M» WEM! - > - ? ^ ' ^ - >' ' ' ' ! I . der Altern Eidgenössische» Abschiede. Erster Band. L tt e e r n, M eyer' sche B » ch d r u ck e r e i. " ! - ' der Altern Eidgenössischen Abschiede. Herausgegeben auf Anordnung der Vundesbehörden unter der Direction des eidgenössischen Archivars Jacob Kaiser. Lucern. Meyer' sche Buchdruckerei. 4874. Die Eidgenössischen Abschiede ans dein Zeiträume von 1245 bis 1420. In zweiter Auflage bearbeitet von Anton Philipp Segesser. Der amtlichen Abschiedesammlung Band 1. Lue ern. Meer' sche B u chdruckere i. 1374. V o r w ci r t. Es sind nun bereits fünf und dreißig Jahre verflossen, seit die erste Ausgabe des vorliegenden Bandes unter der Redaction des verdienstvollen schweizerischen Geschichtsforschers Professor Eutich Kopp erschien, als eine Probe, wie das Vorwort sagte, für die Bearbeitung und Veröffentlichung der altern eidgenössischen Abschiede. Die vorbereitenden Arbeiten für die Folgezeit wurden nach dem Erscheinen dieses ersten Bandes in einigen Archiven fortgesetzt, aber erst zwölf Jahre später wurden die Redactionsarbeiteu und die Publicationen in Folge eines Buudesbeschlusses mit vermehrten Redaetiouskräften und - nach einem erweiterten Programme wieder aufgenommen. Seitdem erschienen dann in ununterbrochener Folge die Bände dieser großen, den ganzen Zeitraum von den Anfängen der schweizerischen Eidgenossenschaft bis zum Jahre 1798 umfassenden Sammlung staatsrechtlicher Verhandlungen und Urkunden, so daß das ganze Werk nunmehr seiner Vollendung entgegengeht. Der vorhandene erste Band entsprach aber weder in seiner äußern Form noch in der Vollständigkeit des Inhalts dem erweiterteil Programm, das im Jahre 1831 für die folgenden Bände war angenommeil worden. Es wurde daher, zumal der Vorrath beinahe vergriffen war, auf Grund der für das ganze Werk geltenden Regulative eine neue Bearbeitung allgeordnet, in welcher dieser Band nunmehr in zweiter Ausgabe erscheint. Der Kreis der Eidgenossenschaft, die sich lim die erstell Bünde der Länder Uri, Schwyz, und Unterwalden allmählig entwickelt hat, bildet den formellen Nahmen, innert welchem die neue Bearbeitung, wie die frühere, sich zu bewegen hatte. Die gemeinsamen Verhandlungen der suecessive in diesen Bundeskreis getretenen Städte und Länder oder einzelner derselben unter sich Nlld mit Auswärtigen wurden in möglichster Vollständigkeit in chronologischer Folge dem Texte dieser Sammlung einverleibt. Alle wichtigeril staatsrechtlichen llrknnden — Bündnisse, Ver- lommilisse, Friedens- und Wasfenstillstaildsverträge, Schiedsprüche, Erwerbung gemeiner Herrschaften — erscheineil in den Beilagen, soweit dieses noch möglich war, wortgetreu nach den Originalurkunden abgedruckt, so daß sich in den Beilagen dieser Sammlung ein, vollständiger Codex der staatsrechtlichen Urkunden der alten Eidgellossenschaft darstellt. tt Gegenuber der ersten Ausgabe dieses Bandes waren hier allerdings bedeutende Lücken auszufallen, sei es daß die betreffenden Stücke wegen Verschiedenheit des Standpunktes der Bearbeitung damals ganz aus der Sammlung ausgeschlossen wurden, wie z. B. der Regensburgerfriede und die Urkunden betreffend die Erwerbung des Liviueuthnles, des Eschenthals, des Argaus u. a. m., sei es daß man sich dort mit der Hinweisnng auf ältere Druckwerke begnügte, wie dieses z. B. mit den Urkunden des brandenburgischen Friedens und vielen andern geschehen ist. Die angestrebte Konformität mit den folgenden Bänden und das Bestreben, eine vollständige, nach den Quellen revidirte Sammlung herzustellen, mußte in dieser Beziehung auch eine erhebliche Vermehrung des Volumens und des Inhalts zur Folge haben. Es fiel aber bei der Umarbeitung dieses Bandes noch ein weiterer Gesichtspunkt in Betracht, welcher zur Beifügung eines besondern, demselben eigenthümlichen Anhangs führte. Die Orte, welche successiv mit den drei Ländern, Zürich und Lucern in Bundesverhältnisse traten und bis zum Ende dieses Zeitraums den Kreis der acht Orte vervollständigten, die nebst Solothurn in dem Sempacherbricf, der ersten gemeinsamen Bundesverfassung, sich vereinigt finden, hatten zur Zeit ihres Eintritts in diesen Bundeskreis jedes bereits eine Vorgeschichte hinter sich, welche sich ebenfalls in der Forin von Bündnissen, Burg- und Landrechten entwickelt hatte; sie stunden theilweise in auswärtigen Beziehungen, welche mit ihrem Eintritt in den Kreis der Eidgenossenschaft nicht erloschen, sondern nachmals auch für diese ihre Bedeutung erhielten und Verhandlungen zur Folge hatten, die in spätem Bänden der amtlichen Sammlung ihren Platz finden mußten. Alle diese Verhältnisse, obgleich sie für den Zeitraum des ersten Bandes außerhalb des formellen Nahmens der Arbeit lagen, durften schon des Znsammenhanges wegen nicht ganz unberücksichtigt bleiben. So die vielfachen Verbindungen im burgundischen Lande, die Bern zu ihrem Mittelpunkte hatten, bevor diese Stadt sich durch den Bund von 1853 unmittelbar mit den drei Ländern und mittelbar mit Zürich und Lncern verband. Bern trat in den eidgenossischen Bundeskreis gewissermaßen als das Haupt eiuer ebenso ausgedehnten Verbindung im Westen, wie jene in dem mittlem Theile der nachmaligen Eidgenossenschaft es damals war. Die Städte Solothurn, Freiburg, Mnrten, Biel, die Grafen von Kyburg und verschiedene Edle und Gemeinwesen bildeten Theile dieser Verbindung und kamen durch den Bernerbund in mittelbare Beziehung zu den Eidgenossen. Und auch das Verhältniß Berns zu Savoycn, das dem Bunde dieser Stadt mit den Eidgenossen lange vorangeht, hat in späterer Zeit bekanntlich einen erheblichen Einfluß auf eidgenössische Verhältnisse gewonnen und bereits in dem Zeitraum dieses ersten Bandes zu Verhandlungeil Anlaß gegeben. Wie Bern im Westen, so hatte auch Zürich seine eigenen, in seinem Bunde mit den Waldstättm ausdrücklich vorbehaltmm Bundesverhältnisse und seine besondere, durch Bünde und III Verträge geregelte Stellung zum Hause Oesterreich bildet eiue nothwendige Voraussetzung zum Verständniß mancher in diesem und dem folgenden Baude enthaltenen eidgenössischen Verhandlung. Wie die Verbindungen Berns im Westen gewissermaßen eine eigene Eidgenossenschaft bildeten, so sehen wir endlich auch im Osten durch die Verhältnisse des Landes Appenzell und der Stadt St. Gallen die schwäbischen Städtebünde tief in die Grenzen der nachmaligen Eidgenossenschaft eingreifen und Bundesverhältnisse sich bilden, unter deren Vorgang Appenzell und St. Gallen gegen Ende unseres Zeitraums vorerst in Einzelbeziehungeu zu Zürich und Schwyz, dann in Burgund Landrechte mit den sechs Orten getreten und von da an Glieder der Eidgenossenschaft geworden sind. So stunden in den Anfängen der Eidgenossenschaft, die dieser Band in sich schließt, eigentlich drei Gruppen von Verbindungen neben einander, deren thcilweiser Zusammenschluß wesentlich die spätere Eidgenossenschaft bildete, daneben noch einzelne Glieder, wie z. B. Basel, dessen Verbindungen theilweise bereits in die Eidgenossenschaft hineinreichten, theilweise sich an die deutschen Städtebünde anschlössen, die Bünde in Curwale», Wallis :e., wo ebenfalls combinirte Organisationen mit einzelnen Orten der Eidgenossenschast bereits in nähere Verbindung traten. Alle diese Formationen sind schließlich in die centrale Gruppe, welche den historischen Kern der Eidgenossenschaft bildet, aufgegangen. Um nun das gesammte Material für die Gestaltung der Bnndesverhältnisse aller spätern Glieder des eidgenossischen Verbandes in ihrer voreidgenössischcn Zeit, soweit es innert unserm Zeitraum liegt, in diesen Band mit aufnehmen zu können ohne die Einheit der bundesstaatsrechtlichen Grundlage der Arbeit zu stören, ist daher ein Anhang von Regesteu beigefügt worden, in welchen alle jene, dem Eintritt späterer Bundesglieder in den eidgenössischen Verband vorangehenden Bündnisse, Verkommuisse, Friedensverträge u. s. w., jedoch einfach im Auszug der betreffenden Urkunden und mit Ausschluß allfällig noch vorhandener Correspondenzen u. s. w. aufgenommen sind. Man konnte bezüglich der Anordnung der Materie dieses Anhangs zweifelhaft sein, ob nicht eine nach den einzelnen betreffenden Orten geordnete Zusammenstellung dieser voreidgenössischen Momente der einfachen Zeitfolge der einzelnen Stücke vorzuziehen wäre; allein die Betrachtung, daß bei materienweiser Anordnung des Stoffes Wiederholungen oder zahlreiche Verweisungen unvermeidlich geworden wären und mehr noch der ganze Character dieser amtlichen Sammlung schienen die Festhaltnng streng chronologischer Ordnung auch für diese Negesten entschieden zu fordern. Den Zusammenhang und die Uebersichtlichkeit über die in den verschiedenen Abtheilungen des Bandes enthaltenen Materien zu vermitteln, ist die Aufgabe des dreifachen Registers, das auch diesem Bande, wie den spätern, beigegeben ist und von denen besonders das Materienregister und das Ortsregister mit specieller Rücksicht auf diesen Zweck angelegt sind. Kann bei dem Verluste so vieler Urkunden und Acten aus diesen weit zurückliegenden Zeiten und bei der in manchen Archiven noch unvollendeten Durcharbeitung des Erhaltenen diese Samm- IV lung einen Anspruch auf absolute Vollständigkeit auch nicht erheben, so durfte dennoch der Forscher in der Gestalt, in welcher dieser erste Band gegenwärtig zu Tage tritt, ein reichhaltiges Material zur Geschichte der eidgenössischen Bünde und der staatsrechtlichen Verhältnisse der alten Eidgenossenschaft vereinigt finden. Die Bündnisse der sogenannten acht alten Orte mit den sie ergänzenden bundesrechtlichen Verkommnisseu, Pfaffenbries, Sempacherbrief :c., das erste Stadium der bundesrechtlichen Ge- sammtentwicklnng bildend, fallen vollständig in diesen Zeitraum, wie auch die analogen Formationen der östlichen und westlichen Verbindungsgruppeu, die ihnen zur Seite gehen. Ebenso erfolgt der Beitritt einiger der später sogenannten zugewandten Orte wie St. Gallen, Appenzell, Wallis, schon in dieser Epoche, während derjenige anderer Orte wie Basel, Solothurn, Schaffhausen ?c. sich durch Einzelverbindungen und mittelbare Beziehungen vorbereitet. Schon in dem Vorwort zu einem früher erschienenen Bande dieser Sammlung ist aufmerksam gemacht worden auf den formellen Unterschied der ^verschiedenen Verbindungsarten, welche uns in diesen altern Zeiten unter dem Namen von Bündnissen, Vereinigungen, Verständnissen, Burgrechten, Landrechten :c. entgegentreten und auf die staatsrechtliche Bedeutung dieser Unterschiede. Es dürfte hier nur an das characteristische Merkmal zu erinnern sein, welches die eigentlichen Bünde vor allen verwandten Verbindungsformen auszeichnet. Es liegt dieses in der auf die Mahnung nach eidlicher Erkanntniß des hütfsbedürftigen Theils begründeten Verpflichtung zur Buudeshülseund in der gegenseitigen Eidesleistung der Verbündeten. Dieser Chnracter tritt in ganz merkwürdiger Weise da zu Tage, wo die Bünde die Bestimmung enthalten, daß der eine Theil ohne Zustimmung des andern kein Bündniß mit Dritten eingehen dürfe, wie dieses z. B. in dem Vierwald- stätter-Bunde und in den Bünden zwischen Bern und Freiburg der Fall ist. Hier entstunden dann, damit diese Bestimmung in Fällen, wo der Consens der Contrahenten nicht zu erhalten war oder nicht erwartet wurde, umgangen werden konnte, jene Formen der Verbindung ohne das Recht der directen Mahnung und Hülfsverpflichtung, wie wir solche in den Beibriefen des Bernerbundes, in der Vereinigung von 1406 zwischen Bern und Lucern und in noch mehrern andern in diesem Bande vorkommenden Verbindungen sehen. Während durch die bestehenden Bundesverhältnisse der eine Contrahent verhindert war, mit Dritten einen eigentlichen Bund zu schliesten, so hielt man es'dagegen für zulässig, ein solches Bündniß ohne die Mahnung auf eidliche Erkanntniß und ohne gegenseitige Eidesleistung einzugehen, wenn auch materiell das Gleiche dadurch erzielt wurde. Daraus ergibt sich die große Bedeutung, welche die Mahnung, welche nicht nur auf Kriegshülfe, sondern überhaupt auf Einhaltung der Bundespflichten in positiver und negativer Form gestellt werden konnte, für die staatsrechtliche Auffassung der Bünde hatte und welch' ein wichtiges Merkmal sie für die Characteristik der vorkommenden Verbindungsformen bildet. V Den Bünden mit voller gegenseitiger Eidesverbindlichkeit stehen die Burg- und Landrechtsverträge als eine Form gegenüber, welche immer eine Ungleichheit der Contrahenten, eine stärkere formelle Verpflichtung des einen als des andern in sich schloß. Die zwischen beiden in der Mitte liegenden Formen der Vereinung und des Verständnisses kommen in dem vorliegenden Bande weniger häufig vor, als in dem folgenden; sie unterscheideil sich von den Bünden wesentlich durch den Abgang der formellen Mahnung und der gegenseitigen Eidespflicht, von den Burg- und Landrechten dadurch, daß ihre Glieder iu der Regel als gleichberechtigte Contraheuteu erscheinen. Was den Inhalt der Bünde betrifft, so ist neben der Regnlirung der Hülfsverpflichtungen in allen der Ausschluß der Selbsthülfe und die Ordnung der Verhältnisse des Gerichtsstandes ein Hanptbestandtheil. Das schiedrichterliche Verfahren bei Streitigkeiten unter den Contrahenten selbst wird in mannigfaltiger Weise bis in alles Detail geregelt. Aber nicht nur in den verschiedenen Arten der Bündnisse, sondern auch iu den Friedens- und Wafsenstillstands- verträgen hat stets diese Materie einen vorzüglichen Platz. Ebenso bildet der Abschluß gegen die fremde, geistliche oder weltliche Gerichtsbarkeit in fast allen diesen Verträgen einen stehenden Artikel. Es ist darunter sowohl die nach dem mittelalterlichen Staatsrecht mit aller Territorialgerichtsbarkeit concurrirende Jurisdiction der königlichen Gerichte, Hofgerichte, Landgerichte, als auch die auswärtige geistliche Gerichtsbarkeit verstanden. Dagegen werden ebenso allgemein der geistlichen Gerichtsbarkeit, von deren prinzipieller Ausschließung weder in den Bündeil noch im Pfaffenbrief die Rede ist, die Ehesachen, offener Wucher und bisweilen auch noch „geistliche Sachen", oder „was die Geistlichkeit angeht", ausdrücklich vorbehalten. Ein sehr bcmerkenswerther Zusatz, der sich überall dem Ausschluß fremder und geistlicher Gerichte angehängt findet, ist die Ausnahme, welche für den Fall der Rechtsverweigerung der competent erklärten Gerichtsstellc gemacht wird. In diesem Falle soll dem Kläger gestattet sein, sein Recht zu suchen, wo er es findet. Es liegt darin eine mit aller modernen Nechtsanschauung im schärfsten Gegensatz stehende förmliche Anerkennung einer außer dem Territorium befindlichen Gerichtsbarkeit für jene Eventualität, was offenbar mit der staatsrechtlichen Idee einer concurrirenden Jurisdiction des Königs im ganzen Reiche, wie des Papstes in der ganzen Kirche zusammenhängt. Der Gerichtsstand des Wohnorts des Beklagten bei persönlichen Forderungen, der belegenen Sache bei Streitigkeiten um Eigen und Erbe, der gelegenen Erbschaft, finden sich in den Bundesverträgen durchweg als ordentliche Gerichtsstände anerkannt und gegenseitig garantirt; Pfändungen und Arreste auf Angehörige der contrahirenden Theile HVerhcftcn und Verbieten) werden nur bei eingestandener Schuld oder Bürgschaft zugelassen, sonst verträglich ausgeschlossen. In einigen Verträgeil erscheint auch die Anerkennung eines besondcrn Verfahrens bei dem Bezug von Zinsen und Zehnten mit Hinweisung auf die localen Rechtsgewohnheiten. VI Lehenssachen sollen vor die „Mann" Lehensgenossen, Lehengerichte, gewiesen werden. Die Wahrung der Selbständigkeit der einzelnen Bnndesgtieder tritt überall in den Bundbriefen als ein sehr ausdrücklich betonter Gesichtspunkt hervor. Nur in Beziehung ans das Anfangen von Kriegen enthalten zum Theil die Bundbriese selbst, zum Theil die Verkommnisse einige Beschränkung, und in einigen Bünden wird das Gingehen weiterer Bündnisse ohne Einwilligung der alten Verbündeten ausgeschlossen. Bezüglich der Einmischung in die inncrn Verhältnisse der Bnndesglieder finden sich die Grundsähe des nachmaligen Stanserverkommnisses in diesen ältern Verträgen schon vielfach angedeutet. Im Zürcherbund übernehmen die Verbündeten gewissermaßen eine Garantie der Brnn'schen Verfassung, in den schwäbischen Städtebünden ist der Fall innerer Parteiung und Unruhe und die Verpflichtung, den Rüthen zur Unterdrückung derselben beizustehen an einem Orte sogar ausdrücklich vorgesehen. Im Uebrigen beschränkte sich bei innern Zwistigkeiten die Intervention der verbündeten Orte auf Vermittlung und Herbeiführung von Compromissen sTäding, Anlaß.) Die bekannte Intervention in den Streitigkeiten zwischen der Stadt Zug und dem äußern Amte (1.404), welche zu einem bewaffneten Zuge führte, war complizirt durch die Stellung von Schwpz in diesem Streite und nahm beinahe den Character eines innern Krieges an. Die Urkunden, welche über diese bundesrechtlich sehr bedeutsamen Vorgänge einläßlichen Ausschluß geben, sind daher auch nach ihrem ganzen Umfange in den Text der Sammlung aufgenommen. Ein zweiter, höchst interessanter Handel, der die Eidgenossenschaft in diesem Zeitraum an den Rand des Bürgerkrieges führte, ist der sog. Naronhandel l l 4 17), dessen gefährlicher Eharacter aus einer Collision verschiedener Bundesverhältnisse entsprang, indem Lucern, Uri und Unter- walden mit den Landleuten von Wallis in Burg- und Landrechten stunden, Bern dagegen mit dem von Naron verburgrechtet war und beide Theile sich ihrer Verbündeten annahmen. Auch über diesen Handel ist das Material in möglichster Vollständigkeit der Sammlung einverleibt worden. Endlich fällt auch in diesen Zeitraum die Entstehung gemeinsamer Herrschaften, welche das stärkste Band des Zusammenhalts der alten Eidgenossenschaft geworden sind, namentlich die Erwerbung der Psandschast Baden und der freien Aemter im Argau durch die Eroberung im Neichskriege und die darauf folgende Verpfändung des römischen Königs Sigmund. Ein wichtiges staatsrechtliches Prinzip für die Verwaltung und Beherrschung der gemeinen Herrschaften wurde gleich bei der ersten Regulirung der Verhältnisse der theilnehmenden Orte aufgestellt, die sich in der Urkunde des Eintritts derselben in die Psandschast Baden findet, daß nämlich in Sachen, welche diesen gemeinsamen Besitz angehen, die Minderheit der Mehrheit der Orte folgen soll. Wie im Argau, so erwarben auch in dieser Periode die Eidgenossen im Escheuthal gemeinsame Herrschaften, in deren Besitz sie sich aber nicht dauernd erhielten. Ltl Ein Beispiel einer gemeinsamen Herrschaft nnr zweier Orte gibt in diesem Zeitranm die Vogtei Livinen, welche llri und Obwalden mitsammen erwarben und verwalteten. Die auswärtigen Beziehungen der Eidgenossenschaft liegen für den Zeitranm, den dieser Band umfaßt, wesentlich in ihren Verhältnissen zum Hause Oesterreich. Diese entwickeln sich in einer ununterbrochenen Folge von den ersten Waffenstillständen nach dem Morgartenkriege bis zum fünfzigjährigen Frieden von '1412, der nach der Unterbrechung durch den Neichskrieg von >445 für eine lange Reihe von Jahren den rechtlichen und sactischen Besitzstand feststellte, welcher der ewigen Richtung, dem Desinitivfricden mit Oesterreich zur Grundlage diente. Die wichtigsten dieser Verträge sind unter dem Namen „Frieden" bekannt und es muß hier an den Sprachgebranch der Zeit erinnert werden, wonach im Gegensatze zu der Bezeichnung „Richtung" , welche dem heutigen Begriff eines Definitiv-Fricdens entspricht, das Wort „Friede" stets für einen aus bestimmte Zeit- dauer mit Regulirnng des Besitzstandes und des gegenseitigen Verkehrs sowie mit verträglicher Festsetzung eines schiedgerichtlichen Verfahrens für inzwischen entstandene Streitigkeiten geschlossenen Waffenstillstand gebraucht wird, nach dessen Ausgang die streitenden Theile in die rechtliche Stellung vor dem Abschluß des Vertrages wieder eintraten. Der Beitritt Lucerns zu dem Bunde der drei Waldstätte verwickelte in Folge des besonder» Verhältnisses dieser Stadt zu dein Hanse Oesterreich die Beziehungen der streitenden Parteien. Nach den mehrfach verlängerten Waffenstillständen der drei Länder mit den österreichischen Amtleuten nach dem Morgartenkrieg erscheint daher schon in der neuen Verhandlung von 4336 ein doppeltes Moment, der Friede mit den Waldstätten einerseits und der Schiedspruch gegenüber Lucern anderseits. Nach dem Zürcherbunde folgen sich dann unmittelbar der Schiedsprnch der Königin Agnes von 4354, der brandenburgische Friede von 4352 und der Regensburgerfriede von 4355. Die Zusammenstellung dieser Verhandlungen läßt unschwer den innern Zusammenhang derselben und namentlich die immer stärker hervortretende vermittelnde Stellung Zürichs erkennen, welche sich im Regensbnrgerfrieden zu einer entscheidenden Einwirkung gestaltete. Der Sturz der Brnn'schen Herrschaft und der Umschwung der Partciverhaltnisse in Zürich lpiegelt sich dann auch in der veränderten Gestalt, welche von da an die folgenden Friedensverträge mit Oesterreich annehmen; die besondere Stellung, die Zürich vordem innegehalten, tritt zurück; in dem Thorbergischen Frieden von 4368 steht Zürich mit den übrigen Orten in gleicher Linie. Eine Nachwirkung jener frühern Sonderstellung findet sich jedoch immerhin auch während der Periode des Thorbergischcn Friedens noch in dem Ilmstande, daß in den besondern Friedensverträgen um Zug, welche dem Thorbergischen Frieden und dessen Verlängerungen zur Seite gehen, Zürich unter den Contrahenten nicht mit erscheint. I» dem Scmpncherkrieg tritt dann auch Bern, das bisher außer der gemeinsamen Action der VI Orte gegen Oesterreich gestanden, in dieselbe ein, allerdings noch in deutlich ausgeprägten VIII und gewahrter Sonderstellung, wie es denn auch UN einjährigen und siebenjährigen Frieden noch nicht mit den VI Orten gemeinsam in den Friedebriefen erscheint, sondern diesen Verträgen durch besondere Adhäsionserklärungen beitritt. In dem zwanzigjährigen und fünfzigjährigen Frieden erscheint sodann auch Bern mit den übrigen Orten in der Reihe der Kontrahenten. Ueber die Kriege selbst, deren Abschlüsse in diesen Verträgen liegen, sowie über die Kriegs- vcrfassnng und Kriegsführnng der Eidgenossen enthalten, mit Vorbehalt des Sempacherbriefes, die in diesem Bande erscheinenden Acten und Urkunden sehr Weniges. Was sich in dieser Beziehung findet, ist nicht sowohl in den Kriegen gegen Oesterreich, als vielmehr in denjenigen zur Eroberung des Eschenthals zu suchen, welche in unserer Periode durch keinen Friedensvertrag abgeschlossen sind. Diese Kriege bieten dadurch ein besonderes Interesse, daß sie außerhalb der sogenannten Bundeskreise geführt wurden und deßhalb Erörterungen über die Hülfsverpslichtung veranlaßten welche die praktische Bedeutung der ans die letztere bezüglichen Bestimmungen der Bünde ins Licht setzen. In diesen eschenthalischen Kriegen finden wir die Bezeichnung eines obersten Hauptmanns, wir finden auch den Grundsatz zum ersten Mal aufgestellt, daß im Felde die Mehrheit entscheiden soll. Die Auszüge unter dem Pauner, Auszüge mit ganzer Macht, werden scharf unterschieden von den Auszügen mit den Venlin, kleinern contingentsmäßigen, wohl oft auch aus Söldnern gebildeten Truppen, neben welchen auch die Freiharste unter Freifahnen bereits vorkommen. Von den Gegenständen der innern Verwaltung ist es vorzüglich das Münzwesen, was zu vielen Verhandlungen, Eonventionen n. s. w. Anlaß gegeben hat. Auch über das Straßenwesen finden sich bereits in diesem Band einzelne Verhandlungen, insbesondere über die Sicherung der Pässe in Enrwalen sowie der Straßen über den St. Gotthard und Grimsel; von vorzüglichem Interesse ist eine Uebereinkunfr zwischen Bern und den Haslithalern, den Wallisern ans dem Gomserzehnt und den Eschenthalern über die Unterhaltung des Grimselpasses und des Griespasses, welche eine zusammenhängende Straße vom Haslithal in das Formazzathal bilden, die, wie es scheint, zu dieser Zeit einem starken Verkehr diente. Diesem Bande ein Glossar beizufügen erschien als überflüssig, da dasjenige des zweiten Bandes sehr wohl auch für diesen benutzt werden kann. Was die archivalischen Quellen betrifft, welche für diesen Band zu benutzen waren, so lieferten die Archive von Zürich, Bern, Lneern, Schwpz und Obwalden den meisten urkundlichen Stoff. Der Bearbeiter muß an dieser Stelle insbesondere den HH. Staatsarchivaren Strickler in Zürich und von Stärker in Bern seinen Dank aussprechen, deren Gefälligkeit er in ausgiebigster Weise in Anspruch zu nehmen genöthigt war. Auch die Archive von Uri, Basel, St. Gallen, Solothurn ergaben mehrere noch ungedrnckte Beiträge, während diejenigen von Freiburg, Glarns und Appenzell für diesen Zeitraum fast vollständig durch die quellenmäßigen Druckwerke erschöpft sind, welche ihre Urkunden veröffentlicht haben. IX Von den eigentlichen Abschiedesammlungen, welche für die spätern Bände die reichhaltigste Quelle bieten, reicht einzig Abschiedeband V des lucernischen Staatsarchivs mit wenigen Stücken in diese Zeit zurück, dagegen finden sich viele Auszeichnungen in Abschiedeform in den Naths- büchern I, II, III des Staatsarchivs Lucern, einige auch auf fliegenden Blättern im Stadtarchiv von Lucern und im Landesarchiv von Obwalden. Die Zürcher Stadtbücher I—IV enthalten ebenfalls viele eidgenössische Verhandlungen; am reichhaltigsten ist das dritte, ans Bl. I — 79 für die Jahre 1412—1420 ein fortlaufendes Einschreibebnch der wichtigsten Verhandlungen und Beschlüsse der Räthe und Zweihundert über äußere und innere Angelegenheiten von allgemeinem Belang, woraus manches für diesen Band benutzt werden konnte. Auch das vierte Stadtbuch ist kein Protokoll, sondern eine chronologisch geordnete Sammlung wichtiger Nathsbeschlüsse, wovon die ersten 49 Blätter die Jahre 1412—1420 umfasse». Diese Blätter sind gleichzeitige Aufzeichnungen, das Buch selbst, aus verschiedenen Theilen zusammengebunden, existirt in seiner jetzigen Gestalt seit dem Jahre 1t>38. Die Zürcher Raths- und Nichtbücher, von denen die Bände I—XVI in unfern Zeitraum fallen, enthalten außer einigen bereits von Kopp mit der unrichtigen Bezeichnung „Stadtbnch" angeführten, in selbe eingebundenen Stücken kein Material für diesen Band. Die bernischen Rathsbüchcr und übrigen Sammelwerke des Staatsarchivs Bern beginnen erst mit spätern Jahren. Die reichhaltigste Quelle für diese Zeit bilden die Urkunden der verschiedenen Archive, von denen ein sehr erheblicher Theil sowohl in altern Werken, wie Tschudi, Neugart, Eichhorn u. s. w. als auch in den zahlreichen Pnblicationen geschichtforschender Gesellschaften und einzelner Forscher der neuern Zeit abgedruckt ist. Man hat sich jedoch angelegen sein lassen, bei Anlaß dieser Arbeit sämmtliche aus Sammelwerken entnommenen Urkunden, besonders wenn sie textuell aufgenommen werden mußten, mit den Originalien, soweit solche vorhanden, neuerdings zu vergleichen und jeweilen, wo diese Vergleichung stattgefunden hat, den Fundort des Originals anzugeben. Ueberaus zahlreich sind die gedruckten Qnellenwerke, welche urkundliches Material für diese Periode enthalten. Unter den altern bleibt die Chronik von Tschudi immerhin das reichhaltigste. Die Vergleichung der von Tschudi abgedruckten Urkunden mit den Originalien hat wiederum den Beweis für die Zuverlässigkeit seiner Abschriften geliefert; nur sehr wenige materielle Unrichtigkeiten waren zu verbessern; die Schreibweise allerdings entspricht nicht den Anforderungen genauer Ueberein- stimmung, welche für den Urkundenabdruck in gegenwärtiger Zeit geste llt werden. Die Zellweger'sche Urknndensammlttng zur Geschichte des appenzellischen Volkes nimmt unter den fr-ühern Pnblicationen ebenfalls einen bedeutenden Platz ein. Am meisten Material lieferten die Zeitschriften, so namentlich die acht und zwanzig Bände des Gcschichtsfreundes der V innern Orte, das Archiv für schweizerische Geschichte, das Jahrbuch von Glarns, der Uscnreii äs Irilnnn-g, die Argovia, die -l-H- X Codices von Mohr, Tromllat, Zeerteder, Matile, die zahlreichen Bände des Solothurner Wochenblattes, die ui6nic»ir68 kb äoeurn6li8 cle In sooistö cl laistoirs äg In Lcki886 Roinnnclk, aus welch' letztern für die Bearbeitung des Anhangs namenlich das Hegges 3ui886 von !G>rel vorzügliche Dienste leistete. Vischers Regesten zur Geschichte der schwäbischen Städtebünde im II. und III. Bande der deutschen Forschungen sind als das vollständigste Repertorium der Bündnisse der Städte in den östlichen Verbindungen ein ebenso werthvoller Wegweiser geworden, wie die Regesten von Forel für die Bündnisse der westlichen Gruppe. Die in diesem Bande citirten Druckwerke folgen unten in einem besondern Mrzeichniß; es mußten aber auch eine Menge anderer dnrchgangen werden, in denen sich schließlich kein Material vorfand, das verwendet werden konnte. Die Vorstände aller Archive, mit denen der Bearbeiter dieses Bandes in Verbindung treten mußte, haben dein Werke mit größter Bereitwilligkeit ihre Förderung angedeihen lassen; wenn nur diejenigen mit Namen genannt wurden, welche in ganz außerordentlicher Weise in Anspruch genommen werden mußten, so sei nichts destominder allen der beste Dank erstattet. Der Director des Werkes, Hr. Bundesarchivar Kaiser, hat der Ausführung der ganzen Arbeit, namentlich der Correetheit des Druckes dieses Bandes seine vorzügliche Fürsorge gewidmet. Lucern, im Juli 1874. S. Verzeichnis; der angeführten Druckwerke. Anriet, I. I,, Die Bündnisse zwischen Biel und Solothurn. Nach den Originalien herausgegeben. Soloth. 1868.8. Anzeiger für schweiz. Geschichte und Alterthumskunde. Herausg. von der allg. geschichtsf. Gesellschaft der Schweiz. 1855—1868. 14 Jahrg. und Register von I. L. Brandstetter. Zürich, 1855/6!). Lex. 8. Archiv für schweiz. Geschichte, herausgegeben auf Veranstaltung der allg. geschichtsf. Gesellschaft der Schweiz. Zürich, 1843/71. 17 Bde. 8. Argovia, Jahresschrift der histor. Gesellschaft des Cts. Argau. Arau, 1860/74. 8 Bde. 3. Blumcr, I,, Urkundensaminlung zur Geschichte d. Cts. Glarus. (Jahrb. d. histor. Vereins d. Cts. Glarus.) Glarus, o. I. 8. Bd. I. uöliiusr, 4. II, Ooäsx älpl. Nosuokransolvrtanus. Ilrlluiräsnliuolr äse Rsiolrsstaät Uraulclurt. Urlekt. 1836, 1. (u. siii2.) Lä. 4. Businger, I., Die Geschichten des Volkes von Unterwalden. Lucern, 1827/28. 2 Bde. 8. Dutt, 4. Ulr., Voluiusn rsr. Asrurau. novurn, s. äs paos rmpsrii pulllioa II. V. Ulm, 1698. Uol. lUolilloru, ?. Upisoopatus Curisusis irr Ulrastra olrronol. ao äipl. Illusbr. 8. Blas. 1797. 4. (Engelhard, I. F. L.), Der Stadt Murten Chronik und Bürgerbuch. Bern. 1828. 8. klarst, U., UvAssts soll Uspsrbolrs olrronol. äs äosurn. rslab. a 1'lrisb. äs 1a Lumse rom. Uausanns, 1862. 8. Kür. 1'" (Nsiu. st äoo. p. p. 1a soolvts äRisb. äs 1a 8uwss vom. 4'. 19.) Forschungen zur deutschen Geschichte. Herausg. durch die historische Commission bei der königl. Academie der Wissenschaften. Göttingen, 1862/73. 8. Bd. 1—13. Furrer, P. S., Geschichte, Statistik und Urkunden-Sammlung über Wallis. Sitten, 1850/52. 3 Bde. 3. Geschichtsfreund. Mittheilungen des historischen Vereins der fünf Orte: Lucern, Uri, Schwpz, Unterwalden und Zug. Einsiedeln, 1843/73. 8. 28 Bde. und Registerband zu Bd. 1/20. v. Brandstetter. Urriolrsnou, 8., Uistolrs Asnsal. äs 1a ro^als ruaisou äs 8avois. 17. väit. 4ur1u, 1778/80. 4 I'oin. toi. Handveste der Stadt Thun v. d. Gräfin Elisabeth von Kyburg Anno 1264 ertheilt. (Herausg. v. I. Rubin.) Bern, 1779. 4. Helvetia, Denkwürdigkeiten für die 22 Freistaaten der schweizerischen Eidgenossenschaft. (Bd. 1/3) Ges. und herausg. von I. A. Balthasar. Zürich und Aarau, 1823/33. 8 Bde. 8. Usri-Aott, ?. Narcz., UsirsaloAia äipl. auZ. Asnt. badsdur^. Visum. 1737. 2 4om iu 3 Vol. Uol. Uissl^^ 4. 4., Uistoirs st Nouuiusuts äu somtö äs Uru^örs. (N.) p. p. 4. Ursmauä. Uausauns, 1855/69. 4 4'oiu. (Nsnr. st äoo. p. p. 1a soo. ä'Irisb. äs la Luisse roin. 4. 10. 11. 22. 23.). Janssen, I., Frankfurts Reichscorrespondenz nebst andern verwandten Aktenstücken von 1376—1519. Freiburg i. Br., 1863/72. 2 Bde. 8. Königshoven, I. v., Elsaß, und Straßburg. Chronick, herausg. von I. Schilter. Straßburg, 1698. 4. Kopp, I. E„ Geschichte der eidg. Bünde. Mit Urkunden. Leipzig und Berlin, 1845/71. 8. Bd. I—V, 1. (9 Thle.) oder Buch 1—11.—Urkunden zur Geschichte :c. Lucern und Wien, 1835/51. 8. 2 Bdchn. (2. Bdchn. aus dem 6. Bde. (1851) des „Archivs für Kunde österreichischer Geschichtsgucllcn".). — Geschichtsblätter aus d. Schweiz. Herausg. im Vereine m. mehreren Mitarb. Lucern, 1854/56. 2 Bde. 8. — Der erste Bürgerkrieg der Eidgenossen 1404. (Helvetia, VI. 1—32.). Lauffer, I., Historische und critische Beyträge zu der Historie der Eidgenossen. Zürich, 1739. 4 Thle. 8. Liebenau, H. v., Lcbensgcschichte der Königin Agnes von Ungarn. Ncgensburg, 1868. 8. . Th. v., Sammlung von Aktenstücken zur Geschichte des Sempacherkriegcs mit Erläuterungen, (Archiv für schweiz. Geschichte. Bd. 17.). Lichnowskp, Fürst E. M., Geschichte des Hauses Habsburg. Wien, 1836/44. 8 Bände. 6. Lünig, I., Das teutsche Reichs-Archiv I'. Ken. st spso. mit allen Contin. Leipzig, 1710/20. 14 Bde. Fol. Aabils, d. X., Uonninsnls äs I'üist. äs Xsuslnltsl. Xsnollütsl, 1844/48. 2 Horn. kol. Nsinoirss sb äooninsns x. x. la soo. ä'llist. äs 1» Luisse rorn. Uausanns, 1838/73. 28 lorn. 8. Meyer v. Knonau, G., Die Zürcher Königs- u. Kaiserregesten a. d. Zeit v. 852—1400. (Archiv für schweiz.. Geschichte Vd. 1. 09—141.). Mittheilungen der antiquarischen Gesellschaft in Zürich. Zürich, 1841/72. gr. 4. Bd. 1—17. Mohr, Th. v., Die Regesten der Archive in der schweiz. Eidg. Chur, 1851/54. 2 Bde. gr. 4. Besonders: I. 1. Morel, P., Gall, Abtei Einsiedeln. I. 2. Stettler, F., Kloster Jnterlaken. I. 3. Meyer von Knonau, G., Abtei Cappel. I. 3. Ricken mann, X., Stadt Raperswil. — — (loäsx äipl. Sammlung d. Urkunden z. Gesch. Cur.-Rätiens u. d. Rep. Graubünden. (Bd. 3/4) herausg. von C. v. Mohr. Cur, 1848/65. 4 Bde. 8. Mone, F. I., Zeitschrist für die Geschichte des Oberrheins, (Bd. 22 u. F.) herausg. von dem Großh.-Landes- archive zu Karlsruhe. Karlsruhe, 1850/72. 8. Bd. 1/24. Münch, A., Die Münze zu Laufcnburg. (Argovia VIII, 319—419.) Ochs, P., Geschichte d. Stadt u. Landsch. Basel. Berlin, Lpz. u. Basel, 1786/1832. 8 Bde. m. Nam- u. Sachrcg. 8 Usonsil äipl. äu Danton äs UridourA. Urid. 1839/63. 7 Vol. 8. Schmid, F. V., Allgemeine Geschichte d. Frcyst. Ury. Zug, 1738/90. 2 Bde. 8. Lollöpliin, 4. 1)., ^Isatia äipl. (x. 2. a) öä. X. Uains^. Nannllsin., 1727/75. 2 U. toi. Schreiber, H., Urkundenbuch d. Stadt Freiburg i. Br. Freib. i. Br., 1828/29. 2 Bde. in 4 Thln. 8. Schweizerische Geschichtsforscher, Der. Bern, 1812/52. 8. Bd. I/XIV. 1. Schweitzerisches Museum. (Herausg. v. H. H. Füstli). Zürich, 1783/90. 6 Bde. 8. — Neues Schweiz. Museum. Zürich, 1793/96. 3 Jahrg. Segesser, A. PH. v., Nechtsgesch. d. Stadt u. Rep. Lucern. Lucern, 1850/58. 4 Bde. 8. Sitzungsberichte d. philos.-hist. Cl. d. k. k. Acad. d. Wisscnsch. (in Wien). Wien, 1848/73. gr. 8. Bd. 1—73. So lothurnisches Wo chenblatt f. 1810—1834. Herausg. v. Freunden d. vaterl. Geschichte. Soloth. 1810/34. 25 Bde. 8. ilronillat, 4., st (lll. 5) U. Vantrs^, Nonninsnts äs l'dist. äs l'ano. svöollö äs Lais. Uorrsntr. 1852/67. 5 Horn. Zr. in»8. Tschudi, Aeg., Düranioon llslvst. od. gr. Bcschreibg. ee. Herausg. v. I. R. Jselin. Basel, 1734/36. 2 Bde. Fol. Bischer, W., Geschichte des schwäb. Städtebundes d. I. 1376—1389. (Forschgn. zur deutschen Geschichte. II. 1—202. III. 1—40.) Walther, G., Geschichte d. berner. Stadtrechts (m. Urkunden). Bern, 1794. 8. Wartmann, H., Die königl. Freibriefe f. Uri, Schwyz und Unterwalden v. 1213—1316. (Archiv f. schweiz. Geschichte XIII. 107—160. 384.) Wattcnwyl v. Dieszbach, E. v., Geschichte der Stadt u. Landschaft Bern. Schaffh. u. Bern, 1367/72. 8. Band 1. 2. IVsnvlcsr, 4., Xpixaratus st instrnotns arolnvornnr sto. XrZsnt. 1713. 4. Weizsäcker, I., Deutsche Rcichstagsacten. München, 1867. 4. Bd. I.: K. Wenzel. I. Abth. 1376—1387. Wyß, G. v., Der Negensburger Friede v. 1355. (Anzeiger f. schw. Geschichte. XII. 43—45. 53—56. XIII. 1—5.) Wurstemberger, L., Peter d. Zweite, Gras v. Savoyen sc. mit einem Urkdnbuche. Bern, 1856/58. 4 Thle. 8. Zeerlcd er, K., Urkunden f. d. Geschichte d. Stadt Bern u. ihr. frühest. Gebietes bis zum Schluß d. 13. Jahrh. Bern, 1853/55. 3 Bde. u. Register zc. 4. Zellweger, I. C., Urk. z. Geschichte d. Appenzeller Volkes. Trogen, 1831/38. 3 Bde. in 7 Thln. 8. (Anrlandsn, II. U. X. V. äs,) ladlsaux topoZr., zqittor., xllz^s. sto. äs 1a Lnisss (x. x. 4. L. äs Uadoräs.) Uaris, 1780/86. 4 lom.'in toi. Abschiede. (1S4S—14S0.) 1244—1247. Kopp : Nrlundcnbuch I. S, 2, z. tjeli«i>19n! Mpl, l. ^87. Vrvillllal I. ZN7. Erste bekannte Verbindung zwischen den Leuten von Schwyz, Sarnen, Staus und Buochs unter sich und mit den Burgen: von Lncern. Die Urkunde fehlt, die Existenz der Verbindung in dieser Zeit wird aber bezeugt für die erstgenannten Orte durch die Worte des Bundbriefs vom 1. August 1291 (unten Absch. 2 und Beilage 1): »antiguain oontscksraticmis lormam iurarnonto vallatam-, für die Verbindung derer von Stans und Buochs mit den Lucernern durch die bei Kopp Urkun- dcnbuch I. Nr. 2 abgedruckte Engelbergerurkunde von 1244—1252: »Iiana pa^inam — ooniuratorum nostrorum cko Duosrna si^illo rodoramns-, auch durch den geschwornen Brief der Lucerner vom 4. Mai 1252 (Kopp Urkunden- buch I. Seite 4): »oinnom oonlsckorationsm in oontrovsrsia nostra aliguanclo in Dnosrna sxsroita Iiinoincis guo- anrngno modo kaotain snd znramsnti oautions clissolvsntos psuitus rslaxamns». Endlich wird die Verbindung zwischen denen von Schwyz, Sarnen und Lucern am deutlichsten bezeichnet in dem schon bei Zodöxllin, ^Isatia äiplom. 1. 484 nach einem Codex der Vatikanischen Bibliothek, dann wieder bei Vronillat I. 397 mit dem unrichtigen Datum 1248, 28. August abgedruckten Schreiben des Papstes Jnnocenz IV. an den Propst von Oelenburg im Sundgau «I. ct. Lyon 1247, 23. August. (Siehe über die Bestimmung des Datums Böhmer, Regesten 1844, Päpste 25, Kopp Geschichte der eidgenössischen Bünde II. 2. Seite 146, Anmerkung 3): »Innoosntius Dpisoopus s. s. <1. clilsoto ülio prsposito soolssias cls Dlimdvrs, oräinis 8. ^u^nstini, Dasiliovsis ckioossis, salntsm st apostolioam dsnsdiotionsm. Dilsoto tilio, nodili viro Ruclolko ssniors, ooiuito >Io Iladspuro, aoospimns iutimants, gnocl cks Lndriz: st cls Larnon looornm dominss, Oonstantisnsis clioossis, gui acl ixsnm üersckitario fürs spsotant, a tickslitats st dominio ssnsdsm tsmsrs rsosdsntss, Vridsrioo, cznondam imporators, Post latarn in ipsnm st lautorss süss sxoommunioationis ssutsntiain nsguitor ackbsssrunt st liost postmodnm, ckusti oousilio sauiors, prsstito snramsnto ürmarint, guocl sudditi somitis dominio ds ostsro psrsistsntss ixsi Dridsrioo vsl alioui altsri Sontra ipsnm ininirns odsdiant, iicieiu tamon suramsnti rsliAions ao lata in addorontss ot kausntss xrsdisto Vridsrioo ssntsntia sxooininunioationis damnadiliter vilipsnsis st üctslitats tsmsrs rslsAata ss al> ssus dominio snddnssntss prolato Vriclsrieo assistunt oontra ipsnm et soolssiam pro virilms et potenter, t^uia vsro di^nnm ost, ut gut diliAnnt malsdiotionsm, vsniat sis st czni nolnnt dsnsdiotionsm, prolon-xstur ad rllis, mandamns: tjuatenus rss ita ss dadsut, prsnominatos dominss, nisi ad sodsm Vridsrioo inkra oompstontsm tsrminnm a Ts prsÜFöndnm sisdsm, ao ad unitatsm ssolssias rovsrtantur, ipsigns Lomiti, vslut sno domino, rn clsuotions liniusmodi psrsistsnti, stndsant odssgui, ut tsnsntur, nssnon dominss vills Dnosrnonsis, si Vidi sos Mz oommunioars ao prolato Vridsrioo lousrs oonstitsrit, in prsmissis dsnnntiss sxoommunioationis sontsntis sudsaosrs ao ipsa looa st villam Dnoornonssm snpponas sententio Intsrdioti, laoions utramgus ssntontiam autoritats nostra sudlatogus appsllationis odios usgus ad satislaotionsm oondi^nam invioladiliter odssruari, proesssurus super Ins alias prout vidsris sxpsckirs. Datum Du^dnni V. lilal. 8spt. anno Dantilroatus nostri V.Vergleiche über diese Urkunde Wartmann im Archiv der schweizerischen geschichtsforschenden Gesellschaft, XIII. Seite 126. Friedrich II. wurde gebannt und entsetzt am 17. Juli 1245, starb am 13. December 1259 (Kapp, Geschichte I. Seite 1). Von Uri findet sich in diesen Verbindungen keine Spur. Dieselben waren unmittelbar gegen daS Haus Habsburg gerichtet, mittelbar schlössen sie sich an die graste Parteiung im Reiche. Der Graf von Habsburg-Laufenburg, welcher seit der Trennung der beiden Linien (1232) die obern Gegenden verwaltete, hielt zum Papste, die Leute von Schwyz, Sarnen w. hielten zum gebannten Kaiser Friedrich II., der durch den Frcihcitsbrief von 1249 Schwyz gegenüber dem Grafen von Habsburg an das Reich genommen hatte. Die Behauptung einer aus dem Zürichgau ausgesonderten Reichsvogtei setzte Schwyz in dieselbe reichSrcchtliche Stellung, welche Uri schon seit Heinrichs VIII. Privilegium 1 2 1244 — 1247. von 1231 besaß (siehe Wartmann a.a.O. 113 ff.) und mochte vorzüglich die Verbindung mit seinen Nachbarn von Buochs, Staus, Sarnen und den Lucernern, welche entgegen ihren Herren, den Aebtcn von Murbach und deren Vögten von Rothenburg ebenfalls die kaiserliche Partei hielten, veranlaßt haben. Die Stellung von Uri dagegen war unbestritten. Im Jahre 1251 erweiterte sich diese ghibellinische Verbindung durch das fünfjährige Bllndniß Berns mit den Burgern von Lucern: „Allen den, die disen bricf sehent vnd hörent, chundcn wir, der Schultheize vnd die s Burger von Berne vnd alle vnser eitgnoze von Burgendon, daz wir einre sune s vberein sin chomen mit vnsren vriunden von Luzzerron vnib den chrieg, der ^ enzwischen vns vnd in was. Also swaz schaden beidenthalb geschehen ist, der ist > abe gelazen. Darzu han wir in gelobet mit eidcn, daz wir vnz ze Pfin- s gesten danne vber viunf jar wider in nicht sin, wan dur vnscrn rehten Herren ^ ane var. Swer in derselben jarzale kein gewalt tut, so sun wir vunf- ^ zig man han ein mnnot in ir stat an ir schaden, ir lib vnd ir gut zc ^ schirmenne. Wil aber jeman von Berne ald vnser eitgnoze von Burgendon j dirre sune niht han, daz sun wir in sagen siben tage vor; der selbe sol in kein j schaden tun, ee er siben tage von vnser stat gewesen ist. Swaz gutes er in vnserm s gerichte hat, des sol sich der Rat vnd die Richters vnderwindcn, also daz es in sin j gewalt mit nuzze nah mit gewer nie mer chome, ee er den schaden gebezzcre. j Wir sun niemnn von Luzerron phenden, er sie bürge ald gelte. Swer j jeman von Luzerron ansprichst vmb totgevehte, des sol er in ze rede ^ stozzen vnd wil er sich des entreden selb dritte ze den heilgon, daz sol er von s im nemen. Disu sune wart gesezzet in dem jare von vnsers Herren ge- ^ burt 14. M. 1^. I. ze mittem Meien." Urkunde im Staatsarchiv Luccrn, abgedruckt Kopp, Urkundenbuch I. Seite l. Vergleiche Kopp, Geschichte der eidgenössischen Blinde, Buch IV. Seite 210. Aber schon im Jahre 1252 trat Lucern durch die im geschworncn Brief enthaltene Aussöhnung mit den Vögten von Rothenburg (Kopp, Urkundenbuch 1. Seite 4) aus diesem Verhältniß zurück und verzichtete auf alle eingegangenen Bündnisse, worunter ohne Zweifel nicht nur das mit seinen Nachbarn um den See, sondern auch dasjenige mit Berit verstanden ist. Lucern stund fortan mit den Waldstätten auf feindlichem Fuß und gebrauchte noch 1278 statt des Gotthard die Bündnerpässe für seinen Verkehr mit Italien. (Kopp, Urkundenbuch 1. Seite 25). Unter den Waldstätten selbst wurde die Verbindung formell aufgelöst durch die Jnvalidirung des Freiheitsbriefs Friedrichs II. für die Schwyzcr, welche König Rudolf im ersten Jahre seiner Regierung (1273) aussprach. S. Wartmann n. a. O. 128; Kopp, Geschichte II. Band, Seite 328, worauf dann nach dem Tode König Rudolfs die Erneuerung ihres alten Bundes am 1. August 1291 folgte (siehe unten Absch. 2). Vergleiche auch Kopp, Geschichte der eidgenössischen Bünde II. I, S. 140. 148. 327. T. 4291, 1. August. Archiv Schwpz. Die Landlcute von Uri, die Gemeinde des Landes Schwyz und die Gemeinde der Waldlente des untern Thals zu Untcrmalden erneuern auf ewige Zeiten ihren alten beschwornen Bund. (Beilage t.) Wie der erste Bund zur Behauptung der theils bereits rechtlich errungenen, zum Theil angestrebten Rcichsumnittel- barkeit in die Zeit der Sedisvacanz durch den Bann über Friedrich II., so fällt dieser zweite in die Zeit der Sedisvacanz nach dem Tode Rudolfs I. Obwalden scheint nach Wart mann (Archiv XIII. Seite 149) sich diesem Bunde erst später, wahrscheinlich zwischen 1297 und 1304, dem Zeitpunkt der Vereinigung beider Gemeinden zu einem Lande, angeschlossen zu haben, wo dann die Worte -et vallis suxioris« (d. h. supörioris) auf dein Siegel nachgekritzelt Ivurden. Gegenüber denen von Lucern war diese Verbindung feindselig; es geht aus der Urkunde vom 30. Mai 1293 (Kopp, Urkunden I. 42 — „alle die wile daz Vrlige wert von dien waltlüten, daz man si (die Lucerner) vmb enhein dink an den Lantag twingen sol" hervor, daß die Waldleute mit ihnen in Fehde standen, weil die Lucerner Oesterreichs, ihres Herrn, Partei hielten. Auch dieser ziveite Bund, obschon auf ewig geschlossen, verlor seinen Effect mit der Thronbesteigung Albrechts l., der in diesen Landen wieder mächtig geworden, die Reichsunmittelbarkeit von Schweiz und das Privilegium König Adolfs nicht anerkannte. Vergleiche Kopp, Geschichte der eidgenössischen Bünde, Band III. 1, Seite 5. 7. Octobcr 1291. 3. 4291, 16. Oetober (an saut Gallen Tage). Staatsarchiv Zürich. Die Lcmdammämmr ii»d Landleute von Uri und von Schwyz schließen mit dein Nathc und den Bürgern von Zürich ein Bündnis; bis zum 29. December 1294. Beilage 2. Dieses erst von Kopp, Urkundenbuch I. Seite 37 richtig datirtc Bündnis; steht bei Tschudi, Chronik I. 118 U und allen nach ihm unter der von späterer Hand im Originalbriefe aus „nünzig" in „fünzig" in sehr erkennbarer Weise (vergleiche das Facsimile in Band VI. des GeschichtSfreundcs) veränderten Jahrzahl 1251. Siehe darüber Kopp, Ur- kundenbuch I. Seite 39, Kopp, Geschichte der eidgenössischen Bünde, Band III. 1. Seite 6. Die ältere Ansicht, welche die Jahrzahl 1SS1 annimmt, hat noch heute ihre Vertheidigcr. Sic will im Pergament nur eine Veränderung von „vünzig" in „fünzig" finden und stützt sich vorzüglich auf den versuchten Beweis, daß die in der Urkunde genannten Personen theilwciss im Jahre 1291 nicht mehr gelebt haben sollen. Es existirt darüber eine einläßliche, bislang handschriftliche Abhandlung von Hauptmann Carl Leonhard Müller in Altdorf. A. Coustanz. 4ZW, 3. Juni. Wartmanl» in: Archiv der schweiz. geschichtforschenden Gesellschaft, Xill. S. 141, 142, III, 145, IIK, 147, 15l). Durch sieben Urkunden von gleichem Datum bestätigt König Heinrich VII. den Ländern Uri, Schmyz und Unterwalden, jedem Lande einzeln, die ihm von früheren römischen Königen und Kaisern gegebenen Freiheitsbriefe und ertheilt allen dreien, ebenfalls jedem einzeln, die Befreiung von auswärtigen Gerichten, das königliche Hofgericht allein ausgenommen. Die Archive, in welchen die erhaltenen Originalbriefe liegen, sowie die Saimnlungen, in welchen sie bereits abgedruckt sind, finden sich bei Wartmann a. a. O. angegeben. Diese Freiheitsbriefe Heinrichs VII. an die drei Länder werden im Gegensatz zu den frühcrn königlichen Freihcits- briefen an Uri und Schwyz hier im Texte dieser Abschiedcsammlung erwähnt, weil ihre gleichzeitige Ausstellung offenbar ein gemeinsames Gesuch der drei Länder, einen Collectivschritt bei der Reichsgewalt voraussetzen, während die frühern Briefe für Uri und Schwpz eine solche Voraussetzung keineswegs rechtfertigen. Unterwaldens beide Thäler waren vor 1297 noch nicht zu einem gemeinsamen Lande vereinigt, erst 1301 wird ein Landamman von Unterwalden genannt. Kopp, Urkundenbuch I. Seite 66—70, Kopp, Geschichte der eidgenössischen Bünde, Band II. Seite 210 ff. Wartmann a. a. O. Seite 113. Unterwalden hatte auch im Jahre 1309 keine ältern Freiheitsbriefe vorzulegen wie die beiden andern Länder, sondern erhielt erst durch Heinrich VII. unter der Form einer Bestätigung die Gleichheit der reichsrechtlichen Stellung mit Uri und Schwyz. Die frühern königlichen Freiheitsbriefe von Uri und Schwyz finden sich im Anfang unter den Negesten der Jahre 1231. 1210. 1274. 1297 angeführt. Ucber das Verhältniß König Heinrichs VII. zu den Waldstätten vergleiche übrigens die Urkunde vom 15. Juni (xviz. KU. üuuii) 1311 bei Kopp, Urkundenbuch II. Nr. 136, wodurch derselbe dem Eberhard von Bürgeln und dein Grafen Friedrich von Toggenburg auftrug, die dem Hause Oesterreich von Grafschaft, Erbschaft, Kauf :c. wegen in den Waldstätten zugestandenen Rechts zu ermitteln und wiederherzustellen, sowie das Schreiben König Johanns von Böhmen als Reichsvcrwesers in Deutschland auf eure Mahnung der Herzoge von Oesterreich an dieses Geschäft, abgedruckt bei Kopp, Geschichtsblättcr I. Seite 175, vergleiche Kopp, Geschichte IV. 2, Seite 251. 4 Jttlü 1309. S. Ettgelberg. 4509, 25. Juni (morncnd na saut Johansmcz dcs Toufers). Archiv Uri. Obmann: Conrad ab Jberg von Schwyz. Schiedleute: Für das Gotteshaus Engelberg: Heinrich der Meier von Stans, Ritter, Johannes von Waltersberg, Rudolf der Ammann von Sächseln. Für die Landleute von Uri geineinlich: Werner von Attknghause», Amman, Arnold der Meier von Silinon, beide Ritter, und Rudolf der Stonpbacher von Schwyz. Diese, mit einhelligem Sprnch, vergleichen die Streitigkeiten zwischen dem Gotteshause Engelberg und dem Lande Uri über die Gränzen der beidseitigen Besitzungen und Alpgerechtigkeiten in der Gegend der Alpen Stöben und Surenen; sie setzen die Märchen und beidseitigen Berechtigungen fest, erklaren die bisher im Kriege beidseitig durch Brand, Raub u. s. m. einander zugefügten Beschädigungen aufgehoben und verweisen für künftige, innert den Bestimmungen dieser Richtung vorkommende Uebergriffe die Parteien vor die ordentlichen Gerichte „an alle phandunge". Pergamente» lateinische Urlnnde mit anhängendem Siegel des Abts und des ConvcntS von Engelberg. Abgedruckt bei Kopp, Nrlundcnbuch I. Nr. 5S. S. 100. Solothurncr Wochenblatt, 1SSS. S. S3. Vgl. Kopp, Geschichte,IX. Buch, S. üb. Schwyz. 1509, 11. November. Stadtarchiv Lucern. Friedensverhandlungen zwischen Lucern und den drei Ländern Uri, Schwyz und Unterwalden. Die Landlcnte der drei Lander schreiben an Lucern wie folgt: „Wir dir lantlüte von Swiz, von Vren vnd von Vnderwaldcn künden dien burgern und der gemeinde von Lucern, dz wir des gemeinlich vberein sin komen, als ir üwer bricve ze Vren vnd ze Vnderwalden haut gesendet, tage ze nemende vnd ze wcrenne vnd minne oder recht ze tunne vnd ze nemmene vnd ze richtenne, swc vnder vns vnd vnder iich vnliebi were, dc wir die tage gemeinlich weren wen gegen üch, swa ir die gerne werent, dar vns zimlich ist, ze kommene vnd gewere ze lcistenne vnd ir vns vf dieselben tage kons gebent vnd ir dar vnd dannen von vns einen getrtiwen fride habent, vb ir ze rate werdent, dc ir si werent. Vnd swes ir ze rate werdent lnzent die Kotten wizen. Dirre brief wart gegeben ze Swiz am sante martis tage." Kopp, Geschichte der eidgenössischen Bünde, Buch IX. Seite 108. Anmerkung 6 setzt diesen Brief, welcher kein Jahresdatum tragt, in das Jahr 1303 und bringt ihn, nebst der Sühne Lucerns mit Ursern (siehe unten im Anhang Reg. 1300, 33. Juni) in Verbindung mit einem Eintrag des ältesten Stadtbuchs von Lucern vom Jahr 1310 (Blatt 7 t>, Blatt 8), worin eine Spendcstiftung mit den Worten motivirt wird: „Dur dez heiles willen, so inen (denen von Lucern) Got getan hat an der süne der Waltstetten". Kopp a. a. O., Seite 100. 110, Anmerkung I. Bei Segesser, Rechtsgeschichte von Lucern l. Seite 331, Anmerkung 4, ist der Brief nach Cysats Archivüberschrift irrig in das Jahr 1315 oder 1216 gesetzt. 7. Zürich. 4514, 14. März (Sonntag nach S. Grcgorien Tult). Archiv Schwyz. Compromiß zwischen Schwyz und Einsiedeln auf Jacob von Wart und Rudolf Mülner, den jüngern, Conrad ab Jberg und Werner Tiringer mit Obmann Rudolf Mülner, älter, über alle gegenseitigen Ansprüche seit den Zeiten des Abts Anshelm, betreffend ihre Märchen. Jeder Theil verbürgt 200 March Silbers. Abgedruckt Tschudi I. SSS-S57. Kopp, Geschichte, IX. Buch, S. Sit f. I'. Gull Morell Rcgestcii von Einsiedel» Nr. 17p. Juni 1311. 5 8. Zürich (zu den Predigern). 1? 11, 19. Jllltt (Samstag vor S. Johanns Dult zc Snngichten). Stiftsarchi» Einsicdcln. Spruch Rudolf Miltners, des altern, Ritters, von Zürich, als Obmann in der Sache zwischen dem Gotteshalls Einsiedel» und den Landleuten voll Schwyz wegen einiger dem Gotteshanse von den Landleuten von Schwyz eingestandenermaßen entwerten Güter. Er stellt den Besitz des Gotteshauses an den benannten Gütern wieder her lind verfällt die Schwyzer zum Schadensersatz für dabei begangene Verwüstungen und Schädigungeil nach eidlicher Schätzung der vier Schiedleute oder des Obmanns, wenn es an ihn komme. Dagegen behält er den Landlentcn von Schwyz vor, ihre vermeinten Rechte ans diese Güter in pstikorio geltend zu machen. Abgedruckt bei Kopp, Urkundcubuch II. Nr. 1S7 und Geschichte, IX. Buch, S. 21». 1'. Gull Morcll, Rcgesten von Einsiedel» Nr. ISO, Übersetzt unrichtig 2S. Juni. Am 21. April 1313 entscheidet zu Eiolen bei Zug Eberhard von Bürgeln, des Kaisers Landvogt, die Streitigkeiten zwischen Zürich, Einsiedel!! und Schwyz, welche aus der Nichtvollziehung des Obmannsspruchs vom 19. Juni 1311 hervorgegangen waren. Urkunde im Archiv Schwyz, abgedruckt Tschudi I. 261. Vergleiche Kopp, Geschichte IX. Buch, Seite 252. 253. s. SPeier. 1515, 17. März (16. x-u. ^xriiw). Tschudi: Chronik, I. 2ti8. Der römische König Ludwig ermahnt die Landleute von Uri, Schwyz und Unterwalden zur Treue und Beständigkeit, bis er auf einem Tage zu Nürnberg, der auf nächstes Pfingfest anberaumt sei, mit Rath der Boten von Fürsten, Herren und Städten wider den Uebermuth der Herzoge von Oesterreich Vorkehr treffen könne. Das Original ist nicht mehr vorhanden, vgl, Kopp, Geschichte, X. Buch, Seite 12S. Nürnberg. 1515, 25. Mai (vm. x-ci. öunü, rosm nostri a,mo im») Archiv Schwyz. Der römische König Ludwig spricht die Landleute von Uli, Schwyz und Unterwalden von der Acht los, in welche sie zufolge der Bannurtheile des Bischofs voll Constanz wegen der Einsiedlerstreitigkeiten gefallen waren und erklärt, der Erzbischof voll Mainz habe versprochen, zu Hebung des Bannes die erforderlichen Schritte zu thun. Abgedruckt Tschudi, Chronil I. n-o, vgl. Kopp, Geschichte, X. Buch, Seite ISO. RH Staus. 1515, 7. Juli (Montag nach St. Ulrich). Staatsarchiv Bern. Die Amtleute und die Gemeinde von Unterwalden geben ans Bitte Johann's von Rinkenberg dem Kloster Jnterlaken und dessen Leuten, ausgenommen den Burgern zu Untersten, Sicherheit für Leib und Gut, 6 Juli 1315. vorbehalten den Fall, daß die Gotteshausleute gezwungeu würdeil, gegen Unterwaldeu in das Feld zu ziehen. Achttägige Aufkündung dieses bis Weihnachten des gleichen Jahres gegebenen Stillstandes wird verheißen. Abgedruckt im GeschichtSfrcuud XV. 110., Kopp, Geschichte, X. Buch, S. 136 uud Beilage 12 ebenda auf Seite -156. Solothurner Wochenblatt 1326, S. 273. — Vgl. Stettler, Negcstcn von Jnterlaken Nr. 135. AI. 1515, 7. IM (cm dem Montag nach Sant VlrichS Tnlt). Archiv Uri. Graf Friedrich von Toggenbnrg, Pfleger des Landes Glarus, des obern lind des Niedern Amtes, die Landlente des obern Amtes zu Glarus, die Bürger zu Wesen und gemeine Landleute des Niedern Amtes einerseits und die Landleute von Uri und alle die „erbern lüte, die darzu hörent" anderseits, machen „an nidersten wang" (zll Ennetmarch, auf Glariler Seite des sogenannten Urnerbodcus) etilen Friedeil oder eine „liepliche stallung" ans vierzehntägige Anfkündniig, mit folgenden Bestimimingen: 1. Gegenseitige Sicherheit, 2. Ansprachen mit Geld oder Schadensersatz, Bürgschaft, Giselschaft, Pfandsatznng follen beidenthalb luiverzogenes Recht finden, woran weder Baun noch Acht irren soll. 3. Was in diesem Kriege an Leuten oder Gut durch Fangell, Verwunden, Rauben oder in anderm Wege geschehen und noch nicht vertädiget oder gerichtet ist, soll schiedrichterlich mit Minne oder Recht abgewandelt werden. Wer den bestellten Schiedrichtern und dem Obmann nicht gehorsam wird, der soll klagefällig sein. Diese „nm niedersten Wang" verabredete Uebereinknnft wurde verbrieft auf der Burg zu Windegg unter dem Siegel des Grafen und der Landleute des obern Amts, sowie der Burger von Wesen und der Landleute des Niedern Amts „an St. Jacobstag des Zwclfebotten", 25. Juli 1315, siehe unten Aschied 11. Perg. Urkunde mit anhängenden Siegeln des Grasen von Toggenbnrg und der Glariler. (si^illum eiarononLium.) Abgedruckt (von Blumcr) im Geschick)tSsreund IX. 126. Jahrbuch von Glarus II. S. 131. Nr. 37. Kopp, Geschichte, X. Buch, Beilage 13. S. 157. und S. I3i/ 137. Tschudi, I. 270. Schmid, Geschichte von Uri I. 230. AZ. München. 1515, 17. IM (xvi. iQNomi. .^AusN). Tschndi: Chronik, I. 2li!> k. König Ludwig hebt, als er die Aechtuug der drei Waldstätte vernommen, in Anbetracht ihrer unverbrüchlichen Treue gegen ihn und das heilige Reich und um Leute und Gut nicht länger Bekümmernissen und Gefahren ausgesetzt zu lassen, alle und jede unverdient wider die Landleute vor was immer für einem Richter ausgefällten Achturtheile mit kölliglicher Machtvollkommenheit auf. Vergleiche Kopp, Geschichte, X. Buch, S. ISS. 14. Windegg. 1515, 25. Juli. Archiv Uri. Verbriefung des am 7. Juli vorher zu Ennetmarch zwischen Graf Friedrich von Toggenbnrg und den. Landleuteu von Glarus einerseits und den Landleuteu von Uri nebst ihren Verbündeten anderseits abgeschlossenen Waffenstillstandes. Siehe oben Abschied 12. November 1315. IS. München. ISIS, 24. November. Archiv Schwyz. Der römische König Ludwig gibt den Landleuteu von Schwyz die Vertröstung, er werde mit der Macht der Diener, die er bereits habe und fortan werbe, sie und andere Getreue im Frühjahr aus den Händen der Feinde retten und fürder „handtlich" beschirmen. " Abgedruckt Tschudi, I. S74. b. Vgl. Kopp, Geschichte, X. Buch, S. lbiZ. Hiezu auch folgender Brief: Baden 1315. 3. November: Graf Hartmann von Kyburg verpflichtet sich dem König Friedrich und dessen Brüdern mit SV Rossen zu dienen „diewil der krieg wäret, der erhoben vnd vfgestandcn ist vmb das römisch rich gegen Herzog Ludwig von Beiern, der sich da nemt künig vnd.gegen alle sine Helfer vnd mit namen gegen Swiz vnd alle Waltstätten mit vnsern lüten ze roß vnd ze fuß". — Kopp, Geschichte IV. 2., Beilage 10. RK. Brunnen. ISIS, 9. December (an dem nechsten Cistag nach sant Melaus tag). Archiv Schwyz. Ewiger Bund der Landleute von llri, Schwyz und Unterwalden. (Beilage 5.) In den Archiven von Obwalden und Nidwalden finden sich gleichlautende, ebenfalls besiegelte Bundcsurkunden „geben ze Vre" mit dem Jahrcsdatum 1316 ohne Monat und Tag. Im Archiv Nidwalden liegen sogar zwei solcher Originalurkunden mit den anhängenden Siegeln aller drei Länder, regestenweise abgedruckt im Geschichtsfreund XX. S. 214. Siehe darüber Kopp, Geschichte, X. Buch, S. 152 ff. Anmerkung 4. 17. ISIS, (ohne Datum ). Der Gegenkönig Friedrich erklärt die Rechte seines Hauses in den Waldstättcn wiederhergestellt. Die Urkunde, welche sich unter denjenigen Briefen der Beste Baden befand, die nach der Einnahme Badens von den Eidgenossen vernichtet wurden (vergleiche Kopp, Geschichte, Buch X., Seite 132, Anmerkung 1), ist nicht niehr vorhanden. Sie mag in Beziehung gestanden sein mit der von König Heinrich VII. über die Rechte der Herzoge angehobenen Untersuchung, siehe die Urkunden vom 15. Juni 1311 bei Kopp, Urkundsnbuch II. Seite 186, und 25. Juli 1312 bei Kop p, Geschichtsblättcr, I., Seite 175. Vgl. Kopp, Geschichte, Band IV. 2, Seite 251 und oben Abschied 4, Anmerkung. RS. Iii odsillioiKZ oppiäi II (U'1 'ilI (ZI1. ISIS, 26. Marz (7"" Xalanä. Uxrilis). Archiv Schwyz. König Ludwig erklärt nach dem Rath und Spruch der Fürsten und anderer Reichsgetreuen, die er zu sich nach Nürnberg berufen, alle Höfe, Rechte und Güter der Herzoge, von Oesterreich und anderer Reichsfeinde in den Ländern Uri, Schwyz und Unterwalden und angränzcnden Orten dem Reiche verwirkt und heimgefallen, so daß dieselben fortan keinen andern Herrn als König und Reich anzuerkennen haben. Abgedruckt bei Tschudi, 1. 277 b, mit unrichtigem Datum 23. März. Vgl. Kopp, Geschichte, X. Auch, S. in-t. 8 März 131k. IN. Iii odsiäicuuz HsrMon. II II», 29. März. Archive Schwyz, Obwalden. König Ludwig bestätigt den drei Ländern Uri, Schwyz und Unterwalden, jedem durch besondern Brief, die von den frühem römischen Kaisern und Königen ihnen ertheilten Freiheiten. Abgedruckt bei Wartmann im Archiv der schweiz. gcschichtsorschcndcn Gesellschaft, XIII, lbs. Vergleiche dazu Wartmann's scharfsinnige Bemerkungen über diese Urkunden a. a. O., S. 153 sf. TV I.^Il!, 6. April (an dem ncchsten Zistag nach dem Balmtag). Archiv Schwyz. Die Landleute von Schwyz vergleichen sich mit Frau Gertrud, der Wittwe Hartmann Meiers sel. von Windegg, ihrem Sohne Hartmann und ihrem rechten Vogte Ulrich von Montfort um den Schaden, den sie bei der Belagerung der Schlösser Windegg und Neichenburg gethan und ihrerseits erlitten haben, dieser wird aufgehoben; was seither geschehen, dessen Ersatz soll schiedsrichterlich bestimmt werden, ebenso der Ersatz dessen, was allfällig nach Ausstellung dieses Stihnebriefs beschädigt würde. Durch einen Nachtrag in der Urkunde wird erklärt, daß auch Uri und Unterwalden in dieser Sühne und diesem Frieden mit Schwyz inbegriffen sein sollen. Abgedruckt bei Kopp, Geschichte der eidgenössischen Bunde, X.Buch, Beilage 22, Seite 463, (vgl. ebenda Seite 211). Blumer im Geschichtsfreund IX. 429 mit dein unrichtigen Datum 15. Juni, berichtigt im Jahrbuch von GlaruS, II. Seite 139. Nr. 38, Tschudi, I. 230 Ii, wo statt „Palmtag" unrichtig „Ablafttag" (12. April) steht. St Wesen. I5»II>, 15. Mai (an dem ncchsten Samstag vor vnsereZ Herrn Vsfart). Archiv Schwyz. Die Landleute des uiedem Amts von Wesen und Glarus machen mit denen von Schwyz einen Austandfrieden bis St. Martinstag des gleichen Jahres, der jedoch nur außerhalb ihrer Landmarch gelten soll. Wenn jemand von Schwyz in dem Niedern Amte zu Glaris Ansprachen um rechte Schuld hat, so mag er dahin einen Voten senden, der Frieden haben soll, um die Ansprache mit Gericht oder ohne Gericht geltend zu machen. Ueber bestrittene Schulden soll man auf Mörlenbrück ziehen und da die Sache ausrichten, mit Sicherheit Leibes und Guts für hin und zurück und für den Aufenthalt daselbst. Außerhalb der Landmarch sollen die von Schwyz von denen ans dem Niedern Amt Glarus Friede haben; würden da ihrer welche gefangen oder beschädigt, so soll man sie freilassen und ihnen den Schaden vergüten. Abgeknickt Geschichtsfreund, IX. 113, vgl. Tschudi, I. 230. Jahrbuch von GlaruS, II. S. 141, Nr. 39. SS Schwhz. 1517, 16. August (Ml dem Zinstag nach Vilser Frauen Dnlt in der Erndtcn). Tschudi: Chronik I. 282 I». Gänzliche Beilegung des Streites zwischen der Herrschaft Windegg und deren Leuten einerseits und denen von Schwyz und ihren Eidgenossen von Uri und Unterwalden anderseits. Die Urkunde ist im Archiv Schwyz nicht mehr vorhanden. Vgl. Kopp, Geschichte, X. Buch, S. Sil, Anmerkung a. November 1317. <.» LS. 1517, 5. November (Samstag »ach Allerheiligen). Tsehildi: Chronik I. 28!t a. Tagansetznng auf deu 15. November zwischen deit drei Länder» Uri, Schwyz nnd Unterivalden einerseits und der Stadt Thun anderseits mit gegenseitiger Sicherung Leibes und Gutes. Der Tag wird angesetzt nach „ Schmalenpfad" auf dein Brüuig. — Vgl. Kopp, Geschichte, X. Buch, S. SIS. L4. Auf Brüningen. 1517, 15. November (St. Othmarsabend). Archiv Schwvz. Archiv Uri. Stadtarchiv Thun. Amtleute und Landlcnte von Uri, Schwyz med Unterivalden geben in abgesondertes Briefen auf vicr- zehntägige Vorabsage der Stadt und den Burgern von Thun, den innern und den äußern, auch allen, die dort und auf der Bürger Gütern sitzen, einen guten, getreuen Frieden, so daß sie mit Leib und Gut ohne Gefährde zn und von denen von Uri, Schwyz und Unterivalden fahren mögen. Würde dieser Friede an ihnen in dem Lande oder in den Gerichten von Uri w. gebrochen, so wollen die Urner (Schwyzer, Unterwaldener) darum Ersatz leisten, würde er durch Urner zc. außer ihrem Gebiete an denen von Thun verletzt, so wollen sie den Thäter, wenn er wieder zu Lande kommt, zum Schadenersatz anhalten, oder wenn er dazu zu arm wäre, ihn so behüten, daß er, so lange der Friede wahrt, jenen keinen Schaden mehr thun könne. Ob in letzterin Falle das Land Uri (schwyz, Unterivalden) den Schadenersatz thun wolle oder nicht, soll ihnen freistehen. Abgedruckt nach dem Urnerbrief im Colothurncr Wochenblatt, 1830. S. 013. Gleiche Briefe von Schwyz an Thun und von Thun an Uri und Schwyz sind in den Archiven von Schwyz und Thun und Uri, abgedruckt bei Tschudi I. 283. Nubin, Handfeste von Thun, S. 175. Derjenige von und für Unterivalden fehlt. Vgl. Kopp, Geschichte, X. Buch, S. 213, Anmerkung I. LS. 1518, 19. Juli (an der Mittwuchcn vor fant Jacobstage). Staatsarchiv Lncer»». Erster Waffenstillstand der Landleute in den Waldstätten Uri, Schwyz und Unterivalden mit den Pflegern und Amtleuten der Herzoge von Oesterreich bis nnd mit 31. Mai 1319. (Beilage 1.) In dem durch diesen Waffenstillstand vorläufig beendeten Morgartenkricg waren auch die Grafen Hartmann und Eberhard von Kyburg Herzog Leopolds Verbündete. 1318, 8. April (Samstag nach S. Ambrosius.) Die Grafen Hartmann und Eberhard von Kyburg geloben, dem Herzog Leopold von Oesterreich mit aller ihrer Macht beizustehen gegen die von Schwyz, so lang dieselben sich nicht mit 'hm gerichtet hätten. Sie versprechen, denen von Schwyz allen Kauf abzuschlagen und auch ihren Amtmann zu ^uterlakcn in Eid zu nehmen, daß er den Schwyzern und ihren Helfern keine Speise zukommen lassen werde. — Urkunde im Archiv Schwyz, abgedruckt bei Tschudi, t. 284, Kopp, Geschichte, IV. 2. Beilage 31. — Vergleiche oben Abschied 15, Anmerkung. 2 10 Juli 1318. 4348, 30. Juli (Sonntag nach Jacobi). Archiv Obwalden. Die Landleute des oberu Amtes zu Glarns und des uiedem Amtes z>l Wesen geloben den Waffenstillstand zwischen den Pflegern und Amtleuten des Herzogs von Oesterreich und den drei Waldstätten zu halten. (Beilage i!.) T7 4348, 22. August (Zinstag nach u. F. Tag ze Mitteln Ougsten). Archiv Schwyz» Richtung des Grafen Werner von Homberg mit den Landlenten von Schwyz. Aller Schaden, der dem Grasen und den Seinigen bisher geschehen, wird gütlich abgelassen. Um Geldschuld nimmt man gegenseitig Recht vor dem Richter des Angesprochenen. Die Straßen über Wege, Grosse, Haken und Einsiedeln hin mögen die Landlente frei fahren, über Altenmatt erhalten sie jeweilen Geleit von des Grafen Amtleuten. Die „Herster, die man nennt Schifenegg", geht diese Nichrnng nichts an, wohl aber sind sie im Frieden Herzog Leopolds mit denen von Schwyz. Das Geleitc währt nicht länger als dieser Friede, die Richtung um den Schaden soll stet bleiben. Würde von des Grafen Leuten einer, der den Schwyzern Schaden thäte, flüchtig oder ungehorsam, so daß der Graf oder seine Amtleute nicht richten könnten, so mögen die von Schwyz richten nach ihrem Willen. Abgedruckt im GeschichtSfreund XXII. S. 273. Tschubi, I. 237. Ii. Vgl. Horxott III. KU., Kopp, Geschichte, X. Buch, S. 231. Noch in diesem Jahre schloß Johann von Thurn, Herr zu Gestein im Wallis, mit Herzog Leopold einen Dienstvertrag gegen die Waldstätte: (Vor Solothurn.) 1318,34. September (Sonntag vor S. Michael). Johannes von Thurn, Herr zu Gesteln im Wallis, verspricht eidlich, dem Herzog Leopold von Oesterreich, und seinen Briidern mit 3000 Mann gegen die Waldstätte zu helfen auf Mahnung seiner Amtleute, auch in dem Fall, wo Herzog Leopold die Waldstättc anderswo als aus seinem (Thurn's) Lande angreifen wollte, so lange der Krieg, in welchem Oesterreich mit den Waldstätten steht, nicht versöhnt ist. Ebenso verpflichtet er sich auf vier Jahre mit zehn Helmen und allem seinen Volk diesseits des Gebirges zur Hülfe gegen Bern, doch vorbehalten, daß er seinem Schwager von Weißenburg und dessen Kindern ihr Gut schirmen helfe. — Urkunde im Archiv Uri, abgedruckt bei Kopp, Urkundenbuch I. Nr. 66. Vgl. Kopp, Geschichte, X. Buch, S. 233. T8. 4349, 21. Mai (an dem nechstcn Montage vor St. UrbanStag). Staatsarchiv Lucern. Erste Verlängerung des Waffenstillstandes init den österreichischen Pflegern und Amtleuten durch die Waldstätte bis und mit 14. Juni 1319. (Beilage 6.) SS. 4349, 15. Juni (am nechstcn Fritag vor der 10,000 Ritter Tag). Staatsarchiv Lucern. Zweite Verlängerung des Waffenstillstandes der drei Waldstättc mit Oesterreich bis und mit 4. Juli 1319. (Beilage 7.) Juni 1319. 11 3V. Stausstad. 1319, 26. Juttl (Dienstag nach St. JohanStag zcSungichien). Staatsarchiv Lnccrii. Dritte Verlängeriuig des ersteil Waffenstillstandes der Waldstätte mit Oesterreich bis und mit 25. Juli 1319. (Beilage L.) SR. 1319, 3. Itlli (an St. Ulrichs Abend). Staatsarchiv Luccr». Archiv «bwaldcll. Zweiter Waffenstillstand der Landleute in den Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden mit den Pflegern und Amtleuten der Herzage van Oesterreich bis und mit 24. Juni 1320; nach diesem Tage mögen die Herzoge oder ihr Pfleger zu Rothenburg und mögen die drei Waldstätte den Frieden absagen, doch soll derselbe nach dem Absagen nach vier Wochen fortdauern. (Beilage 9.) L. Gegenbrief der Herzoglichen Pfleger und Amtleute, mitbesiegelt voll bell Burgern von Lucern und Zug. (S. die Anmerkung zu Beilage 9.) SS 1319, 9. Juli (Montag nach St. Ulrich). Staatsarchiv Liiccrii. Der Ammann und die Laudlcute zu Glarus und zu Wesen geloben den obigen Waffenstillstand zu halten. (Beilage t0) 33 1319, 27. August (Montag nach S. Bartholome.) v. Mohr: Ooäox cli'xloinutjeus II. 258, Nr. 180. Landammann und Landleute von Uri geben dem Abt von Disentis und dessen Dienern und Gotteshausleuten für Leib und Gut Frieden zu ihnen, bei ihnen und von ihnen, soweit ihre Gewalt und Land- 'uark reicht, nur nicht dem, welcher Todfeindschaft auf sich hat, diesen mag man vor Gericht angreifen. Wird gegen ihn bewiesen, so soll er dennoch Frieden haben vor ihnen, ebenso wenn er seine Unschuld nicht barthut, nur mag er'sich dann vor seinem Feinde und vor den: Rechte hüten. Kein Urner soll gegen das Gotteshaus Disentis oder dessen Leute etwas mit Gewalt vornehmen, außer er habe gehörig bewiesen, daß er rechtlos gelassen worden sei und auch dam: nur nach eingeholter Erlaubniß seines Landes. Wer sein Recht nicht vor dem Richter sucht, den soll das Land zun: allfälligen Schadenersatz innert vierzehn Tagen anhalten, ist er ungehorsam, so wird er als Friedbrecher behandelt, ohne daß übrigens ein solcher Vorgang den beidseitigen Frieden überhaupt beeinträchtigen soll. ^ Das Original scheint verloren. Vgl. Kopp, Geschichte, X. Buch, S. ms, si». 12 November 1319. ST. C o u st n tt z. 1319, 17. November (Mittwoch vor St. Martinstag). Archiv Schwyz. Abt und Capitel von Eiitsiedelit verzichten atlf Geheiß ihres Vogtes, des Herzogs Leopold voll Oesterreich, ans die päpstliche Bannbulle, die sie im Jahr 1318 gegen die Waldstätte erworben habeil und wollen, daß dieselbe „ab sie". Abgedruckt Tschudi, I. S. Sgl. SS. Staus. 1329, 6. November (Donstag vor St. Martinstag). Staatsarchiv Luccr». Dritter Waffenstillstand der Landlente zu llri, Schwliz und Unterwalden mit den Pflegern und Amtleuten der Herzoge von Oesterreich bis und mit 1. September 1321 imter denselben Bedingungen über Absage des Friedens wie im Waffenstillstand vom 3. Juli 131V. (Beilage 11.) SS. Staus. 1321, 24. Ootober (Sainstag vor Simon und Judas), Staatsarchiv Liiccrn. Dieses Stillstaildes erste Verlängerung durch die Waldstätte bis und mit 15. August 1322 unter denselben Bedingungen des Absagens. (Beilage 12.) 37. Staus. 1322, 6. Oetober (Mittwoch vor DionM). Staatsarchiv Lucern. Desselben Stillstandes zweite Verlängerung durch die Waldstätte bis und mit 15. August 1323 unter den gleicheil Bedingungen des Absagens. (Beilage 15.) 38. Luugeru. 1323, Anfangs August. Tschudi: Chronik l. 2»«. ' Verabredung eines Bündnisses zwischen den drei Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden und der Stadt Bern. Der Brief, welchen Bern den drei Waldstätten am 8. August über die „kürzlich vorher" zu Lungern verabredete Verbindung gab, steht bei Tschudi l. 296, nach „titsra ob dem Wald." Im Archiv Sarnen scheint aber dieser Brief nicht mehr vorhanden zu sein (vgl. die Regelten des Archivs won Sarnen im Geschichtsfreund XX. 212 ff.) Auch im Staatsarchiv Bern findet sich der Gegenbrief der Waldstätte weder in Original noch in alter Abschrift vor. Der bernische Brief lautet, nach Tschudi, folgendermaßen: August 1323. IL „Vnsern lieben alten getrüwen Fründen, dien Lantlüten geincinlich von Urc, von Swiz vnd von Vnderwalden enbietend wir der Schultheiß, der Rat vnd die Gemeinde der Stat ze Berne früntlichen Gruß, willigen Dienst vnd alles Gut. Vnd gelobend auch dabi, wenne wir von üch von nu mittcin Ougsten hin nach einem Manot, als üwer frid stat, gemant werden, daz wir inret einem Manote nach der Manunge sullen mit briefen vnd mit andern dingen ane vsfzug volzien vnd volfüren die Eidgenössi vnd die Gebündenische in altem dein Weg vnd in der forme als üwer vnd vnser Kotten nu ze jüngst rettend vnd von einander schiebend ze Lungern. Also das Jr ouch dasselbe vnz harwider sind gebunden ze volfürcnne vnd ze volzienne ze glicher wisz, wenn Jr von vns darüber gemant werdent, in allem dem weg als davor geschriben stat. Vnd ze einem waren Vrkund dieser dinge henn wir vnser Jnsigel gehengt an disen brief, der ward gegeben an dem nechsten Montag vor Sant Laurentzen Tag, do man zalt von Gottes geburte tusent dryhundert vnd zwanzig Jar." Vergleiche v. Wattenwyl, Geschichte von Bern, II., Seite 54. — Eine ebenfalls nncorrekte Abschrift nach einem „Viindnißbuch" liegt im Archiv Nidwalden. SS 1323, 1. September (St. Bcrenatag). Tschudi: Lhroni! I. 2»«, 2!>7 u. Dreijähriges Büuduiß zivischeu Schmyz und Glarus. Kopp, Geschichte Xl. Buch S. 48. Anmerkung 4. scheint die auf keine bekannte Urkunde gestützte Angabe Tschudis über die Existenz dieses Bündnisses in Zweifel zu setzen. Urkundlich ist, daß der Waffenstillstand der Waldstätte mit Oesterreich mit dem IS. August 1323 zu Ende ging und daß am 22. September 1323 Graf Johannes von Habsbnrg dem Herzog von Oesterreich Hülfe wider die Waldstättc Schwyz und Glarus gelobte so lange der Krieg währe, den diese mit ihm haben. Urk. Baden, 1323, 22. September (St. Mauricientag.): Graf Johannes von Habsburg-Rapperswyl verpflichtet sich, dem Herzog Leopold von Oesterreich und dessen Brüdern zu dienen und zu helfen in ihrem Kriege gegen Herzog Ludwig von Bayern und ob auch dieser Krieg innert zwei Jahren gerichtet würde, zwei Jahre gegen Jedermann. „Wir haben Inen ouch sunderlich gelopt ze helfen wider die Waldstett Switz vnd Glarus, die wil der krieg weret, den si mit inen hant." Urkunde im Archiv Schwyz, abgedr. Tschudi, I., 297. Jahrbuch von GlaruS, II., S. 164. Nr. 49. Vergleiche Kopp, Geschichte, XI. Buch, S. 47. Anmerkung 1. 2. 4«. Bezgenriet). 1323, 7. Oetober (Freitag nach S.Leodegar). Archiv ttbwaldcn. Unterwalden, Schwyz und Uli huldigen ihrem Landvogt, dem Grafeil Johannes, Herrn zn Valengin, an des Königs Lndivig Statt zn des Reiches Händen. (Beilage 14.) 41 Frankfurt. 132^, 4. Mai (n>s n-m-m blaü, ro^nt annox.) Archiv Tchwnz. König Ludwig schreibt an die von Schwyz: Sein Waffenstillstand mit Herzog Leopold von Oesterreich gehe zu Ende; sie sollen ihren Zuzug bereit halten; in einen Frieden mit dem Herzog werde er sie einschließen. Briefe, die er ans Andringeil Anderer zu ihren Ungunsten erlassen habe, werde er bei seiner Herkunft nach chlcm Wunsche abändern. Abgedruckt bei Kopp, Urluudcnbuch I. S. wo. Gc schichtsfreund XI. KS. Aehnliche Briefe ergingen wahrscheinlich auch an Uri und Unterwalden. Mai 1324. 4T Frankfurt. 4524, 5. Mai. Archiv Uri. König Ludwig erklärt alle Höfe, Rechte und Güter der Herzoge von Oesterreich und anderer Neichs- feinde in den Thälern von Schwyz, Uri und Nnterwaldcn, weil jene in das Verbrechen beleidigter Majestät gefallen seien und darin verharren, dem Reiche anheimgefallen, von welche»! sie niemals wieder entäußert werden sollen. Die den gedachten Herzogen in diesen Thälern augehörigen Leute sollen fortan niemanden anders als dem Reiche, an welches sie anmit gefreit werden, ihre Pflichten leisten, und kein Einwohner dieser Thäler in Zukunft den Herzogen oder ihren Amtleuten, sondern allein den königlichen Richtern zu Recht stehen. Lateinische Urkunde mit anhängendem königlichen Siegel, abgedruckt im Geschichtsfreund XX. S. 313 Tschudi I. 300. Vgl. Kopp, Geschichte, XI. Buch, S. 146. Dagegen gibt am 27. Juli 1324 in var sur Carl IV., König von Frankreich, dem Herzog von Oesterreich die Zusage, ihn in dem Besitz der Landschaften Schwyz und Nnterwalden zu handhaben, wenn er römischer König werde, und ihm die dem Reiche anHeim gefallenen Lehen des Brudermörders Eberhard von Kyburg zu leihen. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1826, S. 204. Kopp, Geschichte, V. Bd., S. 461, Beil. 6. 4Z. Como. 4 527, 1. Mai (Ilalonäig Naii). Archiv Schwyz. Der römische König Ludwig bekräftigt bei Anlaß des Romzugs den drei Ländern Uri, Schwyz und Unterwalden die von ihm und seinen Vorfahren, römischen Königen und Kaisern, erhaltenen Freiheiten und Rechte, und gibt ihnen die Zusage, dieselben auch dann zu bestätigen, wenn er die Kaiserwürde erlangt haben werde. Lateinische Urkunde mit anhängendem MajestätSsiegcl, abgedruckt in Uebersehung bei Tschudi I. sos. Zoo. 44. 4527, 5. Juni (Frytag in der Psingstwuchm). Staatsarchiv Zürich. Die Landleute gemeinlich von Uri, Schwyz und Unterwalden verbinden sich eidlich den beiden Städten Zürich und Bern, das Bündniß, welches diese Städte mit den Städten Mainz, Worms, Speier, Straßburg, Basel, Freiburg i. V., Coustanz, Lindau, Ueberlingen und mit Graf Eberhard von Kyburg bis St. Gcorgstag nächsthin und darnach ein ganzes Jahr gemacht haben, zu ihren und weiter Beitretender Händen, auch ihrerseits zu halten, doch mit Vorbehalt einer monatlichen Absage des Friedens, in welchem sie mit den Herzogen von Oesterreich stehen. Wenn sie von einer der Städte auf deren eidliche Erkanntniß, daß sie wider Recht geschädigt sei, gemahnt werden, jenen Frieden zu künden, so werden sie es thuu, und nach Abfluß des vorbehaltenen Monats zum Krieg beholfeu sein. (Beilage 4L.) Siehe das angerufene Bündniß der Städte Zürich und Bern mit den Reichsstädten unten im Anhang der Negesten, 1327, 20. Mai. September 1327. 15 4S. 4527, 1. September. Staatsarchiv Bern. Die Amtleute und Laudleute von Schwyz, Uri und Unterivaldeu macheu mit dem Grafen Eberhard von Kyburg Bündniß und Dienstvertrag ans sechszehn Jahre. (Beilage ttZ.) Vergleiche Kopp, Geschichte, XI, Buch, S, ZS7, SSS. 4«. Pisa. 4528, 18. October (des nächsten Ertags nach S. Gull). Archiv Schwyz. Ludwig, als römischer ,Kaiser, bestätigt die Freiheiten und Rechte der Länder Uri, Schwyz und Unter- walden, die sie von ihm und seinen Vorfahren am Reiche hergebracht haben. Vgl, Tschudi, I, sos„ wo unrichtig statt Ertag Freitag steht, Kopp, Geschichte, XI, Buch, S, L86. 47. Zürich. 4529, 14. Januar (mornendeß nach S.Hilarientag). Archiv Qbwaldcn. Stadtarchiv St. Gallen. Staatsarchiv Bern. Bischof Rudolf von Eonstanz, Graf Ulrich von Montfort zn Feldkirch, Graf Eberhard von Kyburg, Landgraf in Burgund, Räthe und Burger zu Constanz, Zürich, Bern, Lindau, Ueberlingen, St. Gallen und Ravensburg und Landammänner und Landleute zn Uri, Schwyz und Unterwalden verlängern ihr noch bestehendes Bündniß auf die nächsten drei Jahre vom nächsten St. Georgstag (23. April) an, uach Inhalt der Briefe, welche die Städte jüngst einander dieser Verlängerung wegen gegeben hatten. (Beilage 17.) Vgl. Kopp, Geschichte, XI. Buch, S. 4SI. Bischer, Regesten zur Geschichte der schwäbische» Städtebünde, S, 116. 48. Pavia. 4529, 24. Jmil (St. JohamiStckg ze Sullgichten). Archiv Uri. Der römische Kaiser Ludwig erklärt, daß er nicht wolle, daß seine oder des Reiches Vögte über das Land der Waldstätte Schwyz, Uri und Unterwalden, weder jetzt noch in Zukunft die Leute dieser Länder an Leib oder Gut weiter drängen, als ein Reichsvogt thnn soll und bisher Gewohnheit war; man soll sie bei allen Rechten, Freiheiten und guten Gewohnheiten, welche sie von römischen Kaisern und Königen hergebracht, ganz und gar bleiben lasten. Das Sirgel fehlt. Abgedruckt im GeschichtssreUNd V. S, SW. Siehe auch Tschudi I, S. ZI4, Kopp, Geschichte, XI. Buch, S. sss. October 1329. 4S. Pavia. IS29, 1. Octoüer (Sonntag nach Michaelis). Archiv llri. Der römische Kaiser Ludwig befiehlt den Landammänuern und Laudlcuteu zu Schwyz, Uri und Unter- walden, seiilem Marschall Winant dem Bock dm Zoll zu Miele», dm er ihn: um 1000 Mark versetzt habe, nachdem derselbe durch unbeerbtes Absterben oder Missethat des Grafen Werner von Hohenberg dem Reiche zurückgefallen, einzuantworten. Weil» die drei Länder mit Jemandem einen Frieden Hütten, der, wie sie glaubten, sie hinderte, diesen: Gebot nachzukommen, so sollen sie sich dadurch nicht beirren lassei:, dein: sie dürfen kein Gelübde noch einen Frieden machen, wodurch den: Reiche Schaden entstünde oder kaiserliche Verfügung gehindert würde. Wein: wegen Vollziehung dieses Befehls sie jemand ansprechen wollte, so werde er, der Kaiser, ihnen beholfm sein. Pergamentene Urkunde mit angehängtem kaiserlichen Siegel. Abgedruckt bei Kopp, Urkundenbuch I. Nr. 72. Geschichtsfreund V. S. 252. Vgl. Kopp, Geschichte, XI. Buch, S. 386. su Eomo. ISSI, 12. August (üis Inns, cluoüsoimo Mensis ^u^cisti). Tlinlladc Urscr». jiirchcnlnde Tpiri»>,e». ti. Manching Rnsca (oivitatis öt ckistricckrw duinsusis Aöuczralis vioarins öt ckökduMr) und Johannes voi: Allinghausen, Landammann von Uri, vergleiche:: und befrieden die Kriege und Streitigkeiten zwischen dm Thallmtm von Ursern und ihren Befreundeten, denen voi: Uri, Schwyz, Unterwaldei: und Zürich einerseits und denen voi: Livinen und Domodossula anderseits unter folgende:: Bedingungen: 1. Beide Theile mit Ausnahme von sechsundzwanzig namentlich bezeichneten Personen dürfen sicher und ungehindert mit Leib und Gut die Straße über den St. Gotthard gebrauchen. 2. Beide Theile sollen die Straßen, Wege und Stege dermaßen unterhalten, daß die Kaufmannsgüter, ohne Schaden zu nehmen, transportirt werden können. 3. Kein Theil ist verbunden, die Waarei: weiter zu fertige:: als bis zun: Hospiz zu St. Gotthardskirche. 4. Bestimmungen über die Gerichtsbarkeit bei Fällen voi: Mord und Raub sowohl, als voi: Ver- wundungm. 5. Die Urfehden der Gefangenen werden aufgehoben. 6. Grenzbestimmung zwischen Ursern und Livinen, Anerkennung gegenseitiger Weiderechte. Uebrigens soll der Bestand von 1315 bleiben. 7. Strafandrohung voi: 6000 Goldguldm für Verletzung dieses Friedensvertrags. ?». Franchino Nusca, dessen Bruder Gregor, und beide auch für ihren Bruder Simon Rnsca verschreibe,: sich uotarialisch gegen Johannes von Attinghausen, Landammann von Uri, zu Händen der Urner und aller ihrer Verbündeten, daß, wenn die von Livinen oder ihre Anhänger und Helfer die Bedingungen dieses Friedens nicht einhalten oder selbe verletze,: würden, so daß der Friede gebrochen würde, alsdann sie, die drei Brüder Nusca und ihre Freunde dm Genannten voi: Uri :c. aus allen ihren Kräften mit Leib und Gut gegen die von Livinen beholfm sein wollen. Zu n. Als Regest abgedruckt nach der deutschen Uebersctzung der in der Thallade zu Ursern liegenden Urkunde im GeschichtSfreuud VIII. 122. Zu Ii. T schud i I. 319. gibt diese Versicherungsurkunde lateinisch und deutsch. August 133g. 17 5 t Sarneil. 4552, 22. August (Samstag nach Mitte Ougsten). Staatsarchiv Bern. Rudolf vou Oedisried, Landammann, uud die Laudleute vou llnterivaldeil, iusbesoudere auch die von Lungern, geben dein Kloster Jnterlaken uud dessen Gotteshausleuten Frieden und Sicherheit wegen einer ^chadensersatzansprache derer von Lungern an des Gotteshauses Leute. Wenu die von Bern behufs Richtung dieser Anstände zu der Sache reiten müssen, so sollen die Herren des Gotteshauses innert sechs Wochen zu Tagen kommen; inzwischen sollen die Unterivaldner auch vor ihren Leuten Sicherheit haben. Abgedruckt im GcschichtSfreund, XV. m. Solothurncr Wochenblatt, 4628, p. 255. Vergleiche St eitler, Regesten von Jnterlaken, Nr. 258. 5S Lucern. 4552, 7. November (Samstag vor St.Martwstag). Archive Gcrsau und Ridwaldc». Ewiger Bund zwischen dem Schultheißen, dem Rath und den Burgern der Stadt Lncern und den Landleuten von llri, Schweiz und Unterwalden. (Beilage iL.) Hiczu folgende Notiz aus dem k. k. Hof- und Staatsarchiv Wien: „Die alle, Switz, Ure, Vnderwalden, Ziirch haben fovil zugericht und zu wegen bracht, daz sich Lutzern vnd Zug, die der Herrschaft och ganz aygen gewesen sein, zu inen getan vnd verbunden haben, darumb dann der punt vorhanden ist, der hernach volget: (Nun folgt der Zugcr- bnnd, (siehe unten). Ain Rande steht von Kaiser Friedrichs Hand: „Anno N.LLO.XXXI» verbunden si stich och zusammen am ersten" (damit muß der Lucernerbund von 1332 gemeint sein) vnd aber darnach ward diser (Zuger-) punt gemacht, in demselben punt ersten waren die von Zürich nit." Sitzungsberichte der k. k. Akademie der Wissenschaften in Wien, Jahrgang 4849, Band I., Seite 459. 5S. Buden. 4555, 20. Juli (Zinstag vor St. Maria Magdalena). Staatsarchiv Zürich. Fünfjähriges Laudfriodcusbüuduiß (bis 11. November 1338) zwischen den Amtleuten uud Städten der Herzoge von Oesterreich im Argau, Thurgau, Suntgan, Breisgau uud Elsaß, (vou Städten werden genannt Meiburg im Üchsland, Frei bürg im Breisgau, Breisach, Ensisheim, Nheiufeldeu, Seckingeu, Waldshut, Schaffhauseu, Fraueufeld, Wiuterthur, Diesseuhofeu, Billiugeu, Zug, Bremgarteu, Sursee, Arau, Sempach, ^Rellingen uud Zofiugeu), den Grafen von Nidau, Kpburg uud Fürstenberg uud den Reichsstädten Basel, Zürich, Coustauz, St. Gallen, Bern uud Solothuru. Die Bundesgenossen verpflichten sich, innert angegebenen Grenzen den öffentlichen Frieden zu handhaben, gewährleisten sich ihre Rechte und Besitzstände gegen widerrechtliche Störungen, interveniren bei Streitigkeiten zwischen Bundesgliedern und auch bei Parteiungen ü> den Städten selbst. Das Recht der Mahnung haben die Näthe der Städte, in den Landschaften die sieben chfleger des LandeSsriedens. Oesterreich hat das Recht in seinem Gebiete gesessene Herren, die Städte bei 3 18 Juli 1333. ihnen eingebürgerte Herren in den Bund aufzunehmen. Basel behält sich vor, am 11. Nov. 1334 ans dem Bündniß wieder auszutreten. Abgedruckt Tschudi, I. 320. Jahrbuch von GlaruS, II. Seite 180, Nr. 57. Vergleiche von Watte nmyl, Geschichte von Bern, II. 74. Bischer, Negesten, Seite 118, Nr. 13. Nach Tschudi I. 332 bestätigen die Herzoge Albrecht und Otto von Oesterreich den auf ihr Gebot durch ihre Vögte und Amtleute abgeschlossenen Bund durch einen besondern Brief von demselben Tag und Orte. S4 1553, 30. September (Doilstag nach St. Michaelstag). Staatsarchiv Bern. Landammann und Landleute von Ilnterwalden erklären, daß sie mit dein Gotteshaus Jnterlaken um allen Schadeil, den ihnen des Gotteshauses Leute in dem Krieg der Herzoge von Oesterreich oder seither irgendwie zugefügt, völlig verrichtet und befriedigt seien und darum 300 Pfund „gemeiner ze Hasle" empfangen haben. Sollte jemand ans Ilnterwalden wider den Willen der Obrigkeit und Gemeinde das Kloster oder dessen Leute beschädigen, so soll nicht Gegenrecht geübt, sondern der Schuldige zu Strafe und Schadensersatz verzeigt werden. Wollte hierin Säumniß oder Nachläßigkeit gebraucht werden, so soll man auf dem Brünig bei dem „Wighaus,, ans Mahnung des Gotteshauses zu schiedsrichterlichein Austrag kommen. Abgedruckt im GeschichtSfrcund, XV. Seite IIS. Vergleiche Stettler, Regcsten von Jnterlalen, Nr. SW. SS. Lucern. 20. Februar (am nechsten Frontag noch der alten Vasnacht). Archiv Schwyz. Schwyz und Ilnterwalden versprechen sich gegenseitig Beistand für den Fall, daß jemand von ihren Landleuten die von ihnen mit dem Abt von Disentis und dem Grafen Albrecht von Werdenberg übereingekommene Richtung nicht beobachten wollte. Abgedruckt bei Kopp, Urkundenbuch I., Nr. 70. s«. Wiuterthur. 4. September (Sonntag nach Egidn). Archiv Schwyz. Verchtold Graf zu Graispach und Marstett, genannt von Riffen, Beauftragter des Kaisers Ludwig, urkundet um die Kundschaft, welche an seiner und des von Nellenburg Statt Bruder Heinrich von Sipplingen und Johannes Trnchseß von Waldburg im Namen des Kaisers, Johannes der Truchseß von Diessenhofen und Johannes von Arwangen im Namen der Herzoge von Oesterreich in den Waldstätten bezüglich der Gülten und Rechte der Herzoge von Oesterreich daselbst aufgenommen haben und verheißt, daß Kaiser Ludwig den Herzogen darüber seinen Brief geben werde. « ° Abgedruckt Tschudi. I. SZ<. d. 5 Januar 1335. 19 57. CoMV. tSSZ, 39. Januar (<1io Inno ponultirNailairuarii). Tschudl; Chronil I. 38«, »ach Archiv Uri. Franchiiiils Nusconus, Generalcapitän und Herr zil Como, Beccarius de Beccariis, Podestat daselbst und die Depntirten des Geineinderathes von Conio erklären, daß kein Kaufmann, noch ein Anderer aus den Urteil Lucern, Uri, Ursern, Unterwalden und Schivpz den Zoll, welcher genannt wird poclngiunr ooiuitis Vvruovorisis uud der in Como und Bellinzona bezogen wird, zn geben habe, doch so, daß dieses aus besonderer Gnade den Vorgenannten gegebene Privilegium nicht mißbraucht werde, nämlich daß Kausleute und Andere aus den genannten Orten nicht Waaren führen, welche andern Personen oder Orten angehören, die diese Zollbefreiung nicht genießen. . ^ Original .qu». »ich. >»°hr »°rh°»d°»,» ,u». 58. tSSK, 12. u»d 16. Mai. Stadtarchiv Luccrii. Schultheiß, Rath- und Gemeinde der Stadt Lucern einerseits, Bischof Niclans von Constanz, der Hauptmann, und die Amtleute der Herzoge von Oesterreich anderseits setzen die Streitigkeiten zwischen der Stadt Lucern und der Herrschaft Oesterreich auf den Entscheid von neun Schicdrichtern, ihrer aller oder der Mehrheit unter ihnen. Die Schiedleute waren: Niclans zen Kinden, Conrad von Bernfels, beide Ritter, und Werner znr Sonne, Bürger zu Basel, Philipp von Kien und Johann von Bubenberg, Ritter, und Werner Münzer von Bern, Heinrich Schupfer, Johannes Futzschin und Heinrich Bilgrin von Zürich. Wenn etiler d^' neun abgeht, so soll der Rath der Stadt, der er angehört, einen andern an seine Stelle setzen. Anlaßbrief Lucerns äcl. 1336 am nächsten Frontag vor Pfingsten. Als Streitpunkte werdeil be- Mhnct: die neue Münze, Todtschläge, Verwundungen, Raub, Brand und dergleichen, die Verschrciung von vier Burgern vo» Lucern, Johnnnes Bokli, Johann von Malters, Hermann von Meggen, Werner des Ain- wanns von Rothenburg. Das Compromiß enthält den Vorbehalt: „Also das wir harunder von keiner friheit Vilser Statt gescheiden werden, als wir von alter vnd guter gewonheit har komen sin an alle geuerde." 9. Der Anlaßbrief der österreichischen Amtleute, — mit dem Bischof als österreichischen: Hauptmann in Schwaben und Elsaß geloben auch Hartmann von Nuoda, Vogt im Argau, und Ulrich voi: Namschwag, Hauptmann zu Rothenburg—, clä. Rothenburg 1336, au dem nächsten Dunrstage vor Pfingsten, behält nach Vkzeichnung der gleichen Streitpunkte vor: „Also das vnser vorgenannten Herreu die Hertzogeu von Oesterrich, ^ur vnd ander ir Amptlüte harunder von keiner friheit noch rechtunge gescheiden werden, als vnser Herren, wir vnd ander ir Amptlüte von alter vnd guter gewonheit har komen sii: an alle geuerde." Beide Briefe sind abgedruckt bei Kopp, Urkundenbuch I., Nr. 76, 79. SS. ^ueern. 4SS6, 18. Juni (an dem ncchstcn Cistage vor S. Johanns tag des Topffers zc Sungichtcn). Stadtarchiv Liiccr». Archiv «bwaldc». Die neun in: Anlnßbrief vom 12. Mai genannten Schiedrichter voi: Bern, Basel und Zürich — an ^ Stelle der dort genannten drei Zürcher erscheinen drei andere, Johannes der Mülner, Heinrich der Biber, 20 Juni 1336. beide Ritter, und Johannes Krieg — sprechen in Sachen der zwischen den Herzogen von Oesterreich und der Stadt Lucern waltenden Zerwürfnisse. (Beilage 19. ^..) L. Dieselben neun Schiedrichter machen zwischen den Herzogen von Oesterreich und den Landleuten in den Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden einen Frieden bis 25. Dccember 1338 und wenn derselbe nach dieser Frist abgesagt würde, noch vier Wochen nach der Absage. Ihn zu halten gelobt Bischof Niclaus von Constauz, der Herzoge Hauptmann in Schwabeil und Elsaß. (Beilage 19. 11.) Der Fricdebrief selbst findet sich nicht vor. Vergleiche Kopp, Urknndcnbuch I. 170, 180. «tt. 4557, 6. Februar. Staatönrchi» Luccrn. Rudolf Brun, Bürgermeister, der Rath, die Zunftmeister und die Bürger gemeinlich von Zürich und der Schultheiß, der Rath und die Bürger gemeinlich von Lucern kommen, um aller zukünftigen Mißhellung vorzubeugen überein, daß man in Zürich keinem Bürger von Lucern, in Lucern keinem Bürger von Zürich sein Gut verbieten noch verHeften soll, ausgenommen er sei rechter Gelte, Bürge oder Gisel — „vnd ist diß vmb rechte gülteschulde vnd nicht vmb ander fache, ane alle geuerde." Der Vertrag soll dauern bis zur Absage einer der contrahirenden Städte und noch vier Wochen nach der Absage. Vergleiche Segesser, Lucerner Nechtsgeschichte, II., 33. «I Nothwcil. 1557, 26. Juli (Samstag nach St. Jacobstag). Archiv Vbwaldc». Alls ein Beschwerdcschreibeu der drei Länder Uri, Schwyz und Unterwalden, antwortet Kaiser Ludwig, sie solleil ihm einen Boten zu mündlicher Darlegung ihrer Begehren senden. Das Schreiben der drei Länder fehlt, die kaiserliche Antwort lautet folgendermaßen: „Wir Ludwig, von gots genaden Römischer Keiser ze allen ziten merer des Nichs, Cnbieten den bescheiden mannen, den j Amptlüten vnd den Lantlüten ze Vre, ze Switze vnd ze Vnderwalden, vnsern vnd des Richs lieben getrüven s vnser Huld vnd alles gut. Als ir vns geschriben habt vmb den gebresten vnd arbeit, do ir anligent sin von iuern s widersachen von vn-sern vnd des Riches wegen, Sult ir wizzcn, das wir iu ze disen ziten dhein ausrichtung geben mögen, s wann ir vns nicht geschriben habent, wclherlai iur arbeit vnd gebreste sei vnd iur widersache, die ir habent vnd ob wir ^ icht darzutun solten. Vnd des enwissen wir nicht, wie wir iu iuren gebrechen abnämen. Da von raten wir iu vnd ^ heizzen iuch es ouch, das ir mit nichts lazzend, ir sendent ainen redlichen erbern man auz iu zu vns, als ir j iemer schirrest mugt, der vns alles iur leiden vnd arbeit für lege vnd vns vnderwise, was wir darzu tun s füllen, das iu iur gebreche abgenomen werde, das wollen wir dann gern tun, vnd wellen iu dar zu helfen vnd raten j als verr wir kunnen vnd mugcn. Der brief ist geben ze Rotwil des Samptztags nach Sand Jacobs Tag in dem drei vnd zwcintzi- gisten iar vnsers Richs vnd in dem zchenden des Keisertums. — Pergamentene Urlnnde mit Spur des von außen ausgedrückten Siegels. Regcstcnwcise abgedruckt im GeschichtSsrcund, XX. 2t7. December 1338. 21 «T Lauffenburg. 155«, 1. December (Zinstag nach St. Andres). Archiv Schmilz. Vergleich zwischen den Grafen Hans, Rudolf und Gottfried von Habsburg und den Landleuten von Schwyz, Uri und Unterwalden wegen der an der Kirchweihe zu Einsiedel« entstandenen Streitigkeiten und daraus erfolgten Feindseligkeiten zwischen beidseitigen Angehörigen. Urkunde unter dem Siegel des Grasen Johannes, abgedruckt im GcschichtSfrcund, V. SSt. «z. 1559, 3. Februar (morildcß nach u. F. Tage der Lichtmcsz). Staatsarchiv Liiccr». Johannes von Moos, Vogt zu Ursern, seine Verwandten und die Gemeinde des Thales Ursern Urkunden, daß sie mit den Burgern zu Lucern um alle Forderungen verrichtet seien, welche sie gemeinlich oder sonderlich an dieselben Burger oder einige unter ihnen bis zu diesen: Tage gehabt haben, so daß sie keinen Lucerner um Forderungen anders als vor seinen: Nichter anlangen werden, es wäre dem:, daß einer, der einen: Urserner Geld schuldig oder Bürge oder Gisel wäre, ii: das Thal käme; einen solchen mögen sie wohl mit Gericht und Urtheil znr Zahlung anhalten, aber nicht weiter. Auch geben sie den Lucernern iu ihren: Thale vor ledermann Sicherheit, außerhalb den: Thal aber nur vor den Thalleuten. Abgedruckt im GeschichtSfreun d, XXV. Seite 320. Schon am S1. August 1328, hatte Walther uon Moos, Thalmann zu Ursern, für sich und seine Brüder sich mit den Burgern von Lucern um die Streitigkeiten wegen Gefangennahme und Beschädigung ihres verstorbenen Vaters gerichtet und gegen t>v Pfund Pfennige sich aller daherigen Ansprachen begeben. (Urkunde im Staatsarchiv Lucern abgedruckt im Geschichts freund XXV. Seite 310.) «4 Staus. 4 559, 3. August. Staatsarchiv Bern. Die drei Länder Uri, Schwyz und Unterwalden quittircu ihre Eidgenossen von Bern für den Ersatz alles Schadens, den sie vor Laupen erlitten haben: „Allen die disen brief sehent oder hörend lesen, chunden wir die Lantlüte von Vre, Switz vnd Vnterwalden, > die mit vnsern Eitgenossen von Berne für Louppen waren, das vns die selben burger von Berne gerichet j vnd gewert hant allen den schaden, den wir da empfiengent an rossen, an Harnasch vnd andern dingen, j als es ze Berne sürschriben wart, vnd sagen sy darumb ledig an disem gegenwürtigcn briefe, s den wir besigelt haben mit unserer gemeinden Jnsigcl, der geben wart zu Staus in dem Jarc j du man zalet von Gottes geburte drüzehen hundert drissig Jar vnd darnach in dem nünden > Jare, an dem dritten tage Ougsten." — Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegeln der drei Länder. Abgedruckt So lothur ner Wochenblatt, 1820, Seite 373. Eine besondere Quittung um SSV Pfund Pfeninge, die ihnen vor Laupen verheißen wurden, findet sich noch von Uri vor, unter-dem Datum des ZV. December hernach; wahrscheinlich haben auch Schwyz und Unterwalden ähnliche ausgestellt: „Wir die Lantlüte von Vre gemeinlich tun kunt an disem gegenwärtigen brieve, Allen die in sehent oder hörent j lesen vnd veriechen osfenlich, das wir empshangen haben vnd gcwert sin elluklichen von wisen bescheidnen Lüten, vnsern s lieben fründen vnd Eidgnossen den Burgern von Berne dritthalb hundert pfunden Pfenningen, die Si j vns lobten vnd geheißen hatten vor der Etat ze Louppen, vnd sagen such für vns vnd vnscr nachkamen j die vorgenanten 22 August 1339. Bürger von Verne vnd ir nachkamen des egenanten geltes ledig und fri, gar vnd genz- ^ lich. Vnd des ze einem mcren vrkunde vnd offener vergicht han wir die vorgeschribnen Lantlüte s von Vre disen brief besigelt mit vnsers Landes Jnsigel. Der geben wart, do man zalte von Gottes j geburte drizehen hundert vnd drißig Jar, darnach in dein Nünden Jare an dem nechsten Mentage j vor den Wiennechten. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel von Uri. Abgedruckt im Solothurner Wochenblatt, 1W6, Seite LS7 mit dem unrichtigen Datum Montag nach Weihnachten. — SsZ. Diseutis. 11. November (»" St. Martinstag). Archiv Dchwyz. Friedeusschltlß und Verstäuduiß zwischen den drei Läudem Uri, Schiuyz und Uuterivaldeu einerseits, dein Abt Thüriug von Diseutis, Johann von Bellmont, Heinrich lind Siinon von Montalt, Maffei, Vogt von Palenz und allen ihren Leuten anderseits: „Allen die disen bricff sehend oder hörcnt lesen, knnden vnd thund khund an disem gegenwürtigen brieffe, gemeinlich wir Thüring, von Gottes gnaden Abt zu Disentis, Johans von Belmont, Ritter, Heinrich vnd Simon Gebrüder von Muntalt, Masfei, Vogt zu Pakens: Das wir cinmüttlich, lieblich vnd gütlich einer ganzer gutter Sune vbercinkonien sint, wir vnd alle vnser Lüte, mit dien erbern vnd bescheidenen lütten vnd Lendern von Vren, Schwitz vnd Vnder- walden vmb alle stöh vnd mißhcll, so wir je dahar mit einander« Hand gehept vntz vff disen hüttigen tag als dirre brieff geben ist. Das die gar verrichtet vnd gesünt sollen sin vnd das für dishin die selben Waldstctte vnd ir lütt vnd nachkamen vnd ir gut in vnser aller vnd jekliches gerichte vnd gebiet frid söllent han vnd schirm von vns vnd allermenklichem, so vcrr wir eS beschirmen mögen, on geuerde. Wir sollen ouch nit Verheugen, so vcrr wir es erwerren vnd erzügen mögent, das si yemand durch vnser gerichte oder gebiete angryffe noch schädigte. Wir sollen onch in ire Lender nit vff si züchen, si zu schädigen an lyb oder an gut. Wir sollen Inen ouch kouff in vnserm land geben als ivir In dann haben mögend vnd erzügen one geuerde. Bescheche ouch, das yemand frömbder der vorgenantcn Lendern deHeines oder Ir lütte oder Ir nachkommen angriffe an lyp oder an gute, heimlich oder offenlich vnd das in vnsern gerichten bescheche oder dar In gefürt wurde, wenn wir das vernemen vnd vns das khund würde gethan, nne geuerde da sollend wir den, der den schaden gethan hat, mögend wir Jnne ergriffen mit dem, so er dcnne geschädiget hat, vffent- halten vff recht, also das dem beschttdigoten sin schaden abgeleit werd, nach minne oder nach rechte. Bescheche ouch das vnser kheiner dien vorgenanten Lendern oder iren lütten, als vorgeschribcn stat, an lyp oder an gut kheinen schaden thette oder khein frömbder, der durch vnsere gericht zuge, dem zugind si nach, da füllen si in vnsern gerichten vnd gebieten guten srid, stäg vnd weg han vnd sollen wir Inen kousf geben als wir In dcnne haben mögen one geuerde, vnd sollend si vns nit änderst schädigen one geuerde: Bescheche aber das wir oder vnser kheiner darunder geschädiget wurde, da soll man den wysen oder die den schaden gethan Helten, das si den schaden ablegend inrhalb vierzechen tagen als sytt vnd zimlich ist. Demnach als man ablegen sol vmb recht gülte als hie nach geschriben stat: Sölt ouch kheiner der vnsern kheinem der vorgenannten Lendern oder irn lütten kheineswegs gellten oder ob Inen hienach geltes schuldig wurdint, da sol der da gicht, daS man Im des geltes schuldig sy oder wirdet, er oder sin erben, ob er enwere, oder Ir gewisse Kotten für den richter kommen, vnder dem der gesessen ist, der des geltes angesprochen wirt vnd sollen wir dem vnverzogen recht thun ab dem angcsprochnen on all geuerde. Düchtc aber den kleger, das Im da nit gemein recht bescheche oder widcrfaren möchte, so soll er vnd mag einen oder zwene oder mer bescheidner mannen zutz Im ncmen, die für das gericht komend vnd dunket die denne, das demselben nit gemein recht beschäch öder beschechen syg, so soll man es an gemeine statt für gemeine lütt stechen, die darumb gemalt haben ze richten nach minne oder nach rechte. Beschech aber, da vor Gott sye, das vnser kheiner der vorgenannten vnd geschribncn dingen dheins vbergicnge dheins wegs, darumb sol die Sune nit gebrochen sin, noch nie mer gebrochen werden, wan das wir gemeinlich behulffen sollend sin, das der, wer den schaden gethan hette, dem geschädigeten den schaden ablege vnd bessre nach minne oder nach rechte, wenne es geuordert wirdet. Wer ouch das yemand in den vorgeschribnen kriege hörtte oder gehört hette vnd in dirre vorgeschribnen Achtung nit wellte sin, das sollend vns die vorgenanten Lender lassen wissen hinnen ze Sant Martis tag dem nechsten. Wellt aber yemand meer in die vorgeschribne Richtung kommen, der sol vns ouch besichern vnd vertrösten in allen weg vnd mit allem recht als ouch die vorgeschribnen Lcnder. Wer aber in der November 133l>. 28 vvrgeschribnen Richtung mit wellte sin, wanne wir den oder die für Sant Marlis tag hin angryfsen oder schiidigen wellten an lyp oder gute, da sollent die vorgenannten Lender vnd Jr lütt sürdishin Inen vnberatcn vnd unbeholfen sin in allen fachen vnd sollend wir darzu kousf, frid, steg vnd weg hau. Vnd herüber zu einer steter sicherheit vnd Verzicht, so henken wir der vorgenant Thüring, von Gottes gnaden apt zu Tisscntis, Johans von Moni, Ritter, Heinrich von Muntalt für mich vNd Simon minen Bruder vnd ich Maffei, Vogt von Palens vnscr Jnsigcll an disen offnen brieff, der geben ward zu Tisentis, do man zeit von Gottes gcburt drpzechen hundert vnd darnach in dem nün vnd drißigesten Jar an Sant Martis tage." — Nach einer alten Copie auf Papier inr Archiv Schwyz. Die Urkunde ist abgedruckt bei Tschudi, I. 362. v. Nolrr, Loci, clixlorn. II. Xr, 26b, p>. 342. Der Gegenbrief der Waldstnttc, dessen Original, nach Mohr, in Dissentis nicht mehr vorhanden ist, steht bei Tschudi, I. 362 , Aioür, tloil. iliplam. II. Xr. 268, p. 347 und datirt vom 23. November (an St. Andreas Abend). <56. Heiligenberg. 4559, 11. November (St, Mnrtiustag). Tschudi; Chronik, I. Z«2. Friede und Ncrstäudiüß zwischen den drei Ländern Uri, Schivffz und Nnterwalden und dem Grüsen Albrecht, bemalten, von Werdenberg, gleichlautend mit dem am gleichen Tage abgeschlossenen Friedensvertrag der drei Länder mit dem Abt von Disentis und den Herren im obern grauen Bund in Curwalen. Auch abgedruckt bei Ick oliv, Ovck. ckixlvm. II. p. 346. 6?. München. 4544, 21. Februar (an St. Matthiastag). Archiv rZbwalden. Kaiser Ludwig sendet den Grafen Eberhard von Nellenburg und den Conrad von Hohenfels an Nnterwalden (Schwyz' und Uri?) mit voller Gewalt „mit üch ze tädingcn, ze reden vnd ze enden vinb etlich fachen von unser vnd des richs wegen". Abgedruckt Tschudi, I. 367. 68. ' 4541, 13. Juni. Staatsarchive Vcr» und Freiburg. Eideserneuerung zwischen der Stadt Bern und den drei Waldstätten Uri, Schwyz und Nnterwalden. Die Urkunde fehlt, dagegen sind in den Archiven von Bern und Freiburg folgende Beibriefe, der erste in einem Bidimus vom 31. Oktober 1864, der zweite in Original, erhalten: ^ „Ich brudcr Günther von Strnsberg, thützschcs Ordens Lüpriester ze Berne, tun kunt i menglich mit discm bricf, dz ich han gesechen vnd von wort ze wort vber- j lesen einen guten, ganzen, wolbesigelten brief, der also stunt: „„Wir der schultheiß j der Rat vnd die gemeinde ze Friburg vergehen vnd tun kunt alrmcngliche ^ mit discm brief, daz wir vnsern lieben vnd getrewen eitgnossen, dem schultheißen I vnd dem Rate vnd der gemeinde von Berne erlaubet han vnd gewalt gegeben, dz j si mit dien drin Waltstetten von Vre, von Switz vnd von Vndcrwalden I ernüwern mugen den eit, den si mit enandern hant, doch also, daz der j eit, den die selben vnser lieben eitgnossen vns getan hant, sol nu vnd iemer i vor gan vnd vor sin ane alle geuerde. Gegeben vnder vnser Statte gemeinde j Jngesigel an dem drizechcnden tag Brachede, do man zalte von Gottes j geburte thuseng dreihundert vnd eins vnd vierzig Jar."" Vnd daz ze j einer gezügsamihan ich der vorgenant Lüpriester min Jngesigel gehangket j an disen brief, der gegeben wart an aller heiligen Abent, do man zalt ^ von Cristus geburt thuseng drühundeN vnd vier vnd sechhug Jar." Pergamentenes Vidimnö mit anhängendem Siegel, 24 Juni 1341. v. „Wir der Schultheiß, der Rat vnd die gemeind von Berne vergehen vnd tun kunt alrmenclichem mit disem briefe: Sid vnser lieben s vnd gctrüwen eitgnossen der schultheis, der Rat vnd die gemeinde von Friburg vns erlaubet hant vnd gemalt gegeben, daz wir i mit dien drin waltstctten von Vre, von Switze vnd von Vnderwalden ernüivern mögen den eit, den wir mit ein andern s Hein, so sprechen wir vnd erkennen offenlich mit disem briefe, daz wir die selben vnser citgenossen von Friburg vnd ir nachkamen gegen dien vorgenanten drin waltstetten von Vre, von Switze vnd von Vnderwalden Hein vorbehebt vnd jemer vorbehan sllllen vnd wellen für vns vnd für vnser nachkamen in guten trüwen ane alle geuerde. Vnd loben auch für vns vnd die j vnser, daz stette zehanne, nu vnd jemer, vnd dawider nit ze tunne noch nieman gehellen, der da wider tun wolt w. Gegeben vnder vnser Stette gemeinde Jngesigel an dem drizehenden tag in Vrachad, do man zalt von Gottcz ge- s burt thuseng drühundert vnd eins vnd viertzig Jar." — Abgedruckt im Geschichtsfreu»d, XV. IIS. 444. ltoconil cka Vribourx, Ilt. Nr. tr,o x, 04. «s. ^3^2, 4. eiastino kesti Invontionig L. (^I'ueis). Svlothurner Wochenblatt 182tt, Seite 27!). Wernher von Lenzingen, Schultheiß und die Gemeinde der Burger von Jnterlaken, der Stadt, (oppicli 1 nlerlugisttZn) bezeugen als nächste Nachbarn des Klosters, daß die Einwohner der Thäler, gemeiniglich „die Waldlnte" genannt, das Kloster an drei Orten seiner Besitzungen, zu Grindelwald, zu Habkeren ruid zu Jseltivald feindlich angefallen und mit Raub und Brand so geschädigt haben, daß, ungerechnet die Erschlagenen, nur an Gut das Kloster und seine Leute mehr als 100t) Mark Silbers dabei verloren haben. Diesen Schaden haben die Waldleute dein Kloster deßwegen zugefügt, weil zur Zeit des Herzogs Leopold von Oesterreich die Leute des Klosters mit dem damaligen Landvogt Grafen Otto von Straßberg sel. in den Kriegszug gegen die besagten Waldlcute gezogen seien. 7«. München. 45^, 16. März (Dienstag nach Mittefasten). Archiv Uri. Kaiser Ludwig meldet den Landammännern lind Gemeinden zu Uri, Schwyz und Unterwalden, daß er dem Johannes von Attinghauseil und dessen Erben den Zoll zu Mieten um 500 Mark Silbers eingesetzt habe, die er ihnen für die Dienste schulde, welche sie dem Reiche thuu sollen. Die drei Länder sollen die von Attinghausen bei diesem Zoll schirmen. Urkunde mit auf der Rückseite aufgedrücktem Siegel, abgedruckt im Geschichtöfreund I. Seite 19. Mü n ch e tt. 4 5-46, 1 3. April (Mittwoch nach Nioerioorüm). Archiv Ur!. Kaiser Ludwig gebietet den drei Waldstätteu Schwyz, Uri und Unterwalden, den Johannes von Attinghause» bei dem Zoll zu Mieten zu schirmen, nach Maßgabe des kaiserlichen Briefes, den er darüber habe. Urkunde mit a»f der Rückseite aufgedrücktem Siegel, abgedruckt im Geschichtssreund I. Seite so. Juli 1346. 25 7S In Wallis. 13^6, 28. Jnli (Freitag nach St, Jacobstag). Thalladc Urscr». Verschiedelte Edelleute illtd die Gemeiitdeu der Kirchhöreneir Visp, Naters, Morels Erneu und Munster i» Wallis machen mit Johannes von Moos, Vogt, und der Gemeinde des Thales Urseren folgendes Uebcr- einkommen: 1. In Betreff der sechs Knechte aus Wallis, welche mit noch vier andern in Nrseren wegen des von ihnen an Kaufleuten auf freier Reichsstraße begangenen Raubes gefangen waren und öffentlich geschworen habeit, dem Vogt und den Thalleuten von Urseren, den drei Waldstätten, denen von Lucern, Livinen, Curwalen und Allen, welche die Straße durch das Urseruthal mit Kaufmannschaft oder sonst brauchen, zu allen Zeiten an Leib und Gut unschädlich zu sein, soll es bei diesem Eide bleiben. Wenn jemand aus ihnen den Eid nicht hielte, so sollten die Walliser nicht rächen, was dem Eidbrüchigen widerführe. Würden solche in Wallis gefangen, so man soll über sie als schädliche Leute richten oder sie ausliefern. 2. Wenn sollst jemand aus Wallis mit Raub oder dergleichen auf jener Straße Schaden thäte, und deshalb ihm von den obgenannten von Ursern, den Waldstätten, Lucern, Livinen, Curwalen an Leib und Gut Uebles widerführe, so soll auch dieses voit den Wallisern ungerücht bleiben. Entwichen solche mit dem Raub oder sonst nach Wallis, so soll man sie verhasten und über sie richten als über schädliche Leute, und sie zur Rückerstattung anhalten oder aber zur Bestrafung ausliefern. Kämen die Schuldigen nicht nach Wallis, so soll man nichtsdestoweniger Mlf sie Acht haben und trachten, ihrer habhaft zu werden, um mit ihnen wie oben zu verfahren. Könnte man ihrer nicht habhaft werden, so soll man sie doch in dein Lande Wallis verschreien und verrufen als übelthätige Leute. 3. Wenn zwischen denen von Wallis und denen voll Ursern, den Waldstätten, Lucern, Aminen med Curwaleu offener Krieg entstünde, so soll, so lang der Krieg währt, die vorgeschriebene Ueber- mitunft nicht krafthabend sein, ausgenommen was die sechs Knechte betrifft; dieses soll immer in Kraft bleiben. Abgedruckt im GeschichtSfreund I. Seite 74. Nolir, tüocl. II. Xr. 305. 78 Aug. 134(7, 4. Apvil (an der Mittwochen in der Ostcrwoche). Staatsarchiv Lucern. Zürich und Lucern hatten mit einander „stoeze v»d missehelung", und setzten dieselben an der Herrschaft Oesterreich Räthe und Vögte. Johannes von Fraucnfeld, Ritter, Vogt zu Kiburg, Nicolaus von Schwandegg, ^ogt zu Rothenburg, und Johannes der Schultheiß voll Waldshut, Vogt zu Baden, mit des Herzogs Albrecht Kathen Graf Friedrich von Toggenbnrg, Graf Jiner von Straßberg, Bruder Peter von Stoffeln, Comntendur Hitzkirch, Egbrecht von Goldenberg, Ritter, und Markward von Ruoda, sprechen einhellig: 1. die von Zürich sollen beim Salzmaß bleiben, lind die von Lucern davon lassen und es nicht mehr führen noch haben; 2. wegen der Angriffe, welche Johannes von Hattingen, Burger zu Zürich, an Lucern gethan hat „vor dem kriege vnd dem stoze" beider Städte, soll er auf den 1. Mai über Rhein fahren, bis Schultheiß und ^ath von Lucern ihn wieder heimladen; wollten sie aber zu streng sein, so steht es an den drei Vögten oder lM einem derselben; 3. um andere Stöße, Angriffe oder Schaden soll keilte Stadt an der andern Ansprache habeit; 4. rechte Geldschuld, die ein Burger von Zürich zu Lucern zu fordern hat, und umgekehrt, soll man einander nicht vorenthalten; 5>. derselbe Johannes von Hattingen und Johannes der Hasler sollen die 4 26 April 1347. Bürger von Lucern, welche sie in Gelübde und in Gefängnis; haben, ledig lassen; 6. beide Städte, und deren Diener und Helfer, sollen einander gute Freunde sein. Ihren Anlaßbrief gaben Rudolf Brun, Burgermeister, und Rath und Burger von Zürich am 10. Februar (Samstag vor der Pfaffenvasennacht): Staatsarchiv Lucern; erst am 28 März (Mittwoche vor Ostern) Claus von Gundoldingcn, Schultheiß, und Rath und Burger von Lucern den ihrigen: Staatsarchiv Zürich, abgedruckt bei Tschudi I. 374. p., angeführt im Schweiz. Museum I. x. SV. Vergleiche auch Segesser, Nechtsgeschichte von Luccrn II. 34. 74. 454», 22. Juni. Archiv «bwaldcn. Staatsarchiv Bern. Im Beisein von Boten von Uri, Schwyz und Nidwalden abgeschlossener Vergleich zwischen Obwalden und dem Gotteshaus Jnterlaken: „Wir Wernher der probst vnd daz Capitel dez Gotzhus von Jndcrlappen, dez Ordens Sant ^ Augustins in Losen bystum, tun kunt alrmenlichem mit disem briefe, daz wir durch j frid vnd genad vnd durch gantz früntschaft für vns vnd für die vnser mit dien > fromen mannen den lantamptmann und mit dien Lantlüten gemeinlich von Vnderwalden disent j dem kernwalt vberein kamen sin einhellenklich vnd berateulich, daz der vnser enkeiner > si noch iro enheinen freuenlich angriffen noch schadigen sol, weder an lip noch an j gut, ane recht in deHein weg ane geuerde. Wa aber daz beschehe, swaz dem darvmb s bescheche und waz man darvmb dem old dien tete, die do geschadiget hettin, dar- ; vmb sol man von vns vnd dien vnsern vrfe vnd gentzlich vri vnd lidig sin ; vnd sol enkein klagde nachgan. Were och, daz der vnser ieman si oder der iren ieman > schadigete vnd der da mit hinkem vnd daz zu vns führte, dez lip vnd gut I füllen wir bi vnsern eidcn behan und beHeften vffen recht ane geuerde. Wer och daz der iro ieman, die in iren geeichten vnd gebieten gesessen weren, zu vns sürin, der ; sie schädigen wölte, swenn si vns daz verbot- schafftent, so füllen wir den von vns wisen ! vnd ime vnbehulfen sin oder er tröste dann, daz er si nit ane recht schädige, j Were aber daz solich miffehell vf vieli, daz vnser gemeinde dllchte, darvmbe man j offenlich versagen sölte, so mugen wir inen offenlich versagen mit vnsern bliesen vnd ^ Jngesigeln vierzehen Tage vor ane geucrd. Dirre dinge sind gczllge, die hie > bi waren Jungher Johannes von Attighusen, vrie, lantammann ze Vre, Heinrich von Hunwil, j Jungher Jacob Weidmann, Amptmann ze Switz, Cunrad vom Bach vnd Vlrich Boumgartner > und ander genüge. Vnd zu einem steten offenen Vrkunde diz dingcs Hein wir, der probst j vnd daz Capitel des Gohhus von Jndcrlappen vnser Jngesigele gehenket an diesen brief. > Der wart gegeben an der zechenthuseng Rittern Tag, da man zalt von gottes geburt > drüzechen hundert vnd echtowe vnd vierzig Jar. Pcrgamcnt-Urknnde mit zwei anhängenden Siegeln des ProvstcS und des Capitels von Jnterlaken. Der im Staatsarchiv Bern liegende Gegenbrief der Obwaldner sängt an: Wir der Lantammann vnd die Landlüte gemeinlich von Vnderwalden disent dem kernwalde, tun kund rc., und schließt etwas abweichend: „Dirre Dingen sint gezüge Junkher Johannes von Attingenhusen, vrie, lantammann ze Vre, Jacob Weidmann, ammann ze Switz, Lesing von Switz, Heinrich von Hunwile, Junkher, vnd Vlrich von Wolfenschießen, Lantammann ze Stans vnd cnend dem kernwalde, vnd dis ze einer geweren sicherheit, so hau wir unser Lant Jngesigel schenket an disen brief, der wart gegeben :c." Abgedruckt im GeschichtZsrcund XV. S. IIS. Vergleiche Stottlcr, Reg. von Jnterlaken Nr. ZZ!>. Bei Tschudi I. 366. und Solothurner Wochenblatt 1SS6. S. 332. findet sich diese Urkunde irrthümlich in das Jahr I34V versetzt. 75. Beggenried. 454», 24. Jubl (an S. Jacobs Abend). Tschudi! Chronik I. 377. Blüm: Lncern, Jost von Moos Ritter, Peter von Wissenwegen Amilian, Peter von Hochdarf Schnltheiß, Werner von Stans, Ulrich Tribscher, Ulrich von Eich, Claus von Gundoldingen, Ludwig von Nnsivil, Werner von Jppinton und Rudolf von Roth; Obwalden, Heinrich von Hnuwil, Conrad von Juli 1348. 27 Sächseln, Johannes von Zuben, Johannes von Vitcringen, Werner von Rütli, Peter an der Brugga und Rudolf Nusso; Nidivaldeu, Ulrich von Wolfenschießen Anunan, Johannes an Stein, Arnold Schwander und Gotfrid Moser. Diese Einundzwanzig, als Schiedrichter, bestimmen die Landmarchen zwischen Uri und Schwpz. Die Vertheilung der Boten in Obwaldner nnd Nidwnldncr steht dahin, da der Originalbrief sich bisher noch nicht gefunden hat. (Handschriftliche Bemerkung in Kopps Nachlaß.) 7« .13-49, 3. Januar (am nechsten Samstag nach dem Jngendcn Jar). Staatsarchiv Bern. Die Landlente von Unterwalden nehinen die Gemeinde zn Grindelwald, die zu Wilderswil und andere, zu ihnen geschworen haben nnd alle, die sie von Blatten aufwärts bis an die Landmarch von Unterwalden uu sich genommen, in ihren Schirm, so daß sie ihnen gegen jedermann, der sie über Recht Nöthen wollte, mit Leib nnd Gut helfen sollen, welche Verpflichtung auch denen von Grindelwald u. s. w. gegenüber den Unterwaldncrn obliegt. Jeder Theil hilft dem andern auf Kosten dessen, auf dessen Boden die HülfSinann- schaft steht. Diese Verbindung wird geschlossen bis und so lang „es unsere gemeinde» mit ir offenen brieve mit des landes ingesigel nit widerrufet haut". — Abgedruckt im Geschichtssrcund, XV. 117. Vgl. Regesteu von Jntcrlalcn, Nr. St». 77. 13-49, 28. Jebruar (Samstag vor der alten Vasnacht). Staatsarchiv Bern. Die Leute gemeinlich von Grindelwald, Lütschenthal, Wengen, Grenchen, Mülinen, Wilderswyl, Sachsaton, Vöningen, Jseltwald, Habkeren nnd ans Flüh, welche dem Gotteshans Jnterlnken oder Burger» von Bern angehören, Urkunden, daß sie ihre eidlich zusammengeschworene Verbindung, die /den Rechten des Gotteshauses und derer von Bern zuwider gewesen, aufgegeben und dem Rath von Bern überlassen haben „ein beßernnge ze ordnende vnd ze machenne ober vnser lip vnd guet". Demzufolge machte der Rath von Bern über sie folgende Ordnung: 1. Die Eide, welche die Genannten zusammengeschworen nnd auch die, welche sie den Waldleuten gcthan, sollen hin und ab sein nnd die Briefe darüber an Bern ausgeliefert werden. 4- Sie sollen dem Gotteshaus Jnterlaken nnd ihren andern Herren gehorsam sein als ihrer Herrschaft und ffch ohne schriftliche Bewilligung Berits mit niemandem mehr verbünden. 3. Sie sollen von nun an mit dmen voit Bern reisen, so oft sie dazu gemahnt werden. 4. Sie sollen alle Wehren, die sie gegen Bern gemacht, abbrechen und da keine mehr machen, dagegen sollen sie gegen Unterwalden Wehren und Lezinen machen. Alles das sollen sie beschwören und den Eid jewcilen auf den nächsten Sonntag nach St. Walpurgs "Utg vor dem Kloster Jnterlaken erneuern. Wer sich gegen diese Ordnung verfehlt, dessen Leib nnd Gut soll den Burgern von Bern verfallen sein. Alles das versprachen die Leute von Grindelwald eidlich nnd gaben darüber Brief unter den Siegeln Johanns von Ninkenberg und der Stadt Thun. Abgedruckt im Geschichtsfrcund, XV. IIb, Vgl. Stettlcr, Regesteu von Jnt-rlal-n, Nr. S12. SIS. 28 Februar 1350. 78. Einsiedel«. 1ZZ0, 8. Februar (mn uechsteu Montag nach St. Agathentag). Archiv Schwyz. Thüring von Attinghausen, Abt von Disentis, entscheidet zttfolge Conipromisses der Parteien alle Stöße, Mißhellungen und Ansprachen, welche zwischen dein Gotteshause Einsiedeln und gemeinen Landleuten von Schwyz bis zu diesem Tage aufgelaufen und schwebend waren. 1. Bezüglich der im Streit gelegenen Güter wird eilte Grenzmarch aufgestellt lind genau beschrieben, herwärts welcher Alles mit vollem Recht an Einsiedeln und jenseits welcher Alles ebenso an Schwyz gehört. 2. Wenn von den Landleuten von Schwyz oder den Waldleuten von Einsiedeln außer ihren Grenzen geholzet, geweidet oder gefrevelt, und der Obrigkeit der Thäter solches angezeigt würde, so soll diese die Frevler innert vierzehn Tagen nach der Forderung des beschädigten Theils anweisen, Ersatz zu leisten, es wäre denn daß der Beklagte sich eidlich der Klage entschlüge und nicht mit zwei ehrbaren Männern überwiesen würde. Wenn etiler, der geständig oder überwiesen ist, nicht innert acht Tagen Entschädigung leistet, so soll er aus dem Lande fahreil und nicht zurückkehren, bis er bezahlt hat. 3. Boten, die von Schwyz nach Einsiedel» und von Einsiedel» nach Schwyz reiten, um irgend eine Anforderung und Klage zu stellen, sollen von beiden Thülen Frieden, Schirm und Geleit habeil. 4. Weil» die Landlente von Schwyz diesen Spruch nicht hielten, so soll Einsiedel» wieder in allen Rechteil und Ansprachen stehen, die es vor diesem Spruch hatte, und sollen die von Schwyz des Spruchs nicht weiter genießen, als daß sie von ihren alteil Bännen ledig sein sollen. Diesen Spruch zu halten gelobeil mit ihren Siegeln Abt und Capitel von Einsiedel» und Landalnman und Landleute von Schwyz, mit den letztern auch Uri und Unterwalden „wann mich wir vnsre erbare botschaft darzu .sandtent, die bi diser Richtung wareud". — Unter den Zeugen erscheinen neben Boten von Uri und Unterwalden auch solche von Zürich, Lncern und Zug nebst dein Abt von Pfäfers, dem Meister des Johanniterordens in Deutschland und dem Comthnr des deutschen Ordens zu Tannenfels. — Abgedruckt Tschudi, I. 331—383. Vergleiche ?. Gall Morel!, Negesten von Einsiedel» Nr. 34i. Unter gleichem Datum geloben Abt Heinrich und das Capitel von Cinsiedeln, bei den Marchuntergangen nach obigem Brief zu erscheinen, falls sie dazu aufgefordert werden. Urkunde im Archiv Schwyz. In einen, zweiten Brief von gleichem Datum Urkunden Abt Heinrich und das Capitel, nachdem sie wegen des lang andauernden Marchstreites mit Schwyz eine „liepliche" Richtung angenommen, haben sie die Landleute von allen Bännen, die sie an dem Gotteshaus verschuldet, ledig gelassen und versprechen, sofern sie dessen bedürfen, ihnen zu gleichem Zweck Bittbricfe an Papst, Bischöfe und Fürsten zu geben. Auch die von Uri und Unterwalden seien von den Bännen losgesprochen. Urkunde im Archiv Schwyz, abgedruckt bei Tschudi, I. 383. 1350, 16. Februar. Lioustavtio XIIII. 1!al. btartii, lud. 3. Bischof Ulrich von Constanz befreit das Land Schwyz und seinen Amman Conrad ab Jberg vom Jnterdicte. Archiv Schwyz, in deutscher Uebersetzung bei Tschudi, I. 384 mit dem unrichtigen Datum 14. Februar. Vgl. Negesten von Ein siedeln, Nr. 34S—345. — 7S. 45M>, 24. Juli. Archiv Schwyz. Johannes von Allinghausen, Landammann und die Landleute zu Uri und Conrad ab Jberg, Landammann und die Landleute von Schwyz legen Streitigkeiten, welche zwischen beiden Ländern über die Grenzen, Wälder Juli 1350. 29 und Alpen bei Riemenstalden gewaltet, nach vorgenommenem Marchuntergang und Augenschein durch einen Vergleich bei. Pergamentene Urkunde mit beiden LandcSsiegeln. Ncgestenweise abgedruckt im Gesch ichtZfre und, XVtlI., Seite 55. Vergleiche oben die Urkunde von 1348, 24. Juli. Abschied 75. «o. 4ZZ(t, 25. Juli (an S. Jacobstag). Archiv Schwyz. Johannes Meyer von Nicchein, Untervogt zu Glarus, und die Landleute daselbst schließen mit den Landleuten von Schwyz einen Vergleich wegen eines an Hugo Vogels Sohn von Lintthal verübten Todschlages»— Abgedruckt Jahrbuch von GlaruS, II., Seite »SS, Nr. SS. KI. 4 3. September (Freitag nach Vercne). Staatsarchiv Zürich. Archiv Schwyz. Die Zürcher geben Schwyz die Zusicherung, daß sie die alte Napperschwyl, wenn ihnen dieselbe werde, brechen oder doch so versorgen wollen, daß sie Schwyz unschädlich sein soll. Abgedruckt Tschudi, I. SM. d. Vgl. Schweizerisches Museum, I. 2tS. KI. Zürich. I 4. August. Staatsarchiv Zürich. Projcct eiues sechsjährigen Bündnisses zwischen der Stadt Zürich und den Pflegern und Amtleuten der Herrschaft Oesterreich: „In Gottes »amen, amen. Allen den, die disen brief scheut oder hörent lesen, künden wir Rudolf Brun, Ritter, burgermeister, die Räte vnd die burgcr gemcinlich der Statt ze Zürich: Das wir durch nutz vnd durch sridcs willen unser s Stete vnd aller der so zu vns gehörent, einer gelübde vnd buntnuße vberein komen sint vnd mit eiden ver- heizzen haben gegen den vesten, erwirdigen Herrn Vlrich von Phirt, Ritter, Lantuogt vnd Pfleger in Suntgo, j in Elsaz vnd ze Brysgow vnd mit Johans dem Schultheizzen von Walzhut, Lantuogt vnd Pfleger in Suaden, ze Ergow vnd in Turgow an der hocherbornen unser gncdigen Herrschaft stat von Oesterrich zu ir vnd iren kinden j Händen, mit den gedingen, stuken vnd artikeln alz hienach geschrieben stat. Des ersten haben wir vns zu inen verbunden vnd sie Herwider gen vns in den Zilcn vnd den kreisten als hienach geschrieben stat: das ist von dem Losener s Sewe ober gen Granston vntz an den Lebern als der Sne harin smilzet vntz gen Niiwenburg vnd dannanthin vntz gen Goldenfels vnd das Suntgow gar darinne, vnd dannanthin an die Birse als och der ^ Sne harin smilzet, gen dem Waszen abe vntz an den Eggenbach, von dem Eggenbach hinüber gen Burghein vnd aber von Burghein dur den Swarzwalt gen Ailingen vnd von dannen vntz an den Bodense vnd ! von dem Bodense den Nin vf vnd von dem Rine vnz an den Arliberg vnd von dannen vntz an Setmen vnd dannenhin vnz an sant Gotharzberg vnd aber von dannan vnz an den Losener Se, als die gebirgc begriffen s haut. Söllent wir der vorgenanten unser Herrschaft von Oesterrich lüte vnd guter schirmen, raten vnd helfen wider menlichcn vnd gen menlichem, der inen ane recht vt tun wölte oder tun wil, vnd fi vns dazselb harwider, vntz s vf den nechsten vnser frowentag, so nu schierest zu mitem Ougsten kumet vnd darnach die nechsten Sechs Jare, so nu schierest nach einander koment ane alle geuerd. Da ist des ersten beret: Wero daz kein an- s grif vfstunde oder bescheche von Totslegen, von geuangnust, von brande oder von roubc oder welez weges die so in dirre büntnuß sint oder jeman vnder in ane recht begriffen oder geschediget wirde, von jeman, der s 30 August 1350. in dirre büntnuß mit enwere, were das danne der schade und der angrif an vnser Herrschaft von Oesterrich litten beschechen were, vnder wederm wcge dann dz were, der sol dann vier erbar man vvn unser ^ Herren rat von Oesterrich oder vier ander, die in darzu nutz dunket, zu im nemen und mugent sich die darumb danne erkönnen vnd wz sich die fünf oder der merer teil vnder inen danne darumb crkenncnt, vmbe j Hilfe oder vmb ein gezog, darumb hant si gemalt, vns mit ir offenen brief in vnser Rat ze manende, vnd wenne wir darumb gemant werdent, so sont wir vnverzogenlich vnser Hilfe darzu senden ^ nach dem alz sich die fünfe erkannt vnd gemant hant, in den nechsten acht tagen in aller der wise vnd alz ernstlich, als ob die fach vnd die getat vns selber angienge ane geuerde. Were aber daz die fach vnd die getat vnd der s angrif vns die vorgcnanten von Zürich angienge vnd an vns beschechen were, so mag vnser burgermeister vnd vnser Rat Zürich sich danne darumb erkennen, vnd waz wir vns oder der merer teil in vnserm Rate ^ darumb erkennen, darumb haben wir och denne gemalt, die vorgenannten Vögte beide oder entweder», ob der ander nit in Landes were, mit vnserm offenen brief ze manende, vnd wenne si oder ir deweder darumb ermant wirt j so sont si vnverzogenlich in den nechsten acht tagen nach der manung vnser Herrschaft helf, als wir vns erkannt haben, zu vns senden in aller der wise vnd alz ernstlich, alz ob die fach vnd die getat si vnd ir j Herrschaft litte angieng. Wer aber daz zu deweder siten alz gehelichen kein angrif bcscheche, daz man geher Hilfe bcdörf, da sol man zu beden siten vngemant vnd vnverzogenlich zufaren vnd schicken, wie daz > gerechen vnd abgeleit werde, als ernstlich als ob der angrif an vns selber beschechen were ane geuerde. Were och daz die fache alz gros were, das man eines gezoges oder eines gesezzes darumb notürftig were, wenn j harumb deweder teil von dem andern teil mit boten oder mit briefcn darumb gemant wirt, darnach sollen wir vnverzogenlich zu beiden siten zu tagen komcn gen Wetingen zu dem Closter vnd da ze rate, werden, waz ^ vns danne aller nützlichest dunke, also daz dem vnd dien die denne ze mal geklaget, sich erkennet vnd gemant hant, vnverzogenlich geholfen werde. Wer och daz der vorgenanten vnser Herrschaft von Oesterrich lüte, die in dirre i buntnuß sint, Stöße mit vns den vorgenanten von Zürich gewunnen, oder die vorgeuanten Vögte, darumb sont si zu einem gemeinen man nemen ein burgermeister von Zürich, vnd sont och die vorgeuanten Vögte oder der eine, vnder j dem denne die fach vfgeloffen vnd beschen ist, zween vs vnser Herrschaft Rat oder zwen ander, die st darzu nutz dunket, zu dem burgermeister vnd zu den zwen, so der burgermeister von vnserm Rat oder von vnsern burgern j darzu mit im bringet, setzen vnd ze tagen komcn gen Wetingen. Vnd was sich denne die fünf oder der vierteil vnder in erkennet vnd die fach vsrichtent, daz sol och gar vnd genzlich stete ^ blibcn ane alle geuerde. Were aber das wir die vorgenanten von Zürich mit der Herrschaft litten vnd vögten stözzig wurden, so sont wir den Vogt, vnder dem so denn der Stozz vfgeloffen ist, ze einem gemeinen > man nemen vnd sol ein burgermeister denne zweine von vnserm Rate oder von andern vnsern burgern, so in darzu nutze dunket, zu dem gemeinen vnd zu den zwein, so von vnser Herrschaft wegen darzu j gesetzet werdent, setzen, vnd wez sich aber denne die fünfe oder der merteil vnder inen erkennet, dz sol aber danne gar vnd gentzlich stete bliben ane alle geuerde. Wele aber in disen fachen von dewederm ! teile zu eim gemeinen manne genennet vnd genomen wirt, es were vnder den vorgenanten Vögten oder vnder eim burgermeister Zürich, sumet denne den ander ernsthaft fach, das er zu tagen vnd zu disen fachen nicht komen ^ möchte, alz vorberet ist, der sol einen andern erbcrn man, der in bi sinem eide darzu nutz vud Millich dunket, zu der fach senden vnd sol och der denne vollen gemalt haben in allem dem recht, alz ob er selber da were, ane j geuerd. Wir haben och beidenthalben in dirre büntnuß vorbehalten vnd vfgelazzen daz heilig Nömsche Nich. So haben die vorgenanten Vögte sunderlich vsgelazzen den Bischof von Strazpurg, den Bischof von Basel vnd och j dieselben Stete bede, Strazpurg vnd Basel, die Etat ze Friburg in Brysgöw, die Stat ze Berne, die Stat ze Solotern vnd die edeln Herrn den Herzogen von Lutringen vnd die Grasten bede von Wirteinberg vnd vnser ^ Herrschaft Lcut von Oesterrich, ir diener vnd ir stett, an alle geuerde. Aber wir die vorgenanten von Zürich habent och vorbehebt vnd vsgelazzen die Stette vnd die burger ze Costenz, ze Schafhusen vnd ze sant Gallen vnd alle j vnser eidgnoßen, alle vnser burger, alle vnser Heister vnd diener, an alle geuerde. Were och das wir die von Zürich, deheinest manende werden oder ze manende bedürften der vorgenanten Vögten enwedern vnd der, den wir j denne manen wölten, vsser landes were, so mögen und sollen wir denne manen den, den ir entweder oder bede an ir stat gesetzet hant, vnd sol och denne nach der manung darzu tun, als ob die Vögte selber vnder ^ ougen vnd zegegen weren ane geuerde. Were och, daz der vorgenante Herr Vlrich von Phirt oder der denne nach im Pfleger ist von vns von Zürich gemant wurde oder wir von im, des füllen wir ze beden siten ze tagen komen gen s Sekingen zu gelicher wise vnd mit aller bescheidenheit da ze erkennende alz vorberet ist vmb die tag so man ze Wetingen leisten sol, ane alle geuerde. Es ist och mit bedingeten Worten beret, daz wir die vorgenanten j von Zürich vns in den egenanten Sechs Jaren gegen noch zu nieman fürbaz init keiner gelübede büntniß verbinden sont, wand vnschedelich der vorgenantcn vnser Herschaft von Oesterrich vnd mit ir vnd ir amtlüten j , der egenanten, willen vnd gunst, wan gen diene, mit den wir ietz in büntniß sint. Were aber daz wir fürbaz gegen ieman tetin, diz sol doch disse büntnuß zu beden siten August 1350. 31 vnschedelich sin vnd mögen daz also wol tun ans alle geuerde. j Wir die vorgenanten von Zürich sollcnt och in disen vorgenanten sechs Jaren kein edeln man zu burgcr nemen noch empfahen, der Besinnen vf dem lande hat, wann dirr büntnuß vnschedelich, es were denne, daz er mit husröki sezhaft in unser stat sin j wolte, den mögen wir wol nemen vnd schirmen alz ein andern vnsern burger, die wile er mit husröki in vnser stat seshaft ist, ane alle geuerde. Waz wir aber ietz vsburger habent, die mugen wir wol fürbaz f zu vns empfahen, vnd ir burgrecht lengeren, ob ez in den egenanten sechs Jaren vsgieng, ob daz vns oder inen komlich were, ane alle geuerde. Och hant vns die vorgenanten Vögte gelopt bi den eiden, so si darumbc f gesworu habent, mich den vorgcnanten burgermeister oder wele nach mir in denselben sechs Jaren burgermeister wirt, die Räte vnd die burger gemeinlich der stat Zürich, vnser lib vnd vnser gut ze schirmende bi vnser l gerichten, gesetzeden vnd gewonhciten, alz wir es harbracht haben vnd in dirre büntnuß begriffen sint, gen menlichem, der vns in disen vorgenanten sechs Jaren daran bckrenken oder in kein weg bekümbern j wolte, ane alle geuerde. Were och daz dekeiner den andern, so in dirre büntnuß sint, von geltschulde wegen anze- sprechende hete, der sol ein recht von im nemen vor dem richter an den Steten vnd in dem j gerichte, da der ansprechig denne seshaft ist. Were aber daz er da rechtlos gelazzen wurde vnd och daz kuntlich wurde, der niag sin recht wol fürbaz suchen alz er denne noturftig ist, ane alle geuerde. j Es sol och enkeiner, so in dirre büntnuß sint, von dcwedcrm teil den andern verHeften noch verbieten, wan den rechten gelten oder den bürgen, die im der Schuld denne gichtig sint ans geuerde. Es sol och nie- ^ man den andern, die in dirre büntnuß sint, vmb kein weltlich fach an geistlich gerichte laden, wan er sol das recht nemen an den steten alz vor beret ist. Were och daz daz Rich «setz wurde, so sont wir j von sonderlichen lieben wegen, so wir zu der vorbcnanten vnser herschast von Oesterrich haben, vns zu nieman verbinden in disen vorgenanten sechs Jaren, noch keinen Herrn ober vns nemen, wand dirre büntnuß ^ vnschedlich also daz wir bi diser büntnuß bliben sont die vorgcnanten sechs Jare vs ane alle geuerde. Es ist och beret, waz ieman, der in dirre büntnuß ist, in nuzlicher gewer herbracht hat oder noch in f gewcr sitzende wirt, die wile dise büntnuß weret, daz den nieman ane recht cntwcren sol. Were aber das darüber ieman des sinen ane recht entwert wurde, den sollen wir wider in gewer setzen vnd j in schirmen, behulfen vnd beraten, wie er bi sinem rechten blibe ane geuerde. Were och daz die vorgenant unser herschast von Oesterrich, die vorgenanten Vögte bede oder einen von sinem Ampte verkerte, so sie ^ ietz enpflegint oder ir deweder abstürbe, wer denne nach inen an die selben Empter kumet der sol sich binden mit gesworem Eide, e daz er die empter vnd die vestinen der vorgcnanten vnser Herschaft von j Oesterrich in neme dis buntnuß ze haltende vnd zc volfürende in allem dem recht alz vorgeschrieben stat vnd alz och wir ietz gelopt haben ane geuerde, vnd sol och vnser enwedcr sich der Stete noch der f vestinen in dez angenden Vogtes Hand sich entanen noch im inantwurten, e er den eit getut, den och wir ietz vmb dis büntnuß getan haben, vnd och darüber sin offenen brief git ane alle geuerde. > Were och, so dise büntnuß vsging nach den sechs Jaren vnd denne deweder teil mit keinem stozz vnd kriege begriffen were in der büntnuß, zu demselben kriege sol im der ander teil beholfen ^ vnd beraten sin mit guten truwen in aller wise, alz in der buntnuß, vnd alle die wile, so derselbe krieg nit bericht ist, ane geuerde. Es ist och beret, daz man nieman, der mit gerichte in einer Stat ^ oder in eim gerichte begriffen wirt vnd derselb von dem gerichte, da inne er begriffen ist, in ein ander gerichte dingflüchtig wirt, daz den weder vogt, noch Stat, noch nieman so in der buntnuß > sint, empfahen noch schirmen sol, wan mit dem rechten ane alle geuerde. Es ist och mit vcrdingeten Worten beret, were daz ieman wider dis büntnuß oder wider der Stuk keins, so hievor ge- f schribcn sint, tete, daz ieman schcdelich were, so in dirre buntnuß sint, an lüten oder an gute, wer der were, wider den vnd wider die sollen wir einander mit guten trüwen beholfen und beraten sin, f wie daz vnverzogenlich gerechen, widertan vnd abgeleit werde, ane generde. Wir der vorgenant burgermeister, der Rat vnd die burger gemeinlich der Stete Zürich haben och mit guten trüwen f gelobt vnd och gclerte eide zu den heiligen gcsworen, dise vorgeschriben fachen vnd stuk alle stete ze habende vnd ze volfürende alz vorgeschriben stat vnd mit Worten bescheiden ist vnd da wider ^ meiner ze tunde mit warten noch mit werken noch mit enkeincn fachen, noch nieman gehellen, der da wider vt tun weite ane alle geuerde. Vnd harumb zu einem waren offenen vrkunde, daz dis j alles war vnd stet blibe, so haben wir vnser Stat gemein Jngesigel ze Zürich gehenket an diesen gegenwürtigen brief, der geben ist ze Zürich an dem Vierden tag Ougsten des Jares f da man zalte von Gotez geburte drüzchenhundert Jar vnd darnach in dem funftzigesten Jar. —" Pergamentene Urkunde ohne Siegel. Die Einschnitte zur Anhängung der Sicgelschnüre sind vorhanden. Auf dem obern Rand des Pergaments sind die Notizen angegeben, welche bei der Ausfertigung des Gegenbriefs zu beobachten wären: „In gottes namen:c. Allen w. Da wir w. vnd wir Johannes Schultheiß ze Walzhut, lant vnd pfleger in Swaben, ze Ergöw, in Thurgö vnd ze Glans, des hochgcbornen sürsten, vnsers gnädigen Herrn Herzogen Albrcchtz von f gottes gnaden Herzogen ze Oesterrich, zu Styr vnd ze Kcrnden, vnd vnser gnädigen frowe», frowen Johannen, Herzogin ze Oesterrich, sin husfrowen vnd ir linder an ir stat vnd von ir Heißens wegen — mit den gedingen, sinken :c, ZZ Februar 1351. Es scheint diese Urkunde ein Conccpt und nicht zu definitivem Abschluß gekommen zu sein trotz der Ausfertigung auf Pergament und in Urkunden- nicht Notels-Form. Die Archiviibcrschrift sagt auch: „Copy einer puntniß mit der Herschaft landvögten vnd uns". 83. Altdorf. 17,-I i, I s. Februar (Freitag nach S. Agatha.) Archiv Schwvz. Johannes von Attinghausen, Landammann, llnd die Landleute von llri Urkunden, daß die Briefe über den jüngsten Spruch von Lucern und Unterwalden, der Alpen und Gemcinmarchen wegen kraftlos seien, zumal seither neue Briefe darüber aufgerichtet worden seien. Pergamenwrkunde mit anhängendem Landessiegel von Uri. 84. Zürich. tZlil, 1. Mai (an sant Walpurg tag ze ingenden Weyen). Staatsarchiv Zürich. Ewiger Bund zwischen Bürgermeister, Rathen und Burgern der Stadt Zürich, Schultheiß, Rath und Bürgern der Stadt Lucern und Anuuännern und Lnndleutcn der Länder Schwpz, Uri und Unterwalden. (Beilage L0 > 85. Zürich. 1 IUI, 14. September (Mittwoch vor S. Matheustag). Staatsarchiv Zürich. Philipp von Kien, Ritter, und Peter von Balm, Schultheiß zu Bern, als eidgenössischer Seits bezeichnete Schiedrichter in dem Compronüß mit Herzog Albrecht von Oesterreich, beurkunden den Inhalt des Anlasses oder Satzes, wie er von den Eidgenossen eingegangen worden ist. (Beilage Lt. ^..) 8K. Zürich. 1. Ortvber (Samstag nach St. Michaelstag). Staatsarchiv Zürich. Bürgermeister, Rath und Burger von Zürich verheißen, mit ihren Eidgenossen und Schiedleuten auf den nächsten Samstag zur schiedgerichtlichen Verhandlung nach Königsfelden zu kommen und für abfällige Säum- niß oder Weigerung ihrer Eidgenossen einzustehen. (Beilage Lt. Ii.) 87. Königsfelden. t 5 (51, 12. October (Mittwoch vor St. Gallus.) Staatsarchiv Lucern. Spruch der österreichischen Schiedleute Jmer von Straßberg und Peter von Stoffeln in den Zerwürfnissen zwischen Herzog Albrecht von Oesterreich einerseits und den eidgenössischen Orten Zürich, Luceru, Uri, Schwyz und Unterwalden andererseits. (Beilage 2l. d.) Der Spruch der eidgenössischen Schiedleute Philipp von Kien und Peter von Balm findet sich in den Archiven der eidgenössischen Orte nicht vor. I». Obmaunsspruch der Königin Agnes von Ungarn. (Beilage LI. II.) Juni 1352. Z8 «. Bnrgernleister, Räthe und Burger von Zürich stellen für sich und die übrigen Orte die Formel der Annnhnis- und Vollziehungsversicherung des durch die Königin Agnes als Obmann bestätigten Spruchs der österreichischen Schiedlente aus. Beilage 2t. 16. «8. Iloui'A «ZU Li '«Z886. 3. Juni. Staatsarchiv Zürich. Amadeus, Graf von Savopen, als Verbündeter Herzog Albrcchts von Oesterreich, sagt den Zürcher» und allen ihren Eidgenossen ab: «Xos ^nracisus, SSIUSS 8a.dau(iis st iilauriauus, clux Edadiaisii st ^.UAUstö ÄS in Vtulia inarskio, vos Nur- Asusss cks DllursAo ornnssgus vsstros ooinxiioss i sx xarts uostrn st nostrorurn lliis iitsris eiitüäainus od ia- turiag st Arauarniua xsr vos illatas st iiiata viro iUustri st xotsati ciomiuo ^.INsrto, cisi ^raoio. ^.ustris j Ltiris st I^arintis Uns!, oui juruiusntis st Müs tauturu sumus astrioti, guoä in uostrain xartsm rsputamus ouncisiu. Dutum Durgi in Vrsiss — ckis iij i rasnsis lluuii, anno ckormui UELE «guinczuaASsiruo sseuncio.» Pergamentene Urkmcke mit aufgedrücktem Siegel, contrasignirt und in Gegenwart zweier Räthe gegeben. 8S. 4. Jmli (Mentag nach vsgender Psingstwochen). Staatsarchiv Zürich. Ewiger Blind zwischen Rudolf Brun, Ritter, Bürgermeister, Rüthen und Burgern der Stadt Zürich, Zihnnnes von Attinghausen, Ritter, Landamman n»d den Landleuten zu Uri, Aiiltleuten und Landlcuten zu ^chwpz und linterwaldcnjetwederthalb dem Kernwald, und Annnan und Landlenten z>l Glarns. Beilage 22. Das Staatsarchiv Lucern enthält, unter den Glarner Briefen folgenden Entwurf: „Wir der . . Schultheis vnd der Rat gemeinlich ze Lucern veriehen, bekennen und tuon kunt offenlich mit „disem briefs allen den j die in an sehent oder hoerent lesen: Als unser sunder guoten frunde vnd lieben getruwen „Eitgenossen, die LantAmmanne vnd die j Lantlute gemeinliche der lendern ze Vre, ze Switz vnd ze Vnderwalden, „mit den erbcrn bescheidenen, vnsern sundern guoten i frunden, den Lantluten vnd der gemeinde gemeinlich ze „Glarus des obern Amptes, vnd mit den, die zuo Inen gehoerent s vnd och si mit Inen einer ewigen buntnisse „vnd fruntschaft ober ein kummen sint, als die buntbriefe wol bewisent die si i ze bcden fiten einander dar vmb „geben vnd versigelt haut, sol man wissen, dz ouch wir mit guoten truwen gelobt hant ^ vnd ze den Heilgen ge- „sworn gelert Eide, als dicke so es für dis hin ze schulden kumt, dz unser vorgenannt lieben getruwen s Eitgenossen »von ieman an griffen oder geschediget werdent als verre, dz si uns dar vmb manent vmb Hilfe, als fi nach j «vnsern alten buntbriefen ze manende gewalt hant, vnd vns och manent vnd bittent vmb Hilfe, ob si von der „egenannten gemeinde i ze glarus gemant wurdent, dz ouch wir das bi den vorgenannten vnsern eiden vnucrzogenlich tuon „sullen als ernstlich vnd i furderlich, das es den selben von Glarus trostlich vnd nutzlich sie nach aller sicherheit vnd „ane alle geuerdo. Vnd har i ober ze." In einem zweiten Entwürfe geloben Landleute und Gemeinde zu Glarus des obern Amtes, und die, welche zu ihnen gehören, ihren Eidgenossen der drei Länder: Hätten sie jetzt, oder gewännen sie inskünftig Stöße „mit unser gnedigen Herschaft von Oestcrrich j oder mit andern Herren vnd iren Amptluten von ihren wegen von der rechtunge, gulte, sture, »Zmse, oder dienste wegen"; so wollen sie hierum auf den Spruch ihrer Freunde der Burger von Lucern und ihrer Eidgenossen der drei Waldstätte kommen.—In einem dritten Entwürfe erklären die drei Länder: sollten ihre Eidgenossen ie Lucerner angegriffen werden und sie um Hülfe mahnen, und zugleich bitten, daß sie auch ihre Eidgenossen von Glarus mahnen, so wollen sie es bei ihren Eiden unverzüglich thun. 5 84 Zum I35S. Zw. Lueern. 27. Jttttt (Mittwoch nach St. Johanns Tag zu Sungichten). Archiv Zug. Ewiger Bund zwischen Bürgermeister, Nöthen und Bnrgern der Stadt Zürich, Schultheiß, Rath und Burgern der Stadt Lueern, Rath und Burgern der Stadt Zug lind dein Amte, und den Ammannen und Landleuten der Länder Uri, Schwyz und Unterwalden. Beilage 25. SI 45t>2, 4. September (an St. Vcrencntag). Stadtarchiv t!»ccr». Die Städte und Länder Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarns erklären einzeln, daß und wie sie durch Vermittlung des Markgrafen Ludwig von Brandenburg mit dem Herzog Albrecht von Oesterreich vereint und verrichtet seien. Beilage 24. ^. Der Originalbrief Lucerns liegt im Stadtarchiv, wahrscheinlich ist er bei der Eroberung von Baden zurückgenommen worden. Der Brief von Zürich ist nach dem im Staatsarchiv Zürich enthaltenen Concept abgedruckt bei Tschudi I. 416. Der Inhalt der Briefe der übrigen Orte ergibt sich ans den Gegenbricfen Herzog AlbrechtS vom 14. gl. Mts. Brugg im Argau. z 14. September (an des hl. Kreuzes Tag zc Herpst). Archive Zürich, Lucern, Schwyz, Uri, Qbwalden. Herzog Albrecht gibt den Städten und Ländern Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, jedem einzelnen Ort, Urkunde, daß und wie er mit ihnen durch Vermittlung des Markgrafen Ludwig von Brandenburg vereint und verrichtet sei. Denen von Zug und Klaras erklärt er, daß er ihr guter Freund sein wolle um alle die Sachen, die sich in diesem Kriege erlaufen Hütten, „also daß sie ihm und seinen Erben fürbas dienen und gehorsam sein sollen, als sie billig und nach Recht schuldig seien." Beilagen 24, 1!. n, 1». a. «1. j19. September (Mittwoch vor MatlheiAp.) Staatsarchiv Zürich. Die Grafen Hans, Rudolf und Gottfried von Habsburg beurkunden für sich und ihre Helfer ihre Aussöhnung mit der Stadt Zürich und deren Eidgenossen und Helfern: 1) 135S, 19. September (Mittwoch vor Matthei Apostoli): „Wir Graf Hans, Graf Rudolf vnd Graf Gotfrid von Habspurg, geprüder, verzechen osfenlichen mit disem brief, daz wir dez bnrgermcistcrs, der Raten vnd der pnrger gemeinchlich der j Etat Zürich, aller ir Eydgenossen, aller ir Helfer vnd dicner gut frewnt worden sein vnd sein wellen vmb vanchnuzze, vmb todfchleg, vmb braut, vmb angriffe Besten oder Steten, vmb all stözze j vnd missehellung vnd vmb all fachen, so vntz vf disen heutigen tag zwischen in vnd vns vnd den vnsern vfgeloffen vnd sich vergangen haut, an all geuerd. Wir loben auch, welhe von vnsern ^ wegen geschadiget sint September t352. 35 in der Stat ze Napreswilc, in der Mark oder vf dem land, die hinder vns gesezzen waren oder sitzent oder sitzent werdent oder zugehörent, daz wir die weisen füllen vnd wellen > daz si ouch gut Vrewnt sein vmb alles daz, so in beschechen ist; welher aber daz nicht tun wolt vnd si darvmb für baz hassen oder veintschaft an si legen wolt. vf den vnd vf die sullen wir in j mit guten triiwen geholfen vnd beraten sein als lang vntz si ir gut vrcwnd werden n» all geuerd. Wir haben auch fürbaz gelobt vmb all, die leibloz getan wurden von der tat wegen, als > ich egenanter Graf Johans von Habspurg ze Zürich in die Stat viel, daz si darumb niemant vachen noch hassen sol. Wer aber daz tet, vf den vnd vf die sollen wir in aber mit guten trüwen > gehulfen vnd geraten sein, als verr und si gentzlich vmb die fache ir gut vrewnd werden, an all geuerd. Wer ouch daz icmant vnser purger vm Raperswilc oder unser Laut auz der > March oder von Wcgi, wie die geheizzen sint, so den von Zürich wider vns vntz vf disen hewtigen tag ie gedient haben mit dhaincn fachen, der gut vrewnd füllen wir och sein vnd dez j nieman engeltcn lazzen mit dhainen suchen, an all geuerd. Wir sullen in ouch ze vrewnd gewinnen all vnser vrewnd, diener vnd gesellen vnd mit »amen alle die. die in von der tat wegen j veint sein walten, an all geuerd. Wir vcrgechcn och offenlich vnd tun menlich ze wizzen, daz disew richtung vnd all stözze, die vntz her vf gelosfen sint, vnschedlich sein sullen allen blinden vnd j prcsten, die wir vnd die von Zürich mit einander haten vormals, ee ich der vorgenannte Graf Johans von Habspurg geuangen wurd, an all geuerd. Vnd daz disew richtung vnd allez, daz I vor an disem brief verschrieben stat, nu vnd hienach war vnd stet belibe, dez haben wir die vorgenanten Grafen von Habspurg, geprüder, all drey gesworen mit vf erhaben Händen, gelert! eyd ze den heiligen, für vns, für all vnser erben vnd nachkamen, vnd dawider meiner ze tun mit warten noch mit werchcn noch mit dhainen fachen, heimlich noch offenlich, > wan daz wir alles daz mit guten trewn volfürn füllen, so wir an disem brief gelopt vnd gesworn haben, an all geuerd, Vnd dez ze vrchund geben wir all drey geprüder von Hab- s spurg in disen brief mit unfern anhangden Jnsigel behangen. Daz geschechen ist do man zalt nach Kristus gepurd drewzechen hundert Jar, dar nach in dem zwai vnd fünf- ^ zigisten jar, der Mitwochcn vor Mathei Npostoli." Pergamentene Urkunde im Staatsarchiv Zürich mit zwei anhängenden Siegeln, das dritte ist abgefallen. — Abgedruckt Tschudi, I. «so. 2) 1352, 19. September (Mittwoch vor St. MattheuStag): Die Grafen Johann, Rudolf und Gottfried von Habsburg verheißen ihre Freunde, eine Anzahl namentlich genannter Grafen und Herren, dem Burgermeister, den Nöthen und Bürgern von Zürich und allen ihren Eidgenossen und Helfern „zu Freunden zu inachen" um „venknuß, vmb todslag, vmb brand, vmb angriff Vestinen oder Stetten, vmb alle stoß vnd mißhellung vnd vmb all fache», die sich vnz vf disen hütigen tag zwischent in (Zürich) vnd den iren vnd vns vnd den vnsern vfgelossen vnd sich vergangen haben". Und zwar sollen die drei Grasen diese Aussöhnung zu Stande bringen bis nöchste Weihnachten, oder den zwölften Tag nachher alle drei Nach Schasfhausen kommen und da Einlager halten, bis sie ihr Versprechen erfüllt haben. , ^ Pergamentene Urkunde mit drei anhängenden Siegeln im Staatsarchiv Zürmh. Die zufolge dieses Versprechens erfolgten Aussöhnungen Zürichs mit Grafen und Herren, welche der Stadt wegen der Grafen von Habsburg Feind gewesen, achtzehn Sühnebricfe vom 20. September 1352 bis 12. Juli des folgenden Jahres 1353 (Staatsarchiv Zürich) sind angeführt im schweizerischen Museum, I, 249. 3) Der Vogt, der Rath und die Burger der Stadt Lausfcnberg verschreiben sich denen von Zürich von ihrer Herren der Grafen von Habsburg wegen, ihre und ihrer Eidgenossen Freunde geworden zu sein ä. ä. Lausfenbcrg, Mittwoch vor St, Matthäustaa (13. September) 1352. ^ ^ ^ Pergamente»-Urkunde im Staatsarchiv Zürich, abgedruckt Tschudi, I. «St. 4) Herzog Albrecht urkundet zu Bruck im Argau am 21. September (an St. Matthäustag): Nachdem er dem Burgermeister, dem Rath und den Burgern von Zürich und ihren Helfern seine Huld und Gnade gegeben und ihr guter Freund geworden sei, der Gcfangennehmung des Grafen Hans von Habsburg wegen, so habe er auch für die Urfehde vertröstet, welche die drei Brüder für dessen Freilassung gethan haben, und verpflichte sich, Zürich gegen sie beizustehen, falls sie oder ihre Helfer dagegen etwas thun wollten. Pergamentene Urkunde mit anhängendem herzogliche» Siegel im Staatsarchiv Zürich, abgedruckt Tschudi, I. «St. Dazu gehört auch die unten folgende Urkunde vom 3. November 1352. Abschied 95. 36 September 1352. 54. Zürich. 23. Soplombrr (Sonntag nach St. Matthäus Evang ). Archive Zürich, Uri, Schwvz, Obtvaldcn. A!arkgraf Ludwig von Brandenburg gibt den oben (Abschied 91) genannten Orten, jedem einzeln, eine» besiegelten Brief, er habe allen Krieg, den jedes mit der Herrschaft Oesterreich bis zu diesem Tage gehabt, nach Inhalt der Briefe, welche die Parteien einander gegenseitig gegeben, freundlich verrichtet, weshalb nun auch alle in diesem Kriege gemachten Gefangenen zu beiden Seiten ledig sein sollen. Beilage 24 lt. Zu den Verhandlungen dieses Friedens mag auch folgende urkundliche Notiz von Interesse sein: 1352, 26. October (an dem nechsten fritag vor aller heiligen tag): Dietrich der Fürmeister „der niiw Wirt von Markgrafen Baden" urkundet: „daz mich die wisen lüt, der burgermeister, die Rät vnd die burger gemeinlich der Statt Zürich vnd all ir eidgnossen von Lucern, von Vre, von Swicz vnd von Vnderwalden gar vnd genhlich lieplich vnd früntlich gewert vnd vsgericht hant vmb allen kosten vnd vmb all dienst, so ich vntz vf disen hütigen tag in iren fachen vnd ir dienst ie gehebt vnd getan han, vnd sag si fürbas ledig vnd los aller sordrung vnd ansprach, so ich oder ieman von mincn wegen ze in nu oder hie nach haben oder gewinnen möchten von dckeiner hant fach wegen, an all geuerd." Pergamentene Urkunde mit anhangendem Siegel im Staatsarchiv Zürich. Zum Brandenvurgischen Frieden vergleiche: Beiträge der antiquarischen Gesellschaft von Zürich, II. 93. Anzeiger für schweizerische Geschichte, Jahrgang 13, S. 4. Segesser, Rechtsgeschichte von Lucern, I. S. 257 ff. Geschichtsfreund, XX. 223. 224. Von Wattenwyl, Geschichte von Bern, 11. 175. 55. Uzn ci ch. t SZH, 3. November (an dem samstag nach aller Heiligen tag). Staatsarchiv Zürich. Graf Friedrich von Toggcnburg nrknndet, daß er mit der Stadt Zürich und ollen ihren Helfern von der Gefangenschaft und Sache Graf Johanns von Habsbnrg und der daraus entstandenen Tinge wegen „gut frnnd" geworden und dcßhalb niemand weiter ein Leid anthun werde. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel des Grafen. s«. Llicern. 45SS, 6. uud 7. März (an dem sechsten (sibenden) Tag ingendes Merzen). Staatsarchive Neri, »»d Lucer». Archiv Qbwalden. Ewiger Blind zwischen Schultheiß, Rath, Zweihundert und Bürgern der Stadt Bern, und den Landammannen und Landlenten zu Nri, Schwyz und Unterwalden, äcl. 6. März. Beilage 23 I!. Der Länder Uri, Schwtiz und Unterwalden Zusage an Zürich und Lueern, ans ihr Verlangen auch die von Bern mahnen zu wollen, und derselben Einwilligung, wenn je Bern jene beiden Städte in ihren Bund aufnehmen wolle, äcl. 7. März. Beilage 23 N. Der Städte Zürich und Lucern Gegenversichcrung, sich von den Waldstätten auch für Bern mahnen zu lassen, äcl. 7. März. Beilage 23 v. N. Der drei Länder Verpflichtung all die von Bern, ans deren Mahnung auch Zürich und Lucern mahnen zu wollen, äcl. 7. März. Beilage 23 I>. August 1353. 37 S7. Giengen. 4565, 28. Augnst. Staatsarchiv Zürich. Der römische König Carl IV. gibt fiir sich und Herzog Albrecht von Oesterreich einer Gesandtschaft uen Zürich Geleit und Sicherheit: „Wir Karl, von gots gnaden Römischer kiinig, ze allen Zeiten merer des Reichs und Innig zn Bchein j bekennen v»d tun knnt offenlich mit disem bricfe allen, die in sehen oder hören lesen, daz j wir den crsamen leuten, dem Bürgermeister vnd dem Rat der Bürger ze Zürich, vnscrn vnd i des heiligen Reichs getrewen, oder wem st von iren wegen ZU vnscrn kllnglichcn gnaden senden, geben s haben vnd geben ouch sicher geleit vnd gute sicherheit zii vnS ze knmen, by vns ze seyn vnd wider von vns zeuarn on allen tzweifel oder var leibs vnd guts, für vns vnd j dem hochgcbornen Albrecht, Herzogen ze Oesterreich, vnscrm lieben Oheim, vnd vor allen den, s die durch vnser vnd des heiligen Reichs willen tun vnd lazzen wollen, on geuerd. Mit vrkund ditz briefS versigelt mit vnserm ktiniglichen Jnsigel, der geben ist zu Gyengcn s nach Crists geburt dreuzeheit hundert Jnr, darnach in dein dreu vnd fünfzigsten Jar s am nechsten Mittwochn nach Sant Bartholomcus tag, vnser Reich in dem achten Jar." Pergamentene Urkunde mit anhöngendem großen königlichen Siegel. SS. Zürich. 4565, 16 . October (an sant Gallentag). Staatsarchiv Zürich. Die Eidgenossen verantworten sich auf den Vorhalt des römischen Königs, daß sie den brandenbnrgischen Frieden nicht halten, nnd anerbieten dem Herzog Albrccht von Oesterreich, für dessen Einhaltung dieselbe Sicherheit zn geben, die er seinerseits ihnen geben würde: „Dem hocherbornen durchluchtigcn, vnscrn gncdigen Herren Herzog Albrcchten, Herzog ze Oesterrich, ze Styr vnd ze Chernden enbieten Rudolf s Brun, Ritter, Burgermeister, die Rät vnd die Burger gemeinlich der Statt Zürich willig dienst, was wir eren vermögen. Üwern j gnaden tun wir ze wissen, das der hocherborn durchlüchtigst, vnser gnediger Herr der Nömsch Chllnig Karle vns vnd i vnser Eidgnoz gar ernstlich gestraft hat vnd mit vns gerett, wir haben die richtung vbervarn vnd nit stät s behalten, so vnser Herr der Margraf von Brandenburg nu iungst zwischent üch vnd den üwern vnd ouch vns gemacht j hat, des ir vnser vnd ouch wir iiwer brief havent, do wir ungern wider tätin. Des habent wir vnd unsere i Eidgnossen vnserm Herren dem Chllng verheizzen, mit welhcr kraft vnd sicherheit ir vns besorgent, dz die Richtung I stät beliebe von llch vnd den üwern, in derselben wis vnd bescheidenheit wellen ouch wir üch besorgen, dz die selb richtung j stät belibe von vns vnd allen vnscrn Eidgnossen vnd ouch also, ob deweder fit ieman die selben richtung übervarn Hab, s dz ouch der dem andern teil das vsricht an all geuerd. Des ze vrkund haben wir die obgenanten von Zürich vnser Statt j Jnsigel ze Nugg geleit vf disen brief, für vns vnd vnser Eidgnoz, der gewiß erber botten vns sin gebetten hant, i won sie ir Stett noch Länder Jnsigel by inen mit hatten. Geben Zürich an Sant Gallen tag, do man zalt von ^ Gottes geburt drüzehen hundert vnd fünfzig Jar, darnach in dein dritten Jare." Pergamentene Urkunde mit auf der Rückseite aufgedrücktem Siegel Zürichs. SS. Mainz. 456-4, 6. Januar. Staatsarchiv Zürich. Carl IV., welcher von Herzog Albrecht von Oesterreich Gewalt hatte, dessen Streitigkeiten mit Zürich und den Eidgenossen zn schlichten, schreibt dem Herzog, daß er sich der Sache nnn beförderlich annehmen, und sosern die Eidgenossen ihm nicht gleiche Vollmacht geben, des Herzogs Partei nehmen werde: 38 Januar 1354. „Karl, von Gots gnaden Römischer kung, zu allen Zeiten merer des Reichs vnd kung zu Beheun. Lieber Oheim, wir senden in deiner sache crber vnd weise lüte vnsirs rates, die nu dahin ritcnt in derselben botschaft vnd sond j ouch dorzu allirmuglichist vnd kurzlichin, meinen wir, daz vnS die von Czurich vnd ir Etztgenozzen volgin in den sachin vnd ^ vnd vns wellin gewalt gcbin als wir von dir gemalt habin vnd wollint sie des widersekn, dcz wir nicht getrowin, daz sie dir j dann recht tun vor vnsir als surfte vnd hcrre crvinden vnd vf welchin weg ez kumpt, so sullin vnd wellin wir dir mit j ganzen trewin vnd guter freuntschaft geholfen sein vnd beigestcen vnd also in den snchen varcn, daz dich dez genügen sol > vnd daz dir mit hülfe gots ein gute ende werde. Du solt ouch nicht besorgen, das wir aus disen landin ziehin, ee i daz die obgenanten boten Herwider kumen, wann wir hie in disen krcizzen lange belibcn vnd mit Haus sitzen wellint vnd war- j ten vnsire kunginne, die zu vnS kumen sol vnd wollin nicht anderSwo hin varcn, wedir gen Frankreich noch gen Lützen- s bürg. Ez Helte auch nicht wol geraten, ob wir den sachin Helten mit kriege vnd mit hertikcit angriffen, do wir ^ in den selbin landin waren, wanne der lantfrid in Franken und in Swabin dannoch nswir waz, vnd mochte vns ^ nicht wol darzu gelazzin. So waz ouch dannoch nicht geniachit der lantfrid in Elsazzin, do is gar vbil stund, vnd j dorzu waz ein grozzer krieg vmb disen Stift zu Meintz, doran dez RichiS macht allirmeiste ligit in tlisen landin. Nu I haben wir von GotS gnadin denselbin krieg also verrichtit, daz wir hofnen, daz vns dein sache abir deste bnz iverd ^ zu handin gend. Dorubir hette es die zeit nicht geliitten, daz wir in derselbin deyn sachin Helten einen krieg > angchcbit, sint es winter waz. Gebin zu Meintz an dem hciligin obcrstin tag, In dein achten Jarc vnsirr Reiche." Pergamentene Urkunde mit Spur aufgedrückten Siegels, vgl. Schweizerisches Museum, I. 252. Ssw. Zürich. 25. April (an saut Marcustag). Staatsarchiv Zürich. Kaiser Carl IV. macht einen Waffenstillstand zwischen Herzog Albrecht von Oesterreich einerseits, Zürich, Lncern und allen ihren Eidgenossen anderseits, während seiller Friedensunterhandlnngen zwischen ihnen: „Wir Karl, von gots gnaden Römischer kung, zu allen Zeiten merer dez Riehes vnd kung zu BeHeim. Verkünden vmb die stözz ^ vnd mißeheltunge tzwischen dem Hertzogen von Österlich einhalb vnd den von Czurich, von Lutzern vnd allen iren Eist- j genozzen, steten vnd leyndern, die zu in gehörent, andirhalb: Do wir ietzuud vnder in richtung gern machten vnd j tehding suchtin, do haben beredit mit beider teil wizzen vnd willen, daz sie zu beidersiten mit cynander guten j frid haben sullent, welchir teil den andern an recht nicht schädigen noch angreiffen alle die weil vnd wir tetzding j werben vnd richtung suchen. Menne aber nur die teidinge absagen vnd den frid zu beiden siten mit vnsern offenen ^ bliesen, dornach dir nechsten vier wochen sullent si dennoch gctrüen frid mitetznander haben. Vnd sol dis also yet- ^ widirin teil seinem rechten vnschedlich sin, au alle geuerde. Mit vrkund diz briefs vcrsigilt mit vnserm angedrukten > Jnsigil. Gebin zu Czurich nach Crists geburte dreytzcn hundert Jare, darnach in dem vier vnd fünstzigstcn Jare an j sant Marcustag dcz heiligen Ewangelisten, in dem achten Jarc vnsirr Reiche." Pergamentene Urkunde mit aufgedrücktem königlichen Landfriedenssiegel. Angeführt bei Tschudi, I. 429. Zürcher antiquarische Mittheilungen II. 84. Schweizerisches Museum, I. 252. S4» S. 2l). Jllltl (Freitag vor St. Johann Baptist). Staatsarchiv Zürich. Der römische König Carl IV. kündet Zürich und dessen Eidgenossen den zwischen ihnen u»d Herzog Albrecht von Oesterreich gemachten Waffenstillstand ans und sagt ihnen mich seinerseits ab: „Karl, von Gotes gnaden Römischer kung, zu allen Zeiten merer des Reichs vnd kung zu BeHeini. Euch dem Burgermeister, dem Rate vnd den Bürgern gcmeinlichen der Stat zu Czürich > sagen wir vf die vorrede, die wir zwischen dem hochgebornen Albrecht, Herzog zu Oester- j reich, zu Steyer vnd zu Kernten, vnserm lieben Oheim vnd fürsten an eynen teyl, euch, > ewern Etztgenozzen vnd Helfern an dem andern gemachit vnd gelubit Helten. Mit vrkund Juni 1354. ditz brieucs vcrsigclt mit vnserm künglichem grösten Jnsigel, der geben ist zu > Negcnsburg nach Cristus geburte dreu- zehenhundirt Jare, darnach in dem vier vnd j fünszigistem Jare, dez nechsten freitags vor santh Johans tage des heiligen Baptisten, ^ in dem achten Jare vnsir Reiche." Perganicutene Urkunde mit anhängendem grasten königlichen Majestäts-Siegel. Karl, von gots gnaden Nönüscher kung, zu allen Zeiten merer dez Reichs vnd knng zu Beheiin. Jr, der Burgermeister, der Rat vnd die Bürger gcmeinlich der stat zu Czurich, eivcr Eytgcnozzen vnd ewer j Helfer sullit wizzen, sintdemal daz der hochgeborne Albrecht, Herzog zu Osterrich, zu Steyer vnd zu Kern- j ten, vnsir lieber Oheim vnd surfte, vmb fulche missehrl, als zwischen im an einem teil vnd euch an dem ^ andern gewessin ist vnd noch ist, dez rechten vnd der mynne vf vns wolte gentzlich gangen sein vnd ir dez ^ nicht tun wollen, vnd wann nu wir nach der manunge, so vns der egcnant vnsir oheim getan hat vnd als wir im i ouch gebundin sein zu helfen, nicht mochten noch mugin überhebit werden wir müzzen im seiner Rechte hcl- ^ fen, So nichlen vnd wollen wir ouch dem obgennnten vnserm Oheim bcholfen sein seinez Rechten wider euch vnd j alle ewer Eytgenozzen vnd Helfer vnd meinen ouch ewer veynd zu seyn vnd wollen vns mit diser rede gen euch i bewaret haben. Mit vrkunde diz brieues, versigilt nnt vnserm angedrukten Jnsigel, der geben ist zu Regensvurg > nach Crists gcburtte dreuzehen hundert Jar, dornoch in dem vier vnd fünfzigsten Jare, dez nechsten frey- tags j vor santh Johans tage dez heiligen Baptisten, in dem achten Jare vnsir Reiche." Pergamentene Urkunde mit aufgedrucktem königlichen Siegel. Abgebruckt Tschudi, I. Burgdors. l. März (Sonntag nach St. Matthias). Archiv Obwalden. Waffe nstillstalld zwischen dein Grafen Eberhard von Kyburg, Landgrafen in Bnrgnnd, einerseits, und Zürich, Lucern, Nri, Schwyz, Unterwalden uild allen, die zu ihnen gehören, anderseits, mit Sicherheit für dieselben im Bereich der Schlösser Ilnterseen, llnspnnnen, Balm und Oberhosen. Nach der Absage sollen der Friede und die Sicherheit noch etilen ganzen Monat fortdauern. Beilage 26. Ncgensliurg. 17» 31», 23. n»d 25. Juli. Staatsarchiv Zürich. Der Regensburger Friede: 4. Rudolf Brun, Ritter, Burgermeister, der Rath und die Bürger gemeinlich der Stadt Zürich Urkunden, daß sie mit Herzog Atbrecht von Oesterreich um alle Stöße und Kriege, welche er und die Seinigen mit ihnen und deil Ihrigen bis zu diesem Tage gehabt haben, lieblich und freundlich vereint und berichtet seien, iüct. an dem nechsten Donrstag nach saut Marien Magdalencn tag, 23. Juli) Beilage 27 Gegenbrief Herzog AlbrechtS Zill, an phiichtag nach saut Marie Magdalenetag, 23. Juli) Beilage27 i!. Herzog Mbrecht voir Oesterreich gebietet am gleichen Tage (Negensburg 1355, Donstag vor St. Jacobstag) dem Albrecht von Puchheim oder wer sonst sein oder seiner Erben Landvogt im Argan und Thnrgau ist, sowie den Landvögten zu Kyburg, Baden, Rothenburg und Wesen, daß sie den Burgern von Zürich, nachdem dieselben mit ihm, dein Herzog, nun über alle bisherigen Streitigkeiten sich gerichtet haben, nach 5ün>t der darüber ausgestellten Briefe, Hülfe und Beistand leisten mit Land und Leuten und sich ihnen mit Eiden verbinden „die weil ir unser pfleg vnd ainpt inne habt", für den Fall, daß jemand die von Zürich »von der pünde vnd gelüpt wegen, die si vns getan habent, weit angreifeil oder beschedigen". Pergamentene Urtnndc mit abgeschnittenem Siegel im Staatsarchiv Zürich. 40 August 135S. ». Kaiser Carl IV. bestätigt die Sühne zivischeu Herzog Albrecht uud Zürich unter Aufnahme des unter ^ genannten Briefes in sein Friedcnsinstrumeilt cid. Negensburg 1355 an sant Jacobstag des Zwölf- boteu (25. Juli). Beilage 27 0. 504. Zürich. 1563, 18. August. Chronil Heinrichs des Truchsessen v°» Dicßenhosen, °ä. Höger. S. 21. Der Negensburger Friede wird in Zürich publizirt und von den Zürchern, den Waldstätteil und dem Landvogt von Oesterreich (Albrecht von Puchheim) beschworen. -Lt, oodom nicmoo M aiiuc- (mens« Xuguoli 135S) XV. EM. Loxt. kaow Mit c-°noc>vdia intor DImrioonsoo vt Vailonsos sx uns. ot dominum XtdorMm duc-oin Xustris ex xarts »Itora oaxor disssnsions, guao diu ants cum VMMnsidus duraverat Xl, »nnin, »od oum 'I'Iiuric -susMnn Illl. -rums MnMm, ot »pproUnt» ot xuMicmM Mit oonooidi» '1'üurogi xinodiot» dio in oppido 't'iruiioonsi, xrnosontiUus VaUonsMus ot advooato xraodioti voinini duois, gni oonoordiam Uinoindo saravevunt XV. E-ü. Loxt.» Die Beschwörung durch Zürich wird bezeugt durch die Briefe Herzog Albrecht» vom 31.October 136o, S.^anuar 1..67, 4. Januar 1363, unten Abschiede 116, 126, 121. Vgl über den Negensburger Frieden und dessen Annahme durch die Eidgenossen die Abhandlung von G. v. Wyfi nu Anzeiger für schweizerische Geschichte. Jahrgänge 1666. 1867,im Gegensatz zu der Ausfassung von Tschudi, I. 436-466 und den übrigen eidgenössischen Geschichtsschreibern. Den Schlüssel zur historischen Würdigung der Frage über den Negensburger Frieden gibt der von Wysi nicht hinlänglich in Betracht gezogene Brief Herzog Albrechts an seinen Landvogt Albrecht von Puchheim u. a. vom 23. August, Abschied 163, v. Der Friede wurde von Zürich allein geschlossen, aber die Lage gestaltete sich so, daß die Eidgenossen genöthigt waren, denselben anzunehmen, um nicht durch die verbündete Vi acht Destereichs und Zürichs erdrüctt zu werden. Luecrll. 1566, 15. Februar (Montag nach St. Valentin). Staatsarchiv Zürich. Ja- dem Streite zwischen dem Gotteshause der Frauen in Zürich und gemeinen Landleuten zu Uri, betreffend die von letztern im Lande Uri eingenommeneil Nutzungen lind Zinse des Gotteshauses, worüber beide Theile je zwei Schiedrichter zu dem Gemeinmann Ulrich von Wolfenschießen, Ammann zu Unterwalden gesetzt hatten, tritt der letztere dem Urtheile der Zürcher Schiedleute Johannes von Hottingen und Johannes Wetzwyle bei: „Sit in Vilser Eitgcnozschaft gesworneil buntbriefen eigenlich beret und verschriben wer, das uicniau den andern in unser buntnuz des sineu an recht entweren sol, waz ouch die von Vre ininer Vroweu der Ebtlischin und ir gotzhus Zürich ziiisen oder nutzen von dekeinem ir gute genomeu oder entwert hetten, das sy nach dem brief, so ein Lantamman und daz land ze Vre demselben gotzhus versigelt geben hettin und mich nach dem Brief unser geswornen buntnuz mine Vrowen und ir Gotzhus der selben zinsen wider weren vnd in gewer sastin und man aber dann darnach tete als recht wer". Abgedruckt im GeschichtS freund, VIII. S. 07, April 1356. 10« Zürich. 29. April (Freitag vor S. Philipp und Jacob). Staatsarchiv Zürich. Albrecht von Buchheim, Herzog Albrechts von Oesterreich Hauptmann und Landvogt iu Argau, Thurgau, Glarlis, Elsaß, Suudgnu, Breisgnu uud auf dem Schivarzivald, schließt mit Rudolf Brun, Burgermeister, ^'»i Roth uud deu Bürgern der Stadt Zürich eiu Büuduiß zu gegenseitiger Hülfe mit ganzer Macht bis nächsten Martiustag (II. November) und von da au aus fünf Juhre innert einem Buudeskreise, dessen Grunzen genau bezeichnet, sich von dem Gebirgskamm zwischen Arlberg, Septimer, Gotthard und dem Nhonethal und Genfersee bis Atorges im Süden, dem Jura und Wasgauergebirg im Westen, einer Linie von Bregenz bis 'bothivcil im Osten, bis nach Epinal und an den Schwarzwald im Norden erstrecken. Innert diesem weiten Gebiet leistet jeder Theil dem andern in eigenen Kosten die Bnndeshülfe ans eidliche Erkanntniß und Mahnung des Angegriffenen. Bei jähem Angriff sollen die nächstgelegenen Städte, Besten :c. sofort Hülfe leisten, bei Feldzügen oder Belagerungen finden vorläufige Bcrathungen der beiden Thcile statt. Niemand soll den andern verhaften oder verbieten ausgenommen den rechten Schuldner oderBürgen, niemand den andern um weltliche Sachen vor geistliches Gericht laden, jeder Kläger um Geldschuld den Beklagten vor dem Richter seines Wohnorts klangen, nur im Fall der Rechtsverzögerung oder Rechtsverweigerung mag einer sein Recht weiter suchen, ^orbehalten werden von österreichischer Seite das römische Reich, der Herzog von Lothringen, der Graf von Srvopen, der Bischof Johannes von Basel, der Graf von Württemberg und die Städte Bern und Solothnrn ^9 so lang, als der Herzog von Oesterreich mit diesen Herren und Städten verbündet ist. Bon Seite Zürichs werden vorbehalten das Reich, die Eidgenossen von Luccrn, Uri, Schwpz und Nnterwalden, auch Schaffhansen f>ü die Dauer des Bündnisses mit dieser Stadt. Dieses Büuduiß soll auch dem jüngst geschlossenen Frieden uünchs uüt der Herrschaft Oesterreich keinen Eintrag thnn, gegenthcils soll derselbe gewissenhaft beobachtet werden. >ü'der»iann, der in diesem Bündnis; begriffen ist, soll sein Recht suchen, wo es billig und nach Recht gesucht werden sali, und jedem soll auch am betreffenden Orte Recht gehalten werden. Wenn irgendwo in der Herrschaft Oester- iuch Landen die Gerichte aufgeschlagen wären, so sollen die von Zürich Recht sucheil und nehmen vor dem Land- w'gt und sechs Nöthen oder Amtleuten der Herrschaft und mit ihnen Tag leisten, mit denen niderhalb dem Hauenstein und Bützberg zu Brugg, mit denen oberhalb des Hauensteins und Bützbergs zu Dietikon. Wollte bmand dem Recht ungehorsam sein, so sollen beide Theile einander gegen solche helfen. 'Beide Theile .'Muten sich ihre Freiheiten, Rechte und guten Gewohnheiten vor; insbesondere verpflichtet sich der Landvogt Manien seines Herrn, eintretenden Falls behülflich zu sein, daß Burgermeister, Rath lind Zünfte von Ullrich bei ihrer Gewalt, ihren Rechten und Gesetzen bleiben, wie sie selbe in dieses Bündnis; gebracht haben. — Herzog Albrecht von Oesterreich ratifizirt dieses Bündniß durch Urkunde ckä. Wien am Auffahrtsabend G- Juni) 135g. Abgedruckt Tschudi, I. 442—446, angeführt Schweizerisches Museum, I. S. 2V2. k 42 Juni I3QK. 456k, 9. INN? (am nächsten Donstag nach der Ausfahrt). Archiv Schwyz. Die „Nichter und Lantlüt" voi? Uri und Schwyz machen auf fünf Jahre und weiter bis auf Absagen ciu Uebereinkommen bezüglich ihrer Alpen und Gemeinmarken: 1) Alle dießsalls bis zu diesem Tage entstandenen Stesse und Mißhellungen sollen abgethan sein. 2) Wer sein oder anders Vieh über die Markzeichen oder die in den gegenseitig einander gegebenen Briefen festgesetzten Gränzen hinaustreibt, mag von denen, deren Landmarch übertrieben oder überfahren ist, gepfändet werden; dh? Pfänder soll man in den nächsten Staffel treiben nach Laut des gegenseitig gegebenen Landmarchbriefes. Will derjenige, dessen Vieh also gepfändet ist, dasselbe „dannan trösten in des Nichters haut, von des Lantmarch gepfendet ist", so mag er es thnn in den nächsten acht Tagen; thäte er es nicht, so mag der, so gepfändet hat, die Pfänder behalten mit der Nechtnng, die der »('genannte Brief meist. 3) Wer demjenigen, der also pfändet, das Pfand wehrt, gibt 10 Pfund Pfennige zur Einung. 4) Behauptet der Gepfändete, er sei an einem Orte gepfändet, wo es nicht geschehen sollte, so kann der, welcher gepfändet hat, vor seinem Richter seine Unschuld darthnn, so lange nicht durch zwei Zeugen das Gegentheil erwiesen ist. 5) Wäre einer so arm, daß er das Einungs- geld nicht geben könnte, so soll ihn? vom Gericht das Land verboten werden, in den? er seßhaft ist, und niemand soll ihn da enthalten, bei eigner Einungssälligkeit und Verhannnng im Unzahlbarkeitsfalle. 6) Uri gestattet den Schwpzern über „die schöne kulme" zu Alp zi? fahren und ab Alp nieder „dur den But vnd über Verenswand". Ueberhaupt möge bei der Ans- und Abfahrt jeder Theil durch des andern Land fahren, doch möglichst unschädlich. Wer zur Unzeit abfährt, soll ans Verlangen des Pfändungsbcrechtigten schwören, daß er nicht anders fahren möge. 7) Beide Theile sollen einander helfen, Marchzeichen allenthalben, wo es nöthig ist, aufzurichten. Pergamentene Urkunde mit anhängenden Siegeln voll Uri und Schwyz. 108. 1. Juli (ze tilgendem Höwmcmot). Tschudi: Chronik I. IN!. Kaiser Carl IV. gebietet den Eidgenossen, Zug und Glarus aus ihren Bünden zu entlassen und den Herzog voi? Oesterreich daran nicht ferner zu irren, ansonst er die Reichsstände gegen sie aufmahnen werde. Nach Königshofens Chronik, I. Jahrbuch von KiaruS, III. Nr. 70, S. WS. Die Urkunde besitzen wir nicht. — Vergleiche oben die Anmerkung zum Regensburgersrieden, Abschied 104 und die dort citirte Abhandlung von G. v. Wpß. August 1357. 43 SM). 45Z7, 16. August (mornendeß nach vnser Vrowentag ze Ougsten). Staatsarchiv Luccr»: AeltcstcS Burgcrbuch. Bl. lv. b. Streit zwischen Llieeru und Uri „von des vertes wegen ze Flnelon" — „und was der stos darninb, bas die von Flnelon sprachen, die bnrger von Lncern söltcn liber se hervs mit ir kalifmailschaft ze leiti vnren nls vlich ander geste. Da ander retten die Burger von Lneern vnd spracheil, das st von Alter har also komen weren, wenne st mit ir koufinanschaft gen Flnelon kamen, daß si dannen füren mit eim ieklichcn, cr were von Brunnen, von Kußnach, von Alpnach, der sie als nechst dannen flirte". Des Streites „nnter- wanden" sich die Eidgenossen von Zürich, Schwpz und Unterivalden, bei denen auch Boten von Berit waren. Aicern und Nri „getrnweten" diesen den Streit zu bnndesgeniäßer Entscheidung. Die Boten der Eidgenossen legten Lncern als dem klagenden Theil den Beweiscid mit sieben Männern für das behauptete unwidersprochene Herkommen auf. Darauf stellte Lncern einundzwanzig namentlich genannte Bnrger, welche den Eid leisteten. „Do richten si vns mit einandcrn tngcntlich vnd srüntlich, das wir von Flnelon füren vnd aber si von Lncern mit vnser koufmanschaft vnd andern: vnsern: gute, mit wem wir aller nahest von stat »lochten kommen". Abgedru^t im Geschichtsfreund, XXII. S. 279. SI <>. 13. November (Zistng nach St. Martistag). Staatsarchiv Bern: Landschaftsarchiv von Oberhaslc. Boten von Bern, Lucern, Uli, Schwpz und Unterwalden schlichten einen Viehcinungsstreit zwischen der Eiriiossaine des Haslebcrgs und Heinrich ab dein Brunnen von Unterwalden. IRt IZZ9, 31. Augtlst (ze vsgendem Ougstcn). Staatsarchiv Lncern. Schultheiß, Rath und Bürger der Stadt Lncern und die Landlente der Länder Uri, Schwpz und Unterwalden verbriefen den Kirchgenossen vo:: Gersau und Weggis deren gleichzeitige Aufnahme als Eidgenossen »> den ewigen Bund der vier Orte. Beilage 23 11. Gegeilbrief der Kirchgenossen an die vier Orte. Beilage 23 It. tRT 17. LN'tober (Donstag nach Gallus). Staatsarchiv Zürich. 4.. Herzog Friedrich von Teck, der Herzoge von Oesterreich Hanptmann und Landvogt in Schwaben, bsti, ^niidgau, Thlirgan und Argau, erneuert im Aliftrage Herzog Nndolfs lind seiner Brüder das 44 October 1359. Bttndniß, welches Albrecht von Buchheim, zu den Zeiten Hauptmann und Landvogt Herzog Albrechts sel., mit der Stadt Zürich auf fünf Jahre gemacht, und wovon nun auf St. Martinstag drei Jahre verflossen sind, in der Weise, daß dasselbe für alle unter seiner Verwaltung stehenden Länder von nächstem St. Martinstag ail sieben ganze Jahre unverändert fortdauern soll. Urk. ckä. Zürich, Donstag nach St. Gallentag. Pergamentene Urkunde mit anhängendem AmtSsivgcl Herzog Friedrichs von Tel, abgedruckt im Solothurncr Wochenblatt, isso, S. S00. L. Herzog Rudolf, für sich und seine Brüder, bestätigt die von seinem Hauptmann und Landvogt, Herzog Friedrich von Teck abgeschlosseile Verlängerung des Bündnisses mit der Stadt Zürich um fünf Jahre „also daz si mit den zwain Jaren, als st vormals, stund, noch weren sol hinnenthin siben Jar". Urk. ckck. Wien (am Mittichen nach St. Elsbethen tag.) Pergamentene Urkunde mit anhängendem großen Reitersiegel Herzog Rudolfs, abgedruckt bei Tschndi, I. tds. Solothurncr Wochenblatt, isso S. ssl. Zu dieser Bundeserneuerung gehört auch der Brief Herzog Rudolfs üä. Krems 11. April 1359, wodurch er den Burgermeister Brun in seinen Dienst nimmt. Wir besitzen den Gegenbrief Bruns vom 29. September: „Ich Rudolf Brun, Burgermeister ze Zürich vergich vnd tun kunt offenlich mit disem brief. Wan mich der durch- luchtig j hochgeborn fürst, Herzog Rudolf von Oesterrich, min gnediger Herr, in sinen vnd der hochgebornen sürsten Herzogs Friderichs, Herzog s Albrechts vnd Herzog Lütpolts, siner gebrttder, Rat vnd geheim vnd in ir fnnder gnad, schirm vnd dienst genomen hat, so han ich j denselben minen Herren von Oestrrich gelobd vnd verheizzen mit minen trüwen vnd mit disem gegenwürtigen briefe, vnd han ouch s darüber gesworn einen gelerten eid zu den Heilgen, daz ich inen vnd irn Erben vnd ouch allen iren amptlüten alle die wile s so ich leb, dienen vnd inen beraten vnd behulsen sin sol getrewlich vnd erberlich in allen fachen vnd daz ich allen iren schaden f heimlich vnd offenlich wenden vnd allen iren nutz vnd er fördern sol mit Worten vnd mit werken, als verr ich mag, an geucrde, ^ vnd daz ich ouch min ganze trüwe vnd warheit rechteklich vnd erberlich haben vnd leisten sol wider allermenklichen, nieman s vsgenomen ane allein den Römische» keyser vnd die Burger der Stat Zürich vnd alle min vnd derselben Statt Eitgnozzen. Doch sol > mich dieselbe Eitgnozschaft nit irren an der richtunge vnd süne, die wilent der hochgeborn fürst, Herzog Albrecht selig von Oesterrich s vnd der egenant inin gnediger Herre Hertzog Rudolf von Oesterrich, sin sun, nu ze iüngst nnt der egcnanten Stat Zürich vnd mit iren Eitgnozzen s genomen vnd gemachet habent, sunder daz ich inen dieselb richtunge vnd süne mit allen puncten vnd artigkcln in aller der mazze j alz si vcrschriben vnd gesworn ist, stethaben, fördern vnd volfüren sol, gentzlich vnd getruwlich an alle geuerde. Vnd darumbe hat der ! egenant min gnediger Herre, Herzog Rudolf von Oesterrich in sinem vnd der vorgenanten siner Brüdern namen mir vnd minen Erben vmb denselben j vnsern dienst, den wir inen getrüwlich tun söllen, verheizze» vnd geben mit sinem offen versigelten briefe tusent gülden, voller, swerer vnd guter ^ slorentiner gewicht vnd Hand mir vnd minen Erben dafür gesetzt ze einem rechten »verenden phande hundert gülden geltes vff ir ^ Störe ze Glarus in dein oberN Ainpte, die ir vogt ze Glarus, »ver der je den Zeiten ist, mir vnd »innen Erben alle Jar vff sant s Martins tag richten vnd geben sol ane alle irrunge vnd ane alles verziehen. Vnd füllen ouch ich vnd »nine Erben dieselben hundert s Gulden gelts von der egenanten Störe inne haben vnd niezzen ane allen abschlug, alz lang vntz daz der vorgenant Hertzog Rudolf von Oesterrich s in dem namen als darvor oder sin Erben mir oder minen Erben die vorgenanten tusent Guldi geltent vnd verrichtent gar vnd gentzlich, vnd > füllen ouch »vir demselben minem Herrn Hertzog Rudolf vnd sinen brudcrn vnd Erben derselbe losunge statt tun vnd gehorsam sin, wenn s si wellent vnd si es gcineinlich oder dheiner vnder inen sunderlich a» vns vordrent, ane alle Widerrede vnd geucrde. Dar über hat »nir s ouch der obgenant min gnediger Herr Hertzog Rudolf von Oesterrich in dein namen alz da vor sunderlich zu minem libe durch der gnaden vnd s liebe willen, die'er zu mir hat, vnd ouch vmb die dienste, die ich im getan han vnd noch fürbazzer getrüwlich tun sol vnd mag, ge- j schaffet vnd gegeben ze rechtem lipding mit sinem offenen briefe recht vnd redlich, ze enden miner wile, von der egenanten siner Stüre j ze Glarus alle Jar, die wile ich leb, hundert Guldi, die mir ouch sin Amptman daselbs richten vnd geben sol, Jerlich vf das vorgenant s Zil ane alles verziehen. Wenn aber ich von diser weite gescheiden, das got lang wende, so sol dem vorgenanten minem Heren von Oesterrich s sinen brüdern vnd erben dassclb lipding, die hundert guldi geltes, ledig sin gentzlich ane alle irrunge, vnd sullent mine Erben nichtz j nicht damit ze schaffende haben. Wa oder wann ich ouch an der egenanten miner gnedigen Herren oder ir Amptlüten Rate bin, j da sol ich wisen vnd raten das beste, des ich mich verstan vnd sol ouch daselbs alle geheim Helen vnd verswigen, vngeuarlich, bi s guten guten trüwen. Vnd des vnd aller vorgeschobenen dingen ze warem Vrkund han ich October 1359. 45 min eigens Jngesigel für mich vnd alle j min Erben osfenlich gehenkt an disen brief, der geben ist ze Zürich an sant Michels tag, Nach gots geburt, tusend j drühundert vnd fünftzig Jaren vnd darnach in dem nündcn Jare." Pergamentene Urtunde mit anhängendem Siegel, im Staatsarchiv Zürich, abgedruat Jahrbuch von GlaruS, Urlundc 70 S. 235. LichnoivSly IV. p, VI.XXX> Rcgesten 3g. rsa. gibt den Brief Herzog Rudolfs ilti. llremS Ii. April 1SSS. IIS Nürnberg. 1.">(il, 31. März (Mittwoch nach dem hl. Ostertag). Archiv Schwyz. Kaiser Carl IV. nimmt die von Zürich, Uri, Schwyz und Unterwatden in seine besondere Gnade und seinen Schirm. Pergamentene Urkunde mit anhängendem kaiserlichen Siegel. 114 Constanz. 1562, 27. Februar (Sonntags nach Mntthie). Staatsarchiv Zürich. Carl IV. nimmt die Stadt Zürich in seinen und des Reiches Schutz und Schirm lind gelobt, falls er auf Erkanntniß der Mehrheit des Nathes gemahnt werde, ihr mit aller Macht gegen Angriffe auf ihre Rechte und Besitzungen beizustehen. Auf den Fall, daß er nicht im Lande wäre und deßhalb nicht gemahnt werden könnte, sorgt der Kaiser dafür, daß seine Landvögte in Schwaben lind Elsaß und die Reichsstädte Constanz, St. Gallen, Lindau, Ravensburg, Ueberlingen und Buchhorn ihnen auf ihre Mahnung mit Leib und Gut zu Hülfe kommeil sollen. Dieses Bündniß dauert bis zwei Jahre nach des Kaisers Tod. Der Kaiser bestätigt auch das Bündniß derer von Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden und derjenigen, die zn ihnen gehören, so daß dasselbe demjenigen mit dem Kaiser vorgeheil soll. Regest Nr. 137 bei G. Meyer v. Knonan, Archiv für schweizerische Geschichte I. 118. 115 Zostltgen. 45N5, 28. September (St. Michaclsabcnd). Staatsarchiv Bcr». -4.. Bündniß zwischen der Stadt Bern lind dein Grafen Johann von Froburg als Landvogt der Herzoge von Oesterreich im Argau, Thurgau, Elsaß und Sundgau: 1. Beide Theile verbünden sich zn gegenseitiger Hülfeleistnng mit ganzer Macht innert einem Kreise, der vom Lausannersee bis Burgund iniv Argau zwischen Are nnd Nenß bis zu deren Zusammenfluß bei Windisch geht. Außerhalb dieses Kreises hilft Oesterreich der Stadt Bern mit 200, Bern der Herrschaft Oesterreich mit 100 bewaffneten Fußknechten in eigenen Kosten jeweilen einen Monat lang nach geschehener Mahnung. 2. Oesterreich behält vor alle Herren, Städte, Länder und Leute, mit deneu es in Bündniß und Verpflichtung steht, alle seine Vasallen, Dienstleute, Bürger und Landstädte; Bern behält vor den Grasen von Savoyen, Freiburg, Uri, Schwyz, Unterwalden, Hasli, Gerlingen, Marten, Biel, Solothurn, überhaupt alle seine Verbündete», auch Thun, Burg und Stadt, nach Inhalt der Briefe, die es dann» hat; beide Theile behalten das heilige römische Reich vor. 3- Das Bündniß 46 September 1363. dauert bis Weihnachten und von da an zehn Jahre; während dieser Zeit ist gegenseitige Sicherheit, niemand soll den ander,: in seinen: Besitze gewaltsam stören, bei Todtschlägen, Aufläufen, Naub und Brand sollen beide Icheile den Beschädigten zun: Rechte helfen. 4. Jeder Theil gibt drei namentlich genannte Männer, welche mit den dreien des andern Theils sowohl bei gemeinsamen Angelegenheiten, Mahnung zu Kriegszügen zc., die Sachen vorberathen, als bei Streitigkeiten Schiedrichter sein sollen. Obmann ist, je nachdem die Sache den einen oder den andern Theil angeht, der österreichische Landvogt oder der Schultheiß von Bern. An diese letztern ist auch jede Mahnung zu richten. 5. Während der Zeit dieses Bündnisses soll kein Theil neue Bündnisse eingehen, außer mit Wissen und Willen des andern, Bern behält sich jedoch die Eideserneuerung mit seinen alten Bundesgenossen vor. 6. Bei Ansprachen des einen Theils an den andern oder die Seinen tritt schiedsgerichtliches Verfahren mit gleichen: Zusatz ein, die Dingstätten sind Zofingcn oder St. Urban. 7. Um Geldschulden gilt das Forum des Angesprochenen; Niemand soll gepfändet oder verhaftet werden außer der gichtige Gelte oder Bürge. 8. Niemand soll den andern um weltliche Sachen vor geistliche Gerichte laden. 9. Wenn das heilige Reich unbesetzt ist, mag Bern sich einen Herrn kiesen nach seiner Handfeste, doch soll dieses Bündniß die vorgenannten zehn Jahre hindurch in Kraft bleiben. 10. Nach fünf Jahren soll auf Mahnung eines Theils dieses Bündniß mit Eiden erneuert werden. 11. Wenn die Herzoge von Oesterreich einen andern Landvogt an die Aeinter setzen, so soll der neue Landvogt, ehe er Besitz nimmt, schwören, das Bündniß zu halten, ebenso jeder neue Schultheiß zu Bern. 12. Wenn bei Ausgang des Bündnisses die Contrahenten in einen: gemeinsamen Kriege begriffen wären, so soll die Hülfe fortdauern bis zum Ende des Krieges. Pergamentene Urkunde mit anhängenden Siegeln des Landvogts und dreier herzoglicher Näthe, abgedruckt Solothurner Wochenblatt, iSLli, S. 341. II. Rudolf IV., Herzog von Oesterreich, für sich und seine Brüder und Erben, bestätigt dieses Bündniß durch Urkunde, gegeben zu Jnnsbruk an: Donstag vor Simonis und Judä (26. October) 1363. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt, 1S2», S> S8S. LichIIowsky, IV., Regest .">20. Nach Solothurner Wochenblatt, 1814, S. 327Erneuerte Herzog Rudolf am 2. November darauf auch mit Solothurn das Bündniß. I II. Wien. 31. Oetober (Allerhciligenabcnd). Staatsarchiv Zürich. Aufforderung Herzog Albrcchts voll Oesterreich an Zürich, den Regensburger Frieden neuerdings zu beschwören. „Wir Albrecht, von gots gnaden Hertzog ze Oestcrrich, ze Styr, ze Kernden vnd ze Chrain, graf ze Tyrol zc. cmbieten den j erbern wiscn, vnsern sundern lieben, dem Burgermeister, dem Rate vnd den Burgern geineinlich der Statt Zürich vnsern grus vnd alles s gut. Wan »vir mit erbern lüten vnd mit vnsern briefen wol vnderwiset sin, daz die Zeit nu hin ist, daz ir vnd alle üwer purger die j Sechtzehcn Jaren alt vnd elter sint, aber nu sweren sullent als ir ouch vormals gesworn hant, stet ze haben die richtung, die hie- s vor seliger gedechtnuße der hochgeborn fürst vnscr lieber herre vnd vatter Herzog Albrecht von Oesterrich, dem Got genade, zwischen vns s vnd üch gemachet hat, Darumb von des durchlüchtigen fürsten, vnseres lieben bruders Herzogs Lüpolds von Österrich vnd vnser sclbs ^ wegen vorder» wir, als der Elter vnder vns, an »ich vnd manen ouch mit disem offenen briefe üch alle gemeinlich vnd üwer ieklichen s sunderlich by den Ayden, die ir vns darumb gesworn hant, dz ir alle gemainlich vnd üwer ieglicher der Sechtzehn Jaren alt vnd > elter ist, in gegenwürtichheit vnsers getrüwen lieben Petermanns von Torberg, vnseres Lantvogts, vnd etlicher vnseres Rats da oben ^ die er mit im nein, swcrent alle mit einander gemainlich vnd wizzentlich vf einen genanten vnd wizzentlichcn tage, der darzu s sunderlich verkündet vnd genomen si, stet ze halten, gentzlich ane alle geuerde vnd ze volfürn getrüwlich die egenant Richtung j vnd Süne, in alle der mazze vnd in allen den puncten vnd artigkeln als die Richtungbriefe geschriben October 1365. 47 staut, die ir dein vorgenanten ! vnserin Vatter setzen zu vnsern Händen ober die selben Richtung vnd Süne gegeben hant^ versigelt mit üwern vnd der cgenanten üwer Etat > Zürich gemeinem vnd anhangendem Jnsigcl. Wir geben auch sllr vnS vnd den egenantcn vnsern Bruder dem vorgenanten Petermann ! von Torberg vollen vnd ganzen Gewalt, üch fürbazzer möchten ze manen an unser statt vnd in vnserm namen mitwortten j vnd mit briefen in alle der mazze als wir das selber tun darumb ane alle geuerde. Mit Vrkund ditz briefs geben ze Wenn j an aller heiligen Abent anno domini Millesimo Trecentesimo Sexagesimo Quints." Pergamentene Uickundc mit anhängendem herzoglichem Siegel. Vgl. Anzeiger sür schweizerische Geschichte, Jahrgang 1866, S. 53, Tschudi, 1.164 und oben Anmerkung zu Abschied 104. Die Antwort Zürichs auf diese und die folgenden Aufforderungen vom 2. Januar 1367 und 4. Januar 1363 (Abschied 120. 121.) ist nicht erhalten. Die Quelle von Lauffers, Beiträge II., S. 140, dießfälligen Angaben war nicht aufzufinden. s I? -.'»88, 14. März (an dem vicrzchndcn tag Merzen). Archiv Schmilz. Johannes Truopach, Landmann zu Schwyz, hatte Claus Winman vou Buochs, Landmauu zu Unterivaldeu, au der Kirchweihe zu Weggis erschlagen. Hierum hatten die vou Unterwalden und des Erschlagenen Freunde „stösse vno misshelli" wider die Laudleute von Schwpz und den Thäter. Ihre Freunde und Eidgenossen, die von Lucern vnd vou Uri, verglichen sie lieblich und gütlich auf folgende Weise: 1) Johannes Truopach gibt um des Erschlagenen Seele willen an ein ewiges Licht dreißig Pfund Pfenninge Siedler; 2) derselbe soll außer der Eidgenossenschaft von Lucern, Uri, Schivyz und Unterivaldeu so lange sein, bis ihm Walter un Brunnen, Claus Würsch, Ruedi Thomans, Heini Gander und Hartman von Matt heimzukehren erlauben; 3) sind die Fünfe zu streng, oder sterben sie, bevor sie ihn heimladen, so haben Peter vou Gundoldingen Schultheiß zu Lucern, Johannes Maier von Oertschvelt, Landammann zu Uri, Werner von Staus, Burger, M Lucern, Berchtold von Zuben, Landmauu zu Unterwalden und Conrad der Frauen von Uri, oder der Mehrtheil unter ihnen, Gewalt ihn gen Uri oder Schwyz zu laden, in beide Länder oder nur in eines; 4) in bUde Länder wird er auch geladen, sobald einer der letztgenannten Fünfe stirbt; 5) aber gen Lucern und Unterwalden soll er, ohne Urlaub der erstgenannten Fünfe, niemals kommen: es sei denn daß die vorgenannte Eidgenossenschast einen gemeinen Zug thut durch Lucern oder eine der drei Waldstätte, dann mag er die Fahrt mit ihnen wohl ziehen; ist aber Zug und Fahrt beendet, so stellt er sich unverzüglich wieder dahin, wo er sein soll. Den Vergleich verbriefen, für sich und des Erschlagenen Freunde ihre Landleute, die Landammänncr und die Landleute ob und nid dem Kernwald. Abgedruckt im Geschichts freund, I. 83. 4588, 6. Jnni. Stadtarchiv Thun. Die Landleute gemeinlich von Unterwalden „obrunt vnd nidrunt dem Kernwalde" künden der Stadt n-hun den Frieden auf, den sie seit lange mit ihr gehabt und zwar von ihrer Eidgenossen von Bern wegen „vnd von der buntnisse wegen, so wir zu denen getan haben". 48 Juni 1366. RIS 4 5KN, 29. Jlltti (an Sant Prters Tag). Archiv Schwyz. Graf Albrecht von Werdenden;, der alte, Graf Albrecht von Werdenderg, der junge und des letztern Sohn Graf Hugo vertragen sich gütlich mit denen von Schwyz, insbesondere mit dem Thiringer und dessen Erben nm Gefangenschaft wegen Glitten und Ansprachen. Pcrgamenüne Urkunde mit drei auhnugcndc» Siegeln. ISO. Wien. I5N7, 2. Januar. Staatsarchiv Zürich. Der Herzoge von Oesterreich erneuerte Aufforderung an Zürich, den Regensburger Frieden zu beschwören. Wir Albrecht und Leupolt, Prüder, von gots gnaden Herzogen zo Oesterrich, ze Steyr, ze Kernden vnd ze Krayn, Heren auf der Windischen March vnd zc Porttenaw, Grafen ze Habspurg, j ze Tyrol.zePhyrtvnd ze Kyburg, Marggrafen ze Burgow j vnd Lantgrafen in Clsazz, Entbieten den erbern weisen, vnsern besundern lieben, dem Bürgermeister, dem Rate vnd den Burgern j gemainlich der Stat ze Zürich vnsern grus vnd alles gut. Wan nach wisung vnd sag der hantfesti oder des briefes, den wir vnder üwcr Stat gemeinem vnd anhangendem i Jnsigel haben ober die richtung vnd süne, die der allerdurchleuchtigiste sürste, vnser lieber gnediger Herre vnd vatter, der Römische Keiser, zwischen dem hochgeborn fürsten ^ seliger gedechtnuße Herzog Albrecht von Oesterrich, vnserm lieben Herren vnd vatter vnd üch hievor zeRegenspurg gemacht hat, verlausten sind die Jar vnd die Zit, daz ir alle j Burger ze Zürich die sechzehen Jaren alt vnd elter sind, vns aber sweren sullent, als ir such vormals getan habent, stet ze haben die egenaut richtung; darnmb vordern wir s an üch wizzentlich vnd manen ouch ernstlich mit disem briefe, üch alle gemainlich vnd üwer yeklichen besunderlich by üwern trüwen vnd den ayden, die ir darumb getan habent ^ daz ir alle gemeinlich vnd eiver yeklicher sonderlich, der sechszeheu Jaren alt vnd elter ist, in gegenwürtikcit des Er- wirdigen Herrn Johansen Byschofs ze Brichsen, vnsers lieben ^ Kanzlers vnd unseres getrüwen Niklauses des Dreffidlers, vnserr erbern boten, ir ainS oder ir baider, die wir darumb an vnser stat vnd in vnserm nnmen zu üch senden l vnd wem si paide oder ir ainer vs vnsern Reten da oben zu inen nemen, vns swerent, als ir billig sellent, die vorgenant richtung vnd süne stet ze haben vnd ze volsüren ^ getrüwlich vnd gcnzlich, in allen den punkten vnd artikeln, als dieselbe richtung begriffen verschriben vnd versigelt ist, an alle geuerde. Wir geben ouch den vorgenanten Vyschof j Johansen von Brichsen, vnserm kanzler, vnd Niklausen dem Dressidler, vnscrin Ritter, in baiden mit einander gemainlich vnd ir yetwederm alain besunderlich vollen vnd ganzen j geivalt, üch an vnser stat vnd in vnserm namen mit vnserm vollen gewalte fürbazzer darumb ze manen mit warten vnd mit briefen, gegenwürtiklich vnd mit Kotten l vnd darzu ze reden vnd ze tun alles das, das wir selber darzu getun vnd gereden möchten, ob wir gegenwürtiklich by üch vnder äugen weren, vf solich maynung l redende, daz vns die vorgenanten ayde getan, volfürt vnd gesworen werden in aller der mazze als vorgeschriben stet vnd die egenant richtung weiset, ane alle geuerde. j Mit Vrkunt ditz briefs, geben ze Wienn am Samztag nach dem Jngenden Jare, Nach Krists geburd drew- zehen hundert Jar darnach in dem Siben vnd l Sechzigisten Jare. Pergamentene Urkunde nnt anhängenden großen Neitersiegeln der Herzoge Albrecht und Leopold in Gegenwart von vier herzoglichen Nöthen. Vergleiche Lichnowsky, Regest 834. Vgl. oben Anmerkung zu Absch. 104, 110. »SR Wien. 45NN, 4. Januar (am Zinstag vor dem zwelfteu tag nach Weihnachten). Staatsarchiv Zürich. Abermalige Aufforderung der Herzoge vou Oesterreich au Zürich zur Beschwörung des Regensburger Friedens: Die Herzoge Albrecht und Leopold von Oesterreich geben in Gegenwart ihrer Rathe und unter ihren März IM.8. 49 großen anhängenden Reitersiegeln dem Peter von Thorberg, ihrem Landvogt in Schwaben, Argau und Thurgan, Peter von Grünenberg, dessen Statthalter, Hermann von Brcitenlandcnberg, Johann von Frauen- stld und Egbrecht von Goldenberg, ihren Amtleuten, Nathgcbern und Boten volle Gewalt, Zürich zur Beschwörung der Richtung zu mahnen, welche unter Bestätigung König Carls IV. zwischen Herzog Albrecht sel. und der Stadt Zürich aufgenommen und besiegelt worden, allen gcmeinlich und jedem insbesondere, nebst Bollmacht alles dazu Erforderliche im Nmnen der Herzoge zu thun. Vgl. oben Anmerkung zn Nr. 104. Nr. 117. ISO. ITT Lucern. 4588, 7. März (an dem sibcnden Tag Mcrtzcn). Staatsarchiv Lncern. Der Thorbcrgische Friede: Peter von Thorberg, der Herzoge von Oesterreich Hauptmann und Landvogt in Schwaben, Argan und Thurgau, gelobt den Frieden, den „erwirdig, edel vnd frome Herrn" zwischen der Herrschaft Oesterreich einerseits, dem Schultheißen, dem Rath und den Bürgern zu Lucern, den Land- ammiinnern med Landleuten der Länder Uri, Schwyz und Untermalden und dem Ammann und den Burgern öu Zug und im Amte daselbst anderseits bis zum nächsten St. Jaeobstag und nachher auf einmonatliche Aufkündnng „betädinget" haben, zu halten. Inzwischen soll Bruder Rudolf von Homburg an den Kaiser, ^ ^'lbst, Peter von Thorberg, an seine Herrschaft von Oesterreich werben, daß der Friede vom genannten Si. Jacobstag (25. IM 1368) an auf zwei Jahre verlängert werde. Beilage 20. Die Erklärung derHerrschaft über eine Verlängerung dieses Friedens aufzwei Jahre ist nicht vorhanden, dagegen bildet die am 13. December 1369 unter Vermittlung von Zürich und Bern zwischen Herzog Leopold und Schwyz gemachte Verabredung wegen Zug (s. u. Abschied I2b) eine erste Verlängerung bis 11. Noveniber 1370. Wir haben kein urkundliches Zeugniß darüber, welchen von den am 18. December 1369 dem Herzog bis II. November 1370 eröffneten Vorschlägen derselbe angenommen hat. Nach der Aufforderung Carls IV. vom I. August 1370 (nicht 1371, s. u. Abschied 127) zu schließen, scheint er sich für keinen von beiden entschieden zu haben. Doch beweist schon die Urkunde vom Ib. März 1371 (s. u. Abschied 129), daß zwischen Oesterreich und den Waldstättcn eine Vereinbarung statt gefunden haben muß, und die Urkunde vom 13. Oktober 137b (s. u. Abschied 135) beweist ferner, daß seit dem 18. December 1369 eine Verlängerung des Thorbergischen Friedens und zwar bis 23. April 1377 eingetreten ist, deren Urkunde aber fehlt. Diese Verlängerung muß zwischen dem 18. December 1369 und dem Ib. März 1371 stattgefunden haben, vielleicht in Folge der Regimcntsveränderung in Zürich im Herbst 1370, welche dem Ablauf des Friedens (11. Noveniber 1370) unmittelbar voranging. Die Urkunde vom Ib. März 1371 (Abschied 129) zeigt, daß der am 11. November vorher ausgelaufene Friede bereits wieder erneuert war. Die Erneuerung von 137S erstreckt sodann den Frieden um Zug zc. auf 10 Jahre vom 23. April 1377 an, d. h. bis 23. April 1337, ebenso die Erläuterung vom 28. März 1376 (s. u. Abschied 137). tTS ^."»<»8, AI. August (zc vsgendem Ougsten.) Staatsarchiv Lueern. d>- !i. »>. Richtn, B,,M ,md «»ndlml- -n W», ,,„ch dm, »«>-, »ur wird «dimch,,, dm Zi«q d-r Sl»d, La»,», z» M-chm «-» " , i, ha»d, »°- d-s ,.<«.» »,,d MM>M, da, sich di. IM«, I-M, w d.° t-M«> „>,t « 56 Äuglist 1306. erslagenen mannes fremden", niemanden ailders soll inail darum „vehen". 1). Laildainmann und Landleute gemeinlich zu Schwyz geben einen wörtlich gleichlautenden Brief, e. Landammann und Landleute zu Unter- walden „obrunt vnd indrulit dem Kermvalt" geben einen den obigen gleichlautenden Brief. Alle drei Urkunden sind von der Hand des Lucernischen Stadtschreibcrs Friller geschrieben. Sitten. 11. Septemlier ( Oesterreich nicht angegriffen werden soll. Ebenso sollen auch die Grafen von Werdenberg und Sargans und die Leute vo» Walenstadt, Wesen und in der March, Oesterreichs Diener, still sitzen gegen Glarus und dessen Eidgenossen von Zürich, M' Schmilz und Unterwalden, wie Glarus Hinwider gegen ihnen und der Herrschaft Oesterreich. December 1369. 51 Im Jahr 1372 wurde nach Tschudi (ebenda) in Seckingen diese besondere Übereinkunft durch die Äbtissin von Seckingen für Glarus erneuert. Diese Briefe sind nicht vorhanden, dagegen wurden allerdings am S. Februar 1372 die im Lande Glarus versessenen Gefälle, Zinsen, Nutzungen undEinkommcn des Gotteshauses Seckingen bezahlt „was vor vud sidert dcmVrluge, so zwischend der Herrschaft Oesterrich vnd den Eidgnoßen gewesen, bis vf disen hütigen tag dis datums gefallen", bezahlt, f. die Quittung der Äbtissin im Jahrbuch von Glarus, Urkunde Nr. 90 S. 273, ebenso am 17. April 1372 ein Vergleich zwischen dem Gotteshaus Seckingen und den Landleuten von Glarus abgeschlossen, betreffend die Verpflichtung der Äbtissin, alle vier Jahre einmal in des Landvogts Namen die Wahl der zwölf Richter und den Einzug der Zinsen zu besorgen — Negulirungen, welche auf die kurz vorhergegangene Herstellung des Friedenszustandes durch Erneuerung und Erstrcckung des mit 11. November 1370 auslaufenden Thorbergischen Friedens bis St. Georg 1377 hinweisen. Siehe oben Anmerkung zu 122. IT« Bern. 1370, 21. März (an dem einundzwanzigsten tag des Monats Merzen). Archiv Frcibnrg. Es verbinden sich Graf Rudolf von Nidan, österreichischer Landvogt in Schwaben, Argau und Thnrgan anstatt der Herzoge von Oesterreich, so lange er ihr Landvogt ist, auch für sich und die Seinigen, mit Rath des Bischofs Johannes von Brixen und anderer bei ihm befindlicher Näthe der Herrschaft, Graf Hartmann » von Kybnrg, Landgraf in Burgund, und die Städte Bern, Freiburg und Solothurn zu Schutz und Schirm gegen jeden unredlichen Angriff auf Leib oder Gut eines der Verbündeten oder ihrer Angehörigen, mit aller iNacht auf Erkanntniß und Mahnung des geschädigten Theiles Hülse zu leisten, jeder Theil in seinen eigenen kosten, innert folgenden Zielen: in den Landen Argau und Burgund zwischen Neuß und Are und diesseits der Are von Frendenan zum Bützberg, dem Hanenstein und dem Lebern nach hinauf bis in den Lansanncr- ü'o, von da der Schneeschmelze der Gebirge nach gegen Freibnrg und Bern bis wieder herab in die Are. ^ie Verbindung dauert bis nächsten St. Martinstag (11. November). Vorbehalten bleiben die alten Bünde und Eide aller vertragschließenden Theile. Abgedruckt Noouoil clo vridourg IV. x. 6ö. Nr. ISS, Solothurncr Wochenblatt, 1SI7, S. 44. IT?. Prag. 1370, I.August. Staatsarchiv Zürich. Carl IV., römischer Kaiser und König von Böhmen, gebietet den Burgermeistern, Rüthen und Burgern gnneinlich der Städte Zürich, Bern und Solothurn und allen ihren Eidgenossen, ihre Eidgenossen von Schwyz llnt Ernst dazu zu halten und zu weisen, daß sie die Stadt Zug mit dem dazu gehörigen Amt, das Land Glarus, die Gegend Aegeri und alle andern Leute, Gerichte und Güter, die sie den Herzogen Albrecht und ^'opold von Oesterreich vorenthalten, ans allen Bünden und Eiden, wodurch sie sich mit denselben verbunden hoben, ledig und los sagen und lassen und selbe „fürbaßer wider die egenante Herrschaft von Oesterrich Vicht versprechen noch vertedingen in deHeine wise". Das urkundliche Datum lautet: Geben ze Prag an Sanct PeterStag, den man nenet ackuincmla, vnser riche, des römischen in demfünff vndzweinzigisten, des behemischen indem vier vnd zweinzigisten vnddes keisertumbSin dem sechzehnten Jare". Danach bestimmt Blum er im Jahrbuch von Glarus III. 266 Nr. 88 in seinem verbesserten Abdruck der Urkunde 52 August 1370. das Jahresdatum auf 1370, während die altern Abdrücke Tschudi, I. 457, Solo th urner Wochenblatt, 1814 S. 313, Schweizerischer Geschichtsforscher, X. S49 das Jahresdatum auf 1371 stellen. In der ersten Ausgabe dieses Bandes, Abschied 30, Note, ist die Urkunde ebenfalls unter der Jahrzahl 1371 angeführt. RS8 4 370, 7. ^Detober (an dem nechsten Mentag nach Sant Leodegarien tag des heiligen Bischofs.) Staatsarchiv Lncern. Bürgermeister, Ruthe, Zunftmeister und Burger der Stadt Zürich, Schultheiß, Ruth und Bürger der Stadt Lucern, Ammmm, Rath und Burger der Stadt Zug, zu Aegeri und die in das Amt gehören, und Ammanne und Landleute der drei Länder Uri, Schwyz und Unterwalden, schließen ein Verkommniß, das nach einer Hauptbestimmung der Pfaffenbrief genannt wird. Beilage 34. Die Veranlassung soll nach der gewöhnlichen Auffassung in dem nachstehenden Vorgange liegen: „/Inno äomini M 000° 0xx° an des Heilgen Crüces abent zu herbst wart der Schultheiß von Lutzern vnd Johannes in der Ow geuangen vnd wz bi derselben getat, als der Schultheiß vnd Johanns in der Ow selber gefeit hant, die nachgeschribenen: primo Herdegen Bruno, item Wernher Gyel, item Niklaus Bruner, item Chuenzi Rugg, item Johanns Snitdewind, item Winterturer, item Jos Egg, item Heinz von Tätingen, item Göler, item Albrccht propstz knecht." Stadtbuch von Zürich II. 9. d. RS» Zug. 4374, 15. März (ze mittein Merzen). Staatsarchiv Lncern. Archiv Schwyz. Rath, Bürger und die Leute in der Stadt und dem Amt zu Zug „vß vnd inne gemeinlich" Urkunden, daß sie den drei Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden und der Stadt Lucern gelobt haben „um einen Amtmann unter ihnen selber zu nehmen": Wenn sie einen Ammann nehmen wollen, sollen sie einen nehmen, welcher der Herrschast Oesterreich recht ist und den die Eidgenossen sie zu nehmen weisen. Der soll sich der Sache unterwinden und thuir, was er Zug, der Herrschast und den Eidgenossen billig thun soll. Bei jeder Neuwahl, wenn der Ammann von den Zugern oder der Herrschaft abgesetzt würde oder sonst abginge, soll es ebenso gehalten werden. Abgedruckt Schweizerischer Geschichtsforscher, X. 249. Vgl. Segesscr, Lueerner NechtSgeschichte II. S. 35, Note 3. Kopp, in der Helvetia VI. 35. und unten beim Jahre 1414. ISO» 4374, 31. Mlli (Lodknto xroximo xost ksstum ?sntNsoostL8). Staatsarchiv Luccrn: Missive. Hemmann von Namstein, Bürgermeister, und der Rath zn Basel schreiben an Lncern: Es handle sich in diesen außergewöhnlichen Zeitläufen um eine Verbindung der obern und Niedern Städte zum Widerstande gegen die Bedrückungen, welche dieselben täglich erleiden müssen, und zur Sicherheit der Straßen. Lucern möchte dieses bedenken, und falls es deßhalb zu Tagen käme, auch seine Boten dazuschicken, inzwischen aber die Sache geheim halten. Abgedruckt bei Theodor von Liebenau im Archiv für schweiz. Geschichte XVII. S. ÜS. Mai 1373. 53 RSR Ze Vnderwulden. 4575, 14. Mai (an vicrzehndm tag Meijen). Archiv tZbwaldcn. Johannes von Waltersberg, Landaininan ztl Unterivalden nid dein Kermvald, und Rudolf von Halten, Landamman zu Unterivalden ob dem Kermvald, Urkunden unter des Landes gemeinem Jnsigel zu ewigem Gedächtniß („wand die mönschen hinschliffent als das Wasser, vnz wir wider kommen vf vnsern vrsprung") über eine von den Boten von Lucern, Uri und Schwyz aufgenoinmene Kundschaft, betreffend die Steuer, welche „ezlich vnser Lantlüt in etzlichen tagen" der Herrschaft von Wolhusen gegeben hatten, und die nun seither Herr Peter von Thorberg von denselben zu Händen der Herrschaft Oesterreich gefordert hat, die Landleute aber zu geben verweigerten, indem es nicht eine Steiler von Rechts wegen, sondern nur eine erbeteile Steuer für den Schirm durch den Wald von Entlibuch her und nur so lang die Herrschaft von Wolhusen „lebti", gewesen und dem Grafeil von Straßburg nachher nur unter der Bedingung der Anerkennung dieses Characters gegeben worden sei. Die Boten der Eidgenossen, von Lucern Peter von Gun- doldingen, Schultheiß, von Uri Johannes der Meyer von Oerzfeld, von Schwyz Conrad Abyberg, Land- ammann, kamen zuerst nach Stans unter die Linde bei der Spilmatt „da vnser Landlüt gemeinlich nid dem kermvald bi enandan waren vnd ouch etzlich obrunt dem Kernwald". Hier sagten einundzwanzig namentlich genannte Landleute als Augeil- und Ohreuzeugen vor ihnen aus: „Das die selb Stur vfgesezzet wurde einer Herrschaft von Wolhusen dur schirm dur den Wald har von Entlibuch vnd gebin die selb Stür nit von recht, wand von bette wegen, vnd wenne die Herrschaft von Wolhusen abgieng, so sölt ouch das selb ab sin. Wölken ouch die selben boten (— des Grafen von Strasbcrg —) um die Stür in derselben wis bitten, so wölten st sich darumb eis guten bedenken, vnd bctin ouch da die selben Kotten die Stür in derselben wis". Darauf ritten der Eidgenossen Voten nach Sarnen in den Grund, wo die Gemeinde der Landleute ob dem Kermvald versammelt war. Hier sagten vorerst fünf Landleute eidlich aus, daß sie als Augen- und Ohreilzeugen zugegen gewesen, als Graf Jiner sel. von Straßberg und sein Amtmann Jost von Ruswyl vor die Kirchgenossen zu Giswyl kamen lind jene Steuer unter der Anerkennung verlangten, daß es eine, erbeteile Steuer und nicht eine Steuer von Rechts wegen sei, lind daß dafiir die Herrschaft Wolhusen fiir jeden Schaden einzustehen habe, der den Landleuten durch den Wald von Entlibuch her geschehe. Dieselbe eidliche Aussage thaten an demselben Ort zwei Landleute, die es gehört hatten, als Graf Jiner sel. und der genannte Amtmann deßhalb vor die Kirchgenossen von Sächseln gekommen waren lind noch zwei andere. Darauf bateil und mahnteil die Landleute die Eidgenossen, daß sie ihnen nach den Bünden beholfen sein wollten, wenn sie dieser Steuer wegen init fremden geistlichen oder weltlichen Gerichteil oder in anderer Weise als »nt dem Recht und an den Stätten, da es nach Recht lind Billigkeit zu geschehen habe, angegriffen würden. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel des Lands Unterwaidcn. Regest im Gcschichtsfreund, XX. S. 227. 54 Mai 1374. RZT. 4 574, 20. Mai (an dem zwcnzigstcn Tag Weyen.) Staatsarchiv Bern. Um die Stöße, Schaden und Aufläufe, welche „nuwliugeu bescheheu sind" zwischen Wallis lind Hasle, haben die Boten der Eidgenossen von Zürich, von Lucern, von Uri und von Schwpz eine freundliche Richtung gemacht; diese zu halten verspricht Bern, als Hasle's Herrschaft; Landamman und Landlente daselbst bestätigen sie ebenfalls, als mit ihrem Willen und Gunst geschehen. RAA. 1574, 1. December (Freitag nach St. Andreastag). Staatsarchiv Luccr». Peter von Thorberg, Hofmeister der Herzoge von Oesterreich, hatte, als Pfandhcrr der Herrschaft Wollhuse», mit Unterwalden .llrieg und Stoß um etliche Rechte, Nützen, Steuer, Fälle, Zinsen „vnd bezzerung"; aber die von Zürich und von Lucern brachten „das zuo taidingen". Unter vorstehendein Datum gibt nun aus Rheinfelden Herzog Leopold für sich und seinen Bruder Albrecht Willen und Gunst dazu uud bestätigt auch den Brief, welchen die beiden Städte von dem von Thorberg darüber haben. 1Z4 4.574, 2. December (Samstag nach Andres). Staatsarchiv Luccr». Der Burgermeister und die Heimlicher der Stadt Basel schreiben vertraulich an Peter von Gundoldingen, Schilltheiß zu Lucern, ebenso an den Schultheiß zu Bern und an Johann Erishaupt zu Zürich: Da man gegenwärtig „vf erber Stette mit großen vfsetzen stellet", die Herren einander rathen und helfen, Herzog Leopold von Oesterreich und der Bischof von Basel ein Bündniß unter sich gemacht habeil, die Herren von Kyburg dem Herzog Thun übergeben wollen, was alles Bern und andere Städte vielleicht nahe angehen werde, auch Zürich uud Lucern mit der Herrschaft Oesterreich zu thun bekommen dürften, so sollteil auch die Städte, namentlich Lncern, Zürich, Bern und Basel, die von Alter her in guter Freundschaft zu einander gestanden, sich' näher verbinden, um gegeil die Herren mächtiger zu sein. Es brauchte nur die Verabredung, daß jede der verbundenen Städte auf den Schaden desjenigen zieheil wolle, der eine unter ihnen angriffe, so würde manche Bedrängnis) ein Ende habeil. Man soll sich in den Rüthen der Städte heimlich über diese Vorschläge beratheil, und im Fall sie Anklang finden, es ebenso zu Tage bringen. Abgedruckt bei Th. v. Liebenau im Archiv siir schweizerische G. XVU. »7. October 1375. RS5. Baden, i s»7t>, 13. October (Samstag vor St. Gallus). Archiv Schwyz. Staatsarchiv Zürich. Herzog Leopold von Oesterreich verlängert den ans St. GeorgStag 1377 auslaufenden Waffenstillstand mit Uri, Schwyz und Untcrivalden und ihren Eidgenossen wegen der Stadt Zug auf zehn ganze Jahre nach dessen Ausgangstag, in gleicher Weise wie der frühere Stillstand gewacht ist, und niunnt die Bürger und Leute aus Zürich, Veru, Lucern und den Waldstättcn und ihre Angehörigen und Eidgenossen, die während dieser Zeit in feinem Gebiet inwendig den Wassern wandeln, in seinen Schirm, so daß auch die Scinigeu, welche in die Gebiete der Eidgenossen wandeln, Schirm haben sollen. Auch soll von beiden Seiten gesorgt werden, daß kein Theil den andern innert den genannten Wassern oder sonst ohne Recht angreife. Beilage 5L glitt. Baden. 1 ."»73, 13. October (Samstag vor St. Gallus). Staatsarchive Zürich »»d Bern. Herzog Leopold von Oesterrrcich macht, insbesondere zu Widerstand gegen die Gesellschaft (des Enguer- rand von Coucy) und die', welche mit ihr ziehen oder wer bis zum 1. Mai nüchstlunftig auf ihn oder die von Zürich und Bern inwendig den Wassern mit Macht ziehen wollte, ein Bündniß mit den beiden genannten Städten für gegenseitige Hülfe mit aller Macht auf Mahnung des zunächst bedrohten Theils zu Beschirmung des Landes innert den Wassern. Zürich verspricht, auch seine Eidgenossen von Lucern, Bern verspricht, auch seine Eidgenossen von Solothurn eintretenden Falls zu Hülfe zu mahnen. Beilage 55. Tschudi I. 4SS und Königshofen S. 334 erzählen ausführlich die Verhandlltngen der Eidgenossen, welche vor Abschluß der beiden Verträge von Baden am I3.October in Zürich stattgefunden haben sollen. Eine urkundliche Aufzeichnung darüber ist nnsersWissens nicht erhalten, allein dieErzählung stimmt mit dem Inhalt der beiden Verträge und denSchlttssen, die sich daraus ziehen lassen, so wie mit dem Eingang der Urkunde vom S3. März 1376, s. u. Abschied 137. R37. Nheittfeldon. 4571», 23. März (Freitag nach V.F.Tag in der vastcn). Archiv Schwvz. Hcrzog Leopold von Oesterreich erneuert auf elf Jahre, von St. Georgstag (23. April) dieses Jahres on gerechnet und darnach aus Absagen, den Thorbergischen Frieden mit Lucern, Uri, Schmilz, Untcrivalden und Zug, uiit Negulirung des Verfahrens zur Schlichtung allfällig inzwischen einfallender Streitigkeiten und Ausstellung eines inmlns vivsucli, betreffend die Verhältnisse von Stadt und Amt Zug. Beilage 54. 56 September 1376. 138. 1576, 7. September (an vnser frowen abend im Herbst). Archiv Schnivz. Bruder Hartmauu von Werdeilberg, S. Johmmesordens, verspricht mit Zustimmung seiner Brüder Johannes und Heinrich, falls er Comthur zu Wädeuswpl werden sollte, den Landleutcn von Schmilz in Krieg und Frieden gewärtig zu sein. Abgedruckt Tsch » di l. 40«. 139. 1577, 8. März (an dem Sunnentag zc mitter Fasten). Staatsarchiv Lnzern. Es ivar zu Lucern ein Tag vieler Herren und Städte, und der Eidgenossen Boten; vor ihnen schwur Herr Peter von Thorberg Ritter, „der do Lantvogt was", daß er Luccru mit der Herrschaft Oesterreich Landen und Leuten gegen „dien von Numlang" rathen und helfeil wolle, damit der Stadt Burger „abgeleit" und cutschädigt werdeil. Diese Erklärung gabeil den Lucernern unter vorstehendem Datum Ammanne und Landleute von Unterwalden „ietwedrunt" dem Kernwald einmttthig, nachdem sie ihre Boten vor sich gerufen und verhört hatten, wie sie voll demselben Tag geschieden seien. Von Heinrich von Rümlang, dem altern, für ihn, Bruder, Vettern und Helfer, empfingen die von Luccrn sieben Fried- bricfe von 1. August, 1372 bis 2. März 1373: Stadtarchiv Lucern. 110 Schaphausen. 