. 54(2). 995. 44z. 959(2).. I I 14. 1348. Klöster. 418. 443. 1054. 1348. 5) Maienthal (Val Maggia). Allgemeines. 155. 211. 212. 304. 431. 596. Rechnungen. 442. 443. Jahrsteuer. 54. 212. 305. 958. II 14. 1347. Malefiz, Bußen. 212. 443. Holzfrevel. 443. 958. Ertrag überhaupt. 442. 443. Alpzins. 54. Ausgabe». 212. Landvögte. 54. 182. 212. 430. 431. 442. 443. 596. 831. 1038. 13IU 1312. (Herrschasten, gemeine; Maienthal, Forts.) Michel Sehstab, von Zürich. 246. 247. 431. Pfrnndsachen. 1311. 1312. 6) Bellenz (mit Bollenz und Riviera). Gemeinsames. 235. Allgemeines. 277. 383. 418. 419. 427. 429(4). 840. Feindseligkeiten gegen die Lombarden. 180. Gefahr von Mnsso her. 1167. 1178. 1342. Schloß, Besahung. 180. 278. ,, Ausrüstung. 800. Jahrrechnungen. 235. Markt. 230. Mnnzwesen. 1071. 1079. 1134. 1147. 1148. Landvögte (Commissare). 106. 180. 255. 413. 428. 429. 580. 840. 1071. 1291(2). Einzelne genannte: Hans Pünti, von Nidwalden. 417. Michel Schüeli. 790. 799. 800. 831(2). Nachrichter. 53. Pfrundsachen. 792. VII. Gaster und Utznach. Gotteshaus St. Antonien. 1103. 1109. 1333. VIII. Vogteien von Bern und Freiburg. Allgemeines: Weinlese:c. 494. Geschenke bei Jahrrechnnngen. 748. Theilnnhme an der Dssputatiqn in Bern. 1242. 1252. I) Murtem. See. 11. 12. 42(t). gg. Moos, Nutzungen, Wegrechte :c. 417. 418. 981. 1137. March- und Weidstreitigkeiten. 97. 120. 123. 981. 1137. Fischerei. 434. Zoll. 1137. 1138. 1371(2). Steuer (Tell). 494. 749. Maße. 1137. Aus- und Durchfuhr von Kor». 88. 1371. Weinlese. 97. Holzungen (Galm -c.) 88(2). 97, 749(3). 951. 1197. Achernm. 89. 981. Zehnten. 88(2). 74g. ,, Nachlässe. 1371. Gerichtsbann. 747. Gerichte, niedere. 1137. Appellation. 1138. Erbrecht der Herrschaft. 1371. Schloß. 434. Amtleute: Schultheiß zu Murten. 88. 319. 479. 749 ss). 981. 1137. 1242. 1371(2). Jacob zum (vom) Stein, von Bern. 319. 479. kW Materiem ^-Register. (Herrschaften, gemeine; Marten, Forts,) Hans Studer, von Freiburg, 1137, 1138. 1242, 1372. Leibgedinge für Amtleute. 1371, Jahrrechulmgen, 88, (231), 319, 479, 748. 981, 1138, 1371, Einnahme». 319. 981. 1372, Ausgaben. 319, 1372, Stadt Murten. 11. 12, 42, 66. 88, 748(6). 749. Einzugsgebühr. 847. Ungeld, II 37. 1138. Galgen. II, 1137, Verhältnis! zur Propstei Münchenwyler. >1,38(6), 1371, Privatsachen, 232. 981, 1137, Fenster. 97, Geistliche Angelegenheiten: Gotteshäuser. 981, Pfrundsachen. 748(6). 749(6). 1401, Verwendung von Gottesgaben. 748. 749. Vermächtnisse. 749(6). Steuerfreiheit der Priester, 749. Verhältnis! zur Glaubensäuderung. 748, Bilderzerstörung, 749, 2) Grandson, Marchstreit, bei Sainte-Croir, 42- 65(6), zgg. 210, 279. 282. 285. 291. 369. 426. 443(6). 479. 480(6). 1378. 1379. gegen Neuenburg, Val Travers. 66. 291. 1100. 1101. 1118. 1139. 1154. 1336(6). 1337. 1341. gegen Val Ruz, Herr von Verzier (Vergy). 285. 291. 641. 1379. gegen La Motte. 291. gegen St. Martin. 369. 747. 786. 983. gegen Uferten zc. 863. 983. 984. 1005. Holzverleihung. 369. 494. 984. 1145. Holznutzung. 747. 748. 1145. 1378. Holzkauf. 94. Lehen, Güter, Einschläge. 368. 369. 494. 747. 984(6). Lob (Laudemium). 369(6). 494. 747. 1379. Zinse. 369(6). 494. 747(6). 984. 1144. 1145. 1378(6). Garbenzins. 494. 747. Gerberie. 984. 1145. 1378. Kornzins. 1378. Usagia und Bräuche. 369(6). 934. 1378. Ablösungen. 494. 1145. Besreiungen, Nachlässe. 94. 369(«). 494(6). 747, Avouerie (Vogtsteuer?). 1145(6). Fischereizinse. 1145. Schirmgeld. 494. Zoll. 747. 1378. (Herrschaften, gemeine; Grandson, Forts.) Zehnten. 94(6). 747. 794. 934. Weinzehntcn. 291. Nachlässe. 1145. 1378(6). Maß. 1378. Streik um Weidgänge. 494. Backöfen. 291. 369. 1378. Ziegler. 984. 1145(6). 1378. Wirthschaftsgewerb. 94(6). Rechnuugstage und andere Tagleistungen. 66. 94. 97. 231. 285. 291. 320. 328. 494. 747. 983. 984. 993. 1144. 1146. 1372. 1378. 1379. Ausgaben: Verschiedenes. 1145. Beisteuern, an Baukosten. 747. 984. 1145(6). 1378(6). 1379. an Processkosten. 1145. an Verunglückte. 291. Almosen. 1378. Schützengaben. 747. Wegebau. 369. Amtskleider, geschenkte. 494. 748. 984. 1145(6). 1378(6). 1379. Gerichtsordnung. 94. Mängel. 983. Taglöhne für Richter. 1145. Bussen. 984(->). 1145(2). Nachlöste. 1378. Ehesachen. 983. Landvögte. 94. 369. 494. 747(6). 748. 983(6). 1378(6). Peter Ärsent, von Freiburg. 328. 748. Haus Rudolf von Diessbach, von Bern. 749. 794. 863. 1146. 1379. Statthalter. 94. 983(6). 1379. Stadtschreiber, geschworue Schreiber. 983(6). 1145. 1378. Commissar (Lucas Dumaine). 94. 369(6). 747. 934(6). 1378. Weibel. 1378. Wehranstalten. 941. 984. Schloß. 1145(6). Stadt Grandson. 94. 494. Rathhausbau. 94. Wappen der zwei Städte. 1145. Privatsachen. 747. 984. Edelleute. 369. Geistliche Angelegenheiten. 94. 368. 369. 494(6). 747(6). 748. Pfründen. 748. 984. 1145. Klöster. 494. 747(6). 1144. 4145(2). Spital. 1144. 1145. Theilnahme an der Disputation in Bern. 1216. 1221- 1236. 1242. 1246. Matcricin Megister, (Hcrrschnsten, von Bern und Frcibnrg; Echallens.) 3) Echallens (Orbe). Märchen gegen savopisches Gebiet. 479. Weidgangstreitigkeiten. 1371. Einschläge. 1371. 1378. „Lob". Ii38. Oese». 1371. Zehnten. 89. 749. 947. 981. 992. Nachlaß. 1137. Strafgerichtsbarkeit. 89. 32». 1371. Appellationen, Gerichtskosten. l37l. Bußen. 32». Nachrichter. 32». Iahrrechnnngen. 479. 748. 981. 1138. 137l. Einkünfte. 32». 479. 748. 981. 1372. Ausgaben. 32». 479. 748. 1372. Obrigkeitliche Bauten. 1137. Beiträge an Bauten. 749. 1371. Geschenke. 1137. Genieindefreiheiten. 479. Privatsachen. 748. 981. Ii37(-). Landvögte. 89. 94. 320. 479. 748(»). 749(2). 1371(6). 1378. Jacob Tribolct, vo» Bern. 479. -Hans Künzi, von Freiburg. 1138. 1372. Statthalter. 749. Untervogt. 89. 1371. Schreiber. 89. Geiüliche Angelegenheiten.' Gotteshäuser. 1K7- 748. 981. Pfrnndsachen. 94. 981. 984. Kirchendiebstahl. 1371. ' Geistliche Personen. 1138. Bann. 1138. Beistenern der Obrigkeit. 748(2). 4heilnahine an der Berner Disputation. 1216. 1224. 123«. 4) Grasbnrg (Schwarzenbnrg). Märchen gegen Ptafeyen. II46. 1379. Holznutznngen im Schitwald. 747. Zmsbnch, Erneuerung. 748. 1378. Zinsnachläße. 984. Zehnten. 1378. Henzchntcn. 114«. Bußen. 1378. Iahrrechnnngen. 6«. 231. 32». 328. 494. 747. 983. 984. 114«. 1372. 1378. >379. Vögte. 747(2). 748(2). ,373(2). ,37g. Ulrich von Endlisperg, von Freibnrg. 748. Wilhelm von Hertcnstein, von Bern. 749. 114«. 1379. Wohnung des Vogtes. 748. (Herrschaften, vo» Bern und Freiburg; Grasbnrg, Forts.) Venner. 494. Amtsklcider. 984. 1379. Geistliche Angelegenheiten: Bußen für Fastenbrnch. 984. für Feiertags- und Sonntagsarbeit. 747. von Neugläubigen. 114«. Heuzehnten, s. Zehnten. Heren. 1291. Hochschulen: Basel. 343. 842. Freiburg. 842. Ingolstadt. 512. 842. — Vgl. P.-R. Eck. Köln. 936. Löwen. 93«. Paris. 477. 842. 93«. 1382. Tübingen. 842. Hochwälder. «58. Hodler. «43. Hofdienst. 234. 245. Hofgericht Rothweil. 29. 32. 47. 48(2). 4g, izz. 133. 172. 177. 235. 372. 1473. Hofslattzinsc. «34. 711. 725. Holzbann. «58. — S. Gemeinmarken. Holzgerechtigkeiten, Holznutzungen. 88 (2). 97. ggg. >,54. 631 (2). «32 (2). K33(S). 645. g52. «53. 658. 66». 705. 714. 715. 719. 720 (2). 72i(->). 722. 733. 747. 748. 749(»> 981. 1137. 1145. 1378. Hosen, (Schützengaben). 437. Hühnerstener. 631. «59. 714. 715. 722. 728. — Vgl. Fast- nachthllhner. Hülfstrnppen, s. Kriegshülfe. Hülfsverpflichtung, s. die einzelnen Bündnisse. I. Jagd, Jagdrecht, Jagdverbote, s. Wildbann. Jagdschaden. «49. «67. 75«. Jahrgelder, s. Pensionen. Iahrrechnnngen, Vogtrechnnngen. 3«. 48. 52. 53. 88. 192. 21». 211. 212. 231. 259. 29». 293. 29« 303. 304. 319. 32». 432. 433. 434. 437. 44». 442. 443. 479. 494. «75. «89. «99. 7N2. 747. 748. 942. 943. 958(2). 981. 983. II»». 1113(2). III«. 1137. 1144. 133«. 1339. 134«. 1347. 1371. 1378. Jahrzeiten. «54. «6». 948. 95». 951. — Vgl. Religionssachen. Immunität, persönliche, s. Geistliche Personen. Injurien, Verleumdungen ?c.. unter Privaten. 43. 44. 4K(»). 47. 159. 1«9. 17». 205. 206. 214. 23». 255. 277. 284. 31». 311. 357. 359. 472. 481. 49«. 498. 52». 521. 524. 585. «15. «25. ««9. 797. 809. 81». 85«. 942. 951. 952. 958. 9K4. — Vgl. Religionssachen. Materien-Register. (Injurien, Forts,) - Gegen den Papst, 84, Gegen Nachbarn (Deutschland), 172. Gegen die Eidgenossen insgemein, 128. 172, 185, 214. 232, 236. 512. 538, 836. 85!), 898.- 904. 916, 919, 952, 1467. Gegen einzelne Orte, in weltlichen Sachen, 109. 129, 151, 157, 370, 407. 478, 625, 669, 670. 1105, 1181. 1187. 1227. 1280. 1350, Gegen cidg. Soldner, 128, 157. 176. 185.214.284,412, 437, 439, 481, 496, Instructionen, s, Vorträge, (Die kleinern übergangen). Jnterdict, j. Bann, Intervention, s, Tagsatzung, Johanniter, s, Orden, Inden. 753, 755, K. Kannnergericht, 201, 208. 288. — Vgl, O.-R, Reich, Kastvogtei, s. Klöster, Kaufleute, 187, 195. 210, 212, 216. 217. 224, 230. 232, 233(2), 237. 242. 245, 247(2). 249. 250, 251,254(2). 255 (2). 256(2). 261, 262 (2). 277. 279. 281 (2). 285. ' 286. 287. 294. 306. 308. 309(2). 312. 314. 315(2). 318. 327, 372, 432, 446, 481. 482. 487. 496. 504. 614. 656. 661. 663. 667, 671, 672(S), 673, 676. 690. 694(2). gggs»). 739. 75g 75, 754 755 733. 73g. 797. 800. 828, 830. 838(2). 868(2). 877. 1000, 1001. 1011. 1012, 1072, 1291, 1329, Vgl, Geleit, und P.-R, Käufe, Güterkäufe: Rückkaufsrecht, 302. 329. Verbote gegen geistliche Stiftungen nnd Personen, 302. 576. Vorbehalt der Steuerlasten zc, 303. 352. 353. 354. Befreiung von Reiskosten :c. 352. 353. 354. 612. 711, Kerbholz, 266. Kerzen, geschenkte, 235, Ketzerei, s, Religionssachen, Schmähungen, Kirchenbann, s. Bann. Kirchenraub. 877. Kircheitrechnungen, 651, Kirchenzierden, zerstörte, s, Religionssachen. Klöster, Ehorherrenstifte, Schwesternhäuser, 1) Allgemeines, Schirmherrschaft, Kastvogtei der Eidgenossen, 14, 36. 167, 255, 257. 258. 259. 26». 291. 337, 357, 360(2). 368. 369. 381. 382(2). 384, 436. 437(2). 438, 439, 445. 450. 451 (°). 453. 473, 481, 487, 489. 495. 496(°). 504(2). 505(2). 59g 597 599 545 559^. 557. 570(2). 571, 576, 579. 585. 614, 639(5), 95g. (Klöster, Allgemeines, Forts.) 657(2). ggz, 689. 690. 692(2). 749. 748. 749. 750. 779. 788, 789, 791. 794. 813. 828. 876, 877. 881. 1022. 1027, 1108. 1109, 1116. 1117. 1121. 1146. 1193. 1219. 1220. 1279. 1291, 1336, Rechnungen, 360, 383. 437. 439, 451, 506, 576, 690. 740(2). 759. 77<>(2), 948. 1086. 1108. 1109. IUI. 1121(2). 1446, 1152(2). 1153. 1194. 1205. 1267, 1286, 1333. 1346. 1347. Theilungen des beweglichen Vermögens, 504, 657, 1152. 1183. Einschränkungen, 948. Ueberfälle und Drohungen, 279, 473. 474. 475. 476, 662, 739. 837, Vgl. Herrschaften, gemeine, 11, III, Mitwirkung bei Abtwahlen. 1291, Vgl, Herrschaften, gemeine; Religionssachen; auch O,-N. 2) Schweizerische Klöster, Stifte und Kirchen. Allerheiligen, Schaphausen, 29. 43, 67. 131, 177. 490, 1152. St, Andreas, Neuenburg, 192. St. Antonien, Utznach. 1108, 1109. 1333. Basel, Barsiisjer, 1480. 1481(2). „ Prediger, 1480, ,, St, Peter, 1480, 1481, Bellelay, s, P.-N, Beinwyl, Solothnrn. 197. 1«S. 220, 221, 1172, 1173(2), 1175, Bern, Barfüßer, 277, 283, „ St. Vincenz, 167, 1138, Beromünster (Münster), Lucern, 257. 258, 351, 811, Bischofzell, Pelagienstift. 654. 1121, Bubikon, Ritterhaus, Zürich, 364, Cappel, Zürich, 331. 464(2). 487. 529(2), 559. 10II, La Chaur, 984, Dänikon, Thurgau, 33«, 331, 332, 487. 604, 556, 1152. 1183. 1314. Dissentis, 44, 950, 1502, Einsiedeln - Bebte: Konrad, von Hohen - Rechberg. 1126, 1127, 1128, 1171, Ludwig Blarer, 1125, 1126, 1127,1430, 1131- 1183, 1198, Bestreitung der Wahl. 1125, 1126, 1127, 1129, 1130, Handel mit dem abgetretenen Pfleger Diebold vo» Hohen-Geroldseck, 1122, 1125. 1126, 1127, 1154- 1171(2) 1)78. Z179. 1)82. 1183, 1197, 1198- 1267, 1291. 1312, 1352. 1461, 1462, 1463, Vgl, O.-R, Schwyz, Zürich, Güter und Rechte zu Burg bei Stein, 536. 690, zu Eschenz, 1112. 1152, 1183. 1195, Materien- >-Rcgistcr. (Kloster, 2, Forts.) im Thurgau überhaupt. 1126. zu Miiiiuedorf, Meile», Stäsa. 535. 61b. I125(-). 1126. II»3. in Sarmeustorf. 453. in Weiniuge». 381. Engelweihe. 237. Bestreitung. 535. 624. Fenster. 883. — Vgl. Fenster. Engelberg, Abtei. 253. 260. 337. 341. 360. 377. 381. 404. 1337(2). 1379. „ Frauenkloster. 259. 260. 360. 1027. 1347. Rechnungen. 259. 1346. 1347. Viehbesih. 259. 1347. Einkünfte im Gebiete von Zürich. 360. 404. Güter im Beruer Gebiet. 1027. Pfründe zu Brienz. 337. 341. 789. 1337. 1338. 1368. 1369. 1379. 1402. Vögte nud Schaffner: IT am Büel, von lluterwalden. 259. 1347. Hans Berchtold, von Olnvalden. 1346. IT Heß. 1347. Jacob am Ort, von Lucern. 259. Heinrich Stnlz, (von Nidwalden). 1346. Feldbach, Thurgau. 460. 500. 507- 1153. Fitly, Waat. II. 167(«). Fischingeu, Thurgau. 500. 653. 1459. Freiburg, St. Niklaus. 167. Frauenthal, Zug. 214. St. Gallen, f. O.-R. Guadenthal, Aargau. 214. 662. 689. 690. 772. 788. 945. Gottstatt. 1321. Grandson, Karthäuser (la Lance). 368. 369. 747. 1144. 1145(2). „ Benedictiuer, Priorat. 494. 747. Hautcret, Waat. 29Ii Hermatschwyl, Aargan. 294. 295. Jnterlaken, Bern. 1421. 1466. St. Johann, bei Erlach. 36. 167. 1101. 1102. 1220. 1313. 1336. 1341. 1373. 1381. 1388. 1472. St. Johann, in Toggcnburg. 877. 986- 1021. >02». 1403. 1409. 1410. 1423. St. Jos, Herberge, Thurgau. 1120. 1124. I>25. Jttingeu, Thurgan. 279. 283. 346. 360. 383. 584. 604. 606 (2). 614. 624. 629. 657. 662. 953. Sturm und Brand. 460. 462. 463(2). 464, 465. 470. 471. 475(»). 476. 477. 478. 489(2). 4-,,. 492. 493. 507. 587. 583. 589. 590. 591 - 607. 608. 617. 621. 1089. Schadencrscch. 471. 473. 502. 507. 533. 561. 62 l. 876. 1074. 1091. 1342. 1372. 1373. Kalchrain, Thurgan. 603. (Klöster, 2, Forts.) St. Katharina, St. Gallen. 453. 637(2). 638(2). ngg. 1196. 1201(2). 1205. 1206. 1219. 1328. St. Katharinen, Murten. 1138. St. Kathariuenthal, Dießenhofen. 297. 436. 561. 655. 670. 791. 944. Klein-Lützel. 221. Königsfelden. 1340(2). 139». Männerkloster. 381. 570. 585. 999. Frauenkloster. 297. 437. 499. 570. 585. 999. Kreuzlingen. 29. 198. 204. 438. 451 (2). 557. ggi. 415g 1185. 1302. 1398. I4V8. Küsnacht, Comthurei, Zürich. 360. 364. 377. 381. 404. La Lance, f. Grandson. Lauis. 53. 210. 304. 441. 700. „ Barfüßer. 146. Leuggern, Comthurei. 50. 212.375.506.689.764.1343. Linsibüel, Jsenbüel, Aargan. 381. 437. 438. 445. 614. 945. 1340. 1389. Luceru, Barfüßer. 177. 179. „ Chorherren. 931. Luggaris, Barsüßer. 54. 305. 418. 1114. 1348. „ U. Frauen (Cnniasco?). 54. 305. 1114. 1348. Magdenau, Toggeuburg. 986. St. Marsens, Freiburg. 1083. 1084. St. Maurice, Wallis. 321. 481. 484. 738. 863. 1145. 1294. 1519. Müuchenbuchsee, Bern. 495. 1300. Münchenwpler, Marten. 1137(2). 1138(2). 1371. Münsterlingen, Thurgau. 500. 505. 518. 561. 779. INI. 1153. 1195. 1418. Muri, Aargan. 372. 932. 1194. 1205. 1267. 1278. 1286. Marten. 981. Neuenburg, Chorherren, s. Herrschaften, gemeine, V. Nollenberg, Thurgau. 657. Orbe. 748(2). ggi. Paradies, Thurgau. 655. 670. 692. Pelerlingen (Paperne). 369. Pfüfers, Sargans. 371. 584(2). 535. 689. 692. 740. 788. 837. 1054. 1116(2). m?. 1121. 1(46(2). I147(l>). 1168. 1179. 1322. 1340. Polcggio, „Klösterli". 30. 304. 1338. Rheinau. 360. 383. 438. 439. 450. 451(4). 492. 496. 505. 538. 654(»). 655(8). (454. Romainmotier. 167(2). 1145. Rorschach. 329. 474. Rüegsan. 278. 283. Rüti, Zürich. 489. 520. 657. 881. 887. 985. 990. IUI. 1126. Stein a. Rh. 657. 740. 810(2). 811. 1126. Materien-Register. (Klöster, 2, Forts.) Tägerwylen. 650. Tobel, Comthurei, Thurgau. 382(2). 439. 451(2). 495. 49k. 505. b«6. 532. 657. 690. 740. 750. 763. 779. 828. 962. 1072. 1086. Töß, Zürich. 1349. St. Urban. 276. 794. 811. 1012. 1124. 1132. St. Ursiz (Ursanne). 639. St. Victor, Genf. 1016. 1276. 1297. 1350. 1351. 1457. Wädenswyl, Comthurei, Zürich. 40. 360. 364. 377. 394. Wagenhausen, Thurgau. II52. Wettingen, Baden. 194. 255. 257(4). 263. 437. 932. 954. 1117. 1118. 1122. 1179. 1291. Streit mit Basel, wegen des Priesters zu Riehen. 357. 362. 368(2). g72. 383. 384. 386. 390. 414. 453. 532. 570. 582. Winterthur, Sammlung. 475. Wunnenstein, Wonnenstein, Appenzell. 438. 509. 523. 539. Wyler, s. Münchenwyler. Uvonnand, Comthurei. 369. Zürich, Propste!. 255. Augustiner. 571. 578. 579. Zurzach. 169. 371. 932. 994. 1011. 1055. 1183. 3) Auswärtige Klöster?c. In Deutschland! Au (?) 461. 504. 505. 556. — Vgl. Mainau, Reichenau. St. Blasien. 198. 523. 661. 681. Bregenz. 740. Lüders. 677. 680. Mainau, Minder-An. 985. 990. Murbach. 677. 680(2). Oeningen. 591. 611. 739. 746. Petershausen. 1303. 1318. St. Peter, Constanz. 1381. 1382. 1474. Reichenau. 198. 556. 1186. 1284. 1286. 1293. 1303. 1304. 1334. 1335. 1382. Rothweil, Comthurei. 495. St. Stephan, Constanz. 500. — Vgl. O.-R. Constanz. Ueberlingen, Comthurei. 382. In Frankreich: Mont St. Marie. 335. 485. Morteau. 468. Sallefranc. 532. In Italien: St. Michel. 315. 319. Pignerol. 1190. Piona. 998. Susa. 1190. Kornhandel, Fruchtkauf. 32. 49. 642. 643. 1193. 1196. 1204. 1218(2). 1267. 1278. 1287. 1311. Vgl. Fürkauf. Kornhausgebühren, (Basel). 642. 644. 645. Kornzins. 1378. — Vgl. Bodenzinse w. Krankheiten, s. Pest. Kreuz, Feldzeichen. 151. 182. 184) 1432. Kreuzer, s. Münzen, 2). Kreuzergeld, Nappengeld, Steuer. 658. Kriege: 1) Eidgenössische Kriege und Feldzüge bis 1520. Kyburger (Burgdorfer) Krieg. 568. Sempacher Krieg. 568. Näfelser Krieg. 836. Appenzeller Krieg. 631. 714. Eroberung des Aargaus. 568. Erste Feldzüge nach Mailand. 568. Eroberung des Thurgaus :c. 568. Waldshutcr Krieg. 568. Burgunder-Krieg. 568. 610. 806. Rorschacher Klosterkrieg. 709. 718. Schwäbenkrieg. 43. 132. 131. 437. 1091. 1186. 1302. 1317. 1419. 1420. Zug nach Dijon. 36. 43. Mailänder Kriege. 82. 568. 818. 859. Zug nach Würtemberg. 51. 230. 2) Eidgenössische Kriege seit 1521. o) In eigner Sache. Erster Müsserkrieg. 556. 585. 786. 787. 788(2). 790. 797. 798. 799. 800(4). 810. 829. Oberländer-llnruhen, s. O.-R. Bern. 1>) Kriegs hülfe für Auswärtige, für Papst Leo X. „Leinlakenkrieg." 7. 9. 10(0). 12. 13. 14. 15. 31. 32. 33. 34(2). gz. gg, 44, 4g. 47, 58(2). 62. 63. 64. 72. 109. Gegen Frankreich und dessen Anhänger. 64. 67(2). 71. 72. 78. 79. 84. 85. 86. 87. 90. 92. 93. 95. 96. 98. 100. 101. 102(0). ig4 ^5. )06. 107(2). 110. III. 112. 113. 114. 115. 116. 117. 118. 119. 120. 121. 122. 123. 124. 125. 126. 127. 128(2). 129. 130. 131. 134. 135. 136. 137. 138. 141. 142. 143. 144. 147. 148. 1S1- 152. 153. 154. 157. 161. 162. 170. 184. 186. 206. 216. 234. 279. 379. 394. 395. für Papst Clemens VII. 1007. 1037. 1039. für den Kaiser. 35. 36. 75. 1 11. 147. 162. für Frankreich. 71. 72. 74. 77. 80. 81. 82. 83. 90. 92. 93. 98(2). gg, 10g 102. 104. 105. 107(2). 110. 113. 114. 117. 136. 139. 141. 142. 146(2)- 147. 148. 152. 157. 164. 165(2). igg, 173(2)- 174. 179. 180. 181. 182. 183. 184. 185. 187. 188. 190. 191. 194. 196. 20». 206. 216. 217- 218. 219. 226. 227. 232. 233(2). 237, 277(2)- 306. 307. 311. 315(2). g)g, g2I. 324. 326- 331- Materien- --Register. (Kriege, Forts.) 382. 335. 338(2). 333(2). 340(2). 347(2), 343. 349(2). Z5g(2), 357, 358. 361. 362. 365(») 366(»). 367(2). 373. 374. 379. 380. 385. 387. 388. 389. 390. 391(4). 392(2). 335, 39g. 406(b). 412 414(4). 415(2). 416(4). 420. 424. 425("). 426(4). 427('). 436. 446(2). 469. 481(2). 482(2). 490. 529. 531. 532(2). 534. 538. 542. 569. 571. 572. 583. 586. 597. 598. für Frankreich und den HI. Bund. 967. 977. 995. 999. 1000(2). 1001(4). 1003. 1007. 1011. 1012. 1023. 1024. 1026. 1028. 1031. 1037. 1039. 1040. 1069. 1097. 1110. 1121. 1154. 1178. 1182. Feldzng nach Neapel. 1002(2). io07. >.><«. l l o.-v für Florenz. 187. 188. 194. 206. 216. 244. für die Grafen von Arona. 236. 238(2). 239(-H. 481. 497. für Herzog Ulrich von Würtemberg. (274. 275.) 596. 597(2). 598(4). 599(2). 300(2). 603. 605(2). 306. 613. 614. 615. 627. 868. 3) Auswärtige Kriege, f. Bauernkrieg; auch O.-R. Frankreich, Mailand, Türkei, Würtemberg:c. Kriegsdrohungen, von Deutschland her. 163. 165. 169. 172. -175. 321. 325. 337. 526. 799. von Italien her. 189. 831 (2). 838. 840. 853. 857. 860. 867. 944. 1 155. —Vgl. Herrschaften, gemeine, VI. 1. Kriegsgefahren für gemeine Eidgenossenschaft. 84. 90. 92. 93. 98. 102. 108. 110. 123. 125. 141. 158(2). 435, 252. 321. 325. 337. 341. 526. 597. 599. 603. 606. 799. 834(»). 892. Kriegsgesetze, Ordonnanzen, eidgenössische. 14. 15. 96. 116. 122. 125. 173. 224(2). 226. 321. Knegshülfe, Auswärtiger für die Eidgenossen, Uelhechnngen. 20. 21. 24. 1170. 1496. 1497. 1501. Kriegslänfe, verbotene, s. Solddienste. Kriegsleute, bettelnde. 264. kaiserliche (Spanier n. A.), in Italien. 9. 10. 32. ' 67. 107. 122. 129. 130, 134. 142. 144. 148. 15o. 156. 169. 174. 181. 201. 226. 227. 235. 236. 238(2). 314. 315. 316. 319. 323. 324. 3320). > - 356. 357. 366. 380. 425. 426(2). 430. 433. - 486. 53«. 580. 586. 675. 817. 818. 831 (->). - - - 836. 838. 840. 853. 857. 863. 867. 868. 01 ( )- 944. 945. 990.-1002. 1023. 1037. 104». 1060. 1072(»). 1094(2). z)37. 1153. 1U>5. 1104.1346. o Landsknechte, in kaiserlichem Dienst. 170. 172. 181 (1- 184(2). 321(2). 323. 331. 332. 334. 335. 336( ). 341. 347. 356. 366(2). 38». 526. 538. ^ 790. 831. 836. 945. 990. 1002. 1011 (M II 91. (Kriegsleute, Forts.) Kriegslente, Landsknechte, in päpstlichem Dienst. 93. 116. 122. 148. in französischem Dienst. 82. 306. 49». 1121. 1199. — Vgl. Durchpaß, Solddienste. Verhaftung fremder Kriegsleute und Boten. 986. 990. 994. 996. 1011. 1015. 1016. t0I7. 1019. Kriegsnachrichten, s. Briefe, III. b, 5). Knegsrüstungen: im Reich. 18. 73. 74. 76. 108. 158(2). 230. 313. 321. 325(2). 331. 334. 336 (2). 53g, 59g go5. 963. 1439. 1440. in den Niederlanden. 76. 82. in Frankreich. 36. 37(»). 43. 50. 194. 196. 200. 326. 332. 427. II 10. 1137. — Vgl. O.-R. Frankreich, in Spanien. 76. in Italien. 64. 76. in der Eidgenossenschaft: zur Bertheidigung gegen Auswärtige. 81. 165. 169. 172. 173. 321. 322. 337. 596. 603. 615. 626. 838. 857. 1023. gegen Aufrührer. 471. 474. 547. 615. 626. 639. 640 (2). 646(4). — Mgl. O.-R. Bern, gegen Zürich. 526. 547. in Zürich, gegen die altgläubigen Orte. 526. 528. 535. 547. 566. 589. 882. 1238. 1244. 1245. 1431. Kriegssachen, Verschiedenes: Unterhandlungen zwischen eidg. Hanptleuten in feindlichen Lagern. 112. 113. 114. 115. 121. 128. 129. Beraubung eidg. Knechte. 147. 153. eidg. Kaufleute. 308. 1012. 1072. französischer Beamten sc. 147. 156(2). Beschlagnahme von feindlichem Gut. 1015. 1017. 1018. 1019(2). Kronen, s. Münzen. Kröttligalfen, Salzmaß. 12l. Kuhbengel, Kuhkaminen, Kuhmanl, Knhschwanz: Schimpfworts und Neckereien gegen die Eidgenossen. 232. 236. 363. 370. 377. Kundschaften, falsche. 37. 188. Kundschafter, Späher, von Zürich. 529(2). 1227. 4397. 1431. 1436. L. Lachse. 265. 266. Landsriede, im Reich. 178. Landgarben, Steuer. 643. Landgericht im Thurgan, s. Herrschaften, gemeine, II. 2). Landsgemeinden, s. Gemeinden. Landsknechte, s. Kriegsleute. Landstreicher. 313. Materien- l -Register, Laß, Geläß. 461. 57k, 629- 648- 667(2)- 709- 884- 989- 994- Läufer, s. Solddienste- Lehensache»- 18. 49. 50. 73. 213- 214. 241. 247- 251- 290(»). 296. 381. 437. 438. 630- 631. 634. 649- 651- 653. 668. 675- 692. 709- 710- 732- 733. 810. 942(»). 946. 948- 951- 1086. 1100- IIIS. 1180. 1181-1193- 1194. 1342. 1343- 1344- Leibeigene, s- Eigenlente. Leibeigenschaft, Loskauft 506. 642- 712. 960. Letzen. 255. — Vgl- Herrschaften, gemeine, IV. Lieder- 751. 752- 754- 756. Lob, Laudeminm. 277- 278- 283. 369(2). 494. 747. 1138. 1379- Lösegelder- 146. M. Mahnungen laut der Bünde. 40. 157. 1215. 1216. 1217. 1223- 1224. 1308- 1416. 1417- 1420. 1421- 1422- 1423. 1429. 1430- 1431 (2). 1432. 1457- 1463- 1464- 1465- 1470(2). .1471- 1482. — Vgl. Bünde, I. 1); auch Rechtshändel- Malesiz, s- Herrschaften, gemeine, (Gerichtsbarkeit :c.). Mandate, s- Religionssachen; auch O.-R. Reich. Mannrecht- 667. Mannschaftscontingentc- 7- 164- Marchsachen: Basel, Bisthnm, gegen Solothnrn. 197. 198. 205- 221. 222- 1173. 1174. 1175. 1176. Basel, Stadt, gegen Solothnrn. 1076. 1 177. 1178. 1319. 1320. Bern gegen Grafschaft Baden. 49. 50. 212. 689. 764. 1340. 1343. 1390. 1408. „ gegen Neuenburg. 36. 49. 433- 453- 625- 1336(2). 1341. 1342. „ gegen Solothnrn. 999- „ gegen Wallis. 738. 739. 1444. Echallens, Herrschaft, gegen Savoyen. 479. Grandson, Herrschaft, gegen Savoyen- 42. 65(7). 66. 239. 240. 279. 282. 285. 291. 369. 426. 443(»). 479. 480C). 1378. 1379. „ gegen Neuenbürg. 66. 291. 494.- 1100. 1101. 1118. 1139. 1154. 1336(2). 1337. 1341. „ gegen kleinere Herrschaften. 291. 369. 747. 786. 863. 983. 984. 1005. Grasburg gegen Plafeyen. 1146. 1379. Luggaris und Bellenz. 53. Mnrten. 11. 12(2). 42ft>). 97. 120. 123. Neuenbürg gegen Burgund. 37. 38. 40. 41. 42. 89. 90. 108. 295. 468. 469. 486. 496. 943. 1101. 1102. (Marchsachen, Forts.) Neuenbürg gegen Grandson, s. o. „ gegen Bern, s. o. „ gegen Valangin. 57. 197. „ gegen B. Basel. 26. 28. 79. 80. 169. 172. 197. 880. 881. Sargans, gegen Maicnscld. 1322. 1323. „ gegen Balzers. 1322.1323. „ gegen Schwyz und Glarus. 25. 27. 28. Solothnrn, gegen Basel, s. o. „ gegen Bern, s. o. Thurgan, gegen Zürich. 175. 186. 212. 213. 222. 230. 235. 236. 241. 254. 262. 271. 283. Zürich, gegen Thurgan, s. o. „ gegen Toggenburg und Thurgan. 1313. „ gegen Grasschast Baden. 1182. 1187. 1189. Märkte. 433. 1027. Marktfreiheit. 230. 643. Maße. 614. 1137. 1378. von Bern. 981. 1146. Grandson. 1146. Lausanne. 320. 931. Mnrten. 320. 981. 1137. Uferten. 1378. Vgl. die einzelnen Jahrrechnungen. Metze». 206. 207. Mistzins. 651(2). 652. 654. Monstranzen, verkaufte. 670. Morde, s. Todschläge. Mühlebanu. 645. 733. — Vgl. O.-R. Wyl. Mühle-Ungeld. 644. Münzen, Münzwesen. 1) Allgemeines. 102. 106. 169. 262. 361. 365. 371. 372. 535. 882. 1079. 1109. 1134. 1148. Mllnzsnnd. 669. Münzmeister. 7. 1148. 1155. 1306. Münzproben. 106. 372. 535. 582. 624. 662. 882. 1071- 1079(2). 1134. 1147. 1148. 1306. Beschreibungen. 1148. 1149. Abrufnngen. 101. 535^ 582. 625. 662. 1032. 1071> 1118. 1148. Warnungen vor lombardischen Münzen. 101. 662. 1148. Falsche Münzen. 151. 254. 262. 263. Denkmünzen. 165(2). ,7g, Münzen ans Kirchengnt. 975. Münzwährnngen: von Baden. 50. 438. 493. 537. 1118. 1342. 1343. Basel. 535. 571. 582. 623. 624. 625. 642. 662- 1134. 1147. 1148. 1306. 1423. Bellenz. 1071. 1079. 1134. 1147. 1148(2). igga. Bern. 372. 535. 625. Konstanz. 651. — S. u. (Batzen). Materien ^-Register. (Miinzivesen, Forts.) von Freibnrg. 98l. /, St. Gallen. 353. 372. „ Graubttnden. S82. „ Lauts. 52. 361. 365. 371. 372. 44». 693. 1113. „ Lausanne. 782. 783(2). ggz. zgzg. „ Lncer». 1147. 1148. „ See-Währung. 241. „ Solothurn. 535. 625. Münzangelegenheiten der V Orte. 98. I»i. 535(2). 623. 624. 625. 662(2). 1134. 1147. 1148. 114g. Iggg. 2) Miinzen, Münzsorten. Angster. 98. 372. 624. 625. 662. 1134. 1306. Basten. 5». 53. 54. 98. 151. 213. 372. 692. 975. II 19. 1343. 1348. Bellenzer Zweibästner. 1306. Constanzer Basten. 13. 5». 106. 213. 254. 262. 236. 438. 692. III8. 1119. 1121. 1342. 1343. Rallibasten. 106. Schwyzcr Basten. 1123. 1342. — Vgl. Basten überhaupt. Dicken. 52. 53. 54. 210. 304. 440. 662. 700. 703. 1134. 1147. I148(»). 1149. 1346. 1347. 1348. Dickpfenningc. 37. 55(2). 98. 193. 443. 882. Doppelvierer. 624. 625. 662. 1306. 1423. — Vgl. Vierer. Dncaten. 52. 54. 210. 303. 304. 305. 440. 443. 639. 700. 703. Gtsch-Scchser. 541. Groß. 52. 53. 54(»). 212. 304(2). ggg. 440. 44g. 443. 699. 703. 1114. 1346. 1347. Gulden. 13. 50. 2I3(»). 296. 438. 440. 501. 642. 692. 1118. 1121. 1123. 1342. 1343. 1346. ,, rheinisch. 37. 50. 52. 54(«). 210. 296. 304. 305. 443 (2). 7gg. 7^3. 1113. 1114. H47. 1306. 1343. Heller, Haller, einzeln. 625. 1346. 1423. „ in Schillinge». 236. 438. 692. ,, in Pfunden. 50. 213. 296. 438. 498. 1118. 1343. ,,Julier". 700. ,/Katrin". 372. Kreuzer. 52. 53. 210. 303. 372. 440. 624. 625. 662. 699. 1113. „ Mailänder. 52. 53. Kronen. .37. 54(»). 55. 21». 212(2). 213. 296(2). 303. 304. 305. 32». 372. 438. 440. 442. 443. 692. 699. 700. 703. 1113. 1114. 1118. 1119. 1342. 1343. 1346. 1347. 1348. Goldkronen. 52. 443. Sonnenkronen. 52. 53. 303. 440(2). ggg. 70g. 1113. //Nickart". 372. (Miinzivesen, Forts.) Ort. 50. Pfenning. 319. 320. 372. Pfund. 319. 353. 692. — Vgl. Heller. „ Lauiser. 52. 54(2). gzg 212. 303. 44». 443. 699. 1113. 1114. 1346. 1347. „ Stäbler. 642. Plapart, Dickplapart. 50. 101. 213. 223. 296. 372. 438. 493. 624. 625. 662. 1032. 1071. 1079. 1119. 1134. 1147(2). 1148. 1306(2). 1433. Rößler. 50. 55. 98(2). zgz mg mg. 1134. 1147(2). 1306. Schilling. 98. 296. 319. 320. 353. 372. 443. 642. 662. 692. 1147. 1306. 1346. „ Lucerner. 1147(2). 1148. Soldi. 305. Spagürli. 52. 210. 303. 440. 699. 1113. 1346. Vierer. 1423. Mnsterpläste, Musterungen für Soldknechte. 164. 174. 321. 1110(2). N. Nachreden, s. Injurien. Nachrichter, s. Herrschaften, gemeine, II. 2); VI. 1); VIII. 3). Narren, s. Verrückte. Netze, Garne, für Fischerei. Bereu, 659. 1160. Klingler. 434. Rüschen. 659. 1160. Schlagneste. 434. Schnur. 1160. Streifgarn. 1160. Trisel. 659. Wartolf. 659. Neutralität, s. Bauernkrieg; Kriege, 2 5); Solddienste. „ Aeußerungen gegen fremde Bünde und Solddienste. 402. 405. 444. 502. 814. 1143. 1144. „ s. O.-R. Burgund; Savoyen. Niederlcgung (resp. Wegnahme) von Kaufmannsgütern. 69 (2). 86. 168. 206. 210. 212. 217. 243. 244. 245. 246. 247. 250. 255(2). 256. 262. 277. 280. 294. 327(2). 442. 656. 661. 663. 667. 671. 672(2). 673. 676. 694. 800. 1329. — Vgl. Kanflente; auch O.-R. Uli. Niederlegung von Boten, Posten, Briefen. 153. 156. 157. 163. 172. 176. 180. 181. 231. 233. 234. 236. 242. 244. 253. 258. 307. 321. 986. O. Obmann, f. Rechtshändel. 20V Orden, geistliche: Augustiner, LS, 198. 201. 821. 487. 488. 4SI. 481. 484. 557. 561. 571. 578. 579. 788. 863. 1145. 1153. 1185. 1294. 1802. 1398. 1408. 1421. 1466. 1519. Barfüßer. 418. — Vgl. Francismner. (Beginen). 437. Benedictiner. 29. 86. 44. 48. 67. 181. 167. 177. 197. 198. 220. 221. 278. 283. 294. 295. 36». 872. 883. 438. 439. 450. 451. 490. 492. 496. 500. 505. 518. 538. 653. 654. 655. 657. 740. 779. 810. 811. 877. 931. 932. 950. 986. 1021. 1022. 1101. 1102. 1111. 1126. 1152. 1153. 1172. 1173. 1175. 1194. 1195. 1205. 1220. 1267. >278. 1286. 1313. 1336. 1341. 1373. 1381. 1388. 1403. 1409. 1410. 1418. 1428. 1454. 1459.1472. 1502. — Vgl. anßerdem: Klöster, 2): Einsiedeln, Engelberg, Pfäfers; auch O.-R. St. Gallen, Abtei. Cistercienser. 14. 214. 276. 291. 830. 331. 332. 460. 464. 487. 500. 504. 507. 529. 556. 603. 662. 689. 690. 772. 788. 794. 811. 945. 986. 1011. 1012. 1124. 1132. 1152. 1153. 1183. 1314. Cluniacenser. 167. 369. 1137. 1138. 1371. Franciscaner, resormirte und nicht resormirle. 61. 297. 418. 437. 438. 499. 509. 523. 539. 655. 670. 692. 748. 981. 999. 1480. 1481. Karthäuser. 368. 369. 462. 747. 876. 1144. >145.— Vgl. Klöster, 2): Jltingen. Präinonstratenser. 65. 192. 239. 489. 520. 657. 881. 887. 985. 990. 1083. 1084. 1111. 1126. 1321. — Vgl. P.-R. Bellelay. Prediger. 297. 436. 453. 475. 561. 637. 638. 655. 670. 791. 944. 1193. 1196. 1201. 1205. 1206. 1219. 1328. 1481. Ritterorden: Johanniter. 40. 50. 212. 360. 368. 364. 375. 377. 381. 382. 394. 404. 418. 442. 495. 506. 556. 689. 764. 984. 1072. 1279. 1343. — Vgl. Klöster, 2): Tobel. Ordonnanzen, s. Kriegsgesetze. Ort, s. Münzen, 2). P. Palmenschießen. 877. Papstwahlen. 177(2). Parteinanien: Ghibellinen. 71. Gneisen. 64. 71. Vgl. Religionssachen. Parteiungen und Unruhen, wegen äußerer Angelegenheiten. 151. 157. 158. >95. — Vgl. O.-N. Granbünden; Uri. Paßporte (Urlaubscheine). 277. — Vgl. Solddienste. -Register. Pathenverhältniß, der zwölf Orte zum Dauphin von Frankreich. 163. 165(2). 17z, i8g, 48g, 490. 616. 989. 1033- 1097. Pathengeschcnk (Pfenning, Einbund). 165(2). 173. Verehlichnng von Pathen. 540. 557. 559. 562. Patronat, s. Pfrundsachen. Pensionen, Jahrgelder. 1) Allgemeines: Angebote von Auswärtigen. 227. Anträge aus Abstellung. 83. 98. 102. 105. 1>0. 121. 138. 147. 1313. 1330. 1332. Aenßerungen von Privaten. 195. 216. 284. 1000. Verbote in einzelnen Orten. 191. >92. 371. Aufschübe in der Bezahlung. 172. 173. 174. 175. 194. 197. 282. 359. 862. 373. 874. 412. 4.16. 419. 424. 427. 436(2). 44g, 44g, 4gg. 492, 484. 488. 531. 532. 533. 541. 557. 582. 627. 798. 1107. 1198. 1313. 2) Pensionen von Frankreich. Allgemein. 136. 172. 194. 920. 1294. Friedgeld. 18. 21. 22. 24. 80. 44. 6i. 175. 359. 371. 1498. 1501. Bundespension. 18. 21. 24. 30(2). 44. 45. 47. 59. 61. 105. 485. 1498. 1501. für Graubünden. 798. 1501. Pensionen für Räthe. 61. 105. 150. 485. 1107. für Private. 29. 61. (150). 227. 280. 1107. für Gelehrte und Studirende. 29. 59. 61. 315. 3) Pensionen von andern Mächten. Päpstliche. 7. 9. 10. 12. 13. 14. 25. 247. 251. „ heimliche 78. Kaiserlich-österreichisch-burgnndische. 75. 356. 359. 371. 419. 424. 436. 488. 532. 541. 570. 578. 582. 583. 584. 964. 968. 1101. 1272. 1424. Savoyische. 138. 254. 359. 371. 994. 1003. 1327. 1387. 1519. Florentinische. 189. 190. 194. 4) Pensionen ab Pfründen, s. Pfrundsachen. Pest, Seuchen, Sterben, Tod. 26. 54. 304. 497. 778. 1177. 1347. Pfassen, s. Geistliche Personen. Pfändungen. 66. 108. 313. Pfefferzins. 654. 947. Pfenninge, f. Münzen, 2). Pferde, Ausfuhr. 1167. 1168. Pfrundsachen, Altgemeines. 49. 94(2). 97. 192. 194. 207. 215. 257. 263. 387. 352. 362. 868. 372(2). 379. 38>. 383. 384. 386. 403. 405. 408. 413. 414. 418. 43?- - 437. 439. 442. 445. 450. 451(2). 453(2). 458. 461- 468. 494. 496. 499(2). 504. 505. 506. 511. 535. 556(2). 570. 574(2). 577, g84(»), 604. 631. 641 ("> 6b2(»). 653. 654. 657(2). 662. 667(2). 671. 674. 690. Materien-Register. (Pfrnndsachen, Forts.) 699. 716. 7l7. 723. 727. 740. 748 (°). 749(2). 752. 755. 765. 789. 792. 794. 8lt. 889. 943. 949. 954. 981. 984(2). gg^, 995. logg. 1011. 1021. 1022. 1055 (2). 1073. 1087. 1100. >111. 1117. 1118. 1121. 1122(2). 1126. 1146. 1162. 1163. 1164. 1174. 1175. 1179. 1195. 1311. 1312. 1340. 1346. 1359. 1360. 1361. 1379. 1397. 1398. 1402. 1448(»). 1472. Vgl. Geistliche Güter. Streitigkeiten wegen Errichtung nener (evangelischer) Pfründen. 450(«). 451(2). Vgl. O.-N. Zürich. Pensionen, Absenten, Reservaten. 371. 408. 432. 437. 446. 496. 574. 577. 584. 652. 727. 728. 1006. 1055. 1073. 1087. 1101. 1104. III8. Jndntien. 409. Warten. 699. — Vgl. Klöster, 2): Neuenbürg. Pfund, s. Münzen, 2). Pfundschilling, Verkanfstare. 649. 654. 667. 671. 709. 710. 989. 994. 995. Pilger, nach Einsiedeln. 386. 475. Plapart, s. Münzen, 2). Posten, s. Boten; Läufer. Priester, s. Geistliche Personen. Priesterehc, s. Religionssachen. Privatstrcitigkeitcn, Vermittlung durch die Eidgenossen, s. !ag- satzun'g. Processe, s. Rechtshändel. Processionen. 658. — Vgl. Religionssachen. Stuart, engclbergische, in Küsnacht. 360. 404. Sk. Rangordnung der Orte. 30. 75. Raubzinse. 643. Ranfhändel. 245. 247. Rebsteckenzins. 654. Rechtshnndel und Rechtstage, t) Der Eidgenossen mit Auswärtigen: der XII Orte mit Frankreich, wegen Mendris und Balerna. 6. 8(»). 9. 18. 44. 59. 146. 148. 304. von Privaten wegen Ansprachen. 209. 374. 482. 890. 942. 963. 1113. 1178. 1330. 1388. von Bern und Freibnrg mit Savoyen, wegen Märchen. 42. 65. 66. 285. 291.443. — Vgl. Marchsachen, wegen Genf. 959. 960. 970(2). 974, 974. 979. 980(>). 982. 985. 989. 1008. 1012. 1019. 1305. 132Ist). 1322(2). 1325. I326(»). 1327. 1328. 1338. 1339. 1370(2). 1386. 1387. >457. (Nechtshändel, Forts.) 2) der Eidgenossen unter sich: der VII Orte mit Bern, Freiburg und Solothurn, wegen der Reisstrafen im Thurgan. 263. 269. 270. 279. 286(4). — Vgl. Herrschaften, gemeine, II. 2). der nenn Orte mit Zürich, wegen der Märchen bei Nennform 271. 283. — Vgl. Marchsachen, der zwölf Orte mit Nri, wegen des Kaufmanns von Schawatz. 312. — Vgl. O.-R. Uri. der sieben Orte mit Zürich, wegen der Appellationen von Lunkhofen. 796. 799. 811. 829 Vgl. Herrschaften, gemeine, I. I). der neun Orte mit Zürich, wegen der Gerichtshoheit in Burg. 829. 884. 1102. —Vgl. Herrschaften, gemeine, II. 2). wegen Schanze und Zoll zu Stein. 1102. — Vgl. O.-R. Stein; Zürich. Jttinger-Handel: Allgemeines. 498. 508. 509. 524. 527. 532. 533(»). 534(4). 535(2), 5Zk(2), 54g, 542, 543(2), 544, 557. 558. 559. 560. 585. 587. 588. 589. 590. 591. 592. 593. 594. 606(2). 3^7 3,7 636(2), 662. 673. 839. 857. 859. 867. 863(2), 377, 873. 882(2). 887. 888. 890. 892(2). 893. 906. 953. 1027. 1031. 1044. 1053. 1073. 1074(2). 1091(2). 1094. 1096. 1111. Streit über die Wahl des Schreibers. 524. 532. 535. 557. 558(2). 559. 560. 571. 583. 584. Streit über Wahl und Befugnisse des Obmanns. 535. 536. 557. 558. 559. 560. 571. 579. 583. 585. 604. 624. 857. Vermittlung der drei Orte (Basel, Schaffhausen, Appenzell). 532. 533(2). 534(g). 536(2). 543(04. 54g. 551. 552. 555. 571. 604. 606. 607. 608. 616. 617. 623. 626. 628. 859. 867. 868. 869. 878. 890. 953. 954. 1090. 1091. Vermittlung der Prälaten und Städte im Thurgan. 616. 617. 626. Vergleichsvorschläge. 533. 534. 535. 536. 543(2). 607. 608. 616. 617. 620. 621. 622(»). 623(2). 394, 628. 859. 860. 878. 954. 1073. 1074. Parteisprüche. 606. 607(2). Spruch des Obmanns. 884. 889. 954. Vergleich (Spruch), und Vollziehung. 1086. 1089. 1090. 1091. 1154. 1156. 1171. 1178. 1182. 1194. 1197. 1198. Entschädigung des Obmanns. 1027. 1168. 1178.1182. 1187. 1373. Entschädigung der Schreiber. 1342. 1377. Vgl. Herrschaften, gemeine, II. 4), auch O.-R. Zürich. Materien-Register. (Rechtshändel, Forts.) zwischen Zürich und Schwyz: Geroldsecker - Handel. Einleitung. 1312. 1329. 1356(»). Erste Rechtsverhandlung. 1352. 1353. 1354. 1355. 1353(2). Schreiber. 1352. 1356(4). Wahl des Obmanns, und Spruch. 1357(»). 1385. Zweite Rechtsverhandlung. 1460. 1461. 1462(2). 1463(»). I4gg, Vgl. O.-R. Schwyz, oder Zürich, zwischen Privaten. 5(<). 6. 34. 43. 46(2). 47, 4g. gg^, 67. 194. 216(2). 237. 262. 277(»). 281. 282. 284(2). 314, 3S7. 359. 363. 373. 374. 384. 385(2). 396. 407. 520. 521. 526. 814. 830. 839. Rcichsstraßen. 214. Reichstage, Reichsabschiede. 358(2), von Worms. 16. 18. 33. 49. 68. 75(2). 243. g4i, „ Nürnberg. 208(2). 33g. 343. 4944, „ Speyer. 843. 953. 957. 1009. 1125. 1157. 1186. 1235. 1425(2). „ Regensburg. 1157. 1252. Reislaufen, s. Solddienste. Reispflicht, f. Herrschaften, gemeine; auch O.-R. Religionssachen, Reformationsbewegnng: 1. Kirchliche Neuerungen; Kampf gegen die alte Ordnung. Anfechtung der Messe ?c. 308. 342(2). 351. 375(2). 403. 444. 446. 453. 455. 474. 475. 536(2). 584. 602. 614. 623. 629. 696. 739. 754. 763. 778. 812. 815. 921. 922. 923. 1000. 1055. 1073. 1087. 1171. 1188. 1231. 1232. 1260. 1289. 1315. 1360. 1369. 1424. Unterlassung des Meßdienstes. 359. 378. 437. 445. 455. 474. 475. 533. 535. 536. 608. 617. 621. 662(2). 754. 763. 877. 962. 1073. 1329. Abstellung von Jahrzeiten. 535. 536. 654. Bestreitung der Heiligenverehrung. 247. 351. 375. 437. 454. 474. 475. 506. 509. 513. 597(2). 696. 1188. Aeußerungen gegen die Marienverehrung. 247. 257. 346. 348. 384. 386. 400. 422. 444. 454. 455. 465. 475. 506. 535. 536. 567. 570. 571. 580. 696. 922. 923. Anfechtung der Bilder. 342. 375. 401. 404. 437. 445. 478. 506. 567. 597. 622(2). g-z3, ggg, gzz, ngg. 1289. Ausräumung und Zerstörung von Bildern, Allären und Kirchenzierden überhaupt. 359. 360. 377. 378.401. 404. 445. 455. 460. 474. 475(2). 476. 493. 532. 535. 545. 556. 561. 566. 589. 620. 629. 661. 723. 1057. 1329. 1341. 1376. 1389. 1397(2). 1410. 1464. 1483. Kirchenraub -c. 474. 475. 476. 539. 545. 596. 623. 877. (Religionssachen, I., Forts.) Anfechtung oder Unterlassung der Beichte. 359. 378. 403. 437. 455. 474. 478. 572. 629. 696. der Buße. 378. 455. des Ablasses. 597. 696. 815. der kirchlichen Geldbußen. 403. Abstellung von Processionen. 437. 557. Bestreitung und Uebertretnng der Fastengebote. 308. 372. 377. 380. 381. 383. 384. 385. 402. 412. 422. 438. 454. 455. 465. 474. 478. 501. 597. 602. 614. 696. 763. 779. 810. 837. 860. 984. 1359. 1361. Anfechtung des Fegfeners. 342. 475. 573. 597. 779. 923. 1188. der Taufe. 378. 405. 455. 739. 1424. Wiedertäufer. 672. 692. 705. 734. 779. 851. 860. 1087. Lehrsätze. 1140. I141(?). GemeinsameBerathnngen nber Strafmaßregeln. 1139. II40(»). 1143. 1165. Mandat der drei Stände. 1140. 1141. 1142. 1143. 1166. Strafen. 1142(>»). 1143. 1165. 1166. 1189. 1264. 1369. 1395. Disputation (Bern). 1264. Abschaffung des Weihwassers. 359. der vier Opfer. 375. Anfechtung katholischer Ceremonien überhaupt. 474. 475. 597. 696. 763. 877. 922(2). 1052. 1188. 1210. ^ 1359. 1361. 1381. 1424. Beleidigung von Pilgern. 386. 475. Mißhandlung geistlicher Personen. 475. 476. 478. 489. 539. Verehlichung zwischen Pathen. 540. 557. 559. 562. Empfehlung und Vertheidignng der hl. Schrift. 375. 400. 401. 402. 405. 456. 696. 743. 815. 1115- >188(2). Beschwerden über Zurücksetzung und Fälschung des Gottesworts. 375. Ablehnung der „Atenschensatzungen". 400. 403. 447. 459. Vertheidignng des hl. Abendmahls. 403. 459. 815. 1087- 1183. Rechtfertigung des Ungehorsams gegen altgläubige Obrigkeiten. 475. Sorge für die Armen. 403. 1116. Satzungen des Eapitels St. Gallen. 691. 695. 696. 740- 743. Verweisung auf die Reformationsbewegung in Deutschland ?c. 447. 457. 1008. 1063. Strafmastregeln gegen altgläubige Prediger. 743. 754- 1369. Materien-Register. (Religionssachen, I,, Forts.) Bestreitung des Cölibats. 1188. Priesterehen. 247. 295. 308. 310. 359. 378. 385. 402. 407. 412. 422. 454. 465. 468. 475. 478. 480. 492. 496. 501. 509. 539. 552. 574. 595. 604. 669. 996. 1106. 1114. 1115. 1118. 1200. Rechtfertigung derselben. 403. Vorwürfe gegen Bischöfe und Prälaten überhaupt. 401. 458. 575. gegen Päpste und Kaiser. 572. 574. 893. Umgehung der bischöflichen Investitur. 313. 322. Mißachtung bischöflicher Dilationen. 313. 322. 362. Verweigerung der Eonsolationen, ersten Früchte :c. 313. 322. 580. Weltliche Prediger. 582. Verweigerung von Zinsen, Zehnten, Opfern :c. für geistliche Herren. 297(»> 352. 353. 354. 357. 36». 377. 381. 404. 438. 450. 451. 455. 457. 460. 496. 535. 536. 537. 562. 570. 584. 585. 615. 690. 691. 763. — Vgl. Herrschaften, gemeine, II; auch O--R. St. Gallen, Abtei; Granbünden. Aenßernngen gegen das Mönchthnm. 263. 313. 330. 331. 351. 403. 499. Austritt von Mönchen. 384. 439. 451. 478. 496. 505. 574. 657. 909. Abfall und Anstritt von Nonnen. 294. 295. 330. 331. 378. 402. 436. 437. 438. 445. 496. 556. 574. 922. 1111. 1152. 1153. 1195. Verchlichnng von Klosterfrauen und Mönchen. 295- 330. 331. 378. 402. 451. 478. 487. 492. 496. 539. 657. 1152. 1153. Vertheidignng derselben. 403. Aufhebung von Klöstern. 579. 881. 985. — Vgl. O.-R. Bern; Zürich. Mandate betreffend Predigt und Gottesdienst. 316(0). 342. 399. 400. 402. 420. 421. 422. 447. 454. 459. 464. 465. 501(2). 527. 533. 595. »23. 1048. 1266. Todesurtheile über Verfechter des alten Glanbens. 1330. tl. Vertheidignng der alten Ordnung. U- Frauen Gebet (das „große" Gebet?) der IV Waldstätte. 856. Veranstaltung von Gebeten und Krenzgängen- 541. 868. 1123. Vertheidignng der Messe. 342. 343. 344. 345. 351. 455. 512. 572. 777. 873. 927(5). ,97g. ,l>80.1231. 1232. der Taufe. 927. der Erbsünde. 927. des Heiligencnlts. 351. 422. 509. 573(2). 927. 1004. 1232. 1239. der Bilder. 342. 343. 344. 345. 377. 475. 573. 608. 616. 620. 622. 754. 927. (Religionssachen, II., Forts.) Vertheidignng der Fastengebote. 573. Policei-Maßregeln für den Fastenzwang. 810. 811. 830. 860. 861. 1278. 1292. der letzten Oelung. 696. des Fegfeuers. 927. 1239. der alten Gottesdienste überhaupt. 378. 379. 386. 397. 402. 403. 410. 411. 421. 422(5). 423. 448. 454. 459. 572. 573. der geistlichen Güter. 927. Anerbieten zur Feuerprobe. 571. 582. 811. Bedeutung der hl. Schrift in der Kirche. 1240. Vorwurf der Fälschung oder Mißdeutung. 400. 476. 477. 512. 514. 547. 845. 922. 924. 1240. 1360. Knndgcbnngen der Bischöfe. 313. 316. 322. 343. 344. 374. 383. 393. 396(2). 397. zgg, 49,. 4,3. 4,7. 446. 512. 841. 846. 1219. 1231. 1234. 1238. 1241. 1243. 1270. — Vgl. IV. 3). Bedenken gegen örtliche Reformen. 343. 344(H. 345(5). 398. 401. 447. 455. 513. 515. 893. 1208. 1237. 1242. 1243. Erinnerungen an Eintracht und Glück der alten Eidgenosse». 411. 444. 452. 456. 872. 1058. 1143. 1144. 1208. 1232. 1422. 1430. Warnungen vor Zwietracht. 376. 377. 379. 399. 400. 401. 402. 411. 455. vor Unglück und Verderben der Eidgenossenschaft. 452. 455. 835. 872. Klagen über Gefährdung der weltlichen Obrigkeiten. 397. 455. 457. 473. 510. 547. 548. 562. 812. 817. 845. 1422(2). Beschwerden über neugläubige Predigten und Schriften (vgl. Bücher). 194. 247. 250. 251. 255. 257 (2). 263. 292. 294. 295 (H. 306. 308. 313. 322. 330. 331. 332. 346. 348(2). 35,, 35k. 357. 359. 369(S). 361(2). Zgg. 364. 372(2). 37g. 377(3). 383(2). 396.397.399.402. 410. 411. 419. 438. 445.455- 456. 457. 458. 460. 474. 475. 487(2). 49g. 599(2). 525. 535. 536. 539. 570. 571. 572. 573. 584(2). 597. 624. 629(2). 669. 671. 752. 753. 754. 755(0). 764. 765. 779. 789. 791. 794. 798. 802. 811. 828. 841. 842. 857. 966. 987. 1000. I0II. 1021. 1163. 1164. 1195. 1360. 1376. 1422(2). 1424. Strafmaßregeln und Drohungen gegen Bekenner und Verbreiter des neuen Glaubens. 251. 255. 257. 263. 292. 293. 295(0). 306. 307. 330. 346. 348(2). 356. 360(2). 3g2. 364. 372(0). 38». 381. 384(«). 385. 386. 396. 412. 414. 417. 420. 421. 422(2). 438. 445(2). 44k, 453(0). 454. 456. 457(2). 458. 460(2). 462. 4K4. 435. 468. 471. 473(2). 487(2). 489. 490(0). 49g. 497(2). 