ICtt OST NIch« Busle'":ap ÜB Düsseldorf +9060 313 01 VERZEICHNIS ALTDEUTSCHER HÄNDSCHRIFTEN VON HEINRICH ADELBERT VON KELLER HERAUSGEGEBEN VON EDUARD SIEVERS TÜBINGEN, 1890 VERLAG DER H. LAÜPPSOHEN BUCHHANDLUNG VERZEICHNIS ALTDEUTSCHER HANDSCHRIFTEN VON HEINRICH ABELBERT VON KELLER HERAUSGEGEBEN EDUARD SIE VERS TÜBINGEN, 1890 VERLAG DER H. LAÜPPSCHBN BUCHHANDLUNG 9S~ Azi -z Z' AfIDKS- I rJD STADT- j -'USSELOORK ^$6b Druck von H, Laupp jr. in Tübingen. Vorwort. Das langgepflegte Verzeichnis altdeutscher haudschriften, aus dem bisher nur bruchstücke bekannt geworden waren, vollständig zu veröffentlichen , ist dem verewigten Verfasser nicht mehr vergönnt gewesen. Nach seinem letzten wünsche sollte Bartsch für ihn eintreten. Dieser hatte sich denn auch in einer mündlichen besprechung mit dem unterzeichneten zu ostern 1884 bereit erklärt, die herausgäbe des manuscriptes zu übernehmen, zu der er wie kein anderer gerüstet war. Leider aber sollte auch diese hoffnung nicht in erfüllung gehen, und so ward schliesslich der unterzeichnete von den hinterbliebenen v. Kellers mit der Veröffentlichung des Verzeichnisses betraut. Ueber die art der herausgäbe konnte im wesentlichen kein zweifei sein. Dass diejenigen nummern, welche der Verfasser selbst durch privatdrucke bekannt gemacht hatte (no. 1 — 6. 115) vollständig wieder aufzunehmen seien, war wohl selbstverständlich. Auf der andern seite habe ich auch ebenso wenig bedenken getragen, diejenigen nummern fortzulassen, deren text im Wortlaut bereits an allgemein zugänglicher stelle (namentlich in den Fastnachtspielen und im Meister Altswert) gedruckt vorlag. An stelle der beschreibungen sind in diesem falle verweise auf die früheren druckorte getreten. Consequenter weise musste dann ebenso auch bei einigen hss. verfahren werden, deren beschreibungen im Verzeichnis durch neuere Veröffentlichungen antiquiert waren, oder sich, wie das z. b. bei no. 83. 112 der fall war, lediglich als kürzende auszüge aus älteren mitteilungen darstellten. Endlich musste die ausführliche beschreibung der Augsburger meister- IV liederhandschrift (no. 104) gestrichen werden. Sie war im ms. nicht vollendet, und ich wäre vor der hand wenigstens nicht in der läge gewesen, das fehlende, namentlich die hier nur hesonders mühsam zusammenzubringenden litterarischen nachweisungen, in der wünschenswerten Vollständigkeit zu ergänzen. Die ausarbeitung des Verzeichnisses wurde nach einer rand- notiz des Verfassers bei no. 1 im sommer 1853 begonnen. No. 88 fällt in das jähr 1856, no. 107 in den october 1863, no. 108 in den september 1864, no. 112 in den mai 1867. Dann folgen mit längerer pause no. 114 vom mai 1874 und schliesslich no. 115 vom Januar 1876. Die entstehungszeit der zwischenliegenden nummern Hess sich nicht genauer bestimmen. Die handschrift des Verfassers gewährte überall nur die ursprünglichen aufzeichnungen. Zusätze und nachtrage aus späterer zeit weist dieselbe nirgends auf. So reichen denn ihre litterarischen nachweisungen immer nur bis zu der zeit, in welcher der betreffende teil des manuscriptes entstanden ist. Das solchergestalt fehlende durch eintragung der nötigsten verweise zu ergänzen, bin ich nach kräften bemüht gewesen, soweit meine durch die Übersiedelung von Tübingen nach Halle stark beschränkte müsse dies gestattete. Grössere Vollständigkeit der nachweise hätte ich unter den obwaltenden umständen nur um den preis einer abermaligen hinausschiebung des druckes in unbestimmte ferne erreichen können. Immerhin darf ich wol hoffen, durch das gebotene für bequemere benutzbarkeit des Verzeichnisses wenigstens so weit gesorgt zu haben , dass ich für das fehlende um freundliche nachsieht bitten darf. Allein verantwortlich bin ich für die redaction von no. 62 (beschreibung von Valentin Holls handschrift, für welche mir nur fortlaufend als prosa geschriebene auszüge von der hand G. K. Frommanns vorlagen) und für das register, in das ich mit rücksicht auf den zur Verfügung stehenden räum leider nur die versanfänge und verfassernamen aufnehmen konnte. Ueber die druckeinrichtung habe ich nur zu bemerken, dass ich, in Übereinstimmung mit dem vom Verfasser in den Fastnachtspielen und sonst geübten verfahren, die einzelnen stücke der verschiedenen handschriften durchnummeriert habe. Alle übrigen Zusätze meinerseits sind durch eckige klammern kenntlich gemacht. Im übrigen habe ich mich auf getreue widergabe des mir vorliegenden manuscripts beschränken müssen, da eine revision desselben nach den handschriften selbst für mich ausser dem bereich der möglichkeit lag. Einige geringfügige versehen in den bereits vom Verfasser selbst veröffentlichten stücken sind, meist nach dem manuscript selbst, stillschweigend gebessert worden. Halle a. S., 29. august 1888. E. Sievers. 1. Stuttgart K. öffentliche bibliothe'k. Cod. theol. oetav. n. 22. Geschrieben 1388 von Joh. Walter, priester von Keyserstuol. Bl. 289 b. Papier. Höhe 0,215 meter; breite 0,14; dicke 0,00. 28!) bläiter alt, 8 dahinter neu von Frans Pfeiffer angefügt. Gehörte früher dem consistorium. Beschrieben in meinem Verzeichnis der doctoren, welche die philosophische facultät in Tübingen im Studienjahre 1848 bis 1849 ernannt hat. Tübingen 1849. S. 4. Inhalt: Bas leben Marias von Walt her von li h e i n a u, in 4 büchern. Eine ztveite hs. dieses gedichts ist auf der hofbibliothek in Karlsruhe, hs. 0. Anfang: Assit prhicipio saueta Maria meo. Hie vahet an der erste vorgewerbe dis buoclies vnd wie der tichter bittet gelükes. Sid lebender nieman Ane Gottes gnaden kan. Abgedruckt ist buch I in dem eben angeführten Verzeichnis der doctoren u. s. iv. s. 5 ff. Buch II lauter der einladung zur akademischen feier des geburtsfestes seiner majestät des königs Wilhelm von Württemberg. Tübingen 1852. Buch III hinter der einladung zur almdemischen feier des geburtsfestes seiner majestät Wilhelms, königs von Württemberg. Tübingen 1853. Buch IV hinter dem Verzeichnis der doctoren, welche die philosophische facultät in Tübingen 1853 bis 1854 ernannt hat. Tübingen 1855. Vollständig u. d. t. Walthers von Bhcinuu Marienleben. Tübingen 1855. Am Schlüsse hat Franz Pfeiffer eine von ihm am 1 juni 1852 gefertigte ahschrift von 2 pergamentblättern in quart aus V.Koller, Altdeutsche hauusekriften. 1 2 A. II. 1. der mitte des 14ten jh. eingefügt, welche einer dritten handschriß diesen gedicktes angehören. Sie entsprechen den stellen der hs. 1 bl. 260 b bis 270b. Anfang: Vnd gab ir sele zehant In sine getriuwen hant. Schluss: Vnd richse mit im dar inne Gewaltig küniginne. Karlsruhe. Hofbibliothek. N. 4.81. XV jh. Das gedieht bl. 151d trägt das datum 1356. Papier. Höhe 0,294 meter; breite 0,205; dicke 0,04. 1 vorblatt, 194 altgezählte bl., 2spaUig. Vieles daraus abgedruckt in meinen crzählungen aus altdeutschen lumdseltriften. Stuttgart 1855. 8. Inhalt: 1. Vorblatt: Register. Anfang: ADara vnd Eva. j. Dye acht gesellen, ij. Der mynner vnd luoderer. iiij. Der mynnen klefl'er. vj. Dye lyebe vnd schöne, viij. Dye sechs varbe. ix. Der müller mit dem kynde. x. Von der Stampney. xij. Von den neuwen syeten. xiij. Von dem armen Rytter. xiiij. Der Rytter mit der halben byrn. xviij. 2. Vorbl. b. Humoristische predigt über Ada m u n d E v a, ohne Überschrift. Gedruckt in den erzäläungen s. 20. Anfang: In prineipio creanit deus celum et terram etc. Ir viel lieben kynt mein Ich han in dem latein. Schluss: Sprechent amen alle Daz ez euch woll gefalle etc. 3. Bl. 2b. Ersäldung, von den acht gesellen, die siben frewd der werlt. Gedruckt in abweichenderfassung A.B. 2. 3 bei der Ilätzlerin s. 271; nach dieser hs. in meinen erzählungen s. 665. [Goeäeke, gnmdriss 1 2 , 296, no. 38.] Anfang: Den syeten nyeniant gar enbirfc Wan ein ding zue alt wirt. Schluss: Hye mit gelag ir aller bracht Vnd gyeng iederman ezue gueter nacht. 4. Bl.4c. Der mynner vnd der luderei*. Gedruckt in Lässbergs liedersaal 2, 329. [Auch in Cod. pal. germ. 4, 225 b (Bartsch s. 4), (Jod,. Vind. 2885, 24 a (Hoffmann s. 94), Innsbrucker hs. no. 11 (Mones anseiger 5, 337), und der Strassburger hs., Biutislca 1, 316}. Anfang: Ich kwam uff' ein gevyelde Da ich zwey menschen bylde. Schluss: Vnd mit treuwen wesen bei Wünschet alle daz ez der klueg mynner sey. 5. Bl. 6. Der m y n n e n k 1 e f f e r e r. Gedruckt in meinen erzählungen s. 123. Anfang: Kjnder wölt ir stille sweigen Ich wölt euch kürczweilen. Schluss: Vnd der daz mere hat geschrieben Der ist an schöne frauwen blieben. 6. Bl. 8b. Von der lieb vnd schon. Gedruckt in meinen erzälilungen s. 624; nach anderer handsehrift bei Myller 3, xxxiv bis xxxv. [Vgl Biutislca 1, 316.] Anfang: Ich sach eins mäls heymlich Zwey kluge bylde freüden reich Daz waz liebe vnd schöne. Schluss: Liebe bringet den menschen zuo hiemelrich Dar hilff vns milter herre gnedigkleich. ?• Bl 9b. Die sechs varb. [Auch hs. 42, 239.] Gedruckt in Lassbergs liedersaal 1, 151 ff. [Ilätzlerin s. 168. Vgl. ebenda s. h. Biutislca 1, 316. v. d, Ilagens Germania 7, 320. Gcsammtabentcuer 3, 781, no. 49. Goedeke 1 2 , 295, no. 23. Bartsch, Heidelberger hss. s. 128 zu 215, 65 a. Bäch- 1* 4 A. IT. 2. told, deutsche Hss. aus dem hrit. museum s. 109, no. 5. BaracJc, Donaueschinger hss. s. 60. Cgm. 270, 165.] Anfang: Mich fraget ein fraüwe vnynneclich Sye sprach zuo mir hescheide mich. Schluss: Von danne schiede ich da zue stund, Vrlaiip gah mir ir roter mund. 8. Iil.lOd. Der muH er mit dem kind. Gedruckt er Zahlungen s. 463. \1[offmann, Wiener hss. s. 98. Mones am. 5, 337, no. 38.~\ Anfang: Kyn müller hieß (Jumprecht der giii Vnd waz geseßen jn eyner mal. Schluss: Alz der müller gewan Nicht me sage ich da von. 9. Bl. 12 d. Von der stampenney. Vgl. Tristan s. 59 Massmann. Bragur 7, 1, 192. Hoffmanns Wiener hss. s. 94. [Mones anseiger 5, 337, no. 7.\ Em ähnliches stück ist das hei Jübinal, Jongleurs et trouveres. Paris 1835, s. 34. Vgl. darüber auch A. Jubinals lettre ä M. le comte de Salvandy sur quel- quesuns des manuscrits de la bibliotheque royale de la Hage. Baris 1848. 8. 47f. Hollands Cresticu von Troies s. 210. 275. Gedruckt ist das gedieht in meinen altdeutschen gedickten 2, 3; nach einer andern, hs. bei Lassberg, liedersaal 3, 561. Anfang: Nv höret wye ein narre ich byn Ich trincle dorch die wochen weyn. Schluss: IJye endet sich die stampeney Got tuewe mich swarezer frauwen frey. 10. Bl. 13d. Von den newen sitten. Gedruckt in meinen, erzählungen s. 070. Anfang: liyn schöne frauwe zue mir sprach Ez ist nit lang daz ez geschach. Schluss: Dyz heist der neuwe syet Dem volgen wir alle gern mit. 11. Bl. 14 d. Von dem armen ritt,er. Gedruckt erzählungen s. 41. | Vgl. Bartsch:, Beitr. s. quellenkundc s. 337.] Anfang: A. IL 2. 5 Alle die nue lebendig sein Den rat ich ufi' die treuwe mein. Schluss: Dem hiltt't sye mynnekleieh In daz frone hyemelreich etc. 12. Bl. 18 c. Von dem ritter mit der Halben bim. Gedruckt in Lasshergs Uedersaal 3, 147 und sonst. Uebrigens weicht diese abfassung hin und wieder ab, z. b. bl. 19 b: Laßt euch vermüseln Mit ruß vnd mit üaeln u. s. iv., eine stelle, die bei Lassberg 3, 151, wo sie stehen sollte, fehlt. Anfang: Hje vor ein reicher künig waz Alz ich von ym geschrieben laß. Schluss: Nach dieses leibes leben Daz werde vns allen gegeben. 13. B1.21Ü. Von dem pfaffen und pfeffin. Gedruckt in meinen er Zählungen s. 65. Anfang: Eyn äffe vnd eyn effeyn Byn phaffe vnd ein pfeffein. 23 ist der dichter genannt meynster Heynrich. Schluss: So geit vns got mit jn daz hyemelrich Da wir leben yinmer vnd ewigkleich. amen. 3 weitere Beilen hat der miniator durchstrichen. 14. Bl. 23. Von den dreyen frawen. Gedruckt in meinen crzahlungen s. 210. Anfang: Wollent ir ein weile getagen Eyn mere hört ich sagen. Schluss: Vnd laz sich nicht betören Vnd hye mit wil ich der rede hören. 15. Bl. 26. Das warm almuesen. S. Hoffmanns Wiener hss. s. 99. Gedruckt Magens gesammtabenteuer 2, 245. Anfang: Ez waz ein vil karger man Der nam sich eines sieten an. Schluss: An alle misse wende Hye mit habe eyn ende. 6 A. IL 2. 16. Hl. 27 b. Von der tische zuclit. Vgl. Monas an- zciger 1839, 212. 214. Gedruckt nach einer Wiener hs. in Haupts Zeitschrift 7,1.74. [Vgl. M. Geyer, altdeutsche tischzuchten, s.lff.] Anfang: Der nve jn sülcher gewissen sei Daz yui wone zücht vnd ere bey. Schluss: Dar vmb jr daz laßt Daz ist mein gueter rat. 17. El. 28. Von sant Mertes bawman. Vgl. Hoffmanns Wiener hss. s. [61]. 98. [Mones anseiger 5, 337, no. 39. Bartsch, Heidelberger hss. s. 91 zu 169, 320 d. Lassbergs lieder- saal 2, 667.] Gedruckt in Halms Heineren gedickten von dem Stricher s. 20. Anfang: Ez waz ein reicher bauwman Der so sere schallen began. Schluss: Der diz buech hat geschrieben Der ist an schön frauwen blieben. 18. 1)1. 29 c. Der ritter mit dem hemd. Gedruckt in meinen ersählungen s. 074. Die anekdote steht auch in einer Wiener hs. mit dem titel: Der ritter mit der niderwat. S. Hoffmanns Wiener hss. s. 94. Anfang: Iije vor daz ist manig tag Daz rnennigkleich dez sieton pflag. Schluss: Hye hat dez ritters mere ein ende Mit dem sweißigen hembde. 19. Bl. 29 d. Der turney von dem zers. Gedruckt in meinen er Zählungen s. 443. Anfang: Ir herschafft ir solt gedagen So wil ich euch sagen. Schluss: Der daz mere hat geschrieben Der ist an schöne frauwen blieben. 20. Bl 34. Der buben pater noster. Theilweise abgedruckt in Meyers und Mooyers altdeutschen dicldungen s. 78f.; vollständiger in Lassbergs liedersaal 3, 551. Ähnliche Profanierungen des vaterunsers in der altdeutschen poesie Hessen sich in grosser anzahl nachweisen. Anfang: A. II. 2. 7 Höret ir herschafft alle Wye euch die rede gevalle Mir wil die bruech enpfalhen. Schluss: Vnd heißet dicz rnere Daz bueben pater nöster. 21. Bl. 36. Der spunczenir erin gebet. Gedruckt in meinen altdeutschen gedickten 2, 7. Anfang: Hje mercket der spünczirerin gebett Ir hercz zue dem gespünczen stett. Schluss: Wann ir hercz vnd ir syen Stuend geyn irem spünczen hin. 22. Bl 37. Der ritt er mit dem sperber. Viel/ach bearbeitet. Vgl. Massmanns Alexius s. 5. Hoffmanns Wiener hss. s. 94. Gräters Bragur 0, 1, 149. Lassbergs liedersaal 1, 223. Mone, quellen und forschungeu 1, 134. Ilagens gesammtabenteuer 2, 23. Pfeiffer in Haupts Zeitschrift 5, 424. 426. Anfang: Als mir ein mere ist geseit Ffür ein gäncz warheyt. Schluss: Durch den sperber verköß Vnd iren magetüm verlöß. 23. Bl. 39c. Von dem pfaffen in der rewsen. Steht auch hs. 60, 75 [s. dort]. Anfang: MErcket nach der werlt pflicht Ir kürczweil ist anders nicht. Schluss: Hye habe ein ende der fyscher Got über hebe vns aller swer. 24. Bl. 4.2. Der bunt mit dem nein. Vgl. Boner s. 14 Pfeiffer. Gedruckt in den erzählungen s. 557. Anfang: Ejn meynster heysset ysopus Der schreibt vns alsus. Schluss: Vnd wirt dar zue der hangen Alz offt ist ez ergangen. 25. Bl.42b. Von dem ku echt her olt. [Hs. 103, 330.] Die geschickte vom Spiegel mit dem peche. Vgl. fastnachtspiele aus dem 15tcn jh. s. 1176. [1331. Nachlese s. 307. Ger- 8 A. IL 2. mania 33, 161]. Hier fehlt aber die räche der magd. Gedruckt in den er Zählungen s. 471. Anfang: In eynem dörff saß ein man Alz ich von jn vernomen han. Schluss: Der daz mere hat geschrieben Der hat die weile da mit vertrieben. 26. Bl. 43 b. Der ese 1 mit des 1 e wen haüt. Gedruckt in den er Zählungen s. 531. Steht auch, Tis. 60, 50. Anfang: MAn saget otl'ennew mere Wye daz eyn esel were. Schluss: Vnd kumpt wieder darvon alsam Ez sei frauwe oder man. 27. Bl. 43d. Der werlt ergerüng, soll heissen ver- kerung. Gedruckt unter dem titel: Wie die weit eins ieglichen spottet beir Hätzlerin s. 115. Anfang: MEin frauwe den meinen dienst verspricht Durch wandel den sie an mir siecht. Schluss: Vnd heist der werlt verkerünge Beydew von alten vnd von jungen. 28. Bl. 45. Der mtinch mit dem genfilein. Gedruckt in 1Jagens gesammtabenteuer 2, 41. Anfang: Ich höret sagen ein mere Wie hye vor ein clöster were. Schluss: Damit sei sein genueck Geseyt von dem genslein klueg. 29. Bl. 47b. Der frofö mit dem helbinng (daneben helbling). Gedruckt in meinen crzählungen s. 577. Anfang: Golt vnd silber wer guot Wan daz ez inichel wonder tuet. Schluss: Wann leyden wir hye daz getultigklich So geit vns got dar vmb daz hiemelrich. 30. Bl. 4:8 c. Der herbst vnd der m e y. Gedruckt bei Myller b. 3; in den er Zählungen s. 588. \ Vgl. zeitschr. j: deutsches altert. 24, 57.] Seitenstück zum luoderer vnd minner A. IL 2. 9 bl. 4 c. Vgl. auch den krieg von dem mayen und von dem augst- mon heir Hätderin s. 248. Anfang: Ich kwam ufi' ein heyde breyt Die waz so wünneolioh gekleit. Schluss: Vnd tranck dar nach frölich Vnd kwam dar nach zue hiemelrich. 31. Bl.50c. Von demwolff, seinem sun vnd von dem krebs. Gedruckt [in Grimms Reinhart Fuchs s. 321], in den ersählungen s. 497. Vgl Hoffmanns Wiener hss. s. [61]. 98. [Bartsch, Heidelberger hss. s. 92 zu 169, 329 a. Gesammtaben- teuer 3, 769, no. 50.] Anfang: Ejn wölff zue seinem son sprach Ich han ein sülehs vngemacb. Schluss: Vnd geleit vns hyn zue hiemelrich Da wir leben ymmer vnd ewigklich. 32. 131.52. Von dem ritt er sociabilis. Gedruckt in meinen ersählungen s. 132. Anfang: Ez waz hie vor ein rytfcer vermeßen Zue swaben uff eyner pürge geseßen. Schluss: Daz helffe vns der ewige crist Der aller werlt ein erlöser ist. .55. Hl. 57c. Der keßdiep. Vgl. Boner s. 28 Pfeiffer. Gedruckt in meinen er Zählungen s. 523. Anfang: Ejn rab auff einem bavm saß Dar vnder stuend daz grün gvaz. Scliluss: Der dyz mere hat geschrieben Der ist an schöne frauwen blieben. 34. Bl. 58. Daz eselspiel. Gedruckt in meinen er Zählungen s. 528. Anfang: %n Esel mereken bewan (V began) Wan er so groß liebe gewann. Schluss: Vnd daz tuen mit treuwen getultigklich Dar vmb geit vns got sein ewiges reich. 35. Bl. 58 d. Von der kriebsein. Gedruckt ersah- 10 A. H. 2. hingen s. 574. Ähnlich die fabcl in Haupts Zeitschrift 7, 332. Hoffmanns Wiener hss. s. 80. Anfang: Bjn kriebßein zu ir dochter sprach Dye sye vnrecht gend sach. Schluss: Hye hat ein ende die krebßein Vnd ir dochter daz megetein. 36. Bl. 59. Das opffer kalp. Gedruckt in meinen er- sählungen s. 547. Anfang: Zv eynem pfluege wart gestalt Vil dick ein ochs der waz alt. Schluss: Wer dez andern spottet vil Der wirt zue gespotte ane zyl. 37.Bl.59c. Ein beicht von Bulerey. Vgl. F.Weclcher- Uns heitr. 70. Fastnachtspiele s. 1103. 1443. [Nachlese s. 303. Ggm. 270, 121. 379, 87. Hs. 103, 306.] Gedruckt hei der lläts- lerin s. 115. Anfang: AN eynem morgen fügt sich daz Also daz ich gegangen waz. Schluss: Dye man hat außerzalt Der helff mir wönschen jung vnd alt. 38. Bl. 63 d. Von der Rorafar t. Vgl. J. Grimms Meinhart Fuchs s. cxeiij. 392. Gedruckt er Zählungen s. 503. Anfang: Zv eyner heiigen zeit geschach Ein woltf einen fuchs sach. Schluss: Da von ich nymme sagen wil Ez sei wenig oder vil. 39. Bl. 66h. Von dem fogelein. Gedruckt nach cod. germ. monac. 1020 in meinen altdeutschen gedickten 1, 12. Anfang: Ejn gepawr fyeng ein vogelein In einem heren strickelein. Schluss: Der daz mere hat geschrieben Der ist an schöne frauwen blieben. 40. Bl. 67. Von dem wolff vnd dem schaff. Gedruckt in meinen erzählungen s. 495. Anfang: A. H. 2. 11 Ejn lamp sueeht ein waßer fluß Da ez möcht getrenken auß. Schluss: Ere vnd frümmekeit Hie mit sei genueg geseit. 11. Bl. 67 c. Von dem wolff vnd liund. Gedruckt er- zählungm s. 512. Anfang: Vor eynem wylden walde daz geschach Eyn wolff zue eynem hunde sprach. Schluss: Den senffter tuet ir freyer muet Dan dem keyser alles sein guet. 12. Bl. 67ä. Von dem storg, der i'rosch got. Gedruckt erzählungen s. 582. Anfang: Hjc vor frösche ein michel schare Dye waren an sorgen gar. Schluss: Da von habe daz ein ende An alle missewende. 13. Bl. 681). Von der swalben. Gedruckt erzählungcn s. 566. Anfang: Ez waz eins rnals ein ackernian Fflaehs sewen er began. Schluss: Hye endet sich daz püchlein Mit der gueten lere sein. 44. Bl. 68 c. Von der buchfull. Gedruckt crsahhmgen s. 586. Anfang: HEnde vnd füsse begondenn straffen Den pauch sye darezue ym sprachen. Schluss: Wann wer allewege vnrecht tuet Dez ende wirt gar selten guet. 45. Bl. 69. Von dem weyhen vnd seiner muter. Ge- aruc/ct in den erzaläungen s. 562. Anfang: Ejn weyhe an seinem ende lack Sein muetter er fleißigklichen batt. Schluss: Hye endet sich diz mere Got verlaß vns aller swere. 12 A. IL 2. 46. Bl. 69b. Von dem lewen, dem ochsen, dem eßel vnd dem swein. Gedruckt in den erzählungcn s. 516. Anfang: Ejn lewc eyn stier ein esel ein swein Dye gelobten recht guete gesellen zue sein. Schluss: Wann so ir gewalt wirt verkert So dancken jn die sie lian geert. 47. Bl. 69 d. Von dem lewen vnd der meüs. Gedruckt in den erzählungcn s. 518. Anfang: Ejn lewe waz in einem walde gelegen Vnd wolt gueter ruewe pflegen. Schluss: Wan es kumpt vil offt der tag Daz der kranek i'rummen vnd schaden mag. 48. Bl. 70. Von dem gutten hanen. Gedruckt in den erzählungen s. 568. Anfang: Ejn man hett ein elich weip Die hett ein andern zue seinem leip. Schluss: Ez sey lieb oder leyt Hye endet sich daz mere Got erlaß vns alle swere. 49. Bl. 70 c. Von dem lewen wolff vnd auch dem fuchs. Gedruckt ersählungen s. 514. Anfang: Ejn lewe ein wolff ein fuchs gyengen Mit ein ander ein hasen sie viengen. Schluss: Hye endet sich die teylünge Got sehende böse maynunge. 50. Bl. 70 d. Von dem Reyger. Gedruckt in den cr- zahlungen s. 564. Anfang: Ejnem Reyger kwam jn sein gedanck Wie er räumen wölt die lant. Schluss: Dyz ist von dem Reyger Got behüte vns alle zeüger. 51. Bl 71. Von dem fuchs vnd der kaezen. Gedruckt in den ersählungen s. 526. Anfang: Ejn fuchs ein kaez die kwamen Vor eynem walde zuesamen. A. H. 2. 13 Sclduss: Mit warheit wol ernern Da mit wil ich sein hören. 52. Bl. 71b. Von dem grillen vnd der emeyfi. Gedruckt in den ermhlungen s. 576. Anfang: Ez gyeng ein grille vnd ein ameyß Vit' ein acker da ez waz heiß. Sclduss: Muß werden sere belangen Dar vmb er leicht wirt erhangen. 53. Bl. 71c. Von der snecken. Gedruckt in den er- zählungen s. 584. Anfang: Zve einer großen hocbzeit Wart geruefi'en jn alle lant weit. Sclduss: Der euch trege macht zue hant Alz dem snecken ist hekant. 54. Bl. 71 d. \o\\ des schuchsters kaczen. Gedruckt in den ermhlungen s. 559. Anfang: I''jn kacz in eynes schuechsters haus Vieng dar jnnen off't vnd dick eyn raus. Sclduss: Da mit sei ein ende gehen Disem kluegen mere Got erlaß vns aller swere. 55. Bl.72d. Von dein jungen lewen. Gedruckt in den er Zählungen s. 520. Anfang: Ejn junger lewe waz gar starck Welch tyer ym kwam uff der vart. Sclduss: Dem vater vnd der muetter sein Die mögen kummen jn swere peyn. 56. Bl 73b. Das vbel weyp. Jlätzlcrin s. 219. Vgl. Äs. 42, 02 b. Erzählungen s. 80. Anfang : leh kwam uff:' ein gefylde weyt Da sach ich ein übel weip. Die stelle bl 73 b erinnert an Rosenblüt: Wil er sünst sie wil so Ist er traurig sie ist froe 14 A. H. 2. Wil er geen sie wil lauften Wil er slahen sie wil rauften. Schluss: Vbel weip vnd gallen Dye müßen dem teüft'el alle wol (? gevallen) Hye endet sich daz übel weip Got verteil jr den leip. 57. Bl. 74 b. Von der nennen vnd dem fisch. Gedruckt er Zählungen s. 571. Anfang: loh kwam eyns tages an eyn bach Da ich hört vnd sach. Schluss: Der fuchs nam die henen Sye kriegten noch ich weiß wanne. 58. Bl. 75. Von dem koczen ein gute lere: gib nicht hin destu bedarfst. Gedruckt Coloczaer codex s. 145. Vgl. daselbst xiij. Fastnachtspiele s. 1440. Anfang: WEr wolle hören disen rat Der da hye geschrieben stat Ez saß ein reicher pürger. Schluss: Vnd da bey nicht en mag Vil billich er den schaden hat. 59. Hl. 77 c. Von dem haulirat. Scheint in Müllers Sammlung b. 3 gedruckt. Vgl. Benecke Müllers mhd. uib. 1, 559. Anfang: MEin gesang vnd allez mein geticht Ist worden gar zue nichte. Schluss: Vnd dye blynden gesehen Dez helft'et mir amen jenen. 60. BL 7t) b. Von dem hauskummer. Herausgegeben von mir in Aufsess's anseiger für künde der deutschen vorzeit 1855,197.223. [Heidelberger hs. 169, 87 d, Bartsch s. 84]. Anfang: Waz ordens got geschalten hat In der werlt an aller stat Schluss: Nyemant hab mich dester tümmer Hye endet sich der hauß kümmer. 61. Bl. 80 c. Von den xviij wachtein. Lügenmährchen. A. H. 2. " 15 Gedruckt bei Massmann, denkmäler 1, 105. [Wachernagel, lese- buch 1 5 , 1150']. Anfang: Hje vor bey alten gezeyten An eyner hebrein leiten {corrigiert: leitern). Schluss: Dez leibs sie sich er wag Aehtzehen wachtein jn den sack. 62. Bl. 82. Von dem weysen Aristotiles. Aristoteles von Phyllis genarrt. Gedruckt in Hagens gesammlabenteuer 1, 21. Anfang: In Kriechen waz geseßen Eyn lriinig- so vermessen. Schluss: Daz vns daz werde war Daz helft' vns die muetter die got gepar amen. 63. Bl, 86d. Von der Jüdin vnd dem priester. Gedruckt in meinen ersählungen s. 57. Anfang: GrOt jn hyemelreich Der lert jnnekleich. Schluss: Hye volbrengen vnd gancz besynnen Daz wir der ewigen freude nicht entrynnen. 64. Bl. 88 d. Von dem honer vnd der frawen sein. Gedruckt in Lassbergs liedersaal 1, 599. Anfang: Ez hett ein pyederb man ein weip Dye waz yrn lieber dan sein eigen leip. Schluss: Vnd nach vns allen vnsern samen Sprecht alle frölichen amen. 65. Bl. 89 c. Der tychner sagt ein guet lere. Gedruckt in den ermhlungen s. 653. [Vgl. Bartsch, Heidelberger nss. s. 115 zu 207, 16 b. Bächtold, deutsche hss. aus dem bril. museum s. 75, no. 11.] Anfang: Mjt kleyner hab ein man mich fragt In welher weise mir wol behagt. Schluss: Also sprach der deichner Got über hebe vns aller swere. 66. Bl. 90d. Von dem weysen man vnd seinem sun. Gedruckt erzählungen s. 680. Anfang: 16 A. II. 2. Ejn weiser man zu seinem son sprach Wiltu gewynnen guet gemach. Scliluss: Wan ez speist dir die sele dein Dez glaube mir uff die treüwe mein. 67. IM. 92 d. Von des priesterswirdykeyt. Gedruckt in meinen alldeutschen gedickten 3, 3 ff. Tübingen 1861. Anfang: HEt ich gesehen gotes taugen Als sant Johans mit seinen äugen. Schluss: Vnd kommet auch zue hiemelrich Da hin hilft' vns herre gnedigkleich. 68. Bl. 1)4 e. Der Wir tenb erger. Herausgegeben in meinem programme des k. geburtsfestes. Tübingen 1845. Vgl. dazu die aus vergleichung des Originals später gewonnenen be- richtigungen in meinen er Zählungen s. 91. 80. Anfang: Ez leit ein pürck jn swaben lant Die ist wirtenberg genant. Schluss: Als dem frewleyn was bekant So aller sein leyp brant. 69. Bl. 99 c. Von dem striegelein. Vollständig in Wien. Vgl. Hoffmcmns Verzeichnis s. !)!). Gedruckt erzählungen s. 4.12. Anfang: Ez was hie vor gesezzen Ein kvng so vermessen. Schluss: Do der münch buchet sich Der striegel hinck im bey dem diech. 70. Bl. 103 ausgerissen. Nach dem register beginnt' darauf das stück Der knecht höf er. Gedruckt in meinen altdeutschen gedickten 4, 1. Anfang von hl. 104: Also kvmmen sie zusamen Der alt ging wider heim. Schluss: Das er die fut sucht Do man ir selten gerueeht. 71. Bl. 105 c. Der ritter mit der geiez. Gedruckt in den er Zählungen s. 270, in abweichender fassung in Ilagens ge- A. H. 2. 17 sammtabentcuer 2, 287. [Vfß. Bartsch, betör, z. queUerikunde s. 384]. Anfang: Als mir ein rechte worheyt Durch abenthewr wart geseyt. Schluss: Syn gnad hie vnd dort sin ewigs reych Das wir leben ymer vnd ewiglich. 72. Bl. 107. Der pfaff mit der snuer. Gedruckt erzählungcn s. 310. Ähnlich ist Tierrands von Wildonie crzählung vom verkehrten tvirt bei v. d. Ragen, gesammtabenteuer 2, 337. Anfang : Es ist ein verlorn erbeyt Wer in schalle ein mer seyt. Schluss: Wie die fraw vnd der pffaff Dem armen man mit gefur. /3. BL 111. Von den großen truncken. Der weinschwelg. Gedruckt in Grimms altd. wäldern 3, 13. Vernalekm in Pfeifers Germania 3, 210. W. Wackernagels deutsches lesebuch le, 731. [Vgl. Goedeke, grundriss l 2 , 224.] Anfang: Waz ich trinckes ye han gesehen So wil ich für die warheit iehen. Schluss: Vnd mit dem lebendigen briinne vns speiß Vnd in sein reich vns weyß. 74. Bl. 112c. Von dem czweczler eyn gut mer. Gedruckt in den er Zählungen s. 401. Vgl. fastnachtspiele s. 1460. Anfang: Seyt man von wunder sagen sol So bezeug ich von herczen wol. Schluss: Von dann kam nach ein tzweczler So gut gericht in dem land wer. 75. Bl. 114. Von der hoffzucht ein gut ler. Zum theil gedruckt in Zamckes Cato s. 134. [ Vollständig in den altdeutschen gedickten r>, 3. Vgl. M. Geyer, altdeutsche tischzuchten s. 34.] Anfang: Wen frawen reden daz stet wol Mit trewen das ich sprechen sol. v. Keller, Altdeutsche haudschriften. 2 18 A. H. 2 Schluss: Dicz heist die hofftczucht Got behut vns vor der helle sucht. 76. Bl. 116. Das got die engel magt. Dieses und die folgenden damit zusammenhängenden stüclce sind gedruclct in meinen er Zählungen s. 10 f. Anfang: Das got deß ersten begie Do er den engel besehuft' das stet alhie. Schluss: Do sol er sein gebunden Bey den hellischen hunden. 77. Bl. 116c. Von dem engel Michahel. Anfang: Sant michel der engel her Kom mit dem hymel sper. Schluss: Zu trost vil manger sei Der pflig du michel. 78. Bl. 117. Wie got den men sehen macht. Anfang: GOt macht ein menschen guet Mit vil weißlichem mut. Sclduss: Adam lo dir enpfollen sein dein weip Sie ist dein bein von dem leip. 79. Bl.llHc. Das teuf fei buch. Anfang: Da für der maintet Der sie verraten het. Schluss: Do behut got alle vor Vnd breng vns in der engel kor. 80. Bl. 120b. Von dem ritter mit der nüß. Gedruckt in Magens gesammtabenteuer 2, 277. [Vgl. Goedeke, grundriss l 2 , 209, no. 5.] Anfang: Man sol den frawen sprechen gut Er ist selig wer das tut. Schluss erweitert: Toren sol man mit kolben lusen Der ritter mit den missen Endett sich mit küssen Von der frauwen sin Vnd want es wer ein merlin Gewesen das sie jm seit Sie sprach vff mynen eit A. H. 2. 19 Du bist mir der liebest man Den ich jn herczen ye gewan. Nu "Ratt alle gemein Welichen meint sie vnder diesen zwein. 81. El. 121 b. Von der übeln Adelheit vnd irem man. Gedruckt in meinen crzäMungen s. 204. [Vgl. Goedeke, grwndriss l 2 , 303, no. 58.] Anfang: In einem dorff was gesessen ein man Als ich von jni vernomen han. Schluss: Er ließ sie ligen alß sie lack Vnd lebt her noch mangen tack. 82. Bl. 122 b. Von der rüssin leüten. Gedruckt in den er Zählungen s. 487. Anfang: Es geschach bey alten czeyten An einer reüßein leiten. Schluss: Also laß ichs pleyben Do von wil ich nymmer schreyben. 83. Bl. 123 b. V on dem almüsner. [Gedruckt in den altdeutschen gedichten 7, 3.] Anfang: Die red ist an leügen (? lougen) Ich gesach mit meyn äugen. Schluss: Deß wil ich er winden Vor allen hubscben kinden. 84. Bl. 124. Von dem schreyber. Gedruckt in den erzählungen s. 28.9. Vielleicht dasselbe wie cgm. 714\ 63. Vgl. fastnachtspiele s. 1370. Anfang: Was man von spehen dingen sagt Keins mir als wol bebagt. Schluss: Hie mit wil ich er winden Von den zweyen hübschen kinden. 85. Bl. 126b. Von der schönsten frawen genant der rot munt. Steht auch cgm. 714\ 57. Vgl. fastnachtspiele s. 1376. Anfang: Das ich frawen ye gesach Daß ist als eyn slack in ein baeh. 2* 20 A. H. 2. 126b werden frauen aus frühem gedickten erwähnt: Elspet, Beafloß, Orgeloses könne Biramaz, Sygmynne die trewe, Yescute. Sehluss: Der das mer hat geschriben Der ist an dem roten mund blyben. 86. Bl. 128 d. V on eym willigen knecht. Gedruckt in meinen altdeutschen erzäldungen s. 397. Anfang: Es was eyn -williger knecht Der was czu dinst also recht. Sehluss: Mit vngelogem mer Diß heißt der gertener. 87. Bl. 129 d. Von der mynne krafft. [Gedruckt im. den altdeutschen gedickten 6, 2.] Ein gleich betiteltes gedieht s. fastnachtspiele s. 1377. Anfang: Schawet alle was gewalt Der mynne krafi't hot gestalt. Sehluss: Ymmer werend freud jm hymelrich Dar zu hilff vns her gnedicklich. 88. Bl. 130b. Wie man vmb daz krenczlin biten sol. Gedruckt in meinen ersählungen s. 475. Anfang: Jvnckfraw mich hat eyn wilder falck Zu boten aus gesant. Scliluss: Jungfraw do nam ich ewr Fibczen zu einem schilt. Hier scheint das stach in die erzählung von den kohlen (Lassbergs liedersaal 1, 371) überzugchen. Sehluss: Wann der man ein got Daß gewant sie dann fallen lot. 8.9. Bl. 131. Von eyner jungfrawen. Gedruckt in den er Zählungen s. 120. Anfang: Ich hon vernomen daß ist wor Hie vor ein jungfraw gevar. Scliluss: Daß verley vns durch dein gut Here Jesu Christe durch dein wunden flut. 90. Bl.l31c. Von dem preller. Gedruckt in den cr- zählungen s. 409. Anfang: A.H. 2. 21 Es het eyn weip vnd ein man Ein dochter wol gethan. Schluss: Der das mer hat geschriben Der ist an schon frawen pliben. 91. El. 131b. Von dem moler mit der schon frawen. Gedruckt in den erzähluiigen s. 173. Anfang: Eyns merleins wil ich euch gewern Das ist wor vnd harst ir gern. Schluss: Daß was mit pilden vber laden Dar jn stund eyn hetstat. 133 — 135 sind ausgerissen. Nach dem vorblatt d stand darauf der schluss des nuders, sodann: 92. Bl. 133. Von dem teuf fei vnd dem münch. So heisst im register die Überschrift dieses Stückes. Gedruckt in meinen ersählungen s. 93. 