1577, 1 4. März (Samstag nach Mittesnsten.) Archiv Basel. Münzconventioil zwischen Herzog Leopold von Oesterreich, den Grafen von Kyburg, Habsburg, Neuenbürg, dem Freien von Krenkingen und den Städten Basel, Zürich, Bern und Solothurn. Wir Lüpolt zc. Wir Graf Rudolf') von Habspurg, Graf Hartmann von Kyburg, Grefin Elsbeth von Nüwenburg, Ich Hannemann von Krenkingen, ein frye. Wir die Bürgermeister, Schultheißen und Rete ze Basel, ze Zürich, zc Bern vnd ze Solotern veriehen vnd tun kunt osfenlich mit disem brief: Wonde vil großer gebresten vm der Münz wegen in difen Landen dahar gewesen sint, sin wir mit guter vorbetrachtung vnd mit zitigem rate diser nachgeschribner tegeding vnd ordnung überein komen vnd habent versprochen vnd globt, daz wir die halten vnd voilefüren sullent vnd wcllent vntz vff difen nechsten sant Georientag vnd dannanthin fünfzehen gantze Jare nach einander, ieglicher da er gewalt het, Wir der egenant Herzog Lüpolt in vnscrn Stetten Friburg, Schaffhusen, Vrisach, Zovingen vnd Bergheim vnd in den Landen vnd Kreisten, darin die Münz gat, Wir die vorgenanten Graf Rudolf von Hapspurg, Graf Hartmann von Kyburg, Grefin Elsbeth von Nüwenburg vnd ich Hannemann von Krenckingcn in den Stetten Louffenberg, Nüwenburg, Burgdorf vnd ze Thüngen vnd als verre unser Münz gat vnd wir gewalt habent, vnd wir die vorgenanten Bürgermeister, Schultheiß vnd Rete in den obgenanten Stetten. Vnd sint das die tegeding vnd ordcnung. Des ersten, daz die von Friburg in Brisgow bliben sullent bi ir Münz, die si ich flahent, das ist zehcn Schillinge für ein Guldin vnd sol man der geben vmb ein Mark Silbers nit mere denne zwei pfunt vnd sechszehen Schillinge derselben pfeningen vnd sullent anderhalb lot fpise tun zu der Mark vnd sullent schroten vff viere lot vierzehcn Schillinge. Man sol brennen vßcr fünfzehn Schillingen vnd viere Pfenningen viere lot vincs silbers vnd sullent die fünfzehen Schillinge vnd viere Pfenninge wigen viere lot vnd andcrhalb quinsit vnd sullent den knechten von der Mark ze März 1377. lone geben zehen Pfenning vnd vf zweinzig Mark zwei lot zc fiirgewicht. — Item Basel, Vrifnch, Zoningen, Lousscnbcrg, Thiingen nnd Bcrgheim snllent slahen fnnfzehen Schillinge für ein Guldin vnd sullent vmb ein Mark Silbers mit mcr geben denne viere phunt und viere Schillinge derselben Müntz vnd sullent tun viere lot spise ze der Mark vnd sullent schroten nüne- zchndhalb Schillinge vff viere lot derselben Pfenningen, sullent wegen ein phundc vnd drye Schillinge vnd zween ptzennmge sünfe lot vnd dieselben fünfc lot snllent geben viere lot vines silbers, so man si versucht vsser dem füre; vnd den knechten sol man geben von der Mark ze lone sechszchen phenningc vnd vff zmenzig Mark drü lot zc fiirgewicht. Item die von .llybmg, die Grcsin von Niiwcnburg, die von Zürich, von Berne, von Solotern vnd von Schaffhusen sullent slahen ein phunt für ein Guldin vnd sullent geben vmb ein Mark Silbers sünfe phunt vnd zwölf Schillinge derselben Münz vnd nit mcr, vnd söllent wn zu der Mark viere lot spise vnd sullent schroten vff viere lot ein phunt vnd sünfe Schillinge vnd drye phcnninge vnd sol wegen dryßig Schillinge vnd achtzehen phenninge sünfe lot-), dieselben fünfc lot sullent geben vsser dem füre, so man st versucht, viere lot vines silbers! den knechten von iedcr Mark sol man geben ze lone zwcne schillinge vnd acht phcnmnge vnd vff zwanzig Mark drü lot ze für gewicht. — Item man sol such die phenninge versuchen e daz man si malet vnd sol ouch der die phenninge ze malende hat, swern ze den heiligen, keinen ze malende, denne die, die im die antwurtcnt, die zu derselben Münz gesetzet sint ze versuchen, vnd wenne man si versucht, welches werk denne ringer funden wirt, denne hienach gcschnben stat, das ist die zehen Schillinge am Vicrdung zwcne phenningc, item der fünfzehen Schillingen am Vierdung drye phenninge, item das phunt am Vicrdung viere phenninge; weihe aber ringer funden wurden, die sol man wider insctzcn vnd brennen vnd sol der Münzmcister den schaden haben. Wurde es aber als swache funden vnd als dik'), daz die, die eS versuchten, vff ir cide duukte, daz es ze geuarlich wcre<), so sol man zu dem Münzmeister richten nach recht.—Item wer die phcmnge beschrotct, dem sol man die Vinger abstachen vnd hencken. — Wer ouch dis nüwen pheninge verliset vnd si brennet, der sol lib vnd gute verfallen sin dem Nichter in dem Gericht, da er es tut. — Vnd wer silber oder dis gemllnzct Pfenninge von dem Lande surt, wer im die nimet, der sol es halbes haben vnd dem Nichter, in des Gericht er es nimet, halb geben. Würdent aber si im mit gcnomen vnd wurde Jcmant darumb angesprochen vnd mit zwein erbcrn mannen erzeiget, oder möcht er sin mit dem eyd nüt vsgan, so sol das gute dem gcricht veruallen sin, als ob es im vff dem Lande genomen werc vnd sol das der Nichter bi sincm eyd nemcn vnd hat er sin nüt, so sol man im sin Hände abslahen. — Es ist ouch beredt, wer der sie, er sie Herr oder Stctte, die Münz habent vnd vff dirre dryer°) Münz eine nit slahen wölte vnd wölte etuwan bi der bösen Münz bliben, dero Münz sol man verrufen in allen Münzen, daz die niemandc neme, vnd wer die slug, er si Münzmeister oder knecht, wa die begriffen wurden, ab den sol man richten nach recht, ane geuerde. — Wer ouch dieselben bösen Münz vnder die andern Münz brecht ), si werent geistlich oder weltlich oder frawen oder man, ab dem sol man richten als vor geschriben stat. Man sol ouch für Mitwuchen, die nu nach dem Sunnentag ze miteruasten schirrest kumet, in allen Münzen nüt mere slahen, denne dis nüwen phenninge. Welher Münzmeister dawider tcte, der sol die pene liden, die darüber gesetzet ist. — Ouch sol man für den nechstcn künftigen Phingsttag der alten Angstern von keinen Münzen me nemen vnd bi welhem man si vindet, wo das ist, bi dein sol man si schroten vnd wer des schrotens ungehorsam were, i>em sol es an lib vnd an gute gan. — Item ieder Herr oder ie die Statt, die die Münzen habent, die mugent daselbs den Wechsel besetzen, wie man nemcn sölle die alten Angstcr vnd die nüwen bösen Angster gegen den nüwen guten Münzen, die man nu da slahende wirt, vnd wie si den Wechsel besetzent, also sol ouch denne der Wechsler oder der Münzmeister, der da den Wechsel hat, die alten Angster vnd die nüwen bösenAngster in demselben tousfe hin in nemcn vnd im der nüwen guten phcnningen hinusgcben als der Wechsel daselbs besezet ist vntz vs den obgcnantcn Phingsttag. Vnd sol ouch derselb Wechsler oder Münzmeistcr dieselben Angster schroten vnd brennen. Weri aber daz derselb Wechsler oder Münzmcister denselben Wechsel also jemanden verseiti, der sol demselben ze beßrunge geben ein phunt derselben nüwen phenningen vnd sol im der Nichter in derselben Statt vnverzogenlich darumb zu im richten, es were denne daz er gestern möcht, daz er des nüwen geltz nüt hctti, ane geuerde. Ouch sullent alle Münzmeistcr zu den Heiligen swercn, das also vngeuarlich ze haltende vnd ir knecht ouch darzu ze haltende ze sweren.die phenninge glicher zu demSeyer ze schrotende, vngeuarlich. — Wer ouch vmb diser stucken deHeins angesprochen wirt, daz er es überfarn habe, wer der ist, es sie Man oder Wib, das sol man mit zwein erbern Mannen erzügen, oder mag er des mit sinem eyd nüt unschuldig werden, so sol er das recht darümb liden, als vorgeschriben stat. — Es sullent ouch alle Herren Landvögte vnd Amptlüte vnd alle Vögte, Schultheiß vnd Nete in den Stetten, die die Münzen haben, sweren dise stucke in den kreißen, do dis münzen gant, alle ze halten vnd ze vollefllren vnd getrüwlich ze besorgen vnd ouch darumb ze richten die Jarzal vs, ane alle geuerde. Wenne ouch die Lantuögte, Amptlüte vnd Nete verkert werdent, so sullent die nüwen, so an derselben statt kommt, sweren als die vordem getan habent. Were ouch ob jemant, der in disen Münzen seßhaft were, ein Münz erworben hctt oder erwürbe, der sol diser drycr ordnungc eine nemcn vnd sol onch die versorgen mit bliesen vnd eydcnzehaltcn, in aller der wise als vorgeschriben stat. Tete er b>^ - so sol man sin münF verbiete» vnd nüt nemen als mite die münzen gande, die gehorsam sint. Wer im der sol die pene liden, als ob er es von dem lande fürte. — Ouch sol man dis nüwen Münze in allen Stettm vn . ' vute si gande, nemen.iegliche nach dem Wechsel als es sich gepührt vnd als vorgeschriben stat. Vnd ze Vr un c vn S Mrz 1N77. aller diser vorgeschribenen fache vud ordnunge, heißen wir unser Jngesigele henken an disen brief.—Vnd wie wol wir der obgenant Herzog Lüpold uns darumb für die egcnant unser Stete Driburg in Brisgow, Schafhusen, Brisach, Bergheim und Zofingen angenomen haben ze uollefüren vnd stete ze haben watz vorgeschriben stat, so habent si doch ire Jngesigele durch besser gedenknuß vnd Sicherheit ouch gehenkt an disen briesf. Dauon bekennen vnd veriehen wir die Burgermeister, die Schultheiß vnd Rete derselben Stettc, das die obgenanten tegdinge vnd ordnunge mit vnserm guten willen vnd rate beschechen sint vnd daz wir nach heißen des hochgebornen fllrstcn, unseres gnedigen lieben Herrn, des vorgenanten Herzog Lüpolts, ouch haben gcuestnct vnd bewart disen brief mit der egenanten unser Stette Jngesigele. — Wer ouch ob discr Brief nüt volleclich mit den Jngesigeln, die daran gehörent, besigelt wurde, so sol er dennoch in sinen Creften bliben, vnd wer in nüt besigclt, des Münze sol man verrufen vnd nicht nemen, ane alle gcuerde. Geben ze Schafhusen am Sambstag vor dem Sunnentag ze Mitteruastcn so man singet vstaro, anno vxxvij"." Concept in Notulnsform in der Sammlung Münzschriften und Münzabschiedc. Die Urkunde bei Natilo, Nonumonts II. 1161 Hr. 816 nennt statt des Grafen Hartmann von Kyburg den Grafen Rudolf von Kyburg. Da Graf Hartmann am 29. März 1377 starb und ihm Graf Rudolf, fein Sohn, folgte, so schließt Münch in der Argovia VIII. 363, daß die Basler Urkunde ein nach Feststellung der Vertragspunkte vor diesem Tage ausgefertigtes Dokument, die urkundliche Ausfertigung der Briefe aber nach demselben mit Umänderung des Namens erfolgt sei. IVlatils a. a. O. gibt den Abdruck nach einer „vidimirten Abschrift im Staatsarchiv Zürich". Aus den Nachforschungen des Herrn Staatsarchivar Stricklcr ergibt sich jedoch, daß eine solche Abschrift ebenso wenig als eine Originalausfertigung im Zürcherischen Staatsarchiv vorhanden ist; vielleicht lag dem Abdruck Matiles, nach Meyers Bracteaten S. S Anm. 3, eine in der S chinz'schen Documentensammlung Vom. lUisosU. in der Stadtkanzlei Zürich befindliche Abschrift unter, die aber ebenfalls nicht mehr vorfindlich ist. Ebenso wenig findet sich eine besiegelte Originalurkunde des Vertrags in den Archiven von Bern, Solothurn und Neuenburg. Ohne Zweifel dürfte diese Convention, wenn je in Rechteskraft erwachsen, doch bald wieder außer Kraft getreten sein. Daß schon sehr bald wieder abändernde Verhandlungen gepflogen wurden, beweisen die in dem Basler Brief von anderer Hand angebrachten Correcturen, welche den Hiuweisungen im Textabdruck entsprechend hier notirt sind: r) Statt Rudolf von Habsburg, der gestrichen, steht darüber Hans von Habspurg. (Graf Rudolf von Habsburg starb im September 1377.) 2) Nota: vj lot doch also daz des silbers belibe vnd man es doch vinde. 2) „vnd als dik" ist gestrichen und dafür gesetzt: „über drü mal". <) nach „geuarlich were" Zusatz: „die ouch sweren sollent zen heiligen, das für min Herrn vnd rate ze bringen". °) dryer Münz ist gestrichen: es steht darüber zweyer. °) nach „brecht", Zusatz: „gcuerlich". H Vergleiche Münch, in der Argovia, VIII. S. 364 über die Verhandlungen von 1382—1383. T4R 4378, 29. Juni (an dem nechsten Zinstag vor Sant Johannstag ze sungichten). Archiv Uri. Landammann und Landleute von Unterwalden ob und nid dein Kernmald setzen ihren Streit mit denen von Lucern um den Vürgenberg auf elf benannte Boten von Nri und Schwyz und geloben, deren Spruche nachzuleben. Pergamentene Urkunde mit anhängendem LandeSsiegcl von Unterwalden. Ein gleicher Anlaßbrief von Lucern liegt im Archiv Schmyz. Juni 1378. 59 LAS !57ii, 24. Jllllt (an Sant JohannStag ze Sungichten). Staatsarchiv Luccr». Boten: Uri, Conrad der Frauen, Latidammann, Johannes von Nndcnz, Johannes von Moos von Massen, Henrich von Retzrieden und Heinrich ze Hurnsclden; Schwyz, Ulrich von Stauffach, Landannnann, Rudolf Ne- ^>ug, Werner Lilli, Gylie von Schwyz, Werner Stapfer und Werner Schräder von Muotachthal. Zunschen ihren Eidgeirossen, den Bürgern von Lucern und den Landleuten von Unterwalden, waltete streit um den Bürgenberg; nach den geschivornen Briefen wurde er an die beiden Länder gesetzt. Die Boten, nachdem von jeglichem Theilc je vierzehen ehrbare Männer Kundschaft gegeben und beschworen, schieden den streit und bezeichneten die Märchen, inner welchen der Vürgenberg den Lucernern gehören, außer diesen aber "^s „die tylchcr von Buochs ze Vnderwalden für ir gemeinmerke" haben und nießen sollen. Die Namen der Voten enthält nicht die Spruchurkunde selbst, sondern die beiden Anlaßbriefe vom S2 Vrach- monat, jener von Lneern im Archiv Schwyz, nnd der von Unterwalden im Archiv Uri, s. o. Absch. 141. I4Z. 4,">7!i, 14. Jull (an St. Margreten Abend, der heiligen Magde). Stadtarchiv Lucern. Einunddreißig von Uri und Schwyz, von den beiden LMdern gesetzt zu den Stößen zwischen Lneern und Unterwalden, da seit dem Ausspruch der Eilf mit den Burgenberg gegenseitiger Angriff geschehen war, ^kennen hierüber nach der Mehrheit und sprechen: Die von Lucern geben denen von Äirsiten um das weg- üuwnunene Vieh 50 Gulden, hinwieder stellen die von Unterwalden Ulrichen von Eich und Rudolfen dem - >mer, jenem die genommenen 2, diesem die 4 Rosse mit Sattel, Zaum und Haber zurück, Letzterer aber U'znhlt dem Spilmatter für seine und seines Knechtes Zehrnng 2'/s Pfund Pfenninge und 3 Schillinge; nullit ist tzie Sache abgethan, nur daß die Einunddreißig sich auch ferner erkennen wollen, ivofern sie etwas ^ gössen hätten oder weiteres vernähmen. Abschriftliche Urkundy. 144 4?79, 31. (in omniuin ganetorum.) Staatsarchiv Lucern. tU'bereinkunft der vier Waldstätte über d^e Behandlung von Freveln und Friedbrüchen: „Dts sint die stucke, die unser lieben Eitgnoßen von Vre, von Switz vnd von Vnderwalden mit vns dem Schultheißen, dem Rate vnd der Gemeinde der Statt ze Lucern vfgesetzt haben ze haltende gegen einander vsse vnd inne in diso nachgeschribne wise, dur daz wir vil missehelle tugentlich fiirkummen vnd alle zit mit einander» in guter friintschaft vnd einhellekeit bliben mugen. Zem ersten, welre vnser burger ze Lucern einen krieg in der drijer waltstette dehcincr an vahct mit warten oder vnt wercken, vnd sich das vindet mit zweier erbarcr manne gezügnisse, der sol vns dem vorgenantcn Schultheiß vnd -!at bessern fünf Pfund zu der Buße, die er in dem lande, wo er disen krieg angcuangcn hat, verschalt het nach des selben lands recht vnd gewonheit, vnd sol man die fünf phunt von im »einen ane gnade, also das man st ime nüt 60 Octobcr 1379. ablassen noch schenken sol, weder durch bette, frttntschaft, miet noch durch kein ander sache. Ist er aber als arm an gute, daz er die fünf phunt nüt haben mag, so füllen wir ime unser Statt ze Lucern fürderlich verbietten ane gnade, das er niemerme darin kome untz das er die fünf phunt gentzlich bezalt. Vahet ouch deHeiner vs den vorgenanten Lendern einen krieg mit warten oder wcrcken an in unser Statt und sich das rindet mit zweier erber manne gezügnißc, der sol den Lantlütcn, wo er denne Lantmann ist, ouch fünf phunt bessern, ane die büße, die er in unser Statt nach derselben Statt recht und gewonheit verschult hat, und sol man die fünf phunt »einen ane gnade als da vor, und ob er vor armut nüt haben mag, so sol man ime das lant verbieten in alle die wise als da vor von worte ze worte gcschriben stat. Hicbi sol man aber eigentlich merken, ob vnstr bürgere ze Lucern deheiner hier in der Stat ze Lucern mit deheinem unseren Eitgnossen vs den vorgcnanten lendern deHein krieg an vahet vnd sich das rundet, als davor, der sol ouch fünf phunt bessern in alle die wise vnd meinuuge, als da vorgcschriben stat. Wer ouch ze einem kriege oder gestösse kunt, wer der ist, vnd vnglich scheidet vnd sich das vindet mit zweier erberer manne gezügnisse, der sol ouch fünf phunt bessern ane die büße, die er verschult hat, in alle die wise als vmb die fünf phunt do vor von worte ze worte geschriben stat. Fügte sich ouch, das got lang wende, das unser burgcr deHeiner in den Waltstettcn oder unser Eitgnossen deheiner vs den Waltstetten hie in der Stat erstochen, gewundet oder so verre geslagcn wurde, das er an sinem libe merklichen gebresten gewunne oder ane das stoße von herter rede wegen habende wurdent, was stoße es denne were, wenn solich vnfug vnd vnlust beschicht, wil er das rechen, das sol er tun au dem schuldigen, do sich vindet, der daran schuldig sie vnd nüt an des schuldigen fründen oder gesellen, die keine schuld daran habcnt, vnd sol ouch den selben fründcn oder gesellen harumb nüt übel tun, weder an libe noch an gute, noch das von sinen fründen schaffen. Wer das übersehe, vsse oder inne, der sol bessern fünf phunt, ze glicher wise, als da vor in dem ersten stucke geschriben stat. ane die büße, die er verschult hat nach der Stat oder des landes, do dis beschechen ist, recht vnd gewonheit. Vnd behalten vns selben alle zit gegen einander vor in dirre satzunge vnscr Stat vnd der Lcndcrn recht, friheit und gute gewonheit, als wir gemeiulich vnd sunderbarlich von alter harkomen sint, mit namen unser bllndc, die wir zusamen gelobt vnd gesworn haut, nach dem vnd unser geswornen briefe wisent. Datum st avium iu vigtlia oinuium sanvtorum gut? auuo elomiui bl. EDD. DXX. novo." Urkunde auf Papier, abgedruckt GcschichtSsreund, XI. 181. Vgl. Scgesser, RechtSgcschichtc von Lucern, II. 21. 145 Aucern. 1581, 22. April (Morndeß nach dem Suutag als man singet (ZuasimoäoKsuiti). Staatsarchiv Bern. Die von Bern nnd von Unterwalden, wegen der Letztem Uebergriffe an Peterinan von Ninggenberg, der zu Bern und zu dessen Burgern von Thun gehört, an denselben von Thun und denen, die zu ihnen und zu Vorn gehören, und an desselben Peters Beste und Leuten, vereinbaren sich, und erwählen Schiedleute: Bern, Ulrich von Bubenberg, Schultheißen, und Nicolaus von Eisenstein; Unterwalden, Arnold von Omisried und Berchtold von Zuben; gemeiner Mann soll sein Walter von Tottikon, Landmann, zu Unterwalden. Diese haben die Minne zu suchen, wenn sie selbe an den Theilen finden, oder sprechen nach Recht; wer dann den Spruch nicht hält, verfällt um die Sache und um 2l)0 Mark Silbers; wird nicht bezahlt, so müssen zehen Männer, acht Tage nach Mahnung, zn Lucern leisten; klagt der eine Theil über den andern, daß er nicht Wort halte, so sollen sie es von beiden Seiten vor die Eidgenossen bringen, die ihre Boten nach Lucern senden werden. Diese Verfügungen sollen den ewigen Blinden keinen Abbruch thgn. Juni 1381. Kl I4ti Luceru. 4581, l 3. Juni (an vnscrs Herren Fronlichnamstag). Staatsarchiv Liiccrn. Landmarchenstreit um Alpen, Weiden und Wälder, zwischen Entlibuch und Unterwalde>l ob dein Kernwnld. Schiedleute fiir Entlibuch: Rudolf, Propst zu Münster im Argon, Ritter Rudolf von Hallwil, Ritter Hemmau von Grünenberg, Jungher Werner Schenk von Bremgarten, und Johannes, Schreiber von Rothenburg! Schiedleiüe für Uuterwaldeu: Johannes Hösche von Zürich, Gilg Spilmann von Bern, ClauS von Matte van Luccru, Johannes von Rudenz von Ilri, und Gilg von Engiberg von Schwpz; Obmann: Peter von Gundoldingen, Schilltheiß zu Liiceru. Der Laudvogt Walter voll der alten Klingen, Freie, welcher im Rainen des Herzogs Leopold von Oesterreich die fünf Schiedleute für Entlibuch bezeichnete, hatte auch zu bestimmen, aus welcher der drei Städte Zürich, Bern oder Luccru er den Obmann wolle! er wählte den Rath der letzten Stadt, und dieser bezeichnete ihren Schultheißen. Die zehen Schiedleute und der Obmann, nachdem ste von jedem Theile zwanzig Laudlcute zu sich genommen, giengen auf die Alpen, und untersuchten die Landmarcheil an Ort und Stelle; worauf sie, als beide Theile „cinualteklich" ihnen „minnen und rechtz gcntzlich getruwet", den einhelligen Ausspruch thaten: 1) dje Landmarchen werden bestimmt angegeben und bezeichnet; haben die Landleute oder Jemand insbesondere, Mann oder Weib, Pfaffe oder Laie des einen Theiles Güter, Eigen oder Erbe in der Landinarch des andern Theiles, so bleiben sie unbekümmert im Besitze ; Streitigkeiten, die sich hierum ergeben sollten, oder wenn Vieh von der einen Seite auf die andere gelneben würde oder liefe, werden von beiden Theilcn in Güte abgethan, und, wo sie sich nicht vereinigen können, vor den Zehen und dein Eilften in Lucern beigelegt; 4) jeder abgehende Schiedman soll je von dem ^andvogt, oder von den Städten und Ländern ersetzt werden. Abschriftliche Urkunde, abgedruckt bei Th. v. Liebenau, im Archiv für schweizerische G. XVII., Urkunde Nr. SS. mit dem unrichtig übersetzten Datum 13. Juli. 147. Lucern. 4581, 13. Juni (an unseres Herren FronlichnamStag). Archiv Lbwaldcn. Staatsarchiv Bern. Boten: Lucern, Peter von Gundoldingen, Schultheiß, Heinrich von Moos und Arnold von Emmen; ^ brich, Johannes Hösche; Ilri, Conrad, der Frauen, Ammanu, Johannes von Rudenz; Schwpz, 1-blg zu Engiberg, Cum von Stauffach und Cum Lilli. Diese Boten sprechen im Ringgenberger Handel zwischen Schultheiß Ulrich von Bubenberg, Rath und Bnrgcrn der Stadt Bern, und zwischen den Ammannen Berchtold von Zubcn und Johannes Spilmatter, und dm Landleuten von Unterwalden ob und nid dem Kernwald: Wiederherstellung Petermanns von Ninggenbcrg »nd stjiias Hauses, Aufhebung des Laudrechts mit dessen Leuten, und Aufhebung des gegenseitigen Kriegs- b'Mens. Es sollen auch die von Unterwalden inskünftig niemanden mehr zu einem Landmann empfangen ^er nehmen, der den Vernern oder den ihrigen in Eigenschaft, Lehenschaft oder Pfandschaft zugchöre, und ,,e»net" dem Brünig sitze. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel Peters von Gundoldingen. Abgedruckt T s ch u d i I. 603. Ii. Regest im Ges chichts freund XX. 230. Nr. 39. Juni 1381. 1382, 13. Februar (am St. Valentinsabend) schloß die Gemeinde von Unterwaldcn, jetwederthalb dem Kcrnwald zu Wisserlon den Johannes von Waltersberg, den Walther von Hunwil und den Walther von Tottikon, sowie alle ihre Nachkommen von allen Aemtern aus, weil sie (in diese»: Rinkenberger Handel) das Land in großen Schaden gebracht haben. Urkunde im Archiv O bwald en, abgedruckt T schud i I. 504. d, Regest im G cschichtsfreund XX. 230 Nr. 40. Die Notiz bei Tschudi l. 476., daß der Rinkenberger Handel im Jahre 1371 von den Eidgenossen vermittelt worden sei, beruht wahrscheinlich auf einer Datumsverwechselung mit 1381. 148 I5Ul, 19. September (Dienstag nach V. F. Tag im Herbst). Staatsarchiv Bern. Vergleich zwischen Landammännern und Landleuteu von Ob- und Nidwalden einerseits und dem Kloster Jnterlaken anderseits, über Streitigkeiten, welche zwischen Landleuten und Gotteshanslenten wegen Leibdingeu walteten und worüber Aufläufe und Todschläge entstanden waren. Das Kloster zahlte 300 Gulden für die Erledigung dieser Anstünde. St etiler, Regcstc» der bcrnischcu Klöster. Jnterlakcn Nr. tili. 14». Frankfurt. I5NI (Ende September). Wcitzsiicker: ReichStagSacteu I. S. !!2I. Entwurf eines königlichen Landfriedens am Rhein, sowie für die weitern Theilbezirke, Franken, Bayern, Schwaben :e. als Grundlage für den königlichen Landfrieden vom 0. März 1382. (26.) — ctiviilatuv uuio in trss alias partes: Uranooitia, Ilavaria, Lnsvia superior st Interim' nsgus act nonrus . . . st nornns 1?ranoonis, itoin aliarn partom nsgns NnroAuorn, . . . auin sooiis oorunr usguo Imooroarn inslusivs; Lsrnam lloolitlancls st Lolottvrn . . . vuin omnidus sudctitis impsrn vis. st üososnctsncto nsguo Uataviarn . . . neinus Uosrnis — . 45». 19. September (Mittwoch nach Unser Frauentag zu Herbst.) > Staatsarchiv Luccrn: Missive. Ammann und Landleute gemeinlich von Unterwalden „ietwederhalb denr Kiernwald" schreiben an Rath und Burger von Luccrn, sie haben der Herrschaft Wolhusen um Schirmes willen eine Steuer gegeben und gelobt, dieselbe zu geben, so lang dieselbe Herrschaft von Wolhusen lebte; mm aber sei diese abgestorben, Peter von Thorberg greife sie um jene Steuer mit geistlichem Rechte an, sie aber haben sich mit ihrem Eide einhellig erkannt, daß er sie mit Unrecht angreife; sie mahnen also Luccrn, ihnen nach den Bünden be- hülflich zu sein. Abgedruckt bei Th. v. Liebenau im Archiv fiir schweizerische G, xvn. S. Iis. Vergleiche oben Absch. 131. November 1382. fzsj 15? 153^, 16. November (Sonntag nach Martini.) Solothurner Wochenblatt l82!>> Seite S»0. Von Freiburg vermittelter Waffenstillstand zwischen Bern und den Grafen Berchtold und Rudolf von Kybnrg bis zum . Wattcnwyl, Geschichte von Bern II. 250. SÜr daherige Unterhandlungen stellte schon am l8. Februar vorher Herzog Leopold von Oesterreich an Voten von Bern und Solothurn einen Gelcitsbricf nach Baden auS. Lichnowsky IV., Regest 1846. Archiv für schweizerische Geschichte X. 520. » Am 5. April, zwei Tage vor dieser Richtung, verkauften die Grafen die Städte Thun und Vurgdorf an Bern. 0 6« April 1ll84. RS«. 160-Z, 23. April (St. GcorgZtag). Archive Schwvz und Uri. Otto von Bubenberg, Schultheiß, und die Burger van Bern Urkunden: Da ihre Eidgenossen von Uri, Schwpz und Nnterwalden und auch ihre und der Waldstätte Freunde von Zürich und Lucern auf Bitte Berns die Richtebriefe zwischen Bern und der Herrschaft Kpbnrg gewacht und besiegelt haben, so sei ihnen dabei vorbehalten worden, daß dieses Besiegeln den drei Waldstätten an den ewigen Bünden und Gelübden, die sie mit Bern haben, unschädlich sein soll. Doch wenn je zwischen der Herrschaft Kchburg und Bern Streit entstünde und ein Theil die Waldstätte wähnte, einen ehrbaren Mann aus ihren Rathen deßhalb nach Lucern zu schicken, so sollen sie dieses thun nach Sage der benannten Richtebriefe. — Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel, abgedruckt Tschudi I. 510. Ilorxott III. 750. ISI. 1 5N4, 2. ÄrNt (an dein mendag nach sant Marcitag.) Staatsarchiv Zürich! RathSbuch III. Iü!> »> h. Der Abt von S. Blasien und die von Obwalden hatten Streit. Zu Zug beredeten die von Zürich und der Amman von Nidwalden, daß jene, um der Stöße los zu werden, 120 Gulden geben sollten; ans ein Schreiben Zürichs sandte Nidwalden eine Votschaft nach Obwalden vor die Gemeinde. Aber ihre Landleute „önend" dem Kernwald erklärten: sie geben nichts, die Alp sei ihr; wolle der Abt sie ferner angreifen, so werden sie es auch thnn an Leib und Gut aller der Seinen, und auch andere Eidgenossen über ihn mahnen. Dieses berichten an Zürich unter vorstehendem Datum Ammann und Landleute zu Nnterwalden nid dem Kernwald, „vnd ist vns Leid". IST. 16N4i, 29. September (St. Michaelstag). Staatsarchiv Zürich: Nathsbuch III. 186 n, 18« » «, NU.,, d u d-id-u TH-U-u h..»m. ..«.e.ch «m das «-chm ° . Aw°ch-a- S.- -n-ch. ud-r dl- L-...° UN, A...gl. -n d-- G-°I,ch.I. m - -Ich d.^ B,1duu.>-u „ud P--.iu-u,u, In Thun und B..-.M-!. °u >'S°mu-».d- « ^ ° '..»..-Mch- Müu,u In Ich.---- B-Muu., «u-d- -..'.chi'dm, das. du s-mchu,. Ldlm ch ' ^ -°°da-..jschus. »'ch-u dU„Id- -d-- jchl-ch.-- °>- du d--.u,ch-, I- m°g° B--u d-.-u Suuuhuu seincn Schlössern verbieten. ».»«-druckt S°l°thur,.°r W°ch-nblatt 18-°, S. mit »..richtig w s. Januar " überschtcm Datum. IK4 Cviistaiiz. 45815, 21. Februar (Z>»stag vor St. Matthias). Staatsarchiv Zürich. Die Städte Zürich, Bern, Solothurn und Ztlg, nebst dein Amt, schließen niit einilndfünfzig Städten ^eischiedenener Blinde am Rhein, in Schwaben und in Frauken, worunter auch Basel, St. Gallen und Wpl ^-hurgau, ein neunjähriges Bündnis; (bis zum 23. April 1394) zu gegenseitiger Hülfe innert den im Gncherbund bezeichneten Kreise». Beilage Nr. 38 V. 8- Zürich gibt am gleichen Tage Lncern die eidliche Versicherung, wenn Lucern von jemanden ange- stUssin, Zürich »ach ihren Blinden zn Hülfe mahnte, seinerseits auch die Reichsstädte zur Hülfe Lucerns zu ^"hnen, nach Maßgabe des obigen Bundes. Beilage 38 It. Dagegen gibt acht Tage später Lncern an Zürich die Gegenverschreibung, ans Malmung Zürichs llMn Jedermann in eigneil Kosten Hülfe zn leisten, so lange der Bund Zürichs mit den Reichsstädten währe^ nur innert den Zieleil und Kreisen des Bundes, welchen Zürich mit den vier Waldstätten habe, ^'lage 0. Nach Tschudi 1. SIS wurde Lucern durch Abmahnung von Schwyz verhindert, dem Bündniß mit den Reichsstädten dircct beizutreten. In dem Staatsarchiv Lucern konnte jedoch keine diese Angabe urkundlich bestätigende Spur hicvon aufgefunden werden. 5 KS. 45815, 26. Oetvber (Donstag vor Simonis et Jude). Staatsarchiv Zürich. Bischof Niclaus von Constanz nimmt mit Kaiserstuhl, Klingnnu, dem Tanncckeramt w. auf Lebenszeit ^urgrccht in der Stadt Zürich. Abgedruckt Tschudi 7. 5tS. 68 November 1385. SS«. 47,86, N. November G" St, Martinstag). Archiv Schwvz. Die Landleute geineinlich von Nidwaiden und von Obwnlden setzen die Streitigkeiten, die zwischen ihnen, es sei von Andreas Enentachers oder von anderen Sachen wegen aufgelaufen sind, zu Minne oder Recht auf ihre Eidgenossen von Luccrn, Uri lind Schwyz, nach Lüut der Bundbriefe, und geloben deren Ausspruch nachzuleben. " Abgedruckt Tschudi I. 51«. 167 Zürich. 4786, 15. November an (St.Othmarsabmd). Staatsarchiv Lucern. Peter von Thorberg, österreichischer Pfandherr zu Wolhusen, erlaubt seinen Leuten, zu Lucern Burgrecht zu nehmen. Nach Tschudi 1. S20 hätten die Entlibucher dieses dann im gleichen Jahr nach Weihnachten gethan und am 2. Januar 1386 wäre die Beste Wolhusen von den Lucernern eingenommen worden. Vgl. übrigens Segesser, Rechtsgeschichte von Luccrn I. S81. f. 168. Brunnen. 4786, 28. November (an dem nechsten Montag nach St. OthmarStag). Archiv Nidwalde». Boten von Lucern, von Uri und von Schwyz, auf welche die von Untermalden ihre Stöße gesetzt hatten. Wegen dieser Stöße waren 23 Knechte „in etzlichen tagen" aus dem Lande gewichen, und „an Eina sechtzig" (59) Boten von Uri und Schwyz hatten zu Brunnen so entschieden: getrauen die Knechte zu schwören, daß sie „von vorcht wegen ir libs vnd ir gutz" aus dem Laude gewichen, so sollten sie mit Leib und Gut sicher sein; darauf nahmen die von Untcrwalden jeglichem Knechte „ze einem Einung" zehen Pfund Pfennige ab. Nun sprechen die Boten der drei Orte: 1) Hans Spilmatter „do ze mal" Landammann nid dem Wald, Willy an dem Stein und Claus Würsche, sollen die Pfenninge den 23 Knechten bis 24/Brachm. 1386 zurückgeben; thuu sie es nicht, so sind sie jedem der drei Orte, sowie den Knechten, nm 106 Gulden verfallen. Sind durch die von Unterwalden Briefe gemacht über die Knechte, die ihnen „an dekeinen vivers lantz recht" schädlich sein möchten, so sollen sie bis zum nächsten 6. December dem Landammann von Schwyz übergeben werden; 2) wegen „Andres ze enent Akkers" sind alle Ansprüche an ihn von den Landleuten ob dem Wald und voll einem Theil nid dem Wald ab, ohne daß das Allsprechen selbst ihm an Leib oder Gut schaden solle; 3) Heiny voll Zuben, Andres zen Hofen und Jost voll Grunde, und ihre Gesellen (wohl 35), klagen gegen 6 andere, daß sie je 10 Schillinge einzogen, die jedem der 35 werden sollten „von „Walterspergs wegen, die der geben muste": die Sechs sollen sie bis 24. Juni 1386 zurückgeben, oder sind (wie oben 1) um 400 Gulden verfallen; 4) die voll Unterwalde» sollen keinen Landmann „meiner ver? November 1385. 69 „swcren", auch über niemanden einen Brief geben, der einem Landmmm Schaden bringen möchte; wäre wirklich so ein Brief gemacht, der nicht gemeines Land angienge, der soll von diesem Tage keinem schaden, den sie nicht bereits verschworen haben; 5) wer in euerin Lande einen „samnung" über den andern machte, oder owen „teil" gegen dein andern hätte, oder „sunder cid ald gelubde" zusammen hätte, oder eines der vorgenannten Stücke bräche oder tiberträte, der verfällt jedem der drei Orte um 100 Gulden, soll „frid brech vnd Mein eid" sein, und sind die Landlcute zu „krank" darum zu richten, so sollen die Eidgenossen richten. t«S. Pfefftkon. 4536, 10. Januar (Mittwoch vor Hiinni.) Archiv Einsiedel». StantSarchiv Zürich. Zehnjähriges Burgrecht des Abtes von Einsiedeln Peter (von Wolhusen) mit seiner Beste zu Pfeffikon und Gilten und Landen, die dazu gehören, die Leute zu Einsiedel,! ausgenommen, mit der Stadt Zürich. Gall Morel, Ncgesten von Cinsirdeln Nr. 4VK, 407. 170 4 536, 1 4. Januar (üoiniuiou poot llilarii). Staatsarchiv Luccr»: Acten Scmpachcrkrieg. Schultheiß, Rath und Burger gemeinlich van Lucern erlassen an Zürich nach eidlicher Erkanntniß, daß >hnen von Oesterreich Gewalt und Unrecht geschehen sei, bundesgemäße Mahnung und verlangen gleichzeitig, Zürich auch die vier Städte Basel, Consta»;, Ulm und Rothweil und diese die andern schwäbischen Städte des gemeinen Bundes (vom 21. Februar 1385) um die 200 Spieße mahnen, „die si ze vns senden M>d legen sollen nach dem vnd ir wol nässet vnd der buntbrief hierüber eigenlich näset". Abgedruckt bei Th. v. Liebenau im Archiv für schw. G. X VII. m. S. dazu die Briese vom 31. December 138ö, 10., 23. Januar, 4. 6. Februar 1386 bei Schreiber, Urkunden- buch der Stadt Freiburg i. B. II. 1., S. 43-46. R7t Wettin gen. 4536, 0. Februar (voroiiuw). Schreiber: Urkundenbuch der Stadt Freiburg im VriSgau, 41. S 46. ^ Aus einem Schreiben der österreichischen Landvögte Johann von Ochsensteiu und Heinrich Truchseß von ^aldlmrg an die Stadt Freiburg i. B., (äcl. Baden, cliv Bltorate,) geht hervor, daß auf diesen gleichen Tag Boten von Straßbnrg, Basel, Constanz, Ravensburg und Ueberlingeu von den genannten Landvögten einen uis Kloster Wettingen bei Baden erlangt hatten, jedoch „an allen frid", um zu versuchen, ob man »mischen Herzog Leopold von Oesterreich und den Eidgenossen „ein friden da finden möcht oder ob die fach setzet mächt werden". . Tschudi I. S18. sollen schon im Oktober und dann wieder am II. November des vorhergehenden Jahres > 5 zwischen Boten gemeiner Eidgenossen und den Rathen Herzog Leopolds in Zürich Verhandlungen über einen ' cfinitivfriedcn oder ein Bündniß stattgefunden haben. Im Staatsarchiv Zürich ist jedoch hierüber nichts Urkundliches aufzufinden. 70 Februar 1386. 17 T. 15ÜK, 22. Februar (Donsing vor Matthias). Staatsarchiv Lucrrit. Schultheiß, Näthe tl»d Bürger der Stadt Lucern, Ammaim, Näthe und Burger der Stadt Zug und des Amts, Burgermeister, Näthe uud Burger der Stadt Zürich, uud Laudammänner und Laudleute der drei Länder Uri, Schivpz uud Uutermalden erklären, daß zwischeil Herzag Leopold von Oesterreich uud ihnen eilf Reichsstädte einen Waffenstillstand bis zum nächsten 17. Juni verabredet haben. Beilage ?lZ. Nach dem ain 21. Februar 1385 von Zürich, Bern, Solothurn und Zug mit 51 Reichsstädten geschlossenen Bunde, in den auch Lucern ausgenommen war, konnten Lucern und Zug gemahnt werden, als ob der Friede mit Oesterreich ausgegangen wäre. S. o. Absch. 164. und Tschudi I. 512 sf. Die von Zürich, welche Basel gemahnt, erhielten von dieser Stadt am 25. Januar 1336 folgenden Bescheid: „Den fursichtigen wisen, vnsern sundern i guten frunden vnd eydgenossen dem > Burgemeister vnd dem „Rat der stat j Zürich". „Steter williger dienst si vwer fursichtigen wishcit mit gantzen truwen vorgeschriben. i Lieben guten srund vnd „getruwen eydgenossen, als ir vns verschriben hant, wie ir j vns vor gemant hattent, mit solichen briefen, als ir „vns bi disem vwern testen > Botten gesendet hant, vnd wie vch gefeit sie das vwer erre Botte vnd briefe > nieder „geleit sien, habent wir wol verstanden, vnd lassent vwer guten fruntschaft > wissen, das vns vwer erre Botte „vwer Manungs antwurte, Vnd daz wir nach der ^ lute vnd sage, die swebsten stette etwe manige gemant habent „vnd das si onch j ander des Nichs stette manen in solicher wise, vnd auch das ze stunt tatent. > Von der Rutschen „stetten wegen lassent wir vch wissen, das wir die nut ze manen f haben. Aber als balde von gemeinen stetten in „Swaben ein manunge beschicht, die furderlichen ^ beschehen sol, so wellent wir ernstlichen werben, wie der Bund ze „Swaben den ^ Rinschen Bund furderlichen von vwer fache wegen mane, wand wir alle zit ^ gerne tetent was vch „liep vnd dienst were. Datum seria quinta post Agnetis anno j rc. I^xxx sexto. „Von vns Johans Puliant von Eptingen ^ Ritter, Burgermeister vnd dem Rat der ^ stat Basel". Zürcher RatHSbuch IV. 5, d. Der dein Pergamenc beigelegte Entwurf auf gewöhnlichen Papier beginnt: „ . . Es ist ein frid beret zwischent der Herschaft von Osterrich vnd den iren, vnd dien von Lutzern, von Zürich „von Zvg vnd dien j Waltstetten so ir Helffer sint vnd dien iren . . " Nun folget, in sieben „Item", der Inhalt des Friedens von „Des ersten dz der frid beliben" bis „anders betädinget vnd bericht". Unmittelbar schließen sich folgende zwei Sätze an: „Item ist auch dz der srid für sich gad, so wellent die von Lutzern, von Zürich, von Zug vnd die Waltstett ir „brief dar vmb j geben vnd och die für sich selber sigellen vnd für die, so zu inen gchoerent" „Item Wer och dz der frid für sich gieng so meinent die von Lutzern, von Zug, noch die Waltstett niendert „tag ze leisten j dann Zürich in der Stat vf den Sunnentag ze mitter Basten nu nechst so man singet in der „Heilgen Christenheit j Letare" (1. April) dann ze nacht do ze sinne . ." Ganz unten steht noch: „Lieber Her Schultheiß gedenkent an Herman Cloter, der bi vch gefangen ist, für den Kienast der Schriber gebetten hat", s Da Kienast der Stadt Zürich Schreiber war (s. Tschudi I. 563, d.), so ergibt sich auch daraus, wo der Waffenstillstand abgeschlossen wurde. Staatsarchiv Lucern. Am 21. Februar (Mittwoch vor Sü Matthias) schreiben die österreichischen Landvögte Johann von Ochsenstein und Heinrich Truchseß von Waldburg aus Baden an die Stadt Freiburg i. B.: Straßburg und andere Reichsstädte haben zwischen Oesterreich und den Eidgenossen einen Frieden gemacht, der morgen, Donstags, (22. Febr.) angehen und bis Sonntag der ausgehenden Pfingstwoche (17. Juni) dauern soll. S chreibe r, Urkundenbuch von Freiburg i. B. 11. 47. Mai 1380. 71 R7Z Zürich. I5NN, I. Mai (an dem ersten Tage Meiicn.) Böhmer : Urkundenbuch von Frankfurt am Main, II. Seite 7lN. ^ Die von Zürich, Bern, Solothurn, Lucern und Zug schreiben an ihre Freunde und Eidgenossen von Frankfurt: Nm ihre Mischelligkeiten mit Herzog Leopold von Oesterreich haben ihre beiderseitigen Eidgenossen von ^traßbnrg, Mainz, Speicr, Basel, wie auch des Reichs Städte zu Schwaben und in Franken eine Be- ledung und Tading gewacht, ivorauf jedoch «och kein AuStrag erfolgt sei; weiter haben sie in derselben Sache n»en andern Tag auf den nächsteil Sonntag vor Pfingsten (3. Juni) nach Zürich angesetzt. Frankfurt wird "uil gebeten diesen Tag zu beschicken, und die Boten am Borabende desselben zu Zürich bei ihnen zu haben. Auch abgedruckt schweizerischer Geschichtsforscher X. 22S. Vgl. Bischer, Regesten Nr. 2S». I5L«, 3. Juni. Staatsarchiv Bern. ^ ^ ^-ag der Eidgenossen unter Vermittlung der Reichsstädte mit den Näthen des Herzogs Leopold von Österreich über Verlängerung des Waffenstillstands vom 22. Februar vorhin. Uebcr die Verhandlungen dieses schließlich rcsultntloscn Tages besitzt das Staatsarchiv Bern (Ausland III. wser und Reich) einen Bericht (ohne Datum) des bernischen Voten Peter von Balm an seine Herren: „Nach minem willigen dienste, liebe Herren, wissent, daz des Richcs Stette sint komm vor niinS Herrn Netten von Oestcrrich vnd han vns den Eitgenossen geseit, daz si cnkeinen langen frid können vinden, es si denn daz die Eitgenosscn alle ding wider tun woltin, vnd han vns des Riehes Stette gebetten, daz wir, die Batten, daz wider heim woltin bringen vnd vnS da vnder gütlich woltin bedenken, so fanden si wol einen fried vierzig jar; darumb sullent ir antwurt geben." „Item Hand vns des Nichs Stette gebetten, möchte daz nit sin, daz wir inen woltin getruwcn vin einen frid Ze machene vntz vf Sant Johans Tag oder vf Sant Jacobstag oder ein ganz Jar, daz hant si ouch gerett mit uns Herrn Retten, die wend durch iren willen dem Herrn nachschicken vnd wend darumb ein Antwurt geben vf den nächsten Samstag vnd füllen wir, die Eitgenossen, dar vmb Antwurt geben nu an Sunncndag ze Zürich vnd wellcnt ouch des Niches Stett dez da beitcn; dar vmb gend ouch ein Antwurt." „Ist daz ir daz mehnent ze tunne, so schickent mir einen versigelten brief mit der Stat Hangendem Jngesigel wie wir den frid besorgen vnd mit der Herrschaft machen, daz ir den wellcnt stet halten, als ouch der vordrig brief, stund. Ist, daz die Eitgenossen daz vf wellent nemen, so flirren si ir Jngesigel gen Zürich, daz mich wol an den Botten dunket. Es ist ouch ob allen dingen bereit, daz diser frid bestan sol vnz vf vnser frowcntag, in aller der maße als der fridbrief wiset; daz man jetz vast füret Salz vnd ander ding haruf. Gat ouch dirr frid für sich ein , 21. Juni oder 24. Juli (an sant Jacobs Abend). Staatsarchiv Bern. Die Laiidammänner und Landleute van Uli, Schivyz und Nnterivnlden, gemahnt von Zürich und Lucern wegen des Krieges, den diese beiden Städte mit der Herrschaft Oesterreich haben, mahnen auf deren Verlangen ihrerseits die Stadt Berit auf den Schaden des Fejudes und verlangen zu wissen, ob sie der Mahnung statt thun wolle. Zugleich mahnen sie Berit, auf Donstag über acht Tage bevollmächtigte Voten zur Verhandlung über diese Sache zu ihnen in das Kienholz zu senden. Urkunde auf Papier mit den ausgedrückten Siegeln der drei Länder, abgedruckt im Schweizerischen G e schichtsfo rsche r X. 246. Das Datum lautet einfach „an sant jacobs abent", es wird daher auch der Brief von Kopp in der ersten Ausgabe dieses Bandes auf den 24. Juli gesetzt. Von Wattenwyl, Geschichte von Bern II. 273 hat nun die Ansicht geltend zu machen versucht, es müsse in Ucbereinstimmung mit den Thatsachen, daß am 2b. Juli der Waffenstillstand begann und daß bereits am 25. Juni (s. n.) Zürich die Ansinnen einer auf diese Mahnung dorthin gesendeten bernischen Abordnung beantwortete — das Datum dieses Briefes nicht auf den Vorabend des üaaobns major, sondern auf den Vorabend des llaoolms itztpliäi (21. Juni) bezogen werden, was allerdings die bisherige Geschichtsschreibung rücksichtlich der Theilnahme Berns am Sempachor Krieg wesentlich modificiren würde. Allein es stehen dieser Auffassung denn doch gewichtige Bedenken gegenüber. Erstlich ist in den Urkunden dieser Zeit unter dem St. Jacobstag stets der 25. Juli verstanden, es ist uns kein Beispiel des Gegentheils bekannt. Zweitens ist keineswegs gewiß, daß der unten folgende Brief Zürichs an Bern vom 25. Juni gerade die Folge einer auf diese Mahnung der Waldstätte abgeordneten bernischen Botschaft war, es kann auch eine erste Mahnung der Waldstätte an Bern dieser vorangegangen und fruchtlos geblieben sein, worauf die obige Mahnung zu einem Tage im Kienholz nach dem Bunde der drei Länder mit Bern hindeuten möchte. Drittens war mit dem Eintritt des Waffenstillstands vom 25. Juli die Gefahr für die Waldstätte noch nicht beseitigt, indem derselbe nur 14 Tage dauerte und am 3. August die Fürsten in Mergentheim beschlossen, die Sache Oesterreichs zu unterstützen (Weitzsnkerl. 518, Janssen, Regest 61). Immerhin ist vor dem 8. Juli, dem Tage des Abzugs Herzog Leopolds von Willisau nach Sempach kein actives Eingreifen Berns in den Krieg gegen Oesterreich bekannt; die Kunde von der Belagerung der Burg Thorberg zunächst der Stadt Bern datirt erst vom 29. Juli (Schreiber, Urkundenbuch von Freiburg i. B. ll. 49.) Wir lassen hierauf noch einige urkundliche Notizen folgen: 1. Die wiederholte Mahnung Zürichs an Bern vom 25. Juni: „Williger getruwcr dienst vnd stet fruntschaft sij vch von vns mit fliss s all zit vor. Lieben frund vnd getruwell Eidgenossen . . Wir haben vwcr j Bottschaft so ir vns vsf dis zit getan hant, wol verstanden . . Nu wissent j ir wol dz wir vch etswedik gemant haben mit vnsern offcnn besegelten s briefen, der Bund vnd der Eiden als ir vnd wir z»o enander verbunden sijen s vmb Hilst vsf die Herschaft von Ocsterich . vnd ovch die selben Herschaft vnd ir Heister i an ze griffen als unser Buntbrief wisent. Dar zuo hant vns vuser > vnd vwer Eidgnossen die Waldstettt gefeit, dz si vch ovch mit iren offcnn besegelten > briefen gemant haben nach dem vnd ir vnd si zuo enander gesworn hant, dz s ir vns ze helff sulent koenen nach der selben vwer Bundbrief sag . . Do haben wir j enkein zwilf an vch, ir sijcnt vns behulsfen vnd ovch vnucrzogenlich . . Vnd daz ir j da mit gnuog tuond der manung . . als die Waltstett s vnd ovch wir vch gemant haben . . des getruwen wir vwern eren wol . wan wir ^ sunderlich zuouersicht zuo vwcr guoten fruntschaft haben . . Vnd dunket vns s daz wir vmb die fach gnuog vil tag haben geleistet Geben am Montag nach sant s Johans tag ze Sungicht, anno . . lxxxvj". „Von vns dem Burgermeister vnd s dem Rat der Statt Zürich" Züricher Rathsbuch IV. 17. a.b. Als darnach die von Lucern, Uri, Schwpz und Unterwalden in Zürich lagen, gingen zu ihnen vier Benannte und baten, mit ihnen in die Häuser zu gehen, der Feinde Gut zu nehmen „in der Stadt vnd davor". Am 7. Juli (vis, äijo .lulij) verurtheilte der Rath jeden der Vier zu 50 Pfund Pfenninge oder Verlust der Hand, wenn einer nicht bezahlen könne; zugleich solle» sie Briefe geben, und wenn sie dawider thäte», „dz si dann verzalt lutt sijen, vnd dz man ana urteil die Hoeipter sol abslachen". Züricher RathSbuch IV., SS. b. Hum 1386. 73 2. Am 11. August (morndeß nach Laurent«), Abends, sagten auf Mahnung der Eidgenossen von .Zürich Uri, Schwyz und Unterwalden, sowie wegen eigener Beschwerden und unausgetragener Anstände, die von Bern mit Beziehung darauf, daß Zürich, Uri, Schwyz und Unterwaiden sie „digk vnd heftcnklich" gemahnt haben, ihnen zu helfen und viele Tage zu keiner Verständigung geführt haben, am 28. August die von Biel der Stadt Freiburg ab: Solo- thurner Wochenblatt 1827, S. 292, f,, Rscmsil cks VridourA Xr. 234. Allein schon am 13. Januar zuvor (Montag nach St. Hilarien Tag) hatten die von Bern ihre Boten Ludwig von Seftingen und Rudolf Seiler an Unterseen abgeschickt, als sich bereits Stöße und Aufläufe erhoben „in dem Lande zwischen den Eidgenossen enent dem Brünig und dem von Thorberg und von Grünenbcrg". Schultheiß, Rath und Gemeinde zu Unterseen, da die Berner „uns bärlich entsitzend und fürchtend", wurden gebeten, ihnen mit Stadt und Beste gewärtig und gehorsam zu sein; zugleich versprach Bern, daß diese Gelübde nichtig seien, und jeder wieder bei seiner Herrschaft und Eidgenossenschaft bleiben solle, „wenn kein Krieg aufstände zwischen Oesterreich und Bern und den ihrigen". Hierauf am 14. August (an unser l. Frauen abcnt in Ougsten) gelobten die von Unterseen, „von dishin ewiglich zu dienen und zu warten denen von Bern in Oechtland, wie ihren bisherigen Herrschaften". Urkunden im Staatsarchiv Bern. Wenige Tage später, am 18. August (Samstag nach unser Frauen Tag zu Mitte August), schrieben die von Zürich an Bern, daß Zürich, Lucern, Uri, Schwyz und Unterwaiden vor Wesen gezogen, und die Stadt (unter Angabe der Umstände) eingenommen! darauf siegreiche Scharmützel mit dem Feinde; man sage, Bern sei auch kürzlich im Feld gewesen, und daß es ihnen „an dien von Driburg vnd anderswa wol sij gelungen". Züricher Rathsbuch IV., 54. a. Nach acht Tagen, am 25. August (Samstag nach sant Bartholomeus tag), sagten die von Zürich den österreichischen Hauptmann zu Bremgarten und Herrn Rudolf von Hallwil, Ritter, mit 10 oder 12 ihrer Diener sicher „gen Hedingen in die Vesti vnd wider dannan — den Sunnen tag Morn vnd den selben tag allen" (20. August). Züricher Nathsbuch IV., 52. d. Auf der andern Seite hatte auch Herzog Leopold seine Bundesgenossen zur Hülfe aufgefordert: Brugg, 1386, 22. Juni (Fritag vor Sungichten). Herzog Lüpold von Oesterreich fordert den Rath zu Strasburg auf, ihm gemäß der Einung, die „unser Herr der römische künig, wir vnd ander fürsten vnd Herren mit üch habent", unverzüglich Hülfe zu schicken „vmb dz große unrecht, daz uns vnd den vnsern dy von Lucern, Zugg vnd etliche ir eidgnossen die Waldstede getan Hand übir die fridden vnd brieue, so wir vnd sy mit einander hattent." Janssen, Frankfurts Ncichscorrcspondenz I. S. 22. Nr. 57. 1386, 28. Juni (vi^ilia Vstri st ?a«1i) übersendet der Rath von Strasburg dem von Speyer Abschrift dieses Briefs mit Bitte, eine Berathung der sämmtlichen rheinischen Bundesstädte auf den 7. Juli in Speyer zu veranstalten, da die Mahnung sie alle angehe. Ebendaselbst Nr. 58. Zofingen, 1386, 30. Juni (Samstag vor St. Ulrichstag.) Herzog Leopold von Oesterreich schließt mit Frau Maha von Neuenburg, Wittwe des Grafen Hans von Vallcnsis, einen Vertrag, wonach sie ihm für die Dauer seines Krieges mit den Waldstätten ihre Stadt Willisau übergibt, so daß die Leute darin ungewiistet bleiben und ihr nach dem Krieg die Stadt wieder zurückgegeben werde, und falls der Herzog sie nicht in Besitz nehmen könnte, kein Friede geschlossen werden soll, der nicht diese Rückgabe bedingte. Urkunde im Archiv Neuenbürg, bei Kopp, Urkunden- buch I. 183, nach einer Abschrift mit dem unrichtigen Datum Samstag nach St. Ulrich (7, Juli) abgedruckt. Vgl. v. Wat- tenwyl, Geschichte von Bern II. 275, Anzeiger für schweizerische Geschichte, Jahrg. X. S. 22. Am 27. April vorher hatte Matthias von Büttikon, Burgvogt der Gräsin zu Willisau, den Einkauf in das Burgerrecht zu Bern mit 100 Gulden bezahlt und die dahcrigen Verpflichtungen seiner Herrin beschworen, blattl s 11.1614. Heber die dazwischen liegenden Verhandlungen siehe v. Wattenwyl a. a. O. S. 275. Mergcnthcim, 1386, 3. August (Freitag nach ?otri ackvinoula.) Erzbischof Adolf von Mainz, die Pfalzgrafcn Ruprecht der ältere, Friedrich und Ruprecht der jüngste, die Bischöfe Lnmprecht von Bamberg und Gerhard von Würzburg, Burggraf Friedrich von Nürnberg und Graf Eberhard von Württemberg schreiben an die rheinischen Bundcsstüdte: Sic haben sie gemäß ihrer Einung gemahnt, dem Herzog Lüpold von Oesterreich, „nun verstorben", gegen die Waldstätte Hülfe zu senden, da „die eynunge, die vnser Herr der kling zwischen üch vnd vns gemacht hat, an yme übbirfaren ist vnd noch degelichen geschieht, — in den termincn vnd kreiszin als vnser eynung rürt vnd begrisfent, daz ist an den hauwenstein an vnd dz gebirge vur sich vurhin vnczc an der Herren land von Beyern". Sie mahnen daher die Städte, gemäß der Einung unverzüglich fünfzig Glcvcn nach Brugg bei Rheinfelden zu Hülfe zu schicken. Jansje», Franlsurts Relchscorresponbcnz I. S. 2S. Nr. 01, 10 74 Juni 1336. 1386, 12. August (cloininioo. post Haursntii) schickt der Rath zu Speyer Abschrift dieses Briefes an den Rath von Frankfurt unter gleichzeitiger Ansehung eines Tages der Städte nach Speyer auf den 21. August (Dienstag vor Bartholom«). Ebendaselbst Nr. 62. Hierher gehören endlich auch die Kriegsnachrichten Herzog Leopolds, des Sohnes des bei Sempach gefallenen, an die Stadt Freiburg i. B. vom 15. und 29. Juli, 5., 8., 13. August 1386 beij Schreiber, Urkundenbuch II. I, S. 48—51. 17« Zürich. 12. October (Freitag vor St. Gallentag.) Staatsarchiv Lucer». Schultheiß, Ammann, Burgermeister, Räthe, Burger und Leute der Städte Lucern, Zug mit dem Amte und Zürich, Landammänner und Landleute der drei Länder Uri, Schwyz nnd Unterwalden schließen mit Herzog Leopold von Oesterreich und seinen Brüdern und mit Herzog Albrecht ihrem Vetter, unter Vermittlung der Reichsstädte einen Frieden bis zum 2. Februar 1387. Beilage J7. Von Arx II. 88. und nach ihm LichnowSky IV., Regest 2613 geben den Abschluß des Waffenstillstandes schon auf den 8. October an. Es mögen die Verhandlungen an diesem Tage eröffnet worden sein. Quellenmäßiges ist darüber nicht vorhanden. Zwischen Bern und Freiburg war nach dem Bericht des Anonymus Friburgensis bei Studers Justinger rc. S. 469 (eine Urkunde darüber fehlt) der Waffenstillstand schon am 28. September abgeschlossen. 177 Zürich. 45Ü7, 14. Znmmr (an dem vierzchcndcn Tag des manodes Jenner). Staatsarchiv Lucer». Staatsarchiv Veru. Archiv Schwyz. Schultheiß, Ammann, Burgermeister, Räthe, Burger und Leute der Städte Lucern, Zug mit dem Amte und Zürich, Landammänner und Landleute der drei Länder Uri, Schwyz und Unterwalden schließen mit Herzog Albrecht von Oesterreich und dessen Vettern Wilhelm, Leopold, Ernst und Friedrich, unter Vermittlung der Reichsstädte, einen Frieden vom 2. Februar 1387 bis zum 2. Februar 1388. Beilage Am 24. September (an Zinstag nach sant Mauricijen tag) schrieb Heinrich Geßler, Landvogt, aus Grüningen an Zürich: seine armen Leute werden häufig überfallen; er bitte um Abhilfe „nach des fridbriefs sag". Zugleich schloß er dem Briefe einen Zeddel bei, worauf sich seines Herrn Städte und Land „von etlichen infellen vnd gebresten" über Zürich und dessen Eidgenossen sehr beklagen, mit der Bitte, es an selbe gelangen zu lassen und darum Antwort zn geben. Züricher Nathsbuch IV., 179. a.b. Hinwiederum, bevor dieser Friede auslief, eben als er wieder erneuert werden sollte, stellten die von Lucern an die Eidgenossen folgendes Ansinnen: „ . . Liebsten getruwesten Frunde, Als wir do har einen gctruwen fride solten haben, der noch weren sol in sinen kreften vntz vf vnser ^ frowen tag zer liechtmes der nechst künftig wirt, In dem vns vnd den vnsern vil übergriffe sint beschehen, die vns vnderwi- j sunge gebent, si ze furkommende in disem kunstigen fride, nach uwer wifheit besorgnisse, die vns in den vnd andern fachen s alle zit notdurftig vnd dankber ist, mit fundcrheit ze disen zitcn, durch das diser künftig fride bas gehalten wurde, vnd ^ vesteklicher geordent vnd bestetet, ob er vollendet wirt, nach diser stuckelin vermanunge, ob das uwer wifheit gcuellig were." s „Zem ersten hatte die Herschaft gelobt, bi iren fürstlichen eren, disen gegenwurtigen fride stete ze habende vnd ze vollfuerende, luter j vnd gantz für sich vnd die iren vnd die zuo ir gehoerent vnd für ir helsfer vnd diener vnd uemlich für die, so in disem stucke > in dem fridbrief sint begriffen Januar 1387. „Do were notdurftig als vns dunket, das dis stucke aber also besorget wurde, Vnd alle laudes Herren, und dar- zuo der s herre von Cussiu, oder ander houbtherren, den der Herschaft slos sint in geben, nemlich dar Jnne begriffen wurdent. Vnd darzuo ^ fit discr fride, ob er vollgat, gantz vnd luter bliben sol, das furkomcn werde, das kein edel man, oder wer er were, mit vestenen s bchusct oder nut behuset, oder in stetten vnd vestinen oder doerffern enthalten oder nut enthalten, keinen krieg an vinge, oder die vnsern j angriffe in sunders krieges wise, noch dar vf enthalten wurde in der Herschaft flössen in solicher wise, als uns der Liebccker in discm s fride het angriffen, der einen sundern krieg mit vns haltet, wie das er zuo der hcrschaft gchoert, vnd sin anspräche, ob imme vt were s beschehen, in disen fride gehoert, vnd dar ober er vnd die sinen enthalte» sint, in der hcrschaft slossen, wie das wir s recht vmb recht hetten gehalten nach des sridebricfes sage, wand das aller menglich eins von dem andern vmb alle vbergriffe s die in vallende wurdent, vorhin mane ze tage, recht vmb recht, halte vnd gebe, ane alles widergriffen, an den stetten, j vnd in der meinunge als ir dis werdent besorgende, vesteklich vnd in der besten forme-uwer wissheit, zuo der wir dis setzent s gentzlich, das ouch aller nutzlichst vnd notdurftigst ist ze besorgende, sit in disem fride das stucke an den vnsern s gar dicke angefangen ist, ane manunge vnd vordrunge des rechtes nach des fridebriefes sage, das ouch disen fride groeslich s het bekrenket," „Vch ist ouch wol wissentlich, das der fride an vns vnd den vnsern nut ist gehalten in den stucken, das man vns kouf j solte han geben vs der Herschaft slossen, vnd wir sicher solten han gewandelt in der hcrschaft landen, dis besorget, das es nut s me beschehe, vnd wir luterlich ze samcn wandelnt, koussent, verkouffent, als ob diser krieg nie were vfgestanden". „Wir haben ouch vil gemant ze tagen vmb übergriffe die vns bcschahcnt, der manunge vns nut gnuog beschah, dos ze s furkommende, were vns geuallen, wenne mir inanende wurdent, das wir mancn moechten vf einen sichern tag der in xiiij - tagen j begriffen were, vnd man den tag mit vns leistete ane verziehen." „Vnd hette ieman keinen krieg an vns nu oder hie nach, der nut zer Herschaft geHorte, das man den nut enthielte, j in der Herschaft slossen noch landen disen fride vs, es were in Ergowe oder in andern iren landen," „Vnd das alle die vnsern die ir geleite gebent, geleite vnd sicherheit habxnt libes vnd guotes vber lant vnd Wasser s vntz gen Burghein, nach dem als die kouflute von Lamparten geleite vnd sicherheit hant von der Herschaft," „Vnd das die andern stucke alle, die in disem gegcnwurtigcn fride begriffen sint, in den nuwen fride gentzlich begriffen werdent, s zuo ander besorgunge, die uwer wifheit dar zuo legende wirt." „Wir begeren ouch das die Kotten so disen fride beredent, von des heiligen richs stette wegen Ir Jngesigle an den s fridebries ouch hcnkent das der fride dest vesteklicher gehalten werde." Staatsarchiv Lucern, abgedruckt bei Th. v. Liebenau, Sempacher Urkunden Archiv f. schw. G. XVII., S. 159, Nr. 95. Tschudi, I. 538. Vgl. Lichnoivsky, Negest 2035. R78. 15»7, 21. Januar. Staatsarchiv Bern. ^ Berit erklärt die Annahme des am 14. Januar vorher von den Reichsstädten vermittelten einjährigen Rodens zwischen Oesterreich und den Eidgenossen. Beilage 58. U. R7S. 1537, 28. Januar (Montag vor Lichtmeß). Stadtarchiv Solothnr». ... , Seffothurii tritt dein von den Reichsstädten zwischen Oesterreich und den Eidgenossen vermittelten ein- '^rigen Frieden bis 2. Februar 1388 bei. Beilage 58. 0. 76 Februar 1387. 180. Aull im Innthal. 1567, Februar. Gegenbrief Herzog Albrechts an die Eidgenasseil über den einjährigen Frieden bis 2. Februar 1388. Beilage 36. .0. 181 1567, Ii. März. Jahrbuch von GlarnS IV. Seite!!07. Nr. I«.?. Der Annnann und die Landleute von Glarus stellen „mit guust vnd gnteui willen der wisen flirsichtigen, vnser lieben Eidgenossen, der von Zürich, von Luzeru, von Zug, von Vre, von Switz vnd von Vnderivalden" verschiedene die Landesverfassung und das Privatrecht betreffende Satzungen auf. Auch abgedruckt bei Tschudi I. 669. Alumcr, Staats- uud Nechtsgeschichte der schweiz. Demokratien I. 659. ff. DaS Original ist im Brande von Glarus 1661 zu Grunde gegangen. 18T Brunnen. 1567, 12. August (an Mentagc vor n. F. Tag ze mitten, Ougstcn.) Staatsarchiv Zürich. Boten: Lucern, Johannes von Maos; Zürich, Heinrich Hagnauer; Uri, Jacob Fürst; Unterwal den, Markward Moser; Schweiz, Rudolf Beul. Die Dorfleute zu Baar hatten auf die Gitter des Gotteshauses Cappel Steuer gelegt, lind wollten es „fnrbas ine" thun; die Herren von Cappel beriefen sich auf ihre Freiheit. Da mahnten Aminann und Rath zu Zug, deren Bürger die Herren von Cappel waren, gemeine Eidgenossen auf einen Tag; der ward in der Mahnung gen Brunnen gesetzt. Als die obengenannten „vnd ander vnser Eitgenossen botten" zusammengetreten, suchten sie vorerst an beiden Thailen die Minne; da sie aber diese nicht finden mochten, wurde das Recht an die Fünfe gesetzt, welche hierauf einhellig sprachen: 1) Die von Baar sollen in künftigen Zeiten nie mehr auf des Gotteshauses Güter Steuer, Schätzung „noch ander soliche burdinen" legen, sondern die Herren bei ihren Briefen und Freiheiten bleiben lassen, die ihnen der heilige Stuhl von Rom gegeben und sie vor deil Boten „mit anhangenden Bullen" gezeigt haben; 2) bei jeder Ucbertrctung des Spruches verfallen sie den fünf Orteil zusammen um 500 Gulden. Vgl. Mcycr v. Knonan, Regesten von Cappel Nr. se-o. 18Z Basel. 1567, 14. September (an dem nechsten Samstag »ach unser fromen Tag ze Herbste). Staatsarchiv Bcr». Herzog Albrecht von Oesterreich, Bischof Friedrich von Straßburg, die Grafen Rudolf von Hohenberg, Johannes von Habsburg und Berchtold von Kyburg, Gräfin Elisabeth von Neuenbürg und Herrman vo» September 1387. 77 Krenki»gen, ein Freier, für ihre Städte und jene, über welche sie Gewalt haben, und Bürgermeister, Schultheißen und Räthe von Basel, Zürich, Lucern, Bern und dreizehen andern Städten, machen auf zehen Jahre eine Münzordnung, der mich Bischof Jmer von Basel und Abt Wilhelm von Murbach mit anderu Herren für ihre Gebiete beitreten. Beilage 3^. 184. Zürich. 4587, Oetobcr bis Dccember. Staatsarchiv Lucern: Missivc. In dieser Zeit fanden die s. g. Tadingsverhandlungen statt, welche, wie nach jedem Friedensschluß oder Wmffenstillstandsvertrag, so auch nach dem einjährigen Frieden (s. o. Absch. 177—180) zur Erledigung einzelner Klagepunkte, Entschädigungsforderungen w. vor Schiedrichtern gepflogen wurden. Boten Lucerns auf diesen Tagen waren Johannes von Moos und Rudolf voll Root. Es findet sich ein Schreiben des Schultheißen und Raths zu Lucern vom 30. October an „Vnsere Kotten, die Zürich ligent in tegdingeu", e>ue Verwendung enthaltend für Jenni Liuiker, der von Bertschmauu von Steinach gefangen worden war und ihm 5 Malter Korn zu Lösegeld versprocheil hatte. — Au dieselben Boten findet sich ein zweites Schreiben vom 3. November, wodurch Lucern sie über verschiedene während diesem Frieden, d. h. seit dem Februar 1387, namentlich aber in den letzten Tagen österreichischer Scits vorgefallene Gewaltthätigkeiten und Räubereien in Kenntnis; setzt. Ein drittes Schreiben an dieselben datirt vom 29. November, ein viertes vom 2. Decenlber, ein fünftes vom 11. December. Alle diese Aktenstücke sind, nebst einem undatirten, aber offenbar zu diesen Verhandlungen gehörigen Klagerodel abgedruckt bei Th. v. Liebenau im Archiv sür schw. G. XVII. Sempacheracten Nr. LI, 82, 83, 83, 9», 91. Die meisten der dort abgedruckten undatirten Klageschriften einzelner Städte und Orte sind zum Behuf solcher Tädings- oerhandlungen abgefaßt und ohne Zweifel oft wiederholt auf mehreren der nach einander folgenden Fricdenstage verhandelt worden. Zu diesen Verhandlungen dürften auch zwei in den Zürcher Raths- und Nichtbüchern IV. 24. a. V. 79—go eingeschaltete undatirte Notizen gehören, folgendermaßen lautend: (Weisung an die Voten Zürichs:) „Jr sond reden mit dien Eitgenossen: Des ersten von des Gößwins wegen von Costenz, dz die Eitgcnossen darzu sitzen vnd einen spruch tun, wie die von Switz gewiset werden, dz si den Gößwin ablegen, ald dz si aber dz gut wider gen Zug antwurten, ob die fach mit lieb nit möcht bericht werden. Item vmb die Kupfersmid, als die etwz ansprach zu dien vm Rapperswile hant, wie man darumb ze Tagen kome. Item als die von Rapperswile klagent, dz die in den March ir Burger vberwin gehandelt haben, dz man darumb tue nach des fridbriefs sag. Item vmb Bruchin, als sich der klagt von dem Knuder ab Bilstein, dz ine der sume an sinen gütern ze Wägy, dz man den wise, dz er sich eins Rechten lasse bcnügen nach des fridbriefs sag. Item sol man reden mit dien Eitgenossen, vnd mit inen zu Rate werden, wie man red mit der von Lutzern Kotten, das si sich in dien fachen von des frids wegen bescheidenlich halten vnd ob si sich deHeiner vogty oder ander fachen vnderzogen haben, do si nit gelimpfes dazu hettin, das si davon lassen, durch daz wir alle dester fürbaz bi frid vnd bi genaden bcliben. Wan sölte vns deHein ding mit dem Rechten abgesprochen werden, so werc erlicher man ließe vorhin davon. Do redent »wer bestes als ir wol kunnent. Ferner: „Man soll nachgen vnd richten, als Welti Oehen zu der von Lutzern botten, als si von Lutzcrn dem Rat, vnd Burgern hergesant wurden, gicng vnd sprach zu Inen: Bidcrben lüt, hant fest vnd gent die Stoß nit wider, da tunt Jr vns ein dienst an." 73 Januar 1388. Ä8S. Nheiufeldeu. 5. Januar (Sonntag vor Epiphnma domini 138S). Staatsarchiv Bern: Missivcnbuch von Thun. Die Genossen des Akttitzvereins vom 14. September 1387 erkennen, die Münzorduung soll nach ihren: Inhalt vollzogen werden, nur mit folgenden näheren Bestimmungen: „Des Ersten sol man wissen waz gült vfgelaufen ist sider unseres Herrn fronlichnainstag in dein sechs and achtzigesten Jare vntz vff disei: tag, die selben schulden soll man gelten mit den hallern und den müntzm, so dazwischent geslagen siirt, hinnant dein heiligen Abend ze Ostern den: nechsten; wurde daz nit darzwischent bezalt, der sol danue bezalen nnt der nüwen müntz, die mau danne flacht vnd slahen wirt. Waz ouch schulden vnd giilten vor Vilsers Herrn . fronlichnainstag in: sechs vnd achtzigesten Jare gemacht sint, dieselben schulden sol man gelten vnd bezaln bi den nüwen Pfenningen, so man ietz slahen wirdet. Item waz ouch widerköuff bi den: selben zil vnd Jaren gemacht sint, dieselben widerköuff mag man ouch ablösen vntz vf den Osterabent ze ncchst mit den hallern vnd Pfennigen, fo iir den ziln geslagen sint. Wer dez danne nit teti, der mag darnach lösei: vntz vf sant Johannstag abent zr Suilgichten, also daz iiian ie ein pfund iilnver pfeniüilgen für drißig Schillinge haller vo>: in: nemen vnd gebei: sol. Jten: wer aber daz ouch nit teti, der sol dannethin lösen mit nüwen pfeninngen. Item es ist ouch beret, daz man die nüwen müntz vsgeben sol vf den nechsten Ostertag vnd sölleut dmm alle andere lantmüntzen ab sin, die vormalz geslagen wurden vnd geslagen sint. Item wanne ouch jeder Herr vnd Statt besigelt hat den Brief, die mügent ouch die münz vsgeben vor Ostern, ob si wellend." AK«. 4 23. Februar bis 8. April. Jahrbuch vo» GlaruS IV. Seite!!27. Nr. IUI. Friedensunterhandlungen zwischen den Glarnern und den österreichischen Hauptleuten vor den: Näfcl- ser Kriege. Vorschläge der österreichischen Rttthe vom 25. März (U. F.Tag annuntiationis): „Des ersten, das die von Glarus die Herrschaft Oesterrich für Jr rechte natürliche Herrschaft halten vnd erkennen, Inen huldcn vnd schweren, gehorsam vnd gewärtig ze finde, niemand vsgenommen, er habe burglechen schiltlechen oder Hoflechen oder es sigcnd Semperlüte, vnd der Herrschaft Oesterrich mit allen dingen ze dienen, als libeigne lüt Ihren rechten Herren dienen sollend. Zuwandern, das die von Glarus den Eitgcnossen Jr puntnus vfsagen vnd die puntzbrieff, so si hinder Inen habend, der Herrschast zu Iren Händen antwurten vnd Harns geben vnd das sich die von Glarus niemerme zu ewigen ziten zu jcmantz fürbashin verbinden noch verpflichten füllend, es werde Inen denn von Jrer Herrschaft von Oesterrich bevolchen, vnd das sich die von Glarus der Eitgenossen nichtz witcrs anneinen, Inen weder rat noch hilsf noch zuschub zatunde, sonders zu allen ziten irer Herrschaft von Oesterrich wider die Eitgcnossen vnd ander Ire viend mit Jrem vermögen libs vnd guts ze dienen. Zum dritten, das die von Glarus alle versessne Stüren, so die Herrschaft Oesterrich von schirms wegen des Gotzhus Seckingen ankamen, geben vnd vsrichten füllend vnd das ouch die von Glarus die Herrschaft an den gerichten, so si ouch von dem genanten gotzhus ze lechen hat, fürbas nit irrind noch sumind. . Zum vierten, das die so burglechen, schiltlechen oder Hoflechen habend, so bishar dienst- vnd stürfry gewesen, fürbas der Herrschaft Oesterrich ein besundre stür geben, wie inen die von derselben Herrschaft in bescheidenheit vfgelegt wird, desglich ouch mit diensten verbunden sin, als si bescheiden werdent. Februar 1388. ' 79 Zum fünften, das onch dieselben so burglechen, schiltlechcn oder Hoflechen habend, deSglich die semperlüt alle, die von alterhar Sant Fridlis gewesen und an das gotzhus Scckingen jewelten gehört und bishar mit fällen, tagwan, faßnachhcnnen, gelassen vnd erbschaften vnverpflichte vnd frye gotzhuslüt gewesen, nn fürhin ze ewigen ziten der Herrschaft Oesterrich mit allen vorgemelten fachen dienen vnd pflichtig sin sollend, dauor si nit schirmen sol dhein alt fryheiten noch harkomcn, es werdint dann etlich vß gnaden vnd von ir woldienens wegen deß erlassen. Zum sechsten so söllind die von Glarus all ir fryheiten vnd briefe vnd onch den nüwen lantrechtbrief zu der Herrschaft Händen Harns geben vnd erwarten, was inen die für fryheiten vnd gnaden wider gunnind vnd gcbind, vnd onch der landsatzungen, rechten und brüchen, wie inen die von der Herrschast geordnet vnd gesetzt werdent, jetzt vnd hernach ze geleben. Zum sibcnden so füllend die von Glarus dem gotzhus ze Seckingcn alle zins, gült, nutz vnd dienst vsrtchten, was versessen ist vnd fürbas tun, was si schuldig sind vnd onch die Appallatzen vngcsumpt vnd ungehindert für die Aeptissin kamen lassen. Zum achten so sollend die von Glarus den Bürgern von Wesen abtragen die wüstung vnd den schaden, so si inen vf dem veld, an bönmcn, an reben vnd an den trotten mit sampt Iren Eidgenossen gcthan, als si die Statt innamend, nach der Herzogen oder irer röten erkantnuß. Zum nündten so söltind si ir ungehorsame vnd widcrsetzung, die si lange zit wider die Herrschaft Oesterrich erzeigt, büßen, bessern vnd ablegen, nachdem si an derselben Herrschaft gnad finden vnd erwerben mögind. Vnd diser dingen aller söltind sich die von Glarus vff das trcsfenlichst verschryben vnd verbinden vnd ein zyt lang zechen gyscl geben." Nach Tschudi I. 543—544. berichtigt nach dessen handschriftlicher Chronik. — Vgl. Klingenbergcr Chronik S. 131—132. In die Zeit dieser Unterhandlungen fällt folgender Dienstvcrtrag des Grafen Hans von Werdcnberg-Sargans mit Oesterreich! 1388, 1. März. Graf Hans von Werdenberg-Sargans verpflichtet sich gegen 2000 Gl. und für jeden Spieß 18 Gl. Monatssold dem Herzog Albrecht III. während eines Jahres mit aller Macht gegen die Schwyzer und ihre Helfer beizustehen, ihnen die Lebensmittelzufuhr abzuschneiden und Wesen mit 15 Spießen zu beschirmen. Jahrbuch von Glarus IV. S. 32L., Nr. 109. Vgl. Lichuowski IV. Negest 2125. 187. 1588, 1 I. September (Freitag nach u. F. im Herbst). Solothnrncr Wochenblatt: Z82!t. Seite 7ll>. Maha von Neuenbürg, Frau zu Valendis, urkuudet, baß sie mit Bern, des Burgrechts und anderer Sache,, wegen um alle Stöße und Forderungen freundlich betragen sei und verspricht, daß weder sie noch ü)re Leute die von Bern darum weiter ansprechen oder bekümmern, sondern gute Nachbarschaft halten sollen. 188. 1588, 1 1. November (in üig donti Älartini llz-ömalia). Staatsarchiv Bern: Frciheiteubuch, Seite Theobald, Graf von Neuenbürg, gibt den Schultheißen, Rüthen und Gemeinden der Städte Bern, Zürich, Solothurn und Biel und allen den Ihrige» für Leib und Gut Sicherheit des Wandels und Schirm 'u seinen Gebieten. Wenn jemand der Seinigen nicht desto minder jemanden ans den vorgenannten Städten Leib oder Gnt schädigte, so soll damit dieses Verkomniß nicht als gebrochen erachtet, sondern die Sache soll auf Anzeige der betreffenden Stadt von der Obrigkeit des Beklagten an der gewöhnlichen Dingstatt mit upen beider Parteien mit Minne oder Recht abgewandelt werden und jeder Theil die Seinigen anhalten, solchem Entscheid nachzuleben. Wollte der Graf mit den genannten Städten Krieg führen, so sollen förmliche ^ lpagebriefe in Biel übergeben und nach der Absage noch vier Monate lang dieser Friede und diese Sicherheit lür Personen und Sachen beidseitig aufrecht erhalten werden. LlbgcbiNlkt l'ronlllki IV. 845, 80 December 1388. I8S. I 588, 29. ?)LLLIUhoi.' (ksria 3a intro. Octavom imtüvitotis Xxi m>r>n g. imtlviticto üomiu! sjusckom trseontssimo aotunKosimo nono). Staatsarchiv Bcr». Freundschaftsvertrag zwischen Stephan, Grafen und Herrn zu Mümpelgard und dessen Sohn Heinrich, Herrn zu Orbe einerseits und der Stadt Bern und ihren Verbündeten, den Städten Freiburg, Solothurn und Viel anderseits: 1) Gegenseitige Sicherheit Handels und Wandels; Nieinandcn soll ans den Territorien der Contrahentcn oder durch dieselben gestattet werden, Feindseligkeiten gegen den andern Theil zu verüben. 2) Wegen einzelnen Verletzungen an Leib und Gut soll kein Theil den Friedensznstand aufgehoben achten, sondern dem Theil, unter welchem die Gewaltthat geschehen, Anzeige machen und soll dann ohne Verzug darüber gerichtet werden (ocmvsmro ud lcxmm plaoitatiouis ocmsimkum et ibidem causam deoidsre ssouu- dum jus auk amorem de »eitu partium amborum). Jeder Theil soll die Seinigen anhalten, solchem Entscheid nachzuleben. 3) Wenn die Contrahenten selbst mit einander in Streit gerathen sollten, so daß einer von ihnen zu den Waffen greifen wollte, so soll eine viermouatliche Auskündung dieses Vertrages eintreten, während welcher Frist der Friedenszustand und die Sicherheit für Leib und Gut beiderseits noch fortdauert. Abgedruckt bei ^roui lln-t IV. 347. Solothurner Wochenblat 161S, S. 42t, hier mit der nach unserer Zeitrechnung unrichtigen Jahrzahl 133». tso. 1588. (Ohne Tagesangabe). Tschudi - Chronik l. 5!,!!. Die Grafen Donat und Friedrich voll Toggcnburg schließen für sich und ihre Landschaften einen besondern Frieden mit den Eidgenossen. Die Urkunde konnte bisher nicht aufgefunden werden. Wegelin, Geschichte der Landschaft Toggenburg 1. 179 und von Arx, Geschichte von St. Gallen II. erwähnen diesen Separatvertrag ebenfalls ohne Tagesangabe, letzterer nennt ihn einen Neutralitätsvertrag, der vor dem allgemeinen siebenjährigen Frieden vom 1. April 1389 geschlossen, auf den Abschluß des letzteren wesentlichen Einfluß gehabt habe. Beide Autoren geben keinen Fundort für die Vcrtrags- Urkunde an. tSI. Zürich. 158», I. April (an dem ersten Tag Abrellen). Staatsarchiv Lucer». Burgermeister, Schultheiß, Ammäuner, Näthe, Bürger und Leute der Städte uud Länder Zürich, Lucerü, Zug uud das Amt, Uri, Schwyz uud Uuterwaldeu schließen mit. den Herzogen von Oesterreich, unter Vermittlung der Reichsstädte, einen Frieden bis zum 23. April 13!1l!. Beilage 4». Bern, welche Stadt mit Solothurn in diesen Frieden eingeschlossen ward, erklärt am 4. April 1389 seinen Beitritt, doch so, daß es mit Freiburg im Uechtland, anstatt nach S. Urban, an die von Alters her gewohnten Stätten zu Tagen kommen werde. Beilage 40. It. Der Gegenbrief der Herzoge datirt Wien, 22. April, (Dienstag in den Osterseiertagen), und ist abgedruckt bei Tschudi I. 557. und im Jahrbuch von Glarus IV. S. 349. Nr. IIS. nach dem Original im Staatsarchiv Zürich. Nach Tschudi begannen die Unterhandlungen der Reichsstädte zu Zürich am 9. März. März 1391. 81 IST Pfeffikon. 4591, 1. März. Staatsarchiv Zürich. Ludwig von Thierstein, Abt zu Einsiedel», uiuuut mit seiner Beste Pfeffikou auf zehn Jahre Burgrecht der Stadt Ziirich. I'. Gall Morel, Negesten von Einsiedeln Nr. 511. INS. Lucern. 4594, 48. Mai ( MiMtm, wie von Alter her; 3) lim Geldschulden sucht der Ansprechende Recht, Ivo der Angesprochene bekommen Hasle, Frutingen nnd Sibenthal, zusammen oder einzeln, insknnftige Streitigkeiten mit r-v und umgekehrt, so sollen nicht Boten mit Mund absagen, sondern mit Briefen unter des Landes sie d Absagen ist noch zwei Monate getreuer Friede; 5) sagen Einzelne ab, so hält "v Land zum Recht an, und der angegriffene Thcil soll das Recht nehmeil, wie üblich. Pergamentene Urkunde mit zwei anhängenden Siegeln. tS4. Lncern. 4594, 2. November (an aller selcn Tage). Archiv Basel: Groszcs weißes Buch, Blatt 77. 78. Von ^ucern, Claus Knpferschmid, Schultheiß, Johannes von Moos, Claus Kaufmann, Hartman ^ Staus; Zürich, Johannes Seilerund Heinrich Meyse; Uri, Anthonie zer Port; Schwpz, Werner Rffer und Rudolf Neding; Unterwalden, Werner Seillin, Landammann ob dem Kcrmvald, und G'lds'"^ Brunnen, Landmann nid dem.Kernwald. Sie sprechen ans Anrufen der Parteien in einer ^utigkeit zwischen den Städten Basel nnd Bern. 11 82 November 1391. Die von Basel forderten, daß die von Bern ihren Burgern ihre Zinsen und Leibdinge nach Ausweis der Hauptbriefe bezahlen und die Ausstände berichtigen. Der Spruch der Eidgenossen geht dahin, daß Bern auf nächste Weihnachten Boten nach Basel senden soll zu einer Rechnung über die versessenen und ausstehenden Zinse und Leibdinge. Den ermittelten Betrag sollen die Berner dann in vier Jahresterminen bezahlen, für jeden Gulden ein Pfund und zwei Pfennige der Münze, welchen die von Bern und Basel nun nach Laut des Münzbriefs schlagen« bei Folge der Leistung für jede nicht bezahlte Rate. Von nächster Weihnacht an sollen die Zinse ein Jahr, das Leibding ein halbes Jahr lang „lidig stan", nachher sollen die von Bern zur Zahlung verbunden sein nach Sage der Hauptbriefe. Da sie von dieser Sache wegen einander angegriffen und beschädigt haben, so wird verfügt, daß die Gefangenen beiderseit ledig seien und das ihnen Abgenommene zurückerstattet werde; die entstandene Mihhellung soll damit abgethan und beide Städte sollen einander gute Freunde sein. RS5. Sarg ans. 4.?9 2, 26. Mal (Sonntag nach der Ausfahrt). Tschndi; Chronik I. !><>!>. Graf Johann von Werdeilberg zu Sargans macht den: Ammann und den Landleuten von Glarus ! Anträge zu einer Verbindung mit den Eidgenossen oder mit ihnen, den Glarnern, allein, so daß sie ihm Hülfe zu leisten hätten zwischen dem Wallensee und Ragaz und er hinwieder ihnen in ihrem Lande Glarns, mit aller Macht, mit Leib und Gut. Auch abgedruckt im Jahrbuch von GlaruS V. S. S70., Nr. ISO. RS«. 459.'>, 26. Jttttl (Johannis und Pauli). Tschudi: Chronik, I. 57l. Der Eidgenossen Boten von Lucern, Uri, Schwyz, Nnterwalden, Zug und Glarus inachen vor dein Rath zu Zürich VorsMungen gegen den projectirten Abschluß eines Bündnisses zwischen Zürich und Oesterreich. Hierher gehört auch folgender Eintrag des Zürcher Rath- und Richtbuchs VII. 197 n.: „Man sol nachgan vnd richten, als der von Luccrn vnd der von Switz botten hie Zürich vor mincn Herrc» ^ den Räten etwz schalklich hatten gerett, do hies man jeklichen Zunftmeister ir Zunft haben vnd mit Inen et>«Z reden. Do giengen die von Lutzern vnd och ander zu dien Augustinern zu der Krämer zunft vnd Helten gel» Jrrtagcn vnder den burgern Zürich gemacht. Do wolten die Meister vnd och ander ir gesellen die Eitgenossen gern für ir zunft lassen. Do kam der Einsideler vnd der Ernst Grüninger vnd fürtcnt die Eitgenossen mit s>^ die zunft, dz aber mine Herren die Net verbotten hatten." Reden für und wider die Eidgenossen und den österreichischen Bund finden sich ebenda Bl. 162d., 163 a., 166»' Dieser Bund Zürichs mit Oesterreich ist uns in dem Gegenbrief vom 4. Juli 13S3 erhalten: Die Herzoge Albrecht, Wilhelm, Leopold, Ernst und Friedrich von Oesterreich verbünden sich mit der Sto^ Zürich bis St. Georgstag 1394 und von da an 29 Jahre lang zu gegenseitiger Hülfe auf eidliche Erkanntniß Mahnung innert einem Kreise, der sich von der Grimsel über Hasli nach Freiburg in Uechtland, dann nidwär^ nach Nydau, Biel, Solothurn und bis zum Zusammenfluß der Are mit dem Rhein, letztern aufwärts nach SchasfhausM- Stein, den Unterste auf in den Bodensee bis an den Berg Mannen, von diesem hinüber an den Wallensee u»d außerhalb Glarus durch wieder an die Furka und Grimsel zieht. Auch außerhalb dieses Kreises genießen die v0>> Zürich den Schirm der Herzoge. Vorbehalten werden alle Rechte, Gerichte w., welche das Haus Oesterreich und dü Seinen bis zu diesem Bund hergebracht, der römische König und das Reich, Sigismund, König von Ungarn, dck Bischof von Salzburg, Graf Jost von Mähren, Burggraf Friedrich von Nürnberg; Zürich insbesondere behält Juni 1393. 83 seine Bünde und Eide mit den Eidgenossen nach Laut der Bundbriefe „doch also, daß si, »och die Iren denselben Iren Eidgenossen wider uns und die unfern nicht helfen sollen mit Kost noch mit andern fachen vmb das gut und liit und vmb gcrichte, das si uns und den unfern wider Recht entwert und genomen habend in der zit, do sich discr jüngste Krieg in dein sechs und achtzigsten Jar anhub, oder uns hinnenthin wider Recht entwertend." Bei Streitigkeiten, die fortan zwischen den Eidgenossen und Oesterreich entstehen, soll Zürich stillsitzen und keinem Theil helfen. Würden jedoch die Zürcher wegen diesem Bund oder andern Sachen von den Eidgenossen wider Recht angegriffen, so mögen sie Oesterreich zu Hülfe mahnen und soll ihnen Hülfe werden wie gegen Andere, immerhin mit Vorbehalt des siebenjährigen Friedens. Doch wenn Zürich Oesterreich gegen die Eidgenossen mahnt, ist es dann auch verpflichtet, den daraus entstandenen Krieg zu Ende führen zu helfen und keinen Separatfrieden mit den Eidgenossen zu machen. Innert den 29 Jahren soll kein Theil ohne Willen des andern neue Bündnisse eingehen, kein Theil für den andern Pfand sein, jeden: bei dem zuständigen Nichter unverzogenes Recht gehalten werden rc. Folgen die gewöhnlichen Bestimmungen über Gerichtsstand und schicdrichterliches Verfahren, mit gemeiner Dingstatt im Kloster Fahr. Pergamentene ttrknnde mit anhängendem Siegel Herzog AlbrechtS; das des Herzogs Wilhelm ist abgefallen. Abgedruckt beiTschndi, I. 571. Nach Tschudi wurde dieser Bund auf Begehren der eidgenössischen Boten auf St. Margrethentag, 15. Juli 1393, wenige Tage nach Abschluß des Sempacherbriefs (Absch. 198.) von der Gemeinde zu Zürich abgethan. Urkundliche Zeugnisse darüber scheinen nicht vorhanden zu sein; Brief und Siegel der herzoglichen Urkunde sind unversehrt. — Vergleiche Archiv für schweizerische Geschichte VI. 123. IS7. 1595, 3. JnÜ (St. Ulrichsabend). Archiv Solothurn. Die Städte Bern und Solothurn vergleichen sich, in Betreff der gemeinsam in offenem Krieg gewonnenen ^'ldt und Herrschaft Bären wie folgt: 1) Tie Stadt und alles was an Twingen, Bannen, Zinsen, bleuer». Herrschaftrechten diesseits der Are im Constanzer Bisthnm dazu gehört, nedst dem Kirchensatz von Grenchen »ad Dörfern Lengnan und Reiben im Lansanner Bisthnm, fällt ausschließlich an Bern. 2) Was buseits der Are „Reiben halb hinaus" im Lansanner Bisthum an Büren gehört hat, füllt ebenso aus- bhließlich an Sdlothurn. 3) Jede Stadt bleibt bei ihren Bürgern, wo sie gesessen sein mögen, doch mag ll^er derselben sein Burgrecht aufgeben, wenn er will, nach dem Recht der Stadt, welches er aufgeben will. ^ Eigenleute, die zur Herrschaft Büren gehören und nicht Burger geworden sind, bleiben Bern. 5) Bern .tätigt dm Burgern von Solothurn die von ihnen laut Briefen behauptete Zollfreiheit für ihr eigenes Gut sowohl zu Nidau als zu Büren. Abgedruckt Solothurncr Wochenblatt ISIS, S. SS?. t»8. 1595, 19. Zstlll (an dem zechenden tng Höivmanodes). Stadtarchiv Lncern. Bürgermeister, Rath und Burger der Stadt Zürich, Schultheißen, Näthe und Burger der Städte Lneern, ^n und Solothurn, Ammann und Rath der Stadt Zug und das Amt, Ammänner und Landleute der drei Zander Schmilz nnd Unterwnlden, und Ammann und Landleute von Glarus kommen, veranlaßt durch uiit der Herrschaft Oesterreich vor Sempach geführten Krieg, einer Kriegsordnung überein, die daher der K'acherbrief genannt wird. Beilage -it. 84 August 1393. ISS. 459Z, 10. August. Staatsarchiv Luceru: Nathsbuch I. 82 n. Erneuermlg der Eide iu der ganzen Eidgenossenschaft. „Avis,! äio I,nulMtii wurdeut die eide gcnuwert in aller Eitgenoschast", TOS. 439?, 13. August (an dem achtzchendcil Tag des Maiwdcs Ougstcn). StnatSarchiv Zürich. Die voil Nri hatten das Gotteshaus Zürich aller Güter, Schweigen, Zinse, Fülle und Zeheuten, der Maierämter und andern in ruhigen: Besitze althergebrachten Freiheiten und Rechte „entwert"; nach langem Streit kamen die Aebtissin und das Land auf je zwei Nathsboten der Eidgenossen von Zürich, von Lucern, von Schwyz und von Unterwalden. Diese Acht gaben hierum folgenden Spruch: 1) Es werden Aebtissin, Capitel und ihr Gotteshaus zu Zürich unverzüglich in alle ihre vorigen Rechte, Freiheiten und Besitzungen wieder eingesetzt; L) die Aebtissin, sie selber oder durch Boten, besetzt und entsetzt ihre Maierämter in alle Zukunft, wie und mit wem sie will, ohne Einrede der Landleute: nur solleu die vier alten Maier nicht wieder ihre Maier werden; haben jedoch diese oder ihre Erben wegen der Maierämter an dem Gotteshause etwas zu fordern, so sollen sie in dessen Hof gen Zürich kommen, und was ihnen alsdann die Aebtissin darum als Recht gibt, damit sich begnügen; 3) alle Entzweiung ist todt und ab, und die von Uri sollen des Gotteshauses liebe Freunde sein; alle Verordnungen und Gebote, welche jene gegen dieses haben ergehen lassen, sowie beiderseitiger Kosten und Schadeil sind aufgehoben, und kein Theil bekümmert hierum den andern mit Gericht oder ohne Gericht. Abgedruckt im G eschichtSfreund VIII., S. 76, Nr. 68, auch beiSchmid, Geschichte von Uri I. 177 ff. Das Land Uri verspricht, dem Ausspruch der Boten getreulich nachzuleben. Urkunde im Archiv Uri. SSI. Nheiufoldeu. 1595, 22. August. Stadtbuch vo» Zürich ll. (ig Ii. „Diser nachgeschriben beredniß sint Herren vnd statt, so münzen haut, überkomm ze Ninfelden vff den fritag vor saut Bartholome tag nunc» Lxxxxnjn. Des ersten ist bereit, dz all Herren vnd stell, so Münze» habent, besorgeil sullent, das dz silber bp dein laud belibe, in der wis vnd mass als so nach begriffen ist: Vnd ist dis ze merken, dz vnscr Herrschaft von Oesterrich mit allen Iren Herren, Rittern vnd Knechten reden und mit Iren stetten schaffen sülleilt, das niemnn mit dem auderu ritten noch sust wandlen sol, der selbes dem land empfrömden oder darus füreil wölt. Er versprech vnd verheiße Im och denn mit gesworueiN Eid vnd in semlicher masse, das er welle ungestraft vnd vngebessert bliben von der vorgenannten unser August 1393. 85 Herrschast, und des sölleut der vorgeuauuteu vuser Herrschaft auiptlut, Net, burger und gemeiudeu siveril vud tu den Eid nemeu, einer de?? andern ze rügen wie Im dz ie siirkomt. Jngelicher mise sullent der bpschoff von Strasburg, der Abt von Murbach, die andern Herren vnd stett, sl> in den zwei Münzbriefen begriffen sint, ouch schaffe!?, dz es also halte?? vnd volfürt ?verde. Es süllent ouch alle Herrei? v??d stett, vnd die so Münzen hant, vnucrzogenlich a??habei? v??d die Münz slahen in all der ivise v??d n?ass als die zwei? Müntzbrieff?vise??t, die o??ch mit alle?? stuken v??d bis vorge- schribei? art?)kel>? in Ire?? kreften belibei? siillent. Darzu süllent d?e vo?? Bcrsel v??uerzoge?ilich den Müntzbrief stveren v??d besigeli? ii? aller der Masse, als In ander Herrei? vud stett geswurn vnd bcsigelt hant." TOS. Luceru. 159^, 20. April Gioiu»op>ostrasoiio). TtaatSarchi» Liiccrn. Boten-. Uri, Heinrich der Fraue??, An?»ia>?i?, Jo. Gerung von Nealpe und Walther Bucler; Schwyz, Jost Jacob, Amman??, Stapfer; Unterivaldcn, Nicola??s von Nütlin, Hartman?? Zelger, Je??ni ze Brunnen; -3ug, Jost in? Schache??, Ammann. . Die Eidgenossen, als die voi? Bern zweimal geschrieben, sie werden, wenn Lucern nicht Friede?? haben wolle, für sich Friedensverhandlungen eingehen, verlaugten auf dieses hin und bäte??, daß die voi? Lucern diese?? Streit auf öfters ausgedrückte Weise ai? die voi? Bern und Zürich setze??. Nach diesem am 4. Tage (24. April) sandten die vo» Luccr», mit Rudolf von Noot, Hartman von Staus, Bnrknrd Egcrder und Conrad Seiler als Boten, folgende Denkschrift nach Zürich; „ALZ ietze rede ist vmb einen gemeinen fridc zwischent der Herrschaft vo» Oesterrich vnd der Eitgcnoschaft, Da ist j unser von Lucern Meinung also": „Das uns Notenburg blibe mit aller zuo gehocrde vnd den Emptern vnd gerichten, vnd rcchtnngen, als es der von ^ Gruenenberg June hatte", „Vnd das wir da mitte nut snllent verbunden sin, den dieneren oder ienian anderm vt vszerichtende, oder mit Inen j vt ze schassende hau in keinen weg", „Vsgenommen, ob iemau eigen oder erbe, daselbs hette, das sol er billich messen". „Vmb sant Michels ainpt wellen wir den Eitgenossen gctruwen, doch also, das uns Hochdorf vnd Vrswil s mit gerichten vnd aller zuo gehoerde blibe, vnd das dorf Not mit gerichten vnd aller zuo gehocrde blibe, j das uns dar In nieman spreche". „Vmb Seinpach vnd den Se vnd was zuo Sempach gehoert, das vns auch dar in nieman spreche". „Vnd unser burger von Meriswande, das vns di ouch blibeut, fit si sich ab kaufst hant mit gerichten, twingen ^ vnd bennen von zweien von Hünenberg". „Vnd was die dishalb Notenburg ist, es si ze Lucern, Emmen, Kriens, Horwe, Maliers, oder wie es ist > genennt, da sol uns ouch nieman iusprechen". „Vns sol ouch bliben das laut Eutlibuech, das ampt Ruswil mit aller zuo gehoerde, doch also, was si oder j iemau der vnsern wurdent sturen hin vs gebende, das man die vfs Inen habe vnd wir die nut versigclnt vszerichtende". j „Aber wir meinent, dz alle die vnsern blibent vnd sihcut ane sture vud dienste disen fride vs, der noch s zwei Jar sol weren, vnd in aller der massc, als der fridebricf wiset". „Vns sol ouch bliben Wolhusen bebe vestinen, mit allen Emptern vnd zuogehoerden, vnd mit allen den rechtungen ^ als es der von Torberg June hatte". „Vnd das wir da mitte nut verbunden sullent sin, den dienern, oder ieman andern? vt vszerichtende, oder mit Inen vt I ze schaffende ha??, es sie von Wohlhusen, Entlibuech oder Ruswil", 86 April 1394. „Vsgenommen ob ieman eigen oder erbe hette, das sol er Mich messen". „Vnd wirt ein fride berct, meinen wir, das der von Torberg und von Gruenenberg vnd die iren mit namen j dar in geschrieben werdent, das wir nut me mit Inen mucsscn ze schaffende han". „Vnd das ouch vesteklich besorget werde, das die bürgere, von den wir lassen «messen, nut dest herteklicher j gehalten werdent, das ist nutz vnd notdurftig". „Gedenket an das dorf ze Eich vnd an Krumbach". -Eorwoxtum ost Iroo momorialo orastino Ksoris 1394 ob ooxia tranainissa iküur. oum II. rot Ii. stans L. öALreisr E. soilor.» Staatsarchiv Lucern. Auf die Stellung Lucerns bei diesen FriedenSunterhandlungcn bezüglich scheint auch eine im Zürcher Raths- und Richtbuch VII. 20. d. (wohl unrichtig beim Jahre 1392) eingereihte Notiz zu gehören: „Man sol nachgan vnd richten, als vnser Herren die Rät dahar etwas zites geworben hant an die Eidgenosse», wie man ze ganzem friden komme, vnd daz do einer des Rates zugangen ist vnd yet geredt zu dem Schultheißen von Lutzern vnd zu etlichen andern Eidgenossen: Hant nun vest, wann wir synn nit all in einen: Sinn. Vnd hat daz darüber getan, wz man ioch mit inen gerett hat, dz beid Rät einhell sint gcsin vnd noch sint." TV3. Lucern. 15. Juli (äio Mrxaroto). TtaatSarchiv Lucer»! NathSbach I. 8U b. Boten: Bern, Ludwig von Söflingen, Johannes von Muolern, Peter Rieder: Uri, Walther Bueler, Ainmann, Walthcr Meier; Schwyz, Jost Jacob, Anunan, Werner Stapfer; Unterwalden, Claus von Nütliu. Sie versprechen der Stadt Lucern Hülfe und Rath, wenn jemand gegen sie ein Lehen anspreche und selbes von Oesterreich empfange, besonders um das Bült: „hant vns alle versprochen, beholffen vnd beraten ze finde, ob ieman in kein lehen spreche vnd das emphinge von der Herschast wider vns, sunderlich vmb das blut." SV4. 439^1, 16. ^Illl (an dem sechzchenden Tag Höwmanodes). Staatsarchiv Lucern. Der Bürgermeister, die Schllltheifien, die Ammänner, Näthc, Burger, Laudleute und alle Leute der Städte und Lander Zürich, Bern, Solothurn, Luceru, Zug und das Amt, Nri, Schwyz, Unterwalden und Glarus verlängern den Frieden mit den Herzogen von Oesterreich bis zum 23. April 1415, doch so, das; sich Jederman noch an den siebenjährigen Frieden bis zu dessen Ausgang halten soll. Beilage 42 Als die von Glarus den Frieden nicht besiegeln wollten, erging an sie von Schwyz am 23. August die wiederholte Mahnung: „ . . Vnscrn guoten frunden vnd lieben Eitgnossen den: Lantamman vnd dien Lanlutcn gemeinlich ze Glarus j „Embieten wir der Landamman vnd die Lantlut gemcinlich ze Switz vnsern willigen dienst vnd s waz wir ercn vnd guotes „vernmgen. Lieben guoten srund, als ir wol wisscnt wie wir vnd ander ^ vnser lieben Eidgnossen Batten Jetz zwirent „bi vch sint gesin vnd vch ernstlich gcbetten hant j dz ir den fried vfneinent vnd den fridbrief sigelent als ovch ander „vnser Eidgnossen, ^ do hant si vns gefeit, dz ir dz noch nut tun wollen. Do sijen wir bi enander cinhelleklich > gesessen „vnd haben vns erkennet vsf vnsern Eid, dz vns dunket dz wir vch dar j vmb ze manen haben, dz ir den frid vfnement „vnd versigelent als wir vnd j ovch ander vnser Eidgnossen, Vnd dz wir nicht meinen durch so vil stosses vnd durch j Juli 1394. 87 „so vil guotes willen ze kriegen. Lieben guoten Frund, do bitten vnd mancn wir i vch, dz ir den frid vfnemcnt vnd „den fridbrief besigelent als wir vnd ander s unser Eidgnossen. Da tuond ir als wir vch wol getruwen. Besigelt mit „vnsers j Landes Jnsigel ze Vrkund discr Manung ze ende diser schrift. Geben an sant Bartholomeus j abent Anno :c. Lxxxiiij. Züricher NathSbuch VII. 327 a, abgedruckt Jahrbuch von GlaruS V. S. 379. Nr. 123. Bern schreibt an Zürich am 23. Dccember (keria. yuarta xost Adorno axU.) darnach: „Als ir vns verschriben Hanl von des fridbriefs wegen, so die Herrschaft von Oesterrich gemeinen Eydgnossen geben sol, den och die Herrschaft vns also gesendet hat, als och vff dem jüngsten tag beredt wart, do haben wir üch vormalS geschriben, wie Rudi von Rot von Lutzern zutz vns in vnser Statt kome» ist vnd vordert da von vns ein abschrift des fridbriefen, dem wir och dozemal antwurten, das wir Jme Abschrift gerne wölten geben, In ouch den fridbrief gern lassen sechen vnd hören, also das er hetti gebeitet von einem Jmbis bis an den andern, vnz daz vnser Schultheis kamen wer, der den Schlüssel hat zu der Kisten, da der fridbrief Jnne lit, wand der selb Schultheis dozemal nit in vnser Stat war. Do wolte der von Not nit beiten vnd sprach: sider wir sprechen, das wir den fridbrief hetten, da mitte wölte In wol benugen, vnd wolt och der abschrift nit beiten vntz das die geschriben wurd, vnd sprach, er wolt einen botten darnach senden. Vnd also gestunt och die fach. Wölt aber deHein land oder Statt in der cydgnoschaft abschrift der briefen oder den fridbrief sechen, die schicken ir guten botschaft zutz vns, so wellen wir sy gern lassen die fridbrief sechen vnd och dero Abschriften geben in iren kosten, ob sy wellen. Wir künden ze disen zitten den fridbrief nienanhin gefüren, wand wir fürchten, dz er bresten enphiengi, es were von wassergrößi, von unsteti des wetters oder von andern dingen vnd Jnvellen, als üch och vnser botschaft wol erzeln kann vff dem tag, als wir gemein Eydgnossen nu ze Lutzern werden habent vff dem »cchsten Zinstag ze nacht nach dem zwölften tag an der Herberg ze sinne, morndcs von den Sachen ze redenne." Missiv auf Papier im Staatsarchiv Zürich. ISSö, gninta xost Vslsntini (18. Februar) „Es ist ze wissende, dz die von Entlibuch in irem burgrechte vnd in dem kriege tegdigetent mit der Herschaft von Oesterrich vmb einen sridcn, heimlich ane vnser wissend vnd willen." Staatsarchiv Lucern, NathSbuch I. 53. TOS. 19. Aebrucir (an dem zehnten Tag Nedmonats). Staatsarchiv Vcr». Bern und Freiburg setzen ihre Streitigkeiten um den Jnselgau auf ein Schiedgcricht. Bern war seit R'in Krieg im Besitz, Freiburg sprach dasselbe au mit Berufung auf den Friedebrief und seinen Kaufbrief von Frau Anna von Nydau, Gräfin von Kyburg, und deren Sohn, Graf Rudolf von Kyburg. Als Obmann wird bestellt Haus von Muleru, Burger von Bern, als Schiedlelite von Bern Petermann Büwlin und Peter Rieder, von Freiburg Hans von Praroman und Jacob Bargin. Diese schwören den Streit nach Recht und nach dem Friedebrief zu entscheiden. Abgedruckt im Solothurncr Wochenblatt ISS0 S. KSS. Diese Verhandlung, sowie die nachfolgenden vom 7. September 13öl! und 18. Februar 1393 gehören hieher, weil es sich dabei um Auslegung des siebenjährigen Friedens zwischen Oesterreich und den Eidgenossen handelte. TV«. 19. März (Fritag vor mitter vasten). Staatsarchive Luccr». Vertrag zwischen Lucern und dem Laude Entlibuch über die Verhältnisse der Vogtei und Gerichtsbar- ^'>t im Laude während der Dalier des Burgrechts der Eutlibucher zu Lucern lind der Fricdebriefe zwischen 5-ucern und der Herrschaft Oesterreich. Abgedruckt im GeschichtSsreund, I. ö?, inhaltlich bei Segesser, II. 5SS. 88 Mai 1395. T07. ?ucern. 4,?9i», 23. Mm (üio üominioa anto?ontooostos). Staatsarchiv Lncrr»: Rathsbuch l. V7 ». Boten: Uri, dcrAmmann und Walther Meier; Zug, Johannes Schriber; Untcrmalden, Jcnni ze Brunnen, Jost am Grunde und omi-sern-h,. Lucern erklärt: die Eidgenosse!? sollen die voi? Schmilz weisen, von den Landleuten von Weggis zu lassei?; habe dann jemand au Luccru etwas zu sprechen, so sollen sie den geschwornen Briefen genug thuu, also daß mau Luceru bei seinem Stadtrecht lasse, und bei der daherigen Berathung auch die Boten der Städte seien. T«8. 4.?9i!, 1. Jllttl (an dem hüpschcn zistag ze Pfingsten.) Archiv Ilri. Lueeri? setzt seilte Streitigkeiteil mit Schwyz wegen der Dörfer Weggis, Gersau und Vitznau ans folgende Boten von Uri und Unterwaldcn: Uri, Walther Büeler, Landainiilann, Walther Meyer, Hans im Oberdorf, Jachli zcm Trog; Unterwalden, Hans zeiu Wisseubach, Landanlmanil, Wilheliil am Bein, Georg von Zuben, Jost von Grund, Claus von Rütli. „vnd han wir einen Anlosbrief geben versigelt vnd die von Schwiz einen, bi dein spruche ze blibende, iewedrcr teil bi zwei hundert Guldin ze pene den vorgenanten zwein lendern vnd dem andern teil sine fache." TOS. Beggcnried. 4?9t>, 9. Juni (vf die mittwuchc nach vsgender Psingstwuchen). Staatsarchiv Lucern: Nathsbuch I. KU). Die in? Anlaßbrief von? 1. Juni genannten Boten der beiden Länder Uri und Untermal den thuil bezüglich der Anstände, betreffend die Dörfer Weggis, Gersan lind Vitznau, einen gleichlautenden Ausspruch, wie die folgende Vcrbriefung vom 30. Jänner 1396. Darauf am 27. Juni (an dem nechsten Sunnentag nach sant JohanS tag ze Sungicht) erneuern 30 Benannte von Weggis und Vihnau ihre Eide zu Lucern. Lucerner Nathsbuch I. 101 s. 4,?9U, 19. Deceuiber (an Sunnentag vor Sant Thomans tag des heiligen Zwölfbotten.) Staatsarchiv L»r«r»! Urlundc. Boten: Zürich, Heinrich Meiß uild Rudolf Trinkler; Luccru, Rudolf von Gatwyl, Burkart Egcrder, Conrad Seiler und Heinrich Frölich; Uri, Johannes Gerung von Nealp, Heinrich ^issiker, Goerg Humbel, Heinrich Schilling am Stalden; Schwyz, Gilg von Engibcrg, Werner Heimli; Obwalden, Heinrich au der Spilstnt, Rudolf unter der Fluh, Johannes an der Matte und Claus Heinrices. December 1395. 89 Zu Unterivalden nid den: Kernwald waren unter den Landleuten große Stoße und MißHelligkeiten, so ^ß schädliche Bräuche und „teile" ausstanden; die Eidgenossen sandten die vorgenannten Boten an Annnann und landlente, und legten vor der Gemeinde und mit deren Gunst und Willen die Zerwürfnisse ans folgende Weise bei: I) Alle welche vierzehn Jahre alt und Landlente sind und in: Lande wohnen, schwöre«: einander gute Freunde zu sein, von solchen „teilen" zu lassen, und keine«: „teil" unter ihnen je wieder zu „«verde«:"; ist jemand „an: Ringe" gcivese«: und hat freventlich nicht geschworen, der soll, sobald er überwiesen w«rd, meineidig und ehrlos sein; 3) ist aber jemand nicht da geivesen, der soll nnverzüglich angehalten weiden, vor den: Ammann zu schwören; 4) hat jemand um das bisanhin Verlaufene einen Andern anzu- IlUechen, der soll die Eidgenossen zu Tagen mahnen, die senden dam: Bote«:, verhören die Ansprache, entscheide«: nach den: Recht, gemäß de«: geschivorneN Briefen, und ihr Spruch gilt ohne Widerrede; 5) wer awider handelt und dessc«: überwiesen wird, den haben der Eidgenosse«: Boten Gewalt nach ihrer Bescheiden- siut zu strafen; 6) entstände unter den Landlente«« Krieg wegen der obgenannten oder einer andern Sache, w soll, wer dazu kommt, bei seine««: Eide getreulich scheiden und de«: Krieg stillen; müßten aber die, welche vermitteln «volle«:, «»«verrichteter Dinge der Gewalt weichen, so soll ihnen darum niemand an Eid U"d Ehre reden. Noch an demselben Tage gäbe«: Amman«: und Landleute vo«: Nidwalden Urkunde über die ^schworne Richtung. SRI 4396, 29. Zätlttlar (an den: ncchsten Donstag nach Sant Hilarientag). Staatsarchiv Luret»: Urlunde. Bote«:: Uri, Walther Bueler, Amman«:, Walther Meyer, Johannes in« Dorf und Jeckli zun: Troge; Unter- waldeu, Wilhelm an Steinen, Amman«:, Johannes zem Wissenbnch, Elans von Nütli, Goerg von Znbe«: U"d Jost vo«: Grnnd. (5s waren Stöße zwischen Lncern und Schivyz wegen Weggis, Gersan nnd Vitznau und zwischen e» Leute«: derselbe«: drei Dörfer, von welchen ein Theil zu Lncern Bürger, der andere Theil Landleute Schmyz geworden waren. Die Boten der zwei Länder spräche«: aus: I) Die von Lucern solle«: bei Kause bleiben, de«: sie von den: vo«: Hertenstein gethan haben, doch daß sie vo«: heute an die von -wgg:z gewaltz wegen «int stirer sullent nocten noch bekumbern", als der vo«: Hertensteil: that; 9 dw vo«: Weggis, Gersau und Vitznau solle«: vo«: ihren: Burgrecht zu Lucern «nid dem Landrecht zu Schivyz wu, und fürderhin nirgends Burger oder Landleute werden; doch daß die, welche vor diesen Stößen Bürger Ks Lucern waren, dabei bleiben; 3) die vo«: Weggis, Gersan und Vitznau sollen die Eide „nuwern, der genossen buntbriefe", «vo sie selbe bisher mchrtheils erneuert habe«:, und solle«« auch, wie bisher, mit denen n«"d -Weisen ziehen"; 4) geht die von Lucern Roth an, «md bedürfen sie derer vo» Weggis, Gersan Vitzucm, sy erkennen sie sich hierum in ihrem Nathe und mahnen die drei Dörfer „snnderlich" ohne w drei Länder; 5) ebenso, «venu der drei Länder eines oder alle miteinander der drei Dörfer bedürfen, so "gen sie selbe auch mahnen, Alles, wie Lucern und die drei Länder gegen einander zu thun haben, nnd "9 den, geschwornen Briefe der von Weggis «md Gersan. Dieses ist offenbar nur die urkundliche Ausfertigung des a»i N. Juni vorher zn Beggenried gegebenen und verästelten Spruches, II 90 Januar 1396. Im Lucerner-Rathsbuch I. 102 n. findet sich nach einer gleichzeitigen Abschrift der Urkunde von gleicher Hand noch folgendes: „Wir die Kotten der zweyer Lendcr von Vre vnd von Vnderwalden, die zu den flössen gesetzet wurden, so mit einander» hatten vnser lieben Eitgenosscn die von Lucern vnd von Switz von der wegen van Wcggis, von Gersowe vnd von Vitzenowe vnd dieselben Dörfer mit Inen, als wir hatten vsgesprochen, das die ictzgenanten dörfer vnd die zu Inen gehörent, ir eide sullent nuwern an dien stettcn, do sis den mcrteil vntz har hant ernuwert. In demselben artikel haben wir vns selben vorbehebt: were das die obgenannten von Lucern vnd die dörfer mit einander stössig wurden, so verre dz die von Luccrn meindent, dz die obgenanten von Weggis, von Gersowe vnd von Vitzenowe ir eide bi Inen in Ir statt söltent nuwern vnd aber dieselben dörfer meindent, das die ictzgenanten von Lucern ir erbcrn Kotten zu Inen schiken söltent vnd die eide hi inen in ir dörfern nuwern, vnd si der stoßen nit möchtent mit einander tugentlich und srünttich vberein kamen, so meincnt wir, das eintweder teil darumb den andern bekumbcrn sol, wand das die sache an vns sol stan, dz wir nach bedcr teile kuntschaft darumb vssprechen füllen nach dem als vns denne vnser eide vnd ere wiset." „Dis ist ein Monrovia gewesen an einem zedelli vnd dz ist aber nit vcrsigelt." Bgl. iibcr Absch. 204, 200, 211 Segesser, RcchtSgeschichte von Luccrn, I. W7 ss. SRT 459«, 7. September. (U. F. Abend zu Herbst.) Staatsarchiv Bern. Obmann: Johannes von Mulern von Bern. Schiedlente von Bern: Petermann Bnwlin und Petermann Nieder; von Freiburg: Hans von Praroman und Jacob Bargin. Zwischen Bern und Freiburg waltete Streit darüber, ob der Jnselgau, welchen Bern eingenommen hatte, von dem ersten Artikel des siebenjährigen Friedens vom 1. April 1389 mitbetroffcn werde oder nicht Freibnrg behauptete, derselbe sei, als der Krieg anging, nicht in Händen der Herrschaft Oesterreich, sondern eine besondere Besitzung Freibnrgs gewesen und deßhalb durch den angeführten Friedensartikel nicht abgetreten worden. Bern bestritt dieses, indem schon vor dem Kriegsanfang Freiburg die Leute zu Nydau und auf dem Lande aller Eide und Dienste entlassen und sie dem Bischof von Freising zu Händen der Herrschaft Oesterreich und des Herrn von Coucy zu schwören angewiesen habe. Denen von Bern wird hiefür der Beweis auferlegt. Abgedruckt Solothurucr Wochenblatt 1S20, S. 407. Beggenriod. 459«, 12. Oetober (an Donstnge vor Sant Gullen tag). Archiv Schw»z: Urkunde. Voten: Lucern, Heinrich von Wissenwegen, Ammann, Johannes von Moos, Hartman voll StanS n»d Johannes von Dierikon; Obwalden, Werner Seilin, Ammann, Heinrich von Znben und Clans von Nütli»! Nidwaldcn, Heinrich an der Spilmatt, und Claus Snlzmatter. In den Streitigkeiten zwischen Uri und Schwyz wegen der Güter zu Reimerstalden und anderer Güter,; welche die Urner in der Landmarch von Schwyz besaßen, sprachen die Neun einhellig: 1) Uri bleibt unai>' gefachten bei allen Gütern, die in dem Anlaßbriefe genannt sind, weil Schwyz sie von jene», die sie zuerst verkauften oder veräußerten, nicht angesprochen habe; 2) wenn inskünftig die von Uri die Güter verkauft October 1396. 91 oder verpfänden, so soll das an niemand andern geschehen als an die von Schwyz, es sei denn daß diese gestatten oder von ihrer Enning zurücktreten; 3) sobald die Zeit einer Verpfändung ausläuft, so gibt der IE »er das Pfand dem Eigenthümer und, wenn dieser es nicht null, gemeinem Lande Schwyz zu lösen; wollen auch diese nicht, so behält er es unangefochten. Zu I. Die beiden Orte gaben ihre Anlaßbriefe am Mittwoch vorher (11. October). Staatsarchiv Lucern. Zu S. Am 9. October (Samstag vor St. Gallentag) 1389 waren, unter dem Landamman Ulrich ab Jberg, die Land- leutc von Schwyz übereingekommen: 1) Wer liegende Güter im Lande hat, und nicht Landmann ist, der soll sie vom nächsten S. Martinstag über zwei Jahre an Landleute verkaufen; S) ebenfalls muß inner zwei Jahren verkaufen, wer inskünstige liegendes Gut erbt; wird in dem einen oder dem andern Fall dieses nicht beobachtet, so ist das Gut den Landleuten von Schwyz ohne Gnade verfallen. Archiv Schwyz. Derlei Verfügungen wurden bald auch an andern Orten getroffen. Die gegenüber diesen Verfügungen getroffene Gegenverfügung Zürichs vom 16. Juli (an dem nechsten Samstag nach sant Margretentag) 141S, stehe unten bei diesem Datum. TR4 Lucern. 4597, 25. Jimi (Montag nach St. Johannes Tag ze Sungichten). Stadtarchiv Luccrn. Boten in dem Rath zu Lucem von Zürich: Johannes Meyer, Burgermeister; Zug, Werner Jans; ^'i, Walther Meyer; Schwyz, Hans Spillmatter, Werner Mettler; Ob- und Nidwalden, Jenni Wirtz, Zumi Herrmann; Glarus, Ammann Hophan. „Gemeiner Eitgenosscn botten sint vf disen tag ze Lucern gemeinlich vberein komm, das niemnn in der ! Moschaft, er sie burger, eitgnos oder gast, keinen angrif me tuon sol an eines Ratz gnnst, wissent vnd willen, f,i den stetten do er ist, oder an eines Ammans vnd sinre lantlütcn wissent vnd willen, in den wudern do er ist. Weier das übersehe, Ivo der hin kumt, oder wo er ergriffen wirt, do sol man sin lib vnd sin gnot ^'ihöften, es sie in stetten oder in lendcrn, wie das sie, dz er den angriff in der stat oder vs der stat, oder ^ öein lande oder vs dem lande, do er ergriffen wirt, nut getan hat. Vnd sol onch also verHeft bliben "W das er disen übergriff wider tuot vnd abgcleit, nachdem vnd sich denne gemein Eitgenossen, Jr botten wir der vierteil vndcr Inen, werdent erkennen. Wurde aber ein solicher flüchtig oder dz er entrunne vs der Eitgnoschast, der sol ze stnnt erlös, recht- o-', von sin burgrecht oder landrecht sin vntz an die stnnt, das er disen übergriff wider tuot vnd ablcit nach "Wl als sich gemein Eitgnossen, Jr botten oder der inerteil vnder Inen, werdent erkennent. ^ ouch ein solicher gast in der Eitgnoschast, als do vor bescheiden ist, wo vnd an melen stetten der EUiffeii nstrt, ^tlent gemein Eitgnossen, Jr botten oder der vierteil vnder Inen, unvcrzogenlich straffen libe vnd ail gnot, so vcrre dz ander geste in der Eitgnoschast dobi bischaft nemeiit, sich vor sölichen vber- ^EEn ze hütende. blil Itzling beschehen durch gemein gnot vnd dur das, dz wir dest bas in sriden viid gnaden 'ul viid bestan mugent uiid solicher ingriffen vnd vberfcllen entladen syent. End ist dis gesetzte beschchen ze Lucern in dem Rat vf den nechsten Montag nach sant Johanstag ze tztzchten anno lxxxrvij, do vnder ougen zegegen werent als botten (die obgeiiannten)." Eine auf gleichem Blatt verzeichnete Erneuerung clä. 1401. xost (tsorii f. unten Absch. Z3S. Abgedruckt Im G esch IchtSfrcu»d II. S. wo. 92 August 1397. TRK. Alp nach. 1597, 23. August (an St. Bartholomäus Abend). Archiv Nidwalden: Urkunde. Boten: Lucrrn, Johannes von Aioos, Heinrich vou Wissenwegeu und Burkard Egerder; Uri, Johannes int Dorf und Heini Wolf; Schwyz, Gilg vou Cngiberg der ältere und Conrad Schorue. Anunaiut und Laudleute von Unterwalden nid dein Kerumald waren mit jenen ob dem Kernwald stößig und miszhellig wegen Zusprächen, die sie erhoben „vmb die Vischentze im obern Sewe ze Alpnach, die an die Nieter flösset". Nidwalden inahnte die Stadt und die beiden Länder; endlich wurde Obwalden gehorsam. Die sieben Boten, „gen Alpnach an das ober stade" gesendet, saßen zu dieser Sache und gaben eilten einhelligen Spruch, durch welchen 1) ein bestimmter Strich des Sees Nidwalden zuerkannt wird, der übrige aber gemein und frei sein soll zum fischen; 2) die beiden Ammäimer sollen die angegebenen Ziele auszeichnen; 3) Bruch des Spruchs verfällt um die Sache lind den Eidgenossen um 200 gute Gulden. Das erste Ungeltbuch im Staatsarchiv Lucern 1397 post lloll. Laxt. verzeichnet unter den Ausgaben Laddato xost Lartliolornsi: „Weltin von Rüsegge xiiij ß. kuechtenlon vnd schiflon, als man ze tagen für von der von Alpnach und von Stans wegen." Dann ferner: xost ksIaZii: „Weltin Wnlcher iij lib. xij. ß. verzart Hans von Mos, Heinrich von Wissenwegen vnd Egerder vf dem tag ze Alpnach". * Endlich: Lakato xost, Latksrius: Claus von Ergow inj ß. gen Stans von der Vischenzen wegen ze Alpnach, dz st vs gezeichnet wurde". In demselben Buche, das die Einnahmen und Ausgaben der Umgeldner in der zweiten Hälfte des Jahres 1397 enthält, finden sich Spuren von mehreren Tagleistungen, über die uns nichts erhalten ist, so z. B. Laddato xost Vorons: „Hansen von Mos xvj blaph. gen Brunnen vnd gen Bezgenriet, do die von Switz gen Lamparten wölten" xo»t Uattimi axii: „Marqnard von Vrzlikon 1 lib. v ß. vmb schenkwin den von Zürich, von Bern vnd von Solotern, als si ze tagen warent gen Veckcnriet von der von Switz wegen". Claus Bader 1 lib. iij ß. vmb schenkwin vnd den och vnser Heren mit inen fürten gen Beckcnriet". Ebenda: „Dem von Gatwil ij lib. 1 ß. zerung als er gen switz ze tagen war, als si gen Meilan woltent". — Ladatc, xost Naurioii: „Hartmann von StanS xj ß. inj d. zergelt als er gen Switz vnd gen Bekennet was von der von Switz wegen".— xost, b,soäsAarii: Eim boten gen Zürich x blaph. als si gen Bezgenriet von der von Switz wegen wurdent gemant." — Dann noch viele Posten für Schenkwein den Eidgenossen. ZA«. 1597, 27. Otstober (Simon und Judasabend.) Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch II. !M Ii. Bürgermeister, Ruth und Zweihundert der Stadt Zürich, van dem vou Hallivyl, der Herrschaft Oesterreich Laudvogt, wegen der Vogtei Horgen, die sie während des Krieges innegehabt, vor den gemeinen Mann Ludwig von Söflingen, Schultheiß zu Bern, zu Siecht gemahnt, erkennen sich zum dritten Mal, es sei ihnen ehrlicher, von der besagten Bogtei freiwillig zu lassen, als daß sie ihnen mit Siecht abgesprochen würde, was sie voraussehen, da sie „zu dem vorgeuanten Stuck kein gelinipf haben". Sie stellen daher dem von Hallwpl diese Vogtei anHeim und verbieten, daß ihnen deshalb jemand übel nachrede. 1393, 9. März gleiche Erkanntniß zum vierten Mal, aber mit dem Vorbehalt, daß Alle, welche sie vor, in und nach dem Krieg in der Vogtei zu Burgern angenommen, bei diesem Burgrecht beschützt bleiben sollen. Ebenda 94. November 1397. 93 SR? 4397, 26. November (»wrndeß nach St. Catharinentag). Staatsarchiv Luceru. » Obmann: Ludwig von Seftingen, Schultheiß zu Bern. Schiedrichter für Lncern: Hans von Moos und Conrad Seiler; für Heinrich Geßler, österreichischen Pfandherrn zu Nichcnsee und Merenberg: Herrmann von Bnbendorf und Iilldolf von Bonstctten. Gegenüber der Ausdehnung der Gerichtsbarkeit Lncerus auf die im alten Kirchspiel Hochdorf gelegenen Dorfer und Höfe Wangen, Günikon, Baldegg, Brttndlen, Ottenhuscn, Gibelflüh w,, welche in das österreichische Amt Nichensee gehörtet?, kam die Klage des österreichischen Pfandherrn voi? Nichensce und Merenberg, Heinrich Geßler, vor ein nach Btaßgabe des zivanzigjährigeil Fliedens zusammengesetztes Schiedgcricht. Der Obinann tritt dem Urtheil der österreichischeil Schiedlelite bei, unter dem Vorbehalt, daß der Klager mit Kundschaft beweise, daß die genannten Dörfer und Höfe von jeher in das Amt Richensee oder Meycnbcrg mpört habeil. Die ganze Verhandlung ist abgedruckt bei Scgcssor, NechtSgcschichte I. S. 4'Ib. ss. St8 4399 , 6. Januar (an der hl. drei Könige Tag). Staatsarchiv Zürich: Raths- und Richtbuch IX. 48 !). Die von Zürich sollen mit Bern lind Solothurn nach des Friedbriefs Sage die von Schwyz weisen, dem ^urch Ludwig von Seftingen, Schultheißen zu Bern gefällten Ausspruche genug zu thun. ES lautet die Mahnung: „Ich Graf Johans von Habspurg, mincr gnedigen Hcrschaft von Oesterrich Lantvogt w. Eiubut dien erbern „vnd j wisen dem Burgermeister vnd Rat der Statt Zürich min dienst vnd alles guot. Lieben frund als üch ivol j „ze wissen ist, wie man etwe menger ley fach vnd stuk kommen wz vff den erbern Ludwigen von Seftingen j „Schultheiß ze Bern, nach des friedbriefs sag vnd besunder von der zuospruch, so min Herschaft zuo dien von i „Switz hat, vnd ouch der Edel min lieber Oechem Graf Fridrich von Toggenburg, miner Herschaft > Rat vnd diener „zuo Inen hat, dar vmb der Schultheiß Inen ze beider sit gesprochen hat, dz ouch ich von j miner Hersrhast wegen „vnd ouch von des von Toggenburg nach des vsspruchs sag an si gcuordcrt Hab i vnd ander lut in minem namen, „dem spruch aber die von Switz nit gehorsam sint, noch Im nit gnuog j tuond, da ich üch mit sunderheit getruw, „dz üch dz nit gesellig sije, Vnd her vmb so bitten vnd manen > ich üch von der obgen miner Herschaft von „Oesterrich wegen vnd min selbs nach des fridbriefs sag, wes j ich üch gemanen mag: wie dz ir die obgen. von Switz „wisent vnd ane verziehen nach des fridbriefs ^ wisung dar zuo halten wellent, dz si dem vsspruch, so der obgen. „Ludwig von Seftingen der vorgen. miner j Herrschaft von Oesterrich vnd dem egen. minem Oechem von Toggen- „burg getan hat, halten vollfueren vnd ^ ouch dem genuog tuond, won ouch der fridbrief wiset, dz ir si mit sampt „den von Bern vnd von Solotren dar i zuo halten vnd wisen sullent, Da tuond her Inn als ich üch deS mit „sunderheit wol getruw. Geben ze j Baden vnder minem vfgetruktem Jnsigel, an der Heilgen drije Kungen tag „Anno -c. lxxxxviij . TtZ> 4399, 18. Februar (Montag nach Valcntini), Staatsarchi» Bern. Obinann: Johannes von Mulern von Bern. Schiedleute von Bern: Peterinann Büwil und Peter- ">a nn Rieder, statt des letztern Peter von Graffenried; von Freiburg: Hans von Praroinan und Jacob Bargin. 94 Februar 1398. Schlustverhnudlung über die beidseitigen Ansprüche auf die Leute und Güter im Jusclgau. Durch Obmannsspruch wird die van Bern zufolge des Urtheils vom 7. September 1396 (Absch. 212) aufgenommene und vor dem Schiedsgericht eidlich bekräftigte Kundschaft in Betreff der Zugehörigkeit des Jnselgaus als beweiskräftig anerkannt und demnach der Streitgegenstand Bern zugesprochen. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1S39, S. Sil. TS«. Lucern. 1?!)«, 4. Juli m.i°i). Staatsarchiv Liiccru: Nathsbuch I. liit I>. Boten: Bern, Ludwig von Söflingen, Peter von Gruyers; Solothurn, Johannes von Durrach, Jekli von Wengen; Zürich, der Sigrist; Uri, Walther Bueler, Walther Meier, Conrat der Frowcn, Jo. Gerung, Thoeni zer Port; Schwyz, Jost Jacob, Stapfer, Fttgli, Marguart; Unterwalden, Claus von Rtttli, Rudolf unter der Fluh, Georg von Zuben, Jo. Wissenbach, Hartmann Zeiger, Heini au der Spilstat. Sie geben Herrn Balthasar von Spinola Sicherheit nach Italien zc. (»asseom-unsrunt luv I-uoorno dominum Uulkliusur ds Kpiuolis ad piurtos Italio sie.«) TT» 4598, 19. Juli (»ach sunt Blrichstug an der ncchstcn Mitwuchen). Staatsarchiv Lurcru: Urkunde. Boten: Schwyz, Gilg von Engiberg, Werner Stapfer, Ulrich Fügli und Werner Markward; Unterwalden, Claus von Rütli, Ammann ob dem Kernwald, Georg von Zuben, Rudolf unter der Fluh, Hart- manu Zelger und Heinrich Spilmatter. Johannes von Moos von Uri hatte seine Frau Margaretha in der Au und etliche Burger von Lucern ihretwegen, „mit Noemscheu gerichte ze Banne getan"; darüber waren Luceru und Uri selbst mit einander in Streit geratheu, und mahnten die Eidgenossen. Vorerst halten die Boten ihren Ausspruch aufrecht, den sie in der Sache der beiden Eheleute „vor males ze Begenried" gefällt hatten; der von Moos soll dann den Bann zurücknehmen lassen, Magaretha aber „minen Elichen man soll hau, vnd essen vud trinken geben, vnd ze bet vnd ze tische han, als ein erber Frowe ir man haben sol". Die beiden Orte Lucern und Uri werden um Geldschuld und Forderungen, woraus der Streit erwachsen war, gütlich vertragen. Im Archiv Obivnldcn liegt eine besiegelte Ausfertigung dieses Spruchs mit dem Dutum St. Ulrichstug (4. Juli). S. deren Regest im Geschichts freund XX. S. 233. TTT 4598, 15. September (un Sunnentng nach des hl. Crucestag ze Herbst. Staatsarchiv Lncern: Nathsbuch I. l43 Ii. Erneuernng der Eide in der ganzen Eidgenossenschaft. December 1398. i)5 TT8 Sinns. 139», 2. Dceembcr. Staatsarchiv Luccr». Boten: Lucern: Rudolf von Noot, Schultheiß, Bnrkard Egerder und Andreas Haas; Uri, Heini Hofer, Walther Fromme und Heini Sisiker; Schwpz, Gilg von Engiberg, Werner Sep und Johannes Mecker; Unterwalden ob dem Kermvald, Heinrich von Zuben und Rudolf unter der Fluh. Es waren Stöße und Missehelle aufgestanden unter den Landleuten von Unterwalden nid dein Kernwald, und hatten lange Zeit gewährt; die Eidgenossen mahnten sie „dicke" mit Briefen, und letztlich durch die genannten Boten von Mund med mit Briefeil „vf den sunnentag der Hill ist" (1. December) „an der A ze stans", ihnen unbedingt zu getrauen. Sie thaten es. Nun ließen die Voten in allen Kirchen zu Unterwalden verkünden: wer an den' andern zu sprechen habe der vier Stücke wegeil, nämlich um Diebstahl, Meineid, Beweisung des Meineids und Friedbrechen, woher die Zerwürfnisse „zuo guoter masse" herrührten; alle die solleil vor die Boteil kommen geil StanS „vf den Mentag der nechsthin ist" (2. December). Es kamen in das Haus Weltis am Allel, Merki Kirsiter mit noch eilf Landleuten an einem Theile, am andern drei Brüder zu Wissenbach und ebenso drei Winkelriede. Merki Kirsiter, auf Anfrage, wollte seinem „widerteile" nicht Friedeil geben, denn die Hundert zu Stans hätten „vor Zitcn" über Jeniii, Claus und Welti Winkelried Briefe gegeben als über Diebe, und dazu sie „geschezet" lim hundert Gulden. Die Winkelriede erwiedern: sie seien damals, als die Briefe über sie gegeben werden sollten, uu die Thür gekommen, wo die Hundert saßen, mit der Bitte verhört zu werden; aber die Hundert haben die Verantwortung nicht zugelassen. Dieses beweisen die Drei mit sieben „erben, mannen"; zugleich zeigen sie, daß später an einer versammelten Gemeinde zu llnterwalden der Mehrtheil de» gegebenen Brief „hin tcllcnt vnd vernutetcnt". Andere Klagen nm die übrigen drei Stücke brachteil beide Theile gegen einander vor, aber nach dem Dafürhalten der Boten „als unredlich vnd vnfrundlich", daß sie zur Minne oder zum Recht unbedingt ermächtigt sein wollten. Als die Theile es gethan, spracheil die Boten: I) der Brief gegen die Winkelriede sei auch ihrerseits entkräftet; 2) wegen der drei übrigen Stücke soll „ze stans vnd in dem dritteil doselbs" niemand mehr einem andern solche Rede zulegen; 3) wer es nicht hält, verfällt der Stadt Lucern und den drei Ländern um 300 gute Gulden; 4) hat einer das Geld nicht, so muß er drei Jahre über den Brünig, und darf nicht wieder heim ohne Urlaub des Mehrtheils der obgcnannten Eidgenossen; 3) wer einen solchen hauset oder hoset, ihm zu essen oder trinkeil gibt, ist in gleicher Schuld; k) die sieben Männer sollen wegen ihrer Aussage unangefochten bleibe», und wer sie angreift, verfällt in die angegebene Strafe. Die Vertiefung dieses Sühncsprnches erfolgte am 9. December (seounäa xost Moolai). Lueeru. 1399, l. März. Staatsarchiv Luccr» i RathSbnch I. ISO It, „Es sol nieman me den drin Waltstettcn noch den von Zuge mit dinges geben ze konffende, dz si sich har antivurtent vnd hie dar vmb leistent. Wer dz darüber tete, der ist der Statt genallen den zehenden phenning voil der koufmanschaft one gcnade. ^etnm prima ckis Naroii. Des sint die rete vnd die hundert vberein komen." 86 März 1399. sss. Einsiedeltt. 4599, 12. März (auf Gregor»). St>iatSar6,iv Zug. Voten: Zürich, Johannnes Meyer von Knonau, Bürgermeister; Lncern, Johannes von Moos; Schwyz, Ulrich Knpferschmid. Diese legen einen lange dauernden Streit zwischen Rudolf von Hospenthal, dem Ammann, den Rathen und Bürgern zu Zug, und Hermann Ryschcr, Landmann zu Uri, um dessen Ansprachen auf die Susi und „das gefert" zu Zug in Güte dahin bei, daß Ryscher der Stadt Zug seine Rechte um 139 Pfund Pfenninge abtritt und darüber eine Verschreibung für diese Summe erhält. Hermann Ryscher, Landmann zu Uri, nrkundet an S. Michaelsabend (28. September) 13S9, durch die genannten Boten auf einem gütlichen Tag zu Einsiedeln um feinen Streit mit Zug vertragen und um die 450 Pfund Pfenninge gänzlich bezahlt zu fein, in Folge dessen er auf alle feine Ansprachen verzichte. (Urkunde im Stadtarchiv Zug unter dem Siegel Walther Buelers, Landammanns zu Uri.) ST« 4 599, 7. August (am sibcudcn Tag Ougstcn). Tschad,: Chronik I. «:I7. Boten: Zürich, Heinrich Meiß, Bürgermeister; Lucern, Rudolf von Noot; Solothurn, Johannes Obi. Diese Drei, mit Markgraf Rudolf von Höchberg, Herrn zu Nötheln und zu Sufemberg, vergleichen die Städte Bern und Basel wegen Werner Schilling. Unter dem vorgesetzten Datum verpflichten sich die von Bern zu Haltung des Spruches, der jedoch nicht beigesetzt ist. TS7. 4-499, 23. Januar (an dem Frltag nechst vor St. Paulus tag als er bekert wart). Staatsarchiv Bern. Archiv Basel. Großes Weißes Buch, Blatt !l«. Vündniß der Städte Basel, Bern lind Solothurn bis nächste Lichtmeß (2. Februar) und darnach auf 29 Jahre zu gegenseitiger Hülfeleistnng mit ganzer Macht in den Kreiseil zwischen Basel und Bern gegen alle Angriffe auf die Freiheiteil, Rechte und Territorien der verbündeten Städte. Solange der Friede, den Bern und Solothnrn mit der Herrschaft Oesterreich haben, währt, soll Basel den zwei Städten wohl getrauen, daß es eines allfülligen Angriffs von dieser Seite durch ihre Vermittlung überhobeil werde. Ebenso, solange das Bündnis; Basels mit Oesterreich währt, sollen Bern und Solothurn wohl getrauen, daß Basel sie eines Angriffs von Seite Oesterreichs überheben werde. Gehen Frieden lind Bündniß mit Oesterreich aus, so tritt directe Hülfsverpflichtung auch gegen Oesterreich ein. In Streitigkeiten zwischen Angehörigen der drei Städte hat jeder dem Beklagten vor das Gencht seiner Stadt zu folgen. Basel behält vor das Römische Reich, Januar 1400. 97 Bischof und das Capitel und die Herrschaft Oesterreich, so lang der Bund mit letzterer dauert; Bern und ^olothnrn behalten das römische Reich und ihre Eidgenossen vor, dazu den Frieden, den sie mit der Herrschaft Oesterreich haben. Abgedruckt Tschudi, I. L00. TT8. 1400, 29. März. Staatsarchiv Lneern. Die Städte Bern, Burgdorf und Lucern sichern sich gegenseitig Steuerfreiheit der in dem Gebiete einer dieser Städte sitzenden Burger der andern zu. Im Staatsarchiv Lucern (Acten Landvogtei Entlibuch) liegt eine alte Abschrift auf Papier der Erklärungen von Bern und Vurgdorf; ein besiegeltes Original findet sich nicht. „Wir der Schultheiß vnd der Rat ze Berne (der Schultheiß vnd Rat ze Burgdorf) künden menglichem, als vnscr Bürger Heini vnd Rudi Mülbach vnd Verlisperger :c. in der wisen fürsichtigcn unser sundern guten frii«den der von Lucern Gebieten sitzcnt vnd wonhaft sint zu disen ziten vnd Inen die selben von Luccrn die früntschast getan haut dur unser willen, dz si von Inen vngestllret sullent bliben vnd sitzen. Das haben wir angesehen vnd haben den ietzgenannten von Lucern die früntschoft hinwider getan, wele ir Burger in vnsern gebieten nu oder hicnach sitzent vnd wonhaft sint, dz die von vnS och vngestllret sullent bliben vnd sitzen. Wurde aber der von Lucern Burger deheincr vnser Burger vnd darüber in der von Lucern gebieten woltc sitzen vnd wonhast sin, den sol unser burgrecht do vor »llt schirmen, wand dz der stüren sol vnd den von Lucern tun als ein ander, der do sitzet vnd wonhast ist. Vnd das Ze vrkund han wir vnser statt Jngesigel osfenlich gehenkt an disen brief, der geben ist an Mentag nach vnser srowen tag in der vasten anno cloinini UV sss 1400, 24. Nlitt (Montag vor St. Urbanstng). Archiv (HlaruS. Ewiges Bttildniß des Landes Glarus mit dem ober» grauen Bund in Curivalen: Johann, Abt zu Disentis, das Capitel und die Gemeinden des Gotteshauses, Ulrich Brun, Freiherr zu Nhäzüns, Hans, Hmirich und Ulrich Brun der jüngere, alle drei Gebrüder, und alle Leute, die in ihren Gerichten gesessen lu>d und zum Blinde gehöreil, eigene lind freie, Albrecht, Hans und Tonat, Freiherren von Sap zu Masox, u> Lnguiz und in der Grub und alle ihre Leute in Lugniz, Jlanz, Grub, vom Rhein und alle in ihren ^richten, die in den Bund gehören, sie seien ihre eigenen Leute oder nicht, und der (obere) Theil oder Bund tzmieinlich machen mit Landamman und Landlenten von Glarus einen ewigen Bund, beiderseits mit Eiden ^schworen, zu gegenseitiger Hülfe auf Mahnung, so weit als die Landmarchen zur Zeit der Abschliehung dieses Bundes reicheil. Söldner, die die Parteien einander geben, erhalteil täglich 2 Plapphart; der Theil, welcher in Ausrichtung des Soldes säumig ist, trägt den daraus erwachscndeu Schadcu. Bei Auszügen mit Nnzer Macht hat der mahnende Theil keinen Sold zu geben, aber für die Kost zu sorgeil. Wer unter de» Bundesgenossen den andern schädigte, der soll von seinem Herrn gewiesen werden, den Schaden abzulegen, b'der soll vor seinem Richter belangt werden. Wenn Fremde einem Bundesgenossen Schaden thäten, so sollen sie, wenn sie im Bundesgebiet betreten würden, ans Recht angehalten werde». Tic Gelübde und Bündnisse mit den Waldstätten werden vorbehalten. Die Herreil von Sax behalteil den Herzog von Mai- 13 98 Mai 1400. land, die Glarncr ihre Eidgenossen nnd die Briefe, die sie mit denselben haben, vor. Der Bnnd soll je zu zehn Jahren von allen, die noch nicht geschworen, mit Eiden erneuert werden. Mindern lind Mehren mit gegenseitigein Einverständnis; wird vorbehalten. Abgedruckt Tschudi I. vos. Jahrbuch von Glarus V. S. S07, Nr. ISl. ZloUr. «Zack. IV. S. Sil, Nr. S5S. Der Gcgenbrief der Glarncr von gleiche»! Datum ist nach dem Original abgedruckt bei Noll», Lock, ckizck. IV., S. 316, Nr. 256. 2S0 29. Eesltemder (an dem zwanzigsten tag des ersten Hcrpstmanodes). Staatsarchiv Zürich. Graf Friedrich von Toggenburg, Herr zu Utznach, zu Mayenfeld, im Prättigau, zu Davos :c., nimmt Burgrecht in der Stadt Zürich bis zum nächsten St. Georgstag (23. April) nnd „dannanhin" achtzehn Jahre. 1. Er verspricht mit allen seinen Bestell, Landen und Leuten, die er jetzt hat oder noch gewinnt, mit Leib und Gilt der Stadt Zürich zu helfen und zu warten, als ob die Sache ihn persönlich anginge, seine Schlösser ihr offen zu halten und ihnen bei „unwüstlichem" Anzug ihrer Kriegsleute freien Kauf zu geben. 2. Zürich verspricht ebenso dem Grafen Hülfe und Beistand gegen äußere Angriffe und ungehorsame Unterthanen. 3. Gemeinsam eroberte Schlösser, Städte :c. fallen an Zürich, wenn dessen Banner beim Zuge war, wenn letzteres nicht der Fall ist, bleiben sie dem Grafen. 4. Graf Friedrich mag wohl Herren und Gesellen dienen, nur nicht gegen Zürich oder dessen Eidgenossen, auch mag Zürich, wenn es des Grafen bedarf, ihn aus solchen Diensten heimmahnen. Auch sollen in solchem Dienst erwachsende Feindschaften Zürich nichts angehen. Was den Friedbrief zwischen Oesterreich und den Eidgenossen angeht, so soll Graf Friedrich denen von Zürich von seines Burgrechts wegen darin gehorsam sein. 5. Weitere Verbindungen sind dem Grafen erlaubt, doch dem gegenwärtigen Burgrecht unschädlich. 0. Folgen die gewöhnlichen Vorbehalte und Festsetzungen über das Forum bei Streitfällen und Freveln. 7. Nach Ausgang der achtzehn Jahre besteht das Bnrg- recht fort, bis es aufgegeben wird. 8. Vorbehalten werden durch den Grafen der Bund mit dem Bischof Hartmann von Chur, durch die Zürcher der römische König und das heilige Reich. Abgedruckt Archiv für schweizerische Geschichte X, 225 f. Tschudi I. 605. Erste Erneuerung 110S, 1. Juni, abgedruckt ebenda S. 230. Zweite Erneuerung 1116, 21. März, abgedruckt ebenda, S. 23S. T3t 17. Dcceittber (Freitag nach St. Lucientag). Staatsarchiv Lucern : Urkunde. Boten: Lucern, Ludolf von Noot, Schultheiß, Johannes von MooS, Hartman» von Staus nnd Johannes von Dierikon, Bürger; llnterwalden nid dem Kernwald, Wilhelm an Steinen, Amman», Clans Sulzmatter, ob dem Wald Rudolf am Heingarten, Jenni in der Matt und Clans Heinrice. Ulrich Kupferschmid, Landmann zu Schwyz, war lange in Stößen mit dem Lande Uri wegen eines „Bardels", welches Heini Arnolds von Uri und Jeckli Dietrichs selig von Oeriols ihm mit Gericht und Urtheil im Lande Uri wegen Welti Fischli's von Schwyz verboten hatten; endlich riefen Uri und Schwyz das eidgenössische Recht an, und Kupferschmid stellt seinerseits unter vorstehendem Datum de» Anlaßbrief aus obige Boten aus. April 1401. 99 SZT Lucern. 25. April xosi «eorü). Stadtarchiv Liiccr». Die Ordnung gemeiner Eidgenossen vom 25. Jnni 1307 d onch soliche gehorsamkait vnd huldnnge von vnsern vild des Richs wegen vnd an vnser stat von pn vff ^ nemmcn vnd ze. entpfahen. Vnd wz der obgenant Vilser lantfogt mit den Eidtgenossen egenailt von ire» privilegia, frpheit vnd brieffe wegen, die sp haut voll vnsern forfarcn an dem Riehe, Nöinschen Kcpsern v»d Kililgen, l)n ze bestetigen oder anders in disen sachen tedingt, vberkmilpt, vffiiiinpt oder pn versprächet von vilsern wegeil, das wollen wir feste und stete halten vnd auch gentzlichen follenfüren an gellerde." Alte Rcichsregistratur Bd. 0. kol. 07. Nach Tschadi I. 611. hätten Zürich und die Eidgenossen, außer Schwyz, dem König Ruprecht schon am 22. Sept. gehuldigt. Urkundliches darüber fehlt. SS«. Innsbruck. 23. September (Mittwoch nächst vor St. Michael.) K. K. H. H. und Staatsarchiv Wien. Der römische König Ruprecht bevollmächtigt seineil Landvogt im Elsaß Swarz Reinhard von Sickinge», mit den Burgermeistern, Rathen, Bürgern :c. gemeinlich der Städte Bern, Zürich und Solothnrn und der Thäler Schmilz, Uri und Unterwalden und ihren Eidgenossen und mit jeglichem von ihnen insbesondere Z» nnterhandeln „vmb dinste vnd hülfe vns zu tun wider Johann Galeaz, Grauen von Virtnce vnd die sine»"' Alte Rcichsregistratur Bd. d toi. 07. S37. 29. December (Donstag vor dem ingenden Jar 1402.) Staatsarchiv Zürich. Zürich nimmt das Gotteshaus zu Riiti in Schirm und Bnrgrecht. Der Abt gibt jährlich ans Sand Martinstag 5 Gl. statt aller Steuer. Wenn ein Zürcher um weltliche Sache dem Gotteshaus etwas schulde»', i so mag der Abt ihn mit geistlichem Gericht mahnen, daß er sich mit ihm innert gewisser Frist richte geschah es aber nicht, so soll die Sache vor den Rath von Zürich kommen. Dein Kloster werden seilte „pfäffliche»" ; Freiheiten und geistlichen Gerichte vorbehalten, doch so, „daß si mit uns noch wir mit ihnen darum zeschafst» haben sollen." Abgedruckt Tschudi I. VIS. Juli 1402. 101 TS8. Waleustatt. 1402, 4. Juli (St. Ulrichstag). Archiv GlaruS. Wilhelm von Ende, frei, Vogt zu Sargaus, Gaudeuz vou Hofstetten, Vogt zu Windegg, Haus von Wartan, Aininann zu Sargans, Hans Hamburger, Conrad Keller, Burger zu Napperswyl, Heinrich Raschli genannt Knörr, lllrich Gmunder, Burger zu Feldkirch, Nutschmann Nnstbaum, Schultheiß zu Walenstatt, Hans Suter, Ammann zu Mels, N. Lutz, Aininann zu Flums, alle zehn als beidseitig angenommene Schiedleute machen eine Richtung zwischen dem Lande Glarus und dessen Helfern einerseits und dem Bischof von Chur und dem Gotteshausbund anderseits wegen beidseitig vorgekommenen Schädigungen und Kriegszügen. Abgedruckt Tschad, I. «IS. Jahrbuch v. GlaruS V. S. 404., Nr. ISS. S3S. Zürich. 140.?, 11. Januar (dm n Tag Jeimcr). Geiiieindcarchiv Baar. Boten der vier Orte Zürich, Lucern, Zug und Schwyz mit dem Obmann Heinrich Meist von Zürich wachen eine Richtung zwischen Abt und Convent von Cappel und den Kirchengenossen von Baar in Betreff der Kirche von Baar und ihrer Filialen zu Steinhausen, Hausen und Schönbrunncn. Das Kloster hat den Kirchensatz und soll in Baar einen Lentpriester und zwei Helfer anstellen; diese drei Priester sollen auch die Silialkirchen versehen. Dem Stifte werden die Cinkünfte gewahrt, Säge, Mühle und Fischenze zu Baar vorbehalten :c. Der ungehorsame oder dem Spruch zuwioer handelnde Theil bezahlt 400 Gl. Büste, an jedes der Schiedorte 100, wenn diese ihren Bustentheil nicht beziehen, fällt er an den Bischof von Constanz. Im Raths-und Richtbuch XI. 7. a. des Staatsarchivs Zürich findet sich mit dem mangelhaften Datum I4t>3 form tsi'vio Zamiarii folgender Eintrag: „Als Jenni Holzach von Vinsterse etwz zites in dem Wellenberg ist gelegen von der unbescheidnen Ned wegen, so er der Eidgenossen botten zu Baare hat zugercdt von des spruchs wegen, so si zwischent den Herren von Cappel vnd dien von Baare getan hant, vmb dis fach hat der vorgen. Heini Holzach ein Vrfecht gesworen für sich vnd sin fründ." Drei benannte werden für ihn rechte Tröster und Bürgen und geloben, das Geschehene nicht zu „eifern" und sich dem künftigen Spruch der eidgenössischen Boten zu unterziehen. SA«. 140?, S.März. Archiv Schwyz. Der Abt von Disentis verantwortet sich bei Schwpz über die Anschuldigung, als hätten er oder der obere graue Bund über ein Bündnis; mit Oesterreich unterhandelt: „Den misten fürsichtigen dem Ammann vnd den lantlüten gemeinlich ze Switz vnsern besundern lieben frllnden Peter von göttes genadcn Abt des gotzhuses Tpsentis Vnsern grüß vnd wz wir gutz vnd eren vermugent vor; besundern lieben guten sründ, l alz ir vns verschriben Hand dz haben wir wol verstanden. Sol üwer früntschaft von j vns wissen, wer üch das von vns gefeit ald erzalt hat, dz vns der unrecht j getan hat vnd nit war gesait hat. Wol ist war, dz es an vns bracht vnd ge- l worden ist, dz wir es tätint; wir weltent es aber nie gctun noch nüt wellent tun. l Vnd wissent, alz vnser tail nu zem hindersten von der selben fach wegen bi enander ^ was vnd alz si ze rat wordent, des schickent wir üch mit disem brief ein abgeschrift. s 102 März 1403. Vnd wissent dz wir vns mit nicman vsf ertrich verbinden wellent noch mut Hand s den dz vns got glück gäb, dz wir vns mit üch verbinden söltint, dz wöltind wir s gern tun vnd truwent »och got, es kum darzu, dz wir vns mittenandcr verbindint. Wir dankent üch mit allein stiß vnd ernst alz wir vormals in red wiirent mit i üch ze verbinden, dz ir da sunderlich üwer vermugcnt ze tatent vnd es gern gesehen s hettint vnd wissent, dz wir nieman vsf ertrich ze einem Herrn haben wellent, i den vnsern Herren Got. Behaltent ouch disen brics, so werdent ir kurzlich s innen, wer sich zu der Herrschafft von Oesterrich vnd zu denen von Cur verbunden j hat oder nllt. Datum Dyfertine gninta äis Alaroii, anno ckomini 1403". Ammann, die geswornen vnd die gotzhuslüt gemaiulich ze Tyfentis." Originalbricf auf Papier mit außen aufgedrücktem Siegel. S4I 4405, 26. März (xxvs ckiv Knveii). Stadtarchiv Luccr». Burgermeister und Ruth der Stadt Zürich, Schultheis! und Rath der Stadt Luceru, Amman, Rath und das Amt Zug, und Ammauu und Laudleute zu Schmilz, wegen „vil gcbresten" der Leute .in der Eidgenossenschaft und anderer, eincstheils daß, menn sie in der Stadt Zürich oder „jetwederhalb" des Zürichsees Wein kaufen, ihnen dann derselbe nicht „suber noch rein" zu Hanse komme, sondern daß die Fuhrleute und auch andere Leute Wein aus den Fässern lassen und dann diese mit Wasser füllen oder auch ungefüllt lassen, und anderntheils daß die Straßen in der Eidgenossenschaft nicht in solchen Ehren gehalten werden, daß man nicht an dem Weine zu Schaden komme, vereinbaren sich und werden einhellig: 1) Alle, welche in der Eidgenossenschaft und besonders am Zürichsee Wein kaufen oder verkaufen, sollen denselben „snber zno- füllen mit snbercm wol gesmaken win". Niemand und vor allem Weinsticher, „winzugcl" und Fuhrleute, die den Wein zu Wasser oder auf dem Land verführen in Schiffen, ans Wagen, Karren oder Schlitten, sollen nieder mit „spuolen noch Noeren" Wein aus den Fässern lassen, noch daraus trinken, wenn die Fässer einmal gefüllt sind; bei fünf Pfund Züricher Pfenninge oder, wenn sie die Buße nicht leisten können, bis zur Zahlung derselben aus der Eidgenossenschaft schwören; 2) überhaupt wer innner einem andern, ans welche Weise es sei, heimlich oder öffentlich, an seinem Weine Schaden zufügt, den sol Jederman bei seinem Eide der Stadt oder dem Land, unter dein sie gesessen sind, „leiden", und ab einem solchen soll man unverzüglich und ohne Gnade richten; 3) endlich sollen die Städte und Länder verschaffen, daß die Straßen, „so gen Zug oder gen Switz gand", von jeglicher Stadt und jeglichem Lande, soweit sie Gewalt haben und die Straßen in ihren Gebieten liegen, so gebaut, verbessert und in Ehren gehalten werden, daß Jedermann mit Korn, Wein und „ander konftnanschaft" desto sicherer und „bas" fahren und wandeln möge. Urkunde abgedruckt im 0! esch i ch tsreuud XXII. S9!i. S4S 4405, 3. Mai. Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch II. 108 Ii. Zürich weist auf Mahnung des österreichischen Landvogts den Bürgermeister Heinrich Meist an, die Obmann- schnft über die Frage anzunehmen, ob die Aufnahme der Appenzeller in das Landrecht von Schmilz dein Fricdebrief mit Oesterreich zuwider sei. Mai 1403. 103 ..Wir der Bürgermeister, die Rät, Zunftmeister und der groß Not die Zweyhundert Zürich thun kunt menl.chem. als unser Eidgenossen,' die von Switz die von Appenzell ze lantlüten genomen hont, die aber zu vnserm Herrn von sant Gallen vnd zu sinem Gotzhus gehören, herumb vnser Herrschaft von Oestcrrich ir landfogt vns zu tagen gemant haut in sölicher wise, dz er meinde.'dz wir die von Swiz wisen soltcnd. daß si von dien Appenzellern licßent, won es gentzlich wider den fridbrief were, vnd stünden auch die von Appenzell der Herrschaft ze versprechen von des Aptcs vnd des gotzhus wegen ze Sant Gallen. Herumb vil fachen vnd lösten vfgcstanden vnd vergangen sint, so ver dz Heinrich der Weis, vnser Bürgermeister, in der fach zu einem gemein Man genommen vnd erlösen ist, vnd h.übcn such wir In des gewiset. dz er ein obman sin mus vnd dz er ouch darumb Tag beiden Teilen bescheiden vnd geben sol nach sag des fridbriefcs. Vnd sider wir den obgcnantcn vnscrn Bürgermeister also zu der fach getwungcn vnd gewiset haben, so ".einen vnd wellen wir vnd haben vns des einhelklich usf vnder cid erkennt, ob iemant, wer der wer, in vnser Statt ald davor, es spen unser Bürger, vnser Eidgnossen ald ander lüt, den egcnanten vnsern Bürgermeister von der fach a'd sprüchen wegen, so er tnnd wurd, hasten oder Ine in dekein wise bekümbern mit ivorten ald mit werken, dz wir Tue davor getrüwlich schirmen vnd behüten söllcn gen allen dien so das tötend, actum iis üis blasi anno etc. ljuaelia» Aesimo Toroio. Vgl. unten 17. November 1103 und die Note zu Nbsch. 70. der erste» Ausgabe. T4S. 5. Mai. Archiv Schwyz. »iis Zürich ermnhum Ammniiu und Luudleute von Nidmaldm, in ihrem Streit ^'t de», Gotteshaus Eugelbcrg die Vermittlung der Eidgenossen anzunehmen und bis zu erfolgten, Spruch ustlben des Gotteshauses Leib und Gut sicher zu stellen. Im Weigerungsfälle würde Zürich ihnen in ^ " l und Gebiet den Kauf abschlagen. Copia de? Missives. S44 Sitten. 3. Juni. Staatsarchiv Liiccr». ^ Aurg- und Landrecht des Bischofs von Sitten und der Landleute von Wallis mit den drei Orten und Untermaldeu. Im Staatsarchiv Lucern liegt bei den Walliser Acten blos das Fragment einer gleichzeitigen Abschrift dieses Vertrags, der Anfang, das erste Blatt, fehlt: „— lantlüts von Vre vnd ze Vnderwalden. Vnd hant dyselbigen unser guten friinde, Schultheß vnd Natt ze Lucern, och die Burger gemeinlich dersclbigen statt vnd dp lantaman vnd lantlüte der vorgenanten zweyer lendcrn ^re vnd Vnderwalden vns vnd dp vnsern, als obstatt, ze ircn ewigen burgern vnd lantlüten genomen vnd empfangen. Domit so habent och wir obgenannter bischosf für vns vnd vnser nachkomen ewenklich gelobt in krasft diß brieffS und habent verwilliget vnser lantlüten von Wallis wie ob bescheiden ist, daß sie, doch für behalten der truw, eide und gehorsami, so si vns vnd vnsern nachkomen pflichtig sint, nu angends das obgemelt burgrecht vnd lantrecht für sich vnd ir nachkomen liplich und ostenlich gelert eide mit vffgehebten henden ze gott vnd den hcilgen gesworen hant, der obgcnannten von Lucern burger, och der zweyer lendcrn Vre vnd Vnderwalden lantlüte zesinde ewenklich und doby dersclbigen statt vnd der zweper lcndern nutz vnd ere zcfürdern, ir schaden vnd lasier trüwlich ze wenden u» all geuerde. Also hant aber wir, dp obgemelten von Luccrn, och von Vre vnd Vnderwalden gelobet by guten irüwen an eides statt den vorgenantcn vnsern gnädigen Herren den bischosf, och sin würdige stift der kilchen ze Sitten vnd die sinen von Wallis, als obstat, trüwlich ze schirmen vnd ze hanthaben als unser Mitbürger vnd iuntlüte vnd sp nit fürer ze manen, noch in keinen weg zu beschweren, denn als in disem brieff gemeldet, bescheiden 104 August 1403. vnd gelütert ist. In disem Burgrecht vnd lantrecht ist och bedinget, were es, das wir obgenanter bischosf vnd lantlüte von Wallis oder vnser nachkamen dheinest stoß gewunnen mit Herren, stetten oder lendern, so denn den obgenanten von Lucern, von Vre oder von Vnderwalden Eydgnoschast oder püntnisse halb gewant werint, das gott all zit wende, so söllent wir die obgenanten von Lucern oder von Vre vnd Vnderwalden dyselbigen Herren, stette oder lender, so danne sölich stoß berllrent, früntlich bitten, vnd obe bitte nit hülste, so söllent wir si ermanen nach vnser geschwornen puntbriefen sag, das si sich lassen bcnügen von den obgeschriben vnserm gnädigen Herrn Mitbürger vnd lantman, dem bischoffe vnd den sinen, vnsern Mitbürgern vnd lantliiten von Wallis an einem Rechten als dann zwüschent vns vnd dien, so vns, wie abgemeldet stat, gewant sint, billich ist vnd als si vns von der ircn wegen ze manen hant, als dick das ze schulden kumt. Vnd was kosten wir (ingemein) oder besunder dar durch hcttint, den söllent vns dy vil gedachten von Wallis bezalen, so dick das sich süget. — Were och, das dy vilgenanten, ein Herr oder lantlüte ze Wallis vnser, der obgeschribenen von Luccrn oder der zweyer lendern deHeins besunder bottcn yenent bedörfftint ze iren sachen, darzu söllent wir getrüwlich vnd früntlich schicken vnd Inen do helsfen nach >r nutz vnd ere, och nach der statt Lucern vnd der zweier lendern nutz vnd ere, ouch in irem kosten. — Es ist och eigellich bereit, das wir dy obgenanten von Lucern vnd dy zwei lender den vil gemeltcn Herrn vnd lantliiten von Wallis söllent vmb gelt lassen zugan vnd geben salz vnd allen kouff so wir Jnne haben mögen, vssgeuommen allerley korns, wie das genant oder geschaffen ist. Were aber das es deheinest als dürs wurdi, das wir, dy obgenanten von Lucern vnd dy zwey lender denen vorgeschribnen, einem Herrn von Wallis vnd den sinen verbutten, das si das saltz nieman ließin denn dien, dy vnser burger vnd lantlüte sint, das söllent si och tun vnd vnder Inen bekomm, das es also bestände vnd vorbehalten werde. — Es ist och clarlich bereit, da gott für allwegen sye, das vnser der vilgenanten von Lucern oder der zweyer lendcrn deHeiner der megenanten von Wallis vnser der vorgedachten burgern von Lucern oder der zweyer lendern dheinen liblos tetind, das gott all zit wende, da sol ma» vmbe den Todschlag richten in der statt oder in dem lande do das beschehen ist nach der statt oder nach des landes Recht förderlich an alles verziechen. Were och, da für gott lange zit sye, das der obgenanten von Wallis unser burgern von Lucern oder der zweyer lendern dheinen wundet oder der vnsern von Lucern oder der zweyer lendern (einer) der vil gedachten von Wallis dheinen wundeti, da sol der, dem der schad ist beschehen, ein Recht nemen von dem oder von dyen, dy im das getan hant, an den stetten vnd für dem Nichter do der selb sitzet oder hingehört, der angesprochen würt, vnd dem oder dyen sol man och förderlich richten nach Recht an verziechen. — Es ist och eigen- lich vnd sunderlich bereit, das wir obgenanute bischosf noch lnutlüt von Wallis, noch vnser nachkamen vns hin fürhin mit nieman verbinden söllent mit Eiden noch mit gelüpt, disem burgrecht vnd lantrecht ze schaden. — Mere ist bereit, so dick ein nüwer lantzherr ze Wallis bestctigct würt, wenne es denn den vielgeschribenen vnsern Mitbürger» vnd lantliiten von Lucern, ouch von Vre vnd Vnderwalden eben ist, so mögent sy ir botschaft her yn schicken, vnd also söllent der selbig Herr vnd wir die obgcmelte» von Wallis denn gemeinlich alle oder dy so von vns dar;» geornet werdent, mit volkomenem gewalt in vnser aller namen diß burgrecht vnd lantrecht ernüwern mit Eide» vnd mit allen sachen, so darum notturfftig ist, an all geuerde.' — Vnd dieser dingen aller ze einem waren vcstc» verkunt, so habent wir obgenanter bischosf vnser Regalien sigel, och wir von Wallis obgemelt yedes Zehenden ge- wonlich sigel, vnd wir obgeschribenen von Lucern, och von Vre vnd Vnderwalden vnser stat und der selbigen lender» sigel lassen hencken an discn briesf, der geben ist ze Sitten in dem schloß der Meyery an dem dritten dag Ju»>>, das ist des brachmanodes, in dem Jare do man zalt von der geburt Cristi vierzehenhundert und dry Jare." S4S. 10. Äugtt^l (am Nechstcn Sunncntag nach vnser srowen tag ze mittem Öligsten). Archiv Vbwaldett. V. Die Landlente gemeinlich des Livinerthales ergeben sich In Hand, Gewalt lind Schirm der Land' ammänner »nd Landleute von Nri und Obwalden. Beilage 4i5 Ii Urs »nd Obwalden reguliren ihre Verhältnisse zu denk Lande Livinen, das sie in ihren gemein- samen Schirm und in ihre Gewalt genommen haben. Beilage L. November 1403. 105 »4« 4^03, 17. November (Labliato xost Dthmari). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch Ii. lV2 I>, Tie von Ziirich erklären: Da die von Schwyz die Appenzeller zu Landleuten angenommen haben, ohne Eidgenossen Wissen und Willen, woraus „Kumber" bereits aufgestanden ist und noch vielfach zn Margen steht, und weßwegen die Eidgenossen und Zürich schon oft zusammen gekommen sind, und auch ^un Boten einhellig denen von Schmilz in ihrem Land öffentlich linker Augen gesagt haben, daß sie ihnen '"ige» Appenzells nicht weiter rathen und helfen wollen, als die geschworiieu Bundbriefe weisen; so vereinen sich heute die von Zürich, bei der Erklärung ihrer und der Eidgenossen Boten an Schmilz zu verbleiben, u»r mit gemeiner Eidgenossen Rath zu handeln, lind bei allfällig entstehendem Geschrei oder Geläuf, wenn urger oder Gast gegen des Raths Erkanntniß reden oder thun würde, solche an Leib und Gut strafen zu wollen. „Wir der Burgermeister, die Rät, die Zunftmeister vnd der Groß Rat die Zwei hundert Zürich bekennen: Als vnser Eidgnossen die von Switz die von Appenzell ze lantlllten genomen hant an der Eidgnossen wissent vnd willen vnd dz do von kumber vfgestanden ist vnd ze entsitzen ist, dz noch gross arbeit davon vfstan vnd komen möcht, har- umb dik vnd vil vnser Eidgnossen vnd och wir ze sament sint komen vnd do einhellenklich mit einandern ze Rat worden UM, dz wir dien obgenanten vnsern Eidgnossen von Switz von Appenzeller» noch von der fach wegen fürer nicht dein fen noch beratten sin füllen noch wollen, denn als verr die geschwornen Bundbrief wisent, vnd hant ouch dz all vnser ' "Vossen vnd ouch vnser erbere botten dien von Switz in ir land offenlich vnder ougcn !geseit. Herumb sint wir vif hüt bi enandern gesin vnd hant vns einhellenklich mit enandern vnderrett vnd geeinbert, wz vnser Eidgnossen vnd Per botten dien von Switz vmb die vorgeseit fach gefeit vnd geantwurt hant, dobi meinen vnd wellen wir beliben vnd vuch darzu meiner nut anders ze tund dann mit gemeiner Eidgnossen rat. Vnd wer aber dz deHein geschreij oder e lein gelouff keine, so sullent wir doch bi der vorgeschriebnen vnser erkanntniß beliben. Wölt aber Jeman, wer er ver, in vnser Statt ald davor, Burger ald Gast, wider dis fach vnd vnser erkantnuß reden oder tun ald schliffe getan mit Worten ald mit werchen, heimlich ald offenlich vnd dz kuntlich wurd, den oder die, so dz dann getan hant, sollent wir ün lib vnd an gut straffen, nach des briefs wisnng, so wir vnd alle vnser gemeind in dem Münster zu dem Jar zwü- Vknt sweren. Wir wellen vnd füllen ouch bi dien Eiden, so wir gesworn haben, enander getruwlich schirmen in dien fachen, an all widerred. Datum Lavdato xost Dtlimari anno clomiui >1" LLLL" ll'oroio. Abgedruckt Zell weg er, Appenzeller Urkunden Nr. IK0. »47 Zürich. 4^03, 18. November (Sonntag nach St. Othmar). Staatsarchiv Zürich. Burgrecht des Klosters Cappel mit der Stadt Zürich gegen eine jährliche Steller von fünf Pfuud Zürcher- 1ü»»inge je auf St. MartiuStag. Für weltliche Streitigkeiteil anerkennt das Kloster die Jurisdiction des Burger - er» und Raths von Zürichs, die Competeuz der geistlichen Behörden in geistlichen Sachen wird vor- "ehalten. G. Meyer von Knonau, Ncgesten von Cappel Nr. 27ö. »48. 4>403, 3. Docember (Montag vor Nicolai). Archiv Winterthur. Zürich berichtet dem Schultheißen von Winterthur, was es auf dessen Veranlassung bei seinen Eid- ^ "Ahn voll Schmilz behufs Herbeiführung etiles Waffenstillstandes zwischen dem Abt von St. Gallen lind n> s s^^ellern gethau habe. Schwpz sei geneigt die Appenzeller zur Eingehung eines Waffenstillstandes unen Monat zu verhalten, während dessen dann um den Friedeil getagt werden könnte. Abgedruckt bei Ze Ilwegcr, Appenzeller Urkunden Nr. KU. 14 10« April 1404. T4S Zürich. 23. April (an Saat Jörgentag). Staatsarchiv Zürich. In Beisein der Voten von Bern Johannes von Mulern und Peter Nieder, Solothurn Jacob D»öl> und Lucern Rudolf von Root, vermitteln und befrieden Johannes Ströli, Bürger zu Ulm, Walther Paulus, Bürgermeister von Biberach, Heinrich Meist und Jacob Glenter von Zürich, von ihren Städten dazu P- ordnet und von den Parteien als Schiedrichter angenommen, die Kriege und Steitigkeiten zwischen de» Reichsstädten um den Bodensee, Constanz, Ueberlingen, Ravensburg, Lindau, St. Gallen, Wangen, Buchhor» und den Städten im Allgau, Memmingen, Kempten, Jsnp und Leutkirch einerseits, den Landleuten von Appenzell und den dazu gehörigen Thälern, sowie den Landleuten von Schwyz, welche den Appenzellem ihres Landrechts wegen im Kriege beholfen waren, anderseits. Die Parteien versprechen für sich und alle ihre Helfer und Diener, die Reichsstädte insonderheit auch für die Stadt Wpl im Thurgau, die mit Const»»5 verburgrechtet war, Allein statt zu thun, was die Schiedrichter erkennen, l. Da der gegenseitige Schade» nicht ersetzt werden könnte, so soll jede Partei den ihrigen an sich selbst tragen. 2. Unbeschätzte Gesänge»' werden beiderseits freigegeben. 3. Jedermann soll wieder zu seinen Gütern kommen, seien dieselben Enge», Erbe oder Lehen, der Besitzstand vor dem Kriege wird diesfalls hergestellt. 4. Gichtige Geldschulden solle" bis St. Maxtinstag nächsthiu bezahlt werden; seither soll niemand den andern darum schädigen. Bei »»' gichtigen Schulden soll der Kläger den Angesprochenen vor dem Nichter seines Wohnorts suchen; im F'A der Rechtsverweigerung mag er sein Recht suchen, wo es ihm füglich ist. K. Der freie Zug mit Leib »»" Gut von einem Theil zum andern wird gewährleistet, doch soll der Ziehende dein Herrn, unter den er zieht, dienen und gehorsam sein, wie dessen übrige Hintersassen. 0. Wenn einer ab seinein Lehen gezogen ist u»d es nicht wieder beziehen will, so mag der Lehenherr, ungehindert von ihm, dasselbe neu besetzen. 7. Ke>» Theil soll die Feinde des andern aufenthalten oder ihnen Vorschub leisten. 8. Der Abt von St. Galle», dessen Gotteshaus und ihre Helfer und Diener, mit Ausnahme derer von Wyl, sind in dieser Vereü» barung gänzlich ausgelassen; die Städte sollen weder gemeinlich noch sonderlich dem Abt und dem Gottes- Haus in diesem Kriege beholfen oder berathen sein. 0. Wenn über diesen Spruch und Frieden zwischen de» Betheiligten Mistverständnisse entstünden, so soll desthalb nicht Krieg erhoben, sondern den Rüthen der Stäb» Ulm, Viberach und Zürich davon Kenntnist gegeben werden, damit innert Monatsfrist die vier Schiedrichb» wieder nach Zürich beschieden werden, um nach Anhörung der Parteien über den Streit endgültig zu entscheide»- Abgehende unter den Schiedleuten sollen durch den Rath ihrer Stadt ersetzt werden. Es siegeln die vier Schi'^' Achter und die Städte Constanz, Neberlingen und St. Gallen im Namen der beiden Städtebünde um de» See und im Allgau. Pergamentene Urkunde nnt sieben anhängenden Siegeln, abgedruckt Tschudi I. 618. Zellweg er, App. Urkunden, Nr. TSV. Bözliugeu. «. Juli. ülrchiv »ri. Landamman und Landleute von Nri mit Voten von Obwalden halten Gericht über Hans Schndicü vormals Nichter in Livinen, wegen der Verwaltung seines Amtes. Juli 1404. 107 ..Allen den. die disen brief an sehent oder hörent lesen künden wir der Landam.nan vnd ^ Lantttit genwiMich Z- Vre ond veriel.en offenlicl. mit d.se.» ! brief: AlS wir Hans Schud.er, vnsern lantmann, vor z.ten ze einem Achter ll-no.nen vnd d° hin g n Leventin gesetzet hatten, ze richter. vnd wir vnd vnser j ^t»nossm von Vnderw^ Waid vnser erber bo schaft mit im dahin santtet. na.nlich von vnserm ande Arnolt von S H»" ' Ob . W-r ! der Frowen. Jost Huser, Jennin Snbel vnd J-nni Knuttin vnd vnser E.tgn°ssen »«d-rwa^ d°s Wirtz. Annnan do st.bch Clausen von Niidli. Heinrichen j von Znben, Jonen von nnsers Heisens wegen dohin snren vnd die eide In namen von v°rgena„ten von L v t.n vnd ° d ' g-nanten Hans Schndler en.pfalen vnd einen eid gaben als man gewenl.ch N.chter e.nen g . Z r sott nach den. rechte so serre vnd er > sich verstünde, dem armen als 1>cm r.chen vnd dz n.t ze lasen durch Neb. durch le.t, durch forcht „och durch hass. durch n.iet noch durch miet > wann noch durch enhein Vtt.d als ab„ ^ »nd für die won Vnderwalden ob den. wald etwz klagt ka.n. wie dz der vorgenante Hans Schnwr - v erw h ^ ^ . r r, von Silenon vnd die von Vnoerwalven ^laui ^ ^ ^ 2.' i.:.? W x ÄS.-- ^ g-'mssen si Jme eine» genanten Lon ze geben. Des wolt do der vorgenant Hans Schud.er ' "^r s^dz^ der eit also geben wäre, es wäre denne, dz der vorgenantcn bottcn deheiner ze .n lei igc, s . Tcs sprachen die vorgenanten > vnser vnd der von Vnderwalden bo.ten der mcrte.l, '^r e d vnd wö-ti» dz °uch behau bi ir eide. dz si nnt anders wnssetin. Des erlies, si j der v°7'7»t Hans Sch. er d «de vnd gcloubte Inen, dz Im der eit also geben wäre. Des wart aber do kuntl.ch for viw. z .r v ^ erkunden ^wz s vberfarn vnd gut gcnomen hatte, so fill, dz vnS dücht, dz er sine», c.t Ze "rz ^ ^ an 'v>r uns, dz wir In vmb s die übergriffe von allen vnsern gcrichten vi. . a cn g0^ es deheincm lnnt- vnserm gericht nie,»an schad noch gut sol sin vnd dz "^«'er mc ! aran w. er °n.^ ^ an einigen leit spe oder darwider syc, vnd sol er noch s.n f , ^ m i,i.f oder Nat darzu geben "och nicman, weder srömdcn noch heimschen, wer zu disen sachcn gangen o ei . ^ ,^ch mit gericht ' l°l er sich vcrruft han für einen schädlichen man. Vnd j des z " nssvnlick. ! aekenkt an disen brief, der vorgeschribner dinge vnd sachcn, so haben wir vnsers landcs gcmcm Inges g st 1 >g S'ben ist Setzlingen an der gand vf den. ersten snnnentag in Howenmanet. .„ dem Jar do man zalt Cr.,., gcburt j fierzenhnndcrt vnd ficr Jar." Pergamentene Ml.mde NN. anhängendem Landeösieget v°» llri (abgesallen,. TS» 13. Oetober (Montag vor St. Gallentag). Archiv Tchwyz. "b ^ Bürger vou Zug die von Lncern und andere Cidgenosseil gemahnt hatten, die von Aegeri, Um js. weisen, daß sie die Stadt Zug an ihren Rechten nnd Freiheiten, sowie ^äßt^> Briefe nnd ihr Jnsiegel bleiben lassen sollen, wie sie in den Bund gekommen, ^ue.ui ail Schmilz die bnndesgemaße B.'ahnnng, sich den tibrigen Eidgenossen anzuschließen, nm die 108 October 1404. genannten vom äußern Amt zu Zug anzuweisen, die Stadt bei ihren dießfälligen Rechten und bei der Ausbewahrung des Panners, der Briefe und des Siegels zu lassen oder aber darum Recht zu nehmen vor de» Eidgenossen von Städten und Ländern nach Sage der Bundbriefe. Abgedruckt im schweizerischen Geschichtsforscher X. 251. 252 22. October (Mittwoch nach St. Galt). Archiv Schwy». Der Burgermeister, die Räthe und die Zweihundert von Zürich mahnen Landamman und Landlcute von Schwi>z, die jetzt vor der Stadt Zug liegen, mit Berufung auf die Bünde, nach eidlicher Erkanntnisi, unverzüglich und ohne Schädigung aus dein Felde zu ziehen und Zug nach Weisung der Bundbriefe bleiben zu lassen, zumal dieses den Eidgenossen „alweg gern gehorsam were" und Schwyz der Eidgenossen Boten geantwortet habe, es wolle ihre Mahnung an seilte Gemeinde bringen und auf nächsten Samstag Antwort geben. Abgedruckt im schweizerische» Geschichtsforscher X. 253. 253 Beggenricd. 7. November (Freitag vor St. Martin). Tschlidi! Chronik I. S2Z-S20. Einundzwanzig Boten von Zürich, Lucern, Uri, Ob- und Nidwalden sprechen um den Ueberfall der Stadt Ztlg durch die von Schwyz, verfallen letztere in eine Geldbuße von 1000 Gulden an die Kriegskosten und die Beschädigteit und heben dereit Gewalt über die Stadt Ztlg und die Landrechte mit den LandleuteN des äußern Amts voll Ztlg auf. Das Original ist nicht mehr vorhanden, siehe darüber Amtl. Sammlung der ältern eidgenössischen Abschiede, Bd. II. 26. 27. 28. 33. „Wir Johans Meyer alt Bürgermeister, Jacob Glcnter, Hans von Egre, Hans von Rüti, und Rudolf Trinckler, Bürgel der Statt Zürich, Heinrich von Wyssemvegen Amman, Rudolf von Rot, Hartmann von Stans, Johans von Dierikon u»d Burckard Egerter, Burgere der Statt Lucern, Johans Rot, Ammann, Walter Buler, Hans Gering, Johans Scheitler u"d Hans Subel, Landlüt ze Ure, Johans Wirtz Ammann, Claus von Rütli, Claus Burckart und Heinrich von Zuben, LandliÜ ze Unterwalden ob dem Kernwald, Claus Sultzmattcr Ammann, und Arnold von Steinen Landmann ze Unterwalde" nid dem Kernwald, thund kund allen den (die) diesen Brief ansehend oder hörend lesen. Als unser gut fründ und lieben Eyb- gnossen der Rat und die Burger gemeinlich der Statt Zug ze einem Teile, und die von Barre, von Egre, und ab dem Berg, und die andern gemeinlich von dem ussern Ampi ze Zug zu dem andern Teil, etwas Stoffen und Mißhellung mit einander" gehept Hand, von deßwegen, das; die jetzgenanten von Barre, von Egre, und ab dem Berg meintind, si soltind Jr Panner, N Jnsigel und Briefe unter Inen selber ouch versorgen, als wol, als die in der Statt Zug. Darwider aber die von Z"b redtend, und sprachend, si wärind von Alter also herkommen, daß si die Panner und Jr Jnsigel und Jr Brief in Jr St"Ü beHaben und versorgen soltind, und getrüwetind, man liesse si ouch dabi bliben, und woltend ouch die vorgenanten Burg^ von Zug dien vorgenanten unfern Stetten und Ländern, und ouch unfern Eydgnossen, dem Ammann und den Landtliite" von Schwitz, vmb die vorgeseiten Stöß und Mißhellung haben getruwet on alle Gedinge nach der geschwornen Pundtbrieft" Wisung, daß aber die in dem ussern Ampt nicht tun, und darum unser bett noch unser manung nit gehorsam sin woltend, wann daß die egenanten Burger von Zug die vorgenanten unser Stett und Länder, und ouch unser Eydgnossen von Schw^ mit Jr Batten oder Briefen mantend, nach Wisung unser geschwornen Pundtbriefen, daß si die egenanten von Barre, v"" Egre, ab dem Berg, uud von dom ussexn Ampt darzu wißtind und hieltind, daß si ouch gemeinen Stetten und Länder" dcl November 1404. 109 Sachen und Stoffen so si mit Inen hettind, getruwetind und gehorsam wärind o» alle Gedinge nach tut der geschwornen Pundtbriefen; daruff si ouch gcmant wurdint oon den obgcnanten unsern Stetten und Ländern mit Kotten und briefen drß si ußgiengind als vorstgt. Aber die vorgenanten unser Eydgnossen von Schwitz woltend si umb die Sachen nit manen noch wisen, daß si gehorsam wurdint, darüber daß dieselben von Schwitz mit erbern Kotten und mit briefen von unsern Stetten und Ländern gemant wurdint, daß si mit uns einhellig wurdint, die vorbenemptcn usser dem ussern Ampi ze manende und ze wysende, daß si dien Eydgnossen umb die Sachen und Stöß gehorsam wärind und getruwetind nach der geschwornen Pundtbriefen Wisung on alle Gedinge, als ouch der Rat und die Burger von Zug geton hettind. Vnd über dise manung so zugend die vorgenanten unser Eydgnossen von Schwitz und die in dem ussern Ampi mit Macht für die eegenanten unser Eydgnossen von Zug und für die Statt bi Nacht, one der vorgenanten unsrer Stctt und Ländern müssen und willen, und überficlend si ungewarnter dingen, daß si-sich nicht wüßtind vor Inen ze hüten, und schädgetend si hertigklich und übel an Jr viche und an anderm Jrem gute, und trungend si, daß si Inen müßtend geloben und verheissen, Jrer Sachen und Stoffen, so si nnt dem ussern Ampi hettind, uff si ze kommen und Inen darumb gehorsam ze finde, on alle geding, was si darumb sprechind, daß si ouch dabi beliben soltind. Si namend ouch daruff die vorgcnant Statt Zug inn und besatztend die mit dien Iren, darüber si darumb noch darzu kein Recht nit hattend, stirer dann ander Eydgnossen. Ouch hattend die vorbcnampten von Schwitz unser der vorbenampten Stetten und Ländern Kotten, die zu Inen gesandt wurdend, si ze betten und ze manende, daß si die usser dem ussern Ampi hulffind wysen, daß si dien Eydgnossen umb die Sachen und Stöß getruwetind, und gehorsamb wurdint als vor bescheiden ist, vor der getät dryer oder vierer Tagen, als si die von Zug Überfielend und die Statt innamend, versprochen und mit Inen gcredt, si weltind darnach an dem nächste» Sambstag mit Jrer Gemeinde darumb Antwurt geben. Soliche Sachen und Ubergriff, so die obgenanten unser Eydgnossen von Schwitz und die usser dem ussern Ampi an dien eegenanten Burgern und der Statt Zuge, die doch in dien geschwornen Pundtbriefen verschriben und begriffen sind, vut allen Stucken und Gedingen als ander Eydgnossen, wider Recht begangen und getan Hand, warcnd den obgenanten unsern Stetten und Ländern vast unlidig, und ducht si, daß die fachen und ubergriff aller Eydgnoßschafft nit nutzlich »och Mich wärind. Und schicktend daruff unser Stett und Länder Jr erber Batten mit vollem Gwalt gen Luccrn in die Statt, sich o mit einandern ze underreden und ze Rat werden, was zu den fachen und louffen ze tun wäri, daß die Eydgnossen bi l^ren und Jr Pündtnuß beliben. Und under andern dingen wurdcnt die Batten mit dien von Luccrn und si mit Inen ze Rat, daß si ein crber volck tzen Zug schicktend, und namend ouch dieselbe Statt zu der vorgenanten unser Stetten und Ländern Hand inn und besatztend ouch die ze gemeiner Eydgnossen Händen von Jr heissens und befelchens wegen. Uff dieselbe Zit wurdent der vorgenanten unser Stetten und Ländern botten und die von Lucern mit Inen ein- hclligklich ze Rat und kamend des übcrcin, daß jcgklich Statt und Land mit Jr volck und macht zesammen zieche» und kommen sollind gen Steinhusen in das Dorff und dann da alle mit einandern ze Rat werden, was fürer in den Sachen zu tun wäre. Das Volck kam also mcchtigklich zesammen, von unsers Herren Gnaden, gen Stcinhusen, und wurdent dann mit einandern in ein, fürbaß gen Barre in das Dorff ze ziechende und aber fürer zu den löuffcn und sacheu zedenckende, daß man w vorgenanten unser Eydgnossen von Schwitz und das usser Ampi darzu hielti und wyßti, daß si den Eydgnossen gehorsam wann unser Stett und Länder enforchtend von solchen brächen und infällen Zerstörung unser Eydgnoschafft, das ott lang wende; und also zugend unser Stett und Länder mit einandern gen Barre. Do kamend die usser dem ussern Ampi für si und schwurend umb die Stoffe und Sachen, so si mit dien Burgern von Äug hattend, und umb die Ubergriff, so si an Inen getan und Überfarn Hand, Inen darumb gehorsam ze finde. Und so unser lüte von Stetten und Ländern also bi einandern sind, do kamend der fürsichtigen, wisen, unser guten «rund und lieben Eydgnossen dcro von Bern, von Soloturn und von Glarus erbern wysen botten zu Inen, batend si mit ^ost flisstgklich und fründlich, daß si Inen vcrhengen und gunnen weltind, zwüschend Inen und unsern Eydgnossen von chwitz in dien Sachen und Stösscn ze reden, ob si mit fründschasft vertragen möchtind werden, daß davon nit größrer Schad ufsentstünde. Und durch Jr ernstliche Bette willen und von Jr getrllwen fründlichcn arbeit wegen, die man von Inen fach und marckt, die si hattend, wie si die fachen zu gutem bringen möchtind, dy ward Inen gunnen, darundcr ze reden und ze suchen was si das nützist darzu dücht. 10 November 1404. Also kertend st zu dien vorgenanten unser» Eydgnossen von Schwitz und kamend wiederumb zu den lüten vozi unser» Stetten und Ländern in das Höre, seitcnd da, das! si an unscrn Eydgnossen von Schwitz funden hcttind, daß st denselben unsern Stetten und Ländern ald dien Batten, so si darzu ordnetind und schicktiud, von der Ungehorsami (als si unsern Stetten und Ländern in dien Sachen nit gehorsam noch gevölgig sin woltcud,) und von der Übergriff wegen, so si an den vorgcnanteu von Zug getan Hand, als vorgeschribeu stat und nützit ußgenommcn, on alle fürgedinge getruwcn weltind, weß sich dieselben Stett und Länder oder Ire Kotten, die si darzu schicktiud, gemeinlich oder der Merteil under Inen erkantind und sprechind nach der geschmornen Puudtbriesen wysung, dem weitend si gnug tun und das vollfiiren bi den Eydcn, so si Jrem Land geschworen hettind. Und wo man ouch umb die Sachen sprechen wclt, daß man Inen denselben Tag vcrkündti, so wellind si Jr erberu Bottcu mit vollem Gewalt ouch dahin senden und unscrn Stetten und Ländern oder Iren Kotten Spruchs und Erkantuuß so darumb gesprochen wurd, warten und gcntzlich vollfiiren, als vor stat. Und batend der obgenantcn unser guten Zründen und Eydgnossen von Bern, von Solotorn und ron Glarus Bottcn unser Stetten und Länder aber trungen- lich mit allein Ernst, daß si von den genanten unsern Eydgnossen von Schwitz damit ein Benüge» hettind und mit Jrem Volck wider heim zugiud. Und durch der obgenantcn unser Eydgnossen von Bern, von Soloturn und von Glarus flißiger Bette und ouch darumb, daß die vorgenanten unser Eydgnossen von Schwitz jewelten vcrnampt erlich biderblüt gewesen und noch hiit ditz tags sind und ob Gott null jcmcr sin söllind, und wir und si ewigklich zu einander» verbunden sind und daß si aller Eydgnoschafst trostlich und hilslich sin mögend, habend unser Stett und Länder angesehen und namcnd die Sachen und Berednuß also von Inen uff. Und inachtend darumb gemeinlich, als si noch zu Barr uff dem Veld bi einander» warcnd, einen benampten Tag gen Bezgenriet und verkündcnt ouch denselben Tag dien von Schwitz und sollend ouch die eegenanten unser Stett und Länder Ire Bottcn zu dien Sachen uff den Tag gen Beggenried senden, mit ganzem vollem Gewalt, die Sach und Übergriffe für Hand ze nemmcn und si ze richtende und darumb zesprechende, nach der geschwornen bliesen wysung. Und also sind wir von den obgenantcn unsern Stetten und Ländern ußgenommcn, gewißt und gesendt mit vollem Gewalt gen Beggenried uff den Tag, den si dahin gemacht hattend, daß wir zu den fachen soltind sitzen und darumb richten, und sind ouch zu dien fachen gesessen, wollend ouch umb die Sachen und Ubergriff gerichtet haben, als uns unser Eyd und Ere gewußt hette, nach Lut und Sag der geschwornen Pundtbriefen. Und embuttend ouch unscrn Eydgnossen von Schwitz, hettind si Innen Brief und Kundschafft, daß si mcr Rechts zu dien von Zug hcttind, dann ander Eydgnossen, daß si die für uns brcchtind, gabend Inen ouch darumb Tag, harumb brachtend si kein Brief noch Kundschafft für uns. Do kamend aber der eegenanten unser lieben Eydgnossen und guten fründen von Bern, von Soloturn und von Glarus erber wisen Batten und battend uns friindlich mit allem Ernst, flißigklich, daß wir die Sachen miltigklich für Hand nemmind und si richtind, nach der Minne darumb sprechind; und versprachen!) die vorgcnantcn Batten von Schwitz alle, so uff denl Tag warend für sich und Ire Lantlüte, unsren Sprüchen und Erkantnussen, so wir alle oder der Merteil under uns dann darumb tun wurdint gnug ze tunde und die ze vollfürende und ußzerichtende, als vor ge- schriben stat. Und also habend wir zum ersten ußgcsprochen und uns cinhelligklich erkennt, daß die vorgenanten unser Eydgnossen der Ammann und die Lanilüt von Schwitz die Brief, so si von dien von Zug inHand, die andern Eydgnossen ouch zugehörend, ze stund haruß geben sollind, ußgenommcn den geschwornen Pundtbrief. Do gabend ouch die Botten von Schwitz ein Brief und sprachend, si hettind keinen mer, der den Eydgnossen von dero von Zug wegen zugehörte. Wir Hand ouch gesprochen und uns cinhelligklich erkennt, daß die vorgenanten unser Eydgnossen, der Lantammann und die Lantlüt genierlich ze Schwitz und alle so Jrohalb zu der Sach gehofft sind, der vorgenanten unser Stetten und Ländern, aller Jrer Bürgern und Lantlüten und aller deren so zu Inen oder uns gehörend, und dero so mit uns und mit unsern Stetten und Ländern gezogen und uff dem Velde bi uns warend und besonder denen von Zug und aller dero, so zu diensclbcn von Zug und in Jr Ampt gehörend und die Jrohalb zu der Sachen gehafft sind.nieman ußgelassen von diser Sach und Ufflöuffen wegen, wie die uffgeloffen und vergangen sind, Jr sige gedacht oder nit, lutcr gut fründ sin sollend, nu und hernach. Und ensüllend si noch die Iren, als vor bescheiden ist, niemand so hievor benampt sind, hinnethin von diser vor- geschribnen Sachen und Löuffen wegen nit bckümbern noch bekrencken mit wercken, noch mit deheinen andern Sachen, heimlich noch offenlich in deHein Mise. Harzu ensüllend die obgenantcn von Schwitz, noch die Iren, si alle, noch Jr keiner besonder, die vorgenanten Burger von Zug, Jr Ampi, noch die, so Inen zugehörend, si alle noch Jrn keinen sonderlich hinnethin nit mer twingen noch bckümbern, mit deheinen Sachen noch Dingen, wann daß si si sollend lassen bliben bi den gschwornen Puntriefen, als si mit November 1404. dien Eydgnossen darinne begriffen und verschrieben sind. Ouch Hand wir gesprochen und uns erkennt, das; die vorgenanten von Schwitz dien vorgenanten von Zürich, von Lucern, von Uri und von Underwalden geben und ußrichten sollend tusend Guldin, je 20 Plapphart für ein Guldin, für den Kosten und Schaden, so st gehept Hand von Söldnern und ander» Sachen wegen und ouch uff die Zil und mit dien Gedingen, als der Brief wiset, der darumb versiglet ist, on alle Gnad, und sol man Inen desselben Gelts nützit schencke» noch saren lassen, in keinen Weg. Und wenn Inen die 1000 Gulden also bezalt und gewert sind, so füllend dann die vorgcnanten Stett und Waldstctt dien von Zug von dien tusend Gulden geben und ußrichten sechshundert Guldin an den Schaden und Kosten, als si von dien von Schwitz und den Iren an Jrem Gnt geschädigct sind, und füllend dann die von Zug das Gelt teilen under die, so geschädiget sind nach marchzal, als si des von den obgenanten Stetten und Ländern geheissen und underwyßt werdent. Doch sind die, so in disen Löuffen wider die von Zug gewesen sind, in disem Stuck usigelassen, si sigind Jr Bürger ald si gehorind sunst zu Ine». Hierinne ist Heinrich Engelhard, jetz wonhafst und Bürger in Zürich usigelassen; was dem genommen ist, es sigi Viech ald ander Gut, als die von Schwitz die von Zug Überfielend, und er bi sincm Eyde behept, daß er des Schadens genommen hat, das sollend die obgenanten von Schwitz Imme gentzlich und unverzogcnlich geben und ußrichten. Wir sprechend ouch und habend uns erkennt, welche dero von Schwitz Lantlüt, ald die zu Inen gehörend, geschädiget sind von dien Etzdgnoffe», von dien von Schwitz, ald von dien von Zug, die sollend die vorgenanten von Schwitz abtragen, one Widerred. Aber sprechend wir, welche die vorgcnanten von Stetten und Ländern jetzo gestrafft Hand oder furbaß straffen wur- dint, wo die sind gesessen und dero von Schwitz ingesessen Lantinann nit sind, entwichend die hinder si in Jr Land ald in Jr Gepict, ald si werind Jro dckeincr jetzo also hinder si gewichen, die, noch denselben sollend si nit schirmen, in dchein wise, wann daß si die, oder dann die obgenanten Stett und Waldstett gebessert Hand oder noch bessern werdint, sollend hetsfen wysen und darzu halten bi Iren Eyden, als verr si mügend, daß si der obgenanten Stetten und Ländern Erkantnuh, so si ald Ire Botten über si getan Hand oder furbaß tun wurdint, gehorsam werdint und Jrcr Erkantnuß und Sprüchen gnug lügind. Wir sprechend ouch, welche in dem Ampi ze Zug gesessen sind und darin gehörend, si sigend ze Schwitz Lantlüt oder nit, die füllend dienen und mit allen Sachen gehorsam sin einem Ammann und den; Rat ze Zug, als ein andrer der da gesessen ist und si von Alter har getan Hand. Hand ouch die von Schwitz in dien Löuffen von dekeiiien usser dem Ampt Ze Lantlüten genommen, die stillend si sines Eyds und sines Gelüpt ledig lassen. Si sollend ouch hinnethin Jr keinen nit wer ze Lantmann nemmen noch empfachen, dann dien von Zug und dem Ampt unschädlich, Jr dekeiner welle sich denn in Lantmarchen züchen. Und darzu sprechend wir und habend uns des einhelligklich erkennt, wäre, daß die obgenanten von Schwitz, si all oder Jr keiner besunder, ald die so zu Inen gehörend, disen vorgeschribnen unfern Spruch und unser Erkantnuß mit allen Stucken und Gedingen, so an disem Brief geschriben stand, si alle oder Jro keins besonder überfurind und nit statt hieltind und si mit srefnen Worten oder wercken nun oder hienach brechind und deß vor der ccgcnanten Stetten und Ländern Botten, die si dann barzu schicken wurdint, kundlich gemacht, und mit erbcrn lüten, daß si all ald der Merteil unter Inen buchte, daß es wol be- wißt wäri, die oder den, so denn des übersaren und gebrochen Hand, sollend die vorgenanten von Schwitz unverzogenlich umb bke Sachen und Fräfni straffen, als man fridbrech lüt billich straffen soll. Tätind si das nit, so füllend dieselben ^ridbrecher und Ungehorsamen den obgenanten Stetten und Ländern (mit) Lib und Gut sin verfallen und darzu Meineid und Erloß sin. Und wo die oder den, so also übersaren Hand, dann die obgenanten Stett und Länder, si alle oder Jr jekliche besunder ergrif- fend und erlangend, so füllend si dieselben erlosen an Jr Lib und Gut straffen, so verr si mögend, bi dien Eyden, so si Iren Stetten und Ländern geschworen Hand, in solcher Maß, als man ein Meineiden verschulten Mann, dem umb ein Missetat sin Lib aberteilt ist, büssen und straffen soll, on alle Widerred. Und darüber ze einem waren stäken vesten Urkund, so Hand wir die vorbenämpten Johans Meyer, Jacob Glenter, Hans von Egre, Hans von Rüti, Rudolf Tringkler, Heinrich von Wyssenwegen, Rudolf von Rot, Hartman von Stans, Johans von Dierickon, Burckard Egerter Walter Büler, Hans Gering und Claus von Nütli unser Jnsigeln offenlich gehengt an disen Brief, ze Gezügknuß aller vorgeschribnen Dingen. Aber ich Johans Rot, han min Jnsigel für mich und für Johan- se» Scheitler und Hansen Subel durch Jr Bette willen offenlich an disen Brief gehcngt. Ich Johans Wirtz han aber min Jnsigel für mich und für Clausen Burckart und Heinrich von Zuben durch Jr Bette willen öffentlich gehengt an diso» Brief, und han aber ich Claus Sultzmatter min Jnsigel für mich und für Arnolden an Steinen durch siner Bette nullen gehengt an disen Brief. Darunter die jetzgenanten Johans Schettler, JohanS Subel, Claus Burckard, Heinrich von Zuben und . e Uold von Steinen uns bindent, wann wir nit Jnsigele hattend, ze verzieht und ze gezügknuß diser Dingen. ' er ge >en ff an dem nächsten Frytag vor Sant Martinstag, do man zalt von Christus Geburt 140ä. Jar. 112 November 1404. Wir der Bürgermeister, die Rät und Bürger gemeinlich der Statt Zürich, der Schultheiß, die Rät und Burger gemein- lich der Stat Luccrn; der Ammann und die Lantlüt gemeinlich ze vre, die Ammann und die Lantlüt gemeinlich ze Under- walden jetivedern halb den Kernwald bckeinend und verstehend offenlich, daß die vorgenanten unfern Stetten und Ländern Botten den vorgeschribnen Spruch, mit allen Stucken und Articklen so darum begriffen sind, von unser aller ernstlichen Heissens, Empfelchcns und Wysens wegen getan und gesprochen Hand, und darumb so habend wir ouch uns alle einhelligklich erkennt und meinend und wellend, daß derselb Spruch mit allen sinen Puncten nu und hienach war und stät beliben »nd nnt enkeinen Sachen weder gemindert noch gemeret soll werden, bi den Eyden, so wir unfern Stetten und Ländern geschworen habend. Und wäre daß jemand, wer der wäri. den vorgeseiten Spruch überfur und nit stät hielt, an uns den vorgenante» Stetten und Ländern gemeinlich oder an dekeinem nnder uns besunder, ald an jemand der zu uns gehört, wenn wir des von der Statt oder von dem Land, an dien je dann gebrochen und überfaren ist, ze Tagen gemant werdent, so füllend wir unver- zogenlich bi den vorgenanten unfern Eyden ze Tagen kommen an die Stett und zu den Tagen, als wir je dann gemant sind, lind sollend da dann die Batten, die wir usf denselben Tag schicktend, Gwalt haben, sich zu erkennen, daß den oder dien, a» dien dann überfaren und gebrochen ist, gehulffen werd, daß Inen der Schad und die Frefui »nverzogenlich bckert und abgeleit werd, noch diß Spruchbriess Sag und Wysung. Und hierüber ze einer stäten Sicherheit und waren und vesten Urkund aller vorgeschribnen Dingen, so habend wir dien vorgenanten Stetten und Landen, Zürich, Lucern, Ure und Underwalden unser Stett und Länder gemeine Jnsigel offenlich gehengt an disen Brief, der geben ist an dem Tag und in dem Jar, als vor geschriben stat." Dazu gehört noch folgende Notiz des Zürcher Raths- und Richtbuchs XI. 162 U: „Als gemeine Burger mit der Statt Paner gen Barre zugent vnd man aber ruft, dz jederman züchcn sölt bi lip vnd gut, dar vbcr sint dis nachgeschriben hie heim an vrlop beliben vnd sint och geschehet als och hie nach ist geschriben l" (Es folgen 7 Namen mit ihrer Buße, die höchste ist 3 Mark.) S54. Zug. 17. November (Montag nach St. Othmar). Archiv Zug. Die Boten von Zürich, Lucern, Uri und Unterwalden sprechen gegen das äußere Aint Zug, daß Patt- »er, Siegel und Briefe in der Stadt Zug verwahrt werden sollen: „Allen den di disen brief anscchent oder hörent lesen, Künden Wir Johans Meyer Alt Burgermeister, Jacob Glc»- ter, Rudolf Kilchmatter, Johans von Egre, Johans von Rüti, Rudolf Trinkler, Burger der i Stat, Zürich, Heinrich von Wissenwegen Amman, Rudolf von Rot, Melaus Koufman, Hartman von Stans, Johans von Dierikon, burger der Stat Lucern, Johans Not Amman, Walther Büler, Johans Gerung, Johans > Scheitler, Johans Subel, Landlüte ze Vre, Johans wirtz Amman, Niclaus von Rütli, Heinrich von Zuben, lantlüte ze Vnderwalden ob dem kernwald, Niclaus Sultz- matter Amman vnd Arnolt an Steinen, Lantman j ze Vnderwalden nid dein kernwald, als vnser guten frunt vnd liebe» Eitgnosscn der Rat vnd die burger gemeinlich der Stat zu Zug zu einem teil, vnd die von Barre, von Egre, ab de>» Berg, vnd die andern gemeinlich s von dem vssern anipt Zuge zu dem andern teil. Etwas Stöfs vnd missehellung »üt einander gehöbt hant von des wegen dz die jehgenanten von Barre, von Egre, ab dem berg vnd von dem vssern ampt meintent, st söltent ir Paner, ir Jngesigel ^ vnd brief vnder Inen selber ouch versorgen, als wol als die in der St»t Zug, dawider aber die von Zug rettent vnd sprachent: Sie werent von alter also her kamen, dz si die paner, ir Jngesicstl vnd brief inen Ir Stat beHaben vnd versorgen söllent, j vnd getruwet inen, man liesse si ouch da bi beliben, vnd wol- tent ouch die vorgenanten burger von Zug, dien vorbcnanten vnsern Stetten vnd lendern vnd ouch vnsern Eitgnossen dein Amman vnd Landlüten ze Switz vmb die vorgeseiten Stöfs vnd misse- > hellung haben getruwet, vnd hant ouch getruwet an alle ding nach der geschwornen buntbrief wisung, das aber die in dem vssern Ampt nicht tun vnd dar umb vnstr bette noch vnser manung nicht gehorsam sin woltcnt, j z^ond die egen. von Zug, die vorbenanten vnser Stett vnd lender vnd ouch vnser Eitgnosscn von Swih mit Iren botten vnd briefcn mantent nach wisung vnser geswornen buntbriefe», dz si die obgenanten von Barre, von Egre, ab dem j Berg vnd von dem vssern Ampt dar zu wistin vnd Hieltend, dz si oust gemeinen Stetten vnd Lendern der Sachen vnd flössen, so si mit dien von Zug hettint, getruwetint vnd gehorsam werind an alle gcding nach lut der ge- j swornen briefen, als ouch si getan hant, das aber die von Switz von der von Z»6 noch von der obgenanten Stetten vnd Lendern Bette noch von Ir Manung wegen nicht tun woltent; Vnd dar über st November 1404. UZ fugend die vorgen. vnser Eitgnossen von j Switz vnd die in dem ussern Ampi mit Inen, mit macht für die egen. vnser 'ngnossen von Zug vnd für ir Etat bi nacht ane der vorgen. vnser Stetten vnd lendcrn müssende vnd willen vnd " kr vielcnt si vngewarnotcr ding dz j si sich nicht wissent vor Inen ze hütend, vnd schadgotend si hertenklich vnd vbel "n ir vich vnd an andern, Jrem gute, vnd twungent si dz si dien von Switz mustcnt geloben vnd verheissen Ir fachen nnd flössen so si mit dem s usserm ampt hettind vff si ze komment vnd Inen dar umb gehorsam ze finde an alle geding was si dar vmb sprechind dz si ouch dabi bcliben söltent. Si nament such dar vff die vorgen. Stat Zug In vnd ksatztcnt die mit j dien Iren dar vber dz si dar an noch dar zu kein recht nicht hattent fürer dann andere Eitgnossen, v nh fachen vnd übergriffe, so die obgen. vnser Eitgnossen von Switz vnd die vsser dem vsserm Ampt an dien egen. "lgern j vnd der Stat Zug die doch in dien gesworncn buntbriefen vcrschriben vnd begriffen sint mit allen sinken vnd bringen als andre Eitgnossen wider recht begangen vnd getan hant warent dien vorgen. vnsern Stetten und lender fast ! vnlidig und ducht si dz die fachen vnd übergriffe aller Eitgnoschaft nicht nuczlich noch erlich werind, vnd schiktent ar vf vnser Stett vnd lender Ir erbern Batten mit vollem gewalt gen Lucern in die Stat, sich do mit s einander ze " Breden vnd ze Rat werden was zu den sachen vnd loiffen ze tund were, dz die Eitgnoschaft bi eren vnd bi ir bunt- belibe. Vnd vnder andern dingen wurdent die botten mit dien von Lucern vnd si mit Inen s ze Rat, dz die von °-uceru ein crber volk gen Zug schiktent vnd nament ouch die selbe statt zu der vorgen. vnser Stetten vnd Lendern landm In vnd besatztent ouch die von gemeiner Eitgnossen heissens vnd befelhens wegen, s Vff die selbe zit wurdent w vorgen. vnser Stetten vnd lender Botten vnd die von Lucern mit Inen einhelleklich ze Rat vnd kament des über- k">, dz ieglich Stat vnd Lnnt mit Ir volk vnd macht zesamen züchen j vnd kamen soltent gen Steinhusen in das Dorff " denne da alle mit einander ze Rat werden was stirer in den sachen ze tund were. Das Volk kam ouch also von M'rs Herren gnaden mechtenklich zesamen gen Steinhusen > vnd wurdent do mit einander In ein, fürbas in das darf !bn Barre ze ziehende ^ aber fürer zu dien sachen vnd loiffen ze gedenkende, dz man die vorgen. von Switz vnd das Iicr Ampt dar zu hielte vnd wiste j daz si dien Eitgnossen gehorsam wurdent, won vnser Stet vnd Lender erforchten brüchen vnd Jnfellen zer Störung vnser Eitgnoschaft, das got lang wende. Vnd also zugent vnser Stett vnd swü/^ ^ einander gen Barre, do kament die vorgen. vsser dem vssern Ampt für die selbe Stett vnd Lender vnd die p" gelert eid zu den heiligen, die gesworncn buntbries war vnd stät ze halten vnd Inen j ald ir Botten, k st dar zu schiken wurdent, bi dien selben Iren eiden vmb die sachen vnd flösse so si mit dien obgen. von Zug hattent, an V gehorsam ze finde nach den geswornen buntbriefen wisung ane alle geding, s vnd vmb die vbergriffe so das , . Zug widerrechtz getan vnd vberfarn hant vnd von der vngehorsami wegen als si dien Eitgenossen nicht ge- rfain warent, getruwetent si den Eitgnossen ald ir bot- s ten, so si dar zu schiken wurdent, süss was si sich dar vmb n t, ^ut wir die vorbenempten Botten von dien obgen. vnsern Herren vnd stünden von dien vorgen. vinb " kendcrn geschiket mit vollem s gewalt, vnd dar zu gewiset zu dien sachen vnd übergriffen ze sitzen vnd dar ' Ze richten vnh ze sprechen nach wisung der geschwornen buntbriefen. Vnd har vmb verkuntent wir den obgen. dem vssern Amt gemeinlich s einen tag, dz si uf den selben tag gen Zug für die Stat in den wingartcn kamen vnd veld ^ gehorsam sin söltent mit dien gedingen als si von dien obgen. Stetten vnd Lendern ze Barre ab dem gescheiden warent. Vnd also ^ kament si vnd warent gehorsam, vnd die burger von Zug warent vf den selben tag gcrct ^ einander vnd getruwetent vns dien vorgen. Volten vnd warent gern gehorsam als si vor allwcg mm ulso syen s wir die vorgen. Botten ze Zug in der Stat bi einander gesessen vnd haben des ersten -> crkent vnd gesprochen: Daz die vorgen. burger von Zug vnd alle die so ze ir wegen zu der sach gehaft sint vnd die wm Aarre, von s Egre, ab dem Berg vnd die vsser dem vssern Ampi vnd alle die so ir halb zu der sach geHaft sint^' vergangen fachen stöss vnd misshellung, so zwüschent Inen vntz vff discn hüttigcn tag In vsf gelussen von ^ ^ ^ gedacht ald nüt, einander gut luter frünt sin füllen, nu vnd har nach an alle Widerrede, vngesarlich. Vnd der k ^ Vuncr, der Jngesigel vnd brief wegen haben wir bcder teil kuntschaft rede vnd Widerrede verhört, ^ vnd nach da, wir her umb bi geswornen eyden verhört haben, so hant wir des ersten gesprochen vnd vns erkent, soi-a ^ ^"rgkr in der stat Zug vnd die vsser dem vssern ampt si gemeinlich mit einander Ir paner s besetzen vnd ver- vst ^knt, doch also dz si die paner einem ingesessen burger Zug in der Stat geben vnd enpfelhen süllent, der si der s ^ wider dar In trag; vnd wenne si also mit ir paner züchcnt vnd ziehen s wcllcnt, so süllent si vff du l ^ vssern Ampt biderb lüte vnder Inen selber kiesen vnd nemen, die si denne darzu die nützesten an, c ' ^ ^k»ne zu der paner swcrent als man gewonlich tut, vnd cnsol ouch j Ir keiner von der stat noch vsser dem veld" ^iner andern paner gan noch züchen dcnne vnder Ir paner, ob Joch ander Eitgnossen dann ze mal ouch vf dem ^ werind; wer aber dz die burger von Zug sölich not angieng ald s andere zu dien si verbunden sint vnd Inen zu gehörent, möl m^suchen gcher Hilfe notdürftig were, dz ir frünt vsser dem vssern Ampt dann ze mol nicht als bald dar zu komen ) "h so mugent si vnd der, dem die paner j dann cnpfolhcn ist, mit ir paner zu der not züchen, ob si sin ze Rat werdent IS 114 November 1404. dz si das denne wol tun mugent an ir vertust ir lüteu. Wer aber dann der, so die paner enpfolhen ist, nicht tu Jr Stat ald dz »» süss von not j wegen sines libes dar zu nicht komen mächt, so »rügend si dann zemal einen andern in Jr Stat dar zu nei»e» vnd kiesen, der die pauer trag vncz die not und helf ergangen ist. Dar nach inugcnt si und das vsscr j Anrpt aber ir paner »>^ einander besetzen als vorgeschrieben ist ob si wellent. Onch sprechen wir vnd haben vns erkent dz die Rät vnd burger ze Zug »' der Stat Jr Jnsigcl vnd ir bricf hinnan hin beHaben vnd vcrsor- j gen süllent als si vntz har getan hant, vngcuarlich von des» vssern anrpt vnbekümbert. Bedürfte aber Jeman so in dem vssern anrpt gesessen sint, die zu Inen gehörend, Jr brief vnd fr» heiten, die süllent si Jme liehen j vnd dem oder dien so ir also bedürsfent vnd si vordrent dauiit behulfen vnd beraten sin »^ ir Jngescssnen burger vngeuarlich. Vnd dar zu sprechen wir vnd haben vns einhellcklich erkent, were dz die obgen. bürge»! von Zug ir alle oder ir keiner besunders ald die so ir halb zu diser vorgeseiten sach geHaft sint oder die egen. vsser dem vsstr» Ampi, onch sie alle oder deHeiner sundcrlich ald die so ir halb zu diser vorgcschribnen sach onch j geHast sint, disen vorgeschrib' nen spruch vnd vnscr erkantnuss mit allen sinken vnd gedingen so an disem brief geschriben stant, si alle oder ir keiner besunders vbcrfüren vnd nicht stät hielten vnd si mit fref- j nen warten oder werken nu oder hienach brechint vnd das vor der ege»- Stetten vnd Lendern Batten, die si denne dar zu schiken wurdent, kuntlich geinachet wurde mit erbern lütcn, dz si alle ald de» merteil j under Inen bucht, dz es wol bewiset were, die oder der so daS denne vberfarn vnd gebrochen hant, süllent dien obge»- Stetten vnd lendern lip vnd gut sin verfallen vnd dar zu meineyd vnd erlös sin, vnd wo der oder die ^ so also vberfarn ha» dann die obgen. Stet vnd Lendcr Si alle oder ieglicher besnnder ergriffent vnd erlangent, so süllent, si die selben erlosen »» ir lip vnd gut straffen so verrc sy mugent bi den eydcn so si Jr Stet- j ten vnd lendern gesworen hant in sölicher masse ^ man eine» Meineiden verschütten man, dem vmb sin Missetat sin lip abertcilt ist büssen vnd straffen sol an alle Widerrede- Vnd har vbcr ze einem osfenn waren vrkund s diser vorgeschribncn fachen vnd dingen, Haben wir die vorbeneinpü'» Johans Meyer, Jakob Glenter, Rudolf Kilchmatter, Johans von Egre, JohanS von Rüti, Rudolf Trinkler, Heinrich von Wisse»' wegen s Rudolf von Rot, Claus Konfman, Hartman von Stans, Johans von Dierikon, Walther Büeler, Johans Gerung »»^ Melaus von Rütli vnser Jngesigel offenlich gehenkt an disen brief. Aber ich Johans s Rot han min Jnsigel für mich vnd st» Johansen Scheitler vnd Johansen Subel durch ir bätte willen gehenkt an disen brief. ^ Ich Johans Wirtz han aber min Jnsig» für mich vnd für Heinrichen von Zuben dnr ^ finro bette willen onch gehenkt an disen brief. Vnd han aber ich Melaus Suü» matter min Jnsigel für mich vnd für Arnolden an Steinen durch sinre bette willen gehenkt an disen brief, dar nndcr wir d» ietzgenantcn j Johans Scheitler, Johans Subel, Heinrich von Zuben vnd Arnold an Steinen vnS binden, wond wir nüt Jnsige>» hattent, ze vergicht vnd ze zugnüsse diser dingen. Der geben ist an dem nechsten Mentag nach j sant OthmarS tag, do »>»» zalt von Cristus geburt viertzehenhnndert Jar, dar nach in dem Vierden Jar". Abgedruckt Schweizerischer Geschichtsforscher X. 255. 1404, 19. November. (Mittwoch nach St. Othmarstag). Schultheiß, Rath und Burger der Stadt Lucern forde»» Schwyz auf, den von den eidgenössischen Boten gegebenen Spruch (wie Zug) zu besiegeln und demselben nachzukommen. A rchiv Schwy z. Missiu mit aufgedrücktem Siegel. Abgedruckt Schweiz. Geschichtsforscher X. 253. 1404, 20. November. (Donstag nach Othmari). Freundschaftlicher Rath von Zürich in gleichem Sinne. Archiv Schwyz. Missiv mit aufgedrücktem Siegel. TS5 Zug. 4 4 sen niit gehorsa.n .varent, als vor bescheiden ,st. vnd de... gnng ze ° ' ^ »"'b ^ chcnde wnrdent. Vnd also sin wir von dien obgen. vnsern Herren vnd Minden von d.e.. > vorgenanten S^t » und ^ geschikt, ...it volle», gemalt a.SBotten, vnd gewiß ze sprechende vndze richtende vmb d.e obgenanten 'b°r»r.sfe vndv. g ho anm And haben onch dar vmb > den egen. vnsern Eitgenossen von Barre, von Egre vnd a dem Berg ° st"' ^ " ^'s ^.te ^ Zuge verkünt. Die sint auch kon.en vnd hant ir erbern Batten vsgenomen. d.e zn .r aller s lsandm nnt " ^u. gewaM v°rhörren leisten vnd vollefüren, was wir har vn.b vssprechent, oder sprechende .verbeut vnd nach v.l rede und "dm 'd- so wir in diser sache verHort hant, > Haben wir vns ze... ersten erkent vnd vsgesprochen. dz für d.sh.n enke.ner »»d-r dm °bgem °°» Barre, von Egre vnd ab dem Berge, noch iren nachkommen, nie.ner me ze Sw.tz Lantma» werden sost « welle dm e Zu wen in ir lantmarl ziehen, vnd nnt ee denne so das beschielst. Ist ir auch dehe.ner ze Sw.tz laut.nan w°rwn »d obgem stössen vnd löisfen, der sol sin lant s recht ze Switz wider vfgeben vnd danon stan vnd trcttcn, er welle den. c hu ,ab ) lsntmnrk sitzen. Wir spreche» onch einhelleklich vs, dz die vorbenemten von Barre, von Egre j vnd ab dem Be.gc, von vngehorsan.i wegen als vor stat, den obgen. vnsern Stetten vnd Lendern wcren, geben de... Weyen der nechst ku.nt nach dat j dis briefs, Sechs Hundert guldin, für .cgl.chen w'ldm Zw-'W'g blapha.t e "'it den worten vnd gedingen als der brief wol wiscndc wirt. der dar vmbc w.rt gebem Vnd > ^en g^ und geben die von Barre Hundert guldi». die von Egre Drithalb Hundert guld.n. vnd d.e ab dc»Mmge o ^ Dnt) H - dert guidin. Dar zu sprechen s wir onch vnd ist vnser Meinung, dz die von Barre, von Egre vnd ab d'w B«g° w abgm. »Utes oder geltes nicht legen süllcnt vs ie.nans gute, gälte, zinse oder nütze, der vnder den obgenanten > vnsern St-ttm. nd- - der» gestss«. jst, oder vs ander lüten gütcr, gälte zinse oder nütze, st sient geistlich oder weltlich, d.e m den obgen. stos c '"it jnen geHaft .varent, oder »üt ...it > jnen in dien fachen ze schassende hattent. Wir haben vns ouch ""^ll-küch mkmt vnd usgcsprochvn dz si des vorgen. geltz ouch »üt süllent legen vs der libe noch gute, die vnder s sttzent. und d.e st-n st-''' dZ si .»it Ine» in den obgen. stössen vnd sachcn ...üstent ziehen vnd gehellen vnd sunderl.ch vs d.e ^t.ngcr ' S-uerde. Vnd har vber > ze ei», waren vrkund so Hai. ich der' vorgen. Heinrich Weis »im Jngesigel für mich vnd . e g . S-lix Manessen, Jacob Glenter dur ir bette .villcn. Ich Rudolf von Not ...in Jngesigel j für m.ch vnd für »on L ' ^ U"d Lohausen von Dicrikon dnr ir bette willen. Ich Walther Büelcr min Jngesigel für m.ch vnd für ' u °'' S . H-inrichc„ der , Frouwen vnd Hansen j.n Obern dorf dur ir bette willen, vnd a er .ch E'""'^ st '"ich vnd für Johansen Wirtz vnd Clausen von Nütli dur ir bette wegen, offen- ! l.ch gehenkt an diesen bnef. dar v de die selben Felix Maness Jacob Glenter, Hartman von StanS, Johans von Dicr.kon, Arnold von S.l.nen, Hc.nr.ch d" M"' wen. Hans Im ^ber»-'>"dorf Johans Wirtz vnd Claus von Nütli vnS binden ze verzieht vnd gezugnu sc aller vorgeschubnen st'ch-'u Der gebe». !st an »g vor der junge» Vasenacht. d° ...an > za.t von Crists geburt V.erzehen Hundert vnd E ins ^ar. Abgedruckt Schweizerischer Gcschichtssorschcr X. sos. TS«. ID. März (X ätoNareii). Staatsarchiv Luccr». von Zürich, Bern, Solothurn und Lncern. Sie inachen nachfolgende Beredniß „doch Jedcrinan ttugliffei^ ob dz nicht für sich gieng". l. »Puimo Das die Eidgnoschaft vnser Herschaft von Ocsterrich w. hilflich s sin füllen wider mcnlichen, vssegelassen dz "-'Usch s Aich vnd Jederman zuo de... si vormals gelopt vnd gcsworn s hant vnd zuo Jnen verbunden sint mit Eiden und Briefen j " d;. . "Ztt.n dz die vorgen. Eidgnossen der obgen. Herschaft hilflich sin ^ stillen ...it so vil lnten dz der Hcrschaft nutzlich vnd j nn Eidgnosscn erlich sij, vnd nämlich in dien kreisten s vnd an dien Stetten als hie nach geschriben stat, vnd j ze gelichcr sie sol die Herschaft der Eidgnoschaft her > wider tuon." 16 März 1405. „Des Ersten do die Ar entspringt dz man nempt an j Grünsten und die Aren ab fnr Haste, vnd von Haste die Nichte! vber gen Friburg in Occhtland vnd als vcrr Jr gebiet > gat, vnd danncn die Richte nider gen Nidovwe, vnd ^ als verre r>o» Nidovwe vnd ir gerichte gand, von ^ Nidow vntz gen Biel», vnd von Bieln vntz gen ^ Solotern, vnd die Aren von dcmLcber" ab vntz do ^ die Ar In den Rin gat, den Nin vf vntz gen Schafhusen, j von Schafhusen vntz gen Stein, den Vnderse vfs ^ In den Bodense, den Bodense vfs vntz an ^ den Berg den man nempt den Mannen, vnd den selben j Mannen die Rich" vber als der obgen. Herschaft Grafschaft > gat, vntz an den Walase, von dem Walase die Richte vsserhalb s Glarus vfs vntz die Furgken, von der Furgken wider s an die Grimslen do die Ar entspringet")" „Item, Wz die Eidgnoschaft Jctzuo Jnne vnd sich der Herschast ^ Guotes, wie dz benempt ald wo cS gelegen ist, Vilbel' zogen ^ haut, dz sol inen gentzlich volgcn vnd beliben, vsgenomen ! ob die Herschast ald die Iren Güter zinse, Sturen ald! ander nutz doselbs hettend, dz sol der herschast vnd dien j Iren so dar zuo recht haut, nach wisung des fridbriefs! werden vnd volgen" „Item Mag such die obgen. Herschaft, die Iren, si syent geistlich oder s weltlich, Edel vnd vnedcl, In Iren Stetten v>'d Landen ^ bessren vnd straffen vmb wz fachen dz wer, von dien egen. ^ Eitgnossen vnd dien Iren vnbekumbcrt. Si füllen oisti der j Herschaft dar zuo hilflich sin ob si des von inen begerend. j Des geliehen mugent die Eitgnossen die Iren ovch bessre» ! vnd straffen von der Herschast vnd den Iren vnbekumbcrt j vnd füllen Inen dar zuo behulsscn sin ob si des begerend.! Doch haut die Eidgenossen In disem stuk vssgelassen vnd > vor behext Jr Burger vnd die zuo Inen geHaft sint" „Item Es ensullen ovch die Eidgenossen der obgenantcn Herschaft, noch j der Iren Eigen lute, hinnanhin nicht Z' Burgern j noch ze Lantluten enpfachen noch nemen. Aber frye ^ lute. si syen Edel ald vnedel, mugent si wol ze Bürgel" ^ vnd ze Lantluteil nemen " „Des gelichen ensol ovch die Herschaft noch die Iren der > Eidgenossen noch der Iren Eigen lute nicht ze Burgel" nemen s Aber frye lute mugent si wol ze Burgern nemen, si syen Edel ald vnedel" „Item Vfs dewedern teil ovch also deHein Burger oder Lantman j genomen wurd, so sol doch der selb de»>- Jn des geeichten ^ er dann gesessen ist mit allen fachen gehorsam sin vnd j dienen als ein ander der do selbs sttz^ vngefarlich j " „Item Weder teil diser vor vnd nachgeschribnen stuken deHeines ^ brcch vnd vberfur, so sol der teil die si»e^ so vber > farn hant, vnuerzogenlich dar zuo halten vnd wisen dz ^ der vbergriff ze stund wider kert vnd abgeleit werde w.! „Item Wurden die Herschaft vnd die Eidgnossen der fachen In Ein, s dz dann die so In Iren Stetten, Slosst" vnd Landen Jnrent j dien vorgeschriben kreissen gesessen sint, Swerren vnd j sigeln füllen w." ES sind buchstäblich dieselben Ziele und Kreist, wie im Bunde Oesterreichs mit Zürich vom 4. Juli isgz: Tschudi l. 07l. Dagegen hatte die Herrschaft Oesterreich an die Eidgenossen das folgende Ansinnen stellen lassen: „Item die Buntnuss zwischent der Herschaft vnd den Eidgenossen dz j si der Herschaft hilflich wenn wider aller menlichem, nieman j vsgenomen, vsgenomen einen Roemschen kung" ^ „Item dz die vorgenanten Eidgnossen zuo der Herschast mit Macht ziechen ^ füllen In disen Landen gen EW gen Prisgow gen Ergow ^ gen Thurgow gen Churwalchen vnd gen Swaben". „Item dz die von Bern vnd die von Solotern vswendig Iren Hegen j vnd der Emmen die von Burgdorff "" für Kilchberg her ab ^ rinnet vnd niderhalb dem Atisholtz, nicht ze schaffen haben ^ füllen, doch vsgenomen ob si odü Jeman der Iren deHeiner > leye gericht, Lute oder Guter, Zinse oder zechenden niderhalb s hette dz sol Jedermann messt"' besetzen vnd entsetzen als In dz ^ guot dunkt. Des gelichen sol die Herschast vnd die Iren ober- s halb der vorgena»ie" zilen ovch also messen". „Item dz die von Lutzern vnd die Iren niderhalb vswendig den ^ zilen als vormals verschriben wz, Reinlich dein dorff j Rot die Richte vber gen Hochdorff, von Hochdorff die Nichte j vber gen Sempach, von Sempach vor N>" Houpt des Sewes j vber vntz gen Russwile, vnd vsswendig dien Emptern Entlibuch j vnd Wolhusen nichtes ze schaff'"' haben, Es wer dann dz si oder > Jemand der Iren deHeiner ley gericht, Lute oder Gueter, zinse oder j zechenden niderh«^ hette, dz sol Jederman messen, besetzen und j entsetzen als In dz guot dunkt. Des gelichen sol die Herschaft vnd die Ire" oberhalb der vorgen. zilen ovch also messen. Sie sullen j ovch der Herschaft der Losung statt tuon vmb dz ampt ze Rott"' bürg j vnd sullen ouch die von Entlibuoch Jr alte Stur geben" „Item dz die von Zug vnd das Ampt do selbs vsswendig der Lorentz > nichtes sullent zu schaffen haben es wer dann ^ si oder Jemand j der Iren deHeiner ley Guter, zinse oder zechenden niderhalb hetten j dz sol Jederman niesten, besetzen entsetzen als In dz guot ^ dunkt. Des gelichen sol die Herschast vnd die Iren oberhalb des ^ vorgen. ziles ovch also messt" vnd sullen die von Zug die alten j Stur her vs geben, dz bringet xl Mark silbers, vnd sullen ^ och die vesti sant Andres "" aller ir zuo gehocrung gentzlich j von Händen lassen. Ovch füllen die von Sempach die Stur geben j als dz von alter h>" ist komm". März 1405. 117 „Es sol ovch jetweder teil bi sinem Lechen beliben ze glicher wise i als in disem gegenwurtigen friede" „Item es füllen ovch die von Glarus der Herschaft Jerlich her vs j geben ze Stur fünf Hundert pfnnt Züricher Müntz, und füllen j ovch die von Vranen vnd von Vilentzbach der Herschaft belieben vnd j zuo gehoeren als vor allen kriegen. Dann snllent ovch die von ^ Glarus vsswcndig iren Lantmarchen nichtes ze gebieten haben ^ noch keinen Lantman noch Burger haben noch nemen die der ^ Herschaft oder dien Iren zuo gehoeren. Vnd mag ovch die Herschaft ! vnd die Iren die Statt Wesen buwen vnd wohnhaft do sin, i nutzen vnd inne haben ze gelicher wise als vor allen kriegen. > Wer aber ob dieselben von Glarus deHeiner ley Zinsen oder > zechenden vsswendig Iren Letzen hetten dz sol Jederman j messen, besetzen vnd entsetzen als In dz guot dunkt. Des glichen I sol du Herschaft vnd die Iren oberhalb der egen. f Letzen ovch also messen". „Es füllen ovch die von Sivitz vnd die zuo Inen gehoerent die j vogtye vnd die lute so gen Einsiedeln gehoerent vnd die ^ Merchling gentzlich von Händen lassen vnd vsswendig Iren i alten Letzen nichtes ze schassen haben als vor allen kriegen, j Es wer dann ob die selben von Switz deheincr ley Zinsen oder ! zechenden vsswendig Iren Letzen hetten dz sol Jederman dessen. ^ Des geliehen sol die Herschaft vnd die Iren oberhalb der vorge», j Letzen ovch also messen als vorgcschriben stat. Es sullen ovch die s von Switz die drizehen pfunt geltes der Herschaft geben f als von alter har ist komen". „Item wer ouch ob die Herschaft Jema» der Iren, wer der wer, er > wer geistlich oder weltlich, Edel oder vnedel In Stetten oder j bff dem Land bessren oder straffen woelt vmb was fachen dz j wer, des sullen sich die vorgen. Stett vndLcnder uuht annemen ^ Sunder si füllen der Herschaft dar zuo hilflich sin ob si des an si begerend, j des gelichen sol ovch die Herschaft sin nichtes an nemen, ob die egen. Eidgnossen die Iren bessren oder straffen wolden vmb wz j fachen dz wer, sunder Za wider die ovch hilflich sin ob si des j begcren" „Wz ovch die Herschaft Gotzhuscr, kilchensätzcn oder kilchenlechen j In der Eidgnoschaft hat, wo die gelegen oder wie die gencmpt ^ sint in der Eidgnoschaft Stetten, Landen oder gebieten, do sol die j selb Herschaft bi beliben In aller der Mass als von alter her ist j komen. Vnd ob do wider Jemand, wer der wer, die selben Herschaft > oder die, die die Herschaft dar ntzent bekumbern, bekriegen oder i besweren wolt, es wer mit geistlichem oder mit weltlichem gericht i oder an? gericht, des fallen die Eidgnossen nicht gestatten sunder j sie sullen den oder die bi soelichen bekriegen oder beswertnuss der > Herschaft vder den die si also dar gesetzt hetten tätin, nicht Husen j noch Hofen, etzzen noch trenken, vnd In wider die helffen s ob si ar vmb angeruft wurden. Des gelichen sol ovch die j Herschaft In iren Landen den Eidgnossen ovch tuon". „Item die vorgen. Stett vnd Lender sullen ovch furbz hin vss j wendig den obgeschriben kreissen vnd Lantmarchen keinen arger ^ noch Lantman haben noch enpfachen, weder edel noch vnedel f " „Weder teil aber vnder vns, es wer vss der Herschaft teil oder vss der j Stett oder Lender teil, einem oder wer wir >e ob vnd ^ nachgeschriben stuk vnd artikel icht täte, oder dem andern I In griffe ober die Marken vnd Artikel als vor vnd nach ^ geschriben stat, der sol dem andern dz ze stund wider keren. s Geschäch aber das nicht so sullen die andern alle dar zuo j lelffen vnd dar zuo tuon do mit dz gentzlich widerkert > werd an alles verzicchen vnd geuerd". „Es sullen ovch die vorgen. Stett vnd Lender gentzlich von s Händen lassen wes sie sich in disem frid vnderzogen habend ! ^ syen Stett, Burger oder Lantlute, si syen Edel oder i vnedel, lute oder guet". „Ovch wirket man furbz vberkomen, ob deHein zuo griffe j beschäch von wedcrm teil dz geschäch wie man sich furbz s darJmie halten sol, vnd von ander stuk wegen die noch j nicht gelutert sint, do sol Jctwederm teil behalten sin, dar i In vnd dar vs ze tragen nach siner notdurft, vnd sol i dise Beredung Jetwederm teil vnuergriffen sin " «57. 1/40Z, I.Imn. Staatsarchiv Zürich. Neuer Burgrechtbrief zwischen Zürich und Graf Friedrich von Toggenburg ailf achtzehn Jahre, gleich- ^Uteud Ulit dein vom 20. September 1400, f. oben Abschied 230. Vgl. Tschudi l. SS7. «58. 26. Jlllk (Sonntag nach St. Jacobstag). . Staatsarchiv Lucern. Nettes Verkomuisz zivischeu Luceru uitd dem Lande Eutlibuch über Burgrecht und Gerichtsbarkeit, ^Wciverhältuisse :c. atlf Gnuidlage der österreichischen Verpfändung. , Vgl. Segcsser, NcchtSgeschichte l., S. Ssg. / 118 November 1405. T5S 1^015, 25. November (an saut Catherinentag). Staatsarchiv Lncrrii - Engclbcrgersachen. Voten: Luccru, Nudolf von Noot, Schultheis;; Schwyz, Jcnni Sigrist; Uci, Heini Hoser; Unter- waldcu, Heini von Zuben und Jennt Andachcrs. Diese -Boten vermitteln in den Stößen zwischen Wnlther Mirer dem Abte einerseits, andrerseits den Klosterhcrren und Klosterfrauen zu Eugelberg, betreffend Unterhalt und Pfründe, des Abts Stellung als Priester zum Gotteshause, und desselben und des Propsts Rechnung und Anforderungen. SKS». 4-4015, 12. December (St. Lucicnabcnd). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch II. IV2 Ii. Der Rath von Zürich bestätigt seinen Beschluß vom 17. November 1403 wegen Schwpz und Appenzell. s. oben Absch. B4(i. Abgedruckt bci Zellwegcr, Appenzeller Urkunden Nr. ISS. 1/iOK, 8. Mai. Zellwe^er: Appenzeller Urkunden Nr. 183. In der zu Zürich durch den Rath dieser Stadt gemachten Richtung zwischen Graf Friderich von Toggenburg von wegen der Herrschaft Oesterreich und zwischen St. Gallen, Appenzell und den Städten und Ländern des Bundes ob dem Bodensce, wird bestimmt, daß sowohl um Zuspräche des Grafen, bevor er Oesterreichs Diener, Helfer oder Landvogt wurde, als auch wenn neuerdings Angriffe auf den Bund gemacht würden, von beiden Theileu bei dem Nathe einer der Städte Zürich, Bern, Solothum oder Lucern Recht gesucht und genommen werden solle. TKS. 1-406, im Mai. Weer sche Sammlung in Glaruö. Rudolf Kilchmaiter und Jacob Glenter, Boten von Zürich, Hans Sigrist und Ulrich Merkli, Boten von Schwyz, vereinbaren zwischen denen von Appenzell und den Grafen von Montfort und Tettnang einen Stillstand auf zwei Jahre um ihre Streitigkeiten über die von Grabs, Buochs und Sevelen, welche zu Appenzell Laudrecht genommen und beschworen haben. Abgedruckt bei Zellwegcr, Appenzeller Urkunden Nr. 18t!. Die Heer'sche Documenten-Sammlung ist in dem Brande von GlaruS lögt untergegangen. T«Z. 1/106, 5. August. Staatsarchiv Luccr». Project einer Vereinigung zwischen den Städten Bern und Lucern. „Wir der Schultheis, die Ncte und Burger gemeinlich der Stat Verne ze einem teil, vnd wir der Schultheis, die Rete und die Bürgere gcmeinlich der Stat Lutzern zem andern teil, tun kunt menglichcm mit disem brief, daz wir ze beiden teilen für vns vnd für alle die, so zu vus gehörent vnd die wir ze wiscn haben, einer früntlichen vberkoinnuß vnd berednng alz von vordrung vnd Zuspruch wegen, so deweder teil an den andern in einer gemein oder besunders ze sprechen haben oder gewunnen, friintlich und einhellenklich vberkomen fint, in den wortcn vnd gediugen alz hie nach geschrieben stat. Dez ersten dz wir die August 140«. 119 vorgenanten von Berne vnd die vnscrn vnd wir die vorgenanten von Lutzern und alle die vnsern, ez sie zu Lutzcrn in der Stat, in dem ampt ze Russwil oder anderswo vsswcndig der Waldcminen vmb fachen vnd Zuspruch so dewedrcr teil, ez sie in einer gemein oder jeinan bcsundcr an den andern ze sprechend habend oder gewunnent, gen Hutwil zc gemeinen tagen fürderlich, wenne dcweder teil von dem andern darvmb gemant wirt, komcn söllent. Aber wir die von Berne vnd die unser» söllent gegen denen von Entlibnch vnd gegen allen den, so indrcnt der Waldemmen sitzent vnd gegen Lutzern gehörent, ze gemeinen tagen komen, nemlich wir vnd die unser» gegen Inen vnd die selben von Entlibnch vnd die so indrent der Waldemmen sitzen, als vor stat, gegen uns vnd den vnsern gen Sygnow in das dorf, och fürderlich, wenne dcweder teil von dem andern darnmb gemant wirt. Vnd sollend och wir beide Stette gegen ein andern also fürderlich, so deweder Statt von der andern oder von jeman besnnder gemant wirt, ze tagen komen vnd och ietweder Statt die sine» wiscn vnd darzu halten, daz si fürderlich, wenne si gemant werden, ze tagen komen an die stett alz vor stat. Vnd wenne man also ze tagen knnt, ist daz denn die fach oder ansprach daselbs in früntschaft nit vbertragen mag werden, ist denne die ansprach eins unser der von Berne oder der vnsern, so sol der ansprechend teil einen gemeinen man nemen in dem Rat ze Lutzern, welen er wil. Ist aber die ansprach eines unser der von Lutzern oder der vnsern, wa die denn sitzent, so sol der ansprechende teil einen gemeinen man nemen in dem Rat ze Bern, welen er wil. Gewunnen aber deweder Statt gemeinlich oder ieman besnnder an die andere Statt gcmeinlich deHein ansprach, so sol der ansprechend teil einen gemeinen man nemen in der Eydgnoschaft, kZ sie Zürich, ze Switz, ze Vre oder ze Vnderwalden, wo er wil, vnd sol denn ietweder teil zwcn erber man zu dem ge- wemen setzen vnd sol denn ietwedere Statt den gemeinen vnd die schidlüt, so ez vor der date dis briefs nit versworn Hand, fürderlich wisen, dz si sich der fachen annement, vnd söllent aber wir beide Stette die Statt oder land in der ^hdgnoschaft, vnder denen der gemein, alz vor stat, genomen wirt, fürderlich mit vnscrn crnstigen bliesen bitten und '»ane», daz st den gemeinen wisen sich der fachen anzcnemen. Vnd wenne der gemein vnd die schidlüt also gewiset werden, so sol ietweder teil sin schidlüt vnd bcid teil den obmann vertrösten vmb den kosten vnd zerung, so si dez haben werden. vd wenne der obman vnd schidlüt also vertröst werdent vnd sich ze der fache vcrbindent, so sol der obman beiden teilen tag verkünden an die obgenanten stett, er müge dz denne mit beider teile willen vnd wissen an ander stett legen. Vnd söllent denne der obman vnd die schidlüt, nemlich der obman indrent einem manot, wenne Jmc der schidlüten urteil in schrift vnd in I offen geantwurt wirt, vnd die schidlüt aber indrent vierzehen tagen, wenne Inen beider teilen rede vnd Widerrede in schrift Ii ein beschluß och geantwurt wirt, Jr urteilen bi iren geschworn cyden nach dem rechten, alz verre si sich denne dez verstand, ez sie denne daz si ein minne mit beider teile willen vnd wnssen vinden mögen, fürderlich vp sprechen vnd in schrift vcrsigelt m en vnd antwurten, nemlich die schidlüt Jr urteil dem obman vnd aber der obman den fächeren och vngeverlich. Doch were dz vorgenant zil dem obman oder den schidlüten von redlicher fachen wegen ze kurz wnrd, so mag der Rat i» der Stat, dcro er ansprechende teil zugehört, nemlich dem obman einen Manod tag vnd den schidlüten vierzehen tag, tag geben vngevarlich. nd wz denne von dem obnian vnd den schidlüten oder von dem merteil vnder Inen, ez sie in der minne oder mit dem rechten ^gesprochen wirt, dz söllent och denn beide teile stet halten vnd volfüren vnd sol och ietweder teil die sinen darzu halten vnd w'sen, dz st dßi,, spruch genug tun vnd den stet halten. Were och, daz deweder teil siner schiedlüten vff deheinen tag Mt haben mächt, oder ob deHeiner vnder den schidlüten oder obman von tote abgiengen oder sust vnnuz wurden, eb w fach, so vff si komen wer, ende nimet, so sol man fürderlich ander an der abgangen stat setzen, die sich glicher wise verbinden, alz och die owen getan hatten, vngevarlich. — Wir die vorgenanten von Berne vnd von Lucern haben vns och vnderrcdt, dz nieman der vnsern vff enwederm teil den andern vff enkein geistlich gericht laden sol, denn allein v»ib E vnd vmb offnen Wucher. — Darzu so sol och nieman der vnsern den andern in entweder Statt noch vsf dem and uerheften noch verbieten, denne allein vmb gegichtig geltschuld vnd darnmb man vcrsigelt brief hat. — Vnd sol s) wderinan vmb geltschuld vff beiden teilen von dein andern recht nemen vnd suchen an den stetten vnd vor dem w) er, da der ansprechig sitzet oder hingehört vngevarlichen. — Aber vmb erbfäll, so indrent dewedrer Stat Ringmur vallcnt, da beHaben wir vns selber vor, dz man semlich erbfall vorder» vnd ziehen sol nach der Stat Recht und Friheit, o crselb erbteil denn gcuallen ist vngeuarlich. — Vnd dise fruntliche vberkomnuß vnd beredung in allen den worten Z vor geschrieben stat, Loben wir die von Berne vnd die von Lutzern vorgenannt für vns, für unser nachkamen vnd ur alle die vnsern stet zehanne, nu vnd hernach, bi guten truwen ane geucrd. Doch so beheben wir vns zu beiden ei en harunder vor, were dz wir mit einandern von dishin einhellenklich zu Rate wurdent in der obgenanten vber- mnuß vnd beredung vtzit für basser ze mindern, ze meren oder bas ze lütern, dz wir dz wol tun sollen vnd mögen, venn wir beide Stette dez einhell werden, vnd sol vns dz haran vnvergriffenlich sin. — Vnd diser beredung vnd vber- oninuß ze einen offenen waren vrkund, so haben wir, die vorgenantcn von Berne vnd von Lutzern, unser Stetten LVhenkt an disen Brief, dero ietweder teil einen glich gcschribnen Jnne hat. Geben am Dornstag nach sattt ers tag in Ougsten dez Jarcs, do man zalt von gottez geburt Thnsent vierhundert vnd Sechs Jar." Ueber dieses Project vgl. Segesser Nechtsgeschichte von Lucern II. 3S ff. 120 Marz 1407. S«4. 4407, I.März. Stadtarchiv Zug. Obmann: Johannes Wirz, Annnann zu Unterwalden, Schiedrichter: Burkard Egerder und Welti von Hohenrein von Lucern, Johannes Graf und Johannes Schräder von Zug. Diese entscheiden in einein Streite zwischen der Stadt Zug und Peter von Moos, Burger zu Lucern, in Betreff der Beste Sanct Andreas bei Chain, welche letzterer der erstem verkauft hatte. Die Stadt soll 700 Gl. als Kaufpreis und darüber 170 Gl. für streitige Kosten bezahlen. TK5. 4407, 20. Mai (Freitag vor FronlcichnnmStag). Stadtarchiv Zug. Ammann, Räthe und Bürger von Zng schreiben an Schwyz, sie haben dein Peter von Moos um St. Andreas die 700 Gl. entrichtet, er aber habe sie darum noch nicht „geucrtigt". Schwyz und die übrigen Eidgenossen möchten daher ihre Boten auf den Tag zu Baden dahin instruiren, daß diese Sache erledigt werde. Vcrgl. Geschichtsfreund V. 30. T«S. 1407, 1. Juni (an dem ersten tag Brächet). Archiv Obwaldr». Die Kirchgenossen von Pfeit (Faido) und die von Nong (Nonco), welche Theil haben an den Alpen, „die da hinder Nong ligent", hatten dieser Alpen wegen Stöße und Mißhellnng mit einander. Sie setzen dieselben auf je zwei Schiedrichter von beiden Theilen und Georg von Zuben von Unterwalden als Obmann, deren Spruch nach Minne oder Recht sie zu halten geloben, bei dreihundert Gulden Buße und Ersatz alles Schadens für den Ungehorsamen, selbst wen» die von Uri und von Unterwalden deßhalb Leute hersenden müßten, viele oder wenige. Für die 300 Gl. stellen die Parteien benannte Bürgen. Es siegelt auf Bitte der Parteien Hans Cristen, Ammann von Ursern. Pergamentene Urtunde mit abgeschnittenem Siegel. T67. Altdors. 4407, 21. August (Sonntag vor St. Vartholomäustag). Archiv Uri. Landrecht der Freien Haus und Donat von Sax zu Masox, Herren zu Bellenz, in Lugnitz und in der Grub und Caspar, des Heinrichs sel. Sohn von Sax mit den Ländern Uri und Obwalden, für alle Besitzungen, die sie, die von Sax, gegenwärtig haben und für ihre Nachkommen, welche von rechten Erbes wegen die Beste Bellenz umhabe» werden. 1. Die genannten Herren Hans, Donat und Caspar haben den beiden Ländern geschworen als eingesessene Landleute und wollen den Eid so oft es verlangt wird erneuern, ihnen in Kriegen und andern Sache» August 1407. 121 üchmsam zu sein, ihnen die Vcstei? und Schlösser zu Bellenz jeder Zeit offeu zu halten, sie weder zu ver- d",'^ o" verpfänden ohne der zwei Länder Wissen und Willen. Wenn die Herren nicht selber auf ' Schlössern sitzen, so sollen sie auf jeder Beste zu Belteuz einen Castellan haben, der schwört, dieselben zu von' Herren und der zwei Länder inne zu haben und sie nicht ohne Wissen und Willen beider Theile un Hn„d zu Selbst wenn die Herreu auf erstern sitzen, sollen sie einen beeidigten Statthalter für ^ uaise Abwesenheit haben, der in gleicher Verpflichtung steht. Kein Castellan oder Statthalter soll die ui cinem Nachfolger übergeben, ehe derselbe sich mit seinem Eid zu allem dem obigen verbunden hat. Erb>" ^>'ren von Sax sterben, sollen die Castellauc die Besten keinem andern übergeben ehe die rechten dn-'s- Eiden und Briefen zu diesem Laudrecht mit den zwei Ländern verbunden haben. Verzöge die l? - ^ Erben im Land sind, ein halbes, wenn sie außer Land sind, ein ganzes Jahr, so sollen all"'s^ die Besten den zwei Ländern übergeben. 2. Die Herren von Sax bezahlen den zwei Ländern ^chaelstag 200 rhein. Gl., im Verzögerungsfall tritt Einlager zu Altdorf ein, wird dieses ^ '-neu Monat verzögert, so mögen die Länder das Geld bei einem Wechsler entheben und dafür auf alle ^Übungen der Grafen vom Vogelbcrg bis nach Bellenz greifen. 3. Wenn die zwei Länder Boten zu den vdeo"> schicken, so geben die letztern ihnen Zehrung und Kosten. 4, Wenn die Herren von Mailand Mruu Silenz belagerten und die Länder zuzögen, so sollen sie den Herren von Sax „des Kostens von ' ""^en die Länder nicht Hülfe und ginge Bellenz deßhalb verloren, so bezahlen die Herren and ^ mehr; wenn sie die Vcsteu aber sonst durch Verrath, Betrug, überhaupt ^N'en klebermacht, verlieren, so dauert die Verpflichtung zur Zahlung der 200 Gl. fort. 5. Die klnter ^ Alpen, Zöllen und Theilen unbeküminert lassen. Die von Ilri, sollen ^rseni, Livinen, Ablesch geben weder Zoll, noch Geleit, noch Wegpfenninge von ihrem Gut, doch fll Verlust der Waare keiiler andren Leute Gut führen. 6. Die Herren von Sax sollen die aen schalten, Steg und Weg in Ehren zu halten, damit die Kaufmannschaft nicht „nidergeleit noch oben"^ ^erde. 7. Niemand soll den Andern pfänden, den Fall der Pfändung um die Gl. 200 wie dsisi.-ch'^m soll gutes Gericht gehalten werdein 8. Mit beidseitigem Einverständnis; mag man U'alei, mindern oder mehren. 9. Die Herren von Sax behalte!? den obern Dheil in Cur- Ti? . ^ ^re Verbindungen bis zu Datnn? dieses Briefes vor, diesen? Landrecht jedoch unschädlich. 5woi Länder behalten alle ihre Bünde und Eids vor. Abgedruckt Tschudi I. K40. Arn- Abschrift des Gegcnbriefs der zwei Länder auf Pergament ohne Siegel von gleichem Tag und Ort liegt im ^)?v Obwalden. den ^ ^kchudi I. 6Zg erwähnt schon im Januar dieses Jahres 1407 einer „Richtung" zwischen den zwei Orten und Legen ^ Folge eines Zuges der erstern über den Gotthard zum Schutze ihrer Angehörigen von Livinen edrohung durch letztere wegen Alpenstreitigkeiten. S68. 