49g(b). 499. 594. 995. 506. 509(0). 5,g. 532. 539. 546. 548. 550(2). Materie» l -Rcgister. (Religionssacheu, II., Forts.) 564. 571. 584(2). 589. k»4. 614(»). 621. 62.9. 624(2). »62(2). 669. 670. 763(2). 7g.). 765. 779. 798. 802. 828. 836. 837. 860. 893. 936. 937(2). 943. 987. 1000. 1027. 1032. 1057. 1058. 1112. 1195. 1329(2). 1331. 1332(2). 1341. 1358(2). 1359. 1372. 1381. 1389. 1403. 1404. 1424. 1459. Todesnrtheile. 384. 497. 509. 763. Verbote gegen evangelische Bücher. 374. 413. 422. 576. 791. 877. 904. 937. 953. 985. 1045. 1057(2). 1058. 1278. 1319. 1324. 1330. 1331(2). Berufungen auf Apostel, Kirchenväter, Märtyrer. 400. 401. 411. 412. 423. 424. 456. 513. 51 1. 573. 574. 844. 899. 900. 1240. 1241. Päpstliche Breven zc. 391. (417). 423. 424. 461. 471. 511. 512. 539. 542. 618. 619. 839. 922. 936. Erlasse der Reichsbehörden. 316(2). 511. 843. 922. 936. 1044. 1064. 1125. 1237. 1292. 1295. 1331. Berufungen auf die Unterdrückung von Ketzern, Strafmastregeln der Reichsbehärden ic. 514. 844. 936. 985. 1080. 1237. 1243. Berufungen ans Concilien: auf ältere überhaupt. 400. 401. 457. 513. 515. 573. 574. 922. 1212. 1237. 1239. 1240. 1241. 1382. auf das Baslcr Eoucil. 257. auf ein künstiges. 344. 345(2). 386. 397. 412. 422. 423. 556. 572. 574. 606. 616. 621. 843. 846. 893. 1174. 1208. 1231. 1237- 1269. 1270. 1290. 1331. 136». 1424. 1468. III. Katholische Reformprojecte (1524 f.) Beschwerden über kirchliche Mistbräuche, Allgemeines. 379. 405. 408. 409. 411. 412. 421. 457. 458. 459. 514. 544. 548. 55». 556. 563. 577. 807. 961. 1071. 1209. 1232. 1268. 1290. 1459. Aeusterungeu des Kaisers. 957. Auerbiciuugen geistlicher Behörden. 397. 398. 412. 556. 830. 889. 975. 1072. 1086. 1209. 1232. Nachschlüge für Abhülfe. 379. 405(2). 408. 409. 411. 412. 417. 4 14. 445. 458. 459. 549. 550. 553. 556. 570. 577. 578. 582. 583. 595. 603. 604. 662. 975. Antrag auf Beiziehnug geistlicher Obrigkeiten. 556. Ausstand einzelner Orte. 570. 583. 595. 603. Anträge von Zürich. 501. 502. Altgläubige Neformartikel. 572. 573. 574. 575. 576. 577. 578. 674. Verbot des Disputirens gegen den alten Glauben. 572. 573. 576. Verbot der Winkelprediger. 573. Erhaltung der sieben Sacramente. 572. Vorschriften für die Priesterschaft. 574 (°). 578. 582. 595. 604. Vorschriften über Pfründen. 574(5). 577. (Religionssacheu, III , Forts.) Vorschriften über Dispense. 575(2). Bestimmungen über die geistliche Gerichtsbarkeit- 574. 575(7). 577, 57g. Schutz der geistlichen Stistnngen. 573. 576. Vorschriften über Vermächtnisse an Stiftungen. 575. 576. Beschränkung des Gülerkäufs in todte Hand. 576. Beschränkung der geistliche» Immunitäten. 577. Befugnisse der weltlichen Schirmherren. 576(5). 577. Vorschläge zur Entlastung der Unterthanen. 576(5). 578. 582. 595. I V. Glaubensgesprä che (Disputationen). 1) in einzelnen Orten: Zürich (1523). 263. 342. 343. 359. 401(»). 4(13. 512. 513. 515. 623. 842. 844. 845. 899. 901. 923. Appenzell. 447. Basel. 584. 840. Jlanz. 820. 2) Disputation in Baden. Allgemeines. 553. 554. 556. 828. 829. 830. 838. 839. 840. 846. 857. 867. 868. 869(5). 870(5). 877. 878. 881 (5). 885. 891. 892. 894. 897. 898. 899. 90». 901. 902. 903. 905(5). 906. 907. 908. 919. 920. 924. 926. 927. 934. 935. 945. 956. 957. 969. 973. 975(2). 987. 1200. 1206. 1207(5). 1208. 1210. 1233. 1235. 1239. 1241. 1248. 1360. Anerbiete» und Mitwirkung von Or. Eck. 473. 476. 477. 488. 490. 505. 513. 514. 515. 541. 547. 811. 812. 817. 842. 843. 846. 867. 870. 881(5)- 885(2). 894. 898. 899. 901. 902. 905. 906. 907. 908. 909(2). -,w(2). 911. 912(5). g,g, gg4, j)2ö. 926. 927(2). 928. 929. 93». 932. 933. 935. 956. 996. 1045. 1259. Anerbietung vr. Konrad Treyers. 579. Zweck der Disputation. 842. 843. 867. 869. 870. 894. «96. 898. 901. 1208. 1239. Leitende Grundsätze. (898. 899. 900.) Erörterung der Nothwendigkcit und rechtlichen Zu- lästigkeit. 513. 515. 547. 840. 905. 1240. Anträge auf Berufung des Papstes, des Kaisers und anderer Fürsten. 838. 840. 842. 846. auf Verschiebung an Papst und Kaiser. 859. 893. Wahl des Ortes. 505. 514. 524. 547. 828. 83». «38- 839. 840. 841. 346. 867. 870. (895. 896. 8S7- 898. 90». 901. 902. 904. 905. 916. 919). Bestimmung der Zeit. 843. 867. 870. 881. 886. 903- Wahl von Richtern. 839- 840. 841. 846. 867. 893- 900. Kostenfrage. 838. 840. 859. 914. 944. 945. Materien-Register. (Neligionssachen, IV,, Forts) Mitwirkung der Bischöfe. 839. 815!. 846. 867. 869. 870. 89!!. 921. 925. 98». 931. Authcil des Bischofs von Eonstanz. 541. 556. 841. 842. 848. 845. 867. 876. 885. 906. 924. 928. 930(2,. 956. 985(2). 986. 1008. 1239. Berufung »ud Theiluahine ausländischer Gelehrten. 842. 846. 876. 917. 919. 925. 933. 934. (Erklärung des Erasmus von Rotterdam. 934. 935. Mitwirkung De. Johann Fabri's. 839. 844. 845 (2). 867. 876. 881. 885. 886. 887. 891. 894. 898. 899. 902. 9. 3. 905. 906(2). 997, 993. 9I3(»). 915. 921. 924. 925. 931(2) 935. ,97^. Betheilignng von Dr. Thomas Mnrner. 891. 908. 917. 920. 921. 924. 925. 927. 931. 935. Betheilignng von Ausländern überhaupt. 906. 930. 931. Schreibe» an Oesterreich, Bayer» :c. 842(2). 34z. 337. 4176. 881. 885. 912. 913(2). 996. 1045. Antworten der Fürsten. 881. 884. 885(2). Anträge ans Beiziehnng der Universitäten. 842. 846. 953. 975. 985. 989. 1000. Berufung und Theiluahine eidg. Gelehrten. 842. 867. 870. «77. 881. 883. 905. 906(2). 998, 924. 925. 932. 933. Beiziehnng aller Orte, Zugewandten und Vogteien. 867. 870(2). «77. 881(2). 883. 886(2). ggz. ggs. 906(4). 907(2). 908. 925. 932. 933. Geleit für die Parteien. 505. 514. 548. 839. 842. 846. 867. 868. 881(2). 883. 886. 891. 894(2). 895(2). 896. 897. 900. 901. 905. 906(2). 997, 908(2), 999 (2), 91,(2), gl?, 924, 925. 935. Strafen gegen de» unterliegenden Theil. 505. 514. 845. 901. 936. Stellung Zürichs und Zwingli's. 524. 541. 547. 548. 556. 838. 839. 841. 867. 868. 870. 877. 878. 881. 886(2), 891. 893. 894. 895. 896(2). 397. 899. 901. 905. 906(2). 997, 924. 925. 935. 954. 956. 1045. IV5I. Motive der Ablehnung einer Theiluahine. 893. 894. 896. 897. 898. 899. 900. 901. 905(2). 907(2). 915. Geleit für Zwingt!. 894(2). 395, 896. 897. 905. 906. 914. 915. 916. 925. 935(2). 985. 1154. 1209. Zwingli's bezügliche Schriften. 881. 885. 887. 896(2). 897. 898. 899. 900. 901. 902. 903. 904. 905. 914. 915. 91 lt. 917. 918. Verdächtigungen wegen Bestechung. 881(2). 882. 887. 891. 891. 901. 903. 906. 908(2). 912. 913. 914(2), 915. 918. Aeußcrnngen über Umtriebe altgläubiger Reichsftände und Ausländer überhaupt. 906. 907. 908(2). 9 ,9, 919. 920. 969. (1272. 1273.) (Religionssnchen, IV., Forts.) Sicherheitsanstalte». 881(°). 886. 896. 944. Ausschluß, resp. Zulassung, müßiger Zuhörer. 831. 892. 909. 927. Bestellung von Schreibern. 842. 845. 926. 928. 929(2). 930. Verlans. 907. 908. 909(2). 9,2, 91,-j, 929, 927(2). Geschäftsordnung. 926. Präsidenten. 926. 927. 93l. 956. 957. 969. Thesen von Eck; Allgemeines. 927. 1208, 1. These. 909(2). 9,9)»), 91,(0), 9,2, 927. 928. 929. 932, 933. 956. 957. 969. 2. These. 909(2), 9,,(2), 9,2, 927. 928 932. 933. 3. These. 911(2), 9,2(2), 927, 928. 932. 933, 4. These. 912(2), 927. 928. 932. 933. 5. These. 927. 928. 932. 933. 6. und 7. These. 927. Thesen von Mnrner. 927. Eingreifen der eidg, Botschaften. 909(2), 9I0G). 911. 929. Urtheile altgläubiger Boten. 908. 911(2) 912(2), Privatberichte. 908. 926. 956. 957. Verhandlungen über die Schriften von Eapito n. A. 953. 956(4). 957. 964. 968(2), 999(2). 979. Unterzeichner der Thesen. 930. 931. 932. 933. Betheilignng Oekolampads. 907. 908. 909. 911. 912(2). 927. 928. 930. 932. 945. 955. 956. 957 1098. Betheilignng Berchtold Hallers und anderer nengläu- biger Prediger. 909(2), 9 ,c>(!>), g,,(i), 912(2). 928. 932. 933. 1239. Anfechtungen gegen Nenglänbige. 911. 917. Berathnngen über die Folgen der Disputation. 891(2). 936. 953, 975. Verbote gegen nenglänbige Predigten. 891. 936 953(2). Aufzeichnung. Verwahrung und Beglaubigung her Acten. 891. 921. 926. 927. 928. 929. 930. 953. 975(2). 995. 1079. 1098(4). Verhandlungen mit Bern, Basel n. a. O. wegen Aus- Hingabe einer Abschrist der Acten, 953. 954. 955(2). 956. 963. 968(2), 975. «»>85. 989 (2). 995, ,9,,. 1022. 1023. 1024. 1026. 1028. 1031, 1034 (»). 1035. 1045, 1062. 1107. 1207. 1210. Vorrede. 924. 922. 923. 924. 925. 926. 927. 928. 975. 985. 986. 995. 1008, ^>009. 1026. 1028. 1031. 1034. 1035. 1048(2). ,979. Nachrede. 921. 930, 931. 932. 933. 934. 935. 936. 937. 995. 1008. 1009. 1026. 1028. 1031. 1034. 1035. 1048. Verhandlungen über die Nennung nenglänbiger Orte. 1058. 1059. 1060. Druck und Heransgabe. 921. 928. 969. 995, 1023. 1094. 1095. 1239. 1241. Materien ^-Register. (Religionssachen, IV,, Forts,) Verkauf, 1194. 1184, Lateinische Uebersehung, 975. 985(2), ggg. Theilnahme des Königs von Frankreich, 1999, Verdächtigungen gegen die Treue der Acten, 1090, 1219, 124K, 3) Disputation in Bern. Allgemeines, 1295, 1296. 1298, 1219(2), 1221, 1227, 1232, 1265. 1266. 1289, 1331. 1499, 1419, 1419, 1453, 1471, 1523, Auskiindung, 1187, 1188 (2), ,189 (2), ,20g, 1291. 1216, 1229. 1254, (1279, 1377.) Schlußreden; Allgemeines, 1188. 1189(2), 1206, 1223, 1224, 1239, 1241, 1249, 1258. 1, These, 1226. 1227, 1253. 1256, 1261. 2, These. 1227, 1254, 1256, 3, These. 1227, 1254, 4, These, 1227. 1254. 1257, I258(»), 1264, 5, These, 1227, 1254, 6, 7, 8, 9. These, 1254, 19. These. 1254, 1260, Antheil der Berner Geistlichkeit, 1188. 1248, 1250, 1263. 1265. der bernisch-freiburgischen Herrschaften, 1216, 1224, 1236. 1242(2), 1246. 1252. Theilnahme Zürichs, 1189, 1225, 1226, 1228.1229. 1230, 1231, 1236(2), 1237. 1238(2), 1244. 1248, 125». 1262. 1263, 1265, Betheiligung der andern neugläubigen Stünde, 1228, 1229(«), 1230, 1232, 1233, 1234, 1235, 1236(2). 1237, 1238(0), 1242(2), 1248, 1250. 1262, Theilnahme des Auslands, 1215, 1225, 1226, 1234, 1236, 1237, 1238. 1244. 1245. 1246. 1248. 1259, 1252. 1264. 1265. Stellung der V oder VI Orte, 1200. 1201(2). 1205. 1206(2), 1207, 1298, 1299, 1216(2). 1219, 1220, 1223. 1224. 1227, 1228, 1236. 1237. 1243, 1248. 1265, 1287, Stellung der VIl Orte. 1205, 1206, 1220, 1221, 1222(2). 1235(2). 1236. Stellung Mnrners, Ecks n, A. 1233(2). 1245(2). 1246(2). 1248(2). >258. 1259. 1269. ,264. 1280. 1309. 1310. 1471, 1483. Theilnahme Or. Konrad Treyers, 1248, 1253, 1255, 1256. 1257, 1264, Ladung der Bischöfe. 1188,1229,1238,1241,1248.1270. Ablehnungen. 1219, 1231, 1232, 1234, 1238, 1239. 124». 1241(2), >242. 1243, 1244, 1248, 1251, 1279(2). 1382, 1444, Verhandlungen mit dem Bischof von Lausanne, 1228, 1234, 1235. 1243. 1244. 1245. 1248. 1259. 1251(2). 1252. 1253. (Religionssachen, IV,, Forts.) Abmahnung seitens der Reichsbehörden. 1237, 1246. 1251, 1252, Geleit für die Theilnehmer, 1201. 1205, 1299, 1211. 1212, 1217, 1229. 1221, 1224. 1228, 1229 (b), 1239(»), 1231. 1232, 1233. 1234. 1235. 1236. 1237, 1238 (2). 1242. 1244. 1245(^), Polizeianstalten. 1253. Schirmgeleit von und nach Zürich zc, 1227, 1236(2). 1244, 1245, 1265, 1274. Kosten, 1188. 1231. 1235, 1252. 1265, Verlauf, 1226. 1227, 1253, 1254. Ort und Zeiten, 1226, 1227, 1246. 1252(2). Reglemente. 1247. 1249. Verhandlnngsformen. 1246 (0), 1247. 1248, 1249, 1250. 1252(2). 1253(»), 1255, 1256. 1257. Schreiber, 1217, 1232(2). ,233. 1234. 1235(2), 1242, 1243. 1247. 1249. 1251. Privatnotizen, 1247. 1249, 1250. Wahl der Präsidenten. 1233. 1234, 1235. 1236, 1238, 1246. 1247, 1252. Pflichten und Befugnisse, 1246, 1249. 1259.1252. 1253, 1255. 1256(»). 1257, 1262, 1265('), Rufer, 1252, Zwischenacte und Schlnßvorträge, 1255, 1256, 1257. 1258, 1259, 1260, 1261, 1262(2). Namen der dispntirenden Theilnehmer, 1253. 1254. „ der Bctheiliglen überhaupt, 1263. 1264. Unterschriften von Gegnern der Thesen. 1264. Acten. 1246, 1247, 1261, 1262(2). ,266(2). Druck und Herausgabe, 1265(2), 1266. 1287. Lateinische Uebersetznng, 1249, 1266. Disputation mit den Wälschen, 1227, 1249, 1259. ' 1252. 1266, Bezügliche Acten, 1266, Disputation mit Wiedertäufern. 1264. V, Politische Verhandlungen: 1) von altgläubiger Seite. Botschaften an einzelne Orte, Städte oder Landschaften, 361, 373, 375. 376(4), 381, 410, 444, 453, 454, 455. 456, 457. 458, 459. 463, 464. 549- 541. 544, 545, 549(2). 55g, 55,. 559. g53, 554, 555. 569. 759. 751, 763, 764, 771, 773. 777. 896. 807, 811, 829(»), 833. 849, 889, 937. 961, 993. 1938. 1048, 1986, 1995(2), zz(,4. 1198(2). 1199. 1114, 1290, 1291, 1205. 1219, 1287. 1288. 1299, 1313, 1437, 1452. Anschläge zur Gewinnung der Unterthanen neugläubiger Orte. 444, 445. 454(2). 546. 914, 913. 929. 1949 (»), 1058. 1959, 1291, 1298. 1211, 1212, 1216, 1221, 1222. 1363, 1365, 1376, 1394, 1437- 1447. 1454. 1464. — Vgl, O.-R, Bern. Materie» l -Register. (Religionssache», V., Forts.) Berusunge» auf de» Glauben der Vorväter und Bnudes- stifter. 45». 458. 547. 814. 1(15». 1070. 1080. 1208. 1268. 1328. 1438. Ausschluss »englänbiger Orte von den Tagleistnngen. 369. 445. 447. 448(°). 457. 458. 463. 466. 501. 502. 505. 518. 523. 526. 534. 564. 565. 589. 662. 691. 740. 742(»). 75». 765. 766. 778. 780. 815. 829. 833. 834. 838. 839. 851. 852 (2). 855. 856. 861. 862. 877. 886. 901. 919. 962. 968. 1002. 1041. 1043. 107». 1195. 1269. Ausschluss »englänbiger Stände von der Bundes- beschivörung. 810. 891. 952. 955. 961. 962. 965. 966. 971. 972. 973. 992. Absage der Bnndeshülfe. 1039. 1268. 1278. 1281. 1289. 1292. 1328. 1329. 1334. Anträge ans Ausschluß von eidg. Feldzügen. 815. 835. 838. 851. 857. 860. 871. 872(2). 874. Kriegsdrohungen, Geruchte. 361. 364(2). 365. 370. 378. 394. 420. 421. 422(2). 423, 464. 529. 546. 547. 553. 1309. 1324. 1402. 1469. Kriegsanstalten. 526. 529(2). 547, 7g8I. 7988. 1348. 1351. 1431. 1437. 1438. 1439(2). 1444, ,445. 1458. 1464. 1469. Verhandlungen mit Oesterreich, wegen Strafmaßregelu gegen Neuglanbige. 473. 488(2). 489. 490(2). 498. 502. 510. 511. 515. 517. 518. 524. 525. 531. 534. 894. 1044. 1278. Abmahnnng au Herzog Ulrich von Wiirtcmberg. 525. Umtriebe gegen Constanz. 489. 490. 1070. 1076. 1077. — Vgl. O.-R. Konstanz; V Orte. Gerächte über Kriegsauschläge Oesterreichs und anderer Reichsstände. 1086. 1083(2). 7993, Neligiousschmähnngen, gegen Neuglänbige. 309. 364(4). 365. 370. 390. 423. 445. 453. 455. 456. 457. 458. 473(2). 476. 477. 482. 498. 501. 506. 512. 513. 514. 520. 541. 766. 812. 844. 845. 904. 906. 911. 914. 915. 916(2). 977, 939, 932. 923. 1004. 1005. 1027. 1038. 1040. 1041. 1043. 1046. 1049. 1050. 1051. 1052. 1073. 1076. 1082. 1095. 1096. 1227. 1228. 1233. 1248. 128». 1294. 1309. 1310. 1315. 1360. 1381. 1382. 1383. 1395. 1402. 1414. 1458. 1468. 1469. 1471. 1483(2). 7434. Club von Altgläubigen. 965. Arreste ans geistliche Güter und Einkünfte, zum Nachtheil Neugläubiger. 944. 1073. 1086. 1103. 1111. 1116. 1118. 1119. 1120. 1124. 1125. 1453. II84(»). 1185. 1335(2). 4373, igst,. 1381(2). 1382(2). 1397. 1398. 1399. 1408. 1428. 1433. 1445. 146». — Vgl. O.-R.-Constanz; Zürich. (Religionssachen, V., Forts.) Mandate für die gemeinen Vogteien und andere Gebiete. 372. 373. 374(2). 377. 381. 383. 384. 396. 412. 417. 420. 438. 474. 480. 496. 589. 608. 616. 663. 674. 706. 752. 779. 802. 830. 858. 860(2). 861. 1044. 1045. 1057. 1058. 1314. 1349(2). 1452. 1453(2). 7454. 7455 1456. — Vgl. II. (Strafmahregeln.) Beschwerden über Sondertage ueugläubiger und neutraler Stände. 1069. 1078. Project einer Verbindung der altgläubigen Stände und Vogteien. 1227. 1267. 1268. 1269(2). 1272(4). 1274. 1275(4). 1276(2). 1278. 1279. 1287. 1288. 1294. 1437. 1441. 1444. 1447(2). 1451. 1452. 1453(S). 1454. 1455. 1456. 1464. 1465. 1467. 1523. Anknüpfung einer geheimen Unterhandlung mit Oesterreich. 1406. 1409. 1415. 1426. 1439. 1453. (1458). 1482. — Vgl. O.-R. V Orte. 2) von ueugläubiger Seite. Beschwerden und Vorwürfe über die Verständnisse mit Oesterreich. 502. 816. 1211. Aensserungen über Mißbrauch unbetheiligter Ortsstimmen. 543. 565. 583. Ablehnung von Sondertageu. 501. 503. Billigung der Vorschläge Zürichs. 503(2). 507. Zürichs Thätigkeit für die Ausbreitung des evangel. Glaubens in den gemeinen Vogteien. 1045. 1047. 1287. 1288. 1291. 1292. 1293. 1294. 1312. 1314. 1315. 1328. 1330. 1331 (°). 1334. 1349. 1358(2). 73g7(S). 7368. 7339. 7372. 7389. 73g,. 1384. 1390(2). 1394. 1405(2). 1406(2). 7497(2). 1408. 1409. 1411. 1414(2). 7477. 7478. 7479. 1420. 1424. 1428. 1438. 1439. 1442. 1443. 1444. 1446. 1447. 1448. 1455. 1458. 1459. 1464. 1524. — Vgl. O.-R. Zürich. Theiluahme Berns. 1293. 1294. 1331. 1334. 1349. 1369. 1380. 1381(2). 1384. 1407(2). 1409. 1411. 1415. 1438. 1439. 1444. 1458. 1460. 1524. Unruhen im Beruer Oberland. 1307. 1337. 1338. 1348. 1351(2). 7368, 7379. 7497. 7.792, 7427, 1429. 1430. 1431. 1437. — Vgl. O.-R. Bern. Botschafte» an schwankende oder getheilte Stände. 1288. 1309(2). 7310(2). 1323. 1473. Vermittlungsversuch in Rothweil. 1468. 1471. 1473. 1474(2). 7475, Vnrgrechtc mit Coustanz.s. O.-R. Bern, Constanz, Zürich. Christliche Bnrgrechte eidg. Städte (vgl. Bündnisse). 1226. 1334. 1335. 1339. I345(»). 1381. 1388. 1391. 1404(2). 7472. 7413(4). 1433(2). 1434(°). 1444. 1459. 1460. 1464. 1471. 1472(2). 1521. 1522. 1526. 201 Materien-Register. (Religionssache», V,, Forts.) Verbindung von Zürich und Bern zur Bestrafung Unterwatdens. 1445. 1467. 1469(3). Religionsschmähungen, gegen Altgläubige. 293. 361. 363. 370. 371. 375. 377. 381(2). 333. 335. 306. 413. 444. 446. 474. 430. ÜI2. 525. 531. 54». 571. 623. 657. 756. 763. 81». 811. 842. 844. 881. 314. 315. 313. 345. 100». 1073. 1087. 1036. 1248. 1280. 136». 1334. 1414. 1424(2). Arreste auf geistliche Güter zc. 138». 1381. 1445. 146». 3) von neutraler Seite. Vermittelnde Thätigkeit neutraler Stände. 373. 375)'-). 376(2). 384. 333. 4»7. 412. 421(2). 422(2), 423. 414. 448(2). 452. 453. 454(2). 457, 45,8(2). 465. 466. 467. 471. 501. 502. 503(H. 504. 515. 523. 533. 534(2). 535. 54». 541. 543. 545(2). 543. 562. 763. 764. 765(2). 77))!-), 77g, 777. 778. 738. 806. 807. 811. 816(3). 823. 833. 851. 852. 855. 856. 873(4). ^74, 94g, 95^, 355. 361. 362. 1041. 1042(3). 1062. I«69. 1073. 1078. 1086. 1088. 1032. 1312. Vgl. Rcchtshändel, 2). Vermittlungsversuch im I. 1527. 1041. 1042. 1047(3). 1043. 105». 1056. 1061. 1062(2). 1063. 1064. 1065. 1063. 1070. I07I. 1078. 1079. 1092. 1093. (1442. 1443). Abschlag der VII Orte. 1073(2). 4^4,, 4994. 4992. 1093. Anträge ans eidg. Verbote gegen Schmähungen. 482. 891. 1048. 1049. 1050. 1055. 1056. 1063. 1065. 107». 1072. 1081. 1232. 1448. 1449. 1466. 1468. Vermittlung in den Toggenburger Glaubenshändel». 1328. 1383. 1397. 1403. 1407. 1403(4). 4449. 1411. 1423. 1425. 1426 (2). 1427. Vermittlung in den Glarner Wirreu. 1329. 1341. 1343. 1343. 1353. 1366. 1367. 1373(2). 4Z74. 1375(2). 1376. 1388. 1389. 1391. 1403. 1411. 1447. 1468. Stellung von Zürich und Bern. 1362. 1363. >364. 1365. 1366. 1376. 1377. I39l. 141t. 1426. 1427. 1465. Stellung der VII Orte. 1464. 1465. 1470(2). 1471(2). — Vgl. O.-R. Glarns. Vermittlungsversuch der drei Orte Basel :c. in dem Streit über die Geltung der Mehrheit. 1407. 1408. 1424. 1442. 1443. 1446. 1447(2). Unterhandlung der drei Orte in der Unterwaldner Frage. 1467. Lotschaften der III Bünde. 1447(2). 149g. (Rcligionssachen, V., Forts.) Boten von Strastburg. 1443. > 145. 1447(2). 1168. — Vgl O.-R. Bern. Vermittlung in Basel. 1475. 1476. 1477. 1478.1479. 1480. 1481. 1482. Französische Anerbietungen. 531. 539. 1377. 1424. I44S. 1466. 1468. 1469. Reliquien, hl. Johanna. 61. Reservaten, s. Psrundsache». Nentezinse. 643. 653. — Vgl. Ranbzinse; Zehnten. Ritterschlag, für Eidgenossen. 46. 143. Nömerzng, Romzng, kaiserlicher. 26. 27. 33. 34. 75. 243. 867. 957. Nvstler, s. Münze», 2). Rüstungen, s. Kriegsrüstnngen. S. Salme». 265. 266. Salzhandel, Snlzkanf, Salzsperre. 21. 22. 24. 37. 121. 212. 304. 369. 372. 383. 419. 486. 496. 508. 642. 615. 699. 747. 1072. 1104. 1166. 1178. 1437. Salzmaste. 121. Salzzins. 747. . Schadenfreude, über Unglücksfälle. 257. 284. 372. 412. 481. 599. 853. Scharfrichter, s. Nachrichter. Schenkungen, an Kirchen und Klöster, s. Herrschasten, gemeine, VI. 2. 4; VIII. I. Schenkungen, an Boten, s. Geschenke. Scherenschleifer. 657. Schiedsgerichte, s. Rechtshändel. Schiedsrichter. 254. 262. 271. 443. 479. 480. 533. 535. 587. 960. 999. 1178. — Vgl. Rechtshändel; Tagsatznng- Schiffahrt. 631. 634. 720. 738. Schilde, Erkennungszeichen für Verbrecher. 1453. Schillinge, f. Münzen, 2). Schirmhauptmannschaft, s. O.-R. Abtei St. Gallen. Schirmherrschaft, f. Klöster, 1). Schlösser, s. Herrschaften, gemeine; auch Besetzung :c. Schmachlieder, Schmähungen?c., f. Injurien; Religionssachen; auch Herrschaften, gemeine, II. 3). Schotten, Gardeknechte. 59. Schreiber, f. Herrschaften, gemeine; Rechtshnndel; Neligions- sachen (Disputationen). Schuldbetreibung. 660. 707. 708. 713. 729. 730. — Vgl. Bann. Schuldhnft. 630. — Vgl. Herrschaften, gemeine, II. und O.-R- » St. Gallen, Abtei. Schützen. 603. — Vgl. Bnchsenschützen. Schntzengaben. 437. 747. 345. Schwesternhäuser, s. Kloster, 2). Materien-Register. Seelsorge. 408, 574, - Vgl. Religionssacheu, III, Seuchen, s. Pest. Siecheuhäuser. 738, 739. Siegel, Aeudcruug, 479, Siegelbewahruug, Siegelgcld, s. Herrschaften, gemeines Hurgau), Solddienste, Soldtruppeu, für Ansivärtige, Dienst überhaupt. 7. 9. l3. 21, 30. 3l. 32, 34, 4ti, 47, 60. li2ss), 63. 64 (S), 74. 77. 78. 79. 8». 81, 84. 90. 92. 98 (»). 99. l»1, 103. 104. 105. 107, 109. 110. 111, 112. 113, 114. IIS. 116. 121, 122. 123, 124, I2S. 126, 127, 128. 129, 134, 138, 140. 141. 142, 143, 144, 146. 147. 151. 157, 158, 164, 173. 174, 179. 180, 182(2). 434(2). 185. 19», 191. 20». 205. 206(2), 207, 216(2), 2,7. 224. 226(2), 227, 230. 232, 237, 244, 248, 251, 252(2). 256(2). 264. 266, 277(ch. 291, 315. 321(4), 324, 328, 332 (y, 333. 338(->). 339 (2), 340(2), 647)-'), 349(2), 359(0). 361, 362, 365ss). 336(1), 337 (2). 374, 373 (2). 930(2). 335. 387(»), 388(ch. 389(2). Z->»(2). 3g5(->). 39g. 496, 412, 414(°). 4I5(°). 4I6(>), 425(7). 426(5). 427(0). 430. 436. 446, 469. 481 496. 529, 531 (2), 530. 535(2), 538. 542. 557, 558. 569, 57 t, 572, 586. 596. 597(b), 598(4), 599(4). 600(5), 602. 603. 604. 605(5). 606. 613, 614. 620. 627, 967, 977. 995. 999, 1000(2), l»»1(5). >002(5). 1003. 1007. 1010. 1023. 1024. 1028. 1037. 1039. 1066. 1069. 1110(2). ,,21. 4437. 1 154(2). 1 155(2), , 156(5), 1168. 1170(5), 1173. 1182. 1198. 1199. 1377. Dieustautragc, rcsp, Hülfsforderungeu, 19. 20, 26. 30. 33. 35. 36. 44. 46. 60(2). 62(5), 63(2). 64. 67(2). 71 72. 74. 75. 77. 78. 80. 81, 82. 84. 95. III. 122. 136. 142. 146. 147(2), 162, 188. 194, 196. 200. 216. 217. 227. 233(2). 233. 306. 321, 331, 338. 347. 361. 365. 366. 374. 389. 395. 406. 436. 446. 468. 482, 483. 485. 490, 494. 531, b48, 570. 597. 599(2), 600. 952. 954(2). 955, 967. 976, 1031. 1038. >097. >107. 1110, 1168. I>82. 1377. 1389, 1408, Dienstaugebote von eidg, Seite, 201. 361, 366. Ablehnung oder Verweigerung. 33. 34. 71, 84(2). 85. 95. 147, 194. 218. 219. 238. 239. 274. 469. 490.952. 964. 976. 1031. 1038, II04. 1194. 1389. 1408, Verbot beb Dienstes gegen Kaiser und Reich. 26. 33, 49. 50. 51. 68. 74. 84. Verbole nnd Strafen gegen Neisgeläuf, 62. 63, 66. 74. 84. 90. 101. 102. 146, 147. 163. 164. 168. 278. 328. 330. 337. 378. 394. 592. 952, 967. 976. >023. >028. 1332. Strafen gegen Söldner und Parteigänger in päpstlichein oder kaiserlichem Dienst, 151, 155. 163 (2), >93. 169. >71, 176. 178. 179, 180. 314, 33». Aeusternngeu gegen die Solddieuste überhaupt. 295. 378. 412. 419. 444. 502. 1267. 1420. (Solddienste, Forts,) ZLerbungsumtriebe fremder Botschaften und Agenten, 74, 81. 95. 101. 147(2). 165, 499. 266. 300, 911. Werbungen eidg, Hauptleule in Gebieten anderer Orte, 71. 163. 224. 228. 230. 248. 263, 266, 328(2). g94, 395, 502, 592. 967(2). 97g. Anwerbung Fremder für eidg. Hauptleute, 224. 278, (1110), 1121. Dieustverträge mit Einzelnen, 252. 256. Läufer und Späher. 164, 340(2). 373. 380. 415, Ausdehnung der Dienstpflicht. 20(2). 22. 24. 34, 58(2). 62. 74. 92, 100, 101, 102. 110. 116. 125. 126, 134. 142. 143. 144. 173, 174, 224. 306, 347. 350. 1495(2). Musterungen, 164. 306, 321. 347, 1121. 1199, 1329. Betrügereien. 251, 252, 256. 258. 264. 347, 614. 627. Diensteide und Ordonnanzen, 14. 15. 164, 224(2). 226. 306. 321. 347, 1199. Dienstfchler. 190. 191. 232. 251. 252, 256. 258, 264, 365, 614. 995. Feldflncht, Desertion ?c. 98. 101. 107, 120, 126. 130(2), 190. 191. 332. 349, 350(2). 356, 361. 367. 387. 388 (2), 4gg, 542. 59g. 945. 62Ä. 627. 985, 999- 1001. 1002, 1006, 1010. 1012. 1024, 1168, 1170, 1182(2). Strafen gegen Ausreißer, 347, 350(2), 959. 994. 992, 373, 379. 388. 615. 620. 627, lvtttZ. Strafen im Feld, 62, 64, 67. 347, Unruhen. 107. 109, 385. 388. 389. Zutrinken, 356. Annahme rother Kreuze. 151, 182. 184, Siege eidg, Söldner. III. 112(2). >22, 123. 127, 153, 237, 332. 1199. Niederlagen: bei Bicocca. 187. 188, 189. I9»(ch. 191(2), 199, 200. 227, 257, bei Pavia, 596, 598. 599. 600(2). 603. 604r 605(2). 606, 614, 615 (2). 920. 625, 627. 859. 1199. 1466. Verluste an Mannschaft, überhaupt. 64(2), 444. >>2, 127. 187, 297. 349(2), 995. 967(2). 972. 379, 425, 426. 977. 1178. 1196, 1199. Sölde. 7. 9, 13, 20. 21. 22, 24, 43, 46. 64. 92, III. 140, 164. 190, 200. 206, 207. 224, 277(^). 279. 306. 321. 347. 349. 367. 388, 481. 482, 483. 1003, 1040, 1156. 1199. 1495. 1496(2), Uebersölde, 7. 13, Schlacht- und Sturmsölde (Pavia-c,), III. 112, 140, 1199, 1329. 1330, 1389. 1446, 1466. Garden. Besoldung, 43. 59. 61, 175. 217, 2,9(2), 277. „ Pensionen. 59, Ehrenherrcu, 60. 347. Bestechungen, für Hanptleute -c. 111. 113. Soldansprllche, s, Ansprachen. Materien-Register. (Solddienste, Forts.) . Soldrückstiinde. 194. lg«, lg?. 206. 20g. 216(2). 217^). 218. 219(»). 224(2). 236. 234. 277. 278(2). 270 (2). 280(2). 282. 283. 206. 301. 302. 3l0. 373. 374. 4l0. 420. 436. 446. 454. 468. 460. 482(>). 484. 400. 404. 531. 532. 533. 530. 54». 557. 558. 57l. 606. 627. «7«. 601. 606. «g7(y. 751. 817(2). 828. 800. 020. 041. 952(»). 0«3(»). 076. 077. 1000. 100«. 1097. 1098. 1194. 1108(2). (109. 1320. 1330.1423. Soldverwcigernng. 225. 1109. — Vgl. O.-R. Frankreich. Soldi, s. Münzen, 2). Sondersiechen, Häuschen. 730. (Souveränität). 33. Spagürli, s. Münzen, 2). Standgeld, Weggeld. 634. Steinmetzen, Brüderschaften. 251. 256. Stenern, (Teil :c.). 494. 634. 642. 643. 740. 1000. 1 160. 1161. 1162. — Vgl. Herrschaften, gemeine, VI. 2—5). Sterben, s. Pest. Stirnenstößel. 151. Stockfische. 642. Strafsachen, s. Herrschaften, gemeine. Straßen, Anstand, Banten. 7. 0. 26l. 201 (2). 93g Straßensperrung. 83. Studien, im Ausland. 61. 315. T. Tagleistnngen, Tagsatznng: Sitzungsorte. 164. — S. Anhang III. Gleichzeitiges Tagen an zwei Orten. 82. 151. 162. 164. Vollmachten zur Tagverkündung. 102. 169. 185. 188. 237. 284. 306. 321. 330. 335. 385. 414. 662(2). 761. 798(2). ggg. ggz. Z992. 1979. 1155. 7799. 1978. 1330. 1389. 1439. Botschaften, doppelte. 18. 217. 446. 407. 637. 656. 67». 761. Verspätung des Besuches. 173. 1007. 1170. Ausschluß verdächtigter Voten. 1006. Ausstand einzelner Orte, wegen weltlicher Sachen. 676. Tag oder Sitznngsgclder für Boten und Diener. 500. 670. Verhandlungssormen. 7. 17. 31. 84. 157. 180. 217. 300. 447. 528. 555. 557. 558. 559. 579. 585. 587. 590(2). 592. 594. 853. Mehrheitsprincip. 147. 1165. 1220. 1221. 1407. 1408. 1424. 1442. 1444. 1446. 1452. 1464. 1466. Stimmrecht der Botschaften von Unterwalden. 189. Vermächtigung. 29. 53. «81. 600. Mißbrauch von Ortsstimmen. 543. 76«. 872. 096. 097. 1209. 1212. 1217. 1220(2). 1278. 1280. 1281. 1280. 1205. 1310. Beschimpfungen, Wortwechsel unter Boten. 300. 407. 454. 487(2). 490. 60». 1095. 1281. 1202. 1462. (Tagleistnngen, Forts.) lianzleiwese». 98. 168. Schreiberlohnc. 691. 762. 709. Antrag ans Verfertigung eines gemeinen Siegels. 441. Besiegelung von Verträgen und Beschlüssen. 29. 30. 441. Verwahrung cidg. Schriften. 283. 882. 888. Unbefugte Mitthcilnngen an Fremde. 157. 158. 231. 323. 324(2). 94 z. Tage auf Kosten Auswärtiger. 7. 13. 18. (69 ?). 146.149. 159. 217. 115«. Anweisungen zu umfassender Instruction. 410. 540. 751. 953. 1373. Ausschüsse, Abordnungen; Aufträge und Weisungen an einzelne Stände. 17.37. 38. 40. 5V. 73. 75. 83. 80(2). 9«(t). 93. 98. 101(2). ,99. 105. 106. 108. 138. 145. 146. 147 (2). 151 (2). 153(2), 733(2). 73g. 73g. 17,. 172(2). 173. 174. 175(2). 173(2). 173. 179. zg». 182(2). 183. 185. 186(2). 187(2). 104. 107(2). 109(2). 201. 200. 212. 213(2). 223(2). 224. 228. 230(2). 234. 235. 236. 237. 241. 242(2). 245. 240. 251. 253(2). 256(2). 263. 264. 276. 277(2). 278(2). 282. 283. 286(2). 201 (2). 295. 297(»). 300. 307(2). 308. 311. 314(«). 321(2). 339, 331, 337. 347. 353(2). 362(2). 372(2). 373, 384(2). 335, 380(2). 412. 413ss). 414. 410(2). 435. 436. 438(2). 439(2). 453. 454. 468(2). 43g(2). 471. 432. 486. 487(4). 488(»). 489(4). 404(2). 407. 499(«). 509. 524(2). 525. 532(2). 539(2). 540. 541(2). 542(2). 540. 556. 558. 571. 582(2). 534. 585. 506(2). 602. 603(2). 394(2). 311. 313(2). 314. 615(2). 337. 333(2). 379. 339. 391(2). 393. 73?. 740. 751. 762. 773. ?98(»>. 811. 817. 828(»K 820. 830. 838. 830. 858. 866(2). 337. 373. 331. 882(2). 801. 945. 946(b). 953. 964(2). 076. 980. 082. g86(ch. 1001. 1007. 1011(2). 1027. 1030. 1054. 1070. 1071(2). 1079. 1086. 1108. 1100(2). 1110. 1118(2). 1168(2). 1170. 1178. 1218. 1267. 1272. 1287. 1201. 1292. 1310. 1311(2). 1313. 1339 1333 1373. 1388. 1389. 1448. 1450. Reisekosten für eidg. Botschaften. 691. Rechnnngstagc, s. Iahrrcchnnngen; Klöster, Rechnungen. Vermittlung in privaten Streitsachen. 26. 20. 40. 172. 176. 214. 247. 251. 254. 262. 272. 273. 277(2). 278(2). 281. 283(2). 306. 307. 310(ch. 311(2). 318. 357(ch. 372. 374. 385. 380. 413. 435. 430. 468. 460(2). 471. 481. 482. 484. 488. 480(2). 404(2). 405. 52». 521. 526. 542. 552. 556. 558(2). 579. 535. 636(2). «37. 661. «63. 669. «71. 672. 373. «89. 604. 695. 741. 753. 755. 707. 830(2). 838. 801. 046(ch. 977 97g(2). 933. 1927. 1955. 1385. 1104. 1116. 1122. 1155. 1138. 1170. 1171. 1779. 1181. 1104. 1195ss). 1205. 1218. 1220. 1267. 1273. 1313. 1323. 1341. Matcriem ^-Register. (Tagleistungen, Forts.) Vennittlnng in örtlichen Angelegenheiten, 1. 6(2). ZK. 29. 49. (183). 185. 187. 197. 198. 220. 226. 246. 249. 250. 253. 254. 270. 276. 312. 330. 331. 407. 436. 453(2). 479. 549. 544. 79g. 799. 793. 79g. 797. 798(2). 810. 811. 813. 829. 838. 849. 856. 867. 878. 883. 953. 96». 961. 963. 964. 976. 980. 982. 988. 1001. 1006. 1010. 1023. 1024. 1027. 1031. 1038. 1062. 1063. 1086. 1083. I089(°). 1094. 1105. 1115. 1122(2). ,449. 1455, 119g, 117,. 1473. 4479. 1181. 1182. 1183. 1194(2). 1197(2). ng8(2). 1213. 1214(2). 4220. 1267. 1278. 1279. 1291. 1293. 1300. 1301. 1307. 1308. 1309. 1310(2). 4344, 43,9. 1313. 1329(2). 1332. 1341. Vgl. Nechtshändel; Religionssachen; und O.-R. Appenzell; B. Basel; St. Basel; Bern; Abtei St. Gallen; Genf; Glarus; Granbiinden; Schwyz; Solothurnz Toggenbnrg?c. Vermittlnng in auswärtigen Angelegenheiten. 90(2). 273. 274. 275. 276. 287. 288. 289. 294. 299. 305. 307. 314(2). 34g. 347. 348. 321. 327. 347. 35». 351. 356. 469. 481. 484. 485. 486. 487(2). 497(2). 510(2). 511(2). 516. 517. 522. 523. 525(2). 530. 596. 600. 603. 605(2). 661. 672. 673. 675. 690. 75». 751. 754. 789. 1048. Vgl. Bauernkrieg; Friedensvcrmittlnng; private Slreit- fachen; auch O.-R. Fürstcnberg; Wiirtcinberg. Ausschlnst nnd Ausstand nengläubiger oder nentraler Orte- 369. 384. 407. 413(2). 445. 447. 448(2). 457, 453. 501. 518. 540. 543. 557. 564. 583. 662. 691. 740. 742(2). 750. 765. 766. 773. 780. 834. 853. 855. 856. 1002. — Vgl. Rcligionssachen, V. 1). Anstritt altgläubiger Orte. 740. 766. Antrag ans Ausschlnst »ntcrwaldens. 1445. Tagwen, Ehrtagwcn, Leibtagwcn :c., s. Frohndienste. Taube. 946. Tavernen. 649. 667. 713. 730. 1119. Taverncnzinse. 642. 645. Territorialerwerb, s. Gcbictserwerb. Testamente, Nermächtnisse. 408. Anfechtung. 294. 305. 470. 496. 505. für Geistliche. 408. 575. 576. Thenrnng. 1167. 1168. 1169(2). 1204. 1347. 1482. Vgl. Fleischpreisez Fürlnnf. Todschlägc, Morde. 36. 37. 109. 146. 151 (2). ,79. 179, 245. 347. 248. 249. 262. 264. 272(2). 273(->). 278. 285. 330. 331. 337. 441(2). 498. 611. 626. 828. 943. 1032. 1037. 1038. 1039. 1055. 1085(2). 1154, 1182. 1189. 1291. Trattrecht. 652. — Vgl. O.-R. St. Gallen, Abtei. Tristkannner. 214. Tttchfabrication. 254. Tuchhandel, Tücher. 6. 9. 249. 446. Türkengefahr, Türkenhülfe. 86. 140. 161. 177. 180. 19g. 195. 226. 243. 244. 259. 296. 300(2). 94g 926. 364. 571(2). giß, gg7, 997. iggg 127g, 1299. Twersische. 265. 266. U. Ueberfachen, in Wasscrlänfen. 94. 214. Ueberfälle, Drohungen, unter eidg. Orten. 124. Vgl. Rcligionssachen, V. 1). Umgcld, Nngeld. 649. 659. 660. 667. 675. 677. 1137. 1138. Uneheliche; Leibeigenschaft. 524. 540. 558. 668. Ungenossame, Ungenossen-Ehen; Strafen. 382. 461. 576. 582. 642. 648. 651. 654. 667. 709. 989. 994. Unruhen, innere, s. Herrschaften, genieine; auch O.-R. Basel, Bern, Abtei St. Gallen, Glarus, Schaffhausen, Solo- thnrn, Uri, Zürich ?c. im Ausland! in Deutschland, s. Bauernkrieg; auch O.-R. Oesterreich, Waldshut, Würtemberg. im Kirchenstaat. 10. 12. in Mailand, s. O.-R. Unterstützungen, Gesuche; für Private. 36. 37. Urbare, s. Herrschaften, gemeine. Urfehden, Bruch. 1181. 1187. 1194. Usages, Usagia, Bräuche; Steuer. 369(2). ggi. 137g. N. Verbannte, s. Banditen, Flüchtlinge. Verbote, gegen Reisgelänf, s. Solddienste. „ gegen Schmähungen wider Nachbarn. 172. — Vgl. Religionssachen, s. Arreste. Verbrechen nnd Strafen, s. Diebstahl; Todschlttge; Strafsachen. Verdächtigungen, s. Injurien. — Vgl. O.-R. Zürich. Vercinnng, französische, n. s. f., s. Bündnisse; II. 2). Verzichten, Geständnisse. 171. 244. 266. 477. 478. 491. 492. 537. 1017. Verkommnissc der Eidgenossen: Pfasfenbrief, Sempacherbrief, Stanser Verlommniß, f. Bünde, I. 2). Vermächtnisse, s. Testamente. Vermittlung, in Kriegs- nnd Streitsachen, s. Tagleistnngen. Verrath, Verräthcr. 180. 181. Verrückte. 441. 1138. Verrnfnng von Mördern. 247. 248. 249. 250. 264. 272(2). 273(S). 278. 283. 284. „ von Münzen, s. d. Verwaltnngssachcn, s. Herrschaften, gemeine. Vieh, verpfändetes. 297. 298. Materien-Register. Viehhandel, nach Italien. 356. 362. 428. 1001. UNS. ,166. 1167. 1181. 119S. 1196. 1204. 1218. 1267. 1274(2). 1278. 1330. 1341. 1389. — Vgl. O.-R. Schwpz. für Schlächter. 978. Vichranb, in, Bauernkrieg. 691. 695. Vierer, s. Münzen, 2). Vogelmahl. 837. 948. 949. 951. Vögte. Landvögtc, s. Herrschaften, gemeine; auch Anhang I V. Vogteien. 7. 13. 164. 176. — Vgl. Herrschasten. Vogtgarben. 473. Vogtsteuern. 650. 651(2). ggg. Vorbehalte, in Vundesverträgen: zn Gunsten Auswärtiger. 21. 22. 23. 25. 31. 33. 51. 196. 395. 582. 1223. 1498. 1499. 1507. 1510. 1515. 1525. 1526. der altern eidg. Bünde. 22. 23. 25. 1499. 1504. 1507. 1510. 1515. 1525. 1526. Vorlauf, s. Fürkanf. Vorträge, resp. Instructionen, von Botschaften. 1) auswärtiger: der burgnndischen. 38. 162. 168. der florentinischen. 189. 190. 196. der französischen. 19. 80. 81. 82. 116. 117. 139. 14». 152. 185. 186. 251. 252. 263. 306. 482. 433. 615. 616. 1096. 1097. 1098. 1107. 1110. 1329. 1330 (2). 1377. 1466. 1468. der kaiserlichen und österreichischen. 25. 26. 27. 73. 74. 75. 76. 77. 161. 162. 510. 511(2). gg? der päpstlichen. 9. 13. 71. 72. 77. 78. 84. 299. 300. der savoyischen. 483. 484. 486. 858. 859. 989. 990. 1003. 1005. 2) eidgenössischer: der altgläubigen. 376. 377. 378. 379. 397. 398(2). 399. 402(2). 403(2). 4(14)2), 405(2). 455. 456. 457. 458. 459. 544. 545. 546. 547. 548. 833. 834. 835. 1455. 1456. der neugläubigen. 501. 502. 545. 814. 815. 816. 861. 1143. 1144. 1419. 1420. 1459. 1460. (Kleinere sind übergangen). — Vgl. Denkschriften. W. Waffenhandel, Verbot. 496. Geleit für Durchfuhr. 788. Waidlente, Fischer. 433(2). 434(2). Wallfahrer, nach Einsiedeln. 386. 475. Wappen, s. Fenster. Wechselbriese. 7. 13. 25. Wehrlosigkeit, gerichtliche Strafe. 371. Weidgänge, streitige, s. Herrschaften, genieine. Weinsnhrleute, Weinhandel. 93. 94. 821. Weinfnhrlente, Strafen. 821. Weinlanf. 241. 251. 256. Weinmngeld. 631. 642. 645. 684. 713. 726. Weinzehnten, s. Zehnten. Werbungen, s. Solddienste. Wiedertäufer. 672. 692. 705. 734. 779. 851. 860. 1087. 1139. 1140. 1141. 1142. 1143. 1165. 1166. 1264. 1395. Vgl. Religionssachen, I. Wildbann. 354. 461. 630. 643(2). 64g. 659/ 667. 683. 712. 728. 837. 884. 944. 949. 951. IÜ27. 1160. 1162. Wortzeichen. 266. Wucher, llebermch; Gerichtshörigkeit. 408. Wncherzinsc. 1152. Wnhre, Wnhrbanten, s. Herrschasten, gemeine, VI. 4). Z. Zehnten. 45. 88(2). yg, g4)2). zzg. ggg. 353. 360. 612. 631. 632. 651. 667. 678. 684(2). 716. 717. 718. 719^ 720. 721. 747. 749. 794. 888. 947. 948(2). 950. 951(2). 981. 984. 988. 992. 1054. 1101. 1116. 1121. 1122. 1378. „ großer. 641. 659. 888. 1159. 116». 1161. 1162 (2). 1164. „ kleiner. 630. 641. 648. 659. 669. 684(2). 7,4. pzg. 719. 729. 794. 884. 888. 968. 987. 989. 995. Blntzehnten, von Hühnern, Schweinen?c. 451. Brachzehnten. 634. 1161. Etterzehnten (kleiner Z.). 641. 659. Haberzehnte». 1385. 1386. 1389. 1408. Hanfzehnten. 987. Henzehnten. 297. 633. 641. 1146. 1159(2). ngg. Kornzchnten. 1161. Reutezehnten, Neugriitzehnten. 659. 811. Strickzehnten. 1099. 1159(2). Weinzehntcn. 291. 313. 316. 337. 765. 888. Zehnten-Nachläße. 360. 404. 794. 888. 948. 1137. 1145. 1371. 1378(2). Zehntenvcrweigernng. 297('>). 360. 377. 381. 404. 438. 450. 451(2). 460. 557. 570. 584. 678. 690. 948. 1087- Vgl. Neligionssachen, I. Zehntquart, s. Quart. Zeugen. 248(2). Ziegler, s. Herrschaften, gemeine, VIII. 2). Zigeuner. 582. 595. 626. 1121. Zinsbricfe, verjährte. 213. „ Zerstörung. 475(2). Zinse, überhaupt, s. Herrschasten, gemeine. „ Ablösungen. 409. 944. — Vgl. Ablösung. „ Beschränkung der ewigen. 576(2). 577. 947. Zinsfrislen. 644. Materien-Register. Zölle, Zollsachen. 482. 070. in Basel. 642. 643. 644. 661. im Bisthnm Basel. 225. 659. bei Consta»). 1181. 1184. Abtei St. Gallen. 634. in Grandson. 747. 1378. im Kleggan. 169. in Lausanne; Nfcrzoll. 783(Z). 803. in Lattis. 52. 53. 210. 303. 301. 313. 419. 440. 441. 446. 699. 958. 1113. 1267. 1346. in Lnggaris. 54(2). 212. 282. 304. 305. 313. 442. 703. 704. 958. II 14. 1347. in Lottstctten. 83. 85. in Mailand. 6. 9. 59. 61. 211. zu Mellingen. 690. 691. II 13. (Zollsachen, Forts.) in Mcndrisio. 441. 700. 958. zn Montagny. 291. 747. zn Mnmpclgard. 661. in Murten. 1137. 1138. 1371(2). in Neuenbürg. 433. in Rheinselden. 248. 250. 265. 266. in Nyon, Waat, Savoyen 216. 1520. in Sargans: am Scholbcrg. 837. 1147. in Solothum. 794. 798. 811. bei Stein a. Rh. 486. 496. 508. 608. bei Vaduz. 151. ' Zollfreiheit, s. O.-R. Lucern. Zugewandte Stände; Stellung, Pflichten. 7. 13. 20. 21. 164. 182. 307(2). Qrts-Negister. A. Nadorst 499. 556. 557. 561. 657. 740. 985. 990. 1111. 1112. Aarau. 12. 14. 32. 49. 67. 73. 89. 257. 348. 351. Aargau, Berner Theil. 49. 50. 124. 212. 689. 134». 1343. 1390. 1408. Aargau, freie Aemter, s. d. Abbiate grasso (Biagrast -c.). 357. 365(2). 379(2). 386. 387(2). 388. 425. Abtwyl. 719. 976. 977. 1072. 1073. 1087. 1122. Adda, Fluß. 181. Africa. 75. Agerswyl (beiMnrten?) 88. 417. Aegeri. 364. Aelen (Mgle). 321. Aichwin (Thurgan?). 500. Airolo. 124. . Alessaudria. 144. 333. 335. 367. >154. 1199. 1377. Algarbia. 75. 161. Allemans, les. 41. Allemogne. 1015. 1017. 1018(2). Allerheiligen, Abt und Gotteshaus. 29. 67. Rechte an Hallau. 29. 48. 67. 131. 177. 49». 1152. Vgl. Schaphausen. Alpnach. 1294. Altenklingeu. 102. Alterswyl. 561. Altikon. 571. Altnau. 500. 561. 656. Altorf, Uri. 256. Altorf, Deutschland. 628. Altstätten, Rheinthal. 302. 303. 888. 979. 1119. 1120. 1388. 1390. 1405. 1419. 1423. 1424. 1464. St. Ambrosius, Stift, Mailand. 144. 146. Amlikon. 500. 561. AmriSwyl. 500. Ancona. 160. Auconitauische Mark. 9. Audelsiugen, Herrschaft und Gemeinde. 40. 271. 536. St. Andreas, Neuenbürg. 192. Andwil. 500. St. Angela. 586. Angenstein. 17. 198. 205. 221. 1175. St. Anna. Capelle. 445. 474. 475. 477. 478. 491. 535. 545. 607. 608. 616. 620. 621. 622. 859. 954. St. Antonien, Spital, Utznach. 1108. 1109. 1333. Antwerpen, Antorf. 82. 256. 281. 286. 294. 306. 312. 314. 318. — Vgl. M.-R. Kanslenle. Amvyl. 554. 718. „ Toggenbnrg. 1161. Aosta. 266. 267. Appenzell. 7. 27. 30. 82. 102. 172. 234. 239. 297. 307. 376. 384. 412. 435. 438. 439. 470. 596. 762. 358. 891. 1120. 1412. Innere Zwiste und Unruhen. 90. 93. 138. 145. 183. 185. 186. 246. 249. 251. 253. — S.u. Verhandlungen mit dem Abt von St. Gallen wegen Ablösung des Haberzehntens. 1385. 1386. 1389. >408. Bauten an der Letze. 251. 255. Erwerb und Nutzung von Gutern im Rheinthal. 438. 439. 440. Besitz von Gütern in Gostau. 988. Bund und Bnndesbeschwörung. 465. 501. 669. 691. 797. 972(2). 973. 975. 991. 1467. Bündnist mit Frankreich; Solddienst. 20. 30. 82. 164. 183. 197. 209. 219. 226. 234. 341. 416. 1491. 1493. Vcrmnthete Betheilignng an Aufständen, Klosterbrüchen ic. 474. 529. 690. Theilnahmc an der Vermittlung im Bauernkrieg. 516. 541. 757. 767. Antheil an der Reformation. 372. 444. 445. 447(2). 448(2). 453. 454(2). 458(2). 433, 464(2), 4gg, 474. ggg, S23. 539. 555. 57». 595. 596. 597. 603. 657. 743. 856. 922. 933. 962. 965. 1031. 1069.,. 1108. 1168. 1132. 1195. 1230. 1248. 1264. 1265. 1452. 1464. Mandate betreffend Predigt und Messe. 464. 595. Unruhen wegen der Glaubensspaltnug. 596(2). 597, 603. Altgläubige Geistliche. 458. 585(2). 394. 934. 932. Klöster. 438. 509. 523. 539. Orts-Rcgister. (Appenzell; Forts.) Prediger im Rheinthal. 487. 1388. 1390. 1452. Wiedertäufer. 692. Vermittelnde Thätigkeit in eidg. Händeln. 503. 504. 533(2). 534. 536. 555. 562. 571. 604. 606. 616. 617. 626 (2). 777. 856. 359. 867. 873. 965. 972. 1041. 1049. 1062. 1063. 1069. 1073. 1078. 1090. 1360. 1366. 1373. 1407(»). 1467. - Vgl. Basel; Schasshauscn. Aragon. 76. Arbon. 164. 176. 179. 652(°). 979. 1117. 1406. „ Geistliche Angelegenheiten; Zwist mit dem Bischof von Constanz. 828. 1193. 1383. 1384(2). 1385. 1406. 1407. 1419. 1453. Arcisate. 868. Arlesheim. 1175. Aerniswald, II6I. Arona, Ort. 201. 237. „ Herrschaft, Grafen; Schuh des Gebiets; Allgemeines. 22. 46. 71. 155(2). 194. 196. 200. 201. 202(°). 203. 209(2), 211(°). 217. 218. 219. 223. 226. 236. 238. 239. 276. 281(2). 289. 314. 318. 321. 325. 332(2). 333. 347. 358. 361. 365. 374. 414. 427(2). 429. 430. 446. 469. 481(2). 484(2). 487(»). 497(2). 504. 506. 625. 661. 787. 856(2). 866. 1037. 1054. 1055(2). 1094. Freundschaft und Vurgrechte mit den Eidgenossen. 44. 59. 201. 211. Bewerbung, resp. eidg. Verwendung, um Aufnahme m das Biindniß mit Frankreich. 18. 25. 31. 43. 44. 59. 61. Vgl. Mailand. Aesch. 762. Aesch (B. Basel). 659. 660. Aeschi. 90. Ascona. 201. 427. 443. 487. 1055. Assens. 984. Asti. 324. A», Thurgau. 188. 654. St. Anbin. 747. 794. 1145. Aufholz. 769. Augsburg. 69. 1166. 1248. 1250. Avenches. 42. 805. Avernach, Anvernier. II0I. B. Nachtaten, die. 215. Baden, Grafschaft, Vogtei. 7. 49. 50(2). gi, g7, 147, 163(2). 164. 169(2). 172. 212. 213. 214. 215(2). 242.247(2). 296. 306. 307. 346. 348. 356. 360. 370. 373. 374. 375. 376. 380(2). JLi(S). Z84(«), 386. 395. 399. 401. 435. 437. 438. 445. 453(2). 471 (2). 472. 476. 491. 498. 499. 502. 509. 517. 524. 527. 532. 535(2). 538. 541(2). 542(2). 556. 559. 570. 571. 535. 603. 616. (Baden, Grafschaft, Vogtei; Forts.) 617. 622. 627. 674(»). 689. 690. 691. 692(2). 693. 697. 698(2). 740. 751. 772. 797. 798. 799(2). Mg. 801(2). 828(2). gZ5. 836. 860. 908. 913. 915. 944. 946. 976. 977. 997. 1023. 1024. I025(»). 1027 (2). 1028. 1031. 1032. 1035. 1036(2). 1939, 1953 4954. 1072. 1073. 1118. 1119. 1123. 1179. 1181. 1182. 1183. 1184. 1187. 1189. 1227 (2). 1291. 1339. 1340. 1343. 1344. 1373. 1390(2). 449^, 4449. 4447. Baden, Stadt. 194. 528(2). 566. 853. 932. 944. 954. 1027. 1079. 1227. 1288. 1309. 1423. 1437. 1447. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, I. 1). Baden, Markgrafschaften. 505. 522. 523. 530. 678. 681. 739. 768. 1440. Balerna. 6. 8. 9. 18. 23. 44. 59. 67. 136. 138. 144. 146. 148. — Vgl. Mendris, und M.-R. Herrschaften, gemeine, VI. 3). Balgach. 302. 303. 362. 363. 888. 1038. 1072. 1117. Balzers. 1322. 1323. Bar, die. 699. Bar, Bari, Herzog von. 78. 81. 86. 93. 95. 96. 106. 147. 181. 202. 206. 252. 266. 393. 1168. - Vgl. Mailand, und P.-R. Sforza. Bard. 420. 426. 435. 483. Bäreneich, Thurgau. 500. Basadingen. 655. 656. Basel, Stadt. 6. 7. 8. 12. 20. 29. 30. 32. 33(2). 34. 35^), 49. 59. 61. 62. 63. 67(2). 79. 73(2). 34, gg, gg. 92(2). 98. 102. 103. 104. 105. 106. 107. 108. 138. 156. 172. 178. 182. 183. 226. 230. 232. 235. 239. 243. 248. 255. 291. 292. 293. 294. 314. 363. 372. 412. 419. 439. 441. 481. 532(2). 536. 599. 600. 700. 789. 817. 828. 830. 858. 866. 868. 877. 1014. 1168. 1169(2). 1193. 1269. 1448. Bund mit den Eidgenossen. 6. 235. 534. 552(2). 855. 973. 1273. Bundesbeschwörnng. 955. 962. 963. 973. 986. 991. 993. 1001. 1423. 1478. 1479. Verhältnis) zu Mühlhansen. 1089(2). 147g. Verhältnis) zu Kaiser und Reich. 206. 207. 208. 213. 215. 242. 243(2). 244(2). 25g. 252. 262. 336. 348. 813. Verhältnisse zu Oesterreich. 33. 34(2). 35(2). 250. 254. 262. 264. 265. 266. 357. 359. 396. 407. 522. 523. 534. 555. 583. 584. 600. 627. 628. 664. 679. 766. 769. 774. 837. 1272. 1448. Handel mit Vogt Gönninger. 357. 359. 396. 407. Spital zu Frick. 248. 250. 357. 