136. Anfang, vielleicht su diesem stücke gehörig: Das er mit gutem frumen Aus dem stock was kumen. Schluss: Do mit sey gnuck geseyt Ffur ein gancz worheyt. 93. Bl. 136 d. Von dem snnder vnd dem einsidel. [Von dem Stricker, vgl m hs. 5, bl. 85.] Gedruckt in Lassbergs liedersaal 1, 593. Anfang: Es was eyn sund reycher man Den ser rewen began. Schluss: Vnd kam auch zu himelrich Dar hilft' vns her gnedicklich. 94. Bl. 137c. Von dem mulner. Gedruckt in den erzählungen s. 260. Anfang: Hye hört eyn fremdes mer Es was eyn hübscher mulner. Schluss: Hie ent sich der mulner Got erloü vns aller 8wer, 22 A. II. 2. 95. Bl.l40b. Von dem man der beicht der fraweri. Vgl. fastnachtspiele s. 1432. [Hofmann, Wiener hss. s. 187, no. 29.] Gedruckt in kürzerer fassung in [Lassbergs lieder- saal 1, 247.] Ilagens gesammtabenteuer 2, 349; vollständig nach dieser hs. in meinen erzählungen s. 383. Anfang: Eyn man vor einem waltl saß In daücht er seß nyndert baß. Schluss: Hie endet sich das bicht mer Got erloß vns aller swer. 96. Bl. 141b. Von der trn nckenh ei t. |" Gedruckt altdeutsche walder 2, 188.] Anfang: Trunckenheit ist manigfalt Sie bedort beyde jung- vnd alt. Schluss: Hie ent sich die trunckenheit Do von sey gnuek geseyt. 97. 31.141a. Von der werlt vnd irem Ion. Von Konrat von Würzburg, hg. von F. Roth. Frankfurt 1843. Anfang: Nv bort ir werlt mynner Vnd vernempt dise mer. Schluss: Die got mit ganezer stetikeyt Heyn außerweiten hat bereyt. 98. Bl. 144d. Von dem rosendorn eyn gut red. Ver- ivant ist die erzähhmg in Ilagens gesammtabenteuer 3, 21. Unsere handschrift hat einen eingang, der bei Hagen fehlt. Anfang: Mjr was eyns nachtes do ich lag Wie ich an eynem suntag. Schluss: Die fnt an den leyb Nagel das sie ir icht entrynne Oder er wirt versaumpt darjnne Das sol nyman wesen zorn Diß heyßt der rosen dorn Do von wil ich nymmer sagen Hie mit wil ich der red gedagen. 99. Bl. 145 d. Der thanhauser der gibt eyn gut 1er. [Gedruckt fastnachtspiele, nachlese s. 47.] Anfang: A. IL 2. 23 Werlt nu hab dir dein streit Dein künst mir luczel f'reuden geit. Schluss: Eya wa det ich ye myn synne Do ichs von ersten treuten solt. 100. Bl. 14.7. Von der czucht vnd vnczucht. Gedruckt in den erzählungen s. 628. Anfang: Vnzucht an allen sorgen Der züeht an einem morgen. Sclüuss: Her 1er vns züolit hie walten Das wir jn deinem reich werden behalten. 101. Bl. 147b. Von der trew vnd vntrew. Ge- druclct in den erzählungen S. 630. Anfang: Vntrew die trew zu haus bat In ganczen trewen die sie do hat. Sclüuss: Die ist nu worden weyt vnd breit Das ist got von himel leyt. 102. Bl. 148b. Wie der pfaff sprach zu der Ebrec herin. Ist wohl das selbe stiick, das mit der aufschrift von der p f a f f e n p a n n e in einer Wiener hs. steht. 8. Hoffmanns Verzeichnis s. 99. Gedruckt in den erzählungen s. 331. Anfang: Eyn pfaff eyn frawen an sprach In ein kirchen das geschach. Schluss: On aller leut trost Hie mit ent sich das mer Got berat den schreyber. 103. Bl. 148d. Du solt dich htitten vor sunden. [Gedruckt fastnachtspiele, nachlese s. 29t] Anfang: Mjt kurczen Worten do heb ich an Das best das ich geroten kam Schluss: On alle miswend Hilff vns von disem elend. Nach bl. 151 d ist das gedieht 1356 verfasst. 104. El. 151 d. Von dem weysen katho. Herausgegeben von Zarncke, der deutsche Gato. Leipzig 1852, Anfang: 24 A, IL 2. WErn die kundiger Gutter red nit gewer. Schluss: Wer volgt der 1er seiner wort Ben mynt got hie vnd dort. 105. Bit 156h. Von dem kunig jm bad. Gedruckt in Wachernagels deutschem lesebuch 1, 775. Ilagens gesammtaben- teuer 3, 413. [747. 793. Liedersaal 2, 487.] Vgl. meine fastnachtspiele s. 1151. [1327. 1438. 1531. Nachlese s. 304. Graf, JDiutiska 2, 76. 3, 271. 275, no. 43. Anzeiger f. künde der deutschen vor zeit 1859, s. 406, no. 58 (■= hs. 103, 324b). 1862, s. 192. Bartsch, beitrage zur quellenkunde s. 345, no. 45. Heidelberger hss. s. 89 zu 169, 228 c. Germania 33, 160. ILs. 42, 118. Vamhagen, ein indisches marchcn, s. 119, anm. 37.] Anfang: Wer an jm selber nit bewart Vnzücht vnd vberig hoffart. Schluss: Do er bey dem bader streyt Hie ent sich der kunig in dem bad Got behut vns vor allem schad. 106. El, 158 d. Der münch mit dem kind. Gedruckt in [Lassbergs liedersaal 2, 393 und] Hagens gesammtabenteuer 2, 53. | Vgl. auch hs. 42, 125. Bartsch, Heidelberger hss. s. 85 zu 169, 141b. Goedeke, grundriss l 2 , 299, no. 4.\ Anfang: Ich aeyt euch gern etwas Das euch myn gelust dester bas. Schluss: Das bedenckt fraw vnd man Den müneh kam sein kint hart an. 107. Bl. 162 d. Von dem pfaffen onmes, d. h. Amis. Gedruckt in Beneckes beitragen 1, 499. [Vgl. Goedeke, grundriss 1 % , 108.] Anfang: Hje vor was freud ere Gemynnet also sere. Schluss: Das er hie mit ern lebt Vnd doch hie noch zu got strebt. A. IL 2. 25 108. Bl. 179 l>. Von dem hurvbel. [Gedruckt Germania 21, 205; vgl Dresdener hs. M 209, 125.] Anfang: Hye vormols got geploget hot Die werlt vmb ir missetat. Schhiss: Das vns das hurvbel nit an ge Vor dem starck hurubel libera nos domine. 109. Bl 180d. Die guldin krön. [Von Konrad Härder. Vgl hs. 103, 382. Fastnachtspiele s. 1330. 1380. Goedeke, gnmdriss 1*, 313, no. 26. Bartsch, Heidelberger liss. s. 105 zu 183, 77a.} Anfang: Gütlicher geist der bertzen krantz Du bist meyn baseß vnd lanez. Sclüuss: Mit hilft' tue matris In gloria dei patris Amen. HO. Bl. 183 c. Von vberig armut. Anfang: Ich hon gedocht in meinem mut Das vberig gros armut. Schluss: Vnd leb ich vff erden trauricklich So mach er mich fro im hymelrich. 111. Bl. 186d. Von dem holn bawm. Gedruckt in Hagens gesammtabenteuer 2, 141. Anfang: Es was hie vor eyn alter man Von dem ich wol gesagen kan. Schhiss dieses blaues: Sie sprach liber man mir ist In dem leib so we. 112. Bl. 187 ist ausgerissen. Nach dem register begann a W 187 Der Schreiber von Pareis. Eine niederdeutsche db- fassung davon gedruckt in Hagens gesammtabenteuer 2, 309. y 9l- dort 2, xlj. Gedruckt nach dieser hs. in meinen ersählungen s. 275. 188 beginnt: Der ander von großer 1er Der dritt seyt im von frawen. Schluss: Hie endet sich die worheit Vnd die getrew meyt. 26 A. H. 3- 113. Bl. 190 d. Vom redlein. GedrucM in Ilagens gesammtabenteuer 3, 105. Eine ähnliche geschickte, der maier von Wirzeburc, nach einer Frankfurter hs. steht in meinen er- zählungen s. 251. Anfang: Johannes von frewden reich Der inanig wunderlich werck Vff der erden würcken kan Der wil aber heben czue tichten. Schluss: Nu hab ich euch geseit Die getrewen worheit. 114. Bl. 194 c. Von den wurczgarten. Es sind nur 16 zeilen, sämmÜich vom miniator durchstrichen. Es ist die geschickte vom rosendom. Vgl. bl. J44. Magens gesammtaben- teuer 3, 21. Anfang: Es geschieht gemelicher ding vil Der man doch nit glauben wil. Schluss: Auch het die jungfraw erkorn Ein weisen rosen dorn. 115. Bl. 194c. Von gold vnd vom knech t. Gedruckt in den er Zählungen s. 435. Vgl. hs. 42, 258 b. Hoffmanns Wiener hss. Anfang: IE herschafft wolt ir mit züchten dagen Ich wolt euch kurezweil sagen. Schluss: Newr das sich eyn geyer oder eyn rab Des boßen hungere an dir zag lab. 2 weitere Matter sind ausgerissen. Karlsruhe. Grossherzogliche hofhibliothek. X V jh. Papier. H. 0,209. Br. 0,141. B. 0,059 meter. 1 beschriebenes vorblatt, 321 neu gezählte Mütter und 1 mit der rückseite an den hintern decket angeklebtes Matt. Geschrieben zum theil in Florenz, nach A.B. 3. 27 hl. 21. 24 b. Innen auf dem vordem decket steht von Maliers hand: St. Blasien. Inhalt: 1. Auf dem vorhlatt alte federproben, lateinische reimspiele U. dal. [s. Mones anzeiger 3, 33], z. b. Wer wol singen kan Den bringt man selten an Wer übel singen mag Den hört man alle tag. Mones hand setzt als titel: »Heinrici Ottner diaconi varia manuscripta ab anno 1439—42. cf. fol. 79b.« 2. Auf der rüchseite: Proprietates dencium, lateinisch. Nota. Anfang: . Sälig ist der nümer übel spricht Aber säliger ist der nümer sin nästen vernicht (? verricht). Alle 6 Zeilen enden auf icht. •5. Bl. 1. Kirchenlieder mit noten. De mortuis. Anfang: Dies ire dies illa. 4. Bl. 2. De sancto Georgio sequentia. Anfang: Sume laudes Pelle fraudes. 5. Bl. 4 b. Lateinisches lied. Anfang: Ave virgo graciosa Stella sole clarior. 6. Bl. 5 b. Lied. Anfang: Ave virgo gloriosa Barbaraque generosa Paradisi rubens rosa. Barauf gebet an die h. Barbara in lateinischer prosa. 7. Bl. 6b. De sancto spiritu. Anfang: Nobis sancti spiritus gratia sit data. Ben übrigen lateinischen inhalt der hs. verzeichne ich nicht vollständig. 28 A. H. 3. 8. Bl. 13. Geschichte der sielen weisen meist er, lateinisch. Anfang : Qvidam ßomanus Imperator unicum habuit filium. BL 21. Schluss. Script am in ci vi täte Florencia in festo Agathe virginis et martyris anno domini 1439 indictione prima. 9. BL 24 b. Explicit regimen sanitatis de dietis par- ticularibus, scriptum in Florencia anno 1439. BL 29. Dextra pars penne sit longior parte sinistra. 10. BL 29. Oratio, deutsche prosa. Anfang: Erbarm - bertziger gott ich bitt dich dz du mir verlichist. 8 seilen. 11. BL 41b. Von dem gebenedicten namen Jesus. Abhandlung in prosa. Anfang: Es ist zewissend als die glos sprichet über das viij vnd xx capitel des buochs Exodi. BL 4:2 b. Schluss: Das wir mit im besiezen das ewig rieh amen. 12. Bl. 52. Incipiunt virtutes herbarum seeundum alphabetum. Lateinisch, am rande von einer gleichzeitigen, dann von einer hand des 16. jh. einzelne deutsche namen beigeschrieben. BL 55. Scriptum dominica Esto-michi anno 1439 in civi- tate Florencia, ubi sunt puleerrimi ( ? puleerrime) mulieres et virgines u. s. w. BL 56. Datum: Florenz, aschermittwoch 1439. 13. Bl. 56 b. Einzelne deutsche zeilcn und Strophen. Vnd wer ich ir Als sy mir So wer nymant lieber ir Als [? Alt] äffen Vnd jung pfaffen Vnd alt bern Öol kain man jn sein hus begern. . . Mich belanget ser der zit. . . Es ist der zitt schuld. . . Hab ain gut herez. . . Mich javmert raine fro zuo dir Liebers ist nitt den du mir . . . Bittend für mich armen Got welle sich über vns erbarmen . . . Ä. H. 3. 29 Sider daz die trü still staut Vnd die boßhait dar für gaut . . . Ze vil trüwen ist nit guot . . . Nieman waist des andern muot ... Got grüs uch jr selan vil guot . . . Hilft' Maria gottes muoter vß aller nott. . . . Habere libros preciosissininm genus divitiarum genus est. 14. Bl. 57. Spruch. Fünf ding sind guot ainem s ä 1 i g e n g a i s 11 i c h e n menschen. Anfm ig: Das erst ist das zit verliessen selten Vnd nigen widersehe] ten. 15. Veni creator spiritus, deutsch. [ Vgl. Mones anseiger 3, 41. Gedruckt' hei Wachernagel, kirchenUed 2, 747, no. 985.] Anfang: Kvm haiiger gaist mit diner guett Begaub vnd schow vnsrin gemnet Mit den höchsten gnavden din Tuo vns dines gaistes mute sehin. 7 strophen. Die leiste: Hilff vns gottes vatters willen tuon Mit kraft gottes suns jm hosten tron Dort ains mit jm bist öwenklich Des loben wir waru gothait dich. amen. Andere deutsche Versionen dieses hymnus, auch in 7 Strophen, s. Hoffmanns geschickte des deutschen hirchenlieds s. 268. 273. 359 ff. 16. Bl. 69. Lateinische hcxamcter auf kimig Karl VII von Frankreich. 17. Bl. 70. Reim spruch. Ich bins frow minne wolgestalt Vnd von sölicher art geschaffen Ich züch an mich jung vnd alt Bayde münch layen vnd pfaffen Vnd wa iehs jn myn stricke zöch Daz sy mich an werdent gaffen So mach ich vß den alten göch Vnd vß den Jungen äffen. 30 A. H. 3. 18. Bl. 74b. Anfang einer lateinischen b es ehr ei hu n g von Rom. 19. Bl. 82. Deutsche abhandlung über die m ess e. Anfang: Dis sind zwöff (? zwölf) tugend der messe. 20. Bl. 83. Beim spru eh. Anfang: Ffürcht gott Halt sin gebott. 21. Bl. 84b. De Castro hochen Zorn. Lateinische hexametcr. Anfang: Comes Fridricus Öttinger de Zor quoque dictus Tyrannus totus in alimiinia bene notus. Vgl. Ein schön alt lied von grave Friz von Zolre, dem Öttinger, im druck ausgegebm durch den alten meister Sepp. Meersburg, 1842, s. 23. Belagerung, Zerstörung und Wiederaufbau der bürg llohensollern, von L. Schmid, Tübingen 1867. 22. Bl. 104b. Muscatpluot. E. v. Groote hat die hs. für seine ausgäbe der bieder Museatbluts (Köln 1853) benutzt. 8. vj. 257. [ Vielmehr s. 289 ff., wo die hs. mit der Villinger hs. unten no. 4 verwechselt ist. Vgl. auch 31ones anzeiger 2, 230. Wackernagel, kirchenlied 2, 490. Bartsch, Heidelberger hss. s. 29 zu 66, 144a.\ Anfange der Strophen: Hertz mnot vnd rast bedenk wie vast . . . Die zit die kam bis daz der satn . . . Bl, 105. Ir cristen lüt ich uch betüt . . . Ain ietlich pfluog muoß haben gnuog . . . Nun nyeman war wie nun die schar . . . Ob nun yement Sprech Wie daz sech . . . Nun nemant war die akerpferd. . . . Bl. 105b. Ob ich vßleg wer nun die egt . . . Wer nun ab snaid daz edel traid . . . 23. Darauf noch einzelne Strophen. Ich wond ich hett ain bunt gesworn Den het ich gern gehalten A. H. 3. 31 Der hat sin krafft jm bad verlorn Do ain andra kam do waz ich gast Du bist mir ain überlast. 24. Anderes. Wenn ain frow all ir er vertuot So ist si erst in ain badstuben guot. 25. Anderes. Weihe nit fröw myn hoher muot Die hab ir iud vnd laß mir myn gnot Wenn ich vmb gelt mynnen sol So tuot mirs aine vmb iiij haller wol. . . Wenn ayn frow. . . 26. Anderes. Ich bin ir goch Vnd noch vil menger och. 27. Bl. 108b. De corpore Christi. Deutsche abhand- lung. Anfang: Ain ieklich mensch sol gern enpfahen den haiigen fronlichnam. 28. Bl. 111. Gehab dich wol. Tytulus tabule. 0 hercz la faren. Hie Jnn ist geschriben Jn latin vnd jn Tütsch wie du rüw vnd din bicht sin süllent. 29. Bl. 120. Deutscher ha le n d e r. 30. Bl. 121 am rande: Daz sy dir Hainrico Anna sun für den herczritten guot. 31. Bl. 121b. Aäerla s s t af e l. Anfang : Wider ist guot lausen. Auf der Seite: Ain hecht ain rober Ain trisch ain witwe oder rayserin Ain äsche ain here Ain Grandel ain frow Ain Gropp ain pfaff Ain llovgen gnuert Ain Eglin ain schütz ^Ain ffurn ain spiler Ain Naß ain buob Ain Alant ain gebaur stz filcz Ain schiig ain firies (? fiez). 32 A. II. 3. 32. Bl. 123. Enigmata. Wenn es an dem morgen auffstät, Vier füß es an ym hat, So es mytten tag wirt, So sind ym zwen füß beschert. . . . 33. Ein anderes r ät h s e l. Anfang: Es sasen l'rowen der waren zwe In ainem finen grünen He. 34. Bl. 123b. Deutsche r ecepte. Pergament zu behandeln. Anfang: Novum remedium. du solt nemen des ersten ain guot pergamen. Recept, den harn zu fördern. Anfang: Wilt du denn gern gnot prunn machen. Recept. Anfang: Wilt ir denn wyß tuoch oder garn oder zwirn faden guot Hecht plaw machen. Recept. Anfang: Welt ir denn gut gel machen so solt ir nemen ärbselholcz. 35. Bl. 124b. Spruch. Anfang: Wiltu dich mit eren erneren So solt du wizzeklich zeren. 36. 8p ruc h. [ Vgl. Fichards archiv 3, 262. Anzeiger für künde der deutscheu vorzeit 1855, s. 6; hs. 62, 153a] : Lüg nit vnd bis verswigen Waz nit din sy daz laß ligen. 37. Spruch: Amor vincit omnia daz wil ich wol sprechen PrEB caritate nimia wil mir myn hercz brechen Equore quod conche, tot sunt in amore dolores. 38. Bl. 131b. Spruch über Veronica. Anfang: Do Jesus aller der weite got Wolt lyden der verdampnoten Juden spot. 39. Bl. 136b. G eb ete. Anfang: Difi nachgendig gebett haut gemachett sanetus Augustinus. 40. Bl. 140. Dis ist der segen, den bapst Leo künig Karlen sante. A. E. 3. 33 41. Bl.MOb. Salve regina. Deutsch. Prosa. Anfang: Gegrüsset syest du küngin ain leben der erbermde. Vgl. hs. 20. 42, 27Gh. Altdcutscke gedickte 1, 245. Eoffmanns geschickte des deutseken leirekenlicds s. 346. Aufsess's anzeiger 1832, 44 f. 42. Beim. Ich wais ain mensch daz muos ich miden. Daz schaffet falscher klaffer gespräch Von im so trag ich haimlich lyden Wie gern ich jm der liebe verjäch; 43. Bl. 150. Geistlicheprosa. Anfang: In dem anfang waz das wort vnd daz wort waz by gott. 44. Bl. 150b. De saneto Judoco. Anfang: Dis sint die vier hochzit die ain jeeklich mensch eren sol. Am Schlüsse nennt sich wider Hainricus Otter. 45. Notiz. Anfang: Sant Appollonien tag kommet am achtoden tag. 46. Bl. 151. Ain guoter segen. Anfang: Ich befilch mich hainrichen hüt jn die crafft vnd wort Als gott. 47. Bl. 151b. Lied in 13 Strophen. [Gedrucktbei Wachernagel, hirchenlied 2, 356, no. 513.] Erste: Owe ich klag dir mensch mine not Daz ich din schöppfer vnd din gott Durch (? Durch dich) verloren hon myn leben Waz wiltu mir zelone geben. Sckluss bl. 152: Min volk du ker her zuo mir Die sünde die vergib ich dir. Bl- 158b. Am rande: stipula fuchs fall. 48. Bl 187. Sequuntur exempla predicabilia. Lateinische erzählungen nach art der Gesta Romanorum. -BZ. 188 z. b. anfang: Servus cujusdam canonici coloniensis ad colligendum. Vgl. Ccesar. heisterbac. dial. miraciüorum hg. v - Strange. 1850. S. 337. T.Keller, Altdoutsehe haiidscliriKon. 3 34 A. IL 3. 49. Bl. 202 heginnen tvider solche er Zählungen. 50. Bl. 208. Miracnlum de corpore domini aus dem j. 1208. 51. Bl. 208 b. Item aliud miraculum aus dem j. 1318. Bl. 235h. Datum: H. Otter. 1442, in villa Mettman- stetteu, adjutor in divinis. Vgl- bl- 296b. Über Mettmann bei Biberfeld s. Herrigs arehiv 48, 142 f. [Gemeint ist vielmehr ivol Mettmanstctten im canton Zürich.] 52. Bl. 24.0. Geistliche prosa. Anfang: Hugo de sancto Victore dicit. Sele myn Ich wais wol da/, din leben nit anders ist dann gott. 53. Bl. 263 b bis 266 am rande notizen, tvie Nota gar eben, Luog eben zuo, Sich an, Luog gar eben, Andacht, Luog zuo, Nota luog. Bl. 296 oben: in onwetter. Am rande links: zart (zu delicatum im text). 54. Bl. 277. Incipit über de naturis animalium. Bl. 269 b. Datum: Hainricus Otter 1442 in villa Mettmanstctten adjutor in divinis. 55. Bl.300. Die 15 reichendes jüngsten tags. Anfang: Dis fünfzehen zaichen sond besehenen Hab ich an ainem buoch gesehen. Sclduss: Die erd vil gar verbrinnet Gros clarhait sy gewinnet. Dasselbe behandelt ein gedieht einer Münchner hs. bei Haupt, Zeitschrift 1, 117. Bangensteins Martina bl. 188 c. 189 b. Heins Sachs 1, 301. Lateinisch in Haupts zeitschr. 3, 523. Französisch in S. Adam, drame anglo-normand du 12 siede hg. v. Victor Luzarche, Tours 1854, s. 69 ff. \ Vgl. G. Nölle in Faul und Braunes beitr. 6, 413 — 476^] 56. Bl. 300b. Heime über das toeihwasscr. Anfang: Wenn ich mit wichwasser gesprenge mich Des tüfels gewalt gat hinder sich. 57. Bl. 311. Co medium. Lied mit singnoten. Gedruckt A. H. 3. 35 unter dem titel Liebesjagd in Mones anzeiget 1835, 453. [Böhme, altdeutsches liederb. no. 439.] Anfang: Wol vff mir wollind jagen Gon jagen für den wald. Z. 5 heisst in der hs.: Redt yeder knab also. Also ist durchstrichen, am rande steht dafür: ayn Jungs. 58. Purengesangk. Lied, mit noten, gedruckt bei Mone, unzeiger 1835,1455. [Böhme, altdeutsches liederb. no. 18]. Anfang: Es taget in Üsteriche Die sunn schint überal. 59. Bl. 311 b. Lied über Beter Unverdorben, mit noten. [U/dand, Volkslieder no. 12(1. Böhme, altdeutsches liederb. no. 34.] Anfang: Ee. [Do ?] Zuo mitter fasten es beschach Daz Peter vnuerdorben gefangen lag Ze Nüwenburg in dem turne. 60. Bl. 312. L i e d. 5 notcnlinicn, aber die noten fehlen. [Gedruckt in Mones ans. 5, 334.] Anfang: Sich fröwt myn hercz gen disem maigen Es wachset plümly so mancherlaye. 61. Lie d. Mit noten. Gedruckt bei Mone, ans. 1835, 452. [Böhme, altdeutsches liederb. no. 71.] Anfang: Ich wais mir ainen anger brait Der ist mit rosen vmbe lait. 62. Bl. 312b. Lied, mit noten. [Gedruckt in Mones ans - 5, 335. Böhme, altdeutsches liederb. no. 221.\ Anfang: Vnlust dett dich grüssen Diu lib vnd och din guot. Notiz. Anfang: Wer dem hailgen saut Joseph drysig tag a " tag drysig pater noster. 63. Bl. 321 b. B e i m. [Gedruckt in Mones ans. 3, 32.] Nadel in der täschen Wasser in der fläschen 3* 36 A. H. 4. In dem winter ayn sohinhuot Bedütet groß armuot. 64. Heim. Wer welle das jm wol geling Der luog selb zuo sinem ding, 65. Heim. Hab acht wie sy sich halt Vnd dann hab lieb jr gestalt. Herrn hofbibUothekar dr. A. Holder in Karlsruhe habe ich für seine freundliche mitwirlcung bei vorstehender beschreibung herzlich, zu danken. 4. Karlsruhe. Hofbibliothek. Cod. papyr. german. lxxiv. Stammt aus VUlingcn, X V jh. (hl. 181 b: MBS.) Papier. H. 0,19. Br. 0,135. D. 0,045. 1 vorblatt und 190 bl. Kurz beschrieben in Aufsess's anseiger für leunde des deutschen mittel- alters (2,280 f. 3,41), wie mir Bartsch nachweist. Inhalt: 1. Bl. 1. L i e d. Zeilen nicht abgesetzt. Anfang: 0 got vatter ewiges guot Ich rieft' dich an mit trewen Min hercz min sin und och min muot Solt du jn mir ernüwen. Die Strophenanfänge sind: Ich bitt dich werder ewiger got. Uertrib von mir durch din gewalt. 0 du brunn der säligkeit. In diner kraft min krankhaitt sterk. Jhestis waurer gottes sun. lb 0 mines herczen höchster hört. Du haust vns lieb vnd gnaud erczaigt. Erfülle din willen her jn mir. A. H. 4. 37 Djn nott din liden din bittern tod. Gib min an minem ond Jhesus crist. 0 waurer tröster haiiger gaist. Djn lieb erczaig mir würdiges guot. 2 Trost vnd frid (? /. find) ich jn dir. Du werder trost in aller not. 0 höchster maister vnd wisser raut. Zvvich zu aller säligkait. Maria muotter vnd maid. Du haust geborn das höchste kind. O helft'erin in aller not. 2b Erzaig min frouw an minem cnd. Du kaisserin des hymels thron. 0 alle gottes haiigen. Sechend mich an jm jamertal. 0 ir burger der werden statt. Ir enge! gottes ir werden gaist. 3 Ir marttrer stark jr bichtiger stett. Alle gottes hailgn verlaussend mich nit. 2. Sant Thomas gebet von Äquin von dem sa- cr ament prediger ordens. Deutsch. Prosa. Anfang: Ich bett dich an jndechtige. 3. El. 4. Dissz g e b e 11 staut jn dem rechtbnoch so man das sacrament uff heptt. Anfang: Siest gepriest ain Hecht der weit. 4. Bruoder Hainrichs Süssen gebet ains lant- predigers von Ulm. Anfang: E Man zuo dem sacrament gang. 5. El. 5b. Ein guot gebett von dem sacrament. Prosa. 6. El. 6b. Diß ist die ritterschaft Jesu Cristy ^ le sol man voben die ganczen carwochen die wart geöffnet dur 3 Us prechcn des hailligen gaistes ainern siilligen Kartusser jn Welschen landen vnd diss haut ain cardmal bestättiget jn der kanczly zuo Rom. Deutsch. Prosa. '<■ El. 9. Hie fachet sich an die guldin messa. Prosa. 8. El. 11 b. Diß sind die siben zitt. Prosa. '.). El. 13. Lied. In der wisse der stolcze müllerin. Vgl. Aufsess's anseiger 2, 281. 3, 41. [Wackernagel, lesebuch 1 , 1365.'] Anfang: 38 A. IL 4. Ich wais ain Edlu maget (in. Ain edliu künigin. Ich wais in allen landen Kam stolczeriu kayscrin Solt ich ir lob nun sagen. Vnd alle geschrift erfaren. Das wer der wille min. 10. Bl. 14. Lied. Muschgart pluot. Vgl Äufsess's anzeiget 2, 230 f. [Nach der hs. gedruckt bei] E. v. Groote, Muskatblut s. 270 ff. [Auch hs. 02, 110b. Colmarer hs. 69d, Bartsch s. 10. Baseler hs., s. Bartsch, beitr. z. quellenkunde s. 285. Heidelberger hss. s. 120 zu 214, 3b.] Anfang: Ain Junkfrouw zart. Gekrönet wart, uff gottes sal. Die übrigen Strophen beginnen: 0 Muoter gocz. 14b 0 Muotter mait. Wol uff mit schall. 15 Junkfrouw solt ich. 11. Bl 15. Muschat bluot von künig Aulbrechten her zuo Österrich. Äufsess's anzeiget 2, 131. [Groote, Muskatblut 257. 34.7. Wackernagel, kirchcnlied2, 507, no. 662.] Anfang: In ainer nacht Hab ich bedaucht. Die andern Strophen fangen an: Ich hab gecelt. Künig aulbrech. Künig fürst vnd her. Kob vnd brand. Ich tuon weh kunt. Durch din gebot. 12. Bl. 17. Lied. In des lieben [Mono liest Beben) wisse von Giengen. [Vgl. Goedeke, grundriss l 2 , 313, 28.] 5 Strophen. Vgl. Äufsess's anseiger 3, 42. Anfang: Hoffart ob din nit wäre. A.B. 4. 39 So waiss ich andriu niero. Die sind der sele gar swere. Der ist ain michel tail. 13. Bl. 18 b. Tanhussers tag wisse. Lied. Vgl. Aufsess's anseiger 3, 42. Abgedruckt ebendas. 5, 171. [Vgl. Bartsch, beitr. s. queUenk. s. 373.2 Anfang: Ach wer haut mir min fröd entwand Myn jarner ist geschwinde. Schluss: Das er mir nit uerbietten magk Versagt sy im minn griessen. 14. Bl. 21b. Alblinonn sinne. Lied. Vgl. Aufsess's anzeiget- 3, 42. Anfang: Priester du usserweltes vasß Die höchsty seid die got besas Du soltest dich besinnen bas. 3 strophen. Schluss bl. 22: Almeclitiger got des lob ich dich Da wirt vnsser seid gemeret. 15. BL 22. Ain guo-t liod von demabede. [ßedruclit bei Warhernagel, hirchenMed 2, 440.] Vgl, Aufsess's anseiger 3,42. [Cgm. 270, 197. 710, 46. Altdeutsche Matter 2, 335. Hof mann, Wiener Iiss. 243; hirchenlied 240. Weller, annalen 2, 203 no. 410; s. 572; repert. typogr. no. 1687. Bartsch, Heidelberger hss. s. 105 su 183, 90b.] Anfang: Ave balsams creatur Du engelische flgur. Schluss: Das die wurtail wol behag By den wsserwelten. 16. Bl. 26. Carmen bonmn. Prosa. Anfang: Als got der vatter zuo raut ward. Wie er den menschen erlössen weit. 17. Bl. 28. Camen (? Carmen). Vgl. Aufsess's an- seiger 3, 42. Bartsch vergleicht noch, Massmanns haiserchronih 3, 589 f. Anfang: Do unser herr Jesus Cristus uff ertrich gieng. 40 A. TT. 4. Vnd menig man gnaud von jm empfiong. Baydiu siechen vnd gesunt. Die gnaud suchten vnd funden. Legende von sieben ärsten. Schluss bl. 34 b: Des hautt im got berait In sinen thron die ewigu siilikait. 18. ABU. Anfang: Ain abgang aller creatur. 19. Bl. 35. Lied. Vgl. Aufsess's einstiger 3, 12. Anfang: Wel wir aber singen Von hymelisohen dingen. Schluss: Und die junk frouen springend Vor dem lemplin ewenklich. 20. Bl. 35 b. Lied. In für-wiss des Leschenb r a n d s. Vgl. Aufsess's anseiger 3, 4.2. Anfang: Wipp ist ain erentricher nam Und also recht gar wunesam. 21. Bl. 37b. Lied. Streit zwischen weisser und wein. Anfang: Der min gedanck haut sicli gedaucht Von zwaier lay tranck Wend ir hören das min gesanck Da kriegen von in baiden. Schluss: Daz wasser besser nütze gyt Des niement kan entberen. Darauf ein Matt aasgerissen. 22. Bl. 89. 1456. Lied [von Hans Bruder], 1456 sehr flüchtig geschrieben. Gedruckt durch Mone in Aufsess's (Di- seiger 1836, 79. [ Vgl. Goedeke 2 2 , 254, no. 9.] Aufschrift bei Hone: Der rauch beissl. Anfang: Ir heren vnd sind {Mono ir sunt) verstane So wil ich euch beschaiden Von ainem bidermane Wie der het großeß laiden Von ainem besäen wibe. A.I1. 4. 41 Str. 2: Die wolt die bruocli an tragen. Eß kost e was eß wel. Im gansen 15 Strophen. Bl. 40 b ist leer gelassen, von einem späteren Schreiber aber benutzt zu einer kritzelet. Anfang: Ein yeder muoß jetz geben Reißtaller bis rnitentag. 23. 111. 42 b. Item Georg im hoff hautfc das geschriben. Sodann fährt die hand von bl. 40 b fort mit einem Hede. Anfang: Der hauptman doth ietz reithen Die ferber gassen Nauffi Es stondt vill burger lietb Vor ihm aigen hauß. Er thot gar zürleh reuten. 24. El. 48. Lied. Gedruckt in Aitfscss's anseiger 1836, 338. | Wackernagel, lescbucli P, 1348.] Anfang: Der sumer hat sich geschaiden Der winter ist im land. Es sind 7 Strophen. 25. Hl. 44b. Lied. Streit zwischen leib und scele. Anfang: Ewiger gott her Jesu Crist Gewaltig aller dinge. 20. Bl. 46. 1453. Tanhuser. Gedruckt Mones anseiger 5, 169. [Vgl. Bartsch, beitr. z. queUeukunde, s. 363.] Lied, Anfang: Auch got waß sol ich mich beklagen Der miner flend ist also fül. Es sind 9 Strophen. Das ganze scheint coneept und. ist schwer zu lesen. 27. El. 47 b. Die hand von 40 b, 42 b fährt fort mit einem Hede. Anfang: Es solt keiner auß bleuben Er inieß Sey Alle hon 42 A. IL 4. Er hab ein schwere Sache Sey werden halt verstonn. 28. Bl. 48. Deutsche prosa. Anfang: Ich kam trurig do fraugtt man mich was die sache wer. 29. Bl. 51 b beginnen von derselben lianä ohne Überschrift deutsche sieben weise meister. Anfang: Poncianus der kaisser regnieret. Schluss bl. 109: Vnd behuob jn jn groussen erren sin maister by jm vncz an jren tod. 30. Bl. 109. Es kommen nun deutsche moralisa- tionen über die 7 meister nach art der Gesla Romanorum, unmittelbar anschliessend an das vorige, von gleicher hand geschrieben, gleichfalls ohne Überschrift. Anfang: Poncianus der kaysser richsnete. By dem kaysser ist vns geben zuo uerston. 31. Bl. 122. Deutsche Gesta Romanorum mit geistlichen deutungen. Unmittelbar anschliessend an das vorige, von gleicher hand geschrieben, ohne Überschrift. Anf.: Von Ponperio dem kaysser. Ponperius der kaysser richsente mit gewalt. Schluss bl. 181 b. Diß buoch haut geschriben bruoder michel löslin prediger ordens hie zu vlm an dem achtenden tag der kindelin anno dmn. M°. cccc 0 . xxxxviij 0 jar vnd ist das buoch ist des erbren hainrichenjm hoff burger hie zu vlm und siner erben. Bl. 182. Von der hand von bl. 40 b u. s. f.: Das buch geherrt Dem Ernhaften u. s. w. Mathens Mutscheller zuo Villingen 1628. 32. Bl. 182 b. Lied. Vf simon vnd jvde tag. Gedruckt in Aufsess's anzeiger 7, 67. [Vgl. Böhme, altdeutsches liederb. no. 44.\ Anfang: Nvn merekend all geliche Von ainer müllerin. 22 Strophen. Ein tomherr buhlt um die müllerin und ivird von ihr gehöhnt. 33. Bl. 185 b. Lied. Gedruckt in Moncs anseiger 5, 197. [Vgl. Bartsch, beitr. s. Quellenkunde s. 384.] Anfang: Als fül ich mich bedencken kan So vyl ich üch mag wüssen lan. A. IL 5. 43 Vierteilige Strophen von 4 gleichen reimen. Am Schlüsse steht die jahrsmhl 1463. Nach Mone 5, 199 ist das lied vor 1460 verfasst. 34. El. 188. Von der hand des 17 jh. Lied. [Gedruckt in Mones ans. 5, 195.] Anfang: Es ist mir ein Ideines Vogelo entflogen Entflogen Auß meiner handt Es fleigt zuo einßheim aus der statt Wol yber das harte fei dt. Es fleigt so harte vnd gesehwinden Gen Breüßa (Breisach) an den Rein. Karlsruhe. Hofbibliothek. XVI jh. Papier. Bezeichnet u. 8G. IL 0,205. Br. 0,15. D. 0,033. Ans dem lüoster St. Georgen. [S. Mones anseiger 3, 181 ff. Gesanimtabenteuer 3, 773. Ij. Jensen, über den Stricker als Inspel-dicUer, Marburg 1885, s. 11.] Vom politische Schriften aus dem XVL jh. 1. Bl. xb ein reim. Anfang: Carolus spar dich got gesundt Mach ain glouben: ain meß; ain mnntz; ain pfundt. Sodann folgen 142 gezählte Mütter. Hs. des XVI jh. Der anfang fehlt. 2. Bl. 1. Eräählung. Anfang fehlt. Anfang: Vf sprang die jüngkfraw zw hand Weynend sy in vmbfieng Von fröden ier das hertz engieng. Schluss: Den zwayen geliepten baiden Geschach da vs der massen wol Also noch billichen soll Denen die rechte liebe hand Vnd nymmermer abeland. 44 A.H.5. Also wol müs vns allen geschehen Durch gott sollend wier amen jehen, El. 3. Bild. 3. JBl. 3 b. Erzählung ohne Überschrift. Dieselbe findet sich auch in hss. zu Idstein und Würzlmrg. Von der letztern habe ich 1851 abschrift genommen. Vgl. Aufsess's anzeiger 1838, 236. [Haupts Zeitschrift 3, 439.] Es. 61, 125 b. Erzählungen aus altdeutschen handschriften gesammelt s. 372. Anfang: Der trüw gylt mit untrüwcn Des würd ich nymmer haben rüwen. Ähnlicher stoff in Wielands Mann und Gulpenheh. Werke (Leipzig 1790) 18, 281. Schluss: Vf vns gieß ewigklich on vnderlaß Nun wünschend alle mit mier das. Amen. 4. El. 9 b. Hie nach volget das buoch genannt d e r Stricker, sind etliche eiempel mit der selben geistlichen aiitilegüngen. Beschrieben in Aufsess's anzeiger 1834, 181. Die anfange der exempel lauten [mit vergleichung von H = Heidelberger hs., cod. pal. germ. 341, beschrieben bei Bartsch, Heidelberger hss. s. 82 ff.; — K = Coloczaer codex; — M = Mölker hs., beschrieben Diutiska 3, 275. (Jesammtabenteuer 3, 770; — N = Nikolsburger hs., theihveise beschrieben von B. Dudik, archiv für Österreich, geschichte 1868, 514 f.; — R = römische hs., beschrieben Mones anzeige/r 2, 285. Greith, spicil. Vaticanum 57 ff.; ■ — W 1 = Wiener hs. 2884, beschrieben bei Hoff'mann, Wiener hss. s. 87 ff.; — W 2 = Wiener hs. 2705, beschrieben ebenda s. 56 ff. ; — W 3 = Wiener hs. 2885, beschrieben ebenda s. 93 ff. K M N sind nach, slücknummern, die übrigen nach blattzahlen citiert]: Ain künig machet yrdine vass [H 209b. K 94. M 3. li 6a. W 1, 111b. W 2, 127. Cgm. 373, 136]. El. 12b.. Ain würt herberget geste [H 193d (fehlt K). M 4. li 13b. W 1, 112b. W 3, 84a\. A. H. 5. 45 Bl. 13b. Ain hünd bemühet ainen man [H lS5a. K 62. M 5. li 15b. W1,113a. W 2,74b. Nach Cgm. 16 gedruckt in Docens misccll. 1, 51]. Bl. 15. Sich bekeret ain sündere [II 211c. K 97. 316. B 18b. W 1, 114b. W 2, 122b. Dresdner hs. 6S, s. v. d, Hagen und Büsching, grundriss s. 346]. Bl. 23. Ain thier ist Salamander genannt [H 210b. K 95. M9. M 2Sa. W 1, 117b. 131b. Gedruckt bei Hahn, no. 13]. Bl. 24b. Got bavt den layen gegeben [II 184b. K 61, M 10. N 4. B 29b. W 1, 118a. W 2, 80a. Gedruckt in Pfeiffers Übungsbuch s. 27]. Bl. 26b. Der teufel havt in alle landt [71 230d. K 115. M 11. li 31b. W 1, 119a. W 2, 171b. Cod. Vindob. 2677, 98b (Hoffmann s. 86)]. Bl. 30. Vns tmit Sanctus Lucas bekant [H 192a. K72. M12. B 37b. W 1, 121a. W 2, 83b]. Bl. 32. Ain plinder man wart gefangen [II 190. K 69. M 13. B 40a. W 1, 121b. W 2, 58a. Cgm. 273, 150b. Gedruckt bei Hahn no. 8. Weinhold, mhd, lesebuch" 141]. Bl. 33. Ain herr ward eilende [II 186a. K 63. M14. B 41a. W 1, 122a. W 2, S3a. Vgl. Hahn s. 97 f.] Bl. 34b. Wer tag havt vnd sinne [H 183c. K 60. M 15. N 1. B 43. W 1, 122b. W 2, 116a]. Bl. 35b. Got thaylt Salomonen für [11186c. K 64. M16. 