4^07, 2. September (am andern Tag des ersten HcrbstmonatZ). Zellwegcr: Appenzeller Urkunden, Nr. lvl. Näthe ?!nd Bürger von Zürich Urkunden, der Schultheiß, der Rath und die Bürger von Und baben, nachdem in dem Kriege zwischen der Herrschaft Oesterreich und den Appenzellem, Schwpzern Mun bereits die Stadt Wyl, die Vesten und Aemttr Spicgelbcrg, Tailnegg, Sonncilbcrg, Bichelsee, 10 122 September 1407. Ellgau, Kpburg von den letztem eingenommen seien und andere benachbarte Herren und Ritter, weil sie aus keinen Ersatz zu hoffen hatten, sich ihnen unterworfen haben, an Zürich das Ansuchen gestellt, sie in ihr ewiges Vurgrecht aufzunehmen, damit sie um so weniger von der Herrschaft Oesterreich getrennt und an Lcii' und Gut bewahrt werden möchten. Demzufolge habe Zürich die von Winterthur zu ewigen Burgern genommen wie folgt: I. Winterthur behält die Dienste und Ncchtungcn der Herrschaft Oesterreich vel- 2. Zürich verspricht, Winterthur mit Leib und Gut zu schirmen und zu vertheidigcn gegen jedermann olM Ausnahme, der es bedrängen wollte, sobald die Mahnung mit Boten oder Briefen an den Rath ergeht, cbeiP' soll Winterthur Zürich beratheu und beholfen sein. Wenn die Herrschaft Oesterreich mit Zürich oder dessen Eid genossen zu Krieg käme, so soll Winterthur keinem Thcile helfen, sondern stille sitzen, es soll aber den Zürch«^ und mag auch der Herrschaft während des Krieges feilen Kauf geben. 3. Zürich hat über Winterthur ivcdll Steuerhoheit noch weitere Gewalt als in diesen: Brief geschrieben steht. Wenn Burger der einen Stadt b" Burger der andern etwas zu sprechen haben, so soll der Anspreche:' sich an das Gericht des Angesprochen wenden und dieses soll ihn: unverzüglich richten. 4. Auf jeden: Theil mag jedermann den rechten Schuld»^ oder Bürger verbieten und dessen Gut verhafte!: bis Bezahlung erfolgt, auch mag jedermann seine Zinsen N ziehen mit geistlichen oder weltlichen Gerichten oder mit Pfändung, wie bisher gebräuchlich gewesen ist. 5. Bei^ Theile haben dieses Vurgrecht beschworen und so oft in Zukunft Zürich die von Winterthur mit oder Briefe:: ermahnt, dasselbe mit Eidci: zu erneuern, sollen in den nächsten vierzehn Tagen darauf Bürger und Augehörige von Winterthur dasselbe beschwören und ans dieselbe Zeit soll auch Zürich den erinnern, jeder Theil ii: Gegenwart voi: Voten des andern. Am 24. Mai 1408 wurde dieses Vurgrecht auf Befehl des österreichischen Landvogts, Grafen Hermann von wieder abgethan. Tschudi I. 643. s«s. Baden. 11. Oetoücr. (Zinstag vor St. Gallcntag). Staatsarchiv Bern. Gras Hermann voi: Sulz, österreichischer Landvogt ii: Schwaben und Argau bestätigt mit Vollmacht di herzogliche!: Räthe das ewige Vurgrecht, welches die argauischen Städte und einige Ritter und Knechte in: Arg^ mit Veri: eingegangen hatten und verspricht, daß die Herrschaft keine der genannten Städte verkanfen, ^ setzen oder vertauschen werde. Ferner gibt er Bern die Rechte, welche der Herrschaft Oesterreich an i"' Landgrafschaft in Burgund mit Wangen und Nanfluh und an den Herrschaften Wietlisbach, Bipp Erlinsbach zugehörtcn, befreit Bern und auf dessen "Bitte auch Solothurn von alle:: neuen Zöllen in ^ obgenannten Kreisen, auch voi: dem Zoll zu Kloten und verspricht, bis Weihnachten die Bestätigung ^ Herzogs beizubringen: „Wir Gross Hermann von Sulz, des hochgebornen durchluchtigcn Fürsten und Herren Fridrichs, von Grs' gnaden Herzogen ze Oesterreich, ze Styer :c., lantvogt in Swaben vnd in Ergowe tun kunt allen den j die d'st brief ansehent, lesent oder hörent lesen: Als die erbaren bescheidnen, der obgenanten vnser gnedigcn Herrs^ Stctte, nämlich Baden, Brugg, Arow, Zofingen, Raphcrswil, Mellingen, Bremgarten j Lentzburg vnd Surfe ouch die Ritter vnd Knechte vnd frow Margret von Baldegg in dem Ergow oder darumb gesessen, so ouch ' der obgenanten vnser gnedigen Herrschaft gehörent, mit vnserm gunst, rate, willen ^ vnd wissent vnd ouch der vorgenanten vnser Herrschaft Retcn ein ewig Burgrecht an sich gcnomen, emphangen vnd gcsworen ha»!i der Stat Berne in Üchtlanden gelegen, vnd aber in demselben Burg- j recht vorbehcpt haut alle die Nechtung' October 1407. 123 die vorgenant vnser Herrschaft vsf den obgenanten Stetten. Rittern vnd Knechten von Rechtes M'gen ha als der brief so darüber gcmachet ist, eigentlich wiset, haru.nb von gemaltes wegen, so mir haben von der obgenanten vnser gnedigen Herrschast Hofmeister. Marschal vnd andern Iren Neten, so bestet.gen vnd beuestnen w.r m nanen v"d an stat der obbenempten > vnscr gnedigen Herrschaft das vorgenant e.mg burgrccht nnd darzu alle ander burgrecht, so dieselben von Berne ze ieman oder ieman der obgenanten Herrschast tüten zu Inen, es 1° > Ergow. in Burgnnden > oder in Vechtlandcn getan bant. nach allen Worten vnd artikeln der ob.gen br.ef darüber gemachet, »,it kraft dis gegenmürtigen bricfes; darzu so loben vnd versprechen m.r -»Z m "amen °»d an > stat als vor. das die -bgenante vnser Herrschaft die vorgenanten Stctte alle, noch an ke.ne besonder von dishin nienmn versehen, verkousfen. noch in Wechsels wise verendern sol in deHeine wise. - Vnd v°" S ad wogen, so die obgenant vnser Herrschaft zn den vorgenanten von Berne hat so er ouben vnd geben w.r hm n^e v»d an statt derselbe» vnser Herrschaft den vorgcnanten von Berne, ncml.ch alle die > Rechtring, so . s Herrschaft hat vnd Jra dehcineS megcS zugehörte an der lantgrasschaft m Burgnnden mit langen lantgericht zu Nanfln vnd ouch die Herrschaften Wietlisbach > Bippe vnd Ernstl.s urg .... allen '/'N Zuge den s° Jra dann zugehört es si von losnng oder von ander fachen wegen, von derselben vi. er Herrschast vnbe un be. . Also das aber die selben von Berne ! die. denen die selben Herrschaften, lantger.cht vnd guter m phandes m.se stant. abtragen vnd bezalen nach sag Jr briefen oder nach dem. als si denne srüntlich n.it Inen überkamen mögen. - ^»ch v"d darzu von Jr bitte wegen Jr e.idgnossen von Solottron. noch ouch Jr burger zu Brugg, zu ^den °ch m dc>. obgenanten kreisscn an enkeincn stettcn weder von Ire», l.be, noch von ^rem gute ^men . ^ , g ^ ° grünt.ur. noch kein ander beschahung nicmcr me gegeben söllent, denne alle... j den alten Zo. ^ f °ls das von alter har an den obgenanten stetten gewonlich ist gesin zegebenne. Doch so sollent s. Brugg on g.be a-s das von alter har ouch gewonlich ist gesin vnd > sunderlich so ensöllent si ^ Kloten enke.nen Me ^ Darzu so ensol die obgenant vnser Herrschaft vsf si noch vss die iren in den obgenanten Kreisen ^ nt su^ keinen nllwen Zole, ! Geleit, weglon, gruntrur, noch ander beschahung setzen noch legen ... dehe.nc m.se. Doch s l weder die von Berne noch die von Solottron. noch die Iren sich enkeii.es frömden guteS a»,.einen > noch vnde.wmdc °'s°- das st in schirmes wise der obgenanten vnser Herrschaft oder den Iren ir zölnc vnd rechte dam.ttc e« p nomd . Zelest so geloben vnd versprechen ouch wir, der obgenant Grafs Herman. j lantvogt. das w.r en vorgem e Berne v».b die vorgenanten stuk alle schassen vnd geben füllen hinnant ze disen km'stigen w.ennachten e.ne br. f ,. des obgenanten vnserS gnedigen Herrn > Herzogs Fridrichs anhangende». Jnges.gel vcrsigelt. derselb b. cf ' Nuttel wiset. dera wir einen vnd die von Berne den andern habent hinder vns .igen. Were aber d« » g°nm > Brief si-h big dar verziehen wurde, dannocht so sol es v.nb die vorgeschribnen sU.k alle -w ^ Herrschaft vnd gegen den vorgenanten von Verne vnd ouch gegen den vorgenanten Stetten s Ottern vnd Knechstn ewenklich bestan v.?d be.iben als an disen. brief davor geschriben stat. - Vnd d^ «. es ze e.ne.n offemm m^^ so haben mir vnser Jngesile für uns gehenkt s an disen brief, der geben wart vnd beschach dw ze c ^ Zinstag nechst v»; Sant Gallen tag des Jares do ...an zalte nach CristuS gebnrt Thuseng P«rga>n°»te,.° ...lund- mit Spur ein-S nbgcsallc»-., odce aba°n°nnnt»°n S.-g-lS an l)i>,.g-»dc.» Pc.g-nu-n.st s. ... t408. 22. Januar (Montag nach Sebastiani). bezeugt Graf Hermann von Sulz österreichischer Landvogt. m Betreff der Vereinung zwischen der Stadt Bern und gemeinem Land Argau. daß er und d.e Nathe der Hc s ^ ^ "-«'.tragt und die Rotel dazu gemacht haben, daß weder Schultheiß und Rath, »och ^''d cm Bürger ^ gewußt, noch dazu geredet haben bis zu der Stunde, wo er und die herrschaftlichen Natlie de» Entwurf g Städte in. Argau gebracht haben; die dießfälligcn Beschuldigungen gegen einzelne Bürger von Baden, als hatten st diese Vcrcinung angefangen oder veranlaßt, seien daher unbegründet. Archiv Bade», s. Archiv .ur schwcizcrischc Geschichte II. 7?, Regest ivv. 27«. 44107, 23. HDb'toöer (Sonntag vor Simonig und üuäo). Tschilp, ! Chronik I. «»«. Zcllweger: Appenzeller Urlunden, Nr. INI. Auf die Mahnung der im Felde stehenden Schwyzer antwortet Zürich, es habe soeben Kundschaft erhalten, die Herren über den Nhein in das Hegau zurückgezogen seien und übrigens weder Zunch ^ von Winterthur angegriffen oder bedroht hätten, indem sie nur mit den .lststenzellitii z 124 October 1407. beabsichtigen. Bei so bewandten Umständen halte Zürich einen Zuzug zu denen von Schwyz nicht für nothwendig und wolle sich vorerst mit seinen Eidgenossen berathen, was in Sachen zu thnn sei, damit den beschworen Rundbriefen nachgelebt werde. Vergl. die Mahnbriefe des östcrr. Landvogts, Grafen Hermann von Sulz, an Freiburg im BreiSgau gegen die Appenzeller ää. Montag xost, 0-M (17. Oct.) und Freitag xost Imoio (16. Dec. 1407) bei Schreiber, Urkunden- buch II., 1. Seite 215. S7R - Zürich. 4^07, 8. December (Donstag nach St. Niclaus). Archiv Appenzell. Boten: Zürich, Burgermeister uud Rath; Lucern, Rudolf vou Root, Bürger; Schivpz, Johannes Sigrist und Ulrich Merkli, Landleute; Nnterwaldeu, Arnold an Steinen; Glarus, Albrecht Vogel, Landamman. Diese, im Namen ihrer Städte und Länder, machen, nachdem die streitenden Theile auf sie gekommen waren und verheißen hatten, ihren Entscheid anzunehmen und zu halten, eine Richtung zwischen dem Grafen Friedrich von Toggenburg einerseits und den Bürgermeistern, Vögten, Ammannen, Näthen, Burgern und Landleuten der Stadt St. Galleu, des Landes Appenzell, der Städte Feldkirch, Altstätten, Rheineck, Bludenz, der Länder Walgau uud Moutasun und gemeinem Bund ob dem Bodensee: 1. Beide Theile sollen fortan gute Freunde sein, keiner nach des andern Land und Leuten, Erbe, Pfand oder Lehen stellen. 2. Welcherlei Leute des Grafen die Städte und Länder des Bundes seit der Richtung zwischen beiden Theilen zu Burgern, Landleuten oder sonst in Schirm genommen haben, die sollen sie ihrer Eide und Pflichten entlassen uud ihm heißen gehorsam sein, er seinerseits soll dieselben es nicht entgelten lassen. Wenn solche Leute unter den Städten des Bundes haushäblich sitzen wollten, so soll es ihnen gestattet sein, doch unter Vorbehalt der Dienstbarkeit gegenüber ihrem Herrn, dem Grafen. Der Bund soll sich auch der Toggeuburgischen Leute fürderhin nicht mehr gegen ihren Herrn annehmen. 2. „Was Sätzen" die Leute des Grafen vou Toggeuburg mit dessen Willen mit den Städten und Ländern des Bundes gemacht haben, dabei, so wie auch bei den vertragsgemäßen Austrügen, soll es bleiben bis die Vertragsfrist abgelaufen ist, darnach soll der Bund den Grafen an diesen Leuten gänzlich unbekümmert lassen. 4. Die Leute jenseits des Schollbergs, welche in die Grafschaft Sargans gehört, aber nun zu dem St. Georgeubuud gelobt haben, sollen bei demselben bleiben und in die Grafschaft Sargans weder steuern noch dienen. Ebenso sollen Leute aus dem Bund, welche in Graf Friedrichs Städte und Schlösser gezogen sind, daselbst vor dem genannten Bunde ruhig bleiben- 5. Was die frühere Richtung zwischen dem Grafen und dem Blinde über den freien sichern Wandel und Verkehr in gegenseitigen Landen festgesetzt hat, wird bestätigt. 6. Streitigkeiten, die fortan zwischen den Parteien entstehen, sollen zu Zürich von den Boten der vermittelnden Orte schiedrichterlich mit Mehrheit entschieden werden. Welcher Theil ungehorsam wäre, der soll seine Sache verloren haben und^dazu dein gehorsamen Theil tausend Goldguldeu Buße geben. Nach dem Original im Archiv Appenzell abgedruckt bei Zellweger, Urkunde» I., g. Nr. 1S7. Jahrbuch von Glarus VI. S. tso, Nr. 13S. März 140A 125 T7S. 4499, 5. März (Cinstag nach der alten Fasnacht). Archiv Schwyz. Graf Wilhelm von Moutfort, Herr zu Bregenz, urklmdet, daß er lntt dem Laude Schwyz und dessen Hclfern und Dienern, ausgenommen jedoch die von Appenzell und den Bund ob dein Bodensee und die Knechte der Eidgenossen, die in deren Dienst sind, einen Waffenstillstand gemacht habe bis zum nächsten Sonntag nach Mittefasten, diesen Tag inbegriffen. Abgedruckt bei Zell weg er. Appenzeller Urkunden Nr, lloo. S7S. Zürich. 4499, 1. Juli (an dem ersten Tag HöwmanodeS). Staatsarchiv Zürich. Archiv GlarnS. Ewiger Blind zwischen der Stadt Zürich und dein Lande Glarus auf Grundlage gegenseitig gleicher Berechtigung. Beilage 44. S74. Zürich. 4 409, 11. März. Archiv v«)z, Unterwalden und Glarus als Verinittler, verrichte«: in der Minne die Kriege und Streitigkeiten zwischen der Stadt Zürich und Albrecht Vlarer, Bischof vo>: Constauz. Der Friedebrief des Bischofs lautet folgendermaßen: „Wir Albrecht, von gots gnaden bischof ze Costentz, tun kunt menglichem und veriehen offcnlich mit difem brief: Als stoß, krieg und mißhellung vffgeloufen sint zwüschent vns ain fit, dem Burgermeister und dem Natt der Statt Zürch > zer andern fit, darunder die erbern wiscn, vnser guten frunde, der Bürgermeister vnd der Natt ze Costentz durch ir erber Botschaft so ver geredt vnd vertadinget hant, dz wir vnd die von Zürch der vorgesaiten vnser Zwapung vff den vesten j Hermann von der Braiten Landenberg als vff ainen gemaincn man ze dem Rechten vnd ze ainem glichen Zusatz komen wcren. Nu hant aber derselb von Landenbcrg, der obgenanten von Costentz, der von Bern, der von Lucern, der von Zug, s der von Vre, der von Switz, der von Vnderwnldcn vnd der von Glarus erbern Boten in die fachen geredt vnd sich darinne getrulich gearbait, dz wir vnd ouch die von Zürch vnser stoß vnd mißhellung mit der minne lassen übertragen j werden, won die minne hierinn srüntlicher sige vnd me fruntschaft bringen muge dann das recht. Vnd von der vorgennnten erbern lütt ernstlicher bette wegen, so haben wir vnd ouch die von Zürch Inen gunnen, die spenn vnd stoß zwischent s vns Haiden tailen mit früntlichkeit ze verainen vnd ze übertragen, mit den stucken vnd gelungen als hienach geschriben stat. Des Ersten so hant die vorgenanten der von Landenberg vnd die botten von Stetten vnd von ländern aigenlich beredt s vnd verdinget, dz wir, vnser burger, all vnser Helfer vnd diener, alle die vnseren, alle die so ze vns gehörent vnd ze vns geHaft sind, vnd die von Zürch, alle ir burger, alle ir Helfer vnd diener vnd die zu inen gehörent vnd geHaft sint ain ander ^ luter srund sin füllen vmb alle vergangen stoß, krieg vnd fachen, so zwischen vns baidcn tailen vntz vff discn tag, alz diser brief geben ist, ie vffgeluffen sint vnd sich erhebt hant, ir sy gedacht oder nit gedacht, nütz vsgenommen, an alle > geuerde, vnd daz ouch vff baidcn tailen iedermann ze dem andern vnd zu den sinen fridlich vnd rüwenklich wandlcn sol vnd mag vngeuarlich. Aber hant si bereit, dz vff ietwederm tail jedermann alle Personen ze ir ligendcn gütern, es sigen Naben, Akker, wisen, holz oder väld, hüser, Hofstetten, welicherlay das ist, wider treten vnd Inen das volgen vnd beliben sol, von menglichem vngehindert vnd vnbekümbert. Vnd mit sunderhait ist ouch beredt, was ietweder tail dem andern mit brand s oder mit schlissen vnd brechen von vestenen, an httsern, trotten oder an schüren schaden getan hat, da sol schad gen schad sin, doch also, dz vff iewedcrn tail jedermann vnd icglich person die zargen ouch beliben sol. Ist ouch deHain holz, das von > husernz von trotten, von schüren oder sust ander holz noch vorhanden, das sol man dien so es vor gewesen ist, wider lassen volgen. Aber hant si bcrct vnd verdinget, was gichtige geltschulden vff ietwederm tail ieman dem andern schuldig ist, st sige s verbürget, verbriefet oder fuß schulden, die selben schulden alle sol man ieglichem, dem si zugehörent, lassen volgen vnd werden gentzlich vnbekümbert. War aber ieman dem andern nit gichtig, darumb mag er recht suchen vnd nämen als das vntz ^ herkomen ist vngeuarlich, vnd darzu was ieman vss dewcdern tail dem andern varcndes gutes in den kriegen genommen vnd entwert hat in Stetten oder vff dem lande, welicherlay das were vnd noch vorhanden ist, Mai 1410. 127 das sol man den Personen, j so es vop ist gewesen, lnter wider geben an all widerred, vngeuarlich. Ouch ist fllrer beredt, was vsf dewederm tail ieman dem andern in sähen oder in friden, die zwüschent uns gemacht waren, gcnomen vnd entwert hat vnd das kuntlich wirt, welicher- s layg gutes das ist, es sy vorhanden oder nicht, das sol man dien, so das selb gut gewesen ist, gentzlich bekeren. Es sullent ouch ze baider sit alle gefangen gentzlich vsf ain vrfecht ledig sin, vnd als vnser lieben getruwen, der Techau von Zurzach j vnd Herr Hans Winkler, tumherr zu der Probstie Zürich etlichen, so den von Zürich zugehörent, ain summ gelts gelopt vnd verhaißen hatten für etwas vihs, das Inen der von Rllmlang vnd sin Helfer genomen und entwert hat, was si des j noch nicht bezalt habent, darumb sullent si ledig vnd los vnd den von Zürich noch den Iren herumb fürbas nicht gebunden sin zu geben. Vnd als Hainrich von Nümlang die vorgenantcn von Zürich bekrieget, von des wegen vnser vnd der von Zürich j mißhellung sich erhebt hat, herumb ist ouch aigcnlich beredt vnd verdinget, dz wir genanter bischof Albrccht ane vns selber mit vnsern vögten, amptlüten, mit vnsern dienern, mit vnsern burgern vnd mit andern den vnsern vnd die zu vns gehörent, ernstlich vnd f getrülich besorgen vnd schaffen füllen, dz dem egenanten Hainrich von Rümlang noch sinen Helfern von vns noch von den vnsern kain Zuschub mit schiffen, noch mit kamen andern fachen nicht beschähe vnd daz man si durch vnser Schloß Kaiserstul noch über ander ^ var, die wir an dem Rin haben, nicht sol lassen ziehen noch varen, vnd darzu bcsunder von dem Giresgraben vntz ans die Vesti Wasserstälzcn, alle die wile so die von Zürich vnd er mit ein ander in krieg vnd nicht bericht oder gen ainander in friden sint. War aber ^ dz der von Rümlang soder) sin Helfer also in vnser Schloß, in vnser Stett oder an vnsri var käme, alsbald vns, vnsern vögten vnd amptlüten, vnsern burgern, den vnsern vnd dien, so ze vns gehörent, das kunt geben vnd ze wüsen wirt, von wem das ist, oder ob wir j es sust vernäment, so füllen wir si den von Zürich ze dem rechten vffheben vnd halten vnd darinne vnser bestes tun an all arglist. Wär ouch daz deHain frömd Schiff gen Kaiserstul »ff dem Rin an vnser varen kämen oder dahin gefürt würden j die argwönig wären, die sullent wir vnd die vnsern, als si vorbenempt sint, vffheben vnd die besorgen, dz den von Zürich noch den ircn damit deHain schad nicht bescheche, an geuerde. Ouch haut die vorgenanten, der von Laudenberg vnd die Kotten von den s egesaiten stetten vnd ländern in dissr richtung bedingt vnd beredt, ob wir obgenanter bischosf Albrccht oder die egenanten von Zürich vnser deweder tail dise vorgesaiten richtung mit allen gedingen, stuken vnd artikeln, so an disem brief geschriben sint, nicht f statt hielte, si alle oder dchain besunder überfüre, darumb füllen wir vnd die von Zürich vsf dem vorgenanten Hermann von Landenberg vmb iglich stuk zu dem rechten, als vsf ainen gemainen man kamen vnd bi im beliben, also dz ietweder tail zwen f erber man, die er dann geHeben mag, wär die sint, ze schidlüten ze ainem glichen zusah zu im setzen sol, vnd wie vns dann die selben fünf oder der mertail vnder inen vmb ieglich fach nach entweders tails klag, ansprach, red vnd widerred mit ir erkant- j nuß nach dem rechten, das si dann darumb recht dunket, entschaident, dabi füllen wir baid tail beliben vnd das bi guten trüwen vngeuerlich war vnd stät halten vnd volfüren, als dik das ze schulden kumpt, an all Widerrede. Vnd deweder tail s an den andern also übergriffe vnd übcrfüre, als vor ist beschaiden, da mag dann der tail, an dem übervarn ist, dem andern tail verkünden mit boten oder mit briefen, vnd nach der verkündung so füllen wir ze baider sit den gemainen vnvcrzogenlich bitten, j dz er vns darnach in den nechsten acht tagen tag setze vnd beschaide an gelegen stette, vnd sol dann ietweder tail sin schidlüt ze im setzen vnd sich dann vmb die fachen lassen erkennen als vorbeschaiden ist. Ouch ist beredt, als ain richtung vor zitten s zwüschent dem Schulthaißen, den Rätten vnd burgern vnser statt Kaiserstul vnd Rudin Vngrichtcn von Regensperg Tschechen ist, was da die Vsspruchbriefe wisent, dabi sol man den Vngrichten gentzlich lassen beliben vnd an das volfüren vnd vss- f richten nach sins vßspruchbriefs wisung, an alle Widerrede. Was aber kuntlich gemacht wirt, dz im an den selben spruch worden ist, das sol im daran abgerechnet werden, an geuerde. Wir obgenanter bischosf Albrecht haben ouch für vns, für vnser f diener vnd für alle die vnsern, so vorbenempt sint, bi vnsern fürstlichen Eren gelopt vnd verhaißen, dis vorgeschriben richtung vnd verainung mit allen begriffungen war vnd stet ze haben vnd ze volfüren, an all geuerde. Vnd herüber ze ainem vesten vrkund ^ so haben wir vnser bischofflich Jnsigel haißen henken an disen brief, der geben ist an dem Nünden tag des manods Mayen, do man zalt von gots geburt vierzehnhundert Jar, darnach in dem zehenden Jare. Pergamentene Urkunde mit anhängendem bischöflich Constauzischen Siegel. Abgedruckt Tschudi lt., 0SS. 128 Juni 1410. «78. Altdorf. 12. Juni (vsf den zwölften Tag des manch im Brachst). Thallade Nrsrr». Ewiges Laildrecht zwischen dem Landammann mtd den Landleuten von Uri und dem Ammann und den Thalleuten von Ursern: 1. Die Thallente zu Ursern schwören, des Landes Uri Ehre und Nutzen zu fördern, dessen Schaden zu wenden und dessen Geboten gehorsam zu sein in allen den Stücken, die in diesem Brief geschrieben stehen. 2. Die von Ursern bleiben bei ihren Gerichten und bei des Thales Recht und Herkommen; sie besetzen und entsetzen die Nichter in ihrem Thale, doch wenn sie dieses je nicht in dem Maße thäten, daß die von Uri dünkte, daß des Thales und des Landes Uri Nutzen und Ehre gefördert sei, so mögen die von Uri einen Nichter nach Ursern setzen, nach des Landes Uri Recht, der Richter sei dann zu Uri oder zu Ursern gesessen. 3. Wenn die von Uri mit ihrem Panner oder ihrer Macht irgendwohin ziehen, so sollen die von Ursern, sobald sie es vernehmen oder dazu entboten werden, ihnen nachziehe» und ihnen mit Leib und Gut in eigenen Kosten helfen. 4. Um Straßenbauten und anderes, was die von Ursern betrifft, mag Uri sie nach Billigkeit oder nach gegenseitigem Uebereinkommen anlegeil. 5. Ursern behält sich seine Alpen und sein Gemeinwerk ausschließlich vor. 0. Ursern reservirt die Dienste, die es dem Gotteshaus Tisentis von Recht oder Gewohnheit wegen zu thun schuldig ist, doch dem Landrccht mit Uri unschädlich. 7. Einer von Ursern, der in das Land Uri zöge und da hanshäblich sein wollte, mag wohl da Lnndmann sein, soll aber weder Eigen kaufen, noch an des Landes Uri Alpen und Gemeinwerken Thcil haben, es sei denn die Landleute von Uri gönnen es ihm aus freien Stücken. Ebenso gilt umgekehrt dasselbe, wenn einer von Uri nach Ursern zöge. 8. Uri behält sich bei diesem Landrecht alle seine Freiheiten und guten Gewohnheiten vor und nimmt sich aller Kriege, die Ursern vor diesem Landrecht allfällig gehabt hätte, von Rechtswegen nicht an. 9. Wenn die Gemeinde von Uri oder der Mehrthcil derselben die von Ursern des Landrechtes und des Eides entlassen will, so steht es ihnen frei; in diesem Fall tritt das Ver- hültniß wieder ein, das vor dem Abschluß dieses Landrcchts bestund. 10. Zu welcher Zeit dcn Ammann und die Landleute zu Uri je dünkt, daß die Thalleute von Ursern dieses Landrecht mit Eiden erneuern solleil, sollen sie zwei Voten in der Thalleute Kosten nach Urscrn senden; diesen sollen die Thallente unverzüglich schwöreil. Abgedruckt im Geschick) IS freund VIII., p. 187 f. T7S. Lucern. 4^10, 3. September ssori^ 4w xost Versno). Staatsarchiv Lucern: Rathsbuch II. 44 d. Der Stöße und Mißhellungen wegen, die sich auf der Kirchweihe zu Alpnach zwischen denen von Nidwalden und denen von Obwalden erhoben haben, erkennen der Eidgenossen Boten, man soll derhalben zu Recht kommen; jeder aber, dem etwas zu Leid geschehen ist, soll da Recht nehmen, wo derjenige, der ihn verletzt hat, seßhaft ist. December 1410. 129 SSV. Lueern. 22. Deceinlier (Montag nach 'i'iiomo). Staatsarchiv Lucern: NathSbuch II. 32 v. ll. Der Eidgenossen Boten koinnien einhellig iibcrein: Heimbringen, ob man gen Eschenthal ziehen wolle "cht Tage vor der Lichtmesse oder ans welchen Tag; ob man kosten haben wolle mit Büchsen, Bollern nnd andern Sachen; wo man solle um den Zeug achten, hier oder in Eschenthal; insonderheit daß jeglicher Bote "ut Vollgemalt komme auf Sonntag nächst vor dem zwölften Tage (4. Januar 1411), und was dann die Wahrheit der Boten gut finde, aus eigenem Rath oder nach Auftrag, daß die Minderheit dein folgen solle, g Ter Knechte wegen, die zu Appenzell gefangen sind, wie die von Glarus sagen. TSR Lnceru. I ^ 11, 5. Januar (v-Hii-t iH.stm-unH. Staatsarchiv Liiccr»! Rathsbuch II. !i!> l>. Boten: Zürich, Hans Herter, Jacob Glenter; Bern, Ivo von Vollingen; Uri, Hans Roth, Peter ""u Usingen; Schmilz, Jtcl Neding; Obwalden, Claus von Nütli, Altamman; Nidwalden, Arnold von Stein; Glarus, Matthias Netstaler; Zug, Hans Schriber. (Gegenstände sind keine angegeben; s. den vorgehenden Abschied). T8S Lurern. I 1 > , 15. Januar sioritt . Jeglicher Bote soll in Sachen wegen des Eschenthals heimbringen, daß jede Stadt und jedes Land drei ^chützm, jeglichen mit seinem Spieß wohl bewaffnet, in Schrift bringe (torant iu soriptis); daß man einem Söldner jährlich hundert Pfund gebe; wann sie hinein gehen sollen; daß jede Stadt und jedes Land fünf ^aum Mehl hineinschicke; und daß man einen Söldner ändern möge, wenn es den Eidgenossen gefällt. 17 Februar 1411. 284. Luc eril, 1 4 I I , 1 8. Februar (form 4^ lpc>st Vulentini). Staatsarchiv Luccrn: Rathsbuch II. tki », >,. Tag wegen Verwaltungssachen in Eschenthal und Pommat. (^tknsrnnt nnntii ,1s lig-c ox xnrts eornrn äs IZsokitnl) Die wenigen Aufzeichnungen find unleserlich und unvollständig. 285. Lucern. I/i 11, 26. Februar (korin po»t. >i-ut!nL). Staatsarchiv Luccrn: Rathsbuch II. :!, Schutz, Unterwaldcn, Zug und Glarus. Beilage 4L. März 1412. 131 T88. Aucern. 4 44 2, 7. März (ksria 2^^ Auto msäiain gnaäraxssimava). Staatsarchiv Lucern: NathSbllch II, ll n. An diesem Tage sollen die Boten der Eidgenossen dasein: wegen der Knechte Zschndycr, Rudi Jmhof :c.; ^egen der Lucern gebührenden Anforderung; und wegen Pfeilen und Büchsen. — Neben andern Dingen, vorkommen werden, will Lucern antragen: nicht zu brennen; nur zu gemeiner Eidgenossen Händen einzunehmen; wie, wo oder wann man den Zeug haben wolle; zu gebieten, daß man Vorgeschriebenes hehle; ullen Kauf abzuwerfen gegen Walliser und Eschenthaler. S8S. .Zug. 4442, 20. März (an dem zwenzigisten Tag Weetzen). Stadtarchiv Zug. Die von Meyerskappel hatten „stür vnd bruch" gelegt auf Gitter, die an Zug gehörten; darüber gedeihen Amman und Rath dieser Stadt in Streit mit Schultheiß und Rath von Lucern. Sie kamen endlich dnes Schiedgerichtes überein und Bürgermeister Heinrich Meiß von Zürich wurde zum gemeinen Mann benommen. Dieser setzte Tag nach Einsiedeln, hierauf nach Zug. Als am letztern Orte die von Zug zwei Zeugen gestellt, Lucern aber sieben verlangte, da ward von Johannes Graf von Zug, welchen: Johannes Keiler, ebenfalls von Zug folgte, auf seineu Eid ertheilt: Ihn dünke recht, daß die von Zug ihre Sache 'uohl bewiesen haben; worauf der Altburgermeister von Zürich „dise vrteil gerecht" gab. Weitere Grenzanstände zwischen Lucern und Zug bei Meyerskappel werden am 30. September gl. I. 1412 (Freitag nach Michaelis) durch eidgenössische Vermittler an Schiedboten aus den unbetheiligten Orten gewiesen. Urkunde im Stadtarchiv Zug. SSV. 444 2, 15. Mai. Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. t»I, 1 a, 2 a. „Jtcin hant sich der Bürgermeister, die Rät vnd der Groß Rat die Zweyhundert erkennt von der von ^«sel wegen, als die an vnser Herren etwas Einung geworben hant, also dz die fach von den Burgern dien Aäten enpfolen ist, vnd was man an st bringet oder wie si die fachen vindent mugen, dz süllent die Rät ^ann widerumb für die Bürger bringen, die mugent aber dann die fach für Hand nemen, als si dann dz dunket. -Vetnin xv elis Nu vi nunc» oto. xij"." Unmittelbar darauf folgt mit „Item vff den vorgenannten Tag" das Statut, das im Züricher NathS buch I. S. 3. unter dem Datum des 16. Juli (Samstag nach St. Margaretha gl. I.) enthalten ist. S. u. Absch. 292. TSt Badeu. 4442, 28. Mai. Staatsarchiv Lucern. Der Burgermeister, die Schultheißeil, die Ammänner, Räthe, Burger, Landleute und alle Leute der Städte und Länder Zürich, Bern, Solothurn, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und das Amt und 132 Mai 1412. Glarus schließen für sich, die ihrigen und für Anunann und Landleute zu Appenzell, mit den Herzogen von Oesterreich einen Frieden bis zum 23. April 1463 (den s. g. fünfzigjährigen Frieden). Beilage 46. Die Verkündung dieses Friedens durch Herzog Friedrich f. bei Zellweger Urk. II. S33. Lichnowsky V. Regest. 1314. 13IS. SNT Zürich. IHI2, 16. Juli. Staatsarchiv Zürich: Rathsbuch I. (1442 —>448> i>. Z. „An dem nechsten Samstag nach sant Margreten tag in dem NEEEEXII jar kamen die Burgermeister, die rät vnd die großen rät, die zwephundert, auch überein, als die von Switz, die von Zug, von Glarns vnd etlich ander vnser eidgenossen ein gesetzt vnder inen sollen gemacht hau, das nieman, wer der ist, der ir bnrger noch lantmann nit ist, och ln inen nit ist gesessen, enkein gut, so in ir stetten v>>d lendern noch in iren gebieten gelegen ist, noch kein gült vff denselben gittern kouffen sol vnd dz die iren dz also nieman, so ir burger noch lantman nit sint, als vorstat, ze kouffen geben füllen. Wie da die ob- genannten Eidgenossen dz gen vns, gen vnsern burgern vnd den vnsern haltent, das dz wir, vnser burger, die vnsern vnd die zu vns gehärmt, gen den obgenannten eidgenossen vnd den iren ouch also ze gelicher wise halten süllent. Dis sink vnd erkanntnusse mag man ouch minren vnd meren." Abgedruckt Jahrb. v. GlnruS, VI. p. 457. Nr. 146. TN» Zürich. IHI2, 15. Ailgnst. Staatsarchiv Liirern. Tag gemeiner Eidgenossen mit dem österreichischen Landvogt. Die Acten fehlen. Die Verhandlungsgegcw stände ergeben sich aus dem Einberufungsschreiben vom 3. August: „Vnser willig dienst sie uch voran, guten srllnd vnd lieben Eidgenossen. Wir tun üch ze müssen, das der Herrschest von Oesterrich Landvogt j vns vcrschriben vnd ein früntlichen tag angeseit hat, dz man in vnser Stat sin sol vff vnstr frowen tag, so j schirrest in dem Ougsten kunt, frü ze tagzit, und dz wir üch, allen andern üwern vnd vnsern Eidgenosse den tag I ouch verkünden sullen. Liebe fründ, also verkünden wir vnd bitten üch ouch ernstlich, dz Ir üwcr erbern Botschest mit j vollem gemalt hie Zürich vff dien tag haben wellent, durch das die fach mit früntschaft dcster bas übertragen muge ! werden. Ouch bitten wir üch gar ernstlich, das ir die Kotten, vff dien der spruch stat zwüschent vnsern Eidgenossen de» ! von Glarus vnd was von des namen wegen, den der von Krenkingen den vnsern »am, den der Landvogt solt ^ habca vsgcricht, dz aber Im die von Glarus tun sollent, als ir wol wüssent w., vff den vorgenanten tag her schikent, ob ir st gehaben mügent. Werdent ir aber ander Kotten her schikent, den empfelhent doch, das si den spruch zwü- > scheut den vo^ genannten vnsern Eidgenossen von Glarus vnd vns tügen, durch dz die fach mit dem minsten kosten j vstrag gewü»»^ Heran tut ir vns sunder lieb vnd dienst. Als dann die von Emptz in dem friden, der nu jungst j zwüschent der Herrschast von Oesterrich vnd der Eidgnoschaft gemacht ist, sin wellent, darumb si brief wellent j geben, ob die Eidgnossenschaft dc6 von inen begerent vnd ouch also das die Eidgnossen inen ouch brief geben, wel s man inen aber kein brief geben, so wc>^ si doch bi dem friden beliben. Dez gebent üwren Kotten ouch vollen ^ gemalt ze antwurten, ob man den von Emptz brist welle geben von wegen — oder nicht, vnd lassen ir nit, j ze schikent also üwer botschaft zu dem tag, wen wir dis alles allea üwern vnd vnsern Eidgnossen ver- > kündet haben. Datum iis ciio ^uZnstianno clowini N. tXlLC. xis. wo.» Burgermeister und Rat der Stat Zürich. Missiv auf Papier im Staatsarchiv Lucern, August 1412. 133 TN4. Bern. 1^12, 31. August (ultima . Der Ammann von Mainthal bittet einen andern an seine Stelle zu setzen. Das soll man heimbringen bis zu dem Tage, der zu Lncern sein wird, am Dienstag nach unser Frauen Tag zu Herbst, v. Die von Schwpz haben begehrt, vor denen von Wallis sicher zu sein in allen Gebieten der Eidgenossen „wo sie an si stoßent". <1. Die Stöße zwischen Zürich und Lucern soll man auf dem Tag zu Lucern an St. Michaelstag zu verrichten suchen. V> Da die von Appenzell gemahnt sind wegen vieler Sachen, die den Abt von St. Gallen und sein Gotteshaus betreffen, haben ihre Boten auf dem Tag zu Zug „der ietz vff Saut Verenentag geleist ist" erklärt: „Was die geschwornen Briefe zwischen ihnen und den Eidgenossen enthalten, dem wollen sie genug thun und dabei bleiben; sie bitten, daß man sich mit dieser Antwort begnüge; sie getrauen auch, sie haben genug geantwortet." (Die von Appenzell haben alle, alt und jung, wer über sechszehn Jahre alt ist, geschworen, den Eidgenossen allen in Städten und Ländern oder dem Mehrtheil unter ihnen gehorsam zu sein. Item sollen sie auch ohne der Eidgenossen Willen keinen Krieg anfangen.) Dieses im Abschiedsband H. des Staatsarchiv Lucern eingebundene Stück ist undatirt, aber von Cysat, offenbar unrichtig, mit 1411 1. September überschrieben. Das Monatsdatum fällt nach den in d und o enthaltenen Angaben zwischen den I. und 8. September. Das Jahresdatum läßt sich nicht mit Gewißheit ermitteln. 1411 kann es nicht sein, weil der citirte Burg- und Landrechtsvertrag der. Appenzeller mit den Eidgenossen erst am 24. November dieses Jahres geschlossen wurde. Dagegen ist mit Rücksicht auf die Streitigkeiten der Appenzeller mit dem Abt und Gotteshaus St. Gallen, auf die Verhältnisse zu dem Eschenthal, Mainthal rc. das Jahr 1412 nicht unwahrscheinlich; ob- ' gleich von den in diesem undatirten Abschied angeführten Tagen, sich in dem Jahre 1412 keine weitere urkundliche Spur erhalten hat, was übrigens auch bei späteren Jahren, in welche nach seinem Inhalt dieser Abschied eingereiht werden könnte, der Fall ist. TN6. Lucern. 1-112, 7. September (Mittwoch vor u. F. Tag ze Herpst). Staatsarchiv Zürich! Stadtbuch IN. !! !>. Dcr Tilg dahin ward von der Eidgenossen Boten gemacht, um „etwe manig stuk von der von Wallis, von der von Bern, von dcr von Eschental vnd von andern welschen Telr wegen". Burgermeister, Räthe und Zweihundert von Zürich geben am Montag vorher (5. September) ihren Boten, die sie auf den Tag schicken, volle Gewalt in den Sachen zu thun, was andrer Eidgenossen^ Boten thun werden; wollte man jedoch einen Zug nach Wallis beschließen, so sollen sie darum nicht Gewalt haben. 134 November 1412. SS7 (Wiener) Neustadt. 4>442, 23. November. K. K. G. Archiv Wien. Herzog Friedrich von Oesterreich schreibt an Zürich und dessen Eidgenossen, die Herzoge von Bayern bekriegen ihn mider Recht, sie (die Eidgenossen) möchten denselben absagen nnd soviel Volk als möglich ins Innthal senden. Regest bei Lichnoivöki) V. Regest 4354. S98. 4442, 1. Deeember (Mittwoch noch St. Niclaus). Staatsarchiv Luccrn. Bürgermeister, Rath und Bürger der Stadt St. Gallen erklären, daß sie des Bürgermeisters, der Näthe und Burger der Stadt Zürich, des Schultheißen, der Näthe nnd Burger der Stadt Lncern, der Ammänner und Landleute der Länder Uri, Schwyz und Untermalden, des Ammanns, der Näthe und Bürger zu Zug und des Amtes, uud des Ammanns und der Landleute zu Glarus, Burger und Landleute auf zehn Jahre geworden sind. Beilage 47. T9S. 4445, 27. Januar (Freitag vor Lichtmeß). Staatsarchiv Luccr»: Silbernes Buch. Burgrecht des Johanniterhanses zu Hohenrain mit der Stadt Lucern. » Vgl. Segesser Nechtsgeschichte I. S. 4L7 f. In Uri. 4415, 3. Februar (Frytag nach V. L. F. Tag ze Lichtmeß). Archive Nidwalden und Gttgelbcrg. Boten: Walther Bueler von Uri, als Gemeinman; Heinrich Meiß, Altburgenneister von Zürich, Ulrich Walker, Ammann zu Lucern, Johannes Roth, Anunann zu Uri, Jtel Neding, Ammaun zu Schwyz, und Arnold voit Silenen voit Uri, als Schiedlente für das Gotteshaus Engelberg; und Ulrich ab Jberg, Werner Hön und Werner von Steinen, Landleute zu Schwyz, und Georg von Zuben und Jost unter der Fluh vou Unterwalden, Landleute ob dem Kernwald, als Schiedleute für Anunann und Landleute zu Untermalden nid dem Kernwald und die Thalleute zu Engelberg. 1) Gemeinman und Schiedleute, nach dem Inhalt des Anlaßbriefes, in welchem Nidwalden das Landrecht und Engelberg die Gerichte vorbehielten, erkennen sich und sprechen „mit der mehrern Urtheil": Da die Herreit von Engelberg Briefe haben voit vier römischen Kaisern und Königen und von sechs Päpsten, daß keine irdische oder weltliche Person über ihr Gotteshaus und das Ihrige zu gebieten haben solle, sondern der Abt oder der, den er damit beauftragt, so sollen die von Nidwalden billig von den Thalleuten stehen, die sie neulich zu Landleuten genommen haben. 2) Um die Sache zwischen dem Gotteshanse und den Thalleuten zu Eltgelberg mag der Gemeine Februar 1413. 135) kmen andern Tag setzen. 3) Wegen des Bannes, in welchen? die von Untermalden sind, erkläre?? die Herren von Engelberg: Um die neulich zu Landleuten angenommenen Thallente habe das Gotteshans oftmals auf gemeiner Eidgenossen Bote?? oder auf eine Stadt oder ein Land besonders Recht geböte??, was aber die voi? Nidwalden alles ausgeschlagen haben; dar????? habe das Gotteshaus das geistliche Gericht anfangen müssen. Die von Nidwaldei? eriviedcrn: Sie seien nicht mit Recht in den Bann gekommen, und Engelberg müsse sie daraus löse??; denn oftmals haben sie vor sich ans Ammann und Landleute Recht geböte??, und wollten die Eidgenossen ihre Boten dabei habe??, so sollte?? sie sehe??, daß sie gemeines Recht halte??. Uebrigens hätte?? die Eidgenossen versiegelte Briefe gegen einander, die wohl weisen, wie man Pfaffe?? in der Eidgenossenschaft halten solle; zugleich baten sie eine?? Brief zu verhören. Der ward gelesen. Auf die Frage des Gemeinen, was hierum Recht wäre, wurde mit der mehrern Urtheil ertheilt: Da die Thalleute denen von Nidwaldei? wit dem Recht abgesprochen worden, so solle?? sie nun auch sich selber aus dein Bann löse??, es sei den??, daß sie vor dem Bischöfe beweisen mögen, daß sie nicht mit Recht ii? den Bann gekommen seien. 4) Auf die weitere Frage des Gemeinen, ob nun nicht die beiden Theile vor einander sicher sei?? sollten, wurde abermals das Mehr: Schon der Anlaßbrief habe Sicherheit des Leibes und Gutes ausgesprochen bis auf den Spruch, und so soll es nun auch hinfür bestehen; ebenso sollen die Herren von Engelberg ihre Güter, die sie zu Stans ii? de?? Gerichten haben, besitze?? und nießen wie andere Landleutc. Abschriftlich Urkunde, abgedruckt im Ge schichtS freund XII. 336. Am 11. Juni (ins läns llunis) 1412 schrieb, aus Klingnau, Otto Erwählter und Bestätigter von Consta«;, Dsoanc», Eamsrario singmlisgns oontratrilius Dooanatns Imssrnonsis: über Amman und Landleute von Nidivalden, und vorzüglich über die Thalleute von Engelberg, sei das Verbot des Gottesdienstes gelegt; nun hebe er es, auf Anhalten des Abts und ConventS zu Engelbcrg, bis zum heil. Kreuzes Tag im Herbste (14. September) auf, ob mittlerweile eine ami- valntis oompositio erzielt werden könne. Am 11. Octobcr (5 läus votolöris) 1413 schrieb, aus Baden, Derselbe an Dieselben: der Bann und das Verbot über Nidwaldei? sei gekommen oooamons gnornnäam /trnolcli an Ltsin, ^Valtlisri äs Lürsn, Votrioi Lnookbolösr st llobanins cls ?ug1i80rv, sx st xro so gucxl läsm tomsrs violsnton st öiiormi manu xriäem Huonäam kratrvm Rnoäolknin äioti Non. Nontio /tmAsIorum Lonvsnimalsm xrokossum st prssditsrum vinoulatuin st oaxtivum aliguot clislzno clotinusrnnt z da der Conventherr nun wieder frei sei, und die ininriatoros ihm genug gethan haben, so hebe er die durch seine Amtleute und Veriveser ausgefällten Strafen des Bannes und andere wieder auf. Sie sollen daher das Land von Bann und Verbot freisprechen; die Vier aber müssen noch vom apostolischen Stuhle die Lossprechung erhalten. Zwei Urkunden im Staatsarchiv Luccrn. In 1k vi. I 4 I 5», 27. Februar (Montag nach St. Matthiastag). Archive Engelberg und Sclnvvz. Die Bote?? des vorigen Tages. Diese, indem sie ihren Spruch erneuern, bestätigen die Rechte des Gotteshauses Engelbcrg i»? Thale daselbst. Abschriftliche Urkunde. Abgedruckt im G ef ch i ch tsfre u n d XI. Ivb. Z0T. 4/545, 2. März (Donstag nach St. Matthias). Archiv Obnxilde». Drei Landleute von llri, etiler voi? Ursen? und eine Anzahl Leute aus dem Livinerthal Quint (t)?????tv), Pratz st'rntci), Bmbry (^mdr)-), Fieß sUio«««) ?c. tröste?? den Ländern Uri und Obwalden für Bertschi Dietrich, 136 Marz 1413. dm diese „von etzwe mendiger fach wegen" in Gefangenschaft gesetzt hatten und dessen Leib und Gilt ihnen verfallen war. Nachdem auf Bitte der Bürgen Bertschi Dietrich gegen Urfehde frei gelassen war, versprachen die Bürgen für den Fall, daß derselbe von Datum dieses Briefs an einen Eidgenossen, wo der wäre, oder einen Andern in ihren Gebieten beraubte, den Schaden zu ersetzen; thäte er jemanden leiblos, außer im Fall der Nothwehr, so verbürgen die Tröster, den zwei Ländern 300 Gl. zu 20 Plapphart unverzüglich zu geben mit Verhaftung all ihres liegenden und fahrenden Gutes. Wenn aber, nachdem Bertschi Dietrich in einen dieser Fälle gekommen, die Tröster entweder ihn an Uri und Obwalden ausgeliefert oder die 300 Dl. bezahlt haben, so sollen sie für weitere Uebertretungen nicht mehr haftbar sein. Bertschi Dietrich seinerseits verspricht seine Bürgen schadlos zu halten. Es siegelt Walther Bueler, der erste der Tröster, und für alle andern, sowie für Bertschi Dietrich, ans deren Bitte, Claus von Nüdli, Altammann zu Unterwalden. Pergamentene Urkunde mit zwei anhängenden Siegeln. SOS. 13. März (Montag nach Invoonvit). Tschad!: Chronik I. «Ni7. Bei Anlaß des Krieges zwischen dem Bischof voll Chnr und dem Freien von Rhäzuns warbeil der Bischof voil Chnr, Graf Hugo von Werdenberg, der Abt von DisentiS, Donat von Sax und das Oberland in der Eidgenossenschaft um Bündnis? und Söldner wider den Freieil von Rhäzuns, den Grafen Friedrich von Toggenburg und die von Metsch. Tie von Rhäzuns waren, mit ihnen auf den Grasen Friedrich von Toggenburg, Amman» Reding von Schwiz und den Eggel von Glarus zu Austrug gekommen, die Gegenpartei sagte aber den Tag ab, was die von Rhäzuns den Glarnern klagten. Jahrbuch von Glarus VI. x, 40s, Nr. 14S. Vgl. Missiv des Heinrich von Rhäzuns an Glarus und den Brief Graf Friedrichs von Toggenburg an Glarus üä. an des heiligen Crüzabend im Mai 1413. 3 04. Bern, 1 ^ 1 5», 2. Nsirit (Sonntag vor ^nMrosii). Staatsarchiv Bern. Voten: Zürich, Heinrich Meiß, Bürgermeister; Lucern, Peterman» von Moos, Edelknecht, des Ruthes, Ulrich Walker, Ammann; Biel, Rudolf Hofmeister, Maier; Uri, Hans Roth, Aniinann, Walther Bueler; Schwpz, Jtal Reding, Ammann, Ulrich ab Jberg; Obwalden, Clans von Rüdli; Welti Heintzlis; Nidwalden, Arnold am Stein; Zug, Hans Graf; Glarus, Albrecht Vogel, Ammann, und Ulrich am Bnel. Solothurn hatte von Graf Otto von Thierstein die Herrschaften Erlinsburg, Wietlisbach und Bipp gekauft; Bern aber sprach sie an, und berief sich auf die, lange vor dem Kaufe geschehene, Vcrbriefung des österreichischen Landvogts um die Lösung. Die Boten der Eidgenossen vereinigen sie in Minne dahin: 1) die beiden Städte behalten die vorgenannte Herrschaft geineinsam, Bern bezahlt an Solothurn die Hälfte der Kanf- snmme; 2) um allfällige Anstände tagen sie zu Jegisdorf, finden sie dort nicht Minne, so nehmen sie zu je zwei Schiedleuten einen Obman van den Eidgenossen, nämlich so: 3) jene der beiden Städte, welche von der andern angesprochen wird, wählt,ans Zürich, Lucern, Viel, Uri, Schwpz und Unterwalden je einen Mann; aus diesen Sechs nimmt dann die andere Stadt, die zu Tagen gemahnt hat, den Obman. Pergamentene Urkunde mit zwei anhängenden Siegeln. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt ISS4, S. StS ff. Juli 1413. 187 3<»5. ^ttt't'ru. 1415, 4. Juli (Zinstag nach Petri Uttd Pauli Apostolorum). StaatSa» cliiv Zürich: Stadtbnch III. 5 u. ^ag gemeiner Eidgenossen „von der nnlwurt wegen, so innn vnsenn Heeren dem Römischen Kung inon ^ ' Tie von Zürich gnlnm am 29. Juni (Usbri ob Unnli apostnlarvni) den Voteil, die sie auf k>gelben Tag senden merdcir, volle Gewalt zu thnn und zu antworteil, was gemeiner Eidgenossen Voten uiid antworten werden; würden sie jedoch nicht einhellig, so sollen ihre Boten zu dem stimmen, was von Bern und von Solothnrn Bote» antworten und thnn werden. 30«. 1. August. Archive Tchwyz und Uli. Uebercinkunft der zwei Länder Uri und Schwyz betreffend Friedegeben und Fricdbrnch: „Allen den die discn brief ansehcnt oder hörcnt lesen, nn vnd hienach, künden wier die Landannnan vnd die Lantlüte gcmcinlich der zweyer i Lendern Vre vnd Switz vnd veriehcn osfenlich mit disem brief für vns vnd vnser nachkamen, dz wier mit guter vorbctrachtung vnd durch srides i vnd gemaches willen vnd ze versechen vnd zc sürkomen, dz nit flösse noch vnsug zwüschent vns vfstan muge, won es gar dike bcschicht, das von s kleinen fachen großer gebrcst, nnlust vnd schad vfstadt vnd do von so syen wier des einheitlich ober ein kamen vnd haben dz vfgesetzet, meinen i vnd wellen dz: Were dz da keiner von Vre vnd von Schwitz oder die, so zu dewcderm Lant gehörent oder bi inen wonhaft sint, mit enandern stößig I wurdin, wo dz were, dz got lang wende, die oder den, so also stoße hant, sol man wisen, dz si enandern frid gebin vf recht, vnd wer dz nit tun wölt j vnd dz verseiti, do sol ietweders land, do es beschielst, die darumb busen nach ir Lantz recht, dz si vnder inen selber vmb solich fachen hant. Vnd wer j auch also lrid git, der sol für sich vnd die sinen frid geben han vff recht, vnd wennc also frid geben wirt, so sol auch vmb den stoß menlich frid han i vf recht, vnd were dz icman denne von dcwederm teile darzu vtz tun wölt, mit dcheinen frefen- llchen fachen, der sol des ersten fragen vnd müssen, ob vmb j die fachen frid geben si oder nit, vnd wäre, dz dewcdcrS teils frund oder ieman anders von ir wegen darüber vtz darzu tätint darnach so da frid geben ist, der j sol als wol fridbrech sin, als ob er selber mit der hant frid geben hetti, ob sin frund oder geselle frid geben hct, als vor stat. Were auch dz diser j ieman in einem frid ze dem andern spreche srevenlich: Mörder, ketzcr, meineit, dicp oder böswicht oder einer hieße den andern liegen oder sin muter gchyen, ald dikercr i der worten dekeiner einem zuredet in einem st'id, der sol von ieglichem der vorgenanten worten ze bus gefallen sin an alle gnade vmb fünf phunt phennigen > tn discn vorgenanten zweyen Lendern gcngcr vnd gebcr, vnd derselben buss sol werden dem Lantrichter zwcy phunt phennige vnd dem Lande zwey phunt vnd dem i der herumb geleidet hat ein phunt Denare, vnd sont hcrumbe vmb die vorgenanten scheltwort in ietwedrem Land die scchtzig leiden bi den ciden, so si ir richter i vnd dem Lande gesworn hant, vnd sont dz tun vnd dz dein Lantrichter sagen, ob es der gcgensacher nit selber leiden noch sagen wir, doch sol ers selber leiden i bi sim eide vnd sol danne in ictwederm lande, do es bescheche, der Amman vnd richter har vmb klagen vnd dz recht, von dem oder von dien i nemcn, die im also verleidet werdent, vnd sol dz tun bi sinem eide alwegcnt in dem nechsten manot, ob er si ergriffen mag, an geuerde, vnd sol die bussen i in zien wo si im werden mugent vnd vuch vsrichten dien als vorstat. Vnd wäre dz einer den einung nit weretti, von des hin so er des fellig wirt inwendig ^ dein nechsten manot, dem sol der Amman schaffen dz lant ze verbieten als vmb ander cinung vntz dz er den nnung git. Vnd wer in darüber huseti oder s hofeti, essen oder trinken git, der sol die busse für in geben. Vnd mag Man den oder die darumb anreichen als vmb recht geltschult. In disen fachen ist ouch sunderlich i beret als do vor stat von der friden wegen, dz nicman sol gcwalt han, die fride wider en ander ab ze lasen, denne mit beder Lendern willen vnd radt. Aber diser i einung sol ietwedrem Land an ir cinunge, di si vnder en andern hant selber gemachet, vnschedlich vnd vnbcgrisfcnlich sin. Doch behoben wier dz vns selben vor > dz wier die vorgenanten zwcy Lender tzkmeinlich oder der merieil mit en andern rate vnd willen disen einung wol mugent mindern oder meren als vns gut 18 138 August 1413. dünkt. Vnd j des alles ze einem gewcren offnen vrknnt ond gezugnuß, so haben wicr die obgcnanten von Brc v» von Schwiz vnser beder lendcrn gemein insigcl offenlich gehenkt ^ an disen bricf, der geben ist ^ vf ingenden Ougsb'^ in dem Jar do man zalt von Kristi geburt firtzechenhundert vnd tritzechen Jar. Pergamentene Urknnde mit anhangenden Siegeln der beiden Länder. »07 M eran. 4/44.?, 3. August. K. K. G. Archiv Wien. Köiüg Siguiuud bestätigt die Freiheiteil der Privilegieu der Städte Zürich, Solothuru und Bern. NeichS-Negistratnr, Band II. Fol. 56. Tschudi I. KK9 erwähnt o. 4. S5. Juli (St. Jacobstag) einer Botschaft der drei Städte zu diesem Zweck. »08. CUV. 44i4.?, 24. Allgttst (St. BartholomänStag). Tschudi: Chronik I. f>7». Tag der acht Orte mit König Sigmund, wobei derselbe von ihnen Hülfe gegen Herzog Philipp ^ Mailand begehrt. »OS. Cur. 44i4.?, K. September. 5t. 5t. ^ haben mit vnd gegen Heinrich Göldliu, den ersamen nüseli Burgeriileister, Räten, burgern vnd gewebt Statt Zürich vnd iren Eidguossen gemeinlich lind besunder" bis auf dell heutigen Tag, die Parteien gänzlich lind gar vertrageil und verrichtet haben, wie folgt: Der Markgraf für sich und seine Erben, April 1414. 139 s'chttt auf „alle die Zuspräche, so wir gehupt haben oder ze haben mcindeu, nichtz vsgeuoinen, off Heinrich ^'ldlin, Annen, sin elicher huSfrowen, alle ire kind, so si ietz habent oder hienach gewinnent vnd alle die, ^ von demselben Lynyen vnd Stammen hinenhin geboren werdent, vnd besonder sölichcr zusprnch, als wir "'"uen, dz si vns vnd vnser Herrschaft zugehörten, vnd ouch sölicher zusprllch als wir von Nüker von Puchheim von Heinrich Göldlins Vinter ze dem jetzgenanten Göldlin gehept haben". — Ebenso verzichtet der Markgraf auf alle Urtheile, die er gegen Göldlin vor irgend welchem Gericht erlangt hat und gibt die Briefe ^Mus oder erklärt sie tod und kraftlos, er verzichtet auf die Acht, die er vor königlichem Hofgericht gegen ausgewirkt lind verspricht darüber seinen Bekauntnißbrief zu geben; ebenso solleil Bannbriefe, die fällig vom heiligeir Bater oder von andern geistlichen Gerichten erlangt wären, wirkungslos gemacht werden, gibt zwei Kinder Heinrich Göldlins, Jacob und Lucas, die er gefangen hält, unversehrt frei gegen rhein. Gl., die Heinrich Göldlin ihm dafür nach Straßburg zahlt, bei Empfangnahme der Kinder in ^ dortigeil Stadtschrcibers Halls. Uebcrdies bezahlt Heinrich Göldlin dem Markgrafen noch weitere 3000 Gl. und verzichtet seinerseits ans alle Ansprachen an denselben. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel des Markgrafen. ZtT Aucerll. j ^I April bmlMs intis oMsuss ?ssede). Staatsarchiv Zürich: Etadtbuch III. S Ii. ^lg „von Vilsers Herrn des Klings wegen". Die von Zürich geben am Tag vorher ( ze volfüren mit guten trllwen nu vnd hernach, vngeuarlich. also daz wir sullcn eines ammanns vnd d" lantlüte» gemein- > lich zc Switz vnd des selben landes ze Switz schaden warnen vnd wenden vnd ir uuz vnd ir 6" fürder» als verre wir vermugen ^ an geverd vnd an alle argelist vnd ouch einem ammann vnd dien lantlüte» ist' meinlich ze Switz, vnscrn lieben Herren, gehorsam ze si» s an alle widerred, und ouch jucn bchulsfen vnd berate» st sin. Es ensol ouch -»keiner vnser der vorgeschribnen Märchlingen > noch vnser uachkomcden niemand anders»'« bu-'st' noch lantuian werden noch sin, setz noch hernach, es were denne dz vnser j keiner in ander stett oder lender mit ^ vnd gut ziechcn vnd da hushablich sind wurde, oder eS aber vnser keinem erloupt vnd gunncn j wurde von v»st"' lieben Herren von Switz gemeinlich oder dem merteil vnder jnen. Wir die obgenempten lantlüt gemeinlich !'" der Mittel march vnd alle die in der ober» March, die zu vns gehörend, vnd ouch alle die zu vns gehörend als stat und j vnser nachkomen sullent ouch dise fache vnd eide, als diser brief wiset, ernuwern vnd swerren als dik »»^ vil so dz j vnser lieben Herren, ein Amman vnd die lantlüte ze Switz oder in botschaft an vnS oder vnser »achko»»'" ervordernt, j wz je denne knaben oder mannen vnder vns oder vnder vnsern nachkomen sechszehen jar alt sint o^ clter, an alle widcrred > vngeverlich. Vnd har vber ze einem waren vnd vesten Vrkund, nu vnd hernach, aller vocg'' schribcn stuken, artikeln vnd > sachen, so an disem brief vor vnd nach geschribcn stat, so haben wir die obgen»»"" lantlüte gemeinlich in der mittel March vnd alle die > in der ober» March, die zu vns gehörend, vnd ouch alle die st vns gehörend, erbetten die sürsichtigen wisen vnser liebeil lantlüte dis hie- j nach genempten, des ersten Arnold Hegt»''' zu disen ziten vnser ammann in der March in namen vnd an statt eines ammanns vnd der'j lantlüten ze Switz, »»^ lieben Herren, vnd ouch Heinrich Häginer, Rudolf Stellin vnd Peter Schriber, Heinrich Bruchin, Heinrich s Kugelt und Rudolf Silien, dz jr jetlichcs sin eigen Jnsigel osfenlich für vnS vnd vnser nachkoiiien gehenkt'hat an disen ivär- j ligen brief, ze einer waren vesten sicherheit vnd gezügnuß diser vorgeschribnen sache, artiklen vnd stuken, so disem brief geschribcn j stat. Dz auch wir die obgenanten Arnold Häginer, Amman», vnd Heinrich Häginer, Stnlli, Peter Schriber, Heinrich Bruche vnd Heinrich > Gugelberg vnd Rudolf Silia getan haben durch der obgen»»^ unser lieben lantlüten gemeinlich in der Mittel und obern March vnd alle ^ dien zu vns gehörend, ernstlicher ^ willen vnd ouch vnser jeklichcr für sich selber vnd sin nachkomen ze einer vergicht diser j vorgeschribnen sache. beschach vnd wart diser brief geben an dem nechsten Sunnentag vor »litte Riepen in dem iar, do man zalt > Eristus gcburt fierzeh» hundert vnd siertzehn jar." stergaineutenc Urkunde mit sieben aichuuizen'oen Sieg-»'' Juli 1414. 141 »IS Bern. 1414, 4. Juli (St. Ulrichstag). Tschttdi: Chronik l. »77. Der Eidgenossen Boten begrüßen zu Bern den römischen König Sigmund. Siehe auch die Anmerkung zu Absch. 316. Schmid, Geschichte von Uri II. 180. citirt einen, wie es scheint, in Original nicht mehr vorhandenen Freiheitsbrief König Sigmunds für die Urner aus Bern von diesem Datum, wodurch er ihnen alle Gnaden, Privilegien u. s. w., die sie von seinen Vorfahren am Reiche je erhalten, bestätigt habe. 316. Luceru. 17. Juli (vff jcz Cinstng vor Mnrycn Magdalcnen tag)/ Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 8 a. !1. Tag „von der hilf wegen, so Vilser Herr der Kling an Vilser Eidgnoschaft vnd vns (Zürich) begert vnd anmuoted". Die von Zürich geben am Montag nach St. Margareten Tag (16. Jnli) ihren Boteil Bollmacht, wenn gemeine Eidgenossen dem Könige Hülfe zusagen, es ebenfalls zu thun; dasselbe sollen die. Boten thnn, wenn die von Bern und Solothnrn oder jemand mehr unter den Eidgenossen zusagen; dabei behalten sie sich jedoch vor zu bestimmen, mit was für Hülfe oder mit wieviel sie dem Könige helfen wollen. 1». Was den Grafen von Savoi)en betrifft wegen Eschenthals, worüber der König begehrt Aufschub zu geben und die Sache „ein M" anstehen zu lassen, so sollen die Boten dahin antworten, daß man das thue und den König darum ehre. Am 6. Juli (dez nechsten Fritags nach sant Volrichs tage) war König Sigmund zu Bern; die Stadt sagte ihm Hülfe zu „wider Filipp maria, der sich nennet Hertzogen ze Meylan, der vnser vnd desselben Rychs offener vijnt, vnge- horsam vnd vngetriiw ist". Urkunde im Staatsarchiv Bern. Kopp in der ersten Ausgabe dieses Bandes Absch. 102 datirt diesen Tag „vff sant Marien Magdalencn tag 22. Juli; im Stadtbuch von Zürich I. a. aber heißt es: „Darumb ouch die Eidgnossen vss'jetz Cinstag vor Maryen Magdalcnen tag einen Tag mit einander leisten wellen ze Luccrn". »17. Lu6erIt. 1-41-^, 19. tlDoloher (Freitag nach St. Gallen Tag). Staatsarchiv Lncern. Boten: Lncern, Heinrich von Wissenwegen, Ulrich Walter; Uri, Malter Bueler; Schwyz, Johannes Sigrist; Unterwalden, Claus von Rütli, Landammann ob dem Kermvald, als Schiedleute zn einem Theile; und Jenny .Hödel, Ruodi Holzach, Bürgi Schiffly unv Walter Hug, Schiedleute des äußern Amtes Zug. Diese von den Parteien, den vier Orten einerseits und den Leuten des äußern Amtes von Zug anderseits gesetzten Schiedrichter entscheiden mit Mehrheit über die von den vier Orten in Anspruch genommene Befugniß, der Kehrordnung nach, mit Unterwalden anfangend, der Stadt und dem äußern Amte Zug einen Amman» zu setzen, was sie zu Baar im Felde bei dem Zug von. 1404 beschlossen hatten, an der Stelle von Schwyz, das den Ammann seit vierzig Jahren gesetzt, in Zukunft zu thun und womit man damals „abgeschieden" war. Die Stadt Zug anerkannte das Recht der vier Orte, das äußere Amt berief sich dagegen auf den Bundbrief und auf Kundschaften; auch die vier Orte ließen Kundschaft verhören, wie sie aus dem Felde gezogen seien zc. Die Schiedrichter entscheiden für das Recht der Eidgenossen, den Ammann zu setzen. Pergamentene Urkunde mit fünf anhangenden Siegeln, abgedruckt im schweizerischen Geschichtsforscher X. 249. 142 November 1414. St«. 4414, 18. Noveuilmr (Sonntag nach St. MnrtinStag). Archiv Tchivnz. Landrecht der Waldlciltc zu Einsiedeln mit dem Lande Schmilz unter Vorbehalt der Rechte des Gotteshauses Einsiedel». „Es soll kein Waldmann anderswo Burger oder Landmnnn werden, es sei denn, er ziehe mit Hab und Gut aus dem Lande". Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel Nnd. LütoldS, AmmannS des Gotteshauses Einsiedcln, abgedruckt Tschudi, I. 680. Vgl. 1'. Gnll Morell, Ncgcsten von Einsiedeln Nr. 030. ARS. 4414, 29. Deeember. Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. !2 Zürich lehnt mit Rücksicht ans den Frieden mit Oesterreich das ihm anerbotene Bündniß des Bischofs Otto von Constanz ab. „Wir der Bürgermeister, die Rat, die Zunftmeister und der groß Rat, den man nemet die Zweyhundert der Statt Zürich Hand vns vff disem hüttigen tag einhellenklich erkcnt, als der hochwirdig Herr, Herr Otto bischof zu Costenz vmb einen bund und burgrecht mit sinen schlössen, landen und lüten geworben hat an vns vnd unser Statt, dz wir nu zemal der fach niüßig gan füllen, wan vnS nit dunket, dz wir es mit eren getun künnen, dann täten wir es, dz wir den lutcr wider den fridcn tätin, so die Herrschaft von Oesterrich vnd wir mit einander Hand, es werc denn das der Bischof vorhin niit dem rechten von der Herrschaft von Oesterrich käme, dz er weder vm Rates vnd dienstes noch von deHeins sines schlosses wegen derselben Herrschaft nütz verbunden were. Wenn dz beschech, wolt dann der Bischofs fürbasser ütz zu der fache tun, dz wir aber denn fürbasser red darumb hetten. Saturn saüdato nnto LirLuiuoisionis anno xv°". »TS. Eonstan^. 4413, 10. hl 7. ?) Januar (üio lovis brachte Herzog Friedrich seine Klagen selbst vor den König, konnte sie aber in Gegenwart der Eidgenossen nicht begründen; den dadurch bewirkten Übeln Eindruck habe dann Friderich auf einem Tage zu Lucern zu tilgen gesucht, worauf die Eidgenossen auf einem zweiten Tage zu Lucern beschlossen habe», den Frieden mit ihm zu halten. ÄTZ s 4!! j», 13. Äsät'z (toria guai'ta xost Iwtaro). Staatsarchiv Zürich. Johannes, Graf zu Sponheim urknndet, daß er um seine Kriege und MißHelligkeiten mit denen von Zürich „ich Eidgenossen und Helfern, Städten und Ländern, für sich nnd alle, die mit ihm in diesen Sache» gewesen sind, freundlich verrichtet nnd versöhnt sei. Pergamentene Urkunde mit anhangendem Siegel. SS4. I /! I 23. ÄuN'H (Samstag vor Staatsarchiv Vern. Bern sagt dem König Sigmund seine Hülfe gegen Herzog Friedrich von Oesterreich zu. Die königliche Urkunde vom Samstag vor dein Palmtag (23. März) I4lS, aus welcher dieses hervorgeht, lautet folgendermaßen: „Wir Sigmund :c. Wann wir »u des Schultheißen f Rates vnd bürgern gcmeinlich der Stat zu Bern in Vchtlaud, unser vnd des Nichs lieben getrüen, dicnste und hilsfe zu vnser» vnd des j NichS ernstlichen vnd großen geschefften bedürffen vnd wen wir Sy zu vnsern diensten willig finden, darumb wölken vnd setzen wir j von römischer küniglicher macht, waz Sy vns vnd dem Rich dienen werden me dann Ire fryheit vswisent, das sol In sürbnß an 144 März 1414. Iren s friheiten die Sy haben keinen schaden bringen in dhcin wys. Als wir dann vormals in vnser länglichen person mit den egenannten von Bern s in Vchtland gerett, gefordert und an Sy begert hatten, vnS vnd dem Riehe Hilfe zu tund vnd byzustcen wider Herzog Fridrichen von j Oesterrich, ob wir mit demselben Hertzogen zu kriege komcn, vnd als vns die selben von Bern vormals vnd onch itz und von New es zugesagt j haben, daz Sy vns denselben von Oesterrich zu kriegen genzlich helssen wällen; Also wällen wir onch, daz Sy mit vns versorgt sind in solicher s maße als hernach geschribcn stet. Wer es fache, daz wir eynicher ley richtung oder friede in künftigen zyten mit dem egenanten von Oesterrich > vffnemen würden. So wällen wir dieselben vornemlich vnd mit namen in solichem fried oder richtung begriffen, genannt vnd gezogen j haben, und ob sich gcbürt, daz wir mit dem egenannten von Oesterrich vcrricht wurden vnd dann die von Bern dcrselb von Oesterrich nach etlichen s ziten vnser richtung zu kriegen vnderstunden, dannoch wollen wir sy nicht übergeben vnd lassen, Sünder wir wällen sy getrülich vnd one geuerde zu dem Rechten versprechen vnd schirmen." Pei'gamcntt'ne Urkunde mit anhängendem königl. Majestätssiegel. Vgl. auch K. K. H. Archiv Wien, Neichsregistratur, Bd. L. fol. 138. »TS. Liicern. 4411», 2 5. M ärz xo-t, ?aima> um). Staatsarchiv Luce» »l: NathSbuch II. 42 d. Vor dem Rath zu Lncem erschienen zwei Boten von Zürich, der Stüsti und der alte Schwend wegen eines Spans zwischen denen von Ottenbach und denen von Merischwand, betreffend einen Schachen, den die voit Merischwand an dem jenseitigen Reußnfer ansprachen. Zürich zu Ehren hat dann Lncern den Seinen von Merischwand empfohlen, von der Ansprache abzustehen, doch so, daß, wenn sie dazu sich nicht verstehen könnten, die von Ottenbach ihnen darum zu Recht stehen sollen «an dem Ende, da das billig sei. Darauf hat Lueern an Zürich den Vorschlag gemacht zu einem Ucbereinkommen, daß, wenn in Zukunft die Reust dem einen Theile Land wegnähme und es an das andere Ufer legte, jeder Theil, Merischwand sowohl als Ottenbach, demselben „nachlangen" möge. Diese Meinung nahmen die Boten von Zürich heimzubringen. »T«. l44S, 2K. März. Staatsarchiv Zürich; Stadtbuch I!l. a. Zürich setzt den Eidgenossen Tag nach Einsiedel» wegen der Hülfe an den König. Am Sk. März (teria tertia post Palmarum) erklärten die von Zürich urkundlich: Der römische König Hobe sie „vss ich" durch den von Toggenburg und Anthonicn Guglan von Bern gemahnt, ihm Hülfe zuzusagen wider den Herzog von Oesterreich wegen des Nebels, das dieser an gemeiner Christenheit gethan haben solle, da er den Papst dem Concilium und dem Könige entfremdet habe, wodurch gemeiner Christenheit Einigung gehindert werde. Die von Zürich bitten den von Toggenburg ernstlich, sie beim Könige zu „versprechen", daß er nämlich wohl wisse, wie sie ihm vordem mit den Eidgenossen geantwortet haben, da er ihnen auch Hülfe „augemuotet" habe; daher sie jcht nicht wohl ohne der Eidgenossen Wissen antworten können. Sie haben jedoch den Eidgenossen gen Einsiedeln Tag geseht so kurz als möglich, und ihren Boten befohlen Tag und Nacht zu laufen; was sie dann auf dem Tage beschließen werden, wollen sie den König unverzüglich wissen lassen. Dazu solle der von Toggcnburg demselben erzählen, wie unkommlich cS ihnen wäre, wenn sie gen Schafhausen ziehen sollten, da sie von des Herzogs Städten, nämlich Napperswil, Bremgarten, Mellingen, Baden und Winterthur „vmbsetzet" seien; so daß sie besorgen, sollten sie „des ersten" so weit Hinausziehen, daß sie gar gröblich „von denen hie hindcr" gcschädiget würde», was seinen Gnaden nicht lieb wäre, „des" sie ihm „sunder" wohl getrauen. Statt in Einsiedeln wurde dann der Tag in Beggenried gehalten, s. unten 3». März. März 1415. 145 ST7. Beggcnried. 4/tIZ, 30. März (vff dm hl. Ostcrabend). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. ü. ^ag gemeiner Eidgenossen „von der hilf wegen, so vnser Herr, der Kung vns zngemuotet hat". Die Zürich geben am 29. März (in clis 0»rus8unsn an dem Carsritag) ihren Boten volle Gewalt, Könige mit der Eidgenossen Boten Hülfe zuzusageil wider den Herzog von Oesterreich; wollten jedoch ^ eidgenössische Boten es nicht thun, so sollen das die ihrigen „her wider" bringen. Bürgermeister, ' - / Zunftmeister und der große Rath die 200 behalten sich vor, sich weiter zu berathen, wie sie dem ^unge Hgsse zusagen wollen, auch wenn die Eidgenossen es nicht thnn; doch solle man dieses verschweige», die Boteil von dem Tag zu Beggenricd heimkommen. Am 3. April (an Mitwochen nach dem heiligen Ostcrtag) werden die von Zürich einhellig, an den König um folgende Stücke zu werden; hierüber gaben sie ihren Boten einen Gedenkbrief mit, der also lautet: 1) zu werben um Stillsitzen; kann das nicht sein, den Friedbrief vorzulegen, und darüber der Herren Erkanntniß zu verlangen und "uch zu nehmen; 2) zu werben um die Freiheit, nicht vor sein Hofgericht geladen zu werden, und daß er die Freiheit ^cgen der Unfern, die er auf Widerrufen ihnen gegeben habe, bestätige ohne Widerrufen; 3) daß er seinen Brief Lebe, daß, wenn sie ihm Hülfe wider den Herzog zusagen, dieses ihnen in künftigen Zeiten an ihren Freiheiten und Herkommen gegen ihn und seine Nachkommen keinen Schaden bringe; 4) daß der König keine Richtung ausnehme, ohne sie einzuschließen, und nur so, daß der fünfzigjährige Friede an ihnen gehalten werde: es sei denn, daß der König eine ihnen günstigere Richtung aufnehme, und ihnen beholfen sei, wofern der Herzog oder jemand andrer dawider thun wollte; 5) dafür zu sorgen, daß die Reichsstädte während des Krieges ihnen um ihr Geld Korn, Salz und andere Kaufmannschaft zugehen lassen; 6) würden sie Schloß, Land oder Leute gewinnen mit dem Schwert oder mit -üädingen", ihnen dann zu vergönnen, selbe zu besetzen und zu des heiligen Reichs Händen inne zu haben, und daß kt deren keines wiedergebe, außer mit ihrem Willen; 7) sobald der König um Vorgeschriebenes ihnen seinen Brief gebe, und dem genug zu thun verspreche, sollen die Boten ihm Hülfe zusagen. Zürichcr-Stadtbuch III, 15,«,,— Dieselben von Zürich erklärten am II. April (Isria guiuta xost yuasiwoäoKöviti): daß sie ihre Voten, nämlich Heinrich Meiß, Alt- burgermeister, Felix Manesse und Conrad Täscher, ihre Rathsgesellcn, an den König gesendet hatten, um die vorgenannten Artikel von ihm zu erwerben, und sofern sie dieses erlangen, ihm Hülfe anzusagen „von vnser wegen". Da nun die Boten »alles dz wir ynen empfolhen hatten vnd mer, nach allem vnserm willen wislich vnd wol geschaffet Hand vnd Hand vns ouch alles mit vnsers Herrn des kunigs brieff mit seiner Majestät versiegelt bracht, unversehrt ganz und gut", so habe Zürich ihm »billich" Hülfe zugesagt, und solle ihm auch billig behülslich sein in diesem Kriege wider den Herzog von Oesterreich. D a- jc I b st IL, a/V. — Ebendieselben geben am 17. April (Isria guarta ante Esorij) dem Burgermeister und Rath volle Gewalt: b) dem Herzog von Oesterreich wegen des Königs abzusagen, „wenn si das guot dunket"; 2) mit den von Naperswile »täding" anzusetzen um einen Frieden von vierzehn Tagen „oder da bi", damit sie ihre Sachen an andern Stätten desto besser austragen mögen; 3) vorzusorgen, daß Niemand brenne, so fern man es hindern mag, damit diese Sachen desto förderlicheres und besseres Ende gewinnen, und um das Land minder zu verwüsten. Sie erwählen mit einhelliger Stimme den Altburgermeister Heinrich Meyß zu einem Hauptman in diesem Krieg. Zugleich geben sie Briefe, daß sie während des Krieges sich weder ins Kloster Wettingen legen, noch sich darin schlagen wollen, damit die „erbern Herren", die den Gottes- b'enst halten, und ihr Gotteshaus von den Aeußern desto weniger „gewucstet" werden; nämlich es hatten dieselben Herren weinend an Zürich gebracht; erhalten sie nicht solche Briefe, so wollten der Landvogt und die von Baden ihr Gotteshaus in den Grund niederbrennen, damit die von Zürich sich nicht darin „enthielten". Daselbst 17, a. Tschudi II, 9, d und 10, g. läßt am 1. April (am OsterMentag) zu Lucern einen Tag halten; den zu Beggen- ^ed setzt er (II, 12, a/b) auf den 8. April (Mentags nach Huasiinoäo); ein dritter Tag wird nach ihm (II, 12, K, 13, a, "ud lg, a) zu Schwyz am IS. April (MentagS nach Nissrioorclia äarnini) gehalten: alle Eidgenossen, ohne Bern, hätten "Uf den beiden ersten Tagen dem Könige die verlangte Hülfe abgeschlagen, und sie erst zu Schwyz bewilligt. Am 30. März (Samstag vor Ambrosii) hatte der König sein Ausschreiben an alle Fürsten, Grafen, Ritter, Knechte, Aögte, Amtleute, Richter, Burger, Räthe und Gemeinden aller Städte, Waldstätte, Länder, Dörfer, Thäler und alle andern Mannen und Unterthanen des Reichs erlassen, worin er die Beschwerden gegen Herzog Friedrich nach dessen Ent- 19 14k Marz 1415. weichung aus Constanz speciell aufzählt, allen genannten verbietet, ihn zu Hausen, zu Hofen, zu speisen, zu tränken, bM zuzureiten oder in seinem Dienste zu bleiben, ihnen bei des Reiches Ungnade befiehlt, zur Bestrafung des Herzogs zuwirken w. zc. Urkunde mit anhängendem königl. Majestätssiegel im Staatsarchiv Zürich und in VidimuS im Staatsarchiv Lucertt. Abgedruckt von Aebi in Kopps Geschichtsblättern II. 4 00. f. ZT8. Constanz. 4 41411, im März. Janssen: Frankfurter Reichscorrespondenz I. Nr. 4!)ü. König Siginllnds Kriegsanstalten gegen Herzog Friedrich von Oesterreich: Item sollen die vo» Bern, Lucern, Sollotern und die eidgenossen und Smitzer mld graue Fridrich voil Duckenburg vild andn' Herren, ritter nild knechte dabp gesessen, off den mantag in der Oster,vochen (1. April) ziehiit nur die vnd stede pn gelegen. Vnd hau die von Ben, vnserm Herrn dem kung das zngesagit, sp wellen des Herzogs stede vier pme binnen acht dage antivlirten, vild meynen die von Bern pine viij'" inamlen zllfiiren. — so sollen die von sant Gallen vnd die von Appenzellen mit grauen Wilhelm von Bregenz vnd andern forsten, Herren, rittern vnd knechten dabp gesessen vsf den Ostermontag (1. April) vor Feldkirchen ziehe»- Vgl. Aschbach II. Beilage I. STS Constanz. 4 4 411, 5. April (Freitag nach St. Ambrosiustag). Staatsarchiv Zürich. n. Alis die Bedenken der Eidgenossen bezüglich der Theilnahme am Neichskrieg gegen Herzog Friedrich Oesterreich erkennt der römische König Sigmund mit den Botschaftern der Könige von England, Schwedt Dänemark, Norwegen, Böhmen und Polen und mit den Fürsten des Reiches, das; die Eidgenossen die begeht Neichshülfe zu leisten verpflichtet seien und daß der fünfzigjährige Friede mit Oesterreich sie dieser nicht entbinde, indem keine Verpflichtung gegenüber derjenigen der Neichsglieder an das Reich Geltung Er gebietet ihnen deshalb, dem König und dem Reiche gegen Herzog Friedrich Kriegshülfe zu leisten, zudem Alles, was sie von Oesterreich zu Pfand haben. Niemanden als dem Reiche zu lösen zu geben. li. Durch eine zweite Urkunde von gleichem Datum entbindet der König diejenigen eidgenössischen welche nicht schon unmittelbar an das Reich gehören, mit allen ihren Gebieten, von allem Herrsch»^'' verband mit dem Hause Oesterreich, dessen daherige Rechte als erloschen erklärt werden. Urkunden abgedruckt bei Tschudi II. 13. 14. vumont II. 2. 20. Stumpf, Constanzcr Chronik 43. Nuszüglich Segesser, Nechtsgeschichte von Lucern I. 237.233. LichnowSky V. Negesten 1502. 1503. Im Staatsarchiv Lucern befindet sich nebst viüimus der im Text angeführten Urkunden, ein ganz lautendes Orginal des ersten Briefes betreffend das Fllrstengericht, wie dasjenige von Zürich mit anhängenden königliche Majestätssiegel, aber mit dem DatumMontag nach Dikurtii (15. April.) Aus der Zusammenstellung mit den nachher anzuführenden Urkunden vom 6. 15. 22. 21. April (folgende A»"'' und Absch. 330, 331.) und dem Spruchbrief vom 28. Juli 1425 (Seg esser, Nechtsgeschichte 11.74., allwo S.72. 74. Kundschaften, die sich auf Verhandlungen zwischen Lucerner und Schwyzer Hauptleuten auf dem Felde vor Vremgartew 22. April, beziehen) scheint sich das Vorhandensein zweier Originalbriefe mit verschiedenem Datum in der Weise zu erklärt daß die Lucerner und die drei Länder auch nach dem 5. April noch zögerten, dem Vorgehen von Bern und von Zürich folgen, und daß namentlich Lucern erst auf die Lösung seines speciellen Herrschaftsverbandes durch den Brief vom 1ö. Ap»' mit welchem zugleich eine neue Ausfertigung der königl. Urkunde vom 5. April, mit dem Datum deS 15., auf welches 5" April 1415. 147 Zweite Brief gestellt war, an Lucern gegeben worden sein mag, sich zum AuSzug entschlossen habe. Daraus würde sich auch die von Tsch udi II. 16. erwähnte Tagsahung zu Schwyz, unmittelbar vor dem Auszug der Luccrncr (17. April), wobei wan steh über das Verhalten gegenüber den zu erobernden Landschaften verständigte, erklären. Aus der Urkunde König Sigmunds vom 16. Mai 1116 an Zürich und Lucern (s. u. Absch. 634.), die im Eingang wieder die ganze Geschichtserzählung enthält, sowie aus dem Frciheitsbriefe für Ob- und Nidwaldcn, vom 28. April (s. u. Absch. 3W.) ergibt sich, daß der Spruch des Fürstengerichts, wie er oben steht, in Gegenwart von Boten von Zürich und Lucern gegeben wurde: „in gcgenwirtigkeit ewer fründe vnd crbcr botschaft, die ir vf dieselben zyt by uns hattent". Am 6. April (Samstag vor ksluasimockoFöniti) erklärt der römische König, daß die Hülfe, welche die von Zürich 'W gegen Herzog Friedrich zu leisten zugesagt habcn, ihnen an ihren Freiheiten -c. keinen Nachtheil bringen soll. Wenn Schlösser, Städte :c. des Herzogs einnehmen, so mögen sie darüber Amtleute sehen, doch so. dast sie dem König und dem Reiche schwören, so oft sich gebührt dem Reiche die Huldigung leisten :c. (Pergamentene Urkunde mit anhängendem Majestätssiegel im Staatsarchiv Zürich, auch k. k. Archiv Wien, Ncichs-Negistratur Band N. 138.) Die gleiche Zusage gab der König an Lucern erst am 15. April (Montag nach Niduroii). Zwei Urkunden im Stadtarchiv Luc er». Segesser, Nechtsgcschichte I. 2öS. 291. — nach k. k. Archiv Wien,. Reichsregistratur bl. 132. auch an Uri, Schwyz, Untcrwalden. Zug und Glarus. Vgl. unten Anmerk. zu Absch. 330. An Zürich war in der Urkunde vom 6. April (!- °) noch beigefügt: Um Alles mit Gottes Hülse zu vollführen, sende der König den edcln Conrad von Wcinsberg "ut seinem und dcS Reiches Panncr und dem Befehl, die Huldigung der eroberten Städte -c. zu des Reiches Händen einzunehmen; mit Herzog Friedrich verspreche er keinen Frieden zu machen, außer die von Zürich werden darin mit benr Frieden, den sie vormals mit dem Herzog geschlossen oder mit einem noch bessern versorgt. SZ0 Consta uz. 1416, 15. April (Montag nach riduroii). Staatsarchiv Liiccr». be> > ^ ^ ^mische König Sigmund stellt unter diesem Datum die gleichen zwei Urkunden aus, welche er x. unter dem 5. April vorher den Eidgenossen bezüglich der Neichshülfe gegen Herzog Friedrich von ^reich bezüglich des Erlöschens der österreichischen Herrschaftsrechte gegeben hatte. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Majestätssiegel, auSznglich abgedruckt Segesser, Rechtsgeschichte I. 263 f. S. oben Anmerkung zu Abschied 329. Freiheitsbestätigungen wurden von König Sigmund, nebst den vorhin erwähnten für Lucern, ausgestellt: für Uri, ^Hwyz, Untcrwalden, Zug am 15. April (k. l. A rchiv Wien Reichsregistratur Iii. 182.), für GlaruS am22.April, Mvntag vor St. Georg (k. k. Archiv Wien, Reichsregistratur U. toi. 139.) für Schwyz am 28. (Sonntag Lantats) _ . utbannverleihung sür Schwyz, March, Einsiedeln und Küßnacht, Evocationsprivilegium für die Leute dieser Orte, Beratung der österreichischen Lehen und Wochenmarkt (Urkunde im Archiv Schw yz, theilweise abgedruckt in den lidortatos w8icksl» Herzog nicht behülflich sein, sondern innerhalb ihrer Mauern bleiben, während die Parteien auf dem Fe^' schlagen. K. Innert der sechs Wochen ist freier Wandel und Kauf und gegenseitige Sicherheit ausbedungew Es siegeln Conrad von Weinsberg, im Rainen der Eidgenossen Jacob Glenter, Bürgermeister von Zürich die Stadt Bremgarten. Pergamentene Urkunde mit drei anhängenden Siegeln. Z3T. 4 11 . Mal (Samstag nach u. Herrn Auffahrtstag, nach mitten! Tag, als die Glogg achte geschlagen hat). Staatsarchiv Zürich. Burkard von Mannsperg, Landvogt des Herzogs Friedrich von Oesterreich, urknndet, die Eidgeiw!!'" von Zürich, Bern, Lucern, llri, Schmilz, Nnterwalden, Zug und Glarns, welche im Rainen des römisi»^ Königs Sigmund den Herzog bekriegen, seien auch vor die obere Beste Baden, genannt der Stein, gezog^' welche er mit seinen Mitgesellen für Herzog Friedrich gehalten, und haben selbe dermaßen „genötet", daß'' sich zu folgender „Teding" verstanden habe. 1. Einstellung der Belagerung die nächsten acht Tage Hindus dagegen soll die Festung weder mit Speise, Trank noch mit Leuten oder Bauten gestärkt werden. Ebe»» solleil die Eidgenossen sich gegen der Beste nicht stärken, uns dem Feld dagegen ist ihnen solches unbenonw^' 2. Schlägt innert diesen acht Tageil Herzog Friedrich die Eidgenossen vor Baden oder anderswo aus de»' Felde, so soll Baden „entschüttet" sein. Geschieht aber dieses nicht, so hat nach Ablauf der acht Tage d'» Landvogt die Neste Baden den Eidgenossen zu des Reiches Hauden zu übergebeu. Dagegen sollen sie und die Besatzung mit Leib und Gut, liegendem und fahrendem, was sie iu der Beste oder in der Stadt Bad'»' haben, unbekümmert abziehen lassen und ihnen Alles sicher nach Waldshnt oder Bremgarten nach eines Wahl folgen lassen, doch so, daß sie allfälligc Schulden innert einem halben Jahr nach der Uebergabe bezahl Mai 1415. 149 sollen, und soll der Landvogt seine „Gülten" mit seinem Brief und Siegel sichern, die andern sollen für allfällige Schulden Bürgen oder Pfänder geben. 3. Was des Herzogs Gut in der Beste ist, das soll daselbst verbleiben zu des Königs und des Reiches Händen. 4. Wollte einer aus der Besatzung, der vormals in der Stadt Baden Burger war, sich daselbst haushäblich niederlassen und schwören wie die andern Burger, so soll ihm das gestattet sein und in diesem Fall soll er seine Schulden bezahlen nach der Stadt Recht und Gewohnheit, b- Wenn Herzog Friedrich oder jemand von seinetwegen mit dem Landvogt oder seinen Mitgesellen etwas anderes schaffen wollte als diese Beredniß weiset, so sollen diese sich daran nicht kehren, sondern derselben genug thun. — Diese Uebercinknnft besiegelt der Landvogt Bnrkard von Mannsperg für sich und seine Gesellen und von letztern, die sich unter sein Siegel binden, siegelt noch Thomas Nntisteiner. Pergamentene Urkunde mit zwei anhängenden Siegeln. sss Conslauz. 4 44l4, 12. Mal (Sonntag nach/Vsammiunis). Staatsarchiv Zürich. Der römische König Sigmund sendet den Grafen Günther von Schwarzburg und den Wiglois Schenk von Geyern an die Eidgenossen vor Baden mit folgenden Aufträgen: „Wir Sigmund von gotes gnaden, römischer kung rc. Enbieten den Burgermeistern vnd Amptman- s nen, Netcn vnd Burgern gemeinlich der Stett Zürich, Lucern, Glarus, von Switz, von Vnderwalden vnd allen Eydgnossen oder iren Hauptlüten, die von Iren wegen vor Baden ligen j vnsern vnd des Richs lieben getruen vnser gnad vnd alles gut. Lieben getruen, wann wir mit dem hochgebornen Friedrichen, Herzogen ze Oesterrich :c. vnserm lieben oheimen j vnd surften nach dem vnd wir mit Im ze kriege komen waren, in teydinge gewest sin vnd euch soliche teydinge von Im vfgenomen haben, das vns bedunket, wir möchten ^ die billich von Im vfnemen, als wir auch solicher ley ding ein Abschrift gesant haben, vnd wann wir euch newlich vormals verschriben haben, das ir euch nit für bas in > allen fachen glimpflicher Halden sollen, doch das veld nit vsbrechen biß wir euch by vnserer trefflichen botschaft das enbieten würden, Darumb mit wolbedachtem mute, gutem j Rate vnserer vnd des Richs Fürsten, Grauen, Edeln vnd getruen vnd rechter wissen, senden wir ze euch für Baden den edeln Grass Günther von Schwarzvurg, Herrn ze j Ranis, vnsern vnd des Richs Hofrichter, den vesten Wygleys Schenk von Geyern, vnser Rete vnd liebe getruen, vnd haben In volle macht vnd gewalt gegeben and geben in ^ craft dies briefes beiden von vnsern vnd des Richs wegen vnd zu vnsern vnd desselben Richs Händen inzenemen vnd huldung vnd eyde an vnser stett von jn zu nemen vnd ouch j vnser Meinung in der sachen an euch ze bringen eigentlich vnd volliclich vnderwyste, vnd begeren vnd gebieten euch ouch mit ganzem ernstlichen» fliße j was euch die vorgenanten Günther vnd Wygleis ze discrm male von vnsern wegen sagen werden, das wollet Ir gentzlich gloubcn. Dorzu was sy mit euch ouch von vnsern wegen ^ schaffen werden in allen sachen, disen vergangen krieg vnd iremlich Baden antreffende, das ir das tun vnd dem also volgen vnd »achgeen sollet on alles verziehen ^ vnd widersprechen. Das ist vns von euch sunderlich wol zu dank. Mit vrkund dis briefs versigelt mit vnser künglicher Maiestat Jnsigel. Geben zu Costantz nach j Cristi geburt vierzehen hundert Jar vnd darnach in dem fünstzehenden Jaren, des ncchsten Suntags nach Ascensionis domini, vnser Riche des vngrischen in dem Newn s vnd zwanzigisten, vnd des römischen in dem fünften Jaren. Pergamentene Urkunde mit anhängendem königlichen MajestätSsicgel. ZZ4. Eoilssttinz. 4^1411, 16. Ätlli (des nechsten DoncrstagS vor dem hl. Pfingsttag). Staatsarchiv Zürich. König Sigmund schreibt an Zürich und Luccrn: Nachdem Herzog Friedrich von Oesterreich sich unterworfen und alle seine Städte, Schlösser und Lande dem König und Reiche anHeim gesetzt habe für die 150 Mai 1415. Erfüllung seiiler Versprechungen, so sei nun der Zweck des Krieges erreicht und der Reichsdienst höre diesfalls ans. Er habe die Eidgenossen bereits auffordern lassen, vom Schlosse Baden und anderen Schlössern und Städten, die nun zum Reiche gehöreil, abzusteheil und das Feld zu räumen. Er höre, daß dies nicht gescheheil sei, könne das aber beinahe nicht glaubeil, erneuere daher ernstlich diese Aufforderung und begehre von den beiden Städten, daß sie andere eidgenössische Orte, die allsüllig derselben nicht zu entsprecheil geneigt wären, dazu mahnen, bei des Reiches, dessen unmittelbare Glieder sie nun seien, Ehre :c. :c. — In der Einleitung dieses Briefs werden auch die Verhandlungen des Reichshofs, wo erkannt wurde, daß die Eidgenossen trotz des fünfzigjährigen Friedens zur Neichshülfe verpflichtet seien, angeführt, wobei es heißt: „Dornst in gegenwürtigkeit der von Zürich vnd von Lutzern erbern botschaft mit vnseru vnd des Richs Curfürsten:c. :c." Pergamentene Urlunde mit ahängcndem königlichen Siegel. Ein Schreiben in gleichem Sinne, unter gleichem Datum, mit wörtlicher Einschaltung des Unterwerfungsacts Herzog Friedrichs vom 7. Mai (s. Tschudi II. 23.) erging an Uri, Schwyz, Unterwalden und Glarus. Pergamentene Urkunde mit königlichem Majestätssiegel im Archiv Uri. Am 7. Mai hatte Herzog Friedrich sich dem König unterworfen und waren in Folge dessen die königlichen Briefe vom 12. und 16. für Einstellung der Feindseligkeiten ergangen. Uebcr deren Nichtbefolgung und die Vorgänge bei und nach der Uebergabe des Steins zu Baden, f. die am 23. October 1447 aufgenommene Kundschaft Konrads Herrn zu Weinsberg, in den Sitzungsberichten der kaiserlich königlichen Akademie der Wissenschaften zu Wien, Jahrgang 1849, S. 458. 468. ZZ5. I1 ei, 27. N!äi (Montag vor 11. H. Fronleichnamstag). Archiv Schwyz. Waffenstillstand der «Ztadt Napperswyl mit Schwyz und dessen Eidgenossen: „Wir der Schultheiß, der Rat vnd die burger gemeinlich der Statt ze Rapreschwil tunt s kunt mänglichen mit disem brief: Als wir von unser gnädigen Herrschaft wegen von Oesterrich s gen der eidgnosschaft in krieg komen warent, daz wir da mit den erbern wisen dein land- s «man vnd dem Rat vnd der gemeind des Landes ze Schwitz vnd mit allen den iren einen s guten getrüwen friden vnd satz vfsgenomen vnd gelopt haben ze halten als lang vntz daz wir Inen denselben s satz absagcnt oder des glich si In uns absagent. Also daz ietwedra teil vor dcni andern mit lib vnd s mit gut sicher sin sol vntz an daz selb absagen, vnd mit namen nach dem absagen dry tag vnd dry nacht, die nächsten, vngeuarlich. Vnd des ze warein vrkund so haben wir vnser Statt Jnsigel s gedrukt in disen brief, der geben ist an dem nächsten mentag vor vnscrs Herren fronlichnams tag > anno äomini bl". evvL» xv°. Urkunde aus Papier mit ausgedrücktem Siegel der Stadt Napperswyl, abgedruckt Tschudi II. Sl. Der Gegenbrief von Schwyz vom gleichen Datum (Archiv Napperswyl) ist angeführt bei Nickenmann, Negesten von Napperswyl Nr. 45. »ZK. Aürich. IZ, 4. ZillNl (Cinstag nach Eorxoris Edristi). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 17 v. Tag gemeiner Eidgenossen: „Als die edcln Herren Graf Fridrich von Toggenburg vnd Graf Conrat von Friburg an vns vnd gemeiner eidgnossen Kotten bracht Hand vmb vnser Bottschaft ze tnond zuo vnserm Herren dem Kung vmb dz, ob wir mit vnserm Herren dem Kling verricht moechten werden, als er Juni 1415. 151 ^was zornig vsf vns ist, als man vns seit, von des wegen dz wir Baden die vesti zerbrochen haben". Hieruin beschließen die von Zürich am 1. Jnni (sablmto xost Evrporis xxi): Vereinigen sich auf ^age gemeine Eidgenossen oder der Mehrtheil, ihre Botschaft gen Constanz zum Könige zu thnn, so ^ill auch Zürich Boten senden; wollen jedoch gemeine Eidgenossen oder der Mehrtheil es nicht thnn, so wird diese ^bldt sich dann weiter berathen, was zu thnn sei. Zugleich bezeichnen sie ihren Rathsgesellen Peter Ocri, nächstknnftige Jahr die Beste Baden inne zu haben und getreulich zu „vergoumen", dazu gehörende «nutz v»d gült" einzuziehen, und im Namen Zürichs und seiner Eidgenossen sein Bestes zu thnn; hierum schwur er. Tschudi II, 26, d, und 27, g. erzählt die Sache, als sei sie vor dem 26. Mai vorgefallen; schon am 16. Mai (Donrstag vor dem Pfingsttag) hatte König Sigmund die von Bern und Solothurn und die Eidgenossen von Baden heimgemahnt. S. oben Absch. 334. Eine Botschaft der Eidgenossen an König Sigmund nach Constanz im Juni 1415 findet sich erwähnt bei Janssen, Reichscorrespondenz I. S. 292 Nr. 56S> 3S7. 1 ^ 1Z, 20. Zlllll (ksria 5^ anto llodaunis Laptisto). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 18 tt. »Item vff denselben tag syen wir ouch übereilt komen von der dryer münze lvegen von Bern, von murn vnd von Walzhut, als man ineinet, dz die ze schwach syen vnd sich vnser münze nit gelichen Phbn, dz visier Statt Wechsler vnd die damit kunucnt, dieselben münzen jekliche insunder vffseßen vnd ver- Pu snllent, und wie sie denn iekliche findent, wo sie st bestanden dz sullent sy wider für vns bringen vnd ''u wir denn darus ze Rat werden, wie wir dieselben münzen dannanhin wellen halten. Am 12. September hernach (orastinol'oliois otltsSuls) erfolgte dann von Seiten Zürichs die Verrufung der Münzen von Bern, Solothurn und Waldshut. (Dasselbe Stadtbuch III. 24. n.) SZ8. Lucern. 4-4415, 23. Juni (vff den nechstkünftigen sunnentag vor Joh. Vaptiste). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 18 n. ^ag dahin, „vnd da dannan gen Bern", von des von Hallmil wegen. Die von Zürich geben am Vl's (leria. ^uivta nute llobannis Laz^°.) ihren Boten volle Gewalt: Ist es der andern Eidgenossen ^ an die von Bern zu bringen, daß man die Städte, Lande oder Leute, welche die von Bern, von " Mhum und die ihren, die von Lucern, Zürich, oder andere Eidgenossen gemeinsam oder besonders in hat in welchem sie dem Könige behülflich gewesen seien wider den Fürsten von Oesterreich, erobert ^ /'0 smnmtlich gemeinen Eidgenossen zugehören lasse, damit sie alle und gemeines Land desto besser bei sciii^" Gnaden bleiben mögen; und will es denen von Bern und den andern Eidgenossen zu Willen ltl'> ^ i^en die Boten von Zürich bevollmächtigt sein, Namens ihrer Stadt das aufzunehmen, doch un- ^iich shrim Bünden und Freiheiten. ^avt'ü urkundliche Datum sollte ohne Zweifel lauten Sonntag Johannis Vaptiste 24. oder dann Samstag vor Johannis "te 23. Ju„j. Am 13. Juni (Donstag vor Vit!) bestätigte zu Constanz der römische König Sigmund den Schultheiste», Nöthen und vrgern der Städte Baden, Mellingen und Snrsec alle Gnaden, Freiheiten, Privilegien und guten Gewohnheiten, von 152 Juni 1415. Wort zu Wort, die sie von römischen Königen und Kaisern und von der Herrschaft Oesterreich erhalten und hergebracht haben. (Pergamentene Urkunde mit anhängendem königl. Majestätssiegel im Staatsarchiv Zürich. S. auch K. K. g. Archiv Wien, Reichsregistratur ü. Fol. 173.) Am 23. Juni (vigiliu lokannis IZaptists) sendet König Sigmund von Constauz aus seinen Caplan Conrad Nack in den Argau, um dort zu Baden, Bruck, Mellingen, Arau, Münster, Zofingen, Arburg, Lenzburg, Sursee, Bremgarten und anderswo die Zinsen, Gülten, Renten, Fälle, Zölle, Gerichte und Nutzen, die dem Herzog Friedrich gehörten, zu Hände» der königlichen Kammer einzuziehen. (K. K. g. Ar chiv Wien, Reichsregistratur II. Fol. 179.1>.) SZS. Zürich. 8. Juli (Isria xost llclalrioi oxisooxi). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 18 I» — Itt I». Die Boten gemeiner Eigenossen sollen „off Hinacht" eintreffen. Schultheiß und neue und alte Wiche von Baden eines Theils, andern Theils Burger und Gemeinde daselbst, waren zerfallen über Besetzung der Räthe; jeder Theil hatte für sich Räthe gewählt, und meinte Gewalt und Recht dazu zu haben. Endlich gestatteten sie Zürich, für das nächste Jahr sechs neue und sechs alte Räthe zu setzen, was dieses denn auch that und am 11. Juli verbriefte, doch so, daß die Vierzig van ihnen allen gegeben werden, und Claus Sendler dieses Jahr Schultheiß zu Baden bleiben solle; doch unschädlich den Rechten gemeiner Eidgenossen und der Stadt Baden selbst. Die zwölf Räthe sind: Lienhart Meyer, Vörscher, Kurz, Riethans, Hanman Meyer, Heini Gebistorf, die neuen; die alten, Peter Amman, Rudolf von Rordorf, Bertschi Fry, Peter von Jnwil, Hörnly, Blum. Die darüber ausgestellte Urkunde (Zürich IIIS, 11. Juli) liegt im Archiv Baden. Bürgermeister und Rath von Zürich Urkunden, daß der Streit zwischen den Rathen und der Gemeinde zu Baden wegen Besetzung der 12 Räthe daselbst dahin geschlichtet sei, daß beide Parteien für dieses einzige Mal die Ernennung der 12 Räthe dem Bürgermeister und Rath von Zürich übergeben haben. Fortan sollen die 12 Räthe, der Schultheiß und die Gemeinde alle andern ihre Ordnungen machen nach dem Mehr unter den Zwölfen, den Rüthen, dein Schultheiß und den Vierzigen, die dazu von ihnen allen sollen gegeben werden. Alles jedoch denen von Zürich und ihren Eidgenossen an deren bereits ausgemittclten und verbrieften Rechten ohne Schaden. (Regest Nr. 214 im Archiv für schw. G. II. p. 34.) Im Züricher Stadtbuch III. 19. g,. steht ein cassirtes Conceyt des Briefs mit dem Datum des 9. Juli; das geltende steht Bl. 19. d. Die von Zürich kommen am 16. Juli (ksrio. toroia xoot Nar-rarsts) einhellig überein: die Vogtei zu Baden von Ulrich Klingelfuß, dem sie von der Herrschaft Oesterreich um 669 Gulden versetzt war, um ebensoviel zu gemeiner Stadt Händen zu lösen, und sowohl den Pfandbrief als von ihm einen „Vergichtbrief" um Lösung und Bezahlung zu nehmen. Zürich Stadtbuch III, 29, n. ^ucern. 10. Juli (Mittwoch nach St. Ulrich). Archiv Schwyz. Lucer», Uri, Schwyz, Ob- und Nidmaldm geben allen Kanslenten von Mailand und Como, welche in die Gebiete dieser vier Orte reisen, für zehn Jahre Gelei't nnd Sicherheit für Leib und Gut und alle ihle .stallsniannsch j Pergamentene Urknndc mit de» anhängende» Siegeln der fiins Orte. Juli 1416. 163 Z4I Basel. 4^i46, 22. Jnll (Montag vor St. Jacobstag). Staatsarchiv Zürich. König Sigmund verpfändet, nachdem er die Städte Baden, Vremgarten, Mellingen und Snrsee durch ^^g aus der Gewalt des Herzogs Friedrich von Oesterreich au sich und das Reich gebracht, in der Absicht, ^ benminten Städte in Frieden und Schirm zu setzen, dem Bürgermeister, dem Rath und den Bürgern von ^>ch das Burgstall ob der Stadt Baden, der Stein genannt, die Stadt Baden, die niedere Beste an der ^'ucke daselbst, dazu die Städte Bremgarten, Mellingen und Sursee mit ihrem Bann und allen Rechten ^ ^rmaligen Herrschaft um 450V fl. rheinisch, die er von Zürich darum empfangen zu haben bescheint. ^,^onig behält sich und seinen Nachkommen am Reiche die Wiederlösung vor, jedoch mit Einwilligung ^'vich wird ermächtigt, alle von der Herrschaft Oesterreich darauf gemachten Verpfändungen nach Inhalt ^ Pfandbriefe an sich zu lösen und auch seine Eidgenossen in den Mitbesitz dieser Pfandschaft nuszu- . en, Tie verpfändeten Städte sollen bei allen ihren Rechten, Gnaden und Freiheiten gehaudhabt, auch 'i den Besten dem Könige und seinen Nachfolgern im Reiche in ihren und des Reiches Geschäften stets ^ gehalten werden, jedoch ohne merklichen Schaden der Eidgenossen. Beilage 48. In der Neichsregistratur Band I?. Fol, 112, (K. K. g. Archiv Wien) werden nebst Baden nur die Städte Mellingen und Vremgarten genannt. Hiezusfolgcnder Eintrag des Züricherischen Stadtbuchs! 1415, 7. August storia, guarw ante Imnroutii). „Wir der Bürgermeister, die Nät, die Zunftmeister vnd der groß at, den man nennt die Zweyhundert der Statt Zürich syen vff disem hüttigen tag einhellenklich überein kamen, als von Verpfandung wegen der bürg Baden, der Stetten Baden, Mellingen, Vremgarten vnd Surfe, die vnser Herr von uggenburg vnd Jacob Glenter, vnser alt burgermeistcr, vm vnser der obgenanten Räten empfelhens wegen an vnseres Herrn des kunigs gemalt geworben Hand, dz da wir, die obgenanten Rät, die fache vollenden füllen nach dem vnd vns besser unkt getan denn vermitten i vnd gefallet vns auch allen wol, dz die Verpfandung fürgang gewünne vnd haben ouch wir er obgenant groß Rat die zweyhundert den vorgenanten vnsern Herren den Räten also ze vollenden enpfolhen. ^otum uuia gnarta ants lmursntii anno x?°." Staatsarchiv Zürich, Stadtbuch III. 2t. a. S4T. 4 >4415, 6. ÄUgN^l (an dem fünften tag des Manodcs Ougsten). Staatsarchiv Zürich. ^^'llttmeistcw, Rath und Bürger gemcinlich der Stndt Zürich und Schultheis;, Roth und Burger gell >ch her Stadt Bremgarten schließen ewiges Bündniß und Freundschaft zu getreuer und unverzogener lallen alle, welche die beiden Städte oder eine derselben wider Recht an Leib, Gnt, z ^ l Freiheiten, Gewohnheiten :e. schädigen oder kränken wollten, auf Mahnung mit Boten oder Briefen, vo» ^ ""^rn um Geldschuld oder weltliche Sachen auf ein fremdes Gericht laden, sondern jeder soll hi andern Recht nehmen vor dem Gericht, unter welchem der Angesprochene gesessen ist, oder wo er findet er da das Recht nicht, so mag er es „fürbaßer suchen". 2. Niemand soll den andern ^ Zten verbieten, ausgenommen den rechten Schnldner und den Bürgen, der darum gelobt hat. iuag Jedermann nach dem bisherigen Verfahren einziehen. 3. Jedermann soll dem andern 'i geben und zugehen lassen. 4. Um Stöße zwischen beiden Städten nimmt der klagende Theil den ge- 80 154 August 1416. mmu'u Mnuu aus dem Rath des andern, jeder Theil setzt zwei Schtedleute zu uud die füuf verpflichten eidlich, innert vierzehn Tagen die Sache in Giite oder mit Rechtspruch auszurichten, der klagende Theil st^ dem Beklagten in seine Stadt nachfahren und da das Recht seinen Austrag nehmen lassen. 5. Zürich belsttz in diesen: Bündniß vor dem römischen König und dem heiligen römischen Reich ihre Rechte, dann dtz Herrlichkeit und Nechtung, die der römische König und auch Zürich mit den Eidgenossen zu der Stadt Breiw garten haben und die" Blinde mit den Eidgenossen, die diesem Bündniß vorangehen und vorangehen soll""' Bremgarten behält vor seine Pflichten gegen den römischen König und das Reich. Zürich gibt zu, Bremgarten sich mit den übrigen Eidgenossen, allen oder einzelnen Städten oder Ländern in gleicher iMtz wie mit Zürich verbinden möge. K. Beide Städte verheißen einander Hülfe und Beistand, falls der römisch" König, seine Nachfolger oder irgendwer sie oder eine unter ihnen je vom Reiche drängen, versetzen oder w irgend welcher Weise davon bringen wollte. 7. Je zu zehn Jahren soll dieses Bündniß ans Erfordern jst"' Thciles von Allen, die über sechszehn Jahre alt sind, beschworen und mit Briefen erneuert werden, doch wetz" auch die Erneuerung und Beschwörung unterbleibt, so dauert das Bündniß dennoch ans ewige Zeiten st"" Pergamentene Urkunde mit beider Städte anhängenden Siegeln. Bezüglich der Verhältnisse von Mellingen, welche ebenfalls um diese Zeit ihre Regulirung erhalten haben mögw' sagt eine Aufzeichnung im Stadtbuch von Zürich I V. 74. a.— wahrscheinlich aus dem Jahre 1427: „Vnser eidgenosst' von Lucern vnd wir (Zürich) haben vnser guten fründ von Mellingen erobert mit den Gedingen als hernach gescheit statt: Item das wir Inen haben versprochen, ee das sy vns sweren wollen, sy lassen ze bliben by'allen fryheiten, gnad^ guten gewonheiten, rechtungen, brieffen, Privilegien, als ir «ordern vnd sy von keysern vnd künigen herbracht haut»» ir vorder» von ein Herrschaft Oesterrich von alterhar an sy bracht Hand. Vnd do Inen dis also versprochen wart, swuren sy den obgeschribnen vnsern eidgnossen von Lucern vnd vns zu des Heilgen Richs Händen, vnd alle die Herrlich^'" so ein Herrschaft von Oesterrich vntz dar in Ir Statt gehept het, dera söllent sy nu hinfür den obgeschribnen von Lucest vnd auch vns gehorsam sin, vnd bidemselben eid habent sy gesworn der dikgenannten von Lucern vnd vnser burgr^ zu halten. Darumb haben wir Inen zebedersit versprochen, sie bi dem Helgen Rich ze hanthaben als ander vnser burger davon nie mer trengen ze lassen. Dawider hant sy vnsern, eidgnossen von Lucern vnd ouch vns versprochen, wenn ^ wellen, so söllent sy dasselb Burgrecht allweg ze v Jaren crnüwcrn". Und auf Fol. 48. a. ebendaselbst heißt es: „Es ist ze wissen das alle Jar ein Schultheiß ze Mellingen, weler je Sch>"' heißwirdet, vor vns Burgermeister vnd Räten Zürich sweren sol, gemeiner Eidgenossen nutz vnd Er, Iren Schadens wenden:c. Vnd sol inen in demeid vorbehept sin die eid vnd dz burgrecht, so die von Mellingen mit v» ' den von Zürich vnd von Lucern, an sich genomen vnd getan hant. Vnd wenn dz ist beschechen, lichct Im ein burgermeister Schultheißcnamt." In einer späteren Eidesformel beim Jahr 1437 ebenda xars II. Nr. 1204 ist der Vorbehalt des Burgrechts Lucern und Zürich weggelassen. S4S. 4,4s 13, 14. Äuflllsst (viKiiig. ossuinpticmis bsuto Nario Vü'ssinis). TtaatSarchiv Zürich: Stadtbuch III. 22 !». Burkard von Maimsperg, zur Zeit der Eroberung Badens durch die Eidgenossen österreichischer Landow daselbst, hatte wegen des dort erlittenen Schadens Recht geboten auf Heinrich Meiß, Burgermeister Zürich. Dieser lehnte ab und der Rath verweigerte, ihn zur Sache zu weisen: „Wir der Bürgermeister, die Rät, die Zunftmeister vnd der groß Rat, den man nennt die zweyhundert der Zürich haben vns vsf disen hüttigen tag cinhcllenklich erkennt, als Her Burkart von Mansperg dz Recht vff Heiw'^ Meißen vusern burgermeister gebotten hat von der Zuspruch wegen, die er meinet haben zu gemeinen Eidgnossen w" den schaden, so Im ze Baden beschechen ist, dtz wir de den genanten Heinrich Meysen nit wysen sollen noch weR"" August 1415. 155 ^ er die fach vff sich neme, oder gemein man darumb werde, won er dz vormals versworn hat, als er vor vns dar- umb sovil geret vnd getan hat, dz wir Im darvmb geloubten. ^otum in viAilia assnmxtionis NoatoUaris virxinia 0nno xv^." Bezüglich des österreichischen Archivs, welches bei der Eroberung von Baden in die Hände der Eigenossen fiel, gibt unter andern ein im Archiv Basel liegender Brief ää. Zinstag vor unserer Frauen Tag ze der Lichtmesse 1432 Aufschluß! Burgermeister und Rath von Basel Urkunden, daß die Eidgenossen ihnen von den Briefen, die sie bei Einnahme der Beste Baden erobert, fünf die Herrschaft Oesterreich und die Stadt Basel betreffende auf ihre Bitte angeliehen habe», unter der Bedingung, selbe auf erstes Verlangen unversehrt nach Zürich zurückzuliefern, als: 1. Brief Kaiser Carls IV., wodurch selber die Vogtei in der Stadt Basel dem Herzog Leopold von Oesterreich aufgetragen hat ää. 1376. vf Sant Agnesentag. 2. und 3. Zwei gleiche Briefe, durch welche beide König Wenzel demselben Herzog Leopold gegönnt hat, den Zoll in der Stadt Basel zu lösen ä- ^ Stadt Baden die Schlüssel zu dem Thor bei der Niedern Beste abfordern; null sie dieselben nicht ^ "usgeben, so soll man ein „Türli" und einen Gang durch die Mauer machen, damit die eidgenössische einen eigenen Alis- und Eingang in die Festung habe. 3. Tie von den kleinen Bädern sollen Eidrg und Diensten an die niedere Beste gehören, wie bei der Eroberung, jedoch unbeschadet den Pflichten, ^be des Bnrgrechts und der Gerichte wegen gegenüber der Stadt Baden haben. 3. Niemand von den stenossm, er sei zu Pferd oder zu Fuß, soll zu Baden Zoll geben, es sei denn, daß er Kanfmannsgut sc>^ ^ brücke führte, von solchem soll jedermann Zoll geben wie bisher. 4. Die Malier bei der obern Beste den Eidgenossen zugehören, „doch mellent sie es nuzemal gen den von Baden in guotem bestan lassen." (ch° diese aber etwas daran ballen, so behält man sich Weiteres vor. 5. Des Schinders und Jacobs l,x. die von Baden den Eidgenossen herausgeben; man wird daraus des Schinders sel. Schuldeil ^hlen. WM,, yg„ Baden das Gilt nicht herausgeben, so soll man es wider ihren Willen nehmen. ^ " bat jedoch ihren Boten gesagt, es geschehe dieses nicht ihnen zu leid. I». Am nächsten Dienstag vor z,' s^'chaelstag (24- September) sollen der Eidgenossen Boten wieder zu Zürich sein mit Vollmacht, die "tstiide zwischen Napperswiil und Zug mit Recht zu entscheiden. Dieser Abschied ist abgedruckt im Geschi chtSsrcu»d, XVtl, S. 272. Die Verhandlungen über den Eintritt der Eidgenossen in die Pfandschaft Baden kamen trotz dieser Negulirung ^st am 18. Deccmbcr zu vollständigem urkundlichen Abschluß. Am 28. September erhielten die Näthe von Zürich ollmacht dazu: 141S, 28. September. „Vff disen hüttigen tag hat der Groß Rat die zwey hundert einem Bürgermeister vnd den Räten enpfolhen vnd vollen Gewalt geben, die fachen von der Verpfandung wegen die wir von vnserm Herrn dem kung getan haben mit den Eidgnossen zu verhandle» nach dem vnd si besser dunkt getan denn vermitten. otum viZilia, Mcdakolis, anno ooooxv. (Stadtbuch Zürich III. 25. a.) 156 October 1415. 345. 9. ^De'toffer (Mittwoch vor GM). Staatsarchiv Bern. Abt und Convent von St. Urban schwören etil ewiges Bnrgrecht zu der Stadt Bern: Udel 100 Gl. auf dein Hause des Klosters Frienisberg zu Bern; wenn sie das Burgrecht aufgeben oder ausbeklagt werde», haften sie nicht um mehreres. Allen bernischen Ansprechern antwortet das Kloster an den vier Fronfaste» vor dein Rath zu Bern. Bei gemeiner Landsteuer gibt es eine bescheidene Hülfe, seine Leute sind schuldig mit Bern zu reisen. 34«. 7. DeLemsier (orasti.no dsati Moolai). Staatsarchiv Zürich. Verhandlungen zwischen Zürich und Berit über eine Sendung zu Herzog Ludwig von Bayern nach Constanz, betreffend Sicherimg der Straßen. Bern schreibt unter obigem Datum an Zürich auf dessen Miü theilung, Herzog Ludwig wünsche, daß eine Botschaft zu ihm nach Constanz gesendet werden möchte: Ber» könne gegenwärtig verschiedener „anliegender fachen wegen" keine Boten senden, Zürich soll es thun dann berichten, was der Herzog niit ihm und andern guten Freunden zu reden meine. Am 29. Decembet darauf hatte Bern bereits von Zürich Bericht erhalten über die Sendung des Burgernieisters Heinrich Meiß an den Pfalzgrafen Herzog Ludwig von Bayern und antwortet an Zürich: Die Meinung HerM Ludwigs, daß Bern und andere Eidgenossen die Straßelt vor Raub und Angriff sichern sollten, habe ^ auch; was jedoch den zu Lenzburg stattgefundenen Straßenraub betreffe, so falle deßhalb keine Sch»^ auf Bern, der Raub sei von Knechten ans der Beste begangen worden, von denen deßhalb einer, de>» Vernehmen nach, gerichtet worden sei. Das möge Zürich dem Pfalzgrafen schreiben, mit dem Beifügt daß Berit gerne bereit sei zu helfen, daß das Land in Frieden gestellt und darin erhalten werde. Oat»^ cloiuiuiea lutea ootavam ckomini auuo iuoixisuto xvs"° a uatiuttatö einsckoiu. Zwei Missive im Staatsarchiv Zürich. 347. 4^46, 18. Deceinsier (Mittwoch vor St. Thomas). Staatsarchiv Lucern: Silbernes Buch Blatt Zl Ii. Archive Schwvz, «bwaldc». Staatsarchiv B-r». Zürich läßt nach Laut des Pfandbriefs vom König Sigmund seine Eidgenossen von Lucern, Schivyz, Unterwalden, Zug und Glarus in die Pfandschaft Baden mit eintreten; beidseitig wird bei dieses Aitlaß festgesetzt, daß in allen Sachen, welche diese Pfandschaft betreffen und an den Rath gemeiner Eid' genossen kommen, der mindere Theil dem mehrern folgen soll. Beilage 49^. 1!. Zürich gönnt seinen lieben Eidgenossen von Bern den Eintritt in die vom römischen König erhaltet Psandschaft um den Stein zu Baden, die Stadt Baden, die niedere Beste an der Brücke daselbst und andere Nuzungen, Gülten :c., die die Herrschaft Oesterreich daselbst gehabt, sowie in die Vogtei zu Bad^ December 1415. 157 welche Zürich von Ulrich Klingclfuß um 600 Gl. eingelöst hat. Bern hat Zürich um sein Betreffnis; an die Pfandsumme genugsam versichert. Bei dem Eintritt der Eidgenossen in diese Pfandschaften ist man überein gekommen, was künftig dieselben betreffe, darüber soll unter den teilhabenden Orten das Mehr gelten. Wenn der König das Pfand lösen will, so sollen auch die mit Zürich eintretenden Orte der Losung gehorsam sein, erhalten dann aber auch wieder ihr einbezahltes Hanptgut zurück. Beilage 49 11. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel der Stadt Zürich. Zu 1415,18. December. Ammanu und Landleute zu Schivyz stellen Zürich einen Schuldbrief aus für 787 rheinische Gulden bezüglich dieser Pfnndschaft und stellen dafür zu Bürgen Jtal Reding, Aminann, Ulrich ab Jberg, Altaminann, Conrad Kätzi und Werner Hön. Pergamentene Urkunde mit anhangenden Siegeln des Landes Schwyz, Redings, AbybergS und Rudolfs von OSpenthal. PÄrchiv Schmilz). 1415, 18. December. Stadt und Amt Zug verschreiben sich gegen Zürich für ihren Eintritt in die Pfandschaft Baden um 767 rheinische Gulden in Gold, jährlich auf St. Jacobstag mit 43 Gulden zu verzinsen und stellen dafür Bürgen. (Stadtarchiv Zug). Zu N. 1416, 37. December. Bern schreibt an Zürich: „Vnser früntlich willig dienst sc. zc. Als vnser Botschaft nechst by üch gewesen ist, die Jr gar früntlich empfangen vnd by üch gehalten und gelasen hant, des wir üch billich ze danken haben, derselbe vnser bott die Herrlichkeit und rechtunge an der Statt Baden, an dem Vurgstal vnd an der nieder» vcstin daselbs in vnserm namen vffgcnommen hat, darzu llwer gute früntschaft vns hat gelasen tretten, nach wisung üwers versigelten briefes, den Jr vns by demselben vnserm Kotten gesendet hant, des wir ouch ewenklich in gutem angedenk sin söllent vnd wellent: von derselben fache wegen wir üwer guten lieben früntschaft fünfhundert Rinscher Guldin schuldig worden sin nach des andern üwers briefes wisung, den wir üch versigelt schicken sölten, nach dem als vnser bott vns des eigenlichen erzellet vnd derselbe brief das begriffen hat; den ietzgenanten Geltbrief wir also nun ze mal üwer wisheit nicht versigelt gcsenden können, wan wir gctruwen das gelt samenthaftig üch gar kurzlich ze besorgen vnd vnverzogenlich ze bezaln. Harumb bitten wir üwer liebi guti früntschaft, das Jr dis verziehen von vns nit verübel halten wellent, wand vnser Meinung stat allein darusf, das weder Jr noch wir von sovils geltes wegen ze kosten noch ze schaden nit enkomen, wand was wir üch ze dienst vnd ganzer lieben früntschaft getun könden, wellen wir allzit bereit vnd willig sin. Datum ipsa (Iis llolrauuis IlcvanAöliots anno inoipisuto xvst»o g, natiuitats Ddristi." Missiv im Staatsarchiv Zürich. 1416, 5. Februar (St. Agatha). Zürich guittirt Bern für dessen Antheil an der Pfandsummc von Baden. Z48. 4 >44 6, 26. MsilZ (Donstag nach unser lieben Frowen tag in dein Merzen). Ttaatsarchiv Zürich. Graf Friedrich von Toggenburg erneuert für sich und alle seilte Laude und Leute, Lehen und Pfandschaften das Bnrgrecht mit der Stadt Zürich und bindet auch seine Erben, dasselbe nach seinem Tode mindestens fünf Jahre lang zu halten, so daß, auch im Fall sie nicht wollten, während dieser Jahre die Städte, Schlösser :c. derer von Zürich offene Häuser sein sollen. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel des Grasen. Tschudi II. 10. setzt das Datum irrig auf den SS. März 1415, 153 Mai 1416. 34S. 4446, 3. Mai Gl /2 Schl. Pfg.; 3) an Zinsen und Steuern 40 Pfund 8 Schl. 8 Pfg., 13 Mütt und ^ Viertel Kernen, und 5 Saum Wein; 4) von des Schinders Gült und Gütern, die zum Theil verkauft sind, 153 Gulden, und von des Schinders Nutzen und Zinsen 104 Mürt Kernen, 2 Viertel Roggen, 43 Gulden. Darin sind aber die genannten 5 Saum Wein verrechnet, da sie mit anderm Wein, der an Schinders Gütern gewachsen ist, um 14 Pfund 17 Schl. Pfg. verkauft sind. Gesammteiunahme Peter Oerys: 246 Pfund 5 Schl. 2 Pfg., 241 Gulden, 117 Mütt I Viertel Kernen, 2 Viertel Roggen, b) Einnahme ^s Johannes Schivend wegen der Vogtei, im Ganzen 222 Pfund 5 Schl. Pfg. II. a) Ausgaben der Stadt Zürich: 1) Boten gen Constanz zum Könige zn senden in der Eidgenossen Namen zu Baden aus dem Feld, 2) die niedere Beste Baden, seitdem man ab dem Feld zog, zu besorgen mit Kost, Zehruug und Knechten, 3) von Jacobs Hengsten zu Lohn, ehe sie verkaust wurden, 4) dieselbe Neste und des Schinders Hof zu bauen, und sur Mancherlei, was mau darzu kaufen mußte, 5) wegen des Gutes, „so die von Zürich gaben von der Statt fryheit ze lösen", und die Pfandbriefe von dem Könige zu lösen, zusammen 468 Pfund 16 Schl. " Psg-, und 49 Gulden an Gold, b) Ausgabe Peter Oerys: 1) au den Vau der Niedern Beste 290 Pfund 14 Schl. 2 Pfg., 2) darauf verzehrte Kost 258 Pfund 16 Schl. 8 Pfg., 3) den Söldnern und für Wachen 158 Pfund 8 Schl. 9 Pfg., 4) Zehruug, in die Stadt und in die Aemter zu reiten 27 Pfund ^ Psg>, 5) a» des Schniders Schuld 26>/2 Gulden, 47 Pfund 2 Schl., 6) auf der Beste wurden „geessen" ^2 Mütt Kernen, 7) zu „Selgerät" gegeben au Pfründen und an Spenden, die auf des Schniders Gütern stehen, 46 Mütt Kernen, 12 Schl. Pfg., 2 Viertel Roggen, e) Ausgabe Johannes Schweud's: in die Aemter zu reiten je nach Erfordernis;, und „väru" den Zurzachmarkt zn besorgen, 124 Pfund 4 Schl. ^11. a) Dagegen hat derselbe den Stadt „Sekleru" gegeben 90 Pfund 16 Schl., die den Eidgenossen abgerechnet sind; 6) Peter Oery erhielt seinem Hausknecht und seiner Jungfrau zu Lohn 40 Pfund; o) Johannes Schwend erhielt an seine Arbeit und für Ritte zu Loh» 10 Gulden. IV. a) Die von Zürich und ihi'e Amtleute Johannes Schwend und Peter Oery haben in Allem ausgegeben 1415 Pfund 14 Schilling ^ Pfenning, ferner 85>/s Gulden, und 128 Mütt Kernen und 2 Viertel Roggen, 6) nach aller Rechnung hleiben die Eidgenossen denen von Zürich schuldig 742 Pfuud 9 Schl. 2 Pfg., 10 Mütt und 1 Viertel kernen. I) Das „Lied eines Argauers" sagt: „Vss der niedren Burg war Jacob". Tfchudi II. 83 6. sss. 4416, 13. Juni. Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 33—36 U. Gemeinsame Münzwerthung der Städte Zürich, Bern und Solothurn auf fünf Jahre: „Wir der Burgermeister, die Rät, die Zunftmeister vnd der Groß Rat, den man nemet die zweyhundert Statt Zürich verschriben vmb dz es menlichem dester wissentlicher sye: Als setz etwa menig Zit vil gcbresteu in dem laud gewesen ist als von der münzen wegen :c., das wir da vff hüttigen tag durch gemeines laudes Ereu, Richen vnd Armen nutz vnd Notdurft willen ob den fachen gesessen syen, haben vns Mit einander vnderrett vnd vns geeinbert einer werschaft mit vnsern lieben Eidgenossen von Bern vnd von Solotern fünf ganze Jar, die nechsten nach einander koment, ze halten in der maßi vnd in den worten als hienach geschriben stad: 160 Juni 1416. Dem ist also, dz man einen guldin, den man nemet Schiltfranken, nemcn vnd geben sol vmb xxxiiij ß. inj den. Item ein Tuggaten vinb xxxij ß. ij den. — Item ein Ninschen guldin mnb j üb. vij ß. iiij den. — Item ein vngerschen Guldin vmb xxxj ß. ij den. — Item ein florcntzer vmb xxxj ß. ij den. — Item ein Genover vmb xxxj ß. ij den. — Item ein bäbstler vmb xxxj ß. ij den. — Item ein alten blaphart vmb xvj den. — Item ein Crütz plaphart vmb xv d. — Item dry fünfer vmb xvj den. — Jtein ein liechtstock, der gut ist, vmb xiij den. — Item ein Nuner vmb viiij d. — Item ein Krätzer vmb viiij d. — Item ein berner plaphart vmb xiiij dn. Wir haben vns ouch erkennet vmb ander münzen dann vmb vnser der von Zürich, von Bern vnd von Solotern Müntz, wz man dato jetz vff vnser Münzen geslagen hat, die als gut sint als die vnsern vnd Münzen, die besser weren, dz wir die mit vnd vnder vnser Münzen neinen füllen. Man sol aber an die selben Stett, do man vff vns also gemünzet hat, verschriben, dz wir Jr müntzcn nemen wellen, doch also dz si hören flachen vnd nie mer müntzen. Wölt^n si aber dz nicht tun, so sol man die selben münzen verrufen vnd dz sol man Inen ouch schriben. Wz ouch münzen vnder den vnsern gand, es syen Würtenberger haller, Vlmer haller vnd ander münzen, die böser vnd swecher sint dann die vnsern, sol man verrufen, die nicht mer zu nemen. Slüge ouch Jeman hienach deHein münz, die ouch böser wer, denn die vnsern, die sol man aber Verrüfen. Ouch meinen vnd wellen wir, wz Jeman von dem andern kouft oder ze konfen gibt vmb guldin, als ob Jeman dem andern jetzo guldin schuldig were, nieman vsgelassen, dz sich da die vnd der, dien man also guldin schuldig were vnd gelten sol, füllen lasten bezalen mit kleinen Pfenningen nach diser werschaft wisung, ob man der guldin nit enhette. Aber hierin haben wir vsgelassen vnd vorbehept Eigen vnd Erbe. Vertonst dz ieman, so sol es der kouffer bezalen mit sölichem gelt, darumb er dz kouft hat. Man sol ouch verkomm, als verr man mag, dz nieman wer der ist, keinen Wechsel in vnser Statt tribe, . noch kein ander werschaft mache, dann hie vor geschriben stad. Tete dz ieman darüber vnd Jeman dem andern kein gelt türer gebe oder von dein andern neme, dann dise werschaft begriffen ist, der sol von jedem sink in sunders v. ß. dn. ze bus geben, als dik dz vberfarn wirt, vnd sol ouch jederman den andern darumb leiden bi dem Eid. Wer ouch dz ieman, wer oder weliche die weren, vsserhalb vnsern gebieten gesessen, vnser münzen, dis vnser Ordnung vnd werschaft mit vns nicht wölte nemen noch halten, da sol nieman gebunden sin, die selben münzen von Inen ze nemen noch dis werschaft gen Inen ze halten. Dann so ist dein Rat empfolet vmb dz stuk, ob ieman dis gelt erschusse, brennte oder von dem land fürte, böser münzen darus ze machen, darumb ein vfsatz ze tun, wie man die selben, so dz täten, straffei? wölt. Darumb hat ouch ein Rat gesetzet, wer oder weliche die weren, so dz gelt brauten oder seygeten vnd crschussen, von welen das kuutlich würde, die sol man darumb straffen ai? üb vnd an gilt nach gelegenheit der fach. Fürte ouch jeman das gelt von? land in der maße als vorstad, dein mag vnd sol man es nemen, vnd wer es mint, der sol recht darzu haben. Käme aber jeman mit dem gelt von dem land, dz es im nit genomen würde vnd käme dam? widcrvinb in vnser Statt gericht vnd gebiet, sol man die oder den, so dz getai? Helten, aber dann straffen nach gelegenheit der fach. Dis beschach an dem Samstag nechst vor Vilsers lieben Herrn vronlichnamen tag vuuo clomiui Neeoo xvj Juli 1416. 161 »SS. Baden. 9. Juli (vff donswg nach santVolrich tag). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IV. 871». 88. Staatsarchiv Lucern: Slbschiedeband lv. Bote»: Zürich, Heinrich Meist, Bürgermeister, Felix Mancß; Bern, Rudolf Zigerli; Lucern, Heinrich "vn Atoos; Schivpz, klotz und der Landschreiber; Obwalden, Anunnn Nütli, Nidwalden, Erni Willis; ^ug, Peter Koli, Amman; Glarns, Albrecht Vogel. l». Die Eidgenossen haben die von Baden, die Räthe, die Vierzig und die Gemeinde dieses Jahr abermals ""t einander verrichtet; I». sie haben dem Trnchseßcn zuLentzburg das Seine, das vorhanden war, „nuzemal Klagen", und sich ihr Recht vorbehalten; doch soll ihm der Vogt zu Baden 10 Pfnnd Heransgeben; v. sie ^Zahlen Wilhelmen Kech von Schaffhansen wegen Schinders sel. 80 Gulden, so daß er auf S. Martins Tag ^ und dann jedes folgende Jahr auf denselben Tag 10 Gulden erhält; feilte Briefe legt indessen Wilhelm hinter Berchtold Schwend, der sie nach gänzlicher Bezahlung den Eidgenossen herausgeben wird; «I die Leute von ^udolfstetten und von Fridlisperg, sie seien S. Blasier, Wettinger oder ans dem nachjagenden Amt von Nor- sollen in die Acmter von Baden dienen, den Gütern und Gerichten unschädlich; v. die von Seldenbüren "üb der Graf von Urdorf sollen auch in die Acmter von Baden dienen, „als si dz von alter her getan hant", "ch sollen sie bescheiden gehalten werden; t wegen der Galzer wird entschieden: es sollen die „ersamen" hier ^stseits der Reust was da ist, und dazu zu Mellingen in der Stadt, die Weid haben und niesten; allein nicht "ber Mellingen hinaus, noch irgend über die Neust galzen. Desgleichen soll Hutzelbrant jenseits der llteust bleiben, "ud »icht herüber galzen; K. denen von Lneern wird aufgetragen, dieses Jahr den Vogt gen Muri zu setzen; ü- wegen des Maiers von Detivil hat sich erfunden, daß er von dem Leib in das Amt gen Wettingen Ottern soll; das ist der Eidgenossen Meinung, doch ist dem Schönen all sein Recht vorbehalten wegen der ^vgtei; I die Brugger sollen auch in das Amt gen Wettingen steuern, wie von alter her; doch ist der ^bgeiwssen Meinung, auch dem Schönen an seinen Gerichten und Rechten unschädlich; Ii. die Eidgenossen haben den Mngelfuß, den Segenser, die Frühmesse zu Mellingen oder die Bürger daselbst wegen der Früh- ^vsse, um die streitigen acht Mütt Kerncngeldcs auf das Haus zun: Rost, das Schinders war, vor Schultheiß Rath oder das Gericht zu Baden zum Rechten gewiesen, oder diese wiesei: sie dem: weiter zun: Rechten, wird Klingelfust Tag gegeben von nun Sonntag über acht Tage (19. Juli), so daß er dann denselben sich nieder gei: Zürich „antwurte"; bedürfteer aber später zipeier oder dreier Tage zum Rechten, wenn ^ lvtzt uicht ausgerichtet würde, so haben die von Zürich Gewalt ihn: weiter dei: Tag zu geben; I. Hans ^t neuerdings zugesagt, dieses Jahr Untervogt zu sein, den Eidgenossen Treue und Wahrheit zu ^te», jhreu Nutzen zu fördern und ihren Schaden zu wenden; doch mögen sie das mindern oder Östren, mtmi: sie es nothdürftig finden, und ihn sollen sie bleiben lassei: wie vordem; i»». der Leutpriester ^v>: Baden soll Schinders seligen Tochtcrkind die „kettincn" herausgebe«:; thut er es nicht, so haben ihn die 'bgeiwssm gänzlich aus ihren: Schirm gelassen und haben dieses auch de»: Schultheiß und Rath von Baden ^"ltmdet; Peter Oeri erhält Vollgewalt, Schinders Reben und niedere Gült, die um 2 oder 3 Mütt M?liegt, zu verkaufen, damit die von Zürich und Andere bezahlt werden; «. es mag Berchtold Schwend die 31 162 Juli 1416. 12 Pfund Gelds, die Götz Schultheiß von Schaffhausen auf den: Amt im Siggenthal hat, zu feinen Händen kaufen. Zu b. Vergl. oben 4. Juni 1415. Am Donstag nach S. Peter und S. Paulus (2. Juli) 1416 „empfahlen" die von Zürich Petern Oeri, die Beste Baden und beide Vogteien daselbst mit vier Knechten und einem Wächter in feinem Kosten inne zu haben, zu besorgen und zu „vergovmen". Sein Jahr wird gerechnet von der letztvergangenen Pfingsten bis zur nächstkünftigen (7. Juni 1416 bis 3V. Mai 1417). Zu Lohn gibt man ihm 250 Pfund Pfenninge; die Kosten hingegen in die Aemter zu reiten, soll er besonders aufschreiben bis zu Ende des Jahres, wo es dann bei den Eidgenossen stehen werde, was sie ihm daran geben wollen. Zugleich ist ihm versprochen, ihn nicht weiter weisen zu wollen zu Baden zu bleiben, er thue es denn selber gern. (Züricher Stadt buch III. 36. b.) Zu sie nicht änderst nehmen als mit dem Vorbehalt, daß im Fall eines Krieges zwischen Oesterreich und Zill'^ die beiden erstgenannten Schlösser nicht gegen letzteres seien, sondern mit ihrer Besatzung neutral bleiben. Z«t. 8 u eer u. 4 >4 46, 21. September. (K-rta 2»» «Uss sanot» Natüoi). Staatsarchiv Lucern: Nathsbuch III. 12. b. Boten waren da von Zürich, Uri, Unterwalden ob und nid dem Wald, und Zug. (Verhandlung gegenstände sind keine angegeben.) September 1416. 165 »6T. Lucern. 4446, 25. September (Freitag nach Mauritn). Staatsarchiv Zürich! Stadtbuch III. l». ». Die von Lucern baten Zürch, „vff bis zit" mit ihnen und andern Eidgenassen gen Eschenthal zn ziehen; Zugleich schrieben sie, mofern die von Zürich ans ihre Bitte nicht ziehen wollten, so würden sie, Uri und Unterwalden selbe darum mahnen. Da kamen am 22. September (iUanrioij) Bürgermeister, Räthe, Zunft- uuuster und der große Rath die Zweihundert überein: Wenn der Eidgenossen Boten auf dem Tage Zürich versprechen, daß auf dem Zuge dem Mehr, welches unter den Hanptlcuten würde, der Minderthcil derselben sM^ ^ „Millen und wollen sie mit ihnen ziehen, und anders nicht. S6Z. Er neu itt Wallis. 4446, 14. Ol'tober (an dcm xiiij tag deS monaz Octobris). Staatsarchiv Luret». Ewiges Bnrgrecht und Landrecht der Kirchhören Emen und Minister und „alles Zeildens voll Döß Pf in Wallis^ mit der Stadt Lncern und den Ländern llri und Unterwalden. (Beilage 50.) »64. Luce r n. 4446, 20. October (leria. gtw xosi czmit). Staatsarchiv Luret»: Rathsbuch III. lt. ». « Boten: Zürich, Felix Manch; Uri, Ammann Roth, Conrad der Frauen; Unterwalden, Claus Heinrice, Buochholzer. >5. Heimbringen, daß jede Stadt und jedes Land 100 Mann aushebe und sende, darunter soll man 200 Schützen haben, zur Stunde gen Eschenthal ziehen, und an Wallis und Livinen schreiben mitzuziehen; ^ aus Donstag soll man Boten sendeil gen Uri, zu tagen um die von Wallis. An ebendemselben Tage meinten zu Zürich „etzlich", man sollte eine Steuer anlegen „von der Neys wegen, so wir vff dis zit gen Lamparten getan Hand"; allein Nath und Zweihundert wollten nicht, vornemlich weil die Leute wegen der gegenwärtigen Theurung „vast notig" seien. Die Constafel und Zünfte sollen daher die Kosten tragen, je nachdem sie angelegt sind, die auswärtigen Aemter der Stadt sollen jedes seine Kosten an sich haben. Züricher Stadtbuch III, 44, 5. Z6S. Auoern. 4446, 26. Oolober (keria auto Simonis ob4utlo). Staatsarchiv Luceru: Rathsbuch UI. IZ. „. Anwesend, alle Boten der Eldgenossen: ». Stndier bittet um den Sold; I«. Forscher und Klingelfnß schalten einen Monat Urlaub; v. auf Sonntag vor Martini (8. November) zu Nacht soll man zu Lucern nui der Gefangenen und anderer Sachen wegen. 166 November 1416. SS«. All Lern. 1^146, 16. Nvvt'iulwv (löi-ia Zt» vi^ilia, Nartini). Staatsarchiv Luccr»: Rathsbuch III, IZ, a. Boten: Zürich, Heinrich Meyß nnd Kneller; Uri, Amnmnn Roth nnd Thönie Gerung; Obivalden, Amman Wirz und Amman Henzli, Nidwalden, Zeiger; Zug, Peter Koli; Glarus, Vogel und Schindler. lT. Die von Baden bitten, Klingelfuß, Kurz und Forscher heimzulassen; I». Schreiben an die von Vogogna und Part Ferra, wie ihnen geschrieben ward, als sie in Eschenthal waren; v. die Schützen bitten tun Schützen. S«7. Auveru. 18. November (Iowa 4^ xost Otümari). Staatsarchiv Liicer»: Rathsbuch III. IZ. Ii. „llvLi'vtuiii zzsr Lonüsclöratos ex parte des Zehntens zu Walterswil, ratious öuius ailiüt cloinillvs OariracluL st clcmiinus Heres cle Kolaclro. RöLponLnur est, guoä pörniittsrö uou preteuüallt looars st lioo ms uee ali^nibuL nuno vsl in postsrum üsbet uoeero." 3K«. ^ucern. ^^16, 2. December (koria 4^ xost ^miroo). Staatsarchiv Lucer»! Rathsbuch III. UI. Ii., 14. u. Boten: Zürich, Glenter; Bern, (stehtleer); Uri, Sübel; Schweiz, Reding; Obivalden, Amman Wirz, Nidwalden, Sulzmatter; Zug, (steht leer); Glarus, Ulrich. « « Beschlossen zu schreibe» an Bischof Georg von Passau, Herzog Ludwig von Vaiern, Pfalzgraf beim Rhein und Burggraf Friedrich von Nürnberg. Humatin- uioclus sorilisiiäi a inagistro oiviuru VliurioeuLim». ?». Schreiben an Hartman von Hünenberg: Segenser klage, daß er ihn mit fremden Gerichten umtreibe; er denke auf seine Güter Verbot legen zu lassen, wenn er nicht zum Rech kommen wolle; «. Heimbringen: Swangratt will seinen Sohn, Andere ihre Söhne und Brüder herlegen, auszuwechseln; wegen der Gefangenen im Thurm, wegen der von Munkelstes, und der Theilung in andere Häuser; «I Schreiben an Franciscus Brenn, daß er gewarnet sitze und zu Domo sei, auch andere warne. Zu ». Am 18. Nov. vorher (guarta. xost Otturmri) steht die Notiz: „Alz Herzog Ludwig, der Bischof von Pastow und Burgraf verschrieben hant, dtz wir keine psaffen durlassend." Rathsbuch III. 13 a. Zu 4. Unterm 20. Nov. übermittelte der „Vicarius" in Livinen (44. I'azxlo 4is xx. nomonvris 100000 xvj) a» Uri und Unterwalden ein Schreiben des Franctsch Brönn, Podestaten zu Domo, vom 7. November, wodurch derselbe vo» Werbungen des Herzogs von Savoyen Kenntniß gab und gleichzeitig meldete, eS sei an diesem Tag ein kamiliario et Soors- tarius des Herzogs von Mailand noch Domo gekommen und habe dort jemanden von den Eidgenossen zu treffen vermeint und in deren Abwesenheit sich dann an ihn als Amtmann und Gubernator gewendet mit der Eröffnung, daß der Herzog von Mailand, wenn Domodossula ihm zurückgegeben würde, sich gern mit den Eidgenossen vergleichen und mit ihnen alle Verträge erneuern wollte, welche sie mit seinem Vater gehabt hätten. Daneben habe der Secretarius noch geheime Aufträge gehabt, die er ihm nicht mittheilen, sondern nur den Eidgenossen selbst eröffnen wollte. (Zwei Schreiben im Staatsarchiv Lucern, Acten Eschenthal.) Decembcr 1416. 107 An, 1. December 141« schreibt Francisch Brönn aus Domo mit andern Amtleuten „ckominis aaxitanoia ligo'-: Ihr Feind Laurentius de Ponte habe mit großer Macht von Bewaffneten sowohl des Herzogs von Mailand als des Herzogs von Savouen das Land überfallen; er habe dem Vicarius in Livine» um Hülfe geschrieben und bitte namcnt. lich um Schützen (daiistavios) zur Erhaltung der Schlosser des Landes; er habe auch die Walliser zum Zuzug aufgefordert und werde sich inzwischen nach Kräften halten. (Schreiben im Staatsarchiv Lucern ebenda.) 3«S. Lucern. 4^46, 14. Deeember (tsria 2^ unw Tiioms). Staatsarchiv Luccr»: Rathsbuch I». lt. a. Boten: Zürich, Felix Maneß; Untermalden, Ammann Rütli; Flüglislo; Zug, Kopf; Glarus, Ulrich ain Bücl. Zürich, Lucern, Uri und Untcrwaldcn sind einhellig, noch Eschenthal zu ziehen, aber Zug und ^arus nicht. I». Jedenfalls null man mit je 100 ziehen, auf Sonntag (20. Dec.) soll man sich erklären. Man mit 200 ziehen wolle, e. Denen von Wallis ist zweimal geschrieben, daß sie ihre Boten nächsten Mittwoch (ig. Dec.) zu Nrseru haben. «I Es gefiele, wenn llri und Unterwalden auch die von Bern '"ahnten. «. Swangratt und andere von Munkelstes wären gern heim, wollte» vertrösten, 4 Wegen ' »driöl Zota. x. Wegen des Herzogs voll Urselingen ist Tag angesetzt nach Zürich auf Mittwoch zu . acht vor dem eingehendeil Jahr (23. Dec.); man soll da zu Rath werdeil, wie man sich zu Constauz „ver- lprechm" wolle. Zu a. Auf den Bericht, daß Laurenz zur Pont mit vielem Volke in dem Land Eschenthal liege und selbes verwüste, entschlossen sich die Eidgenossen zu einem abermaligen Zug ins Eschenthal und baten Zürich noch 10« Knechte auszuziehen, und ihnen zuzusenden. Am 1«. Dec. (toria «zuiuta xost blioolai, sxisooxi) beschlossen Rath und Zweihundert, den Eidgenossen nochmals zu Willen zu sein und 10« Knechte in gemeiner Stadt Kosten nach Eschenthal zu sen- örn. Zugleich aber soll der Bote von Zürich auf dem Tag zu Lucern den Eidgenossen erklären, sie möchten gedenken, daß von nun an Zürich solcher Züge überhoben sein wolle, denn es meine, ferner nicht mehr in dieses Land zu reisen, dabei behalten sich Rath und Zweihundert jedoch vor, diese Meinung zu mindern oder zu mehren, erkennen aber, daß dieser Vorbehalt bei Eiden verschwiegen gehalten werde soll. Züricher Stadtbuch III. II 6. k. 370. Lueern. 44146, 20. Decemher (visMa Di,c>ms). Staatsarchiv Luceru: Nathsbuch III. 14. d. ^ Boten waren da von Uri, Unterwalden, Zug und Glarus. Heimbringen der Gefangenen wegen, Andreas zer Geiß hat, wie thun daß er bezahlt werde; 4». der andern Gefangenen wegen, wie sich v. ziehen wir, ob sie mit uns wollen Kosten und Schaden haben; «4. Tag des Herzogs von Urs- '"Mm wegen, auf Mittwoch vor dem eingehenden Jahr (23. Decbr.) zu Nacht soll man zu Zürich sein. Zu v. Am gleichen Tag beschloß zu Lucern die Gemeinde: „Itsm ä-zeratuin xor vommunitatsin: Wcnt die Zwei Länder zien, so sont wir zien mit cc mannen. Können von cren nit der reis über werden. Wer nu vns hilf wtz dtz land cntschütten, meinen wir dz es auch der si." Ebenda Rathsbuch III. II. b. IS a. Hier mag auch folgendes Aktenstück erwähnt werden: Die Consuln, Räthe (Ersckentiarii) und Leute von Vogogna st totius xartis Ipörrario Vallis Ossolo schreiben aus ^ogogna am 15. Dec. 1416 an die Hauptleute und Näthe von Zürich, Lucern, Uri, beide Unterwalden, Zug und 168 December 1416. Glarus: Sie haben deren Brief aus Lucern vom 13. November erhalte», seien aber bisher durch die mit Spelortia (?) waltenden Irrungen und die Nothweudigkeit ihre Leute zur Vertheidigung auf den Füßen zu haben, sowie durch die winterliche Jahreszeit verhindert worden, mittelst einer Abordnung sich über die vier in jenem Schreiben ihnen zw' Last gelegten Punkte zu verantworten. Nun senden sie diesen Brief durch ihren Voten Bernard von Vechonia. Die vier Punkte sind: 1. 4ö rsoextations Imursntii äs ?onto. 2. 4s sortis ori4is, nt assoritur, xsr rws taotis, guoü tarnen ver um non kurt, suxsr xlatea dur^i Vo^onis pro taoto viotualium. 3. super kaoto rnoroantiaruM. 4, suxor kaoto »>. der von Lenzburg bringt vor, daß die von Vilmeringen die ihrigen besteuern, die an Bern schworen und gehuldigt haben, ehe wir dahin kamen, und daß sie ihnen für die Steuer Pfänder nehme»! Bitte, ihnen das wieder zu lassen; n wegen zweier Wagen und der Rosse, welche die von Basel im Kriege wegnahmen, sprachen die Boten, die zu Aran waren, ei» Recht; «». wegen der Gefangenen, die haben nichts zu essen. Hecember 141 st. S7T. Lucer n. 4646, 30. December (kori-c 4^ xo8t n^iviwten äommi). Staatsarchiv Luccr»! RathSbuch III. IS. u. Boten: Zürich, Haguauer und Suter: Uri, Snbel und Siliuen; Obwalden, Amman Wirz, Ewalden, Zelger; Zug, Seiler; Glarus, EM. . ^ !» Heimbringen den Antrag (Lucerns) der Gefangeneil wegen; wer inner acht Tagen sich erklärt, die Atzung gntzusprcchen, denen ivolle man ihren Theil heimsenden; erfolgt die Erklärung nicht, so null ^Ulern mit den Gefangeneu tediugeu, die Atzung nehmen, und sie laufen lassen. Dieses ist den Eidgenossen Wjagt. I» Ailbringen derer von Zürich des Zinses megen, der auf Jacobi (25. Juli) verfallen mar; oder wollen uns mahnen; e. Tag auf Donstag früh nach dem zwölften Tag (7. Januar 1417) zu Luceru, einander wissen zu lassen, wer ziehen wolle. Zu o. Die Eidgenossen baten Zürich abermals, daß jegliche Stadt und jegliches Land mit 15l) Mannen die Reise gen ^schenthal ziehe. Da gaben die von Zürich am 26. December (ipsa. Nie sanoti Ltöxüani xrotliornartiris anno voinini ^vevvxvij) ihren Boten die Weisung, auf dem Tage zu Lucern zu erklären: Wenn alle Eidgenossen, welche die Sache angehe, ziehen wollen, so wollen auch sie ihnen zu Willen mitziehen mit anderthalbhundert Mannen „wie vbel "ns dz ze diesen ziten kummt". Zugleich sollen ihre Boten an die Eidgenossen bringen, daß ihnen wohl gefiele, wenn wan gemeinsam die von Schwyz bäte, mit zu ziehen; doch Mindern und Mehren vorbehalten. Züricher Stadtbuch III, 47, a. Eine fernere Verhandlung zu diesem Tage hat das angeführte Lucerne r Rathsbuch III. auf Blatt 1ö. 1>: „Der Eidgenossen Kotten, alz nechst hievor stat, hant vns gebetten für si zesiglen die brief dem Herrn von Meilan, dem Rus- chun, der xort terra, den von Wallis vnd Bomatt; an (ohne) die von Zug, wir, Ure und Vnterwalden." Wollte aber eine Stadt oder ein Land nicht ziehen, so meinen sie es auch nicht zu thun. S7S 4647, 24. Januar. Archiv Schwyz. Graf Friedrich vou Toggeuburg macht mit Ammauu uud Laudleuteu von Schwyz eiu zehnjähriges Wibrecht vou Datum dieses Briefes an, für sich uud alle seine Städte, Schlösser, Gebiete uud Leute, gegen- bürtige und zukünftige, die ihnen immer offen uud gewärtig sein sollen, wie ihm selbst. Schwyz leistet ^ Hülfe in eigenen Kosten, dagegen sorgt er dafür, daß die Schwyzer um ihr Geld Kauf erhalten. Bei ^'wmiscmien Kriegszügcn, wo die vou Schwyz mit ihrem Panner dabei wären, soll Alles was au Städten, äussern, Gebieten gewonnen würde, denen von Schwyz ausschließlich zufallen; wenn das Landyanner von sxj dabei ist, so bleibt Alles das dem Grafen, doch hat er damit denen von Schwyz gewärtig zu Gefangene kommen dem Theil zu, der sie sängt, doch darf Graf Friedrich die seinigen nur mit Rath ^ schwyzer auf Urfehde entlassen. — Niemand soll den andern verHeften oder verbieten, es sei denn den »>a q" Schuldner oder Bürgen, Niemand den andern um weltliche Sache vor geistliches Gericht laden, jeder sy" ^chiN'achen den andern suchen wo er sitzt uud hingehört, nur bei Rechtsverweigerung ist es gestattet, das ^^t „fürbaß" zn suchen. — Graf Friedrich mag seinen Freunden, Herreu und Gesellen dienen, doch nie gegen ^ von Schwyz und ihre Eidgenossen. Auch soll solcher Dienst seine Hülfsverpflichtung bei Mahnung der ^wMr beeinträchtigen, auch nehmen sie sich keiner aus solchem Dienst ihm erwachsenden Folgen an. 22 170 Januar 1ii7. Die Friedebriefe, die Schwyz mit Oesterreich hat oder macht, ist auch der Graf zu halten verpflichtet. Koiw»^ er mit jemanden in Streit, der Recht bietet ans Schwyz, so hat er selbes anzunehmen. Wenn SchwhZ mit Oesterreich zu Krieg kommt, so sollen die Lente von Sargaus,. Walenstatt, Ridberg, Windet, Wese», Gaster und Ambden, die des Grafen Pfand von Oesterreich sind, stille sitzen. Der Graf behält sich weitere Verbindungen vor, doch immer mit Vorbehalt dieses Landrechts, das allen andern vorgehen soll. Ebenso Freiheit von den Steuern und Bräuchen derer von Schwyz. In allem behält er zudem vor den römische» König, das römische Reich und seilt Vurgrecht mit Zürich, das vor diesem Landrecht abgeschlossen ist. Abgedruckt Tschudi II., t>8. Wegelin, Negesten von Pfäfers Nr. 412. SS4 A ll eer ll. Itl 7, 9. Januar (Saddnto anto Iiilurii). Staatsarchiv Lucern: Rnthsbuch III. ti. Itt. u. Boten: Zürich, Felix Maneß; Uri, Tönie Gerung; Obwalden, Ammann Nütli, Nidwalde», Ammann Zelger; Zug, Müliswant; Glarus, Ekel. !» Der Gefangenelt wegen, mit welchen geredet ist; ßs. Tönie Gerung bringt vor, daß der Castell»» von Lucarns gern der Eidgenossen Freund wäre, und zwei Boten zu ihm gesandt habe; e. den eidgenössische» Boten wird der Beschluß von Räthen und Hunderten von Lucern eröffnet, daß sie bei der früher gegebene» Antwort verbleiben wollen; «> die Boten, ohne Lncern, beschließen,.den Zug (ins Escheitthal) aufzuschiebe»/ bis Lorenz mit Volk in das Land kommt, und ihnen Francisch hievon Kenntniß gibt; bis dahin soll dieser sich ritterlich halten; den Boten, ohne Zürich, wird von Lucern erklärt: ivas sie Francischen geantwortet oder befohleil haben, dessen sei ihre Stadt zufrieden; wollen sie aber gen Eschenthal ziehen und ihn e»^ schütten, so werden sie thun, wie andere Eidgenossen thun; gehe aber das Land verloren, so meinen sie nicht mehr dahin zu ziehen; 4'. Uri und Unterivalden ob und nid dem Wald wollen Andresen zer Geiß die Koste» für Speisung der Gefangenen geben, wofern diese nicht bezahlen können; Andreas zer Geiß wird ersucht, die Gefangenen noch fünfzehn Tage zu behalten, sonst werde man sie in härtere Bande legen oder theile»- Die von Zürich trugen am 7. Januar (koria gutnta anta Ililarij) ihrem Boten aus, vorerst auf dem Tage Z» Lucern zu erklären: ihnen gefiele wohl, wenn man der Reise mit Ehre überhoben würde, weil in die Länge zu besorgt sei, daß man keinen Nutzen davon habe; sollte jedoch der Bote merken, daß man ziehen wolle, so soll er antworte» „als wir auch vor geantwurt hant" (s. o. 30. Dec. 1416). Zugleich soll er mit Uri, Unterivalden und Lucern rede», daß sie desto mehr Volk nehmen, da die Reise ihnen besser gelegen sei als Zürich; überdies) sollen sie bedenken, daß st^ und Zürich Kosten haben hinein und unterivegs, da „wir" gegenwärtig weder Säumer noch Kost mit „uns" führs» können, da sie sich nicht darauf eingerichtet haben. Zugleich solle der Bote sagen: ihnen gefiele wohl, daß man d» von Schwyz auch bäte, die Reise mit ihnen zu ziehen, dafür würde man ihnen, wenn sie es begehrten, den achts» Theil an dem Land Eschenthal lassen. Sollen der Eidgenossen Boten auf demselben Tage an den Boten von Zür^t bringen, mehr als 150 Mann zu senden, oder anderes, so soll er antworten, er habe hierum nicht Gewalt, wolle ^ aber gern heimbringen. Sollte die Meinung Lucerns, daß Jedermann seinen Theil an der Zehrung der Gesanges» bezahlen solle, auf demselben Tage zur Sprache kommen, so soll der Bote antworten, er habe hierum keinen Auftrag wolle es aber gern heimbringen, und ihnen eine Antwort verschaffen auf den Tag, den die Boten „vormals" nachstkünstigen S. Hilarien Tag (13. Januar) gen Lucern gesetzt haben, wofern er gehalten werde. Züricher Stadt' buch III. 47 ll. Januar 1417. 17! Z7S Aucern. I /tl 7, 25. Januar (-Iis oonusi-sioMs Lanotl i^nii). Staatsarchiv Liiccrn: Rathsbuch III. Ik. Ii., 17. u. N ' ^'«rich, Hagnauer und Kneller; Bern, Conrad Hetzel; Lucern, (steht leer); Uri, Anunanu " Z Tbwaldeu, Aminanu Wirz, Nidwaldeu, Crui Willis; Zug, 5löpf; Glarus, Ulrich am Buel. ^ H^'rn Rudolf und Waltheru von Hallivil ist geantwortet, nian wolle ihnen nichts wieder lassen, b»/ gehorsam sein, wo es sich gebühre ?», derer von Zürich Voten tragen vor, wegen Lenz- ^ bv sei „nt den Boten von Beru geredet, nichts darzu zu thuu ohne die Eidgenossen; v. der Aininann Uri trägt vor, daß der Castellau von Lucarns gern mit den Eidgenossen Freundschaft hätte und zu ^Ab» derselbe eröffnet: einer von Wallis sei bei einem andern in Vogogna gewesen und habe von baß der Herr von Mailand dem Herzog von Savopen Part Ferra gegeben, damit er Escheuthal uiöge; es liegen in Dafeder, zu Antrona und in Part Ferra je 200, die da warten in der Absicht ^and zu verderben; v, daß einer von Crist gen Maienthal lief, und einen fing und zwang ihm 40 Ducaten ^ bebe»; x Wallis habe den Buudbrief zu Uri genommen, und (unleserlich) sei zu Brieg vierzehn sich^ ""b hlibe so mit ihnen geredet, daß er getraue, sie seien durch den Dafeder gezogen und willens ^ wtt den Eidgenossen zu verbinden; den Boten dünkt unbillig, daß man nichts für das Land thun will; ^bller redet, wohl sei er dabei gewesen, da sie zehrten und Bröw die Uerte anlegte, aber ob dieser ^^'lle Geld unterschlagen oder den Pfeifern gegeben habe, wisse er nicht, und schwört; Swerteu weiß vom (gs ^^öen nichts; I». Tag zu Lucern auf U. Frauen Tag (2. Februar) zu Nacht; I, die von Bern, Zürich, wollen „procurat." machen, die andern nicht; k., die von Hallivil bieten Recht auf Zürich, doch macht ^ Wr Vorbehalt wegen der Güter Thürings; I. des Tags wegen zu Basel soll mau zu Rath werden; y ' -ünman Wirz eröffnet, Bern wolle die von Wallis nicht sichern, noch ihnen Kauf lassen; n. die von soll ^ ^schweren sich über S. Gallen wegen Irrung au dem Spruchbriefe, daß jeder da Recht nehmen . > wo der Angesprocheue sitzt; «. Herrn Hemma» von Niuach ist Gut zu Hermanswil „verboten"; er bittet, 10 Pfund von seiner Steuer zu Vilmeringen, daß man sie anhalte sie ihm zu geben; wegen des '^Wen, der Lehen ist und „verboten" zu (steht leer); g», der Amman» von Schw'yz erklärt: wären sie Am' . gut, daß „wir" des Kriegszugs los würden, so würde sie das nicht verdrießen; «Z, Unsere ^'^cher von Stans zu Coustanz bitten, des Mahnbriefs wegen, einen Monnat Aufschlag zu geben; er h'"' Willis erklärt, er wolle zu Recht stehen wegen der zu Uri hinter ihm geführten Rede, als habe daß ^'wgszug hintertrieben und Tag verzögert, und schirme Lorenz; wegen Eschenthals wollen einige, sei,/!"'" b00 Knechte hinsende; andere, daß man „dar zie"; wolle man dazu thuu, so will Lucern Francisch Ad/ lossagen, und daß man mit 100 Alan» ziehe; t die von Eschcnthal bitten alle bei fünf, die de», "Tröstung" heim wären; Ii denen von Wallis ist geschrieben, ihr« Boten bei den Eidgenossen auf Zu haben; v Briefe sind vom Dafeder gekommen, was sie weisen; « Füglislo ist gen Eschenthal 172 Februar 1417. S7« Lucern. 4417, 3. Februar (oi-^emo xuMoatioms). Staatsarchiv Luccr»: Rathsbuch III. >7. h. Znr.ch, s»«»»»--! V->», Hch-l- »ri, Astststnnst N»ih und Viin,-n-ri Obwnld-n, Ru .li. N>dw-l z -wr „nd Billiz, Sch„„, »„„„.NN »d Jb ,rg; z „z. S -il-r, Gl..r „z, m« »t .. An, R.d. und BN.. d-z Schnsth-ist.,, n°n »°listc>-n w-g-„ d-.,- „>, H-gstlinn-st. «»" d,- °°st Luc-rn st- zu b-hw-n. d» st- st«, st-i d-n-„ n, d-- Sind, --»riff-n -» ' stst.« «.schw°r.n hstb-n; >w H.g„.st-r-rüffn-., di° »m, hs„m Mr., «nndsch -st, ,m° st- », st-«stst„-n MM.! Istst-'st-n, W-Nst zu Mich Tm, wird, z„ Ml»« I-n, wi- di-st B-.-n s-nd-n stl>« ° g-l.mlu. „wir -I„ r dl- NM, Sianz -r-ffn-st, „»z st- w-g-n d-s «nh„stri,fz g-ihnn hnl'-n, !->!' 7" -r«m s-sch-h-ni » w-z,,, «mW.: I, Zürich ,„i« das wstlich- G-rich. -in«-i)-„, ,„,d stch °>>" w-hr-n > S) B-r.n d» d-r »m„., „-lonnn-n ist, last- «im, di- «ach- anstch-n, und bring- an «1», 7 '7- .7 n? d« -- mit -» jchnffm »°b-, " w,st das g-,stkch- G,r,ch. ...cht-lllg-hm; 4) ist d-r «-hrch.il ,ii. dnz n-istlich-G-chch., s« l°" -- w! »wr ")»> g-st-l-, d,- «ach- d.n Kanig >„ y v»..',b.. w» das g«B G--.ch, stich. »nnchn-lst nnd wist ,n.i d-r Sach- nicht.a ji, ch,„. ^ Ntdwaid -N w.ist nicht- G-ub-r nnd st, NM S,r,chi ,N i -s s-i g-ft-i« und hoff-, daß d-r «Siiig -z dad-i schirist- i°°st° «ch" n°r ihn nnd d,,z g.iftlich,G.ncht stich. a»n»-lst„-n i «> Z»g, Si-biü-„. daß di-Crdg-stiiff.n st-'" st- n> s-lch-n Sach«, mcht Imn-n; 7> Glarnz wist daz g-isstich-s-richt dach dank, -s a»>, last, di-S-ch- anst-h-n ,n,d bring- st- var d-„KS„i„ S) Ln--.„, ,„st- d„g »ch. M. non H«»' schlage,,; gehen die Eidgenossen alle oder der Mehrtheil das geistliche Gericht ein so .vollen auch sie; ^ gefiele ihnen, die Sache vor den König zu bringen; v der Ammann von Uri eröffnet- Philipp am garten habe zu Brieg zum Arzt gesagt, der König habe erfahren, daß „wir" ihn schelmen" das sei gut; sie bitten um Rath, vor dem Könige sich darüber zu verantworten; ll Zürich "Bern und Luccrn den Tag zu Basel leisten; die andern nicht, und bitten ihretwegen zu reden,'sie zu vertreten nnd das ^ zu thun; K, der Böte von Bern antwortet wegen Lenzburgs, daß niemand darum ein Begehren gestellt habe, und sie nicht meinen, nun etwas dazu zu thun; I». derselbe soll heimbringen den Wallis Kauf zu lassen; I. dem von Hallwil wird geantwortet: man habe ihm um Berns willen seinen Zins ^ gelassen, wolle aber um das Uebrige vor Recht kommen wo es sich gebühre; Zins und Bogtsteuer ist ^ vergönnt; k. Herrn Heinman von Rinach, der um die Steuer zu Vilmeringen von 16 Pfund bittet, geantwortet: er solle sie genießen, wenn er nicht am Kriege Antheil genommen habe- worauf er zu beiv^ sich erbietet, es nicht gethan zu haben; t. die von S. Gallen schreiben, wenn „hier" ein Tag werde,'' solle man ihnen und denen von Appenzell selben verkünden; i»> den obersten Meister des S Joha"'^ Ordens wird „die sach" geschenkt; wenn man aber Baden besetze, soll man gedenken- u Segenser Klingelfnß werde», wegen der Frühmesse zu Mellingen, nach Baden vor das Recht gewiesen; dabei s^" die von Zürich ihre Boten haben; «. Tachselhofer Schultheiß zu Mellingen, Vogt zu Hegglingcn, bittet"^ Abnahme seiner Rechnung und um Weisung ob er die Vogtsteuer daselbst, die auf Güter geschlagen '"ff einziehen soll, da die von Hallwil kein Recht dazu Habenz ihm wird aufgetragen, sie einzuziehen; P- Februar 1417. 173 harden Meyer, welcher bittet mit Schiri zu redeu, daß er Schaft und Wacht gebe und Ihne wie ein anderer Bürger, da man ihn nicht für einen Vogt halten wolle und an einein genug habe, wird geantwortet: die Sache bis Pfingsten anstehen zu lassen; «F. Zürich wird aufgetragen, dem Vogt von Baden zu sagen, daß er Hartmail von Hünenberg bis Mittefasten für alle Eidgenossen „vertröste"; i Füglislo gibt Nachricht von Eschenthal, von Antigö, von Antrona, von Francisch, welcher geschrieben hat; «. derer von Wallis Boten eröffnen: die von Visp wollen „uns" Leib und Gut leihen, und thun was ihnen lieb ist, aber die von Brieg wollen keine Antwort geben; „die von Visp wellent vns trit gen"; t. Tachselhofcr Schilltheiß zu Mellingen, Vogt zu Hegglingen und Wohlenschwyl, legt vor Heinrich von Moos, Hagnaucr und Erni Willi, für seine ganze Vogtzeit Rechnung ab, und bleibt schuldig 19 Pfd. 1ö Schl.; daran entrichtet er IN Pfd. 15 Schl. Es treffen noch in zwei Jahren 6 Malter und 2 Viertel Haber, lind 49 Hühner in einem Jahre; die Vogtsteuer ist nicht gerechnet, und hat er sie noch einzuzieheil. Die Eidgenossen schenken und lassen ihm den Fntterhaber und die Hühner für seinen Lohn, und geben ihm Gewalt wie bisher; ». da der Tag zu Basel abgesagt ist, soll man heimbringen, einen Tag zu Zürich zu leisten auf Dienstag über acht Tage (16. Februar) Nachts an der Herberge zu sein, und von dort nach Constanz reiten wegen Grubers und aildere Sachen vor ihn (den König) zu bringen; v. Antönie in der Hell von Wallis schwört Urfehde, nienianden Laster noch Leid zu thun und keine Botschaft zu „treibeil" »och zu tragen, noch Warnung zu thun, was wider die Eidgenossen oder die von Wallis „ob Thöys auf" sei; '»v. Lucern soll an die von Unter- walden ob dem Wald schreibeil, daß sie den Brief wegen der Straße:c. siegeln; x Füglislo eröffnet, Spil- watter habe ihm wegen des Castellans von Lucarus empfohlen, daß er gern mit den Eidgenossen sich verständigte und freundliche Tage leistete; ergäbe vielleicht soviel als der von Sax, und hätte gern Freundschaft: Uri wird damit beauftragt; wegen Eschenthals: 1) Zürich will nirgendhin ziehen; 2) heimbringen, daß wan auf Donstag (11. Februar) ausziehe; wollen die von Zürich nicht, so sollen sie absagen 2); die Eidgenossen tragen Andreas zer Geiß und Heratingen auf, den „Walken" zu essen zu geben; Füglislo wird von dem Geld, das der Vogt brachte, wie vorsteht, 4 Gulden gegeben gen Eschenthal; I»I» auf die Eröffnung des Boten von Zug, wegen derer von Ottenhnsen, wird (von Lucern) geantwortet: sie haben die ihrigen in Fried genominen, und ihnen erlaubt, auf derer von Hünenberg Gut in ihren Gebieteil Beschlag zu legen. ') Die Burger von Zürich geben den Rathen am 16. Januar (saddato xost Ililarij) volle Gewalt, die Sache wegen des Grubers und seiner Helfer an die Hand zu nehmen und besonders vor der Eidgenossen Boten, wenn man an dem angesetzten Tage auf Sonntag nach Sebastiani (24. Januar) in Lucern zusammentrete, darauf zu fallen, daß man der Sache zu Rechten komme an den Stätten, wohin ihnen gerathen werde und sie auch selber dünke, sei es dann vor die geistlichen oder weltlichen Herren; sollten jedoch der Eidgenossen Boten oder der Mehrtheil sich des Rechts nicht „versahen" wollen, so werde doch Zürich das Recht nicht ausschlagen. Züricher Stadtbuch III. 48 b. 2) Da die Eidgenossen aberinals einhellig sind gen Lamparten zu ziehen, nämlich jede Stadt und jedes Land je mit IVO Mannen auf den nächsten Donstag (II. Februar), und Zürich seinen Eidgenossen von Lucern, Zug und Glarus sogleich den Entscheid kund thun sollte, so kommen nun am 6. Februar (ipsa clio bsats Dorotbos vivF. ot Wartiris) Rath und Zweihundert einhellig überein. „ze stund" an Lucern zu schreiben, daß sie auf den festgesetzten Tag mitziehen wollen, doch also, daß einem Mehr unter den Hauptleuten auf der Reise der Mindertheil zu folgen habe, und daß man alles, was gewonnen werde, an gleiche Beutung lege; Lucern soll diese Erkanntniß denen von Uri und Unterwalden verkünden, wie es heute auch Zürich an Zug und Glarus gethan habe. Züricher Stadtbuch lll.49a. Am 15. Februar (am mentag nach sant Valentins tag) erkundigt sich Schwpz herzlich bei den sechs Orten, wie es ihnen auf ihrem Zuge über den Gothard ergehe; wo sie, und wo die FÄnde seien. Urkunde im Staatsarchiv Lucern. 174 Februar 1417. 377 4 414 7, 21. Februar (. zz«ro mini). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 40. Ii. Graf Friedrich von Toggenburg erhalt vom römischen König die Herrschaft Feldkirch und das Walgau zu Pfand. Zu diesen: Ende nimmt er von der Stadt Zürich ein Darleihen von 3000 Gl. und gibt ihr dafür in gleichem Betrag jährliche Gülten auf den Herrschaften Sargans, Wiudegg und Gaster, stellt dazu gute Bürgen, übergibt die Pfandbriefe, die er um diese Herrschaften von Oesterreich hat, au Zürich und verspricht die 3000 Gl. innert den nächsten zivci oder drei Jahren zu bezahlen. Thut er das nicht, so sollen die Herrschaften Sargaus, Wiudegg und das Gastel und die Rechte, die der von Toggenburg daran hat, au die Stadt Zürich fallen. 378 ^ ilrarn. 4 414 7, 26. Februar lksria soxts. xost, NkUiüs). Staatsarchiv Lttceru' Nathsbuch III. 2V. a. d. Boten: Zürich, Glenter; Bern, Hetzel; Uri, Gerung; Obmalden, Amman Wirz, Nidwalden Erni Willis; Zng, Seiler; Glarus, Ulrich am Buel. Der Bote von Bern erklärt wegen Lenzburgs: was die Eidgenossen zu thun gedenken, daß ihnen gemeinlich Lenzburg werde, wollen sie auch thun; auch wollen sie ohne die Eidgenossen nichts werben, wenn auch diese ohne Bern nichts werben; Ib. wegen des Briefs des Couciliums wird für gut gefunden, nichts darzu zu reden oder zu thun; «. wegen Eschenthals gefällt Zürich, auf den König zu kommen; den andern gefallt, die Sache anstehen zu lassen, bis die ihrigen kommen; «4. wegen Grubers, was in der Sache thun? zun: Rechten zu kommen, dem König getrauen, oder Gewalt; was der Mehrtheil thut, wollen „wir" auch thun; v. wegen Klingnaus und Kaiser^ stuhls wolle mau gegen den Bischof vor den König zu Recht kommen; i der Burgermeister eröffnet, vernommen zu haben, der König wolle einen großen Kriegszug thun aufwärts und abwärts, vielleicht wider den Bischof von Mainz oder den Markgrafen, und erwarte daß die Eidgenossen mit ihm ziehen; K. auf die Zumuthung des Königs, ihn: Hülfe zu thun gegen den von Oesterreich an die Etsch, getraut sich nie- maud Nein zu sagen oder Ja; wenn der König die Eidgenossen gnädig halte, so werden sie desto eher thun, was ihn: lieb sei; I». Tag zu Lucern, auf Sonntag über acht Tage (7. März) Nachts an der Herberge sein; 4. das Anbringen Herrn Grimms von Grünenberg wegen seiner Rechtung zu Wohle:: wird dem Vogte aufgetragen; 4i.. Antrag des Boten von Bern, um Trubenthal einen freundlichen Tag zu leisten; 4. wegen der Briefe, die den: Grafen Conrad wiederzugeben seien, bittet der Bote von Bern, sie zu suchen und auf den Tag zu bringen; »». Erni Willis sucht an, den von Unterwaldeu einen länger:: Aufschub zu geben; ii. die Herren von Engelberg bitten, mit Amman Nütli zu reden, daß er ferner ihr Vogt bleibe; «. der Schultheiß von Bremgarten eröffnet wegen des Gerichts des Kelleramtes über eine Matte in: Wasser, die zun: Weiher gewordeu; 4». Item wegen 18 Schl. Gelts ab Schinders Hof, die an den Spital zu Brein- garten gehören an die Messe; «4. mit Amman Wirz ist geredet, daß er die „von der fach" wegen Entli- buchs in Fried nehme auf Recht. März 1417. 176 379 1^117, 10. März (koria guarta auto Oeuli). Staatsarchiv Lueeru: Nathsbuch III. 22. a. Lucerns Jnstrliction auf den Tag von Constanz mit dem römischen König: „Vmb hilf dem Kung sollen unser botten glimpfen vor den citgnosscn, den Kunz zu bitten, vns der reis ze erlan wan mir nu gereiset haben, wz wir hie im land können tun, wellen ein guten ruggen han; sol weder an noch absagen." „Vmb Eschital vnd den Grafen von Saffoy; wir sönt glimpfen: wz ander eitgenossen tunt, dz sont wir ouch tun." „Von der ritterschaft vnd edeln wegen sol der bott gewalt han; mag vns der Kung verrichten, dz wir mögen sicher wandle», so wellent wir ouch sicher sagen." „Wend ander eitgenossen ir botten uf Ostern ze Constenz han, dz sont wir glimpfen vnd dem man dafür bringe." „Graf Cunrat vmb sin brief, sol man im gen, wenn es ander eitgenossen tun." „Vmb des von Lupfen brief sont glimpfen; dunkt die eitgenossen die ze suchen, wz si denn tunt, went wir tun." „Den von Soloturn sont ir helfen, irre ander boten da dz er sol ouch tun." „Gagel, Zürich, sont ir usrichten als bescheidenlich ist." „Als der Landuogt von Wallis gern geleit hetti, sol gewalt han; ist dz die von Vre vnd Vnderwalden In gleiten wellen, so went wir ouch tun mit Inen." „Von Her Diebolz Waldeners wegen. Graf Wilhelm hat vns dz ampt (Willis«»?) ze kouffen geben vnd haben mit Im mit ze schaffen von der fach wegen." „Der Graf hat vns das unser genon vnwiderseit vnd bekrigt vns noch. Können wir In nit sicher sagen." „Dis sol unser bott antwurten, wirt er darumb ze red gestossen, doch bringt dis für der eitgnossen botten alz dz Concilium vns geschriben hat." „Von Hern Niclaus Bruders wegen werdet mit Her Hans Lienhart ze rat, dunkt üch, so gant zem bischoff oder den sinen vnd redent, dz er versprochen Hab, dz er dz tüge vnd vns vnbekümbert lasse. 8i uou, mücht er mit vnsern eidgnossen reden, mit dem bischoff ze redent oder für den Kung ze bringen; dz vcrsuchent vorhin." „Von Grubers wegen wellet uf den Kung ze rechten kon; ist dz er es nit anders mag hinlegen, ist dz die von Bern, Zürich, Lucern tunt. Such vnser friheit vnd gib abschrift." „Gegen dem bischoff von Constanz wellen wir ze rechten kon." „Von des Gotzhus Münster wegen sol der bot reden von des verpfandbriefs wegen, ob er vns dabi lassen bliben welle, vnd so merkt man wol. Gedenkent aber Münster nüt." „Redent mit vnserm procurator, dz er die sach laß stan vnz ze Ostern." „Von der Münz wegen bitten den Kung, wir went han alz ander lüt, mag si üch werden, so ncmentz." „Gedenkent ze reden mit Vre, Vnderwalden vnd Glarus, wie die von Zürich vnd Swyz werbent vmb Nappers- wil, vnd wz üch gut dunkt ze tunt, dz tunt." „Item dis sint botten: der von Mos vnd Dierikon, die dis fachen also vollenden vnd gen Costenz ritcn sond." 380 ^ uLLrn. I ^17, 15. Mäd'H (köria 2^ xost ü ressorii). Staatsarchiv Lucern: Nathsbuch III. 21. a. d. Voten: Bern, Palmer; Zürich, Glenter und Boßhart; Schmilz, Uotz; Uri, (steht leer); Ob- 'en, (steht leer); Nidmalden, Erni Willis; Zug, Seiler; Glarus, Bueler; Solothurn leer). 176 März 141?. » Wegm des Knechts Brisleder; I» der König hat geschrieben: 1) eine eidgenössische Botschaft auf Ostern (11. April) an ihn abzuordnen, auch Lehen oder Gerichte bis Pfingsten (30. Mai) zn empfangen, oder ob jemand an das Concilium oder an ihn etwas zn bringen habe; 2) die Boten auf Ostern zu senden zn Hülfe und Rath dem Concilium, in der Christenheit eine Einigkeit zu machen; e. die Briefe von Straßburg soll man suchen und Abschriften geben; «I. Graf Conrad von Neuenbürg hat eröffnet, der König muthe den Eidgenossen zu, mit 4000 Mann ihm zu Hülfe zu ziehen an die Etsch; darum werde man ihm Antwort geben auf Mittefasten :c.; wann er den Herzog vertreiben wolle; v. wegen Eschenthals und Wallis will er uns und den Grafen von Savopen verrichten; t wegen der Ritterschaft wolle er mit Jedermann schaffen, daß wir sicher wandeln können; K. der König habe zu dem Meisen geredet, wie er von den Edeln dämm gehasset werde, daß er den Eidgenossen so gnädig und freundlich sei; um die geforderte Hülfe soll man ihm Antwort geben, ob man wolle oder nicht: 1) Bern meint dem Könige Hülfe nicht zu versagen, falls er ihnen thut, was sie nothdürftig däucht; der Bote hat Vollmacht, doch werden sie thun wie andere Eidgenossen; 2) Zürich will dem König bescheidene Hülfe nicht versagen, sonst sei leicht „bösers" zu besorgeu; wollen andere Eidgenossen es auch thun, daß man dann die Städte im Argau, Appenzell und S. Gallen (bricht hier ab): 3) die Wald statte und „wir" haben keine Vollmacht; die von Uri wollen eher mit dein König kriegen, als daß sie ihm Hülfe thun, und ist es ihnen zu schwer; I». der König hat geredet, er bedürfe der Eidgenossen nicht gen Meiland und entlasse sie dieser Hülfe; i. Graf Conrad bittet für den von Lupfen, ihm seine Briefe herauszugeben; Ii,, der König hat wegen des Grafen Conrad geschrieben, seilte Briefe ihm zu geben; I. Zug, Glarns und Unterwalden wollen des Grubers wegen auf niemand zu Recht kommen, aber die andern thäten es gern; i»i. Die von Solothurn bitten die Eidgenossen, ihre Boten bei ihnen Dienstag noch Mittefasten (24. März) zn Constanz zu haben, und ihnen zn rathen; i». die voil Bern tragen an, daß man wegen Lirimans und deren von Basel einen Tag setze und richte; «». Tag wird angesetzt zwischen Berit und Lncern um die Stösse zu Escholzmatt vierzehn Tage nach Ostern Sonntags (25. April) an der Herberge zu sein; z» was den von Hallwil betrifft, wollen die Eidgenossen behalten, was sie gewonnen haben, als er ihr Feind war; übrigens wollen sie gern zn Recht kommcn dahin, wo sie das thun sollen, denn seit es vertcdiget ist, haben sie ihm nichts mehr genommen; «z. auf Samstag früh (21. März) soll man zu Zürich seilt; » der von Weinsberg wirbt an die von Zürich lim Lenzbnrg! sie haben ihm geantwortet, sie können nun nichts darzu thun. S8R Zürich, tIii7, 20. März (S-anmo -mw iMlu-e.) Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IU. i!2. n. „Als vnser Herr der Kung vnsern Eidgenossen vnd vns aber hilff zngemuotct hat an die Etsch wider den Hertzogen von Oesterrich"; da beschlosseil Rothe und Zweihundert von Zürich, dem Könige mit den Eidgenossen zuzuziehen, wofern diese ihm Hülfe zusagen wollen; aber auch, wenn nicht alle Eidgenossen oder niemand von ihnen ziehen wollte, dein Könige dennoch zuzusagen, nur daß er sich eitler bescheidenen Hülfe begnüge, die Zürich erleideil möge. Zugleich erhielten die Räthe den Auftrag, diesen Beschluß den eidgenössischen Boteil, „die ietz hie sind von derselben vnd ander fachen wegeil", kund zu thun, damit sie auch März 1417. 177 desto williger seien; dieselbe Zusage sollen die Boten, welche Zürich „vff dis zlt" gen Constanz senden werde, dem Könige wachen. Ileberdies geben die Burger den Nöthen volle Gewalt zu handeln in der Sache des Grubers, wegen des Eschenthals und der hohen Gerichte zu Kaiserstuhl, und dann auch wegen der "Freundschaft", da der König weint, er wolle uns in Frieden setzen wit der Ritterschaft und den äußern Städten. Bei dem Anlaß dieser Sendung scheint nuch Nidwaldcn vom römischen König eine neuerliche Bestätigung seiner Freiheiten erhalten zu haben. Urkunde Constanz 1417, L6. März (Freitag nach U. L. F. Tag annnntiationis) im Archiv Nidwaldcn abgedruckt bei Businger, Geschichte von Untcrwalden V. 454. Z8T. LllcerN. 1-417, 19. April Gmia 2-^ pogt yrmsimockogoviti). Staatsarchiv Lucern: NathSbnch M, 2 t ü. Voten: Zürich, Felix Manch, Hans Vrunner; Bern, Hetzel; Uri, AwmanNoth, Conrad Markstein; ^chwy^ Awwan ab Jberg, sein Sohn; Uuterwaldeu, Amwan Hentzli, Erlli Willis; Zug, Graf; ^rus, (steht leer). ^ auf Mittwoch nach dein Maitag (5. Mai) zu Escholzmatt; I». Stull und Sachs; ^ A'alker soll reden, wie er das Lehen vcrtedinget habe; st. es gefällt „vns" nicht, daß die Städte ^ Lehen empfangen, und ist an den von Weinsberg geschrieben: was unter 10 Mark Gelts ist, Zürich nach einem Briese vom König, und hat der voll Toggenburg denen von Zürich geliehen; «. 'Uan die Vogtei zu Baden besorge und Rechnung darüber gebe, soll man nach Zürich einen Tag Ni ^ Tonntags nach dem Maitag (I. Mai) daselbst an der Herberge sein; tl wegen der Gefangenen ^ann soll man mit dem Könige reden und ihn an das erinnern, was er geredet hat; S. wegen des ^ogz Rcinold von Urselingen, weswegen der.König geschrieben hat, haben die Eidgenossen nicht ini Sinne «frieden", doch wollen sie gern zum Recht kommen vor den König; denn „friedeten wir, so meinen sie ^>iach desto mehr Rechts zu uns zu haben"; t>. wegen der vom Könige verlangten Hülfe: Bern: wenn ^'»eine Eidgenossen Hülfe zusagen, so wollen sie auch; Zürich: haben zugesagt^); Uri: sie können nicht zu- und meinen es nicht zu thun; aber sie bitten, wenn Roth an sie käme, daß man ihnen helfe Bellenz iauptcn; Schwyz: sie wollen den König bitten, daß man sie der Hülfe überhebe; mag das nicht sein, so ° ^ sie thun, was der Mehrtheilthut; Obwalden: sie wollen nirgendhin; Nidwalden: sie wollen weder zu- absagen; Zug: sie wollen nichts thun; Glarus: sie haben keine Vollmacht; l. wegen des Tags nach ^»stanz, soll man Montag? (20. April) zu Nacht in Zürich sein, und sich über den Pfandbrief berathen; ^tzen Erneuerung der Eide; I. wegen der Münze bjtten die von Zürich, sie dabei zu lassen; i», Tönie ^ ^annm eröffnet, daß die von Bomatt gern an den .König würben um eine Vogtei und Recht, daß das llltl' ^ l^fM hätte; i«. an den König zu bringen, die Gerichte zu Eschen- bi,h ^ Bomatt zu erwerben, da sie seit manchem Jahre weder geistliches noch weltliches Gericht haben, ^ Reichs Straßen da durchgehen; sie bitten um den Bann, und wollen das Land zu des Reichs ^'^en ilme haben; «». Bcrnard fragt an, wie er und der Vicar Spilmatter sich gegen einigen, die noch Ka seien, zu verhalten haben; zs. von des Zolls wegen, was zu verordnen sei; des Loren- tst / ^ haben sie getheilt; i wegen der Geldschuld des Lorenz, des Pfaffen w.; «. der Wirth zu Domo und hat mit Vieren getröstet, genug zu thun; 1. Lorenz Piziguns Sohn hat zum Vicar gesagt, es 23 178 April 141?. wäre gut, wenn die von Dafeder alle zu Wallis wären, „si werent noch nit all gläubig." ,i. wegen E^ld den Söldnern; v. der Pfaff von Dafeder will trösten; Francisch hat einem Specierer ein Kind gesaugt der will trösten; x. des Sivangrat und Garivells wegen; das Geld wollen sie nicht geben, wohl ub^' verzinsen, die von Domo, Mnukelstes und Daoedro thun genug, die von Antrona sind die „ruchcsten;" die Gefangenen liegen von gemeines Landes wegen, gedenket, daß sie gelöst werden. Zu F. Vergleiche oben bei 20. December 1416 die Anmerkung. Zu I»'). Am heiligen Pfingstabende (29. Mai) kam vor Bürgermeister und Rath von Zürich Philipp vom Heimgarte»- des römischen Königs Diener und Bote, mit einem Glaubbrief desselben aus Constanz vom Freitag nach S. Urb»»» Tag (28. Mai), nach welchem er eine „ernste bcgerung" des Königs an die von Zürich bringen sollte. Dieses Begehre» war: da sie ihm Hülfe an die Ctsch zugesagt haben, so würde ihm nun eben so lieb sein, wenn sie ihm mit 200 M»»» zuzögen zur Eroberung der Beste Feldkirch; dafür würde der Zug an die Etsch ihnen erlassen. Sogleich wurden du „Burger" versammelt, und der vom Heimgarten trug ihnen des Königs „muotung" vor; einhellig ward entspracht und alsbald dem Bürgernleister Heinrich Weiß, der sich in Constanz befand, geschrieben dem Könige die Hülfe M»' sagen, und den Tag des Aufbruchs zu melden. Am Pfingstmontag (31. Mai) kam die Forderung augenblickliche» Aufbruchs, und schon Tags darauf (1. Juni) sandten die von Zürich 260 Mann auf die Straße gen Feldkirch »» der Stadt „Rennfendlin" und einem Absagbriefe an die auf der Beste Feldkirch. Züricher Stadtbuch III, 53, »3» S8». Constlinz. 4^47, 23. April (St. GcorgStag). Staatsarchiv Zürich. Der römische Äönig Sigmund verlaugt, daß Alle iu der Eidgenossenschaft, welche Lehen oder Pfäud^ von Herzog Friedrich und dem Haus Oesterreich hätten, dieselben als dem Reiche verfallen, von ihm dem Reiche von neuem empfangen sollen. ,S. Tschad! II. 71. LichnowSly V. LI.V. Regest 770» S84 Zürich. 4-417, 3. Mai (an des heiligen Crlltzcstag im Meisen). Staatsarchiv Zürich i Stadtbuch IV. 1.7, Ii. Boten; Zürich,Jacob Glenter, Bürgermeister, Pantaleon ab Jnkenberg, Felix Mantß und Rudolf Brillit'I Bern, Rudolf Zigerli; Luce rn, Johannes vonDierikon; Schivpz, Johannes Sigrist; Obwalden,^^ von Zuben, Ridwalden, Arnold Wintelried, Amman; Zug; Johannes Graf; Glarus, Johannes Bold Vor diesen Boten gibt Peter Oerp, Vogt zu Baden, Jahresrechnnng von allen „nutzen, välb»'' gelässen", die daselbst zu Baden und von der Vogtei, welche Klingelfuß hatte, fallen und im wärtigen Jahre gefallen sind, und auch „von etwas gult vnd gneter wegen", die er aus Auftrag ^ Eidgenossen verkauft hat. Einnehmen und Ausgeben, ohne im Einzelnen angesetzt zu sein, wurden einander gehalten, und nach aller Rechnung blieb Peter Oery, nachdem ihm und seinen Knechten aus Beste gelohnet war, den Eidgenossen von Städten und Ländern 34 Pf. Pf. schuldig. I». Dn's^" Boten verrechnen mit Zürich die 742 Pf. 9 Schilling und 2 Pfenning, und 1(1 Mütt Kernen, . ihnen die Eidgenossen „von värn" nach aller Rechnung schuldig wurden. Daran erhielten die von ,3'^ Mai 1417. 179 ^ bw Erlös von Gülten und Gütern, die zu Baden verkauft wurden, 2) die 50 Gulden, die Hans Salznian Baden den Eidgenossen ans gegenwärtigen Mai verfallen ist, und 3) eine nicht bezeichnete Summe ans ^utgM Dag; bleiben die Eidgenossen denen von Zürich noch schuldig 234 Pfund Schilling und 4 Pfenning. Das Lucern er Rathsbuch III. S4. d. sagt: 1417 terra 6ta ViKrlia blaris: „Vff mcntag zu nacht sont wir vnscr Kotten Zürich han". 383 Lucern. I^iI7, 10. Mai. Staatsarchiv Lucern: RathSbuch III. 25 d. (Mluernnt, Walliser). A. Die von St. Gallen haben geredet, der König wolle Nheineck, Altstätten das Rheinthal andern Herren geben „über die Friheit". Da wollen wir unsere Boten beauftragen, "Ut dem König zu reden. Ebenso des von Doggenbnrg wegen und um andere Sachen bitten sie, wir fochten sie „versprechen", sie wollen nichts thnn ohne unfern Rath, auch wenn der König ihnen anderswohin verkünde. Man will den König bitten, ihnen mit uns Tag zu verkünden. Mit Appenzell sollen sie ^u, daß es sie bei ihrem Hnuptgut unangefochten lasse, t». Zum hat geredet die (Walliser) „nider Döys" ^ 'am ge^ zu den Eidgenossen, wenn man ihnen zwei Stücke änderte, erstlich daß man den Landvogt nicht ^Bürger annehmen und keine Sühne mit dem Grafen thun wollte, zweitens daß sie nicht mit uns reisen "Rpten. Die Berner werben heimlich stark an die Walliser „was si sich an vns kerent, wir haut doch inen Burgdorf tan vnd scheltent vns vast". t Die Walliser erklären, wenn der Graf von Savopen die ^chlössim wieder herausgebe, so wollen sie gern zum Rechte kommen, sie wollen die Sache heimbringen. Das ^len wir auch unserseits thun und dem Landvogt antworten, wie wir mit den Wallisern geredet haben. s0i»e Anzahl Walliser sind namentlich angeführt, an ihrer Spitze Gabriel Metziltan, Castellan von Naters)- ^ I" Betreff der Beste Bellenz soll man dem König Antwort geben. Verhandlung über Gefangene aus ^v»w und Eschenthal. 38«. lucern. 1 /ll 7, 26. Mai (wiiu 4^ korUsvostss). Staatsarchiv Lucern: Nathsbuch III. 2tt. v. Boten von Zürich, Uri und Schwpz. »». Wegen derer von Napperswil, da der Bote von Glarus ^'>»gt hat, daß sie gern zu gemeinen Eidgenossen kämen, soll man am Dienstag (1. Juni) zu Einsiedeln sein; ^ dem Grafen Wilhelm von Ballesis ist vierzehn Tage Aufschub gegeben, unserer Mahnung unschädlich, daß sie ^ leisten sollen, wenn er nach den vierzehn Tagen uns nicht bezahlt; c wegen Eschenthals soll man nach ^'Riedeln kommen mit Vollmacht; «I. wegen Zug, mit Vollmacht; v. wegen des Herrn von Mailand und ns soll man gen Einsiedeln bringen, wie man übereinkommt. 180 Juni 1417. 387. t^I7, 13. Illllt (vsf Sunnentag nach unsers Herrn Fronleichnamstag). Staatsarchiv Lncern: Rathsbuch i. Z84 ». Erneuerung der Blinde in der ganzen Eidgenossenschaft. Lucern sandte Boten nach Bern, Zürich/ llri, Schwyz, Zug und Unterwalden ob und nid dein Wald; nach Zürich zwei, sonst je einen. Di «se1ben Städte und Länder schickten anch ihre Boten nach Lucern; der Schultheiß Ulrich Walker nahm der Gemeinde und deit Boten den Eid ab, darnach schwur er.') Bern und Lucern haben sich gegenseitig nicht geschworen")- ') Das Rathsbuch fährt dann weiter fort: „Harzu hatten wir beruft die von Wetgis vnd von Gerisow, des sint kamen die von Wetgis (liv) vnd hant mit vns gefworn. Aber die von Gerisowe sint nit kamen. So hattent wir beruft die von Kricns, von Horm, von Maltet, von Meggen, von Not, von Ebikon, von Littow, von Emmen, die sint all kamen vnd hant die Biind gefworn; der von Entlibuch botschaft ij, von Willisow viij, von Nufwil ij, die Kotten hant aber nit gesworen." Ferner: Staatsarchiv Lucern, Rathsbuch III. 27 b. 1417, tsi-ia, ssxts, xost. oorp. Lbristt. „Vff Sunnentag wellen wir die eid ernüwern mit vnfern eitgenossen vnd sont Kotten senden vnd han vnser vnibfessen ze vns besenb die sont reden wie wir worden sin ein Richstatt, bitten dz ir üwern willen gebent, die buntbrief ze endern; wz v»» die bünd vnd wort begrisfent, dz went wir fwerren, wan die vnfern daheim auch mit swerent." („ljusrs in tlinrri ex?. des Gotzhus, vnd lesen vor den eidgnossen, vnd des künigs Friheit.") Auch im Herbst gleichen Jahres heißt es im Rathsbuch III. 33: u. Freitag vor Crucis: „Wurd man boten die Eidgnoschaft senden, so gedenk an vnser buntbrief ze endern." Betreffend Weggis und Gersau war schon am 9. Juni (vichtio. oorxoris Eln-isti, ib. 27 a.) beschlossen, daß sie a»I Sonntag zur Cideserneuerung nach Lucern konimen sollen. Die Gersauer meinten, man soll Boten zu ihnen senden, die Eide zu erneuern, ib. 27 b. Am 3t>. Juni beschloß deßhalb Lucern: „Scribe für die eitgnossen von der von Gerisow wegen, sol man suchen brieff vnd ouch erzellen den eitgnossen; went si darzu setzen, gönnen wir inen wol, ist das »N, so went wir vns selber helfen." ib. 27 ct. 4t» unto Vtrivi. °) Wegen dem Streit mit Bern steht im Rathsbuch III. 27b. koria Spants üobannis (13. Juni): „Die »o» Bern sint ze rechte kam uff der eitgnossen Kotten an alle gedinge, vnd sol iederman sicher sin vnd den andern vngrei'ü lassen vnz vf den spruch, vnd sol man tag machen wo die botten dunkt." 388. Lucern. I ^>1 7, 7. Jltll chuai-ta xost Iläulrioi). Staatsarchiv Lucern: Nathsbuch lll. 28 3, d. Boten: Zürich, Hagnauer, Peter Oery; Uri, Ammaiui Roth; Schwyz, Ammann Jberg; Ob' wuld en, Ammaun Wirz, Nidwalden, Ammaun Winkelried; Glarus, Ulrich am Buel; Zug, (steht leeritt. Wegen derer von Lütgern soll der Vogt von Baden ihnen allen zusammen gebieten und s'^ schwören heißen; Entwurf eines Schreibens hierüber an Graf Hug von Bregcnz, S. Johannes Ordens obersten Meister in deutschen Landen; ll». Bös Conrad von Rischach treibt die von Tegerfeld, wegen Gel^ ansprachen, mit dem Landgericht zu Stülingen um; Entwurf eines Schreibens hierüber an den von Lupfen! v. Lucern findet nicht billig, daß man den Seinen ihre Pfände ablösen wolle; es ist mit denen von Znö geredet, sie wieder in Besitz zu setzen und dann Recht zu nehmen nach der Bünde Sag; ,1. die nid de»' Juli 1417. 181 Wald sollen denen von Zug einen Ammann geben, und Tag verkünden gen Zug; v. auf Anregung von Jug erkennen die Eidgenossen, zwischen Lueern und Zug einen Untergang zu thnn (eine Grenzinarknng vorzunehmen); l', Lueern redet mit den Eidgenossen, in seinen Streitigkeiten mit Bern einen Tag anzusetzen; was diese dann gut finden, davon wolle Lueern nicht stehen. Der Tag wird gesetz? gen Escholzmatt von Dienstag über acht Tage (20. Mai) zu Nacht; Zürich beschickt ihn mit Berchtold Schwend, Uri mit Peter von Otzingen, und Unterwalden ob dem Wald mit Ammann Nütli; A. Menteler soll wegen der Vogtei Rechnung geben; 5» Herrn Hemmnn von Ninach ist geantwortet: wenn die Eidgenossen zusammen kommen, so wollen sie ihm und denen von Vilineringen Tag geben; i. Heimbringen der Straße wegen, und auf dem Tag zu Escholzmatt Antwort geben; wegen derer von Raperswil sollen die von Schwyz und Zürich zu Escholzmatt Antwort geben; Z. über die Bitte des Lorenz de Pont um Geleit soll man antworten, ob man ihn geleiten wolle; 5»». dem Spilmatter wird geschriben, sich zu erkundigen, ob Ruß und Jacob, seit man ihnen verziehen habe, weineidig seien, oder was sie gcthan haben, wie sie sich halten; i». an Denselben: wegen Lösung der befangenen, wie dem Herrn von Mailand geschrieben sei; wegen der Söldner von Eschenthal; «.Schreiben uu Wallis, wie früher; da sie darauf nicht geantwortet haben, so sollen sie wissen lassen, was sie thnn wollen; ihr Unglimpf, von dein man höre, thue uns leid; sie sollen sich verantworten und zum Rechten kwiunen; y», ans dem Tag zu Escholzmatt soll man wissen lasseil, ob man Boten gen Wallis senden wolle, wenn diese nicht kommen lind antworten; G. der Eidgenossen Boten wollen derer von Schwyz Brief hören lesen, wenn sie „nu" herkommen; in. es sollen die nid dem Wald hier antworten, ob sie ihre Allstände zum > Rechten (bricht ab), oder wie sie auf die Eidgenossen kommen wollen. Zu in. und u. Der Richter Spilmatter schickt am 20. Juni 1417 den Ruß de Turre uon Davedro und den Jacob de Marschus von Mascheircn als des Meineids verdächtig heraus mit Bitte, sie zu versorgen, daß sie nicht sobald wieder nach Eschenthal kommen. Letzterer könne am besten Auskunft geben über Laurenz de Pont und die. welche in Eschenthal noch in seinem Dienst seien. Gleichzeitig sendet er eine Anzahl Söldner mit Empfehlung wegen ihrer geleisteten Dienste zurück, darunter Snelbog von Zürich, Heini Ruß von Lucern, drei von Uri, fünf von Unterwalden, zwei von Glarus. Besiegeltes Schreiben im Staatsarchiv Lucern. Eschenthaler Acten. z«s. Lucern. 15. Iuli lPsli äisNnrKnröts). Staatsarchiv Luccrn: StathSbuch III. 2!) n. Ii. Boten: Zürich, Berchtold Schwend; Bern, der Hofmeister und Anton Gngla; Uri, Peter Gruoner; Ewalden, Ammann Henzli und Georg von Znbcn; nid dem Wald Erni Willis; Zug, Graf; blarus, am Buel. «. Die von Bern eröffnen wegen des Briefs derer von Schwyz die Bitte, ihnen den hinans- zngebcn; Antwort soll auf dem nächsten Tag gegeben werden; I» wegen derer von Basel und Lirimans, Wtte die Sache auszurichten; e. die vorgenannten Boten erbitten in ihrem eigenen Namen 'von Lncern für Wilhelm von Arberg Zahlungsaufschub bis S. Martins Tag über ein Jahr; Bedingungen: ohne allen weiteren Verzug sollen dann die 1030 Gulden Hauptgnt lind die 400 Gulden Wmnschnld bezahlt werden; den Zins entrichtet er an Peter Velgen, und was er ihm mehr gibt, geht ihm am Weine ab; geht Zugegen eine Schuld zu Verlust, so leistet er Ersatz; «Z. auf Beschwerde des S. Johannes Ordenshauses ""U Lütgern wird geantwortet; die Leute desselben sollen schwören, wie andere, die in der Grafschaft sind; 182 Juli 1417. v. wegen derer von Wallis: der Landvogt ist zum Rechten gekommen; k. wegen des von Ladonna, Schreiben an den Richter: ihm nichts zu nehmen, etwa Genommenes zurückzugeben, ihn zu schirmen gegen Aufsätzige, und soll er 100 Ducaten geben; U. wegen derer von Weggis, Antwort: wollen die von Arth zum Rechten kommen; Ik wegen der Unterwaldner Anstände bitten die von Staus, in Schrift zu geben; l der Inhalt mehrerer Schreibeil, die ins Eschenthal erlasseil werden sollen, wird angedeutet: von Swannin des Franciscus Sohn sich 50 Ducaten je nach seinem Thun geben zu lassen; zu erfahren was vier aus Dnveder Ausgewiesene gethan habeil, und was sie geben wollen; über Gefangene, deren Zehrung das geineine Land bezahlen soll; einen heimzulassen, wenn dessen Sohn da bleibe und er bezahle; daß Domo bezahlen und dem Andriöl Aufschub geben soll; wegen derer von Raparia, was ihnen genommen sein mag, erstatten zu lassen; Ii., die von Wallis bitteil sich der Sache anzunehmen gegeil den Landvogt, und beide Theile wollen auf der Eidgenossen Boten zum Rechten kommen. Zu k. Schon am II. Juni vorher hatte Gitschard von Naron, Herr zu Einfisch, an der Eidgenossen Boten „setz uff dein Tag ze Zürich" (wahrscheinlich beim Schwörtag s. o. Absch. 387) geschrieben, sie möchten ihn wissen lassen, ob die Walliser das von ihm auf die Eidgenossen gebotene Recht angenommen haben oder nicht, in letzterm Fall bittet er um Angabe von „steg vnd weg, wie mir ein brief vollvcrget werden mag nach dem besten." — Missiv äll. 1417 cwastino corporis Lllristi im Staatsarchiv Zürich. 3S« Ancern. 23. Juli (tm-iu m-» unto üuooiii). Staatsarchiv Lucern: Nathsbuch !!l. 2!t, 39. Die Boten des vorigen Tages. » Zwischen Gitschart von Naron und den Wallisern wird auf de» achten Tag unsrer Frauen im August (22. August) ein Tag angesetzt; wer sich der Sache nicht annehmen wolle, solle es anzeigen; ß». die von Bern klagen vor der Eidgenossen Boten über Lncerns Uebergriffe an dem Commenthur von Sumiswald um Futter und Hühner, und um den bösen Pfennig an dem von Arburg, den Herren von Zofingen und denen von Büttikon; sie bitten davon zu lassen, oder doch der Sache Anstand zu geben bis die Boten wieder zusammenkommen. Lucern will antworten auf dem Tag zu Escholzmatt; v. den „Untergang" mit Zug will Lucern vornehmen, und gern, wenn beide Theile sich nicht verständigen können, zum Recht auf die Eidgenossen kommen; «I. dem Grafen Conrad von Neuenbürg wird geschrieben, hier zu sein von Montag über vierzehn Tage (9. August); man will ihm die Briefe geben und sie verhören^ « Tag gen Escholzmatt von Mittwoch über vierzehn Tage (11. August); I'. die von Wallis, von Bricg und von Visp wollen das Vttndniß eingehen, doch fordern sie zwei Dinge: eines, daß man den Zoll im Eschenthal nicht steigere; das andere, daß man der Kirche Sitten ihre Leute und Gerichte zu Davedro lassc. Zugleich wünschen sie, daß die von Schwyz auch im Bunde wären; es stände dann zu erwarten, daß andere auch kämen; K-. wegen derer von Wallis soll man am Montag (20. Juli) zu Beggenried sein, und ihnen da antworten; Lucern sendet Heinrichen von Moos; I». Tag von Sonntag über vierzehn Tage (8. August) nach Gisikon, einen „Untergang" zu thun mit Zug. Zu 1». e. Ueber die Verhandlungen des Tages zu Escholzmatt zwischen Bern und Lucern gibt das im Luc er »er Nathsbuch III. 35 u. unter dem Datum des 18. October (koriu 2^ xost Lullt) enthaltene Concept eines Schreibens von Lucern an Bern einigen Aufschluß: „Ist üwcr wisheit wol wüssent, wie ein stoß alz zwischent Cum im Walt vnd den' Wicker ufsgeloufsen ist vnd ouch etlichen andern von der fach wegen, die stöße in ein satz uf den Vierden und fünften Juli 1417. 183 kamen vnd gesetzt ist, daruf ein vrsatz gesetzt ist; darumb wol mißhell waz vmb ein obman, darüber üwer vnd unser botten, so zem letzten ze Escholzmatt uf tagen warent, sich mit einander vnderredtent, dz die üwern, so die kleger werent, ein obman tresfent ze Entlibuch, wan solich sach also Herkon werent zwüschen den üwern vnd den vnsern an den enden. Giengent die üwern des satzes us, so söltent si vnserm vogt xl Gl. verfallen sin, giengent aber die vnsern des us, so söltent si üwerm vogt xl Gl. verfallen sin vnd dz üwere botten sprachent, si woltent die sach an die üwern bringen in der maß, dz sie getruwent, es bestünd dabi." Nun sei aber trotzdem von Cum im Wald einer der unfern gefangen und nach Langnau geführt worden sc. :c. Hierher bezüglich sind auch zwei von Bern aufgenommene Kundschaften vom 31. Juli und 3. August 1417. 1) 1417 ze vsgendem Höwmont. Hemmann von Grünenberg, Ritter, erinnert sich wol, daß sein Vater sel. die Herrschast Wohlhusen zum halben Theil von Oesterreich inne hatte, den andern halben Theil besah Graf Immer von Straßberg! sein Vater habe einen armen Knecht im Land Entlibuch gefangen, gerichtet und gehenkt! nie habe er gehört, daß die Herrschaft Wohlhusen irgend Ansprache oder Rechtung hatte „für den Hag ußhin an dem Gewizz oder deßhin". 2) 1417 an dem dritten Tag Ougsten. Graf Berchtold von Kyburg erinnert sich bei SV Jahren her wohl, daß sein Bruder sel., Graf Hartmann und nach ihm dessen Sohn Rudolf das Landgericht Ranflu mehr als 4V bis SV Jahre so ingchabt, daß sie schädliche Leute in dem Trubthal und zu Eschlismatt gefangen und heraus an das Landgericht geführt und gerichtet haben, ohne daß die Herrschaft Wohlhuscn sie daran hinderte. Staatsarchiv Bern, Lucerner Buch 2V. 9. Ii. 3St. 14^17, 24. (in vi^ilia, ^.xostoli.) Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IV. All. d. Bürgermeister und Rath der Stadt Basel hatten mit Ulrich Klingelfuß von Baden Stoß von einer Bürgschaft wegen „darrürent von Herrn Bnrkarten von Mansperg". Beide Theile setzten denselben auf Heinrich Meiß und Jacob Glenter, die Burgermeister, Joh. Schwender, Joh. Zeller, Räthe, und Joh. Bellen, ^tadtschreiber von Zürich, zu Minne oder Recht. Diese fünf gaben dann einen Spruch und Bürgermeister und Rath von Zürich beschlossen, den Anlaßbrief und Spruchbrief in der Stadt Kosten aufzubehalten, damit b" allfälligen künftigen Stößen der Parteien über die Sache man denselben wieder zu finden wisse. 39T. Brieg. j/tl 7, 8. August (Sonntag vor Unserer lieben Frauentag zu mittel» Ougstctt). Staatsarchiv Lucern. Ewiges Burg- und Landrecht der Zehnten Naters und Brieg mit Lncern, Uri und Unterwaldeii. Beilage ZI. 393. Auveru. I -VI 7, 9. Augusl (toriu 24a aMg 1,auronti!). Staatsarchiv Lurcrn: Rathsbuch IN. SI., S2. Voten: Zürich, Berchtold Schwend, Schwarzmurer; Uri, Uhingen; Obwalde.n, Amman» Rütli, ^idwalden, Zelger; Zug, Graf; Glarns, Vogel. 184 August 1417. K, Item megeu der Streitigkeiten derer von Schivyz und Glarns um Alpen; Z« Ammauu Zelger eröffnet wegeu der Knechte Anthönie Wagen:c., die Sache sei berichtigt cc.; r. die vou Zürich eröffnen: der König sei mit Herzog Friedrich also berichtigt, daß er alles ihm Abgenommene wieder erhalten solle, ausgenommen Schaff- Hausen, Nhcinfelden und Zell. Der von Toggenburg sei gekommen und habe gesagt: die Pfaffen reden, sobald sie wollen, wurden sie vom Lande ziehen, sei es dem Könige lieb oder leid, und das sollte mit Hülfe der Eidgenossen geschehen; die Rede sei dem Könige vorgekommen, und Zürich habe sich und die Eidgenossen verantwortet; «I. Francisch Vrönn hat geredet derer von Boinatt wegen. Für den Rußen von Daveder will er Bürge sein. Weisung an den Richter ün Eschenthal der Knechte wegen, die zu Markt waren und mit des Laurenzen Knecht geredet haben, li'. Der Herr von Mailand hat dem Louis de Sat zu Arona das Seine genommen, weil er zu uns gefahren ist; man soll ihm schreiben, daß er es wieder gebe. U. Es ist ein Richter zu setzen zu Domo. S». Derer von Antrona wegen will Francisch trösten, ö. Francisch's Sohn ist um 50 Ducaten beschützt, er bittet um weitem Aufschub. IiL. Mit denen von Domo ist getädingct, daß sie uns 1515 Ducaten geben sollen in gewissen Fristen, lt. Francisch und die von Boinatt sollen gegen einander verhört werden; nach allseitigem Untersuch der Sache walle man dann sprechen und urtheilen. -ss. Facin soll 50 Ducaten und Zehrnng geben, er soll vertrösten für das so Ottin hat; man soll sein Gut angreifen bis auf 100 Ducaten. u. Von der Marchstreitigkeiten Hertcnsteins und derer von Zug wegen soll man zum' Rechte kommen. «». Der Köllig wil gelt Einsicdlen und geil Zürich. Zu id ^uier Beste; sie lütten und mahnen uns, mit den Walliscrn zu schaffen, daß sie das Feld räumen chn unbekümmert lassen „vnz an Recht"; bei dem Recht, wie es geboten und gemacht ist, wolle er gern l>itt' "' ^ inüßten sie doch ihm helfen'); «I. da die Eidgenossen „vns" Minne zu getrauen gegen die von Bern, so haben wir Bedenkzeit genommen, die Sache ^ die Gemeinde zu bringen, und ihnen dann zu antworten. ') „scribe, ein trostbrief Gitschart von Raren, für vns und unser eitgnon": Lu cerner Rathsbuch III. 32, a. Ul?, 9. Aug. 1417. II. September sorixtmm in oiuitato Lsäuni sub sfuscisin LiAitlo. Hauptleute, Rathe und' Landlcute "on Wallis „als wir ietz vor der Vesti Scon ligen", antworten Bern auf dessen Schreiben betreffend ihre Streitigsten mit Gitschart am Raron, daß sie „nuzenmal nit lutbar antwurten mögen"; die Sache werde sonst zu gutem ude kommen „mit hilf Gottes und hilf vnd rat der botschaften von Freiburg und ihrer Burger und Landleutc von ^ucern, Uri und Unterwaldcn, welche in der Sache „all tag werbent vnd hant geworben früntlich, daz wir all tag einer buten antwurt wartend sin". Würde aber die Sache nicht zu gutem Ende gebracht, so werden sie antworten „also oz wir trauen, Jr sölleut ein benügung daran han." — Staatsarchiv Bern, Papier. 397. Luceru. I^il7, 20. Scffkeiulier (leria Sä-^ mxiiia itlatboi). Staatsarchiv Lueeru: Nathsbuch III. 35. n. I). ^ Boten: Zürich, Glcnter; Nri, Thöuie Gerung; Schwpz, Sigrist und Hocn; Obwalden, Amman "'^i und Georg von Zuben, Nidwalden, Amnianu Winkelricd; Zug, Bartlome Müliswnnt; Gl arus, Vogel. „ ^ Es wird beschlossen, dem Studier 60 Gulden an Gold zu geben vom nächsten Geld, das vou ^uthal kommt; I». die von Schwyz erklären wegen Wallis; e. die Eidgenossen bitten, sie wissen S» lg" Bcx,, ^ Es wird beschlossen, dem Studier 60 Gulden an Gold zu geben vom nächsten Geld, das vou Mthal f.. -- , - .. , . Uhen, mix xZ in Wallis stehe, und erbieten sich, wenn sie etwas thun können; «il. Schreiben an m lvegeu Korns und „esigs dings": die Boten im Kieicholz, die auch mit euch redeten, haben uns lli/ ^'ugt, daß ihr uns Kauf abgeworfen habt; Bitte, lasset uns Kauf; «?. Tag von heute über 8 Tage, »ii» ^chuelis Tag am Abend (38. September) hier zu sein; tl Schreiben an Bern wegen Kaufs 55 Ovrgcn; i,. Schreiben nach Wallis an die Boten Heratingen, Arnold von Silinen und Amman Hentzli: Vollmacht zu konnuen, uns Kauf zu lassen; wir haben dafür gesorgt, besorget ihr es auch zu Brugg; schreiben an Baden und Mellingen, niemand als den Eidgenossen „esigs" durchzulassen, und das wohl ' k°nnne uns unbillig vor, daß sie uns nicht wissen lassen, wie es gehe; i es soll ^'l ergehen i g ^ «rebellen" von Daveder: kommen sie in einem Monat zurück, und thun „fidelitat", so wollen wn , ^ ^ut lassen; kommen sie nicht, so wird es verkauft, und man behält es an die 1600 Ducaten, b e von Daveder dieses nicht, so soll es „vnser Bicane nehmen. 34 IM September 1417. Hiezu Schreiben Hans Spillmatters, Richters zu Domo ciä. 12. Juli 1117 an Zürich. LucerN, Uri, Untetwald^ und Glarus, betreffend die Tröstung, welche denen von Davedro für diese Schuld abverlangt worden war. (Staats' archiv Lucern, besiegelter Brief bei den Acten Eschcnthal). 3S8. 1417, 28. September (St. Michels Abend). Staatsarchiv Zürich! Stadtbuch IV. 2S. a. „Aimo xvijo an saut Michels abend siilt für vns komm, der von Baden erber botschaft, nemlich Ela»' Sendler, Schultheiß, Lienhart Bleyer vnd der Nörscher vnd ollch Jacob Ruprecht. Erzelt Jacob Ruprecht, w"' er gen dem Herzogen versagt wer worden, als vns die Neste Baden In wart, er hette von vns darumb genomen, er hette ouch pfil verkouft vnd wer bi den Tedingen, die da beschechen, gewesen. Do batt die von Baden, Im darnmb Klmtschaft ze geben vnd ein warheit ze sagen. Do retten wol die egenaiü^ Kotten von inen selb vor vns, si wisseten nit, dz Jacob wol bi keiner Teding gewcst oder dz er kein itz'b hette genommen old dz er kein pfil hette verkouft. Des hette er gern von der Statt Baden ein brief gelb'l^ do mocht er im nit werden." sss. Ancern. 1417, 29. September bpsa Mo Niodaoiw). Staatsarchiv Lucrrn: Rathsbuch IN. ZI. a. Boten: Zürich, Hagnauer; Bern, Thöni Gllgler und Hetze!; Uri, Amman Roth; Schweiz, Sign!" Obwalden, Amman Nütli, Nidwalden, Erni Willis; Glarus, Bogel; Zug, Seiler. »». Die von Bern sind wegen des Kaufs sehr gebeten, davon zu lassen; das wollen sie heimbringen ?». Item so haben sie ernstlich geredet wegen des von Raron; «.Item so bitten sie wegen derer von Basel »>" Lirimans, die Boten zu weisen darzuzngeben; «l die von Bern bitten wegen derer von Hallwyl und Khsl nenberg und Arbnrg; «. dieselben bitten, daß man die Sache abkürze, und daß die Boten sprechen, da ^ Kundschaft haben; 1'. die obgenannten Boten sind mit Hans Spilmatter übereingekommen, daß er noch Jahr Nichter in Eschenthal sei, und vier Knechte bei sich habe. Alan gibt ihm das Jahr 290 Ducaten was im Mainthal fällt und den Eidgenossen zugehört, soll er alles haben und einnehmen, ohne die gröl!'" Bußen und die hohen Gerichte. Sollte jemand von Eschenthal auf ihn setzen, oder wider ihn reden ^ Falschheit treiben, so werden die Eidgenossen sich nicht daran kehren, sonder billig ihm bei seinem ^ glauben. Tie 200 Gulden, um welche die von Mainthal zuerst mit ihnen „getedinget" haben und die ^ Verzasca, wie die. „kart" weiset, wollen sie ihm lassen, wenn sie selbe „gehan" mögen. Er schwort Bestes zu thun, dem Armen zu richten, wie dem Reichen, niemand zu Lieb noch zu Leid, wie ihn Eid Ehre weisen, und nach Treue und Wahrheit mit dem Land und der Eidgenossen Gut umzugehen. JlM ^ erlaubt, während des Jahrs 10 oder 14 Tage herauszukommen, „sin ding ze schaffen". Item die unter Matarell soll er auch haben. October 1417. 187 Constaiiz. 1/tl 7, 7. October (Donstag vor Dionys«). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IV. 2«. s. Ii. Mi'mzconventioi! Zürichs mit de» Städte» um de» Bodeusee. Nota, Es ist ze wisse», als vil Wandels jetz in deni land ist von wegen der niiwen münzen, das sich darumb der ersamen wisen der Bürgermeister vnd der Rat dirr nachgeschribcnen des heiligen ramschen Nichs Stette, mit namen der von Zürich, von Schasfhuscn, von Nafenspurg, von Ucbcrlingen, von Lindow, von Pfnllcndorf, von Wangen, von Natolfzell, von Diesscnhofcn vnd von Buchhorn erber treffenden Boten zusamen gefügt haben gen Costentz in die Statt vfs den "echsten Donstag vor Dionysii vnd Hand sich da der vorgcnanten Stett Batten mit der von Costentz Kotten durch ge- meins lands. armer vud richcr, Eer, nutz vnd fromen willen diser nachgeschribencn stuck sammpt einander vereint vnd geeint, doch vsf ein wiederbringen jegllicher Statt hindcrsich an sin Herren vnd fründ, von denen er gesant ist, vmb ein wolgcfallen vnd ansägen. Item des ersten, das ein jegkliche der vorgenantcn Stett die dann müntzen wil oder ze müntzen hat, »mutzen s°l vfs der von Zürich korn, das ist von einer geschickten Mark Siben lot vins silbers Costcnzer gewicht vnd 27 den. vfs ein lot. , . - Item die Schillinge so man stachen wirdet, sont zu dem halben bestan vnd sol man einen geben vmb vj den. vnd 27 für ein gülden. Item vnd der klcincrn Müntz sol man geben 1 Pfd. 7 st. haller für 1 gl. Item vnd ob deHein Statt in dem zit als hernach geschriben stat, absetzte, die sol den andern Stetten, die dann nüintzent, jegklicher in sunder hundert Guldin ze pen verfallen sin. Item das ouch all groß silberin müntzen mit namen alt Blapphart, Crützplaphart, Schillinge, Nüner vnd Crützer üestandent in dem wcrd als vor. Item ^ ein behemscher grost sol gelten 9 den. Item dry fünfer söllent gelten 8 den. Item vnd welich müntz oder gelt ringer vnd swecher ist, sy sye der Herren oder Stetten, die sol man verbieten. Item ouch sol man deHein gut »mutz, weder bchemsch groß blaphart, Schillinge, Nüner, Fünfer, noch die alten Üeinen müntz nit verbrönnen »och smeltzen noch ander müntzen darus müntzen. Item vnd sont die Stett darumb ansagen vfs Galli nechst künftig. Item vnd in dem zit sol ein jegkliche Statt mit iren Wechslern vnd Kouflüten, tütschcn vnd wcltschen, frömdcn vnd heimischen bestellen, das sy keinerly müntz, weder große noch kleine nit seycn, voschießcn noch versüren. Wer aber dz gefärlich täte, der sol umb die Hab komen sin, die er dann sürt oder bi Im ergriffen wurde vnd der Statt von dannen er ist, hundert Guldin ze büß geben. Item war ouch dz deHein Statt, eine oder me, müntzen vnd vfs dz obgcnante korn flachen wilt, vnd die fach mit Zrem bries vnd Fr siglen verschriben vnd versprächt», herin nit abzusetzen als sich ander Stett gegen einandre versprochen haben, sogtane münz sol man dann ouch nemen, wele Statt aber sogtanc versprechen nit tun wollt, der münz sol >»an nit nemen noch keine wcrschaft sin. Item vnd ist dz die Stett darumb vfs sant galten tag ansagent, sont si dise stuck getrüwlich sampt einander halten bis zu wienachten nechst künstig vnd dannan hin fünf jar die nechsten nach einander ze zellend angcfarlich. Doch Inen vorbehalten, dz si dise stuck jeder zit mugen mindern oder meren, ob es sie notdurftig dunket nn geucrd. Wir der Bürgermeister vnd die Rät der Statt Zürich versprechen bi sölicher Müntzwerschaft vnd ordnung, als die hievor zu stuck vnd stuck verschriben sint, die Jorzal vs, als sie ouch hievor gelütert stand, ze belibcn, vnd des ze Wügnisse haben wir vnser statt Jnsigel, das minder, an disen nottel ze rugg lassen truckcn an dem Donstag vor sant wallen tag (14. Oct.) anno äomiui m. . bl. V.) Zürich vcrruft Berner, Solothurner, Zofinger, Thünger, Nheinfelder, Waldshuter andere Münzen, die schwächer an Gehalt sind als die der Münzwährung, die Zürich mit de» Städten um den Bode»' see angenommen hat. Stadt buch III. 67. TOI Sitten. 4417, 12. October. Archiv t?l»va>tc». Burg- und Landrecht der Stadt Sitten und der Landlente daselbst von Sitten aufwärts zu Grades und zu Siders auf beiden Seiten des Rhodan bis an Lenker Zehnten mit den Orten Lucern, Uri Unterwalden. Beilage 5Z. TOT. 4 >44 7, 25. (5ei-i!t2^»ant6 0inniuin8:inl)t0i'uin). Staatsarchiv Lucern: Nathsbuch III. 33 d. Boten: Zürich, Hagnauer; Uri, Amman Bueler, Gerung; Schwyz, Sigrist, Hoen; 11nterwalde»< Zuben, Zing, Vlli uf der Blur, Erni Willis; Zug, Seiler; Glarus, Kurz, Bogel. tt. Von Mittivoch über 14 Tage (10. November) Tag gegeben dem Comthur von Honhenraiu und „graue» > I». wegen derer von Basel soll man „vns" die Briefe „antwurten"; «?. wegen des Hauses zu Lütgern wir keinen Aufschub geben; 0 wegen der Knechte unserer Feinde; v. ob wir Junkhern Walter von Blume»^ znm Diener haben wollen; 1'. dem Richter Spilmatter in Eschenthal ist geschrieben, daß er gen Bo»»'' einen Nichter setze; zugleich ist denen von Bomat geschrieben, dem Nichter gehorsam zu sein bei Leib »'" Gilt, und den Eidgenossen der Gerichte und Herrlichkeit und anders, wie der Graf sie gehabt hat; » jedoch Francisch oder das Haus von Nöid Zins oder Gut da, gekauftes oder ererbtes, das gönnen wir,»'^ TOS. Lucern. 1417, 29. October (Freitag vor Allerheiligen Tag). Staatsarchiv Lnceru: Nathsbuch l. 381. Als der Eidgenossen Boten Tag mit einander leisteten, ritt der römische König Sigmund») ihnen »^ gen Lucern 2) und mnthete den Eidgenossen an, ihm hilflich zu sein und mit ihm zu reisen au die über Herzog Friedrich von Oesterreichs). Der König verließ Lucern am 31. October (an aller abend), ritt nach Schwitz, wo er übernachtete, und nahm Tags darauf (1. November) über Einsiedel» ^ Rückweg nach Constauz. ^ >) An S. Simons und S. Judas Abend (27. October), als der römische König Sigmund vor Rath und Zweih»»^ von Zürich gewesen ist und sie gebeten hat, mit ihm an die Etsch wider Herzog Friedrich von Oesterreich zu October 1417. 189 beschließen sie: seine Gnade zu bitten sie des Znges zu überheben, und sich der „vormals" geleisteten Hülfe zu begnügen, „won wir spen arm Lüt"; bleibe er jedoch auf der Bitte, so solle mau ihm antworten, man könne es nicht thun ohne die Eidgenossen. Würden gemeine Eidgenossen ihm Hülfe zusagen, so wolle die Stadt Zürich es auch thun, nur baß der König, wie er selber geredet habe, ihr daran thue, daß sie die Reise „erzügen" möge. Zugleich, wenn auch die Eidgenossen Hülfe zusagen, behalten sich die von Zürich vor zu beschließen, wie lang und was für Hülfe sie thun, und was sie dafür fordern wollen. Züricher Stadtbuch Iii, 57, a. °) Näthe und Hundert zu Lucern kamen überein, mit dem römischen Könige zu reden, daß er solche, welche Lucerner Burger erschlagen haben, nicht mit sich in die Stadt einführe; wohl aber möge er es thun mit solchen, die auf Mahnung der Eidgenossen als Todschläger verrufen seien. Bußschuldige wollen sie ihm schenken, daß er sie mit sich einführen Möge. Lucerner Rathsbuch III, 35, d, zum 25. October 1417. ,,^uno üumiui N" xvij" Isria, ssxtu anta „köstnm divinum Sanvtoruin, ist ein römischer Kunz, genannt Herr Sigmund, in unser Statt Lucern kommen, und „da gesin vntz an den dritten tag." Aeltestes Bürgerbuch Lucern Bl. 49, u. ') „In dem iar do man zalt von Cristus gcburt M 0000° xvij" sol man wissen, das vsf fritag nechst vor aller Helgen (29. October) vmb vespcr zit ist der allerdurchlüchtigste Fürst und Herr, Herr Sigmund, von gotz gnaden Römischer Kung vnd ze Vngern w. Kung in vnser Statt Lucern kommen, erlich vnd erberlich mit sin volk 00 Pferden, von fach wegen als der Eitgenossen Batten tag mit einander leisteten ze Lucern, darumb er der eitgenossen Batten nachreitt gen Lucern von fach wegen alz er rett vnd den eitgenossen gemuotet, im hilflich ze finde vnd ze reisent mit im an die Etsch über Herzog Friedrich von Oesterrich. Item vnd hant Inn vnser Herren von Lucern erlich empfangen u. s. w." (Es folgen nun im Rathsbuch 1 384. K. 308. a. die Empfangsfeierlichkeiten, aber nichts über die Verhandlungen mit den Eidgenossen.) „Alz die von Zürich hattent hilf angeseit, der het er si erlan; bittet gemein Eitgnossen, dz man im knecht „lass lausten vmb sold, vnd dz man die vsnem vndvff samstagnntwurtc." Lucerner Rathsbuch 111,35, F. Freitag 12. November 1417. Wegen der vorgeschriebenen „muotung" ist der König zu Luccrn bei gemeiner Eidgenossen Boten gewesen, und hat sie auf gleiche Weise um Hülfe gebeten an die Etsch; die Boten nahmen Bedenkzeit, jegliche Stadt und jegliches Land mit den ihren, und setzten einen Tag gen Zug auf Samstag vor S. Martins Tag (6. November). Züricher Stadt buch III, 57, a. 404 Aug. H^I7, 6. November (vsf den nechsten Samstag vor sant Martinstag). Staatsarchiv Zürich! Stadtbuch III. 37 a. Tag gemeiner Eidgenossen, um „da enander ze verstand zu geben, was sie dem Kung von der muotung wegen" eines Zuzuges an die Etsch „wellen nntwurten, vnd das si onch dann ze stund semliche antwnrt ^»i Kung tügen ze wissen". Am 4. November (l'm-ia guinta xost omnium Kauotm-ium) beauftragen die ^n Zürich ihre Botschaft, am Freitag (5.) zu Nacht in der Stadt Zug zu sein, und Tags darauf vor der Eidgenossen Boten ihre am 27. October gegebene Antwort, sowie den Borbehalt zu eröffnen, selbe mindern "ud mehren zu mögen. Hernach soll die Botschaft „losen", was je die Boten antworten oder thun wollen, ^ud das dann heimbringen zu weiterer Berathung, was das Beste sei zur Hand zu nehmen. 4«S. js^17, 9. slsoiwniber («Iis muvliz uuto ^lurllm). Staatsarchiv Bern. Schultheiß und Rath von Bern schreiben an die Landlente von Wallis ob und nid dem Döisch-Stalden; Sie haben mit Gewalt, unerfordert des Rechten und über alles Verbieten in Guttanncn Salz weg- 190 November 1417. genommen. Bern verlange Erklärung ob sie diesen Frevel ablegen wollen. 2. Bern verlange eine bestimmte Antwort in Sachen des von Naron, in welchen es „dick vnd vil" an die von Wallis geschrieben und gleiches Recht geboten, aber immer ausweichende Antwort erhalten habe. Seither habe Freiburg vor Seon einen Tading vermittelt, wonach Narons Familie freien Abzug haben sollte, die Walliser aber haben dessenungeachtet ihr Hab und Gut aufgehalten und weggenommen. Bern mahnt daher die Walliser „vff ein gleich recht vnd zusatz gegen Inen (denen von Naron) zu kommen, es si vff Herren, Stett oder ein gemein laut". Bern werde, obschon es lang geschwiegen, seinen Burger nicht rechtlos lassen. Die Landleute von Wallis schreiben in Folge dessen an die Gemeinde zu Haste, geben Aufschluß über das weg' genommene Salz und beklagen sich über feindselige Behandlung „wie Jr vns vigent vnd wir doch gern alwent gegen üch gut nachgeburen weren vnd wir wüsseten ouch gern, ob diß den gemeinden lieb oder leid were". (Datumloser Brief ebenda.) 40« Lncern. 26. Januar skoria 4«» post vinoontii). Staatsarchiv Liiccrn: Rathsbuch Z8. a. d. Boten: Zürich, Hagnauer; Uri, Ammang Roth; Obwalden, Ammann Rütli, Nidwalden, Thomas Zelger; Zug, Graf; Glarus, Ammann Vogel. K. Gedenke wie der Kosten um die Knechte zu Hauenstein gethcilt ist, besonders sollen „wir vnsern" Kosten berechneil und zusammenschreiben; schreibe an Schwyz, wie die Städte den Kosten angelegt haben; es bitten die Städte die Aemter zu weisen, den Kosten zu geben. Das soll man heimbringen zur Antwort auf den nächsten Tag; «. wegen des Schultheißen von Lenzburg, heimbringen wie man antworte, besonders dem Schultheißen, daß er würbe an den König, damit er mit der Beste an uns käme; 0. Item wegen der Verpfändung, wie man ablöse und verkaufe; v. wegeil des Herrn von Mailand; t schreibe dem Nichter wegen des Pfaffen von Mainthal, die Sache anstehen zu lassen, bis du zu uns kommst; K-. wegeil des Hauses Röid und Bomatt schreibe dem Nichter, daß mir nicht meinen, daß sie eine Richtung da machen; sondern die Sache ansteheil zu lassen, bis du heraus kommst, und dann zu richten; I». von Swan de la Donna meineil sie hundert Ducaten zu haben, und der Nichter soll sie einzieheil'); i. schreibe dem Richter, daß er alles Geld einziehe, Zills und Schuld von Mainthal lind Daveder; er soll dem Lande sagen, wir ,volleil bezahlt sein; von den und andern Sachen soll er kommeil und Rechnung geben auf Mittwoch nach Ostern (30. März); I4 von Swan de la Donna hat Anthonie Ottin 40 Dueaten gegeben, und 40 soll er auf Ostern dem Richter mitgeben; thäte er es nicht, so will man ihm nichts schenken, denn die 20 Gulden sind ihm geschenkt; I. schreibe wegen Fatzins, die „Gülten" angreisen, und die andern zwei um das Geich; 1». dem Hause Lütgcrn ist Aufschub gegebeil bis Pfingsten (15. Mai). >) Es folgen noch Aufträge an Lucerns Schreiber wegen eines Todtschlägers und schädlichen Mannes, Erkundigungen, ob Leute steuern oder Güter, und mehreres anderes, was kaum angedeutet ist. Hiezu auch ein Empfehlungsschreiben Francisch Brünns, des Podestaten von Matarell ciä. Oonücwsols 29. De- cember 1417 für Freilassung einiger seiner Freunde von Montecrestexio, von denen er behauptet, daß sie beständig Freunde der Eidgenossen und ihrer Herrschaft im Thale gewesen seien. (Staatsarchiv Lucern.) Februar 1418. 191 407 Lucern. 1/t18, 2. Februar (an Unserer Frauen Tag zcrLichtmeß), Staatsarchiv Lucern: SictthSbuch Iii. b, 3!) a. Boten: Zürich, Haguauer; Uri, Animaim Roth; Obwalden, Ammann Nütli, Nidwalden, Thomas Zelger; Zug, Graf; Glarus, Albrecht Bogel. !,. Die Boten verspreche» Lncern wegen 200 Gulden, da Studier gelöst ward: finde sich in der Rechnung, daß sie die noch schuldig seien, so solle bezahlt werden das nächste Mal, wann Geld komme; auch sollen auf Ostern (27. März) zur Rechnung dieselben Boten gesendet werden, die früher dabei waren; !>. Gelder') gingen ein ein: l.von Wallis wegen Daveder, durch Johannes von Tierikon, 330 Dueaten ^ Plapart; 2. von Domo, gesendet vom Nichter, durch Johannes von Tierikon, 112 Ducaten; davon gab er a. Studier 00 Gulden au Gold, und b. 0>/s Gulden den Boten, die das Geld brachten; 3. von Eschenthal, durch Ammann Roth, 100 Schild und 100 Ducaten; davon nahmen Re von Uri voraus 3 Plaphart minder als 31 Ducaten für die Kosten der Gefangenen; 4. von Swann la donna, durch den Schreiber von Domo, 40 Ducaten; davon wurden Pasun „dem schriber" ^ Ducaten um Briefe; 5. von Menteller jeglicher Stadt und jeglichem Land 25 Pfund neues Geld, und ii- vom Schultheißen von Mellingen, wegen seiner Bogtci, 0 Gulden an Gold, minder ein Plaphart. ^ Tie Gelder 1. bis 4. theilten die Boten, wobei es auf jegliche Stadt und jegliches Land betraf 43 Schild, ^ Uorenzer, 18 Ducaten, 0 Gulven an Gold, 10'/s Ducaten an alten Plaphart, 5 neue Plaphart, 8 Urcuz- piaphart; den Weibeln wurden zu Theil 0 Gulden 15 Plaphart. Zu d') Die Rechnung von bis ganz zu Ende findet sich, etwas anders gestellt, auch im Züricher Stadtbuch IV. 32 a. Bei 0. 2. sagt das Zürcher Stadtbuch: 100 Schilt, 212 Ducaten und 40 Ducaten, gesendet vom Schreiber. Zu d. 5. Jacob Menteller ist nach Stadtbuch Zürich a. a. O. der Eidgenossen Vogt. Zu e. Es werden gerechnet 60 Schilt für 64 Ducaten, für 1 Ducaten 24 alte Plaphart oder 30 neue Plaphart, ferner 19 Ducaten, 32 welsche Gulden und 1 Schilt, für 32 Ducaten; serner 4 Schilt. 16 alte Plaphart und 2 neue für 5 Ducaten; ferner 84 Schilt — (jeder Schilt für 32 neue Plaphart, meint er, d. i. der Schreiber von Uri, welcher dem von Lucern an S. Jacobs Abend (24. Juli 1421, vermuthlichj das Geld übergibt) — und 12 neue Plaphart darauf, für 90 Ducaten. Lucerner Nathsbuch III. 86 a. Wiederum machen 16 neue Plaphart 1 Gulden, und 10 derselben 1 Pfund. Daselbst 42 0. Es sind also 4 alte Plaphart gleich 5 neuen, und 11»/.° neue Plaphart gleich einem welschen Gulden. Zürich schließt am Samstag vor Fronleichnamstag (13. Juni 1416) mit Bern und Solothurn eine Münzordnung ab, worin die Werthungen der einzelnen Münzen und andere Verfügungen ausführlich angegeben sind. Züricher Stadtbuch III. 3S u. 36 a. Kurz vorher hatten die Züricher eine Untersuchung und Prüfung der Münzen von Bern, Solothurn und Waldshut angeordnet (lsria. guinta ants 4o. Laxto (20. Junis 1416: Daselbst 18 a.), und darauf (orastino b'oliois ot Noxnlo 1415: 12. September) selbe als zu schwach (d. i. nicht so schwer als die eigenen) zu verrufen geboten. Daselbst 24 a. 408. Lue ein. 1-418, 1. Marz (NN Cistag nechst vor Mittcruasten). Staatsarchiv Zürich. Boten von Zürich, Lucern, Schmilz, Obwalden, Nidmalden und Zug. Der römische König hatte den Eidgenossen geschrieben und ihnen ans Mittefasten (6. März) einen königlichen Hoftag gegen Bischof Dtto von Consta»; verkündet wegen der hohen Gerichte zu Kaiserstuhl und auch wegen 300 Kronen, die 192 März 1418. einein Franzosen daselbst gestohlen worden waren. Die Boten entschuldigen sich nun wegen der allzu großen Nähe des Tages, daß ihnen unmöglich geweseil sei, zusammenzukommen und Antwort zu geben; zugleich bitten sie den König, ihnen nicht zu zürnen und sie bei der Verpfändung bleiben zu lassen, sowie bei allem dein, was sie im nächstvergangenen Kriege vom Herzog Friedrich von Oesterreich an das heilige römische Reich gebracht haben: „Dann wir allzeit willig vnd bereit sien in uwern kunglichen gnaden ze erschinen". Ehedem eingebundenes Blatt im Raths- und Richtbuch XIV. bei x. IS, jetzt bei Acten „Kaiser". Aucern. I /i I «i, 30. März (Isrig. 4t» xost äi-zw rssurrsotionis). Staatsarchiv Lneern: Nathsbuch III. 41 n, 42 l». b, 44. Boten: Zürich, Meiß und Hagnaner; Lucern, der Rath; Nri, Ammnnn Roth und Ammann Bueler; Schwyz, Fränler; Obwalden, Ammann Niitli, Nidwalden, Erni Willis; Zug, Graf; Glarus, Ulrich am Bnel. Des Kostens wegen des Landes in Argau, dabei wollen wir bleiben: schreibe dem Vogte zu Arbnrg Rudolf Rieder, daß er Dörfer, Städte und Land nach des „nottels" Sag anlege und geben heiße; das wollen wir auch thun; I». auf das freundliche Erbieten des Bischofs, wegen der Stöße des Grafen von Savoyen und der Eidgenossen, wird dem Meiß aufgetragen zu werben; v. wegen der Appenzeller, da einer zu Münster gerichtet ward und dessen Söhne nun den Ammann „vechent", soll Jedermann versorgen; «I der Steuerkernen zu Boswil und Muri ist „inen" geschenkt; v. um die Stöße zwischen St. Gallen und Appenzell weisen sie die Eidgenossen entweder an die Vier nach Vorschrift ihres Spruchbriefs'), oder an beide Burgermeister von Zürich und den Ammann zu Schwyz, welchen sie zugeschieden Habens. St. Gallen ist es zufrieden, und Appenzell soll bis nächsten Sonntag über acht Tage (1V. April) nach Zürich erklären, welches es eingehet' wolle; wollen sie die Drei nicht, so sollen die Vier in bestimmter Frist tagen um alle ihre Anstünde, und Junker Blarer auch. Hierum sollen die von Zürich Tag verkünden; I Schreiben an BreM- garten wegen des Sees, der Fischenzen und Gerichte bei Lunkhofcn, da die Neuß durchgebrochen hat: cS dünke die Eidgenossen unbillig, daß jene den See geliehen und „geminet" haben; denn sie besinnen sich, sich unterredet und ihren Boten zu verstehen gegeben zu haben; K-. Tag werde gegeben Herrn Hemman von Rinach und denen von Vilmeringen und allen andern, sobald die Eidgenossen zusammen kommen; Id. wegen deren von Daveder noch rückständigen 1200 Ducaten erkennen die Eidgenossen: geben sie bis Mitte Mai 400 Ducaten, so wolle man ihnen bis Martini weitern Aufschub geben; doch daß die Bürgen durch Briefe ihren Willen dazu geben; I. um Bönen von Daveder wird wegen des sechsten Theils :c. erkannt: man soll den Narren das Gut für Eigen sein Lebtag niesten lassen; geht er ohne Leiberben ab, so stehe es bei den Eidgenosse», wem sie es geben; der Bon soll Briefe geben, daß er und das Kind sich begnügen; It.. wegen des Kostens und der Zehrung der Gefangenen ist der Eidgenossen Meinung und sie gebieten auch Francisch und der Gemeinde, daß sie den Kosten gleich auf alle „Deganien" legen, und daß das ganze Land ihn gleich theile und gebe; I. der Pfaff von Daveder soll noch „da vß sin"; „Protolot" um den andern Rebellen hat der Richter Gewalt; i« anlangend Mnienthal und Verzasca, da letztere nun gehorsam sein wollen, so sollen sie es dem Spilmatter sein, so lange er Nichter ist: fremden Leuten, welche an die von Verzasca zu spreche» haben, sollen diese gen Maienthal nachgehen zum Rechten; aber um Sachen, die sie unter einander habe», März 1418. 193 ^ Nichter nachgehen ^); Jacob Menteller, der Eidgenossen Vogt zu Muri, gibt Rechnung für zwe; Einnahme 226 Pfund neues Geld: davon werden ihm abgerechnet 60 Psund, die er an Wirthen bezahlte er 150 Pfund ans: also bleibt er noch schuldig 16 Pfund. Weitcrc Einnahme Nid ^ die er noch schuldig ist. Futtcrhabcr hat er keinen gerechnet; denn zu Wahlen und zu n^^^«wo jedes Haus ein halbes Viertel gibt, hat er nicht mehr als zwei Malter bekommen. Sein >» für drei Jahre, das Jahr zu 6 Gulden, macht 18; dazu nimmt er den Futtcrhabcr, und auch die sind ihm gelassen: also daß er bis zum Mai noch einziehe, was bereits verfallen ist oder bis dahin 1 verfallt, und dann vom dritten Jahre Rechnung ablege. Nach aller Rechnung bleibt er noch 10 Pfund schuldig; «p, wegen des Todtschlags zu Mainthal wird beschlossen: der Todtschläger soll sich mit ^ ^"'uden abfinden, und dann 10 Ducatcn geben; das steht beim Nichter, der volle Gewalt hat, und flohen Gerichte „vnser" sein: das ist ihnen gesagt; Z». denen von Maienthal wird an ihrer Steuer »»d geschenkt; »z. wegen des CastellanZ von Locarno, dessen Knecht mit den Eidgenossen seinetwegen redete ^ chucn einige Artikel in Schrift vorlegte, wird geantwortet: er wisse wohl, was Ulrich Walker und "uiann Roth vordem mit ihm geredet haben; ob nun das gehen möge, oder wenn ihm auf solchem Weg woll^ komme, so solle er oder sein Bruder zu den Eidgenossen kommen, „so sint ir sicher". Doch Toch" ^ Meinung an die ihrigen bringen; wegen des getädteten Pfaffen soll, wofern sich der y/Kläger mit den Freunden abfindet, der Richter Gewalt haben :c.; s>. den Dieb am Galgen soll man hat ^ "üb sein Gut, die 4 Gulden, seinen Freunden lassen; t,. wegen des reichen Diebs, welcher Gut ^sell^ Binder, soll der Nichter, wofern das Nechtbuch verlangt, daß das Grit den Kindern werden soll, T . 'huen lassen; findet er es nicht, so hat er Gemalt zu „tedingen" und zu nehmen :c.; »1. wegen des Lg ^ llers zu Davedcr soll es, wofern er sich mit den Freunden verständigt, beim Nichter stehen um h^. ^s^ken z v. Welti Löli gebe er zwei Ducaten; H» den großen Pfaffen und Virellen soll der Nichter gh^''^ffku, den Zins vom Gut nehmen, und ihren „gelten" etwas werden lassen, da sie gute Briefe haben; saß Weingarten soll er das Beste thun, als ob es sein Gut wäre, „dz zient in"; x Facins wegen sie ^ Bürgen sagen, daß die Eidgenossen die 500 Gulden haben wollen, und soll sie fordern; wollen 5, vor sie kommen; z-. denen von Niviera und Vugnanco wollen sie keine Frist geben; sie sollen P ^ut verkaufen, aber bescheiden gehalten werden; «. die van Taveder sollen die 500 Ducaten, die Zchest! ^>aien schuldig werden, bezahlen; der Nichter soll ihnen und ihren Bürgen hart anliegen; Thoman Sivann garten Sohn, und andern, welchen Lorenz bezahlen sollte, einer von Munkelstes, „da keid^ nieman nüt"; ?s?». mit denen von Bomatt und Nöid soll der Richter reden; iff es Züi ^ Wille, so wollen die Eidgenossen in jener Kosten Boten senden, sie zu vergleiche»; l?l' die von chllen an den König werben, den Eidgenossen das Lehen zu bestätigen^). 2 S. die sechs Spruchbriefe vom 9. Juli 1404: Zellweger Urkunden zur Geschichte des app. Volkes I. S. den Tag 19. Mai 1418. unten Absch. 415. Statt dieses durchstrichencn Satzes gibt das Rathsbuch III. auf Blatt 44 n. 6., was folgt: »nd Eidgenossen Meinung ist, und sie wollen n:d gebieten vestiglich, daß die von Mainthal, von Vcrzasca von Mcrgoscia zusammen gehören allein den Eidgenossen von Zürich, von Luccrn, von Uri, von Unterwaldcn, von Mi/ GlaruS, und daß sie nun dem Richter zu der Eidgenossen Händen schwören und Gehorsam thun, und das (2g «Carten" versorgen in nachstehender Forin. 1. Johannes Spilmatttcr soll bis nächsten Michaels Tag eptember 1413) ihr Richter sein; derselbe mag ihnen bis dahin Statthalter setzen, einen zu Mainthal und einen 25 194 März 141s. zu Verzasca. Der letztere Nichter soll ihnen richten um das, was sie an einander zu sprechen haben oder ein Thal a» das andere, wegen Geldschuld; begehrte aber ein Gast Gericht von denen von Verzasca oder Mergoscia, so solle» " ihm zu Mainthal, wohin es der Nichter gebietet. Recht halten. 2. Die drei Thäler sollen von nun an, ebenso für ^ Versessene, mit einander alljährlich auf Weihnacht 200 Gulden Steuer geben. Von den versessenen 400 Gulden l»' die Jahre 1416 und 1417 sind ihnen 100 Gl. geschenkt; die übrigen 300 Gl. sollen sie auf künftigen Mai bezahl' Vom Jahre 1413 an sollen sie jährlich und ewiglich auf Weihnacht 200 Gl. geben nach Markzahl, wie sie von »3^ her gekommen scicd und wie „die alt kart wist", welche die von Mainthal den Eidgenossen gegeben haben. 3. D» von Mainthal zu den Eidgenossen, dagegen Verzasca und Mergoscia von denselben gefallen waren, so ist »»» ^ Eidgenossen Wille: was Kosten, Brauch und Schaden unter ihnen zu beiden Seiten bis auf diesen Tag aufgcla»» ist, das sollen sie zu beiden Seiten an ihnen selber haben und kein Theil dem andern darum etwas auflegen. 4. » künftige Steuern und Bräuche sollen sie sich bescheiden mit einander halten. Was die von Mainthal denen Verzasca und Mergoscia auslegen, das der Eidgenossen wegen ausliefe, das sollen sie billig einander tragen he>st^ wollten jedoch erstere etwas ungewöhnliches auflegen, so mögen die beiden letztern vor die Eidgenossen kommen. 6) ' ist der Eidgenossen Meinung: die großen Bußen, die zu Mainthal, zu Verzasca und zu Mergoscia fallen, es sei " Todtschlag, Diebstahl und um andere große Frevel „crimenalia", die wollen die Eidgenossen haben. 6. Die Eidgen»»^ behalten sich selber vor: sollten sie jemals gut finden, etwas zu mindern oder zu mehren, so mögen sie es thun, ' sie dann finden, daß es den Ländern zu Nutzen und Ehre und den Eidgenossen füglich sei. 7. Will einer seine S» von 25 Pfund vor den Nichter zu Mainthal ziehen, welchen die Eidgenossen dahin setzen, so mag er es wohl thun, welchem Theile der Thäler es sei, die der Nichter besetzt. 8. Da die von Verzasca und von Mergoscia zu denen » Livinen geschworen hatten, so wollen die Eidgenossen und gebieten ihnen bei ihren Eide», jenen nicht mehr gehcnß" zu sein. ') Der König hatte auch an Zürich gelangen lassen, er wolle ihnen Kpburg für eigen zn kaufen geben; hatte 10,400 Gulden geboten, und die Zweihundert beschlossen am 1. März (prima Um Nartij), bei dem „gebott ? bleiben. Am Maiabend (30. April) kam der König selber nach Zürich, und redete mit den Boten der Stadt wegs Kyburgs. Auf dieses beschließen Rath und Zweihundert: wolle der König ihnen Beste, Amt und Grafschaft Kybw'b s eigen und darum Briefe geben, so daß die von Zürich Beste und Grafschaft von der Gräfin von Kyburg, ebenso » Pfänder, an wen sie versetzt sein mögen, „wenn uns das fueglichcn ist", lösen und dann zu eigen haben möge», ^ wollen sie dem Könige 2000 Gulden geben, doch vorbehalten Mindern und Mehren. Züricher Stadtbuch III. 415». Lucern. 1. April (an Frltag nach dem Ostcrtag). Staatsarchiv Lueern: NathSbuch III. 42 I»., 4'.i a. Voten: Zürich, Heinrich Meiss, Nndolf Hagnauer; Lucern, Dierikon, von Moos, beide Hart>»^ von Stans, Hans Schcrer, Ulrich von Heratingen; Uri, Amman Roth, Amman Bneler; Obwald^ Amman Nütli, Nidwalden, Arnold am Stein; Zug, Graf; Glarus, Ulrich am Bnel, Jost Schieß t». Johannes Spilmatter, Nichter zu Escheuthal, legt, wie ihm geboten war, von 1417 bis dal Tag Rechnung ab: I. n) Erste ins Einzelne gehende Einnahme, 274 Ducaten; daran haben die Wallis keinen Theil, weil es vorher verfallen war; l>) zweite ins Einzelne gehende Einnahme, 412 ten; davon bekommt Wallis den siebeuten Theil, sowie von den 40 Ducaten, welche Antoni Ottin Swau de la donn vorher allsbezahlt hat; e) dritte ins Einzelne gehende und den Eidgenossen ausbeza) , Einnahme, 019 Ducatcn an die 8000. Gesammteinnahme, 1605 Ducaten. II. Allsgabe, die ebenl^ ins Einzelne geht, 172 Ducaten; daran sollen die von Wallis auch ihren Theil geben. III. Den nassen hat Spilmatter ausbezahlt: a) durch Uebersendung, 100 Schilt und 100 Ducaten; b) durch Fönn, 112 Ducaten; o) selbst auf heutigen Tag, 302 Ducaten'). IV. Nach aller Rechnung, da April 1418. 