407. Spitalcapelle daselbst. 407. Vgl. P)-R. Habsberg, Ulrich. Antheil au dem Bündnis) mit Frankreich, den Solddiensten sc. 20. (29). 30. 59. 63. 92. 98. 107(2). 108. 164. 166. 174. 183. 197. 209. 217. 218. 219. 224. 226. 223. 202 Orks-Rcgister. (Basel, Stadt, Forts/) 223, 234, 267, 317. 341, 350. 337. 390, 396, 406(2). 412, 416, 435, 534. 583, 309, 920, 973, 1213. 1491, 1493. Pensionen, (73), 105. 1107. Bnrgrecht mit Graf Wilhelm von Fiirstenberg. 274, 275. 287, 288, 289, 294. 299, 3l7(»), 318(°), 347. Verhaltmsi zu Herzog Nlrich von Wlirtemberg. 273. 274. 275. 287. 288. 289. 294, 299. 499, 521, 522(2). 580, 581, 583. 300. 309. 627. 628. 887(2). Verhandlnngen über den Ankauf der Herrschaften Blamont und Mümpelgard. 521. 522, 580,. 581, — Vgl. Solothnrn. Verhältniß zur Markgrasschaft Röthelen. 485. Einkünfte aus dein Sundgan, 769. Kriegsgefahren, von Ansicn. 74. 31. 82, 321, 325(2). 334. 335, 336(2). Verhältniß zu Eonstanz, 1199. 1214, IZI5, 1271, 1310. 1318, 1448. Betreibung eines Bnrgrechls mit Straßburg. 542. 543. 544. 551(2). 552, 609(2), g^> 7^7. 7gg. Antrag ans eine Verbindung mit Waldshnt (und andern Rheinstädten). 543. 602. Vermittlung im Bauernkrieg. 516. 529. 530. 541. 628. 658. 364. 665(2). 666(2). 577, g?^-). 679(»), 680(«). 681(2). 684. 685. 686. 387, 688. 695, 698, 735. 733. 737(2), 738, 739. 756. 757. 759. 760(2). 731<)>), 764. 766, 767(2), 768. 739. 770, 774. Streitigkeiten mit Bischof und Stift: wegen Pfeffingen, 6(2). 8(2). 16. 17. 26. 29, 30. 185, 187, 199, 207, 223. 225. 226(2). zxg , wegen Besetzung der festen Plätze, nnd Bnrgrechte mit den Unterthanen, 794. 796. 797. 799(2). 810. 813(2), wegen Besetzung der Stadtämter, 48. 49. 1177. Streit mit Solothnrn, wegen Bestenrnng der Leibeigenen. 265. 269. 436. 813. 829. 830. 831, 838, 840, 856, 837. 878(2). 883. 953. 930. 961. 964. 976. 980. 982. 988. 1001. 1006. INI», 1023. 1024. 1027. 1031. 1038. 1075, 1076. 1176. 1177 (1369?). Gebietsbestimmung gegen Solothnrn. 1076. 1177. 1178. 1319. 1320, Vermittlung in dem Streit zwischen V. Basel nnd Solothnrn. 1172. 1177(2). Freiheiten der Stadt. 250. Prärogativen des Rathes. 816. Münze, 535. 571. 582. 623. 624. 325. 642. 362, 1134. 1147. 1148. 1306. 1423. Marktordnung, s. Aaran. Wappen und Schildhalter. 235. 248. 250. 407, Geldfordernng an Ludwig von Meßbach. 1330. 1344. Zeit, Uhr, 1479, (Basel, Stadt, Forts,) Handel mit Gallician nnd seiner Witwe. 191, 199. 209. 976. 977(2). 978, 986, 1181, 1187, 1194. 1198(2). 1204. 1205. 1213. 1214^), 1219. 1220, 1221, 1467, 1433, 1470. Privathändel, 33. 552. 582. 601. 943. 1012. Banernanfstand z Allgemeines, 640, 641. 642. 643. 644, 645. 663. Beschwerde- nnd Vergleichsartikel: Leibeigenschaft, Abgaben, 641, 642. Fall, 643, Ungenossame, 642. Ablösung der Eigenschaft. 642. 960. Fastnachthühner. 642. 644. Frohndienste, 642. 644(5). Zinse und Steuern: Böspfenning. 642. 645. Landgarben. 643. Mühle-Ungeld. 644. Raubzinse. 643. Neutczinse. 643, Steuern, 642. 644. Tavernenzinsc. 642. 645. Weinungeld. 642. 645. Zinsfristen. 644, Zehnten, großer, 641, Etterzchnte», oder kleiner, 641, Henzehnten, 641, Zolle nnd Handelsabgaben: Fischzoll, 642. Zoll von Fuhrwerken. 643. Thorzoll. 642. 644, Kornhausgcbühren. 642. 644. 645. Bannrechte nnd Verkehrsbeschränknngen: Holznutzungen, 645, Mühlebann. 645. Fischenzen, Nasenfang. 643(2). 644. Wildbann. 643(2), Marktfrciheit. 643, Hodler. 643. Frnchtkanf. 642. Salzkanf. 642. 645. Gerichtswesen, Obrigkeit: Bannbriefe im Schnldbetrieb, 642. 645. Bußen. 644, Friedgebote, 643, Gerichtskosten, 642. 645. Gehorsam nnd Huldigung. 643. 645. Neispflicht, 643. Reislanfverbot. 645. Geistliches: Forderung evangelischer Predigt, 641, Orts-Register. (Basel, Stadt, Forts) Universität. 343. 842. Buchdruckerei, Buchdrucker. 255. 292. 293. 390. 412. 417. 419. 437. 439. 552. 917. 957. 1309. 1310. 1406. Geistliche Angelegenheiten, Reformation; Allgemeines. 316. 372. 374. 375'. 376. 386. 390. 407. 420. 421. 448. 453. 454. 457. 529. 551. 552(2). 57g. 553. 584. 609. 641. 645. 840. 841. 955. 962. 966(2). ggg. 993. 1000. 1011. 1139. 1165. 1377. 1424. 1437. 1438. 1477. Klöster. 1480. 1431. Streit mit dem Abt von Wettingen, wegen des Lcnt- priestersz» Richen. 357. 362. 368(2). 379, 383. 384. 386. 390. 414. 453. 532. 570. 582. Mandat betreffend die evangelische Lehre. 316. 420. 421. 551. 641. 955. 966. 1309. 1480. Mandat gegen die Wiedertäufer. 1165. Disputation. 584. 840. 1481(2). Stellung zur Disputation in Baden. 838. 840. 841. 859. 867. 869. 895. 906. 907(2). ggg. ggg(2). gn. 99g. 932. 933. 934. 955. 957. 1008. 1009. 1026. 1031. 1098(2). 1107. Forderung einer Abschrift der Acten. 955. 956. 963. 968. 985. 989. 995. 1098. 1107. Theilnahme an der Disputation in Bern. 1226. 1228. 1229. 1234. 1235. 1236. 1238. 1248. 1263. 1264. 1310. Betheiligung bei den Klagen über vr. Mnrner. 1050. 1053. 1056. Verhandlungen mit Zürich und Bern. 1307(2). 1309. 1310(2). Erste Vermittlung der Eidgenossen (Dec. 1528). 1475. 1476. 1477(2). 1478(2). 1479(2). 1480(4). 1481(2). 1432(2). Stellung von Klein-Basel. 1477(2). Beitritt zum christlichen Bnrgrecht. 1521. Gleichartige Vertrüge mit Mühlhansen und,Biel. 1522. Vermittelnde Thätigkeit im Jttinger Handel. 466. 533(2). 534(2). 536. 546. 551. 552. 555. 571. 604. 606. 616. 617. 626(2). 859. 867. 1090. Vermittlnngsarbeit in andern Unruhen und Streitfragen. 555. 562. 777. 816. 840. 855. 860. 874. 1041. 1042. 1049. 1056. 1062. 1063. 1069. 1170. 1171. 1172. 131». 1360. 1366. 1373. 1375. 1376. 1407(2). 1494. l439(2). 1440. 1445. 1466. Vermittlungsversuch in den Berner Unruhen. 1369. 1432. 1436(2). 1439(2). 1440. 1445. 1468. 1476. 1478. 1479. Vgl. M. R. Briefe; Bündnisse; Klöster; Rechtshändel; Religionssachen. Basel, Stift, Bisthnm. Streit mit den XII Orten, wegen Valendis. 26. 28. 48. 79. 80. 290. (Basel, Stift, Bisthnm, Fortsi) Marchstreit mit der Gräsin von Valendis. 57. 197. 880. 881. Antheil an dem Lehen Valendis. 290. Streit mit Basel: wegen Pfeffingen. 6(2). 8(2). 16. 17. 26. 29. 30. 185. 187. 199. 207. 223. 225. 226(2). 269. wegen Besetzung der festen Plätze. 794. 796. 797. 799(2). 810. 813(2). wegen Besetzung der Stadtämter. 48. 49. 1177. Gebietsbestimmung. 225. 226. Streitigkeiten mit Solothnrn: wegen Pfeffingen, Thierstein -c. 6. 8. 17. 26. 29. 30. 52(2). 185. 187. 197. 198. 199. 205. 207. 209. 220. 221. 222(2). 223. 269. wegen des Abtausches der Eigenleute. 793. 794. 796. 797. 1024. 1027. 1075. 1076. 1172. 1173. Gebietsbestimmung gegen Solothnrn. 197. 198. 205. 220. 221. 222. 1173. 1174. 1175. 1176. Gebiet überhaupt. 291. Fischenzen. 1175. Jagdbann. 1175. 1176. Bauernbewegnng; Allgemeines. 639(4). 640(2). 658. 659. 660(4). ggg. ggg. 7gg. Beschwerden und Vergleichspunkte: Leibeigenschaft. 659. 660(2). Fall. 659. Zinse, Steuern und Frohnden: Ackerthaber. 660. Bodenzinse. 659(2). 660. Christhaber. 659. 660. Hühnersteuer. 659. Kreuzer- oder Rappengeld. 658. Ungeld. 659. 660. Erkaufte Zinse. 659. Rcutezinse und (Reute-) Zehnten. 659. Wucherzinse. 659. Tagwen. 659. Nachlässe bei Hagelschaden. 659. 660(2). Zehnten, großer. 659. „ kleiner, Etterzehnten. 659. Zoll (? „Stocklöse"). 659. Bannrechte: Fischenzen und Weiher. 6»9. 660. Wildbann. 659. Hochwälder. 658. Holznntznngen. 658. 660. Weltliche Gerichtsbarkeit: Gerichte, (niedere?). 659. Frevelbußen. 659. 660. Appellationen. 660. „Gescheidsrechten." 660. Schuldentricb. 660. Orts-Register. (Basel, Stift, Bisthum, Forts.) Geistliches: Gerichtsbarkeit. 658. 66». Bannbriefe. 658. Banngeld, Stnhlgeld. 660. Kirchensatz. 66». Gottesdienstliche Ordnnngen. 66». Processionen. 658. Iahrzeiten nnd Seelgerette. 66». Evangelische Predigt. 66». Geistliche Gerichtsbarkeit. t»64. 1174. 1175. Investitur. 1175. Erste Früchte. 1175. Ehegericht. 1175. Gerichtsbarkeit und Kirchensätze in Grandson. 94. 748. 984. Verhältnis! zur Glaubensänderung. 843. 344. 393. 396. 397. 398. 4»1. 4N6. 413. 446. 921. 931. Stellung zur Disputation in Bern. 1241. 1242. 1264. Botschaft in den Berner Wirren. 1436. Battenheim. 664. 677. Bätterkinden. 97. Bayard, Thurm. 41. Bayern, Herzogthum. 121. 586. 881. 884. 885. 912. 913. 996. 997. 1335(2). Beaume, la, aur Chievres. 41. Bechburg. 96». Beinwyl, Berg. 64». ,, Dorsel. 197. 22». ,, Gotteshaus. 197. 198. 22». 221. 1172. 1173. 1175. Belfort. 325. 677. 679. 1063. I»64. 1089. Bellelay, Abtei. 639. — Vgl. M.-R. Klöster, 2). Bellenz, Bellinzona; Herrschaft, Stadt. 53(2). 67. 9». 102. I»6. II». 146. 156. 164. 169. 18». 181. 209. 235(2). 237. 255. 256. 277. 278. 356. 372. 383. 413. 415. 417. 418. 419. 427. 428. 429(5). 58». 79». 792. 799. 80». 83l(»). 84«. I»7I. 1079. 1134. 1147. 1148. 1167. 1178. 1291(2). 1342. Belley, Bischos. 167. 48». Benke». 438. 45». 492. Berg (St. Gallen?). 715. 1169. 117». „ (Zürich). 439. 451(»1. Bergamo. 112. 113(2). 1,4(2), ,,6. 121. 122. l23(->). 126. 143. 372. 614. Bergell, Bregell. 172. Berkheim, Oberberkheim. 665. Berlingen, Bernang. 50». 56». Bern. 2. 3. 4. 7. II. 12. 17. 29. 3». 36. 37(5). 42. 43. 45. 46(2). 4g(S^ 5g 54 52. 56(2). 57 gg g4 gz 64. 65. 66. 67. 69. 82. 88. 89(2). 90(5). 91. 92. 93(4). (Bern, Forts.) 94. 97. 1»6. 1»7. 108. 109. 115. 120. 123(2). 124, 141. 155(2). ig,, ig4, 167, 17»(2), 17g, 433. ,89, 187. 189. 195. 196. 202. 206. 223. 226. 228. 229. 23». 233. 24». 241. 247. 262. 263. 269. 27»(2). 279. 283. 286(4). 28g, 289. 291. 307. 314. 321. 323(2). 324. 325. 334. 335. 336. 337. 347. 358. 372. 373. 376. 383. 385. 386. 389. 414. 426. 433(2). 438. 445. 468. 486. 499. 524. 558. 583. 663. 681. 764. 798. 811. 857. 878. 946. 964. 976. 978. 988. 994. 1011. 1023. 1032(2). 106». 1124. 1125. 1184. 1195. 1196. 1197. 1213. 1214. 1287. I3II. 1343. 1348. 1426. 1454. Antheil au der Vereinung mit Frankreich; französischer Sold- dieust; Peusioncn -c. 19. 27. 31. 39. 62. 9». 91. 92. 93. 98. 104. 1»7. 121. 123. 129(2). 141(2). 142(2). >47. 148. 157. 158. 164. >73. 174(2). 192. 183. 186. 19». >91. 209. 219. 238. 251. 252(2). 253. 258(2). 266. 268. 282. 324. 332. 336. 339. 34». 349(»). 358. 366(5). 373. 379. 38»(»). 387. 388. 389. 390(2). 391, 4»6(2). 412. 414(2). 4i5(S). 416(2), 425(->). 426(2). 449. 45». 454. 469(2). 47». 481. 482(2). 49g, 4g», 542. 586. 597. 599. 604. 605(2). ggg, 943. 614. 696. 697(5). 773. 828. 847. 858. 892. 907. 92». 954(2). 967(»). 976(2). 977, 98g, 994. 99g. 499240), 4926(5). 1033. III». 1155(2). 1 156(2). 449g. ,493, 4494. 4492. Mandate gegen Neisgeläuf. 259. 597. Verhältnis! zur Erbeiunng, resp. Oesterreich. 27. 515. 517. 519. 682. 82». 883. Verhältnis! zu Mailand. 234(2). 238(2). 943, 34g. 819. Verwendung für ein Geleit für Marimilian Sforza. 818(2). 819(1). Verhältnisse zu Savoyeu; Allgemeines. 315. 316(2). 349. 392(»). 414. 42». 425. 426. 431(2). 449. 47». 775. 776. 892. 1296. Vertommniß betressend Burgeransnahmeu. 2(2). 3(2). 4(2). 7. Bündnisse. 848. 871. 874. 875. 879. 88». 94». 974. 979. 982. 101». 1V12. 1014. I0I5. 102». 1084. 1092- 1111. 119». 1191. 1193. 140». 1415. 1416. Verhandlungen wegen Genf. 3(2). 4. Vermittelnde Thätigkeit überhaupt. 795. 804. 808. 821- 822. 847. 848. 849(2). 854. 863. 874. 941. 943. 959. 96». 980(2). 1029(2). 1»36(2). 1037. 1066- 1067. 1068. 1084. 1133(2). 443). 4439(2). 4,37. 115». 1151(2). 1152(2). 1190(2). 1191. 1192(2)- 1193. 1276(2). I296ft>). 4297(2). 4293. 1305(2). 1306(2). 4322. 1325. 1326(2). 4327 (5). 4328. 1338(2). 1339(2). 1350(2). 135, ,37»ss'). I387ft'). 1399(2)- 1400(2). 4445 14,6(«), 1417(2). 1456. 1457(2)- 1458. Botschaften nach Savoye». 776. 786. 848. 849. «53. 854. 863. 1029. 1036. 1084. 1092. 1133. 1296. 1297. 1305. Orts-Register. (Bern, Forts.) Schreibeil an den Herzog. 777. 780. 785. 786(2), 821. 847. 865. 940. 941. 971. 1066. 1132. 1133. II5I. 1152 (2). >190 (2). 1192. 1193. 1276. 1296(»). 1297. 1305. 1327. 1338. 1339. >350. 1370 (2). zg87 (2). 1399. 1400(2). 1415. 1416(2). 14,7. ,456. 1457(2). Besondere Verhandlnngen mit savoyischen Botschaften. 785. 786. 804. 865. 939. 940. 941. 959 (2). 079. 974. 1067. 1069. 1082. 1134. 1135. II36. 1189. 1276. 1305. 1321. I338(ch. 1350. 1369. 1370 (2). 1387(2). 1388. 1399. 1417. 1456. 1457(2). Parteilichkeit des Rothes für Savoye». 786(H. 787. 790. 795. 821. 826. 8'48. 959. 970. 1191. Stiinmnng der Bnrgerschaft. 809.826(2). 948. ngi. ,326. Wahrung des Friedens. 941. 960. 1018. 1021. 1133. 1190. 1192. 1322. 1416. 1417. — S. ». Maßregeln betreffend Freischaaren. 848(4). 849(2). 866. 874. 959. Ablehnung von Waffenhiilfe siirGenf. 851.1029.1067. Zusage von bewaffnetem Schuh. 1457. Vertheidignng des Burgrechls mit Genf (gegen die Tag- sahnng und Savoyen). 856. 858. 865. 868. 871. 874(S). 879(2). 880. 994. 1007. 1011. 1012. 1015. 1032. 1038. — S. u. Verhandlungen wegen Lausanne. Allgemeines. 774. 782. 804(2). 809. Votschaften zu dem Herzog. 775 776. Schreiben an denselben. 775. 776. 865. Verhandlungen mit Freiburg und Solothnrn. 775(^). 776. 782. 795. 804. 807. 871. Stellung zum Grafen von Genf. 61». Verhältnis; zu Burgund, Oranien. 172. 201. 268(b). 275. 315. 339(2). 351(2). 485. 486. 941. 1156. 1280. Verhandlnngen mit Herzog Ulrich von Wnrtemberg. 259. 288. 299. 597. 663. 672. 695 (2). Ablehnung des Kaufes der Herrschaft Miimpelgard. 521. 522. Bnrgrecht mit Besanyon. 1. 37. 45. 162. 327. 355. 366. 1475(2). Theiluahme an dem Project eines Burgrechts mit Straß- bnrg. 609. 610. 738. Antrag auf Abstellung der fremden Jahrgelder. 1313. Vermittlung im deutschen Bauernkrieg. 516. 517. 519. 663. 665. 677. 681. 735. 757. 758. 759. 761. 767. 769. 770. Verhalte» zur Bniidesbeschwörnng. 807. 952. 955. 962. 965. 971(2). 973(2). 983. 1102. Burgrechtsverhältuis; zu Freiburg und Solothnrn. 2. 7. 66. 75. 109. 187. 197. 205. 209. 220. 221. 222. 223. 269. 275. 289. 639. 64«. 938. 1060. 1061. 1062. 1065. 1215. ,216. 1221. 1222. 1223. 1234. 1421. I422(ch. 1429(2). 1430. 1432. 1444. 1469. (Bern, Forts.) Verhältnis) zu Zürich. I2g. 124. 309. 375. 465. 532. 1025. — S. n. Burgrecht mit Neuenbürg, Stadt. 37. 4V. 167. 213. 333. 395. 432. 625. 616. 750. 754. 762. 992. 1278. 1428. 1432. Burgrecht mit Propst und Eapitel zu Neuenbürg. 1074. 1075. — Vgl. M.-R. Bünde; Herrschaften, gemeine, V. Bnrgrecht mit Biel. 798. 992. 1307. 1422. 1423. 1471. 1526. Bnrgrecht mit Greycrz und Saanen. 261. 941. Burgrecht mit Genf. 846. 847(2). 848(7). 849(2). 854. 865. 866. 879. 941. 960. 970. 974. 979. 980. 982. 1001. 1018. 1029. 1036. 1067(2). INI. 1152. ,193. 1276. 1325. 1326. ,351. 1370. 1400. IP57. 1507. Vgl. M.-R. Bünde. Verhandlungen in Genfer Angelegenheiten: Botschaften nach Genf. 776(2). 777, 7^2 786. 790. 793. (826). 863. 865(»). 940. 1015. 1029(2). 1068. 1082. 1084. 1092. 1133. 1189. >191(2). II92(ch. 1296. Schreiben an Genf. 821. 941. 960. 1029. 1030. I066ss). 1083. 1084. 1100. 1132. 1152. 1190(»). 1192. 1276. 1296. 1297. 1322(2). 1328. 1351. 1400. 1416. 1417. 1457. Schreiben au den Bischof von G. 1037. 1066. 1069. 1132. 1370. Briefe an Freiburg, z. Th. auch Solothnrn. 785. 786(»). 795, 804(2). 822. 826. 854. 858. 874. »41. 959(2). 999, g8g, ,029(2). ,937. 1066. 1067(2). ,982. 1100. 1132. 1,33. 1136. 1152. 1189. 1190. 1191(2). 1895. 1399. 1321. 1322. 1327. 1369. 1370. 1387(2). 1388. 1399(2). 1400. 1401. 1116(2). 1457. 1458. Botschaften a» Frciburg. 786(2). 705(0), 848. 980. 1029. 1068(2). Hg», 1192, 1297. 1386. Verhandlungen mit Genfer Gesandten. 940. 1067. 1083. 1135. 1136. 1276. 1305. 1338. 1369. 1370. 1399. 1400. 1416. 1456. 1457(»). — Vgl. oben, Savoyen. Project eines Burgrechts mit dem Bischof von Genf. 1100(2). mg. im. Burgrecht mit Lausanne. 808. 821. 827. 848. 854. 856. 865. 871. 875. 879(2). 939. 949, 970. 974. 979. 980. 982. 1001. 1014. 1015. 1505. Einleitende Verhandlungen. 785. 803. 804. 805. 806. 807. 808. 849. 865. Verhandlungen mit dem Bischof von L. 781. 782. 783. 784. 802. 803. Verhältniß zum Bischof von Lausanne. 260. 261. — Vgl. M.-N. Herrschaften, gemeine, VIII. 1); Neligions- sachen, IV. 3). Orts-Register. (Bern, Forts.) Vermittlung in Sachen der Stadt Mühlhausen. 1088. 1089(2). 1149(2). Vermittlung in Unruhen eidg. Stände. 639. 640(2). 641. 645. 646(2). 647. 658. 660(2). 688. Vermittlung zwischen Zürich und dem Griiningcr Amt. 1225. 1226. 1285. 1339. 1369. Verhältnis! zu den mit Freiburg regierten Herrschaften. 11. 12. 42. 65. 66. 88. 93. 94. 97. l'20. 167. 23l, 232. 239. 24». 285. 291. 328. 368. 369. *417. 418. 426. 433. 434. 443. 447. 449. 479. 480. 494. 641. 747. 748. 749. 786. 794. 847. 863. 941. 947. 971. 981. 983. 984. 992. 993. 1005. 1137. 1138. 1144. 1145. 1146. 1154. 1216. 1371. 1372. 1378. 1379. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, VIII. 1—4). Herrschastsrechte im Thnrgan. 465. — S. M.-R. Herrschaften, gemeine, II. 1, 2. Gebiet im Aargan; Gerichtsbarkeit, Märchen. 49. 50. 124. 212. 689. 764. 1340. 1343. 1390. 1408. Haus Biberstein. 1343. Marchstreitigkeiten mit Solothurn. 999. Märchen gegen Neuenbürg. 36. 49. 433. 453. 625. 1336(2). 1341. 1342. Nechtsamc in Neuenbürg, s. M.-R. Herrschaften, gemeine, V. Streitigkeiten mit Wallis, betreffend Schiffahrt, Fischerei u. A. 738. 739. 1444. Fischerordnungen. 433(2). 434(2). Stadtschrciber (dl.). 277. — Vgl. P.-N. Eyro. Vorsorge gegen innere Unruhen. 967. — S. u. Volksanfragen. 835. 851. 855. 873. 937. Y38. 1310. 1211(2). 1212. Streit mit Unterwalden, betreffend Diebold Meyer. 247. 248. 249(2). 259. 264. 272(2). 273(»). 278. Geistliche Angelegenheiten. 515. 1064. 1139. Schirmherrschaft über Stifte und Klöster. 36. 167. 277. 283. 368. 499. 570. 585. 639. 999. 1138. 1220. 1313. 1336. 1339. 1340. 1373. 1381. Aushebung von Klöstern. 1340. 1341. 1373. — S.u. Reklamationen von Oesterreich. 1340. Verhandlungen mit den Schirmherren von Engelberg, wegen der Pfründe Brienz. 337. 341. 789. 1337(2). 1338. 1379. 1380. 1402. Nengläubige Prediger. 257(2). ggl m Hg 892. 908. 909(2). gi0(S), 911(2). gi2. 928. 933. 956. 964. 1188(2). 1200. 1206. 1210. 1239. 1253. 1254. 1260. 126I(»). 1262. , Mandate betreffend die evangelische Predigt. 316(2). 422. 454. 465. 501. 9I0(«). 938. 1048. 1210. 1211. Betheilignng bei der Berathnng über eidg. Reformartikel. 544. 582. 595. 604. 807. (Bern, Forts.) Vermittelnde Stellung in den eidg. Verhandlungen über Glanbensfragen. 422. 448. 452. 454. 457. 465. 532. 544(2). 54g. 552. 555. 558. 562. 628. 742. 743. 766. 829. 851. 874. 938. 1041. 1047(»). 1049. 1050. 1061. 1062(2). 1063. 1064. 1065. 1071. 1077. 1086. 1093(2). 1094. 1095. 1144. 1170. 1179. 1180. Gütliche Verhandlungen mit Zürich. 309. 310. 344. 375. 422. 447. 448. 452. 465. 501. 532. 544. 549. 555. 562. 742. 743. 766. 777. 806. 807. 813. 814. 834. 851(2). 873. 920. 1041. 1042. 1047. 1077. 1081. 1091)2). II3I. 1132. 117». 1225. 1227. Verhandlungen mit den V, VI oder VII Orten. 544. 681. 806. 807. 811. 883. 835. 857. 874. 889. 937. 938(2). 955. 962. 1026. 1028. 1038. 1048(2). i(,4g(2), 1053. 1059. 1060. 1064. 1069. 1076. 1077. 1095. 1200. 1201. 1207. 1208. 1209(2). 1210. 1211. 1212. 1221. Gerüchte über Kriegsabsichten der IV Wäldstätte. 856. Stellung zu der Disputation in Baden. 830. 845. 857. 867. 869. 874. 892. 908. 909(2). 910(2). 911(2). gi2, 913. 93g. 95g. 986. 989. 996. 997. 1026. 1031. 1034. 1048. 1049. 1058. 106». 1098(2). 1207. 1210. 1241. Forderung einer Abschrift der Acten. 955. 963. 968. 975. 985. 995. 1011. 1022. 1023. 1024. 1026. 1028. 1034. 1062. 1207. 1210. Ablehnung der von den VII Orlen (und andern Altgläubigen) geforderten Volksanfrage. 1048. 1058. 1059(2). 1060. 1061. 1069. 1210. 1211(2)- 1212. 1216. 1376. Verhandlungen mit Freibnrg und Solothurn; Botschaften. 1060. 1061(2). 1064. 1215. 1217. 1220. 1234. 1236. IZ81. 1288. 1301. 1430. 1431. Beschwerden über Schmähungen betreffend den Glanben. 1004. 1005(2). 1038. 1040. 1041. 1U48. 1294. 1381. 1382. 1383. 1471. 1483(2). 1484. Anträge ans bezügliche eidg. Verbote. 1408. 1409. Mafiregeln gegen die Wiedertäufer. 1140. 1141. 1142. 1143. 1165. 1166. 1264. 1369. Disputation. 1187. 1188(»). 1189 (2). 1200. 1201. 12(>5(»). 1206(4). 1207. 1208. 1209(2). 1210. 1211. 1212. 1215(2). 1216(2). 1217(2). 1219(2)- 122». 1221. 1222(2). 1223. 1224. 1225(2). 1226(2). 1227(4). 1228(4). 1229(°).- 1230(2). 1231(2). 1232(2). 1233(2). 1234(2). 1235(2)- 1236(«). 1237(2). 1238(2). 1239. 1240. 1241(2)- 1242(7). 1243(2). 1244(2). 1245(4). 1246("> 1247(2). 1248. 1249(2). 1250(2). 1251(2)- 1252(7). 1253(2). 1254(2). 1255(»). 1256(2)- Orts-Register. (Bern, Forts) I2S7(b). 1258(2). I259(d). ,260(°). I26I(»). 1262(->). ,268(2). ,2K4(«), )2(j5(?). ,266(s). 1270(2). ,280. 1287. 1289. 1309. 1310. 1331. 1377. 1109. 141». 1419. 1429. 1444. 1453. 1471. 1483. 1523. Reformations-Mandat. 1262. 1265. 1266. 1369. 1380. I >i >lere U n r u h e». Zerwürfnis, mit der Gemeinde Miinchenbnchsce. I3v»(b). 1301. Vermittlung von Freibnrg und Solothurn. 1300(4). Igois»). Beivegnngeii im Oberland. 1307. 1308. 1312. 1318. 1319. 1321. 1329. 1337. 1338. 1348. 1369. 1401. 1402. 1416. 1417. 1421(2). ,426. 1429. 1430. 1431. 1432. 1433. I4Z5. 1436. 1437(2). ,439(2). 1440. 1444. ,445. Hülssbegehren an Eidgenosse» und Zngewandtc. 1307(2). 1308(4). 1312. 1318. 1319. >329. ,420. 1421(2). 1422ss). 1423. 1425. Zuzüge der Verwandten. 1432(2). ,43g. Vermittlungsversuche von Freibnrg und Solothurn. 1307(2). 142». 1421. 1422(4). 1429(2). 1430. 1432. 1445. 1469. Stellung der V Orte. 1307. 1308. 1319. 1334. 1348. 1351(2). Iggg. 1426. 1430. 1431(4). ,43g, ,437(2). 1439(2). ,444(2). 1445(2). 4447. ,4g?. ,4«-,. ,482. Stellung Lucerns. ,307(2). ,43, (>). ,436 (2). ,439 (2). ,467. Stellung Unterwaldens. 1307. 1303(2). ,337(2). ,333. 1348. 1351(2). ,368. ,379. ,401. 1402(2). ,4g,. 1422. 1430. 1431(4). 1432(2). 1435. 1436(4). ,437(2). 1440. ,444(2). ,445. 1466. 1467. 1469(2). Botschaften von Zürich; Parteinahme. 1308. 1321. 1423. 1431. 1435. 1439. 1444. 1467. 1469. Vermittlungsbotschaften: von Basel. 1369. 1432. 1436(2). ,439(2). ,443. I44g. 1467. 1476. von Biel. 1422. 1423. 1472. von St. Gallen, Schafshansen, Rothweil, B. Basel, Coiistanz. ,436(°). 1474. von Lausanne, Neuen bürg, Ne»enstadt. 1432(2). ,433. von Strasburg. 1443 (2). ,445. von Wallis. ,348. 1377. 1435(2). ,,36(2). ,444. Stellung Oesterreichs. 1439. 1441. Angelegenheiten der Flüchtigen. >437. 1440. ,464.1467. Strafen. 1440. 1443(2). Verdächtigungen gegen Freiburg. ,430. 1443. Strafanträge und Schadenersatz-Forderung gegen Unter- walde». ,433. ,445. 1467. 1469. 1484. Vermittlung der drei Orte (Basel, Schaffhanse», Appenzell) und der III Bünde. 1467. — Vgl. den folgenden Band. Verantwortung Uuterwaldens. 1482. 1483. (Bern, Forts.) Einwirkung ans eidgenössische Angelegenheiten. BnrgreA mit Eonstanz. 1225(4). ,»26(2). ,267. 1271. 1275. 1277(2). ,278. 1280. 128,(2). ,982. 1283. 1284(2). ,285(2). ,2gg. ,292(2). ,293. ,295. ,301. 1302. )303(2). ,304(2). ,3 ,2. ,3 ,3. ,3 ,g. ,3 ,7 1318(2). 1334. 1423. 1435. 15,0. Verhandlungen mit dem Abt von Reichenau und andern Reichsständen, wegen verheftcter Einkünfte. ,293. ,380. ,423. 1425(4). ,433. 1445. 1460. Bekämpfung der Bestrebungen der V (VI) Orte. ,277. ,280. ,285. 1287. ,288. 1444. ,445. ,460. Ehristliches Bnrgrecht mit Zürich. 1226. ,334. ,335. ,339. ,345(2). ,34g. ,38,. ,434. ,444. ,439. Aufnahme von St. Galle», Biel, Mllhlhansen, Basel, Schafshansen. 1412. 14,3(4). ,433. ,434. ,43g. ,459. ,471. 1472. 1521. 1522. ,526. Anschluß an Zürich zur Sicherung der Glanbens- sreiheit in den gemeinen Herrschaften. 1293. 1294. >331. ,380. ,407. ,411. ,4,5. ,426. 1444. ,445. ,458. 1460. 1524. Vermittlung im Geroldseckerhandel. I357(ch. ,469. Verhandlungen mit Glarus. 1288. ,289. ,290. ,309. ,323. ,324. ,349. ,363. ,376 ,377. ,391. ,41t. 1427. 145». ,465. 1471. Vermittlungsversuch in Rothiveil. ,468.1471.1473.1 ,74(2). Vermittelnde Verhandlungen mit Basel. ,309. ,310. ,475. 1476(4). ,477(2). ,478(2). ,479(2). , 148,(2). ,482(2). Z484. Vgl. M.-R. Briefe; Bündnisse; RetigionSsachcn; O.-R. Genf, Zürich, ». a. m. Bernang, Nheinthal. 297. 302. 303. 329. 765. 888. 1055. 1073. 1087. 1104. St. Bernhard, großer. 406. St. Bernhard, kleiner. 267. Bernhardszell. 553. 631. 7,4. 715(2). Beromünster, Münster. 257. 258. 351. 811. Berschwyl(er). 1,73. 1174. Besan?on, Erzbischos. 108. 468. 525. 805. Besan?on, Stadt. 37(2). 45. ,33. 280(2). 327(4). 397, 39g. Burgrecht mit Bern, Freibnrg und Solothurn. 1. 37(2). ,62. 327(2). 355(S). ,475(4). Bevair. 446. Viagras,, Vigraß, s. Abbiate. Biberstein. 1343. Bicocca. (187. 188). 189. 190. 191. 227. — Vgl. M.-R. Solddienste. Biederthan, Biederthal, Schloß. 8. Biel; Malstatt zc. 42. 65. ,64. 239. 277. 281. 306. 307. 416. 979. 1300. Antheil an dem Bündnis) mit Frankreich, ,49t. 1,93. Verhältnis) zum Bischof von Basel. 640. Orts-Register. (Viel, Forts.) Stellung im Bauernkrieg. 639. 646. 658. 688. Pfarre. 1472. Reformation. 480. 484. 798. 811. 1248. 1259. 1472. Burgrechte mit Bern und Solothurn. 992(b). 1367. 1422. 1423. 1471. 1472. 1526. Aufnahme in die christlichen Bnrgrechte. 1471. 1472(2). 1522. 1526. Billens. 821. 940. Biltenried, Rorschach. 635. Binasco. 346. Bissen (Vigevano?). 387. Birmensdorf, Aargau. 1346. 1396. 1468. Birseck. 799. 813. Virsmatt. 1174. Biscaja. 76. Bischkeren(?). 277. Bischofzell. 162. 164. 294. 564. 654. 979. 1117. „ Stift. 654. 1121. St. Blaise. 432. Blamont, Herrschaft. 288. 314. 580. 581(»). 1176. St. Blasien. 198. 523. 661. 681. Blois. 358. 374. 469. Bodensee. 323. Fischenzen. 29(2). gzg, 649. 712. Bodman. 198. Böhmen, (Secten:c.) 41». 515. Bollingen. 1287. Bologna. 35. 64(»). 81. 166. Bondino 111(2). 112. 122. Bonvillars, Grandson. 94. 369(2). 494. 794. 1145, ig78(»), Borgogni, Kloster. 126. Borgomanero. 425. Bormio. 147. Bosco. 1156. 1199. Bottikosen. 561. 1418. Boudry. 333. 413. 446. Bourbon, s. P.-R. Brabant, Zeitrechnungsstil. 281. Brandenburg, Markgrafschast. 21. 586. 1199. Brannschweig, s. P.-R. Bregenz. 538. Breisach. 168. 325. 336. 678. 686. 695. 739. Breisgau. 168. 321. 325. 536. 678. 686. Breitenbach. 198. 265. 226. 659. 1173. 1174(2). Breitenloo. 637. Bremgarten, Aargan. 7. 56. 59. 169. 213(2). 296. 438(2). 471. 542. 566. 1627. 1423. Streit mit Zürich wegen der Appellationen aus dem Kelleramt. 585. 586(2). 663. 674. 691. 772. 773. 774. 796. 799(2). 97g 977 ig25. 1631. 1636(2). 1655. 1672. 1673. 1343. 1396. (Bremgartcn, Forts.) Abzug. 1287. Beginn der Reformation. 438. 471. 663(2). 1227. 1274. 1278. 1288. 1289. 1292. 1313. 1319. 1324. 1330. 1331. 1334. Stellung zwischen den Neligionsparteien. 1688. 1227. 1272. 1274. 1277. 1285. 1286. 1287. 1309. 1331. 1348. 1377. 1437. 1439. 1444(2). 1445. 1467. Brescia, Brest. 380. 538. Breslau. 1088. Brienz, Pfrundsachen. 337. 789. 1337. 1338. 1368. 1369. 1379. 1402. Brislach. 1075. Brissago. 149. 2ll. 243. 305. 427. 443. 958. 1114. 1347. Brittnan. 419. Briren, Bisthum. 877. Bronschhofen. 764. Brope, Flust. 1005. Brudcrholz. 265. Brugg. 257. Brügge. 76. 226. Brünig, Berg. 416. Brunlingen. 536. Brunnen. 103. 195. Brüssel. 68. 178. Bubikon, Johanniterhaus. 364. Buchhorn. 615. Buchs, Thurgau. 500. Buchs, Zürich. 499. Bnchsgau, Landgrafschaft. 1175. Bnchslen. 417. Bühl. 758. Bulle, (Boll). 260(«). 261. 805. Bullet. 94. 1145. Bund, schwäbischer; Zwist mit Herzog Ulrich von Würtemberg, s. d. 336. 596(2). 598(»). 60». 601(2). 995. 911. 927. 673. 769. 887. Theilnahme an der Unterdrückung der Bauernaufstände. 625. 628(2). 647. 687(2). 99g. 791(2). 792. 754. 757. 758. 764. 771. 828. 830. 832. Parteinahme für den alten Glaube». 894. 906. 1086. 1088. 1093. 1380. 1425. Feindseligkeilen gegen Constanz. 1181. 1186. 1267. 1278. 1280. 1293. 1295. Bünde, III, f. Graubünden. Büren. 221. Burg, bei Stein a. Rh. 460. 462. 463. 497. 564. 587- 590. 593. 606. 657. 671. 69». 754. 789. 791(2). 792. 81». 1112. 1123. 1342. hohe Gerichtsbarkeit. 462. 536. 588. 589. 593(»). 606. 607. 791. 792. Orts-Register. (Burg, bei Stein a. Rh., Forts.) niedere Gerichte. 762. Rechte des Gotteshauses Einsiedeln. 536. Vgl. Stein; auch M.-R. Herrschaften, gemeine, II. 2)'. Bürglen, Thurgau. 436. 500. 505. 5kl. Burgund, Freigrafschaft. Allgemeines. 27. 33. 76. 93. 94. 275. 347. 350. 449. 450. 454. Erbeinung. 27. 36. 37. 43. 51(2). 55. 75, zgg. 150. 160. 161. 162(2). zgg. Z72. 178, 264. 268. 275. 315. 335. 338. 339. 347. 350. 359. 541. 578. 582. 627. 1101. — Vgl. Oesterreich, auch M.-R. Bünde. Erbeinungsgeld. II0I. 1424. — Vgl. M.-R. Pensionen, 3). Reibungen mit Frankreich. 36. 37. 43. 51(2). gg)S), 73. 160. 162. 168. 172. 331. 337. 338. 347. 350. 358. 582. Hülfsbegehren. 160. Neutralität. 36. 43. 51(2). 55. gl». KI. ist). 160. 162. 168. 172. 193. 201. 223. 226(2). 264, 267. 268(2). 306. 315. 321. 331. 335(2). 337. 338. 339(»). 347. 348. 350. 351. 356. 358(»). 359. 582. 1154. 1156. Dnrchpast für kaiserliche Truppen. 321. 325. 335(2). 33g. 337. 339(2). 1191. Durchpast für eidg. Söldner in französischem Dienst. 348. Märchen gegen Neuenbürg. 37. 38. 40. 41. 42. 89. 90. 108. 290. 295. 468. 469. 486. 496. 582. 943. 1101. 1102. Burgund, Herzogthum. 1015. Verkehr mit der Franche Comtv. 223. 264. 267. 268. 335. 337. Feindseligkeiten gegen die Freigrafschaft. 160. 162. 337. 338. 339(2), 351. 582. Angriffe von Seiten des Kaisers. 366. Burnchaupten. 1106. Bustnang, Nieder-B. 500. 755. 1418. Büsserach. 197. 220. Büttikon. 359. Buwpl. 500. 561. II2I. C. Calais. 227. ^°lepia. ig». Salven. 949, ^amonica, Val. 176. 254. ^auero. 427. Eanobbio. 262. 1054. Kantone. 442. Eantu. 831(2), 868, Cappel, Zürich, Kloster. 331. 464(2). 487. 529(2). 556. 1011. "°pua, Bischof N. 142. ^apriolo. 125. 129. 130. ^arra. ngg, ^'tiguy. 1297(2), 1338. 1370. 1457. Cäsaraugusta. 196. Cassano. 131. 135(2). 137. 990. Castellozzo. 1199. Casteln, Thurgau. 237. Castilien, Königreich. 75. 76. 161. Catalonien. 76. Cavagua (? Eavallian). 426. Centovalli. II04. Cessez (? Seyssel). 1416. Chalous, sur Saone. 58. 78. Cham. 464(2). Chamber-). 483. — Ngl, Anhang III, Chamblon. 863. 983. Champagne). 348. Champvent. 291. 369. Chandon. 747. Chateau d'Oer. 278. Chaumont, Berg. 41. 330. 333. — Vgl. Neuenbürg. La Chaur, Johanniterhaus. 984. Chiari. 125. 129. Chillon. 1388. Chivens. 41. Chiaveuna, s. Clauen. Chur, Bischof und Stift. 181. 182(2). 185. 343. 363. 391. 409. 570. 947. 1123. 1146. Geistliche Gerichtsbarkeit. 409. — Vgl. Graubünden. Hofmeister und Rath. 851. Verhältnis) zur Reformation. 401. 406. 931. Chur, Stadt, Burgermeister zc. 6. 9. 101. 110. 113. 147. 164. 171. 172. 174. 175. 176. 178. 179. 183. 199. 251. 253. 346. 391. 410. 619. 820. 967. 1265. 1299. 1501. Reformation. 886. Churwalen. 155. 168. Cläven, Eleven, Chiaveuna; Stadt und Schloß. 174. 556. 585. 599. 786. 788. 790. 800(2). g^g ggg St. Claude. 863. 1017. Clervair („Cloröwä"). 70. 581(2). Colmar. 325. 334. 336. 666. 738. Colombier. 45. 246. 290. 333. 337. 351. 676. 754. 992. Combate, la, de Mijoux (?). 41. Comersee. 44. 106. 278. 279. Como, Bischof; Gerichtsbarkeit. 54(2). 792. Lehen in den ennetbirgischen Vogteien. 703. 792. Zwischeukunft des Papstes. 792. 793. Como, Stadt und Grafschaft. 67. 81. 115. 116. 135. 136(2). 137)»). 144. 147. 148. 155(2), 210. 333. 414. 831. 944. 1072. 1094. 1194. 1196. 1197. 1218. Commarien (?), Burgund. 82. Compostella zu St. Jacob. 252. Concise. 94(2). Conslans. 338. 203 Orts-Register. Constanz, Bischof und Stift: Bündniß und Freundschaft mit den Eidgenossen. 177. 313. 470. Verhältnis; zu Lucern und andern altgläubigen Orten. 1157. 1158. 122». 1221(2). Vermittlung in eidg. Angelegenheiten, »ig. »2». 889. Herrschaftsrechte und Güter im Thnrgau. 50». 538. 539. 650(4). 65i(n>). 652(»). 653(4°). 654(°). Herrschaftsrechte jenseit des Bodensees. 739. Besitz am Schloß Gottlieben. 137. 146. 362. 383. 560. 751. 876. 897. 1304(2). 1458. Gerichtsbarkeit in der Grafschaft Baden. 346. 348. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, I. 1). Rechte an Lienheim, Rheinheim und Thengen. 801. Rechte in Neukirch, Schasshausen. 453. 604. Streit mit Schafshausen, wegen der Rechte an Hallau. 29. 30. 45. 47. 48(2). 68. 97. 102. 106. 110. 129. 131(2). 1Z2. 133. 134. 160. 167. 177. 198. Gerichte und Einkünfte in zürcherischem Gebiet. 1343. Eollaturen in Toggenburg. 1021. Verhältnis) zum Bauernkrieg. 615 (2). Münzstempel. 151. Streit mit den Brüdern von Bubenhosen. 357. 385. Geistliche Gerichtsbarkeit. 255. 257(5). 263. 313. 322(2). 346. 348. 352. 353. 372. 382. 384. 396. 420. 451. 460. 461. 520(5). 521(2). 524, 558. 571. 638. 750. 828. 830. 832. 889. 891. 953. 1072. 1117. 118». 1183(2). Urtheile des geistlichen Gerichts (z. Th. ältere). 352. 353. 382. 489. 571. 631. 633. 716. 717. 719. Ehor- oder Ehegericht. 322. 382. 540. 889. 1072. 1086. 1117. Hofgericht. 453. 889. Eonsolationen !c. 313. 322. 580. 830. 889. 1072. 1036. III7. Erste Früchte. 889. 1072. 1086. 1117. Schiedsrichter. 1035. Verhältnis) zur Reformation. 263. 313. 316. 343. 344. 346. 348. 362. 372. 374. 383. 393. 396(2). 397. 398. 401. 406. 413. 420. 446. 512. 743. 751. 830. 841. 842. 843. 845. 846. 884. 889. 897. 924. 975. 1072. 1086. 1180. 1183. 1219. 1238.1239.1240.1241. Weisungen und Erhortationen. 316. 374. 846. Anrufung eidgenössischer Hülse. 313. 322. 362. 372. 383. 393. 396. 615. 739. 751. 830. 1219. Schirmszusagen der Eidgenosse». 322. 362. 396. 752. Mitwirkung zu der Disputation in Baden. 541. 556. 841. 342. 843. 845. 867. 876. 885. 906. 924. 956. 985(2). 986. 1008. Ablehnung der Theilnahme an der Berner Disputation. 1219. 1238. 1239. 1240. 1241. Streit mit Arbo». 1193. 1384(2). 1385. (Eonstanz, Bischof und Stift, Forts.) Zerwürfnis! mit der Stadt Eonstanz. 889. 1078. 1155. 1156. 1157. 1219. 1220. 1221. 1286. Parteinahme weltlicher Herren. 1155. 1156. 1157. 1186. 1286. 1317. Anfechtung des Eonstanzer Bnrgrechts mit Eidgenossen. 1220. 1221(->). - Vgl. P.-R. Eonstanz, Bischöfe. Eonstanz, Stadt. 89. 182. 223. 232. 236. 241. 267. 295. 307(2). zig. 313. 322. 323. 324. 326(2). 328. 373. 382. 385. 391. 599. 601(2). 345. 744. 745. 794. 333. Rechte im Bodensee. 29(2). 43 57 Schisfahrt. 631. Zoll. 1181. 1184. Verhandlungen über den Ausschlag der Fleischpreise. 978. 979. 1003. 1004. Gerichte. 232(2). 656. Abzugsrecht gegen Thurgan. 242. 249. 283. 373. Güter und Einkünfte im Thurgan. 651. 656. 1119. 1124. 1125. 1186. 1302. 1398. Güter von St. Stephan. 500. 656. 1185. 1303. 1397. 1398. 1408. (Früherer) Besitz des thurgauischen Landgerichts. 1316.1317. Landgerichtshütte bei Krenzlingen. 1087. 1091. 1103(2). 1119. 1120. Geldaufbrüche im Thnrgau. 1111. Verhalten im Jttingerhandel. 462. 488. 489. 495. 498. 5»9i 1186. Begünstigung der Reformation (im Thurgan w.). 474. 488. 504. 505. 529. 779. Freundschaft mit den Eidgenossen. 328. — S. n. Verkehr mit Zürich. 525. 528. 1070. 1076. 1077(2). 1078. 1184. 1414. 1458. 1473. Votschaften an die Eidgenossen. 29. 328. 462.1078. 1103(2). 1120. 1124. 1I25(»). 1184. 1185(2). 1195. 1196. 1203(2). 1215. 1277. 1282. 1285. 1301. 1303. 1304. 1334. 1335(2). iggg. jggg. ,gg7 1412. 1424. 1428. 1432. 1436. 1483. Streit mit Bischof und Domstift. 889. 1078. II55. 1156. 1157ss). 1158. 1184. 1185. 1186. 1204. 1219. 1220. 1221. 1283. 1286. 1304. 1382. 1397. 1398. Vertheidigungsschriften. 1157. Entführte Kirchengeräthe. 1303. Klöster : St. Peter und Petershansen. 1303. 1318. 1474. Beschwerden über Höste auf kirchliche Einkünfte im Thurgan. 1103. 1120. 1124. 1125(2). 1153. 1131. 1184(2). 1185. 1196. 1302. 1303(2). 1334. 1335. 1380. 1381. 1382- 1397. 1398. 1408. 1412. 1424. 1428. 1433. 1435. Theilnahme an der Disputation in Bern. 1215. 1225. 1237. 1238. 1244. 1248. 1259. Verhältnis! zum Reich, zu Oesterreich und zum schwäbischen Bund. 1181. 1186. 1202. 1203. 1271. 1283. 1284. 1285(2). 1287. 1293. 1295(2). 1302. 1316. 1317. 1313- Orts-Register, (Eonstanz, Stadt, Forts.) Feindliche Umtriebe Oesterreichs und des Bundes. 489. 490. 1970. 1181. II86(«). 1317. Bewerbung um ein ewiges Bündnis; mit den Eidgenossen. I18K. 1187. 1195. 1196. 1201. 1202(2). 1203(2). 1204(2). Bergrecht mit Zürich; Vorverhandlungen. 1196. 1200(2). 1201. 1202. 1203(4). 1204. 1214(2). 1215. 1510. Bewerbung bei andern Orten. 1196. 1199. 1214. 1215(2). 1225. 1226. Abschluß mit Bern. I225(»). 1226. 1267. 1277 (2). 1510. Burgrecht mit Zürich und Bern. 1245. 1267. 1268. 1269. 1270. 1271. 1275. 1277. 1280. 1281 (2). 1282 (2). 1283. 1284. 1285. 1292 (2). 1293. 1301. 1302. 1312. 1315. 1316. 1317. 1318 (2). 1344. 1423. 1435. Gemeinsame Tage. 1283. 1301. 1334. 1380. 1433. 1483. Klagen Oesterreichs und anderer Gegner. 1219. 1220. 1221(4). 1267. 1270. 1271(2). 1277. 1278. 1280. 1283. 1284. 1285. 1292. 1293 (2). 1295. 1312. 1316. 134». 1344. 1423. 1425. 1448. 1470. Stellung der V (0. VI) Orte. 1219. 1221(2). ,226. 1267. 1269. 1275(2). 1278. 1280. 1281. 1289. 1340. 1423. 147». Kriegsgefahr. 1302. 1303(2). 1394(2). 1426. Anerbieten zur Vermittlung in eidg. Händeln. 1335. 1429. 1433. 1484. 1485. Einwände gegen das Burgrecht mit St. Galleu. 1435. Rangfrage gegen Zürich und St. Gallen. 1203(2). 1485. Verhandlungen mit den Reichsbehörden. 1380. 1433. 1435. Botschaften und Briefwechsel mit dem Abt von Reichenau und andern Herren, wegen vcrhefteter Kirchengüter. 1284. 1285. 1286. 1303. 1334. 1382(2). 1425. 1474. Eorbieres, Greyerz. 252. Eorcelles. 1101. Eormondreche. 291. Eortaillod. 276. 433. 446. 447. i-ote, la, Neuenbürg. 290(2). Eoucy. 416. Eourgevaur, Gurwolf. 417. 1138. 1401. ^oursan, s. P.-R. Bruillart. ^remona. 81. 92(2). 9g. i»5. 107. 116(2). 126. 130(2). 143. 217. 326. 333. 34». 831. 1002. Sainte-Eroir. 4V. 42. 94. 239. 240. 279. 282. 285. 291. Jgg. 426. 443 (2). 479. 480(2). Vgl. M.-R. ^ Märchen. ^>t. 160. 168. ^"drefin. 120(2). 123. 333. 351. 981. Lursille (Cruseilles?). 1322. ^urtilly (?). 895. D. Dacien, s. Ungarn. Damvant. 1176. Dänemark, Königreich, König. 21. 76. 82. 84. 330. 332. 1498. Dänikon, Thurgau. 404. 405. 499. 556. „ Kloster. 330. 331. 332. 487. 504. 556. 1152. 1183. 1314. Davos. 410. Degersheim. 1160. Dettingen. 794. Oelsberg. 198. 220. Dieboldsau. 888. Dießenhofen, Stadt; Allgemeines. 25. 50. 283. 296. 438. 445. 492. 500. 507. 508 (2). 599. 560. 615. 655. 657. 670. 701. 749. 754. 767. 819. 944. 978. I0I3. Lehen. 18. 49. O. 214. 1180. 1181. 1184. 1193. 1194. 1342. — Vgl. P.-R. Schellenberg sc. Fischenzen. 214. 215. Schloß. 25. Wehranstalten. 656. Hohe Gerichtsbarkeit. 655. 656. 679. Steuer an die acht Orte. 50. 213. 296. 438. 655. 656. 67«. 692. 945. 1118. 1343. Theilnahme am Jttingersturm. 500. 507.508. 1112. 1123. 1342(2). Glanbensänderung. 445. 446. 56». 602. 655. 657. 670. 753. 755. 944. 1465. Verhältnis; zum Kloster St. Katharinenthal. 655. 656(2). 670. 791. 944. Verhältnis; zum Kloster Paradies. 655. 67». 692. Dijon. 36. 43. 73. 336. Dissentis, Gotteshaus, Abt. 44. 950. 1502. 1505. Dogern. 570. 585. Dole, Parlament. 108. 314. 317. Domaso. 417. Domdidicr. 1138. Domo d'Ossola. 142. 153. 201. 235. 237. 238. 333. 831. 834. Donaueschingen. 688. Dongs. 8. 417. 1501. Dörfer, vier. 346. Dornach, Dorneck, Herrschaft. 640. 960.1173. 1174. 1175(2). Dottikon. 1340. Dumenza. 70». 1972. E. Schaltens, Herrschaft (Tscherliß -c,. Orbe). 66 (2). g»(2), 94, 167. 320. 449(2). 479(2). 743 (2). 749(4), 947, 93,(0). 984.992. 1137(2). 1138(2). 1919. 4994, ,939. ,371(2). 1372(2). ZZ78. — Vgl. M.-N. Herrschaften, gemeine, VIII. 3). l'Ccluse. 792. Orts-Register. Eggen, auf den. 500. 561. Egnach. 500. 561. 652. 653(«). 791. 1453. Egolshofen. 561. Ehrendingen, Nieder- und Ober-E. 662. Eich. 49. 50. 215. Eidberg. 838. Einsiedeln, Waldstati, Dorf. 230. 235. 237. 247. 364. 532. 857. 1128. 1129. 1171. Einsiedeln, Abtei. 262. 325. 364. 381. 386. 453. 535. 536. 615. 624. 690. 883. 1122. 1125. 1126. 1127. 1128. 1129. 1130. 1 131. 1154. 1171. 1178. 1179. 1182. 1183. 1197. 1198. 1267. 1291. 1312. 1352. 1461. 1462. 1463. — Vgl. M.-R. Klöster, 2). Elgg, Elggan. 36». 370. 377. 404. 557. 629. 979. Elliko», an der Thür; niedere Gerichte. 297. 382. 435. 445. 855. 877. 1112. Zehnten nach Feldbach. 460. Elm. 1374. Elsaß. 108. 335. 336. 523. 530. — Vgl. M.-N. Bauernkrieg. Emmishofen. 561. Ems, Hohen-Ems; Herren: Mark (Marr) Sittich. 241. 247. 297. 701. 740. 1406. 1453. 1458. Engadin. 256. Engelberg, Thal. 260. Engelberg, Gotteshäuser. 259. 26». 337. 341. 360. 377. 381. 404.789. 1027. 1337.-1338. 1346. 1347. 1368. 1369. 1379. 1402. - Vgl. M.-R. Klöster, 2). Engelburg, Roni. 46. 1000. Engen. 516. 598. 628. England. 21. 76. 82. 84. 85. 152. 168. 170(2). 224. 23». 788. 1498. Vermittlungsversuch zwischen dem Kaiser und Frankreich. 177. 179. 180. 188. 191. 227. Bündniß mit dem Kaiser. 227(2). z>z3. 326. Feindschaft gegen Frankreich. 227. 230. 233. 234. 306. 323. 326. 431(2). 4gg. Friede mit Frankreich. 830. 832. Stellung zur hl. Liga vou Eognac. 938. 939. 952. 954. 10l4. 1033. 1034. 1107. 1377. Schreiben des Königs gegen Luther. 1008. Vgl. M.-R. Botschaften, Briefe, Bündnisse. Ensisheim. 108. 325. 336. 339. 366. 530. 664. 665. — Vgl. Oesterreich. Entlibnch. 206. Eppishansen. 561. Ergolz. 643. Eriswyl. >97. 220. Erlach, Herrschast. 36. Erlenbach, Bern. 908. Ermatingen. 500. 504. 505(2), 507. 518. 557. 56». 602. 614. 1414. 1419. Ernlisbach. 999. Erswyl. 1174. Eschenthal. 834. — Vgl Domo. Eschenz. 380. 46». 461. 50». 507. 561. 752. 1112(2). 1113. 1183. 1342. Escholzmatt. 257. Esia, Jesi. 46. Eßlingen, Stadt. 208. 605. Este, s. Ferrara. Ettenhausen. 499. Ettingen, Acttingen. 198. 205. 221. F. Faenza. 64. Fahrwange». 472. Falkenstein, Herrschaft. 960. Faoug, Pfauen. 11. 42. 747. Farnsburg. 357. 407. 641(2). 642(2). g4g(-). 6441"). 645(2). 1320. — Vgl. Basel, Stadt. Favilina. 35. Feldbach, Kloster. 460. 500. 507. 1153. Feldkirch. 102. 526. 631. 656. Fenin. 351. Ferrara, Herzogthnm, Herzog. 21. 36. 64. 77. 78. 79. 105. 111(2). H2(2). 122. 123. 129.- 143(2). 153. 154. 160. 326. 340. „Fertnwüd". 1075. Filly, Filliez. II. 167(4). Finale. 111(2). 442. 14 g. Fischingen, Kloster. 500. 653. >459. Fislisbach. 247. 250. 348. 489. Flandern, Herzogthum :c. 36. 37. 76. 86. 108. 482. — Vgl- P.-N. Oesterreich, Margaretha. Fläsch. 584. 851. 1116. 1146. 1179. Florenz, Stadt, Herzog. 21. 22. 58. 74(2). 77, 7g(ü), 84. 86. 182. 184. 185(2). 4gg. 187. 188(2). 499. >90. 194. 196. 203. 206. 216. 326. 373. 604. 1499(2). Florentiner. 253. 258. 1423. Flne, weiße. 41. Mieten. 911. Flums. 876. >146. 1147. Forsteck, Herrschast; Bnrgrecht mit Zürich. 505. Fourgs, les. 41. Frankreich. 1) Beziehungen zu Auswärtigen: Feindschaft gegen den Kaiser, Spanien und das Reich- 35. 36(2). 4g. g^> 54 gg^. 74. 7g. 7g. M. 86. 107. III. 117. 121. 137. 138. 14». 144. 146. 147- 149. >50(2). 152. 157. 158. 161. 179. 180. 188- 190. 224. 227(2). 233. 237. 242. 252. 296 300. 301. 323. 326(2). 336(2). 670. 675. 963. 966. 967- 1296. 1377. 1466. ' ' Orts-Register. (Frankreich. Forts.) Feindschaft gegen die Papste Leo und Hadrian. S8. KL. «3. «4(2). ««. «?. 72. 7g. 78. 79. 80. 81. 85. 8K. 91. 92. 93. 98. 99. IVO. 102. 103. 104. 105)2). 110. III. 112. 113. 114. 115. II«. 117. 118. 119. 420. 122. 123. 125. 126. 127. 128. 129. 130. 131. 135. 136. 137. 139. 140. 144. 157. 158. 160. 186. 307. 318. Feindschaft mit England. 217. 224. 227. 233. 3»K. 323. 326. Verhältnis, zu Navarra. 49. 50. 68. 75. 86. 161. Verhältnis) zur Freigrafschaft Burgund. "36. 37(2). 43. 49. 55. 60(»). 71. 73. 75. 150. 161. 162. 172. 193. 201. 223. 226. 264. 267. 268. 306. 321. 331. 335(2). 337. 338. 339(2). 347(2). 34g. 35g. 35z. 35g. 353)»). 359. 394. 485. 582. 1154. Verhältnis) zu Savoyen. 60. 71. 139. 188. 314. 316. 319. 324. 339. 349 (2). 356. 362. 367. 389. 392. 393. 414. 419. 430. 431(»). 435. 449. 453. 470. 481. 483. 859. 940. 967. 1066. 1499. 1518. Kriege um den Besitz des Herzogthuins Mailand. 58. 62. 64. 67. 70. 71. 75. 80. 81. 82. 92. 93. 98. 103. 104. 105. 106. 107. 110. III. 113. 114. 115. 116. 120. 121. 123. 125. 126(2). zgg, 129(2). zzg. 43,, 134. 135. 136. 139(2). 44g. 444. 44g. 444. 447. 149. 152. 157. 158. 165. 173. 179. 180. 181. 182. 183. 184. 185. 186. 187. 194. 19«. 199. 200. 206. 216. 217. 218. 219. 225. 227. 238(2). 354. 278. 279. 296. 300. 306. 318. 321. 323. 331. 332(»). 333. 335. 338. 339. 340(2). 997. 358(2). ggs. 399(2), 373. 374. 379. 380. 385. 387(2). 388(2). 389. 395. 406(2). 412. 414(2). 415. 420. 424. 425(°). 426("). 427(2). 430. 436. 481. 483. 529. 531. 532. 538. 539. 542. 557. 569. 572. 583. 586(2). 599. ggs. 599(2). 600. 604. «70. 1097. 1107. 1110. 1154. 1196. 1197. 1198. 1199. 1377. 1466. 1494. Zerwürfnis, mit dem Herzog (Karl) von Bourbon. 331. 337. 339(2). 347. 348. 349(2). 358. 367. 373. 387. 392. 393. 438. 445. 449(2). 450. 468. 470. 481(2). 484. 504. 682. 986. 990. 1054. 1069. 1097. Gefangenschaft des Königs. 604. 606. 615. 670. 696. 858. der Söhne. 963. 967. 1097. 1110. 1296. 1377. 1389. Friede mit dem Kaiser (Madrid). 827. 858(2). 890. 952. 954(2). 957. Friede mit England. 830. 832. Bündnis, mit Papst Elemens VII., Venedig, Marimilian Sforza ?c. (hl. Liga von Eognac). 938. 939. 952. 954. 963. 966(2). 967. 1097. 1107. Freundschaft mit England. 1033. 1107. 1377. — Vgl. England. (Frankreich. Forts.) Krieg des hl. Bundes gegen den Kaiser. 968. 966. 977. 990. 995. 1000(2). 79,2. 1024. 1034. 1066. 1107. 1196. 1377. 1408. 1409. 2) Beziehungen zu der Eidgenossenschaft: Ewiger Friede. 18. 19(2). 21. 23. 24. 30. 38. 106. 115. 116. 117. 120. 135. 136. 138. 139. 147. 152. 165. 228(2). g28. 1002. 1492. Bündniß, Vereinnng. 17. 18(2). 25. 28. 29. 30(^). 3I(»). 38. 39(2). 44(S). 55 gg. 59. 60. 72. 91. 