1144b. W 1, 123a. W 2, 94b]. Bl. 39b. Ain herre wolt boohzayt hon [II 205c. K 87. M 17. N 8. B 4SI). W 1, 124b. W 2, 58a. Dresdner hs. M 68, 64b, v. d. Hagen und Büsching, grundriss s. 335. Vgl. Germ. 8, 46]. Bl. 42. Wer ain thuoch so weiss, vnd Mavr [M 18. B 51b. W 1, 125b]. Bl. 46. Ain thümme sele, ain thümmer leyb [M. 19. W1,127a], Bl. 46b. Drenw ding sind got vngenem [11 191c. K 71. M 20. li 56b. W 1, 127a. W 2, 93b. Cgm. 16. Bächtold, deutsche hss. aus dem brit. museum s. 90, no. 25. Gedruckt in Docens miscell. 2, 225. Hahn no. 10]. Hl. 48. Ain ding ist das dick beschicht [II 20Sb. IC 93. M 21. W 1, 127b. W 2, 58a- Gedruckt liedersaal 1, 605. Nach der Gothaer hs. bl 109 seüschr. f. deutsche phil. 4,316 ff.]. 46 Ä. H. 5. Bl. 50. Ain man rovbet vnd stal [M 33. B 61a. W 1, 128b. W 2, 103b. Cgm. 16. Gedruckt in Docens miscell. 2, 211. Gothaer hs. bl. 74]. Bl. 56. Ain würt der fayle speis hat [M 25. B78b. W 1,131a. W 2, 73b]. Bl. 57b. Ich klag ain ding das misse zimpt VW 1, 132a]. Ain herre wolt zw hof faren [II 193d. K 74. M 1. B 3. W 1, 132a. W 2, 105b]. Bl. 60b. Ain reycher man vil guoter [II l'J7d. K 78. M 3. B 9a. W 1, 133a. W 2, 101b]. Bl. 64. Wer bilde malen will vnd kan [II 188d. K 67. M 26. B 79b. W 1, 134b. W 2, 60a]. Bl. 07. Ain stat was also gethon [H 223c. K109. M27.B82b. W 1, 135b. W 2, 126b]. Bl. 70. Ain jeger kam in ainen wald [ilf 29. 11 86a. IV 1, 137a. W 2, 74a. Bächtold, deutsche Jtss. aus dem brit. museum s. 89, no. 22. Gedruckt bei Hahn, no. 9], Bl. 71b. In ainer stat saß ain man [M 30. B S7a. W 1, 137b. W 2, 97b]. Bl. 75. Anis herren sün der mißriet [II 223b. K 111. M 31. 11 90b. W 1, 139a. W 2, 93a]. Bl. 77. Schlangen sind die lassend ier heut [II 233c. K 111 (?) M 32. B 92b. W 1, 139b. W 2, 95b]. Bl. 78b. Ain herre das geruochte [H 224c. K112. M 33. li 94b. W 1, 104b. W 2, 154a]. BISO. Ain gast kam zw ainem leutgeben [11200a. K 82. 3134. B96a. W 1, 141a. W 3, 108a. W 3, 146b. Innsbrucker hs. no. 46, Mones anzeiger 5, 338]. Bl. 83. Ain nüssboumb was geraten wol [II 395a. K 153. M 35. B 99b. W 1, 142a]. Bl. 84. Des nachtes da jederman schlief [11259a. K154. M 36. li 100b. W 1, 143b. Gedruckt in J. Grimms Beinhart Fuchs 330. Müllenhoff, sprachproben 3 134]. Bl. 85. Es was ain reycher sündiger man [II 193b. K 73. Mol. N 3. li 101b. W I, 143a. W 3, 71a. Cod. Vindob. 3779 (Hofmann s. 18; Biutiska 3, 373). Cod. pal. germ. 314, 54b. Oben hs. 2, 136b. Gedruckt liedersaal 1, 593. Müllenhoff, sprach/proben a 123.] Vgl, Lassbergs Schwabenspiegel s. 18. A. H. 5. 47 El. 87. Ain könig was so ernsthafft [.ff i&fcZ. X75. Jf 33. JV3. B 67&. W 1, 143b. W 2, 72b. W 3, 181b. Gedruckt liedersadl 1, 357. Vgl. Goedelce, dicMungen von H. Sachs P, 89. V. ä. Hagen, grundriss 401, no. 2. 402]. ßl. 91. Ain kunig bat zway reych \11203ä. KSG. M 24. N7. B 72b. W 1, 145b. W 2, 109a]. Schluss: Hie nimpt der Stricker ain ende Got behüt vns vor missewennde Vnd helf vns zw dem reiche sein Behüte vns vor ewiger pein. 5. Bl 95. Hernach volget das buech das herr Frey- danck gedichtet haut, aüß welchem man vil guoter lere neraen mag. Biss scheint ausgerissen. Vgl. Mone im anseiger 3, 183. [Gesammtabenteuer 3, 773.'] 6. Bl. 96 beginnt ein allegorisches gedieht so: Vntrew, Vinantz vnd argelyst Der weit zw sammen beschryben ist Vor leben zw Empfahen hie Lise fort, so würstü erfaren wie. Bild. Anfang hl. 90b: Da ich ains inals zouch vber landt Ain strass die mier was vnbekannt Verleycht von vnfal also verplennt. Schluss bl. 136: Meyn herr das will ich selber thuen Dann ich all wort in gedechtnüs hon Setzt mich bald nyder auf den plon Pieng gleich mit ernst zw schreyben an All handlüng wie dann vor gemelt Von vntreuw diser bösen weit Gott well vns krafft vnd sterck verloyhen Das vns zur warnung möcht gedeyhen Zw besserung vnsers bösen lebens So würt der glaub nit seyn vergebens Des helf vns got in hymmels tron Mit sampt seynem allerliepsten son Vnd seynem hayligen gayst on endt Auf das seyn kyreh nit werd gescliennt. Amen. 48 A. II. 6. Hl. 136b. Bild. 7. Bl. 137. Erzählung. Anfang: Aynsmals was mier meyn weyl gar lanng Ich thet durch kürtzweyl aynen ganng Vber ain wasser in ayn aüwen Nach hertzenlust was ich anschawen. Schluss von 1>1. 1121): Im nammen gottes wil ichs thuen Dem will ich euch befelhen nun Got geb euch allen sterck vnd krallt Wyder des teufeis aygenschatt't Bit got für mich vnd meyne gesellen. Der schluss scheint ausgerissen. 6. Karlsruhe. Hofbibliothek. Codex pergamen. german. xxxv. XIV jh. Papier. Höhe 0,25. Breite 0,17. Diele 0,027. 104 blätter. 2 spalten auf der seitc. Gehörte dem grafen von 'Fürstenberg, 1309 von der frau von Fürstenberg den benedictiner- nonnen in Ambtenh.auscn geschenkt, deren Moster unter dem abt vo)i Hl. Georgen stand, von wo aus das buch nach Karlsruhe kam. Beschrieben von Mone im anzeiger 1830, 322 f. Bann in meinem Verzeichnis der dodoren , welche die philosophische facultät in Tübingen im Studienjahre 1818 bis 181!) ernannt hat. Tübingen 1849. S. 4, Vgl hs. 1, s. 1. Inhalt: Marienleben von Walther von Bheinau. Gedruckt ist einzelnes durch Mone im anzeiger a. a. o., in seinen Schauspielen des Mittelalters 1, 181. Das ganze ist von mir herausgegeben in 4 Tübinger Universitätsprogrammen 1819 , 1852, 1853 und 1855, zusammen unter dem titel: Walthers von, Bheinau Marienleben, herausgegeben von Adelbert von Keller. Tübingen, 1858. A. H. 7-8. 49 Anfang: Hie vahet an daz erste vorgewerbe dis büchs vnde wie der tichter got bittet vmb gelüke. Sit lebendiger nieman Ane Gottes gnade kan Gutes icht beginnen. Einzelne blätter fehlen. So auch der schluss. Schluss von hl. 104 d: Si vßr zc Nazareth herwider Vnd was da zwei vnd zwenzig iar. Karlsruhe. Hoflibliothel. 1431 beendigt. Pergament. IL 0,368. Br. 0,275. B. 0,036. 148 von mir gezählte blätter. 3 spalten auf der seile. Innen auf dem vordem deeJcel: Emit D. Philippus Jacobus Monast. S. Petri in Silva nigra abbas a° 1763. Inhalt: Titurcl Anfang: An angeng vnd an leoze Pist du got ewig lebende. Schluss: Vater sun hailiger gaist Mache vns die hymel fraud erckennet. Amen. Explicit liber Tyturelis de Eschenbach Per manus Petri geir Notarii Anno domini 1431 jn die sancti Achacij marbns et sociorum eins martyrnm. [Vgl Zarnclce, der graltempel, Leipzig 1876, s. 8.] 8. Karlsruhe, HofUMiotheh. Cod. perg. germ. xxxvi. XIII oder XIV jh. Pergament. IL 0,215. Br. 0,183. I). 0,03. 108 bl. 3 spalten auf der seüc. Gehörte früher dem Moster St. Georgen. Beschrieben von JSIone im antseiger \3, 184 ff. 4, 364 ff.}, wo A v. Keller, Altdeutsche handiohruten. 50 A. H. 9. auch aussüge mitgetheiU sind. Inhalt: II omilicn. Auf dem dem vordem decket angeklebten blatte ein stück einer solchen. An/'.: Petre amas me. Disv wort sprichit vnsir herre zi sant Petir. Petir minnast tu mich. El. 1. Anf.: Der wissage sprichit alsus von vnsirs herren geburte hüte ist der vride her nidir komin. Schluss fehlt. Ende von hl. 108 d: Fröwen ivch. wan ir sunt uirget sin allih iuwirs laidis vnd allir betrftbide. und sunt gesattot wer. \W. Wackernagel, altdeutsche predigte)!. Basel 1870, s. 202 f. 884 ff. 517 ff.}. 9. Karlsruhe. Hofbibliothek. Ein eingelegter eettel von Wolters hand gibt die minier 25, auf hl. 1 steht N. 19. XV jh. Papier. IL 0,805. Er. 0,205. 1). 0,045. Spalten gesuhlt auf 28, dann wieder von 1 bis 486, von mir weiter foliiert mit fortlaufenden numern bis 574. 2 spalten auf der Seite. Gekauft 1763 von Philipp Jacob abt von St. Peter auf dem Schwärsioald. Inhalt: 1. Sp. 1 — 28. Deutsche prosa. Ein lei tung zum wä ls eh eu gast. [ Vgl. Pückerts ausgäbe s. 403.] Anf.: Swer die materie wissen wil da von diez püch sage der vindet die materie alle nach einander Dicz pi'ich ist getailt in zehen tail vnd etlich tau hat cehen Capitel Etleiches mer etleicher minner Vnd ain iegleiches Capitel hat sein laut Etleichs vil Etleichs lucel. Nach sp. 28, bl. 11, beim beginn der neuen columnierung sp. 1, beginnt der w als che g a s t v on Th om a s in vo n Zirclari a. Anfang: Swer gerne list gute märe Ob der selb gut were. Zwischenein ist räum gelassen zu bildern, die nicht ausgeführt ivurden. Schluss sp. 486: A.H. 9. 51 Hie wil ich dir ende geben Gofc geb das wir an ende leben Durch die drey heilig namen Vater sün heiliger geist amen. 2. 8p. 488. Daz lieht der seel. [Vgl Zingerle, Germania 22, 41.] Anfang: Von himel send mir got chraft Leich mir sinn vnd maisterschaft. Nach dieser einlcitung kommt eine prosaische vorrede. Das buch, prosa, beginnt bl. 489: Dicz Puech haysset das Hecht der seel. Das ganze hat 104 capitel. Bl. 572 kommen noch folgende verse: Hie hat das puch end Got vns sein gnad send Es ist geteutschet worden Do man zalt nach rechtem orden Tausent vnd virhundert iar Vnd sechvndzwainczig f'urwar Kantest du en nu gern Des wil er dich gewern So liss am ersten anegang Die ersten puchstaben nach der leng So vinstu seinen namen Des er sich nicht wil schämen Nu ist war das ich han gebort Das etlich maß mein sin betört Der pucher sollen zwai wesen ünant das licht der sei als man mag lesen Das gros vnd das klain Ich vand aber nur allain Das klainer als es hie vor stat Wer aber dorab ain verdrisseu hat 572b Den fleissig ich wil pitten Das er mit guten sitten Das ander puch auch wel machen Ich han oft must krachen Ee ichs czu samen hab klaubt Es hat mir oft mein sin braubt Das wil ich auch ainem andern geunen wol Vnd em dancken als ich sol 4* 52 A. H. 10. Wer auch sei ain gut gesel Vnd dicz puohlein straffen wel Dem wil iohs nicht verubel haben Vnd pitten das en wel begaben Got der almechtig herre Wan ich pin em villeicht zeuer Das ich em selber dank Wie wol ich pin an kunsten krank So han ich doch das pest getan Vnd wil dorumb chain Jon han Das gots vnd vnser üben frawn Das wir die ewigclich müssen schawen Des helf vns aller helgen namen u. s. w. Der name des Verfassers, der sich aus dem dkro- stiehon hl. 488 ergibt, ist: Vlrikh pfarrer ze Tirol. 10. Karlsruhe. Hofbiblioiheh. Cod. S. Pefcri, ohne numer. Ein- eingelegter zeltet trägt die numer 85. XIV jh. Pergament. IL 0,22. Br. 0,167. I). 0,022. 111 hl, 2 sp. auf der seile. Gehörte dem Moster St. Peter. El. 1 steht als name des Besitzers: Emit Philipp. Jacob. Abb. 1781. Inhalt: Deutsche homilien und andere geistliche betr ach tun gen. Anfang: Sancto Lucas sebribet vnz do vnser herre wandelte vf ertrich. in minscblichcr nature do waz ein rieber man der begerte Jesum ze sehende. Do in mochte er sin vor der vili der schar niht gesehen. El. 57d ist brüder Eckart citiert. El. 92c kommt eine predigt von ihm: ein bredie von vnzer herren lichanien, die det brüder Eckehart. El. 100. Hie vahet ane die vij gaben dez heiigen geis'tez. Anfang: Die erste heizet wisheit vnd disv gäbe machit dem menvschen got vnd alle gute ding svse. Die betrachtungen brechen ab bl. 109 d. El. 110. Deutsche geistliche verse, vierspaltig und ohne ab- A. IL. U—15. 53 Setzung der seilen geschrieben. [Gedruckt bei Pfeifer, mystiker 2, 516.] XV jh. 'Anfang: Were helle noch himelricli noch denne wolte ich. Minen got süzer uatter dich. Schluss hl. 111: Daz sont ir alle meinen kinder uberal Ilent in daz hohste gyt daz ist der ubersehal. 11. 12. [Die Bechstein'sche handschriß von Ebern ands von Erfurt gedieht von kaiser Heinrich und Eunigmäe, nebst deren moderner absch/rift. Hs. 11} bl. 30c. Geis tlie he prosa. Anfang: Eyn gut mensche begerde daz er gerne hedde. Schluss bl 32c: des fleysches wider vfferstandunge vnd ewig leben amen. 13. [Stuttgarter handschrift des Wigalois, hs. Cbel Pfeifer, s. X). 14. Basel. Universitätsbibliothek B. Tffl. 27. XIV jh. Pergament. [Hs. der Martina von Eng von Langendem, etc.} Beschrieben von J. v. Lassberg in der vorrede zum Littower von Graff, Diut. 2,115, von W. Wachernagel, altd. hss. der Basler Universitätsbibliothek s. 39. [A. v. Keller, Martina, s. 738.] 15. Stuttgart. K. privatUbliothelc. N. 16. XVI jh. Papier. IL 0,193. Br. 0,16. I). 0,016. 109 von mir gezahlte blauer. 54 A. IL 16—18. Gehörte 1674 dem läoster Weingarten. Inhalt nach dem neuen rüclditel: Thomas Lirers schwäbische Chronik. Prosa. Anfang: Im Namen Gottes Amen. In diser Cronickh Würdt durch Verdrießlich Vermeiden lannger geschrillt zulesenn. Bl. 72 beginnt eine spätere hand. Die Chronik ist fortgesetzt bis 1463. [ Vgl. Massmann, Jcaiserchronik 3, 355. Stalin, wirtemb. gesch. 3,!/]. 16. Augsburg. Staätbibliothek. XV und XVI jh. Papier. \fls. A der fastnachtspiele. Die besehreibung gedruckt in den fastnachtspielen, nachlese s. 324 ff.] 17. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. d. 118 (ol. 1271). Papier. XV jh. Fol. Ganz wie n. 117 geschrieben. Anfang und schluss fehlt. Platter von 9 bis 345 rolh gezählt. Heiligenleben. Besonders ausführlich sind die drei Jcönige bl. ccxlviii ff. behandelt. 18. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. d. 121 (ol. 1484). Papier. XV jh. 4°. Vorn stellt: das ist de swesteren zu ogelspiren, auf der anderen seile: Die bredigen von den Wyhennächten ist der suestren zu ougelspiren. Auf dem rücken ist das ms. bezeichnet eds Sermones adventuales, mss. peranti- quiss. saec. 13. Inhalt: Deutsche predigten, die zum theil in frühere zeit hinaufreichen mögen. Dass alte predigten dieser art später so überarbeitet worden, vgl. Herrn.. Leysers deutsche predigten des XIII und XIV jh. s. xxv. Die predigten gehen von advent bis ostern. Anfang: Ego snm vox cla- A. II. 19-22. 55 mantis in deserto Ich bin ain stimm des rneffenden in der wuesti. Am schluss steht die leidensgeschichte Christi mit der ge schichte der Juden von Datan bis auf die Zerstörung Jerusalems. Anfang: Dar nach do Lazerus siech wart hin gen Ostren nahent. 19. Tübingen. Universitätsbibliothek Bezeichnet M. d. 122 (ol. 1486). Papier. U. 8°. XV jh. 75. gez. bl. Das buch gehörte, nach dem einband zu schliessen, den normen in Ogelspyren, 1732 dem Johann Baptista Morer daselbst. Auf dem rüden ist es bezeichnet als Cursus marianus. Anfang: Hje fanhend sich an die siben tag zyt vnser lieben frowen nauch römischer Ordnung vnd zum ersten zuo der metten U. S. f. 20. Tübingen Universitätsbibliothek Bezeichnet M. d. 123 (ol. 1489).' Papier. Id. 8". XV jh. [S. altdeutsche gedichte s. 245 ff.] 21. Tübingen. Universitätsbibliothek Bezeichnet M. d. 124 (ol. 1251.)' Papier. XV jh. 4\ Boecius von der tröstung der wissheit. Übersetzung des buchs de consolatione philosopb. 22. Tübingen. Universitätsbibliothek Bezeichnet M. d. 128 (ol. 1270)/ Papier. XIV und XV jh. Fol 2 sp. auf derseite. Die guldin bulle. Das letzte bl. des registers am schluss 56 A. IL 23—26. fehlt. Biblis cli,e geschichte von Joseph bis zum buch der leimige incl. Tractat geschr. von Joh. Diel conventual in Zwie- falten 1451. Anfang: In dem namen der haügen vnd vnge- tailten dry vältikait vnd vnser fröwen der ewigen magt ze lob vnd ze ere vnd allem hymelschen herr ich lion gedacht ich wolle mich versuchen ob ich zetütsch müg machen vnd bringen das buch das da betrachtet ob Jesus marie sun der recht h b gehebt das er die helle hab berobt. 23. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. d. 129 (ol. 1258). Papier. XV jh. Fol Erklärung des buchs Fcclesiastcs. 24. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. d. 162 Grpp. Papier. XV jh. Fol. C ölln er statuten und concor- date der freien rcichsstadt Colin von 1437, mit nachtragen von 1515. 25. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. d. 221 (ol. 158). Pergament. XV jh. 10°. Brevier. Von M. Crusius hand steht vorn: Papistisch betbüchlin. Anfang: Dis ist der seien vesper. 26. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. d. 227 (ol. 218). XV jh. a. Fol. 1) Schwäbisches land- und A. II. 27—HO. 57 Ich unrecht. 1424. Vgl. Lassbergs ausgäbe. Anfang fehlt, im XVI jh. ersetzt. 2) Das recht der stadt Augsburg vom j. 1276. 27. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. d. 277. X V jh. 8°. Deutlich geschriebene pergamenths., war einer topograph. beschreibung von Ihm vomj. 1501 angebunden. Inhalt ascetisch. Anfang: Daz sint die fünf sinne, damit der mensche sundet Der erst sinne ist gesilit der äuge Damit sundet der mensche daz er siht gern schön Int. ScMuss: Den fnnfzehende sprich vn man mich aller miner wnden der walte niunhundert vnd niun tusent vn fünf vn drizich. ccc. 28. Tübingen. Universitätsbibliothek Bezeichnet M. d. 289. XV jh. 4°. Pergament. Vom k rectoramte der Universität übergeben aus dem gerate der 1845 verlassenen aula nova, Sommer 1846. Bothnangisches pfarrbü c hl ein, festigender für das ganze Jahr, mit gebeten, angäbe der reliqmm u. s w. 29. Darmstadt. Hofbibliotheh, 2254. XIV oder XV jh. Pergament. [IIs. der Eli sab et. Graf, Diut. 1, s. 343 ff. Bieger s - ^ ff-] 30. Tübingen. Universitätsbibliothek Bezeichnet M. d. 367. Hugo v o n L a n g e n st ei n , marier der heiligen Martina. Ab- 58 A. IL 31-33. schrift des manuscriptes der Basler bibliothek, hs. 14, durch stud. Joh. Gussmann 1853. [A. von Keller, Martina s. 738.] 31. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. d. 334 Grp. Herteog Albrecht und Otten von Ostreich freiheiten 1336. 32. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. d. 1 (ol. 13. K. 19). Bainer. Bl. 1—5 XVI Jh., bl Off. XV Jh. Bl. 6 unten steht: Hunc librum legavit dominus conradus hager ca- nonicus in ehingen stipendio de frankenliawsen etc. anno domini 39. 4°. Fascilcel von 12 blättern. Inhalt: Bl. 1. 2. 5 (3 und 4 ist leer). Rechnungen eines specerei- händlers über sein guthaben für gewürze, gold u. s. f. an Hans von Werdenberg, Jacob Werderle von Sultz u. s. f. Anfang: Item Junker Hans von Werdenberg sol mir c pfvnnd Imber. Bl. (iff. Gerardus odonis super libro etticorum (Aristotelis ?), lateinisch. Anfang: Quide virtus scrutamur ut boni efficiamur. 33. Tübingen. Universitätsbibliothek. M. d. 2 (ol. 20. 0. 28). Papier. Zeichen n°. 4. XV Jh. 324 Matter. Geschrieben zu Ulm 1404 nach bl. 33 b. Viele maiereien. Früher im besitz des 31. Joh. Jac. Schmid, Diac. Tidtling. MD CA] VI. Notizen darüber finden sich in den Tübinger berichten von gelehrten sachen vom ■}. 1752, s. 17, wo indess der name des monats decembers slachtmonat heissen sollte. Vgl. auch Ernst TJronkes beitrüge zur bibliographie 1, 37. A. IL 34- 30. 59 Kalender, ephemeris perpetua, berechnet auf 1405, anleitung zum aderlassen, diät, von den himmelszeichen, ihrem einfiuss auf die erde und den microcosmus, von den planeten, welche stunde jeder des tags regiert, von den Sternbildern und ihrer magischen be- deutung, dam viele geomantische tafeln. Anfang: Hartmont hat 31 tage, der nione hat auch wol dvissig tage. 34. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. d. 20 (ol. 1892). Pergament. XIV jh. 412 Matter, zum teil sehr verstümmelt, in einer mappe. Bruchstücke des jungem Titurel an dem einband der hugonischen postillen durch mich entdeckt und abgelost im november 1838. [Gedruckt Germania 22, 16 ff.] 35. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. d. 112 (ol. 1028).' Papier. XV jh. Fol. Allgemeine geschiehte. Anfang: Meldung voim ainer allttenn bistory zu beschreiben!!. 36. Tübingen. Universitätsbibliothek Bezeichnet M. d. 114 (ol. 1487). Papier. XV jh. 8°. Auf dem rächen bezeichnet als Ascesis collectanea germ. ms., eine Sammlung von gebet enu. dgl, welche der prediger zu Bgbraeh den Schwestern zu Ougelspyren zum neujahr gegeben. Es sind darin unter and. Sprüche aus den Urchenvätem, etlich lere oder regel ainer gaistlichen vbung, gebete nach den tagszeiten, ain lere Sancti Anshelmi die er ge- schriben haut siner Schwester ainer junckfrowen jn der er lr schrybet wie sy ir betrachtunge layten sol u. s. f., am gepett 60 A. IL. 37—39. anshelmi, ain begirliche raytzung zu der liebin cristi. Am schluss sieht die jahrszahl 1475. Anfang: Vnser herre cristus spricht zu siner gesponsz. 37. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. d. 117 (ol. 1209). Papier. XV jh. Fol. Zivei spalten, von etwa 32 Zeilen. 378 mit roten numern bezeichnete blätter; dazu 3 bl. rcgister. Das buch v o n d e n h e i 1 i g e n die da jn dem ganczen Summer vnd von etlichen höligen die da send jn den andern pistumen etc. Das buch gehörte früher dem am 22. fehr. 1689 geborenen Hannss Georg Rummel in Feuchtwang. Eine ganz ähnliche handschrift findet sich in der bibliothek des evangelisch-theologischen seminars hier, worüber vgl. Wackernageis deutsches leseb. 5te auß. 1, 1397. Haller allg. liier, zeit. 1839 märs sp. 415. Anfang: Sant Ambrosius. 38. Tübingen. Universitätsbibliothek. Bezeichnet M. c. 57 (ol. 89. Z. 149). Pap. XV jh. Fol. Auf hl. 1 unten steht: Dominus Conradus Hager Canonicus in Ehingen dedit istum libruni stipendio Frankenhausen. Inhalt: Lateinisches Wörterbuch mit vielen deutschen glossen. Am schluss, ebenfalls in alphabetischer Ordnung, ein Verzeichnis über die flexion der verba, ein gleiches über partikcln. Anfang: Domine deus nescio loqui quia puer ego sum. 39. Mainz. Stadtbibliothek. N. 30. XV jh. Papier. Braune A.H.4041. 61 lederdecke. II 0,124. B. 0,094. Gehörte früher der Mainzer Universität. Inhalt: 1. Ditis de affscheidonge vns leuenheren van (vnd ?) synre leuer moder. Anfang: Doe vnse lieue here Jesus xxxnj iair alt was. 2. Dit is de passie vns leuen heren we men die mit andacht sal betrachten. Anfang: Vp den groenen donnerssdach als vnse Heue herre Jesus. 40. . Main,. StadtbibUothelc. N. 193. XV ,7, Votier. Wässer lederband. Sammelband, deutsche prosa. Geschrieben mWur*- burg 1420 von bruder Konrad Bumpf, convenMaVSanoti btepham ovdinis Sancti Benedict!. Das buch gehörte früher in dacz kloster czu sand Gilgen in Nurberg gelegen. Inhalt unter anderem: 4 Von dem leiden Christi vnd mitleyden Mar e. 2. Vil andachtiger pet, so man communicziren bil vor vnd nach. .-?. Ein gemeine peicht. 4. Ein püchlein von dem lob der closter leichen ge- maynschal't. , ;„,],/;..„. ,, Do, Tvngulus (ä. 1, Tungdalus) von dem fecbfeur 6 Dv heyligen stet in dem gelobten Und do dex Herr L^ xp/geWert hat. Liese ^ff^!™ im inhaltsvJJnisse auf dem vordem deelel, fehlt aber im buche selbst. 41. Stuttgart. IL handbibliotheK N. 58 XIV fh. *££ Einband: holzdeeken, sehr wurmstichig. Hohe 0,305. Jtrm 0,21. 77 neu gezahlte Matter. 2 spalten auf der setie. ve- 62 A. II. 42. schrieben von Graff, Diutisha 2, 57. Inhalt: Gedicht über hersog Wilhelm von Österreich. Anfang: Eyn herzoch was in osterreich Gesessen der waz lobiclich Vnd was an allen eren lobesam Des gewalt ging woitten an. Schluss fehlt. Leiste seilen bl. 77 d: Ich weiß nu erst was got geit I.oneß seinen dieneren. Dasselbe gedieht, als dessen Verfasser Johann von Wiirs- burg sich nennt, findet sieh auch in andern Handschriften, und zwar mit einem hier feldenden eingang. Vgl. Kochs compendium. Berlin, 17.90, s. 71. Zacher in Haupts Zeitschrift für deutsches altertum 1, 214. Hoffmanns Wiener handschriflen s. 150 f. K. Ooedeke, deutsche dichtung im mittelälter s. 865. [Grundriss i 2 , 258.) Über die sage vgl. Jenaer allgem. lit. seit. 1844, 1252. Anspielung darauf in Altswerts Spiegel. Meister Altswert s. 158, 6', wo Barcalysen zu lesen ist. Vgl. Haupt 1, 220. In unserer hs. heisst sie Poraclise; z. b. bl. 72 c. 42. Ilegcnsburg. Kon. hreissbibliotheh. [Ms. I. fol.] X VI jh. Bl. 410 und 414 das jähr 1510. Papier. Holeband. Hoch 0,315; breit 0,215; dich 0,09 metcr. 434 Matter. Beschrieben dem poetischen theile nach in Mones anseiger 1838, 493. Benutzt von Unland, Volkslieder 1, 974. [Gesammtabenteuer 3, 794, no. 106.] 1. Bl. la. Pergamentblatt, fragment eines lateinischen mes sbuches. 2. Bl. Ib. Ordnung. 3. Bl 1c. Copey der Ordnung auf dem Reichstage zu Augspürg durch dy Komischen königlichen Maiestat, Chürfürsten Fürsten vnnd Stännde, des heyligen Komischen Reichs A. H. 42. 63 jm fünftzehennhundertissten Jare beslossenn. Diss von viel besserer hand geschrieben, als alles folgende. 4. El. Id. Anfang: Wir Maximilian von gottes genaden. El. 14 leer. 5. El. 15. Eine reihe von hochrccepten. 6. El. 27b. Medicinische recepte für hrankheüen der menschen. Ebendaselbst Erczney von Rossen. 7. El. 30. Item das sindt dy siben wort die got selber sprach, da er an das creucz gnagelt wardt. Item wer dy pey jm tregt der ist gebert von got u. s. iv. Abschrift hat Uhland genommen. 8. El. 30b. Hie nach stendt verzeichnet die ausge- prantenn wasser, jn welcher mas man dy zw den glydern nützen vnd prauchen sol, Als den maister michel schreibt [Schrick?] doctor der erczney, dy peschriben hat vnd ist gar gut vnd nüczlich zw bissen. 9. El. 32. Hie nach volgent ain nuczliche mateq von mancherlay aus gepranten wassern, wie man dxe nützen vnd prauchen sol, zu gesunthait, der menschen, vnd das puchl hat maister michel schrick doctor der eczney, durch lieb vnd gepett willen erber personen aus den puchern zu sam colimrt vnd peschriben. 10. Bl. 43b. Das ist der a b 1 a s vnd die gnad jn der heyhgen cristlichen kirchen zw Rom jn allen kirchen. Anfang: banctus Siluester vnd sanctus gregorius dy schreiben u. s. w. 11. El. 46. Hie heben sich an dy auslegung der tram dy her Josep gemacht hatt da er jn dem kercher lag gefangen von dem kayser Johis. Anfang: Ist das draümpt am haimlicher draüm, so nymm ain puch u. s. w. 12. El 47b Item der deutsch ziscon gang nach aller leng ganz aus. Em Mender in reimen. [CisiO)anus, s. K. Pickel, Konrad Banglrotzheim, Strassburg 1878, s. 59 ff. und unten hs. 62, 161.] Anfang: Peschniten ist das kmdt, drey künig sagten erharcz gesint u. s. w. 64 A. H. 42. 13. Bl. A8h. Item wildu machen ain wasser das goldt von dem silber schaidtt oder wel u. s. w. Darauf noch viele andere reeepte, z. b. bl. 51: Wildu machen ain crenczlein wann mans ainer junkfrauen auff setzt (nemUch die nicht maidtt is) daz sich pesaicht. Bl. 54. Wildu machen das du ain geschrifft schreibst es list sy niemant dan man habs vber ain feyr. Bl. 54 b. Wildu wissen was in ain haus gestolen wirt, das es wider müs werden it. s. w. Bl. 69. Schluss der reeepte: Et sie est finis per Ulrich. Mosten. Ulrich Most mochte sich, wenn er selbst zu schreiben verhindert 'war, etiva von einem ■Jüngern ablösen lassen. Die beiden handschriften wechseln in diesem codex mitten in den einzelnen stücken mit einander ab. 14. Bl. 69b. Ain Hecht vom hiliprant oder von dietrich von Pern. Es ist der Laurin. \ Vgl. Berliner heldenbuch 1, xxxiii.] Anfang [ebenda 1, 201,1}: Es was ze pern gesessenn Ain degen so vermessen. Schluss: Vnd der ciain laurein Müst ze pern ain gauokler sein Der edel jung dietlaib Mit seiner schbester haim ra-it Er gab sy ainm edelman Dauon sy vil eren gban. Also hat das puch ain endt Got vns alle zehimel sendtt. Hie hat der Lairein ain endt ßot vns alle ze himel sendtt. 15. Bl. 91b. Ain ander püch heb sich an. Erzählung von einem schmutzigen träum eines weih es. [Gedruckt er- zählungen s. 460.] Anfang: Es sas ain weib ob ainein echragenn Der was glüt vol. getragen. Schluss: Vnd erezt sy an als geferr Got pebut den Schreiber. Kxplicit. A. H. 42. 65 16. Bl. 92b. Es folgt, ohne Überschrift, ein schwank, ähnlich dem im liederbuche der Hätzlerin s. 219. Vgl. hs. 2, 73b. [Gedruckt er Zählungen s. 80.] Anfang: Ich kam auff ain gevilt weit Da sag ich ain vbel weip. Schluss: Also zbait sich jr leben Sy wil dem Man nicht vergeben. 17. Darauf folgt von derselben band, ohne allen absate, ein gedieht, dessen anfang zu fehlen scheint. Anfang hier: Herr erenpott was er genant Abenteür jm wardt erchantt. Es ist diss die von den brüdern Grimm, deutsche sagen 2, ■862 nach einer Wiener hs. [Iloffmann s. 100] erwähnte, von mir in dem Tübinger Iwnigsfestprogramme 1845 herausgegebene dichtung des von Wirtemberg pueh, aber sehr abweichend. [Vgl. Goedehe, grundriss 1\ 303, no. 56.] Bl. 99 bricht dieses gedield ab mit den Worten: Ich han aber lüczel trost Vnd gedenck es helff nicht. 18. Bl. 99. Dann fährt es wieder unabgeschieden fort in dem gedichte von ainem zornigen weib, Hätzlerin s. 49, e. 61: Wer ain vbel weib hat (/. hab) Der thw sich ir pey zeiten ab. Schluss: Der nem zu jm ain vbel weib So gesicht er an dem spreidtt. 19. Bl. 99. Ain ander sprach. Vgl. hs. 2, 74b. Anfang: Ich kam auf ain pach Da ich hört vnd sach Ain henn mit aim visch kriegen. Schluss: Du müstü altag zu fluchten gan Ergreift man dich man thut dich dar va. SO. Bl. 99b. Ain anders. Anfang: v - Koller, Altdeutacho bandachrifteu. ^ 66 A. IL 42. Der sprach im ist also Ir valt nicht vmb ain stro. Es ist diss nur der schluss einer andern er Zählung, vielleicht zu bl. 99u gehörig. Schluss bl. 100h: Auf seiner hoclien Salden perck Das haist daz jad von Wirtenberg (nicht rad, wie Mone 1838, 493 stellt). 21. Bl. 100b. Ain anders. Von Uhland abgeschrieben. [Gedruckt erzählungen s. 32. Vgl. Weller, repert. typogr. no. 1390.] Anfang: Mir traumbt ain nachs gar sicherleich Wy mich hin aufi' gen himelreich, Schluss: Das rat jeh euch mit treuen da Von leibnicz frosch redt also. 22. Bl. 104. Ain ander sprach, von Velczperger. So ist der dichter bl. 104b. 105b genannt. Vgl. über Um Goedekes deutsche dichtung im Mittelalter s. 677. {Gedruckt erzählungen s. 192.] Anfang: Mir sagt ain weyser cristenn Wy das wir ebangelistenn. Schluss: Das jeh aine jungen nicht en gann Das stett zeletzt jm passion. 23. Bl. 107. Ain anders, im register betitelt: ain sprach von gluck vnd des menschen sinn. Ein spruch Morgenrot s. Uhland hat davon abschrift genommen. Schon oben bl. 99 b nach dem bruchstück von der henne und dem fisch stehen durchstrichen die 6 ersten Zeilen dieses Spruches. Anfang: 0 Sach in allen Sachenn Hilff mir armen schbachenn. Schluss: Also sprach der morgen rott Thüt recht vnd sorget auf den thöt So hilft vns got aus aller not. 24. Bl. 109. Ain anders. Abschrift genommen von Uhland. A. H. 42. 67 [Gedruckt ersähhingen s. 1. Vgl. Germania 14, 243.] Anfang: Eynes tages das Ergie Als man vns saget noch ie. Sehluss: Sy müssen durch des leiden not Was jn der reich künig pöt. 25. Bl. 109b. Ain anders. Im register bl. 431b betitelt: Ain spruch von aim konig mit namen ezell. Es gehört genau zum vorhergehenden stück. Vo n ä c m Wu n d e r e r. Vgl. fastnachtspiele s. 547. Abschrift genommen von Uhland, Der künig was ezel genand Sein lob ist weitten erkant. Sehluss des ofenbar unvollendeten gedichts bl. IM: Poz ich an dir gesechenn han Ich wil dirs warleich sagenn Et finis est sie 26. Bl. 114. Item wy mein herren von Normberg ain schlahen gehabt haben mit dem marck graffen. jst jrem purck frid zw den pfingsten anno etc. 2° jar. Secundo, ä. h. 1502. Soden 156. Hort zw der jamerlichen clag Das ist geschehen auff ainen tag. Sehluss: Dz sey geschenck ainer gmain vnd ratt Dy sie schücz dy heylig trinitatt. Amen. 27. Bl. 118. Ain ander sprüch. Anfang: Wer an ymb selber nit bebartt Vnzücht vnd grosse hoffartt. Die geschickte von Jovinianus. Gesta vornan, c 59. Fastnachtspiele s. 1151. Von der Hagen, grundriss s. 365. Gesummtabenteuer 3, cm. Schkiss: Vnd war wider vnd pat gott ann Des helft' vns gott des ist vns nott. Hie hat der kunig ain endtt. 68 A. H. 42. 28. Bl. 125. Ain ander sprach. Die geschickte vom schwangem manch von dem Zwingüuer, gedruckt in Lassbergs liedersaal 2, 393 und in II. v. d. Ilagens gesammt- abenteuer 2, 53. [Auch hs. 2, 158d.] Anfang: Ich sagt euch gern ctbas Daz euch lustet dester paß. Schluss: Ich sollicher sieg von deiner hanttenn ee das ich wert zu schantten. Die hs. bricht also mit z. 321 (liedersaal 2, 393. Gesammtab. 2, 62) ab. 29. Bl. 130. Ain anders. liecept gegen das zahnweh. Schluss: vnd vergett der weting. Probatum est. 30. Bl. 130. Ain practica. Ich wolt dir gut ding practicirn Magstu mir der grillen wyren. 31. Bl. 130. Item als nach dem vil gar (d. h. jär) vergangen sind darin niemant mocht zw gelt komen u. s. w. 32. Bl. 1340. Wan man aim menschen stuel machen will. liecept. 33. Bl. 134b. Ain spruch hübsch. [Gedruckter/Zählungen s. 649.] Anfang: Es was ain mensch reich vnd geschlacht Ains gartens er jm erdacht. Schluss: Da wart jm geringert sein schber Also spricht der teichsner etc. 34. Bl. 135b. Ain ander s p r u c h. [Gedruckt er Zählungen s. 651.] Anfang: Zw aim mal het ain herr ainn chnaben In sein hercz also pegraben. ScJduss: Das mit vnrecht gebunden war Also sprich der t e i c h n a r. 35. Bl. 137. Ain ander spruch. Anfang: Ain neue redt ist mir worden kundt Von manigem rosen farbinn mundt. A. H. 42. m ScJduss: Maria hilf vns vnd allen frauen aus schbar Also spricht der teichsner etc. 36. Bl. 139. Ain ander spruch. [GedrucH bei Waclcer- nagel, Jcirchenlied 2, 970, no. 1207.'] Anfang: Got jn seiner maienstat Dy hat sein gnad mit vns verpracht. Schluss: Vnd für vns in das himel reich Da wir dich lobel ebicleich. 