195 "'ehreres Aussteheilde »erzeigt ist, bleibt er noch schuldig, 562 Ducateu. ?». Hievon ist des Richters Lohn '"cht abgezogen; nämlich für das erste Halbjahr 116 Ducateu; auch ist man ihm den Lohn schuldig, seit er -um andern Mal gelänget wurde; e. über die Güter, die er lim Zins geliehen hat, legte er noch keine Rechnung ab; ebenso als deren zu Wallis Söldner zu Domo waren ans Weihnacht, da ist noch nicht Errechnet, was ihnen der Richter gegebeil und geschenkt hat. ') Am 6. April (an der nächsten mitwochcn nach vsgander Ostcrwochen) brachte Heinrich Hagnancr von Lucern 50 Ducaten und 7 Gulden an „werschaft", die aus dem Eschenthal gekommen und Zürichs Antheü waren. Züricher Stadtbuch IV, 32, a. Zürich. 1418, 29. April. Archiv Obwalden. ,,4ino cloinini IN. ceLLi xviija, an dem fritag nach sant Marcus tag ist Vilser allergnedigster Herr der ^ vi,d bi Im der Eidgnossen botten voll Zürich, von Bern, von Solotern, voll Lutzern, von Vre, van "'h, voil Vnderwaldeil ob vnd nid dein wald, von Zug und von Glarus botten Zürich in der Statt Evesen." N- der König hat an die Eidgenossen gebracht „des Bistums ze Wallis wegen, eineil Bischofs, Alle/"' Eidgnossen gefellig ist, zu geben, es she den, den st setz haut oder einen andern". Wallis dem Gitschart van Naron seiil väterliches Erbe und Gut folgen lassen und " uen" aber zu Recht kommen auf die Näthe von Zürich, Schivpz, Zug und Glarus, auf eine dieser Länder iilsbcsondere oder vor den König. Wollten sie keines dieser Rechte anfiiehmeii, so meine ^ ' Köllig sie „g,, des heiligen Reiches wegen dem Rechte gehorsam zu machen. Die Eidgenossen möchten '"'ch ihre ehrbare Botschaft dieses an die von Wallis gelangen lassen und beförderliche Antwort begehren ''""h besimder von des bischofs wegen, die mile vnser heiliger votier der Babst iili Land ist." Auch ist des Meiiillng, daß die von Wallis „dnrnff" bei ihm und dem heiligen Reiche und den Eidgenossen ^/'ben sM.„ Ferner hat der König voll den Eidgenossen Antwort begehrt wegen der Hülfe gegen den voil Oesterreich falls die Richtung nicht vor sich ginge, „vnd hat unser Herr der Küng geredt wie ^ Richtung sin svl, dz der Herzag vrfecht sol siverreii, voil vergangner fach wegen menlichs früild ze sind, ^ dann ivjder In von wegen Vilsers Herrn des Klings sint gewesen, vnd wie er Im etlich Stett vnd '"'der lassen wellt, doch Hab sin gnad Im und dem Rich vorbehcpt Nüweilbllrg, Brisach, Ninfelden, ^ d'ashns^n vnd was hie dißhalb Costentz vnd dem Nin ist gelegen, das dz an vnd bi dein Rich beliben - Vnd niit snilderheit was die Eidgnossen Jngnoiilen haut voil des Kriegs (Klings?) wegen, dz sol ouch bi dein ^ vnd den Eidgnossen beliben vnd wie sin gnad darnmb verbriefet hat, dabi söllent si ouch beliben. Vnd Hab sich t>er Herzog begebeil." e Nach vieler Rede hat der Köllig wiederholt begehrt, daß die Eid- ^ 'h"> lnit tausend Mannen gegeil den Herzog von Oesterreich Hülfe leisten und das nicht abschlagen, 'Hill ^ haucht wurden, ob er die Richtung breche". Auch sagt er, der Graf von Savoyen werde vor sy Sachen wegen mit dem Rechte belangt; falls nun der Graf dem Rechte nicht genug thun wollte, . ^^Üen die Eidgenossen ihm auch behülflich sein, denselben dem Rechte-gehorsam zu machen. „Vnd vmb hüff wider den Herzogen vnd den Grasen welle sin gnad dz gen den Eidgnossen gnedeklich bekennen und 196 April 1418. Inen darumb alle Stett vnd alles Laad, dz si von des Kriegs wegen oder ins Inn Hand, dz des Herzogs ist gewesen, vnd darzu Lenzburg wentlich bi dein Helgen Rieh vnd Inen lassei?, dz er, noch sin nachkow^ dz von Inen nicht nehmen noch lösen solleil." al. „Item vmb die Tröstung von des Herzogen weg?" ivnssent Jr ivol, wie dz verlassen ist". « Alle die vongeschriebenen Stacke soll jedermann heimbn»^ und zu Rath werden, was darin zu thun sei. Es wird auf Donstag vor Pfingsten (12. Mai) deW' Tag nach Lucern gesetzt. Am Mittwoch Abends soll man an der Herberge seil?. Auf ausgehende Pstnge' woche soll man dein König Antwort geben. Z'. Jeder Bote weiß, was betreffend die Richtung zwischen dü» König und dem Hern? von Mailand der König geredet hat „vnd darum etlichen Eidgnossen Bellenz vor^' hept hat viid dz Im gefellig ist, dz man dz besorg vnd darzu seche, dz man nicht darumb low' U. Lucern erhält den Auftrag, denen von Wallis zu verkündeu, daß sie an? Montag nach den? heiligt Pfingsttag (10. Mai) alle ihre Gemeinden bei einander haben sollen zu Brieg oder zu Visp oder Ivo es füglich ist. Auf denselben Montag sollen alle Eidgenossen ihre Boten in Wallis haben. An? Do»^ vor Pfingsten (12. Mai) sollen diese sich.sammeln zu Sarnen und Freitags mit einander „volriten". ^ Da Klingelfnß derer von Baden und derer, die sich zu ihnen legen wollen wegen geredet hat „wissent Jt ^ dz den von Baden das gunnen ist vnd mit was gedingen". i. Die Klage des Herrn Heinmann von MM wegen etwas Gült und Gut wird denen von Lucern empfohlen. Dieser in Original vorhandene Abschied wird bei Tschndi II. S. VN mit unrichtiger JnhaltSanzeige berührt fehlt gänzlich in der ersten Ausgabe dieses Bandes. 4 KT. Constünz. l st i i'., I. Mai. K. K. G. Archiv Wien. Staatsarchiv Bern. Der römische König Sigmund verpfändet der Stadt Bern auf Wiederlösung um 5000 Gl. die dck Herzog Friedrich von Oesterreich abgenommenen und zu des Reiches Händen gezogenen Städte Zofulll^' Arau und Lenzburg nebst den darum liegenden Aemtern, sowie das Schloß Bruck. Reichs Registratur Band F., fol. Uli. „Wir Sigmund w. Bekennen vnd tun kunt j offenbar mit disem bricf allen den, die in sehen oder lesen: wann vus vnd dem Riche vnsero vnd desselben Richs liebe getruen Schultheis!, Räte vnd j Bürgere gew^.j, der Statt ze Bern in Vchtland wider Herzog Friedrich von Oesterrich williclich gedienet haben vnd ouch ze dienen a ^ willig vnd i bereyte sind vnd nemlich wenn sy vns fünftnsend Ninscher gülden yetzund bereyte gelihen haben. r>nd , im in vnsern vnd des Nichs nutze gekert sind, do- ^ r>unb begcren nur sy der sicher ze machen vnd haben In da^ ^ vnsere vnd des Richs Stette, mit namen Zofingen, Arow vnd Lentzburg das Stettlin j mit sampt den Emptern ^nr^ gelegen, so sy yetz innehand vnd besitzen, als' sy dann die von vnsern vnd des Richs wegen von dem vor- j gena" ^ Fridrich bracht, gewonnen, Jngenomen vnd dem Niche zugezogen haben, vnd derzu daS Sloß Brucks onch dasclb^ gelegen j vmb die yetzgenantcn Fünftnsend Gnldin verpfendet vnd versetzet, verpfendcn vnd versähen In die Röniischer künglicher macht In ^ craft diß briefs. Also das dieselben von Berne dieselben Stette vnd Glosse vnd ^ die Bürge, Besten vnd Dörfscre, die darzu gehör- j en, vnd die die Herschaft von Oesterrich daselbs Jnne hebt vnd h' bracht hat, mit allen vnd yeglichen Iren.Twingen, Bennen j Gerichten, Höchen vnd nidern, Herlikeiten, Rechten, ' Mannschaften vnd Zugehörungen, wie da» die genant sind, nichts j vsgenomen fürbaß mere Innehaben vnd on der nütze, die sy davon vfhcben werden, nutzen, nyeßcn, besetzen vnd j entsetzen mögen, Alslange bis das wir vnsere nachkommen an dem Riche dieselben Stette, Slosse vnd Zugehörun- ^ ge vmb die vorgenant Summe sünft"^ Mai 1418. 197 Guldinvon In lösen. Solicher losnnge sy ouch vns vnd denselben vnsern nachko- j inen allzyt stat tunvnd gehorsam sin , sollen, ze welicher zyt im Jare das ist. Wann ouch die vorgenannten von Berne ettliche i früntschaft vnd büntniisse mit den-vorgenanten Stetten gemachet haben vnd von beden syten brieve darüber begriffen sind, j vnd wir dieselben brief verhöret vnd dorinne verstanden haben, das die vns vnd dem Riche zu eren vnd zu dienste beschehcn l sind, darumb wellen wir, das dieselbe früntschaft, büntnusse vnd brieve vor vnd nach der losung allzyt besinn vnd in ! craft beliben vnd ouch vesticlich geHalden werden sollen, getrewlich vnd on geuerde. Ouch haben wir den vorgenanten von Berne > gegunnet vnd erlaubet, was pfandschafte vnd pfandgütere von den vorgenanten Stetten vnd Stoffen versetzte sind, das sy die j vmb die Summe, die so da» stcen, ouch lösen vnd Jnne haben vnd messen mögen nach Inhalt der brieve darüber gemacht j vnd die sy an sich bringen werden. Vnd was sy ouch also an sich lösen vnd nnt solichcn brieven bewysen, das sollen j vnd mögen wir oder vnser nachkamen ouch von In also lösen, ze welicher zyte vnS das söget, vnd sy vnd Jr nachkamen j füllen vns vnd unseren vorgenantcn nachkamen solicher losung ouch allzyt gehorsam sin, on alles verziechen vnd widersprechen. Mit > Vrkund diß briefs versigelt mit vnser künglicher Maiestat Jnsigcl, geben zu Costenz nach Crists geburt vierzehnhundert Jare j vnd darnach in dem Achtzehenden Jar, an dem ersten tag des Meyen, vnser Niche des Vngrischen in dem zwey vnd driß- > sigsten vnd des Römischen in dem achten Jaren." ad ivanclaturli clomini »lokauneZ Xirekeu. Perg. Urkunde mit anhängenden königl. Majestäts-Sicgel. Tschudi II. 37. stellt diese Urkunde irrig unter das Jahresdatum 1415. 413 ?ueern. 6. Müi (körla ssxta xost ^sosnsionsru). Staatsarchiv Lucern : Nathsbuch I!l. Ii. Boten: Zürich, Biberli; Bern, Hetzet; Uri, Utzingen; Obwalden, Ammann Rütli, Nidivalde», Uiold am Stein; Zng, Graf; Glarus, Vogel. i». Der Eidgenossen Boten bitten, ihnen Minne und Rechtes zn getrauen; I». Tag von Dienstag über "cht Tage (17. Mai), zu Nacht an der Herberge zu sein wegen der Anstände zwischen Bern und Lucern. 414 Const an z. 1^1 l!, 12. Mai (an dem ezwclftcn tag des Monades Meyen). Staatsarchiv Zürich. Der römische König Sigmund, nachdem Herzog Friedrich von Oesterreich Brief und Siegel gegeben, die ch'" zur Last fallenden Vergewaltigungen gegen den Bischof von Trient, den Grafen Hans von Lupfen, den ^afen Eberhard von Kirchberg ?c., gut zn machen und mit allen Klägern sich gütlich zu richten, oder aber öor de», Köllig oder von diesem bestimmten Richtern Recht zu nehmen, läßt ihn die Pfandschaften im Elsaß, "undgau und Breisgau, die er im Kriege verloren, überhaupt alles was von seinen Besitzungen an das 'klch gefallen und verpfändet worden, wieder einlösen um die Pfandsummen nach Inhalt der Briefe. Bezüglich r an die Eidgenossen gefallenen Gebiete heißt es dann aber: ^ „Ouch festen herpnn vsgenomen sin vnd mir wollen mich clerlich vnd wissentlich vsgenomen haben, was ^ Eydtgnossen pnnehaben vnd was zem Niche gcnomen vnd empfangen ist, vnd was mir mit gnad vnd Scheit Steten, Slossen oder pmand anders getan vnd was briefs wir darüber gegeben haben, das sol zu ^"siUl künglichen gnaden stecn, wenn wir iu)emand wider spuen willen davon drpngen lassen wellen. Doch 198 Mai 1418. was wir gegen den allen vnd yglichen mit ir yglichs guten willen getun mögen, es sy mit vnsern warten, bricnen oder botschaften vngeuerlich, das wollen wir getrulich vnd gerne tun. Mit vrkund diß brie's :c. ec." Amtliche besiegelte Ausfertigung mit der Überschrift: „ä.Ttuin xor eoviu-iu". Abgedruckt Tschudi 11.97. Vgl. LichnowSky V. Regest. 1809, 1810. Im Staatsarchiv Zürich liegt auch eine Nötula der „Richtung vnsers allergnedigsten Herrn des Römischen kllngs vnd vnsers Herrn von Oesterreich", auch gleichzeitige Abschriften der Verkommnisse des Königs mit dem Herzog- Vergleiche auch Stadtbuch Zürich IV. LS a., wo der Inhalt des im Text angeführten Artikels der königlichen Urkunde auszugsweise wiedergegeben ist. 4lS Z ü r i lh. 1418, 19. Mai (Donstag nach dem heiligen Pfingsttag). Stadtarchiv St. Galle». Jacob Glenter und Heinrich Meist, beide Burgermeister von Zürich, und Jtal Neding, Ammann zu Schivyz, entscheiden im Auftrag der Eidgenossen und mit Willen der Parteien einige aus ungleichem Ver- stündniß der Spruchbriefe vom 9. Juli 1404 hervorgehende Anstände zwischen der Stadt St. Gallen und den Landleuten von Appenzell. Abgedruckt bei Zellivcger, Urkunde Nr. 229. 4R«. Mümsielg ard. 1418, 27. Mai (am luchsten Fritag uach Gotzlichnamstag). Staatsarchiv Zürich. Der römische König Sigmund nimmt die Städte Schaffhausen und Rheinfelden, die beim Reiche bleiben wollen, kraft des im Briefe der Restitution an Herzog Friedrich (vom 12. Mai vorher s. o. Absch. 414.) gemachten Vorbehalts neuerdings unveräußerlich an das Reich und überträgt ihren Schirm speciell den Städten Bern, Zürich, Solothurn, Lucern und denen „die mit ihnen verbündet sind, sie seyen in Städten, Dörfern, Ländern oder Thülern. Abschrist auf Papier. 4R7 Zürich. 1418, 22. Juni (an Mittwuchen vor Sank Johanstag zc Snngichten). Staatsarchive Lucern und Bern. Boten: Zürich, Berchtold Schwend; Ilri, Peter von Uhingen; Schwyz, Jtel Reding, Ammann; Unterwalden, ob und nid dem Wald, Riekaus von Rütli; Zug, Johanns Graff; Glarus, Albrecht Vogel, Ammann. MißHelligkeiten zwischen Bern und Lucern wegeil der Landgrafschaft und Landmarch des Landes Entlibuch, das zu der Herrschaft Wohlbusen gehört, und wegen des Landgerichtes Ranfluh. Die Sechs sprechen: 1. die von Lucern vorgebrachteil Kreise und Ziele der Landmarchen werden als die richtigem anerkannt, und dieser Stadt die hohen Gerichte in der Kirchhöre Escholzmatt unbedingt zugesprochen; 2) in der Kirchhöre Trüb inner den angenommenen Märchen hat jegliche der beiden Städte die hohen Gerichte über jene Leute, die Juni 1418. 199 ihr angehören, und welche bereits darin gesessen sind oder spater darein ziehen; 3. sreinde Leute, die sich in der Kirchhöre Trub niederlassen, haben nach Jahresfrist vollkommen freie Wahl, ob sie Bern oder Lucern für ihre Herrschaft annehmen wollen; 4) über schädliche Leute, die in die Kirchhöre Trub ziehen und keiner der beiden Städte angehöre», setzen sie abwechselnd einen Richter auf ein Jahr; die Reihe beginnt mit dem nüchstm 24. Juni, und Lucern hat die erste Wahl. Pergamentenes Vidimus von 1418, 31. Angnst, im Staatsarchiv Bern. Von Lucern angegebene Manchen des Landes Entlebuch, das da gehört an seine Herrschaft Wohlhusen: „Von des Vogts Elggöw an das Juchli, von dem Juchli an des Vogtz schür, von des Vogtz schür in den Krümelbach, den Krümelbach ab in die Emme, die Emme ab in botke, vß Kotten uff in den Schürpfenberg, den Schürpfenberg vss den grat, den grat enwcg als der Sne herin smilzet vntz an widerfelt, von widerfelt hinüber vntz an honegg. von der honegg ab vntz in die Reben, von der Neben an Schinenfluehorn, von Schinenfluehorn als die Zil hingand an Meisenegg, von Meisenegg an Starnenegg, ab in Jlvis, Jlvis ab vntz in den Kenelbach, den Kenelbach »ff vntz in den Holderwald zu dem heiligen brunnen, von dem heiligen brunnen zu den wagenden Studen." Innert diesen Kreisen, behauptete Luccrn, fordere Bern mit Unrecht Steuern und Teilen, gebiete da Angesessenen an das Landgericht zu Nanfluh, führe schädliche Leute fort -c. „Aber doch in die Twing ze Wissenbach, ze Trub vnd ze Schangnow sprechen si (Lueern) nit, so ver die von Bern darzu Recht Hand." Bern beklagte sich über Eingriffe Lucerns in die hohen Gerichte der Landgrafschaft Nanfluh, deren Märchen es folgendermaßen angab: „Des ersten das si anfachent an dem Eschbechlin vnd gand da dannen an die wagenden Studen herüber an Hoarin, da dannen In an Entzi zu dem kung vber all Eggen vshin an den Jlmiboden zu dem holen Ahorn, da dannen den Lambach ab vntz in die Torstud cnnend Escholzmatt, von der Torstud vntz an die Sneberg vnd was herin smilzet vntz an das landgericht von Steffisburg." 418 Lucern. 1 /i 1 ti, 19. Juli sS-chbato nnto Alki-xroto). Staatsarchiv Lncern: Nathsbuch III. 48 b. Voten: Zürich, Berchtold Schwend, Hagnauer; Bern, Jf von Bollingen; Nnterwalden, Nütli; Schwyz, zer Frowen; Zug, Bartlome, Graf; Glarus, Albrecht Vogel, Amman»; Lucern, Peter von ^!oos, Goldschmid. Dienstag über vierzehn Tage (20. Juli) sollen alle Eidgenossen zu Fluelen zu Nacht sein, gen Eschenthal zu fahren; I». dem Erni Vogt im Siggenthal ist erlaubt gen Klingnau zu ziehen, auf der Eidgenossen Widerrufen; t». wegen Beringcr Sidlers um die Fischcuzeu wollen wir einen Tag geil Baden Wachen; «I. man hat den Zurzachmarkt besetzt, also daß der Vogt 10 Pferde zu sich nehme, wo er will, so daß er ihnen nichts gebe, als zu Jmbis essen; doch soll ep alle llntcrvögte bei sich haben, jeglichen mit einem Unecht, und soll jeglichem den Tag nicht mehr als 5 Schl. Haller geben; «. wegen des „selgerätz" Schindlers ^ut soll man zu Baden ordnen, wie man dein ihm, auf Erkundigung; t'. wegen des Geleits') soll man W Baden auf dem Tag thun; Heimbringen wegen der Lehen und Lösung der Pfänder; Ii. Tag von Sonntag über vierzehn Tage (24. Juli), Nachts zu Baden zu sein 2); i. wegen Schuppossens um den Koste» :c.; Ii. auf den Bericht Berchtold Schwends, wie viel Schnitter im Lande seien, unsere Feinde, die uns „brönnen" sollen-'), und 100 Knechte des Herzogs von Urselingen'), wird beschlossen: den Rügten zu befehlen, die Verdächtigen zu fangeil. 200 Juli 1418. ') „Von des gelcitz der von Arow wegen mit inen ze rechnent": Lucerner Nathsbuch III. 46 s. (Z.Juli). „Item wenn nu ein tag wirt vndern cidgenossen, so sol man schriben dem schultheis ze Arow vnd andern von des gcleitz wegen, daz nian voll gantz rechnung tuo; vnd von der lechen vnd Pfand wegen, sol man scribcn dem vogt ze Baden, die ze bringen". Lucerner Nathsbuch III. 56 n. -) „Tag uf sunnentng ze Baden, ze rechnen vnd vmb vil ander fachen". Daselbst 47 1>; „von Grubers fach wegen sol man ze Baden antwurten". Daselbst. 2) „Wir sien meineid worden an den von Oesterrich, vnd werc wol daz wir verbrunnen, alz die von Sant Gallen verbrunnen; dz sol Her Peter von Osteins bruder gerett han". Lucerner Nathsbuch III. 47 a. Auf dieses „Brennen" hat wahrscheinlich auch folgende im Stadtbuch von Zürich erwähnte Korrespondenz mit Heinrich von Gachnang Bezug: 1418, Freitag nach St. Gallentag, 21. October. Die von Zürich schreiben an Heinrich von Gachnang auf dessen Anfrage, ob er sicher sei, man werde die Richtung, laut welcher der König und der Herzog Friedrich von Oesterreich mit einander berichtet seien, auch ihrerseits halten. 1419, Montag nach des Jngenden Jares tag, 2. Januar, schreibt Zürich an Heinrich von Gachnang, da er verlangt habe sich wegen der auf ihn ergangenen Rede, daß er Brandstifter gegen Zürich gedungen habe, zu rechtfertigen, man gebe ihm Frieden und Geleit zu diesem Zwecke bis Lichtmeß. Staatsarchiv Zürich, Stadtbuch VI. 29 l>. 0 „Von der von Surfe wegen, wie der Herzog von Ursclingen vns angrifft". Daselbst 47 d. 14 IU, ist. Jütlt (Sonntag nach St. Margaretha). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 91 ». Bürgermeister, Ruthe und Zweihundert von Zürich nehmen die Münzwährung an, die mit Constanz und den andern Städten des Münzvereins eingegangen ist, 1 Gulden für 1 Pf. und 7 ß. desselben Geldes zu geben und zu nehmen. Niemand soll verbunden sein. Berner, Solothurner, Waldshuter oder Thünger Münze, die schwächer ist als die Vereinsmünze, zu nehmen, den Amtlenten wird solches verboten, sowohl das nehmen als das geben. Einen gnten behemschen Groschen sol man nehmen für 18 Den., einen gute» Sechser für ö Den. Das Blaphart, Fünfer und anderes großes Geld soll „bestan als die Ordnung wist". Das Münzen soll eingestellt werden, doch das angefangene mag. der Mnnzmeister vollenden, wenn es die Probe besteht. Lucern. I 4 l ) „Von der stöss wegen derer von Swih vnd Glarus, nu an Mitwuchen sol man ze Swiß sin an kilchgassen": Lucerner Nathsbuch lll, 48, n (8. Juli). Juli 1413. 201 4St Lucern. 4^18, 27. Juli (an Mittwuchm »ach sant Jacobs tag). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. KV d. Tie von Zürich reden am Dienstag vorher (26) „von des vnlnstes wegen, so ist zwüschent vnsern " ^gnossen von Bern und Gitschartz von Raren wegen ein sit, den von Lucern, von Vre vnd Viidernval- ^^^'sit, als dz Verchtold Swend erzellet hat, vnd da bi gesagt von des tags wegen, der vff setz an ^^"chen nechst, dz ist vff morn, ze Lutzern sin sol". Den Boten wird aufgetragen ihr Bestes und Weg- ' Zu reden und zu thun, nach Bern oder zu andern Eidgenossen zu reiten, damit sie und alle „des vnlnstes" ^ ^loben werden und die Sache zu Gutein komme. Wollten die Eidgenossen nicht folgen und wären sie ^ ^'t, so sgllm die Boten von Zürich mit jenen von Schwyz, Zug und Glarus reden, daß man, wenn uuch gefüllig wäre, dem Theil, der nicht folgen wollte, erklärte, daß man dem Thcile, der folgen ^ beholfen und berathen sein ivolle. 4TS Luceru. 44118, 20. August. Staatsarchiv Lucern: NathSbuch lll. -litt d. ^^uerulit nnnoii liZo salmto ante IZartoloinsi. »A.. Es soll ein Bote nach Ravensburg geschickt wer- I». Ebenso ein Bote nach Schwyz. «?. Schreibe eine Abschrift der Nichtbriefe des Herzgos. 4SS Luceru. 4^4 8, 23. August (Sonntag nach Bartholoms). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch lll. K2 a. ^ ^urth niid Zweihundert von Ziirich, nachdem sie in der Walliser Angelegenheit ihre heimgekehrten Boten ^^'"eister Heinrich Meiß und Johannes Zollcr einverilommen, wie sie vom Tage geschieden, und daß andern Recht geboten habe, und nachdem sie derer von Lucern, Uri und Unterwalden Boten . Mahnbriefe auch verhört, beschließen am Samstag (27): „vff morn" an den Tag zu Lucern als Boten Burgermeister, und Peter Oery zu schicken mit dem Auftrage: ihr Bestes und Wegstes zu die ^ ^'NI oder in Städte und Länder mit andern Eidgenossen zu reiten oder an welche Ende es sei, um dl ZU Gute oder zu Recht zu bringen; fände dieses nicht Eingang, mit Schwyz, Zug und Glarus »irtz. Sume zu reden, wie sie „vor" (27. Juli) zu reden volle Gewalt hatten, daß man denen, „so nit d«.z^, ^'ümc gehorsam sin vnd bescheiden gelimpf vnd recht nit wellent vfnemen, stille vnd welle sagen, ^U' dann dem andern teil welleil bistendig, beholfen vnd berateil sin". 26 202 August 141». 4T4. Weingarten bei Ravensburg. 4^46, 29. August (Montag vor St. Egidicntag). Staatsarchiv Liiccr». stönig Sigmund erlaubt den Eidgenossen von Zürich, Lncern, Uri, Unterwaldeit, Zug lind Glarns, Thäler Eschenthal, Bomatt, Falzask, Meyenthal uild Zubehörde und die Lente, die da wohiteit, zu Reiches Händen zu beschützen und daselbst zu richten. — Beilage Z-5. Auch l. k. A r ch i v, Wien, Reichs-Registratur Bd. 0. kol. l5. 4TS. (Weingarten). 29. Augnst (Montag vor Egidit). K. K. G. H. H. »llld Staatsarchiv Wien. Der römische König Sigmund bestätigt auf Anhalten einer Votschaft den Eidgenossen von Zürich, Solothnrn, Lncern, Uri, Schwyz, Untermalden, Zug und Glarus die von früheren römischeit Kaisern ^ Kötligen erhaltene Befreiung von ausländischen Gerichten. NcichS-Registratur Bd. 6. tot. 15. 4TK. Weingarten, 1^18, 39. August (Zinstag vor Egtdü). Zt. K. G. Archiv Wir». Der römische König Sigmund gebietet dem Markgrafen Bernhard von Baden, dem Grafen Hans Lupfen zu Stühlingen, dem Frischhans von Bodman und alleil Reichsstädten, den Kauf- und Handelst» ^ der eidgenössischen Orte Zürich, Lucern, Bern, Solothnrn, Uri, Schwyz, Unterivalden, Zug und GlM" Schutz und Schirm angedeihen zu lassen. NeichS-Negislratur Vd. 6. M. 12. 4T7. Zürich, t 8, 8. Septcniber (tpoa Uo natimwt.is i>. N. v.). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch lU. 65 n. Voten: Bern, Ulrich von Erlach; Lncern, Ulrich Walker; Uri, Anthony Gerung; Schwyz, Jacobs; Obwalden, Amman Heinzli, Nidwalden, Arnold voll Steinen; Zug, Peter Koli; Gln^' Mathias Netstaler. Zürich, Bern, Lucern und Schwyz haben für sich und gemeiner Eidgenossen Voten „vff dis ^ zum römischeil Könige nach Ulm gesendet, zu werben aus der Acht zu kommen wegen des Gl'U^^ und I». nach Weisung der Abschrifteil, die Berchtold Schivend vom Könige gebracht hat, wegen thals lind der dazu Gehörenden eineil Brief zn erwerbeil. Hiezu hatten die von Zürich für alle ^ genossen 100 Gulden dargeliehen. Die vorgenannten Boteil nun, ohne Uri, 1) erlauben Zürich, 62','^ einzuziehen, die der Salzinan auf künftigen St. Gallen Tag schuldig wird, und 2) befehlen September 1416. 203 ^°gt zu Baden, die übrigen 37'/« Gl. aus den fallendeil Nutzeil zu bezahlen oder aber darum Kernengeld s" verkaufen; Anthony Gerling will guter Bote heim sein, damit von seinen Herren auch bezahlt werde, was darin thun sollen. Am 2. September (Freitag nach St. Verenentag) berichtete Zürich an Glarus über den Erfolg der Votschaft, welche Zürich und Lucern an den römischen Konig nach Weingarten gethan hatten 1. wegen Aufhebung der Acht in Sachen des Grubers, 2. wegen Freiung der Kaufleute auf des Reiches Siraßen, 3. wegen des Landes Eschenthal (S. su 1, 2 und 3 die Absch. 424, 425, 426 oben) — Es sei nun des Königs Begehren, daß alle Eidgenossen eine Botschaft zu >hiu „ach Ulm senden; daher Tagansetzung auf nächste» Dienstag nach Zürich, damit die Boten am Mittwoch abreisen können. (Archiv Glarus. Das Missiv ist abgedruckt bei Tschudi II. 116. Jahrbuch von Glarus XIII. S. 6V4, Nr. 158.) Auch Solothurn war von Zürich eingeladen, seine Boten oder wenigstens einen Läufer mit den Vidimus seiner Freiheitsbriefe mit den Eidgenossen nach Ulm zu schicken, was dann letztere für Solothurn Gutes thun oder erwirken können, das werden sie gern thun. In Antwort darauf sendet Solothurn einen „loissenden boten" mit den Vidimus- öriefen mit den Boten Zürichs und den Eidgenossen und macht hievon ixsa, äio rmtivitatis xloriosissimo Vlr^Inis Claris Zürich Anzeige. (Missiv im Staatsarchiv Zürich). 428. Hasle. 1418, 15. September (Donstag nechst nach unser Herren Tag). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. Ü5 I». freundlicher Tag der Eidgenossen wegen der Anstände zwischen Bern nnd den drei Orten Lucern, Uri llnterwaldcn in der Walliser Sache'). Die von Zürich geben am Montag vorher (12. September) il !> Bürgermeistern Meiß nnd Glenter volle Gewalt, wie sie selbe vordem schon gehabt haben, ^Bestes zu reden, zu werben nnd zu thun, NM die Sache möglichst zum Gilten zn bringen; geschähe dieses ), »>it den Boten von Schwpz, Zug nnd Glarus zu reden, ob sie sich mit allen oder einzelnen aus ihnen ^behcn könnten, beiden Theilen zn erklären, man werde dem, welcher nicht folgen wolle, weder beholfen berathen sein; nur sollen die Boten dießmal nicht sagen, daß Zürich dein andern Theile beholfen und Kathen seiu wolle. >) Vgl. Tschudi II. 112 a. 1>. — „Unser Herren Tult" nnnäinas in antigno Tigni-ino Lalonäario gnas inoi- piunt 10. 8sxt. UilArnin, Ealonckar. raoäii asvi x. 183. 42S. 1^18, 22. September (nuinta posi Nioomoäis). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. Kl) a. Zürich hatte den Berchtold Schwend nach Schaffhansen gesendet, um die Bürger daselbst zn ermahnen, daß ^ b'st beinl Reiche bleibeil und sich nicht von selbem drängen lasseil, Zürich werde ihnen dabei nach allem ^''Nögen Hülfe leisten. Auf dieses erschienen im Namen der Stadt Schaffhansen an eingangsgenanntem ^age Bürgermeister Johannes im Winkel und der Hallaller als Boteil vor Bürgermeister, Rüthen nnd sw'ühliiidcrten zu Zürich, um für dieses Anerbieten Dank zu sageil und die Versicherung abzugeben, daß ^wvffhnusm sich dieser Zusage getröste und falls es vom Reiche gedrängt werden wollte, davon Gebrauch ^"chen werde unter Anerbieten, auch seinerseits das Gleiche gegen Zürich zu thun. Darauf haben die Näthe ^ Zweihundert von Zürich ihre Empfehlung und ihr Anerbieten erneuert unter gegenseitigen Freundschafts- ^sicheruuge.,. 204 September 141S. 4Z0. Lucern. 4^48, 30. September (koria 6^ xost ^liMaoiis). Staatsarchiv Liiccr»: Rathsbuch III. «<» b. Boten: Zürich, Hagimuer; Uri, Arnold von Silincn, der Schreiber; Zug, Graf; Nidwalden, Willis; Glarus, Albrecht Vogel. l». Tag auf Sonntag nach St. Gallen Tag (33. October) zu Nacht hier zu sein wegen Eschentha^' ?». wegen Maienthals; v. um einen Nichter nach Eschenthal; «I. wegen des Bischofs von v. Schreiben an Bern und Solothurn, soivie an Schwyz, wegen der Acht hier zu sein auf dem Tag. ') Zwischen dem Grasen von Toggenburg und dem Gotteshause Cur sollte zu Zitzers ein Tag sein auf St. Vereng Tag (1. September). Der von Toggenburg bat die von Zürich, den Tag zu beschicken, und ihm, wenn die Sache »ich verrichtet würde, SO» Knechte zu leihen. Zürich sendet Glenter und Felix Maneß, und beauftragt sie Samstags Bartholomäi (L7. August) zu vermitteln und genau zu erfahren, ob der von Toggenburg seiner selbst wegen AngrM sei oder wegen derer von Metsch; ist das Erstere, und keine Vermittlung zu erzielen, so sollen die Boten mit dess^ Widersachern „luter" reden, daß sie ihm „bekeren" oder auf die von Zürich zum Rechten kommen: wollten sie ke>»' von beiden thun, so werden die von Zürich dem von Toggenburg wider sie beholfen sein. Züricher Stadtbuch ü' LS a. d. 4ZR. Lucern. 4 >44 8, 5. October (Iowa 4»« x-wt iwockoZarii). Staatsarchiv Lucern l Rathsbuch III. k>0 Ii. Boten: Zürich, der Meiß; Lucern, der Rath; Uri, der Schreiber; Schwyz, Ammann NcdM Ammann ab Jberg; Obwalden, Ammann von Nütli, Nidwalden, Ammann Zelgcr; Zug, Kcb> Glarus, Eggli. «. Die Boten der vier Orte Zürich, Schwyz, Zug und Glarns, von Bern zurückkehrend, eröffnen do' drei Orten Lucern, Uri und Unterwalden: 1. die von Bern wollen alle Sachen, was nämlich die von an Bern und an Gitschard von Naron fordern, und diese hinwieder an jene, ohne alle Bedingungen an Recht setzen, und meinen, man sei also von Hasli geschieden; 3. die von Bern wollen den vier getrauen, ob der geschworne Brief vorgehen solle oder derer von Wallis Brief. Das will nun Jederiiw»" heimbringen. 3. Ferner eröffnet der Meiß: die Walliser meinen drei Dinge vorzubehalten, u. die den Orten gethanen Eide, l>. daß er (Gitschard) nicht Landvogt werde, und o. die Kirchen und des Bischt»"'' Gut. Hiezu erklärt der Bote von Zürich: die drin Orte sollen um die drei Dinge, und namentlich Mb'" der Eide, unbesorgt sein; niemand begehre sie davon zu drängen, noch darum zu setzen oder zu spreche»^' es sei den Bernern lieb, daß Wallis bei den Eiden an die drei Orte bleiben wolle, und sie seien Bischöfe, um die Eide abzusprechen. 4. Noch erklären der Meiß und die Boten von Schwyz: weder sie»^ die von Bern (das haben sie an ihnen gemerkt) wollen die Walliser von den Eiden drängen; auch begehe Berit nicht, den drei Orten etwas zu thun, es sei denn daß sie jenen hülflich sein wollten. I». Tag Beggenried auf Sonntag (9. October). ') Dieselben Boten der vier Orte geben den andern drei Orten ebendieselbe Versicherung wegen des dreist^" Vorbehalts der Walliser im Namen und auf Geheiß ihrer Riithe, wofern Bern und Wallis um ihre Anstände auf zum Rechten kommen werden. Lucerner Rathsbuch III. S5 d. 24. October. October 1413. 205 43 S Lucern. 4^48, 18. October (ksvia 3" xost vaiii). Staatsarchiv Luccrn! RatMuch III. !>l a. Boten: Uri, Ammann Roth, Tonic Gerung; Obwalden, Ammann Nütli, Ammann Wirtz, Nid- walden, Erni Willis. n. Boten sollen sein zu Zürich aus Montag (24. October)'), auf Freitag (21. October) zu GlaruS, am Samstag (22. October) zu Schwyz, am Sonntag (23. October) zu Zug; ?». daß die von Zürich den Brief gen Glarus schicken. 0 S. unten Abschied 43S. 433. Etnsiedeln. 4^i48, 19. October (Mittwoch nach St. Galt). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. S7 b. Tag der Eidgenossen Boten „über die sack) zwüschent vnsern Eidgnossen von Bern, den von Luceru, von ^re vnd von Vnderivalden, als von der Walliscr wegen, ob man deHein weg finden oder treffen könne, das dieselben fachen noch ze guotem bracht werden". Die von Zürich geben ihren Boten auf diesen Tag am Montag vorher (17. October) volle Gewalt, nach dem Besten Aller zu rathen und zu thun; ebenso wenn die Eidgenossen dessen übereinkommen, in Städte und Länder vor die Gemeinden zu reiten, und da die ^"chen ^ erzählen, oder anderes. Rath und Zweihundert wurden auch einhellig, etliche der ihrigen unter Androhung strenger Strafe vor „unschidlichen" Reden zu warnen, wie, daß sie „einem teil mer ^standen denn dem andern"; auch beschlossen sie, da etliche von Uri gemeiner Stadt Zürich und dem Bürgermeister Meiß übel nachgeredet hatten, deren Bestrafung von denen von Uri brieflich zu verlangen. 434. 4-448, 20. October (Donstag N.Ich Gallentag). Staatsarchiv Bern. Obwalden schreibt an Bern, welches einen Tag im Kienholz gehalten und gegen Wallis gemahnt, aber "uf seine Mahnung keine befriedigende Antwort erhalten hatte, daß es nicht weiter zu antworten habe, da ^ sich bereitwillig erklärt habe, die Walliser zum Recht zu halten; aus den Bundbriefen könne aber Ob- Calden nicht finden, daß es verpflichtet sei, „vf die vnsern ze reisen" und es getraue, auch die Verner „mögent Mit Eren uit über st zien. Darumb so mancu wir tich nach vnser geswornen buntbrief wisung, daz ir die Schern von Wallis, vnser lantlüt, sicher sagent vntz an recht vnd si nit mer angrisfent, schadgen noch über si ^ien sollent, sid wir si ouch zem rechten halten wellent." Am 89. gl. M. (Samstag vor Allerheiligen) antworten Ammann und N-ithe von Uri auf die gleiche Mahnung Berns, sie können allein nicht antworten, sondern müssen die Sache vor ihre Gemeinde bringen. Ebenda. 206 October 1418. 4tSS. I ^ Iu, 24. ^Dc'iober (kvrio. ssounän nntö Liinonis ot .1nä4 a. An diesem Tage traten vor Bürgermeister, Rüthe und Zweihundert zu Zürich Boten ihrer Eidgenossen von Lucern, von Uri „vnd von Niderivalden ob dein Wald" und verlangten nach vieler Rede eine Antwort auf die Mahnung, die sie „vormals" an Zürich erlassen derer von Wallis wegen und wider die von Bern, ob Zürich dieser Mahnung genug thun wolle oder nicht. Auch Nidwalden hat auf diesen Tag mit Boten und Briefen gleiche Mahnung gethan und Antwort begehrt. Darauf baten aber die von Zürich, „dz sy vns zemal der antwurt überHuben; was wir denne gutes ze den fachen getun könden, das sy noch ze gutem kämen, da wölte vns weder Kost noch Arbeit uit beduren." Die Voten von Lucern, Uri und Unterwalden erklärten auf dieses, sie seien „nit also von den Iren usgesendet", hätten dazu keine Vollmacht und müssen auf der Forderung der Antwort bestehen. Darauf hat man ihnen „mit bedachtein Rat" geantwortet: „wie dz unser' Eidgnossen von Smitz, von Zug, von Glarus vnd unser erbern botten von der vorgeschriebnen fachen wegen ze den Einsiedeln by einander gewesen syen vnd da einen tag vff Hütt gen Lucern gemacht haben, vff den selben tag wellen wir ouch vnser erbern botschaft schicken vnd den empfelhen, für ir bestes ze werben Vnd ze tun zu den fachen, ob sy ieman ze gutem komen mugen, vnd wen die botschaft Harheim komet vnd wir innen werden, wie sich die fachen verhandeln wellen oder was sy geschaffet haut, so wellen wir Inen dann ferner antwurten, ob sy das begereut." 4Z«. Lucern. 24. October. Staatsarchiv Liiccrn: Rathsbuch III. !N d. Boten; Zürich, Hagnaucr, Stüssi; Uri, Amman Roth, Arnold von Silinen; Schwyz, Jtel Ncding; Obwalden, Amman Wirtz, Nidwalden, Erni Willis; Zug, Koli, Graf; Glarus, Eggel; Lucern, beide von Moos, Dierikon, Wissenwegen, Lütishofen, Menteller. n. Tag gen Muri ans Mittwoch über acht Tage (2. November), zu Nacht au der Herberge zu sei«! t>». Schreiben an Herrn Lienhard von Jungingen, Ritter: „vnser" Bürger von Appenzell klagen, daß er an etliche der ihrigen eine Naubsteucr fordere; diese haben sie der Herrschaft von Oesterreich vorbehalten, und nun in dem Kriege des römischen Königs hergebracht; sie getrauen dabei zu bleiben, und bitten str weder zu bannen noch zu bekümmern; geschehe das, so wollen sie vor gemeiner Eidgenossen Boten zu»' Rechten kommen'); v. wegen deren von Bremgarten, „alz" der Herzog schreibt-; «?. di? von Uri 14 Gb, die von Unterwalden auch; « . Boten gen Wallis, auf Sonntag (30. October) zu Nacht zu Urseren. >) Vergl. die Urkk. 18. Juli 1415, 5. Juni 1417 und 20. Sept. 1419: Zellwegcr Urkunden zur Geschichte des appcnzellischcn Volkes. I. 2, 253, 258 und 287. October 141S. ^07 4S7. Lucern. 4418, 26. October. Staatsarchiv Lucer»: RathSbuch III. Z2, ZZ. Boten: Zürich, Stktssi; Uri, Anmian lltoth, Arnold von Silinen; Obwalden, Amman Wirz, Nidwald en, Erni Willis für sich und den Eggell von Glarus; Lucern, P. von Moos, Walker, Menteller. t». Nichter gen Eschenthal. I. Die Eidgenossen erwählen Jacob Stuki von Zürich ans ein Jahr, mit dein Gehalte von 200 Ducaten, und mit 100 Ducaten an Bußen, die unter einein Pfund fallen; bezieht ^ nicht soviel, so tragen die Eidgenossen ihm das Fehlende nach; bezieht er jedoch mehr als die 100 Ducaten, so Muß er es herausgeben. Würde er unter'm Jahre gefangen, oder so gedrängt daß er nicht bleiben konnte, so soll man ihm nach Markzahl lohnen. Sein Jahr beginnt mit aller Heiligen Tag (1. Novcm- drr), und an S. Martins Tag (11. November) soll er zu Domo sein. Daselbst und zu Antigö soll* ex Nichter sein und vier gute wohlgeharnischte Knechte haben, die ihm warten; I. a) er schwört, den Eidgenossen gehorsam zu sein, ihren Nutzen und ihre Ehre zu fördern und ihren Schaden zu wenden, ein >sohr lang Nichter zu sein, dem Annen zu richten wie den Neichen nach den Büchern, wie Eid und Ehre chn weisen, niemand zu Lieb noch zu Leid, das Beste und Wegste zu thun, und (die kleinen und großen Nußen einzuziehen, aufzuschreiben und den Eidgenossen zu verrechnen; I. b) an die von Antigö wird die ^dahl des Nichters gemeldet, und sie aufgefordert ihm gehorsam zu sein; er mag einen Statthalter daselbst haben, nnd die Eidgenossen bezeichnen Francisch Cnmpien; dieser soll richten um Geldschuld bis 30 Pfund, was aber darüber geht, hinauf an den Nichter bringen; 1. o) die Mehrheit der Boten beschließt, daß die ^on Zürich zur Einsetzung des Richters einen weisen ehrbaren Mann, und gemeine Eidgenossen den Spil- Watter mitsenden, beide in eidgenössischem Dienst und Kosten; den beiden Boten wollen die Eidenossen einen Ellaubbrief geben. II. Die Eidgenossen erwählen Jcnni Füglislo aus ein Jahr zum Nichter gen Maien- khal uiid Verzasca, mit 100 Gulden zu Lohn; diese bezahlen sie ihm in der Währung, die sie selber von Nlaienthal annehmen. Sein Jahr beginnt mit aller Heiligen Tag, er soll einen guten Knecht bei sich haben, welsch und deutsch könne; er zieht alle Bußen kleine und große für die Eidgenossen ein, doch mögen Nese ihm davon schenken, je nachdem er dient; II. a) er schwört gemäß diesen Bestimmungen, sonst wie ^tuki; Ii. i.) zu Verzasca mag er einen Statthalter haben, nach der Uebereinkunft, welche beim 30. März 1418 steht; II. o) die von Staus sollen mit Füglislo einen ehrbaren Boten gen Maienthal schicken in der ^genossen Kosten. Das soll „Harnach malz" andern Eidgenossen auch recht sein um solche Nichter. ?». Spil- Watters Rechnung, von der letzten Ablage bis S. Michaels Tag (29. September). Die Einnahme an Eiüterzinsen, an Bußen, vom Zoller zu Domo (31 Ducaten, 22 Plaphart), und an Abschlagszahlungeil an Ne Svog Ducaten, die zu Faßnacht fällig waren, beträgt 1291 Ducaten. Die Ausgabe ist 125>/s Ducaten, ^in Lohn 316 Ducaten; von dem Uebrigen wird alles baar ausbezahlt bis auf ISS'/z Ducaten, die er noch schuldig bleibt, aber beförderlich bezahlen soll. Das Vaarbezahlte thcilten die Orte unter sich: Lucern erhält wegen Studiers Gefängniß voraus 100 Schild; davon gehören Glarus 16'/s Schild und 5 Plaphart, und Enü Willis nimmt sie in Empfang. Mehrercs ward nicht gerechnet'); dagegen, wie alles Vorstehende, so N auch «och einzeln angegeben, was an Zinsen, Bußen und Zahlungen ausstand, die entweder noch Spil- Watter oder Jacob Stuki einziehen soll. ') «Item die bcssrung ist nit gerechnet, alz er trnwet man bessri Im". 208 October 1418. 438. Lucern. 1418, 28. October (»ff Simonis vt üuäs). Staatsarchiv Lucern: Nathsbuch III. A4 Ii. Boten: Lucern, Junker Peter von Moos und Werner von Meggen; Zürich, der Stüssi; Zug, der Graf; Unterwald en,»Arnold am Stein. Diesen Boten legt Jacob Menteller von einem Jahre, da er Vogt zu Muri gewesen ist, Rechnung ab. Die Einnahme beträgt 132 Pfund Haller; Städte und Länder erhalten jegliches 21 Pfund; schuldig bleibt er K Pfund. Er verzehrte 7 Pf., die nicht gerechnet sind. Ausstehende Bußen, 10 Gulden, soll er einziehen; auch 10 Pf. Steuer zu Hermanswile stehen aus. 43k). Luceru. 4418, 1 bis 8. November. Staatsarchiv Lucern: Nathsbuch I. 390 b. In den Zerwürfnissen zwischen Bern und Wallis mahnen die von Lucern, Uri und Unterwalden ob und nid dem Wald, welche drei Orte in dieser Sache „ein ding" sind, ihre Eidgenossen von Zürich, Schwyz, Zug und Glarus. Hierauf senden sie Boten an dieselben, um sie weiter zu mahnen und Antwort von ihnen zu erhalten, ob sie der Mahnung genug thun wollen oder nicht. Zuerst antworten die von Schwyz die ganze Gemeinde: nach Weisung der Bundbriefe, und nach dem Nechtbietcn Berns, können sie ihnen nicht hülflich sein wider die von Bern; darauf verlangte man weitere Erklärung, ob Schwyz denen von Bern, wenn sie Lucern, Uri und Unterwalden angriffen, gegen diese helfen würde. Schwyz antwortete, es bleibe bei der vorigen Antwort; übrigens werde es den Bundbriefen genug thun; zugleich dünke Schwyz, die Orte haben wider die geschwornen Vundbriefe gethan und andere Briefe dawider gemachtl). Die von Zug antworten, sie wollen den Bundbriefen genug thun, was sie weisen. Die von Zürich haben die Autwort noch verzögert. Die von Glarus: sie wollen ihrem Bundbriefe genug thun, soweit sie ihn verstehen. ') „Als wir Vilser Kotten, P. von Moos, Vlrich Walker, Hartman von Stans, Werner von Meggen, Heini Seiler „hatten gen Switz gesent, für die gemeind, von der flösse Bern vnd Wallis wegen, da hat der Hotz vor tr gemeind „öffentlich gerctt zuo vnsern vnd der von Vre vnd Vnderwaldcn Kotten, wir haben wider die gefworncn brief tan". Lucerner Rathsbuch III, 51, 1> (24. October.) Vergl. die folgende (f. auch Tschudi II, 118), einem Tage b» Kienholz rufende Mahnung Berns an llri vom 24. October 1418. 1413, Montag vor Simon und Judas Tag. (24, Oct.) Copia der von Bern Antwurt vff dero von Vre vnd von Vn- dcrwalden Antwurt vnd Manung. „Den ftirsichtigcn vnsern guten fründen vnd lieben Eytgnossen dem Amman vnd den lant- lüten ze Vre enbieten wir der Schultheis vnd der Rat der Etat Bern vnsern willigen dienst allzit vor. Als Jr vff dz ver> manen, so vnfer Kotten in vnser namen üwcr bottcn daselbs in dem Kienholz an üwer statt gemant hatten vnd vff demselben tag einen Zug über die von Wallis, üwcr lantlüt, anzelegen, vnser vyent ze schedigen, wend wir vns in vnserm Rat vnd vff vnser eid nach üwer vnd vnser buntbriefen sag erkennet hatten, vns semlich hilff vnd anlegung ze tund vnd des gebunden sin, Sittlicher vermanung mit andern fachen dieselben üwcr botten meinten gemalt nit enhaben, denn wider heim für üch ze bringen. Vnd also hant Jr vns mit üwerm brief geantwurt, wie daz Jr über die geswornen bunt- brief gesessen habent, den gar eigenlich verhört, vnd nach dem als er wist, so bcdungte üch, dz Jr vns gnug geantwurt habcnt, sider Jr üwer lantlüt von Wallis nach des geswornen briefs sag zu dem rechten erbotten hant vnd darzü halten wöllent vnd getruwcnt nit, dz Jr darüber gebunden syent, über die üwern ze reisen vnd nemlich über solich rcchtcrbicten, bittend vnd mancnd vns bünden, gelüpten vnd eiden w., dz wir die üwern von Wallis sicher sagin stirer nit angriffen vntz vff recht, vnd zem leisten wißt üwer brief, wie Jr nit gctruwint, daz wir mit Eren über söllich November 1418. 209 rechtesten über die uwcrn mugin ziehen w. Daz vnd anders in üwer antwnrt begriffen haben wir wol verstanden vnd gemergkct. Vff solich üwer antwurt söllent Jr wissen, daz wir nit getruwin, daz wir oder vnser «ordern vff Jeman denn mit guten cren je gezogen sin vnd noch hüt bi tag nit gern tun wolten, noch den vnsern mit wissent verhengcn zu tun. Es ist wol war, daz die Walliser den Vnsern, der zwanzig Jar vnd me vnser Jngeschribncr burger gewesen ist, jcrlich sin Burgrecht bczalt vnd geben hat, sin lib vnd gut vnderstanden von land, lüt vnd von sinem vctterlichcn erb gestossen, von vnscrm land, gut, von vnsern amptlüten vcrbotten, nnt gcwaffcnter Hand sreucnlich, «nervolgt des rechten hingefürt hant. Darnach des vnsren wib vnd kint in einer vesti besessen vnd begerten zu ver- triben vnd genzlich zu verderben nach dem als daz alles üch vnd aller Eytgnosschaft offen vnd lantkundig ist. Darum haben wir denselben von Wallis digk vnd vil geschribcn, gcbetten vnd gemant, vnS vnd den vnsern zc widcrkcren vnd sich geliehen rechtes ze begriffen: daz doch nie beschcchcn mocht. In solichcm Zeppel hant Jr die obgcnanten von Wallis Ze üwern lantlüten genomen als Jr des vilicht ouch ingcdengkt sint. Vnd sid dem mal daz die von Wallis kcins glichen Achten gen vns vnd den vnsern Jngan wcltcn, haben wir üch nach des bundcs sag gemant vnd uns erkcnt, als vor stat, daz Jr vns hilflich sin sollend vnd einen Zug helfen anlegen, dcß Jr doch vsgangen vnd hinderzogcn hant über daz so doch üwer vnd vnser gcsworncn bricf wisint, daz wider soliche hilf nüt gesucht sol werden, damit der Zug oder hilsi gehindert mächt werden. Nu bedungket vns daz Jr vnd ouch wir dieselben gcsworncn buntbrief nit glich verstanden noch merzten, wend doch üwer vnd vnser gesworncr buntbrief gar luter wisent, daz kein bund, so hienach beschicht, disen bänden vor gan sol. Vnd durch des willen, daz Jr vnd mcnglich berufen mög, daz wir mit den gnaden gottes ""der die selben bricf nicmer gctun wolten, so begerten wir vm semlich lütrung, wie die brief vi» den artigkel, ob die Walliser vor unserm bund oder wir vor Inen gan sälten, verstanden sölten werden, ze kamen vff der von Zürich, von Switz, von Zug vnd von Glarus Kotten, so dozemal da waren oder vff Jr Natt, vnd in weler wis die selben den Artigkel gelütcrt hettin, wolten wir gebalten haben. Darum vns ouch keine antwurt nie worden ist. Ouch wisent die selben buntbrief gar eigcnlich, wes jeman in gewerd gesessen ist oder noch sitzet, daz man den bi siner gcwerd schirmen s°l, nit allein die, da er burger oder lantman ist, als vns bedungkt, denn ouch der gemein bund sol den behalten vnd di siner gewcrde schirmen. Darum ouch wir üch gcbetten vnd gemant haben, den vnsern vnd die vnsern wider in gewerd ze setzen vnd vns ouch des vnsren kcrung ze tund. Darnach wolten wir für vns vnd die vnsern des rechten noch des bundes sag Jngan. Daz ouch alles von üch vsgeschlagen ist, vnd nach allen solichen vergangnen fachen, dero noch !Mr ze erzellende wer, so bitten vnd mancn wir uch aller gelüpten, eichen vnd ercn vnd als wir die buntbrief mcrgkin vnd verstand«!, daz Jr vns wider die von Wallis hilfflich sin wellent vnd darin nüt suchint, daz vns an scmlicher hllff gehindern mög, wand vns an keinem uwrcr antwurt vns geschribcn bcnügen mag. Har Inn bedengket uch srttntlich nach des bunds begriffung vns zc antwurten, Wand vns semlich schriben als Jr vns zu dem leisten getan Kant, von frömdcn lütcn nit früntlich bedachte sin, üwer vcrschribncr antwurt bi discm Kotten. Geben vnder vnser Statt vffgedrugktem Jngcsigel vff dem nechstcn mcntag vor saut Shinons vnd saut JudaS tag in dem Jare, do man vor Cristus geburt zalt vierzehnhundcrt vnd achtzehn Jar. Staatsarchiv Zürich. Gleichzeitige Copie. Abgedruckt Tschudi II., IIS. 44<». Luecr u. 4 ^ IK, 19. November (Samstag vor St. Catharme). Staatsarchiv Luccrn! Rathsbuch l. Sil b. Boten beim Rath von Lucmi saßm von: Zürich, Heinrich Miß, Blirgenneister, und Rudolf Hagnauor; ^ stz, Jtel Neding, Aunnann, und Ulrich ab Jberg; Obivalden, Walter Hentzli; Nidwalden. Bartholome >erist?), Ammann; Zug, Peter Koli, Ammann; Glarus, Albrccht Vogel, Ammann. Diese Boten machen eine Richtung zwischen Abt Georg von Muri und seinem Convcntc: Die Klosterhcrren sollen dem Abt als ihrem Obern in geistlichen Sachen gehorsam sein. Bis zum Mai nächsten Lahres soll der Abt das „Refenter und das Dormentcr" hergestellt haben, dann sollen die Klosterherren sämmtlich „ze Aefenter vnd ze Dormentcr gan vnd das halten vnd tun nach geistlicher Zucht als billich ist", keiner soll aus dem ^otteshause gehen ohne des Abtes Urlaub. Der Abt soll ihnen ihre Pfründen geben; sie aus ihrer Mitte geben einen dar, der ihnen den Tisch zu ordnen hat; was jährlich über ven Tisch von ihren Pfründen vorschießt, das soll ihnen 8? November 1418. der Mt auf Neujahr jcweilen zu freier Verfügung stellen. Ware es in diesem Jahr wegen dem Hagerschlag dem Abt zu schwer, den Klosterherren ihre Pfründen auszurichten, so soll er das daran fehlende im nächsten Jahr ergänze»- Und dabei sollen Abt und Convent in geistlicher Zucht freundlich und tugendlich mit einander leben." Dieselbe Richtung wird auch im Rathsbuch III, 56, a. angegeben; es sind eben diese Boten, nur werden »o» Luccrn Ulrich Walker, Wissenwegen und Peter von Moos namentlich bezeichnet. 44t Pfefflkon. 4449, 29. November (Sonntag vor Catherine.) Archiv Einsiedel». Abt Vnrkard von Einsiedeln nimmt mit seiner Beste Pfcffikon nnd deren Lentcn und Gut ans Lebenszeit Bnrgrecht in der Stadt Zürich, so daß Pfeffikon der letztern offenes Hans sein soll, wogegen Zürich das Gotteshaus Einsiedeln in seinen Rechten, Freiheiten, Tivingen und Bannen daselbst zu schirmen übernimmt. Del Abt behält alle seine geistlichen Rechte und Freiheiten vor. ?. G all More11. Rcgestc» von Einsiedel» Nr. eso. 44S 4449, Anfang Januar. Staatsarchiv Lneern: Nathsbuch III. V7. I). l». „Von des Richters von Meintal wegen sol man heimbringeil, vmb die Mörder, von der geisffd wegen, von rechtbuchs, dz einer swert ein meineid vnd eiller wil wisen einen eines Meineids vnd dz int tut- Vf den nechsten tag sol man dz vsrichten". ?». Der Eidgenossen Boten sind von hier geschieden mit der Versicherung, Bern werde besorgen, daß bis Sonntag über vierzehn Tage kein Angriff geschehe, wolle aber Boteil senden, so glauben sie in Bern noch einen weitem Aufschub zu erhalten, bis die Voten zur>>6 seien, daher solleil Ob- lind Nidmalden ans nächsten Sonntag Lucern wissen- lassen, ob sie Boten schickt wolleil. In letzter»! Falle sollen die Boten auf Mittwoch Abends zu Uri sein. Lncern soll zudem an Zürich schreiben „fürer ze werben vmb frid". Diese Aufzeichnungen stehen im Nathsbuch unmittelbar nach dein Jahrcsdatum anno N. oooa. xviiii xost, tlvitatsln, nach dem Datum des 23. December 1418 und vor dem 4. Januar 1419, aber ohne Tagesangabe. 44». Lucern. 4>449, 23. Januar (im-m 2^ post Vinnens). Staatsarchiv Lncern: Nathsbuch III. L8. a. Boten: Zürich, Meist; Uri, Hans in Oberdorf; Obwalden, Georg von Znben, Nidwaldkll/ Erni Willis; Zug, Graf. t». Der Meiß hat Rath gehabt und gebracht von Eschenthal nnd wegen des Bischofs von „Nauer" (Novaraff daß uns gcrathen ist uns zu „verschrephen" vor dem Papste mit einem gelehrten Manne, dem Bischof vo» Como, und „eigenlich" die Sache zu erzählen; ß». heiinbringen wegen Eschenthals: Tag von jetzt SonMS über 14 Tage (12. Februar), zu Uri zu sein;'«. Schreiben an Zürich und Zug: heimbringen, man ff' Januar 1419. 211 ""gm der Sache, die der Richter uns geschrieben hat, übereingekommen eine Botschaft hiueinzuseudeu; das s°ll man auf „nu" Sonntag (29. Januar) einander wissen lassen; «?. Schreiben an den Castellan, «"t Dank, er unserm Richter so freundlich thue: dessen Meinung sei, mit den Eidgenossen zu reden und „ein Fr." abzusetzen; wolle er, so möge er kommen, „so verhören wir In gciu . 444 Lucern. 4^19, 31. Januar (3» -mts Uui-iüt-ationom). Staatsarchiv Lucer»! Rathsbuch III, »8. Ii. Boten: Zürich, Mciß, Hagnauer; Schmilz, Neding, Ulrich ab Jberg; Nri, Arnold von Silinen; ^l'waldx,^ Ammann Nütli, Nidwalden, Erni Willis; Zug, Graf; Glarus, Albrecht Vogel; Lucern, von Moos, Wisseuwegen, Hunwil. Wegen des Abts von Muri wird beschlossen: beiden Theileu Tag zn geben vor gemeine Eidgenossen, aber den Abt zu lassen bei der frühern Antwort und Erkanntniß; die ist, daß die von Hohenrain den " unbekümmert lassen, und er ihnen einen Brief gebe; ?». was der Castellan von Lucarus geredet habe; ' die von Zürich klagen gegen Tierikon wegen der Rechnung; s?. die Botschaft gen Eschenthal, deren man ^/^'»gekommen war, wollen die von Uri und von Unterwaldcu ob dem Wald nicht senden; v. wegen »leringens und Wohlcns wolle man beider Theile Kundschaft verhören; 4. wegen der Pfänder zu Badem Nach diesem Tage hat das Lucerner Rathsbuch III folgende vereinzelte Angaben: „Von Cschital sond wir rede» mit der eidgnossen Kotten"; „von des Kastlen wegen sond wir reden mit den von Vre vnd Vnderwalden, dz ste vns Lifenden lassent, vnd sunder nid dem walt"; („Necordare, ein Lantvogt gen Wallis ze setzen": 08, a); „Item von des Lanivogtz wegen gen Wallis für min Herren vnd wz man tuon well, oder wz der bischoff eim gen well; dien von Vre gefalt es"; „von der sach als der bischoff vnd die landlut stösse haut": 58, d (3. Februar).— „Peter Wanner von Glarus het gerett etwz vnser Statt zuo, alz Wiechsler seit, von Wallis wegen, vnd sprach er wölt gern, "Z kein statt in eidgnoschaft were, es wcren dörffcr": 59, a (1t). Februar). — „Tag ze Switz uff sunnentag vor mitter- uastcn" (19. März); — „von Eschital vnd Frantzisch Bronn wegen"; „vmb Bellentz vnd Lifenden"; „tag an samstag lk8. Februar) ze Sarnon, von Lifenden"; „tag ze Vre an donstag (23. Februar) von Lifenden": 59, a. (17. Febr.) — Von der von Wallis sach wegen, wie der eitgnossen Kotten"; „von Spilmattcrs gcltz, ze Switz vf dem tag"; „von Taueder geltz, ze Swytz vf dem tag"; „von Bellentz, Lifenden wegen"; „von Eschital, Franzisch Bronn": 59, d (13. Wärz). — „Sag, wie die von Cöln schribent, dz nieman mit dem ertzbischof vnd kurfürsten noch den iren die si bekriegen, koufman noch koufmanschaft zuofucre, noch gemeinschaft habe"; — „Tag ze Baden uff sunnentag ze nacht vor bstngsten" (23. Mai); „tag ze vsgender pfingstwuchen am Sunnentag (11. Juni) ze Switz, da sol ich machen ein buchli, um all ding"; — „tag ze Bezgenriet vf fritag vor Pfingsten (2. Juni), von Wallis wegen, ob man inen botten lchicken well, vnd ze raten, eigenlich wz inen dz best vnd nutz sie": öt>, a (10. April). 445. Zürich. 1^49, 2. Mai lan dem andern Tag des Manodes Meyen). Staatsarchiv Bern. ^ Zürich: Heinrich Meiß, alt Bürgermeister, Heinrich Haguauer. Schmilz: Jtal Rediug, Ulrich Aby- ^9, Ammcmn. Zug: Peter Koli, Ammauu, Johannes Graf. Glarus: Albrccht Vogel, Ammanu, ^°W»nes Eggel. 212 Mai 1419. Schultheiß, Rath und Burger zu Bern mit ihrem Burger Gitschart von Rarou und gemeine La»st lcute von Wallis hatten lange Zeit Stöße, Mißhelluug und Krieg mit einander. Darüber sind sie. zu Recht gekommen auf die genannteil acht Boten von Zürich) Schivyz, Zug und GlaruS -und haben gelobt, ihre«» Spruche nachzukommen. Diese auf Weisung ihrer Obern habeil die Sache übernommen und die Parteien angehört :c. Gitschart von Raren klagt um liegends Gut: die von Wallis haben ihn, sein Weib u»^ seine Kinder alles seines Gutes, Vestineu, Häuser, Acker, Matten, Herrschaften, Zinsen, Steuern, Zehnte»/ Fälle, Twiuge, Bünne u. s. iv., die er in Geiver gehabt, widerrechtlich eutwert, ungeachtet er vor den Pap»/ das Coucil von Coustanz, den römischen König und darnach vor gemeine Eidgenossen Recht geboten habe' Er verlangt nach geistlicheil und weltlichen Rechteil vor Allem, daß die von Wallis ihn „desselben sci»^ Giites des ersteril wieder beivereu sollen". Die von Wallis antworteten, daß sie mit Gott, Ehren U»b Recht gethau habeil was sie thaten; es sei wahr, daß sie einige Besten zerbrocheil, sie getraue» aber i"A daß sie ihm darum zu antworten hätten. Der Spruch der Schiedrichter lautet: „Da die genannten vo» Wallis den obgenanten Gitschart von Raren ane recht entwert haben vnd dz si In vorab sines ligenbe» glltes, so er dann genossen vnd in gewer ingehept hat, alz verr vnd dz vorhanden ist, wider bewereu fülle»/ was sin aber nicht vorhandeil ist, das dann darumb jetwedcrm teil alles sin recht söl sin behalteil." ^ fahrendes Gilt klagt der von Naron: Die Walliser haben all sein fahrendes Gilt zu Leukerbad, Lenk, im Einstig' thal und anderwärts in dem Laude, es sei Korn, Wein, Vieh, Baarschaft, Hausrath, Bücher, Waffen, wohl iin Werth von 14,000 Walliser Gulden, ihm ohne alles Recht entrissen; sodann klagt er um die Zi»!^ Früchte und Gefälle von den ihm entwerten liegenden Gütern seit der Zeit als er deren entwert worden, ex auf 10,000 Walliser Gulden schätzt und verlangt, daß die Walliser ihn wieder in Besitz dieser fahrend^ Güter setzeil sollen. Die Walliser antworten: Gitschart sei ihr geborener Landniann, sie haben ihn zur mit dem Bischof zum Landvogt gemacht, er sei aber so wenig als seine Vorfahreil es gewesen, ihr gebor»^' Herr, er habe mehr als einmal geschworen, des Bischofs, des Stifts und der Landleute Nutzen und Ehre Z" fördern und ihren Schaden zu wenden; diese Eide habe er vielfach überfahren mit ungerechtem Gericht »ist Tödtung von Leuten ohne Gericht und Nrtheil, indem er vom König das weltliche Gericht für sich seine Erben habe erwerben wollen, indem er Kriege über das Land gebracht lind das Bisthum zu LclP' gemacht habe, das doch nie Lehen, sondern von dem heiligen König Carl einem Bischof ewiglich besi»^ sei, vielen Leuten ohne Recht das Ihrige genommen, Raub, Brand, Todschlag gestiftet, an den Landle»»" das gegebene Geleit gebrocheil, Frieden und Richtungen mit ihnen nicht gehalteil habe u. s. w. Sic verlangen, ^ erkannt werde, wenn sie diese Behaupruugeu alle oder einige erweisen, Narous Leib und Gut ihnen gef»^ sei und sie ihm keinen Ersatz schuldig seien. Der Spruch der Boten lautet: Die von Wallis haben ^ Gitschart von Raron seines fahrendeil Glltes ohne Recht entwert und ivas er innert den angegebenen Sum»^' von 14,000 und 10,000 Gl. mit seinem Eide und zwei ehrbaren Männern, die schwören, daß sein Eid ,/l'^' sige vnd nicht mein", beHaben mag, des sollen ihn die Walliser „beweren und bekereu". Ist das gescheht so soll dann jedem Theil sein Recht vorbehalten sein, da sich nicht findet, daß die Walliser dem von Raron, be»^ sie ihn cutwert habeil, irgendwo ihre Ansprachen, die sie an ihn zu haben meinen, mit dem Recht gefordert Hab"'' Zwei Urkunden mit anhängenden Siegeln der Schicdrichter, abgedruckt »ach dem Original im Jahrbuch von Glarus Vll. x. Sil Nr. lS0. Am 3. Februar (Freitag nach Lichtmeß) gaben Andreas, Erzbischof von Colocza, Bisthumsverweser zu und das Capitel daselbst ihren Anlaßbrief auf die acht Schiedrichter der vier Orte. Für geistliche Ansprachen st geistliche Richter gesetzt werden und wenn die Frage, ob eine Ansprache geistlicher oder weltlicher Natur sei, streitig Mai 1419. 213 so sollen darüber geistliche und weltliche Nichter entscheiden. (Urkunde im Staatsarchiv Bern). Ein den Boten am 26., 26,, 27., April und noch am 2. Mai eingereichter, mehrere Ellen langer Nodel auf Papier (Ebenda) enthält die Klagen und Ansprachen Rarons und der Bcrner, gemeinsam und wieder gesondert, der Stadt Freiburg und der Knechte. — Tschudi II. 119 d., 120 k. datirt den Abschied auf Gregor» (12. März). Das Staatsarchiv Lucern „Wallisersachcn" enthält: „Vnser glimpf vnd recht von unser bürgern von Wallis wegen". Die von Lucern für sich, Uri und Unter- walden, erklären: Wir haben die von Wallis zu Burgern angenommen um des Besten willen und mit der Eidgenossen Rath, damit wir und sie desto stärker und mächtiger seien: 1) um dem Grafen von Savoycn zu widerstehen, der ohne Absagen uns und den Eidgenossen Eschenthal weggenommen hat; 2) um dem Herzog von Mailand zu widerstehen, der täglich sinnet uns Übels zu thun: 3) um Eschenthal, das den Wallisern wohl gelegen ist, besser behaupten Zu können: und 4) damit unsere Straßen und Leute und Gut beschlossen seien. Seitdem nun die von Wallis zu uns gekommen, müssen jene es bei Bern entgelten. Denn bevor die Walliser unsere Burger wurden, hatten sie mit Gitscharten von Raron großen Span und Krieg, sie warfen seine oder des Bischofs Häuser nieder, sie „brandtent" ihn, und thaten ihm alles mögliche Uebel an: dessen nahmen die von Bern sich nichts an, und hielten ihn auch nicht für ihren Burger, nur daß sie und die von Freiburg „darunder" redeten, wie sie die Sachen „gefrideten". Als der Graf von Savoyen uns Eschenthal wegnahm, gab ihm Gitschart von Naron Steg und Weg, Hülfe und Rath; deßwcgen wir ihn „vechten". Er aber kam zu freundlichen Tagen gen Vrscron, und wollte dafür schwören, die von Wallis meinen jedoch das wohl kundlich zu machen. Nachwärts wurde dieses den Bernern auf Tagen zu Meiringen vorgeworfen: da erklärten die Berner öffentlich, er habe an ihnen auch unehrlich gehandelt, und sei meineidig, und nicht ihr Bürger. Nun aber ist er ihr Burger, lieb und wcrth, seit die von Wallis unsere Burger geworden sind; „vor was er inen nüt. Dabi man wol sol merken, was muotwillen die Berncr tribent". Die von Wallis meinen und wollen ihn, mit gerechter Kundschaft verwerfen und nicht zu einem Biederman machen, „daz" er mannigfaltig Ehre und Eid „uber- sen" habe. „Der einig man ist nu in siner grossen bosheit vnd missetat lieber, denn wir vnd ander, das vns billich erbermet vnd vcrdrusset nach alter vergangner fruntschaft ols wir vnd die von Bern mit einander har kommen sint, vnd sie ze Herren gemacht haben." Ebenso haben wir „vor ziten" auf des Königs Befehl mit den Walliscrn soweit geredet, daß sie einerseits, andrerseits Gitschart von Raron „ir eignens willen" zum Rechten kamen auf gemeiner Eidgenossen Boten; beide Theile hatten stch mit ihren „Instrumenten" nach ihres Landes Gewohnheit gegen einander verbriefet und geschworen. Man kam gen Lucern zu Tagen. Aber auf die Instrumente wollten der Eidgenossen Boten nicht sprechen, sie hätten denn andere Anlaßbriefe; dazu hatten die Boten von Wallis nicht Gewalt, und wollten es heimbringen. Doch „darunder bedachtent" sich die von Wallis: Da die Boten auf die gegenseitig beschwornen Instrumente nicht sprechen wollen, so bieten sie Recht Gitscharden nach ihres Landes Recht; er sei ihr Landmann, und habe das Landrecht nie aufgegeben. Nun sei in ihrem Lande, wie bei allen Eidgenossen, Recht und Gewohnheit; man setze zu Stadt und Land einen Schultheiß oder Amman, solange man wolle; thue er unrecht oder wider seine Gemeinde, so richte und strafe diese: darum getrauten sie, er sollte vor sie kommen. So stand die Sache einige Zeit. Nach und nach warb man, wie die Sache zum Rechten komme. Wiederholt erklärten die Walliser: sie hätten nicht Haupt, nicht Bischof; was sie immer thäten, dem möchte „morn" ihr Herr ein Bischof widersprechen. „De" ist ihnen ein Bischof geworden. Da haben sie gehandelt wie Leute, die gern Frieden hätten, und wollten zum Recht kommen nach Weisung des Bundbriefs zwischen Lucern, Uri und Unterwalden, da sie «der Bürger" sind. Lucern, Uri und Unterwalden wollten sie auch zum Recht anhalten, ohne alle Gedinge, um alle die Zuspräche, welche die von Bern, oder Gitschard, oder die ihren an ihnen hätten. Bern aber wendet ein, und meint: Gitschard sei ohne Recht „entwert", und den solle man vorher „beweren"; wenn das geschehe, so wollen sie auch zum Rechten kommen nach ihrer Bünde Sage. Dawider wir antworten: Zum ersten, daß Gitschard entwehrt ward, ehe die von Wallis unsere Burger wurden; „wie koendent wir sie denn vt gewisen." / 214 Mai 1419. 44« Lucern. 4-419, 17. Mai (an dem Xvsi tag Weyen). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IV. 32 a. Der Spilmattcr bezahlt den Eidgenossen 40 Schild auf Rechnung, und die aus dem Mainthal 50 Schild! der Bote von Zürich, Heinrich Biberli, nimmt als Anthcil seiner Stadt 15 Schild mit sich ab dem Tage- 447. Zürich. 1-419, 17. Mai. Staatsarchiv Bern. Die Boten der vier Orte Zürich, Schwyz, Zug und Glarus vom 2. Mai oben; (von Zug jedoch erscheint statt Johannes Graf diesmal Johannes Seiler.) Bern mit seinem Bürger Gitschart von Naron erscheint gegen den Wallisern vor den Schiedrichtcrn aus den vier Orten Zürich, Schwyz, Zug und Glarus (S. o. 2. Mai.) Rarvn eröffnet seilte Klage folgender Maßen schriftlich: „Wie das vor etwas verloffener Jaren in dem land Wallis sich ein gesellschaft erhüben, die nampten sich von dem Hund, die villicht etwas besunders gevertz angehept wolten haben. In den ziteN aber er dasclbs ze Wallis lantvogt were vnd von getruwen wegen des stuls ze Sitten vnd gemeines laich vnd dnrumb das demselben stul vnd dem land nicht größer gebrest davon vfcrstiind, begerte er das ze versechen vnd ritte darmnb durch das land vf, überkäme mit allem voll des ober« lands, das sy Im behulsin wären, sölich partyen weeren, käme onch darmnb mit namen gen Ernen, die fach für Hand ze nemen, die aber daselbs nicht vollendet wurde, dann das ein ander tag ward gesetzet gen Gampellen, daselbs sie der Erwirdig Herr Bischof Wilhelm von Wallis vnd onch er komm, aber die fachen für Hand ze nemen vnd besunder auch die so die gemeind ze Wallis begert ze berechtgend. Dozemal swuren der ietzgenanten von Wallis bi vierzigeii, Recht darmnb ze sprechen, gemeine gericht ze füren, die Panner, so sy da hatten vfgeworfen, in sölichen fachen nicht mer vfzewerfen; sy hellen onch gern einander guten friden geben. Also stünde Rufs von Naron fiir den vorgenanten bischoff Inn vnd die gemeind vnd versprech sich sölicher fachen, so er geschuldget, was das sin versprechen bestund. Sy schieden onch von dem tag von einander mit gutem fryden. Aber morndeß vf den sainstag do kämen sy ze beiden teilen widerumb gen Gampellen vnd Porro Potschis vnd Anthonys Perris mit Inen vnd meinden sich onch ze versprechen des so sy geschuldget wereN- Vnd darnach säße der bischoff vnd der Lantvogt vnd meinden mit denen, so vor gesworen hatten, ze richten- Ii: den: bedächte sich die gemeind vnd schied eil: teil do vshin, der ander teil hie vshin; do beducht sy, das sich die fach ze Mißhellnng wölte ziehen vnd ii: den: do machte Jenni zer Balm mit geschrey ein vflouf, das sy da die panner wieder vfwnrfen, das sy aber vormalen versworen hatten. Vnd also treten des Landvogts gesind an dei: berg. Aber von bette wegen der tütschen Walliser bcscheche do ze mal kein Millichs angriff. Aber darnach kurzlich wurde ein tag gemacht gci: Löygg an die Brugg, daselbs hin in das Doos der egenant bischoff vnd der lantvogt kämen, dozemal swuren die von Löygg vff den: heiligen Ewangelio vnd vff den: heiligen Crncifix Cristi Inen als iren rechten Herrn gehorsam ze finde. Darnach kamen sy an die brugg vnd die gemeind von Wallis enenthalb vnd begerten aber die fachen ze guten: ze bringen. Des zuge Mai 1419. 215 aber die geincind von Wallis ein teil oben über den Rotten, begcrtei? da die berg Jnzenemen vnd hatten b°ch st) vorinalen den Lantvogt gcbetten, hiilüber zn Inen ze kommen, das In: aber in geheim widerraten wurde. Also von vorchte wegen sines Lips schiede er von dannen vnd fure hinab gen Sittel:. Vnd in dem »Wm die Walliser ze ir wonnng vnd gewarsami). Aber darnach so zugen dieselben von Wallis mit offener RMner hinab für Scon. Indem so kam der fromin uns man Petermann Belg, dozemal schulthciß ze Friburg 'aü sinen gesellen. Die vertädingeten die stoß zwischen beiden teilen vnd machten einen sryd vnd in dem- nstwn fAde zugen st) in die E>) gen Sitten vnd nainen da dem vorgenanten Lantvogt sin vich, bi vierzig Wupter, es weren Rinder oder Roß, vnd triben das hin vber alles Recht. Darnach in dem ietzgenantcu ^'Ve, sg namen st) Im sinen Tnrn ze Löygg vnd brannten den. Aber dann haben st) Im genomen vß bischofss tnrn sin hnsrat vnd sinen plundcr, vnervolgt des Rechten. Item darnach über etive lang do wurde onch ein tag gemacht gen Blatten vnder Tiirbeln, daselbs hin die von Wallis sölten kamen bi) zwein wunderten nnt gemalt, die fach zn vollenden. Do kamen st) wol mit drü tnscnt mannen vnd mit vfgcworfner Gauner. Deiuiecht wolt der egenannt lantvogt in des lnschoffs vnd. seinen Namen den tag leisten vnd gebe °uch daruff jetmeder teil dem andern gut fridbrieff siir all zugriff. Vnd an ir zuziechen vff denselben tag "oubten sie des lantvogts lüt in dem pirg an ir husrot, gemand vnd an andern dingen, denselben ronb Inen sine diener wider namen, spen onch daby etlich gesellen, da der bütnngmeister, nämlich N>iff von ttn der von Sitten halb bygewescn. S>) fingent vnd beraubten ouch Fülizant, der in botschaft wis ze " gesant was vnd hetten dem gern an sinem lip vbel getan. Vnd von sölicher Vnfrlintschaft wegen ertöten 1 die von Wallis E das st) geschedget wurden vier Knecht, die mit den: Lantvogt ze dem früntlichen tag wl walten. Item ouch darnach so sye zwischen Inen aber ein srid angesetzet, also das der Landvogt stn diener vnd die sinen vber die Wasser genant die Liena nicht komen sölten nidhalb, aber st) sölten ^ ^»thalöcn guten frpden haben. I» dem schilt der Lantvogt ein Knecht mit Muten vmb tarn gen Grimslen ' das Dorf, das nidwendig der Lienen ist gelegen. Dersclb Knecht wurde in dem fride vnd in den vorbauten zilen von den Wallisern erstochen vnd wurde der sryd aber nicht gehalten." Sodann, fährt die ^ fort, kamen der Landvogt und die Walliser über alle ihre Stöße auf gemeine Eidgenossen „ze dem bloßen Achten", kt!in Theil sollte inzwischen etwas Neues anfangen vor dem Tag, der nach Lucern gesetzt wurde. Tag besuchte der von Naron, die Walliser aber nicht, sie raubten Vieh und erstachen einen Knecht, Mteachtrt ihr Hauptmann Napaller versprochen hatte, den Frieden zu halten. Darnach seien sie ihm vor Reste Scan gezogen und haben ihm da Weib und Kjiid belagert. Die Verner schrieben seinetwegen nicht R denen von Wallis sondern auch den Eidgenossen von Uri und Nnterwalden, damit jene von der Belagerung Runden und von ihm Recht nähmen. Das geschah aber nicht; die Frciburger setzten ein Tading an zwischen ^ Wallisern und denen in der Beste, die auch mit Veihülfe derer von Nri und Unterwalden zum Abschluß "R und verbriefet, aber nicht gehalten wurde w. Er schätzt den von daher erlittenen Schaden ans 40,000 Gl. seine Ersatzforderung zu Recht. — Die Walliser verantworten sich in einer besondern Rotel. Spruch: b""/ als des ersten Klägers Kundschaft um die vorgenannten Ansprachen, soll verhört werden und was ^ derselben zur Zeit noch nicht hat, das mag er beibringen bis St. Jacobstag, darnach soll weiter geschehen, ^ Recht ist. ^ ^ Mit Bezugnahme auf den Spruch vom 2. Mai beurkunden die Schiedboten der vier Orte Zürich, ^ Zug und Glarus, daß Gitschart von Naron vor ihnen mit zwei Eideshelferu erschienen sei und den von 10,000 Gulden an „Renten, Stürcn vnd nutzen, so Im sider den Tag als er entwert worden 216 Mai 1417. ist, von sinen entwerten ligenden gittern gefallen were" eidlich „behept" ulld gleicherinaßen für seine übrige fahrende Habe den Betrag von 2000 Wallisergulden aufrecht gestellt habe. Daher wird gesprochen: „Das der von Naron vnscr Vrteil genug getan vnd die Zwelff tnsent Guldin Walliscr Wernng mit dem Recht behept hat." <1. Da Bischof und Capitel von Sitten behaupteten, ihre Ansprachen an die Stadt Bern seien geistlich/ hingegen Bern und Gitschart von Raron darauf bestanden, es seien dieselben weltlich, so nahmen die Bote» der vier Orte zwei geistliche Richter, den Abt Gottfried von Riiti und Conrad Elpe, Amtmann des Hofes zu Constanz, zu sich und gaben den Spruch: die Zuspräche seien weltlichen Ursprungs und von weltliche» Sachen entstanden. Drei Spruchbnefe mit je acht anhängenden Siegeln, ää. Zürich 1419 an dem sibenzehenden Tag des ManodeS Meyen. Zürich. 4/419, 18. Mai. Staatsarchiv Bern. Fortsetzung der schiedgerichtlichen Verhandlungen zwischen Bern und Wallis. Die Boten des vorige» Tages. ^4. Bern klagt: 1. Daß die Walliser in Friedenszeiten im Laude Hasle verschiedene Befestigungsarbeiten Werinen, Warnungen, Tröllinen :c. von Stein ohne ihre Erlaubnis; gemacht hätten, und setzen dieses »is Frevel zu dem Rechten. Die Walliser entgegnen, es seien diese Arbeiten zum Unterhalt und zur Sichernd des Grimselwegs gemacht worden, auf welchem bis zum Spital die „fürunge" stets ihnen zugestanden se» Die Schiedrichter weisen die daherige Klage Berns ab. 2. Die Walliser hätten einen Priester, welcher eine» Kelch gestohlen und aus ihrem Lande gefloheil war, in Thun aufgehoben und hingeführt, Bern lloch wegen Eingriff in seine hohen Gerichte, wird aber mit der Klage gegen das Land Wallis ab- und an d» Thäter gemiesen. 3. Die Walliser hätten einen bcrnischeu Angehörigen in Wallis ermordet und den Leichi»»" dessen Verwandten nur gegen Bezahlung herausgegeben. Die Walliser erklären, derselbe habe zur Besatzung Seoil gehört, seine Tödtung sei in offenem Kriege geschehen. Die Schiedrichter legen Bern den Beweis »»?' 4. Bern klagt, die Walliser haben in Guttannen wider Verbot Salz entführt, letztere entgegnen, die Saä» gehe nicht ihr gemeines Land an, sie ,volleil die Schuldigen zum Rechte halten. Spruch: Wallis soll d» Schuldigen anhalten, bis 25. Juli Ortes, Ivo sie es genommen, hinter Recht zu legen. Tann soll auch der Brief beigebracht werden, in welche' die Walliser erklärt haben solleil, daß dieses Salz in Guttanneil sicher sein solle. 5. Bern klagt, die Wallich haben ihm in dem Frieden, den die Eidgenossen gemacht, Rosse weggenommen. Die Walliser antworte»' Dieses sei nicht in dem Frieden geschehen, sondern nachdem die Frutinger und Siebenthalcr ihnen Vieh gera»^ hätten. Die Schiedrichter legen Bern den Beweis auf. 41. Bern klagt, Wallis habe sein Anerbieteil, wegen Gitschart von Naron vor gleiches Recht zu komM^ zurückgewiesen. Bern und sein Bürger Naron haben zuerst Recht geboten vor geistliche und weltliche Hertt"/ Städte und Länder, dann vor zwei des Raths von Zürich, zwei des Raths von Schwyz, auf einen Genie»»" aus dem Rath zu Lucern mit gleiche»: Znsatz. Alles haben die Walliser allsgeschlagen, wodurch Bern I" genöthigt gefunden habe, zu offenem Krieg zu schreiten; als Ersatz für in diesen: Krieg erwachsenen Koch" Mai 1419. 217 u»d Schaden fordert es 100,000 Gulden. Die Schiedrichter sprechen: Bern und dessen Angehörige „als sie ^ den obgcnannten von Wallis griffen haben," haben dieses mit Ehren gcthan und was Schultheiß und ">>er Rath zn Bern beschwören, das sie von dieses Kriegs wegen an Gut, nicht an Leuten, Schaden gehabt, us haben die Landleute von Wallis ihnen zu ersetzen. ^ Gitschart von Raron, Anton Grischo und Hans von Wolhusen in ihrem und im Namen aller derer, welche im Kriege von den Walliseru des Ihrigen eutwcrt worden sind, klagen auf Wiedereinsetzung in ihre ^uter und auf Schadenersatz. Bern stellt gleiche Klage für einen seiner Angehörigen. Wallis bestreitet ^ Legitimation der Kläger und verlangt Vorlage ihrer Nollmachten. Spruch: Die Kläger sollen diejenigen U'wien, für welche sie klagen, und deren Vollmacht und Erklärung, daß sie den Aulaßbrieseu genugthuu beibringen vg ^ Knechte, welche Diener und Söldner Gitscharts von Narou waren, klagen, daß sie von Leuten sei" friedbrüchiger Weise seien augefallen und beraubt worden, daß an ihnen weder Friede noch Täding ^ gehalten worden. Fülizand, ebenfalls Söldner Narons, klagt, er sei, da er als Bote des letztern nach "'Uurbillon gegangen, von den Wallisern ausgeplündert worden. Spruch: Die Knechte haben für ihre Klagen ^ Beweis durch Kundschaften beizubringen. Bier Urkunden mit je acht anhängenden Siegeln, Sä, Zürich Iiis an dem achtzchendcn tag des ManodeS Weyen, 44S. Aürilch. 4^49, 29. Mm (an dem zwenzigisten Tag des Manodes Weyen). StaatSavckiv Bern. Fortsetzung der schiedsgerichtlichen Verhandlungen zwischen Bern und Wallis. Die Boten der vorigen Tage. Die Schiedrichter in Sachen Berns und Rarons gegen die Walliser Urkunden, sie haben mit Zuziehung freier geistliche ZNänner, des Abts von Nüti und des Conrad Elpe, Amtmanns des Hofs zu Constanz, auf ^ Anlaß mit Mehrheit erkannt, daß die Ansprachen des Bischofs und Capitels von Sitten an die von Bern gliche Natur seien und vor den weltlichen Richter, d. h. vor das vertragsgemäße Schiedgericht gchiKen'). Entscheid haben sie dem Ulrich Walker, Ammann zu Luccru, und andern Boten der Eidgenossen, die chnm waren, mitgetheilt, damit sie mit dem Bischof und Capitel von Sitten reden, daß diese nun ihre .itlagen ^ dem Schiedgericht anzubringen haben und dieses bereit sei, selbe au die Hand zu nahmen. Am 10. Mai haben ^ ouch dm Stadtschreiber von Zürich, Johanns Nell, an den Bischof gesendet, um ihm die gleiche Eröffnung ^ üiachm. Die Berner und Naron erwarteten das Recht. Nell brachte vom Bischof die Antwort, er wolle dg" Bischof und die Procuratoren des Capitels :c. ^ der Stadt Zürich geritten, „haut fürer Recht an vns nicht erfordert; daruff auch die egenanten von ^tschart von Raron, Jro burgcr, für vns komeu siut, Hand vns gebctten, diser vorgeschribnen fachen, ^ ii des Ziechten also vor vns erwartet vnd das erfordert Hand, Vrkund vnd brief Inen zc geben." Diesem Behren ward entsprochen. Pergamentene Urkunde mit acht anhängenden Siegeln, ') Vergleiche oben Abschied 447. o. 23 218 Juni 1418. 450. Schwhz. 4449, 17. Juui (an dem nechsten samstag vor sant Johanstag ze Sungichten). Staatsarchiv Zürich: Stadtlmch IV. Z2. », Heinrich Viberli und Peter Oery, Boten Ziirichs, dringen von diesem Tage noch Hause, als Anth^ ihrer Stadt 25 Schild, 2 welsche und 3 rheinische Gulden, und 30 Lichtstockplapphart; alles dieses 6^ war von Eschenthal gekommen. 45t. 44(19, 19. Juni (am nechsten Montag vor St. Johannes Tag des Täusfers zu Sungichten). Archiv ElaruS. Graf Friedrich von Togenlmrg macht mit Landammann und Landleutcn von Glarus für sich und alle Herrschaften und Landsasscn, auch für seine Pfandherrschaften, namentlich Frendenberg, Nidberg, Sargans Windet, die seine Pfänder von der Herrschaft Oesterreich sind, ein zehnjähriges Bündnis; vom Datum dies'- Bundbriefes an gerechnet, mit gegenseitiger, im Vertrag genau regulirter Kriegshülfe, wobei auf den N eines Kriegs zwischen Oesterreich und Glarus oder dessen Eidgenossen die Neutralität der genannten Pfandhe^ schaftcn ausbedungen wird, sofern nicht gemeine Eidgenossen Glarus mahnten, solches Stillesitzen nicht gestatten. Das Bündniß enthält auch Bestimmungen über Gerichtsstand, Pfändung, Bnrgeranfnahme Bei Streitigkeiten unter den Parteien entscheidet schiedrichterlich der Rath von Zürich. Vorbehalten werd^ von Glarus das römische Reich, der König, des Landes Freiheiten und bisherigen Bünde, vom Grafen ^ römische König, das Burgrecht mit Zürich, solang es dauert, und das Landrecht mit Schwyz. Abgcdr. Tschudi II. 423—1L4. Jahrbuch von Glarus VII. x. V21. Nr. 101. Wegelin Negesten von Pfäfers Nr. 421. 45L 4419, 29. Juni, sieria tcalm llllw äoll. Noxt.) Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IN. 71. a. Zürich nimmt den Bischof von Cur, dessen Capitel und Gotteshaus und die Stadt Cur mit allen ihrigen auf einundfünfzig Jahre in sein Burgrecht auf „nach wisung des nottels, der darumb vff h" verlesen vnd geeinbcrt ist." 458. 4449. 28. Juni (visNm?otri ot Unull). Archiv Einsiedel»!. Schicdrichter: Jtel Ncding, Amman zu Schwyz, Jacob Glentcr, Altburgermeistcr zu Zürich, Maneß, Bürger von Zürich, Johann Stapfer, Ammaun zu Pfeffikon, Ulrich Abyberg, Altamman, Joh^ Sigrist, Landmann zu Schwyz, Johannes Wirz, Waldmaun zu Einsiedelu. Diese geben einen gütlichen Sp^ zwischen dem Gotteshaus Einsiedeln und den Waldleuten daselbst wegen der Fälle, Versetzungen und ^ Schweigen. ... v. Galt Morel, Regest«» von Einsiedel» Nr. Juni 1419. 219 454 LucerN. 4649, 29. JUM (ip5U äiö sunotorum ?°tri ot ?au1i). Staatsarchiv Lucer»! NathSbuch I». »0. d. Boten: Zürich, Hagnauer, Viberli; Schwyz, Uotz; Uri, Thöni Gerung; Obwalden, Anunann Sturz, ^idwaldeu, Erui Willis; Zug, Koli; Glarus, Peter Wauner. », Die Eidgenosse.! bitten, ihnen Merenberg, Richensee und Vil.neringen zu lassen, daß sie ihnen ^wöreu, da zu Baden versprochen wurde, was erobert wurde, sollte gemeiner Eidgenoßen se.n; da l.eß '"°n denen von Bern auch Theil au der Herrlichkeit. Es soll vor die Hundert, wie wir geantwortet haben; '>- wegen der Herrlichkeit der Städte im Argau, daß sie uns schwören, gehorsam zu fern, zu steuern und ^ reisen, „sid .vir si verpfeut haut": um Suche, uota, vor die Hundert; e. Tag von zetzt Sonntag Uber vierzehn Tage (10. Juli) zu Muri zu Nacht, da Heinrich von Moos bittet ihm zu gönnen, sich zu Uchte., mit den „sechern", und die Sache vor sich zu nehmen; wegen des Abts von Mun und derer Hohenrain um den Hof sollen wir die Knechte in Sicherheit nehmen, und der Lehen.nan soll u.e.nauden ^Zins geben, bis die Sache entschieden wird; wenn der Comthur kommt, soll man Tag setzen; wegen deren von Ndelgeswil und Haltikon, „alz der Uotz redet"; t wegen derer von ^ederbadeu u.u d" Ade, da die von Baden meinen, sie sollen ihnen schwören; s, wegen e.nes Trebs, der 400 Pkap. 44.^ r stahl und gehenkt wurde: ob ...an das Geld dem Bestohlenen zurückgeben .volle; I». wegen der Anstünde 5) KWiscf , schien Sch.vyz und Glarus null Erni Willis nicht Obman sein: ob mau da auch schreiben wolle; I. wegen ^ ^ eröffnen die von llri und llutermalden, wie sie und die Boten von Wallis von Uri geschieden sind; Ikir 1) der Nichter trägt vor, daß die von Wallis und von Crist die Nöider zu Bomatt an der ^ ^N'eihe maren, und Streit bekamen, die Nöider aber nicht „Tröstung" geben wollten zu... Rechten; gen ^ schrieb er, einer sprach, da märe kein Bicdcrman zu Bomatt; ein Theil in Escheuthal bitter sehr, die achx ^ „verrichten"; 2) die ausstehende Schuld wollen sie bezahlen auf Martini ohne Zins; 3) den Zoll ' Francisch zu Bomatt einnehmen; 4) wegen des Erbs Andriöl Zota, der keinen Fürsprech erhalten könne; ^u.n dm Weingarten steht Russen 100 Pfund; er meint nicht zu lösen; 0) wegen Nöider und des "sö von Nauer. 455. Zürich. 4-449, 25. Juli (an St. JacobStag). Staatsarchiv Bern. »nd ^^""9 bwr schicdgerichtlichen Verhandlungen zwischen Bern und Gitschart von Naron einerseits aU Wallis audcrnseits vor den Schiedrichtern der vier Orte Zürich, Schwyz, Zug und Glarus, ^ Zürichs Heinrich Meiß, Burgermeister, Heinrich Hagnauer; Schwyz: Jtal Reding, Ulrich ab Jberg, '»Mau; Zug. Johannes Graf, Johannes Seiler; Glarus: Albrecht Vogel, Amman.., Johannes Eggel. Fülizaud, Knecht Narons, leistet den am 18. Mai vorher ihm auferlegten Beweis mit Kundschaft, wo- m die Schiedrichter erkannten, daß er seine Sache und Ansprache bewiesen habe, daß ihm das Seine ohne Ü entwert worden sei und daß, was ihn. in Folge dessen Schaden erwachsen sei, ihm nach seiner eidlichen di. Wallis« z„ hadm. Pergamentene Urkunde mit acht anhängcndcnSicgeln. 220 IM 1419. 4SK Zürich. 4 >44 9, 26. Juli (Mittwoch nach Jncobi). Staats« rchivBcrii. Boten: Die Schiedrichter vom 18. Mai und 25. Juli 1419. Dieselben hatten die Parteien, Bcr» und Gitschart von Naron einerseits, die Walliser anderseits auf den 22. Juli (St. Maria Magdalenas) nach Zürich geladen, tun die ihnen auferlegten Beweise anzutreten. Bern und Raron erschienen, b» Walliser blieben aus. Auf gestellten Antrag erkennen nun am 29. die Schiedrichter: die Walliser habe» ihren geschwornen Anlaßbriefen nicht genug gethan, indem sie aus dein Rechte gegangen und auf den heutige» Tag nicht erschienen, und den Erkanntnissen des Gerichts nicht nachgekommen seien; Bern, Raron und alle ihre Mithasten haben daher ihre Sache mit Recht behauptet, die von Wallis sollen ihnen demnach genug thn», es wäre denn, daß sie nachweisen könnten, durch höhere Gewalt am Erscheinen vor Gericht verhindert worde» zu sein. Pergamentene Urkunde mit acht anhängenden Siegeln. Vergl. Jahrb. von GlaruS VII. 520. „Die von Vnderwalden hant ein Kotten gen Wallis gcftnt, den tag ze weren, der bott ist nit kon"; „die »»» „Vre hant es wol gerett, vnd wend den tag weren vf morn vnd sol der bott Hein bringen, dz st ze sinnt ein sende» „gen Wallis, wie wir gesent hettent gen Zürich, vnd sond Zürich beiten dez Kotten: kement st nit, sol man ze „werden, wz denn man reden well mit den eidgnossen". Lucerner Rathsbuch IU, 61, a (20. Juli.) ibid. 2ö Juli: „vf Donstag ze nacht sol man ze Vre sin vnd gen Eschental varen mit gemalt." 4S7 4 >419, 8. AugU^l (am nechsten Zinstag vor Sant Laurencientag). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. S8. «. d. Vor Rath und Zweihunderten der Stadt Zürich erscheinen Boten von Lucern, Ilri und Ilnterwalden ^ und nid dein Wald, und bitten wegen der Anstände zwischen Bern und Wallis, daß Zürich die, welche Z» denselben Sachen gegeben sind, weise, daß, da sie denen von Bern, von Naron und den ihren um iht? Klagen gesprochen haben, sie auch denen von Wallis Tag verkünden, und dann auch um ihre Zusprü^ aussprechen; denn die von Wallis beklagen sich sehr, daß den Anlaßbriefen nicht genug geschehen sei; m baten, solche zu verhören, und als dieses geschehen war eröffneten der Eidgenossen Boten, daß die von Bet» „vast wunderlich" reden und in dem Maß, daß sie nicht wüßten, ob die ihren und sie vor jenen 'sicher wären; baten und mahnten auch mündlich, wie vordem schriftlich, daß die von Zürich ihnen Leib und G»^ helfen retten, wenn Bern sie schädigen oder angreifen wollte, und wie bisher sich bemühen, die Sachen zll>» Guten zu bringen mit der Minne oder mit dem Recht. Hierauf ließen die von Zürich die Voten abtrete», verhörten den Burgermeister und Heinrich Hagnauer, welche bei den Sachen gewesen waren, wurden da»» einer Antwort einhellig, beriefen die Boten wieder, und erklärten ihnen nun: sie sollen die von Wallis weisen, dem Spruche der Eidgenossen genug zu thun, wie sie es angelobt hätten; sie selber sollten ilM» nicht dawider hülslich sein, noch die ihren zu ihnen laufen lassen. Zudem hätten die von Zürich ans heM ihren Eidgenossen von Schmilz, Zug und Glarus einen Tag zu den Einsiedel» verkündet. Auch erklärt Zürich den Boten: es vernehme ungern, daß dem Bürgermeister Meiß und den andern dazu gegebei»» Boten der Sprüche wegen übel nachgeredet werde; solches sei unbillig, denn diese hätten nichts gethan »^ August 1419. 221 ^s wozu sie Ehre und Eid gewiesen, Zürich werde sie dabei schirmen, wenn sie jemand deßhalb hassen wollte. Hätten Meist und Hagnauer selbst etwas „sundriges" gesprochen, so hätte das doch kein Mehr gemacht, indem noch sechs andere Boten den Spruch mit ihnen gethan haben. Der Eidgenossen Boten wollten von Ischen Reden nichts wissen, auch nicht, daß der ihren jemand gen Wallis laufe, es wäre denn etwa einer °^'r zwei „tippig buken", die heute hier und morgen anderswo seien und vielleicht sonst Feindschaft gegen haben. Hierauf sandten die von Zürich auf den Tag gen Einsiedel» Berchtold Schwend und Johannes ^umner, und trugen ihnen auf, „dz sy fast losen, was der von Swyh botten her Inn geuellig sye, dz sy Rit denen züheu vnd einhellig syen". tsria tertia auto Imuroutii ut snpra in prinoipio. 438. Kienholz. 4^19, 17. August (Donstag nach n. l. F. Tag zu mittcm Öligsten). Staatöarcliiv Lucern. Tag der Eidgenossen wegen der Landleuke von Wallis.' Diesen Tag zu besuchen läßt Schwyz, am "uinstng vorher (12. August), Mahnung au Luceru ergehen. „Wie der eidgenosscn botten gerett vnd bracht haut von Bern: dz si kein frid könnent machen, denn were dz (die) Walliser den sprächen genuog tetent, vnd den namen wider kerten, denn wöltent si ze sruntlichen tagen kon vmb hcn schaden vnd smocht; vnd went wisscnt, ob sie sicher sint vor uns, wann inen geseit wirt, were dz si gen Wallis Zügen, so wölten wir si hie angriffen zc." „Wie der amman von Switz gerett het, im werd ubcl von den vnsern. zuogerett, darumb er nieman könn dester holder sin, vnd kein es ze schulden, so wölt er ein fragen, vnd trowt vast". „otem die von Bern redent, dz si meiner vnrecht an vns tuon wellent, vnd wölt vns ieman vt tuon, si wöltent vns helfen mit lib vnd guot, vnd wellent vns meiner angriffen, es werd denn an inen angefangen. Item ob si die wöltent schadgen, die vom rechten giengent, ob si denn sicher vor vnS wcrent oder nit, dz went si wissen". Lucerner Rathsbuch III. 62, a (15. September). — „Alz wir geschrieben hant den von Switz, amman Neding ze wisent, die vnsern sicher ze sagen von red wegen, so er meint, dz etlich im sollen zuoreden, also hant si dur ir botten Volrich Frowen vnd Zukes geantwurt, dz wir im sagen, weihe sich gegen im ersorgen, vnd meinent nit Inn ze wisen, h>e vnsern sicher ze sagen". „Tag vf Mentag (2. Oktober) ze Beggenried, vnd ob man sich well versprechen, in stellen". Daselbst 62, a (27. September). 1419 23. August (keria 4t» nuts Lartdoloirmi). „Alz Herr Seiler bracht von Wallis, dz si gern sehent, dz wir inen schribcnt, dz si vns pas vnd weg gebent dur ir laut, über den Grauen ze zicnt, dz wer inen gut". „Tag vf nu iistag ze nacht, ob man well lx man von ieklicher Statt vnd lant schiken gen Eschital". Staatsarchiv Lucern, Rathsbuch III. 61. k. 43» 4-419, S. tl. (vor dem I. Sept.) Stadtarchiv Lucer». Die beiden Orte Uri und Obwalden erwerben unter Vermittlung von Zürich, Luccrn, Schwyz, Nid- 2 ^ Ellarus die Schlösser und die Stadt Bellen; gegen Bezahlung und Verrechnung von ^ rhein. Gl. und Erlaß einer jährlichen Zahlung von 200 rhcin. Gl. von den Grafen Hans, Donat und chpar von Sax, Herren zu Misox. Die Uebergabsurkunde scheint nicht mehr vorhanden zu sein; das Staatsarchiv Lucern besitzt eine undatlrte vpie oder ein Concept derselben in der Sammlung der Lauiser- rc. Abschiede, die folgendermaßen lautet: „Wir Grafs Hans, Grafs Donat von Sachs, gebrllder vnd Caspar von Sachs, fry, ir Better, Herren zu Mysogg, kennen vnd tund kund für vns vnd vnser erben allermengklichem mit disem brieffe: Als wir mit den Erbern wisen, "vsern guten fründen vnd lieben lantlüten, den Ammannen vnd den lantlüten gemeinlich der zweyer lendern Vre vnd 222 September 1.419. Vnderwalden ob dem Kernwald vnd sy mit vns etwas spenne vnd widerdriessen hatten, darmnbs sy vns ze bekriege" widerstanden vnd sich für unser Sloß vnd vestinen ze Bellenz vnd mit Macht in unser Statt daselbs gezogen hatten, want das vnser guten frllndcn, der wiscn fürsichtigen von Zürich, von Lucern, von Switz, von Vnderwalden nid dein Kernwald, von Zug vnd von Glarus erbern wisen botten sich als gut fründe vnd lieb nachbarn, die solich vnderstanden krieg leid warent, in die fach leiten, früntlich darzu redten, ir bestes mit früntlichem ernst so vcrr tatend, das die speNN, stoße vnd fachen zwischent vns vnd den obgenannten vnscrn guten früuden von Vre vnd von Vnderwalden ob den' Kernwalt in guter früntschaft mit vnser beder teilen willen vnd wissen verricht, tugenlich vbertragcn, vnd gentzlich verslicht sint, In der maß vnd mit solichen werten vnd gedingen, alz hienach geschribcn ist. Ze dem ersten also das wir durch bette vnd gutz willens als hienach stat, auch vmb vnsern nutz von vnd ab den vorgenanten vnsern vestinen, flössen, Stat vnd Herrschaft Bellenz lidklich gangen vnd mit vnserm lib vnd gut gentzlich gezogen sint vnd ouch dieselben von Vre vnd von Vnderwalden ze ir selbs vnd aller ir erben vnd nachkamen Händen die ictzgenanten zwo vestinen vnd die Statt Bellenz mit voller Herrschaft, mit allen gerächten, rechten, lüten, guter«, zollen, gülten, Zinsen, nutzen vnd mit allen andern dingen vnd rechtungen, so darzu gehört, als wir dz bisher inngehept, harbracht vnd genossen haben, Jngeantwurt vnd lidklich für eigen gelassen vnd williklich ingegeben haben. Lassen vnd geben wir Inen das alles lidklich gar vnd gentzlich mit disem brieff für vns vnd vnser erben für dishin iemcrme ewiklich Jnzehaben, ze nutzen, ?e nießen, ze besetzen, ze entsetzen, nu vnd hienach, damit ze tund vnd ze lande nach irem willen an vnser vnd vnser erben vnd ir mengklichs von vnser wegen Widerrede, Hinderung vnd sumuisse. Vnd harumbe so haben wir von den obge- nannten von Vre vnd von Vnderwalden genomen zwei tusig rinsch gut guldin, die sy vns ouch an guter werung bar bezalen vnd geben wellcnt vnd sullent vsf die zil vnd tag, als dz eigenlich zwischent vns beiden teilen bereit ist nach wisung des schuldbrieffs, so wir darüber von Inen versigelt inne haben, daran vns wol benüget. Darzu haut si »"s ouch vierhundert rinsch guldin abgelassen vnd hingestrichen, die wir inen von redlicher schuld wegen gelten solten. O»ch habent sy harüber vns vnd vnsern erben hingestrichcn vnd abgelassen vnd quit lcdig vnd los gentzlich gefeit der Zwkn hundert rinsch guldin gelt ierlicher gült, die wir Jenen ierlich pflichtig waren ze geben nach lut vnd sag der briesstn- so wir ze beiden siten einander darüber geben hatten. Darüber so entziehen wir die obgenanten Grafs Hans, Grafs Donat vnd Caspar von Sachs vns lidklich gar vnd gentzlich, für vns vnd vnser erben, all vnser nachkamen vnver- scheidenlich der obgenanten zweycr vestinen vnd der Statt Bellenz mit grund vnd grat, mit aller vnser Herrschaft, st wir oder vnser erben daran hatten oder deheiueswegs daran haben old gewinnen möchten, ouch mit allen geeichten, rechten, lüten, gütern, Zöllen, Zinsen, nutzen, gülten vnd mit aller rechtung vnd zugehört, was zu denselben vestinen vnd der Statt vnd ouch der Herrschaft ze Bellen; gehört, alz wir das gemcinlich oder besundcr bishar genossen r"d Jngehept haben, vnd beHaben vns selb oder vnsern erben daran nüt me vor, weder teil noch gemein, vordrung, rcchtung »och ansprach, sid vns sovil guts vnd guldin darumb abgelassen vnd worden ist ald noch wirdct, das ouch in vnscrn guten nutz v» recht Notdurft ist kamen, des wir vns besunder an disem brieff bekennen. Vnd darumbe mit guten sinnen, rechter wisst"' nach vnser fründen rat globen vnd verheißen wir vesticlich mit disem brieff für vnS vnd all vnser erben vnd nachkoint" vnd für alle vnser fründ vnd die vnsern, die wir herzu wissentlich verbinden, die obgenannten von Vre vnd Vndct' walden vnd all ir erben vnd nachkamen noch die iren niemeer anzesprechen, anzelangen noch ze beiümbern an de" obgenannten vestinen, Statt vnd Herrschaft ze Bellen;, weder an lüten, gütern noch an allem dem, dz darzu gehört. V» söllen ouch wir noch vnser erben, noch nieman von vnser wegen ald in vnserm namen nach denselben vestinen, Sta vnd Herrschaft ze Bellenz nit werben, noch darnach stellen, noch nieman dz gehellen zetunde mit hilf, rat oder gel"' weder mit geistlichen noch weltlichen geeichten, Hofgerichten, landgerichten noch ane geeichte, mit enkeinen listen, sünde" oder geuerden, so ieman erdenken kann old mag. Doch ist harin eigenlich bereit vnd vertedinget, das wir vnd vnst^ erben bi allen andern vnsern Herrschaften, geeichten, lüten, gütern, gülten, nutzen vnd zinsen bliben sollen alz wir vntz har genossen vnd inngehept haben. Vnd nemlich so sol vns vnd vnser erben Bolen; vnd der Tunkelberg ouch allen Herrschaften, lüten, gütern, gülten, nutzen und zinsen bliben vnd dz nießen, alz wir dz bishar genossen vnd In'" gehept haben, von den obgenannten von Vre vnd Vnderwalden ob dem Kernwalt vnd iren nachkamen vnd den ire"- so ze inen gehörent, unbekümbert, nu vnd hienach, ane geuerde. Ouch sullent die ietzgeuanten von Vre vnd Vnderwalden vnd die Iren vnser lut von Misog vnd von Rin ze Bellenz halten mit Zöllen vnd dabi lassen blitzt als wir si bishar daselbs gehalten vnd bliben lassen haben, ane geuerde." Daß die Abtretung von Vellen; der Landrechtserneuerung vom 1. September voran ging, scheint sich aus der Fassung der letzter« im Vergleich zu dem Landrechtsbrief vom 21. August 1407 soben Abschied 2l>7), sowie aus unter Ziff. 3 des folgenden Briefs vom 1. September stehenden Citation des Briefs, den die Eidgenossen zwisch^ ihnen und den zwei Landerngemacht, zu ergeben. September 1419. 22g ^«0. 4^49, 1. September. Archiv Nri. Die edeln Herren Graf Hans und Graf Donat, Gebriider, von Sax und Kaspar, Heinrichs scl. Sohn, von Sax „geborn vß Müsog" beurkunden, daß sie in den beiden Ländern Uri und Obwalden ewiges Land- ^cht genoimnen haben „mit allein dem, so wier nu haut vf dem tag als diser bricf geben ist", und allem ihnen oder ihren Erben noch anfällt. 1. Sie haben geschworen das Landrccht zu halten vnd es zu ^'Neuern so oft die beiden Länder solches nothwendig finden und verlangen, Nutzen und Ehre der zwei Länder iu fördern :c. mit Leib und Gut, in Kriege,? und allen andern Sache,? ihnen gehorsam zu sein. 2. Wenn ^ beiden Länder in Sachen derer von Sax auf deren Begehren Boten senden müssen, so sollen die letzter,? ^ Ko>ten der Sendung tragen. 3. Die Herren von Sax sollen die beiden Länder nngeirret lassen an ihren ^peu und Geineinweiden, Zöllen und Theilen, doch vorbehalten den Brief, den die Eidgenossen zwischen und den zwei Ländern gemacht haben. 4. Beiderseits soll man einander gutes Gericht und Recht g „Wier die obgenanten Herren, Graf Hans, Graf Tonat vnd Kaspar von Sagx vernehmt onch Millich mit disen? brief, als wier der vorgenanten zweycr Lenden? Vre vnd Vnderwalden ob de»? Walt o,n lüt wnrdent vs dem Sunnentag vor saut Bartolemcns tag in dem jar, do man zalt von Kristns gebnrt Lochen hundert vnd in de»? sibcndcn Jar, vnd wier Inen vnd si vns desselben Lantrechts brief Mandern '^? hattent, darinne aber vil ander fachen begriffen vnd verschribm wz, dz aber alles hin vnd ab ist vnd ü vorgeuant alt Lantrecht er,?ü?vert vnd luter in disen? brief gesetzt vnd gesworcn ist, als wir des früntlich enaudern überein koinen sin." 6. Abänderungen mit beidseitigen? Einverständnis? werden vorbehalten. Die Herren von Sax behalten ihren Bund mit den? ober,? Theil von Curwalcn vor, doch diesen? Landet unschädlich und mit der Verpflichtung, sich nicht weiter zu verbinden; die beiden Länder behalten ihre »U'iheitei?, Rechte und guten Gewohnheiten und ihre Bünde vor. — „Datum vf Sant Fronen tag in dem do man zalt von Cristns gebnrt fierzehenhnndert vnd nünzehen Jar." Pergamentene Urkunde mit drei anhängenden Siegeln der Herren von Sax. 4 >44 9, 19. September (Sonntag nach u. F. Tag zu Herbst). Archiv Glaru». Haus, Heinrich und Ulrich Brun, Freiherren von Nhäzuns nehmen mit ihren Landen, Leuten und ^tei, auf Lebenszeit Landrecht zu Glarus. Das Blind,nß, das sie mitsammt de»? Gottcshause Tismtis de» Herren von Sax vormals mit den? Lande Glarus gemacht haben, soll wegen dieses Landrechts ^)ts desto,ninder in Kräften fortbestehen und dadurch in keiner Weise präjndizirt werden. Abgedruckt Tlchudi II. rs?. Jahrbuch v. Glarus VN. ?. 6S0. Nr. ISS. September 1419. 462. Zürich. 14119, 29. September (St. Matthäus Abend). Archiv Appenzell. Auf Compromiß der Parteien und Bitte der Baten gemeiner Eidgenossen geben Bürgermeister und Rath von Zürich einen Spruch zwischen Ammann und Landleuten von Appenzell einerseits und den Vögten von Nheineck Lienhard von Jungingen und Frischhans von Bodman anderseits, über verschiedene streitige Verhältnisse in der Herrschaft Nheineck und im Nheinthal. Abgedruckt bei Zellweger, Urkunde 233. Tschudi II. 127. 4«S. 14119, 3. S>ctober (am dritten Tag des andern Herbstmonats). VezirkSarchiv Einsiedeln, Archiv Schwyz. Die Schiedrichter vom 28. Juni 1419 (s. o. Absch. 453) geben einen zweiten Schiedspruch zwischen AbtBurkard und dem Gotteshause Einsiedeln einerseits und den Waldlcuten anderseits wegen der Gäste, Ehrschätze, des Weinschankes n. Vgl. Gall Morell, Regesten von Einsiedeln Nr. L64. 4S4. 14119, 19. S>tüober (am nechsten Cinstag vor Sant Gallentag). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 73. a. d. An diesem Tage erschienen die Boten von Schwyz, Wernher Hön und der Vön (Luön?) vor Bnrg^' Meister und Rath zu Zürich und mahnten von Mund und mit Briefen um Hülfe wider die von Waili- und denen von Bern zu Trost. Sie ließen einen mit den Siegeln von Zürich und Lucern versiegelten Bröl verlesen, welcher von dieserHülfsverpflichtung handelt und „eigcnlichen wiset, in melher maß man die tun sol". Dü'b Mahnung haben Burgermeister und Rath vor den Großen Rath, die Zweihundert, gezogen, welche Tag darauf, Mittwoch den 11., mit Burgermeister und Rath die Boten von Schwyz anhörten. Darauf hat die Vundbriefe, die Mahnbriefe beide, den von Schwyz und den von Lucern und den übrigen Eidgenossen u»d auch „das Buch, da der gewalt Inen verschriben ist, den vnser Herren Kotten vff allen tagen gehept Hain — ouch das Buch, darum verschriben ist der gewalt, so ein Burgermeister, Rat vud die Zweihundert allen fachen haben füllen" abgehört und die Sache dann vor die Gemeinde gezogen. Die Boten von SchlöO erklärten aber, sie seien mit dem Befehl, nicht ohne vollkommene Antwort heimzukehren, abgeschickt. Dah" wurde auf den folgenden Tag (Donstag, den 12. October) die Gemeinde in den Kreuzgang zu den Barfuß^ berufen, wo die Boten von Schwyz zum dritten Mal ihre Anbringen thaten. Nach abermaliger Erwägl"^ der Bundbriefe, Mahnbriefe, Jnstructioneubriefe ec. haben dann Burgermeister, Rath, Zweihundert und du Gemeinde einhellig denen von Schwyz nach Maßgabe der Mahnung und nach Vorhalt der Bundbriefe H>^ gegen die von Wallis zugesagt, doch hat darauf die Gemeinde den Nöthen empfohlen, nichts desto mind^ Alles anzuwenden, damit die Sachen „noch in etlichem weg ze gutem bracht muge werden"; sie sollen st^ keine Mühe verdrießen lassen, mehrern Schaden, der daraus entstehen möchte, abzuwenden. October 1419. 225 465. 9, 31. (in vi^ilia omniuin Lanotorurn). Staatsarchiv Zuricii: Sadtbuch III. 7l a. d. dop trete» 3???dols Zigerl? und Gisenstein, Bote» vo» Bern, und Werner Hm? von SchiviH, l?^^^ Zweihundert in Ziirich. Die von Bern eröffnen, daß sie einen Zug über die von Wallis ^weissen sie bitten, daß Zürich seiner Hülsszusoge statt thne und mit dein Panner ihnen zuziehe, ^ auch Ech?vyz ihnen seine Hülfe zugesagt habe; sie bitten Zürich, auch Zug und Glarns ihnen zu Hiilse ^ Der Bote von Schivyz unterstützte die Bitte der Berner. Die von Ziirich antworteten: sie a»b ^ ^ ^ Glarns zu mahnen hätten; was ihre eigene Hülfeleistung > so werden sie bei der vormals au Schmilz gegebenen Zusage verbleiben und dieselbe weder mindern vorerst aber in ernsthasten Sachen Boten zu denen von Schwyz schicken, sich mit Ihnen darum »»d v'isseii lassei?. Was Ziirich durch seine Boten, Bürgermeister Meyß Brunner, an Schnuiz zu bringen meinte, war dieses: Da der Herzog von Sovoyen Zürichs und U»d'^ Eidgenossen offener Feiild sei, weil er ihnen das Land Eschenthal ohne Absagen eingenommen ^^>chalteu habe, bis sie es mit dem Schwert wieder erobern mußten; so werde Zürich, falls der ab'da^ Bundesgenosse mit Bern ziehen wolle, mit ihm als seinen? offene»? Feinde nicht ziehe??. Denn »>>?./" Achten auch Zürichs Eidgenosse?? ihnen Unglimpf zulegen und Ursache suche??, denen vo?? Wallis zu ^ Bote?? solle?? daher Sch?v?)z zu berede?? suche??, Bote?? mit ihnen nach Bern zu senden, um uicht^^^ ^ Sache?? ??och z?i gute?» bringe?? und der Zug sich abwenden lasse. Könnte das »vi? werden und wollten die Berner durchaus ziehen, so sollen alsdann die Boten von Zürich denen ^olk^" erkläre», daß, wenn der Herzog von Sovoyen, .Zürichs und seiner Eidgenosse?? Feind, und dessen An sollte, so werden sie, die Zürcher, nicht ziehe??. Ziehe er nicht mit, so wolle Ziirich seiner stvs/'^ Schwyz genug thuu; nur möchte?? dann die vou^Bern ihnen ????? einen bescheidene?? Pfenning ^stellen und besorge??, de»?? soweit könne man selbe nicht zuführen. ,,Darnach" ritten die Boten von Bern nach Schwyz und Zürich um Hülfe gen Wallis; aber die beiden Orte, wiewohl ll° Hülfe zugesagt hatten, waren nicht willig zu „reisen". Nu?? kamen die Boten — von Zürich? der Meist, HanS Vrunner; "chwyz, Ammann Reding, Ammann ab Jbcrg; Zug, Koli; Glarns, Auimann Vogel — nach Lucern geritten die von Lucern und die Boten von ttri und ltnterwalden, und erboten sich zu vermitteln; die drei Orte erstanden sich zu einein Frieden und zu einein freundlichen Tag. Die Boten der vier Orte ritten gen Bern, suchten erwarben dasselbe; darauf kehrten sie nach Lucern zurück, „an der ineis", und berichten? Bern habe einen VNeden gemacht „vntz zem zwentzigosten tag" (13. Januar 1430) init Beding, daß kein Theil zun? andern wandle, doch ^ en Boten sicher sein. Die drei Orte danken den vier, und empfehlen ihnen fürdcr ihre Sache; sie werden „nu an d«'^" Lucern halten und vollmächtige Bote?? nach Wallis senden. Sie thaten eS; die Walliser nahmen kü Frieden an, und wollen den freundlichen Tag zu Zug leisten. „Doch darunder werbent die von Bern in zwei? 3, vnd an zwein end tag leisten, am Losner sc einen, den andern hie. Waz mag dz betütcn ?c." Staatsarchiv ^crn „Wallifersachen". 29 October 141ö. 4S« Lttcer n. 1 /t 19, 3. November (ü>--ia 4t» amo Nartlni). Staatsarchiv Luccru: Rathsbuch III. KS I>. Boten: Zürich, Peter Oeri, Hans Stuki; Nri, Hans iin Oberdorf; Obwalden, Ammann Nidwalden, Erni Willis; Zug, Graf; Glarns, Ulrich am Bnel; Lucern, Dierikon, Walker, Sta»^ Büren, Bieggeil, Kurz. x». Wegen des Knechts, der zu Muri gefangen war, wird beschlossen: sowohl die Bauern von als die von Nichensee, sollen mn den Ursatz vor den Abt und die, welche den Spruch gethan haben; da ive?'^ sich finden, ob'der Ursatz gebrochen sei oder nicht. Beide Vögte sollen dahin kommen und das hören; su^ sich dam?, daß sie gebrochen haben, darnach sollen die Vögte thnn und sie auch nach Befinden richte??, ^ de?? Eidgenossen unschädlich ai? ihren Rechten und Bußen. Ans Sonntag (IS. November) soll Heini Sei^ da sei??; I». Tengeller wollen eil? Kind bevogten; da ineint einer von Bosivil, er sei nächster Vatermag undtz'' Vogt sein: hierum hat ein Vogt von Rothenburg Tag gegeben auf Samstag (11. November). Beschloßt daß er vierzehn Tage Aufschub gebe, uird sie darzu kommen lasse; «. einer zu Muri hat „sich selber derbt": da bittet einer, ihn? wohl 3 Pfund iverth zu lassen; es wird an de?? Vogt gesetzt, daß er bescheidenlich halte, und die 400 Gulden suche; «t. wegen des „lidigen Kinds", ob man den erben der Vogt soll der Grafschaft Recht erfahren; ist es Recht, so nehme er es; v. de»? Vogt zu Baden geschrieben, der Frühmesse 4 Mütt Kernen zu lassei? und die auf Güter zu legen; l die voi? Hermantsw^ eii? „nachdienent" Amt, vermögen nicht zu steuern, denn die Leute derer von Zürich, von Lucer??, Bremgartei? wollen ihnen nicht helfe??; der Vogt soll mit geschwornen Eide?? erfahren, ob es ein „nachiag?'^ Amt sei; zx. Zürnen und seilten Geselle?? ist geschrieben um die 400 Ducaten und das andere Geld?" Daveder; I». wegen der Gefangenen zu Zürich ist ihnen Gewalt gegeben, zu richte?? nach Eid und Ehre- 4«7. Luceru. 1^19, 27. November (Montag nach Sant Cnnratztag). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IV. 32. ». Der Bote von Zürich, Junker Felix Mancß, bringt ab den? Tage Hein? 5 Schildfrankel?, ?>u^ 8 Plapphart. 4«8. Zug. 1^19, 29. November (an St. Andreas Abend). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IV. 32. d. ^ Boten: Zürich, Felix Mancß, Jtal Schwarzmaurer; Lucern, Peter Goldschmid, der Wiechser der Stadtschreiber; Unterwalden „auch botten, die konden aber Vilser Kotten nit gencinen"; ^ Peter von Uhingen und Anthony Gerung; Zug, Amman Koli und der Graf; Glarns, Peter und der Schindler. November 1419. 227 Die Boten rechnen wegen der 8000 Ducaten, welche die von Domo und von Eschenthal den Eid- gMosscn schuldig sind. Daran sind bezahlt 2600 Ducaten; die übrigen 5400 sind noch rückständig. I». Die "tti Daveder sollen 1600 Ducaten. Daran haben sie bezahlt 400 Ducaten; rückständig sind die übrigen llläg Ducaten, von welchen 400 zu Wallis liegen, v. Wenn das Geld alles bezahlt wird, so trifft es sicher Stadt und jeglichem Lande noch 1100 Ducaten, ohne Bußen und Steuern, „dero vil ist". 46S. Evicin. 1419, 20. December.. Tschudi: Chronik II. 132. !>. Tag in den MißHelligkeiten zwischen Bern und Wallis. Anwesend: der Herzog von Savoyen, Erzbischof ^Hannes von Darentaise, Bischof Wilhelm von Lausanne, und Boten beider Theile. Die zwei Bischöfe, Nächtigt, sitzen einen weitern Tag auf den 25. Januar 1420, Vgl. die Anmerkung zu Abschied 465 am Ende, 47V .Zug. 1419, 20. December (viZiUa limine axoswii). Staatsarchiv Luccr». Boten: Bern, Ulrich von Erlach, der Schreiber, und Jtel Hetzel; Wallis, der Meyer ob Thöys uff, ttädo Graß, Haus Lagger und Hans Euontzen; Lucern, Ulrich Walker, Heinrich von Moos, Ulrich von Ottenstein; Uri, Amman Bueler, Thoni Gerung; Unterwnlden, Amman HentzliT'Jörg von Zuben, ^ttwld am Stein; Zürich, Burgermeister Glenter, Conrad Tescher, Hans Brunncr; Schwyz, Amman ^cding^ Ulrich ab Jberg; Glarus, Hans Vogel; Zug, Ammann und Rath. Freundlicher Tag in den MißHelligkeiten zwischen Bern und Wallis. Die Boten der vier Orte Zürich, Schwyz, ^ug und Glarus erzählen: sie seien zu Lucern gewesen, und auch zu Bern, um einen Frieden zu machen bis S. Hila- Tag <43. Januar 1420), und dazwischen freundlichen Tag zu leisten; man habe ihnen das Beste versprochen, ttenn nian die Sache in Freundschaft beilegen könne, und nun seien sie hier, um anzuhören, was man an sie Obigen werde; sie getrauen daß die von Wallis bei Glimpf bestehen. Die vier Orte: um in Freund- zu bleiben habe man den Ausweg getroffen, wie daß man eine Summe machen könnte, was die ^allster an Bern und Gitschart für alle Ansprachen zu geben hätten. Die drei Orte: als man den Frie- /u angesetzt, haben sie Boten gesendet gen Wallis, um die Sache zu Gutem zu bringen. Die Boten aber landen: die von Wallis dünke billig, daß Bern ihnen Schaden und Kosten ablege, weil sie unbillig angegriffen worden; wohl haben sie vor Zeiten in Stößen an Bern „allwcgen" Geld herausgeben, jetzt seien sie ^rr in dem Sinne, daß sie keinen Pfenning geben, „sölt man inen dz vndrest zem obristen kcren". Sie, lr drei Orte, haben den vier, als sie gen Bern ritten, den Ausweg gezeigt: daß Schaden gegen Schaden sei. Und Bern und Wallis einander nichts geben; doch etwas Bescheidenes mögen die von Wallis Gitschardcn l"r sein väterliches Erbe und für seine Ansprachen wohl geben: aber die Sprüche meinen und mögen sie "'cht halten, und können wohl sagen warum. 228 December 1419. Tschudi II. 131. datirt diesen Abschied irrig vom 18. December. Vergl. Tschudi II. 131, U; »ach Jnstingcr 307 wurde ein anderer Tag gesetzt nach Bern „vf das ingr»^ Jar". Dahin kamen nun Boten von Zürich, Schwyz und Zug, und suchten Verlängerung des Friedens für die Ä»' liser ; die von Bern gewährten sie nicht. Auf dem Tage zu Zug befand sich auch duiolrarckus eis UaroAiüa selbst, >»" die Landleute äs Clonts Iis! suxsrius waren gewiß, mit Hülfe von Lncern, Unterwalden und Uri die in Zürich gegebc>»"" Sprüche zu stürzen. So, der Brief vom 13. Januar 1130: s, den Tag vom 25. Januar 1120 unten Absch. 172- 47 5. Luceru. 4420, 15. Januar. Staatsarchiv Lucern: Rathsbuch III. 1s msnsio neckclum noch darüber deliberiren, der Bischof aber seine Boten zu ü»^. geschickt habe. Am 17. Januar (.Lntonii) legten der Freie Gitschart von Raren und seine Gemahlin Margareth von alle ihre Forderungen und Ansprachen, Rechtung, Theil oder gemein, so sie an die Landleute von Wallis haben, die Hände Berns, und gelobten alles zu halten, was die von Bern mit Krieg, Stallungen, Aussprüchen zum Rech ^ oder in Freundschaft thnn würden. Zwei Urkunden im Staatsarchiv Bern, auch ebenda Spruchbuch ' 201 I>. 205. a. Vergl. Justinger 368. Rarons bereits verstorbene Tochter war vcrheirathet mit Antonius, d"". Bruder Ludwigs von Sestingen. Urkunde 8. Januar 1120 im Staatsarchiv Bern. Ebendaselbst enthält ^ Deutsche Spruchbuch cl, 195 Folgendes: ,,^nuo elvi bl ovoo xx. vff fritag nechst vor mitter fasten (15. „ermurten j disz zwen Walliser, ncmlich Hiltbrand Garbiller von Gestellen, und j Vonttcner von Münster, Ender" „von Zweinlutschinen, der ouch j ze stund starb, vnd liessen zwen ander für tod ligen, nemlich Vllin von j Ali» „genemt vnderm Ranft, vnd Weltin Amarter, waren gotzhusz j lut von Jnderlappen". Vergl. Tschudi II. ^ Justinger 370. Endlich am 6. April erklärte der Bischof von Wallis die Annahme des Spruches durch die und untern Zehenten. Justinger 370. 473 Evtlin. 4420, 8. Februar. Arcliiv Sitten. Projcct eines Friedeiis und Bündnisses zwischen dein Herzog Amadeus von Savoyen, Bern und barg einerseits, dem Bischof, dem Eapitel und den Zehnten des Landes Wallis anderseits, auf Anregt Februar 1430. 22g und Verinittelung des Erzbischofs vou Tarautaise und des Bischofs von Lausaune. Friede und Freundschaft' Gegenseitige Sicherheit von Personen und Territorien, freier Handel und Wandel. Borbehalte des Herzogs: Papst, Kaiser, König von Frankreich, Dauphin vou Bienne; Vorbehalte Berns: Kaiser, Eidgenossen, Verbündete und Verburgrechtete; Freiburgs: Herzog von Oesterreich und Verburgrechtete. Bischof und Capitel versprechen Uch für die Zehuten von der Massa aufwärts, daß dieselben vom II. Februar an während 3 Wochen und ^ Tagen nichts Feindseliges gegen Bern und Freiburg unternehmen werden; Bern und Freiburg geben dasselbe Versprechen gegenüber den Zehnten oberhalb der Massa. Während dieser Zeit soll man beidseitig sich Uber die Annahme dieser Vorschläge au den Herzog von Savopeu erklären. Aus der latein. Urk. auSzüglich gegeben von I'. Sigm. Furrer in der Walliser Monatsschrift Sept. 1604. S. 05 sf. 474. Luce rn. 25. Februar (vff Sant Matthias). Staatsarchiv Zürich ! Stadtbuch IV. !!2. I>. Schwarzmaurer bringt von dem Tag 38 Schildfraukeu, 5 rheinische Gulden und 1 Ducaten. 473. St. Gallen. 1420, 25. Februar (Sonntag Jnvocamt). Stifrsarchiv St. Galle». Einen Tag dahin, um die Stöße zwischen dem Golteshause St. Gallen und dem Lande Appenzell, verbünden am 3 Februar (an saut Blasien tag) die von Zürich dem Abte und den Laudlcuten, soivie den Eidgenossen. Abgedruckt Zellweg er Urkunden zur Gesch. des app. Volkes I, 2, 321. Urk. 235. Ueber diese Angelegenheit enthält das Lucerner Nathsbuch IN. Folgendes: „Alz Her Hans von Bonstetten gebetten het, von des gotzhuß ze sant Gallen wegen vnd der von Appozel ein tag ze sant Gallen ze machen, in ir kosten, da söllen die von Vre vnd von Vnderwalden vns, vnd wir die von Zürich wissen lan, dz die ein tag ansetzen": 64, d (IS. Januar); „Die von Vnderwalden went schiken gen sant Gallen den tag leisten": 64, d (LS. Januar); — „Die von sant Gallen begeren sich zuo vns ze verbinden; der Apt von sant Gallen but recht uf der eitgnossen Kotten, von ieklicher statt vnd land uff ziven, dz Appozller ouch zwen nemen, dz went Appozeller nit tuon; Item wir glimpfen, dz man die eid ze Apozell ernuwere vnd man denn mit inen rede, des Rechten in ze gan": 66, a (23. Februar). — „Recordare alz Appozeller ir sach erzelt vnd gebetten haut, si daz unser bottschaft ienant me zuo den sachen des aptz von sant Gallen komme, dz die helfe, dz si verhören des aptz kuntschaft vnd recht, wie si vom rich versetzt sint": 66, d (13. März). — „Item von des aptz von sant Gallen wegen ist im geantwurt, wenn unser eidgnossen zemen kommen, so wellen wir der sachen gedenken vnd vnser Kotten gern zuo tagen senden zuo den sachen: aber er bitt si ze wisen zem rechten ze kommen": 66, I, (20. März). — «Item von der stös wegen des aptz von sant Gallen vnd Apozeller, sol ieklich statt vnd land ij witzig erber man dazuo gen, die an sant Johans tag (24. Juni) ze nacht ze sant Gallen sient": 66, a (29. April). 47«. Lucern. 1^20, 3. April (Mittwoch vor dem hl. Ostertag). Staatsarchiv Zürich: IV. SS Ii. Em Nechnuugstag; vou demselben bringen Zürichs Boten, Schwarzmaurer und Johannes Bruuuer b Schild, 4 rheinische Gulden, 1 Gcuower Guide», g Schilling, 8 Pfenning. 230 Februar 14S0. Am 29. April hernach (Mentag vor dem Meyentag) bringt abermals Schwarzmaurer von Lucern zurück ^ Schild, 9 Ducaten, 16 rhein. Gl., Summa 42 „stuck". — Ebenda. — Am 22. Sept. (3 Tage vor Michaelis) brachten Friedrich Schön und Hans Kneller 4 Schild und 4 Florentiner, nach Michaelis Hans Brunner und Kneller 1 Duc,, 1 rhein. Gl, 9 Plap. von des Zolls wegen in Eschenthal. Ebenda, 477. Lucern. 1420, 3. Juni lkerin 2-1^ auts Eorx. cdristi). Staatsarchiv Lucern: Rathsbuch III. «7. Ii. ». Tag von heute über acht Tage (10. Juni) Ulrichen von Heidegg und Rudolfen von Erlach; I». Tag von heute über acht Tage (10. Juni), so wollen der Eidgenossen Boten hier sein der Sache wegen von Bern; e. dem Gcßler ist befohlen, denen von Zürich die „besorgnisse" zu Bremgarten einzunehmen; «S. die von Schwyz sollen einen Bogt geben gen Muri auf zwei Jahre; v. der Herr von Mailand meint, Bellenz zu behalten; die von Uri bitten um Rath; t'. Antwort des Abts von Muri: er wolle denen von Nenenkirch 6 Malter lassen bis auf sein Widerrufen, wie sein Vorfahr gethan habe; anderes wolle er nicht thun- 478. 10. iUIai (torig Löxta ante tost,Ulli 4sosuslonis). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 7t! ». Zürich setzt dem Bischof von Cur und dem Grafen Friedrich von Toggenburg Tag nach Zürich an auf Sonntag nach unsers Herrn Fronleichnamstag (9. Juni) und mahnt sie bei dem der Stadt Zürich geschworneu Eide, auf dem Tage gegeneinander zu erscheinen, um ihre Streitigkeiten mit dem Recht entscheiden zu lassen, falls sie nicht in Minne geschlichtet werden können, und sich in der Zwischenzeit aller Feindseligkeiten gegen einander zu enthalten. Ueber den ferneren Verlauf dieser Vermittelung s. die Verhandlungen im Stadtbuch von Zürich III. 76. b- 77 g. d., 73 g. In 79 st Am 12. December (tsria guinta xost Nivolai) blieb Zürich bei dieser Forderung und mahnte nochmals von Feindseligkeiten ab. Die dazu gesendeten Boten konnten die beiden Theile zu keinem Friede» bringen; es ward am Weihnachtabend und Weihnachttag (24. und 25. December 1420) eine neue Botschaft geordnet. 47». Luceril. I ^20, 10. Jmü (üwig L01.9. Eüristi). Staatsarchiv Lncern: Nathsbuch III. t!7. n. Boten und Orte sind keine angesetzt; es steht nur InKa. „Item von der von Appozell vnd des Aötz von sant Gallen wegen." In dieser Angelegenheit hielten eidgenössische Boten Tage zu S. Gallen, zu Lucern, zu Zug, zu Bade» und wiederum zu S. Gallen am 26. März 1421, bis es endlich am 6. Mai darnach in Lucern zur Verbriefung eines Spruches kam. S. Bd. II. Absch. 7. Zwischen dem obigen Tage des Lucerner Rathsbuches III und jenem, dessen Abschied es zunächst miedet ausführlicher gibt, enthält dasselbe folgende vereinzelte Angaben. Ä!ai 1420. 231 «Item von der von Wallis wegen, den obren ze schriben: warumb si tag leisten mit Gitschart, mit rat der von Vre vnd Vnderwalden; an die sol man dz bringen": 57, b (3. Juli). — „Man sol einander Zofingen lan wissen von Appozeller wegen, sid die nit wend Zug tag leisten"; „tag uf Mentag (22. Juli) gen Zug, sol Hertenstein": 68, si (17. Juli). — „Man sol ein tag verkünden nach sant Gallen tag (16. Octobcr) den von Bern, von Entlibuoch wegen, von sant Michels ampt, vnd alz die eidgnossen vnß gebettcn hant, vmb die andern stuk, fruntlich mit einander ze verkon, davon ze lassen, item marchstein ze setzen"; „tag gen Baden uf Zistag nach Martini (12. November) ze nacht da ze sin, vmb sachen so im nottel stant, vnd dz geleit ab ze rechnen": 68, n (23. August). — „tag uf sant Michels tag (29. September), gegen den von Zug, uf die stöss, vnd sönd die von Vre bitten, dahin ir Kotten ze senden": 58, n (4. September). Wir sond reden mit Vre vnd Vnderwalden Kotten Won Walliser vnd der von Switz wegen": 68, n (9. September). — „Man sol gedenken von des pfund zols wegen ze reden mit den von Zürich; Man sol gedenken, den von Bern tag ze verkünden vnd fruntlich tag ze leisten mit den edlen luten; tag uf Mitwuchen nach sant Gallen tag (23. October) dem von Erlach, vnd von Gelsingcn, alz si meinent kuntlich ze machen dz si nit sin eigen sint": 69, a (26. September). — „Alle vsigt sont der vnsern zuospruch an 'die von Bern in schrift bringen für vns, vnd denn sond wir tag verkünden den von von Bern; gedenk mit den eidgnossen ze reden, de» tag ze leisten ze Baden uf Zistag nach Martini (12. November) ze nacht da ze sin": 69, si (25. October); „wenn ein tag wirt har gemacht, so schrib allen eidgnossen, dz si ir botten schikcn, von der von Zug stöss wegen, so die besehen hant, har": 69, 1, (6. November). — „tag uf donstag fruo vor sant Tomas tag (19. December) all eidgnossen": 70, g, (21. November). „Der tag ist den von Bern verkllnt uf fritag nach sant Niclaus tag (13. December) ze nacht ze Sursee ze sint": 70, n (29. November). 480. 1^.20, 28. Juui (an dem acht und zweinzigisten Tag des monats Brachmondes). Stiftöarcliiv St. Gallen. Heinrich von Mangistorf, Abt und das Capitcl des Gotteshauses St. Gallen und Anunann und Land- ^'Ute zu Appenzell setzen alle ihre gegenseitigen Ansprachen, Stösse, Spänne bis auf diesen Tag auf gemeine Eidgenossen der Städte und Länder Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus oder auf deren Gewaltboten, auf jeden Ort zwei, zu Minne oder zu Recht, wo die Miune in einem Punkte nicht gefunden werden möchte. (Die im Anlaßbrief genannten Boten der eidgenössischen Orte sind dieselben, welche im Spruchbrief vom 0. Mai 1421 erscheinen). Tschad, II., iso. Zellwcger, Urkunde Nr. zgs. Jahrbuch von GlaruS VII. Nr. 104. x. szg. Dieser Anlaßbrief ist in dem großen Spruchbrief vom 6. Mai 1421 (Bd. II. S. 5) inserirt und mit demselben abgedruckt bei Zellweg er Urkunde Nr. 238. Hierher gehört auch das von Zellwcger a. a. O. Nr. 234 unter der Jahrzahl 1419 abgedruckte Memorial, wodurch der Abt von St. Gallen alle seine Ansprachen au die Appenzeller den Boten der Eidgenossen vortragen ließ. Nach dem Eingang des Memorials geht der Anlaß denselben bereits vor, es kann also nicht in das Jahr 1419 fallen. (Buch Nr. 1332 k. 100 im Stiftsarchiv St. Gallen.) 48 t. Bremgartcu. 1^20, 1. Juli (ze ingendem Höwmonat). Tschudi u. IZt. Wilhelm Geßlcr und seine Mutter Margaretha, geb. von Ellerbach, geben ihre Ansprüche auf die Nutzungen der Aemter Muri und Hermanschwyl und zu Althüsern vor Gericht Bremgarten an Heinrich Uesikon Uon Zürich, Vogt in den Aemtern, zu Händen der Eidgenossen von Zürich, Schwyz, Unterwalden, Zug und 232 Juli 1420. Glarus auf und empfangen dieselben wiederum zu Leibgeding bis zu ihren: und ihrer allfälligen Leibes erben Absterben, mit dein Bedingniß jedoch, daß wenn Wilhelm Geßler fortan gegen die Eidgenossen offen- lich kriegte oder sonst wider sie offenlich thäte, das Leibgeding verwirkt sein soll. Abgcduckt Tschudi a. n. O. Das Original scheint im Staatsarchiv Zürich nicht mehr vorhanden zu sein. 48T. Zürich. 24. August (an sant Bartholomäus Tag). Staatsarchiv Lnccru. Voten-. Zürich, Felix Maneß, Heinrich Biberli; Uri, Peter von lltzingen, Conrad Marchstein; Schmilz, Wernher Hön, Rudolf Reding; llnterwalden, Johannes Zingg, Heinrich Zelgcr; Zug, Peter Koly, Ammann, Johann Heinrich von Hnnenberg; Glarns, Jost Schiesser, Ammann und Peter Schindler. Diese als von den Parteien Kraft ihrer gegebenen Anlaßbriefe anerkannte und von ihren Obern zur Smche gewiesene Schiedrichter entscheiden nach angehörter Klage, Antwort, Rede, Widerrede :c. durch einen Rechtsspruch, die zwischen Bern wegen seiner Grafschaften Wangen, Arbnrg und Lenzbnrg einerseits und Lucern wegen seiner Grafschaft Willisau anderseits waltenden Streitigkeiten über die Märchen der hohen Gerichtsbarkeit und setzen diese Märchen fest. Bezüglich der Grenzanstände zwischen den Grafschaften Willisau und Wangen wird die Kundschaft der Lncerner als die bessere anerkannt, bezüglich der Anstände über die Grenze zwischen den Grafschaften Willisan und Arbnrg die Kundschaft der Berner; bezüglich der Grenzen zwischen der Grasschaft Willisau und der von Lenzbnrg wird ebenfalls die Kundschaft der Verner als die bessere anerkannt. „Doch so beheben wir har im: vor vnd setzen ouch das wissentlich vs, das diser unsere Spruche vnsern Herrn gemeinen Eidgenossen an allen Iren: rechten vnd Herrlichkeiten, so si dam: in dein vorgenannten Zilen vnd herschaften Hand oder meinent ze haben, wannen oder wie die dar langent, v»d ouch den vorgeschriebenen beiden teilen vnd allen denen, so dann in den vorgeschriebenen herschaften deHeine geeichte, lüt, güter, Twing, bänne oder ander deHein rechtung Hand, gentzlichen vnschedlich vnd vnvorgrifstnu lich sin vnd beliben sol. Vnd was lüten in deweders teils der Höchen geeichten gesessen sint, die vormalen den: andern teil von ir liben oder gütern wegen gedienet Hand, sprechen wir mit sunderheit, dz die selben lüt fürbas hin aber daselbs hin als vnzhar dienen söllent, als dz von alter her vnd von Rechtz wegen koinen ist, dz si diser vnscr spruch davor mit schirmen sol, vngefarlich". Pergamentene Urkunde mit acht anhängenden Siegeln, unter welche sich die klebrige» binden. :. Die hohen Gerichtsmarchcn zwischen Willisau und Wangen werden durch den Spruch folgendermaßen fesn gestellt: „Was ist von Entzenflu herab zu den zwey Tannen ob Erotswile, die man nempt zu den wagenden Studen, dannenhin in den Hennenbül, von da dannen in dz Eschibechli, das Eschibechli ab in den Ibach, von den Ibach ge" Schönenttillcn in den Sumpf, den Sumpf ab gen Tütwil 'n die Rot, die Rot nider für saut Vrban hundert Schritt, da si ouch vngefarlich ein March sehen sullent — vnd besunder damit das Gotzhus sant Vrban sprechen wir ouch denen von Lutzern zu, das dz in die Grafschaft Willisau gehört vnd gehören sol." S. Die hohe Gerichtsmarchen zwischen Willisau und Arburg: „Von Arburg die Ar vf vntz an den Steg, der vber Murgaten gat, vnd dannen hin die Rot vf vntz an Hundelt Schritt vndcr sant Vrban, da man ein march setzen sol, vnd von derselben march hie dißhalb dem Gotzhus sant Vrba» gegen Zofingen den Weg vf durch dz holz vntz an die Schöneneich zu Butcnriet, von der Schönen Eich herüber vndet August 1420. 233 Büchlishalden in den Brunnen, da danncn herin in dz Liin und des herüber in den Tambach, den Tambach vf in Bärcnloch. das man nempt des Tüfelsgraben, vnd des vf in die Hönncten, die Hönneten ab in die Stcmpfelmatten ze obcrst, des über in Nenhlingermatten vnd die Altachcn ab an den Sarboum bi Zosingcn". 3. Die hohen Gerichtsmarchen von Lenzburg gegen Willisau. ^ „Von dem Bottenstein gen Winikon an den Hochenstein, danncnhin in den Schiltwald zu de», heiligen Brunnen. 48». Lucern. 4620, 24. August. Tschiibi II. l!!S. a. Tag um Vellenz zivischeu Herzog Philipp von Mailand und den Eidgenossen. Bei Tschudi steht einfach: Herzog Philipp fordert Bellenz zurück. Uri und Untcrmaldcn bieten Stecht auf den Kaiser. — Urkundliche Nachweise über diesen Tag fehlen. 484. 4620, 11. September. Stiftsarchiv St. Galle». Tie Eidgenossen schreiben dem Abt von St. Gallen, sie haben aus St. Michaelstag (20. September) Kachsthiu den Appeuzellern einen zweiten Tag nach Lucern verkündet. 48». 4620, 26. September ssoria sta »Mo ÄioimLiis). Staatsarchiv Lucer». Ueberei,.kommen zwischen Lucern, Uri, Schwpz, Unterwalden, Zug und Zürich für gegenseitige Befreiung Pfundzoll. Ein Vorkommnis! aller dieser Orte unter einander scheint nicht vorhanden zu sein und das obig- Datum nur den Tag zu bezeichnen wo auch Zürich die für die andern Orte bereits bestehende Befreiung von dem Pfundzoll zu Lucern erhielt. Im Lucernischen Nathsbuch I. 377, worauf sich diese Angabe gründet, heißt es nur: „Vnser Eidgnossen von Vre von Switz, von Vndcrwaldcn. von Zug vud ouch nuzemal die von Zürich vnd all die vnsern vnd die so besunder'ze vns gehorent, söllent kein pfundzoll geben." Bergt. Segesser Nechtsgeschichte II. 23. 35. und oben Anmerkung zu Abschied 479: „Man soll gedenken von des pfundzols wegen zu reden »ut den von Zürich." 48«. Lucern. 4620, 11. December sserm 4m xosb Nicolai). Staatsarchiv Lucer»: Nathsbuch III. 7». i>. ^ ^Voten: Zürich, Haguauer, Uesikon; Uri, Ammauu Roth, Thöui Gerung; Schwyz, Merkli, Ulrich ^ liraueii; Obwalden, Jörg von Zuben; Nidwuldcn Erni Willis; Zug, Graf; Glarus, Schicsser. 30 234 December 1420. » Wegen Zng nnd Luceru wird beredet: sie sollen versiegelte Anlaschriefe geben nach Laut der Nob4, zu Frevel und Bußen, die „in den flössen" geschehen, mögen beide Theile greifen, wer es eher vernehme, doch sollen die Bußen anstehen bis auf den Spruch und derjenige sie dann nehmen, welcher Recht gemimt doch daß dem andern die Kosten vergütet werden. Tie Sache soll bis nächste Ostern (23. März 149" ausgetragen werden; I». in der Sache des Abts von S. Gallen und der Appenzeller wird letzteren schrieben, daß der Amman selbzehend auf Dienstag nach der heiligen drei Könige Tag des nächstknnftigen Jnh^ (7. Januar 1421), wegen ihrer und des Abts Sache, mit Vollgewalt komme zu antworten, zu thun zu lassen. Heimbringen, daß die Eidgenossen einhellig sind, ohne Uri; item die Boten zuweisen, zu spreche item dein Abt ist geschrieben, man wolle ihm auf den Tag antworten; e. wegen des von Toggenburg und Metsch, des Kriegs wegen gegen den Bischof von Cur; «I. wegen Pfand und Geleits, um Schirm v. wegen Schinders Hof der Salzmannin zu Baden, soll man beim Hof bleiben lassen: doch soll Hu»-- Zoller für 700 Gulden vertrösten; dann soll von Seite der Eidgenossen ihn: das Gut ledig sein, welch" Salzman von seinem Weib ererbt hat; I die von Zürich sollen dein Bischof voi? Constanz schreiben, S. einen Vogt gen Baden zu setzen; I«. die von Zürich fordern 32 Gulden; I wegen der Aeinter, Ii. die voi? Bern schreiben wegen Grubers; I. Engelbcrgs wegen ist gen Seckingen geschrieben; iu Jiug von Zuben erklärt wegen des zwanzigsten Pfennings von der Keppellerin Erbe: wolle Lncern nicht davon stehrM so soll es zum Rechten kommen; i». wegen Lorenzen de Pont und derer von Maienthal Buch. Zu n. Zug beklagte sich wegen Uebcrgriffen luceruerischer Vögte in seine bereits mit Recht festgestellten und den Bund gebrachten hohen Gerichtsinarchen bei Meyerscappel und hatte deßhalb schon am 20. Juni vorher (Donst^ vor St. Johannstag ze Sungichten) Lucern einen „frllntlichen vndergang" in Beisein eidgenössischer Boten angetragen Missiv im Staatsarchiv Lucern. — Diese Anstände sanden ihre Erledigung durch den Schiedspruch vom 4. Sep' tember 1423. S. Segesser, Rechtsgeschichte von Lucern I. 530. Zu d. „Item der eidgnossen Kotten, Peter Oeri von Zürich, Büntener von Vre, Vlrich der Frowen, Ruedi RedM9 von Switz, Claus von Einwil, Amman, Toman Zelger von Vnderwalden, Muliswant von Zug, Amman vo'f Glarus, unser Amman vnd Peter Goltsmid sint all einhell, dz si ir Kotten wisen wellent ze sprechen vmb da fach, alz es veranlasset ist, zwüschent dem apt von sant Gallen vnd Appozellern, vnd ist dem apt vnd Appozeller" gcantwurt, dz vnd wie man nu ein tag inen beden setzen wil, die Minn ze suochen; sint man die nit, so sol sprechen nach sag dez anlast": Lucerner Nathsbuch Iii, 71, a. Das Schreiben der Eidgenossen an den Abt vo" St. Gallen äck. Donstag vor St. Thomas (19. December) sagt, den widerspenstigen Appenzeller» sei abermals gesetzt nach Lucern auf Dienstag nach dem Neujahr. Stiftsarchiv St. Gallen. (29. Januar 1421). — „von Appozell sönd vns viij guldin, vnd Hertenstein xi guldin, von ir fach wegen, daran het er x K": Dasel"! 73, N (II. Juli). — „Man sol die von Zürich bitten, von der von Zug wegen tag ze geben": Daselbst 74, ^ (18. Juli). — „Von der von Appozell wegen für Ret vnd Hundert, den tag ze setzent uf Galli (16. October) Switz; da selbs gedenk, als der bischof von Costenz rett von der von Appozell wegen, als iij enthoubtet sint"; ^ „Mach den man brieff gen Appozell": Daselbst 74, d (3. September). Zu v. S. oben Absch. 478. Die Gemahlin des Grafen Friedrich von Toggenburg war Elisabeth von Metsch- Beilagen zn den Abschieden. ' , , ' ' Verzeichnis der Beilagen. 1. 1291, 1. August. 2. 1291, 16. October. 3. 1315, 9. December. 4. 1318, 19. Juli. 5. 1318, 30. Juli. e. 1319, 21. Mai. 7. 1319, 15. Juni. 8. 1319, 26. Juni. 9. 1319, 3. Juli. 10. 1319, 9. Juli. 11. 1320, 6. November. 12. 1321, 24. October. 13. 1322, 6. October. 14. 1323, 7. October. 15. 1327, 5. Juni. 16. 1327, 1. September. 1329, 14. Januar. 18- 1332, 7. November. 1333, 18. Juni. Ewiger Bund der Landleute von Uri, Schwyz und Unterwalden Dreijähriges Bündnis; zwischen Uri, Schwyz und Zürich . '. Der drei Waldstätte Blind Erster Waffenstillstand der drei Länder mit Oesterreich . . . Beitritt von Glarus und Wesen zu obigem Waffenstillstand . Erste Verlängerung des obigen Waffenstillstands Desselben Wassenstillstands zweite Bellängerung Desselben Waffenstillstands dritte Verlängerung Zweiter Waffenstillstand der drei Länder mit Oesterreich . . Beitritt von Glarus und Wesen zu diesem Waffenstillstand Dritter Waffenstillstand der drei Länder mit Oesterreich . Erste Verlängerung dieses Waffenstillstandes Desselben Waffenstillstands zweite Verlängerung .... Huldigung der drei Waldstätte au das Reich .... Beitritt der drei Länder zum Städtcbund von? 20. Mai gl. I, Bündnis; der drei Waldstätte mit den? Grafen Eberhard voi? Kyburg auf sechszehn Jahre Verlängerung des Bundes der drei Länder mit dein Städtebund auf weitere drei Jahre Der Lucerner oder Vicrwaldstättc Bund ^ Spruch der neun Schiedrichter zwischen Lucern und Oesterreich 13. Erklärung des Bischofs Vielaus von Constanz als österreichischen Hauptmanns über den Frieden zwischen Oesterreich und den drei Ländern ...... Citirt Abgedruckt Seite Seite 2. 241. 3. 242. 7. 243. 9. 244. 10. 246. 10. 246. 10. 247. 11. 247. 11. 248. 11. 250. 12. 251. 12. 252. 12. 252. 13. 253. 14. 253. 15. 254. 15. 255. 17. 256. 20. 258. 20. 259. 238 Citirt Abgedruckt Seite Seite 20. 1351, 1. Mai. Der Zürcherbund 32. 260. 21. 1351, 14. September bis 12. October. Die Urkunden des Schiedspruchs der Königin Agnes: Vorbehalt der Eidgenossen beim Compromiß .... 32. 263. L. Erklärung Zürichs, für sich und die Eidgenossen in das Recht zu stehen 32. 264- E. Spruch der österreichischen Schiedlente 32. 264- O. Obmannsspruch der Königin Agnes 32. 270. D. Formel der Annahme- und Vollziehungsvcrsichernng . 33. 271- 22. 1352, 4..Juni. Der Glarnerbnnd 33. 273. 23. 1352, 27. Juni. Der Zugcrbund 34. 2?5. 24. 1352, 1. 14. 23. September. Die Urkunden des brandcnbnrgischen Friedens: L.. Friedebrief der Lucerner 34. 279. U. Gegenbriefe Herzog Albrechts von Oesterreich .... 34. 280. а. für Zürich und Lucern 34. 280. б. für Uri 34. 282. o. für Unterwalden und Schwyz 34. 283. cl. für Zug und Glarns 34. 284. E. Erklärung des Markgrafen Ludwig von Brandenburg . 36. 284. 25. 1353, 6. 7. März. Der Bernerbund: Bund Berns mit den den drei Ländern, Uri, Schwyz und Unterwalden 36. 285. U. Erster Bcibrief der drei Länder 36. 289. E. Gegcnvcrsicherung der Städte Zürich und Luccrn . . 36. 289- O. Zweiter Beibrief der drei Länder 36. 290- 26. 1355, 1. März. Sicherheitsbrief des Grafen Eberhard von Kyburg für die Eidgenossen 39. 29l> 27. 1355, 23. 25. Juli. Die Urkunden des Negensburger Friedens: IV Der Friedebrief von Zürich 39. 291- U. Der Friedebrief Herzog Albrechts von Oesterreich . . 39. 294- E. BestätignngSurknnde Kaiser Carls IV 40. 296- 28. 1359, 31. August. Verbriefung des Bundes der vier Waldstätte mit Gersan und Weggis: -V Erklärung der IV Waldstätte 43. 29?. L. Gegenbrief derer von Gersau und Weggis ..... 43. 298. 29. 1368, 7. März. Der Thorbergische Friede 49. 299. 136g, 18. Deccmber. 1370, 7. October. 1375, 13. October. 1375, 13. October. 1376, 28. März. 1385, 21. 28. Febr. 1386, 22. Februar. 1386, 12. October. 1387, 14. Januar. 39 - 1387, 14. September. 40 ' 1389, 1. April. 41. 1393, 10. Juli. 1394, 16. Juli. 43 - 1403, 19. August. 1408, 1. Juli. 1411, 24. November. ' 1412, 28. Mai. 1412, 7. Dccembcr. 239 Citirt Abgedruck Seite Seite Besonderer Friede mit Oesterreich wegen Zug 5g ^ 13. Der Beitritt Berns vom 21. Januar E. Beitrittserklärung Solothurns vom 28. Januar . . . 75 v. Gegenerklärung Herzüg Leopolds vom 4. Februar . . 75. 31s Die Vtünzconveutiou zwischen Oesterreich, Basel, Zürich, Luccrn, Bern und anderen Herren und Städten Der siebenjährige Friede mit Oesterreich: Friedebrief der Eidgenossen gg ^ 13. Beitrittserklärung Berns vom 4. April 8g ^7 Der Sempacher Brief 3-)^ Der zwanzigjährige Friede mit Oesterreich ^ Die Eriverbung des Livinenthals durch Uri und Obivalocn: Die Urkunde der Landleute von Liviuen ... 1,^ 13. Beredniß der Orte Uri und Obwalden unter sich 104 333 Ewiger gleicher Bund Zürichs mit Glarus .... ^5 33^ Burg- und Landrecht der Appenzeller mit den VII Orten 130. 341 Der fünfzigjährige Friede mit Oesterreich 342. ' Zehnjähriges Burg- und Landrecht der Stadt St. Gallen mit den VII Orten 240 48. 1415, 22. Juli. Der Brief König Sigmunds um die Pfaudschaft Baden . . 153. 349- 49. 1415, 18. Deccmber. rV. Eintritt der V Orte Lucern, Schwpz, Unterwalden, Zug und Glarus in die Pfnndschaft Baden 156. 3Si. L. Eintritt Berns in die Pfandschaft Baden 156. 3öS- 50. 1416, 14. October. Burg- und Landrecht der Kirchspiele Ermen und Münster in Wallis mit Lucern, llri und Unterwalden 165. 354. 51. 1417, 8. August. Burg- und Landrccht der Zehuten Naters und Bricg mit denselben drei Orten 183. 35<- 52. 1417, 11. August. Burg- und Landrecht des Zehntens Bisp mit denselben drei Orten 184. 3->i- 53. 1417, 12. October. Burg- und Landrecht der Stadt Sitten und der Leute von Gradetsch, Siders :c. mit denselben drei Oten .... 188. 3v^ 54. 1418, 29. August. Der Brief König Sigmunds um Eschenthal 202. 364. R Ewiger Bund der Landleute von Uri, Schwyz und Unterwalden. 1291, 1. August. Archiv Schivvz. le Nomina clomiui ^Vineu. Housstati oousulitur et vtilitati pulzliee prouiiletur, cluin paeta ^ is ^ paeis statu cledito soliclantnr. ll^overiut igitur vniuersi, c>uocl Nomine« vallis Vranie, ^er8zig.8^ne i vallis cle Livitv., ae eoiunuuitas Noniinnin iutramontanorniu vallis iulerioris, mali- ^ temporis atteiuleutes, ut so et »na magis Neleuclore valeaut et in statu Neluto melius eou- Uare, Acte ^ Nona promissruut, iuuieeiu sidi assistere auxilio, eousilio «tuoliliet ae lauore persouis ^ ^eluis, intra valles et extra, toto posss, tote uisu, eoutra omues ae siu^ulos, c^ui eos vel alieui ^p^is alirpzaiu ^ iutulsriut violeueiain, molestiam, aut iniuriam, iu persouis et redus malum Nv iuaeliiuauäa, ae in amuem eveutum u resistsre, iuiurias viucliears, prestito super luis eorporaliter iurameuto, avscpie clolo servau- ' ^ntic^uaiu eoulecleratiouis larinaru iurameuto vallatam preseutidus innovaiulo, ^ Ita tameu, «luiliNst Nomo iuxta sui uomiuis eonclitioneiu clomiuo suo eonnenisnter sudesse teneatur et kriii-g. (loumuni etiani eonsilio et lauore vuauimi promisimus, statuimus, ao orNiuauimus, vt iu > uis preuotatis uullum ^ iuclieem, is a vallidus seAre^aucli suut, cloueo a eouiuratis prouicle reuoceutur. 8i fpns uero gueui- lu I ^ eouspiratis, clie seu ^ uoets silsutio, traucluleuter per iueeucliuiu uastauerit, is nuuipiam ^ bellet pro eouprouiueiali. lüt s! cpüs tlietum malelaotorem lovet et cleteuclit iutra valles, ^il prestars ilelzst daiupuilioato. ^nl ! Nee si cpiis cle eouiuratis alium redus spoliauerit pr ^'^^l^^lieanerit cpialitereuiucjue, si res uoeentis iutra valles possuut reperiri, ssrvari tledeut all »iaeeuullum iustieiam lesis satistaetiouem. lusuper uullus eapere l cleliet pi^uus alterius ^ >sit ruauitsste cleditor vel tiäeiussor, et Ime tautum Neri Nedet «1e lieeueia sui iuiliois speeiali. p ^er cpiililiet oNeclire NoNet suo iucliei, et ipsum si ueoeesss luerit iuclieem ostsuclere iulra (val- ^ ) ! snN ' Maua dslondars tununt.ur onuiurati. Lupra ^ soriptis Ktatutis, pro oonmnui vl.ilitatu Kalubritor or^' natis, voiiksclvntö dmuiuo, iu purputunin duratnris. Iii onins laoti enidentiiuu Presens instruwev' tum ad petiunein predieturuni vonleotnnr, KiAilloruiii proiataruin s lriuin vninersitatuni et vaiin»» est luuuiiuinc! ruburaluin. Xetuin Xnno doniini. N. CO. I-XXXX. prinro. Ineipients inenss Xu^"^ gu sto. >) Das Umgehen der Zeile mag dem Schreiber nach inkra das Wort vailsm haben entfallen lassen. Abgedruckt bei GIcser Spoc. Vbsorv. die .lue. Sunt. vt iur. I'udlieo ei reu Ilolvotiorum vu-cksr. pug. 4« us. z Kopp Urkunden zur Geschichte der eidgenössischen Bünde I. S. LS ss, Solothurner Wochenblatt I8S8 S. 417, Geschichtsfreund VI. S. I mit Facsimile. T Dreijähriges Bündnis; zwischen Uri, Schwyz und Zürich. Zürich. 1291, 1K. October. Staatsarchiv Zürich. Allen, die diesen brief sehent ald hörent lesen, chunden wir, der Rat vnd die Bürger.gemeinlich von Zürich/ vnd wir Her Arnolt ^ der Meier von Silennun, Lantamman, vnd die Lantlüte gemeinlich von Vre, vnd wir Her Chunrat ab Jberg, Lantamman vnd die Lantlüte gemeinlich ^ von Switz, in Chostenzer bistom, da^ wir zemen Hein gesworen hinnan ze Wiennacht vnd dannan vber drü Jar, einander ze schirminne, ze rw tenne vnd ^ ze helfenne gegen menlichem, mit disen gelangen als hie nach geschriben stat. Swas dcwedru»t vnz her bescheehen ist an disen tag, des sin ivir mit ^ ein andern gebunden. Het ouch deHein herre en> man, der sin ist, in dewedrem teile, der sol ime dinenon in der gewonheit als vor des Chunges ziten v»^ ^ nach rechte. Swer in fttrbas nöten wil, den sun wir sd)irmen. Swa ouch deweder teil ein vcsti besizze" wil ane der ander rat vnd willen, des sint s die andern nicht gebunden. Ist aber das ein schade beschick in die vesti mit brande, mit ronbe ald mit vanknust, da sin ivir ein andern gebunden ze ^ rattenne vnd ?e helfenne, ders nicht wider tut nach rechte. Swer dien von Vre, ald dien von Switz in ir laut woln varen, das sun wir, die von ^ Zürich, werdn mit aller vnser macht. Mechtin aber wir des nicht criverew dar vinbe sun wir in angrifen mit ronbe, nnt brande vnd mit allem, das s wir darzu getun mugen. Were onch das die von Zürich ieman wolti anriten an ir Stat, an ir reben ald an ir boumen vnd die well' wüsten, das sun ^ wir von Vre vnd von Switz weren mit aller vnser macht, vnd mit ronbe vnd mit brande sun wir in angrifen. Ist ouch das iemen von vns vert, der vns nicht gehorsam wil sin, den sol der ander teil nicht schirmen, e er wider gehorsam wirt. Ist onch das wir dewedrunt znz iemen swer- ^ ren, dan» ist der ander teil nicht gebunden zu. Onch Hein wir von Vre vnd von Swiz von Znrich sechs man gnonw"/ Hern Rudolfen den Mulner, ^ Hern Rndgen Manesscn den cltern vnd Hern Nudolfen von Beggenhom'»/ rittra, Hern Walthern von sant Petre, Hern Wernhern Bibirlin vnd Hern ^ Chunraten Chrieg, bürgere- So Hein wir, die burger von Zürich gnomen drie man von Vre, Hern Wernhern von Attingenhusen, Her'' Burkarten den alten ^ Amman vnd Hern Chunraten den Meier von Oertschon; vnd von Swiz drie ina"/ Her Chunraten den Lantamman ab Jberg, Hern Rudolfen ^ den Stonfacher vnd Hern Chunraten Hnnne»- 243 „„„ i>>twederin teile dienou vnd helfen als man si denne l>c- j -w Welse sun heißen vffen rr beschnyeuhe.t^^ ^ ^ dekeine verdirbet in "N, ane du gedurge, du Humor ffN 'nun ^ ^ ^ gebenne inrrlnt vierzehn tagen an des d'Ne Jarzal, so sint die andern vst > >r "t ^ , ^or geschribcn stat, so henken verdorben stat. Nnd darmnbe, das W Itete bl.b ^ die Lantlüte von SM vnsre '°a der Rat vnd die Bürger von Znrrch, wir r r rechten Vrchnnde offenlichen. ! gesigel a.r drie gliche brieve, die darv». e geben M gmm^ ^rrrc brief wart Zürich geben an I fant (fallen gi/ vnd eis vnd nünzig Jar, do Jndrctro wa» v. ^ ^ d.° Bch»muung d°-J°h«° °b°nda Abgedruckt bei Tschudi l> itS mit der Jahrzahl u' "" Facsimile, . S. zg. _ Zeerleder. L°d. II. ?. Nr. «ZS, G-sch'cht-s"«"» ^ ^ z Der drei Waldstätte Bund. Brunnen. 1315, 9. Decemver. Archiv Schwvz. v;» Gottes namen Amen. Wände menschlicher sin blöde vnd zcrganglich, daz man der fachen vnd der w^e div langivirig vnd stete solden beliben, so lichte vnd so balde vergizzet, dnr daz so ist ez nutze vnd ^urstjg^ daz man ^ die fachen, die dien luten ze sride vnd ze gemache vnd ze nutze vnd ze eren uf gesetzet ^rent init sehnst vnd mit briefen Ivizzentlich vnd kuntlich gemachet werden. Dar vmbe so künden vnd offc- wir die Lant- j lüte von Vre, von Sivils vnd von Vnderivalden allen dien, die disen Brief lescnt oder ^st»t lesen, daz wir dar vmbe daz wir versehen vnd fürkemen die herte vnd die strenge dez Citcs vnd wir ^ baz mit sride vude j mit gnaden beliben möchten vnd wir vnser lip vnd vnser guet deste baz beschirmen behalten möchten, so han wir vns mit trniven vnd mit eiden eivekliche vnd stetekliche ze semene ver- ' vnd gebunden also, daz ^ ivir bi unseren triiiven vnd bi unseren eiden gelobt vnd gesworn han, ein Ze helfenne vnd ze ratenne mit libe und mit gucte in unserem koste inrent lautes vnd vzcrhalb, ivider bie vnd wider einen icklichen, der vns j oder vnser cnkeinem gewalt oder unrecht tete older tuon wolde fföe oder an guote, vnd beschehe dar ober vnser dekeinem dekein schade an sinem libe older an sinem ^ deine sulen ivir behulsen sin dez besten so wir mugen, daz ^ es ime gebezzert oder widertan werde ze g^r ze rechte. Wir hau auch daz vf vns gesetzet bi dein selben eide, daz sich unser Lendcr enkcines i vnsir enkeiner beHerren sol oder dekcinen Herren nenien ane der ^ ander willen vnd an ir rat. Ez sol licl^ jkglich mensche, ez si wib oder man, sinem rechten Herren, oder siner rechten Herschaft gelimph- cimelicher dicnste gehorsan sin, ane die oder den Herren, der der Lender dckeins j mit gewalt ^ffeu molde oder unrechter dinge genöten wolde; deine oder dien sol man die wile cnkeineu dienst tuon »vck ^ bien Lendern ungerichtet sint. Wir sin auch dez vber ein komen, daz der Lender > enkeines b'iiz Eitgenoze enkeiner enkeinen cit oder dekein sicherheit zuo dien vzeren tuon ane der anderen bei, ^ eitgenozen rat. Ez sol ouch enkcin vnser eitgenoz dekein gespreche mit dien vzeren ^ ane der ander ^ eitgenoze rat oder an ir vrloub, die wile vutz daz div Lender vnbeherret sink. iema», der der Lender dckeins verriete older hingebe, oder der vorgeschribenen dingen dckeins ^ older vbergienge, der > sol truwlos vnd meiitede sin vnd sol sin lip und sin guot dien Lendern 244 gevallen sin. Dar zu sin wir vber einkoinin, daz wir eukeinen Richter nemm noch haben snln, der daz Ä»»'^ kaufe mit phenningen s oder mit anderme gnote vnd der auch unser lantman nicht si. Were ouch daz, sich dekein Missehelli oder dekein Krieg huebe oder vfstnende vnder dien eitgenozen, dar zuo snln die besten die witzeges- s ten kamen, vnd snlen den krieg und die missehelli slichten und hinlegen nach minnen oder »^ rechte. Vnd sweder teil daz verspreche, so snlen die andern eitgenoze dem andern minnen older rechtes Holsen s sin vf iens schaden, der da ungehorsam ist. Wurde ouch dekeiu stoz oder dikein krieg zwischen ^ Lcudern, vnd ir eines von dem andern weder minne noch recht nemen wolde, so sol daz dritte Laut ge- s horsame schirmen vnd minnen vnd rechtes beholfcn sin. Were ouch daz, daz der Eitgenozeu dekei^ den andern ze tode sluege, der sol ouch den lip verliefen, er muge danne beweren, als ime erteilet s daz er ez notwernde sinen lip getan habe. Ist aber daz er entwichet, swer in danne huset older older schirnret inrent landes, der sol von dem lande varn vnd sol niht wider in daz laut s komen vntz in die Eitgenozen mit. gemeinem rate wider inladent. Were ouch daz, daz der Eitgenozin dekeiner den andeu" tübliche older frevelliche brande, der sol niemerine lantman werden, s vnd swer in huset older hoset oder ^ haltet, der sol ieneme sineu schaden abe tuon. Were ouch daz, daz vnser eitgenoze dekeiner den anderen » roube oder anders ane recht schadegcte, vindet man dez guo- s tes icht inrent Landes, da mitte sol man de^ kleger sinen schaden abe tuon. Ez sol ouch uieman den andern phenden, er si danne gelte oder bnrge, sol dannoch tuon nit, wan mit sines Richters s vrloube. Ez sol ouch ein jeglich man sinem Richters geho>i^ sin vnd sinen Nichter ceigen inrent landes, vor deine er dur recht sule stau. Swer ouch deine ger»^' wider stueude oder vngehorsan were, vud von si- s ner vngehorsaini der Eitgenozen dekeiner in schaden so suln in die Eitgenoze twiugen daz dien schadehaftcn ir schade von ime werde abgetan. Vnde dur daz, du vorgeschribeire sichcrheit ^ vnd div gedinge ewig vnd stete beliben, so hau wir die vorgenanden lantb''' vnd eitgenoze von Vre, von Sivits vnd voir Vnderwalden Vilser Jngesigel gehenket an disen brief, wart gegeben ze Brun- s neu, do man zalte von Gottes geburte Drucehen Hundert Jar vnd dar nah deine Füinfcehenden Jare, an dem nehesten Cistage nach saut Melaus tage. Abgedruckt b-i Tschadl, I. S7S. G csch ichtS freu »d VI. 7. mit Facs-»»^ 4. Erster Waffenstillstand der drei Länder mit den Amtleuten der Herzoge von Oesterre^' 131«, 19. Juli. Staatsarchiv Luccrn. Allen den, die disen brief sehent oder hörent lesen, Tuon kund vnd vergehen wir die Lantlttte ge»"", lich in dien Waltsteten ze Vren, ze s Swih vnd ze Vnderwalden, Das wir von des vrliges wegen, s» hatten mit den Hochgebornen Fiirsten vnd Herren dien Herzogen von Oesterrich s einen getruwen giloten st ^ heilt genomen vud gegeben, an alle geverdc, Allermenlichem, es sin Herren, Ritter, pfaffen, burger ^ knechte, s iviben oder kinden, ivie die geneinmet sint, die die vorgenamden Herren die Herzogen von rich vnd ir diener an hörent, hinnan ze vsgen- s dem Nteijen dein neichsten der nu kumet vnd de» , allen, vnd sin des vber ein komen gemeinlich, an alle geverde, mit den edeln Herren vnd s Nitterc» Heinriche von Griessenberg, Herit Nuodolfe von Arburg vnd Hern Hartmanne von Ruoda, pflegere» 245 amptlütm der vorgeseiten > Herren der Herzogen, mit den gedingen als hie nach geschriben stat, vnd stillen dv selben gcdinge meren vnd steite sin genzelich vnd elleklich mit guoten trü- s wen an alle geverde, die w,le ouch der fride weret als da vor bescheiden ist. Vnd loben vs ze richtenne, steit ze habenne vnd ze tuende clln ding , als sv an diese,n briefe geschriben staut. Bj dem ersten so vergehen wir, das die vorgenamden Herren die Herzogen von Oesterich ir Höfe, die in vnsern s landen gelegen sint, die si nussen bj Keiser Hmmches ziten, niesten, entzetzen vnd besetzen sun in disem fride mit den lantlüten da die Höfe gelegen ! sint, nnt stüren, mit zinsen vnd nnt gerichten, als vntz har gewonlich ist gesin. Vnd beschech onch, das in diesem selben fride deHein Gottes gaben, oder ! lehen lidig wurden, die die vorgenamden Herzogen oder ieman ander vor dem vrlige liehen solten, oder verlieben hatten, daran sun wir si mit irren mit > deheinen dingen, dv mm schedlich .nöchten sin oder werden. Es sol onch menlich, es sin klöster, pfaffen, leigen, wib, oder nmn, w.e si genemmet sint, die deHein j gnot oder gelt in unseren landen vnd kreisten, die vns an hörent, haut, ,r guot und ir gelt niesten vnd hau sunt in disem fride als ouch si vor den, vrlige > taten. Onch snn wir die vorgenamden lantlnte von Vren, von S.vitz und von Vnderwaldm vnd die bj vns sitzent elln vnser gneter niesten, wa du ge- > legen sint in der Herschaft gewalt da vsse, als onch st h.e mne genzel.ch al w,rv°r dem vrlige taten. Wurde aber iemand dar an gesnmet mit deheinen , dmgen der sol dar vmbe das rech snochen vnd vorderen in dem lande vnd in dem gerichte da er den gebrestm hat Wurde a er der a rechtlos ver- lassen, der sol sin recht snochen anderstva, wa er wil. Wer aber das da er d,e anspräche hat asto ver chnl were, das er das gerichte vmbe die , fache nnt gesnochen getörfte, der sol stnen botten dar Mdm, vnd sol der amptman des geeichtes den botten schirmen vnd ime behnlfen stn vntz das ,me stn uotdnrft beschrcht, vnd sol den botten der selbe amptman beleiten wider Hein, vnd füllen wrr ze beiden stten des eu, anderen Ze tuennne gebunden ! sin. Was onch gnlte vfgegangen ist sit das vrlige an gevangm wart, die sol man gelten vnd abrichten an alle geverde ze beiden siten, an das in > roube, uns, oder von gevangnvst, old von brandes wegen dar ko.nen ist. Swas aber alter gnlte ist vor den, vrl.ge gewesen, dar vmbe sol mm,an dm I anderen nöten ...it deheinen dingen, die wile der fride weret, er t.ige es denne gerne. W,r venehen onch das wir vns snnderbar oder gemeinlich > gen „immune verbinden stn, oder beh.llfen stn ,n ,esem fr,de das den vorgenamden Herzogen vnd ir dienerren schedlich möchte stn. Wan sol onch wüsten, das smengestch d,e alten vnd die rechten straffen varen sol vnd die zölle geben, als es von alter Harkomen ,st. W,r stn onch ze beiden siten vber ein komm ! vnd Hein gelobt mit ein anderen, das den fride „ieman widerbicten sol hinnan z° de», zil als er gemachet ist vnd als vorgeschribcn stat. Es ist > onch geret vnd gelobt, das die vorgenamden Herren die Herzogen vnd ir diener in disem selben frive vns nnt beknmcrn sunt oder an grifen mit deheinen > geislichen oder weltlichen gerichten, noch sunt onch hinnan dar cnhein vnsern schaden oder lasier werben oder tun das vns gemeinlich schedlich s were. Wurde onch lnte oder gnot genomen oder gctriben roublich, oder tüblich vber du zil, als si vns vsbmcmmct sint, das sunt der vorgenamden > Herzogen amptlnte vf haben vnd enthalten, wenne si das vernemmt vntz das vns da von recht beschickst. Wer onch, das ieman wider den fride > teite ze deweder siten vs dem lande oder in das laut, das sol nieman anderem enhcin schade sin, denne dem, der die getat tuot vnd sol man ab ime > richten als ab einem sridbrechem man, er wider teite es denne inwendig acht tagen. Wan sol ouch wüsten, das menlich fride sol hau ze varcnne > in vnsern lender vs vnd in, mit kaufe vnd an koufe zuozuns vnd von vns an alle geucrde, an die, die den totslag mit der hant getan haut. Wur- ! de aber deHeiner dar vmbe an gesprochen, mag der des nicht vnschuldig werden, der sol gnotcn fride wider vs vnd in hau ze varenne, vnd sol dar > nach nnt zuzuns varen, denne vf sin 246 recht, In sol ovch dar vmbe nicman an sprechen wan init gerichte, vnd der der recht zuozim hat. Wir flu' auch ^ fride han zuozinen ze vareiene vntz ze disen zilen: gen Lucerren, als verre der burger gerichte gat, vnd gen Zuge in die stat, und gen Egre vntz ^ an Sneiten, vnd van Egre die strasse, dv dur den ivalt gat, vntz gen Zuge. Wir sun auch fride han gen Glarus vnd gen Wesen vnd vntz gen Inder- ^ läppen in die stat. An disen selben stetten sun wir fride han, dar vnd dannan ze varenne vber lant vnd vber se, von den vorge- naniden Herren dien j Herzogen von Oesterrich vnd vor allen ir Dienerren vnd vor aller menlichem an alle geverde. Das dis war si vnd steit belibe, als Vorbescheiden ist, dar ^ vmbe Hein.wir die vorgeschriben Lantlüte von Vren, von Switz vnd von Vnderwalden vnser lenderen Jngesigel gehenket an disen brief, ^ Der wart gegeben vnd beschach an der Mitwuchen vor sant Jacobes tage, do von Gottes gcburte waren Drüzehnhun- dert Jar, dar nach ^ in dem achtzehndein Jare. Pergamentene Urkunde mit den anhängendem Siegeln der drei Länder. Abgedruckt bei Tschu dt I. LSS. s. Beitritt von Glarus und Weseu zmu Waffenstillstand. 131«, 30. Juli. Archiv ^bwaldeu. Allen den, die disen brief sehent oder hörent lesen, künden wir die lantlüte gemeinlich des obern Ampts ze Glarus vnd des nidern Ampts ze Wesen, daz wir gemeinlich vnd einhelliglich den fride, so die erbcrn Herren, Her Heinrich, Herre ze Griessenberg, Her Rudolf, Herre von Arburg vnd Her Hartman von Ruoda, Pfleger vnd Amptlüt der hochgebornen Fürsten, vnser Herren der Herzogen von Oesterrich, mit derselben vnser Herren der Herzogen Gunst vnd gutem Willen vnd an Ir statt haut genomen vnd gegeben an alle guerde de» lantlütcn gcmeinlich in dryen Waltstettene ze Vre, ze Switz vnd ze Vnderwalden, da lobend wir mit guten truwen an alle guerde, denselben friden hinnan ze dem nechsten vsgenden Mepen, der nu kmnpt, vnd den tag allen stette ze halten vnd ze behalten gegen den vorgenanten Lantlüten gemeinlich ze Vre, ze Switz vnd ze Vnderwalden, in allen den rechten vnd den gedingen als die brieve stand, so die vorgenanten Herren von Griesscnberg, von Arburg vnd von Nuoda mit Iren Jnsigeln offenlich haut besigelt. Vnd har- vmb daz dis vorgeschriben alles war vnd stete belibe, so haut wir die vorgenant lantlüte des obern amp- tes ze Glarus vnd des nidern amptes ze Wesen vnsre Jnsigle an disen bris gehenkt zum waren offen vrkunde. Dis geschah vnd wart ouch dirre brief geben an dem Sunnentag nach Jacobi, do man zeit von Gottes geburte Drttzehnhundcrt Jar, darnach in dein achtzehenden Jar. Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegeln deS obern und deS Niedern Amtes. Abgedruckt Tschudi I. 266. Jahrbuch von GlaruL II. S. 145, Nr. 41. Regest im Geschich tS freund XX. 215 Nr. 6. « Erste Verlängerung des Wallcnstillstandes zwischen den drei Waldstätten und Oesterreich. 1319, 21. Mai. Staatsarchiv Lucern. Allen den, die disen brief ansehent oder hörent lesen. Tun kund vnd vergehen wir die Amptlüte vnd die Lantlüte gcmeinlich in den Walt- j stetten ze Vren, ze Switz vnd ze Vnderwalden, das wir den 247 lüde, den wir genomen vnd geben hatten mit den edlen Herren, Hern Heinrich von j Griesscnberg, Hern Auodolf von Arburg, Frien, vnd mit Hern Hartman von Nuoda, Ritter, an der hochgebornen Herren stat Hertzogen von Oesterrich s gelengert haben, vierzehn nacht die nechsten nach vsgendem Meien vnd den allen, mit allen den gedingen vnd rechten, als er i nu ist, vnd als an den brieven geschriben stat, die 'wr inen gegeben hatten, do wir des selben langen frides mit inen vber ein s komen waren, ane alle generde, dis war si vnd steitte belibe, dar vmbe haben wir, die vorgenanden Aiuptliite vnd I Lantliite geniein- ze Vre, ze Switz vnd ze Vnderwalden vnser Lender Jngesigel an disen brief gehenket. Der wart gelben ^ vild Aschach dem nechsten Mentage vor sant Vrbans tage, Do von Gottes geburte ^-^ützehenhundert Jar, dar i nach in dem Nnntzehenden Jare. waren Neraamentene Uriundc mit drei anhängenden Siegeln, wovon das von Uri ganz, das von Schwyz theilwcise zerstört, ^ ° das von unterwalden noch »nversehrt ist. Adg-drn-It bei Tschndl I, -SV. n. 7 Zweite Verlängerung des Waffenstillstandes der Waldstätte mit Oesterreich. 1319, 15. Juni. Staatsarchiv Luccr». Allen den, die disen brief sehent oder hörent lesen, Tun kund vnd vergehen wir die Ainptliite vnd ^"tllite I gemcinlich in dien Waltsteten ze Vrcn, ze Switz vnd ze Vnderwalden, das wir den fride, den genomen ^ vnd geben hatten mit den edeln Herren, Hern Heinriche von Griessenberg, Hern Nnodolf von Arburg, Men, vnd mit > Hern Hartman von Nuoda, Rittere, an der hocherbornen Herren stat der Herzogen Oesterrich, gelengert haben i hiilnan ze Sant Volriches tage vnd den tag allen, mit allen dien gedingen, ""d rechten als er vntz har i geivesen ist, vnd als an den briefen >tat geschriben, die wir inen gegeben hatten, " wir des selben langen fri- j des mit inen vber ein komen waren, an alle gcuerde, also das wir vns selben ^zuo vorbehcbt haben swas wir ^ mit worten vnd mit henden gclopt haben, vnd onch von den vorgeschri- Herren vf gehebt haben, das wir das j stcit habe,: wen vnd nicht da von gan deHein weg. Das dis '""r si vnd steite belibe, dar vmbe haben wir die j vorgenanidcn Amptlnte und Lantliite gemeinlich ze Vre, ^ Switz vnd ze Vnterivalden, vnser lender Jngesigel j an disen brief gehenket, Der wart gegeben vnd be- ^ch an dem ncichsten Fritage vor der zehen tnsent i Ritteren tage, do von Gottes geburte waren Drn- ^imhnndert Jar, darnach in dem Nünzehenden Jare. Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegeln der dre! Länder (das von Schwyz ist abgesallen). Abgedruckt bei Tschudi l, -S-, a, «. Desselben Stillstands dritte Verlängerung. Stansstad. 1319, 26. Juni. StaatSarchlv tlucern. ^ Allen den, die disen brief sehent oder hörent lesen, knnden vnd vergehen wir, die Ainptliite vnd die ! süte geineinlich in dien Waltsteten von Switz, von Vre» vnd von Vnderwalden, das wir den fride, vo^ lleilomen vnd geben hatten mit den edeln Herren, Hern Heinriche voll Griessenberg, Hern Rudolfe " Arlnn't^ ^ vrijen, vnd mit Hern Hartman von Nnoda, rittern, Pflegern an der hocherbornen Herren stat der Herzogen von Oesterrich ge- ^ kengert haben hinnaN ze war si vnd steite bclibe, dar vmbe ^ haben wir die vorgenamden Amptlüte vnd Lantlüte gemeinlich von Switz, von Vren vnd von Vnderwalden i vnser lender Jngesigel an disen brief gehenket, der wart geben an Stanstade an dein neichsten Zistage nach ^ Sant Johans tage zc Sunegicht, do man zalte von Gottes geburte drüzehenhnndert iar vnd darnach in ^ den: Niinzehenden Jare. Pergamentene Urkunde mit den ahängenden, wohlerhaltenen Siegeln der drei Länder. Abgedruckt beLTschudi I. 239. d. N. ! Zweiter Waffenstillstand der drei Waldstätte mit Oesterreich. 1319, 3. Juli. Staatsarchiv Lucern. Allen den, die disen brief sehent oder hörent lesen, Tuon kund vnd vergehen wir die Lantlüte gcmeiw lich in dien Waltstetei: ze Vren, ze Switz vnd ze Vnderwalden, das wir j voi: des vrliges wegen, so hatten mit den Hochgebornen Fürsten vnd Herren, den Herzogen von Oesterrich, einen getrnwen guoten frid^ Hein genomen vild geben an alle geuerde allermcnlichem i es sin Herron, Ritter, pfaffen, burger oder knechte, wiben oder mannen oder kinden, wie die gencnunet sint, die die vorgenainden Herren die Herzogen vo» Oesterrich vnd ir diener an hörent, hinnan ze Sant ^ Johanses mes ze Sunegicht, dem neichsten, vnd den tag allen. Darnach sol ouch der fride weren alle die wile, so der selb fride von dien vorgenamden Herren den Herzogen oder von iren gewüssem Amptman, ^ der denne ze Rotenburg ir pfleger ist, uicht widerbotten ijt, oder von visieren drin Waltsteten gemeinlich. Beschech aber das, das der fride widerbotten wirt nach dein tage; so das beschickst so sol der ^ fride weren vnd steit sii: genzelich die neichsten vier wuchen vnd den tag allen, mit allen dien gedingen als ouch da vor. Man sol ouch müssen, das den fride nieinai: von der Hockst^ dornen Herren der Herzogen ^ wegen widerbieten sol wan mit briefen, die besegelt sin eintweder mit des Herzogen Jngesigel old mit sines amptnians, der ze Notenburg denne pfleger ist. Aber von visieren wegen den fride nieman s widerbietcn wan mit briefen, die besigelt sin mit drin Jngesigel Vilser drier Waltstete Vren, ze Switz vnd ze Vnderwalden. Vnd sin des, als Vorbescheiden ist, vberein komen gemeinlich an alb' geuerde i mit den edeln Herren vnd rittcren, Heri: Heinriche von Griessenberg, Heri: Rudolfe von ArbM'st vnd Hern Hartmanne voi: Nuoda, pflegeren vnd amptlüten der vorgeseiten Herren der Herzogen, mit de» gedingeil ^ als hie nach geschriben stat, vnd sun dv selben gedinge weren vnd steit siii genzelich vnd ellekliäl mit guoten trnwen ail alle geuerde die wile ouch der fride wcret, als da vorgeschriben ^ ist. Vnd loben oi>6) vs ze richtenne, steit ze habenne vnd ze Menne ellu ding als sv an disem briefe geschriben stallt. Bs de»' ersten so vergehen wir, das die vorgenainden Herreil die Herzo- s geil von Oesterrich, ir Höfe, die in visiert landen gelegen sint, die si nussen bj Lteiser Heinriches ziteil, niessen, enzctzeu vnd besetzeil sun in disem st'^ mit dien lantlüten da die Höfe gelegen ^ sint, n:it stüre, mit zinse vnd init gerichten als vntz har gewonliä' ist gesin. Vnd beschech oilch, das in disem selben fride deHein Gottes gäbe oder lehen lidig wurde, die die in"' ge- ^ nanden Herzogeil older ieman ander vor dem vrlige liehen sollen, oder verliehen hatten, dar an wir si mit irren mit deheincn dingen, dv inen schedlich möchten sin oder werden. Es sol j ovch menlich, ^ 249 'kl iister, pfaffen, lcigen, wib oder man, wie si genemmet sint, die deHein guot, oder gelt in Miseren landen kreissen, die mis ait hörent, haut, ir guot vnd ir gelt niessen mid han snnt ^ in disem sride, als ouch ^or dein vrlige taten. Ouch snn wir die vorgcnamdcn Lantlüte von Vre», von Switz vnd von Vnder- den vnd die bj vns sitzent, ellu vnser guter niessen, wa du gelegen ^ sint in der Herschaft gemalt, da vsse ouch st hjx genzelich als wir vor dem vrlige taten. Wurde aber ieman dar an gesumet mit deheincn ber sol dar vmbe das recht suchen vnd vor- ^ deren in dem lande vnd in dem gerichte, da er den ' ^jien h^. Wurde aber der da rechtlos verlassen, der sol sin recht suchen anderswa, swa er wil. Wer ^ bas, das der die anspräche hat, also verschult ivere, ^ das er das gerichte vmbe die fache mit gesucheu i»,^^ ^ botten darsenden, vnd sol der amptman des geeichtes den Kotten schirmen vnd ^^"^on sin, vntz das ime sin notdurft beschicht, vnd ^ sol den Kotten der selbe amptman geleiten wider H ^ sullen wir ze beiden site» des ein anderen ze tunnc gebunden sin. Was ouch gültc vf gegangen dt das vrlige angcvangcn wart, die sol man gelten vnd j abrichten an alle generde ze beiden site», an das "ss ,vis oder von gevangnnst oder von brandes wegen dar komen i>t. ^-was aber alter gültc ist vor dem ^ 'iie gewesen, dar vmbe sol nieman den anderen nöten j mit dcheinen dingen, die wile der sride weret, oder der die gülte schuldig ist, tügc es dcnnc gerne. Wir vergehen ouch, das wir vns sunderbar oder gc- .'""bch gen nieman verbinden snn oder behulfcn sin in disem sride, j das den vorgenamden Herren den Her- ""b ir dieneren schedlich möchti sin. Wan sol ouch müssen, das menlich die alten vnd die rechten "ist varcn sol, vnd die zolle geben als es sich von alter har komm ist. Wir sin ouch ze beiden ^ siten ' o>n kouien vnd han gelobt mit ein anderen, das den sride nieman widerbicten sol hinuan zem neichsten ^"^^ues mes ze Sunegicht, als vorgeschribcn stat. Es isi ovch gerct vnd gelobt, das die vorgenamden ^ Herzogen vnd ir diener, vnd sundcrlichc die crwirdigcn Herren der Apt vnd der Connent von ^'"bdclloii diftm selben sride vns die vorgesciten lantlütc mit bekumeren snn oder angriffen mit dehcinen ^ ^e», die den ^ gebrechen mugen, es si mit geislichem oder mit weltlichem gerichte, mit roube oder mit ^"'be. Beschehe aber dir deheis, das sun die Herren die Herzogen oder ir Amptliite inwendig acht tagen ^ vnd widertuon, swenne ^ es ihnen geklagt wirt, an alle geuerde. Wurde ouch lüte oder guot gcnomen Briden roublich oder dieblich vber dv zil, als si vns vsbencmmet sint, das sunt der vorgenamden Herzogen amptlüte vf haben vnd enthal- s tcn, swenne si das vcrneinment, vntz das vns da von . ".beschicht Wer ouch das ieman wider dem sride teite ze dewedcr siten vs dem lande oder in das laut, ^ nieman anderem dehcin schade sin denne deine, der ^ die getat tuot, vnd sol man ab im richten als ^ fridbreichem man, er ividerteite es denne imvendig acht tagen. Wan sol ouch müssen, das menlich han, ze varenne in vnseru lender, vs vnd in, mit ^ koufe vnd ane kons, zuo vns vnd von vns, an benerde, an die, die den totslag mit der haut getan haut. Wurde aber deHeiner dar vmbe an gesprochen, »a/ ^ vnschuldig werden, der sol guoten sride wider ^ vs vnd in han ze varenne, vnd sol dar- ""k zuo vns varen, denne vf sin recht; In sol ouch dar vmbe nieman an sprechen, wan mit gerichte, vnd "'r recht zuo im hat. Wir sun ouch sride han, zuo inen ze varen- j ne vntz ze disen zilen: gen Lucerren, t>ie ^or burger gerichte gat, vnd gen Zuge in die stat, vnd gen Egre vntz an Snciten, vnd von Egre ^l>tz ^ vntz gen Zuge. Wir suu ouch sride ^ han gen Glarus vnd gen Wesen, vnd Hinderlappen iii die stat. An disen selben stetten sun wir sride han, dar vnd dannan ze varenne vich "bor se, von den vorgenamden Herren den Herzogen I von Oesterrich vnd vor allen ir dieneren, "or allermenlichem, an alle geuerde. Das dis ivar si vnd steit belibe, als vor bescheiden ist, dar SS 250 vmbe Hein ivir die vorgeschoben lantliite von Vren, von Switz vnd von Vnder- j walden vnser lender ö' gcsigel gehenket an disen brief. Der wart geben vnd beschach an sant Nlriches abende, do von geburte waren Driizehenhuildert iar, darnach in deine Nünzcheilden Jare. Pergamentene Urkmwc mit den anhängenden Siegeln von Schniyz und Untcrwaldcn, das von Uri ist abgesackt' Der Gegenbricf vom gleichen Datum (Orig. Urkunde mit fünf anhängenden Siegeln im Archiv Obwalb> abgedruckt bei Tschudi I. 289. k>) beginnt folgendermaßen: „Allen die disen brief sehent oder hörent lesen, tun kunt vnd vcriehen wir Heinrich. Herre ze Grieszenberg» ' dolf. Herre von Arburg vnd Hartmann von Nuda, Nitterc. pslcgere vnd Aiuptlüt der hoherborncn Fürsten ! »»1^ Herren der Herzogen von Oestcrrich, daz wir von des VrligeS wegen, daz die selben vnser Herren die Herzogen mit dien crbern Llltcn den Lantlüten von Vre, von Switz vnd Vnderwaldcn an der selben j vnserr Herren stat, getrüwen guten sride han genomen vnd gegeben, anc alle gcuerde, dien vorgenantcn Lantlüten gemeinlich in die» bescheidenen Waltstcten zc Vre, zc Switz vnd ze Vnderwalden, hinnan vntz ze sants JohanseS mez ze Sunegichd ^ ncchstcn so er kumet, vnd den tag allen, darnach sol auch derhalb sride wcren" u. s. w. u. s. w. u. s. w. Dann am Schlüsse: ^ „—als vor bescheiden ist, darumb han wir die vorgeschobenen Herren Heinrich von Grieszenberg s Her Rudolf Arburg vnd Her Hartman von Nuda, Rittcre, vnser eigen Jngcsigele gehenket an disen offenncn brief, darzu ze merer sicherheit hant ouch die bürgere von Lucerren vnd die burger von f Zuge ir Jngesigele gehenket an disen ^ Der wart geben vnd beschach an sant Vlriches abende, do man zalte von Gottes geburte driizehenhundert Iar, bat in dem nünzchenden Jare". to. Beitritt von Glarus und Wesen zu obigem Waffenstillstand. 1319, 9. Juli. Staatsarchiv Luceru. Allen die disen brief sehent oder hörent lesen, Tunt knnt vnd vcriehen wir > der Amman vild ^ Landlüte gemeinlich ze Glarus vild ze Wesen, daz wir > den sride, den die Erwirdigen Herreil, Her Hc>»^ voil Griessenberg, Her Rudolf von Arburg, Her Hartman von Nuoda, Rittere, vnd die Bürgel Lnccrren vnd j von Zuge gemachct hant, an der Hochgcborner unser Herren stat der Herzogen I ze Oest"'^ lnit den Waltlütcn ze Vre, ze Switz vnd ze Vnderwalden, ^ gerne wollen stette han, mit guten ti'i'u^ aile alle geuerde, hinnan ze saut j Johans messe zc Suugichteu, dem nechsteil, vild dar nach alle die lv>^^ der ^ selbe sride iilit vier wochen vor wider botteil wirt, mit allen den gedingeil ^ vild rechten, als die in" gcschriben sint, vnd besigelt mit der vorgeuan- ^ den Herren vnd stetteil Jnsigcln. Daz dis war vnd belibe, dar vnb ^ hail ich der vorgenaude Amman disen brief mit miuem Jnsigel, vnd ivir ^ die ze Glarus vild ze Wesen mit Vilser Lcuder Jnsigeln offenlich ^ besigelt. Dirrc brief wart geben üi> nechstcn Mentage nach sant VolrichStage, do von Gottes geburte waren Driicehen Hundert Iar v»d I ^ ilach in dein Nünzeheilden Jare. ES hingen ursprünglich drei Siegel an dem herzoglichen Brief, ist aber nur noch eines halbzerstört vorhanden. Abgedruckt > Jahrbuch von GlaruS II. S. 146. Nr. 42. 251 lt Dritter Waffenstillstand der drei Waldstätte mit Oesterreich. Staus. 1320, 0. November. Ttaatsarchlv Liiccr». Elsten die disen brief sehent oder hörent lesen, künden wir die Lantlüte gemeinlich ze Vre, ze Swytz zk Vnderwaldeii vnd veriehe», ^ daz wir von des vrliges wegen, so die Hoherlwrncn Herren, die Herzogen Sejterrich mit vns hatten, mit dem edelen Herren, Hern Heinriche ^ Herren ze Grieszenberg, vnd Hern ^Uiiinmie von Nuoda, Nitteren, phlegerrcn vnd amptlüten der selben Herren der Herzogen, einen guten ^ ^uwcii fride genomen vnd gegeben hau, ane alle gcvcrdc, dien vor geschribenen Herren dien Herzogen, ^ >r dieneren vnd ihr lüten, ^ hinnan vnz ze sant Verencn tage, dem nechsten so nn knmct. Dar nah sol "ch der selbe fride weren alle die wile, so er von dien selben s Herren dien Herzogen ald von ir gewissem s "'ptnianne, der dcnne ze Rotenburg phlcger ist, nit ividerbottcn -wirt, alde aber von unseren j drin Walt- gemeinliche. Beschehe aber daz, daz der fride widerscit wurde nah dem tage; so daz be'chehe, so sol der weren vnd j stete sin gantzelich die nehsten vier wuchc vnd den tag allen, mit allen dien gelungen als ""ch da vor. Alan sol ouch wissen, daz dirre selbe > fride sol sin in allem dem rechte vnd mit allen dien als ouch der vorder fride gegeben wart vnd als er verschribcn ist, ane alle j geverde, ane allein ""b die erwirdigen Herren, den Abbet vnd den Conuent von dien Einstellen, für die hant vns die ^ lllschribenen ^ Herren, Her Heinrich von Grieszenberg vnd Her Hartman von Nuoda uit getröstet, wand dien gelungen, als hie nah geschriben stat. Werc ^ daz die selben Herren, der Abbet vnd der Conuent dien Einstellen, oder ieman ander von ir wegen, vnser der vor genandcn Lantluten s deheincn angriffe brande, mit totslage alde mit gevangenschaft innerhalb dien ziln, als vns der fride gegeben ^ ^-wenne ^ wir daz tunt getun dien vor geschribenen Herren, Hern Heinriche von Grieszenberg, ald Hern '""manne von Nuoda, oder dein Schultheiszen j alde dein Rate von Lucerren, so füllen si dar zu tun, '""^halb vierzehcn tagen, alse der brief hat, der vmb den erre fride gegeben wart, j Beschehe aber daz, daz selben Herren, der Abbet vnd der Conuent von dien Einstellen, vns die vor genanden Lantlüte ze Vre, ^ ^ Swytz vnd ze Vnderwalden gemeinlich, ald unser dcheinen sundcrlich, ze banne tete innerhalb discm fride, ^"iine wir ouch daz gekunden ^ dien selben Herren, Hern Heinriche von Grieszenberg, ald Hern Hartman»« Nuoda oder dem Schultheiszen alde dem Rate von Lucerren, j so stillen vns die selben Herren innerhalb Gehirn tagen helfen, daz man vns singe vnd lese in disem fnde, als ouch in dem erren. s Ouch ist geredt, selben Lantlute von Vre, von Swytz nld von Vnderwalden deheinen botten des Abbtes ald des '""ucntes von dien j Einstelle» ergriffen in ir Lantniarchen, mit Ladebrieven oder „iit Bannebrieven, die . " si gieiigeii, ivaz si dem botten daiine tunt, daz daz > den fride nit raren sol. Dar zu veriehcn wir ^ ^^»tlttte der vor geschribenen Waltstctten ze Vre, ze Swytz vnd ze Vnderwalden, daz die ^ e genandcn ?"'U'N der Abbet vnd der Conuent von die» Eynstdellen vnd ir lüte vnd ir gut füllen in disem selben ^ " sin, als oiich ^ in dem erren. Vnd daz diz war vnd stete bclibe, ane alle geuerde, dar vmb ha» wir ^ vorgeschribcnen Lantlüte von Vre, von Switz ^ vnd von Vnderwalden vnser Leiter Jngesigcle gehenket " ^isen offcnnen brief. Diz beschach vnd ward dirre brief gegeben ze Stans ^ ait dem nehsten Donrstage " s^»t Martis tage, Do man zalte von gottes gcburte Trizehen huiidert Jar dar nah in dem zwenzigosten Jare. s pergamentene Urkunde mit ursprünglich drei anhängenden Siegeln, von denen nur das von Schwyz noch hängt. Abgedruckt beiTschudi 1, L98, b. 252 KS DeS dritten Waffenstillstands der Waldstätte mit Oesterreich erste Verlängerung- Stans. 1331, 24 October. Staatsarchiv Luccr». Wir die Lantlüte von Vre, von Switz vnd von Vnderivalden knndcn vnd vergehen an disein luiü>' alleil dien, die in lesent oder hörent lesen, vnibe ^ den frioe, den mir gabeil vnd gegebeil haben ^ Hochgeborneil Herren, dien Herzogeil von Oestcrrich vnd ir dienerron vild ir lliten, vild der noch iveret, mir aber die ^ vorgeschribenen hochgeborneil Herren die Herzogen trösten mit discm brieue, das der fride ivercil vnd bestan sol vntz ze unser Froumnil tage ze Mitteln ^ Ongsteil, der nu nechst kund, also wir den selben fride hinnan dar mit absageil noch miderbicten, wand das er hinnan dar steitte belieben st/ in allem ^ dem rechte vnd in allen den gelungen, als er onch da har gegeben vild genomen was, ane ^' generde. Er sol onch nach dem vorgeschribenen zil meren vnd steitte ^ beliben alle die ivile, vntz er nill dieil vorgenanden Herren dien Herzogen oder von ir amptmanne, der denne ze Rotenburg ir phleger ist, ^ von s vns mit miderbotteil wirt. Beschehe aber das der fride dar nach von uns oder von inen widcrs^ oder widerbotten wurde, von dem tage sol doch der selbe ^ fride weren vnd steitte sin beidenthalb lutem ail guten trüwcil, gar vnd gentzlich, die nechsten vier wnchen vnd den tag allen, mit alleil den ! gedingt als da vor, vnd als der brief stat, der ze Jungest vber den selben fride geben wart. Har vber das dis vnd vnncrkrenkct belibe ^ so hau wir die Lantlüte von Vre, von Switz vnd voll Vnderivalden Jngesigel ail disen brief gehenket, der gcgebeil ivart ze ^ Staitz, in dem Jare, do mail zalte voll Goü'' gebnrte Drntzehenhlindert Jar vnd darnach in dem ein vnd zweNtzigosten Jare, ail ^ denl samstage vor zwelfbotteil tag sant Si>moiis vnd sant Jlldas. Die drei Siegel der pergamentene» Urkunde sind sämmtlich abgesallen- KZ. Des dritten Waffenstillstands zweite Verlängerung. Stans. 1322, k. Oetober. Staatsarchiv Lucern. Allen den die diesen brief ansehent oder hörent lesen, künden wir die Amptlüte vnd die Lantlüte s Vre, ze Switz vild ze Vnderivalden ^ gemeinlich vnd vergehen, vmbe den fride, des wir mit den Edlen Hcrch'' Her Heinrich von Griessenbcrg vnd Her Hartman von Nuoda, Rittern, ^ phlegern vild amptlüten der erborilen Herren der Herzogen von Oesterrich, ail der selben Hocherbornen Herreil stat vber ein komen ! der ilvch weret, das wir si da aber trösten vnd getröstet haben mit disem brieue, das der selbe fride wen vnd bestan sol vntz j ze Vilser Fronwen tage ze Mittem Ongsten, der nn nechst knnd, also das wir den st^" fride hinilnil dar mit absagen, noch wider- ^ bieten, wand das er hinnan dar steitte beliben sol, in "lst"' dein rechte vnd mit allen den gedingeil, als er onch da har gegebeil ^ vnd genomen was, ane alle geiie^' Er sol onch nach dem selben zil weren vild steitte beliben alle di ivile vntz er mit von ^ dien vorgenan^f Herren den Herzogen, oder von ir Amptmanne, der denne ze Rotenburg ir phleger ist, oder von ^ gemeinlich wider- ^ botten wirt. Bcschech aber das der fride dar nach von vns oder von inen widerseit . 253 »°» d.„. 1° d°I > 1° I°I d°« d-r l-d. »,.,„ nd s bn «.»m h° w°,lich m. l>l..,n „IN»«,. g« »nd Mnt-llch. di- n.chsw, °l,» ,°nch.n. I »nd d,n .NO -°-n. » ' >'« »-dinz-n als da °°r »nd als d-r bn.I stnl, der »w d.n s..d. g-d-n >»-.., d° ».an M- > »an G°,l l S-b«>. Drill-,l,,l,l>n»d,.. J-r, dar »ach in d.n, MWI-sl-n Z-'-- S« »b-r da, d,s ft„i„ »nd »l>n,.krmk,t > b'llb, la ha„ l -ir di, -»Nim, »°n »r-n, »°» S«d °"d »»„ Vndrrwald,» »ll.rll ^lMsMl an dll.n s . - , , . . s r,. dem Jare, do man zalte von Gottes geburte Drutzehenhnndert Kues gehenket, > Der- gegeben wart ze SW si u de ^ Jar, dar nach in dem > zwet vnd Swentzigoft^ ra T.chud., i, Huldigung der drei Waldstätte an das Reich. Beggeuried. 1323, 7. October. ?lrchiv «bwaldc». Wir Graf Jo von Aarberg, Herre ze Valensis vnd Lantvogt ze Vndcrwalden, ze Switz vnd ze j Vren t»n knnt Allen dien, die dissen brief sehent older hörent lesen, das die vorgescriben Waltstette j vnz an vnserz h°herbornen Herren Kunig Lndniges stat gnmeilich hnldn han getan, j vnd gesworn ze des Niches banden "Ut dien gedingen vnd mit dem rechte alz si ie da her > Kungen vnd Keisern hant getan, ieklicher in dien ändern nach sinem recte. Vnd nut solichen > gedingen han wir den ett von mnen genomen, das si vnser herre der Knnig dem heiligen! Riche beHaben sol, noch von dem Riche nin.er sol denkeinen weg verlazen. Wer aber, j des wir gotte nicht getruwen, das si dekeinen (weg von dem) N.che wurden verlasse.,, j das sol dien vorgescribenen Waltstetten an ir eit (nit gan noch rüren keinen weg), j Wer vergehen ouch, das si mit dien g-dingen (huldu hant getan), (das si) von ir Lendern ! nieman sol vur tegedingen an keinen Lanttag, l'wch an kein) gerichte vz ir Lendern, j noch enkeinen Nichter vber sie setzen wan einen (La^tman) ane Severde. Vnd das j wir dissen eit mit disen gedingen an des Niches (stat) han emphangen, dar s vmbe so geben wir vnser Jngesigcl an disen offcnnen brief zeinem geweren vrknnde > alles des hie vorgescriben stat. Der wart gegeben ze Bezgenriet an dem nechsten j vritage nach sant Leodegarien tage, in dein Jare do man öalte von gottes l gnburte drizehenhnndert Jar vnd drn vnd zwenzig Jar. Aba°druckt bei -dsckiudi I so», a; - Kopp Urlund-n zur G-sch. d-r -,dg. Biind- I. s. 1Z7. - Di- in Par-Nth-,- st-h-»d-n Wort- M im P-.g°m-nt z°rsr-,!°u. - Auch abgedruckt b-i ilati.o I. !>. S5S. Vgl. -S-schichtSsreuud XX. 21°. 15 Beitritt der Landleute von Uri, Schwy; und Uuterwalden zum Städtebnud. 1327, 5. Juni. Staatsarchive Zürich und Bern. Wir die Lantlüte gemeinlich von Vre, von Switz vnd von Vnderwalden künden allen, die disen brief scheut oder hörent lesen: Sit vns in die verbunt- j »uße die Rete vnd die Burger von Zürich vnd von ^rne empfangen hant, so si mit den Netten vnd Stetten von Megenze, von Worms, von Spire, j von 254 Strasburg, von Basel, von Friburg, von Kostenz, von Lindow?, von Vberlingen vnd mit dem edeln Herrn Graven Eberhart von Kybnrg gemachet ^ vnt verbrievet hant vntz vf den nechsten sanct Goerientag vnd von des hin ein Jar daz nechste, als die brieve staut, die dar vber gemachet vnd geben sint; ^ so veriehen wir, daz wir mit geswornen eiden vns verbunden Hein dien selben zwcijen stetten von Zürich vnd von Berne ze ir Händen vnd ze aller der ^ Händen, die nn in dirre verblintnuße sint oder her nach dar in koment, die selben verbnntnuße stete zehaltenne vnd ze tnenne vnd ze leistenne was ^ an den selben verbuntnuße bricven statz gegen allen den, die in dirre verbuntnuße sint oder har nach darin koment, für vns vnd vnser lantlütc, mit I guten trüwen ane alle geuerde. Vnd sit wir die vorgenanden Waltlute von Vre, von Switz vnd von Vnderwaldan einen frid mit den hohen ! Herreil von Oesterrich Hein etilen nmnod vor ze sagenne, so veriehen wir, daz vns der manod ist vs gelassen in dirre verblintnuße, den manod stete j ze haltenne als wir glol» Hein, doch also: Weliu stat aber vnder inen oder vnder dien, die in dirre verbuntnuße denne werint, dunket, daz es in mitze j oder notdurftig si, ane gellerde, vnd vns manent, daz wir den frid absagen, so suln wir den frid absagen bi dem eide vnverzogenlich, doch also daz wir j iil behulfen suln sin mit angriffen»« nach dem manod danne allrest, sivenile sich der Nat oder der mere teil des Rates der stat, diu danne f geschädigt ist, vf den eit erkennent, daz si wider recht geschadiget sint, vnd suln in auch denne behulfen sin bi dein eide nach den brieven, die j vber dise verbuntnuße geschribcn sint, mit guten trüwen ane alle geuerde. Vnd ze einer stete vnd sicherheit aller der vorgenanter dingen Hein wir ^ die Lantlute gemcinlich von Vre, vo» Switz vnd voil Vndermalden die vorgcnanten, vnserin Jilsigel für vns gehenket an disen brief. Der ^ lvat geben all dem Fritage iil der Pfingstivocheil, do man zalte von Enstes geburte drücehen hllildert Jar vnd dar nach in dem sibenden ^ vnd zwenzigosten Jare. Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegeln der drei Länder. Abgedruckt bei Kopp Gesch. Buch XI. Beil. 14. Vgl. cbenb" Geschichte Vd. V. S. 337. 404. Tschudi I. 306, b. Den Bundbrief (vom 30. Mai) sehe man unter den Negestcn hinten im Anhang. R«. Bündniß der drei Länder Nri, Schwyz und Unterwulden mit dem Grafen Eberhard von Kybnrg auf sechözehn Jahre. 1327, 1. September. Staatsarchiv Bern. Wir die Amptlüte lind Lantlüte gcmeinlich von Switz, von Vre vnd von Vndcrwalden, tun knnt ^ all- menlichen die disen brief sehent oder hörent lesen, nu oder hie nach, daz wir zu dem hohen manne, graue» Eber- f harte von Kybnrg von nu hin sechszehen Jar die uechsten Hein mit eiden, die wir dar vbel liplich getan, Hein gebunden j ime ze ratenne vnd ze helfeilne iil der forme als hie nach geschribcn stat. uameil ist daz, daz jeman Inn in disen j sechzehen jaren angrifet iilit Vrlig ald mit Krieg«, daz wir darz» vssrunt siner Herrschaft füllen raten vnd im ^ helfeil mit libe vnd mit gute nach vnser macht, in gute» trüwen ane var, mit namen an dien stetten, da Inn ^ in duchti, da wir ime aller nutzlichest möchtin helfe» in dem Vrlig. Bedürfte er aber vnser lttten, sin stette j vnd sin Herrschaft ze werenne oder init ime denne zwo »ü^' voil silier Herrschaft vmbe sich ze varcnne, die ^ füllen ivir ime denne senden, wenn wir von ime denne darüber geninn t werden, vnd mit namen sovil, ^ vmbe so vil lüten so er vils deniie schribi, die wir deilne erziligcn v»d enbcren »lüchtin an var. Vnd füllen wir danne die lüte vntz iil sin statt ze Thune in Vilser kosten vnd von Th»»^ 255 r. . , > , - r em stmt -e Thune so füllen die lüte in silier, dcz vorgcnantcn Granen °r hem; aber we.i.ie die > lüte kommt in stn st - ^ ^ k°!te sm, alle die wile si in ! herychast v ^ vniern drin lendern wurde > vsstande in ^ die boten aber den stoz nit brechen noch hinlegen nujante, den stoz hm zelegenne, !dritten, so sölte der vorgenante Graue denne dien ""t licbi, wcz den zwei lender > e.iihelle 'v'U' ^ ^ ^ glicht wurde. Alles also wenne sin boten Zwem gegen dem dritten be- > Holsen stn v.it t^ ^ ^ v,.d °"r lnte m vnser laut j koment, ^ a, st a ^ vorgcnantcn Grauen jeinan von siner statt ze Thune vnz erbetten hattin. Wcre > och daz, da, vns o. ^ ^ die strazze, darzn füllen wir dem cgcseiten a» den Brüning j irren wolte vnscrez wegez ^ ^en gebresten ablegen. Vnd Grauen vnd er vns I raten vnd helfen, "t>ve^e t ^ ^ dem vorgenanten cide stet ze Hanne vnd beHein vns in disein eide j vor daz Romsthe n st ^ ^^d ze einer sichcrheit Ze leistenne, als hie vor j stat, in guten ^.„reinlich der vorgenanter driier waltstetten von Switz, dst dingez Hein wir die > Amptlnte vnd ^an " . discn brief. Der wart gegeben an von Vre vnd von Vnderwalden vister mal,. ' / ^urt Thuseng drinhundert vnd sibcn vnd zwentzig Jar dem ersten tage j in Herbsten, do öam ^ ^druckt b-i u°pp s-i^ Vd. v. B-uag-o. S°i°thurn-r Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegel» IS2S, S. Z»»- t? ^n..dnissos der drei Länder mit dem Stüdtelmnd Verlängerung des oblgen Bundn ss auf drei wettere Jahre. Zürich. lSS», 14. Januar. Staatsarchiv Bern. «„'ten'r Grave Vlrich von Montfort, Hcrre ze Veltkilch, sin Wir Rudolf von Gottes genaden B>?i)is g - vnd wir die Nete > vitd Viirger von Kostenz, ü'nder, Grave Eberhart von Kibnrg, !uantgnive ^„t Gallen vnd von Navenspnrg vnd wir die von Zürich, von Berne, von Lindowe, von ^ ^ ^ von Vnderwalden, Tun tunt allen den, (die) ^antaminane vnd Lantliite Seweinlich voii um, ^^.gohcn offenlich, das wir einhelleklich mit guter nsm brief im vnd her nach sehent me> ^ verbuntnnsse, die noch vntz vf die nechsten ^trachtlnige durch frides willen vno j tMt) ! e haben von der vorgenanden nechsten sant Georien tnlt laut Gcorientag tag iveren sol, einüwtret vn g . ^ geswornen eiden verbunden, ein andern ze stn vber ^ drii gantze Jar die itechjttN vm ) hgsigelten bricven, die die Stete im inngest ^ von votcnne vitd ze helfeitiie vf dav voiguiame g ^ ^ ^ °>ne lengeruitge einaiidcrn geben habent. ^ ^ Grave Eberhart > voit Kibnrg v.id wir vorge,landen Bischof Rudolf von stojstist, ^ ^ Lantammann vnd Lantlüte der vorgenanten drijer d'e Rete vnd Bi.rgere der vorgenanten ^ ^ ^ ^ g^schach vnd ivurden ouch dise bricve Altstetten vnser aller Jnsigel offenlich gi st ^ ^ Gottes geburte zalte dri.cehen hundert «oben Zürich, Mornendes nach Sa.it Hylar.en tage,^ oo Jar vnd darnach in dem Nündcn vnde Zv'cnz'golstn ^art. ^ ^ ^.uckt b°i TiHudi i. so-.. a> P«rg°m°nt°n° Urkunde mit 1- anhängenden S.egem. 25« 58. Der Lueerner Bund. 1332, 7. November. Archive Gersan und Nidwalden. In Gottes iiainen Amen. Wand menschlicher sin blöde vnd zergailglich ist, dz man der fachen v»d der dingen, die langwirig vnd stette sollen beliben, so lichte vnd so balde f vergisset, durch ff dz so ist nutze, vnd noturftig, dz man die fachen, die den litten ze fride vnd ze nutze, ze gemache vnd ze Eren vf gesetzet merdcnt, mit schrift vnd mit briefen f wissentlich ff vnd knntlich gemachet werden. Dar vmbe so künden vnd offenen wir, der Schnlthesz, der Nat vnd die bnrger gemeinlich der stat ze Lutzern, die Lantlüte von Vre, von f Switz vnd von ff Vnderivalden allen den, die disen brief lesent oder hörend lesen, dz wir dar vmbe, dz wir versehin vnd verkomm die herte vnd die strenge des zites, vnd wir f destcr bas, mit fride vnd mit gnaden ff beliben mugen, vnd wir vnser lib vnd vnser gut dester bas beschirmen vnd behalten mugen, so haben wir vns unt trüwen vnd mit eiden f Ewenklich vnd stettenklich zesament versichert vnd ff verbunden, Also dz wir bi vnsern truwen vnd bi vnsern eiden gelobt vnd gesmorn haben, Ein andern ze helfenne vnd ze ratenne f mit libe vnd unt guote, in allem dein rechten vnd mit allen den gedingen, als hie ff nach geschriben stat. Vi dem Ersteil so hau wir der Schnlthesz, der Rat vnd die burger ze Lutzern vor f behept, dien hocherbornen vnsern Herren dien Hertzogen von Oesterrich die rechtunge vnd die dienste ff die wir inen durch recht tuou füllen, vild ir gerichte iil der stat vnd in f dem ampte ze Lutzern, als lvir von alter vnd von guoter gewanheit der stat ze Lutzern har komen sin, gegen bürgern ff vild gegen gesten, aile geuerde. Dar zuo han wir vorgehept vnser f stat, vnd den Raeteil ellu ir gerichte vnd ir guoten gewanheit ouch gegeil burgern vild gegen gesteu, als st von alter har komen ff sint. Dar nach han aber wir die vorgenanten Lantlüte ze Vre, f ze Switz und ze Vnderivalden ouch vns selben vorbehept vnserm hocherborileil Herren dem Keiser vnd dem heiligen römschen Riche ff die rechtung, die wir inen tuon stillen, als wir f von alter vnd guoter gewanheit har kome» sin, vnd behalten ouch uns selben jeklicher Walt stat sunderlich iil ir lantmark vnd in ir zilen ir gerichte ff vud ir guoten gewailheit f als wir von alter har komen sin. Vnd sol ouch vns die vorgenanten burger von Lutzern gegen dien waltlüten, viid vns die vorgenanten lantlüte ze Vre ze Switz, vnd ff ze Vnderwalden gegen dien f bürgern voil Lutzern der selben rechtung benügen, als vor geschriben stat, an alle geuerde. Bescheche aber, da vor Got si, dz jeman vnser deweder vsse old inne ff har vber nöteil f oder beswereil wölte old angriffen oder schadgon, wedern dcnne der schade geschieht, die füllend sich dar vber erkennen bi dem eide, ob man ine» unrecht tüge, vnd f erkennent sich ff denne der nierteil vnder inen, dz inen vnrecht geschicht, so sullent si die andreu inaneil, bedli du stat ze Lutzern die walt liite vnd jeklich waltstat ff sunderlich vild ouch die vorgenanten waltlüte vnd ff jeklich waltstat sunderlich die burger von Lutzern, vnd da füllen wir denne ein andern wider Herren vnd wider allen menlichen behulffen sin f mit libe vild mit guote, wir die burger von ff Lutzern dien vorgenanten lantlüten in vnserm kosteil, vnd ouch wir die egenanten lantlüte dien bürgern von Lutzern >u vnserm kosten, mit f guoten vnd gantzen truwen an all geuerd. ff Wer onch dz deHein miszhelle oder krieg sich hübe oder vf stende vnder vns dien vorgenanten Eitgnossen, dar zuo stillen vnder vns die besten f vnd die witzigosten komen vnd stillend den ff krieg vnd die miszhelle schlichten vnd hin legen nach minnen oder nach rechte, vnd weder teil dz verspreche, so stillend die Eitgnossen dein andern teil minnen vnd rechtes behulffe» 25^ des j teiles schaden, der da ungehorsam ist. Werc o.ich dz du drn Lender vnder ein ander stös gcwunnen, ^ denne zwei Lender ein- j helle wcrdcnt, zno dien füllend onch wir die vorgenanten burger » von Sichern fuegen vnd snllen dz dritte Land helffen wisen, dz es mit dien zwein cinhelle werde, es were j denn dz die vorgenannten bnrger von Lutzorn et.vz dar vnder fnndin, » dz die zwei Lender besser vnd wcger dnechte. sin onch vber ein kamen, dz weder wir die vorgenanten bnrger von j Lutzern fnr die cgenanten Lantliite ^e,ze Switz vnd ze Vnderwalden » noch onch wir die selben lantlute für die bnrger von Lntzern pfand sin vnd dz onch nieman vnder > vns dien vorgenanten Eitgnossen sich mit hinderlichen eiden oder mit ^"'er sunderlicher gelnpte gegen nieman, weder vsse noch inne, verbinden sol, anc der Eitgnossen gemeinlich vnd j wissen. Es sol onch enkein Eitgnoss vnder vns den andern pfenden, er si denne » gelte oder bürge s°l dz selbe den nocht nit tuon man n.it geeichte vnd mit vrteilde. Wele ! o.ich vnder dise.i Eitguoffen gerichte .vider stnende oder vngehorsam were v.id vo.i des » ungehorsam der Eitgnossen deHeiner ze schade., ^ s° füllend in die Eitgnossen ! t.vingen, dz die., geschadgoten ir schade von ime abgeleit werde. Wer o.ich 5 d°r Eirgnossen deHeiner ll hinnan hin den lib verwnrkte, als vere dz er von sine... gerichte dar v.nbe versch- j . "we" tvurde, wa dz den. andern gericht verknnt wirt n.it des Landes offenen briefen und msigel » oder der Se Lntzern, so sol ...an onch den da verschriien i» dem ! selben rechten, als er onch dort verschruwen ist, "d wer den dar nach wissentlich hnset oder hauet, old essen old » trinken git, der so ... den hl -.. schulden " das ^ Eine, dz es in. nit an den lib gan sol, an alle geuerde. Dar zno so s.n w.r e.nhelkl.ch v er k°'"en, wele der Eitguoffen » bis alles und ieklichs snnderlich, als es ! hie vor geschriben ist, nit stet hat ? ^ vber trittet deHeines .veges, der sol meineid vnd trüwlos sin, alles ane geverde. Vnd hör vber dz !°lles o,,d ieklichs snnderlich ! von vns allen vnd von unser iekliche». sunderl.ch stet und vnverkrenket bel.be hie vor n.it vsgenomnen ...orten bescheiden ist, dar v.nbe» hau wir der vorgenante j Schnlthess, der ? w.d die bnrger von Lntzern unser Gemeinde insigel, vnd unser iekl.ches der vorgmenten Lendern s.n 'l« an disen brief gehenket ze einem » waren , vrkm.de dirre vorgeschribnen fachen Der geben wart ze an den. nechsten samstage vor sant Alartis tag, do ...an zalt von gottes ! gebnrte Trnzechen Hundert » drissjg jar, dar nach in de... andern jare. VI 9 mit Facsimile Bergt, ebenda. XX. 216. Der alte Vu„>.r Tschudi I. 323. Gesch. ) ^ 5. Januar (vix. IZi>isanio) 1434 bitten die von undbnef .st nicht mehr vorhanden. Ans einem z die in ihren Bunden stehen, aus den Briefen m Z,.g. daß man die Worte wegen de ^ Abschied ^ 154.) Noch auf dem ?age zu Bad/n ?' ''7/n 45l verlangten die von Lueern. daß man wegen Auslassung des LMrr -"" 5""' losf disem tag ze m 28. Juli (Sonntag poot 3aa°M) „vss t genlich" Rathsb..ch l'll 33 u 14.7 oben Seite 180. Wie bald es geschehen sei. ,st...cht gesagt; es wurden aber die abgeänderten Briefe'auf das ursprüngliche Datum geseht und die alten ^3-- - D^ nach zw« noch oor Abünderung deS Bundes gemachten Abschriften, d-e s.ch zu S anS und zu Swrsau befinden. Es ^rite unmöglich sein, die ursprüngliche Fassung wieder herzustellen, da Lueerns Stadtschre.ber D.ethelm. der den Vr.ef »-schrieben haben mus. sich s Iber nicht stets gleich blieb; daher wurde me.st d,c Leseart aufgenommen, welche d.e 33 253 t9. Spruch der neun Schiedlente zwischen Oesterreich und Lucern. Lucern. 133«, IL. Juni. Stadtarchiv Luceru. Wir Niclaus zei: Kinden, Cuonrat von Berennels, Rittere, vnd Wernher zer Sunnen, Burger ze Philippes von Kiene, Johans von Buobenberg der Jüngere, Rittere, vnd Wernher Nlüntzer, ^ Burger ze Bern^ Johans der Müller, Heinrich der Biber, Rittere, vnd Johans Krieg, Burger ze Zürich, künden menglich^ mit diesem gegemvertigen brieue: Das da nach so an vns Niine j die vorgenantcn gesetzet vnd verlasscil dl vnd ouch ze Scheidelüten genomen sint, von der nnssehelli vnd der stössen wegen, so ist zwischent den erbornen Herren vnd Fürsten, den Herzogen i von Oesterrich, irn amptliiten, im dienern vnd hclffern, landen vnd irn lüten ein site, Vnd andersite zwischen den erbern vnd bescheidenen lüten, den: Schultheiß^ dein sttate vnd den ^ Bürgern von Lutzerren vnd irn hclffern, vs ze richtende vnd vs ze sagende vmbe ^ selben fache, das ouch si ze beiden teilen gelopt haut nach den brieuen, die dar vmbe verschriben j vnd ^ sigelt sint, stete ze Hände vnd ze vollefuerende swas wir dar vmbe erkennen vnd vs sagen vnd richten- ^ sin wir alle Nüne gemeinlich einhellig worden vnd Hanl ^ erkennet, vnd sagen ouch vs: Zem ersten, so ^ sen wir, das der Schultheisse, der Rat vnd die Burgere ze Lutzerren, die nüwen Müntze der Herzogen ^ Oesterrich nemen > sullent acht tage nach sant Johans tage ze Sungichten, so nu nehest kunt, ans allen sürzd^ vnd sullent die Müntze in ir stat versorgen, das man mit nüwen Phcnningen kouffe vnd ^ verkouffe, solich eimuige dar vs setzen, das si fürgang habe, als in andern stellen, da die nüwen Muntzen gant, vnd gewonlich ist, doch mit der bescheidenheit, das die ^ vorgenanteu, der Schultheisse vnd der Rat ^ Lutzerren gewalt haben sullent, vmbe geltschult die man Cristan vnd Juden gelten sol vnd schuldig ist, tage vnd du zil ze machende, ^ ouch als in andern stetten vnd Niiwen Müutzcn gewonlich ist. Vnd d>v- heissen, daz wir da getan hant, daz sol den vorgenanten Herren den Herzogen von Oesterrich vnd den gern ^ vnd der Stat von Lutzerren an iren friheiten vi:d an iren rechten enkeiu schade sin. Wir heissen ouä)/ das die stat vnd die Bürgere von Lutzerren der Herschaft von Oesterrich gehorsam ^ sullent sin, mit alb" den rechten vnd gewonheiteu, als si der Apt von Muorbach vnd der Vogt von Rotenburg har bracht haüb vnd ouch sit males du Hcrschaft von Oesterrich. Ouch sullent j du Stat vnd die Burger von Lutzerren allen friheiten vnd gewonheiteu beliben, als si vnder dem vorgeschoben Apt von Aluorbach, dein Vogt vo» Notenburg vud der Herschaft von ^ Oesterrich vou alter sint gcsin. Ouch heissen wir, das man den Burcffld von Lutzerren allu irn gucter lidig vnd lere lassen sol, die si hatten vor dem kriege, vnd si in nutz^ gewer ^ mit gcrichte vnd mit vrteile setzen sol, vnd vsser Achte lassen, wonde man ouch mit gerichte dar kamen was. Wir. heissen ouch vmbe die geltschulde, die man der Herschaft von j Oesterrich, irn Amptlüte'd irn dienern vnd hclffern, vnd den Bürgern von Lutzerren gelten sol, das man die ze beiden siten richten geben sol gentzlich vnd gar, vnd das entweder:: ^ teil nüt irren sol, ob iemande der geltschulde ze beidrd teilen vt genomen, verspert vnd beHeft si von des vorgeschribenen krieges wegen. Aber heissen wir, was uangencn ist ze ^ beiden siten, zwischent den vorgenanten Herren den Herzogen von Oesterrich, irn AmptWü, irn dienern vnd irn helffern, vnd der Stat vnd den Burgern von Lutzerren, vnd die in bürgschaft vnd! in gelübde staut, swas vor der hant ist, das sol von dirre richtunge wegen alles lideclich abe sin, geatzt 259 ""d gar. Ouch heissen wir, daz vn.be allen den schaden, der in disem j kriege beschehen ist, von Manslacht, "°n Wundaten, von Brande, von Ronbe, von Zinsen genomen oder von Sturen, das ovch das alles lide- abe sin sol. Was aber noch j zinsen ze beiden siten vsse stucnde vnd hinderstelle, oder sturen die nüt «kgeben wenn vnd vf den gnetern beliben wenn, des die knie nüt cntwert wenn, die die zinse vnd die "ur° schnldig sint, j das sol'den, geuallen sin, den die lüte vnd die gneter anhörent. Wir heissen ouch den Tchultheissen, den Rat vnd die Burger von Lutzerren, das si die viere, Johans Bocklin, Johans ! von Malers, Herman von Meggen vnd Wernheru des Ammans sun von Rotenburg, wider in die stat ze Lutzerren sullent nach der alten vasenacht so nu »ehest kunt, ane allen f.irzug, i vnd fridelich vnd ruewielich in stat beliben vnd sitzen sullent als ander ir bürgere, vnd in allem dem rechte als si vor males waren, ° si vs keinen, vnd das man inenen ouch all., ir ! gueter, huser vnd Höfe lidig vnd lere lassen sol, wonde dunket bi vnsern. eide, daz es weger si getan denne vermitten. Ouch Heisien wir, swas litten sit dirre anuieng, I gesworn haben, es si von eitgenoschaft wegen oder von burgrechtes wegen, daz das alles sin sol, es sie vssernt oder inrent, vnd das ie der n.an, er sieHerre oder diener, gen sin.e , man sin sol rechte als e n.aleS, e dirre krieg anuieng. Wir heissen ouch, wonde du ,atzunge vf vns Nüne d.e »orgenanten gesetzet isi vs ze richtende, daz n.an si ze beiden siten > stete a e vnd vollesuere, als si da rwr Worte ze worte vs bescheiden vnd gesthriben stat, vnd daz enwe er te.l da w.der tnon noch omen sol !" deHein n>eg, ane alle geuerde. Har vn.be ze i einen, vrkunde vnd bezugnusse alln: der vorgeschnben mge ° hau wir Niclaus zen Kinde., Euonrat von Berennels, rittere, Wernher zer ^nnnen, burger ze Basil, Gippes von Kiene, Johans von , Buobenberg der Junge, rittere vnd Wernher Müntzer, burger ze Berne, der Müller, Heinrich der Biber, rittere, vnd Johans Krieg, burger ze Zunch d.e vorgenanten Sch.de- vnseru Jngesigel , gehenket an disen brief, Der geben wart ze Lutzerren des Jares do u.a.. zalte von ^ geburte Trüzehen Hundert vnd sechst vnd Drissig Jar, an dem nechsten E.stage vor ! sant Johans tag Dousiers ze SuNgichteil. Abgedruckt bei Kopp, Urkundcnbuch I. S. 175. Nr. vo. Ist Erklärung des Bischofs Nielaus von Constanz als österreichischer Hauptmann. Lltceilt. 1331», 18» Archiv Obwaldcn. Wir Niclaus, von Götz gnaden Bischof ze Costentzc vnd Hauptmann der hohen edeln Fürsten, der Herfen von Oesterrich in j ir landen ze Swaben vnd in Elsaß, vcriehen vnd tun kunt alrmenlichem n.it ^s°"> gegenwertigen brieue. Als die Nüne j Schideliite von den drin Stetten Basil, Berne vnd von Zürich fnden zwischent den vorgenanten edeln Fürsten den j Herzogen von Oesterrich, irn Amptlüten, im dienern irn helffern, ir lande vnd ir luten einsite, vnd den bescheidenen j lüten, den lantlüten in den Waltsteten ^ ze Switze vnd ze Vnderwalden andersite gcn.acht vnd gelengert haut > vnd ouch geheißen haut ze bei- " siten den friden stete vnd veste ze Hände, ane alles widersagen vntze vf die nechste Wienachte j so .... '"»tt vnd von dannan über zwei ganz.. Jar: Da veriehen ouch wir, sit daz si vns das gcheissen haut, "ö wir ouch ^ den sriden also mit guten trüwen stete vnd veste haben wellent an der egenanten Herren der ^°ge, ir amptlüten, ir diener, > ir helffer, ir lande vnd ir lüten stat, vntze vf das vorgeschnben zil vnd ""ch dem zil vier wuchen ab zesagcnde, ob ! dewcder teil absagen wil, in allem dem recht als der alt fride- 260 brief geschriben stat, ane alle geuerde. Vnd des ze einem vrkunde s vnd sicherheit so han wir vnsere nisse Jngesigeln gchenkct an disen brief, der gebeil ivart ze Lutzerren, des ^ Jares, do man zalte von Götz lmrte drüzeheu hundert vnd sechse vnd drißig Jar, an dein nechsten Eistage vor sant Johans ^ tage Töuffers ze Sungichten. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel. Abgedruckt Tschudi I. Stl. a. und als Regest im Gsschich tsfre und XX. iiil. s« Der Zürcher Bund. Zürich. 1351, 1. Mai. Staatsarchiv Zürich. In Gottes namen Amen. Wir der Burgermeister, die Räte vnd die Burgere gemeinlich der Zürich, der Schultheis;, der Rat vnd die Burgere gemeinlich der Statt ze Lutzern, die Amman, die L»»^ lute gemeinlich der Leuder ze Bre, ze Sivytz vnd I ze Nuderwalden, Tund kuild allen die disen drieff oder hörend lesen. Das wir mit guttem Rat vnd mit synneklicher vordetrachtung, durch guotten frid »' schirmung vnser lib vnd guttes, vnser Stett, Vilser Lender vild lüten, dilrch nutz vnd froinung willen ^ nteiillich des Landes einer ewigen lmutniss vnd fruntschaft vberein koinen speu, zesamen glopt vnd gcsch»^^' haben liplich vnd offenlich gelert eide ze den Helgen, für vns vild alle vnser nachkamen, die harzu mit na»"" eivenklich verpunden vnd begriffen sin füllen, ^ mit einander ein ewig bnntniss ze hnltene vnd ze habene, auch nu vnd hienach vmvandelbcr, vnuerbrocheu vnd aller diilg vnuerseret mit glitten truwcn stet vnd eivenklich pliben sol. Bild man aller zergengklicher ding vergessen ivirt vnd der ^ lollff dirre welt vnd in der zyt der Jareil vil ding gecndcrt iverdent, Davon so geben wir die vorgenanten Stett vnd Le»^' eiilailderu dirre getruwen gesellschafft vnd ewigeil buntnisse eiil erkantlich gezilguiss init brieffcil vild mit l» schlifft, also, Das wir ^ einandern getrlllich behulffen vnd beraten sin füllen als verr vns lib oder gut ^ langeil mag, an alle geuerde, gen allen dien vild vff alle die, so uns an lib oder an guot, an Ereil, an heilen, init gemalt oder ane Recht vnfug, vnlust, angriffen, betreuten, dekeineu ^ widerdricsz oder sä)» ^ tetint, vils oder Jenmild so in dirre buntnisse ist, im oder hienach inwendig dien zilen vnd kreisten »^ hienach geschribeu stat. Dz ist des ersteil da die Ar entspringet, das man nempt an Grymslcn, vild die ÄG ab für Hasli, für Bern hin vnd seiner nie ab der Ar nach ^ vntz an die statt, da die Ar in den Rin ^ vild den Rin wider vff vntz au die statt, da die Tur in den Rin gat, vild dieselben Tur inner me vntz an die statt da sy entspringt, vnd von dein Ursprung und derselben statt die Richti durch Churiva vff vntz an die vesti ze Ringgen- ^ bcrg, vnd von derselben Ringgenberg vber, enhalb dein Gotthart hin lch>'" liiif vff den Plattiuer, vnd von dannenhin vntz vff deil Düffel, vnd von dem Düffel wider vber vntz an ^ Gri)nffel, da die Ar entspringt. Were aber das in disen vorbenempten zilen vild krcissen yeman, ^ so in dil»^ buntniss ist, dekeiii wpse yeiner alle Recht von peinand angriffen oder geschadget wurde, au lut oder »" guot, darlunb so mag vnd sol der Rat oder die gemeind der Statt oder des Landes, so dann geschah ist, vmb deil schaden sich erkennen vff Jr eide, vild weS sich ^ danue derselbe Rat oder die gemeind oder ^ vierteil der Statt oder des landes, so dann geschadget ist, vff den cid erkennet, vmb hilff oder anzegrbb"' vmb keiiwr Hand fach, so dann notdurfftig ist, darumb sol vnd mag der Rat oder die gemeind dersel^' 261 . ... Stett vnd Lender, so in dirre buntnisse sind, Statt j oder des Landes, so dann ^Ichadgetff, ^ ^ Statt oder des Lau- w°nen, vnd vff wen ^n" d.e manung beM ) ^ ^ ^ ^ W gewnssen botten oder wessen m W ^ „erde, »der den vnd ober die snllend Inen die andren ^n kilchen der vorbeuen.pten dnM lemem ^ vnuerzogenlich behulffen vnd beraten sin mit gantzem «tett vnd Lender, so dann ge.nant st.d l gemaut hant, an Mist vnd mit allen sachen als w notdmfttg ^ „ien.an gen dem andern dirre buntniss, alle geuerde; vnd sol vnder vu. dien vorgn ^ ^ ^in ding suchen d'rre manung vnd der Hilst deke.nes wegs a ^ ag^leit werden mächt, an alle "°ch ! werben, darnmb die hilff, vmb die mnnze'm . Jr selbs kosten tun an alle geuerde. lwerde. Vnd sol o.ich iet.vedrn Statt vnd wid ^ ^ ^ Were ouch das an vns, oder an Jeman ,o »> i'lr ^ vngeinant vnuerzogculich zn varen a» inan gechcr hilff zu notdnrfftig were, da sti ^ e ^Lere aber das die fach als gross were, v"d schiken, wie das gerochen vnd abgeleit unna e, " dann harnmb de kein Statt oder land das „mn eines > gezoges, oder eines gesege. no >. . dnefsen ermant nnrt, darnach füllen vnder vns von jeman, so in dirre buntmss Ü, ^ ^ Einsidcln vnd da ze Rat werden, wir vnuerzogenlich ze tagen komm zu dein 'w^ vmb hilff gemant Hand, vnnerzogcn- was vns dann aller uutzlichest dunk, also m-.- ^ ivnrde, so sol die Statt oder l'ch gehnlffen werde, an all geuerd. Were om) i ^ h^nd, den Costen einig haben, so von Weidas Land, so die fach angat vnd j die die mnn i ^ Wer mich das iemaii, wer der len oder von werklüten von des gesesses wegen mm ^ ^ ^ne recht, vnd derselb vsserhalb dien > vorbe- were, dekcinen so in dirre buntnisse sind, angnste o s ^ schulden knmpt, das der oder die, so den an- 'wmptm zilen vnd kreisen gesessen were, ^ ' ^„ver der vorbenempten eidgnossen, denselben oder llriff vnd deii schaden getan hant, k°"'t"d ne S ^ ^ d'e alle, ir helffer vnd diener lip vnd ist" 1" ..»nerzogcnlich an alle geuerde. Were ouch das wir die selben schaden vnd angriff ablegen vnd wue, 'S ' uemeii'lich mit dien vorgenanten vuseru eidgnossen vorgcnauten von Zürich Stöfs oder null he ^ ^ ^stmw, das Gott lang wende, °°n L.chern, von Vre, j von SwO vnd von ^ den Einsidel», vnd sol die Statt zeLutzern darnmb füllen wir zetagen kon.e,, Z" d"» " ^ da.ni stöss mit > vns den von Zürich hat, zwen °d"' die Lender, sy alle geiueinlich oder ^ vier füllend dann schwerreu ze den hcligen, die fach ^'er inan darzil setzen vnd ouch wir ^ ^ rechten, mrd wie es die vier oder der vierteil v"d die stöss vnuerzogenlich vszenchtene z i «n alle geuerde. Were aber das die J„m > dmu. ch«M, uw ,, i° i« --- »r d»,j„ w«dn,t. nch s > ' ^ z., z„,„ kichn >»,d »eine», d°r st i» d,r wd, Inw-ndiz mvr ^ ^ ^ dn. sM.'»t dt., t» d.r SI»tt »dn Land -r i°ch schidltch »nd dnnl, «°d w« ^ ^ stch », A. bt,,„> « w«m ^ ^ ^ ^ „,„l. » ».»^chuk z.,,l,ch g.»ch, l«d , ^ „,„.rj°».nl>ch «.. d:d. «... 262 so mag er sin Recht ivol furbas suochen als er dann notdurfftig ist, an alle geuerde. Es soll auch niemaM so in dirre buntnisse ist, den s andern verhefften noch verbieten man den rechten gelten oder bürgen, so im darumb gelobet hat, an alle generde. Wir sind ouch einhelliklich vberein koinen, das de kein eidgnoss, so dirre puntnisse sint, vmb dekein sach für ein andern pfand sin sullen, ane s alle geuerde. Were ouch das Jemand so in dirre buntnisse ist, den lib verschulti, als verr das er von sinem gerichte darumb verschruwen wurde, wa das dem andern gerichte verkundt wirt mit der Statt oder des Landes besigelten brieffen, sol man Jnir ouch s da verschryen in demselben gerichte, als ouch er dort verschruwen ist, an alle geuerde. Vnd wer Inn darnach wussentklich huset oder hoset, essen ald trinken git, der soll in denselben schulden siM also das es im doch nit an den lib gan sol, an alle geuerde. Ouch haben wir gemeinlich s vns selben vsbe- hept vnd bereit: were das wir samend oder vnser Stett vnd lender keines bisunder vns ienderthin ge" Herren oder gen Stetten fürbas besorgen vnd verbinden wöltint, das mugen wir wol tuoir, also das wil doch disz buntniss vor allei? bunden, die wir hie ^ nach ncmen wnrdent, gen einander ewenklich stet vnd vest haben sullen, mit allen fachen, als si an disem brieff bereit vnd verschriben ist, an alle geuerde. Es ist ouch eigenlich bereit, were das jeinan Her Rudolffen Brun, Ritter, der ietz Zürich Burgermeyster ist, oder welher seiner da Burgermeister wirt, die Räte, die Zunffte vnd die burger gemeinlich derselben Statt be- krenken oder kumbern wolt an Jr gerichte», an Jr zunfften vnd an Jr gesetzten, die sy gemachet Hand vnd in dirre buntnisse begriffen sind, wenne wir die vorgnanten s von Lutzern, von Vre, von Swytz oder von Vnderwalden darumb ermant werden von eim Bilrgermeister allein oder von eim Rat Zürich, mit eines Burgermeisters oder des Rates Zürich besigelten brieffen, so sullen wir Inen vnuerzogenlich vff den eide be- hülsten vnd be- s raten sin, das der Burgermeister, die Räte vnd die Zunfft by Jr gemalt, bi Jr gerächten vnd bi Jr gesetzten pliben, als si es vntzhar in disz buntniss bracht Hand, an all geuerde. „Wir die vorgenanten „von Zürich habent vns selber vorbehept vnd vßgelaßen vnserm Hern dem Kung vnd dem heiligen Nömb „scheu Rich die rechtung, die wir Inen tun söllent, als wir von alter guter gewonheit herkomeu sien, an „alle geucrd. Darzu habeu wir vßgelassen vnser eidgenoßen die Bunde vnd die gelupt, so wir vor discr buntnuß „getan haben, an all geuerd. Aber wir die vorgenanten von Lutzern, von Vre von Swytz vnd von Vnderwalden „bent och vns selber vßgelassen die gelupt vnd buntnus, so wir vor miteinander habent, das diu diser buntnusst „och vorgan sol, an all geuerde. Darzu haben wir obgenante von Lutzern vorbehept vnd vßgelassen den „hochgebornen vnsern Herren den hertzogen von Oesterrich die rechtung vnd die dienst, die wir Im'» „durch recht tuon söllent vnd Jr gerichte in vnser Statt, als wir von alter guter gewonheit „können sin, ain alle geuerde. Wir die vorgenannten Lantlut von Vre, vonn Switz vnd von Vnderwalden „haben och vorbehept vnd vßgelaßen vnsern durchluchtigen Heren dem Kung vnd dem heiligen Rönst- „schein Rich die rechlung, so wir Im tun sollen, als wir von alter guter gewonheit her können sie»/ „an all geuerde." Daby sol main sunderlich wüsten, das wir eigenlich bereit vnd verdinngt haben ge" allen dien, so in dirre bnntnisse sind, das ein iegklich Statt, iegklich Land, iegklich Dorf, iegklich hoff! so jeman zugehört, der in dirre buntniss ist, bi ir gerichte», bi ir fryheiten, bi ir handuestinen, bi ire» rechten vnd bi iren gutten geivonheiten gentzlich beliben snlleint als si es vntz har gefürt vnd bracht Hand, also das nieman den andern dar au s krenkcin noch snmcn sol, an alle geuerde. Es ist ouch stw- derlich bereit, durch das dise buntniss Jungen vnd alten vnd allen dien, so darzu gehören, ymer mer bester wusscnklicher sige, das man ye ze zehcn Jaren vff iugenden Atcyen davor oder! darimch, an geuerd, als ^ es vnder vns dien vorgenanten Stetten oder Lendern jeman an den andern vordret, by vnsern eyden dise 2KZ helupt vnd buntniss crlllchteil und erilllweril sullk ' .. ... gg sechüelien .„ .. , W mia« mick > dann manne oder knaben ze dlen Wen ov stapzepkil allen dmgeil, so dann notdnrstlg lst. ^ ^ z°.m « si.. di. si.simd dmu, !«'w°nw dw w »T ^ ^ -» dsi-m bn-ff,,.ichr>d.n ld". ^ „d„ «rjichm wnrdk. d»z i°l d°ch m,sch,dl!ch sin 'ten v„d > es sich von keiner Hand sach w gm ^ ^ norgeschriben d'rre bnnt.liss, .va.l.l s» mit nan:en ^ land, an alle gcuerde. ^.nr haben olle, ^ „otdurfft, keiner ding einhelliklich mit einander», nn vnd behalten, ob mir durch vnsern S"""'"'' ^ duntniss ietz verschriben vnd bereit ist, es were ^er Wnach seiner ^ einander" wol mugend vnd gemalt haben sullend, Menne » ninren oder ze mercil, ^ as wir e o ^ .-„belliklick ze Rat werden vnd vberein kamen, das vns nutz w'r sin alle, die in Wer bnntmsse ^ offnen Vrkund, das disz j vorgeschribcn alles nn n fuogklich dunk, an alle geneld. ^n )al vnsern nachkamen, darnmb so habeil wir die "nd hienach ewcnklich mar vnd stet bellbc vo> ^^ ^ Vndermalden vnsern v°rgenanten Stett vnd Lender von Z^), vm' W ^ ze Jngendem Aieyen, Jngeftgele ofsenlich gehenket an Wen ! buech, - S a Man zalt voil Gottes geburt Drnzehnhm" ^„„dbricf findet sich nicht mehr; die hier in AnführnngS- Abgedruckt bei Tschudi I, 391 ff. Stadt Zürich Schreiber Michael Graf im Jahre 1428 von Zeichen geschlossene Stelle ist nach der Abschnf, >re ) 'dem alten Briefe gemacht hat. St T>>° Urkunden des Schicdspruchs zwischen Hcrz°o Mbrecht >'°I, Oesterreich und den Eidgcmsse», 1351, l^s. Sepl. 1. ""v 12. October» Der Vorbehalt der Eidgenossen beim Compromiß. v. Erklärung der Zürcher für sich und die Eidgenossen m da-, Recht ,u stehen. I3ol, 1. Oktober. Das Urtheil der österreichischen Schiedleute ^ Der Obmannsspruch der Königin Agnes. ..s.._yx L. Annahme- und VollzichungSvcrsicherung der Zur )er. ( - >- e . Vorbehalt der Eidgenossen bei dem Compromiß. Zürich. 1351, 1-1» September (Mittwoch vor sant Mathäustag). Staatsarchiv Zürich. Wir Philipps von Kieno, Ritter, Peter von Balmo, Schnltheiz ze Berne, vnd Peter von Sedorf, Bnr- ^V ze j Berim tnn klmt alrmenclich init disein bliese: Als vinb die stösse, mißhclle vnd ansprach, so Vilser .! Herr-e Herzog Albrecht von Oesterrich von sins selbers megeil, von siner dienern vnd löten j wegen ze ^vechenne hat ze deil misen löten, dien voil Lucern, dien von j Vre, dien von Smitz vnd von Vildcrmalden, das '"an alles gesetzet hat vff unser fromm j die Königinen voil Vngern vild vff vier Schidlüte, darzll wir die "vrgenaiiten Philipps von j Kieilo, Ritter, vnd Peter voil Balmo von der wegen von Zürich, von Lntzern von dien > Waldstetten, irn Eidgenossen, ze Schidlöten beilennet vnd gesctzet sigcn, sol mail wissen > das " satz also getan hant,' das dien von Zürich, dien voil Lucern, dien von Vre, dien > von Switz vnd 264 dien von Vnderwalden inenlail reden noch sprechen sol an ir eide, an ir blinde, an ^ ir friheit, an ir Achtung noch an ir alten gewonheit, vnd doch also, das ir gewonheit ^ den Herzogen vnd den sinen füllen schaden mit an iren rechteil, vnd och dz des Herzogen rechtung j dien egenanten von Zürich, von LucerN/ von Vre, von Switz vild dien von Vnderwalden mit snllent ^ schaden an irn rechten, anc alle generde. won den egenanten stetten vnd lenderil dis alles vor ^ gelasseil ist vild dabi beliben snllent vnd auch wir dar bi gewesen sigen, do es also beredt vnd ^ bedinget ist, Des ze Vrkunde haben wir drpe vnsere Jngesig^ offenlich gehenket an ^ disen brief, der geben ist ze Zürich an Mittwuchen vor sant Mathellstag, do man! zalte von Gottes gcbnrte Drüzeheilhundcrt vnd fnnfzig Jar vnd darnach in dein ^ ersten Jare. Pergamentene Urknnde mit drei anhängenden Siegeln. Abgedruckt Tschudi I. 396. d. i Ii. Versprechen Zürichs, für sich und die Eidgenossen in das Recht zu stehen. 1351, 1. Oktober (Samstag nach St. MichaclStag). Staatsarchiv Zürich. Ich Rudolf Brun, Ritter, Burgermeister, vnd wir der Natt vnd die Burger gemcinlich der Stall Zünch ^ verichen offenlich, als vnser gnediger Herr Herzog Albrecht von Oesterrich von vnser fach wage" vns vnd ^ vnsern Eidgenossen tag geben hat von hüt vber acht tag, also dz wir mit vnsern Eidgcnosscil vin mit ^ vnsern Schidlnten vf denselben Samstag, so im nechst kamt, ze Knngsvelt sin sllln vor vnser Vroiven ! voil Nngeril, vnd darnach vntz vf die nechsten Aiittwocheil fol vnser Vrow von Vngenl vnd die Schidlüt! sprechen. Wer aber das vnser Eidgnossen niit vf den tag kemin, noch ir botten dar sailtin oder ^ sich in keine» stuken sunldiil in der Sach, als vnser Herr der Herzog zu in zesprechen hat, das ^ darumb nit gesprochen wllrd in dem vorbenanten Zil, so sölleilt aber wir von Zürich vinb Vilser ^ Sach bitten vnd heissen sp^ chen vnser Vroiven von Vngern vnd ouch die Schidlüte vnd rinden mit vnserm ^ Herren dein Hertzogen vi»l' Vilser Sach. Vnd wer ouch, dz vns vsgesprochen wurde, dennocht sulen wir ^ vnserm Herren dein Herzogs Haft vnd gebnndeil siil aller trostnng, so ivir im getan haben für ^ vns selber vnd für ander vnser EidgiwsN'N nach den Stuken als es daher bereit ist, an all generdc. ^ Onch erkenneil ivir, das dirr vfschlag von v"ch ivegen vild iiit voil vnsers Herren des Hcrzogeii ^ wegen beschechcn ist. Des ze Vrknnd haben wir v»I^ Statt Jnsigel vsmendig geleit vf diseil ^ brief, der gebeil ist an dem nechsten Samstag nach sant Mpchelstng, ^Viin» üomini N." ovo» 1» pivimo". Urkunde auf Papier mit in torxa ausgcdriicktem Siegel der Stadt Zürich. 