99. 102. 106. 115. 117. 118. 119. 12». 136. 138(2). 139. 140. 141. 147. 150. 152. 157. 158. 161. 165. 18». 185. 188. 19«. 197. 200. 206. 209. 218. 219. 224(2). 227(2). 228. 229(2). 232. 236. 237. 240. 248. 263. 271. 27«. 284. 29«. 301. 307. 312. 321. 326. 347. 349. 350. 35«. 362. 367. 368. 371. 374. 389. 39». 394. 396. 416. 435. 436. 468. 469. 470. 483. 485(2). 539. 563. 582. 604. 606. 616. 627. «97. 954. 955. 963. 97«. 1094. 1097. 1104. 1107. 1110. 1199. 1213. 1299. 133». 1377. 1389. 1408. Bemühungen um den Beitritt Zürichs. 31. 38. 39(2). 106. 138. 188. 224. 228(2). 234. 27g. 283. 285. 32«. 328. 371. 393. 563. Verhältniß zu den III Bünden. 174. 253. 271. 395. 1298. 1299. 1500. Gevatterschaft der verbündeten Orte. 163. 165(2). 173. 188. 483. 490. 616. 939. 1033. 1097. Werbungen um eidg. Knechte, 44. 50. 58. 62(2). 93 64. 67. 69. 71. 72. 75. 77. 80. 81. 82. 83. 84. 91. 92. 98. 104. 107. 136(2). 739. 547 759. 157. 158. 163. 164. 165. 166. 182. 188. 194. 196. 200. 206. 208. 216. 217. 218. 219. 223. 224. 22«. 228. 230. 233(2). 306. 318. 321. 324. 326. 328. 331. 338. 341. 347. 350. 361. 365(2). 3«6(»). 367. 374. 389. 390(2). Zgg, 396. 406('). 412. 416. 436. 44«. 468. 469(4). 479. 482. 483. 484. 485(2). 48g, 49g, 494. 531.599(2). 600. 952. 954(2). 955. 963. 967. 97«. 1011. 1031. 1038. 1097. II04. 1107. 1109. III0. 1168. 1182. 1194. 1377. 1389. 1408. Feldzüge in der Picardie :c. 138. 140. 147. 149. 150. 161. 194. 197. 237. 243. 251. 252. 256 (2). 258. 264. 277. Feldzüge nach Mailand, s. 0. und M.-R. Kriege. Begnadigungsanträge für Reislänfer. 1000. Urlaub für eidg. Hanptleute und Knechte. 1199. Benutzung entlehnten eidg. Geschützes. 13«. 163. 169. 200. 209. 218. 223. (333). 442(2). 79g. ggg Verlust von Geschütz i» Bard. 419. 420. Drohungen gegen die Eidgenossen. 173. Jahrgelder, s. M.-R. Pensionen. Jahrgelder, verspätete Zahlung. 359. 362. 373. 412. 416. 427. 436. 446. 449. 468. 469. 470. 482. 484. Materien-Register. (Frankreich, Forts.) 490. 53l. 533. 627. 670. 819. 820. 920. 1002. 1012. 1031. 1096. 1097. 1107. 1198. 1219. 1313. 1389. 1408. 1446. 1466. Darlehen von Eidgenossen. 908. 1096. 1294. Darlehen von verbündeten Orten. 223. 350. 389. 391. 4»6(«). 412. 446. 596. 627. Darlehen von Privaten. 218. 389. 412(2). 446. 454. 596. 614. 627. 1199. Verspätete Soldzahlungen. 194. 196. 197. 200. 202. 206. 209(6). 21g. 217. 218. 219. 224(»). 226. 233. 278(2). 279(2). 282(2). 310. 373. 374. 395. 419. 436. 446(2). 44g. 454. 433, 469. 470. 481. 482. 483. 484. 485. 489. 490. 494. 531. 532. 533. 539. 540. 557. 558. 571. 606. 627. 670. 676. 691. 696. 697(4). 751. 772. 788. 817(2). 819. 820. 828. 847. 890. 908. 920. 952(»). 963(»). 964. 976(»). 991. 1000. 1002. 1011. 1012. 1014. 1023. 1031. 1032. 1038. 1096. 1097. 1104. 1194. 1198. 1313. 1389. 1408. 1446. 1466. Verhandlungen über bestrittene Sölde. 278. 283. 296. 469. 481. 482(2). ggg. iggg, 1313. 1329. 1330. 1389. 1446. Zahlungen überhaupt. 449(2). 454. 43g, 47g. 434, 48g, 506. 540. 604. 606(2). 315, kig, 696. 697(2). 751. 754. 772. 773. 788. 790. 797. 819. 858. 920. 1000. 1033(2). 1066. 1070. 1097. 1107. 1296. 1372. Zahlungen in zu leichEm Geld. 296. 388. Verhandlungen über Rückgabe der Verschreibungen von General Morelet. 469. 482. 531. 539. 751. 772(2). Heim- und Rückkehr Morelet's. 907. 908. 920(2). 952. 963(2). g77, gsg. 994. 4999. 494g. 4994. 4934. 1070. Bürgschaften, Geiseln, Pfänder und Verschreibungen. 482. 483. 485(2). 490. 531. Streit mit den XII Orten um Mendris und Balerna. 6. 8(2). 18. 44. 59. 146. 148. 149. Streit mit den III Bünden, um den Besitz der drei Pleven. 8. 44. 1501. Anerbieten einer Vermittlung in dem eidg. Glanbenszwist. 531. 539. 1296. 1377. 1424. 1446. 1466. 1468. 1469. Erbieten zur Prüfung der Disputations-Acten von Baden. 100». Vermittlung in den Spänen mit Savopen. 943. 1326. 1327. — Vgl. Genf. Verwendung für Restitution der Grafschaft Neuenbürg. 1412. 1428(2). Vgl. M.-R. Ansprachen; Botschaften; Briefe; Vünd nisse; Hauptleute; Kriege; Rechtshändel; Solddienste ?c., auch P.-R. Fräschels. 97. 417. Franenfeld. 73. 83. 89. 151. 159. 168. 169. 170. 171. 172. 175. 176 (2). 201. 203. 204(4). 259, 436 (2). 499 (2). 509. 535. 560. 616. 626. 741. 742.979.1032.1039.1041. Ablehnung französischer Jahrgelder. 1294. Anthcil am thnrgauischen Landgericht. 204. Bußen. 204. 205. Annahme von Ausbürgern. 204. Verbeiständung im Gericht. 204. Abzug. 294. 306. Bewerbung um ein Zollrecht. 876. 1453. 1454. Stellung im Jttingersturm. 460(2). 432, 433. 4g4. 477. 492. 507. 1413. Ansuchen um Beisteuern an Geschütz, Pulver und Blei. 471. 486. 496. 509. 524. 532. Schützen. 945. 968. Verhalten in den Glanbenshäudelu. 629. 753. 755. 763. 791. 1245. 1417. 1418. 1419. 1446. Frauenthal, Kloster. 214. Freiämter, Freiamt. 6. 7 (2). 9. 50. 147. 163. 164. 213. 295 (2). 296. 372. 374. 377. 381(»). 394. 437 (2). 438(2). 445. 453. 472. 498(ch. 501. 538. 614 (2). gg2. 689. 690. 692. 772. 788. 945 (2). 943(2). 199g, 1927. IHüllt^ 1119. 1123. 1267. 1291.1340(2). 1343.1372.1389. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, I. 2). Freiberge (Burgund?). 349. Freiburg (im Nechtlaud). 7. 11. 12(2). 20. 27. 29. 37. 42. 50. 60. 63. 64. 65. 66. 74. 88. 89(2). g2(2). 93. 94. 97. 106. 108. 109. 120. 138. 150. 172. 178. 183. 213- 228. 230. 240. 241. 247. 252(2). 253(2). 258. 263. 269. 270(»), 278. 279. 283. 286(«). 291. 307. 314. 321. 356. 371. 373. 383. 385. 433. 441. 499. 524. 626. 692. 818. 819. 857. 867. 975. 1011. 1032. 1071- 1086. 1088. 1109. 1121. 1125. 1193. 1344. 1373. Verhältnis; zu Frankreich; Bündniß, Solddienste ?c. 30. 31. 98. 104. 107. 123. 129. 141. 147. 15». 157. 158. 164. 174(2). 183. 197. 209. 218. 226. 253. 256(2). 258. 264. 291. 324. 332. 356. 358(2). 335. 333. 367.412- 416. 425. 426. 449(b). 453. 469. 482. 484. 490. 605. 606. 907. 1002. 1155. 1156. 1491. 1493. Feldflucht des Henkers. 349. 356. 362. Verhältnis; zu Savoyeu. 612. 675. Verhandlungen wegen des ersten Burgrechts mit Gens- 1. 2. (443). 785. 786. 795. 809. 875. 980. 1218- 1327(2). 1387. 1446. Ablehnung der Verkommnis; betreffend Burgeraufnahme. 3. 4. 6. 7. Bündnis;, f. M.-R. Bünde, und unten. Verhandlungen wegen des zweiten Burgrechts mit Genf. Stellung zu dem Bündniß mit Savoyen. 875. 879. ^ 940. 941. 979. 980. 1010.^1012. 1084. 1092(2)- 1111. 1387. Orts-Register. (Freiburg im Uechtland, Forts.) Botschaften zu dem Herzog. 940. 1029. 1083. 1084. 1092. 1133. 1296. 1305. Schreiben au den Herzog. 1387. 14S7. Besondere Verhandlungen mit savoyischen Botschaften. 970. 980. 1037. 1067. 1305. 1321. 1327(2). 1417. 1457. Klagen über den Herzog. 859. 96». 1082. 1084. 1136. Vertheidigung des Bnrgrcchts mit Genf. 856. 859> 866. 868. 870. 875. 994. 1007. I0II. 1012. 1032. 1038. Vgl. Bern; Genf; auch das Folgende. Verhandlungen wegen Lausanne: Allgemeines. 803.804.805.806. — Vgl. Bern; Lausanne. Verhältnis; zu Besanpon. I. 37. 45. 162. 327. 355. 1475. Verhältnis; zu Burgund; Oranien. 268. 485. Bund mit den VIII Orten, und Bnndesbeschwörung. 468. 481. 496. 497. 506. 669. 675. 691. 797. 971. 983. Bnrgrecht und Verkehr mit Bern. 2. 7. 66. 75. 109. 938. 1060. 1061. 1065. 1215. 1216. 1222. 1223. 1224. 1234. 1421. I422(»). 1429. 1430. 1432. 1444. 1469. Burgrecht mit Solothnrn. 269. 640. Bnrgrecht mit Neuenburg. 625. Burgrecht mit Grcyerz. 260. 261. Burgrecht mit Genf. 846. 847. 848(2). 354, 865. 875. 879. 979. 98». 982. 1001. 1010. 1067. 1152. 1325. 1327. 1400. 1507. Verhandlungen in Genfer Angelegenheiten: Botschaften nach Genf. 776. 777. 786. 793. 865. 866. 970. 1015. 1029. 1068. 1084. 1092. 1133. 1134. 1136. 1189. 1192. 1296. 1297. Botschaften an Bern (und Solothnrn). 782. 785. 786. 795(2). ggg. 821. 848(»). 849. 854. 865(2). 970. 971. 1010. 1082. 1110. 1134. 1136. 1150. 1190. 1191. 1305. 1326. Schreiben an Bern, z. Th. auch Solothnrn. 786. 795. 804. 822. 826. 941 (2). 1029. 1092. 1133. 1190. 1191. 1306. 1338. 1370. 1399. 1400. 1416(2). ,457. Verhandlungen mit Genfer Botschaften. 970. 982. 1037. 1066. 1083. 1338. 1399. 1416. — Vgl. Gens. Schreiben an Genf. 866. 1189. 1457. „ an den Bischof v. G. 1083. Rüstungen zu Gunsten der Genfer. 848. 854. 1305. Wcrbungsfreiheit. 1416. (Freibnrg im Uechtland, Forts.) Bnrgrecht mit dem Bischof von Genf, Project. 1100(2), 1110. IUI. Burgrecht mit Lausanne. 807. 808. 809. 856. 875. 879. 939. 940. 970. 979. 982. 1001. 1505. Verhandlungen mit dem Bischof von L. 781. 782. 783. 784. 802. 803. Botschaften und Briefe an Bern. 774. 776. 795. 804. 807. Verhältnis; zum Bischof von Lausanne. 260. 261. Vermittlung in Unruhen eidg. Stände. 639. 640. 641. 645. 646. 647(2). 658. Verhältnis; zu den mit Bern regierten Herrschaften. 11. 12. 42. 65. 66. 88. 93. 94. 97. 120. 167. 230. 232. 239. 240. 279. 285. 291. 328. 368. 369. 417. 418. 426. 443. 447. 479. 480. 494. 641. 747. 748. 749. 786. 794. 847. 863. 941. 947. 971. 981. 933. 984. 992. 993. 1005. 1137. 1138. 1144. 1145. 1146. 1154. 1216. 1371. 1372. 1378. 1379. Fischerordnungen. 433(2). 434^»). Geistliche Angelegenheiten: Handel Decan Huber's. 321. 324(2). 325. 331. 333. 334(2). ZZg. ZZ8, 341(2), 348. 372. Schirmherrschaft über geistliche Stiftungen. 167. 291. « Verhältnis; zur Reformation. 444. 529. 578. 624. 765. 845. 889. 890. 893. 901, 922. 938. 1034. 1048. 1049(2), 1331 (2), 4334 4^73 1079. 1082. 1088. 1146. 1201. 1215. 1218(2). 1221(2). 1223. 1224. 1236. 1275. 1409. 1410. 1422(2), 1430. 1431. 1470. ^ Stellung zu Bern. 1048. 1049(2), 4333, 4334^). 1064. 1065. 1082. 1206. 1215. 1216(2), 4247. 1218. 1221. 1222. 1223. 1224. 1275. 1288. 1301. 1422(2). 1439. Verhältnis; zur Berner Disputation. 1206. 1216. 1222. 1224. 1228. 1232. 1235. 1236. 1242(2), 1245. 1246. 1248. Verhalten in Berns Zerwürfnissen mit den Unter- thanen. 1300. 1301(2). 1307(»). 1308(2). 1420. 1421.1422(2). 4429. 1430(°). 143I(<). 1432(2). 1443. 1444. 1445. 1456. Kriegsanschläge für die V Orte. 1410. Bewerbung um Bündnisse mit Wallis und Savopen, zum Schuh des alten Glaubens. 1457. 1470. Frick, Frickthal. 248. 250. 265. 407. — Vgl. Basel, Stadt. Frutwyl. 500. 1414. Fürstenberg, Grafen; im Dienste Frankreichs. 43, 49. 51. (347.) Streit mit Herzog Ulrich von Württemberg. 273. 274. 275. 287. 288. 289. 294. 299. 305. 308. 314. 316. 317. 318. Bauernbcwegung. 628. 688, 699. Orts-Register. G. Gachnang. 49g. 561. 1112. Gaillard. 1020. 1351. Gaissel (?), Thurgau. 500. Gallarate, Galera. 110. 373. 389. 831(»). 944. 1170. St. Gallen, Abtei. 7. 20. 27. 50. 67(2). 214(2). 215. 277. 294. 481. 59k. 616. 020. 629. 359. 962. 979. 1004. 1057. 1086. 1453. 1455. Verhältnis; zum Reich. 206. 213. 1007. 1086. 1087. Bündniß mit Frankreich; Solddienst zc. 104. 183. 297. 293. 1491. 1493. Burg- und Landrecht mit den IV Orten. 353. 554(2). 539. 082. 706. 708. 709. 711. 726. 1121. Schirmorte. 50. 215. 294. 352. 419. 500. 554. 596. 610. 612. 629(2). 635(2). 636. 637(»), 670. 672. 673(2). 682(4). 704(2). 70g. 70g. 716. 717. 719. 722. 723. 726. 727. 741. 779. 798. 86». 861. 876. 945. 964. 965. 976. 977. 987. 988. 1055. 1057(2). 1072. 1073. 1087. 1098. 1099. 1121. 1122. 1169. 1170. 1205. 1330. 1331. 1344. 1358. 1386. 1406. 1408. 1467. Hauptmanuschaft der Schirmorte; Allgemeines. 13. 50. 67. 296. 352. 353. 585. 610. 611(2). 635. 636. 637 (2). 656. 673(2). gg2 706. 710. 711. 726. 741. 764. 779. 876. 877. 1055. 1073. 1169. 1205. 1331. 1332. 1344. 1455. 1467. Rechnungen; Ertrag an Bußen. 13.296.585.611.692.713. Hauptleute (chronologisch): Jos Höski, von Glarus. 13. Felix Brennwald, von Zürich. 32. 159. Jost Kachlin, von Luceru. 352. 353. Melchior Degen, von Schwyz. 635. 672. 673. 836. 860(2). 876. 877. 1467. Fridolin Matthys, von Glarus. 1169. 1467. Jacob Frei, von Zürich. 1441. 1455. Schirmorte: Lucern und Schwyz besonders. 1358. 1453(2). Zürich besonders. 1411. 1458. — S. u. Landrecht mit Schwyz und Glarus (wegen Toggcnburg). 1021. 1135. — S. II. Verhandlungen mit Appenzell, wegen Ablösung des Haber- zehutens. 1385. 1386. 1389. 1408. Niedere Gerichte und Gotteshausleute im Thurgau. 232. 283. 389. 500. 732. 1119. Besitzungen und Rechte im Rheinthal. 241. 256. 297. 298. 303. 322. 329. 363. 439. 692. 888. Streit mit den Rheinthalern. 329. 692. 74». 765. 766. 883. 888(»). Wehranstalten. 636. 670. 682. 683. Unruhen in der alten Landschaft. 1) Allgemeines. Antheil der Gotteshausleute an der allgemeinen Volksbewegung. 473. 474. 674. 690. 705. 734. (1055). (St. Gallen, Abtei, Forts.) Jnjurieuhändel mit äbtischen Amtleuten. 704. 705. Nanfhäudcl. 636. Streit der Tablater mit I)r. Christoph Winkler. 610. 611. 635. 636. 673 (2). 632. ggg, 79g. 741. 945. 953. Verweigerung von Abgaben und Diensten. 554. 629. 682. Verlauf der Bewegung. 596. 603. 611(5). 612. 629(2). 635(2). 636. 637(2). 670. 672. 673(2). 682(2). 683. 684 (2). 765(2). 79g. 707. 726. 727. 734. 735. 740(2). 965. 976. 987. 988. 1072. 1087. 1098. 1099. 1121. 1122. 1205. 1345. Beschwerden der Unterthanen. 297. 298. 352. 353(2). 354. 554. 596. 611. 612. 629(2). 630. 631. 632. 633. 634. 635. 636. 682. 683. 634(2). 705. 706. 726. ' Bestätigung der alten Rechtsame des Gotteshauses. 353. 354. 709. 710. 712(2). 713(5). 7^. 717(2). 7l9. 720(2). 721, 722(2). 724. 725. 726. 730. 731(2). 732(5). 733(0). 734(2), Schiedsprüche der IV Orte. 705. 707. 708. 709. 710(2). 711(2). 7i2(»). 7i3(»), 715. 716. 717. 718. 719(2). 720(2). 721 (2). 722(2). 723 (2). 724 (2). 725(5). 726. 728(5). 729(4). 73g(i>). 731 (2). 732(5). 7-33(5). 734 (2). 735 (2). 2) Uebersicht der einzelnen Beschwerden und Lergleichs- artikel. Klagen einzelner Gemeinden: Anwyl. 718. Berg. 715. 716. Bergen, aus den. 727. 728. 732. Bernhardszell. 631. 714(2). 715, 71g. Brouschhosen. 727. 733. 734. Geitzerwald. 631. 715. 716. 719. 720(2). Goldach. 632. 718. 719. Goßau. 631. 716. 717. 718. 719. Helfenschwyl. 727. 728. 732. 733(2). Keßwyl. 633. Liuggenwyl. 727. Lömiswyl. 715. 716. 718. 719. Meggeuwyl. 729. Muolen. 633. 722. 723. Niederbüren. 727. 728. Oberbüreu. 727. Oberdorf. 718. Pfalzgerichte. 632. 716. Rickenbach. 727. 734. Romaushorn. 632. 718. 719. Rorschach. 633. 634. 635. 723. 724(5). 725)»). 726. Roßrüti. 727. Rotmouteu. 633. 715. 716. 721. Orts-Rcgister. (St. Gallen, Abtei, Forts.) Salsach. 718. 719. Schneckeiibiliid. 733. Steinach. 331. 720. Straubenzell. «33. 715. 71«. 721. 722. Tablat. «32. 633. 723(2). Trnngen. 727. Untereggen. «32. 705. 720. 721. Waldkirch. 718. 719. Wittenbach. 715. 71«. Ziberwangen. 728(2). 7Z4 Zuzwyl. 727. 728. Vgl. die einzelnen Namen im O.-R. Inhalt der Beschwerdeartikel: Leibeigenschaft. 632. 708. Fall. «12. 630. 684. 708. 709. 728. Laß. 709. Ungenossame. 709. Tagwe». «30. «33. 714. 722. 723. 734. Mistfnhren. 634(2). 635. 725. Beerbnng unehelicher kinderloser Leute. 354. «12. 630. 635. 711. 712. 732. Loskänfsrechr. 712. Grnndlaste», Güterrecht, Bannrechte, Steuern: Öffnungen. 709. Grnndlasten überhaupt. «32. 709. 719. 720. Hofstattzinse. «34. 711. 725. Zinsbriefc. 371. Ablösung von Gülten. «32. 728. 729(2). -,«4. Ehrschah. 352. 353(2). 354, «ig. «gg. «31. H32. 709. 710. 723. 730. 731. 732. Pfundschilling. 709. 710. Fastnachthennen. 354. «30. «33. «34. 708. 709. 722. 723. 728. 734. 1119. Vogtstcnern; Hühner?c. «31. 714. 715. 722. 728. Futterhaber. «33. 722. Fischenzcn. 354. 612. «30. «83. 712. 728. Wildbann. 354. 630. 683. 712. 728. Steuern. «34. Steuerbefreiung der äbtischen Güter. 352. 353(2). 354. 612. «30. 634. 711. 729. Reiskosten der seit 1504 gekauften Güter. 711. 729. Zehnten. «12. «31. 632. 634. 716. 717. 718. 719. 720. 721. 988. 1121. 1122. kleiner. «30. 684(2). 714. 7,8. 719. 729. 1072. 1073. Heugeld. 633. Brachzehnten. «34. Gemeinmark. «12. «33. 723. 733. Aufnahme von Genossen. «33. 724. Weidgänge, Trieb und Tratt. 353. 354. «33. «34. «35. 637. 722. 724. 725 (2). (St. Gallen, Abtei, Forts.) Holzmchungen. 353. 354. 631(2). 632(2). 633 (0). 705. 714. 715. 719. 720(2). 721 )0). 722. 733. Einzug von Hofstätten. «34. Rückkauf von Gütern. 634. Ausdehnung der Lehengüter. «30. «31. 709.710. Heimfall der Lehen. 710. 732. 733. Fertigung von Lehengütern. 724. Bau- und Gewerbsfreiheit; Ehehasten; Verkehrsbeschränkungen. 630. «32. 711. 732. Mllhlezwang. 733. Fährenzins. «31. 634. 720. Tavernenrecht. 713. 730. Schenkrecht. 634. 713. 730. Nngelt. 631. 684. 713. 726. Stand- und Weggeld. «34. Zoll. 634. Abzug. 632. 709. Gerichtsbarkeit; Polizei: Pfalzgericht. «32. 704. 71«. 741. Friedgebote. 730. 1087. 1098. 1099. h Gerichtliche Verhaftungen. 354. «11. «12. «30. 632. 707. 708. 713. 715. 716. 729. 730. 1344. Rechtsvertröstnng. 708. 728. 1345. Schnldbetrieb. 707. 708. 713. 729. 73». Schuldhaft, Kosten. 630. Vorzug des Abtes in Ausfällen. «30. 712. 730. Bußenbezug. 630. 712. 713. 729. 730(2). Strafen für Todschläge -c. 732. Gerichtsschreiber. 633(2). 724. Vorrechte. 632. 728. Fürkauf, Verbote. 731. 732. Gemeinderechte: Amtleute, Wahl. 632. 715. 71«. Hof-- und Landsgemeinden. 611(2). gz^. «29. 630(2). ßg2. 635. 672. 682. 706. 713 (2). 714. 732. Streit des Abtes mit Wpl. 585. «11. «37. «73. 683(2). g84, 740. Geistliche Angelegenheiten: Klöster St. Gallen und Norschach. 474. 724. Untergeordnete Klöster. 657. 877. Pfarrpfründen, z. Th. incorporirte, der alten Landschaft. 352. 631. 716. 717. 723. 727. 964. 1007. 1055. 1073. 1087. Kirchensah und Einkünfte in Stammheim. 383. 419. 420. 445. Pfrundlehen in Appenzell. 1182. 1195. Kirchenraub. 877. Spital St. Othmar. 352. 204 Orts-Register. (St. Gallen. Abtei, Forts.) Stipendien für Studien iin Ausland. 1382. Verhältniß znr Rcforniation. 844. 419. 489. 554. 570. 582. litt. 63«. 70». 727. 784. 779. 79t. 870(2). ig»7. 1039. t055. 1057 (»). t058. 1073. 1t18. 12U5. 12t9. t3t5. t330. I33t. 1332(»). 1358. 4359. 140». 1411. Verhandlungen mit Botschaften der altgläubigen Orte. 553. 554. Forderung evangelischer Predigt, durch die Gottes- hausteute. 612. 634. 707. 727. 743. Wiedertäufer. «72. 692. 705. 734. 779. 860. Strafmaßregeln der altgläubigen Schirmorte gegen Prediger zc. 798. 802. 860. 876. Mandate zur Erhaltung des alten Glanbcns. 858. 860(2). ggz. 1057. 1058. 1453. Eingreifen Zürichs, zu Gunsten des nenen Glanbcns. 1055. 1057. 1330. 1331. 1358. 1359(2). 1406. 1411. 1455. 1458. Zerwürfnisse mit der Landschaft Toggcnbnrg. Allgemeines. 883. 1009. 1021. Streit wegen der neugläubigen Prediger. 1021. 1022. 1161. 1162(2). 1163. 1164. 1358(2). Anfechtung der Reformation. 1358. 1389. 1396(2). 1397(2). ,404. 442g. Frage des Loskaufs der Grafschaft. 1163. Streit um Gefälle, Tagwen, Stenern ?c. 1099. l l35. 1158. 1159. 1160. 1161. 1162. Leibeigenschaft: Fall. 1159. 1160. 1162. >164. Grnndlasten, Bannrechte, Steuern: Zinse. II»». 1101. 1162. Hostagwen. 1161. , Ehrtagwen. 1160. Fastnachthühner. 1158. 1159. 1160(2). i,g, 1162. 1164. Stenern. 1160. 11K1. 1162. Stenerpflicht und Befreiung der Klostergütcr. 1160(2). Zehnten, großer- 1159. II 60. 1161. 1162(2). 1164. Henzehnten. 1159(2). 14 gg. Kornzehnten. 1161. Zehnten, kleiner. 1159(2). >460. II»2. Brachzehnten. II6I. Strickzehnten. 1159(2). Fischenzen. II60(2). 1162. Wildbann. 1160 (2). 44g2. Gerichtsbarkeit: Gerichtsbesehung. 1159. 1162. Frevel und Buhen. 1159. 1162. 1389. Vgl. Toggenburg. (St. Gallen, Abtei, Forts.) Reibungen mit der Stadt. Allgemeines. 535. 1205. 1267. 1357. 1358. Acltere Verträge. 637. Zwist wegen der schirmgenössigen Klöster. 453. wegen der Gottesdienste im Münster. 1357. wegen Ilr. W.Oswald. 611. «36. 637. 1073. St. Gallen, Stadt. 7. 18. 20. 27. 30. 102. 169. 172. 251. 262. 307. 389. 419. 435. 471. 476. 479. 596. 772. 883. 891. 962. 963. 964. 979. 1003. 1004. 1087. Steuermandate des Reiches. 207. 208 (2). 213. 244. 1050. Solddienste für Frankreichz Bündniß. 20(2). gg ,,,4 483. 1491. 1493. Bund und Bnndesbeschwörnng mit den sechs Orten. 553. 965. 973. 974. 1434(2). 4484. Bestimmung des Weinlanfs im Rheinthal. 251. 256. Stellung im Bauernkrieg. 516. 756. 757. 880. Geistliche Angelegenheiten: Spital. 718. Beschwerden über Bünne und geistliche Gerichte. 322. Schirmhoheit über Klöster. 453. 637. 638. 1193. 1196. 1201. 1205(2). 1206. 1219. 1328. Reibungen mit dem Abt. 535. — S. 0. Handel mit I)r. Wendelin Oswald. 611. 636. 637(2). 638(2). Verhältnis! znr Reformation. 401. 419. 423. 487. 490. 553(2). 57g 5g2. 743. 766. 772. 774. 907(2). 962. 963. 965. 1039. 1041. 1069. 1073. 1079. 1087. 1118. 1139. 1205. 1219. 1357. 1382. 1383(b). 1483. Mandate betreffend die Predigt. 553. 638. 1357. Wiedertäufer. 1139. 1140. 1143. 1165. 1166. Abmahnungen der altgläubigen Orte. 766. 772. 774. 1039. 1041. 1050. 1087. 1095. 1193. 1196- I2UI. 1205(2). 1219. 1220. 1236. 1357. 1358. Theilnahme an der Disputation in Baden. 907 (^)- 928. 933. Betheilignng an der Berner Disputation. 1205. 1229. 1233. 1236. 1237. 1248. Förderung der Reformation im Thurgau und in der Landschaft des Gotteshauses. 1384. 1414. Vermittelnde Thätigkeit in eidg. Händeln. 552. 553. 562. 616. 626. 1041. 1042. 1049. 1062. 1063. 1069. 1073. 1078. 1436. , Eintritt in das christliche Bnrgrecht. 1391. 1433(2)- I434(«). 1435. 1444. 1459. 1464. 1522. 1526. St. Gallen, Eapitel (auch Rorschach): Resormationsartikel. 691. 695. 696. 740. 743. Galmiz. 417. Gambara. 128. Gambarogno. 54. 212. 217. 305. 443. 958. 1114. 1347. Gams. 1147. Orts-Register. Ganderswyl. 1161. Gattinara. 425. Gazion (Gazznolo?). 64. Gebhnrdswil. 554. Gebistorf. 4S9. Geißerwald. 352. 353. 554. 63l. 710. 7l l. 715. 713. 719. 720(2). ggk 977 Geldern, Herzog. 21. 1499. Gelterkinden. 342. Gempenach. 417. Genf, Bischof. (Pierre de la Beanine); Parteinahme für den Kaiser gegen Frankreich. 348. 349(2). 356(2). 353(2). 332. 337. 372. 388. 389. 392(2). 333, 443(2). 45g. 433, Herrschaftsrechte (Gerichtsbarkeit zc.) in der Stadt nnd Nur gegend. 794. 821. 822. 823(»). 395. 847. 858. «75. 1019. 1030(2). 1336(2). iggg. zggg. 1133. 1,32. 1133. 1191. 1325. 1327. 1510. Bekämpfung des Bnrgrechts der Stadt mit Bern und Frci- bnrg. 847. 858. 865. 875. 879. 339. 1036. Schreiben in Angelegenheiten der Stadt. 821(2). 399. 343. Botschaften zu den III Städten und andern eidg. Orten. 847. 858. 864. 874. 875. 1082. 1083. 1084. 1100(2). . 1^10. 1111. 1150. 1370. Abivesenhelt oder Flucht. 864. 871. 1017. 1018. 1296. Antheil an den Processen gegen Flüchtlinge. 1066. Verhältnis; zum Herzog von Savoyen. 821. 822. 858. 1130. 1191. 1193. 1296. Verlust der Abteien Susa und Pignerol. 1130. 1296. Bewerbung um ein Burgrecht mit Bern und Freibnrg. 11V0(«). 14,3, im, Zwist mit der Stadt. 1369. 1370. Genf, Graf. 61». 879. 960. — Vgl. P.-R. Sauoyen. Genf, Stadt. 150. 266. 267. 279. 324. 449. 450. 469. 470. 1015. 1017. 1) Stellung vor 1525. Verhältnis; zum Reiche. 1. Verhältnisse zu Savoyen. 1. 3. 4. — S.u. Streitigkeit wegen des Vidomats. 4. Aufruhr, Flüchtlinge. 3. 4. Erstes Burgrecht mit Freibnrg. 1. 2. 940. Verkehr mit Bern. 4. 2) Seit September 1525. Zerwürfnis; mit Savoyen: Gefahr der Unterdrückung. 776(2). 777 (2). 780(2). 781. 782. 823. Vermittlung der III Städte. 776(4). 777(2), 733, 785(2). 7gg. 793. 794, 804. 808. 820. «21. «24. 827. Botschaften nach Bern, Freiburg, Solothnrn. 777. 780(2). 781. 785. 808. 8HI. 847(^849. 866. 874. 940. 941. 970. 979. 982. 1014. 1018. (Genf, Stadt, Forts.) 1036. 1037. 1066. 1067(2). tt>82. 1083(2), 1384. 1135. 1136. 115». 1276. 1298. 1305. 1338(2), 1369(2). ,370. 1386. 1399(2). 1416(2), 1453. ' Boten an die Tagsatznng. 871. Schreiben an eidg. Orte. 821. 827. 847. 1019. 1029. 1030(2). ,336. 1139, 1,33. ,133, ,296<2), 1297. 1298. 1321. 1322. 1327. 1417. Angelegenheiten der Flüchtlinge. 777. 780. 781. 782. 785(2). 786. 793. 794. 795. 804. 808. 820. 82l(»). 89-Z, 825. 826. 827(2). 853. Besonderes Verhältnis; zu Freiburg. 785. 786. 804. 847. 941. 970. — Vgl. Freibnrg. Beschwerde» gegen den Herzog. 808. 821. 822(2). 823(2). 824. 825(2). 5,59, 370, 94, ^,20. 1297. Klagen über Todcsurtheile nnd Körperstrafen. 822(2). 823(2). 825(2). 826. 829. Zwischenknnft eidg. Botschaften. 789. 790. 798. 803. 856. 868. 874. 875(2). 879(2). 880(2). 940. 980. 1007. 1008. 1012. 1014(2). 1032. 1038. Stellung der V Orte. 803. der IV Waldstätle. 864. 865. 871. von Wallis. 1067. 1517. Gnnstwerbnng der Genfer unter eidg. Landvolk. 786(2). 787. 821. 848(2). 959. 1419(2). 1417. Werbung um das Burgrecht der III (II) Städte. 824. 825. 846. 847 (2). 848(7). 849. 870. 1016. 1019. 1507. Burgrecht mit Bern und Freibnrg. 824. 825. 846. 847(2). 848(7). 849. 854. 856. 858. 865(4). 866(7). 873, 874(2). 875(4). 879. 939. 940. 941. 974. 979. 980. 982. 1012. 1016. 1018. 1029. III». 1111. 1276. 1325. 1334. 1340. 1344. 1400. 1423. 1425. 1435. 1448. 1459. 1470. Vorbehalt nnd Wahrung der savoyischen Rcchtsame. 848. 853. 856. 859. 871. 1069. 1325. 1510. Vorbehalt und Vertheidigung der bischöflichen Rechte. 825. 826. 1325. 1510. Bestreitung der HerrschaftSansprüche Savoyens. 825. 826. 1327. Appellation nach Rom. 823. 824. 847. Widerstand gegen den Vidomat. 940. 941. 960. 1191. 1192. 1325. 1326. 1327. 1338(2). 1351. 1399. 1457. Rechtsverhandlungen in Payerne. 1305. 1321(2). 1322(2). 1625, 1326 (»). 1327. 1328. 1338. 1339. 1370(2). 1386. 1387. 1457. Bestimmung eines Modus vivendi. 1325. 1326(2). 1327(4). Verhandlungen über das ansgebrochene Wappen der „Insel". I190(»). Hg,, ii92ss). 1325. Orts-Register. (Genf, Stadt, Forts.) Vermittlung französischer Botschaften. 943. 132«. 1327. Kriegsgefahren. 854(2). 832. 1013. Eidgenössische Besatznngstrnppen. 848. 849. 853. 864. 836. 868. 871. 874. 879. 941. 959. 1015. 1019. 1063. 1133. 1134. 1322(2). 1338. 1416. 1417. 1457. Befestigungsarbeiten. 1191. 1192(2). Feindselige Schritte gegen Savoyen; Verhaftungen ?c. 960(2), 1191 (0). ng2, 1838. 1350. 1370. 1383. 1387. 1400. 1456. Beschwerden über Sperren, Arreste und Frevel der Savoyer. 1010. 1012. 1015(2). zgig. 4^7. 1019. 1020(2). 1030. 1066. 1067. 1068. 1083. 1084. 1273. 1305. 1306(2). 7322. 1325. 1327. 1328. 1338. ,1339. 1370. 1399. 1400(2). 1415. 14I7(»>. Streit um den Weinzoll (Ilngeld). 1003. 1013. 1019. 1029. 1030. Mahnung um Kriegshnlfe. 1413(2). 1417. 1457(2). Parteiung der Bürgerschaft. 823. 858. 879. 939. 940. 941. Voten der savoyischen und bischöflichen Partei. 874. 940. Flucht der savopischen und bischöflichen Partei. 864. 871. 990. 1019. 1297. 1325. Verhandlungen über die Strafmastregeln gegen die Flüchtlinge. 941. 1003. 1012. 1017. 1019. 1029(0). 1030(2). 1037. 1035. 1063(4). 1067. 1068(0). 1082(2). 1083. 1084(0). 1092(2). 1100(2). 1132. 1133(0). 1136(0). 1137. 115». 1151(2). 1152(0). 1189(2). 1190. 1191. 1192. 1276(2). 1296. 1325. 1326. 1327. 1338. Verhältnis; zum Erzbisthum Menne. 940. 1152. 1191. 1192. 1297. Excommunication der Genfer. 1297. 1305. 1306. Schreiben von Bern und Freibnrg gemeinsam. 1033. 1400. der zwei Städte an ihre Boten in Genf. 1065. 1066. derselben an den Herzog von Savoyen. 1068. 1370. 1387. 1399. 1400(2). der Orte für sich, s. Bern, Freibnrg. Stift St. Peter. 847. Priorat St. Victor. 1016. 1273. 1297. 1350. 1351. 1457. Genfer Kanfleute. 1018. 1020. Vgl. Savoyen. Gent. 76. 82. 153. 160. Genua. 35. 36. 34. 78. 81. 233. 323. 373. 425. 963. 1154. 1199. St. Georgen.' 672. 392. 723. Gera. 417. 800. St. Germain (Wallis?). 278. St. Germain en Laye. 253. 300. Germenan. 41. Gersan. !>(«). 194. 219. Gesseney, f. Saanen. Gex. 1020. 1338. 1339. 1370. 1386. 1400. 1453. Giaveno (?). 484. Gibclla. 104(2). Giez. 494. 748. 984. Gilgenberg, Herrschast. 340. Gistlingen, Nlm. 1259. Glarns. 7. 25. 27. 29. 49. 50. 53. 56. 57. 59. 62. 9». 101(2). 110. 115. 138. 145. 153. 156. 157. 13-1. 162. 168. 171. 175. 176. 186. 212. 228. 230. 235. 238. 263(2). 295. gm. zgg. 310. 314. 321. 330. 331.441. 469. 524. 528. 558. 584. 595. 602. 603. 327. 692. 762. 810. 818. 829. 836. 839. 852. 857. 882. 891. 913. 1027. 1032. 1086. 1118. 1121. 1124. 1193. 1204. 1289. 1298. 1343. 1373. Bündniß mit Frankreich; Solddienste:c. 20. 30. 40. 44. 47. 82. 158. 159. 163. 164. 183. 197. 209. 218. 223. 365. 406. 416. 1491. 1493. Bund und Bundesbeschwörung. 971. 972. 991. 1102. 1289. 1393. Gerechtsame in Sargans. 596. 1147. Empörung der Wcrdenberger. 797(2). 798. Kornhandel und Schiffahrt. 1324. Landrecht mit Toggenburg. (877). 1163. 1164. Verhandlungen betreffend die Zwiste mit dem Abt von St. Gallen. 883. 1009. 1021. 1022. 1099(2). 41 .-Z5. 1158. 1159. 1160. 1131. 1162. 1163. 1164. Verhältnisse zum Gotteshans St. Johann. 877. 983. 1022. Glanbcnshändel. 1329. Vgl. St. Gallen, Abtei; Toggenburg. Stellung im Bauernkrieg. 757. Geistliche Angelegenheiten: Verhältnis) zur Reformation im Allgemeinen. 374. 376. 453. 457. 550. 705. 829. 837. 855. 881. 922. 933. 961. 962. 1032. 1201. 1205. 1218. 1260. 1261. 1276. 1313. 1426. 1482. Vermittelnde Thätigkeit in eidg. Händeln. 466. 467. 503. 515. 549. 550. 562. 771. 772. 777. 855. 931- 972. 973. 1042. 1047. 1078. 1108. 117». 1212. 1248. 1279. 1287. 1289. 1310. Botschaften der V oder VII Orte; Zusagen für den alten Glauben. 829. 961. 1042. 1078. 1108. 1287. 1288. 1290. 1329. 1396. 1464(2). 147z. Verhandlungen mit Zürich. 771. 861. 862. 1042. 1081- 1082. 1288. 1289. 1290. — S. u. Orts-Register. (Glarus, Forts.) Entzweiung wegen des Glaubens. 1288. 1289. 1309. 1313. 1329. 1333. 1343. 1359. 1360. 1364. 1380. 1388. 1438. Einfluß von Zürich und Bern. 1288. 1289. 1290. 1309. 1323. 1324. 1333 1341. 1345. 1349. 1350. 1359. 1362. 1363)2), 1864, Iggg, 137k, 1377. I3gi, 1393. 1394. 1395. 1411. 1426. 1427. 1450(2). 1465. 1471. Einwirkung der V (VI oder VII) Orte. 1290. 1309. 1313. 1323. 1324. 1359. 1392. 1395. 1403. 1404. 1405. 1411. 1424. 1448. 1464. 1470(2). 1471. Parteischriften. 1359. 1360(2). 1362. 1363.1366.1391. 1392. 1393. 1394. 1395(2), ,Zg6(2). 1403. 1427(2). 1428. 1482. 1483. Vgl. M.-R. Briefe. Vertheidigung der für de» alten Glauben gegebenen Zusagen. 1360. 1361. 1362(2). ,392, ,394, ,395. 1396. 1427. 1449. Vermittlung der Eidgenossen. 1329. 1341. 1343. 1359. >373. 1374. 1376. 1388. 1389. 1424. 1447. 1468. Thätigkeit der drei Orte Basel w. 1360. 1361. 1366. 1367. 1373. 1374. 1375. 1376. 1407. 1427(2). 1448. Eidgenössische Verglelchsvorschläge. 1366. 1367. 1374. 1-875(2). 1376. 1447. 1448. 1449. Mahnbriefe der V (VII) Orte an die Neugläubigen. 1464. 1465. 1470(2). ,47,, ,432, Vgl. Bern; Zürich; auch M.-R. Religionssachen. Gnadenthal. Kloster. 214. 662. 689. 690. 772. 738. 945. Goldach. 553. 632. 718. 719. Gotdbach. 404. Gologua. 800. Goms. 863. Gonzenbach. 1161. Goßau, St. Galleu. 352. 553. 554. 612. 631. 706. 716. 717. 719. 988. 1087. 1121. 1358. Gösgen. 960. St. Gotthard, Berg. 115. 136. 164. 174. 415(2). .,29. Gottlieben, Schloß, Besatzung. 67. 71. 8V. 89. 102. 134. 137. 204(2), 214. 312. 320. 383. 430. 436. 461. 596. 626. 390. 751. 761. 1071. 1086. 1117(2). , ,21. 1181. 1304(2). 1458. Ausrüstung. 80. 137. 146. 172. 176. 199. 204. 279- 280. 313. 383. 436. Bertrag und Kosten betrcfsend Schloßhnt. 453. 603. 690. 751. 761, 855. 976. 1121. >154. 1181. 1193. Gottlieben, Gemeinde, Vogt. 500. 560. 561. 1086. 1184. Gottslatl, Kloster. 1321. Gonmoens. 1371. Granada. 76. Grandfontaine. 1176. - Grandsou, Herrschaft, Stadt. 42. 65(2). gg 94(w). 97. 231. 239. 240. 279. 282. 285. 291(2). 32». 328. 351. 368(2). 369(2). 42g. 4ZZ. 443(2). 44g, 479, 43g (»). 494(6,). 641. 747 (w). 748(«). 73g. 794 ggg g8Z(ii). 934(15). 993. 1005. 1101. 1118. 1139. 1144(2). 1145(22), ,,49 1216. 1224. 1236. 1242. 1246. 1336(2), 1337. 1341. 1372. 1378(>S). 1379(4). Klöster. 368. 369. 494. 747. 1144. 1145(2). Vgl. M.-N. Herrschaften, gemeine, VIII. 2). Granges, Herrschaft. 273. 274. 288. 314. 317. Grasburg, Herrschaft. 66. 231. 320. 328. 494. 747(2), 748(4), 749, 93g, 934(«), ,,46(4). ,372. 1378(2). 1379 (»). Grattes, les. 290. Graubünden, III Bünde. 22. 27. 3». 44. 64. 90. 99. 110. 137. 167. 307. 312. 788. Grauer Bund. 44. 55. 176. 208. 251, 391. 410. 1054. Gotteshausbnnd. 174. 182. 251. 271. 410. 1054. 1500. Zehn-Gerichtenbund. 174. 251. 271. 391. 410. 1054.1500. Gemeinsamer Bund. 501. 1502. Bundestage, Sitzungsorte. 1503. Bündnisse mit den Eidgenossen. 168. 199. 790. >054. I l 16. 1121. 1146. Ladung zu eidg. Tagen. 469. Bündniß mit Frankreich. 44. 55. 56. 60(2). ,94 ,7g, ,39 208. 219. 251. 271. 312. 387. 469. 1299. 1491. 1493. 1500. 1501. Französische Pensionen. 798. 1501. Streit wegen der Pleveu. 8. 44. 1501. Solddienste, für Frankreich und andere Mächte. 64. 93. 102. 104. 107. 116. 141. 148. 152. 155. >64. 174. 182. 199. 208. 219. 307. 312. 387. 388. 391. 569. 788. 1002. 1003. 1024. 1040. Abzug vor Pavia. 569. 572. 585. 599(2). ggg, Parteiung für äußere Mächte. 182. 184. 185. Aufgebot zur Sperrung der Pässe. 174. >76. 182. (1298). Durchpaß für kaiserliche Kriegsvölker; Gewährung und Verweigerung. 168. 171. 172. >74. 175. 176. 199. 251. 263. 290. 307. 311. 315. 324. 967. 986(2). 990. 997. 1002. 1007(2). 1286. 1298. 1299. Paß für französische Söldner. 306. Verhältnis! zu Oesterreich. 796. Verhältnisse zu Venedig. 64. 388. 415. 417. 998. Verhandlungen über ein Bündniß mit Mailand. 251. 253. 263. Spannung und Fehde init Mailand. 413. 526. 599. 788. 790. 798. Verlust au Gebiet. 417. Berkehr mit der Lombardei. 363. 998. 1168. >>79(2). Streit mit Mosar. 751. 762. Fehde mit dem Eastellan von Musso; „erster Müjser Krieg". 556. 585. 786. 787. 788(2). 790. 797. 798. 799. 800(4). gl,,, ggg. Orts-Register. (Granbünden, Forts ) Vermittlung der Eidgenossen. 788. 790. 797. 829. 849. 350. 997. 998. 999. Wassenstillstände »nd Frieden. 810. 829. 849. 850. 851. 997. 998. 999. Innere Angelegenheiten; Kirchliches. Erster Artikelbrief. 840. 407. 408. 409. 410. 570. 1504. Zweiter Artikelbricf. 912. 947. 948. 949. 950(»). 951. Uebersicht der wesentlichen Bestimmungen: Leibeigenschaft, Fall. 948. 951. 1054. Tagiven. 948. 951. 1054. Fastnachthühner. 1054. Vogelmahl. 948. 949. 951. Zinse. 947. 948. 950(»). Zehnten. 948(5). ggg. 1954. mg. Lehen. 948. 951. Fischenzen und Wildban». 949. 951. Maß und Gewicht. 949. 951. Wagenleite. 949. Bußen. 949. 951. Landschreiber. 95». Jntraden, Verbot. 949. Ausschluß der Geistlichen von welllicher Regierung. 947. 949. 950. Wahl des Bischofs. 949. Wah! der Priester?c. 949. 951. Allsschluß Fremder. 949. Beschränkung der Klöster. 948. 951. Fahrzeiten. 948. 950. 951. Geistliche Gerichtsbarkeit. 408. 409. 949. Streit mit dem Abt voll Psäfcrs, wegen Zinsen, Zehnten, Kirchensätzen und Stenern. 788. 1054. 1056. 1110. 1121. 1140. 1 108. 1,79. Reformation. 541. 570. 810. 829. 849. 851. 947. 1054. 1229. 1248. Disputation in Jlanz. 820. Wiedertäufer. 851. 1140. Vermittlung in eidg. Zwisten. 1447. 1400. Vgl. Ehnr; M.-R. Religionssachen; P.-N. Vögeli. Gravedona. 8. 415. 417. 1501. Greenlvich. 170. Greplang, Schloß. 1140. Gretschins, Grätschins. 1322. 1323. Greyerz, Grasschaft, Graf. 104. 252. 200. 201. 200. 278. 373. 374. 941(2). 1422. Grießem 801. Gricßenberg. 500. 507. 501. 755. Grindel. 198. 205. 220. 1174. 1175. St. Grischona-Thal. 00». Grissach, Eressier. 192. 1,38. 1330(2), l 311. Grannigen, Amt. 40. 1225. 1220. 1285. 1339. >309. Guggisberg. 984. 1140. Guntalinge». 475. Gurmels. 749. 1138. Gnrwolf, s. Eonrgevanr. Güttingen. 500. 561. 614. 052(2). 053(«). Habsheim, Habchissen :c. 039. 004. 709. Hagenau. 681(2). Hagenstall. 501. Hagenwyl. 553. 033. 058. 722. 1340. Hägendorf. 794. Hägglingen. 1340. Hallan, Ober- und Nieder-Hallan. 177. Verhältnis) zu dem Abt von Allerheiligen. 29. 30. 131. >77. zu dem Bischof von Eonstmiz. 29. 30. 45. 47. 48(2). 49(2). gg. g7. gg. 97. igg. ,gg. 110. 131. 132. 133. 134. 177. 198. Hältingen. 325. Harperswylen. 501. Haslach. 888. Hasle, Bern, Aufstand. 1348. 1351 (2). 1308. 1377. 1379. 14 1. 1402. 1435. 1437. Aligelegenheiten der Flüchtlinge und Verbannten. 1437. 1440. 1404. — Vgl. Bern. Hantcret. 291. Hegall; Vanernbewegnilgen n. A. 509. 510. 515. 517. 527. 528. 598. 611. 025. 026. 028. 047. 084. K85(b). 080. 087. 092. 700. 701. 702. 703. 763. 81». 1070(2). Heiligkreuz. 000. Heitersberg. 7. 9. Heiterswyl. 384. Helfenschwyl. 727. 728. Hemberg, Basel. 1175. „ Toggenburg. 1159. Henau. 755. Herdern. 499. 500. 753. III2. 1123. 1342. Hericonrt. 274. Hermance. 1066. 1008(2). Hermatschwrsl, Kloster. 294. 295. Herrenberg. 605. 047. Herrenhof. 553. Herrnsheim. 000. Herzogenbnsch. 789. Hesdin. 243. Hessenrüti. 500. Hilzingen. 245(2). 510(2). 028. 098. Himmelsried. 1174. Hirzfelden. 325. Hitzkirch. 498. 1027. Hochberg. 523. Höchst. 888. Orts-Register. Höfe, Schwyz. 330. 33t. 333. 1129. Hofstetten. 197. 220. Hohenberg, Herrschast. 614. 628. Hohentwiel, s. Twiel. Höllstcin. 645. Holstein, Herzog. 2Z. 1499. Hombnrg, Basel. 641(2). 642(2). 645(2). „ Thnrgan. 500. 560. Höngg. 255. 257(0). 263. 359. Horb. 517. Horgen. 40. 364. Hörnli. 1313. Hngelshofeu. 500. Hnnnnelwald. 1l61. Hüttiswil. 553. Hüttliugen. 438. 461. 556. Hüttweilen. 475. 477. 493. 1112. I. Jan», Jon. 266. 267. Jberg, Toggcuburg. 1099. 1160. 1161. St. Jean de Losne. 267. Jenatz. 1248. Jeriellie». 1323. Je«, s. Esin. Jferte», s. Uverdon. Jllhard. 561. Jtlighansen. 561. 1418. Jllzach. 1105(2). 1106. Indien. 75. Ingolstadt. 473. 476. 512. — Vgl. P.-N. Eck. Jngiviler. 666. Innsbruck. 69. 336. 517. 598. — Vgl. M.-N. Briefe; auch O.-R. Oesterreich. Ins. 97. 1336. 1341. Interlake», Kloster. 1421. 1466. Anfrnhr der Banern. 1307(>). 1308. 1312. 1318. 1319. 1329. 1337. 1102. lI2I. —Vgl. Bern. Jntra. 831(2). 834. 1291. Jntragna. 1104. St. Johann, bei Erlach, Kloster. 36. l67. 1101. 1102. 1220. 1313. 1336. 1341. 1373. 1381. Poggenburg, Ablei. 879. 986. 1021. >022. 1403. 1409. 1410. 1423. Jonen. 526. — Vgl. P.-N. Bürgisser. Ionschwyl. 1055. 1161. Jonr, Herrschast. 41. .uschharsten, »erschhanscn. 986. 993. 1086. Jslilon. 499. 561. J «Nl). ,248. 1250. Italien, s. Kirchenstaat, Mailand, Neapel, Venedig zc. 443. Jttiugen, Kloster. 279. 283. 346. 360. 383. 460. 462. 463(2). 464. 465. 470. 471. 473. 475(0). 476. 477. 478. 489(2). 49l. 492. 493. 502. 507. 533. 561. 584. 587. 588. 589. 590. 591. 604. 606(2). 607. 608. 614. 617. 621. 624. 629. 657. 662. 876. 953. 1074. 1089. 109l' 1342. 1372. 1373. Illingen, Amt. 500. 507. 561. 1112. 1123. 1452. 1342. St. Julien. 1020. Jnnkartschwyl. 988. 1087. 1121. 1122. Jurten, Jorat. 89. 805. Jvrca. 139. 332. 390. 415(2). 425. 426(0). 4gg 4g,. K. Kadelburg. 169. Kaisersberg. 73. 230. 232. Kaiserstnhl. 67. 798. 800. 801(2). 94g g?g Kalchrai», Kloster. 603. Kalnach. 97. Käsbach. 1091. St. Katharinen, Kloster, St. Gallen. 453. 637(2). 638(2). 1193. II96. 1201(2). ,205. 1206. 1219. 1328. St. Katharinenthal, Kloster, Dießenhose». 297. 436. 561. 655. 670. 791. 941. Kelleramt, s. Lnnkhofen. Kenzingen. 531. Kerzers. 417. 1371. Keßweile». 29. 283. 553. 612. 633. Kienberg. 1115. Kiesenbach. 570. Kirchberg, Toggenburg. 1099. 1159. Kirchenstaat. 9. 10. 32. 34. 35. 36. 62. 72. 78. 79.85. 86. 95. 96. 100. 104. 105. 107. 111(2). ,,2. ,,4. 118. 119. 142. 143(2). ,44. ,53. 16». 300. Kleggan, Klettgani BnrgrechtsverhnItnist zu Zürich. 515. 527(0). Landgericht. 169. 832. 833. Betheilignng bei dein Bauernkrieg. 515. 516. 527. 693. 697. 698(2). 790(0), 744. 745. 746(0). 75z. 75N. 757(->). 758(«). 759(0). 7g,. 727. 79g. Strafen. 516. 798. 800. 801(2). 802(2). Klingnau. 50. 67. 163. 169. 213. 296. 346. 313. 373. 374. 375. 381. 386. 438. 517. 916. 978. 1119. 1343. Klösterli (Poleggio). 1388. Knouau. 40. 464. 1154. 1431. Koblenz. 5». 163. 213. 296. 438. 1181. Königsfelden, Gotteshäuser. 297. 381. 437. 499. 570. 585. 999. 1340(0). 139». Krälingen, Grandson. 94. Krenzlingen; Gotteshaus. Abt. 29. 198. 204. 138. 151 (2). 557. 561. Verhältniß zum gleich. 206. 213. 242. 252. 262. Orts-Registcr. (Krenzlingen, Forts.) Rechte am Bodensee. 29. 49. 57. Gerichtshörige. 561. Verschiedenes. 1153. 1185. 1302. 1398. Kriesern. 439. Kurzdorf. II 12. Küsnacht, Zürich. 360. 364. 377. 381. 404. Küssenberg, Schloß und Vogtei. 515. 527(2). 693. 697. 698(2). 700. 746. 759. 801. 1181. Thal. 744. 745. 746. 757. 758(°). 759(»). Kybnrg, Grafschaft, Vogt zc. 40. 370. 371. 460. 463. 536. 629. 655. 1032. 1238. 1244. 1245. 1282. 1303. 1343. 1414. 1415. 1418. Gerichtsbarkeit auf der Nheiubrücke (Schaffhausen). 1472(2). 1473. L. Labina (?). 112. La Lance, s. Graudsou. Lambrale. 999. 1002. Landerou. 36. 38. 497. 213. 223. 246. 295. 762. 879(2). 882. 995. 1001. 1011. 1039. 1101. 1 102. 1154. Laudriano. 586. Landser. 1105. Langenargen. 615. Laugeu-Erchingeu. 499 561. 1112. Laugensee, Lago Maggiore. 201. 202. 211. 262. 347. 427. 429. 431. 504. 840. Läuselsiugeu. 1178(2). Laufen, B. Basel. 198. 22V. 658. 659. 660(2). „ Zürich. 451. Laufenburg. 175. 250. 254. 264. 601. 763. 978. Lauis Lugano; Herrschast, Schloß. 48. 49. 51. 52. 53(6). 67. 105. 106(2). 144. 146. 148. 149. 151. 155. 156. 169. 173. 180. 187. 189(4). 199. 201. 202. 210("). 211(2), 212. 225. 228. 230. 231(2). ggZ. 233(5). 236(2). 238. 242. 243. 249. 254. 261(2). 262. 263. 276. 277. 278. 279. 281(2). 284. 285. 295. 296. 303. 304(4). 305. 311(2). ZZ2. 314. 320. 323(4). 330(2). ggg. 338. 339 347. 348. 349. 350. 356(2). 361. 362. 365. 371. 372 373. 383. 414. 415. 419(2). 425(2). 427(»). 428(2). 429. 430(2). 432. 440(«). 441(w). 442. 446.480. 481. 482. 487. 497(2). 499 59g. 597. 595. 58g, 59g 59g 599. 603(2). 614. 626. 661. 662. 663. 699(5). 700(°). 703. 704. 751. 773. 787. 790. 797. 831(2). 838. 867. 868. 877. 944. 958(2). 199,. 199g. zgn. ,914. 4922. 1023. 1027. 1037(2). 1040. 1054. 1055. 1060. 1072. 1094. 1103. 1104. 1109. 1113. 1148. 1153. 1155. 1166(2). lj67.'iigg. 1I69(»). 1170. 1178. 1179. 1180. 1194. 1196(2). 1197. 1294. 1218. 1267. 1279. 1291. >311. 1342. 1346(7). 1388. Vgl M.-R. Herrfchaften, gemeine, VI. 1) und 2). Lausanne, Bischof: Gebietsherrlichkeit. 494(2). 1137. Märchen am Murtuersee. 11(4). 12(2). 42(4). Straßen. 261. Galgen bei Faoug. 11. Uferzoll in Lausanne. 783(2). 803. Wochenmarkt in Bulle. 260(4). 261. Münze, Mißbräuche. 782. 783(2). g03. 1032. Vogt, Baillif. 748. Weltliche Gerichtsbarkeit in der Stadt L. 802. 803. 821. Verhandlungen mit den III Städten wegen des Zwistes mit der Burgerschaft. 774. 781. 782. 787. 802. 803. 821. Beschwerden gegen die Stadt. 783. 784. Botschaften und Schreiben an die III Städte. 774. 775(2). 76i. 787. 821. 874. Bestreitung des Bnrgrechts der Stadt mit den eidg. Städten. 783(2). 784. 787. 879. 939. Verhältnis; zu Savoyen. 775. 783. 784. 804(2). 8»5(b). 806. 808. Geistliche Angelegenheiten: Verhältnis; zum Erzbischof r>on Besanyon. 805. Gerichtsbarkeit. 324. 334(»). 341. 348. 372. 782. 783. 802. 803. Stellung zur Reformatio». 393. 396. 397. 398. 413. 924. 931. 1228. 1234. 1235. 1243. 1244. 1245. 1250. 1251 (2). 1252. Lausanne, Stadt. Streitigkeiten mit Morges und Mondon (I. 1409, 1426, 1436). 805(2). Zerwürfnis; mit dem Bischof v. L. 774. 775(2). 781. 782(2). 783. 802. 803. 1192. Botschaften an die eidg. Städte. 774. 776. 781. 787. 795. 807. 874. 982(2). 1914. Beschwerden gegen den Bischof. 781. 782. 783(2). 802. 803. Freiheiten der Stadt. 782. 783(2). 805(4). 871. Mitwirkung bei der bischöflichen Gerichtsbarkeit. 802. 803. 821. 1506. Hnlfsbegehren gegen Savoyen. 775. Hoheitsansprüche Savoyens. 804(>"). 805(5). 806(2). 808. 821. 871. Vermittlung der III Städte. 802. 803(2). 804. 805. 806. 821. 871. 1506. Stellung der V Orte. 803. Bnrgrecht mit Bern und Freibnrg: Vorverhandlungen. 774. 775(2). 776. 782(2). 783. 784(5). 785. 787. 803. 804(2). 807. 808(2). ,595. Seit dem Abschloß. 821 (2). 827. 854. «56. 865. 871. 875. 879. 939. 940. 970. 974. 979. 98». 982. 1001. 1014. 1015. Vorbehalt der bischöflichen Gewalt und der savoyischen Rechte. 1507. Orts-Register. (Lausanne, Stadt, Forts.) Parteiung der Burger. 879. Eidgenössische Vermittlung. 1032. — Vgl. Genf. Kriegshülfe für Bern. 1432(2). 1436. Laveno- 840. Lecco. 233. 238. 977. Lenzburg; Grafschaft, Vogt -c. l »9. 124. 351. 690. 1005. 1277. Leran. 351. Leuggern. 50. 212. 375. 506. 689. 764. 1343. Lenk. 1279. 1452. Libistorf. 749. 1138. Lichtensteig. 1358(2). ,389. 1396(2). ,397(2). 1403(2). 1494. 1407. 1426. Liebbnrg. 500. 561. Liebenfels, Schloß -c. 242. 496. 500(2). 524. 540. 561. Liebertswyler. 35. Lienheini, s. M.-R. Herrschaften, gemeine, l. I). Liestal. 29. 52. 641(2). 642(2). «43. 644(4). 645(2). Lignieres. 45. 197. 213. 223. 1101. 1336. Limburg, Herzog. 21. Lindau, Stadt. 121. 214. 282. 283. 473. 63>. 883. 1248. 1250. Linsibüel, Schwesternhaus. 381. 437. 438. 445. 614. .IIa. 1340. 1389. Lipperswyl. 500. Livine», Leventina. 429. 867. 1218t Locarno, s. Luggaris. Löchlinsmatt. 1175. Lodi, Bischof, s. P.-R. ,, Stadt. 99. 105. 130. 333. 340. 367. 373. 425. 086. 790. 990. Lombardei. 101. 179. 211. — Vgl. Mailand. Lömiswyl, Lümiswyl. 553. 629. 635. 672. 682. 706. tt.. 718. 719. Lommis. 500. 561. 755. 968. Lothringen. 21.-280. 327. 1273. 1498. Lottstetten. 83. 833. Lucca. 326. Lncern. 5(4). 6. 7(2). I0(»). 16. 18. 16. 26. 29. 30. 49(2). 50. 51. 57. 61. 62. 69. 70. 73(2). 7'1> 82 t'). 83(2). 85. 89. 90(2). 98. 101 (2). ,02. 103. 115. II- 123. 130. 157. >59. 163(2). ,68(2). 170. I72('). 179. 182. 183(4). 185. 186. 187(2). 188. I89( ). >- <97. 199. 206. 209. 210. 213. 228. 230. 235. 236. 237(2). 238(2). 239(2). 24g. 243(2). 244(2). 245. 249( ). 251 253(2> 255. 256. 262(2). 263(2). 272(-). 273(2). 282. 283(2). 285. 286. 294. 295. 306. 307 ( ). - > 814(2). 318. 321. 330. 331. 334(2). 335. 336. 3 6. 358. 359. 362. 372. 384. 385(2). g89. 414. 419. 428. 429(«). 430. 446. 449. 463. 487. 488. 495. 497. 5.4. 535. 536. 541. 542. 549. 560. 582(2). 535. 596. 61. (Lucern, Forts.) 