37. Bl. 141. Ain ander Ruff für den schaür. UMand hat davon abschrift genommen. [GedrucH Volkslieder 2, 813, no. 308. Wachernagel, Kirchenlied 2, 937, no. 1168.] Anfang: 0 süsser got herr Jhsu crist Seindt das du vnser sei an vnserm endt speisen pist Schluss: Gancz vnser pet also volaist So singen wil frolich amen. 38. Bl. 141b. Ain ander Ruf für das jech endt. UMand hat davon abschrift genommen. [GedrucH bei WacJcer- nagel, Jcirchenlied 2, 936, no. 1167. Vgl. Bartsch, beitr. 0. quellen- Imnde s. 382.] Anfang: Almachtiger got seind lucifer Aüß himels tron müest weichen. Schluss: Pehut vns vor der helle qüel Las valln deinn zornn etc. 39. Bl. 142b. Ain ander spruch. Anfang: Ich sünder pin jn laid pehaft Es hat auch meiner freiden krafft. Schluss: Hertzenleicher leib zu pflegen Das was ich junger degenn. 40. Bl. 148b. Ain ander spruch. [GedrucH ermhlungen s. 161.] Anfang: Ains jars zu der österlichen zeytt Rait ich jn fremde land weytt. Schluss: Zue rechter trew vnd stättikaitt Den pehüett gott ebigklychen vor laid. 70 A. H. 42. 41. Bl. 153. Ain ander spruch. Anfang: 0 main jch frey mich deiner künst Mein müt mein sin mein verminst. Schluss: Do müssen sy sich da vor smiegen Dy red haist der posen claffer triegen. 42. Bl. 164b. Ain ander spruch. Uhland hat davon abschritt genommen. Weitläufiges gespräch mit einer frau über die Idaffer. Anfang: Ains mals jn den herbstagen Thet mich mein sin vnd mein müt fragen. El. 169 ivird auf Wilhelm von Orlens bezug genommen. Schluss: Vnd peuilch dem der ob vns ist Dy red hayß jch der valschen claffer list etc. 43. Bl. 174. Ain ander spruch. Der dichter trifft zusammen mit frau Treue. Anfang: Ich ging jn ainem mayen morgenn Durch kurczbeil aus, ye doch jn sorgen. Schluss: Wer der eren vnd gutes gan Den las got ymer freiden han. 44. Bl. 183. Ain ander spruch. Gedruckt in Lassbergs liedersaal 2, 419. Anfang: Wann ain dinck geschehen sol Ich habs dick gehört woll Schluss: Sehen jn grossen frewden erscheinen Des wünschet dick das hertze meine. 45. Bl. 191b. Ain ander spruch. Anfang: Ains tags jch lag In meinem pett vnd enpflag. Schluss: Vnd ker dich zu der wendt Also hett mein traüm ain endt. Vgl hs. 42, 220. Hätzlerin s. 127 Haltaas. Cgm. 713. 4°. bl. 137 ff. Fastnaehtsp. s. 1164. Altswert s. xxiv. 46. Bl. 198b. Ain ander spruch. Liedersaal 2, 157. Anfang: A. H. 42. 71 Ich vnd ain ich waren ein Ein zbay, zbay ain, vnd an den zbein. Schluss: Des wolt got jch het es doch Vill nachent ein jar sy lebt doch noch. 47. Bl.202b. Ain ander r e d v o n g e d ü n c k e n. Anfang: Es was gen des maien kraift So manig werde geselschafft. Schluss: Das lasse jch woll ane streyt Vnd las es ligen als es leytt. 48. Bl 205. Ain ander sprüch. Anfang: Ich ging ains nächst von haüß spat Vnd kam für lybes kemnatt. Steht unter der auf Schrift Wie ain niuoter ir Dochter lernet puolen auch im liederbuch der Hätzlerin s. 305. Ferner ist das stück in hss. zu Dresden und Weimar. Vgl. meine fastnachtspiele s. 1331. 1443. [Im besitz von Kuppitsch in Wien, Mones am. 8, 211; in London, s. Bächtold, deutsche hss. aus dembnt. maseum s. 111, no. 13.] Schluss: Des gprüchs solt jr wol gedenchen Hab wir zw trincken solest einschenchen. 49. BL 210. Ain ander spruch. Anfang: In ainem morgen das geschach Das ain wolff reitten sach. Basselbe gedieht, das ich in den fastnachtspielen s. 1107 habe abdrucken lassen. Vgl. Espe 1837, s. 28. [Fastnachtspiele, nachlese s. 302. 303. Wagners archiv 1, 388.] Schluss: Ain wolff sucht manig list So er hungrig ist Vnd er auch gern vol ber Dyß redt hat gedieht der schmiher. 50. Bl. 214. Ain ander .prnok [Gedruckt erzählimgen *• 506'. Vgl. Goedeke, grnndriss 1\ 303, no. 60. Wagners archiv 1, 410. 431.] Anfang: 72 Ä. H. 42. Wend ir hören manige saoh Wy aim Studenten geschach. Schluss: Keiner soll sich tüncken also gescheid Das er frawen list verid Wan es wurd jm doch zu schber Also hat geredt der schmiher. 51. Bl 216b. Ain ander sprüch. Anfang: Man leütet ainem alten weib So dy wel schaidt von dem leib. Schluss: Vnd ist den allten laid Das die jungen sind gemaid Das red jch an gefer Also redt der seh üb er. 52. Bl 220. Ain ander spruch. Vgl hl. 191b. Cod. germ. mm. [270, 45. 379, 16.] 713. 4. bl 137. Hätzlerin s. 127. [Altdeutsche walder 2, 136. Fastnachtspiele 1164. 1444. Mones anzeiget 2, 50. Hs. 103, 217, ans. f. künde der d. vor zeit 1859, 406. Bächtold, deutsche hss. aus dem brit. museum s. 110, no. 8. Baracli, hss. zu Donaueschingen s. 47, no. 3. Bartsch, Heidelberger hss. s. 70 zu no. 148, 233 a; beitrage zur quellenhunde s. 177.] Anfang: Sich fugt an ainem morgenn Das jch gar vnuerporgenn. Schluss: Vnd ker dich zw der wendt Also nam mein traüm ain endt. 53. Bl. 224b. Ain ander spruch. Ein Marienleben. A nfang: Got himel vnd erd peschaffen hatt Er vand jn seiner mayenstat. Schluss: Das wir nit kernen jn misse thatt Sprecht all amenn hin zu gott. 54. Bl. 232b. Ain ander spruch. Passion. Anfang: An dem heyligen antlas tag Da got pey seinen Jüngern saß. Schluss: Dar jn want er am drytten tag Vnd ist erstanden am ostertag. Ä. H. 42. 73 55. Bl. 234 b. Ain ander sprach. Gedruckt bei der Hätzlerin s. 165. Anfang: Mich pat ain fraw minclich Das jch jr sagt peschaidenlich Wy es vmb varb wer gebandt. Schluss: Also hab ich dy varb erckannt Sy danck vnd pot mir dy handt. 56. Daran schliesst sich bl. 236, vom vorigen nur durch einen grossen anfangsbuchstaben getrennt, das gedieht von der grünen färbe, gedruckt beir Hätzlerin s. 166. Anfang: Ich kam in freyen mut Durch lüst als maniger tut. Schluss: Sy sprach aeh got müs dein pflegen Vnd gab mir fraintlichen jren segen. 57. Bl. 239. Ain ander sprüch der siben färb. [Steht auch hs. 2, Ob mit abweichendem schluss.] Gedruckt Hätzlerin s- 168. Anfang: Mich fragt ain fraw minclich Vnd sprach zw mir peschaid mich. Schluss: Es wart mir vor nie pechant Dz hat mich pebeist dein nam. 58. Daran ist dann ohne alle Unterbrechung, bl. 243, angeschoben : Nu merck gut gesell wie Es ist vmb jn ergangen Er leit schwerlich gefangen Dort in frommen landen. -Es ist ein stück aus der schon früher mitgeteilten crzählung bl. 149 b. [Vgl. er Zählungen s. 162, anm. zu 12.] Schluss: Vnd pfligt lieb in stetichait Den webar got vor herezen laidt. 59. Bl. 245. Ain ander spriieh v on a 11 er 1 ay pluemen. Gedruckt Hätzlerin s. 162. Anfang: Ains tags jch spaziren gie 74 A. H. 42. Ir mögt gern hören wie Ich jn frewden was peschafft. Sclüuss: Vnd freidt mych stetz jr gestalt Die joh da main si hat gewolt. 60. Bl. 248. Ain spruch von z b a y n schbestern, wy aine dy andere straft (nicht schalt, wie bei Mone). Gedruckt im Heuerbuch der Hätzlerin s. 163 Haltaus. Anfang: Ain ritter alt vnd greiss Wolt got diennen mit fleis. Schhiss: Vnd gab jn da den segen Got wel vnser aller pflegen. 61. Bl. 251b. Ain ander spruch. Hätdcrin s. 113. [Hs. 62, 82b. 97b. 119. Cgm. 270. 568. Sonst s. Mones einstiger 7, 496. Goedeke, grundriss l 2 , 295, no. 25. Barock, Donaucschinger hss. s. 48, no. 6. Bächtold, deutsche hss. aus dem brit. museum s. 111, no. 12. Wagners archiv 1, 551. Bartsch, Heidelberger hss. s. 128 zu 215, 5a.] Anfang: Was got zw freiden het erdacht Das hat er vollielichen verpracht. Schluss: Da mit man weiplich er verdruck Got geb den fraüen alles glück. Amen. 62. Bl. 256b. Ain abnteür von ainer erezney. Prosa. Anfang: Item so nym von erst dy leber von ainm artstain, vnd dy hingen von aim marbelstein. [Gedr. Germ. 8, 64. \ 63. Bl. 257b. Dy Ordnung da man den Juden zu reg. (? Regensburg) hat predigt. [Gedruckt fastnachtspiele, nachlese s. 305, vgl. s. 301.] Da man 1474 schreib wardt Du hub sich an zu reg. mit den Juden ain newe her fartt. Scltluss: Wo sy vns mögen petriegen das tünck sy wol gethan Mit listen vber fliegen spricht rosner der ciain man. Über diesen dichter s. fastnachtspiele s. 1077. 64. Bl. 258. Ain ander sprüch. Anfang: Es sprach ain armer kauit'mann A. H. 42. 75 Ich wais weß sol ich mich pegan. Schluss: Die gmant haben in dyser weit Sy siezen zu hei und zelen gelt. 65. Bl. 258b. Ains mala da waren jn krieg ain gold vnd ain zagel welches dy lieb der frauen erkriegen boldt etc. [Gedruckt er Zählungen s. 4.37.] Ich wolt vnter ain linden sein gangen Da waren zbay vor mir dar komen. Schluss: Dar zu des roten golez geniig Des nein sy für des kaysers gutt. 66. Bl. 2621. Becept. Ain päd für die lern der franzosen. Anfang: Item so nym essick, gepranten wem, laugen u. s. w. 67. Bl. 2621. Ai n hu b s ch er s prü oh. Meistergesang in 17 vier zehnteiligen strophen. Wider die Verderbnis aller stände, unlebendig. Anfang: Vns sagt das puch genesis Wy got dy weit jn wages fliß. Schluss: Er haist Jörg Schilcknecht Der dises tichten thett. 68. Bl. 267b. Ain erezney wider dy pestilencz. Anfang: Item so nym iiij lat gestossen saffran. 69. Bl. 268b. Ainliechtt. Gedruckt bei Uhland, Volkslieder 1, 195. 1008. Es warb ains edelmans kindt Vmb ain edle herzogin. 70. Bl. 269b. Becepte. Für dy basser suchtt. Anfang: So nym vngenante gersten iij handt vol. - Für den aus- peyssunden wurm. Anfang: So nym honig vnd am ayr thoter vnd venedigisch glaß, - Bl. 270. Für den gryfi. Anfang: So nym gedert stain Raüez als vil als ains. - dy pestilencz. Anfang: So nym wirmut vnd des morgens gessen. - Für dy rott vnter den aügen. Anfang: bo nym schbebel. - Bl 270b. Zw faulen pain. Anfang: 76 A. H. 42. So nym prenten alaun. — Zw serigen augenn. Anfang: So rauch dich ab gesoten. 71. Bl. 2701. Ain liechtt. Anfang: Was trew mag versehen mich Mein hoch erlesens ain zw dir. Schluss: So magst mit bordt mich kauften erst wol an das aft'en saill. 72. Bl. 271. Hiernach beginnt, wie es scheint, ein anderes lied. Anfang: Des mayens lflft, Süsser dttft. Schluss: Von vogel geschray Gar mancherlay So hör wir verzbirerirer Verzbinzeliren Kum raeczlein, Waz wil mein, Es mus sein, Nu las ergeezen Vns nider seczen, Lausen mausen, Las her sausen, Es gilt, Das wider hilt, Nu jn dem than, Küm, meczlein vnd lach mich ann. 78. Bl. 271b. Ain ander liechtt. Anfang: In lieb vnd ganczen treuen Het jch mir außer weit. 74. Bl. 272b. Ain ander liechtt. Anfang: Ein glucklich zeit Hat mich erfreudt. 75. Bl. 273. Wy man wein rott machen soll. Anfang: Wy man weyssen wein. ■— Bl. 273b. Wan ain wein lauter wil machen. So hastu gar ainschons stuck. 76. Bl. 274. Ain spruch van ainem palbirer. Steht auch hs. 62, 72 [und hs. 103, 18, anz. f. Jounde d. deutsch. 77 A. II. 42. vor,. 1859, 328. Cgm. 713, 146. Gedruckt crzählungcn s. 426. Vgl. fastnachtspiele, nachlese s. 303. Bächtold, deutsche hss. aus dem brit. museum s. 113, no. 21. Wagners archiv 1, 552.] Anfang: Ich kam jn ains parbirers hauß Da sach ich oben zu dem venster heraüß. Schluss: Vnd pin sider nie chumen hin wider Also leg ich mein erczneyen der mder. etc. 77 Bl 276b. Mnnch von Salc/.purg korbeyfi. Ain hubsch er spruc h. Es ist das Salve regina glossiert [Vgl altdeutsche Uättcr 2, 330. Hoffmann, gesch. des kirchenMedcs24., Waclcernagel, Jcirchenlied 1, 365. 2, 409. Germama 23, 30. Goedeke, grundriss 1\ 237.) Anfang: Salue got grüs dich junckfraw rain Ain neus geticht jm herczen mein. 78 Bl 279 Wenainer jn das wilpadt zeuch sol man sich also halten. Anfang: Item so nembt j $ alaun. 79. Bl 279h. So ain fürst munczen will. weisuna zum geldmünzen. 80. Bl. 281. Lehr gedieht. Vgl U. 3321, A^ang: Mensch wildu bey sset1 ernen So merck auf mein ler eben. Es ist ye in der weit ritt Thw recht vnd furcht dir nit. Schluss: Vnd sey vns dy vergeben Das wirt dorck {Mone dort) ebichch mit jm leben. 81. Bl 283. Ain segen probirtt. Anfang: In dem land ybernia was ain küng, der hett ainen sün, der hyß «»»*«»• ühland hat davon aoschrift genommer, Darauf folgen noch and, ^iT^WAinaderlaßtanel. W»~ als etlich jar vergangen sind darynne nymant mOcbt » gett komen. DerbhiJsche anweisung über die aderlasstage m jedem monat. 78 A. H. 42. 83. Bl. 290. Ain spruch von kaiserEarl, d. h. herzog Karl dem kühnen. Panzer, Supplement s. 19. Anfang: Nach tausent vir hundert jaren Vnd 64 auch hin waren Zoch herzog Karl mechtichlieh Auf von pargund gen Franckreich. Schluss: Das er vmb kam got hab dy seil Vnd pohüt sy dort von der helle quel. 84. Bl. 295b. Ain lycht von aim freylein. 2 Strophen. Anfang. Mein hercz hat jm zw erbelt Zw dienen ainem freylen clar. 85. Bl. 296. Ain spruch von der lieb. Anfang: Woll hin seid du verpesserst hast Vnd jch gluck warten soll. 65 gesohlte reimpaarc, liedcranfünge. 86. Bl. 299. Von der müncz. Viele nötigen über den geholt einzelner münzen. 87. Bl. 301b. Wildu salcz von vngeleuteren Salpeter s ch aiden n. Item so nym dein Salpeter vnd leg jn u. $. w. — Wy man waichen Salpeter leutern soll u. s. w. Folgen noch mehrere ähnliche reccpte über die bereitung des Salpeters, des gemeinen pulvers, zündpiävers, Springpulvers, die härtimg des stahls u. dgl. 88. Bl. 306. Ain spruch von pf enningen. Anfang: Nu schbeig so wil jchs heben an Was der pfening wunders kan. Steht auch in andern handschriften. Vgl. [hs. 60, 71b}. Fastnachtspiele s. 1336. 1437. [Hofmann, Wiener hss. s. 185, no. 17.\ Gedruckt beiMyller b. 2. Fastnachtspiele s. 1183. Schluss: Wer mich mit eren pehalten kan Aüß dem wil jch machen ain frümen man. 89. Bl. 307b. In dem namen gottes. Gott dem al- ä. n. 42. 79 mächtigen ist vntertänig alle creatur u. s. w. El. 308 kommt das jähr 1484 vor. 90. El 309b. Ain licht von Jhu. Anfang: Ain pluem steht auf der haiden Ks mag wol .Thesus sein. Vgl. Mones anzeige 8, 333. Ph. Wachernagels Mrchmlieä no. 629 f. Gedruckt in ühlands Volksliedern 1, 865. 91. El. 310 b. Zw ain er abentvesper. Zeilen nicht abgesetzt, lateinisch und deutsch gemischt. Abenteuer des bruders Eberhard in einem fremden Master. Lied, Vgl Mones anseiger 1839, 211. Gedruckt in Fichards arcldv 3, 203. {Bringen s. 390.] Anfang: Deus in adiutorium jntende Es sprach ain stolzes inündelcin das waß penende. Schluss: Wer schauet euneta pericula, Selten kumpt er ad cellulas Oculte. 92. El. 311b. Folgen reeepte, zum schiveissbad, zur purgatzen, zum lassen. ' 93. El. 312. Ain Hecht von der lieb. Anfang: Kain lieb so groß sy nymht ain end, Der abschidt thut dem herezen we. 94. El. 3121, Beeeptefür die brüst, gegen den husten. 9:, El. 312b. Ain 1er dem menschen. [Steht auch hs. 62, 811, Vgl. Weiler, annahn 2, 456, no. 877.] Anfang: Hör mensch jeh wil dir 1er geben Wy du solt füren hie dein leben. Schluss: Wan Er ist ain geber aller ding Hilf das vns hie vnd dort geling. 96. El. 314, Andorn chraut. Anfang: Item andor* das man in latein nent marnbeum jst diser natur. 97. El. 315. Fechberg. Anfang: Item wan eurer iech- berg kauften wil zw normberg. 98. El. 315. Pur den prechen der pestilencz. Meceptc. 80 A. H. 42. 99. Bl. 315b. Von der tugent vnd kraft des karten- bassers. Anfang: Item karten kraut oder pueben strell ist ain kraut. 100. Bl. 316. Ain guter bryeff. Mein fraintlich grüs zbischen pfmgsten vnnd (hl. 316h) esling 3 wochen von stuckgarten jn dem nagsten dorf vor sand michels tag. Höhnischer absagebrief an eine treulose geliebte. [Vgl. hs. 60, 82.\ 101. Bl. 316b. Becepte, für den liarmstain, für den roten gryss u. s. w. 102. Hl. 318. Ain frauen lob, ain sprueb. Frauenlob plaber dan. Über den blauen ton s. Ettmüllers Frauenlob s. xii. Anfang: Ich wil dir Raten junger man Vnd wil du dich peschaiden lan Vnd wildu greyfi'en zu der ee. Schluss: Darumb der heylig geist sich hatt Gar schon mit jn verainet. 103. Bl. 320. Ain spruch so man vor vilshofen gelegen ist 1504. [Gedruckt bei Liliencron, die historischen Volkslieder 2, 561, no. 248.] Anfang: Nach der gepurt vnsers herren ihu xpi das ist war Tausent 5 hundert vnd jin virden jar. 104. Bl. 323. Hof mar von (Mone vom) punt, ain sprüch. Uhland hat davon abschrift genommen. [Gedruckt bei Liliencron 2, 267, no. 173.] Anfang: Der grossmachtigst kayser Priderich Geporn von osterreich. 105. Bl. 325h. Ain spruch von aim münch. [Gedruckt crzälilungen s. 242. Vgl. fastnachtspielc, nachlese s. 308. Goedeke, grundriss 1 % , 303, no. 55. Wagners archiv 1, 422. 426.] Anfang: Wer will sich vast bebflnden doch 0 weib pey vnsern zeitten noch. Schluss (unrichtig angegeben hei Mone, am. 1838, 497): A. H. 42. 81 Darumb nit gar zu vngeüer So hat geticht hans schnep erger. 106. El. 322b. Ain spruch von weyshait. Nicht auf - geführt in Mones anseiger 1838, 497. Steht schon hl. 281. Anfang: Es ist ye jn der weit sit Thue recht vnd furcht dir nit. Schluss: Vnd sey vns die vergeben Das wir dort ebielich mit jn leben. 107. El. 334b. Ain spruch von dem römischen künig vnd dem heyling reich. 0 romisch reich du heylige krön Was wil zu leezt naher gan. Bl. 337 findet sich eine schöne stelle über das hinscheiden des harzogs Eberhard von Wirtemberg. Der des reichs sturmfan jm sin schilt Mit grossen eren hat gef'urt Durch des Vernunft pillich regurt Wern alle land vnd künigreich Got geb dem fürsten tugentreich Pey jm freudt jn des himels tron Worlich ist er der teutschen krön Vnd spigl aller tugent gesein Got geb jm dy ebig rüe er ist dahin Ich wais wol edler künig her Das dir nit wol möcht laides mer Geschehen sein an deinen mann Er hat dich lieb alzeit gehan Vnd ist dein aug vnd hercz geschin Dein genad hat solchs gemacht wol schin Vor hin mit eren ycz mit clag. Schluss: Vnd vns fridt sälig zeit auf erdt Da nit ain troysch saw dar auß werdt. 108. Bl. 337b. Ain spruch. Anfang: Fridt auß mein zartt Wie hoch dein artt. Schluss: Elendiclich Rieh her got rieh. V. Keller, Altdeutsche handsohriften. 82 A. IL 42. 109. Bl. 338b. Ain sprach von ainem chrancz. Das gedieht ist offenbar vorn und Muten mangdhaft. Abschriß hat ühland genommen. [Gedruckt erzählungen s. 643. Vgl. Goedeke P, 310, 7.] Anfang: Auf yedem crancz sach man lauffen Ain federn von ainem straussen. Schluss: Sy bieten ainen spähen fündt Mit hübschen listen fnnden. 110. Bl. 340. Ain spruch von ainem grafen. Der graf im pfl,uge. Es sind 11 dreizehneeiMge Strophen. Eine abschriß hat ühland genommen. [Gedruckt erzahlungen s. 168.] Anfang: Nach singen tichten stet mein müt Nu merekt jr werden maister gut. Sclduss: Sy sach gar elend in dem veld Den werden grafen daher gan. 111. JBl. 343. Ain hübscher spruch vom heyling geyst etc. Aufforderung zum Türkenkrieg. Anfang: Heyliger geist du höchste sach Las fliessen deiner genaden pach. El. 3.50b: Du siezt wol in furstnlichem zedel Von h'bingen ain graf also edel. Bl. 354: Nu komet dar zu jn kurezer eyll Hognaw eslingen vnd auch ratbeil Ir solt den tureken helfen zbingen. Sclduss: Des wünschet euch menig herezen gir Vnd meniger frümer crist mit mir. 112. El. 3.55b. Ain spruch \vy herezog Albreth liegensburg eingenomen hatt etc. [Gedruckt bei Lilien- cron 2, 185, n. 163.] Anfang: Ir solt hören was jeh euch sag Es ist nit haimlich ligt an dem tag. Schhiss: Domit wil jeh meinen spruch wenden a.b. 42. 83 Got wel vnnser sei gein hirnel senndem Omnia tempus habet. Alles dings ain weyll. 113. Bl 374b. Dy siben freu dt vns er frauen. Der sal wir aller genaden trauen. Ain sprach. Suchenwirt s. 123. Anfang: Gütlicher weyshait fündament Dein grüntlas tief wirt nit volendt. Schluss: Als jre genadenn wol an statt Damit dy rede ain ende hatt. Hie habent ain endt dy syben freudt vnser frauen Got müg vns an vnsern leczten zeitten an schauen Des helft vns gott etc. 114 Bl 401h Prosaische stücke betreffend die hönigs- w « h l i n Fr a n Jcfu r t. Anfang: Vermerck nach dem vnd wir auch vor Verhandlung dyß kaiserlichen tags Sie zu franckturt schreiben lassen. . . Bl. 405h. Vermerck wie der romisch küng zu ach em e- riten vnd gekrönt worden ist vnd königlichen hoff gehalten hatt. El. 410. Von, der anwesenJmt des Icaisers in Anspach 1510 in der fasten. , . , ■. ~ _; „ 115 Bl 412. Ain loblicher sprach wie der konig von a •rogania ycz neulich die haiden pestritep^nd vber wunL hat" etc. vnd ist geschehen am aben n m regum 1510 jar. [GedrueM in Mones ans. 8, 549 und LiUencron 3, 30, no. 260.] Anfang: Wer hören wel dy redlich tliatt So ferdinant pegangen hatt. Schluss: Das gott jn seinem himel reich Wurdt wol gefallen ebichch. Getruckt zu angsptirg im zehenden jar 1510 etc. 116. Bl.414. Von den Sitigen ain redt. Anfang: Ain schon weib mit guten ritten Die sol nymant lasters pitten. ^ 84 A. H. 43—53. Schluss: Gott diene ane wanck Tat aller weyßhait ain anfanck. Freidank s. 1 Grimm. 117. 111.415. Das nackat pild ain sprüch. {Gedruckt hei Keller, Elblin von Eselsberg, s. 32; vgl. Bartsch, Heidelberger hss. s. 72 su 148, 439b.] Anfang: Ains morgns f'rue her gein tag Das joh schlaffen mich pelag. Bl. 4Mb. Schluss: Ich treib nur weise werck Also sprach Lipel alber von elsasperck. 131. 425. Rechnung über lebensmittel von 1501 bis 1510, von der liand Mosts, der vielleicht Verwalter einer geistlichen corporation zu Regensburg 'war. Hl. 4:26. Register über das buch. Bl. 434. Pergamenturkunde des abts Alto von St. Ileyme- rani (? Emmeram) in Regensburg 1359. Bl. 435. Ein von mir angeklebtes papierblältchen: Brief von Friedrich an Hainrich Herttenberg oberrichier zu Landshut. Auf der rückseite verse: Mein traut gesell vnd liebster bort Was ich dir wünsch in deine wortt U. S. f. 43—45. [Die drei Heidelberger handschrifteu (no. 313. 355. 358) des meist er Alt s w e r t. Die beschreibungen gedruckt bei Holland ■und Keller s. vii—xxiv. Vgl. Bartsch, Heidelberger hss. s. 69 ff 103 f. 106 /.]. 46—53. [Handschriften der f a s tn ac h t s piel e. Die beschreibungen siehe bei Keller s. 1326—1433, und, zwar: A. H. 54. 85 46 = D, Dresdner hs., s. 1326 ff. 47 = G, erste Wolfenbüttler hs., s. 1344 ff. 4ß = K, zweite Wolfenbüttler hs., s. 1357 f. 49 = L, erste Luzerner hs., s. 1372 f. 50 = M, erste Münchner hs., cgm. 714, s. 1373 ff. Vgl. nachlese s. 334. No. 19, bl. 127-137 Der ritter in der cappelln nach hs. 56 gedruckt in den erzählungen s. 70, no. 33, bl 214-222 Die falsch peicht ebenda s. 232. 51 = N, zweite Münchner hs., cgm. 439, s. 1382 ff. 52 = 0, zweite Luzerner hs., s. 1430. P, Hamburger hs., s. 1430 ff.]. 53 = 54. Augsburg. K. kreiss- und stadtbibliotheh. Mss. Augustana n. 249 XV jh. Einband neu, steif brosch. Höhe 0, 21. Brette 0, 15. Inhalt: Vorbl 1. holzschnitt, das allianzwa W m Christophs von Bollstatt und der Anna von Bottenstem. 1 Bl 1 Niclas von Wile, Stadtschreibers zu Esslingen, Übersetzung der von Aeneas Silvias in Mein beschriebenen buoUchaft, so sich zwischen herrn Casparen ScJdiclcen und emer edlen burgerin zu Senis begeben. Die geschieht, «on-Euryalus und Lucretia. [Vgl. Goedehe, grmdriss 1\ 361 f. Keller, Mclas von Wyk s. 368.] Prosa. , El. 60b steht das datum Wien v. Non. Julii anno donum 1444. 2. Ain teutscher rattschlag. Anfang: Die vrtaü am kammergericht außgangen. 3. Bl 64. Bayerisches landrechtbuch, von 1428. 54 blätter. , . , 1AA0 4. Diekünokliohreformaoion«mi?hedh(*. HAH- 6 blätter. , -, 5. Kaiser Friedrichs reformation des lanü- Uerichts. 1471. 5 blätter. 86 A. IL. 55—5!). 6. Formularien. 7 Matter. 55—58. [Handschriften der fast nacht spiele. S. die beschrei- bungen bei Keller s. 1326 ff. 55 — R, dritte Wolfenbüttler hs., s. 1433. 50 = W, erste Weimarer hs., s. 1440 ff. No. 29, bl. 13lb Ein hofflich sprach von einem ritter gedruckt in den er Zählungen s. 70. 57 = X, zweite Weimarer hs., s. 1443 ff. In den ersähhingen sind daraus gedruckt no. 5, bl. 14 die wieder- vergeltung, s. 387; no. 24, bl. 61 der Windbeutel, s. 490; no. 26, bl. 76 b Plinten lit jm muscat plut, s. 393; no. 32, bl. 80 des vaters testament an seine drei söhne, s. 662; no. 43, bl. 169 b Lied Ich reit eins auß spaciren, s. 485; in den fastnachtsp. nachlese 310 no. 11, bl. 36. 58 = Y, dritte Weimarer hs., s. 1453 ff. Baraus gedruckt in den crzählungen no. 2, bl. 20 Vonn Einem Pfarer, s. 111; no. 48, bl. 22 b Vonn der wolffs graben, s. 365; no. 82, bl. 33; no. 88, bl. 34; no. 90. 92, bl. 34b; no. 94 f., bl. 35; no. 105, bl. 36; no. 108, bl. 36b; no. 125, bl. 42b s. 482—484; no. 115, bl. 38 Vonn dem zwatzler s. 407.] 59. Tübingen. Universitätsbibliothek. Md. 364. XIX. jh. Papier. 4°. 355 von mir gezählte blätler. Abschriften von Konrad Hofmann nach Münchner handschriften [cgm. 439 und 714 = oben hs. 51 und 50] auf meine veranlassung für die Tübinger bibliotheh gefertigt. [Baraus gedruckt in den crzählungen s. 298 die geschickte Von einem plinten = cgm. 713, 57; benutzt ist die hs. bei s. 426 Ain sprach van ainem palbirer.] 87 A. IL 60. 60. Ulm. Im Privatbesitz des herrn D. Dietrich Hassler Professors am gymnasmm und ephorus des permonats. XV jn. Angefangen 1459. Bapier. HoUbmd. Vordere decke fast gane weggebrochen. Höhe 0, 201 m. Breite 0, U m Vom, an verschiedene stellen in der mitte und M*» sind bUUer awpn«£ Vorhanden sind noch 130 neu gewählte, mcht bloss 125, m WecMerlm s. 68 sagt. Überdiss kommt die zahl 75 zwema. Die hs. gehörte 1807 dem prof. M. Georg Veesemmgerundjt beschrieben in F. Wecldierlms beyträgen zur geselmhte cdtteutseu spräche und dichtlcunst. Stuttgart, Metzler, 1811. b. Wf. L Schrift v. d. Hagens in Berlin, ms. Germ. 4>. 776, vgl.Ste^n- meger, altd. stud. s. 66 Gesammtal>enteue^^ swlLi. 1. Bl. 1. Der riesc Sigcnot. Littcratur s. a. a. o. s. 69. Anfang fehlt. Anfang: Nu ist mir dick vnd vil geseit Sprach sich der degen vnuerzeyt. Diu entspricht der str. 2S\n Hagens heldenbuch b. 2, hcl- dcnbuch Kaspars von der Bön s. 120 b. Schluss: Was yenant jn dem land beschach Wie sye müosten hauwen Von der aller grosten nott Seytt hyltbrant der alte Dyß lyett eyn ende hatt Amen AMEN. 2. Bl. 521, Anfang des m eist er g es a n gsvo » a lUn Hildeorant. WeckherUn s. 70. Wdands vorder 1, o30. 1013. Zeilen nicht abgesetzt. Anfang: Ich wolt zu lannd jn ßytten Sprach Meister hiltebrant. Bl. 53 bricht die abschriß mü den W orten der 6ten uhlan- dischen strophe ab: Ob eyner heysenn glütte Der alt hüb an vnd sprach. 88 A. IL 60. Darauf der name Wolffgang. Veesenmaycr bemerkt auf der vordem decke: Was s. 52 b und 53 steht, hat v. der Hagen abdrucken lassen, dem ich diese hs. mitteilte, ohne mich von dem abäruck in kenntnis zu setzen, den ich erst aus der erschgru- berischen encyklopudie u. d. art. heldenbuch erfuhr. Sic vos, non vobis. 3. Hl. 54. Fragment von den himmlischen seichen. Prosa. Anfang: Nu wil ich ettwas schriben von natur vnde angesiebt der zwolff zeycben. lil. 57 bricht das stücle ab mit den Worten: vnd sweren der gelider wann der monde je. Darauf sind mehrere blütter ausgerissen. 4. Hl. 58. Sehluss eines di dak tische n g ed icht cs. Anfang: Dasselb mag der tod moht 0 totlich mensch den tot betraeht haustu nu glucklich lust acht. Sehluss: Kein stym gesanck kein symphony Gotte hört ist nit lieb da by etc. Amen. 5. Bl. 59. Dy hoff zu cht. Der an fang gedruckt in Weckherlins beyträgen s. 70. [Das ganze er Zählungen s. 531. Vgl. hs. 2, 43b.] Anfang: Zu hofe seit man mer Hie vor ein esel wer Sehluss: Also sy vns ye getaten Daz wolt ich vns allen raten Amen. Dys buch heisset dy hoff'zucht Vnd pringet manig gut frucht etc. 6. Bl. 68b. Gedicht. Anfang: Eins morgens ich an mynem bet lag Vnd es dez morgens gancz wart tag Worden von dem morgen rot. Sehluss: Also ist mir gescheen Daz wil ich by mynem aid jehen etc. 7. Bl. 71b. Dis ist der P f e n i n g. Weckherlins bey- A. E. 60. 89 träge s. 74. Meine fastnachtspiele s. 1183. 1336. 1437. Es. 42, 306. [Germania 33, 160.] Anfang: Ein red wil ich heben an Waz der pfennig wonders kan. Schluss: Dy kouft'ent hy daz himelrich Das hant sy dort ewielioh etc. Amen. Bl. 74 leer. 8. Bl. 75. Das lied vom 'verliebten pf äffen. Es. 2, 39c. [Ggm. 270, 60. 379, 22.~] Gedruckt hg. von Mega- lissus. Jena, 1730. 8°. l l k bogen. WeckherUn s. 74. [Gedruckt liedersaal 3, 217 und er Zählungen s. 350 mit den abweichungen von hs. 2, 39c. Vgl. Goedelce, grundriss l 2 , 300, no. 11. Bartsch, beitrage zur quellenlcunde s. 178.] Anfang: Ich mereke an der weite pflicht Das kurtze wil ist anders nicht. Schluss: By gantzen truwen das rat jeh Got geb vns allen das himelrich Amen. 9. Bl. 82. Höhnischer liebesbrief an eine fr au. Anfang: Min vierteiligen willigen dienst jn einer kalten wurt besigelt mit einem hafnestel vnd das sach ein blinder essel ston zwusclien pfingsten und Esslingen. [Vgl. hs. 4.2, 316.] Bl. 82b bricht das stück ab mit: Darzü was mir die tint herfronn vmb sanet Jacobs tag Audi liebe frauw als jr mich gebetten band jcb sol ucli nuwe mer herfarn laß jeh ueb wissen das dem alten kunig. Bl. 83. Federzeichnung. 10. Bl. 84. Lied. Anfang: Min hertz das fert dahin jn großem leyd. Gedruckt bei WeckherUn s. 76. [Gegenstück zu Eätzlerin s. 45: Mein hertz das fertt dahin in hochen fräden.] 90 A. IL 60. 11. El. 84b. Lie d. [Gedruckt ereählungen s. 39G.] Anfang: Eyn frowlin zart gebot mir zu stechen Vmb ere vnd och vmh briß. 7 Strophen. Darauf die tvorte: Nit stich mich. 12. El. 85. Lied. Anfang: Wie rnocht jch von ir freud gehan. Gedruckt bei Weckherlin s. 78. Am schluss steht: Ach flu lieber loffel. 13. Bl. 86. Lied. Anfang: Her wider zyt der genaden Hilf mir zu freuden schier. I/iebeslied. Am schluss: Du alter domyne. 14. Bl. 87. Lied. Anfang: Min hertz das ist betrubett ser. Gedruckt bei Weckherlin s. 79. [Wackernagel, lesebuch l 6 , 1347.] 15. Bl. 87b. Lied. Anfang: Vor eynes burgers tore. Gedruckt bei Weckherlin s. 80. 16. Bl. 88. Lied. Anfang: In wollust myns hertzen. Gedruckt Weckherlin s. 82. [ Vgl. Moncs anzeiger 8, 366, no. SO.] Doch fehlt bei ihm die 3te Strophe, welche so lautet: Ir deglich kleytt das ist gemeyn Das sol mich doch nit erschrecken Ir kintlich grüß, jr schülin kleyn Dfint jr füß bedecken Ir gürttlin smal, jr gell fin har Das het jch schier vergesen Ir ermlin die sint offenbar Ir beynlin cleyn das sag jch zwar He ha ho es ist alles recht gewesen. 17. Bl 88b. Dag liett. Anfang: Woluff woluff nryn trütt gesell. 91 A. IL 60. Gedruckt bei Weckherlin s. 83. Hinter allen diesen liedern kurze Sprüchlein. Hier: Alle tag jn lyden Wil myn hercz zerschniden. 18. Bl. 89b. Lied. Anfang: On schaden wirt der man selten wiß Das bin ich worden inen. 19. Bl. 91. Lied vom cd ein Mbringer. Vgl. Weclc- herlim beytr. s. 74. Uidands Volkslieder 1, 773. 1032. Anfang: Wend jr hören nuwe mer. Bl. 96b steht: Diß buch ist an gefangen worden vmb sant Johans tag der ewangelist als man zalt von cnst geburt :m cccc° Hx per me Thomam Palm. WecUerlin gibt s. 7o die jahrcszaM 1359 statt 1459. [F. Vogt, Faul-Braunes betir. 12, 435.] . , 20.. Bl. 97. Von der fr au wen jm garten. Anfang: An eym tag joh beisBen reit Mit aim habieh in einen walt. Gedruckt mit demtitelYon ainem wtegarten (AnP Ains tages ich paissen raitt) HMzlerin s. 243b. [Vgl. Bartsch, Heidelberger hss. s. 72 zu 148, 460a.] Schluss: Die jr yo gefugten leit Daz wer wol vff mynen eit. 21. Bl. 104b. Derfrouwentrnwe. \Gedruckter^Ungen s. 634. Vgl. Barack, DonauescMngcr hss. s. 59, no. 3.] Anfang. Ein weck mich eins morges trüg An ein wasser gar vngefuge. Vgl. Colocz. cod. s. xiij. Schluss: Diß spruch heiß frauwen truwe In aller der weit sunder wang Hat frauwentruwe den forgang Welichem manne sie das leit Der schaff das sin stettikeyt 92 A.H. 60. Vnd sin truwe gein dem wib gang für Das man kein vntruwe an jme spur. 22. Bl. 111h. Von demmeygen. [Gedruckt erzählungen s. 615. Vgl. Monas anseiger 1, 261. 2, 50.] Anfang: Mit fliß han jeh betrachtet gar Vnd sunderlich genummen war. Scliluss: Daz jeh mit denoken waz vmbfangen Vnd zu dem brunnen kam gegangen. Amen. 23. Bl. 114. Die Bychte. Anfang: Eins tagos füget sich das Daz ich uß gegangen was. Vgl. [Wiener hs. 2959, 46a, Hoffmann s. 103.] Cgm. 714*, 64. Hätzlerin s. 115 mit der aufsehriß: Das pülschafft nit sünd sey, ain hübsche peicht. [Weiteres s. bei Goedelce, grund- riss i 1 , 296, no. 26. Bartsch, Heidelberger hss. s. 72 zu 148, 466a.] BL 121b bricht das gedieht mit den Worten (Hätderin s. 117b, z. 154) ab: Als die E vnd bulschafft Die gott selber hat gemacht. 24. Bl 122. Ersählung. [Gedruckt erzählungen s. 596. Vgl. hs. 43, 392 = Altswert s. xv. Goedelce l\273,no. 20.] Anfang: Es qwam eynes dages zu eyner zytt Als der winter eyn ende gytt. Schluss: Dar vff saß ich vnd reytt da heyn Da jeh joczunt byn zu disser zytt. 25. Bl. 127b. Gedicht gegen die Je läff er. [Bartsch., beitr. s. quellenlmnde, s. 364.] Anfang: Ach gott wold mich nyemant melden Ich wolt also Hecht gern schelten. Schluss: Vff liegen trygen stett jr syn Der tuffel für sye mynt ein ander hyn amen. 26. Bl. 129. Erzählung. [Gedruckt erzählungen s. 646.] Anfang: Q3 A. H. 60—61. Sych fugett zu eyner zytt also Das ich eynes morgens fru. El. 130b bricht das buch ab mit den Worten: Das jch gelebet zwar nye lieber zyt. 61. Würzburg. Universitätsbibliothek. Mch. f. 38. XV jh Papier. Hohband mit rothem leder überzogen. Höhe 0,28. Breite 0,2. Nach neuerer mhlung 303 blatte?. [Beschrieben- %n Mones anzeiger 7, 236 und Haupts Zeitschrift 3, 439.] Inhalt: 1. Bl. 1 ist ein pergamentblatt, das an die decke angeklebt ■war. Eine jetzt verstümmelte Urkunde von Frankfurt, St. Barbara 1378. An/.: Ich Gotfrid zum Romer vnd ich Henne Gotfnd Jekiln vnd Elsechen geschwist. _ o 2. Bl 2. Anfang eines registers: Anno domim m cec xxij 0 u. s. w. Bl. 3 leer. ... 