4!. Spruch der österreichischen Schicdlente zwischen Herzog Albrecht und den Eidgenosse 1351, 12. Oktober. Staatsarchiv Lucer». Wir Immer, Grane von Strazberg vild brnoder Peter von Stoffeln, Colilinendnr ze Tailnenvels Tnhschen Ordens veriehen vnd tuon kimt offeillich nüt disem briefe Allen deil, die J>ln anschent, leseiü hörent lesen nn vnd hie nach eiveklich vm alle die Sachen vnd Stözze, Mizzehellong vnd anspräche, der j hocherboril Fürst Hcrtzog Albrecht Herhog ze Oesterrich, ze Styr vnd ze Kerndeil, Vilser gnediger Hern hatte ivider den Bnrgermeister, den Rat vnd die bnrgcr der Stat ze Zürich geineinlich, ivider deil SchliltheisZ^ den Amman, den Rat vild die bnrgcr gemeinlich der Stat ze Lutzerren, wider die Ammanne vnd alle dll 265 ^"tlüte gcmeinlich, der dryer j Waltstetten Vre Vndcrwalden vnd Swytz, Daz der selben fachen, ansprach '"izzehello.ig, aller geineinlich vnd ieklicher sunderlich, der vorgenant vnser Herre Herzog Albrecht von '"'>clbs, si.ier Lande, siner Chlöster, siner Diener, sincr Burger vnd siner Lute wegen einhalp, die egenanten Zürich, von Luceri,, von Vre, von Vndcrwalden > vnd von Swytz von irselbs wegen andcrhalp, Nach ^"°ter vorbetrachtnng z/ beiden siten einhelliklich koinen sint vnd si gar und gentzklich gesetzet haut vf die ."Muchtigc.l Fürstinn Vroivn Agnescn wileut Küniginnen ze Vngern, dez egenanten vnsers Herren dez Hertzogen vnd vnser gnedigen vroiven für einen gemeinen j Ob»,an, mit solicher bescheidenheit, daz ietwcdcr Zwene erber Alan zno ir setzen solte vnd wes sich dennc die viere Schidman vmb alle fachen vnd anspräche fanden einhelliklich vf ir Eyde, daz das also solte stet beliben beiden teilen. Were aber daz ietweders teils ^chidlüte gclich gegen einander in deheincn stukchen zerHullen vnd , mizzhell wurden, daz da du vorgenant vnser ^°'ve du Kunginn, du diser fache für ein obman genomen ist, gehellcn vnd mitjehen sol den Schidlüten, spruch vnd vrteilde si denne gerechter dunket, vnd wedcrm teile si also gehillet, daz ist, welher schidlüten vrteilde si rechter dunket, daz dero vrteilde vnd spruch also stet beliben j sol eweklich vnd vnuerbrochen- 'ch'" behalten werden dien vorgenan.en teilen vnd Sachern vf beiden siten, ane alle geuerde. Darnach sazte der ° 6°"ant vnser Herre Hertzog Albrecht zno der vorgenanten vnser vrowen der Kunginn, siner s.vester, vns die Kanten Grauen Immer von Strazberg vnd bruoder Petern von Stoffeln j ze Schidlüten von sinselbs vnd der wegen, alz da vor bescheiden ist. Do wurden zuo der selben vnser Vrowen der Kuniginne gegen vns von dez andern teile- wegen ze Schidlüten der Edel man Herr Phplippe von Chien vnd der bescheiden Pcter von Balme, Schulthezze ze Berne. Vnd do wir die j selben Schidlüte von beider teilen wegen !"° dcr egenanten vnser Vrowen der kunginne nider gesazzen, do wurden vns allen fürgeleit und geöffnet mit sicher rede, mit offenen vnd gantzen gerechten briefen besigelt nrit Hangenden Jngesigeln vnd mit ander vnd redlicher chuntschaft alle die fachen, vorderuug und > anspräche, die vn,er vorgenannter Herre Albrecht von sinselbs, siner Lande, siner kloster, siner diener, siner burger und Lüten wegen ze !5'ch">ne hat zuo den vorgedachten Stetten vnd Waltstetten Zürich, Lutzerren, Vre, Nnderwalden vnd Nach der selben fürlegung vnd kuntschaft vnd nach der Widerrede, die für > vns bracht wart vf eym ^"l-en ge„a„den tage, der vf den tag, als diser brief geben ist, für vns in dem namen, als da vor, von teilen wegen kuntlich vnd wizzentlich vf einen gantzen vzspruch wart genomen, Haben wir die vorge- lMbnen Graf Immer von Strasberg vnd bruoder Peter von Stoffeln, schidlüte dez j vorgenanten vnsers Herren, ^ als vor benemmct ist, gesprochen und erteilet, sprechen vnd erteilen ouch mit vnd dunket vns ouch recht bi vnsern Eyden: Graf Immer von Straberg vuv , ... -ertzogm vnd dcr sine», als vor benemmct ist, gesprochen und erieu.., ^ brief „ach Frage vnd nach Rate biderber unser Lüten, vnd dunket vns ouch recht b, v.siern Eyden: ^ ersten vmb die vorgenanten den Burgermeister, den Rat vnd die burger gemeinlich i der Sat Zürich, wir vnd dunket vns Recht bi vnsern Eiden, daz sie alz vnrecht getan haut, dem vorgcnanten vnsern, de», Hcrtzogen vnd sinen kinden an der bürg der alten Naprechtzwile, die si gebrochen haut, an der "rch, dor Wegi^vnd an allen den Lüten vnd guetern gelegen dishalb dez Zünch Sewes, die dazuo > vnd °"ch Zuo der egenanten Vesti dcheins weges gehörent, der si sich vnderzogen haut, daz si demselben vnsern,. den, Hcrtzogen vnd sinen kinden die vorgenante Burg, die alten Naprechtzwile, wider vfrichtcn, buwen -,"b '"antwurten füllen, ane furzug, in den ercn vnd der gucti als si waz, do si da für zogten. Vnd daz ! I", vnd sine./kinden dazuo inantwurten füllen vnucrzogenlich die vorgenante gegni die March, die ^ vnd alle die Lüte, Gerichte vnd gueter dizhalp dez vorgenanten Sewes gelegen, die zuo den vorge- ^^'b'wn Vesti vnd gegni gehörent, daz allez von dem egenanten vnserm Herren mitsament der vesti recht lehen 34 2k6 ist, alz die brieue wol beimseilt, die er dar s vber hat von Graf Johansen seligen von Habspurg. ouch die selben Liit vnd gneter wider antivnrten in dein nutz und den eren alz st waren ze den sich iro die odgenanten von Zürich dez ersten vndenvnnden vnd innamen, ail alle generde. Vns danket onch in dein nainen alz da vor, vnd sprechen bi vnsern Epdeil, daz alle s die von Zürich vnd alle die von ir vor der obgeiianten Vesti zno der alten Naprechtzivile waren, alz verre gefrelielt vnd alz unrecht getan ho»t ^ dem vorgcnanten vnserin Herren von Oesterrich nut den vorgeschribncn stillen, daz ir ieklicher stlnderlich da? ^ legen vnd bessren sol dem selben vnserin Herren vnd sinen linden mit alz s vil phenniiigen, alz a> ^ grafschaft und den gerächten der March Recht ist, wie man ein solich grozze freueli bezzereir sol. Wir sp^ ^ onch vnd dunket vns Recht vf vnsern eit, Vmb den Louf, alz die egenanten von Zürich mit ir offennen vzlnffen frevenlich in Vilsers vorgenanten Herren dez Hertzogen Grafschaft gen s Rümlang vnd siner inanilcn ^ ^ da wnndeten, vieirgen nird noch in gevangenschaft habeirt, daz st dem selben gevangenen ,nan sinen vnd schaden ab tnon und inn lidig lazzen snllen, vnnerzogenlich, und daz iro ieklicher, die an dein Lonffe und der getat waren, daz ablegen vnd bezzeren snlleir denr selben s vnsernl Herren nird sine>n mit als vil pheiiiiingeir, als in der Grafschaft recht ist, wie man ein soliche grozze frcveli bezzeren Were aber daz die egenanten von Zürich solich fryheit vnd recht hetten, daz st mit rechte scinlich frevenne tnon soltcii in vnsers vorgenantcn Herren Grafschaft, dez sollen st geniezzen. Aber sprechen s ivir vnd ^ vns recht bi vnsern cpden, Vmb den Lonf, als die vorgedachten von Zürich geschadiget haut zc der ^ ^ Naprechtzwile dez vorgenanten vnsers Herren, dez Hertzogen diener vnd burger, was dez schaden vf vnd beschehen ist vor dem offennen krieg, den der egenant vnser Herre mit dien von Zürich s gehebt hat, waz sin beschehen ist nach der satzung dez selben krieges, daz die egenanten von Zürich den selben vnd gentzklich ablegen snllen, ane fnrzug allen vnsers vorgenailten Herren dienern vnd bürgern, die st haut, als vor bescheiden st, ane alle gcuerde. Were aber der selben vnser Herrschaft diener oder bnrger von s den egenanten von Zürich geschadigct nach dein avange dez egenanten offennen krieges vor der alz ietz geschriben ist, der schade sol aller ab sin, gentzklichen ane generde. VnS dunket onch recht bi Eiden: und sprechen, Swaz die vorgedachten von Zürich vnsers vorgennnteü Herren dez Hertzogen Lilie» ^ siner diener Lüten, die vf s dem Lande gesezzeii sint, ze blirgern haiit enphangcn, daz si sich der si von irem burgrecht ledig lazzen füllen, vnuerzogenlich. Vnd slilleii ouch furbaz Vilsers Herren des Heih von Oesterrich Lüteil, noch siner diener Lüten, enkeine ze burgern nieiner me emphahen, als cz onch mit der egenailten voil Zürich willeil har s getegdinget ist. Wir sprechen onch vnd dunket vns recht bi Eiden: Waz manlehen ist, von weihen Herren die sint, ez si von vnsrer Herschaft von Oesterrich, der selben vnser Herrschaft dienern, oder von andern Herren, wa si gelegen sint, daz die selben von u ^ daran weder vnser Herrschaft, noch ir diener bekumberren s noch irren füllen, wan daz ie der darumbe rechtes bedarf, ein recht suochen vnd nemen soll vor dem Herreil, von dem es lehen ist- ^ dunket vns Recht vnd sprechen bi vnsern Eiden umb die klag dero von Bonstetten, von ir selbs, ir vnd ir kinden wegen, ane allein vmb ir sun, der ze Zürich genaugen ist, Swaz der s glletcr ist, von Zürich entwert haut die selben von Bonstetten vnd ir muotcr vnd ir kint, daz die egenanten von O ^ si mit eiilander, icklichs ze sineiil teile vnd rechte, wider in gewer setzen fallen der selben gneter aller/ lich. Vnd ist, daz die von Zürich darnach icht anzesprechennc haut, die selbe voil Bonstetten, ir W ^ oder ir s kint, vmb du selben gneter oder vmb kein ander fache, daz si den egenailten von Zürich darinni'^ recht tnon snllen vnd ouch die von Zürich daz suochen vnd neinen stillen an den Stetten, Grafschest^ 267 "'»m. d° di. „I,M°I,..I. BmiM-i.. k».,w.--m,d n ,m. «chMN s.u., m. »- si. w » 7 »°d d.„.st. ,mz Nrch. ! ist m.srm dm ^ « °»d °.h.nd «mb r.lichi st», -,,d !°«m. d--° st st.» >«u- >°.M. d.j I. « ' st ,.iM > . . ss.„ uder si füllen m aber beiv.,en der schulde alz ein R.cht ist. vnd .»n danntte vzzer vorchtc lan füllen, over i i ^ dem. Md vinN I-I ^ / > ^.-N,nn den die vorgenanten von Zürich onch in vorchlcn haut, vinp Hermann von Landenberg von Werdegg, am v Prellipn ^ ^ Na» si dez lib vnd guot vzzer vorchten lazzen lumn. wir vnd ounket vns recht vs v.yern .t da st ^z^^ ^ ^ Twiste, / ^ ff. !nch tnon ane ein Recht. Wir sprechen onch vnd dunke ' """ ^ , aese-ener burger von Zürich vf sich selber ,vol setzen ...'ktt v.w recht bi vnsern eiden, das ein .etlicher ge,e.ener li^g^ ^ ^^ i ^ vb km Schultheißen, dm Amnian vnd den Rat vnd die bnrger > darnach vn.b die vorgenanw. den SchMn ß^, ^ ^ ^ ^ ^ Herren ^ ^ Lntzerren, sprechen . gehorsam sin vnd warten füllen mit aller gewalt- sanii R ^esternch vnd sinen "" ' ^ weltlichen, ze besetzenne vno ze entsetzenne, - Rechten vnd Gerichten, mit allen Emptern, ge.stl.ch n ^ Ach.„>.,.„ ...» d-„ R.chlm. d>. sthnmw. °s wm « .7^ ^ ^ ^ ^ »» «». "si >msi-ch«-r -nd r-dlich-r »Wlsch-s, ! °°« bri.«r» -dir L>'ten I . ^ ^ ^ ^ ^ n. vnserDerre hat von dem Gotzhnse von Marbach, oder »a als die brieve bewisent, die der vargenant vns r Hene ^ ^ ^ »iotenb^ " ^ sprechen '.vir vnd dunkel vns Recht vf vnsern eit, daz dj Emptern vnd gnetern. - .^.-genanten Herren den. Hertzogen vnd sinen kinden, .^ selben von Lntzerren , gehorsan. sin si.llen aller der mazze, als an^er stette , Urne vnd ze nemenne sin Mnntze, die man z Z ^ ^ ^ ^ ^ w, die in der selben Müntz gelegen sint. , l.iten oder siner diener lnten, ^ ne vorgenanten von Lutzern vnsers obgenant. ^ ^ si sich dero vzzen vnd si von irem burgrechte ^'g lg"'! ^'"si ^ selbm vnsers Herren dez Hertzogen Lnten, noch stner lösten, vnuerzogenlich, vnd Pillen o. . vormalz von der egmanten von Liitzerren ^.7".- WM .,,«,,. „ «„» w-w. ^'Rr ist. j Wir M°chm °m< ^ ^ ^ d von Lutzern gewonlich vzvarent vf daz lant z anzesprechennc hat, die 77».b.Ist I.ch.11 dir „.-I st ^Se» s« c'vonhaft sint, da. vn.be t.c^ ^ ^ ^ gehorsam sin den gerichten. Aber sprech,,^ vnd gerichten, hie vzze vs den. ^n . ^ ^ Htttzoge.7'..""' '""k't vns^ recht vf Eisern e.N -az^h ^ ^ ^ ^'Nent l ^richten vnd Grafschaften ..inann^ p, der Stat ze Lützen, nicman» beHeften noch bieten '^lherlepe snehen dai- merc, .az ^ ^ .. hjx vzze w "Nd dar vn.b onch iii.t richte., si-l. , ^ jch^„ recht siwchm vnd nemm 771 d.m »m.d. ich. „„.wrchmii ...., d . strchch-,7 ^ ^ ^ ^ ^ ^«1,11 „,'si'°^ "">> > WZ st fmbvr )> ^ ^ s'neffu ^ ' st ff ...' vnd geleite vbel gehandelet vnd geschlagen haut den ''^chte, csiz die von Lutzern in ir Rates trostnng vnd gctnle v. p ) 268 Amman von Zuge, vnd ouch ein herte vngcwonlich vrvechte s von ime genomen haut, daz sie inn vnd sin vnd sin bürgen der selben vrvechte vnd gelubdc, burgschaft vnd Eiden lidig lazzen vnd inen ir brieve wider gs snllen, unverzogenlich, vnd onch die selben smechte füllen si ablegen vnd besseren vnserm Herren dcw ^ tzogen vnd dein selben sinem Amptman, ane furzug. Alz onch die selben von s Lutzern überlassen ze Heinin von Elsazz, dez selben Ammans bruoder, vnd inn nainen in burgschaft für hundert phunt, ^ vns recht bi vnsern eiden, daz si im: vnd die bürgen dez lidig lazzen füllen, ane furzug, vnd de,^ ieklicher sundcrlich, die an dem selben louffe waren, daz ablegen vnd besseren sol vnserin vorgen" ^ Herren s vnd dein selben Heinin mit alz vil Pfennigen, alz in der grafschaft vnd den geeichten recht ist,^ sie ez taten. Vnz dunket ouch recht vf vnsern eit: Waz die burger von Lutzerren vnserin Herren ^ Hertzogen, vnd sinen liiten deHeins weges getan haut, sider der satziliig diz krieges, daz si dz allez vnd besseren siillen dein egenanten viiserm Herren dem Hertzogen vnd sinen liiten, ane allen furzug alz 'd ^ grafscheften > vnd gerichten Recht ist, da si ez getan haut. — Darnach vmb die vorgenanten Ainmanne ^ Lantlute gemeinlich von Vnderwaldcn, von Smitz vnd von Art, sprechen wir vnd dunket vns vnsern eiden, daz si vnserin Herren, dein Hertzogen vnd sinen kinden gehorsam sin vnd warten 1 mit allen den Höven vnd kilchensetzcn, die er hat oder ienian s von ime in den selben Waltstetb'U haben sol, mit allen den nutzen vnd guetern da darin vnd dazuo gehörent, wie die genant sint, unt best- vnd eiitsetzeiine viid gemeinlich mit aller der gewaltsami, gerichten vnd rechten, die vnser vorgenannt ^ ^ oder ieinan von ine vnd von sinen wegen da hat vnd haben soll in aller der wise vnd mazze, alz d ^ vormalz mit wizzentlicher vnd rechter chuntschaft erftlndeii hat oder noch ervindet, vnd alz die schriben sint vnd beivisent, die der egenanten vnser Herre dar vber hat vvii dem Römischen Keiser, von dein . huse von Muorbach oder von andern Lutea. Vns dunket ouch recht vnd sprechen vf vnsern eit, vnsern vorgcnanten Herren den Hertzogen vnd s sini chiiit an den rechten vnd gerichten ir Grafschaft, die ^ haben füllen, mit sumcn noch irren füllen in keinen weg, vnd daz si dem selben Herren vnd sine» füllen gehorsam sin, zehaltenne vnd ze nemcnne vnuersprochenlich ir Muntze, die man Zovingen schlecht' ^ sprechen ouch vnd dunket vns recht vf vnsern eit, das die s selben Waltstette an keinen rechten vnd sumen noch irrei, füllen dez vorgenanten vnsers Herren, dez Hertzogen Clöster, pfaffen, kilchherrcn, dienet/ ' vnd lute, vnd daz si dem egenanten vnserm Herren vnd inen allen vsrichten vnd geben füllen vnuetM ^ alle ir vcrsczzenen Sturen, Eins vnd nutze, wie die genant sint. Vns dunket ouch s recht vf vnsern eü^ die von Switz vnd von Art vnser vorgenante Hcrschaft mit sumen füllen an ir Höven ze Zug vnd ze ^ vnd si ouch vnbekumbert lazzen füllen an iren Melden vnd vederspiln, an vischentzen in dem Se^ holtze, velde, wunne vnd weide vnd an allem dem, so zno den selben Höven gehöret, vnd waz si vnderzogen haut s deHeins weges, daz snllen si widercheren vnd ledig lazzen vnuerzogenlich. — Wir ll" ^ ouch bi vnsern eiden, waz des holtzes vnd veldez, wunne vnd weide ist, dez sich die von Vnderwaide dem Eherwalde vnderzogen hant, daz gen Entlibnoch gehöret, daz die selben von Vnderwaldcn dz tnon vnd lidig lazzen füllen, gentzklich, dien selben s von Entlibnoch, ane fürzug. — Darnach vmb die vorge^^ von Ziirich, von Lutzerren, von.Vre, von Vnderwalden vnd von Switz dunket vns recht bi unser'",^ vnd sprechen, alz es ouch vormalz beredt ist, daz der selben stellen vnd Waldstetten enkeinj weder noch besunder sich meiner gebindcn soll, zno deHeine,r dez vorgenantcn vnsers Herren s dez Hertzogcir linde stetten, Lande iioch Lüten. Wir sprechen ouch vnd dunket vns recht bi vnsern eiden, daz die von Zürich, von Lutzerren, von Vre, von Vnderwalden vnd von Switz, ieklichi der selben Stetted 269 waltstette.., snnderlich mit allen iren Rete», bürgern, gemeinde vnd Lantlüten gemeinlich, swerren snllen Alerte eyde > zuo den Heiligen: Were, daz ienian vader inen disen vzsprnch, vrteilde, die wir gesprochen ^en, alz an disem briefe vor nnd nach geschrillen ist, an deheinen sinken vbcrfnere und mit stet haben "°lte, daz dcnne die andern Stette vnd Waltstette, Rette, burger vnd lantlüte, iekliche snnderlich vnd alle gemeinlich, behulfen vnd beraten sin snllen j mit gantzen trmven vnd ernste, vnnerzogenlich dem vorgenanten wstrm Herren dein Hertzogen, sinen linden vnd ir a.nptl.iten ividcr den oder die, die denne vbervarn vnd vzsprnch stet gehebt hant, gentzlichen ane alle generde, vntz daz si ez dem selben vnserm Herren ""d sinen kinden ablegen vnd widertnon. Vnd snllen onch die egenanten Stette vnd Waltstette ! den selben Eit namen, alz da vor, elli iar einest ernnweren vnd onch swerren, ane generde. Aber sprechen wir dunket vns recht bi viffern Eiden, daz die Meistrc, die Schultheißen, die Ammanne, die Rete, die b"rger vnd die lantlnte gemeinlich der vorgenanten Stetten vnd Waltstetten, iekliche besnnder geben snllen vnserm H°rren dem j Hertzogen vnd sinen kinden iren offennen brief, besigelt mit ir stetten vnd waltstette,. hangen- 7' J»gestgeln, daran sie veriehen, daz si mit Eiden sich gebunden haben vnd onch geswor» haben zno den Helgen allez dez, so si sich binden vnd sweren snllen, alz hie vor geschriben stat, vnd snllen onch daz vnd die briefe also geschriben vnd versigelt ! antwnrten vnd geben, dem vorgenanten vnserm Herren, dem Hertzogen oder sinen. Lantvogt, von den. hüttige.. tag hin inrent den nechsten vier Wnchen. Vnd vmb die s^zehn edel man vnd bürgere von Zürich, die sich gen Baden geantwnrt hant von diser vorqeschribner vnd satznng wegen, alz ez mit teqdingen har beredt ist, sprechen ! .vir vnd danket vns recht bi ^ern eiden, daz' dieselben sechtzehn bnrger von Zürich, die sich also geantwnrt hant, ligen snllen ze Bade,, oder ze Brugg, vnd dannen niemer komen snllen, bi dien eiden, die si gesnwrn hant, e daz der vor- Srnante., Stetten vnd Waltstetten ieklichi besunder n.it allen iren Retten, bnrgern, lantlnte,. vnd gemeinde, ?°erent ze den Heiligen der vorgenanten sinken, dero si swerren snllen vnd onch darüber gegebent ir °^""en briefe, mit ir stetten vnd waltstette.. Hangenden Jngesigeln besigelt, vnd d.e geantwnnen den. egenanten H^en de». Hertzogen oder sine... Lantvogt, daran sie veriehen, daz ,. geswor.. haben der sinen, si! swerren vnd briefe geben snllen in aller der mazze alz vor^esche.den .st ane alle generde. W.r °uch vnd dnnket vnz recht bi vnsern eide», daz die egenanten Stette vnd Waltstette vollefnren vnd stet °bon snllen de... obgenanten vnsern. Herren de... Hertzogen vnd sinen kinden allez, daz wir erteilt vnd ge- habe.,, in aller > der ...azze, alz vor bescheiden ist, vnd daz si da.n.tte vs be.den srten ,...t en.an- ^ berichtet vnd ein gantze snene vnd richtnng haben snllen, an alle generde. Vnd wan wir die vorgenanten Immer von Strazberg vnd bruoder Peter von Stoffeln vmb alle dise vorgenanten fachen vnd anspräche bez obgennanten vnsers Herren dez j Hertzogen wegen vnd von der sinen wegen gesprochen und erteilt haben 7°ller der ...azze, alz Vorbescheiden vnd geschriben ist, dar vmbe antwnrten wir n.it disem brief die selben vrteiloen, erkantnnzze vnd spräche der vorgenanten unserer gnedigen Vrowen, Vrowen Agnesen, wilent 'uneginne ze Vngern, als eine... ! ob.nan diser fachen, daz si sich dar vmb erkenne, gehelle vnd erteilde, 7 si recht danke. Mit vrknnt ditz bricfs, besuzelt n.it vnsern Hangenden Jngesigeln. Der geben ist ze ^"gsvelt an der nechsten Mitwnchen vor sant Gallen tag, Nach gotz gebnrte Tnscnt Druhunderl F.n.ftz.g darnach in dem ersten Jare! . nnk«nacnd-» Si-nc.n der beiden Schiedrichtcr. — Abgedruckt bei Tschudi I., S97-.00. Perganicntenc Urkunde mit den anhangcnvcn g IS5I. n October Der Spruch der österreichischen Schiedleute Graf J.uer von Straberg und Bruder Peter uon Stosfeln bezüglich der befand»» K.agepnnk.e gegen Zürich betreffend die Burg Alt Nappersw.st, die March, Wag. -c. .st auch 270 — wortlich gleichlautend wie in dem großen Spruchbrief — in besonderer urkundlicher Ausfertigung im Staatsarchiv Zürich vorhanden mit dem Schlußsatz: „Dise vrteilde antwurten wir die vorgenannten Schidlute Graf Immer »e» Straßberg vnd bruder Peter von Stoffeln der genannten vnsrer Vrowen der kuneginne von Vngern, die von beiden teilen genommen ist für einen obmann diser fache in aller der mazze als vorbeschriben ist, mit vrkunde ditz bricfs besige» mit vnscrn Hangenden Jnsigeln, der geben ist zu Chüngsvelt an dem nechsten Cinstag vor Sant Gallen tag nach Gottes geburte Tusend Druhundert Funftzig Jaren, darnach in dem ersten Jare." (Die Siegel fehlen,) V. Beitrittserklärung des Obmanns. l35l, !2. October. Staatsarchiv Lneern. Wir Agnes, von Gottes gnaden wilent Kunginne ze Vngern, verzechen vnd tuon kllnt offenlich mit disew bricf vmb alle die fachen vnd ^ vnd (sie) stözzc, inizzehellung vnd ansprach, die Vilser lieber bruoder Albrecht, Hertzoll ze Oesterrich, ze Styr vnd ze Kernden hatte wider denBur- s gerincister, den Rat vnd die bnrger geineiillich der Stat Zürich, wider den Schultheizzen, den Ammann, den Nat vnd die burger gemeinlich der ^ stat ^ Lntzerrcn, wider die Nmmanne vnd alle Lnntlnte geineinlich der drier Waltstetten Vre, Vnderwaldcn oi>0 Schwitz, das der selben ^ fache, anspräche und inizzehellung aller geineinlich vnd jeklicher sundcrlicst der egemnü vnser bruoder Hertzog Albrecht von sinselbs, siilcr lande, siner ^ Chlöster, siner dieiler, siner Burger vnd st>^ lüte wegen, einhalb, vnd die egenanten von Zürich, von Lutzerren, voil Vre, von Vnderwalden vnd s voll Switz von ir selbs wegen, anderhalb, nach guter vorbetrachtnng ze beiden fiten einhellcklich konien sint v»b si gar vnd gentzlich gesetzt hant ^ vf vns die vorgenanten kunginne für einen gemeinen obman mit der Bescheidenheit, das ietweder teil zwene erber man zuo vns setzen solle ze ^ schidluten, vnd wes sich denne die vier schidman, die zuo vns gesetzet wurden, erkanden vinb alle fachen vnd anspräche einhelleklich vf ir eide, das ^ das alse sölte stet beliben beiden teilen. Were aber, das ietweders teiles schidlüte gelich gegen ei>p ander in deheinen stucken zerHullen vnd mizzehell wurdeil, ^ das wir die vorgenant kunginne denne als e»> obman diser fache gchellen vnd mit iechen siilleii deil vnd des teiles schidluten, dero spruch viid ^ vrteilde gerechter dunket, vnd wederme teile wir also gehelleil, daz ist ivclher schidluten vrteilde vns denne gerecht dunket, daz dero vrteilde ^ vnd spruch also stet beliben soll, eiveklich vnd vnnerbrochcnlich behalten werden die» vorgenanten teilen vnd fächern vf beiden fiten, an alle ge- I uerde. Darnach sazte der obgenante vnser brll^ der Hertzog Albrccht zuo vns der vorgcnanten kluiginn den edeln Graf Jininern voll Strasberg, vnsern I licbeil Oeheini, vnd den erbern bruoder Petern voil Stoffeln, Comendnr ze Taiinennels des Tutzschen orde»^, ze schidluten von sinselbs ^ vnd der sinen wegen, als da vor bescheiden ist, gegen dien zuo vns in dem nanu'» als da vor von des andren teils wegen ze schidluten ge- ^ setzet wurden der edel Philippe voil Kien der bescheiden man Peter von Balme, Schultheizze ze Berne; vnd wir vnd die selben schidlüte ^ voil beide» teile wegen zuo einander nider gcsazzen, do wurdeil vns allen fnnfen mit einander furgeleit vnd geöffnet erberlicher rede, mit offen- > neu gantzen vnd gerechten besigelten bliesen vnd mit ander guoter vnd redliche kiintschast alle die fachen, vordrung viid anspräche, die vnser j vorgenanter bruoder Herzog Albrecht von ^ selbs, siner lande, siner Chlöster, siner diener, siner Burger vnd ander siner lute wegen ze sprechenne ^ zuo den vorgedachten stetten vnd waltstetteil Zlirich, Lutzerren, Vre, Vnderwaldcn vnd Schwitz. Nach der selbe» fürlegung vnd ^ kuntschast vnd nach der Widerrede, die für vns bracht wart vf eim offennen genailden tag», der vf den tag als diser brief geben ist, für > vns in deiil namen als da vor, von beider teile wegen, ch»»^ 271 lich vnd wizzentlich vf einen gantzen vzspruch ward genonten, Haben wir > dn vorgenant Chunginn verhört, "'gcnomen vnd geniertet eigenlich vnd wol ietweder vnd beider teile schidlnte vrteilve vnd sprach, j als ft dar vber erteilt vnd gesprochen ha.rt. Vnd do wir die selben vrteilden von ietwedre» schidluten, beide mit r°de vnd onch mit besigelten , briefen von inen ze beiden siten ingenamen ivizzentlich vnd gentzlich, Da Hatto» wir dar vber rat erber wiser leiten, die hant vns ge- > raten vnd dnnket vns onch selber, daz die vrteilden "nd spräche, die des vorgenanten vnsers brnoders Hertzog Albrechts schidlnte Graf Immer , vo>. Strasberg w'd bruoder Peter von Stoffeln gesprochen vnd erteilt hant, gerechter sin denn die vrteilden, die des andern t°iles schid- , liite der von Chien vnd der Schulthezze von Berne gesprochen hant, Vnd da von so haben wir dn vorgenant Kunginn als ein obman j diser fache vsgesprochen, gehnllen vnd genolget offenlich, gehellen °ud vvlge.. onch gentzlich mit disem brief den vrteilden vnd sprachen, ! die die vorgenanten Graf Immer Strasberg vnd brnoder Peter von Stoffeln gesprochen vnd erteilt hant, in aller der mazze vnd > mit °>len den motten vnd starken als der brief geschnben ist vnd bewiset, en d.e selben von Strasberg vnd von Stoffeln vber ir vr- > teilde, erkantnnzze vnd vzsprnche diser vorgeschnbner sachen gegeben vnd an vns bracht b°nt, besigelt mit ir Hangenden Jngesigeln. ! Vnd dar vber ze einem waren, veste., ostenn vnd ew.gen vr- ku'we haben nur dn vorgenant knnginn vnser Jngesigel gehenket an dffen neff Der geben e t ze Knngs- U'lt an der nechsten Mittwnchen vor sant Gallen tag, Nach Gottes gebarte ^nsent ! Drnhnndert Fnnfz.g darnach m dem ersten „„Hangendem Si.g-- der ü°mgin Agn-s, - Abgedruckt b« Ts ch» d i i. Formel der Annahme- und Vollziehnngsversicherung. (Zürich.) 135l, (27. Octobcr?) Staatsarchiv Zürich. »l.n d.M. die dis... brirs »usrhru.. -.s.u. °d.. -.dm., -'s-". °..d -w-i«ch. -"bdru > wir >-s V.u., B..r»m.wift„ d.r R°. und di. Bur-r- ».««!..-.» WS..» Zur.ch «. d «,r,r... s ° ruftch. W d.r h.chrrd.ru Ziirft. Aidrrch-. »V. r-m-»-Z?«- »..ich suchm ...d stijzz, u.ili.hrft.u.i, md h°»' «»» d.. . r»..«u ... um. Zunch , >7 «>dm d.sr u.chgrschrilu.m «„Irr -..gm» dm Schu-.h°i-..u. w' »» w Vurft-rr. > -'«..-ich drr Ew.. zr L.chrrrm u.,d «ir d>. A......» d.r L.i.i».-- sr.ur.ui.ch der d.w., > u Vr, V..d,r.«.ld,. u..d Sw«. Dirs-lbm ,uifth,°«U!I -ud ...spr-ch- drr rgm..ui, > «usrr Hrrr. «brrch, um. sin srlds, siurr -..ud, siurr «»-r «» ->urg,r «ud lu, , «rgru °..d wir d>- °°., Mich °nd di° S»°->'°is-u »ud W.-°s,,..r s um. °»K I'll« »..drrh..,,, »,s-d-> -» >-° - »»->.« s«"'.' » br.d... .Uru »i «>- ! f"'«..chM.. surft...,, »r°...r., A.zu.s.u, «ilru. «„igiuur i- >.« «n°i> Ob..,.., zu drr. d» üb,,,,» »usrr Hrrr drr °°u s!» ft« «» drr ftum w-S-u »rs-iirt hu, z, Schidlii.ru dm Hrrrru ! Grus Juuurru S.r.zbrrg und d-., -rwirdi»-.. Brudrr P-.rr» um, swssrl», eo.u.udur " T-n- , „m„iz, d-.z ...zschm ..rdrus, G°g-„ di... wir »l«» «>d drr »°.v....,..m m.s-rr rl,gr.w..r., S-- ! schr. !,.bm zi schidlu,-.. z» drr -ii.» urdwm drr Kumzl.... di, rrdr... Srr-.., S-rru ^ii.pum ^ N.jm «ud dm b-iSiridm ...... Prtrr.i °°ii B»l..i, Schu-thrrzz-u zr Zr.u, ..... s.Ich» Vr- «'ilhri, wrs sich . uu.b d.r srlbm ...Isschr-mi» «ud such.» dir «irr, schid........ ...ch ,urlrgu..ch "°!wch- «ud j .„.„schus, di, s. «rrhSrliu °°>> d-j «°rM».iI-.> °»i--s H--r«> drd S-rj-üM »ud drr ftum 272 wegen vnd nach I der Widerrede, dn von vnsern vnd der vorgenanten vnser Eitzcnozzeik wegen für fr bracht wurde, Erkunden, s vnd waz si dar vmbe sprächen vnd erteilten einhclliklich vf ir eyde, daz wir vf beide» fiten das s stet haben fölten. Were aber daz ictweders teils schidliite gelich gegen einandcrn in deHeine» stucken zerhullcn s vnd nüssehell wurden, daz denne du vorgenante vnser vroive die .stüniginn als ein man diser fachen I gehellen sölte den schidlüten, der vrteilde vnd erkantnizse si gerechter duchte, vnd daz »»^ danach die s selben vrtcilden vnd erkantnusse der Schidlüten, den si volgte vnd gehulle, stet belibcn s»^^' cwcklich s vnd behalten werden vnucrbrochenlich von beiden siten. Vnd als die vorgenanten vnser uro»» du s Kuniginn vnd ouch die Schidlute bi einander gesezzen sint vnd verhört habent genzlich alle die sachh" vnd s anspräche, die nien von dez obgenanten vnsers Herren deS Herzogen vnd der sinen wegen furgcl^ wurden vnd s ouch die Widerrede, die von vnsern vnd der vorgenanten vnser eitgcnozzen wegen für si br»A wart vf s eim offenen genanten tage, der von beider teile wegen vmb disc fachen wizzcntlich gegeben gcnoinen s wart, vff ein ganzen vßsprnch, darnmb ouch die vorgeinrnten schidliite erteilt, gesprochen vnd sich c»' kennet s haut, vnd aber iedweders teils schidlute gelich, zmene gen zwein, zerHullen vikd mizzehell worden! sint, vnd als ouch die vsrgenanten vnser vroive du Küniginn darnach innam vnd verhörte genzlich nüt! brieven vnd mit rede ietivedre schidlüten spruch vnd erkantnnß viid vrteilde, die als ein obman diser s s»^^' nach ir selbs dunke viid nach rate wiser litte geHullen vnd gevolget hat offenlich vnd genzlich s den urteil»^ vnd spruchchen, die vnsers vorgenanten Herren des Herzogen schidliite Graf Immer von Strazberg ! ^ bruder Peter von Stoffeln gesprochen vnd erteilt haut, als die brieve geschribcn sint vnd bewiset, s die d>c- selben Schidliite vber ir vrteilden vnd die egenanten Kuniginne vber ir gehcllen vnd volgen s gegebeil h»^ Daz wir die vorgenanten, der Bnrgermeister, der Rat viid die Burger geincinlich der Stat s Zürich, li»!^ ieklicher suiiderlich vnd wir alle gemeinlich, gesworn haben gelert eide iiüt vf erhabenen s Händen zu den heilige»' Were daz ieman vnder unsere burgern oder deHeine der vorgenanten stetten vnd malt- s stetten, die Vilser cid genozzen sint, oder ieman vnder ir bürgern vnd lantlnten ungehorsam sin s vnd nit stethaben, noch volsiiu" ivölte genzlich die stuck vnd die vrteilden alle gemeinlichen s oder deheiil stuck suiiderlich, daz die vorgen»»^ voll Strazberg vnd von Stoffeln erteilt vnd erkennet s haut vnd daz ouch die vorgenant vnser vroive d» Küniginne, als etil obman, gevolget vnd vzgesprochen s hat, als die vorgenanten ir beider brieve wol k»»^ scnt, daz wir wider dem oder die, die sich dawider s setzent, behnlfen viid berateii sin füllen mit ganzen trü>»^ viid ernste, vnverzogenlich, dem vorgenaiiten s vnserm Herren dem Herzogen, sine Kinden vnd ir Amptsi^ vntz daz si ez allez s demselben vnserm Herrn s deiil Herzogen vnd sinen Kurden stet haben vnd volfüreiy ^ gelegen vnd wider tun genzlich, ane generde, s Vnd silllen ouch wir die egenanten von Zürich bi deinst^'^ eyde elli Jar eiilest swerren, stet ze habenne s disi stuckch vnd den eit, den wir darumbe iiil gesworii habe» ^ lich ze ernniverenne, ane alle geuerde. s Viid darüber ze einem waren, vesten, offenen vnd ewigen vrk»»^ haben wir vnser Statt Jngesigel s für uns vnd alle vnser nachkamen gehenket an disem brief. Diz bes»)^ vnd ivart diser brief s gegeben in vnser Stat Zürich :c. :c. „A!an sol nicrken, daz die von Lutzern vnd iekliche Waltstatt siUiderlich geben sol von ir selbs weg?» ein sölichen brief daran ir iekliche sich selber voran vnd darnach .die von Zürich vnd die andern ^ nemen sol in aller der mazze als ouch diser brief geordnet ist." . ^ Pergamentenes unbcsiegeltes und undatiries Conccpt im Staatsarchiv Zürich, abgedruckt bei Tsch»^' . 4VZ. Ii. mit Auslassung der ani Ende stehenden, über den Charakter des Briefes Aufschluß gebenden, mit ^ Schrift und Tinte geschriebenen Bemerkung. Eine Copie dieses Acts im Archiv Schwyz trägt das Datum des L7. October I3S1. ^ »nsj inrn drr schade so in an rm,. «'«-rd. W.r adrr das inm KM g .drrst »dar angrt, s gm... ^ ,?"» «.in, .„ch »n....j°».nlich °»d «»S"°°nt »MM H,I, i«° ,»-» °»d d.r.i.„ sM ,»i. ,i» and NM am«, > °-s° dj N d.s sch.d.n dann z. mal gar , «"«ch g.kdg.t .».rd.n, an all gm.rd^ S.r ab.. »j °»s di- »argmant.» -,«g.»°,s.n °°n Zn-,«. »an Swih ,„d non V.d.r.»»-°.„ g°°..lnlich ad.. da» ««» --- »ns dttcht. > »nd »s dm „d ö d-- d,r g.b,.st rnrd du saä, daran.» dann di, »orgmankn »ns.r ..dgaossm °°n «arns g.n.an. h.t.ng , °°«'«cht ond als »nr-diich n..r, dar »n.b snlm. si »n- dann ».Isars.,n„n »nd sich da »«., s lassm w.sm ">' MM dnrch das si, »nd anch wir «°n Ilm,.., »nd »nr-dlichm s.ch... d.st.r r .„ g.ass »nd «. ?H>- «id,r s,.r,ch.„ wir di. «»rg.n-.M.. d-.»"'''M'' «'» d" »°'»>M i-«"N.d i.,1'°b"' «.'ch g.»..inlich, l.i d... .id.n s° wir sM» h"»". w» »»'-'s -»» "m «-»>»».. «I '"'«-ch -n rrchi an dl... »°rg...°..t.» «dg«»!.... °°« Z-'"-'. "°» -°» Sw.tz »nd »°n da, '°«m, ^ s„„d.rlich, an tr li» °d.r an ir gnat, ,»..... wir dann Hch, w..dw. .„i. bott.» od,r »M dri-s... «°» d.r St.» »d°r d.i., iand, so dann d.r angns b,- "°ch d.i.. als sich dann di. M. od.r ! g.....i.'d d.r Satt °d.r d.s iand.s »s d... -id ,. man.., in,., «"".inNch od,r d.r m..kil -nd.- in, so MW' '»>» »''!" °">"ri°»..>l>ch da. >n s.indm, i.n, . b»U... and r.°.a..n sin »m li» »nd mit g.wt, an ! »" k«"". d° si «ns hin I» »-.. d! °"d -...i-lich adgaki, »nd wid..,a„ ward d.r ang-ij »nd d.r ».br,st. dar »Ntd dann s. g.. b°'». an all gmrrda Vnd dl- tarnst «nd isiij snk» wir mich > "w" °» »» 35 274 geverd. Wer aber dz an den selben vnsern Eidgnossen gemeinlich oder an ir keiner snnderlich kein angrif beschech, dar zu si gehcr hilf notdürftig wenn, dar zuo snlen wir ouch vniierzogen- ^ lich bi den ^ so wir gesmorn haben, vngemant vnser erbcr hilf schiken, inen behulfen vnd beraten sin nüt lip vnd nnt ^ vnd niit gantzem ernst, so verr viltz inen der gebrest vnd der angrif gar vnd gentzlich ^ abgeleit vnd nnvu > werde. Es ist onch bereit, das wir die vorgenanten Lantlüt von Glarns vns fürbas nienderthin w''. noch verbinden snlen, nn noch hienach, gen Herren, gen Stetten noch gen Lcndern, dann niit guoter ! willen vnd wissent der vorgei?ai?te>? vnser Eidgnossen gemeinlich von Zürich, von Vre, von Switz vnd von walden. Aber die selben unser eidgnossen gemeinlich oder snnderlich mngent sich wol fnrbas sterkern v»^ ^ binden j zn wem si wellent, vnd snlen wir die von Glarns inen des niit vor sin, weder nu noch mit keinen fachen, an all geverd. Vnd war si sich bindent, da snlen wir vns onch vnnerzogenlich hin binden, an all widerred j ob si es an vns vordcrnt, an all geverd. Wer onch, dz wir die vorgenantc» ^ gnossen von Zürich, von Vre, von Switz vnd von Vnderwalden einhelleklich eines gezoges vnd geseses wurdin fiir stett oder für j Vestine, vnd wir vnser eidgnossen von Glarns zno vns dar mantin, was schaden oder kosten haben mit werken oder mit werklüten, dz die eidgnossen gemeinlich antrift, da s»ü'>^ ^ die von Glarns onch vnser teil inn gelten, so vil vnd vns nach reitung gezncht an all geverd. Wer o»äl ^ wir, die vorgenanten Lantlüt von Glarns, nüt vnsern dien vorgcnanten eidgnossen allen gcmeinlüh dchein fach iemer stöss gewunnen, des ^ snlen wir ze tagen körnen gen Neisidellcn zno den? Cluster vnv de? ^ cii? vztrag da machen nach dien sinken vnd in dien gedingen, als die selben vnser eidgnossen in ire» " ^ bmltbriefen v?nb samlich fach ich gen enander ^ verschriben hant, an all geverd. Geivui?nen aber wü ^ Glarcis iemer stöss mit den vorgenanten vnsern eidgnossen keinen snnderlich, des snlen wir onch ze tagen mit dien von Zürich gen Pfefinkon bi Zurichse ^ gelegen, mit dien von Switz vf Bergern, nnt dien vf Bierchern und mic diei? von Vnderwaldei? gen Brunnen, vnd mit ivelhen vnder in ivir sunderliä)^^ stöss gewunnen, des snlent dann die andern vnser eidgnossen ^ gewalt habeil vszerichten, vird wes si lich oder der inerteil vnver in sich dam? dar umb erke>?>?ei?t ze dem rechte?? oder ze der minnen teil wisse??t, des s?lle??t wir die von Glarns vnd ouch die dann ^ stöss mit vns hant, gentzlich gehoch"^ vnd also voi? krieg lassei? wisen. Wer ouch das der Lantlüten ieman voi? Glarns, er wer rich ade^ inai? oder ivip, ?vie der geheissei? ivere, dckeii? heiiirlichi ^ oder gewerb hett vf den? Laild oder in den ?nit dekeinen fachen zno ienrai?, do es dien Eidgnossen gemeinlich oder ir keinen snnderlich gebresü» ^ schaden bringen inöcht vnd dz beivist vnd kuntlich ^ gemacht ivirrd, als vns die vorgenanten eidgnossen gt"s^ oder de>? merteil vnder vns ducht, das es bewiset iver, des lip v>?d des guot sol vns diei? eidgnoisi^, ?i?einlich gar vi?d genczlich vervallen ^ si>?, den? gericht der lip und vns das gnot, an all geverd. Wir da genaiitei? Eidgirossen gen?ei>?lich voi? Zürich, voi? Vre, von Switz, voi? Vnderwalden vnd voi? Glarns ieklich statt vnd land snnderlich haben ^ vi?s selber vorbehebt vnd vss gelassci? all Vilser rcchtnng, fnhs'' ^ gnoten geivonhcit vnd all dienst vnd rechtnng, so unser ieklich ir Herschaft billich vnd durch recht t»on si es voi? alter her komen ^ ist an all geverd. Mai? sol onch wissen, dz wir die vorgenanten Eidgiwssi" Zürich, voi? Vre, voi? Switz vnd von Vnderwaldei? uns selber in dero bnntnuss vorusgehebt vnd haben all vnser eide ^ vnd bünd, so wir-zno ieman oder ieman zuo vns vor diser bnntnuss gelopt slvori? habeil, also dz Vilsen? alten bünden dise b>?i?tnilss vnschedlich sii? sol, an all geverd. Wir die vorg^ ^ Eidgnossen gemeinlich ^ voi? Zürich, von Vre, voi? Switz vnd voi? Vnderwalden haben vns selber o» ^ behebt vnd behalten, iver dz ivir gemeinlich vnd einhelleklich hienach reiner ze Rat wurdin, kein stak i S?b !' diw iri.I I °n-,chnbm i» ...i..rm °d.r !- «w,. d-i mnzm wir w-l m.d M... sin mich «.«It 7'- °b «.! ,7 rm«/wrd "nh.«ich Mi. m m.d.r ,«...-.. -.. A°. w^. ...d > m . d-.- Sd„wII.n mi. «... h-bm °»d -chm-^-n 5?°'^,, ' ° ^ w »r z. ........ .ssrm. «.!...», dj -« w» d»'» w°i ^ >°« ».,d »r, l,rlil. . .« lmdr» wir dir ««»..-»im »».>»" -».....,1.« °..d mll.ch s.mdr.l.ch >r SM t v»d ^ ^ I !»k ! ^er aebcn ist an dem Mentag nach vsgander pftngst- «.« ' »«'l »«ich ."h-"-.. -»d-i«. w-s^ » ° ^ d° ...... M «... G°...s s-b«. Dr........ Abgedruckt b-i Tschudi, I, «07 ff- Jahrbuch von GlaruS . . Xx. 322. TZ Der Zuger Bund. L»«r», l »ss, 27. Juni. Ar»iv Zug. -v „ ... .. t,-. mäte vnd die Burger gemeinlich der Statt ZürichAmen. Wir der Burgermeffe, die Burger »-"'ei 't ^ Schultheiß, der Rat vnd die Burger gemein .) ^ie landlut üch der Statt Zug vnd alle die, s°ZU° wntelbe n^Zug^e) ^rent ^ ^ ^ ^".Nicker rorbetrachtlMg durch guotten frid vnd schirmung v»str s s guatten Rat viu s>)»m froinung willen gemcinlich des l»"dez 6"°^ > ""ler Stett, vns^ lender vm °"b vis?? vnd frunstchasst »'« e ^ „achkoinen, die harzu nut s namen ewenklich verv„ , ^ lZelert eiche ze den heligen, für vns vi u ^ ^'"den vnd begriffen sin stillen, mit einand.n "" ^g bu.MW ^ Ab,. vuverbroche.. vnd aller du'g ^irre welt zergat, vnd in der Sit der ?' zergengkl.cher dmg > v rg Amanten Stett vnd lender einandern dirre^?""" ?ka»tlich geziigniß n'it brieffen vnd mit geschrifft also, T-is ! lleselschafft vnd ewigen puntm ! u> ^ erlangen mag nss ^ "nandern getrülich behulffen viid ma en ereii, an fryheiten, mit ^egeverde, gen alle., dien vnd vff alle d'^ oder schaden tetild, vns °der ^di-tn s/^ vulust angnsten, ^ y„d den kreissen, als hienach geschriben At. ^ /" l'untniß ist, uu wer Mim ), ^ Grymslen vnd die Aren ab für Hasli s^ ^as ist des ersten, da die Ar e.ttspnnge das i^nempt^ ^ ^ ^ ^ ^ '"'der yss ^ ^ gat vnd die selben Tur icinme vff vntz an die Statt, . 2."'^ an die Statt, da die Tur m d"" Am gat^nd m s ^ ^ i vnd von den. vrsprung vnd deist Gotthart hin vnd vff den Plat.iver, v» vestj MUigt, vnd von dem vrsprimg v..u . ^ ^ ^ "d ,ch"«">b-rg, »«., «er pbm R...M.«-.» - ^ ^ ^ 5«*- - - - ««- '- w -« -«» » «.. ,°B » ' -b-- d°t ... dis-n w..^ » >i» °d ° °« »»«'- d.nm.b 1° «mg °'.d a»e recht von l>e>nan s angriffen oder geschadget wurde au o 276 sol der rat vnd die gemeind der Statt oder des landes, so dann geschadget ist, vmb den schaden sich ^ kennen vff Jr eyd, vnd wes sich denne derselbe rat oder die gemeind oder der merteyl der Statt oder landes, so dann ^ geschadget ist, vff den eyd erkennet vinb hilsf oder anzcgriffen vmb keiner Hand ^o dann notdnrfftig ist, darumb sol vnd mag der rat oder die gemeind derselben statt oder des landet ^ dann geschadget ist, die andern Stett vnd lender, so in dirre buntnisse sind manen, vnd vff wen dc»»s^ die mnnung beschicht mit des Rates oder der gemeind der statt oder des landes gewüssen Kotten oder k»»' ' in die rate vnd gemeind der stett, dien Amman der gemeind, oder zu dien kilchen der vorbenempten c» lender, an alle geverd, vber den vnd vber die snllcnd Inen die andern Stett vnd lender s so dann sind, by den eyden vnverzogenlich behulffen vnd beraten sin mit gantzem ernst vnd mit allen sachc», ^ die notdnrfftig, sind die sich danne vmb hilsf erkennt vnd gemant haut, an alle geverde, vnd sol vnder dien vorgenempteil Stetten vnd lendern nieman gen dein andern s dirre bnntniß, dirre mammg vnd der ' dekeines megs ab noch vs gan, mit worten noch mit werken kein ding suchen noch werben, darnmb die vmb die dann zemal gemant ist, zerdrent oder abgeleit werden möcht, an alle geverd, vnd sol onch ^ statt vnd iegklich land s dieselben hilff mit Jr selbs kosten tnon, aii all geverd. Wer onch das an vns yeinan, so in dirre bnntnisse ist, dekein gecher schad oder angriff beschehe, da man gecher hilff zno notdin ^ were, da snllen wir zn allen sitten vngemant vnverzogenlich znfaren viid schiken, wie das s gerochen ^»^ / - geleit werd, an allen fürzug. Were aber das die sach als groß were, das man eines gezoges oder c gesesses ilotdttrfftig were, wenn dann harnmb dekein statt oder land vnder vns von yeinan, so in dirre !» ^ niss ist, mit Kotten oder mit brieffen ermant wirt, dar s nach snllen wir vnverzogenlich zctagen koi«e» dem Gotzhus der Aptie ze den Einsidlcn, vnd da ze rate werden, was vns dann aller nützlichstes! dunke, das dem oder denen, so danne vmb hilff gemant hant, vnverzogenlich geholffen werd, an alle geverde. ^ onch s das man Jeman besitzent wnrd, so sol die Statt oder das land, so die sach angat vnd die so ^ zemal gemant hant, den costen eynig haben, so von werken oder von werklütcn von des gesesses wegc» ^ rnff gat, an all gcuerd. Wer onch das yeinan, wer der wer, keinen, so in ^ dirre bnntnisse sint, angrm . schadgote an recht, vnd derselb vsserhalb dieir vorbeiiempten zilen vnd kreissen gesessen wer, wenn es schulden knmpt, das der oder die, so den angriff vnd den schaden getan Hand, komment in die gewalt » der vorbenempten eitgnossen, ^ den selben oder die alle, Jr helffer viid dieiwr lib vnd Jr guott sol wo» ten vnd aiigriffen vnd sy des wysen, das sy denselben schaden vnd angriff ablegen vnd widertnigind zogeiilich, an alle geverde. Were onch das wir die vorgenempteil von Zürich Stoß oder miss- ^ hell»»!! ^ mnnnen gcmeinlich mit dien vorgenanten vnsern eitgnossen von Lntzern, von Zug, von Vre, von S»»V . von Vndcrivalden, oder mit Jr keinem bisnnder, das Gott lang wende, darnmb sollen wir zetage» ^ oilch zn dein vorgenanten Gotzhus ze den Einsideln ^ vnd sol die statt zno Lutzern oder Zuge oder die ^ der, si alle gemeinlich oder Jr eins besnnder, so daiin stoß mit vns dien von Zürich hat, zwen erber darzuo setzen vnd onch wir zwen; dieselben vier sullent dann sweren ze den heiligen, die sach vnd die ^ vnverzo- ^ genlich vßzerichten ze minnen oder ze dem rechten, vnd wie es die vier oder der vierteil Inen dann vsrichtent, das snllen wir ze beiden sitten stet han, an alle geverd. Were aber das die vie>^ darzuo benenipt werdent, sich gelich teiltind vnd stößig wurden, so snllen si ^ by den eiden, so si hant, Inwendig vnser eidgnoschafft ein gemeinen man zno In kiesen vnd nemen, der si in der sach , vnd gemein dnnk, vnd ivclen si darzuo kiesend, den sullent die, in der statt oder land er gesessen ist, ^ ^ vird des wysen, das er sich der sach mit > den vieren an neme vnd mit sinem eyd sich verbind vszerichtc'b 277 all geverd Es soll ouch kein ley den andern so in dirre buntnisse sint vmb kein geltschuld »ff geistlich ge- geverv. ^s sott oucy ^ ^^icht ^ ^ ^cr ncht laden, wan yeder.nan sol von den a^ern »..verzogenlich richten off den epd, «"sprachig dann sesthafft ist vnd h.n geh°^ ° ^ ^ ^ ^ s,. recht wol '.all geverd. Wer aber das er a r echtl g liffft v ^ ^ ^ wbas suochen als er denn notdürf tig ° ^er bnrgm, so In. darnmb glopt hat, an all andern oerhefften noch verbieten, dann den ) ^ ^ -s, so in dirre buntniss sint, v.nb dekein sach geverd. Wir sin onch einhellikl.ch oberen, ko men das d die wir hienach nemend das »...gen wir wol tnon, also das w.r ch ^ ^ wurden, gen einander ewenkl.ch stet vnd ves ) Nudolffen Brun, Ritter, der verschriben ist, an all geverd. Es ist onch ^ ^ ^ ^ »e Bnr- btz Zürich Bürgermeister ^ ist, oder m. l.r >) gewichten, an Jr zünfften vnd an ir ge- ger gemcinlich derselben statt bekrmken o.er ^„d, wenne wir, die vor- j genanten von Lutzern, setzten, die sy gcmachet hant vnd in darnmb ermant werden von ei». Bürgermeister allein vou Zug, von Vre, von S.v.tz vnd des Rates Zürich besigolten brieffen, so stillen wir wer von ein. Rat Zürich mit eine-.' ^"vger e ' das der Bürgermeister, die Rat vnd die zünfft ^ren vnverzogenlich vff den > eyd behn W" vn ^ ^ vntzhar in dis buntniss bracht hant, an all Vir gnvalt, by ir gerichten vnd by " .Ustlm 9,,Neri, von Zug, von Vre, von Switz > vnd von Vnter- geverd. Wir die vorgenempten von sst» > ), vnd vßgelaffen vnsern. Herrn dem knng vnd dem hei- alden haben vns selber in dirre umm ^ ^ guotter gc.vonheit Harbs". Römischen Rich die Rechtnng dm wir ^ vorgenantcn von Zlirich vsgelassen vnsern Eitgnossen die wueii s.nd, an all geverd. ^iss g^an haben, an all geverd. Aber wir die vorgenempten »n vnd die glnpt so wir vor >. vnd von Vnderwaldcn haben onch vns selben vsgelassen die > ° u Zürich, von Lntzern, von von S tz, ^ ^ ^ ^ -l» m» b>m.,,.ss- s. wir n»-w'.„.d „.dm d.m !° .. d.M. uiaiilu.Ii» - ,! jrg- j Mch dm ff, i-Mch „ms, ff! „,m.nd jug-HSrl der in M»,.G das NN '«-bch ^ da ir lMwchinm. d„ J-.n «ch.m »nd d, Z..N gnaiim uniniff- i». b, I° ff.n»nff b« ', „„ff „..ch. h.„d. „ff. dns ninn.n dm .»d.» nvvnintni iMS'ch > NI d' ' ,mmrd. Es ist onch smidcrlich bereit dnrch das diser Blind Jnngm d « > k> 'wch 'mnen w' °n »^s m.n «- M-n S-« !° ».".»".."«.M's'd.wm oder d»r«ach -n als es »»der > »ns dien »°r»e»m».>e» ,1-Ii-n -der l-nde.n i-m.„ n„ den and'er» »ordert, b„ »nstm .«de» dis- glnpt bule.lffs, .rlnch.ell ond «r»^ Worten, geschriff. «nd ,nit .»de» »»d mit all.» dmzen, so dam. n°.dnrs,.,s est. Was onch 273 oder knaben ^ ze den ziten ob Sechszehen Jaren alt ist, die snllen dann sweren, dis buntniss auch stät ze haben, ewenklich ze allen sinken als an disein brieff geschriben stat, an all geverd. Wer aber das die nnmerung also nit beschehe ze denselben ziten vnd es sich von keiner Hand ^ sach ivegen sninen oder verziehent wurde, das sol doch nnschedlich sin dirre buntniß, wann si mit nainen ewenklich stet vnd vest beliben sol mit allen sinke" so vorgeschoben stand, an all geverde. Wir haben ouch cinmntenklich mit guotter vorbetrachtnng vns j selber vorbehept vnd behalten, ob wir durch vnsern gemeinen mch vnd notdurfft keiner ding einhelliklich mit andern nu oder hienach genier ze rat wurdint anders dann in dirre bnntnisse ietz verschoben vnd bereit ist, es sige ze niinren oder mcren, das ^ wir des alle mit einandern ivol mugent vnd gewalt haben snllen wie wir sin alle, die in diser buntniss dann sint einhelliklich, ze rat werden vnd vberein kamen, das vns nutz vnd fngklich dunke, an all geverde. Vnd hariiber ze einein offnen Vrkund, ^ das dis vorgeschoben alles nu vnd hienach ewenklich vest vnd stet blibe von vns vnd allen vnsern nachkamen, darnmb so haben wir die vor- gcnempten Stctt vnd lender von Zürich, von Lntzcrn, von Zug, von Vre, von Switz vnd von VndcrwaldeN vnsere Inge- ^ sigel offenlich geheiikt an disen brieff der geben ist zu Lutzern Iii dein Jare, do man zo^ von Gottes gepurte driizehenhundert vnd fnnffzig Jare, darnach iii dein andren Jare, an der ncchsten mit- wachen nach Sant Johaims tag ze Sungichten. V-rgl Tschad! i, 412 ss. Gcschichtssrcund, Vi. S, 12. mit Facsimile. s. ebenda XX. 22Z. Auch der alte Zuger Bundbricf ist nicht mehr vorhanden und scheint wie der Zürcher Bundbricf (s. o.) der Vorbehalte wegen später verändert worden zu sein. Eine alte, wohl ursprüngliche Abschrift des Zuger Bundes in de" Sitzungsberichten der kaiserl. Academie der Wissenschaften zu Wien, Jahrgang 1849 Bd. I. S. 459— s6b enthält die Vorbehalte folgendermaßen: „Wir die vorgenanten von Zürich haben vns selber vorbehalten vnd vsgelassen vnserm Herrn dem Kunig v"d dem heiligen römischen rich die rcchtung, die wir in tun füllen als wir von alter guter gewonheit Harkomen sint, «n all geverd " „Aber wir die von Zürich, von Lutzern, von Vre, von Swiz vnd von Vnderwalden habend vns ouch selber "st gelassen die gclübte vnd die puntnuß, so wir vor mit einander haben, die diser puntnuß vorgan sol, an all geuerde. „Darzu haben wir die vorgcnanten von Lutzern vorbehept vnd vsgelassen dien hochgebornen vnsern Herren, diea Herzogen von Oesterrich ir rechtung vnd die dienst, die wir in durch recht tun füllen, vnd ir gerichte in vnser statt, als wir dz von guter alter gewonheit harbracht haben, an alle geverd." „Wir die vorgenanten von Zug vnd alle die, die in dz ambt Zug gehörend, habend in dieser puntnuß vorbehe^ vnd vsgelassen den hochgebornen vnsern Herren, den Hertzogen von Oesterrich ir rechtung vnd die dienst, die wir durch recht tun füllen vnd ir gerichte in vnser statt, als wir von alter vnd guter gewonheit vnd von recht füllen, a^ all geuerde." „Wir die vorgenanten lantlüt von Vre, von Switz vnd von Vnderwalden haben ouch vorbchebt vnd vsgelassta vnserm durchluchtigen Herrn dem Kunig vnd dem heiligen römischen rich die rcchtung, die wir in tun füllen, als von alter guter gewonheit Harkomen sind, an alle geuerde." 279 S4. Die Urkunden des Brandenburgischen Friedens. 1352, 1. 14. u"d 23. September. Es werden hier abgedruckt: Der Friedebrief der Eidgenossen vom 1. September, nach der allein in Original erlMenen Erklärung Lueerns. Die Erklärungen der ädrigen Orte entsprechen, wie diese den Gegenbr.efen vom 14. September. N. Die Gegenbriefe Herzog Albrcchts vom 14. September u zwar. a. Der Gegenbrief für Zürich mit den Abweichungen desM.gen für Lueern. 1>. Der Geqenbrief für Uri. > . ... . °. Der Gegenbrief für Unterwalden mit den Abweichungen d°^n.gen für Schwyz. 6 Der Geaenbriek für itug mit den Abweichungen desjenigen für Glarus. Die für alle Orte gleichlautende Erklärung des Markgrafen Ludwig von Brandenburg vom 23. September. Friedebrief der Lucerner. Lneern. 1352, 1. September. Stadtarchiv Luceru. , «i- dor SchulchM, d.r R.» -i.d di- d,r SM. j' l..k..,»'., dssmiich »» dii.m l..i-f ^ «« dm h.ch,,bmn ,...d sii-st, «--»ms -udwi» °°» Bwndmw» l.'p.ch > m,d ,-m.dI.ch ? I,tt Mi. dm. h-chg.b°-..'.. sii-»m. m.s»m »»«»... -I'--'». S'-i°» «dmch. -°..O'sI..-.ch Mi. di- .z sj 5 m, b.°..d, °w m.. -- ftch .'-»»»».» h->. d,' " «... °°- °»d d", m.s.m °d.r wir ml. im °»d dm si»'». s. si» »<«'ch °d» mch Md..'.» M, °'Wi > ,Mm m. gm'.d" «s° d-j wir im m.d Ii»'» "dm »"» w°"m °.'° g. 7' °°.» sinm „ch.m. m.p.'m ...d st«-'». .' d'schm l w'°» »»'.. Sch....h'.w„ » »..d -il- si«. -'ch., »l» .» °°« »- d« -°»°' -°'ch »>d »mj °«ch..... des Ne>^ . hj-ner lüt. dle vf dm land gesessen stur, ze buraer vorgenanden vnsers Herren des Herzogen vnd s.ner vicner t>n, v.e o l ^ 7'«»°.. d.r Mi m.» »Ii... °..d s.'r b°! °s d°i im» ."im'chm. > 3- m°l. d'.m in °„s., sm, ...,d I.i ...» »,»«»'- d»-S" s">. d'» »'»-'» w'° m°l h»b... z- d..-»,- .mch 7" »-! --ch., «l» .» .... » > O»ch -'»»". w>- ><»d°- w°l '.,.,.,1).., .„««.'- "°'°°° die. di- wir .... M.r...« h... »»i°- I-»- .»i-s -h-» '»--»'"d .»m «° °d" d 'S s "».,m.d", H,,„, dm H'.z°.,m °d" d" si...» -.i- i°m°» !- MV w.r mm ... . ..... mp ». 7 dm mm/dm ,,m°». .ms" H". d" S"-°S. lin di-»" > w° .°.d".. nach .. «ch, d„d d„.ddi)'i, ...d suis.,, mir °»s d.« -ii... »ach sd" m.d Zm.z 7? ...» d.,s'lb'.. > L-r-m d-s S'-M-» w smm -.-".dm g..i» °..d"i«».» 7°> «°» d.» „i'ge» .... di- Ii». d°! s..°m m>. l-d.» l».jm m.d ,»,b», ..." d»r»„ ^ s°l ...» d" «°.v».»d °»s" H"- H"-°» °»d d>, si»'., IM ^ V..d d-.,. «l. .... di .m -'«-ml» «i'° »«chs säM-n d-° °s »-»»'» w" »»« d'» "" Mi. ..ch, „zch. „„ g,.."d', d.» s»il°» Mi- °»ch nchi'». -d.r -d.-^ d»j ... d,i... ""der tun " »>it recht kuntlich > gemachen möcht, ane » . ^ n ^ vt» an Jndm oder Ga.oart chi.i icht gewanlichs schadm dar vf gangen j iver, de.. ..aen mir onch r.chte... i"b s°i mm. ...» z. »lich-r Mi» IM mid" ...m Wi-1..°". m.ch »»- sii-lm- !° d-s «°.».»m...» °"°i ^ ,„d si°»m °.,d «>..» »iii ».' >«'di»d-». A". °»ch ... »..s" si°i 280 oder in andern stetten vnd lendern vnder vnser eitgnoschaft ieman, j der dem vorgenemten vnserm Herren deltt Herzogen, sinen erben oder amptlüten siner gült vnd recht wider wer vnd im der mit geben wolt als er von recht ieillich j solt, als es von alter herkamen wer, so sol die stat oder daz land, dar inne die gesessen sind, die dem obgenanden vnserm Herrn dem Herzogen, sinen erben oder den ^ sinen ir recht vnd gült nit geben walten, wisen in einem Manod, wen es derselb vnser Herr der Herzog, sin erben oder amptlüt an si vorderent, daz si im > vnd den sinen ir recht vnd galt geben vnd gehorsam sin, als si von recht füllen. Möcht oder wolt aber die Stat oder daz land, darinn der egenand j vnser Her der Herzog oder die sinen gebresten Helten, die mit gewisen, die iin vnd den sinen sinn recht vnd gült nüt geben wollen, so fallen wir dem j vargenanden vnserm Herrn dem Herzogen vnd den sinen gehulfen sin darnach in einem Manod, wen es der vorgeschriben vnser Herr der Herzog ^ oder sin Amptlüt an vns vorderent gen der Stat oder dein Lande, darinne er gebresten hat, als lang vntz im vnd den sinen ir recht vnd gült geben ^ werdcnt. Wer ouch in vnser stat ieman, der als nötig wurd, daz er dem vorgenanden vnserm Herrn dem Herzogen vnd den sinen ir recht vnd gült nüt ^ geben mccht, von dem sol man richten als recht ist. Wir haben ouch vns vor vs behebt vnser eide, blinde, friheit, recht, brief vnd gut j gewonheit. Dawider hat im der obgenant vnser Herr der Herzog vnd sinen erben vnd den sinen ouch vorns behebt ir recht, brief, friheit vnd gut ! gewonheit vnd ouch alle die sink, die obend an disem brief verschriben sint. Vnd daz die vorgeschriben fache» stet ganz vnd vnzerbrochen bcliben, daz ^ geheißen wir mit guten trliwen für vns vnd alle die vnsern, die an vnserm teil geschadiget sint, si sin geistlich oder weltlich, an alle geuerde. j Vnd haruber ze einem offene» vnd waren vrkunde aller der dingen, so vorgeschriben staut, so haben wir vnser stat Jngesigel an disen bries j gehcnket. Der geben ist ze Lucern in dem iare, da man zalte von Gottes geburte drüzehenhundert vnd fünfzig iar, darnach in dem ^ andern Iare, an Sant Verenun tag, des ersten tages des ersteil Herbst manotz. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel der Stadt Lucern, abgedruckt KcschichtSsreund XXVIII S. S2S> Ebenda S26, 2^ ist auch der Gegcubrief Herzog Albrechts für Lucern vom 14. September und die Erklärung des Markgrafen vom 23. abgedruckt, ebenfalls den im Stadtarchiv Lucern liegenden Originalurkunden. L. Gegenbriese Herzog Albrechts, n. für Zürich (Lucern). Brugg im Argau. 1352, 14. September. Staatsarchiv Zürich. Wir Albrecht, von Gottes gnaden Herzog ze Oesterrich, ze Stepr vnd ze Kcrndcn, vcriehen osienlich, daz vns der hochgeborn fürst Margraf Ludwig von Brandenbnrch, j vnser lieber Oheim, lieplich vnd vreuntlich verainet vnd verricht hat mit den erbern wolbeschaiden, dem Purgermaister, den Räten vnd den Bürger» gemeinlich der Stat j Zürich vmb all stözz, chrieg vnd vflenff , ez sei an Noub, an brande oder wie ez sich vergangen hat, die wir vnd die vnsern mit in vnd mit den irn oder si vnd die irn mit > vns vnd den vnsern, si sein geistlich oder weltlich, vntz vf disen hcwtigen tag gehabt haben, an all generd. Also ') w»Z si vnser vnd der vnsern diener, lewt, di vf dem Land ge- j sczzen sind, ze Bürgern enphangen habent, der snllen si sich auzzen noch fürbaz vs daz land nicht mer versprechen, ir wolt dann kepner in ir Stat var» vnd bei in ingesezzner ^ Bürger sein, den mugen si wol haben ze purger nach ir Stat recht, alz es vo» alter herchomen ist. Ouch mngen si furbaz wol ze purger enpfahen in ir Stat alle die j di si von aller ssl ^ >» ir S,«, z- „ch, -n«h»h-n n>»chtkn, Enphi-!>I-r -d-r der «ns-rn L-wt lMmnd z-, »ü-s-rn, d-n si «m, rech, nicht -n,'h»h-n I-lt-n, di- ! m»S-n wir, «ns-r di-nrr -d-r »».-r mnsitl-wt nwl °°'d«»Mch d-sL»nd,z rrcht »nd g-wmih-it »nd snll-n si sich d-r »uzzm nach irr Stat r-ch, »nd a-w»nh-it, i »>,ch si g-n,°inlich i>thad-n,, daz l-chr» !si «»> -»'S «nd d-n »ns-rn, d-s snii-nt si sich auzz-n, -S dam,, dz dha!»-r d-r »arn-nanl-n gnt-r ichi !»»->»->, d-r s°I daz i r.chl snch-n »nd d-m r,ch,-n 'ch-'s-in s,i„ «„ d-n, L-h-nh-.r-n d,S »»« -d-r s>»„, d-r L-h,nh-.r- d-rzn schaff-t, W,r -nch daz '"l°>b°n »»» z,i,jch jchz > jnn-hi-,°» ,,-n,anS -.!»-» S»>, d-r in °ns-rn Land-n »nd St-I-n s-s-jj-n -st, °! In!-» si wid,r a,d-n «nd i-diz l-zz-n als«, °b si --»'»nd auf d-m lnnd ich« anz-spr-ch-n > h»b-nt, '» W-n n.ir «d-r «ns°r An,»Il-»t in Z- S-ri«' si-»'» »' da ,r siij.t nn d-n niichsi-n »Ml-N, di, d-i Zürich -,-l-n-n sind, W-ii °d°r d-r i d-m r-cht-n nicht s-lmrsmn I-!n, I- sn»-il wir °!» °»s.rAmp.,-n.i„ dnr z.. w-is-n «nd niitt-n, T-, °. d-z nicht. >° sitl-n wir «nd «ns.r Ain,.,l-„t »md , "ch °ns > s-it, „ich« -mn-m-n als l-nz. ins d-m r.chi.» t>.h--inm w.rt, »i° Mm si «ich «Mi d-i. " '»», «h sich mich d-, cht».,-r als d-sch-id-nlich zn d-m r-cht-n ch-m-n. i dnz d-r Nicht,r da, N-ch. ^°»-n «nd ««,,„»-„ „iiich Daz I°l -mch d-r tn«, d-r di- chlas »---n.«nrt°n s-l, S.-t-n sich mich d,- "» Zürich ich. Erl« °d°r s ai.z-ns «nts «nd,ri«»nd.n, dnz irr in-t-s-zz-n «nr»-. w.r s-w-s-n. d°§ I-ib «nd si> °°r«M,i, ist iinch ir S.d. .-cht, d°s siiii-i. wir »« »ich. mm.m.n, Zams! dich w,r »nd t- «ns-rn »-» S.-„i, «d-r «s d-m «and °ns iis-nd-r »nt-r «iid-.M-n !>»l.m. wa dt- z-l-gm sind «an d.tz chrnch-n '»»- dnz siitlm mir s in l.dig «,» ,°z >-!!-» -nd liird-l Nsi "n°nd d -.nn.rr-n, Dnz W-n «sich . h.r- s.» «iid «nd d-i, «ns-rn .Nit, W-n °i«ch wir °d-r di- «,.i°rn, si sch-n in «ns-rn ! St».-„ «d-r «s «°»d- ') r-cht-r «nd r°d,ich°r --ltschal» schnldi- ,-in. di 1«°-» «" -ich.-« «« °-!«. « °°r dii-iit rhri^ ^n^n wer vnd den man mit dem rechten ch.mdl.ch ^ ^ .cht gewöndlichs vnd redlichs Ichaden darauf gangen we^ ^ ^ l ^ >chm u.ocht, an geuerd, den svl nmn in owch richten. Wer aber daz n: d,en chnegen an Inden o er ? Tawertschin icht gewöndlichs schaden darnf gangen wer, den fallen w.r n. o.vch nchten. Das elb ol vns v.,d den vnsern zegelicher weis Herwider tun. > Si füllen s.ch auch nrbaz ze vnsern vnd vn er Lande., Steten nach Lewten nicht mer verpinden. Wer anch m .rr ^tat oder ... andern Steten Le..d„„ f f., irr Eydnenozze.^ der vns, vnser erben oder amp^ vnfer gnlt vnd ^Wng wider were vnd vnS der nicht geben welte als er van recht p.lle.ch > falt als ez van alter herchan.en wer, ° 7 di Stat ader daz Land, dar inn die gesezzen sind, die vns vnd vnsern erben oder den vnsern vnser recht SAt nicht geben > walten weisen in eine... Manad, wan wir, vnfer erben oder a.nptlent ez an sie vordernt, 7 si vns vnd den vnsern vnser recht vnd gnlt geben vnd gehorsam sein, als ,i > von recht füllen. Möcht oder aber di Stat vnd daz Land dar inn wir oder di vnsern gebresten hieten, die nicht geweisen, die vns vnd " °usern I vnser recht vnd giilt nicht geben wolten, so füllen si vns vnd den vnseren beholfen sei, darnach in """" Ma„od ,vann wir oder vnser amptlent ez an sie vorder.. ! gen der Stat oder gen den. Lande, dar inn 7 Greste., haben als lang vnh daz vns vnd den vnsern vnser recht vnd gült geben werdent. Wer onch in j 7' Steten vnd Lendern yemand, der als nötig wnrd, daz er vns vnd den vnsern vnsere recht nicht geben möcht, ' sol „.an richte..' als recht ist. Si ! habcnt onch in selber vor anzbehebt ir eyde, bünde, vreyheit, ^'biui.g, gut gewonhcit. Da wider haben wir vns vnd vnsern erben vnd den vnsern i onch vor ^behebt vnser recht.mg, brief, freyheit vnd gut gewonheit vnd onch alle stukch, die vor an dise». brief geschnben !^' Vnd daz di vorgeschri- j bcn sachc stet, ganz vnd vnzerbrochen beliben, daz geheizzen wir bei vnsern stet zehMen fi.r vns für vnser erben vnd für all di vnsern, di an vnser». tail j geschedigt sint, fi sein 36 282 geistlich oder weltlich, cm all geuerd. Vud des ze vrchund geben wir diseit brief besegelten mit vilserm JnsiS^ Der geben ist ze Prnk s in Ergom an des heiligen Chreuzes tag ze Herbst nach Christus geburd Drewzehen hund^'^ iar, darnach in dem zwei vnd funftziksten iar. ^ Pcrgamcntcnc Urkunde mit anhängendem Herzog!. Siegel. Abgedruckt Tschudi l. i Der Gegenbrief für Lucern enthalt diesem Texte gegenüber folgende materielle Abweichungen: ') „Also daz si uns vnd unfern erben warten vnd gehorsam sein füllen mit allen vnsern rechten, emptern ^ ftüren ze besetzen vnd entsetzen vnsern Amman, vnsern Schultheizzen, vnser Kelrampt und alle unsere recht, als ez » alter hcrchomcn ist vnd als wir recht haben vnd waz ouch si vnser vnd vnser diener leut, die vf dem land ge>M sind, ze Burger enphahen haben" w. 2) „von Alter vntz her nach irr Etat recht enphahen mochten" ') Dieser Passus: „Waz ouch si gcmeinlich inhabcnt" sc. bis cxclusivc: „Waz ouch wir vnd din vnsern v»s ligenden gütcrn vndcrzogen haben von des chricgS wegen, wo die gelegen sind, daz füllen wir ledig lazzen vnd fw nieman daran irren. Dasselb füllen si uns vnd den vnsern herwidcr tun," ist im Lucerncr Brief weggelassen. Der Zwischensatz „si sitzen in vnsern Stätten oder vf dem lande" ist im Lucerner Brief weggelassen. Der Friedebrief Herzog Albrechts für Luccrn ist vollständig abgedruckt im GeschichtSfrcund XXVIll. ^ nach dem Original im Stadtarchiv Luccrn. l>. Für Uri. Br«gl! im Argau. 1352, 14. September. Archiv Uri. Wir Mbrecht, von gottes gnaden Herzog ze Oestcrrich, ze Styr vnd ze Kernden tun kunt vnd verüb" offcnnlich mit disem brief, das ^ vns der hocherborn fürst, Acarggraf Ludwig von Brandenburg, unser li^' Oheim, lieblich vitd vreunlichen vereint vnd bericht I hat mit den erbern bescheideiteu, dem Amman vud den Lw" lttten geineinlich des Landes ze Vre vmb all die Stözze, chrieg und ^ auflouf, ez si an brand, raub oder wirN der ergangeit hat, die si mit uns und den vnsern oder wir mit in vnd den irn ^ si sien geistlich oder weltlich " ^ vf disen hiitigen tag gehabt haben, an alles geuare. Also ob ieman were in den Stetten ^ vnd Landen vudrr Eitgenosschaft, der vns, vnsern erben vnd ainptlüten vnser recht vnd gült wider wäre vud vus ^ der nicht g>" weit, als er von recht billich soll, als es von alter her chomen were, so sol die Statt oder das Lant, do in»e» die gesezzen sind, die vns oder vnsern erbern unsere recht vnd gült nit geben wollen, wisen in einem inanet, uu' es ^ wir oder vnser Auiptlüt an si vordernt, das sie vuS vnd den vnsern vnsent recht vud gült geben v»d ^ horsam sein als si ^ von recht füllen. Möcht oder welt aber die Statt oder daz Lant, darum wir vnd die v»I ^ gebresten hcttin, die nicht ^ wpsen, die vns vnd den vnsern vnser recht vnd gült nit geben weltin, so vns vnd den vnsern geholfen sein ^ darnach in einem Mauod, wenn wir oder vnser Amptlüt es an si vord^ ^ gen der Stat oder dem Lant, dar inne ^ wir gebresten haben, als lang biz viis vnd den vnsern vnserre recht ^ gült geben werdent. Ob auch ieman in ^ den Stetten vnd Landen also nöttig wurd, das er vns vnd den wb" vnscre recht nicht geben mecht, von dein sol man > richten als recht ist. Auch füllen si sich zu vnsern vnd ww erben Landen, Stetten vnd Lüten furbaö nicht mer ^ verbinden. Sp habend auch in selber vorus gehest Eid, punt, vreiheit, recht, pries vnd gut gcwonheit. Da miser ^ haben wir vns, vnsern erben vnd den auch vorus gehebt unsere recht, pries, freihait vnd gut gewonhcit vud ^ auch all die stuchk, die oben an bricfe verschribcn sind. Vnd das die vorgeschriben fachen stet vud vnzerbrochen be- ^ leiben, das gehcizzen w't vnsern trcwen stet ze halten, für uns, für Vilser erben vnd für all die vnsern, die an unserer ^ tail gesch^'' 283 5"d, si sin geistlich oder weltlich, an alle generde. Vnd dez ze vrchnnt geben wir disen brief besigelten mit ! '"Wn Jnsigel, der geben ist ze Prugk in Ergöw an des heilig Chrntzes tag ze Herbst, nach Chrsttus geburd "tze- j henhnndert iar, darnach in dein zwei) vnd sunfhigistcn Jar. z--»udi i »s d ^ ^ P^mn^tcne Urlimde IN» anhängendem Herzog,. Siegel. Abg -duckt Tschudi I, srs d. e. Fiir Untcrmaldcn (und Schwyz). Brugg im Argau. t352, September. Archiv Obwaldcn. , «ir »lbr.ch,, GM« M,°d... S.rM !° M SM «d z. K.rnd.,» Dm chn.N m.d b.ch..n„n 7°'ich Mi. dil.m I bri.s, daz nns d.r hachM-wrn Mist. M-M°s»udm« nm. Brand...... ch, «»I°r l.«°- ^-i« llplich m.d nr..,..»Ich «r-in. nnd > «..ich. ha. ,»>. d.n -rl-m.» .«...» S°wr... d.... »...mm. d.n. Zw «d., d« stand« V..d.r....Id,n > NN« a° di.stb». ch-i.»»nd ».^. chl-a anranb b.°,,d°d,- ^'- '! !ich ,M, di mir nnd di. «Nim. .Nil i» nnd > d.i. Mi. st I-m M.stlich °d.r «...stch n.,j -I n'hnd Hab..., ... ast.j S.M.' Als. d»j I. ...M mch... l .. ... war.... nnd Mhar am s..n «. d,n...Ich,... «.» m» m» »>--» °»st-n «i"'- l -i W - ' «d.r Wm. ........ Mli.rn.'m.d s.M„ ...st. °,°ch » °«I« Mi,.. -°«.n d.s.»'» »ad.nil.Mn , M« «.. ° ... '"°«m ist m.d « s ...ir -.ch. ab..., nnd Mi. °«ch M.I.M i>°" °i>" °»d Mift-N ast. ir r-ch nnd ...« > "«'-.II..., a.S .z «... .............. ist, bi...° ..... M..°..st..».rm°l ...stch ,«.nnd-rz°Mn. °U»d.n. I »...dC .,M,..ch Mh...st da. ch....,li« d« i».. >W'"i-7 mchi »m-ich wer , n, - ? n... n »»« aeborsam sem. Daz selb sullen wir men himmder waz vns dann ein chnnt cha t agt, des sullen st vns gei,or,..>. ^ ^ 7 ........ . NN. di.nns.,..! °d.r ...st.an«»..» in d's.. ch-'ch" » -°i'° nl» °»d°rw....d..., d°j 7" Mi. l.di, I.M.. nnd in l.. ni....°..d I daran in..,, Tals.Ib sn»... st d.i. ........ '.»..Md.. NN, ^ — Ii» »...ch stand ad r in m.d..., S....... NN- st.»»-.» > --.. SN st»«»-!- Mmand. d.r °n krb«, n. . .. ........ «,,z der mcht geben wolt, als ste von recht pillich oder Amptlenten vnsern recht vnd gnlt w,oer wer vnd vna oer nnpe ^ ^ ^ ^ »IS « «... .1... 1° s°l di. S..I »w d«! >°..d, d°r NN. d.. MI-».,, I wd. d.. »ns nnd Unser» r ^ , sstn» »iriien in ainein Manet, wenn nur ez oder virser Ampt- /Anerben unsere recht vnd gült nicht geben welten, westen in amen ^ e s . / ie>vt ».. n r r>a„ oniern vniere recht vnd gnlt geben vnd gehorsam sein "» ir vordem, daz sy vns vnd viisern erben vnd den vn,ern r np. / Vs, n r , r " l st »ch, s .a., «ich......w» »I« di. st.» °d.r d»! -.nd d»n.i .'«> ». d.. n. I-.N Mb.,st,n 7'- di „ich. I ..„q..., di. ...n ...d d... «Nim. «I.--7° 7» st-d'" w°ch>. °i I"°'N Ii «- >i «b... nnd d... n..i.... > »chdls.» I"». d°-«-ch in »im» M-n". ..«» '»» °d.° «iL. »mi-il..» .j »n st '°"i'ri. «... d.r SM. °d.r..... d.n. I -and, d-m» wi. «.wst.» IM-N. »I. Im.» b.z...s nnd d.n n,.I,rn NN... '7 °»d «ist. Mb... ,«,d.n.. Ob °..ch ! N.n.°»d in ir,... -.nd ° - »»..» wnr . da... «,.s nnd d... ...sm. 'l«- «ch. „ich. ...b... ...bch., -... d,.» s°- ».»» "--i- > « -st-?/" I»» »->' °»I-°> >'» °NI.>.- «°nd.n. S.tti.n nnd st...... stirbaz „ich. f l"b-ii, bri.f, »ch, nnd g... Mwnnhai. m» »»-' °« »» st»--)'! d» ° '» °» d...». bnq «ichnb.., stnb -st ^^di-n°.Mschrib.n lach. st.t nnd NN-..»»«..» das ! «ch..M., w.i w n....... ir».., st., i» 7"»- I-ir ans nnd Inn ast di. nns.r.,, di an -ns-rm t.il »«».».'.»». I> I-m Mistl.ch °d-°»«', .ch, «> -« >d, Bnd d.z >. «rchnn Mb.., mir dist.. b-i-I d,stM'i.n .»» -»s.« »»!»>. . d« Mb... .st j. Pnst S.M... HM.,.., Chr°..M ,»g z° H..bst nach Shnstns Mbnr. > dr.,°i.ch... h...,d°-t.ia-, darnach ... d°... j,«, nnd Jar. P,,gamk..t°nc UNunt.- mit anhängendem Siegel des Herzogs. Abgedruckt bei T, chudi I, «9 d. 284 Die Urkunde für Schwyz (Archiv Schwyz) ist, mit abweichender Schreibweise, gleichlautend bis auf nachstehende Stell« ^ ') Bei Schwyz heißt es: „Hieten aber die von Sweytz sich icht vnderzogen, daz zu dem land Zug vnd ES' gehört, daz j kuntleich wer, daz füllen si ledig lazzen, wclichs aber nit kuntleich were, waz darumb ein chuntschast dez füllen si gehorsam sein." Im Schwyzerbrief folgt noch: „Da wider wir vns, vnsern s erben vnd den vnsern auch vorautz öeh« haben vnsere recht, brief, freyheit vnd gute gewonheit vnd such alle die stuk :c." <1. Für Zug (lind Glarus). Brugg im Argau. 1352, 14. September. Archiv Schwyz. Wir Albrechl, vou gottes gnaden Herzog ze Oesterrich, ze Steyr vnd ze Kerndcn, Tun kunt ^ mit d>ß^ brief, daz wir der von Zug vnd die zu in in das Ampt gehörent, gut ^ vrennt sein wellen vinb all die Sachs, ^ sich in disen Chriegen ans disen heutigen tag ^ vcrlouffen habent oder die si getan habent, also das si des von bü" vnsern Erben vnd ^ von vnsern Amptlüten ietzund vnd hie nach an ir leib vnd an irn guten vilvergolten ! vnbesivert snllen beliben an alls gellerde. Also das si vns vnd vnsern Erben für- ^ bas dienen vild gehörst sin snllen, als si billich vnd von recht slilleil. Nnd dez ze vr- ^ chund geben wir disen brief besigelten milv»stl^ Jnsigcl. Der geben ist ze Brugg ^ in Ergöw, an dez heiligen Chreutzes tag ze Herbst, nach Christs gebnrd d>>' zehen ^ hnildert iar, dar nach in dein zwei vnd fünfzigsten Jar. Pergamentene Urkundcne mit anhängendem herzoglichen Sieg"' Bei diesem im Archiv Schwyz liegenden Zugerbrief, sowie beim Schwyzerbrief, liegt je ein vom Propst Brun zu Zürich an Sant Margrethentag 1366 ausgestelltes Vidimus. Der Gegenbrief für Glarus, abgedruckt Jahrbuch von Glarus III. S. 225 Nr. 71, nach Tschudi l. welcher ihn nach dem Archiv Schwyz gibt,.wo derselbe sich übrigens nicht mehr vorfindet, ist gleichlautend bis auf ^ Eingang, Ivo es heißt: „Wir Albrecht zc. tun kunt — das wir derr voll Glarus, die unser lechen vom Gohhus Scckiugen sind gut fründ sin wellend von alle die sache sc. zc." und mit Weglassung der Worte: „als si billich von recht füllen". 0. Erklärung des Markgrafen Ludwig von Brandenburg. Zürich. 1352, 23. September. Archiv tAbnialdc». Wir Ludwig, van Gottes gnaden Margraue ze Brandenburg vnd ze Lüsche, des Hailigen ^ Römischen Rei^' obrester Kamrer, Pfallenzgraue bei Rein, Herzog in Beiern vnd in j Kernenden, Graf ze Tirol vnd ze Görz Vogt der Gotzhäwser Aglai, Triend vnd ^ Brichsen, bechennen offenlich mit disem brief: Das wir den hochgs^ Fürsten vnsern s lieben Oechein, Herzog Albrechten von Oesterrich mit den erbern Läwten, den Ambt- ^ läwt^ vnd Landlawten gemainlich des Landes ze Vnderwalden ietivederhalb ^ denl Kermvald, lieplich vnd frelliitlich einander verricht haben vinb all stözz, ^ krieg vnd vfläwf, die sy ze baider seit mit einander gehabt haben vnh^ disen j hiittigen tag, In aller der weis vnd mazz, als die brief sagent, die si ze baider j seit dar vinb vnder sü'- ander geben habent. Ez snllen auch all genangen ze baider ^ seit ledig sein, die in disem krieg sint genant' Vnd dis ze vrchund geben wir ^ in disen brief versigelt mit vnsern Jnsigel, der geben ist ze Zürich, des Suill^- ^ nach sant Matheus des Evangelisten tag, nach Kristes gebnrt drew zechenhundert ^ Jar vnd darnach in zwey vnd fünfzigisten Jar. ^ . »r d u d -im«'. Die gleichlautenden Briefe für die andern Orte sind abgedruckt bei Tschudi I. 421 sf. 285 S3. Der Berner Bund mit den dazugehörigen Urkunden. 1353, «/7. März. Ewiger Bund Berns mit den drei Ländern Uri, Schwyz und Unterwaiden. L. Der drei Länder Zusage an Zürich und Lueern. auf chr Verlangen auch Bern ma nen zu wallen. 0. Der Städte Zürich und Lueern Gegenaersicherung. st-h auch für Bern mahnen zu lasten, v. Der drei Länder Verpflichtung an Bern, auf dessen Mahnung auch Zurech und Lueern zu mahnen. Der Berner Bund. Lueern. 1353, 1». März. Staatsarchiv Bern. I» »°.t,z »-,».», »,,„». Wir drr Sch-llh-is. d-r R-l, dir Zw» h.md.r, Mid di-Burg» g.»,.iuli« st°t z. B.ru-, .» Orchil.udru Mg.». Di. -°»d°,»,»°» -»d di. «»,, lut g..».iul.ch d.r Z.ud» z° st.r., li-Swig uud j-Vud.r.°°ldr», T.W» -u». °ll.» dim- di. dis.» b-.., -,«.»' -d-r h-rr». d-s wir MM.,» r-, uud mi. siunrllichrr °°-b,.r.ch.,,„«. d»r gu°..„ ftidr °»d Ichmmmg. »,,s,r Ich. uud g.wl.S >°»s» KI, uus.r lrudrr «»d I»..», d»r nutz °»d I»»-» »«--» g«»«»',»» W l-,,d.s ,,°,g°r d»»-»,,st m.d sriiutsch.st -d-rriu ,-,«-» Ii», !-i«»-« S'>°bl °»d «-»««» h-b-u IMch und -ff-ul.ch Mr. i. > dien Hrilig.», fiir »,,s m,d sur -»st- d>° !»° ,»« »».».,. -wr.,kl,ch-u urrduu- d'» °»d brgr.ff.,, stu lull.», »». .l»»»d.r -l» .«ig b»».»»st !- h-d-» -»d !° >l°-'-». d,° °ch ,,,, uud h« "->> s w-udrld-r, uutzrrb..ch.„ °»d °ll-. di»g-»»».»-, »»> -»«» ->m°-». st» und ur,. .w.kl,ch b-«b.» sdl. V»d w..»u °ll,r z.rg-»gllich-r diug. --.«-Ist» wir., °»d d.r l.usl- d,-.-»,». ,-rg», und i d-° ii. d.r l°r.» ml diug. g,.»d.rl w.-d,»l. d- um, 1° M» ««.du ,d »«-,«» -°»d» d.rr. ««>«.» g.s.»rsch.,st uud -wig.» du»!»»» '>» »-«"»ich -'«»g»»lt m,' Mi, g.- , ,ch„ll, All- d-j «i- .i,.»»dr.» Müwlich d-huls.» und b.r°,.,, Ii» I»--«t- °>s >'b »"» °u-' »>»»-.» m°g. °» S-.,..d., g.g.u »ll.u di,u uud °s -l-° di-, s° «s -» -d» ««m. -» --.». I-» °-,h-,-°». »»> g-- °d.r .... r.hk, uusuug, -uluft, -uz-»». b.«--»ch.», >»»-» "d.rw.ö °dr. sch-d-u ...,» »,,z udrr "««», s° iu dirr. b»»,»u,l isi, »u °d» » »°«. -» st-U.„. W-- »brr s d-z ,-muu, s» u, dirr. ^>»>»»sl ist i» k°in.r will i.»,.r »» --cht °°» >»«> -»«'»'»» «d.r g°,ch»dig.t wurdi» »u liitru -d-r g»°t, dar umd s° ,,,-g u»d s-l d.r Zi.„, -d-- di. g-,»--»d- d-r st-t °d.r d.s s l»»d.z, s« d.u«. g.- ^»dig„ is,, d.» schud.« sich d., »»d «'s »ch d.,m- d,r s-lb N»l -d-r du g.„„iud-, °d» drr , urri.il d.r si»t -d-r d,s L-nd-s, s° d-»»- g-sch-dig-t ist, us s d-n -it ,rl.mlrul umb hilf °d.r °"!'grist.n, umb k-iu.r ls-ud- s»ch., I- d-»»- »»> dmstlg >st, d-n»ub s°l uud mag d.r N-t »d.r du gr- d,.i»d., d-'r s.lb.u SI»l -d,r d-s!r»ndr-, s» drn». ».schädig» s ist, dir st-I uud »riud-r, I» i» dirr- buut- stut, ,uau.n uud »ls d-ld. du >n»»»»g g-Ich»t, s° i»ll»tt »«- dir i» dirr- buninust st»l, °uu-ch»g-»- 'ich-u ir -rb.r.u'b«Isch»si z. i»g-u s.ud.» >» d»s«.ulM s und dg z- r-i.w.rd-u, ,«i- dl.u, s» d.n». umb b'ii- «.«mui st-ui, °»u.rii°».»lich.» di di.» ->d.» b.huls.» u»d b°ral,u ,«.rd. mit g-»d-m --»st »«d »»I dii.» i»ch,u, als dir» n-tdurstig Ist, dir d-»n. i> ! «ml. umb hilsr sich -->.»»» u»d g-m-nt h°»>, »» -ll- »»irrdr, U,s- d„z sch-d- und drr »»»»>, s° »» >» g-ich-h.» ist, uud d-r umb st d-un- j- mal. g,m»„« 286 hant, gerochen, gebessert vnd ^ widertan werde, an alle generde. Vnd haben auch wir, die vorgenanten von Berne gemalt, die vorgenanten Waltstett unser eitgenossen, ze manen vffe'alle die vnd an alle stett, so v»s vnd alle vnser burger vild die ^ unser lehen, gfant oder eigen sint, schadgeil woltiil oder angriffen, vnd vo» nieman anders wegen, an alle generde. Vnd gegen dien sol man uns beholfen sin, in aller der wise, als da vor geschriben stat, ane ^ alle geuerde. Vnd wenile och wir die vorgenanten Waltstett alle dri, oder linst"' deheiiie besiiilder, also vmb Hilfe geiilant werdcil voll dien vorgenanten von Berile, vild wir inen die hilf sende" ober den Brüning ^ als in dem Kienholtz vf dem tag vmb die fache erkent ist, dar vmb Vilser borten da bi einailder gewesen sin, so fallen wir die hilf tnon vntz gegeil Vildersemen iil vnser kost, vild snr d>e ersten nacht ^ von Vildersemen hin snllent die vorgcnailteil voil Berne jcklichem der viiseril, so mir i»e" geivaffent geseilt haben, alle tag die wile sie die iil ir dieilst haben wellent, einen grossen tllrney an kosten geben ^ und sol och vns des von inen beilliegen, vild füllen das tnon vntz das die vnsern har widet von ir dienst vntz gen Vildersemen koment vnd nit fnrer, an alle geuerde. Wer och, das wir die vo^ genanten von ^ Berne dekeinest Vilser hilf sendeil wlirdiil dien vorgenanten Waltstetteil alleil oder ir kein^ bcsniider, nach der »laming vnd erkantnust als vorgeschriben ist, die selben hilf füllen mir inen och in vnstu" ^ kosten tnon vntz gen Vnderseiven, vild snr die erstell nacht von Vildersemen Hill snllent die vorgenante" Waltstett jeklichcm der vnsern, so wir inen geivaffent geseilt habin, alle tag die wile si die in ir dü'"st haben ^ wellent, ein grossen tnrney an sinen kosteil geben, vnd sol och vns das von inen benuegen, snllent das tnon vntz das die vnsern har wider voll ir dienst vntz gen Vnderseiven koment vnd nit ffü^ an ^ alle geuerde. Wer och das vns dien vorgenant eitgenossen dekein gebrest oder schade gescheht, oder deke>" viilust von ieman angiengi, der vns gemeiiilichen antreffe, dar vmb wir einhelleklichen vnd gemeinliche"! eins getzoges oder eines gesesses vbereül kemin vild ze rat wurdin, den getzog oder das gesesse füllen wir t"e vorgenanten von Berne vild och die Waltstett mit vnser selbs kosten tnon, an alle geuerde. Vild wer ^ das wir also ein gemeinen krieg gewunnen, der vns gemeinlichen antreffe, wa wir, die vorgenanten Berne oder die Waltstett denne vf die vient zogtin vnd si schadgetin, an welen stetten daz wer, dar v»>^ ^ sol Vilser dekeiner die in discr buntilllst sint, dem andern keinen kosteil gelten noch ablegen, an alle genel^' Wer ouch das wir, die von Berne, die vient angriffent oder schadgetin, hie obnan vmb vns, wenne wir! denne die Waltstette inantint, so sulleilt si och da nidnan vmb si furderlichen die vient angriffen vild schadge"/ so vcrre sie nillgen. Vnd von des selben angriffes wegen füllen wir inen, noch si vns, dekeiner koste" > rechenen gelteil noch ablegen. Vnd ze gelicher wise, griffeil ouch wir, die vorgenanten Waldstctte, die vie" hie nidnan bi vns an vnd die schadgetin, wenne wir denne die obgenanden von Berne, Vilser eitgenossen, l»a"^ > so snllent si och da obnan vmb si forderlichen die vient angriffen vnd schadgen, so verre sie mugent, von des selben angriffes wegen füllen wir inen noch si vns dekeinen kosten rechnen, gelten noch ablegen, I alle gelierde. -Es sol och niemaii dem andern iil dirre bnntnnst dekeinen kosten ablegeil noch gelten Ergöiv, er si da hin gemant oder nit. Wer och das man ieman besitzeilt wurde, so sul du stat oder! das laut, so die fache angat vnd die denne ze male gemant hant, den kosten einig habeil, so von Werch^ oder von Werchlüten von des gesesses wegen dar vf gat, a» alle geuerde. Wir die vorgenanden ^ von BeU" haben och sundcrlichen berett, were das die von Zürich oder von Lutzern, die setz mit dien obgenanden 2L" stetten eitgnossen sint, ieman dekeinen gebresten angriff oder schaden teti, dar vmb si danne ^ die Waltstette, ir eitgenossen, mancnt wurdin vild ouch inen die ir hilf tnon woltin, wa och denne die vorgena"^" Waltstett, vnser eitgenossen, vns manent, da sulleilt wir Vilser erber Hilfe vnuertzogenlich ^ mit dien 287 eitgenossen senden vnd mit inen zühen an iekliche stat, wa och si hin zühent vnd inan da ir vient ^lfen angriffen vnd schadgen an allen stettcn, mit dem selben getzog oder > anderswa, da mir es getuon ^en, „nt gnoten triiwen an allen generde, vnd die selben hilf snllent wir och lnon mit vnserm kosten. aber das wir, die von Verne, ouch von ieinan angriffen oder geschadiget i wurden, vnd wir die obgcnanden Waltstett vnser eitgenossen dar vmb mantin, wa och dennc die selben Waltstette, die von Zürich oder die Ätzern, si beide oder ir eintweder ir eitgenossen mantin, vnd die mit i inen zugin vnd inen behulfen ""Un unser vient schadgen, mit dem selben getzog oder anderswa, da snllent wir dien selben von Zürich "°H dien von Lützen: och keinen kosten gelten noch ablegen. Aber vor allen j dingen ist eigenlich bereit, °der wenne vnd zno welchen ziten wir die obgenanden von Berne von dien vorgenanten vnsern eitgenossen Waltstetten, allen gemeinlich oder von ir keiner besunder, werdent gemant, wa j denne die selben vnser ^°"°ssm hin zühent da snllen wir n.it inen ziehen vnd ir vient helfen schadgen, vnd sol vnder vns dien ^Mauden eitgenossen von Berne vnd dien Waltstetten nieman gen dein andern dirre > buntnust, dirre mannng der hilf, sa vor oder nach an disem brief verschriben ist, dekeines weges ab noch vsgan, mit warten Mit merchen, kein ding snoche» noch werben, heimlich noch offenlich, dar vmb die hilf j vmb die banne gemant ist, zerdrent, q-su.net oder abgeleit werden möcht, an alle generde. Es ist och bereit in ^7° buntnust, wer das ieman so in dirre buntnust sint, dekein vorder oder anfprach an den andern j hete gewnnne, da snllent wir vmb ze tagen kamen in das vorgenant Kienholtz. Were denne die vorder oder sprach von Verne oder keines der iren, so sol der, der denne die vorder oder ansprach hat, einen " > Waltstat, da er denne vorder vnd ansprach hat, vnder sechtzehenen erberen Lantlüten, die in: der 7""an des selben Landes denne vorbenem.net vnd och bi sinem eide vnnerzogen ich nennnen sol, oder die ^it, ob , ze dien ziten nit Am.nans da wer, für ein gemeinen ...an nemen fo., vnd sol das Laut denn eide denselben ge.neinen man fürderlichen wisen, das er sich der fache an neme als e.n gemeu. man, '"d l°l > denne ietweder teil zwen zno den: setzen, vnd was die fünf oder der merrete.l vnder men v.n d.e ^sich orkennent, nach der minne mit beider teile willen vnd wipen, oder nach e.n rechten v en e.t, ob > mn,.e „nt vber ein konnnen möchten, vnd snllen och be.de teste das stet hoben vnd behal en gar . >'tzlich an alle generde. Es snllent auch die selben fünf bi iren e.den d.e fache, du al,o vste ,: kamen ?/urderlich 5 m.d vnnertzogenlich vsrichten nach dien warten, als da vor stat, an all generde. Wer aber wir die vorgenanden Waltstett oder ieman vnder vns vordernng oder anfprach hett... ze d.en vorgenanten , eitgenossm j von Berne oder zno ieman der im:, so s°l der, der da anfpr.chet och einen gemeinen 7 'w".en in den: rat ze Berne, vnd welen er da ze einen: gemeinen man n.met, den fol.och denne der 'Not vnd die ! Stat' von Berne bi den: eide vnnerzogenlich wifen, das er steh der fache an neme als 7 «"«ein „mn, also das aber ietwedere teil zwen zno in: setze, vnd was d.e fünf oder der „.erteile vnder 7" °'Nb die fache sich j erkennent ze der minne oder ze dem rechten, b: den: eide, das snllent aber beide 7° ^ haben, ze gelicher .»ise vnd nach dien worten als vorgeschriben stat, b: gnoten trnwen an alle generde. 7 l°l °ch nieman! den andern so in dirre bnntnnst sint, vmb deke.n fache vf geistlich gericht laden noch 7 '"'t vfftribe.., ,van v.nb e vnd v.nb offenen wuocher. Vnd was och fe.nan, so in dirre buntnust stnt, °"dern rechter j geltschnlde schuldig ist, oder redlich ansprach zu in: hat, der sol recht snochen vnd dien stetten vnd in dien geeichten, da der ansprechig seshaft ist, vnd sol in: der richter denne Irlich-.: richten Wurde ! aber er da rechtlos verlassen vnd das knntlich wurde, so mag er recht " f'irbas s„che„, als in. denne notdürftig ist, an alle generde. Es soll och nie.nan, so in dirre buntnust 288 ist, den andern verhesten, verbieten noch ^ pfenden, ivan den rechten gelten oder bargen, so im dar vinb gelobet hat, vnd sol das selbe dennoch mit tuon, wan init gericht vnd mit dem rechten, an alle geuerve. Wir sien och einhelleklichen vber ein komen, das f kein eitgenosse, so in dirre buntnust sint, vmb kein sackst für einander pfant sin füllen, an alle geverde. Wes och ieman, die in dirre buiitnust sint, in gewere sessen ist da har oder noch sitzet, den sol an recht f nicman entwerren vnd sol man den selben oder die in ir gewer schirmen vf ein recht. Man sol och wissen das wir die vorgenanden eitgenossen, die von Berne v»d och die Waltstett vns selber vorbehebt vnd f vsgelassen haben dem heiligen Römischen Riehe die RechtlMg, als wir von alter gnoter gewonheit har komen sint, an alle geuerde. Dar zuo haben wir die vorgenanden von Berne vns selben vorbehebt vnd vsgelassen f die bände, die wir vor males vor dirre buntnust mit ieniaN getan haben als lange die werent, an alle geuerde. Wir die vorgenanden Waltstette» von Vre, von Switz vnd von Vnderwalden haben och vns selber vor I behebt vnd vsgelassen die gclnbde vnd die blinde, so wir och vor dirre buntnust mit ieman getan haben, also das die selben bände och dirre binitnust vor gau sullent, an alle geuerde. Och haben wir ge- ^ meinlichen vns selben vorbehebt vnd vsgelassen: Wer das wir sann'»! oder Vilser Stat vnd Lcnder keines besunder vns iendert hin gen Herren oder gen Stetten oder gen Lendern fürbas besorgen vnd ver- s binden wöltin, das mugen wir wol tuon also, das ivir doch dis buntnust vo> allen bänden, die wir hie nach ncmen wurdiu, gen einander ewenklichen stet vnd vest haben füllen mit alle» fachen vnd s nach dien warten, als st an disem brief berett vnd verscheiden sint, an alle geuerde. Es ist och sunderlich berett, dur das dise buntnusse iungen vnd Alten vnd allen dien, so dar zuo gehörent, iemer! mer dester wissentlicher si, das man ie ze fünf iaren vf vsgenden Meigen, da vor oder dar nach ane geuerde, als es vuder vns dien vorgenanden eitgenossen jeman von der Stat oder der Lender wegen s an den ander» vorderet, bi dien eiden dis gelübde vnd buntnust erlüchten vnd ernümeren siillent init warten, mit yeschrist, init eideil viid mit allen dingen, so denne dar zuo notdürftig ist, an alle geuerde. s Was och denne man oder knaben ze dien ziten ob sechtzehen iaren alt ist, die sullent denne smeren, dis buntnust och stet ze habe» ewenklichen mit allen stukken vnd nach dien warten, als an disem brief s geschriben stat, an alle geuerde- Wer aber das die nuwerung also nid beschehi ze dien selben zilen vnd es sich von keiner fache wegen suiiieR oder verzuhent wnrdi, das sol doch unschcdelichen sin dirre lumtnllst, s wan si mit uamen ewenklichen stet vnd vest beliben sol init allen stukken vnd nach allen dien Worten, so vor geschriben stat, an alle geuerde- Wir haben och einhelleklichen mit guoter vorbctrachtung s vns selber vorbehebt vnd behalten, ob wir dM'ck vnser gemeinen nutz vnd notdurft keiner dinge einhelleklichen mit einander nu oder hie nach iemer ze rat wurden, anders daune in dirre buntnust ^ ietz verschrieben vnd berett ist, es were ze minren oder ze mere», das ivir des alle mit einander wol mugent vnd gewalt haben füllen, wenne mir sin alle, die in dirre bu»t" nust denne sint, einhel- f leklichen ze rat werdent vnd vber ein koment, das vntz nutz vnd fuoglichen dlMgket, an alle geuerde. Vnd har vber ze einer ewigen steten sicherheit vnd offen vrkunde aller dingen, so vorg^ f schriben stat, so haben mir die vorgenanden eitgenossen von Berne, von Vre, von Switz vnd von Bildet walden vnser Stat vnd Lcnder Jngcsigel offenlichen geheingkt an disen brief. Der ^ geben ist ze Lutzern »" dem sechsten tag ingendes Mcrtzen, do man zalt von gottes geburt Drätzehenhlmdcrt vnd fänftzig, dar »»^ in dciil dritten iare. Abgedruckt bei Tschudi I, 4SS si. Vn'gl. Gcschichtssre» nd XX. SS4- 289 11. Erster Beibrief der drei Länder. Lurrrlt. 1333, 7» März« Staatsarchiv Lucer». ^ «ir di. -»„,».»„„» »,,d di. -»»«»,- «„»«ich d-r -mW» z- Br-, z° Swif, °»d z° V»d.„°»ldm ^°» -»»l »li.» d-,i i di dism bri-s »« I-h-n, »d.r hör,», --im, «»d «mri-h-ff »,„» ,ch, »ls wir «», S«..i» srii»d.» «»d li-d.» Sidg»°ff.n. d„» > Schi««-», dm «,,.» »,,d d-„ l.».gmii «-»>.»«. " !- Bm»., »„d ff »ff. °ns, m.m ««-» -»»ff»»» -»d ,r.»„ich°,, > «bm ,.» Im»„. ffii, - - d,- ""b-i-s w°l bmffs.»», di, Mi, z. d-id-ff ff.m „>°»w d», ff»,d s-b.» °»d «,rM, ,,»». S°l > ,»»» ?i°>- d.j «uch wir »ff, «»»,.» .-,»«-» h°d'N «"» i- dm S-iM» «-,,«»-,, «.,.«,id-, w» i- „»,, ^ «», »,is-r g.w,m S-»»d- »»d ,i-wi ffid«»°fi°» °°n Zimch °»d ««»-»-"». »dm .« -,m°-d-- °°» !„„ » „ , ! «riff.» »dm «°ich..d«,. wmdm, i° «m. d °i '> »»d nmd h'i,. ff «°ch lmnffs, ^ k. ! Um'.t- weuue ouch si vns bitteiit vnd an vns vorderent, daz wir > " Mntvneuen ze manen aeivalt hant, weniie vnu) i 7'° >i-bm Eid«»°Iff» «°» Vmii. »»»..» »>»d l hilf. d°! ffffl-n °»ch w'° b, -iffmi. Ad.» «ii»,ri°s-iilich « m»s.Nch M -s i„.„ .-»Mb °»d »»«« l.. »« °".r > «m-M. °-i '« "> °«°' °"d °»ch dm " »m.. d.ffffbri.».» «mschrib.» ist, °» « «.»°nd-, V d.. °r. Senantia,, - . „ n„t mm-deu daz st viyer Eidgnos eii von Zürich oder die ^"°m viyer Eidgnos en von Bern ieincr ze rat ivuroen, ouz , i > "°II 9.,^ ^ a ^ . .«»ttan nls wir iek Mit den vorgenanden von Bern haben, .. ^ucern in di ststben buntnnst ouch nemen ,vollen, aiv wn .iL , „ » - r- ^ - vki s.,^ >i > ^ , , ff:. iieineu tu nllei' deu wil WS Mleii miu ff. "»^ui ui bis ietven vuntiiii t oucy neiueu ° °e stis^.. , , , . i„ we buntnust liemen in aller der wi, als ouch wir > Mllen wir inen ze beide.: siten wol glinneii viid ,n die vuum.n !, >etzIi,!, - ' ^ ^ ^ blm.,ff idard also daz wir die vorgenanden Zdaltstett vmb ff, '"t den st- ben voii Bern iii bmiden sin. Bnd doch ai^o, ^ °ch i, ^ als die buntbrief staut, die wir vnd die vorgenanden . . d'ls enkeinen kosten stlrbas haben lullen, > den als oir vu-it-t > / 7°°id«»»ff,. »»„ Bm» i.« . ,»»»dm» »»i,». m, »°-> z»,d lff.r°im !. ,.». °ffm»„, dxz dis »i.d ff,. ff, i° H-» »ff° d.° ».r«m.i.d. WM.,..,» ! «°» Br» «°„ s»..« .»d -».. r ^ rradenket an disen brief, ^.er geben ^ ist ze Lucern an dein »lich j,, ^ " dein dritten Jare. Pergamentene Urkunde mit de» anhängenden Siegeln der drei Länder. c, D,r S.ffd,. Zii-ich »nd -»»->» iZ>.«-»°»iich'-»nch Lnccrn» 1333, <« Marz. Archiv «bwalden. 5. > dm V».«,-.„nffm. di- M. °»d di- Bnrsm «„»«>-» d-r S.°i, Zimch. «, dm Schiff,h.ff° di- ' > °»d di- b»,«,r «-»„iiffich dm S,.„ !- ««-»' Th«» d» d,„» br>-, ,-chmt »dm Mm, " °»d! »mi-ch,„ »ff.»,ich, ,ffs di. wiffn. ««im «»»» I«d «n» »-b«> E.d»»°„m «°» Br-, «°„ Si«ch °«> V»dmi«„ldm > -i» -wi, d»».»«si -I« nnd --»»u,m H»»I NN «NIM» i»„d°r ,,»„» ,rii»dm. d-ii, di.» M,.„ »»d > dm d»r«-r» «.mm« dm s,°>° «» B-m. »l« di, b»»,dri.I w°l d,i«„m,. « b«d «m -i„ »iid.r d..ii»,d «°dm «»d i «-»« h»»'. S°l »,»« »»ffm, d,S ».ich w,r »,„ «,,.-» 7'» d° «l°«. h»b.„ «iid w »ffmffich !- t«» S.fflMN > Ww«r» »,l.r °, ., ,«» dj z- chrffd.» i.m, d-d 7°°d->°n-»»I.» «»» B-r» »°» ,„»»» »ng-E-n «- S-sch-diS-I nmrdm «mr dj ff d„ »».»«»»„» °»s.r «»d ir .>.«»»«.», >»°»>i» «i»d hilf, «lS ff »°ch ir„> b»»,w.f.» z- ,»»»,» f S „«°l, h°,„, 296 wenn vns beid die vorgmant Stett Zürich vnd Lncern oder eintweder vilder vns die vorgenanten Löalb! stett, unser Eidgnossm, all geineiiilich oder ir keine besnnder, ermaileilt, so snlent mir vnnerzogenlich v>'!^ crber hilf i bi deisielben vnsern eideil zu iueu seiuden vud wir mit inen züchm, ze trost vnd ze hilf vorgeilanten vnsern guten früilden j von Bern, vnd all ir vient helfen schadgen an allen den Stetten, do o»ä> die vorgenanten vnser Eidgnossen die j Waltstett hinzüchent, vnd die selben hilf füllen onch ivir die vorgena»^' Stett von Zürich vnd von Lneern mit i vnser selbers kosten tun, an alle geuerd. Vnd herüber ze einem "sch vrkunde dz dis ivar vnd stat si, so haben mir I die vorgenanten von Zürich vnd von Lucern vnser Stett offenlich gcheinket an diseil brief, der geben ist ^ ze Lucern an dem sibenden tag Jngmdes Äiertzen, do zalt von Gottes geburt Drüzehenhlindert vild i siinfzig Jar, darnach in dem dritten Jare. Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegeln der beide» Städte Zürich und Lucern. Abgedruckt Tschudi l. »2t d. V. Zweiter Veibrief der drei Länder. Lucern. 1353, 7. März. Staatsarchiv Bern. Wir die Lantamman vild die Lantlnt alle geineinlicheil der Lender ze Vre, ze Switz vild ze Vnderivast^ tun s klmt allen den, die disen brief ansechent oder höreilt lesen vnd vergeheil offenlichen: Als wir mit vich gllten ^ frttnden vnd lieben eitgenossen, dem Schultheißen, dien Retten vnd dien bürgern gemeinlichen der ^ ze Berne vild ^ si mit vns einer ewigen buntnnss vber ein komm sin, als die bnntbrief wol bewisent, die ^ beiden sitten ^ ein ander dar vinb geben vild verschriben haut, sol man ivissen, daz onch wir mit guten tn>^ gelobt haben ^ vnd vff dien heiligen gesivorn gelert eide, wa es ze schulden keine, daz die selben vnser fründe vnd j Eitgenossen voll Berne von ieman allgriffen oder geschadget wnrdin, si oder die iren, so si vns inantint ^ vinb hilf, als si nach vilsern bnntbriefen ze inanen gemalt haut, daz onch wir denne bi selben visieren ^ eideil fiirderlichm vnser guten fründe vnd eitgenossen von Zürich vnd von Lutzern manen ch ^ vmb ^ hilf, daz si vnnerzogenlichen mit vils ir erbern hilf senden, daz es trostlichen vnd nützlichen sie dien e ^ nanden ^ von Berne, ir vigint ze schadgenne vnd inneil ze hilf komm in ir kosten, nach aller der sicherhcit/ ^ es in ^ vnsern vnd onch der von Berne bnntbriefen verschriben ist, an alle gcnerde. Wenn onch die von vnd die voil ^ Lutzern vinb die selben hilf nach dien wortcil als da vor stat vns dien vorgmandm Walchs ^ ^e- ^ lobt vnd gesworn hant, als die brief wol bewisent, die wir von innen dar vmb inne haut. Vild I steti vild sicherhcit aller der vorgeschribenen diilgen, so haben ivir, die obgmanden Waltstett alle ^ driie, von ^ ^ von Sivitz vild von Vnderivalden vnser Lender Jnsigel geheilkt offenlich an disen ^ brief, Der geben ist ze an dem Sibenden tag Mertzm, des iars do man zalt von Gottes ^ gebilrt Tnseng driihllildert vnd drn fünftzig iare. Pergamentene Urkunde mit den anhängcnbcn Siegeln der drei Länder. Abgedruckt Soloth urner Wochenblatt 18SS, p' ^ 291 2«. ^cherheitM-ies des Grafen Eberhard von Kybnrg für Zürich, Lncern, die drei Länder:c. Archiv «bwalde». . ^ Wir Graf Eberhard von Kstburg, Laatgrave ze Burgund, Tun kunt allenuenkliche.. u.it diesen, briefe, ^ wir trösten ond getröstet haben die erbern bescheiden liite die burger von Zürich, die j burger von ^rn, die lantliite von Vre, von Switz, von Vndenvalden vnd ! alle die zu Inen hörent, friintlich vnd "S"Ulich, sich„ libes vnd gnlez für die , vesti ze Vndersewen, ze Vspnnnen, die Bal». vnd Oberhofen vnd «lle die, > die dazu gehörent, nnt semlicher bescheidenheit: were daz wir das absagen wolten, j dz wir ^ wol tun .uöchten alzo daz die vorgenanten lüte nach dem absagenue ! einen ganzen manod guten '»d Sttriiwen vrid haben sullent fiir vns vnd für die > vorgenauten, u.it guten trüwen, m.e alle geuerde. Wz d.j si. 1° h.iu wir ! uus-r J„S-st--- -- ->»«» °-,ui.d- --hm'-. »« dist» w.f, w- «-» ! z. Bu.gd.us uu d.U. „üchst.u S...,...ui°-- nach San. >«.ch.st.s d.z s h.„.g-.. Z.uch. d-s d° M, um. G°«-i S-b»->- wh-lM hu,,- ! d-r> »»d s.u., Zun ^a.e. oo man zatt von roo. ^ «,.hs„gc..d-m Süg-i d°s sag.dru-,, Ts-hus, i. 27 Die Urknnden des Regensbnrger Friedens. 1333, 23. >"d 23. Juli. -V Der Friedebrief von Zürich vom 23. Juli. Der Friedcbrief Herzog Albrechts von Oesterreich vom - > Die Bestiitigungsurkundc Kaiser Carls IV. vom 2b. I» >. Der Friedebrief von Zürich. Regeiisb»»rg. 1333, 23. Juli. Staatsarchiv Zürich. . , »ch Rudulf B-„u. -st,.-. du--.rmch.-r uud ,«i- d>- M. °»d di. du.-.- g.,„.i..,ich d.r S.ust Z,stich -ff-u.ich uu d.s.», d-i-f, WS mir m« «.Och «ud s-ü»il.ch °.-.'U. °u b.-,ch, . ... d.m ?«°-..,u , u'.j.r... g»i-„. H---U, H-W» «"» u°» 0-st.--,ch «u.d ust d.. sich, w» und « k ... -uud. uu bmud °d,r Mi. ^ sich °.-»°«-.ii b»>. '- -- »"d d.° st..,.. Ms uud dn, °d.r wir »ud di-uus-m Mi, , i». «d fi s,-° -..sti.ch -d-r m.Ni.ch. »uz uff d„-u IM,-.,. .? »»V Hub.., »u «II »....rd Uli- WS mir d-.u udg...-..,-» °u,.r.„ H-r-u d.,»H-rz--.„ u,ch.!z.„ hudm »'ih-ij-u uuch UN. di,.m b-i-f, »u «ll > s -u-rin W-S mir -d-r »us.r Sidg,«US um, dis I,i.».z > °iid,q.a,„ h.b... WS NU °d.r d-u ,iu.» «-M. » '« w» >w °»w°u. S,.„ °d.r -.-ich, ! " »i- -- s-nuu, ist. d»S mir iu dz g-udlich > --di- °',d «-» pw »>'d sti-ws m.mm,, du-uu ....... u " i'b'- duz »uz Eid-u-z wr»u «ich, ««»-« --d-'i-m st», 1° I»iu mir °u,--.u H.--« dm, «b.» °d.r fiu-u d-hulf.» st«, das j ü» WS «dlsiia m.rd, -u -I g-u-rd.. D-S s.lb sul 292 ouch Vilser Herr der Herzog vnd die sinen herwidcr tun gen vns vnd den vnsertt. Was onch wir de? genanten vnsers Herrn des Herzogen vnd siner diener lnt, die vf dein land gesezzen j sint ze bürgern pfangen haben, der füllen wir vns vssen vnd fiirbas vf das laut mit versprechen, ir wolt dann keiim unser statt varn vnd bi vns Jngesessener burger sin, den mugen mir wol haben ze burger ^ nach Statt recht, als es von alter her komm ist. Ouch mugen wir fiirbas ivol ze burgern empfachen in Statt all die, die wir von alter har nach visier Statt recht ze burgern empfachen mochten, ^nipfirnich^ aber wir des vorgenanten vnsers Herren des Herzogen oder der sinen liit ieman ze burgern, den n'N' ^ Recht nit empfachen soltin, den mag der vorgenant visier Herr der Herzog, sin diener oder sin amptlüt ^ vordem nach j des Landes recht vnd gemonheit, vnd sulen wir vns der vssen nach vnsrer Statt recht ^ gewonheit. Was ouch wir gemeinlich inne haben, dz lechen ist von dem obgenanten vnserm Herren ^ Herzogen oder den sinen, des sulen ^ wir vns vssen, es wer denn dz dekeiner der vorbenanten gütee inne hett, der sol das recht suchen vnd dem rechten gehorsam sin vor dem lechenherrn des gutes oder i der lecheuherr darzu schaffet. Wer ouch dz wir ichet s iune hettiii iemans eigen gut, der in des vorgew^ vnseres Herrn des Herzogen land oder stetten gesessen ist, das füllen wir wider geben vnd ledig lasseil/ ^ ob wir ieman vf dem land ichtz anzesprechen habei?, den sol vns s der obgenant visier Herr der ^ oder sin amptlüt Viiverzogenlich ze recht stellen in der Grafschaft, do daz gut inne gelegen ist. Welte « ^ der dem rechten nit gehorsam sin, so sol in der obgenant visier Herr der Herzog s oder sin amptlüt wisen vnd nöten. Geschech das nit, so sol er vnd sin amptlüt sich vmb die fach sin nüz annemen asi vnz er dem rechten gehorsam wirt; also stillen ouch wir von den vnsern tun. Es sol ouch s der clegee ^ bescheideulich zu dem rechten komm, dz der richter dz recht geschirmeil vnd volfüren mag. Das sol o»^) tun, der die clag verantwurten sol. Hattin wir viis ouch icht erbes oder eigens gutes vnder- s das Vilser Jngesessm burger gewesen wer, der lip vnd gut vns veruallm ist nach unser Statt recht, dM^ sol sich der obgenant visier Herr der Herzog noch sin amptlüt nichz annemen. Wem ouch wir rechter! ^ redlicher geltschuld icht schuldig sin, dz füllen wir richten vnd dazu ob vor disem krieg icht geivonliche^ redliches schaden darnf gangen wer, vnd den man mit dem rechten kuntlich zemachen möcht, ane denselben stillen wir ouch richten. Wer aber das in disem kriege an Inden oder an Gawertschin icht geivo" schaden darnf gangen wer, dm sulen wir ouch richten. Das selb sol man vns ze gelicher wise tun. Wir sul- j lent vns ouch fiirbas zu des obgenantm vnseres Herrn des Herzogen vnd siner ^ Landen, Stetten noch Lütm liicht mer verbindeii ane des selben vnseres Herrn des Herzogen vnd siner ^ willen vnd wisient. Wer ^ och in Stetten oder Lmdern in visier Eidgnozschaft yemant, der vnserw ^ dem Herzogen, sinen Erben oder sinen Amptlüten siner gült oder recht wider wer vnd in der nicht welt als er von recht billich solt, ^ als es von alter herkamen ist, so sulmt die Statt oder das darinne die gesessen sint, die vnserm Herren dem Herzogen, sinen erben oder den sinen ir recht ""d ^ nit geben moltin, wisen in einem Manot, wann ^ es visier'Herr der Herzog, sin erben oder sin an si vordrmt, das si im vnd den sinen ire recht vnd gült geben vnd gehorsam sin als si von recht ^ Möchten si aber die Statt oder dz Laut, darinne ^ der obgenante visier Herr der Herzog oder da' ^ gebresten hettin, des nit gewism, so snlm wir vnserm Herrn dem Herzogen vnd den sinen behalt darnach in einem Manot, wann es visier Herr der Herzog oder ^ sin amptlüt an vns vordernt ^ ^ Statt oder dem land, darinne er gebresten hat, als lang vnz im vnd dm sinen ire recht vnd gast widervarm. Wer ouch in denselben stetten oder lendern ieman j der als nötig wurd, das er 208 b-»n d-n, H,rz«g„, .„d d,» sin,» ir- r-cht nil g-d-n »,»«., hin z- d-»> s°l .ich!,» »V «cht i», «ich °b d„» »»rg,n»n»t-n n»s,m, S-rm »°» O-si-nich «nd sin,» Eid,» > Z« «cht «ig wmd„, MW, In trm si-«-n nnd w»l,si-«°», di- in »nst-r Eidg,n„zsch»st sint, »Is° d»j ,»»» ,n d-r ntt "ch-n w-ll, d,z s»l NM» Imn-n siir d-n V-rhSr-r, d,r d».M g-nmn-n Witt > »°» dkn di, darzn g-schnst '""d-nt, «nd «„rd,»,srIb-nB.rlchr,r si,l-nl di- »dg-»»»«-» »»i-r H-rr d-rH-rz-g, sin ,«,,, «d,r ir »»ipliiil »cht mit bri,s,» »d-r Niit gnw I»nt!«»st b-wis-n in d,r > «sin z- Vnd-.s-w-n, °b -r !», sink, IM d-n L.ch,.„ „d-r °°n Vnd-nmld-m s»t »d-r ,r si« IN» d-n Vr. °d°r »°n Swig, s« 1°l "">» di. Mg WM, i,, d-r SM» i- «n»ch, «nd di- stld-n > mg I°r NM» «rkünd,» °»s d,n -°» Znrrch °»d »ch in,n, di- di- ,»ch «»,„,«»- d„» Mg MS°>' »" »" »tt»ld- « I°l °nch i-t«-d,r wl ? i»-r Iii.,» z- Mg-n bring-», d»nn ni-M- >»»», «' »« «"«d- > d" !«» I°l ,»»"-»-» i-'w-d« l'"» i»n, d.s si sich,. sin »s d°» Mg nnd w!d,r h-ü» di- «»--. °n »Ii g-ii,rd Vnd d-r «».»-»»», s-r. d-r H-.j„g „d-r sin ?dnp,l.i, d-w!s,»I °°r d„n V-rhör-r ! d« ,»l d-r I-Id V-.h».-. .» si» bn.f «"»» °»d ch..ch,n dg sin, Egd,, d»d di- d-wis»ng «°- w 7° °»'«iii H.rr» d„n H-.i°g-„ °d,r sin,» »'»»«-" mw-ii-g-"'« »-«--! si» '»»»'--- «"« «««'. »» d.s in M .nsiich -sg-rich. «rd,. W-r »b,r d»Z «M H-rr «m. O.»...,ch, sin -rd-n °d,r « -i»pM. i. n„rdr„„g nnd im «cht ni. d-i°ift» .»1-»'«' > «>' d -i» »rh°r.r, d-r d.,zn g.n.m.n nntt, ,« '«»» si sich d,.n°n gn d-Mch l-ss-n wis.n °»d Ii», w!- in '-»« -sill wrnnch si» g-wid-n, W-r Mich '' d-. s°ch z- V-ch°«. g.nmn.n wir., gi'iig d-r °d °d.r > i«lch-n w.» -im-» Miiii« wnrd. 1° i°l d-r °>i.n, rzch,„..ich „d-. sin mnp« -ich ->««» '»«' W" °»d »nr d„ »°n »°"ch -sich drn »nd di, s-ld-n s-ch- -d-r d-r »i-r..il °»d-r > >»Kch°r.r ».»,-,, >« bi i.„„ «».„-» z„ 7, s.ch„» „ich °nd -n. dnii-, m> »'«7, ^ d . s- d-n s-ch ««» ».»cht,» «°,d°n nd si sich Ml«'" i 1° Mi»»' °»d siil-'ü' i Mi' -iii° d-° -MI-n n»d 7-h-ü. d.« l°s, g-»-I, d-r sni d-n sid-nd-n iümi i» >» "»»'»' l> »» »«' ..»,«.,. g.,n,,n- « Mi» °»d g». dnnsi nnd snl d,r »nd,r Mi- , dns si». h-b-ii °ii ich 7°ids isind di. s.,d.n sich-» Mi. "iiü ->» g°,»-i» V,.lchr,r n,»,-» ns d,»> L»nd -d-r in -i»-r SM.., d-r ml n,,s,r Eidgn», sin, d-r ,, by lre>> derselb, der zu einem Ver- ^üweil vud eren ul eineni Berdörer darzn nu^ v» ^ - r ^ <. p 7 Hörer ^erdörcr si>- Es pl och der obgenant vn er Herr ^ genomen ivirt, des smeren, das er cmer gemeiner ^ergviei " ' n. r 0-si,..,ch ».„„si,,, , ,„,d di- sin,» »»S b-s-iV» «ch »»-» »»d »»« »°>- ^rfte» p Erven, sm . ; > deknmbcrii oder schadgeil melt dekeinen weg, das sy ^ '^en, og vorgeschriebnen fachen ,eman detumvcin » ^ . V danor schwneii vnd i nns^ berate,i vnd behnlfen syen tn.we.., an all^ " °bge.w, v.iser Herr der Herzog vornß behept vnd behalten ,m band fnhe i^t br.e vnd gn ge- '°°«heil. Das j selb habeii wir vns onch vorbehept viid behalten, v.ger b.,ie ..„lie, fi.hut recht, bnes ^ gut gewonheit dann allein all die Stick, die obiian an die,ein bnes gelchubiii s»it, dn haben wn j ull ar», " E iibrr seckisiehn ^ar alt ijt, by vnsern Eiden gesworn ze - gMemlich vnd vnser ieclicher be onderlich, der nber M^egn ^ ' I 7 r/ den ^ s ^ r..„. ».ff aenerde. Wir verbinden vns by den elben Eid«" balte.l vnd dawider n.cht Z tm . „ten Herr.i de... Herzogen oder ° wir ze de.. Heilige., ge,.vorn haben, ^ v^ ^ ^ de»s,.^ " ''lben Eide ie über zechen «M . "Üben grl.chten vnd bänden, so wir vchmn Herrn den. HerMU. v-w ll>. >. s de.. Stucken vnd artykeln die von wort ze wort an disem bnes ge,chr.- ! bei. , ant, iiti.n E.d geluvt verbnntnnz, so wir mit vnsern Eidgnozzen getan haben, ..icht latzsen .rren m delein, weg an all g.ncii. 294 In disen vorgeschribnen fachen allen haben wir vsgenonien dein s heiligeil Römischen Rich sine recht, die es billich habeii sol. Vnd ze eineni innren offenen vrknnd aller der vorgeschrib»e>l dinge haben wir vnser Statt Zürich gemein Jnsigcl offcnlich gehenkt ^ ail disen brief, der geben ist ze Nägenspurg an dem nächsten Donrstag nach sant Marien Magdnlenen tag, do man zalt von Gottes gebnrt driizehen hundert vnd fünfzig Jar, darnach j iii dem fünften Jare. Pergamentene Urkunde mit anhängendem große» Siegel der Stadt Zürich und ausgedrucktem kaiserlichen Secretinsiegel. Ii. Der Friedebrief Herzog Albrechts von Oesterreich. Negensbuvg. 1355, 23. September. Staatsarchiv Zürich. vns l7l/ü7/7""/^ Oesterrich, ze Steyr vnd ze Kernden Tim kund, das wir ^ ^""^.ch ve raynt vnd bericht habeii mit den erbarn vnd bescheidiien Leiiten Rudolf Brun, vnd a//7/""7^ l'urgern gemainlich j der Stat Zürich vinb alle di stozze, chrig vnd da./" /. / ^ vergangen Hab, die wir vnd die vnsern mit in tiaen ! „.//// ^ vnsern, si sein geistlich oder weltlich, vntz vf disen Hendrik mn? //! lRä geiierde. Also das si vns verhaizzen habent an alles generd mit irew anackört e/s/7/ / ^bdgnozzen von dch chrigs wegen vnderzogen habent, daz vns oder den vnsern ledw vnd / / t / " 77 ^ Stett oder Gericht, oder wie ez gnant ist, das si vns daz genzlich wollen grlwriam/in t "^nant daran irren. Wer aber das in ir Aydgnozzen daran nicht ! w7 / ^ ^ "ben oder vnser.. amptlüten geholfe.. sepn daz vns daz Wa" / 7 5 ^-lb snltm wir vnd die vnsern Hinwider tun gen in vnd den irew der snln si sied in/" die aus dem land gesessen sind, zu Purgern empfangeil habent, vnd bell in M, ^^"d nicht j versprechen, ir wolt denn dhainer in ir Stat varen alter herchonien l'Uig.r siin, den mugen si wol haben ze plirger nach irr Stat recht als ez von her nacl, ir St./ ->/// ^ ^'uphahen in ir Stat alle die, die si von j alter ze purger de.! si// ^ purgern emphnhen möchten. Emphingen aber si vnser oder der vnsern lent pemattt vordem nach des Mlnd////? emphahe.l sollen, den mugen .vir, vnser diener oder vnser amtleut 'vol hell Was onch ll .e.»^ a! "" «nd snlen si sich der aussen nach ir Stat recht vnd geivow mGn,7 .7^/ "'m ist vo>. vns oder von de., vnsern, 7 si.len si sich rechten gehorsam sein vor /'""7 7 3"ter icht inile hat, der j sol daz recht suchen vnd dew si -cht inne hiete.. Pe,..a.lt//g7gu7d Wer m.ch das geben vnd s ledig lazzen Also b s / ^^lsm ist, das snlen si wider vnser Amptleut in vnverzogenlich ze rech/st llm i.l'd" "..zesprechen habe.., de., slllle.l ,vir oder der dem rechten nicbt aebo .w... /. m der Grafschaft, da daz gilt inne gelegen ist. Well aber s . s . ^ ^ " wir s oder vnser Amptleut in darzu weisen vnd nötten tZe- chech das ...cht, so sulm w.r vnd visier An.ptle.lt vns vmb die fache sein nichte a....e n z vB -I -7 .'I 'U"n/'»ch st w, , CHI». b-schmd» z ... . ikl)lln choi.ün, lNz .er lichter daz recht beschirmen vnd volfüren „mg. Das sol onch der tu", der die chlag verantwurte.l sol. Hiete.. si sich onch icht erbs oder aigens gl.ts vnderwunden, daz ir Jng' W!) sisseuer purger ^ gewesen wer und der leib vnd gut iu vervalleir ist nach irr Stat recht, darumb suleu wir "ns noch vnser Ainpleut nichts annemen. Wenn ouch die vnsern rechter vnd redlicher geltschuld icht schuldig ^ud, dos sulen st richten vnd darzu ^ ob vor discin chrig icht gewonlichs vnd redlichs schaden dar vf gegangen wer vnd den man mit dem rechten chuntlich gemachen möcht, an generde, den snlen st onch richten. Wer aber daz in disem chrieg an Inden oder an Gawertschinn ^ icht gewonlichs schaden dar vf gangen wer, ^n sulm si onch richten. Daz selb sulen si ze gelicher weis den vnsern Herwider tun. Si sulen sich onch sürbas zu vnsern vnd vnser erben Landen, Steten noch Leuten nicht mehr verpinden an vnser ^ vnd vnser ^ben willen vnd wizzen. Wer onch in Steten oder Lendern in ir Apdgnozzschaft yemant, der vns, vnsern erben oder amptleuten vnser giilt vnd recht wider wer vnd vns der nicht geben welt alz er von recht pillich !°lt, alz ^ ez von alter herchomen ist, so snlen die Stat oder daz Land, darum die gesessen sind, die vns, rusern erben oder den vnsern vnsere recht vnd gült nicht geben weiten, beweisen in ainem Moneyd, man si"lr, vnser erben oder vnser amptlent ^ ez an sew vordernt, daz si vns vnd den vnsern vnser recht vnd giilt geben vnd gehorsam sein, als si von recht snlen. Möchten si aber di Stat oder daz Land, dar inne wir °der die vnsern gepresten hieten, des nicht beweisen, so snlen si vns ^ vnd den vnsern beholfen sein darnach 'u ainem Monepd, man wir oder vnser amptlent ez an si vordem, gen der Stat oder dein Land, dar inn wir gebresten haben, alz lang vntz vns vnd den vnsern vnsere recht vnd giilt gentzlich widervarn. j Wer onch denselben Steten oder Lendern peinant, der alz nöttig wurd, daz er vns vnd den vnsern vnsere recht "icht geben möcht, huch(n) dem selben sol man richten als recht ist. Wer ouch ob vns vnd vnsern erben "usere recht stözzig wurden von vnsern Leuten ^ in vnsern Steten vnd waltstetten, die in ir Apdgnoschaft ^"d, also daz man vns der nicht iechen welt, des sol man chomen für den VerHörer, der darzn genomen "ürt von den die darzn geschaffet werdent. Vnd vor demselben Nerhörer sulen mir, vnser erben j oder visier Wiiptliit vnsere recht mit briefen oder mit gilter chuntschast beiveisen in der Vest ze Vnderseiven, ob wir die siazz haben mit den von Lutzern oder van Vnderwalden. Haben aber wir stözz mit den von Vre oder von ^witz, sv sol man die tege j leisten in der Stat ze Vtznach, vnd disclben tege sol man verchiinden den von Zürich vnd ouch in, die di suche angat, vor dem tag vierzehen tag, an alles generd. Ez sol onch ietiveder nicht mer leut ze teg brüigen, danii vierzig man j an geuerd, vnd die selben sol man ouch ptweder siit trösten, daz si sicher seien auf deu tag vnd wider haym die vart, an all geuerdc. V,id ,vas wir, visier Arbeit oder vnser Amptlnt beweisen vor dem VerHörer, des sol derselb verHörer vns sein brief s geben vnd sprechen bey dem ayde, das die Weisung vor im geschehen sei). Des snlen si vns oder vnsern Amptleuten ""verzogenlich geholfen sein mit aller ir macht, an alles generde, daz vns das gentzlich ausgeruht werde. Wer «her daz wir visier ^ erben oder vnser Amptlent vnser vordrnng vnd vnsere recht nicht beweysen möchten Wr dein VerHörer, der darzn genomen wirt, so snlen wir vns da von genedichlich lazzen weisen vnd sulen ^ "us thapner hilf darumb sein gepunden. Wer s onch ze diser fache ze VerHörer genomen wirt, gieng der ^ oder welchen weg er hiezu vnnutz wnrd, so siilen wir oder visier amptlent drep beschaideu mau darzu ^hen vild die von Zürich ouch drei) vnd die selben sechs oder der merer tail vnder ^ in suln danii einen ondern VerHörer nemen, der si bep irn trüwen zu den suchen ilutz vnd gilt dunch, aii alles geuerde. Wer daz die selben sechs nicht ainhelich inöchten werden vnd si sich geleich tailten, so mngen vnd sillii si einailder lozzen s vnd welchem tail daz loz geuellet, der sol den sibenden erbern man zu im nemen, ^ sl bep iren trüwen gemainlich nutz vnd gut dliiich, vnd sol der ander tail daz stete haben, an alles Üeuerd. Nnd diselben siben sulen dann ainen gemainen VerHörer ileiilen ^ vf dem Lande oder in einer Stat, der nicht ir Aydgnozz sey, der si bey iren trüwen vnd eren zn einem Kerhörer darzn nutz vnd gut dunch, vnd sol derselb, der zn einen: Nerhörer genomei: wirt, des sweren, daz er aynr genmyner Verholet sey. Wir sulen ouch ^ und vnser erben, vnser Ainptleut vnd die vnsern die von Zürich besorgen nach vnsel» eren vnd nach irr notdnrft, ob si von disen: vorgeschribnen sachen ymant bechiüneri: oder beschädigen ive ^ deHainen weg, des sulen mir si vor schirmen vnd f in geraten vnd geholfen sein mit guten trüwen, an alle, geuerde. Wir haben vns ouch voraus behebt vnd behalten vnser pünde, freiheit, recht, brief vnd gut M wonhait. So habent si in ouch voraus behebt vnd behalten ir ai)de, pünde, fry- I heit, recht, brief u>n gut gewonhait; denn alayn alle die stnkh, die oben an disen: brief geschriben sind, die habent si alle ge^ inainlich vnd ir iglicher besnnderlich, der vber sechtzehen iar ist, by irn ayden gesworn ze den Heiligt» stete ze halten f vnd da wider nicht ze chomen, an alles geuerde. Si habent sich ouch gen vns verpundt» bey denselben ayden, di si zu den Heiligen gesworn habent, daz si vns oder vnsern erben diselben ayde ye vber zehen iar vernuwern sulen, an alles generd, vnd sulen si j sich des an denselben gelübder: vnd pünde»/ so si vns vnd vnsern erben getan habent vnd an allen den stukchen vnd artikeln, die von wort ze wol vor an disen: brief geschriben staut, dhain ayde, gelübde noch verpnntnnzze, so si mit iren j aydgno^t getan habent, nicht lazzen irren in dhainen weg, an alles geuerde. Wir verheizzen auch für vns vnd vnsi erben vnd für alle die vnsern, si sein geistlich oder weltlich, mit vnsern trüwen vnd gnaden, die vousi schriben stukch vnd arti- f kel alle, die vor an disen: brief geschriben sind, stete zn halten vnd ze volsüren, alles geuerde. In den vorgeschritten fachen allen haben wir ausgenomen den: heiligen Römischen Reych si»' recht, die ez pillich haben sol. Des geben wir j ze einen: offen vrchund disen brief, besigelten mit vnsiu» Jnsigel, der geben ist ze Negenspnrg nach Krists gepnrd dreutzehen hundert iar, darnach ii: den: fünf »» flinftzigisten iar, an Phintztag nach fand Alane Magdalene tag. Pergamentene Urkunde mit anhängendem großem Reitersiegel Herzog Albrechts und ausgedrucktem königlichen Secrctinsigel Carls Der im Text Seite 39, Absch. 103, unter E angeführte Brief Herzog Albrechts lautet: 1355, 23. Juli. Wir Albrecht, von Gottes gnaden Hertzog ze Oesterreich, ze Steyr vnd ze Kernden, E» >e ^ unfern gc- s trüwen lieben Albrechtcn von Puchhaim oder wer vnfcr oder vnserr Erben Lantuogt ist in s Ergow Thurgow vnd allen vnsern vnderuögten vnd amptleuten ze Kyburch, ze s Baden, ze Notenburch vnd ze Wesen, die sein, den der brief getzaigt wirt, vnser s gnad vnd allez gut. Wan wir vns mit den erbern vnd beschaiden eu> den burgern s von Zürich für vns vnd vnser Erben gütlcich bericht haben vmb alle stözz vnd > aufleusf, die bat ^ halb zwischen vns vnd denselben von Zürich gewesen sind ^ vntz auf disen heutigen tag, als der brief geben ist, bieten wir euch vnd haiz- s zen auch gar ernstleich, ob »lemand dieselben von Zürich von der punt vnd ge- s lübd ^ die si vns getan habent, wclt angrcisfcn oder besrhcdigen, daz ir j in dann von vnsern wegen geraten vnd lsi'si. seit, mit vnsern Landen vnd Leuten ^ swenn si euch dartzu vordernt, vnd sew gctrewleich schirmet, nach der bries die ze bayder seitt vmb die vhgenanten richtung geben sind, vnd euch dez gen in s verpindct mit ewcrn ayden bliesen, die weil ir vnser phleg vnd ampt innc s habt. Geben ze Negcnspurch an donrstag vor snnd Jacobs tag heiligen zwelf- s poten nach Christs geburd drcnchehen hundert iar, darnach in dem fünf vnd sünftzkisten iar. Novaiuna clux. Pergamentene Urkunde mit abgeschnittenem Siegel, im Staatarchiv Züe> c. Dio Vestütignngsurknnde Kaiser Carls IV. Negenslnnfl. 1355, 25. Juli. Staatsarchiv Zürich, Wir Karl, von Gots gnaden Römischer Keyser, ze allen zeiten merer des Rcychs vnd Künig ze Vechennen vild tlln kund offenlich mit disen: bris alle»: den, die ii: sehent oder hörent leseil, Daz ^ V- S < > «k itilan limtiaen tag gewesen sind, Mit rat vnser vnd des llieycys bürgern ze Zürich an dein andern vntz > vf distn yeniigen ' l ' slirste.. vram vnd Hmen von chaiserlicher güte freuntlich berichtet vnd ge.chl.ch versi.i.et haben nach La.it >» Elm, ws. dl siätt.ch -»IM > -I« »ud-r --im w I°lich-n »-Mm -l- -1..-.°« i>° lch..b-ti st-t: „Ich N.tbstls Bit..., stitrich it.I- N-g-n-w-g. D -mst-g vo-St. M -ri-n Magdatc..-.'.-.-, «>»„>->--»» --- S«.-iw-st. -st. sttt.i I. S. ' 'chch ' ^ ^ ^ ^ D» «»» Mi, m«l b-dstchtm. „„cht m »st... chM«m, °,,d -M-li, »m, fr„"ttl.ch ! "" ist m.d st.bi.t-" bstidc.t wil-n ernstlich ">tb ncstichlich I-ri . z. ...ort, alz in den stbst-..st..I-.. 'Ii-st. ^ di.'-lb... b-.ichti-.nn-. st.tc, stanz vnd v..z-.b.och... haben vnd ° > ,vl.rl>ch.n hn.d,n vnd d. st an. > -nt-n. ...ist... w suln, in giiten tiilven vm an i kaiserlich gebot freuelich vbergieng vnd die obgenant " vber ei..a.ider gebe., habent. Nnd welher ^ chtnng vnd frenntlich Sün vberfi.r, So NU.) I ^ daz ernstlich bey vnsern keyserlichen Hülben, am vnsern vnd des Ne.chs Steten ""»an ' ^ ^ vberfarn wurd, beHolsen sei., suln s si denselben tail, an dein cn o'gman ^ ivirdct. Vnd darzu wellen wir, daz derselbe tail, den andern tail, d" salichen freue^ ^,-ch vns gehorsan, nicht enheltet vnd vnstn > ^ ist ze Negenspurg, nach Krists 't Vrki.iid ditz brifs, verstgelt ,».t vchenn i ) ) ^^^giste.i Jar, a.i fand Jacobs Tag, des tt lurd drei.tzehen i hiindert wr, darnach m l ^ des behemischen > i.i den, Newnden vnd °'ligen Zwelifpote.i, vnser Ne.)che des Römischen i» dem zehuum, i > t > ^ iteysertliin in dem ersten Jar. PcrMimitcnc »ltandc mit ahängcndcm laiscrlichc» Majcstntssicstcl. T8. B-rb.i-stit.st d-s Bttttdcs d-r »ic. W-ldMi- t.tii G-rsstt. u.td Wcggls. Erklärung der vier Waldstätte, l3l. August. Staatsarchiv Lurrrn. ^Vir der Schnltheisz, der Rat vnd die burger gemciillich der stat ze Lucern vnd wir die Landamman 7^ die Lantliite gemeinlich der j Lendern von Vre, von Switz vnd von Vnderwalden, künden an disein allen die in ansehen! oder hörent lesen vnd veriehen offeiilich an diese»! > brief, das wir mit gemeinem 7° vnd guater vorbetracht.ing einhelleklich iiber ein komm sin, als die erbern lüte vnser g.loten nachgc- ,^'ll die j kilchgnossen gemeinlich von Gersovwa vnd von Wetg.s vnd die inen zuo gehärmt, mit vns 7^ buntiinst s.vnoren, do wir vns ze samm j mit eiden eweklich verb.inden vnd ouch si sidmales die selben 7°' biinde mit vns mit geswornen eiden ernuwerot hant, Sol n.an j müssen, wand si nüt mit namm u. g°s'vornen buntbrief verschribm ivurden noch sin, das wir si alle vnd alle ir nachkamen für ! vnser geswornen Eidgnossen han vnd icmer me haben wellen, des wir an dise.n brief veriehen, das st alle 38 298 rechtung haben snllm, als f auch ivir, die vorgenanden Eidgnossen, gegen ein andern han, vnd vns inen vnd ouch si gegen vns bennegcn sol mnb alle fachen und f vmb elltl stuck, in aller wise vnd nach forine, als die bnntbrief stand, die mir, die vorgenanden Eidgnossen, vmb die selben vnser f ewigen ein andern geben vnd versigelt han, alles ane generde. Vnd har vber das dis von vns allen und ^ vnser ieklichem f snnderlich vnd allen unfern nachkamen iemer me stet vnd vnuerkrenket belibe, als es da ^ mit vsgenomenen mortcn bescheiden ist, f Dar mnb han wir der vorgenand Schultheis;, der Rat vnd ^ burger von Lncern vnser gemeind Jngesigel, vnd ouch wir die vor- I geschribenen Landammau vnd " lüte von Vre, von Switz vnd von Vnderwalden vnser Lendern Jngesigel an disen brief gehenket, ze f waren vrkuude der vorgeschribenen fache. Der geben wart ze vsgendem Ougsten nach gottes geburte zehenhundcrt vnd f Fiinfzig iar, dar nach in dem nnnden iare. Pergamentene Urkunde mit den Siegeln von Schwyz und Nnterwalden! die von Lncern und Uri sind abgefallen. Dabei liegt im Sta archiv Lucern eine urkundliche Aussertigung desselben Briest siir die Kirchgc,lassen von Weggis allein, mit den anhängenden Siegeln a c Waldstätte. — Abgedruckt bei Tschudt, I. 4SI. Gesch ichts frcund VI. S. 17. mit Facsimile. L. Gegcnbrief der Gersauer und Weggiser. 13SV, 3t. Attgttft. Staatsarchiv lncern. Wir die kilchgnossen gcmeinlich von Gersovwa vnd von Wetgis tnon kunt allen den, die disen ^ an schenk oder hörent lesen > vud vcriehen offenlich an disem brief, für vns vnd alle vnser nachkamen alle, die zuo vns gehörent: Als die bescheidenen f wisen lüte, der Schultheisz, der Rat vnd die lm^ gemeinlich der stat von Lncern, die Lantaminan vnd die Lantlüte f gemeinlich der Lendern von Switz vnd von Vnderwalden vns in ir buntnust namen, vnd ouch wir mit f inen swnoren, do si snmen mit eiden eiveklich verbunden, vnd ouch wir sidmales die sclbeu bände nüt inen mit f gesivormn ^ ^ ernuwerot hau, Sol man müssen, sid wir niit mit namen in ir geswornen buntbrief verschriben f noch sin, vnd aber si vns brief geben haut, das si vns für ir eidgnossen haut vnd haben wellend, al^ ^ I die selben brief bewiset, Das die vorgeschribenen vnser Eidgnossen von Lucern, von Vre, von von f Vnderwalden vnd ir ieklich, du stat oder Land snnderlich, mugcnt vnd gemalt het vns ze mane», ouch si einander f nach dien geswornen buntbrieuen meinen mugen, vnd das vns gegen inen vnd ouch si b - vns bennegen sol vmb f alle fachen, in aller wise vnd nach der forme als die buntbrief staut, die die schribenen vnser Eidgnossen f vmb die selben buntnust ein andern geben vnd versigelt haut, alles ane Vnd har über, das dis von vns f allen vnd von vnser ieklichem sunderlich vnd allen vnsern nachkamen me stet vnd vnuerkrenket belibe, als f es da vor mit vsgenomenen warten bescheiden ist, dar vmb hnN ^ erbetten die bescheiden wisen lüte, den Schult- f heisseu, den Rat vnd die burger der vorgenanten si'^ ^ Lucern, das si ir stat Jngesigel für vns an disen brief Haiti f gehenket, vns vnd allen vnsern nacht»»" einem waren vrkund vnd veriicht der vorgeschribenen fache. Wir f der Schultheisz, der Rat vnd die gemcinlich der stat von Lucern han dur ernstlich bctt willeil der vorgenaitten kilchgnossen von Gers»»»' ^ von Wetgis vnd aller der, die inen zuo gehörent, vnser stat Jngesigel an disen f brief gehenket. Der wart ze vsgendem Ougsten, nach Gottes geburte Drüzehenhundert vnd Fünfzig > iar, darnach nünden iare. , s, Das Sieget ist abgefallen. Abgedruckt bei Tschtld! l> 299 SS. Der Thorbergische Friede. 13«», 7. März. StixitSarcviv Luccr». Vch Peter von Torbcrg, der Hochgebornen Fürsteil der Hertzogen von Oesterrich, Miller giledigen Herren vnd Lantvogt ze Sivaben, > ze Ergem vnd in Thurgew, Tnon knnt offcnlich init discm bricf ^ ^>e in ansehent oder hörent lesen: Vmbe die stözzc j so min Herschaft von Oesterrich vnd ire Lant ö>ten haben mit den erbcrn Liiten dem Schnltheissen, dein Rate vnd den st Bnrgern ze Llltzcril, dien ^ ^u»mai»ien vnd den Lantlnten gemcinlich der dryer Lender Vre, S>vi)tz vnd Nnderwalden i vnd mit ^ Äinmmi vnd den Bnrgern ze Zuge vnd mit dien, die in daz Ampte daselbs ze Znge gehörent, vnd si zwischent envirdig, edel vnd froine Herren ein gctrmven gnoten fride bctegdinget vnd ^ ^ ^ant ^ Heeder sitte ze haltenne von diesem hnttigcn tag hin, als diser brief geschriben ist, vntz vff den Elsten Jacobs j tag der schierest künftig wirdet in dem Howe Manode vnd den tag allen. Vnd dar- ^ rrsani Brnoder Nnodolf i von Honbnrg, der alte Lantkomendur ze BeHeim, an min Herren Keyscx iverbendc si», vnd aber ich der obgenante > Lantvogt an die egenanten min Herren von Ocstcr- zix werbende sin mit guetcn trilwen vngeuarlich, also daz mail denselbeil ^ frid von dem vorgeschribeil ^ lw halte. Were aber daz min Herschaft von Oesterrich den frid > nicht len- wölten, so sol doch der frid vff den nechsten sant Jacobs tag, als vorgeschriben stat, beliben vnd bcstan ^ ^ ^^r der kraft, a»e generde. Vnd lvenne man nach demselben sant Jacobs tag, eS sye knrtz oder lang, > frid abscite, des doch ietmeder teil wol gemalt hat, so sol es dennocht einen ganzen Manode ^ ^». ^ deivederm teil daz ivere, ieinan an dem andern vberfnre, nemenne oder mit ^ deheinen andern angriffen, wie sich daz erfnnde, in iveler egenanten Statt egdgnozschaft die gesezzen j iveren, die den schaden hetten getan, da sol die Statt oder ^ ^nd die wisen an ir lib vnd gnot vnd mit j gnoten trnwen ir bestes dazno tnon, so verre si kllnnent wugent vnuerzogenlich, daz der angriff oder der schad widertan > vnd abgeleit werde. Were onch, daz niiner Herschaft Lande oder Lnten oder dyener, ald die vnder inen gesezzen ^ were», mich deheinen v°>, ^ "'^nff Letten den obgenanten von Lntzern, von Vre, von Swytz, von Vnderivalden vnd j den ^ ^Ug y„d gehörent, oder iren deheinen bcsnnder, Da sol onch min Herschaft von Oesterrich ^ Vögte in Ergeiv oder Iva si gemalt haut, die wisen an ir lip oder an ir gnot vnd mit gnoten ^ !wffes s darzno tnon, so verre sie kunennt oder mngent, vnnerzogenlich, daz der schade oder angriff abgeleit werde, als ^ dicke daz von dcwcderm teil ze schulden keine. Weren aber die, oder ^ schaden getan hetten, als arme ^ daz si den schaden mit gnot nit abgelegen möchteil vnd fluchtig de» - ^ ^w>i den, die si ze wisende hetten, ^ In deivederm teil daz ze schulden keine, vzze oder inne, nach ^ gnoten trnwen werben vnd stellen s so verre si denne kimnent oder mngent, ob si in iren komen, daz sis heften vnd mit dem ^ libe ablegen vnd bessereil, als Vorbescheiden ist, ane alle ^>»b ^ ^ ^nch beredt, ob dciveder teyl viilbe dekeinen stozz tag an den nnderil vorderet, so sol mail stözze niendert tag dnrinnbe leisten oder habeil ^ denile ze Lutzern in der Statt, inrent den viertzehe» tagen, so es deweder teil an de» andern genordert j mit botten oder bliesen, Doch mit 300 solichen gelungen, wer zuo dem tag rittet oder kiunet, daz der oder die gen s Lutzern in die Statt vnd n'idck dannen sicher libes vnd guotes sin sullcnt vor den obgenanten von Lntzern, den drin Waltstetten, s den Zug vnd den iren, ane allein die tätlich vigentschaft in der obgenanten statt ze Lntzern habent, ane » j geuerde. Were onch, daz man den frid nach sant Jacobs tag abseile, so sol man in von miner egenanü» Herschaft j wegen von Oesterrich gen Lutzeril in offenen Rat absagen, mit ir Landvogtes oder Jr Vog^ von Notenlnirg s offeneil briefe vnd Jngesigel. Were aber daz die von Lntzern, die Waltstctte vnd von oder ir deHeine j besnnder den frid absageil wälten, daz sont si tlloil geil Rotenburg dem Nogt, oder du», der sin statt da haltet, j ouch mit ir offenil brief vild Jnsigel. Atail sol onch wizzen, daz die vorgen»»^^ beide teil inen vorbehebt ^ haut ir Knude, ir eyde vnd zuo den si gelopt hant, wa si voll deil gu»" ivurdeil vild si inen hulffent, j daz si dariunbe nit fridbreche iveren. Vnd ivere daz ich der obgenante L»s vogt abgiengi oder abgesetzet wlirde, j wer deinie nach mir an min statt ze Lantvogt gesetzet ivirdet, der i den obgenanten von Lutzern, von Vre, von j Swytz, von Vilderivalden vnd von Zuge vild dien, so zuo gehärmt, gelich einen semlichen fridbrif gebeil j als dicke so daz ze schulden knmct, als ich der Lantvogt inen disen brief gegeben habe, alles ane geuerde. Vnd darüber ze einem waren vrkunde aller geschriben diilgen, so Hab ich in dein namen, als do j vor, von miner Herschaft voir Oesterrich vird ^ wegen min eigen Jngesigel offenlich gehenket ail diseil brief, j Der geben ist ze Lutzern, an dem tag Mertzen, do man zalte von gots gebnrt Tllsent Drii- > huildert vnd sechtzig Jaren vnd darirach in achtoden Jare. ^ Das Siegel ist abgesailcn. Abgedruckt bei Tschud' U SV. Besondere Beredniß zwischen Schwyz und den Herzogen von Oesterreich wegen Zllg und Glarns. Zürich. 13K9, Ii!. Decembev. Archiv Tchiu»;. ^ Wir der Laut Aminail vnd die Lantlüte geineinlich ze Sivitz Tun kiint, daz zivischent den Hochg^'^, fürsteil, Hertzog s Albrecht vnd Hertzog Ltipold von Oesterrich, gebrüdern, ail eiil teil vild vns ail dein »» ^ teil die erbern vnd wiscn, der Blir- ^ gerineister vild der Rat von Zürich vild die Kotten vß dein R»^' ^ Bern vf den hüttigen rag ze Zürich in der Statt j getedinget vnd beredet habent voil der fache u'eih» ^ die Stat Zuge vild daz Ainpt, daz darzu gehöret, das du selb fache s in einem guten ding vngeuarlich ^ vnd beliben sol vntz vf den nechsteil kiiilftigeil sant Martis lag, des Bischofs, vnd den tag ^ allen, der fiid, den der von Thorberg gemacht hat, in dem zil nieman absagen sol, vild also daz dien Herreil von ^ Oesterrich ane irrnng vallen siilleilt ir Stüreil, initz vnd ziils, als iileil viltz har geivonlich ^ den ist ze Zuge, ze Egre vnd ze ^ Marus, da si es habent, an alle geuerd. Vnd hie zivischent dein »^ neinten sant .Rartis tag hillent dieselben Herren von Oesterrich s sich bedeilken, ob si vns verfehl» ^ die Statt Zuge vnd das Ainpt, daz dar in gehöret, vin drü Tusent Gllldin vnd ouch in den ^ nechsd'^ iaren ilach der versatzling mit lösen, oder ob st mit vns etil stallung vf drü iar habeil welleil in all" ^ Mise, als j es ich stat, ail alle geuerd. Vnd ist onch, das si der stnck eines vf neincnt, weders das ü ^ die vcrsatzuilg oder vinb die drü iar j ein stallung, darnach sol man darzu setzeil vnd die fach 301 vnd versorgen, als dmne ietwedcrm teile gegen den andern j nutz vnd notdürftig ist, an all geuerd. Wer aber das st der stuck enweders vfnemen woltin, weder versetzen noch die drii iar > Stallung, so sol doch nach dein vorbeneinten sant Niartis tag hin der frid war vnd stet beliben, deil der von Thorberg gemachet > hat, an all geuerd. Es ensol onch enivcder teil den andern hie zwischent dem obgenanden sant Marlis tag mit eimberlichem > bedachten mut fürbas angriffen, Mindern noch schadgen ane recht, an litten noch an gut. Tscheche es aber vin ieman snn- ^ derlich, den sol das Land oder die Statt oder der Bogt, vnder dem er gesessen ist, vunerzogenlich wisen, daz der den angrif vnd ! schaden ableg vnd wider tu, so verre sin lip vnd sin gut erlange,: mag, an all geuerd. Es sol onch disu satznng vnd disn teding vns l vnschedlich sin an vnsern blinden vnd eiden, an all geuerd. Vnd har vber ze eine», waren vrkunde, so haben wir vnseres Landes j Jngesigcl offenlieh an disen brief gehenket. Dis red vnd tegding sint geschehen in der Stat Zürich an dem nechsten Zinstag vor ! sant Thomans tag, do man zalte von Christs geburt drizehenhundert vnd sechtzig ae, daumch in dein Nünden iale. Pcrgan.-ntcne U.lundc mit den mchängcndc» LandeSsiegcl von Schwyz. Diese Originalurkunde ist wahrscheinlich aus den Briefen der Beste Baden wieder in das Archiv von Schwyz zurückgekommen; der Gegenbrief der Herzoge, beginnend: „Wir Liipolt. von Gottes gnaden Herzog ze Oesterrich ze Stcyr, ze Kerndeit vnd ze Krain, Graf ze Tyrol :e. Tun kund, daz zwnschent l vns von deS hochgebornen surften rn. ers l.ebe.t brnders 5wrtz°g Albrechtz vnd von vnser selbs wegen an aim ta.l vnd de» l.mt- j lnten ge.naml.ch «°n Sw.tz an den, andern tail, die erbern vnd wisen, der Burgermaister vnd der Rat von Znr.ch vnd d,e Kotten vß > dem Rate von Bern vsf den hüttigen tag «e Zürich in der Statt getegdinget vnd beredet habent von der st-che wegen v.nb d,e Etat Zuge" n s w. - in- Uebrigen gleichlautend und vom gleichen Datum nut anhangendem Secret-Jns-egel, i-doch nnt einfacher Auslassung der Worte: „Es sol onch disn sazung vnd disn tegd.ng vnschedlich sin an vnsern blinden vnd eiden an all geuerd; vnd harnber ze einem waren Vrkund. so haben w.r vnsers Landes Jnges.gel osfenl-ch an d.sen Brief gehenket" — liegt ebenfalls im Archiv Schwyz. Abgedruckt Tschad. I. 470 47l. Jahrbuch von Marub IN. Nr. S. Vgl. L.ch..ow--Y IV. R-g-sten -w. vre. 31. ^ Der Pfuffenbrief. 1370, 7. Oetober. Staatsarchiv Luccr». Wir der B..rgermeister, die Mit, die Zunftmeister und all burger gemeinlich der Stat Zürich, der Schultheis;, der Rat vnd all Bürger gemeinlich der Statt ze Lutzern, der Amman, der Natt vnd all Burger bMieinlich 'der Statt Zuge, ze Egre vnd all die in daz selb > Ampi Zug gehörent, die Alnman vnd all lant- gemeinlich der dryer lender Vre, Switz vnd Bnderivalden, Tnon kunt allen den (die) disen brief sechent hörcnt lese,;; Daz wir mit gemeinem Natt vnd mit guoter vorbetrachtnng, dllrch nutz vnd nottnrft vnd Quoten > willcil vnser vnd dez landes vber ein koiilen chen, gemeinlich viid einhelleklich, der Ordennng gesetzten, als hienach gesHriben stat. Des ersten haben wir gesetzett, Wer niit hllsrouchi, mit sin selbcrs ^ oder mit' sinein gestnd sitzen vnd wonhaft sin wil iil keinen j disen vorgeuauteil stetten vild lendcrn, er ^ pfaff oder ley, Edel oder unedel, die der Herzogen von Oesterrich Rat oder dienst gelopt oder gesworeil die alle sulent onch loben vnd sweren vnser, der vorgenannteil stett vnd lender, iilltz vnd Ere ze ^dern, vnd mit gnoten triiiven ze j warnen vor allem den; schaden, so si verneinent, daz dien vorgenanten 302 stetten oder lcndern gemeinlich oder sunderlich dekeine wis brüsten oder schaden dringen mächt, vnd sol si da vor kein ander Eich, den st ieinan getan hant oder noch tätin, mit schirmen, an all generd. Waz auch pfaffen ^ in vnser Eydgnosschaft, in Stetten oder in lendern, wonhaft sint, die nicht burger, lantlüte noch Eydgnossen sint, die sulont kein frömdes gericht, geistlichs noch weltlichs, snochcn noch triben gen nieinan so in disen vorgenanten Stetten vnd lendern sint, man si sulent von > iechlichem Recht nemen an den stetten vnd vor dem Nichter, da er gesessen ist, es wer dann vmb ein E oder vmd Geistlich fachen, an all gcucrd. Welcher pfaff aber do wider tnot, da sol du statt oder daz land, do der selb pfaff wonhast ist, verhüten vnd versorgen mit aller > ir gemcind, daz dem selben pfaffen nieman essen noch trinken gab, huse noch Hofe, gen im mit kouff noch widerkouff noch kein ander gemeinsam,) mit im Hab, an generd, vnd sol mich der selb pfaff in niemans Schirn sin vnser stett noch lendcr, alle die null vntz er von dien j frömden gerichte» lat vnd ouch abgeleitt den schaden, den der angesprochen genomen hat von der frömden gerichten wegen, a» all generd. Wer onch daz ieinan so in disen vorbenanten stetten vnd lendern wonhaft sint, den andern a» Recht angriff vnd schadgoty, mit pfandung I oder mit andern fachen, des lib vnd guott snlent die, bi Ren er wonhaft ist, angriffen, nötcn vnd des wisen, daz er den schaden gcntzlich ab leg vnd wider tno, wan vnser geswornen brief wisent, daz nieman den andern an Recht schadgen sol. Wer ouch daz kein ley vnder vns den ^ andern mit frömden gerichten vff trib, geistlichen oder weltlichen, vmb weltlich Sach, wie der am gesprochen des ze Schaden kamt, daz sol im der klegcr ablege!,, wan iederman sol von den, andern Reffst mimen vor den, Nichter da der ansprcchig gesessen ist, als vnser > Buntbriefe bewisent. Es sol onch nicina», der vnder vns den vorbenemten stetten vnd lendern gesessen ist, sin sach oder ansprach ieinan in dehcin w" geben, da von ieinan bekumbert inöcht werden, bi der pcn so vor vnd hie nach geschribcn statt, an generd. Wer aber daz ieinan j in disen vorgenannten Stetten vnd lcndern sin Burgrecht oder sin lantreffst vf gab, vnd darnach ieinan vnder vns mit sröinden Gerichten, geistlichen oder weltlichen, vf trib vnd schad- goty, der sol doch meiner wer wider in dieselben statt oder in daz land kamen, E daz er dem > angesprochen gentzlich abgeleit allen schaden, den er von des frömden gerächtes wegen genomen halt, an alle generd. syen ouch cinhelleklich vber ein kamen, daz wir all straffen von der Stibenden brng vntz gen Muff) allei, sitten in aller vnser Eydgnosschaft ^ schirmen sulen vnd ivollen, er si gast, lantman oder bürgte, fröind oder heimsch, wie si geheiffcn sint, daz die mit ir lib vnd mit ir gnott in allen vnsern vnd der so zuo vns gehörent, Gerichten vnd gebieten sicher varen, daz si ane Recht nieman kninbern, sumeii noch! schadgen sol; wer aber do wider tuott, da snlen wir all einander behulfen vnd beraten sin, wie der lst- ivisett ivcrde, daz er den schaden vnd den angriff ableg vnd wider tno so verre sii, lib vnd sin gnott e> zngen mag, an all generd. Vnd als da her ze etlichen zittcn von I Stetten vnd von lendern lüte vff gezogen sint vnd ander lütt angriffen vnd gepfendett, geschadgott hant, da von vil grosser schad koinei, möcht, e»n den schaden ze verkomm, haben wir cinhelleklich gescheit, meinen vnd wellen nicht, daz von disen vollst nanten stetten I vnd lendern ieman kein löff oder vszog mache, mit pfandnnge oder mit anderi, fachen ie>»an schadge, dam, init vrlonb, willen vnd wissent Zürich eines Bürgermeisters vnd des Rates, ze Lutzcrn R' Schultheißen vnd des Rates, Znge des Aminans vnd des Nattes, vnd ii, ^ den obgenanten drin lcndenn Vre, Sivitz vnd Vnderwalden der An,man vnd der Räten, sunderlich in jechlicher statt vnd lant, da dü gesessen sint, die den angriff tuen wellen oder getan Hand. Wer aber do wider tnott des ieman ze scha^ kumt, den vnd die sulent j die Statt oder daz land, by den er wonhaft ist, wisen vnd nöten an lib v» an gnott, daz er den angriff vnd den schaden ab leg vnd gentzlich wider tnoy, vnnerzogenlich an all ge»^' » Aber in disen fachen haben wir die von Zürich vns selb vsgelascn vnd vorbehept ^ vnser Frovwen die Epti- schin vnd ir gotzhuS in vnser statt gelegen, vnd onch vnsern Heren den Bischof von Costentz, sin geistlich glicht vnd ander gelüpte, so er wit vns vnd Ivir mit im vber ein komm syen vnd vnser brief ze beiden sitten wiscnt, als lang j vnd die werent, an all gencrd. So hant aber -vir die vorgenanten Borger von Lutzern vns selben in disen fachen vorbehept vnd vsgelassen vnser Heren vnd ir gotzhns in dem Hoff ze Lucern, onch ane generde. Wer onch daz wir diser vorgeschritten sink keines nn j oder hienach minren oder '"eren woltin, daz mugen wir wol tuo», ob wir sin die vorgenanten Stett vnd lendcr gemcinlich oder der Wertest vnder vns vber ein kommt vnd ze Rat werden, vnd onch also daz dis gesetzten vnd alles daz an disem brief geschribm stat j vnschcdlich sin sol allen vnser Bünden vnd epden, man die gmtzlich beliben sulen in aller kraft, als Vilser gcsmornen Buntbrief wisent, an alle gcnerd. Vnd her vber daz dis alles, A und in knnftigen Mm, stett -md vnuerkrenkett belibe, so han wir j die vorgmantm von Zürich, von Lutzern vnd von Zug vnser stett gemein Jnstgel vnd wir die vorbenemtm von Vre, von Switz vnd von Vuderwaldm vnser lender gemein Jnstgel, offenlich an disen brief gehenkelt, v.is vnd allen vnsern »achkomm > Ze etiler vergicht der vorgeschoben dingm, Der geben ist an de.» nechstm Me.ltag l,ach Sa,lt Leodegarien ^3 des heiligen Bischofs, do lnan zaltt von Cristus geburtt Drüzehe.lh.lildert Jar, dar nach in deul ^benzigostm Jar. NoS von Luccrn ist abgefallen. — Abgedruckt bei Tschudi l, 47». GclchichtS- Pcrgamentcne Nrkunde mit fünf anhangenden Siegeln, das von > v > i ? , > v n, freund Vl. 18. mit Facsimile. Bergt, ebenda XX. »27. SS. Verlängerung'dos Friedens zwischen Oesterreich und den drei Waldstätten wegen Zug. Baden. 1375, 13. October. Staatsarchiv Zürich. Wir Lüpolt, von Gots gnaden Herzog ze Oesterrich, ze SM, ze Kerndm vnd ze Kram, Graf ze ^rol w. Venehen j vnd tnn kl.iit offenlich mit dise.n brief, f.ir den hochgebom fiirsteil Herzog Albrechten, "'Au lieben brnder für j vns vnd vnser Erben: Man nu von dem nechstm künftchen saild Jorgen tag "A ein gantz Jar der frid vsgat, j den wir mit dm erbern, deil Lantamnlann vnd den litten ze Vre, Switze ""d ze Vnderwaldm vnd mit > ire.l Epdgenozzcn vnd die zu Inen gehärmt von der Statt wegen ze Zuge AAu, ^s die fridbrief wisent i die dar vber gegebeil sind, Haben wir mit guter vorbetrachtung vnd nach ""t unseres Rates den vorgmantm j frid gelengert vf zehen gantze Jar, die .lach dem egellallten zil schierist .^"""t. Danon verheizzell vnd ge- j loben lvir, denselben frid also stet ze habeil vnd ze volfüren, in aller Ae als der vorder frid gemacht vnd j beredt ward vnd als die egenanten fridbrief wisent, die dar vber ^geben sind, an alles generde. Welich burgcr > vnd lüt von Zürich, Bern, Lutzern vnd von den Waltstetten ""d ire Eydgenozzen viid die zu Inen gr- > hörent, in vnsern Landen wandelt inwendig den wazzern, die wir in der zit der vorgmantelt zehen j Jareil vnd als der frid vmb Zng iveret, in vnsern schirm ^"°Men, als die vnsern. Also welich der vnsern j vnd die zu vns gehärmt, zu In wandelnt, daz st die ^ dieselben zit in irm schirm haben, als die irm, ! an gcnerde. Ollch snlen ivir ze beder sitte versorgen, °z divedrer teil den andern vberlonff noch angriff alle Recht j iilivendig den cgnanten wazzern, an alles Viid des ze Vrkund hiezzcn ivir vnser grozz Jnstgel hcncken j an dieseil brief, der geben ist ze 304 Baden in Ergöiv an Samtztag vor fand Gallen tag, nach Kristi s geburde drüzehcnhnndert Jar, darnach in dem fünf vnd Sibenzigisten Jarc. cinmiuus üux, prssvutiüug üo Ilulislzurjr, cto ü'orlzer^,- in. our., Limslei^ in. eu., Ilster cls tlrünonlivrK, tlütx NüIIoi', kutsvkinuu c><; Iluivvil nt.e. Pc.gumcntcnc Urkunde mit anhängendem großen Neitersiegcl. Abgedruckt Tschudi I. 4SS. Vergk. Lichnowsky IV. Regest >22»- SZ Vi'mdmß Herzog Leopolds mit Zürich und Bern gegen die Gesellschaft des Co h Baden. 1375, 13. October. Staatsarchiv Zürich. ' G s ^ Wir Lüpolt, von Gots gnaden Herzog ze Oesterrich, ze Steyr, zu K.rnden ^ ^ Tprol :c. Veriehen vnd tun > kunt offentich mit disem brief: Daz wir durch stmes v.u sc)lu ^ ^ vnd l.it vnd funderlich ze widerstand der s Gesellschaft vnd die lu) in. n sind vm ^ land, oder wer in der nachgeschriben zit vff vns oder vff s die von Zürich , ^ Burg^ vnd vns schadigen wott inwendig den wazzcrn, mit den erbern, wisen s vnsein lesnmer Piding Meister, dem Schulthcizzen, den Neten vnd den Burgern der Stett Zürich vnd Bein bnntnuzz vberein komm sicn, daz wir zwischen hinnen vnd dem nechsten B.aimtag, .» c)i ^ ^ sulen mit guten trüwen vnd mit ganzer macht einander bcholffen sin, dma land vnd cn v>^ vor der s egenanten Gesellschaft vnd vor allen den, als vor geschribcn stat, aG wir p.nnr mngen, an alles geuer. s Also wer daz die egenanten viend wetten obncn od.r nidmn m mra „W>c», wenn wir dann oder Vilser lantuogt s oder wer an vnser stat ist, die obgmnntm ^ at'ern so füllen si nnt aller irer macht an die wazzcr ziehen s vnd vns das land inwmdig mug^ ^ schirmen vnd retten, gctrüwlich vnd fürderlich, als si pemer best s knnncn vnd mllgm. v»!^ obgenanten von Zürich vnd voil Bern vns oder vnsern Lantuogt oder nur s vnstr a )a Ret ouch manen, vnd füllen onch wir In dann nach der mannng vnuerzoge» >c) m> l st^ M hinwider beholffen sin die vorgenante zit, wenn si vns darumb amusfent vnd manent. ^.nr baidenthalb einander manent, die obgenanten wazzer ze weren, so füllen wir zu einan m zw) Ziw^ einander weren an den stetten, da man sin denn allerbest bedarf, an alle gcneld.^ Du "W»ane ^ ^ habcnt s versprochen für ir eydgenozzen die von Lutzern. So habent die von Bern si genozzen die von > Solottcrn, daz si die ouch ze manen habent vnd st ouch manen sn st" ^sgeilo'^" darzn hclffen mit ganzer macht, s wenn sin not ist, an alle generd. Wir habm o>ic) aü vnd vorbehcbt vnsern Herrn den Deister vnd alle s die, zu den wir vns vormals vubnn en )a ^ ^ Vnd des ze Vrkund hiczzen wir unser grozz Jnsigel s henken an disen brief, der g.b.n ^iuf ^ an Samtztag vor fand Gallen tag, nach Kristi geburt > drüzehcn hundert Jar, darnach m ^ Sibenzigisten Jare. .lux in °uumiio. ^ Perganicn.cn« Urkunde mit anhängendem grostcn Reilcrsiegcl. Abgedruckt u. s ch « 54. Erneueruug und Erläuterung des Thorbergischen Friedens. Nheinseldelt» 1378, 28. Mtivz» Arc!)iv Sehwyz. ^ Wir L.ipolt, von Gots gnaden Herzog ze Oestrich, ze Styr, ze Kernden vnd ze Krain, Graf ze ^°l -c. bekenne.: vnd tun knnt offenlich n.it diesem brief fiir den hochgeborn fnrsten, vnsern lieben brnder, ^rz°g Albrechte.., vns selb vnd vnser Erben! : Als wir in cttlich nußhellnng s»en n.it den erbern, de», ^"ltheizzen, de... Rat vnd den bürgern ge,neinlich ze Lntzern, den Lanta.n.nannen, den La,.Unten gen.ein- ^ der or.) Lender Vre S.vitz vnd Vndcr.valden vnd n.it den. An...,an, den bnrgc-rn vnd j l.iten der Statt '"d w den. An.pt ze Zug vnd die zn In gehöre,.t, Daz.vischen die erbern vn.er bes...,der lieben die Rat !"'d bnrger von Zürich vnd von Berne einen guten getrnwen fr.d bereit vnd ete.d.ngt habent, Denselben ^ °nch .vir fiir vns j vnd vnser erben gelobt vnd verheizzen haben stA ze halten vnd ze vchnren fnr vns '"d alle die zn vns ge örent, vnz vf den nechsten sant Georien tag so .... knnt vnd dannen h.n e.nlef Samp ^ '--I kiinitia werdent, an all generde, Vnd wenn w.r oder ^ wr, die nechsten die denn schienst nach einander rnnsi.g . - , < „ »dm ,,„ch dm .iulis .st I, -dm >,,rz „dm -dm .,st.ll,.„ »,d „ds.stm, d.st 's °»ch dm» „,«l „m>,l. d„b.„, s° s°r °s d°mwch .WM »m.°d zw' chm «,,st d... -,.sm„ > "> dm „..„mm,.«, «»d.M. «... s-i°. «,,dmw-.ldm -i,d dmZug und d.U. Am,., ze ^ ^ ^ . ,us.»„m.,t ein auter gctr.nver fnd s.n, Aber all d.e .v.le so dger . "wg ge.ne.nl.ch vnd den so zu .neu gehorent, l.n g ^ r- e ^ e- d. ? °°i, dm,.d.M. ..ll u!ch. „dg.s.i. ist. 1° I°l I » d.lidm -,,d d. w. -stm stum k.st, „Ist d„ ««. >dm , d.. «m ddch stich. d°s „„ d.w.d..'., ...- m,,m, „„ dm „ndmu .ch.rs,,.., .st 's «'„m,m «dm ,,st.dch.i„m „ud.n. dd.,g.issm. w.- stch Stet.0« ^ d.- e...» senden betten getan, da sol d.e Statt oder das Land , "ei. oder Lende,',I die .leieren weren. die den tcyaoen yeed«n tt , l '""b.,,,»i,,si, n, „ ch l. >,„d mit MM IMW.N w d.st.s d.,'j„ so ...» st I.,„„m d,.d »...au,, , ^ l er d, „,,d, Ner ! angrif widertan vnd abgelegt tverd. Wer mich daz «ch mw..j«„m.ich. d., d.. »d ' , „,d d,. ..,.d.. J,,„, dm di.st,«„In„ wttm »d«m . i dm.S«ist, l'szen werm, emch dehennen chaden oder angnf tellcn an oen ^ .. ^ I ^ m. e, k...„selben A.nvt vnd den die zu Inen gehore.it, an den allen I Viiderwalden vnd den von Zug vnd dengetven .eng, ^ Z. e «v>- . < '""«ich °dm „„ d.. d.h.i„m, st„,d..lich. 1° sit'-m «i° w'd >m!...tbm «t° « Mtl.- V°°. m,dA,„M,. ''«r stMdl. h,,„m. dst st«.,,. s° d.,. sth-dm > M. »wt, «. >' "st »n Mi °« i°„.,, »,,d '.<>«„ .,,st. >, stm. °»,z„ .,,,,. 1° « >«d -- Wim -'«> °"d ,„,d „mg.,. d„d ? ««.r-°».„Nch. d„> d.. sch-d „,,d d« «d-ttm. m'd -dg. -,. «. .. , d„z ! d.m,d..,.. Ichuldm ,„m.. „st gm.,d.. W--.„-d.t di. °dm dm. d,. d., ,ch„dm ...m, »mm d°j st '"'°d°„ „st, g„. „ich. „dg.l.g.„ .„„cht.,. „,.d st"-"-- « d°w d..„. ..,l d« ,. schul .„ ,m, -st ' «- «ch d.„ sdl ,.„.,.d.. ...l > ,„i. -'«WM w..dm >„,d Mm. s° -.m st d.,.„ „dm "Uge.1 ms, s- ... e/e d„' si« heften vnd echo halten, daz st Mit de... l.p ablegen ^ Essern nl^"^a „ll-e! aenerde. Es ist onch beret, ob deweder teil j v.nb dchainen stoß ^ -. den a..den7v^erte'z! leisten so' sol man v.nb die selben stözz nimdert tag leisten noch halten, dann ^ern in der Statt, vnd sol ...an aber dieselben tag weren inrent den nechsten vierzehn, tagen, so es Z06 i- SM Ach,l^-- °b-r wir -d« °>,s» M' die selben vordrung an vnsern Vogt von V egenanten Stett vnd Waltstett sulle»t Wer aber daz dieselben stözz darninb ""g un, welher ie dann > dasclbs Nagt ist, an all geuerd. '»an ze Zürich in der Statt tag leisten "w angienge, darninb stl wer zu den , tagen ritet oder kun.t d.' ^ /? bescheiden ist. Doch mit sölhen gedinge", libes vnd gutes sollent sin vor de»^ m ^ ^ Z'irich vnd Lutzern vnd wider bannen sich^ iren, ane alein die, so die von t)n.g? ??/?" Waltstetten, den von Zug vnd de» Zürich vnd Lutzern hant, an all alme 'd m. ^ ^ich vye,.tschaft in den obgenanten Stette» vorgeschribnen einlef iaren abiaa... e. ^ ^ ""5"' "^n ^n vorgeseiten frid nach de» Lutzern j in den Rat. Motten ab-.-'v ^usern offnen versigelten bricfen ge» vorgenanten frid absagen das s,,ll.,.l ^ AValtstett vnd die von Zug oder ir deHeiner de» bürg oder dein, der sin statt bm.>!' " besigelten briefen tun dem Vogt von Rote»' frid vmb die von Zug vnd vmb das Rinnt t! tat , ^ ^ ^ >"^en eigenlich bereit, als der fand Georientag vber ein iar vsaat d,- V -"I ^ ^ ^ gohörent, von nu dem uechst^ I war vnd stet beliben sol die voraeseitm "'.c ^ vorgenanten von Zug vnd vmb dasselb Ä»»'t Zug vnd das Ampi sagent vnd wiie,t ^ »ller der mazz als die fridbrief vmb dieselbe» dewederm teil nicht abgeseit ist Murd i ^ "lle die mite, so derselb frid v»» sol man die vorgenante Stat ,e / e ^ Zug, die Statt vnd das Ampi abgeseit, st aller der wise, als in den vorgenante./ sridb.7.?"^" Eidgenozzen wider ant .vurte» i» sunderttch wizzen, daz beb teil Inen s,ss,.„ .> '^"^mlich begriffen ist, an all geuerde. Man i sol o»st gelobt hant, wa dcweder teil von sine» .5 ^ vorbehebt hant ir Eyd vnd ir Bunde vnd zu dei» ^ keinen, darninb füllen st nicht frid- l breebi ermand ivurde vnd si Inen danii gen ieman ze >1'^ ze burgern nemcn vnd empfalien alli> ^ gellerde. Es mugent o.ich die burgcr von Zug w w das . »7!» ° - -« ^ labenv .etz empfangeil ald si emphahens noeb ^ e l. ^ ^ ^ hoffen habe», genante A.npt, also daz si lmslich vnd b. Inen in ir Statt oder in das ^ v°n Bern, , von Lutzern vnd von den Mattet 7' ^ burger vnd Int von Z>^ landen ivandlent inwendig den ivazzern' di ^t. 7 " und die zu Inen gehörent, in vi'stl' er fnd weret, in vnsern schir.il aeno»,. ! vorgeseiten einlef iaren vnd dar»'^ harent, zu In wa„dlent, daz si die oucb dtti-t " ^ der vnsern, die zu v»s des ze Vrkund hiezzen wir vnser Insilll t haben als die iren, an alles ge»^'' nach vnser fro.ventag in der vaste. M» r "" brief, der geben ist ze , Rynu-ld- au F-^ S.benzigiste.- Iure. Kr.stt gebl.rde drüzehenhundert iar, darnach in de... st^ Pcrgamcntenc »rlundc mit « 307 ZS. Der große Städtebund mit den Beibriefen. 1385, 21/28. Februar. ä. Neunjähriges Bündnis, der rheinischen und schwäbischen Städte mit Zürich, Bern. Solothurn und Zug. L. Zürichs Erklärung für Lucern. L. Lucerns Gegenerklärung an Zürich. ^'Neunjähriges Bündniß der rheinischen und schwäbischen Städte mit Zürich, Bern, Solothurn und Zug. Consta,»;. 1385, sl. Februar. Staatsarchiv Ziirich. „ Ii. d°m kl. dr. Mig... d.i.ml.i-«m.. Wir di- B...«..i.mtst... di° SchiilttM... di-Aii.,,m«. di. s°B.ir-..».,d«lii.-.m..>i.»ch, lmid...ich «i.d ...... dist. ...chs-IttMl.... S,.,,m M °.ch S..w..g, Spir. fti Si.tt. >md wir d.s h-M-m Ni-iiffch.,. N.ch.S S.'t. Fmnk.n u.. S.-i,°w. W.ff.i. >»-«. Schlr...... »ch.i.h.In. Fr«..-. V.d.-ÄM ««d S.v. di. dm m.d Mm b. d.i., .m «i.d.... ^'«°i. R,s.i,.S>'.,., >md ...» .M d.s Smnnsch... Aich.-N..«.d..- »«. «.ich, «in-m. NiUstii-m. »»., > VWI.n-m. »imi.m-m. V.d..^ Raum - >- Smii-«»..,. ».„mim. »miffdii..«. «°Mch, Mi«. W»ii-.ch Btich-chm. Gmiimd. HM H.,l- ......ffi, RMdiiiigm. DiMspM. R°.mb»r° .ff d.r T..W. w«»«.« «.ff-..d..r- > V.pst.«. i. T.»-°w. > Ps»ud°N m.d Vn.«m°. d.. dm Vm. ... Sw.d... ... ... h»,...i, ...d mi. di. .... Ziimch. .w" »-n. Sdldi». «i. Ai- «nd °s dm. Amp .s.M chla ^ , . . . ?NII kunt vnd bekennent all offenlich mit dtsem bneff r>'e mnen ewigen Bund mit amandcr haltent, ^-un ruiu o.. n > den, die in ! secbent oder börent lesen, daz wir Got ze lob vnd den. h-nligen Nonnschen N.ch ze eren Einhelligem Rat vnd mit guter vorbcdrachtung, durch friden vnd sch.rmes willen des lnndes g"nmnkch d»°ch Ichi..., ...ch .iiid fnm. «iff... ....st. s,...... °..d lmdm.. ^ ,«111011 1110,1' n,,^i fl/il i»ii..... li ° diintiw.M mm«».. > «nw-iiid«-" >,h«m vi» w >' «i'd «ff d. ,, chst.i. st.itt G.°n.,. «im d«.i..ichm di- i.°chst.n m... !>» «ch MMN!,.. .«i..ii, dii. Mi. «iid ..w. Vnd »- -'»ii-lich.« dm- w.ri «i ,d m d°- I-.M °.l sdch... .M,d.r> ,«°.d.itt. d«i> I- »-»« «... w S« «i...,d.. d.s.. ..'°7> G'I.°sch°st °.id Bi.ii.ii.ist «in ..immilich S.M« mit w'ff... »n >m -«..st, ° s° d.d i... Ii»bi „id.«, ff. wir -.s«i«-» habiitt, Mrwch d-h-lst» ! «d d.mt... °ll°.tt st«, als ,... .« .i.,.7 °d. «..w,r„ „„ g,„„d. g.i. »n dm m» «ff °» di.. I» ««- »" l.b, m. ..... ... «i.d ..cht... .„d >iiis.m Z...M S'wdichmim ...st -.«» °d" >«d.r «°ch misti-. «ist.» d.h»i...i, i,°id.rdrich °d.. sch«d.i. t-ttitt. °.v «d.. immn., 1° '» dm. d..n.„..st .st °d.. A >' -°'ii,it. .... °d.r h -iid«. ,i.i. d.i. -.di..-.n «iid tiimmdis d.i. z.lm °« k.m».ii °d.r « Iw.i.d.«, .808 ncmpt den Grimslen vnd der Aren ab für Hafte, für Bern, für Solotnrn hin vnd iemer ine ab der Aren nach vnz an die statt, da die Ar in den Nin gat, vnd den Nin ivider vff vntz an die statt, da die Tut in den Nin gat vnd dieselben Tur ieiner- s iner vff vntz an die statt, da si entspringet, vnd von dein Vrsprung die richti dlirch Kimvalcheir vff vntz an die vesti Ninggcnbcrg vnd von derselben Riiiggenberg vber enhuib dem Gothart hin vntz vff den Plariuer vnd von dannenhin vntz vff den Tösel > vnd von den Tösel ivider vber an deir Griinslen da die Ar entspringet. Vnd war das ieman, wer der war, so in den vorgesaitcn zilen vnd kraissen oder vsserhalb gesessen ist oder hienach sesshaft wnrd, ald stett, liit oder land in denselben kraissen hettint, ieman so in dirr bnnt- j nrfft ist oder noch darin kompt, wider recht angriff oder fchadgoU an lttt oder an gilt, an frihaiten, an iren rcchteir oder an iren giiteir gewonhaiten, darilinb sol vnd mag der Burgermaister, der Amiiian, der Schulthaiß, Anriiian vnd der Rat ieglicher der vorgenanten > Stetten, ivelchi ie dann geschadget sind, vinb den schaden vnd den angriff sich vff ir aid erkennen, vnd iveß sich dan» die selben, der Burgermaister, Schulthaiß, Amman vnd der Nat der Statt, so dann geschadget ist, gemcinlich oder der vierteil vnder pnen vff ir aid > erkennent, vmb hilff oder vmb anzegriffent oder vmb kainer ha»d fach, so daiiil notdürftig ist, darumb söllent vnd mugent die von Ziirch, von Bern, von Solotern, na» Zug vnd das anipt dasclbs ze Zug, si alle gemaiulich oder ir ieglichn snnderlich manen die > Burgermaist^' vnd die Rät der vier Stetten Basel, Costenz, Vlm vild Notivil, viid ivenn ouch derselben vier Stett aiiM oder iner also geinant werdeiit, die snllent dann bi ieren aidcn die aiidcrii Swebsseii Stett, so in dirr lm»i' iiilst sind, mich manen. Aber die selben Swebs- > seii Stett mugent die vorgenanten von Zürich, von Bend von Solotern, von Zug vnd das Ampt ze Zug ouch manen in ir Nüt derselben Stetten, als hienach schaidcn ist, mit der Statt, so dann geschadget ist, gewissen botten oder briefen. Vnd vff wen von deham" Statt die selb j manung dann also beschicht, vber den vnd vber die, vber ir lib vnd vber ir gilt sullc»t inen die andern Stete, so dann gemant sind oder gemant werdent, ane die nidern Niilschcn Stett, bi in'» Aiden vuverzogeiilich beholfen vnd beraten sin mit ganzem ernst, als ob es ir aigcn- j lich fach war v»d »" allen dingen, als die notdürftig sind, die denn vmb hilff erkennt vnd. gemant Hand, vntz das der schad v» der angriff, darumb denn gemant ist, gentzlich wider tan vnd äbgelet wcrd. Doch sollent wir, die vorgenant^ von Zürch, von Bern, von ^ Solotern, von Zug vnd das Ampt von Zug den vorgeschribenen Stetten ulbu vmb enkain fach nicht fttrbas geholfen sin, denn inwendig der vorgcsaiten Zilen vnd Kraissen vnd nicht vsfff halb, wir tugint es dann gern, ane geuerd. Aber wir die vorgenanten von Basel ^ vnd die andern Sw^ sen Stett, all gemaiulich vnd vnser ieglichn sunderlich, slillent bi vnsern aiden gebunden sin, den obgeimiN" von Zürich, von Bern, von Solotern, von Lucern, von Zug vnd dem Ampt daselbs vssivendig den voull' saiteil Zilen ze helfen mit aller ^ vnser vermugen in vnsern kraissen vngeuarlich, als ob es vnser aige»^ fach wer, vnd inwendig vnd ouch vssivendig derselben Kraissen slillent wir pnen ze helff komen, wa ff ^ ziehent, si all gemaiulich oder ir deHain Statt sunderlich, mit zwaihundert spießen ^ ze Roß, erber wol goien lüt, die wir pnen vff vnsern Pfennig vnd gentzlich vff vnser kost zu pnen setzent sullent nach ir maiMUlb hp vnsern aiden vitverzogeillich, in den nechsten vierzehen tagen hundert spieß, vnd darnach in den ncchff^ vierzehen tagen ^ ouch hundert spieß, die wir dann bp pnan sullent haben als oft si welleilt ald pnan notdurftig ist, die och dann bi pnan beliben sullent als lang vnd all die wile, so si die selben spieß ^ pnan welle» haben, die si dann tailen, legen vnd schicken mugent ^ in ir Stett, in ir lender vnd iu " vestinen, wie vnd Iva pnan das füglich ist, an all geuerd, vnd ensol vnder vns den vorgenanten Ste^ niemail gen den: andern der vorgcsaiten manung, nach der hilff ab noch vffgan in deHain wis, bi den aii"^ 309 so wir darumb gesworen ^ habent, und sol ouch ieglich statt die Hilst in ir selbs kostes tun, an all generd. Aber die Hilst und der kost, so vber die vorgesaiten zwaihnndert spieß lonffct oder gand wirt, sol die nidern Rinschen Stett nicht angan noch rttren, an all geuerd. Es sol ouch ieglich Statt ^ den vorgesaiten spießen behusung geben, den so dann bi ynan ligent, ane derselben spieße Kostung, an geuerd. War ouch das an vns den vorgenanten von Zürch, von Bern, von Solotern, von Lucern, von Zug vnd dem Ainpt ze Zug oder an den vnsern deHain gäher ^ schad oder angriff bcschech vsserhalb der vorgesaiten kraisen, darzu man lläher Hilst notdurftig war, da sullent wir die vorgenanten Stett bi dem Nin vnd von Swaben bi vnsern aiden vnverzogenlich vnd vngeinant zu varen vnd schicken in vnsern kraissen ^ vnd riuieren, weli Statt dann der fach aller gesessnost ist, vnd die stlllent darzu ernstlich tun wie das gerochen vnd abgelet wcrd, an allen sürzog, als ob es ir aigenlich fach wer. Möchten aber si die fach nicht herobcrn, so sullent st aber in die uahsten Stett bi ^ ieren aiden ze pnan rüsten vnd manen vntz vff die stund, daz die fach erobert wirt, in oller der wis vnd mas, als ob die fach ir aigenlich fach war, ane geuerd. Das glich sullent wir die abgebauten von Zürch, von Bern, von Solotern, von Luccrn, von Zug ^ vnd das Ampt ze Zug den vorgebauten Ninschen vnd Swebssen Stetten in vnsern kraissen Haft vnd gebunden sind, an all geuerd. Wer aber deHain fach als groß, das man darumb aines gezoges oder aines gesässes notdürftig war, wenn dann deHain vnder > vns von ieman, so in dirr Buntnust ist, ermant wirt mit Kotten oder mit brieffen, darnach sullent wir bnuerzogenlich ze tagen kamen gen Zürch in die Statt, vnd sullent da ze Nat werden, ums vns darzu aller botdurftigost dunket, also das dein oder den so j denn vmb Hilst gemant hant, vnverzogenlich geholfen werd, doch das wir die obgenanten von Zürch, von Bern, von Solotern, von Lucern, von Zug vud das Ampt b»lb eukain fach gebunden sullent sin vsswendig der vorgenanten zilen ze ziehen oder ^ iemant ze helfen, wir tuud es denn gern. War ouch daz mau icmand besitzent lvurd, so sol die Statt, so die fach angat vud die denn ze mal vmb Hilst gemant hat, den kosten ainig haben, so von Werchen oder von Werklüten von ^s gesässes wegen vff- j louffet, an all geuerd, vnd was von vns den vorgenanten Stetten gemainlich oder von dehainer sunderlich in sollichen kriegen oder gesässen Stetten, Bestimm, läuderu, liit oder gut bezwungen b»d ingnoinen iverdint, die stlllent gänzlich volgen vnd beliben der Statt j die denn vmb Hilst gemant vnd die die fach angat vnd die den kosten von derselben fach wegen hat, an all geuerd. Vnd vmb was fach die borgenanten Stett bi dem Nin vnd ze Swaben notdurftig sind der von Lucern, von Zug vnd des Amptes Zng Hilst, die wil j der frid zwischent der Herrschaft von Oesterrich vnd den von Lucern vnd von Zug 'veret, ald ob si nach dem selben frid der obgenanten von Lucern Hilst dehaincst bedörftint, darumb mugcn bbd sullent si manen die von Zürich in ieren Nat, vnd sullent ouch die ^ dann bi ieren aiden vnverzogenlich ^ie von Luccrn vnd die von Zug vnd das Ampt, ir aidgnossen, ouch manen, die ouch dann der selben bicniung bi iren aiden gnug tun sullent nach gelegenhait der fach, als ob der vorgesait srid vß wär vnd bks die obgenanten ^ von Luccrn in diesem bund wärint vnd ouch als lang vnz das die fach, darumb denn bmiant ist, ain vßtrag gewinnet. Gieng ouch die vorgenanten von Lucern ald die von Zug vnd das Ampt ^ Zug dehaincst krieg oder stöss an vnd si von iemant in de- ^ Hain uns wider recht bcschadget oder angriffen wurden, die wil der vorgesait srid werct oder darnach, als vor beschaiden ist, darumb mugen wir die abgebauten von Zürch ouch manen die Burgermaister vnd die Rät der vorgenanten vier Stetten Basel, Costenz, ! Vlin vnd Notwil, vnd wenn nur die selben vier Stette, vnser ainu oder iner vnder vns also ermant b'erdent, so sullent wir vnverzogenlich bi vnsern aiden die andern Stett, so in diser Buntnust sind, ouch '"anent vnd sullent ouch wir vnd die selben Stett der manung j genugtun, als lang vnz die fachen, darumb wir 4 310 gemant sind, ainen vßtrag gewinnet, in aller der maß als ob der vorgesait frid vßgangen mär vnd in aller der wise, als ob die obgenanten von Lucern in disem bund wärint. Vnd wenn der vorgenant frid vßkompt, s so mugen mir die vorgenanten Stett, die obgenanten von Zng vnd das ampt nmnen vnd onch dieselben von Zug vnd das Ampt mugen vns die vorgenanten Stett Herwider manen, wenn es dewederm tail notdurstig ist, in aller der wise, als vor vnd nach gen vns den andern s Stetten geschriben stat, an all geucrd. War onch das ieman, so in dirr Buntnust ist, oder die vorgenanten von Lncern wider recht angriffen oder geschadget wurden vnd dcrselb, so den angriff tut, vsserhalb vnser Bnntnuß gesessen war, wenn es dann ze schulden > kompt, das der oder die so den angriff getan Hand, koment in die gewalt vnser der vorgenanten Stetten, der oder die, alle ir Helfer oder diener, ir lib vnd ir gut sol man haften vnd angriffen vnd si wisen, das si den selben schaden vnd angriff widertngent j vnd ablegent vnverzogenlich, doch also das ietweder tail dem andern den oder die verkünden sol, so den angriff oder schaden getan Hand, ob es ynan vor niht ze wissent gewesen ist, an geuerd. War onch das die vorgenanten von Zürich, von Bern, von I Solotcrn, von Lncern, von Zug vnd das Ampt ze Zng, si all gemainlich oder ir dehainer sunderlich, stöß oder mißhellung gewnnnent mit vns den vorgenanten Stetten ze Swaben oder mit den von Basel gemainlich oder mit visier dchainen sunderlich, das got lang wend, I darnmb füllen wir ze baider sitt ze tagen komm gen Zürich in die Statt, vnverzogenlich, wem: deweder tail darnmb von dem andern ermant wirt, vnd sol die Statt, so den stoss mit vns den vorbencmpten Stetten hat, zwen erbcr man darzn setzen vnd onch wir des j Riches Stett, die dann die fach angat, onch zwen. Dieselben vier snllent dann sweren, die stöss vnverzogenlich vß- zerichtcn ze der minnen oder ze dem rechten, vnd wie es dieselben vier gemainlich oder der mertail vnder in vßrichtent, des snllent baid tail > gehorsam sin. War aber daz die selben vier erbcr man stössig wnrdint vnd sich glich tailtint, so snllent si bi ieren aiden vßwendig vnser Buntmch ainen gemaiin'n man ze pnen neinen, der si in der fach gemain dnnk, vnd welchen si darzn kiesent j den sol die Statt, da er gesessen ist, wisen, das er sich der sach mit den vieren annem vnd sich mit sinem aid verbind, vßzerichten mit denselben vieren als vor beschaiden ist, an all geucrd. Es ist onch aigenlich in disen fachen bedinget vnd bereit, was fach oder löuff ^ in vnser Bnntnuß vff louffent, wie oder in welen weg sich das gefügt, das man darnmb niendert tag lachten sol, dann Zürich in der Statt, vnd das enkain statt gewalt sol haben, die andern Stett anderswahm ze tagen ze manen, an generd. War onch das enkain Herr j oder Statt oder ieman ander, die vßwendig den vorgefallen zllen vnd kraissen gesessen wärint, krieg oder mißhellung mit den vorgcnanter Rinschen vnd Swebssen Stetten hettint oder hernach gewnnnent, die sellben krieg vnd stöss snllent die obgenanten von Zürich ^ von Bern, von Solotcrn, von Lucern, von Zng vnd das Ampt von Zug niht angan, daz si ieman darnmb hilff gebunden sigint, si tünd es denn gern. Wär aber das die Herrschaft von Oesterrich oder ieman ander, die in den vorgefallen Zilen vnd Krachen gesessen ^ wärint, den zulegen wöltent, die mit den obgenanten Stetten krieg hettint, als bald das die von Zürich, von Bern, von Solotcrn, von Lncern, von Zng vnd das Ampt ze Zng innan werdcnt, so snllent si bi ieran aiden vnverzogenlich die wisen vnd si darzn halten, ^ mit angriffen vnd mit andern fachen, so darzn notdurftig ist, daz si vns die obgenanten Stett niht schnd- gent vnd vns vnbekümbert lassent, als vcrr vnz si das verkomm mngcnt. Vnd dasselb ze glicher wis snllent nur die Ninschen vnd die Swebssen Stett den von ^ Zürich, von Bern, von Solotcrn, von Lucern, von Zug vnd dem Ampt ze Zng vnverzogenlich bi visiern aiden hin wider tun, an geuerd. Es ist onch in disen fachen aigenlich bereit, was kosten oder zerung wir die vorgenanten Stett bi dem Nin vnd ze Swabm, die ietz in diser s Bnntnnß sind oder noch darin koment, iemer habent oder gewnnnent von diser Bnntnuß oder 611 von andern fachen wegen, die Vits vfflonffen wnrdcnt, wie oder in welen weg sich das gesagte, das der selb kost vnd zernag die vorgcnanten vnser aidgnossen von j Zürich, von Bern, von Solotern, von Lncern, von Zug vnd das Ampt niht angan sol vnd das si vns dar vinb niht gebtinden snllent sin abzclegen, denn das wir den selben losten vnder vns selber übertragen vnd verkommt snllent. Was onch kriegen vnd j vftonff m der zit diser Bnntnuß Vits vffstnnd, darnmb von dehainer Statt vmb hilff erkennet vnd geinant wirt, dieselbeit krieg vnd vfflönff snllent wir all anandcr helfen vßtragen vnd vberwinden, als lang vntz dieselben fachen vnd krieg vberkomen, > geeitdet, vssgericht vnd versunet werdent gäitzlich, an alle gcnerd. Es sol otich enkain layg den andern, so in dirre bnittnuß sind, vmb enkain gcltschnld noch vmb enkain weltlich fach vff kam geistlich gerichr, vff kam hoffgcricht noch vff kam lantgericht laden. War > aber das der Kleger rechtloz gelassen ward vnd daz knntlich ward, so mag er sin recht wol fürbaz slichen, als er dann notdürftig ist, an geuerd. Es sol onch nicinan so in dirre Bnntnuß ist, den andern verhcften noch verbieten, denn den rechten gelten oder bürgen, > der im darnmb gelobt hat, an geucrd. Wir siyn onch all geinain vberein komm, das enkain aidgnoß, so in dirre bnntnuß sind, vmb enkain fach für den andern pfand sin sol. Onch haben wir vns selben vorbehebt, das wir all gemainlich vnd ieglich j Statt snnderlich vns wol fürbaz besorgen vnd verbinden mngmt, gen Herren oder gen Stetten, ,va es vns füglich ist, doch diser Bnntnnß vnschädlich vnd das wir disen Vuitd vor allen andern Bünden, die wir hienach nemen ivlirden, war vnd stüt haben söllint I die wil vnd er weret mit allen fachen, als an disem brieff geschribcit stat, ait all geuerd. Dabi sol mait funderlich missen, das mir vnder vns selben aigenlich bcrctt vnd vertädinget habinl, geit allen den, so in dirre Bnntnnß sind oder noch darin kommt das j am ieglich statt, ieglich land, ieglich dorff, ieglich hoff, so 'Man zngehörent, der in dirre bnntnnß ist, gäntzlich beliben sol bi iren gerihten und rechten, bi ieran frihaitcn vnd bi ieren guten gewonhaiten, vnd das jeglich ding vnd ieglich fach stan vnd j beliben sol, als es v»tz har in diz buntnnß braht ist, also daz nieman den andern daran bekrenkm noch snmen sol, dann daz 'vir das allen andern mit guten trüwm füllen helfen schirmen vnd behaupten vnd es hinnahm also belib, an geuerd. Vnd maz j die Herrschaft von Oesterrich oder ieman ander zu vns allen gemainlich oder zu dehainer Statt snnderlich ze sprechen oder mit vns ze schaffen Hand oder hie nach gewunnmt, darnmb söllent wir vor disem Bund noch nimdert anderswa gc- > Kunden sin das recht ze halten noch ze tnnd, dann das wir Ml> all fachen bi der gewonhait beliben snllent, als wir von alter har komm sigend, an all geuerd. Wir vorgcnanten Stett habent onch vns selber vorbehebt vnd vßgelassm die aid vnd j Bund, die mir vor ^'srr Bnntnuß gelobt vnd gesworm habent, das dieselben Bünd mit allen iren pnnten vnd begriffnnsse vor Bund gan sollint, als lang si weront, an geuerd. Darzit habent mir die vorgenanten Stett all gemütlich vßgelassm > vnd vorbehebt dem Hailigen Römischen Niche vnd unfern Gotzhnsern die rechtttng, so mir l»wn billich tun snllent. War aber das ieman, mer der mär, Vits all gemainlich oder dchain Stett snndcr- l'ch sür^s tzmingen vnd bekümbern wolt, mider den > vnd-mider die snllent wir all anander beholfm sin in der maß, als vor vmb vnser hilff geschribm stat, an all geuerd. Wir die vorgenanten Stett, die von ^genspurg, am frye Statt vnd mir die von Basel, von Nürenberg, voit Ongspllrg, von Vlm, von Costcnp, ^ "°n Eßlingen, von Nütliitgen, von Notwil, von Wil, voit Vberlingen, von Memmingen, von Bibrach, von ^auensburg, von Lindow, von Saittgallen, von Kempten, von Kouffbttren, von Lntkilch, von Ysin, von Wangen, M Buchhorn, voit Gmtlnd, von Hall, voit Hailbrnnnen, von Wimpfen, j von Nördlingcn, von Dinkelsptthel, von Rotenburg vff der Tuber, von Wintzhcim, von Wisseitburg, von Winsperg, von Alun, von Bopfingen, voit ^'°Ugen, von Wil iin Turgoiv, von Pfnlleildorf vnd von Buchom bckennent offenlich, daz wir die vorge- 812 schribenen Bunt- ^ iillß und getruwen Gesellschaft geworben vnd zubracht und gelobt habint, für uns selbek und für die erwirdigen wisen unser lieben aidgenossen die Stett bi dem Nin, Mentz, Straßburg, Wurms, Spir, Frankeufurt, Hagnow, Wissenburg, Wepfla, Schlettstadt, Aeheuhain, ^ Fritberg, Bcdershain und Sels. Darumb zu aincr erkanntlichen erzügnust und offen vrkund, daz die vorgeschriben buntnuß, als si an dein disem (sie) bricf begriffen ist, war und stät belib, so haben wir die obgenanten Swebssen Stett unser Jnsigcl für uns und für ^ die egenanten unser aidgnosscn die Rinschen Stett offenlich gehenkt an diser briefen zive», die glich geschribcn sind, ietwederm tail aincn. Vnd mir die vorgeuanten Stett Ziirich, Bern, Solotern, Zug vud das Ampt 'daselbs ueriehent darnach alles des, so vor von > uns geschriben ist, vild des ze ainew waren vnd stäten Vrkund, so haben wir derselben unser Stett Jnsigel offenlich gehenket an diser bliese» zwen glich geschriben, ietwederm tail ainen. Titz beschall) vnd wurd dirre brieff gegeben ze Costentz in der > Statt an dem nächsten Zinstag vor sant Ntathias tag, des Hailigen zwölff Kotten, do man zalt von Cristus geburt drüzehenhundert vnd achzig Jar, darnach in dem fünften Jar. Pergiueutene Urkunde mit 42 anhängenden Siegeln. Abgedruckt Tschudi I. 512. Vüulg, U. .4. garu sxoe. cvnt. IV. 1. öS. Vergl> Bischer, Regesten Nr. 2S4. It. Zürichs Erklärung für Lncern. Zürich. titttZ, 2l. Februar. Staatsarchiv Lueer». Wir der Bürgermeister, die Rät vnd burger gcmeinlich der Stat Zürich Bekennen vnd tun kunt offen lich mit disem brief: ^ Das wir durch die früntschaft vnd liebu, so wir haben zu vnsern liebcu Eitguosse», dem Schultheißen, dem Nat vnd dien bürgern gemeinlich > der Statt ze Lucern vnd inen ze danken vi nutzlicher gctrüwer dienst, so si vnS offt getan hant vnd noch fürbas wol thun mugent, mit j guten trüwe» gelopt vnd ze den heiligen gesworn haben gelert Eid: Wer das die selben von Lucern nu oder hienach »o> ieinan angriffen ^ oder geschediget winden so verr, das si uns vmb hilf inantiii, als si nach unser B»»^ briefen ze manen gemalt hant, wenil sie uns dann ^ bittend vnd vns maiieiit, das wir unser lieben i!äl gnossen, des heiligeil Aichs Stett bi dem Nin vnd ze Swabcn von ir wegen onch vmb hilf j manen, dcv- sulleil wir bi disem Eide vnverzogenlich thuil iil ircm kosten, als ernstlich das es inen trostlich vnd ^ sl), in aller der j masse, als es in der vorgenanten Stetten vnd in vnsern Bundbriefen begriffeil ist. iL» sol ollch die vorgeseit geliipt stät belibeu die Jarzal vs > als es in Vilser Eitgnossen des Nichs Stetten v>>^ in unfern Bundbriefen, als wir zu enauder verblinden syen, geschribcil stad, an alle geuerd. ^ Herüber eiilcm offeunen vrkluid, das dis vorgeschriben alles war vud stät belib, so habe» wir vnser Statt Jnsltb ^ das nier, offenlich ^ gchenket all disei: brief, der geben ist Zürich an dem nechsten Cinstag vor sailt Mathivz tag, des heiligcil Zwelfbotten, do man zalt ^ von Cristus geburt drüzchen hundert vild achtzig Jar, darn^l iil dem fünften Jare. Pergamentene Urkunde mit anhängendem großem Siegel der Stadt Zürich- 0. Lucerns Gegenerklärung an Zürich. Lueeru» IliL», 2L. Februar (Cistag nach sant Mathyas tag). Staatsarchiv Ziirich. Wir der Schultheis, die Nete, Bürger vnd alle die Gemeinde gcmeinlich der Stat ze Luccrne tu» ^ allen die disen ^ bricf scheut oder hörent leseil vild vcriehen offenlich: Das wir angesehen habeil die I'cheii nützlichen dienst, so die frominen wisen ^ vnser lieben Eilgnossen der Bürgermeister, Rete und Bnrger öenieinlich der Stat Zürich vns, vnser Stnt vnd vnscrn bnrgern f offt getrüwelich getan hnnt vnd in künf- tlgen ziten wol tnn mugent, vnd das vnser früntschaft zwischent Inen vnd vns hinant ^ hin gesterket vnd bktrnivelich gehaben werde, vnd das wir dieselben vnser Eitgenossen von Zürich ir trüwe vnd früntschaft vnd I früntlichen diensten ergehen mngen, So haben nur alle genieinlich für vns vnd für alle vnser nachtuen, die nür vesteklich ^ harzn binden, mit guten trüwen gelobt vnd des offenlich ze den heiligen gesivorn ^iert eide: Were das es nu oder hienach iemer ze ^ schulden keine, das die vorgenanten der bnrgermcister und der Nat der Stat Zürich, st gemeinlich oder der merteil vnder Inen, vns vmb f deHein fache, warumb were, vmb Hilst ermantent, in vnser Stat ze Lncern, mit ir gewissen Kotten oder briefen, das wir ^une vnver- f zogenlich mit aller vnser macht, bi den eiden, so mir gesworn haut, Inen ze Hilst komcil lullen, alz Vilser ewigen gesivornen buntbriefe ^ Wisent, do mitte si vnd wir zu ein ander verbunden stnt. ^ud wohin oder vf wen si vns manent, do füllen wir mit vnser ^ helffe hin ziehen vnd ir viende schadigen, "u allen den stetten vnd vff alle die, die onch si meinent vnd wellent schadigen, als verre j vnd wir verfugen, vnd sollen such wir der manunge vnd der Hilst gnug tun in vnserm kosten, Also das wir derselben ! nnnge noch der Hilst enkeins wegs ab noch vs gen füllen mit worten noch mit werken noch mit keinen ludern fache», bi den f eiden so wir gesworn haben; doch das wir dieselben hilfst nüt fürbas tun sollen, tine indewendig den zilen vnd kreisten als die ^ Blinde wisent, so vnser lieben Eitgenossen von Zürich, von von Swih vnd von Vnderwalden vnd nur mit einander haben. Vnd ^ sol onch die vorgeseite gelübde bliben die Jarzal vs, als es in der abgenanten vnser Eidgenossen von Zürich vnd in des Niches stette ^ ^untbriefen, do mitte si zu einander verbunden stnt, begriffen ist, ane alle generde. Mit vrknnd dis Dustes, versigelt not vnser f stat gros Jngesigel vnd geben ze Lncern an Eistage nach sant Mathyas tag des ^'ligen zwölf Kotten, do man zalte von CristnS j gebort drlizehcn hundert achtzig vnd fünf Jar. Pccgamcntcnc Urtunde mit auhäiigendem großen Siegel der Stadt Lncern. Abgeben« bei Tschndi I. blv. Bergl. Bischer Regest SS5. 3«. Waffenstillstand der Eidgenossen mit Oesterreich vor dem Sempacherkrieg. 13L«, 22. Februar. Staatsarchiv Lucern. Wir der Schultheis, die Rät vnd Bnrger gemeinlich der Stadt ze Lncern, der Amman, die Rät vnd ^'rger 5,^- Stat ze Zug vnd dz Ampt gemeinlich da selbs ze Zug, wir der Bürgermeister, die Rät vnd gemeinlich der Statt Zürich vnd f wir die LantAnnnan vnd die Lantlütt gcmeinlich der dryer Lender Swih vnd Vnderwalden bekennen vnd luon lnnt offenlich mit diesem brief: Als wir iil mishellling ^ in kriegen syen mit dem Hochgebornen Fürsten Herzog ^ Lnpolt von Oesterrich, mit sinen Landvögten ^ stnen Räten, Herren, Rittern vnd knechten, Stetten vnd allen andern sinen helffern vnd dienern, die in ^'ui begriffen stnt, Da zwischent die erbern wisen vnser fluider guoten f friiilt, vnser Herren von Osburg, Basel, Regenspnrg, Ongspurg, Costenh, Vlm, Notivil, Nördlingen, Navenspnrg, Vberlingen '' Weinwi„g^„ einen glioten getriiwen frid bcred vnd gctädinget haut, den selben frid ,vir die f obge- ^Uiiten Stett vnd Lender, von der wegen do getädinget ist, für vns vnd all vnser Heister vnd diener vnd 40 für all die, so zno vns gehörei?t, „?it gnotei? trüwen gelopt vnd verheissei? haben, war vnd stat zehalten ze volfiiren vntz ^ vf den Sunnentag ze vsgander pfi,?gstwochei? so nu schierest knnt vnd den selben tag allud an geverd, nach dien Stuken vnd mit dien gedingen als hienach geschriben ist. Des ersten dz man vns du» vorgenanten Stetten noch dien ^ Waltstettcn, die vnser Helfer gewesen sint, noch dien vnsern da zwischent b>» kouff vs der Herschaft Stett noch Schlos geben sol, st tnon es dann gern. Dz selb sol ouch der HerM vnd dien iren von vns den obgenanten Stetten vnd Waltstetten ^ v>?d von dien so zno vns gehörent, ze licher wise her wider sin. Doch sol die obgenante Herschaft noch die iren nieman weren noch vor sin, ^ vns den obgenanten Stetten vnd Mltstetten dnrch der Herschaft Lant vnd vestinen deHeiner lcy j kons bringt oder zuofüren mit, an geverd. Es ist beret, wer dz demeder teil gült, Stür oder zins vf dein andern sn ' die selben gült, stür oder zins mag ietweder teil an den andern vordren ob er wil, mit dem Rechten sns > mit bescheidenheit, Also dz ietiveder teil dz Recht in disem frid von dem a,?drei? ,?eine>? sol, ob er an dien Stetten da er gesessen ist, bescheidenlich vnd vngesarlich. Was onch lüten der Herschaft oder ^ iren sint, welchi da snndcr von j inen selber die vf dein Lant gesessen sint, ane allein die so in dien Sloch^ sint gesessen, die mit innren oder mit Lehmen beslossen oder begriffen sint, wider zuo der Herschaft oder^ dien iren woltin, die sol in diesen: srid nieman rechtvertigen, > doch sol ietwderin teil sin Recht gen selben behalte!? sin. Es ist ouch beret, dz wir die vorgenanten Stett vnd Lender noch die vnsern in ^ ^ frid i>? der Herschaft Slos noch Nestinen nicht wandlen stillen noch dar inne ze schaffen haben, j es w denn dz ieman ze den? andern mit den? Rechte,? oder mit bescheidenheit zevordern hett vinb zins, stür gült. Dz selb sol der Herschaft vnd dien iren gen vns her wider sin. Doch nnigen wir die vorgena» ' Stett vnd Walt- > stet vnd die vnsern durch der obgenanten Herschaft Lant, vber die wasser vnd die n'»>^ ab dnrch die Brüggen vnd Slos mit vnser konsmanschaft vnd ouch sns vnd mit ander lütt guot vs nider wol wandle,?, als vns dz snogklich ^ ist als vor an disen? krieg, vngesarlich. Dz selb sol der vnd diei? iren hin wider sin. Wölt ouch deweder teil vf den? Lant bnwen, dz sol jedweder teil dein ^ in disen? frid gestatten vf stncn gütern, die ietweder teil vormals ^ gebnivcn hat. Wir die vorgenanten " ^ vnd Lender vnd die vnsern suln onch die Nestinen vnd Slos, so wir der Herschaft vnd die,? iren ingeiw"'^ Habel?, vnwnostlich inne halten disen frid vs, es werde dann da zwischent anders betadinget ^ oder beruhst ^ geuerde. Wer onch dz vf dewedren? teil ii? disen? frid ieman gei? den? andern zerhnll oder stössig w>ud, ^ wer nnt worte,? oder nnt werke??, da vor Gott st), dar vn?b sol diser frid nicht gebrochen sin, dann dZ ^ war vl?d s stet beliben sol als vor ist bescheiden. Doch also, von niedrem teil oder M? wen? die Zorhei'^ beschüch, da sol die Stat oder dz Lant, vnder den? der oder die gesessen sint oder zno diei? er gehö?tst ^ dei? Bruch getan hettin vnverzogenlich ^ straffe,? vnd strengklich bessrei? nach den? vnd du fach dann selber ist. Dz selb sol die obgenante Herschaft, ir Lantvögt, ir Stett vi?d die zuo inen gehörent, gen dien vns ze glicher wise her wider tnon, an all geverd. Her ^ vber ze einem ossennen vnd vesten vrkund/ di vorgcschriben frid vo>? vns vi?d von die,? vnsern vnd die zuo vns gehörent, dz vorgeseit zil vs für all o insell ?var vnd stät vnd vnzerbrochcn belib, so haben wir die vorgenanten ^ voi? Luhern, vo,? Z?lg »o ^ Ainpt ze Zug, vo>? Zürich, von Vre, von Switz v,?d vo,? Vnderwalden viffri Jilsigel offe,?lich üeh^ disen brief. Da zuo haben wir die obgenanten Slett erbettei? die veste,? vl?d wisei? vnser snnder! ^ friiilt Heri? Eberhart von Mülnhein vo>? Strasburg, Ritter, Chuonrat zer Sun>?ei? von Basel, Johans von Ougstmrg, Volrich bei? Habch voi? Costentz, Petter den Lö?)?ve>? von Vlm, Wilheln? Mc?)enberg von purg vnd Hei>?rich j Vrninsii? voi? Vberlingen, dz st ir Jnsigcl ze einer sicherheit vi?d gezügnnss des o 315 schribm frides won st vnd die andren Batten van des NM Stetten den selben srid ber-et vnd betädinget haut offcnlich'gehenket hant an > disen brief. Des anch wir die obgenanten Eberhart von Mnlnhem, Nittcr cn ^ c> s N..,^ Nnliick Habch Petter Lö>)w, Wilhelm Merenberg vnd Heinrich Monrat zer Tünnen, Johans Bend, Boluch Haocy, ^ om-irN «...u.si «ssulich U.N.H.., dz wir durch d.i. .M... d.r ...NM..... >w" Zug. «°n Zm ch - «». »°» Swi, und »°» Vud-.«ald.« »usri Z..sig-l j- -lurr g.z.Muff d.z -mg....... s,d.- I, s«, uns und uul.ru E.d... uusch.d.,1, »u-i-h -°h.u... h°w. m. d,m wq. d» >W Duurf.« »°r su». R-.H.M ..g d.d h°i»g.« Zw»»'», Du u.»„ !°l. uuu Custu- g.i», Dt., »., Hu..d... -ud »zig Zur, dur nuch w »« Pcrgamcnt-n- llrkundr mit vi-rz-h» a»h!ing-,.d-» Si-S-ln, - Ü!-lgr Bischer Rcgcstm z. G. d. sch. St. S!r. SS?. Z7. W°sft..sti«stu..d d°- Eidg°n°ss°.> mit O-s.-.«ich mch dem S°».P°ch°rkri.g. Zürich. 12. Oetover. Staatsarcln» Liicer». ^ r N.„.^niieister die Rät, Burger vnd Liitt gemeinlich der Stetten Wir der Schultheis, mn . nunan, , Zürich, die Landamman vnd dieLantlüt gemein- i-wu. Zug »ud tu -.«.Au,.. du I.« ^»uud ^ g^ ^ -r dr.,.r -,..d.. Zu., di.» H°chS.b°rur» durchlüchtiz... Fürst... H.rz°g Liip-lt »°u »wir m tn.g »ud ,u m.siMuug h" »'Z xz,st,.,ich. w>„ V,..,n, ,..i. ..... S.lff.-»-ud ~'«.-.!ch, ,..i, siu.u Bru°d.r„ -ud > srlmd s d.sH.il.,.., »7« und dl. !°° in... «°h°u.«t. Du -w'^ ,7/ 7. ^..ÜU ,g,. ,zuu, d.u s.td... s!.d uuch ,.u. » « S.... ....... g«°..u uud gmch ,mr uud M z. M.u -ud " gnoten trüwen gelopt vnd > ln vnstrn (.i ^ ^ ^ 'vastüren für vns vnd für ">l vnsem ^ ^ ^ ^ ^ vs den nechsten vnser ftonwtn g ^ ^ Stetten oder Lendern, der obgenanten l° n > auch wir vnd all die so zno v" st w ^ ^ csaft vud allen dien so zuo nni' ^ den wassern fridlich vnd rüweklich mit aller kouf- ^Mnan zno dem andern in Stetten, m L«^n vnd^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ Wer aber d 'V^disen ftid vber- j fiir vnd brach an der vorgcnanten Herschaft, an den ° dz rnnan der zno vns geho et, d n ud r t > ^ ^ ^ . ,„jt driefen crmant werden von dem oder von dien, die denn ge- ^dgod si"," ^ s^Mer'ietlich^ v"d Land, s vnder dem der oder die gesessen sint, die den schaden v»d s,.,.. / , r - die selben fridbrecher vnverzogenlich an ircm Lib vnd an > irem guot, d ft«u°chl -..-u hm., ° ° > d ^ i ^ -uuud, zu- d.z Ad. sul Wich S.u. uud Wich -uu, ... ........ d... s..d .... > ^ „ d>. °dg...u„, s..lchul, ! i. »m.« uud d °u -ch°r°t. m.. 'UU! - "»2. wid...u°.u Ed ...u« -uch J.d,..u«. z..° d.U. und..., °d " wil, si.."g.lchchul""«»r.'u j »ud s.wch°>> «I d.!ch.id°.ch.il °d.r u.it d.U. »cht.., « s°w°i'kch zt, °«r 316 dein Nichter, da der ansprechig hin gehöret oder gesessen ist. Wir söllcnt vnd ^ mugent onch disen fried ^ rii.veklich vor der obgenanten Herschaft vnd vor den iren Jnne haben was wir der selben Herschaft g»ob- ingenomcn haut, es ^ spen Stett, Vestinen, Teler, Land oder Lütt, vnd sölen onch die selben Stett, Vestinen, Lüt vnd Land, die wir Jnne haben, in disem frid sicher sin vnd j ane alle dienst belibcn vf dz 5 als vorgeschriben ist, in aller der wis vnd wass als onch wir, vnd als dirre frid beret vnd an disew bnll verschriben ist, ^ ane all geverd. Her vber ze einem offen vrkund, dz dis vorgeschriben alles war vnd I" belib, so haben wir die vorgenanten Stett vnd Lender unser j Jeklich sin Jnsigcl fi.r sich selber vnd f>^ die, so zuo ieklicher Stat vnd ieklichem Land vnd Ampt gehörcnt offcnlich gehenkt an disen brief, Der ge'^ > ist Zürich an dem nechsten fritag vor Sant Gallen tag, Do man zalt von Gottes geburt DriiZ^ Hnndert vnd Achzig Jar, dar nach in dem > Sechsten Jarc. Neraamcutene Urkunde mit sechs anhangenden Siegeln. »8. Der einjährige Friede. Der Friedebrief der Eidgenossen. Zürich. 13N7, 14. Januar. Staatsarchiv Lnccr». Wir der Schultheiß, der Amman, der Burgermeister, die Nät, Bürger vnd Liit gemeinlich der Stell'" ^ncz.rn, Zng v..d üi Ampt da selbs zeZug, vnd ze Zürich, die Lantamman vnd die Lantlut ^ genn'bs lich de dl per Lender Nre, Switz vnd Bnderivalde», Bekeilnen vild tnon knnt offenlich mit disem brief: wir in krieg vnd in misshellung speil init dien Hochgebornen dnrchlüchtigen Fiirsten, Herzog ^ Albrecht, gt n ze Destcrrich zc. Herzog Wilhelm, Herzog Lüpold, Herzog Ernst vnd Herzog Fridrichen, Herzogen ze Sest'^ lich ze. sincn vettern, mit iren helffern vnd dienern vnd die zno inen gehörent, Da zwischent ^ die wistn vnse> besonder guoten fründ des Heiligen Nichs Stett, eineil gnoten vnbedingeten getrmven ff' unett vnd betädinget haut, denselbeil frid ollch wir mit gnoten trniven gelopt vnd bi vnsern j Eren Itissen haben, lnter vnd gantz war vnd stät ze halten vnd ze volf.ieren, für uns vnd für all die vnsern v»d ^,no vnv gehment, für all unser helffer vnd diener vnd fnr ander, die in disem krieg j begriffeil sink, Ml .ein iiechsten Vilser froniven tag ze der liechtmisse so nn knilt Ein ganh Jar, das ncchste so dann sä)'^ n'll >g w»t onch vff vnser fromven tag der liechtmisse vnd denselben tag ^ alleil, an generd. Vnd s»^" ^ ^ gl'höreilt, si spen iil vnsern Stetten oder Lendern, der obgenanten vn au. nn, jo zno i,n>n gghdrent, in dem zil aller lep kons geben, vngefarlich. ^ Won onch vff ^ testen .e.er.nan zno dem andern in Stett, in Lender vnd vff wassern disen frid vs, fridlich vnd rnw^ nnt aller konfme.gchaft und n.it alle., andern fache., wandten sol vi.d mag, ane j all vfsetz als vor ^ k.ng, an all gene.d der aber das ieman der zno uns gehöret, disen frid vberfür vnd bräche »" vorge,muten Herschaffe.- an den irm ge...eii.lich oder an ieman der zno inen, gehöret sonderlich, - w.r d.e vorgenante.. Stett vnd Lender deHeine dar v.nb n.it Batten oder n.it bliese., er.nant .verde» - de... oder von die», die dann geschadgot sint, so sol jeklich Stat und Laut, , vnder de... die oder ^ gesessen sint, die den schaden vnd fridbrechi getan haut, bi iren ciden die selben fridbrecher vnverzoö"'' 317 an iren: lib vnd an iren: guot, so verr wir mugen, wisen, das si den j schaden vnd den angrif fürderlich widertnon vnd ablegen. Bräche aber der vnsern ieinan den frid mit todslegen oder mit brand, zuo des libe sol Mich Stat, jeklich Lai:t, zuo dien er j gehöret, ane fürzug richte,: nach Recht. Das selb sol die obgenante Herschaft, ir Amptlüt vnd die iren vns vnd dien vnsern ze gelicher wise her wider tuon. Vnd was vflöiff in disem frid von j deivederm teil an dem andern beschehent, dar vmb sol doch enweder teil dem andern cnkein Nesti noch Slos innemen, noch dar nach stellen in deHein wise, an geuerd. Es mag onch > Ze beiden teilen iedermnn zuo dein andern, ob er wil, sin geltschult vordren vnd suochen mit bescheidcnheit oder mit den Rechten, als gewonlich ist, vor dein Nichter, do der ansprechig hingehöret oder ge- j sessen ist. Vnd sol man onch da dem klager bi dein Eide vnverzogenlich richten. Wir sullcnt viid mngeiit onch disen frid vs rüweklich vor der vorgenanten Herschaft vnd vor dien iren inne haben was j mir der selben Herschaft guotes ingenomen haut, es spen Stett, Bestimm, Tellr, Laild oder Lüt, viid snllent onch die selben Stett, Vestincn, Lnt vnd Land, die mir inne haben, in disem frid sicher sin, s vnd inrent iren Glossen vnd Letzinen ane all dienst beliben, vff das zil als vor bescheiden ist, in aller der wise vnd ,nasse als onch wir, vnd als diser frid verschriben ist, an all generd. Beschech onch s deHeiner vbergrif an dewedrem teil, das Got lang wend, dar vmb sol die vorgenante Herschaft vnd ir Amptlüt ze tagen komm gen Bar in das kloster, vnd snllent wir die obgenanten von Luczern, von Zug vnd das Ampt vnd die egcnanten Waltstett gm Zürich komm, vnd snllent dann wir die von Zürich von der vorgenanten vnser Eidgnossen oder von vnser selbs wegen' onch gm Var in das kloster > komm. Aber die von Bern vnd von Solotren snllent ze tagen komm an die Stett, do si von alter her mit der vorgenanten Herschaft vnd mit iren Amptlüten ze tagen komm sint. Vnd sol onch s dis beschehen vnverzogenlich, wenn deiveder teil von dem andern ze tagen gemant wird. Vnd" snllent dann ze beider sit zno dien selben vflöiffm ernstlich reden, wie si mit lieb vber- tragen werden an geuerd. s Her vber ze einen: offenen vrknnd, das dis vorgeschoben alles war vnd stät belib, so haben wir die vorgenanten Stett vnd Lcnder vnser jekliche sin Jnsigel für sich selber vnd für die zuo jeklicher Stat vnd Ampi vnd zno jekliche»: Land gehöret, offenlich gehenket ai: disen Brief. Der gebe.: ist Zürich an den: vierzehendei: tag des Manodes Gmners, j Do man zalt von Cristns gebnrt Drüzehen Hni:dert vnd Achtzig Jar, dar >:ach ii: den: Sibendm Jare. Pc.gamcntcn- Nrk.mdc mit fiins auhäng-ndcn Sicgcla: das von Ziirich ist abgcsallcn. - Abgcdruckt bci T s ch u d i I. S3S. I! Beitrittserklärung Berns. 1337, 21. Jammr. Staatsarchiv Bern. Wir der Schultheiß, der Rat vnd die bürgere gcmeinlich der Stat ze Berne in Oechtlant Tuon knnt j '"englichen: mit disen: brief: Als die wisei: vi:d fiirsichtigen die bottei: des heiligen Niches stettei:, vnser > liebei: fränt vnd eitgnossen, haut betegdinget vnd bereit einen fride voi: nn visier fromm tag der j liechtiitisse ein gantz Jar zmichhent die.: hochgebornen fürstei:, Hertzog Albrccht, Hertzog Lüpolt, > Hertzog Wilhelin, Hertzog Ernst vnd Hertzog Fridrich, von Gottes genadei: Hertzogei: ze Oesterrich, I ze Steir, ze Kernden :c. Einsit, vnd die wsien vnd fürsichtigen vnsern liebei: frnnt vnd eitgnossen j den Bnrgernleistern, Schultheißen Aminannen vnd gemeinde,: gcineinlich der stettei: vnd lenderi: Zürich, > Lutzern, Solotern, Vre, Switz, Vnderwaldm, Zug vnd den: Ainpte daselbs, als dcnne der fridbrief j eigenlichen wicht (ai:der sit): So loben wir die vorgenanten voi: Berne für vns, vnser nachkome vnd für j alle die, so zu vnser Stat gehörcnt, dm selben frid in aller forme 318 vnd wise, als i» den s benemptzent die vorgeilanten vnser sriint vild eitgnosseil, dangkber vnd stett ze Hanne vnd da wider nüt s ze tunde iil deheinen weg, bi guten trüwen ane geuerde, In aller der forme vnd wise als I denn der sridbrief cigenlichcn iviset. Vnd des zno einem offenen warcm vrkunde hallen ^ wir der Schultheiß, der Rat vnd bürgere vorgenant unser Stat Jngesigel gehenkt an ^ discn brief. Geben an sant Vincencien Abent, do man zalte von Cristns gellurt Thuseng ^ drühundert Siben vnd Achtzig Jar. DaS Siegel hängt noch ziemlich gut erhalten an doppeltem Pcrgamcntstrcifcn. Beitrittserklärung Solothuxns. 1387, 28. Jannar. Stadtarchiv Solotlinrn. lltzir der Schultheß, der Rat, die Bürger vnd die gemeinde gcmcinlich der Statt ze Solottern Be- ^ kennent offenlich vnd ^ Thund knnt allen den, die disen brief anschent, lesent oder hörent leseil: Alz die fromm wiscn vnser lieben Eidgnossen, des ^ heiligen Nichs Stette, einen guten vnbcdingeten getrüweil fride beredt vnd betegdinget haut zwischent den hochgelopteil durch- ^ lüchtigen sürsteil Herzog Albrecht, von Gottes gnaden Herzogen ze Oesterrich, ze Styr, ze Kernden vnd ze Krain, Grafen ze ^ Tirol :c. vnd den hochg^ boren durchltichtigen fürsten sinm vettern, Herzog Liipolt, Herzog Wilhelm, Herzog Ernst vnd Herzog! Friderich, gebrüderil, von gottez gnaden Herzogen ze Oesterrich :c. einsit, vnd viisern liebeil gctrüweil Eidgnossen vnd alteil früilden s von Lllceril, voll Zug vnd dem ampt da selbes, von Zürich, von Berne, von unser Statt Solottcrn, von den lendern Vre, Switz s vnd Vnderwalden ander fit, voil nll Vilser frowen tag liechtmes, so schirrest knnt, vber ein Jar daz nehste, alz voil der misschelli > vnd kriegen wegen, so zwischent uns vffgestanden sint, Sol alrinenglich wissen, daz wir die vorgenanten von Solottern den fride» I also vffncment, vnd gclobent Inn onch offenlich mit disem brief bi vnsern Ercn vntz vff daz obgenanten zil war vnd stete für s vns vnd alle die viisern ze haltenne, in aller der maße, wise, warten vnd artickcln alz die sridbrief hellent vnd sagent, s die har vlilbe gemacht vnd versigelt sint, zwischent der obgenanten her^ schafft von Oesterrich vnd vnsern Eidgnossen vnd fründen, s In den selben tegdingen vnd frideil onch »»> vnd alle die vnsern, burger old die zu vns gehöreilt, begriffen sint, vnd onch s gerne sin welleilt vnd onch daz vollcfüren wellent, also die sridbrief sagent, bi guten trüwen vnd bi) vnsern Ereil, alz s vor bescheiden stat. Vnd har vber ze einem waren steten vnd offenen vrknnde aller der vorgeschribcn dingen so haut! wir der Schultheis, der Rat, die bürgere vnd die gemeinde voil Solottcrn do vorgenant, vnser Statt geinein Jngesigel für s vns und unser nachkamen an disen brief gchenket. Geben an dem nechsten Mendag vor vns^ srowen tage der Liecht- s meß In der Jarzale do man zalte voil Gottes geburte drüzehen hundert siben v»d Achtzig Jar. Auf der Mcksette steht: „Discr brief kam von Baden, als die vcste s zcr brachen ward". Das Siegel ist zerbrochen. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1625 S. 1^1. v. Gegenerklärung Herzog Albrechts. Hall im Innthal. 1387, 4. Februar. Archiv Schwyz. Wir Albrecht, von gots gnaden Hertzog ze Ostcrrich, ze Steyr, ze Kernden vnd ze Krain, Graf ^ Tyrol :c. Bcchenneil vnd thuil knnt offenlich mit disem brief für die Hochgeborneil > durleuchtigen flirste" 319 Hertzog Willhalmen, Hertzog Leupolten, Hertzog Ernsten vnd Hertzog Fridrichen, Hertzogen zu Oesterrich zc. vnser lieben vettern, für vns selber vnd für vnser erben: Als ! wir in krieg vnd nnsshellnng sein wit den erbern beschniden, den Schnltheissen, den Annnanen, den Burgermaistern, den Neten, Borgern vnd Lenken gemainlich ze Lutzer.., ze Zog > vnd dein Anipt daselbs, ze Ziirich, ze Bern vnd ze Solottern, den Lant- auunanen vnd den Leuten gemainlich der dreyer Lender Vre, Switz vnd Vnderwalden, da zwischen die j erbern vnser besunderlieben des Hailigen Reichs Stett ainK guteil vinbedingeten getrinven frid beredt vnd bctedingt habent, denselbcii frid auch wir mit guten trewn gclopt j vnd bey vnsern fürstlichen eren verhaissen Huben, luter vnd gantz, war vnd stet zehaltend vnd zeuolfürn, fiir vns vnd für all die vnsern vnd die zu vns gehörend, fiir all vnser s helffer vnd diener, für die edle Grefin von Vallcnsis vnd für den Schult- heizen, Net vnd Bürger ze Fribnrg ti. Occhtland v.id fiir die irn vnd fiir ander, die in disem krieg begriffen ! sind, von dem nechsten vergangen vnser frawen tag zu der liechtmeß aii: ganzes Jar, das nechst so dann schirist' chunftig wirdt, auch aiif Vilser frawen tag zu der lichtmeß vnd den j selben tag allen, ane geuerde Bild snllent al.ch alle die zll vns gehörend, f.) sein in Stetten oder auf dem lande, den obgcnanten Stetten vnd Waltstette» vnd allen den, so zu In gehörent, s in dem zil allerlay kai.ff gebe.l, vnge.larlich, wan o..ch ans baiden tailn yedern.au z.. de.'n a.ldern in Stett, in Lender vnd auf wasser disen fride.l antz fridlich vnd ruweklich 'nit aller > kanfmanschaft vnd ,nit allen a.lder.l fachen wandle., sol vnd mag, an alle aussetze als vor disem krieg, an all geuerde. Wer aber daz ym.and der zu vns gehört, disen frid vber- fitre vnd > breche an den vorgenanten Stetten vnd Waltstctten geinainlich oder an ye.nand, der zil in gehört hinderlich wenn wir oder vnser Amptleut darunib mit Kotten oder mit briefen ermant j ivl.rden von dem °der von den die dann geschadget sind, so füllen .vir oder vnser Amptleut vnd all vnser Schultheissen vnd Bürger vnder dem die oder der gesezzen sind, die den schaden vnd s fridbrechi.getan haut bey vnsern ayden dieselben fridbrech vnverzogenlich an ir leib vnd an ir gilt, so verr wir mugent, .visen, daz si den schaden ">'d den angriff fi.rderlich widert..,. s vnd ablegen. Brech aber der vnsern yemand den frid .nit todschlegcn °der mit brand zu des leib sollen wir vnd vnser Amptleut aue fürzug richten ..ach recht. Dasselbe füllen > die vorgenanten Stett vnd Waltstett vns vnd den vnsern zu geleicher wais herwider tun. Vnd was auf- ln.ff in disem frid von dcweder». tail an dem andern beschehe.., darnn.b sol doch entwedrer > tail dem andern °«kain sein Best.. ..och Sloß inncmen noch darnach stellen in dhain weg, an geuerd. Es mag ouch ze baiden tailn yederman zu den. andern, ob er wil, sei., gcltschuld vorder.. I vnd suchen mit bescheidenheit oder n.it dm rechten, als gewonlich ist, vor dem Richter, do der ansprechig hingehöret oder gesezzen ist, vnd sol "Mi. auch da dem klager bey de», ayde ! vi.uerzogenlich richten. Es snllent vnd mugent auch die vorgenanten Stett vnd Waltstett disen friden anz ru.viklich vor vns vnd vor den vnsern innehaben was si des vnsern inge- s nomen habent, es seyn Besten, Stett, Tellr, land oder leut, vnd sollen auch die selben Stett, vesten, leut vnd land, die si innhabent, in disen. frid sicher sein vnd inrent iren flössen s vnd letzen an alle d'Mst beliben auf das zil, als vorbeschaiden ist, in aller der mazze vnd weise als die obgenanten Stett vnd Waltstett vnd als diser frid verschroben ist, an all geuerd. > Bcschcch auch dhainer vbergriff an de.vedcrm das Got lang wende, darumb sollen wir vnd vnser Amptleut ze tagen komm gen Var in das Kloster ""d füllen die vorgenanten von Lutzern, > von Zug vud das Ampi vnd die obgenanten Waltstett gen Ziirich k°'Nei. vnd füllen dann die von Zürich von der selben irr eydgnossen oder von ir selbs wegen auch gen Var das Kloster ! komm. Aber die von Bern vnd vo.u Solottern sollen ze tagen komm an die stett, da si "ou alter bar n.it vns vnd mit vnsern Amptleuten ze tagen komm sind. Vnd sol auch dis beschehen s vn- 3W m d.77tt,m 7ck7>7'^7.77 7" °"d !»ll°n dmn, j- hnidir s-itt °I,M ,», ' >" 7 - "" s-d-n ist i-HM- !n d-m d> «7 7 77 ' 7''' l "»« «ns>i --!-...! d.m°jchm hm.d°tt I«, oarnacy in dem Srben vnd achtzigisten Jare. Sl, Gnllm!"N^cst bc."Lichn°w^ h-rz°gttch°» S«t-tmsi-g-r - Abg-d.'.M Tschudi n 687 mi. d-m unrichtig-n AuSst-ll.mgS°rt 3». Muiizvmtmg zwischen Oesterreich, Basel, Zürich, Lucern, Bern und mehrern andern Herren und Städten. Basel. 13U7, 14. September. Staatsarchiv Bern. FridM)^m!^wts ^ Orsterrich, ze Styr, ze Kernden vnd ze Kram, Graf ze Tyrol -c„ der Junge, gras Berchtcht t^ Graf Radolf von Hochemberg, Graf Johans von HabsM'ch Frye, Wir die Buraermm'. > Elyzabetha von Nnwembnrg, Henman von Krenkingen ein Thun, .^d^^rb^ der Stetten Basel, Ziirich, Lntzern, Bern, Bnrgdoch h«sm, Nichen.vilre, Zellembem vnd ^bnm ^'^'ental, Keysersperg, Viiib v>l grosser gebresten'mm ^"^'"d kmit vnd vernehent offenlich mit disem brief: Wa»d verlnffener zite aeiveien Wn ' '"egen in disen Landen dahar bi gaotcr guoter vorbetracbtnn. d'^ ^iiedresten ze versorgende, ze versehende vnd ze wendende, sien wir »"t nntzes willen ttberein ^ "u^tenkttchen diser nachgeschriebenen tedinge vnd ordennnge dnrch geineiw'Z Wir Hertz!' ^ "W^)eu vnd j globt, versprechent vnd globent n.ii disen. brich si"t, bi den euden ab" bi"'^!' ttmwen vnd eren, vnd wir die andern, als vor vnd nach geschrib"' zehen gantze Jare' die s di'^a snllent vnd wellent dise nechst^ gemalt het, ane geuerde Wir w" ^ ^ Jeglicher da er nnlent vnsers lieben brnoders sB '^drecht für vns vnd vnsere lieben Vettern Hertzog Lttp^ Nrisach, Zouingen, Vilinaen Bei-m r ^du.gnnsse ^une, in vnscrn Stetten Fribnrg in Brisgö.ve, Schafhlls^d Sekingcn, Waltzhnot, Diessenlwm-n ^ Tottenowe, die ietzo Atiintzen habent, so denne Ninfelde», Ölten, Arowe, Brügge, Mellingen B Raprechtswllr, Frowenfcld, Surfe, Wietlisp^ Endinge», Altkilch, Phirt Beiiim-t ^s^"^^ten, Lentzbnrg, Arbnrg, so denne Nnwenbnrg, Kentzing^ hm, m» in d.n «7,77 ^^7?^ T°'w>- ! »., «,»„.,n,st-, Tmnn, s-nnhm, «nd «B> vnseren Stetten Nnfach, Snltz, Egenshein ;em d!m. gat. Wir Friderich Bischof ze Strasburg dar inne die Mnntze gat, Wir gras Nuodolf von^!vt"?' ^^rggoltzhein vnd in den Landen vnd kreisse'b von Ktzburg, grefin Elyzabecht von N.nvembnrq vnd^^ ^ ^'stmrch, gras Berchto Note.nbnrg, Lonffe.nberg, Wangen, Nnwemburg, Tiingm"m7 a7" ^ ie Sch„l.h.,!m WSW. >n dm^.n.»n ^77ch^Jn!ts7n?s?.d- 321 Bischof ze Basel, Wilhelm, vo» den selben Gnaden Abbct ze Mnorbach, Vrnn Herre ze Rapoltstein vnd gras Henrich von Sarwerde, Herre in der obern Stat ze Napoltsivilr, veriehent vl.ch mit disem brief, wie doch nur disen ziten Miintzen mit habent, daz wir dise tegdinge vnd ordeiinnge, > Wir Jmer, Bischof ze Basel, fiir w's v»d vnser Stette Telspcrg, Louffen, Liestal, Biel vnd die Nüwenstat vnd da wir gewalt habent, Wir Wilhelm, Abt zu Mnorbach fiir vns vnd Vilser Stette sant Ainari», Wativilr vnd Gebivilr vnd da ivir ^walt habent, Wir Brnn vnd gras Heinrich von Sariverd fiir vns vnd die von Napoltsivilr vnd in den ^»den vnd kreifsen, da die Müntzc gat vnd wir gewalt habent, stete viid veste halteil wellent, so verre st ""s vnd st anriirent, onch ane generde. Wir die Bürgermeister!!, Schulthcissen, Nete vnd Bllrgere der vor- ^"anteil Stetten Friblirg in Brisgöwe, Schafhnsen, Brisach, Zouiiigen, Bilingen, j Vcrghein, ze Tottenow, ^"fclden, Sekingcil, Waltzhnot, Diessenholieil, Stein, Wintertnr, Zelle, Naprechtsivilre, Froivenfeld, Snrse, ^ttispach, Ölten, Zouiiigen, Arow, Brugg, Mellingen, Badeil, Brcmgarten, Leiitzlnirg, Arburg, Nuwemburg, fingen, Endingen, Altkilch, Phirt, Befnort, Bluomenberg, Tattcnriet, Masmiinster, Tanne, j Sennhein, ^"sishcin, Nllfach^ Snltz, Egenshein, zcin heiligen Eriitze, Biarggoltzhein, Notemberg, Louffemberg, Wangen, ^Weinberg, Tliongeil, Telsperg, Lollffen, Liestal, Viele, zer Nnwenstat, sant Ainarin, Wativilr, Gebivilr ^ Napoltsivilr, veriehent ollch daz dise tegdinge vnd ordenuilg mit vnsern guoteil ivillen vnd gnnst '^'hen sint, vi!d haut > st onch globt vestiklich vnd getrnwelich ze haltende, so verre sie vns anrnrent, vnd ^ wider nlit ze tnonde, aile gnerde. Vnd wir die Nete vnd Bürgere ze sant Vrsicien vnd ze Waltkilch ouch globt, die selben ordennng stete ze habend, so verre st vns onch anrürent, ane generde. Vnd Nz die tegdinge vnd ordenunge, der > wir vberkomen sint. Dez erstell, daz ivir die vorgenanten Herreil ^ Stette söllent slahen ein phnnd fiir einen gnldin, vnd söllent geben vmb ein Mark silbers sechs phnnd ^'^ben nlüvtze vnd ill.t me, v.ld söllent t.lon zuo ie einer mark Sechs Lot spis, vnd söllent schroten vf vier Lot phund, vier schilling vild vier pheiliiiiig, vnd sölcnt j derselben phenningen drissig vnd vierdhalb schilling sechste- ^ «°t lvegen, v.ld söllent dieselbe., sechstehalb Lot vier Lot vines silbers vsser de.» füre gebe.l, so man sie ver- Den Knechten soll man geben von ie der Mark ze lone zwei» schilling vnd acht phenning, v.ld vf zweintzig drn Lot ze fiirgeivicht. Es sol mich ie der > Herre vnd Stat drie erber Manne vsser iren Neten kiesen vnd ^ Müntz setzen, wenne vnd wie dike ez Inen fnoglich ist, die onch liplich zno den Heiligen sweren snllent, ^mning ze versnochende, e daz man st malet, vnd sol ollch der die phenning ze malende, het sweren zno z." Hwligm, keinen phenning ze malende, dcnne die, die > Im geantwnrt ,verdenk vo.l dc.lell, die zno der geordeilct vnd gesetzet sint ze versnochende. Vnd wenne man sie versnochet, weles werch deinle ze sundcii wird, daz ist das phnnd ain vierdung vber vier pheinling, die sol man wider in setzen vnd vnd sol der Müntzmeister den schaden haben. Wurde ez aber als swach > f.lnden vber drn male, daz stz es vcrsnochcnt, vf ir eide dunkte, daz es ze genarlich were, die onch daz bi iren eiden förderlichen 5 w Herren vild Nete bringen söllent, so sol man onch dcnne zuo dem Mnntzmeister richten nach recht. "»gen wir die vorgenannten Herren vnd Stette, welen daz vnder vns fnoglich ist, vnser > phenning N "Hl oder sinwel „lachen, vnd söllent vnser ieglichcr ir merklich zeichen dar in slahen, doch also, daz die '""6 N dem silber schrote vnd gewichte vnd onch die löne der Müntzmeistere vild knechten bliben, als ^ geordenet ist. Es söllent oilch ie der Herre vnd Stat die Müntzmeistere vnd knechte, der st gewalt l halten vnd dar z.lo wisen, daz st bi den selben lönen blibent vnd dar vmb werkent, ob st sich da ^ ^ 'Perren walten. Item wer die phenning beschrotet vnd vslieset, dem sol man die vinger abslahen vnd ^"Skon. Jtn.l lver ouch dise nüwe phenning vslieset vnd st brennet, der sol lib v.ld gnot vernallen siil 41 322 dein Herren ^ oder Stat, dg er sesshaft ist vnd hingehöret. Item wer silber oder gemüntzet gelt von Lande fuorte, in welher Stat, oder der Herren Stetten, Landen vnd gebieten der da mit begriffen w>u ' daz sol der Stat oder dein Herren, vndcr dem er gesessen ist vnd in znogehört, volgcn vnd bliben vnd da zno besseren nach ir erkant- j nnsse. Were aber daz er da mit begriffen wurde vnd sust von u'iii^ darninb angesprochen vnd mit zivein erbern mannen wurde crzuget, oder möchte er sin mit sincm ^ vsgan, so sol er den: Herren oder der Stat, da er denne hingehöret, so vil guotes, so er verfürt het, sin vnd dar zno Ine,: onch bessern j nach ir crkantnusse, oder ma>: sol in: ein Hände abslahen, ob er guotes nut habe,: inöcht. Jtein es söllent onch die Herren vnd Stette menglich, es sie,: phaffen, legen, gnl ^ oder iveltlich, Cristan vnd Jilden, gebieten vnd swcren heissen, wer silber hat oder In: ivirt, es ff gel"" silber, geslagei: silber, briichsilber oder phenning I silber, daz st verkonffen wellent, daz st daz nieiim" konffende gebellt, der ez voi: den: lande füre, noch st ez selber von den: lande verfüren, vnd sol ' ieglicher Herre vnd Stat daz selb bi Inen versorgen, so st beste mngent; vnd wer daz vberfüre, dF si ^ besserung verliallen sii: die vorgenanten peile vnd onch daz etiler ^ den andern rueye, bi dein selben eide, wer daz vberfüre. Jtein were onch iemant, wer der were, der deHein Müntze slüge, die valscsi oder dar ziio nüt recht hette, dem sol man an lib vild an gnot griffeil vnd von Im richten nach recht, gnade, vild söllent wir alle bi vnsern ciden enander darzno beratheil vnd beholffen sin ^ getrllwelich, wir lnugent, fnrderlichen vnd alsbald daz fnrbracht wirt. Item iver oilch scinlich böse Müntze ge"""" , brechtc vilder die andern Müntzen, si iverent geistlich oder weltlich Personen, froiven oder man, ab man richten als vorgeschriben stat. Item waz onch geltschiildei: gcinachet sint ^ bi cinenl iare vor ^ ordeiuinge vnd datnn: diz briefs, die inag vild sol man bezalen vild gelteil mit denen phenningen, ^dn ^ sidinals gemttntzet sind hinnanthin bis vf sant Martins Abend nechst komcilde vnd darnach mit. MZ " ^ vor einein Iare geltschulden gemachet sint, die sol man ^ gelten vnd bezalen mit semlichen Vhk""lug" ^ man ietz slahende wirt. Wa aber widerkoiiffe oiich bi einem Iare gemachet sint, die mag man onch " vnd widcrkouffen biz zno Vilser Frowen tag zcr Licchtniesse ze nechst, Also daz man ie ein phunö ^ illiwcn müiltze geben sol für drisfig schilling j haller oder mitlin. Item es sol onch deHein wechsfflu niemant ander, wer der sie, ine vmb eineil gemeinen gnotei: gnldin geben denile eiil phnnd der cge>" ^ phemnngen, noch ze gewinne nemen deiliie zweiil phenning an einem gnldin, so er in herns verkauft ^ dcz si onch alle swcrent sölleilt, vild was si gnldiner inkollffcnt ^ die söllent si oilch förderlich her > verkonffen, wenne es an si genordert wirt, bi den selben egden. Weler daz vberfüre vnd die gnldin kaufte oder verkaufte, der sol fünff phnnd ze besserung vernatlen sin dem Herren oder Stat, da hin gehört, alz dicke das beschuht, vnd sol onch eins daz ander rügen, iver daz vberfüre. j Jtein es si ^ alle Müntzmeisicre zu deu Heiligeil siveren, diz also vngeuarlich ze halteiide vnd ir knechte onch l»" ^ halteil ze swereilde, die phenning glich zno den: Seyer ze schrotende, vngeuarlich. Item es söllen o» 1 ^ Herren Lantnogt vnd Amptliite, vnd alle Vögte, Schultheißen, Nete vnd Bürgere die Müntzen habend ^ oilch alle andere I Vögte, Schultheißen, Nete vnd Bürgere, die nüt Müntzen habent vnd in den Laisii" ^ kreissen sint, da die Müntzen gant, vsgenoinen Hechog Albrecht vorgenant, der bi sincr fürstlicher tr»"'s ^ glopt hat, als vorgeschriben ist, silieren liplich zuo den Heiligen, dise ordeilnng vnd sinke alle getruwe > haltende, ze vollefürende vild j ze besorgende, vnd onch die Iren dez selben siveren heissen, vnd ouck ze richtende, als vorgeschriben stat, die vorgenanten zehen Iare, vsz ane geuerde. Jtein wenne onch b"' ^ uogt, Amptlüte vild Nete vcrkert werdeilt, So söllent die nüwen, die an der stat koment, siveren "> S2S «»«-.als di-»ord-m g.t... ».»Mi, di, !- b-lt-ud, s z.m. mar auch, ab t-maudd-r ,., d,-.. ill.mch... I-Mast -iu Rti.q- -rwarb-u IM- °d-r »°ch ..w»-d-. d-r i°l dis- °rd-.,.mg «ud Hai.-.. -ud sal mich d- «sarg-., mit Br>-..°t. m.d „dm in -ll-r wis. »« °°-g-Ichrib'u »-«- T-,° -r d-z ..Ii., s» sal man s.u Wich- »,.d „iit -ls »°-r- di- MW» MV» > - «---»» ««. °»d mm Im s.lb-r z.,° W-, d-r I»l di- »n.° iidm ÄS ab -r -j »°» d->» Saud- stirw Zw., mau sal di- .,»>»,„ Mtt.ch- -«-» m.d KM,.,, als fi «ch d-m «arb-Ich-id-u ich ZI,.., »»<>> Ist b-r.t, da, «r«r all- di- da Miu.be habmt, hinnanchi» i-rlich-s oder Ii. d-r JarZ. j fnst-, ad d-h-i.w. H-ireu o -r ei« d.mglt- da. g-br-sl- «ar I» «all,., wallt- w.d -i ..-«durstig w-r-, »-.. Rlnsald,.. It. di- «tat tamm »->», aus da a »..d-r r-d,.,d- »m. d-z g-br-chu >°-g°», d-h-i»-r »ar ... »i-l, »dar g-uall-» w°r-, dm >- «-..d,..d- ....d !- »-rs°rg-..d-, ja »Nr- wir »NM..»-..!, Od-r w-r° da, ,mr all, -d-r d-r m-r- > „Ii- °»d-r >..d °..s °i «t.!-r -id- -rlautm., da, »ar im.- »Hit i- d-s!°--»d-. i° '"iur-ud- ad-r !° d- w-r- az w.r «.ch daz mal 1.,°.. .....g-..,, und mag auch da, -i.. i-gtich-r S-rr- °d°r S.a., d.- d-hmw, gchr,sw. bch-ud-ut, d>- dirr. ard-....,.g Ich-d-lich »,.d »...»«-w-r-u«. di- °ud-ru all- dar »...» Z.U.- > sadm !- I-u.-ud-, d-t !° «-..d-..d- ...d z° «-rsarg-ud-, als »d-g-sch«-.. «. « 7«-- « « 7» da, d.rr- »-m...g „mit. b-i-f g....°ch-t sin« »ud mit dirr- H-rr-« »„d S-tw. Iug°s.g-lu «-r. g-l. s ->» Bad... hi.,..r d-m Ob-... d-° i° !»->-». >««-»!->. »«'d d-r a.,d.r h.ud.r d.„ d-rSta. »astl z- g-m-i..-.. haudm. als -uch d-z u-»..I>ch d-r-t S-° -d-r -""w" s"t« >».,.d° d,.r- »arg-schrid... dingm, «st di-r- bri-j M ^ w »M»«» MW. «W '>«» > daisz »aa Hachm.b-rg, Gras ZalMS °°.> S°d>,'»-».«»-.>> V-rch.-lb «°» lkchurg, Srch« EI,zab-.h °». ZI.....-.„b..rg, S-....M..S »m, Kr..«»»-.'. F-ll-U' «t'd -"-b °"chr d-r .g„ch,.b... St-..m Zürich, L«b.rch «...»darf, T...., V..d-rs-.°m, A-bar-, La..»»..., S°I°.r.u Sch-IhuI-u. Z°.m.g°», sw.s.».., S-k„uz.u. Di-ss-ah-..-.., Sw... W.u.-r.ur, Z-I-. N.m-ch.pml.. F.°w-u.-ld S...1-, «.-l.ssach OU-u. »law z.' Bad-.., Vr-mgart-tt, Lauch...... Ardurg, s.°t°».b..rg, L°..I,-...d-rg, Wang-.., d-r Niim-usta. «w-»» ^.7^ -x«" d'.. R.w. -. S.a. Vas-l > i.. d-r ..„1-, °-s °°r°-ich°d°.. ch-t, W-r- »ach d-z d.s-r w.s .... »°«..i.ch-.. ««« d.„ JMg-l... di- dar -.. «ch°--,.t, b-f.g.lt wu-d-, i° I-- doch sm-» '.-M dl.b,.. »ud dar ... .,..« »d.°ch-.. , - dm. ...d w-r ... „ü. d-lig-»-. d-r Mm» h°«, d-z Rmch. I°l mau «-rrussm °.,d..... ..-mm, -««- °-..-.d-, Dij d-schah- »ud w-r. > dirr. w-s g-b-u -- i» dm. Zar. da mau zal, »au g°.S g-b«., »'«ich,., huud-tt Achtzig »ad Sib... I-r-, »» d-»« u-«-" S-mstug »ach »»i-r F-aw-u tag z- S-rdst-, ^ kan Si-a-ln. Auch mit Auslassung dcö Datums »ach dem Gcgcnbries, der hinter dem Landvogt Pergamentene Urlundc mit noch SS anhangcn-.cn v ssg^tgii zu Bade» liegen soll, im Gros.-n W-is-en Bnche der Stadt Basel. Fol. Angcsühd-t bn Ochs. Geschichte der SM u.'d Landschaft Basel II.. 400. 324 4«. Der siebenjährige Friede. Der Friedebrief. Zürich. 13U», l. April. Staatsarchiv Luccrn. Wir der Burgermeister, der Schultheiß, die Amman, die Rät, Burger vud Liit gemeiulich der Stelle» vud Länder Zürich, Lutzeru, Zug vud des Amptes ze Zlig, Vre, Sivitz vud Vuderivaldeu, Bckeiuien v»d thuou kuut offeulich ,nit diseui j Brief: Als nur vud ander, die zuo vus gehörent, setz lang zitt in krieg vud iu missheilung gewesen syen mit dien Hochgebornen dilrchluchtigeu Fürsten, dien Hertzogen von Oester rich vnd mit dien Ire», In dien selben löiffen sich vil grosser ding ergangen haut von j Totslegen, »o» Noub, von Brand vnd von andern fachen, Dar vndcr die Erbern wisen unser lieben Eidgenossen des Heiligen Nichs Stett früutlich vnd als getrmvlich gearbeitet hant, das si zmischent der egenanten Herschas^ vud den Iren einent, vnd uns dien obgenanten Stetten vnd j Lendern andrent einen guoten vnbedingete» getruwen frid bereit, betädinget vnd gemaches hant, Den selben frid wir für uns vnd für all die, so zu v»-- gehörent, für all unser helffer vud diener vud für die, so vnserhalb In discin krieg begriffen siut, mit j guote» trüwen gelopt haben, luter vnd gautz, war vnd stät ze halten vnd ze volfüren vntz vf den nechsten sa»' Göryen tag, so nn kunt vnd daunen hin Siben gantze Jar, die nechsten so dann schierest nach euander klinftig werdeut, vnd den selben sant > Göryen tag allen, vngefarlich, mit dien stillen vnd artikeln als sie h" nach eigenlich begriffen sint. Des ersten so sullent vud mugent wir die vorgeuanten Stett vnd Länder bist'" frid vs vor der egenanten Herschaft vud vor dien Iren vud vor dien, so zu Inen gehö- ^ reill, rmveklich Jnne haben wes wir viis der selben Herschaft guotes vnderzogen vnd Jngenomen haben, es syen Slo>', Stett, Bestimm, Teler, Laied oder Liit, vnd sullent ouch die selben Slos, Stett, Vcstineu, Teler, Laill und Lut, so wir Jmw haben, in disem ^ frid sicher sin vud ane all dienst belibeu. Vnd wz ouch die Lille so dien selben Slossen, Stetten oder Ländern sint, Gelüpten, Buntnussen oder Eiden zuo vns dien obgenaute» Stetten vnd Waltstetten getan haut, da bi sullent si disen frid vs vubekunbert belibeu, es wer dann ^ dz >r deHeiner willeklich sich da von ziehen wolte, an geuerd. Es sol vud mag ouch ze beiden teilen jeklich Perso», es syen Alan oder Wib, ire giller, es syen hiiser, Hofstetten, huobgult, zehenden, aker, wisen, holtz vnd veltz wo die gelegen sint, haben vnd messen vnd rüweklich, ^ besetzen vud entsetzen disen frid vs, als in dz nutz guot duuket. Vnd sol ouch ze beiden teilen Jcderman bi siucm Lehen beliben vnd dar zuo trotten vnd e-' haben vnd niesten in aller der masse als vor disem krieg vnd als vor den anfellen oder abenpfahungcn, ^ de- ^ Heine beschehcn were, an geuerd. Wer ouch dz vff dewedcrin teil Jeman vssweudig dcwedern kreisten i» Tivingen oder in Beuneu hiuder dem Gegenteil sitzen wolte, der mag dz wol tuon, doch also, dz der si^ der in die Twiuge ziihct, dieil selben Twingen vnd Beuneu ^ geinwg t>wn sol, vud dz er die zinse r'äst vnd gebe, als er mit dem, hinder dem er sitzet, vber ein kunt, doch vssgelazzen dz der selb hindcrses sinem lib nicht stillen noch dienen sol, vngefarlich. Aber in discin sink ist sunderlich dz Sibental vnd >vZ dar zuo j gehöret, vsgenomei? vnd vssgelazzen disen frid vs. Es ist ouch berett, als wir die vorgenante" Stett vnd Waltstett die Stat Wesen in dem vorgeseiten krieg zuo vnsern Händen namcn, vnd ouch da der 325 Bürger etlich von Wesen vns hnlten vnd zuo vns lopten, vnd aber ^ der selben Gelüpte dar nach abgicngeil, das die selben Lute disen frid vs ze Wesen mit Iren liben nicht seshaft noch wonhaft sullcnt sin; si mngent aber wol ire giiter messen, besetzen vnd entsetzen oder vcrkouffcn, als Inen dz nutz vnd gnot ist. Aber die andern j Personell, die gen Wesen gehöreilt vnd die an der egenanten Herschaft vnd an den iren beliben vnd zuo vils dien obgenanteil Eidgnosseil nicht glopt hatteil, die mugent lvol zu Wesen ivonhaft siil vild ire giiter da niessen, besetzen vnd entsetzeil disen frid vs, an all geuerd. j Es sulent ouch die Lüte in der Mittel March, die an der Herschaft beliben sint vnd die vns dien vorgenanten Stetten vild Waltstetten nicht gesivorn Hand, der egenanten Herschaft Vögten vnd Amptlüten dienen vild mit allen fachen gehorsam sin als vor disem ^ krieg, vngefarlich. Es ist ouch berett, dz die von Surfe in dem Seiv ze Sempach vischen sullent vnd Mugent in allem dem recht vild in aller der masse, als die von Sempach, jetiveder teil von dem andern vnbekuilbert, vnd sullent ouch die voll Surfe etilem Sc- j vogt, den die von Lutzern dar setzent, tuon vnd gehorsam sin ze gelicher wise als die von Sempach, vngefarlich. Es ensulent ouch wir die obgenanten Stett Noch Waltstett all die wile so diser frid weret, keiileil Burger noch Lantman eiilpfahen noch ilemen, er well ^ dann bi vns in vilsern Stetten oder Ländern wonhaft sin vnd dar in zieheil. Wir die vorgenanten Stett vnd Waltstett all gemeinlich noch sunderlich sulln auch in disem frid nach deheinen der egenanten Herschaft noch der, so zuo Inen gehöreilt, Slossen, Stetten, Vestinen, j Landen noch Litten nicht stelleil, das wir si icht Jnneinen oder vns der vnderwinden in deHein wise. Das selb sol die obgenante Herschaft vnd die Iren vns vild dien so zuo vns gchöreilt, ze gelicher wise her wider tuen. Es ist ouch berett, dz Burkart von Suoinis- > wald vnd die Burger von Wangen einen guoten frid mit enander haben vnd halten sulln all die ivile diser frid iveret. Bild ze gelicher wise sullent die von Wietlispach, von Ölten, Pipp, Erlispurg, Wangeil vnd die von Bieln Mich einen frid mit enander halteil ^ vnd in disem frid sin disen selben frid vs, an geuerd. Es sullent ouch wir vild all die, so zuo vns gehörent, si spen in vnsern Stetten oder Ländern der obgenanteil Herschaft Litten ond dien so zuo Inen gehörent, disen frid vs aller ley kouff geben, vngefarlich. Das selb sol die ^ vorgenante Herschaft vnd all ir litt vnd die so zuo Inen gehörent, si syen in Stetten oder vff dem Laut, vns vild dien so zuo vns gehöreilt, her wider tuon. Vnd sol ouch ze beiden teiln menlich zuo dem andern rüweklich vnd seidlich wandlen, ane all vfsetz, in Stett, in ^ Länder vild vff wazzern, all die wile so diser frid weret, mit ^ouffmmischaft vild mit allen andern fachen, als vormals, e dz diser mizzhellung oder kriege gedacht wurdin, an off geuerd. Die vorgenante Herschaft noch die Iren sullent ouch in disem frid fürbas s keiileil zoll noch gcleit off vns die obgenanteil Stett noch Waltstett legen noch setzen, dann in der masse als es vngefarlich vor ^sein krieg wz. Doch vsgenomon dz wir die egenanten Stett noch Waltstett ze Kloten enkeinen zoll geben lulln die wile diser frid iveret. j Was ouch geltschuld vor disem krieg oder in dein selben krieg vfgclouffen ist, die- mag ze beiden teilen Jedermann zuo dein andern vordren vnd suochcn mit beschcidenheit oder mit dein Achten, als geivonlich ist, vor dem richter do der ansprähich Hill gehöret oder seshaft ist, vnd sol man ouch dem klager bi dein Eid vnucrzogenlich richten vild des rechten bescheidenlich gestatten. Beschech dz nicht dz kuntlich wurde, so mag der klager dz recht wol fürbas silochen an dien stetten, do es im fügklich ist, uu guerd. Wer ^ ouch dz in disem frid Jeman, wer der wer, mit vns dien obgenanten Stetten vnd Wältigten kriegen oder vf vns ziehen wolte, als bald dz der obgenanteil Herschaft, ald Iren Amptlüten oder >zren Stetten wissent oder Inen dz von vns verkündet wirt mit Boten oder mit briefcn, so ensol dn selb Herschaft noch ir Stett, Vestinen, noch Slos, Friburg in Oechtland, noch ander ir Stett, die In disem frid ^griffen oder genemet sint, vnser widersachen nicht enthalten, weder Husen noch Hofen, noch durch die selben 326 Slos, Stett noch Vestincn nicht lassen ziehen, vnd ensnllent Inen onch cnkeineil konff noch ze essen noch ze trinken geben disen frid vs, es wer denn, dz si in disein frid init vns bericht wnrdin. Das selb snllent wir der cgenanten Herschaft vnd den Iren hinwidcr tnon > an all geuerd. Es ist onch in disen fachen eigenlich bereit: Wer dz Jenian, wer der were, der vns dien obgenanten Stetten vnd Waldstetten zu gehöret, disen frid vberfnre vnd brähe an der vorgenanten Herschaft oder an Jeinan der zuo Jr gehöret, gemeinlich oder sunderlich, wenn wir dann dar vmb ermant werden mit Boten oder mit Briefen von der obgenanten Herschaft, von Iren Amptlnten oder von dein ald von dien, so dann geschadgot sint, so snllent wir die vorgenanten Stett vnd Waltstett, vnder dem j die oder der gesessen sint, die den schaden vnd fridbrähe getan Hand, bt vnsern Eiden die selben sridbrecher vnuerzogenlich an ir lib vnd an ir guot ivisen vnd solich halten, so verr mir mugen, dz si den schaden vnd den angrif fürderlich widertiion vnd f ablegen. Brahe aber der vnsern ieman den frid mit Totslegen oder mit Brand, zuo des selben libe snlln wir ane fürzug richten nach Recht. Das selb sol die egenante Herschaft, Jr Amptlüt all ir Schliltheiszen, Rät vnd Bllrger vns vnd dien vnsern ze gelicher wise j her ivider tnon. Veschähe olich an dewedernr teil deHein vbergriffe, dz Got lang wende, dar vmb snlln wir gen der obgenanten Herschaft vnd gen ir Amptlnten ze tagen komen gen Bar in dz Closter vnd onch die selb Herschaft gen vns, vnd snllent ^ wir die von Lnhern, von Zug vnd Waltstett gen Zürich komen, vnd snllent dann vnser Eidgenossen von Zürich von vnser oder von ir selben wegen gen Bar in dz Closter ze tagen komen. Aber die von Bern vnd von Solotren snllent gen sant Vrban in dz ^ Closter ze tagen komen vnd die Herschaft gen Inen, vnd sol onch dis bi dem Eid vnuerzogenlichen beschehcn in den ncchstcn vierzehn tagen wenn dewcder teil vmb solich vbergriffe von dein andern ze tagen geniant wird. Bnd snllent onch dann da j ze beiden sitten zuo dien selben vflöiffen erenstlich reden wie sie mit Lieb übertragen werden. Wer aber dz die selben fachen mit frnntschaft nicht bericht möchtin werden, wärin dann die vbergriff an der egenanten Herschaft oder an dien Iren beschehen, so sol! die selb Herschaft oder ir Amptlüt einen Gemeinen Alan nemen in den Räten der Stetten oder de-.' Landes, von den si oder die Iren geschadgot sint, welchen sie da wellent. Beschähe aber der vbergriff nn vns die obgenanten Stetten vnd Waldstetten gemeinlich oder ^ an vnser deHeiner sunderlich ald an deheinein vnscrm burger oder lantman ald an ieman, der zuo vns gehöret, so sol du Stat oder dz Laut, die dann geschadgot sint, einen Gemeinen Man nemen in der vorgenanten Herschaft Räten, die sie ze Ergöw vnd ze Tnrgöm haut, j welchen si vnder dien wellent, vnd sol onch die selb Herschaft vnd onch wir, vnder wein die Gemeinen gesessen sint, die selben Geineinen ane fürzug wiscn, dz si sich der fachen annemen, vnd sol da»» jetweder teil drij erber Alan zuo dem Gemeinen sehen, vnd die ^ selben Siben snllent dann ze den Heiligt siveren, die vorgeseiten Misshellung vnd stöss, als dik es ze schulden kunt vnd es deweder teil vordret, v»- uerzogenlich vs ze richten ze der Minn oder ze dein Rechten. Vnd wie es die selben Siben gemeinlich oder' der ^ merteil vnder Inen dann vsrichtent, dz snllent beid teil war vnd stät halten vnd gentzlich volfüren widerred. Vnd wz fach oder vbergriff in disem frid von dcwedern teil vflonffent, dar vmb sol der vorgeschrid^ frid liicht zerdrennet noch zerbrochen j werden, dann dz man vmb Mich fach für den gemeinen vnd die Schid- liit ze tagen komen vnd jnen gehorsam sin sol als Vorbescheiden ist. Vnd dz diser frid in aller siner '»acht vcst vnd statt sol belibe», als vor vnd nach an disein brief geschriben stat, an all argelist. Vnd als die Edle" Graf Johans von Habspnrg, Lantvogt, vnd Neinhart von Wähingen vns gelopt vnd vcrheissen hant, eine» fridbrief ze geben vnd ze schaffen von dem Hochgebornen durchlnchtigen Fürsten Hertzog Albrecht von! Oesterrich Hinneil ze der ncchsten vsgenden Pfingstivochen, so nn kilnt, Jir dem selben brief eigenlich begrifft 32? sol sin ellu sink, die in disem frid betädinget vnd bereit sint, Vnd weint auch vns der selb Brief, von dein obgenanten Herren geben vnd geantwurt wirt, da init ^ sulln wir Jiien iren Brief, den si vns von dis friden wegen geben haut, wider antwnrten ane fitrzug. Her vber ze einem vesten vrkund, dz dis vorgeschriben alles war vnd stät belib, so haben wir die vorgenanten Stett vnd Länder Zürich, Lutzern, Zug, Vre, Switz s vnd Vnderwalden vnsre Jnsigel offenlich gehenket an disen brtef, Der geben ist Zürich an dem Ersten tag Abrollen, do inaii zalt von Cristus Geburt Drüzehen Hundert Achtzig Jar, darnach in dein Nünden Jare. Pcrgamcnt-n- Urkunde mit sechs anhängende» Siegel». Abgedruckt bei Tschudi I, 050 sf. Der Gcgenbrief Herzog Albrechts, gegeben zu Wien am Donstag in den Osterfeiertagcn, 22. April, ist abgedruckt bei Tschudi I. S57. Jahrbuch von GlaruS IV. S. 349. Nr. IIS. 8. Veitrittserklärung Berns. 