619(2). 620(4). 645.662. 631. 683. 691(2). 740 75z. 788. 798(2). 817. 818(2). 819(4). 828.829. 834. 835. 836. 856(2). 864. 865. 878. 880. 943. 945. 953. 967. 976. 986(2). 994. 995. 996. 1002. 1007(2). 1026. 1054. 1060. 1069. 1070. 1071(2). 1076. 1077. 1079(2). 1095. 1108. 1110. 1118. 1135. 1154. 1155. 1156(2). ,,gg 1168. 1170(2). 1171, ii7g(S), ngg. 1184. 1196. 1197. 1204. 1218. 1220. 1271. 1272. 1274. 1278(2). 1283. 1287. 1291. 1298. 1313. 1330(2). 1343. 1389. 1428. 1439. Verhältnis! zur Erbeinnng, resp. zu Oesterreich. 27. Theilnahme an dem Bündnis? mit Frankreich; Solddienste, Pensionen -c. 18. 19. 20. 29. 30. 39. 45. 61. 82. 83. 98. 101. 107. 115. 116. 121. 129. 147. 157(2). 158. 164. 165. 171. 173. 175. 183. 191. 194. 196. 206. 209. 218. 226. 285. 328. 338. 341. 350. 366. 380. 406. 412. 414. 415(2). 416. 425(2). 426 (S), 44g(S), 470. 482. 485. 542. 571. 585. 790. 907. 967. 976. 991. 1002. 1026. 1110. 1121. 1313. 1491. 1492. Antheil bei dem zweiten päpstlichen Feldzng nach Mailand (1521). 102. Verhältniß zu Herzog Ulrich von Würtemberg. 29. 30. 70. 84. 90. 273. 274. 275. 287. 288. 317. Bnrgrecht mit dem Domstift Konstanz. 1157. 1158. 1221(2). Verhalten in den Bauernunruhen. 641. 646. 647. 658. 679. 751. 800. 801. Burgrechts- und Schirmverhältniß zur Abtei St. Gallen. 682. 802. 1158. 1163. 1165. 1358. Burgrecht mit Neuenburg. 625. Reibungen mit Uri, wegen Verkehrsfragen. 1482. Geleitsfreiheit in Mellingen. 437. 446. 691. 1118. Schissleute. 691. Klagen über Fürkanf. 1482. — Vgl. M.-R. Seuti. 1079. Spital. 285. Müuzangelegenheiten. 535. 623. 624. 662 (2). ggg. 1071. 1079. 1118. I134(»). ,147, ,,48(»). 1155. 1306. Vgl. M.-R. Münzwesen. Eanzlei; Schreiber -c. ,57. 428. 438. 1283. — Vgl. P.-R. Hnber, Joh. Geistliche Angelegenheiten 1 Schirmherrschast über Stiftungen. (177. 179). 257. 258. 360. 811. 931. 1124. Verhältniß zur Glanbensänderung. 345. 348. 360. 361. " 363. 364. 365. 370. 371. 374. 377. 381(2). ^4, 4,3. 419. 423. 444. 447. 472. 495. 509. 527. 529. 541. 567. 580. 618. 705. 706. 742. 766. 802. 829. 893. 901. 922. 1049. 1058. 1059. 1061. 1076. 1096. 1189. 1209. 1227(2). ,246. >292. 1315. 1319. 1330. ,377. 1403. 1404. 1405. 1406. 1411. 1427. 1439. 1464. 1465. 1469. 1476. 205 OrtZ-Rcgister. (Lucern, Forts.) Verhandlungen mit Basel, wegen Adam Petri. 232. 292. 390. 917. Strafen gegen beklagte Religionsschmähungen. 1005. Maßregeln gegen Bekenner des neuen Glaubens. 257. Besonderer Antheil an der Disputation in Baden. 837. 869. 885. 928. 931. 953. 975(2). 995. 1079. 1094. 1098(4). ii84. Verhältnis! zu Murner. 917. 1043. 1095. 1096. 1245. 1246. 1466. 1471. 1484(2). Rüstungen. 1081. 1088. Stellung in den Berner Unruhen. 1307(2). — Vgl. Bern. Vgl. V Orte, auch M.-R. Religionssachen, zc. Lüders. 336. 677. 680. Lugano, s. Lauis. Lnggaris, Lnggarns, Locarno; Herrschaft, Schloß zc. 53. 54(">). 55. 97. 106. 146. 149. 155. 169. 173. 180. 182. 183. 199. 200. 201. 202. 211(2). 2I2(»). 216. 217. 218. 225. 228. 232. 235. 236. 237. 238(2). 242. 243. 255. 261. 262. 282. 284. 304(2). 395^), 312(2). 313.320. 331. 333. 374. 418. 427. 428(4). 429(2). 430. 431. ' 442(^2). 443(S). 453. 470. 480(2). 484(2). 433. 487(2). 497(2). 504. 580. 596. 603. 674. 690. 702. 703. 704. 751. 762. 773. 789. 792. 798. 829. 831. 840. 857(2). 867. 877. 958. 959(2). 934 973 ggz ggg, 4994 4999, 1010. 1011. 1032. 1038. 1054. 1055. 1069. 1072. 1113(2). I114(«). 1153. 1154.1179.1195.1291.1311. 1313. 1347(4). 1348(2). 1373. 1388. 1466. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, VI. 1) und 4). Lugnorre. 1137(2). Luino, Herrschaft. 136. 146. 149. 289. 1072. Lungern. 1294. Lnnkhofen, Geleitsbüchse. — Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, I. 1). Lnnkhofen, Gerichtsbarkeiten. 526. 542. 580. 585. 586(2). 603. 674(2). 773. 774. 796. 799(2). 975, 97g. 977. 99,. 995. 1007. 1023. 1025(2). 4934 7995 7993 195g 1072. 1073. 1123. 1179. 1182. 1328. 1343. 1373. 1390. Lupfen, Herrschaft. 487. 509. 515. 628. Lupfstein. 681. Lüstrach; Orbe^ 749. 947. 981. 992. Lüttich, Bisthnm. 1273. Lühel. 17. 205. „ Klein-Lützel. 198. 221. 1075. 1173. 1171. Luxemburg, s. Orange. Lyon. 30. 77. 86. 426. 469(2). 482. 484. 531. 605. 606. M. Magdeburg, Stadt und Bischof. 1477. Magdenan, Kloster. 986.' Maienfeld. 134. 1116. 1146. 1179. 1322. 1323. Mailand, Hcrzoglhnm. Politische Stellung; Restitution des Hauses Sforza. 35. 36. 58. 62. 67. 70. 75. 76. 78. 80. 86. 93. 95. 96. 106. 116. 117. 126. 129. 13». 139. 141. 144(2). 743, 149. 153. 155. 156. 157. 158(2). 737 773, 773, 737. 299. 227. 300. 326. 790. 817. 818. 819. 938. 939. 963. 967. 1069. Durchpaß für eidg. Soldner (des Papstes). 9. 10. 12. 14. 31(2). 77. 33. 773. 774. 775. 72S. 727. 128. 144. Kriege. 64. 67. 70. 71. 72. 74. 75. 78. 80. 92. 93. 98. 103. 104. 105. 106. 107. 110. III. 112. 114. 115. 116. 120. 121. 122. 124. 125. 129. 130. 131. 134. 135. 136. 137. 139(2). 140. 141. 147. 153. 17». 173(2). 178. 180. 181. 183. 184. 187. 190. 191. 199. 217. 226. 243. 266. 267. 278. 279. 311. 321. 323. 331. 332. 333. 335. 338. 339(2). 349(2), 347(0). 349(2). 356(2). 357. 358. 361(2). 362. 363. 365(»). 366(»). 367(2). 373(2). 379(2). 380. 385. 387. 388(2). 389. 390(2). ZgL. 49g. 412. 414(»). 415(4). 416. 420. 424. 425. 426. 427. 442. 486. 487. 529. 531. 532. 538. 539. 572. 586. 790. 868. 963. 967. 990(2). Vgl. Frankreich. Stellung von Stadt und Schloß Mailand. 130. 131. 135. 139. 141. 144. 153. 155. 160. 161. 173. 174. 181(2). 183. 184. 217. 225. 278. 332(°). 333. 339. 340(2). 349(2). 353, 395, 39ß, 397. 337. 444, 53g. 586. 831. 990(2). 496g. 4497. Klagen über die französische Herrschaft. 173. 181. Bestrafung von Ausrührern und Verräthern. 107.173. 211. Verhältnis) zu Kaiser und Reich. 158. 161. 178. 227(2). 300. 323. 1273. Verhältnis) zu Savoyen. 392. 613. — Vgl. Savoyen. Nachbarschaft und Freundschaft mit den Eidgenossen. 158. 161. 173. 199. 200. 202. 203. 206. 208. 227. 230. 231. 233(2). 234(2). 236. 243. 244. 250. 338. 340. 347. 497. 506. 507. 605. 702. 790. 857. 868. Anträge und Umtriebe für ein neues Bnndniß. 158. 252. 263. 276. Antrag eines Schirmverhältnisses. 173. Unterhandlungen um Geleit für Botschaften. 626. 696. 1069. 1088. 1094. 1104. 1107. 1109. Bnndesprojcct mit Granbünden. 251. 253. 263. Besipnahine verlorner Gcbietstheilc. 201(2). 202(2). 235. 236. 237. 238(2). 44g, 447. 449. 487, 497. 594. Feindseligkeiten gegen Eidgenossen und deren Freunde. 21 >(2). 225. 230. 233ss). 234. 235. 236. 238. 243. 261. 311- 322. 323. 413. 414. 427. 428(H. 429(4). 434. 432. 442. 446. 437. 497(«). 535. 596. 599. 613. 788. 857. 867. 945. 1072(2). 1094. 1169. 1196. 1197. Strasversahren gegen die Grafen von Arona. 211. 236. 238. 414. 486. 487(2). 497(2). 594, 599. „ Vgl. Arona. Vergleich. 661. Orts-Register. (Mailand. Herzogthum. Forts.) Verhältniß zu den eidg. Vogteien. teil. 202. 203. 232. 236. 277. 322. 323(5). 427. 428. 423(6). 497. 599. 788. 831. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine. VI. I), auch Kriegslente. Kriegsdrohungen von eidg. Seite. 234. 238. Feindschaft gegen die III Bünde. 413. 417. 599. 788. 790. Stellung im 1. Müsserkrieg. 788. 790. 797. 800. 997. Druckschriften gegen die Eidgenossen. 432. Sperre. Fruchtsperre. 233. 238. 24l. 243. 247. 250. 261. 278. 427. 480. 497. 1072. 1094. 1167. 1169(6). 4346. Verkehr mit den Eidgenossen und Granbnnben. 214. 250. 2S5. 261. 27s. S38. 356. 362. 363. 419. 427. 431. 432. 480. 487. 497. 702. 800. 857. 1072. 1165. 1166. 1167. 1168. 1169. 1181. 1194. 1196. 1204. 1218. Zölle. 6. 9. 59. 61. 211. Münzen. 1071. Vgl. M.-R. Botschaften; Briefe; Kriege; Viehhandel m; auch P.-R. Sforza. Mainau. Minderau; Kloster. 985. 990. Mainthal. Val Maggia; Herrschaft. 54. 155. 182. 211. 21-.. 246. 247. 304. 305.^430. 431. 442. 443. 596. 8' . 958. 1038. 1114. 1311. 1312. 1347. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, VI. 5). Mainz. 50. 51. Malbonrget. 494. Mammen,. 500. 560. 614. Männedorf. 535. 615. 739. 1183. Mannenbach. 500. 560. 614. Mantna, Markgrafschgst, ,c. 21. 76. 116t")- 121. 129. 142. 326. Marbach, Nheinthal. 302. 303. 888. St. Margarethen. 888. 1006. Margotz(?). 605. „ Mcirignano (Mclegnano). 137. 190. 373. 586. .1.10. Marin, ivll. 1013. Mariona(?). 484. Markdorf. 615(2). 628. Marobbia, Val. 417. 790. 800. St. Marsens, Kloster. 1083. 1084. Märstetten. 331. 500. 561. 1112. 1418. Marthalen. 438. 450. 451. 499. St. Martin, Herrschast. 240. 291. 747. Martinach, Martignp. 321. 332. Matt, Glarus. 1374. Matzingen. 499. 500. 561. ^ . St. Maurice, St. Moriz, Wallis. 321. 481. 484. 1145. 1294. 1519. Ma,Menne. 863. Mecheln. 68. Mellingen. 245. Mecklenburg, Herzog. 21. 25. 33. Medole. 142. Meersburg, Moisburg. 75. 102. 615(2). 628. 1184. Meilen. 40. 365. 535. 615. Meisterhausen. 499. Mellingen, Stadt. 7. 50. 59. 169. 213. 296. 297. 437(2). 433. 538. 690. 853. 1118. 1121. 1227. 1309. 1340. 1423. Gesellenstnbe. 1340. Stellung in Glaubenssachen. 1272. 1437. 1439, 1444 (2). 1445. 1467. Mels. 584. 535. „ Klein-Mels. 1322. Memmingen. 1234. 1248. 1250. 1252. 1474. Menaggio. 155. Mendris, Mendrisio (mit Balerna), Herrschaft. 6. 8(5). 9. 18. 23. 44. 53. 59. 67. 136. 138. 144. 146. 148(5). 164. 189. 210(2). 223. 224. 225. 228. 230. 234. 237. 242. 243. 247. 251. 256. 258. 263. 273. 281. 285. 304. 311. 312. 313. 430. 431. 441. 700(4). 944. 94g. 958(2). Z954, 1072, 1092. 1094. 1104. 1194. 1196. 1197. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, VI. 3). Mergentheim. 308. Metlendorf, Thnrgau. 438. Mettmenstetten. 1116. 1122. 1168. 1195. Meyenberg. 1006 (2). St. Michel, Abtei. 315. 319. Milden, Mondän. 494. — Vgl. Lausanne, Stadt. Spital zu Grandson. 369. Misor, Thal. 415. Modena. 64. 77. 78. 79.81. 10». 112. 116. !22. 153. 154. 160. Modenheim. 1106. Montagny, Montenach, Grandson. 94. 291. 494. 747(2). 863. 983. 984(5). 99g 1145^), 1378. Moni Ce,M. 863. Mont du Say. 41. Montechiaro. 125. 129. 130. Montferrat, Markgrafschaft. 21. 1048. 1499. Mont St. Marie, Kloster. 335. 485. Montfort, Grasschaft. 987. Monthey. 862. 863. Montigel. 496. Montsevelier, Mntzwitler. 1075. 1175. Monza, Manisch. 184. 190(2). 191. 332. 333. 340. Morbegno. 800. Morco, Marco. 52. 210. 303. 440. 699. 958. I113. 1346. St. Moriz, s. St. Maurice. Mörsberg, Zürich. 235. 382. - Vgl. P.-R. Goldenberg. Elsaß. 1063. 1064. Mörschwpl, Mörswyl, Thnrgau. 553. 652. (Elsaß?). 666. Mortem,. 12. 37. 38. 108. 450. 468. 486. Mosar. 751. 762. 866. — Vgl. Misor. Motte, Im 291. Orts-Register. Mugeta(k). 369. Mühlhausen, Stadt. 18. 20. 30(2). g,, i114. 1115. 1229. 1242. 1248. 1264. 1265. 1413. Mandate betreffend evangelische Predigt. 316. 1115. Aufnahme in das christliche Burgrecht. 1412. 1413(4). 1433. 1434. 1435. 1522. 1526. Müllheim, Thurgau. 500. 1085. 1112. 1117. 1121. 1418. Mümpelgard, 69.70. 79.87. 223. 288. 325.362. 521(2), 522(2). 525. 581(4), 661. 672. 673. 676. 690. 694. 695. 739. Münchenbuchsee. 495. 1300(5), iZ0,(»). Münchenstein, 641(2). 642(2), 643, 645. Münchenwyler, Wyler; Villars les Maines. 88. 1137(2). Muudat. 677. 1138(4). 1371. Münster, Jura. 639. Münster, Elsas,. 666, Münsterliugen, Kloster. 500. 505. 518. 561. 779. 1111. 1153. 1195. 1418. Münsterthal, Jura; Aufruhr der Bauern, 639. Muolach, Muolcu. 553. 633. 722. 723(2), Muolten. 1075, Murbach, Abtei. 677, 680(2). Murg, Sargaus. 308. 1027. 1032. Muri, Abtei, Ortr'372. 932. 1194. 1205. 1267. 1278. 1286. Marten, Herrschaft. 11(4). 12. 42(4), 66. 88(5). 89. 97. 120(2), 123, 232. 319, 320, 417, 418, 434(5). 479. 494, 747, 748(2). 749(1"). 99,(4). 1197(7). , izg(-i). 1242(2). 1371(5). 1372. 1401. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, VIll. 1). Murte», Stadt. 11. 12. 97. 333. 351. 417. 418. 748(2). 749(4). g47. Murtnersee. 11. 12. 42. Musso, Herrschaft. Schloß, Castellau. 417. 556. 585. 786. 787. 788- 79». 797. 798. 799. 800(4). 819. g2». 997. 998. 999. 1003. 1027. 1037. >04». 1072(2). 1,94. 1166, 1167, 1170, 1178. 1180. 1279. 1281. 1291. 1342. Vgl. Graubüuden. Mutlenz. 641. 642 (2). 645. N. Näfels. 1086. 1118. Navarra, Königreich. 21. 49. 68. 75. 76, 77. 86. 161. Neapel, Königreich. 9. 32. 34. 35. 75. 76. 81. 156. 1001. Vicekönig -c. 356. 357. 367(2). 980(2). 789. 1024. 1034. 1273. Neberg (?). 670. Neftenbach. 492. — Vgl. Zürich. Nelleuburg, Grafschaft. 598. 628. 1304. Nesselgraben. 1176. Neuamt, Zürich. 40. 1182. 1187. 1189. Neuenburg, Schloß, Thurgau. 203, 255. Neuenburg, Herrschast. 12. 14, 25. 26. 28. 29. 36, 37, 38. 40. 41. 42. 45(5). 49. 56. 60. 66. 79. 80. 89. 108. 164. 167. 169. 172. 188. 191. 192. 193. 194. 197- 207. 213. 223. 246(2). 27g(ü), 277. 278. 283. 290(5). 291. 295. 813(2). 94g. 999. 999. 997, 998. 351. 395. 396. 412. 413. 432(5). 433(«). 446(2). 459(2). 4g8(->). 469. 486. 494, 496. 614. 625(2). g4g, gg,, g62. 663(5). K75(S), ß76(5). g77(«), 75g. 754(2). 799(2). 773. 788, 797. 810(5). 829. 839. 851. 852. 857. 868. 879(2). 880. 881. 882. 942(5). 943(2). ggg. g-,2, 995. 1001- 1011. 1013. 1039. 1074. 1075. 1086. 1100. 1101- 1102. 1118. 1123. 1124. 1139. 1154. 1168. 1278. 1292. 1313. 1336. 1337. 1341. 1342. 1373. 1381- 1388. 1409. 1412. 1424. 1428(5). 4492. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, V. Neuenburg, Stadt. 41. 45. 47. 193,, 313. 330. 333. 337. 338. 351. 453. 646. 675. 676(5). 677. 690. 750. 942- 992. Neuenstadt. 291. 333. 351. Neueusteiu. 1174. Neuforn, Neunforu. 49. 145. 175. 186. 235. 236. (241. 254). 271. 283. 297. 473. 538. 629. 811. 1112(2)- 1123. 1342. 1349. 1367. 1372. 1390. 1399. Neuforn, Nieder- und Ober-N. 500. 507. Ncukirch, Thurgau. 506. Neunkirch, Schaphausen. 134. 604. Neuwyleu, Thurgau. 500. Neuwiler, Elsaß. 681. Nidwaldeu. 27. 183. 195. 197. 200. 209. 224. 228. 229. 235. 236. 237. 240. 26». 383. 416. 626. 869. 1109- 1337. 1401. 1402. Besondere Verhandlungen mit Mailand (vgl. Schwyz, klri). 1104. 1107. 1109. >110. Laudschreiber. 205. Vgl. Uuterwaldeu. Niederlande- 76. 161. Nizza. 139. 484. Noirvaur- 41. Orts-Register. Nollenberg, Kloster. 657. Noseroy. 150. Novalles. 494. Novara. 81. 18V. 332. 333. 333. 390. 414(2). 415, 4IV. 425(4). 42V. 48k. 487. 79N. Novellara. 142. 144. Nüglingcn. 197. 220. Nürnberg. 75. 178. 207(2). 208(b). 243(2). 244(2). Zg5. 308. 35«. 3V2. VV3. «71. 672(2). «73. V7V. (««4). V95. 751. 754. illnßbanmen, Thnrgan. V03. 810. 855(2). 873. 941. .<86. 993. 1073. 1086. Anthcil am Jttingersturni. 4K0. 463. 471. 472. 475. 478. 491. 492. 493. 508. 509. 533. 53V. 5V7. «07. «17. 621. 859. 1112. 1123. 1342 (2). Reformation, Bildersturm. 474.608.616. 621. 791. 1314. Vgl. M.-R. Herrschaften^ gemeine, II. 2 »nd 4; anch O.-R. Zürich. Nyon, Siens ?c. 21V. 324. .0. Oberäsch. 659. 66». Oberberg. 554. 705. 734. Oberbüren. 802. Oberdorf. 718. Oberland, Bern, f. Bern. „ s. Snrgaus. Oberriet. 1453. Ober-Weningen. 541. Obwalden. 27- 182. 196. 197. 209. 228- 272. 2 416. 490. 1023. Stellung im Oberländer Aufruhr. 1307. 13lV t > 1338. 135I('Y. 1401. 1402 (2). 1431 (2). Vgl. Uuterwalden. Ossenburg. 677. 681(2). 999. 699. 739. 768. 769. 774. Oftershanscn. 500. Oehningcu, Oeningen. 591. 611. 739. 74«. Oglio, Fluß. 115. 124. 125. 127. 131 Olmansberg. 658- Oltingen. 433. 1320. Onnens. 747. 1378. Orbe, Herrschaft, f. Echallens- .Orjulaz. 1371. Orte; V Orte gemeinsam; s- ». VI, VII Orte. Verhältniß zur Reformation. 376 (2). 996. 410- 4 ' 420. 423 444. 448(2). 452. 453. 454. 462. 465 489(' 490. 495. 519. 520. 534. 535. 536. 623. «2 - 807. 889. 890. 893(2). 897(4). 8W- 900. ^ 905. 915. 917. 961. 1061. 1076. 1079. 1081. 1092. 1200. 1201. 120«. 1217- 1219. 1226- (Orte, Forts.) 1276. 1277 (2). 1285. 1289. 1292. 1313(2). 1330. 1334. 1373. 1377. 1392. 1395. 1410. 1436.-1446(2). 1447(2). 1451- 1459. Parteinahme für Oesterreich gegen Mühlhansen. 1089. 1104. 1115. 1413. Feindliche Stellung gegen Constanz. 1070. 1076. 1077. 1219. 1267. 1269. 1275(2). 1278. 1280. 1281. 1289. ,295. 1301. 1328. 1334. 1423. 1426. 1448. 1470. Verdacht geheimen Einverständnisses mit Oesterreich. 1086. 1088. 1093. ^ Einleitung zu einem Bündnis). 1409. 1415. 1426. 1439. 1453. (1458). 1482. Bewerbung um Kriegshülfe. 771(2). 1077. 1437(2). 1438. 1439. 1456. 1469. 1482. Kriegsanschläge. 1348. 1351. 1431. 1437. 1438. 1439(2). 1444. 1445. 1458. 1464. Bewerbung um Anhang in den gemeinen Herrschaften. 1287. 1288. 1294. 1437. 1441. 1444. 1447(2). 1452. 1453(->). 1454. 1455. 1456. 1464. 1465. 1467. Project eines Bündnisses mit Wallis. 1451. 1452. Vereinigung in andern Angelegenheiten. 428. 429. 535. 623. 624. 628. 681. 771. 829. 832. 1060. 1089. 1104. 1119. 1287. 1311. Sondertage. 410. 534. 535. 771. 889. 1076. 1147. 1200. 1287. 1309. 1348. 1351. 1368. 1403. 1406. 1430. 1452. 1453. 1482. Vgl. M.-R. Boten; Briefe; Bündnisse; Religionssachen. VI Orte. 444. 457. 458(2). 463. 465. 529. 532. 540. 545. 546. 547. 548. 564. 582. 624. 764. 771. 773. 777. 798. 901. 1043. 1082. 1218. 1219. 1445. VII Orte. 829. 830. 833. 834. 835. 839. 861. 890. 952. 953. 955. 962. 975. 1028. 1031. 1038. 1048(2). 1949(0), 1050. 1058. 1059. 1060. 106l(°). 1062. 1069(2). 1070. 1071. 1072. 1073. 1078. 1079(2). i). 16. 17(2). 2«. 2!». 52. 185. 187. 198. 199. 205. 207. 220. 221. 223. 225. 22k. K59. KKN. 799. 813. 1174(2). 1175(2). 117«. Pfullendorf. «28. Pfytt. 507. 538. 540. 557. 5K0. 5K2. 752. 754. 756. Piacenza, Plesenz?c. 79- 81. 32(2). zg0(2), 119. 12.3. 143(2). 144(2). 153. 1137. Picennni, Ancona. 160. Piemont. 71. 138. 194. 21«. 240. 389. 483. 484. «75. 821. 863. — Vgl. Savoyen. Pignerol, Abtei- 1190. St. Pilten, Bilt. «05. Piona, Abtei. 998. Pizzighetone. «04. Place«, les. 40. 41. Plafeyen. 114«. 1379. Plessis les TonrS. 449(2). Plenen, drei. 8. 44. 1501. Plurs. 172. Po, Fluß. 14. III. 112. 11«. 142. 143. 335. Poleggio, „Klösterli". 30. 304. 1388. Polen. 84. Pollenz. «74. Poniarense. 44«. Pontarlier. 173. Ponte. 52. 210. 303. 440. «99. 958. 1072. 11 13. 134«. Pontevico. 12«. Porlezza. 155. 210(2). 211. 415. Portugal. 43. 84. 85. 1518. Praugius. 35«. Provence, Grandsou. 291. 433. 491. 747. 984(2). 1145(2). 1378. Provence, Frankreich. 468. 484. Prnntrnt. 79. «88. 117«. Quarten. 308. 310. 1027. 1032. 1147. N. Radolfzell. 490. 75«. Ragaz. 584(2). III«. II 21. 1147. 1322. 1323. 1340. Ramsan. 11 «2. Rainstein, Schloß. 22«. Rapperswyl, Stadt. 7. 164. 520(0). 521. 524. 525. 52«. 528. 529 (2). 558. 5«K. 70«. 882. 883. 1348. Zoll. 1287. Stadtschreiber. 278. 283. Rapperswyl, Thurgan. 29. 49. Raron. 1279. 1450. Ravenna. 14. Ravensburg. «28. Räzüns. 1502. Reachet(k). 108. Nebstein. 303. Reclere, Reclier. 117«. Regensberg, Ami. 40. 1182. 1187. 1189. — Vgl. Zürich. „ Decanat. 31«. Regensbnrg. 511. 514. Reggio, Nütz, Netz. 31. 62. 63. 64. 70. 71(2). 72. 75. 77, 79. 8V. 81. 8«. 95. 100(2). I,g 7Ig 742. 143(2), 744 153. 154. 160. 161. 394. Reich, römisch-deutsches; Stellung der Eidgenossen im Allgemeinen. 7. 13. 22. 23. 25. 2«. 27(2). 32. 33. 34. 50. 51. «8. 73. 74. 75. 84. 149. 161. 178. 187. 204. 20«. 22«. 227. 244. 259(2). 315. 335 33g g4^ ^ 1498. 1499. 1507. 1510. 1515. 1525. 152«. Reichsstände. 49. 50. 73. 7«. 175. 206. Reichsregiment. 75. 175. 178. 207. 208. 315. 509. 510. Abmahnung von dem Bnrgrecht mit Eonstanz. 1270. 1271ss). 7 28g, 1283. 1284(->). 1287. 1293. Kammergericht. 204. 208. 888. — Vgl. M.-R. Hofgerichte. Stenermandate an Basel, Abt und Stadt St. Gallen, ' Krenzlingen, Mnhlhausen, Schasfhansen. 20«. 207. 208. 213. 215. 242(2). 243(2). 244(2). 250. 252. 2K2. 33«. 348. 1007. 1050. 1087. Türkenstenern und Aufgebote. 208(2). 243. Städtetagc. 208. Vgl. P.-R. Kaiser; auch M.-R. Reichstage. Reichenau, Abtei. 198. 55«. 118«. 1284. 128«. 1293. 1303. 1304. 1334. 1335. 1382. Reichsheim. 769. Reinach- 225. Reiti, Thurgan. 500. Reust, Fluß. 691. 1071. Rhein, Schiffahrt. 214. Rheinau, Abtei. 360. 383. 438. 439. 450. 451(->). 492.49«. 505. 538. 654(4). g5S(ö), 1454. Rheinau, Stadt, Pfarre. 450. 5K0. 654(°). «55(0). 754. Rheineck. 102. 440. 978. 1453. — Vgl. Rheinthal. Rheinfelden. 172. 248. 254. 264. 265. 2«6. 407. 522. 523. 52«. 529. 530. Rheinheini, f. M.-R. Herrschaften, gemeine, I. 1). Nheinthal, Herrschaft. 7. 50(2). 102. 164. 213. 214. 241. 247. 251(4). 254. 255. 256. 286(2). 29«. 297(0). 298(0). 299. 302. 303. 307. 322. 329. 362. 363. 372. 435(2). 438. 439(2). 440. 471. 473. 487. 489. 496. 526. 529. 541. 596. 674. 690. 691. 692. 740. 743. 762. 765(2). 7«6. 771. 787. 798. 867. 883(2). 888(°). 945. 1028. 1038. 1055. 1072. 1073. 1087. 1104. 1117. 1118. 1119. 1120. 1170. 1219. 1313. 1319. 1343. 1383(2). 1390 (2). i4gz. 1404(2). 1405. 1423. 1424. 1452. 1453. 1454. 1455. 1459. 1464. 1466. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, IV. Orts-Register. Rhodas, Rhodiser Herren. 243. 333. 334. 442. 435. 506. 1072. — Vgl. M.-R. Orden, Johanniter. Richlingen, Thurga». 500. Nichterswpl. 360. 377. Rickenbach, Thurgan. 561. 604. 606. 637. 1161. Ried, Murten. 417. Ried, Elsaß. 336. Riehen. 225. 357. 362. 368. 372. 383. 384. 386. 390. 414. 453. 532. 570. 582. — Vgl. Basel, Stadt. Rietheim. 598. Risferswyl. 378. 405. Rimini. 34(2). Rindal. 1162. Rinkenberg. 1369. Rivolta. 137. Robecco. 122. 125. 127. 128. 129 (2). 979. Roche blanche. 108. — Vgl. Flne. Roggwyl. 652. 658. 987. 1340. 1341. 1344. 1345. 1373. Rolin, le mees (?). 41. Rolle. 959. 1387. Rom. 35. 46. 64. 79(2). gg, 87. 112. 153 (2). 154(2). 177(2). 326. — Vgl. Kirchenstaat; hl. Stnhl; auch P.-R. Päpste. Romagna. 64. 112. 154. 156. Romagnano. 425. 469. Romainmotier, Abtei. 167(2). 1145. Romanshorn. 553. 632. 706. 709. 712. 718. 719. Romorantin. 470. Ronceval. 76. Rordorf, Aargau. 67. Rorschach. 633. 634. 635. 636. 670. 682. 695. 706. 722. 723. 724. 725. 726. 979. 1006. 1406. 1419. 1453. 1458. Rorschach, Eapitel, s. St. Gälten, Stadt. Rorschach, Kloster. 329. 474. Rosenberg, Schloß, Rheinthal. 329. Nohmatt-Thal. 666. Roßrüti. 637. 704. Raffiniere. 260. Rothberg, Herrschast. 640. Röthelen, Herrschaft. 61. 530. Rothenhauseil. 500. Rothweil, Stadt. 6. 13. 18. 30. 32. 33. 43. 74. 187. 193. 195. 230 (2). Z25. 596. 605. 868. 978. Verhältnih zum Reiche. 6. 32. 103. 160. 168. 187. 213. 230. Stellung zu Herzog Ulrich von Wiirtemberg. 605. 868. Hofgericht. 29. 32. 172. 235. 372. 1473. Gebiet. 32. 33. 160. Streit mit Hans Caspar von Bubenhofen. 262. 278. 282. 307. 310. 314. 320. 323. 372. 374. 385. 413. 435. 488. — Vgl. P.-R. Verhalten im Bauernkrieg. 647. 648. (Nothweil, Stadt, Forts.) Bund mit den Eidgenossen. 6. 13. 32. 103. 235. 413. 414. 435. 964. 973. Antheil au dem Bündnis; mit Frankreich und den Solddiensten. 43. 60(2). g,. 194 19g 206. 207. 307. 315. 1491. 1493. Vermittlungsbotschaft nach Bern. 1436. Verhältnis! zur Glaubensänderung. 1230. 1233. 1235. 1248. 1468. 1471. 1473. 1474(2). 1475. Vgl. M.-R. Botschaften; Briefe. Nothweil, Comthurei. 495. Rotmonten. 553. 633. 715. 721. Rottenbnrg. 6. 32. 230. Rougemont. 260. 278. Roveredo. 799. Rnbiera. 78. Nnbischwyl. 257. Russach. 666. 760. Rumäla (? Rimini, Romegiallo). 32. 34(2). Rüßegg. 295. 381. Rüti, Rheinthal. 214. Rüti, Zürich, Kloster. 489. 52«. 657. 88 l. 887. 985. 990. 1111. 1126. Rüerau, Rürau. 278. 283. S. Sannen, Landschaft. 90. 164. 252. 253(2). 256. 260. 278. 373. 374. 416. 1294. Werbungen für die Genfer. 821. 827. 1416. 1417. Salenllein. 500. 560. 1414. Salins. 60. Sallefrauc, Kloster. 532. Salsach. 718. 719. Säluzzo, Markgrafschaft :c. 324. 367. — Vgl. P.-R. Salvenach, Salagny. 417. 747. Sannico, Sarna. 127. Saphorin, s. P.-R. Saragossa. 196. Sargans. Herrschaft. 7. 25. 27(2). 2«. 50(2). 56. 85. «7. 88. 107. 147. 151. 163. 164. 180. 206. 213. 286. 295. 296. 308. 310. 311. 314. 321. 322. 362. 371. 437(2)- 438. 535. 536. 584(4). 585(2). 599, 992. 624. 625(2). 669. 670. 689. 692. 740. 764. 771. 779. 788. 796. 810. 829. 836. 837(»). 862. 876. 877. 883. 943. 944(°> 945. 1013. 1027(4). 1028. 1032(4). 1933. 1054. 1056. 1071. 1085(2). ni9(2). 1117. mg. 112I. 1146(2). 1147(5). 1168. 1179. 1322. 1323(2). 1340(2). 1342. 1343. 1389. 1446. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, III. Sarmenstorf. 453. 472. 498(2). Savagnier. .45. 47. Orts-Register. Savoyen, Herzogthum. 21. 22. 23. 337. 338. 349(2), 35k. 332. ,392(2). 43k. 1499(2). Verhältnis! zum Kaiser, resp. zu Mailand. 188. 213. 314. 313. 324. 353. 332. 337. 372. 392. 393. 414. 413. 425. 423. 430. 431(2). 439. 4SI. 483. 484. 859. 940. 941(2). g?g. 99». iggg. ,51g. Verhältnis; zu Frankreich. 30. 71. 188. 314. 313. 319. 324. 339. 349(2). 353. 332. 337. 389. 392. 393. 414. 419. 430. 431(2). 4Z5, 44g, 45z, 47g, 49z. 493. 359. 940. 937. 1033. 1499. 1518. Verhandlungen wegen des französischen Geschützes in Bard. 419. 420. 430. 435. 483. Bewegungen in Piemont. 71. 213. 314. 332. 337. 389. 392. 393. 414. 415. 413. 425. 423. 43». 483. 484. 375. 941. — Vgl. Vercelli. Feindschaft gegen die Eidgenossen. 859. — Vgl. M.-R. Briefe. Ai«nchen (der Waat)! gegen Neuenbürg und Burgund. 40. gegen Echallens. 479. gegen Grandso». 42. 35. 33(2). 239. 240. 279. 282. 285. 291. 339. 423. 443(2). 479. 480(2). 5995. Vgl. Ste.-Eroir. gegen Mnrten. 12». 123. Verhältnisse zu Wallis. 43. 45. 137. 138. 139. 143. 133. 438. 439. 482. 1205. 1218. 1270. Bündniß. 1320. 1513. Freundschaft und Bündnis; mit den Eidgenossen insgemein. 3. 43. 71. 138. 187. 188. 213. 254. 232. 283. 306. 312. 315. 313. 319. 324. 349. 353. 332. 372. 392. 414. 430(2). 431. 435. 439. 449. 470. 483. 484. 775. 990. 1008. 1518. — S. U. Bündnisse mit Bern, Freibnrg und Solothnrn. 3. 4. 188. 349. 353. 332. 414. 435. 312. 375. 940. 1008. IVI2. 1014. 1015. 1020. 1021. 1518. — S. II. Verhandlungen und Verkommnisse betreffend Bnrgeranfnah- men. I. 2. 3(2). 4. Pension, Bnndesgeld. 138. 254. 359. 371. 994. 1003. 1327. 1387. 1519. Zölle. 213. 483. 1520. Titulatur. 805. 809. Händel mit Genf. 3. 4(2). Verhandlungen mit Bern. Freibnrg und Solothnrn, resp. mit der Tagsatznng, (1525 f.): Anstalten zu bewaffnetem Ueberfall. 773. 777. 780. 823. 854(2). 832. 833. 1013. 1457. Kriegsdrohungen. 1135. 1133. 1151. 1387. — S. u. Vorwendnng rcchimäsngcr Absichten. 773. 782. 785. 795. 824. Vermittlnng der III Städte. 773. 777. 780. 781 785. 783. 789. 795(2). 894. 808. 820. 821. 871. (Savoyen, Herzogthum, Forts.) Botschaften des Herzogs an die III oder II Städte. 785(2). 789. 7gg. 804. 820. 823. 824. 939. 94». 941. 959. 970. 974. 979. 1015. 1013. 1033. 1037. 1037(2). 1082. III». IUI. 1134. 1135. 1133. 1150. 1189. 1190. 1191. 1273. 1293. 1305. 1321(2). 7323. 1338. 1350(2). 1351. 1339. 1387(2). 1388. 1399. 1400. 1453. 1457. Botschaften an die Tagsatznng oder einzelne neutrale Orte. 789. 798. 824(2). 854. 853. 858. 859. 834. 838. 874. 940. 985. 989. 994. 1001. 1007. 1032. 1038. Besondere Verhandlungen mit Freibnrg. 785. 783. 795. 809. 940(2). 941. 930. 970. 1387. — Vgl. Freibnrg. Besondere Verhandlungen mit Bern. 785. 783. 804. 835. 939. 940. 941. 959. 930. 974. 1189. 1190. 1321. 1350. 1351. — Vgl. Bern. Vorträge an die III Städte und die Tagsatzung. 823. 824. 939. 940. 989. 990. 1003. 1015. 1018. 1191. Lügen. 823. 930. 1015. 1192. Umtriebe und Anmaßungen der Botschafter. 824. Schreiben an Bern oder Freiburg. 1020. 1021. 1297. 1399. 1400. 1401. 1413. 1417. Bestreitung des Genfer Bnrgrechts. 824. 853. 853. 858. 859. 871. 879. 939. 940. 959. 930. 974. 979. 980. 985. 1001. 1003. 1007. 1008. 1012. Berufung ans die Bündnisse. 824. 853. 856. 858. 871. 879. 939. 940. 974. 990. 1008. 1014. 1015. 1351. 1401. Berufung auf päpstliche und kaiserliche Gewalt. 940. Rechtshandel mit Bern und Freibnrg. 959. 930. 970(2). 971.974.979. 980(»). 982. 985.989.1008.1012.1019. Schimpfreden gegen Berner und Freiburger. 1350. Rüstungen. 892. 941. 1029. 1387. Hoheitsansprüche auf Genf. 823. 824. 825. 823. 859. 870. 979. 989. 1013. 1321. 1327. 1400. 1401. 1517. Vidomat. 824. 1039. 1191. 1325. 1327. 137». 1383. 1399. 1400(2). 1401. 141g. 1457. Besitz der „Insel". 824. 1325. Rath in Chamber!). 823. 824. Vgl. Genf. Rechtsverhandlung über die Befugnisse des Herzogs. 1305. 1321. 1325. 1323(2). 1327. 1338. 1339. 1350(2). 1370(2). ,386. I387(°). Klagen über die Genfer. 940. 941(2). gg»(2). iggg. 1015. 1134. 1190. 1191. 1192(2). 1325. 1338. 1351. 1401. Sperren und Arreste gegen die Genfer. 1003. 1010. 1012. 1015(2). 1016(2). 1017(2). 1018. 1019. 1020(2). 1021(2). 1029. 1030. 1273. 1305. 1303(2). 1370. 1387. 1399. 1400. 1401. 1415. 1413(2). I4I7(--). 1457. Duldung oder Begünstigung thätlicher Angriffe. 1010. 1018. 1020. 1030. 1038. 1084. 1133(2). 1297. igg?. 1457. 206 Orts-Register. (Savoyeu, Herzogthum, Forts,). Augrisse der Edelleute uud Parteignuger (Lösfclbuud). 94t. t0tl!. 1029. 1000(3). 1007. 1068. 1082. 1083. 1084. 1132. 1133(2), ,190. ,29«(S). ,»97, ,922. 1325. 1338. 1339. 1457. Niederwerfung oou Kausleutcu. 1020. Feindseligkeiten gegen das Priorat St. Victor. 1010. 1297. 1350. 1457. Verhältnisse zum Bischof von Genf. 821. 822. 823. 1190. 1193. Vgl. Bern; Frciburg; Gens. Bewerbung um ein Bündnis) mit den V Orten, zum Schutz des alten Glaubens. 1470. Verhandlungen wegen Lansaune. Angedrohter Ileberfall ans die Stadt. 774. 775(2). 770. Sammlung spanischer Söldner. 775. 776(3). 777. Hoheitsausprüche gegen Lausanne. 783(2). 734(2), 804(>"). 805(7). 306(2). 858. 979. 1517. Widerstand gegen das Vurgrccht mit Beeil und Frciburg. 804. 809. 821. 853. 856. 858. 859. 871. 879. 939. 940. 959. 974. 979. 980. 1001. 1003. 1007. 1008. 1012. Berufung auf die Bündnisse mit den Eidgenossen. 804. 805. 853. 974. 979. 980. Botschafteil des Herzogs. 804. 809. 808. Vgl. Bern; Freiburg; Lausanne. Sar, Hohensar, Herrschaft. 436. — Vgl. Bürgten; Fol steck; auch P.-R. Schasjhause». 0. 7. 10. 27. 30. 74. 82. 83. 84. 90. 101. 103. 10«. 123. 153. 172(2). 2,4. 228. 234. 242. 245(2). 251. 250. 292. 297. 307. 317. 325. 385. 441. 470. 489. 492. 512. 532(2). 530. 537. 59«. «04. «09. «70. 750. 751. 817. 838. 858. 807. 868. 904. 978. 1001. 1003. 1004(2). i(,Z2(2). ,o«9 1089. 1104. 1109. 1213. 1214. 1215. 1220. 1221. 1207. 1271. 1310. >313. Steuermaudate für das Reich. 200. 208 (2). 213. 242. 243. 244. 250. 252. 262. Bündnis) mit Frankreich; Solddieust ?c. 20. 27. 30. 82. 103. 104. 183. 197. 209. 219. 224. 226. 234. 350. 391(2). 400. 416. 425(2). »9«. 1001. 1491. 1493. Streitigkeiten mit dem Bischof von Eoustauz: wegen Halla». 29. 30. 47. 48(2). ««. 07. 68. 97. 102. 10«. 110. 129. 131 (2). 132. 133. 134. 100. 167. 177. 198. wegen Neunkirch. 453. Verhältnis! zu Herzog Ulrich von Würtcmbcrg. 570. 598(2). . 60». «61. 071. «72. 694(2). 095(2), Stellung im Bauernkrieg. 488. 491. 510. 510. 529. 530. 541. 015. 626(2). «28. 047(3). 677. 084. «85(3). 687(2). 694. 700(3). 701(3). 702. 735. 740. 744. 740. 75«. 757(3). 758(<). 759(2). 7««, 797(2). 33g. 833. (Schafshansen, Forts.) Antheil bei dem Project eines Bnrgrechts mit Strastburg. 542. 543. 544. 551 (2). «09. Theilnahme an Verhandlungen über ein Bündiiis! mit Waldshut -c. 543. 544. 001. 602. Bündnis; mit .den eilf Orten; Bundesbeschwörnng. 134. 167. ,177. 468. 481. 554. «75. «91. 797. 962. 964. 971. 972(3). 973 ggj Z447. Verhandlungen mit Zürich, wegen der Gerichtshoheit auf der Rheinbrücke. 1472(2). 1473. Verhältnis! zu Dießenhofen. «92. Aufruhr in der Stadt. 750. 791. Hagelschaden. 459." Forderung an Vogt L. v. Meßbach. 1344. Geistliche Angelegenheiten i Schiiiuhoheit über Allerheiligen, s. d. Kastvogtei zu Paradies. 055. 070. 092. Anspruch auf die Vogtei über Wagenhanjeu. 1152, Verhältnis! zur Reformation. 373. 370(2). 384. 401. 407. 412. 413. 419. 421. 444. 445. 447. 448(3). 453, 454(2). 458(2). 459. 400. 4K3. 471. 490. 491. 493. 498(3). 501. 503. 519. 529(2). 554, «70. 845. 855. 850. 933. 902. 1078. 1139. 1105. II««. 1437. 1438. Antworten au katholische Botschaften. 459. 554. Mandat betrefsend die Bilder. 459. Schonung der alten Gottesdienste. 459. 962. Vermittlung im Jttiugersturm. 461. 402. 403. 471. Vermittlung im Jttingerhandel. 533(2). 534. 530. 546. 552. 555. 571. 604. «06. 61«. «17 020(2). 859. 867. 109». — Vgl. Basel. Verfahren gegen Hubmaier. 488. 489. 490(3). 491. 498. 511. 515(2). 516. 519(2). Vgl, P.-R. Friedberger. Theilnahme au der Disputation in Baden. 905. 995. 1026. 1035. Stellung zur Berner Disputation. 1220. 1232. 1237- 1238(2). 1248. Vermittlerthätigkeit in cidg. Glaubenshäudeln. 502. 70«. 777. 85«. 873. 1041. 1042. 1049. I0«2. 1«««- 1069. 1073. 1078. 1172. 1310(2). ,«««, 1300. 1373. 1407(3). 143«. 1447. Vgl. M.-N. Rechtshändel; Neligionssachcn. Beitritt zum christlichen Burgrccht. 1521. „Schawatz". 87. — Vgl. P.-R. Barillo. Schayenwil. 718. Schellenberg, Herrschaft. «83. Schenkenberg, Herrschaft. 48. 49. 50. 212. 1343. Schennis. 877. Schermyler. 604. «81. Scherzingeu. 561. 1418. Schlatt, Thurgau. 050. Schlettstadt. 325. 333. 33«. 665. 66«. 738. Orts-Register. Schncckenbund. 70«. 783. Schneisiiigen. 375. Schncitberg. 561. Scholberg. 837. Schönenberg, Thnrga». 500. 651(°). Schottland. 21. 806. 1498. Schwanden. 1374. 1375. 1448. 1483. Schwarzach, Herrschaft. 728. Schwarzenbach. «11. «37. II««. IIKI^). Schwarzenbnrg. 747. 748(2). gg4. Schwarzwald, Amt. 53«. Schwede». 7«. Schwendi. 1332. Schwyz. 5. K. 7. 1k. 20. 25. 27. 37. 43. 54. «2. 73. 82. 89. 90. 93. 98ss). zg2. 121. 139. 145. 151. 172. 17«. 179. 200. 212. 213. 224(2). 235(2). 237. 247. 249. 263(2). 272(2). 276. 307. 315. 325. 331. 3K0. 377. 383. 424. 431. 441. 472. 481. 524. 535. 584. «02. «03. «15. «2«. «29. «74. «99. 740. 751.. 7K4. 818. 829. 857. 878. 976. 985. 1001. 1011. 1027. 1079(2). 1109. III8. 1121. 1218. 1287. 1332(2). 1373. 1389. 1450. 1453. 1464. Verhältnis) zn dem Biindniß mit Frankreich. 20. 27. 28. 40. 98. 99. 103. 164. 182. 192. 196. 209. 218. 224. 227. 228. 229. 23«. 237. 240. 263. 27«. 284. 97«. ' 977. 1491. 1492. Verbote nnd Anträge gegen Pensionen und answättigc Bündnisse. 191. 192. 196. 229. 127«. Solddienste. 191. 209. 238. 284. 332. 341. 41«. 425. 97«. Besondere Verhandlungen mit Mailand. 1088. 1094. 1104. 1107. 1109. III». Bnndesbeschwörung mit Zürich. 1385. Verhältniß znr Abtei St. Gallen. 682. 779. 876(2). 13>>8. Schirmhoheit über das Gotteshaus St. Johann. 877. 986. 1022. ^anbrecht mit Toggenbnrg. (877). 1163. 1164. 1329. 1403. 1423. Verhandlungen über die Zwiste mit dem Abt von t. Gallen. 883. 1009. 1021. 1022. 1099(2). H35. 1158. 1159. I1K0. II6I. 1162- 1100- ll«4. Beschwerden nud Masiregeln gegen die Ausbreitung des neuen Glaubens. 876. 1021. 1022. 1329- 1334. 1335. 1358. 1388. 1389. 139«. I397(»). 1403(-). 1404. 1407. 1409. 1423. 1425. 142«. Rechte in Sargans. 596. 1147. Jnjurieuhandel mit Caspar Vögcli. «25. ««9- «70. «89. 837. — Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, III; auch P.-R. Verhältnis! zu den Vogteicn Gastcr und Ilhnach- 877. 1108. 1333. Streit mit den Höfen. 330. 331. 333. Unruhen. 195. (Schwyz, Forts.) Landsgemeiuden. 28. 98. Ausfuhr nach Mailand. 241.250.702. 1001. 1181. 1204. 1274. 1341. 1389. 1408. 1448. Geistliche Angelegenheiten: Schirmvogtei über Klöster. 360. 1125(2). 1352. — S. n. Verhältnisse der Abtei Einsiedel». 535. «15. 690. 1112. 1122. Streit mit Zürich, wegen Diebold von Geroldscck. Anlas). 1122. 1126(2). 1127. 1154.1171. 1198. 1352. 1461. I4K3. Beschwerden und Anklagen. 1122. 1I2K(2). N27. 1130. 1171. Schreiben an Zürich. 1125(2). 1126(2). 1 130. 12K9. 1462(2). 1462(2). Schreiben an andere Orte. 1171. 1179. Antworten Zürichs. 1125. 1130. 1183. I2K7. 1282. 1283. 1462. 1463. Vertheidiguug des Beklagten. 1127. 1128. 1129. 1130. 1131. 1171. Vermittlung der Eidgenossen. 1155. 1171. 1172. 1178. 1179(2). 1180. 1182(2). 1183. 1194. 1197(2). 1198. 1205. 1220. I2K7. 1278. 1279. 1291. 1293. 1311. 1353. 1461. 1462. Erste Rechtsverhandlung. 1180.1182. 1183. 1194. 1197(2). 1269. 1270. 1278. 1279. 1283(2). 1291. 1312. 1329. 1352. 1353. 1354. 1355. 1356(b). 1357. Spätere Verhandlungen. 1403. 1404. 1460. 1461. 1462(»), 14K3(»). 1469. Vgl. Zürich; M.-R. Nechtshändel; P.-R. Geroldseck. Psingstfahrt nach Einsiedel». 671. Engclwcihe in Einsiedeln. 237. Verhältniß zur Reformation. 360. 364(2). Z74 421, 422. 495. 509. 529. «91. 705. 829. 877. 922. 1070. 1071. 1171. 1229. 1274. 1275(2). 1276. 1279(2). 1329. 139«. 1405. 1447. 1464. — S. 0. Stellung in den Berner Wirre». 1436. 1440. Sechsfetd. 681. Seckingen. 175. Seengcn. 1258. Seemen, Solothurn. 960. Sellenbnren. 124. Selvaplana. 1323. Seutheim. 1105. Sernfthal. 1448. Serrieres. 290. 1101. 133«. Sesia, Fluß- 425. Sewesheim. 1105. 110«. Seyssel. 1322. Siblingen. 297. Orts-Negister. Siders, Vogt. 468. — Vgl. P.-R. Ghivran. Siebenthal, Simmenthal. 266. 1027. 1318. — Vgl. Hasle, Interlaken. Stenn. 02«. 370. Simplon, Berg, Pah. 164. 174. 024. Singen. ««9. Sissach. «42. Sitten, Bischöfe. 247. 27«. 280. 481. 484. 811. 893. 15,19. Verhältnis! znr Disputation in Baden. 890. 924. Stellung znr Berner Disputation. >201. 1202. 1270(2). 1444. Verhältnis! znr Reformation überhaupt. 15,17. >518. Sitten, Stadt. 258. Silier, Fluh. 354. 712. Sitterdorf. 553. Solothnrn. 7. 20. 27. 29. 09. 43. 5,0. «3. 74. 75. 89. 92. 90. 97. 10«. 108. 172. 174. 178. 180. 213. 228. 200. 203. 240. 241. 247. 2«0. 2«3. 2«9. 270(H. 277. 279. 28«fi). 007. 014. 321. 30«. 057. 070. 083. 085. 086. 433. 441. 468. 48«. 524. «19. «63. 751. 818. 819. 834. 857. 858. 8V7. 1069. 1109. 1115. 1124. 115,4. 1178. 1205. 1213. 1214. 1311. 1013. Biindnih mit Frankreich; Solddienste ?c. 20. 09. «3. 92(2). 98. 104. 107. 141. (147). 157. 158. 164. 174. 183. 197. 209. 219. 22«. 324. 332. 066. 367. 412. 416. 45,4. 469. 482. 490. 60«. 774. 955. 96«. 1491. 1493. Bnrgrecht mit Besamen. 1. 37ss). 45. 162. 327. 35,5. 1475. Verhältnis! zu Burgund, Oranien. 485. — Vgl. Bern. Verhältnisse zu Savoyen (Genf und Lausanne): wegen Burgeraufnahmen. 3. 4(2). Biindnih. 940. — Vgl. Bern; Savoycn. Botschaften nach Genf und Savopen. 77«. 777. 781. 785. 793. Verhandlungen mit Bern und Freibnrg, wegen Genf. 77«. 780. 781. 785. 786(»>. 795(2). 808. Ausschluß von dem Genfer Burgrecht. 808. Verhandlungen mit Savoyen, wegen Lausanne. 803. 804. 805. 80«. mit dem Bischof v. L. 774. 775(2). 7g,. 792. 783. 734. 787. 802. 803. 150«. mit Bern und Freibnrg. 775(6). 776. 785. Ausschluß von dem Burgrecht mit Lausanne. 808 (2). Vnrgrechtsverhältnis; mit Herzog Ulrich von Wnrtemberg. 29. 30. 84. 90. 273. 274. 275. 287. 288. 317. 751. Verhandlungen über den Kauf der Herrschaften Blamont, Mömpelgard -c. 521. 522. 580. 5>81(H. II7V. Besatzung in Blamont. 581. Theilnahme an dem Feldzug nach Würlemberg. 597(2). «00. Vermittlung im Bauernkrieg. 518. 664. 677. 735. 738. 757. 759. 76«. 767(2). Antheil an Verhandlungen über ein Bnrgrecht mit Straß- burg. 542. 609(2). 738. (Solothnrn, Forts.) Bund (mit den VIII Orten) und Bnndesbeschwörnng. 468. 481. 497. 506. 669. «75. 691. 797. 966. 971. 983.992C»). Bnrgrechtsverhältniß zu Bern. 12t7. 1221. 1222. 1429(2). Vgl. Bern. Rangstreit mit Freibnrg. 74. 75. Jnjnrienstreit mit Freibnrg. 109. Bnrgrecht mit Biel. 992(2). mit Neuenbürg. 625. mit Lauderon. 38. 213. 750. 879(2). 882. 995. 1001. 1011. 1039. ^ Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, V. Vermittlung in Banernnnrnhen cidg. Stände. 639(2). 640. «41. 658. «88. Gebiet, Märchen, Hoheitsrechte: Handel um Pfeffingen, Thierstein ?c. 6. 8. 17. 26. 29. 30. 52(4). ,87. ,97. ,-,g. ,gg. 205. 207. 209. 220. 221. 222. 223. 269. Märchen gegen B.Basel. 221. 222. 1173. 1174. 1175. Gebietscrwerb. 197. 198. 205. 220. 221. 222. 1173. PI74. 1175. 1176. Streit mit dem Bischof von Basel, über den Abtausch der Cigenlcnte. 793. 794. 79«. 797. 813. 988. 1024. 1027. 1075. 1076. 1172. 1173. 1177. Streit mit Basel, wegen Bestenrnng der Leibeigenen. 269. 436. 829. 830. 831. 833. 840. 85«. 867. 878(H. 883. 953. 960. 961. 964. 97«. 980. 982. 988. 1001. 1006. 1010. 1023. 1024. 1027. 1031. 1038. 1075. 1076. 117«. 1177. — Vgl. Basel. Märchen und Bänne gegen Basel. 1076. 1177. 1178. 1319. 1320. Marchstreitigkeiten mit Bern. 999. Zoll (gegen St. Urban?). 798. 811. Banernbeivegnng. 640(2). 949(0). 947 (^1). 794. Beschiverdeartikel. «40. «46. 647. Nachlaß des kleinen Zehntens. 794. Nengrüt-Zehnten. 811. Fischerordnnngen. 433(6). 434(2). Städtische Unruhen (?). 269. Parteinahme für die Witwe Gallicians. 976. 977. — Vgl. Basel. Geistliche Angelegenheiten: Kastvogtei zu Beiinvrsl. 197. 198. 221. 1172. 1173. 1175. Verhältnis) zu der Reformation; Allgemeines. 310. 344. 37«. 422. 423. 448. 457. 467. 503. 534. 550. 595. 604. 817. 870. 873. 874. 912. 933. 96«. 992. 1174. 1175. 1201. 1274. 1279. 1410. Nenglnnbige Prediger. 794. Vermittelnde Stellung in eidg. Händeln. 467. 503. 534. 550. 555. 558. 562. 765. 766. 777. 316. 817. 873. 874. 966. 1038. 1040. 1062. 1065. 1081- 1093. 1149. 1170. 1205. 120«. 1212. 1217. 1319. 1220. 1274. 1275. 1276. 1278. 1470. 1471. Orts-Register. (Solothum, Forts.) Anschluß an die VI Orte. 798. 966. 992. 1062. 1206. 1221. Verhältnis! zur Disputation in Baden. 867. 869. 870. 877. 88l. 906. 907. 922. 1034. 1062. Stellung zu Bern in den Glaubeusfragen. 1062. 1206. I217<0). 1221. 1222. 1228. 1235. Verhältnis!'zur Berner Disputation. 1217. 1219. 1221. 1222. 1227. 1228. 1232. 1235. 1429. Vermittlung in den Berncr Unruhen. 1300(2). mgz, 1307. 1308(2). 1420. 1421. 1422(2). 1429)2), ,430. 1431. 1432. 1435. Sonnneri. 553. 752. 778. 877. 1458. Sonnenberg. 34. 499. Sonvico. 52. 210. 303. 440. 699. 958. II 13. 1346. Spanien, König, Reich. 76. 152. 296. 300. — Vgl. P.-R. Kaiser. Spiegclberg. 500. Spreitenbach, Töggcubnrg. 1161. Stäfa. 615. 1125(2). 1126. 1183. Stäffis, Estavaycr. 446. Staminheim, Ober- und Nieder-St. 40. 752. 754. 756. 767. 810. 855. 978. 986. 993. Gerichtsbarkeiten. 360. 37». 383. 603. 1086. 1102. Vgl. M.-R. Herrschaften, geineine, II. 2. Kirchensatz. 420. 445. 511. Bildersturm, Aufläufe, Reformationsbcweguug. 360. 370. 377. 383. 404. 445. 454. 457. 474. 475 (2 )3 477. 498. 509(2). 524. 589. 607. 608. 616. 620. 622. 623. 789. 791. 878. 1073. 1314. Antheil am Jttinger Sturmi Strafen. 460. 462. 463(2). 464. 466. 471. 472. 475. 477. 478. 488. 491. 492. 493. 502. 508. 509. 524. 533. 536. 537. 545. 564. S65. 567. 588. 607. 617. 623. 859. II >2. 1123. 1132. 1342(2). Verhandlungen über Wiederherstellung der vernichteten Kirchenzierden. 533. 535. 608. 616. 954(2). Vgl. Zürich; auch M.-R. Herrschaften, genieine, II. 4). Staus. 195. Steckborn. 499. 507. 560. 740. 778. 978. >003. 1367(2). >368. 1372. 1405. 1414. 1419. Stein a. Rh. 214. 508. 564. 589. 590. 593. 598. 615. 701 (2). 7 „g, 749, 746. 767. 796. 978. 1003. 1004. >112. 1414. 1415. Zollstreit mit Thurgan. 486. 496. 508. 509. 524. 535. 608. 617. 622. 1086. 1102. Bollwerk vor der Brücke. 498. 508. 509. 524. 535. 608. 617. 622. 860. >086. 1102. Streit um die hohe Gerichtsbarkeit in Burg. 498. 508(2). 509. 524. 587. 589. 590. 593(4). 534(0). 606. 607. 617. 765. 789. 791. 792. 884. 889. 1090. Riedere Gerichte zu Burg. 762. 791. . (Stein a. Rh, Forts.) Marchstreit mit Eschenz. 1112. II 13. 1152. 1183. II95. Antheil au der Reformation und der Volksbewegung im Thurgau zc. 380. 491. 492. 525. 531. 690. 691. 740. 754. 762. 791. 811. 857. Theilnahme am Jttinger Sturm; Strafen. 460. 462. 463(2). 471. 473(2). 475. 477. 478. 488. 490. 492. 498. 502. 508(2). ggg. 53g, 537. 545. 543. 534. 535. 567. 588. 589. 591. 607 (ch. 617. 621. 622. 859. 878. 1096. Vgl. Zürich; auch M.-N. Rechtshändel. Stein a. Rh., Kloster. 657. 740. 810(2). 811. 1126. Steinach. 553. 631. 652. 720. 964. Stettfurt. 499. 50». 561. Stockach. 242. 245. 336. 516. 538. 628. 687(2). 701. Straßburg, Bischof und Capitel. 677. 680(2). 681. 735. 736(2). 737. 759. 760. 761. „ Stadt. 76. 207. 208. 336. 529. 579. 665. 681. 695. 739. 956. 964. 969. 970. 976. 977. 1213. 1226. 1245. 1248. 1250. 1264. Verhandlungen über ein Burgrecht mit Basel, Bern, Schass- hauseu, Solothurn, Zürich. 542. 543. 544. 551 (0). 609(0). 610. 613. 737. 738(°). Vermittlungsversuch i» eidg. Angelegenheiten. 1443. 1445. 1447. 1468. 1475. 1479. 1480(2). 1481(2). Straubenzell. 353. 354. 554.' 633. 709. 711. 715. 716. 721. 722. . Vgl. St. Gallen, Abtei. Stuhl, heiliger, apostolischer, römischer. 9. 10. 12. 21. 22. 23. 25. 63. 72. 77. 79. 84. 85. 86. 87. 102. III. 112. 117. 118. 119. 153. 154. 161. 177. 195. 300. 301. 302. 618. 619. 1498. 1499. 1507. 1518(2). Vgl. Kirchenstaat, und P.-R. Päpste. Stühtingen, Grafschaft?c. 487. 491. 515. 525. 801. Stüßlingeu. 245(2). Stuttgart, Regiment. 45. 230. Sulz, Grafschaft, Graf. 83. 169. 515. 527. 697. 837. Burgrecht mit Zürich. 515. 516. 527(2). 698. Stellung im Bauernkrieg. 515. 516. 527. 697. 744. 745. 746. 757(2). 75p. 797, 798. 800. 801. 802. Sulzbach. 666. Suudgau. 108. 321. 325. 523. 530. 664. 666(4). 677. 679(0). 680. 681. 698. 735. 736. 737. 738. 759. 760. 764. 766. 767. 768. 769. 770. 774. Sur. 257. 351. Surg (?), Comersee. I5VI. Susa, Abtei. 1190. T. Tablat. 553. 610. 632. 633. 672. 706. 723. 953. Streit mit I)r. Winkler. 635. 636. 673(2). 682. '<06. 741. 945. Orts-st Tagen, 946, Tägerwylen, 500, 561, K50(^). 651^). 1184, Tagliano, Dam, 115. 124, 127, Taimegg, 500, Tannegger Amt, 500, 561, 653, 654(5). Tellenplaite. 1436, Ternier. 1297, 1327, 1370, 1416, Terms (?), 135, Tessin, Flnst, 332(2), 3775, 387, 388, 429, 531, Tettnang, 628, Teufen, Appenzell, 509. 539, Thal, Rheinihal, 440, 1453, „ Thurgari, 560, Thalweil, 1117, 1118, 1122. 1179. Thann, 1106, Thayngen, 245. 598, Theiigen. 172, (801). Thiengen, 744, 757. 758, 759. Thierstein, Herrschaft. 17. 52, 197, 205. 220, 221, 640, Vgl. Solothnrn. Thomm, 1297. Thörishansen, 775. Thun, Stadtschreiber, 748. Thundorf. 