3. Bl. 6. John Mandevilles reise durch Asien Africa und Europa, deutseh von Otto von Diemeringen. [GoedeMe 1' 377. Zamcke, priester Johannes, zweite abhandlung s 132. 147 ff. M.Lorenzen, Mmdev^es rejse i gammeldansk over- scettelse, Köbenhavn 1882, s. <*x«dii.] Anfang des registers: De libris fratris Georii Summer ordinis predicatorum. Ich Utno von Diemeringen eyn Tumhcrr zu Mecze jn lotringen han dis hüch virwandelt vs welische vnde latyne in düczsche. - BL ist die rede von den thaten Ogiers und wie sie in teppiche gewirkt seien- bl. 99 von priester Johanns Und. Bl. 12oschluss 4 Bl 125b. Erzählung von der todten fr au. [Gedruckt errungen s. 372.} Nach einer miäeikmg Friedemanns m Ilerrigs archw für das Studium der neueren sprachen 11, 4öö steht dieses und die 4 folgenden stücke in der gleichen Ordnung in einer Idsteiner hs. [S. hs. r>, no. 3.] Anfang: 94 A. II. 61. Wer drüwe gülde mit trüwen Des wolde ich nummer haben rüwen. Schluss: Ewielich an vnderlaz Nu wünschent alle mit mir daz. Amen. 5. Bl. 1331). Erzählung. [Gedruckt erzahlungen s. 604.] Anfang: Dje alden frommen hant vns geseyt Dz tugent ist ein eren cleit. Schluss: Habent got für aügen vnd lobent yn Hie mide myn rede sal ende sin. 6. Bl. MI. Diu ist der slaf finde hünt. [Gedruckt er- Zählungen s. 549.] Anfang: Wer getrüwen dinstlüden dinstlieh düt Mit arbeit vnd mit flißes mttt. Schluss: Ewicliche an endes stiirit Nicht beßers mag vns werden kiint. 7. 131. 146. Gedicht über Maria. Anfang: Eyn wort das wart von oberlant Mit eyme Engel her abe gesant. Schluss: Ewielich vnd vmmerme Nach vnser lesten fard. 8. Bl. 147b. Gedicht auf Maria. Anfang: Lop habe die zit des lobes In der got wolde jungen sich Kein mensche ward nie so grobez Is solde besynnen ewielich. Schluss: Nu hilft' vns got zu freuden ye Das werde war in gotis namen. Amen. Bl. 155 f. leer. 9. Bl. 157. Dis ist die vzrüstünge dez herezaugen gotfrides vonbullion. Anfang : So hebet hie an die vorrede Iiüprechten vff die historie Gotfrides birezaugen dez vorgenanten. Ich bieden alle die, die diese hystorie lesent. Schluss: A.R. Gl-62. 95 So wurdent die vnsern begraben mit dem lobe des almechtigen godes. Amen. Folgen lateinische gereimte distichen. Anfang: Qvi legis heo dieta ne sit tibi mens maleficta Vrbane pape duloia verba cape. 10. Bl. 297b. Lateinische prosa. Anfang: (T)Emporibus antiquis consuetudo fuisse legitnr rerum bonarum studia memorie mandari. «2. [Nürnberg. Valentin Solls Handschrift im besitze der famüie Merkel. Beschrieben von UJiland, Volkslieder 2, 973 f. und ausführlicher von Ph. Wackernagel, Ubliographie zur geschickte des deutschen kirchenliedes s. 80, no. eexv. Inhalt: 1. Vordere holzdecke, innere seite aufgeklebt. Lied. Auch, im Cod. pal. germ. 109, 134b, Bartsch s. 29. Anfang: Es hett sich ain maiater ains bedacht Er het ain pfinnigen losenn kaufft. Schluss: Neyn ich maister behüett mich gott Wie wer von mir so ain grosser spott Wa mans von mir sagett. Wa es vndert maister kern Kainer wurd mich haben, etc. 2. Ebenda. Lied. Gedruckt bei UJiland, Volkslieder s. 704, no. 270. Anfang: Ich waiß mir ain maistera tochter gntt Wann die treibtt grossenn übermutt. Scliluss: Ir vatter würekt den knappen stul Will er ir ze essenn gewynnen. etc. .5. Ebenda. Lied. Gedruckt bei Uhlanä s. 702, no. 269. Anfang: Ain newes liedlein will ich euch veryehen Wie zu Augspurg ist den webers knaben geschehen. 96 A. H. 62. Schluss: So maindt man dann es sey von milch So geüßt sy dz wasser zu zu. etc. Danach drei blätter register und 1 leeres Watt. 4. Bl. 1. Prosa: Ein form des bitte ns nach der leer Sancti Pauli. 1. Thimothej. 2. Die man dann yetz zu Zürich prachenn thutt, jm anfang aller predigenn. Anfang: Lassend vnnß gott ernnstlich bitten, das er sein hailig Ewig wort vnnß armen menschen gnedigklich öffnen wolle. 5. Bl. 1. Prosa. Ain andre gutte nutzliche bekantt- nus oder offne beucht, durch ain leeiamaister Barfüßer ordens, zu Augspurg, alle predigen dem volck trewlichen vorgesprochenn etc. Anfang: 0 herr Allmechtiger ewiger gott, jn deinen gwaltt seind gesetzt alle ding. 6. Bl. 1. Prosa: Ain guttlesen von dem Kr em er Cristi was er gutts zu uerkauffenn luitt, Anfang: Es spricht vnßer herr Jhesus Cristus, jn dem Euangelio Luce am neundtenn Capittl. Wer nit auffgibtt was er hatt, der mag nit mein Junger sein. Weiler, repert. typogr. no. 571 ff. 7. Bl. 3. Prosa: Ain vnderricht wie ain Cristenlicher mensch gott seinem herren täglich beichten soll, Doctoris Vrbanj Regij Thumpredigers zu Augspurg, Jim dem 1521. Jare. Anfang: Ee vnd der mensch sein wäre bußwertigkaitt beweist der kürchen. Panzer, annalen 2, 20, no. 1131. Weller, repert. typogr. no. 2250 f. S. Bl. 4. Spruch vom lösen missbrauch in der Christenheit: Nun volgtt hernach ain schöner sprach von dem bösen mißbrauch in der hailigen Cristenhait entstandene Gedruckt bei Schade, Satiren und pasguille 1, 27, no. 5. Hörtt zu ir herren meiner sag. Die weit f'üertt yetz ain grosse klag. Dz auff wöll stan vil ketzerey. Irtumb im glauben auch darbey. Schluss: So well wir bitten gott aller ding. Dz dem f'rumenn fürsten wol geling Vnd im gott geb sein hertz gerecht. So werden vil krumer sachen schlecht, etc. A. H. 62. 97 9. Bl. 6. Hans Walser, klage, über Luther: Ain bericht wieDoctor Martinus Lutter, von erstenn hinder solchen schweren handel komen sey, vnd wz in darzu geursacht, vnd bewegtt hatt. Weller, repert. typogr. no. 1963. Anfang: Ich hab offt ghörtt vor iaren sagen Wann es zu nahen ward den tagen. Schluss: Darmit erlangen die säligkaitt. Das helft vnß die hailig driuältigkaitt. Amen. 10. Bl. 9. Ain sermon Doctor Martinj Lutters, so er auff dem hinweg zu K. M. gen Wurms zu ziehen, auß bitt fürtrefflicher vnd vil gelertter, on vorgenden vleiß oder sunderliche studierung in der eyl zu Erfortt gethann Anno dominj 1521. Et Scriptum quoque a me Valentino Holl. Anno dominj. 1524. Jare. Dise Sermon D. M. L. ' Ist gethon am Suntag Quasi modo genitj. Ist geschehen zu Erfortt. Anfang: Ir lieben fraind, die historj des hailigen Thome, will ich yetz steen lassen. Panzer, annalen 2, 10, no. 1079 ff. 11. Bl. 10b. Intinuation der hochberüempten Vniversitet Erdfurtt, in Martinum Lutter durch Wolffgang Rusen verteütschett. Anfang: Die weil ich eur fürsichtige Ersame weißhaitt. Panzer, annahm 2, 35, no. 1203. 12. Bl 11. Ain anzaigung wie Doctor Martinus Lutter zu Wurms auff dem Reichßtag eingefarenn, Durch Kayserliche M. In aigner person verhörtt, vnnd mit im darauff gehandelt. Panzer, annalen 2, 25, no. 1151 ff- 13. Bl. 12b. Ain Dialogus von der zwytrachttung des hailigen Cristenlichen glaubens, newlich entstanden, dar in der mensch vnderricht würt, wie er sich in denen vnd andern yrrthumben halttenn soll etc. Weller, repert. typogr. no. 2021 ff. 14. Bl. 13. Ain gutte nutzliche Sermon Doctor Martini Lutters Augustiner zu Wittenberg, gepredigett am Obnsten. Anno dominj 1521. Vnd durch ainen seiner Discipel vleissigkhcli gesamlett etc. Euangelium Mathei. II. Panzer, annalen 2, 9, no. 1073. 7 v. Koller Altdeutsche liaiidschriften. 98 A.II. 62. 15. Bl. 16. Ain nützliche Sermon Doctor Martini Lutters, Augustiner zu Wüttenberg, gepredigett an der hailigen drey künig tag nach mittag, von dem reich Cristj vnd Herodis. Euangelium. Cum natus esset Jesus in diebus Herodis etc. Mathej 2. Panzer, annalen 2, 10, no. 1074.. 16. Bl. 18. Ain Sermon von der wirdigen empfahung des hailigen waren leichnams Cristj, gethan am grün donerstag zu Wittenberg . . . Durch Doctor Martin u m Lutte r. Anno 1521. etc. Anfang: Zum erstenn sollen die zum Sacrament nit geen, die in offenlichen Sünden vnd bösem fürsatz ligen. Panzer, annalen 2, 10, no. 1075 ff. 17. Bl. 19b. Ain Sermon von dem newen Testament, dz ist von der hailigen Messe. Doc. Mar. L u11 ers. Anfang: Zum ersten das leret vnß die erfarung aller Cronicken. Panzer, annalen 3, 188 zu no. 974. 18. Bl. 26b. Ain Sermon von dreyerlay guttem leben, das gewissen zu vnderrichten, Doct. Mar. Lutter. 1521. Scriptum a me Valentino Holl Anno dominj 1524. post Jacobj. Anfang: Zum ersten ist zu mercken, wie durch Moisen im alten testament der allmechtig gott beualch zu machen ain tabernackel. Panzer, annalen 2, 9, no. 1070 ff. 19. Bl. 28b. Ein newer Sendbrieff von den böfienn gaist- lichen geschickt zu irem rechtten herren. Noch mer ain Antt- wurtt von irem Erbherren vnnd ist vast Lustig zu lesenn. Anfang: Dem großmechtigisten fürsten, vnd Herren Herren Lucifern sampt seiner Hellischen versamlung Enbietten wir N. Bapst zu Rom. Panzer, annalen 2, 50, no. 1243 f. 20. Bl. 29b. Die verteutscht Bulla vnder dem namen des Bapstes Leo des zehenden, wider Doctor Martin um Lutter aufigangen jn dem .1500. vnd .20. Jare. (rot:) Nota. Leo Bischoff ain diener aller diener Gottes, zu ewiger gedechtnus der Sachen. Item dieser obangefangnen bulla bin ich gar verdrossen worden zu schreiben dann kain ander dann valscher text geet von disem Leo, wider den Martinum. Panzer, annalen 1, 438, no. 982. A. II. 62. 99 21. Bl. 29b. Wie Hieronymus von Prag ain anhänger Johannis Hufi durch das concilium zu Costentz für ain ketzer verurtailt vnd verpräntt worden ist, vnd wie er sich zu sterben beraitt hat etc. Item wie Jeronimus ain iunger Joannis Hassen ain böhems Ketzer des glaubens verprentt ward im concily zu Costentz, vnnd mit was dürftigkaitt er anttwurtt seinen .wider- partten, vnnd zu lettst sein sach mit kluger red thett auß- legen vnnd an den tag bringenn schreibt Pogius Florentinns seinem ainigenn Leonardo Florentino. etc. 1524. Panzer, annahn 2, 7, no. 1055. 22. Bl 32: Ain anzaigung wie allwegen sich die Römischen Bischoff oder Bäpst gegen den teutschen Kaysern gehalten haben, durch VlrichenvonHutten auff das kürtzest, auß Cronickenn vnnd Historien gezogenn, kayserlicher Maiestatt fürzubringenn. Vgl. Goedelce 2*, 231, no. 34. Weller, repert. typogr. no. 1407 ff. 23. Bl. 341). Namhaffter Offenbarungen zwu. Aine sagt der alt Joachim. Die andre die hailig fraw Hilde- gardis, so inen von gott geoffenbartt ist worden, der prophe- ceyen gar nahend sind. Weller, repert. typogr. no. 931. Anfang: Wa ich nach wenen soll veryehen. Wz in ltürtze soll besehenen. Schluss: Der gleichen wir auch möchten erfaren. Nur gottes gnad thüe vns bewarenn. Amen. Gott sichts alls. 24. Bl. 36b. Pamphilus Gengenbach, die toten- fresser: Ain lesen von den Todten fressern. Gedruclct bei Goedelce, Gengenbacli s. 153. Anfang: Der Bapst redt von ersten Den todten greiffend dapffer an, Wann ich den gwalt von Cristo han. Schluss:' Die vnß billicher soltten geben. Wollten sy besitzen ewigs lebenn. etc. 25. Bl. 37. Ain gütter Dialogus oder gespräch büech- Hn, von ainem rechtgeschaffnen Cristen menschen. 7* 100 A. H. 62. Goedehe 2 % , 266, no. 7,b. Am scMuss: Sic est finis huius a me Valentino Holl. Anno dominj nostrj Jhesu Cristj. Mille- simo quingentesimo vicesimo quiuto, Die vicesimo primo Julij. Nichts on vrsach. f•***; 26. Bl. 69. Ain spruch von ainem Adler vnd Hanen. geschehenn zu Mayland, In dem Jenner, do man zalt nach der geburtt Jhesu Cristi vnßers herren . 1520. Jar. Ain spruch gemacht von newer gschichtt Der dich gar kurtzlich vnderricht. u. s. w. Geschribenn am tag Andree. Anno dominj nostrj. Jhesu. 1524. Gedruckt bei Liliencron 3, 353, no. 345. Anfang: Mein anfang sey zu gottes eer. Der alle zeitt vnd noch biß heer. Schluss: Den gott well haben in seiner hutt. Darumb sprecht Amen Dz dunckt mich gutt. etc. Anno dominj 1524. 27. Bl. 69. Boßner, Ain gar wunderschöner spruch genant der kündtpetthoff. Gedruckt erzäläungcn s. 177: Vgl. fastnachtspiele, nachlese s. 304. Germania 33,161 f. Anfang. Ains tags spaciert ich auß nach lust. Hin in ain hauß ich mich verdust. Schluss: Der maint man müg in nit betriegen. Spricht Rößner in seim frawen kriegen. 28. Bl. 70. Ain spruch oder red, Vom oberste nn richtter. Anfang: Ains mals ich an aim ende saß. Do man manch seltzme frag auß maß. Wer ainß erriett dem gab man breyß. Schluss: Künd ich den weysen gar zuuil. Darumb ich hie mit enden will. 29. Bl. 70h. Hans Folz, Ain andre rettersch. Gedruckt in Haupts es. 8, 541. Anfang: Es wz verkündt in ainer fügur. Vnd ward darnach ain Creatur. A. II. 62. 101 Schluss: Besunder zu dem wein vil mer. Also spricht Hans Voltz Barbierer. 30. EL 71. Hans Fo lg, Ain sprach volgt hernach, zaigt an Von wannen die Affen kommen. Gedruckt in Haupts zs. 8, 537. Vgl. Goedelce 1*, 331, no. 33. Anfang: Ich fraget ainest ain der mer Von wannen die äffen kernen her. Schluss: Doch schuff die weyßhaitt das vnker. Also spricht Hans Foltz Barbierer. etc. 31. Bl 71. HansRamminger, Vomritter mit der rofi- h a u 11. Gedruckt er Zählungen s. 201. Vgl. Goedelce, grundriss 1', 303, no. 53. Bächtold, deutsche hss. aus dem Int. museum s. 78, no. 26. Nach dem cgm. 270, 64 und 379, 27 sowie dem pal, germ. 384, 114a, Bartsch s. 118, dem Teichner zugehörig. Oder Umarbeitung des Teichnerschen Spruches? Anfang: Ain ritter wz in oberland. Der wz ain dienstman wolbekantt. Schluss: Dz er seins weibes maister wer. Also spricht der Hanns Ramminger. etc. 32. Bl 71b. Ain sprach Vom Bürge r jm harrnäsch etc. Gedruckt er Zählungen s. 197. Vgl. Goedelce, grundriss 1\ 303, no. 54. Anfang: Ain reicher Burger hett ain weib. Die zoch auff hoffartt iren leib. Schluss: Vnd wer fürhin die burgerin kantt. Ward sy die burgerin im harnasch genantt. 33. Bl. 72. Ain sprach von ain er fra wen vnd ir mayd wie sy mit ainander kriegenn. etc. 1524. Gedruckt er- zählungen s. 222. Vgl. fastnachtspiele, nachlese s. 322. Goedelce, grundriss P, 331, no. 51. Anfang: Ainer nacht da gieng ich spatt vom wein. Ich vnd auch ander gesellen mein. Schluss: So schnitt wir niemantz ab sein eer. Vnd volgten nach des priesters leer. etc. 102 A. H 62. 34. Bl. 72. II ans Rosenblut, Ain sprüch von aim Barbier er volgtt hernach. Anno 1524. Audi hs. 42, 274. 103, 18. Gedruckt crzählungen s. 426. Vgl. fastnachtspiele, nachlese s. 303. Anfang: Ich stand in ains Barbierers hauß. Vnd sach zu ainem venster auß. Schluss: Wann sy thett krencken mein gemüett. Dz hatt gedieht Hanns Boßenplüett. etc. Anno 1524. 35. Bl. 73. Hans von Worms, ain gar hüpscher sprach Vom kau ff mann zu Basel. Gedruckt crzählungen s. 228. Vgl. fastnachtspiele, nachlese s. 320. GoedeJce l 2 , 332, no. 46. Anfang: Ains mala ain reicher kauffman \vz. Zu Basel er mit hauße saß. Schluss: Wer kan für böser weib gefeer. Spricht Hans von Wurms Barbierer. etc. 36. Bl. 73. Ain sprach Von dreyen gesellen die in ain statt kamen, vnd wie sy wein, prott, vnd visch, da selbs zu wegenn brachttenn. Gedruckt erzäJilungen s. 104. Anfang: Ich kam gegangen auff ain plaun. Da fand ich bey ainander stan. Schluss: Vnd wils also für ain warhaitt jeehen Dz es zu Costentz ist geschechen. etc. 37. Bl. 74. Hans von Worms, v on ainem truncknen man, wie in sein weib thett vberreden er wer vnrecht gangen. 1524. Gedruckt crzählungen s. 286. Vgl. fastnachtspiele, nachlese s. 321. GoedeJce l 2 , 332, no. 47. Anfang: Nun hörtt ain kurtzweil die sich macht. Zu ainer zeitt aufl' ain nacht. Schluss: Der vberlistet weibs gefeer. Spricht Hans von Wurmbs Barbierer. 38. Bl. 74b. Ain Med vonn ainer Eebrecherin. etc. Steht nochmals auf dem. rücJcdccJcel der hs., s. unten no. 221. Gedruckt bei UJiland s. 728, no. 282. Böhme, altdeutsches liederb. A. IL 62. 103 s. 586, no. 471. Vgl Alemannia 3, 170. Goedeke, grundriss 2 2 , 31, no. 11. 34, no. 2a. Anfang: Es hett ain byderman ain weib, Ir dick wolt sy nit lau. Scliluss: Der teüfel far ins hee, in dz hee, Nach graumat in dz gee. etc. 39. Bl. 74b. Lied vom armen schuster, ohne Überschrift. Gedruckt bei Uliland s. 726, no. 280. Böhme, altdeutsches liederb. s. 326, no. 249. Anfang: Es war ain mal ain schuster, Gar ain armer schuster. Scliluss: Lieber mann nun plaß mir in ars, Das rindlin hab ich selber gaß. etc. 40. Lil. 74b. Ain ander seltzam 1 ied. Anfang: Nun well wirs aber heben an, Ain newes lied zu singen, Von ainer dirnen ist hüpsch vnd fein, Sy last sich waydlich mynnen. Scliluss: Sy füegett ainem vogler wol, Für maysenn auff ain klobenn. etc. 1524. 41. Bl. 74b. Lied ohne Überschrift. Gedruckt bei Uliland s. 727, no. 281. Anfang: Es gieng ain mal ain man außgehuncken, Er hett weder gessenn noch getruncken. Scliluss: Ist er dann ain biderman, So hebtt er am möntag wider an. etc. 42. Bl 74b. Ain sprach von ainer frawen die ain Pfaffenn bulett, vnd wie vil sy iren man vnglicks anlegett. Gedruckt erzälilungen s. 324. Vgl. Wagners archiv 1, 431, anm. 42. Anfang: Wann nyemantz nöttigz hett zu schaffen. So wollt ich sagen von ainem pfaffen. Scliluss: Doch hieß man sy gar offt ain sack. Daz sy der ritt schitt iar vnnd tagk. 43. Bl. 75b. Hans Schneider, Ain sprach von dreyen 104 A. H. 62. mannen, die ab iren weibernn klagenn. Gedruckt erzählungen s. 188. Vgl. Goeäehe, grunäriss l 2 , 302, no. 52. Anfang: Ich stand ains mals an ainem ortt. Da bortt ich dreyer man wortt. Schluss: Ainander tragen fru vnd spatt. Also Hanna Schneider gesprochen hatt. 44. Bl. 76. Marx Würsung, Ain sprach von ainer mayd die wusch. Anfang: Ains tags ich auß spacieren gieng. Ains frembden wega ich mich verfleug. Der weysett mich auff ainen bach. Schluss: Wann er dar nach ain wenig rung. Also geschach auch mir Marx Würsung. 45. 151. 76. Claus Spaun, Ain gar schöner sprach von aim der sollt ainDoctor werden, wie er sein gelt ver- thett. etc. Gedruckt erzählungen s. 334. Vgl. Goedelce, grunäriss l a , 303, no. 57. Anfang: In ainer statt ain burger saß. Der selb reich vnd erber wz. Schluss: Vnd wills yetz also lassenn stan. Als dann gesprochen hatt Claus Spaun. etc. 46. Bl. 77b. Hans Mosenblut, spruch von der Wolfsgrube: Nun volgtt hernach ain spruch der sagtt von ainem Edel man der hett ain frawenn die bultt ain pfafienn. Vnd die fander in ainer wolffgrubenn. Gedruckt erzählungen s. 365. Vgl. fastnachtspide s. 1195. 1332. Nachlese s. 309. Anseiger f. künde der deutschen vor zeit 1859, sp. 365, 27. Anfang: Nun schweigt so will ich heben an. Ain kurtzweil von aim Edelman. Schluss: Da helft' vns gott hin mit seiner gutt. Dz hatt gedieht Hans Rosenpliitt. etc. 47. Bl. 78. Hans Folg, Ain spruch von ainem der Bult vmb ain pauren maid, vnnd dz gschach in ainem stall, etc. Item hie hab ich angefangen schreiben am newen A.H.62. 105 Jars abenntt Do mann erst anefienng zu zelenn Nach der ge- bürtt Jhesu Christi vnnfiers säligmachers Anno . 1525. Vollständiger gedruckt durch Wackernagel in Haupts es, 8, 510. Vgl. Zarncke, ebendas. s. 542. Goedeke l' 1 , 331, no. 28. Anfang: Wann yederman sich red wöltt massenn. Vnd wöltt euch ettwz sagen lassenn. Schluss (= v. 199 f. Wachernagel): Vmb kain pauren mayd pul ich meo. Wie es mir Immer sunst ergee. etc. 46'. Bl. 78b. Peter T? oll, Ain sprach auß den zehen gebotten. Anfang: Wann ich wer geren frum vnd steet. Vnd wer mir auch nit vnrecht thett. Wann aber ich vntrew empfind. Mein manttl scheib ich gen dem wind. Schluss: Vnd dz soll werden oft'ennbar. Dz redt auch Petter poll fürwar. 49. Bl. 79. Ain spruch von vnßers herren angesicht. Im anfang des newen Jars Anno . 1525. Gedruckt erzählungen s. 38. Anfang: Wellend ir schweigen vnd betagen Von gottes angsicht will ich sagen. Schluss: Crist helft' vnß durch dz angsicht sein. Vnd Maria die edel künigein. etc. Anno düi. 1525. 50. Bl. 79. Ain spruch von natürlicher liebe volgt hernach. Anfang: 0 hailiger gaist nun gib mir ratt. In meiner vernunfft dz ist mir nott. Schluss: Dz ewig fron himolreich. Das geb vnns gott allenn geleich. etc. 51. Bl. 80. Der Teichner, Ain spruch von verhaissenn vnd nit halten. Vgl. Bartsch, Heidelberger hss. s. 116 zu no. 207, 42a. Anfang: Stech ain yeder ayd als ain doren. 106 A. II. 62. Es wurd ir souil nit geschworenn. Als auch herr fridang hatt gesprochenn. Schluss: Das wir erwerbenn gottes huld. Vnd dz wir dort alle geleich. Bey gott besitzenn dz himelreich. etc. 52. Bl. 80. Ain spruch Von gaylin der vafinacht töchtern. Gedruckt er Zählungen s. 658. Anfang: Ain frische dirn wolgeinutt. Die sprach es diinckt mich allzeitt gutt. Schluss: Wie rechtte zucht also gutt wer. Also redt auch der dichter. 53. Bl. 80b. Ain spruch von ainer Bulschafft. Vgl. Baraclc, die hss. zu Donaueschingen s. 47, no. 4. Anfang: Vil offt vnd dick so redt der mnnd Dz im leütt in seins hertzen grund. Vnd dz er auch nit klagen tar. Darumb so will ich sagen gar. Vnd auch als der von Labach spricht. Vnd auch in seinem iag gedieht. Schluss: Vnd ymer on end lobe dich. Mit freuden in dem himelrich. etc. 54. Bl. 81. Hans Krug, neujahrsgruss an die frauen: Ain spruch der trifft frawen vnd Junckfrawen loh. Gedruckt Germania 25, 107. Vgl. Goedeke P, s. 304, no. 5. Anfang: Mancher lobt dz im geueltt. Ich lob die frawen außerweltt. Schluss: Vnd habt ain Main von mir vergutt. Auch dise red der k r u g thutt. etc. 55. Bl. 81 b. Ain spruch von Cristelicher leer. Steht auch hs. 42, 312b. Anfang: Hör mensch ich will dir lere gehenn. Wie du soltt fiieren hie dein leben. Schluss: Er ist ain geber aller ding. Herr hilft' dz vns dörtt wol geling. A. H. 02. 107 56. Bl. 81b. Hans Krug, parodie des Cato. Ueber- schrift am runde: Ain sprnch vnd leer des wider- synns. Gedruckt bei ZarncJce, Cato s. 143 Jf. Anfang: 0 lieber sun nun ruck herzu. Wz ich dir ratt dz selb dz thu. Schluss: Wann es dir auch gar wol an statt. Hans Krug dz wol gesprochen hatt. etc. 57. Bl. 82. Ain kleglicher sprach Vondem mittleiden Marie. Anfang: Du außerweite Cristenhaitt. Helfft mir klagen mit grossem laid Marie der vil raine magt. Schluss: Der helff vns noch disem lebenn. Auch dörtt in seinem himel schwebenn. etc. 58. Bl. 82b. Sp ru cli vom frauenlob. Vgl. unten no. 81 und 118. Nun volgt ain andrer sprach hernach. S. zu hs. 42, 251b. Anfang: Wz gott mit freuden ye erdacht. Dz hat er wirdigklich volbracht. Schluss: Vnd nach dem tod dz ewig lebenn. Dz well vnß gott dörtt ewig geben, etc. 59. Bl. 83b. Ain sprach von dem gotts lesterenn. Anfang: Mich wundertt seer zu diser frist. Wie die weltt so verlassenn ist. Schluss: Maria mutter raine maid. Laß dich darumb gebetten sein. Vnd auch dein liebes kündelein. 60. Bl. 84. Ain sprach thutt anzaigen durch red vnd ant- wurtt w a e e r h i n k o m e n s e y. Anno dominj. 1525. Anfang: Ain grawer man fragt mich der meer. Wa rechte eer hinkomen weer. Schluss: Nach vnßerm vnd dz ewig reich. Besitzen mit den ennglenn gleich, etc. 108 A. II. 62. 61. Bl. 84b. Ain sprach von ainer bösen alten Kupplerin mit a i n e m Thumherren vnd mit ainer eefrawen. Steht auch cgm. 270, 85 und cgm. 379, 45; Goedclcc, grtmdriss 1*, 300, no. 8. Gcsammtabenteuer 1,189, no. 9. Anfang: Wann man von wunder listenn saitt. So denckt man Marcolffus Kstigkaitt. Vnd wie er da ain tierlin schand. Vnd in heutte er sich wand. Schluss: Groß eilend in darümb gezimptt. Darmit die red ain ende nympt. 62. Bl. 86. Ain sprach von ettlichen stetten, vnd von irm lob. Steht auch hs. 103, 324b und hs. 53, s. 181, s. Anzeiger für Jcunde der deutschen vorzeit 1859, sp. 406, 57. Fastnachtspielc s. 1433, 15. Anfang: Wol auf! gesell wir weilen wandern. Sprach ain gutt gsell zu dem andern. Schluss: So gibt man im ain solchen vorauß. Ain plaß im in ars vnd zum tor hinuß. 63. Bl. 86b. Ain gar schöner sprach von Sant Barbara der hailigen Junckfrawen. Anfang: 0 Barbara hailige iunckfraw. Du wunekliches himeltaw. Schluss: Dz ich auch nit müg ersterben. Ich hab dann beucht mein sünd vnd berewtt. Vnnd alles mein leben ernewtt. etc. 64. Bl. 87b. Man vindt geschriben in dem buch. Die new geschieht von dem bundtschuch. Wie vnd wa er ist angefangen. Auch wie es in yetz ist ergangen. Ain sprach. Gedruckt bei Liliencron 3, 133, no. 284. Vgl. Goedelce, grund- riss 2 i , 147, no. 13. Anfang: Die newen letf yetz in der weltt. Seind wunderlich vnd vngewltt. Schluss: Nit mer sag ich von Bundtgnossen. Gott well vns all nit verlassen. 65. Bl. 88b. Ulrich Wiest, lied ohne Überschrift. A. H. 62. 109 Gedruckt bei Uhland, s. 423, no. 165. Lüiencron 1, no. 89; vgl Goedelce i 1 , 312, 22. Anfang: 0 herre gott ich klag dir als mein laid, Vnd den Irresal der gantzen Cristenhaitt. Schluss: Dem hailigen reich sehende icli dz mein gedieht Maria zu dir setz ich mein zuuersicht. 66. Bl. 88b. Am lied vom Mu ttschelbeckenn, das ist in dem thon als dz lied von der f'rawen von weissen bürg. Gedruckt bei Uhland 1, 315, no. 130. Anfang: Well wir aher singen, Vnd well wir heben an, Wol von dem Muttschelpecken. Schluss: Er danckt dem Burgermaister, Vnd auch ainem weysen ratt. etc. 67. Hl. 89b. Lied von Regensburg: Ain lied in Toller Meledey, wz sieb, vor alter in der löblich statt Regens- purg hab verlauffenn, vnd auch was nun yetz und in kurtzen iaren, für wunderzaichen geschehen, von vni3er lieben frawen. Gedruckt bei Lüiencron 3, 328, no. 338. Anfang: 0 warer got vnd herre, Ich sünder rüeff dich an. Schluss: Thett man den sack verprennen, So wer die sach vast gut. etc. 68. Bl. 90. Ain lied von demDanhaußer. Gedruckt bei Uhland s. 761, no. 297 A. Böhme, altdeutsches liederbuch s. 82, no. 21. Anfang: Nun will ich aber heben an, Von dem Danhauser singen. Schluss: Des muß der vierde Bapst vrban, Auch ewig sein verloren, etc. 69. Bl. 90b. Hans Schneider, Ain sprach ermanung halben zum Romischen Kaiser Maximiliana. etc. Gedruckt bei Lüiencron 3, 106, no. 279. Anfang: 0 kayserlich wird vnd künigklich eer. 110 A. H. 62. Maximilian du frumer herr. Schluss: Gott wend der wcltt solch missethatt. Als Hans Schneider gesprochenn hat. etc. 70. Bl. 91. Hans Schneider, Ain sprach von der schlacht im Niderland. Gedruckt bei Lüiencron 3, 18, no. 255. Anfang: Vor Cristi geburtt vor langer zeitt. Sagt vns die sehrifft von krieg vnd streitt. Schluss: Gott selbs weys vns den rechten pfatt. Also Hans Schneider gesprochen hatt. etc. 71. Bl. 92. Hans Schneider, Ain andrer gutter sprach. Weller, repert. typogr. 1633. Anz. f. künde der deutschen vorzeit 1866, 61. Anfang: Mein hirn hatt aber nymer ru. Die newen leff die fallen zu. Herr durch dein mechttigkliche güett. Schluss: Der diß gedieht gemacht vnd seitt, Ist kü(n)igklicher Mayestatt poett. Hans Schneider bin ich hie genant. Von Augspurg weitt erkantt. Ich winsch den reichenn vnd den armen. Dz sich gott thue vber vns erbarmen. Dz vns dz alles widerfar. Dz sey euch gschenckt zum gutten iar. etc. 72. Bl. 92b. Ain sprach zu lob vnd eer der durchleichtigen hochgebornen fürstin vnd frawen, fraw Sabina Hertzogin zu Württemberg vnd Teck grafin zu Mümpelgartt geborne Hertzegin zu Bayernn vnd pf'altzgräfin bey rein, meiner gne. frawen. etc. Anfang: Wie gern ich für die fürstin trett. Wann mir ain mensch vmb vrlaub pett. Dz ich ansech die münecleich. Schluss: Dz sy hie in tugent schweben. Sy vnd wir dz ewig leben; Besitzen dort in deinem namen. Nun sprechen alle sambd yetz Amen. etc. 73. Bl. 93b. Hans Schneider, Ain sprach von der A. H. 62. 111 erster ung Hohen Kreenn. Gedruckt bei Liliencron 3, 77, no. 270. Anfang: Seid füraten herren stott vnd gmain Ir saohen nit seind vber ain. Schluss: Wie mir dz Herman gropmar sait. Der hatt gesehen selbs die thatt. Als Hans Schneider gesprochen hatt. etc. 74. Bl. 94. Ain sprach von der teurung. Anfang: Wz ich auif erd hab ye gedieht. Vnd aller lerer mund außspricht. Ist altz verloren vnd gar vuib sust. Die weltt wil haben iren lust. Schluss: Kain schwanger fraw ist nit frey. Es hilfft auch kain gelaitt nit mer. Nun merekend was zu lettst drauß wer. etc. 75. Bl. 94b. Kunz Ilass, Ain sprach oder gedieht von allerlay rauberey. Anfang: Dichten dz ist poeterey. Vnd würdt geübtt in rnaneherlay. In teutsch in wälsch vnd latein Vnd wz für sprach auff erden sein. Hatt altz aufi' dise kunst ain acht. Schluss: Vnd darumb hab ich Contz haß. Dz dicht gemacht in der gestaltt. Vnd dz man gott vor augenn haltt. Vnd Mariain die Junckfraw zartt. Wann ain yeder im tag ain fartt. Sich vnd sein aigen werck erkentt. Vnd bett gott vmb ain sälig ennd. Wann sich soll scheidenn sei vnd leib. Sprecht amen alle man vnd weib. etc. 76. Bl. 95b. Hans Schneider, Ain sprach vomhaufi von Osterreich vnnd vons kayser friderichs krönung volgt nach. Gedruckt bei Liliencron 2, 565, no. 250. Anfang: In lob der hailigen trinitatt. Dar durch all sach ain anfang hatt. Schluss: Dz er euch trewlich bey bestatt. Also Hanns Schneider gesprochen hatt. etc. 112 Ä. H. 62. 77. 131. 96. Martin von Reutlingen, sprnch vom krieg in Italien: Es statt yetz in dem Jamerleich. So vbel vnd erschrockenleich. Das söltt ir lesenn arm vnd reich. Ain spruch. etc. Gedruckt bei Liliencron 3, s. 43, no. 262. Anfang: Mein hertz liatt weder ru noch rast. Ich furcht den grossen vberlast. Schluss: Dz new gedieht zu lob vnd eer. Schenckt euch Martin von Reit tun gen. Den ich ain armen burger nenn. Zu eßlingen im neckertal. Da ist warlich sein narung schmal. Sicht dz ain weyser rat nit an. So ist er ain verdorben man. etc. 78. 131. 96b. Frag Groy (d. i. Jörg Graf), Umarbeitung von Pamphilus Gengenbachs gedieht von tod, enget und teufet: Hörtt wunder wie es ist ergangen. Wie man den tod engl vnd teufel hat gehangen. Die tribenn wunderlich geschieht. Als euch diser spruch bericht. etc. 1525. Vgl. Goedelce, Gengenlach s. 32. 441. 557. Grundriss 2 2 , 147, no. 4. Anfang: 0 reicher gott gantz vngezaltt. Deine wunder die seind manigualt. Die kain zung nit außsprechen mag. Auff erd sendestu vns manche plag. Schluss: Noch vil tribens dz ich beschreib nicht. Man hörtt nit gern lang geschieht. Also gieng es zu Berlin aim württ. Frag groy hat dz dichtt corigiertt. etc. 79. EL 97. Die zehen gebott gott es. Im donn. In gottes namen faren wir. Gedruckt bei Wackernagel, kirchen- licd 3, 15, no. 22. Anfang: Diß seind die hailigen zehen gebott, Die vna gab vnßer herre gott. Schluss: Es ist mit vnßerm thun verlorn, Verdienenn doch eyttel zorn, Kirieeleyson. A.H. 62. 113 80. Bl. 97b. Lutherischeparodie des Dies est leticie: Daz kün dlin wiegen, oder weyhenecht lied, den mainttenn gaist- lichen zu ainem lob zugericht. Zu aineni newenn iar volgt hernach etc. Gedruckt bei Wackernagel, kirchenlied 3, 393. Vgl. Bartsch, Heidelberger hss. 179 zu 325, 126a. Ferner cgm. 100, 4. Weller, annalen 1, 300, no. 46. Mones anzeiger 2, 277. 8, 352. Haupts Zeitschrift 8, 339. Goedeke, grundriss 2 1 , 293, no. 33. Anfang: Der tag der ist so freudenreich, Aller Curtisanen, Den andern pfaffen auch dergleich, Papistischen caplanen. Schluss: Sy zement dz roß bey dem arßloch auff, Vnd wellend rechtt han. etc. 81. Bl. 97b. Ain hüpscher spruch, sagtt von frawen lob. Derselbe spruch wie oben no. 58 und unten no. 118, doch weicht der schluss ab. Anfang: Wz gott zu freuden ye erdacht, Das hat er würdigklich volhracht. Schluss: Dz sey geredt auff diser fartt. Von den edlen frawen zartt. Die hab gott in seiner war. Darmit hatt es ain ende gar. etc. 82. Bl. 98b. Paulus Zing von Isny, Ain tantzlied von ainer weberin. Anfang: Ain newes lied dz will ich euch verkünden. Von ainem knaben der woltt nit erwinden. Er nam ainer hüpschen weberin war. Wolt ir zu nachtz houieren. Schluss: Zu Yßnyn so ist er nun gesessenn. Der disen gugger hatt außgemessenn. Paulus zing ist er genanntt. Dem ain gugger enttrynnett. Deß hatt er liitzcel schand. etc. 83. Bl. 99. Ain hüpscher gaistlicher spruch. Bartsch, beitr. z. qucUenkunde s. 368. Anfang: Ach Cristenuolck von syon. v. Keller, Altdeutsche hanriscliriftou. O 114 A. H. 62- Dein schöpffer du heutt lobe schon. Schluss: Vnd das kein sei darumb verderb. Vnd das er vns auch welle gebenn. Nach diser zeitt das ewig leben, etc. 84. Hl. 99. Ain sprach genant der gaistlich flufi. Wer list das gaistlich flüßlins spil. Hab achtt vnd nem im wol der wil. etc. Vgl. Goeddce, Gengenbach s. 535. Anfang: Ain newes spil dz haist im fluß. Dz spiltt man yetzund von Verdruß. Merck yeder wie dz ist ain spil. ScMuss: Gott well dz spil mit freuden enden. Dz wir sein gnad mit freuden erkennttenn. Amen. Anno dominj nostrj Jhesu Cristj 1525 in der vasten. 85. Hl. 100. Ain sprach von ainem newen iar. Anfang: Ain gutt new sälig iar. Verkünd ich euch allenn offenbar. Vil besser dann all practica. Die vil liegenn et cettera. Schluss: Das wir alle gnad erwerbenn. Vnd hie auß disem zeitt ersterbenn. Werden kinder ewiger säligkaitt. Das helff vns die driualttigkaitt. Amen, in kurtz ichs beschliessenn. Lang red thutt die leutt verdriessen. etc. 86. Bl. 100b. An disem sprach da vindt ir frey. Der valschen bettler teuscherey. Den gibtt man geltt flesch wein vnd prott. Die fromen last man leidenn nott. Der soltt sich erbarmen lassenn. Vnd solt die scbelck zum tor nauß stossenn. Nun liß du dz gedieht. Du wirst sebon werden vnderricht. Anfang: Eins tags batt mich ein herr zu gast. Der hett gezierett sein palast Mit tusch vnd bäneken nach dem bestenn. Schluss: Wz du thust dem fromen armen. Dz haustu selber mir gethan. Nun last vnß all gott rüefl'enn an Dz er sich vber vns erbarm. Sprecht alle amen reich vnd arm. etc. A. II. 62. 