1389, 4. April. Archiv Freiburg. Wir der Schultheis, der Nat vnd die Bürger gemeinlich der Stat Bern in Occhtland, Tun knnt menglichem mit disem s brief. Als die dnrchlüchtigcn hochgebornen fürsten Hcrtzog Albrecht vnd sin vettern von Oesterich in krieg vnd mishel- s lnng ivarent mit den Schnlthcis, Amilianen, den Bnrgermeistcrn, den Reten, den Bürgern vnd Lüten gemeinlich ze Littzern, ^ ze Zug vnd dem ainpte dasclbs, ze Zürich, ze Bern vnd ze Solotern, den Lantammanen vnd den Lantlüten gemeinlich s der drier Lendern Vre, Switz vnd Vnderwalden, vnser cidgenofsen. Da zwüschent die Erbern des Heiligeit Nönl- I scheu Nichs Stellte eineil guten vnbedingeten getrüweii frid beredt vnd betegdinget haut vntz vff disen nechsten s sant Georieii tag vnd dannanthin Syben Jare, so schierest nachciiiaiiderii koment: Den selben friden loben wir s für vns vnd für alle die, so zu Vilser Stat gehörent vest, stet vnd dangberg ze Hanne vnd do wider meiner s ze tuende in deheinen weg, nach lut viid sag der egeiianten Herschaft von Oesterich brief, bi) guten trüwen ane ^ geuerde. Vnd als in dein selben fridbrief beredt vnd beschriben ist, das die von Fribnrg in Oechtlant geil Sant ^ Vrbaii ze tage komen söllent, nnt den selben von Fribnrg wir tag leisten wellen, als wir van alter har tage ^ geleist habent. Vnd des ze einem offen vnd waren Vrknnde haben wir vnser Stat Bern Jngesigel gcheng- s ket an diseil brief. Gegeben an dem Vierden tag Abreiten, do man zalte von gottes geburt Thllseiit s Drühundert Achtzig viid Nüii Jare. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel der Stadt Bern. — Abgedruckt Uoeuoil üixl. V, 60. Ro. 304. Solothurn er Wochen- b latt Z8L7. S. 394. 4 t. Der Sempacherbrief. 1393, 10. Juli. Ttnatsarchi» Liiccr». Wir der Bürgermeister, der Nat vnd die Bürger gemeinlich der Statt Zürich, die Schultheissen, Räte vnd Bürgere gemeinlich der Stett Lliczern, Berne vnd Solotren, der Amman, der Nat vnd die in das Alilpt Zuge gemeinlich ^ gehörent, die Amman vnd die Lantlüte gemeinlich der dryer Länder Vre, Switz vnd Vnderivalden, der Amman vnd die Lantlüte gemeinlich ze Glarns, künden allen Mentschen, die disen brief sechent, lesent oder hörent lesen: Als wir in einem offenn s tätlichen kriege sint gewesen mit der Her- 328 schaft von Ocsterrich vnd den Iren von manigfaltiger redlicher vordrunge vnd anspräche wegen, die wider die selb Herschaft fürgezogeu ist vor ziten, dar vnib ouch angriffen vnd gefochten ist vor Scmpach, Har Jnne wir j einhellenklich dnrch vnser aller Nutz vnd Notdurft, frid vnd geinach bestinunet vnd besorget haut etliche Stukklin gegen einander vcstenklich ze haltende, nn vnd hie nach, als st an disem brief stand geliitert für künftig Jnfelle vnd vbergriffe vnsern j gelupten, Bünden, Eiden vnd Briefen, als wir ze samcn ewcnk- lich sin verbunden nn vnd hie nach vnschedlich vnd gentzlich vnuergriffenlich. Zcm Ersten, Meinen wir das Jetliche Statt, Jeklich Land in vnser Eidgnoschaft bi den Eiden, so wir vnsern Stetten > vnd lendern ge- sworn hant, eigenlich besorgcnt vnd versprechen ouch dz also einhellenklich ze haltende in disem Brief, dz kein Eidgenoss dem andern oder den, die zuo inen gehörent gemeinlich, noch ir deHein sunderlich, Hinnenhin frefcnlich oder uüt gemalt in ir httser > louffcn sulent vnd Jeman dz sine dar Jnne nämen, es spe in kriege, in fride oder in suone, durch dz wir alle fürbaz als fridlich vnd als gütlich mit einander leben vnd einander in allen vnsern fachen als getrüwlich ze Hilfe vnd ze tröste kommt als wir vor getan haben j vnd noch tuon sulent, an alle geuerd. Wer vns ouch kouff bringet, des lip vnd guot sol bi vns sicher sin. Dar zuo füllen mir für einander nit pfand sin in keinen weg. Vnd war wir für dis hin ziechende merdent, mit offenner Paner vf vnser vycnde, es spe gemeiillich oder ^ dhein Statt oder Land sunderlich, alle die so dann mit der Paner ziechend, die sulent ouch bi einander beliben als bidcrbe lüte vnd vnser Vorder» ie da har getan hant, wz Not vns oder inen danue begegent, es spc in einem gefechte oder in andern angriffen. Wer > aber dz deheiuer do von fluchtig wurde oder vt verbreche, dz in disem brief ge- schriben stat, sunderlich dz ieinan dem andern als da vor durch sin hus lieffe frefenlich oder wz er ander fachen misstnte, dar vmb er geschuldgct oder verstundet wurde ze straffende > jn disem brief, vnd sich dar an schulde funde mit redlicher kuntschaft zweyer Erbcr vnuersprochner Mannen vor den, zuo den er gehöret vnd die dar vmb habent ze richten, des lip vnd guot sol dien selben, die über in hant ze richtende vnd do er hin gehöret > vnd niemau andern vnder vns gefallen sin vff ir Genade. Vnd die sulent ouch den her vmb straffen vnuerzogenlich nach dem als sich schulde vindct vnd si sich vber in erkennent, vnd sulent dis tuon bi dien Eiden, so si der Statt oder dem Land, do si sind, gesworn hant, I vnd als verre dz ein Jeg' licher hie bi Bilde näine, vor sölichen Sachen sich ze hütende. Vnd wie Jeglich Statt vnd Jeglich Land de» sinen her vmb straffend, da mitte sulent die andern ein benuegcn hau, ane alles widersprechen. Darzu ist vnser aller Meinung ^ ob einer verwundet, geschossen oder gemorsten wurde, es were an eime gefechte oder nn andern angriffen, oder wz im beschech, dz er vnnutz wer, sich selber ze wercnde oder andern ze helffcndc, der sol also beliben bi dien andern vntz dz dise Not Ende hat, vnd sol dar > vmb nit flüchtig sin geschehet, dz er im selben noch nieman andern mag ze statten komcn, vnd sol man in dar vmb vnbekümbert lasse» nn sinem libe vnd an sinem guote. Es ist ouch ze wissende dz in dein obgenanten gefechte der vyenden »il entwichen, do dz vclde > bchept wart, die alle vff der malstatt vnd do vmb beliben werent, hettent die vnser», so da bi warent, inen nachgefolget vnd nttt geplündert. E dz der Stritte gentzlich erobert wurde vff ei» Ende. Jn disen dingen ist gesechen, so erber lüte ein felde behuoben, ^ dz si ze sicher ivolten sin libes v»d guotes vnd vil vnder inen als da vor plünderten, dz sich dar vnder die eutwichnen wider samnoten »»^ inen lip vnd guot vnd dz velde wider angewuunent: Do meinen wir einhellenklich als dik vns Mich Not angteng ^ Jn künftigen ziten, dz ieklicher sin vcrmugende tuo als ein Bidermau, die vpende ze schadgende, vnd dz velde ze behabende, ane alle zuo verficht ze plünderte, es sye in Vestinnen, Stetten oder vff de»l Land, vntz vff die stunde, dz die Not ein Ende gewinnet ^ vnd erobert wirt, dz die Honptlüte meulicheitt er- 329 ^ubent ze plünderten, dnnnenhin mag menlich plnndern, die da di sint geivesen, sy syen gewaffent oder vii- ^wafftnt, vnd den plunder sol Jeklicher antiviirten dien Houptlüten, vilder die er gehöret, vnd die > sulent in ^'der die selben, die vnder si gehörent vnd da bi sint gewesen, nach Marchzal gelich teilen vnd vngefarlich. wie si den plunder vnder die Iren teilent, da mit sol si vnd menlich wol benucgen. Vnd als der al- ^'chtig Gott mit sinem Götlichen j Alande gerett het, dz sin hüser des gebettes hüser sullent geheissen iver- vnd onch durch froivtlich Bilde aller Mentschen heil gcnüwert vnd genieret ist. Setzen wir Gott ze top, 5 keiner der vnsern kein kloster, kilchen oder Eappelle beslossen vfbreche ^ oder offenn dar in gange ze brennende, Ästende oder ze mimende, dz dar Jnne ist dz zno der kilchen gehöret, heimlich oder offenlich, es wer dann ^ vnser vyeude oder ir guot in einer kilchen wurde funden, dz mugent ivir wol angriffen vnd schadgen. ^ sttze„ vnser lieben frouweii ze Eren, dz keiner vnder vns deHein frouwen oder tochter mit geöffneter haut stechen, flachen noch vngewonlich handeln sol, durch dz si vns lassent zuo fliessen ir Genade, schirme vnd behuotnusse gegen alleil vnsern f vyenden, Es were dann dz ein Tochter oder ein frouw ze vil ^Ichrcyes inachte, dz vns schaden möchte bringen gegen vnsern viienden, oder sich ze wen stalte, oder deheinen stiele oder ivurffe, die mag man wol dar vmb straffeii als es dann gelegen f ist, ane geuerd. Ze Jiuigst ^ Aiser gantze einhellige Bteiniuig, dz kein Statt oder Land vnder vns gemeinlich, noch keine die dar Jnne .A snnder, deheinen krieg Hinnenhin anhabe, muotwillenklich ane schulde oder fache, die do wider begangen ^ I vnerkeiuiet nach wisunge der geswornen brief, als Jeklich Statt vnd Land ze samen sint verbuiiden. also sulent dise vorgeschriben Ordnuilge vnd Satznnge für dis hin in Iren kreften belibeii für vns „gthkomen sulent einander f da bi halten in guoten triimen, vestenklich, als dik es ze schulden At, ZM vrkiuid ditz briefes versigelt mit vnsern anhangenden Jngesigeln vnd geben an dem zechenden tag Auviimnodes, Do man zalt von Cristus gebiirt Driizeheilhundert f Nünzig vnd drü Jar. Pergamcuteue Urkunde mit neun anhängenden Siegeln. Abgedruckt nach den: Züricher Origiualbrief bei Tschudi 7, 574 nnd im Jahrbuch von Glaruü V. S. 372. Nr. 131. Vluntschli ll 37. Der zwanzigjährige Friede. 1394, 1«. Juli. Staatsarchiv Lueern. Wir der Bnrgermeister, die Schultheisscn, die Amman, die Nät, Burger, Lantlüt vnd all Lüt gemein- 'ch der Stetteii vnd Lendern Zürich, Bern, Solotern, Lliczern, Zug vnd des Amptes ze Zug, Vre, Switz, Adt'rwaldcn vnd Glarus, Bekennen vnd tuon kunt offenlich mit disem Brief: Als ivir vnd die zuo vns ^jdreut etweuil zites in kriegen vnd in Misshellungen geivesen sijen, mit dien Hochgebornen Durchluchtigen ^asteu dien Hertzogen von Oesterrich vnd mit dien Iren, in dienselben löiffen sich vil grosser dingen er- ^Atze» hlitzent von Todslegen, von Noub vnd Brand vnd voii andern fachen. Die selben krieg Siben Jar iAd gestellet ivurden, als die fridbrief des selben friden wol ivisent: Sol inan wissen das wir aber f nu >iiit^ getrüiven frid vfgenomen habeii iilit der vorgeiianten Herschaft von Oesterrich vnd loben auch für triiiven den selben frid luter vnd gantz, war vnd stät ze halten vnd ze volfüren, fiir viis vnd ^ all die viisern vnd die zuo vns gehörent, für all vnser helffer vnd diener vnd für all die, so vnserhalb vorgeseiteii krieg begriffen waren oder f sint, vntz vff den nechsten saut Goerijen tag so nu kunt vnd 43 880 dannenhin zweietzig gaietze Jar die nechsten, so dann schierist nach enandcr künftig iverdent, und den s'^. sant Goerijcn tag allen, vngcfarlich, mit dien sinken vnd arlikeln als st hie nach eigenlich begriffen st» - ^ ersteir ist bereit, dz der frid viilb die Siben Jar, die selben Jarzal vs, I die noch iveren sol vntz v nechsten sant Goerijcn tag, so nn knnt, vnd dannenhin Ein gantz Jar gciitzlieh beliben sol ivorten vnd artikeln als oie fridbrief wisent, die dar vber geben vnd versigclt sint. Vnd wenn sich es' Jar gentzlich verlonffen hant, so sol es dannenhin besinn vnd beliben bi allen dien sinken frid j gcordnot vnd verschriben ist, an all generd. Dar zyo i>t in disein frid bereit, das die ^ Glarns, als st In Iren Lantmarchen vnd Letzzinen gesessen sint, der vorgenanten Iren erben vnd Amptlüten Jerlich vsf sant Martis tag zwei) hundert pfnnd gewonticher V'un)e^ t ^ richten vnd geben sullent, vnd da nnt so sullent die cgenanten j von Glarns die gerichte In Ire' ^ besetzen vnd entsetzen nach Jrein willen die vorgeseiten Jarzal vs, von der vorgenanten Henfeye kuwbert. So sullent dann die von Nranan vnd die von Vilentzspach disen frid vs zuo dn-n von gehören, also dz die von Vranan dien egenanten Herren von Ocsterrich, ^»ien erben vnd ^.sten . .jhB Jerlich vsf sant Martis tag j zwey vnd zwentzig pfund vnd die von Vilentzspach drü pf>md eer Pfenning ze Stur sullent geben. Vnd ensnllent ouch die von Glarns fürbz vswendig Inn »ist ze gebieten haben, noch keinen Lantman noch Bürger ncmen noch haben, die der voupnantenpen ' dien Iren zuo gehören. Dann ist vinb die von Wesen brett, j Das die Statt ze Wesen nicst ge ^ werden, weder nnt Muren noch mit graben, da mit die selb Statt gefestnet mug werden. . 'er vjn selben Statt rnag Jederman vsf sincn gittern gcwonliche vngefestnete hilser bruven vnd arrch da n r an all generd. Es ist ouch in disein frid bereit, als die von Switz etlich Märchling in dein ostenm ^ ze Lantlnten namen das ouch die selben Märchling disen frid vs bi dien von Twitz beli'en ^ das ouch die von Switz Inen einen Nichter mugent geben, vor dem si ze Necht snllent stau, r' Atarch vber si richte vinb fachen, die man mit Inen ze schaffen hat. Bnd ensnllent ouch Ne von ^ ^ ^ enkeinen bnrger iroch lantman j haben noch nemcn, die dieir vorgenanten Herren von Oesteirn) Iren zuo gehörent. Dann ist bereit, das die von Hürden vnd die von Vfnonw mit allen sturen vn^ ^ ^ disen frid vs bi der vorgenanten Herrschaft vnd bi dien Iren sulent beliben. Bmb die vogiy vi ^ richte der Litten ze den Einsidellen snllent die von Switz disein frid vs Jnne j haben, doch "stM" ^ Herschaft voii Oesterrich, Iren erben vnd nachkamen dz Vogtrccht vber dz Gotzhus ze den Einste' sullent ouch die von Switz die drizehen pfund pfeninng geltes, so die obgenante Herrschaft^ze Land hat, disen frid vs messen, haben vnd inziehen von der selben Herschaft vnd von den Iren j So ist dann vinb die von Zug bereit, das die selben von Zug vnd das Ampi daselbs disen fr0> mer dann zwentzig March Silbers Jerlich vsf sant Martis tag der Herschaft vnd dien Iren ze snllent, ald aber so vil Züricher Pfenning für ie die March, als man Zürich in der Statt Je g^ für ein March Silbers ze wernng gir. j Vnd ensnllent ouch die selben von Zug vserhalb Jrem ^ das von alter her gangen ist, nicht ze richten noch ze gebieten haben. Es snllent onch die vorgenou^ ^ Zug die Vesty sant Andres mit allen nutzen vnd diensten, so dar zno gehört, lassen volgen dein ^ ^ zno recht hat, doch also, das man die von Zug versichern sol, als si j dunket das si notdürftig sist 'N, bas krieg angienge, das Gott lang wende, das man Inen dann die selben vesty mit aller zuo wider in antwurten sol. Woltem aber die von Zug an der Tröstung ze Herl sin, so sol es sta"^ " ^>„1 Räten der drijer Stetten Zürich, Bern vnd Solotern, vnd wz die vinb die Tröstung sprcchent, das 331 beidleil stät halten ^uch sullent die von Entlibuoch vnd die Aempter von Wolhusen disen seid vs belibcn ^ dien Eiden so si zuo dien von Lutzern gesworn Hanl, ob si 'vellent. Vnd n.ugent onch die von Lntzern ^ geeichte z/ Entlibuoch vnd in den Aen.ptern ze Wolhusen haben vnd besetze., als lang d.ser fr.d weret, also dz die von! Entlibuoch vud die Aempter von Wolhusen der Herschaft von Oesternch ode. ^reu -l"'Ptliiten vud den Iren, dien si das schaffent, Jerlich vff sant Marlis tag drühundert pfund ge.nm.er ^bler Pfenning hin vs richten vud .veren füllen ouch disen frid vs, vnd sol ouch da mit die egenante Her- ^ z- di.«.t »sticht.« »,,d »,....».« »Mb di. »smd.t, l di. fi d.s.W .bmt, W.«I° »b.t dh'«d»»° » dl. i« .ms» E.d.z«°sch«,t Ms.ssm sii.t, di. si,».«. dl. °°« E«',ib«°ch »,,d .. AmtM.t »»,. « lh. . «,,d »«. dm Lmsch«s, sch»d.m V,,,b di- »°» S.,«stich. d.. s«,.«, l„ dm S.d.« b«,-„. » s> »w d.m »°u . Ms««°t„ IM., dis.» stid °b. d°ch «>,» d« > d.° sstb.« »°„ S.,«,mch St«. >'» Elwjd.,., I«„°«. Mb.« »»d .ich,.,. «-- 'i °°« °»°r °«»> d,° °°« '"« E, »M »b.r d,n S° z. S.,,,«°ch w», «>I° d»- dl- »°» S».'s° m>d »., d,. I« »mb dm I.,bm « «w, bi di.« -.cht.« »»d bi «im M,°»«h-ii.» b-lib.» sullmt «,d s> «-« «li.t h.r s .«,«.,. s.»t, »,,. >'»'.d^ E- ,„,lm, °,ch dl. °°» -»».-» di° V.si„ R»...«b«tl! »»d dz Am«, ddj.lbs mit «I,°« Mt.«, zi»s„, "W. jSllm «.nchtm !»>»-'» »»d «»».», '° d« «-b°>-»°. S» »>»»d,d Im,. h»b.« «..»«, «d m«„. dism stld »ch i» »II.. d°t «.ss. »I- M- »°» Gt,«,,,.,,b.tg »,.d H.t Hm- »M. G. , .«b.m i d«b s.ib A,«,,. «-« °lt.° h-r Mhcht °«d l>m°Is.» IM« »,,d ,M d°. ,,s»«dit,°s ^d«r iib.r Mb.« Wirt, °»d sdl di.H.rsch»st »°,I O.st.rrich it dim.r, dir ,,s»»d »ss dm« stld.« A,«p. ,,««., ?'».« .«d »„».».«, H..t. °b.r Im.»» ,,s»«d «Ii dm, s.I m M,,.t. d,° z,w »,,s--E,dg,,° ch-s. Mh°..M ' I-lb.« s«slm. dl. °°« L.ch..« »sticht.« s »,.d »biwsM- Es I»,.m. °»ch d.. »°« H°chd°ts »,,d d,. »»,. dis.« stld »S bi d>.« Eid.« b.lib.« ->» si !«° d.» «»,, L.ch-r« Ms,°°r« h»«t. °»d mich ... »Sil s,,st .«ericliten mit zwingen vnd m.t bannen, so dar zuo geHort, besetzen " ,2 I» «^ "ks°- ^ d>. !.°.» »°». l s°chd°.i °«d dl.».,. Uchdst »»d dm Z.M s»«ch h.» .?«:,:,7:, :,ch:.«°-: ^ « »b.t »u °d« »d°r g»°>, d»s.«,z h»bm I«Il°«, »«sch.diich si« d .,,t sts M»sw7m, It.« «»t.r«, «» It.« i'«I.«, ««N» i.h.»d.»' °»s>." »nd Ms.ss.« °» ch, st . chit«, »isd dz si di. .M«°«t°« «°» L»M» »--h dm It.«, «°ch ,«.«««. °°« ,- ,».».« »°« t-ch.ch ,.°ch » « ««d.° i»ch >».--» d« »» «ich. b«,»b..» «°ch «-.« >»«t ... d.h..» w.i°. b..,°td I« dis.« s-chm h«. °i° S..sch°st «°« > S'°" > S « °°°bchcht !«>.' »n,«t »lit sin.r z«o Mh°r»«ll, d°ch «ls°, I», l»'.i> >» d,.« MUlchtm dm .I,„,,t.s .. Zwttmlm.z >' si«., di. z«° s»„. R,sch.»Ai«M Mch-..«., dz di- d,s°« s- d °b b. d..„ »»,. ».ch..,. b.lch.« s«».,.t " °..ichim «,.d „,i. dimsi.«, -l- Ii S-t P« Mb °°« «-»«- - «» «7»« > °°« G-««mb.-- ? °.h.p. h„»« V,,d ms«,,.«. °»ch di. °°« »ich..« »!«.'«- d°«> »°M«»«i.« Sl,««, z. Swttmb«.., °«d d.,„ L««d z. E«.l.b,,°ch °«d di.« A-,z. W°,h«,m »,,d »swmd.g d.m DmM°.ch°« d.- »«. H„chd„.s »,.d Btswil «ich. z. -ich..« «°ch " ,.°ch ,m. h»b.„ «» ) ».,, ^ >> s »«.M. «.„,.«, di. d,t S.tsch°st °d.° d.« Jt°« M ssch«««'^ wd stl d,. s. b S . ch « . ^Ntvogt eiaenlich vnd wol besorgen, das die so ze Lutzern Burger siut gewefen, von der fach vnd wegen von der Herschaft noch von dien Iren nicht gestraffet noch hert gehandelt werden, unt wor e >»i.«.»«,5s!!» ,«>s7°.. °»«.«'^ >«.»»...ch d.. -dt»..»-».« si»«.....dd.m. 332 nicht fürbz ze friden bracht vnd dann die egenante Herschaft ein Losung tat, so sol Nottenbnrg das Äi»V gen dien von Lutzern besinn als es vff disen hüttigen tag stad, an all geuerd. Danil sullent die von beliben bi dien von Lutzcrn disen frid vs init twingen, mit bannen, mit sturen, mit > geeichten als st vntz her Jnne gehept haut, doch vsgeuomen vnd vorbehept Jederman sin zinse vnd nutz, dz er die messt" inng als vor dem krieg. Es sol vnd mag ouch Jeklich pcrson ze beiden teilen, es sijen Alan oder Wib, 3 guter, es sijen hüser, Hofstetten, zehenden, üker, wisen, holtz vnd vcld, lvo die gelegen sint ald welichei bi gült, nutz, velle j vnd gut das sijen, haben vnd messen vnd rüweklich besetzen vnd entsetzen disen frid vs, " Inen das nutz ist vnd st das guot dunket. Vnd sol ouch Jedermann bi sinen Lechen beliben vnd dar st" tretteil vnd es haben vnd messen in aller der Blasse als vor disem krieg, vngefarlich, vnd als vor den feilen vnd abempfahungen, ob deHein beschehcn warin, s au all gellerde. Doch ist dien von Veru vnd voit Solotern vssgelasseu lvz st in dem krieg Jngenomen vnd sidher Inn gehept haut, das st das disen st" vs Inn haben mugent, von der Herschaft vnd von dien Iren vnbekumbert. Aber das Aselgöiv ist vssgebstst ^ in sölicher Masse, ob die von Friburg in Oechtlaud deheiu vordrluig dar zllo meinend j ze haben, so su>^' si das recht dar vmb suochen die wile der vorder frid wcret vnd vlich ilach der selben fridbriefen sag. gienge sich aber der selb frid, so sullent si dannenhin vmb die fach nach ditz fridbriefs wisung dz recht sn^ ^ ^ vild nemen. Wir die vorgenanten Stett vnd Waltstett sllllent oilch die wile diser frid lveret eukcin noch Lantmail ^ empfahen noch nemeil, er lvelle dann in vnsern Stetten oder Lendern sesshaft siil vnd ^ in ziehen, vnd sol ouch entwederteil deil auderil dar an nicht summ noch Iren an sinem lib noch an st'" guot. Das selb sol die egenante Herschast vnd die Iren vns ze gclicher wise her widertuon. Wir die vo-t^ nanten Stett vnd Waltstett gemeinlich, noch Vilser deHeine sunderlich, > ensullen ouch in disem frid nmh ^ keiilen der obgenanteu Herschaft noch dero, so zlio Jneil gehöreilt, Slossen, Stetten, Vestiilen, Landen Lüten nicht stellen, dz wir si icht In nemeii ald vns der vnderwinden in deheiu wise. Das selb sol die nante Herschaft vnd die Iren vns vnd vnd dien, so zno vns gehöreilt, ze gelicher wise her widertuon- ^ füllen ouch wir j vnd all Vilser Lüt vnd die zuo vns gchörent, si sijen in vnsern Stetten oder vff dem Land, der vorgennnten Herschast vnd dien Iren vnd dien, so zuo Inen gehörent, disen frid ^ leg kollff geben, vngefarlich. Das selb sol die egenante, Herschaft vnd ir Lut vnd die, so zuo Inen ch'st'"^ vils vnd den vnsern her widertuon vnd sol ouch ze beiden teiln s mcnlich zuo dem andern rüweklich ^ fridlich waildeln, ane all vfsätz, in Stetten, in Lendern vild vff wassern all die wile diser frid weret, ^ koufinanschaft vnd mit allen andern fachen als vor mals, E dz disser Misshellung oder kriegen gedacht ^ an all gcltcrd. Wer ouch das in disem frid Jeman, wer der were, mit der obgenanten Herschaft kriech oder vff si ziehen wölt, als bald wir die obgenanten Stett vild Waltstett dz wissent werdeil oder v»s ^ voll der egenailten Herschaft ald von Jrcm Lailtvogt ald voil denl, der des Lantvogtes Stat halted, wirt mit Botten oder mit briefen, so ensullen wir, noch vnser Stett nochLeuder, Vestinen, Slösser noch die in disem frid begriffen sint, der j egenanten Herschaft widersacheil nicht enthalten, weder Husen noch noch durch die selben Vilser Stett, Lender, Sloss noch Vestinen nicht lasseil zieheil, vnd ensullen ^ ciikein kollff noch ze essen noch ze trinkeil nicht geben disen frid vs, es wer dann dz si in disem st"^,,^ der selben Herschaft bericht wurdin. Wer aber dz der vnsern ^ Jeman die vorgeseiten sink nicht stak st' so verr dz der obgenanten Herschast deHein schad oder gebrest da von beschehe und das mit guoter kuntlich wnrd vor dem Bürgermeister, dien Schultheissen, Aimuan vnd Räten der vorgenanten v»st^' vnd Lenderih da der ansprächig dann sesshaft ist, vild erfindet sich da das der vnsern Jeman in die» st 333 > schuldig ist, den oder die sullen wir, vnder dein der ansprüchig sitzet vnd vber den sich schiild erfunden hat, an allem Jrein gnot wisen vnd dar zuo hallen, dz er den schaden vnd gebresten ablege vnd widerker. Wer aber der selb als notig, dz er den schaden mit gnot nicht abgelegen mächt, von dem oder von dien sol man richten nach Recht. ! Das selb sol die egenante Herschaft, ir Lantvogt vnd ir Stett, die Inwendig den, Nin vnd der Ar gelegen sint, vns vnd den vnsern ze gelicher wise her widertuon. Wir die vorgenanten Stett vnd Waltstett snllent onch in disein frid fürbs kein zoll noch geleit vff die egenailte Herschaft noch vff die Iren legen noch setzen, dann in der Masse als es vngefarlich j vor disem krieg was, vnd ensullen onch wir noch die unfern ze Kloten enkeinen zoll geben die wile diser frid iveret. Das selb sol die obgenante Herschaft vns vnd den vnsern her widertuon. Es sol onch nieman den andern, der zuo disem frid gehört, verHeften noch verbieten dann den rechten Gelten oder Bürgen, der Im dar vmb verheissen oder gelopt hat. j Vnd ensol onch enkcin Letz den andern vff kein frömd gericht, geistlichs noch iveltlichs, triben, won Jederman sol von dem andern recht nemen an dien Stetten vnd in dien gerichten, da der ansprächig sitzzet oder hin gehört, vnd sol man onch da dein klager vnverzogmlich richten vnd Im vngefarlich des rechten gestatten vnd helffen Wurde > aber der klager da rechtlos gelassen vnd das kuntlich wnrd, so mag er sin recht wol sürbz suochen als er dann notdurftig ist. Doch ist her Jnue vssgelassen, dz Jederman sin zinse mag Jnge.mn.lm mit pfandung vnd mit sölichen gerichten als vntz her geivonlich gewesen ist, vngefarlich. Beschähe aber deheiil angriff an der obgenanten ! Herschaft oder an den Iren von vns den obgenanten Stetten vnd Waltstetten oder von den vnsern gemeinlich, oder von vnser deheinem sunderlich, dar vmb mag die egenante Herschaft oder ir Amptlüt ald die so dann ir halb geschadget sint, manen die von Zürich, die von Bern vnd die von Solotern gemcinlich oder weliche si vnder Inen wellent, vnd wenn die Manung j also beschicht, so sllllent die selben drij Stett oder ir eine vnder Inen, die dann geinant ist, den oder die, so den angriff getan hant, 'nanen d- si den Angriff in dem ncchsten Manod dar nach widerkeren vnd ablegen. Woltem aber die oder der des nicht gehorsam sin so stillen wir die egenanten Stett vnd Waltstett all mit enander, die den Angriff nicht j geta.i haut, die Vngchorsamen sürderlich lvisen, das si widerkeren vnd gehorsam werden. Das selb sol die egenante Herschaft, ir Lantvogt vnd die Iren vns vnd den vnsern ze gelicher wise her widertuon, wenn si des ermant werden. Vnd wenn es also widerkert wirt, dunket dann dewedern teil, dz Im notdurftig sij dar vmb tag ze leisten, Ist dann der vbergriff > an der egenanten Herschaft oder an den Iren beschehen, so mngent si aber die vorgenanten drij Stett oder ir eine, die si wellent, manen, vnd wenn die Manung beschicht, so sol die Statt, die dann geinant ist, die Anfprächigen vnuerzogenlich onch manen, das si dar nach in de,/nächsten vierzehen tagen ze tagen kamen. Das selb sol die Herschaft vnd ir Lantvogt, j oder des Stathalter ald die Iren, die dar vmb geinant ,verbeut, vns ze gelicher wise her widertuon. Vnd an de- wederm teil die vbergriff beschehent, dar vmb sullen wir die obgenanten von Zürich, von Lutzern, von Zug vnd dz Aiiipt, die von Vre, die von Sivitz, die von Vnderwalden vnd die von Glarus vnd die vnsern gen der obgenanten Herschaft gen > Iren Amptlüten vnd gen den Iren vnd si her wider gen vns gen Var in dz Closter ze tagen komm, vnd stillen wir die von Lutzern, die von Zug vnd die Waltstett gen Zürich komm, vnd sullmt dann vnser Eidgnossen die von Zürich von vnser oder von ir selbs wegen gen Var in dz Closter ^ tagen varn. Aber die von Bern vnd die von Solotern j sullmt gen der Herschaft vnd gen den Iren, 'ob die ansprach der Herschaft ist, gen Zoffingen in die Statt ze tageil komm. Hettind aber die von Bern vnd die von Solotern zuo der Herschaft oder zuo den Iren ze sprechen, so sol die Herschaft vnd die Iren gen dien selben zivetz Stetten geil Bern in die Stat ze tagen komm vnd sol ouch das tag > leisteil, als vorbe- 384 scheide» ist, bi dem Eid vnuerzogenlich beschehen i» de» »echste» vierzehe» tage», weini dewederteil mich sölich vbergriff von dem ander» ze tagen gemant wirt, vnd sttllent ouch dann ze beide» site» zuo de» selbe» vf- löffe» ernstlich rede», wie st mit lieb vbertrage» iverden. Wer aber dz die selbe» sache» mit friintschaft ^ nicht bericht inöchte» werde», so mag die egennnte Herschaft vnd die Iren oder die so an der obgenante» Herschaft teil geschadget sint, eine» Gemeine» Man »eine» vnder dieil geswuornen Räte» in vnsrer Eidgnoschast, es sij in Stetten oder in Lender», weliche» si wellen!, der es vor der Dat ditz briefs nicht verswuor» hat, vnd sol ouch die Statt oder j das Land, vnder dem der Gemein gesessen ist, bi Iren Eiden den selben Gemeinen vnuerzogenlich wisen das er sich der fach an »eine. Vnd sol dann Jet- wcderteil zwen erbcr man zuo dem Gemeinen setzen, vnd snllent dann der Gemein vnd die Schidlnt ze den Heiligen swerren, die sach ze dem rechten vszesprechen, si mugen dam: ein Minne finden, vnd ^ wie si dann die selben sach gemeinlich oder der Vierteil vnder Inen vssprechent, das snllent beidteil war vnd stät halten vnd volfnren. Vnd snllent ouch der Gemein vnd die Schidlnt beiden teilen tag geben an die Stett, da man tag leisten sol, als Vorbescheiden ist, si mugent dann mit beiderteil willen vnd wissent die tag an ander Stett ^ legen. Beschähe onch deHein vbergrisf an vns den egenanten Stetten vnd Waltstetten oder an Jeman der zno vns gehöret gemeinlich, oder an vnser deheinem sunderlich, von der obgenante» Herschaft oder dien s" zuo Inen gehörent, dar vmb mugent die, an dien der angriff vnd schad beschehen ist, manen die obgenante Herschaft oder ir Lantvogt ald sine» ^ Stathalter, vnd wenn die Mannng also beschicht, so sol die selb Herschaft vnd ir Lantvogt vnd des Stathalter vnuerzogenlich schaffen, das der oder die, so irhalb den angriff getan hant, in den nechsten vierzehe» tagen ze tagen komm an die Stett vnd in der masse als vor ist bescheiden. Vnd mag dann der oder die, die dann vnserhalb ^ geschadget sint, einen Gemeinen Man »einen vnder der Herschaft Räten, ald in der Herschaft Stetten vnder dien Schnltheissen, Vögten vnd gesivornen Räten, die si ze Ergöw vnd ze Thurgöw hant, welichen si da wellen, der es vor der Dat ditz briefs nicht versmorn hat. Vnd sol die selb Herschaft vnd ir Lantvogt vnd des Stathalter vnd ir Stett, ^ vnder dien der Gemein gesessen ist, den selben Gemeinen bi Iren trnwen vnd Eren vnuerzogenlich wisen, das er sich der sach an »eine. Vnd sol Jetwederteil ouch zwen erber Alan zuo dem Gemeinen setzen vnd snllent beide, der Gemein vnd die Schidlnt, ze den Heilgen swerren, zno der sach ze sitzen vnd si vszerichten ze sölichen ziln vnd an dien stetten ^ vnd in aller der Masse als Vorbescheiden ist. Vnd wes si sich vmb Jeklich sach erkennent vnd vssprechent, das snllent beidteil war vnd stät halten vnd volfnren in aller der wise vnd masse, als ouch vorgeschriben stad. Wer aber dz mir die obgenanten Stett vnd Waltstett oder Jeman, der zuo vns gehöret, nicht ze tagen kämen mit dien s gedingen als Vorbescheiden ist, ald ob wir oder Jeman der vnsern den vsspruch, so der Gemein vnd die Schidlnt vmb Jeklich sach sprechen!, nicht stät hielten noch volfnrtin, so haben wir all gemeinlich mit guoten trnwen gelopt vnd verhcissen, wenn wir des ermant werden von der obgenanten Herschaft von Ir lantvogt, von Iren Schnltheissen, Vögten ^ vnd Räten in Iren Stetten ze Ergöw vnd ze Thurgöw, mit Botten oder mit briefen, so füllen wir nach der Mannng in dem nechsten Manod vnuerzogenlich die vnsern, es sijen Stett oder Lender ald die so zuo vns gehörent, die nicht gehorsam sint, wisen vnd dar zuo halten, als verr wir mugen, dz si ze tagen komm vnd das si ouch gehorsam werden ^ dem Vsspruch, den der Gemein vnd die Schidlnt vmb Jeklich sach sprechen! vnd tuond, vnd dz si das förderlich volfürm und vsrichtent an all widerred, vngefarlich. Das selb sol die obgenante Herschaft, N Lantvogt vnd die egenanten ir Stett vns vnd den vnsern ze gelicher wise her widertuon. Wer ouch das die obgenante Herschaft Jetz Iren Lantvogt oder ^ ander nach Im deheinest verkertin, so sol der nachgand 335 Lantvogt loben vnd verheissen, disen frid war und stät ze halten vnd ze volfiircn mit allen sinken, so an disen brief geschriben stad, an all gcncrd. Es ist ouch bereit, wz Jeklicher Person off iedewederm teil gen dein andern vntz vsf disen hüttigen tag gericht vnd vrteil geben hat, es sij j vmb giiter oder vmb ander fachen, das sol ze beiden siten war vnd stät beleben von menlichein vnwiderrneffet, an all generd. Her vber ze einem offennen vrknnd, das dis vorgeschriben alles nn vnd hie nach mar vnd stät belib, so habent wir die vorgenanten Stett vnd Lender, vnser Jetlich siner Statt oder sines Landes gemein Jnsigel offenlich j gehenket an diseie brief, Der geben ist an dem Sechzehenden tag Honwmanodes, do man zalt von Cristns geburt Drü- zehen Hundert Nüntzig vnd vier Jar. P-ra°m-nt-nc UNuud/.mt neu» -mhN.Mudc» SiozNn. Nbgcd.uckt bcl Tschudi I, Jahrbuch von GlaruS V. S, S7S. Nr. ISS. 4Z. Die Erwerbung des Liviiicuthaks durch Uri und Obwaldcn. Urkunde der Landleute von Livinen. liU August. Archiv «bwaldc». Allen den, die diesen brief ansechcm oder hörcnt lesen, kruiden wir die Lantlüt gemeinlich voir Liventin mit allen deir' vnsern vnd so zu vns gehörent, daz wir alle gemeinlich vns j vfgcbcn habeir dien ersamen wisen, dien Lantamman vnd dien Lantlüteu gemeinlich voir Vre vnd von Vndcrwalden ob dem Kernwald in ir haut, in ir gemalt vnd schirm f vf geben haben, Also daz wir alle gemeinlich vf den Heiligen offenlich gesworn haben ze Gotte vnd ze den Heiligen vf dein heiligen Eivangclium, Inen den vorgenanten Lantlüteu ! gemeinlich von Vre vnd von Vnderwaldeu ob dem Kernwald gehorsam ze sin, wie oder weles weges si vns vnd vnser Laut besezzent vnd enzezzent vnd si ie dunket, des füllen f wir gehorsam sin vnd dem genug tun. Darzn haben wir in dem selben Eid gesworn der vorgenanten Lendern von Vre vnd von Vnderwaldeu ob dem Kernwald nutz vnd er ze fürdern f vnd ir schaden vnd ir lasier ze wenden als verre wir vermngen. Vnd darzn alle die sink vnd gedinge, so hie vor vnd hie nach geschriben staut oder die vorgenanten Lantlüt von Vre vnd von Vnderwaldeu ob dem Kermvald noch von vns verschriben, besezzen vnd enzezzen, nu vnd ' bieimch ewenklich, wie si dunket daz inen füglich si, daz füllen wir für mm vnd vnser nach- ^ komen war vnd stet halten vnd dem genug ze tun vnd davon niemcr ze lassen in keinen weg, e^ sie denn daz vns die obgenanten Lantlüt von Vre vnd von Vnderwaldeu ob dem Kern- s wald der Merteil ledig lassent, nun? si tnen daz in allen fachen haut vorbehebt vnd vsgelassen, daz si mm mögent lidig lassen, ob si last. llsiere omh daz si vns ouch also lidig liessen als vorstat, s danne füllen nur ouch vnser Eiden lidig sin. Die obgenanten Lender habent ouch inen selber vorbehebt vnd vsgelassen alle ir blinde vnd alle ir gesworen brieffe, so si (ridgnossen haut ^ vnd den fridbrieffen, so si gcn der Herschast von Desterrich haut, vnd allen iren svigheitten nn vnd hienach gentzlich vnbegriffenlich vild vnschedlich in allen fachen, ob es ze schulden j kunt. ^uch sullent vils die obgenanten Lantlüt von Vre vnd von Nnderwalden ob dem Kernwald kein hilffe tun "och senden denne so ferre vnd si dunket vnd si ir truw vnd ir frünt- j schaft wisset, vnbetwnnglich von vns vnd vnsern nachkamen. Es ist onch ze wissen daz wir die vorgenanten Lantlüt von Liffentin je ze fünf Hören, davor vnd darnach wenne s wir des von den vorgenanten Lendern beiden ermant werden, vf welen 836 tag si wollent, so füllen wir vnser gemeiild bi einander han, wer ober fierzecheil Jar ist, vnd dis buntnnss ^ erniiwern, vnd sweren alles daz hie vor vnd nach geschriben stat, war vnd stet ze halten in allen sinken. So sullent vnd mugent ouch die vorgenanten Lantlüt von Vre vnd von Vnder- ^ malden ob dem Kernwald Nichter vnd Gerichte setzen in vnserin Land, nach dem als si danket, daz es inen vnd vns notdürftig si, vnd sullen daz tun in vnsern Kosten. Wir fallen ^ inen onch gehorsam sin stur ze geben vnd alle die rechte, die wir einem Herren von Meilant vnd sinen Richtern vntz har geben haben vnd sich daz erfindt, es si von recht oder ^ von guter gewonheil vntz an ir gnad. Wen ouch daz wir der obgenanten Lautlüten von Vre vnd von Vndermalden ob dem Kcrnwald deheinest bedörftent oder notdürftig wurden > in vnserm Lande vnd wir si erbitten möchten, ir wen lützzel oder vil/ die sie vns schikten, den kosten füllen wir inen geben vntz vf ir gnad. Wer ouch daz die obgenanten von Vre vnd j von Nnderwalden verneinen von ieman, der vber vns ziechen wölt oder vns bcgerte vbel ze tun an vnserm lib oder an vnserm gut oder an vnserm land, so mugent vnd sullent si > den gewalt haben, vns hilf ze schicken, als vil vnd si den notdürftig danket, ob wir inen ioch mit verschriben noch vmb hilff enbutten. Vnd wen daz si vns also hilff schickten, als j davor stat, daz sont si ouch tun vf vnsern kosten vntz vf ir gnad. Wer ouch daz wir die obgenanten von Liffentin oder vnser nachkamen vns von dien obgenanten zwey lendern Vre vnd ^ Nnderwalden ob dem Kernwald von inen deheinest wnrffen oder in deHein weg von dir buntnnß kcrten, heimlich oder offenlich mit vnserm willen, so sol vnser lib vnd vnser gut inen j gemeinlich verfallen sin, were daz es also von vns tuntlich ward. Ouch ist vns ze wüssen, als wir vor ziten teil hatten vnder vns gehan von Giblingen vnd von Geissen oder von andern > teillen, die noch möchten vfgelouffcn, daz doch an vnserm lib vnd an vnserm gut großen schaden bracht hat vnd noch bringen möcht, wie daz die obgenanten Lender daz versorgent oder verkomm > daz es nüt me beschehe, ob es vnder vns ieman tun wölt, dero wer wenig oder vil, des sullen si vollen gewalt ha», die oder den ze straffen, mit was stuken si daruf sezzent, s darzu füllen wir die andern inen behulfen sin ln dein Eid, so wir gesworn haben, daz es nüt me vnder vns beschech. Onch sullen die obgenanten Lender in vnserin dein vorgenanten s Lande ze Liffentin noch in vnserm gebiet von hin nüt me ze teil gan vnd vm betwungen sin mit ir gut. Vnd haruber ze einem geweren offenen vrkunt vnd j gezügnuß so haut irnr die vorgenanten Lantlüt gemeinlich von Liffentin Vilsers Landes geinein Jngesigel offenlich gehenket an discü brief, vns vnd vnsern nachkamen iemerme ^ ze einer vergicht vnd gezügiluß dirre fache. Der geben ist lütt nechsteil Slliliieiitag nach vnser froiven tag ze nlitteil Öligsten in dem iar, do man zalt von Cristus f gebürt fierzechen hundert vnd drü Jar. Pergamentene Urkunde mit anhüngcndcm Siegel. ü. Veredniß der Orte Uri und Obwalden. 14VS, 19. August. Archiv rZbwaldc». Alleil den die disen brief ansechent oder hörent lesen n» vnd hieilach, künden wir die Amman vnd die j lantlüt gemeinlich von Vre vnd von Nnderwalden ob dem Kernwald vnd vergechen offenlich mit diseM! brief für vns vnd die vnsern, daz wir mit einandern vber ein komm sin von der wegen von Liffentin, j wir die zu vns haben genomen, Sin mir vber ein komm, das ietweders land sol ein Jar ein richter! setzen in dem Land ze Liffentin, oder es si dm, daz deweders Land mit des andern willeil sürer daz wag 33^ bchan, s daz si inen gunnent, fürer ein Amtinail ze sctzzeil, daz behabcn wir v»s selben vor. Vnd als nur selben s haben vorbehebt in der gelüpt vnd in dein brief, so vns die obgenanten von Liffentin gelobt geben haut, daz s wir von inen inugen lasseil vnd si lidig sprechen, daz sol vnd mag ietweders Land ü>n an daz ander, s wen daz ist, daz in vnsern Lendern beden. Vre vnd Vnderwalden ob dein Kernmald ietivederm land dem s ZNerteil wol gefalt, daz wir voii dien obgenanten von Liffentin lassen snllen, so ^Ugen ivir sie den ivol lidig sprechen. s Es ist och beret, vf daz ein Nichter, den wir gen Liffentin setzzen vnd ^ere daz der deHein snch dewederiii s Land wurd enbiettcn, vmb deHein sach des er ntit gcivalt hette vsze- ^chten, oder ob er vnsers rattes darumb betörfti, daz sol cnweders land vsrichten, den daz mir ein ander die fache stillen lassen müssen s vnd darzil vnser botschaft voii beiden Lenderil senden, die fachen ze ver- ^>Uen, als si den an ir selber ist, mit s dem besten so mir kunen. Wir sin och vber eiii komen, daz iiicman vnsern lendern die obgenaiiten voii Liffeiitiii s sol an ir gut angriffen an recht, won ist daz ieinan, der vnsern Lendern ist, der vtzet hat an si zn sprechen j der sol ein recht vnder inen nemen viid viider dein dichter, den ivir dar setzzen vnd snllen och si darzu s schirnien vor menklichem als vil so -vir vcrinngen, vnsern Richten vnschedlich. Och sin wir vbcrein koinen, s were daz ieman von vnsern Lendern zn dien vorgenantcn Liffentin deheinest zugen oder lnffen, ane des s Amilians vnd des Rates der merteil do selbs wüssent ""d willen, dem oder die,: snllen wir noch si keinen s sold noch kosten schuldig sin ze geben. Vnd des ze einem ^weren offennen Vrkunt vnd geziignuß so s haben ivir die obgenanten Lantlüt von Vre vnd von Vndcr- ^Ädea ob dem Kernwald vnser lendern gemein s Jngesigel offenlich gehenket an disen brief ze einer vcrgicht gezügnuff dirre fache. Der geben s ist ain nechsten Sunncntag nach vnser froivcntag ze mitten Ongsten dem Jar, do man zalte von s Cristns gebnrt fierzechen hundert vnd drü Jar. Pergamentene Urkunde mit anhängenden Siegeln der beiden Länder. 44. Ewiger Bund zwischen Zürich und Glarus. Zürich. 140«, 1. Jttli. Archiv ElaruS. Staatsarchiv Zürich. In Gottes namen Amen. Wir der bnrgcrmeister, die rät vnd die bnrger gemeinlich der statt Zürich chd wir der amman vnd die lantliit gemeinlich des landes ze Glarus tuon kunt allen deii, die disen brief schein oder horcnt lesen, das wir mit guotem rat vnd mit sinneklichcr vorbctrachtung durch guoten frid vnd ^vnien vnser liben vnd gliotes vnd dllrch nutz vnd fromm willen gemeinlich des landes einer ewigen bunt- vnd früntschaft vber ein komen spen, zesainen gelopt vnd gesworn haben liplich vnd offeulich gelert cid heilgcn, für vns vnd alle vnser nachkamen, die herzuo mit namen ewenklich verbundeil vnd begriffen " sullent, mit eiilailder etil ewig buntnusse ze habeil vnd ze halten, die auch nu vild hienach vnwandelbar, .^^^'vchoii vnd aller ding vnfersert, mit guoten trüwen stät vnd vcst emeklich beliben sol. Vnd won aller ^Wichm dingen vergesseil wirr vild der louff dirr welt zergat, vnd in der zit der jaren vil ding chsM werdeil, do von so geben ivir die vorgenanten von Zürich vnd von Glarus einander dirre getrüwen eivigeil bnntniiß eiil erkante gezügsanü nnt briefen vnd mit schläft, also dz ivir einander ^'üwlich behlilffen vnd beraten sin füllen, als verr vns lip oder guot erlangeil nlag, ane alle gellerde, geil ^ ^ien vnd vff alle die, so vns an lip oder an guot, an eren, an friheiten, mit gemalt oder ane recht 43 338 vnfuog, vnlust, angriffen, bekreilkei?, dekein widerdrieß oder schaden tätin, vns oder jcman sa zuo vns gehöreiit, nn oder hernach, inwendig dien zilen vi?d kreissen, als hie nach geschriben stad. Das ist des ersten do die Ar entspringet, dz man nempt an Grimslen vnd die Ar ab für Hasla, fiir Bern hin, vnd seiner vier «d der Ar nach vntz an die stat, do die Ar in den Nin gat, vnd den Nin wider vf vntz an die stat, do" entspringet, vnd von dem vrsprung vnd der selben statt die richte durch Cnrwalchen vff vntz an die vestd ze Nii?ggei?berg, vnd von der selben vestp Ninggcnbcrg ober enhalb dem Gothart hin vntz vff den Vlattiffb vnd von dannenhin vntz vff den Toisel, wider über vntz an den Grimslen do die Ar entspringet. aber dz in discn vorbenantcn zilen vnd kreissen jeman, so in dirre buntnuß ist, dekein wise seiner ane re^ von jeman aiigriffen oder geschadget wurde aii lüte oder an guot, dar vmb so mag vnd sol der burg^ meister vnd der rat der statt Zürich, der amman vnd die lantlüte ze Glums, weliche ie dann geschadgot vmb den schaden sich erkennen vff ir cid, vnd was sich dann der selb burgermeister vnd der rat vnd ff" amman vnd die lantlüte oder der vierteil, so dann geschadgot ist, vff den eid erkennent vmb hilff oder zcgriffen, vmb keiner Hand fach so dann notdürftig ist, dar vmb sol vnd mag der rat oder die gemein^ vnser der obgenanten statt Zürich oder des landes ze Glarus, so dann geschadgot ist, den andern mons^ vnd vff wen die manung dann geschicht mit des ratz oder der gemeinde der statt oder des landes gewiss boten oder bliesen jn die rät vnd gemeinde oder zuo der kilchen in vnserm land ze Glarus, über den über die sullent wir die von Zürich oder wir die von Glarus, so dann gemant sint, bi den eidcn »n^ zogcnlich dein, so dann vnder vns gemant hat, behulffen vnd beraten sin mit gantzem ernst vnd mit nll^ fachen, als die notdurftig sint, die sich dann vmb hilff erkent vnd gemant Hand, ane alle guerd. Bnd ff vnder vns der vorgenantcn statt Zürich vnd dem land ze Glarus nieman gen dem andern dirr buntwff' dirre manung oder der helff dekeines weges ab noch vs gan, mit Worten noch mit merken kein ding s"^ noch werben, dar vmb die helff, vmb die dann ze mal gemant ist, zerdrennet oder abgelcit werden macht, alle guerd. Vnd sol ouch vnder vns jetweder teil dieselben hilff mit jr selbes costen tuou ane alle Were och das an vns oder an jeman, so in dirre buntnuffe ist, kein gecher schad oder angriff beschechff ^ man gecher hilff zuo notdurftig were, do süllent wir vngemant ze aller? ziten vi?ue?'zogei?lich ziiofarii ^ schikeil, rvie dz gerochei? vnd abgeleit werde, ane allei? fürzug. Ware aber das die fach als groß we^, man eines zoges oder eines gcsetzes notdürftig wer, wenne daili? vnser dewedcr teil voi? den? ander" s botten oder rnit bricfei? ermant ivirt, darilach slilleilt wir vnuerzogenlich ze tagen konlen jn das Pfeffiton, an dein Zürichsce gelegei?, vi?d do ze rat werden, was vns dann aller nützlichest dunket, als" ^ ouch dem oder dien, so dann vmb hilff gemant Hand, vnuerzogenlich gehulffen werde, ane all geuerd. och dz man jernai? besitzen wurde, so süllent wir die von Zürich oder mir die von Glarus, so die fach vnd die so dann ze mal gemant Hand, der? costen einig Habel?, so von werken, von werchlüten oder f gesetzt» wegen dar vff gat, ane all geuerd. Were och, das jeman wer, der dekeinen, so in dirre sint, angriff oder schadgote ane recht, vnd der selb vssern halb den vorbenanten zilen vnd kreisse» !ff^^> wer, wenn e» dam? ze schulde,? kunt, dz der oder die, so den angriff vnd schaden getan Hand, kon?e>?t i" , geivalt vnser der vorgenanten cidgcnossen, den selben oder die alle, ir helffer vnd diener lip vnd ir ^ mau hefften vnd angriffen vnd si des wisen, dz si den selben schaden und angriff ablegen vnd wider ^ vnuerzogenlich, ane alle geuerd. Were och, das wir die vorgenanten von Zürich stoß oder gemunneu mit diel? vorgcnanten vnscrn eidgenossen die«? voi? Glarus gemeiulich, oder si mit vns 6"^^^ das Got lang wende, dar vmb sullent wir beid teil ze tagen komm och in das vorgenant dors 339 v"d sol do Vilser jetweder teil zwen erber ,nan darzuo setze»! die selben vier sullent dann swerren ze den tilgen, die sach vnd die stoß vnuerzogenlich vszenchten ze ininnen oder ze dein rechten, vnd wie es die vier °der der inerteil vnder jilen dann vsrichtend, dz sllllent wir ze beiven siten stät haben, ane all geuerd. Wäre °ber, dz die vier, die darzuo benempt vnd gesetzt werdent, sich gelich teiltint vnd stössig ivurdint, jst dann b'e ansprach vnser der von Zürich, so siillent die vier bi den eiden, so si gesworn Hand, in dein land ze ^ilarlis ein geineinen nian zno sneil tiesseii vild neinen, der st in der sach schidlich vnd geinein dlintet. Wäre ^ber tzjx ansprach vnser der von Glarus, vnd sich die vier och gelich teiltind abo Vorbescheiden ist, so siillent ^ selben vier ein geincineil man jn dem rat Zürich neinen, der si onch in der sach schidlich vnd gemein bwikct, vnd welichen si darzno tiesent, den siillent die, iil der statt oder land er gesessen ist, bitten vnd des '"ise», dz er sich der sach mit den vieren anneme, vnd mit sinem cid sich verbinde vszenchten, ane alle geuerd. ^ sol onch kein leg den andern, so in dirre buntnüß ist, vmb kein geltschuld vff kein geistlich noch weltlich «^cht lade» noch triben, won jederman sol von dem andern ein recht neinen an den stctten vnd in den Richten, do der ansprechig dann seßhaft ist vnd hin gehört, vnd sol man onch dem da vnnerzogenlich richten ^ de,, cid, ane all generd. Were aber dz er do rechtlos wurde gelassen vnd dz knntlich were, so mag er recht wol fürbas suochen als er dann'notdürftig ist, aber vmb rächt zins mag vff jetweder,n teil jederman I" zins jnzüchen nnt gerächten, als jn, dz fügklich dunkt, ane generd. Es sol onch nieman, so in dirr U"t"iisse ist, den andeni verHeften noch verbieten dann den rechten gelten oder bürgen, so r.n dar vmb gelopt ^ ane alle generd. Wir spen o.ich einhelklich über ein komcn, das wir die von Zürich noch die von ^ar..s dewedcr vmb deHein .sach für einander Pfand sin siillent, ane alle geuerd. Onch haben wir die Zürich vnd von Glarns vns selben vorbehept vnd bereit, were dz wir sa.nent oder vnser deweder besnnder "'s jenderthin gen Herren oder gen stetten fi.rbas besorgen vnd verbinden wölten, dz mngent ,vir ivol tnon, dz wir doch dis buntnüß vor allen blinden, die wir hienach nemen wurden, gen einander e.veklich vest ""d stät haben siillent mit allen fachen, als an dise.n brief bereit vnd verschriben ist, ane alle geuerde. ^ ist onch eigenlich bereit wer dz jeman den bnrgermeister, die rät, die ziinft vnd die bnrger ge,neinlich statt Zürich bekrenken oder bekiin.bern wölte an jr gerächten, an jr ziinften, a.r jr gesetzten, die sie gemacht vnd in dirre buntnüß begriffen sint, wenn wir die vorgenannten von Glarus dar vmb ermant werden einem bnrgermeister allein oder von einem rat Zürich mit des burger,neisters oder des rates Zürich "selten briefen so siillent ,vir jnen vnuerzogenlich vff den eid behulffen vnd beraten sin, das der burgcr- '""ltcr, die rät vnd die ziinft bi jre.n ge.valt, bi jr gerächt vnd bi ir gesetzten bcliben, als si es vntz her in 's buntnüß bracht Hand, ane alle geuerd. Nnd ze gelicher wise siillent wir die von Zürich dien obgenanten "'kn eidgnosse.r die.r von Glarus ouch also behulffen vnd beraten sin, dz si bi gerächten, bi jren gesetzten "tiben, als si die in dis buntnüß bracht Hand, ane alle geuerd. Jn diser buntnüß ist ouch eigenlich "''^"get, ob wir die egenanten von Zürich jetz mit jeman, wer der were, stösse hettin oder her nach Hunnen vnd wir die vorgenanten vnser eidgenossen die von Glarus vff vnd über die, mit denen wir dann hettind, mantind vnd die selben vnser gcgenteil jn stössen, so si mit vns Hand, vff den ainman vnd die ^'vorncn rät ze Glarus ze dem rechten komm vnd ir spruch dann vmb die sach genuog tuon wölten, wölten """ wir der sach dien selben von Glarus also nicht getruwen vnd vf si kommt, so sont si vns dann gen selben vnsern widersachen nicht gebunden sin ze helffen in deHein wise, si tilgend es dann gern. Wäre ouch, ."s die von Glarus nnt jeman jetz also stich hettin oder her nach geivunnen, wölten die widersachen vns ^ burgermeister vnd dem rat Zürich jr stich, so si mit jnen hettin, ouch also getrüwm vnd ze dem rechten 340 vff vns koinen vild vnsenn spruch dami vnib die fach genuog t»on, lvölte» danil die selben von Glarus dien von Zürich also nicht getrnwen vnd vff vns koinen, so sint wir jnen gen dien selben jren widersach^ vllch nicht gebunden ze helffeit in deHein ivise, wir tügeild es denn gern. Wir die obgenanten von Züibl vnd die von Glarns haben ouch vns selber in diser buntnttsse »nt bcdingeten warten vorbchept vnd vsgelasse"- ob das were, dz vnser eidgnossen vns inantind der bündeil, so wir die von Zürich besnnder vnd wir die Glarns vllch sunderlich mit jnen habeil vnd vns diser bund nach der vorbenanten geslvorilen bnntbriest» wisung nlit dein rechten abgesprochen vnd erkent wurde, dz spl vils dien von Zürich noch dien von Glm'»'- ail vnsern cren kein schaden bringen, vnd süllent doch wir die von Zürich vnd die andern eidgnossen bi de bünden beliben, so wir vor mit dien von Glarns vnd si mit vns haut, vngefarlich. Es sol auch vnser der von Zürich vnd von Glarns bnnd vor allen andern bünden gon, die wir die von Glarns id" Curwalchen getan haben, ane alle generd. Aber wir die vorgenanten von Zürich haben' vns selbe" vorbehept vnd vsgelassen vnserm Herren dein kling, dem Heilgen Nömschen rich die rechtnng, die ivir jnen tiie' süllent. Darzllo habeil wir vsgelassen vnser eidgnossen, die bünd vlld die gelüpt, die ivir vor dirre bmitn getan haben, ane alle generd. Vnd ivir die von Glarns haben ouch vorbehept vnd vsgelassen vnserm dem kling vild dein heilgeil Nömschen rich vnd dein gotzhns zu Seckingen jr rechtnng, die ivir jnen im süllent, ane all generd. Do bi sol man sunderlich müssen, dz wir die obgenanten von Zürich vnd Glarns vnser ieclich statt vnd land, ieklich dorff, ieklichcr Host, so im zuogehört, der in dirre buntnüst Üb ^ jr gerichteil, bi jr sriheiten vnd handvcstinen, bi jr rechtuilgeil, bi jr guoten geivoilheiteil, vnd bestulder die voil Zürich bi vnsern müntzen gentzlich belibeil slllleilt, als dz jederinan v»z har gefüort vild bracht also dz niemail den ailderil daran bekrenkeil noch suinen sol, alle all generd. Es ist och bereit, durch dz diser bund jungen vnd alteil vild allen dien, so dar zuo gehörent, jemer mere dester ivllst>^^ licher sie, das man je ze zechen jaren ze iilgeildem Meijen, do vor oder dar nach, alle generd, al. ^ vnder vils von dewederm teil an den andern gefordert wirt, bi vnserm eiden dis gelüpt vnd bu»^ erlüchteil vild ernüiveril sülleil mit worteil, mit geschrift vild mit eideil vnd mit allen dingen, so ba»^ dürftig ist. Was ouch dann mannen oder knaben ze den ziten ob sechtzechen jaren alt ist, die süllent swerren, dis blintnüsi vllch stät ze habeil eweklich, mit allen sinken als an disem brief geschribeil stönd. aber, daß die nüwerung also nicht beschäche ze denselbeil zilen, vnd es sich von keiner Hand fach wegen oder verziechend wurde, dz sol doch vnschedlich sin dirre bnntnüß, won sie mit namen eweklich stät v»d belibeil sol mit allen sinken, so vor geschriben stad, an alle generd. Wir haben ouch einmüotikl'ch selber vorbehept vnd behalten, ob wir durch vnser gemeinen nutz vnd notdurft keiner dingen einhelklich einander nu oder hie nach jemer ze rat wurden anders dann in dirr buntnüst jetz verschriben vild beott es sie ze niiilreil oder ze liieren, dz wir dz mit einander wol »lügen vnd gewalt habeil sülleil, wie einhelllich ze rat werdeil vnd über ein koinen, dz vns nutz vnd sügklich dunket, ane alle geuerd. habeil wir die obgenanten von Zürich vnd von Glarus vils jn diser bililtnüst lllter vorbehept, ob »»sta' ^ gnossen dis bililtnüst vnd früntschaft inl oder her nach jemer mit vns vfnelnen und dar jn komm wölü'"^ wir jiien des gunnen vild Verheugen süllent vnd mugent, alle all gelierd. Vnd her über ze einem offeilii vrkund, dz dis vorgeschriben „u vild hie imch eweklich vest vnd stät belibe voll vns vnd voll v» nachkomen, dar vmb so habeil wir die vorgenanten von Zürich vnd die von Glarus vnsere jnsigel gehenkt an disen brief, der geben ist Zürich an dein ersten tag Höimanodes, do man,zalt von Gottes vierzechenhundert jar, darnach in dein achtenden jare. Nach Zahrb, v. Glarus VI, S. IS», Nr, iso, auch abgedruckt Tschudi l„ 341 4S. Burg- und Lnndrecht der Appenzeller mit Zürich, Lncern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zng und Glarus. l411, S4. November. Wir der amman vnd die landliit gemeinlich des lcmts ze Appenzell tnon knnd allen denen, die disen brief stchent oder hörent lesen, daß wir mit guotein rat vnd sinnklicher vorbetrachtnng ze nutz vnd zuo eeren vnsers lants und litten, vnd durch sromung willen gemeiiilich des lants, der fürsichtigen wysen des burger- "leisters, der raiten vnd bilrgern gemainlich der statt Ztirich, des schnlthessen, der raite.i, biirgern ge.nainlich der statt Lucern, der ammen vnd der lantliiten genleinlich der lenderen ze Vre, ze Schwitz vnd ze Vnder- walden, des ammes, der raiten vnd bürgern Zug vnd des an.ptes gemeinlich die zno Zng gehörend, vnd des annnens vnd der lantliiten ze Glarus, burger vnd lantlüt worden siend, vnd habend das von jnen genieinlich a.l vns genomen vnd empfa.igen mit denen gedingen, als hienach geschriben sind. Des ersten, were das die obgenanten stett v.ld ivaltstett, si alle oder vnter jnen kein statt oder laut bsunder, ,ln oder hernach, mit je.nan, wer der wen, mißhellnng vnd krieg hettind oder gewnnnind, welich statt oder laut dan der krieg anrüret vnd angot, die dan die andre eydgnossen ze manen Hand nach jr pnntbriefe .vys.lng, dieselben Hand onch den gwalt, vns die vorgenaitten, den aunnan vnd die lantli.t ze Appenzell oder vnsern wn.nan besnnder onch vmb Hilst ze inanen, vnd sollend dan wir dieselben von Appenzell denen, so da gemant Hand, vnd onch allen andern jren eydgnossen nach der wannng vnnerzogenlich vnd on alle widerred mit vnsern liben vnd mit vnsern gnotern vnd mit vnsrer ...acht, die w.r dan gehaben mügend, z..o jnen oder anderswohin, dahin wir dan gemant sind, znche.i vnd jnen behnlsten vnd beraten sin vnd darzno vnser bestes tu°n, als ob die sach vnser wen, one alle gevärd. Vnd sollend onch die Hilst gentzlich in vnsern kosten tnon, wie dick das ze schulden kun.pt, one der eydgnossen schaden, vngenärlich. Were onch, das wir die vorgenanten v°n Appenzell mit je.nan, wer die wärend, jetzo oder hernach stoß vnd krieg hettind oder gewnnnend, vnd vns duchte das wir darinne der eydgnossen Hilst notdürftig werent, das „rügend .vir den vorgenanten stetten vnd lendern mit vnsern Kotten oder briefen in ir rait verkünden vnd zu Wilsten tnon. Dankt dan ir rait 'N stetten oder in lendern, ald die botten, die darzno von jnen geschickt werdent, das wir die vorgenanten von Appenzell nach gelegenheit der sach von jnen Hilst notdürfftig sigend, wie vil si vns dan bewapneter Wannen von jren stetten vnd lendern zno Hilst sendent, damit füllend wir ein begnüegen haben vnd sollend wir dan den soldnern ir jegklichem alle tag vier crützplaphart ze sold geben, alle die ivile so si in vnserm seilst sind, vnd sol der sold anfachen des tages, so die soldner von jren hüssern scheident, vngenärlich. Doch Hand die obgenanten stett vnd waltstett jnen selber gentzlich vorbehept vnd vßgelassen die piint, so si mit einander vnd onch vor der data diß briefs getan Hand. Onch sollend mir die vorgenanten lantlüt ze Appenzell keinen krieg nicht anfachen vnd onch nie.nan vsserthalb der eidtgenoschafft in keinem krieg nicht behelffen ""d beraten sin one der obgenanten stetten vnd waltstetten rat, wüsten vnd willen, vngevärt. Item vmb ^schulden vnd vmb solich fachen sol jederman von dem andern recht ..einen an den stetten vnd in den Richten, da der ansprechig sitzet vnd hingehört, vngenärlich. Aber sin rechten gelten oder bürgen .nag jeder- W-m verhefften oder verbieten, als das in der obgenanten eidgnossen pünden verschriben ist. Vmb zins, den 342 mag jcderman vordem vnd inziehen, vntzhar gewonlich gewesen ist, one gevärd. Wäre ouch, das nur die obgenanten lantlüt ze Appenzell die obgenanten stett oder waltstett samend oder vnder jnen khein statt oder land besunder vmb ir erber bottschasit bitten wurdent, ze vnsern fachen ze riten oder ze varen, die botten sol nmn vns nit versagen, doch das dieselben botten in vnser, dero von Appenzell, kosten vnd vff vnsern schade» riten oder varen, one gevärd. Wurdint onch die obgenanten stette vnd waltstett hinnenhin seiner mit einander mißhellig vnd stössig, oder vnder jnen khein statt oder lant besnnder (das Gott ewigklich -wende), der flösse» vnd mißhellnng wegen füllend wir die vorgenanten lantlüt ze Appenzell vns in kein wis noch weg »>t anneinen, wan das wir vf demedrem teil in den fachen nieman hilflich noch bestendig sin stillend, es wäre dan, das wir vnser erbern Kotten zuo den fachen schicktend, ob wir die mit früntschaft vereinen möchten, das mügend wir wol tilvii, on gevärd. Item so Hand wir die vorgenanten ze Appenzell all gemeinlich vnd vnder vns jcgklicher besunder, was mannen oder knaben ist, die sechzechen jar alt vnd älter sind, gelcrt eyd ze Gott vnd ze den Heilgen mit vfgehebten Händen geschworen, das wir alle vnd die zuo vns gehörend vnd vnser jegklicher besunder, den vorgenanten stetten vnd ivaltstetten allen, vnd dein merteil stetten vnd lendern vnder jnen gehorsam sin sollend, on alle gevärd; vnd bi denselben vnsern eiden Hand wir gelobt vnd verheisse», jrer vnd aller jrcr burgern vnd lantlüten, die setz zuo jnen allen oder khciner statt oder land besunder gehöre» oder hernach also zuo jnen gehören werdend, schaden ze warnen vnd ze wenden vnd jr ere vnd nutz ze f»^ dem, als vcrr wir künnend oder mögend, on all arglist, vngenärlich. Die obgenanten stett vnd waldstet Hand jnen selber mit bedingeten Worten vorbehept vnd vstgelassen, das si geineinlich oder der merteil viu jnen oder jr nachkamen dise vorgeschribue stuck vnd geding, si alle vnd ir jegklichs besunder meren vnd mindeG mügind, wenn si wellend vnd si das nutz dunkt, one mengkliches irrung vnd widerred, vngcuärlich. V» darliber ze einem waren vnd vesten vrkllnd aller diser vorgeschribnen dingen, so haben wir die vorgenantt» von Appenzell vnsers geineinen lautes insigel offenlich gehenkt an disen brief, der geben ist an sant Catha- rineil abend, do mair zalt von Chrsti geburt vierzecheil hundert jar, darnach in dein eilfftcn jar. Abgedruckt Tschudi, I. 6bo. — Zellwcger, Appenzeller Urkunden I. s. 228. — Jahrbuch von Glarus, VI. 446. Nr. 143. " Bluntschli II. 91). 4«. Der fünfzigjährige Friede. 1412, 2». Mai. Staatsarchiv Luccrn. Wir die Bürgermeister, die Schultheis), die Amman, die Rät, Burger, Lantlüt vnd alle Lüt gew^ lich der Stetten vnd Lcndern Zürich, Bern, Solotern, Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden, Zug v»d Ampt ze Zug vnd Glarus, Bekennen vnd tuou kunt osienlich iiiit disem bries: Als wir vnd die v»si^ So zuo vns gehöreut, etive vil zites ^ In kriegen vnd missehellungcn gewesen spen mit den HochgebvG Durchluchtigeu Fürsten, dien Hertzogeu von Oesterrich ec. vnd mit den Iren, In den selben Löisfen si^) ^ grosser dingen ergangen habent von Todslegcn, von Noub, von Brand vnd von andern fachen, Die krieg zwentzig Jar in friden bestell j wurden als die fridbrief des selben friden wol wisent, Sol man ivstt" das wir aber nu einen guoten getrüwen friden vfgenomen haben mit der obgenanten Herschaft von O^st^' rich :c>, vnd haben ouch mit guoten trüwen gelopt, den selben friden luter vnd gantz war vnd stät s 343 halten vnd ze volfürm für vns, für ! alle d,e vnfcrn vnd die zuo vns gehörent, für alle vnscr helffer vnd diener vnd für alle die, so vnser halb In den vorgescitcn kriegen begriffen waren oder sint, vnd für den Amman vnd die Lantlüt zc Appenzell, die zuo vns gehörent, vntz vff den nechsten Sant Göryen tag so nn k"nt, vnd dannenhin fünfzig I gantze Jar die nechsten so dann schicrest nach einander künftig wcrdent vnd den selben Sant Jörijen tag allen, vngefarlich, mit dien sinken vnd artikeln als hie -nach eigenlich begriffen sint. Des ersten ist bereit, dz wir die vorgenanten Stctt vnd Waltstett, alle Vilser burger vnd lantlüt vnd die zuo vils ge- s hörent, beliben snllent bi vnsern Lechnen, bi vnsren Pfantbriefen vnd bi andcril vnsern briefen, bi vnsern frihciten vnd gnaden, die wir von der obgenanten Herschaft oder den Iren hant, dach der selben Herschaft an Jr Manschaft, an ir Leche.lschaft vnd all Jr Losung v.lschedlich, vnd was wir sust Jnne hant, dz wir zuo > vnsern Händen habe., gezogen, dz sol vns bellben disen frid vs. Dar zl.o füllen die von Switz die March so st von dien von Sa.lt Gallen vnd von d,en voll Appazell ankomen ist, o.lch Jnne hau disen friden vs. So snllent die von Glarns, die von Vilentspach v>ld die vo.l Brauen die versessen stürm, die si der egenanten Herschaft vsrichten ! sollte,l nach des fr.dbr.efs sag, der da vff zwentzig J°r wiset, disen friden vs Jnne habe... Si snllent o.lch die selben Stür bis hin nicht geben die wile diser frid weret, voll der obgenanten Herschaft und den Iren v.lbeküll.bert, doch yet.veder.n Ml ..ach dem fr.den sine», rechten v.lschedlich. Wäre aber dz die vorgenant ! Herschaft zno vns den vorgenanten von Zi.nch, v°n Bern, von Solotern, von Lützen., von Zug vnd von Glarns dehe.n zno,prnch hette von Übergriff wagen, die Inen oder den Iren von vns ald den vnsern In dem frlden der da zwentz.g Jar wiset, be- schachen weren, Dar v.nb s.lllent wir Inen garecht werden nach! de. sett>m sr.dbr.ess w.st.ng ob d.e m.t ^r Minne nicht übertragen möchte werden. Ze galicher wise sol vns vnd den vnser.. d.e Herschaft vnd die Iren her wider tnon. Wäre aber dz vff de.veder.n teil Je.nan also v.nb sm ansprach ze tage.. ...cht mante v"d dar v,nb nicht recht vorderte nach des vorgeseiten ! fridbriess wlsl.ng, E dz d.e zwentzlg Jar des selben sAden vergangen vnd für sint, dannenhin ensol an deweder... teil n.e.nan ..... ... vergangen znosprnch ...cht '"anen, ..och die in dehein ...ise vorder., den friden vs, doch Jetwederm te.l nach de... fr. en an sine... rrehten ane schade... Was onch vertädingeter > fachen gen Je,..an d.e ... d.en sr.den egr. se.. sint beschechen ist ^ s. aeuerd Dann st v.nb d.e von We m bereit, das d.e Statt vi, da b. sol es gentzl.ch bel.ben, ane alle ge.n.o. l r, ,. . „ ^ ... ^ «°I°. rrich. ard..r.rrr. srrl wrrd.r. wrdrr rrri. R..M. ..°ch mr. g.Mm, dr. rrrr. drr frid «,rr. «rdchrw. wrrdm «'», rrlrrr chr.r,r.dlr, dr-,.IIr.rr Strr.. «ms > J-drnrrm. M Nr.'r, S'w«-.ch. rrr«,st,M. h.st'w lrmrrr, «'d d. „...„hch st„. I« „...rrd, dm snd G f.. rrr, °>ch mr dr. °°.M..°rMr. S.r« ...rd «Mstr», Wik dijrr frid wrrrt mlrirrrr, d-r »dzmmiim Srrlch»st odrr rrrr ^l.rr !»-rg.ho», kl fr.r »drl Zr», «» «drr „mr. rrich, ir Ir,rr.,rr „°ch z. lrrr.rr.m. rrm.m ,wch > mpirrchm. Er rrr-»- d.M. rr, mstrrr. Strtt.rr °d°r «...drrr, rrld irr »rrfr-rr g.-ich.m rrr.d -.«-im w> w.d drrr rrr z.chm md mfr! °.rch r.„w,d.r "» d.„ m.drrr, drrr rrr, rrich. frrrrrm "°ch °n ?«"" lip rrrrch »rr°d wd- frib st.strrr. drrr °b,mr>r,.r drrd dir Jrrr, rrrrd rrrrd d.r. -rrfrrn z- S'Iich-r w». hrr r.r.dr. > std.r rrrrch dr. «nlrrr. rrr,Mm. >» difrrr, frid rrrrch drk.irrrr, drr °bgmm,.m Hrrschrrst, "°ch d.r° z.m Jrrm „rhmrrr.. Sl-strr,, »rsir. - «arrdrrr r.«ch «ir.rrr rrich. strstm drr- M » s» Znmmm rrid m,z dr.« mdrrmr.rdm r.dch dr- rrr.mrrr, Nr. irr dchrr.r, rrrrsr, D-- I« st«.'« »ir «rzrrrmr,. Hrrfchch, w.d dr. Jrrr, > mr- «. «» '» °» dir,, „„z ,,hsrrrr. z. s-lichr- .»ist h.r'°id«t.ww Es Mm. d.rch rrrrr rrr.d rrrrfrr rrrrchlmrr., °r,d wrsrr »ir, «rrd dir zr.rr °rrd schirrmt, si M" i» -us-'N Str».r. mrd »md-m -ld M d-m »rrr.d, drr °b-°n.,..rr, Hr-sch-st «r.d dr.. Jrrr, °..d dl» i- ->>° >»» °°h-rmt, d.frr, fr,d-r, -5 . ». l-, >°.E 344 vnd lassen volgen vnd inen den selben kouff von nieinans noch voll keiner fach wegen In dchein wise vorhaben noch abwerffen, vngefarlichei:, ane alle widcrred. Das selb sullent die cgenante Herschaft vnd die Iren vnd die so zno inen gehörent vns vnd den vnsern her ividertnoll. Vnd snllent onch ze ^ beiden teileil mcnlich zno dein anden? riiivenklich vnd fridlich ivandlen ane alle vfsätz in Stett, in Leilder vnd vff wasser alle die ivile diser frid ivcrct, nnt konfinanschaft vnd niit allen andern fachen. Wir noch die vnsern sullent onch in disein frid fnrbass kein zoll noch geleit vff die vorgenante Herschaft noch vf die ^ Iren legen noch setzen, dann in der Masse, als es vngefarlich vor disein krieg was, doch vsgenomcn das wir noch die vnsern ze Klotten enkein zoll geben sullent die wile diser frid weret. Das selb snllent die obgenante Herschaft vnd die Iren vns vnd den vnsern her wider tnon. Es sol onch nieman den andern der s zno disein frid gehöret, vcrheftcn noch verbieten, dann den rechten gelten oder bürgen, der Im dar vmb verheißen oder gelopt hat. Vnd cnsol onch enkein Lei) den andern vff enkein frömd gericht, geistliches noch weltliches, nicht triben, Ivo» Jederinan sol von dem andern recht nemen an den stetten vnd in den gerichtcn, s do der ansprechig sitzet oder hin gehört, vnd sol man onch da dem klager vnnerzogcnlich richten vnd im vngefarlich des rechten gestatten vnd helffen. Wurde aber der klagcr do rechtlos gelassen vnd dz knntlich wurde, so mag er si» recht wol fnrbas snochen als er dann notdürftig ist, doch ist her Jnne vssgclassen ^ das Jedernian sin zi»s inag Jngewinilen mit Pfaiidnng vnd mit solichen geeichten, als vntz her geivonlich geweseii ist, vngefarlich- Were onch das peman in vnscr Stett oder Lender in visiere gericht oder gebiete käme vnd die vorgenantc Herschast oder die iren bekriegeii oder mit srömden gerichten vftriben s wölte, als bald vns dz von der ob- genanteii Herschaft oder von Iren Ainptlüten kunt getan wirt, so silllent wir die selben förderlich wisi'N, das si sich von inen lassen rechtes bcnügcn an dien stetten, do die ansprechigen sitzent vnd hin gehörend Vnd sol die obgenante Herschast vnd die Iren vns vnd den vnsern dz ze gelicher ^ wise her wider tnon- Wäre onch das In disein frid Jeman, wer der were, mit der obgenanten Herschaft kriegen ald vff si zieht» wölte, als bald wir dz wissen werdent oder vns das von der obgenanten Herschast oder von Iren Amp^ lnten verkündet wird mit Kotten oder mit briefen, so ensnllcnt wir noch die vnsern, noch s die so zno vm- gelwrent, die in disem friden begriffen sint, der egcnantcn Herschaft widersacheil nicht enthalten, weder husiu noch Hofen, noch durch visier Stett, Lender, Sloss noch Vestinen nicht lassen ziehen, vnd ensullent onch kein kouff noch ze Essen, noch ze Trinken nicht geben, noch inen kein zuoschnb nicht s tnon in deHein wist disin frid vs, es were dam:, das si ii: disem frid mit der selben Herschaft bericht wurden. Were aber dz d:r vnsern Jeman, die in discn frid gehörent, die vorgeseiten sink nicht stät hielte, so verr dz der obgenante» Herschaft kein gebrest oder schad da von bcschche vi:d dz mit gnoter kuntschaft ^ knntlich wurde vor dun Burgermeister, dien Schultheißen, Amman vnd Räten der vorgenanten Vilser Stetteil vnd Lc»dcr>ll do d:r ansplechig dann gesessen ist, vnd crvindet sich, dz der vnsern Jeman in dien fachen schuldig ist, de» od:r die snllui wn, vndcr dem der aisiprcchig sitzet, an allem Iren: guot wiscn vi:d dar zno s haltei:, das er deil schade» vild dui gebresten ablege vnd widerkere. Wäre aber der selb als nottig, dz er den schadeil n>^ gnot liicht abgelegen möchte, von den: oder von dien sol man richten nach recht. Das selb snllent die obitz' »ante Helschaft viw vnd den vnsern ze gelicher wise her wider tnon. Vescheche aber deHein über- ^ griff disem flid an de: obgenanten Herschaft an den Iren ald an den, so zno Inen gehörent, von vns gemein^ oder von vnser deheinem snnde:lich, dar vmb snllent wir die von Zürich, von Zug vnd dz Ampt do die von Glarus vnd die von Appenzell vnd die visier», gen der obgenanten Herschaft vnd gen den Jrull gen j Vadei: in die Statt ze tagen komen. Tie von Lutzern, die von Vre, die von Switz, die von Vnder- ^lden vnd die vnsern, snllent gm der selben Herschaft vnd gen den Iren gen Surfe in die Stat ze tagen k°Men. Aber wir die von Bern vnd von Solotern vnd die vnsern snllent gen der jetzgenanten i Herschaft "nd den Iren gen Zofingen in die Statt ze tagen komm, ob die ansprachen der Herschaft sint. Helten aber die von Zürich, die von Zug vnd das An.pt, die von Glarus vnd die von Appazell oder die vnsern der obgenantm Herschaft Rd den Iren ze sprechen, dar vmb snllent si gen vns vnd den > vnsern gen ölirich in die Statt ze tagen komm. Gewannen ouch wir die von Lntzern, die von Vre, die von Switz ""d die von Vnderwalden oder die vnsern zuospruch zuo der jetzgenanten Herschaft ald zno den Iren, dar "'"b snllent si gen vns vnd gen den vnsern gen Lntzern in die Statt ze tagen komm. ! Wäre aber dz ^ die von Bern ald die von Solotern oder die vnsern Ansprach hetten zno der vorgenanten Herschaft zuo den Iren, dar vmb sullent si gen vns vnd gen den vnsern gen Bern in die Statt ze tagen ^en, vnd sol onch dz tag leisten, als Vorbescheiden ist, bi dem Eid vnuerzogmlich beschechen in den! "Men vierzechen tagen wmne deweder teil vmb sölich übergriff von dein andern also ze tagen gemant wird, ""d sullent onch dann ze beiden fiten zuo den selben vflöiffen ernstlich reden wie sie mit Lieb übertragen "^den. Werc aber dz die selben fachen mit früntschaft nicht wicht möchten werden, so , mngent die vor- Z'"°nte Herschaft ald die so ir halb geschadget sint, einen gemeinen man nemen vnder dien geswormen in vnser Eidgnoschaft, es sye in Stetten oder in Lendern, welichen si wellent, der es vor der Dat 7 briefs nicht versworn hat, vnd sol ouch die Statt oder dz Land, vnder dem der gemein > gesessen ist, bi ^ ttden den selben gemeinen vnuerzogmlich wisen, das er sich der fach anneme, vnd sol dann Jetweder 7 wen erber man zno dem gemeinen setze.:, vnd snllent dann der gemein vnd die Schidlüt ze den Heilgen ^N-en, die fach ze dem rechten vszesprechen, si mngent dann eine Minne > vinden. Vnd wie si dann die fach gemmstich oder der Wertest vnder inen vssprechmt, das snllent beid teil war vnd stät halten volfüren. Menne vnd wie dik onch der gemein vnd die Schidlüt zno einer fach sitzent, die mit der >e nicht vsgetragm ist, so sol der gemein die Schidlüt vff ir eyd , dar vmb vragen, was si recht ^et, v,^ s„llent onch dann die Schidlüt ze stund sich dar vmb erkennen vnd vrteil sprechen. Wurden sich ^ die schidlüt mit Ir Vrteilm gelich teilen, so sol der gemein dann der vrteilm einer die Inn dann ^ Achter dnnket, bi sine.n Eid ane verziechen volgen. ! Vnd n.ngent onch st dann d.e gerecht geben vrtest Ir erkantnnsse In geschrift beiden teilen geben, ob ...an des von inen begerst vnd snllent onch der ge- vnd die schidlüt beiden teilen tag geben an die Stett, da ...an tag le.sten sol, als Vorbescheiden .st, si dann n.it beider teil Willen vnd j Wissen die tag an ander Stett legen. Vescheche in d.se.n frid ^ deHein iibergriff an vns dien vorgenanten Stetten vnd Waltstetten oder an den vnsern, old an dien so rns gehörent'ge.nei.stich oder an der vnsern deheine.n sunderlich, von der obgenanten Herschaft oder dien Iren ald von dien, so zno Inen ! gehörmt, dar v.nb ...ngen .vir vnd die vnsern, an dien der Ergriff vnd schad beschechechm ist, ...anen die obgenante Herschaft vnd ir Lantvogt ald sin Statthalter, vnd die Manung also beschickst, so sol die selb Herschaft vnd ir Lantvogt alb des stadhalter vnnerzogen- schaffen, dz der oder die, s/Jr > halb den Angriff getan Hantin den nechsten vierzechen tagen ze tagen an die Stett vnd in der.nasse als Vorbescheiden ist, vnd mag dann der oder die, so vnser halb ge- sint, einen gemeinen man nemen vnder der Herrschaft Räten oder in der Herrschaft Stetten, 7Wtheisseu, Vögten vnd gcswornen ! Räten, welichen si wellent, der es vor der Dat dis br.efs .„cht ver- hat, vnd sol die selb Herschaft bi Iren eren, vnd Ir Landogt vnd des Stathalter vnd .r Stett vnder der gemein gesessen ist, den selben gemeinen bi Iren eiden vnuerzogmlich wisen, dz er sich der fach Z46 anneme, vild sol jetwedcr s teil zwen crber niaii ouch zuo dem gemeinen setzen, vild snllent beide der mein vnd die schidlüt ze den Heiligen swcrren, zno der fache ze sitzen vnd si vszerichten ze sölichen ziln v» an den stellen vnd in aller der Masse als Vorbescheiden ist, vnd wes si sich vmb jeklich fach erkenncnl vw vsspre- s chent, das snllent beid teil war vnd stät halten vnd volfüren in aller der wise vnd niasse - onch vorgeschribcn stad. Wäre aber dz wir die cgenanten Stett vnd Waltstett oder Jeman der zuo r»- gehöret, nicht ze tagen kämen mit den gelängen als Vorbescheiden ist, ald ob wir oder Jeman, der zno I gehöret, den spruch so der gemein vnd die Schidlüt vmb jeklich fach sprcchcnt, nicht stät hielten noch ^ flirten, so haben wir alle gemeinlich mit gnoten trnwen gelopt vnd verheissen, wenne mir des eli»^ werdent von der obgenanten Herrschaft, von Jrem Lantvogt, von Iren Schultheissen, Vögteil vnd I in Jr Stetten, die zuo disem frid gehörent, mit botten oder mit briefen, so snllent wir nach " manung in dem ncchsten Manot villierzogeillich die vnscrn, die nicht gehorsam sint, bi gnoten triiwen u'ws vnd dar zno halten, als verr wir mugen, dz si ze tageil koinen vnd dz si onch gehorsam werden dem! ^ sprnch, den der gemein vnd die schidlüt vmb jeklich fach sprecheilt vnd tnond, das si dz sürderlich vnd vsrichten ane alle widerred, vngefarlich. Das selb snllent die obgenante Herrschaft vild die Iren vns ^ dcil vnsern ze gelicher wise her wider tnon. Es ist ouch bereit, wenne Gemein vnd s Schidlüt vild gewist sint, zno den fachen ze sitzen als vor ist bescheideil, so snllent si, E das si zuo den st»^ fitzcnt, von beiden teilen trostnng nemen, weder teil nach ir vsspruch vnrecht gewinnet, so soll dann ders^ teil, dem sin fach vnrecht geben wirt, die Zernng, den der gemein s vnd die schidlüt voll der fach nemen werdent, vor ab bezalen vild vsrichten vild Iren worteil dar vmb ze gelonben sin alle alle ander wisung, aile geuerd. Were onch dz vff dewedcrin teil Jeman vmb sin zuosprnch ald übergriff, ob dehe»" In disem frid beschicht, dar nach inrent den s ilechsteil zwein Manoteil als die übergriff beschechcn nicht ze tagen mante, in der masse als vor ist bescheiden, dannenhin ensol man dem oder dien v»>' ^ zuosprnch nicht geblinden noch Haft sint, won dz si dar vmb nach den vergangen Manotcn nicht »»»'^ vnd ir ansprach gentzlich s tod vild ab sül sulleilt, vild sol onch dann die fach fürbas van nieman noch geandet werden in dehcin wise, ane alle widerred. Wäre onch dz wir die vorgenanten Stett vild ^ stett oder Jeman der vnsern, die in disem frid begriffen sint, sich gen Jeman hinncnhin verbinde» ^ dchein.s gelüpt tnon wölten, so snllent wir vnd die vnsern doch disen friden vs stät halteil vild da ^ liben ilvch wider pn int tnon. Des gelichen sullcnt die obgenante Herrschaft vns her ivider tnon. 6^ ouch in disem frid eigenlich bediilget vnd berett, welicher jenler der obgeilanten Herschaft, Jr erbe» ^ nachkomen s ze Tnrgöw vild ze Ergöw Lantvogt wirt, der sol vor E dz im die Lantvogty enpfolhen lllit gnoten triiiven loben vnd verheissen, vnd des sinen besegelten brief vns den egenanten Stetten s ^ Waltstetteil geben, disen friden mit allen Puncten, Artikeln vnd mit allen gedingen vild s stukeil, so in brief geschriben siilt, war vild stät ze halten vnd gctrnlich ze volfüren, vngefarlich. Her über zr ^ offenn, vesteil vild waren vrknnd, das diser frid mit allen stukeil, Pnncten vild Artikeln vnd begriff»"^, stät gehalten vnd volfürt werde, so haben s wir die vorgenanteil Stett vild Waltstett Vilser Jc>M ^ Statt vild Jr Waltstett gemein Jnsigel offenlich gehenkt an disen brief, für vns vild für vnser nachts vild für alle die, so zuo vns gehörent. Vnd ist dieser brief geben ze Baden In Ergöw an dein Acht Zwentzigosten tag des Manodes Weyen, do man zalt von Cristus geburt Vicrzechenhundcrt Jar, nach iil dem Zwölften Jare. Pergamentene Urkunde mit neun anhängenden Siegeln. Abgedruckt bei Tschudi, I. 6^ Jahrbuch von Glaruö Urkunde Nr. 145 S. 454. 347 47 Zehnjähriges Burg- und Anbrecht der Stadt St. Gallen unt den VII Orten. 1412, 7. Deeember. tSarchiv Lucern. «Ir d-r B»ra--.t,.isl.r, d-r Rat and di- Varz-r, g-m->»«ch der Statt z. SM Gallm I., Cchmh.r »«am g 2-a Tt... l.ttt.a»m d-a. di- dis-t. d-i.ss aas -chmt. l-sm. odm ,Mmt ,-t, s w.d a.r,.ch... »alich... Das »« mit Sa...» R.,° ...d Mch» «a-d-t-achtm». S° »« ans s.l.m i>«ch d '».ch „I r S.a.. San. »t.I-r all.- t >-m.».lich and t-ttltch- .tt -n .atd.r- ...» aad Er .s.w.,. -ad »d-, d-r sl.rsich.it, m .als-.., d-- Bttrs-rm-ift-r-, d.r R-t.« and Ba.V-a «-.a-...l.ch d-r S.a.. Jauch. t>°- , , der > Statt Lutzern, der Ainmannen, der Lantlutcn ^ ^chultheissen, der Aaten vn mgl Vndcrwalden, des Ammaus, der Reten und Burgern ge- SnneiMch der Leuderm ze Bre, ze S.mtz ^ ^ wlich ze Zug und des Aiuptes, «z zu ^^^den syen, und haben das selb Burgrecht und Lauten ge,neinlich ze Glarus Bm-gere wu - kuu.ent nach date dis brieffs, einhelklich ^ von Inen zechen gantze Jar s° ! ^^'ach^eu ^ 'phangen und vffgenommen uut den gedmge. ^ ^ gehöre»!, liplich ze gotte und »lten von Saut Gallen um , ..e^orn haben, der obgenannten Stetten und Lendern allen Öligen gelert ay e uut uffgehewn Z » » geswmu ^ ouch ^ iegliches insunders, Glatuß Ir nutz und Ere ze fürdrende und ir schaden > ^den von Zug, dem Ampi daseW und ^72, mögen a./a^enlist, nngeuarlich. Were °uck, ^^ olle oder vnder Inen dchein Statt oder land i insunders, uu oder ), das dieselben Stette vud segsse «ld krieg hettent oder gewunnent, wclhe Statt oder '2? tt.tti.ttm.... m.- dtt «d'r°a>--..Mt.t.t. wgaos,.. da a.t. -- amamd. ^ der weg denne anrurt viu . g , ^ vns die obgeuanten, den ^ »ach rr buntbriesen wlsung vn hg, . Sant Gallen oder den Bürgermeister besunder vinb Z rgmneister, den Nat und die Burgere ^ ^ San^^^^ ^ ^ tai« ^ "^'U'ude. Vud wenn um ach vn ^ir die vorbenemptcn der Bürgerest' ^ der Statt ze Saut Galleu alle, noch deheiuer insunders noch >a. 2,a w.s g-M.'?dch-it.-7s»-., ..» °t.I-«..'- t.och....ttM>.d.t.ch!s.>chd'» d.r Eichaosschas. ». d.- -ri.g- d-halss-t. ..ach 1,-2 °„- °dch-t> 2'^ " ..tt.ät.t .......... Mawib-Ii, kämt-., od-r ...ög-.t wir des aas s s-lbcn vor sin ^°n / 1 tttttt,... > aaserea trib-a Ivölte aad I dimtet d-mie die vbt,-iiam.tc>i H m tt.iss.h°l-..t.t,m MM .- dm. R-cht-t. WM. lall.... « '»-- 2 2! . " 2 ' -a 2mt. da st, dttttke., dos -s > Ir -t.d aaser t.atz °t.d Er° st,.. ... m, 1 ch 1" saae a-.icrdc Aber wild -t-ltschald aad auch s-mlich fachen sol i-dcrmaa nmen wir Inen gehorsam sin, ane geueroe. o s ^ ^ vn- " d-m „cht „,,„m Ntt dm St°ttm °»d > gmchi», da d-r »nsar-ch.» ,ch.t °d.r h... «ch-ut, 343 genarlich; doch sinen rechten gelten oder bürgen mag iederman verhefften oder verbieten, alz das ouch der egenanten Stetten vnd j lendern buntbrieffeil begriffen ist; vinb zinse mag iederinan vordern vnd ziechen alz vntz har gewonlich gewesen ist, an geuerde. Were ouch das nur die obgenanten der Burgernteisted j der Nat vnd bürgere gemeinlich ze Sant Gallen die egeschribnen Stette vnd lender sament oder vnd" Inen deHein Statt oder lande besunder vmb ir erber bottschafft bittende wurden, j zu vusern fachen odcc von vusern wegen ze ritende oder ze varende, die Kotten sol nlan vns nicht versagen, doch das dieselbe Kotten in vnserin der von Sant Gallen kosten vnd vff > vifferen schaden riten vnd varen silllent, am generd^ Were onch das die vorgenannten Stett vnd lender gemeinlich oder der ,verteil vnder inen zu vns den oW' nannten von Sant Gallen deHein Bottschaft tetent, > durch vnsern willen oder von vusern wegen, wie das fügte, denselben kosten füllen wir ouch gentzlich vsrichten vnd bezalen an Widerrede. Bescheche ouch, ^' vor Gott sy, das die egenanten ^ Stett vnd lender hinnanthin keiner, wenn das were, mit einander nn»>' hellig oder stössig wnrdent, der selben stössen vnd misshellungen ensnllen ivir die dikgenanten von Galleit Vits in ^ deheiin ivise nützit annemcn, noch deheiitem tail behtilffen, beraten noch bystendig ff>d ivcre denn das wir vnser erber botten zu den fachen schikten, ob wir die mit früntschafft ver- ^ einen "U't ten, das möchten wir mol tun, ane generde. Otlch ist har Jnne beredt vnd eigenlichen bedinget, Wenn ^ vorgeseiten zechen Jar ende habent vnd sich verlonffciit, ist es denn ^ den obgenannten Stetten vitd leiid^^ geticllig, vns die egenannten von Sant Gallen ander zehen Jar, als sy dcnne dariiach nechst nach eina»^ komeitt, by den vorgcnanteil vnd nachgeschribnen Stiickeii ^ vitd artikeln, die diser brieff wiset, si'n^ s Burgern vnd lantlüten ze habende, so füllen wir die egenanten von Sant Gallen dieselben zechen Jar ^ by Ilten sin vitd bliben mit allen ^ gelungen, Stlicken vitd artikeln, als dirre brieff iviset, an gew'^ Fügte es aber denselben Stetten vitd lendern nit, vns stirer denne die vorgenanten ersten zechen Burgern vnd ^ lantlüten ze habende, als vorstat, so mugent sy vns lasset:; das sol ouch vnser guter ^ sin ane Widerrede, vngenarlich. Die vorgcschribnen Stett vitd lender haut alle gemeinlich ^ vitd ieglich ^ sttnders Ilten selbei: vssgelassen vnd geittzlich vorbehebt ir Statt recht vnd ir lantrecht, alle ir rechtunge vtid gut gewonheit, so sy hant von geistlichen oder I weltlichen fürsten ald Herren, es si/ keysern, klülgen ald andern, viid alle die künde, Eyde vnd Ir geswornen brieffe, so sy insunders ald ö vteinlicheit ztl einander getan habent ^ vor date dis brieffs, aiie generde. Wir die vorgeschribnen der Bnud Meister, der Nat vnd bürgere gemeinlich der Statt ze Sant Gallen haben onch vns selbei: in diser ^ vorbehebt alle visier fryheit, rechtung vnd gut gewonheit, mit sunderheit alle die Nechtung, so wü hciligei: Niche voi: recht tun sulleit, als ivir von alter har kommen syen, ^ alles an geuerde vnd arg^ Harüber ze einem offenen, vesten, stetei: vnd waren vrknnde, so habeit wir die vorgenannten von Gallen vnser Statt Jngesigel ^ offenlich an disen brieff gehengkt, ze einer gezügnisse vnd vergichte v»» ^ vnsern nachkomen aller der dinge, so an disen: brieff von vns gcschriben staut. Der geben ^ ist an ^ ^ wuchen nechst nach Sant Nielaus tag, in dem Jare, da man zalte von Crystns gebiirte Vierzechen h>u^ vnd zwölff Jare. Pergamentene Urknnde mit anhängendem Siegel der Stadt ^ 349 48. Der königliche Pfandbrief um Baden, Mellingen, Bremgarten, Sursee:c. Basel. 1415, 32. Juli. Staatsarchiv Zürich. Wir Sigmund van gottes Gnaden Römischer läng, zu alleir zeiteir merer des Nichs vnd zu Vngern, Dalinacieir, Croacien kling Bekennen vnd tun knnt offenbar mit disenr brief alleir den ^ die In sehen oder hären lesen: Wie vnfer klinglich geniüte an vnderlaffe beladen ist, wie nur unsere vnd des Nichs vnder- tanen in gutem friden vird schirme behalten, vnd man wir itz vnd von der heiligen kirchcn j wegen vnd ein ganz luter eynikeit iir disem Babstume zu machen zu dem klinig voir Aragon ziehen vnd virs notturftig beducht hat, die Stete Baden, Mellingen, Bremgarten vnd Surse, als wir die kürzlich zu vns vnd dem Riche voir Herzog Friderichs von Oesterrich gewalt mit kriege bracht haben, in fride vnd schirm zu setzen, Vnd wan nur ein gutes vud vestes getruen habe,:, das die Burgermeistere, j Räte vnd bürgere geineinlich der Statt Zürich, unsere vnd des Nichs liebe getruen, solichen schirme allerbeste getun mögen vnd ouch nach dem vnd sy vns'vnd dem Niche gewant sind, getrulichen tnn werden, s Nemlich wair In die vorgenanten Stete wol gelegen sind: Darüber mit wol bcdachtenr mute, gutem Rate vnd rechter wissen haben wir für vns vnd unser nachkamen au dem Niche denselben von Zürich das burgstal ober i der egenanten Stat Baden, das man nemet den Stein, dieselben Stat Baden, die nidern Vcsti an der Bruck daselbst ze Baden vnd dar- zu die egenanten Stete Mellingen, Bremgarten vnd Surse mit allen vnd iglichen > Iren vnd ir iglicher Nechtungen, Nutzen, Gülten, Stüren, Gerichten, hohen vnd cleynen, mit dem Banne vnd mit allen andern iren zugehörungen,'die wir von des Nichs wegen vff dise zite dasclbs i haben vnd die die voir Oesterrich daselbs gehabt haben air den- vorgenanten Burgstal vnd Stein zu Baden, an der nidern Burg daselbs, in den vorgenanten Steteir vnd vf dem land, vird darzu alle > andere nutze, glitte vnd gittere, so die von Oesterrich daselbs innegehcbet vnd genoszen Hand, nichts vsgenomen, für viertusend vnd fünfhundert Nynscher guldin genger vird gaber, die j Sy vns onch bereyte bezalt haben vnd die in vnsernr vird des Nichs knnr- lichen nutze'gewant sind, versetzet vnd verpfe.rdet, versetze., vnd verwenden In die mit disem gegenwertigeu brief siirbasz- j nrere inne zr. haben, zu nutzen vnd zu nieszeu als lange, bis das wir oder unser nachkomen an den, Riche, Römische keiser oder klinge, das alles von In oder Iren nachkonre.r, Burgern zu Zürich, > vmb die ietzgeuauten viertusent vnd fünfhundert guldin Rynischer, ouch genger vnd geber, geledigt vnd ge- lözet vnd Iir die on allen abslage der nutze in der Stat Basel gericht vird bezalet haben, j Solicher Losunge Sy auch vns vnd ouch vnserir vorgeuanten Nachkomen allezite gehorsame sin sollen, wclich zyte im Jare das ist, doch also, das wir noch unser nachkomen an dem Niche die vorgenanteir Stete, Slosse j den Stein, Burgstal vnd bürg mit Iren vorgenanten Zugehörungen, eine on die andere nicht lösen sollen, dann mit der egenanten von Zürich guten Willen. Wer aber, das wir es vor Datum diß briefs yemaud > verschaffet Helten in dhcin wise oder noch hinnanthin verschiffen, das sol den vorgenanteir von Zürich vnd Iren nachkomen an der egenanten Verpfandung keynen schaden noch gebresten bringen, Wir oder unser > Nachkomen haben es dann von In erlediget vird erloset vmb sovil geltes als Sy es ytz verwendet Hand, als vor ge- schriben stat, Vnd also, wan wir oder unser nachkomen an dein Niche dieselben > Losunge tun wellen, Das wir die tun sollen zu vnsern vnd des Niches Händen. Ouch haben wir durch besser ordirunge willen den 350 egenanten von Zürich gegunnet vnd erlaubet, was gütere, gülte oder ^ zinse von den vorgenanten Steten, dein Stein oder bürg zu Baden bi der vorgenanten von Oesterrich zyten versetzet vnd verschriben ist, das sy die nach lute der brieue darüber gegeben an ^ sich lösen mögen, Doch also, das sy einem yglichen nach vswisung seiner briefe genug tun, on geuerde, ouch das sy vns vnd den vorgenanten vnser Nachkamen mit der losunge ^ derselben güter, gülte vnd zinse, wenne wir die zu vnsern vnd des Riches Händen tun wellen, auch warten vnd nach inhalt solicher itzgenanten brief vnd der iglichs besunder, auch ^ on abschlag der mltze alle zyte gehorsame sin sollen. Wir geben mich für vns vnd vnser Nachkamen an dem Riche den vorgenanten von Zürich vnd Iren nachkamen volle machte ^ mit disem brief, die vorgenanten Stete alle, das Burgstal, das man nennet den Stein vnd auch die nidern Beste zu Baden mit allen vnd iglichen iren obgenanten zugehörung- ^ en vnd dorzu was güter, gülte oder zinse, die dieselben von Zürich an sich lözten, als vor geschriben stat, sunder oder sament, wem sy Möllen, wenne Inen des note bischeche oder ^ Sy notdurftig bedunket, wider zu versezen vird darzu dieselben pfaudschafte Ire Eydgenoszen, weliche sy wellen, mit Inen haben zu laszen, doch vns vnd vnsern nachkamen I an dem Riche an der losunge zu vnsern vnd des Riches Händen gentzlichen vnschedlich. Wer ouch das die von Oesterriche die vorgenanten von Zürichs durch der egenanten Verpfandung« willen ^ fürbasz mere angrifen oder bekriegen wurden, so wollen wir denselben von Zürich davor sin vnd sy ouch bey solicher vorgeschribner pfaudschaft vnd Iren brieuen, die Si darüber I haben, schirmen vnd hanthaben als wir beste mögen. Vnd so wir oder visiere vorgenanten Nachkomen die egenante Losunge tun werden, so sollen die vorgenanten von Zürich denn- ^ ocht bi Iren gnaden, friheiten vnd brieuen, die wir In vormals gegeben haben, beliben. Ouch sollen die vorgenannten von Zürich vnd Ire Nachkomen die obgenannten Stete Baden, Mellingen ^ Bremgarten vnd Sursee vnd ir igliche, Ire Burgere, Jnwonere vnd lüte dorzu gehörende by allen vnd iglichen Iren Rechten, gnaden, friheiten, gewon- heiten, herkamen, brieuen vnd pri- ^ vilegien getrülichen hanthaben, schützen, schirmen vnd getrülich beliben lassen vnd Sy ouch dawider int drengen noch beswären in dhainwis. Ouch wöllen wir von künglicher machte, das Sy alle ^ noch ir keine besunder für vns noch visiere nachkomen an dem Riche gen yemantz pfände sin sollen in dheinwis. Ouch sollen dieselben Stete vird Beste vns vnd vnsern vorgenanten nachkomen ! zu allen vnsern vnd des Richs gescheften allezyt offen sin on wider die vorgenanten von Zürich vnd Ir Eydgnossen, vnd on iren merklichen schaden. Vnd wir gebieten darüber von Römscher künglicher machte ^ allen vnd iglichen Burgern, Jnwonern vnd lüten der vorgenanten Stete vnd ouch andern, die die vorgenante losung anrüret, das sy den vorgenanten von Zürich in vnd mit den vorgeschriben stuken ge- j wertig vnd gehorsam sin, als lieb In sy, vnser vnd des Richs sionr vngnade zu vermeiden. Mit vrkund diß briefs versigelt mit vnser künglicher Maiestat Jnsigel. Geben zu Basel, uach Crists geburt vierzehen hundert Jare vnd darnach iii dein fünftzehenteu Jar, des iicchsten Ntoiitags vor Sant Jacobstag, vnser Riche des Vugri- scheu in dein XXIX vnd des Römischen in dem j fünften Jaren. spsr Dowivuiu terictsrilluw LurAruniuni tsüriitiörgsönssia, üvliuiinos I^iroliou. Pergamentene Urkunde mit anhiingenvcm königl. MajestätSsiegcl, theitwcise abgedruckt bei Tschadi il. 41. Regest im Archiv für schmelze- rischc Geschichte II. S. Sö. Lichnowsr? Regest IL7S. 351 4SI. Der Eintritt der V Orte Lucern, Schwy;, Unterwaldell, Zug und Glarus in die Pfandschaft Baden. 1415, 1». December. Archiv Obwalden. Wir d-r Burg-nil-ist-r dir RS! v»d di- »>»».- »-mrii'lich dir Sian Zürich km Im» »lli» dr„, dir diM bri.ff i.ch-üt °drr HSrmt ichin ZW wir «°» d.m »Ilr-d,,>chl.,ch>iMr>> FS,st-» m.Mi. gn.di«.stm H-rrm i S-Mi Sisnt.tüd, RStttschm Iii»» d»s Bm M °b d-r SM» B-dm, d »s man »m,,» d-r Si-iii, d>° SM» »»dm, di- m-d.rn V-»i »n d-r Nr..« d-i-lds z. B-dm, di- Si-ii Br-iiMrim, M,»,»-!> ! «ttd Surs- mit ali-l. »»d Mich« Irr» »«d I» >-»>»» «-»»»», -»i-°«. »Mm, stürm, g-rich.-i., hoch.» »üd kl-i»m mit d,i« »mm Mid «,it »llm Mid-M Jrm jttg-hi>r»ii»mst di. »üs-r »dgm»üt.r i »i,i-l ,-d Sti». „ch-bt »üd »m°ffm IM, »Mb °i.r »>!.». »»d I°»s hiii.d.r- Rutsch »»ldtt,, »-„» rmd ».b.r, «-rpsm.,, »ttd Mtch mir di. !-«.-» Ptldi« d-m .»mm»m -»i-rm gi,.d,»«stm > H.rm dm, lim» »ich b»r h,„ °z »,bm »itd b-ml, h«bm, « dz ->»,s d.r Ps-üdbri-ff. 1° wir ,»n «Mi ,rd».ii»t»-t. »ü,.r», H,rr» dm. lütt» »°r- iWl, Im, IM», -Mttlich ..swis-t, »ttd «Mi wir wdl M°chi ! rmd ».mM st-bm. di- ob».»»«,-» B.-rs»t.d.mz di. sürsichii»,,, wis-t, »,,s,r li°b» Eid»,,°ssm »«» S...im «»« »o» L-„d.-„ m.l,ch. d,. dm,» stüd. d.° «.r,.f-»dt.,,» titi, »>,S »s,»»d h»b -i. m «m s mit °w i- lmlt-ti tmd i. ,»,. wtd m di, »...f-ndtm» r ^ ^ ....7^- Pfandbriefs, So haben wir w.llenll.ch vnd voll sunder lasen tretten, onch nach .vyling vnsers ovgcnanuu ^ ^ liebe.l guten fruutschaft .vegen, so nur ! zu de.l obgeuauten vn.ern lachen ^.dguopeu haben m.t .m.uen dun. v°>. Lneern, vo>. S.vitz, von Vnderwalden ob vnd nid e.n Keruwal, um vo.. Z.m vnd dem Ampi Zug vnd dien vo.. GlarnS die vorgeschribe.. > Verpfandung vmb dz Burgstal ob der Statt Baden das u.a.. ne...pt der Stein vmb die Statt Baden, vmb die nieder.. Best, an der Brugg Baden vnd onch vmb d.e Stett Bremgart!.,, Mellingen vnd Surfe > vnd darzn v.nb ander nutz, gi.lt vnd guter, so die Herrschaft von Oestrich dieselbs gehebt vnd genossen hat, gunneu vnd erlaubt, guunen vud erlauben Inenwistenklich ,nit diesen, brieff, die selben verpfan- ! düng vnd alle die Rechtung, so wir daran vnd darin haben, nützit vs- geuomen, als dz dann vnser pfandbrieff eigenlichen vswiset, n.it vns ze haben, ze nutzen vnd ze messen, ze besetzent vnd ze > entsetzent, ze gelicher Mise als wir des gewalt haben vnd wir dz tun n.ngeu nach vnsers pfandbrieffes sag vnd als ob si all vnd besunder in de.nselbcn Pfandbrief mit Iren namen verschriben stunden. I So dann al^ wir von Vlrich Klingelfuß von Baden die vogtpe ze Baden, als si an den Stein ze Baden gehöret, ze vnsern Händen onch gelöset haben vmb Sechs hundert guldin, guter vnd genuiner an gold vnd > au gewicht als dz der brief onch wiset, den wir von Im haben, Die selben vogtye n.it aller zugehört haben .vir vnser,/obgenanten Eidgenossen onch gunnen vnd erloubt mit vns ze haben, wes wir Inen > durch Recht daran ze gunnen vud ze erlauben haben, das si an derselben vogtye die Rechtung vud nutz haben sulleut, die onch wir da haben, vngefarlich. Vnd vmb dz wir vnsern obgenanten Eidgenossen dis Verpfandung m.t vns gunnen haben vnd si dar In gelassen Hand, So Hand die selben egenanten vnser Eidgnossen von Stetten vnd von Lendern, jellich Statt vnd land vns vmb ir anzal des geltz, so Inen davon geburet ze geben, mit 352 Iren briefen besorget, das vns von Inen wol beniiget. Die vorgeschriben vnser Eidgnossen vnd auch wir haben ouch vns in disen vorgeschribilen fachen, als wir Inen die Verpfandung ^ gunnen Hand vnd dieselben vnser eidgnossen dar In komm sind, eigenlichen vnderredt vnd haben vns nnt einander des geeinbert also, was nu oder hienach vmb die Verpfandung vnd in diser fach, vmb ^ welich sink ie dz denn ist, die Eidgnossen ze Rat werdent vnd mit namen dz mer vnder Inen wirt, das da der minder teil dem meren teil volgen sol, ane all widerred. Darzu haben wir die obgenanten ^ von Zürich dien vorgenanten vnsern Eidgnossen mit vsbevingeten warten dise Verpfandung mit vns gunnen ze haben, also wenn dz ist, über kurz oder lang, dz vnser obgenanter gncdigostcr Herr der küng ^ oder sin nachkamen an dem Riche dis vorgeschriben Verpfandung nach vnsers obgenanten Pfandbriefes sag von vns widerumb lösen wölten, das da die selben vnser. eidgnossen vns gunnen snllent vnd j Hand vns ouch setz gunnen vnd erlaubt, das wir derselben losung vnserm Herrn dein küng oder sinen nachkamen an dein Rich füllen gehorsam sin, ouch nachwisung vnsers obgenanten Pfandbriefes, j vnd haben ouch wir die egenanten von Zürich harin luter vor, das wir dieselben ablosung also wol tun vild wir dero gestatten sullen ze tlin, ane vnser Eidgnossen ond ail menglichs widerred, ane ^ geuerd, mit namen wenn ouch dieselb losiing von vns den von Zürich ist beschechen, dann sullent wir den egenanten vnsern Eidgnossen Jr anzal des geltz, so si vns an dem houptgut geben Hand, ^ ivideruiilb gebeil, iveliche aber vns das Houptgut nicht geben, noch Jr brief darumb von vns gelöset Hand, den selben sullen wir aber denn Jr brieff wider gebeil ane widerred. Es ist ouch da- ^ bi beret, wenn dz were, dz vnser egenanter Herr der küng oder sin nachkamen an dem Rich dieselben ablosung an vns die obgenanten von Zürich vordem wurden, das wir dz dann an Vilser egenanten j Eidgenossen bringen vnd Jr rat dar Inn habeil sullent, doch je mit sölichen warten, das st vns gunnen sullent, der Ablosung ze gestatten, als vor ist bescheiden vnd als vnser vorgenanter der ^ Pfandbrief wiset, so man die losung von vns tun wölt vnd die losung dann beschechen were, das wir die von Zürich dennocht beliben sullent bi den g,laden, fryheiten vnd briefen, die vnser obgenanter ^ gnedigoster Herr der kling uns vormalen gegebeil hat. Da haben wir vnser» vorgenantcn Eidgnossen ouch von besunder guter früntschaft wegen gunnen vild erlaubt, das sie die selbe» gnad vild ^ fryheit nach Vilser briefen sag, die wir von dem egenanten vuserm Herrn dem küng von diser vergangner fachen vnd löuff wegen haben, mit vns füllen haben, ane geuerd. Vnd herüber ze einem offen I Vrkiind so haben wir vnser Statt gemein Jnsigcl offenlich gehenkt an disen brieff, dero fünf gelich, jeklichee Statt vnd jeklichem Land einer, geben ist au der Mittwochen vor Sant Thomans tag, do man ^ zalt vo» Gottes geburt viertzehenhundert Jar, darnach in dem fünftzehenden Jare. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel der Stadt Zürich, auch im silbernen Buch des Staatsarchivs Lucern eingeschrieben. Abgedruckt Tschudi II. 50. Jahrbuch von GlaruS VIl. S. 433. Nr. 155. L. Eintritt Borns in die Pfandschaft Baden. 1415, 18. December. Staatsarchiv Bern- Vundbuch 4«S. Wir der Bürgermeister, die Rat vnd die Burger gemeinlich der Statt Zürich, Tunt kund allen de», die diesen brief sechent oder hörent lesen: Als wir von dem aller durchlüchtigsten Fürsten vnserm gnedigoste" Herrn, Herrn Sigmunden, Römischen klang :c. das Burgstal ob der Statt Baden, das man nempt del Stein, die Statt Baden, die Niedern Besch an der Brugg daselbs ze Baden, mit etlichen andren Stetten vnd mit alleil vnd ieklichen Iren vnd Jr Mühen rechtung, nutzen, glitten, stürm, gerichteil, Höchen v»d L53 Zilien, mit dem Bann vnd mit allen andern zugehörungen, die unser obgenantcr gnedigaster Herr der voi? des heilige?? Nichs wegen daselbs hat und ouch die, so die Herrschaft von Oesterrich daselbs ^hebt hat, vnd darzu all ander nutz, giilt vnd guter, so die selb Herrschaft von Oesterrich daselbs gehabt und genossen hat, vmb vier tusent vnd fünf hundert Rinscher Guldin, genger vnd gcber, ver- Vstndet vnd ouch wir die selben Guldin dem egenanten vnserm guedigesten Herreu dem Küuig also bar ibius gehen vnd bezalt haut, als das alles der Pfandbrief, so wir von dem ietzgcnauten.vnserm ^'M? dem küuig versigelt Juhabeu, eigenlichen vfiviset; vnd wau wir mal macht vnd gemalt haben, diser ^genant verpfenduug die fürsichtigen, vuser lieben Eitgnossen von Stetten vnd Lender», welliche sie dam? so die Verpfandung mit vns vffneiuen vnd haben wollen, mit vns ze haben vnd sp mit vus in die Schändung lassen treten, ouch nach wisuug vnscres obgenauteu Pfandbriefs, So haben wir willeklich vnd sunder liebi vnd guten früntschaft ?vege??, so wir ze den obgeuantcn vnsern Eitgenossen, mit uamen dien Veri? haben, die vorgeschriben Verpfandung vmb das Burgstal ob der Statt Baden, das man nempt der ^u>, vmb die Statt Baden, vmb die nidern Vesti an der Brugg ze Baden vnd darzu vmb ander nutz, ^ vnd guter, so die Herrschaft von Oesterrich daselbs gehebt vnd genossen hat, gunnen vnd erlaubt, gnunen ^ erlauben Inen wissenklich mit disem Brief, dieselbe Verpfandung vnd alle die Nechtung, so wir daran ^den, nützet vSgenomen, als dann unser Pfandbrief eigenlichen vsmiset, mit vns ze haben, ze nutzen vnd ze ze besetzen vnd ze entsetzen ze gclichcr wise, als wir deß geivalt haben vnd ?vir das tun mugen nach ^höreZ Pfandbriefs sag, vnd also ob si in demselben Pfandbrief mit Jrem Namen vcrschriben stünden. So als ivir von Vlrich Klingelfnß von Baden die Vogtye ze Baden, als fy an den Stein ze Baden ^ört, ze vnsern Händen ouch gelöst haben, vmb sechshundert Guldin, als das der brief ouch wiset, den ^ von Im haben, dieselben vogtye mit aller Zugehörd haben nur vnsern obgenauteu Eitgnossen von ouch gnunen vnd erlonbt mit vns ze haben wes wir Inen durch Recht daran ze gnunen vnd ze ^uben haben, daß sy an derselben Vogtye die Nechtung vnd nutz habe:? füllen, die ouch wir da haben, ""Seuarlich. „mb daz wir vnsern obgenauteu Eitgnossen von Bern die Verpfandung mit vns gnunen ^e>? ^ Hand, so Hand sy vns vmb Jr anzal des geltes, so Inen dauon gebürt ze geben, Iren? brief versorget, des vns von Inen wol benüget. Tie vorgeschriben vnser Eitgnossei? vnd o??ch haben o??ch vns ii? disen vorgeschribnen fache??, als ?vir Inen die Verpfandung gunnen Hand vnd die- ^ vnser Eitgnossei? dar in stomen sind, eigenlichen vnderredt v,?d habe,? vi?s mit einander geeinbert also, ^ ^ ü?i otzel' hiei?ach vmb dis Verpfandung vnd ii? diser fach, vmb welich stuk je dann das ist, dieselben vnser Am?, ai?der Ire vnd visiere Eitgnossen, die,? wir ouch diß Verpfandung gunnen Hand, ze rat werdent, .! ^öit ??amen das mer vndcr v??s allei? wirdet, das da der mi??der teil den? meren teil folgen sol o>? all ^ ^red. Darzu haben wir die obgenanten voi? Zürich dien vorgenanten vnsern Eitgnossen mit vßbedingeten ^Uen yer^simidnng ?nit vi?s gui?>?ei? ze Habel? also, man das ist, über kurz oder lang, das visier ^»anter gnädigster Herr der küuig oder sin nachkommen an dem Nich dis vorgeschriben Verpfandung nach ms nlw->^„^» uns lösen Welten Uns kn er... ^Il»^ obgenanten Pfandbriefs sag von vns widerrnmb lösen Welten, das da die selben vnser Eitgnossei? vns snllent vnd Hand ouch vns ietz gunnen vnd erlonbt, das wir derselbe?? losnng vnserm Herrn !!!" küuig oder sinen nachkamen ai? dem Nich füllen gehorsam si??, onch nach wisung Visiers ege??ai?tei? .^udbri^-z. v??d behabei? ouch wir die egenantei? voi? Zürich Harn? luter vor, das wir dieselbe?? ablosnng 'vol t?li? vnd wir dero gestatte?? füllen ze tun, an vnser Eitgnossen vnd an mengliches widerred, an Mit namen wen onch dicselb losnng von vns de?? von Zürich ist beschechen, dann snllent wir den 45 334 cgenantcn vnsern Eitgnosseii von Bern Jr anzal des geltes so sy vns an dem Houptgnt geben Hand, ivide» vmb geben. Hotten aber sy vns das Houptgnt nicht geben, noch Jr brief darnmb von vns gelöst, so su^ wir aber Inen dann Iren brief widergeben an widerred. Es ist onch dabp bereit, wen das wer, da- vnser obgcnanter Herr der künig oder sine nachkonien an dem Nich dieselben ablosung an vns die egena»»" von Ztirich fordern wurde, das wir das dann an vnser egenanten Eitgnossen bringen vnd Jr rat dai>s haben fallen, doch je mit söllichen warten, das sy vns gunnen sullent der ablosung ze gestatten, als vor >> bescheiden. Vnd als vnser vorgenanter verpfandbricf wiset, so man die losnng von vns tun wölt vnd d» losung dann beschechen were, das nur, die von Zürich, dannocht beliben siilleiit bi den gnaden, fryheiten v»d briefcii, die vnser vorgenanter gnedigister Herr der künig vns vormalen gegeben hat, da haben wir misch" obgenanten Eitgnossen von Bern onch von besundcr guter früntschaft wegen gnnnen vnd erloubt, das dieselden gnad vnd sriheit nach vnser bricfen sag, die wir von dein obgenanten vnserm Herrn dem knnig diser vergangner sacheii vnd lönff wegen habeii, mit vns füllen haben, als verr sy das dann von diser pfandung wegen als vmb das genannt Burgstal, das man nempt der Stein, die nidern vesty Baden vmb die Statt Baden, vmb die Herlichkait daselbs vnd onch von der egenanten Vogtie wegen :c. bei in' an gencrd. Vnd harüber zu einein offen waren vrknnd so habeil wir vnser Statt Jnsigel offenlich gehe"^ aii disen brief, der geben ist an der nächsten Mittwochen vor Sant Thomas tag, do man zalt von Gold- geburt vicrzeheil hundert Jar, darnach in dein fünfzehenden Jar. so Vurg- llild Landrecht von Emen und Münster im Wallis mit Lueern, Uri und Untcrivatdcll^ Crnen. 141 s», 14. Oetober. Staatsarchiv Luccrn. In Gottes Namen Amen. Went inönschlicher siiin blöd vnd zergenklich ist, dz ina» der fachen vnd ^ dingen, die langwirig vnd stet beliben sollen, so licht vnd so bald vergisset, durch dz so ist nutz vnd durstig, dz man die fachen, die den liiten ze sriden, ze nutz, ze gemach vnd zc Eren vfgesetzt werde»/ schrift viid mit briefen wlissentlich vnd kniitlich gemacht werdent. Darum verktinden vnd offnen v'ü, ^ läte gemeinlich der Ziveyer kilchhören Ernen vnd Münster vnd alles Zenden voii Döß uf in Wallis, ch. den selben kilchhören oder zechenden je gehört habeilt vntz vff dis zit, viid verjehen offenlich mit disein dz wir für vns vnd vnser nachkonien, die mit namen ewenklich harzn verbunden sond sin, eiii ewig duutz vnd lantrecht an vns genomen haben also, dz mir ewig burger vnd lantlüt wordcii sind der Erbern der Statt Lntzern vnd der Zweyer lendern Vr^ vnd Vnderwalden, viid haben auch dasselbe burgrecht e ^ lantrecht Nil aiigentz für vns vnd vnser Nachkonien liplich vnd offenlich gelert cid init vfgehepten stugea" ' den heiligen gesivoren, der statt Lntzern viid der ziveyer lendern Vre vnd Viiderwalden bnrger vnd ze finde ewenklich, vnd darzu derselben statt viid zwey leiiderii iiutz vnd er ze fürdern viid ir schade» " ^ laster trüwlich ze wenden. Doch also dz vns dasselbe burgrecht liit surr begriffen sol, denn auch der lendcrn lantrecht vnd onch als diser brieff ,viset viid saget, an alle geucrde. In disem burgrecht viid ist onch eigcnlich beredt vnd bedinget, were das die von Bern mit vns den obgenanten von Wallis de!»'^, flösse gewunncli, dz gott lang wende, da stillent die obgenanten zwey lender Vre vnd VndermaldeN/ liebeii lantlüt, die egenanten von Bern bitten früntlich, das sie vns die obgenanten von Wallis lassen de 355 « d.M. d.rz» wir Recht -Mi. veed si sich recht.- lasse». »°e, -»- beeeitstm- «cht -der das eee» «-srn, da Aeee. die obgeeeae.tm zwei leeeder die «oee Beer», ir eidst>.°II-e>, eeeaum ,mch er e>,s,vorne» beeeetbre.ssee. sag. w Ii sich s..s,.„. lemugeee -Mi W. de» obste».»'.» >e-e> 'WS rechten, « dz zwescheeet de» jw-W '-»der» med de» »°ee Ben. bitltch s. »»d als die °b»-».»te» »«» Bern »de. der ere» Weese» de. z>°°. lmder i- s»°e,e» ha». °d das z- schttldee. leme, als dt« ze sch.eld-ee '»».- Beed e°z koste» dt- -lege»»»..» zwor I-t.d.r oder bes eeeder d.r durch Hube». i° werde»., dee. «oste» solle» .»er dee Vorst.».»..» »me WM» ez.de» ch dz z. jcheeld.ee ke.ee, - «... °ch dz wir die -des,».»>.» »°» «-» w »? »ei« leeed .ee -der ir dehaieeS desueeder b°,„e. l,».». b-dö-ffi.» zee »eesern sa«»» daez» so», s, eMuwl ch »»d sremtlich schichee. »eed »»S du helff.« »°ch »»ser »»« »eed °r, °»ch »°ch d-r Sta . med "d ^ I ^ ^ KMl-n als dise dz ze schuloen kunt. Es ist auch elgeiüM) ---, doch ie, »eejer der obes.eeaeetm »de. d-ee eg-eeaeeim »de, «»Iis Mm, meele «ees.r ^ ^ obst-eiaietl» >«» ^ ^ ^ ji i„u habe» eeeöstmt, vsgeewene» »llerle» Korns, »ei. -" Mm zeeg.ee »»dg.» s.lh °»d aleel.es !°t>t,-, ^ dz de. obge, eaeei.ee »°e. Lueern m,d i «-»»», .der ».schasse» est, «-> ' Mette», das wir das sat« eeima» Neh.ee, d.Ml diee. di- -iw-i l°»d.r v»s de» «. -°» W» -»77^ d- est bestand »eed ich«,im »eed era laeetleei seeet, z sä» Ivel »ei ^ ^ ^ estmaiete» »oei Waliis w-.de- ES ist ..ch ..».».ich beredt, le.eM .-i. »der das der olesteee.»..» -Hemer der «».es.»-».-» ».»> Leerer» M W.w« ^ ^ ^ oei Leerer» oder der zw.» -»'--» Statt »der i» dem laude, da dz bescheche» ist, »ach »!! wend, da jot maee viel' eee des 7- verziehen- Wer auch, davor gott lai'ts zit vor si, -. S.a.. oder emch des »...de- rech., ab.-.- der zweier leeeder» kein.» eveeeedeii »e veeser d°r »bst-eeaeetee, »°» «alles der -» > obgmani.» veeser voee Wallis d-heieeee. »..de- obste».».... voee Lueern Mw-M« .... d.°. ..der von die», de. ie» da- getae. eedett,- da jot d-r, dee» eer s eae > 1 - ^ zchoret, der augcherochm wir., »ud dee» 'd. .» de» siet.ee. med vor dem rechter. d° WI.tdMd« i ^ m» Vorst.».».... ^-r d„» jol »,a» seerderlech leiste» »a s e ^ ^^m-mvalde» bierger Mld laeetlüt ward,» sieet, hartiber sie» e t Lucern veid oiech der zwei) eeeeee ^ EMal, Ine» da helfsen ze gewiiliiee» dasselbe >»«...».»,ich veed sr.ee.tNch eeei. Je« g.!° ^ lmder veed .»der ir eidstewjj.» »ees d^'e^ ^d'laeMee» mlasse» ei» !>bmd>» teil desselben laeeh Sjchttal Mi, »Ich »nie mit «die Matsch-», »..»» »»d ha». «»- g ^ „hee, ist. da joe.d wir die v°» Wallis ...» »»hm stefal-eievetr ^ ,»» viel als diser blies gebe» ist, da sont wir Vilser» teil»"' ^""'lmmt 'ist""»! ist beredt, wer- da- sich da siegti, das die von Liecer» v»d di- sldoi r- e, - t eeed Eichital ziehe», deemc v»d da voll des Hill »liege»! die von Lucrr» -dlllt leitder mer wurde» l» das selbe laeed issasliar za» r - . °»d di, „„vi lmder «ees die vbst.eea».,» »°» W°°i- w°l »'«»» i° S»-» »> da- sei l.erd CMal ze zuchm. °«d alsbald wer stem.ee. werde» voee de» vorts-eee.ee.ee. rwn °»d dm Wws.» eeederee. so so», wer r° °»«'».».e„ voee Wallis mit veeser s-.»»»«-- "berm mach. ,» dz olest.e.ae» l.» Esch». >>-h ' ^ ° ^ »ve. L„re.-„ »,.d dee. zw,HM ° ° ^ Ejchital helffe» wes... med tevieege». s° « °»d -»«' ».»->-», 7 » ° ° , -aeed Eschi.al belebe» bi de» vorgeeeaeeteee voee L.eeere, veed de» zeveee» M-r. 'b^ "d '-»«»,e», als laeist- zit, als °»ch si mi' ir M>n°r dar Jeeee. seeet, »eegm.rlech, veed Je..» dass.lb 356 helffen beHaben vnd nutz vnd schaden warten fiir eins land. Wer ouch das die obgenanten von Lucern v>^ die zwöi lender Vre vnd Vnderwalden dekeinest also ivölten vnd begerten in Eschital ze ziehen mit ir pan»^ vnd mit ir macht vnd si buchte komlicher, durch vnser der obgenanten von Wallis gebiete, die ir burger lnntlüt sint, ze ziehent dann andermo, dz mögent si wol tun als dick inen das füget, doch das si vns den genanten von Wallis sont bezalen was si des vnser» essen oder trinken vnd ouch dz si sust der vnsern nici»^ niit freuenlich »einen. Es ist ouch eigenlichen berett, dz die obgenanten von Lucern vnd die zwöi leiidtt' Vre vnd Vnderwalden nieman anders durch vnser der obgenanten von Wallis gebiete nider nit sont bekriegt noch dadurch ziehen, denn mit vnser der obgenanten von Wallis willen vnd gunst, an allein Eschital ah da vorstat. Es ist ouch eigenlich vnd sunderlich berett in allen fachen vnd Worten, dz nur die vorgenaiilld von Wallis für bis zit hin fürer nienanthin fönt verbinden, weder mit burgrecht noch mit lantrecht, »ach mit keinerlei büntniß, weder zu Herren noch zu stetten noch zu lendern an vrlaub vnd guten willen vnd nnss^ vnd gunst der vorgenanten von Lncern vnd zweier lendern Vre vnd Vnderwalden, vnser burgern vnd la»d lüten. Doch also, ob wir die obgenanten von Wallis vsser laiiz vt genomen lantz oder lüte, dz mögen wir tun vnd in eide »einen zu vns, alz vns gut dunkt, doch dz wir dien nüt sweren sont wider dis obgen»'^ burgrecht vnd lantrecht. Ouch mögen mir die obgenanten von Wallis wol friden mit dem grasten von Sasty oder anderswo da vns dz notdurftig wirt, doch allweg dcun vorgenanten burgrecht vnd landrccht vnschc'd^ vnd vnbegriffenlich vnd ouch Eschital vorbehebt luter. Es ist ouch eigenlich berett, das wir die obgena»^ von Wallis sollen ie ze x jaren, so das die obgenanten von Lucern vnd die zivöi lender mit ir bricffen a» vns vorder», dis obgenant burgrecht vnd lantrecht sont ernttwern mit eiden vnd mit allen fachen so datZ^ notdurstig ist. Vnd was mannen oder knaben denne ob xiiij iaren alt sint, die sont dis obgenant burgtt^ vnd lantrecht vnd disen bricff sweren zu den heiligen mar vnd stet ze halten. Es ist ouch eigenlich v»b sunderlich berett, das nur die obgenanten von Wallis sollen vnd mögen in vnserm land vnser gerichte besV vnd entsetzen als vns das dunkt vnser nutz vnd vnser er zesinde vnd ouch dz wir bi allen vnsern frühest^ vnd rechten beliben sont alz wir vntz har komen sin. Vnd mögen bischoff vnd lantuogt setzen in v»si^' land alz vns recht ist, von den obgenanten von Lucern vnd den zwöy lendern vnbekümbert, doch also obgenanten von Lucern vnd den zwöy lendern an den obgenanten iren vnd disem burgrecht vnd lantn'^ vuschedlich in allen den sinken so diser briesi wist, dz nur die von Wallis dz war vnd stet halten vnd vnversert. Ouch ist bereit, das die obgenanten von Lucern vnd die zwöy lender vns die obgenanten Wallis nit sont fttrer manen vmb enhein stuk, denn alz vil vnd alz diser brieff wiset vnd seit vinb alle Geben ze Erneu in dem dorff an dein xiiij tag des Monotz Octobris Anno Nooooxvs. Die gleichzeitige Nrchivsüberschrift lautet: „Copia der von Wallis burgrecht"; es ist also das Concept, auch daraus ergibt, daß am Fuße mit gleicher Hand und Tinte noch einige auf die Verhandlung bezügliche Noüsi gcschrieben, dann aber wieder gestrichen sind. Diese lauten folgendermaßen: otem Hant die von Wallis geuordcrt, des wir nieman ze burgern noch ze lantliiten nit nemen sollen, weder e noc) unedel, die ir vigent sient, an ir willen vnd wüsten vnd dz man Inen kein nüwen zol ufsetzi in vnser statt »a in lcndern vnd dz man si och ze Geschinen hinanthin früntlich halte. Woltcn wir zien vf den Grauen, dz si vns göndent dur Wallis ze zient, sid er vnser fiend ist. Vmb den teil wollen wir Inen nüt lan. Wir nemen si ze bürgern nach dis briesis sag vnd nit nach vnser Stattrccht. Der minder teil sol dem meren volgen. Item was bricffen si schicken hie vssen, die mag dz ncchst land oder Statt uffbrcchen. z Bei Tschudi II. S. ö4 ist der Gegenbrief der drei Orte MI. ze Vre 1416 Zinstag vor St. Tho'"^ (IS. December) abgedruckt, nach ihm soll das Original des Gegenbriefs zu Uri liegen. 357 SR Burg- und Landrecht der Zehnten Naters und Brteg mit Lncern, Uri und Unterwalden. Bvieg. 1417, 8. August. Staatsarchiv Lucer». In Gottes namcn amen. Wann möntschlicher sinn blöd vnd zer genglichen ist, dz man der fachen vnd der dingen, die langwttrig vnd statt beliben solttent, so licht vnd so bald vergisset, Dnrch dz so ist nutz > vnd nottnrfftig, dz man die fachen, die den Litten ze friden, ze nutz, ze gemache vnd ze eren vfgesetzet werden, mit schrift vnd mit briefen wüsscntlich vnd knntlich gemacht werdcnt. Dar vmbe so künden > vnd offnen wier die Lüte gemeinlich der Kilchhöri vnd alles zehenden von Naters vnd von Brig in Wallis, wz zu dien selben Kilchhören oder zehenden iemer gehört hat vntz vf dis zit, vnd veriehen offenlich s mit disem brief dz wier für vns vnd vnser nachkomen, die mit namen eivenklich harzn verbunden sont sin, Ein eivig bnrgrecht vnd lantrecht an vns genomen haben, also dz wier Ewig bnrger vnd ! lantlüt nwrden si.i der erberen wisen der stat Lncern vnd der zwey Lendern Vre vnd Vnderwalden, vnd haben och dz selbe burg- rächt vnd lantrecht nn angentz für vns vnd vnser nachkomen liplich vnd j offenlich gelert eide mit vf gehebten henden ze den heiligen gesworn, der stat Lncern vnd der zweyen Lendern vnd Vnderwalden bnrger vnd lantlnte zesinde ewenklich vnd dar zu derselben stat vnd der zweyen lendern j nutz vnd er ze fürdern vnd ir schaden v.cd ir Laster getrnwlich ze wenden. Doch also, dz vns dz selbe burgrecht nit fürer begriffen sol danne och der zweyen Lendern lantrecht vnd och alz diser brief wiset vnd sagt, an alle j generde. In disem bnrgrecht vnd lantrecht ist onch eigenlich beret vnd gedinget, were dz die von Bern mit vns dien ob- genanten von Wallis dekeinest stösse gewunnen, dz gott lang wende, da söllent die obgenanten zwey Lender ! Vre vnd Vnderwalden vnser lieben lantlnte, die obgenanten von Bern bitten frnntlich, dz si vns die obgenannten von Wallis lassen beliben by dem, dar zno wier recht hant vnd si sich rechtes lasent von vns benuegen Möcht ! aber dz nicht gesin, so sollent die obgenannten zwey Lender die obgenannren von Bern, ir Eitgnossen manen nach ir geswornen bnntbriefen sag, dz si sich lasen benuegen von vns, dien obgenanten von Wallis'an einem rechten alz dz j zwischent dien zweyen Lendern vnd den von Bern Mich sye vnd als die obgenanten von Bern von den irren wegen die zwey Lender ze manen hetten, ob dz ze schulden keine, als dicke dz ze schulden knmpt. Vnd wz kosten die obgenanten s zwey Lender oder besunder da durch habent ir werdent, den kosten sollent wier die obgenannten von Wallis geben, als dicke dz ze schulden knmpt. Were och dz wier die obgenanten von Wallis der obgenanten von Lucern oder der zweyer > Lender oder ir deHeins besunder Kotten iemere bedörfften zu vnsern fachen, darzu söllent si frnntlich vnd getrnwlich schiken vnd vns da helfen nach vnser nutz vnd er, och nach der stat Lncern vnd der zwey Lendern nutz > vnd er, doch in vnsern der obgenanten von Wallis kosten, als dik dz ze schulden knmpt. Es ist och eigentlich beret, dz die obgenanten von Lncern vnd die zwey Lender vns dien obgenanten von Wallis söllent vmb vnser gelt lasen > zngen vnd. gen saltz vnd allerley koffe, so si inHaben mügent, vsgenomen allerley kornes, wie dz genant oder geschaffen ist. Were aber dz es dekeinest als tnr wurde, dz die obgenanten von Lncern und j die zwey Lcnder vns den obgenanten von Wallis enbntten, dz wier dz saltz nicmant licssin dann dien, die vnser vnd M lantlüt sint, dz füllen wir och tun vnd vnder vns verkomm, dz es also bestände vnd behalten werde. Es ist j och eigenlich beret, were, da vor Gott lange zit sye, dz vnser der obgenanten von Wallis deHeiner 358 der obgenanten von Lucern oder der zweyen Lender deheinen liblos teti oder dz der obgenanten von Lucern oder der zwey Lendern deHeiner vnser der obgenanten f von Wallis deheinen liblos tettint, dz gott lang wende, da sol man vinb den totschlug richten in der statt oder in dem lande do dz beschechen ist, nach der statt oder nach des Landes recht, fürderlich an alles verziechen, ^ Were och, da gott lange zit vor sye, dz vnser der obgenanten von Wallis der obgenanten von Lucern oder der zwey Lendern dekeinen mundete oder der obgenanten von Lucern oder der zweyer Lender deHeiner vnser der obgenanten von Wallis deheinen! wnndetti, da sol der, dem der schad beschechen ist, ein recht nemen von dem oder von dien, die im dz getan haut, an der stette vnd vor dein richter, da der selbe sitzet oder hingehöret, der angesprochen wirt, und dem j oder dien sol man och da siirderlich richten, an verziehen, nach recht. Vnd als aber vnser gutten frönt vnd lieben Lantliit die obranthalb Döys och der vorgenannten von Lucern burger vnd der zwey LendeM lantlüt vor morden j sint, als ir briefe dz wisent vnd dieselben von Doys vnd wir dien obgenanten von Lucern vnd den zweyen Lendern in dz laut Eschital zugen vnd Inen dz hülsten wider gewönnen, dz inen der Graf von Safoy einest genomen s hat, darumb die obgenanten von Lucern, von Vre vnd Vnderwalden vnd ander ir eitgnossen dien obgenanten von Dois vf die friintschaft getan haut, dz si inen einen sitzenden teil des lantz Eschital gelascil haut, j als dz die briefe wol wisent vnd sagent, die si an andern geben hn»t, Da haut aber die obgenanten von Lucern, von Vre vnd von Vnderwalden, vnser lieben burger vnd lautlich vns dien obgenanten von Naters vnd von Brig vnd allein j zechenden doselbs die friintschaft vnd liebi och getan, dz si meinent vnd wellent, dz wir mit dien von Tois vf den vorgenanten Menden teil dez lantz Eschital von hin haben sollen mit nutz vnd mit j schaden. Doch was nutzes vntz vf disen tag gefallen 'st, als diser brief geben ist, damit sollent wier die vorgenanten von Naters vnd voll Brig mit ze schaffende hau, denne allein wz nutzes hie von hin siele als diser j brief geben ist, da sollt wier mit den obgenanten obrenthalb Döis vnsern teil inne hau als vor bereit ist. Mer ist bereit, were dz si da fügti, dz die von Lucern vnd die zwey Lender verer wurden in daz selb lant Eschital ^ zicchen, denile vnd davon hin inligu' die von Lucern vnd die zwey Lender vns die obgenanten von Wallis wol inanen, zu inen in dz selb lan Eschital ze ziechen, vnd als bald wier geinant wurden von den obgenannten von Luceru ^ vlld den zwech'' Lenderil, so sont wier die obgenanten von Wallis mit Vilser förderlicher erbern macht in dz obgenant la» Eschital ziehen zu den vorgenanten von Lncern vnd dien zweyen Lendern, vnsern lieben burgern vnd la»N löten vnd inen j vnd vns die von Eschital helfen wisen vnd twingen, so wier best vnd ernstlichest lnugenb vngesärlich, vnd sollt och in dein lande Eschital beliben by den vorgenanten von Lucern vnd zweyen Lenden, vnsern lieben burgern vnd lantlnten j als lange zit als och si mit ir panneru darinnen sint, vngefärlich, ">n inen dz selbe lant helfen beHaben vnd nutz vnd schaden mit dien obrenthalb Döis warten für ein lan^ Were och dz die obgenanten von Lucern vnd die zwey ^ Lender Vre vnd Vnderwalden dekeinest also n'ölü^ vild begerent in Eschital zu ziechent mit ir panner vnd mit ir macht vnd si duchti knmlicher, durch nnsi' der obgenanten von Wallis gebiet, die ir burger vnd lantliit ^ sint, zcziechen, denne anders wa, dz ^ si wol tun alz dike inen das fuogt, doch dz si vns dien obgenanten voll Wallis sönd bezalen wz si ' vnsern essent oder trinkeilt vlld och dz si snst der vnsern nieuian nütz sont fre- j fentlich lleinen, Es ist ^ ^ eigenlich berett, dz die obgenanten von Lucern vnd die zwey Leuder Vre vnd Vnderwalden nieman and"' durch vnser der obgcnailten von Wallis gebiet nider nit sont bekriegen noch da durch ziecheu, denn ! vnser der vorgenanten voll Wallis willen vlld gunst, ail alleill Eschital als da vor stadt. Es ist auch sich vnd snnderlich beret in allen fachen vnd worten, dz wir die vorgenanten von Wallis für dis z'i ) 359 fürrer vns j nienanthii: sont verbinden, weder init bnrgrecht noch mit lantrecht, noch mit keinerlei) puntnuß, weder zu Herren noch zu stetten noch zu lendern, an vrlob vnd guten willen, wisscnt vnd gunst der vorgc- nanten von Luccrn vnd zwei) j Lender Vre vnd Vnderwaldeu, vnser bnrgerei: vnd lantlüten. Doch also, ob wir die obgenanteu von Wallis vsrenthalb Lantz vtz gewuuncn lantz oder täten, dz mugcv nur wol tun vnd in eide nemen zu vns, als vns gut! dunkt, doch dz wier dien näh schweren sont wider dis obgenaut burgrecht vnd lantrecht Och mugent wier die obgcnantcn von Wallis wol friden n.it dein grasen von Safo.) oder aiidersiva, da vns das uottnrftig j wäre, doch al.veg den. v°rgenannte>: lu.rgrecht vnd lantrecht vn- schedlich vnd vnbegriffenlich vnd ouch Eschital vorbehebt lnter. Es ist och eigeulich beret, dz wier die obgenanteu von Wallis solle.it ie zu zechen Jaren, > so dz die obgenanten vou Lucern vud die zwe.) lender n:it w briefen a.i vns fordernt dis obgenaut burgrecht vnd lantrecht sont ernäwern mit eiden viid i.,it allen fachen, so darz» uottiirftig, vud wz Maiineu oder s Knaben dem.e ob fierzeche.i Jare.i alt sint, die sont dis -wig- burgrecht vnd lantrecht v.id disen brief swerren zu den heilige.: war vnd .tat ze halten. Es ist ouch Neulich mid sonderlich beret, dz wier j die obgenannten vo>: Wallis sollent vud mogent ... v,:ser,u lande onsere geeichte besetze.: vnd e.:tsetzen, als vns dz dunket vnser nutz vnd vn er er ze st.. vnd och dz wier lu) »n .... - > as- imer villi bar komen sti:t, vnd mugent V: chof vnd Lant- «llen vi: er» fruhaiten vnd rechten beleben )ont j alz iv:er ony v' . ' » „ W w" in »nstm, I.nd- »ls m.s r'ch. ist. °«dm °b»-»°...m «nn L.,-.... -nd dm Lmd..n «.ch.kn.nb, et. Doch »lsn dm -b,m°.„m «. L"«" »nd di.n > z.°m.n L.»d,.n -.. d.n. «I.gm...„.n,rm. °»d bist... b..««.,ch. »nd l-nttoch.-n!ch«ch in °»°n d» st"'.". 1° d..m w,s .«..„. dz .«,, d., «°„ b, ^ .... - ^ ist beret dz d:e obgenanten von Lucern vnd d:e zwey °z war vnd statt halten ollent vnversert. Och :N verc. > nns di- °b»°.,°n,m n°n «.Iis ,.i. !°nt sii.«« '"-NM ,...«. -,,h°.n stn. d-n„. »ls ......d -- d.st« d«°s «ist «nd sti. «n.b »st. stnl. Vnd d-s j- .inm. .«ist.» nmrm -s.m »-,«». «nd stch-q-.. dj d.s -st-s °°" «Nd «nd m. nst.» »nsmn «ch,°.nm..«...--ich «nd st.« d.«d° °°d °.h° i°« «.rd«. 1° nbm,mm »>- °b».n-„n.-n «m.R°.-rS »nd ..... Brist -ns-rS °«i"° > °» dst-n w.st d'-S-bm ist j° Brist «s dm. ...chstm in«".»..« »«. d- -l. «nn Zwstz st.bnr. fi.-.-ch.» > d«" ^ « ° " Pergamenten- lirtunde mit anhangendem Siegel. Abgedruckt T s ch u d t ll. x. 74. AS. Burg- „ad Lundrecht des Z-hnteuS Vis» mit Lue», u.i „nd Untmmlde,,. Visp. 1417, 11. August. Staatsarchiv Luccr». Sn G...-S n°....n, -mm. W°» nuinMich.« stn U°d «nd i.rst...»,ich,n ist dz ...... d-r s-ch-n «nd - ding..,, di- l...st.«iii„ «nd stn.. b-Iib-n st»-"', 1° -ml» dm'ch dj I« ,s ...d «nd .st nn. '»-» die snch-n die den «Um !- ft«-", !- >">d »"> ich''!' d »st. l.,i- -„ .Mi s-n.lich «nd .nnstich st-'"»» D-r °..,d- s° -"d -ff..m mi°r di- «... "«.stich dm Kilchh«-. «nd M-S zchmdm > «°n Ais,, in «»«. .°°d !" d-rs-lb-n ststchh.r. °d-r -nd-n st-hii» h», bis «s dis zii, »nd «-.i-h-n ».stich »iii dis-.n i-ri-s, dz >«... snr MI- «Ii. °".i n»ch mn-n, „°»..n -wmkiich zn ...stn..,dm sm>. st". °i" -wi- m'd >°.M.chi > »°s M haben, also dz wier ewig burger und lantlüt werden sont der erbercn wisen der statt ze Lucern vnd der zweier Lcndern Vre vnd Vnderwalden, vnd haben och »dz selbe bnrgrecht vnd lantrecht nu angentz für vns vnd vnser nachkomen liplich ^ vnd offenlich gelert eide mit vfgehebeten henden ze den heiligen gesworen der statt ze Lucern vnd den zweyen Lendern Vre vnd Vnderwalden burger vnd lantlüt ze finde cwenklich, vnd dar zu derselben statt Lncern vnd der zweyer Lender nutz vnd er ze fürdern > vnd ir schaden vnd laster ge- triiwlich ze wenden. Doch also, dz vns dz selb burgrecht nit fürrer begriffen sol dcnne och der zweyen lendern lantrecht vnd och als diser brief wiset vnd saget, an all generde. In disem burgrecht vnd lantrecht ist och eigen- > lich bereit vnd gedinget, Were dz die von Bern mit vns dien obgenanten von Wallis dc- keinest stösse gewunnen, dz gott lang wende, da föllent die obgenanten zwey Lender Vre vnd Vnderwalden, vnser lieben lantlüt, die obgenannten von Bern pitten früntlich, dz si vns s die obgenanten von Wallis lasen beliben bi dem, darzn nur recht haut vnd st sich rechtes von vns lasen benuegen. Möcht aber dz nicht gesin, so sullent die obgenanten zwey lender die obgenanten von Bern, ir Eitgenossen, manen nach ir geswornen buntbricfen sag, dz sy s sich lasen benuegen von vns dien obgenanten von Wallis an einem rechten al-' dz zwischent dien zweyen lendern vnd den von Bern billich sye vnd als, die obgenannten von Bern von der iren wegen die zwey lender ze maiteil haut, ob dz ze schulden keine, als dike dz ze schul- ^ den kumpt. Vnd wz kosten die obgenanten zwei Lendcr oder besunder dar durch habent ie werdent, die kosten sullent wir die obgenanten von Wallis geben, als dike dz ze schulden kumpt. Were och dz wir die obgenannten von Wallis der obgenanten von Lucern oder der j zweyen Lendcr oder ir dcheins besunder Batten inner bedörfftin Z" vnser sachen, darzn söllent st früntlich vnd getrüwlichen schiken vnd vns da helfen nach vnser nutz vnd er, och nach der statt Lncern vnd der zwcye Lendern nutz vnd er, doch in vnser der obgenannten j von Wallis kosten, als dike dz ze schulden kumpt. Es ist och eigenlich bereit, dz die obgenanten von Lncern vnd die zwey lender vns dien obgenanten von Wallis söllent vmb vnser gelt lasen zugan vnd gen saltz vnd allerlei) koffs, so si in haben niügen, vs- s genomen allerlei) korns, wie dz genant oder geschaffen ist. Were aber dz es dckeinest als türs würde, dz die obgenanten von Lncern vnd die zwey Lendcr vns den obgenanten vcn Wallis enbutten, dz wier dz saltz nienert liessin denn dien, die visier vnd ira lantlüt sint, ^ dz söllent ivn' och tun vild vnder vns verlornen, dz es also bestände vnd gehalten werde. Es ist och eigenlich dcict, were, da vor gott lange zyt sye, dz vnser der obgenanten von Wallis deheiner der obgenanten von Linn" oder der zwey Lendern deHein liblos tcti, oder dz der s obgenanten von Lncern oder der zwey Lendcrn dc Heiner vnser der obgenanten von Wallis dehcinen liblos tetent, dz gott lang wende, do sol man vinb d" todslag richten in der stat oder in dein Land, da das beschechen ist, nach der stat oder nach des landcs ncsi, fürdulich s an als verziechen. Were och, da gott lange zyt vor sye, dz vnser der obgenanten von Wallis der obgenannten von Lucern oder der zweyen Lendern dekeinen wundetti, oder der obgenannten von Lnce" oder der zwey Lendern dehcin der obgenamiten vnser von Wallis dcheinen wundetti, da sol der, j dein schad beschechen ist, ein recht ncmen von dem oder von dien, die im dz getan haut, an den stetten vnd iw dem richtet, do der selbe sitzet oder hin gehört, der angesprocheil wirt, vnd dem oder dien sol man vn denn süldeilich richten an verziechen nach s recht. Vnd als aber vnser guten frünt vnd liebelt lantlüt si obrenhalb Döis och der obgenannten von Lucern burger vnd der zweyer Lender lantlüt worden sint, als " bliese dz wisent, vnd dieselben von Döis vf mit dien obgenannten von Lucern vnd dien > zweyen Lende" in dz laut Eschital zngen vnd inen da hülfen wider gewönnen dz Inen der Graf von Safoy einest genoinM" hatte, dar vmb die obgenanten von Lncern, von Vre vnd von Vnderwalden vnd ander ir Eitgnossen die» 361 genanten von Dois vf die früntschaft getan j haut, dz si inen einen sibenden teil des lantz Eschital gelasen ^"t, als dz die briefe wol wisent vnd sagent, die si cnandcrn geben haut, Da hant aber die obgenanten Lucern, von Vre vnd von Vnderwalden, vnscr lieben bnrger vnd lantlttt, vns dien obgenanten j von ^sp vnd allein zehenden daselbs die früntschaft vnd liebi och getan, dz si meinent vnd wellent, dz wir niit von Dvys vf vnd mit dem zehenden von Naters vnd von Brig deil vorgenanten den sibenden teil des Eschital vo.l hin haben ^ füllen mit nntz vnd mit schaden. Doch ivz nutzes vntz vf disen tag gefallen Äs diser brief geben ist, damit snllent wier die vorgeiianten von Fisp noch vnser zehcnt nütz mit ze- ^laffende han, danne allein wz nutzes hievon hin fieli alz diser brief geben ist, j do sont wier mit dien ^mannten obrenthalb Döis vnd von Naters vnd von Brig vnsern teil mne han, als vor beret ist. Mer ^ bcret, were dz sich da fügcti, dz die vo.l Lncern vnd die zwey Lender ver wurden in dz selbe lant ^ital ziehen, danne vnd davon hin ! .nngent die von Lucern vnd die zwey Lender vns die obgenanten von ^is wol manen, zu inen in dz selbe lant Eschital zn ziehen, vnd als bald w,r gemant wurden von den >nanten von Lncern vnd dien zweyen Lendern, so sont wier die obgenanten von Wallis mit j vnser 7'Mcher erberer macht in dz obgenant land Eschital ziehen zn den vorgenanten von Lncern vnd dien zweyen vnsern lieben burgern vnd lantlüten, vnd inen vnd vns die von E,ch.tal he sen wsten vnd tw.ngen best vnd ernstlichest vermügen, vngefärlich, ! vnd sont onch in de,n lande E,ch.tal beleben lu den vor- "°Nten von Lncern vnd zweyen lendern, vnsern lieben bürgern vn antlnten, als lange zet als och st uut darinne sint, vngefärlich, vnd inen dz selbe lant helfen beM.cn vnd nutz vnd schaden m.t d.en j >ialb Döys, von Naters vnd von Brig warten für ein lant. Were och dz du obgenanten von Lncern b Wey lender Vre vnd Vnderwalden dekeinest wölltent vnd begertent ... Eich, al ze z.ehen m.t .r >ern vud mit ir ...acht vnd si dnchti ! ko.nlicher, durch vnser der obgenannten von Wall.s geb.et lue .r vnd lantlüt sint, ze ziehen denne anderswo, dz .nngent si wol tun, als .ke ...en dz fuogt., och dz > die,, obgenanten von Wallis sont bezalen, wz si des vnsern es,ent oder tru.kent vnd och dz st l st.st Unfern uie...an nütz sont frevenlich ne.nen. Es ist och eigenl.ch ere t, dz d.e obgenanten von Lucern ^ « I ! M . „„m „.Mi',-,, durck. vnser der obgenannten von Wall.s gebiet ... Wey Lcuder Vre vnd Vnderwalden n.emant andern oma) r u». v v st "" Im« ,.°ch du dmch zi-chtU. dm., > Mi. °..s.t dm °°-smm...tm um. m.st... m. Eschi.ul st du mm st.d, « ist °ch »...ich m>d stmwstch ... stchm m.d >' d! Wim dm .stimm.,... um W..M s-i- dis -M fiim« «s ...mditt hm 1°,,. «. „..dm, , «dm st"d°«ch. ...» st,.,ch,. ...ch ...» .«.« kh ,mn.....st. w-dm zu hm«.., „°ch ZU sw.m, .«Hz.. Vvern „ m m d» voraenanten von Lucern vnd der zweyer Lender A w VN vrloub vnd nnien willen wissent vnd gunst oer vorgeum,^» a V ^ vnd m m ^ , u-u»>, Docb also ob wier die obgenanten von Wallis vs- m,. Vnderwalden v.ner buraer vnd lantlnten. -voa, a.,o, v, ^ ^ ^ ^ ^ ig des m ^ cst 9üien dz .nugen wier wol tun vnd ... erde ..einen zu vns, als >c «vch ^Se»t ^ nüt de». Grafen von Safoy oder anderswa, da vns d. »» dm uhgmm..,»., um. WM« ,»°l fndcn m.t dm. u.°> ...m Mfti.1 ...iuh doch °l.u.»m dmi buv-» -°d dd^tlich und ...d I,t »mbchM ,m,r M ist »ch cigmlich b«-u, dz .».skr d,° »>.jMM,Im mn ^.Ill.s I».., « j.i uner. e.r> .,r . v ^ fordernt, d.s stst.ststst.:st2:7?t7! ..:i«m il>»t.-d r" ^vuen oder knaben denne ob sterzehen ^arcn alt st , ! m,d snnderlicb ""ii °»d dism b.,.f st..„m z.. dm hÄigm WM °..d stu» i° h-lwu i « 'si °"d !..i.d..l,ch 862 beret, dz wier die obgenanten von Wallis sollen vnd inögent in vnserm lande vilsere gerichte besetzen v»d entsetzen als vns dz duilkt vnser nutz vnd er ze finde, vnd och dz wir by allen vnsern fryheiten vnd ^ rechts beliben sont als wier vntz har koinen sint, vnd mögeilt Bischöf vnd Landfögt setzen in vnscrm lande als vns^ recht ist, von den obgenanten von Lucern vnd den zweyen Lendern vnbekümbert. Doch also den obgenante» von Lucern vnd dien zweyen Lendern j in dein obgenanten irein vnd disem burgrecht vnd lantrecht vnsch^' lich an allen den stuken so diser brief wiset, dz wier die von Wallis dz war vnd stett halten sollent, vnv^ sert. Och ist beret, dz die obgeuanten von Lucern vnd die zwey Lender vns die j obgeilailnteil von Wa^ nit sont fürrer mauen vmb enhciil sink, denne als vil vnd vs diser brief wist vnd seit vinb alli sink. des ze einein ewigen, waren, festen vrkund vnd sicherheit, dz dis alles von vns vnd von allen vnsern koinen ^ ewenklich war vnd stet belibe vnd gehalten werde. So haben wir die obgenanten von Fisp v»s^ gemeinde zechenden ingesigel offenlich gehenkt an disen brieff, der geben ist ze Fisp an des nechsten Abb- wnchen vor visier lieben frowen f tag ze mitten Öligste, in dem Jar do man zalt von Kristz geburt fierzech^ hundert vild in dem sibenzehenden Jar. Pergamentene Urkunde mit anhängender Siegelschnur. Das Siegel ist abgefallen. Abgedruckt Tschudi ll. SS. Burg- und Lmtdrecht der Stadt Sitten und der Leute von Gradetsch und Siders mit Lueeru, Uri und Uuterwalden. Sitten. 1417, 12. Oteober. Archiv rZbwalden. In Gottes nalueil, amen. Won menschlicher Sin blöd vild zergcnglich ist, daz iuan der fachen ^ der dingeil, die langwirig ^ vnd stet beliben sölten so licht vnd so bald vergisset, Durch das so ist nutz ist notdurftig, daz man die fachen, die den löten ze fride, ze nutze, ze ^ gemache vud ze eren vff werdeut, mit schrift vud Ulit briefeil wissentlich vnd kuntlich gemacht iverdent. Darumb so klliiden s offnen mir die burger vild die gemeinde gemeinlich der Statt vnd die Lantlnte genleinlich voil Sitten ' nanllich ze Gradetsch vnd ze Sider f vild was zu vns gehört jetwederthalb des Rotten vntz all zenden vnd vergchcil offenlich mit disem brief: Das wir burger wordeil sint ^ ze Llicern vnd Lantlnte ZU ^ ziveyen Leudern Vre vnd Vnderivaldcu vnd daz vns die fromm vnd wisen vnser guten frund der Schu^'^ der Rat ^ vnd die burger gemeinlich der vorgenanten Statt Llicern vnd die Lantainuiann vild die La»t' genleinlich der obgenanten zweyer Leildern Vre vild Nnderwalden zll ^ iren eivigcil bürgern vild laut!» genoinen vild empfangen haut mit allen den warten, puncten vnd articlen alz diser brief wist vnd seit. ^ ^ namen so haben wir obgenante von Wallis, alz wir vor bescheiden vnd beneinpt sint, gemeinlich das tz vorgeilaiite burgrecht vnd lantrecht nu angeildes > für vns vnd vnser nachkamen liplich vnd offenlich eide mit vfgehebten heildeil zll den heiligeil gesworn, der obgenailteil von Llicern burger vud ^ der obgen"" zweier Lenderil laiitlüt ze sin ewenklich vnd darzn derselben Statt Llicern vild der obgenailteil zivey Vre vnd Vndcrwaldeii nutz vnd ere ^ ze fordern vild ir schaden vnd laster getrüwlich ze llvenden ' Söst Doch °Ii° da, ms d!. °r.g-n°nt°l. »°» Wollst dist °r.g.no„t d„.gt.chl „lt ! Illr-r t,gr.st«. so! d-,,„- och d.. zw«) l«,d--,t l.„t..cht nnd och °» dis.. w-s wisl nod sog,. »I, «.„..d« In dst.,,, "».»..cht „od lm.t- ! ..cht ist °ch -Mnlich w.t nnd s-din».., w..° das nns« l,.b.n ,,-chMd,,-.., .. -m, «m. M M. w. obg'nont«. oon Wollst d°l)°i„.st st» l»- ! wm.»m. dos gott loo» w.„d-. ° InllM d,- °b-.„-..t«. zw«) L.„d.. B.° m.d V,.d.«°»ld.„ dl. od-M«« -°n B..n >„..«, »" k«'^ Ii °,st , °l,g°„°„t. °°„ «olli-, i. l.n.lnt. l»n d'w°" >» >° I' >'« »'d 7'"»,»» ^ " -°n »,. b«.ii„«„ M-ch. ob.. dst m. mlin. 1° st,»«» I dw °d».n«m. m zw«) I.,.d.. d,. °°' »«. st «dc,n°st.„, n,o„.„ noch st st.s.°°»°n ?n„.b«.f°n w. dz st stch lost«, .,,..g.n »°n NN- ° - »°„ > Wollst, ir«, l-ntlü,.,,. -,, «,,.„. MMN, »l, dn- zw.sch.,,. In«, bill.ch ),) »od ol, d,. . - ».„.«, «... B«n di. I»«, zw«) L.nd,. NW. d.. Jr-N I «-«> N'NN-N hon. ob dos z. 'chn'd n «v . ^ z. obaenanten zwey Lender oder (ems) besunder dardurch ^ r > :.«?«. ...>- och doz wst °dg°„..,„..n ^ MM ;»«.llwlich Id tllntM MM .».ins i.stu.d.- bot.«, ,.,„.. b. o-f .nt ch'd.. 7», o.,d d-. zw..).. L.„d..„ „,ch n «,st do ,).lstn „och «nstt.« > NM Ni» ^ nnch ^ ^ ^ ^ ^ ^ nd doch in nustr d.r -bMuonl.n o«„.Ml» s , ods.„«„l.„ «o„ «ollst MM ch b--..., dos di. ^.7,^,0 st J„ hol,«, .„.,g.„, nw„°,„«. .ll..l«, ,°.„, »« Mit lost«, znll»,, »nd 7«, 7« NN °« 7 .0 d,k-!n-st olz tists wu-di, d-z di. °>.g«,-,.,«. NM, «>. d« od.. g-Ichost«, ,st^ » ° oo„„jz .M.N,«., doz wst das Solz ».st«. ! »,.d di- zw-st »-nd« °n« d.n °W"°" , ^ „,,d >„.d.r »,,s »«k°,,„„. doz -S -sto di«,. di. st dm,)., nnd -n»n. lmd' » '° st « Mit iono zi. st)., doz n„I-- d-r od- liood „,.d bcholt«, wn.d« om,°,,«.„ od.. d.. -bg.„»,.l-n zw«).. L.„d.. ^ "anten von Sdnllw j dehenier er o ^ der zweier Lender deHeiner I vnser der obge- «°s i.Ui, °d'» d'» ° 77"-n Inns« «m ^ ^ ^ ^ ^ oml. d«. totstog «cht«, in d.r «»,„ NM, «ollis d-I.,n«> lichod t«I,,, , > ^ siirdirlich o» all.s v.r- a t oder m dnn land, da r a^ "1^7 ^ ^ obgenanten voir Wallis (deHeiner) der vorgenantcn von >.„, ».r. och, donor go «„)> -> (i ' ' ^-r d.r »bs.»on„t.n »on Lur.rn od.. d.r zw«.. L-ndrro . , )»„.« o,»« ^ ^ da d-rstld schrt od.. '» "chom M dch«. Witt. Md d.n, od.. di.n 1°. mnn och st,.d..iich «cht.,, noch ..cht, ..... >i-ch.n ES 'ist --H «».nlich °nd Innderlich w ! .-« in »ll«> I-«-n nnd wo-.«., doz ,»,. no.Mno,,.«, »«> «ollst lil dil, -it lstn sti... wst »>)»-»" 1°'» '»st l,„rsr-cht, „och ,»,t lo„tr,cht, I „och Nil, t , . -o dörr«, noch zu st.tt.„, noch zu l«,d.rn 01, vrlod v„d gut«, willen viid "Ut enkeiner ley vrnrtinsse, weder zn Herren, N0U) s > , c« . c,. . m .ss„ w-n ^ . l 9„cern vnd der zwerer Lendern Vre vnd Vnderwalden. Doch aich »ktt n„d gnust d'°7»--u°"st7l 7'^ 7 ^ „d g o,„,,„«, L..„d.s od.. Li,.«,, dz „M.n I wi. wo. « «., d.. o°-g«.°„.«. «" d.ch doz ,.,i-J„-„ „i. Iw...„ Ion..nid., dist od»«..... w. 7777 7..,^ „o„ Bullst wol jtid«. ,„l. d.„. «..„«, NM. Sono» "brecht vnd lantrecht. Och »"'gen Mr 0^.. ! , , s«.,r,-eckt vnscked- °d-r o„d.M«o, d- n,st dod „otdistsli-I ist, doch »«w.ü.» d.„, o°rg«,a„.n. > burstr-cht »nd lonst.cht »N ) 364 lich vnd vnbegriffenlich, Oeschital vorbehebt luter. Es ist och eigenlich bereit, doz wir obgenanten von I Wallis füllen ye zu zechen Jaren, so die obgenanten von Lucern, die zwei Lender nüt iren briefei; das an vns vordrent, diß obgenant burgrecht vnd lant- I recht ernüwern mit eiden vnd mit allen fachen, fo dar- zu notdurftig ist, vnd waz mannen vnd knaben denn da ob vierzechen Jaren alt sint, die ! sont diß obgenant burgrecht vnd lantrecht vi;d disen vnd Iren gegenbrief, den wir haut von Inen, sweren zu den heiligen/ war vnd stett ze ! haltenne. Es ist och eigenlich vnd sunderlich bereit, daz wir obgenante von Wallis fllllen vnd wellen in vnserm land vnser gericht be- j setzen vnd entsetzen, als vns dunkt vnser nutz vnd vnscr er ze finde, vnd och daz wir by allen vnsern friheiten vnd rechten beliben sont alz j wir vntz har koinei; sind vnd mugent bischöf vnd landvögt loben in vnserm land alz vnser recht vnd gewonheit ist, von den obgenanten von ! Lucern vnd den zwein Lendern vnbekümbert, doch den obgenannten von Lucern vnd den zwei" Lendern an dein obgenanten burgrecht vnd disem obgenanten Lantrecht I vnschedlich in allen stuken, so diser brief wist, daz wir die obgenanten von Wallis das war vnd stat halten sont vnuersert. Och ist bereit! daz die obgenanten von Lucern vnd die zwei Lender vns vorgenanten von Wallis nit sont stirer maiü" vmb enkein sink denn alz vil vnd alz diser brief ! wiset vnd seit vmb alle sink. Vnd des zu einein gewaren, offen, vesten vrkunt vnd gezügnisse, daz diß alles von vns vnd ! vnsern nachkamen kuntber s>^ vnd och behalten werde, so hant wir die obgenanten von Wallis, alz wir vor bescheiden sint, gebetten dw wisen vnd ! bescheiden liite die burger vnd die gemeind der Statt ze Sitten, dz si ir eigen Jnsigel für vw- gehenkt hant an disen brief, darunder wir vns ! och willenklich vnd vestenclich bindent in allen vorgeschribne» stuken vnd artikeln. Wir vorgenanten burger vnd gemeinde von Sitten veriechen och, daz ! wir vnser eigen Jnsigel für vns vnd die vorgenanten vnser Lantlüt zu zügnusse aller vorgeschriben dingen offenlich gehenkt hant an disen brief, ! der geben ist ze Sitten an offenem lantrat der Lantlüten von Wallis von Loigg do man zalt von Cristus gcburt Tusent vierhundert vnd sibenzechen ! Jar, an dem zwölften tag des Alanod^ Ottober, das ist des anderen Herbstmanodes. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel der Stadt Sitten. Abgedruckt Tschudi II, 66. ST. Der kömgliche Brief um Eschenthal. Weingarten. 1418, 29. Angnst. Staatsarchiv Lnccrn. Wir Sigmund, von gots gnaden Römischer kuug, tzu allen tzeitcn merer des Reichs, vnd ze Hange"'- Dalmatien, Croatien :c. knng, Bekenilen vnd tun kunt offen- j bar mit disem brieff Allen den, die In seh"' oder hören lesen, Das für vns kommen sind der Burgermeister, Rete vnd Burgere gemeinliche der Stete 's" Czurch vnd Lutzern, vnser vnd des ! Nichs lieben getrüen Erbere Botschaft vnd haben vns von Iren vnd d" Lantlüte zu Vre, Vnderwalden, Czug vnd zu Glans; wegen fürbracht, wie In vormals die Lantlttte I"' Eschental ! vnd andern telern zum Eschental gehörenden gesessen, einen roub genommen hatten vnd das Sb darumb zu der z>)t dem Hertzogen von Meylan, vnder dem die selben von Eschental zu dein ! selben 365 gesessen waren, schriben, bittende,-das er schaffen vnd bestellen wolte, das In solicher roub widerkert were. Do ch In von demselben von Meylan geant.vort, die von Eschental j weren Im ungehorsam vnd wider vnd Er mochte Jr nicht mechtig sin, noch st) dortzu wisen, vnd das darnach die vorgenanten von Czurch, von Lutzern vnd die Lantlüte zn Vre, zu Vnder- ! walden, zu Czng vnd zn Glariß über st) getzogen sin vnd s.) "nt dem Swerte gewnnnen vnd vnder sich bracht hatten, vnd das dornach aber die vorgenanten von Eschentale an den > Granen von Saphoy geslagen weren vnd sich den von Cznrch, von Lntzern vnd den obge- schriben Lantlüten widersetzten vnd ungehorsam zu sin vnderstanden hetten. Dornmb aber > Sy die :tz genanten von Cznrch vnd Lntzern mit andren Lantlüten übertzngen vnd st) twnngen vnd vnder stch brachten. Wann aber nu von nuwer den itzgenanten von Cznrch vnd Lutzern, vnd den vorgenanten Lantlnten gesagt ist, das sich die vorgenanten von Eschental vnd von andern telern, die zum Eschental gehören, an den Hertzogen von Meylan widerun.b werfen vnd j zn In: slahen wellen, Also das st) besorgen, es möchte dauon vns vnd den: heiligen Niche vnd ouch den kouflüten gc.neinlichen, die durch die vorgenanten Teler wandern Müssen, grosser ! schade vnd vngemach ensteen vnd zngetzogen werde.:; vnd wenn st) vns diemnetielichen angerufen vnd gebeten haben, S.)t denunal vnd das Tal zum Eschental vnd ander teler Marz:: gehörende unser vnd des heiligen Nichs lande sind vnd darzu gehören, das w:r dann als e:n Nomstcher ^ung glichen schaden vnd vngenmch zuuersorgen vnd zu fürko.nen , In gunnen vnd die besundere gnade tun gerächten fürbasser von vnsern vnd des heiligen Richs wegen die vorgenanten teler Eschental, Bomat vnd ouch Falzask vnd Meyental vnd an- ! dere teler zu In gehörende zu behüten, zu schützen vnd zn schirmen vnd über alle vnd igliche Jnwonere derselben teler zu richten vnd st) ouch v.nb Jr überfaren vnd missetat, ob st) ichts widder ! vns vnd das Nich oder ouch widder die vorgenannten von Czurch, von Lutzern vnd die vorgenanten Lantlüte mit unrechte teten, zu straffen vnd zu bessern. Dornmb angesehen Mich redliche , vnd vernunftige bete und ouch gütlich betrachtet stete trüe vnd nutze dienste, die vns vnd den: Niche die vorgenanten von Cznrch, Lntzern, Vre, Vnderwalden, Czug vnd von Glariß oft und, dicke ertzeiget vnd getan haben vnd ftirbaß zu tun willig sin, vnd snnderlich dornmb das die vorgenanten Teler zu Eschental vnd Bomat, Falzask und Menental vnd andere teler dor- > tzu gehörende vnd ouch alle vnd igliche Jnwoner derselben teler von vns vnd den: Niche nicht empfremdet werden, sundcr b.) vns gernwiclich vnd ungehindert beliben vnd das fürbaß > ouch alle kouflüte gemcinliche vnbeschediget vnd mit fride durch die itzgenanten teler mit Jrer koufmanschatz vnd habe ziehen vnd wandern mögen, Haben wir mit wolbedachten: mute, > guten: Nate unser Fürsten Edler vnd getruwen vnd von rechter wissen den vorgenanten von Czurch, von Lutzern, Vre, Vnderwalden ' Czug vnd Glariß gegunnet vnd dise besundere gnade getan, gunnen > vnd tun in craft diß briefs v»d Nömischer knnglicher macht volkoinmenhcit, daß Sy fürbaß merer die vorgenanten teler Eschental, Bon.att, Faltzassk vnd Meyental vnd andere teler zu In ge- > hörende vnd die lüte dorin wonhafte von vnsern v'id des Nichs wegen behüten, schlitzen vnd beschirmen vnd ouch zu Inen richten vnd st) vmb Jrer missetat and überfaren straffen j vnd bessern wogen, als sich dann das nach glichen: vnd billichem rechten zu tund gebürt, von aller menglichen ungehindert, doch vnschedlich vns vnd den: Niche an sinen friheiten vnd > rechten. Vnd mir gebieten ouch darninb von Nö.nischer knnglicher macht allen vnd iglichen Lantlüten vnd Jnwonern der vorgenanten teler Eschental, Bomat, Faltzassk vnd Aleyental vnd ander > teler zu In gehörenden, die nu sind oder in künftigen Wen sin werden, vnd sust allen andern vnsern vnd des Reichs vndertanen vnd getruen ernstlich vnd vestigklich mit discn: briefe j das s.) den vorgenanten von Czurche, Lutzern, Vre, Vnder- 366 waldcn, Czug vnd Glariß in solicher behütunge, beschutzunge vnd beschirmunge vnd auch straffunge vnd besserunge in aller > masse, als wir In die gegunnet vnd gegeben haben, gcntzlich gewertig vnd gehorsam sin vnd sich dawider nicht setzen sollen oder sy daran hindern in keinewys, by vnscrn vnd ^ des Nichs Hülben vnd by verliernng fnnftzig marck goldes, die ein iglicher, der dawider tete, als oft das beschee, zu einer pene verfallen sin sol, halb in visiere taugliche Camer vnd ^ halb den vorgenanten von Czurch, Lutzern, Vre, Vnderwalden, Zeig vnd Glans vulesslich zu betzalcn. Mit vrkunde diß briefs versigelt mit vnserM klinglichen Maiestat Jnsigcl. Geben ^ zu Wingarten by Nauenspurg nach Cristi gepurt viertzchen hundert Jar vnd darnach in dem Achtzechenden Jare, des nechsten Montags vor Sand Egidien tag, vnser Niche des hung- I rischen :c. in dem zwei vnd drissigisten vnd des Römischen in dem achten Jarcn. net illunUnturu Uoiuini RsZis Lantus cts Lost. Pergamentene Urkunde mit «hängendem königlichen Majestätssiegel. / Anhang. ' I. N e g e st e n. 1. «25!, 26. Mai. Hagenau. Der römische König Heinrich VII. löst Uri aus dem Besitz der Grafen von Habsburg. (VII. Xal. .lunii, Inä. 4^). Abgedruckt bei Wartmann, die königlichen Freibriefe für Uri. Schwpz und Unterwalden, i.n Archiv für schweiz. Geschichte XIII. 1,3. und an den daselbst angeführten Orten. DaS Original der Urkunde ist nicht mehr vorhanden. Ueber die erhaltenen Abschriften s. Wartinann a. a. O. 113. ^ , m Von alteren Urkunden ist hier nur zu erwähnen der durch den Pfalzgrafen Otto von Burgund als Vogt der Glarner zwischen den Leuten der Thäler Uri und Glarus gemachte Vergleich wegen streitigen Landmarchen, 11S6, 30, August (III. Xal. Soxtomd.) Lateinische Urkunde mit anhängendem Siegel des Pfalzgrafen, im Archiv Uri. 2. «259, s. cl. Bündnis; zwischen den Städten Frciburg und Avenches. Eine Urkunde darüber fehlt, ist aber erwähnt in der Erneuerung dieses Bündnisfts vom 11 November 1270, siehe unten Regest 20. Vergleiche Uoauell äi^wa rguo ^or^ I. 5° 27. p. 102. st. Lorol. Uo- 8uw8o. X°. 1212. Kopp. Geschichte der eidgenössischen Bunde. Buch IV. S. Ivo. 3. «24«, Deeember. Faänza. Kaiser Friedrich II. mmmt das Land Schwpz an 5as Reich. (Non8o vooemdri, Inä. XIV.) Abgedruckt nach der Originalurkunde des Archivs Schmilz bei Wartmann im Archiv XIII. 118. 4. «245 20 November Murten Die Burger von Bern und von Freiburg erneuern ihren beschwornen Bund (tdrn.am snranwnti, ond gua oontdäorati orank, sunt ob soso äosiäorant in porpotnnin). So lange die beiden Städte bestehen, sind sie einander zur Vertheidigung ihrer Siechte und rechten Besitzungen gegen alle Störer und Angreifer verpflichtet, wobei sie niemanden ausnehmen als ihre Herren. Wenn einer der Herren gegen dieStadt des andern Streitigkeiten bekäme, soll die betreffende Stadt bei ihrem Eide Allesanwenden, damit die Streitigkeit in Güte geschlichtet werde; ist ihre Bemühung vergeblich, so mag sie ihrem Herrn helfen, doch soll sie dieses vierzehn Tage vor jeder Feindseligkeit der andern Stadt verkünden. Wenn der Friede wieder hcraeitellt ist sollen die beiden Städte innert vierzehn Tagen zusammentreten und die. welche die andere beschädigt hast soll ihr das Genommeue zurückgeben oder den Schaden vergüten. Keine der beiden Städte soll einen Herrn 370 (liaronsin) in ihr Burgrecht aufnehmen oder ein Bündniß eingehen ohne die Erlaubnis; der andern. Wenn die eine Stadt die andere bei irgend einer Gelegenheit beschädigte, so soll die beschädigte dieß nicht rächen, sondern ihre Klage vor dem Rath der andern anbringen; könnte sie da nicht Genugthuung erhalten, so sollen die beidseitigen Näthe in Mitte des Weges zusammentreten und allda die Sache mit Recht oder in Güte endgültig entscheiden. Keine der beiden Städte soll der andern Pfänder nehmen, weil daraus leicht Zwietracht entsteht. Wer eine Ansprache in der andern Stadt hat, soll dieselbe daselbst einklagen; wird ihm innert drei Tagen nicht Recht gehalten, so mag er selbes mit zweien seiner Mitbürger vor dem Richter seiner Stadt bezeugen und demnach pfänden. In beiden Städten sollen die Burger beider gleiches Recht genießen, jedoch sollen sie Zoll zahlen und für verschuldete Bußen den Richter trösten. Wird einer der beiden Städte durch Raub, Brand oder Anderes Schaden gethan, so soll die näher gelegene Stadt sofort sich aufmachen um den Schaden zu rächen, vermag die es nicht, so treten die Städte zusammen und was sie zu ihrer Genugthuung, ihrer Ehre und ihrem Vortheil beschließen, das soll sofort mit aller Kraft ausgeführt werden. Alle welche den Städten verpflichtet sind und zu ihnen gehören und dieses Bündniß noch nicht beschworen haben, sollen dasselbe beschwören. Die Eide sollen alle zehn Jahre erneuert werden. (k?srin ssxta, post Ootavam 8anoti Nartini.) Urkunde im Staatsarchiv Bern. (Im Freibnrgischon Archiv findet sich nur eine deutsche Ucberschuna dieser Urkunde, cid. Freitags nach der Octav Sant Martins 1243.) Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1831, Seite 145. Ussusil cliplorn oticus cku Lanton lls Vrilwurg I. Xc>. 7. Assrlsüer, Ilrünnüsn l, p. 372, Ho. 258. Xurloudsn, l'udl. top. I. Ursuvss p. XV. Lantus Iislv. II. p. 3. Auszüglich: Ilorsl UsA. 1254. Vgl. v. Wattenwyl, Geschichte von Bern I. 53. 54. 69. Kopp, Geschichte, IV. Buch, S. 155 bis 157, 208. 5. j ZM, 8. Juli. Lucern. Vergleich über unbekannte Streitigkeiten zwischen den Burgern von Lucern einerseits und den Grafen Rudolf dem ältern von Habsburg und Ludivig von Froburg, den Freien Arnold von Rothenburg, Walter und Marquard von Wohlhusen anderseits, mit Rath und Hülfe der beiden Grafen Hartmann von Kpburg und Rudolf von Napperswpl. Wer den Vergleich bricht, erhält innert zehn Jahren vor keinem der Contrahenten Hülfe und verfällt dem Bann des Bischofs von Constanz. Arnold von Rothenburg und dessen Sohn Ludwig versprechen überdieß den Burgern auf gleiche Zeit Schirm und Vertretung und geben ihnen auf fünfzehn Jahre Sicherheit zum Verkehr außer der Stadt. (VIII. Iclns llulii). Urkunde im Staatsarchiv Lucern. Abgedruckt im Geschichtsfreuud I. 195, inhaltlich bei Kopp/ Geschichte der eidg. Bünde, Buch III. S. 143 f. 6. t 2. Juli. Murtcn. Der Schultheiß, der Rath und die Gemeinde von Murten schließen mit der Stadt Freiburg ein ewiges Bündniß zur Sicherheit des Landes und zu»; gegenseitigen Schutz der Rechte und Güter beider Städte gegen jeden Angriff (»pro bona paois st stntus totius rsAimtnis nss non pro mutna clsksnsiono et proinotions — c;nocl viclsliost rvaruntss alter altsrius cietensionom st gnnscmngns rss sivs bona protsotionis oustoclia tsnsamus, 'Sontra gnsmlidst st gnoslibst nos xorpstno aäiuvantss.») Keine der beiden Städte soll gegen die andere Krieg erheben, ausgenommen im Dienste ihres Herrn, des römischen Kaisers oder Königs und des Grafen von Kchburg. In solchem Falle soll die Stadt, deren Herr gegen die andern Krieg erhebt, vorerst trachten, denselben gütlich abzuwenden; vermag sie es nicht, so mag sie nach vierzigtägiger Absage ihrem Herrn helfen. Nach Herstellung des Friedens wird, was man einander genommen, ausgenommen Lebensmittel, gegenseitig innert vierzehn Tagen zurückerstattet. Ansprachen, die ein Angehöriger der einen Stadt in der andern hat, sollen innert drei Tagen mit Recht abgewandelt werden. Die Rechte der einen Stadt genießen auch die 371 Angehörigen der andern, vorbehalten daß sie Zoll geben und Caution für gerichtliche Urtheile leisten. Ansprachen um Erbe und Lehen, die nicht durch die ordentlichen Gerichte erledigt werden können, werden durch Zusammentritt zweier Nathsdelcgirten von jeder Seite in Mitte des Weges geschlichtet oder entschieden. Von zehn zu zehn Jahren wird dieses Bündniß mit Eiden erneuert. (Dominion intra. Ootnvnm Dotwi ot Dnnli axostolornm). Archiv Freibura, lateinische Urkunde. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1827. S. 365. N-z- ouoil .UxlowatiPM cku (ianwn elo Dridou^ I. 14. Ho. ^ Kopp Geschichte, IV. Buch, S. 157, 1öS. Der Geqenbrief il-reiburqs clck. VridvrAi anno Lidristi NLEXI-V m kssto snnoti ilokannis LaxUsts (24. Jum 1245) Archiv Murten." ist abgedruckt im Schweiz. Geschichtsforscher VII. 230. ^oorloäor. Drk. I. x. 364. Ho. 206. Engelhard. Geschichte von Murten. Beck. 8. - Vgl. DorsI, »ox. 1281. 7. 5230, Verbindung der rheinischen Städte unter sich bis Rheinfeldcn und mit Solothurn. Bern. Zürich und Schaffhausen zu Gunsten Kaiser Friedrichs II. Kovv Geickückcke I 5 Auw. 4. Buch III. S. 147. Eine Urkunde darüber scheint nicht vorhanden zu sein, die Angabe'Kopps über' diesen Stcidtebnnd gründet sich auf eine Combination aus den in obigen Citaten angeführten Quellen. 3. 523t, i s. Mai. Die Stadt Bern und ihre Eidgenossen in Burgund machen auf fünf Jahre Frieden und Bündniß mit Lucern. Urkunde im Staatsarchiv Luccrn. Abgedruckt Kopp. Urkundcnbuch I. S. 1 und oben im Text S. 2 in den Anmerkungen zu Abschied I. 9. 5232, 4 Mai Durch Vergleich der Burger von Lucern mit den Vögten von Rothenburg werden die von den erster» während des Krieges eingegangenen Verbindungen aufgelöst und wird das Verhalten der Burger bei Fehden unter den Waldleuten (axnä intramontmnos) regulirt. Aus dem s a acschwornen Briefe Luccrns (Stadtarchiv Lucern) abgedruckt im Geschichtsfreund I. 180 ,2szügüV 'bei Kvp" Urkundcnbuch I. Nr. 3. - Vgl. Kopp. Geschichte, III. Buch S. 154.. s. auch oben im Text Abschied 1. Note. 10. 5232, 17 Juli Lcuk Bischof Heinrich von Sitten für sich und die seiner Herrschaft unterworfenen Leute schließt mit der Stadt Bern ein zehnjähriges Bündniß, vom nächsten St. Michelstag an gerechnet, zu gegenseitigem Schutz und Beistand, vorbehalten jedoch von seiner Seite Papst. Erzb.schof von Tarantaise und Graf von Savopen, von Seite Berns der römische König Conrad oder der römische Kaiser (rsAv EonrnÄo mvo Imperators). — Wenn zwischen Bern und dem Bischof Mißhelligkeitcn entstünden, so sollen beide Theile persönlich oder durch ihre Sachwalter dieselben auf dem ersten Tage, der dießfalls anberaumt wird, in D1a.no äs Curiniis sivs in «snLnx, in Minne oder mit Recht beseitigen. Wenn zwischen Angehörigen beider Theile Streit entsteht, so soll der beimische Kläger vor dem Bischof, der wallisischc vor dem Schultheiß von Bern seine Klage anbringen und verfolgen; wenn denselben allda das Recht in beschleunigtem Verfahren verweigert wird, so sollen Bischof und Stadt an obgenanten gemeinen Dingstätten die Sache an die Hand nehmen und selbe an Einem Gerichtstag erledigen. Pfändungen sind nur gestattet bei gichtiger Geldschuld oder Bürgschaft. Mit gegenseitiger Zustimmung mögen die Bestimmungen dieses Bündnisses gemehrt oder gemindert werden. Was Angehörige des 372 einen Theiles in dem Gebiete des andern verloren haben, soll ihnen nach geleistetem Ausweis zurückerstatte werden. (Vis insrsurii ambs tsstmrn Lsats Nuris NnAclalovs). Lateinische Urkunde im Staatsarchiv Bern. Abgedruckt Zosrloäsr, Vrk. I. x. 430. Ho. Solothurner Wochenblatt 1328. S. 513. — Vgl. Vorst, Rsx. 1393. Kopp, Geschichte, IV. Bach, S. 210, 211. 11. 42ZZ, 25. Februar. Petcrlingcn. Compromiß nach verschiedenen Kriegen und Streitigkeiten zwischen der Stadt Freiburg einerseits und dem Grafen Rudolf von Greyerz, Ulrich von Arberg, Aymo von Montfaucon, Wilhelm von Corbivrcs, Wilhelm von Endlisberg und den Bürgern von Milden, Nomont und Peterlingen, all^ Vasallen und Leuten des Grafen Peter von Savoyen anderseits, auf beidseitig gewählte Schiedrichter und dc» Prior Apmo von Lausanne als Obmann. (Vacksrniasi, äis llovis a-nts wockiarn gnaclrnAssiwarn Lösuuäum st^Iuin suris Vausannsiisis.) Abgedruckt bei Wurstemberger, Codex Nr. 387 a. nach Archiv Turin, 25 o ort o clor, Ilrte. I. Ho- ' p. 155. Vgl, Vorst, UoF. 1450. 12. 42Z(j, im Mai. Schirmvertrüge der Städte Bern und Murtcn und der Landschaft Hasli mit dem Grafen von Savopen unter Zustimmung des Grafen Adolf von Waldeck als Reichsstatthaltcrs für den römischen Kö>»l Wilhelm. , Abgedruckt nach Archiv Turin in Kopp, Urkundenbuch II. S. 104. Nr. 30. Kopp, Geschichte, Buch IV. ^ ' läge 19. Aosrtscksr, Itrlr. Ho. 339. Nur der Brief von Murten ist erhalten und die Urkunde Waldecks vom 7. Mai. Den Zusammenhang s- v. Wattcnivyl, Geschichte von Bern I. 75 ff., 35, 103. Kopp, Geschichte, Buch III. S. 104. Buch S. 240—241. 13. 42ZZ, 14. Oölober. Auf dem großen Städtetag in Worms zur Aufrcchthaltung des Landfriedens und Zlü Sicherung der Handelswege ist auch Zürich vertreten. „ Böhmer, Urkundenbuch der Stadt Frankfurt am Main I. 107. Vgl. Kopp, Geschichte, III. Buch, ^ 14. 42KV, 5. September. Morges und Sitten. Friedensschluß und Territorialabtausch zwischen Peter von und Heinrich von Naron, Bischof von Sitten. Im Frieden werden von Seite Peters von Savoyen auch Bürger von Bern unter seinen »ircklisröntss ob nckjuckorss« vorbehalten. Archive von Turin und Sitten. Abgedruckt 25ssr1ockor, Vrlc. I. x. 533. Ho. 410. 15. j2l»t, 6. November. Bündnis; der Stadt Basel mit der Stadt Straßburg gegen Walther von Gcroldseck, von Straßburg und dessen Verwandte. Abgedruckt nach IVsnotesr, Apparat, ob Intsr. x. 170, bei Nroniltnt II. Ho. 80. Kopp Buch III. S. 614. IL. 42K4i, IL. Januar. Nach dem Tode Hartmanns des jüngcrn von Kyburg nimmt die Stadt Freiburg den Rudolf von Habsburg, Landgrafen im Elsaß, zu ihrem Schirmherrn an. (Vsria s;narta proxima posi, lds^u dsacki Vilarii anno äomini N. -VV. ssxaZsmino tsrtio.) Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1827. S. 339. Llssrloäor, Vrk. Ho. 451. I. p. 579. ^ Vorst, Rex. 1636. 373 17. t2KZ, ig. August. Beru nimmt die Äbtissin und den Convcnt von Maigrauge in sein Burgrccht auf. (Dcria guarta post kcstum assumptiouis dsats Uaric Vir^inis a . 12ko). Staatsarchiv Bern. Abgedruckt öcerlcäor, Drü. I. Ho. 472. Solothurner Wochenblatt 1826. S. 367. Vgl. Vor vi, »ex. 1660. 18. 1208, g. September. Bern. Die Stadt Bern nimmt den Grafen Philipp von Savoyen zum Herrn und Beschützer an des Reiches Statt (in äomiuum et protcctorsm suum loco impcrii) auf dessen Lebenszeit bis ein römischer König oder Kaiser diesseits des Rheins im Elsaß und zu Basel gewaltig wird und so lang Graf Philipp diese Schirmherrschaft behalten will. Er bezieht die Einkünfte des Reichs von Zoll. Münze und hohen Gerichten. Die Burger. welche sechszchn Jahre alt sind und darüber, schwören ihn. zu helfen und auch er verpflichtet sich die Stadt gegen Jedermann zu schirmen. (Dominica, post uativitatcm dcatc Naric). Nach Archiv Turin abgedruckt bei Wurstemberger. Codex Nr 769. ^--locker. ^ ?- 6. Xo. 513. Lttnig. Neichsarchiv. Contin. II. IV^ IL. Nr. 3 «uecbcnon IV p. 82. Solothurner Wochenblatt 1328. S. 370. Neues sch'vciz. Museum, Jahrgang 179v, S. 6oo. Ig. 1269 S Februar Basel Die Stadt Basel anerbietet den Burgern von Straßburg unter Vorbehalt der Gegenseitigkeit sicheres Geleit für Leib und Gut. zu kommen, zu weilen und wieder heimzukehren bis zum 3. März (usguc ml instantem mccliam guaclragssimum). Abgedruckt nach Scüöxklin. ^atia äiplomatw» I. 461. bei Irouillat II. Xo. 141. Ochs, Geschichte von Basel I. 394 s. Vgl. Kopp. Geschichte, Buch III. S. 20. 5270. 11 November Avenches Der Meyer von Aventicum und die Gemeinde daselbst beurkunden, daß im Jahr 1239 d^ Gnm!nde ^ Aventicu.n mit der Stadt Freiburg einen ewigen Bund gemacht, feierlich beschworen und in offenem Brief verschrieben habe -talilms comlitiouilms sivc pactis, ciuoä utraguc uuivcrsitas äcdct uctcuctur per clictum suramcutum altcram bona lläo ac in pcrpctuum scrvarc ac clclcuclcrc contra omucs. in pcrsonis omuidu^uc guridus. posscsioniws et ipsius iuvcstituM-s cxccptm tam^ ac Dominik carumäcm.< Alles dieses erneuern sie nun »ut dem Beisatz daß dieses ewige Bundn.ß von nun an von zehn zu zehn Jahren in beiden Städten mit Eiden erneuert werden soll. (In teste saute Nartmr). «... r.- - ' s. u.,u i..i Archiv Freiburg. Abgedr. Solothurner Wochenblatt 1827. S. 407. >-«. --- ---v-.«...» Anm. 4. DorsI, IIep. 1756. 21. 527t, 16 April Ncucncgg Bern und Freiburg erneuern den ewigen Bund, in welchem sie seit den Zeiten des Herzogs Berchtold von Zähringen mit einander gestanden und auf innner zu stehen begehren. Die Bestimmungen des Bundesvertrages vom 20. November 1243 (oben Reg. 4) werden wiederholt, nur ist der Termin der Absage hier auf ein halbes Jahr gestellt, wenn die eine Stadt in den -z-all kommt, ihrem Herrn oder Schirmherrn gegen die andere helfen zu müssen, vorausgesetzt daß das Schiru.vcrhältu.ß inzwischen nicht aufhört (si aälmc ädcusm «na äm-arct) Statt des Verbots, einen Herrn (daroncm) als Burger aufzunehmen ohne Einwilligu.H der andern Stadt welches im Vertrag von 1243 steht, heißt es hier, es soll keine der beiden Städte ohne Einwilligung der Andern aligucm Imdcutcm ciuitatcm, Castrum vd muuitioncm, aut cum, cur aliguoel Castrum scu mumtm mt 374 oommissa) als Burger annehmen. Neue Zusätze: Wenn der Schirmherr Berns, Graf Philipp von Savoycn mit Tod abgeht, oder Anna die Tochter weiland Graf Hartmanns des Jüngern von Kpburg, und die Schirmherrschaft des Grafen Rudolf von Habsburg (über Freiburg) ausgeht, so soll keine der beiden Städte ohne Zustimmung der andern einen neuen Schirmherrn annehmen; Bern behält jedoch das Reich, Freiburg seine Herrschaft vor. Die Stadt, welche einen Schirmherrn hat, soll die, welche keinen hätte, vertheidigen, doch keine der andern gegen ihren Herrn beizustehen verpflichtet sein. Wenn eine Stadt die andere bei der Hülfeleistung schädigt, ausgenommen an Hühnern und Heu, so sollen, nachdem der Schaden ermittelt ist, Schultheiß und Rath der Stadt, welche den Schaden gcthan, nach Verfluß von vierzehn Tagen in der andern Einlager halten, bis der Schaden ersetzt ist. — Wenn jemand aus der einen Stadt wegen Vergehen verbannt wird, soll die andere, sofern es ihr amtlich zur Kenntnis; gebracht ist, demselben nicht Aufenthalt bei sich gestatten. — Wenn ein Bürger der einen Stadt einem Auswärtigen Hülfe leisten will, soll er zuvor sein Burgrecht aufgeben, mit Weib und Kind aus der Stadt ziehen und so lange die Fehde dauert, nicht zurückkehren. Ist der Ausgezogene nicht Burger, sondern Gast, so haftet er mit seinem Gut oder in dessen Ermanglung mit seinem Leib für allen Schaden. (Voriu 5^ post clominionm (Inns iinoäo^oniti). Archiv e Bern und Freiburg. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1831, Seite 325. Sssrtsäor, DrV. II. x. 55. «o. 558. Rsousil äixlomatigns äs VridonrA I. 10S. 5so. 29. Walther, Geschichte des Berner Stadtrechts I. Beilage, Seite 53. — Vergleiche Kopp, Geschichte, IV. Buch, Seite 169—172. 291. Vorst, UsA. 1760. 22. 4274, 18. April. Bern erklärt an Freiburg, daß sein Schirmbündniß nur für die Lebenszeit Herzog Philipps an- daure. (Samstag nach dem Sonntag tZuasimockogsniti.) Archiv Freiburg (oollsotion äo 1503, toi. 7). Abgedruckt bei Ze erleb er, Codex II, S. 57, Nr. 559» nach Rsousit äixloinatigus äs Vribourg; I. S. 104, Nr. 23. Wurstemberger, Peter von Savopen, Cod. Nr. 302. Vergleiche Vorst, ItsA. 1761. 23. 4274i, 8. Januar. Colmar. König Rudolf bestätigt die Reichsunmittclbarkeit Uris. (VI. läns llannari, Inä. 2, kksgni anno 1.) 24. 427^, 3. August. Bern. Conrad und Burkard die Sennen von Münsingen werden durch das Ansehen des römischen Königs mit den Burgern von Bern gesühnt. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1826. S. 346. Vgl. Kopp, Geschichte, IV. Buch, Seite 996. 25. 4273, 16. Juni. Der Ammann und die Gemeinde des Thales Hasli und der Schultheiß, die Räthe und die Bürger von Bern Urkunden, daß sie geschworen haben, ihre'Rechte und Besitzungen gegenseitig zu schützen wie bisher so auch in Zukunft und daß sie auf erfolgte Mahnung einander mit Rath und That beistehen wollen gege" Jedermann, vorbehalten das Reich und dessen Oberhaupt. Kein Angehöriger des einen Theils soll einen des andern Theils pfänden, ausgenommen um geständige Schuld und Bürgschaft. (Dominion xost lostum Lam nubs Hostoli.) Staatsarchiv Bern. Lateinische Urkunde. Abgedruckt bei Asertsäsr, VrV. II. x. 153. dlo. 6 ' Solothurner Wochenblatt 1327. S. 425. Vgl. Vorst, Rex. igzi. Kopp, Geschichte, IV. Buch, S. 89d- 875 26. »278, 11. August. Altdorf. Marquard von Wohlhusen, Landrichter im Argau und Zürichgau schlichtet im Auftrag König Rudolfs einen Streit um Alpen zwischen den Landleutcn von Uri und dem Gotteshaus Engcl- bcrg. (Morncnd nach St. Laurenz.) Archiv Uri. Abgedruckt Gcschichtsfrcund VII. 162. Kopp, Urkundenüuch I. S. 10. 27. »278, 24. Juni. Hagenau. Mit dem Pfalzgrafen Ludwig bei Rhein und den Grafen Albrccht von Hohenberg, Eberhard von Katzcncllcnbogcn, Friedrich von Lciningcn und sechszehn Reichsstädten macht auch die Stadt Basel einen zweijährigen Bund für Aufrcchthnltung des Landfriedens zwischen Mainz und Basel und für Züchtigung derer, welche auf dem Rhein unrechtmäßige und ungewohnte Zölle erheben, (vis boa.tr llolmnuis lmptists.) Nroniliat II. Uc>. 229, nach >V onobor, Apparat, ^rolr. p. 186. 28. »278, 15. August. Der Bischof von Chur, Graf Hugo von Werdcnbcrg, Landgraf in Schwaben und Curwalcn, Pfleger des römischen Königs, und Herr Walther von Vatz geben allen, welche die Straße durch Curwalcn befahren, namentlich und zuvörderst denen von Lucern, hin und zurück Geleit und Frieden für Leib und Gut und verheißen, sie vor allen dein zuwiderlaufenden Beschwernissen nach Kräften zu wahren. (In assumpkioiro b-mts Nario VirZiurs.) Staatsarchiv Lucern. Abgedruckt bei Kopp, Urkundcnbuch I. Nr. 14. 29. »279, im September. Der Meyer, der Rath und die Gemeinde der Stadt Biel schließen mit der Stadt Bern ein Bündnis; bis Weihnachten und von da an auf fünf Jahre zu gegenseitiger Handhabung und Beschirmung der Rechte, Gewohnheiten und Besitzthttmer beider Städte. Vorbehalten werden von Biel der Bischof von Basel und dessen Capitel als Herren der Stadt Biel, von Bern der römische König und dessen Söhne. Wenn einer von Biel gegen einen von Bern eine Klage Hütte, so soll ihm innert drei Tagen Recht gehalten werden, ebenso im umgekehrten Fall. Wenn schwierigere Anstände, die gerichtlich nicht ausgetragen werden können, sich zwischen den beiden Städten erheben, so soll man darüber zu Frienisbcrg (Aurora.) tagen, zwei Nathsdcputirte aus jeder Stadt sollen die Anstände gütlich oder rechtlich mit einander entscheiden. Niemand soll den andern pfänden, es wäre denn einer rechter Schuldner oder Bürge. (Normo Sopbsmbri.) Urkunde im Staatsarchiv Bern. Abgedruckt bei Zsorlsäor, Urb. II. p. 240. Ho. 718. Vrouill-rt II No ^42 Vgl. Uorol, Rox. 1001. Kopp, Geschichte, IV. Buch, S. 307, 308. Neues schwciz. Museum"l705."S. 597. — Der Gegenbricf Berns ist nicht mehr vorhanden. Kopp, Gesch. IV. 308. Anm. 3. 30. 4282, 1. Deccmbcr. Bündnis; zwischen Bischof Friedrich von Cur und Bischof Peter von Sitten. Nobr Loäox ckiplomatious II. x. 16. Ho. 15. Weder ein Original noch eine Abschrift der Urkunde ist vorhanden. ' Die Angabe gründet sich auf Guter, Campell, Bucclin, Leu, Ulysses von Salis-MarschlinS -c. 31. 42lM, 5. August. Urseren. Thomas von Glurenge, Ritter, Wilhelm, Niclaus und Marquard de Morgia und Johannes de Vespia in Wallis schließen (aä cloksnäonäunr uostra, iura, ob inimioorum uostrorum »ourtra, ooruxosoouckuur) mit dein Bischof Friedrich von Cur, dem Abt Simon von Disscntis und dem Herrn H. von 376 Fraucnberg ein Bündnis; auf fünf Jahre von nächsten St. Michelstag an gerechnet, (vm. Nonas ^.vAUsti Inä. 1'"^) Archiv des Domcapitels in Cur. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Nobr, Locksx ckiplowatious II- x. 142. No. 83. 32. 4290, 5. August. Rudolf, Herr zu Neuenbürg, sein Vetter und Vormund der Propst daselbst, Richard sein Bruder und die ganze Gemeinde der Burger zu Neuenburg schließen mit Rath und Gemeinde der Stadt Freiburg ein fünfjähriges Bündnis; gegen Jedermann, namentlich gegen Wilhelm von Arberg, Johann von Valengin und deren Brüder und Helfer. Freiburg behält den römischen König Rudolf, seine Herrschaft und seine Eidgenossen von Bern und Wiflisburg vor, Neuenburg den König Rudolf, die Bischöfe von Lausanne und Basel, Johann von Chalons, Herrn von Arlay, als seine Lehnherren. (Laddato xost invsntionsin d. Stsxliani.) Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Natils No. 259. Solothurner Wochenblatt 1326. S. 221. Uoovsil cko Vrilzoorg: I. p. 133. No. 46. Aosrlscksr, Ilrlr. II. p. 363. Ho. 626. — Vergl. Kopp, Geschichte, IV. Buch, S. 95, 166. VorsI, Rex. 2096. 33. 4294, im März. Sitten. Vertrag zwischen dem Bischof von Sitten und den Spndics der Kaufmannschaft zu Mailand. I)ö lZiiiAiris im Archiv für schweiz. Geschichte II. 22. Not. 3. III. 157. Not. 3, nach dem Archiv von Valeria. 34. 4.294, 9. August. Peterlingen. Erneuerung des Schirmbündnisses zwischen Bern und dem Grafen Amadeus von Savoyen. Bern behält sich vor, an den Vertrag nicht weiter gebunden zu sein, wenn der römische König oder Kaiser über den Rhein nach Elsaß komme und sich durch Jnnehabung Basels da mächtig zeige, sofern es der Stadt Bern dann convenire, das Schirmbündniß aufzuheben und sie einen Monat vor dem Austritt die Ermächtigung des Grafen dazu nachsuche. (Vis llovis antö assvinptionis dsats Naris VirArnis.) Staatsarchive Bern und Turin. Abgedruckt bei ^svrlscksr, Vrü. II. No. 834. Solothurner Wochenblatt 1628. S. 532. Wurstemberger, Codex Nr. 668, 689, nebst Gegenbrief. — Vgl. Kopp, Geschichte. VI. Buch, S. 2. 35. 4294, 4. September. Cur. Bcrchtold, von Gottes Gnaden confirmirter Bischof von Cur nimmt die Bürger vou Zürich in seinen besondern Schirm: »ckantss st oonescköntös ipsis ckvoatvrv et osntam, vt st ipsi ovm suis insroirnonüs xsr totvrv nostrvm. ckorvinivrv st 2, 30. März. Waffenstillstand zwischen Wilhelm, Herrn von Arberg, und der Stadt Frciburg bis zum Feste des hl. Michael nächstkünftig (29. September) auf vierzehntägigc schriftliche Aufkündung. (vio rumornm pulruarrmr.) Arckiv Vreiburg. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1828. S. 289. Kvouoil ckiplo- matigus äu Kanton äs Iridoarg I. 14». ^-48. össrlsäsr, Urlc. II. p. 383. Uo. 341. Vgl. Uorol. »sg. 2159. 40. t2-l2, 26 August. Zürich. Herzog Albrecht von Oesterreich für sich und seines Bruders Sohn Johannes schließt Frieden mit der Stadt Zürich! ' 1. Jeder Theil soll seinen erlittenen Schaden an sich selbst tragen. 2. Wenn die Klöster in den herzoglichen Landen Ansprachen an die Züricher hätten wegen erlittenen Kriegsschadens, so ubernimmt Herzog Albrccht, sie zu befriedigen, ebenso übernimmt Zürich den Schaden seiner Gotteshäuser und Stifte 3 Beide Theile behalten den römischen König vor, so daß, wenn ein Theil dessen Feind würde, der ändere Gewalt hat. dem König Hülfe zu leisten, ohne daß dcßhalb dieser Friede gebrochen wäre. 4. Wenn Mischen den Bürgern von Zürich und den Herrschaften Kyburg odcr Habsburg Streitigkeiten entstehen, so werden dieselben durch zum Voraus bestellte Schiedleute und Obleute innert vier Wochen nach erfolgter Mahnung geschlichtet werden. (Zinstag nach Bartholomäi.) Der Friede wurde drei Tage später. Freitags nach Bartholomäi (29. August), zu Winterthur verbrieft Staatsarchiv Zürich. Abgedruckt Hergabt, kausal. II. 549. Tschudi I. 210. Vgl. Kopp, Gesch., Buch VI. S. 34. 48 41. 4293 (für 1292), 17. Januar. Friedensschluß zwischen Ludwig von Savoyen, Herrn der Wandt und der St^ Freiburg nebst ihren Mithaften. Die Gefangenen und die ihnen abgenommenen Pferde, Harnische zc. zurückgegeben werden. Frciburg schließt für die Dauer seiner Verbindung mit ihnen die Städte Bern, Avench^ und Neuenburg ein. Ludwig von Savoyen schließt auch seinen Bruder, den Grafen von Savoyen ein und M dafür, daß dieser den Waffenstillstand auf drei Jahre und mit zweimonatlicher Aufkttndung selbst beurkunde Ueber die gegenseitigen Schadcnersatzforderungcn werden zwei genannte Schiedrichter entscheiden, (Im sabba^ aprös Lt. Vlairo sn laut äs tauearuatiou uostrs siro 1292 ou luois äs ckauuso.) Archiv Freiburg. Französische Urkunde. Abgedruckt Usousil cls VribourA I. x. 142. Xo- Vgl. Kopp, Gesch. VI. Buch, S. 150. Vorol, Xo. 2108. 42. 4293, 26. Januar. Zürich. Zürich vergleicht sich mit dem Kloster Wcttingcn wegen des von demselben in Kriege gegen Herzog Albrecht von Oesterreich erlittenen Schadens und nimmt das Kloster in seinen bnuV rechtlichen Schirm, mit Festsetzung des Verfahrens bei allfälligen künftigen Beschädigungen in Kriegszüg" (Am achten Tag vor Maria Lichtmeß.) Tschudi, Chronik I. 2101». 43. 4293, 10. April. Mailand. Werner, der Vogt Herzog Albrechts zu Baden, hatte wegen Mißhelligkeitcn Leuten des Thales Uri die Waarcnballen mailändischer Kaufleute durch jencS Thal zu führen verboten " ^ angeordnet, daß diese Waaren zurückgehalten würden. Ans eingelegte Bitte hob er aber dieses Verbot ^ Lucern auf. Nun versprechen die Kauflcute unter dem Siegel der Stadt Mailand, den durch jene <3""^ Haltung erlittenen Schaden weder die Bürger von Lucern noch andere Angehörige des Herzogs von Oest"'^ mit irgend welcher Belästigung entgelten zu lassen. Stadtarchiv Lucern. Kopp, Urkundenvuch I. Nr. 26. Geschichtsfreund XX. S. 310. 44. . , 4293, 24. April. Friede zwischen Freiburg und dem Grafen Johann von Arbcrg, Herren zu Valengin und Brüdern Ulrich und Dietrich, unter Vermittlung des Grafen Johann von Chalons, Herren zu Arlas) w'd ^ Bischofs von Lausanne: Rückgabe der Gefangenen, Aufhebung gegenseitiger Forderungen und VeriW ^ einiger Punkte an schicdrichterliche Entscheidung. Graf Johann behält die Hülfsverpflichtung an seinen W" Wilhelm vor. (Iw zur cls 1a, tssts Lainb GoorZö.) Archiv Freiburg. Französische Urkunde, abgedruckt Iloousil cko Vridoui'A I. S. 155. Nr. 54. 45' -tS, 4293, 16. August. Brugg. Burckard Vitztum, Bürgermeister, der Rath und die Burger von Basel eintt^ Walther von Hunwil, der Amman, der Rath und die Bürger von Lucern anderseits kommen übcrein, daß ^ ^ Burger oder Einwohner einer der beiden Städte den andern an Leib oder Gut beschweren soll, ausgenw'^ einen, der rechter Gelte oder Bürge wäre, oder bei mit zwei Zeugen vor dem Nathe erwiesener ^ Weigerung) aber auch in diesen Fällen soll nicht Sclbsthülfe, sondern gerichtliche Verfolgung eintreten. Verkommniß soll dauern vom Datum dieses Briefs bis zun: nächsten zwölften Tag und von da an die w auf einander folgenden zwanzig Jahre hindurch. (Mornendeß nach Vnser Frowen mez ze mittem Staatsarchiv Lucern. Abgedruckt bei Kopp, Urkundenbuch II. Nr. 85. 'Ivouiilat II-Xo- 379 46. (fj^. 1293), im Jammr. Freiburg und Murtcn erneuern ihr altes Vertheidigungs-Bündnis; und bestimmen genauer, wie sie um Burgrecht und Gerichte, um Schaden und Ansprachen einander zu behandeln und zu berechtigen haben. Murten behält vor den römischen König und Kaiser und den Grafen Amadeus von Savoyen, seinen Beschirmer; Freiburg behält vor die Herzoge Albrecht und Johann von Oesterreich, den Freien Otto von Ochsenstein, seine Beschirmer, und für die Dauer ihrer Verbindung die von Wiflisburg und Neuenbürg; beide Theile behalten auch die Stadt Bern vor, wofern sie die unter ihnen geschlossenen Eide anerkenne; wenn dieses nicht geschehe, so soll keine der beiden Städte den Berncrn gegen die andere rathcn oder helfen. (blonss llamuarto 1293.) Archive Freiburg und Murten. Abgedruckt Usousil eis VridourZ p. 147 dlo. 51. Schweizerischer Geschichtsforscher VII. 232. Engelhard, Geschichte von Murten, Beilage S. Vgl. Kopp, Geschichte, VI. Buch S. 142. 47. (für 1293), 11. Februar. Laupcn. Bern verspricht gegenüber seinen Bundesgenossen von Frciburg, bezüglich aller seit dem Bunde mit dem Grafen Amadeus von Snvopen (9. Aug. 1291, s. oben Reg. 34) stattge- fundcncr Wegnahme von Gütern, wie auch aller Beschädigungen durch Raub, Brand u. s. w. das bundcsgcmäße Rechtsvcrfahren durch gegenseitige Nathsdeputirte eintreten zu lassen, sobald dieses von Freiburg verlangt werde, so nämlich, das; jeweilen zwei durch das LooS bestimmte Klagen, eine von Bern und eine von Freiburg, mit einander zur Verhandlung kommen und auf diese Weise fortgefahren werde, bis alle Klagen erledigt sind. Mit der Erneuerung der Eide zwischen Bern und Freiburg soll nicht bis zur Beseitigung aller dieser Anstände zugc- lvartet werden. (Vnno Dominioo ^.nnnntiutüonis 93, clis jovis proxima, unto Issbnm dsuti Vulsntini.) Staatsarchtv Bern. Archiv Fretburg. Lateinische Urkunde, abgedruckt Usousil cls VridourA I. x. 151 blo. 52. Zsorlsäsr, Drk. II. x. 404. dlo. 862. Solothurner Wochenblatt 1823. S. 93, wo in der Anmerkung das Datum des Schirmbündnisses Berns mit dem Grafen Amadeus irrig auf den 7. Dezember 1872 angegeben ist. Vgl. Vorst blo. 2190. Kopp, Geschichte, VI. Buch S. 143. 48. ^94 (für 1203). 11. April. Peter von Thurn, Herr zu Gestelcn in Wallis tritt als Burger von Bern mit seinem Eide dem Bündnis; Berns mit Freiburg bei. (Dominion in ramm xnlumrum. 93.) Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde, abgedruckt Rsousil äs Vribourg I. p. 154. Ao. 53. Solothurner Wochenblatt 1828. S.94. Vgl. Kopp. Geschichte, Buch VI. S. 143. 49. 22. Mai. Zürich. Zwischen Otto von Ochsenstein, Pfleger der Herzoge von Oesterreich und der Stadt Zürich wird zu Aufrechtbaltung des Landfriedens vereinbart, daß die innert zwei Jahren von St. Johannestag >>n Sommer an gerechnet (a, solstitio ostivo 8. llolmnnis ncl bionniniu) entstehenden Streitigkeiten von vier ^Mannten Schiedrichtern, bei deren Spaltung in gleiche Stimmcnzahl aber von Bcrchtold von Eschenbach als Obmann sollen geschlichtet werden. Stirbt einer der Schicdrichter oder kann er nicht an Behandlung einer Sache Theil nehmen, so ernennen die Schiedrichter des entgegengesetzten Theiles einen Ersatzmann aus demjenigen theile, dessen Schiedrichter abgegangen ist. Der Obmann wird im Falle des Abgangs von den vier Schied- ^chtern ersetzt. (Di deßhalb die eidliche Verpflichtung des Grafen bis zu Ablauf des Termins erlöschen soll. (Urima. clio Loptswdris«) Archiv Frciburg. Lateinische Urkunde, abgedruckt Assrlsclsr, Ui-Ic. II. p. 414. Ho. 871. Roovell äs Uridoui-A I. x. 163. Ho. 68. Solothurncr Wochenblatt 1823 S. 95. 52. 4296 (für 1294), 17. Januar. Johann, Freiherr von Eossonay schwört zu Freiburg ewiges Burgrecht, mit Hü^' Verpflichtung gegen Jedermann mit Ausnahme des Bischofs von Lausanne und des Grafen von Savoh^' (Ois Inno post ootuvum blxiplluniö.) Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde, abgedruckt Usousil äs Uridonr^ I.x. 161. Ho. 56. Vgl.!'»^ > IlvA. blo. 2134 (irrig datirt 1294, 18. Januar). Kopp, Geschichte, VI. Buch S. 149. 53- ^ 4296, 7. April. Bern und Freiburg setzen alle Forderungen, die sie gegen einander bis zu diesem Tag haben, " den Spruch von sechs Nöthen von Bern und sechs Nöthen von Freiburg, die in Laupen zusammentreten ^ Bei Stimmengleichheit soll Herr Ulrich vom Thor Obmann sein. Ansprachen, die seit der jüngsten erneuerung erwachsen sind, sollen zuerst, alle ältern Forderungen nachher entschieden werden. Morndeß St. Walburgen Messe sollen die Näthe in Laupcn zusammentreten und nicht eher von dannen gehen, al» sie alle Forderungen erledigt haben. Sie nehmen nnr Klagen an, die innert vierzehn Tagen gestellt ausgenommen es sei einer nicht im Lande. Innert Monatsfrist soll Alles beendet sein. Wollte Herr Ulu vom Thor nicht Gemeinmann sein, so sollen die Zwölf einen andern kiesen. (Donstag nach Ostern.) Archive Bern und Freiburg. Abgedruckt Ussusil äs Urikonrg l. 167. dlo. 60. 2Iosr1oä°" II. x. 426. No. 882. 1295, 19. Mai, (ksria i-setin nnto Usntsoostos) guittirt Frciburg für alle seine Ansprachen. Staato» Bern. Solothurncr Wochenblatt 1327. S. 289. 1328. S. 440. Sösrlsäsr, 5lo. 884. Buch VI. S. 148. 381 54. 1296, 29. April. Freiburg erklärt seine bundesgcmäße Zustimmung zu dem Bündnis; Berns mit Solothurn »slo tumsn, gnoä juramsnwm, gnoä vodis I-roiunt, simils u vodis «zis kut st stium nos eis oonsimils llroiumns vivo vorsn.« (Xsriu ssxtn post ksstunr dsati 0oorgü Nurtiris.) Staatsarchiv Bern. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Rsousil äs Xi-idourx I. x. 166. Xo. 69. Solothurner Wochenblatt 1L28. S. 436. Zsorlockor, Ilrk. II. x. 428. Xo. 333. Xorol 2216. Neues- schweiz. Museum. Jahrg. 1787. S. 706. Vgl. Kopp, Geschichte. Buch VI. S. 149. Buch IX. S. 13. 55. 1296, 19. Juni. Freiburg sagt Bern von allen Kosten los. die cS im letzten mit ihm geführten Krieg erlitten hat. Schweiz. Museum, Jahrgang 1827. S. 706. 56. 1296, 13. September. Zwischen den Bürgern von Neuenburg und denen von Biel hatte sich Zwietracht erhoben wegen einer Pfändung, welche Ulrich Gormont von Neuenbürg am Tage des Bieler Marktes vor der Stadt Biel auf einige Burger von Solothurn vorgenommen hatte. Diese Streitsache wird von den Schiedrichtern Heinrich von Wildcustcin. Meyer zu Biel, und Ulrich Reich. Schultheiß von Solothurn, dahin geschlichtet, das; Ulrich Gormont verpflichtet wird, auf Begehren derer von Biel mit fünf Lanzcnträgern und vier Armbrust- schützeu in eigenen Kosten denen von Biel während fünf Tagen Hülfe zu leisten; wenn er dieses gcthan, soll er der obigen Sache gänzlich entschlagcn sein. Hei gleichem Anlaß wird zwischen Neuenbürg und Biel eine zweijährige Sicherheit und Schutzverpflichtung statuirt, welche jedoch aufgekündet werden kann, wenn die Herren der beiden Städte mit einander in Krieg gerathen. (ViFili-r sxaltutionm s. orncüs.) Archiv Neuenburg. Abgedruckt Natilo I. 274. 'Irouillut II. Xo. 467. Letzterer übersetzt das Datum falsch mit I. September. 57. 1299 (für 1295). 19. Februar. Ludwig von Savoyen, Herr der Wandt, verspricht der Stadt Bern eidlich Hülfe ' mit ganzer Macht zwischen Genf und Zofingcn in eigenen Kosten bis Ostern und von da an zehn Jahre lang gegen alle ihre Feinde, ausgenommen die Grafen von Savoyen und von Burgund, sobald er persönlich oder sein Statthalter gemahnt wird. Wenn sich Bundesbricfe zwischen ihm und den Freiburgern vorfänden, so erklärt er selbe mit Gegenwärtigem als null und nichtig und dem Bunde mit Bern unschädlich, (vto vsnorm uuno äominioe unnuntmtionm .1. 00. non^imo gninto. Staatsarchiv Bern. Abgedruckt Aosrlsäizr, II. p. 436. Xo. 892. Solothurner Wochenblatt 1312 S. 390. Vgl. Kopp, Geschichte, VI. Buch, S. 161. I orol, ReZ. Xo. 2229. Im deutschen Spruchbuch S. 88 dcS Staatsarchivs Bern steht eine gleichlautende Urkunde mit dem Datum 1291 (anno äowiuioaänoaroationis N.00. nonoxssirno xrtmo) abgedruckt Zoorloäor II. x. 381. Xo. 339. Offenbar eine unrichtige Abschrift derselben Urkunde. 58. 1299, 4. April. Zehnjähriges Burgrecht (bis 22. Mai 1306) des Bischofs Bonifatius von Sitten mit der Stadt Bern. Er, nebst dem Grafen Jossclin von Visp und der Gemeinde von Leuck (vnirwrmtus äs llsuedo), verbindet sich, den Bernern beizustehen mit aller Macht seiner Kirche wider die Freien Rudolf von Weißenburg, Arnold und Walter von Wcdiswile und wider die Herren von Naron aus dem Lande Wallis, über das Alpengebirge bis an den Ort Watt bei Strättlingen, zu Schutz und Hülfe, unter Zustimmung und nach Rath und Willen seines Domcapitcls. (Iföria. guurta proxima, xost oetmvain sMoelw.) 382 Staatsarchiv Bern. Pergamentene Urkunde mit drei anhängenden Siegeln. Abgedruckt ^ssrlsäor, Rrk. II. p. 437. Xo. 893. Slurlauüsn, Vabl. toxox. I. x. XIII, mit dem unrichtigen Datum 1290. Vgl. Ihorst, Rex. Ro. 2233. Kopp, Geschichte, Buch VI. S. 151. 5S. I2!)l», Mai. Nicolaus von Englisperg, Herr zu Arconciö und Iltens, verspricht, den Burgern von Freiburg, die ihn, zun, Ankauf von Arconciö geholfen, mit diesen Schlössern gewärtig zu sein und Hülfe zu leisten gegen Jedermann auf ewig. Wenn er ohne Nath und Willen der Freiburger mit Jemanden Krieg anfängt, so sind diese ihm zu keiner Hülfeleistung verbunden. (Neuss Null.) Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde, abgedruckt Rsousil äs Vribourx I. x. 172. Xo. 62. 60. 42i>R, 3V. Juli. Lucern. Compromis; der Mülner von Zürich und gemeiner Bürger daselbst cinestheils, der Burger von Lucern anderntheils auf vier Schiedrichter und Herrn Gottfried von Httnobcrg als Obmann, über die Kriege und MißHelligkeiten, welche zwischen beiden Thcilen aus Anlaß der Ansprachen der Mülner auf Leib und Gut des Johannes, Schulmeisters zu Lucern und seiner Kinder entstanden waren. Beide Theile versprechen, den nach einem sehr einläßlich regulirten Schiedverfahrcn erfolgenden Spruch zu beobachten, bei einer Buße von IVO Mark Silbers, für die sie beiderseits Bürgen mit Verpflichtung zun, Einlage,' stellen. (Montag nach St. Jacobstag.) Staatsarchiv Zürich. Abgedruckt Kopp, Urkuichcnbuch II. Nr. 93. Dazu gehören die beiden Spruchbriefo ää. Zug 1296, 11. August (Kopp, ebenda Nr. 94) und Lucern 1297, 1. April (Kopp, ebenda Nr. 97). Beide im Staatsarchiv Zürich. Vgl. Kopp, Geschichte, Buch VI. S. 108 ff. ei. 4296, 30. Juli und 11. August. Sühne zwischen Lucern und Zürich in den Mülner'schen Streitigkeiten. Kopp, Geschichte VI. Buch, S. 109, 110. ea. 4 297, 31. Januar. Zürich. Verbindung zwischen der Stadt Zürich, und dem Freien Leutold dem jüngern von RcgenSbcrg. Bis Weihnachten des künftigen Jahres soll kein Theil gegen den andern sein. Um entstehende Spänne richten sie sich schiedgerichtlich. (Donstag vor Lichtmeß.) Staatsarchiv Zürich. Tschudi I. 215. Kopp, Geschichte, VI. Buch, S. 240. 03. 4297 (für 1296), 25. Februar. Ludwig von Savopcn, Herr der Waadt, nimmt zu Bern Burgrecht und behö^ dabei den König von Frankreich als Herrn der Grafschaft Burgund und den Grafen Amadeus von Savoyen vor. (loria, sssnnäu post Natt,ig ^.pmstoli, anno äominios unnntiationis 96.) Xssrloäor, II. p. 447. Nr. 900. Solothurner Wochenblatt 1S29. S. 633. Vgl. Kopjp, Gesch" VI. Buch, S. 242. Vorst, Rsx. 2243. 64. 4297, 1. April. Luccrn. Spruch zwischen Luccrn und Zürich in den Schul»,cister'schen Streitigkeiten. Staatsarchiv Zürich. Kopp, Geschichte, VI. Buch, S. III. / L88 65. 4297, 3. Mai. Zürich. Burkart von Liebegg urkundet, daß er mit den Bürgern von Zürich gerichtet sei um alle Streitigkeiten, die er mit ihnen hatte und allen Schaden, der ihm und seinen Leuten mit Raub und Brand zu Birmenstorf, zu Tätwyl und anderswo zugefügt worden (lazen geuarcn habe). (An dem dritten Tage Meiien.) Staatsarchiv Zürich. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel. 06. 4297, 1 /8. Juli. Viel und Bern. Bern und Biel erneuern ihr altes Vündniß zu gegenseitigem Schutz bis zu St. Johannes des Täufers Tag und von dannen neun Jahre lang, mit Vorbehalt von Seite Biels des Bischofs und der Kirche von Basel und ihrer Angehörigen. Streitigkeiten zwischen den Parteien sind in Arberg schiedgerichtlich zu erledigen. Jeder Theil gibt zwei Schiedrichter, der Meyer von Biel und der Schultheiß von Bern sind Obleute. Ausschluß geistlicher Gerichte und der Pfändung, außer gegen den geständigen Schuldner und Bürgen. Für streitige Geldschuld soll innert drei Tagen am Wohnsitz des Beklagten Recht gehalten werden. lPoria, soounäa, proxima, post tsstum (post Gotavam) dontorum Vpostolorum ?otvi st ?auli.) Archive Bern und Biel. Abgedruckt Bvouillnt II. 601, welcher das Datum des Briefes von Biel unrichtig mit 9. statt ö. Juli übersetzt. ^ssrlsäsr, Ilrü. II. x. 466. Xo. 903. Solothurncr Wochenblatt 1S31. S. 328. Vgl. Kopp, Geschichte, VI. Buch, S. 242. Vorst, Rsx. 2266. 67. 4297, 11. September. Bern gibt dem Schultheißen und dem Rath von Freiburg für sich und ihre Begleitung ein dreitägiges sicheres Geleit zu und von dem mit ihnen zu Motiers am Murtensee am nächsten Montag zu leistenden Tage (16., 17. und 18. September). (Voria, guarta, post nativitatsm llsnts Nario Vlr-zünis.) Archiv Freibnrg. Roouoil äs 1'rid. 1. 174. Xo. 63. Vorst, Rsx. 2266. Aoorlsäor, Vrll. II. x. 467. Xo. 903 a. Solothurncr Wochenblatt 1828. S. 442. 68. 4297, 30. November. Frankfurt. König Adolf nimmt das Land Schwyz an das Reich. (Iuä. XI. 2 Xul. Do- LEmlzris.) Archiv Schwyz. Abgedruckt nach dem Original bei Wartmann, die königlichen Freihcitsbriefe u>. im Archiv für schiveiz. Geschichte, XIII. S. 136. 66. 4297, 30. November. Frankfurt. König Adolf nimmt das Land Uri an das Reich. (Iml. XI. Vrillis Xnl. Voo.) Das Original fehlt. Abgedruckt bei Wartmann, a. a. O. Archiv für schiveiz. Geschichte, Xlll. S. 133, nach Tschudi. 70. 429«, 31. Mai. Die Städte Freiburg und Bern machen für sich und ihre Bürger und Verbündeten einen Still- standfriedcn bis St. Johann Baptist und von da zehn Jahre lang, nach deren Ablauf noch auf einen Monat. Wenn die Herrschaft Freiburgs Bern wegen andern als den im Waffenstillstand begriffenen Sachen bekriegen würde, so soll es Freibnrg unbenommen sein, nach einmonatlicher Absage derselben Hülfe zu leisten, aber des gegenwärtigen Krieges und der in ihm entstandenen Schäden und Beschwerden wegen darf Freiburg seiner Herrschaft gegen Bern nicht helfen so lang der besagte Stillstand dauert. Ebenso soll es Bern mit seiner 384 Herrschaft gegenüber Freiburg halten. In entfernten Gegenden jedoch (sxtra, tsrras) mag jeder Theil feinet Herrschaft Hülfe leisten. Die Beschädigungen und Beschwerden aus dem gegenwärtigen Kriege sollen die Zeit des Friedens aus nicht gerächt werden, sondern man soll auf einen Definitiv-Friedcn hinarbeiten und jene Anstände nach dein zwischen beiden Städten herkömmlichen Verfahren regulircn. Zwischen Herrn Rudolf von Weißen - bürg und dem Grafen Hartmann von Kyburg, Burger zu Bern und dessen Helfern ist ein besonderer Waffenstillstand geschlossen und ein besonderes, schiedgerichtlichcs Verfahren festgesetzt, das den gegenwärtigen Vertrag nur insofern beschlägt, daß wenn der eine oder andere Theil den ihm auferlegten Verpflichtungen nicht gehorsam wird, die mit ihm verbündete Stadt demselben gegen seinen Gegner und seine Stadt nicht Hülfe leisten sollen. (Lallatllo proxüno post kostnnr Hsntsoostos.) Staatsarchiv Bern. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Zssrlscisr. Ilrlc. II, x. 463. Ho. 906. Rs- ousil üiz Vridourg I. 175. üo. 64. Solothurner Wochenblatt 1330. S. 421. Vgl. Kopp, Geschichte, VI. Buch, S. 252. b^rol, Uox. 2263. 71. 17. August. Arau. Die Bürger von Basel und die Bürger von Lucern hatten ihre Streitigkeiten, derer wegen beide Theile eine Anzahl Burger der andern Stadt gefangen hielten, an vier Schiedieute gesetzt; von Basel waren es Conrad zur Kinden und Johann von Arguel, von Lucern Nögger von Littau und Rudolf von Schauensee, Obleute waren Ulrich von Balm und Heinrich von Wangen. Die letztern entschieden nun dahin, daß alle Ansprachen und Streitigkeiten, welche dem Schiedgericht vorgelegt worden waren, aufgehoben und beidseitig abgethan sein und beide Theile in gutem Frieden gegen einander stehen sollen. Die Gefangenen sollen gegen Urfehde freigegeben werden. Die Bürger von Basel sollen Lucern bis 8. September einen Brief geben, worin sie erklären, daß sie denjenigen, welcher diesem Spruch nicht nachkommt, nicht mehr als ihren Burger anerkennen bis er den Schaden, den er damit thut, abgelegt hat, daß sie vielmehr zu dessen Leib und Gut greifen sollen. Verweigern sie diesen Brief, so verfallen sie in 50 Mark Silbers Buße; die Bürgen, die sie darum gegeben haben, haften dafür; die Obleute haben eintretenden Falls sie daran zu mahnen. Wird dagegen der Brief gegeben, so sind die Bürgen zu beiden Seiten geledigt. (Sonntag nach Unser Frauen Tag ze mittem Ougsten.) Staatsarchiv Lucern. Abgedruckt bei Kopp, Urkundenbuch II. Nr. 104. — Vgl. Kopp, Geschichte, VIII. Buch, S. 241. Basel kommt diesem Entscheid nach durch zwei Briese vom 26. August (Zistag nach sant Vartolomeu^ >»(" des Zwcilfbotten). Staasarchiv Lucern, abgedruckt bei Kopp, Urkundenbuch II. Nr. 105 a. und d. Dazu gehört auch der Brief vom 2. Mai 1299. (Samstag nach vsgender Osterwuchen.) Staatsarchiv Lucer», abgedruckt bei Kopp, a. a. O. Nr. 109. 72. (für 13V0), 14. Januar. Otto Graf von Straßberg, des römischen Königs Albrecht Pfleger in Burgund, erklärt, daß er seine Zwistigkciten mit der Stadt Freiburg mit dem Rothe der Grafen Rudolf von Neuenbürgs Npdau und Heinrich von Buchegg insoweit beigelegt habe, als ein Waffenstillstand verabredet sei bis Osteel nächsthin und von da an bis vierzehn Tage nach erfolgter Aufkündung. Inzwischen haben die Freiburger des Reiches Schirm und sichern Wandel. (Ladato proximo post tostunr doati Ililurli, anno annuntiutiovie 6oininic:ö 1300.) Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Ussusil üs b'ribourA II. p. 2. Xo. 66, 385 73. 4. April. Elisabeth, Gräfin von Kyburg, Hartnmnn und Eberhard, Söhne Graf Hartmanns scl. von Kyburg, Herrn zu Vurgdorf, Ulrich vom Thor, Pfleger und Schirmcr der Herrschaft, und die Schultheißen, Räthe und Gemeinden von Burgdorf und Thun machen ein Bündniß mit der Stadt und den Burgern von Bern bis St. Johannestag nächfthin und von da an auf zehn Jahre, ihnen zu helfen und zu rathen, sie und ihr Gut zu schirmen gegen Jedermann mit allen Dienern der Herrschaft. Die gleiche Verpflichtung übernimmt auch Bern mit allen seinen Burgern, beiderseits nach Mahnung. Bei Streitigkeiten zwischen beiderseitigen Angehörigen soll der Kläger zuerst an den Herrn dessen, gegen den er sich zu beschweren hat, gelangen und dieser ihm zum Recht helfen; was aber auf diesem Wege nicht erlangt werden mag, das soll auf Tagen verglichen oder entschieden werden, wie es zwischen beiden Parteien gewöhnlich ist; gegen solche, die diesem Stück ungehorsam sein wollten, helfen sich die beiden Thcile gegenseitig. Nur für die Zeit dieser Verbindung und nicht länger, versprechen die Bcrncr Angehörige der Herrschaft Kyburg, die nach Bern in die Stadt kämen und von der Herrschaft Amtmann mit Eid selb dritte als Hcrrschaftsangehörige zurückgefordert würden, aus der Stadt zu verweisen; wenn aber ein solcher Jahr und ^.ag in der Stadt gesessen ist, ohne auf diese Weise zurückgefordert worden zu sein, so mag er zu Bern bleiben laut der Handfeste dieser Stadt. (Dienstag in der Osterwoche.) Abgedruckt Solothurncr Wochenblatt 18L0. S. 587, Vgl. Kopp, Gesch., Buch VIII. S. 313 und IX. S. 97, S85. Die Urkunde, nach welcher der Abdruck des Soloth. Wochenblattes gemacht ist, lag früher im Staatsarchiv Bern, wird aber seit 3i)—49 Jahren vermißt. 74. 23. Mai. Bern. Die Städte Bern und Laupcn verbinden sich von nun bis St. Johannes des TäufcrS Tag Und von da an zehn Jahre lang zum Schutz aller ihrer Rechte, Gewohnheiten und Bcsitzthümcr gegen Jedermann, vorbehalten das Reich. Wenn eine der beiden Städte Beschwerden hätte gegen Jemanden, der das Schloß zu Raupen innc hat, so soll die andere ihr helfen diese Beschwerde mit Rath zu beseitigen. Wenn die eine der Städte die andere beschädigte, so soll die verletzte es nicht rächen, sondern der andern ihre Klage vorlegen und wenn ihr nicht genug gethan wird, so sollen die Rothe am gewohnten Orte zusammen kommen und trachten den Span mit Recht oder Vergleich beizulegen. Niemand soll pfänden, ausgenommen den rechten Schuldner; bestrittene Forderungen kommen vor das Gericht des Wohnortes des Beklagten, (llcria tortla, post kostrun b'ontocostss.) Staatsarchiv Bern. Abgcdr. Soloth. Wochenbl. 1830. S. 571. Vgl. Kopp, Gesch., VIII.Buch, S.314. 75. ^'2 (für iZyy, ig. März. AgneS, Frau von Jllens und Areonciö, im Namen ihrer selbst und ihres SohncS Johann, Peter, Herr von Grcyerz. ihr Bruder und die ganze Gemeinde von Areonciö machen mit der Stadt Freiburg Waffenstillstand bis St. Walburgstag (1. Mai) und vierzehn Tage darnach, (Dio Inno pa-st R°- winisooro.) Archiv Frciburg. Latein. Ilrk. Abgedr. Iloouoil <1o Iril>. II. p. 14. Um 39. Ikovgl, L3L0. 7«. 6. Mai. Verlängerung dieses Waffenstillstandes bis fünfzehn Tage nach St. Andreastag desselben JahrcS, wit Vorbehalt jedoch Seitens der Frau von Areonciö zc., deS Grafen von Savoycn und seines Baillifs, so baß sie auf Befehl dieser ihrer Herrschaft nach achttägiger Absage gegen Freiburg streiten dürfen. (Dominica. Post ksstnin Invontionls sancti ornow.) Archiv Freibnrg. Latein. Ilrk. Abgcdr. Ilocucil äs Vrid. II. x. 1V. Xc>. 70. ?orcl, RvA. L32S, 49 386 77. I?62, s. <1. Zehnjähriges Bündniß des Grafen Werner von Homberg, Herrn der alten RappcrSwyl (March und Wäggithal), mit Schwyz. Tschudi I. 229 a. 78. I?l>2, 13. August. Otto, Graf von Straßberg, königlicher Pfleger in Burgund, erlaubt der Stadt Freiburg u»d allen ihren Helfern, mit Ausnahme des Grafen Rudolf von Neuenbürg, einen Waffenstillstand mit dein Grast» Johann von Arberg und den Seinigen zu machen, von dem verflossenen 10. August (St. Lorenz) an bis der genannte Graf aus dem Dienste des Königs nach Laupen zurückgekehrt sein wird, und vierzehn Tage nachher- Inzwischen sollen die waltenden Anstände auf einem Tag zu Murten, Wiflisburg oder Peterlingcn vor dem Grafen von Straßberg mit Recht entschieden werden. (?sria, ssounän amts L.ssurvptionis dsuts Mr>o Virginis.) Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Roonsil äo VridourZ II. p. 18. Ho. 71. 79. 22. Juni. Rudolf, Graf und Herr zu Neuenbürg, für sich und seine Oheime Johannes, Propst, rvid Richard und für seine Brüder und ihre Leute, macht eine fünfzehnjährige Vereinung mit der Stadt V>e ^ vorzüglich gegen die Herren und Burger von Cudresin und Stäffis auf den Fall, daß diese bei Streitigkeiten » Biel nicht auf ihn compromittiren wollten und zu gegenseitiger Sicherheit des Handels und Wandels. (?^^ tsrtia, ambs ksstuur nackivitackis dsa-ti llolrannis Lnptists.) Archiv Biel. Lateinische Urkunde. Abgedruckt blatilo nnzn. I. x. 233. Xo. 309. Neues schall- Museum, Jahrgang 1795. S. 001. 80. ii.'itN», 3. October. Bern. Bern und Viel erneuern ihr Bündnis; auf zehn Jahre, bis 24. Juni 1310. Biel bclstst den Bischof von Basel und dessen Kirche, Bern das römische Reich, den römischen König oder Kaiser und d>^ verstorbenen Grafen Hartmann von Kyburg junge Söhne, Hartmann und Eberhard, vor. (Idoria, soonnäa W xima, post kssckum lwacki Niolmslis nrelrunAsli.) Staatsarchiv Bern. Abgedruckt Neues schweiz. Museum, Jahrgang 1795, II. S. 599. landsri, 'labt. top. prsnvss 129. "4ronillat III. Xo. 55, nach einer Copie aus dem XVII. Jahrhunder Archiv des ehemaligen Bisthums Basel. Vgl. Kopp, Gesch., VIII. Buch, S. 318. Kl. 4606 (für 1307), 28. Februar. Rudolf, Graf und Herr zu Neuenbürg, nimmt Burgrecht zu Bern und verspu^ eidlich, so oft er von Bern mit gewissen Boten gemahnt werde, der Stadt in ihren eigenen Kriegen auf st Kosten überall und gegen Jedermann Hülfe zu leisten nach seinen Kräften. Vorbehalten werden Zechau» Chalons, Herr zu Arlap, die Bischöfe von Basel und Lausanne und sein Oheim Herr Walther von R» ^ faucon, wenn sie in eigner Sache gegen Bern Krieg führen, wenn sie dagegen als Helfer Anderer gege» ^ im Kriege stehen, so hat Graf Rudolf Bern gegen ihnen Hülfe zu leisten, nur ist er nicht verpflichtet, feindlich ihr Land zu ziehen. Die Vcrncr stehen gegenüber dem Grafen in gleicher Verpflichtung. Das Burgn'ch^ zehn Jahre lang unaufkündbar. Graf Rudolf gibt keine bürgerlichen Abgaben und ist nicht schuldig, je»»»' ^ auf Klage gegen ihn vor dem Gerichte der Stadt zu antworten; wenn zwischen den Parteien oder den Streitigkeiten entstehen, so kommt man beidseitig, nach Wahl des Grafen, nach Murten oder nach Walp""^ zu gemeinen Tagen, jede Partei erwählt zwei Schiedrichtcr, um die Sachen in Minne oder mit Rechst ' 387 zurichten. Graf Rudolf verpflichtet sich, innert fünfzehn Tagen (inki-g. guinäsnam), nachdem er von Bern darum gemahnt werde, sein Burgrecht zu Freiburg aufzusagen und nach Ablauf derselben fünfzehn Tage den Bernern gegen Freiburg Hülfe zu leisten. (Lriäis Xul. Na.rt.ii, anno inonrnationis Zmninios 1307.) Staatsarchiv Bern. Lateinschcs Vidimus. Abgedruckt Natils, inouum. I. x. 230. Iso. 312. Xur- laubou, ladt. topoZ. prauvss, x. 123. Vgl. Kopp, Gesch., VIII. Buch, S. 395. 82. 7. April. Laupen. Bern erklart, daß es mit seinen Bundesgenossen von Frciburg über alle Todtschläge, Gefangennahmen, Verwundungen, Brand, Raub und andere Gewaltthaten, welche den Seinen von den Frei- burgern oder ihren Helfern angcthan worden seien, bis zum Datum dieses Briefes gänzlich verrichtet sei und verspricht deßhalb niemals eine weitere Forderung an Freiburg zu stellen, vielmehr alle Zwietracht für ausgelöscht und zu festem Frieden gebracht anzusehen. (In IsNo Ramis puluweum.) Archive Bern und Frciburg. Abgedruckt Solothuruer Wochenblatt 1827. S. 230. Hooueil äo 1'ridouvK II. x. 29. Xo. 76. Vgl. Kopp, Gesch., Buch VIII. S. 335, 396. von Wattenivpl I. 207, hat den 8. April. 83. 18. Mai. Hasle. Der Ammann und die Gemeinde dos Haslithals erneuern ihr altes Bündnis; mit Bern, unter Anerkennung eidlicher Hülfsverpflichtung mit ganzer Macht und in eignen Kosten, wenn sie dazu gemahnt werden. Das Bündniß soll fortan von zehn zu zehn Jahren mit Eiden erneuert werden. (Lnduto nnts nsoonsionis.) Staatsarchiv Bern. Abgedr. Solothuruer Wochenblatt 1829. S. 537. 84. 5. Juni. Freiburg gestattet Bern, den edcln Mann Johannes von Ninggcnbcrg in sein Burgrccht auszunehmen. (?sriu tortia, xost ?entöoc>stes.) Staatsarchiv Bern. Abgedr. Solothurncr Wochenblatt 1831. S. 555. 85. ^It, 30. September. Solothurn. Die Städte Bern und Solothurn erneuern ihr altes ewiges Bündnis;. I. Gegenseitige Hülfe gegen Jedermann, ausgenommen allein das heilige römische Reich, auf Mahnung zum Schutz der Rechte, Freiheiten, Besitzungen sc. beider Städte. 2. Niemand soll den andern vor geistliches Gericht laden, außer um Ehe und offenen Wucher. 3. Ausschluß der Pfändung, ausgenommen gegen den geständigen Schuldner und Bürgen! Gerichtsstand des Wohnorts des Schuldners für streitige Ansprachen. 4. Wenn eine der beiden Städte die andere beschädigte, soll rcstituirt werden, wech restituirt werden kann, der Schadensersatz für das übrige soll durch ein Schiedgcricht ermittelt werden, wobei jeder Theil zwei Zugesetzte gibt, die Schultheißen beider Städte aber Gemeinlcute sind. 5. In diesem ewigen Bunde sind alle beidseitigen Burger und Angehörigen inbegriffen. 6. Von zehn zu zehn Jahren soll das Bündniß feierlich erneuert werden. (OrnZtino douti Nicllmolis.) Staatsarchiv Bern. Abgedruckt Solothuruer Wochenblatt 1817. S. 360. Vgl. Kopp, Geschichte, Buch IX. Seite 14. 86. 29. October. Lucern. Der Schultheiß, der Rath und die Gcm«indc von Lucern Urkunden, daß sie mit den bürgern von Zürich versöhnt seien um die Gefangennahme dreier Burger von Luccrn, und daß sie deßhalb die Zürcher weder an Leib noch an Gut beschweren werden. (Zistag vor Allerheiligen.) Staatsarchiv Zürich. Abgedr. bei Kopp, Urkb. II. Nr. 120. Vgl. Kopp, Gesch., IX. Buch, S. 12. 338 87. 1599 (für 1308), 2. Januar. ViviS. Waffenstillstand zwischen Ludwig von Savoycn einerseits, dem Bischof vo» Lausanne, der Stadt Freiburg und Wilhelm von Montagny anderseits. (Im ssnäl nxrös lu. oirvoneislov notrs ZiZnor 1'ant oorant psr mit ooo st vnit.) Der nicht vorhandene Act ist eitirt in der Verlängerung des Waffenstillstandes vom 4. April 1^' Rssuoil äiplomatigus äs IridourA II. p>. 43. Xo. 87. Xorel, Lox. Xo. 2400. Kopp, Gesthi) Buch IX. S. IVO. Siehe unten Reg. 103. 83. 1509, 24. Januar. Basel. Burgermeister und Rath der Stadt Basel erklären, daß sie mit dein Schultheißen u"b Rath von Luccrn in Betreff der Gefangennahme vierer ihrer Burger versöhnt seien und für sich und alle Burger den Burgern von Lucern dcßhalb Sicherheit geben. (Fritag nach S. Agnes.) Staatsarchiv Lucern. Abgedruckt bei Kopp, Urkundenbuch II. Nr. 122. Vgl. Kopp, Gischt IX. Buch, S. SS. 89. 1599, 3. Juni. Constanz. Zwei Briefe König Heinrichs, womit derselbe den Landleutcn zu Schmyz die vo König Adolf am 30. November 1297 und von seinen Vorfahren am Reiche überhaupt erlangten Freihi bestätigt. (3 non. llnnii, Inä. 4. rsKni anno primo.) Archiv Schwyz. Vgl. Tschudi I. 245. 90. ^ 1599, 22. Juni. Sinns. Graf Werner von Homberg, Pfleger des römischen Reiches in den Waldstättcn, ab Jberg, Ammann und die Gemeinde zu Schwpz im eigenen und im Namen aller, die zu ihnen gehören derer sie gewaltig sind, geben dem Schultheißen, dem Rath und der Gemeinde zu Lucern Frieden See für Kauflcute und Knechte, die in der Burger Schiffen Kaufmannsgut bis an die Susi zu Flüelcn fbll und wieder nach Lucern zum Thor und an den Hof. Staatsarchiv Luccrn. Abgedr. Kopp, Urkb. I. S. 107. Gesch. Buch IX. S. 58. 91. 1599, 23. Juni. Uri. Ammann und Landlente von Uri versöhnen sich mit den Burgern von Lucern un Brugg und den Herzogen von Oesterreich wegen ihres Landmanns Conrad Moser, der in Lucern istch" gelegt und dessen Gut zu Brugg auf Begehren der Lucerner angehalten worden war. ^ Staatsarchiv Luccrn. Abgedruckt Kopp, Urkb. 1. S. 103. Gesch. IX. S. 53. Geschichtos^ XXV. S. 314. 92. ^ 1599, 2. August. Die Herzoge Friedrich und Leopold von Oesterreich vertragen sich mit Zürich, daß dieses der Belagerling der Schnabelburg ihnen Speise und Kauf zugehen lasse und ihnen die Stadt offr« ivogegen die Herzoge sich verpflichten, mit keinem Heere von Dietikon in das Thal herauf zwischen lind dein Wasser bis Wädiswpl zu rücken. Allfälliger Schaden wird schicdrichterlich ausgemittelt. Die , versprechen zudem, daß, wenn Graf Werner von Homberg oder die Waldstätte sich aus eigenem Antrieb die Herzoge vor Schnabclburg zu Felde legten, ihnen weder Kauf noch Speise zugehen zu lassen, iNlsgc>u'"^ der römische König geböte es. Der Oertrag ist dagegen ungültig, wenn die Herzoge für sich, für Luccr» wie immer die Waldstätte angreifen sollten. (An dem ersten Tag nach ingendem Ougsten.) Staatsarchiv Zürich. Abgedruckt bei Tschudi I. 248. Vgl. Kopp, Geschichte, Buch IX. S. 389 In Vollziehung dieser Ncbereinkuuft setzten dann am 17. Deccmbcr (Mittwoch vor St. Thomas Dult) des gleichen Jahres zu Dießenhofen die geordneten Schicdrichtcr den Schaden Zürichs auf 200 Mark Silber fest, welche ihnen Oesterreich in Zahlungen von je 50 Mark alljährlich ans St. Martins Dult bis zur Erfüllung der Summe zu bezahlen habe. Staatsarchiv Zürich. Abgedruckt bei Tschudi I. 251. 93. 1509, 10. September. Mailand. Der Rath der Neunzig der Stadt Mailand auf Befehl des Richters und Podestatvertrcters und des Vertreters des oupitza-wrw zwxnki versammelt, ernennt drei Burger. Ottolinus Canevisius. Gerardus Pasqualis und Philippus de Caitate. um über Alles, was Mailand aus Anlaß der in diesem Jahre zu Luccrn zurückgehaltenen mailändischen Waarcnballen von der Stadt Lucern fordern könnte, Vergleich ^hlwßcm^ Abdruckt Kopp. Urkundenbuch II. Nr. 130. Note I>. 94. 1509 'orol, llox. 2437. S. auch oben Neg. 74. 09. 15. Juni. Freiburg giebt seine Zustimmung zu der Bundeserneuerung zwischen Bern und Laupen, unter der Bedingung, daß auch ihm freistehen soll, mit denen von Laupen Bündniß zu machen, wenn solches sowohl Laupen als Freiburg gefalle. (Orastino Trinitatis) Staatsarchiv Bern. Abgedr. Soloth.Wochenbl. 1831. S. 556. Vgl. Kopp, Gesch., Buch IX. S. 97. 100. 26. Juli. Die Städte Freiburg und Laupen erneuern auf zwanzig Jahre das beschmorne Bündniß, in welchem sie bereits gestanden, zu -gegenseitigem Schirm und Verthcidigung ihrer Rechte, Freiheiten und Besitzungen mit aller Macht gegen Jedermann, vorbehalten jedoch von Seite derer von Laupen den römischen König und diejenigen, denen vom Reiche der Schirm ihrer Stadt anvertraut ist, von Seite Freiburgs die Herzoge von Oesterreich und die Stadt Bern. Niemand soll den andern pfänden, er sei denn geständiger Schuldner oder Bürge. Bei MißHelligkeiten unter den Städten soll nicht Selbsthülfe, sondern schiedrichtcrlicher Austrag durch beiderseits deputirte Räthe an einer gemeinsamen Dingstatt stattfinden. Niemand soll den andern vor geistliches Gericht oder Landgericht (Molimin Asnorals) laden, ausgenommen um geistliche Sachen, sondern jeder Kläger den Angesprochenen vor dein Richter seines Wohnorts suchen. (Oustino tssti dsaia äaoobi apostoli. Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Rssuoil äs I<'ril>oui-N II. p. 39. dlo. 83. Solothurner Wochenblatt 1830. S. 572. Vgl. Kopp, Gesch., Buch IX. S. 98. leorol, Kex. 2437. 101. 28. September. Bern gestattet Frciburg, den Ludwig von Savoyen, Herrn der Waadt, in sein Burgrcclst aufzunehmen, doch so, daß es selbst in keinerlei gegenseitiger Hülfsvcrpflichtung mit ihm stehen wolle. (In viZilia dsati Niolmslis.) Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Nosusil äs I7riI>ourA II. x. 43. ü». 85. Solothurner Wochenblatt 1828. S. 35. Vgl. Kopp, Geschichte, Buch IX. S. 100. Horol, Rsg. 2441. 102. 15. März. Bündniß zwischen den Städten Frciburg und Biel bis St. Johann Baptist und von da an auf zehn Jahre zu gegenseitiger Beschützung der Rechte, Freiheiten, Besitzstünde der beiden Städte, mit ganzer Macht gegen Jedermann, mit Vorbehalt jedoch von Seite Biels seines Herrn des Bischofs von Basel lind dessen Capitels, des römischen Reiches, der Stadt Bern und ihrer Bürger, von Seite Freiburgs seiner Herreu der Herzoge von Oesterreich, des römischen Reiches, der Stadt Bern und ihrer Bürger. Streitigkeiten, welche sich während dieser zehn Jahre zwischen beiden Thcilen erheben, sollen niemals vor geistliches Gericht gezogen, sondern von je zwei Nathsdeputirten beider Städte, die in Kerzcrz auf stattgehabte Mahnung zusammentreten, 391 in Güte oder mit Recht geschlichtet werden. Für persönliche Klagen Einzelner gilt das Forum des Wohnsitzes des Angesprochenen. Pfändung ist ausgeschlossen, ausgenommen gegenüber dem gichtigen Schuldner und Bürgen. Um streitige Geldschuld soll innert drei Tagen nach Anrufung des Richters Recht gehalten werden, (vntnm ot uotnm anno Äommi n imtivitats ejus socmnäum ocmMstnämom 'Mmotnmom-nm sumpto N. ooo. unclootmo xroximn korlu soormäa xost ko«tnm doati monss murtii.) Arckiv "vreibura. Lat. Urk. Abgedruckt Roousll ck« Xrldour^ 11. x. 54. Xo. 9». Vgl. XorsI, Xs?. 2454. hat 14. März falsch. Solothurncr Wochenblatt 1828. S. 484. Kopp, Geschichte, Buch IX. S. 283. 103. «511 15. Mär'. Bern erklärt seine bundcsgemäßc Einwilligung zu dem Bündnisse Freiburgs mit Biel, so dast Bern von Fr'ciburg in demselben vorbehalten werde. (Datum anno äomini a nativitato ejus soounllunr Mmutonioos snmpto N. ooo. xg. toria aoounäa xo.t ks.tum doati Urosorü. mon.o Nartii.) Arckiiv -brcibura Lat. Urk. Abgedruckt Xoouoil 4° Xr.lmm-? 11. p. 53. X». 89. Soloth. Wochenblatt 1828. S. 484. Vgl.?c.ro1, 11°?. 2453 (datirt unrichtig 14. März). Kopp, Geschichte, Buch IX. S. 233. 104. 1511 og März Arau Die von Basel und Lucern ernannten Schiedrichtcr legen die Streitigkeiten bei, welche seitdem Beraleicl, von 1309 durch gegenseitige Pfandnahmcn und Verhaftungen zwischen beiden Städten entstanwr waren. Basel gibt seine Vollmacht dazu am 26. März. Lueern am 6. April. Basel besiegelt den Spruch am 28. Mai gleichen Jahres. (Fritag nach U. F. ^-ag der crcnde.) Staatsarchiv Lucern. Vgl. Kopp. Geschichte, Buch IX. S. 260. 261. 105. 1511 4 April Vonaclc? Die Stadt Freiburg und die Amtleute des Grafen Ludwig von Savopcn nebst andern Herren und Burgern der Städte im Waadtland verlängern den am 2. Januar 1309 zu Vevap zwischen ihnen abgeschlossenen Waffenstillstand bis Ostern 1312. (Du eliman?