500. 561, IUI, Thür, Fluß. 462. 463(2). 477, 712. 876. Thurgan, Landgrafschaft. 18 ss). 25, 29(5), 34 37 74 80(2). 83(2), 85, 89(°). 97, >37, 146(5), 151(2). 759(2). 163(2). zg8(2), 171, 172, 175. 176(5). 179(2), 180(5). 188(5). 194 19g 201. 203, 204. 205. 212. 213(5), 214, 222. 230(2). 231. 232 st>), 240, 242(5). 246. 249, 251. 254. 262. 269, 270, 271. 278. 279. 280. 282. 294(2), 295(2). 296, 297(5), 30», 305, 306(»), 307(5), 330(5). 331, 332, 337(2), 346, 355, 356, 360(2). ggi(2). 87g, 87,, 372. 373)«). 374. 330, 382(4). 383(5), 384. 385, 404, 413, 435. 436(4), 433(2), 43g 445(5). 443, 491 453,!!). 497, 498. 460(7), 432, 463(4). 464, 465. 466. 470(2), 474(5), 472(2), 473(5), 474(2). 475(»> 476. 477, 478. 486(2), 487, 488(5), 49g, 497, 492, 493, 495, 496(5), 497 498(6), 499, 999 992, 504C), 999(7), 59„(!i), 597(4). 998(7). 5»9(«), 5(8, 524 («), 527, 529. 532(2), 933, 939 (4), 93g 537 (4). 538(2), 539(2), 540(4), 54,(2). 944, 949 949 94g 549, 550, 552, 555. 556(4), 557(5), 558(4). 539, 931, 564. 565. 570, 584(2), 937. 938, 589. 590, 591. 592, 593, 594, 596, 602(5), 603(»), 606. 607. 608.614(2), 614(°). 3i5(S), 313. 3,7, 329. »24, 622. 623. 624. 626(5), «28, 629, 648. 649. 650, 651, 652, 653, 654, 655, 656(4), 657(5). 658(2), 662. 667, 668. 669(2), 670(5). 671 (5). 674. 690(5), 691, 739. 740(7), 741. 742. 750(2). 79,, 792(->), 793 (1»), 794, 799, 793 793 761. 762(2). 771. 778. 779(4). 780(2). 789(2). 791, 792. 810(4). 811. 828(2). 834 892. 855(4). 859. 860. (Thurgan, Landgrafschaft, Forts.) 876(4). 877(5). 882(2). 883. 884. 944(4). g45(b). 943. 963. 968. 976. 985(2). 933. 937. 933. 939. 994. 995. 996. 1032, 1039. 1044, 1070, 1071(2). 1076, 1077. 1078. 1085(2), 1086(7). 1087, 1089. 1090, 1091. 1094, 1103(4), 1111(4). 1112(2). 1113. 1117(5). 1118(2). 1120. 1121(4). 1122. 1123. 1124(4). 1125(5). 1131(2). 1132(2). 1I52(°). 7753 (0). 1138. 1179. 1180. 1181(4). 1183. 1184(4). 1185. 1193(4). 1194(2). 1195(2). 1202(2). 1219. 1238. 1244. 1245. 1272, 1287, 1312. 1313, 1314(5), 7375 (4). 1329. ,33». 1334, 1335. 134». 1341. 1342(4). 1344. 1345. 1373. 1384(2). 1335. 1389. 1390. 1405. 1406. 1414(2). 1415(2), 74,7. 4473, 1419, 1420, 1433(2). 1447, 7442, 1453(5). 1454(2), 4455. 1456, 1458(5), 1459, 1460, 1465. 1467(2), Tirol, 81, Tobel, Gemeinde, 500, 506. 561, 690. 968. „ Johann!tcr-Hans. 382(2), 439. 451 (2). 495. 496. 505. 506, 532, 657, 690, 740. 750, 763. 779, 828. 962. 1072, 1086. Toggcnburg, Grasschaft, 7, 164, 202, 367. 505, 611, 705. 713. 734, Landrecht mit Schwyz nnd Glarns. 1135, 1163, 1164. 1329. 1403, 1423, Zerwürfnisse mit dem Abt von St, Gallen. 883. 1009. 1021, 1022, 1099, 1358, 1389, wegen Gefällen, Stenern, Tagwcn :c. 1099. 1135. 1 158. 1159, 1160, 1I6t, 1 162, 1164. wegen der geistlichen Lehen und der neugläubtgen Prediger. 1021. 1022, 1161, 1162(2), 1163. 1161- 1358(2). — S, n, Anregung des Loskaufs, 1163, Reibungen mit St, Johann und Magdenan, 877. 98«, 1021, t409, 1410, 1423. Reformation. 1219. 1329, 1334. 1335. 1358. 1389, 1396(2)- 1397(2), 1423, 1438, Verhandlungen mit Schwyz, des Glanbens wegen, 87«. 1329, 1334, 1335. 1358, 1389, 1403. 1404(2), 1407. 1409(5), 1470(0). ,411(5). 1423. 1425, 142«, Parteinahme Zürichs für die Nenglänbigcn, 1358(2), 7994, 1403, 1407, 1409(2), 74777, 7477, 74,2(2). Anschluß Berns, 1407, 1409, 142«. Vermittlung der drei Orte Basel:c. 1411, 1426(2). Toledo, Bisthum. 81, Torna (? Thurms), 249, 1011, 1014. Tortona. 81, 3K7, Tost, Wirth. 361, 3«3, 371, 377. 381. 393, — Vgl, Zürich, Toscanien, 156. Tonrnay, 138, 147, 149. Travers, s, Val Travers, Trecate, 414, Tresa, Treis), 169. 311, 323. 361, 373, 432. 441, Orts-Register. Triboltingcn, 50». 56». 1414. Trient. 7k. lk». Triese». 1323. Trüb. 206. Trüllikon. 438. 151(2). 5S7. Trnnge». 704. Trnttikon. 45». 492. Tübach. 634. 722. 723. Tnbr rinnen. IUI. Trrckingen. 659. 660. Turin. 130. 308. 483. Türkei. 86. 11». 161. 177. 18». 19». ISS. 226. 213. 244. 259. 296. 300('"). gig, g26. 364. 971)2). 618. 957. 967. 100». 1273. 1299. Türlheim. 666. Tnttwiler Berg. 499. 561. Trviel, Hohmtiviel. 51. 66. 69(H. 7». 74. 79. 84. 8». 87. 242. 245(2). 247. 251. 254. 255. 258. 49». 694(2). SSV. u. Ueberliugen. 66. 615. 631. „ komthurei. 382. Uhwiesen. 1343. Ulm. 598. 601(°). 1236. 1248. 1252. 1258. 1259(2). 1265. Ulmiz. 417. Umbria. 154. Ungarn. 84. 85. 11». 195. 1»»»- Untereggen. 632. 705. 72». 721. Unterseen. 1421. 1466. Unterwaiden. 5. 6. 7(2). 2». 3». 37. 38. 39. 54. 9». 98)-). II». 115, 127. 157. 172. 182. 183. 185. 186. 19a. 213. 247. 249. 251. 253(2). 263. 272. 285. 286. 294. 331. 334. 337. 468. 486. 488. 495. 524. 541. 549. 69». 691. 700. 751. 798. 818. 819. 831. 964. 11. 1032. 1V55. 10S6. 1108. 1IU>> >N7- Bündnis; mit Frankreich; Solddienst,'c. 2». 3». ' 82. 98. IIS. >64. 182. 183. 191. 209. 218. 116. 49». 976. 991. 1119. 1491. 1492. Stimmrecht in der Tagsatznng. 189. ^ s> Streit mit Bern, wegen Dieboid Meyer. 247. -.18. 25». 261. 272(l>). 273(2). 278. Verhältnis) zur Glaubensändernng. 345. 36». 31 . 869. 922. 120». 1294. 1424. . Schirmvogtei über Klöster. 360. — Vgl. Kugel erg. Verhalten in den Berner Unruhen. u-»7. >3» ' ^ 1368. 1379. 1401. 1402(2). ,421. 1422. 143». 1431)- 1432(2). 1433. 1435. 1436(2). 1437. 144». 1147. 1166. 1467. 1 169(2). ^ ^ Verantwortung gegen die Klagen Berns. 148^. .. .. Vgl. Nid.vn.den; Obwa .den; V Orte; III, IV Wald, statte; Nt.-R. Bünde, ReligionLsache», -c. . Urbino, Herzogthnin, Stadl. 105. 154. 16». 1002. Uri. 5. 6. 7. 16. 20. 27. 3». 39. 43. 53. 82. 90. 98. 102. 103. II». 115. 145. 146. 147. 151. 163. 170. 172. 180(2). 182. 185. 186. 187(2). 189(2). igg ^7 206. 214. 228. 235(2). 251. 255. 258. 262(2). 263(2). 272(2). 285, 308. 314. 331. 334. 349. 365. 383. 389. 431. 524. 528. 58». 599. 626. 689. 788. 798. 831(4). 840. 856. 866. 945(2). 986. 1007. 1055. 1069. 1079. 1168. 1169. 1204. 1218(2). 1274. 1288. 1291. 1311. 1323. 1408. 1450. Bündnis; mit Frankreich; Solddienst ?c. 20. 30. 39. 82. 98. (146). 157(2). 158(2). 163. 164. 209. 218. 226. 365. 415(2). 4ig, 482. 907. 911. 967(2). 117». 1178. 1196. 1491. 1492. Handel mit den Kanflenten von Schawatz und Antwerpen. 243. 245(y. 246. 247. 25». 254. 256. 262. 277. 281(2). 282. 283. 285. 286. 287. 294. 306. 309. 312(2). 344. 318. — Vgl. P.-R. Barillo; M.-R. Rechtshändel. Kündnng des Bundes mit Savoyen. 312. 324. Besondere Verhandlungen mit Mailand. 1088. 1094. I l»4. 1107. 1109. III». — Vgl. Mailand. Aufbruch zum Schutz der ennetbirgischen Vogteien. 429(2). 43». Rückforderung des aus Livinen geliehenen Geschützes. 626. 702. 703. 958. Stellung zu Granbünden. 800(2). Reibung mit Lncern wegen Verkchrsfragcn. 1482. Fürtaus. 1482. — Vgl. M.-N. ^ Innere Unruhen. (1521:) 157. 195. (1528:) 1332. Verhältnis; zur Reformation. 360. 422. 571. 584. 691. 74». 742. 766. 811. 845. 869. 873. 894. 922. 1205. 1219. 1269. 1274. 1275(2). 1276. 1279(2). 1341. Stellung zu den Berncr Unruhen. 1348. 1436(2). 1444. 1447. 1469. Vgl. III und IV Waldstätte; V Orte; auch M.-R. Herrschaften, gemeine, VI. 6); Religionssache». St. Ursanne, Ursiz. 443. Ursern. 7. 429. Heßlingen. 629. 1112. Uiwyl. 50». 561. Utznnch. 705. 1108. 1 109. 1333. Utzwyl. 1USS. Ober-U. 1»61. V. Vaduz. 151. 757. Valangm, Valendis; Grasschaft. 56. 169. 45». Lehenstreit zwischen dem Bischof von Basel und den XtlOrren. 26. 28. 48. 74. 79. 8». 172. 29». Lehcnvcrhältniß zu Neuenbürg. 29». Marchstreit mit der Stift Basel. 57. 197. 88». 881. Orts-Register. (Valaugin, Grafschaft, Forts) Marchstreit mit Neuenburg (am Chaumout zc.)> 41. 42. 45. 47. 313. 330. 333. 337. 351. 453. 468. 486. 676. 750. 754. Burgrecht mit Bern. 1422. Vgl. Herrschasten, gemeine, V. Val Camonica. 254. Val Cuvio. 149. 868. Valladolid. 267. 335. Bat Rnz.. 494. Valsolda, Valzol, Waldsold sc., Schloß. 361. 365. 427. 430. 432. 441. 442. 480. 481. 487. 507. 599. 603. 661. 662. 703(2). 704. 751. 77 -j, 797. ,027. 1037. 7940. 1055(2). 1072. 1094. 1104. 1109. III3. 1114. 1148. 1166. 1180. Val Travers. 41. 66. 108. 192. 291. 433(2). 943. 1101. 1139. 1145. 1336. Varese. 116. 180. 181. 189. 272. 323. 347. 389. 831(2). 834. 944. 1023. 1040. 1153. 1170. 1194. Banrmarcus, Herrschaft. 108. 368. 582. Veltlin. 67. 174. 176. 182. 324. 417. 599. 800. 998. Venedig. 36. 64. 76. 96. 113. 126. 130. 143. 254. 867. Freundschaft und Vündnist mit Frankreich. 100. 122. 123. 125. 126. 160. 250. 362. 367. 368. 531. 571. 604. Durchpaß für eidgenössische Söldner. II3(H. 114. 115. 122. 124. 125. 126. 127. 143. Theilnahme an den italienischen Kriegen. 100. 113. 114. 115. 122. 123. 125. 126. 127. 131. 142. 143. 16». 184. 250. 306. 315. 324. 332. 336. 340. 366. 367. 368. 330. 388. 538. 990. 995. 1000. 1001. 1003. 1012. 1014. 1097. 1107. 1110. 1196. 1377. — S. U. Friede und Bündniß mit dem Kaiser. 319. 323. 326. Neutralität. 539. Theilnahme an der Liga von Eognac. 939. 952. 954. 957. 966. 967. 1097. Verhältnisse zu Graubünden. 64. 388. 415. 417. 998. Vercetli, Stadt, Gebiet. 367. 389. 39». 392. 414(»). 415(2), 425. 426. 483. 484. 613. Vercetli, Bischof. 416. Vergier, Berget), zc. 285. 291. Verrieres, Herrschaft. 41. Verzasea, Dhal. 54. 212. 305. 413. 958. 111-1. 1347. Vidcgnlphe (?), Pavia. 586. Menne, Erzbischof, Ofsicial. 940. II 52. 1191. 1192. 1297. 1305. 1306. Vigevano. 186. Vigogna. 201. 605. Villars les Maines. II38(^). — S. Müncheuwyler. Villeueuve („Nüwenstatt"). 863. Villigen, Schenkenberg. 48. 67. Villiugen, Stadt. 187. 193. 195, 530. Stellung im Bauernkrieg. 686. 687(»). 688. Vilmergeu. 614. Vitalion, Vitaliau, Schloß. 446. 481. 487(2). 497(2). g04. 506(2). 856(2), 866. 1054. 1072(2). Viterbo. 1072. Virus. 351. W. Waat, Landschaft, Landvogt. 93. 94. 120. 261. 324. 449. 1083. 1084. 1417(2), 1457. — Vgl. Savoyen. Wädensweil; Gemeinde, Eomthnrei. 40. 360. 364. 377.394. Wagenhauseu. 500. 507. 1112. 1123. 1152. >342. Wagenthal. 295. Waldburg. 888. Waldenburg. 641(2). g42(l>). 643, 644(2). 645(5). Waldkirch, St. Galleu. 553. 706. 718. 719. 1055(2). ,057^), 1058. Waldstätte am Rhein. 516. 530. 663. 665. Waldshut, Stadt. 175. 488. 906. Reformatio». 444. 473. 488. 489. 490. 511. 516. 523. 529. 531. 566. 601. 602. 661. Empörung gegen die Herrschaft. 510(2). 5)6. 517. 522. 523(»). ->^>4, 52g, 526. 528. 536. 757. 801. Strafmaßregelu der Herrschaft. 516. 517. 906. Eidgenössische Hülfe und Vermittlung. 517("). 518(2). 522. 523. 528. 529. 530(2). 531. 536. 539. 557. 559. 565. 566. 567. 601. 602. Vermittlungsversuch des Markgrasen von Baden. 522. 523(2). 530(S). Project einer Schuhverbindung mit Zürich, Basel und Schasshausen. 543. 514. 601. 602. Vgl, Oesterreich; Zürich ; auch M.-R. Botschafte»; Briese. III Waldstätte, resp. 2V2 Orte. 5(2). 6. 28. 115. 146. 568. 626. 1027. 1079. 1088. 1094. 1104. 1107. 1109. 1110. II35. II65. 1166. 1167. 1169(2). Münzaugelegenheiteu, besonders von Belleuz. 1071. 107b- 1134. 1147. 1148. IV Waldstatte. 207. 255. 256. 261. 323. 33». 370. 429. 430. 489. 490. 529. 580. 764. 773. 856(2). gg). 1002. 1064. 1134. 1166. 1269. 1306. 1332. 1406. 1426. 1482. — Vgl, V Orte. IV Waldstätter Kapitel. 36». 378. 403. 404. 580. Walensee. 295. Walenstadt. 535. 584. 624. 669. 670. 779. 836. 837(")- 862. 944. 1056. Wallis. 18. 20. 22. 137. 141. 145. 201. 247. 253. 256. 258. 276. 307. 324. 535. 334. 962. 1195. Streit mit Schinuer. 25. 27. 45. Acht und Aberacht. 25. 43. 45. Angelegenheiten des Bisthums Sitte». 276. 280. 481. 484. 811. 964. 1444. 1452. 1517. 1518. Abtei St. Moriz. 481. 484. Orls-Negister. (Wallis. Forts.) Streitigkeiten mit Bern, wegen beidseitiger Rechtsame in der Rhone. 738. 739. 862. 1444. 1SI9. Bnndesverhältnissemitden Eidgenossen. 43.395.1518.— S.u. Burg- »nd Landrecht mit Lncern, Uri. Untcrwalden. 1279. 1450. 1518. Bewerbung um eine Aenderung und Erweiterung. 1279. 1450. Theilnahme Freibnrgs. 1470. Verhältnis! zu Bern. 854. 862. 1518. Bündnis; mit Frankreich; Solddienste w. 20. 22. 98. 104. 107- 164. 183. 209. 219. 415(2). 416. 482. 605. 819. 967. 1491. 1493. Verhältnis; zu Mailand. 605. 613. Verhältnisse zn Savoyen. 43. 137. 138. 139. 146. 163. 468. 469. 482. 854. 862. 864. 1067. 1205. 1218. 1220. 1270. 1519. Rüstungen. 862- 863. Verhältnis; zu Genf. 1067. 1517. Bnndniß mit Savoyen. 1320. 1516. Verkehrsverhältnisse. 1519. 1520. Pensionen. 1519. Stellung zur Reformation. 529. 541. 549. 569. 570(2). 771. 893. 964. 1219. 1227. 1231. 1267. 1269. 1270. 1279. 1328. 1410. 1437. 1451. Verhalten in den Berner Unruhen- 1348. 1377. 1435(2). 1436(2). 1444. Waltalingen. 49. 297. 474. 475. 491. 492. 493. 508. Wangen, Stadt. 611. Wart, Thurgan. 564. Wasserburg. 987. 1007. Wasserfallen. 640. Watertingen (k). 746. Wattn»)!. 1412(2). Weesen, Wesen. 101. 162. 364. Weibelhnb, Toggenbnrg. >160. Weinfelden. 83. 500. 507. 560. 629- 670. 763. 778. 876- 1418. Weingarten. 628. Weiningen, Zürich. 359. 370. 371. 376. 377. 381. (384). 395. 399. 401. 525. Niedere Gerichte. 360. 376. 395. 399. 401. 435. 445. 524. 527. 532. 556. 559. Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, 1. 1). Pfründe. 1122. Weißenau. 1466. Weiterdingen. 598. Wellenberg, Thurgan. 373. 438. IUI- Welters Höfe. 553. Wengi, Thurgan. 500. Ii 19- Weningen- 662. 1182. — Vgl. Obcr-Weningen. Wcrdenberg, Herrschaft. 1323. Werdenberg, Empörung gegen Glarns. 797(2). 79g. „ Grafen. 1155. Westfalen. 76. Wettingen, Abtei. 14. 194. 255. 257(H. 263. 357. 362. 368(2). Z72. 383. Zg4. 386. 390. 414. 437. 453. 532. 570. 582. 932. 954. 1117. 1118. 1122. 1179. 1291. Wide», Wyden. 175. Widnan. 241. 644. 888. Wiesen. 961. 1319. 1320. Wigoldingen. 507. 561. 1112- 1418. Willisau. 295. Windsor, Schloß. 227(2). Winterthur. 212. 328. 404. 475. 489. 537. 754. 756. 979. 1238. Wistelach. 97. 417. Wittenbach. 715. 716. Wahlen. 662. 689. 772. 1123. 1340. St. Wolfgnng, Kirche. 364. 464. 1323. Wolmatingen. 629. 1382(2). Worms, Landfriede von W. 178. — Vgl. M.-R. Reichstage. Wülsikon. 1161. Wnnnenstein, Wonnenstein, Kloster. 438. 509. 523. 539. Würenlos. 615. 994. Würtemberg, Herzogthnm. 187- 193. 203. 230. 255. 259. 489. 490. 627. Angelegenheiten Herzog Ulrichs. 22. 29. 30. 43. 49. 51. 66. 67. 68. 69(5). 70(4). 74. 79(2). 223. 251. 254. 255(2). 258. 259. 262. 273. 274. 275. 314(2). 353. 362. 613. 614. 772. — S. N. Ulrich im Dienste Frankreichs. 43. 49. 51. 223. 583. Acht. 51. 69. 85. Bnrgrechtsverhältniß zn einzelnen Orten. 29. 30. 70. 84. 90. 223. 273. 274. 275. 287. 288. 317. 627. 628. 661. 673. 739. 750. 751. Streit und Krieg mit dem schwäbische» Bund, resp. Oeslerreich. 67. 68. 69. 70. 74. 79. 84. 85. 87. 90. 132. 305. 306. 308. 309. 583. 596. 598(2). 600. 603. 605. 613. 627. 673. 769. 882. Anschläge zur Eroberung des Herzogthums; Feldzng von 1525. 255. 258. 259. 262. 277. 490. 499. 548. 583. 596. 597(4). 598(4). 599. 60». 605. 606. 611. 627. 693. — S. U. Werbungen in der Eidgenossenschaft. 255. 258. 259. 539. 548. 570. 596. 597. 598(°). 602. 627. 887(2). Verhandlungen mit Zürich. 540. 548. 549(2). 597(2). Verbindung mit den empörte» Baner». 490. 510(2). 59g. 743. Eidgenössische Vermittlung. 603. 605. Wahrung der eidgenössischen Neutralität- 499. 510(2). 511. 539. 548. 570. 583. 596(2). 5g?(2). 598(S). 599. 600. 882. Besitz von Mümpelgard. 223. 274. 661. Verhandlungen mit Solothnrn und Basel, wegen Blamont -c. 521. 522(2). 583. 581(4). 207 Orts-Register. (Würtemberg, Herzogthum, Forts.). Abtretung des Geschützes au Nothweil. 605. Besitz von Twiel. 51. 66. 69(«). 70. 74. 79. 84. 85. 87. 242. 245(2), 247. 254, 254. 258. 490. 510. 609. 694(2). 880. Bezüglicher Zwist mit Haus Heinrich vou Klingenberg, s. P.-N. Kliugeuberg. Beschlagnahme und Verkauf vou (uürubergischeu) Kauf- mauusgüteru. 661. 669. 669. 671. 672(2). 673. 676. 69». 694(2). gg5(l!), 73g. 750. 754. 754, Streit mit Graf Wilhelm vou Fürstenbcrg, um die Herrschaften Oranges -c. 279. 274("). 275(°). 287(2). 288(«). 289. 294. 299. 305. 308. 314. 316. 317. 318. Begünstigung der evangelischen Lehre in Mümpelgard. 525. 531. Vgl. Basel; Bern; LucernSolothnrn; auch M.-R. Briefe; Bündnisse; Kriege; Tagsatzuug. Wyl, Stadt. 13. 67. 297. 481. 496. 585. 611. 637. 673. 683(2). 6g4, 74g, 97g, 4343, 4344. 4332, 4333, Stadtverfassuug; Wahlrechte des Abtes vou St. Galle». 683(2). Hosbeamte. 636. 704. Mühlegewerb. 683. 733. Fischenzeil und Jagdrechte. 683. Abgaben und Steuern. 684(2). Kosten für Wehraustalteu :c. 683. 681. Spital. 1111. 1112. Verhältnis; zur Reformation. 554. 1111. 1453.1455. 1158. Vgl. St. Gallen, Abtei. Wyl, Sundgan. 325. Wylberg. 637. Wyler, f. Mnnchenuiyler. Wyler, B. Basel. 1075. Wylersfeld. 1161. A- Merten, Vverdo», Jferten. 94. 717. 863. 892. 911. 983. 984. 1005. 1029. 1378. 1387. Nvonnand; Herrschaft, Kirche, Comthnrei. 291. 369. 491. 747. 863. 983. 1115. 1378(2), Z Zabern. 664. 665. 673. 681. Zell, am Bodensee. 684. 685(H. 686. 687. 691. 695. 701(2). 746. 758. 764. Ziberwange». 728(2), 734, Zihl, Thielle, Fluß; alte und neue. 36. 37. „ Herrschaft an der Z. 675. 676. 750. 810. 1101. 1118. Zihlschlacht. 671. Zo,tilgen, (Matstatt). 270(5). 279. 285. 286(2). Zuben, zu der. 500. Zug, Stadt, Ort. 7(2). 27. 30. 45. 82. 90(2). gg. gg(g), 101 (2), 110. 115. 127. 138. 145. 151 (2). 459, 475. 185. 186(2), 499(24, (,94 203. 209. 212. 213. 214. 228. 230. 235. 249(2). 251. 253(2). 263. 272(2). g?7. 285. 291. 330. 334. 377. 423. 438. 468. 486. 524. 596. 603(2), 945. 994, g28. 835. 836. 867. 878. 976. 1007. 1011. 1071. 1079. 1227. 1332. 1448. 1451. Bündnis; mit Frankreich; Solddienst :c. 20. 30. 39. 82. 157. 158. 164. 183. 191. 197. 209. 218. 226. 412. 416. 1491. 1493. Verhältnis; zur Glallbensändernng. 360. 364. 378. 403. 423. 529(2). 867. 869. 922. 1227. 1431. 1436. 1476. Verhalten im Jttingerstnrm. 464(2). Verhandlungen mit Zürich. 1414. 1438. 1439. Vgl. V Orte. Zürich. 6. 7(H. 8. 9. 16. 19. 25. 27. 28. 31. 34. 38. 39. 40. 43. 44(2). 49(4). 47(2), 49(2). 59(2). 5z(2), 59(4). 57. 67(2). 9g. 99(4). 79, 71, 79. gg(2), 99, g>, 9g, 101. 102. 103. 105. 106. 110(»). 116. 121. 123. 130. 139. 144. 145. 149. 151(H. 153. 157. 160. 161(2). 163(2). 794(2). (gg. igg. 799. 779. 772(0), 774. 176. 177. 180. 181. 182. 183(»). 184. 185. 136. 187. 189. 191. 194. 198. 199. 201(2). 202(2). 203(2). 204. 208. 214(2). 215(2), 219. 224. 229. 231. 239. 242. 245. 250(2). 255. 263. 27». 281. 282. 285. 286. 295. 297(«)- 300. 301. 312. 319(2). ggg. 328. 331. 338. 356. 359(2). 382. 419. 424(2). 436. 438. 445(2). 470. 481. 539. 541(2). 949. 599. 97g, 99g. 99g. 977. 92g, 683. 690. 691. 692. 706(2). 810. 839. 852. 882. 883. 888. 891- 892. 908. 946(H. 1056. 1074. 1086. 1117. 1118. 1153. 1181. 1182. 1183. 1194. 1195. 1226. 1267. 1274. 1292. 1313. 1329. 1343. 1408. 1412. 1419. 1420. 1447. 1454. 1464. Verhältnisse zum Ausland überhaupt. 371. — S. u. Ablehnung der Vereinung mit Frankreich. 19. 28. 29. 3V. 31. 38. 39. 40. 44. 46. 68. 106. 133. 152. 135. 166. 182. 188. 196. 209. 217. 224. 228. 229. 234. 276. 283. 285. 321. 326. 328. 371. 393. 467. 563. 565. 569. 592. 1299. 1491. Theilnahme an dem ewigen Frieden mit Frankreich. 38. 39. 1002. Verhältnis; zum Reich und zu Oesterreich. 19. 51. 68. 76. 149. 163. 209. 226. 370. 436. 511. 517. 526. 531. 532. 536. 537. 539. 557. 559. 570. 578. 598. 746(2)- 883. 1299(2). Verbote und Strafen gegen Solddienste zc. 166. 167. 194. 201. 202. 209. 217. 228. 230. 233. 238. 328. 376. 394. 603. 693. 1074. Eidg. Verhandlungen wegen Begnadigung straffälliger Hanpt- lente und Knechte. 194. 195. 199. 201. 2l6. 224(2). 230. 231. 232. 234. 237(2), (.42. 246. 250. 256- / Orts-Negister. (Zürich, Forts.) 263. 264. 266. 267. 276. 283. 378. 394. 418. 467. 503. 762. 858. 1028. Reisläufer. 535. Kriegshiilfe für den Papst. 90. 9l. 95. 96. 98. 102(»). 103. 105. 116. 121. 122. 123. 124. 125. 127. 128. 142. 143. 144. 149. 151. 153. 155. 159. 165.. 166. 248. 326. 378. 394. 395. Verhandlungen wegen der Soldrückstände. 234. (245). 301. 302. Spannung mit den für Frankreich verpflichtetes Orten. 121. 123. 124(2). 307. 314. 315. 322. 326. 328(2). 370. 371. 378. 394. 395. 563. — S. 0. Beziehungen zu Würteinberg, besonders Herzog Ulrich. 259. 540. 548. 549(2). 597(2). 59g. 661. 837. Bnrgrecht mit dem Grafen von Sulz. 515. 516. 527. 698. Belheiligung bei dem Waldshuter-Aufrnhr. 510. 511. 516(4). 5I7(°). 5I8(»). g24. 525(2). 526. 528. 531. 532. 535. 536(2). 5Z7. 539. 557. 55g. 565. 533. 567. Versuche zur Vermittlung für die Waldshntcr. 516(2). 5l7. 518(2). 522. 523. 525. 526. 529. 530. 531. 532(2). Anthcil an dem Project einer eidg. Verbindung mit Walds- hnt. 543. 544. 601. 602. Vgl. Oesterreich; Waldshnt. Theilnahme an den Verhandlungen über'ein Burgrecht mit Straschnrg. 543. 544. 551(2). 609(2). 733. Vermittlung im Bauernkrieg. 516(4). 525. 527. 615. 626. 628. 647 (2). 664. 665(2). 677. 678. 679. 680. 681. 684. 685. 687(2). 693. 694. 697. 698(2). 700 (2). 701(2). 702. 735. 744. 746(2). 75g. 757(1). 758(4). 759(2). 760. 767(2). Mi. 802. 832. 833. Antheil zürcherischer Uuterthanen, wirklicher oder verinu- theter. 525. 528. 547. 553. 693. 694. 801. Bnndesverhältnissc mit Eidgenossen: Bundesbeschwörung z Ausschluß. 952. 953. 962. 968. 971. 972(2). 973. 975. 986. 991. 1044. 1102. 1279. 1283. 1291. 1292. 1295. 1312. 1328. 1353. 1354(2). 1355. 1356. — S. U. Beschwörung mit Schwyz. 1385. — S. u. Verhältnis; zu Bern. 123. 124. 309. Bnrgrecht mit Sar und Forsteck. 505. Bnrgrecht mit Einsiedel,,. 1127.1129.1130(2). 1180. 1183. Vermittlung in Basels Handel mit Gallicians Witwe. 1198. 1201. 1204. 1205. 1211 (2). Vermittlung in eidg. Volksbewegungen. 641. Theilnnhine an der Behauptung der eunetbirgischen Vog- teien. 201. 202(2). 209. 231. 437. 442. 853. Besieglung der ennetbirgischen Jahrrech,uuigs - Beschlüsse. 441. Streit über die Bcvogtigung der Landschaft Mendris. 234. 255.. 256. 258. 263. (Zürich, Forts.) Regierungsverhältniß zu Thurgan. 588. 599. 758. 791. 877. 1070. 1152. 1238. 1244. 1312. 1314. 1330. 1349. 1367. 1368. 1372. 1399. 1405. Oertliche Angelegenheiten. 1) Weltliches: Marchstreit gegen Thurgan. 175. 186. 212. 213. 222. 230. 235. 236. 241. 254. 262. 271. 283. Gebietsverletzuug durch Thurganer. 882. 946. 968. March auf dem Hörnli. 1313. Rechte i» Stein a. Rh. 508(4). 59g. 524. 545. 546. 587. 588. 590. 592. 593(2). 594(1). Mg. M7. 617. 622. 671. 740. 765. 789. 791. 81». 817. 884. 889. 1102. 1112. 1152. 1183. 1195. Gerichtsbarkeit in Stanunheiin, Nußbaumen :c. 603(4). 622(4). 623. 779. 810. 811. 817. 855. 873. 1102. — Vgl. Stammheini. Verhandlungen mit Schafshausen, wegen der Gerichtshoheit auf der Rheinbrücke. 1472(4). 1473. 1485. Märchen gegen die Grafschaft Baden; Gerichtsbarkeiten. 360. 370. 376. 384. 395. 399. 435. 445. 502. 524. 527. 532. 556. 559. 1182. 1187. 1189. Vgl. Weiningen. Streit mit den siebe» Orten und Bremgarten wegen der Appellationen von Lnukhofen. 526. 542. 580. 585. 586(4). Mg, 674(0). Ml, 749. 772. 77g. 774. 796. 799. 311. 975. 976. 987. 991. 995. 1007. 1023. 1024. 1025(4). 1031. 1032. 1035. 1036(4). igM. ;»54. 1055. 1072. 1073. 1086. 1123. 1131. 1179. 1182. 1339. 1343. 1373. 1390. Handel mit den, Herrn von Hallwyl. 814. Aufragen bei den Gemeinden. 38. 39(4). 54g, Bewegung der Bauern. 629. 1321. Streit mit den, Grüninger Amt. 1225. 1226. 1285. 1339. 1369. — Vgl. Bern. Kornhandel und Schisfahrt. 1324. Schütze». 1381. 2) Kirchliches; Reformation: Allgemeines. 255. 257(4). 295. 308. 309(2). 310(4). (313). 314. 331. 342. 343. 344. 345. 356. 357. 359(4). 360(4). Zöl(S). 364(>). 365(4). 369. 37». 371. 374. 375(4). 376(2). 377. 37g. 379. 380. 381. 382. 383. 384. 385. 386. 393. 394. 395. 398. 399. 400. 401. 402. 403. 404. 405. 406. 412. 413(4). 420. 421(4). 422(4). 437. 438. 444. 445 (2), 447(2), 448 (°). 450. 451. 452. 453. 454(4). 455, 4S6. 457. 46». 466. 467(2). 473. 489. 49k>. 493. 499(2). 594. 502. 503. 509. 511. 515. 516. 517. 520. 524(4). 525(2). 527(2). 529(2). 531(2). 540(2). 545. 546. 547. 548. 549. 556. 557(2). 558. 559. 562. 563. 564. 565. 566. Orts-Register. (Zürich, Forts.) 567. 568. 569. 571. 589. 590. 604. 606. 615(2). 622(2), g2Z. g29. 662(2), 573, 374, gg;, 75g. 757. 758. 759. 763. 764. 765(2). 766. 771. 772. 777. 778. 806. 813. 814. 815. 816(4). 833. 834. 839. 843. 845. 851. 852. 861. 871. 872. 890. 904. 906. 907. 918. 919. 920. 923. 943. 954. 961. 963. 965, 993. 994. 996. 1040. 1076. 1078. 1079. 1080. 1081. 1082. 1117. 1122. 1139. 1183. 1184. 1195. 1228. 1265. 1287. 1292. 1328. 1392. 1394. 1410. 1419. 1453. — S. u. Glanbensgespräche. 263. 342. 343. 344. 345. 359. 398. 401(»). 512. 515 515. 623. 842. 844. 845. 899. 901. 923. 1140. 1289. Bildersturm in Weiningen. 359. 401. Aufläufe daselbst. 360. 370. 371. 376. 377. 399. Bildersturm uud Uuruheu iu Stamnihcim zc. 360. 377. 445. 454. 457. 474. 477. 511. 545. 589. - Vgl. Nußbäumen; Stammheim; auch M.-R. Herrschaften, gemeine, II. Strafen gegen Frevel uud Schmähungen. 370. 371. 374. 375. 377. 381. 393. 396. 401. 531. 540. — S. u. Klöster und andere Stiftungen. 437. 489. 520. 571. 579. 657. 740. 810(2). ,811. 831. 887. 985. 99». 1011. IUI. 1116. 1121. 1126. Pfrnndstreitigkeiten mit geistlichen Eollatoren (Einsiedel», Kreuzlingen, Rheinau, Wettingen). 450. 451(4). 511. 5Z5. 557 gig 357 74». 990. 1117. 1118. 1122. 1179. — Vgl. Aadorf; Marthalen; Thalweil; Trüllikon w. Eollaturen in andern Gebieten. 1287. Münzen aus Kirchengnt; Verdacht. 975, 1052. Rechtshändel unter Geistlichen. 520(2). 521 st>). 524. 558. Kamps mit den Wiedertäufern. 1139. 1140. 1141. 1142. 1143. 1165. 1166. 1189. 1369. 1395. Verkehr mit dem Papste. 839. Verhandlungen mit dem Bischof von Eonstanz. 342. 343. 344. 841. 845. 897. Ehegericht. 662. Verhältnisse zu den altgläubigen Eidgenossen: Vertheidigung der kirchlichen Neuerungen. 309. 359. 369. 394. 395. 398. 456. 501. 502. 562. 778. 814. 1042. — Vgl, M.-R, Denkschriften; Vorträge. Eidgenössische Botschaften an Zürich. 361. 373. 375(2), 376(4), 381, 410. 455. 463. 562. 564. 765. 771. 773. 777. 778. 798. 814. 834. Botschaften von Zürich an die Tagsatznng oder einzelne Stände. 360. 361. 369. 370. 371. 465. 466(2). (Zürich, Forts.) 467(2). 5gz, 50Z^, 545. 54g, 553, 537, 813 816. 834. 851. 861. 1050. 1051. 1081(2). 1473, Vgl. M.-R. Botschaften. Erbieten zur Annahme besserer Unterweisung. 401. 406. 421. 447. 448. 466. 501. 502. 506. 509. 547. 564. 567. 568. 569. 766. 772. 778. 816. 817. 862. 872. 886. 894(2). ggg, gg?. gzg, 993, 954. 1045. 1047. 1050. 1051. 1332. 1410. 1459. Theilnahine an der Disputation in Jlanz. 820. Verhältnis; zur Disputation in Baden. 473. 502. 505. 514. 515. 524. 541. 547. 548. 556. 838. 839. 862. 868. 877. 878. 881. 886(2). 891(2). 893. 894. 895. 896(2). 897. 899. 901. 905. 906(2). 919. 924. 925. 954. 1045. 1051(2). Betheilignng an der Berner Disputation. 1189(2). 1225. 1226(2). 1228. 1229. 1230. 1231. 1236. 1237. 1238(2), ;244. 194g, 1250. 1262. 1263. 1265(2). 1410. 1419. 1523. Buchdruckern und Buchhandel. 255. 413, 421. 422(2). 811. 842. 844. 845. 887. 1053. 1096. 1189(2). 1230. 1265. Kriegsdrohungen von Altgläubige» gegen Zürich. 361. 364(5). 365. 370. 378. 394. 421. 422. 423. 464. 546. 906. 1464. Verleumdungen und Verdächtigungen. 364. 370(2). 371. 385. 394. 401. 404(2). 495 (2), 455. 502. 518. 525(2). 526(2). 528(2). 529(2), 535. 547. 548. 553. 562(2). 599. 597, 59g. sgg (S). 591, 592. 693. 851. 882. 917. 1032. 1076. 1189. 1309. 1324. 1408. 1412(2) Ausschließung von eidg. Tagen. 369. 457. 463. 466. 501. 502. 505. 526. 534. 564. 565. 662. 740. 742(2). 759, 795. 799, 778. 739, 815. 829. 833. 834. 838. 839. 851. 852(2). 855. 856. 861. 862. 877. 886. 901. 919. 962. 968. 1002. 1041. 1043. 1070. 1195. 1269. Ausschluß von Verhandlungen betreffend gemeine Vog- teien und Schirmlande. 457. 540. 589. 765. 766. 778. 829. 836. 852. 853. 860(2). 876. 886. 964. 968. 977. 987. 994. 1057. 1098. 1267. 1286. 1331. Freiwilliger Ausstand in Berathnugen über geistliche Sachen. 540. 557. 589. 662. 663, 669. 750. 778(2). 943. 1070. 1147. Ausstand in weltlichen Angelegenheiten. 548. 567. 944(2), 1147. Schmähungen oder Neckereien gegen Altgläubige, 361. 363. 370. 371. 377. 381. 386. 393. 395. 396. 693. 914. — Vgl. Tost. Wirth zum Salinen; Jnjnrienproceß mit den altgläubigen Orten. 395. 396. 413. 540. Orts-Register. (Zürich, Forts.) Drohungen gegen Altgläubige. 499. 525. 541. 542. 571. — S. n. Rnstnngen. 526.^28. 585. 547. 566. 58». 882. 1288. 1244. 1245. 1431. Wachtanstalten. 471. 525. Anssendnng van Kundschaftern in das Gebiet der V Orte. 529(2). 1227. 1897. 1431. 1436. Verbindungen der Ilnterthanen mit den Thnrganern ?c. 473. 491. 492. 493. 608. 537. 540. 557. 501. 589. Verfahren im Jttinger Sturm. 461(2). 4gg(4). 464(2). 491. 492. 545. 564. 587. 588. 589. 591. Verdächtigungen wegen geheimer Urheberschaft. 462. 478. 589. 591. Theilnahmc zürcherischer Unterthanen. 462. 463(6). 464. 470. 473. 475(2). 477. 478. 491. 492. 493. 498. 508(»). 5,27. 53z. zgg, 54z. 54g. 546. 564. 566. 587. 589. 590(2). gg,. 607. 617. 621. 1089. 1090. Vgl. Stanimheim; Stein sc. Strafen gegen die Beteiligten. 471. 472(2). 473. 477(2). 489. 493. 495. 497. 498. 502. 524. 525. 527. 545. 558. 565. 566. 587. 588(2). - 589. 590. 591. 592. 621. 622. 857. 859. 892. 893. Bezüglicher Rechtshandel mit den nenn Orten. 498. 508. 509. 524. 527. 532. 533(2). 534(1). 535 (2), 536(2). 537. 540. 543(2). 544, 55,5. 552. H55. 557. 558(2). 559, sgg(2), ggg. 574. 579 (2), 580. 583. 584. 585. 587. 588. 589. 590. 591. 592. 593. 594. 595. 604. 606(2). 607(2). 608. 616. 617. 620. 621. 622(»). 623(2). ^4. ggg. 628. 662. 673. 839. 857. 859. 860. 867. 868(2). 869. 877. 878. 882(2). 997. 390. 892(2). 893. 906. 953. 954. 1027. 1031. 1044. 1053. 1073. 1074(2). 1086. 1089. 1090. 1091(2). 4994. 1096(2). III2. 1120. 1123. 1124. 1131(2). 1132(2). 1154. 1155. 1156. 1171. 1178(2). 1179. 1182(2). 1187. 1194. 1197. 1198/ Vgl. M.-R. Nechtshändel. Verhandlungen über die Aussagen Bachmanns, betreffend Kriegsabsichteil gegen Thnrgan. 537(4). 540. 542. 543. — Vgl. P.-R. Streit mit Landvogt Amberg. 532. 535. 537(2). 533. 541. 546. 558. 559. 560. 571. 608. 617. 622. 692. 753. 754. 811. 814. 860. 1126. Beschwerden über Sondertage altgläubiger Stande. 501. 1043. über auswärtige Verbindungen der V Orte. 816. 894. 1044(2). 4978. 4226. 1415. 1419. (1426). (Zürich, Forts.) Beschwerden über einseitige Schlnsmahmen der V, VI oder VII Orte. 852. 861.871.965. 971.1041. 1042. 1043. 1044. 1045. 1047. 1049. 1051. 1982. 1092. 1144. 1428. über Zerstörung von (geschenkten) Fenstern und Wappen. 1187. über den innern Verfall der Eidgenossenschaft. 1143. 1144. Empfehlung von Bündnissen mit befreundeten Nachbarn. 1144. Vermittlungsversuch der neutralen Orte (1527). 1041. 1042. I047(»)i 1049. 1050. 1056. 1061. 1062. 1063. 1064. 1065. 1069. 1070. 1092. 1093. Verfolgung von Schmähungen. 1027. 1381. 1414. 1458. Beschwerden über Murner. 920. 1043. 1050. 1051. 1052. 1053. 1082. 1095. 1096. 1483. Kamps um verheftete kirchliche Einkünfte und Güter im Thnrgan. 944. 986. 993. 1044. 1973. 1086. 1111. 1122. 1195. 1292. Streit mit den Gebrüdern Burger, wegen der Caplanei Mettmenstetten. 1116. 1122. 1155. 1156. 1168. 1170. 1171. 1179. 1195. Verdächtigungen betreffend Kricgsanschläge auf Thnr- ga». 1032. 1039. 1042. 1045. 1076. 1082. 1092. 1095. 1324. Verkehr mit Konstanz. 525. 528. 1070. 1076. 1077. 1982. 1324. — S. u. Gerüchte.über eine Verbindung. 1076.1077(6). 1078. 1081. 1092. 1095. Verhältnisse zum Ausland: Einfluß auf Kleggau. 527(6). 693. 698. 757(6). Kriegsgefahren von Außen. 1086. 1088 (6). 1999, 1415. 1419. Burgrecht mit Konstanz: Vorverhandlungen. 1196. 1200(2). 1201. 1202. 1203(4). ,294. ,214. 1215. 1510. Nach dem Abschluß. 1244. 1267. 1269. 1270. 1271. 1275. 1277. 1278. 1280. 1281. 1282(2). ,283. 1284(4). 1285(6). 1289. 1292(2). ,293. 1391. 1302. 1303. 1304(6). 131g. izig. ,3,7 1318(6). 1334. 1423. 1435. 1459. Vgl. Bern; Constanz. Förderung weiterer Bündnisse mit Eonstanz. 1213. 1225(2). 1226. 1265. 1310. Verhandlungen mit den Eidgenossen, wegen des Con- stanzer Burgrechts. 1292. 1293. 1295. 1312. 1328. Hülfsanstaltcn für den Kriegsfall. 1302. 1303. 1304. 1415. 1418. 1515. 1516. Verhandlungen mit dem Abt von Reichenau und andern Herren wegen der Häfte auf constanzische, Orts-Register, sZiirich, Forts,) zürcherische und bernische Kirchengüter. 1284. 1286. 1293. 1334. 1380. 1381(2). 1382(2). 1423. 1425(»). 1433. 1435. 1445. 1460. 1474. Verheftnng von bischöflich constanzischcn Einkünften. 1343. Einwirkung auf gemcine Herrschaftcn und Schirmlande. Verhältnis! zur Abtei St. Gallen. 611. 673. 682. 1331. 1358. 1406. 1411. 1455. Vertheidignng der nengtäubigen Gotteshanslcute. 1055. 1057. 1330. 1331. 1358. 1359. 1380. 1406. 1408. 1411. 1455. 1458. Parteinahme für die neuglänbigen Toggenbnrger. 1358(2). 1394. 1397. 1403(2). 1404, 1407. 1409. 1410. 1412. Einfltts! anf Thnrgan. 330. 331. 360. 380. 452. 556. 562. 604. 606(2). 022, «23. 629. 657. 740. 756. 763. 780. 791. 810. 834. 851. 852. 1045. 1152. 1282. 1288. 1399. — S. U. Botschaften an die Thurgauer. 1045. 1244. 1288. 1314. 1349. 1367. 1406. 1417. 1419. 1441. 1446. 1453. 1459(2). Strafproceß gegen Marr Wehrli. 1312.1313. 1314(2). 1315(2). Drohungen von Privaten. 1418. — S. 0. Verhandlungen mit Bremgarten. 1272. 1286. 1287. 1288. 1313. 1330. 1331(2). 1334. Forderung der Glaubensfreiheit für die gemeinen Vog- teien überhaupt. 1045. 1047. 1291. 1292. 1293. 1294. 1312. 1314. 1315. 1328. 1330. 1331 (°). 1332. 1334. 1349. 1367(2). 1368. 1369. 1372. 1380. 1381 (2). zggg, I39g(0). 139,. 1,03. 1405(2). 1406. 1407(2). 1498. 1409. 1410. 1411. 1414(2). 1415. 1417. 1419. 1424(2). 1428. 1438. 1442. 1443. 1446. 1447. 1448. 1455. 1458. 1459. 1466. 1484. 1485. 1524. Einfluß ans das Rheinthal und Poggenburg, f. d. Kampf gegen die Absichten der V Orte. 1285. 1286. 1287. I288(«). 1292. 1294. 1309. 1324(2). 1341. 1405. 1414. 14)5. 1417. 1418. 1419. 1420. 1431. 1433. 1439. 1444. 1445. 1447. 1458(4). 1459. 1467. 1485. Vermittlungsversuch der drei Orte und anderer Stände. 1407. 1408. 1424. 1442. 1443. 1446.1447. 1466. (Zürich, Forts.) konfessionelle Verhandlungen mit einzelnen Orten und Zugewandten: Verhältnis; zu Bern. 463. 464. 465. 765. 766. 806. 813. 814. 834. 851. 852. 906. 907(2). 1077. 1078. 1081. 1091(2). II3I. 1171. 1225. 1226. 1227. Christliches Bnrgrecht. (1226). 1334. 1335. 1339. 1345(2). 1349(2). 1350, 1331, ,338. 1391. 1404(2). 1444 Z400. 1521. Stellung im Aufruhr des Berner Oberlands. 1307. 1308(2). 1321(2). 1421. 1422. 1423. 1431. 1433. 1435. 1436. 1439. 1444. 1445. 1467. 1469. Strafanträgc gegen Unterwalden zc. 1433. 1445. Vgl. Bern. Streit mit Schwyz, wegen Diebold von Geroldseck. 1122. 1125. 1126. 1127. 1128. 1129. 113». 1131. 1154. 1155. 1171. 1172. 1178. 1179(2). 1180. 1182(2). 1183. 1194. 1197.. 1198. 1205. 1220. 1267. 1269. 1270. 1278. 1279. 1282. 1283. 1291. 1293. 1312. 1329. 1352. 1353. 1354. 1355. 1356. 1357. 1403. 1404. 1460. 1461. 1462. 1463. 1469. Vgl. Schwyz; auch M.-N.NechtShändcl, und P.-R. Verhandlungen mit Zug. 1414. 1438. 1439. Verhandlungen mit Glarus. 771. 861. 862. 1041. 1042. 1081. 1082. 1288. 1289. 1290(2). 1309. 1323. 1324. 1333. 1341. 1345. 1364. 1393. 1394. 1450. Parteinahme für die Nengtäubigen. 1341. 1345. 1362. 1363(2). 1Z04. 1365. 1391. 1392. 1393. 1394. 1395. 1411. 1426. Vermittlung in Basel. 1310(2). 1476. 1477. 1478. 1479. 1480. 1481(2). Vermittlungsversuch in Rothweil. 1468. 1473. 1474(2). 1475. Botschaften nach Granbünden. 1298. 1299(2). Vgl. M.-R. Botschaften; Briefe; Bündnisse; Ncli- gionssachen, ?c. Znrzach, Stadt. 50..67. 169. 213. 296. 346. 348. 375. 438. 584. 751. 1104. „ Stift. 169. 371. 932. 994. 1011. 1055. 1183. Znzwyl. 636. 727. 728. 1087. 1098. 1099. Zwinge». 198. 220. 659. 660. Personen -Register. A. Aberli, Heinrich; Zürich, 517, Aebli, Hans; Glarns, s. Anhang II, Ackermann, Niklans; Lnccrn, 1182. Adacker, Anion; Nidwalden, s. Anhang II, Adalbert, Graf, 132. Adorno, 5,'. 35. — Vgl, Anhang I. Assenstetter, Pirniinns; Schasshanse», s, Anhang II, Agacns, Hieronymus de; Savoyen. 1521. Agasse, Peter; Orbe. 331. Alber, Anibrosi; Kriesern. 433. Alberhofer, Caspar; Linthal. 12l!3. Albert, Giovan; Lanis. 285. „ ü.; Lanis. 285. Aldi, Johannes; Wallis. 1518, 1523. Alba», Simon, in; Wallis. 585. 1513. — Vgl. Anhang II. ,, Petras, in; Visp, 1513, Albrecht, Konrad; Stein a, Rh. 478, 432. „ Iloli, Bnob; Langen -Erchingen. 1112. l12 l, „ Ulrich. 335. Alder, Ulrich; Baden, 332. Alfons I., s, Ferreira; anch Anhang I, Alt, Niklans; Freibnrg, s, Anhang IV. 3. Althamer, Andreas, 1254, 1234, Altheer, Hermann; Untereggen. 723, Altiko», Janker ü. von, 432. Altmannshnser, Dicbold; Chur. 331. Allweger, Leonhard; Constanz. 923. Amberg, Joseph; Schwyz; Landvogt im Thnrgan. 453. 4,>4. 433 (2), -131, 433. 532. 535, 537k'')- 538. 541. 543. 553. 558. 553. 533. 534. 535, 571, 587, 588, ->83. 533. 593(«), 5<)4(4). ggg. 333, 837 (2), ggs. 317. 321. 322, 323, 323. 355. 357 (2). 371. 374, 393. 391. 392. 739, 743, 741. 742. 753. 751. 752. 753(2). 754. 755. 753. 733. 731. 311, 814. 813, 833, 882. 345. 38o. 1331. 1338. 1313. 1327. 1328. 1373. 1383. 1123. 1314. 1315. 1342. 1458. - Vgl. Anhang II- »nd M.-R. Herrschaften, gemeine, II, 1)! «ach L-N. Zn>> )- Ainbrnnnen, s. Zumbrmmen. Ambüel, Paul; Unterwalden, III. Anriet, Franz; Grandson? 747, Ammann, Hans; Crmatingen. 1414, „ Freibnrg, 2 1 8, 425, 423, — Vgl, Anhang II. „ Hans Jacob; Zürich. 823. „ Jacob; Zürich. 1233. Am Rein, Heinrich; Basel, s. Anhang II, Amriet, Arnold; Visp, 1513, Amsand, Jacob; Goars. 1513, Arnstein, Pelagius; Trogen, 933. 1254. 1258. 1234. 1333, Anrz, Rnodi; Zug, s, Anhang II. Andcrhaldeir, Paul; Schwyz. 1388. 1333(2). 1434, 1453, An der Matt (In der Matt), Martin; Schwyz, s. Anhang II, Au der Wies, Heinrich; Toggenburg, s. Anhang II, Audlau, Fritz von. 45. „ Philipp Jacob von; Stift Basel, s. Anhang II, Andres, 5l, 743. Andrio, Bernhardin; Locarno. 53. Angela, H,; Brissago, 335, Augouleine; Herzog, Herzogin. 31. 313. Aushelrn (Anshelm Graf); Zürich, 13, 34, 47. Anshelm, Hieronymus; Baden. 932. Anton, Herzog, s. Lothringen. Antonius, Vr. «,; Constanz. 1333. Anwyl, Fritz Jacob von. 132, 234. 313(2), 594. _ Vgl, Anhang II, (B. Constanz). Apiarius, Mathias; Basel. 1233. Apoleker, Apollonias?); Basel, 552. „ Gabriel; Constanz, 1187. Appenzeller, Sebastian; St. Gallen, 315. 325, 353. „ Ulrich; dgl., s. Anhang II. „ ; Zürich. 144, „ St. Gallen. 353. Aremburg, N, von. 38. 75. Aretino, Bischof, s. Lodi. Urgent, s. Arfurt. Anus. 844. (n. ö.). Arloz, Jehan; Genf. 823. Arnrbroster, Bernhard; Bern. 339. 494. — Vgl. Anhang II. Franz; Bern. 849. 854. 1333. 1332. 1339. Personen-Register. Berne, Johannes; Schennis. 933. Arona, Grafen: Camilla. 318. Friedrich. 155. 1169. Johann. 225(2). Lndwig (Lndovico Borromeo); anch nngenanntc Söhne 18. 22. 25. 31. 43. 44. 46. 59. 61. 71. 155(2). 194 196. 200. 201. 202(2). 203. 209(2). 211(2). 217 218. 219. 223. 226. 236. 238. 239. 276. 278(2) 281(2). 289. 314. 318. 321. 325. 332(2). 333. 347 358. 361. 365. 374. 414. 427(2). 429. 430. 446 469. 481(2). 484(»). 487(»). 497(2). 504. 506. 625 661..787. 856(2). 866. zog?, 1054. ,055(2). 1094 Arscnt (al. Argent), Peter; Freibnrg. 328. 748.— Vgl. Anhang II. „ Wilhelm; Freibnrg. 218. 307. 365. 1101. 1118. Asmann(?), ü.; Sargans. 836. Aubonne, Hans von. 981. Aufdermanr, Ulrich; Schwyz, s. Anhang II. Augsbnrger, Jacob; Mühlhausen. 1264(2). Angusiinns, K. Freisingen, Basel. 931. Aymon, Rolct; Lenk. 1516. B. Bablct, Wilhelm. 1102. Bächi, Christen, zu; Schwyz. 1126. Bachmann, Hans; Buch, Thnrgan. 500. (525). 527. 537(4). 540. 542. 543. „ Konrad; Zug. 878. — Vgl. Anhang II. „ Ulrich; Beinwyl. 946. „ „ Zug, s. Anhang IV. 10. „ „ Waldshnt. 835. 836. Baden, Markgrafen: Crnst. 522. 523(2). 626. 530(4). 531. 678. 681. 739. 1440. Philipp. 505. 768(2). 768. 770(2). ,27.x 1271(4). Baier, s. Peyer. Bailli, Ctienne; Grandson. 1145. Baillot, Claude; Val Travers. 1102. Bäldi, Fridolin; Glarns. 881. 891. Balioni(?), dl. 160. Ballazol, Raphael. 387. 388. Balthasar, Johannes; Rheinfeldei;. 1264. „ U. Tübingen. 931. Baptist (?), Bellenz. 697. Bar, Herzoge: Franz (Sforza). 35. — S. Sforza. Bär (Beer). Franz; Basel. 828. — Vgl, Anhang II. „ Hans; Basel. 828. „ vr. Ludwig; Basel. 926. 931. 956. 957. 969. 1234. 1235. 1236. 1238. „ Ulrich; Ober-Lnnkhofen, Jonen. 580. 586. 799. 1343. Varba, Marc; Orbe. 1138. 1371. Barbarossa, (Haireddin). 161. Barbule, Jacob; Graubiinden. 950. Barillo (al. Bacillen!), Thomas; „Schaivcch", Piemont. 245. 246. 247. 250. 254(2). 262. 277. 281(2). 282. 283. 285. 286. 287. 294. 306. 312. 318. — Vgl. O.-R. Uri. Bärz, Johannes; Schasshansen, s. Anhang II. Basel, Bischöfe: Christoph von Utenhcim. 6(2). 8(»). 16. 17. 26. 28. 29. 3». 48. 49. 52(2). 57. 79. 80. 94. 185. 187. 197. 198. 199. 205. 207. 209. 220. 221. 222(2). 223. 225. 226(2). 269. 290. 291. 343. 344. 393. 396. 397. 398. 401. 406. 413. 446. 639(4). 640(2). 658. 659. 660(4). ggg. g89. 748. 793. 794. 796. 797. 799(»). 810. 813(2). 880. 881. 924. 931. 984. 1024. 1027. 1064. 1174. Philipp von Gnndelsheim. 1172. 1173. 1174. 1175. 1176. 1177(2). 1241. 1242. 1264. 1436. Coadjntor, s. Dießbach, Niklaus. Basier, H. Steckborn. 507. Bastard, Charles; Valangin. 754. Bcchheim, vr. Johann. 102. Baudichon, de la Maison nenve; Genf, s. Anhang II. Baumann, Johannes; Altstätten. 1250. 1263. Baumann, Heinrich; Appenzell, s. Anhang II. Banmann, Peter. 1036. Baumer, Christian. 277. 284. Lorenz; Saaneu. 278. 374. 847. 890. 942. 976. Baumgartner, Hans; Nomanshorn. 718. Jacob; Altstätten. 520(»). 521 (2). 524. 558. „ Rudolf; Bern, f. Anhang II. „ Urban; dgl., s. Anhang II. Bant, Jehan du; Genf. 1150. Bayard, (Gilbert). 333. Bayern, Herzog: Wilhelm. 586. 881. 884. 885. 912. 913. 956. 996. 997. 1023. 1335(2). Beaume, Pierre de la, s. Genf, Bischöfe. Beck, Paul; Gißlingen. 1254.' 1259. Belfort, Nicolaus de; Savoyen. 1521. Beling, Heinrich; Basel. 12M. Bellelay, Aebte: Nicolaus. 42. 65(4). 66. 239. 285. 443. 479. 480. 1172. 1176. — Vgl. O.-R. Bellet), Bischof. 139. 167. 480. Bellomontc (?), Franciscns de. 224. Belt, bl. (Sargans?). 584. Belum, Jörg; Davos. 410. Benoit, ü. Lausanne, s. Anhang II. Bentivogli, bl. bl. 160. Benz, Bernhardin; Marbach. 299. „ Hans; Graubünden, s. Anhang II. Berchtold, K. (Obivalden?). 1379. Personen-Register. Berge», Maximilian von, s. Siebenbergen, Berger, Hans; Zürich, 113,1265,1397,1431. —Vgl. Anhangll, Berger, Jörg; Zürich, 1 13. 115, 125, 127. 137. 142, 143. 144 (2), 301. Ber(en)weger, Bartholomäus; Appenzell. 380. 384, 412, 413, — Vgl, Anhang II, Berner, Jacob. 443. Bernhard, Konrad; Walenstadt, 1340. Bernhausen, Jacob Christoph von, 658, 1340, 1341. 1373. Beroldingen, Josua von; Uri. 276. 1069. 1110. — Vgl. Anhang II, Berthelier, Philibert; Genf. 822. 823. 825. 859. Bertherini, Lorenz de; Conthey. 1518, 1520. Bertherinis, Petrus de; Lenk. 1516. Bertschi, Marcus; Basel. 1263. Besaiitzon, Erzbischof, 108. 468, 525. 805. Bestli, Hans; Zürich. 1263. Vctschart (Betschger), N. Schwpz. 54. Bettel, Heinrich; Ober-Stammheim, 475, Betz, Ludwig. 521. Bierer, Peter. 832. Bili, Auton; Lucern. 71, 80. 89. 280. 295. 311. — Vgl. Anhang II. „ Ludwig; Lnceru; Landvogt im Thurgau. 49. 89, 159. 168. 169. 170. 172. 176. 230. Binder, Johannes; Sitten. 1516. ,, Johannes; Zürich, s. Anhang II, Birago, Cesare da. 998. Bischof. Andreas; Basel, s, Anhang II. „ Hans; Bern, s. Anhang II Witsch, Graf (Reinhard). 681. 1213. Bitziner, N. (Zürich?). 143. Blanzon, bl. Grandson. 1378(2). Blarcr, Ambrosius; Constanz. 1225. 1254, 1259. „ Hans; Constanz. 500, ,, Jacob, s. Anhang II (St. Galle»), „ Ludwig, s. Einsiedeln, Aebte. St. Blasien, Abt Johann. 198. — Vgl. O.-R, Bläst, Unterwaiden. 54, „ Balthasar, 1093. 1094. Blatter, Hans; Thnrgan, 493. „ Jacob; Visp, 1516. ,, Joachim; Straubenzell. 353. ,, Johannes; Visp. 1516. >> Thebas; Rotmonten, 715, 721. Blättli, Jost; Uri, 390, 415(2). 831(»), 840. —Vgl. Anhang II. Bleuler, Johannes; Zürich, s. Anhang II. Blasius. 155. Blum, Caspar; St. Gallen, 1404. „ Konrad; Altstätten. 888. Bodman, Hans von. 198. Bodmer, Caspar; Baden. 921, 930, Bodmer, Christoph, 605. „ Matthäus; Rapperswrsl, 571. Böhmen, König Ludwig, s. Anhang I. Boisriganlt, von (Dangerant), Ludwig; französischer Bote, 296, 318, 335. 340, 350, 358. 366. 374, 391. 406, 416. 426. 449. 468, 469(2). 482. 485. 596. 604. 696, 751. 788. 943. 952. 955, 966(2). Igz, 1028. 1094. 1096. 1154. 1182(2). 1194. 1313. 1329. 1408. 1424, 1446, 1501. Bolin, Hans; Rickenbach, Thnrgan. 727, 734. Boller, Wolfgang; Zürich. 9. Bollesier, Jörg von. 443, Bollstetter, Alexander; Zell. 758, Bolsenheim, Konrad von. 530. Bon, ü. Genf, s, Anhang II. Boner (Bonmer, Banmer?). 256; s. Banmer. „ Thomas; Bern. 230, „ bl. 481, Bonndorfer, Hans; Basel, 138. Bonnivard, Franz; (Genf). 1016. Bonnivet, II. 485, Bonvillars, Louis de. 641, Borromeo, s. Arona, Borserio, Alois. 1281. Boßhart, Johannes; Winterthur. 1250. 1263. „ Martin; Zug; s. Anhang IV. 9, Bonlet, ü. Genf. 1150. Bonrbon, Herzog: Karl. 331. 337. 339(2). 347. 34s. 349(»). 358. 367. 373. 387. 392. 393. 438. 445, 449 (6). 450, 468, 470. 481(2), 4g4. 504. gg2, 986. 990. 1003.1015.1017(2). 1018. 1041. 1054. 1069. 1097. 1104. 1107. Bovin, Jacob; Tessenberg, 1264, Brand, Theodor; Basel, s. Anhang II. Brandeck, ü. Freiburg, s, Anhang II, Brandenburg, Markgrafen. 21. 586, 1499. Brandenburger, Lorenz; Freiburg, 230. — Vgl, Anhang II, Brandis, Herren: Wolf und Sigmund. 