115 87. Bl. 101b. Ain hüpscher sprach, der sagtt von dem aller hailigistenn jn gott vatter Bapst Leo etc. Vnd dem großmechtigen kayser Maximilian etc. Vnd von dem Türekenn, welcher dann ist ain großer durchächtter der ganntzenn Cristenhaitt. etc. Gedruckt bei Liliencron 3, 212, no. 306. Vgl. Goedelce 2 2 , 255, no. 23, a. Anfang: Maria vnnßers glaubens anefang. Hülff dz mein pitt gewiinn fürgang. Schluss: Dz hatt Jörg graff gesprochenn zu eren Dem großmächtigen Maximilian. Vnd allen seinen vnderthan. etc. 88. Bl. 102b. Ain lied von der himeluartt Marie, jm Regenbogen langen donn. Anfang: Da gott zu im in ewigkaitt, Ab erd wolt nemen Mariam die mutter sein. Schluss: Maria gab in iren segenn, Vnd für mit irem geferttenn wider dar, Mit leib vnd sei in himels tron, Gott sprach mein mutter hatt volendett gar. etc. 89. Bl. 103b. Ain hüpsch lied, Wie sich yetz gaist- lich vnd welttlich haltten, Vnd dz ist ins spetten thon. Gedruckt bei Wackernagel, kirchenlied 2, 1073, no. 1306. 8. Goedelce l 2 , 317, no. 65. Anfang: In freuden sölt ir sein behafft, Vnd lobent gott mit voller krafft. Schluss: Ist es also als ichs vernam, Von ainem kind kund noch kain bappenn essenn. etc. 90. Bl. 104. Jörg Graf, Ain lied, Von ainer vischerin, Inns hallers donn. etc. Gedruckt crzäldungen s. 345. Weimar, jahrb. 4, 429. Vgl Mones ans. 8, 155. 376. Weller, annalen 1, 211, no. 50. 2, 533. Goedelce 2 2 , 256, no. 23, Je. Anfang: Nun hörtt jr herren all geleich, Wie yetz bei Wien in Österreich. Schluss: Jörg graff der machett dz gedieht. . . • 8* 116 A.B. 62. Wie wir bewaren vnßer 8el Dz wirs dörtt nit versenckenn, versenckenn. etc. 91. Bl. 104.1). Ain sprach aufi wz vrsach man die Juden zu Regenspurg vertribenn hatt. Gedruckt bei Liliencron 3, 326, no. 337. Anfang: Mit der warhaitt thntt man sagenn, Dz sich oift in kurtzen tagen. ScMuss: Wandeltten in disem lebenn. Gott well vna das ewig geben. Amen. 92. Bl. 105. Ain sprach vom rebhänßlin. Gott hatt geschaffen mich so rechtt. Mich lobtt der herr vnd auch der knecht. Die lamen krippel mach ich dantzen. Fechtten auch mit feüchtten lantzen. etc. Gedruckt altdeutsche Matter 1, 406. Vgl. fastnachtspiele s. 1335, no. 47. Nachlese s. 333. Anzeiger f. künde d. deutschen vorzeit 1859, sp. 364 Anfang: Gott grieß dich lieber reben knecht. Du bist mir sumer vnd wintter rechtt. ScMush: Wann welcher frölich trinckt on maß. Der muß vil sorgen von im stoß. Den gutten wein geb gott vnß all. Wer dz beger Sprech amen bald. etc. Ber anfang stimmt zu hs. 46, 47, fastnachtspiele, s. 1335. Altdeutsche Matter 1, s. 406, no. 7 {vgl. Goedeke, Gengenbach s. 519). Ber schluss ist abtvcichend. 93. Bl. 105. Ain sprach von ainem maier. etc. Nach cgm. 713 gedruckt fastnachtspiele s. 1180. Anfang: Ob ir wölt schweigen vnd betagen. Bin aubentteür wil ich euch sagen. Schluss: Vnd wz der maier ain fromer man. Nichtz anders ich von im sagen kan. etc. 94. Bl. 105b. Kunz Mass, Ein hüpscher sprach der sagtt vonettlichenn stenden. Vgl. Weiler, annalen 2, 8, no. 27. s. 563. Anfang: Nun hörtt mir zu ain aubenteür. A. H. 62. 117 Die mir ist widerfaren heür. Do man den haber schneyden soltt. Do gieng ich selber auß vnd woltt. Mich richten noch dem altten wortt. Schlnss: Verkünd es weitter in die weltt. Dz man nit vmb dz schnede geltt. Dz vbel vngestraffett laß. Also hatt vns gedieht Contz haß. etc. 95. Bl. 107. Prosa: Nun uolgtt hienach haimlichaitt altter verborgner geschrifft, von der zersterung der grossenn ktinigreich, vnd von grossenn sclilachtten vnnd plutt vergiessen, dz soll werenn biß auff . 1535 . Jare . etc. Anf.: Im iar nach Cristi geburtt . 1500 . am 15. tag des monetts sept- tembris, hatt gezaigtt der wirdig Vatter Doctor Johannes Fridringer Official Curie castrensis die alt gefundne geschrifft durch N. Namnerberger Vicarium mit gantz altten buchstabenn geschribenn gesehen, vnd selbs bezeugt. Die gilg würdt am öberstenn tail bewegett werden. Sclduss: Auch wird gar ain seliger Bapst, vnnd ain gnettiger Kayser regnierenn. 96. Bl. 107b. Ain gar schöner Spruch vonn Marie der rainen Junckfrawenn. Anfang: Kum hailiger gaist mich vnderricht. Dz ich müg machen ain gedieht. Zum newen iar der verden magt. Schluss: Da wir dich schawenn ewigkleich. Bey allen gottes engein klar. Nun sprechen Amen dz werd war. etc. 97. Bl. 109a. Hans Glaser von Urach, Ain spruch von dem württembergischen krieg u. s. w. .1525. Gedruckt bei Liliencron 2, 516, no. 238. Vgl. Goedeke 1*, s. 281. Anfang: Nun merekend hie ain news gedieht. Deß bin ich gäntzlich vnderricht. Schluss: So hab ich darurub kain trauren. Spricht Hanns glaser von vrach on alles trauren. 118 A.H. 62. 98. "El. 110. Ain gutt 1 i e d jm grienen don frawenn lobs. Vgl. Bartsch, Heidelberger liss. s. 126 zu 214, 95b. Anfang: Khünig Artus der wz reiche Kain edler künig ward nie erkandt. Sehluss: Wz hilfft mich aller maister kunst, Hett ich dar für göttlichen 0 mutter gotts hülff vns genad erwerben, etc. 99. Bl. 110b. Ain gaistlich lied, jm Muscatt plutt, von Maria der Englisch grüß, vnnd die geburt Cristi. Gedruckt bei Groote, Muskaiblut s. 41. Vgl. oben hs. 4, 14. Anfang: Ein Junckfraw zartt, Gekrönett ward. Sehluss: Vnd nym mein krancken dienst vergutt, Spricht Muscatplutt, Gib dir den preyß, Du magett weys, Wan dir ist wolgelungen. etc. 100. Bl. 110b. Hans Schneider, Ain sprach von erdpidmen grausamlich die seind geschehen zu Venedig vnd anderßwa. Anfang: Do man zaltt fünfzehen hundertt iar. Vnd ailffe mer sag ich für war. Das wz in wälschem land groß klag. Sehluss: So mag den armen werden ratt. Also Hanns Schneider gesprochen hatt. etc. 101. Bl. 111. Ain reitter lied. Gedruckt bei Uliland s. 395, no. 157 A. Goedeke-Tittmann no. 109. Anfang: Fuchs wild bin ich, Des sen ich mich. Sehluss: Wa es im giltt, Ich bin fuchßwild. etc. 102. Bl. 111. Ain gutt rayen lied. Gedruckt bei Vhland s. 641, no. 243. Anfang: Tst es nit ain frembde sach, Will ich nit wützig werden. Ä. II. 62. 119 Schluss: Die rain die prechts gar pald darzu, Dz ich wer schon genesen, etc. 103. Bl. 111b. Ain sprach von ainer bulschafft. etc. Anfang: Die liebe manchen man bezwingt. Dz er durch liebe willenn singt. Er dantzt, er sticht, er laufft vnd rentt, Kain lebend hertz sein nott erkentt Wz er durch liebe willen leidtt. Schluss: Wann man in thett so pald geweren. Darumb so warttend eur eren. etc. 104. Bl. 112. Ain sprach von Fraw Venus. Anfang: Ains tags spaciertt ich in ain wald. Dar in wist ich ain prunnen kaltt. So gar ain ainer frembde statt. Schluss: Die ain die sprach du solt ablassenn Von deinem gar vnweysenn synn. Darmit so schieden sy da hyn. etc. 105. Bl. 112b. Hans Schneider, Ain sprach von trew vnd vntrew. Anfang: Die trew vnd vntrew vindt sich wol. Wa man ain valsch hertz vinden soll. Dz zaigt sich täglich nacht vnd tagk. Gleich als ain spindel in aim sack. Schluss: Der starb in yamer vnd in nott. Also Hanns Schneider gesprochenn hatt. etc. 106. Bl. 113. Ain sprach vom pild zu Rom, welchs pild gemachtt hatt virgilius. Anfang: Zu Rom da ward ain pild gemacht. Darauff so nemend eben acht. Vor dem gericht menschlichs geschlechtt. Wz an im selber vngerecht. Schluss: Eew beucht vnd büß komptt im laider zu spatt. Darmit die red ain ende hatt. etc. 107. Bl. 113b. Hans Schneider, Ain sprach, der ist zu sprechen bey brautt vnd breüttigam. Anfang: 120 A.H.62. Herr gott ain vrsprung aller fliß. Send mir genad dz ich mich wiß Zu füegen auff gedichttes ban. Schluss: So atätts nach gottes mayestatt. Also hans Schneider gesprochen hatt. 108. Bl. 113b. Weingruss: Ain waydspruch (so!). Anf: Gott grieß dich wein von Noes paw. Kom mir zu hilff als ich dir traw. Schluss: Da wüechß mir freud in gutter acht. Aide hertzlieh mit gutter nachtt. 109. Bl. 113b. Ain gutter sprach von natürlicher liebe, etc. Anfang: Ain mals da kam ich in ain Irttenn. Da fand ich weder mayd noch württin. Die gest die hetten gutten mutt. Man spiltt vnd tranck als man dann thutt. Scliluss: Dz stand also wie es dann stee. Der teufi gang aufft bulschafft mee. etc. 110. Bl. IIA. Ain sprach, der sagt vonzierd vnd hof- fartt der weiber. etc. Anfang: Dweil mir dz wälsche land vnkundt. Gedacht ich offt vnd manche stund. Wann ich ersach ain köstlich weib. In teuttschem land die iren leib. Mit köstlich klaid gezierett hett. Schluss: Dz bringtt die weltt in yamers nott. Darmit die red ain ende hatt. etc. 111. Bl. 115. Ain hüpscher sprach von ain er bulschafft. Anfang: Ainer nacht ich am bette lag. Gar wenig schlaffens ich da pflag. Wann mich die lieb so seer bezwang. Dz mir die nacht wz viel zu lang. Schluss: Noch nertt mich hoffnung im eilend. Darmit hatt dise klag ain end. etc. 112. Bl. 116b. Hans Schneider, Ain spruch von ainem throm. Anfang: A. H. 62. 121 Synn vnd gedenck der liebe steür. Schenckich den werden frawenn teür. Die aller weltt haben gantz gwaltt. Schluss: So wer gantz ab der sorgen stram. Das sagtt Hanns Schneider vonn aim tram. etc. 113. Bl. 117. Ain lied, Es hülfft mich nit, wz ich dich bitt: Anfang: Es hilft't mich nit, Was ich dich bitt, Das merck ich wol, Darumb ich soll, Dein niüeßig gan. Schluss: Vnd setz mein syn, Auff bessern gwyn, Ain andre heer, Wann die ist hin. etc. 114. Bl. 117. Hans Schneider, spruch vom ungehorsam der Venediger: Ain spruch zu Römischen Reich vn Kayser Maximilian, wider die Venediger. etc. Gedruckt bei Liliencron 3, s. 34, no. 259. Vgl. unten no. 124. Anfang: Der newen meer vnd seltzmer gschray. Seind yetz in landen mancherlay. Schluss: So dicht ich nach der weysenn ratt. Also Hans Schneider gesprochen hatt. 115. Bl. 117b. Hans Bosenblüt, Ain spruch Vom Haßgeyr vnd von ainer bulerin mit ainem reichen pfaffenn. etc. Vgl. hs. 46, 226. Fastnachtspiele s. 1183. 1332. Goedeke l 2 , 327, 12. Anfang: Ain Edelman der hett ain weib. Auif hoffart zoch sy iren leib. Schluss: Der schafft im selb ain besenn ratt. Darmit die red also bestatt. 116. Bl. 118. Ain spruch von den Schweitzern. Gedruckt bei Liliencron 2, 428, no. 211. Anfang: Da gott die weltt beschaflenn hatt. Yeklich creatur in irem statt. 122 A. H. 62. Schluss: Der selb helft rechen dise thatt. Darmit die red ain ende hatt. etc. 117. Bl. 118b. Lied: Ain lied jns Marners langen don. etc. Anfang: Ain statt haissett Jerusalem, Dar ein ain künig raitt, Auff ainer eßlin die wz zem, Als vns die war geschrifft nun saitt. Schluss: Mari helff vns erwerben son, Der kayser gott gerochen hatt, Dz füertt er wol der eren stab. etc. 118. Bl. 119. Ain gutter sprach von frawen lob. Derselbe wie oben no. 58. 81. Anfang: Was gott zu freuden ye erdacht. Dz hatt er würdigklich volbracht. Schluss: Darumb soll man der red geschweigen. Der statt der söltt man pillich näigen. Daran ain fraw gewandeltt hett. Darmit die red also bestett. 119. Bl. 119b. Ain spruch Sagtt wie in der Cristenhaitt nit würdt gehaltenn grechtigkaitt. Anfang: Es ist nit lang dz ich da redt. Mit aim der vil gelesenn hett. Vnd gwesenn wz an mancher stett. In manchen landenn weitt vnd praitt. Der sagtt mir von der Cristenhaitt. Schluss: Darmit will ich es Ion beston. Ich bitt euch zichttigklichenn schon. Ir wöltt mirs nit verübel hon. etc. 120. Bl. 120. Ain lied wie die göttlich weißhaitt vnd weltlich dorhaitt wider ainander streitten. Ins hanen- kres (lies hanenkrats) don. Vollständiger hs. 57, 36 (s. fastnachtspiele s. 1447), danach gedruckt nachlese s. 310 ff; nach einem mit unserer hs. stimmenden einzcldruch bei Wachernagel, Urchcnlied 2, 833, no. 1049. Anfang: Göttliche weyshaitt vnd welttliche dorhaitte, Ä. IL 62. 123 Die hand so manchen streitte. Schluss: Als dann sagend die pfaffenn, Dann dz sy müessenn klaffenn, Ir narung haben daruon in der frist. etc. 121. Bl. 120b. MaWicisHirtz, Ainliedvomschiessenn zu Augspurg auff der Rosenaw im Jar . 1509. Vnd ist ins Jörig Schillers hoffdcmn. Anfang: Nun merckend mich zu dieser frist, Ich sing euch hie on argen list, Vernement die fügeüre, Vnd wz sich angefangen hatt, Gantz vnd gar nach allem ratt, Ain grosse aubenttettre. Schluss: Gott well dz yederman darin thue glingen, Thutt Matheis Hirtz vns singenn, Zu dienst dz newe lied, Dz vns gott well behiett. etc. 122. Bl. 121. Diß ist ain maisterlicher ratt, Der hernach geschriben statt. Im langen regenbogenn gatt. Vgl. Goedeke, grundriss l 2 , 255, no. 2, 5. Mein synn die rietten mir gar schiere, Ich söltt spacieren gan für ainen grienen wald, Ich mich vergieng dz ich enttschlieff, Bey ainem bäum, da traumptt mir wilde wunnder. Schluss: Ich lob die hohe würdigkaitt, Dz mir gott hatt seyn hülff so offt gesandt, Mein kunst die ist zu lobenn vil, Darmit ich manchen singer hab geschändt. etc. 123. Bl. 121b. Jörg Schiller, Ain lied von fünff frawen. Ins Jörg Schillers donn. Vgl. Weiler, annalen 2, 431, no. 554. Goedelce i 2 , 314, no. 34. Anfang: Ich kam ains mals on all geuar, Do ward ich fünf frawen gewar. Schluss: Es zimptt nit fromen weibenn Zu sagen solche meer, Also singt Jörg schule r. 124. Bl. 122. Hans Schneider, Ain sprach von 124 A. H. 62. der vngehorsame der Venediger. Derselbe spruch wie oben no. 114. Anfang: Newer mer vnd seltzmer geschray. Seind yetz in landen mancherlay. Schluss: Vnds puluer dz dir ist angangen. Item dz ich den spruch so ferr geschriben, vnd doch nit geendett hab, ist vrsach dz ich in vornen am ersten platt des quatterns, oder sexterns geschribenn vnd da vbersehenn hab, so laß ich es also pleibenn. etc. (Die stelle bezieht sich auf die erste vollständige abschrift des Spruches auf bl. 117, nicht wie Ph. WacJcernagel, bibliographie zur geschickte des deutschen kirchenliedes, s. 88, annimmt, auf eine verloren gegangene quart- handschrift Valentin Solls. Vgl. auch unten zu no. 151). 125. Bl. 122b. Ain lied von Römischer Kayserlicher maye statt Romzug volgtt hernach. Gedruckt bei Uhland s. 467, no. 176. Lüiencron 3, s. 16, no. 254.* Anfang: Der Römisch künig ist wol erkandt, Im dienen manche weitte land. Schluss: Laß in mit kayserlicher krön, Widrumh in teutsche land komen. etc. 126. Bl. 122b. Ain lied von kluger haimlichkaitt. Im spiegel donn des Fritz Ketner, vgl GoedeJce, grundriss l 2 , 316, no. 51. Bartsch, Heidelberger hss. s. 123 zu 214, 41a. Anfang: Ich waiß ain wunderliches thfler, Das alle weitte land durch füer, So möcht man gar wol sein geleich nit finden. Schluss: Es hatt der ädern manigualtt, Vnd laifett auch in kainem wald, Die man die tragenns zwischenn irn bainenn. etc. 127. Bl. 123. Hans Umperlin, Ain lied von dem vonwürttemberg. In des Schüttensaumen Donn. Gedruckt bei Uhland s. 482, no. 180. Lüiencron 3, s. 193, no. 299. Anfang : Ir jungenn vnd ir allten, A. H. 62. 125 Nun merckend ain new gedieht. Schluss: Der vns dz liedlin newes singtt, Der nenntt sich Hans Vm perl in, Er hatt zwelff lebendige kind, Vnd seind die sibne klain, Darzu hatt er gar wenig körn, Dz liedlin will ich sohenckenn, Meinem fürsten hochgeboren, etc. 128. Bl. 123b. Ain lied von der Kinder zuchtt, jn hertzog Ernsts melodia. Gedruckt bei Zarnclce, Narrenschiff s. exix. Anfang: Ain funck hatt sich in mir entzindt, Wie oft ich lesch er dannochtt prindt. Schluss: Darumb so lerend eure künd, Als ich euch hie gelerett hab. etc. 129. Bl. 123b: Ain ander lied. Anfang: Feins lieb möchtt ich bey dir gesein, Nit mer wölt ich begeren, Das brechtt groß freud dem hertze mein, Wann du mich dz wolltest geweren. Schluss: All stund vnd tag, Dz ist mein klag, Ade schöns lieb mit tausent gutter nacht, etc. 130. Bl. 124.: Ain ander lied. Ich will vnnd muß mich schaidenn. Anfang: Ich will vnd muß mich schaiden, Kan vnd mag änderst nit gesein, Ich trag vil haimlichs leiden, Wol in dem hertzen mein. Schluss: Dz hatt gethan ain gutt gesell Zu Augspurg in der statt, Er hatt es gar wol gesungen, Auß frischem freyen mutt, Er ist wol jnnen worden, Ja worden, Wie schaiden von der liebenn thutt. 131. Bl.124. LiedvomNiemandohneüberschrift. Anfang: 126 A. H. 62. Hörtt zu, hortt zu, vnd secht nit zu, Hie komptt ain verachtte Creatur, Die vil schaden hatt gethan. Schluss: Niemantz hatt es alles gethan, Lassend red für oren gan, Vnd habtt vergutt, vnd achtten nit Wz der niemantz thutt. 132. Bl. 124. Der SchenJcenbach, Ain annders lied. Gedruckt bei Uhland s. 365, no. 141, A. Böhme, altdeutsches Liederbuch s. 532, no. 426. Anfang: Von erst so well wir loben, Mariam die raine mayd. Schluss: Pringtt in groß vngemach, Singtt vns der Schenckenbach. 133. Bl. 124b. Ain ander lied. Anfang: Eilend zwingt mich in meinem mutt, Dz yetz der weltt anhangen thutt, Klag ich hie gott mit wortten. Schluss: Gutt ratt vnd hülft' er in geitte, Maria vernym das dichtt, Gegenn deinem kind vns richtt. 134. Bl. 124b. Ain Junckfrawlob jn des schilJers don. Vgl. Weiler, annalen 1, 147, no. 254. 2, 536. Anfang: Mein hertz souil der freuden hatt, Wann ich gedenck der Creaturen, Sy bayde zsamen pildett, Dz sey gelobtt der schöpff'er weys. Schluss: Dz lied thun ich euch schencken, Auß rechtter synn vnd tracht, Gott geb euch vil gutter nachtt. 135. Bl. 125. Lied vom bin der, ohne Überschrift. Die ersten vier Strophen yedruclct bei Haupt, Gottfried von Neifen s. 60. Das ganze nach Schade, handtverlcslieder s. 192 widerholt von Böhme, altdeutsches liederb. s. 594, no. 478. Anfang: Es für ain armer binder, Wann er für vber land, Ä. H. 62. 127 Er hett gerenn gebunden Da er zu binden fand, Schluss: Der vns dz liedlin neus geaang, Von newen gesungen hatt, Dz hatt gethan ain binder, Der singt ea offenbar Gott geb im ain fein gutt Jar. etc. 136. Bl. 125b. Ain lied jm don. Es warb ain knab nacb ritterlicben dingen. Gedruckt bei Wackernagel, kirchenlied 2, 543, no. 719. Anfang: Was freud ist hie in disem jamertale, Groß ängstlich wee vnd bitterkaitt habenn wir von Adams vale. Schluss: Eieff an Mariam die junckfraw fein, Dz sy vns behüett vor der helle pein, Erwerb gnad vmb ir kinde. etc. 137. Bl. 125b. Ain andrer gassennhaw. Anfang: Sich sendt mein hertz, Mit schmertz, Nach dir du wunder schöne frucht. Schluss: In zichtten vnd weys, Gib ich dir breys, Das laß dir lieb genallen, etc. 138. Bl. 126. Ain lied, jm don, jch stond an ainem morgenn. Gedruckt bei Liliencron 3, s. 184, no. 296. Anfang: Der künig von franckereiche, Der ist gezogen auß. Schluss: In dem monett ist es geschehenn, Vor sant Michaele. etc. 139. Bl 126. Hans Gern von Ems, lied von der Böhmer Schlacht: Ain ander lied etc. Gedruckt bei Liliencron 2, 538, no. 241. Böhme, altdeutsches liederb. s. 472, no. 382. Anfang: Es komptt noch wol ain gutte zeitt, Das man in frembden landen leütt. Schluss: Der vns dz liedlin news gesang, Hans gern von Emß ist er genantt, Er hat es gar offfc gesungen, 128 A. H. 62. Dz Bayerland zug er auff vnd ab, Kain geltt kund er bekomen. etc. 140. Bl. 1261). Ain lied von den schweützer enn. etc. Gedruckt bei ühland s. 474, no. 178. Lüiencron 3, s. 171, no. 292. Anfang: Merekt wie die Schweitzer knabenn, Die feder hansen klug. Sclduss: Vnd thett die pauren zertrennen, Es war wol an der zeitt. 141. Bl. 127. Ain hüpsch lied, Vom Römischen Kayser vnd fratzosen. Im don. Ich stond an ainem morgenn. Gedruckt bei Lüiencron 3, s. 87, no. 273. Anfang: Ich stond an ainem morgen, Haimlich an ainem ortt, So gar in großenn sorgenn, Ich hörtt clägliche wortt. Sclduss: Dz ist der kayser vnd dz Römisch reich. Der Lew dz ist Venedig gutt, Der von Hispania thntt euch dz schenckenn, Habend also vergutt. 142. Bl. 127b. Lied ohne Überschrift. Anfang: Houieren dz pringet grosse freud, Ja wann mans treiptt zu seiner zeitt, Ain yeden ließ on auß gericht. Schluss: Er sey ain schütz, Sein vogelboltz vornen an der spütz, Kain hertten schütz er leiden kan, Mit schänden muß er daruonn stann. 143. Bl. 127b. Lied ohne Überschrift. Anfang: Ich bin schabab, Ich junger knab, Mein trew ist gar verloren, Ich bin es nit allain, Dz ich do main, Sy hatt manchen gesellen betrogen. Schluss: So will ich hie beleibenn ston, On argen won, A. H. 62. 129 Mittleidenn hon, Mein roß ist müed, es will nit mer gönn. 144. Bl. 127b. Ain lied vom Bayrischen Krieg jn hertzog Ernnsts Melodia. Anfang: Nun merckt ir herren all geleich Wie statt es yetz so iamerleich, Dz ist manch man verdorbenn, Ain edler fürst im bayerland, Hertzog Jörg wz er genantt, Der selb ist nun gestorbenn. Schluss: Gott wend vns fürbas vnßer schwer, Der vns das lied hatt new gedieht, Sein seckel steett im leer. 145. Bl. 128b. Ain ander lied, Ich sach den liechtten morgen. Gedruckt bei Uhland s. 161, no. 76 A. Böhme, altdeutsches liederb. s. 207, no. 110. Anfang: Ich sach den lichten morgen, Darzu sein werden schein. Schluss: Dz hatt gethon ain helde, Schone fraw mit tausent gutter nacht, etc. 146. Bl. 128b. Lied. Nun volgtt aber ain ander lied hernach: Frölichen well wir singen, frölichen. Vgl. Monas anseiger 8, 359, no. 12. Anfang: Frölichen well wir singen Frölichen auß freyem mutt, Ich hoff mir soll gelingen, Ich waiß mir ain edels plut. Schluss: Er hatt es gar wol gesungen, Im ist auch wol gelungenn, Gott geb im ain fein gutt jar. etc. 147. Bl. 128b. Ain geschieht von vier vbeithättern, wz sy getriben haben, vnd sy gericht seind worden, als vns die nachuolgend geschrifft nun hie anzaigenn thutt. etc. Anfang: Ir Crietenn menschen nemptt zu hertzen Den grossen jamer vnd auch schmertzen. Schluss: Dein martter nit verloren werde, v. Keller, Altdeutacho handschrlften. J 130 A.IL 62. Dz bitt ich dich durch deinen namen. Wer dz begeer Sprech mit mir Amen. etc. 148. Bl. 129. Ain 1 i e d jm don Von erst so well wir lobenn. GedrucM bei Uhland s. 373, no. 143. Anfang: Wer hatt ye gesehen, Solch gewaltt vnd strafflich thatt; Schluss: Von dem gemain paurß man, Es facht yetz dar zu an. 1525. 149. Bl. 129. Prosa: Item als man zaltt .1478. jar an dem Sampstag vor Jubilate, do ward der schwartz mit seinem anhang gefangen, durch geschafft des kayser Friederichs, vnd ains gantzenn ratts vnd gemain zu Augspurg u. s. w. 150. Bl. 129h. Ain lied Von valschen zungen, nach- red vnd eerabschneiden, gedichtt durch Cr istoffen Bihler von Augspurg Hotfprocurator zu München. Vnnd ist in des Jörigenn Schillers don zu singenn. Anfang: Vrsach hab ich zu singen pald, Wie nachred yetz so manigualtt, Will ye gewonhaitt werden. Schluss : Wann es nur ist gelogenn, Kain frumer der glaubt im nit, Darmit bin ich zu frid. etc. 151. Bl. 130. Das lied so yetzund hernach uolgtt, dz ist zu Singen jns Jörig schülers donn. Anfang: Ein fraw vnd junckfraw kam zu mir, Erzeltten mir alle stend gar schier, Wie es stiend in der weltte. Schluss: Sein maul dz thutt im stincken, Gee kauff deiner frawen wein, Nym du den knebel ist dein. Item dÜ3 lied ist vbersehen, angefangen, so laß ichs nur hie pleiben, man vindt es eingeleimpt in den getruckteun gattungen. Vgl. zu no. 124. IX M>2. Bl. 130. Lied. GedrucM bei Wackernagel, kirchmUed 2, 1046. Anfang: A. H. 62. 131 Auß vorcht vnd tödtliolieni schmertzen, Hatt mich vmbgeben grosses ]aid. Sclüuss; Laß mich deins tods geniessenn, Vnd auch deins plutts vergiessenn, Hülff mir auß diser nott. etc. 153. Bl. 130. Diß nachuolgend li ed ist in defi welttlichen rofienkrantz don. Als ist verstee, so kost er mee, Dann bey den dritthalb pfunden. Fürsich dich auff. Gedruckt bei Wackernagel, Mrchenlied 2, 864. Vgl. Uhland 2, 1026. Anfang: Fürsich dich auff den jungstenn tag, Wann gott will vrtail geben. Schluss: Herr Jhesu Crist, Verleich vns frist, Laß vns auff erd hie büessenn. etc. 154. Bl. 130b. Lied. Gedruckt im Ambraser liederbuch s. 40, no. 45. Anfang: Nun hab ich all mein tag gehörtt, Wie schaiden sey ain schwere pein. Schluss: Vnd widerumb, hett freud vnd laid Ich armer knab. etc. Anno domini Jhesu Cristi . 1525. 155. Bl. 130b. Ain ander lied. Anfang: Ains morges fru, Thett ich mich zu, Zu ainer haußmagtt schone. Schluss: Ich sprach ade, Wir wellcnn morges mee, Sy schmotzt vnd sprach ia freylich. etc. 156. Bl. 130b. Ain lied im don, Wintter du solt vrlob han, Der Summer komptt mit freudenn. etc. Von Otmar Rot. Gedruckt bei Wackernagel, Mrchenlied 3, 719, no. 830. Anfang: Mensch wiltu nymmer traurig sein, So vleiß dich stett recht zu leben. Schluss: Durch ir fürbütt, Wölst dich vber vns erbarmen . 1525. 9* 132 A. H. 62. 157. El. 131. Ain lied. Im don. Von erst so well wir loben. Gedruckt bei Uhlcmd 2, 810, no. 307. Anfang: Wer vil wunder will schawen, Soll gen sant Wolffgang gon. Schluss: Vnd wer den seinen trawenn, Setzt gäntzlichenn in dich, Sant Wolffgang bitt gott für mich. 158. Bl. 131. Lied. Vgl. Waclcernagcl, kirchenlied 2, 929, no. 1156. Goedehe, grundriss 2, 85, 1. Böhme, altd. liederb. s. 209. Anfang: Auß herttem wee klagt menschlichs geschlechtt, Es stond in grossen sorgen, Wann koraptt der vnß erlösenn möeht. Schluss: Well vns hehüetten vor helle pein, Irs kindes huld erwerbenn, Vns nit lassenn verderbenn. 159. Bl. 131. Lied. Ain ander lied, jns Schillers don. Vgl. Weiler, annalen 2, 431, no. 555. Goedelce, grundriss l 2 , 314, no. 34, 5. Anfang: Muß ich euch aber klagen mein nott, Vnd wie es mir gieng nächtten spatt, In aines württes hauße. Schluss: Er kumptt in vngeuell, Sunst ist er allzeitt ain gsell. 160. Bl. 131b. Ain lied Von Schweitzern. Im don. Von erst so well wir lo. Gedruclct bei Lilieneron 5, 176, no. 294. Anfang: Wie nun ir Schweitzer knabenn, Ir heine also kien. Schluss: Wie andre land an dem Rein Aim herren ghorsam sein. 161. Bl. 132. Lied von der schlackt vor Navarra. Gedruclct bei Liliencron 3, 92, no. 275. Anfang: Wol beer ir lieben gesellenn, Ich sing euch newe meer. A. II. 62. 133 Schluss: Dar durch nit werd verrerett, Also das Cristen plutt. Item diß final ist geendett am . 28 . tag des Mayenn, von mir Valentine- Holl, welcher tag was geuallenn auff den Suntag genant Exaudi, Anno dominj nostrj Jhesu Christj. Im . 1525 . jare. Der schluss von bl. 133 a undbl. 133b unbeschrieben. Bl. 134 ist herausgerissen. 162. Bl. 135 — 152b. Gebete, beichten und anderes theologischen inhalts, zusammen 47 nummem, welche das Inhaltsverzeichnis aufzählt. Schluss: Anno dominj . 1525. die . 11. Octobris. 163. Bl. 153. Sprüche, darunter einige lateinische. Vgl. zu hs. 3, no. 36. Anfang: Biß warhafftig vnd verschwigen. Wz dein nit sey dz laß ligen. Weer ich wützig vnd thett im gleich, Es hulff mich nit, ich wer dann reich (= Zarnckes Calos. 119). Wer mer will verzeren. Dann sein pflng mag neren. So ist es kain wunder. Treibtt er plossenn plunder. Ein spruch über Sickingen gedruckt bei Uliland 2, 955, no. 181, 2. 164. Bl. 153. Lied. Anfang: Ain knab zu ainer diernen saß. Ainer frag er nit vergaß. Er sprach sag an frewelein. So lieb vnd dir dein tugent sein. Wie soll ain man der liebe pflegen. Schluss: Zu hand soll er begynnen. Die freud die im freudenn geitt. So würdt dann ein gemelicher streitt. 165. Bl. 153. Ain ander spruch volgt hernach. Anfang: Hab gott lieb vor allen dingen. So kan dir nit misselingen. Hab eer für ain weysen list. Verschweig wz da haimlichs ist. 134 A. IL 62. Schluss: Wer gntt well habenn vnd ere. Der thue nach diser lere. 166. El. 153b. Spruch. Anfang: Mein vatter hieß Irregang Der gab mir zway vnd sibentzig land. Ob ich in dem ain verdurb. Dz ich in dem andern nymmer zu eren wurd. Schluss: Mancher spricht es sey alles war. Vnd ist doch selbs nie komen dar. etc. 167. Bl. 154. Ain andrer spruch. Anfang: Wer in zehen iaren nit württ kranck. Vnd in zwaintzig iaren nit würdt langk. In dreissig iaren nit württ starck. Schluss: Gott well dz wirs mit eren erlangen. Vnd darnach ewig freud empfangen, etc. 168. Bl. 154. Spruch. Hienach uolgen die grossenn krieg vnd streitt, So in aller weltt kurtzuerschinen. Vnd in Cristenn, Haidem Türeken landen, biß auff den nächstuer- gangnen handel zwischenn dem hochgeboren fürstenn vnd herren, Marggrauen Casamirus von Brandenburg. Vnd der loblichen vnd Kayserlichen Statt Nürmberg. Vnd sunst ander seltzme historien. Von dem newen Prophetten Elia, der dann yetz regniertt. Gedruckt bei E. Weiler, dichtungen des 16. Jahrhunderts s. 14. Vgl. Weller, annalen 1, 13, no. 58. Bepert. typogr. no. 903. Anfang: Wann ich bedenck vnd besynn. Der weit wesen vnd begynn. Schluss: Daa wend vns gott in seinem tron. Darmit laß wir die red bestan. etc. 169. Bl. 155. Lied. Ain lied, jm don deß muscatplus zu singen. Anfang: Ains morgens fru, Da füel mir zu, Groß rew vnd klag, Wie ich mein tag, A. II. 62. 135 So vnnutz thett verzeren. Schluss: Hoffnung und trost Ist worden klain, Behaltt dz dein, Vnd gibs nit deinen kindenn. 170. Bl. 155b. Lied. Anfang: Tag vtide nach leid ich groß nott, Eilend hat mich vmbgeben, Vil weger wer mir schier der tod, Dann stetz in yamer lebenn. Schluss: Tetz schweig ich styll, Fürhin ich will, Der hoffnung mich erneren. etc. 171. Bl. 155b. Ain ander lied. In dem don. Anfang: Gut gsell du klagest mir dein nott, Eilend hab dich vmbgeben, Dz mir wenig zu hertzen gatt, Dz macht dein willdes leben. Schluss: Vermeyd die nacht, Die manchem zwacht, Mit ainer kamerlaugen. etc. 172. Bl. 155b. Aber ain anders lied in disem don. Gedruckt im Ambraser liederbuch s. 8, no. 10; vgl Mones anseiger 8, 364, no. 68. Anfang: So wünsch ich ir ain gutte nacht Zu hundertt tausent stunden, So ich ir lieb erst recht betracht, Ist mir mein laid verschunden. Schluss: Darumb hoff ich, sy werd doch mich, In ir hertzlieb versenckemi. etc. 173. Bl 155b. Fünff gar gutte Maister lieder, oder gesang, jm löblichen donn Maria zartt. etc. Gedruckt bei Wackernagel, kirchcnlied 2, 821, no. WM. Vgl Weller, repert. typogr. no. 262. Anfang: Maria zartt, Dein edle artt, 136 Ä. H. 62. Jhesum geboren hatte. Schluss: On sünden grob, Dz sey zu lob, Dir Maria gesungen. 174. Bl. 156. Meisterlied. Von Jörg Breitling. Gedruckt bei Wackernagel, kirchenlied 2, 825, no. 1046. Vgl Weller, annalen 2, 150, no. 26, 2. 204, no. 427, 2. Iiepcrt. typogr. no. 262. Anfang: Jhesus ain wortt, Der höchste hortt, In ewigkaitt besunnen. Schluss: Herr gott hilff nun, Dz diß altz werd geschehen, etc. 175. Bl. 156b. Desgl. Dz dritt lied im don, Maria zartt dz volgtt nun hernach. Gedruckt bei Wacker nag cl, kirchenlied 2, 823, no. 1045. Vgl. Hoffmann, geschickte des Jcirchenliedes 2 s. 458. Weiler, annalen 2, 150, no. 25. 26. S. 204, no. 427, 1. Bepert. typogr. no. 262. 3473. Anfang: Gott ewig ist, On endes frist, Sein wesen vnzerrissenn. Schluss: Gott durch dein tod, Hülff vnnß auß nott, Dz wir all gnad erwerben, etc. 176. Bl. 157. Meisterlied. Von Jörg Breitling. Nun volgt dz vierd hernach. Gedruckt bei Wackernagel, kirchenlied 2, 827, no. 1047. Vgl. Weller, annalen 2, 150, no. 26. 3. S. 204, no. 427, 3. Bepert. typogr. no. 262. Anfang: Cristus der herr, Verleich mir leer, Dz ich mit weysenn synnen. Schluss: Maria zartt, Dörtt in dem höchstenn throne, etc. 177. Bl. 157b. Das fünfft lied jm ton Maria zartt, volgt nun hernach. Gedruckt bei Wackernagel, kirchenlied 2, 817, Ä, H. 62. 137 no. 104.3. Vgl. Weller, repert. typogr. no. 262. Anfang: Maria zartt, Dein edle artt, Mag niemantz gar außsprechen. Schluss: Gib vns gelaitt, Biß in das ewig lebenn. etc. 178. Bl. 1581). Ain ander vast gutt lied jn disem thon. Die erste strophe nach einer Klosterneuhurger hs. gedruckt in Mones anseiger 8, 349. Anfang: Mensch mit mir klag, Den gantzen tag. Schluss: 0 Vatter dir, Bevilch ich schier, Mein gaist wol in dein hende. 179. El. 159. Lied. Ain ander gutt altt lied. Gedruckt bei Unland s. 872, no. 337. Hoffmann, geschickte des Kirchenliedes a s. 393. Wackernagel, kirchenlied 2, 689. Böhme, altdeutsches liederbuch s. 708, no. 599. Vgl. Weller, repert. typogr. no. 51. Anfang: Es flog ain klains waldtuögelein Auß himels trone. Schluss: Dz wir nit ewig sterbenn, Vnnd bey dir in dem hiruel sein. etc. 180. El. 159b. Ain ander gutt lied. Gedruckt bei Wackernagel, kirchenlied 3, 498, no. 549. Vgl. Bartsch, beitr. z. quellen- kunde s. 364. Anfang: Ach gott wem soll ichs klagen, Mir ligt groß kumer an, Schluss: Dz wellest du vns geben, Groß lob sey dir gesaitt. etc. 181. Bl. 159b. Ain freyer gassenhaw. Gedruckt bei Unland s. 685, no. 262. Anfang: Frisch auff mit tausend freuden, Wers mit der feder kan. Schluss: Dz liedlin ist gesungen, 138 A. H. 62. Von ainem studentten fein, Es hatt im wol gelungen, Paur ratt wer mag er sein. 182. El. 159b. Tagelied. Anfang: Wol auff wol auff mit heller stymm, Katt vnß der Wächter kyene, Vnd welcher bey seinem hulen leütt, Der mach sich pald von dannen. Sclüuss: 0 Wächter gutt, Auß freyem matt, Wend mir hie mein senttlichs laide, Ja laide. 