«- 4° pnognoa llm-ims gui ku lo guurt gor 4on inois äuvri 1'u.nt ooraut psr mit voo. et un/.o.) Archiv Freiburg. Franz. Urkunde. Abgedruckt Nooueil 4° Xribour^ II. x. 48. Xo. 87. Vgl. XorsI, R°?. 2457. 106. 151, 21. Mai. Elisabeth, Gräsin von Kpburg und die Grafen Hartmann und Eberhard von Kpburg nehmen mit Rath und Willen Ulrichs vom Thor, ihres und der Herrschaft PslcgcrS, Burgrccht zu Bern bis St. Johannes des Täufers Tag und darnach fünf Jahre lang, mit dem Versprechen. Bern und den Seinen gegen jedermann zu rathen und zu helfen und keinen Krieg, zu dem sie Berns Hülfe bedürften, ohne dessen Rath anzufangen, wogegen auch Bern verpflichtet ist. ihnen zu helfen, wenn sie angegriffen werden. Sic sind an Bern von des Burgrcchts wegen weder steuerpflichtig, noch verbunden vor dem Schultheißen und Gericht zu Bern Recht zu stehen Klagte'aber Jcinand fremder denen von Bern über sie, so sollen sie in Bern oder außerhalb dem Kläger-u Recht stehen! wollten sie das nicht thun. so ist Bern ihnen für diesen Fall keine Hülfe schuldig. Alle Ausburger von Bern und alle freien Leute in der Grafschaft sollen in ihren Gewohnheiten unbeschwert und geruhigt vor der Landgrafschast und deren Gerichten sitzen, Kpburgcr Leute, die von nächster St. Johannes- messe an nach Bern zögen und da sitzen wollten, sollen dabei unangefochten bleiben. Gegen keinen Bürger von Bern soll eine Fehde erhoben werden, ausgenommen um Todgcfechte und Wunden.. Wenn die K>)- burgcr Bern zu .hülfe ziehen, sollen alle ihre Diener mitziehen und ebenfalls gebunden sein, Minne und Recht zu nehmen nach Inhalt dieses Bündnisses. Zugefügter Schaden soll ersetzt werden; wenn es nicht durch 392 Wiedererstattung geschehen kann, so soll der Schadensersatz auf gemeinen Tagen zu Bollingen, Münsingen, Niedertetingen je nach Beschaffenheit des Falls durch vier Schicdleute bestimmt werden. Gemeine Leute, wenn die vier sich gleich theiltcn, sind Herr Ulrich vom Thor und der Schultheiß zu Bern. Würden diese nicht einig, so soll Ulrich Nich, Schultheiß von Solothurn, gemeiner Mann sein. Will dieser nicht, so sollen die beiden Gcmeinmänner und die vier Schicdleute innert acht Tagen sich nach Solothurn verfügen und da Ein- lager halten bis sie einen gemeinen Mann gefunden haben. Schon vor dem Schultheiß zu Bern mit Schiedsleuten anhängige Sachen mag derselbe mit Minne oder Recht binnen Monatsfrist ausrichten. Wenn eine Sache Herrn Ulrich vom Thor für sich angeht, so soll er dafür an seiner Statt einen andern Obmann stellen. DaS Vurgrecht soll während der fünf Jahre nicht aufgegeben werden; will es nachher aufgekündet werden, so soll es mit einem Termin von einem ganzen Jahr geschehen, während dessen alle diese Bestimmungen noch in Kraft bleiben. Die Grafen Hartmann und Eberhard werden verpflichtet, sobald sie vierzehn Jahre alt geworden, dieses Vurgrecht zu beschwören und einen Udel zu kaufen bis auf 100 Pfund. Die Burger von Vurgdorf und Thun schwören und siegeln mit der Gräfin und Herrn Ulrich vom Thor für die minderjährigen Grafen. (Morndeß nach Unscrs Herrn Auffahrt.) Staatsarchiv Bern. Abgcdruckt Soloth. Wochenblatt 1826. S. 692. Vgl. Kopp, Gesch., Buch IX- S. 286. v. Wattcnwyl, Gesch. von Bern II. S. 16. 107. 1. Juni. Mailand. Nicolaus de VonsegnioribuS, des römischen Kaisers Heinrich Rath und Statthalter zu Mailand und der Rath und die Gemeinde der Stadt Mailand senden den Rugerius Vincimarus als ihren Boten nach Lucern, um die dort seit langer Zeit gefangen gehaltenen Mailänder Bürger Thomas und Peter de Dugniano durch freundliche Unterhandlung zu ledigen und beglaubigen den Voten bei Luccrn. (vw priwo äunii, ohne Jahresdatum.) Stadtarchiv Lucern. Auszüglich abgcdr. bei Kopp, Urkundenbuch II. S, 192. Anm. a. Vgl. ebenda S. 64 und die Urkunde Nr. 139. Hier nimmt Kopp das Jahr 1312 an. In der Geschichte, Buch IX. S. 269. Anm. 4, dagegen entscheidet er sich für das Jahrcsdatum 1311. 108. 24. Mai. Constanz. Bünduiß der Städte Constanz, Zürich, St. Gallen und Schaffhauscn auf Geheiß des römischen Königs Heinrich, bis nächsten St. Johannes des Täufers Tag und von da an auf vier Jahre, Zü gegenseitiger Hülfe gegen alle unrechte Gewalt. 1. Wenn ein „Landmann" einer der vier Städte Gewalt oder Unfug thut, so soll dieselbe vorerst von ihm Recht fordern, verweigert er dasselbe, so sollen es auf Vorlegen der einen Stadt die drei andern von ihm fordern und ihm anbieten. Verweigert er es wieder, so sind dann die drei Städte der vierten zur Hülfe verbunden. 2. Bei Httlfsbegchren in größerm Maße sollen drei Bürger aus jeder Stadt zusammentreten und bei ihrem Eide erkennen, was zu geschehen hat. 3. Was eine Stadt in Minne ausrichten kann, das soll sie thun, kann sie nichts ausrichten, so soll sie es den drei andern vorlegen, dann sind diese, wie absteht, zur Hülfe verpflichtet. 4. Wenn der Bischof von Constanz in eigener Sache oder von seines Gotteshauses wegen mit den drei Städten Zürich, St. Gallen und Schaffhausen streitig würde, so sind die von Constanz verpflichtet freundlich zu Mitteln; führt dieses nicht zum Ziel, so sollen sie in der Sache weder dci" Bischof noch den Städten helfen. Wollte dagegen der Bischof jemandes Helfer sein gegen die drei Städte, sn ist Constanz ihnen zur Hülfe verpflichtet. Kommen der Bischof und die Stadt Constanz unter sich in Streit, sn sind die drei Städte der Stadt Constanz zu nichts verpflichtet, außer was sie gern thun und zu freundlicher Vermittlung. 6. Ebendasselbe gilt bezüglich der Stadt St. Gallen und des Abts von St. Gallen. 6. Wenn eine der vier Städte Jemandem diente oder einen Ausburger annähme ohne Rath und Willen der drei andern, Ü93 so sind dieselben ihr bei daraus entspringenden Streitigkeiten rechtlich zu nichts verbunden. 7. Bei inncrn Unruhen in einer der vier Städte, welche nicht von der Stadt selbst gestillt werden möchten, sollen die drei andern Städte Boten hinsenden; wenn diese die Sache nicht ausrichten mögen, so tritt die Bundeshülfc ein. 8. Wenn eine, zwei oder drei unter den vier Städten Krieg bekämen, so sollen die andern vermitteln und die streitenden gehorsam sein, ausgenommen was Eigen, Erbe und Gülten betrifft, darin soll jede Stadt bei ihrem Rechte bleiben. 9. Wenn ein Burger einer der Städte in einem fremden Krieg diente, so soll die betreffende Stadt dessen sich in soweit entziehen, daß sie nicht mit in den Krieg verwickelt werde; thut sie das nicht, so sind die drei andern Städte in solchem Fall ihr zu keiner Hülfe verbunden. Ebenso wenig ist der Fall der Bundeshülfc gegeben für Streitigkeiten, die vor diesem Bunde entstanden sind. 19. Wollte der König den vier Städten gebieten, etwas anderes zu thun, als was dieser Bund innehält, so sollen alle vier mit einander antworten, keine Stadt ohne die andere. Man soll auch den König gemeinsam bitten, diesen Bund auf seine Dauer bestehen zu lassen. Wollte er nicht entsprechen, so sollen die Städte ihrer Eide ledig sein. Stirbt der König in der Zeit dieses Bundes, so dauert derselbe fort bis ein neuer König im Constanzerbisthum mächtig wird, an diesen soll man sich dann um Bestätigung des Bundes wenden. 11. Keine der vier Städte soll einen Herrn annehmen, außer mit gemeinem Rath und des Mehrtheils Willen. (St. Urbans Abend.) Stadtarchiv St. Gallen. Abgedruckt bei vaick äs p-ws imx. xudl. Lünig, Reichsarchiv p. sp. I. g. Usrt2, mon. IsM II. p. 488. Kopp, Urkundenbuch II. Nr. 141. Vgl. Kopp, Gesch. IX. S. 237. Wartmann, im Archiv für schweiz. Geschichte, Band XVI. S. 6. Bischer, Reg. 1516. In die Zeit dieses Bundes fällt auch der im Geschichtsfreund VIII. S. 258 und Kopp, Gesch. IX. Beilagen, S. 343 ä, abgedruckte datumlose Brief von Konstanz an Amman und Landleute von Schmilz, womit es diese auffordert, Zürich um dessen Forderungen Minne oder Recht nicht weiter zu versagen. (Archiv Schwyz.) Kopp, a, a. O. bestimmt dessen Datum zwischen 1312, 25. Mai und 24. April 1313. 109. 4515, S. October. Diesscnhofen. Zürich nimmt die Herzoge Friedrich und Leopold von Oesterreich und ihre Brüder zu Herren und Schirmern, bis ein römischer König erwählt und zu Aachen gekrönt ist; die Herzoge schirmen in allen ihren Herrschaften und Ivo sie können, der Zürcher Leib und Gut; alle Rechte und Freiheiten der Stadt und des Gotteshauses Zürich bleiben ungekiänlt; die Bogtei der Stadt und dazugehörige Rechte und Güter berühren die Herzoge nicht, die Zürcher sind weder zu der Herzoge bisher gehabten offenen Kriegen, noch gegen des Reiches Städte zur Hülfe verpflichtet „si tun cz danne gerne". (Freitag nach St. Michael.) Staatsarchiv Zürich. Abgedruckt Kopp, Urkundenbuch II. S. 200. Angeführt in Kopp, Urkundenbuch I. S. 119, 120. Gemäß ihres Bundes mit Zürich treten gegen bestimmte Jahresstcuer an die Herzoge auch die Städte Coustanz, St Gallen und Schaffhausen in denselben Schirm Oesterreichs. Kopp, Gesch. Buch X. S. 13 und Urkunde Herzog Leopolds zu Diessenhofen, 30. November 1314. Kopp, Urkb. II. S. 292. 110. 4515, s. November. Die Grafen von Khburg beschwören das Burgrecht zu Bern und versichern dasselbe mit einem lldel von 100 Pfund nach Vorschrift des Vertrages vom 21. Mai 1311. S. o. Reg. 106. Soloth. Wochenblatt 1827. S. 464, 466. 111. 4e»t>j, 1Z April. Burkard Senn, Ritter, Burger zu Freiburg, vergleicht sich mit den Städten Bern und Solo- thurn um den Schaden, den sie ihm durch die Brechung seiner Burgen Münsingen und Balmek zugefügt haben und regulirt seine Beziehungen zu den beiden Städten auf fünf Jahre. (Samstag nach Ostern.) Soloth. Wochenblatt 1826. S. 12. 00 112. 45»«, 16. Juni. Burkard senn, der ältere, Ritter, nimmt Burgrecht mit Udel zu Solothurn. Jenseits des Lew- bcrgs ist Solothurn ihm zu keiner Hülfe verbunden, ebenso wenig, wenn er im Lande ohne Rath und Solothurns einen Krieg anfängt. Wenn zwischen ihm und den Seinen einerseits, Solothurn anderlei Streit entstünde, so soll er, wenn der Stoff ihn angeht, den Obmann im alten Rath zu Solothurn neh>»e ginge der Stoß Solothurn an, so hat dieses den Obmann im Rath zu Bern zu nehmen. Zu diesem setzen da die Parteien Schiedlcute. Wenn Solothurn Krieg hat, darf Senn das Burgrecht nicht aufgeben, sondern helfen bis der Krieg berichtet ist. Ginge der Krieg seinen Bruder Johann, Bischof von Basel an, so daß das! ' nicht Helfer wäre, so soll Solothurn ihn nicht mahnen, wohl aber, wenn der Bischof nur in eines Andern W> - Helfer wäre. Kommt Buchegg einst in Vurkard Senns Hand, so soll er damit, wie mit seinem andern G» > Solothurn als Burger beholfen und berathcn sein. (An dein achten Tag vor St. Joh. Baptist.) Soloth. Wochenblatt 1815. S. 44. 113. 4517, 18. Januar. Sieben Fürsten und Herren, worunter die Bischöfe von Straßburg und Basel und HerZ^I Leopold von Oesterreich und zwölf Städte, worunter Basel und Nheinfelden, verbinden sich zu einem frieden und Hülfeleistung an König Friedrich in seinem Kriege um das Reich. Lichnowskp, Gesch. III. S. VXXV1I. 1«. Vgl. Kopp, Gesch. X. Buch, S. 207, 20S. 114. 4547, im August. Freiburg gestattet Bern, den Comthur des Hauses Sumiswald in sein Vurgrecht aufzunch »n> Staatsarchiv Bern. Abgebe. Soloth. Wochenblatt 1831, S. 558. Kopp, Gesch. X. S. 115. ^ 454«, 27. Februar. Gümminen (apuck tlonta.iuina.iu.) Die Städte Bern, Solothurn, Freiburg, Murtcn ^ Biel machen im Interesse des gemeinen Friedensund der Sicherheit des Landes einen neuen . Pfingsten und von da an auf die fünf nächstfolgenden Jahre zu gegenseitigem Schutz innert folgenden von der Stadt Milden bis zu den waggenden Stauden (rwgns all rulniin ckiotnin tluzotonioo IVaZeiw ^ und nach der Richtung des Gebirgs von dem Schlosse Valsburg aufwärts zum Schlosse Castel auf Seite und vom Schlosse Bipp aufwärts zum Schlosse Grandson auf der andern Seite. Wenn innett ^ Grenzen Bewaffnete mit unbekannten Zwecken auftreten, so steht eS jeder der verbündeten Städte zu, anzuhalten, bis ihr Geschäft bekannt gegeben ist. Wird es als ein den Städten oder dem Lande säht erkannt, so hat die Stadt, welche die Betreffenden angehalten hat, über sie zu richten. Wer innert ^ Grenzen Todschlag, Gefangennahme, Verwundung, Brand oder Raub vornimmt, ist von der uächstt^'b^^ Stadt zu verfolgen. Ebenso werden Begünstiger solcher Misscthäter, welche dieselben der reguirircnden ^ nicht ausliefern, noch eine von der Mehrheit der Voten der Städte festzusetzende Buße entrichten wolle"^^ wie die Missethäter selbst angesehen und sollen durch gemeinsame Waffenerhebung bezwungen werden. einer der Städte, welche ohne Erlaubniß ihrer Herren mit Auswärtigen Krieg anfingen, sollen von hei nicht unterstützt, sondern gemeinsam zur Strafe und zu Schadensersatz verhalten werden. Freiburg ^ diesem Bündniß den Grafen Ludwig von Savoyen, Herrn der Waadt, Bern den Grafen ci"^ Kpburg, Landgrafen in Burgund, vor. beide nach Inhalt bestehender Briefe. Wenn irgend ein Herr o , Stadt mit einer der verbündeten Städte Krieg hätte, so sind die übrigen in dieser Verbindung Städte derselben nicht nach diesem neuen Bündniß, sondern nach Inhalt des alten zwischen de» ^ 395 bestehenden Bündnisses Hülfe zu leisten schuldig. (?övla ssounäg. xost Nattdis axostoll, anno soounäuin itsutonloos sumpto 1313.) Archive ldreibura. Biel, Murten. Lateinische Urkunde. Abgedruckt 'I'rovillat III. Xo. ISS. Iloonoil äo Xriboura II. N. 04. Xo. 93. Soloth. Wochenblatt 1820. S. 80. Kopp, Gesch. X. S. 221. Engelhard, Gesch. von M.rten, S. 134. Schweiz. Geschichtsforscher XI. S. 265. Neg. 131. Amiet. Bündnisse zwischen Solothurn und Biel, S. I. 116. !l>. 3 Mai Wesen Die Burger von Wesen und die Landlcute des Niedern Amts zu Wesen vertragen sich mit Herzog Leopold von Oesterreich auf drei Jahre wegen Ausrichtung der schuldigen Gülten w. (Samstag nach St. Walpmgwtag.)^^^^ Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel von Wesen. Abgedruckt Tschudi I. S. 292. » 117. ^20,' 20 August Die Landlcute von öasli Urkunden, das; sie mit den Burgern von Lucern und von Zug und Bremgarten und allen, die in dem Amte sitzen, worüber Herr Hartmann von Nuoda Pfleger ist, gerichtet seien um alle Stöße und Mißhellnngen. die sie mit ihnen bis zum heutigen ^ag gehabt haben, es sei um ^abschlage, Brand. Raub, Gefangenschaft -e. mit gegenseitger Herstellung sichern Wandel m.t Lech und Gut Ilm Eigen, Erbe und Geldschuld soll man sich vorkommenden Falls vor dem Gericht der belegenen Sache und des Schuldners belangen und soll jedem Theil unverzüglich Recht gehalten werden (Mittwoch nach m.ttem Ougsten.) Staatsarchiv Lncern. Abgedruckt bei K°PP. Gesch. X. Buch. S. 478. Beck. 45. IIS. "-I. -w. M-->, Sch-Nheiß »,,d N-th i» «7 d-ids-i.ig -..-.--....'e Sch.ed-ich.e- ich» .... Ichi-d-»-, >wn einen. de- B-m-- «»! d-- des ».sm °°» ---uhrende S.m,.g>e.„» >>.» Sch-de>,S-,st.M,m.....schm de» S«-» «n-'-n «d B--n S. 242. 119. '22<. 17. her, Bns.ch Th°-i..g de- B-.M-M.ls.-. ...» d°- Rn.h «... Basel --„.nd-m das. 'l° m» dm Bn-ge-n und dm ZI- h «°.,'Zil.lch -l---w-m »mmch Bn-ge- ^ärgern uuo Ruraer oder der bl IN gesessen ist, besweren noch angreifen °» dm in d-w-de-S... gesessm .st. ch. . ist-de. hg-g--de-de, -NN.» .... einem -,e . ch >,mdi..m s°, m d-,-in weg. «7-7 7 ",77.77° e, -ech.st.- ist. da, -- d° --ch.l°- ,i °e,. .. -t hat mit zwein gelm.hsamm mrg.. „ech bchcstm. wen mit geeichte." Dieses Uederein- 'Ben. Vnd sol doch dekeincr dem lip noch gut verbieten noa) ) i -'...«m gtt. H.S an, Widee-Ns »iw-d.i. i! S.Ä7^.,nt --e.,.^1?'m.5Ä A. W-»-- »°« 120. cx . . ^ Nati; ein Streit zwischen denen von Uri ciner- ' I" diesem Jahre war nach einer bei Tschu > ) . anderseits, wegen des Waarentransports >7- ...» denen „nn ...» ih--m H---» d"» » 7 I d,„ U-»e-n ...» ihren B... 7' den G°..h.-d. de. sich in eine, ».ich« -.ha»-.'-.» sti'ch"»- '"d.gie. ' Endeten den Transport atif eine Anzahl Jahre zugab. Tschudi I. S. 293. Nobr, 0oü. ciixl. II. Ao. 192. 396 121. 1322, 18. April. Colmar. König Friedrich bestätigt die Freiheiten von Bern und Solothurn, welche Städte ihm gehuldigt hatten. Staatsarchiv Bern. (Freiheiten.) Abgcdr. Soloth. Wochenblatt 1814. S. 392. 122. 1322, 10. August. Ursern. Schiedvertrag mit gegenseitiger Sicherheit für Leib und Gut in einer ungenannte» Streitsache zwischen Ursern und Lucern. Staatsarchiv Lucern. Abgedruckt bei Kopp, Gesch. X. Buch, S. 492., Beil. 61, inhaltlich ebenda S. 313, auch im Geschichtsfreund XXV. S. 313. 123. 1322, 3. October. Johannes von Maggenberg, Schultheiß, Rath und Gemeinde von Freiburg und Johannes Ewrar, der Meyer, der Rath und die Gemeinde von Biel schließen ein Bündniß bis nächste Weihnachten und von da an zehn volle Jahre zu gegenseitigem Schutz ihrer Rechte und Besitzungen und mit Hülfeleistung m>t Leib und Gut gegen Jedermann auf erfolgte Mahnung. Freiburg behält seine Herrschaft Oesterreich, das heilige römische Reich und seine Mitbürger von Bern und Murten, Biel behält seinen Herrn den Bischof von Basel und dessen Kirche und seine Mitbürger von Bern vor. Niemand soll den andern während dieser zehn Jahee um irgendwelche Ansprache vor geistlichem Gerichte belangen, sondern die beiden Städte sollen den Beschädigte» gemeine Tage ansetzen nach Kerzerz, wobei jede Stadt zwei Nathsdeputirte erwählt; die vier, und wenn sie st^ gleich theilen, der jeweilige Schultheiß von Bern als Obmann durch Zutritt zu dem einen Urtheil, entscheiden >» Minne oder mit Recht alle Streitfragen zwischen den verbündeten Städten und den Ihrigen. Keine der beide» Städte soll die Verbrecher der andern bei sich aufnehmen, enthalten, noch irgendwie begünstigen. Niemand s»^ den andern pfänden, es wäre denn einen geständigen Schuldner oder Bürgen. Streitige Schulden sollen der Stadt des Schuldners gefordert und soll da dem Kläger innert drei Tagen Recht gehalten werden, (llortm cliö inoiiLis Gotobris iueipiontis.) VrouIIIat III. Xo. 173. Aus einer Abschrift aus dem 17. Jahrhundert im bischöflich Basel 'schcn Arg»" zu Pruntrut. 124. 1323, 21. März. Nürnberg. Der römische König Ludwig gebietet den Städten Bern, Solothurn und Murt0» dem Grafen Eberhard von Kyburg, den er in des Reiches Schirm genommen, in seinem Namen so la»!^ behilflich zu sein bis er selber in das Land komme. Staatsarchiv Bern. (Burgdorf.) Abgedruckt Soloth. Wochenblatt 1317. S. 329. Vgl. Ko»0 Gesch. XI. S. 42. 125. 1323, 30. März. Die Leute in der March, mit Willen und Gunst ihres Vogtes und Pflegers des Grafen Joh»"^' von Habsburg, an seines Vetters des minderjährigen Grafen Werner von Homburg Statt, kommen mit d^» Landlcuten von Schwyz, zu Erhaltung gegenseitiger Freundschaft, auf drei Jahre dahin übcrein, daß wen» ^ Landmann aus der March als Schuldner oder Bürge derer von Schwyz seine Schuld aus Armuth nicht bezahlen vermöge und ihm darum die March verboten würde, so solle der, welcher ihn dann Hause oder h^ll' ihm Essen oder Trinken gebe, mit ihm in gleicher Schuld sein. » Archiv Schwyz. Abgedruckt Tschudi I. S. 295 d. Vgl. Kopp, Gesch., XI. S. 45. 397 126. 4323, vor 12. August. (?) Burgrechtserncuerung des Grafen Eberhard von Kyburg mit der Stadt Bern, wodurch er sich verpflichtet, den Bcrnern die nächsten zwanzig Jahre lang mit der Stadt und Burg Burgdorf beholfen zu sein und selbe nicht ohne ihre Zustimmung zu veräußern. Die Urkunde ist nicht mehr vorhanden, der Inhalt ergibt sich aus einer Urkunde vom 26. August 1326, im Soloth. Wochenblatt 1826. S. SS5. Am 19 September 1323 verkaufte Graf Eberhard den Bernern die Stadt und Herrschaft Thun, am 25 September entließ er die Thuner des Eides, am S. October bestätigte Bern die Freiheiten von Thun, am II October huldigte dieses den Bernern, am 31. October bestätigte Kaiser Ludwig den Kauf, am 12. December lieh Bern die Herrschaft dem Grafen zurück. Vgl. v. Watte nwyl. Gesch. von Bern. II. S. SS. 127. 4323, 21. November. Bürgermeister und Rath zu Basel machen mit dem Schultheißen und Rath von Mühlhausen ein Uebercinkommen. daß kein Angehöriger der beiden Städte den andern verHeften oder verbieten soll, es sei denn er würde rechtlos gelassen. Der Kläger soll der Sache nachfolgen. Das Uebercinkommen gilt auf Widerruf mit einmonatlicher Kündigung. (Montag vor Catharma.) Neues schweiz. Museum, Jahrg. 178S. S. IIIS. 128. 4323 22 November. Bern. Bern nimmt das Kloster Jnterlaken mit seinen Leuten und Gütern in Schirm lind " Bürgerrecht unter Befreiung von allen Dellen. Wachten. Umgcld und Diensten, auch von den Zöllen zu Bern und zu Thun. (Eocilis.) Staatsarchiv Bern. Abgedruckt Soloth. Wochenblatt 1828. S. 463. Stettler, Negcstcn von Jnterlaken. Nr. 229. 129. 4323 19 December. Basel. Die Städte Basel und Freiburg im Breisgau kommen bis zwei Monate nach Auf- kündung dieses Vertrags übcrein. gegenseitig Niemanden zu verbieten oder zu verhaften, ausgenommen den rechten Schuldner und Bürgen und den Fall der Rechtsverweigerung! jeder soll um persönliche Ansprachen den andern vor seinem Nichter suchen. Schreiber, Urkuudenbuch von Frciburg im Breisgau I. S. 2S0. Vgl. Kopp, Gesch., XI. Buch S. 79. 130. 4321, 16. Februar. Peterlingcn. Graf Eduard von Savopen macht mit der Stadt Freiburg ein Burgrecht auf zwanzig Jahre und verspricht ihr mit seinen Provinzen Chablais und Genevois Hülfe und Beistand je acht Tage nach Mahnung drei Wochen lang, von Genf und' dem Fluß Arve und beiden Seiten des See's bis St. Moriz in Wallis und an die Emme bei Burgdorf in eigenen Kosten gegen Jedermann, ausgenommen seine Lehenherrcn und Unterthanen, st stiam contra illos sudclitos in eusn in gno coram nadis vol ooram curia nostra. jus kucerc ct rsoipsre rccnsarsnt. Jeder Statthalter von Chablais soll innert Monatsfrist nach Uebcrnahme seines Amts diese Hülfsverpflichtung Namens seines Herrn in Frciburg erneuern und beschwören. Kein Verbrecher oder Nebelt von Freiburg soll in den genannten Provinzen Aufnahme oder Vorschub finden. Niemand soll den andern pfänden oder verbieten, ausgenommen einen geständigen oder erwiesenen Schuldner, jeder soll vor den competenten Richter gewiesen werden. Streitigkeiten zwischen den Parteien werden schiedrichterlich ausgetragen. Niemand soll den andern vor geistliche Gerichte laden, einige Fälle ausgenommen, 398 welche dem geistlichen Rechte vorbehalten sind, (^nno a, nativitatg Domini UU ooo^ vioesimo guarto, ssxta llooima clis msnsi« Dsdruarii.) Archiv Freiburg. Latein. Urk. Abgedruckt R sensit äs ?rikourA II. x. 82. Xc>. IVO. 131. 432^, 16. November. Schaffhausen. Die Stadt Schaffhansen verbindet sich, dem Herzog Leopold von Oesterreich nach dem 24. Juni 1325 zu huldigen, sobald er sie dazu auffordere, und ihm gegen Ludwig von Bayern behttlflich zu sein, auch ihm zum Schirm seiner Lande und Leute zu helfen bis König Friedrich als freier Mann sie dieses Eides entbinde oder bis des Reiches Städte in den Bisthümern Constanz und Basel alle einem römischen Könige gehuldigt haben. (An Sand Othmars tag.) Staatsarchiv Lucern. Abgedr. Kopp, Urkundenbuch I. S. 14V. Vgl. Kopp, Gesch. XI. S. 159. 132. 4323, 13. Mai. Die Städte Constanz, Zürich, Ueberliugen und Lindau vereinigen sich auf zwei Jahre zur Hand- habuug des Landfriedens und zum gegenseitigen Schutz ihrer Burger. Auch verpflichten sie sich, nicht anders als mit gemeinem Rath und Willen aller vier Städte einen Herrn anzunehmen. (Montag vor der Auffahrt Christi.) Staatsarchiv Zürich. Tschudi I. S. 302. Kopp, Gcsch. Buch XI. S. 192. 133. 4326, 1V. Februar. Sels. König Friedrich (der Schöne) verpfändet den Herzogen Leopold, Albrecht, Heinrich und Otto von Oesterreich nebst den Städten und Patronatrechten von Schaffhausen, Pfullendorf, Rheinfelden, Mühlhausen, Kaisersbcrg, Ehenheim, Sels, auch die Stadt St. Gallen und die Vogtei über das Kloster Diffentis. (Duarta, Ickus Dstzruarii.) K. K. Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien. Abgedruckt Kopp, Geschichtsblätter II. S. 305. Unter gleichem Datum leiht König Friedrich ebenda denselben Herzogen von Oesterreich die Schlösser, Städte und Güter :c., welche durch den an dem Grafen Hartmann von Kyburg von dem Grafen Eberhard begangenen Brudermord dem Reiche verfallen seien. K. K. Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien. Abgedr Kopp' ebenda II. S. 304. 134. 4326, im August. Graf Eberhard von Kyburg erklärt, da er mit Berns Willen die Ehestcucr seiner Gemahls Anastasia auf Burg und Stadt Burgdorf widerlegt habe, so solle diese nun auch in seine Verpflichtung, Burgdorf den Bernern zwanzig Jahre lang zu rathen und zu helfen, ohne ihren Willen sie auf keine Weise zu veräußern, für die noch ausstehenden siebzehn Jahre eintreten; Frau Anastasia stellt mit ihrem Vater, dcw Freien Ulrich von Signau, dieses Gelöbniß aus. Staatsarchiv Bern. Abgedr. Soloth. Wochenblatt 1826. S. 555. Vgl. Kopp, Gesch. Buch ^ S. 77. 135. 4326, 12. November. Basel und Luccrn erneuern ihr bereits am 6. Januar 1314 ausgelaufenes Verkoinmnist das; kein Angehöriger der einen Stadt einen Angehörigen der andern, wo es sei, mit Gericht verbieten udv verHeften soll, ausgenommen es wäre einer rechter Schuldner oder Bürge, oder der Kläger würde rechl^ gelassen, und das; jeder Kläger seine Sache in der Stadt des Angesprochenen zu verfolgen habe. Dieses Uel'^ entkommen soll so lange dauern bis es von der einen Stadt gekündet wird und nach der Aufkündung einen Monat. Staatsarchive Lt^cern und Basel. Vgl. Kopp, Gesch. Buch XI. S. 377. L99 136. . , 9I» 4326, 22. November. Zweijähriges Bündniß der Städte Straßburg, Basel und Freiburg im Breisgau für Hülfeleistung bei jedem Kriege innert einem vom Hauenstcin und Pruntrut abwärts zwischen beiden die Rheinebene begränzendeu Gebirgen bestimmten Bundcskreis. Vorbehalten werden die Herren der drei Städte, die Bischöfe von Straßburg und Basel und der Graf von Freiburg. Schreiber, Urkundenbuch I. 204—269. Vgl. Kopp, Gesch. Buch XI. S. 222—22S. 137. 432t», 23. November. Ludwig von Savoycn, Herr der Waadt, erneuert mit der Stadt Freiburg sein fünfzehnjähriges auf Weihnachten dieses Jahres auslaufendes Burgrccht auf weitere fünfzehn Jahre von da an. Er verspricht, das Burgrecht innert dieser Zeit nicht aufzugeben, und ist von des Burgrcchts wegen weder verpflichtet in oder außer der Stadt Freiburg zu Recht zu stehen, noch bürgerliche Abgaben zu geben; dagegen hat er in eigenen Kosten mit seinem Lande Hülfe zu leisten zwischen der Are und der Stadt Gcx gegen Jedermann, ausgenommen seinen Herrn, den Grafen von Savoycn, den Bischof von Genf, den Herrn Hugo de Seabilone und die Ehemänner seiner Schwestern und deren Kinder, letztere nur dann, wenn sie nicht verweigern, allfällige » Streitigkeiten mit Freiburg auf seine Entscheidung zu setzen. Ebenso soll Freiburg seinen Verbündeten in Burgund gegen den Grafen nicht helfen, wenn diese den von ihm angerufenen Schiedspruch Freiburgs nicht annehmen wollen; vorbehalten bleiben jedoch hierin die Herzoge von Oesterreich als die Herren Freiburgs. Mörder, Räuber und Fälscher sollen gegenseitig nicht enthalten werden. Ausschluß der Pfändung mit Vorbehalt eingestandener oder mit Brief überwiesener Schuldner und bei Vergehen, welche nach dem Recht des Orts des begangenen Vergehens bestraft zu werden pflegen, ^-reiburg verpflichtet sich, innert gleichen Zielen zur Hülfe wie der Graf, mit Vorbehalt der Herzoge von Oesterreich und seiner Burger und Verbündeten; es soll auch während der Bundeszeit Niemanden von den Angehörigen des Grafen in Burgrecht nehmen, außer solche, die sich haushäblich in der Stadt Freiburg niederlassen wollten, auch soll es den Grafen vorbehalten, wenn es während der Zeit irgend einen Landherrn in Burgrecht nehmen wollte. Für Streitigkeiten zwischen den Parteien wird ein schiedrichterliches Vei fahren statuirt. sDio llomtnioa, post ootavas beult Uurltnt lltemulis.) Archiv Freiburg. Latein. Urk. Abgedruckt Keane!! äs KribouvA II. x. 90. Xc>. 102. 138. 4527, 20. Mai. Bündniß der Städte des untern, Mittlern und obcrn Landfriedens bis St. Georg 1329. WormS, Mainz, Speyer, Straßburg, Basel, Freiburg i/B., Constanz, Zürich, Lindau, llebcrlingen, St. Gallen, Bern und Graf Eberhard von Kyburg. sAuffahrtabend.) Staatsarchiv Bern. Pergamentene Urkunde mit zwölf anhängenden Siegeln. Vgl. Kopp, Geschichte, Buch XI. S. 401, 402. Anm. ö. Liinig, deutsches Reichsarchiv VII. S. 9. Wartmann, im Archiv für schweiz. Gesch. XVI. S. 9. Bischer, Reg. S. 116. Die Beitrittserklärung der Landleute von Uri, Schwyz und Unterwalden, vom 5. Juni 1327, durch Vermittlung von Zürich und Bern, siehe oben im Text Absch. 44. Beil. 1b; ebenda Absch. 47. Beil. 17. die Erneuerung vom 14. Januar 1329. 139. 452g, 12. November. Lucern. Schultheiß, Nath und Bürger von Luccrn kommen mit Bürgermeister, Rath und Burgern gemcinlich von Basel ttberein, daß keiner den andern mit Gericht verbieten noch beHaben oder behasten soll, in noch außer den beiden Städten, ausgenommen es sei einer rechter Gelte oder Bürge, oder beweise der Kläger vor dem Rath, daß er rechtlos gelassen worden sei; jeder Ansprechet' soll „siner fach nachvolgött als da gewonlich vnd recht ist". Diese Uebereinkunft dauert bis sie von einem Theile wieder gekündet wird und darnach noch einen Monat lang. (Morndeß nach St. Martis Tag.) Archiv Basel. Großes Weißes Buch Bl. 24. 140. 4329, 12. Januar. Die Städte Straßburg, Basel und Freiburg im Breisgau erneuern auf zwei Jahre, bis 2. Februar 1331, ihr Bündnis;. Schreiber, Urkundenbuch 1. S. 269. Vgl. Kopp, Gesch. Buch XI. S. 426. 141. 4329, 16. März. Die zehn Städte Straßburg, Basel und Freiburg im Breisgau, Constanz, Zürich, Bern, Lindau, Ueberlingen, Ravensburg und St. Gallen schließen unter sich gemeinsam einen zweijährigen Bund bis 23. April 1331, wesentlich unter denselben Bedingungen, mit welchen am 20. Mai 1327 die Städte mit dem Grafen Eberhard von Kyburg zusammengetreten waren. (Donstag nach St. Gregorientag in der Basten-) Staatsarchive Zürich und Bern. Pergamentene Urkunde mit zehn anhängenden Siegeln. Abgedruckt Tschudi I. S. 316. Schreiber I. S. 269. Vgl. Kopp, Gesch. XI. S. 463, 421. Bischer, Reg. 116. 142. 4339, 5. März. Johann von Chalons, Administrator des Bisthums Basel, von der Stadt Bern in ihr Burgrellst aufgenommen, verspricht eidlich, mit seinen Leuten im Bisthum Basel denen von Bern jederzeit, wenn sie ihn oder seinen Stellvertreter dazu ermahnen, Hülfe zu leisten. Dagegen ist er von Steuern, Auflagen und den Gerichten zu Bern frei. Er verspricht, das Burgrecht innert sechs Jahren von nächster Ostern an nicht aufzugeben, thüte er es dennoch, so verfällt sein erkauftes Udelhaus den Burgern, nachher aber steht ihm, m>e der Stadt Bern, frei, das Verhältnis; aufzulösen. Wenn der Bischof gegen den Grafen Eberhard von Kyburg Recht zu nehmen begehrt vor dem Rath von Bern an einer gemeinen Dingstatt und der Graf dieses Recht ausschlüge, so sollen die Berner nicht gehalten sein, in dieser Sache dem von Kpburg zu helfen. Allfällige Streitig- leiten zwischen Bern und den Leuten des Bisthums Basel sollen schiedrichterlich abgewandelt werden nach Landeögebrauch. Die Hülfsverpflichtung dieses Burgrcchts tritt nicht ein, wenn Bern etwas gegen den Papß Johann XXII. vornehmen wollte. Wenn Krieg entstünde zwischen Ludwig von Savopcn und Rudolf vo>> Neuenbürg, so ist Johann von Chalons nicht verpflichtet Bern in solchem Falle Hülfe zu leisten, wohl aber ß 1 für Frieden zu verwenden, und auch den genannten Grafen gegen Bern nicht zu helfen. Endlich verspricht er» sein Möglichstes zu thun, damit die beiden Grafen Ludwig von Savoyen und Rudolf von Neuenburg dicst"' sechsjährigen Burgrecht beitreten. (I)io Inno nnts tostnin bsnti CrsKorü.) Staatsarchiv Bern. Latein. Urk. Abgedr. bei 4'rouillat III. Xc>. 247, mit unrichtiger DatirM'g' v. Watte nivyl II. S. 66, 61, datirt diesen Vertrag auf 36. Mai. 143. 4339, 2. August. Der Ammann und die Landleute von Guggisberg und „aus der obern Gewalt von Wassern" binden sich zu den Burgern von Bern mit Eiden, ihnen von nun an stets in eigenen Kosten s" rathen und zu helfen gegen Jedermann, allein das heilige römische Reich ausgenommen, und den Eid na>' zehn zu zehn Jahren zu erneuern. Dabei begehren sie von Bern ihrerseits keinen Schirm, geben der W>rg Grasburg ihre Zinse und leisten ihr, was sie von des Reiches wegen ihr zu leisten pflichtig sind. Staatsarchiv Bern. (Schwarzenburg.) Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1829. S. 682. 401 144. ^550, 17. September. Ainio, Graf von Savoyen, urkundet. daß er zur Bekräftigung und Erhaltung der alten Verbindung zwischen seinen Vorfahren und der Stadt Bern, des heiligen römischen Reiches und der Stadt Bern Burger geworden sei und dieses Burgrecht beschworen habe, so daß es die nächsten zehn Jahre unauf- kündbar und darnach bis zur Aufkündung fortbestehen soll. Würde er dem ungeachtet das Burgrecht innert der zehn Jahre aufkünden oder davon zurücktreten, so soll sein Bürgerhaus zu Bern, das er für 50 Mark Silbers anzukaufen hat. der Stadt verfallen sein. Der Graf ist als Burgen verpflichtet, der Stadt Bern auf ihre Mahnung jederzeit in eigenen Kosten zu Hülfe zu ziehen, dagegen ist er weder verpflichtet, bürgerliche Steuern und Auflagen zu zahlen, noch einem Kläger vor dem Gericht Berns zu Recht zu stehen. Die Httlfs- verpflichtung des Grafen kann nicht gegenüber seinen eigenen Unterthanen oder Vasallen in Anspruch genommen werden, so lang diese den Bernern vor dem Statthalter von Chablais zu Murtcn um allfällige Klagen und Ansprachen zu Recht stehen. Der Graf behält sich vor. dem Grafen Rudolf von Neuenburg gegen den Grafen Eberhard von Kyburg Hülfe zu leisten; den Bernern bleibt vorbehalten, diesem gegen jenen Hülfe ZU leisten. Alles dieses ohne Präjudiz für das Burgrccht. (Leptiwaäomnm ä.o wmww Loxtombrw.) Staatsarchiv Bern. P-rgam. Urkunde mit anhängendem herzoglichen Siegel. Abgedr. 2nrlanbon. radl. tox., prouveo I. X°. 01. Nalilo. »ex 131- Solothnrner Wochenblatt 1W7. S. IIS. 145. *55 t, in, Mai Graf Eberhard von Kyburg einerseits und die Stadt Freiburg im Ucchtland anderseits gehen für sich und die Ihrigen einen beschwornen Burgrechtsvertrag ein für zehn Jahre vom Datum des Briefs an gerechnet und nach dessen Ablauf bis zur Aufkündung und nach geschehener Aufkündung noch ein volles Jahr, mit Hülfsverpflichtung gegen Jedermann, wobei der Graf das Haus Oesterreich. Freiburg seinerseits ebenfalls das Hnus Oesterreich, den Grafen Ludwig von Savoyen. Herrn der Waadt. und seine übrigen Verbündeten und Verburgrechtcten vorbehält, doch so. daß wenn bei Streitigken der letztern m.t Kyburg, sie sich dem vom Grafen von Kub..rg angerufenen Schiedspruch Freiburgs nicht unterziehen wollen. Fre.burg nicht ihnen, sondern den. Grafen zu helfen habe; .....gekehrt, wenn bei solchen Fällen die Verbündeten Fn-ell.urgs den Spruch Freiburgs anrufen und der Graf denselben recusirt. ist Freiburg jenen gegen den Grafen Hülfe schuldig, doch bleibt auch Hierinfalls Ludwig von Waadt vorbehalten. In. Uebrigen gibt Graf Eberhard keine Burgersteuern und ist nicht gehalten sich der städtischen Gerichtsbarkeit zu unterwerfen. Die Pfändung wird gegenseitig mit dem gewöhnlichen Vorbehalt ausgeschlossen, für Streitigkeiten zwischen den Parteien wegen Pfändung l^ia- nwuii) Injurie.. Erbschaften w. wird ein schicdgenchtliches Verfahre., angenomn.cn. Niemand soll den andern um weltliche Sachen vor geistliches Gericht laden, alle gegenseitigen Forderungssachen werden auf dein festgesetzten schiedrichterlichen Weg abgewandelt. (Nonss Naji.) Archiv Freiburg. Latein. Urkunde. Abgedruckt Koonoil äs bmbourk II. p. 105. No. 10ö. 146. *55l. 5, September. Graf Albrecht von Werdenberg verpflichtet sich, mit seiner Burg und Herrschaft Oltigen der ^tadt Bern beholfen zu sein. Archiv Laupen. Vgl. v. Watten.vyl, Geschichte von Bern II. S. 71. Not. 19. 147. ^5 l, iz Oetobcr. La Tour bei Vivis. Gras Mino von Savoyen. als Lehnherr des Herrn Peter von Greycrz, Herrn von Vaiiel vermittelt dessen Streit mit Bern wegen Beraubung bernischer Angehöriger. Staatsarchiv Bern (Saanen). Vidimus von 1330, abgedr. Solothnrner Wochenblatt 1830. .S. 3SS 51 148. 20. November. Ulm. Ludwig, von Gottes Gnaden römischer Kaiser urkundct, daß er mit Rath sc>"^ Näthe „gebvttcn vnd gchaissen" habe, seinen lieben Söhnen und Fürsten Ludwig, Markgrafen von Brands bürg, Stephan und Ludwig dem jungen, Herzogen zu Bayern und ihrem Land Oberbayern, ferner dem W' ^ told, Grafen zu Graispach und Marstetten, genannt von Neisscn, seinem Hauptmann in Obcrbaycrn, stb'"" Vizthum Heinrich von Gumpenberg, dem Bischof Ulrich von Augsburg und den Städten Augsburg, ^^ Biberach, Memmingen, Kempten, Knufbeuren, Ravensburg, Pfullendorf, Uebcrlingen, Lindau, Consta'^ Sant Gallen, Zürich, Nothweil, Weil, Heilbronn, Reutlingen, Wimpfen, Weinsberg, Hall, Eßlingen Gemünd, daß sie sich zu Frieden und Schirm eidlich verbunden haben zu gegenseitiger Hülfe auf die Lebens dauer des Kaisers und zwei Jahre darnach. Die Fürsten und Städte verbinden sich und die so noch dem W»n sich anschließen würden, wenn in den genannten zwei Jahren nach Kaiser Ludwigs Tod ein cinwähliger aufstünde, in Augsburg zu berathen, ob man selben als einen rechtmäßigen cinwähligcn römischen Kö>^ anerkennen und halten wolle. Wenn nach einem unter den Bundesgenossen festgesetzten Stimmenverhn ' . die Mehrheit sich dafür ausspricht, so soll eine allfällige Minderheit sich fügen. Damit soll dann bü ^ Bündniß dahin fallen. Inzwischen sollen die Bundcsgliedcr einander gegen jede Beeinträchtigung bclp' ^ sein, je die nächsten einem bedrohten oder beschädigten Buudesgliede nach dessen redlicher Erkanntniß " Mahnung mit so großer Hülfe, als die Geinahnten nach gemeinsamem Rathschlag für ausreichend h" ^ Wäre die Sache so schwer, daß sämmtliche Bundesglieder gemahnt würden, so sollen sie ihre gemenm Berathung nach festgesetztem Stimmenverhältnis; zu Ulm halten. In eiligen Fällen sollen die nächstgeleö^ Bundesglieder auch ungemahnt helfen. Bei „Gesässen" (Belagerungen) sollen der Herr oder die Stadt, dn' angeht, die besondern Kosten der Werkleute und des Baus vorschießen bis zu der innert Monatsfrist nach des „Gesässes" vorzunehmenden Abrechnung. Kein Vundesglicd soll Feinde oder Beschädiger des-^ Hausen oder Hofen zc. Alte Feindschaften und Sachen, die vor der Errichtung des Bündnisses erlaufen bleiben ausgeschlossen. Vorbehalten werden in diesen; Bündnisse die Eide und Bünde mit dem Hause OestU^ und andern nach Laut der Briefe, doch soll kein BundcSglied ein bestehendes Bundesvcrhältniß erneuern. ^ diese»; Bunde Eintrag thäte. Der Kaiser bestätigt schließlich allen Gliedern dieses Bundes alle ihnen ^ ^ und seinen Vorfahren am Reiche gegebenen und bestätigten Freiheiten, Gnaden und guten Gewohn b' (Mittwoch vor St. Catharinentag.) Staatsarchiv Zürich. Pergan;. Urkunde ohne Siegel. . In tergo steht: „Zu disen Stetten gchörent auch die von Llltkilch, von Wangen, von Nördlingcn die von Buchorn." Regest bei Bischer, Deutsche Forschungen II. S. 117. Nr. 9, nach Archiv Augs ebenda Nr. 10, 11. Vgl. v. Wattenwyl II. S. 41. 149. ^ 4552, 31. Marz. Colmar. Bürgermeister, Rath, Bürger und Gemeinde von Colmar Urkunden: „bn6 ^ helticliche gerichtet vnd luterlich versunet sin mit de»; Rate, den Burgern vnd der Gemeinde gemein n' ^ Zürich und ouch si mit vns vmb alle die missehelle, so wir mit ainander hatten, ane alle geuerde". Nathe zu Freiburg im Breisgau. (An den; nechsten Zistage nach vnser frowen tage der errun.) Staatsarchiv Zürich. Pergam. Urkunde mit anhängendem großen Siegel von Colmar. 1552, 23. Juni. Rudolf, Graf und Herr zu Neuenbürg, macht und beschwört mit der Stadt Biel und an ihr Panncr gehöre», Pieterlen, Meincsberg, St. Jmmerthal und von Pierre pcrtuis aufwärts bis 403 Fluß Phyle (?) für sich und seine Erben ein Schutzbündnis; bis St. MartinStag (11. November) nächsthin und von da auf zehn Jahre, und verpflichtet sich zur Hülfeleistung auf Mahnung, behalt dabei jedoch den Ludwig von Wandt, den Herrn von Cabilonc und die Stadt Frciburg vor. (In vi-fllia saneti llalmimm Laptisto.) Archiv Biel. Lateinische Urkunde. Abgcdr. Rutils, monuw. I. Ho. 394. p. 404. 151. ^3?, 3. Februar. Thun. Königin Agnes von Ungarn, von beiden Parteien um Vermittlung angerufen, macht zwischen Bern und Freiburg nach Kenntnisznahme von ihren beidseitigen Klagen und Forderungen und mit deren Vollmacht eine „ganze und lautere Sühne". Wenn Graf Aimo von Savoyen, der zu Bern Burger ist, dieselbe nicht annehmen, sondern Freiburg ferner bekriegen wollte, so soll ihm Bern dazu nicht beholfcn sein. Freiburg soll alle Gefangenen, welche dem Herrn von Savoyen angehören, gegen Bürgschaft auf Wiederstcllen am nächsten Sonntag nach der alten Fastnacht freigeben. Mag dann Bern in der Zwischenzeit vom Grafen von Savoyen erlangen, daß er der Sühne beitritt und darüber Frciburg seinen Brief gibt, so sollen diese Gefangenen frei bleiben und die Bürgschaften erloschen sein. Bern und dessen Burger und Helfer sollen alle Gefangenen frei geben, die sie Freiburg und dessen Helfern abgenommen haben; ebenso soll Freiburg alle Gefangenen, die es über Bern und dessen Helfer gemacht und die sich noch nicht ausgelöst hätten, frei geben. Bern bezahlt hiefllr an Freiburg 80V Pfund Pfennige Berner Münze auf nächsten St. Johannestag zu Sungicht und auf St. Johanncstag zu Weihnachten nochmals 800 Pfund derselben Münze, und stellt für diese Summen zehn Bürgen. Todschläge, Raub, Brand und aller Kriegsschadcn werden gegenseitig aufgehoben. (An St. Vlä- sis Tag.) Archiv Freiburg. Staatsarchiv Bern. Abgedruckt Rsousil äs llll-idourZ II. x. 112. igg. Solothurner Wochenblatt 1827. S. 176. 1333, in orastino msäis quaäraxssiwo, quitiirt Freiburg für 440 Pfund auf Rechnung der ersten auf St. Johann Baptist fälligen Rate. Staatsa.rchiv Bern. Abgedr. Solothurner Wochenblatt 1829. S. 083. v. Liebenau, Urk. zur Lebensgeschichte der Königin Agnes, Nr. 38. Am gleichen Tag vermittelt Königin Agnes auch den Frieden zwischen Bern und Graf Eberhard v. Kyburg. Solothurner Wochenblatt 1830. S. 433. Vgl. v. Wattenwyl II. S. 73. 152. ^4, ig A,lj. Eidliche Verbindung der Schultheißen, des Nnthcs und der Burger von Solothurn und des Meyers, Rathcs und der Bürger gcmcinlich zu Biel, „waz ze der Variier höret", einander zu rathen und zu helfen, von Datum dieses Briefes bis nächsten St. Jacobstag und von da an auf zehn Jahre. Solothurn behält vor das heilige römische Reich und alle seine Burger und Eidgenossen, Biel das Gotteshaus von Basel, seinen Herrn den Bischof und Pfleger der Stift Basel, alle seine Burger und bisherigen Eidgenossen. Niemand soll den andern an geistliches Gericht laden, außer um Ehe oder um Wucher oder wegen Rechtsverweigerung — „vmb du ding, da einer rcchtloz ze dewcder siton verlassen wurdi". Niemand soll dem andern sein Gut verbieten, als um gichtige Geldschuld und nur mit des Nichters Hand, um ungichtige Schuld soll jedermann vor dein Gericht seines Wohnortes belaugt werden. Für Streitigkeiten zwischen den Städten kommt man zu Tagen nach Grcnchen; der Schultheiß von Solothurn und der Meyer von Biel sollen an solchen Tagen Gemcinmänncr sein. (Zistag vor sant Marien Magdalenen tag.) Archiv Biel. Abgedr. bei Amiet, Bündnisse zwischen Biel und Solothurn, S. 8. 153. ^'>4, 20. Juli. Ludwig von Savoyen, Herr der Waadt, und Johannes, dessen Sohn, erneuern mit der Stadt Freiburg den Burgrechtsvertrag vom 23. November 1326 für fernere achtzehn Jahre nach dessen Ablauf mit 404 dem Zusatz, daß weder während des Nestes der fünfzehn Jahre des frühem, noch während der achtzehn Jah^ des gegenwärtigen Vertrags Ludwig von Savoyen oder nach seinein allfälligen Tode sein Sohn Johannes der Stadt Bern irgendwelche Verbindung ohne Wissen und Willen und schriftliche besiegelte Zustimmung Freiburgs eingehen, noch den Bernern während der gleichen Zeitdauer gegen Freiburg irgendwelche Hüm leisten dürfe. (VlLösiruu. äis llisnsis llrüü.) Archiv Freiburg. Latein. Urk. Abgedr. im Rsousil äs VribourA II. x. 130. blo. 113. 154. 4334, 14. September. Winterthur. Herzog Otto von Oesterreich vergleicht sich mit den Burgern von Lucern u»' alle zwischen ihnen aufgelaufenen Kriege und Mißhelligkcitcn und rcgulirt das Verfahren bei der Wahl dt» Schultheißen, des Raths und der Aemterbesetzung. (Mittw. nach U. F. Tag im Herbst.) Stadtarchiv Lucern. Abgedr. bei Kopp, llrkb. I. Nr. 77. 155. 4334, 17. Octobcr. Zehnjähriges Bündniß der Freiherren Rudolf und Johannes, Gebrüder, von Weissenbmid mit ihren Leuten und Besten im Siebenthal mit der Stadt Bern. Die Freiherren versprechen Bern Mahnung Rath und Hülfe; Bern verpflichtet sich, ihre Leute, Besten und Güter „von der Kander hinein" s" schirmen. (Morndeß nach St. Gallentag.) Staatsarchiv Bern. (Unt. Spruchbuch 4.. 60 1>.) Abgedr. Solothurner Wochenblatt 1829. S. Damit im Zusammenhang stehen sowohl die vorausgegangenen Friedensschlüsse zwischen Bern und tM' Herren von Weihenburg vom 3g. Juni 1334 (Solothurner Wochenblatt 1SS9. S. 533.) und die tretung der Reichspfandschaft Hasle vom 2. Juli 1334 (Solothurner Wochenblatt 1829. S. 331.), als mV die nachfolgenden Verburgrechtungen auf Lebenszeit der beiden Freiherrn mit Bern vom 1. December 1336 1. December 1337. Staatsarchiv Bern. Angeführt bei v. Wattenwyl II. S. 87. 156. 4333, 7. Januar. Die Städte Bern und Murten erneuern auf ewige Zeiten ihr altes Bündniß: »llorinam iuraraonti, gua soutsäsrati kraut tsmporibus rstroaotis sunt, ob ssss ässiäoraut st lousn^ in porpotuuin rsusrsaruut st rsoo^nousrunt oonsoräitsr in bans lorinain, viäsiisst xro guainäiu a> villo äurabuut vsl äurars xotsriut, aä äsllsnäsnäum oinnia jura sua, oinnss posssssionss st inusstnv ' suas tonsntur gibt inntua vios, bona tiäs, totisgus viribus rsruin st xorsonarurn auxiliuin st oonsM inpsnäsrs, siouti ab antigua oonsustusäins tsosrunt, guslibst sins äolo. Dt in buius rsnousoM robur sto.» , Staatsarchiv Bern. Pergam. Urkunde mit'anhängenden Siegeln beider Städte. Abgedr. nach ^ Gegenbrief bei Engelhard, Geschichte von Murten, Beil. II. Schweiz. Geschichtsforscher VII. S. 9^' 157. 4333, Februar. Bern. Schiedrichterlicher Spruch des Ruthes zu Bern zwischen dem Kloster Jnterlaken und Landschaft Hasli, wodurch das Kloster zur Bezahlung von 300 Pfund und die Landschaft dagegen zu schaftlichem Verhalten gegenüber demselben angewiesen wird. Staatsarchiv Bern. Vgl. Stettler, Negesten von Jnterlaken, Nr. 280. 158. 4333. s. cl. Niemand soll die neue Münze von Bern, von Burgdorf und von Solothurn nehmen „med^' ^ Wechsel noch ze enkeinen dingen, sit das si och Zürich offenllich verboten und versworn sint." Aus einer Münzordnung Zürichs im Stadtbuch I. S. 20, b. Vgl. ebenda 31 b. 405 159. 4336, 19. Februar. Zwanzigjähriges Burgrecht der minderjährigen Söhne, Rudolf und Jakob. dcS Grafen Rudolf von N>)dau mit der Stadt Bern, abgeschlossen durch deren dazu bevollmächtigten Pfleger, den Ritter Rudolf von Erlach. (Montag vor St. Mathps.) Staatsarchiv Bern. Ungcdrucktc Urk. mit zwei anhängenden Siegeln. Angeführt bei v. Wattenwyl, Gesch. von Bern II. S. S7, mit unrichtigem Datum LS. Februar. 100. 4336, 17. Mai. Erneuerung des Burgrechtes des Grafen Eberhard von Kyburg mit der Stadt Freiburg im Uechtland in unveränderter Form nach dem Briefe vom Mai 1331. f. o. Reg. 146. (Nonas Nnji, soilioit äio Vonoris unts tsstuin UorrtRsoostss anno vomini N0L0 triossnno ssxw. Archiv Freiburg. Latein. Urk. Roouoil äo rriwnrs II. x. ISS. Ho. 119. 161. 4336, 24. Juni. Erneuerung des Bündnisses zwischen dem Grafen Rudolf von Neuenburg und der Stadt Biel auf zehn Jahre. (Vigilia. äolmnnis Uaptists.) Neues schweiz. Museum. 179S. S. 6. 162. 4336, 20. September. Mit Berufung auf die dahcrigen Bestimmungen des Bündnisses zwischen Bern und Freiburg gestattet Frciburg den Bernern. den cdeln Mann Johann von Kien. Herrn zu Worb, in ihr Burgrecht aufzunehmen. Solothurner Wochenblatt 1S31. S. 608. Die Urkunde findet sich im Staatsarchiv Bern nicht. 163. 4336, 12. October. Die Stadt Colmar in Elsaß gibt der Stadt Freiburg in Uechtland Friede und Sicherheit ' wegen Gefangennahme eines dortigen Burgers durch Freiburger. (Ludbuw xroximo uiUo kulli.) Archiv Freiburg. Abgedruckt Uoouoil äo 1^-ibourx II. x. 156. Uo. 122. 164. 4337, 16. Juli. Pont Yndis. Amadeus. Graf von Savoycn. nimmt die Vermittlung Herzog Albrcchts von " Oesterreich gegenüber der Stadt Frciburg an und verspricht, derselben einen stäten Frieden zu geben unter der Bedingung, daß sofort die Gefangenen und Geisel freigegeben und für dieselben ausgestellte Bürgschaften abgethan werden und Herzog Albrecht bis nächste Weihnachten um die Entschädigung, welche Freiburg um Schmach und Gewaltthatcn an savopischen Angehörigen zu bezahlen habe, seinen schiedrichterlichen Ausspruch gebe. Unter dieser Voraussetzung gibt für die Zwischenzeit Graf Amadeus den Freiburgcrn Sicherheit und freien Kandel und Wandel durch sein ganzes Gebiet. (Lsxta, äsoinm monsm ckulii nunc, nativitatis äomi- nies 1337. Vidimus im Archiv Frciburg. Abgedruckt Uoouoil äs bndcmrA II. x. 170. Uo. 127. 165. 5537 5 August Bruck. Herzog Albrccht von Oesterreich spricht auf die von Graf Amadeus von Savopen gegebene Zusicherung zwischen ihm und den Burgern von Freiburg, daß als Ersatz für den Schaden, welche die Freiburgcr den Leuten des Grafen, wenn auch in nothwendiger Gegenwehr, verursacht haben, ste gehalten 406 seien, innert zwei Jahren von Maria Himmelfahrt nächsthin (IS. August) an gerechnet, mit zwanzig Lanzen- reitcrn (Auloulis), herwärts der Gebirge dem Grafen in seinen Geschäften während sechs Wochen in seinem Gebiete zu dienen, sobald sie, jedoch nur einmal während der zwei Jahre, von ihm darum gemahnt würden. Jedoch soll dieser Dienst nicht gegen das Haus Oesterreich, die Stadt Frciburg selbst, noch ihre Mitbürger und Eidgenossen verlangt werden. (In äio bouti Osrvaläi RoZis.) Archiv Frciburg. Latein. Vidimus. Abgcdr. Koouoil llo bribonrz II. x. 176. blo. 128. I00. 1557, 29. August. Chamböry. Graf Amadeus von Savoyen nimmt den obigen Schiedspruch (Reg. 166) an und publizirt den Frieden mit Freiburg. Archiv Freiburg. Vidimus. Abgedr. Rsousil äs dü-ibourg- II. x. 173, 179. üo. 129, 139. 167. 1557 (für 1336), 7. März. Schultheiß, Rath und Gemeinde von Solothurn Urkunden, das; in den Streitigkeiten zwischen ihnen und den Leuten des Grafen Ludwig von Savoyen zu Morges und Jverdon sie auf den Rath zu Freiburg compromittirt haben und sich dem Spruch desselben unterziehen werden. (Loxtima, äks Unrim, nmno nl» ^.nnrintintiano clonriirioa. 1336.) Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Usouoil cks Ikribourg II. x. 162. blo. 121. 168. 5557, 16. Mai. Schirmvertrag zwischen Bern und der Stadt Jnterlappen (Unterseen) mit Vorbehalt der Herrschaftsrechte des Klosters. Staatsarchiv Bern. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1833. S. 161. Stettler, Reg. vo» Jntcrlaken, Nr. 393. 169. t557, 21. November. Augsburg. „Dis ist die vsrichtung als der Kapser vnd Herzog Albrecht von Ocsterrich nut einander gerct vnd getan hant enswischcn Gramen Johann seligen kint von Habspurch, ir frünt, Helfern vnd dienern an ain tail vnd den Burgern von Zürich, den inren, ir Helfern vnd dienern an dem andern tail . Erstlich haben sie gesprochen, daß eine lautere Sühne sein soll zwischen beiden Thcilen über alle Kriege, Tod- schlage, Aufläuse zc. bis auf den heutigen Tag. 2. Zürich soll den Kindern von Habsburg und Herzog Albrecht, ihrem Vogt, alle Briefe um die Pfände zu Rapperswyl und in der March und Zubehördcn heraus- geben und sollen diese Pfänder den genannten Kindern lcdig sein. 3. Alle beidseitig gemachten Gefangenen sollen lcdig sein. 4. Auch zwischen den „vssern" und den „innern" von Zürich soll Sühne gemacht und die Gefangenen ledig sein. Die äußern haben den innern 600 Mark Silbers Zürcher Gewicht gegeben von der Pfändung zu Rapperswyl und in der March wegen und sollen während fünf Jahren eine Meile weit von der Stadt sein; sie sollen auch die Gesetze, welche Burgermeister, Rath und Bürger in der Stadt gemeinlich gesehl und der Kaiser bestätigt hat, zu halten schwören wie die andern Burger. 5. Die innern Burger sollen den äußern ihre Häuser in der Stadt und alles ihr liegendes Gut wiedergeben, dessen sie diese im Kriege entwrA haben. Verkauftes bis zum Tag „da der Nyfen was ze Baden", sollen sie ihnen um den erlösten Pr^- scither Verkauftes ohne Losung wiedergeben. Fahrendes Gut, das noch vorhanden, soll ihnen ebenfalls zuriü - erstattet werden. Schulden, welche die „innern" haben bis zu Datum dieses Briefs, sollen sie ohne Schaden der „äußern" zahlen, ebenso sollen die äußern ohne Schaden der innern ihre Verbindlichkeiten abtragen. Steuern- welche die innern fortan legen, sollen die äußern auf ihren Häusern und Gütern nicht schwerer treffen, " ^ andere Burger. 6. Wollten die äußern von Zürich diese Richtung nicht halten, so soll sie zwischen den Kindern von Habsburg und der Stadt und ihren Helfern dennoch bestehen, Herzog Albrecht verbürgt sich diesfalls für die Kinder von Habsburg und ihre Helfer, und schützt die äußern in diesem Falle nicht und hilft dem Kaiser wider' sie. Wollten dagegen die inncrn die Richtung nicht halten, so soll der Kaiser dem Herzog und den Kindern von Habsbnrg wider die inncrn beholfcn sein. 7. Wollte der von Krenkingen die Richtung für sich nicht halten, so soll Herzog Albrecht dem Kaiser gegen ihn helfen. (An dem nächsten Fritag vor St. Catha- rmentag.) Pergamentene Urkunde mit den Siegeln des Kaisers und Herzog Albrcchts. 1337 « ck Burgermeister, Rath und Burger zu Zürich verordnen in Folge der Richtung, die der römische Könia Ludwin und Smog Albrecht von Oesterreich zwischen ihnen und ihren Bürgern gemacht, daß letztere fünf -tahre lang eine Meile weit von der Stadt sein sollen. Diesem Gebot soll bei fünf Jahren Verbannung und -elm Mark Silber Buße Niemand weder öffentlich noch heimlich entgegenhandeln. Stadtbuch I. 52. Ebenda findet sich Seite 81 eine datumlose Beschwerde wegen NichtHaltung dieser Richtung. 170. tZIU II Januar Freiburg. Zehnjähriges Burgrccht des Grafen Peter von Arberg zu Freiburg. Nach Ablauf ' der whn Jahre soll dasselbe mit einjähriger Aufkündungsfrist fortdauern. Streitigkeiten zwischen den Parteien, die sich während der Dauer des Burgrechts erheben, werden von den Grafen Eberhard von Kpburg und Gerhard von Arberg und einem Mitglied des Raths von Freiburg schiedrichterlich und endgültig entschieden, innert Monatsfrist nach angehobener Klage. Dingstatt ist die Villa de Palmis. In den bestehenden und künftigen Verträaen mit Bern wird dieses Burgrccht vorbehalten und soll dadurch nicht geschwächt werden. Gegen die Herzoge von Oesterreich und den Grafen Ludwig von Waadt leistet Freiburg dem Grafen Peter keine Hülfe, (vomwi-m xroxinm post oxixlmniam äomini anno Äomnn M 3°° 8>° a natrvitato äomini snmpto.) Archiv Frciburg. Latein. Urk. Abgedruckt Solothurncr Wochenblatt 1826. S. 482. Itoouail llo Imvoui-g III. x. 2. Ho. 133. 171. IZZU, A, Zm.ua-, K,°s Rud-l, s-.--u «»dm,, w S.ad. als da Bu-z.- „a-d, daß I°i„- Sah« das -u Bd.» T»» .uk°b°n Da mm z--lb.,-a ihm dl°,° KP «la,v» H--, s° S« °>-»s «»dal,, daß Im, Sah,, das Z-mz,°ch. zu B--n st„>! T»».u, ,..chd«n Schulth-lb uud Rai» -du »«du.» d,°I-s --rlanz-,, w°.d°», auss-bm I-ll, <»°.ud°b nach St. Vincenzenmeß.) Archiv Freiburg. Abgedruckt im Solothurner Wochenblatt 1826. S. 484. Itoauoil äo ?ri- bourg III. x. 1. Ho. 132. 172. »538 25 April Neucnegg. Bern urkundet, daß es mit Freiburg von der Ansprachen wegen, die zwischen ihnen ' aufgelaufen waren gütlich verrichtet sei. 1. Bern soll die Herren von Weissenburg anweisen, die Frauen von Grasburg und Conrad Huser von Freiburg um ihre Ansprachen unverzüglich nach Minne oder Recht zu befriedigen. 2 lieber verschiedene andere benannte Privatansprachen soll jede Stadt zwei Schiedleute setzen und die vier mit Mehrheit darüber entscheiden. Falls sie sich gleich theilten, soll Graf Eberhard von Kyburg Obmann sein 3 Andere Ansprachen und Stöße, die bis zu diesem Tag aufgelaufen sind oder innert der nächsten fünf Jahre entstehen, sollen von beiden Rathen, die nach der Form der alten Briefe und Bündnisse zusammentreten ausgerichtet werden, doch soll Freiburg der Burger wegen, die es nun angenommen, diese fünf Jahre hindurch unangesprochen bleiben. 4. Wenn die Herren von Weissenwg ihre Geldschuld an d.e 408 Herren von Greyerz und die Stadt Freiburg innert den verabredeten Fristen nicht ausrichteten und Freiburg darnach mit oder ohne Gericht gegen dieselben vorginge, soll Bern ihnen nicht beholfen sein. (St. Marxtag.) Archiv Freiburg. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1826. S. 376. Rsousil äs 1ril>. III. x. 5 Uo. 134. Schweizerischer Geschichtsforscher II. S. 58. 173. 155», 25. April. Neucnegg. Bern und Graf Eberhard von Kyburg, Landgraf zu Burgund, vereinigen sich um alle zwischen ihnen aufgelaufenen Streitigkeiten wie folgt: 1. Innert den nächsten fünf Jahren sollen alle MißHelligkeiten zwischen den Parteien auf gemeinsamen Tagen zu Hube zwischen Thorberg und Gerenstein geschlichtet werden, doch keinem Theil an seinen Rechten nach Abschluß der fünf Jahre präjudizirlich. 2. Die Wälder von Thun und die Hochwälder in der Grafschaft bleiben dem Grafen, wie er sie besaß vor der Ueber- cinkunft über Thun, die ehehaftlichen Rechte Einzelner darauf vorbehalten. 3. Innert dieser fünf Jahre soll Bern weder des Grafen noch seiner Diener Leute zu Burgern annehmen, es seien denn freie Leute oder Burger von Burgdorf oder Thun. (St. Marxtag.) Staatsarchiv Bern (Thun). Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1826. S. 374. lieber die Verhandlung des Tages in Neuenegg siehe die einläßliche Darstellung bei v. Wattenwpl II. S. 101 sf. 174. 155», 13. December. Siebzehn Benannte von Murten machen ein Bündniß mit Freiburg unter Vorbehalt ihrer Herren von Murten, sie revociren Burgrecht und Bündniß, in welchem sie alle oder einzeln mit Bern stehen könnten — unter dem Siegel des Grafen Peter von Arberg und der Stadt Murten. (Ludato unts ksstum Iwntä llRoms axostoli anno 1339.) Archiv Freiburg. Latein. Urkunde. Abgedr. Solothurner Wochenblatt 1826. S. 485. llLnusil üs Ikrikwurj; III. x. 16. Ho. 139. 175. 155», 16. Februar. Vierzehn von obigen Benannten von Murten schreiben an Schultheiß und Rath zn Bern, sie haben mit Freiburg neuerdings Eid und Bündniß gemacht, wollen mit diesem Gutes und Schlimmes theilen und ihm gegen Bern berathen und beholfen sein, kraft dieses Bündnisses. Für sie siegelt Graf Peter von Arberg. (Lsxta, cksoiw.» ksriu morwis Uslzrrmrii.) Solothurner Wochenblatt 1826. S. 432. 17k. 155», 17. Juni. Nördlingen. Kaiser Ludwig errichtet zwisclM seinen Söhnen, den Markgrasen Ludwig von Brandenburg, Stephan, Ludwig und ihren andern Brüdern, Pfalzgrafen bei Rhein und Herzogen in Bayern, ihrem Lande Oberbaiern und dem Vitzthum daselbst, den: Heinrich von Augsburg, den Grafen Ludwig zu Dettingen, dem alten, Ulrich von Württemberg, Bcrchtold von Neiße», Ludwig und Friedrich, Gebrüder zu Dettingen, Eberhard und seinen Brüdern zu Werdenberg, Albrecht, Hugo und Heinrich zu Hohenberg, Conrad und Rudolf, Gebrüdern, den Schcrern von Herrcnberg, Götz und Wilhelm von Tübingen und den Städten Augsburg, Ulm, Biberach, Memmingen, Kempten, Kaufbeuren, Ravensburg, Pfullendorf, Ueberlingen, Lindau, Constanz, St. Gallen, Zürich, Rothweil, Weil, Heilbrann, Reutlingen, Wimpfen, Weinsberg, Hall, Eßlingen und Gmünd ein Bündniß, welches zwei Jahre über seinen Tod hinaus währen und gemeinsames Auftreten der Bundesgenossen bei einer neuen Königswahl, sowie gegenseitigen Schutz in ihren Kriegen zum Zwecke hat. Als gemeine Leute, die um Brand, Nähme und alle Unthat zu sprechen haben, bezeichnet der Kaiser nach Rath 409 und Bitte der Bundesgenossen vier benannte Männer als Vertreter der Herren, vier als Vertreter der Städte und als Obmann von seines und des Reiches wegen den Grafen Eberhard von Nellenburg, zum Hauptmann des Bundes den Herzog Stephan in Baicrn. (Lalllmto xost. Vita.) Abgebe Bischer, Gesch. des schwiib. Städtebundcs. Beck. I. S. 181, nach emcr gleichzeitigen Cop.e n» Haus-, Hos- und Staatsarchiv zu Wien. 177. «U. S0,S-»,°...l..., V-m l.mm.mi. ,-i,,-mSch..>>h-!s>-»I°h»"-> ««n Duhmh-rz d-h -r d-r Swd. i» di-,im «-!-» >..., s-in-r D-p- Spl-Z h-lsm I°». <«-md-I> "»ch S«. 178. '-i». -j. Zmm--. «°.,is-I°ldm. Bi--,ch» md d°- »ch.u»s. w-Ich-M-- m.chm m--d°>, ... G-», z -i wich- ... dm B...N dm R-ich-. ....d ...dm« Sl-d.- Ichw °-M. °i d.dmch di- S .. . zm.ch „i-d-r »--ffm. «md° °dm »iche mos-»-.. -.ch.-I°i-- m.ch dm......... °°.«»..»°m.. S..is,i»l-i.m .... K.i-»-...»-., S--m.dIch°st m>d S.i°d°» »»» ^ R-.ch-?..d.- ...d d-.i,-h.. d-> V..d....,..°.. Iii- sich und dm M----H...M, «MM- ...» S>. A-»'I »-.»> ^ Urkunde mit 21 anhangcnden Siegeln. Abgedruckt Tschud, I. 334. ?se7udi's Abdruck nennt unter den vermittelnden Städten auch Lucern, Zosingen und Arau, die Urkunde selbst erwähnt diese drei Städte nicht, sondern nur die obgenannten. 179. ^ ^ ^ Riclierin, savoyischem Landvogt der Waadt, und der Stadt Sol 7^' Gchn ^ In Folge der Ausgleichung Solothurn. über verschiedene Ansprach ' - 9 ^ werden Schultheiß, Rath un Wandel zu Wasser und zu Lande nebst Sicherheit vor Pfändung aufgenommen und ihnen sicherer Handel uno des Einen für den Andern in dc"' Solothurncr Wochenblatt 181L. S. 81, 84. Zwei Urkunden v°n S"''" ^ dem Kaiser Ludwig gehuldigt und dafür Nachlaß der Stcucrrückstttnde Am 1. Januar 1 , ^ erkalten. Solothurncr Wochenblatt 1814. S. 134, 135. und für drei fernere Jahre Steuerfreiheit erhanen. 180. ^0, »9 Märr Romont Mit Einwilligung der Parteien gibt Ludwig von Savoycn. Herr der Waadt, einen s eu ko» Neter von Arberg, den Pflegern des Grafen von Nydau und der Stadt Schied pruch zwi chcn dem Grafen Peter von ^e > s ^ m Freibu a einerseits und der Stadt Murten anderseits. Friede und Freundschaft werden hergestellt, d-e Materiellen Klagepunkte sollen in Rede und Gegenrede schriftlich erörtert und an den Entscheid des Herrn -.dwch ««., «Md. ....d d-- Ems... -°» «w°li l>°.m....>. V..-S-- «... ° - di -S .-d> »!ch> w-°>°». «°.. »mW. ..... B°... »°.!-h--... d.-St»d. l-». «... Wli>»°w-I m> B-m i.. d!° H»»d- -»wi»S -°n d-- »hm d-..,-lb.., dm B-...-M n.chl Mio . »„Mi ioo>«t fostum ünnmitiutionis äomini.) ^ '""i-schi "z--.«.'.. «" i-I.- O..«>.>»W»»d- sMd-l sich »b-.d-, S- r-A-m» III. x, ». 181. tZ-iO, 8. Juni. Mannenberg bei Zweisimmen. Landfriede zwischen den Landschaften Frutigen, Saanen Nieder-Simmenthal, so lange der Krieg ihrer Herren von Bern und Freiburg währt. Ndmoiros Lt. ctovnmiZns XXII. p. 126. Inhaltlich bei u. Wattenwyl II. S. 134. Sicht Schweiz. Geschichtsforscher XI. S. 419. 182. 29. Juli. Bern verspricht, den Waffenstillstand mit Freiburg und dessen Helfern, welchen Herr Burkard Ellerbach, österreichischer Hauptmann in Schwaben, Elsas; und Argau, bis nächsten Dienstags über acht gemacht, zu halten und am nächsten Freitag den vor der Königin Agnes von Ungarn zu leistenden Tag abredeter Maßen zu besuchen. (Samstag nach St. Jacobstag.) . Archiv Freiburg. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1826. S. 388. Uoouoil cko 1'rib. x. 42. Uo. 149. Schweiz. Geschichtsforscher II. S. 61. 183. 9. August. KönigSfelden. Königin Agnes von Ungarn macht zwischen ihrem Bruder Herzog Albrccht ihren Vettern den Herzogen Friedrich und Leopold und deren Dienern und Helfern, den Grafen Eberhard " Kpburg, Peter von Arberg, Rudolf und Jacob von Nydau und in deren Namen einerseits, und dem ^ heißen, dem Rath und den Burgern der Stadt Bern und ihren Helfern andererseits Sühne und Richtung alle Kriege und MißHelligkeiten, welche zwischen ihnen bis zu diesem Tage gewaltet hatten: 1. Bern soll Kaisers Huld und Gnade werben; mag es dieselbe nicht erlangen, so soll ihm Herzog Albrecht dazu beh"' sein. Wenn aber auch dadurch Bern mit dem Kaiser nicht berichtet wird und der Kaiser die Stadt chli-he wollte „um seiner selbst gethat", so mögen die Herzoge von Oesterreich dem Kaiser wohl beholfen sein, soll den Johann von Wcissenburg, den alten, den Herzogen, deren Diener er ist, ledig geben, gegen gebräu ^ Urfehde, welche auch die jungen Herren Rudolf und Johann von Wcissenburg über sich selbst und den " und alle ihre Helfer ausstellen sollen. Die Besten von Unterseen sollen in eines gemeinen Mannes gegeben werden, welchen die Herzoge und der alte von Wcissenburg ernennen, bis die daherigen Verhall"' allseitig geordnet und ausgetragen sind. 3. Graf Eberhard von Kyburg und die Seinen und seine Helft" ^ in dieser Sühne inbegriffen, jedoch ist dieses nicht der Fall bezüglich der Streitigkeiten, die er und , einander um Thun haben, doch soll auch dieses Verhältnis; die nächsten fünf Jahre hindurch in Frieden ^ innert der ersten zwei Jahre sollen sie versuchen, sich gütlich darum zu betragen, kommt es nicht zum Ziel- sollen sie in den darauf folgenden drei Jahren darum Recht nehmen vor den Vieren und dein Fünften. Bern darin ungehorsam, so mag Oesterreich nach Abfluß der fünf Jahre dem Grafen helfen; wäre er ! ^ ungehorsam, so sollen die Herzoge ihm nicht beholfen sein. 4. Wie Freiburg im Uechtland sich Sühne und den Frieden gegen Bern halten soll, ist besonders beredet. 5. Graf Peter von Arberg m>d Helfer und Diener sind in der Sühne und Richtung inbegriffen. 6. Ebenso die Grafen Rudolf und ^ von Nydau; ihren Vater. Graf Rudolf sel. betreffend sind die von Bern auf di^ Gnade Herzog-ll ''^ von Oesterreich gekommen; was dieser dießfalls bestimmt, dabei soll es bleiben. 7. Todschläge, Raub, ^ Aufläufe, die in diese»; Krieg geschehen sind, werden gegen einander aufgehoben. 8. Die Gefangenen ft beiden Seiten gegen ziemliches Kostgeld freigegeben, Bürgschaften abgethan werden. 9. Bern soll keine ^ leute der Herren, die in der Richtung sind, zu Burgern aufnehmen. Würde ein solcher aufgenommen, der Stadt Bern nicht seit Jahr und Tag seßhaft ist, so schirmt ihn das Burgrecht nicht, sondern er kann gefordert werden nach einem hier einläßlich regulirtcn Modus. Diese Verpflichtung Berns soll währeu über den Herzogen von Oesterreich und deren Dienern, den Grafen von Arberg und Nydau, so lang s'" 411 ze-.nüh-r t>,,„ Grasen Eberhard «»» «„burg l° >-»« -- >md I-i» Sohn »»NU.»»,, I-b-u. I„. T,..i>.,Inw„ zwischen d.» -ontrahi-end.» P»-t-j°n solle» g».lich °dn »»» °»°» l°d°„, Eon,rahmten g-geniibe- b-I°»d--S --«»lirten schied,ich,--«che» B-rsah-e» --schlich'-. »--de». »- »-»> A»«» w-b d'° °°» -h- »»-gestell.-n F,i-d°b-i-s- »trii-zt.nehmen. wen» dieser Vertrag >m ,, s-.,°g Albrechl- >md der n„.be.h,,llg en Herren s»si-g-ln in die H-notbri-s- -usge-ichtet und -n«S-I--tt-> »b-.g°ten s-t» wtrd. (St. !S°,°nz-n-i-»d.> Archiv Freiburg, Staatsarchiv Bern, Abgedruckt Svlothurucr Wochenblatt 1826. S. 301. Liebemrn Nrtt zn7 der Königin Agnes, «r.49. Schweiz, Geschichtsforscher II. 62. 184. >-N>, ».Au,»,., Äönig-I-lde». Agne-. «Snigi» von rln-a-n. «cht -w!'«m V«>> «nd Freibnrg nnd ihren An-gee» nnd Heise,n -in.» »ass-ns.ills.-nd « ,»chst°» S> Wch°->° S.,...tnb.r> nute. solgende» Beding..»-.», I, Wolle» di° n°» Fr».-» in w S-Hn- sem. w w '».» zw.schen d-n Herzoge.. »°„ Oestemeich nnd d-r Sind, B-r» .--mi..-« s '/" ^ ^ ^ n ... r., » ^^ps-t-n werden und was von Lösegeld mcht verbürgt oder entrichtet Fall sollen die Gefangenen jüngst über die Grafen von Greyerz gemacht hat. .st. das soll ab sein. Bezt.glnh der Gefnng . wtlch g wahre ow nicht. In lehterm soll der Nath von Freibr.rg ^ E.de.. n r.mrn,^ ^ ^ Fall sollen die Gefangenen frei gcgr ^ ^ ^ annehmen, aber einen Waffenstillstand haben 2. Wenn Freibnrg die Sri ne zwischen Friede wahren bis Mitte August und von da an fünf wollte, so mag es ""ch d" es Absage. In diesem Falle werden die Gefangenen .zahre und nach dci-n "f g,»n,,,f des Frieden-, dann soli-n sie sich wieder stellen. Stirbt inzwischen NN! Burg,-hast srei g-geb-n E sangen- aber Gedinge erhalten wahrend de- Fried.»- sind dessen B.irg.n ft-n S. nach den Frieden mit Beer, ausnehmen, sa s.llen sie d°- F'tst. z. «ollen die IM» Fl-.bmg w> , ^ „„llinden. «-»so solle» sie. wenn einer ihr-, Bürger oder ach. Tage ... «. ... St. «ichae,-tag denen Helfer mcht ... der Sei», '» - Freibnrg »cht Tage vor St. Michnelstag an Bern erklären, ob e- die von Bern »erkunden. Ue e. ian,, ^ mnichmcn wolle. 4- Wenn die von Freibnrg da- eine oder Sllhn-.de- d-° »'<»m ^ Savogm mit ihnen darin sein will, so mag er da- .htm. «ill as andrre aunrhmcn um f aununehmen, die Bern seinetwegen init dem Bischof von Lausanne er in der Sühne sein so hat« ^ T^^echt ^.„en. Will er lieber den fünf- gemacht hat, oder aber dar» nr ans e . s , beiden Fällen soll es der Gefangenen wegen lährigcn Fricdcrr mit Bern, so steh >)'" Freibnrg. Um Naub. Brand und Todschläge zwischen ihm und Bern gehalten '"^ww z^^^ Bern r.nd Oesterreich. 5. Wenn Frei- m iesein.ttrieg gcten ^ so soll man um die Stöße, welche man gegen einander hat, ag mit i^ern Su zne v er er . ^„tsmndcn sind, Obleute und Schiedleute nehmen und Tag leisten ausgenommen die. welche aus dre^ üblich war und dasselbe soll auch bezüglich des Grafen von w und wie es bwoder Frieden haben, der Graf von Savoycn aber nicht, so mögen ^ voycn gc cn. . Vmw,, soweit der österreichische Landvogt es zwischen denen von Frciburg > von Freibnrg dem Grafen Hülfe leisten, fowrir r > s u»d denen von Bern bereden wird. (St. Lorenzenabend.) «rchi» S-eib«.«. »»-w« So.o.h..»-- »och.nb'.tt >W°. S. 4t>. I-°°.°>k 4- l„. x. 43. blo. 150. 412 , 185. 20. August. Sitten. Peter vom Thurm, Herr zu Gestellt in Wallis, erklärt, dein von seinen bürgern von Freiburg mit Bern bis Michaelis eingegangenen Waffenstillstand beizutreten, (vis xx. ^uAusti.) Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Rsousil äs vribourA III. x. 47. Ho. 151. 186. 31. August. Constanz. Bündnis; der Städte Constanz, Zürich und St. Gallen „Hinannhin vntz ze nechsten sant Martins tult, so nu komt vnd darnach vber die nechsten vier ganzen Jare nach einander", ^ gegenseitiger Hülfe mit Leib und Gut gegen alle, die wider Recht eine oder mehrere unter ihnen angreifen beschädigen wollten. Constanz behält seinen Bischof vor; wenn derselbe mit einer der andern Städte Streit käme, soll Constanz den Streit zurichten suchen; gelingt es nicht, so soll sich die Stadt in der neutral verhalten. Wollte aber der Bischof eines Dritten Helfer sein gegen den Bundesstädten, so 6 Constanz diesen zu helfen verbunden. Wollte ein Bischof von Constanz die Stadt Constanz wider 1 bedrängen, so sollen die Bundesstädte auf eidliche Erkanntniß des Ruthes von Constanz der Stadt gegen de» Bischof zur Hülfe verpflichtet sein, so lang dieses Bündnis; dauert. Wie es für Constanz in Beziehung auf de' Bischof geordnet ist, so gilt es auch für St. Gallen mit Beziehung auf den Abt und für Zürich mit Bezieht auf die Äbtissin daselbst. (An Sant Verenen Abend.) Staatsarchiv Zürich. Pergamentene Urkunde mit drei anhängenden Siegeln. Tschudi I. 366. 187. 28. September. (Blamatt.) Schultheiß, Rath und Burger von Freiburg erklären, nachdem die Königs Agnes von Ungarn zwischen ihnen und den Burgern von Bern ausgesprochen, daß sie acht Tage »e» St. Michaelstag einen Frieden oder eine Sühne genehmigen sollen nach Inhalt der Briefe, so haben sie den (fünfjährigen) Frieden aufgenommen und geloben, denselben nach Inhalt jener Briefe zu halten, s^ und ihre Burger und Helfer, ausgenommen den Grafen Ludwig von Savoyen, Herrn der Wandt, den Gull Rudolf von Neuenburg und seinen Sohn Ludwig, Herrn Peter zum Thurm zu Gefielen in Wallis und Johannes von Wollerzwhl, die in dem besagten Frieden nicht inbegriffen sind. Alle Gefangenen zu l'(> ' Seiten, die dieser Friede angeht, sollen die Zeit des Friedens hindurch, auf Wiedcrstellen nach dessen Äbb^' frei sein. (St. Michaclsabcnd.) ^ Staatsarchiv Bern. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1326. S. 475. Nattlo 1. Uo. p. 476. Letzterer datirt in der Ueberfchrift diesen Brief: Voillo clo 8t. lllioüsl ou 5Ini (7. Mai), obscho» urkundliche Datum einfach sagt: „an St. Michels Abend." St. Michael im Mai ist nach den vorigen ^ offenbar unrichtig. Matilc hat den Brief aus dem Solothurner Wochenblatt a. a. O. gibt aber Ausstellungsort an. 183. 13. October. Wien. Herzog Albrecht von Oesterreich bestätigt die Tädigung, welche seine Sch>^'^ Königin Agnes, und sein Hauptmann in Schwaben und Elsaß, Burkard von Ellerbach, mit den Bürgern ^ Bern gcthan und angenommen haben. (St. Colomanstag.) Staatsarchiv Bern, deutsches Spruchbuch toi, 15. 6. Abgedr. Solothurner Wochenblatt t S. 417. S. oben Reg. 183. 413 189. 15-40 6. u, 6. Deccmber. Burgdorf. u. Graf Eberhard von Kyburg, Landgraf in Burgund, als beidseitig angerufener Schicd'richter, vermittelt die Streitigkeiten zwischen dem Grafen Otto von Thicrstein und der Stadt Freiburg dahin, daß die Parteien miteinander versöhnt und gute Freunde sein sollen wegen des Ueberfalls der Frciburger auf den Grafen Otto, als er von dem Turnier zu Bern ritt, wobei sie ihm Rosse. Harnische und Kleider'nahmen und ihm Knechte gefangen nahmen, auch wegen des Schadens, den deßhalb Graf Otto den Freiburgcrn an Leuten und Gut gethan hat. Freiburg soll deßhalb dem Grafen bis zur alten Faßnacht 100 Florcnzcrguldcn und dazu bis St. Hilarientag 2S Pfund Losnermünze, die für Ledigung eines gefangenen Knechts bezahlt worden sind, ausrichten. Damit sollen alle .hre Stöße und Mißhclligkcitcn geschlichtet sein. (5. Dec.) b. Graf Otto von Thicrstein beurkundet diese Sühne und sagt Frciburg aller Ansprachen ledig. (6. Dec.) (St. Melaus Abend und St. Melaus Tag.) Archiv Frciburg. Abgedruckt lloouoil cko UeibourZ III. x. 22. 24 No. 142. 143. 190. 15-41 6 Juni Jbristorf (Ueberstorf.) Die Schultheißen, Näthe und Gemeinden der Städte Bern und Freiburg erneuern die Eide und das Bündniß. in welchen sie bisher verbunden waren nach Inhalt des Bundesbriefs vom Jahre l"71 Dazu ergänzen sie die in diesem Briefe mangelnde Bestimmung über die Obmannschaft, wenn bei Streitigkeiten zwischen den beiden Städten ihre dazu gesetzten Näthe sich gleich theilen. folgendermaßen: Es soll bevor die Näthe sich zusammensetzen der ansprechende Theil in dem Nathe des andern Theils einen gemeinen Mann nehmen und dieser soll schwören, innert vierzehn Tagen von dem Augenblick an. wo die Näthe stößig wurden den Entscheid zu geben unter Verbindlichkeit zum Einlager m der andern Stadt, sofern er darin säumig wäre' Um Geldschulden verbleibt es bei den Bestimmungen des alten Briefs. Wenn ein Auflauf -wischen den beiden Städten stattfände, so soll er nach der Form des Schiedsverfahrens berichtet werden und soll Niemand zur Rache greifen. Thätc es aber Jemand, so soll dieser die Ansprache verloren haben und innert vierzehn ^agcn von seiner Stadt zum Schadensersatz angehalten werden. Jede der beiden Städte behält in der Form der alten Briefe ihre AuSburgcr vor. die sie gegenwärtig hat und die Burgen oder feste Plätze besitzen Als gemeine Dingstätten werden angenommen Laupen. Blamatt oder Ueberstorf, nach Wahl des ansprechenden theils Die Eide zwischen den beiden Städten sollen von nnn an alljährlich an dem nächsten Sonntag nach Pfingsten durch gegenseitig zu sendende Boten beschworen werden. (An dem sechssten Tag im Brachmonat.)^^ Abgedruckt Soloth. Wochenblatt 1826. S. 421. Noouoil äo Uribourg III. x. 60. Ho. 164. 191. 15-41 13. Juni. Bern erklärt, daß es mit Frciburg und Frciburg mit ihm die Sühne und Richtung angenommen habe in aller der Form und Weise, wie die Königin Agnes von Ungarn dieselbe beredet habe und wie dieselbe verschrieben und besiegelt sei. (An dem drüzehnten Tage im Brächet.) Archiv Freiburg. Abgedruckt Noouoil cks INuI-ourg' III. x. 40. Ho. 153. Soloth. Wochenblatt 1826 S. 426. Schweiz. Geschichtsforscher II. S. 66. Die Gegenerklärung FreiburgS von gleichem Datum s. im Soloth. Wochenblatt 1826. S. 476. 192. 15-41 13. November. Freiburg ertheilt auf Bitte der Königin Agnes seine Einwilligung zu dem zehnjährigen (vom 2. Februar 1342 an) Bündniß Berns mit den Herzogen von Oesterreich. Staatsarchiv Bern. Abgedruckt Soloth. Wochenblatt 1326. S. 427. 414 Die Urkunde dieses im Herbst 1341 auf Befehl der Königin Agnes durch den österreichischen Landvogt, Ritter Heinrich von Isenburg, mit Bern gegen Kaiser Ludwig abgeschlossenen Bundes ist nicht mehr vorhanden. Der Inhalt ergibt sich jedoch aus den folgenden Urkunden. Vgl. v. Wattenwyl II. 144. 103. 154 l, 22. November. Bern, nachdem es die Einwilligung Freiburgs zu dem zehnjährigen Bündniß mit den Herzogen von Oesterreich erhalten, erklärt, daß es Freiburg in dem Bündniß vorbehalten und verspricht, das Bündniß nach Ablauf der zehn Jahre nicht ohne Einwilligung Freiburgs zu erneuern, noch ein anderes Bündniß mit Jemanden ohne diese bundesgemäße Einwilligung zu machen, noch einen, der zu Freiburg Burger wäre, in ein solches Bündniß aufzunehmen. (An dem zwen vnd zwenzigisten Tag Wintermonats.) Archiv Freiburg. Abgedruckt Soloth. Wochenblatt 1823. S. 17. Roousil äs Ilrldour^ III. p. 53. Ho. 126. 104. 1541, 28. Decembcr. Königsfelden. Königin Agnes bcstätet das Bündniß, welches Heinrich von Isenburg, Hauptmann und Pfleger der Herzoge Albrecht und Leopold von Oesterreich in ihren Landen zu Schwaben, Thurgau, Argau und Elsaß, Namens derselben und ihrer Lande und Leute mit der Stadt Bern von nun an bis nächste Lichtmesse und von da an auf zehn ganze Jahre gemacht hat und verspricht, daß Herzog Albrecht bis nächste Faßnacht für sich und seine Erben und Vettern denen von Bern darüber einen Bestätigungsbrief ausstellen werde. (St. Thomasabend.) Staatsarchiv Bern. Abgedruckt Soloth. Wochenblatt 1826. S. 423. 105. 1542, 26. Februar. Ewiges Burgrccht des Johanniterhauscs Wädenswpl und seiner Besitzungen und Leute mit der Stadt Zürich. (Zinstag nach St Matthias.) Staatsarchiv Zürich. Abgedruckt Tschudi I. 367. 100. 1542, 1. März. Schultheiß, Rath und Gemeinde der Stadt Solothurn erklären, daß sie dem Bündniß zwischen den Herzogen von Oesterreich und der Stadt Bern mit beider Theile Willen beigetreten seien. Da sie jedoch dem Kaiser mit Eiden weiter verpflichtet seien als jene, so haben sie den Vorbehalt gemacht, daß sie, wenn der Kaiser innert der Zeit dieses Bündnisses persönlich in das Land käme oder einen seiner Söhne mit seinen Vollmachten in das Land sendete, selbe in ihre Stadt einlassen und ihnen gegen Jedermann berathen und beholfen sein müßten, so lange sie im Lande blieben und den Krieg selbst führten. Doch wenn diese — der Kaiser oder dessen Söhne — das Land verließen, der Krieg, den sie begonnen, wäre dann beendet oder nicht, so soll Solothurn gegen denen, welche in diesem Bündniß sind, in gutem Frieden stehen, wie zuvor ehe jene in das Land gekommen sind. In dem letzten Falle soll es dann an die Bescheidenheit, den Eid und die Ehre des Schultheißen und Raths zu Bern gesetzt sein, Solothurn zu weisen, was es mit Hülfe denen, die in dem Bündniß sind, thun soll, wie auch Bern dafür auf Solothurns Bitte die Amtleute der Herzoge von Oesterreich getröstet habe. Soloth. Wochenblatt 1826. S. 430. 1317. S. 331. 107. 1542, 7. Juli. Rudolf, Graf und Herr zu Neuenburg und Ludwig sein Sohn machen und beschwören mit den Städten Biel und Neuenstadt unter dem Schloßberg und denen, welche zu ihrem Panncr gehören, als 415 Pieterlen, Meincsberg, St. Jmmcrthal und von Pierre pertuis auswärts bis zum Fluß Vile (Thiele?) ein Bündniß zum Schutz und zu gegenseitigerHttlfeleistung für Verthcidigung ihrer Güter, Besitzungen -c. Jedoch behalten die Grafen hiebet den Grafen Ludwig von Savoyen, den Herrn von Cabilone und die Stadt Freiburg vor. (Die ssiztnrua, rnsusis llnlii.) Archiv Biel. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Natilo, mouuiu. I. Ho. 437. x. 487. 198. 1542 22 Juli. Der Schultheiß, der Rath und die Burger von Schaffhausen Urkunden, daß sie mit der Stadt Zürich und allen ihren Helfern und Dienern um alle Stöße, Mißhclligkeiten oder Kriege, die sie bis auf diesen Tag mit ihnen gehabt haben, versöhnt seien und um diese Streitsachen mit Zürich zu Recht oder Minne kommen wollen vor den Leuten „vf die es mit tägdingen von uns baidenthalb gesetzet ist." (An sant Marien Magda- lenentag). Staatsarch. Zürich, perg. Urk. mit anhängendem Siegel der Stadt Schaffhausen. 199. 15-4", 6 August. Brugg. Peter von Stoffeln, Comthur zu Hitzkirch, Lütold von Krenkingen, Freier und Ritter, ^Heinrich von Urzach, Burger zu Schaffhausen, Rudolf Brun, Bürgermeister zu Zürich und Jacob Brun, sein Bruder, sprechen als beidseitig anerkannte Tädigungsleute und Schiedrichter in den Streitigkeiten zwischen Zürich und Schaffhausen (f. o. Reg. 193.) 1. Beide Theile sollen einander gute Freunde sein. 2. Der beidseitig genommene Schaden von Brand. Raub zc. wird ohne Ersatz aufgehoben. 3. Gefangene, sie seien noch gefangen oder verbürget, sollen zu beiden Seiten gegen Ersatz von Zehrung und Kosten und Lösung allfälliger Bürgschaft für dieses, los und ledig sein. 4, Rechte Geldschulden, es sei von Käufen der andern rechten Titeln herrührend, sollen beidseitig ausgerichtet und bezahlt werden. (An dem nächsten Cinstage vor sant Laurencien tag.) Staatsarch. Zürich. Perg. Urkunde mit fünf anhängenden Siegeln. Vgl. Tschudi I. 363. - 200. 1.142 2 December. Die Grafen Peter und Johann von Greyerz, Herren zu Panel und zu Montsalvens, vertragen sich mit der Stadt Bern um alle bisher zwischen ihnen erwachsenen Streitigkeiten und Beschädigungen und geben denen von Bern und den Ihrigen freien und sichern Wandel und Verkehr auf ihrem Gebiete. (Iiis Inns post Andres.) Staatsarchiv Bern. Abgedr. Soloth. Wochenblatt 1W6. S. 431. Schweiz. Geschichtsforscher IV. S. 136. 201. 1341, Februar. Die Städte Bern und Pctcrlingen erneuern das ewige Bündniß, in welchem sie seit frühern Zeiten gestanden, zu gegenseitigem Rath und Hülfe, Bern mit Vorbehalt des Reiches und der Stadt Freiburg, Pctcrlingen mit Vorbehalt des Grafen von Savoyen. Gegenseitiger Verzicht auf Sclbsthülfe und eingehende Ordnung schiedrichterlichen Verfahrens mit gemeiner Dingstätte zu Gempenach. Alljährliche Beschwörung des Bündnisses. (Neuss?s1»ruarii.) Staatsarchiv Bern. Archiv Frciburg. Abgedr. Soloth. Wochenblatt 1830. S. 331. 202. 1541 22. Mai. Solothurn. Ludwig, Graf und Herr zu Neuenbürg und die Stadt Bern Urkunden, daß sie für sich und die Ihrigen einen ganzen und guten Frieden mit einander gemacht haben um alle Klagen, Ve- 416 schwenden und Mißhelligkeitcn, die zwischen ihnen bis auf diesen Tag gewaltet haben, sei es daß dieselben noch aus der Zeit des Grafen Rudolf herrühren oder daß sie erst unter dem Grafen Ludwig entstanden wären. (In tosto a.LaonÄ0nis Oornint.) Staatsarchiv Bern, Freiheitenbuch Fol. 70. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Nattlo, monnm. I. dio. 448. x. 507. — Im Archiv für schweiz. Gesch. IX. 9 ist auch ein Bündniß zwischen Solothurn und Neuenburg erwähnt. 203. 3. Juni. Nhäzuns. Bischof Ulrich von Cur und Oswald von Werdcnbcrg, anstatt dcS österreichischen Landvogts von Landcnberg, machen bis II. November (St. MartinStag) einen guten getreuen Frieden mit dem Abt Thüring und dem Convent des Gotteshauses Dissentis: „Es ist ouch geredt vnd gedinget, daz die lüte von Glarus den vorbenantcn abt und das conuent ze Dissentis durch ir lantmarch ze Glarus nit sond lassen schädigen weder mit roß noch mit pfändung, noch in kein weg, so sehr sy es verwenden mögen, on all geferd." (Zinstag in der Pfingsten.) Abgedruckt nach einer alten Abschrift bei Notar, 0o>I. llixl. II. p. 366. Uo. 290. Jahrbuch von Gla- rus II. S. 186. Nr. 60. 204. 9. Juli. Graf Eberhard von Kyburg, Landgraf in Burgund, Anastasia seine Ehefrau und Gras Hartmann, beider ehelicher Sohn, vertragen sich mit der Stadt Bern um alle Streitigkeiten, welche sie wegen Stadt und Burg Thun mit den Berncrn gehabt haben und reguliren durch einläßlichen Vertrag die gegenseitigen Verhältnisse sowohl betreffend Thun und Burgdorf als auch die allgemeinen nachbarlichen Beziehungen. Burgdorf und Thun geloben auch ihrerseits den Vertrag zu halten. Bern behält für diesen Vertrag, da er ein Bündniß ist, die Zustimmung Freiburgs vor. Staatsarchiv Bern (Ocsterrcich-Kyburg.) Abgcdr. Soloth. Wochenblatt 1826. S. 437. Vcrgl. die ergänzende Urkunde vom 13. December 1344 im Soloth. Wochenblatt 1830. S. 464. 20b. 10. Juli. Schicdspruch Freiburgs zwischen Bern und Romont in Betreff einiger Pfändungen und von daher zwischen beiden Städten erwachsener MißHelligkeiten. Soloth. Wochenblatt 1830. S. 477. Die Urkunde findet sich im Staatsarchiv Bern nichi. 200. 16. August. Rudolf von Erlach, Vogt und Pfleger der Grafen Rudolf und Jacob von Neuenburg, Herren zu Nydau, schließen auf Geheiß des Grafen Eberhard von Kyburg, Landgrafen in Burgund, Peters von Arbcrg und des Grafen Johannes von Froburg eine Richtung mit der Stadt Bern um alle Mißhelligkeitcn, welche bis zur Stunde zwischen beiden Theilen bestunden: 1. Bern soll bei Lebzeiten der Grafen keine ihrer Angehörigen zu Burgern annehmen. 2. Schiedgerichtliches Verfahren bei Streitigkeiten zwischen Bern und den Grafen und den Ihrigen. 3. Die gewöhnlichen Bestimmungen, daß keiner den andern ohne Recht cntweren, niemand den andern pfänden oder verbieten soll, als den gestündigen Schuldner oder Bürgen, daß der Anspreche um streitige Geldschuld den Schuldner vor dem Gericht des Wohnorts belangen und Niemand den andern an geistliches Recht laden soll, ausgenommen um Ehe und um offenen Wucher. 4. Die Herren von Nydau sollen ihre Grafschaft in den Rechten und Gewohnheiten besitzen, wie sie es von ihren Vorfahren hergebracht haben. 5. Allfällige Aufläufe zwischen den Parteien sollen nach Maßgabe des in diesem Vertrag festgesetzten schied' richterlichen Verfahrens behandelt und nicht gerächt werden, ansonst Schadensersatz von dem Rächer zu leisten 417 ist. 6. Wenn die jungen Herren von Nydau zu ihren Tagen kommen, so sollen sie innert Monatsfrist diesen Vertrag beschwören und von da an alljährlich, so lang einer von ihnen lebt, jcwcilcn auf den Sonntag zu ausgehender Psingstwoche den Eid erneuern. (Morndeß nach kl. <). T. im Ougstcn.) Staasarchiv Bern. Abgedruckt Soloth. Wochenblatt 1826. S. 457. 1343 an dem achten Tage Unserer Frauen im August Urkunden die Grafen, daß sie dieser Richtung statt thun und sie beschwören werden, sobald die von Bern vorbehalten- Einwilligung Freiburgs erfolgt sei. Ebenda S. 4i!3. 1345, morndcß nach dem achten Tag August, nrkundct Graf Rudolf, daß er, nun zu seinen Tagen gekommen, die Richtung beschworen habe. Ebenda S. 465. Die Zustimmungserklärung von Frciburg. 22. August 1343 ist abgedr. Soloth. Wochenblatt 1822 S. 463 207. im September. Johann von Lisicux (äo lüssiaoo), Gencralvicar des Bischofs von Lausanne, für sich und im Namen der Edcln, Bürger und Einwohner von Lausanne, des Thalcs Lutry und der übrigen Untcrthancn des Bisthums machen mit der Stadt Freiburg auf Widerruf bis zwei Monate nach Kündung folgendes Uebcr- einkommen- Niemand soll den andern pfänden oder verbieten, ausgenommen einen geständigen oder durch glaubwürdige Briefe überwiesenen Schuldner oder Bürgen. Niemand soll den andern überfallen oder ihm Unrecht und Gewalt anthun. Wenn zwischen den Parteien oder ihren Angehörigen Streit entsteht, so soll man gegenseitig auf die Gränze. einstweilen nach Milden, kommen und da den Stre.t durch vier in gemeinsamem Einverständniß je zu zwei aus jedem Thcil bezeichnete Schicdrichtcr erst in Güte zu schlichten suchen, dann nach Recht und Gewohnheit des Orts, wo das Verbrechen begangen, der Vertrag gemacht, die Güter gelegen sind, oder die Pfändung stattgefunden hat. entscheiden lassen. (Neuss Leptemlu-i.) Archiv Frciburg. Abgedruckt Roeueil cko Urilwurx III. x. 75. Xo. 165. 203. ^44, 20 Januar. Brugg. Münzconvention zwischen Hermann von Landcnbcrg, Hauptmann und Pfleger der Herzoge von Oesterreich im Thurgau. Argau und Elsaß im Na,neu der Herrschaft, dem Bürgermeister, dem Rath und den Bürgern der Stadt Basel für sich und im Namen dcS Bischofs Johann von Basel, dem Bürgermeister dem Rath und den Burgern von Zürich im Namen der Stadt und der Aebtissin daselbst: „daz wir übereingekommen sind von vnscr Münzen wegen, die wir vfgcworfcn haben, daz die beliben füllen in allen dien gedingcn vnd ordnungcn, als hie nach geschribcn stat. Daz c.rstcn soll die Münze von Zouingcn bestan also, daz von dem füre vf icklich March Silbers gan füllen vier pfundt, sechse schillmg vnd sechse Pfenning der Pfenningen so der Münzmcistcr von Zouingcn machet. Aber jeklich March in der Münze ze Basel sullcn gan ouch von dem füre vier pfundt. sünfe schilling vnd sechse Pfenning. Vnd vffen die March in der Münze Zürich vier pfunt, siben schilling und sechse Pfenning, ouch von dem füre, der Pfenningen, so man ieklichcr diser münzen machet. Doch sol man dieselben Zürcher march runden bi Zouinger vnd bi Basler March vmb vier phunt vnd sibendhalben schilling, also daz sie doch bi Züricher gewicht bestände vmb vier phunt vnd achthalben schilling, als vorgeschriben ist. Es füllen ouch dis vorgenannten Münzin also bestan, daz sie nicht gclichtcrt noch geschwcchet werden; wcrc aber daz unser Münzmeistern dckeincr daz vbcrfüre vmb sechse Pfenninge ane gcucrde, daz söllte im weder an lib »och an gut gan." Es sollen auch die Münzmeister die March Silbers nicht theurcr kaufen als um vier Pfund der Pfennige, die in diesen drei vorgeschriebenen Münzen gehen, jedoch mag der Münzmeistcr von Zürich für die March 4 Pfund 1 Schilling geben „von der sweri vnd des Überschlages wegen derselben Zürich gewicht." Der Münzmeister von Zosingen mag die March kaufen um 4 Pfund 4 Pfen. „von der verre vnd der vngelegen- heit wegen des wcgcs". Der Münzmeister von Basel um 4 Pf. 6 Pfenning von den Hausgenossen „als ,r recht ist" aber von Niemanden anders u. s. w. Uebcr die Dauer der Convention heißt es: „Wcre ouch dz dcheincn 53 418 teil vnder vns hernach dehemest nüt fügti, bi dijer vorgeschribnen ordnünge von der Münze ze belibennc', der teil mag sie wol widerrufen vnd davon lazzen, sincin eide vnschedlich, also daz die münzen nüt gelichtert noch geswechet werden." — (An dem nechsten Zinstag vor sant Vincencientag.) Staatsarchiv Zürich. Perg. Urk. mit drei anhängenden Siegeln. Vgl. Münch in der Argovn' VIII. 368. 209. 4344, im Februar. Die Städte Bern und Viel erneuern ihr altes Bündnis; bis St. Johannestag nächsthin und von da an auf die nächsten folgenden zehn Jahre. Streitigkeiten, die sich zwischen ihnen erhöben, sollen durch Schiedrichter beseitigt werden, die sich im Kloster Frienisberg zu versammeln haben. Staatsarchiv Bern. Lrouillat III. x. 821. RoZ. 210. 4544, (für 1313) 13. März. Freiburg und Biel erneuern auf ewige Zeiten ihr Bündnis;, Freiburg mit Vorbehalt du Herrschaft Oesterreich, derStadt Bern und aller seiner übrigen Verbündeten, insbesondere des Grafen Ludwig s Savoyen, Herrn der Waadt, Viel mit Vorbehalt des Bischofs von Basel und der zum Bisthum gehörige» Leute und der Stadt Bern und aller seiner übrigen Burger und Verbündeten. Die eingehenden Bestimmung^ über die Behandlung von Rechtssachen, schiedrichterliche Austräge zc. (gemeine Dingstntt Chiörtres-Kcrzcd bleiben unverändert. (1343, clocürrm, tortia cito rnonsls Nartü, anno snmpto in annnntiationo clowinioa ) Archiv Freiburg. Abgedr. Rsouoil üs Vridourg- III. p. 78. üo. 16g, und nach einer Copie aus t»>» siebzehnten Jahrhundert bei Lroulllab III. 897. Rs^ Reich, den Grafen von Savoyen und die Stadt Bern vor. Gemeine Dingstatt ist die Gegend Fes Waldes Curtepin (proxs USINUS LUpra Enrtspin). (Vmno Oornlni VIELE gnaäragesüno torolo, Lnnrpto in an^uu olatlons llomlnloa.) Archiv Frciburg. Abgedr. lisouoil üo Vrid. III. x. 87. Vlo. 169. 212. 4344, 3. Octobcr. Hospenthal. Aussöhnung zwischen den Leuten der Thälcr Ossola und Formazza einerseits ^ Leuten von Dissentis, Curwalen und Goms (ä«z äomo 1)oi? oder den Gotteshauslcutcn in Curw »lc» ^ anderseits, wegen Itaub, der von dein Gebiet der einen Jurisdiction in das der andern geführt wurde. ^ Zukunft soll steter Friede zwischen den Parteien sein bei 100 Goldguldcn Buße, wer selben verletzt, ^ Schuldner aus dem einen Thal soll von dem Nichter angehalten werden, dem Ansprcchcr aus dein »»^ genug zu thun. Vlokr, vc>a. üixl. II. p. 376. Ho. 299. 213. ^ 4344, 23. October. Burgrcchtsvertrag des Klosters Jnterlaken für sich und seine Beste Weißenau mit der Bern. (Ootava dalli.) , , Ziel!' Staatsarchiv Bern. Abgedr. Solothurncr Wochenblatt 1829. S. 585. Vgl. Stettler, von Jnterlaken, Nr. 825. v. Watte nwyl II. 142. gd 4344, 11. Deccmbcr. Constanz. Bündnis; der Städte St. Gallen und Constanz, zu gemeinem Friede» ^ Schirm sich getretilich zu rathen und zu helfen, sofern Leib und Gut gelangen mag, gegen Alle, die ihnen 419 Recht mit Gewalt Unfug. Verlust und Schaden zufügen wollte», mit Vorbehalt der Rechte des heiligen Reiches. Das Bündniß soll dauern von Datum an bis zum zwölften Tag nach Weihnachten (6. Januar 1345) und von da an die zwei nächsten auf einander folgenden Jahre (bis 6. Januar 1347). (Samstag nach St. Niclaus.) Stadtarchiv St. Gallen. 215. 15-56 18 April Die Schultheißen. Räthe und Gemeinden der beiden Städte Bern und Solothurn erneuern Udlich und urkundlich ihren von Alter her bestehenden Bund, den sie ewig zu halten begehren: 1. Beide Städte sollen einander Rath und Hülfe leisten mit aller Macht gegen jedermann, sobald sie dazu gemahnt werden, ausgenommen allein gegen das heilige römische Reich. 2. Kein Burger oder Einwohner der einen Stadt soll einen der andern um irgend eine Sache, außer um Ehe oder um offenen Wucher vor geistliches - Gericht lade» 3 Niemand soll den andern pfänden, ausgenommen es se. einer unleugbarer Gelte oder Bürge Um streitige Geldfordcrungen soll Jeder vor de». Nichter seines Wohnortes gesucht werden. 4. Wenn eine Stadt die andere beschädigte, so soll sie auf Mahnung der Beschädigten w.cderthun. was man wicderthun d„s »ms mm, „ich, ,-°m di-W,I^d°^ m.i di° E-I-„,.„,is, „m. -i°- Schi«-.„-„ !„ «W. °d» Z °ch>, Ä-d- SM ' »,i. jw-, Sch,«.,, ,.m,-,i-,. im A,,„- st,Sch..»>l-ist-,. »°» B°m »„d -°-°chum stnd S-,,,-,,,ch,, -. «. D ,°I °S B.„.d„,ß M !„ „ s-w„ »,,s i°i-l„„„>, -in« Th-ils i„„--, «°,,„,-s„st »>„ e,d-„ wndm, s> d-,„I -Ii-„ st„d ».,« i,ch.m,iff-„ di-i-,w°Ich° dm d°id„, s.iidw, M-Hiir-,, >,„d ih,,m s-i„ D-I P,»,,st >,„d di- d-s S°„rShm,I°S »°,I S°l°.h>,»> d«s-s-» sind i„ di-I-,„ Eid „ich, d-z-Um, ... ^ ^ .......... » -7. 216. 15/^; 9 Mai Die Städte Zürich und Schaffhauscn schließen mit einander ein Bündniß „hinnan ze saut Martins tag der nu schicrest kunt vnd von dannan hin zwai gantze Jare. du ncchstcn. du danncn lomcnt" : 1. Wenn von diese». Tag an Schaffhausen von Jemanden angegriffen oder geschädigt würde an Leuten oder Gut innert dieser Zeit s!> soll es wenn es deßhalb Hülfe begehrt, das Begehren an den Rath von Zürich stellen. Dieser wird auf seine» Eid erkennen, ob Hülfe zu leisten sei oder nicht; mit dem Entscheid hat Schaffhausen sich zu begnügen ebenso wenn die Hülfe erkannt wird, mit den. Maß derselben, welches der Rath von Zürich festsetzt. In gan- 'gleichen Rechten steht auch der Rath von Schaffhauscn. wenn c,n Hülfsbegchrcn von Zürich an ihn kommt " Wenn die Städte Zürich und Schaffhauscn oder ihre Burger gegen einander Stöße und Mißhellig- keitcn gewännen so sind die Städte auf diesen Fall übereingekommen, daß der Freiherr Lütold von Krenkingcn gemeiner Mann sein und jede Stadt zwei Schiedmänner zu ihn. setzen soll; diese entscheiden dann endgültig die Sache Ginge der von Krenkingcn ab. so soll man sich über einen andern Gemeinen verständigen. 3. Um Gülten und dergleichen Sachen bleibt jede Stadt bei ihrem Recht oder Herkommen, das Bündniß ändert daran nichts. 4. Kriege und Mißhellungen. welche eine der beiden Städte oder ihre Burger mit Jemandem vor Datum dieses Bündnisses gehabt, werden durch dasselbe nicht begriffen; die Hülfeleistung für solche ist unverbindlich Bei Kriegen aber, welche während der Zeit des Bundes entstehen, soll man einander helfen bis zu deren Beendigung, selbst wenn es über die Bundeszcit hinaus ginge. 5. Zürich behält in diesem Bündniß vor das römische Reich „ald den Herrn, wer ie dcnne vnscr rechterHerre ist", auch seine Eidgenossen, wer die seien; gegen diese ist Zürich zu keiner Hülfe verbunden. Schasfhausen behält ebenso vor die Herzoge von Oesterreich ^.die wil wir in ir gewalt spcn" und überhaupt seine jeweiligen rechten Herren und seine Eidgenossen. 6. Beide Städte behalten sich die Freiheit vor, andere Bündnisse einzugehen, jede für sich, mit Herren oder Städten, ebenso behalten sie sich vor, in gemeinsamem Einverständnis; dieses Bündniß zu mindern oder zu mehren. 7. Beide Städte verheißen einander Hülfe gegen Alle, welche wegen dieses Bündnisses sie befeinden oder sonst ihnen an ihren Freiheiten von Kaisern, Königen, Herzogen von Oesterreich zc. Abbruch thun oder sie um Dienst oder Anderes wider ihre Rechte und Gewohnheiten nöthigcn wollten. (Au dem nünden tag Mayen.) Staatsarchiv Zürich. Pergamentene Urkunde mit zwei anhängenden Siegeln. Vergleiche Tschad >1 1. 371. In einem Beibrief ckä. 12. Mai (an dem zwelsften tag Mayen) gleichen Jahres verheißen Schultheiß, Rath und Burger von Schasfhausen bezüglich des Art. 6 dieses Bündnisses: „Were das wir vns innrent der buntn»ß Jarzal iendret hin verbunden, es were gen Herren oder gen Städten, das wir das tun sulen diser selben buntnuß vnschedlich, also das wir doch gen dem Schultheiß, gen dem Rat vnd gen den Burgern von Zürich die buntnuß stet vnd vcste halten sulen mit allen suchen als die buntbrieue verschriben stant." Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel von Schasfhausen im Staatsarchiv Zürich, tilgt- Tschudi I. 372, wo das Datum unrichtig 17. Mai. 217. 21. Juni. St. Gallen. Ammann, Näthe und Bürger der Stadt St. Gallen geloben dem Abt und Gotteshaus St. Gallen, die ihnen verpfändete Burg zu Appenzell herauszugeben, sobald sie um ihr dargeliehenes Geld nebst Kosten bezahlt sein werden. Abgedruckt Zellweg er, Urk. Nr. 65. 218. 7. September. Basel. Bündnis; zwischen Bischof Johannes von Basel, der Stadt Basel und der Stadt Zürich „hinnant ze dem nechsten sant Martinstag vnd von dannanthin die ncchsten zwey gantzen Jar" goge Alle, die sie wider Recht angreifen oder schädigen wollten. Alte Kriege, welche vor Datum dieses Bundes entstanden, sind ausgeschlossen. Der Fall der Bundcshülfe tritt ein, wenn der Angegriffene oder Bedrohte, Bischef Johannes oder der Rath einer der beiden Städte auf den Eid erkennt, daß derselbe vorhanden sei und um Hülfe mahnt. In dringenden Fällen soll die Hülfe auch ohne Mahnung geleistet werden. Ziele und Kreise, innert dertt Bischof Johannes und die Stadt Basel denen von Zürich und umgekehrt einander Hülfe leisten sollen: 1) Howenstein der Burg über Nin vnd dannanhin an den Bözberg vnd von dem Bützberg an den Hoivenstcin als der sne herabe smilzct vnd von dem Howenstein an den Lebern vnd von dem Lebern an den Wissenstein, och als der sne herabe smilzet vnd von dem Wissenstein die richte über gen Goldenuels, von Goldenuels die richte über gen Beffort vnd von Beffort an den Waschgen vnd von dannant an die virst als der sne Hann smilzet v»d von dannant an den Eggenbach, von dem Eggenbach in den Nin vnd von dannan über gen Vurghein, vo» Burghein gelich über an den Swarzwalt vnd dannant den Swarzwalt vf als der sne wider den Nin harlv smilzet vntz an die vorgenante bürg ze Howenstein." Und sodann 2) „Von dem Howenstein vf vntz an doa Bodense vnd von dem Vodense vntz an den Arlen, von dem Arlen vntz an den Setinen, von dem Setmen vntz an den Brüning vnd danncn vntz an den Wissenstein." Niemand unter diesen Bundesgenossen soll den andeu> verbieten oder verHeften, es wäre dann, daß einer rechter Schuldner oder Bürge wäre, „der im mit hande»- mit munde ald mit brieuen icht gelobt hett"; jeder soll den andern da belangen wo er gesessen ist. Bischof von Basel „vnd allen so in dirre verbuutnusse sint", wird alles geistliche Gericht vorbehalten; st'dcl Stand soll bei seiner rechten Freiheit und guten Gewohnheit bleiben. Niemand soll in dieses Bündniß ivell^ aufgenommen werden, außer mit gcmciusamem Einverständnis; aller Contrahenten. Der Bischof von Bast behält in diesem Bündniß vor den heiligen Stuhl zu Rom, den Erzbischof von Bysanz, den Bischof Berclsiold von Straßburg und den edeln Herrn Thiebald von Neuenbürg. Die Stadt Basel behält vor ihre Eidgenosse 421 von Straßburg. Freiburg und Breisach, Zürich behält vor die Grafen von Habsburg, die Stadt Napperswyl und ihre Lande und Leute um den Zürichsee. mit denen es sich verbunden habe und die Stadt Schaffhausen. Wenn während der Zeit dieses Bündnisses Hülse geleistet wird, so soll sie jcwcilen fortdauern bis der Krieg gerichtet oder gesühnt ist. (An vnser frowen abcnt ze Herpst.) Staatsarchiv Zürich. Pergam. Urkunde mit drei anhängenden Siegeln. Irouitla.1 III. x>. S3S. It.sN. 219. !54li, 7. Mai. Neuer Bundbrief der Städte Zürich und Schaffhausen, wesentlich gleichlautend dem zwischen beiden Städten am 9. Mai des vorigen Jahres abgeschlossenen Bunde. „Vnd sol ouch dise verbuntnusse also zwischent vns .stctten behalten werden hinnen ze dem nechsten sant Martins tag und darnach vier Jar die nechsten nne vndcrlas." (An dem sibcnden tag des Mcyen.) Staatsarchiv Zürich. Pergamentene Urkunde mit zwei anhängenden Siegeln. Vgl. Tschudi I. 372 d. 220. 9 August. Verlängerung des Bündnisses zwischen den Städten St. Gallen und Constanz. das auf den 6 Januar (12 Tag nach Weihnachten) 1347 ausläuft, auf zwei fernere Jahre von seinem Ausgangstag an. nach dem ganzen Inhalt der darüber gegebenen Briefe. (St. Laurentius Abend.) Stadtarchiv St. Galleu. 221. t347, Ii. Octobcr. Baden. Der österreichische Landvogt Graf Hermann von Sulz bestätigt das Burgrccht der araauischen Städte mit Bern. Staatsarchiv Bern. Abgedruckt Soloth. Wochenblatt 1819. S. 314, 222. »547 27. Oetober. Constanz. Die Städte Constanz. Zürich und St. Gallen verbinden sich bis St. Martinstag und^von da an die drei Jahre lang eidlich zu Schutz und Schirm gegen Alle, die sie oder eine unter ihnen wider Recht angreifen, beschädigen oder drängen wollten. Auf Mahnung der einen Stadt sollen sofort Boten der drei Städte oder der zwei gemahnten zusammen sitzen und die Hülfe festsetzen und ordnen gegen die Angreifer ihre Helfer und Helfershelfer. Um alte Kriege einer der verbündeten Städte, die vor Datum dieses Bundes entstanden sind/ist man zur Hülfe nicht verbunden. Ebenso ist man nicht zur Hülfe verbunden, wenn ein Bürger einer der Städte im Dienst eines Dritten Ansprachen oder Streitigkeiten dieses Dienstes wegen erhält, wohl aber wenn cineS solchen wegen eine der Städte angegriffen oder befeindet werden wollte. Wenn Jemand der eine der verbündeten Städte geschädigt Hütte. Recht böte vor die andern so soll dieses nicht eher aufgenommen werden als er den Schaden abgelegt hat. Niemand der in diesem Bündniß begriffen ist soll den andern verbieten oder vcrheftcn. außer er wäre Schuldner oder Bürge; jeder soll um streitige Ansprachen da Recht nehmen, wo der Angesprochene seinen Wohnsitz hat. Kein Laye soll einen andern Layen. der Burger einer dieser Städte ist, auf geistliches Gericht laden noch mit selbem umtreibcn, es sei denn „vmb solich fache, so geistlich gericht anrürt'." Um Eigen, um Erbe, um Lehen, um Gülten bleibt jede Stadt bei ihrem hergebrachten Rechte. Hat eine der Städte, die in diesem Bunde sind oder noch in denselben kommen. Ausburger auf dem Lande,' denen „icht beschehe", so soll sich der Rath derselben Stadt darum erkennen und soll man darauf ihnen in gleicher Weise bcholfen sein wie eingesessenen Bürgern. Wenn unter den Städten, welche in diescin Bündniß sind, Streitigkeiten entstünden, so sollen die nächsten zwei oder drei Städte (sofern noch mehrere dem Bnnde beiträten) ihre Nathsbotschaftcn dazu senden, um die Sache zu schlichten. Wenn in einer Stadt innere Zer- 422 würfnisse aufstünden, deren der Rath nicht gewaltig würde, so sollen die nächsten zwei Städte der Erkanntnis; des Mehrtheils des Raths Vollziehung verschaffen und die Ungehorsamen gehorsam machen helfen. Jede Stadt mag ihr benachbarte Ritter und Edle in dieses Bündnis; aufnehmen gegen Eid und Verschreibung, demselben nachzuleben, mächtige Herren und Städte jedoch nur mit Einstimmung aller Bundesgenossen; zudem haben nicht solche Ritter und Edle, sondern die Stadt, die sie aufgenommen, über den Fall der Bundeshülfe zu erkennen. Die Kosten einer Belagerung hat die Stadt vorzuschießen, welche es angeht; die Abrechnung soll nach deren Ende innert zwei Monaten „nach ieglicher Statt mogent" statt finden. Die Bundesgenossen sollen jeder Mahnung unverzüglich und unweigerlich Folge geben, in dringenden Fällen soll man auch ungemahnt nach Bescheidenheit helfen. Constanz behalt den Bischof, St. Gallen den Abt, Zürich die Äbtissin mit den Modalitäten wie im frühern Bündnis; vor. Wenn Jemand nach Ausgang des Bündnisses den Bundesgenossen wegen Dingen, die in dem Bündniß aufgelaufen sind, Schaden thun wollte, so soll man einander zur Hülfe verpflichtet sein. Jede Stadt behält sich vor, diesem Bündniß unbeschadet auch andere Verbindungen einzugehen. Zürich behält ferner vor den Bischof von Basel und die Stadt Basel, mit denen es in Verbindung steht. Dem Reiche soll dieses Bündniß an allen seinen Rechten unschädlich sein. (An dem ncchsten Sambstag vor aller Heiligen tag.) Staatsarchiv Zürich. Pergamentene Urkunde mit drei anhängenden Siegeln. Vgl. Tschudi l. 37 d. 223. 43^7, 27. October. Constanz. Bündnis; der Städte Constanz, Zürich, St. Gallen und Schaffhausen bis zum nächsten St. Martinstag und von da an die nächsten drei Jahre, wesentlich mit denselben Bestimmungen, wie sich am gleichen Tage die erstgenannten drei Städte unter einander verbunden haben. Bei den Vorbehalten nimmt jede Stadt die Eidgenossen aus, die sie bei Abschluß dieses Bundes hat, zu den besondern Vorbehalten des Bischofs von Constanz, des Abts von St. Gallen und der Aebtissin von Zürich kommt hier noch der Abt von Schaffhausen als Vorbehaltener der letztern Stadt unter denselben Modalitäten wie die übrigen. (An dem ncchsten Samstag vor Aller Heiligen tag.) Staatsarchiv Zürich. Stadtarchiv St. Gallen. Pergamentene Urkunde mit vier anhängenden Siegeln. Hiezu ein Annex vom 3. November, s. das folgende Regest 224. 224. j3^7, 3. November. Mit Bezugnahme auf den dreijährigen Bund der Städte Zürich, Constanz, St. Gallen und Schasfhausen vom October (Samstag vor Allerheiligcntag) des gleichen Jahres Urkunden Bürgermeister, Rath und Bürger von Zürich, daß sie und die Städte Constanz und Schasfhausen denen von St. Gallen noch Folgendes vorbehalten haben: „Wcrc daz si inrent den Ziln dckcine Zit ane Rat in ir Statt wcren, welche burger si danne von ir Statt crkiesent, ir burger vnd ir Statt Ding ze cnpflcgcnne, dz die seln mugcnt vnd gewalt han, sich vmb ir burger ding zc erkennene, ze manene vnd alle ding ze tunnc als in den buntbricuen ^ gegen einen Rate vsgcschriben sinnt." (An dem ncchsten Samstag nach aller Heiligen tag.) Staatsarchiv Zürich. Pergamentenes Annex zu dem Vundbrief der vier Städte vom 27. October 1347- 225. t34lt, 14. Januar. Basel. Bischof Johannes von Basel und die Stadt Basel schließen „hinnant zc sant Johauo- tag ze Sungichten nu ze ncchst vnd von dannenthin vber ein Jar" ein demjenigen vom 7. September 1-" ^' wesentlich gleichlautendes Bündniß mit der Stadt Zürich. Der Bischof erklärt in einem Annex von gleicht 423 Datum, dabei den römischen König Carl vorzubehalten und Zürich bestätigt in einem zweiten Annex diesen Vorbehalt. (Montag nach snnt Hylarientag.) Staatsarchiv Zürich. Pergamentene Urkunde mit vier Siegeln. Tschud. I. 374 und 'Irvurllal III. x. 811. livF., datiren diese Urkunde 15. Januar 1347. 220. 134« 17 Februar. Schultheiß, Rath und Gemeinde von Frciburg erklären, daß die Verlängerung des Bündnisses zwischen dem Herzog von Oesterreich, seinen Vögten und Amtleuten und Freiburgs Verbündeten, der Stadt Bern, welche neulich (nuxorrime) gemacht worden, nach Sage der darüber aufgerichteten Briefe, mit ihrer Beistimmmung erfolgt sei (gnock protonAatio eoukockoratlonm - iwooossid äo nostru lioentia, ab Ljwubanaa volunbabe). (XVII. clio rnsnsis I'slirllarll.) ^ . . . .. . Solothurncr Wochenblatt 1826. S. 467. Das Original ist >m Staatsarchiv Bern nicht mehr vorhanden. 227. 4549 13 Mai Schultheiß und Rath von Bern als erwählte Schicdrichter sprechen über eine Streitigkeit, welche steh hinsichtlich der Ncdaetion dcS Bundbriefes zwischen Frciburg und Pcterlingen zwischen diesen beiden Städten erhoben hatte Pcterlingen verlangte, es soll in den Bundbncf eingeschrieben werden, daß wenn es künftig gegen einen Ausburgcr Freiburgs Anstände hätte und dieser gehörigen Orts nicht darüber zu Recht stehen wollte alsdann Freiburg verpflichtet sein soll, denen von Petcrlingcn gegen seinen Ausburger (eo.n- I.ur-"°imom)'beholfcn zu sein, daß er dein Rechte gehorsam werde. Freiburg verweigerte die Aufnahme dieser Bestimmung in den Bundbricf. Bern entschied, daß künftig bei jeder Bundesbeschwörung vorab mündlich erklärt werde daß Frciburg gehalten sei. im Sinne des Verlangens von Pcterlingen gegen solche Ausburgcr -u verfahren sofern der Mehrtheil des Raths von Freiburg erkenne, daß die von Pcterlingen durch die Weigerung des betreffenden Ausburgers rechtlos bleiben würden. Dieser Artikel soll mit dem Bunde jewcilcn beschworen, die Rundbriefe dagegen sollen nach dem Tenor des Bundes (wohl nach dem Conccpt) ausgefertigt morden lvaeima tortia, möllÄs Nalj.) Archiv Frciburg. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Soloth. Wochenblatt 1SSS. S. 605. 228. 4549 13 Mai Die Städte Freiburg und Pcterlingen erneuern ihr alteS Bündniß (tm-mam emtigui jurnmenbi ' ' mo ölim oönkoäorabi vielem kuimns ob sumus, tonors pröLontium innavuvimus et innovumns) auf ewige Zeiten -um gegenseitigen Schutz ihrer Rechte. Freiheiten und Besitzungen. Freiburg behält seine Herren, die Kser-oge von Oesterreich und seine Verbündete, die Stadt Bern vor. Pcterlmgen den römischen König oder Kaiser und die Herzoge von Savo.M. ebenso seine Verbündete, die Stadt Bern und alle seine Mitbürger und Verbündeten Niemand soll um weltliche Sachen den andern vor geistliche Gerichte laden. Niemand pfänden, ausgenommen den rechten Schuldner oder Bürgen. Hat einer gegen einen Bürger der andern Stadt Klage, so soll er sie beim dortigen Richter anbringen; wird ihm m drei Tagen nicht Recht gehalten und weist er dieses mit zwei Zeugen vor seinem heimathlichen Rathe nach, so kann ihm dieser erlauben Pfand zu nehmen. Wenn einer der beiden Städte an Personen oder Sachen durch Raub, Brand zc. Schaden angethan wird, so soll die den Räubern w nächstgclcgene Stadt den Schaden rächen; kann sie das nicht, so verständigen sich beide Städte über die vorzunehmenden Schritte. Wenn zwischen Angehörigen der Städte Streitigkeiten entstünde», die einen Zusammentritt der Näthe erforderlich machten, so soll vorher der Kläger unter den Rathen des Beklagten einen ^mll m .N lm er innert vierzehn Tagen von dem Augenblick an. wo die zusammengetretenen Näthe ^e^g würdet seinen Entscheid zu geben oder sich in eigene.. Kosten in die Stadt des Klägers zu legen 424 hat bis er das Artheil gesprochen hat, Friedensbriiche zwischen Angehörigen beider Thcile sollen nicht gerächt, sondern in gleicher Weise beseitigt werden. Die gemeine Dingstatt ist Pontaux. Alljährlich am Sonntag nach Pfingsten wird das Bündnis; in jeder Stadt vor Boten der andern erneuert und beschworen. (Portio, äoolma llio inonsis Ann.) Vidimus im Archiv Freiburg. Abgedr. Roouoil clo ?rit>ourz I. p, 16. Ho. 9, mit dem unrichtigen Datum von 1249, berichtigt ilncl. III. p. 199. Ho. 174. 229. 4349, 19. August. Bündnis; von fünf und zwanzig Reichsstädten in Schwaben, worunter auch St. Gallen, ihrem gnädigen Herrn, König Carl und dem Reiche zu Lob und Ehren, auch zur Behauptung ihrer Freiheiten, bis zum 23. April (St. Georg) 1353 mit dem Vorbehalt das Bündniß wieder aufzulösen, wenn der König dagegen sei. Bischer, Gesch. der schwäb. Städte (Deutsche Forschungen II.), Ncg. 34. S. 122. Vgl. Wartmaun, im Archiv für schweiz. Geschichte, XVI. S. 15. 230. 4349, 26. November. Die Nüthe von Bern, Murten und Pcterlingen sprechen als angerufene Schicdrichter über Entschädigungsforderungcn zwischen Freiburg und Corbiöres in dem Krieg zwischen Freiburg und dem Grafen von Greyerz und dem Herrn von Coerdes. (Vloosiina soxta üis rnsnsis dlovoindris.) Archiv Freiburg. Latein. Urk. Abgedruckt Usonoil cks leridour^ III. x. 94. üo. 172. 231. 4330, II. Januar. Murten. Waffenstillstand zwischen Bern und Freiburg einerseits, dem Grafen von Greyerz und dem Herrn von Coerdes und deren Helfern anderseits, bis zum ersten Fastensonntag (oarnisxrivinw vot-ns) d. I., von den Rüthen des Herzogs von Savoycn, der Frauen von Waadt und des Bischofs von Lau« sänne mit Zustimmung der Parteien vermittelt, (^nno 1350 a natnvitato snrnxto.) Das Original konnte im Archiv Freiburg nicht aufgefunden werden. Latein. Urk. Abgedr. Roouoil äs ?ridourA III. p. 163. Ho. 176. 232. 4339, 25. Januar. Paycrne. Friedensschluß zwischen Bern und Frciburg einerseits, den Grafen von Greyerz, den Herren von Coerdes, Montservent, Palözieux zc. anderseits, vermittelt durch die Räthe des Herzogs von Savoyen, der Herrinnen von Waadt, des Bischofs von Lausanne unter Beistimmung und Anerkennung der streitenden Parteien, (^rnno 1349 snrnxto ad inoarnatnons, 1350 snrnpto a nativitato.) Archiv Frei bürg, Latein. Urk, Abgedruckt Roonoil clo leridourg III. x. 168. üc>. 177. 233. 4339, 25. Januar. Patcrniaci. Zehnjähriges Bündniß zwischen Bischof Franciscus von Lausanne, Graf Amadeus von Savoycn, Graf Amadeus von Genf, Jsabella von Chalons und Catharina von Savoycn einerseits und den Städten Bern und Freiburg anderseits. (Dis vieosinnr cininta rnsnsis llannarii, anno clornim a nativitato ojns clomini srnnpto incarnationo voro snrnpto anno N0gM0xim0, 6. Juli. Königsfelden. Zwischen den Städten Straßburg und Basel einerseits und Zürich anderseits, spricht Königin Agnes von Ungarn, welche von beiden Theilen als Schiedrichtcrin angenommen worden: 1. Sie sollen einander Freunde sein und die Gefangenen gegenseitig frei geben. 2. Straßburg und Basel sollen diejenigen, welche Zürich ihnen gefangen, nach Erkanntniß ihrer Räthe für ihre Gefangenschaft entschädigen. 3. Zürich soll seine Kaufleute, die der Waldner geschädigt und die. welche Straßburg oder Basel gefangen gehalten, nach des Nathes Erkanntniß entschädigen. 4. Keine der Parteien soll an die andere dieser Sachen wegen Schadensersatz fordern. (Zistag nach St, Ulrich.) Staatsarchiv Zürich. Pergamentene Urkunde mit anhangendem Siegel der Königin Agnes. Vgl. dll darauf bezügliche Erzählung dcS Ulbert, bei ll'rouillat II. M. 39V. Schweiz. Museum II. 241. Tschudi 1. 3SS. 236. l530, 18. August, Erneuerung des Bündnisses zwischen Zürich und Schaffhausen auf weitere sechs Jahre. (Mittwoch nach Maria Himmelfahrt.) Staatsarchiv Zürich. Tschudi I. 3SS. 237. im August Jsabella von Chalons und ihre Tochter Catharina von Savoyen. Herrinnen der Waadt, machen mit den Städten Bern und Freiburg ein Uebcrcinkommcn über die Behandlung von Rechtssachen und Freveln der gegenseitigen Angehörigen gegen einander. (Konko B,n^n^>to,) na vi Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Uaauoil äs Umdom-A III. x. 113. No. 17g. 233. ^0. Königin Agnes vermittelt einen Anstandfrieden zwischen Zürich und den Grafen von Habsburg-Laufcnburg mit dreimaliger Erneuerung. o- Tschudi I. 3S0. Die Urkunden finden s.ch nicht an Staatsarchiv Zürich. 23V. iFF, 1 0^,^ Burkard von Ellerbach, der Alte, österreichischer Landvogt und Hauptmann im Thurgau und Arga'u gelobt eidlich das Bündniß zwischen Oesterreich und Bern zu halten nach Inhalt der Bundesbriefe. Würde er von der Pflege abberufen, so soll er die Besten nicht übergeben bis sein Nachfolger sich in gleicher Weise zu Haltung des Bündnisses verpflichtet hat. (An dem nächsten Sonntag nach Christi Geburt,) Solotb Wochenblatt 1326, S. 54b, -rse N,„.Abriefe von 1341 und I35l sind verloren, ihr Inhalt ergibt sich auS dem erneuerten Bündniß -- S-...»..,., !, S, « »M, >>°, S, I«, ^M Staatsarchiv Bern befindet sich kein Original der Urkunde Burkards von Ellerbach. sondern nur eine ^vie' im Spruchbuch .4, tot. 70 mit dem Datum „Sunnentag nach St. ElSbethentag 1351" Im Solotlmrner Wochenblatt, das seine Quelle nicht angibt, mögen aus Versehendes Abschreibers die Worle: in de». I«- da man zalt". ausgeblieben sein. Hr. Staatsarchivar von Stürler hält aber auch die in: Spruchbuch stehende Jahrzahl 1351 für unrichtig wiedergegeben statt 1341 und halt e.ne Ver- schreibung des Anfertigers des SpruchbuchS (I.Hälfte des 15. Jahrh.s für wahrscheinlich. Von eurem m. Oesterreich in: Jahr 1351 geschlossenen Bü.'.dniß finde s.ch m den bernischcn Archiven keine Spur, dagegen hatte Bern in. Spätherbst 134l' nach Beilegung des Laupenkr.egs und gänzlicher Aussöhnung m.t Fre.burg e.n Bundn.ß 426 mit Oesterreich geschlossen (s. o. Neg. 192, 193, 194) worauf dann am 25. November 1341 das Gelöbniß des Landvogts Vurkard von Ellerbach, den 18. Dec. die Einwilligung Freiburgs für zehn Jahre aber nicht länger, am 29. Dec> die Ratification des Bündnisses durch Bern folgte. — Im October 1349 erscheint Burkard von Ellerbach urkundlich als österreichischer Landvogt und Hauptmann in Thurgau, Aargau rc. (s. oben Reg. 188), am 23. T>c- ccmber 1341 Heinrich von Isenburg (oben Reg. 194) am 29. November oder I. Januar vorher konnte daher Burkard von Ellerbach immerhin noch österreichischer Landvogt in diesen Landen sein. Dagegen erscheint aw 28. Januar 1351 der Schultheiß Johann von Waldshut als mit diesem Amte bekleidet (unten Reg. 249), welche er bereits 1359 inne hatte (oben Absch. 82). Anch diese Momente scheinen für die Ansicht des Hrn. Staatsarchivar v. Stllrler zu sprechen. 240. 28. Januar. Zofingcn. Die Sieben, die gesetzt sind zu erkennen über das Unrecht, das Solchen geschieht welche in dem Bündnis; zwischen Oesterreich und Bern begriffen sind, kamen in Zofingen nach Sage des Bundes zusammen und fanden mit Mehrheit, daß Rudolf Urtiucr die Burger von Bern in der Stadt Base und außerhalb derselben mit Gefangenschaft, Beraubung und Bcschatzung gröblich beschädigt habe, weßhalb die Hei' zöge von Oesterreich und ihre Amtleute nach dem Bundbrief gehalten seien, Bern unverzüglich berathen und beholst" zu sein mit ganzer Macht gegen die Stadt Basel, bis alles vergütet sei, was der genannte Rudolf Urtiner an de» Ihrigen gcthan hat. Johannes, Schultheiß von Waldshut, österreichischer Landvogt im Thurgau und Arg"»' urkundet, daß er dabei gewesen sei, als dieses Urthcil gegeben ward und besiegelt zur Bestätigung diesen Brich (Freitag vor U. F. T. der Lichtmcssc.) Staatsarchiv Bern (Oesterreich). Soloth. Wochenblatt 1326. S. 544. 241. 22. November. Die Städte Bern und Solothurn erneuern mit Eiden und Brief ihr bisheriges beschworen^ Bündniß für sich und ihre Nachkommen, nun auf ewige Zeiten: 1. Gegenseitige Hülfsverpflichtung mittel und Gut auf ergangene Mahnung zum Schirm von Leib und Gut, Handfesten, Rechtsamen und Gewohnheit' vorbehalten ist nur das heilige römische Reich, wenn es seinen eigenen Krieg gegen eine der beiden Städte hat, ist eS aber Helfer eines Herrn oder einer dritten Stadt gegen eine der beiden Städte, so tritt auch da auf e> ^ liche Erkanntniß und Mahnung der angegriffenen Stadt die Hülfsverpflichtung der andern ein. 2. NieM" soll den andern ohne Recht desjenigen entwcrcn, was er im Besitz hergebracht hat. 3. Niemand soll den mit fremden, geistlichen oder weltlichen Gerichten bekümmern, außer um Ehesachen und offenen 4. Niemand soll den andern pfänden oder verbieten, weder innerhalb noch außerhalb der beiden SM ' ausgenommen allein den rechten gichtigen Schuldner oder Bürgen. Um streitige Forderung soll der Ansst an dem Orte klagen wo der Angesprochene sitzt. 5. Ueber Streitigkeiten zwischen beiden Städten kommt " zu Tagen nach Jegensdorf. Der anfordernde Theil nimmt einen geineinen Mann in dem Nathe des der soll schwören, ein Recht zu sprechen innert vierzehn Tagen nach Erwählung der Zugesetzten, deren Theil zwei gibt, die auch schwören sollen. Theilen sie sich gleich, so kommt die Sache an den Obmann, ^ seinen Spruch gibt, wenn er nicht mit beider Parteien Einwilligung die Minne findet, nach dem Recht des Orts- ^ der Frevel geschehen ist oder die Güter liegen, um die es sich handelt. Wenn sich dagegen unter den Viercn Mehr ergibt, so kommt die Sache nicht an den Obmann. Wenn der Obmann 'nicht innert der vierzehn nachdem die Sache an ihn gekommen, Recht spricht, so hat er am fünfzehnten Tag sich in die andere ' begeben und in seinen Kosten da zu bleiben bis er die Sache ausgerichtet hat; er soll auch jedem ^ Urtheil schriftlich und besiegelt geben. 6. Die beiden Städte sollen gegen einander Zoll und Umgcld h"'^ wie es von Alter hergekommen ist. 7. Alle fünf Jahre soll dieses'Bündniß mit Eiden erneuert werde", t eine Stadt die andere darum mahnt. (St. Clemens Abend im Winter.) yg). Staatsarchiv Bern. Archiv Solothurn. Abgedr: Solothurncr Wochenblatt lö^' 6- " Eine alte Abschrift dieses Bündnisses liegt im Archiv Nidwalden. 427 243. im Dccembcr. Erneuerung des Bündnisses zwischen den Städten Bern und Murtcn. (Ugnss vocsmdrilz tu nunc) millssimo trsosutssimo guiiignaASsimo primo.) »Vorrvam juramsvti, gua sontsäsrati srant tsivporibus rstroaotis, suvt st ssss ässicksraut st tsosotur tv psrpstuura, rsnovÄveruiit st rssoAnousruiit sovoorclltöl' in bavo tormarv» sto. stv. Archiv Murten. Abgedruckt Schweiz. Geschichtsforscher VII. S. L37. Engelhard, Gesch. von Murten, Beil. IS. 243. ^iZ2, 23. Januar. Die Städte Bern und Biel erneuern das Bündnis;, in welchem sie bisher verbunden waren, mit leiblichen Eiden in nachstehender Form für sich und ihre Nachkommen: 1. Beide Städte sollen einander je auf Mahnung der einen mit allem ihrem und der Ihrigen Leib und Gut zum Schutz ihrer Rechte, Freiheiten lind Besitzungen bcholfcn und berathen sein. Bern behält das römische Reich und was dazu gehört, Biel den Bischof und die Kirche von Basel und was dazu gehört, vor. 2. Niemand soll den andern des Seinen ohne Recht entweren, Niemand, der in einer der beiden Städte sitzt oder deren Recht unterworfen ist, den andern mit fremdem geistlichen oder weltlichen Gericht bekümmern, ausgenommen allein um Ehe und offenen Wucher, Niemand den andern pfänden oder verbieten, ausgenommen den rechten eingeständigen Schuldner und Bürgen. Um „laugenbare" Geldschuld soll jedem vor dem Gerichte des Schuldners unverzüglich Recht gehalten werden. 3. Wenn zwischen beiden Städten Mißhelligkciten entstünden, so soll man zu Tagen kommen nach Fricnisberg. Ist die Ansprache einem von Bern so soll dieser darum in dem Rath von Biel einen gemeinen Wann nehmen, geht dagegen die Sache einen von Bern an, so nimmt dieser den gemeinen Mann aus dem Rath zu Biel: der geineine Mann schwört, innert vierzehn Tagen Recht zu sprechen. Jeder Theil setzt dazu Zwei Schiedlcute, die ebenfalls schwören. Finden diese die Minne nicht mit beider Theile Willen, so sprechen sie nach dem Rechte des Orts, wo der Frevel geschehen ist oder wo die Güter gelegen sind. Wenn unter den vier Zugesetzten drei einhellig werden, so ist der vierte nicht cinzuvernehmen. Wenn der gemeine Mann innert vierzehn Tagen nachdem die Sache bei Stimmengleichheit an ihn gelangt ist. nicht entscheidet, so soll er am fünfzehnten Tag in eigenen Kosten sich in die andere Stadt legen und nicht von danncn gehen bis er die Sache "och seinem Eide ausgerichtet hat; er soll auch jedem Theile sein Urtheil schriftlich und besiegelt geben. Es wird sehr eingehend das Verfahren bestimmt auf den Fall, daß der erwählte Gemeinmann sich weigerte, die Sache zu übernehmen, daß er abwesend oder durch ehehafte Roth verhindert wäre. Das Bündnis; soll von fünf zu fünf Jahren init Eiden erneuert werden, wenn die eine Stadt von der andern darum gemahnt wird. (Montag nach S. Vinccnz.) Staatsarchiv BcrT Mgedr. bei llrouillat IV. Uo. 7. NeucS schwciz. Museum, Jahrg. 17Ü4. S. SSÜ. Tschudi I. 4SI, datirt unrichtig 1353. 244. ^2, g. Mehrum Rudolf von Arburg nimmt Burgrecht zu Solothurn und gelobt Leib und Gut der Solothurner öü schirmen, ihnen zu helfen mit seinen Besten und Leuten gegen Jedermann, ausgenommen gegen die Herrschaft Oesterreich, den Grafen Hartmann von Froburg und Ulrich Theobald von Hasenburg, seinen Schivager. Vnngt Rudolf von Arburg einen Krieg mit sich in das Burgrecht, so ist Solothurn ihm zu keiner Hülfe verpachtet. Hat Solothurn einen Krieg oder fängt es einen an, so soll Rudolf von Arburg das Burgrecht nicht ""Koben, sondern seine Hülfe leisten nach dem Eid. den er gethan. Entsteht zwischen ihm und Solothurn oder beidseitigen Angehörigen Streit, dann soll man gütlich zu Tagen kommen nach Wictlisbach und die Sachen 423 ausrichten nach Minne oder Recht. Der Udel von 16 Mark Silber, welchen Rudolf von Arburg gegeben, ist Solothurn verfallen, wenn er das Burgrecht aufgibt oder nach der Stadt Recht verliert. (Montag nach Licht' messe.) Archiv Solothurn. Abgcdr. Soloth. Wochenblatt 1816. S. 287. 245. 46Z2, 15. Februär. Bern gestattet Freiburg den Ritter Wilhelm Wichereus in sein Burgrecht aufzunehmen« (XV. ciiö rnsnsis Vsdruaril.) Archiv Freiburg. Latein. Urkunde. Abgedruckt Roousil 4s UridourA zil. iZI. Ug. igz, 246. 18. März. Graf Peter von Greyerz erklärt, das; er und alle die Seinigen in seinem Gebiet als Burg6 von Freiburg auch in dem Bunde Freiburgs mit Bern nach Inhalt der betreffenden Bundbriefe inbegriffl" seien und sein wollen, was sie mit körperlichem Eide erhärten. Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Ikoonoil eis ?rU>onrg III. p. 124. Ho. 183. 247. 156?, 1. Mai. Schultheiß, Rath und Bürger der Reichsstadt Schaffhausen Urkunden, daß sie von den Reiche städten, welche den Landfrieden in Schwaben halten, an diesem Tage zu Ulm zu Eidgenossen aufgenommen worden seien und den Landfrieden vor Boten der Städte Rothweil, St. Gallen und Ueberlingen beschwort haben. Die Reichsstädte haben dabei den Vorbehalt gemacht, daß sie Schaffhausen wegen keines alten Kriegs es sei von der Herrschaft Oesterreich, von des Grafen Albrecht von Werdenberg oder von der Zürcher weg^' zum Beistand verpflichtet sein, sondern sich diesfalls freie Entschließung vorbehalten wollen. Archiv Stuttgart. Vgl. Bischer, Gesch. der schiväb. Städte, Reg. 36. S. 122. 248. 16. Juli. Bern. Bern hatte zwei Domherren des Capitels von Lausanne in sein Burgrecht aufgenommen Freiburg behauptete, daß dieses ohne seine Einwilligung nicht geschehen könne, weil das Capitel von Lausm"^ Burgen besitze, woran also dessen Mitglieder Antheil haben. Dagegen machte Bern geltend, daß deßhalb einzelnen Domherren nicht als Besitzer von Burgen oder Theilen von Burgen betrachtet werden können, indk" sie nicht für ihren Theil Besatzung einlegen oder aus den Burgen Krieg führen oder besondere Einkünfte können. Die Sache kam bundesgemäß an je zwei Schiedrichter aus beiden Rüthen; die freiburgischen urtheilten v der Ansicht Freiburgs, die bcrnischcn nach der Ansicht Berns. Cunrad vo^ Holz (äo InAno), Burger von ' von beiden Parteien als Obmann bezeichnet, entschied für die Ansicht Berns und demgemäß für die Gültig ^ des Burgrechts der zwei Canoniker mit Bern. (Osoiina äio rnsnsis llulii.) Archiv Frciburg. Lateinische Urkunde. Abgedruckt Roouoil äo VridouvA III. x. 137. üc>. 249. November. Hagenau. Die österreichischen Amtleute und Städte im Sundgau und Elsaß, die Neichsst^ daselbst, der Bischof und die Stadt Straßburg und der Bischof und die Stadt Basel erneuern auf drei ihr Vündniß für Aufrechthaltung des Landfriedens. Von den fünfzehn Nichtern, welche in dem Landfrüm' bündniß aufgestellt sind, gibt der Bischof von Basel einen und die Stadt Basel einen. Irouilkat IV, No. 22 (nach ikld. ^r^ont. Lbron.) 429 250. 21. Juni. Der Meyer, der Rath und die Bürger von Biel und der Schultheiß, der Rath und die Burger von Solothurn schließen ein zehnjähriges Bündniß von St. Johannestag anfangend: 1. Gegenseitiger Schutz Leibes und Gutes und aller Rechte und Freiheiten beider Städte und ihrer Angehörigen. Kriegshttlfe auf Mahnung 2 Biel behält seinen Herrn den Bischof von Basel, das Gotteshaus von Basel und was dazu gehört vor auch seine Eidgenossen von Bern. Freiburg und Mutten-. Solothurn behält das römische Reich, die Herrschaft Oesterreich und die Städte Bern und Büren vor. 3. Niemand soll den andern ohne Recht des Seinigen cntweren 4. Niemand soll den andern mit fremden oder geistlichen Gerichten bekümmern, es sei denn 'um Ehe und offenen Wucher. S. Niemand soll den andern pfänden oder verbieten, es sei denn den rechten Gelten oder Bürgen, der dessen geständig ist. Um streitige Geldschuld soll jeder den andern vor dem Gericht seines Wohnorts belangen. 6. Die beiden Städte und die Ihrigen kommen um streitige Sachen und MißHelligkeiten zu Grcnchcn zusammen, der klagende Theil mm'nt den Obmann aus dem alten Rothe des andern jeder Theil setzt zwei Schicdlcute zu ihm. alle schwören, die Mehrheit unter den Vieren entscheidet, nur wenn zwei gegen zwei stehen, kommt der Obmann zum Spruch, den er .nnert vierzehn Tagen darnach zu geben oder sich morndeß nach Ablauf der vierzehn Tage in die m'dcre Swdtzu verfugen und da m. eigenen Kosten zu bleiben hat. bis er die Sache ausgerichtet hat. 7. Um Todschlage Wunden. Brand Pfänden -c. soll man zu Tagen kommen wie obbezeichnet. um Recht zu pflegen; Memand soll solche M.sstt^ der soll von seiner Stadt angehalten werden das zu bessern und abzulegen als Recht ist. (Samstag vor Joh. Baptist ) Archiv Solothurn. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1818. S. 239. Vrouttlat IV. 660. Reg. üixlow. bei Amict. Bündnisse. S. 10 f. 251. 7. N-m-ml--. Di- R-ich-Mdi- i,> m» um ch «. G-«.u >md Schaff. h-ul-n, >.-.»>„„dzw-„zi, ">» I"-» S°b° «»IS., »u. d-ff-u «-»-».!» m ->nm B.md „ff.uun-» um d-„ -»udw-d-u, uu- -- »-mach. um. -Z.Axnl l-SS f,M halw, und «I-m R-ub-m Mmdm, B,°u. mm, mi- auch -I-m mid-mchtlich-n «bs°S°» !>> st-»--», i» w°lch.m B-Hul s>. sich in dr-i schaffen thcilcn. Bischer. Gesch. der schwäb. Stiidtcbünde. Reg. 41. S. 123. nach Vati 31. Vgl. Wartmann, im Archiv für schweiz, Gesch. XVI. S. 16. ^ ^ 17 Juli Kaiser Carl IV. befiehlt Bern und Solothurn dem Herzog Rudolf von Oesterreich als des Reichs Pfleger und Landvogt zu huldigen und ihm zu Händen des Reiches mit Steuern und Reisen zu dienen. Staatsarchiv Bern. Abg. Solothurner Wochenblatt IS2S. S. 455. Vgl. v. Wattenwyl II. S. 193. Der°Briff ist zerschnitten, angeblich von Carl IV. selbst, weil fälschlich sabricirt (Mittheilung des Hrn. M. von Stürler). 253. tZ-ltt ci U„o„st Eonstam Die Städte Constanz. St. Gallen, Lindau und Schaffhausen verbünden sich bis zun, 6. Januar 1361. einander getreulich zu rathcn und zu helfen, gegen Alle, die sie mit Gewalt und ohne Recht angreifen würden. (S. Laurenzenabend.) . >>4 Kiv St Gallen. Abgedruckt Lünig, Neichsarchiv p. spso. oont. IV. Theck 1. S. 21. Vgl. Wartmann^im Archiv für schweiz. Geschichte. XVI. S. 16. Bischer. Gesch. der schwäb. Städtebllnde. Reg. 42. S. 123. 5 430 254. 4560, 22. November. Die Städte Frciburg und Payerne vertragen sich gütlich um Entschädigungsansprüche der letztern Stadt an die erstere, wegen Beschädigungen, die sie in dem Kriege mit dem Herrn von Montagny von den Freiburgern erlitten hatte. (VlosÄing, ssonncka üis insnsls Novsmlzris.) Archiv Freiburg. Latein. Urk. Abgedr. RsousII äs bribourg III. x. 146. dlo. 191. 255. 4560, 7. Juni. Kaiser Carl IV. errichtet einen Landfrieden in Schwaben zwischen Bischof Marquard von Augsburg, den Grafen von Dettingen und von Helfcnstein und 29 Reichsstädten, worunter auch St. Gallen, bis zum 11. November 1361 unter elf Vorstehern, von denen fünf die Fürsten, fünf die Städte, den elften der Kaiser geben. (Sunabend vor Pfingsten.) Bischer, Gesch. der schwäb. Städtebündc, Reg. 48. S. 124. 256. 4560, 30. September. Lenzburg. Herzog Friedrich von Teck, der Herzoge Rudolf, Friedrich, Albrecht und Leopold von Oesterreich Hauptmann und Landvogt in Schwaben und Elsaß, schließt Namens seiner Herren einen zehn- jährigen Bund mit der Stadt Solothurn bis St. Martinstag nächsthin und von da zehn ganze Jahre. 1. Kreis für die Bundeshülfe: Von dem Lausannersee über Granson nach dem Lebern der Schneeschmelze nach bis Neuenburg, von da gen Goldenfels und Sundgau, von da an die First und Schneeschmelze den Wasgau hinab an den Eggenbach, von diesem hinüber gen Burgheim, von da durch den Schwarzwald gen Villingen, von da an den Bodensee, von da an den Setmer, von da an St. Gotthardsberg und wieder dem Gebirge nach an den Lausannersee. 2. Niemand der in diesem Bündniß begriffen ist, soll des Seinen ohne Recht entwert werden. 3. Wenn auf Jemanden, der in diesem Bündniß ist, von Jemand, der nicht darin ist, ein Angriff geschähe, so soll der Beschädigte die nächstgesessenen Verbündeten zu schleuniger Hülfe mahnen. 4. Für den Fall, daß ein Kriegszug nöthig würde, find von beiden Seiten je drei Männer aufgestellt, welche mit dem österreichischen Landvogt und dem Schultheiß von Solothurn zu Zofingen innert acht Tagen nach Mahnung zusammenfitzen sollen, um darüber nach dem Eid zu Rathe zu werden. Theilen sie sich gleich, so fm der Landvogt oder sein Stellvertreter Obmann sein, wenn die Sache Oesterreich angeht, geht die Sache Solo- thurn an, so ist in solchem Fall der Schultheiß oder sein Stellvertreter Obmann. 5. Vorbehalten wird beiderseits das heilige römische Reich; der Landvogt behält zudem für die Herzoge vor alle ihre Lande, Städte und Diener, den König von Ungarn, alle Herzoge von Bayern, den Herzog von Lothringen, den Grafen von Savoyeu, den Erzbischofvon Salzburg, die Bischöfe von Passau, Constanz und Basel, die Aebte von Murbach und Reichenau, die Grafen von Württemberg und die Stadt Zürich. Wenn Edelleute, die unter dem Bischof von Basel sttz^' und nach Maßgabe des Bündnisses zwischen diesem und Solothurn Recht zu nehmen sich weigerten, so ir^ gegen sie der Fall der Bundeshülfe ein. Solothurn behält vor seine Eidgenossen von Bern, Biel und Büren und alle seine Burger. Käme Oesterreich zu Krieg mit den Waldstetten Uri, Schwyz und Untcrwalden und wollte Bern sich dieses Kriegs mit jenen nicht annehmen, so soll Solothurn der Herrschaft Oesterreich uo ) diesem Bündniß mit aller Macht beholfcn sein, wenn aber Bern mit den Waldstetten in den Krieg tritt, h^ Solothurn Oesterreich mit 5l) gewaffneten Männern zu helfen und soll in dem Krieg nichts gegen die Herr schaft thun. 6. Keiner der Contrahentcn soll in der Zeit dieses Bündnisses sich mit jemanden weiter verbinden ohne des andern Contrahenten Willen und Erlaubnis), oder sie sollen einander wenigstens dabei vorbehalten. Au Bern und Viel mag übrigens Solothurn seine Eide erneuern, sonst mit Niemandem. Auch soll man Herren uu Städte, die in den vorgenannten Kreisen gesessen sind, weder in Dienst, Burgrccht noch andere Art der ^ 431 pflichtung nehmen anders als mit beidseitiger Zustimmung. 7. Specielle Bestimmungen iibcrdas schiedrichterliche Verfahren bei Streitigkeiten unter den Parteien - Obmann ist jeweilen einer der drei von beiden Thcilen m diesem Vertrag bezeichneten, dazu setzt jeder Theil zmei Schiedleute. Dingstätte sind Zofingen oder St. Urban. Um Geldschuld ailt das Forum des Wohnsitzes des Beklagten. Niemand soll pfänden oder verbieten, außer um gichtige Schuld oder Bürgschaft. Niemand den andern um weltliche Sachen vor geistliches Gericht laden 8. Wenn das römische Reich ohne Haupt wäre, soll Solothum sich zu Niemandem verbindm noch emm Hmm annehmen sondern die Jahrzahl aus sich mit diesem österreichischen Bündmß begnügen. 9. Dieses Bundn.ß soll von fünf zu fünf Jahren innert Monatsfrist nach geschehener Mahnung mtt Eiden erneuert werden. Kem. neuer Landvogt der Herrschaft soll die Besten in Besitz nehmen, kem neuer Schultheis zu Solothurn fem Amt antreten, bevor sie °dieseö Bündniß beschworen haben. 10. Ist bei Ausgang des Bündnisses ein ^ so sollen die Theile einander helfen bis er zu Frieden gebracht .st. (Montag nach St. M.chelstag.) ^ Abaedr Solothurner Wochenblatt 1813. S. 129. A- »-.» »>»- !°. s.« »d A...«°ch ...ch St. Elsbethentag. s. i.n Solothurner Wochenblatt 1S14. S. 22°. 257. über die beidseitigen Klagcpunkte seinen Spruch. ("onsagvor . Archiv Solothurn. Abgedr. Solothurner Wochenblatt 1814. S. 349. 258. ^ Konstanz, Zürich, St. Gallen, Lindau, Ravensburg, Ueberlingen t5«2. 23. Februar. Consta,^ D.e ^ ^,stitig^ ^ ^ ^ « Wangen und Buchhorn schließen e.n u ^ ^ die Lebenszeit Kaiser Carls I ' ^ Bischer. Neg. 57. Wart.nann, im Archiv für schweiz. Staatsarchiv Zürich. ^ ^ ^ ^ 122. Gesch. XVI. S. 10. Vgl. ^ Bündnisses Carls IV. vom 27. Februar (Freitag nach St. Mathis) Tschudi l. 455, erwähnt a Eidaenossen bestätigt habe. Eine dahcrige Urknnde findet sich im worin derselbe Zürichs Bündnis, »ut den C.dgemm, , Staatsarchiv Zürich nicht vor. 259. t5l>» 01^". o IV bestätigt das Bündniß. welches die Städte Constanz, ^ , c 1. Acarz. Laustn. - Manaen auf die Lebenszeit des Kaisers und zwei Jahre über dessen Ravensburg, Ueberlingen. Bu ) )orn un Doncrstage nach dem Suntag Letare.) T°d hin... ,„i. -W». ^ ° ^ .... «... » .. «. Staatsarchiv Zürich. Meyer von Neg. 147. 200. . . . m.n-acr der Stadt Pfullendorf Urkunden, daß sie auf Gebot des 5. Mai. Pfullcndorf. ^ Ruches wegen verheißen, wenn die Städte Constanz, Zürich, römischen Kaisers Carl und von " ^ , Buchhorn und Wangen, welche mit einander Bündniß haben, St. Gallen, Lindau, Ravensburg, r u ' s. . ^ an ir gut ald an dchainen fachen von der -in- ...ch.--- d-.s-.h-» „S.°ss- »ld 1°»». »°» !.... °ld «" i-.».... d-- in... Herrschaft wegen von Oesterrich ald von .r d-enern ald von 4L6 zugehört", so wollen sie, sobald sie mit Boten oder Briefen dazu ermahnt werden, bei ihrem dem Reiche geschwornen Eide unverzüglich die andern Städte der Hülfe nachsuchenden Stadt von Reichs wegen zu Hülfe mahnen nach Sage der Bundbriefe, welche die Städte von einander haben. „Wir sigent ouch diser manung gebunden alle die wil vnd och die buntnuzz wert zwischent der hocherbernen Herrschaft von Oesterrich vnd den von Zürich, die sy ieze mit einander habent vnd nit lenger." Stürbe aber Kaiser Carl vor Ausgang dieses Bündnisses, so sollen die von Pfullendorf noch die nächsten zwei Jahre nach des Kaisers Tod zu dieser Mahnung verbunden sein, dem heiligen römischen Reich unschädlich. (Dienstag nach sant Walpurgentag.) Staatsarchiv Zürich. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel der Stadt Pfullendorf. Vgl. Tfchudi I. 455. Bischer, Reg. 59. S. 126. 261. 1363, 27. Februar. Bern verheißt den Thunern ihre Freiheiten zu bestätigen, ob die Stadt und Burg durch Kauf oder in Folge der Gedinge der Briefe in ihre Hand kämen. Die Thuner versprechen, alle fünf Jahre zu huldigen. Stadtarchiv Thun. Vidimus von 1377 im Staatsarchiv Bern. Abgedruckt Soloth. Wochenblatt 1830. S. 497, 499. Vgl. v. Wattenwyl II. S. 192. 262. 4363, 28. Februar. Bündniß auf ein Jahr (von St. Mathias 1363 bis St. Mathias 1364) zwichen den Städten Basel, Straßburg und Freiburg im Breisgau einerseits und den österreichischen Amtleuten anderseits zu gegenseitiger Hülfeleistung (Zinstag nach Mathie.) Archiv Basel. 263. 4363, 2. November. Graf Johannes von Frohburg, Hauptmann und Landvogt der Herzoge von Oesterreich in Schwaben und Elsaß, urkundet, daß er beschworen habe, das zwischen den Herzogen und den Burgern der Stadt Solothurn errichtete Bündniß nach den Artikeln, die im Bundbriefe stehen, zu halten und zu vollführen. (An aller Seelcntag.) Stadtarchiv Solothurn. Abgedr. Soloth. Wochenblatt 1814. S. 227. 264. 4364, 16. Januar. Amadäus, Graf von Savoyen zc. einerseits und die Schultheißen, Räthe und Gemeinden der Städte Bern und Freiburg anderseits schließen, um ihre alten Verbindungen neu zu kräftigen und den Samen der Zwietracht zu entfernen, für sich und ihre Angehörigen und Unterthanen ein Bündniß auf zehn Jahre unter folgenden Bestimmungen: 1. Graf Amadäus verspricht für sich und seine Nachfolger den beiden Städten, jeweilen nachdem er ihre Mahnung empfangen, Hülfe zu senden je nach Gestalt der Sache und seiner Convenienz für fünfzehn Tage, anfangend von dem Tage, wo diese Truppen in oder bei Freiburg anlangen, in seinen eigenen Kosten und innert folgenden Kreisen: bis Sitten und von Sitten der Schneeschmelze gegen sein Land nach bis Genf, von da dem Leberberg entlang bis Windisch an den Zusammenfluß der Limmat und der Aare, von da wieder aufwärts bis Sitten. Außer diesen Gränzen geleistete Hülfe geht auf Kosten der beiden Städte, es steht aber dem Grafen frei, solche zu leisten oder nicht. Vorbehalten werden der Papst, der Kaiser, das Reich, die savoyischen Vasallen und Unterthanen und die ältern Verbündeten des Grafen, gegen welche er keine Hülfe leistet. 2. Bern und Freiburg verpflichten sich, auf die Mahnung des Grafen oder seines Bailliss in eigenen Kosten und nach Gestalt der Sache und ihrer Convenienz ihm Hülfe zu senden für fünfzehn Tage 433 von dem Tag an gerechnet, wo die Hülfstruppen ihre Heimath verlassen (alz ixsoruin fiospitiis reoscksnt) innert den gleichen Gränzen ; wenn aber freiwilligeHülfe außer denselbengeleistetwird, indes Grafen Kosten. Bern behält dabei vor das römische Reich, seine Burger und Vasallen und altern Verbündeten, Freiburg die Herzoge von Oesterreich, seine Burger und altern Verbündeten. 3. Die Contrahenten versprechen sich auch gegenseitig Hülfe gegen rebellische oder widerspenstige Landsassen, welche die Gerichtsbarkeit, innert deren Sprengel sie gesessen wären, nicht anerkennen oder deren Sprüchen nicht Folge leisten wollten. 4. Pfändungen und Arreste sind nur gegenüber dem geständigen Schuldner oder bei begangenen Verbrechen zulässig, wo die Strascompetenz sich auf die ergriffene Person und deren vorgefundenes Gut erstreckt. Bei streitigen Forderungen dagegen hat der Kläger dem Gerichtsstand des Beklagten nachzufolgen, wo ihm auf Verwenden seines eigenen Richters beförderlich Recht gehalten werden soll. 5. Gegenseitiger Ausschluß der Verfolgung vor geistlichen Gerichten, vorbehalten bei Fällen von Ehecontract und offenem Wucher. Wenn Jemand dem zuwider handelt, so ist er von dem Richter seines Wohnortes auf Begehren des Beklagten anzuhalten, von solcher Citation abzustehen und allen daraus entstandenen Schaden zu ersetzen, auch den Beklagten aus allfälligem Banne zu lösen. 6. Verfahren bei Streitigkeiten, die zwischen den Parteien und den Ihrigen entstehen: Wenn der Kläger Savoyen angehört, so hat er einen der Räthe des Grafen zu wählen, der Beklagte einen aus dem Rathe des Orts, unter welchem er gesessen ist; diese beiden mit dem Schultheißen oder einem andern Rathsglied des Orts, wo der Beklagte sitzt, als Gemeinmann, schwören, innert Monatsfrist, nachdem die Sache an sie gelangt ist, dieselbe zu erledigen, ist es ein Vergehen, eine Injurie oder Gewaltthat nach dem Rechte des Orts, wo die Uebertretung stattgefunden, ist es eine Eigenthums- oder Jmmobiliensache, nach dem Recht der belegenen Sache. Würde die Sache innert Monatsfrist von den drei Schiedrichtern nicht erledigt, so haben dieselben innert der nächsten acht Tage nach Ablauf des Monats sich in eigenen Kosten nach Murten, Peterlingen oder Aventicum zu legen, bis die Sache durch Spruch oder Vergleich erledigt ist. Wenn jedoch einer unter ihnen innert der Monatsfrist sein Urtheil gegeben und schriftlich verfaßt hätte, so ist dieser für seine Person von der Verpflichtung zum Einlager frei. Ist der Kläger ein Angehöriger von Bern oder Freiburg und der Beklagte ein Savoyer, so hat jener einen aus den Rüthen seines Ortes, dieser einen aus den Rüthen des Herzogs zu wählen, dieselben mit dem jeweiligen Baillif von Waadt oder einem der gräflichen Räthe als Gemeinmann verfahren in Sachen, wie oben angegeben ist. Das Einlager wird in diesem Falle in Bern, Freiburg oder Solothurn gehalten. Kläger und Beklagter sollen von ihren Herren angehalten werden, sich diesem Verfahren und dem Spruche der Schiedrichter zu unterziehen. In Sachen, welche den Grafen von Savoyen und dessen Angehörige angehen, wird in Murten getagt, ebenso in Sachen, welche Bern und die Seinigen angehen, in Sachen zwischen Savoyen und Freiburg dagegen in Chenens. Wenn vor Beendigung einer anhängigen Streitsache eine der drei betreffenden Schieds- personen abgeht, so ist sie auf gleiche Weise zu ersetzen, wie sie gewählt wurde. 7. Die Vertragsparteien sichern sich und den Ihrigen gegenseitig Schutz und sichern Verkehr für Personen und Güter in ihren Gebieten zu. (Lsxta ckseiina ckis msnsis ckanuarii anno a nativitato (Rristü 1364. Staatsarchiv Bern. Archiv Freiburg. Latein. Urkunde. Abgedruckt Rsonst! äs b'ridourA IV. x. b. No. 210. Solothurner Wochenblatt 1830. S. SS3. Die Ratification des Grafen Amadeus und seines Nathes per Annex datirt: Bur^i ckis cksoimo ssxtimo ?stzrnarii anno Vomiui IckLLLl-XtV. 265. 1364, 12. November. Johannes (Senn von Münsingen), Bischof von Basel und die Stadt Bern Urkunden, daß sie um der seit vielen Jahren zwischen ihnen hergekommenen Freundschaft willen einer „früntlichen liebi vnd getrüwer gesellschaft" übereingekommen seien, die zwischen ihnen währen soll bis nächste Weihnachten und darnach drei Jahre. „Wand wir die von Berne keinen bund getören nemen noch tun ane vrlob vnd heissen vnser eitgnossen 55 434 von Friburg, vnd darumbe sin wir aber einer getrüwen liebi vnd früntschaft überein kamen, ietweder teil dein andern ze getruwenne also": 1. Jeder Theil soll dem andern gegen Beschädigcr auf dessen Begehren Roth und Hülfe leisten nach seinen Treuen, doch soll kein Theil dem andern deßhalb verpflichtet sein. 2. Würde der Bischof oder Jemand seiner Angehörigen von Delsberg, Laufen, Pruntrut, St. Ursitz und herwärts Pierre pertuis an Jemanden von Bern zu sprechen haben um Eigen oder Erbe, so soll man darum beidseitig Tag leisten zu Biel. Aber mit bischöflichen Angehörigen oberhalb Pierre pertuis soll Bern die Tage leisten Z" Frienisberg und mit denen die nidwärts dem Haunstein sitzen, zu Balsthal. Jeder Theil nimmt zwei Schieb leute, wo er will, der Kläger bezeichnet den Obmann in dem Rathe der Stadt des Angesprochenen. Schiedleute schwören, innert vierzehn Tagen, nachdem sie vom Kläger dazu ermahnt werden, die Sache a»s< zurichten. Zerfallen sie zu zwei und zweien, so geben sie ihre Urtheile schriftlich dem Obmann, welcher schwört, innert vierzehn Tagen sein Urtheil zu sprechen, wenn die Minne nicht gefunden wird. Abgehende Schiedlcute werden in gleicher Weise ersetzt. Ein Obmann, der sich weigert, wird von seiner Obrigkeit gezwungen, die Sache zu übernehmen. Frevel und Aufläufe, die allfällig zwischen beiden Theilen oder den Ihrigen entstünden, sollen nicht gerächt, sondern wie vorsteht berichtet werden. 3. Niemand soll den andern pfänden oder verHeften, als allein um gichtiges Gut. Um ungichtiges soll der Kläger am Wohnsitz des Angesprochenen Recht nehme»' Niemand soll den andern auf geistliches Gericht laden, ausgenommen um Ehe und offenen Wucher „vnd vnibe söliche fachen, darvmbe weltlich richter nit habent ze richtenne." 4. Der Bischof behält vor den Papst, de» römischen Kaiser Carl IV., die Herrschaft Oesterreich, die Stadt Basel, alle die zum Stift Basel gehören und alle, mit denen er mit Briefen oder Eiden verbunden ist. Bern behält vor das heilige Reich und den Kaistr- die Stadt Freiburg im Uechtland, die drei Waldstädte Uri, Schwyz und Unterwalden und alle seine bisherig^ Verbündeten. (Morndes nach sant Martistag.) Staatsarchiv Bern. Abgedruckt bei llrouillat IV. dlo. 30. 266. (für 1364), 24. Januar. Bündniß zwischen den Städten Murten und Peterlingen. inönsis llanuuril unnc» llornini NELEIiXIIII in annuntiutions clorniniou snrnpto.) Archiv Murten. Abgedruckt Engelhard, Geschichte von Murten, Beil. 18. forscher VII. S. 242. 267. IZlKI, 30. Juni. Basel, von Straßburg um Hülfe gegen die „Gesellschaft der Engelschen" Entschuldigung, wenn es möglich sei, da der Bischof gleichen Tages plötzlich gestorben Besten des Stifts gegen die Engländer und die welschen Herren besetzen und sichern Petri und Pauli.) Irouillat IV. Ilo. 100, nach Lodiltor all LöuiAsluztdn, 006. 268. 23. Juli. Basel, unter Berufung auf die seinerseits an Straßburg geleistete Bundeshülfe gegen die Bandc^ der Engländer, verlangt nun ebenfalls Hülfe gegen dieselben von den Straßburgcrn, da jene Banden bedrohen. (St. Marien Magdalenen tag.) llrouillat IV. Xo. 100. Anm. nach Soüiltsr all IlöniKsdoton, 391. (Viessima, guarta öw Schweiz. Geschich^' ' angegangen, bittet M" sei und die Stadt d» müsse. (Montag «ach 435 269. 4^83, i. Decembcr. Pctcr von Thorbcrg, Ritter, österreichischer Landvogt in Schwaben, Argau und Thurgau stellt eine gleiche Urkunde aus, wie am 2. November 1363 der Landvogt Johann von Frohburg, betreffs Haltung des Bundes zwischen der Herrschaft Oesterreich und der Stadt Solothurn ausgestellt hatte. (Montag nach St. Andreas.) S. oben Ncg. 263. Solothurncr Wochenblatt 1814. S. 227. 270. ^387, g. Juli. Johann von Blonay, Baillif von Waadt, und die Stadt Freiburg legen unter Vermittlung Berns einen Streit bei, welcher sich bezüglich des Zolls an der Brücke von Aubonnc zwischen Freibnrg und dein Herrn Guillcrmus von Grandisson erhoben hatte. Nona ckio inonms llnlii.) Archiv Freiburg. Latein. Urkunde. Abgedruckt Uoouoil cks Vi-ibourZ IV. x. 41. Xo. 223. 271. ig. Octobcr. Appenzell. Die Landleute gcmcinlich, welche in die zwei Aemter zu Appenzell und zu Hundwpl gehören, werden um ihre Stösze und Mihhelligkeitcn mit dem Abt Georg von St. Gallen durch den Bürgermeister und vier Räthc der Stadt St. Gallen dahin vereinigt, das; sie eidlich versprechen, bei Lebzeiten Abt Georgs weder einen Aufbruch unter sich zu machen, noch sich mit Burgrecht oder Bündnis; zu Jemandem Zu verpflichten. Falls sie diesen Eid überführen, alle oder die Mehrheit unter ihnen, so sollen der Abt und seine Helfer, wer die seien, befugt sein, mit geistlichem oder weltlichem Gericht oder ohne Gericht gegen die Fehlbarcn einzuschreiten, die dann keine Freiheit, kein Landfriede sc davor schirmen soll. Auch in den beiden Aemtern selbst soll sich Niemand während dieser Zeit mit einander verbinden mit Eiden, Gelübden zc.; allfällig schon bestehende Verbindungen dieser Art sollen aufgehoben sein. Aller Schaden, den sie in den zwei Aemtern bis uuf diesen Tag erlitten haben, soll gänzlich abgcthan sein und sollen sie den Abt darum nicht ferner ansprechen. (Sonntag vor Galli.) Haller'sche Documenten-Sammlung in Bern, XXIV. S. 15. Abgedruckt Zellweger, Urk. Nr. 101. 272. ^K7, Octobcr. Übereinkunft zwischen Freiburg und dem Grafen von Arberg über das Verfahren bei Regelung von Streitigkeiten, die sich zwischen beiden Theilen erheben würden. (Nouso Ootodri.) Archiv Frciburg. Abgedruckt Roouoil äs Xribimrx IV. Xo. 222. p. 37. 273. ^67, 14. November. Bern mahnt Solothurn zu bundcsgemäßer Hülfe gegen den Bischof von Basel, Johann von Menne, dem es am gleichen Tag abgesagt hatte. Solothurncr Wochenblatt 1820. S. 355. Vgl. v. Wattenwyl II. S. 1L8. 274. ^68, i i. Januar. Johannes (von Menne), Bischof von Basel, erklärt sich zur Annahme des Waffenstillstands, welchen Graf Amadeus von Savoyen bis zum 25. Juli (rnsguo ack kosbuin kwali ckaeodi apostoli) zwischen shni, seinen Dienern und Helfern einerseits und der Stadt Bern und deren Bürgern, Mithaftcn und Helfern anderseits vermittelt habe. (Ävreuii! post kestum Ichnplnrniiz Ilamini n Oliristi nativitato NOLL, soxa- Aosimo ookavo.) Staatsarchiv Bern. Abgedruckt llrouillat IV. Xo. 117. 436 276. 456», 14. April. Laupcn. Bern und Frciburg erläutern in dem Bunde, den sie alljährlich beschwören, die Bestimmung, wodurch jede der beiden Städte sich verpflichtet, keine Ausburgcr, welche Städte oder Schlösser besitzen, aufzunehmen noch Bündnisse einzugchen, ohne schriftliche Bewilligung der andern, dahin, daß von n»» an, wenn eine der beiden Städte dem zuwider handeln oder eine auf ein derartiges Burgrecht hinzielende eidliche Versprechung geben würde, die Näthe beider Städte insgesammt oder deren Mchrthcil auf Begehre» der andern innert acht Tagen nach dem gestellten Begehren in Mitte des Weges zusammen kommen sollen »nd die zuwiderhandelnde Stadt nach Erkanntniß der Mehrzahl der Näthe der andern von solchem Burgrecht odcr Bündnis; zurücktreten und ohne Verzug dasselbe kraftlos erklären soll. Wenn auch Jemand, ob er mit einer der beiden Städte irgendwie verbündet wäre oder nicht, die andere angreifen, überziehen, beschädigen oder um zugefügten Schaden von ihr nicht Recht nehmen wollte, so sollen und wollen beide Städte einander »»^ ganzer Macht gegen solches Unterfangen beholfcn sein. Doch behalten beide Städte ihre Herren vor, wie ^ auch in den alten Bündnissen geschehen ist, die übrigens in allen ihren Punkten und Artikeln hiermit bestätig werden und die man nebst dieser Erläuterung alljährlich lesen und beschwören soll. Als Orte, wo die beide» Näthe nach dieser Uebereinkünst zusammen kommen sollen, werden bezeichnet Blamatt, Uebcrstorf odcr Laupc»^ nach Auswahl jeweilcn der Stadt, welche den Zusammentritt begehrt. (Hrmrta, ckooium clis mousm auno o, LNristi nat.ivi.ta.to 1363.) Staatsarchiv Bern. Archiv Freiburg. Latein. Urkunde. Abgedruckt Usousil cko Uridourg l ' x. 59. No. 223. Solothurncr Wochenblatt 1829. S. 582. 276. 19. Juli. Johann von Vicnnc, Bischof von Basel, einerseits, und die Gemeinde der Stadt Bern anderseits für sich und ihre Angehörigen, Helfer und Diener kommen überein, alle ihre Streitigkeiten, Kriege, Aufläufe ^ auf die drei von den Dreizehn des Landfriedens von Elsas; zu der Sache gesendeten Ritter Hcmman B"' Namstein, Jacob von Schönau und Walther von Bcbcnheim zu setzen, so das; diese nach Anhörung der P»' tcicn bis Martinstag (11. November) nächsthin mit Minne odcr Recht entscheiden. Ginge inzwischen c>»^ der drei ab, so sollen die beiden andern Gewalt haben, ihn aus den gedachten Dreizehn zu ersetzen. 2dc>» während dieser Zeit neue Anstände zwischen den Parteien sich erhöben, so soll deßhalb nicht zur That gegrifst'"' sondern auch solche neue Anstände den Schiedrichtern anhcimgesetzt werden und lauterer Friede zwischen de' Parteien bestehen. Mit Bern siegeln zu mehrer Sicherheit dieses Uebereinkommen auch die Städte Freiw und Solothurn. (Mittwochen vor St. Maria Magdalena.) Staatsarchiv Bern. Abgcdr. Urouillat I V. dlo 125. Vgl. über die darausfolgenden Verhandln»^ zu Valsthal v. Wattcnivpl, Gesch. von Bern II. 299 f. Der schiedsrichterliche Spruch ist nicht erhalten. Ueber die Klagen des Bischofs s.d. Antwort Berns Brouillad IV. dlo. 126. 277. 4366, 16. März. Erneuerung des Burgrcchts zwischen Solothurn und dem Grafen Ludwig von Neuenbürg/ dein dasselbe wegen entstandenen Zwistigkeiten eine Zeitlang aufgehoben war. Solothurn nimmt den Grab wieder in sein Burgrccht auf mit folgenden Gedingen: 1. Zusicherung Schutzes und Schirmes mit Rath und 4^ 2. Aufläufe und Frevel, die von den Neuenburgischcn auf Solothurncr Gebiet geschehen, gehören vor dortig Gericht, ebenso wenn einer, der dem Grafen angehört, um Gut zu tüdingen hätte, das auf Solothurncr Gck'^ läge. 3. Ueber andere nicht auf Solothurncr Gebiet entstehende Aufläufe und Stöße zwischen den Partes und den Ihrigen, soll man zu Recht kommen nach Erlach in das Kloster. 4. Solothurnische Kauflcute, wel i Güter über Wasser führen, sollen bei günstigem Wetter, wie bisher zu Neuenburg anlanden und zollen; »» 437 dieses nicht ohne Gefahr geschehen, so mögen sie wohl vorbeifahren und an der Zihl zollen. 5. Graf Ludwig gibt 10 Mark Silbers zu einem Udel, für jede Mark 5 Gl. Der Udel wird ihm auf das Nathhaus zu Solo- thurn geschrieben. (Freitag nach Mittefasten, do man zalt von Gottes Geburt 1369.) Archiv Solothurn. Solothurner Wochenblatt 1816. S. 337. Abgedruckt Natilo II. x. 917. Uo. 674, der aber das Datum auf den S. März 1370 bestimmt. 278. 4370 6 December Borcsch von Nisenburg, des Kaisers Hauptmann in Bayern, errichtet auf kaiserlichen Befehl einen Landfrieden in Ober- und Niederschwabcn bis zum 23. Apr.l 137S. Unter den ein und dreißig theil- nehmcndcn Städten erscheint auch St. Gallen. Bischer, Gesch. der schmab. Städte, Reg. 64. S. 127. 279. 4574, 30. April. Burgrecht des Deutschhauses Summiswald mit der Stadt Bern. (Meyenabend.) Staatsarchiv Bern. Angeführt Tschudi I. 47v. 280. 457^ 18 April Feldkirch Abt Georg von St. Gallen schließt mit dem Grafen Rudolf von Montfort, Herrn zu x.«l.ch, -mBiiadaih zu-M-»I°.igm Ms- «'s« °»m Mach-»-» m» d-».-i„m ,w. ih»-a 7-h adm K-i-a hä.... Iii- I-H-- °°» S>. a»»-sa.»-.. Ba-bcha. „mb.„ b„ -am Ich-Kail--E.-l m,d da- h-ili»-»ich. das Ha»-O-I-°---'ch. E-as W-'h-lm >m» Ma.t .-.. H--- zu B--a.n, w°lch.m d--B.i-.il. -u d-m Bimdm« äff.» °ch- >-° w--d. »°m, ,ch zwhch-n d-n B-r. däad°.°n S.--i.i,I°i--i- .-h°w>, 1° I-°-n !t° WM, »»» «--,»»»- .1, dm E»,sch,ch H-! ait-n-ichil»-» s-.d°°„- uad d-r h-.-Ich»I-Iichm »»,- .» Th.-za. ,°mmm. W.m, d-r Kms.- das B-.II-- „.M-. 1° s.-- -- 1°!°^ D-- ». ha- S.-d. R.,l .ad Amib-...- aad -.adlm-. zu A„-.!-I>. Haadw,-. T-.I-» ...d ---.«Ich „ad d>- Barghii.-- I-i.-- F-I-unc,.. q-h-ih-.. di-I°- W'mdaib !. b-Ich»°-m tt»b w°»n im. ^°d a »mg-, .m-m ,m W, »dm -ia-m P?-»-- m«t -u -MiS-»- °->° >>>°>^ li-Ichwa-m Hab-- s» laaz In» Abt »ach da >»»-- I°»m Ii- da- Btiadaih mit d-m G-»!-a und „ -s a.t ,hn.» haltm. mi° b,i I-mm L-b. ,-itm Si-t-n al-ich-» Eid schwä-t a.ch Nuddlh dm Sah» d°s G--I-» Rudals. l»-.'--, -°- St. Stiftsarchiv St. Gallen. Abgedruckt bei Zellweger. Url. Nr. 166. t. 281. 4373 21 Mai St Gallen. Bürgermeister, Ammann, Rath und Burger gcmeinlich der Stadt St. Gallen geben Urkunde über ihr Verhältnis; zum Abt und Gotteshaus daselbst, wie es nun durch beidseitige Uebcreinkunft reaulirt morden st- 1 Alljährlich auf die beiden St. Johanncstage zu Sungichten und zu Weihnachten sollen sie vom Abt einen Rath fordern und er ihnen den geben wie von Alterhcr. Der Rath soll um keine Sache richten die vor den A.nmann gehört. Der Ammann hat nur be. Streitigkeiten zwischen dem Abt und der Stadt'den Ausstand aus dem Rathe zu nehmen. 2. Das Hofgesinde des Abts, die Herren im Kloster und lbr Gesinde die Geistlichen und die Schüler bleiben von der Gerichtsbarkeit des Raths cxemt. Es soll der Rath^n^^ausmanii, der nicht Burger der Stadt ist, vor sich gebieten, außer er frevelte in dem Gericht von St Lorenz 3. Um gelegenes Gut und Erbe und Erbschaft soll jeder ohne Unterschied Recht nehmen vor dem Ammann. unter den er gehört; um Geldschuld soll jeder Recht nehmen und geben w.e bisher gebräuchlich war 4 Ein Ammann mag, durch welchen seiner Freunde und Gesellen er will, des Gotteshauses Recht im Rathe fordern. 8. Der Mt setzt zum Stadt-Ämmann wen er will, um die herkömmlichen Gerichte zu halten. 6. Wollte der Abt seine Gerichte auf der Pfalz nicht selbst halten, so mag er durch den Propst oder einen Ammann desCapitels da richten lassen, ausgenommen um rechte Lehen. 7 Die Stadt St. Gallen soll keine Gotteshausleute zu Bürgern annehmen, es wäre denn, sie wollten mit Hausräuche in der Stadt sitzen. Wird einem Aufgenommenen bewiesen, daß er nicht da sitze, so soll ihn die Stadt nicht schirmen, ausgenommen Edelleute, die mögen, nachdem sie Bürger geworden, sitzen wo es ihnen füglich ist. 8. Sondergüter innert den vier Kreuzen sollen bezüglich der Steuern und Dienste gehalten werden wie unter Abt Hermann sel. Ueber Klagen von Burgern, daß ihre außerhalb der vier Kreuze gelegenen Güter zu hoch besteuert werden, urtheilen drei vom Abt bezeichnete Nachbarn bei ihrem Eide. 9. Die „Münzmal" und die Münzgcwichte sollen dem Münzmcister überantwortet werden, ebenso auch die Fronwaage zu St. Gallen. Der Münzmeister soll die Fronwaage und so manche Waage als es bedarf, öffentlich aufhängen wo der Rath es nothwendig findet. Der Münzmeister hat auch alle Gewichte zu besehen, die Gewichte sollen bleiben bei dem Loth, das von alterher gebräuchlich war. 10. Die Müller, die die vier Mühlen vor dem Hausthor innehaben, sollen um Sachen, welche die Mühlen und den Gewerb angehen, vor den Hofammann zu Gericht gehen. Die Mühle vor dem Spiser-Thor mögen die Burger bauen, wenn sie wollen, immerhin müssen sie vom nächsten St. Gallentag an den Zins davon bezahlen. 11. Die Stadt soll durch einen ehrbaren Burger das Rathhaus vom Abt empfahen und diese Empfahung soll jeweilen nach dem Absterben des Trägers neuerdings stattfinden. 12. Der Baumeister des Münsters zu St. Gallen soll den Schopf von St Lorenzenkirche bis hinauf zum Hoftürli besorgen und was er über die Unterhaltungskosten daraus zieht, an den Baufond des Münsters legen. 13. Wenn zwei einander zu „Gemeindern" annehmen wollen, so soll das vor Lehensgericht geschehen und dann der Abt ihre Rechte wahren. 14. Wer im Spital stirbt, den erben, wenn es Gotteshausleute sind, der Abt und seine Amtleute, wie wenn sie draußen gestorben wären, ebenso Dicnstleute des Spitals, die Gotteshausleute sind. Vergabung fahrenden Gutes an den Spital steht den Gottcshausleuten frei. 15. Rechtsverhältnisse zwischen dem Gotteshaus und der Stadt, die nicht in diesem Briefe berührt sind, bleiben in ihrem bisherigen Bestand. (Samstag vor St. Urbanstag.) Stiftsarchiv St. Gallen. Abgedruckt Tschudi I. S. 4SO ff. 282. t37Z, 29. August. Elisabeth, Gräfin von Neuenburg, nimmt an ihres verstorbenen Vaters, des Grasen Ludwig von Neuenburg Statt Burgrecht zu Solothurn, wie auch schon ihr „Aehni", Graf Rudolf daselbst Burger gewesen und nach ihm Graf Ludwig. Bedingungen: 1. Schirm der Solothurner in der Grafschaft Neuenburg und Hülfeleistung nach Vermögen. 2. Ueber Frevel und Aufläufe, die in der Herrschast Neuenburg Territorium stattfinden, wird in Neuenburg gerichtet, ebenda, wenn ein Solothurner um Gut, das in der Herrschaft liegt, zu tädigen hat. 3. Um Frevel und Stöße zwischen beidseitigen Angehörigen, die außerhalb der Herrschaft Neuenburg vorfallen, soll man in das Kloster zu Erlach zu Tagen kommen. 4. Die Solothurner sollen Kaufmannsgut, das sie in Schiffen über Wasser führen, bei gutem Wetter in Neuenburg anlanden und verzollen, wie von alterher; ist das Wetter aber schlecht, so daß die Landung mit Gefahr verbunden wäre, so mögen sie das Gut führen bis zu der Zihlc und es da verzollen. (Montag nach Vartholomäi.) Archiv Neuenburg. Abgedr. bei Natils II. Nr. 715. Der Gegenbrief im Solothurner Wochenblatt IS16. S. 3SS. 439 283. 1573, 10. October. Erneuerung des Bündnisses vom 1«. Januar 1364 (s. o. Reg. 264) zwischen dem Grafen Amadeus von Savoycn und den Städten Bern und Freiburg auf weitere zehn Jahre. Staatsarchiv Bern. Dazu ein Spccialvcrtrag zwischen Bern und dem Grafen vom 2. Dccember darnach ebenda. 284. 137^, 16. September. Vündniß der Stadt Basel mit dem Grafen Rudolf von Neuenbürg. Herrn zu Nydau und Froburg. für sich und die Grafen Hartmann von Kpburg und Sigmund von Thierstein gegen Hermann von Bechburg und dessen Helfer. (Samstag nach Kreuzeserhöhung zu Herbst.) Archiv Basel, Großes Weißes Buch fol. 15. Abgedr. Tschuln I. 4/7. 285. 1376 18 Juni Rhcinfclden. Kerzog Leopold von Oesterreich trifft als Pfandhcrr der mindern Stadt Basel mit Burgermeister und Rath der mehrern Stadt Basel ein Uebercinkommcn über die Verhältnisse der beiden Städte während dieses Pfandbesitzcs - 1. Wenn der Herzog mit der Stadt Basel in Krieg käme, so sollen die beiden Städte gegeneinander stille sitzen. 2. Der Bau in der mindern Stadt soll bleiben wie unter dem gegenwärtigen Bischof und seinem Vorgänger. 3. Die Burger der beiden Städte haben durch dieselben freien Zug und Weg nach altem verkommen. 4. Die Kleinbasler s.nd frei, mit der Stadt Basel zu reisen, doch der Herrschaft Oesterreich ohne Schaden. 5. Ufcrgcricht und Rheinbrücke bleiben wie von altcrhcr. die von minder Basel bleiben bei allen ihren Rechten und Freiheiten wie unter den Bischöfen. 6. Entstünde zwischen Basel, der mchrcrn Stadt, und dem Bischof wieder Krieg und wollte dieser ein Rechneten auf den Papst nicht annehmen, so soll sich Herzog Leopold seiner nichts annehmen. (An Montag vor Gotzlichnamstag.) Archiv Basel, Großes Weißes Buch fol. 32. 286. 1376 25 Juni Rüdiger Manesse, Bürgermeister von Zürich und dessen Sohn Rüdiger, hatten die Bürger von St" Gallen vor kaiserliches Hofgcricht geladen. St. Gallen bat Zürich, dieselben „davon zu weisen". Zürichs beide Näthe haben darauf mit dem Bürgermeister geredet, daß er. selbst wenn er gegen die von St. Gallen kein Recht erlange, in Zürich und von Zürich aus nichts gegen Burger von St. Gallen unternehme, überhaupt in Sachen sich so verhalte, daß es Zürich an seinem Bund und anderm unschädlich sei. An St. Gallen schreibt Zürich, da die Sache vom Kaiser herrühre, so haben sie. die Räthe von Zürich, den Manchen darüber keine Weisung zu gebenman gönne jedem Thcil sein Recht zc. (?sria> gnarta post ckotmnnis Laptists.) Staatsarchiv Zürich. Stadtbuch II. 21. 287. 5376 4. Juli. Die Reichsstädte Ulm. Konstanz, Uberlingen. Ravensburg. Lindau. St. Gallen. Wangen, Buchhorn. Reutlingen, Rothweil. Memmingen. Biberach, Jsny und Leutkirch verbinden sich bis zum 23. April 1380 gegen Jedermann, der sie angreifen, bekümmern oder beschädigen wollte an ihren Rechten. Freiheiten, guten Gewohnheiten zc. niemanden ausgenommen, nur mit Vorbehalt der Rechte des heiligen Reiches. Bischer, Reg. 62. S. 129. Nach Lünig, Neichsarchiv p. sp. vont. IV. 27. Vgl. auch Pfaff, Gesch. von Eßlingen, S. 347. 440 Am 3. September trat die Stadt Weil diesem Bündniß bei. Vgl. Bischer ebenda Reg. 64. 1377, 9. August auch Nördlingen. Ebenda Reg. 199. S. 133. 1377, 18. August, Dinkelsbühl, ebenda Reg. 196. Gmünd, 19. August, ebenda Reg. 197. am gleichen Tag Aalen, Reg. 198. am LS. August Wimpfen, ebenda Reg. 193. Bopfingen, Hall, Heilbronn, Weinsbcrg am 16., 17. und 18. August 1377. Ebenda Reg. 192. 193. 194. 195. 288. 437«, 13. Juli. Dissentis. Vertrag zwischen den Leuten des Thüles Dissentis und denjenigen des Blegnothals mit Gunst und Willen des Herrn Brun von Rhäzuns. 1. Beständiger, alljährlich zu erneuernder Friede. 2. Gegenseitig freier Durchpaß für Kaufmannswaaren. Raub, der jemandem in den beiden Thälern genommen worden, wird nicht durchgelassen, sondern aufgehalten. 3. Für Vergehen gilt das Forum des begangenen Delicts. 4. Bei Schulden soll der Rector des Gläubigers sich überzeugen, daß am Gericht des Schuldners jenem Recht gehalten wird. Wenn nicht, so erfolgt schiedrichterliche Entscheidung durch die beiden Rectoren an einem zwischenliegenden Ort. S. Ausschluß der Pfändung. 6. Niemand soll einem Verrufenen Aufenthalt geben. 7. Conventionalstrafe von 1000 Goldgulden für den Bruch des Vertrags; der Friede soll damit nicht gebrochen sein. 8. Vorbehalten von Seite Blegnos Galeazzo Visconti, von Seite Dissentis, der Bischof von Cur. Nobr, Lock. ckixl. III. x. 294. Ho. 197. 289. 4377, 29. Januar. Elisabeth, Gräfin von Neuenburg, nimmt Burgrecht zu Laupen. Beide Theile helfen einander mit ganzer Macht im Umkreis von drei Meilen um Neuenburg und von fünf Meilen um Laupen. (Donstag vor U. F. Tag der Lichtmeß, do man zalte nach Christi Geburt 1377.) Natils II. x. 1949. Uo. 757, mit unrichtigem Jahresdatum 1378. 290. 4377, 31. Mai. Notenburg. Carl IV. und König Wenzel entlassen achtzehn schwäbische Reichsstädte aus der Acht' unter denselben St. Gallen. König Wenzel macht auf Geheiß des Kaisers zwischen ihnen und ihren Gegner» eine vollkommene Sühne und erneuert ihre Privilegien, verspricht auch, daß bis St. Michaelstag das Majestäts' siegel Carls IV. an den Sühnebrief gehängt werden soll. Weizsäcker, NeichstagSabschiede S. 183, 189, 199, 191. Vgl. Bischer, Gesch. der schwäb. Städtcbllndc, Reg. 93, 94. . 291. 4377, 17. Juni. Nürnberg. König Wenzel gebietet den achtzehn schwäbischen Städten, worunter St. Gallen, seinen Gesandten für Uebcrgabe der Sühnebriefe und Abnahme der Huldigung gehorsam zu sein. Weizsäcker, a. a. O. S. 195. 292. 4377, 11. August. Constanz. Die Abgeordneten der verbündeten Reichsstädte um den See, Constanz, klebet fingen, Ravensburg, Wangen und Buchhorn machen eine vollkommene Sühne zwischen Rudolf von Hoinbmg und andern Brüdern des deutschen Ordens einerseits und ihren Eidgenossen von Lindau und St. Galle» anderseits wegen Gefangennahme eines Dcutschordensbruders zu Lindau. Bischer, Gesch. der schwäb. Städtebünde, Reg. 191. S. 133. 441 293. l577, 26. September. St. Gallen. Die Ammänncr zu Appenzell. Hundwyl und Gais und alle Landleute, die / ^ e.jp 9w,lysxute ru Urnäschen und Teufen treten mit Gunst und Willen ihres zu die en Acmtern geHaren, sowie die ^.anvieuie s" ^ r - ^ c« Herrn dcS Abts Georg und des Capitcls des Gotteshauses St. Gallen dem Bunde be., welchen d.e Reichsstädte Ulm. Consta»,. Rothwe». Weil. Reutlingen. Ueberlingen Meimningen. Biberach. Ravensburg, Lindau. St. Gallen. Kaufbeuren. Leutkirch. Wangen und Jsny unter Vorbehalt des hl. Reichs zu gegenseitiger Hülfe geschlossen ^ Abgedr. bei Zell,vcgcr. Urk. Nr. 114. Lünig. NcichSarchiv p>. ax. oout. IV. 1. 30. Vgl. Bischer. Ncg. 112. S. 134. 294. >»7. N-»-- «M» -°» I». »» S. S.«-n !. Hills- S-S-» -l- «»»-lli- lh-- R-ch.-. V chm,g-„ KS Sl. G-..-> <-z -lp-, > >878 »»d d.,»»ch Mls f.-lw» « ». 7S8S. »I-.chm z»h.l,s. «1- d»s B.md».s> -°», «. S..I. 1376. s. o. Reg. 287. (St. Thomasabcnd.) ^ KU.Uaarter Archiv bei Bischer. Gesch. der schwäb. Städtebiinde, D. F II. Abgedr. nach de... Or.gmal m S^tgmt r A ^ ^ ^ ^ ^ ^ S. 188, mit der unrichtigen Ucbcrschrift L0. Scplemver. » , a Zellweg er, App. Urkk. Nr. 115. 295. '-7». iz.F-wm-. W,.d„ls> °»! G-u»d d--d--H--ZW-«l»,ch. und L--p°ld °°» v-f.---°ich -wisch.» il,»» -«»d.» M» Th»,z»» w» Sch,. -» 7 s > ^ Rittern und Knechten >n denselben Landen und Kreisen >»» M.„ il,..» Sliid..» »i.d D'.« 8 „ Schiiwl..». w..-»..- »»ch Sl. G-ll-». „»d-.s-i.s. -M.-I« „»d d-n si-.-„ u»d -w»« »ch.« - , ^ ^ Archiv Stuttgart. Bischer. Ncg. "a ->"l 296. . w naben deren Bund die vier Neichsländlein Appenzell, Hundwyl, ^«.22. Mai. Ulm. Die Reichsstädte Schwab, d Urnäschcn und Teufen beigetreten waren. ^1^^ Städten St. Gallen und Constanz. welche mit Vollgewalt vor gemeinen Bund ^nmicn mvc) cn, ^ ^ ^ in allen ihren Anliegen beistehen und helfen sollen, ^s undes zu diesen vie. ^a.u c)c» „ . Ländchcn dreizehn Alänncr (oder mehr oder minder, je D.e beiden Städte sollen dafür ...Ich. die Steuern umlegen, für allfällige Hülfs- '«chdeni es sie nützlicher dun t) unt r s ' ^ ^ HülfSgesi.che an die Städte richte., -e. 'nannschaf, deren der Bund ^ ^ ^ ^ ^ z>i- x^eut- solle., ihre Be. Ungehorsam im Land selbst soll e^s ^ s ^ Ungebührliches zu.m°is"^ ^ dk^Städte St. Gallen und Constanz bringen; wäre der Fall diesen zu schwer, so )e». so so en sie vor . . Die Landlcute sollen den dreizehn Männern, die alle Jahre geändert gen ste es vor genuinen Steucrangclcgenheitcn und andern redlichen Sachen gehorsam zu sein :c. w-r e„ tonnen, schwören. gehören. ^ ^ ^ ^ sollen andere Lcu .e, die zu den vier ^anow . e Constanz Vollmacht, sie aufzunehmcn. (Samstag vor - . ^' 'o ag.) V°l Bischer Reg 117. . . i,Kundenbuch. Abgedr. Zellweger, Urk. Nr. 116. Vgl. bischer, oceg. er<. Landcsarchiv Herlsau, Urk.mvenv ^ S. 136. 56 442 297. 4379, 1. Oktober. Eßlingen. Verschreibung der Städte des schwäbischen Bundes, daß Altstetten, Atarbach Bernau zu ihnen in Bund gekommen und dem Schirm der Städte St. Gallen und Lindau empfohlen worden seien. (Freitag nach Michaelis.) Stadtarchiv St. Gallen. Vgl. Bischer, Neg. ISO. S. 135. 298. 4379, 26. Februar Herzog Leopold von Oesterreich verbindet sich mit der Stadt Basel gegen den Bischof vo" Basel, den von Rechberg und Blauenstein. (Samstag vor Jnvocavit.) Briefe der Beste Baden. Angeführt in dem Verzeichnis; der Briefe, welche Basel von den Eidgenossen der Eroberung von Baden erhielt. S. oben Absch. 343. Note 2. S. 155. 299. 4379, 4. Juli. Baden. Ruprecht der Aeltere, Ruprecht der Junge, Otto, Stephan, Friedrich und Ruprecht im' Jüngste, Pfalzgrafen bei Rhein und Herzoge in Bayern, und Bernhard, Markgraf zu Baden für sich und dc' minderjährigen Markgrafen Rudolf, vereinigen sich mit den verbündeten Reichsstädten in Schwaben, woruvü'' auch St. Gallen und Wyl im Thurgau nebst dem Lande Appenzell. (St. Ulrichstag.) Uatb, <1o Mllo iiap. xulüica, x. 39. Abgedr. bei Zellwcger, Appcuz. Urk. Nr. 119. Vgl. Vischi Neg. 13lZ. S. 137. 300. 4379, 4. Juli. Ulm. Zwei und dreißig Reichsstädte und das Land Appenzell versprechen den mit ihnen m'i kündeten Fürsten, sich mit Adolf, dem erwählten Erzbischof von Mainz und Trier, so lang das Bündniß " den Fürsten währe, nicht zu verbinden. Weizsäcker, ReichstagSabschicde S. X0IV. Note 11. 301. 4579, 11. October. Constanz. Die Reichsstädte des Bundes um den See entscheiden die Streitigkeiten zwü'^ Abt Cuno von St. Gallen und den Landlcuten von Appenzell, welche auf diesem Tage vor sie gebracht wM sind, dahin, daß : 1. Die Landlcute von Appenzell und die zu ihnen gehören, dem Abte als ihrem rechten >7 schwören und huldigen, ihn bei seinen Rechten und hergebrachten Nutzungen lassen, des Gotteshauses Recht I . sollen, wo sie von seinen Amtleuten darum gefragt werden; nach Abt Cuno's Tod sollen sie dem Capitcl sein bis ein cinwähliger Abt oder Pfleger vorhanden sein wird. 2. Daneben sollen sie aber bei de»; mit den Reichsstädten bleiben wie sie selben beschworen haben. 3. Wenn sie die Huldigung gcthan, sie die Beschwcrdcpunkte, die sie jetzt den Städten vorgelegt, an den Abt bringen und suchen, sich mit dew^ darüber gütlich zu verständigen. Die Stücke, über welche dann eine Verständigung nicht erzielt werden sollen wieder vor die Boten des Bundes um den See kommen. (Dienstag vor St. Gall.) ^ Haller'sche Doc.-Sammlung Bern, XXlV. 17^ Zellweger, Urk. Nr. 121. Vgl. Bischer, S. 13S. 4379, 16. November. Buchhorn, u. Die Reichsstädte des Bundes um den See sprechen unter dem Sieg ^ Stadt Buchhorn zwischen Abt Cuno von St. Gallen und den Appenzellem, daß die letzter» dem versessenen Zinsen und Steuern jeder Art und auch das von Abt Georg sel. geliehene Geld unverzüglich 443 bezahlen sollen d Dieselben sprechen zwischen denselben- 1. Abt und Convcnt sollen in den vier Ländchcn das Ammannamt und Gericht mit allen den Rechten und Nutzungen inne haben besetzen, nießen und entsetzen, wie es von Alter hergekommen ist. 2. Die dreizehn Pfleger oder Besorger der rner Ländchcn sollen alle cm « ls ,u Vortheil oder Nachtheil umlegen, dem größern und kleinern Steuern nach rechter Markzahl, Niemanden zu ^oripeu v ^ M.an r c m c. - r - .n» für Hülfelcistung an den Bund nach gerechtem Maßstab auf alle Em- Bunde qewärtiq fem und alle Ko ten sur ^ ^ ^ r r c' d» »w ü-nd°- di-,- »>m» !umD>°ch --B.» UN s->>°-s»m !-,,c -. D-- Ab. ,-ll di° S.u.- mmml d.s S°'M w.° » s„ u„»,w°h».,ch ^ ^ sie es dem Bunde vorbringen, der dann entscheiden wird. »der hm.» ^ lbt bi'n j>ä«d-r» di-Gnud- d»st. w»-Il-rnl-ft Scschwip-r MMchei« «. B,,u,l>ch d<- E-bs«»s H-. de. Abt dm r. » ^ ^ w„ und du- ^.cst- ,.--b °- °mm »2 - Sttä»' und -n>«. nuch «m «Ich-ft. W-nn Tochter, so nimmt er dcw , Lande wäre und stürbe, so erben die Mies der Geschwister bei unge ^ ^ Wenn der große Bund oder der Bund um den See von den übrigen Geschwister dasselbe un es )wci . ubernimmt der Abt aus Gnade, die Spieße zu liefern. Appenzellern Hülfsvolk und Spnßc ver an ' bis Datum dieses Briefs verschuldet sind, sollen auf- .slslliaft nlin Löwen in Elsaß. Schwaben. Lothringen und "^2 d r Gesellschaft beigetreten ist. zu helfen, wie Herren, Rittern und Franken verheißen der Stadt Base, w Gegeben zu Richenwyler, Donstags vor St. Jo- Kncchtcn, die im Bunde sind, nach des '.-wus Basel in ihrem und der Stadt Basel Namen Hann Baptist. (21. Juni.) I>- Bulgmmst er u ^^^schaft zum Löwen, ihnen zu dienen und zu helfen verbinden sich zu den Herren, Rittern un ein ^ Herrschaft Württemberg mit Vorbehalt der Freiheiten innerhalb der Bisthümer Straßburg und ^ase u und des Königs, der Herrschaft Oesterreich ihrer Stadt, sowie des heiligen Stulsts zu > om, o Summe stellt Basel 6 Glcven, zur großen nicht und ihres Herrn des Bischofs und seines ^ st ^ ^ ^ ^ Gulden. Streitigkeiten zwischen der Stadt wehr denn 20 Glcven, zu den jährlichen ^ soll im Ucbrigen alles halten, was der Haupt- und dem Bischof gehen die Löwcngcsellschaft mc) ^^nltaa nach St. Johannestag. (28. Juni.) und dem Bischof gehen die Lowenge^u^..,. ^ ^ Q-c --b. r- ^ . >-i°I dm G.s.lllchnst sü. Sli-d,- n°.sch..ib'. "ch S>. ^h-nn-Au«. <2S, Inn. . Zdcbs. Gesch. von Basel II. 254. 255. V , i.a 134 Abgedruckt Ochs, Gesch. von Basel II. 254. 255. Visch er,. Archiv Basel. LeistungSbuch t- Originalurkunde von a. das Datum Donstag nach St. Jo- Neg. 150. S. 139. Neg. 151. ^ ^ . .vi^ilia. kosti sanowrnm ?otri et?anli . ^ , Mn» Ocks laurer v»» ^ bann getragen habe wie b. — Nach Ochs uxostolorum.« (28. Juni.) ^ , c.- m,,„des um den See sprechen um die Streitigkeiten zwischen Abt '26. Juni. Constanz. Gallen in Wiederholung eines bereits früher gegebenen Spruchs, uno von St. Gallen und der S a ^ ^ ^ ^ A^rag des großen wegen dessen Nichtbeobachtung ^^lbt "N g St. Gallen soll den Burgern von "tadtebundes und in Folge Eompromissts vormals einen gegeben hat, und St. Gallen unter seinem Siegel einen Br.es geben, wie ihnen 3 I 444 wenn dieses geschehen, sollen die Burger ihn in sein Gotteshaus und in die Stadt freundlich kommen lasstn- ihm hulden und schwören, wie seinen Vorfahren, dann suchen, sich mit ihm über die streitigen Punkte gütlich Z" vergleichen und diejenigen Stücke, um die sie sich nicht vergleichen können, wieder an die Städte bringen, du dann darüber entscheiden werden. Diesen Spruch haben die Parteien angenommen. (Zinstag nach St. N' Hannes des Täufers Tag.) Abgedr. Tschudi I. SOI. Vgl. Wischer Reg. 149. S. 139. 205. 9. April. Constanz. Die Reichsstädte des Bundes um den See, auf Geheiß des großen Bundes u' Schwaben, der jüngst auf St Georgstag zu Ulm getaget hat, und mit Zustimmung der Parteien setzen »a eingenommener Kundschaft und angehörter Rede und Widerrede in Minne die Formel des Eides fest, welche Bürgermeister und Rath und die Bürger gemcinlich zu St. Gallen dem Abt Cuno zu schwören haben. (Zu>(^ nach St. Ambrosius tag im Aprellen ) Stadtarchiv St. Gallen. Abgedr. Tschudi I. 991, SOS. Bischer, Neg. 1S7. S. 14V, datirt uM'ichK S. April. 306. tlUi l, 17. Juni. Speier. Die Reichsstädte in Schwaben (drei und dreißig an der Zahl) worunter St. Kalb' und Wr>l im Thurgau verbinden sich mit den Reichsstädten am Rhein Mainz, Straßburg, Worms, Spe>^' Frankfurt, Hagenau, Weißenburg und Pfeddersheim zu gegenseitigem Schutze bis Weihnachten 1384. Bischer, Neg. zur Gesch. der schwäb. Stadtebünde, Reg. ISS, nach Lünig, R. A. x. sp. oont. IV. Der Gegenbrief der Städte Mainz, Straßburg rc, am gleichen Tage ebenfalls zu Speier ausgestellt, s- Bischer a. a. O. Reg. 159, auf S. 140, nach Vati S4. 307. 9. April. Ulm. Bündniß zwischen 1. Herzog Leopold von Oesterreich, 2. Graf Eberhard von Württemb^ und den Nittergesellschaftcn vom Löwen, von St. Wilhelm nnd von St. Georg, 3. der freien Stadt bürg und den dreiunddrcißig Reichsstädten des Blindes in Schwaben, worunter St. Gallen und All/ Thurgau, bis zum l>. Januar 1384. Abgedruckt Sattler, Gesch. von Württemberg, 172. Vgl. Bischer, Neg. 174. S. 143. Lichuou'^ IV. Reg. 166S. Dali 44. Lünig, N. A. p. sp. oont. I. 2. Forts. 33. 308. tkUtlP 17. Juli. Constanz. Die Städte des Bundes um den See entscheiden über verschiedene Streitpuu zwischen dein Abt von St. Gallen und der Stadt St. Gallen. Der Abt soll den Burgern alle Lehengb^ innerhalb der vier Kreuze leihen, bei jedem Verkauf gehört ihm ein Viertel des bestell Landweins zu Ehrschub' den Gütern werden ihm die Steuern und Zinse ivie von Alterher gegeben, ebenso die hergekommenen geleistet. Von Erbfällcn dagegen sind die Leute von St. Gallen gegenüber dem Abt Cuno ledig, nach Brief, den er ihnen gegeben hat. Die Burger von St Gallen mögen auf die Güter der Gotteshaus innerhalb der vier Kreuze Steuer legen in dem Maße wie die von Constanz auf Gäste. Bezüglich der Erbf0 der Hagestolzen soll der Abt bei seiner Zusage an die von St. Gallen bleiben. Wenn sich über die der in diesem Spruchbrief aufgestellten Grundsätze Streit erhebt, so soll die Entscheidung wieder uvr Städten am See gesucht werden. (Donstag nach St. Margrcthen.) ^ Stadtarchiv St. Gallen. Abgedruckt Tschudi I. SV4 —S06. Vgl. Bischer, Steg. 177, auf S- Wege lins Register im Stiftsarchiv St. Gallen hat unrichtig 10. Juli. 445 309. t3»2, 28 September Die freie Stadt Regensburg und die drei und dreißig Reichsstädte des Bundes in Schwaben warunter St. Gallen und Whl im Thurgau, verbinden sich bis zum 23. April 1395 zu gemeinsamer Hülfeleistung wider alle Angreifer. Niemanden ausgenommen mit alleinigem Vorbehalt der Rechte des heiligen Reiches. Abaedr. nach de... Original im Staatsarchiv Stuttgart bei Bischer, Gesch. der schwäb. Städtebündc. D. F. II. Urk. III. auf S. 194. Vgl. ebenda Neg. 182. S. 144. 310. IM2. l5.0-,°b--. D!- schwäbisch-» S.-d,-<»->» »»-»»--»>. w°-»».--und Wi,l im Th»-«ä». ».rlS»»-„, d-n am ll.Imii lSSl g-,chl.ff-»-» «»»d m» d-»-H°»-Ich-» Siablm biS W.ih»»chi-» IZSl. (Mittw. nach Dionisii.) Bischer, Reg. 133. S. 14S. Vgl. die drei ergänzenden Urkunden hierzu von, gleichen Dat..». bei Bischer, Neg. 1S4, 185, 186. 311. '-»2. 1°. N°--mb--, Di- G--I-» B--ch.°ld ...d R»d°ls »°» «-.bu.ch --ndMst» das. bi- B-.-» b.. Stäb, »--ib.-, ii. d°» «->-«-» -«Ich-» .h«°» "»> -- S..dt ---» -.,.-» Rässt»Mssi-m b- e, r mnd aeken demzufolge den Bernern Sicherheit für freien Wandel auf zum 6. Januar 1383 vermittelt haben und geben 1 kp burgisch ein Gebiet während dieser Zeit. (Sonntag na.) ^ . . . Staatsarchiv Bern. Abgedr. Solothurner Wochenblatt 1825. S. 500. 31S. 4"..^ ^ w ^ . -v- drn Städten Solothurn und Biel zu Schutz und Schirm für Leib 14. Deeember. Ewiger B"»d Mckhm den StaRen ^ ^ ^dte soll einen Krieg und Gut, Freiheiten, Rechten un ^ ^ ^ ^ ^ H^im den Bischof und das Gotteshaus von Basel anfangen ohne der andern Rat ; doch b halt S-l-thum behält daS Reich und die Stadt Bern und se.ne Eidgenosse... d.e Städte Bern u ' Gerichtsstand und das schiedrichterliche uor. Das Bündniß enthalt sc )r ein aß i c Grenchen. Von fünf zu fünf Jahren soll das Bündnis; Äw°«, «^»°w°m-i« b-- S.»w" °--l»»».. «M -m-d -S n .ch sä», -Mi-».» -i»-> h-il«i„ «-gd-.> oc,a>worc.r werden, wenn eine ocr . . . Bündnisse. S. 15. Aeltcre Abdrücke bei Leu. Lex. IV. 53. Archiv Solothurn. '^g^r. 'i - ' unrichtige.n Datum „morndch nach St. Jmyentag, einer Neues schiveiz. Museum, 1794. S. ovo, heiligen Megden." 313. , ^ «tädte des schwäbischen Städtebundes, worunter St. Gallen, ^»5, 16. Januar. Negensburg und zwc. und dreißig L-tavrc °e. r nehmen die Städte Windshcim und Weißenburg in rhren ui Bischer, Neg. 191. S. 146.- 314. t 1,.- . » Oesterreich nimmt die Stadt Basel mit Vorbehalt ihrer Freiheiten, S/6. April. Brugg. Herzog ^'opo ^ ^ Landfriedensbündniß auf. welches auf Veranlassung soivie der Rechte des Bischofs und e ^ beschworen haben. Basel ist zur Hülfe ver- Konig Wenzels Kurfiirsten, Fürsten, Sta tc au ^ ^ Württemberg und bis in den Hagenauer pflichtet bis an den Lech, an den grauen Wald, an d.e HerrM.,. 446 Forst mit sechs Spießen zur kleinen, mit zwanzig Spießen zur großen Summe, dagegen hat auch der Herzpg gegenseitige Hülfsverpflichtung, (An dem nechsten Montag nach dem Sunnentag, so man in gottes kilchen singet Uisörieorclia. clomini.) Archiv Basel, Großes Weißes Buch Fol. 9. Weizsäcker, Reichstagsabschiede S, 377. Bischer, Reg. 194. S. 146. Ochs, Gesch. von Basel II. 279 f. inhaltlich mit dem Datum Sonntag Misericordia. 315. 22. April. Baden. Walther von der Alten Klingen, Herzog Leopolds Landvogt im Argau w. verspricht, da die Stadt Basel durch den Herzog von Oesterreich in den von König Wenzel mit Kurfürsten. Fürsten, Städten ic. errichteten Bund aufgenommen worden sei, ihr, so lang er Landvogt bleibe, nach Laut des Bundbriefs Hülfe zu leisten und keinem andern herzoglichen Landvogt die Städte und Besten zu übergeben, ehe derselbe den Bund ebenfalls beschworen haben werde. (An der nechsten Mittwuchen vor sant Georien tag ) Archiv Basel, Großes Weißes Buch Fol. 10 p. Bischer, Reg. 195. S. 147. .Lichnowsky IV. Reg. 1779. Ochs, Gesch. von Basel 11. 271. 316. 4384, 25. Februar. Geleitsbrief Herzog Leopolds von Oesterreich für Boten von Bern und Solothurn auf einen Tag zu Baden wegen Anständen und Kriegen zwischen den beiden Städten einerseits und der Herrschaft Kpburg anderseits. (Donstag vor der Pfaffenfaßnacht.) Staatsarchiv Bern. 317. 28. Februar. Die freie Stadt Regensburg und die drei und dreißig Reichsstädte in Schwaben, die mit einander im Bunde sind, darunter St. Gallen und Wpl im Thurgau, nebst dem Lande Appenzell, verbinden sich auf zehn Jahre mit dem edeln Herrn Ulrich von Hohenloch zu Schutz und Schirm seiner Rechte, Freiheiten, Besitzungen zc. (An dem wissen Suntag.) Bischer Reg. 207. S. 148. Zellwcgcr, App. Urkk. Nr. 132, datirt unrichtig 27. Februar. 318. 4584, 4. April. Murten. Humbcrt von Columbario, Ballif der Waadt, als Vollmachtträger des Grafen Amadeus von Savopen, und Conrad von Burgistein, Ludwig von Seftingen, Peter von Wabern, Rudolf Wiprecht und Rudolf von Reichenbach, als Bevollmächtigte der Stadt Bern schließen zwischen diesen beiden Theilen cM ewiges Bündniß unter folgenden Bestimmungen: 1. Der Graf von Savopen leistet jedesmal, wenn er ver- tagsgcmäß dazu aufgefordet wird, sechs Wochen lang in seinen Kosten Kriegshülfe innert einem Umkreis, welche folgendermaßen bestimmt ist: von Bern nach Zürich, von da der Limmat nach bis zur Are, von da an den Berg Hauenstein, von da wieder nach Bern Gleiche Hülfsverpflichtung übernimmt Bern zu Gunsten des Herzogs überall innerhalb der Bisthümer Sitten, Lausanne und Genf. Der zu Hülfe entbotene Thcil zieht je- weilen mit sovieler Mannschaft als der Hülfesuchende zur Zeit der Mahnung bereit hat, jedoch nach Verständigung des Ballifs von Waadt und des Schultheißen von Bern. 2. Wenn ein Theil Krieg erklärt oder eine Kriegserklärung erhält oder von einer Menge überzogen wird, so soll ihm der andere Theil innert der genannten Hülfskreise mit seiner ganzen Macht beistehen. 3. Die Mahnungen gehen von Bern an den Baillif von Wandt (vslub in porsoimin clioti ciomini oomibis), von Savopen an den Schultheißen von Bern; zwölf Tage nach übergebener Mahnung soll die Hülfsmannschaft an dem Orte sein, wohin sie verlangt worden ist. 4. In den übrigen Dingen bleiben die Bestimmungen der von den Contrahenten und ihren Vorfahren geschlossenen älter" 447 Bündnisse maßgebend. 6. Die eingangsbenannten Bevollmächtigten haben diesen Vertrag feierlich im Namen ihrer Vollmachtgeber beschworen und mit den größern Siegeln der Parteien zu besiegeln verheißen. 6. Vorbehalten werden von Seite Savopens der König von Frankreich, der Delsin von Vienne und die savoyischen Vasallen und Unterthancn, von Seite Berns der römische Kaiser, die Städte Zürich und Lucern. die Thäler Schweiz. Uri und Unterwaldcn, die Städte Solothurn und Biel, (vio ^arka m-msis ^pr-tlm.) St t?arch iv Bern Ist die Umformung des am2. December 1337 zwischen Bern und Freiburg einerseits und Savm)e/anderseits geschlossenen zehnjährigen Bündnisses in ein ewiges, nun zwischen Bern und Savoyen allein. Theilweise abgedruckt^ 1364 10 ^uli Nipaille. Graf Amadeus von Savoyen ratlstcirt diesen Bund mit der Beifügung: -avaxlianzo ' ' ^ , . , 1 oi ipvminos nodis attridutos, ut in soauncko artiaulo oontinötur, 8i ob quotiss äoolarurnus, ouoä rntra limirss ^ ^ ^ vel suoosssorss suos Auorram Iravsrö oonbiNAarot, noa oonlra omnss lZOsdeM 0c)MMUNli.ad6M u6 4)61^11^ 1 . sl^deamus geoundum N40durii et. t04N4a?44 IN diedis alli^antnZ dodaradum, sisclöin suvainLn ^wn ^ ^ationibus exosgtatis. — Staatsarchiv Bern. Abgcdr. Soloth. oxosptrs xor nos in moris Wochenblatt 1830. S. »00. 319. I.lgi. -2.Adr!i E„,s.d„!. Zchnl-Hm-S Bil-dm,, m,d Z-Ud.,»-m,sch.s.«--.-°» dm G..sm H.i„!ch dm, .r i „ . .. dem Bund der Reichsstädte am Bodcnsce, Constanz. Ravensburg. Lindau, lieber- lingen S/ Gallen Pfullendorf. Wangen. Buchhorn. Jsny und Leutkirch. (ÄnSt. Georgen abend im Abrollen.) ' K, Archiv Stuttgart. °h-"'a-s Tettnang Ab^ed. bei ^°tti. dir Grafen von Montfort, Beilage 2«. S. 559. auch Reg. 117. Archiv für schwer;. Gesch. l. S. 1o3. Bischer Reg. 209. 330. M B«"dS>-d!" in Schw»dm. «An d» n-chl'm Mi»».,chm ,,«ch dm. h.ilizm H-chzi, i- zu ocm ^zuno oer i_)iav.r . ^ ^ lg. S. Bischer. Reg. 211. S 149. Archiv Basel, GioPcs ei i ^ ^ Reichsstädte Augsburg Ulm. Con- Dcr Gegenbncf der frei (DurnstagS nach dem heiligen Pfingsttag) 2. Juni stanz w-. darunter St. Gallen ^ 1384, liegt im Archiv Bali . Mainz, Straßburg rc., Urkunden, daß sie den Bischof von Basel und Die Städte Städtcbund getreten seien, als ihre Eidgenossen behandeln werden, da die Stadt Basel, die in den s )wa > Aufnahme vierzehn Glene mehr als bisher zur Hülfe die schwäbischen Städte gelob W « o bereitzuhalten. (Ohne Datum.) Visa, er 321. 45U4, 18/21. Juni. Bündniß der freien Stadt Regensburg und der schwäbischen Reichsstädte, worunter St. Galle.., mit der Stadt Nürnberg bis 23. April 139.>. Bischer, Reg. »13, 214. ^ ad-. -Heidelberger Stallung: Dreijähriges Landfriedensbündniß, von König Wenzel ^ t, 26. ^>u i. .^c> e erg. . und des schwäbischen Bundes und den Bischöfen von Mainz und Würz- Mischm dm Sind,m dm -H.M ^ ^ K-ni«- bniz. dm, Ps-lW-sm 2, p , K„«chw, «,,d S.iidlm »ns»mich>M »» »-« «> -'»«> Gesch. von Württemberg, 176. Lunig, . 443 323. 12. September. Nürnberg. Die Städte des Bundes in Schwaben beschließen, wenn sich in irgend einer Bundesstadt Auflaufe gegen den Rath erhöben, gemeinsame Maßregeln zu Unterdrückung derselben zu ergreifen. (An Mcntag vor des hl. Crütz tag zu Herbst als ez erhebt wart.) Archiv Basel, Großes Weißes Buch Fol. 26. Bischer, Reg. 226. S. 151. 324. 24. März. Beitritt Mühlhauscns zu dem Bund der schwäbischen Städte, worunter Basel, St. Gallen und Wyl im Thurgau. (Freitag vor dem Palmtag.) Bischer Reg. 236. S. 153 nach Archiv Stuttgart und Petri, Gesch. von Mühlhausen, S. 88. 325. 4ZL3, 1. Juni. Basel tritt dem schwäbischen Städtebund gegen Oesterreich bei. Bischer, Forschungen II. 29. 211. Vgl. ebenda III. S. 15. Note 6. 326. 12. Juni. Ulm. a. Vereinbarung der verbündeten schwäbischen Städte, worunter St. Gallen und Wyl M Thurgau, mit König Wenzel wegen der Judenschulden. 6. Basel, eine freie Stadt und sieben und dreißig Reichsstädte gemeinlich, der schwäbische Städtebund, versprechen auf dem königlichen Städtetag in Ulm den Austausch der Vertragsurkunde betreffend die Judenschulden-Tilgung. Weizsäcker, Reichstagsabschiede, S. 492, 494, 495, 497, 501, 502, 503, 504. Vgl. Bischer Reg. 240. 327. 15. Juni. Ulm. Die Städte des schwäbischen Bundes entscheiden einen Streit zwischen Basel und Nürnberg wegen eines Zolles auf dem Rhein, den die von Basel aus kaiserlicher Versatzung bezogen und von welchem die Nürnberger durch kaiserliches Privilegium gefreit zu sein behaupteten. (An sant Vitz tag.) Archiv Basel, Großes Weißes Buch Fol. 48. 328. tZUU, 16. Juli. Burglitz. König Wenzel gestattet acht und dreißig Städten, darunter Basel, St. Gallen und Wyl im Thurgau, die fernere Haltung von Juden gegen Abgabe der Hälfte des daraus erwachsenden Gr- Winnes. Weizsäcker, a. a. O. S. 502. Vgl. Bischer Reg. 248. 329. 16. Juli. Burglitz. St. Gallen ist mit den schwäbischen Städten in König Wenzels Münzordnung. Weizsäcker, a. a. O. S. 478, 479, 432. 330. 6. Januar. Baden im Argau. Tag des schwäbischen Stüdtcbundes mit den Amtleuten Herzog Leopolds von Oesterreich zum Versuch einer Ausgleichung der zwischen ihnen waltenden Streitigkeiten. Jansen, Neichscorrespondenz I. S 18, 19, 20. Weizsäker, 450. lieber die im Laufe des vorhergehenden Sommers und namentlich im September zwischen beiden Theü^ bereits stattgefundenen Unterhandlungen und die Ansehung dieses Tages vgl. Bischer deutsche Fortsetzungen» ' S. 15.16. Note 1, auch die Urkk. S. 32—35. 449 331. -7 A°.il S«u»l,-is> N-Ih.md Bu,«°-»-m,i»Iich!»Bm, G„isl» «„,» »°» N-u-nbu.« .»» IM G.-Id-n, di- Ii- d-!-hl- h-t d« --S-n- d»S p- - B-.» »»c>-»«m«-„ H.I, ^ ' Bischer Neg. 260. nach Archiv Stuttgart. Weizsäcker I. S. . 333. -n cc»» I«v3lin von Savoyen und ihr Sohn Graf Amadeus befehlen »,19. Mai, Ripaille. Bona "vr und Faucigny und deren Stellvertretern, das Bündnis; a en ihren Amtsleutcn in Waa t, ' l" Gemahl und Vater geschlossen, getreu und fest zu halten und in "ut der Stadt Freiburg, welches ihr seliger nemayr ihren Amtskreisen für dessen Beobachtung zu sorgen. Archiv Freiburg. Abgedruckt Koouoil cle Xribour« V. Xo. 283. 334. j^ ^ ^ ^ Hans Schultheiß von Schaffhauscn. Heinrich von Nandegg, ,11. ^uli. Constanz. Rudolf von Basel und Hans Wernher Früwler, Burger daselbst Vogt zu Schaffhausen, Heinrich Rosegg, - Forderungen und Ansprachen, welche die Bürger von Basel entscheiden schicdrichterlich in Betreff dcr Bipp, Neu-Bechburg und anderer dazu gehöriger von wegen der Städte und Besten Mick Hcr'oq den betreffenden namentlich genannten Burgern Dörfer und Güter gegen Herzog Leopold hatten, aß ^ s Rudolf sel. von Kyburg und Graf Ego von Basel,' welchen Frau Anna von gl- ' Herr zu Nydau und Frohburg näher bezeichnete von Kyburg. ihre Söhne und Graf Rudo f sc . worden sind, entweder '-.dich.»-,, »-„»„».-» «-M ^1... I.» d'e Unterpfänder einräumen oder neue Brief ^ S. 159. Lichnowsky IV. Neg. Archiv Basel, Großes weißes Buch^fo- ^ ^ . 2002, datirt diese Urkunde 1386, 9. Juli. Vgl. Ochs II. 302 335. 330. , ... n;,meinde zu Biel sagen dem Schultheißen, dem Nathe u» 28. August. Der Meyer, der Rath un Wietlisbach inne haben und den Leuten daselbst, Gemeinde zu Freiburg und ihren Helfern a , üsoollut. lloluenuis Uaptistus.) ^enen Viel geschädigt werde, mit Rath un >,9» U Solothurner Wochenblatt IS27. S. 293. 330 und der von 339. ' Burgrecht wird von fünf zu fünf Jahren erneuert. Wenn Neuenstadt seine Verpflichtungen nicht erfüllt, zn i es eine Buße von 50 Mark Silber. Die Pflichtigen Leistungen an den Bischof und das Capitel von Mm werden vorbehalten. Ausschluß fremder geistlicher oder weltlicher Gerichte, ausgenommen um Ehe und Wucher. Für persönliche Ansprachen gilt das Forum des Wohnsitzes des Beklagten. Um große Sm) kommt man zu gemeinen Tagen. (An dem einliften Tag des andern Herbstmanodes.) Staatsarchiv Bern. Abgedruckt als Regest bei 1'rouillat. IV. p. 863. Der Gegenbricf von mit irrigem Datum 11. September, nach einer mangelhaften Abschrift des ehemaligen bischöflich baselschen Ar 1 ebenda IV. Nr. 244. Abgedr. auch im Soloth. Wochenblatt 183t). S. 601. 340. 22. Februar. Erneuerung des Vertrags vom 12. November 1328 zwischen den Städten Basel und Lm'0' (Montag vor Mathie.) Archiv Basel. Siehe oben Reg. 139. 341. ^ 2. Mai. Eger. König Wenzel gebietet den Reichsstädten in Ober- und Niederschwaben, im Elsaß, ^ Rhein, in der Wctterau, in Franken und in Bayern, alle Bünde, die sie zusammen gehabt, namentlich ^ gemeinen Bund, als wider Gott, den König, das heilige Reich und das Recht streitend, abzuthun und dew ^ ihm gemachten Landfrieden beizutreten. Bischer, Neg. 332. nach vatt 61. 451 34Z. in t58k>, 5. Mai. Eger. König Menzel richtet einen allgemeinen Landfrieden auf am Rhein, in Schwaben. Baiern, in Franken, Hessen, Thüringen und Meißen. Bischer, Neg. SS5. S. NU Vgl. vatt 66. Dazu die Anmerkung von Bischer a. a. O. 343. 2». S.-ph»». G-«I und «... iu und Im, S°h„. H-» -u O.b. Ichllch-,, Bn-n Muu F..>.mdIch»st«-.-°-, >°°»«ch dl- -°» ^ m ^^ - -c nnd umaekehrt die Ihrigen IN den Territorien dieser Städte für gehörigen und Verbündeten in ihren Landen unv umgelegir u ^ ^ - . - - , IV cr" sv->!en Mandel und Sicherheit erhalten, (Usr-Ig. tsrora, Ultra. Leib und Gut auf viermonatliche Aufkundung freien ^vanorr ^ ^ r Xi-i ,.»»» n untj.itnt° > ^ SInnU»,.« P.» W..„,n«.., .S.S, S. «I. Ironillat IV. x. 515, unrichtig datirt 13S8, ^rrcmm 344. Kkrnübura und andere Glieder des Hauses Hohen- l"80, 12. August. Graf Friedrich von Zollern Chor ^ ,^^ter Basel. Wyl im Thurgau, Mühlhausen, zollern bekennen mit den Städten des ^""^6 ^ Württemberg. Siegfried von Memmingen, ausgesöhnt zu sein, nach Maßgabe einer von Gr l Kirchheim unter Teck am 3. März gleichen Jahres Deutschordensmeister und Graf Friedrich von Oettingen zu K.rchhe.m gefertigten Uebereinkunft. Bischer. Neg. 368. 345. nnd Murten unter Vermittlung des Stell- ig. November. Chencns. Uebereinkunft z.v.schen Fru g Vertreters des Baillifs von Waadt. betreffend gegen r> >gr. delte Klagen wegen Beschädigungen, Todtschlagcn - 5 > Bern, (vis mnrtis post tmww dsatr Uartrnr zwwali^) ^ Anmerkung dazu. Latein. Urk. Al'gedr. Usouail üo Vrrd. >. P. - ' 346. Tinnat Graf von Toggcnburg, Heinrich, Graf von 25. Februar. Werdcnberg. Cuno. Abt zm . > G zn Bludenz, machen ein Bündnis; bis Wcrdenberg. Herr zu Nheinck und Albrecht- Graf von ^ gege„seitigein Rath und gegen- auf den zivölften Tag nach Weihnachten nachs )» Verfahren bei Streitigkeiten unter sich oder ihren seitiger Hülfe bei Streitigkeiten mit Dritten und im ger^c ^ die von Wich und die von Appenzell Dienern. Wenn Abt Cuno in Zeit desBü»dnißeo m> Vorbehalten werden von allen Parteien der römische die Zeit hindurch beiden; Bündniß bleiben, wenn sw ^ Werdcnberg-Sargans, von beiden König und das Haus Oesterreich, von Donat non^WS vom Grafen Heinrich insbesondere die von Constanz, so Grafen von Werdcnberg ihr Schwager ^r"" von > ^ ' insbesondere die Stadt Feldkirch. Der Beitritt zn long sein Burgrccht mit ihnen währt, vom . ^ Wcrdenberg -Sargans, dem Ulrich von Metsch, Gra- dlesem Bündniß wird vorbehalten dem Grase , von Werdenbcrg-Vaduz, Wilhelm von Mont- 1°. wn «i-ch»-!,. d-„ G-.ft,. «,.°ch. «» ^ Bnm Nh-i»-. s besteht ebenfalls die Hülfsverpflichtung jedoch gegen bescheidenen Sold. Bischof und Capitel sind nicht pflickM mit ihrem Leibe zu reisen, sondern nur Volk in den Krieg zu schicken. Kein neuer Bischof soll angenommen werden, bevor er mit Eid und Brief dieses Bündnis; bestätigt hat. Alle frühern Verkommnissc der Bischöfe mck der Herrschaft Tyrol werden bestätigt, namentlich die um Fürstenburg. Dagegen verspricht Herzog Albrecht »» Namen seines Hauses das Gotteshaus Cur und dessen Leute bei ihren Rechten und Freiheiten gegen mann zu schirmen. (An sant Johanstag ze Sungichten.) Bischöfl. Archiv Chur. ReZistrum ds feudi». Abgedruckt ihlodr, Cod. dsid. IV. 810. dlo- Der Gcgenbrief der Herzoge, cid. Salzburg 81. Juli (St. Marien Magdalencn Abend) 1398 aus derselben LU>cl" abgdr. ebenda S. 814. Nr. 167. Revers Herzog Albrcchts, daß bei diesem Bündnis; vorbehalten bleibe, daß wen" des Bischoss „geborne Freunde", mit denen er vor dem gegenwärtigen Bündnih sich auf bestimmte Zeit verbün habe, während derselben mit Oesterreich in Krieg kämen, der Bischof mit seinem eigenen Leibe ihnen helfen möge, wogegen aber das Capitel und ganze Bisthum mit seinen Dienstmannen, Landen und Leuten nichts desto minder Oesterreich zur Hülfe verpflichtet bleiben, dd. Salzburg 1398, 88. Juli (an sant Marien Magdalenen Tag.) Nach dem Original im bischöflichen Archiv zu Cur abgedruckt bei dlodr, Cod. dixl. IV. x. 816. dlo. 168. 348. 45DL, 24. November. Sitten. Friedensschluß und Verständnis; zwischen Bona von Bourbon, Vormündern; ihres Sohnes, des Grafen Amadeus von Savoyen, und den Gemeinden des Landes Wallis (ad xrsoss ob rog^u' mtionom nollilio Dekri ds liuraniu, Damini iDrnivisii, Domini Duilolmi et Dniolnrrdi, sjris üliormv, L0NS6N8N. st voluntako intdriu.8 doooripkornm u oommnnitakiduo Vullsmi onm pdsnitndino pwksotakm " oonnm oampanas in oornm oon8ilio okookornm, pwonk lldsm kaoiant p>sr xndlionm inotrnmonknm rseopku" I>vr Dominum Garolum do l)la.rrs8, notarinm pnlzlioum, 8nd anno Domini 1392", indiotiono guindooiwa, eü undsoima, i>lovomdri8 —. In diesem Friedensschluß werden auch inbegriffen der Graf von Greyerz, Hu»>v von Villens, Bischof von Sitten, der Herr von Thum und die Städte Bern und Freiburg mit ihren -" hängern. Archiv Sitten. Latein. Urkunde. Abgedruckt aus einem Register der Kanzlei Sitten von de im Archiv für schweiz. Geschichte III. S. 165 ff. Hisels, Kruxsro I. 351. Citirt in Furrer, Urk. schichte von Wallis, S. 163—165. Nach Furrer III. 168, wurde dieser Friedensschluß im Jahr 1400 best» und erneuert, wobei wieder die deutschen Walliser in Naters tagen. 349. 4,1!),'», 13. November. Ensisheim. Herzog Leopold von Oesterreich verbindet sich für sich und seinen Vetter Albrecht und seine Brüder die Herzoge Wilhelm und Ernst, Friedrich, bis nächsten St. Andreastag und von da " ^ auf zehn Jahre mit seinen Landen und Leuten im Thurgau, Argau, Burgund, Sundgau, Elsaß und Breisig mit dem Bürgermeister, den Rüthen und Burgern gemeinlich der Stadt Basel und allen ihren Schlösser" " Städten, die sie jetzt haben oder noch gewinnen, zu gegenseitiger Hülfe, Beschirmung zc. Gemeine Di"w ^ bei Streitigkeiten ist die Stadt Nhcinfelden. (Samstag nach St. Martinstag). Archiv Basel, Großes weißes Buch Fol. 81 b. 38 I>. 453 350. tZ93, 14 Februar. Jlanz. Johannes. Abt von Dissentis. und die Gemeinde zu Dissentis. Ulrich Brun von Nhäzuns ' 'und seine Leute. Albrecht von Sax von Monsax und die Thalleute in Lugnez inachcn einen ewigen beschworncn Bund - 1 ^Jedcr Herr und jeder Mann, der in denselben gehört, soll bei seinen Rechten bleiben, wenn einer darin bedroht oder gekrankt wäre, so sollen die andern Bundesgenossen ihm mit Rath und That. Leib und Gut zu seinem Rechte helfen 2. Ulrich Brun und Albrccht von Sax und ihre Erben sollen das Gotteshaus Dissentis an keinem seiner Rechtebeeinträchtigen, noch sich in die Abtwahl mßchen. 3. Der Abt und dw Gemeinde von Di.sentis sollen den genannten Herren helfen bis zu ihrer Letze ob dem Flunswald m e.genen Kosten, we.ter aber mcht weiter als deren Besitzungen reichen, um die Kosten. Gleiches g.lt für dw be.den Herren gegenüber dem Kloster und den Leuten von Dissentis. 4. Jeder Herr soll die liegenden Guter, d.e er m dem Bundesgebiet hat. messen. Wollte ein Feind des Bundes dahin kommen, so soll man w en mcht aufnehmen, ausgenommen m.t gemeinem Rath. Wer angenommen wird, mag innert dem Thell sich setzen und zwhen woh.n er well 5 Wenn m, Th... «...»„.ich ..,s >.m° M.!° M m.,. .... ...... . , Sitte und Gewohnheit. Wäre das Recht sollen dem Bundmß mcht s )a ^ Bundes einen Schiedrichter zu Minne oder Recht; im emem ^helle ungemein, sogt' ie e » qfgx fünf Jahre sollen Alle, welche zu ihren Tagen Recht entscheidet unter den Dreien ie dasselbe beschwören und soll man das zu Truns gekommen sind und das Bündniß abgalten vor daß sie den andern Bundesgenossen bei einem thun. 8. Abt und Gemeinde von D.ssent.s ^l n M h^lfm ^ ^^fen diese aber die Vundes- Angriff aus die Waldstätte Uri. Schwyz ^ behält Ulrich Brun von Nhäzuns die genossen an, so sind sie diesen zur >^u fe verp - Mötsch und dessen Erben vor. und ebenso Albrecht von Herrschaft von Oesterreich und seinen Oheim Egon von Metsch unv o " öax den Herrn von Mailand und die Waldstätte. (Sonntag vor der Pfaffenfastnacht.) lilobr, Loü. lltxl. IV. x. 250. Uo. 104. 351. . e ... Knroans verbindet sich mit seinen Leuten, eigenen und lZ, 19. Februar. Graf Johann von Wer en wrg z> ^ Löwenberg auf ewig zu dem Abt und der freien, auf Montana oberhalb dem Fumsiva un ^ denen von Lugnez und Andern, die den Gemeinde von Dissentis, dem Albrccht von ax .i» ^ Besitzer der Beste Löwenberg ihrem Bund letzter» zugehören, also daß er und die ^'wnn m e ^ ^ ^en zu aller Nothdurft beholfen sein sollen. ^ ., ^„dern sollen sie ihm nur auf Geheiß des Bundes Bund nicht beholfen sein; auch in ^ . :m,en. Der Herrschaft Oesterreich werden ihre zuziehen, im Uebrigen bleibt er bei allen seinen ^ ^. Rechte zu den Freien vorbehalten. (Freitag na ) ' Nollr, 0oä. äixl. IV. ?. 262. üo. 14 - 352. 17. März. Gräfin Elisabeth von Neuenburg und die Stadt Bern als Besitzerin der Grafschaft Nydau, reinigen ihre Streitigkeiten in Betreff der Abtei At. Johann dahin, daß sie abwechselnd die Rechte der Zgtci über dieses Gotteshaus ausüben sollen. (Nsrovscli irxzi-üs mars.) Natils II. x. 1125. Ho. 702. Vgl. Solothurncr Wochenblatt IS20. S. 525, 407. v. Watten- wvl II. S. 303. 353. 4. Juli. Ueberlingen. Lindau und St. Gallen treten dem Städtebündniß gegen Oesterreich bei. Lichnowsky IV. Reg. 2496. 454 354. 4393, 7. October. Die Städte Biel und Neucnstadt versprechen sich eidlich gegenseitigen Beistand für die Ver- theidigung ihrer Personen, Guter und Freiheiten gegen Jedermann, unter Vorbehalt jedoch ihres Burgrechts mit Bern. Keine der beiden Städte soll einen Krieg anfangen ohne Wissen und Willen der andern. Ueber- cinkunft betreffend die Panner der beiden Städte und die Leute, welche denselben zu folgen haben, über die Gerichtsbarkeit des Meyers von Biel, gegenseitige Zollfrciheit, Ausschluß fremder Gerichte ze. Alles mit Vorbehalt der Rechte des Bischofs von Basel. Diese Uebereinkunft soll je nach fünf Jahren erneuert werden. (Donstag nach St. Michaelstag.) Irouillut IV. x. Sil. UöA. nach einer Copie des sechszehnten Jahrhunderts. 355. 4399, 12. Juni. Straßburg. Schutzbündnis; zwischen den Städten Basel und Straßburg bis nächsten St. Martinstag und von da an drei Jahre, unter Vorbehalt der Bünde, in denen die beiden Städte und jede derselben stehen. (Des nechsten Mentages vor der zweier Heiligen Tage Viti vnd Modesti.) Archiv Basel, Großes weißes Buch Fol. 71. 35L. 4399, 21. October. Cur. Ewiger Bund der Thäler oberhalb „Stains" ennethalb dem Wald und disent dem Wald, in Avers „zu Burgnum" und Aller, die zur Beste Greifenstein gehören, aller Gotteshausleute von Cur, Edler und Unedler, Freier und Eigener, Semperleute und Hofleute, niemand ausgenommen, der in diesen Kreisen sitzt und zum Gotteshaus Cur gehört, der Thäler Schams, Vatz und Domleschg und aller in diesen Kreisen und Thälern sitzenden Leute, die zu Herrn Johannes, Grafen von Werdcnberg-Sargans gehören, mit Wissen und Willen des Bischofs und Domcapitels zu Cur und des Grafen von Werdenberg, zu gegenseitigem Schutz und Schirm gegen Gewalt und Unrecht und unter Vorbehalt aller Pflichten gegen Bischof und Capitel, des Bundes derselben mit Oesterreich und der Eide der werdenbergischen Leute zu ihrem Herrn. Der Bund soll alle zehn Jahre mit Eiden erneuert werden. Jedem neuen Bischof von Cur soll das Capitel den Eid geben, diesen Bund zu bestätigen und wenn des Grafen von Werdenberg Leute einem andern Herrn huldigen sollen, so soll derselbe auch diesen Bund bestätigen und verbriefen. (Elftausend Mägden Tag.) Tschudi I. 503. 357. 4397, 13. Mai. Basel erscheint unter den Städten, welche auf dem Tag der rheinischen Städte in Frankfurt vertreten waren. Janssen, Frankfurts Reichscorrespondenz I. Nr. 117. 358. 4397, 12. August. Münster im Wallis. Hans von Heinberg und Heinrich von Ostcrmunt, als Boten der Stadt Bern, mit Boten von Thun, Unterseen, des Gotteshauses Jnterlaken, des Landes Hasle einerseits, dann Boten der sämmtlichen Dörfer von Wallis oberhalb Doys in der Kirchhöre Münster und endlich Boten von Eschenthal und Bomatt schließen auf einem Tage zu Münster in Wallis eine Uebereinkunft auf zehn Jahre über Herstellung, Instandhaltung und Sicherung der Kaufmannsstraße über den Grimsel nach Bomatt und Eschenthal: „Wir die vorgenanten alle zwissen ist, wir die von Berne für all die von Berne vnd die ze vns gehörent vnd aber wir die von Wallis für alle die gemeinde der Kilcheri von Münster in Wallis vnd wir die von 455 Bomatt und von Ocschital für all vnser gemeind vnd die ze uns gehorcnt, sint mit einander vbcrein kamen ein- hellillich mit gemeinem rat, den wir dar vm vf disem selben tag ze Münster in Wallis gchept Hein mit vollem gemalt, die strasse der kouflüten von Lampartcn vnd andrer, wo st har koment init ir kausmannschatz, ze legen dur vnser gebiet vnd dur vnsru lander aller der vorgenantcn, mit der bescheidenheit. das wir die von Berne stellen besorgen, das der weg vnd die strasse gemacht werde vf vnser gebiet vntz an den spital an Grpmslen, vnd aber wir die gemeind der Kilcheri von Münster von dem spital haruber vff all vnser gebiet vntz an die March dero von Bomat, vnd aber wir die von Bomat vnd von Oeschetal als ver vnser gebiet gat. Vnd sol man nemen die Ballen vnd ander koustnannschatz. daz ze teil gat. vntz an achtzechen ruben den alten lon vnd von des vf die zwifalti des lones, als es von alter was, vnd sol der rnben an iekstcher n.derlegi oder susten gelich sin. Man sol onch ze winter die konflüt nit überlegen mit großen lönen ze nemen rwn wegens wegen. Aber füllen wir die vorgenanten alle, ieklicher vf sinem gebiet, die konflüt vnd die konfmanschatz fürer sicher halten libs vnd gutz vnd was sich dien konflüten verlürt vff iemans gebiet vnser der vorgenanten, das sol der ablegen, der es verlürt, ob er so vil hat. Het aber der nüt so vil, so sol es die gemeind besinn nach recht, v der gebiet es sich verlört. Verschulti onch ie.nan, das nmn ab im richten sölti. so sol onch wk.eher vf stm gebwt ab emselben r.chten, der es verschulti. Vnd sol man der konflüten gut niderlegen, das es besorget st Vber das alle» so sin w.r w von Verne vnd wir die von Wallis für vns vnd für alle die Vnsern oberem kamen, das wer d.e strafte vber den berg ze Hasle sicher fallen haben vnd fallen wir von Berne nüt nut repse vber m berg zw e„. von wem w.r gen.ant wurden, noch wir von Wallis hinüber. Vnd sol d.e sicherhe.t weren ,echen ^ d.e nächsten d.e .... l m die voraenanten alle, die da vor geschnben staut, für vns vnd fnr koment. D.se vorgcnanten ding so loben w.r o.e vmgeuu..^ , die vnsern bi guten trnwen fest, stet und gut zehalten w. w. (Zwe f er ^ag Staatsarchiv Bern. - u .... . u- kem Siesel „der Gemeinde von Doys uf, der k.lcher, von Ernen vnsched?ch" und end!."ch dll !°n Eschenthal und Bo.natt. Bischof Wilhelm von Sitten, auf Bitte der Kirchgenossen onfaseoncy , uno ) ... u!,,cm Anner «snlvo wro uostro st uostrs Lsäunsusis ssols8w as von Munster, bestiit.gt d.ese u^^ nwnoio eVngu8ti. aano N°sss« nono^imo altorius ouunsoninzns. Datum in onsrio Neri, iel.lt 1 soxtimo — unter Anhcingung des bischösl. Siegels. (uMw - . 35V. 5 m „nk Heinrich von Werdenberg treten für ihre Beste Hohentriens und °d..uA« du-... . ' R k ,ni!s>4ien Abt ^obann und der Gemeinde von B.sicnt.o, Ilst.ch Brun von .kthazuns und ...m S« zu «-»,.« u,.d dm Smiizm und «»-» du !n dusm. Buud b-z-lff... Pud. w dm -Mchm B-d.»su„gm »u I-ld-.u F.w.u- .--d s-.s R.-d-„b.,z «u. d-..m von Löwenbcrg zc. beigetreten ist. (Freitag nach Ostern.) Nobr, 0oä. äixl. IV. x. 325. M. 24-1. 360. oi M.t Npmdnisi der Städte Bern und Solothurn mit dem Markgrafen Rudolf von Hochberg. Herrn ' N'' 11 s sbis St Johannstag ze Sungichtcn nächsth.n und darnach fünf ganze Jahre: zu Rötheln und Sausenberg b- Sll ' S , Schlöss-m. Landen und Gebieten AK.du P.u... K-..- . >° ... d.. u.d... ...... cd Wmu muud d.. .du P.U.U U.--...-U-d-d d.Nmmu.» >d° dl. Idch-«. «°°« d-. «..---ist- du V.-MU.W.» ...cht-.mchmm ° dm d.m A..M-T-«» Ms- '°mn °rdaß .hm vm.ch« S-Ich-H-- u°.b°h»l,° A.u>«. 456 gras Rudolfs: das Reich, Oesterreich, seine Lehenherren und seine gebornen Freunde, seine Lehenleutc. Vorbehalte der beiden Städte: das Reich, Oesterreich und ihre bisherigen Eidgenossen und Verbündeten. (Am lesten tag Meyen.) Staatsarchiv Bern. Pergam. Urkunde mit drei anhängenden Siegeln. Angeführt bei Tschad i l. S. 59g. 301. 11399, 1. September. Ensisheim. Münzconvcntion zwischen Herzog Leopold von Oesterreich, handelnd auch für seinen Bruder und seinen Vetter und alle deren Lande und Städte einerseits und der Stadt Basel anderseits. (Montag vor vnser frowen tag, als sie geboren ward.) „Des ersten, das wir ze ayner Vynen mark silbers ain halb mark kupphers tun füllen vnd nicht mer, vsser denselben anderhalb mark silbers vnd Zusatzes sollen gemacht werden acht phund vnd acht schilling stebler oder vier phund vnd vier schilling zwayling. Das sind die anderhalb mark silbers vnd Zusatzes in den ofen gesetzet sullent ain vyne mark silbers vsser dem ofen vnd füre bringen vnd tun. Der Schrott soll sin vff vier lott der anderhalb marken silbers vnd Zusatzes ain phund vnd acht schilling stebler oder vierzehen schilling zwayling. Der vorgeschriben pfening sol man geben vmb ain vyne mark silbers achthalb phund stäbler oder vierdhalb phund vnd fünf schilling zwayling oder aber sechs guldin vnd dry schilling stäbler, der gold haben wil, vnd nicht mer. So ist dis der kosten, der vf die vorgeschriben anderhalb mark gan sol vntz das sy zu Pfennigen bracht werden: Des erstern für den abgang im ofen vnd das abschrot anderwerts ze gießen dry schilling steblern, von den anderhalb marken steblern wisz ze machen sechs schilling stebler vnd von den anderhalb marken zwayling wiß ze machen fünf schilling stebler, wan minder kost darüber gat denn vber stebler; den gesellen von den anderhalb marken des klainen geltes stebler ze werken vnd ze fürgewicht vier schilling stebler vnd von den anderhalb marken zwaylingen ze werken vierdhalben schilling stebler, von den anderhalb marken kleines gelts ze malen sechs stebler vnd von den anderhalb marken zwayling ze malen vier stebler; dem münz- meister für tigel, kohl, vnschlitt, salz, winstein, münzysen, stempfel, leder vnd ander geschirr einen schilling stebler; dem münzmeister für sein sorg vnd arbeit sechs stebler vnd von den anderhalb marken zwayling ze sleg^ schätz zwcn schilling stebler vnd wenn die münzergesellen by dem vorgeschribnen lon vier schillingen, so st stebler Pfenning werken vnd machen, nicht wol bestann noch darumbe gewerken möchten, harumbe sol von den steblern Pfennigen kam slcgschatz genomen werden vmb das man den münzergesellen des; fürbazzer geloncn vnd st dasst'lb klain gelt stebler gewerken mugent." Archiv Basel, Großes weißes Buch Fol. 95. Pergamentene Urkunde mit anhängenden Siegeln Herzog Leopolds und der Stadt Basel, abgedruckt Argovia VIII. S. 380 sf. Vgl. Lichnowsky V. Reg. S^S. Schreiber, Urkundenbuch II. 1. 227. 302. 4399, 11. Rovember. Die Städte Basel und Straßburg erneuern ihr mit diesem Tag auslaufendes Bündnis) vom 12. Juni 1396 auf weitere vier Jahre. (An sant Martinstag ) Archiv Basel, Großes weißes Buch Fol. 72 0. 303. 4399. Münzvertrag zwischen den Städten Basel und Freiburg im Breisgau auf fünf Jahre. Aus der Mark Silber, die Iv'/e Loth fein war, sollen 112 Schillinge Stebler geprägt werden, es gehen also auf die seu"' Mark 108 Schillinge Stebler. Schreiber, Urkb. II. 128. Auges, bei Mono, Zcitschr. II. 401. 457 364. .. ^ »u Nbäzuns, Hans, Heinrich und Ulrich Brun der junge, sein !«>», «, Rv.vmd--, «k» Mch i„ w G--V. d. s.mm,d„. °v«»ld, i„ d„ G...K, Sohn, Albvccht von Sox ,^jg mit den Grafen Rudolf und Hugo von Werden- in Nheinwald und andere Eidgenossen verlanden sici) a»! ^ berg und den Ihrigen. (Samstag ^ ,bgcdr. bei Vanotti, Urkunden zur Geschichte der Nach Fürstl. Fürstenb. Archiv zu D°n' ^'N«° , ^ ^ Grafen von Montfort und Werdenbcrg n» Archi f 365. m Zunftmeister und Gemeinde der Reichsstadt St. Gallen t0l, 17. Januar. St. Gallen. der Länder Appenzell. Hundwil. Urnäsch, Trogen, und die Amtleute, Nodmeister, o r Keorastaa nachsthin (23. April) und von da an auf sieben Teufen. Speicher und Gais schließen bis , , ^ dem Bundbriefe aufgezählten und anderer Jahre einen Bund zur Handhabung un Küstern und andern Fürsten hergebrachter Gnaden und Frei- nicht dariir verschriebener Rechte, soivic von Konig ,. ^ GottcShausleute in den heitcn, die oft und vielfach angetastet und ver e) ^ ,„jt Leib und Gut in alle Städte des Gottcs- obgenanntcn Läiidcrn iverdcn vorzüglich bezeii)ne e ^ Gotteshauses Landhauses und in die Stadt St. Gallen, die Pfleger und dessen Amtleute ihnen allen ihre schaft, wohin sie wollen, zu hcirathcn, Pfandes, Gcmächtes wegen. Recht hat. unverzüglich Gotteshausgüter, wozu ^'en oder'die Gottcshauslcute von ihren Rechten, Freiheiten :c. leihen soll. 2. Wenn jemand d.e Stad St. Ga ^ dagegen beholfen sein, doch drängen oder sie daran kranken wollte, so ,o ^ jh Rechte vorbehalten. In solchen werden dem heiligen romischen Reiche und Gotttsh "s St.^^ .1^ ^ Fällen sollen die Parteien einander v ^ bis sie entweder den Anstand und die Klage zu schicken. Diese Boten sollen die Stadt m ) . eidlich erkannt haben, wie dem angegriffenen des betreffenden Theils in Güte ve"N>ttc , o t, ^ begnügen, welche ihm von dem Mehrtheil der Thcile sonst Hülfe zu leisten sei. Dieser so j ) ^ ^ ,7j,or Boten zu halten haben. 3. Wenn an die Boten zuerkannt wird, wie auch die übrigen st ) a ^ ^ Forderungen erhöbe oder sich mit genannte Reichsstadt St. Gallen oder eines er au ^ verantworten oder vergleichen, einem Thcile unter ihnen besonders aussöhnen wo c, gemeinlich oder sonderlich mit fremden geistlichen 4. Wenn die Stadt St. Gallen oder die ^ , Erkanntniß der Boten sich alle Thcile gemeinsam der oder weltlichen Gerichten angegriffen wurden, so o ^ bcr erlaufenden Kosten tragen, 5, Zu Sache annehmen und dabei St. Gallen die >^a ^ ^ erfolgenden Zusammentritt der Boten soll die Stadt dem vorerwähnten auf die Mahnung schicken, dazu den Stadtschreibcr von St. Gallen. St. Gallen so manchen Boten setzen, als w ^ Bündnisse mit den Städten um den Bodenscc und im 6. Die Stadt St. Gallen behält in diesem un entstünde, der bei deren Ausgang noch nicht beendet Allgau vor. 7. Wenn in Zeit dieser die Parteien einander helfen bis der Krieg oder Stoß wäre, so sollen auch nach dem Ausgang ^ Bündniß begriffenen Thcilcn sollen nach dem Entscheid verrichtet ist. 8. Mißhclligkciten zwischen en ^ geschlichtet werden, alle Sclbsthülfc oder andere Ver> der Boten, wie deren Zusammentritt oben n, ' ^ der Stadt St. Gallen und den genannten Handlung im Argen ausgeschlossen. ^ c-> A>>d.