1323. F. bl. 1146. Bräsel, Gebhard. 1006. Brattler, Hans; Basel, s, Anhang II. Brannschweig, Herzog (Heinrich). 572, 586. Breitschmid, Johannes; Lengnan. 932. Brennwald, Felix; Zürich. 32, 159. 296. — Vgl. Anhang II, - ' (St. Gallen). „ Heinrich; Propst in Einbrach. 34Z. Briefer, Niklans; Basel. 1238. 1246, 1256. 1265. Brincr (Brnnner),'Johannes; Weißlingen. 1250. 1263. „Brinsing", ü- von; Savoyen. 483, Broger, H. Appenzell, s. Anhang II. Brotmann, Matthias, 932. 208 Personen-Register. Brötli, Hans. 308. 310. Brüdern, Jacob zn den; Kerzers. 1138. Bruillart, Johann du. 279. Briillisauer, Konrad; Appenzell. 102. (213). 307. 977. 1408. 1412(2). — Vgl. Anhang II. Brunn, Urban vom; Basel, s. Anhang II. Brunner, Bernhard; Baden. 930. Fridolin; Glarns. 933. 1247. 1248. 1250. 126». 1261. 1263. „ Hieronymus; Vogt zu Kaisersberg. 73. 230. 232. 23S. „ Jodocus. 214. ,, Haus; zu der Zuben. 500. „ Marcus; Würenlos. 932. ,, Niklaus; Zürich, s. Anhang II. „ Philipp; Glarus. 1450. X. Uri. 147. „ H. Blumenstein. 1430. Brunz» Anton. 390. 415. Brunnmau», I>. Marx; St. Gallen. 297(2). 298. 352. 353. 704. 706. — Vgl. Anhang II. Brunnen, Heinrich, zum, s. Zumbrunneu. Bubenhofen, Hans Caspar von; Rothweil. 262. 278. 282. 307. 310(2). 314. 320. 323. 357. 359. 372. 374. 385(2). 413. 414. 435. 488. — Vgl. O.-N. Rothweil. „ Johann Melchior von, s. Anhang II. (B. Con- stanz). „ Mathäus von. 357. 385. „ Wolf von. 357. Bucer (Butzer), Martin; Straßburg. 1245. 1250. 1253. 1254. 1255. 1256(2). 1257. 1261. 1264(2). Büchel, Jacob; Rüti, Rheinthal. 214. „ Rudolf; Rüti, Rheinthal. 214. Bücheler, Hans; Zürich. 180. 181. Buchenegger, Heinrich; Zug. 1414. Bucher, Niklaus. 932. Büchi, Marcus; Turbenthal. 1263. Büchler, Victor; Ortenstein. 1322. Vuchli, Johannes. 956. Buchs, Jacob. 266. 267. Buchstab, Johannes. 1254. 1260. Buchter, Heinrich; Kilchberg. 1263. Büeler, Jacob; Zürich. 180. 181. Büelmann, Hans; Baden. 883. 892. 906. 908(2). Bullinger, Heinrich j.; Bremgarteu. 39. 464. 1263. Bünzliu, Hans; Walenstadt. 836(2). gg?. (int>g). iggg. „ Jacob; Walenstadt. 836(2). gg? Bnr (Baur), Konrad; Mettmenstetten. 1263. Burgauer, Benedict. 342. 928. 932. 933. 1254. 1257(2). 1264. Bürger, Hans; Freiburg, s. Anhang II. Hans; Zürich, Schwyz. 1116. 1122. 1155. 1168. 117». 1171. 1179. 1195. Bürgi, Hans; Richlingen, Thurgan. 500. Burginer, Perrod; Siders. 1516. Bürgisser, Wernli; Jonen. 526. 542. 580. 585. 586. 603. 796. 799(2). igzg, Burgos, Petrus von. 986. 990. Burkhardi, 11 r. Johannes; Bremgarteu. 842. 932. 945. 1377. K. 94. Burkhart, Jodocus; Soloihnrn. 933. Burkina, Pierre. 266. Burrach, Haus; Nidwalden. 751. 773. 789. 798. 831 (2). 840. 964. 976. 1006. 101». 1032. 1038. 1055. 1072. — Vgl. Anhang II. Bussi, Dionys; Glarus, s. Anhang II. Bütschelbach, Anton; Bern. 1338. — Vgl. Anhang II. «. Bern. 107. Buttill, Thomas; Goms. 1516. Byß, Christoph; Solothurn, s. Anhang II- C. Calcagni, II. 312. (340?). Colin, Jean; Grandson. 984(2). Camariano, ü. 122. Cammerer, Alexius; Baden. 932. „ Zimprecht; Baden. 932. Campell, Ulrich. 1505. Canalis, Johannes; Siders. 1516. Capiu, K., papstlicher Bote. 967. Capito, Or. Wolfgang; Straßbnrg. 953. 956(2). 968(2). 969. 970. 1245. 1250. 1253. 1254. 1255. 1256(2). 1261. 1264(2). Cappel, Priore nnd Bebte: Prior (Simler). 364. Abt: Wolfgang Jouer (Ruple). 464. — Vgl. O.-R. Carasfa, Andrea, s. Anhang I. Carchano, Galeaz. 1281. Cardonn, Raimund von, s. Anhang 1. Carmentraud, Guillaume; (Lausanne?). 782. 783. Carpy, Graf H. 571. Cartellier, Franz; Genf. 1036. 1037. 1065(2). itl66. 1082. 1083. Casanova, H. von. 414!. Caspar, llr. H. (Fiscal des Kammergerichts). 252. Castellarius, Bernardinus; Bote von Florenz. 183. 189. 201- 203. Castello, Catclloue de; Mailand. 181(2). Castelmur, Gaudenz von; Graubünden. 1153(2). „ Gilbert von; Graubiindeu. 85». 998. „ Jacob von; dgl. 850. „ Paul von; dgl. 850. 998. Castro, Niklaus; Freiburg. 1083. 1084. Challant, Karl von. 218. Personen-Register. Ehallant, Reinhard von. 435. „ dl. 450. 1048. Chalons, Johann von. 41. — Vgl. Oranien. Chambrier, Peter; Neuenburg. 1101. Chapellain, Ilr. Pierre; (Genf?). 821. 822. Ehapelle, dl. von; Lausanne, s. Anhang II. Charpillet, dl. Genf, s. Anhang II. Ehemannes, dl. de. 484. Chesanr (Zesoz), Wilhelm; Freibnrg. 267 (2). Z365. 849. — Vgl. Anhang II. Ehesaur, dl. von. 284. Ehivron, dl. von. 468. 482. (1205? 1218?). — Vgl. Siders. „ Franz von; Wallis, f. Anhang II. Christen, F. 1253. Chnat, Franz; Graudso». 1145. Ehnr, Bischof: Paul Ziegler. 181. 182(2). 185. 302. 343. 363. 391. 401. 406. 409. 57». 931. 947. Eiprian, dl. 231. 233(2). 236. 242. 244. 247. Eiteanr, Abt Gnilermus. 14. Elausen, Hans; Goms. 1516. Clave, Pierre. 1083. 1084. Eleinens VII., s. Päpste. Cochlens, Johannes. 1248. 1249. 1253. Cognct, dl. Genf. 1457. Eolliu (Ambiiel), Rudolf; Lnccrn, Zürich. 1263. Colonna, Prosper von. 76. 81. III. IIb. 181- 216. 266. 267. 278. 332. 333. 340. „ dl. Cardinal. 1001. Eonstanz, Bischof: Hugo (von Landenberg). 25. 29. 30. 45. 47. 48("). 68. 75. 89. 97. 102. 106. 110. 129. 131(2). ,32. 133. 134. 137. 146. 151. 160. 167. 176(2). ,77, 179. 198. 255. 257 (b). 263. 313. 316. 322(2). 343. 344. 346. 348. 352. 353. 357. 362. 372. 374. 382. 383. 384. 385. 393. 396 (2). 997, 39g. 401. 406. 413. 420. 446. 451. 453. 460. 461. 470. 489. 500. 512. 520(-'). 521(2). 524. 59g. 599. 54g, 541. 556. 558. 560. 571. 580. 604. 615(2). 616. 996. 631. 638. 650(4). 651(3'). 652(2). 653(4"). 654("). 716. 717. 719. 739. 743. 75». 751. 752. 801. 828. 830. 832. 841. 842. 843. 845. 846. 867. 876. ^84. 885. 889. 891. 897. 906. 924. 953. 956. 975. 985(2). 986. 1008. 1021. 1072. 1078. 1085. 1086. >117. 1155. 1156. 1157. 1158. 1180. 1183(2). z,86. 1193. 1219. 1220. 122l('). 1238. 1239. 1240. 1241. 1286. 1304(2). ,9,7. 1343. 1384(2). 1385. 1458. Vgl. O.-R. Eonstanz, Bischof. Eonzenus, Petrus; Schöulhal. 933. Eopp, i)>>. Johannes (evangel. Kalender). 1053. Eortisella, Christoph; Como. 210. 244. Evita, Johann Ambras; Mailand. 149. Eottables, Jean; Orbe. 748. Cree, Jacob von; Bern. 112. 186. 379. 387. 430. 59g. 1011. 1156. Cribello (Crivelli), Lucchiuo; Mailand. 160. 162. 181(2). ,83. Crista, Johannes de; Wallis. 1518. 1520. St. Erp (?), dl. von. 160. 168. Curtoz, Anton; Siders. 1516. Enstor, Heinrich; Winterthur. 1263. Cyro (Gyro), Peter; Bern. 807. 822. 1071. II5I. 1222. 1251. 1264. 1266. 1444(2). Cysat, Renward; Lucern. 22. 293. 313. 1048. 1098. D. Dade, Hieronymus. 1011. Dagonne, Jacques; Onnens. 748. „Dallussen", dl. Genf. 1296(2). - Dane, Guillanme; Genf. 1150. Dänemark, König Christian II. 21. 76. 82. 84. 330. 332. 1498. — S. anch Anhang I. Danvers (Dammers), Dionys; Besanpon. 355(2). David, Konrad; Basel, f. Anhang II. „ Pierre; Grandson. 1145. Dayert, Theodnl; Sitten. 1516. Deck, Othmar; Zurzach. 932. Defonte, dl. Genf. 1150. Degenhart, Joachim; Basel. 552. Delalay(?), dl. Genf. 1082. 1083. Delalex, Karl; Wallis. 1518. 1520. Delimona, Thomas. 266. Deserona (?), Brando; Mailand. 233. Dichtler, Anton; Basel, s. Anhang II. Dick, Peter; Freibnrg, f. Anhang II. Diener, Heini; Spiegelberg. 500. Meßbach, Hans von;' Bern. 218. 27.7. 365. 366. 367. 379(2). 386. 387(2). 388. 4,4. 572. 5gg. „ HanS Rudolf von; dgl. 749. 794. 863. 1146. 1379. „ Ludwig von; dgl.; Landvogt in Lanis. 17. 233("). 238. 243. 284. 285. 311. 312. 323(4). 332. 333. 339(2). 34g. 35». 362. ggg. 373.414.425. 427(6). 428. 429. 432. 481. 482. 499. 506. 507. 603. 614. 663. 696(2). 697(»). 751. 754. 83». 1014t 1330. 1344. — Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, VN 2); anch Anhang ik. „ Niklaus von; dgl. 6. 16. 17. 26. 48. 640. 660(2). — Vgl. Anhang II (B. Basel). Rudolf von; dgl., s. Anhang II, und oben H. R. ," Sebastian von; dgl. 58. 59. 307. 332. 333. 340(2). 357. 399. 415(2). 604. 606. 826. 1138. — Vgl. Anhang II. „ Wilhelm von; dgl. 284. 1138. — Vgl. Anhang II. Personen Dietegen, Diethelm; Graubünden. 147. 199. 311. 314. 324. 415(2). — Vgl. Salis. Dietli, Hans; Uri. 23t). — Vgl. Anhang II. Dissentis, Abt: Andreas. 44. 1S02. 1505. Doben (Dobi :c.), Hans; Solothurn, s. Anhang II. Döiber, K. Schennis. 1109. Dolder, Fridolin; Glarus, s. Anhänge II und IV. 2. Dominico, Johann. 299. Dommann, H. Uri. 147. Dorfmann (Comander), Johannes; Lucern, Chur. 820. 886. Daria, Andrea; Genna, s. Anhang I. Dorisso, Bernardo; Clauen. 998. Dortant, Glando. 641. Dossenbach, L. Baar. 1414. Dndli, bs. 230. Duprat, Antoine. 485. E. Ebenholz, Hans von; Herdern. 499. Eberli, ü. Weinfelden. 506. Eberlin, Martin; Biel. 979. — Vgl. Anhang II. Eck, vr. Johannes (Mayer von Eck). 473. 476. 477. 488. 505. 512. 513(2). 514, 5,5. 594 541. 547. 548.556. 567. 580. 810. 811. 812. 817. 842. 843. 846. 867. 870. 881. 885(2). 891. 894. 896. 898(H. 899(2). ggg. 901. 902(2). 994, 905. ggg. 997, 99g. 999(2). 979 (2). 911. 312(»). 913. 915. 916(2). 919. 994 92g. ggg, 927(2). 928. 929. 930. 932. 933. 935. 956. 969. 996. 1045. 1233. 1248. 1249. 1258. 1259. 1260. 1267. 1280. 1309. Edlibach, Gerold; Zürich. 733. „ Jacob; Zürich, Grenchen. 342. 1253. 1264. Effinger, (Hans?); Zürich. 360. 395. 435. 445. 527. 532. 556. 559. — Vgl. Anhang II. Beat (?); Zürich, f. Anhang II. Egg, Ulrich; Tannegg. 500. „ Wernli, ab; Schasshausen. 1055. Eggen, Caspar, auf der; Goms. 1516. „ Petrus, auf der; Goms. 1516. Egger, Hans; Tablat. 723. „ „ Thurgau. 83. 89. 97. Eggmüller, Jos; Eschenz. 500. Egli, Hans; Thurgau. 499. „ Heinrich; Lucern, s. Anhänge II und IV. 2. „ Oswald; Toggenburg, s. Anhang II. Eglofs, bl. (Engelberg?). 259. Eicher, Aegidius; Leuk. 1516. Eigen, Ambrosius; St. Gallen. 307. Eiseuhut (Jsenhut); Ulrich; Appenzell, s. Anhang II. Register. Einsiedelu, Äebte: Konrad, von Hohen-Rechberg. 1126. 1127. 1128. 1171. Ludwig Blarer. 1125. 1126. 1127. 1130. 1131. 1152. 1183. 1198. — Vgl. Geroldseck. Elmer, Fridolin; Glarus. 1450. Empfiger, Konrad; Toggenburg. 933. Ems, Hohen-Ems, Herren von: Georg Sigmund. 496. Mark Sittich. 241. 526. 538. 740. 1186(2). 1406.1453.1458. Emser, Hieronymus. 512.. Endlisperg chEnglisperg sc.), Dietrich von; Freiburg. 365.940. — Vgl. Anhang II. „ bl. 984. Engelberg, Abt: Barnabas Miles (Bürki?). 9Z6. 931. 1368. 1369. Engelhard, Heinrich (Geistlicher); Zürich. 342. 1265. „ Vogt; dgl. — S. Anhang II. „ Konrad. 463. Engelsperg, Ulrich von; Freiburg. 748. England, König: Heinrich VIII. 21. 76. 82. 84. 85. 152. 168. 170(2). 177. 179. 180. 188. 191. 224. 227(2). 230. 233. 234. 306. 323. 326. 431(2). 439. 78g, 830. 832. 938. 939. 952. 954. 1008. 1014. 1033. 1034. 1107. 1377. 1498. Eptingen, Petermann von. 275. Erasmus, Desiderins, von Roterdam. 933. 934. 935. 956. Erb, Heinrich; Uri. 307. 603. 620. Erhard, Hans; Baden. 932. „ „ Neuwyleu. 500. „ ? Zürich. 683. Erlach, Anton von; Bern, s. Anhang II. Burkhart von; dgl. 307. 332. 357. 379. 387. „ Diebold von; dgl., s. Anhang II. ,, Hans von; dgl. 349. 1357(2). — Vgl. Anhang II. ,, Hans Rudolf von; dgl., s. Anhang II. „ Ludwig von; dgl. 46. 113. — Vgl. Anhang II. Erler, Ulrich; Appenzell, s. Anhang II. Erlikon, Hans von. 1213. — Vgl. Galliciau. Ernst, Markgraf, s. Baden. Escher, Hans; Zürich. 46. 183. 185. 206. 208. 244. 365. 1414. — Vgl. Anhang II. „ Konrad; dgl. — S. Anhang II. Eymon, Claudius; Sitten. 1516. K. Faber (Fabri), I)r. Johannes; Constanz, Wien. 755. 839. 843. 844. 845(2). 846. 867. 876. 881. 885. 886. 887.894. 898(4). 8-)g(2), 99v, 902(2). 903. 904. 905. 906(2). gg7. 908(2). 913(2). 914. 915(2). 916(2). 917 97g. 919. 921. 924. 931(2). 935. 953. 968. 969. 970. 996. 1269. 1272. 1273. Personen-Register. Fabian. X. Peru. 839. 1307. Fabri, Georg; Goms. 1516. Fabri zur Flue, Johannes; Goms. 1516. Fagius, Paulus; Jsny. >250. 1264. Falch, Johannes; Baden. 932. Falconns, Gnilelmus (Wilhelm de Falconibns). 10. 34(2). 47. 62. 63. 73. 74. 84. 1>2. I?8. Falk, Peter; Freiburg, s. Anhang II. Falkeustci», Sigmund von. 530. Falkner. Ulrich; Basel. 552. 582. 601. — Vgl. Anhang II. Farel, (Farellus), Gnillaume. 956. 1249. 1251. 1266. Farner. Jacob; Stammheim. 475(2). ,. Ottli („Postli"); Unter-Stammheim. 475. Faßler, Laurenz; Appenzell. 932. Fahnacht, Peter. 255. Faure (Favre?), Claude; Grandson. 1378. Favre (Faure), Franxois; Genf. 981. — Vgl. Anhang II. „ (Faure), Gongy; Genf. 1150. Fechter, A.; St. Gallen. 1385. Federli, Konrad (Knnz); Franenscld. 509. 604. 614. Federlin, Lienhard; Utzuach. 1108. 1333. Feer, Heinrich; Frauenfeld. 876. „ Jacob; Lncern. 890. — Vgl. Anhang II. -- Jörg; Thurgau. 602. „ ü. Wettingen. 944. „ K. Buch, Thurgau. I1 12. „ N. 443. Feierabend, bl. Baden. 535. 585. Felix, Langfelir (?); Baden. 230. Felwer, Konrad; Triboltinge». 500. Ferdinand I., f. Oesterreich, auch Anhang I. Ferner, Fernap, Farne, Peter von; Genf. 279. 315. 1150. 1297. Ferrara, Herzog Alfons I., f. O.-R. Fehler, Elsa; Rheinthal. 439. „ Jacob; dgl. 435. 439. „ Stephan; dgl. 435. 439. Fetz, Ulrich; Bernang. 299. Fetzhalb, Jost; Ober-Stammheim. 475. Fidginner, Johannes; Bricg, 1516. Fiener, Johannes; Kysleck. 931. Fierabras, M.; Freiburg. III. 252(2). 253(2). 256. 253. 264. 266. 267(2). 278. 283. Finsler, Benedict; Zürich. 1263. Fischer, Crispinns; Bern; f. Anhang II. Paulus; Basel, f. Anhang II- Nschiugen, Abt! Heinrich III. (Stall). 616. 735. Flachsland, Hans von, f. Anhang II (B. Basel). Flandern, Herzogin: Margaretha, 36. 37. 60. - Vgl. Oesterreich. Fleckenstein, Heinrich; Lucern. 175. (179). 249. 254. 348. 361. 375. 419. 446. 476. 479. 491. 517. 571. 616. 617. 830. 838. 868. 877. 958. — Vgl. Anhang II. Fleckenstein, H. 292. Florenz, Herzoge, s. Anhang I, auch O.-R. - Florin, K. (Sargans?). 584(2). Flue, Franz, auf der; Wallis. 307. „ Georg, auf der; (Supersar); dgl. 1516. „ bl. zur. 585. Foix, Odet de, f. Lautrec. „ Thomas de, f. Lescun. Font, N. von. 225. 390. 415. - Vgl. Molliere. Fontana, Antonio. 792. Fontancl, X.z savoischer Bote. 1150. 1189. 1190. 1387. 1401. 1456. Forrer, Joseph; Herisau. 1264. „ K. 1254. Forterat, 17. Genf. 1150. Fourverat, Franz; Genf. 1297. Franc, Dominic; Genf, f. Anhang II. Frankreich: König Franz I. 6. 7. 8. 12. 17. 18(2). ,9. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 29. 30. 37(2). 38. 39. 43(2). 44. 45. 47. 49. 50. 51(2). 58. 69(1). 3g(v). 39. 66. 67. 68(2). 7g. 7,. 72. 73. 75. 78. 79. 80. 81. 82(2). 86. 91. 93. 98. 99. 100. 101. 103(4). io4, igg ,,, ,,4 ,,3(8) 117(2). ,,8. ,,g. ,20. 121. 122. 123(2). ,25. 126. 127(2). ,29. 135. 138. 139. 140. 147. 150. 152(2). 156(2). ,57. ,58. 163(2). ,g4. ,35(4). ,7g. ,73 (2). 174. 175. 179. 180. 185. 186. 188(4). 190. 194. ,96. 200. 206. 209. 216. 217. 218. 219(2). 223(4). 224(8). 225. 226. 228. 233(2). 236. 238(2). 243. 251. 252. 253(2). 256. 258(2). 264. 266. 267. 268(4). 276(2). 279(4). 280(5). 281. 282(2). 283. 289. 296. 300. 301. 306. 307(2). 311(2). 3,4.318(2). 32,(2). 322. 323. 324. 326(»). 327(2). 328. 330. 331. 332. 333. 335(2). 337, 338(2). 339 (0). 347(2). 348 (2). 349(2). 350. 351. 356. 358(2). 362(2). 365(2). 333(2). 337(0). 368. 373(2). 374(-). 379. 387. 388. 389. 391. 392(2). 393(2). 394, 395, 396. 412(2). 415. 416(2). 4,9(2). 420. 424. 425(4). 426(2). 427. 43g, 431(2). 435. 436. 441(2). 442(2). 446(2). 449 (4). 453. 454. 433. 4gg(«) 470(2). 481 (2). 482(2). 433. 484. 485(?). 486. 487. 506(2). 53,. 532. 533. 534. 539(2). 540. 542. 557. 558. 563. 569. 571 (2). 572(2). 533. 536. 59g. 597. 598. 599(2). 600(2). 694. 393. 3 ,3. 3 ,5. 3,3. 397. 370. 696. 827. 832. 858. 890(2). ggg. g<)8. 911.920. 938. 939. 940. 941. 942. 943. 952(2). 954 (2). 955. 957. 963(2). 934. 966(2). 937(2). 973 (8). 935. 99,. 997. 998. 1000. 1001 (2). ,992. 1007. 1011. 1012. 1013. 1014. 1023. 1026. 1028. 1031. 1032. 1033(2). 1038. 1040. 1070. 1096. 1097. 1098, 1104. 1107. Pevsone» l -Register. (Frankreich, Forts.) 1110(2). 1152. 1154(2). 1168. 1182(2). 1194. 1193. 1199. 1219. 1273. 129«. 1298(2). 1299(2). 18)3(2). 1329. 1330(2). 1344. 1372. 1377. 1388. 1389(2). 1408(2). 1409. 1412. 1424. 1428(5). 1437. 1446. 1466. 1468. 1469. 1482. 1491. 1492. 1493. 1500(2). 1501. 1518. Regentin, Louise von Savoyen. 337. 571. 604(2). ^05. 606(2). 6i5. 61g. 627. 676. 691. 696(2). 697(»). 751. 754. 773. 788. 790. 832. 856. 858(2). . Danphin, Heinrich. 616. Franz, Martin; Appenzell; s. Anhang II. Franz II. Herzog, s. Sforza. Franenseld, Dominik; Zürich. 655. Frei, Caspar; Zürich. 88. 406. 612. ,, Felir; Zürich. 342. „ Hans; Steinnlaur. 996. „ Hans Weimer; Basel. 830. 832. — Vgl. Murner. „ Jacob; Zürich. 1441. 1455. — Vgl. Anhang II. „ Rudolf; Schlierbach. 1004. 1005. Freienmnth L(or)cnz; Wigoltingcn. 1112. 1123. 1342. Freudenleer, Hartinnnn; Martin; Rudolf. 662. 663. Frick, Ulrich; Bärtheli; Kurzdorf. 1112. 1123. Fridcrici, Hugo; Lenk. 1516. Friedberger, I)r. Balthasar („Hubmaier"). 342(5). 444. 473. 488. 489. 490(5). 491. 498. 511. 512. 515(2). 516. 519(2). 523(2). 531. 601. 906. Friedingen, Hans von; kaiserl. Bote. 12?8. 1292. 1293. Fries, Hans; Zürich. 1250. 1263. Frischiug, Hans; Bern. 251. 252. 256. 258(2). Fritz, Hans; Zürich. 1263. Frondsberg, Jörg von. 538. 1024. 1117. „ Ulrich von. 945. 1011(2). Froschauer, Christoph; Zürich. 1189. 1265. 1266. Froyon, Jacques; Genf. 1150. Fruonz, Arnold; Obwalden. 218. 249. — Vgl. Anhang II. „ Caspar. 267. „ Hans(?); Obwalden, s. Anhang II. „ Heinrich (?); Obwalden, s. Anhang II. Fruschache (?), ü., de. 1521. Fryburger, Jacob; Freiburg, s. Anhang II. Fuchs, Christoph. 701. 758. 801. 828. 836. Füchsli, Ulrich; Bremgartcn. 932. Fügli, Matthias; Schwyz; s. Anhang II und IV. 11. Fulach, Eberhard voll; Schasshansell, s. Anhang II. Fulach, Ludwig von; Schafshansen. 230. — Vgl. Anhang II. Fulach Dl. von. 1123. Funk, Ulrich; Zürich. ,35. 136. 137. — Vgl. Anhang II. Fnrrer, Niklaus; Sitten. 1519. 1520. Fürstein, Niklaus; Oberglatt. 1263. Fürstcnberg, Grafen: Friedrich. 275. 1292. 1293. Wilhelm. 43. 45. 49. 273. 274(5). 275('H. 287(»). 288(7). 289 (5). 294. 628. — Vgl. Würtemberg, und O.-R. Basel, Stadt. G. Gabriel, Petrus; Ligcrz. 1264. Gadion, Hans, (Amman»); Freibnrg, s. Anhang II. Gassaser, Jacob; (Weesen?). 837. Galt, Cäsar; Chnr. 656. 753. 755. Kaiser, Othmar; Appenzell, s. Anhang II. Gallat, Andreas; Sitten. 1516. „ Johannes; dgl. 1516. Gallati, (Fridolin?); Glarus, s. Anhang II. Gallandat, Guillanme; Grandson. 1378. „ Dl. Grandson. 369. St. Gallen, Aebte: 1) Frühere l Caspar (von Laudenberg). 709. 722. Ulrich (Rösch). 352. 709. 714(2). 71g, 717(2), 720. 723. 724. 733. 1055. Gotthart. 352. 714. 715. 719. 722. 723. 732. 1073. 2) Franz (Geistberg). 7. 20. 27. 50. 67(2). 214(2). 215. 277. 294. 329. 344. 352. 353. 354. 389. 481. 596. 616. 626. 629(2). 5573, «82(5). 683. 706. 711. 727. 858. 859. 888(»). ggi. ggg. 979. 1004. 1022. 1055. 1057. 1072. 1086. 1164. 1165. 1357. 1358(»). 1359(2). 1396. 1453. 1455. Vgl. O.-R. St. Gallen, Abtei. Gallician, Hans; Basel. 194. 199. 209. 976. 1213. — Vgl. Jungermann, und O.-R. Basel; Solothurn; auch Anhang II. Gamshart, Oswald; Mühlhausen, s. Anhang II. Gander, Hans; Saanen. 252. 253(2). 26g. Garmiswyl, Bernhard; Freibnrg, s. Anhang II. Gartenhäuser, Hans; Appenzell, s. Anhang II. Gasscr, Martin; Schwyz; s. Anhang IV. 10. Gasser, Thomas; Lindau. 1250. Gattenheimer, Georg; Laufen, Basel. 1264. Gebentinger, Hans; St. Gallen. 965. Gebhart, Jodocns; Baden. 932. Gebwyler, Johannes; Basel. 931.^ Gech, Hans; Freibnrg; s. Anhang II. Geiger, Rudolf; Quarten. 308. Geiger (Giger), Hans; Straubenzell. 353. ,, ,, Fridolin; Homburg, Thnrgau. 500. „ „ Hans. 443. » ,, „ Poggenburg. 585. Geilinger, Jacob; Winterthnr. 507. Geiser, Bübli(?); Geisterwald. 352. / Personen- ^-Register. Geißberg, H. Constanz. 1186. Geißmann, bl. Aargau. 437. Geißmeycr, Atichacl (?Hans). 877. 878. 883. Gemminer, Georg; Graubündcn, s. Anhang II. Gemusens, Augnstin; Mühlhansen. 1264(2). Genelliaii, H., s. Anhang II (B. Lausanne). Genf, Bischöse! Johann Franz, s. Anhang I. Pierre de la Beanme. 348. 349(2). 356(2). 953)2). gg2. 367. 372. 388. 389. 392 (2). 393. 449(2). 45g. 483. 794. 821 (2). 822. 823(6). 825. 847. 848. 858. 864. 865. 87l. 874. 875. 879. 939. 1017. 1018. 1019. 1030(2). 1036. 1066(2). zggg. ,082. 1083. 1084. 1092. 1100(4). 1102(2). 1110. IUI. 1132. 1133. 1150. 1190. 1191. 1193. 1296. 1325. 1327. 1369. 1370. 1510. Genf, Graf Philipp. 188. 449. 454. 610. 879. 960. Gemil, Johann; Genf. I066(»). 1068(2). ic>83. 1084. Genna. Herzoge, f. Anhang I. Gepell (?), H. Rohrbach. 1250. Geracher, Ulrich. 1250. Gerig, Joseph; Uri. 312. 314. German, Hans; Mnolen. 384. 722. „ Konrad; Thnrgau. 385. Gerold, Paulus; Brieg. 1516. Geroldseck (Hohen-Geroldseck), Diebold von. 1125. 1126(2). 1127. 1128. 1129. 1130. 113l(«). 1154. 1171(6). 1172. 1178. 1 179(2). 1180. 1 182(2). ngz. 1194. 1197(2). 1198(2). 1220. 1265. 1267. 1269. 1270. 1278. 1279. 1282. 1283(2). 1285. 1291. 1310. 1311. 1312. 1352. 1353. 1354. 1356. 1403. 1404. 1460. 1461. 1462 (ch. 1463(»). 1469. — Vgl. M.-R, Klöster, Einsiedeln; Rechtshändel; auch O.-R. Schwyz; Zürich. Geroldseck, Gangolf von. 1126(2). 1128. Gerster, Jacob; Lömiswyl. 715. 718. Hans; Basel, f. Anhang II- ,, Paul; Basel. 325. Gervais, Jehan; Genf. 1083. Germer, Anton. 201. Geßler, Andreas; Zürich. 1083. „ Hans; dgl. 135. Geßner, Konrad; Zürich. 1266. Gesteli, X. Bern; s. Anhang II. 'Gevillioz, Franz; Uvonnand. 1145. Ghibellincn. 71. 'Gibclin, Hans; Solothnrn. 1100. Giel, Christoph; Wcngi. I119. Gigi (Geigi?), Georg; Memminge». 1250. — Vgl. Güggn Gilg, Hans; Grasbnrg. 1378. Gilganer. Achatins; Mühlhauscn; s. Anhang II- Gilgen, zur, s. Znrgilgen. Gilgenberg, Hans Jmer von. 220. 664. 737. Girard, Ämi; Genf. 821. — Vgl. Anhang II- Girod, Philibert; Genf. 822. Eisenharter, Hans; Stein. 1112. Gisikcr, Burkhard; Solothnrn, s. Anhang II. Gisler, s. Gysler. Glana, H. H. von. 494. 495. Glareanns (Heinrich Loriti); Glarus. 29. 59. . Glareti, Ulrich; Mllhlhausen. 1106. Glaser, Michael; Bern. 61. Glättli, Heini; Arni. 662. 663. 1328. 1343. Gleresse, Anton; (Echallens?). 1137(2). „ Glando von; (.Grandson?). 747. 748. Glestig, Hans; Lucern, s. Anhang II. Glother, Johannes; Mühlhausen. 932. 933. Glntz, Konrad; Solothnrn, s. Anhang II. Goldenbcrg, Hans von; Mörsberg. 231. 232. 235, 297. 382. 435. 445. 855. 877. 944. 1086. 1117. — Vgl. M.-N. Herrschaften, gemeine, II. 2). Golder, Hans; Lucern. 526. 883(2), 888(2). Pgx Anhang II. Goldiner, Hans; Appenzell, s. Anhang II. Göldlin, Caspar; Zürich. 211. 267. 294. 295. 683. 706. 762. 1027. Göldlin, Hans; Basel. 357. 359. 396. 407. „ Heinrich; Zürich. 1011. 1055. „ Jörg; Zürich. 143. 697. 698. 700. „ Renward; Zürich, Lucern. 216. 218. 224. 231. 234. 237. 264. 267. Göldlin, 5l. 439. 451. Golfer, Christoph; Meersbnrg. 931. Golzner, ü. Solothnrn. 767. Gonin, Pierre; Montenach. 748. Gönninger, n. 357. 359. 396. 407. — Vgl. O.-N. Basel, Stadt. Gonzaga, Piero von. 586. Gössi, Anton; Schwyz. 176. (179). „ Hans; Lucern, s. Anhang II. Goßwyler, II. Zürich. 364. Gottstatt, Abt (Konrad Schilling). 1247. 1252. 1265. Götz, Jacob; Basel, s. Anhang II. Göuggis, Heini und Jung; Eschenz. 1112. 1123. Graben, Ulrich zum; Steinach. 964. Graf, Anshelm; Zürich, Uri. 301. 302. — Vgl. Anselm. „ Hans; Basel, s. Anhang II. „ Lienhard; Illingen. 1112. 1123. Peter; Vater und Sohn; St. Gallen. 389. 435. 471. 476. — Vgl. Anhang II. „ Snsanna. 389. 435. 471. 476. Grafsenried. Niklaus von; Bern; s. Anhang II. Grandson, Herren H. ü. 747. Grangis, bl. von, französischer Bote. 80. 81. 82. 135. 997. 998. 999. Grat, Alexius. 1253. 1254. 1255. Grebel, Felix; Zürich. 113. 144. 213. 234. 241. 245. 247. 251(^)> 254. 256. 297. 362. — Vgl. Anhang II. X Personen-Register. Grebel, Hans; Zürich. 375. 517. „ Jacob; dgl. 130. 738. — Vgl. Anhang II. „ Jorg. 1195. „ Konrad; Zürich. 342(6). Grell, Johannes; Kirchberg. 1250. 1264. Greyerz, Graf Johann. 139. 278. 1305(2). 1327. Grieb, 0r. Wilhelm; Basel. 363. Grilliet, IT Grandson. 1145. Grimani, Antonio; Venedig, f. Anhang I. Gritti, (Andrea); Venedig. 126. — S. Anhang I. Grob, Heini; Winterthur. 537. Gropp, Anton. 908. Grostmann, Caspar; Zürich. 1250. 1263.' Grotsch, Jacob; (Bregenz, Stein). 1250. 1263. Grübel, Sebastian; Berg, St. Gallen. 1169. 1170. Grünenstein, Ludwig von. 362. 363. IT IT (Jost?) 362. 363. 740. 1038. 1072. 1117. Grüt, Joachim, am; Zürich. 532. 535. „ Christoph vom; Schasfhansen, s. Anhang II. Grüter, Wolfgang; Rümlang. 342. 1250. 1263. Gruyere, Jacob; Freiburg, s. Anhang II. Gryere, Johannes. 65. Gschwind, Simon; Basel. 552. Gsellhans, Uoli; Langen-Erchingen. 499. Gnasti, Markgraf H. 966. 967. Güder, Hans; Thurgan. 330. 331. 337. Gneisen. 64. 71. Guerchodi, Thonras; Wallis. 1516. Gngelbcrg, Wolf; Lachen. 102. 656. Guglenberg, Hans; Freibnrg; s. Anhänge II und 1V.. 6). Gllggi, Georg; Memmingen. 1234. — Vgl. Gigi. Guicciardini, Franciscus. 1012. 1014. Gnidola, Ulrich; (Freibnrg). 167. Guise, ü. von. 351. Gundelfingen, IT von. 1125. Gundelsheim, Philipp von, f. Basel, Bischöfe; auch Anhang I und II. Güntensperger, Heinrich; Utznach. 1109. Gnnthelm, Hans; Granbiinden. 102. 176. 178. 179. 181. Günther, Hans; Appenzell, s. Anhang II. Gupfer, Ulrich; Schwyz, s. Anhang II. Gürtler, Adam; Basel. 943. Gut, vr. Oswald. 530. Güttinger, Heinrich; Walenstadt. 1467. Gyst, Lienhard. 495. Gyse (Gisi?), Hans; Höllstcin. 1178. Gysler, Melchior; Uri. 888. 1170. — Vgl. Anhang II. ,, Caspar; Uri, s. Anhang IV. 10. Gyslinger, Jacob; Zürich. 46. 247. Haak, Christian; Hüttweilen. 1112. 1123. „ (?Haugg), Hans; Schafshausen. 350. 391. — Vgl. Anhänge II und IV. „ Hans; Thnrga». 385. Haas, Jos. 342. „ (Hans); Lncern. 1341. — Vgl. Anhang II. „ Ii. Lucern. 1341. Haberkern, Hans. 932. Habermacher, Uoli; (Lunkhofcn?). 580. 586. Habsperg, Ulrich von. 172. 248. 250. 254. 262. 264. 265. 266. 396. 407. 481. 763. 953. 963. 1023. 1028. 1292. 1293. — Vgl. O.-R. Basel, Stadt. Habsburg, Herrschaft. 578. Hachenberg, Hans (von); Solothnrn, s. Anhang II. Häcker, Michael; Buchs. 1263. Hackmesser, Hans (Kleinhans); Eschenz. 500. 1123. Hädencr, Hans; Steinach. 720. Hadrian VI. s. Päpste. Hafen, Konrad; Thurgan. 656. Hafner, Ulrich; Eglisan, Glattfelden. 1263. Hag, Peter, im; Bern; f. Anhang II. Hagen, Hans; (Nußbäumen?). 493. „ Klaus; (dgl.). 493. Hagenbach. Franz; Basel. 1263. Hager, Hans; Zürich. 421. 780. 791. — Vgl. Anhang II. Halabarter, Jenni; Goms. 1516. Halbheer, IT Schwyz. 230. Halden, f. Anderhalden. Halens?), Rudolf. 490. Halter, Berchtoldz Bern. 892. 908. 909(2). gio(b). gn(2). 912. 928. 933. 964. 1188 (2). 1239. 1253. 1254. 1260. I261(»). 1262. Haller, Johannes; Zürich. 1250. 1263. „ Snlpitius; Bern; f. Anhang II. Hallwyl, Ii. IT von. 814. „ Johann Rudolf von, s. Anhang II (B. Basel). Halter, Niklaus; Obwalden. 218.—Vgl. Anhänge II und IV. 6. „ Ii. Ober-Stammheim. 475. Hamm, Wolf; Gostau, St. Gallen. 716. 718. Hämmer, IT Schwyz, f. Anhang II. Hammerstcin, Hans. 680. Hanau, Graf IT 681. Hann, Ulrich; Rheinthal. 435. Hans, Ludwig; Freibnrg, f. Anhang II. Hänslif?); Tünbrunncn. 753. 754. Happ, Bernhard; Wyden. 175. „ Melchior. 230. Härder, Ulrich; Schafshanscn. 307. 365. 366(2). Harnescher, Heinrich. 1041. Harnescher, Matthias; Basel, s. Anhang II. Personen-Register. Harnescher, Wolfgang; dgl., s. Anhang II. Härsche (Hersch), Jacob; Gostau, St. Gallen. 716. 718(2). Has, Jos; Zürich. 1263. Hast(?), Hiltbrand; Thurgan. 500. Hasenstein, Dietrich; Eglisan. 1263. Hasler, Peter; Ntznach. 1108. 1109. 1333. Häsli (Häßli), Sebastian; Basel. 1250. 1263. Hässi, Heinrich; Glarus, s. Anhang II. Hässi, X. Glarns. 106. Hatmansdörfer, Anshelin, s. Anhang II. Personen -Register. - Hnber, Hans; Bern; s. Anhang II. „ Jacob; Freibnrg. 321. 324. 325. 331. 333. 334(2). 335. 338. 341(2). 343. 372. Huber, Johannes; Lucern. 354. 411. (532). 558. 55g. 578. 595. 683. 691. 734. 762. 799. 858. 879(2). 911. 915. 921. 928. 929(2). ggg. 933. 93g. 975(2). ggg. 995. 1U65. 1299. 1377. — Vgl. Anhang II. Hubler, Hans; Bern. 941. 96(1. „ Jacob; Jonen. 586. Hübscher, Hans; Wagenhansen. 5(10. Hübschi, Lienhard; Bern. 29. — Vgl. Anhang II. Hüetli, Thomas; Constanz. 1185. 1334. 1335. 1380. 1382. 1397. 1408. 1428. 1432. 1483. Hug, Hans; Lucern. 257. 307. 878. 1049. 1204. — Vgl. Anhang II. „ Hans; Ziberwangen. 727. 734. „ Johannes; Höngg. 1250. 1263. Hugi, Benedict; Solothnrn; s. Anhang IV. 7. „ Hans; Solothnrn. 1100. — Vgl. Anhang II. „ Jacob; dgl. 58 l. Hugues, Besanxon; Genf. 266.821. 865.940. — Vgl. Anhang II. Hugnes, G.; Genf; s. Anhang II. Hnmpis, Konrad. 233. Hünenberg, Rudolf von; Lucern, s. Anhang II. Hnoter, Diebold; Appenzell. 585(2). 891. 931. 1253. 1254. 1258. 1260(2). 1264. Hllrler, H. Appenzell, f. Anhang II. Hnrot, dl. 1155. Huß, Johannes; hessische Lehre zc. 410. 411. 445. 452. 514. 547. 844. 936. Hütschi, Wolfgang; Basel, s. Anhang II. I. Jäck, Hans; Tünbrnnnen. 727. 733(2). Jäckli, Hans; Zürich, s. Anhang II. Jacob V., s. Schottland. Jacquin, Johannes; Siders. 1516. Jägg, Georg; Thnrgan. 385. Jänick, Johannes; (Jlanz?). 950. Jacqueme (?), Johannes; Lugano. 279. Jauch, Hans; Uri. 180. 308. 310. — Vgl. Anhang II. Ibach, Bartholomäus; Bern; s. Anhang II. Jenner, Heinzmann; Bern. 387. Jenni, Moriz; Supersar. 1322. Jeronymns(?); St. Gallen. 999. Jesselon, Gingo; Murten. 981. Jestetten, Konrad von. 833. Jmeich, Niklaus; Wallis. 1518. 1520. Jmelin, Jacob; Basel. 908. 928. 932. 1250. 1264. Jmfeld, Caspar; Obwalden. 416. Jmhof, Caspar; Uri; (.Anhang IV. 9. Jmhof, Ulrich; dgl., f. Anhang II. Jinstad, Hans. 283. Jnsnla, Johann Baptist de; Genna. 788. , Jnterlake», Propst. 1246. St. Johann, (Erlach), Abt: Rudolf von Benoy. 1101. 1102. St. Johann, Toggenbnrg/Abt: Johannes V. (Steiger). 879. 986. I02I.'l»22. 1403. 1409. I4IV. 1423. Joli, Pierre; (Grandson?). 494. Joly, Pierre; Genf. 1150. Jonas, Jacob. 931. Jordi, Erni; Obwalden. 307. Jörg, Hans; Zug, s. Anhang II. Jrme, Nitlans; Solothnrn. 109. Jrmensee, Hans Konrab; Schasfhnnse». 342. „ Heinrich; dgl., s. Anhang II. „ Mang; dgl. 496. 505. Jseli, Klans; Gachnang. 499. Jsenflamm, Paul; Basel. 830. 868. Jscnring, Lienhard; Herder». 493. Jsenschmid, Hans; Bern, s. Anhang II. Jsenschmid, Ulrich; Frauenfeld. 657. Jt, Hans; (Frutwyl?). 1414. „ Ulrich; Frutwyl. 500. Jten, H. Zug, f. Anhang II. Jnd(ä), Leo; Zürich. 342(2). 377. 402. 447. 956. 1189. 1225. Jnfle, Wolfgang; St. Gallen. 933. Jungerman», Maria. 976. 977(2). 978. 986. ULI. 1187. 1194. 1198. 1213. 1214(2). 4457. 4438. _ Vgl. Glll- lician; auch O.-R. Basel, Stadt. Junker, Brun; Langen-Erchingen. 1112. 1123. K. Kaiser, deutsche Könige: Friedrichs?). 507. Friedrich III. (IV.). 723. 804. 805. Karl IV. 804. Karl V. 7. 9(2). 13. 16. 18. 25. 26. 27(2). gg. 34, 35. 36. 45. 49. 50. 54 (»). 55. 66. 67. 68(»). 72. 73(2). 75. 76. 77. 80. 82. 85. 86. III. 126(2). 437, 138- 139(2). 146(2). 147. 148. 149. 150. 152. 153. >57. 158. 159(2). 43(4. 464. 433. 433. 47g. 47g. 47g. 180. 181. 188(2). 433. 213. 224. 226(2). 227(»). 230. 233. 234. 243. 252(2). g62. 267. 268. 296. 300. 301.314. 315. 319. 323. 324. 326(2). 335 337 347. 356.358. 364. 370. 373. 431(2). 43g. 433 434. 544. 529. 531. 534. 670. 682. 804. 814. 827. (834). 858(2). 859. 890. 892. 922. 936. 952. 954. 957. 963(2). 93742). 979. 990(2). 4(434. 4332. ,044. 4345. 4347. 4334. 4333. 1044. 1072. 1087. 1407. 1237. 1272. 1273. 1283. 1296. 1298. 1301. 1317. 1482. 1518. — Vgl. Oesterreich: Ferdinand. Personen-Register. (Kaiser, deutsche Könige, Forts.) Maximilian I. 5l. 55. 69. 132. 327. 1271. 1285. 1295. 1317. 1318. Otto. 723. Rudolf I. 578. Sigismund. 895. 1352. Kaiser, Jacob; Schwerzenbach. 1263. Kalbermatter, Arnold; Raron. 1516. „ Joderz Wallis. 851. 862. 863. — Vgl. K. Theodul; auch Anhang II. „ Jost; dgl. 789. 792. 863. 1518. 1520. ,, Niktnns; dgl. >516. „ Theodul; Visp. 1516. Käli (Kelen), Konrad; Utznach. 1108. 1199. 1133. Kalt, Franz; Solothurn, s. Anhang II. Kallschmid, (Hans); Kaiscrslnhl. 365. 366(2). 367. Kaltwetler, ü. Baden. 1927. 1184. Kambli, Hans; Zürich. 385. 738. — Vgl. Anhang II. „ Ulrich; dgl., s. Anhang II. Kamenzind (Kamenzindig, Kamenzingg), Balthasar; Gersan. 5. 194. 219. „ Hans; dgl. 5. 194. 219. Kapstnann, Alexander. 233. „ bl. 233. Kappeler, Heini; Franenfeld. 741. 742. Karl III., Herzog, s. Savopen. Karl V., s. Kaiser; auch Anhang I. Karli, F. Ehnr. 585. Karlin, Hans; Chnr. 419. Karlstadt, vr. (Rudolf). 812. 934. Karnor, Hilarius; Zürich. 1263. Karrenhans, H. Wart. 1112. Karrer, Georg. 1118. 1121. Käs, Hans. 342. Käser, Bernhard; Herrenberg. 931. „ Sebastian; Fürstenberg. 931. „ bl. Uri. 131. Katharina (?); Basel. 33. Kahler, Hans; Münsterlingen. 599. Käust, Hans; Toggenbnrg. 239. Kaufmann, Heini; Thurgau. 384. Keller, THonps; Stammheim. 791. „ Gorins; Engischwil, Helfenschwil. 727. 732. „ Hans; Ober-Stammheiin. 475. ,» „ Ilnter-Stanunheim. 475. ,, „ Thnrgan. 656. ,, „ Zürich. 738. ,, Kleinhans; Thundorf. 599. ,, Konrad; Wcinfelden. 679. 876. „ Lienhard; St. Gallen. 271. (283). — Vgl. Anhang II- ,, Ulrich; Knrzdorf. 741. „ Wilhelm. 1259. 1263. Keller, II. St. Gallen, s. Anhang II. Kennet, Daniel; Ruswrst. 931. Kern, Johannes, s. Krüsi. Kerngerter, Paul; Schwyz. 859. 868. 882. 884. 887. 892. 1989. 1168. 1178. — Vgl. Anhang II. N. N. Schwyz. 191. 297. — Vgl. Anhang II. Keßler, Johannes; St. Gallen. 878. 1525. „ Matthias; Gais. 928. 932. 933. 1254. 1258. 1264. „ St. Gallen. 487. Kienast, Ludwig; Zürich. 176. „ 5l. Zürich. 176. (179). Kißling, Johannes; Mengen. 931. Klarer, Walter; Hundwil. 1254. 1258. 1264. Kläue, 5l. 375. Klawo, Niklans; Lenk. 1516. Klein, Hans; Nieder-Nennforn. 599. „ Jacob; Uri. 314. Kleininann, Johannes; Brieg. 1519. 1529. „ Hans; Wallis. 256. 266. Klett, Lucas, s. Anhang II (B. Basel). ^ Klingen, K. von. 598. Klingenberg, Albrecht von. 69. „ Hans. 1313. „ Hans Heinrich von. 51. 69(2). 7g 84. 251. 254. 255. 262. 397. 314. 315. 317. Klinger, Johannes; Ottenbach. 1263. „ Buchhans; Niederbüren. 727. Heini; dgl. 727. Klober (Kleber), Johannes; Memmingen. 1234. 1259. Kloter, Hans; Zürich. 231. 233. Knebler, Ulrich; Bern. 415. 416. Knecht, Oswald; Baden. 946. Knight, Wilhelm; englischer Bote. 179. 177. 179. 189. Knöringen, Barbara von. 34. „ Völker von. 328. Koch, Bernhard; Tobel. 779. 883. „ Caspar; Basel, s. Anhang II. „ Gorins; Franenfeld. 741. „ Peter; Rothweil. 1181. 1187. 1194. Köchlin, Jost; Lucer». 1949. 1941. — Vgl. Anhang II (St. Gallen). Kolb, Franz; Bern. 1188. 1253. 1254. 1269. 1261. Kölbiner, Ulrich; Appenzell. 1399. — Vgl. Anhang II. Kolbrunner, K. Aargan. 295. ,, K. Thnrgan. 597. Koller, Jos; Eßlingen. 931. Konrad, bl. (?)! Mettmenstetten. 1259. Köpflin, Wolf; Straßburg. 953. 956 964. — Vgl. Eapito. Kramer, Christoph; Sargans. 585. 836. 837. >956. 1971. 1446. „ Kunz; Einsiedel». 1171. Krämer, Hans; Lncern. 1291. 1329. Personen i-Register. Krämer, Ulrich (Heinrich?); Rnßikon, l250. 1263. Krapf, Wernli; Geisterwald. 352. 7lg. Krechting, Johannes; Dietikon. 532. Krenk, Christoph; St. Gallen, s. Anhang II. Krenker, Kleinhans. 375. Kretz, Hans; Nidwalden, s. Anhang II. ,, Matthias; Angsbnrg. 931. Kreuzlingen, Abt: Peter I., von Babenberg. 198. 438. 45l. 616. «26. 1185. 1193. 1302.1303. 1381. — Vgl. O.-R. Kriens, Martin von; Schwyz. 595. Vgl. Anhang II. Krönier, Angnstin; Miihlhausen. 932. 933. Kröul, Wolfgang; Rüti. 1250. 1263. Krumm, li. St. Gallen, s. Anhang II. Krummenstoll, Anton; Freibnrg. 29. 52. — Vgl. Anhang II. „ Hans; dgl., s. Anhang II. Krus, Albert; Wolfegg. 930. Kriisi (Krus; Kern; Nagel), Hans; Klingnau, St. Georgen. 672. 692. 705. 734. Kübler, Hans (gen. Seiler); Schasshansen. 172. „ Lienhard; Gachnang. 499. Küng, Hans; Zürich. 364. Künzi (Künzis), Hans; Freiburg. 1138. 1372. — Vgl. Anhang II. Künzi, Peter; Bern. 908. 911. Künzli, Bernhard; Toggcnbnrg, s. Anhang II. „ ü. Hornnssen. 250. 264. 265. Knosen, Jos von; Zürich, s. Anhang II. Küster, Jost; Nidwalden. 307. «. Labhart, Peter; Constanz. 1303. „ H. Constanz. 373. Lagger, Bartholomäus; Goms. 1516. Lamarck, s. Marche. Lambelet, H. 41. Lambert, Peter; Savoyeu. 138. 187. 188. „ (al. Lambellin), Johann; Besaiitzvn. 355(2). Lambien; Johannes; Visp. 1516. Lamet, Anton von; französischer Bote. 18(b). 19. 30(4). 38. 39. 44(4). 45. 5g. gg. gg. 82. 92(2). zoZ(S). 106. 107. 110. 138. 147. 150. 152. 172. 173. 174. 175. 182. 185. 188(»). 190. 191. 194. 196. 200. 280. 306. 307. 324. 414. 468. 469. 482. 1492. Lamotte, Anton von. 142. Landau, Hans Jacob von. 490. 1186. Landenberg, Höhen-Laudenberg, Herren von: Albrecht. 75. 111. 244. 249. 252. 256. 282. 481. 755. Balthasar. 629. Gotthard. 143. 242. 244. 246. 249. 282. 300. Hans, von Rapperswyl. 80. 102. 137. 279. — Vgl. Anhang II (B. Constanz). (Laudenberg, Forts.) Streit mit Mötteli. 29. 49. 373. — Vgl. Rappenstein. Hugo (Dietrich). 34. 159. 163. 168. 171. 176. 177. 180. 188. 203. 212. 740. 741. 742. 750. 753(2). 755(2). 756. 763. 1314. Hugo, Bischof von Constanz, s. Constanz, Bischof. Sigmund. 741. 742. Ulrich. 279. 280. 753. Wolf. 143. N. 5l. 282. 431. Landenberger, Christoph; Oberbürcn. 802. 1332. Landeck, Hans Friedrich von; kaiserl. Bote. 796. Lando, Hans; Vanrmarcus, Murten(?). 351. 1242. 1243. Landolt, Hans; Glarns, s. Anhang II. Langhans, Mendli(?); Meisterhansen. 499. Lanker, Hans; Appenzell; s. Anhang II. Lanoja (Lauuor>), Carlos de, s. Anhang I. Lanz, Heinrich, von Liebenfels. 242. 496. 500. 524. 540. 558. 755. 791. Latremonille (Latremoille), ibl. de. 150. 160. 162(2). igg. 172. 264. 268(2). 435. Länbli (Löublin), Ludwig; Bern, Solothurn. 931. 1233. 1234. Laufen, Heinrich von; Eich. 215. Laust, Hartman«; Koblenz- 1182. „ Heini; dgl. 1118. 1122. Lauper, Hans; Freiburg. 1416. — Vgl. Anhang II. Lausanne, Bischof: Sebastian von Montfaucon. 11(«). 12(2). 42(4). 260(4). 261. 324. 334(»). 341. 348. 372. 393. 396. 397. 398. 413. 494(»). 748. 774. 775(2). 781, 732. 783(2). 784. 787. 802. 803. 804(2). 805(5). 806. 808. 821. 874. 879. 924. 931. 939. 1032. 1137. 1228. 1234. 1235. 1243. 1244. 1245. 1250. 1251(2). 1252. Lantrec, Herr von; französischer Statthalter und Feldherr in Mailand. 8(2). 9. 14. 3». 31. 59. 62. 63. 64. 81. 82. 99. 10». 101. 103. 104. 105. 106. 107. 116. 120. 121. 122(2). 123. 125. 127(2). 129. 130. 131. 135. 136(4). ig?. igg (2). ig). igg. 19g. 218. 225. 278. 282. 283. 296. 482. 1110. 1155. 1I5«(»). 1168. 1178. 1182(2). 1194. 1197. 1199(4). 1377. Vgl. Lesen». Lavan, U. von. 1466. 1468. Lavater, Hans Rudolf; Zürich. 1238. 1244. 12^.— Vgl. O.-R. Kyburg; auch Anhang II. Leimer, Valentin. 530. Le Mestre Prespa(?); Savoyen. 1015. Lcmp, Jacob; Tübingen. 931. Lendi, Niklans; Lunkhosen. 977. 987. 991. 995. 1055. „ Welti; Jonen. 674(2). 773 977 997. 991. 995. 1025. 1035. 1036(2). Lengrant, Johann; (Antwerpen?). 318. Lenzburger, Hans; Freibnrg, s. Anhang II. Personen l -Register. Leo X., s. Päpste. Leonhard, X. Basel. 931. Leqnereur, Johann; Neuenstadt. öS. Lesen» (Lascnt, Scutt, Scnto zc.), Herr von. 62. 63. 64. 71. 72. 74. 78. 81 (2). gz. 9S. 147. 148. Levrier, Ämi; Genf. 823. Leyva, Anton von. 2tt3. 868. 967. 1094. N04. 1169. Lianconrt, X. von. 1296. Liasse, Franz; Savoyen. 1518. 1519. Lickinger, Johannes; Regensburg. 931. Liechtensels, Cornelius von, s. Anhang ll (B. Basel). Lienhard(?); An. 876. „ (?); Baden. 932. Ligerz, Glando von. 369. Lilli (Liilli), Heinrich; Schwyz, s. Anhang ll. Lind, Christoph; Constanz. 709. Linder, Niklans; Sargans, (Weesen?). 837. Link, Heinrich; Schafshanscn. 928. 933. 1248. 12.>0. Locher, Jacob; Lömiswyl. 715. 718. „ Franc,.feld; Landschrciber. 524.<558. 584. 59o. 1342. „ Johannes; dgl. 558. 584. 1074. 1342. 135,1). 1463. „ X. Rhcinlhal. 298. 299. „ X. Sargans. 944. Löchlin, Hans. 932. „ Thoinas; Aknri. 932. Lodi, Bischof, Octavius Maria Sforza. 16. 18. 22. 2o. 44. 47. 59. 61. 838. 856. 954(2). qqgg. Löffler, Diebold; Bern. 1338. 1370. Loisie, X. de; Savoyen. 1456. Lombard, Hans (?); Basel. 487. 838. 868. 877. „ Jacob; dgl. 167. 168. 232. 481. 482. 487. 496. 797. 810. Lömmli, Heinrich; Schwyz. 931. Longneville, Herr von. 60. 414. — Vgl. Hochberg. Lorchel, Johann de; Boudry. 446. Loredano, Leonardo; Venedig, f. Anhang I. Lorenz, X. Solothurn. 767. Lorsy, X. von. 1018. Loser, Johannes; Baden. 932. 1213. 1273. Lottstetter, X. 1254. Lonp, Loys; Grandson. 1378. Löwenstein, Rudolf; Freibnrg, f. Anhang ll. ^ „ L,ichsinger, Konrad; Ziirich. 657. ^ Vgl. An)ang Rudolf; Glarns, s. Anhang ll. St. Lucius, Abt, Theodor Schlegel. 851. Ludwig 11., s. Böhmen; Ungarn. Ludwig, Schwarzhans; Oftershausen. 500. Lullin; Aymo von Genf. 858. 941. 959. 960. 970. 974. 979. 980(2). iggg, iggz, 1296(2). 1305(2). 1327. 1456. Lnnan, Matthien; Genf. 1150. Lupfen, Graf Sigmund. (487). 509. 515. 527. (628). Luquet, X. Bonvillars. 747. Luscinins, Othmar; Augsburg. 930. Luse(?), X. von; Savoyen. 1015. Lnssi, Hans; Nidwalden, s. Anhang 11. „ X. Nidwalden. 364. Lustrac, Humbert und Johann von. 947. Luther, vr. Martin. 257. 309. 348. 351. 399. 400. 402. 404. 410. 411. 413. 423. 424. 477. 511. 512. 513. 514. 590. 812. 841. 844. 845. 867. 870. 883. 885. 922. 924. 934. 936. 937. 956. 968. 969. 1008. 1350. — Vgl. Zwingli; auch M.-R. Religionssachen. Luchert, Johannes; Lucern, Basel. 909. 932. 962. 966. Lnti, Heinrich; Winterthur. 342. 1228. 1250. ,263. „ Meinrad; Lottstetten. 832. 833. Liitzelbnrg, Luxemburg, f. Oranien. Lux(?), X. von. 1011. Luyet, Colinns; Sitten. 1516. Lyfi, Balthasar; Urnäsch. 932. M Mabosson, X. Genf, s. Anhang II. Mab, Marx; GlarnS. 466. — Vgl. Anhang II. Mäder, Bertschi; Mnrten. 88. Madlena, Jörg; Fanas. 1322. Mag, Hans; Nußbaumen. 493. ,/ Üoli; dgl. 493. Johannes; Schaffhausen. 1250. Maggines (Maggenes?), X. 438. Magschen, Stephan; Raron. 1516. Maiq, X. Constanz. 284. Major (Mayor), Piene; Avenches. 747. 1137. Mailand, Herzoge, s. Sforza; auch Anhang I, und O.-R. Malbnisson, Jacques; Genf. 1296(2). Maler, Heinrich. 685(2). Malliet, Gonin; Genf. 1083. 1084. Malprovent, X. Grandson- 1145. Mandallaz, Franciscus de; Genf. 1370. Mangolt, Dr. Wolfgang; Constanz, Ziirich. 628. 1057. 1139. 1333. 1381. 1433. 1434. 1485. — Vgl. Anhang II. Manloz, X. Genf. 1150. Mannberger, X. 1254. Mannendorfer, Caspar; Vaduz. 1322. Mantello, Franciscus. 484. Pietro; Bote des Grafen L. von Arona. 202. 289. 484. Manuel. Niklans; Bern. 1252. 1432. 1444. - Vgl. Anhang ll- Personen- ^-Register. Manz, Hans Felir; Zürich. 464. Mär (Mer), I>r. Laurenz; Baden. 032. 034. 1011. 1055. Marcellin, Gabriel; (Monza?). 308. 310. 311. 485. Marche, Robert de la; (Lamarck). 586. 789. 792. Maresca, Claudius de; Savoyen. 1518. 1519. 1521. Margaretha, Erzherzogin, s. Oesterreich. Marian, dl. Antwerpen. 1000. 1011. „ dl. Lucca. 830. 838. 868. Markstein, dl. Bern. 1338. Manuels, Hans von; Graubünden. 1502. 1505. — Vgl. Anhang II. ,, Rndols von; dgl. 800. — Vgl. Anhang II. dl. von; dgl. 307. Marsonnac, dl. 1521. Marti (?), Peter; (Marin Magoria). 703. 792. Marti, Hans (Wißhans); Thurgau. 159. 171. 175. I8V. 188. 313. 355. 356. 361. 371. 384. 385. 389. 390. 419. 657. 779. 780. — Vgl. M.-R. Herrschasten, gemeine, II. 2. Martin, Fridolin; Freibnrg. 266. 267. — Vgl. Anhang II. „ Glando; Freibnrg. 981. „ Jacob; Lucern. 102. 128. 135. 911. St. Martin, dl. von. 1417(2). Marx, dl. Basel. 932. „ dl. Würenlos. 994. Maseler, Johannes; Kirchdorf. 932. Mathisli, s. Schivertfeger. Matt, Heinrich von; Nidwälden, s. Anhang II. Matthias, Lienhard; (Gothel?). 500. Manrienne, dl. de. 1521. Maurizi, Jodocns; Visp. 1516. St. Maur z Abt. 847.875. May, Bartholomäus; Bern. 16. 29. 52. 1 113. — Vgl. Anhang II. Jacob; dgl. 314. 767. 809. 892. 921(2). ,gg2. 1039. Mayer, s. Major. „ (Maler?). 684. „ Konrad; St. Galle», s. Anhang II. „ Lienhard; Schiers. 851. Mecklenburg, Herzog Heinrich; kaiserlicher Bote. 25. 33. Medicis, Haus. 21. 22. 58. 188. 189. 190. 196. 1499(2). „ Julius von, Cardinal. 78. 81. 100. Iii. 122. 129. 130. 135(2). 136. 137(»). 138. 142. 143. 144. 148. 155. — Vgl. Päpste, Clemens VII. ' „ Genin (?). 1034. ,, Hippolyt, s. Anhang I (Florenz). „ Lorenz», s. Anhang I (Urbino). „ Johann Jacob de, s. Mnsso. Medler, Hans; Radolfzell. 931. Meggen, Nillaus von; Lncern, s. Anhang II. „ Werner von; Lucern. 107. 113. — Vgl. Anhang II. Melchior, dl. (Konstanz?). 930. Mello, Bernardo. 792. Meltinger, Heinrich; Basel. 363. — Vgl. Anhang II. Mer, s. Mär. „ Hans; Graubünden. 851. Merk, Matthäus; Bus. 1264. Merveilleur (Wunderlich), Johann. 190. 191. Merone (Morone?), dl. 790. Merz, Hans; Schwyz, s. Anhang II. „ Heinrich; dgl., s. Anhang II. „ Konrad; Freibnrg, s. Anhang II. Mesiere, dl. von. 809. Meßmer, Thomas; Zürich. 364. Mestre (Maistre), Thomas. 279. 315. Mettene (?), Johannes von; laiserl. Bote. 160. Mettcinvyl, Moriz von; Lncern. 27. 28. (180). — Vgl. Anhang 11. Mettler, Adam; Nnter-Stammheim. 475. Metzger, Hans; Strnbenwyl. 507. „ Stephan; Altstätten. 439. Metzilten, Caspar; Brieg. 1516. Rudolf; Wallis. 1518. 1520. Meyer, Ndelbert; Basel, s. Anhang II. „ Andreas; Tegern (Dogern?). 946. „ Anton; Wallis. 7. 11. 60. 209. Diebold; Simmenthäl. 247. 248. 249(2). 250. 264. 272(2). 273(»). — Vgl. O.-R. Bern; Nnterwalden. „ Heinrich; Sargans. 308. „ Jacob; Basel. 406. 412. 552. 582. 601. — Vgl. Anhang II. „ Jörg; Appenzell, s. Anhang II. „ Konrad; Schasshausen, s. Anhang II. „ Laurenz; Winterthur, Stammheini. 1250. 1263. „ Peter; Kempten. 212. „ Peter; Zürich. 364. — Vgl. Anhang II. „ Peter, Hans; Laufen, Basel. 1264. „ Thomas; Zürich. 360. 361. 372. 377. 381(°). 394. 453. 946. — Vgl. Allhang II. „ Noli; Lncern. 124. „ von Knonan, Gerold; Zürich. 524. 