183. Bl. 160. Ain andrer hüpscher gassenhaw. Anfang: Ich bin von deinent wegen hie, Hertz lieb vernym mein wortt, All mein hoffnung setz ich zu dir, Zu dir trag ich kain haß. Sclüuss: Dein kan ich nit vergessenn, Wa ich im lannd vmb far. 184. Bl. 160. Ain anderer hüpscher gassenhaw. Anfang: Da ich wol wond, Do wz mir wol, Bey ainer valschenn frawen. Schluss: Mit mallmasyer will sy geschmyrbett sein, Dz muß ich armer schabab sein, Ich far do hin mit layde. 185. Bl. 160. Lied vom hindbetthof. Überschrift am rand: Ain lied wie siben weiber redten auf ainem kündt- betthoff, vnnd ist in dem don, Wer essenn well mach sich zum tusch, der selb soll einheer gan. Auff ainer kindtauff es geschach, Wöltt ir mir hören zu, Ain altz weib zu ainer jnngen sprach, Wz ich dir ratt dz thu. Schluss: Aide ich will daruon, Gfatter da ligtt mein geltt schon. 186. Bl. 160b. Lied. Anfang: A. H. 62. 139 Ains mals gieng ich spacieren anß, Der hertzelieben houieren, Do kam ich für ains württes hawß, An ainem aubend schiere. Schluss: Er woll ir dann kain gntt nit fchon, Dz ob gott will erfunden würdt nit mer. etc. 187. Bl. 160b. Prosa: Nun volgt hie hernach die ver- gicht, vnd bekandtnuß, defi getaufften Juden, genantt Joh annes pfefferkorn, den man zu Hall in Sachssen vor sant Moritzen burgk, mit glüeenden zangen zerrissenn, vnd darnach auff dem Juden kürchoff gepratten vnnd verprenntt hatt. Anfang: Nun zum ersten hatt er bekandt er sey ain priester gewesen. Schluss: Vnd ain schottischer pfaff hatt in getaufft. Vgl. Goedelce, grund- riss 1 2 , 451. 188. Ain hüpscher gassenha. Vgl. Goedelce, grundriss 2 2 , 27, 110. 3. 31, no. 12. Mones anseiger 8, 367, no. 93. Bartsch, Heidelberger hss. s. 08 zu 171, 104b. Anfang: Hertz ainigs lieb, Biß nit betriept. Schluss: Fraintlich ich dich Schier altz deins layds ergötz, etc. 189. Bl. 161. Kalender, dreispaltig, mit gedächtnisreimen. Anfang: Jenner hatt . 31 . tag. Beschnitten ward das kind. Drey künig sant erhartts gesund. Vgl. Pickel, Konrad v. Dangkrotzheim s. 59 ff., und hs. 42,47b. 190. Bl. 162. Desgleichen, 2spaltig. Anfang: Jenner hatt . 31 . tag. 1. A. Jhesus beschnitten ward der rain 2. b. Da er wz ain kindlin klain. 3. c. Im ward geben der namen sein 4. d. Jhesus nannt man dz kindelein. Schluss: 31. A. Siluester hab vns auch in hutt. 191. Bl. 163b. Diß lied ist gemachett worden vom 140 A. II. 62. Doctor zun predigernn hie zu Augspurg. Anfang: Ain grosser dicker kuttenmann, Der seltzme aubenteür hebtt an, Daruon well wir euch singen, Wie er doch ist so vnuerschäniptt, Er greifft den altten weib ins amptt. Schluss: Da haltt dich zu du kloster knab, Du bist der kunst geschickt, V illeicht triff't dich ain glick. Anno dominj . 1525 . septimo die Nouembris. A me Valentine» Holl. Wer dz lied mit andacht singtt Vnd ain glaß mit wein außtrinckt Der hatt hundertt tag ablaß seiner sünd. Daneben: Fraind in der nott Gond 24. an ain lott. 192. Bl. 164. Ain hailsams lied, Vnd ist jn dem don, freud vber freud. Gedruckt bei Wackernagel, kirchenlied 3, 493, no. 544. Anfang: 0 hailige driualtigkaitt, Dir sey lob eer vnd danck gesaitt. Schluss: Gar schön vnd klar, Nu sprechenn Amen das werd war. 193. Bl. 164b. Ghristophslied. Gedruckt bei TJhland s. 809, no. 306. Hojfmann, geschickte des kirclienliedes 2 s. 473. Wackernagel, Icirclienlied 2, 1003, no. 1239. Anfang: Sant Cristoff du vil hailiger man, Dein lob steett hoch zu preysen. Schluss: Hilff hie vnd dortt, Vmb deiner martter ere. 194. Bl. 164b. Ain lied von dem Stauffer. Am rand: Dz lied ist ins Bentzenawers don. Gedruckt bei Liliencron 3, 206, no. 304. Anfang: Ir herren hörtt geleiche, A. H. 62. 141 loh sing ewch ein new gedieht. Schluss: Es wirdt noch manichem sauer, Der yetz gewalttig sey. etc. 195. Bl. 165. Ain lied das sagtt, von hohenn Kreen, Vnd ist jm Schweitzer don zu singenn. Gedruckt bei Liliencron 3, 75, no. 269. Anfang: Im heegäw ligtt ain hohes schloß, Darauff treibtt man die planckarey so groß. Schluss: Dz ir da niemantz vnrecht thnnd, Das wir nit wider komenn. 196. Bl. 165. Ain lied, jm don, Ich trew kainem altten stechzeug mer, zu singen. Anfang: Meim leib vertrawen ich nit mer, Dann sein begeer ist wider mich, Er hatt mein sei gar oft't geyertt, Välschlieh verfüertt. Schluss: Vnd sünd nit mer, Volg diser leer, Biß steett das pringt dir ewig eer. etc. 197. Bl. 165b. Jörg Graf, Ain gaistlich lied, jm don, Es hett ain mediin ain schfleh. Vgl. Hofmann, geschichte des kirchenliedes 2 s. 385. Auch im Klostemeuburger gesangbuch, Mones anzeiger 8, 351. Goedeke, grundriss 2 i , 256, no. 23, m. Gedruckt bei Wackernagel, kirchenlied 3, 371, no. 447. Anfang: Gottes huld ich verloren han, Wie soll ichs wider finden. Schluss: Ist not, ist nott, Jörg graff gesungen hatt. etc. 198. Bl. 165b. Ain lied dz sagt von santt Anna, vnd ist im don, als dz lied Maria zart. Gedruckt bei Hoffmann, geschickte des kirchenliedes 2 s. 473. Wackernagel, kirchenlied 2, 1019, no. 1258. Anfang: Sant Anna preyß, Merck hie mit vleyß. Schluss: Schmuck mich zu dir, So würdt vertust mein leyden. etc. 142 A. H. 62. 199. Bl. 166. Ain ander wolgeziertt lied zu Mariam. GeärucM bei Ufäand s. 838, no. 318. Hoffmann, geschickte des hirehenliedes 2 s. 221. Wackernagel, Kirchenlied 2, 1015, no. 1254. Anfang: 0 Maria du bist von aim edlen stammen, Du bist geboren von der edlen frawen sant Anna. Schluss: Wann ich von hynnen schayden soll, So behüett mich vor der pitternn helle pein. 200. Bl. 166. Lied von des metzgers töchterlein. Gedruckt bei JJIüand s. 706, no. 271. Anfang: Es hett ain metzger ain töchterlein, Vor ainem dürren holtze. Schluss: Dz hatt gothan ains metzgers sun, Ain anndrer hatt in verdrungen. 201. Bl. 166. Lied. Vgl. Mones anseiger 8, 35.9, no. 11. Anfang: Ains mals ritt ich des wintters kaltt, Durch meines pulen willen, Ich ritt so offt vnd manigualt, Biß dz ich kam von hynnen. Schluss: Du beuttst dich selbert fayle, Far hin ich dich nit sehenden will, Far hin on alles layde. etc. 202. Bl. 166b. Ain andrer gassenhaw. Gedruckt bei Uhland 2, 666, no. 254 A. Böhme, altdeutsches liederb. s. 143, no. 58a. Vgl. Goedche, grundriss 2 2 , 31, no. 12.32, no. 13. Anfang: Ain mediin an aim laden stond, Es schray vber lautt. Schluss: Das hatt gethan ain Saltzburger, Gott geh im ain fein gutt jar, 0 wee liebes mediin nymm in beym bar. 203. Bl. 166b. Ain lied das sagtt vonAdams hauptt, Vnd ist in dem grawenn don zu singen. Anfang: In reicher kunst hörtt wunder groß, Warum man male sey, A. H. 62. 143 Vnder daz frone Creutz ain hauptt, Ich waiß den rechten grund. Schluss: Warumb fluchtt er im in haß, Das er vnnß prachtt den ewigklichenn val. etc. 204. Bl. 166b. Ain lied von der Narrenkappen. Gedruckt bei Zarncke, Narrenschiff s. cxxxiv (vgl. Goedekc, Gengenbach s. 524), nach cgm. 808 bei Wackernagel, kirchenlicd 2, 1054, nach einer Buxheimer hs. in Birlingers Alemannia 16, 81. Auch in der Klostcrneuburgcr hs., s. Mones anzeiget- 8, 350. Anfang: Die jungen dummen läppen, Die singen ain gedieht. Schluss: Vnd lobent gott den herren, Der kan euch helffenn zwar. 205. Bl. 167. Prosa: Item nun volgtt hernach wie man ain dinttenn machenn soll. 206. Bl. 167. Prosa: Item das ist für den stechenn. 207. Bl. 167. Prosa: Item nun volgtt hienach, wie man ain person jrs prechens jns holtz sol legen, etc. 208. Bl. 167b. Prosa: Item nun volgett hie hernach, Ain lesen von der gaistlichen haußmayd. Anfang: Es wz eins mals ein einsidel, in einem wald viertzig jar, der gedacht im auff ein zeitt, er wöltt gern ein menschen sehen, der in seinem verdienen were. Schluss: Darumb hette sy pillich noch grossem Ion. etc. 209. Bl. 168. Ain Euangelisch lied, jm don als das lied vom Türcken. Gedruckt bei Uhland s. 002, no. 348. Wackernagel, kirchenlied 3, 391, no. 465. Vgl. Goedeke, grundriss 2 2 , 293, no. 88, a. Anfang: Ir herren schweigend ain wenig still, Es erhebtt sich yetz ain newes spil. Schluss: Vnd wann sich seel vnd laib schaiden soll, Maria thun auch nit von uns wenden. 210. Bl. 168b. Ein kurtzweylige predig, die vns beschreibt 144 ■ A. H. 62. Doctor Schmofiman, am viervndzwaintzigistenn kappen- zypffel. Vgl. Goedeke 2 2 , 473. 211. Bl. 169 a. Ain Euangelisch lied, v o n Vermeidung der menschen leer, jn dem thon, Es geett ain frischer Summer da heer mit schalle, Ich waifi mir ain pauren mediin thutt mir. Gedruckt bei Wackernagel, kirchenlied 3, 422, no. 485. Anfang: Es fertt ain frischer snmmer da heer mit schalle, Wol auff ir fromen Cristenn alle. Scliluss: Gott zu lob, vnd eere gesungen, Auß dem Euangelio gemacht, etc. 212. Bl. 169b. Ain Cristenlich lied, des bewainlichen tods, Caspar Taubers genantt, Bürger zu Wien, jns Bruder Veitten thon, Gedichtt im . 1500 . vnd im . 25 . jare. Gedruckt bei Wackernagel, kirchenlied 3, 436, no. 496. Vgl. Weller, repert. typogr. no. 3476. Anfang: Nun hörtt ich will euch singen, Auß traurigklichem mutt. Scliluss: Es mtiest wainen weer es hörtte, Dz lied ward zu lang. etc. Psal. 55. In gott hab ich gehofft, ich wird nit fürchten was mir thon wirtt der mensch. Bl 170b leer. 213. Bl. 171. Ain Euangelisch lied, in hertzog Ernstz Melody. Gedruckt bei Wackernagel, kirchenlied 3, 512, no. 566. Anfang: Cristenhaitt hatt den hohen preiß, Von ewigkaitt fürs Paradeyß. Scliluss: Herr hilif mit deiner barmhertzigkaitt, Dz wir dich rechtt erkennen seind, Drumb sey dir lob vnd eer gesaitt. 214. Bl. 172. Hans B irker, Ain lied jn der weys, als dz lied von der fafänacht zu Bafiel, gemacht von vier orden. ( Vgl. Weller, annalen 2, 401, no. 1107. Repert. typogr. no. 1814. Goedeke, grundriss 2 2 , 288). Anfang: A. H. 62. 145 Ir kriegs leütt nun seind gutter dingen, Ich will euch newe mere singen, Vnd wie es ist ergangen In vnßers hailigen vatters zug, Nun habtt hie kain verlangen. Schluss: Hans Bircher hatt diß lied gemacht, Er ist gewesen an der schlacht, Darmitt hatt es ain ende. Ich bitt Mariam Vnd auch ir kind, Dz sy vns hilff zu sende, etc. 215. Bl. 173. Ain Pfaffenklag. Der pfaffenklag haiß ich, Wer mich findt der kauft' mich, Vber den Lutter schrey ich, Wen ich tryff, der ker sich. etc. Anfang: Marschalck. 0 Lutter du hast vbel gethan. Hast vns verfüertt den gmainen man. Der will sich nymmer äffen Ion. Des müessen wir entgeltten schon, In vnßerm keller dar zu im hauß. Schluss: Dz sag ich dir on altz gefär, Darumb hüett dich Lutter. etc. 216. Bl. 173b—180b. Ain lieplichs lesen, Gar kurtzweilig zu hören, von den geschienten, SopfaffAmyß, von der Statt Dranyß in Engelland geborn, getriben vnd gethon hatt. Vgl. Zarncke, zeitschr. f. deutsches altert. 9, 400. Steinmeyer, ebenda 30, 376 f. Anfang: Vor iaren hatt fred vnd ere, Geliebett recht also sere. Schluss: Er fliß sich alle zeitt gutter gethatt. Wissennt one missethatt. Pfaff amyß hie ain ende hatt. Nun nemptt vergutt hie die rede mein. Ich muß von artt getrewe sein. etc. Nunc finis est huius. Arne Valentine-holl. Die . 8 . Februarii. Anno doniinj. Millesimo, quingetesimo, vicesimo sexto. V. Kellor, Altdeutsoho handsohriftou, 1U 146 A. H. 62. 217. El. 180b—-191. Ain vorred, in die Hystörj des künigs Appolonij. Dz man wiß wann er geregierett hab. In welcher vorred das leben des grossenn Alexanders gar schier begriffenn ist. etc. A me Valentino Holl . 152(5. Anfang: Als volgiengen von Adam viertausent siben hundert achtt vnd viertzig jai-e. Von dem hinfluß zvvay tausent acht vnd dreissig jare. etc. Schluss: Nit laß vns in den Sünden sterbenn. Ewig dz wir sind behalttenn. Mit allenn rainen jungenn vnd altten. etc. Sic est finis huius libri. A me Valentino Holl, Anno dominj . 1526 . Vicesimo die Marcj. 218. Bl. 191. Die geschieht des pfarrers von Kallen- b e r g. Anfang: Hett ich der büecher vil gelesenn. Dz wer mir vast not gewesen. Schluss: So redt philipp f ranckf urtter. Zu wienn in der loblichen statt. Der dz zu reymen gemacht hatt. etc. Scriptum a me Valentino Holl, am . 18. tag Aprillis, Anno dominj . 1526 . jare. etc. 219. Bl. 199a. — 281. Dz new schiff von Narragonia mit besundrem vleyß ernst vnd arbaitt. Von newe, mit vil schöner sprüch, exempelen, vnd zugesetzten hystorien vndmaterien erlengertt, vnd scheinberlicher erklertt zu Basel durch Sebastia- num Brant lerer bayder rechten. Vgl. Zarncke, Narrenschiff s. Ixxxvi f. Schluss: Wie rauch den äugen ist nit gutt. Wz essich auch den zenen thutt. etc. Hie hett ich gern thon weitter schreiben. Habs also müessenn lassenn pleiben. Deß bin ich worden bezwungen. Dz exemplar ward mir genomen. Dz ich nit mer hab kinden schreibenn. Vnd habs hio also lassenn pleiben. A. H. 62—76. 147 Sic est finis, huius libri. A me Valentino Holl. Anno dominj millesimo quingentesimo, Vicesimo sexto. Vicesimo sexto die Junij. etc. Nichtz on vrsach. 1526. 220. Der rest der hs. ist herausgeschnitten. Derselbe enthielt nach angäbe des registers: Item Nun volgenn hie auch her nach von dem .233. platt, biß auff dz . 264. platt, gar vil vnnd manicherlay gattungen, klain vnd groß, gaistlich vnd welttlich, lieder vnnd sprich, auch mer ander redenn oder lesen, vnnd auch gar vil fügurn, mit gaistlichenn vnd auch mit welttlichen außlegungen, seind zu prauchenn in schinipff vnnd in ernst, bey der weltt. 221. Rückdeckel, eingeklebt: Ain lied von ainer eebrecher- in. Dasselbe wie oben no. 38. Anfang: Es hett ain biderman ain weib, Ir dick wolt sy nit lan. Schluss: Der teufel far ins hee, in dz hee, Nach gramatfc in dz gee. etc.] [63—76.] [Handschriften der hofbibliothek zu Darmstadt, jetzt nach der reihenfolge der heutigen handschriftennummern besehrieben von F. W. R. Roth, Germania 32, 333- 351. Es entsprechen sich hs. 63 = R(oth no). 790. ( Vgl. Wölffel in Haupt's Zeitschrift 28, 276); hs. 64 = R. 724. {Vgl. altdeutsche Matter 1, 381. Zu no. 1 Renner vgl. Wölffel a. a. o. 179. — No. 3. Wie der molner in das hy m m e I rich quam u. s. iv. ist gedruckt erzählungen s. 97. — No. 4, die königin von Frankreich und der ungetreue marschall, gesammtabenteuer no. 8); hs. 65 - R. 2779. (Vgl. altdeutsche Matter 1, 380. Wölffel a. a. o. 175); hs. 66 fehlt bei Roth; hs. 67 = R. 2667; hs. 68 = R. 817; hs. 6» = R. 1433; hs. 70 = R. 1912. {Vgl. Germania 3, 396); hs. 71 = R. 991; hs. 72 = R. 10* 1.48 A.H. 66-67. 814; hs. 73 = B. 3219; hs. 74 = B. 3244, 19; hs. 75 = B. 3244, 20; hs. 76 = B. 3175] 66. Barmstadt. Hofbibliothelc. No. 14. Geschrieben 1471. Pergament. Folio. 315 alt gezählte Matter, ziveispaltige Seiten. Inhalt: Heiligenleben, niederdeutsche prosa, voran ein lealender. 67. Darmstadt. Hofbibliothelc. [No. 2667.] XV jh. Papier. Folio. Oute bilder. [Vgl. Germania 32, 344.] 1. TU. 1. Theologische abhandlungen, niederdeutsche prosa. 2. Bl. 212b. Dit is die mynnen jaebt. Mystisches gedieht Anfang: Dv süesse dyer got Jhesu Crist Hoger mynnen fonteyn du biet. Schluss: Nv is der mynnen jacht yoI ganghen Want lieft' syen lietf us hait gheuanghen. Bl. 219 geht die mystische abhandlung in prosa tveiter. 3. Bl. 350. Prosa, fragment. 4. Bl. 351. Dit is der boeuen orden. Anfang: Byn vader heischt magott Der dede verkundigen syn gebot. Das eine blatt, verstümmelt, enthalt nicht das ganze gedieht. 5. Darauf folgt auf ungezählten blättern prosa. 6. Letztes blatt a. Fragment. Anfang: Want der wurffei is so sfcarck Hedz du hundert duysent marek. Schluss: Dat synt alle guede gesellen Valder dragen sy sack dorch dan syder pellen. 7. Spaltec. Dit is van den sali boeuen. Anfang: A. H. 67—79. 149 So wer jn den sali wilt gain dyngen Deme raden ich ja synen mauwen zo brengen. Schluss fehlt. 77. Born. Gasanatische bibliotheJc. Die Jis. beschrieben in meiner Bomvart s. 647. Vgl. Jonclcbloet, Lancelot 1, xxiv. [MF. s. vii, hs. ia. Haupt, Gottfried v. Neifen s. vi] Inhalt: 1. Strophen von Walt her von der Vogelweide, Walther von Mete, Gottfried von Neifen, Beimar dem alten, eine anonyme Strophe. 2. Parzival von Claus Wisse. [Schorbach s. xvi ff.] 78. Oehringen. Stiftsbibliothek XV jh. Papier. Holzband mit gepresstem leder überzogen. Höhe 0,305. Breite 0,21. [Oehringer hs. des Ortnit und Wolfdieterich, s. Holtzmann, Wolfdieterich s. xii. Deutsches heldenbuch 3, vii f.] 79. Stuttgart. K. öffentliche bibliotheh. Fol. no. 39. XVI jh. Papier. Lederüberzug. Höhe 0,27. Breite 0,2. 230 gezählte blätter. Inhalt: Chronik über Herzog Ulrich von Württemberg. [Her. von E. v. Seckendorff, Stuttgart 1863.] Anfang: Erster Tail dises Buechlins. Von hertzog vlrioh zu wirtternperg hochgeborn Will jeh ruitt Erstenn melden vnnd erholn. Bl. 230b. Schluss: Ieso hatt es ain Ennd genommen Darnach war man sich nit somen. 150 A.B. 8.0—88. 80. Tübingen. K. Universitätsbibliothek. Md. 359. XVIII jh. Papier. Einband, rück und eck leder. Höhe 0,333. Breite 0,205. Titelblatt und 318 Seiten. Görgens von Elrabach Gedicht aufHer zog Fried rieh von Schwaben nach dem Exemplare. HEn Hofrath Glafeys in Dresden abgeschrieben für Joh. Christoph Gottscheden. [Vgl. hs. 109. 110, no. 2. 111. Goedeke, grundriss l' 2 , 258, no. 9. Bartsch, Heidelberger hss. s. 100 zu 173, 182a. Ho ff mann, Wiener hss. s. 174.] S. 1. Anfang: Gott herre zu disem begynn So trachten mynne synn. S. 318. Scliluss: Do besasaen sy das ewig leben Das welle vns got auch geben. Amenn. 81. Zeil. Bibliothek s. d. des fürsten Constantin von Waldburg- Zeil. XV jh. Papier. Inhalt: Der Trojan er krieg von Konrad von Würzburg. [Beschrieben von Bartsch, an- merkungen zu Konrads Trojanerkrieg s. iii]. 82. [Stuttgarter hs. des AI ex and er von Ulrich von Eschcn- bach; s. Toischers ausgäbe, Tübingen 1888, s. x /'.]. 83. [Stuttgarter hs. Cod. poet. 4°. no. 69. XV jh., beschrieben in Graffs Biutiska 2, 77. .] A. II. 84—85. 151 84. [Tübinger Rennerhandschrift, s. Strauch in Haupts Zeitschrift 29, 115.] 85. Frankfurt am Main. Stadtbibliothek. Msc. germ. no. 5. X VI jh. Papier. Lederband. II. 0,225. Br. 0,15. 129 Matter. 1. Bl. Ib. Sprüche von der gefährlichheit des hofleb ens. Anfang zerrissen. Unten eine historische notiz, worin der Schreiber erzählt, 1515 sei zu Hentschusshem eine wyhong geschehen und seine tochter Katharina gefirmt worden. 2. Bl. 2. Zosimas geschieht. Anfang: In gottes namen lieb ich an Nu horent frauwen vnd auch man. Schluss: Vnd der heylig geyst da by Amen damit eyn ende sy. 3. Bl. 20. Im langen Regenbogen. Gedicht von Maria Ae'g yptiaca und Veronica. Anfang: 0 süßer got aller diner gnaden ich beger, Sende zu mir din engell von dem hymel her. Schluss: Nach disem tode vnser freude ernüwe, Durch diner mutter ere amen. 4. Bl. 37. Federproben. [Vgl. unten no. 8.] Anfang: Ich mus dich zorniglichen melden. 5. Bl. 37b. Zwei Windrosen gezeichnet. 6. Bl. 38b. Von den zivölf himmelszeichen. Anfang: Nu horent alle vnnd merekent ebenn Liebe vnnd leyt sint hie durchweben. Bl 38. Schluss: Im nordosten sich den schützen Findestu jne nit wir wollen dich stutzen. 152 A. H. 85—87. 7. Bl. 39b. Verse auf genannte Schwestern, die immer in kreisfigur geschrieben sind. Anfang: Granck zu awester hillen die ist im gutem Willen. Schluss: Zu bruder gerhart raden ich dir. 8. Bl. 43b. Gereimte reden genannter brüder. [Vgl. oben no. 4.] Anfang: Bruder Gordiann. Ich muß dich zornicklichen melden Vnnd dar zu sere scheldenn. Schluss: Ein syden panczer vber eyn heyde Das wirt dir betuden grosse freude. Deo gracias. Wie fro ich waß da ich schreib deo gracias. 9. JBl. 64. Der mondslauf durch die himmels- eeichen. Prosa. Anfang: Es ist zu wissenn dis zwolff zeichen sint jnn zodiaco jnn eym kreis ann dem hymmel. Schluss: Da mit vmbgen das ist gut. Bl. 69. Datum: 1477. 10. Bl. 69 b. Die sieben tu eisen meist er. Prosa. Geschrieben 1477 bis 1498. Anfang: Die geschieht der vij wysen meister zu Rome mit dem keyser Pociano vnd Syriern Sone Diocleciano. \A. Keller, li romans des sept sages s. cxix\. Bl. 129. Schluss: vnd yren tot jnn fryden. Amenn. Darauf: Ach gott wie fro ich was Do ich schriebe deo gracias. 86. 87. \ Abschriften von Hermann s von 8 ach s enheim Mörin und Heineren gedichten in der stadtbibliothelc zu Frankfurt alM. Beschrieben von Fr. Roth im anseiger für künde der deutschen vorzeit 1854, sp. 58. 78. Vgl. Bächtold, deutsche hss. aus dem brit. museum s. 147]. Ä. H. 88. . 153 88. . Frankfurt am Main, Stadtbibliothek. Dombibliothelc, no. 58. XV ß. Tapier. Lederhand, Höhe 0,836. Breite 0,222. 267 gezählte selten, dahinter noch viele leere Matter. 1. S. 3. Dis ist ein deutsch passion von dem leiden vnsers lieben herren iesu christi gantz nach dem latein beschreben. Prosa. Anfang: Do vnser her ihesus christus in der wernd drei vnd dreissig iare vil arbeit vnd mancherley pein erlitten hat. Schluss: also clare also es vß got geflossen ist. Amen. 2. S. 175. Hernoch folget ein andechtiges wurtzger- telin das solt yr christo ihesu vnserm herren, euwerm gemaheln zu lop vnd eren vf den helligen christobent zcu disch lesen. Voran verse, unabgesetzt geschrieben. Anfang: Ich han erdacht ein wurtzgertelin, das muß an dem hertzen sein, das sal die sele bereyten, vnd ihesum das liebe kindelin darin leyten. Schluss: das er sich vns selber geh vnd hernach das ewig leben amen. [Vgl. unten no. 8 und Mones anzeiger 2, 272.] 3. S. 189. Ein andechtige sermon von der wirdigsten helligsten geburt vnsers lieben herren geschreben vß dem peregrino Magno. Anfang: Eyn kindelin ist vns geborne vnd eyne sune ist vns gebben. Schluss: der vatter, der sune vnd der hellige geyst. Amen. i. S. 200. Ein ander andechtig sermon von der geburt vnsers lieben herren welche beschreibt der gotlich vnd süße lerer sanctus Bernhardus. Anfang: Die stime der freude die hat geklungen in vnserm land. Schluss: warer got ewiglich. AmeN. 5. S. 205. Ein ander andechtig sermon von der helligsten geburt vnsers lieben herren. Anfang: Eyn kindelin ist vns geborn. Schluss: zu dem hoffe des fürsten. Amen. 6. S. 213. Eyn andechtig lection von der geburt 154 A.H. 88—89. vnsers lieben herren. Anfang: Darnoch da käme die zeit. Schluss: genade senden vnd midt teylen. Amen. 7. 8. 216. Eyn schone andechtig g eschicht vo n eynem geystlichen bruder lieblich zu lesen. Die geschickte von dem mönchlein, herausgegeben von Maurer v. Constant. Diese hs. ist aber dabei nicht benützt. Vgl. Frans Pfeiffers anzeige des buchs. Die versgeilen nicht abgesetzt. Anfang: Were ich wyse so wolt ich die tugent meren Vnd wolt sie auch mit flyse leren Gutten lendten sie verkünden. 8. 226. Schluss: Mit deiner hilff schein, Du müst vmmer ewig gelopt sein. AmeN. Drei blätter leer. 8. 8. 233. Das würzgärtlein, wie s. 175. Anfang: Dis ist ein würtz gertelin das plegen mir zcu lesen vff den helligen christ obent. das solt ir auch lesen zcu disch ihesu euwerm gemäln zw eren vnd zcw lope. Ich hab erdacht ein würtze gertelin das muß an dem hertzen sein. Schluss: Das er sich vns selber gebb Vnd hernoch das ewigk leben amen. 9. 8. 243. Vff den helligen crist tag leset dise s e r m o n oder predige , die ich geschreben hab vfi dem buch genant peregrinus Magnus. Vgl. s. 189. Anfang: Pver natus est nobis. 10. S. 252. Ein ander sermon die beschreibt der süß lerer sant Bernhart. Vgl. s. 200. Anfang: Sonuit vox leticie. 11. S. 257. Sermon. Anfang: Paruulus natus est nobis. 12. 8. 262. Ein suberlich lection von dergeburt christi. Vgl. s. 213. Anfang: Darnoch da da käme die zeit. 89. Frankfurt. Stadtbibliothelc. In der kapsei mit handschrift- A. H. 89—90. 155 bruchstücken. XIII jh. Pergament. 2 zusammenhängende Matter. 2 spalten auf der seite. 35 seilen auf der spalte. Die Matter waren decke von: Census et siligines vicariae sanctae Margarethae ecclesiae sanct Bartholomaei franckfurdi per me Hieron. Rockenmayer . 1559. Inhalt: Weltchronik von JRudolf von Ems. Hl. 1. Anfang: Die zwelif boubet steine Mit edelen werke reine ..........Sardyus. Hl. 2. Anfang: Vf slaben in ander sit Des hers vnd verre hin. JBl. 2d. Schluss: Swer den stolzen degen balt Saeh der sagete mere Daz er geborn were Der sohine iegelich sach man sin Liecht alsam des sunnen sohin In sulcb.es Hechtes glaste. 90. Frankfurt. Stadtbibliothek. XIV oder XV jh. Ein heft mit pergamentblätterbruchstücken, von einbänden abgelöst. 1. Fragmente eines gedichts über die h. Eli sab et. 2spaltig geschrieben. Abgelöst von Stanislai Rescii Epistolae. Neapoli 1594, in der Garmel'äerbiMiothck in Frankfurt. Die ersten vollständig erhaltenen seilen lauten: Da zu houe was bereid Hie mide ich bliben vnbedrad N8 seht wie got gefuget had. 2. Bruchstücke aus dem leben des h. Laurentius und des h. Hippolytus, aus dem dritten teil des Passionais. Vgl. Fr. K. Köpkes Passional s. viij, wo jedoch 385, 94 (statt 95) 386, 87 (statt 82) und 394, 59; 394, 68 bis 92 zu lesen 156 A.H.90—93. ist. Diese bruchstücke gewähren, wie Franz Both bemerkt, noch einige besserungen. Die hs. ist dreispaltig geschrieben. Die blätter dienten als Umschlag von Tragica, seu tristium historiarum libri IL Islebiae 1597, in der Carmeliterbibliothek zu Frankfurt. 91. Frankfurt. Stadtbibliothek. Kapselmit handschriftfragmenten. 4 defecte blätter einer zweispaltig geschriebenen pergamenthand- schrift eines niederdeutschen gedicktes auf könig Adolf von Nassau und seinen tod in der schlackt bei Göllheim 1298. [Gedruckt durch Massmann in Haupts Zeitschrift 3, 7 und bei Liliencron, die historischen Volkslieder 1, 5, no. 2 und 1, 23, no. 5.] Dl. 1. Anfang: Hie vand ein flos ein segil. Der minnen alzfi male 92. Frankfurt. Stadibibliothek. Kapsel mit handschriftenbruch- stücken. X V jh. Pergamentblatt, 2spaltig, 38 zeilen auf der seite. Diente als büchereinband für dokumente über die freiheiten der guter von Brungesheim oder Brunnesheim und Beckersheim. Geschichte in versen, über einen frommen jüngling Abraham. [Gedruckt in Mones anseiger 8, 338.] Anfang: (Bis)choff nonnus der gute (Lo)bte auch mit demüte (Vns)ers herren gewalt. 93. Frankfurt. Stadtbibliothek. Kapsel mit handschriftcnbruch- stücken. X V jh. Pergamentblatt, 2spaltig geschrieben , 38 Zeilen auf der seite. Diente als decke eines buchs über das gelend zu A. H. 93—95. 157 Brunngushaym. Fragment einer legende über den h. Hiero- nymus. [Gedruckt in Mones ameiger 8, 342; vgl. Gocdeke, grundriss P, 233.] Anfang: Jheronimus der reyne Hyn abe yn der eyne. 94. Frankfurt am Main. Stadtbibliothek. XV jh. Papier. Höhe 0,28. Br. 0,205. 262 bl. 2 spalten auf der säte. Die hs. gehörte nach 1634 dem Erhard von Muckenthall in Häcksenn- ackher. Anfang fehlt. 1. Bl. 1. Belial. Prosa.. Vgl. W. Wackernagel, deutsches lesebuch 4, 331. Anfang: Wie im gröiälich zu dancken. Bl. 100. Schluss: Hie hat das puch ein endt Des frewen sich sein hendt. Bl. 100b. Got vns allen kumer wend Dort auch hie jn dism elend. Amen. 2. Bl. 101. Betrachtungen des Juden Samuel über das jüdische volk. Prosa. Bl. 121. Schluss. 3. Bl. 121c. Bedingungeneinesvertrags. Prosa. XVI jh. 4. Bl. 123. Schachzabelbuch. XV jh. Prosa. Anfang fehlt. Figuren eingemalt. 5. Bl. 167. Kais er ehr onik, betitelt das püch von der weit wie die Gestanden ist sider Adams zeiten vncz her. Prosa. Die darstettung geht bis auf Ludwig den Bayern 1311. Der schluss ist ausgerissen. 95. [Frankfurter handschriß des Ortnit und Wolfdieterich; s. Holtzmann, Wolfdieterich s. xvi. Deutsches heldenbuch 3, vii]. 158 A. H. 96—99. 96. Frankfurt am Main. Stadtbibliothek. XIV jh. [Kloss' hs., enthaltend den Schw anritt er, Cato, Laurin, den Schüler von Paris (Gesammtabenteuer no. xiv), den mal er von Würsburg (nach der hs. gedruckt in den er Zählungen s. 251) und den Mo seng arten. Vgl. W. Grimm, der Rosengar te, Gott. 1836, besonders s. Ixxxii ff. Zdrncke, Cato s. 162. F. Iioih, Schtvanritter s. 39. Deutsches heldenbuch 1, xxxiv.] 97. Heidelberg. Universitätsbibliothek No. 392. [S. Bartsch, Heidelberger hss. s. 119, no. 214.] 98. Harmstadt. Grossherzogliche hofbibliothelc. X V jh. Papier. Ilolzdecken, nicht mehr vollständig überzogen. Höhe 0,281. Breite 0,205. 540 gezählte blätter. Einspaltig. Erste spedte mit feinen gemalten und vergoldeten arabesken. Die handschrift rührt aus dem nachlass des freiherrn von Hüpsch in Köln her. Inhalt: Gedicht über Karl d. gr. [Karlmeinet, hs. A bei Keller, Karlmeinet s. 855]. Bl. 539 heisst es: Van Karlies leuen ind wesen. Anfang: Zo allen zyden in dem jare Mach man stille ind offenbare. Schluss bl. 540b: Ind vmmerme aen ende Dat boech van eme haitt hee eyn ende. 99. Stuttgart. Eigentum des antiejuars Süskind Steinkopf. A. H 99—101. 159 XIV—XV ß. Pergament. Höhe 0,18. Br. 0,12. Blätter nicht gezählt. Inhalt: die jagd von IIa da mar von Lab er. Anfang und schluss fehlt. Zeilen nicht abgesetzt. Anfang [in Schmellers ausgäbe str. 676]: [Des bin ich ane] synne Die hat die mynne gesenndet ainem weybe. Sol man die mynne fliechen Seind sy mich freuden schönet Sol man sich von ziechen Mein mynen in frewden so mynikleiehen lonet, Schluss: Greiff selber zfi den fanden [= Schneller str. 713] Die meinen zwei[fel stören] 100. Stuttgart. Eigentum des antiquars Süskind Steinkopf. X Vjh. Pergament. H.0,12. Br. 0,087. 371 bl. Inhalt: Gebete an Maria. Anfang: Die vorred in difa büchlin vahet allso an: Hje nach volget ein ]ob vnnd hoche brisung Der kuschen rainen magt vnnd mfitter marie Vnnd aller jrer glyder mit den sy trülich gedient hat jrem sun. Dann kommen ähnlich die stunden Marias. Bin abschnitt ist überschrieben: Das pfulment: Hilff mier herr Jhesu criste mit truriger clage. Schluss: vnnd richsnest mit gott dem vatter jn einikait des heiligen geists, got Von ennde zu ennde jnn ewig zitt. Amen. 101. Wolfenbüttel. Herzogliche bibliothek. Bezeichnet »55. 2. Mss.« Geschrieben anfang XVI jh. Papier. Holzband. Höhe 0,3. Breite 0,21. Diclce 0,035. 163 neu gezählte blätter. Inhalt: Die geschickten und thaten des ritters Wilivolten von Schaumburg. [Herausg. von A. v. Keller, Stuttgart 1859.'] 160 A. H. 103—105. 102. Stuttgart. K. öffentliche MbUothek. Cod. poet. 1. XIV jh. Pergament. [Hs. S des welschen gast es von Thomasin von Zirclaria, Bückert s. 417]. 103. Nürnberg. Germanisches muscum. No. 5339 a. XV jh. Papier. Holzeinband. Höhe 0,2. Breite 0,145. 416 hl. [Die be- schreibung gedruckt im anzeiger für Jcunde der deutschen vorzeit 1859, sp. 327—330. 364—367. 405—407. 446—448. Vgl. Wagners archiv 1, 422. 436.] 104. Augsburg. K. Jcreis- und stadtbibliotheJc. Aug. CCCLXX. X VI jh. Papier. Einband holz mit leder überzogen, Höhe 0,3. Breite 0,205. 2 vorblätter. 420 gezählte blätter. [Vgl A. Hartmann, das Oberammergauer passionsspiel in seiner ältesten ge- stalt, Leipzig 1880, s. 189. 192. 195.] Inhalt: Hoch Teütsche Maister Gesanng, Aufi hailliger göttlicher schrifft gezogen, Auch etlicher wunderbarlicher Historien vnnd Stampeneyen, Aus den Philosophi, Durch J oh an Sachs vnd Johan Springen, Auch etlicher gedieht Onofferi Schwartzenbach, jnn der zwelff alten, vnd sonst manicherley Maister gethon, Ganntz lustig vnd kurtzweillig hier Innen verfasst . 1565. [Enthält, ausser Meistergesängen der drei genannten, noch solche von Mich e l Francis, (David Speuser), Albertus Krantz, Martin Dürr, Daniel Holtzmann, und vieles anonyme.] 105. Weimar. Grossherzogliche bibliothelc. Q 570. XVI jh. Ä. H. 105—108. 161 Papier. Holeüeckel mit gepresstem leder überzogen. Höhe 0,205. Breite 0,15. 346 bl. 1. Bl. 1. Caspar Porti seclder, meisterlieder, anno ge- schriben durch Kilion Schrawen des 1552 jars. 2. Bl. 2. Anfang: Im verporgen Thon Fritz Zorns d i e 12 alten Meister. 0 veni sanete spiritus Emitte lueis Rafchium. 106. Weimar. Grosshereogliche bibliothek. Q. 569. XVI jh. Papier. II. 0,197. Br. 0,1,1. 305 U. Inhalt: Meistergesänge von verschiedenen händen geschrieben. Anfang: In dem lieb thon Caspar singer. Marsias aus Phrygier lantt Erstlich die rorpfeyffenn erfand. 107. [Eybacher Handschrift der Eneit von Heinrich von Veldelce. Beschrieben von Pfeifer, quellenmaterial 1, 16. Vgl. Behaghel, Heinrichs v. Vcldeke Eneide s. iii.] 108. Tübingen. Bibliothek des h. Wilhelmstifts, aus der h. hanä- hibliothek. X, 35. Auf dem rücken steht: Vocabularius latino-germa- nicus. Scrips. F. Sigfridus de Fridberg Mon. Wibling. 1441. Papier. Holzband, mit leder überzogen. Höhe 0,295 m. Breite 0,21. Dicke ohne den einband 0,04. 170 von mir gezählte blätter. 2 spalten auf der säte. Die handschrift gehörte dem lüoster Wiblingen, dann der k. Handbibliothek in Stuttgart und ist aus v. Keller, AltdoutauUe hauiiachrifteu. 11 162 A. H. 108—109. dieser an die bibliothek des Wilhelmstifts in Tübingen geliehen. 1. Bl. 3. Lateinisch-deutsches Wörterbuch. Anfang: Ex quo vocabularii auctentici etc. Bl. 118b. Schlüsse Explicit vocabularius bonus et compen- diosus scriptus per fratrem Syfridum [st ... de Fridberg] (die eingeklammerten ivorte sind vom miniator rot überstrichen) pro- fessum in Wiblingen. Finitus in vigilia assumptionis virginis Marie anno domini M". cccc 0 . xlj°. 2. Bl. 118c. Weitere sachtich geordnete lateinischdeutsche w ort er Sammlung. Anfang: De membris lmmani corporis. Caput hopt. Crinis haur. Pilus idem. Bl. 132. Schluss: Mellecocum wnderlile. 