„ 2..,....., 53 4Ü3 366. 4401, 17. Januar. St. Gallen. Ganz gleichlautender Bundbrief zwischen der Stadt St. Gallen und denen rö" Appenzell, Hundwil, Urnäsch, Trogen, Teufen, Speicher und Gais, wozu aber noch kommen: Sonderleute, Wittenbach, Gossau, Herisau, Waldkirch und Bernhardszell. Am Schlüsse dieser zweiten Urkunde vom gleiche" Tage steht dann noch der Zusatz, daß die mit der Stadt St. Gallen verbündeten Länder, Dörfer und Gegenden die mit St. Gallen bereits verbundenen Städte am Bodensee und im Allgau ebenfalls in diesen Bund auf- nehmen und versprechen, diesen Reichsstädten allen insgemein oder einzelnen unter denselben Hülfe zu leisten, wenn sie in Zeit dieser sieben Jahre Krieg oder Stöße angingen. (St. Anthonientag.) Stadtarchiv St. Gallen. Abgedr. bei Zellwcgcr, App. Urk. Nr. 145. Diese Urkunde sowohl als die vorhergehende von gleichem Datum befinden sich als in aller Form aus- gefertigte Originalurkunden im Stadtarchiv St. Gallen; an jener hängen die Siegel von St. Gallen, Appens ' Hundwil und Trogen, an dieser neben den genannten noch diejenigen von Gossau und Herisau. (Mitthe >lu"b v. Wartmann.) 367. 4401, 27. Juni. St. Gallen. Die Reichsstädte um den Vodensee und im Alpgau machen zwischen dem Abt Eli"" von St. Gallen einerseits und der Stadt St. Gallen nebst den Ländern und Thälern Appenzell, Hundn" ' Urnäsch,Teufen, und dazu allen, die zudem Gotteshaus St. Gallen gehören, anderseits, eine freundliche Verc»' barung, wonach der Abt, der Stadt St. Gallen und deren Burgern an ihren Briefen und guten Rechten beschadet, fünf Artikel allen seinen Gotteshausleuten gegenüber unversehrt und unangefochten zu halten verspürst' 1. Den freien Zug mit Leib und Gut in die Stadt St. Gallen oder außer derselben in des Gotteshaus Gebiet, wohin sie wollen, auch die Freiheit ihre Knaben und Töchter in der Stadt St. Gallen oder in ^ Gotteshauses Gebiet, wo sie wollen, zu verheirathcn. 2. Ein Abt soll jedem Gotteshausmann, wo er sitze" mag, die Lehen, zu denen er durch Erbfall, Kauf, Pfand, Gemächt zc. kommt, sofort leihen. 3. Wenn e"' Gotteshausmann (auch Frau, Knabe oder Tochter) in den Gerichten des Gotteshauses außerhalb der St. Gallen mit Tod abgeht, so sollen aus seinem verlassenen Gut vorerst die Schulden bezahlt weide«" soweit das fahrende Gut reicht, dann aus dem liegenden. 4. Wenn ein Gotteshausmann (Frau ^ bei seinem Tod eheliche Geschwister hinterläßt, so erben dieselben sein liegendes und fahrendes Gut. ^ der Verstorbene unter seinen Geschwistern das älteste, so soll man das beste lebende Haupt in der Verlasseusch^ zu Hauptfall geben. Ist aber kein lebendes Haupt in der Verlassenschaft, so geben weder Geschwister u Kinder des Verstorbenen den Fall. k. Wenn ein Gotteshausmann sein Kind, Knabe oder Tochter, fahrendem Gut zur Ehe aussteuert, darnach aber demselben für die Heimsteuer liegendes Gut geben wollte- sollen der Abt oder dessen Amtleute dieses leihen ohne Erschatz zu beziehen. — Abt Cuno verbrieft ^ Vereinbarung in Gegenwart verschiedener Boten aus dem Städtebund und Anderer. (Montag nach St> ^ Hannes des Täufers Tag.) Stadtarchiv St. Gallen. Abgedruckt bei Zellwcgcr, App. Urk. Nr. 147. 4401, 27. Juni. St. Gallen. Die Reichsstädte des Bundes um den Bodensee und im Alpgau, Constanz, lingen, Memmingcn, Lindau, Kempten, Jsny, Wangen, Leutkirch, Buchhorn, Ravensburg, auf welch«-'' Cuno von St. Gallen einerseits, die Stadt St. Gallen und die Länder Appenzell, Hundwil, Urnäsch, De" ^ und alle, die dem Gotteshalls St. Gallen angehören und mit einander verbündet sind, anderseits verschw ^ Streitpunkte gesetzt hatten, entscheiden dieselben wie folgt: 1. Die vorgenannten Länder behaupten, der ^ soll ihnen Amtleute geben nach ihrem Vorschlag, der Abt behauptet sein freies Wahlrecht. Spruch: Der 459 soll die Amtleute nach seinem Gewissen setzen aus den Gotteshausleuten, die zu den genannten Ländern gehören und da seßhaft sind. 2. Die Gotteshausleute behaupten, jährlich nicht mehr denn 80 Mark, je zwei Pfund 50 Schillinge für eine Mark, zu Steuer schuldig zu sein, der Abt dagegen behauptet, von Alter her 125 Mark bezogen zu haben, und zwar kraft eines königlichen Brieses. Spruch: Die vorgenannten Länder sollen die Steuer geben wie bisher, doch steht ihnen frei die Sache vor den jlönig zu bringen, bis zu dessen Euscheid sie jedoch die Steuer unverändert fort zu entrichten haben. 3. Die Länder klagen, der Abt habe ihnen bezuglich der Dienste Neuerungen gemacht und Zinse auf ihre Güter geschlagen, was der Abt in Abrede stellt. Spruch: Der Abt soll mit zwei Männern seinen diesfälligen Besitzstand eidlich erhärten. 4. Für das Messeramt zu Appenzell soll der Abt den Vorschlag derer von Appenzell berücksichtigen, wenn derselbe angemessen ist. S. Die Stadt St. Gallen und die mit ihr verbündeten Länder klagen, der Abt bekümmere sie mit fremden Gerichten. Spruch: Unlaugbare Schulden soll dem Abt bezahlen wer ihm solche schuldet, oder darum Pfand geben ; über streitige Schulden soll der Abt den Schuldner da belangen, wo er seßhaft ist. Wollten aber geständige Schulden nicht bezahlt oder mit Pfand versichert werden oder würde um streitige Schulden am Wohnort des Beklagten das Recht verweigert, so mag der Abt wohl andere Gerichte darum anrufen. Stadtarchiv St. Gallen, Buch: Sprüche und Verträge I. I. Abgedruckt bei Zellwegcr. Appcnz. Urk. Nr. 148. . ^ , 1401, g. August (an dem nechsten Fritag vor St. Bartholomaus ^ag). Urkunden die Städte Constanz, Ueverlingen, Ravensburg, Memmingcn, Kempten, Lindau, Jsny, Leutkrrch, Wangen und Buchhorn, daß sie auf diesen Tag zwei Abgeordnete an den Abt abgesendet hatten, um in Gegenwart derer von St. Gallen. Appenzell:c. ihm und seinen zwei Eideshclfcrn de» Eid abzunehmen, daß er weder tue Dienste der Gotteshausleute erschwert, noch mehr Zins auf ihre Güter geschlagen habe als von Alter her und von st-men Vorfahren hergebracht sei. Dem Abt, der sich bereit erklärte zn schwören, erließen die Abgeordneten den Eid, die beiden Eideshelfer schwuren und damit begnügten sich auch die Botschafter derer von St. Galleu und der >"lt ihnen verbündeten Länder. Abgedruckt nach Hallers Docum.-Sammlung zu Bern B. XXIV. p. bei Zellwegcr, Appenz. Urk. Nr. 149. 369. ^91, s. Juli. Burgrccht Graf Wilhelms von Arberg. Herrn zu Valendis mit der Stadt Bern. (Graotwa. Vlviei.) Staatsarchiv Bern. 370. 5401. 30. Juli. Burgrechtsvcrtrag des Grafen Rudolf von Greyerz und der Leute von Saanen mit der Stadt Bern. Der Graf behält vor das römische Reich, den Grafen von Savopen und den Bischof von Lausanne. Bern behält vor das römische Reich, Savoyen und die Eidgenossen. Der Vertrag stipulirt gegenseitige Hülfs- verpflichtung, schiedrichterliches Verfahren bei Streitigkeiten mit gemeiner D.ngstatt Erlenbach. Obersimmenthal und Simmencck. jedoch soll man gegen Saanen an den gewohnten Statten Z" -^cht kommen. Der Vertrag wird geschlossen auf die Lebensdauer des Grafen, die Landleute von saanen erklären, daß er mit ihrem Willen geschlossen sei und verbinden sich eidlich zu denselben. . Staatsarchiv Bern. Abgebe. Ili-oU. 6vu,öeo. I. 393. llom. et ckoovm. XXII. 279. 371. ^«2, 22 April Winterthur. Heinrich von Gachnang. genannt Münch, bezeugt, daß er um alle seine, ihm vom Grafen Rudolf von Werdenberg um seinen Dienst gegebenen Forderungen. Ansprachen:c. mit Abt Cuno. gemeinem Land Appenzell und andern, die zu Abt Cuno von St. Gallen gehören und mit ihnen verbunden sind, namentlich auch der Stadt St. Gallen, freundlich gerichtet und geschlichtet sei. (St. Gconenabend.) Stadtarchiv St. Gallen. Abgedr. bei Zellwegcr. App. Urk. Nr. ISS. 460 372. " t4il)2, 12. Juli. Bündniß auf fünfzehn Jahre zwischen Abt Cuno von St. Gallen und Johann von Lupfen, Landvogt der Herrschaft Oesterreich, Namens derselben. K. K. g. Archiv Wien. Lichnowsky V. Neg. 497. 373. 44IO2, 1. October. Absagebrief der Stadt St. Gallen an Abt Cuno, weil er und seine Klosterherren das ihm von den mit der Stadt verbündeten Ländern und Gegenden gebotene Recht ausgeschlagen haben und dieselben nicht sicher sagen wollen. (Sonntag vor St. Pelapentag.) Hallcr'sche Docum.-Sammlung XXIV. SS. Zellweger, Urk. 15g. 374. t4il)2, 2. November. Abt Cuno von St. Gallen einerseits, die Stadt St. Gallen und die mit ihr verbundenen Appenzeller ec. anderseits, setzen ihre Streitigkeiten 1. um den Bund, den die Länder von Appenzell sc. unter sich und mit der Stadt St. Gallen gemacht haben, auf die Eidgenossen der Stadt St. Gallen, die Städte u>n den Bodensee und im Allgau, ausgenommen Constanz, nämlich auf die Boten, welche diese aus ihren Näthen dazu setzen werden. 2. Um die Uebergriffe und alle andern Zuspräche, welche zwischen den Parteien seit dem frühern Spruch derselben Städte bis auf diesen Tag erlaufen sind, wird von beideig Parteien Hans Ströli, Burgermeister von Ulm, als gemeiner Mann genommen, zu welchem jede Partei drei Schiedleute zuzusetzen hat. — Ueber alle diese Dinge soll bis zu dem achten Tag nach Weihnachten endgültig entschieden werden. 3. Beiderseits soll alle Feindschaft aufgehoben und sicherer Wandel für alle in dem Krieg Begriffenen her- gestellt sein. Stadtarchiv St. Gallen. Haller'sche Docum.-Sammlung zu Bern. Abgcdr. bei Zellweger, App- Urk. Nr. 154. 155. U. Die Boten der Städte Ravensburg, Ueberlingen, Memmingen, Wangen, Kempten, Jsny spreche" auf diese Anlaßbriefe gestützt: 1. Der Bund zwischen der Stadt St. Gallen und denen von Appenzell und den Ländern, die mit ihnen verbündet sind, soll vor allen Dingen abgesprochen und denen von Appenzell und den benannten Ländern untersagt sein, von nun an ohne Wissen und Willen des Abts und des Gotteshauses sich mit jemanden zu verbinden; auch der Stadt St. Gallen soll untersagt sein, sich ohne diese Einwilligung wieder mit denen von Appenzell und den genannten Ländern und Leuten zu verbinden. 2. Bezüglich der Uebergriffe zc., die in den Anlaßbriefen bezeichnet sind, soll es nach dem Spruch der Schiedrichter oder des mehrern Theils unter denselben gehalten werden. 3. Wenn die Appenzeller gegen einen der vorbenannte" Punkte handeln, so sollen die Stadt St. Gallen und ihre verbündeten Städte um den Bodensce und im Allg"" sich ihrer in keiner Weise mehr annehmen. 4. Wenn die von der Stadt St. Gallen diese Festsetzung oder de" Anlaßbrief überführen oder selben nicht genug thäten, so sollen die Städte um den See und im Allgau, ihr^ Eidgenossen, sich ihrer von dieser Sache wegen nicht annehmen und ihnen keinerlei Hülfe leisten. (Alle^ seelentag.) Abgcdr. bei Zellweger, Ilrk. Nr. 15g aus der Hallcr'schcn Docum.-Sammlung XXIV. S. 695. Die Urk. vom 21. December 1402, bei Zellweger, a. a. O. Nr. 157, gibt in etwas anderer Form de" Spruch der Voten als Spruch der Bundesstädte selbst wieder. 461 375. t4V3, 24 Februar Genossenschaft der Rappcnmünze zwischen dem Ritter Friedrich von Hadstatt. als österreichischen Landvogt im Elsaß. Sundgan und Breisgau. Namens und mit Vollmacht Herzog Leopolds, und den Städten Basel. Frciburg im Breisgau, Colmar und Breisach auf sechs sichre. (St. Mathias.) Archiv Basel. Vgl. Argovia VIII. S. 367. 376. t403, 26. Juni. Nach dem Tode des Grafen Rudolf von Greyerz erneuern die Herrschaftsleute das Burgrecht mit der Stadt Bern. Nürn. st Oooumsns XXII. I>. 293. 377. >r»?. -,,.«»»» .mi, dm !h„-„ z-w-s.» s,d-» h- wd »«ch°» d-n S.°d.-„ ^ ^ St. Gallen, Wangen, Leutklrch und Buch- Lind,,,,. .7 72d7.» a- M» °. Im,,,» l .« IM,, d -r-» s-lft.». ""7 7 d,» ,,,»,, ,,-,,,p> d-,, I- NU Ichi-rch n.ch di-n Wi» („vntz vf den nechsten künftigen zwelften tag, den man nempi i > nechten kunt.") (Mittw. vor St. Gallentag.) - vr « »r.i Aus de». Großherz. Archiv Karlsruhe abgedr. Mone, Zeüschr. VVO. den Städten Bern und Freiburg. (Donstag vor 5405, ii. November. Laupen. Bundeserneuerung zwischen den vmo Martini.) -rreiburg. Abgedruckt Itssusit äs Xridourz VI. x. 27. Xo. 352. Staatsarchiv Bern. Archiv Freivurg. . v Vgl. Tschudi I. 617. 379. . Städten Basel und Straßburg auf fünf Jahre von Datum 103, II. November. Basel. Bttndniß znusc). ^ Angreifer und Bcschädiger von dem Haucnstein bis des Briefs an. zu gegenseitiger Hülfe je e ^i^ern Murg auf der Rothenberg und Bitsch und auf die SeU aus - Snesleiffcn gant wider den andern Seite des Rheins und dazwischen von c.nem Geb.rge zum Rine". (St. Martinstag.) Archiv Basel, Großes weißes Buch Fol. N6 d. 380. , ....... «^.ipdrickter aus den Reichsstädten Johannes Ströli, Burgermeister zu 104, 9. Juli. Sechs Spruchbriefe er vu Heinrich Meiß, Burgermeister zu Zürich und Jacob Glenter, Ulm. Walther Paulus, Bürgermeister zu Biberach. ) q,^,^ern Burger zu Zürich, zwischen der Stadt St. Ga m^un ^en ^t. Gallen geschworen und 1. St. Gallen klagt. ^ ^e e -e> . ^ ^ Appenzellem an- Kriegsdienst geleistet hatten, also afts - Appenzell dagegen behaupteten, die Leute hätten gegriffen, geplündert, beschützt worden smn u - . ^ü^en, ihr Gut halb dem Lande, halb Zu ihnen geschworen und stch s° ergeben. s. ^ Angehörige der Stadt St. Gallen, sondern dem Ammann verfallen fem M: es l .. ., .^sf^ Spruch: Alle. Gottcshausleute und Andere. Gotteshausleute, auch haben sie dieselben mcht zuerst angegriffen, np i 462 welche im Krieg bei denen von St. Gallen und ihnen hilflich gewesen sind, sollen, als in der Richtung begriffen, vor denen von Appenzell mir Leib und Gut sicher sein. Können die von Appenzell mit drei ehrbaren Männern beschwören, daß sie von jenen zuerst angegriffen worden seien, so soll ihnen gegen dieselben das Recht vorbehalten sein. Die letztern sollen inzwischen Sicherheit genießen aber auch den Feinden der Appenzeller weder Aufenthalt noch Vorschub geben und im Widerhandelnsfall nach Erkanntniß der Schiedrichter Abtrag leisten. 2. St. Gallen klagt, die Appenzeller wollen keinem, der zu ihnen gehöre, gestatten, zu St. Gallen Bürger zu werden, was wider die Richtungsbriefe laufe. Appenzell erwidert, es wehre dies keinem, der nach St. Gallen ziehen und dort Burger werden wolle. Spruch: Beide Theile sollen bei dem bleiben, was der. Richtungsbrief enthält. — Ferner klagen die von St. Gallen, die Appenzeller wollen keinen Gotteshausmann zu St. Gallen Burger werden lassen, der nicht schon vor dem Krieg, in dem sie gegen den Abt stehen, dort Burger gewesen, was gegen das alte Recht laufe. Die von Appenzell antworten: Sie meinen nicht, daß St. Gallen Gotteshausleute, die in dem Krieg der Abtes mitbegriffen sind, zu Burgern annehmen dürfe. Spruch : St. Gallen soll keinen Gotteshausmann, der dem Abt und Gotteshaus seit der Richtung, die zwischen den Städten und Appenzell gemacht wurde, hilflich gewesen und in dem Krieg zwischen dem Abt und den Appenzellem begriffen ist, zum Burger annehmen, solang dieser Krieg währt. 3. St. Gallen klagt, die von Appenzell meinen, die Burger von St. Gallen sollen ihnen von innerhalb ihrer Letzinen gelegenen Gütern Zinsen, Steuern und Rechtung geben, die dem Gotteshaus St. Gallen gehören. Die Appenzeller antworten, sie seien noch in offenem Krieg mit dem Abt und Gotteshaus, dieselben seien auch in der Richtung ausgesetzt. Spruch: Die von St. Gallen sollen zu ihren Gütern, die sie zu Appenzell haben, treten und die Zinse und Steuern davon entrichten wie vor dem Krieg. — Ferner klagt St. Gallen: die Appenzeller wollen seinen Burgern, die dort gelegene Güter um Zins an Appenzeller verliehen haben, den Zins des letzten Jahres nicht verabfolgen lassen. Appenzell spricht diese Zinsen an, weil sie während dem Krieg gefallen sind. Spruch. Was vor der Richtung gefallen, sei den Appenzellem gefallen, was seit der Richtung gefallen, soll nach dem Richtungsbriese ausgerichtet werden. — St. Gallen klagt, daß die Appenzeller Vieh und „Halbtheil" seiner Burger, die daselbst Auftriebrecht besitzen, genommen haben. Spruch: Diese Ansprachen seien in den Gerichten geltend zu machen, wohin der Trieb geht. Möchte einer von Feindschaft oder Wintersnoth wegen nicht dahin kommen, so soll er sein Recht vor dem Rath zu St. Gallen erweisen. 4. St. Gallen klagt: die Appenzeller fordern von etlichen seiner Burger Schadensersatz wegen zweier Boten, die die von St. Gallen gefangen, die aber der Eidgenossen Boten ledig gesprochen hatten. Appenzell beruft sich dagegen auf Gelöbnisse der betreffenden Burger von St. Gallen und auf erlittenen Schaden der Sache wegen. Spruch: Welche Partei dieser Sache wegen von der andern etwas zu fordern habe, soll von der andern Recht nehmen nach Maßgabe des Richtungsbriefs. — St. Gallen klagt ferner, die Appenzeller, welche in ihre Stadt wandern, machen auf dem Heimweg Angriffe; die von Appenzell antworten, wo und wann sie an ihre Feinde kommen, glauben sie dieselben angreifen zu dürfen. Spruch: Wenn die von Appenzell oder ihre Helfer nach St. Gallen kommen, so sollen sie einen ganzen Tag nachdem sie die Stadt wieder verlassen, Niemanden angreifen. — Endlich klagt St. Gallen: Etlichen seiner Burger, die im Appcnzellcrland Lchengüter vom Gotteshaus haben, werde zugemuthet, dieselben nur vom Ammann daselbst zu empfangen. Der Ammann von Appenzell leugnet dieses. Spruch: Jedermann soll seine Lehengüter von dem rechten Herrn empfangen nach dem Nichtungsbrief und die von Appenzell sollen damit nichts zu schaffen haben. 5. St. Gallen klagt, die von Appenzell wollen vier seiner Burger, die innert ihrer Landesmarchen Güter haben, anhalten, zu ihnen zu schwören, mit dem Bedeuten, wollen sie das nicht thun, so mögen sie ziehen wohin sie wollen, müssen aber ihnen von den Gütern Steuer geben. Appenzell behauptet hierin nach dem Richtungsbriefe gehandelt zu haben, weil die vier St. Galler haushäblich bei ihnen sitzen. Die Schiedrichter sprechen sich 46g für die Appenzeller aus, legen diesen aber für den letztern Fall den Beweis auf, daß sie Güter Landesabwescn- der von Alterher besteuert haben. L. Klage derer von St. Gallen, daß die Appenzeller einige ihrer Burger gefangen halten, trotzdem sie ihnen geschrieben, daß dieselben ihre eingesessenen Burger seien. Appenzell erwidert, daß diese Qualität nicht erwiesen sei. Spruch : Wenn Bürgermeister und Rath der Stadt St. Gallen unter ihrem Siegel die Erklärung geben, daß die Betreffenden schon vor der Richtung ihre Burger gewesen seien, so soll Appenzell sie frei geben, sicher sagen und ihnen allen Schaden ersetzen. (An dem nünden Tag Höymanodcs.) Sadtarchiv St. Gallen. Sechs Urkunden abgedruckt bei Zellweger. Appenzell. Urk. Nr. 164. I6S. 166. 167. 168. 169. 381. 29. Octobcr. Die Appenzeller nehmen den Grafen Rudolf von Werdenberg zu ihrem Landmann an und errichten mit ihm ein Schutz- und Trutzbündniß. Vanotti, die Grafen von Montsort, Reg. ISS. 382. 1-S0Z, 17. Februar, a. Erneuerung und neue Beschwörung des Bündnisses zwischen den Städten Basel und Straßburg zur gegenseitigen Hülfeleistung gegen jeden Angriff auf ihre Sicherheiten. Rechte. Territorien und für die Zeitdauer, für die es abgeschlossen ist. (Dienstag nach Valentini.) b. Am gleichen Tag verpflichten sich die beiden Städte, daß während der Dauer ihres Bündnisses keine von ihnen sich ohne Wissen und Willen der andern mit der Herrschaft Oesterreich verbinden oder vereinen solle. Archiv Basel, Großes Weißes Buch fol. IIS. 116. d. Theiliveise abgcdr. bei Ochs III. 3S. 383. 1403, 1. Juli. Bürgermeister. Rath. Zunftmeister und alle Burger gemcinlich der Reichsstadt St. Gallen einerseits, Ammann, Rodmeister, Roden und Gemeinden gemeinlich des Landes Appenzell und „die lender vnd ge- ginen, die ze vns gchörent" anderseits, treten in ein Bündniß von nun an bis St. Georientag (23. April) nächstkünftig und von da an neun Jahre lang. St. Gallen nimmt in diesem Bündniß aus das heil, römische Reich mit Diensten und Steuern, die selbem zustehen, auch seine verbündeten Städte um den See und im Allgau solange der Bund mit ihnen währt. Appenzell nimmt aus das hl. römische Reich und sein Bündniß und Landrecht mit Schwyz, solang dasselbe dauert. 1. Gegenseitige Hülfe in eigenen Kosten gegen jeden Angreifer oder Beschädigcr auf eidliche Erkanntniß und Mahnung des angegriffenen Theils. Bei Belagerungen und gemeinsam unternommenen Kriegszügcn trägt jeder Thcil die Kosten nach Marchzahl seiner liegenden und fahrenden Stcucrkraft und deren eidlicher Angabe. Kein Theil soll ohne den andern Frieden oder Waffenstillstand machen, keiner ein anderes Bündniß eingehen ohne Wissen und Willen des Mitverbündcten. 2. Bei Streitigkeiten, die zwischen den contrahirenden Thcilen als solchen entstehen sollten, soll der klagende Theil in dem Rath des andern einen gemeinen Mann nehmen, dieser innert vierzehn Tagen nach der Mahnung Tag ansetzen. Jeder Theil setzt zwei Schiedleute zu, und was unter den Fünfen das Mehr wird, dabei soll man bleiben. 3. Jeder Theil soll bei seinen Rechten, Freiheiten, guten Gewohnheiten sc. bleiben; erlangte ein Theil neue Freiheiten, so soll ihn der andere dabei schirmen und erhalten. 4. Niemand unter den beiden Thcilen soll den andern verHeften oder verbieten, jedermann den andern um Privatllagcn am Wohnort des Angesprochenen belangen; würde der Kläger da rechtlos gelassen, so mag er sein Recht suchen, wo es ihm füglich ist. S. Kein Theil soll in diesem Bündniß einen Vortheil treiben noch suchen. 6. Wenn der Stadt St. Gallen jemand, 464 der ihr Burger ist, dem Land Appenzell jemand, der dort Landmann oder wohnhaft wäre, ungehorsam sein wollte, so haben beide Theile Gewalt, einander darum zu mahnen. 7. Dieses Bündniß mag man im Ein- verständniß beider Theile verlängern oder abkürzen. (Mittwoch vor St. Ulrich.) Stadtarchiv St. Gallen. Abgedruckt bei Zellweger, App. Urk. Nr. 175. 384. 6. Juli. Elsbeth, Gräfin von Werdcnberg nimmt Landrecht zu Appenzell und öffnet den Appenzellem und ihren Verbündeten ihr Schloß Hohensax. (Montag vor St. Ulrich.) Archiv Appenzell. Abgedr. Zellivegcr, App. Urk. Nr. 176. 385. 9. August. St. Gallen. St. Gallen und Appenzell schließen für sich und ihre Helfer und Diener und Mithaften mit Herzog Friedrich von Oesterreich einen Waffenstillstand bis unser Frauentag zu Herbst (8. Sept.) gleichen Jahres, den Tag inbegriffen, wobei der Herrschaft unbenommen bleibt, Lebensmittel u. s. w., die St. Gallen oder Appenzell inzwischen zugeführt werden wollten, abzuhalten. (Sonntag vor U. F. Tag ze Herbst.) Fraumünsterarchiv, jetzt Staatsarchiv Zürich. Abgedruckt bei Zellweger, App. Urk. Nr. 178. 386. 15. September. Zehnjähriges Bündniß zwischen der Stadt Feldkirch einerseits, der Stadt St. Gallen, dem Land Appenzell und allen zu dieser Zeit oder im Laufe der zehn Jahre mit ihnen Verbündeten anderseits. 1. Gegenseitige Hülfe, Mahnung oder Erkenntnis; des mehrern Theils vom gemeinen Bund, wenn die Sache nicht „auf frischer getat erobert werden" möchte, auf einfache Mahnung bei einem Angriff. 2. Bei Streitigkeiten unter den Contrahenten entscheiden die andern Bundesglieder, vor welche die Sache gebracht werden soll, und helfen dem gehorsamen Theil gegen allfälligen Ungehorsam des andern. 3. Feldkirch soll in keinem Krieg, der den gemeinen Bund berührt, Frieden oder Richtung oder Waffenstillstand machen ohne Willen und Rath seiner Bundesgenossen, auch in gemeinsamen Kriegen keinen besonderen Vorthcil suchen. (Zinstag nach dem hl. ff Tag ze Herpst.) Archiv Appenzell. Abgedr. bei Zellweger, App. Urk. Nr. 179. Tschudi I. 629 setzt dieses Bündniß unrichtig auf den 12. November gl. Jahres. 387. 16 October. Die Stadt St. Gallen, die Landleute zu Appenzell, die Stadt Feldkirch, die Landlcute in Walgau, zu Bludenz, in Montafun, die welche unter das Panner zu Rankweil gehören innert und außer der Klus zu Götzis, wie im Rheinthal, zu Rheineck, Altstätten, Marbach, Bernang, Balga, Lustnau, Kricsern, Eichenberg, die ennet Rheins, welche zu Sax gehören, Gambs, Fußach, Höchst ze. machen mit dem Grafen Hug von Montfort, Herrn zu Bregenz, einen Waffenstillstandsvertrag für seine Beste Neuburg, auf ein Jahr, mit verschiedenen Stipulationen über die dazu gehörigen Leute, Steuern, Rechte u. s. w. (St. Gallentag.) Zellweger. App. Urk. Nr. 1L0. 388. 5. November. St. Gallen. Die Landleute von Gaster, Tnttiken, Amden, Kerenzen, Schimms, Buchberg, Kaltbrunn, Bitten und Andere zu Berg und Thal, die an die Beste Windegg gehören und die Burger von Wesen machen mit St. Gallen und Appenzell einen Vertrag auf zehn Jahre vom Datum an, wonach sie 1. verpflichten, Angriffe abzuwehren, die auf St. Gallen, Appenzell und deren Verbündete aus ihrem Lande gemacht werden wollten; 2. denen von Appenzell und St. Gallen freien Wandel und Kauf zu gestatten, ihren Feinden 465 nicht Aufenthalt noch Vorschub zu geben, noch denselben Zufuhr zukommen zu lassen. 3. Doch wenn ein Vogt von Windegg derer von St. Gallen, Appenzell zc. Freund würde, soll er selbdritt oder selbviert im Lande sichern Wandel haben, schadet er aber St. Gallen, Appenzell und den Ihrigen, so sollen es ihnen die von Gastcr zc. vergüten. 4. Appenzell und St. Gallen sollen durch das Gasterland Niemanden bekriegen, dagegen aber ist sowohl ihnen als denen von Schwyz friedlicher gegenseitiger Durchzug zu einander gestattet, S. Streitigkeiten zwischen den Contrahcnten sollen durch gleiche Zusätze erforderlichen Falls mit einem gemeinen Manne, den die von St. Gallen und Appenzell außer ihrem Bunde zu bezeichnen haben, verrichtet werden. (Donstag nach Allerheiligen.) Tschudi l. 630. Abgedr. bei Zellwcg er. App. Urk. Nr. 181. Jahrbuch von Glarus VI. p. 4SI. Nr. 136. 389. 1403, 14. November. Die Leute und Gemeinden des untern Toggenburgs „inwendig disem nachgeschrienen lctzinen: Item von Lichtensteig die gegni nider vntz an die letzi in Tüfnow, item von Vischinen cntwerts hcruff vnz gen Flawyl an die letzi, item von dem Hürnlin obenher vntz gen Vrnäschen an die letzi vnd in discn nachgenanten dörfern vnd wilern, das ist mit namen Jonswiller, Obernutzwillcr und dem Nindal" — für sich und alle ihre Helfer bekennen, daß sie in Frieden und Vcreinung seien mit dem Ammann und den Landlcutcn von Appenzell und allen, die zu ihnen gehören, wie sie Frieden und Vereinung haben mit denen von Lichtenstcig, von St. Johannes Thal und Thurthal, wie der Hauptbricf weiset, den die Appenzeller von denen von Lichtensteig. St. Johannserthal und Thurthal haben. 2. Die Leute, welche dem Grafen Friedrich von Toggenburg außerhalb dieser Gränzcn, es sei von Regentschaft, Vogtei, Lehcnschast, Pfandschast wegen, zugehören und denen von Appenzell in einem Rodel gegeben worden sind, sollen auch in diesem Frieden und dieser Vereinung sein nach Inhalt des Hauptbriefs. 3. Alle in diesem Briefe und auch die in dem angeführten Rodel genannten Leute sind verpflichtet, den Appenzellem die Letzinen ob LütiSburg behaupten zu helfen, wie die von Lichtensteig, St. Johannthal und Thurthal und überhaupt alle im Hauptbrief verschriebenen Verpflichtungen zu halten. (Samstag nach St. Martin.) Archiv Appenzell. Abgedr. bei Zellweg er, App. Urk. Nr. 182. S. auch Wegelin, Gesch. des Toggenburger-Kriegs, wo das Datum unrichtig auf Donstag nach Martini lautet. 390. 1400, 14. Januar. Vereinung des Markgrafen Rudolf von Hochberg. Herrn zu Rötheln und Sausenberg mit der Stadt Basel auf ein Jahr von Lichtmesse an, wodurch er sich zur Neutralität (Stillesitzcn) in jedem Kriege verpflichtet. in welchen die Stadt Basel während dieser Zeit verwickelt werden sollte. (Des ncchstcn Donrestags nach dem zwanzigosten Tage ze Wihnachten 1405.) Archiv Basel, Großes Weißes Buch Fol. IIS. b. Am Dienstag nach Gregor» (16. März) des gleichen Jahres gab Thüring von Namstein, Herr zu Zwingen und Gilgenberg, den Vnslcrn eine gleiche Erklärung für den Zeitraum von Mittefastcn an auf fünf'Jahre. Ebenda Großes weißes Buch Fol. 113 5. 1406, 20. Juli (Dienstags vor St. Jacobstag) erneuert Markgraf Rudolf obige Vereinung von Unser Frauentag zu Mitte August bis dahin im folgenden Jahr 1407 und erhält eine gleiche Gegenverpflichtung von Seite der Stadt Basel s. o. T, doch mit Vorbehalt des Bischoss und des Stifts Basel und der Städte Straßburg, Bern und Solothurn, denen Basel kraft seiner ältern Bündnisse Hülfe leisten müsse. Ebenda, Großes Weißes Buch Fol. 123. d. 391. 1400, 16. April. Graf Conrad von Freibnrg, Herr zu Neuenbürg, nimmt Burgrecht in der Stadt Bern, mit Vorbehalt seiner Lehcnherren und seiner Verbündeten von Solothurn und Murten. Bern behält das hl. Reich, 59 Freiburg, Solothurn und alle seine bisherigen Eidgenossen und Verbündeten vor. Gemeine Dingstatt bei Streitigkeiten ist Walperswpl. Graf Conrad bezeugt auch, daß das Capitel zu Neuenburg und die Stadt daselbst mit seinem Wissen und Willen Burgrecht zu Bern genommen und daß wenn künftig zwischen ihm und dem Capitel Streitigkeiten entstünden, dieselben vor dem Rath der Stadt Bern ausgetragen werden sollen. (Freitag nächst von sant Georientag.) Staatsarchiv Bern. Perg. Urk. mit anhängenden Siegeln Berns und des Grafen. 392. 16. April. Bern. Die Burger und die Gemeinde der Stadt Neuenburg im Lausannerbisthum, sowohl die eingesessenen als die äußern (tarn oxtrunol gua.ru in cliota. oivitnts rssiclsntss) mit Wissen und Beistimmung ihres Herrn, des Grafen Conrad von Freiburg, machen ein ewiges Burgrecht mit der Stadt Bern, mit gegenseitiger Hilfsverpflichtung und mit Vorbehalt aller Rechte des Grafen und mit Regulirung eines Austrags- gerichtsstandes bei vorfallenden Streitigkeiten und mit gemeiner Dingstatt zu Walperswpl. Es siegeln die Stadt Neuenburg und auf ihre Bitte das Capitel der Kirche daselbst. (Usr-ia. ssxta. auts kosturu llsa.tr Coorii.) Staatsarchiv Bern. Perg. Urk. mit 2 anhängenden Siegeln. Am gleichen Tag nehmen auch die Chorherrn des Stifts zu Neuenburg Burgrecht zu Bern. 393. 17. April. Erläuterung des Burgrechts der Stadt Neuenburg mit Bern, betreffend die Rechte des Grafen Conrad von Freiburg. (Samstag vor St. Georg.) Staatsarchiv Bern. 394. 8. Mai. Zürich. Graf Friedrich von Toggenburg urkundet, daß der Krieg, in welchen er von der Herrschaft Oesterreich wegen mit der Stadt St. Gallen, dem Land Appenzell, den Städten Feldkirch, Altstätten, Rheinegg. Bludenz, den Ländern im Walgau, Montafun und ihrem Bund gestanden, durch Burgermeister und Rath der Stadt Zürich gänzlich verrichtet sei. 1. Der Graf soll mit den ihm von Oesterreich verpfändeten Grafschaften und Herrschaften Freüdenberg, Sargans, Npdberg und Windegg mit dem obern und nieder» Amt wider den obgenannten Bund und dessen Zugewandte während des gegenwärtigen Krieges nicht sein, noch dessen Feinden Aufenthalt oder Vorschub geben. Ebenso soll auch der Bund gegen des Grafen Landschaften, Schlösser sc. weder unmittelbar noch mittelbar Feindseligkeiten verüben, sondern gegenseitig soll man sich freien Wandel und Lauf gestatten. 2. Kein Theil soll die Angehörigen des Andern zu Burgern oder Landlcuten annehmen, bereits angenommene sollen wieder entlassen werden. 3. lieber Streitigkeiten, die aus dem Bruch dieses Friedens entstehen sollten, soll man zu Recht kommen auf eine der Städte Zürich, Bern, Solothurn oder Lucern. 4. Wenn Graf Friedrich von Toggenburg sich der von Oesterreich ihm verpfändeten obgenannten Herrschaften während dieses Krieges mehr „untcrwindet" als bisher, so mag der Bund dazu thun, was ihm füglich ist. (An dein aclft- oden tag des Manods Mcpen.) Archiv Appenzell. Abgedruckt bei Zellweger, App. Urk. Nr. 185. 399. K. Juli. Arbon. Unter Vermittlung der Näthe des römischen Königs Ruprecht und der Boten von kU»l. Zürich, Ueberlingcn, Biberach, Pfullendorf schließt Herzog Friedrich von Oesterreich für sich, seine Brüder und Vettern und ihre Helfer und Diener, auch die von Constanz und die Ihrigen mit der St. Gallen, den Äpp^ zellern und ihren Eidgenossen, Verbündeten und Helfern einen Stillstandfrieden bis St. Jörgentag (23. April) und von da auf ein Jahr. 1. Anerkennung des Besitzstands. 2. Der Dompropst von Constanz soll die von 467 St. Gallen, Appenzell zc. die zu ihnen gehören, aus Acht und Bann und diesen Frieden hindurch unbekümmert lassen. 3. Solche, die während dieser Zeit St. Gallen oder Appenzell angreifen oder beschädigen wollen, sollen in den herzoglichen Landen weder Aufenthalt noch Förderung finden. 4. Wenn Jemand, der Oesterreich angehörte, den Frieden nicht hielte, sondern Angriffe oder Raubzüge wider die von St. Gallen, Appenzell zc. thäte, so soll deßhalb der Friede nicht gebrochen sein, sondern der österreichische Landvogt oder dessen Statthalter sollen unverzüglich auf Mahnung für Wiedererstattung sorgen. Wollte der, der den Angriff gethan, die Sache nicht liegen lassen, so soll er in den vorgeschriebenen Städten und Ländern einen gemeinen Mann nehmen, der innert vierzehn Tagen sich nach Zürich zu verfügen hat, zu ihm setzt jede Partei zwei Schiedmänner und die fünf entscheiden innert Monatsfrist die Sache in Minne oder mit Recht. Innert vierzehn Tagen nach dem Spruch soll demselben Vollziehung verschafft werden. Klagen um Eigen, Erbe und Schulden sollen von dem Gerichte des Wohnorts des Beklagten entschieden werden. Würde dem Kläger da nicht unverzüglich Recht gehalten, so mag er sein Recht suchen, wo es ihm füglich ist. 5. Alle Gefangenen sollen den Frieden hindurch auf bescheidene Tröstung frei sein, bereits geleistete Bürgschaften sollen diese Zeit über stehen bleiben. 6. Beidseitiger freier Wandel und Verkehr für die Zeit des Friedens. (Zinstag nach St. Ulrichstag.) Stadtarchiv St. Gallen. Abgedr. bei Zellweger, App. Urk. Nr. ILS. 396. 5406, 27.- August. Graf Egon von Kyburg übergibt den Städten Bern und Solothurn in Weise einer freien unwiderruflichen Gabe alle seine Rechte an der Beste und Stadt Bipp, an Wietlisbach und ErlinSbach mit Leuten, Gütern zc. unter Vorbehalt der Losungsrechte der Herrschaft Oesterreich, und verpflichtet sich und seine Nachkommen zu rechter Nachwährschaft. Die Grafen Berchtold und Egon von Kyburg und des letztgenannten eheliche Söhne, die er etwa „gewinnen" möchte, nehmen dann die abgetretenen Schlösser und Städte von Bern und Solothurn als Leibding auf Lebenszeit an „doch also, daz vnser, dez obgenanten Graf Egons eliche Söhne sich zu den vorgenanten zwein Stetten Berne vnd Soloturn mit Burgrecht vnd glicher verbuntnusse verbinden alz ouch wir." (Freitag vor St. Verena.) Staatsarchiv Bern. Perg. Urk. mit anhängenden Siegeln. Abgedr. mit zugehörigen Urkunden Solo- lothurncr Wochenblatt 1824, S. 3S7. 397. 5406, 28. August. Die Grafen Berchtold und Egon von Kyburg übergeben der Stadt Bern alle Mannschaften und Lehen, die sie von Jemanden oder Jemand von ihnen zu Lehen haben, dazu alle Pfandschaften und Pfandgüter, die von ihnen verpfändet find, die Brücke zu Arwangen und die Landgrafschaft in Burgund mit Wangen und Buchsee, was Graf Hartmann scl. von Kyburg zugehörte, mit einzigem Vorbehalt der Herrschaften Bipp, Erlinsbach und Wietlisbach, die sie schon vorher an Bern und Solothurn abgetreten haben und empfangen die Mannschaften und Lehen auf ihre Lebenszeit, und nicht länger, zu Lehen zurück. (Sonntag vor St. Verena.) Stadtarchiv Bern. Perg. Urkunde mit zwei anhangenden Siegeln. 398. 5407, 21. April. Vereinung über Gerichtsstand und Verbote zwischen den Städten Basel und Breisach. (Donstag vor St. Georientag.) Archiv Basel, Großes Weißes Buch fol. 124. d. 399. 5407, 24. Juli. Bundeserneuerung zwischen den Städten Freiburg und Biel. (Sonntag vor St. Jacobstag Ap.) Archiv Freiburg. Latein. Urkunde. Abgedruckt U von viI äs Vridourx VI. x. 106. No. 386. Neues schweiz. Museum, 1794. x. 9S2. 468 400. 4407, 20. August. Abt Cuuo vou St. Gullen erklärt, daß er mit der Stadt St. Gullen, dem Lunde Appenzell und allen, die zu ihnen gehören, um alle Streitigkeiten, Kriege zc., diezwischen ihnen bis zu diesem Tage aufgelaufen seien, Genanntes und Ungenanntes, völlig gerichtet, übereingekommen und geschlichtet sei, so daß beidseitig aller erlittene Schaden aufgehoben und ab sein soll und jene auf seine Bitte Abt und Gotteshaus St. Gallen in ihren Schirm genommen und empfangen haben. (Samstag vor St. Bartholomäus.) Stadtarchiv St. Gallen. Abgedr. bei Zellweg er, App. Urk. Nr. 189. 401. 4407, 16. October. Bündniß zu gegenseitiger Hülfeleistung sechs Meilen um die Stadt Basel mit vier Spießen von Seite des Markgrafen, zehn Meilen um die Stadt mit acht Spießen von Seite der Basler, zwischen Basel und Markgraf Rudolf von Hochberg auf fünf Jahre vom Datum des Briefes an, worin von Seite Basels der König, das Reich, der Bischof, das Stift, Straßburg, Bern und Solothurn vorbehalten werden. (Vff Sant Gallentag.) Archiv Basel, Großes Weißes Buch Fol. 125. 125. d. 402. 4407, 28. October. Constanz. Bündniß der Stadt Constanz mit den acht Hauptleuten und gemeiner Ritterschaft in Schwaben vorzüglich gegen die Appenzeller, auf ein Jahr, von S. Gcorgstag 23. April 1403 an und darnach so lang ein allfällig inzwischen angefangener Krieg dauert. (Simon und Judastag.) Zellweg er, Urk. Nr. 195 nach Schultheiß Chronik von Constanz 1. 28. 403. 4407, 21. November. Vereinigung verschiedener geistlicher und weltlicher Fürsten, Grafen und Herren gegen die Appenzeller und ihre Helfer, auf ein Jahr und darnach so lang ein inzwischen entstandener Krieg dauert. (Montag vor St. Catharina.) Zcllwegcr, App. Urk. Nr. 196. 404. 4407, 23. November. Die Städte Basel uud Straßburg erneuern ihre Vereinigung und Verpflichtung zu gegenseitigem Schutz ihrer Freiheiten für zehn Jahre von künftigem St. Wartinstag an und verpflichten sich für die gleiche Zeit, daß keine der beiden Städte ohne Wissen und Willen der andern sich mit der Herrschaft Oesterreich verbinden werde. (Montag nach St. Catharina.) Archiv Basel. Großes Weißes Buch fol. 127. 1,. 128. 405. 4400, 16. Februar. Straßburg gibt seine Einwilligung, daß Basel sich mit der Herzogin Catharina von Oesterreich- Burgund verbinde. (?oriu soxta, post Valentin!.) Archiv Basel, Großes Weißes Buch fol. 127. d. Vgl. Ochs III. 43. 49. 400. 4400, 4. April. Constanz. Ruprecht, römischer König, urkundet, daß Ammann und Landleute des Thales Appenzell, Burgermeister, Rath und Burger von St. Gallen mit einander und mit vielen andern Städten, Schlössern, Landen und Leuten ein Bündniß eingegangen, ihren Herrn, den Abt von St. Gallen, bekriegt und ih>» großen Schaden gethan, dagegen Fürsten, Grafen, Herren und Ritter mit der Stadt Constanz sich zum Wider- 469 stand verbunden und den König um Beistand angerufen haben, worauf die von Appenzell und St. Gallen be* gehrt haben, vor ihn, den König, zu Tag und Austrag zu kommen. Nach mehr als dreiwöchentlichen Verhand- handlungcn haben die Parteien die Sache an seinen Spruch gesetzt, den er folgendermaßen gegeben habe! 1. Das Bündniß zwischen Appenzell, St. Gallen und deren übrigen Genossen wird als gegen des Reiches Recht eingegangen erklärt, aufgehoben und jede ähnliche Verbindung ohne königliche Erlaubniß für die Zukunft verboten. 2. Die von den Appenzeller». St. Gallern w. gebrochenen Burgen und Besten sollen ohne spccielle Er- - laubniß des Königs nicht wieder aufgebaut werden. 3. Was an Land und Leuten jeder Theil dem andern eingenommen, soll gegenseitig zurückerstattet werden; aller Schaden von Raub, Brand, Todtschlag w. herrührend wird gegenseitig aufgehoben, ungcgebene Brandschatzungen und andere ausstehende Schätzungen sollen ab sein. 4. Da die Appenzeller behaupten, vormals zum Reich gehört zu haben und vom Abt zu St. Gallen wider Recht davon gedrängt und beschwert zu sein, so sollen beide Theile ihre Briefe dem König zum Entscheide vorlegen. 5. Was hinter Jemanden zu treuer Hand geflüchtet worden ist, das soll herausgegeben werden, es sei denn, daß es dem Treuhänder „ungefarlich" genommen worden wäre. 6. Herzog Friedrich von Oesterreich soll den Städten, Märkten, Landen, Leuten zc., die zu den Appenzeller!, geschworen hatten, Brief und Siegel geben, daß er sie bei allen Freiheiten und Rechten lassen wolle, die sie unter seinen Altvordern genossen haben, nach Laut der Briefe, die sie darüber besitzen. 7. Leute, die während des Kriegs in die Acht eines Gerichts gekommen sind, sollen derselben ledig sein; die Bischöfe von Constanz und Augsburg sollen diejenigen, welche in ihren Bann gekommen sind, auf Verlangen absolviren und die Priesterschaft von Appenzell und St. Gallen des Kriegs wegen nicht härter halten. Solche aber, welche in den Bann des Papstes gefallen sind, haben die Bischöfe zu absolviren nicht Gewalt. 8. Freiwillige Käufe und Versatzungen um Güter, die während des Kriegs geschehen sind, bleiben in Kraft, 9. Briefe, die eine Partei der andern gegeben hat, „von fürwort, friden, ställungen oder satze wegen", sollen kraftlos sein und gegenseitig herausgegeben werden. 1». Die Ncichsstraßcn sollen fortan für Jedermann offen und sicher seil,. 1,. Dem Herzog von Oesterreich wird seine Ansprache an die von Schwpz um das ihm weggenommenen Ländlcin March vorbehalten. 12. Lehen, die während des Krieges nicht empfangen worden sind, sollen nachträglich empfangen und von den Herren geliehen werden. 13. Ausstehende Zehnten, die während des Kriegs verfallen sind, sollen von beiden Seiten ab und quitt sein, nach Datum dieses Briefes verfallende Zinse und Zehnten dagegen sollen jedem Berechtigten ausgerichtet werden. 14. Glocken von Kirchen, die während des Krieges weggenommen und noch nicht verkauft oder „gebütet" sind, sollen zurückgegeben werden. 15. Diese Richtung soll von denen, welche in diesem Krieg Parteien gewesen sind und allen ihren Helfern und Verbündeten auf beiden Seiten unverbrüchlich gehalten werden. Wer sie bricht, der fällt in des Königs Unfrieden und soll von allen denjenigen, welche die Richtung gehalten, so lange bekriegt und gestraft werden, bis aller durch den Friedcnsbruch entstandene Schaden gänzlich wiedergekehrt ist. i e, Vorbehalten werden die Zuspräche Graf Rudolfs von Werdenberg gegen Herzog Friedrich von Oesterreich. Herzog Friedrich von Oesterreich, die Bischöfe von Augsburg und Constanz, Graf Eberhard von Württemberg und die Grafen, Herren und Ritter des schwäbischen Bundes, die Appenzeller, die Städte Constanz und St. Gallen und alle ihre namentlich aufgeführten Verbündeten geloben die Richtung zu halten. (Mittwoch vor den, Palmtag,) Stiftsarchiv St. Gallen. Abgcdr. bei Uanxart, a. ä. Nr. 1168. Zellweger, App. Urk. Nr. 201 mit unrichtig übersetztem Datum 11. April. 407. 4. April. Die Ritterschaft in Schwaben und die Stadt Constanz erklären mit Berufung auf die von König Ruprecht gemachte Richtung, daß sie des vorgenannten Krieges wegen die von Schwyz, ihre Helfer und die Ihrigen fürderhin nicht befehden, noch sie dessen entgelten lassen wollen. Abgcdr. Zellweger, Urk. Nr. 202, Tschudi I. 644. 470 408. 4403, 14. Mai. Heidelberg. König Ruprecht erlaubt St. Gallen, sich mit den Städten am Bodensee, Constanz, Ueberlingen, Ravensburg, Lindau, Buchhorn und Wangen zu gegenseitigem Schutz zu verbinden. (Montag nach Cantate.) Stadtarchiv St. Gallen. Nach k. k. g. A.Wien R. R. 0. Fol. LSS bei Ch m c l Rcgestcn des K. Ruprecht, mit unrichtig übersetztem Datum 13. Mai. 400. 4493, 16. Juni. Wallsee. Die Ritterschaft von St. Georgenschild vereinigt sich neuerdings gegen die Appenzeller und ihre Helfer auf den Fall, daß von diesen die durch König Ruprecht gemachte Richtung nicht gehalten oder die Feindseligkeiten und Hebelgriffe erneuert würden. (Samstag nach St. Veit.) Zellweger, App. Urk. Nr. 263. 410. 4493, 6. Juli. Heidelberg. König Ruprecht bestätigt den Auskauf der Vogtei über das Kloster Dissentis, den Abt und Convent und die Gotteshausleute von den Grafen Rudolf, Hugo und Heinrich von Werdenberg, Gebrüdern, gethan und nimmt die Vogtei zu des Reiches Händen. (Freitag nach St. Ulrich.) K. K. G. A. Wien. N. N. 0. fol. 268. 411. 4493, 24. October. König Ruprechts Räthe geben einen Spruch über verschiedene zwischen St. Gallen und Appenzell einerseits, der Ritterschaft und der Stadt Constanz anderseits in Betreff der Vollziehung der Richtung König Ruprechts vom 4. April gl. I. waltende Streitfragen. (Mittwoch vor St. Simon und Judas Tag) Stadtarchiv St. Gallen. Abgcdr. bei Zellweger, App. Urk. Nr. 204. 412. 4499, 14. März. Erneuerung des Schutzbündnisses zwischen der Stadt Constanz und der Ritterschaft in Schwaben gegen die Appenzeller und ihre Verbündeten, von St. Georgstag (23. April) an auf drei Jahre. (Donstag vor Reminiscere.) Zellweger, App. Urk. Nr. 20L. 413. 4499, 6. Augüst. Heidelberg. Nachdem in Vollziehung des Artikels der Richtung vom 4. April 14vö, wodurch die Streitigkeiten zwischen den Appenzellern und dem Abt von St. Gallen zu abgesonderter Verhandlung verwiesen wurden, König Ruprecht die Parteien erst auf St. Lucientag 1408, dann auf den Fronleichnamstag 1409, endlich zum letzten Mal auf St. Jacobstag gl. I. vor sich nach Heidelberg berufen hatte, die Appenzeller aber aus keinen dieser drei Tage gekommen waren, sprach der König auf das Anrufen des Abts auf die vorgelegten Briefe der Kaiser Ludwig IV. (Bayer) und Carl IV., wonach in den Jahren I34S und 1348 dem Abt von St. Gallen und seine Nachkommen die Vogtei zu Appenzell, Hundwil, Teufen, Urnäschen, Wittenbach, Nängerswyl, Rodmunt über Leute und Güter von Reichswegen versetzt worden sind, sowie auf zwei Richtungsbriefe der Reichsstädte am Bodensee und im Allgau zwischen dem Abte und den Appenzellern vom Jahr 1401, Montag nach Johann Baptist uild Freitag vor St. Bartholomäus, mit Rath der Fürsten, Grafen zc. folgendes Urtheil: Der Abt von St. Gallen soll bei den obgenannten Vogteien nach Laut der kaiserlichen Briefe bleiben bis die Lösung durch römische Kaiser oder Könige erfolgt, sowie auch bei den Rechten und Nutzungen, welche durch die angeführten Spruchbriefe der Reichsstädte ihm zuerkannt sind, auch sollen die Appenzeller zc. dem Abt alles ausrichten, was sie ihm seit 471 der Richtung vorenthalten haben. Wollen sie an, diesem Spruche etwas bestreiten, so mögen sie es vor einem römischen Kaiser oder König thun, sind aber bis zu dessen Entscheid zu allen Leistungen verpflichtet die sie bestreiten wollten. (An Sant Sixti Tag.) Haller'sche Docum.-Saimiilung in Bern. XXIV. 28. Abgedr. Zellweger. App. Ilrk. Nr. 208. 414. !4l)9, 10. Decembcr. Kaisersberg. Ludwig. Pfalzgraf bei Rhein. Herzog von Bapern. und Markgraf Rudolf von Höchberg machen einen Waffenstillstand zwischen der Stadt Basel und ihren Helfern einerseits, dem Grafen Jo- Hannes von Lupfen. Landvogt der Herzogin Catharina von Burgund-Oesterreich im Elsaß, den Grafen Bernhard und Hans von Thierstein, dem Alten. Burkard Mönch von Landskron. dem alten, und ihren Kelsen; anderseits von nächstem Dienstag (17. Decembcr) an bis St. Martinstag (11. Nov.) 1410. (Zinsigg „ach St Melaus Taa 1 Archiv Basel. Großes Weißes Buch Fol. 133 d. Angef. bei Ochs III. (ii. 415. 10. Januar. Verbindung der österreichischen Amtleute, Städte und Edlen im Aargau. Thurgau und Schwarz- wald auf zwei Jahre zu Beschirmung der Städte, Lande und Leute der Herrschaft Oesterreich. (Freitag nach dein zwölften Tag.) Tschudi I. 050. Lichnowski) V. Neg. 1128, datirt 11. Januar. 410. 8. Mai. Utznach. Graf Friedrich von Toggenburg macht mit den Landlcuten von Appenzell ein neues Bund- ms;, das nach Ablauf des bis zur Erfüllung seiner Jahrzahl in Kraft verbleibenden ältern fünfzehn Jahre dauern soll. Kraft desselben soll er die Appenzeller durch sein Land von Lütisburg bis zur Zapfiten Mühle von Niemanden angreifen oder beschädigen lassen, könnte er es nicht hindern, so soll er doch den Appenzellem sofort von der drohenden Gefahr Kenntniß geben. 2. Beide Theile geben einander freien Kauf. 3 Appen-ell Hilst dem Grafen und seinen Nachkommen gegen die Herrschaft Oesterreich, besonders gegen die Herrschaften Nheincck und Feldkirch und thut das Möglichste, das; diese beiden Herrschaften in den Besitz des Grafen von Toggcnburg kommen. Bei einem Zug gegen dieselben trägt der Graf die Kosten , hat aber allein Anspruch auf die Kerr- schaftcn. Bezüglich des Rheinthals sollen, wenn der Graf um die Schuld, welche Oesterreich ihm dieszfalls schuldig ist, einmal dazu greifen wollte, die Appenzeller denen im Nheinthal nicht helfen ; falls die Appenzeller 'ur Eroberung des Rheinthales behülflich wären, sollen desscw Einkünfte dann zwischen dem Grafen und ihnen a'- theilt werden. Beide Theile versprechen sich, falls sie von Oesterreich angegriffen würden, gegenseitige Hülfe mit aller Macht. Im Fall von Zwistigkeiten unter ihnen selbst sollen sie auf den Rath zu Zürich kommen Einzelne Angehörige der beiden Parteien sollen streitige Forderungen vor dem Gericht des Schuldners suchen ' finden sie da kein Recht, so mögen sie es suchen, wo es ihnen füglich ist. Der Graf behält in dieser Vcreinung die Stadt Zürich, das Land Glarus und gemeine Eidgenossen vor, Appenzell behält vor die Stadt St Gallen und - e Eidgenossen. (Donstag nach des hl. st Tag „als es fanden ward".) ^ gomeine Archiv Appenzell. Abgedruckt Zellweger. App. Urk. Nr. 209. 417. t4!0, 3. November. Friedensschluß zwischen Basel und Herzogin Catharina von Oesterreich-Burgund und ihren Amtleuten und Dienern (Montag nach Allerheiligen.) Archiv Basel. Großes Weißes Buch Fol. 136. 137. 139. Inhaltlich bei Ochs III. 80. Herzog Friedrich bestätigt diesen Friedensschluß zu Baden am 17. Juli (Freitag vor Margarethe) 1111. Archiv Basel, Großes Weißes Buch Fol. 110, 418. 4440, 9. December. Rosenberg. Gros Hugo von Werdenbcrg, Landvogt in Schwaben, macht mit dem LandamManN und den Landleuten von Appenzell eine freundliche Vereinigung in Betreff des Nheinthales, d. h. „derer von Altstätten, Marpach und den andern in dem Nintal, die zu disen Ziten nach Datum des brieffs zu den von Appenzell verbunden sind gewesen." 1. Graf Hugo will und soll diese Leute bei allen Rechten und Freiheiten lassen, die sie von Kaisern, Königen und andern Herren haben, sie niemals verpfänden, weder in der Herrschaft Hand noch in andere fremde Hand gegen denen von Appenzell und das Rheinthal. Sie sollen und mögen „von des Gotzhuswegen" denen von Appenzell schwören und einander gegenseitig berathen und beholfen sein gegen jeden Ueberdrang. 2. Graf Hugo will sie schirmen wie ein Herr thun soll, darum soll das Rheinthal ihm hulden und gehorsam sein wie es vom Reich ihm versetzt ist. Aber weder er noch jemand von seinetwegen soll die Stadt Altstetten gegen die Appenzellerbesetzen. Ginge Graf Hugo mit Tod ab, so sollen Altstätten und das Rheinthal bei ihren Eiden gegen Appenzell bleiben, es wäre denn, daß des Grafen Erben sich gegen diesen in aller Maße halten wollten, wie er gethan. 3. Auf die von Altstetten und dem Rheinthal soll keine Schätzung mehr gelegt werden. 4. Ueber Klagen derer von Altstetten und Rheinthal, wenn Graf Hugo da Uebergriffe thun wollte, richtet der Rath oder die Gemeinde zu Appenzell endgültig. Wenn Jemand dieses Briefes wegen sie mit Gericht angreifen wollte, so will der Graf sie vertreten, wollte jemand sie bekriegen, so will er ihnen mit all' seinen andern Städten und Besten helfen und sich in Krieg und Friedensschluß von ihnen nicht söndern. 5. Graf Hugo verspricht, mit allen seinen Besitzungen niemals gegen die Appenzeller zu sein und Niemanden zu gestatten, von denselben aus sie feindlich zu behandeln. 6. Wenn jemand aus dem Rheinthal an jemanden zu Appenzell oder unigekehrt Forderungen oder Zusprüche hat, so soll er selbe vor dem Gericht des Wohnorts des Beklagten geltend machen. Wenn die von Altstetten und Nheinthal als Gesammtheit mit gemeinem Land Appenzell Streit bekämen, so sollen sie gegeneinander auf einen Rath zu St. Gallen oder Zürich kommen. (Dienstag nach St. Nicolaus.) Archiv Appenzell. Abgedr. bei Zellwegcr, App. Urk. Nr. 211. 419. 4444, 17. December. Bündniß der Stadt Basel mit der Herzogin Catharina von Oesterreich-Burgund bis nächste Weihnachten und von da an auf drei Jahre gegen jeden Angreifer ausgenommen das heilige Reich. (Donstag vor S. Thomas.) Archiv Basel, Großes Weißes Buch Fol. 143. 145. Ii. Abgedr. bei Ochs III. 88 sf. Vgl. Lichnowskp V. Neg. 1256. k. k. g. A. 420. 4412, 6. Januar. St Gallen. Bürgermeister und Rath der Stadt St. Gallen schreiben an Papst Johannes XXIII., das Gotteshaus St. Gallen sei durch die II eberfälle der Appenzeller so herabgekommcn, daß die beiden einzigen darin noch befindlichen Mönche aus dessen Einkünften kaum ihr Leben zu fristen vermögen. Nun sei nach dem Absterben des Abtes Cuno einer jener beiden, Heinrich (von Gundelfingen) durch den Clerus, die Vasallen und das ganze Volk als würdig und in jeder Beziehung geeignet, die zerfallenen Verhältnisse des Gotteshauses wieder herzustellen, zum Abte gewählt worden, man erbitte für diese Wahl die päpstliche Confirmation. (Sexta die meusis öannariis.) Archiv St. Gallen. Vriillisauer Lbionioon II. VIS. Abgedr. bei Zellwegcr, Urk. Nr. 214. 421. 4442, 18. Januar. Nossilione. Bündniß zwischen Freiburg, Bern und Savopen. (vis äseinm ostnva monsis öannnrii anno n nntiuitats clomiui sninpto nnllesiino czuatsr esntssimo clnollsoimo.) Archiv Freibnrg. Abgedr. Iloououil elo b'ridourA VII. p, 8. Uo. 436. 473 422. 4442, 23. März. Richtung zwischen der Stadt Basel einerseits und Herzog Reinhold von Urselingcn und Werner von Homberg anderseits, betreffend MißHelligkeiten, welche von der Sache des Grubcr herrühren. (Mittwoch vor U. F. Tag in der Basten ze latin ^.nnnnoiationis) - Archiv Basel. Großes WeißcS Buch, Fol. 147 1,. 423. 4442, 13. October. Bttndniß der Stadt Basel mit Herzog Friedrich von Oesterreich und Herzogin Catharina von Oesterreich-Burgund (mit letzterer unbeschadet ihres bereits bestehenden Bundes mit Basel) bis St. Gcorgstag 1419. (Donstag vor Galli.) Archiv Basel, Großes Weißes Buch. Fol. 153. 156. Thcilw. abgedruckt bei Ochs III. 96. Zu diesem Vünduiß erklärte Straßburg die buudesgemäße Einwilligung am 27 Juli vorher (ksria guarta posb üiom boati ll-wobi axoswli dorn 3a xost moriäiom anno ooooxis.) „Doch getruweu wir iiiver guten srnntschast wol wcrdent Jr solicher eynnnge Ingen, Jr vcrsorgent uns mit vßnemcndc oder wo mitte Jr getruwent üch und vnS nuze sie, als ouch wir üch tetent vnd als ouch vns daz gar billich beduchtc." Ebenda, Großes Weißes Buch, 153 b. 424. 44t?, g. Februar. Basel. Bürgermeister und Rath der Stadt Basel schreiben an Freiburg im Vreisgau-, „Wand der Vereynungsbricf zwischen vnscr gnädigen Herrschaft von Oesterreich, den Stetten vnd vns erst vf Hütte von den obren Stetten genzlich bcstgelt ist worden, darumb verkünden wir üch, üwer erbcrn Kotten üwers rats by vns ze haben vf sunnentag ncchst kommende ze nacht, morncndes vf dem mcntage vnser cydc in ze nemende nach desselben vcreynungsbriefs sage, wand wir vnser gnädigen frawen von Oesterreich, Herrn Burkards sun von Manspcrg vnd den obcrn Stetten vnd dazu den von Brcisach vnd Nüwcnburg ouch vcrschribcn vnd verkünt haut, vf die Zit irc erbern Kotten by vns ze habende." (llmm 2a. stootUrn-U. b. öl, V.) Schreiber, Urkundcnbuch von Frciburg i. B. II. 1. S. 243. 425. 4415, 24. Juli. Bürgermeister und Rath von Zürich entscheiden als beidseitig anerkannte Schiedrichter einen Streit zwischen den Landleutcn von Appenzell und Caspar von Klingenbcrg, betreffend eine Ansprache von 12 Mark Silbers jährlich, welche der letztere von des heiligen Reichs wegen auf denen von Appenzell, Hundwil und andern dazu gehörigen Thälern besaß und mit Landgericht eingefordert hatte. (An St. Jacobsabend des hl. Zwölfbotcn.) Archiv Appenzell. Abgedr. bei Zellwger, Urk. Nr. 218. 426. 4415, 7. September. Confcrcnz zwischen Bern und Frciburg wegen dem Zoll zu Wangen und Blcienbach. Archiv Frciburg. Abgedruckt Uoeuotl üo Umbovi-F VII. 244. 427. 44Z 4 April. Constanz. n. Der römische König Sigmund sagt durch Urkunde vom 3. April der Stadt Basel zu, daß ihre ihm zugesagte Hülfe gegen Herzog Friedrich von Oesterreich ihr an ihren Rechten und Freiheiten keinen Schaden bringen soll. Was Basel erobere, das soll dem König und dem Reiche folgen. Der König verheißt bei allfälligem Frieden mit Oesterreich die Stadt Basel zu sichern wie andere Herren und Städte, d. König Sigmund gibt durch eine zweite Urkunde vom 4» April der Stadt Basel Bollmacht, mit Herzog ^rudrichs 60 474 Städten und Amtleuten zu tädingen und selbe zu des Reichs Händen zu nehmen, mit dem Versprechen, daß nicht vom Reiche veräußert werden sollen, o. Ebenso gibt derselbe unterm 4. April der Herzogin Catharina von Burgund Vollmacht, mit denen von Basel um die Städte, Schlösser und Landschaften ihrer Morgengabe zu tädingen, welche Basel zu des Reichs Händen zu nehmen Vollmacht habe. (Mittwoch und Donstag nach dein Ostertag.) Lichnowsky Bd. V. Reg. 1528. Bd. VI. Reg. 1527. 5. ." gang an gerechnet. (Donstag nach St. Jacobstag.) Archiv Basel, Großes Weißes Buch 164. Ii. 432 4423, 30. November. Vurgrccht des Hans von Falkenstein mit den Städten Bern und Solothurn. (Andree.) Staatsarchiv Bern. II. Fiirstentafel. Jnnoccntius IV. erwählt Alexander IV. Urban IV. Clemens IV. Cregorius X. Jnnoccntius V. Hadrian V. Johannes XXI. Nicolans III. Martinus IV. Honorius IV. Aicolaus IV. Coelcstinus V. Aonifacius VIII. Aencdictus XI. Clemens V. (Xvignonl.) Johannes XXII. Nicolaus V. s.ntixaxa Bencdictus XII. Clemens VI. Jnnocentius VI. Urbanus V. ^regorius XI. Urbanus VI. Clemens VII. antip. Xvigu ^onifacius IX. Benedictus XIII. unlixuxa. jnnocentius VII. ^regorius XII. 1241, 24. 1254, LS. 1261, 29. 1265, S. 1271, I. 1276, 20. 1276, 12. 1276, 13. 1277, 25. 1281, 22. 1235, 2. 1233, 22. 1294, 5. 1294, 24. 1303, 22. 1305, 5. 1316, 7. 1323, 1334, 20. 1342, 7. 1352, 13. 1362, 23. 1370, 30. 1378, 8. 1378, 20. 1339, 2. R. Päpste. Juni, gekrönt 28. Juni, December, — — August, Februar, September, Januar, Juli, September, November, Februar, April, Februar, Juli, December, Octobcr, Juni, August, December, Mai, December, Octobcr, December, ' April, September, November, 4. September, 22. Februar, 27. März 1272, 23. Februar, 2V. September, 26. December, 23. März, 4/6. Mai, 25. Februar, 29. August, * 2. Januar 1295. 27. Octobcr, 14. November, 5. September, 8. Januar 1335. 19. Mai, 30. December, 6. November, 4. Januar 1371, 18. April, 31. October. 9. November. gestorben 1254, 1261, 1264, 1268, 1276, 1276, 1276, 1277, 1230, 1285, 1287, 1292, 1294, 1296, 1303, 1304, 1314, 1334, 1330 1342, 1352, 1362, 1370, 1373, 1339, 1394, 1404, 13. December. 25. Mai. 2. October. 29. November. 11. Januar. 22. Juni. 17. August. 16. Mai. 22. August. 28. März. 3. April. 4. April. 13. December, resignirt 19. Mai. 11. Octobcr. 7. Juli. 20. April. 4. December. resignirt. 25. April. 6. December. 12. September. 19. December. 27. März. 15. October. 16. September. 1. October. 1394, 28. September, „ II. October, 1404, 17. Octobcr. 1406, 2. December, Alexander V. Johannes XXIII. Martinus V. 1409, 26. Juni, 1410, 17. Mai, 1417, 11. November, anerkannt 1403, abgesetzt vom Concil zu Pisa 1409, 5. Juni, zu Consta»; 1417, 26. Juli, 1- 1423, 23. Mai. 11. November, gestorben 1406, 6. November. — 1409, 5. Juni, abgesetzt von: Concil zu Pisa, 1415, 4. Juli abgedankt, 1' 1419. gestorben 1410, 3. Mai. 1415,24. Mai abgesetzt zu Constanz, s 1419, 22. November. 21. November, gestorben 1431, 20/21. Februar. I. Juli, 24. Mai, 476 S. Römische Könige und Kaiser. Friedrich II. zum König gewählt 1196, abermals 1212, 5. December, Kaiser 1220, 22. November st 1250, 13 December, gebannt und entsetzt durch Jnnocenz IV., Lyon. 17. Juli, 1245. Heinrich, dessen Sohn, römischer König, gekrönt 1222, 8. Mai, starb 1242, 12. Februar. Heinrich Raspe, 1246, 22. Mai — 1247, 16. Februar. Gegen-König. Conrad IV., 1256 — 12S4, 26. Mai. Wilhelm von Holland, anerkannt nach ConradsIV. Tod bis 1256, (seit 1247, 3. October bis zu Conrads Tod Gegenkönig). Interregnum, 1254 — 1273. Rudolf von Habsburg, 1273, 29 September — ^1291, 15. Juli. Adolf von Nassau, 1292, 6. Mai — 1298, 2. Juli. Albrecht I., 1298, 24. Juni und 27. Juli —1398. 1.M'' Heinrich VII., 1303, 27. November — 1313, 24. August- Friedrich von Oesterreich, der Schöne, 1314,19. Oktober — 1330, 13. Januar. Ludwig IV., der Baier, 1314, 20. October — 134?/ 11. October. Carl IV., 1346, 11. Juli — 1378, 29. November. Günther, Gegenkönig, 1349, I.Januar —1349,18.Ju>u- Wenzel, 1376, 10. Juni — 1400, 20. August: abgesetzt. Ruprecht, 1400, 20. August — 1410, 13. Mai. Jobst, Wenzel's Gegenkönig, 1410, 1. October — 1^' 18. Januar. Sigmund, 1410, 20. September. Kaiser, 1433, 31. Mast — 1437, 9. December. 3. Fürsten Herzoge voi Rudolf I., geboren 1. Mai 1213, Graf von Habsburg, 1240, zum Könige erwählt 29. September 1273, st 1291, 15. Juli. Albrecht I., geboren um 1248, Herzog von Oesterreich, 1232, nach dem Tode König Rudolfs 11291) Herr der obern Lande, zum Könige erwählt 24. Juni 1298, st 1306, 1. Mai. Von dessen Töchtern: Agnes, Königin von Ungarn, geboren 1281, st 1364, 13. Mai. Elisabeth, Stamm-Mutter des jetzigen kaiserlichen Hauses, st 1352, 19. Mai. Catharina, geboren 1297, st 15. Januar 1324, Gemahl, 1313, Carl, Herzog von Calabrien. Rudolf II., Albrechts Bruder, geboren 1270, Herzog von Oesterreich 1232, st 1290 10. Mai. Johann Parricida, des letztern Sohn, geboren 1290, st 1313 13. December. Rudolf III., geboren um 1230, Herzog von Oesterreich 1298, König von Böhmen 1306, st 1307, 3. Juli. Friedrich, geboren um 1286, als Herzog II., der Schöne, zum König erwählt 19. October 1314, st 1330,13. Januar. Leopold der Glorwürdige, geboren um 1292, st 1326, 28. Febuar. Dessen Tochter: Catharina, geboren 1320,13. Februar, st 1349, 28. September, Gemahl 1. 1338, Enguer- rand von Coucy. 2. 1346, Conrad, Graf von Hardeck. Albrecht II., der Weise oder der Lahme, geboren im December 1298, st 1358, 20. Juli. ,n,d Herren. i Oesterreich: Heinrich der Freundliche, geboren 1299. Herzog vo» Steiermark, st 1327, 3. Februar Otto der Fröhliche, geboren im September 13^' st 1339, 17. Februar. Dessen Söhne: Friedrich, st 1344, 11. December. i Leopold, st 1344, 1V. August. Rudolf IV, geboren 1339, 1. November, i » st 1365, 17. Juli. t Friedrich III., geboren 1347, st 1362,1 10. December. I ^ Alb recht III., geboren um 1349, st 1395, ) Mhttchtsll- 29. August. ! Leopold III., geboren im April 1351, Her- » zog von Schwaben, Elsaß und Steier- I mark, st 1386, 9. Juli. / Wilhelm, geboren 1307, Herzog von Kärnthen > und Steiermark, st 1406, II. Juli. i Leopold IV., der Dicke, geboren 1371, I st 1411, 3. Juni. ! Söhne Ernst der Eiserne, geboren 1377, st 1424, ) Leopolds!! - 10. Juni. I Friedrich IV, geboren 1382. st 1439, I 24. Juni. / Albrecht IV. der Geduldige, (Sohn Albrechts III.)/3^ rcn 1377, 21. September, st 1404, 14. September^ Alb recht V. (unter den Kaisern II.) geboren 139 / 10. August, Kaiser 1438, 18. März, st 1439, 27. October. 477 Grafen von Habsburg-Laufenbnrg: Rudolf II. vou Habsburg, I. Graf v. Laufenburg, P 1249, 0. Juli. Werner, -j- 1255. Gottfried I., f 1271, 29. September. Rudolf II., Bischof von Constanz, f IS93, 3. April. Otto, ch nach 1253. Eberhard, ch 1234, vor S. Juni. Rudolf III., geboren 1270, IS. Juli, -f 13IS, 22. Januar. Johannes I., f- 1337, 21. September. Johannes II., ch 1380, 17. December. Rudolf IV., f- 1383, September. Gottfried II., s 1375. Johannes III., -f 1393. Johannes IV., ch 1403, 13. Mai. Der Letzte. Grafen von Kyburg: Ulrich, 1- 1231. Werner, f 1228. Hartmann der Aeltere, f-1264, 27. No- , , > , Sohne Ulrichs. vember. ^ Ulrich, Vischofvon Cur.-f 1237, 17.Juni. Hartmann der Jüngere, Sohn Werners -f 1263,3. September. Werner, -f 12S3, als Kind, Hartmanns des Jüngeren. Eberhard I. von Habsburg-Laufenburg, f vor 5. Juni 1284, Gemahl Anna's, der Tochter Hartmann des Jüngeren, Stammvater der Linie Neu-Kyburg. Hartman» I., -f 1301, 29. März. Hartmann H., f 1322, 30. October, ermordet. Eberhard II., -f 13S7. (6 Söhne:) Eberhard III., Propst zu Solothurn, ch als Domcustos zu Basel, 1395, 14. Juli. B er chtold. Hartmann III., ch 1377. Johann. Rudolf, Comthur zu Rheden, 1391 — 1402, 6. November. Conrad, Comthur zu Balga, 1392 — 1396, 11. Mai. Rudolf, -f 1384 vor 7. April. Hartmann IV. Söhne Egon, Domherr zu Basel. Hartmanns III. Der Letzte. Grafen von Savoyen: Amadeus III. oder IV., 1233 — 12S3, 13. Juli. Bonifacius, 12S3 — 1263. Peter II., 1263 — 1263, 14. oder IS. Mai. Philipp I., 1268 — 1285, 17. November. Amadeus IV. oder V., 1285 — 1323, 16. October. Eduard, 1323 — 1329, 4. November. Herren von Martin dclla Torro, 1257 — 1263, 13. December. Philipp della Torre, 1263 — 1265, August. Napoleon dclla Torre, 1265 — 1276, 21. Januar. Otto Visconti, 1276 — 1295, 8. August. Mathäus Visconti, 1295 — 1322. Galeazzo Visconti, 1322, 9. December— 1326, Aug. Azzo Visconti, 1329, Januar — 1339, 14. oder 16. Mai. Aimo, 1329 — 1343, 24. Juni. Amadeus VI., 1343 — 1333, 2. März. Amadeus VII., 1333 — 1391, 1. November, Amadeus VIII., 1391 -f 1451, 7. Januar. (Felix V. 1440, 24. Juli — 1449, 9. April.) (Bona v. Bonrbon tutrix.) Mailand: Luchin Visconti, 1339 — 1349, 24. Januar. Johann Visconti, 1349 — 1354, 5. October. Mathäus II., Bernabo, -f 1355, 26. September, und Galeaz II. Visconti, 1354 — 1378. Johann Galeazzo, erster Herzog, 1373— 1402, 4. Sept. Bernabo, 1354 — 1335, 13. December. Johann Maria Visconti, 1402 — 1412, 16. Mai. Philipp Maria Visconti, 1412 — 1447. Pfalzgrafen am Rhein: Otto I., der Erlauchte, 1228 — 1253, 29. November. Ludwig II., 1253, — 1. (3.?) Februar 1294. Rudolf I., 1294 — -f 13. (11. ?) August 1319. Ludwig IV., 1319 — 1329, 4. August. Rudolf II. und I 4. August 1329 — Rudolf II. s 1353 j 4. Ruprecht I. . Octob. Ruprecht I.,ch 16. Februar 1330. Ruprecht II., 1390, — f Februar 1393." Ruprecht III., 1393, — ch 13. Mai 1410. Ludwig III., 1410 — 1436, f- 20. December. Ludwig IV., 1436, — f 1449, 13. August. 478 Grafen von Neuenbürg: Berchtold, 1218 — 1261, 20. März. Rudolf III., 1261 — 1263. Ulrich IV., 1263 — 1277. Amadeus, 1277 — 1288, 3. Februar. Rudolf IV., 1288 — 1313, 22. März. Ludwig, -s 1373. Jsabella, -s 1395. Weihnachten, ohne Kinder. Conrad von Frciburg,-s 1424, Schwestersohn von Jfabella. Grafen von Neuenbürg-Nidau: Rudolf, I., Sohn Ulrichs (III.), von Neuenburg, 's vor 1257, März. Nichenza, Wittwc Rudolfs I., Negentin. Rudolf II., -s 1309, 23. August. Rudolf III., -s 1339, 22. Juni und Hartmann dessen Bruder, -s 1349. Rudolf IV., -s 1375, 8. Dccember und Jacob dessen Bruder, -s 1356, 19. September. Grasen von Arberg-Valengin: Ulrich, Herr von Arberg, 's 1276, 26. October. Johann, dessen Sohn, Stammvater der Linie Arberg-Valengin, -s zwischen 1332, 3. März und 1333, 15. August. Dessen Brüder: Wilhelm, Thicrry und Ulrich. Görard, -s 1339, 22. Juni. Vauthier dessen Bruder, -s 1349. Johann II., s- 1383. Wilhelm -s 1427. Dessen Brüder: Bernhard und Johann. Grafen von Mnmpelgard: Thcodorich (Vdivrrz-) III,, 1228, October — 1283, September. Reinhold (Ronauä), 1282— 1321, Pfalzgraf v. Burgund. Otto, 1321 — 1332. Heinrich von Montfaucon, 1332 — 1367, November. Steph an von Montfaucon, 1367, December,—1397, 2. November. Eberhard, Graf v. Württemberg, 1397 — 1419, 2. Juli. Grafen von Montfort und Werdenberg. Stammlinie: Hugo I., geborner Psalzgraf von Tübingen, Stammvater der Grafen von Montfort und Werdenberg, -s c. 1230. Dessen Söhne: Rudolf I., Stammvater der Linien Werdenberg und Sargans, -s c. 1245. Hugo II., Stammvater der Linie Montfort, -s um 1257— 1261. Heinrich I. Bischof zu Cur, -s 1272, 14. November. Friedrich 1., Clericus zu Cur 1264. Hugo III., Stifter der Linie Werdenberg, -s 1280, 7. December. Hartmann I., Stifter der Linie Wer- ! Söhne denberg-Sargans, ch vor 1271. / Rudolfs I. Heinrich, (II.), Abt von Dissentis, -s 1273/ 20. Januar. Rudolf II., Stifter der Linie Feldkirch, 's 1302, 19. September. Ulrich I. Stifter der ältern Bregenzer Linie, s- vor 1290, 30. März. Hugo IV., Stifter der Linie Tettnang, ^ -s 1809 im Sommer. Friedrich II., Bischof zu Cur, -s 1290, ^ 3. Juni. Wilhelm I., Abt von St. Gallen/ ch 1301, 13. October. Heinrich III., Dompropst zu Cur, -s 1307, Januar. >. Söhne Hugos II. I. Grafen von Montfort-Feldkirch. Rudolf II. (I.,) Sohn Hugos II. von Montfort, erster Graf von Montfort-Feldkirch, P 1302, 19. September. Hugo (I.), 1' 1310, 11. August. Berchtold, (I.), 's 1314, 21. März. Rudolf (II.), Bischof von Constanz, -s 1333, 27. März. Ulrich (I.), -s 1350, 15. April. Söhne Rudolfs II. (I.) Friedrich, -s 1321. Hugo (II.), Herr zu Tasters, -s 1359, 28/29. März. Rudolf (III.), 1' 1375, 15. März. Berchtold (II.), 's 1358. Ulrich (II.), 's um 1367. Hugo (III.), 's um 1365. Rudolf (IV.). Der letzte dieser Linie, s- 1390, Mitte November. Söhne Hugos (I.) Söhne Rudolfs (III.). 479 2. Grafen von Montfort-Bregenz: Ulrich (I.), Sohn HugoS II. von Montfort, erster Graf von Montfort-Bregenz, st vor 1290, 30. März. Hugo (I.), dessen Sohn, mit dem d. Linie 1338 erloschen. Wilhelm (I. von Montfort-Tettnang) erhält>durch Erbschaft Bregenz, 1338, 5. November, st 1353. 8. October. Wilhelm (II.), dessen Sohn, Stifter der jüngeren Linie von Montfort-Bregenz, st 1363, 19. October. Wilhelm (IHN, Sohn Wilhelm II., st wahrscheinlich zu Anfang des Jahres, 1397. Conrad, Herr von Halbbregenz, (1379), st 1391. Hugo (II.)der Minnesänger,Herr von Halbbregenz,(1379)und Pfannberg, st 1423, 4. April. Söhne Wilhelms III. Hugo (III.), Johanniter-Ordcnsmeister, st 1430. Wilhelm (IV.), st 1422, 6. März. Der Letzte dieses Zweiges. Ulrich (II.), Graf von Montfort- Bregenz, Herr zu Pfannberg, st 1419. Stephan der Acltere, st 1437, August. Hermann I., st 1434. Stephan der Jüngere, st 1423. Söhne Conrads. Söhne Hugos des Minnesängers. ^ Söhne Ulrichs (II.). 3. Grafen von Montfort zu Tettnang, (ältere Linie): Hugo IV., (I) Sohn Hugos II. von Montfort, erster Graf von Montfort-Tettnang, st 1309, Sommer. Wilhelm (I.), dessen Sohn, st 1353, S. October. Hugo (II.), st 1354. Heinrich (I.), Stifter der Linie Tctt- nang-Nothenfcls, st 1408,15. Juni. Wilhelm (II.), Stifter der jüngeren Vregenzer Linie, st 1363, 19. Oct. Söhne Wilhelms (I.) Hugo (III.), st als Knabe. 1 Rudolf, st 1425, 8. Dccember f Wilhelm (III.), st 1439,8. September. ) Söhne Heinrichs I. 4. Grafen von Werdcnberg: a. Grafen von Werdcnberg zu Werdcnberg und Heiligenberg, Herren zu Vludenz, Wartau, Frendenberg ctc Hugo (I.), erster Graf von Werdenberg zu Werdenbcrg und Heiligenbcrg, 1277, 22. Mai, st 1289, 7. Dccember. Sohn Rudolf (I.) von Montfort-Wcrdenberg. Hugo (II. „Hügli"), Sohn Hugos I., st vor 1312,17. April. Hugo (III.),st nach 1329, 1. Mai, und vor 1331, 23. Mai. Albrecht (I.), Herr zu Heiligenberg, st nach 1364, 11. März und vor f Söhne Hugos (II.). 1369, 30. Juli. Heinrich (I.),Generalvicar v. Konstanz, Domherr zu Cur, st 1323.17. Oct. Albrccht (II.), Sohn Albrechts (I.), st nach 1371,22. April und vor 1374, 6. Januar. Hugo (IV.), st vor 1390, 16. März. Albrecht (III.), Herr zu Vludenz, st zwischen 1418 — 20. Heinrich (II.), Herr zu Rheineck und Wartau, st nach 1392, 17. Februar. Alb recht (IV.), Herr zu Heiligcnberg, st nach 1414, 11. März. Rudolf, st nach 1418, 2. November. 1 Söhne Hugo (V.), st ? 1423. Der Letzte dieser Linie, t Heinrichs Heinrich (III.), st ? nach 1401, 10. März. ) (II.). Söhne Albrechts (II.). 480 b. Grafen von WerdenVerg zu Sargans, Hartmann (I.), Sohn Rudolfs I. von Montfort-Werden- berg; erster Graf zu Werdenbcrg-Sargans, ch vor 1271. Rudolf (I.), Stifter der Linie Alpek, :c., ) 1' ? nach 1322,15. Herbstmonat. / Hart mann (II.), Domherr in Bamberg, ch nach 1282. Hugo (I.), ? Comthur, ch nach 1332, 23. April. Heinrich (I.), ch nach 1332, 2. Marz. Stammvater der Linie Alpeck- Trochtelfingen. Rudolf (II.), Graf von Sargans, ch ? nach 1322, 24. November. Heinrich (II.), Dompropst zu Cur, ch nach 1374. 6. März und vor 1380, 10. August. Rudolf (III.), 1' 1362 bei Plurs ermordet. Hartmann (III.), ch nach 1354, Sept. Söhne Hartmanns I. Söhne Rudolfs I. Söhne ? Rudolfs II. Herren von Vaduz, Sonnenberg etc. Johann (I.), Hans von Sargans, Sohn Rudolfs (III.) ch 14V0, im Herbst. Heinrich (III).,Herr zu Vaduz,st 1397, 23. Januar. Hartmann (IV.), Bischof zu Cur, st 1416, 6. September. Rudolf (IV.), Dompropst zu Cur, ch? 1437. Hans (II.), ch nach 1424. Hugo (II.), Johanniter, ch nach 1421. Heinrich (IV.), Herr zu Sonnenbrrg, ch 1450. Söhne Hartmanns III. Sohne Hans von Sargans. Wilhelm(I.),chnach 1474,3. November, i Georg (Jörg). Der Letzte dieser Linie, > ch 1504, 23. Februar. I Söhne Heinrichs (IV.). Grafen von Diethelm (IV.), erster Graf von Toggenburg, ch um 1230. Diethelm (V.), ch um 1240. Friedrich der jüngcste, ermordet 12. December 1226. Diethelm (VI.) ch 1249. Berchtold (II.). Propst in St. Gallen. Kraft (I.), ch ? 1254. Rudolf, Propst zu St. Gallen, dann Abt zu Erlach 1255—64. Friedrich II. Wilhelm, Domherr zu Bafel und Constanz Heinrich, Comthur des Johanniterordens. Diethelm (VII.). Kraft (II.). Der Minnesänger. Toggenb urg: Friedrich (III.), ch? um 1305. Friedrich (IV.), ch 15. November 1315 bei Morgarteu. Kraft (III.), Domherr zu Constanz und Propst des Chorherrenstiftes Zürich, ch 1339, 7. März. Diethelm (VIII.), ch 21. September 1337. Friedrich (V.), Chorherr zu Constanz, ch um 1364. Georg, Johanniter, ch 1360. Friedrich (VI.), ch um 1375. Kraft (IV).), ch 1368. Diethelm (IX.), ch 27. December 1385. Donat, ch 10. November 1400. Friedrich (VII.), ch 30. April 1436. Der Letzte. 4. Bischöfe. Basel. 1249. 7. Juni. 1262, 10. December. Scp- Lütold II. von Arburg, 1238 Berthold II. von Pfirt, 1249 Heinrich III., von Neuenburg, 1262 — 1274, 15 tember. Heinrich IV. von Jsny, 1275 — 1286. Peter I. Nich, 1286 — 1296, 3. September. Peter II. Aichspaltcr, 1296 — 1306. Otto von Grandson, 1306 — 1309, 26. September. Gerhard von Wippingen, 1309 — 1325, 17. März. (Lütold von Röteln, Gegenbischof, 1309 — 1310, 23, Januar.) Johann 1. von Chalons, 1325 — 1335, 23. Mai. (Härtung Münch, Gegcnbischof, 1325 — ? 1327.) Johann II. Senn, 1335, 22. Juni — 1365, 30. Juni. Johann III. von Vienne, 1365, 27. November — 1382, 7. October. Jmer von Ramstein, 1332, 8. December — 1391. (Werner Schaler, Gegcnbischof, >— I3S5.) Friedrich von Vlanckcnheim, 1391 — 1393, Administrator. Conrad Münch, 1393 — 1395; resignirt. Diebold von Neuenburg, 1395 — 1399. Pfleger. Humbert von Neuenburg, 1399 — 1418, nach dem 26. April. Hartmann Münch, 1418 — ? 1422. Eon Heinrich I., Truchseß z. W. um Pfingsten 1233 — 1248, 25. August. Eberhard II., Truchseß z. W., 1248 vor 3. September — 1274, 19. Februar. Rudolf I. (II.) von Habsburg-Laufenburg, 1274 vor 7. April — 1293, 3. April. (Friedrich I. von Zollern, 1293 resignirt.) Heinrich II. von Klingenberg, 1293 vor 9. August — 1396, ? II. September. Eberhard (Gerhard) von Benars,1396 — 1313,18.September ?. (Otto 1323.) Rudolf II.(III.) vonMontfort, 1313 —1334. Ende März. Ricolaus I. von Kenzingen, 1334, ? 15. April — 1344, 25. Juli. Ulrich III. Pfefferhard, 1344 — 1351, 24. November. Johann IN. von Windlock, 1351, 23. Decembcr — 1355, 21. Januar. 481 auz. Leopold aus Bamberg,Gegcnbischof, 1355 — 1356,15.Mai. Ulrich IV. von Friedingen, Gegenbischof, 1356, resignirt. Heinrich III. von Brandis, 1356, 15. Mai — 1333, 22. November. Mangold von Brandis, f iss«, »so, so. Oct. Niclaus II. v. Nisenburg. s <>. Mm. Burkard I. von Howe», 1337, 19. August — 1393, 39. September. Friedrich II. von Nellenburg, 1393, 16. Oktober— 1398, 26. October, resignirt. Marguard von Randcck, 1393 October, — 1497. 23. Dc- cember. Heinrich, Administrator, 1499 — 1497. Albrecht Binarer v.M., 1497,Deeember— 1411, Februar, resignirt. Otto III. von Hochberg, 1411, 2. Februar — 1434, 15. November. Cur: R olkart von Neuburg, 1237, I. November — 1251, 16. October. Heinrich IV. von Montfort, 1251 — 1272, 14. November. Eonrad II. von Vellmont, 1272 — 1282, 25. Sept. Friedrich I. von Montfort, 1282. — 1299, 3. Juni, ^erch told II. von Heiligenberg, 1299 — 1298, 17. Januar. Hugo von Montfort, ß 1298, 3. August. Siegfried von Gelnhausen, 1298 — 1321, 19. Juli. Rudolf II. von Montfort, 1321 — 1325. Hermann von Eschenbach, 1325. Johannes I., Pfefferhard, 1325 — 1331, 23. Mai. Ulrich V., Schultheiß, von Lenzburg, 1331 — 1355, 24. März. Peter I., der Böhme, 1355 — 1368. Friedrich II. von Wenzingen, 1363 — 1376, resignirt. Johann II., Schultheiß, von Lenzburg, 1376 — 1388, 39. Juni. (Bartholomäus intrusus 1338 — 1399.) Hartmann II. von Werdenberg, 1389 — 1416, 6. Sept. Johann III. Abundius, 1416, 127. November — 1417, resignirt. Johannes IV. Naso, 1417 — 1449, 24. Januar. Lausanne: Johann I. von Cossonai) 1249 — 1273, ? 18. Juni. Wilhelm II. von Champvent, 1273, 21. Juli — 1392, ? 29. Mai. Gerhard III. von Buippeus, 1392 — 1399 nach Sept. ^tto von Champvent, 1319 vor November — 1312, zwischen April und Juni. Sedisvacanz. Petrus I. von Oron, zwischen 29. November und 16. Decembcr 1313 — 1323, Mai. Johann II. von Rossillon, 1324 vor 13. Juni — 1341, ? 15. April. Johann III. von Bertrand, 1341 vor 13. October— 1342, ? 3. Decembcr. Gottfried von Lucinge, 1343 nach 4. April — 1346. FranzvonMontfaucon, 1347, ? 3. Juni— 1354, ? 28. September. Aim o l. von Cossonay, 1355 vor Juli — 1375, ? 6. März. Guy II. von Prangins, 1375 vor 9. April — 1394, 12.Juni. Johann Münch, Gegcnbischof, — 1495. Wilhelm III. von Menthonay, 1394. 22. August — 1496, 3. oder 9. Juli. Wilhelm IV. von Challant, 1496 vor 13. August — 1431. 61 48^ Si Heinrich l. von Naron, 1243 — 1271, zwischen 29. April und 22. Juli. Rudolf von Valpelline, 1271, — 1273, 24. Mai. Heinrich II. von Naron, 1273 —1274, 14. October. Peter von Oron, 1274 — 1287, 13. Februar. Sedisvacanz. Bonifaz von Challant, 1299 — 1398, zwischen 31. März und 9. December. Aimo II. (III.) von Chatillon, 1398, — 1323, 19. Juli. Aimo III. (IV.) von Thurn, 1323, um 17. November — 1338, 24. April. Philipp I. von Gaston, 1338, 8. Juni — 1342. Aebte von Verchtold, Freiherr von Falkenstein, 1244, 25. October — 1272, ? 19 — 12. Juni. Ulrich VII., Freiherr von Güttingen, 1272, 14. Juni — 1277, ? 14. Februar. Numo, Freiherr von Namstein, 1274 — 1281, 4. December (resignirt.) Wilhelm, Graf von Montfort,1232, Anfangs Januar — 1391, 13. October. Conrad Ii. von Gundelfingen, 1288 — 1391. Gcgeuabt. H einrich II., Freiherr von Namstein, 1391— 1319,22.Juli. Hiltpold, Freiherr von Wehrstein (Werkstein), 1319 — ? 1329, 12. December. t en. Guichard Tavelli, 1342, 14. September — 137b, 8. August. Eduard von Savoyen, 1375 — 1386, März. Wilhelm III. de la Beaume, 1386 — um das Ende dieses Jahres. Humbert von Billens, 1388,7. Februar — 1392, 24. vember. Heinrich III. von Manches, 1392 — 1393, 16. Juli, resignirt. Wilhelm IV. von Naron, 1393 — 1492, nach 27. M>. Wilhelm V. von Naron, 1492, 12. Juli, —1417. Andreas von Gualdo, 1418, 6. Juni, Administrator. Bischof 1431, 29. April — 1437, 17. April. St. Gallen. Rudolf II., Graf von Montfort, 1339 — 1333, 27. März. Hermann, Freiherr von Bonstetten, 1333, 14. December, — 1369, 23. August. Georg von Wartenberg, gen. von Wildenstein, 1369 1379, 31. März. Cuno, Freiherr von Stoffeln, 1379, 6. April — 141U 19. October. Heinrich III., Freiherr von Gundelfingen, 1411 — 1417, resignirt. Conrad III., 1417 — 1418, resignirt. Heinrich IV., von Mangistorf, 1418, 23. Januar —1426. 13. September. III. Verzeichnis; der Boten der Eidgenossen ans den in diesem Bande enthaltenen Tagen, Conferenzen, Schiedgerichten, :e. Zürich. Beggcnhofen, Rudolf, von. 242. Biber, Heinrich der 10. 258. Biberli, Heinrich. 197. 214. 218. 219. 252. „ Werner. 242. Bilgrin, Heinrich. 19. Boppard, 17. 175. Brunner, Hans. 177. 200. 225. 227. 229. 230. Rudolf. 176. Egre, Hans, von. 108. 112. Erishaupt, Johannes. 65. 66. Futzschin, Johannes. 19. Glenter, Jakob. 108. 112. 114. 118. 129. 164. 166. 174. 175. 178. 165. 198. 203. 218. 224. 227. Hagenauer, Heinrich. 76. 162. 169. 171. 172. 180. 186. 188. 190. 191. 192. 211. 214. 219(2). 220 (2). 233. Hagenauer, Rudolf. 194. 199. 204. 206. 209. Herter, Hans. 129. Hösche, Johannes. 61(2). Hottingen, Johann, von. 40. Jans, Werner. 91. Jnkenberg, Pantaleon ab. 176. Kilchmattcr, Rudolf. 112. 118. Kneller, N. 166. 171. 230. Krieg, Conrad. 242. Krieg, Johannes. 19. 258. Manch , Felix. 114. 161. 165. 167. 170. 177. 178. 216. 224. 226(-). 232. ,, Rüdiger. 242. Meiß, Heinrich. 81. 96. 114. 134. 136. 161. 166. 192. 194. 198. 200. 20l(-). 203. 204. 209. 210. 211(2). 214, 219. 220(2). -log. Meiß, Hans. 88. 258. Meyer (von Knonau), Johann. 91. 96. 103. 112. Miltner, Rudolf älter. 4. 5. 242. „ „ jünger. 4. „ Johannes. 19. Oery, Peter. 180. 201. 218. 226. 234. Peter St., Walther von, 242. Rüti, Hans, von. 103. 112. Schön, Friedrich. 230. Schüpfer, Heinrich. 19. Schwarzmurer, bl. 163. Jtal. 226. 229("-). Schwend, Rudolf. 66. 66. Berchtold. 181. 133. 198. 199. 200. 203. Seiler, Johannes. 81. Sigrist, X. 94. Stapfer, Joh. 218. 224. Stucki, Hans. 226. Stüssi, N. 206. 207. 208. Guter, N. 169. Täfcher, Conrad. 227. Trinkler, Rudolf. 88. 108. 112. Uesikon, 5l. 233. Wart, Jacob, von. 4. Wetzwil, Johannes. 40. Zoller, Johannes. 201. Bern. Balm (oder Baliner), Peter, von. 32. 175. 263.270, 271. Bollingen, Ivo, von. 129. 199. Bubenberg, Johann, von. 19. 268. „ Ulrich, von. 60. 484 Vüwlin, Peter, 87. 90. 93. Diesbach, Johann, von. 93. Erlach, Ulrich, von. 292. 227. Gisenstein, Niclaus, von 99. 225. Greyers, Peter, von. 94. Gngla, Anton. 181.186. Hetzet, Conrad. 171. 172. 174. 177. 186. 197. „ Jtal. 227. Hofmeister, (Rudolf.) 181. Kien, Philipp, von. 19. 32. 258. 263. 270. 271. Miinzer, Werner. 19. 258. Muolern, Johann, von. 86. 87. 90. 93. 106. Nieder, Peter. 86. 87. 90. 93. 106. Seedorf, Peter, von. 263. Seftingcn, Ludwig, von. 86. 93. 94. Spillmann, Gilg. 61. 63. Zigcrli, Rudolf. 161. 178. 225. Luccrtt. Büren, 77. 226. Dierikon, Johannes, von. 90. 98. 108. 112. 114. 178. 194. 206. 226. Egerder, Burkard. LS. 92. 108. 112. 114. 120. Eich, Ulrich, von. 26. Emmen, Arnold, von. 61. Frölich, Hans. 88. Gattwil, Rudolf, von. 88. Goldschmid, Peter. 226. 234. Gundoldingen, Claus, von. 26. „ Peter, von. 53. 61(2). Haas, Andreas. 95. Heratingen, Ulrich, von. 194. Hertenstein, Ulrich, von. 227. Hochdorf, Peter, von. 26. Hohenrein, Welti, von. 120. Hunwil, Heinrich, von. 211. Jppikon, Werner, von. 26. Kaufmann, Claus. 81. 112. Kupferschmid, Claus. 81. Kurz, 77. 226. Lütishofen, 77., von. 206. Matter, Claus. 61. Meggen, Werner, von. 208 (2). 226. Mentellcr, 17. 206. 207. Moos, Heinrich, von. 61. 65. 66. 161. 194. 206. 227. „ Johannes, von. 76. 77. 81. 90. 92. 93. 96. 98. „ Jost, von. 26. „ Petcrmann, von. 136. 199. 206. 207. 208(2). 211. Root, Rudolf, von. 26. 79. 95. 96. 98. 106. 108. 112.114. 118. 124. Ruswil, Ludwig, von. 26. Scherer, Hans. 194. Seiler, Conrad. 83. 93. „ Heinrich. 208. Stans, Hartmann, von (älter und jünger). 81. 90. 93. 108. 112. 114. 194. 208. 226. Stans, Werner, von. 26. Tripfcher, Ulrich. 26. 65. 66. Walker, Ulrich. 134. 136.141. 202. 207. 208. 217. 226. 22'. Wiechser , 77. 226. Wissenwegen, Heinrich, von. 90. 92.103.112. 114. 206.211. Wissenwegen, Peter, von. 26. Uvi. Attinghausen, Johannes, von. 16. 2ö. 28. „ Werner, von. 4. 242. Mieter, Walther. 85. 86. 88(2). 89. 94. 108. 112. 144- 134. 136. 141. 164. 188. 192. 194. 227. Frauen, Conrad, der. 59. 61. 94. 165. „ Heinrich, der. 81. 85. 114. Fromme, Walther. 95. Fürst, Jacob. 76. Jo. 85. 88. 94. 108. 112. Gruner, Peter. 181. Gerung, Anton. 166. 170. 174. 185. 188. 202. 205. 219- 220. 227. 233. Gerung, Josef. 25. 88. 94. 108. 112. Hofer, Heinrich. 95. 118. Humbel, Georg. 83. Hurnfelden, Heinrich, zu. 59. Huser, Jost. 107. Knutli, Jenni. 107. Markstein, Conrad. 177. 232. Meyer von Oertzfeld, Johann 63. Meyer von Silinen, Arnold, der. 4. Meyer, Conrad. 242. „ Walther. 86. 88(2). gg. gz. g^ Moos, Johannes, von. 59. 81. Oberdorf, Hans, im. 88. 89. 92. 114. 210. 226. Püntincr, 77. 172. 234. Port, Anton, zer. 81. 94. Retzrieden, Joh. von. 59. „ Heinrich, von. 65. 66. Roth, Johannes. 108. 112. 129. 134.136.141. 162.164- 165. 166. 171. 172. 177. 180. 186. 190. 191. 192- 194. 205. 206. 207. 230. Nudenz, Johannes, von. 59. 61(2). Scheitler, Joh. 108. 112. Schilling, Heinrich. 88. ! Schreiber, 77. 200. Silinen, Arnold, von. 107. 114.134. 169. 204. 206. 207. Sifsiker, Heinrich., 88. 95. 485 Subel, Jenni. 107. 108. 1ö2. 166. 160. Trog, Jekli, zum. 88. 80. Uhingen, Peter, von. 120. 183. 107. 108. 226. 232. Wolf, Heinrich. 92. Schwyz. Ab Jberg, Conrad. 4(2). 28. S3. 212. Ulrich. 131. 136. 177. 180. 204. 200 211. 214. 210. 220. 225. 227. Baden, Conrad, von. 26. Baumgartner, Ulrich. 26. Beul, Rudolf. 76. Engiberg, Gilg von. 50. 61(2). 65. 66. 88. 02. 04. OS. Fügli, Ulrich. 04(2). Frauen, Ulrich, der. 223. 234. Fräulcr, N. 102. 100. 200. Heimli, Werner. 83. Hön, Werner. 185. 188. 224. 232. Hunn, Conrad. 242. Jacob, Jost. 85. 86. 04. Jacobs, Erni. 202. Kupferschmid, Ulrich. 06. Lilli, Conrad. 61. „ Werner. 50. Markward, Werner. 04(2). Mecker, Johann. 05. Mcrkli, Ulrich. 118. 124. 233. Mettler, Werner. Ol. Neding, Jtal. 120. 134. 136. 166. 108(2). ggg 204. 206. 200. 2IIss). 214. 218. 210. 220. 224. 227. Rudolf 50. 81. 232. 234. Schribcr, Werner. SO. Schorns, ^Conrad. 81. 02. Schwyz.Gilg, von f. Engiberg. Sep, Werner. OS. Sicli, Rudolf. 81. Sigrist, Jenni. 113. 124. 141. 178. 185. 186. 188. Spillmatter, Hans. 01. Stapfer, Werner. SO. 81(2). gg. gg. g^-). Stauffacher, Conrad. 61. Rudolf. 4. 242. Ulrich. SO. Steinen, Werner, von. 134. Tiringer, Werner. 4. Uotz, 5l. 161. 175. 208. 210. Vön.N. 224. Weidmann, Jacob. 26. Ilnterwaldcn. Ammann von Sächseln, Rudolf. Obwalden. 4. Andachers, Jenni. 118. Aufdermaur, Ulrich. 188. Buholzer N. 165. 'Brugger, Peter. Obwalden. 27. Brunnen, Johann, zum. Nidwalden. 81. 85. 88. Burkart, Claus. Obwalden. 108. Eimvil, Claus, von. 234. Fliiglislo, N. 167. Fluh, Jost, unter der. 134. „ Rudolf, unter der. 88. 04(2). gg. Grund, Jost, am. 68(2). 80. Halten, Rudolf, von. Obwalden. S3. Heinrice, Claus. 88. 08. 165. Heingarten, Rudolf, von. 08. Heinzli, Welti. Obwalden. 107. 136. 166.171. 181. 202. 200. 227. Herrmann, Jenni. 01. Hunwil, Heinrich, von. Obwalden. 26(2). Meyer von Stans, Heinrich, der. 4. Matt, Johannes, an der. 88. 08. Moser, Gottsried. Nidwalden. 27. „ Marquard. 76. Omisried, Arnold, von. 60. Russo, Rudolf. Obwalden. 27. Nütlt, Claus, von. Obwalden. 85. 86. 88. 80. 00. 04(2). 107. 103. 112. 114. 120. 136. 141. 161. 161. 167. 170. 172. 183. 185. 186. 100. 101. 102. 104. 105. 103. 100. 204. 205. „ Werner. Obwalden. 27. I Sächseln, Conrad, von. Obwalden. 26. ! Schwander, Arnold. Nidwalden. 27. Seili, Werner, Obwalden. 81(2). gg. Steinen, Arnold an, Nidwalden. 108. 112. 124. 120. 136. 104. 107. 202. 208. 227. „ Johannes, „ „ 27. „ Willi „ „ 81. 88. 80. 08. Spillmattcr, Johann. Nidwalden. 65. 66. Spillstatt, Heinrich, an der. 88. 00. 04(2). Sulzmatter, Claus. Obwalden. 00. 08. 103.112.114.166. Viteringen, Johann, von. Obwalden. 27. Waltersberg, Johann, von. Nidwalden. 4. 53. Willis, Erni. Nidwalden. 161. 171. 172. 174. 17S. 177. 181. 186. 188. 102. 200. 204. 205. 206. 207. 210. 211. 210. 226. 233. Winkelried, Arnold. Nidwalden. 178. 180. 185. Wirz, Johannes. Obwalden. 01. 107. 108. 112. 114.120. 162. 164. 166(2). 160. 171. 174. 180. 205. 206. 207. Wissenbach, Hans, zu. 86. 80. 04. Wolfenschießen, Ulrich, von. Nidwalden. 27. 40. Zelger, X. Ammann. 164. 166. 160. 170. 172. 133. 204. „ Hartmann. 8S. 04. „ Heinrich. 232. 486 Zelger, Thomas. IVO. 191. 234. Zmgg, Johannes. Nidwalden. 188. 209. 232. Znidrist, Bartholomäus. 299. Zuben, Berchtold, von. Obwalden. 69. „ Georg „ „ 88. 89. 94(-). 197. 134. 178. 181. 186. 183. 219. 227. 233. „ Heinrich „ „ 90. 95. 197. 108. 112. 118. „ Johann. 27. Zug. Graf, Johannes. 129. 136. 161. 177. 178. 181. 183. 199. 191. 192. 194. 197. 198. 199. 200. 204. 206. 298. 219. 211s-). 214. 219. 220(°). 226. 233. 234. Hödel, Jenni. 141. Holzach, Rudolf. 141. Hug, Walther. 141. Hünenberg, Joh. Heinrich, von. 232. Kapf, 57. 167. 171. Koli, Peter. 161. 166. 202. 204. 206. 209. 211. 214. 225. 226. 232. Mülifchwand, Bartholomäus. 170. 185. 199. 231. Schachen, Jost, im. 85. Schiffli, Bürgi. 141. Schriber, Johannes. 88. 129. 129. Seiler, Johannes. 169. 174. 175. 186. 214. 219. 229. Glarus. Ambül, Ulrich. 136. 166. 167. 171. 174. 175. 180. 181. 192.194. 220. Eggli oder Eckel, Johannes. 169. 179. 204. 206. 207. 211. 214. 219. 220. Hopphan, 57. 91. Netstaller, Mathias. 129. 164. 164. 202. Schiesscr, Jost. 194. 232. 233. i Schindler. 57. 166. 167. „ Peter. 232. Vogel, Albrecht. 121. 136. 161. 166. 178. 183. 185. 186. 190. 191. 197. 198. 199. 204. 209. 211(-). 219. 225. „ Hans. 227. Freiburg. Bargin, Jacob. 87. 90. 93. Praroman, Hans, von. 87. 90. 93. Solothuvu. Durrach, Josef, von. 94. Dübi, Jacob. 106. Obi, Johann. 96. Wengen, IM, von. 94. Basel. Berenfels, Conrad, von. 19. 253. Kinden, Niclaus, zen. 19. 258. Sonnen, Werner, zur. 19. 253. Schaffhausen. Hallaucr, 57. 203. Winckel, Johannes, im. 293. Biel. Hofmeister, Rudolf. 136. Wallis. Cuonzen, Hans. 227. Graß, Wido. 227. Lagger, Hans. 227. « IV. Verzeichnis; der Orte, wo die in diesem Band enthaltenen Verhandlungen gehalten, resp. von denen die Urkunden datirt sind. « Di- mit diesem Z-ich-n versehene» Ziffer» bezeichnen Stiickc, welche in dem Anhang I stehen. Alpnach. 92. Altdorf (Nri). 92. 120. 12«. 134(y. 135. »375. 388. Amberg. 99. Arau. 384. 391. Arbon. 400. Augsburg. 406. Avenches. 373. Baden (Argau). 17. 55. 71. 93. 122. 131. 181. 393. 394. »420. 449. Basel. 7«. 153. 320. 349. »373. 388. 395. 397. 420. 422. 401. 473(-). Bezgenriet». 13. 20. 88. 90. 108. 145. 102. 253. Bern. 50. 05. 133. 136. 141. »373. 374. 383. 385. 380. 397. 404. 160. Biel. 383. Vlamatt. 412. Bourg cn Bresse. 33. Bözlingen. 100. Vremgarten. 231. Brieg. 183. 357. Brugg. 34. 73. 230. 282. 283. 284. » 378. 405. 415. 417. Brüningen. 9. , Brunnen. 7. 68. 70. 243. Burgdorf. 38. »413. Cästris. 457. Chamber»). 406. Chenens. 451. Colmar. 374. 396. 402. Como. 14. 16. 19. Consta»,. 3. 12. 45. «7. 142(-). 140(-). 147. 149(-). 152. 178. 187. 190. 197. 307. » 38«. 392. 412. 418. 420. 422. 449. 468(2). Cur. 138(2). » 370. 452. » Diesscnhofcn. 393. Dissentis. 22. » Eger. 250. 451. Einsidcln. 27. 90. 126. 205. Engclberg. 4. » Ensisheim. 452. 450. Eimen in Wallis. 165. 354. Evian. 227. 228(y. » Faenza. 369. Frankfurt a. M. 13. 14. 02. *383(2). » Freiburg i. Ü. 330. 407. Gallen St. 229. »420. 457. 458(-). 404 (y. 472. Giengen. 37. » Gümminen. 394. » Hagenau. 369. 375. Hall im Innthal. 70. 318. Hasli. 203. »387. Heidelberg. 470(2). Heiligenberg. 23. Herriden. 7. 8. » Hospenthal. 418. » Jferten. 409. » Jlanz. 453. 455. Innsbruck. 100(2). Kaisersberg. 471. Kienholz. 205. 221. Königsfelden. 32. »409. 410. 411. 414. Laufenburg. 21. 35. » Laupen. 379. 380. 387. 401. » Lcuck. 371. 488 Lucern. 17. 18. 19. 34. 36. 40. 49. 60. 61(-). 66. 81(2). 85. 86. 88. 91. 94. 9S. 99. 123. 129(°). 130 (2). 133. 137. 138. 139. 141 (2). 144. 151. 152. 158. 162 (2). 164 (2). 165 (2). 166('). 167(°). 168. 169. 170. 171. 172. 174. 175. 177. 179('). 180. 161- 182. 183. 184. 185(-). 186. 188. 190. 191(2). 192. 194. 197. 199. 200. 201("). 204 (2). 205. 206. 207. 208(2). 209. 210. 211. 214. 219. 226(2). ^28. 229 (2). 230 (2). 233(2).258. 259. 275. 279. 285. 289(2). 312. »370. 382(2). Ig?, gg^ 399 Lungern. 12. Lyon. 1. Mainz. 37. 99. Mailand. 378. 389(2). 392. Mannenberg bei Zweisiimnen. 410. Meran. 138. Mergentheim. 73. »450. Morges. 372. Mümpclgard. 198. MUnchen. 6. 7. 23. 24(2). Murten. 369. 370. 424. Ncuenegg. 373. 407. 408. Neustadt bei Wien. 134. Nördlingen. 408. Nürnberg. 5. 45. » 396. 449. Pavia. 15. 16. Peterlingen, Payerne. 372. 376. 397. 424(2). Pfcffikon. 69. 81. 210. Pisa. 15. Pont Andis. 405. Prag. 51. Rhäzüns. 416. Rcgensburg. 39. 294. 296. Rheinfelden. 55. 78. 84. »450. Ripaille. 449. Romont. 409. Rosenberg. 472. Rossillon. 472. Rothenburg. 19. Nothweil. 20. Sargans. 82. Sarnen. 17. Schaffhausen. 56^ »398. Schwyz. 4. 8. 218. » Sels. 398. Sitten. 50. 103. 188. 362. » »372. 376. 412. 452. » Solothurn. 387. 415. Spei er. 5. Stans. 5. 12(2). 20. 53. 95. 251. 252(2). Stansstaad. 11. 247. »388. » Straßburg. 454. 474. » Thun. 403. Tyrol. 125. » Ueberstorf. 413. » Ursern. 375. 389. 396. Uznach. 36. »471. Visp. 184. 359. » Vivis. 388. 401. Wallenstadt. 101. Wallis, in. 25. Wallsee. 470. Weingarten bei Ravensburg. 203(2). 264. » Werdenberg. 451. Wesen. 8. »395. Wettingen. 69. Wien. 44. 46. 47. 48. » 412. Windegg. 6. Winterthur. 13. »404. 459. » Worms. 372. Zofingen. 45. 73. Zug. 25. 52. 64. 112. 114. 131. 189. 226. 227. Zürich. 3. 4. 5. 15. 29. 32(>). 36. 37. 38. 40. 41. 44. 5V. 68. 70. 74(2). 77. gg. 797. 77^ 79g. 724. 125(2). 15g. 152. 155. 158. 176. 178. 195. 198(2). 202. 211. 214. 216. 217. 219. 220. 224. 232. 255. 260. 263. 271. 284. 300. 312. 315. 316. 324. 337. 377(2). 37g. 379. ggz. ggz. 433. Register zu Bant» 1 der Abschiedesammlung. Bemerkungen» Die Ziffern bezeichnen durchweg die Seitenzahlen, Wenn ein Gegenstand, ein Orts- oder Personenname aus derselben Seite mehrmals erscheint, so wird dieses durch die hinter dem betresscnden Wort i» () beigefügte kleine Ziffer angedeutet. Materien Register. A. Absagen. (Kriegserklärung, Widerbietendes Friedens sc.). 33. 38. 47. 66. 73. 79. 81. 115. 215. 248. 249. 251. 252(-). 254. 300. 305. 306. 370. 383. 449. 460. Absolution (vom Bann). 135. 469. Abtwahl zu St. Gallen. 472. zu Disentis 453. Acht. (Neichsacht). 5. 6(-). 139. 145. 168. 202. 203. 204. 440. 467. 469. Aemterbesctzung in Appenzell. 458. Alpen, Alpenstreitigkeiten. 4. 29. 42, 66. 121. 129. 375. Ainmannamt in Appenzell. 443. Ammannwahl in Zug. 52. 141. 181. Angster, s. Minzen. Anlaß, Anlaßbriefe, Compromiß. 4. 19. 26. 32. 49. 50. 54. 58. 60. 68. 90. 91. 93. 135. 183. 213. 220(°). 231. 234. 263 372. 373. 376. 396. 398. 406. 436. 443. 449. 460. Appellation. 79. Archiv österreichisches in Baden. 7.155.174.175. 176. 301. „ von Zug, Aufbewahrung. 113—115. Armbrust. 130. s. auch Waffen. Arrest, (Vcrheften, Verbieten). 22. 93. 119 122. 153. 169. 241. 262. 267. 277. 288. 341. 344. 348. 378. 389('). 396. 397. 399. 403. 417. 419. 420. 421. 423. 426. 427. 429. 430. 433. 434. 440. 463. Asez (ledig), s. Reichserledigung. Auftriebrechte. 462. Ausburger (s, auch Bürger- und Landleute-Annahmen), Verbot. 31. 86. 114. 116. 117. 124. 134.. 218. 266. 267. 279. 281. 292. 294. 306. 325. 330. 332. 343. 392. 399. 407. 410. 416. 421. 423. 436. 433. 462. Austräge, (s. auch Schiedsgerichte, verträgliche). 124. 136. Auszüge, kriegerische. 161. 167. 168. 170. 274. 275. 286. „ unter dem Panner. 169. 323. Atzung Gefangener. 169. B. Bann, (Kirchenbann, Excommunication). 4. 5. 6. 12. 23. 94. 135(-). 139. 251. 370. 433. 467. 469. päpstlicher 469. Behemsch (Groschen), s. Münzen. Belagerungen, Gesäße. 30. 185. 189. 242. 261. 274. 275. 286. 309. 338. 401. 402. 422. 463. Besitzrecht, Bcsitzverfahren, Uosssssorium. 426. 427. 429. Besitzstand, statu» . 460. Appenzell mit dem Grafen Rudolf von Werdenberg (1404). 463. Appenzell mit dem Grafen Friedrich und den Leuten von Toggenburg (1405). 465. (1406). 466. (1410). 471. Appenzell, St. Gallen und Feldkirch mit dem Grafen Hugo von Montfort (140.5). 464. St. Gallen, Abt, mit dem Grafen Rudolf von Montfort (1373). 437. St. Gallen, Abt, mit den Grafen von Toggenburg und von Werdenberg (1391). 451. St. Gallen, Abt,> mit dem Grafen Johann von Lupfen (1402). 460. St. Gallen, Stadt, mit Zürich, s. Zürich. St. Gallen mit Appenzell, s. Appenzell. St. Gallea mit Konstanz (1344). 413. (1346) .421. St. Gallen mit den Städteblinden um den Bodensee und in Schwaben (1356). 429. (1359). 430. (1376). 439. (1377). 441. 442.444. (1378). 441. 442. (1332). 445. (1384). 446. 417(-'). (1385). 448(').(1337).450.451.458.459.463. (1408). 470. St. Gallen mit Constanz, Lindau, Schaffhausen, (1358). 429. St. Gallen und Appenzell mit den Leuten von Windegg und Wesen (1405). 464. Curwalen: der Bischof von Cur und der Bischof von Sitten (1232). 375. Curwalen: der Bischof von Cur mit Graf Friedrich von Toggenburg. 98. Curwalen: Disentis und Blegno (1376). 439. Curwalen: Disentis und Walliser (1283). 375. Curwalen : der Bischof von Cur mit Disentis (1343). 416. Curwalen: der Bischof von Cur mit Oesterreich (1392). 452. Curwalen: Oberer grauer Bund. 22. 23. (1395. 1399). 453(-). 455. Materien-Register. Bündnisse, Vereinigungen, Burg- und Landrechte: Curwalen: Oberer grauer Bund mit Oesterreich (angeblich). 101. Curwalen: Gotteshausbund (1396). 434. Curwalen: Herren und Gemeinden mit dem Grafen Hugo von Werdenberg (1400). 457. Wallis er, s. Bern, Lucern, Uri, Unterwalden, Curwalen. Walliser mit Savoyen (1392). 452. Frutigen, Saanen und Simmenthal (1340). 410. ä. Auswärtiger unter sich: Oesterreich mit Savoyen. 33. Oesterreich mit Fürsten und Städten. 73. 442. 444. 449. Städtebünde um den Bodensee und in Schwaben und am Rhein. 14. 15. 67. 69. 70. 71. 73. 105. 124. 253. 254. 255. 307. 312. 399. 400. 424. 429. 430. 439. 442. 444. 445(-). 446. 447(-). 448. 449(°). 450. 453. 454. 457. 458(2). 459. 461. St. Georgenbund der Ritterschaft in Schwaben. 124. 470. Gesellschaft zum Löwen in Elsaß, Schwaben und Franken. 443. Constanz und schwäbische Ritterschaft gegen die Appenzeller (1407). 468. (1409). 470. Geistliche und weltliche Herren in Schwaben gegen die Appenzeller (1407). 468. Ocsterreichische Amtleute und Städte im Aargau und Thurgau (1410). 471. Bündnisse, besondere, verträglicher Vorbehalt oder Ausschluß. 249. 257. 262. 268. 274. 277. 281. 282. 288. 292. 311. 339. 356. 358. 361. 370. 404. 420. 436. Bürgschaft, Tröstung. 4. 135. 183. 184. 341. 405. Bußen, (Frevelbußen, Penen, Conventionalbußen). 16. 59. 60. 68. 72. 76. 88. 92. 95. 101. 102. 108. III. 114. 124. 186. 187. 207. 208. 227. 234. 379. 380. 382. 384. 407. 418. 428. 443. 450. Conventionalbußen insbesondere. 16. 76. 88. 92. 101. 102. 418. 428. 450. S. auch Einungen, Frevel. Buhenschuldner. 189. C. Kapitulation von Vremgarten. 148. Capitulation des Steins zu Baden. 148. Carten (Frciheitsbricfe). 193. Commissarien, königliche. 3. 18. Compromisse, s. Anlahbriefe. Concilium zu Constanz. 174. 175. 176. 212. Conventionalbußen, s. Bußen. D. Darleihen. 202. Denare, Pfenninge, s. Münzen. Diebstahl. 95. 192. 193. 219. 245. Dienste. 324. 330. 459. Dienstverträge. 7. 9. 10. 13. 44. 79. 93. 169. (Rudolf Brun. 44.) Dingskauf (Borg). 95. Dingstätten, verträgliche. 46. 305. 310. 317. 326. 327. 333. 344. 345. 371. 375. 331. 386. 390(2). 392. 403. 407. 415. 417. 418. 424. 426. 427. 429. 433. 434. 436(2). 440. 445. 452. 459. 466. Dormenter (äorrnitoriuin). 209. Dreizehner in Appenzell. 441. 443. Ducaten, s. Münzen. Durchpaß, Durchmarsch. 356. 358. 361. 440. 465. E. Echtiwer, s. Münzen. Ehesachen, 94. 119. 387. 403.419. 426. 427. 429. 433. 434. 450. 457. s. auch Gerichtsbarkeit, geistliche. Ehesteuer. 398. Ehrschätze. 224. Eid. 43. 57. 89. 90. 103. 107. 121. 128. 171. 269. 301. 355. 356. 357. 359. 360. 361. 362. 364. 370. 371. 379(2). 392. 393. 397. 398. 419. 435. 437. 447. Beweiseid. 43. 57. 107. 212. 214. Schätzungseid. 212. Amtseid. 164. 186. Schiedeid. 334. Huldigungseid. 90.124. 140. 148. 149. 180. 214.336. s. auch Bundesbeschwörung, Eidesmündigkeit. Eidcserneuerung, s. Bundesbeschwörung. Eidcshelfer. 215. 385. 459. 462. Eidesmündigkeit. 263. 278. 293. 296. 340. 342. 356. 359. 361. 364. 373. 392. 417. Eigen. 393. 421., s. auch Erbe. Eigengüter. 231. 291. Eigenleute. 116. 161. 231. 241. 242. 243. Loskauf 139. Einlager. 124. 269. 374. 377. 392. 433. Einungen. 42. 68. 91. 137. Engländer, Gesellschaft des Coucy. 434. Erbe. 281. 292. 393. 421., s.. auch Eigen. Erbfälle. 119. 443. 444., s. auch Besthaupt. Erbrecht. 438. Eroberung und Erwerbung von Land und Leuten. 131. 145. 147. 148. 149. 151(2). 154. 169. 265. 291. 467. 469. 473. Theilungsgrundsätze. 131. 219., s. auch Sempacher- brief, Herrschaften gemeine. Evocationsprivilcgien. 3. 15. 147. 168. Materien-Register. F. Fahnenflucht. 328. Fülle. 79. 218. 219. 331. s. auch Gelässe, Erbfall. Faßnachthühner. 79. Federspiel. 268. Fehden unter Eidgenossen, Verbot. 328. Fehden, private. 192. Fischenzen. 92. 101. 199. 268. 325. Frauen, Schutz im Krieg. 329. Freiheit, Freischaar. 168. Freiheiten, geistliche. 100. 210. Freiheitsbriefe der Eidgenossen von Königen und Kaisern: Friedrich II. 1. Heinrich, dessen Sohn 1. Adolf. 2. 383(-). Heinrich VII. 3. 388. Ludwig. 7. 8. 14(2). ig. Friedrich von Oesterreich. 396. Ruprecht. 99. 100. Sigmund. 138. 141. 142. 143. 145. 147. 168. 175. 177. 202(2). 369(2). Z74. 432. 44.,. 4gg. 470. Frevel. 59. 234. 266. 433. 434. 438. Fridolinsleute, St. 79. Friedbruch. 59. 95. 137. 300. 306. 314. 315. 316. 319. 326. 453. 469. Friedegeben. 137. 174. Friedensverhandlungen und Friedensschlüsse, (Waffenstillstände, Richtungen) der Eidgenossen mit Oesterreich: Die drei ersten Waffenstillstände der III Waldstätte mit Oesterreich sammt ihren Verlängerungen (1319—1321). 9. 10(2). 42(2). 244. 246(2). 247(2). 248. 250. 251. 252(2). 254. 257. Der Spruch der neun Schiedrichter zwischen Lucern und Oesterreich und der durch dieselben vermittelte Waffenstillstand der III Länder mit Oesterreich. (1336). 19(2). 20. 258. 259. Der Schiedspruch der Königin Agnes von Ungarn zwischen den Eidgenossen und Oesterreich. (1351). 32(2). gg. 263. 264(2). 270. 271. Der brandenburgische Friede. (1352). 34. 36. 279. 280(2). 282. 283. 284(2). Der Waffenstillstand König Carl's IV. (1354). j 38(2). Der Regensburger Friede. (1355). 39. 40. 46. 48(2). 291. 294. 296. Der Thorbcrgische Friede mit seinen Verlängerungen (1368). 49. 299. (1376). 55. 305. 309. Der besondere Friede wegen Zug. (1369). 50. 51. (1375). 55. 300. 301. 303. 306. Friedensverhandlungen :c.: der Eidgenossen mit Oesterr eich, (Fortsetzung): Waffenstillstand vor dem Sempacherkrieg (1386). 69. 70(2). gig. Waffenstillstand nach demselben (1386). 71. 74. 75. 316. Der einjährige Friede mit Beibriefen. (1387). 74. 75. 76. 316. 317. 318. Friedensunterhandlungen vor dem Näfelserkriege (1388). 78. Der siebenjährige Friede (1389). 80. 324. 327. Der zwanzigjährige Friede (1394). 85. 86. 90. 92. 94. 97. 98. 102. 139. 329. 335. Der fünfzigjährige Friede (1412). 125. 131. 132. 143. 145. 146. 147. 170. 342. Der Eidgenossen mit Graf Eberhard von Kyburg (1355). 89. „ mit Graf Friedrich von Toggenburg (1388). 80. „ mit Mailand und Savoyen. 164. 166. > ' 168. „ mit Herzog Reinhold von Urselingen. 167. 168. 177. Einzelner Orte: Zürich mit den Grafen von Habsburg-Laufenburg. 34. 35. 406. 425. Zürich mit dem Grasen von Toggenburg. 36. Zürich mit dem Bischof von Constanz 126. Zürich mit dein Grafen von Sponheim 143. Zürich mit dem Marckgrafen Bernhard von Baden. 133. Zürich mit Oesterreich. 377. Zürich mit seinen Verbannten 409. Zürich mit Schasfhausen. 415. Bern mit Lucern. 2. Bern mit den Grafen von Kyburg. 63(2). gg 66. 403. 408. Bern mit Kyburg, Oesterreich, Arberg :c. 410. Bern mit den Wallisern. s. Raronhandel. Bern mit Peter von Thurm zu Gestein. 412. Bern, Freiburg und Savoyen mit den Wallisern. 228. 229. Bern mit Freiburg. 381. 383. 387. 403. 407. 410. 445. Bern mit Freiburg und den Grafen von Greyerz. 424. Bern mit den Sennen von Münsingen. 374. Bern mit dem Bischof von Basel. 435. Bern mit dein Grafen Ludwig von Neuenburg. 415. Bern mit den Grasen von Neuenburg - Nydau. 416. Materiem ^-Register. Friedensverhandlungen, (einzelner Orte): Lucern nnt den Waldstätten. 4. Lucern mit Bern. 2. Lucern mit denen vom Nümlang. 56. Lucern mit Zürich. 382. 387. Lucern mit Basel. 386. Lucern, Uri und Urscrn. 4. 388. 389. Lucern mit Oesterreich. 464, Uri, Schwyz und Unterwalden mit Nrsern, Domodossola rc. 48. Uri, Schwyz, Unterwalden mit Thun und dem Oberland. ö(-). 27(2). Uri, Schwyz, Unterwalden mit Disentis und dem Grafen von Werdenberg. 18. 22. 23. Uri, Schwyz , Unterwalden mit den Grafen von Habsburg-Lnufenburg. 21. Uri mit Glarus. 6(2). Uri mit Disentis. 11. Schwyz mit Glarus und Windegg. 8(^). Schwyz mit Einsiedeln. 28. Schwyz mit dem Grasen von Werdenberg. 48. Schwyz mit dem Grafen Werner von Homburg. 16. Schwyz mit dem Grafen von Montfort-Bregenz. 125. Schwyz mit Napperswyl. 156. Schwyz mit der Ritterschaft in Schwaben. 46g. Unterwalden mit Jnterlaken. 18. 26. Unterwalden mit den Oberländern. 26. 47. Unterwalden mit Thun. 47. Glarus mit Uri. 6(2). Glarus mit Schwyz. 8(^). Wallis mit Bern, f. Raronhandel. Wallis mit Ursern. 25. Wallis mit Hasli. 52. Wallis und Bischof mit Savoyen. 452. 372. Frei bürg mit Wilhelm von Arberg 377. Frciburg mit Johann von Arberg. 378. 386. Freiburg mit Agnes von Arconcis. 385(2). Freiburg mit Ludwig von Savoyen. 378. 388. Freiburg mit Amadeus von Savoyen. 465. 466. Freiburg mit Otto von Strußberg. 384. Freiburg mitBern. 381.383.387.463.407.416.445. Solothurn mit Savoyen. 466. Basel mit Lucery. 380. Basel mit Herzogin Catharina von Oesterreich- Burgund. 471(2). Basel mit Herzog Reinhold von Urselingen. 473 Appenzell, St. Gallen und der Städtebund mit Oesterreich. 118. 464. 466. Appenzell, St. Gallen und der Städtebund mit dem Grafen von Montfort-Tcttnang. 118. Appenzell, St. Gallen und der Städtcbund mit dem Grafen Friedrich von Toggenburg. 124.465. ! Friedensverhandlungen, (einzelner Orte): Appenzell und St. Gallen mit dem Abt von St. Gallen, Constanz und der Ritterschaft. 468. 469. Appenzell und St. Gallen mit dem Abt von St. Gallen. 105. 467. Appenzell mit den Seestädten. 461. Appenzell mit dem Grafen Hugo von Werdenberg. 472. St. Gallen, Lindau rc. mit dem deutschen Orden. 446. St. Gallen und Appenzell mit Herzog Friedrich von Oesterreich. 466. St. Gallen, Appenzell, Feldkirch rc. mit Oesterreich. 466. St. Gallen und Appenzell mit dem Abt von St. Gallen. 467. St. Gallen und Appenzell mit dem Grafen Friedrich von Toggcnburg. 144. 465. Bischof von Cur und Disentis rc. 416. Frutigen, Sannen und Simmenthal. 416. Ossola, Formazza, Disentis und Curwalen. 418. Ausw artiger: des römischen Königs Ludwig mit Oesterreich. 13. des römischen Königs Sigmund mit Herzog Friedrich von Oesterreich. 149. 156. 183. 195. 197. des römischen Königs Sigmund nnt Mailand. 196. Oesterreichs mit den schwäbischen Städten und Basel. 448. 449. Friedenskreise. 249. Fürstengericht zu Constanz (1415). 146. 147. Fünfer, s. Münzen. Futterhafer. 193. G. Galgen. 161. Gäste. 224. Gawertschin. 279. 291. 295. Gebote und Verbote s. Verbote. Gedinge, (Vorbehalt). 186. Gefangene, Gefangenschaft. 16. 166. 127. 129. 133. 136- ' 165. 167. 163. 169(2). 176(2). 171. 177. 17g. 179- 226. 242. 245. 251. 253. 266(2). g7g gg7. 389. 392. 463. 465. 466. 410. 41!. 425. 462. 463. Gehorsam, geistlicher. 269. Geiseln. 377. 465. Gelasse. 79. 331. s. auch Fälle. Geldschulden. 22. 25. 31. 41. 81. 166. 119. 126. SüS- 261. 281. 287. 292. 294. 315. 322. 325. 347. 39Z- 413. 419. 449. Geleit, Sicherheit. 28. 65. 152. 168. 171. 175. 181. 260. 212. 231. 372. 373. 375. 383. 446. Geleitgeld. 325. 344. Materien-Register. Gemeinmarchen. 42. 59. Genossame- Freiheit der St. Galler Gotteshausleute. 457. 458. Georgenschild, Ritterschaft von St. 444. 47l). Gerichte und Gerichtsbarkeit! hohe. 177. 181. 182(°). igz zgg 216. 232. 233. 231. 373. Streitigkeiten um die March der hohen Gerichte. 162. 168. 174. 176. 233 234. fremde, geistliche und weltliche. 15. 153. 166 168. 262. j 241. 244. 253. 3«2. 333. 339. 342. 426. 427. 429. 430. geistliche, Beschränkung. 31. 4l. 46. 53. 94. 100. 105. 119.122. 142. 169. 172. 174. >77.249.261.277. 237. 392. 303. 333. 383. 337. 390(y. 396. 397. 401. 403. 419. 420. 421. 423. 426. 427. 429. 430. 433. 434. 450. 457. Competenz. 419. 420. 421. römische. 94. gemischte geistliche und weltliche. 212. 216. 217. vertragliche, s. Dingstätten, gemeine, Schiedgerichte, compromissorische und austrägliche. 18. 19. 25. 26. 23. 30. 32. 43(-). 46. 71. 80. 83. 91. 96. 98. 119.124. 139. 153. 156. 163. 213. 244. 256. 261. 265. 274. j 235. 287. 293. 295. 310. 317. 319. 326. 333. 338. 339. 342. 345. 371(-). 376. 377. 379(-). 380. 381. i 332(2). 383. 384. 385. 386. 387. 388. 390. 391. 392. 396. 397. 401(y. 407(2), 411. 44g. 416. 417. 418. 419(-). 423. 426. 427. 429. 430. 433. 436. ^ 440. 445. 419. 450. 457. 459. 463. 465. 466. ! 471. Reichsgerichte, s. Fürstengericht, Hofgericht, Landgericht. ! Verichtsaufschlag. 41. Gerichtskostcn. 346. Gerichtsstand (forum): persönlicher, des Wohnorts. 22. 97. 128. 153. 244. 261. 302. 316. 319. 325. 341(2). Z47, gg5. 358. 360. 378. 383. 387. 390. 391. 397. 403. 433. 445. 450. 459. 463. 467. der gelegenen Sache. 245. 267. 281. 292. 294. 417. um Geldschuld, s. persönlicher, um Lehensachen. 281. s. auch Lehen, um Ehe und offenen Wucher, s. Gerichte, geistliche, um Zinsen. 122. 312. 344. forum clöprslisnsioms. 91. des begangenen Frevels. 417. Gerichtsbarkeit, Negulirung der, in der Stadt St. Gallen. 437. Gesandte, Gesandschnflcn, s. Boten. Gcsandschaftsberichte ab Tagen. 7l. Geschrei, Geläuf. 105. ' Gesellschaften: des Jngelram von Coucy. 55. 434. „ vom Hund in Wallis. 214. Nittergesellschaften 1 zum Löwen in Elsaß, Schwaben und Franken. 443. 444. zu St. Georgenschild. 444. 470. zu St. Wilhelm. 444. Gewer, 209. 212. 213., s. auch Besitz, Besitzstand. Gewichte, Münzgewicht. 57. Ghibellinen und Guelfen. 336. Gotteshäuser, Schutz im Krieg. 329. Gotteshausleute. 79. 457. S. auch St. Fridolinsleute. Gotthardspaß. 378. 395., s. auch O-N. Grafschaftsrechte. 268. Griespaß s. Verkommnisse und O-R. Grenzstreitigkeiten, s. Marchsachen, Gerichtsmarchen. Grimselweg s. Verkommnisse und O-R. Grimscl. Grund und Grat. 222. Gulden, s. Münzen. Gülten, 292. 314. 393. Güter, liegende und fahrende. 91. 126. 132. 212. 214. 283. 458. Erwerb. 91. H. Hagelschlag. 210. Hagestolzen - Erbschaft. 444. Haller, s. Münzen. Handel und Wandel, freier. 405, s. auch Kauf, Wandel. Hausräuche. 31. 301. Heimsteuer. 458. Herrschaften gemeine: 1. Jenseits des Gotthard. Gemeiner Eidgenossen in Eschenthal, Mainthal rc. Eroberung. 129(ff. 130. 131. 141. 164. 165. 168. Antheil von Wallis. 355. 353. 360. Mehrheitsprincip im Feld. 158. Nachrichten. 166. 167. 168. 173. Landesvertheidigung. 170(2). 175. 212. Vcrwaltungssachen. 177(°). 178(°). 179. 181 (°). 182 (2). zg4(>>) igg igz. gig. 211. 214. 218. 219. 226. 227. 229(-). 230. Rcchnungssachen. 173. 134. 185. 191. 194. 207. 218. 219. Strafsachen. 165. 190. 207. 210. 226. 227. Beherrschung. 170. 171. Zölle. 177. 182. 207. 230. Steuern. 227. Boten. 199. 200. Statuten, Nechtsbücher, Carten. 193. 194. 210. Materien-Register. Herrschaften, gemeine, (gemeiner Eidgenossen im Eschenthal w.). Verhandlungen mit dem römischen König Sigmund 174. 176. 177. 179(°). 193. königl. Bestätigung 202. 203. 364. Mainthal, Verzasca u. s. w. insbesondere: regierende Orte. 193. Huldigung. 193. Verhältniß zu Livinen. 194. Statuten, Carten. 193. 194. 234. Strafsachen. 193(>°), Beamtete. Richter in Cschcnthal: Hans Spillmatter (1417). 161. 186.188.192.193. 194. „ Ulrich Menteler (1417). 191. Jacob Stucki. (1418). 207. Richter in Mainthal: Jeuni Fliiglislo (1418). 207. Podestat zu Matarcll: Francisch Brönn. 190. Statthalter zu Antigö: Francisch Campion. 207- Vicarius, Statthalter. 185. 193. Löhne der Richter. 186. 195. 207. Instruction, Eid, Gewalt. 207. besondere der Urner und Obwaldner: Livinerthal. Erwerbung. 104. 335. Regulirung der Herrschafts-Verhältnissc. 104, 335. Vicar. 167. Richter: Hans Schudier. 106. 107. Verschiedenes. 130. 167. 211. Bellenz. Erwerbung. 221. Verhandlungen mit Mailand. 230. 233. 2. Herrschaften der Eidgenossen im Argau. Im Allgemeinen: Eroberung, s. Kriege, Neichskrieg gegen Herzog Friedrich von Oesterreich. Verpfändung vom Reich: der Pfandschaft Baden und der Städte an Zürich. 152. 153. 159. 192. 197. 349. Eintritt der VI Orte in die Pfandschaft. 155. 156. 157. 351. 352. Eintritt Berns. 352. Vogtei Baden. Verwaltung und Beherrschung, Mehrheitsprincip. 156. 157. Verwaltungssachen. 155. 158. 159. 161. 162. 178. 190. 192. 199. 234. Rechnungssachen 158. 159. 171. 172. 173 177. 178. 191. 202. Zölle und Zollwesen zu Baden. 155(2). 158. Geleit. 231. Herrschaften, gemeine, (der Eidgenossen im Argau Vogtei Baden). Steuern, Dienste, Gülten, Zehnten. 161. 166. 168. 192(-). Fischenzen. 199. Gerichtssachen. 172. Burghut. 162. Strafsachen. 219. Vögte: Peter Oerp, Zürich (1415). 158. (1416). 161. 162. 177. 178. Verchtold Schwend, Zürich. (1416). 158. 161. Vogtlohn. 162. 173. Untervögte. 199. Untervogt: Johann Schiri (1416). 162.173. 234. Städte in der Pfandschaft Baden: 219. Baden. 148. Rathsbesatzung. 161—185. 196. 219. Vogtei. 152. Mellingen. 161. >72. 185. 191. — Frühmesse. 161. 172. 226. Bremgarten. 148. 174. 192. 206. Aemter: Wettingen. 161. Siggenthal. 162. Her- manswil. 171. 208. 231. Nachdienende Aemter. 226. Nachjagende Aemter, Rurdorf. 161. Zurzacher Markt. 199. Hohe Gerichte zu Kaiserstuhl. 191. Vogtei Muri, (freie Aemter). 161. Rechnungssachen. 193. 203. Vcrwaltungssachen. 230. 234. Pfrundsachen. 230. Bußen, Steuern sc. 208. Rechtssachen. 226. 230. Vormundschaft. 226. Erbrecht. 226. Vögte: Jacob Menteler (1417. 1418). 193. 208. Heinrich Ucsikon, Zürich (1420). 231. Vogtlohn. 193. Einzelne Untervogteien und Ortschaften: Hegg- lingen. 172(2). 173. Wahlen. 176. 211. Meyenberg, Nichensce, Villmergen. 211. 219. Ansprachen des Geßler. 231. Bernische Vogteien im Argau. Der Pfandbrief um Zofingen, Lenzburg, Brugg. 171. 176. 190. 196. 3. Gemeinsame Herrschaften von Bern un!r Solothur n. Büren, Theilung. 83. Erlinsbach, Wietlisbach, Bipp. 136. Hochwälder. 408. Hofgerichte, königliche. 145. 439. Hoftag, königlicher zu Constanz, 191. Huldigung. 13. 78. 398. 429. 440. 442. 444(-). Materien-Register. I. Injurien, Nachreden. 62. 95. 101. 172. 200. 205. 224. Insolvenz. 282. 263. Instructionen. 77. 65. 145. 175. 224. Interventionen, eidgenössische in Zug. (1404)1 108. 112. 113. 114. IIS. vertragsmäßige bei inneren Unruhen. 448. 464. Juden, Judenschutz. 138. 279. 292. 295. 448. K. Kauf, freier, feiler. 9. 22. 98. 102. 130. 162. 169. 172. 185(-). 186. ÄS. 249. 314. 315. 316. 319. 325. 328. 343. 353. 357. 360. 363. 388. 464. 469. 471. Kaufleute, eidgenössische, Schirmbrief Königs Sigmund. 202. 203. auswärtige, Schirm in der Eidgenossenschaft, s. Geleit, Sicherheit. Kaufmannsgut, Kaufmannsschatz. 16. 25. 43.145. 211. 378. 369(2). 425. 436. 438. 440. 455. Kirchenglocken, erbeutete. 469. Kirchensätze (Präsentationsrechte). 101. 117. 267. 268. 280. Kirchweihen. 21. 47. 129. Klöster, s. Orden und O-R. Klostervogtei. 470. Königswahl, römische. 402. 408. Kreuze, vier, zu St. Gallen. 444. Kreuzer, s. Münzen. Kriege: der Eidgenossen gegen Oesterreich. 2.4. 37.38.39. Morgartenkrieg. 9. 18. 24. Laupenkrieg. 21. Sempachcrkrieg. 69. 70. 71. 72. 73. 83. 328. Näfelserkrieg. 78. 79. Neichskrieg von 1415 gegen Herzog Friedrich. 145. 146. 148(2). 149. 150. 151. 192. der Eidgenossen gegen Mailand und Savoyen um das Eschenthal. 129 (2). zgg igg 165 (2). 166. 169. 170(<). 17l(»). i7g(-), 212, 227. Besondere Stellung Zürichs in diesem Krieg. 165. 167. Besondere Stellung Lucerns in diesem Krieg. 167. 364. Mehrheitsprincip im Felde. 165. einzelner Orte: Der Verner gegen Kyburg. 63(2). Der Zürcher gegen Oesterreich und Savoyen. 33. Der Basler und Straßburger gegen Coucy. 434. Der Appenzeller und Schwyzer gegen die Ritterschaft in Schwaben. 123. Kriege: Auswärtiger. Oesterreichs gegen Baiern. 134. Des römischen Königs Sigmund gegen Herzog Friedrich von Oesterreich. 174. 176(2). 188. 189(2). igZ Des römischen Königs gegen andere Fürsten. 174. Des römischen Königs Sigmund gegen Venedig. 473. Im Curfürstenthum Cöln. 211. Graf Friedrich von Toggenburg gegen den Bischof von Cur. 234. Kriege, Verbot einseitiger AnHebung. 329. 341. S. auch Friedensverhandlungen und Friedensschlüsse. Kriegsbeute. 168. 469. Beuteordnung. 329. Kriegslasten. 286. 309. 463. 471. s. auch Bünde, Bundes- hülfe. Kriegsläufe, Verbot. 99. Kriegshauptleute. 145. Kriegsmittel, s. Befestigungen, Lezinen, Werine», Waffen. Kriegsnachrichten. 166. 167. Kriegsordnung des Sempacherbriefs. 83. 328. „ Entscheid nach Mehrheit im Felde. 165. , Commando. 145. Kriegsschade». 24. 403. Kriegswasfe», s. Waffen. Kronen, s. Münzen. Kundschaft^. 18. 59. 60. 150. 219. 268. zu ewigem Gedächtnis). 53. L. Ladebriefe. 251. Landesverfassung von Glarus. 76. 79. Landgerichte, königliche. 180. 390. Landfrieden. 17. 62. 379. 398. 437. 4SI. Landfriedenspsleger. 17. Landgrafschaftsrechte in Burgund. 122. Landrcchte, s. Bündnisse, Burg- und Landrechte. Landstreicher, Polizei. 163. Landtage. 2. Lebensmittelkauf, s. Kauf freier. Lebensmittel - Theurung. 162. 163. 165. Lebensmittel - Zufuhr. 464. Ledige (uneheliche) Kinder, Erbschaft. 226. Lehen, Lchengütcr. 78. 79. 86. 106. 117. 177. 176. 179. 265. 281. 292. 294. 324. 343. 401. 421. 438. 444, Burglehen, Schildlehen. 78. 79. Mannlehen. 266. Pfrundlehen. 267. Lehengericht. 168. 281. Leibding. 62. 82. 232. 467. Leisten, Verbannung. 179. Letzinen. 27. 314. 330, 462. 465. 65 Materien-Register. Licht, ewiges. 47. Lichtstock (Plapart), s. Münzen. Lösegeld. 77. Löwengesellschast in Elsaß, Schwaben rc. 443. 444. M. Mahnung. 17. 18. 45. 89. 7V. 72. 73. 88. 89. 92(-). 93. 9ö. 97. 103. 107. 108. 122. 133. 165. 167. 168. 172. 179. 185. 200. 201. 205. 206. 203. 221. 224. 251. 256. 273. 276. 285. 286. 239. 290. 301. 303. 312. 313. 314. 315. 316. 333. 338 341. 345. 347. 355. 356. 357. 360. 363. 374. 377. 385. 386. 396. 401. 403. 419. 420. 421. 426. 427. 429. 432(-). 435. 437. 446. 457. 464. Maierämter zu Uri. 84. Malter, s. Maße. Marchsachen, Marchstreitigkeiten zwischen: Bern und Lucern. 162. 168. 174. 176. 177. 179. 131. 182<-). 183. 198. 199. 231. 232. 233. Lucern und Bern, s. Bern. Lucern und Zug. 131. 181. 182. 184. 231. 234. Lucern und Unterwalden. 58. 59. Uri und Engelberg. 4. 315. Uri und Schwyz 27. 28. 30. 32. 42. Uri und Glarus. 389. Schwyz und Uri, s. Uri. Schwyz und Einsiedeln. 4. 5. 28(°). Schwyz und Glarus. 181. 200. Unterwalden und Lucern, s. Lucern. Unterwalden und Entlibuch. 61. Ursern und Livinen. 16. Mark Silber, s. Münzen. Marktordnungen. 9g. 163. Marktprivilegien. 147. Maße: Malter. 77. 177. 230. Mütt. 178. 226. Mehrheitsprincip. 129. 158. 162. 165. 169. 173. 303. Meineid. 95. 200. 210. 219. Mitlin, s. Münzen. Mord. 19. 130. 210. 216. Morgengabe. 474. Mühlen. 438. Münzsachen und Münzverhandlungen: Münzrecht. 173. 373. König Wenzels Münzordnung (1385). 448. Münzconventionen (1344). 417. (1377). 56. (1387). 76. 78. 84. 320. 450. (1399). 456(-). (1403). 461. (1417). 187. 188. (1418.) 200. Münzprobe (Aufsetzen). 151. 321. Münzwähruug. 56. 57. 32. 159. 162 (2). 163. 177. 191. 200. Münzmeister. 57. 322. Münzprägung. 57. 321. Mllnzsachen und Münzverhandlungen: Gepräge (ortacht, sinwel). 321. 438. Münzgewichte. 417. 436. Seyen, Schroten, 321. 322. Münzspeise, Zusatz. 57. 556. Schrot. 57.188.191.456. Korn. 188. 191. Feklergränze. 321. Münzlohn 57. 456. Fürgewicht. 57. Malen. 57. Münzverrufung. 57. 163. 191. 323. 404. Wechsel. 57. 187. Schlagschatz. 456. Münze, Kyburgische. 67. Zofingermünze. 258. 267. 268 . 417. Bernermünze. 403. Zürchermünze. 117. 417. Baslermünze. 417. Münzfälschung. 322. Strafe». 321. 322. Silberausfuhrverbot.. 322. Silbcrpreis. 4l7. Münzen: Angster. 57. 162. Behemsch, Groschen. 187. 200. Denare. 160. 193. 200. Ducaten. 160. 184. 187. 193. 194. 207. 227. 229. 230. Echtiwer. 162. Fünfer. 160. 187. 200. Gulden. 56. 57. 208. 227. 229. 230. 321. 456. Florenzergulden. 160. Genower. 160. 229. Goldgulden. 191. päpstliche. 160. rheinische. 160. 222. 229('). 230. 349. Walliser. 212. 215. Haller. 78. 322. Württemberger. 160. Ulmer. 160. Kreuzer. 160. 162. 187. 341. Kronen. 191. Lichtstock. 160. 162. Mark. 57. Mitlin. 322. Neuner. 160. 137. Pfennige. 56. 57. 321. 456. s. auch Denar. böse. 321. Pfund. 56. 57. 160. 191. 208. 321. Plapphart. 160. 162. 207. alte. 137. 191. 200. 230. Materien-Register. Münzsachen und Münzverhandlungen: Plapphart, Kreuzplaphart. ILO. 162. 137. „ Berner. 160. 162. Lichtstockplaphart. 160. 162. Schillinge. 56. 57. 160. 187. 193. 200. 227. 229. 230. 321. 456. Schilt. 191. 207. 229. 230. s. auch Krone». Siebter. 456. Sechser. 200. Turney, großer. 236. Mütt, s. Maße. St. Nam, s. Raub. Neuner, s. Münzen. Neutralität, Stillcsitze». 121. 145. 164. 170. 342. 343. 455. 465. Nothwehr. 136. O. Obmannschaft. 102. 103. 154. 219. 265. 270. 272. S. auch Schiedgerichte, verträgliche, Schicdverträge, Schiedsprüche. Offene Häuser. 98. 121. 169. 210. 350. 464. S. auch Bündnisse, Burg- und Landrechte. Orden, geistliche: Augustiner, s. O-N. bei Jnterlaken. Benedictiner, s. O-R. bei Disentis, Einsiedeln, Engelberg, St. Gallen, Hermatschwyl, Muri. Cistercienscr, s. O-R. bei St. Urban, Wettingen. Clarissen, s. O-R.bei Königsfelden. Prämonstratenser, s. O-R. bei Oetenbach. Orden, militärische, Ritterorden: Deutscher Orden. 28. 99. 172. 270. 440. 451. S. auch O-N. bei Taunenfels. Comthur zu Tannenfels. S. P.-R. Stoffeln, Peter von. Johanniter: oberster Ordensmeister, Graf Hugo von Bregenz. 23. 172. 180. Haus Leuggcrn. 180. 181. S. auch O-R. bei Wädiswyl, Leuggern. ^rte, eidgenössische, s. O-N. bei Zürich, Bern, Lucern rc. Panncr. 169.225. ^ Panner- und Siegelstreit in Zug. 107. 108. 113. 114. 115. 181(-). S. auch O-R. bei Zug, Schivyz. P°n. s. Außen. Pensionen. 46. Pfaffen, fremde. 302. Pfaffenbrief. 52. 301. s. auch Verkommnisse. Pfaffenrechtc. 135. Pfänder. 199. 211. 393. Pfändung. 4. 121. 122. 208. 241. 244. 257. 262. 288. 302. 311. 339. 344. 370. 371. 374. 375. 383. S. auch Arrest. Pfandbarkeit. 257. Pfandlosung. 349. 469. Psandschaften. 152. 153. 156(y. 164. 174. 177. 178. 180. 190. 192. 194. 196. 197. 213. 300. 331. 343. 349. 351. 352. 398. 404. 406. .420. 467. S. auch Herrschasten, gemeine und bcrnische im Argau und O-R. bei Baden, Lenzburg, Sargans :c. Pfeile. 131. s. auch Waffen. Pfenning, zwanzigster. 234. Pfenninge, s. Münzen. Pfründen. 209. s. auch Lehen, Pfrundlehen. Pfund, s. Münzen. Pfundzoll. 231.233. Plapphart, s. Münzen. Plündern, Verbot. 328. 461. s. auch Sempacherbrief, Verkommnisse. Privilegien, kaiserliche und königliche, s. Freiheiten. „ von Klöstern. 134. Proceßgrundsätze. 209. 212. 213. Proviant. 129. 130. 170. L. Quittungen. 21. 96. 449. R. Rache. 384. Naronhandel. 179. 181. 182('). 185('). 186. 190. 195. 196. 197. 201(2). 203. 204. 205(2), 206. 203. 209. 210. 211. 212. 214. Vermittlung Freiburgs und Anderer. 185. 190. 201(2). 203. 204. 205. 225.227(2). 228(2). 231. Stellung der III Orte. Z20. 221. Stellung von Schwyz. 185. 224. 225. Stellung von Bern. 186. 190. 225. Stellung von Zürich. 220. 224. 225. Gewalthätigkeiten. 228. Mahnungen zum Recht. 205. 206. Mahnungen zur Bundeshülfe. 203. Nechtsprüche. 213. 214. 215. 216. 217. 220. Rathsbesatzung in Baden, s. Herrschaften gemeine im Argau. „ in St. Gallen. 437. Raub. 25. 46. 77. 31. 126. 132. 156. 212. 214. 241. 242. 245. 249. 251. 259. 282. 315. 324. 329. 342. 364. 370. 387. 410. 429. 469. Naubsteuer. 206. Rebellen. 397. Recht, geistliches. 62. Rechtbieten. 135. 154. 209. 215. 216. 229. 233. 392. 421. Ncchtsbücher, Statuten. 193. 194. 210. 234. Rechte Oesterreichs in den Waldstätten. 3. 7(2). 14. 18. in Lucern. 265. 258. Rechtsgrundsätze. 40. 126. s. auch Besitzstand, Proceßgrund- sätzc. Rechtsweigerung. 133. 245. 240. 261. 277. 287. 333. 339. 344. 370. 378. 395. 397(-) 398. 400. Refenter (Refectorium). 209. Nennfahne. 178. Reich, römisches, Könige und Kaiser, s. Anhang II. und PR. Verhältniß der eidgenössischen Orte zum Reich s. O-N. Ncichsacht, s. Acht. Reichsdicnst, s. Reichshlllfs. Reichserledigung (Asetz). 3l. 46. Reichshof zu Constanz (1415). 146. 147. Ncichshuldigung. 13. 99. 100. 253. Reichshülfe gegen Mailand. 100. 137. 138. 141. „ gegen Savoyen. 195. „ gegen Herzog Friedrich von Oesterreich. 142. 143(-). 144 uz. ng(2). 149. 174. 175. 176. 177. 178. 188. 189. 196(2). 206. Reichsbanner bei den Eidgenossen. 147(2). Ncichsrechte. 365. Neichsschirm für Schaffhausen. 198. 396. „ für Rheinfelden. 198. Rcichsstraße. L5. 178. 469. Reichstage zu Constanz. 145. 146. 147. „ zu Mainz. 99. „ zu Nürnberg. 7. Reichsunmittelbarkeit der Eidgenossen. 146. 147. Lucerns. 146. 147. Schasfhausens. 203. Reichsvogtei. 1. 15. . Reichsvorbehalt in Verträgen. 3V. 98. 115. 154.218.229. 256. 162. 277. 278. 288. 311. 340. 348. 371. 374. 375. 377. 379. 385. 386. 387. 390. 419(2). 4-zz^ 426. 427. 429. 430. 433. 434. 437. 443. 447. 456. 459. 463. 465. 468. Reichsverweser! König Johann von Böhmen. 3. Reichszoll zu Flüelen. 16. s. Zölle. Reisen. 219. Revers der Schwyzer wegen Zug. 185. Rinkenbergerhandel. 60. 61. 62. Rittergesellschaften: zum Löwen. 443. 444. zu St. Wilhelm. 444. zu St. Georg. 444. Romzug König Ludwigs. 14. „ Ruprechts. 99. S. Salz. 190. Salzkauf. 71. 104. 355. 363. -Register. Salzmaß. 25. Salzraub. 216. Sammung. 69. Schadenersatz. 5. 8. 9. 11. 17. 18. 21(2). 217. 227. 243, 249. 256. 257. 259. 265. 263. 279. 299. 305. 308. 310. 332. 333. 338. 369. 370. 377. 373. 333. 385. 387. 389. 392. 393. 395. 405. 419. 425. 430. 451. 462. 469. Scheiden (Vermitteln). 89. Schenkwein. 92. Schiedgerichte, s. Gerichte. Schiedsprüche zwischen: Gemeinen Eidgenossen und Oesterreich. 92. 93(2). 263. 264(2). 269. 270. 271. den Parteien im Raronhandel. 214. 215. 216. Zürich, Gotteshaus und Uri. 40. 84. Zürich und dem Bischof von Constanz. 126. Zürich und Schaffhausen. 415. Zürich, Basel und Strahburg. 425. Bern und Lueern. 232. Bern und Unterwalden. 60. 61. Bern und Kyburg. 67. Bern und Basel. 31. 96. Bern und Freiburg. 87. 90. 94. 428. Bern und Savoyen. 395. Bern und Romont. 416. Bern und Oesterreich. 426. Lucern und Uri. 43. Lucern und Schwyz. 89. Lucern und Unterwalden. 58. 59(2). Lucern und Gersau, Weggis sc. 88(2). Lucern und Zug. 131. 231(2). 234(2). Lucern und Bern. 232. Lucern und Basel. 391. Lucern und Oesterreich. 25g. Uri und Gotteshaus Zürich. 40. 84. Uri und Lucern. 43. Uri und Engelberg. 4. Uri und Glarus. 370. Schwyz und Lucern. 89. Schwyz und Einsiedeln. 5. Unterwalden und Hasli. 43. Unterwalden, Frutigen und Wallis. 81. Unterwalden und Bern. 60. 61. Unterwalden und Entlibuch. 61. Unterwalden und eigenen Angehörigen. 68. slnterwalden und Obwalden. 92. 129. Unterwalden und Engelberg. 134. 135. Zug und äußeres Amt. 68. 100. 112. 114. 141. Zug und Lucern. 131. 132(2). 234(2). Zug und Peter von Moos. 120(2). Materien «'Register. (Schiedsprüche zwischen): Glarus und Uri. 370. Glarus und Bischof von Cur. 101. Freiburg und Bern. 87. SO. 94. 428. Freiburg und Graf von Arberg und Murten. 409. Freiburg und Graf Otto von Thierstein. 412. Freiburg und Corbiöres. 424. Solothurn und Biel. 430. Basel und Ziirich. 425. Basel und Bern. 81. 96. Basel und Lucern. 391. Basel und Ulrich Klingelfuß. 183. Basel und Oestereich. 439. 449. Basel und Neuenburg. 443. Appenzell und St. Gallen, Stadt. 192. 198. 461. 462. 463. Appenzell und Abt von St. Gallen. 435. 442(2). 443. 444. 458. 460. 463. 470(2). Appenzell und Nheinthal. 224. Appenzell und Klingenberg. 473. St. Gallen, Stadt, und Appenzell. 192. 198. 461. 462. 463. St. Gallen und Abt von St. Gallen. 437. 444. St. Gallen, Lindau und deutscher Orden. 440. Kloster Cappel und Baar. 101. Jnterlaken und Unterseen. 65. Jnterlaken und Hasli. 404. Faido und Nonco. 120. Einsiedeln und Zug-Aegeri. 125. Einsiedel» und den Waldleuten. 207. Abt von Muri und seinem Convent. 209. Schiedverträge, Compromisse s. Anläße. Schifsfahrt auf dem Vierwaldstättersce. 43. Schillinge s. Münzen. Schilt (Kronen) s. Münzen. Schirmbriefe. 45(2). Schirmverträge. 27. 372(2). ggg Schultheißenwahl zu Lucern. 404. Schupossen. 199. Schützen. 165. 166. 167. Schweigen. 218. Sechser s. Münzen. Selgeräth. 199. Selbstmörder, Erbschaft. 226. Sempacherbrief s. Verkommnisse. Semperleute. 454. Sicherheit für Leib und Gut, für Handel und Wandel. 5. 6. 9. 11. 16. 17. 18. 21. 8». 94. 133. 135. 145. 291. 303. 336. 389. s. auch Geleit. Sicherheitsverträge. 97. 405. 409. Silberpreis. 417. s. auch Münzsachen. Silberausfuhrverbot 322. s. auch Müuzsachen. Sold. 79. täglicher. 97. 341. - jährlicher. 129. 130. 165. Söldner. 129. 130. 131. 136. 173. 131. 189. Geldquittungen. 63 (2). Sondergelübdc. 69. s. auch Bündnisse, besondere. Sonderleute in St. Gallen. 458. Spiel. 130. Spieße. 129. 443. 446. 468. s. auch Giesen. Spital, zu St. Gallen. 433. Städtetage. 372. Statuten. 210. s. auch Rechtsbücher, Carte». Stcbler s. Münzen. Steuern. 50. 53. 62. 76. 78. 116. 131. 165. 172. 192. 206. 208. 219. 227. 259. 263. 300. 314. 324. 330. 331. 336. 341. 343. 401 (2). 443. 444. 459. 462. Steuerfreiheit. 97. Steuerkcrnen. 192. Steuerrecht. 67. Strafen: Verbannung. 25. 47. 60. 95. 241. 244. 259. 407. körperliche: Fingerabschlagen. 57. 321. Henken. 58. 219. 321. Handabschlagcn. 72. Hauptabschlngen. 72.234.241. s. auch Todesstrafe. Geldstrafen, s. Pen, Buße. Straßensachen: Bau und Unterhalt. 121. 129. 173. 181. 216. 454. s. auch O.-R. Gotthard, Grimsel. Straßensichcrung. 156. 255. Streitigkeiten: zwischen den Eidgenossen und Savoyen. 192. zwischen Napperswyl und Zug. 155. zwischen Appenzell und Abt von St. Gallen 133. Güsten. 455. T. Täding, s. Vermittlung. Territorialstreitigkeiten zwischen Bern und Lucern. 174. 176. 177. 179. 181. 182(-). 183. Theile (Parteien). 89. Theilgang. 336. Todesstrafe: Enthauptung. 72. 234. 241. Henken. 158. 219. 321. Todfeindschaft. 11. 306. Todschlag. 19. 29. 35. 46. 47. 49. 104. 189. 190. 193. 241. 244. 251. 259. 315. 317. 324. 329. 355. 357. 360. 363. 410. 429. 469. Transportlöhne auf dem Grimselweg. 455. Treuhänder (Bewahrer zu treuer Hand.) 469. Tröllinen. 216. Tröstung. 171. 185. 196.229.234. 330. s. auch Bürgschaft. Turner), Tournois, s. Münzen. Twinge. 199. 210. 06 Materien-Register. It. Udel. 380. 392. 393. 428. 437. Uebergrisfe. 91. Ufergericht. 439. Ungeld. 426. Unruhen, innere. 89. 95. 393. 421. 433. 448. Urfehden. 16. 127. 136. 173. 268. 384. 410. Ursatz. 226. 267. V. Verbannung, Landesverweisung. 25.47. 66.95. 241. 214.239. Verfassungsgarantie. 262. 277. 339. Vergleiche um Streitigkeiten. 458. 459 472. VerHörer (Auditor). 293. 295. 296. Verkommnisse, Staatsvertrüge: unter den Eidgenossen: Pfaffenbrief (1370). 52. 301. Verkommniß der IV Waldstätte über Frevel und Friedbrüche (1379). 59. Sempacherbrief (1393). 83. 327. Besonderes Verkommniß der IV Orte, eigenmächtige Angriffe, Uebergrisfe u. s. w. betreffend (1397). 91. Verbot der Kriegsläufe (1401). 99. Vereinbarung von Zürich, Lucern, Schwyz und Zug über Weinkauf und Straßenunterhalt (1403). 102. Uebereinkommen gemeiner Eidgenossen und der Städte im Argau gegen Lebensmittel-Verkauf und gegen die Landstreicher. (1416). 163. Gegenseitige Befreiung vom Pfundzoll (1420). 233. einzelner Orte: Zürich, Basel und Oesterreich, Mllnzconvention von 1344. 417. f. auch Münzsachen. Fünfjährige Vereinbarung von Uri und Schwyz über den Alptrieb (13S6). 42. Vereinbarung von Bern, Burgdorf und Lucern über Steuerbefreiung (1400). 97. Vereinbarung von Uri und Schwyz wegen Freveln und Friedbrüchen (1413). 137. Vereinbarung von Lucern und Zürich wegen VerHeften und Verbieten (Arrest). (1337). 2V. Vereinbarung von Luccrn und Zürich über die Reußpolizei (1415). 144. Vereinbarung von Lucern und Basel über Gerichtsstand (1293). 378. (1326). 398. (1328). 399. (1387). 450. Vereinbarung von Bern und Freiburg mit den Herrinnen der Waadt über Behandlung von Rechtssachen und Freveln (1350). 425. Vereinbarung zwischen Freiburg und dem Grafen von Arberg über Regelung von Streitsachen (1367). 435. Verkommnisse, Staatsverträge, (einzelner Orte): Vereinbarung zwischen Freiburg und dem Bisthum Lausanne über Pfändung und Gerichtsstand (1343). 417. Uebereinkommen zwischen Bern, Thun, Unterseen, Jnterlaken, Hasli und den Gemeinden des Gom- serthales. von Bomatt und Eschenthal über den Unterhalt des Grimselwegs und Griespasses und die Regulirung der Transportverhältnisse auf denselben zc. (1397). 454. 455. Uebereinkommen zwischen Basel und Breisach über Arrest, Gerichtsstand -c. (1323). 397. (1408. 1409). 463. 470. Uebereinkommen zwischen Basel und Zürich über Arrest und Schuldenbezug (1321). 395. Uebereinkommen zwischen Schwyz und den Leuten in der March über Arrest und Schuldenbezug (1323.). 396. Uebereinkommen zwischen Basel und Mühlhausen über Gerichtsstand, Arrest :c. (1323). 397. Vermittlung, Täding. 66. 69. 70. 71. 103. Verschreien, Verschreiung. 19. 257. 262. 277. Verpfändungen, s. Pfandschnsten, Pfänder. Verwundungen. 19. 60. 104. 168. 262. 328. 355. 353. 360. 363. Vogtei. 87. 177. 210. s. auch Neichsvogtei, Kirchenvogtei, Klostervogtei. Vogteirechte. 453. Vogtsteuer. 172. Vorlauf. 163. W. Waage, öffentliche in St. Gallen. 438. Waffen: Armbrust. 130. Böller. 129. 131. Büchsen. 129. 131. Spieße. 129. Pfeile. 131. Waffenstillstände, s. Friedensverhandlungen. Wandel, freier. 314. 315. 316. 319. 344. 455. 465. Wechsel. 57. s. auch Münzsachen. Wegpfennige. 121. Weide, s. Wunn. Weidrechte. 16. Weinhandel. 42. Weinstccher. 102. Weinzüger. 102. Werinen. 27.216. Wiederkauf. 322. Widerlage. 398. Materien-Register. Wucher, offener, Gerichtsstand. 119. 337. 403. 419. 426. 427. 429. 433. 434. 450. S. auch Gerichtsbarkeit, geistliche. Wunn und Weide. 263. Z. Zahlungsaufschub. 181. 133. 190. Zehnten. 166. 469. Zehntverleihung. 166. Zeppel (Streit). 209. Zeug (Kriegszeug). 129. 131. Zinsen. 40. 50. 79. 139. 172. 207. 219. 259. 300. 314. 324. 444. 459. 462. 469. Zinsen-Bezug, Verfahren. 153. Zinsen, versessene. 449. Zölle. 245. 249. 325. 370. 371. 373. insbesondere: zu Aubonne. 435. zu Baden. 155. 158. zu Bcllenz. 19. 121. 222. zu Como. 19. 121. im Eschenthal. 177. 182. 207. 219. zu Flüclen. 16. 24. zu Kloten. 121. 122. 325. 333. 344. zu Kiißiibcht am Lucerner See. 64. zu Neuenburg. 436. 433. zu Wangen und Bleienbach. 473. Zollfreiheit. 122. Zollprivilegien. 19. 24. Zug, freier. 106. 457. 453. Orts-Regifter. A. Aa, Fluß in Unterwalden. 95. Aalen. 307. 440. Ablesch (Biasca). 125. Aegeri. 50. 51. 107. 112. 115. 128. 249. 284. 301. Acmter freie, s. M.-N. Herrschaften, geineine, und O.-R. Muri, Nichenfee, Meyenberg, Villmergen. Airolo, Eriels. 93. 130. Albis, Berg. 388. Allgau, Alpgau. 100. 458. Alpnach. 43. 92. 103. Machen, Fluß. 233. Altdorf, Uri. 121. Altmatt. 10. Althllsern. 231. Altkirch. 320. 321. Altstädten. 124. 179. 442. 464. 466. 472. Amarin St. 321. Ambden. 170. Ambry. 135. Andreas St., bei Zug. 116. 120. 330. Antigoria. 173. 207. Antrona. 171. 173. 178. 184. Appenzell, Land. 146. 179. 206. 224. 459. 462. 465. 473. Verhältnis, zum Reich. 469. 470. zu Oesterreich. 121. 342. 464. 466. 467. 470. zum Abt von St. Gallen. 105. 133. 229. 230. 231. 233. 234. 435. 437. 442(-). 453. 459. 460. 468('). 470. zur Stadt St. Gallen. 171. 172. 192. 198. 233. 234(-°). 441. 442(2). 45g 4g; 4^. 4gg. zu den Reichsstädten in Schwaben. 441. 458. 461. 463. 469. zu Graf Friedrich von Toggenburg. 124. 471. zum Rhcinthal. 206. 224. zu Feldkirch. 464. Appenzell, Land (Fortsetzung). Verhältnis! zu Montfort. 464. zu Werdenberg. 463. 464. 471. zu gemeinen Eidgenossen. 129. 130(2). 133. 341. insbesondere: zu Schwyz. 102. 103. 105. 118.121. 123.125. zu Zürich. 105. 123. 337. zu Glarus. 337. 341. Landesverfassung. 442. 443. Burg zu Appenzell. 420. S. auch M.-N. Bündnisse, Friedensverhandlungen. Arau. 17. 152. 168. 196. 200. 32». 334. Arberg. 320. Arbon. 466. Arburg. 152. 232. 320. Arconcis. 332. 385. 424. Are, Fluß. 82. 116. 232. 260. 275. 307. 337. 399. 432. Argau. 17. 39. 41. 43. 45(-). 51. 116. 122. 125. 145. 152. 163. 192. 196. 209. 267. 286. 296. 299. 326. 334. 346. 375. 410. 417.425.426.435.446. 449. 452. 471. Eroberung durch die Eidgenossen. 145. 152. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine. Arlberg. 29. 41. 162. 420. Arona. 134. Arth. 268. Arve, Fluß. 397. Arwangen. 467. Attisholz. 116. Au. 51. Aubonne. 435. Augsburg. 307. 308. 313. 402. 403. 449. Aurora s. Frienisberg. Avers. 454. Avenches. 369. 373. 376. 378. 379. 386. 433. s. auch Wisslisburg. Avignon. 65. Otts-Register. B. Baar. 76. 101. 107. 109. 110. 112. 115. 141. Baden, Stadt. 39. 71. 123. 144. 149. 151. 152. 153. 155. 166 .(2). 185. 160. 196. 199. 200. 203.21?. 230. 269. j 303. 320. 346. 349. 351. 378. 406. 446. 448. 471. Freiheiten vom Reich. 151. 152. Rathsbesatzung. 152. Beste, obere. Stein. 7. 148. 149. 150. 151. 153.154. ! 162. 186. 318. niedere Beste. 155. 158. 349. 351. Vogtei in der Stadt. 152. 156. kleine Bäder. 155. Zoll zu Baden. 155. Baden, Herrschaft, Psandschaft. 156. 159. 172. 173. 177. 178. 179. 181. 234. 349. 351. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine, im Argau. Baden, Markgrafschaft. 36. Baldegg. 93. Balga. 464. Balm. 291. Balsthal. 434. Basel. Bisthum. 65. 403. 427. 433. 435. 436. 445. 450. Bafel, Stift. 434. Bafel, Stadt. 30. 65. 69(-). 70. 71. 99. 139. 155. 168. 171. 172. 173. 176. 181. 186. 188. 254. 258. 259. 313. 349. 373. 425. 426. 428. 434. 439. 451. 465. 467. 468. 473. 474. Verhältniß zum Reich. 99. 394. 473. 474. Bündniße mit den Reichsstädten am Rhein, in Schwaben, rc. 14. 17. 18. 65. 69(2). 70. 71. 254. 307. 303. 313. 399. 432. 446. 447. 448(2). 459 454. Verhältniß zu Straßburg. 372. 373. 399. 400. 434. 454. 461. 463. 468(2). 474. zu Mühlhausen. 397. zu Freiburg i. Br. 397. 456. zu Oesterreich. 439. 441. 442. 445. 446. 448. 449. 468. 471. 472. 473(2). Klein Basel. 439. zu den Rittergesellschaften. 443. zum Coucy-Krieg. 434. zu denen von Zollern. 451. zu den Eidgenossen, insbesondere: zu Bern. 81. 82. 96(2). 455. zu Lucern. 52. 54.376.378.331.388. 391. 398. 399. 450. zu Zürich. 395. 420. 422(-). zu Solothurn. 96. Inneres: Münze. 56. 57. 77. 320. 417. 461. Bayern. 62. 437. 450. 4.51. Befort. 320. 321. 420. Beggenried. 89. 92. 132. 211. 22l. 253. Bellenz, (Bcllinzona). 19. 120.179. 196. 211. 221. 230. 233. ! Bellmont. 393. Berg (Zugerberg.) 107. 108. 112. Bergell. 452. Bergern. 274. Bergheim. 62. 320. 321. Bern, Stadt. 10. 27. 30. 47. 65 (2). gg. 74. 72. 79. 81. 83. 87. 93.96.97. 118.126.137.139. 141. 143.144.146.147. 151. 156. 158. 171. 174. 176(2). igz^ zgg 230. 253. 255. 259. 260. 275. 305. 308. 337. 371. 373. 374. 393. 395. 424. 428. 430. 431. 435. 445. 474(2). Verhältniß zum Reich. 99(2). 100. 138. 396. 429. zu Savoyen 372(2). Z74 g^g 49,^ 4.Z2. 439. 446. 472. zu den Städtebünden. 14. 15. 17. 67. 307. 399. zu Oesterreich. 45. 71. 115. 131. 304. 317(2). g^g gzg 327.329.332. 333. 334. 335.410. 412.413. 414('). 421. 426. 429. zu Kyburg. 63(2). 65. 66(-). 67. 385. 391. 393. 397. 403. 408. 413. 416(2). 446. 467('). zu Lucern. 2. 36. 97. 113. 162. 163. 174. 176. 179. 180(2). zgi. igz. ig?. 19g. 231. Zgz. 234. 235. 289. 290. 371. zu Zürich. 36. 73. 285. 289. 290. zu Unterwalden im Rinkenbergerhandcl. 60. 61. zu Freiburg. 73. 87. 90. 369. 373. 378. 379(-). 380. 381(-). 333(2). 337(2). ggg. 399(1). 391. 394. 396. 403. 405. 407('). 410. 411. 412(2). 413. 414. 417.423(-). 424(').428.436.439.461. 466. 472. 473. zu Basel. 81. 96. 465. zu Solothurn. 33. 96. 136. 304. 387. 419. 426. 435. 466. zum Bischof von Basel. 400. 433. 435. 436. im Sempacherkricg. 72. imRaronhandel. 133. 171. 179. 185(2). 186. 189. 201. 202. im Zugcrhaüdel (1404). 109. 110. in den Eschenthalerhändeln. 167. 168. zu Wallis. 204. 208. 209. 210. 212. 214. 215. 216. 217. 219. 220 (2). 221. 224. 228 (2). 229. 354. 357. 360. 363. 371. 454. zum Argau. 125. 151. 157. 196. 230. 231. 352. 421. zu Hasli. 374. 387. zu Biel. 375. 386. 394, 418. 427. 429. zu Mutten. 394. 404. 403. 427. zu Laupen. 385. zu Neuenburg. 376.365.405.407. 415. 449.453.465.466- zu verschiedenen Dynasten und Edeln. 393. 401(2). 404. 415. 425. 428. 455. 459. zu verschiedenen Städten seines nachherigen Gebiets. 406. 415(2). 41 g. 43z. 45g. zu verschiedenen Landschaften. 397. 400. 404. 406. 415. 42g. 437. 67 Orts-Register. Bern, (Verhältnis): zu Mümpclgard. 80. 4SI. Inneres: Münze. 57. 77. 15t. >58. 159. 188. 191.200. 320. 404. Judenschutz. 118. Bernang. 464. Bernau. 442. Bernhardszell. 458. Biberach. 106. 307. 402. 408. 440. 447. 466. Bichels». 121. Biel. 45. 73. 79. 82. 116. 321. 325. 375. 381.386. 390. 394. 396. 402. 405. 414. 413(2). 427. 429. 430. 431. 434. 445. 447. 449. 454. 467. Bildstein. 77. Bitten. 464. Bipp. 122. 136. 325. 391. 449. 467. Birmensdorf. 382. Birs, Fluß. 29. Bitsch. 461. Vlamatt. 412. 413. 436. Blatten im bernischen Oberland. 27. Blegno. 440. Bleienbach. 473. Bludenz 124.464.466. Blumenbcrg. 320. 321. Bodensee. 29. 82. 116. 184. 188. 420. 430. 452. 458. Bodenseestndte. 124. 125. 453(2). s. auch Reichsstädte und M.-N. Bündnisse, Städtebünde. Bollenz. 222. Bomatt, (Formazzathal). 130(2). 169. 177(2). 184(2). 188. 190(2). 193. 202. 219. 365. 418. 454. Böttingen. 27. Bopfingen. 307. 440. Boswyl. 192. 226. Bottenstein. 233. Vözberg. 51. 420. Bregenz. 41. 125. 437. Breisach. 17. 56. 57. 58. 195. 320. 321. 421. 461. 474. Breisgau. 17. 41. 116. 197. 441. 452. 461. Bremgartcn. 47. 144. 147. 148(2). 153. 174(2). ^ 226. 230. 320. 249. 351. 395. S. auch M.-N. Bündnisse, Hcrschaftcn gemeine. Vrieg. 172. 182. 196. 228. 357. 359. 361. Brugg. I». 35. 152. 185. 196. 282(2). 283(2). 264. 320. 378. 388. 389. 405. 415. 417. 445. Brünig, Berg. 9. 18. 61. 255. 286. 420. Bründlen. 93. Brunnen. 48. 76. 92. 244. 274. Buchau. 307. Buchbcrg. 464. Buchegg. 394. Buchhorn. 106. 187. 307. 431. 440. 450. 458. 459. 461. Buchsee. 467. Bugnanco. 193. Bundesstädte, rheinische, s. M.-R. Bündnisse, Städtebünde, O.-N. bei den einzelnen Städten. Vundcsstädte, schwäbische, am Bodensee rc. s. ebenda. Buochs. 1. 2. 27. 55. 118. Büren, Herrschaft. 83. 430. Bürgenberg. 53. 59(2). Burgheim. 29. 75. 420. 430. Burgund, Landgrafschaft. 2. 15. 39. 45. 51. 65. 122. 382. 384. 413. 452. 467. Butenried. 232. C. Cappel, Kloster. 76. 101. 105. Castcl, Schloß. 394, Castris. 457. Chablais, Landschaft. 397. 449. Cham. 120. Chenens. 433. 451. Colmar. 65. 320. 402. 405. 474. Cöln. 211. Como. 19. 152. Constanz, Bisthum. 1. 83. Schottenkloster. 142. Constanz, Stadt. 14. 15. 17. 30. 45169(2). 106. 126. 146- 151. 152. 159. 171, 173. 175. 177. 178. 187. 13S(°)- 195.197. 20». 254. 255. 307. 303. 312. 313. 377. 332. 398. 399. 402. 408. 409. 412. 418. 421. 429. 43l(°)- 440. 441(2). 442. 447. 45». 453. 458. 459. 461. 46«'- 468(2). 4M 47^-). 47g. 474. S. auch M.-R. Bündnisse, Concilien. Corbiöres. 424. Courtepin. 418. 451. Crest. 219. Cudresin. 386. Cur, Bisthum. 218. 452. 454. Cur, Stadt. 218. 452. 7 Curwalen. 25. 116. 121. 136. 223. 260. 275. 308. >> 375. 418. 441. ' oberer Bund in. 223. Davedro. 171(2). 47^-). 4^4 4^2). zg.t. i«5. 1»6. U> ' 191.192(2). 193(2). Davos. 91. Delsbcrg. 321. Diessenhofen. 17. 32». 321. 393. Dietikon. 383. Dietwil (Großdietwil). 232. Dinkelsbühl. 307. 440. , 45, Disentis, Kloster. 11. 22. 97. 101. 223. 395. 416. 440. 453. 455. 470. Orts-Register. Dois, Doys (inonto cloi supsrius, Zehnten Gombs.). 49. 59. 165. 173. 354. 358. 360. 361. 454. Doisel, Berg. 269. 275. 398. 337. Domlcschg. 452. 454. Domodossola. 16. 153. 166. 167 (2). 177. 178. 179. 182 (2). 184. 186. 199. 191. 195. 297. 227. 418. s. auch Eschenthal zc. M.-R. Herrschaften, gemeine, Kriege. C. Ebikon. 189. Egersheim. 329. 321. Eggcnbach. 29. 429. 439. Ehenheim. 65. 307. 398. Eichenberg. 464. Einsiedeln, Kloster. 4. 5. 19. 12. 2l. 28. 81. 117. 125. 126. 139. 131. 142. 144. 179 (2). 188. 296. 249. 251. 261. 274. 276. Kloster und Waldstatt. 218. 229. 221. 224. Vogtei. 33l. Eivlen bei Zug. 5. Elgau. 122. Elsaß. 17. 38. 41. 43. 45 (2). 199. 197. 259. 373. 376. 419. 417. 428. 430. 436. 441. 459 (2). 452. 461. 471. Emme, Fluß, große. 116. 397. Waldemme. 119. 199. Emmen. 85. 139. Endingen. 320. 321. Engadin. 452. Engelberg, Kloster. 4. 103. 118. 174. 234. 375. Kloster und Thal. 134. 135. Ennetmarch, Alp. 6(2). Ensisheim. 17. 329. 321. 452. 456. Entlibuch. 53. 85. 87. 116. 117. 162. 174. 189. 183. 199. 231. 268. 283. 331. Enziberg. 199. 232. Eriels, s. Airolo. Eriswil. 232. Erlach, Kloster. 433. Erlenbach. 459. Erlinsbach, Erlinsburg. 122. 136. 325. 449. 467. Erncn in Wallis. 25. 165. 214. 354. 454. Eschenthal. 129(2). 139. 131. 133. 141. 158. 164. 165(2). 166. 167. 170 (2). 171('). 173 (2). 174. 175. 176. 177 (2). 179(2). zgl 184(2). igg. igg. igi. 194. 299. 292. 203. 294. 207. 219. 211(2). 213. 218. 219. 221. 225. 227. 239. 231. 355. 358. 369. 361. 363. 364. 454. S. auch M.-R. Herrschasten, gemeine, Kriege. Eschibächlein. 232. Escholzmatt. 176. 177. 181 (2). 182(<). 183. 198. Eßlingen. 307. 492. 498. Etsch, Fluß. 174. 176. 173. 188. 189. F. Faenza. 369. Fahr, Kloster. 317. 319. 326. Faido. 129. Falzask, s. Verzasca. Faucigny. 449. Federsheim. 397. 444. 445(2). Feldkirch. 124. 164. 174. 178. 255. 437. 451. 464. 466. Fiesso. 135. Flawil. 465. Flimswald. 453. Flüelen. 16. 24. 43. 139. 199. Flüh. 27. Formazzathal, s. Bomatt. Franken. 38. 62. 67. 397. 459. 451. j Frankfurt a. M. 71. 74. 307. 444. 445(2). 454. > Frankreich. 38. S. auch P.-R. Frankreich, Könige. ^ Frauenfeld. 17. 320. 321. ! Freiburg in Breisgau. 14. 17. 44. 56. 57. 69. 79. 124. 254. 320. 321. 397. 398. 399. 409. 492. 499. 423. 432. 456. 461. 473. ^ Freiburg in Uechtland. 17. 45. 51. 63. 73. 80. 82. 87. 116. 213. 215. 216. 228. 229. 319. 325. 327. 332. 877. 395. 424. 430. 436. 445. 467. - Verhältnis) zu Oesterreich. 372. 384. zu Savoyen. 373. 338. 399. 397. 399. 495. 496. 432. - 449. 472. zu Bern. 23. 24. 90. 94. 373. 374. 38». 381. 383(2). 337. 339. 399(y. gg^.ggg. 493. 495. 449. 44,. 412(2). 44g(2). 4,4 447 42g 424. 4gg ^gg 4^ 472. 473. zu verschiedenen Städten. 379. 389. 399. 391. 396 495. 498. 418(2). 423. 429. 449. 451. 467. zu Dynasten und Edeln. 373.389(2). 382. 385(2). 386. 387. 394. 491. 493. 497. 424. 425. 435. Stellung im Raronhandel. 185. S. auch M.-R., Bündnisse, Friedensverhandlungen. Freudenau. 51. Freudenbcrg. 218. 466. Friaul. 474. Friedberg. 397. Fridlisberg. 161. Frienisberg, Kloster, (Aurora). 156. 375. 418. 434. Frutigen. 81. 216. 419. Fürka, Berg. 82. 116. Fürstenburg, Landgericht. 452. Fussach. 464. G. Gais (Appenzell). 441(2). 457. 45g. Gallen, St., Gotteshaus. 229. 239. 231. 441. 468, S. auch P.-N. St. Gallen, Aebte. Örts-Register. Gallen, St., Stadt. 14«. 171. 172. 179. 229. 392. 464. Verhältnisse zu den schwäbischen Städten. IS. 39. 45.196. 118. 124.255.307.392.399.409.492. 408. 409. 412. 418. 421. 424. 428. 439.440 (2). 441. 442 (2). 445 (2). 446.447(°). 44g(S). 4s). 231. 949. 250. 251. 280. 288. 289. 299. 327. 364. 351. 357. 375. 395. 396. 447. Verhaltnih zu Oesterreich. 19. 69. 70. 71. 74(2). gg 85. 86. 115. 116. 131. 258. 263.264. 267. 270. 271. 272. 279. 280. 282. 305. 306. 313. 315. 316. 317. 319. 324. 329. 331. 342. 345. 370. 371. 404. s. M.-N. Kriege, Friedensverhandlungen, Schiedsprüche, zum Reich. 149. s. M.-N. Freiheiten, königliche und kaiserliche. zu den III Waldstätten. 1. 2. 4. 59. 256. 257. zu Uri. 43. 94. 388. zu Ursern. 21. 389. zu Schwyz. 69. 90. 388. zu Unterwalden. 58. 59(2). 62. zu Weggis und Gersau. 43. 88. zu Zug. 108-112. 115. 116. 131. 181. 182(2). 184. 234. 275. zu Glarus. 33. 08 Orts-Register. Lucern, Stadt, (Verhältnis;): zu Basel. 378. 38t. 388. 391. 398. 399. 430. zu Appenzell. 341. zu St. Gallen. 347. zu den Städtebünden. 67. 69. 70. 71. 309. 312(2). zu Zürich. 20. SS. 133. 144. 304. 382;'). 387. zu Bern. 2. 66. 99.118. 162.168.174. 176. 179 (2). 180. 181. 182. 197. 198. L31. 232. 286. 287. 289. 290. 371, zu Wallis. 103. 183. 134. 3S4. 357. 360. 361. 362. S. auch M.-R. Naronhandel. zu Mailand. 389(2). 392. Inneres: Münze. 77. 163. 320. Pfundzoll. 233. Besuch König Sigmunds. 188. 189. Verhältnis; zu den gemeinen Herrschaften, s. M.-R. Luggarus (Locarno). 170. 171. 173. 193. Lugnez. 97. 120. 453. 457. Lungern. 12. Lustnau. 464. Lutry. 407. Luxemburg. 38. M. Maggia, Thal s. Mainthal. Maienfeld. 98. Maigrauge, Kloster. 370. Mailand. 138. 141. 152. 153. 154. 161. 172. 185. 191. 320. 349. 351. Mainthal (Valmaggia). 133. 171. 186. 190(2). ig2. 193. 202. 204. 207. 210. 214. 234. 365. Mainz. 14. 38. 71. 77. 99. 253. 307. 399. 444. 445. Malters. 85. 180.268. Mann, Berg s. Monstein. Mannenberg bei Zweisimmen. 410. Marbach (Reinthal). 464. March, Landschaft. 35. 50. 116. 140. 147. 265. 268.269. 321. 830. 386. 396. 406. 469. Margolzheim. 320. 321. Maffia, Fluß. 223. 229. Maßmünster. 320. 321. Matarell. 186. 190. Meggen. 180. Meincsberg. 452. 414. Mellingen. 17. 144. 151. 152. 153. 154. 161. 172. 165. 191. 320. 349. 351. Memmingen. 106. 307. 313. 402. 408. 440. 446. 447- 448. 453. 459. 460. 461. Mergentheim. 450. Mergoscia. 193. 194. Merischwand. 35. Meyenberg, Vogtei. 93. 219. Meyerskappel. 131. 234. Michelsamt, St. 85. 231. 331. Milden (Moudon). 372. 394. 417. Misox oder Masox. 97. 221. 222. 223. Möns Dei s. Dois. Monstein. 82. 116. Montana. 453. Montafun. 124. 464. 466. Montecrcstexio. 190. Morel. 25. Morgarten. 9. Morges. 41. 372. 406. Morlenbrücke. 8. Moritz, St., in Wallis. 397. Motiers. 383. Mühlhausen. 65. 320. 397. 398. 448. 450. 451. 474. Mülinen. 27. Mümpelgard. 80. 4SI. Munkelstes. 166. 167. 180. 193. Münsingen. 393. Münster im Argau. 152. 175. Münster im Gregorienthal. 65. 320. Münster in Wallis. 25. 165. 354. 454. Murbach, Kloster. 267. Murg, Fluß. 466. Murgaten. 232. Muri, Kloster und Amt. 161. 192. 193. 206. 208. 209. 211. 219. 226("). 230. 231. s. auch M.-R. Herrschaften, gemeine, P.-R. Muri, Aebte. Murten. 45. 369. 370. 371. 379. 386. 394. 396('>. 404. 408. 409. 418. 424. 427. 429. 433. 434. 445. 465. Murtensee. 333. N. Nängerswil. 470. Naters. 25. 50. 179. 183. 357. 361. Neuenburg i. B. 56. 195. 320. 421. 474. Neuenburg (Schweiz). 29. 376. 378. 379. 381. 430. 436. 438. 465. 466(2). Neuenegg. 373. 407. 403. Neuenkirch. 230. Neuenstadt. 321. 414. 450. 454. Nidberg. 170. 218. 466. Nidwalden s. Unterwalden. Niederbaden. 219. 402. 408. Niedcrwil. 193. Nördlingen. 307. 313. 440. Nürnberg. 7. 307. 808. 396. 440. 447. 448. Nydau, Grafschaft. 82. 116. 380. Oberhalbstein. 452. Oberbayern. 402. Orts-Negister. Oberhofen. 3g. 291. Obersimmenthal, f. Simmenthal. Oberuzwil. 465. Obwalden f. Unterwalden. Oesterreich. 9. 10. 11. 14. 17. 18. 32(»).' 33. 39. 42(°). 43. 45. 48(y. 49. 50. 55. 65. 69. 70. 71. 72. 73.74. 76. 78. 80. 82. 33. 64. 86. 90. 97. 93. 101. 102 (2). 115. 116. 113. 121. 131. 132. 134. 142. 143. 144. 145. 146. 147. 148. 163. 170. 244. 246. 247. 248. 25V. 251. 252. 258. 263. 264. 270. 271. 279. 230. 281—26«. 291 ff. 299. 300. 303. 304. 305. 306. 309. 3!3. 315. 316. 317. 319. 324. 329. 342. 417. 428. 429. 430. 431. 435. 441. 443. 449. 451. 452 (2). 453. 454. 460. 463. 466. 471. 473(-). S. auch M.-R. Büudniße, Friedensverhandlungen, Kriege, O.-N. bei Zürich, Bern und P.-R. Oesterreich, Herzoge, Vögte und Amtleute. Ölten. 320. 325. Oltigen, Herrschaft. 401. Orbe, Herrschaft. 30. 451. Ottenbach. 144. Ottenhufen. 93. 173. P. Palens. 22. Palmis, Villa de. 407. Partferra. 166. 169. 171(°). Payerne s. Peterlingen. Peterlingen, Payerne. 45. 372. 397. 415(2). 423(2). 430. 433. 434. Pfalzburg. 394. Pfeffikon am Zürichsee. 69. 210. 274. Pfirt. 320. 321. Pfullendorf. 178. 307. 398. 402. 403. 431. 447. 450. 466. Pierre pcrtuis. 402. 434. Pieterlen. 402. 414. Plattifer (Monte Pietino). 260. 275. 308. 337. Pontaux. 424. Prag. 51. Prato. 135. Prättigau. 93. Pruntrut, Porrentruy. 399. Q. Quints. 135. N. Radolfszcll. 107. 184. 320. 321. Ragaz. 82. Ranfluh, Landgericht. 122. 183. 198. Rankweil. 464. Rapperswil, alt. 29. 35. 77. 144. 145. 150. 162. 179. 181. 265. 266. 269. 386. Rapperswil, neu. 266. 320. 321. 377. 406. 421. Rappoltsweiler. 321. Raron, Zehnten. 228. Ravensburg. 15. 45. 69. 107. 201. 255. 307. 313. 400. 402. 403. 409. 431. 440. 441. 447. 450. 451. 458. 459. 460. 461. Regensburg. 39. 40(2). 46. 291. 294. 296. 297. 307. 313. ' 444. 445(2). 446. 447. Reiben. 83. Reich, römisches. 41. 45. 97. 98. 153. 154. 170. 178. 195. 197. 256. f. auch Materien-Register Reich, römisches, Neichsvorbehalte w. P.-N. Römische Kaiser und Könige. Reichenau, Kloster. 93. Reichsstädte. 14. 15. 67. 70. 75. 80. 106. 118. 145. 202. 320. 824. 327. 370. 399. 402. 403. 440. 441. 442 (2). 443. 444. 445. 446 447. 448 (2). 449. 450 (2). S. auch M,-N. Bündnisse. Neusi, Fluß. 51. 144. 161. Reutlingen. 307. 402. 408. 440. 441. 442(2). 44g, 444, 445. 446. 447. 448. Rhein, Fluß. 25. 29. 62. 67. 82. 11g. 123. 125. 195. 260. 275. 307. 308.312.387.373.376. 420. 459.461. Nheineck. 124. 179. 224. 464. 466. 471. Rheinselden. 17. 184. 188. 195. 198. 306. 320. 321. 323. 394. 398. 409. 439. 452. Rheinstädte s. Reichsstädte. Rheinthal. 179. 224. 464. 465. 471. 472. Rheinwald. 457. Nhodan, Fluß. 183. 215. Rhonethal. 41. Richensee, Amt. 219. 226. Richenwiler. 320. Riemenstalden. 29. 90. Ninggenberg in Curwal. 260. 275. 308. 337. Nipaille. 449. Niviera. 193. Nodmunt. 470. Roid. 193. 229. Rom. 14. 420. Nomont. 372. 409. 416. Ronco. 120. Noot. 116. 130. Nosenberg. 471. Roßheim. 65. Nossillon. 472. Nothbach. 232. Rötheln, Markgrasschaft. 465. Rothenburg. 39. 85. 251. 252. 267. 306. 331. 332. Rothenburg am Neckar. 320. 321. 340. 461. Rothenburg an der Tauber. 307. Nothweil. 20. 41. 69. 307. 308. 313. 402. 408. 428. 440. 441. 447. Nadolfstättcn. 161. Orts-Rcgister. Rufach. 320. 321. Nümlang. 266. Ruswil. 8S. 116. 119. 180. Riiti, Kloster. 100. S. Saancn, Landschaft. 410. 459. 461. - Sächseln. 53. Salzburg. 452. Sargans. Grafschaft. 101. 124. 170. 174. 218. 453. 466. Sarnen. I. 2. 51. 164. 196. 257. Sausenberg, Herrschaft. 465. Savoyen. 33. 397. 399. 405. 406. 409. 433. 439. 446. 449. 452. 459. 472. S. auch M.-N. Bündnisse, P-N. Savoyen, Grafen. Schaffhausen. 17. 30. 35. 41. 56. 82. 116. 184. 187. 195. 198. 32i. 371. 392. 398(2). 409. 428. 429. Verhältuiß zum Reich. 203. zu Zürich. 415(2). 41g ^zg gzi. 425. Inneres: Münzwefen. 57. 53. 320. S. auch M.-R. Bündnisse. Schams. 454. Schaugnau. 199. Schiltwald. 233. Schinfluhhorn. 199. Schlettstadt. 65. 307. Schnabelburg. 388. Scholberg. 126. Schönenwerd, Stift. 474. Schwaben. 38. 43. 45. 51. 62. 67. 116. 122. 259. 299. 307. 312. 375. 410. 428. 429. 430. 435. 437. 450(2). 451. 474. Schwarzwald. 29. 41. 420. 430. 449. 452. 471. Schwyz, Land. 9. 26. 45. 47. 48. 50. 54. 62. 76. 83. 87. 93. 93. 101. 102. 120. 121. 125. 126. 147. 150. 162. 172. 190. 201. 202("). 204. 331(2). ^gg 447 45g. Verhältnisse zum Reich. 1. 3. 5(2). 6. 7(2). 8. 13. 14. 15(2). zg 2g 23. 45.(2). 100 (2). 143. 147. 253(2). 369. 388. zu Oesterreich. 9. 10. 11(2). 12 (2). 13. 14. 34. 49. 50. 51. 55 (2). 70. 72. 73. 71 (2). 80. 131. 244 246 (2). 247 (2). 248. 250. 251. 252 (2). 95g 263^ 264. 268. 270. 271. 272. 283. 293. 299. 300. 305. 306. 313. 315. 316. 317. 319. 324. 329. 333. 342. 345. 469. zu den Eidgenossen. 1. 2. 3. 4. 7. 52. 59. 83. 87. 156. 157.231.241.243. 254.255. 256. 301. 327. 352. insbesondere: zu Zürich. 29. 242. zu Bern. 12. 13. 36. 66. 73. 285. 289. 290. zu Luceru. 17. 39. 90. 383. 391. zu Uri. 27. 28. 32. 42. 59. 9». 137. Schwyz, Land (Fortsetzung). Verhältnis; insbesondere: zu Zug. 34. 108. 109. 110. III. 112. 113.115.181 (2). 185. 275. zu Glarus. 8(2). 13. 33. 134. 20a. 219. 273. zu Einsiedeln, Kloster und Waldstatt. 4. 5. 23(2). 142. zu Gersau. 43. 297. 298. zur March. 140. 396. zu Disentis. 18. 22. 23. zu Livinen, Cschenthal w. 16. 19. 168. 169. zu Wallis. 133. 182. 185. s. auch M.-R. Raronhandel. zu Appenzell. 102. 103. 105(2). ng ^gg zu St. Gallen. 347. zu den Städtebünden. 14. 15. 67. zu den Grafen von Homberg, Kyburg, Toggenburg. 10. 15. 169. 170. 291. zu den Grafen von Habsburg-Laufenburg. 21. Inneres: Landesgcsetze. 91. 132. Pfundzoll. 233. Zoll. 64. Seckingen, Stift. 17. 51. 79. 234. 284. 320. 321. 340. Seldenbüren. 161. Sels. 307. 398. 461. Sempach, Stadt und See. 15. 85. 116. 324. 331. Sennheim. 320. 321. Seon, Beste. 185. 190. 215. 216. Septimer, Berg. 29. 41. 420. 430. Sevelen. II 8. Sibenthal. 81. 216. 324. 404. Siders, Zehnten. 138. 228. 362. Siggenthal, Amt. 161. 199. Signau. 119. Simmencck. 459. Simmenthal. 410. 459. Sitten, Stadt. 50. 132. 188. 212. 214. 215. 216. 217. 228. 362. 372. 412. 432. 452. Sitten, Bisthum. 228. s. auch P.-N. Sitten, Bischöfe :c. und Anhang II. Solothurn. 30. 45. 51 (2). 55. 62. 65 (2). 66. 67. 79. 82. 83. 93. 97. 116. 118. 122. 127. 139. 141. 146. 151. 175. 176. 199. 204. 371. 893. 394. 427. 431. 436. 447. 455. 466. 474. Verhältuiß zum Reich. 99(2). pgg pgg. ggg zu Oesterreich. 75. 80. 115. 131. 304. 317. 313. 319. 326. 3^9. 332. 333. 342. 365. 414. 429. 430. 435. im Kyburgerkrieg. 64. 446. zu gemeinen Eidgenossen. 17. 83. 131. 202(2). 203. 327. (Sempacherbrief. 83. Zugerhandel. 109. 110.). besondere: zu Bern. 96. 136. 304. 481(2). 394. 414. 419. 426. 435. 466. zu Basel. 96. 465. 468. Orts-Negister. Solothurn (Fortsetzung). Verhältnisse, besondere: zu den Grafen von Neuenburg. 79. 436. 438. 465. zu Biel. 403. 429. 445. zu Savoyen-Waadt. 406. zu den Städtebünden. 307. 308. Inneres: Münzwesen. 56. 57. 151. 158. 159. 188. 191. 200. 320. 404. Solothurn, Chorstift und Capitel. 419. Sonnenberg. 121. Speicher. 457. 458. Spelortia. 163. Speyer. 14. 71. 73. 74. 253. 307. 399. 444. 445 (2). Spiegelberg, Amt. 121. Städle, schwäbische, rheinische rc. s. Reichsstädte und die einzelnen, auch M.-R. Bündnisse, Städtebündnisse. Stans. 1. 2. 92. 171. 172. 182. 207. 252. 257. Stansstad. 218. Stäffis, Estavayer. 386. Stains. 454. Stesfisburg. 199. Stein. 82. 116. 320. 321. Steinhausen. 101. 109. Stöben, Alp. 4. Straßburg. 14. 30. 65. 69. 70. 71. 73. 99. 139. 176. 254. 307. 313. 372. 399. 400. 421. 425. 432. 444. 445(2). 451. 454. 456. 461. 463. 465. 468ss). 474. Sulz. 320. 321. Summiswald, Comthurei. 394. 437. Sundgau. 17. 29. 41. 43.45. 197. 428. 430. 441. 452.461. Surenen, Alp. 4. Sursee. 17. 151. 152. 153. 219. 231. 320. 321. 324. 331. 345. 349. 351. T. Tamins. 455. Tann. 320 321. Tanneckeraint. 67. 121. Tannenfels, Deutsch-Ordens-Comthurei. 28. Tattenried. 320. 321. Tattiken. 454. Tätwil. 382. Tegerfelden. 180. Teufelsgraben. 233. Teufen. 441. 457. 458(°). 470. Thielle, Fluß. 403. 414. 437. 498. s. auch Zihl. Thorberg. 408. Thun. 9(2). 27. 45. 56. 65(2). g? 2;g. 255. 320. 385. 390. 392. 397. 403. 408. 416. 432. '454. Thüngen. 57. 188. 200. 320. 321. Thür, Fluß. 260. 275. 308. 337. Thurgau. 17. 39. 4t. 43. 45. 51. 56. 125. 296. 299. 326. 334. 346. 417.425.426.-135.437. 441. 449. 452.471. Thüringen. 451. Tiefenau. 466. Thurthal. 465. Toggenburg, Landschaft, untere. 465. Toitenau. 320. 321. Tragvna. 168. Trins. 455. ! Trogen. 457. 458(2). ! Trub, Trubthal. 174. 198. Türbeln, Tourbillon, Schloß. 215. 217. Tunkelberg. 222. Türkheim. 65. 320. Tyrol, Schloß. 452. u. Udligenschwyl. 219. Ueberlingen. 14. 15. 45. 69. 106. 187. 254. 255. 307. 313. 398. 399. 400. 402. 408. 409. 428. 431. 440. 441 442^>. 443. 444. 445. 446. 447. 448('). 450. 451. 458. 459. 460. 461 66. Ueberstorf. 413(2). 436. Ufnau. 330. Ulm. 69. 106. 202. 203. 307. 308. 313. 402. 408. 428. 440. 441. 442. 447. 449. 466. Unspunnen. 39. 291. ' Unterfeen. 5. 39. 65. 73. 82. 116. 286. 291. 293. 295. 32». 410. 454. Unterwaiden. 19. 21. 45. 50. 56. 62. 68. 76. 83. 87. 121. 147. 150. 162. 163. 164. 170. 172. 174. 176. 180. 202(2). Zig 229. 331. 430. 447. 453. Verhältnisse zum Reich. I. 2. 3. 5. 6. 7. 8. 13. 14(^). I5(-). 16. 20. 23. 45. 100(-). 143. 147. 253. zu Oesterreich. 9. Iv(^). 11("). 12(^). 14. 34. 45. 53. 70. 72. 73. 74. 80. 131. 244. 246(-). 247 (2). 248. 250. 251. 252 (2). 259. 263. 264. 268. 270. 27U 272. 283. 284. 293. 305. 306. 313. 315. 316. 317. 319. 324. 329. 332. 342. 345. zu den Städtebünden. 14. 15. zu gemeinen Eidgenossen. 2. 4. 7. 52. 59. 103. 112. 114. 156. >57. 231. 233. 241. 243. 254. 255. 256. 327. 351. insbesondere: zu Bern. 36. 60. 61. 62. 66. 73. 285 ff. 289. 290. zu den Oberländern. 5. 9. 26. 27. 28. 43. 47. 62. 65. zu Lucern. 17. 58. 59(^). 233. zu Zug. 34. 108—112. 114. 275. zu Glarus. 33. 273. 69 Orts--Register. Unterwalden (Fortsetzung). Verhältniß zu Gersau und Weggis. 43. 297. 238. zu Appenzell. 341. zu St. Gallen. 847. zu den Walltsern. 103. 183. 184. 135. 201. 203. 204. 205. 206. 208. 213. 219. 220. 225. 228. 354. 357. 359. 301. 362. zu Disentis und Curwalen. 18. 22. 23. Innere Unruhen. 68. 89. 92. 95. Nidwalden insbesondere. 26. 66. 68. 92. 103. 134. 180. 181. 182. 200. Obwalden insbesondere. 26. 01. 66. 68. 92. 205. 206. Vogtci Livinen, Bellenz, Sax. 104. 100. 107. 135. 221. 223. 335. 336. Uranncn. 116. 330. Urban, St., Kloster. 46. 80. 163. 236. 324. 431. Urnerbvden. 6. Uri. 21. 20. 28. 45. 47. 54. 08. 76. 83. 87. 98. 120. 135. 142. 150. 162. 105. 108. 170. 171 (2). 172 (2). 202 (2). 229. 231. 369. 338. 389. 395. 430. 447. 453. Verhältnisse zum Reich. I. 3. 5(2). 7(2). 8. 13. 14 (2). 15(2). 16. 45. 100. 141. 147. 253. 374. zu Oesterreich. 9. 10 (2). 11(»). 12(2). ^ ^ 49. gg. 70. 72. 73. 74. 80. 131. 244. 245. 247 (2). 248. 250. 251. 252 (2). 259. 263. 264. 282. 293. 299. 303. 305. 306. 313. 315. 316. 317. 319. 324. 329. 332. 342. 345. zu den Reichsstädten. 14. 15. 291. zu den Eidgenossen. 1. 2. 3. 4. 7. 52. 59. 108. 112. 114. 156. 157. 233. 241. 243. 254. 255. 256. 301. 327. zu Zürich, Gotteshaus. 40. 84. zu Zürich, Stadt. 3. 242. zu Lucern. 43. 94. 233. zu Bern. 36. 66. 73. 285 sf. 289. 290. zu den Oberländern. 9 (2). -zu Engelberg. 4. 375. zu Schwyz. 27. 28. 32. 42. 59. 90. 137. zu Zug. 34. 108—112. 114. 275 ff. zu Glarus. 6. 33. 273. 369. zu Gersau und Weggis. 43. 297. 298. zu Appenzell. 341. zu St. Gallen. 347. zu Wallis. 49. 103. 183. 184. 185. 187. 201. 203. 204. 205. 206. 208. 213. 219. 220. 225. 228. 354. 357. 359. 301. 302. zu Ursern. 128. zu Disentis und Curwalen. 11. 22. 23. zu Livinen, Eschenthal, Bellenz, Sax. 10. 104. 106. 107. 163. 221. 223. 335. 330. 364. Gotthardpaß. 378. Urnäschen. 441(2). 457. 458. 405. 470. Ursern, Thal. 6. 10. 19. 21. 25. 128. 375. 389. 395. 396. Landrecht mit Uri und Verfassung. 128. Verhältnih zur Abtei Disentis. 128. Ursitz, St. 321. Urswil. 331. Utznach. 293. 295. Utzwil s. Oberutzwil. N. Valsburg s. Pfalzburg. Vatz. 454. Venedig. 474. Verzasca (Falzask). 184. 182. 193. 194. 202. 207. 365. Vevay s. Vivis. Vilensbach oder Vislisbach. 116. 330. Villingen. 17. 29. 320. 321. 430. Z Villmergen. 168. 171. 176. 181. 192. 211. 219. Visp. 25. 173. 182. 183. 184. 190. 228. 359. ! Vivis, Vevay. 338. 391. Viznau. 88(2). Vogelberg. 121. Vogogna. 158. 160. 167. 168. W. Waadt. 378. 331. 391. 394. 399. 401. 403(2). 409(2). 425. 435. 446. 449. 451. Wädenswyl, Johanniter-Comthurei. 383. 4!4. Wäggithal. 18. 35. 265. 269. 386. Waldkirch. 321. 458. Waldshut. 17. 148. 151. 200. 320. 321. Waldstätte, drei. 1. 2. 3. 4. 6. 7. 8. 9(2). 10(2). 11(2). 12(»). 13. 14(2). ig^2). ig. 17 ig 21(2). 23. 24. 27(2). ig. gg g5. 176. 241. 243. 244. 247. 243. 250. 251. 253. 254. 255. 256. 259. 263. 285. 236. 287. 283. 289. 290. 291. 293. 434. S. auch Uri, Schwyz, Unterwalden. Waldstätte, vier. 17. 25. 32. 33. 34. 43. 59. 68. 72. 297. 298. s. auch Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden. Walgau. 124. 174. 464. 466. Wallensee. 82. 116. 170. 452. .Wallenstatt. 50. Wallis. Land. 25. 49. 54. 103. 104. 131. 133(2). 164. 165. 167. 171. 172. 173 (2). 175. 176. 188. 203. 204. 205. 206. 208. 209. 211 (2). 212. 214. 215. 216 (2). 217(2). zig. 220. 221. 225. 227(2). 228(2). 231, 354. 357. 361. 362. 379. 452. 454. S. auch M.-R. Bündnisse, Raronhandel, O.-R. Bern, Lucern, Uri, Unterwalden u. s. w. Orts-Register. Wallis, Bisthum. 195. s. Sitten, Bisthum. Wallsee. 470. Walperswtzl. 166. 386. 466. Wangen in Schwaben. 106. 307. 320. 321. 324. 402. 431. 440. 447. 450. 4öö. 459. 460. 461. Wangen, Bern. 122. 232. 467. 473. Wangen, Lucern. 93. Wasgen, Berg. 29. 41. 420. Wasgau. 430. Wasserstelz. 127. Watt bei Strätlingen. 381. Watwiler. 321. 323. Weggis. 68('). 89. 90. 180. 182. 297. 293. Weil. 307. 402. 408. 440. 441. 442. 447. Weingarten bei Ravensburg. 203. 364. Weinsberg. 307. 402. 408. 440. Weißenau, Beste. 413. Weißenburg. 307. 444. 445. Weißenburg im Elsaß. 444. 445. Wengen. 27. Werdenberg. 451. Wesen, Stadt und Amt. 6. 8. 10. 11. 39. 50. 73. 79. 116. 117. 170. 172. 174. 176. 249. 250. 324. 330. 343. 394. 464. Wetterau. 450. Wettingen, Kloster. 69. 145. 373. Wettingen, Amt. 161. Wetzlar. 307. , Wietlisbach. 122. 136. 320. 325. 449(°). 467. Wisflisburg s. Avcnchcs. Wilderswyl. 27. Willisau, Stadt und Grafschaft. 73. 163. 175. 180. 232. Wimpfen. 307. 402. 408. Windegg. 6(2). 101. 170. 176. 218. 464. Windisch. 432. Winterthur. 17. 121. 144. 320. 321. 377. 404. Winzheim 307. 445. Wisscnbach. 199. Wisserlen. 62. Wittenbach. 458. 470. Wahlen. 174. 193. 211. Wohlcnschwyl. 173. Wohlhusen, Herrschaft. 53. 54. 62. 68.85. 116. 183. 198. 331. Worms. 253. 307. 372. 397. 444. 445. Württemberg. 445. Wyl im Thurgau. 106. 307. 437. 445. 446ss). 451. N- Hverdon. 406. 409. Z. Zehnten in Wallis. 228. s. auch Dois, Vrieg, Gombs, Naters, Raron, Side.rs, Sitten, Visp. Zell s. Radolsszell. Zellenberg. 320. Zihl, Fluß. 403. 414. 437. 438 s. auch Thielle. Zizers. 204. Zofingen. 17. 46. 56. 53. 95. 96. 196. 231. 232. 267. 320. 321. 333. 345. 331. 417. 431. Zug. 11. 17. 101. 102. 116. 117(2). izg. 125. izg. 147. 172. 175. 179. 189. 202(-). 210. 225. 228. 231. 249. 250. 284. 295. Verhältniß zu Oesterreich. 34. 42. 50. 51. 55(2). 5g. 70. 71. 74(2). gg. 57. 2g4. ggg. ggg. 306. 313. 315. 316. 317. 319. 324. 329. 330. zu den Reichsstädten. 67. 307. 309. Freiheiten vom Reich. 147. Verhältniß zu den Eidgenossen. 34. 49. 50. 52(2). gg. 156. 157. 201. 203. 204. 205. 206. 203. 231. 233. 275. 301. 327. 341. 347. 351. 364. Panner- und Siegelstreit. 107. 103—112. 113—115. s. auch M.-R. zu Lucern. 131. 181(2). 184. 231. 234(2). Ammannwahl. 141. Landesgesetze rc. 132. Aeußeres Amt. 63. 113—115. 141. Zugerberg. 115. Zürich, Gotteshaus. 40. 34. Zürich, Stadt. 37. 49. 51. 54(°). 62. 64. 65. 66. 69(2). 74. 76. 83. 87. 100. 101. 102. 103. 123. 137. 139. 141. 142. 143. 144. 145. 146. 147(2). 149. 150. 156. 162. 169. 170(2). 17-g^ 774. 77^ 77^ 777^). 179. 184. 198. 200. 201. 202. 203. 204. 205. 206. 203. 210. 217. 218. 220. 224. 234. 253. 255. 259. 284. 305. 306. 316. 317. 320. 327. 345. 371. 372. 378. 332. 383. 412. 430. 447. 466. 467. 471. 473. Verhältniß zum Reich. 45(^). 99. 100. 138. 145. zu den Reichsstädten. 14. 15. 17. 67. 291. 307. 312. 392. 393. 399. 400. 402. 408. 412. 421. 422. 425. 431. zu Oesterreich. 29. 34. 37. 41. 42. 43. 46. 48(°). 55. 70. 71. 72. 73. 80. 82. 83. 87. 115. 131. 264. 265. 270. 271. 279. 230. 281. 291. 304. 316. 317. 324. 329. 333. 342. 377. 379. 383. 393. zu Habsburg-Lausenburg. 34. 35. 406. 425. zu den Eidgenossen. 3. 32. 52. 103—112. 114. 153. 155. 156. 225. 228. 231. 260. 275. 301. 327. 347. 349. 351. 352. zu Bern. 36. 66. 72. 73. 286, 287. 289. 290. zu Lucern. 20. 25. 67. 133. 144. 231. 233. 382. Orts-Register. Zürich (Fortsetzung). Verhältniß zu Schwyz. 29. 242. zu Zug. 34. 275. zu Glarus. 33. 125. 213. 327. zu Basel. 131. 420. 422. zu Schaffhausen. 419. 420. 421. 422. 425. zu Appenzell. 105(2). 106. 118. 340. zu St. Gallen. 347. 439. s. auch Verhältniß zu den Reichsstädten, zum Abt von St. Gallen. 377. zum Bischof von Constanz. 07. 126. 377. zum Bischof von Cur. 218. 376. zum Abt von Einsiedeln. 68. s. auch M.-R. Bündnisse. O.-R. Pfeffikon. zu Graf Friedrich von Toggenburg. 98. 117. 157. 163. 230. 231. Zürich (Fortsetzung). Verhältniß zu Winterthur. 121. zur Grafschaft Kyburg. 194. zu Rapperswil. 377. zum Markgrafen von Baden und Sponheim. 133. 143. zum Eschenthal. 16. 133. 165. 167. 364. Innere Unruhen. 81. 406. 409. Judenschutz. 138. Besuch König Sigmunds. 183. Verfassung und Gesetze. 91. 102. 132. 282. Münzsachen. 57. 77. 151. 158. 159. 187. 191. 200. 320. 404. 417. Zürichgau. 1. 375. Zürichsee. 102. 265. Zurzach, Markt. 159. 199. Zwingen. 465. Personen-Register. A. Nbyberg, Conrad, Schwyz. 4(2). 28(°). 242. S. auch Anhang III. Abyberg, Ulrich, Schwyz. 134. 136. 157. 177. 180. 204. 211. 214. 219. 220. 225. 227. Adolf I., rönnscher König, s. römische Könige und Kaiser. Albrecht I., römischer König, s. römische Könige und Kaiser. Almen, Ulrich von, Jnterlaken. 228. Altenklingen, Walter von, österreichischer Landvogt. 61. 446. 450. Amarter, Welti, Jnterlacken. 228. Ambüel, Walter, Unterwalden. 95. Ambüel, Ulrich, Glarus. 136. 166, 167. 171. 174. 175. 180. 181. 192. 194. 220. S. Anhang III. Ammann, Peter, Baden. 152. Ammann von Rothenburg, Werner. 259. Ammann von Sächseln, Rudolf. 4. S. auch Anhang III. Amstein, Arnold, Unterwalden. 135. Andachers, Jenni. 113. S. auch Anhang III. Aquileja, Patriarch, von. 474. Arberg, Grafen von: Gerhard. 407. „ Dietrich. 378. „ „ „ Johann, Reichslandvogt zu Uri. 13. 253. 378. 386. „ „ „ Peter. 407. 409. 410. 424. 435. Ulrich. 372. 378. „ „ „ Wilhelm. 376. 377. 459. S. auch Valengin, Herren zu. Arburg, 50, von. 186. „ Rudolf Freiherr von. 250. 251. 252. 427. Arconcie und Jllens, Herr von. s. Cndlisperg, Nicolaus von. „ Peter, s. Arberg; Agnes, s. Jllens; Johann, s. Jllens. Argau, österreichische Landvögte im. s. Oesterreich, Amtleute. Arguel, Johann von. 384. Arlay, Herren von. s. Chalons. Arnold, Heinrich, Uri. 98. Arwangen, Johanir von. 18. Attinghausen, Johann von, Uri. 16(°). 24. 26. 28. 32. 33. 273. S. auch Anhang III. Attinghausen, Thiiring von, Abt zu Disentis. 28. „ Werner von. 242. S. auch Anhang III. Auf der Mauer, Ulrich, Schwyz. 188. S. Anhang III. Augsburg, Bischöfe, von. 402. 469. Ulrich. 402. Heinrich. 408. Au, Margaretha in der. 94. V. Bach, Conrad vom, Schwyz. 26. . Baden, Markgrafen von: Bernhard. 138. 174. 442. Rudolf. 442. Baden, Werner, Vogt von. 373. Baden, Conrad von, Schwyz. 26. S. Anhang III. Baden, Vögte: österreichische: Johann Schultheis; von Waldshut. s. da. Burkard von Mansperg. s. da. Ulrich Klingelfuß. s. da. eidgenössische: Peter Oery von Zürich, s. da. Johann, Schwenk, s. da. Untervögte: Hans Schiri, s. da. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine, P.-R. Oesterreich. Bader, Claus, Lucern. 92. Baldegg, Margaretha von. 122. Balm, Peter von, Bern. 32. 71. 263. 265. 270. 271. „ Ulrich von. 384. Bamberg, Bischof Lamprecht von. 73. Bargin, Jacob. 87. 90. 93. S. Anhang III. Basel, Bischöfe von. 30. 54. 376. 360. 386. 442.443. 445. 465. Johann von Chalons, Administrator. 400. Bischof. 417. 418. 420. 422 (2). 428. 429. 430. Johann Senn. 394. 433. 434. Johann von Vienne. 435(2). Jmer von Ramstein. 65. 77. 447. Werner Schaler. 65. Baumgartner, Ulrich, Schwyz. 25. S. Anhang III. Bayern, Herzoge von. 430. Ludwig, (römischer König). 13. s. auch römische Könige und Kaiser. 70 Personen-Register. Bayern, Herzoge von: Stephan. 402. 408. Ludwig, jünger. 402. 408. S. auch Rhein, Psalzgrafen bei. Bebenheim, Walther von. 406. Beccariis, Beccarius de, Mailand. 19. Bechburg, Heinmann von. 439. Beggenhofcn, Rudolf von, Zürich. 242. S. Anhang III. Velmont, Johann von. 22. 23. Berlisperger, 17., Burgdorf. 97. Verenfels, Conrad von, Basel. 19. 258. 259. S. auch Anhang III. Besanyon, Bischöfe, s. Bysanz. Beul, Rudolf, Schwyz. 76. S. Anhang III. Biber, Heinrich, Zürich. 19. 259. 253. S. Anhang III. Biberli, Heinrich, Zürich. 197. 204. 214. 218. 219. 232. S. auch Anhang III. Biberli, Werner. 242. S. auch Anhang III. Bilgrin, Heinrich. 19. S. auch Anhang. III. Billens, Humbert von, Bischof von Sitten. 452. S. Anhang II. Binarer, Albrecht, Bischof von Constanz. 126. S.Anhang II. „ Erhard. 192. Blasien, St., Abt von. 66. Blonay, Johann von. 435. Blum, X., Baden. 152. Vlumenegg, Walther von. 188. Bock, Winant von, königlicher Marschall. 16. Bockli, Johann, Luccrn. 19. 259. Bodman, Frischhans von. 202. 224. Böhmen, Könige: Johann. 3. (Wenzel IV.). 146. 149. Bon, 17., Davedro. 192. Vonsegnoribus, Niclaus de. 392. Bonstetten, Hans von. 229. „ die von. 266. Boppard, 17., 175. S. Anhang III. Bourbon, Bona von, Herzogin von Savoyen. 449. 452. Brabant, Johann, Frutigen. 81. Brandenburg, Markgrafen: Ludwig. 34. 36. 37. 279. 282 (2). 283. 284 (2). 402. 408. Bregenz, Graf Hugo von. 180. s. auch Montfort. Breitenlandcnberg, Hermann von. 49. 126. 127. 417. Brisleder, 17., 176. Brixen, Bischof Johannes von. 48. 51. Brogno oder Brönn, Francisch, Eschenthal. 130. 166. 167. 170.173.177. 184(»). 190. 211. 219. „ Swannin. 182. 184. Bruder, Niclaus, Propst, Lucern. 175. Brugger, Peter, Obwalden. 6. 27. S. Anhang III. Bruhin, Heinrich, March. 140. Brumsin, Heinrich, Ueberlingen. 311. 315. Brun, Rudolf, Burgermeister. Zürich. 20. 33. 37. 39. 44. 262. 264. 273. 277. 291. 294. 297. 415. „ Herdegen, Zürich. 52. Brun von Rhäzüns, Ulrich. 97. s. auch Rhäzüns. „ Hans. 97. „ Heinrich. 97. „ Ulrich, jünger. 97. Brunnen, Heinrich ab dem, Unterwalden. 43. „ Niclaus. 52. Brunnen, Johann zum, Nidwalden. 81. 85. 88. S. auch Anhang III. Brunner, Johannes, Zürich. 177. 200. 221. 225. 227. 229. 230. S. auch Anhang III. Bubenberg, Ulrich von, Bern. 60. 61. S. Anhang III. Johann. 19. 258. 259. 409. S'. Anhang III. Bubendorf, Johann, österreichischer Rath. 71. 449. Buchheim oder Puchheim, Albrecht von, österreichischer Hauptmann. 39. 40. 41. 296. Buchegg, Graf Heinrich von. 384. Büel, Ulrich am s. Ambüel. „ Walther am s. Ambüel. Büeler, Walther, Uri. 85. 86. 88(2). 89. 94. 108. 112. 114. 134. 136(2). i4i. igi igg. ig2, 194. 227. S. auch Anhang III. Buholzer, Ulrich, Unterwalden. 135. 165. S. agch Anhang III. Büren, Walther von, Unterwalden. 135. „ 17., von, Lucern. S. Anhang III. Bürgeln, Eberhard von, königlicher Commissar. 3. 5. Burgistein, Conrad von, Bern. 446. Burgund, Herzog von. 125. Pfalzgraf Otto von. 369. Grafen von. 331. 382. Herzogin Katharina von. 468. S. auch Oesterreich. Burkard, 17., der alte Ammann von Uri. 242. „ Claus, Obwalden. 108. S. Anhang III. Büttikon, Mathias von. 73. „ die von. 182. Büwlin, Peter, Bern. 87. 90. 93. S. Anhang III. Bysanz, Erzbischof, X., von. 420. C. Caitate, Philipp von. 389. Campten, Francisch. 207. Can, Facino. 179. 134. 190. Canevisius, Ottolinus. 389(2). Carl IV., römischer König, s. römische König« und Kaiser. Chalons, Johann von, Administrator und Bischof von Basel, s. Basel, Bischöfe. „ Johann von, Herr von Arlay. 376. 373. 386. „ Jsabella, Herrin der Waadt. 424. 425. „ Wilhelm von. 378. Personen-Register. Cöln, Erzbischof, 17., von. 211. Colocza, Andreas, Erzbischof von. s. Sitten, Bischöfe. Columbario, Humbert von. 416. Como, Bischof 17. von. 216. Conrad IV., römischer König, s. römische Könige und Kaiser. Constanz, Bischöfe' 5. 161. 174 17.7. 234.376. 392. 412. 422. 430. 469. Albrecht Blaarer. 126. Niclaus, österreichischer Hauptmann. 19. 20. 67. 259. Otto III., Markgraf von Hochberg. 135. 142. 174. 191. 234. Rudolf. 15. 255 303. 377. Ulrich. 28. S. auch Anhang II. Corbisres, Wilhelm von. 372. Cossonay, Johann Freiherr von. 380. Coucy, Jngelram von. 55. 75. 90. 364. Cristan, Hans, Ursern. 120. Cuonzen, Hans, Wallis. 227. S. Anhang III. Cur, Bischöfe. 136. 204. 218. 230. 234. 446. Berchtold. 376. Friedrich. 375(2). Hartmann. 452. 454. Hngo. 375. Ulrich. 416. Johannes IV., Naso. 204. 234. S. auch Anhang II. D. Dänemark, König (Erich). 146. 147. Dicrikon, Johann von, Lucern. 90. 98. 108. 112. 114. 174. 175. 178. 491. 194. 266. 226. S. auch Anhang III. Diesbach, Johann von, Bern. 63. S. Anhang III. Dicssenhofen, Johann Truchseß von. 18. Diethelm, Stadtschreiber, Lucern. 275. Dietrich, Bcrtschi. 135. Dietrich, Jckli, EriolS. 93. Disentis, Siebte von. 11.18. 136. 395. s. auch Attinghausen. Donna s. Ladonna. Dornen, Werner zer, Hasle. 81. Dressidler, Niclaus der, österreichischer Rath. 48. Dübi, Jacob, Solothurn, 106. S. Anhang III. Durach, Jos. von, Solothurn. 94. S. Anhang III. E. Egcrder, Burkard, Lucern. 88. 92. 108. 112. 114. 120. S. auch Anhang III. Egg, Joh., Zürich. 52. Eggel, 17., Glarus. 136. Egre, Hans von, Zürich. 108. 112. S. Anhang III. Eich, Ulrich von, Lucern. 26. 59. S. auch Anhang III. Eichkorn, Johannes. 142. Einsicdcln, Aebte: Sinsheim. 4. 12. Burkard. 210. 224. Heinrich. 28(2). Johann I. 249. 251. Ludwig von Thierstein. 81. Peter von Wohlhusen. 69. Einwil, Claus von. 234. S. Anhang III. Ellerbach, Burkard von, österreichischer Landvogt. 410. 412. 425. 426. Elsaß, Heini von. 268. Elye, Conrad, Constanz. 216. 217. Emmen, Arnold von, Lucern. 61. S. Anhang III. Ende, Wilhelm von. 101. Enderli, 17., Zweilütschinen. 226. Endlisberg, Wilhelm von. 372. „ Niclaus von. 382. Enentachcrs, Andreas, Unterwalden. 68(2). Engelberg, Aebte. 134. 135. Walther Mirer. 118. Conventherr Rudolf. 135. Engelberg, Vögte von: Claus Nütli. 174. Engiberg, Gilg von, Schwyz. 59. 61(2). 65. 66. 83. 92. 94. 95. S. Anhang III. England, König (Heinrich V.). 116. 147. Englisperg s. Endlisberg. Eptingen, Johannes Puliant von, Basel. 447. Erishaupt, Johann, Zürich. 54. 65. 66. S. Anhang III. Erlach, Rudolf von, Bern. 230. 465. 416. Erlach, Ulrich von, Bern. 202. 297. S. Anhang III. Eschenbach, Berchtold von. 379. Everdes, 17., von. 424(2). Ewrar, Johannes, Biel. 396. F. Falkenstein, Erhard von. 66. „ Hans von. 474. Fischli, Welti, Schwyz. 93. Flüglislo, Jenni, Richter in Mainthal. 167.171. 173. 207. Fluh, Jost unter der. 134. „ Rudolf unter der, Unterwalden. 83. 94. 95. S. Anhang III. Fön, Peter, Schwyz s. Vön. Förscher, 17. 165. 166 s. auch Nörscher. Frankreich, Könige. 229. 382. 447. Carl IV., Bund mit Oesterreich. 14. Frauen, Conrad der, Uri. 47. 59. 61. 94. 165 S. Anhang III. Peter. 107. Personen Frauen, Heinrich der, 81. 85. 114. „ Ulrich, Schwyz. 221. 223. 234. S. auch Anhang III. Frauenberg, 57. von. 375. 376. Frauenfeld, Johann von, österreichischer Rath und Vogt zu Kyburg. 25. 49. Fräuler, 57., Schwyz. 192. 19g. 200. S. Anhang III. Frei, Bertschi, Baden. 152. Freiburg, Graf Conrad von, römisch königlicher Bote. 150. 465. 466. Freising, Bischof 5s. von. 90. Friedrich II., römischer Kaiser s. römische Könige und Kaiser. Friedrich der Schöne III. (I)., römischer König, s. römische Könige und Kaiser. Froburg, Grasen von: Hartmann. 427. Johann. 45. 432. 435. Ludwig. 370. Frölich, Hans, Lucern. 83. S. Anhang III. Fromme, Walther, Uri. 95. S. Anhang III. Fröwler, Hans von, Basel. 449. Fügli, Ulrich, Schwyz. 94(2). S. Anhang III. Fulbach, Heini, Burgdorf. 97. „ Rudolf, Vurgdorf. 97. Fiilizand, Johannes, Wallis. 215. 217. 219. Fürst, Jacob, Uri. 76. S. Anhang III. Fürstenberg, Grafen von. 17. Fuzschin, Johannes, Zürich. 19. S. Anhang III. G. Gachnang, Heinrich von. 200. 459. Gallen, St., Aebte. 133. 392. 420. 422(2). Cuno von Stoffeln. 442(2). 444(2). 451. 457. 458(2). 459. 460(2). 4gg^ 47^ 472. Georg von Wartenberg. 435. 437(2). 442(2). Heinrich von Mangistorf. 229. 230. 231. 233. 234. Heinrich von Gundelfingen. 472. Wilhelm von Montfort. 377. S. Anhang III. Gander, Heinrich, Unterwalden. 47. Garbiller, Hiltbrand, Wallis. 228. Garwell, 51. 173. Gattwil, Rudolf von. 88. S. Anhang III. Gebistorf, Heini, Baden. 152. Geiß, Andreas zer. 170(2). 173. Gemuuder, Ulrich, Feldkirch. 101. Genf, Bischöfe. 399. Geroldseck, Walther von, Bischof von Straßburg. 372. Gerung, Anton, Uri. 166. 170. 174. 185. 188. 202. 203. 219. 220. 227. 233. S. auch Anhang III. Johann, Uri, 35. 88. 94.108. 112. S. Anhang III. Register. Geßler, Heinrich, österreichischer Vogt zu Grüningen und Pfandherr zu Richensee rc. 74. 93. Geßler, Wilhelm. 230. 231. „ Margareth, geb. von Ellersbach. 221. Giel, Werner. 52. Gisenstein, Niclaus von, Bern. 6V. 225. S. auch Anhang III. Glenter, Jacob, Zürich. 108. 112. 114. 118. 129. 164. 166. 171. 178. 183. 185. 198. 203. 204. 218. 224. 227. 461. S. Anhang III. Glurenge, Thomas von, Wallis. 375. Goldenberg, Egbert von, österreichischer Rath. 25. 49. Göldlin, Heinrich, Zürich. 138. 139. 200. „ Jacob. 139. „ Lucas. 139. Anna. 139. Goldschmid, Peter. 227. 234. S. Anhang III. Göler, 5s., Zürich. 52. Gößwin, 57., Constanz. 77. Graf, Michael, Stadtschreiber, Zürich. 263. Graf, 5s., Urdorf. 161. Graf, Johannes, Zug. 120. 131. 136. 164. 177. 178. 18l. 183. 190. 191. 192. 194. 197. 198. 199. 200. 204. 206. 208. 210. 211(-). 214. 219. 220(°). 226. 233. 236. S. Anhang III. Graispach und Marstett, genannt Riffen, Graf Berchtold von. 18. 402. 408. Grandisson, Guillermus. 435. Graß, Guido, Wallis. 229. S. Anhang III. Greyerz, Grafen von: Johann. 415. 424. Peter. 385. 401. 415. 424. 428. 452. Rudolf. 372. 459. 461. Griessenberg, Heinrich von, österreichischer Rath. 244. 246. 247(2). 250(2). 251. 252. Grimm von Grünenberg, s. Grünenberg. Grischo, Anton, Wallis. 217. Gruber, 57. 171. 173. 176. 177. 234. 473. Grund, Jost am, Unterwalden. 68. 88(^). 89. S. Anhang III. Grünenberg, Hermann Grimm von. 174. 183. 186. 331. „ Peter von, österreichischer Landvogt. 49. 73. 85. 331. Gruner, Peter, Uri. 131. S. Anhang III. Grüninger, Ernst, Zürich. 82. Grüyers, Peter von, Bern. 94. S. Anhang III. Gugelberg, Heinrich, March. 140. Gugla, Anton, Bern. 144. 181. 186. S. Anhang III. Gumppenberg, Heinrich von. 402. Gundoldingen, Peter von, Lucern. 47. 53. 54. 61(2). S. auch Anhang III. „ Claus von, Lucern. 26. S. Anhang III. Personen-Register. H. Haas, Andreas, Lucern. 96. S. Anhang III. Habch, Ulrich, Constanz. 314. Habsburg, Grafen von. 369. Rudolf der ältere. I(^). 979. 372. 374. O Rudolf, römischer König und übrige, f. Oesterreich, Herzoge und Anhang II. Habsburg-Laufenburg, Grafen von. 377. 496. 421. Gottfried. 21. 34. 35. Johannes. 13. 29. 34. 35. 36. 58. 76. 93. 266. 329. 323. 326. 396. 496. Rudolf. 21. 34. 35. 56. 58. S. auch Anhang II. Hadstatt, Friedrich von. 461. Hagenauer, Heinrich. 76. 162. 169. 171. 172(-). 189. 186. 188. 199. 191. 192. 195. 211. 214. 219. 229ss). 233. „ Rudolf. 194. 199. 294. 296. 299. S. Anhang III. Häginer oder Hegner, Heinrich, March. 149. Hallauer, 17., Schaphausen. 293. S. Anhang III. Hallwyl, Rudolf von. 73. 171. 449. „ Thüring. 171. „ Walter. 171. „ die von. 92. 151. 168. 171. 172. 176. 186. Halten, Rudolf, von Obwalden. 43. S. auch Anhang III. „ Rudolf, Hasle. 81. Hasler, Jacob, Zürich. 25. „ Johannes, Zürich. 25. Hasenburg, Ulrich Theobald von. 427. Heidegg, Ulrich von. 239. 231. Heiligenberg, Graf Albrecht von. 451. Heimberg, Hans von, Bern. 454. Heinili, Werner, Schwyz. 38. f. Anhang III. Heimgarten, Philipp von, römisch königlicher Bote. 171. 178. „ Rudolf, am, Untcrwaldcn. 93. f. Anhang III. Heinrice, Claus, Unterwalden. 88. 98. 165. f. Anhang III. Heinrich von Hohenstaufen, römischer König, f. römische Könige und Kaiser. Heinrich VII. und VIII., römische Könige, f. römische Könige und Kaiser. Heinzli, Welti, Obwalden. 26. 197.185. S. auch Anhang III. Hell, in der, Anton, Wallis. 173. Heratingen, Ulrich, Lucern. 173. 185. 194. S. auch Anhang III. Hermann, Jenni, Unterwalden. 91. s. Anhang III. Herster, die, genannt Schiefenegg. 19. Hertcnstein, Ulrich von, Lucern. 89. 184. 227. 234. S. Anhang III. Herter, Hans, Zürich. 129. S. Anhang III. Hetzcl, Conrad, Bern. 171. 172. 174. 177. 186. 197. Hetzet, Jtal, Bern. 227. S. Anhang III. Hitzkirch, Comthur von, s. Stoffeln, Peter von. Hochberg, Markgraf Rudolf von. 96. 465. 468. 471. Hochdorf, Peter von. Lucern. 26. S. Anhang III. Hödel, Jenni, Zug. 141. Hofen, Andreas zen, Unterwalden. 68. Hofer, Heinrich, Uri. 95. 113. S. Anhang III. Hofmeister, Rudolf, Bern. 181. S. Anhang III. „ Rudolf, Biel. 136. S. Anhang III. Hofstetten, Gaudenz von. 191. Hohenberg, Grafen von, f. Homberg, Grafen. Hohenfels, Conrad von. 23. Hohenrein, Comthur 17. von. 188. 219. „ Welti von, Lucern. 129. S. Anhang III. Hohenloch, Ulrich von. 446. Holzach, Jenni, Finstersee. 191. „ Rudolf, Zug. 141. S. auch Anhang III. Homberg oder Hohenberg, Grafen von: Albrecht. 375. 498. Elisabeth, Frau von Rapperswil. 377. Heinrich. 493. Hugo. 498. Rudolf. 76. 329. 323. 449. Werner. 19. 386. 388. 396. 473. Homburg, Bruder Rudolf von. 239. Hön, Werner, Schwyz. 157. 185. 188. 224. 225. 232. S. auch Anhang III. Hopphan, 17., Glarus. 91. S. Anhang III. Horgen, Johann von, Zürich. 64. Hornberg, Heinrich von. 66. Hornberger, Hans, Rapperswil. 191. Hörnli, 17., Baden. 152. Hösche, Johann, Zürich. 61^-). S. Anhang III. Hospenthal, Rudolf, Zug. 96. Hottingen, Johann von, Zürich. 25(2). 4g E. Anhang III. Hug, Walter, Zug. 141 f. Anhang III. Humbel, Georg. 68. S. Anhang III. Hünenberg, die von. 85. 173. „ Gottfried von. 382. „ Hartmann von. 166. 166. 173. Johann Heinrich von, Zug. 232. f. Anhang III. Hunn, Conrad, Schwt)z. 242. S. auch Anhang Iii/ Hunwyl, Heinrich von, Lucern. 26. 211. 373. f. Anhang III. „ Walter von, Lucern. 62. „ Heinrich von, Obwalden. 26. s. Anhane III. Hurnfelden, Heinrich zu. 59. S. Anhang III. Hufer, Jost, Uri. 197. S. Anhang III. Hutzelbrand, 17. 161. I. Jacob, Jost, Schwyz. 85. 86. 94. f. Anhang III. „ X., Baden. 158. 159. 71 Personen-Register. Jacob, X.. Eschenthal. 181. Jacobs, Erni, Schwyz. 202. s. Anhang III. Jans, Werner, Zürich. 91. S. Anhang III. Jbcrg s. Abyberg. Jllens und Arconcie: Agnes, Frau von. 389. Johann von. 385. Nicolaus, Herr von. 382. s. Englisperg. Peter. 424. s. Arberg: Jmhof, Rudolf. 131. Jnkenberg, Pantaleon ab, Zürich. 178. S. Anhang III. Jnterlaken, Propst Werner von. 26. Jnwil, Peter von, Baden. 152. Johanniter-Ordens-Ritter s. M.-R. Orden. Meister: Graf Hugo von Bregenz. 172. 186. 464. Jppikon, Werner von, Lucern. 26. s. Anhang III. Isenburg, Heinrich von, österreichischer Landvogt. 414 (2). Jungingen, Lienhard von. 206. 221. K. Kaps, X., Zug. 167. 171. s. Anhang III. Kaufmann, Claus, Lucern. 81. IIS. S. Anhang III. Katzenellenbogen, Graf Eberhard von. 375. Kätzi, Conrad, Schwyz. 157. Kech, Wilhelm, Schaffhausen. 161. Kelter, Conrad, Rapperswil. 101. Kepellerin, die, Baden. 234. Keren, Johann zer, Frutigen. 81. Kien, Johann von. 405. „ Philipp von. 19. 32 258. 259. 263. 265. 270. 271. 272(2). S. auch Anhang III. Kienast, X., Schreiber, Zürich. 70. Kilchmatter, Rudolf, Zürich. 112. 118. s. Anhang III. Kinden, Conrad zer, Basel. 384. „ Rülaus. 19. 258. 259. s. auch Anhang III. Kirchberg, Graf Eberhard von. 197. Kirchheimer, Rüdiger. 139. Kirsiter, Merki, Unterwalden. 95. Klingelfuß, Ulrich, Baden. 152. 157. 161. 165. 166. 172. 178. 196. 351. Klingen, Walter von der alten, österreichischer Landvogt. 61. s. auch Altenklingen. Klingenberg, Caspar von. 473. 474 (2). Kloter, Hermann. 70. Kneller, X., Zürich. 166. 171. 230. S. auch Anhang III. Knuttin, Jenni, Uri. 107. S. auch Anhang III. Koli, Peter, Zug. 161. 166. 202. 204. 206. 209. 211. 214. 225. 226. 232. s. Anhang III. Könige von Böhmen, Dänemark, England, Frankreich, römische, Schottland, f. Böhmen rc. Krenkingen, Heinmann von. 56. 76. 132. 320. 323. Krenkingen, Llltold von. 415. 419. Krieg, Conrad, Zürich. 242. S. Anhang III. „ Johann, Zürich. 19. 253. 259. S. Anhang III. Kupferschmid, Claus, Lucern. 81. s. Anhang III. „ Ulrich, Schwyz. 98. st auch Anhang III. Kurz, X., Baden. 152. 166. „ X., Lucern. 226. f. Anhang III. Kyburg, Grafen von. 12. 54. 56. 57. 64. 65(-). 66(-)> 67. 377. 393. Anna. 37. 194. 449. Anastasia. 398. 416. Berchtold. 63.-). 76. 183. 320. 323. 415. 467. Eberhard. 9. 14. 15. 39. 254(-). 255. 271. 235. 289. 291. 292. 296. 297. 398. 399. 400. 401(-). 403. 405. 407. 403. 410. 413. 416. Egon. 449. 467. Elisabeth. 335. 391. Hartman», älter. 7, 9. 57. 183. 372. 385. Hartmann, jünger. 380. 334. 385. 389. 391. 392. 394. 416. 439. 467. Rudolf. 53. 63. 87. 445. 449. S. auch Anhang II. L. Ladonna, Swan de. 182. 190. Lagger, Hans, Wallis. 227. f. Anhang III. Landenberg, Hermann von. 267. 417. st auch Breitenlan- denberg. Lausanne, Bischöfe. 26. 376. 378. 336. 388. 417. 459. Franz. 424. Wilhelm. 227. 229. S. auch Anhang II. Leiningen, Graf Friedrich von. 375. Lenzburg, X., Truchseß von. 161. 168. „ Johann, Schultheiß v. f. Schultheiß. Lenzingen, Werner von, Jnterlaken. 24. Liebegg, Burkard von. 75. 383. Lienhard, Hans. 175. Lilli, Conrad, Schwyz. 61. s. Anhang III. „ Werner, Schwyz. 59. s. Anhang III. Liniker, Jenni. 77. Lirimann, X., Bafel. 176. 186. Lisieux, Johann von. 417. Littau, Nögger von, Lucern. 334. Locarno oder Luggarus, Castcllan X. von. 170.171. 173. 193. 21I(°). Loijen, Peter, Ulm. 314. Ludwig der Baier, f. römische Könige und Kaiser. Löli, Welti. 193. Lothringen, Herzoge von. 430. Lupfen, Graf Johannes von. 175. 180. 197. 202. 460. 471. s. auch Oesterreich, Landvögte. Personen-! -Register. Lütishofen, Johann von, Schreiber zu Rothenburg. 61. „ X. von, Lucern. 266. s. Anhang III. Luz, H., Flums. 101. M. Maffei, Vogt von Palens. 22. 23. Maggenberg, Johann, Freiburg. 396. Maier s. Meyer. Maigrauge, Äbtissin von. 373. Mailand, Herzoge. 166. 167. 168. 169. 170. 179. 160. 184. 190. 196. 213. 230. 336. 364. 365. 453. Philipp Maria. 14 l. Philipp. 233. Mainz, Erzbischöfe. 5. 442. 447. Adolf. 73. 171. Malters, Johann von, Lucern. 19. 259. Mähren, Markgraf Jost von. 82. Manesse, Eberli, Zürich. 64. ,, Felix, Zürich. 114. 145. 161. 165. 167. 170. 177. 178. 204. 218. 223 (5). 224. 232. s. auch Anhang III. „ Rüdiger, Zürich. 242. 439. s. auch Anhang III. Mangistorf, Heinrich von, Abt von St. Gallen, s. St. Gallen, Aebte. Mansperg, Burkard von, österreichischer Hauptmann rc. 148. 154. 183. 473. Markstein, Conrad, Uri. 177. 232. s. Anhang III. Markward, Werner, Schwyz. 94(2). s. Anhang III. Marschall, Thüring, Basel. 395. Marschus, Jacob, Eschenthal. 181. Matt von, s. Vonmatt. Matt, an der, Johann, Unterwaiden. 88. 98. s. Anhang III. Matter, Claus, Lucern. 61. s. Anhang III. Meckcr, Johann, Schwyz. 95. s. Anhang III. Meggen, Hermann von, Lucern. 19. 259. ,, Werner von. 208(2). 226. s. auch Anhang III. Mciß, Hans, Zürich. 88. 258. s. Anhang III. „ Heinrich, Zürich. 31. 96. 101. 102. 114. 131. 134. 136.145. 154. 161. 166. 178. 183. 192. 194. 198. 200. 201. 203. 204. 205.209.210.211.214. 219. 220(5). 225. 461. s. auch Anhang III. Memmingen, Siegfried von. 451. Menteler, Jacob, Lucern, Vogt zu Muri. 191. 193. 206. 207. 208. s. auch Anhang III. Merkli, Ulrich, Schwyz. 118. 124. 233. s. Anhang III. Metsch, die von. 204. Elisabeth, Gräfin von Toggenburg. 234. Ulrich, Graf von Kirchberg. 451. Egon. 453. Mettler, Werner, Schwyz. 91. s. Anhang III. Meyer oder Maier, Johann, Glarus. 29. Meyer oder Maier, Conrad, Lucern. 242. „ „ „ Rudolf, Lucern. 59. „ ,, „ von Knonau, Johann, Zürich. 91. 96. 108. 112. s. Anhang III. ,, „ ,, von Oerzfeld, Johann, Uri. 47. 53. ,, „ „ von Oerzfeld, Conrad. 242. s. Anhang III. „ „ „ von Silinen, Arnold. 4. f. Anhang III. „ „ „ Lienhard, Baden. 152. 136. „ „ „ Hermann, Baden. 152. „ „ von Oetweil, H. 161. „ „ „ von Stans, Heinrich. 4. s. Anhang III. „ „ „ Walter, Uri. 86. 88(2). 89. 91. 94. s. Anhang III. Meyenberg, Wilhelm, Ravensburg. 314. Mirer, Walter, Abt von Engelberg. 118. Mönch von Landskron, Burkard. 471. Montagny, Wilhelm von. 388. 430. Montalt, Heinrich von. 22. 23. „ Simon von. 22. 23. Montfaucon, Aimo von. 372. „ Walter. 336. Montfort, Grafen von. 377. Ulrich. 8. 15. 255. Wilhelm. 451. Montfort-Bregenz, Graf Ulrich von. 125. 146. 437. Hugo, Ordensmeister. 172. 180. 464. Montfort-Tettnang, Graf Heinrich von, Johanniter. 118. 447. Montfort-Feldkirch, Rudolf, Graf von. 437. Moos, Johann von, Ursern. 21. 25. „ Walter. 21. „ Johann von, Uri. 59. 81. 94. s. Anhang III. „ Margareth, geborene von Au, Uri. 94. „ Heinrich, Lucern. 61. 65. 66. 161. 182. 206. 219. 227. s. auch Anhang III. „ Johann von, Lucern. 76. 77. 81. 90. 92. 93.96.93. 175. „ Peter, Lucern. 120(2). 136. 199. 206. 207. 208. 211. s. auch Anhang III. „ Jost, Lucern. 26. s. Anhang III. Morgia de, Marquard, Wallis. 375. „ Melaus, Wallis. 375. „ Wilhelm, Wallis. 375. Moser, Conrad, Uri. 388. „ Gottfried, Nidwaiden. 27. f. Anhang III. „ Marquard, Nidwalden. 76. S. Anhang III. Müller, Heinrich, Villmergen. 163. .. N. 171. Mülischwand, Bartholomäus, Zug. 170. 185. 199. 234. s. Anhang III. Mülner, die, Zürich. 382(2). Johann, Zürich. 19. 259. s. Anhang III. Rudolf, älter. 4. 5. 242. f. Anhang III. Rudolf, jünger. 4. 242. s. Anhang III. Personen-Register. Mülnheim, Eberhard von, Straßburg. 314. Mümpelgard, Graf Stephan von. 80. 4SI. „ „ Heinrich von. 8V. 451. s. auch Orbe. Münster in Argau, Pröpste von: Rudolf, Freiherr von Höwen. 60. Thuring, Freiherr von Arburg. 200. Münzer, Werner, Bern. 19. 258. 259. f. auch Anhang III. Muolern, Johann von, Bern. 81. 86. 67. 90. 93. 106. s. auch Anhang III. Murbach, Aebte von. 258. 321. „ Wilhelm. 77. 85. Muri, Abt Georg von. 209. 211. 219. 226. 230. „ Vögte zu: Jacob Mentellcr. 208. Heinrich Seiler. 226. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine. N. Neissen, Berchtold von. 406. 408. Neil, Johann, Stadtschreiber, Zürich. 217. Nellenburg, Grafen von. 377. Eberhard. 18. 23. Netstaller, Matthias, Glarus. 129. 164(y. 202. s. Anhang III. Neuenburg, Grafen von: Conrad. 174. 175. 176(°). 182. Jacob. 405. 410. 416. Elisabeth. 56. 57. 76. 320. 323. 438. 440. Ludwig. 412. 414. 416. 436. 438. Mahn. 73. 79. 449. Richard. 376. 386. Rudolf. 376. 386(S). 400. 412. 438. Theobald. 79. 420. Conrad von Freiburg. 465. 466(2). Neuenburg-Nydau, Grafen. 17. 417. Rudolf. 51. 380. 384. 400 (2). 401. 402. 405. 407. Rudolf, jünger. 405. 409. 410. 416. S. Anhang II. Nissen s. Graispach. Norwegen, König von. (Erich). 146. 147. Novara, Bischof dt. von. 210. 219. Nürnberg, Burggraf Friedrich von. 73. 82. 166 (2). Nuhbaumer, Rutschmann, Wallenstatt. 101. Nydau, Grasen von, s. Neuenburg-Nydau. O. Oberdorf, Hans im, Uri. 83. 89. 92. 107. 114. 210. 226. s. auch Anhang Iii. Obi, Johann, Solothurn. 96. s. Anhang III. Ochsenstein, Johann von, österreichischer Landvogt. 69. 70. 379(2). Oedisried, Rudolf von, Unterwalden. 17. Oehen, Welti. 77. Oery, Peter, Zürich. 158. 159. 161. 162. 178. 180. 201. 213. Z26. 234. s. auch Anhang III. Oesterreich, Herzoge, Herrschaft. 1. 3. 5. 7. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 17. 18 (2). 19. 20. 29. 33. 45. 46. 48 (2). 49 51. 52. 53. 56. 65. 72. 75(-). 78. 79. 80 83. 84. 85. 86 (2). g7. gg. gg. gg g7.gg ig;, igz. 17g. 17g. 125. 131. 132. 142. 153. 156. 171. 174. 176 (2). 218. 244. 246. 247 (2). 248. 249 (2). ^57. zg2. 254. 256. 257. 258. 259. 262. 273. 299. 301. 309. 310. 311. 324. 327. 323. 329. 342. 345. 353. 377. 378. 379. 388. 389 (2). ggg 117 uz. 17g. iz^s) izg^ 12g 127. 428. 432. 434. 435. 437. 451. 453 (2). 454. 456. 460. 461. 466. 467. 471. Oesterreich, Herzoge und Herzoginen: Agnes, s. Ungarn, Königin. Albrecht I. 377. 378(2). 379. Albrecht II. 18. 25. 31. 32. 33. 34. 35. 37 (2). gg. 40. 41. 42. 44. 46. 263. 264. 265. 266. 267. 269. 270. 271 (2). 279. 280. 232 (2). 283. 284 (2). 291. 294. 296. 297. 398. 405 (2). ^gg 107. Albrecht III. 46. 48(2). gg. gi g^ 77 7^2) gz ggg. 301. 303. 305. 315. 316. 317. 318(2). 320. 327. 410. 412. 414(2). igg. in. ig^s). ige. Catharina, Herzogin von Burgund. 468. 471 (2). 472. 473. 474. Ernst. 74. 82. 316. 317. 318 (2). 45z. Friedrich II. (König). 393. 410. Friedrich III. 44. 409. 430. Friedrich IV. 74(2). gz. 122. 125. 134. 143(2). 145 )2). 146. 147 (2). 148(2). 149)-). pgg igz. ig4. 176. 188. 195. 196. 197. 138. 316. 317. 318 (2). 319. 349. 388. 389. 393. 464. 466. 469. 472. 473(-). Heinrich. 398. Johann I. 377. 379. Leopold II. 393. 398(2). Leopold III. 44. 48(2). 50. 51. 54(2). 55('). 56. 69. 70. 71(2). 73. 74. 300. 301. 303. 304.305. 313. 410.430. 439. 442. 444. 445. 446(2). 447. 44g. 449. Leopold IV. 73. 74(2). 82. 315. 316. 317. 318(2). 452(-). 456. Otto. 18. 396. 404. Rudolf I V. 43. 44. 46. 429. 430. Wilhelm. 74. 82. 316. 317. 318. 452. 456. Oesterreich, Landvögte und Amtleute: Otto von Ochsenstein, Pfleger. (1294). 379. Heinrich von Griessenberg (1318. 1320.). 244. 246. 247. Z50. 251. 252. Rudolf von Arburg (1318). 244. 246. 247. 250. Hartmann von Ruoda (1318. 1320). 244. 246. 247. ' 250. 251. 252. Bischof Niclaus von Constanz, Hauptmann in Schwaben und Elsaß (1386). 20. 259. Personen-' -Register. Oesterreich, Landvögte und Amtleute: Burkard von Ellerbach, Landvogt in Schwaben, Argau, Thurgau, Elsaß (1340. 1351.) 412 425. Heinrich von Isenburg, Landvogt in Schwaben, Elsaß (1341). 414. Hermann von Landenberg, Landvogt in Schwaben, Argau zc. (1344). 417. Johann Schultheiß von Waldshut (1347. 1351). 25. 420. Melaus von Schwandegg, Vogt zu Rothenburg (1347). 25. Johann von Frauenfeld, Vogt zu Kyburg (1347). 25. Albrecht von Puchheim, Landvogt in Argau, Thurgau, Glarus und Elsaß (1355). 3g. 40. 41. 290. Herzog Friedrich von Teck, Landvogt in Schwaben und Elsaß w. (1359). 43. 44. 430. Graf Johann von Froburg, Landvogt in Argau, Thurgau, Elsaß, Sundgau (1363). 45. 432. Peter von Thorberg, Landvogt in Schwabe», Argau, Thurgau (1365.1373.1374.1377.) 40.47.49(2). 53.54.56.299.435. Peter von Grünenberg, Statthalter der Landogtei (1365). 49. Graf Rudolf von Nydau, Landvogt in Schwaben, Argau, Thurgau (1370). 51. Walter von Altenklingen (1331. 13S3.). 61. 446. 450. Johann von Ochsenstein (1386). 69. Hans Truchseß von Waidburg, Landvogt in Argau, Thurgau, Schwarzwald (1386). 69. 71. 44g. Graf Johann von Habsburg-Laufenburg (1398). 93. Graf Johann von Lupfen (1402). 460. Graf Hermann von Sulz (1407). 122. Burkard v.Mansperg, Landvogt in Argau:c.(1415).154.473. Räthe der Herrschaft: Breitenlandenberg, Hermann von. 49. Brixen, Bischof Johann von.. 48. 51. Bubendorf, Hermann von. 71. 449. Frauenfeld, Johann von. 49. Goldenberg, Egbert von. 26. 49. Dressidler, Niclaus. 48. Randegg, Heinrich von. 71. 449(2). Ruoda, Marquard von. 25. Schenk, Werner von Bremgarten. 71. 449. Stoffeln, Peter von. 25. Straßberg, Graf Jmer von. 25. Sulz, Graf Rudolf von. 71. 449. Toggcnburg, Graf Friedrich von. 25. Truchseß von Waldburg, Hans. 71. Oellingen, Graf Ludwig von. 408. „ „ Friedrich von. 108. 451. Omisried, Arnold von, Unterwalden. 60. s. Anhang Iii. Orbe, Heinrich, Herr zu. 80. 451. Ostermunt, Heinrich von, Bern. 454. Ostheim, Peter von. 200. Ottin, Anton. 190. Ow, Johann in der, Lucern. 52. P. Papste: Jnnocenz IV. 1. 23. Johann XXIII. 400. 472. Martin V. 195. 229. 474. Urban VI. 65. Gegenpapst (Clemens VII.). 65. Pasgualis, Gcrardus de. 339. Passau, Bischof Georg von. 166(2). 430. Paulus, Walter, Biberach. 461. Perris, Anton, Wallis. 214. Peter, St., Walter von, Zürich. 242. s. auch Anhang III. Pfalzgrafen bei Rhein, s. Rhein, Pfalzgrafen am. Pfäfers, Aebte. 28. Pfirt, Ulrich von. 29. Pfister, Peter, Bern. 81. Pizigun, Lorenz. 177. Polen, König (Wladislaw II.). 146. 147. Ponte, Laurenz de. 130. 167(2). 168. 170. 171. 177. 181. 184. 193. 234. Port, Anton zer, Uri. 81. 94. s. Anhang III. Potschis, Porro, Wallis. 214. Praroman, Hans von, Freiburg. 87. 90. 93. Puchheim, Albrecht von. 39. 40. 41. 296. s. auch Buchheim und Oesterreich, Landvögte und Amtleute. Püntiner, X'., Uri. 172. 234. f. Anhang III. N. Nack, Conrad, Caplan König Sigmunds. 152. Ramschwag, Ulrich von. 19. Ramstein, Hermann von, Basel. 52. 436. „ Jmer, Bischof. 65. f. Basel, Bischöse. „ Thiiring. 465. Randegg, Heinrich von. 7?. 449. Rapaller, X., Wallis. 215. Rapoltstein, Brun von. 321. Raron, die von. 331. Gitschard von. 81. 182 (2). 185 (2). 186. 190. 204. 211. 212. 213. 214. 215(2). Z^) 217 (2). Zig. ZZg(-). 227. 228. Heinrich, Bischof von Sitten. 371. 372. s. auch Sitten, Bischöfe und Anhang II. Margareth, geborene von Rhcizüns. 228. Rudolf oder Ruf. 81. 214. Petermann. 81. Raschli, Heinrich, genannt Knörr, Feldkirch. 101. Reding, X., Ammann, Schwyz. 136. „ Jtal. 129. 134, 136.157.166. 198. 200. 204. 206. 209. 211(2). Li4. Zig. Zig. 220. 221. 224. 227. s. auch Anhang III. „ Rudolf, Schwyz. 59.81.232.234. s. auch Anhang III. 73 Personen-Register. Regensberg, Lütold, Freiherr von. 382. Reich, Ulrich, Solothurn. 381. 392. Reichenbach, Ludwig von, Bern. 416. Reinach, Hemmann von. 171. 172. 181. Retzrieden, Johann von, Uri. 59. s. Anhang III. „ Heinrich von, Uri. 65. 66. s. Anhang III. Rhäzuns, Freiherren von. 185. „ Hans. 223. 457. „ Margaretha s. Raron. „ Heinrich. 136. 223. 457. „ Ulrich Brun, älter und jünger. 223. 440. 451. 453. 457. Rhein, Pfalzgrafen am: Friedrich. 73. 447. Ludwig. 166. 471. Otto. 447. Ruprecht, älter und jünger. 73. 447. Stephan 447. Nicherin, Jacob, Landvogt der Waadt. 409. Rieder, Peter, Bern. 86. 87. 90. 93. 106. s. Anhang III. Niethans, 5s„ Baden. 152. Ninkenberg, Johann von. S. 27. „ Peter. 60. 61. Nischach, Bös-Conrad von. 180. Risenburg, Boresch von. 437. Nöid, die von. 177. 188. 190. 219. Römische Päpste, s. Päpste. Römische Könige und Kaiser. 370. 373. 375(2). 379. 364. 336(2). 41g. s M.-N. Reich, römisches, Reichsvorbehalte. Adolf. 2. 383(2). Albrecht I. 2. Carl IV. 37 (2). 38 (2). gg. 4g. 57, 7^2). Jgi. Sg6. 299. 423. 424. 429. 430. 431 (2). 497^ 43g. 44g. 47g Conrad. 371. Friedrich II. 1(2). 2. 369. 371. Friedrich III. (von Oesterreich). 7(2). 17. 394. 396. 398. Heinrich (von Hohenstaufen). 2. Heinrich III. 2. 245. 243. 369. 338. Ludwig IV. (der Vaier). 5(2). 6. 7 (2). 8. 13(2). 44^ 15 (2). 16.18. 20. 23. 24(2). 253.(396. 402. 406.408. 470. Rudolf I. 2. 374. 376. Ruprecht. 99. 100 (2). 466. 468. 470 (2). Sigmund. 137. 138(»). 139. 141. 142. 143. 145. 146 (2). 147(»). 148. 1M2). 150. 151. 153. 154. 156. 170. 172(°). 174('). 175. 176 (2). 477 (2). 173 (2). 179. 184 (2). 188. 189. 190. 192. 193. 194. 195 (2). 196. 197. 198(2). 202C). 203. 206. 212. 218. 229. 349. 351. 352. 353. 364. 473. (Sigmund, in Bern. 141. in Zürich und Lucern. 168. 189. 194. Wenzel. 65. 440 (2). 44^-). 44g. 447(2). 44g. 44g. 45g 451. Noot, Rudolf von, Lucern. 26. 77. 79. 87. 95. 96. 93. 106. 103. 112. 114. 118. 124. s. auch Anhang III. Nordorf, Rudolf von, Baden. 152. Rosegg, Heinrich von, Basel. 449. Roth, Johann, Uri. 108. 112. 129. 134. 136. 141. 142. 161. 162. 164. 165. 166. 171. 172. 177. 130. 136. 190. 191(2). 192. 191. 205. 206. 207. 230. s. auch Anhang III. Rothenburg, Älrnold, Freiherr von. 370. „ Heinrich, Freiherr von. 451. Rothenburg, österreichische Vögte zu. 2. 11. 258. 306. 371. s. auch Oesterreich, Landvögte rc. Rothenburg, Werner, Ammanns von. 19. Nudcnz, Johann von. 59. 61(2). Rugg, Conrad oder Chuenzi. 52. Nümlang, die von. 56. „ Heinrich. 56. 127. Nuoda, Hartmann von. 19. 25. 244. 246. 247 (2). 248. 250(2). 251. 252. 395. Nuoda, Marquard von, österreichischer Rath. 25. Ruprecht, römischer König, s. römische Könige und Kaiser. Ruprecht, Jacob, Baden. 180. Nusca, Franchino. 16. 19. „ Gregor. 16. „ Simon. 16. Nusconi, IV, 169. Nüsegg, Welti von. 92. Ruß, Heinrich, Lucern. 181. „ de Torre, Davedro. 131. 134. Nusso, Rudolf, Obwalden. 27. s. Anhang III. Nuswil, Ludwig von. Lucern. 26. s. Anhang III. Rlltli, Claus von, Unterwaldcn. 85. 86. 88. 89. 90. 94(2). 107(2). 103. 112. 114, 129. 136. 141. 161. 164. 167. 170. 172. 183. 135. 186. 190. 191. 192. 194. 195. 198. 199. 204. 205. s. auch Anhang III. Rüti, Abt Gottfried von. 216. 217. Nüti, Hans von, Zürich. 103. 112. s. Anhang III. Rpscher, Hermann, Uri. 96. S. Saarwerd, Graf Heinrich von. 321. Sachs, N., 177. Sächseln, Conrad von, Obwalden. 2. 6. s. Anhang III. Salzburg, Erzbischof IV von. 32. 430. Salzmann, Hans, Baden. 179. 202. 234. Savoyen, Grafen von. 45. 141. 158. 162. 166. 167. 163. 171. 175. 176. 184. 192. 195. 213. 356. 353. 360. 361. 363. 365. 381. 385. Aimo. 401. 403. 405. 406. Amadeus VIII. (1391—1417.) 33. 225. 227. 228. 229. 376. 378. 379("). 382. 424. 430. 432. 433. 435. 439. 446. 449. 452. Personen-Register. Savoyen, Grafen von. Bona. 449. 452. Catharina. 424. 425. Eduard. 397. Johann. 403. Ludwig, Herr von Waadt. 378. 381. 382. 399. 394. 395. 399. 400. 401. 403. 404. 406. 407. 409 (2). 411. 412. 415(-). 424(-). Peter. 372. Philipp. 373. 374. S. anch Anhang II. Sax, !7. von. 173. Sax von Masox, Freie: Albrecht. 97. 453. 457. Caspar. 120. 121. 221. 223. Donat. 97. 120. 121. 221. 223. Heinrich. 120. 121. Scabilone, Herr von. 399. Schaler, Werner, Gegenbischof von Basel. 65. Schauensee, Rudolf von. 384. Schein, 17. von. 267. Schettler, Johann, Uri. 108. 112. s. Anhang III. Schenk, Werner, Bremgarten. 71. 449. Schenk von Geyern, Wigalois. 149. Scherer, Hans, Lucern. 194. s. Anhang III. Scherer von Herrenberg, Conrad. 403. „ „ „ Rudolf. 408. Schiesser, Jost, Glarus. 194. 232. 233. s. Anhang III. Schifsli, Biirgi, Zug. 141. s. Anhang III. Schilling, Werner, Basel. 96. „ Heinrich, Uri. 88. s. Anhang III. Schindler, 17., Baden. 199. „ Peter, Glarus. 232. s. Anhang III. „ 17., Glarus. 166. 167. s. Anhang III. Schiri, Hans, Baden, Untervogt. 161. 173. Schneidewind, Johann. 52. Schnider, 17., Baden. 155. 159. 161. 174. 234. Schön, 17. 161. „ Friedrich, Zürich. 230. s. Anhang III. Schönau, Jacob von. 436. Schriber, Peter, March. 140. Schreiber, II., Uri. 200 s. Anhang III. Johann, Zug. ^88. 120. 129. s. Anhang III. „ Werner, Schwyz. 59. s. Anhang III. Schorns, Conrad, Schwyz. 81. 92. s. Anhang III. Schrotbank, Walter. 142. 162. Schott, Niclaus. 142. Schudier, Studier oder Zstudier, Hans, Uri, Richter in - Livinen. 106. 107. 129. 130. 131. 185. 191. Schultheiß, Götz, Schasfhausen. 162. „ von Waldshut, Johann, österreichischer Vogt zu Baden. 25. Schultheiß von Lenzburg, Johann, Bischof von Brixen s. Brixen, Bischof von, und Oesterreich, Riithe. Schulmeister, Johann, Lucern. 382. Schüpfer, Heinrich, Zürich. 19. s. Anhang III. Schwander, Arnold, Nidwalden. 27. s. Anhang III. Schwandegg, Niclaus von, österreichischer Vogt zu Rothenburg. 25. Schwarzmurer, 17., Zürich. 183. 229(2). 230. », Jtal, Zürich. 226. 229. s. Anhang III. Schwarzburg, Graf Günther von. 149. Schweden, König (Erich) von. 146.147. Schwend, Berchtold, Zürich. 161(2). 4^. 199. 200. 201. 202. 203. 221. s. auch Anhang III. „ Johann, Vogt zu Baden. 158. 159. 183. „ Rudolf. 65. 66. s. Anhang III. Seedorf, Peter von, Bern. 263. S. auch Anhang III. Seftingen, Anton von. 228. „ Ludwig von. 73. 86. 93. 94. 223. 446. f. auch Anhang III. Segenser, (Johannes). 161. 166. 168. 172. Seiler, Conrad, Lucern. 33. 93. s. Anhang III. „ Hans, Zürich. 81. 221. s. Anhang III. „ Heinrich, Lucern. 208. s. Anhang III. „ Johann, Zug. 136. 169. 174. 175. 186. 214. 219. 220. s. Anhang III. „ Rudolf, Bern. 73. Seili, Werner, Obwalden. 81(2). 90. s. Anhang III. Sendler, Claus, Schultheiß, Baden. 186. Senn von Münsingen, Burkard. 374. 393. 394. „ „ „ Conrad. 374. „ „ „ Johann, Bischof von Basel. 394. 433. 434. s. auch Basel, Bischöse. Sep, Werner, Schwyz. 95. 81(2). 90. s. Anhang III. Sicli, Rudolf, Schwyz. 81. s. Anhang III. Sickingen, Schwarz-Reinhard von. 100. Sidler, Beringer, Lucern. 199. Sigmund, römischer König, s. römische Könige und Kaiser. Signau, Hermann von. 66. „ Matthias von. 66. „ Ulrich von. 398. Sigrist, 17., Zürich. 94. s. Anhang III. „ Jenni, Schwyz. 118. 124. 141. 178. 185. 186. 188. s. Anhang III. Silia, Rudolf, March. 140. Silinen, Arnold von, Uri. 107. 114. 134. 169. 185. 204. 206. 207. s. auch Anhang III. Siplingen, Bruder Heinrich von. 18. Sissiker, Heinrich, Uri. 88. 95. s. Anhang III. Sitten, Bischöfe. 103. Wahl. 195. Andreas von Colocza. 213. 216. 221. 223 (2). Bonifaz. 381. Personen-Register. Sitten, Bischöfe, (Fortsetzung). Guichard. 50. Heinrich. 371. 372. Humbert. 452. Peter. 375. 370. Wilhelm. 212. 214. S. auch Anhang II. Snelbog, 5l. 181. Solothurn, Propst ü. oon. 419. Sonnen, Conrad zer, Basel. 314. „ Werner. 19. 258. 259. s. auch Anhang III. Spillmann, Gilg, Bern. 61. 63. s. auch Anhang III. Spillmatter, Hans, Unterwalden, Nichter in Eschenthal. 27. 59. 63. 173. 178. 181. 185. 186. 183. 192. 193. 194. 214. s. auch Anhang III. „ Hans, Schwyz. 91. s. Anhang III. Spillstatt, Heinrich an der, Unterwalden. 88. 90. 94(2). Spinola, Balthasar von. 94. Sponheim, Graf Johann von. 143. Ställi, Rudolf, March. 140. Staus, Hartmann von. LI. 90. 92. 98. 108. 112. 114. 194. 203. s. auch Anhang III. „ Werner von, Lucern. 26. 47. s. Anhang III. Stapfer, Johann, Zürich. 218. 224. s. Anhang III. „ Werner, Schwyz. 57. 81. 85. 86. (94(2). s. Anhang III. Staufacher, Conrad. 61. s. Anhang III. „ Rudolf, Schwyz. 4. 242, „ Ulrich. 59. s. Anhang III. Stein, Willi am, Unterwalden. 27. 68. 81. 83. 89. 98. s. Anhang III. Steinen, Arnold an, Nidwalden. 10g. 112. 121. 129. 136. 194. 197. 202. 208. 227. s. auch Anhang III. „ Werner von. 134. s. Anhang III. Stoffeln, Bruder Peter von, österreichischer Rath. 25. 32. 264. 265. 269. 270 (2). 271 (2). Straßberg, Bruder Günther von. 23. „ Graf Jmer von, österreichischer Rath. 25. 32. 53. 264. 265. 269. 270 (2). 271 (2). Straßburg, Bischöfe. 372. 394. Berchtold. 420. 428. Friedrich. 76. 85. 320. Ströli, Johann, Ulm. 481. Stucki, Jacob, Zürich, Richter in Eschenthal. 207. 226. s. auch Anhang III. Studier oder Zschudier s. Schudier. Stüßi, «., Zürich. 144. 206. 207. 208. s. Anhang III. Subel, Jenni, Uri. 107. 170. 162. 169. s. auch Anhang III. Sulz, Graf Hermann von. 122. 123. 421. „ Graf Rudolf von. 71. 449. Sulzmatter, Claus, Obwaldcn. 90. 98. 108.112. 114. 166. s. Anhang III. Summiswald, Comthur, H. von. 182. 394. Suter, Heinrich, Mels. 101. „ ü., Zürich. 169. s. Anhang III. Swangrat, N., 166. 178. 193. Swerten, H. 171. T. Tachelshofer, ü., Schultheiß zu Mellingen, Vogt zu Hegg- lingen. 172. 173. Tannen, Anton zur, Wallis. 177. Tarantaise, Erzbischof Johannes von. 227. 229. Täscher, Conrad, Zürich. 145. 227. s. auch Anhang III. Tätingcn, Heinz von. 52. Teck, Herzog Friedrich von. 43. 44("). 430. Tengeller, N., 226. Theiler, Thomas. 193. Thierstein, Grafen von: Bernhard. 471. Hans. 471. Ludwig, Abt von Einsiedeln. 81. Otto. 136. 413. Sigmund. 439. Thomas, Rudolf, Unterwalden. 49. Thor, Ulrich vom. 380. 385. 390. 391. 392. Thorberg, Peter von, österreichischer Landvogt und Pfandherr zu Wohlhusen. 49(2). gz. 5g. gz. gg. 7z. 299. 300. 435. Thurn, Johann vom, Herr zu Gestein. 10. „ Peter vom, Herr zu Gestein. 379. 412 (2). 452. Tiringer, Werner, Schwyz. 4. 48. s. auch Anhang III. Toggenburg, Grafen von: Donat. 80. 451. Elisabeth, geb. von Metsch. 234. Friedrich. 3. 6(2). 25. 36. 80. 96. 117. 118. 136. 144. 146. 150. 153. 157. 169. 174 (2). 177. 179. 134. 204. 218. 234. 465. 466. 471. S. auch Anhang II. Torre, Guido de, Mailand. 389. Tottikon, Walther von, Unterwalden. 62. Trient, Bischof ü. von. 197. Trier, Erzbischof von. 442. Trincklcr, Rudolf, Zürich. 88. 108. 112. s. Anhang III. Tripscher, Ulrich, Lucern. 26. 65. 66. s. Anhang III. Trog, Jekli zum, Uri. 83. 89. s. Anhang III. Truopach, Johannes, Schwyz. 47. Tübingen, Grafen von: Götz. 408. ° Wilhelm. 403. I Personen-Register, n. F Uesikon, Heinrich, Zürich, Vogt zu Muri. 231. 233. s. auch Anhang III. Uerzlikon, Marguard von. 32. Ungarn, Könige. 433. Königin Agnes. 32(2). 33. 233. 264. 265. 269. 276(2). 271(2). 4ii)(2). 4ii, uz. 41Z(-), 414. 425. Sigismund. 62. Ungricht, Rudolf. 127. Hotz, A., Schwyz. 161. 175/ 268. 219. S. auch Anhang III. Urselingen, Herzog Reinhold von. 167. 163. 177. 199. 266. 473. Urtiner, Rudols, Basel. 426. Urzach, Heinrich von. 415. Uhingen, Peter von, Uri. 129. 183.' 197. 198. 226. 232. s. Anhang III. V. Vallesis oder Valengin, Graf Johann von. 13, 73.175. 376. Gräfin Mahn. 73. 79. 449. Graf Wilhelm von. 179. 131. S. auch Arberg, Grafen. Vatz, Walter von. 375. Vcchonia, Bernhard von. 168. Belg, Peter. 181. Wenden, Johann, Augsburg. 314. Vespia, Johannes von, Wallis. 375. Vernovensis comes. 19. Menne, Delfin von. 447. Visconti, Galeazzo. 446. s. auch Mailand, Herren von, und Anhang II. Visp, Graf Josselin von. 381. Viteringen, Johann von, Obwalden. 27. s. Anhang III. Vitzthum, Burkard, Basel. 376. Vogel, Albrecht, Glarus. 121. 136. 161. 166. 178. 183. 165. 186. 196. 191. 137. 138. 199. 264. 269. 211. 219. 225. s. Anhang III. „ Hans, Glarus. 227. s. Anhang III. Vogt, Erni, Siggenthal. 199. Vön, AI, Schwyz. 224. s. auch Anhang III.' Vonmatt, Hartmann, Unterwalden. 47. Vontenncn, AI, Münster, Wallis. 228. Vörscher, AI, Baden. 186. W. Waadt, Herren und Herrinnen der, s. Savoyen, Graf Ludwig von Chalons, Isabel!« von. 424. Katharina von Savoyen. 424. Wabern, Peter von, Bern. 446. Wädiswyl, Conithur, A. von. s. O.-R. Wädiswyl, Freiherren von: Arnold. 381. Walter. 381. Wagen, Anton, Wallis. 164. Wähingen, Reinhard von. 326. Wald, Cuno im. 182. Waldburg, Truchseßen von, Johann. 18. 449. ,, ,, „ Heinrich. 69. 76. 71. Waldeck, Graf Adolf von. 372. Waldner, Diebold. 175. A. 425. Waldshut, Johann, Schultheiß von, österreichischer Rath. 25.29. Walker, Ulrich, Lucern. 134. 136. 141. 177. 186. 262. 267. 263. 217. 226. 227. s. auch Anhang III. Wallis, Bischöfe, s. Sitten, Bischöfe. Walliser, deutsche. 214. Wangen, Heinrich von. 384. Wanner, Peter, Glarus. 185. 211. Wart, Jacob von, Zürich. 4. s. auch Anhang III. Wartau, Hans von. 161. Waltersberg, Johann von, Unterwalden. 53. 62. 68. s. auch Anhang III. Weidmann, Jacob. Schwyz. 26. s. auch Anhang III. Weinsberg, Conrad von, königlicher Hauptmann. 147(2). 118. 176. 177. Weißcnburg, Freiherren von: Johann älter. 467. 416. Johann, jünger. 416. Rudolf. 361. 384. 463. 416. Wengen, Jekli von, Solothurn. 94. s. Anhang III. Wenzel, römischer König, s. römische Könige und Kaiser. Werdenberg, Grafen von: Albrecht. 16. 23. 48. (W. Bludenz). 451. Albrecht, jünger. 43. 461. Eberhard. 468. Elisabeth. 464. Hartmann. 56. Hugo. 48. 136. 457. 476. 472. Hugo, Bischof von Cur. 375. Heinrich. 56. 446. 476. Heinrich (von Rheineck.) 455. Heinrich (von Vaduz.) 451. Johann. 56. Johann (von Sargans.) 82. 451. 453. 454. - Oswald. 416. Rudolf. 450. 457. 459. 463. 470. S. Anhang II. Wetzwil, Johannes von, Zürich. 40. s. Anhang III. Wichkrens, Wilhelm. 428. Wiechsler oder Wiechser, AI, Lucern. 211. 226. s. auch Anhang III. Wildenstein, Heinrich, Biel. 381. Personen ^-Register. Willis, Erni, Nidwalden. 161. 171. 172. 174. 175. 177. 181. 186. 188. 192. 200. 204. 205. 206. 207. 210. 211. 219. 226. 233. s. Anhang III. Wimann, Claus, Unterwalden. 47. Windegg, Gertrud, Maierin von. 8(^). „ Hartmann, Maier von, alter. 8(°). jünger 8(^). Winkel, Johannes im, Schasfhansen. 203. s. auch Anhang III. Winkelried, die. 95. „ Arnold, Unterwalden. 178. 180. 185. s. Anhang III. „ Claus. 95. „ Jenni. 95. „ Welti. 95. Winkler, Johann, Domherr, Zürich. 127. Wiprecht, Rudolf, Bern. 446. Wirz, Johann, Obwalden. 91. 107. 108. 112. III. 120. 132. 164. 166(2). 169. 171. 174. 180. 205. 206. 207. s. Anhang III. Wissenbach, die von. 95. Wissenbach, Hans zu, Unterwalden. 88. 89. 94. s. Anhang III. Wissemvegen, Heinrich von, Lucern. 90. 92. 108. 112. III. 203. 211. s. Anhang III. Wissemvegen, Peter von. Lucern. 26. s. Anhang III. Wolf, Heinrich, Uri. 92. s. Anhang III. Wolfenschießen, Ulrich von. Unterwalden. 27. 40. s. An- . hang III. Wollerzwil, Johann von. 412. Wohlhusen, Hans von. 217. Wohlhusen, Herren von. 53. 62. 198. Marquard von. 370. 375. Walter von. 370. 375. österreichischer Pfandherr von, Peter von Thorberg, s. Thorberg. Würsch, Claus, Unterwalden. 47. 68. Württemberg, Grafen von: Eberhard. 73. 451. 469. I Württemberg, Grafen von: Ulrich. 408. Stephan, s. Mümpclgard. Würzburg, Bischöfe von. 73. 447. Gerhard. 73. Z. Zähringen, Herzog Berchtold von. 373. Zeller oder Zoller, Johann, Zürich. 133. 20 l. s. auch Anhang III. Zelger, Hartmann, Unterwalden. 85. 94. s. Anhang III. „ Heinrich, Unterwalden. 232. s. Anhang III. „ Thomas, Unterwalden. 190. 191. 204. s. Anhang III. „ !l., Ammann, Unterwalden. 164. 166. 169. 170. 172. 183. 204. Zigerli, Rudolf, Bern. 161. 168.178.225. s. auch Anhang III Zingg, Johann, Unterwalden. 188. 200. 232. s. Anhang III. Znidrist, Bartholomäus. 209. s. Anhang III. Zollern, Grafen von: Friedrich. 451. Jtal Fritz. 168. Zota. Andriöl. 167. 219. Zschudier s. Schudier. Zuben, Berchtold von, Unterwalden. 47. 60. 61. s. auch Anhang III. „ Georg von, Unterwalden. 83. 39. 94. 107. 134. 178. 181. 135. 188. 210. 227. 233. 234. f. auch Anhang III. „ Heinrich von, Unterwalden. 90. 95. 107. 108. 112 118. f. auch Anhang III. „ Jenni von, Unterwalden. 27. 68. s. auch Anhang III. Zukes, dl.. 221. Zurn, 51., Wallis. 179. 226. Zürich, Aebtissin von. 40. 84. 303. 422. Zurzach, Decan 51. von. 127. Berichtigungen. eitc 1, Zeile 1 von unten statt Heinrich Vlll. lese man Heinrich VII. (von Hohenstaufen.) „ 3, „ 3 „ „ statt Anfang lese man Anh ang. „ iL, „ 3 „ oben (Datum von Absch. 34) statt 17. Nov. lese man 7. Nov. „ 25, „11 „ „ statt so man soll lese man so soll man. „ 23, Die Abschiedenummern 81 und 82 sind versetzt. „ 36, Abschied 94, drittletzte Zeile statt Beiträge lese man Mittheilungen der antiquarischen Gesellschaft. „ 53, Zeile 11 von oben statt Straft bürg lese man Straftberg. 64, Abschied 155, zweite Textzeile, statt bemuzget lese man benempget. „ 04, „ 156, statt Naths- und Gerichtsbuch III. S. 1 lese man Raths- und GerichtSbuch. S. 3. „ 67, Zeile 4 von oben statt Lxxxiiij lese man Lxxxxiiij. „ 88, Abschied 203, dritte Textzeile, statt Wilhelm am Bein lese man am Stein. „ 140, Zeile 17 von unten statt in Botschaft lese man ir Botschaft. 144, „ 1 „ oben (Überschrift) statt 1414 lese man 1415. 162, „ 8 „ unten statt ^.Lkororunt lese man ^.skuorunt. „ 166, Abschied 368, vierte Textzeile, statt zum Rech kommen lese man zum Recht kommen. „ 169, 170. Die Abschiede Nr. 373 und 374 sind versetzt. „ 170, Zeile 7 von unten statt Sollen lese man Sollten der Eidgenossen Voten. „ 185, Abschied 396, Notenzeile 5, statt: am Raron lese man von Naron. „ 189, Zeile 10 von unten statt omni um sanetorium lese man omuium Lanetorum. „ 199, Abschied 418, Datum, statt Ii». Juli lese man 9. Juli. „ 201, Zeile 14 von unten statt Herzgos lese man Herzogs. 207, „ 19 „ „ „ Eidenosscn lese man Eidgenossen. „ 209, „ 5 „ oben „ gut vnderstanden lese ma gut ze nemen v n d er st a n d e n. „ 216, Überschrift der Seite, statt 1417 lese man 1419. „ 230, „ „ „ „ Februar lese man April 1420. „ 230, Die Abschiede Nr. 477 und 478 sind versetzt. „ 231, Überschrift der Seite, statt Mai lese man Juni. 246, „ 5 „ „ „ Wallenstillstandes lese mau Waffensti ll standes. 234, „ 16 „ oben „ Urk un dene lese man Urkunde. 292, „ 9 „ unten „ so sulent die Statt lese man so sulent sy die Statt. 373, Regest Nr. 19, Zeile 3, statt gunära^osimum lese man «ina ü r a xo si m am. 373, Zeile 4 von unten statt Äolousis lese man äskouLio. 379, Reg. 47, vorletzte Zeile der Noten, statt 1872 lese man 1291. 391, Zeile 7 von oben statt Kopp, Gesch. Buch IX. S. 283 lese man S. 285. 391, „ 13 „ „ „ „ „ „ „ „ 283 lese man S. 284. 405, „ 9 „ „ „ 8 o! Ijoit lese man 8 ei 1 ioot. 407, Reg, 170. im lateinischen Datum, statt M 3eo 8vo lese mau s^l0 3omo 3mo 8vo (!)l(!(Zc.'XXXVIII). 415, „ 199, 4, statt, eS sei von Käufen der andern, lese man: eS sei von Käufen oder andern rechten Titeln. 417, Zeile 16 von oben statt Tschudi I. 37. I». lese man I. 379. 447, „ 10 „ „ „ äoolarumu8 lese man clo o1aramu3. 448, „ 2 „ unten „ deutsche Fortsetzungen lese man deutsche Forschungen. 467, „ 7 „ „ „ Stadtarchiv Bern lese man Staatsarchiv Bern. 471, „ 2 „ „ „ 17. Juli lese man 11. Juli. 472, Note zu Reg. 418. Vgl. Urkunde von 1405, 24. Juni im Stadtarchiv St. Gallen. 25^-