527. „ „ „ Hans; dgl. 360. 395. 435. 445. — Vgl. O.-N. Weiningen. Michaelis, Georg; Brieg. 1516. Miles, Beda; St. Gallen. 891. „ Mauritius; Toggelibnrg. 933. Mistler (Nistler?), Michel; Stranbelizell. 715. 721. Mochli, Jacob; Strallbelizell. 72 >. Mock, Hans; Tübach. 723. Mogasti, Franciscus; Como. 255. „ („Mligrast"), Octavian voll. 242. Moine, Jacob; Savoyen. 65. Moller, dl. Utzwyl. 1055. Personen-! Register. Molliere, Boniface de. 255. — Vgl. Font. Moncada, Hngo von, s. Anhang I. Monneron, 14. Savoyen. 316. Mont, Bertolt!» de; Savoyen. 1521. Montevanr, Graf Lorenz von; kaiserl. Bote. 160. Montfalcon, Jehan de; Genf. 1297. MoNtfancon, Sebastian von, f. Lansanne, Bischof. Montferrat, Markgräsin 14. 1048. Montfort, Graf Hans von. 987. „ Hugo von. 628. 987. Wolf von; kaiserl. Bote. 505. 5.09. 14/ 1125. „ Antoine de; Savoyen. 1518. 1519. Montmorency, 14. von, französischer Befehlshaber in Mailand. 318. 321. 357. 365. 36k. 374. 380. 389. 485. 858. 1193. Montrichart, 74. von. 150. Moos, Heinz, im; Straubenzell. 353. Morelet, General 14., französischer Bote. 150. 218. 277. 278. 282. 296. 318. 324. 325. 374. 436. 446. 449(2). 454. 468. 469(4). 482(0), 4gg. 484. 485(2). 59g. 531. 539. 571. 596. 606. 696. 751. 772 (2). 788. 817. 828.907. 908. 920(2). 94z, g52(2). 955. 963(2). 966(2). 977. 985. 994. 1000. 1011. 1012. 1014. 1031. 1032. 1033(2). 1034. 1070. 1094(2). zggg. ,098. 1104. 1107(2). 4,54. 1155 (2). II56(S). 1168. II9I. 1198. 1424. 1446. Morel!, Johann Jacob; Lnnis. 310. 311. ,. Mark; dgl. 356. 362. 371. 441(2). 442. 480. 481. 507. 599. 703(2). 794, 787. 797. 958. „ 14. 14. 285. 1011. Moresin (Morosini zc.), Baptist; Lauis. 54. „ Bernhardin; dgl. 263. 276. 281. Hieronymus; dgl. 54. 276. 277. 281. 284. 285. 295. 296. 356. 362 (2). 371. 833. 867. „ Lnisott; dgl. 441. „ Peter; dgl. 1037. 1055. 1085. Morone, Hieronymus; Mailand. lll(")' 144. IM' ^0. 181(2). 244. 266. 267. 389. 605. Mörsberg, Freiherr Hans. 1063. 1064(2). i>06. . gl- O.-R. Belsort. Moser, Hans; Gosian. 716. 718. Mößli, Peter; Eonstanz. 1187. Mötteli, s. Rappcnstein. Mohy (?), Antoine; Savoyen. 1417. Mnggli, 14, Zürich. 143. Muhen», Hans; llri. 655. „ Niklans; dgl. 222. 235. 331. 373. 374. 446. 4..3. 470. 488. 505. 556. — Vgl. Anhang kl- „ 14. dgl. 190. „ Mülinc», Easparvon; Bern. 25. 139. 3,0. 434. 485. 486(-)- 826. 837. — Vgl. Anhang II- Müller, Andreas. 811. Müller, Andreas; St. Gallen, f. Anhang II. „ Gallus; Tübingen. »Ä0. „ Gorins; Thnrgau. 385. „ Gregor. 680. „ Hans. 946. „ . ,, Toggenburg. 202. ,, ,, Zug, s. Anhang II. „ Noggwil. 1312. 1314(2). l315(-> I3oq 1330. ,, ,, Nnsibanmen. 493. ,? », Snlgcnbach (Bulgenbach?). 515. 527 69» 695. 763. „ Heini; Thnrgau. 384, „ Jacob; (Jonen?). 991, ,93g. ,, Jörg; Hüttweilen. 493. „ Kleinhans; Znzwyl. 727. „ Rochus; Jttingen. 11,2. „ Rnodi; Wengi. 500. „ Simon. 946. ,, Ulrich; Schneisingen. 932. Münch, Jos; Baar. 317. Mnntprat, Joachim. 349. „ Rnland; Eonstanz. 1187. 1203. „ Sebastian. 294. 305. 470. 496. 505. 629. „ Ulrich. 249. „ 14. 14. 230. 593. 762. Mnrbach, Abt. 677. 680(2). Marbach, (Hans Jacob); Schafshanscn. 498. — Vgl. Anhang II- Mure, 14. de la, kaiserl. Bote. 139. Mnrer, 14. 1253. 1254. Muri, Abt: Laurenz (von Hcideck). 698. 1205. Mnrner, I)r. Thomas. 830. 832. 885. 891. 917. 924, 927 923. 931. 935. 1043. 1086. 1245. 1246. 1248. Schriften. 917. 920. 921. 1049. 1050. 1059. 1471. 1483(2, 1484(2). Heransgabe der Dispnlations-Aclcn von Baden. 921. 928 1094. 1210. Schmähungen gegen Neuglänbige. 917. 920. 1049. 1059 1051. 1052. I053(->). ^59 ,„-,5 ,^9 1471. 1483(2), 1484(2). Einleitung eines Processes gegen ihn. 1483. 1484.—Vgl. O.-R. Lncern, und Bd. I V. 1 b. Mussey, Bernard; Savoyen. 1327. Musso, Castellan (Johann Jacob de Mcdicis). 556. 585. 786. 787. 788(2). 799. 797 79g 799 gzg 829. 849. 850. 997. 998. 999. 1003. 1927. 1937. 1940(2). 1972("). 1094. 1,03. 1194(2). 1114. Hgg(»). 1167. 1170. 1178. 1180. 1274. 1279. 1281. 1291. 1298. 1329. 1342. — Vgl. O.-R. Graubünden. Mntschli, Hans; Bremgarten. 1272. Myconius (Gcisihüsler), Oswald; Lncern, Zürich. 956. Personen-Register. N. Näf, Jacob; Asfoltern. 1263. Nagel, Hans; Ktingnan, s. Krüsi. „ Jacob, von Alten-Schönstein. 768. 763(2). Nägeli, (Hans) Rudolf; Bern. 92. Z03. — Vgl. Anhang II. „ Sebastian; Bern. 1101. 1102. 1118. 1124. 1341. Nägeli», Ulrich; Solothnrn. 766. 767. Nardin, Pierre; Besanyon. 327. Narzisli, dl. Zürich. 181. Navarra, Peter von. 1107. Neapel, Könige und Vicekönige, s. Anhang I. Nellenbnrg, Gras Ehristoph. 172. ,, dl. Erzbischof von Trier. 132. „ (Eberhard), Stifter und Schirmherr des Klosters Allerheiligen. 131. 132. Rergaz, Michel; Genf. 1150. Neschel, Gerard; (Lausanne?). 783. Ncudörfer, Georg; Rothweil. 1233. 1235. 1248. 1250. 1260. Neuenbürg, Grafen dl. dl. 36. „ Philipp. 36. ,, „ Hans, Ludwig, Walter. 41. „ Markgräsin Johanna, s. Hochberg. Neukomm, Heinrich; Lindau. 284. Nicodi, Anton; Siders. 1516. Nicolet, dl. Grandson. 1378. Nidan, Grafen dl. X. 36. Niederländer, Konrad; „Tiertuam". 828. Nichte, vr. dl. 342. Niklaus, von der Flüe. 1232. „ (?), Bruder; Uri. 931(2). Nisius, Peter. 419. 797. Nistler, Ulrich; Straubenzell. 353. Noe, Franciscus; Savoyen. 1521. Nofel von Büel(?); Wyl. 1010. 1013. Noferen (?), Peter von. 1034. Noll, Anton; Bern, (.Anhang II. Noncho, Jacob. 155. Nanz (?), Gianda; Nvonnand. 747. Normaudie, 14. de. 484. Nunnenmacher, dl. 381. Nuper (Napet, Noper ?c.),, Simon; Basel. 1000. 1011. Nußbaumer, Konrad; Zug, s. Anhang II. O. Oberriet, Hans; Basel, s. Anhang II. Ochsenbein, Niklaus; Solothurn, s. Anhang II. Ochsner, dl. Zürich, s. Anhang II. Oechsli, Hans; Pfarrer in Burg -c. 460(2). 432. 463 (2). 465. 471. 477. 491. 492. 493. 497. 508. 509. 564. (Oechsli, Hans, Forts.) 587. 588(2). ggg. 599. 591. 594. ggg. 697. gg9. 751. 1089. — Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, II. Oechsli, Ludwig; Schasshausen. 933. „ dl. Uri, s. Anhang II. Oecolampadins (Hnsschin, Husgcn ?c.), Johannes; Basel. 811. 812. 841. 895. 907. 908. 911. 927. 930. 932(»). 953. 956. 957. 962. 966. 968. 969. 1052. 1098. 1250; 1253. 1254. 1257(2). 1261. 1263. 1476. Oddinet, Johann; Savoyen. I52l. Oeder, Wolfgang; Basel, s. Anhang II. Offenburg, Egolf; Basel, s. Anhang II. Ofrion(?); Wyl. 999. Oftriuger, Heinrich; Zurzach. 932. Oelegger, Heinrich; Zug, s. Anhang II. Omli (Amli), Ritlans; Unterwalde». 1013. 1322. Oeniuger, Heini; Zürich. 561. Orange, Orauien: Prinz Johann. 41. 485(2). 486. 892. 941. 1377. Philibert, s. Anhang I. Princessin Philibcrta. 43. 55. 60. 139. 150. 160. 268(»). 331. 335(2). 337. ZZ9, 35g. 351. 353. 485(2). 747. Orell, Hector von; Luggaris. 217. „ Johann Antonio von; dgl. 703. 792. „ Zonfre(?)i dgl. 54. Orleans, Herzog dl. 616. Ort, Jacob am; Luccrn. 259. — Vgl. Anhang II. Oesterreich, incl. Flandern, Burgund: Ferdinand, Erzherzog, römischer König ?c. 230. 252(2). 317. 320. 323. 326. 337. 357. 358. 359(2). 335, 5 ,0. 516. 517(2). 530(2). 531. 535, 573. 571, 572. 598. 600. 601 (»). 613. 614. 625. 627. 656. 663. 664. 670. 677. 678(2). 397. 393. 736(»). 737. 738(2). 744. 745. 746(2). 755. 758. 760(«). 761(2). 734 (2). 768. 769(2). 773, 793. 8»I. 834. 885. 887. 894. 895. 913. 914. 952. 953. 957. 963(2). 933. 999. 1000. 1002. 1023. 1044. 1085. 1086. 1088(2). 7993. 1106. 1157. 1186(2). 1272(2). 1273. 1277. 1278(2). 1283. 1286(2). 1292. 1293(»). 1299(-''). 1301. 1304. 1312. 1316. 1335(2). 1349(2). 1344(2). 7339. ,425(»)- * 1467. 1482. — Vgl. Kaiser; auch O.-N. Oesterreich/ und Anhang I. Margaretha, Herzogin von Flandern ?c. 36. 37. 60. 82. 89. 150. 159. 193. 223. 264. 267. 268(->). 275. 290. 335. 350. 468. 486. 541. 582. 682. 789. 1101. 1154. 1273. 1424. — Vgl. O.-R. Burgund. Sigmund, Herzog. 627. Oswald, Or. Jörg; Gihlingen. 1259. „ vr. Wendelin; Sonnneri, St. Gallen w. 611. 636. 637(2). 638(2). 931. 1073. 1302. Ongli, Easpar; Basel. 1263. Ouling, Petrus; Brieg. 1516. Personen-! Register. P. Paillaz, Hngo von. 804. Palisse, X. de la. 150. 151. 159. Päpste: Allgemeines. 157. 158. 159. 191. 192. 195. 199. 219. 223. 224. 229. 234. 247. 251. 279. 295. 297. 301. 302. 307. 322. 327. 340(2). 347. 35g. 392. 394. 399. 397. 373. 379. 380. 389. 393. 400. 405. 431. 434. 509. 512. 514. Sl5. 572. 574. 575. 815. 900. 904. 915. 918. 922. 994. 1270. 1273. 1423. Klemens VII. 391. 417. 420. 423. 424(2). 431. 471(2). 472. 531. 539(2). 55g. 571. 604. 913. 918. 919(2). 790. 792. 793. 804. 809. 839. 938. 939. 952. 954. 957. 964. 966(2). 997. 977. 990. 997. 998. 1000(2). 1001. 1002. 1011. 1037. 1039. 1040. 1072. 1107. 1518. Hadrian VI. 193. 175. 177(2). ,78. 185. 189. 194. 195. 199(2). 219. 227. 233. 243. 279. 299(6). zig. 326. 333. Jnlins II. 78. 118. 119. 154. Leo X. 7. 9(2). 10(°). 12. 14. 21. 22. 23. 25. 32. 34. 35. 39. 44. 46. 58. 92. 93. 94. 99. 97 (2). 98. 71. 72 (2). 75 77 78. 79(2). 80. 84. 85. 86. 87. 91. 95. 99. 99. 10». 101. 103. 104. 105. 110. III. 112. 113- 115. 116. 117. 118. 119. 125. 129(2). 128. 139. 140. 142. 143. 144. (147). 152. 197. 185. 189. 199. 395. 804. 939. 1498. 1499. „ Tod. I53(»). 154. 155. 159. 191(2). 762. Papyrer, Jacob; Freiburg, s. Anhang II. Parvesin, Manfred von. 81. St. Paul. N. von; Orbe. 1138. Pavillard, Anton; Freiburg, s. Anhang II- Payer, s. Peycr. Pedrisat, Glando; (Bonvillars?). 494. Pellican, Konrad; Zürich. 959. 1250. 1293. Pellini, Bernhard; Gainbarogno. 217. Perer, X. de; Savoyen. 1459. Perren, Aegidius; Sitten. 1519. Perrin, Petermann; Siders. 1516. „ X. Vvonnand. 1145. Perroman, Heinrich; Freibnrg. 312. „ Hnmbert; dgl., s. Anhang II- „ Petcrmann; dgl., s. Anhang II. Pcscara, Marchese Ferdinand Franz von. 148.155.181.904.790. Peter, Paul; Eschenz. II 12. 1123. „ Boniface; Genf, s. Anhang II. Petri, Adam; Basel. 292(»). 293(6). ggg. gl?. Peyer, (Hans?); Schasshanscn. 498. — Vgl. Anhang X- „ Hans Konrad; dgl. 512. Peyern, Wilhelm von; Thnrgan. 230. 883. Pfnfers, Abt: Johann Jacob (Nustinger). 584(2). ggü. 839. 1089. Vgl. O.-N. Pfalzgrafcn: Friedrich. 252. Ludwig. 1194. 1213. 1335(2). Wilhelm. 1335(2). Pfennig, Hans; Flims. 1322. Pfetncr, Ulrich; Appenzell, s. Anhang II. Psirt, Wolf Dietrich von. 317. Psister, (Pfyfer?), Großhans. 721. Psister, Ulrich; Ilster. 1263. Pflümlin, Hans; Landser. 737. Pfyfer, Grofchans; Wittenbach. 715. — Vgl. Psister. „ Heinrich; Maschwanden. 1250. 1293. Pherns(?), Balthasar; Oberminterthur. 1293. Philibert, f. Oranie». Philiberta, Princessin, f. Oranien. Philipp, X. Basel. 582. Philipp, Markgraf, f. Baden. Philonardns, Ennins, (Vernlan zc.), päpstlicher Legat. 62. 97(2). 7g. 71(2). 74. 7g 7g(2). 84 87 gg^2). g4 gg 99. 97. 101. 117(2). 122(2). ,60. 142. 145. 149. 155. 158. 159. 192. 163. 195. 179. 177. 178. 185. 229. 295. 297. 299(«). zgg. ggg gg? zig(2). z,g(3). gzg. 326(2). zgi. zgz. 394 474 4,7 420. 424(2). 45; 461. 471. 913. 618. 619(«). 620. 629. 927. 811. Verhaftung und Ledignng (1521, 1522). 149(2). 747. 757 177. 178. (306). Piano (Plans), Baptist de; Lnggaris. 225. „ („) Michel de; dgl. 219. 374. Picarden. 844. Pingon, X. Savoyen. 4. Piochet, Anton; savoischer Bote. 940(2). 959. 974. 979. 980. 1098. II9I. 1192(2). 1338(2). 1350(2). 1351. 1370(2). 1387. Pirata, Anton; Constanz. 930. Piscator, Philipp. 318. Pistoja (Pistoria), Bischof, f. Pucci. Platea, Johann de; Wallis. 1518. 1520. „ Petermann de; dgl. 1519. Plongeon, X. Genf, f. Anhang II. Pocobello, Gabriel; Lauis. 211. St. Pol, X. von. 1377. 1409. Pollet, X. Granbnnden. 307. Ponte, Giovan, Val Maggia. 443. Pontvcrre (Ponvoire ic.), X. de. 1350. Pönal, A. Genf. 1020. Porta, X. de; Genf. 1150. 1338. Praderwan, Hans; Freiburg, f. Anhang II. Prttpositis, Johann de; Chnr. 391. Pre, Friedrich von; Lausanne, f. Anhang II. Presegg , von Leyden. 12K3. N. Rüber, Heini; Bern; s. Anhang II. Nadegg, ü. Zürich, 143. Radeggcr, Hans; Zürich. 1227. Radheller, Peter; Schwyz. IHK. Raget, H. Ponte. 1196. Rahn, Rudolf; Zürich. 276. 280(4), Ramel, Jean Lonis; Genf, s, Anhang II. Ramers?), Benoit; Lausanne, 775. Raminger, Jacob; Würtemberg, 259(2). Ramsperg, Hans; St. Gallen, s, Anhang II, Ramstein, Christoph von, 226. Randegg, Caspar von, 25, „ Clara von, 25. 1180. 1193, 1342, Ranft, Christoph, am; Brieg. 1516. Rappenstein, („Mötteli"); Roggwil: Friedrich, von. 669. 987, Jacobs?). 29. 49. Joachim. 373. 433. 4K1. 55k. 585. 742. 882. 1111. V. Rudolf. 888. Susanna, 435. 47k, Nasoris, Jacob; Wintcrthnr, Dynhard. 1263. Raspis, Bartholomäus de, 126. Rebmann, Kuoni; Thurgau. 1119. „ H, Basel. 552, Rcbstock, Rudolf; Biel, s. Anhang II, Rcchberger (Rechburger), Jtelhans; Straßburg. 737. 76». Rediug, Benedict; Viel, s. Anhang II, „ Heinrich; Schwyz, s, Anhänge II und IV. II. Regel, Martin; Uri, s, Anhang II. Reich (Rych), Jacob. 1175. Neichenbach, vi-, Wilhelm von; kaiserl. Bole. 51», 517(2). 518(2), 524, 525. 526, 534, 536. 656. Reif, Hans; Freiburg, s, Anhang II, „ Niklaus; dgl,, s, Anhang II,, auch Ryf, Neinach, Melchior von, 275. „ ü, von, 67. Reinhard, Hans; Basel, 454. Reischach (Rischach ?c,), Eberhard von, 223, 247. 262, 363, 539, 772, Reischach, Eberhard d, ä, 1180, 1181, 1184, 1342. „ Hans Lieuhard von, 203. 255. 259. 262. 277. 281. Vgl. Würtemberg (Ulrich); auch M.-R, Botschaften. Rennhas, Hans; (Golbach?), 718. 720. Renz, Signor, 340. 358. 415. Rheinau, Abt (Heinrich von Mandach). 450. 451(4), 626, 654, 655. 1454. — Vgl, O.-R, Ribi, Michel; Saleustein, 500, „ Wolfgang; Ermatingen. 1414. Richiner, Hans; Rohrdorf. 944, Rickart, Peter. 1402. Rickenbach, Peter; Berlingeu. 500. Riedi, Jacob; Basel, 695. Rigon, Calcagno (?). 689. Riner, Jacob; St. Gallen. 933. Ritter, Matthias; Ucchtersheim. 1264. Rist, Haus; Bernaug. 888. „ Ulrich; dgl. 329. 476. Rive, Georges de; Savoyen. 356. Robaschot, Bartholomäus; Luggaris, 1347. „ Haus; dgl. 1347. Robcrtet, (Florimoud), srauzösischer Canzler. 1014. 1033, Röblin, Martin; Klustern. 931. „Rochepott" (Rasciapot?c.), bl., franz. Admiral. 318. 324, 356, 365. 374. 387. 388. 389. 426, 427, 430, 449, „Rockenzan". 844. Roget, Loys; Genf. 1083. 1084. Roggenbach, Hans; Solothurn. 1439. 1441. Noggwyl, Gorius vo»(?). 500(2). Noginit (?), bl, Freiburg, s. Anhang II, Rohrmann, Hans; Basel. 1263. Röist, Caspar; Zürich. 153. „ Diethclm; dgl. 662,1390.1476.1485. —Vgl. Anhang II- „ Marr; dgl., s, Anhang II. Roland, Jean, 984. Noll, Hans von; Solothurn, s. Anhang II. Römer, R. Maienthal. 54. Römerstall, Simon von; Biel. 979. 980. Nonchalia, Dominico, 998. Roncho, Jacob de; Luggaris. 217. 225. Rong, Martin; Sitten. 1516. > Rordorf, Hartmann; Zürich. 7. II. „ Othmar; dgl,, s. Anhang II. Rösch, Ludwig; Schwanden, 933. Roseuegger, Heinrich; Franenfelb, 507. 509, 656. Personen -Register. Roß, Erhard; Basel. 1283. Rossers, Andreas; Raron. 1516. Roth, Jacob; Basel, s. Anhang II- Röthelen, s. Hochberg. Rothpletz, Burkhard; Basel. 12S0. 1284. Rotz, Melchior von; Unterwalden. 238. Ronsset (Rose, Roset?), K. von; Savoyen. 1018. 1083. 1084. Roy, Philipp; Genf. 1150. Rnbli, Heinrich; Zürich. IKl». 542. 897. 1119. Vgl. Anhang 11- Rüdlinger, Hans; Toggenbnrg, s. Anhang 11. Rudolf, Hans; Schasshausen, s. Anhang II- Rüegg, Bartholomäus; Rheinthal. 298. 299. Rngge (Rüegg?), Bartholoinc; (Nheincck?). 214. Rungs, Matthias de; Granbünden. 410. Ruple (Joner), Wolfgang. 342. 529(2). - Vgl. Eappel. Rnsca, Franchinus (Franz). 146. 289. 318. „ Gräfin N. 53. 138. Rusch, Hans; Geiszerwald. 352. 715. 719. Nüscher, Jacob; Schasshausen. 172. „ Margaretha; dgl. 172. Rüssel, Lienhard; Constanz. 928. Rüti, Abt: Fclir (Klauser). 519. 520(ch. 52I(ch. 524. 558. - Vgl. O.-R. Ikiiti, Dnrs; Solothurn. 1154. „ Jacob, an der; Schwyz. 1412. Vgl. Anhang 11. Rutillnrt, 11. Grandson. 1378. Rütimann, Balthasar; Guntalingen. 475. Rütininnn. Bernhard; Nußbäumen. 475. 495. Burkhard; Nußbäumen. 473. 475. 491. 492. 493(°). 497. 587. (623). Rütimann, Rudolf; Guntalingen. 475. Nntner, Michel; (Solothurn?). 289. Rüper, Hans; Rothiveil, s. Anhang 11. Rychmuth, Gilg; Schwyz. 218. 1489. — Vgl. Anhang 11, Ryf, Erasmus; Thnrgan. 871. Ryf (Reif?), Niklans; Freibnrg, s. Anhang 11- ^ Ryhiner, Heinrich; Basel. 524. 558. 559. 1014. — g- Anhang II. Rynach, Berchtold voti. 737. Ryser, Klans; Borloo. 727. 733(2). Rysisen, Egmnnd; Billicam s?). 929. S. Sachsen, Ehnrfürst Johann. 1335(ch. " Herzog Georg. 477. Sachser, Ulrich; Ehnr. 931. Sadolet, Jacob; Rom. 79. 87. 119. 391. 424. 819. c. Sal, Peter von; Lucern. 232. Salis, Dietegen von; Graubünden. 116.307. 3ll. 314. 986. 990. 1003. 1007. 1024. 1040. — Vgl. Dietegen. Saluzzo, Markgraf K. 324. 367. 967. 1001. 1011. 1033. Saphorin, H. von. 393. 449. Sarraz, La, bk. von. 450. Sanvigny, Valentin von. 327. Savinis, Johann Maria de; Savoyen. 1518. 1519. Savonnieres, 1k. de. 1219. 1313. Savoye, Claude; Genf. 1296. 1370. 1387(2). 1401. 1457. Savoyen, Grafen, Herzoge, Prinzen: Amadeus VI- 804(2). Amadeus VIII. 805. Johann Franz, s. Genf, Bischöfe. Jolanta. 871. Karl III. 1- 2(»). 3 (H. 4(4). 6. 7. 21. 22. 23. 40. 42. 43(2). 45(2). gg. gg. gg(2). 7Z. 120. 123. 137. 138(2). 139. 146. 163. 187. 188. 216. 239. 240. 254. 262. 279. 282. 283. 285. 291. 306. 312. 314. 315. 316. 319. 324. 337. 338. 339. 349(2). 35g. ZZg. 362. 367. 369. 371. 372. 389. 392(5). 393. 414. 415. 416. 419. 420. 425. 426. 430(2). 431(S). 435, 43g, 443(«), 44g. 453. 488. 469. 470. 479. 480(»). 481. 482. 483. 484. 612. 875. 774. 775(2). 77g (--), 777. 73g, 731, 732, 783(2). 784(2). 785(2). 73g, 739. 735(0). 7gg. 334(10). 805(7). 806(2). 808. 809. 820. 821. 822. 823. 824(2). 825. 826. 853. 854(2). 856. 858. 859. 862. 863. 864. 865. 868. 870. 871. 874. 879. 891. 892. 939. 940(2). 941(2). g59. 960(2). 907, 970(2), 971. 974, 979. 980(°). 982. 985. 939. 990. 994. 1001. 1003. 1005. 1007. 1008. 1010. 1012. 1014. 1015(2). 1016(2). 1017 (2). 1018. 1019. 1020(2). 1021(2). 1029. 1030. zggg. igZg. 1038. 1066(2). zog?, 1068. 1069. 1082. 1083. 1084. 1132. 1133(2). 1134. 1135. llgg. 1151. 1189. 1190. 1191. 1192(2). llgg. 1205. 1218. 1270. 1276. 1296(2). 1297. 1305. 1306(2). 1320. 1321 (2). 1322. 1325. 1326 (g). ig27. 1338. 1339. 1350(2). 1351. iggg. 1370(2). 1386. 1387(b). 1388. 1399. 1400(2). 1401. 1415. 1416(2). 1417(2). 1456. 1457. 1470. 1499(2). 1516. 1517. 1518. 1519. 1520. 1521. Philibert. 804(2). 806. Philipp (Bruder Karls III.), Graf von Genf. 188. 449. 454. Renat, Bastard; französischer Bote, Grandmaitre zc. 150. 15/ 156(2). 157. 158. 161. 173. 181. 183. 191. 194. 196 200. 206. 216. 2,7(4). 21g. 219(2). 223(2). 224(2). 228. 233. 276(2). 279. 282(2). 296. 485. Claude, (Renats Sohn). 150. Sar, Hohensar; Herr von Bürgten: Ulrich. 18. 59. 151- 297. 500. 505. 561. 585. 983. 1121. Sar, Martin; (Lauis?). 441. Scaramncia, ü. 792. Schach, Johannes; Baden. 932. Schachen, im, Ulrich; Bernhardszell. 714. 715. Schassart, Hans; Thnrgan. 384. Persone Schafsart, Heini; Thurgan, 384, Schasshauser, Ulrich; Gostau, 1344. Schalen, Thomas de; Visp, 1513. — Vgl. Schalon. Schaler, Thomas, 223, Schaller, Caspar; Basel, 293. (542), 551, 552, 580, 3V», I3V9. — Vgl. Anhang II. Schaller, Heinrich; Sentheim, 1105, „ Michael; Bern. 1250. Schalon, Thomas von; Wallis, s, Anhang II. Schappeler, Or. Christoph; St, Gallen, 342. II»3, 1193. Schatt, Daniel; Muri, 932, „ Johannes; dgl. 932. K. 1253. Schell, Caspar; Zng, s, Anhang II. Schellenderg, Hans von, 49, 73, 214, 1180. 1181, 1193, 1194, 1342, Schellenberg, ü, 122, Schenk, Burkhard; Castel, 722, IV. dl, 723. Schenkst, Heinrich; Wyl. 585. 588. — Vgl, Anhang II, (St, Gallen), Schenklin (al. Schenk), Burkhardt (s, o,), 277. 281. ,, Hans Ulrich; Thurgan, 277, 281. „ Osanns; dgl, 237, 277. 281. Scherer, Caspar; Walenstadt. 585, „ Christian; dgl, 833, „ Hans; Oeningen, 741, „ Hanjenmann (Hans); Weiblingen. 727. 732, „ Heinrich; Uri. 153, — Vgl, Anhang II, „ Jacob; Nidivalden, 213. 254, 232, 277, 284, „ Johannes; Lncern. 931, „ Lienhard; Walenstadt. 833. „ Ludwig; Dietikon. 932. „ Matthias; Lenggern. 389, 734. „ H, Unter-Stammheim, 491. Scherzinger, Ulrich; Hessenrüti. 500. Schcttlin, Jos; Berkheim. 931, Schibig, Dorothea, 742, Schiester, Bernhard; Glarns. 754. — Vgl. Anhänge II. und IV, 3, Schilling, Georg; Commenthnr in Tobel. 495. 493. 505, 503, „ Sebastian; kaiserl, Bote, 505, 509, Schinbein, Jodocus; Lncern. 931, Schindest, Hans; Büren, 1237, Schindler, Johannes; Weesen. 933, „ KonUrd; Glarns, s, Anhang II, Schinner, Matthäus; Bischof von Sitten, Cardinal, 13(2), 25. 44. 45. 47, 73. 71. 75, 73, 77. 80. 81. 84, 9V. , 91(2). N4, g5, 101. 102, 108, 107(2), I>0, 112. 118. 117. 120, ,21(2), 122, i2Z, 12g, 123(2), 129(2). 130(0), 131. 135. 138. 139, 140. 141. 142, 143. 155. 177, 243. Schlaist, Andreas; Noggenburg, »31. -Register. Schleichkiibli, Richard; (Martens). 749(2). Schleif, H. Bern. 599. „ Henz; Bern, s. Anhang II. Schlininger, Johannes; Birmensdorf, 932. Schlnmpf, Andreas; Appenzell, s. Anhang II. Schlüni, Urs; Solothnrn, f. Anhang II, Schlupf, Johannes; Ueberlingen. 930, Schmid, Erasmus; Stein ic. 478, 491, 492(2). 533, 317. 321, 391. 857. 859. 878. Schmid, Felix; Zürich, 49. — Vgl, Anhang II. „ Gorius; Märstetten. 500, „ Johannes; Dällikon. 1250. 1233. Jos. 230. , „ „ Steckborn, 499. „ Konrad; Comthur in Zürich. 342(2). 3^, 377. 404. 1247. 1252. 1253(2). 1258, 1235. Schmid, Thomas; Solothnrn. 149. 155. (199). 201. — Vgl. Anhang II. Schmid, IV, Gachnang, 507> Schmider, Caspar; Sitten. 1513. Schmidli, Bonaventura; Lindau, 1250. „ Hans. 1234. Schmidt, Johannes; Goms. 1513, Schmutz, Lienhard; Franenseld, 203, 508, 358, 742. Schneewolf (Schürwolfs), Hans; Wien, Zürich, 1233, Schneider, Hans; Gachnang. 499. Schneller, Hans; Waltalingen. 475. „ Heinrich; Ober-Nenforn, 500. „ Rnodi; Nieder-Nenforn, 500, Schnetzer, Hanselmann; Thundorf. 500. Schnewli (Schnenli), Ulrich; Freibnrg, s, Anhang II, „ IV, dgl,, s. Anhang II. Schinder (Schneider?), Petrus; Lausen, Zürich, 1250. 1233, Schobinger, Klaus; Wyl, 735, Schodeler, Werner; Bremgarten. 1272. Schönbrnnner, Oswald; Zug, 307, 333, 334. „ Heinrich; Zng, s. Anhang II, Schönenberger, Hans; Zürich, s. Anhang II. Schop (Schoop), Hans; Erinatingen. 500. Schärst», Pelagius; Veltheim. 1233. Schorneck, Johann Martin. 932. Schorns, Hieronymus; Schwyz, s. Anhang IV. 4. Schottland, König Jacob V, 21. 308. 1498. Schowinger, Hieronymus; Gostau. 713, 718. Schaler, Fridolin; Glarns, s, Anhang II. „ Klans; Unter-Stammheim. 474. „ Niklans; Glarns, s, Anhang II. „ H, Glarns, s. Anhang II, Schlleli, Michel, 790, 79». 800. 831(2). Schulthest, Cornel; Zürich. 144. 230. 239. 285. 943. — Vgl, Anhang II. Schulthest, Jacob. 378. Personen-Register. Schumacher. Sirt; Ober-Stammheim. 475. Sch.'irlin, Georg; Altshanse». 931. Schürpf, Hans; Bade». 932. Schutz, kk. 375. Schütz, Benedict; Bern, s. Anhang II. " Burkhard; Bern. 332. Schwalbach, Konrad von; Commenthur in Tobel. 505. 657. 690. 740. 750. 779. 328. ,072. Schwarz, Hans; Schafshausen; s. Anhang II. ,, Urban; Basel. 1263. Schwarzach, Jörg von; Co,.stanz. 1195. 1196. SchweinSberg. s. Stumpf. Schweizer, Johannes; Zürich, s. Anhang II. Wilhelm; Freibnrg, s. Anhang II. Schwendiner, II. 267. Schwertfeger, Matthias; Basel. 256. 267. ^chwetinger, Johannes; Regenstorf. 1263. Schwizer (Schweizer), Anton; Lenk. 1516. ,» Hänsi; Nußbäumen. 492. ,, Heinrich; Liebenfels. 500. Permi; Lenk. >516. Scnto, s. Lescnn. Sebolt, Hans; (Baden?). 892. Seeholzer, Hanselman»; Zürich. Iii. ,, Jacob; Baden. 1039. 1054. Seematter, Moriz; Visp. 1516. Seengen, Matthias)?), von. 1254. 1258. Seftinger. Niklans; (Freiburg?). 148. eger (Sager), Martin; Graubündcn. 102. — Vgl. Anhang II. ^egesser, Hans Rudolf. 946. Seiler, Galli; Stein. 478. 492. ,, Hans; Freiburg. 970. Jacob; dgl., s. Anhang II. " Hans; Schafshansen, s. Anhang II. .. Johannes; Schlatt, Zürich. 1250. 1263. Selsach, F. Bern, s. Anhang II. Scnlis, Bischof 5l. 150. 152. 156. Sentillia (Sotillia), I)r. Johann von; Lncern. 26. Sept. Michel; Genf, f. Anhang II. Sessa, Caspar von. 958. Setzstab, Michel; Zürich. 246. 247. 431. 'Niklans; dgl. 385. — Vgl. Anhang II. ,, Onofrion (Onnphrion); dgl. 839. 1028.1074. 1194. 1195. 1267. 1343. Seytnory(?), Sebastian; Savoycn. 1521. Sforza, Herzoge von Bar, Mailand, -c.: Franz II. 35. 75. 7g. 7g gj gg. gz. g5. gg. Igg. III. 126. >47. 149. 153. 157. 158. 160. 161. 162. 181. 200. 201. 202("). 203(2). 231(2). 232. 233(»). 234(»). 236. 238. 242. 243. 244. 250. 251. 252. 261. 262. 263(2). 266. 277. 278. 301. 302. 311. 323(2). 326(2). 632(2). 333. 340. 373. 393. 413. 414. 417. 425. 487(2). (Sforza, Herzoge; Franz II., Forts.) 497(2). 504. 506. 507. 596. 626. 788. 790(2). 797. 800. 997. 1113. — Vgl. O.-R. Mailand. Ludwig (Moro). 1467. Maximilian. 217. 219. 277. 279. 280 (b). 817. 818(2). 819(2). 84g. ggg. gzg. g52. ,497. _ zzgl. M.-R. Geleit. Octavianus Maria, f. Lodi. Sibold, H. Bern; s. Anhang II. Sickingen, Franz von. 76. 82. 230. „ Schwickart von. 613. Siebenberge» (Zevenberghen, Bergen), Marimilian von; kaiserlicher Bote. 25. 33. 73. Sigwart, Albrecht; Bern, s. Anhang II. Silberberger, Johannes. 931. Silberisen, Felix; Meilen. 1263. Simler, Peter; Cappel, Zürich. 1263. Simon, Glando; Malbonrget. 494. Simprecht, II. 375. Sitten, Bischöfe: Matthäus, s. Schinner. Philipp II. am Hengart (de Plates). 247. 276. 280. 481. 484. 811. 893. 924. 1220. 1231. 1232. 1270 (2). 1444. 1516. 1517. 1518. 1519. — Vgl. O.-R. Wallis. Solieres, K. von. 1194. Soldat, Peter; Luggaris. 1347. Soliman, Snleiman, Sultan. 571. — Vgl. O.-R. Türkei. Som. Konrad; Ulm. 1236. 1254. 1258. 1259. 1260. Somazzo, Baptist; Lauis. II 78. „ Jacob; dgl. 1014. Marc; dgl. 210. „ Stephan; dgl. 10 >4. Sonnenschein, Franz; Ammern. 1382. 1383(4). Sorman, Caspar von; französtfcher Bote. 389. 406. 605. 858(2). ggg. 920. 943. 952. 966. Span, Heinrich; Zürich, s. Anhang II. Ulrich; dgl. 1263. Specht, Ludwig; Solothnrn, s. Anhang II. Spichti, Ludwig; Burgdorf. 1182. Spiegelberg, Thomas; Schafshansen. 515. 516. 605. 1032. 1194. — Vgl. Anhänge II »nd IV. 8. Spillmann, Anton; Bern, s. Anhang II. Spiser (Speiser?), Peter; Chur. 931. Peter; Constanz. 1135. 1303. 1397. 1398. Sponghin, N. (Lanis?). 1003. 1040. 1103. II04. Sprängo(?). Peter; Freiburg. 426. Spräter, H. Constanz. 1185. 1397. 1398. Springinklee, Heinrich. 1291. Spriingli, Thomas; Zürich. 738. Spusett(?), II- Turms. 441. Slad, am, 5l. Baden. 932. Stadlin, Hans; Zug, s. Anhang II. Personen Stadlin, II. Zug, 464. Stalder, Caspar; Schwyz. S99. 790. 83l. 868. 1464. — Vgl. Anhang II. Stäffis, ü. von. 13 5(2). 1327. SM, Jörg; Weiningen, Lachen ?c. 359. 1263. Stampa, Alexander; Mailand. 234. „ Johann Franciscus, mailändischer Agent. 16(2). 44. 47. 16V. 161. 172. 173. 174. 180(2). 181. 183(2). Z84. 185. 202. 203. 206. 208. 216. 218. 224. 229. 231. 233(2). 234(»). 244. 307. 308. 310. 347. 349. 350. Stapfer, Balthasar; Schwyz. 1160. 1440. 1443. — Vgl. Anhang II. „ Heinrich; Zürich (I. 1470). 1473. „ Jacob; Zürich, St. Gallen. 250. 307. 637. 705. 734. 926. 931. — Vgl. Anhang II (St. Gallen). Stark, Lucas; Consta»). 1483. „ Peter; Solothurn, s. Anhang II. „ . Ursus; Solothurn, s. Anhang II. Staub, Hansli; Glattburg. 727. „ Ulrich; Zug, s. Anhänge II und IV. 4. Stäubi, Peter; Freiburg, s. Anhang II. Stesfan, Peter. 56. Stessen, Konrad; Stein. 477. 478. 488(2). 489. 491. 492. 498. 509. 533. 617. 621. 691(2). ggg 37g Steiger, Heinrich; Lichtensteig. 1396. 1397. 1404. — Vgl. Anhang II (Toggenbnrg). Stein, Abt: David (von Winkel). 657. 740. 810(2). 811. 1126. Stein, Albrecht vom; Bern. 43. 46(2). 56. 113. 131. 186. 190. — Vgl. Anhang II. „ Jacob vom; dgl. 319. 479. „ Sebastian vom; dgl. 92(2). 212. 524. 878. — Vgl. Anhang II. Steinbock, Niklans; Nennfor». 1349. Steinburger, Johannes. 932. Steinli, Martin; Schasshause». 342. Steinmann, V. Zug, s. Anhang II. Sterner, Ludwig; Biel. 65. 98». Stierlin, Hans; Frauenfeld. 203. 791. „ X. dgl. 346. Stocker, Hieronymus; Zug. 204. 363. 464. 1074. 1373.— Vgl. Anhang II. „ Jacob; dgl. 52. 146. 230. 263. (1467). „ Oswald; dgl. 279. „ Thomas; dgl. 244. — Vgl. Anhang II. „ 944. Stossler, Johannes; Augsburg. 1250. 1264. Stall, Rudolf; Zürich, s. Anhang II. Stölli, Hans; Solothurn. 125. 625. 942. 1000. 1002. 1023. 1032. 1039. — Vgl. Anhang II. Stollisen, bl. Winterthur. 282. 328. l-Registev. Stölzl!, Ulrich; ab der Rüti, St. Gallen. 727. Stör, Balthasar; Rütholz. 931. „ Martin. .264. „ Matthias. 931. Sträler, Niklans; Bern. 892. 909. 951. 952. 964. Straßburg, Bischof Wilhelm. 159. 160. — Vgl. O.-R. Straßcr, ü. Eschenz. 500. Streif, Hans; (Glarus). 1040. Strub, Oswald; Schafshausen- 945. Strubenwyler, Hans; Grießenberg'. 500. 5l. dgl. 505. 507. Strübi, Peter; Solothurn. 307. Strnpler, Jacob; Langen-Erchingen. 499. Stnber, Hans; Schasshanse», s. Anhang II. Stncki, Hans; Glarns. 1428. „ Johannes; Rotenflüe. 1250. 1264. Studer, Hans; Freiburg. 1137. 1138. 1242. 1372. — Vgl- Anhang II. „ Ulrich; Bettschwanden. 928. 933. Studli, Melchior. 1250. Stulz, Bartholomäus; Nidwalden, s. Anhang II. „ V. Unterwalden. 37. „ Kläui. 320. Stumpf, Friedrich, von Schweinsberg. 79. „ Maximilian; dgl. 79. „ Hans; Bubikon. 1263. Stärker, Hans; Bern, s. Anhang II. „ Peter; dgl., s. Anhang II. Sturzel, Andreas, s. Anhang II (B. Basel). „ I)r. Jacob, kaiserlicher und österreichischer Bote. 9. 25. 33. 35. 66ss). 37 gg. 73. 74. 159. 160. 264. 316. 531. 532. 539. 541. 557. 559. 570(»)- 571. 578. 583. 615. 625. 656. 670. 689. 698. 701. 737. 796. 953. 963. 968. 1023. 1028. 1292. 1293. Sturzenegg, Ruodi; Thurgau. 499. Sulz, IX. von. 1125. „ Graf Rudolf. 67. 73. 83. 159. 160. 169. 275. 489. 515. 516. 527(2). 697. 698. 744. 745. 746. 757(2). 759. 797. 798. 800. 801. 802. 837. 1181. 1322. 1473. 1474. Summermatter, Georg; Visp. 1516. Supersar (Uebersachs), Moriz; Granbünden. 851. Suter, Heinrich; Rapperswyl. 1446. Suter, Veit; kaiserlicher, resp. österreichischer Bote. 9. 25. 33. 49. 51. 66. 67. 68. 73. 137. 138. 139. 146. 148. 153. 157(2). 158(2). 160. 164(2). 135. igg, 17g. 316. 473. 487. 488(»). 489(2). 490(2). 498. 510. 517(2). 518(2)- 528. 534. Suter, K. Appenzell, s. Anhang II. Syragrius, Ambrosius; Riehen. 1264. Syz, Marx; Frauenfeld. 1112. 1123. Personen-Register. T. Tägescher, Konrad; Solothurn, s. Anhang II. Tagnioz, Anton; Siders. 1516. Taminann, Peter; Lucern. 505. — Vgl. Anhang II. Tannenbrnn», vr. Arnold von. 1263. Tamier, Niklaus; Appenzell, s. Anhang II. Tavel, Franz. t 187. Taris, Anton, Bartholomäus, Johannes. SSV. Techterman», Jacob; Freibnrg. 29. 218. 77S. — Vgl. Anhang II. Minan; dgl., s. Alihang II. ^elamon, vr. F. Basel. 997. 998. Terms (?), Bischof 5l. 135^ Test, Dietrich von. 338. Testa, Franz; Genf. i iso. Thalinann, Dr. X. 1955. Z97Z. Thierstein, Grafen: - Heinrich, 17, 221. Witwe X. «. g, 97. 79. ^hiser, Peter; Mnhlhansen. 1195. Thomm,, Diirs; Solothurn. s. Anhaiig II. ^Hainas, „Bruder"; Basel. 932. Thorens, n. von. 949. 94l. 1993. -rhormann, X. Bern. 1343. Hans; Bern, s. Anhang II. „ Peter; dgl., s. Anhang II. Thnmisen. Rudolf; Zürich, f. Anhang II. ^hyg, H. Walenstadt. 799. Thysart, Amator(?). 1168. Tillmann, Bernhard; Bern, s. Anhang II. ^'llinann (Dilti,imin), Atclchior; Lncern, Jcnah. 1247. 1248. 1259. 1294. T'ssot, Claudius; burgnndischer Bote. 268. II6K. 1289. Tobel, Rudolf von. 584. » H. von. 371. Tobeli, H. Appenzell, s. Anhang II. ^octilins, Petrus; Siebenthal. 933. Poggenburg, Grafen und Gräfinnen II. H. 578. 1126. Toggenburgcr, Jacob; Russtkon. 1263. Toppler. Konrad; (Einsiedeln?). 532. Torre, Jacob de la. 998. Toß, Oswald; Zug. 297. 333. 351. 433. — Bgl. Anhänge II. und IV. Tossis, Peter; Freiburg, f. Anhang II. Dachses, A. Oberland, Bern. 1443. Travels, Johannes; Zuz. 859. 998. 1322. Treger (Träger, Treyer, Tregarius?c.), Konrad; Freibnrg. 571. 578. 579. 842. 931. 1245. 1246. 1248. 1253 (2). 1255(«). 1256(0). 1257 (2). 1264. Treytorrens, Jehan; Grandson. 1378. » (62. 63.) 81. Tribolet, Jacob; Bern. 329. 479. 1984. — Bgl. Anhang II. Trinkler, Hans; Zug, s. Anhang II. Trivulzio, Alerander. 72. K. 481. 1147. Triegen, s. Zentriegen. Troger, Jacob; Uri. 365. 911. 1993. 1924. — Vgl. Anhang II. Tröler, Hans; Murten. 89. Truchsest, Hans. 1195. „ Johannes; Baden- 932. „ Jörg; österreichischer Befehlshaber. 625. 628(4). 629. 647(2). 1317. „ Wilhelm. 888. „ H. 1125. Trüllerey, Ulrich; Schasshausen (I. 1479). 1472. Truttmann, (Hans?); Basel, s. Anhang II. Tschudi, Gilg (Aegidius); Glarus. 1198. 1299. 1391(2). 1392. 1396. 1495. „ Jost; dgl., s. Anhang II. Ludwig; dgl. 397. 496. 963. 1428. — Vgl. Anhänge II. und IV. 2. Valentin; dgl. (Chronist). 961. 1198. 1324. 1328. 1341. 1359. „ 5l. dgl., s. Anhang II. Tübi, Konrad; Bern, s. Anhang II. Purcis, Franyois de; Grandson. 1378. Türkei, Sultan, s. O.-R. und Soliman. Türler, Ulrich; Uli. 692(2). m.7, 698(2). 75z. gcm. 891(2). 836. 998. 913. 915. — Vgl. Anhang II. Turosell, Baptist; Lauis. 1955. 1985. Peter; dgl. 1955. 1985. Turrerius, Caspar. 931. Turre, Pietro de la; Mendris. 1346. U. Ueberlinger, Hans; Baden. 499. 542. 693. 629. 894. 1927. 1954. Ulm, Heinrich von; Constanz. 1193. Ulrich, Jacob; Waltalingen. 474. „ Schwyz, s- Allhang II- " Klaus; Waltaliugcn. 475. H. Schwyz. 131 397. „ H. Zürich. 137. Ulricher, Georg; Straßbnrg. 1259. Ungarn, König Ludwig II., s- Anhang I Ungler, Johannes; Sl. Gallen. 1259. Uoli. N- Mühlha.lsen. 39. r Urbino, Herzog-- 1»5. 154. 169. 1992. - Vgl. Anhang I. Usteri, Hans; Zürich, s- Anhang II. ^ ^ Uteuheim, Christoph von, s. Basel, Bischöfe; auch Anhang 1. Utinger, Hans; Zürich. 464. Heinrich; Zürich. 75. 342. 1265. 1266. Personen-Register. V. Valangin (Valendis zc.) Grafen: Gräfin Claudia (de Vergy). 41. 42. 45. 56. 57. 197. 290. 291. 333. 754. Grafü. 1048. Valdelbit (7), Popo de. 998. „ Riza. 998. Pandel (Vandelli), Robert; Genf, f. Anhang II. Vangueres, Gras X. 156. Varaubtel, H. Gens. 1150. Vares, Franz von. 242. Varrecque (Verrecque), Johannes. 281. 318. Vaurmarcus, dl. von. 56. Vendome, X. von. 155. Venedig, Herzoge, s. Anhang I. Venefi, Aegidius; Brieg. 1516. — Vgl. Anhang II (Wallis). ,, Anton; Wallis. 1516. Vergier (Vergy :c.), dl. de. 641. — S. Valangin. Verneau, H. von; Genf, Savoyen. 1083. Vernetis, H. de, s. Anhang II (B. Lausanne). Versonay, Ami; Genf. 1017. „ Airtoine; Genf. 1150. Verulam, Verutan, s. Philonardus. Vieux, Pierre; Genf. 1150. Vigel, Matthias. 735. Villanova, Niklaus von. 242. Villars, Graf ü. 156. Villarsel, H. von. 1305(2). 1327. 1387. Willing, bl. Freibnrg, f. Anhang II. Vincenz, ü. 97. Violet, Glando; Grandson. 747. ,, Loys (Lndivig); dgl. 747. 1378. Virgo, bl. (Lailsanne?). 783. Viron, Wilhelm. 224. Viry, dl. von. 970. 1017. 1083. 1387. Visconti, Bernabo. 190. „ Ennius. 425. Galeaz. 136(2). jzg. 15g. 151, 15g. zgi. zgg. 855. 856. 1271. Vogel, Hans; Glarus, f. Anhang IV. II. ,, II. dgl., f. Anhang II. >, Jörg; Altnau. 656. ,, Ulrich; dgl. 500. Vögeli, Caspar; Walenstadt. 625. 669. 670. 689. 764. 771. 779. 796. 810. 829. 836. 837(2). 944. 999. 194g. 1013. 1027. 1032. 1038. 1054. 1056. 1071. 1085. 1117. III8. 1147. „ 51. Walenstadt. 624. 625. 669. 764. 779. 836. 837(2). „ Georg; Constanz, Stadtschreiber. 1088. 1103. 1185. 1187. 1202. 1203. 1277. 1282. 1513. „ Hans; Freiburg, s. Anhang II. Vögeli, Jacob; Freibnrg, s. Anhang II. „ Niklaus; dgl., s. Anhang II. „ Ulrich; Ober-Neunsorn. 500. Vogelfang, Hans Rudolf; Solothurn, s. Anhang II. Vogler, Hans; Altstätten, Rheinthal. 299. 439. 1118. 1122. 1313. 1319. 1349. 1388. 1403. 1404(2). 1424. 1434. 1455. 1458. 1459. „ Wilhelm; Stammheim. 603. 811. II 12. Vogt, Hans Heinrich; Solothurn, s. Anhang II. „ Kvlirad; Bern, s. Anhang II. Vonbnel, Caspar; St. Gallen, s. Anhang II. Vnlliet, H. Savoyen. 1521. Vnlliod, H. Grandson. 1378. W. Wäber, Hans; Eschenz. 500. Wächter, H. 1254. Wagcmanil, Hans; Solothurn, s. Anhang II. Wagner, Jacob; Bern, s. Anhang II. „ Johannes; Pfäffikon, Zürich. 1250. 1263. Walder, Anton; Zürich. 342. „ Hans. 692. ' „ Heinrich; Zürich. 364. 529(2). 816. 1321. — Vgl. Anhang II. „ H. an der Au, Gossa». 716. 718(2). Waldkirch, Hans; Schaffhansen. 820. „ Propst (Balthasar Merklin). 481. Walker, Hildbrand; Naron. 1516. Walser, H. Rüti, Rheinthal. 214. Walter, Johannes; Goms. 1516. Waltncr, Mauritius; Basel. 933. Watt, vr. Joachim von, (Vadian); St. Gallen. 342. 447. 965. 1233. 1246. 1253. 1254. 1261. 1265(2). 1349. 1382. 1434. — Vgl. Anhang II. Wattenwyl, (Johann Jacob) von; Bern. 45. 246. 290. 676. 750. 992. — Vgl. Anhang II. „ ü. von. 992. Weber, Hans; Zürich. 135. „ Kläni; Uilter-Stammheim. 474. „ Peter; Waldkirch. 718. 1055. ,, Simon; Therwyl. 1264. „ 5i. Schafshansen, s. Anhang II. Weckinger, Wolfgang; Augsburg. 1250. Weggelin (?), Joachim; Appenzell. 341. Wegmann, Johannes; Zürich, s. Anhang II. Wehrli (Wernli -c.), Hans; Thurgan. 85. 146. 151. „ Klaus; dgl. 561. „ Hans; Schafshausen, s. Anhang II. „ Konrad; dgl. 933. „ Kuonli; Jttingen. 1112. „ Martin; Thurgan. 741. 882. 946. Personen ^-Register. Wehrst, Marx; Frauenseld. 8!!, 83. 37. 946. 4349. 1313. 4344 (2). I3l5(»). 4330. „ Petrus; Schafshausen. Basel. 4 250. 4204. „ Ulrich; Thnrgan. 504. Weibel, Hans; Sonnenberg; Thnrgan. 499. Weidmann. K. Schwyz. 4428. Weingarten, Hans von; Bern. s. Anhang II. „ Wolfgang von; dgl., s. Anhang II. Weiningcn, Joachim von; Jttingcn. 4 4 42. Weißenbach, Heinrich; Zürich. 644. Weißer, Othmar; St. Galle», s. Anhang II. Weißhahn, Wilhelm; Bern, s. Anhang II. Welig, Anton; Raron. 4510. Wellenberg, Hans; Constanz. 328. 4420. > 424. 4184. 4 485. 4495. 1496. 4203(»). 1245. 4225. 4277. 4282. 4285. 1397. 4408. 4483. Welliard, Riklans; Freibnrg, s. Anhang II. Welser. Bartholomäus. 53. 249. 254. „ Gesellschaft. 7. 9. 40. 44. 190. 250. 204. 867. 877. Welti, Hans Ulrich; Lnccrn, s. Anhang II. Weltmann (Weltmer), Hans; Solothurn, s. Anhang II. Wenge, NiklanS von; Solothnrn, s. Anhang II. Wendclin, s. Oswald. Wenk, Heini; Homburg. 500. Wepfer, Hans; Stammheim. 794. „ Konrad; Ober-Stammheim. 474. 475(2). 478. 488. 489. 492(°>). 495. 533. 647. 021. 752. 754. 750. 779. 780. 789. 840. 859. 878. X. St. Anna. 477. 840. „ ü Stammheim. 328. (607?). (024 ?). Werd, Peter von; Bern, s. Anhang II. Werdenberg, Grafen! Christoph. 4 457. Felir. 1157. H 1125. 1455. Werdmüller, Jacob; Zürich. 303. 304. 738. Vgl- Anhang II. „ Heinrich; dgl., s. Anhang II. „ Ulrich; Rickenbach. 841. 4250. 4203. Werli, Caspar; Freiburg, s. Anhang II. ,, Jacob; dgl., s. Anhang II. Wernher, Heinrich; Müllheim. 500. Werra, Johannes; Wallis. 1540. Werro, Hugues de; (Freiburg?). 450. Werro, I. 585. Weser, Christen; Appenzell, s. Anhang II. Wessel, Johannes. 844. Wessenbnrg, H von. 33. 35. Wetter, Wolfgang; St. Gallen. 928. 933. Wetlinge», Abt: Andreas (Wengi). 257. 689. 932. 1294. — Vgl. O.-R. Wehet, Heinrich. 006(2). 37g. »80. 737. 769(2). 770. Wichser, Hans; Glarus. 1450, — Vgl. Anhang II Wichser, Rudolf; dgl. 1428. Wicht, Jacob; Freiburg, s. Anhang II. Wick, Trnttli; Weyer. 727. Wiclef, John und Anhänger. 513. 844. 934. 930. Widenbach, Laßle; Stein. 473. Widmer, Johannes; Zürich. 580. Ulrich; Appenzell, s. Anhang II. Wiederkehr, K. Zürich. 830. Wiesendanger, Nnodi; Berg, Zürich. 537. Wiland, Kläui; Marthalen. 492. Wilhelm I, s. Bayern. Willading, Konrad; Bern, s. Anhang II. „ Lienhard; dgl., s. Anhang II und W. ü. „ ü. Bern. 107. 878. 4378(2). Windler, Ulrich; Unter-Stammheim. 475. Winkest, Hans Heinrich; Solothurn, s. Anhang II. Winkelried, Arnold von; Nidwalden. 494. 247. 219(2). 280. — Vgl. Anhang II. „ N. dgl. 209. 284. — Vgl. Anhang II. Winkelsheim, Wolf von; Thnrgan. 103. 108. 474. 470. 477. 243. 242. 249. 202. 057. 4480. 4342. Winkler, vr. Christoph; Tablat. 040. 644. 035. 03k. 073(2). 082. 083. 700. 744. 945. 4423. 1424. „ H 4000. Winnlann, Peter; Lnccrn. 934. Winter, Nnprecht; Basel. 4203. Wippingen, Jacob von; Freibnrg. 105. 444. 448. 454. 155. 450(2). 189(4). 284. — Vgl. Anhang II. Wirt(?), Johannes; Wallis. 4548. 4520. Wirtenberger, Gebhard; Wyl bei Rafz. 4 203. Wirth, Adrian; Stammheim. 445. 473. 474. 475. 478. 492. 497. 507. „ vr. Caspar. 4409. 4470. Hans d. ä.; Stammheim, Untervogt. 445. 473. 474. 475. 477. 478. 494. 492. 497. 507. 647. 024. 023. 14 42. „ Hans d. j. ; dgl. (383). 445. 473. 474. 475. 478. ° 492. 497. 507. «47. 021. 623. „ Jacob; dgl. 093. 756. 794. 810. K. Witwe von Hans d. ä. 509. 537. — Vgl. M.-R. Herrschaften, gemeine, II. 4. „ Lienhard; Stein. 4250. „ Kuoni; Berg. 745. Wirtner, Ulrich. 530. Wirz, Burkhard; Zürich, Unterschreiber. 880. 894. 906. — Vgl. Anhang II. „ Heini; Gelterkinden. 1178. Heinrich; Obwalden. 884. 968. 990. 4 485. 4244. 4313. 4314. 4330. „ Riklans; (Nidwalden?), s. Anhang II. „ Peter; Obwalden, s. Anhang II. WißhanS, H. Nohrdorf. 07. 211 Personen-Register. Wißhans, s. Martin. Wittwer (Zer Wittwen), Heinrich; Zug, s. Anhang II. Wittwyler, Heinrich; (Rorschach?). 723. Wöschhusen (Westhusen), Peter von. 737. 7kl). Wolf. H. Zürich. 7. II. Walfangel, Franz. 489. 838. 1085. 1104. Wölflin, Heinrich; Bern. 1234. Wolstchläger, Philipp; Altdorf. 1187. 1213. M. Seine Genossen wegen zweifelhafter Namensformen nicht registrirt. — Vgl. Jnngermann; auch O.-R. Basel, Stadt. Würb, Jacob; Biel. 1254. 1259. 1264. Würtemberg, Herzoge: Ferdinand, f. Oesterreich. Karl, f. Kaiser. Ulrich. 22. 29. 30. 43. 45. 49. 51. 66. 67. 68. 69(5). 70(4). 74, 79^. g4. gg. g?. 99. 432. 22g. 242. 245(2). 247. 251. 254. 255(2). 258. 259(«). 262. 273. 274(«). 275(«). 277. 287(»). 288(°). 289. 294. 305. 306. 307. 308. 309. 314(2). 316. 317. 318. 356. 490. 499. 510(2). gn. 524. 522(2). 525. 531. 539. 540. 548. 549(2). 579. ggo. gsi(4). 583. 596(2). 597(5). 598(4). 599. 600. 602. 603. 605. 606. 611. 613. 627. 628. 661. 663. 669. 671. 672(»). 673. 676. 69». 693. 694(2). 995s»). 73g. 749. 759. 754. 754. 769. 880. 882. 887(2). 1085. 1499. Wüst, Georg; Sargans. 837. „ bl. 1314. Wyden, Jenni; Goms. 1516. Wyder, Benedict; Steckborn. 1367(2). 1368. 1405. Wygermann (Weyermann?), bl. 230. Wyler, Propst (Ulrich Stör). 1137(2). 1138. Wyst, Felir; Zürich. I0II. „ Hans, Urban; Fislisbach w. 247. 250. 348. 489. „ Matthias; Zürich, s. Anhang II. „ n. 492. Wyßenburger, Wolfgang; Basel. 932. 1263. Wyttenbach, Benedict; Biel, s. Anhang II. Wyzmontfort, bi. 1238. B- Uork, Cardinal ü. 227. Z Zäch, !l. Schwyz, s. Anhang II. Zack, bl. Sargans. 836. Zandelley, vr. H. Lausanne. 774. Zapolya, Johann, s. Anhang I. Zäsi, Burkhard; Unter-Stammheim. 475. Zay, Fridolin; Glarns, s. Anhang II. Zay, Rudolf; (Glarns?). 218. Zbächi, Martin; Schwyz, s. Anhang II. Abreiten, Caspar; Rarou. 1516. Zeberg, Paul; Schwyz, s. Anhang II. Zehender, Uoli; Ettenhausen. 499. Zehnder, Hans; Zug, s. Anhang II. Niklans. 1250. 1263. „ H. Bern. 107. Zeigler, Lur; Basel, s. Anhang II. Zelger, Marqnard; Nidwalden, s. Anhang II. Zell, Wilhelm von; Mindclheim. 1233. Zeller, Heinrich; Liebburg. 500. „ Jacob; Constanz. 328. 1103. 1120. 1124. 1184. 1187. 1195. 1196. 1203(2). ,225. 1277. 1282. 1285. 1301. Zendel (Zindel-c.), Jacob; Sargans. 437.1000. 1002. 1039. 1322. ZenTriegen, Johannes; Raron. 1516. — Vgl. Anhang II- Zeso, s. Chesanp. Zhag, Götschi; Zug, s. Anhang II. Zidler, Jacob; Tablat. 723. Ziegler, Hans; Schafshausen, s. Anhang II. „ Heini. 136. 137. „ Paulus, s. Chur, Bischöfe; auch Anhang I. „ Rudolf; Zürich. 1423. „ Sebastian; Rapperswyl. 1447. Zicli, Wilhelm; Bern, s. Anhang II. Zigerli, Heinrich; Zug. 464. — Vgl. Anhänge II. und IV. Zili, Dominik; St. Gallen. 928. 933. 1254. 1257. Zimmermann, Hans; Aargau. 48. 67. „ Jacob; Colmar. 931. N. Uri. 1168. Zimmern, H. von. 1125. Zink, vr. Franz; Einsiedeln, Zürich. 247. 342. 1128. 1250. 1263. „ Ulrich; Dürnten. 1250. 1263. Zoger, Hans; Lncern. 237. 238(2). 243. 374. 427(2). 428(4). 429. 431. 442(«). Zollikofer, Caspar; St. Gallen, s. Anhang II. Zopfi, Joder; Glarns. 1085. Zopps, H. Lnggaris. 976. Zorn, ü. von. 1125. Zuber, Andreas; Unterwalden. 1402. Zülli, Andreas; Bern, s. Anhang II. Zukäs, Hans; Lucern, s. Anhang II. „ Peter; dgl., s. Anhang II. Znmbrnnnen, Heinrich; Obwalden, s. Anhänge II. und IV. 16. Zumbüel, Hans; Nidwalden, s. Anhang II. Znmstein (Amstein), Hans; Obwalden, s. Anhang II.' Zürcher, Ludwig; Basel, s. Anhang II. Zurgilgen, Hans; Lucern. 191. „ Melchior; dgl. 655. Pevsoncii- l -Register. Zurgilgen, 5t. Schafshausen. 953. Zwick, I)r. Ha»s; Constanz- 342. „ Konrad; dgl. 1185. 1301. 1303. 1380. 1428. 1432. Zwickhof, Sigmund; würtemberg. Bote. 3K2. Zwing«, Franz; (Zürich?). 302. „ Ulrich (Huldreich); Toggenburg, Zürich. 39. 257. 295. 303. 307. (309. 310). 314. 342(«). 345. 348. 351. 303. 334. 335. 377- 378. 379. 402. 405. 403. 410. 411. 413. 447. 452. 455. 453. 473. 473. 477. 482. 492. 504. 505. 512. 513. 514. 515- 524. 540. 541. 547 (2). 548. 553. 532. 587. 571. 59». 304. 811(2). 812. 841. 842. 843(2). 944. 945, 34g. 837- 838. 870. 881. 883. 885. 888(2). 891. 893 («). 894(<). 895. 893(2). 900. 901. 903. 904. 903(2). 997. 908(2). (Zwingli, Ulrich, Forts.) 913(2). 914. 915(2). 94g. 947. 94g. 949. 999. 922. 923. 924. 925. 923. 935. 933. 937. 951. 953. 955. 953(2). 9g4. 995. 99g. 939(2). 97». 985. 993. 1003. 1027. 1052. 1083. 1093. 1154. 1188. 1189. 1223. 1227. 1228. 1233. 1233(2). 1245. 1250. 1253. 1254. 1255. 1257(2). 1258(2). 429g. 4994. 4233. 1234. 1235. 1270. 1274. 1350. 1390. 1393. 1397(2). 1404. 1431. 1434(2). 1495, 447g. „ Schriften. 405. 403. 488. 490. 512. 513. 514. 524. 557. 558. 559. 532. 842. 843(2). 944. 949,88!. 885(2). 883(2). 997. 994. 893, 994(2). 893(2). 997. 8g8_995, 908. 914- 915—918. 919. 921. 937. Zydler, Matthias; Appenzell, s. Anhang II. - . ' .