5. Darauf folgen lateinische versus memoriales, lexikalische rätsei, s. b. Omnibus in missis tis ut memor obsecro rais sis; Dumque memor tis sis, etiam memor obseero mis sis. 4. Bl. 132b. Lateinische Synonymik. Anfang: Nota. Grammatica seeundum Ysidrum primo Ethycorum Aristotelis sie describitur: Grammatica est recte loquendi scientia. Bl. 168d. Schluss: planete mouentur, qui sunt omnibus animalibus causa vite. Deo gratias. Expliciunt dictiones equi- voce exponitorie. Adueniente deo descendit nuncius alto Gabriel ex solio u. s. w. 5. Bl. 169. Lateinische abhandlung über sprachlaute und versfüsse. Anfang: Littera est minima pars vocis, que scribi potest individua, et dicitur littera quasi legittera eo quod legenti- bus iter praabeat ad legendum. Die schrift bricht ab bl. 169 b. 109. Wolfenbüttel. Herzogliche bibliothek. 69,10. X Vjh. Schreiber Jerg von Elrbach, nach bl. 48. Papier. Einband höh mit grünem A. H. 109—110. 163 leder überzogen. Höhe 0,3. Breite 0,206. 48 bl, 2 spalten auf der seite. Beschrieben von Langer in Gräters Bragur VI, 1, s. 181—189. 190—205. VII, 1, s. 209 235. Inhalt: Fried- »• ich vo n Schwa ben. [Vgl. zu hs. 80.] Bl. 1. Anfang: Got herr in deim beginn So tracht mein sinn. Bl. 48. Schluss: Daz tu vna armen sündern gewern. Amen. Vsge.schriben an sant Vrbans tag durch mich Jergen von Elrbach. 110. Stuttgart. Königliche hanäbibliothek. X V jh. Papier. Einband holz, überzogen mit gepresstem schivarzem leder. Höhe 0,3. Breite 0,206. [S. Graffs Biutisha 2, 64.} Auf dem vordem decket innen steht: Diß buch ist philips kemerers von dalburg vnd sagt von ponteß vnd von eym herzogen in Schwaben. 1. BL 1 — 123. Pontus und Sidonia in prosa. 2spaltig. 123 Matter von mir gezahlt. Anfang: . is ist ain edel histori von schöner äbentür da jnn gelüttet vil gütz och vil guter exempel u. s. iv. Schluss: Zum letzsten müssen sie das alles hinder jne lassen Vnnd kommen vnder die swartzen erde etc. etc. Per nie Johannem gegenschriber zu Geisslingen de Ulma etc. Anno domini xxviijto etc . 1478. Darauf 8 leere Matter. 2. Es beginnt mit neuer blattzählung von L. Uhlands hand auf 141 blättern vier spaltig das gedieht über Friedrich von Schwaben, ohne Überschrift. [Vgl. zu hs. 80.] Anfang: Got herre jn seinem beginn So tracbtent die meinen sinn. 11* 164 A.H. 110—112. Schluss: In der Nünden stund Hab ich geratt mit meinem mund. Johannes lebtzelter gegensehriber am zoll zu Geisslingen etc. 111. Bonaueschingen. Fürstlich fürstenbergische hofbibUothek. No. 109. (L. 195). Pqpierhs. vom j. 1532. Holedeckelband mit leder überzogen. Höhe 0,288 m. Breite 0,213. 177, in Wahrheit 178 (bl. 59 ist doppelt gezählt) Matter, einspaltig. Gehörte früher dem dr. J. freiherrn v. Lassberg in Mersburg, wo ich die hs. benützt habe. Beschrieben von J. V. Scheffel, die handschriften der altdeutschen dichtungen der f. für stenb ergischen hofbibUothek zu Bonaueschingen s. 33; von K. A. Barack, die handschriften der f. fürstenbergischen hofbibUothek zu Bonaueschingen s. 105 f. Bei beiden litterarische nachtveisungen. Inhalt: Herzog Friedrich von Schwaben. [Vgl zu hs. 80.] Bl. 1. Anfang: Gott her in seinem beginn So trachtent die minen sinn. Bl 111b. Schluss: Da besassen sie das Ewig leben Das wöll vns gott auch geben. Aue Maria . 1532 . Somma 1° vnd 77 blat. 112. Bresden. K. öffentliche bibliothek. M. 68. Beendigt 1447. Papier. Einband modern, rück und eck braun leder. IL 0,27. B. 0,205. 1 Vorsatzblatt, 79 gezählte Matter, hinten noch drei leer, 2spaltig. Beschrieben von F. II. v. d. Hagen, grundriss s. 325 ff. Gesammtabenteuer 3, 763. Abschrift von Biisching mit dem original verglichen von v. d. Hagen in der Berliner bibliothek. [Ben inhalt s. bei v. d. Hagen, grundriss 325 ff.] A. H. 113—1U. 165 113. Stuttgart. K handbibliotheJc. i486. Pergament. Holzdecken mit weissem gepresstem leder überzogen. Höhe 0,103. Breite 0,135. Dicke 0,04 meter. 131 von mir gezählte Matter, wovon das letzte leer. Die hs. gehörte 1659 dem Moster Weingarten. Uhland hat dieselbe erwähnt. Vgl. Schriften zur geschickte der dichtung und sage 7, 622. Viele gemalte initialen. Auf der vordem und hintern decke je an der Innenseite alte colorierte federzeichnungen. Bl. 1. Am rande steht von späterer hand: Augustini Tunger Procuratoris curiae Constantieusis ad Eberhardixm ducem facetiae latinae et germanicae 148(3. Links von anderer hand: Apophtheg- mata LIV. Anfang: Dein hockgebornen herren hern Eberharten. Grauen zu Wirtenberg vnd zu Montpelgard. Zueignung. Bl. 4. Augustinus Tanger de Enndingen procurator u. s. w. Lateinische vorrede. Bl. 6b. Lateinische er Zählungen. Anfang: Pauperem quendam claudum u. s. w. Bl. 60. Schluss: Vale. Ex constantia quarto KalendasDecem- bres Anno a natali cristiano sexto et octuagesimo quadringen- tesinao supra millesimum. TENOC. Bl. 61. D eut sehe erZählungen. Anfang: Es volget ainer ainera krüppel. Bl. 130b. Schluss: 28 Nov. 1486. 114. Wertheim am Main, im besitz des fiirstl. domänenrats K. L. Müller. X Vjh. Papier. Holzeinband mit braunem leder überzogen. Höhe 0,275 m. Breite 0,2. Dicke 0,075. 264 gezählte blätter mit fragmenten ungezählter. 2spaltige schrift. Anfang und schluss fehlt, ebenso sonst einzelne blätter. Inhalt: Prosaroman, deutsch, aus dem artusischen Sagenkreis. Bl. 1. Anfang: Wapin brengen, vnde do er gewapint wart 166 A. H. 114—116. do hing er den schilt an synen hals, vnd saz vff sin ros vnde scheit von dannen. 115. Warthausen. Bibliothek des freiherrn 'Richard König Warthausen. Stammt wahrscheinlich aus der bibliothek des herrn von Erolzheim. XIII oder XIV jh. Pergament. 4 blätter. Höhe 0,305. Breite 0,23. 2 spalten zu 46 verszeilen. Inhalt: AI ex an d er von Ulrich von E s che n bac h. [ Vgl. Toischcr s. x.] Anfang: Vnde uns der . . stör kündet Wer wider die nature snndet. Schluss: Sannabalach vor den fvrsten trat Dvrch sin dienst er in bat Daz einen tempel neuwen Sinem eidem muste bowen Vf dem berge Thavro Sannabalach von Alexandro. 116. Stuttgart. K. öffentliche bibliothek. Msc. Poet. no. 7. 1520. Papier. Einband und holz mit gepresstem leder überzogen. Höhe 0,31. Breite 0,22. Dicke 0,07. Vorn 2 ungezählte, dann 254 neu gezählte blätter. Die hs. gehörte früher der rcichsstadt Hall, die sie dem herzog von Württemberg zum geschenk machte. Beschrieben ist die hs. in Ferdinand Weckherlins heyträgen zur geschickte altdeutscher spräche und dichtkunst, Stuttgart bei Metzler 1811, s. 57. Der Kenner hg. vom historischen verein, Bamberg 1833, vorrede no. 15. Alte gute schwanke, Leipzig 1847, s. 5. 2. aufläge, Heilbronn bei Henninger 1876, s. 11 ff. Auf der innern Seite der vordem decke ist eine mit I. W. bezeichnete schöne federZeichnung auf grünem papier, die anbetung des kindes durch die drei könige darstellend. A. II 116. 167 1. Der vorn eingeklebte brief lautet: „ Durchlauchtigster Herzog, Gnädigster Herzog und Herr, Eurer herzoglichen Durchlaucht ivird bereits unterthänigst gemeldet tvorden seyn, dass in höchster Abwesenheit einer derer drey Mann, so die Reichs-Stadt Halle zu der Herzogt. Legion unterthänigst verehrt, im Urlaub ausge- blieben. Kaum wurde solches dem Magistrat daselbsten bekamt, als er mich seine grosse Verlegenheit hierüber, und einen dem Standes-Hauptmann Wiebel gemachten Auftrag baldmöglichst einen andern hübschen Mann anzuwerben, wissen Hesse. Es bedurfte dahero meiner dem Obristen von Wolfskehl zugesicherten Ver- ivendung nicht, und der Magistrat dieser Iieichs-Stadt überschickte zu gleicher Zeit für die Herzogt, grosse Biblioteck ein seltenes Manuscript, eine Abschrift von dem sogenannten Benner, des Hugo von Trymberg, dessen Geliert in der Vorrede zu seinen Fabeln und Erzählungen erwähnt. Der Dichter lebte gnädigst- bekantermassen zu Anfang des 14. Jahrhunderts, und die Abschrift seines Buches wurde von dem Stadt-schreiber zu Halle, Peter Wesel, im Jahr 1520 gefertiget; so ich hiemit unterthänigst anzuschliessen unermangle, und in tiefster Unterwerfung ersterbe Eurer Herzoglichen Durchlaucht unterthänigst treu gehorsamster von Myüus, Obrist Lieutenant und Flügel-Adjutant. Stidtgart den 24ten Februar 1787." Das 2. unbeschriebene blatt dieses briefs ist ungeschickt an das erste blatt der hs. angeklebt und dadurch der name David Wetzet halb verdeckt. David Wetzet ist der älteste söhn des Schreibers. Vgl. meine alten guten schwanke s. 8, 2. aufl. s. 13. 2. Begister zum Benner. Anfang: Von dem schlangen vnnd des menschen missetat xliij. Bl. 5 (alte Zählung 2). Bruchstück eines lateinischen liedes. Anfang: omne sed nunc fessa curis pressa u. s. w. Vgl. Benner, Bamberg 1833, s. 7. Ain merkliche rede von dem alter. Ich bins das alter, Daä von kalter Arte sich miiss wermen hie. 168 A. H. 116. El. 5b. Ain gute vorred dis buchs. Dichtend hat ich mich verlaupt Von der zeit her da mein banpt u. s. w. 5d. Nun wisaent frawen vnde man Das eich das buch hie hebet an Renner ist das buch genannt Vnnd soll rennen durch alle land. Anfang dis buchs. El. 6 {alt 3). Ich kam vf ain weite beide Zu guter augel waide etc. Fortan der Montier, 2 spalten auf der seile. El. 226 {alt 224) d. Explicit centilogium magistri Hugonis de Trimperg, cuius anima liequiescant in Pace. Bl. 227 {alt 225). Schreiber dis buchs im 1520. Die hiernach folgenden verse sind gedruckt in meinen alten guten schwanken, Heilbronn 1876, s. 11 f. El. 228 f. {alt 226 f.) leer. El. 230 {alt 228). Wie die siben Todsund vor crist gepurt von Gott gestrafft worden sein. Tractat in prosa. S. 14. Hs. 2, no. 57. steht auch hs. 42, 99. — Es. 2, no. 59 ist in Pfeiffers Übungsbuch s. 137 gedruckt. — S. 39. Zu hs. 4, no. 15 fehlt der verweis auf EMS 3, 468 \ — S. 48, 1 v. u. lies 1855. — S. 67. 7ju hs. 42, no. 25 fehlt der verweis auf v. d. Hagens und Primisscrs heldenbuch 2, 222. — S. 78. Hs. 42, no. 88. Vgl. Germania 33, 161. — S. 79. Hs. 42, no, 90. Ist auch in Böhmes altdeutschem liederbuch s. 695, no. 584 gedruckt. — S. 131. Zu hs. 62, no. 154 vgl. jetzt zeitschr. f. deutsche phil. 22, 404. 169 Register. Ach got was sol ich mich heklagen 4, no. 26. Ach got wem sol ichs klagen 62, 180. Ach got, wolt mich niemant melden 60, 25. Ach kristenvolk von Syon 62, 83. Ach wer hat mir mein freud ent- want 4, 13. Albrecht von Scharfenherg 7. 34. Alle die.im lebendig sein 2, 11. Almachtiger got seind Lucifer 42, 38. Als vil ich mich bedenken kan 4, 33. Als mir ein märe ist geseit 2, 22. Als mir ein rechte warheit 2, 71. Also kummen sie zusamen 2, 70. Altswert 43—45. Amor vincit omnia 3, 37. An angeng und an letze 7. An dem heiligen antlastag 42, 54. An eim tag ich beissen reit 60, 20. An einem morgen fugt sich das 2, 37. Auf einer kindtaaf esgeschach62,185. Auf iedem kränz sach man laufen 42, 109. Aus vorcht und tötlichem schmerzen 62, 152. Aus hertem we klagt menschliclis gsehlecht 62, 158. Ave balsams creatur 4, 15. Bernhart, S., 88, 10. Beschniten ist (ward) das kind 42, 12. 62, 189. Bihler, Christoph, 62, 150. Biiker, Hans, 62, 214. Bischof Nonnus der guote 92. Bis warhaftig u. verschwigen 62,163. Boethius 21. Breining, Jörg, 62, 174 ff. Bruder, Hans, 4, 22. Da fuor der meintsete 2, 79. Da got die weit beschaffen hat 62, 116. Da got zu im in ewigkeit 62, 88. Da ich eins mals zooh über lant 5, 6. Da ich wol wont, da was mir wol 62, 184. Da man 1474 schreiben wart 42, 63. Das er mit gutem frumen 2, 92. Das erst ist das zeit Verliesen selten 8, 14. Das got des ersten begie 2, 76. Das ich frawen ie gesach 2, 85. Das selb mag der tod moht 60, 4. Der zu hove was bereit 90, 1. Den siten niemant gar enbirt 2, 3. Den toten greifent ta.pfer an 62, 24. Der ander von grosser 1er 2, 112. Der grossinachtigst keiser Friderich 42, 104. Der hauptman tet iez reiten 4, 23. Der künig von .Frankreiche 62, 138. Der künig was Etzel genant 42, 25. Der min gedank hat sich gedaeht4, 21. Der newen mär und selzmer gschrei 62, 114. 170 Der im in sülcher gewissen sei 2, 16. Der pfaffen klag heiss ich 62, 215. Der römisch künig ist wol erkant 62, 125. Der sprach nu ist also 42, 20. Der sumer hat sich gescheiden 4, 24. Der tag der ist so freudenreich 62, 80, Der tiufel hat in alle lant 5, 4. Der trüw gilt mit untrüwen 5, 3- 61, 4. Des meiens luft 42, 72. Des nachtes da iederman slief 5, 4. Dens in adiutorium intende 42, 91. Dichten das ist poeterei 62, 75. Die alten frommen hant uns gesagt 61, 5. Die fünfzehen zeichen sont be- schehen 3, 55. Die jungen dummen läppen 62, 204. Die liebe manchen man bezwingt 62, 103. Die newen leuf iez in der weit 62, 64. Die rede ist an lougen 2, 83. Die trew und untrew vindt sich wo! 62, 105. Die zit die kam bis das der sam3, 22. Die zwelif houbetsteine 89. Dis seind die heiligen zehen gebot 62, 79. Do Jesus aller der weite got 3, 38. Do man zalt 1500 jar 62, 100. Do unser herr Jesus Cristus uf ert- rich gieng 4, 17. Dri ding sint got ungenem 5, 4. Du ausserwelte kristenheit 62, 57. Du süsse dirn got Jesu Crist 67, 2. Dürr, Martin, 104. Dweil mir das welsche lant unkunt 62, 110. Ebemant von Erfurt 11. 12. Eckart, meister, 10. Ein äffe und ein effein 2, 13. Ein blinder man wart gefangen 5, 4. Ein blum stet auf der heiden 42, 90. Ein ding ist das dick beschieht 5, 4. Ein edelman der het ein weib 62, 115. Einem reiger quam in sein gedank 2, 50. Einen nacht da gieng ich spat vom wein 62, 33. Einer nacht ich am bette lag 62, 111. Ein esel merken began 2, 34. Eines tages das ergie 42, 24. Ein vater heischt magot 67, 4. Ein fraw und junkfraw kam zu mir 62, 151. Ein frische dirn wolgemut 62, 52. Ein fröwlin zart gebot mir zu stechen 60, 11. Ein fuchs, ein katz diequamen 2, 51. Ein funk hat sich in mir entzünt 02, 128. Ein gast kam zu einem leitgeben 5, 4. Ein gepaur fieng ein vogelein 2, 39. Ein glücklich zeit 42, 74. Ein grawer man fragt mich der mär 62, 60. Ein grosser dicker kuttenman 62, 191. Ein gut new sälig jar 62, 85. Ein hecht ein rouber 3, 31. Ein herre des geruochte 5, 4. Ein herre wolte hochzit han 5, 4. Ein herre wolt ze hove varn 5, 4. Ein herre wart eilende 5, 4. Ein herzog was in Osterreich 41. Ein bunt bemüet einen man 5, 4. Ein ieclich pflüg muss haben gnüg 3, 22. Ein jeger kam in einen walt 5, 4. Ein junger lewe was gar stark 2, 55. Ein junkfraw zart 4, 10. 62, 99. Ein katz in eines schuchsters haus 2, 54. Ein knab zu einer diernen sass 62,164. Ein krebsein zii ir tochter sprach 2, 35. Ein künec hat zwei riebe 5, 4. Ein künec macht irdine vaz 5, 4. 171 Ein künec was so emesthaft 5, 4. Ein lamp sucht ein wasserfluss 2, 40. Ein lewe, ein stier, ein esel, ein swein 2, 46. Ein lewe, ein wolf, ein fuchs giengen 2, 40. Ein lewe was in einem walde gelegen 2, 47. Ein man vor einem walde sass 2, 95. Ein man het ein elich weip 2, 48. Ein man ronbet unde stal 5, 4. Ein mediin an eim laden stallt 62, 202. Ein meister heisset Ysopus 2, 24. Ein müller hiess Gumprecht der gül 2, 8. Ein newe red ist mir worden kunt 42, 35. Ein newes lied das wil ich euch verkünden 62, 82. Ein newes liedlein wil ich euch verjehen 62, 3. Ein newes spil das heisst im fluss 62, 84. Ein nuzboum was geraten wol 5, 4. Ein pfaff ein frawen an sprach 2, 102. Ein rab auf einem bäum sass 2, 33. Ein red wil ich heben an 60, 7. Ein reicher burger het einweib 62, 32. Ein richer man vil guoter 5, 4. Ein ritter alt und greis 42, 60. Ein ritter was in oberlant 62, 81. Ein schöne frawe zu mir sprach 2,10. Ein schon weib mit guten sitten 42, 116. Eins herren sun der misseriet 5, 4. Einsjarszuder österlichen zeit 42, 40. Eins mala da kam ich in ein ürten 62, 109. Eins mals ein reicher kaufman was 62, 35. Eins mals gieng ich spacieren auss 62, 186. Eins mals ich an eim ende sass 62, 28. Eins mals in den herbsttagen 42, 42. Eins mals ritt ich des winters kalt 62, 201. Eins mals was mir mein weil gar lang 5, 7. Eins merleins will ich euch gewern 2, 91. Eins morgens frü da fiel mir zu 62, 169. Eins morgens früher gein tag 42, 117. Eins morgens fr8 tet ich mich zu 62, 155. Eins morgens ich an minem bet lag 60, 6. Eins tags bat mich ein herr zu gast 62, 86. Eins tages füget sich das 60, 23. Eins tags ich auss spacieren gieng 62, 44. Eins tags ich lag 42, 45. Eins tags ich spazieren gie 42, 59. Eins tags spaciert ich auss nach lust 62, 27. Eins tags spaciert ich in ein wald 62, 104. Ein stat heisset Jerusalem 62, 117. Ein stat was also getan 5, 4. Ein tier ist Salamander genant 5, 4. Ein tumbe sele ein tumper lip 5, 4. Ein weg mich eins morgens tru g 60,21. Ein weihe an seinem ende lag 2, 45. Ein weiser man zu seinem son sprach 2, 66. Ein wirt der feile spise hat 5, 4. Ein wirt herberget geste 5, 4. Ein wolf zu seinem son sprach 2, 31. Ein wort das wart von oberlant 61,7. Elblin von Eselsberg 42, 117. Eilend zwingt mich in meinem mut 62, 133. Es fert ein frischer sammer da her mit schalle 62, 211. Es flog ein kleines waldvögelein 62, 179. Es für ein armer binder 62, 135. 172 Es gesehach bei alten Zeiten 2, 82. Es geschieht geinelicher ding vil 2,114. Es gieng ein grille und ein araeis 2,52. Es gieng ein mal ein man ausgehunken 62, 41. Es het ein biderman ein weib 2, 64. 62, 38, 221. Es het ein metzger ein töchterlein 62, 200. Es het ein weip und ein man 2, 90. Es het sich ein meister eins bedacht 62, 1. Es hilft mich nit 62, 113. Es ist ein verloren erbeit 2, 72. Es ist ie in der weit sit 42, 80, 106. Es ist mir ein kleines vögele entflogen 4, 34. Es ist nit lang das ich da red 62, 119. Es quam eines dages zu einer zeit 60, 24. Es komt noch wol ein gute zeit 62,139. Es leit ein purk in Swabenlant 2, 68. Es sass ein weib ob einem schrägen 42, 15. Es sassen frowen der waren zwe 3, 33. Es solt keiner auss bleiben 4, 27. Es sprach ein armer k aufm an 42, 64. Es taget in Osterriche 3, 58. Es warb eins edelmans kint 42, 69. Es was ein vil karger man 2, 15. Es was einmal ein schuster 62, 39. Es was ein mensch reich und geschieht 42, 33. Es was ein reicher bawman 2, 17. Es was eins mals ein ackerman 2, 43. Es was ein williger knecht 2, 86. Es was verkiindt in einer figur 62, 29. Es was gen des meien kraft 42, 47. Es was hie vor ein alter man 2, 111. Es was hie vor ein ritter vermessen 2, 32. Es was hie vor gesessen 2, 69. Ez was ein richer sündiger man 5, 4. Ez was ein sünde richer man 2, 93. Ez was ze Bern gesessen 42, 14. PJwiger got her Jesu Crist 4, 25. Feins lieb möcht ich bei dir gesein 62, 129. Velczperger 42, 22. Vil oft und dick so redt der mund 62, 53. Polz, Hans, 62, 29, 30, 47. Von erst so well wir loben 62, 132. Von herzog Ulrich zu Wirttemperg hochgeborn 79. Von himel send mir got kraft 9, 2. Vor Cristi geburt vor langer zeit 62, 70. Vor einem wilden walde das ge- schach 2, 41. Vor eines burgers tore 60, 15. Vor jaren hat freud und ero 62, 216. Franck, Michel, 104. Freidank 5, 5. Frisch auf mit tausend freuden 62, 181. Fröhlicher well wir singen 62, 146. Frosch von Leibnicz 42, 21. Fuchswild bin ich 62, 101. Furcht got, halt sein gebot 3, 20. Für sich dich auf den jüngsten tag 62, 153. Gang zu swester Hillen 85, 7. Gengenbach, Pamphilus, 62, 24, 78. Gerardus 32. Gern, Hans, 62, 139. Glaser, Hans 62, 97. Golt und silber war gfit 2, 29. Got aller dinge ein hoch begin96,1,4. Got ewig ist on endes feist 62, 175. Gotfrid von Neifen 77, 1. Got grüss dich lieber rebenknecht 62, 92. Got grüss dich wein von Noes paw 62, 108. Got hat den leien gegeben 5, 4. 173 Gott herre in (zu) dinem begin 80. 109. 110, 2. 111. Got hiruel und erd peschaffen hat 42, 53. Got in himelreich 2, 63. Got in seiner maiestat 42, 36. Gütlicher geist der herzen kränz 2,109. Gütlicher Weisheit fundament 42, 113. Gütliche Weisheit und weltlicher dor- heite 02, 120. Got macht ein menschen gut 2, 78. Got teilte Salomone für 5, 4. Gotes huld ich verloren han 60, 19 7. Graf, Jörg, 62, 78, 87, 90, 197. Gut gsell du klagest mir dein not 62, 171. Hab acht wie sie üich halt 3, 65. Hab got vor allen dingen 62, 165. Hadamar von Laber 99. Hans von Worms 62, 35, 37. Härder, Konrad, 2, 109. Hass, Kunz, 62, 75, 94. Heinrich, meister, 2, 13; Heinrich von Veldeke 107. Hende und fasse begunden strafen 2, 44. Her erenpot was er genant 42, 17. Her got ein Ursprung al ler üüss 62,107. Herman von Sachsenheim 86 f. Herwider zit der genaden 60, 13. Herzeinigs lieb bis nit betruebt 62,188. Herz mfit und rast 3, 22. Het ich der bücher vil gelesen 62, 218 Het ich gesehen gotes taugen 2, 67. Hie vand ein flos ein segil 91. Hie vor bei alten gezeiten 2, 61. Hie vor das ist manig tag 2, 18. Hie vor frösche ein raichel schar 2, 42. Hie vormals got geplaget hat 2, 108. Hie vor was freud und ere 2, 107. Hie hört ein fremdes mer 2, 94. Hie merket der spünzenirerin gebet 2, 21. Hirtz, Mattheis, 62, 121. Hoffart ob din nit wäre 4, 12. Hovieren das pringet grosse freud 62, 142. Hofmar von Punt 42, 104. Holtzman, Daniel, 104. Höret ir herschaft alle 2, 20. Hör mensch ich wil dir ler geben 42, 95. 62, 55. Hört zu der jamerlichen klag 42, 26. Hört zu hört zu und secht nit zu 62, 131. Hört zu ir herren meine sag.62, 8. Hugo von Langenstein 14. 30. Hugo von Trimberg 84. 116. Hütten, Ulrich von, 62, 22. Ich bin von deinentwegen hie 62, 183. Ich bin ir gouch 3, 26. Ich bin schabab 62, 143. Ich bins das alter 116. Ich bins frow minne wolgestalt 3, 17. Ich fraget einest ein der mrer 62, 30. Ich gieng eins nachts von haus spat 42, 48. Ich gieng in einem meienmorgen 42, 43. Ich hab oftghört vor jaren sagen 62,9. Ich han vernomen das ist war 2, 89. Ich han gedacht in meinem mut 2, 110. Ich höret sagen ein mere 2, 28. Ich kam auf ein pach 42, 19. Ich kam uf ein gevilde 2, 4. Ich kam uf ein gevilde wit 2, 56. 42, 16. Ich kam uf ein heide breit 2, 30. Ich kam eins mala on all gever 62,123. Ich kam eins tages an ein bach 2, 57. Ich kam gegangen auf ein plan 62, 36. Tch kam in ains parbirers haus 42, 76. Ich kam in freien mut 42, 56. Ich klage ein ding daz missezimt 5, 4. Ich merke an der weite pflicht 60, 8. 174 Ich muss dich zorniglichen melden 85, 4, 8. Ich each den Hechten morgen 62, 145. Ich sach eins nials heimlich 2, 6. Ich seit euch gern etwas 2, 106. 42, 28. Ich stunt an einem morgen 62, 141. Ich stunt eins mala an einem orte 62, 48. Ichstuntineinsbarbierershaus 62,34. Ich sünder pin in leid pehaft 42, 39. Ich und ein ich waren ein 42, 46. Ich want ich het ein bunt gesworn 3, 23. Ich weis ein edle maget fln 4, 9. Ich weis ein mensch das mos ich miden 3, 42. Ich weis ein wunderliches tier 62,126. ich weis mir einen anger breit 3, 61. Ich weis mir ein meisters tochter gut 62, 2. Ich wil dir raten junger man 42, 102. Ich wil und muss mich scheiden 62, 130. Ichwoltdir gut dingprakticirn 42, 30. Ich wolt under ein linden sein gangen 42, 65. Ich wolt zu lant in riten 60, 2. ImHegöwligt ein hohes sohl oss 62,195. In einem doli' sass ein man 2, 25. In einem dorf was gesessen ein man 2, 8h In einem morgen das geschach 42, 49. In einer nacht hab ich bedacht 4, 11. In einer stat ein burger sass 62, 45. In einer stat saz ein man 5, 4. In fröuden sölt ir sein bebaft 62, 89. In gotes namen heb ich an 85, 2. In Kriechen was gesessen 2, 62. In lieb und ganzen treuen 42, 73. In lob der heiligen trinitat 62, 76. In reicher kunst hört wunder gross 62, 203. In wollust meines herzen 60, 16. Ir herren hört geleiche 62, 194. Ir herren schweigend ein wenig stil 62, 209. Ir herschaft ir solt gedagen 2, 19. Ir herschaft wolt ir mit züchten dagen 2, 115. Ir hören und sind verstane 4, 22. Ir jungen und ir alten 62, 127. Ir kriegsleut nun seind guter dingen 62, 214. Ir kristenlüt ich üch bedüt 3, 22. Ir kristenmenschen nemt zu herzen 62, 147. Ir solt hören was ich euch sag 42,112. Ist es nit ein fremde sach 62, 102. Jeronimus der reine 93. Jesus beschniten ward der rein 62, 190. Jesus ein wort des höchsten hört 62, 174. Johan von Würzburg 41. Johannes von freuden reich 2, 113. Junkfraw mich hat ein wilder falk 2, 88. Carolas spar dich got gesunt 5, 1. Kein lieb so gross sie uinit ein end 42, 93. Ketner, Fritz, 62, 126. Kinder wölt ir stille schweigen 2, 5. Konrad von Würzburg 81. 96. Comes Fridricus Ottinger 3, 21. Krantz, Albert, 104, Kristenheit hat den hohen preis 62,213. Cristusderherverleichmir 1er 62,176. Krug, Hans, 62, 54, 56. Kum heiliger geist mich undemcht 62, 96. Kum heiliger geist mit dinergüt3, 15. Künig Artus was reiche 62, 98. Lasst euch vermüseln 2, 12. Lirer, Thomas, 15. Lop habe die zit des lobes 61, 8. Lüg nit und bis verswigen 3, 36. Luther 62, 10, 14-18; 175 Mancher lobt das im gevelt 62, 54. Mandeville 61, 3. Man leutet einem alten weib42, 51. Man saget offene märe 2, 26. Man sol den frawen sprechen gut 2,80. Maria unsers glaubens anefang (32,87. Maria zart dein edle art Jesum geboren hatte 62, 173. Maria zart dein edle art mag nie- mant gar aussprechen 62, 177. Marsias aus Phrygier laut 106. Martin von Reutlingen 62, 77. Mein anfang sei zu gotes er 02, 26. Mein vater hiess Irregang 62, 166. Mein frawe den meinen dienst verspricht 2, 27. Mein gesang und alles mein geticht 2, 59. Mein herz das fert dahin in grossem leid 60, 10. Mein herz das ist betrübet ser 60, 14. Mein herz hat im zu erweit 42, 84. Mein herz hat weder ru noch rast 62, 77. Mein herz so vil der freuden hat 62,134. Mein hirn hat aber nimmer ru 62, 71. Mein leib vertrawen ich nit mer 62, 196. Mein sinn die rieten mir gar schiere 62, 122. Mensch mit mir klag 62, 178. Mensch wiltu nimmer traurig sein 62, 156. Merket nach der werlt pflicht 2, 23. Merkt wie die Schweizerknaben 62, 140. Mich bat ein fraw minneclich 42, 55. Mich fraget eine frawe minneclich 2, 7. 42, 57. Mich wundert ser zu diser frist 62, 59. Mir sagt ein weiser kristen 42, 22. Mir träumt eins nachts gar sicherlich 42, 21. Mir was eins nachtes do ich lag 2, 98. Mit der warheittut man sagen 62, 91. Mit fleiss hanich betrachtetgar60,22. Mit kleiner hab ein man mich fragt 2, 65. Mit kurzen Worten do heb ich an 2, 103. Mönch von Salzburg 4, 15. 42, 77. Morgenrot 42, 23. Muscatblut 3, 22. 4-, 10 f. 62, 99. Muss ich euch aber klagen mein not 62, 159. Nach der geburt unsers hern Jesu Cristi das ist war 42, 103. Nach singen tichten stet mein mut 42, 110. Nach tausent vierhundert jaren 42,83. Nadel in der titschen 3, 63. Newer mär und selzmergschroi 62,124. Nildas von Wyle 54, 1. Nu hab ich all mein tag gehört 62,154. Nuhörentalleund merkent eben85,6. Nu höret wie ein narre ich bin 2, 9. Nu hört ein kurzweil die sich macht 62, 37. Nu hört ich wil euch singen 62, 212. Nu hört ir herren all geleich 62, 90. Nu hört ir werltminner 2, 97. Nu hört mir zu ein abenteur 62, 94. Nu ist mir dick und vil geseit 60, 1. Nu merkend all geliche 4, 32. Nu merkend hie ein news gedieht 62, 97. Nu merkend mich zu diser frist 62,121. Nu merk gut gesell wie 42, 58. Nu merkt ir herren all geleich 62, 144. Nu nement war die ackerpferd 3, 22. Nu nement war wie nun die Bchar 3, 22. Nu schweigt so wil ichs heben an 42, 88. Nu schweigt so wil ich heben an 62, 46. Nu well wirs aber heben an 62, 40. 176 Nu will ich aber heben an 62, 68. 0 Barbara heilige junkfraw 62, 63. Ob ich ussleg wer nur die egt 3, 22. Ob ir wölt schweigen und bedagen 62, 93. Ob [nn] ieman sprsech 3, 22. 0 got vater ewiges guot 4, 1. 0 heilige drivaltikeit 62, 192. 0 heiliger geist nu gib mir rat 62, SO. 0 herre got ich klag dir als mein leid 62, 65. 0 keiserlich wird und küniglich er 62, 69. 0 lieber sun nun ruck herzu 62, 56. 0 Marie du bist von eim edlen stammen 62, 199. 0 mein ich frew mich deiner kunst 42, 41. On schaden wirt der man selten wis 60, 18. O reicher got ganz ungezalt 62, 78. 0 romisch reich du heilige krön 42,107. 0 sach in allen sachen 42, 23. 0 süsser got aller diner gnaden ich beger 85, 3. 0 süsser got her Jesu Krist 42, 37. Otto von Diemeringen 61, 3. 0 warer got und herre 62, 67. Owe ich klag dir mensch mine not 3, 47. Poll, Peter, 62, 48. Portt, Caspar, 105. Priester du userweites vass 4, 14. Ramminger, Hans, 62, 31. Regius, Urbanus, 02, 7. Reinmar der alte 77, 1. Rosenblüt 62, 34, 46, 115. Rosner 62, 27. Rot, Otmar, 62, 156. Rudolf v. Ems 89. Rus, Wolfgang, 62, 11. Sachs, Hans, 104. Salve got grüss dich junkfraw rein 42, 77. Sant Anna preis 62, 198. Sant Cristof du vil heiliger man 62, 193. Sant Michel der engel her 2, 77. Schawet alle was gewalt 2, 87. Schenkenbach 62, 132. Schildknecht, Jörg, 42, 67. Schiller, Jörg, 62, 123. Schmiher 42, 49 f. Schneider, Hans, 62, 43, 69 bis 71, 73, 76, 100, 105, 107, 112, 114, 124. Schneperger, Hans, 42, 105. Schüber 42, 51. Schwarzenbach, Onophrius, 104. Seid fürsten herren stet und gmein 62, 73. Seid man von wunder sagen sol 2, 74. Selig ist der nimer übel spricht 3, 2. Sich bekeret ein sündaere 5, 4. Sich fröwt min herz gen disem meigen 3, 60. Sich fuget zu einer zit also 60, 20. Sich fugt an einem morgen 42, 52. Sich sent mein herz 62, 137. Sid lebend(ig)er nieman 1. 6. Sinn und gerlenk der liebe steur 62, 112. Slangen sint die lant ir hut 5, 4. So wer in den sal wilt gain dingen 67, 7. So wünsch ich ir ein gute nacht 62,172. Spaun, Claus, 62, 45. Speuser, David, 104. Spreng, Johan, 104. Stech ein ieder eid als ein dorn 62, 51. Stricker 2, 93, 107. 5, 4. 62, 216. Suchenwirt 42, 113. Suso 4, 4. Sw. s. W-. 177 Tag und nacht leid ich gross not 62, 170. Teichner 2, 65. 42, 38—35. 62, 51. Thomas von Aquino 4, 2. Thomasin von Zirclaria 9, 1. 102. Trunkenheit ist manigfalt 2, 96. Ttinger 113. Uf sprang die junkfraw zu hand 5,2. Ulrich von Eschenbach 82. 115. Ulrich pfarrer zu Tirol 9, 2. Umperlin, Hans, 62, 127. Unde uns der . . . stör kündet 115. Und wer ich ir 3, 13. Unlust tet dich grüssen 3, 62. Uns sagt das buch Genesis 42, 67. Uns tuot sanctus Lucas bekant 5, 4. üntrew die trew zu haus bat 2, 101. Untrew vinanz und arge list 5, 6. Unzucht an allen sorgen 2, 100. Ursach hab ich zu singen bald 62, 150. Weer ein tuoch so wiz und klar 5, 4. Wsere ich wise so wolt ich die tugent meren 88, 7. Waren die kundigoere 2, 104. Wa ich nach wenen sol verjehen 62, 23. Walser, Hans, 62, 9. Walther von der Vogelweide 77, 1. Walther von Metz 77, 1. Walther von Rheinau 1. 6. Want der würfel ist so stark 67, 6. Was freud ist hie in disem jamer- tale 62, 136. Was got zu freuden ie erdacht 42, 61. 62, 58, 81, 118. Was ich auf erd hab ie gedieht 62, 74. Was ich trinkensiehan gesehen 2, 73. Was man von spehen dingen sage 2, 84. Was ordens got geschaffen hat 2, 60. Was trew mag verstehen mich 42, 71. Welche nit frew mein hoher mut 3,25. Wellent ir ein weile gedagen 2, 14. Wellent ir schweigen und bedagen 62, 49. Wellt ir hören manige sach 42, 50. Wellt ir hören nuwe mer 60, 19. Well wir aber singen 4, 19. 62, 66. Wenn ein dink geschehen sol 42, 44. Wenn ein frow all ir er vertuot 3, 24. Wenn frawen reden daz stet wol 2,75. Wenn ich bedenk und besinn 62, 168. Wenn ich mit wichwasser gesprenge mich 3, 56. Wenn ich wer geren frum und stet 62, 48. Wenn iederman sich red wölt massen 62, 47. Wenn man von wunderlisten seit 62, 61. Wenn niemantz nötigshet zu schaffen 62, 42. Wer an im selber nit bewart 2,105. 42, 27. Wer bilde malen wil und kan 5, 4. Wer ein übel weib hat 42, 18. Wer gerne list gute mere 9, 1. Wer vil wunder wil schawen 62, 157. Wer getrüwen dinstlüden dinstlich dut 61, 6. Wer hat ie gesehen 62, 148. Wer hören wil die redlich tat 42, 115. Wer in zehen jaren nit wirt krank 62, 167. Werlt nu hab dir dein streit 2, 99. Wer nun ab sneid das edel treid 3, 22. Wer tag hat und sinne 5, 4. Wer trüwe gülde mit trüwen 5, 3. 61, 4. Wer welle das im wol geling 3, 64. Wer welle hören disen rat 2, 58. Wer will sich vast bebünden doch 42, 105. Wer wol singen kan 3, 1. Wie gern ich für die fürstin tret 62, 72. Wie mocht ich von ir freud gehan 60, 12. 12 178 Wie nun ir Schweizerknaben 62,160. Wiest, Ulrich, 62, 65. Wiltu dich mit eren erneren 3, 35. Wip ist ein erem-icher »am 4, 20. Wirnt von Graf'enberg 13. Wisse, Claus, 77, 2. Wol auf gesell wir wellen wandern 62, 62. Wol uf mir wellent jagen 3, 57. Wol ufwol uf min trut gesell 60,17. Wolfauf wol auf mit heller stimm WM, 182. Wol her,ir lieben gesellen 62, 161. Wol hinseid du verbessert hast 42,85. Wollt s. wellt. Würsung, Max, 62, 44. Zing, Paulus, 62, 82. Zu allen ziten in dem jare 98. Zu eim mal het ein herr einn knaben 42, 34. Zu einem pflüge wart gestalt 2, 36. Zu einer grossen hochzeit 2, 53. Zu einer heiigen zeit geschach 2, 38. Zu hofe seit man mer 60, 5. Zu mitter fasten es beschach 3, 59. Zu Rom da ward ein bild gemacht 62, 106. Zwingäuer 42, 28. Verlag der H. Lanpp'sehen Buchhandlung in Tübingen. Siebenzig Lieder des Rig-Veda übersetzt von Karl Geldner und Adolf Kaegi. Mit Beiträgen von B, Roth. XIV u. 176 Stn. broeh. M. 3. — Über die Metrik des Jüngeren Avesta nebst Uebersetzung ausgewählter Abschnitte von Karl Geldner. 8. broch. M. 5. — Ueber den Instrumentalis im Rigveda von Dr. Heinrich Wenzel. 8. broch. M. 4. — Die älteste praktische Pädagogik des heidnischen Altertums. Hitopadesas, oder heilsame Unterweisung, angeblich von Vischnusarman zur Belehrung königlicher Prinzen verfasst. Aus dorn Sauskrit ins Deutsche übersetzt von Dr. G. M. Dnrscli. kl. 8. broch. M. 2.40. \/ uchbinderei HENDRICK SCHÜLZEl Düsseldorf Tel.35370.